Darmstädter Tagblatt 1910


29. Oktober 1910

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Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt.
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Abonnemenkspreis
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
wärts
nehmen die Poſtämter u. die Agen=
turen
Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
ſchriebenen
Tagenwirdnicht übernommen.

173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 254.

Samstag, den 29. Oktober.

1910.

Die heutige Nummer hat 42 Seiten.

Der Geſetzentwurf über die Schiffahrtsabgaben.
* Der dem Reichstag zugegangene Entwurf eines
Geſetzes betreffend den Ausbau der deutſchen
Waſſerſtraßen und die Erhebung von Schiff=
fahrtsabgaben
beſtimmt in Artikel 1:
Im Artikel 54 der Reichsverfaſſung wird Abſ. 3,
Satz 2 geſtrichen, Abſ. 4 erhält folgende Faſſung: In allen
Häfen und auf allen natürlichen Waſſerſtraßen dürfen Ab=
gaben
nur für ſolche Werke, Einrichtungen und für eine
ſonſtige Anſtalt erhoben werden, die zur Erleichterung des
Verkehrs beſtimmt ſind. Dieſe Abgaben ſowie die auf
den künſtlichen Waſſerſtraßen zu erhebenden Abgaben dür=
fen
bei ſtaatlichen und kommunalen Anſtalten oder Waſ=
ſerſtraßen
die zu ihrer Herſtellung und Unterhaltung er=
forderlichen
Koſten nicht überſteigen. Als Koſten ihrer
Herſtellung gelten die Zinſen und Tilgungsbeträge
für die aufgewendeten Kapitalien; der Bemeſſung von
Befahrungsabgaben können im Bereiche der Binnenſchiff=
fahrt
die Geſamtkoſten für die Waſſerſtraße, das Strom=
gebiet
oder das Waſſerſtraßennetz zugrunde gelegt werden.
Auf die Flößerei finden dieſe Beſtimmungen inſoweit An=
wendung
, als ſie auf ſchiffbaren Waſſerſtraßen betrieben
wird. Dahinter iſt als neuer Abſatz einzufügen: Die
Herſtellungs= und Unterhaltungskoſten für
Anſtalten, die nicht nur zur Erleichterung des Verkehrs,
ſondern auch zur Förderung anderer Zwecke und In=
tereſſen
beſtimmt ſind, dürfen nur zu einem verhältnis=
mäßigen
Anteil durch Schiffahrtsabgaben aufgebracht
werden.
Nach Artikel 2 werden zur Aufbringung von Mitteln
für die Verbeſſerung und Unterhaltung von natür=
lichen
Waſſerſtraßen im Intereſſe der Binnen=
ſchiffahrt
auf nachſtehend bezeichneten Flußſtrecken in den
Stromgebieten des Rheins, der Weſer und Elbe Befah=
rungsabgaben
erhoben. Zu dieſem Zwecke bilden
die an dieſen Strömen beteiligten Staaten je einen
Strombauverband. Es gehören zum Rhein=
verbande
: Preußen, Bayern, Baden, Heſſen und El=
ſaß
=Lothringen, mit dem Rhein von der ſchweizeriſchen
bis zur niederländiſchen Grenze, mit dem Neckar von
Heilbronn bis zur Mündung in den Rhein und mit dem
Main von Aſchaffenburg bis zur Mündung in den Rhein.
Zum Weſerverbande: Preußen, Oldenburg,
Braunſchweig, Lippe und Bremen, mit der Weſer ober=
halb
der Bremer Kaiſerbrücke der Aller von der Leine bis
zur Mündung in die Weſer, die Fulda von Kaſſel bis zur
Mündung in die Weſer. Zum Elbverbande: Preu=
ßen
, Sachſen, Mecklenburg=Schwerin, Anhalt und Ham=
burg
, mit der Elbe von der öſterreichiſchen Grenze bis zur
Eiſenbahnbrücke bei Hamburg und Harburg, mit der
Saale von der Mündung des geplanten Kanals in Leip=
zig
=Kreypau bis zur Mündung in die Elbe.
Die Selbſtändigkeit der Staaten im
Strombau bleibt unberührt. Die Angelegen=
heiten
der Verbände werden durch Ausſchüſſe
aus Vertretern der Staaten verwaltet. Im
Rheinverbande haben Preußen acht. Baden fünf,
Bayern und Heſſen je vier, Württemberg und
Elſaß=Lothringen je drei Stimmen: im Weſerverbande
Preußen vier, Bremen drei, Braunſchweig zwei, Olden=
burg
und Lippe je eine; im Elbverbande Preußen fünf,
Sachſen vier, Hamburg dre., Anhalt zwei, Meckkensurg=
Schwerin eine. Den Vorſitz hat in allen Ausſchüſſen
Preußen. Den Verwaltungsausſchüſſen ſtehen Strom=
beiräte
zur Seite, die aus am Ausbau der natürlichen
Waſſerſtraßen und am Schiffsverkehr beteiligten Kreiſen
und zwar durch die berufenen Vertretungen von Handel,
Schiffahrt, Induſtrie, Landwirtſchaft und den Hafen=
ſtädten
zu wählen ſind. Die Ausſchüſſe beſtehen im Rhein=
verband
aus 46 Mitgliedern: Preußen 20. Baden 8,
Bayern und Heſſen je 5, Württemberg und Elſaß= Lothrin=
ßen
9, Bremen 6, Braunſchweig 4, Oldenburg 2. Lippe und
Schaumburg=Lippe je 1, die Thüringiſchen Staaten zu=
ſammen
1, im Elbverband aus 28 Mitgliedern: Preu=
ßen
10, Sachſen 7, Hamburg 5, Anhalt, Mecklenburg=
Schwerin, Braunſchweig und Lübeck je 1, die Thüringi=
ſchen
Staaten zuſammen 1.
In den Verbänden werden die Befahrungsab=
gaben
nach einheitlichen Tarife erhoben und
zwar für Güter in fünf Klaſſen mit tonnenkilometriſchen
Einheitsſätzen, die nach den Stromabſchnitten unter Be=
rückſichtigung
der verſchiedenen Leiſtungsfähigkeit abge=
ſtuft
werden und für die einzelnen Klaſſen höchſtens 0 02,
0,04, 0 06, 0,08 und 0.1 Pfennig betragen ſollen. Der Ab=
gabenertrag
fließt in gemeinſame Stromkaſſen
und wird von dieſen an die Verbandſtaaten im Verhält=
nis
ihrer Aufwendungen verteilt. Nach Artikel 6 wird den
für Oeſterreich und die Niederlande aus dem Vertrage
zwiſchen dem Norddeutſchen Bunde und Oeſterreich vom

22. Juni 1870 und der Rheinſchiffahrtsakte vom 17. Ok=
nicht
vorgegriffen.
Ueber die Frage, ob die neue Faſſung des Artikels 54
eine Auslegung oder teilweiſe auch eine Aenderung der
Verfaſſung darſtellt, und wieweit etwa das eine oder das
andere der Fall iſt, bedarfes hier keiner Erörterung, da die

Vorlage vom Bundesrat einſtimmig angenommen iſt. Aus
der Begründung des Artikels 7 ergibt ſich, daß die
Regierung das Geſetz möglichſt erſt nach der Zuſtimmung
Oeſterreichs und Hollands in Kraft ſetzen will. Sie will
aber eventuell die grundſätzlichen Artikel und Paragraphen
des Entwurfs noch vor der Zuſtimmung Oeſterreich=
Ungarns und Hollands zu Artikel 2 in Kraft ſetzen. Die
Regierung behält ſich ferner vor, den Artikel 2 nicht gleich=
zeitig
für alle drei Stromgebiete, ſondern zu Terminen,
die für einzelne Stromgebiete verſchieden ſind,
in Kraft zu ſetzen. Das bedeutet letzten Endes nichts an=
deres
, als daß die Regierung die Möglichkeit ſich offen
hält, das ganze Geſetz zunächſt für den Weſerſtromverband
allein in Kraft zu ſetzen. Es würde dann alſo auf der
Weſer Abgaben erhoben werden, während Rhein und
Elbe wenigſtens noch eine Zeitlang und vielleicht lange
Zeit, wenn nicht dauernd abgabenfrei bleiben würden.

Ueber die Wirkung der bedingten Begnadigung auf
die Verminderung der Rückfälle in der Kriminalität
wird der Täglichen Rundſchau folgendes mitgeteilt: Der
bedingte Strafaufſchub iſt bekanntlich in Deutſchland ſeit
dem Jahre 1895 in Anwendung gekommen. Seine Ver=
günſtigung
beſchränkt ſich auf Freiheitsſtrafen mit Ein=
ſchluß
derjenigen, welche an die Stelle einer nicht beizu=
treibenden
Geldſtrafe treten; er wird überwiegend nur
Jugendlichen zuteil. Die Bundesſtaaten hatten über den
bedingten Strafaufſchub Vorſchriften erlaſſen, die in ver=
ſchiedenen
Punkten Abweichungen enthielten. Um eine
gleichmäßige Handhabung herbeizuführen, ſind unter Ver=
mittelung
des Reichsjuſtizamtes zwiſchen den Regie=
rungen
der Bundesſtaaten Grundſätze vereinbart worden,
zu denen in den einzelnen Bundesſtaaten im weſentlichen
übereinſtimmende Ausführungsanweiſungen ergangen
ſind. Man hat nun von dem bedingten Strafaufſchub eine
günſtige Einwirkung auf die Zahl der Rückfälle erwartet.
Und in dieſer Beziehung geben die Ermittelungen der
Kriminalſtatiſtik einen genauen Anhalt, in welchem Um=
fange
Perſonen, die zum erſtenmal wegen eines Verbre=
chens
oder Vergehens verurteilt wurden, ſich ſpäter eine
abermalige Verurteilung zuziehen.
Danach wurden von den zum erſtenmal Verurteilten
innerhalb der nächſten drei Jahre 13 v. H. rückfällig.
Dahingegen traten in den Fällen des bedingten Strafauf=
ſchubes
bei 20 v. H. Umſtände ein, welche eine Verbüßung
der verhängten Strafe notwendig machten. Dieſe Erfah=
rungen
führen zu dem Ergebnis, daß die bedingte
Begnadigung zur Verminderung der Rück=
fälle
bisher nicht beigetragen hat. Ebenſo=
wenig
allerdings kann ein Beweis daraus entnommen
werden, daß ſie die allgemeine Kriminalität ungünſtig
beeinflußt. Als Erfolg der bedingten Begnadigung iſt
jedenfalls anzuſehen, daß in vier Fünfteln aller Fälle die
Betreffenden vor der Freiheitsſtrafe und den damit ver=
bundenen
ſchädlichen Folgen bewahrt geblieben ſind.

Deutſches Reich.
Die Reichstagskommiſſion für die
Reichsverſicherungsordnung beendete geſtern
die erſte Leſung. Nach einer Vereinbarung mit den Ver=
gen
je 4, im Weſerverband aus 24 Mitghedern: Preu= tretern der verbündeten Regierungen und der Kommiſſion
wird die zweite Leſung am 10. November mit dem Buch
Unfallverſicherung beginnen.
Die Einnahmen der Reichspoſt und
Reichseiſenbahnen. In der erſten Hälfte des
laufenden Rechnungsjahres ſind die Einnahmen aus der
Reichspoſtverwaltung nicht ſehr günſtig geweſen. Die Ge=
ſamteinnahme
in dieſer Zeit betrug 329,56 Millionen
Mark. Für das ganze Jahr iſt eine Einnahme von
69323 Millionen Mark vorgeſehen, ſo daß alſo bis Ende
September eine ſolche von 346,61 Millionen Mark der
Durchſchnitt geweſen wäre. Die tatſächlichen Einnahmen
liegen alſo um 17,05 Millionen Mark hinter dieſem Durch=
ſchnitt
zurück, ſind mithin um faſt 5 v. H. zu niedrig
geweſen. Immerhin läßt ſich aus dem bisherigen Ergeb=
nis
noch nicht unbedingt auf ein ungünſtiges Abſchneiden
tober 1868 hervorgehenden Rechten durch dieſes Geſetz der Einnahmen aus der Reichspoſtverwaltung rechnen, da
die Wintermonate erfahrungsgemäß ein nicht unerheb=
In der allgemeinen Begründung heißt es: liches Anwachſen dieſer Einnahmen bringen. Beſſer als
bei der Reichspoſt ſind die Einnahmen der Reichseiſen=
bahnverwaltung
in der erſten Hälfte des Rechnungsjahres
1910 geweſen. Es kamen bei ihr 65,49 Millionen Mark ein,
während der halbjährige Durchſchnitt nur 61,16 Millionen

Mark beträgt. Dieſer Ueberſchuß, der Ende September
4,33 Millionen Mark betrug, läßt eine gute Entwicklung
der Eiſenbahneinnahmen erwarten.
Deutſchland und das argentiniſche
Fleiſch. Die Verſuche, die jetzt in Wien mit eingeführ=
tem
argentiniſchen Fleiſch angeſtellt werden, werden in
den deutſchen Regierungskreiſen mit lebhaftem Intereſſe
verfolgt. Wie mitgeteilt wird, wird die öſterreichiſche
Regierung ihre Erfahrungen mit dieſen Verſuchen, die im
Dezember fortgeführt werden, der deutſchen Regierung
zugänglich machen. Wie es ſcheint, hat das argentiniſche
Fleiſch die gehegten Erwartungen bis jetzt nicht erfüllt.
Literariſche Sachverſtändigen= Kam=
mern
. Bei den Reichstagsberatungen im vorigen Jahre
war an die Reichsregierung das Erſuchen gerichtet worden,
darauf hinzuwirken, daß in die Sachverſtändigen=Kammern
für Streitigkeiten über das Urheberrecht an Werken der
Literatur und der Tonkunſt auch praktiſche Journaliſten
berufen würden. Die Errichtung dieſer Kammern beruht
auf einer Beſtimmung des Urheberrechtsgeſetzes vom 19.
Juni 1901, nach der in allen Bundesſtaaten ſolche Sach=
verſtändigen
=Kammern beſtehen ſollen, die verpflichtet ſind,
auf Erfordern der Gerichte und der Staatsanwaltſchaften
Gutachten über die an ſie gerichteten Fragen abzugeben.
Sie ſind auch befugt, auf Anrufen der Beteiligten über
Schadenerſatzanſprüche als Schiedsrichter zu verhandeln
und zu entſcheiden. Seitens des Reichskanzlers ſind im
September 1901 Beſtimmungen über die Zuſammen=
ſetzung
und den Geſchäftsbetrieb der Sachverſtändigen=
Kammern für Werke der Literatur und der Tonkunſt er=
laſſen
. Bei der erſten Bildung der Kammern wurden nun
Journaliſten überhaupt nicht berufen. Von den aus die=
ſem
Grunde an die Reichsregierung gerichteten Vor=
ſtellungen
hat der Staatsſekretär des Reichsjuſtizamts die
Regierungen der Bundesſtaaten in Kenntnis geſetzt, mit
dem Anheimgeben, ſie im Falle der Erledigung von
Stellen in den Kammern bei der Wiederbeſetzung zu be=
rückſichtigen
. Daraufhin ſind auch bereits in die Kam=
mern
verſchiedener Bundesſtaaten praktiſche Journaliſten
als Mitglieder berufen, ſo in Preußen, Bayern und Elſaß=
Lothringen.
Die türkiſche Anleihe. Die vielfach verbrei=
teten
Nachrichten über die Verhandlungen wegen der
türkiſchen Anleihe eilen in verſchiedener Richtung den Tat=
ſachen
voraus. Es dürfte richtig ſein, daß es ſich zunächſt
um den Betrag von 120 Mill. Mark handelt, die durch
6prozentige ſechs Monate laufende Schatzſcheine aufge=
bracht
werden ſollen. Die Beſprechungen darüber haben
erſt am 26. ds. Mts. in Konſtantinopel zwiſchen dem tür=
kiſchen
Finanzminiſter und den Vertretern der Deutſchen
Bank begonnen und wahrſcheinlich wird der endgültige
Abſchluß nicht vor acht Tagen ſtattfinden. Die öſter=
reichiſch
=ungariſche Finanz ſoll mit einem kleinen Pro=
zentſatz
an der Anleihe teilnehmen. Die Führung der
Verhandlungen liegt in der Hand der Deutſchen Bank.
Der preußiſche Finanzminiſter gegen
den elſaß=lothringiſchen Verfaſſungsent=
wurf
. Wie die Nationalzeitung von angeblich unter=
richteter
Seite erfahren haben will, ſollen neue Schwierig=
keiten
in den Verhandlungen über den elſaß=lothringiſchen
Verfaſſungsentwurf im Staatsminiſterium durch den Ein=
ſpruch
des preußiſchen Finanzminiſters hervorgerufen
worden ſein. Dr. Lentze bezeichnet die durch den Entwurf
vorgeſehene Verleihung der vollſtändigen Selbſtverwal=
tung
Elſaß=Lothringens auf ſteuerlichem Gebiete als den
Intereſſen Preußens zuwiderlaufend und befürchtet von
der Selbſtverwaltung ElſaßeLothringens eine Steuer=
geſetzgebung
im antipreußiſchen Sinne. Trotzdem hatz
ſich, wie verlautet, das Staatsminiſterium in ſeiner Mehr=
heit
auf den Standpunkt geſtellt, den Reichslanden das
vollſtändige ſteuerliche Selbſtverfügungsrecht zu gewäh=
ren
, da Beſchränkungen in dieſer Hinſicht in den Reichs=
landen
den heftigſten Widerſpruch hervorrufen würden
und mit der verſprochenen Selbſtverwaltung auf inner=
politiſchem
Gebiete nicht in Einklang zu bringen wären.
Der Fall Arnsperger. Das tonangebende
Organ der Nationalliberalen Badens, die Badiſche Landes=
zeitung
, erklärt ſich mit der Rechtfertigung der Regierung
in der Karlsruher Zeitung wenig zufrieden. Sie beſtrei=
tet
nach wie vor aufs beſtimmteſte, daß es vom Miniſter
des Innern klug war, die Aeußerung eines Beamten, die
in einer geſchloſſenen Mitgliederverſammlung der Natio=
nalliberalen
Partei fiel, zu einem ſo ſchroffen Vorgehen
gegen dieſen Mann zu benützen. Die von der Regierung
in letzter Zeit befürwortete Sammlungspolitik aller büre

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Nummer 254.

gerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie ſei in Ba=
den
, wie jeder einſichtige Politiker wiſſe, undurchführbar.
Geſetztenfalls die nationalliberalen Führer, was natür=
lich
ausgeſchloſſen ſei, proklamierten ein Zuſammengehen
mit dem Zentrum, ſo würden die meiſten Wähler keine
Folge leiſten. Es würde lediglich eine große Verwirrung
in die Kreiſe der Nationalliberalen hineingetragen wer=
den
und der Tertius gaudens wäre die Sozialdemokra=
tie
. Zum Schluß ſpricht die Badiſche Landeszeitung die
Vermutung aus, daß ſich im Falle Arnsperger konſervative
Einflüſſe beim Träger der Krone geltend gemacht hätten,
vor denen ſich eine beſſere politiſche Einſicht beugen mußte.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Haltung Deutſchlands in der An=
nexionskriſis
. Der Ausſchuß der öſterreichiſchen
Delegation für Auswärtige und die Angelegenheiten
Bosniens und der Herzegowina genehmigte den Bericht
des Referenten Marquis Baoquehem über das Budget
des Miniſteriums des Auswärtigen. Der auf die Hal=
tung
Deutſchlands in der Annexionskriſis bezügliche Paſ=
ſus
des Berichtes lautet: Deutſchland ließ von Anbe=
ginn
der Balkanwirren keinen Zweifel, daß es alle Kon=
ſequenzen
aus dem Bündniſſe ziehe. Die bedeutſame
Entſchloſſenheit Deutſchlands, die beharrlich und auf das
unzweideutigſte kundgegeben wurde, die Monarchie nach=
drücklichſt
zu unterſtützen, wirkten mächtig. Schon die
erſte Kundgebung des Fürſten Bülow über die Unerſchüt=
terlichkeit
des Bündniſſes und der hohe Ernſt, mit dem
Deutſchland ſeine Bündnispflicht betrachte, machten großen
Eindruck in Europa und feſtigten das Vertrauen in den
Frieden. Deutſchland zögerte nicht und ſchwankte nicht,
um ſeine Bundesfreundſchaft in vollſtem Maße zu gewäh=
ren
. Es ſtellte ſich von Beginn der Kriſis vorbehaltlos
auf unſere Seite. Es wollte keinen Zweifel darüber auf=
kommen
laſſen, daß es entſchloſſen ſei, keine Zumutung an
uns ſtellen zu laſſen, die mit der Würde der Monarchie
unvereinbar wäre. Dieſe Haltung Deutſchlands, die eine
ſo hohe Auffaſſung der Bündnispflicht zeigte, wird bei
uns unvergeſſen bleiben.
Im Heeresausſchuß der öſterreichiſchen
Delegation betonte Reichskriegsminiſter v. Schönaich,
daß der Geiſt der Armee, im beſonderen der Geiſt des
Offizierkorps, eine Bürgſchaft für die Tüchtigkeit der Ar=
mee
ſei, dieſe erfuhr abſolut keine Aenderung. Der Mini=
ſter
wiederholte, daß eine Einſchränkung der Einjährig=
Freiwilligen=Begünſtigung nicht beabſichtigt ſei. An der
Beſeitigung der Soldatenmißhandlungen habe die Kriegs=
verwaltung
ſelbſt das größte Intereſſe. Was das Duell
anlange, ſo müſſe er für ſich das Verdienſt in Anſpruch
nehmen, zur Bekämpfung desſelben in der Armee das getan
zu haben, was ein Kriegsminiſter tun könne. Das Duell
ganz zu beſeitigen, vermöge unter den heutigen Verhält=
niſſen
, beſonders angeſichts der unzulänglichen Geſetzge=
bung
in Ehrenbeleidigungsfällen, ſowie der Toleranz der
Geſellſchaft gegen Leute, die ſich ſträflicher Ehrenbelei=
digungen
ſchuldig gemacht hätten, kein Kriegsminiſter der
Welt. Seit dem Erlaß der Vorſchrift, daß jede Ehren=
angelegenheit
zwiſchen Offizieren vor einen ehrenrätlichen
Ausſchuß gelangen müſſe, gehöre das Offiziersduell zu den
Seltenheiten und könne von Duellzwang in der Armee
nicht mehr die Rede ſein.
Die Obſtruktion im mähriſchen Land=
tage
. Die Obſtruktion der deutſchen und ſozialdemo=
kratiſchen
Landtagsabgeordneten gegen die von den tſche=
chiſchen
Parteien auf dringlichem Wege eingebrachten
Finanzſteuervorlagen ſetzte am Donnerstag abend ein.
Die Sitzung des Landtages dauerte die ganze Nacht. Nach
Erledigung des Dringlichkeitsantrages wurde die Sitzung

am Freitag von 6½ Uhr früh bis abends 7 Uhr unter=
brochen
.
Wahlen in Kroatien. Am Freitag fanden in
ganz Kroatien die Landtagswahlen ſtatt. Der Wahl=
kampf
war überaus heftig. Um die 88 kroatiſchen Wahl=
bezirke
bewarben ſich, wie die Neue Freie Preſſe meldet,
insgeſamt 285 Kandidaten; zehn Parteien ſtanden ein=
ander
im Wahlkampf gegenüber. Einſtimmige Wahlen
wurden nur in drei Bezirken erwartet; in den meiſten
Bezirken bekämpften ſich vier bis fünf Kandidaten.
Frankreich.
In der Fortſetzung der Interpellatio=
nen
der Kammer über den Eiſenbahner=
ſtreik
beklagte ſich der Sozialiſt Rognon über die Ein=
berufung
der Eiſenbahner, über die Einmiſchung der Sol=
daten
in den Ausſtand und über die Abſetzung von Eiſen=
bahnern
und greift den Miniſterpräſidenten perſönlich an.
Der Miniſter der öffentlichen Arbeiten Millerand, er=
klärt
, der Ausbruch des Ausſtandes ſei nicht auf die Wei=
gerung
der Geſellſchaften, ſich mit einer Abordnung der
Eiſenbahner aller Netze zu bereden, zurückzuführen. Der
Miniſter erinnert an alles, was er für das Eiſenbahnper=
ſonal
von den Geſellſchaften erreicht habe. Die Sabotage
ſei von langer Hand vorbereitet geweſen und der Miniſter=
präſident
hätte durchaus recht gehabt, den Ausſtand
als ein verbrecheriſches Unternehmen zu
kennzeichnen. Der Miniſter legt dar, daß auch die Aus=
ſtändiſchen
ſogleich mit der Erklärung des Ausſtandes viel
weitgehendere Forderungen aufſtellten, als die waren,
welche ſie vorher aufſtellten. Ebenſo ſtand es mit der
Regelung der Arbeitszeit. Nicht um einen Ausſtand han=
delte
es ſich, ſondern um einen Verſuch revolutionä=
rer
Mobiliſation zu politiſchen Zwecken.
Vincent (radikal) machte der Regierung den Vorwurf, daß
ſie nicht durch beruhigende Worte und durch ihre Einwir=
kung
auf die Geſellſchaften dem Ausſtand vorgebeugt habe,
als es noch Zeit war.
Wahrſcheinlich wird die Beſprechung der Interpella=
tionen
über den Eiſenbahnerſtreik bis gegen Mitte nächſter
Woche dauern. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Re=
gierung
auf eine Mehrheit von 400 bis 450 Abgeordneten
zählen kann. Die Regierung wird jedenfalls erſt nach der
Abſtimmung darüber beraten, welche Maßnahmen zu
treffen ſind. Bis dahin erfährt die Zuſammenſetzung des
Kabinetts keine Aenderung.
Franzöſiſche Offiziere in Griechenland.
Dem Matin wird aus Athen gemeldet, daß die Verhand=
lungen
über die Entſendung einer franzöſiſchen Militär=
miſſion
nach Griechenland nunmehr abgeſchloſſen ſind. Die
durchweg aus höheren Offizieren beſtehende Miſſion, an
deren Spitze ein General ſtehen wird, ſoll bereits im
Laufe des Monats Dezember in Athen eintreffen. Allen
dieſen Offizieren würde durch ein beſonderes Geſetz die
griechiſche Nationalität verliehen werden, damit ſie erfor=
derlichenfalls
ein tatſächliches Kommando übernehmen
könnten.
Die Beziehungen zur Türkei. Bezüglich
der von Londoner Blättern gebrachten Nachricht, daß der
franzöſiſche Botſchafter Bompard plötzlich Konſtantinopel
verlaſſen habe und daß man ſeine aufſehenerregende plötz=
liche
Abreiſe mit dem Abbruch der franzöſiſch=türkiſchen
Anleiheverhandlungen in Zuſammenhang bringe, wird
offiziös gemeldet, daß man dieſe Nachricht für eine
Erfindung halte. Im Petit Pariſien wird von diploma=
tiſcher
Seite erklärt, es ſei möglich, daß Bompard nach den
ſchwierigen Anleiheverhandlungen das Bedürfnis nach Er=
holung
empfunden habe, aber der Abbruch dieſer Ver=
handlungen
könne abſolut nichts mit der Abreiſe Bom=
pards
zu tun haben, von der man übrigens nichts wiſſe.

Neue Dokumente über Napoleons Heirat
mit Marie Luiſe.
** Erwecken wir die Zeit vor hundert Jahren
vor unſerem geiſtigen Auge, ſo ſehen wir den Mann,
der damals einer Welt ſeinen Willen aufgezwungen,
auf der Sonnenhöhe ſeiner Macht. Napoleon ge=
bot
, nachdem er den alten Habsburger Staat nieder=
gerungen
und mit dem Zaren ein Schutz= und Trutz=
bündnis
geſchloſſen hatte, unumſchränkt auf dem euro=
päiſchen
Kontinent und die höchſte Krönung ſeiner
Pläne und Ziele ſollte ihm nun die Begründung
einer eigenen Dynaſtie bringen, die ihn mit
einem der vornehmſten Herrſchergeſchlechter ver=
brüderte
und ihm den erſehnten Erben ſeiner Reiche
ſchenkte. Die plötzliche Verlobung und raſche Ver=
mählung
Napoleons mit Marie Luiſe, der Toch=
ter
des öſterreichiſchen Kaiſers, die die Erfüllung die=
ſes
Strebens bedeutete, kam der ganzen Welt höchſt
überraſchend. Hatte doch der Franzoſenkaiſer bald
nach dem Frieden von Schönbrunn eine offizielle
Werbung um eine Zarentochter nach Petersburg er=
gehen
laſſen, und erſchien es doch zudem den treuen
habsburgiſchen Untertanen faſt unmöglich, daß Kaiſer
Franz ſeine geliebte Tochter dem Antichriſt zur Ehe
geben würde, gegen den er noch vor wenigen Monaten
einen verzweifelten und blutigen Kampf um die Exi=
ſtenz
ſeines Reiches geführt hatte! Die tiefer liegen=
den
Gründe für dieſe, ganz Europa in Aufregung ver=
ſetzende
Vermählung, die feinen diplomatiſchen Fäden,
durch die dieſe Beziehungen angeſponnen und ver=
knüpft
wurden, waren bisher noch nicht völlig aufge=
klärt
. Auf Grund neuer Dokumente ſtellt nun der
geiſtvolle Biograph Napoleons, Profeſſor Auguſt Four=
nier
, den wahren Verlauf der Dinge in der Deutſchen
Revue dar.
Napoleons Bewerbung um die fünfzehnjährige
Zarentochter war nicht ernſt gemeint; ſie ſollte nur ſein
gutes Einvernehmen mit Rußland dokumentieren.
Eine raſche Vermählung, an der ihm vor allem lag,
war mit dieſer kaum erwachſenen Braut nicht mög=
lich
; außerdem hätte eine andersgläubige Frau auf
dem Thron von Frankreich den drohenden Konflikt
mit der Kirche nur verſchürfen müſſen, und vor allem

ſah der Kaiſer auch voraus, daß die ruſſiſche Allianz,
der polniſchen und wirtſchaftlichen Fragen wegen, in
nicht langer Zeit zuſammenbrechen werde. Er wollte
daher eine Verbindung mit dem öſterreichiſchen Hauſe,
deſſen Freundſchaft ihm für den bevorſtehenden Kampf
in Rußland ſehr wichtig erſcheinen mußte, zumal die
längſt erwachſene Marie Luiſe auch ſonſt ſeinen Wün=
ſchen
beſſer entſprach als die junge Ruſſin. Einzelne
Andeutungen dieſer Art waren von dem Imperator
ausgegangen. Am 15. September 1809 hatte er an
Kaiſer Franz geſchrieben, es werde nach dem Frie=
densſchluß
nur von ihm abhängen, das Band zwiſchen
den beiden Staaten feſter zu knüpfen. Während der
letzten Verhandlungen über den Frieden in Schön=
brunn
hatte er die Bemerkung fallen laſſen, Oeſter=
reich
ſei mit ſeinen Heiraten ſtets glücklich geweſen.
Dieſe ſehr vorſichtigen Anſpielungen wurden nun von
dem neuen öſterreichiſchen Miniſter des Aeußern, dem
Grafen Metternich, aufs eifrigſte aufgenommen
und weitergeführt. Er mußte ſich bei dem allmächtigen
Franzoſenkaiſer, der ſich gegen ihn ausgeſprochen hatte,
in ſeiner neuen Stellung erſt feſt in den Sattel ſetzen,
und zudem glaubte er auch der öſterreichiſchen Dynaſtie
nicht beſſer dienen zu können, als mit dieſer Heirat,
durch die die Exiſtenz der Monarchie ſicher geſtellt und
ihr eine Ruhe= und Friedensfriſt gegönnt wurde, deren
ſie zur Erholung aus tiefſter Erſchöpfung dringend
bedurfte. Metternich hat ſich ſpäter ganz offen dazu
bekannt, die Heirat in Vorſchlag gebracht zu haben,
und auch Napoleon ſagte kurz vor ſeinem Sturz im
Jahre 1814: Kann Metternich vergeſſen, daß meine
Heirat mit einer öſterreichiſchen Erzherzogin ſein
Werk iſt?
Zunächſt wurden die Verhandlungen ſehr behut=
ſam
mit einem Vertrauensmann des franzöſiſchen Mi=
niſters
Maret, Alexandre de Laborde, geführt, aber
bald nach Paris hinübergeſpielt, wo der etwas ſchwer=
fällige
öſterreichiſche Botſchafter Fürſt Karl Schwar=
zenberg
die Angelegenheit nur recht langſam betrieb.
Unterdeſſen hatte aber Napoleon ſeine frühere Gattin
Joſephine, von der er ſich ſoeben im beiderſeitigen
Einvernehmen getrennt hatte, dazu veranlaßt, in
einer Unterredung mit der in Paris zurückgebliebenen
Gräfin Metternich den Wunſch Napoleons nach einer
ehelichen Verbindung mit einer öſterreichiſchen Prin=

Ueber die Liberia=Angelegenheit will
die Action aus zuverläſſiger Quelle erfahren haben, die
franzöſiſche Regierung ſei nunmehr bis zu einem gewiſſen
Grade bereit, zuzulaſſen, daß Liberia unter das Protek=
torat
der amerikaniſchen Diplomatie geſtellt werde, doch
dürften hierdurch die für Frankreich aus dem Abgren=
zungsvertrage
von 1907 erwachſenen Rechte in keiner Weiſe
verletzt werden.
Spanien.
Die Kirchenpolitik der Regierung. Im
Senat bekämpfte der Biſchof von Jaca das Geſetz Canale=
jas
und erklärte, daß die Anzahl der geiſtlichen Orden in
Spanien anderen Ländern gegenüber keineswegs ſehr
groß ſei. Er beklagte ſich darüber, daß die Regierung
die Ordensgeiſtlichen gegen Angriffe aller Art ohne Schutz
laſſe und bezeichnete die Vorlage als eine antikonſtitutio=
nelle
Maßnahme. Im Namen der Kommiſſion erklärte
demgegenüber Senator Roſell, das Geſetz ſtelle nur eine
notwendige Maßnahme dar und bedeute keinen Angriff
auf den katholiſchen Glauben. Der Biſchof von Guadix
wies auf die Konflikte hin, die aus der Anwendung des
Geſetzes entſtehen könnten und erklärte, daß die Ordens=
geiſtlichen
mit der Ablegung des Gelübdes ihre Ei=
genſchaft
als ſpaniſche Bürger verlieren und Untertanen
der Kirche würden. Wenn die Zivilgewalt aber Geſetze
erlaſſe in bezug auf Perſonen, die lediglich der Kirche
untertan ſeien, ſo gehe ſie über den ihr zuſtehenden Wir=
kungskreis
hinaus.
Griechenland.
Venizelos und ſeine Gegner. Die Rhalliſten,
Theotokiſten und die Parteigänger von Mavromichalis
kamen zu wiederholten Beratungen in den Häuſern der
Parteiführer zuſammen. Die ganze Partei Theotokis’ hat
den Entſchluß gefaßt, an den Wahlen, die am 28. Novem=
ber
alten Stils ſtattfinden ſollen, nicht teilzunehmen. Dar=
aufhin
wurde ein Manifeſt verfaßt, das ſämtliche Unter=
ſchriften
der bisherigen Deputierten tragen ſoll. Der
Proteſt richtet ſich gegen das von der Regierung Venizelos'
neuerrichtete Dogma, wonach das Parlament ſich dem
übereinſtimmenden Willen von König, Volk und Regie=
rung
fügen ſoll. Die Rhalliſten und Mavromichaliſten
haben gleichfalls ein Protokoll unterzeichnet, durch das ſie
ſich verpflichten, bei den bevorſtehenden Wahlen nicht zu
kandidieren.
China.
Chineſiſche Anleihe. Aus Peking wird ge=
meldet
, daß die Finanzgruppe Morgan=Loeb bei der
chineſiſchen Regierung um die Uebernahme der Anleihe
von 250 Millionen Franken bemüht iſt. Es heißt, die
amerikaniſche Regierung unterſtütze die Gruppe.
Stadt und Land.
Darmſtadt. 29. Oktober.
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Revierpolizeikommiſſär
Valentin Dietz zu Darmſtadt die Erlaubnis zur An=
nahme
und zum Tragen der ihm von Sr. Maj. dem
König von Montenegro verliehenen goldenen Verdienſt=
medaille
und den Schutzleuten Franz Schäfer I. und
Wilhelm Denecke, beide zu Darmſtadt, die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Sr. Maj.
dem König von Montenegro verliehenen ſilbernen Ver=
dienſtmedaille
erteilt.
Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Chriſtian Faatz aus Michelſtadt, Kreis Erbach, eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Zell, Kreis Alsfeld;
dem Lehrer Arthur Bramm zu Heegheim, Kreis
Büdingen, die zweite Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule
zu Hirzenhain, in demſelben Kreiſe.
Oeffentliche Anerkennung. Der Metzgermeiſter
Jſaak Dryfus zu Heppenheim a. d. Wies hat am
21. Auguſt l. J. einen ſiebenjährigen Knaben vom Tode
des Erſtickens und des Ertrinkens gerettet. Dieſe mit
Mut und Entſchloſſenheit ausgeführte Rettung wird zur
öffentlichen Kenntnis gebracht.

zeſſin offen auszuſprechen. Die Gräfin nahm ſich nun
der grande affaire mit Feuereifer an; der unge=
ſchickte
Schwarzenberg machte aber in weiteren Unter=
handlungen
geltend, daß die Erzherzogin naturgemäß
Abneigung gegen den Kaiſer empfinde und daß man
ein Gefühl der Dankbarkeit in ihr zu wecken ſuchen
müſſe. Er ließ alſo durchblicken, man erwarte, daß
Napoleon dem öſterreichiſchen Kaiſer eine der abge=
tretenen
Provinzen, etwa ein Stück von Oberöſter=
reich
, als Entgelt zurückgeben werde. Davon wollte
aber der Imperator nichts wiſſen, ſondern ließ nun
die Angelegenheit ruhen, bis ſie eine plötzliche Wend=
ung
zum raſchen Abſchluß brachte.
Metternich hatte ſeiner Frau in einem für Jo=
ſephine
beſtimmten Briefe mitgeteilt, daß eine Werb=
ung
Napoleons bei der Erzherzogin ſicher auf keinen
Widerſtand ſtoßen werde. Dieſen Brief ſpielte die
Gräfin Napoleon ſelbſt in die Hände, und nun tat der
Franzoſenkaiſer den entſcheidenden Schritt, da er ſich
überzeugte, daß von einem poliriſchen Entgelt an
Oeſterreich nicht mehr die Rede ſein werde. Er ſandte
ſeinen Stiefſohn Beauharnais zu Schwarzenberg, da=
mit
er ihm die offizielle Werbung und zugleich die
Aufforderung überbringe, ſogleich den Heiratskontrakt
abzuſchließen und zu unterzeichnen. Tags darauf war
alles in Ordnung gebracht. Nur noch eine Kleinigkeit
blieb: die Zuſtimmung der Braut für die Ehe zu ge=
winnen
. Das koſtete noch einige Schwierigkeiten, aber
ſchließlich brachte die vereinte Autorität des Vaters
und des kirchlichen Nuntius Marie Luiſe zu dem gro=
ßen
Entſchluß. Die eigentliche Entſcheidung hatte die
Gräfin Metternich herbeigeführt, wie aus einem Brief
an ihren Gemahl hervorgeht. Da iſt nun das große
Geſchäft beendet, ſo ſchreibt ſie. Gott ſei gelobt und
gebe ſeinen Segen dazu! Ich will mich nicht rühmen,
aber ich habe nicht wenig beigetragen, daß die Sache
gelang. Ihr Brief hat einen großen Eindruck hervor=
gebracht
, zwar nicht bei der Perſon, für die er be=
ſtimmt
war ſie hat ihn gar nicht zu Geſicht bekom=
men
, ſondern bei einer hohen Perſönlichkeit, die
ihn in Händen hatte. Aber um Gottes willen, ſpre=
chen
Sie nicht darüber. Fürſt Schwarzenberg weiß
nichts davon; er war ſogar dagegen, daß ich von dem
Schreiben überhaupt Gebrauch mache. Ich bin da ganz
allein meinem kleinen Kopfe gefolgt.

[ ][  ][ ]

Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober

1 910.

Die Sitzung des Provinzialausſchuſſes fällt
heute aus.
n. Todesfall. Kammerherr Frhr. Moritz v. Leon=
hardi
, der vor etwa 14 Tagen von einem Schlaganfall
betroffen worden war, iſt vorgeſtern abend auf ſeinem Gute
in Groß=Karben verſchieden. Er war das älteſte
Mitglied des Leonhardiſchen Hauſes, unvermählt und
ſtand im bv. Lebensjahr. Im öffentlichen Leben trat er
als gewählter Vertreter des grundbeſitzenden Adels ſeit
1992 in der Erſten Ständekammer und als Mitglied der
Landesſynode, ſowie des erweiterten Oberkonſiſtoriums
hervor, während er ſich im übrigen der Verwaltung ſeiner
Güter und wiſſenſchaftlichen Studien, beſonders auf
anthropologiſchem Gebiete, widmete. Ein trefflicher, ein=
facher
Charakter, genoß der Verblichene bei allen mit ihm
in Berührung Gekommenen volle Sympathie und wird in
treuer, ehrender Erinnerung bleiben.
Die Veranſtaltung praktiſcher Meiſterkurſe für
Handwerksmeiſter wird von Großh. Zentralſtelle für die
Gewerbe in Darmſtadt (Neckarſtr. 3) bei ausreichender Be=
teiligung
und rechtzeitiger Anmeldung wiederum im Laufe
dieſes Winters beabſichtigt. In dem Kurs für Schuh=
macher
wird vorzugsweiſe das Schnittmuſterzeichnen
und das Herrichten von Leiſten für abnormale Füße ge=
lehrt
, in dem für Schneider das Grundmodellzeichnen
und Zuſchneiden, in demjenigen für Sattler in Groß=
Felda die Herſtellung der verſchiedenen Kummete, in den
Kurſen für Lackierer und Weißbinder, ſowie
für Schreiner und Glaſer das Auffärben bezw.
auch das Durchfärben von Fournieren, in anderen Kurſen
für Weißbinder und Lackierer wieder das Entwerfen von
Firmenſchildern oder das Holz= und Marmormalen nach
der Natur, als auch in ſtiliſierter Weiſe; den Buchbin=
dern
und Portefeuillern iſt in Offenbach die
Möglichkeit zur Ausbildung im Hand= und Preßvergolden
in einem beſonderen Unterricht im Anſchluß an die Tech=
niſchen
Lehranſtalten in Offenbach geboten, während die
dem Holzbearbeitungsgewerbe angehörenden
Handwerksmeiſter ſich in beſonders eingerichteten Lehr=
kurſen
unter Leitung eines erfahrenen Fachmannes mit
den im Betriebsraume der Heſſiſchen Handwerker= Zentral=
genoſſenſchaft
aufgeſtellten Motoren und Werkzeugmaſchi=
nen
vertraut machen können. Ferner wird bei entſprechen=
der
Beteiligung in Offenbach an den Techniſchen Lehr=
anſtalten
ein Lehrkurs in der Inſtallation von
Schwachſtromanlagen abgehalten; für einen Kurs für
Monteure uſw. von Licht= und Kraftanlagen liegt be=
reits
eine ausreichende Anzahl von Anmeldungen vor.
Ein Meiſterkurs für Wagner in Crainfeld (Oberheſſen)
iſt, beſonderen Wünſchen entſprechend, in der Zeit vom
21. November bis 10. Dezember I. J. in Ausſicht genom=
men
. Ein Holzſchnitzkurs an Samstag= Nachmit=
tagen
findet in dieſem Winter in Reinheim ſtatt. Vor=
bereitungskurſe
für den theoretiſchen Teil der Meiſter=
prüfung
in gewerblicher Buchführung und Geſetzeskunde
werden bei entſprechender Beteiligung ſowohl in Darm=
ſtadt
, als auch an anderen Orten, an denen geeignete Lehr=
kräfte
vorhanden ſind, veranſtaltet.
Konzert in der Stadtkirche. Unſere Leſer ſeien
noch einmal beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß
Karten zu dem morgen ſtattfindenden Konzert am Kon=
zerttage
nur bei Herrn Uhrmacher Kolb, nächſt der
Stadtkirche, zu haben ſind. Der Beſuch des Konzerts
darf im Hinblick auf den guten Zweck dringend empfoh=
len
werden, zumal auch diesmal wieder, wie in früheren
Jahren, ein hoher künſtleriſcher Genuß zu erwarten
ſein dürfte.
Vorträge über Stilformen. Auf Veranlaſſung
der Zentralſtelle für die Gewerbe und des Vereins
für Verbreitung von Volksbildung wird demnä=
Herr Dr. Kienzle, Kuſtos des Großh. Landes=
muſeums
, 3 Vorträge halten über das Thema: Stil=
formen‟
. Die Vorträge wollen den Hörern einen
Einblick gewähren in das Weſen deſſen, was unter
Stil zu verſtehen iſt, nicht allein im Bauweſen, ſon=
dern
in allen Geſtaltungen der Kunſt, der Technik und
des Handwerks, die von jeher der Form unterliegen,
Möbel und Vilder, Kleider und Schmuckſachen uſw.
Die reichen Muſeumsſammlungen, ſowie geeignete
Lichtbildervorführungen werden die Worte des Red=
ners
wirkſam unterſtützen. Der erſte Vortrag findet
ſtatt am Donnerstag, den 3. November, abends 8½

Uhr; die beiden anderen am 10. und 17. November.
Lokal: Vortragsſaal der Zentralſtelle für die Gewerbe,
Neckarſtraße 3. Zu ſämtlichen Vorträgen iſt der Ein=
tritt
frei.
Der Evangeliſche Arbeiter= und Handwerker=
Verein feiert nächſten Sonntag, den 30. Oktober, ſein
Stiftungsfeſt durch einen Feſtgottesdienſt in der
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde) und einen Fa=
milienabend
im Vereinslokal Feierabend. =
heres
hierüber iſt aus dem Anzeigenteil dieſes Blattes
zu erſehen. Getren ſeinem Wahlſpruch: Tut Ehre
jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehret
den König, ſucht der Verein auch jetzt noch auf dem
Boden evangeliſchen Chriſtentums ohne parteipoliti=
ſchen
Charakter die religiös=ſittliche und allgemeine
Bildung ſeiner Mitglieder zu fördern, vaterländiſche
Geſinnung zu begründen, volkswirtſchaftliche Schulung
zu vermitteln, edle Geſelligkeit und treue Kamerad=
ſchaft
zu pflegen und ſeinen Mitgliedern in wirt=
ſchaftlichen
Notſtänden durch verſchiedene Wohlfahrts=
einrichtungen
zu Hilfe zu kommen. Dem letzteren
Zweck insbeſondere dient ſeine Unterſtützungs=
kaſſe
, zu deren Beſtem vor einigen Wochen ein
Wohlfahrtskonzert ſtattfand; auch kann durch ſeine
Sterbekaſſe bei mäßigen Beiträgen eine Sterbe=
rente
von 100 Mark, durch Anſchluß an die Verbands=
ſterbekaſſe
eine weitere Rente von 100 bis 240 Mark
erlangt werden. Der in ſeiner Mitte beſtehende Sa=
nitätsverein
gewährt den Mitgliedern und ihren
Familienangehörigen freie ärztliche Behandlung
Weihnachtsſparkaſſen ſuchen den Sparſinn zu
fördern und eine Rechtsauskunftsſtelle ſteht
Schutz= und Rechtſuchenden beratend zur Seite. Ar=
beitern
und Handwerkern, die ſeine Grundſätze billigen
und ihm noch nicht angehören, iſt beim Stiftungsfſte
Gelegenheit gegeben, ihn kennen zu lernen; auch wird
die Anmeldung von Vereinsfreunden, die ſeine Be=
ſtrebungen
durch einen Jahresbeitrag unterſtützen.
dankbar entgegengenommen.
Bei der Lutherfeier, die der Evangeliſche
Bund am Sonntag, 6. November, hier veranſtaltet,
wird Herr Bundesdirektor Lie. Everling aus Halle
den Feſtvortrag halten, über: Luther im Urteil des
Papſtes und in der Seele des deutſch=proteſtantiſchen
Volkes. Der Kirchengeſangverein der Stadtkirche und
der Kirchengeſangverein der Petrusgemeinde haben ihre
Mitwirkung bei der Feier freundlichſt zugeſagt.
Der Heſſiſche Diakonieverein macht darauf
aufmerkſam, daß ſein Schatzmeiſter Pfarrer Scriba,
von Groß=Winternheim als Pfarrer nach Groß=Gerau
verſetzt worden iſt, und bittet freundlich, alle Sendungen
nunmehr nach letzterem Ort adreſſieren zu wollen.
* Aufführungen. Der beim Wohltätigkeitsfeſt für
den katholiſchen Kirchenbau in Beſſungen aufgeführte
Blumenreigen und das kleine Theaterſtück werden am
Sonntag im Konkordiaſaal wiederholt. (Näheres ſiehe
Anzeige.)
* Dampfſtraßenbahn (Sonderzüge). Aus An=
laß
des am Sonntag, den 30. Oktober, auf dem Gries=
heimer
Truppenübungsplatz ſtattfindenden Rennens
des Heſſiſchen Reitervereins wird an dieſem
Tage ab Schloß 1,10 Uhr nachm., ab Rheintor 1,15 Uhr
nachm. ein Sonderzug bis zur Uebungsplatzſtraße
ausgeführt. Ebenſo wird nach Schluß des Rennens ab
Uebungsplatzſtraße ein Sonderzug nach Darmſtadt be=
reitgeſtellt
werden.
Volksbildungsverein. Nachdem die Lehrkurſe
des Vereins für Verbreitung von Volksbildung in
Franzöſiſch und Engliſch bereits am 17. und 18. Okto=
ber
eröffnet wurden, wird der Kurſus in Buchführung
(mit Korreſpondenz, Wechſel= und Scheckweſen) näch=
ſten
Dienstag. 1. November, beginnen. Für dieſen
Kurſus, geleitet von dem beeidigten Bücherreviſor G.
Bertelet, ſind 25 Abende vorgeſehen. Sämtlicher Unter=
richt
findet ſtatt in dem vom Verein gemieteten Lokal
Karlſtraße 16. Verglichen mit dem Beſuch in frühe=
ren
Jahren, iſt die Beteiligung namhaft gewachſen.
Für Buchführung ſind einige Teilnehmer, weil an
dem Unterrichtstag (Dienstag) anderweit beanſprucht,
zurückgetreten, zu ihrem Erſatz werden im Verkehrs=
bureau
noch 34 Anmeldungen entgegengenommen.
Kaufmannsgerichtswahl 1910. Montag, den 31.
Oktober, am Vorabend der Wahl, veranſtaltet der
e

Deutſchnationale Handlungsgehilfen=Verband, Orts=
gruppe
Darmſtadt, abermals eine öffentliche Hand=
lungsgehilfenverſammlung
. Herr Martin Vorholz
aus Hamburg ſpricht über das Thema: Vor der Ent=
ſcheidung
! Wen wählen wir? Nach dem Vortrag
findet freie Ausſprache ſtatt. Der Referent gehört zu
den hervorragendſten Rednern der Deutſchnationalen
Handlungsgehilfenbewegung.
Orpheum Bauerntheater. Vor nahezu ausver=
kauftem
Hauſe wurde am Donnerstag abend An=
zengrubers
Volksſtück Der Meineidbauer gegeben.
Das Publikum ſpendete der ausgezeichneten Darbietung
ſtürmiſchen Beifall. Die nächſte Aufführung des Mein=
eidbauer
iſt am Samstag abend.
* Auszeichnung. Die höchſte Auszeichnung auf
der Brüſſeler Weltausſtellung wurde der Firma Conrad
Appel, Samen=Etabliſſement (Inhaber Kommerzienrat
Ludwig Heyn), hier, für die Ausſtellung ihrer Samen=
Spezialitäten zu teil, indem ſolche auf Grund ihrer früher
auf erſten Weltausſtellungen erhaltenen Großen Preiſe
Außer Wettbewerb geſtellt wurde. Die Firma war au=
ßerdem
auf Einladung der oſtpreußiſchen Forſtbehörde mit
einer Kollektion ihrer forſtwirtſchaftlichen Samen und ſel=
tener
exotiſcher Koniferenzapfen in der Forſtlichen Ab=
teilung
der Gewerbe=Ausſtellung in Allenſtein beteiligt,
wofür dieſelbe die dortige höchſte Auszeichnung, die
Große Silberne Medaille, erhielt.
Prämiiert. Herr Gg. Schleidt Mitglied des
Vereins für Geflügel= und Vogelzucht Ornis erhielt
auf der diesjährigen Junggeflügelſchau zu Hannover
auf ſeine dort ausgeſtellten Truthühner einen 1. und
einen 3. Preis.
Familien=(Tee=) Abend in der Johannes=
gemeinde
. Kommenden Dienstag, den 1. November
abends, veranſtaltet der Frauenverein der Johannes=
gemeinde
, wie alljährlich, einen Familienabend im Ge=
meindehaus
in der Kahlertſtraße. Eintrittskarten für
25 Pfg. die Perſon bittet man ſchon an den vorher=
gehenden
Tagen im Gemeindehaus zu löſen, am Tage
ſelbſt koſtet die Karte 30 Pfg.
Ludwigshöhe. Das morgiße Konzert wird von
der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter
Herrn Webers Leitung ausgeführt. Wie im An=
zeigenteil
erſichtlich, iſt das Programm außerordentlich
reichhaltig. Der Poſaunenſoliſt der Kapelle Herr Rath
wird einige Nummern zum Vortrag bringen.
Die anatomiſche Ausſtellung, Luiſenplatz 1,
bleibt nur noch bis einſchließlich Montag geöffnet.
Der Erſte Darmſtädter Kino, Ecke Rhein= und
Grafenſtraße, bringt in ſeinem neuen Spielplan eine
Ausleſe der beſten Sujets. (Näh. ſ. Anz.)
Unfall. Geſtern vormittag um 10 Uhr geriet
während des Rangierens eines Arbeiterzuges am hieſigen
Bahnhof an der Griesheimer Chauſſee ein beim Bahn=
bau
beſchäftigter Arbeiter zwiſchen Lokomotive und
einen Wagen und erlitt dabei derartige innere Ver=
letzungen
daß er durch die Rettungswache mittels
Krankenautomobils in das ſtädtiſche Krankenhaus ver=
bracht
werden mußte.
Offenbach, 28. Okt. Heute mittag nach 11 Uhr wurden
von Fiſchern und Sandſchöpfern in der Nähe der Gerber=
mühle
die Leichen der in den 30er Jahren ſtehenden Fein=
mechanikersfrau
Kepplex von Oberrad und ihres
anderthalbjährigen Kindes aus dem Main geländet. Die
Frau hatte ſich kurz vorher oberhalb der Gerbermühle mit
dem Kinde ins Waſſer geſtürzt. Die Urſache des Selbſt=
mordes
iſt noch unbekannt.
Zell i. O., 28. Okt. Bei dem Gemeindeeinnehmer
auf der Spreng wurde in der Nacht vom Mittwoch auf
Donnerstag ein ſchwerer Einbruch verübt, wobei
zirka 2500 Mark geſtohlen wurden. Die Großh.
Staatsanwaltſchaft Darmſtadt war an Ort und Stelle und
hat Unterſuchung eingeleitet.
Mainz, 28. Okt. Die Erben des Notars Haas hat=
ten
ſich mit der Bezirkskaſſe Oppenheim ſeinerzeit ins Ver=
nehmen
geſetzt wegen einer Hypothek von 50000 Mark. Die
Bezirkskaſſe gewährte das Geld, zahlte es aber an den
Notar Hubert aus, der den Erben Haas nur 18000
Mark auszahlte und die 32000 Mark unterſchlug. Die
Erben Haas ſtrengten nun Klage gegen die Bezirksſpar=
kaſſe
an auf Herauszahlung der fehlenden 32000 Mark
Hypothlelengelder. Das Landgericht Mainz verurteilte

Konzerte.
Wl. Der Schubert=Abend, den der Richard
Wagner=Verein am Donnerstag abend veranſtal=
tete
, war ehrenvoll und brachte Gewinn Fehlte zur
Vollſtändigkeit der Charakteriſtik Schuberts auch die
Kammermuſik, in deren Geſchichte der Name des
Meiſters des deutſchen Liedes gleich ehrenvoll verzeich=
net
iſt, ſo war das Programm doch geeignet, uns ins
Gedächtnis zurückzurufen, welche geradezu fabelhafte
Produktivität und Vielſeitigkeit dieſer Liebling der
Muſen in ſeiner ſo kurzen Lebenszeit entfaltet hat.
Außer den vielen und bedeutenden Inſtrumentalwerken,
einſchließlich derjenigen für Klavier, hat er gegen 500
Lieder komponiert. Oft war bei ihm Leſen des Ge=
dichtes
und Schöpfung der Kompoſition faſt ein und
dasſelbe. Wo er ging und ſtand, komponierte er, auf der
Wanderung, in der Wohnung ſeiner Freunde, im Wirts=
hauſe
; auf irgend einen Papierſchnitzel, auf die Rück=
ſeite
einer Speiſekarte ſchrieb er ſeine unſterblichen
Lieder nieder, ſo leſen wir in einer ſeiner Biographien.
Schubert ſtellt ſich ſozuſagen als eine Enzyklopädie
des deutſchen Liedes dar. Wenn man ſeine eine ganze
Gefühlswelt umſpannenden und von einer beiſpielloſen
Vielgeſtaltigkeit der Form Zeugnis ablegenden Lieber,
von denen uns der heutige Abend eine Probe gab, kri=
tiſch
ſondiert, ſo erkennt man, daß alle Liebformen der
ſpäteren Zeit bei Schubert ſchon vorhanden ſind und
ein neues muſikaliſches Prinzip nach ihm nicht mehr
aufgeſtellt worden iſt, man mithin anch hier ſagen kann:
Es iſt alles ſchon einmal dageweſen.
Die Klavierkompoſitionen des Programms wurden
von dem Pianiſten Herrn Artur Schnabel, die Lieder
von deſſen Gattin, Frau Thereſe Schnabel=Behr,
vorgetragen. Sie boten ſowohl im einzelnen als auch
vereint als wahrhaft ideal zu bezeichnende Leiſtungen.
Herr Schnabel ſpielte die große Sonate in B=dur und
vier Stücke für Klavier: Impromptu in B-dur op. 142,
Nr. 3, Klavierſtück in Es=moll, Impromptu in Ges=dur
op. 90, Nr. 3, und Valses nobles op. 77. Die Eigenart
Schuberts als Klavierkomponiſt ſpricht ſich mehr in
ſeinen kleineren Werken, wie den letztgenannten aus=
die
von Herrn Schnabel mit unvergleichlicher Feinheit
des Empfindens, Schönheit des Anſchlags, Poeſie des
Tons und geradezu brillanter Technik vorgetragen
wurden. Der prachtvolle Bechſteinflügel mit ſeinem
für lyriſche Tondichtungen wie geſchaffenen herrlichen
weichen Tonklang unterſtützte den Künſtler dabei aufs
beſte.

Den Höhepunkt des Abends bezeichnete aber das
harmoniſche Zuſammenklingen beider kongenialen
Künſtlernaturen. Man kann ſagen, daß Herr Artur
Schnabel ſo ſpielt, wie Frau Thereſe Schnabel=
Behr ſingt, und wie ſie ſingt, das wiſſen wir ja ſchon
von der Zeit her, wo ſie noch Frl. Thereſe Behr war.
Es iſt echte, wahre, um ihrer ſelbſt willen betriebene und
durch ſich ſelbſt wirkende, bei aller Tiefe und Größe doch
einfach und immer natürlich bleibende Kunſt, die
wir durch ſie repräſentiert ſehen. Der Vortrag von
Schuberts Erlkönig und ſeinem wunderbar=köſtlichen
Liede Die Forelle mit dieſer Klavierbegleitung waren
ſchlechthin vollendete Kunſtleiſtungen, bei denen der
Kritiker ſich gern und freudig auf die Seite der be=
geiſterten
Zuhörer ſchlägt und vergißt, daß es auch eine
minderwertige Kunſt geben kann. Von einer ſolchen
ließ der heutige Abend nichts verſpüren; auch die ein=
fachen
, vielfach wohl noch unbekannten Lieder Schuberts
wurden unter der meiſterhaften Behandlung der
Sängerin zu kleinen Kunſtwerken. So konnte man im
ideulen Sinne des Wortes von dem heutigen Abend
ſagen: Und jeder ging zufrieden aus dem Haus.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Prof. Wallot tritt in den Ruheſtand.
Wie aus Dresden gemeldet wird, tritt der gegenwärtig
im 70. Lebensjahre ſtehende Geh. Baurat Prof. Dr.
Panl Wallor vorausſichtlich Ende dieſes Jahres aus
Geſundheitsrückſichten in den Ruheſtand, und zwar wird
er wohl gleichzeitig ſein Lehramt an der Dresdener
Techniſchen Hochſchule, wie an der dortigen Akademie=
der
bildenden Künſte niederlegen. Geheimrat Wallot,
geb. am 26 Juni 1841 zu Oppenheim a. Rh., begann
ſeine Tätigkeit im Jahre 1868 als Architekt in Frank=
furt
a. M. Seine bedeutendſten Schöpfungen ſind das
Reichstagsgebäude und das Palais für den Reichstags=
präſidenten
in Berlin, und das neue ſächſiſche Stände=
haus
in Dresden.
*. Das Uhlandhaus in Tübingen wird
mit dem ſchönen, ſich am Vergeshang hinaufziehenden
Garten, von dem man eine entzückende Ausſicht auf
das Neckartal und die Schwäbiſche Alb bis zum Hohen=
zollern
hat, in ſeiner bisherigen Geſtalt erhalten blei=
ben
, nachdem die Alten Herren der Burſchenſchaft
Germania das Anweſen um einen hohen, weit über
100050 Mark betragenden Preis erworben haben. In
feierlicher Verſammlung übergab der Vizepräſident
der württembergiſchen Abgeordnetenkammer das Haus
den gktiven Germanen, deren Geſellſchaftshaus neben

dem Uhlandhaus ſteht. Die Burſchenſchaft Germania,
eine der älteſten Korporationen des Schwabenlandes
und einſt mit dem Dichter in mehrfachen Beziehungen
verknüpft, wird das ganze Anweſen in ſeinem weſent=
lichen
äußeren Beſtande erhalten. Ein Teil der Räume
des ſtattlichen Hauſes wird dem Andenken des Dich=
ters
gewidmet bleiben und eine dementſprechende
Ausſtattung erhalten; die übrigen Räume werden den
Zwecken der aktiven Burſchenſchaft dienen, doch ſollen
Haus und Garten des Dichters dem Publikum zur
Beſichtigung zugänglich ſein.
C. K. Der längſte Papyrus der Welt. Die
ägyptiſche Sammlung des britiſchen Muſeums iſt jetzt
durch einen koſtbaren Schatz bereichert worden: einen
Papyrus, der als der längſte der Welt gilt und wertvolle
neue Aufſchlüſſe über die altägyptiſche Kultur und über
die religiöſen Vorſtellungen des Pharaonenvolkes
liefert. Der Papyrus iſt eine prachtvolle Kopie des
Buches der Toten aus Theben und iſt begleitet von einer
reichen Sammlung von Gottesanrufungen und Lobes=
hymnen
an Amen=Ra, den großen Gott von Theben.
Die Rolle wurde für die Prinzeſſin Neſi=ta=nes=aſher,
die Tochter der Königin Neſi=khenſu, geſchrieben, die
etwa um die Zeit 1040 bis 1000 v. Chr. auf der Höhe
ihrer Macht ſtand. Ein Teil des intereſſanten Doku=
mentes
iſt bereits entziffert; aus den überſetzten Stellen
geht hervor, daß die chriſtliche Vorſtellung von Vater
und Sohn im Rahmen der Dreieinigkeit in der ägyp=
tiſchen
Auffaſſung des Verhältniſſes zwiſchen Amen=Ra
und Oſiris ihre Analogie hat. Der Papyrus verrät
weiter, daß viele der ſogenannten neuen religiöſen
Sekten und religiöſen Theorien, die heute eifrig um=
ſtritten
werden, mit geringen Abweichungen auch ſchon
den alten Aegyptern bekannt waren, deren Prieſterſchaft
vor drei Jahrtauſenden ſolche Religionsvorſtellungen
ſorgſam prüfte, anerkannte oder ablehnte. Der Text der
Rolle gibt auch ein feſſelndes Bild von der Entwicklung
der Gottesidee bei den alten Aegyptern und läßt er=
kennen
, wie allmählich neue Gottheiten geſchaffen wur=
den
, die von der Menſchheit angerufen werden konnten,
da die urſprüngliche Vorſtellung die höchſte Gottheit
weit über die Sorgen und Leiden der Menſchen erhob,
ſo hoch, daß ſie für Bitten und Gebete unerreichbar blieb.
Der Papyrus, der ausgezeichnet erhalten iſt, und deſſen
Tinte trotz des dreitauſendjährigen Alters noch klar und
ſchwarz leuchtet, iſt nicht weniger als 123 Fuß lang und
20½ Zoll breit. Die Muſeumsbehörden werden ſo bald
als möglich eine Ueberſetzung des ganzen Papyrus
herausgeben.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

die Bezialsſparkaſſ auf Herauszahlung der 320 Mark,
da ſie und nicht die Maſſe Hubert als Schuldner in Be=
tracht
komme. Es ſchweben noch weitere derartige Prozeſſe
in Geſamthöhe von 80000 Mark gegen die Bezirksſpar=
kaſſe
, die für die Kaſſe einen ähnlichen Ausgang nehmen
dürften.
Gießen, 28. Okt. Der Oberh. Verein für
Innere Miſſion begeht ſein Jahresfeſt am 8. und
9. November in Gießen. Die Feſtpredigt (am 8.) hat
Herr Pfarrer Schuſter=Hering übernommen. In der
Mitgliederverſammlung am Nachmittag des 8. wird
über Preßorganiſation in Oberheſſen, über Fort=
ſchritte
in der Landkrankenpflege und über Befriedig=
ung
des Leſebedürfniſſes auf dem Lande (Pfarrer
Gros=Eſch), in der öffentlichen Hauptverſammlung am
Vormittag des 9. über Frauenhilfe in der Gemeinde
(Paſtor Arnold=Barmen) verhandelt werden. In der
freien Verſammlung in Steins Garten am Abend
des 8. wird Pfarrer Glock über Bodelſchwingh, Herr
Pfarrer Gros über: Was leſen unſere Kinder, und
was ſollen ſie leſen? reden.
Schotten, 27. Okt. Vor dem Kreisausſchuß
wurde wegen der Bürgermeiſterwahl in Burk=
hards
verhandelt. Nachdem am 12. Dezember die Bür=
germeiſterwahl
ergebnislos geblieben war, weil die ſich
gegenüberſtehenden Kandidaten die gleiche Stimmenzahl
erhalten hatten, ordnete das Kreisamt zum 24. Dezember
eine Neuwahl an, aus der Landwirt Ludwig Schäfer III.
mit einigen Stimmen Mehrheit als Sieger hervorging.
Die Gegner erhoben gegen die Gültigkeit der Wahl Ein=
ſpruch
, weil durch Freibier Stimmen für Schäfer gekauft
ſein ſollten. In der Verhandlung vor dem Kreisausſchuß
wurde feſtgeſtellt, daß die Parteigänger des Schäfer für
deſſen Wahl mehr als 2000 Mark für Bier, Schnaps und
Eſſen ausgegeben haben. Es wurde nachgewieſen, daß in
einer Wirtſchaft die Wahlzeche nahezu 1000 Mark betragen
hat. Originell waren die Gründe, mit denen man die an
den Tag gelegte Freigebigkeit zu rechtfertigen ſuchte. Ein
wenig bemittelter Mann wollte 260 Mark für Zechen ge=
opfert
haben, weil er damals das erſtemal auf der neuen
Dreſchmaſchine habe dreſchen laſſen. Ein ehemaliger
Knecht des Schäfer, der 12 Mark ſpendiert hat, behauptet,
es habe ihm nur daran gelegen, ſein Geld los zu werden,
deshalb habe er anderen Leuten einige vergnügte Stun=
den
verſchafft. Ein dritter will anderen freie Zeche ge=
währt
haben, weil er gerade Geburtstag hatte, bei frühe=
ren
Geburtstagen war aber der Mann nicht ſo freigebig.
Der Kreisausſchuß erklärte die Wahl des Schä=
fer
III. für ungültig und die Wähler in Burkhards
werden demnächſt, hoffentlich ohne Freibier, zum dritten
Male ein Dorfoberhaupt zu wählen haben.
Schotten, 27. Okt. Schon ſo manchem Verbrechen iſt
man mit Hilfe eines tüchtigen Polizeihundes auf
die Spur gekommen. Daß er aber gar ſchon auf Entfer=
nung
allein durch ſeinen guten Ruf hilfreich wirkt, das
dürfte in der kurzen Geſchichte ſeiner polizeilichen Dienſt=
zeit
wohl noch nicht dageweſen ſein. Da hatte der Ober=
heſſiſche
Obſtbauverein in Friedberg ſeine Mitglieder in
anerkennenswerter Weiſe benachrichtigt, daß ihnen bei
Obſtdiebſtählen zur Entlarvung des Diebes ein guter Po=
lizeihund
koſtenlos zur Verfügung ſtehe. Deſſen erinnerte
ſich denn auch gar hurtig ein Bauer in Ulfa, als ihm wäh=
rend
der Nacht ein ſchwerer Sack ſchönſter Aepfel geſtohlen
worden war, den er in allzu großer Vertrauensſeligkeit auf
die Ehrlichkeit ſeiner Mitmenſchen draußen bei den Bäu=
men
im Freien hatte ſtehen laſſen. Flugs rief er die Obſt=
bauſtelle
in Friedberg durch den Fernſprecher an; der Po=
lizeihund
wurde ihm zugeſagt, und wie ein Lauffeuer ver=
breitete
ſich die Nachricht durch das Dorf: Der Spür=
hund
kommt! Die Kinder in der Schule, die Weiber
am Brunnen, die Männer im Kruge, alle erzählten und
ſchwatzten von dem gefürchteten Spürhund, und gar gru=
ſelige
Geſchichten über das unheimliche Tier gingen von
Mund zu Mund. Und ſiehe, der Polizeihund half, ohne
daß er kam. Am anderen Morgen ſtand der Sack mit
den Aepfeln fein ſäuberlich wieder an ſeinem Platze, und
das gefährliche Vieh konnte durch das Telephon wieder
abbeſtellt werden.
Lauterbach, 27. Okt. Bei dem am 2. September bei
Lauterbach abgehaltenen Scharfſchießen der 25.
Feldartillerie=Brigade und des Fußartillerie=
Regiments Nr. 3 hat letzteres aus ſchweren Feldhaubitzen
ſogen. Uebungsmunition verfeuert. Dieſe Geſchoſſe wer=
den
, da die Hülle bei der Exploſion vollſtändig erhalten
bleibt, nach dem Schießen durch den betreffenden Truppen=
teil
wieder geſammelt, um für weiteres Schießen friſche
Verwendung zu finden. Nun fehlten nach dem Schie=
ßen
etwa 100 Geſchoſſe, die, wie man vielfach beob=
achtet
hat, nach dem Schießen von dem das Gelände ab=
ſuchenden
Publikum mitgenommen wurden. Das Fuß=
artillerie
=Regiment Nr. 3 läßt nun nach den Geſchoſſen,
die ein Gewicht von 80 Pfund haben, in den um das
Schießgelände liegenden Ortſchaften nachforſchen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Okt. Die Stadtverord=
neten
=Verſammlung hat beſchloſſen, für die Erweite=
rungsbauten
des ſtädtiſchen Waſſerwerks
5 400000 Mark zur Verfügung zu ſtellen. Bei der am

Nummer 254.

geſrigen Mitwoch ſtatgehabten Stadtverord=.
neten=Nachwahl in der 3. Abteilung des 9. Schöne=
berger
Kommunalbezirks für den Sozialdemokraten
Wollermann, der ſein Mandat niedergelegt hatte, wurden
abgegeben: für den Kandidaten der liberalen Fraktion und
der vereinigten bürgerlichen Parteien Fabrikant Bismark
752, für den ſozialdemokratiſchen Gegenkandidaten Gewerk=
ſchaftsſekretär
Mohs 654 Stimmen. Somit iſt Bismark
(lib.) gewählt und die Liberalen haben den heißumſtritte=! Fabrikarbeiter Joſ. Schneider lebensgefährlich. Der Ar=
nen
Bezirk mit auffallend großer Mehrheit zurückerobert. beiter Depp ſtarb in einer Wirtſchaft in Stockſtadt an den
Bei der Hauptwahl im November 1909 hatten erhalten:
Wollermann (Soz.) 656, der liberale Gegenkandidat Dr.
Rohe 634 Stimmen. Ueber das Vermögen des Ritter=
gutsbeſitzers
Auguſt Thyſſen jr. iſt heute vor dem Seiles der Fahrſtuhl ab. Ein Arbeiter wurde ge=
Amtsgericht Berlin=Mitte der Konkurs eröffnet wor=
den
. Damit tritt der außergewöhnliche Fall ein, daß über
das Vermögen des Anwärters auf ein nach Hunderten von Barbier Karl Haack im Hofe des Gerichtsgefängniſſes
Millionen zählendes Erbe der Konkurs eröffnet wird.
Die Konkurseröffnung erfolgt auf Antrag der Deutſchen
Treuhand=Geſellſchaft. Nachdem es der Polizei geſtern
nachmittag gelungen war, einen bei dem großen Pre=
tioſendiebſtahl
in der Oranienſtraße beteiligten Ein=
brecher
zu verhaften und ein Drittel des geſtohlenen Gutes
aufzufinden, ſind weiterhin auch die beiden Komplizen
hinter Schloß und Riegel gebracht worden. Mit ihnen
wurden die geſamten geſtohlenen Sachen, die einen Wert
von 40000 bis 50000 Mark darſtellen, bis auf eine Uhr
zur Stelle geſchafft. Heute vormittag wurde am Schloß
Bellevue in der Nähe der Lutherbrücke aus der Spree ein
grober Leinwandſack gelandet, in dem ſich eine Frauen=
leiche
befand; anſcheinend liegt Mord vor. Bei dem
Leichenfunde handelt es ſich um ein etwa 20jähriges Mäd=
chen
, das anſcheinend Arbeiterin oder Dienſtmädchen war.
Die Leiche war unbekleidet. Für die Ermittelung der
Perſönlichkeit der Toten und die Ergreifung des Täters
iſt vom Polizeipräſidium eine Belohnung von 1000 Mark
ausgeſetzt. Eine Spielhölle wurde im Hotel Stadt
Weimar in der Schützenſtraße am geſtrigen Mittwoch
abend aufgehoben. Die Kriminalpolizei war dahinter ge=
kommen
, daß der Beſitzer des Hotels, Löwenkamm, die
Hotelräume einer Spielergeſellſchaft zur Verfügung geſtellt
habe. Geſtern nacht verſchaffte ſich die Kriminalvolizei
unter einem Vorwande im Hotel Einlaß, wobei die Ge=
ſellſchaft
beim Spiel überraſcht wurde. 24 Teilnehmer wur=
den
feſtgeſtellt. Der Beſitzer des Hotels wird ſich nunmehr
vor Gericht wegen Dulden gewerbsmäßigen Glücksſpieles
zu verantworten haben.
Frankfurt, 28. Okt. Die mittlerweile durch eine
hölzerne Umzäunung abgeſperrte Stelle des Bau=
unfalles
, von dem wir berichtet haben, wird an=
dauernd
von einer dichten Menſchenmenge umlagert, ſo
daß zur Aufrechterhaltung der Ordnung ein größeres
Polizeiaufgebot herangezogen wurde. Der ſchwerver=
letzte
Taglöhner Schröder iſt noch am Leben, liegt aber
in äußerſt bedenklichem Zuſtande danieder. Der ver=
haftete
Bauunternehmer Adam Sturm iſt wieder aus
der Haft entlaſſen worden. Als Urſache des Unfalles
wird jetzt angegeben, daß die Zementböden nicht feſt
genug mit der Mauer verbunden geweſen ſeien, doch
bedarf dieſe Erklärung noch der Beſtätigung von ſach=
verſtändiger
Seite. Einer ſpäteren Meldung zufolge iſt
von den bei dem Hauseinſturz Schwerverletzten der
Taglöhner Schröder geſtorben, ſo daß die Zahl der
Toten jetzt zwei beträgt.
Frankfurt, 28. Okt. Heute vormittag gegen 11 Uhr
ſprang eine etwa 30 Jahre alte Frau mit ihrem
1½jährigen Mädchen in der Nähe des Schlacht=
hofes
in den Main. Mutter und Kind ſind tot, die
Mutter ſoll eine Frau Kepler aus Oberrad ſein.
Wiesbaden, 27. Okt. In der am 17. Oktober vor
der 2. Zivilkammer am hieſigen Landgericht ſtattgehab=
ten
Verhandlung in der Schadenerſatzklage in
Höhe von rund 700 Mark des Theaterdirektors Hofrat
Otto in Bremen gegen den Königl. Opernſän=
ger
Henſel vom hieſigen Königl. Theater wegen ein=
ſeitigen
Kontraktbruches infolge zuerſt gemächter Zuſage
zu einem Rotterdamer Gaſtſpiel, welcher eine Abſage
und dann wieder eine zweideutige Zuſage folgte, glaub=
ten
die Vertreter der Prozeßbeteiligten, daß ſich eine
gütliche Einigung werde zuſtande bringen laſſen. Doch
wurden Eventualanträge dahingehend geſtellt, daß über
den Sinn des Kontraktbruches in bühnentechniſcher
Auffaſſung nochmals Sachverſtändige zu vernehmen
ſeien, und das Gericht beſchloß, am heutigen Tage eine
diesbezügliche Entſcheidung zu treffen. Mittlerweile
erklärten aber die Rechtsbeiſtände beider Parteien, daß
nach Rückſprache mit ihren Klienten es ſich herausgeſtellt
habe, daß eine Einigung nicht erzielt werden
kann. Insbeſondere konnte ſich Direktor Otto, der graphendrähte einer Sekundärbahn durchſchnitten.
Kläger, hierzu nicht bereit erklären, da er von Anfang
des Prozeſſes an den Standpunkt einnahm, daß eine Teil des Gebäudes der mediziniſch=pharmazeutiſchen
ſolche Rechtsfrage im Intereſſe des geſamten Bühnen=
weſens
unter allen Umſtänden ausgetragen werden
müſſe. Hierdurch wurde die Kammer in die Lage ver=
ſetzt
, den ganzen Prozeß von Anfang an nochmals auf=
rollen
zu müſſen. Neuer Verhandlungstermin in
dieſem intereſſanten Rechtsſtreit wird noch anberaumt
werden.
Kaſſel, 27. Okt. Hier ſtarb heute im Alter von 70
Jahren der frühere Gouverneur von Mainz, General 1 31. Oktober, findet an unſerer Bühne die Erſtaufführung

Kleines Feuilleton.
* Die Ausſtattung für die Kronprin=
zen
=Reiſe erfordert natürlich umſaſſende Vorberei=
tungen
für das Kronprinzenpaar. Für die Kron=
prinzeſſin
liefert, wie der Konfektionär erzählt, die
Firma Herm. Gerſon mehrere Mäntel, darunter Reiſe= und
Schiffs= ſowie Regenmäntel und alle Handſchuhe. Die
Firma Spitzer iſt mit der Herſtellung mehrerer Toiletten
betraut worden, bei denen die einfach=ſtilvolle Art vor=
herrſcht
. Die Putzfirma Martha Löwenthal hat eine
Reihe von Hüten hergeſtellt, unter denen kleine und
große Formen vertreten ſind, beſonders mehrere der
erſtgenannten, mit großen Reiſeſchleiern verſehen, ſind,
dem beſonderen Zweck entſprechend, einfach und reiſe=
mäßig
gehalten, doch ſind auch ſehr repräſentative
große Federhüte vorgeſehen. Zu anderen Dingen, die
auch nicht in den Koffern der Frau Kronprinzeſſin
fehlen dürfen, gehören mehrere Gewänder aus Khaki=
ſtoff
ſowie aus grünem Jagdſtoff, und eine Khaki= Reit=
kleidung
. Auch ein Oelmantel mit Südweſter und
Regenmäntel aus Gummiſatin oder Waterproof gehören
zu der Tropenausrüſtung einer Dame, desgleichen ein
federleichter weißer Tropenhelm. Vorſchriftsmäßige
Tropenkoffer dürfen ſelbſtverſtändlich nicht fehlen. Die
verſchiedenſten Paar Stiefel, unter denen Tennisſtiefel
nicht zu vergeſſen ſind, ſowie ein Tropenſchirm dürften
die Tropenausrüſtung vervollſtändigen.
Für den Kronprinzen werden die Militär=
und Tropenuniformen die für dieſe Reiſe nötig ſind,
von den Firmen C. H. Buſch in Potsdam und Dingeldey

u. Werres, früher v. Tippelskirch u. Co. in Berlin her=
geſtellt
. Weiße Tropen= ſowie Khakianzüge, ferner
Panama=Tafel=Anzüge (weiße Smokings) ſind ja ſelbſt=
verſtändlich
, Tropenhelme und Mützen, Tropenſchuhe
und aller Zubehör ebenfalls. Die Tropenwäſche, Bade=
artikel
ſowie Tropentoiletteartikel in beſonderer Zu=
ſammenſetzung
, dem Klima angepaßt, dürfen nicht ver=
geſſen
werden. Die Verpackung, ſowie die Koffer für
derartige Reiſen müſſen luft= und waſſerdicht aus Stahl
gefertigt ſein. Der Kronprinz, als eifriger Jäger, wird
ſich wahrſcheinlich Hochwild= und Elefanten=, Tiger= und
Löwenjagden nicht entgehen laſſen. Er dürfte deshalb
auch eine vollſtändige Tropen=Jagdausrüſtung mit ſich
führen.
* Das Veilchen der Prinzeſſin Cle=
mentine
. Prinzeſſin Clementine von Belgien, die,
wie unſere Leſer wiſſen, demnächſt die Gattin des
Prinzen Viktor Napoleon ſein wird, erhält jeden Mor=
gen
von ihm einen Strauß Veilchen als Angebinde.
Seit fünf Jahren hält der Prinz mit ebenſo unwan=
delbarer
Treue an dieſer Gewohnheit feſt, wie er an
der Hoffnung feſtgehalten hat, die Prinzeſſin noch ein=
mal
die Seine zu nennen. Eine franzöſiſche Frauen=
zeitſchrift
erzählt nun, wie der Prinz zu dieſem täg=
lichen
Blumenangebinde gekommen iſt. Prinzeſſin
Clementine fuhr eines Morgens, nur von einem Die=
ner
begleitet, in der Nähe ihres Parkes aus, um wild=
wachſende
Blumen zu pflücken, von denen ſie ihrer
Tante, der Kaiſerin Charlotte, einen Strauß bringen
wollte. Während ſie, den Strauß bindend, im Wagen
dahin fuhr, fielen ein paar Veilchen aus dem Wagen,

der Infanterie Baron Paul v. Collas. Er war 1895
bis 1898 Kommandeur der 22. Diviſion in Kaſſel und
wurde Ende 1898 als Gouverneur nach Mainz verſetzt.
1903 wurde er zur Dispoſition geſtellt und lebte ſeitdem
in Kaſſel.
Aſchaffenburg, 28. Okt. Gelegentlich eines Streites
erſtach heute nacht in Stockſtadt der Zimmermann Chr.
1 Zang den Fabrikarbeiter Emanuel Depp und verletzte den
Folgen der Stichverletzung.
Chemnitz, 28. Okt. In der Webereiwarenfabrik von
Stärke in Chemnitz ſtürzte infolge Reißens des
tötet, ein zweiter ſchwer verletzt.
Stargard i. P., 28. Okt. Heute morgen wurde der
hingerichtet; Haack hatte am 7. Januar den Amts=
rat
Kleine in Dölitz ermordet; der Mörder ging gefaßt
zum Schafott.
Kiel, 27. Okt. Oberlandesgerichtspräſident Dr.
Spahn wird in gleicher Eigenſchaft nach Frank=
furt
a. M. verſetzt. Zum Oberlandesgerichtspräſidenten
in Kiel wurde Landesgerichtsrat Kirchner=Kaſſel ernannt.
Görlitz, 28. Okt. In Gegenwart des Prinzen und
der Prinzeſſin Friedrich Wilhelm von Preußen, des
Grafen Hochberg, des öſterreichiſchen Generals der In=
fanterie
Grafen Beck und ſonſtiger Ehrengäſte, ſowie
der Spitzen der ſtaatlichen, ſtädtiſchen und Militärbe=
hörden
fand geſtern abend 7½ Uhr die Einweihung
der nach dem Entwurf des Architekten Sehring= Char=
lottenburg
mit einem Koſtenaufwand von rund einer
Million Mark erbauten Görlitzer Stadthalle
durch ein Feſtkonzert ſtatt. Dem Grafen Hochberg wurde
das Ehrenbürgerrecht der Stadt Görlitz verliehen;
außerdem wurde noch eine Reihe von Auszeichnungen
verliehen.
Wien, 28. Okt. Heute vormittag wurde das
Radiuminſtitut, eine Schöpfung der Akademie der
Wiſſenſchaften, durch Erzherzog Rainer feierlich er=
öffnet
. Es wurden mehrere Reden gehalten, in
denen des Entdeckers gedacht wurde. Das Inſtitut iſt
lediglich chemiſchen und phyſikaliſchen Forſchungen ge=
widmet
und Forſchern aller Länder geöffnet. Dem In=
ſtitute
ſtehen drei Gramm Radium aus dem Joachims=
tal
zur Verfügung.
Turin, 28. Okt. Das offizielle Datum für die
Vermählung des Prinzen Viktor Napo=
leon
mit der Prinzeſſin Klementine von
Belgien iſt, wie gemeldet wird, auf den 14. Novem=
ber
feſtgeſetzt. Als Zeugen werden für den Prinzen
fungieren ſein Bruder Prinz Louis Napoleon und der
Herzog von Aoſta, für die Prinzeſſin Klementine der
Prinz von Arenberg als Vertreter des Königs von
Belgien und Erzherzog Franz Ferdinand von Oeſter=
reich
. Die Zeremonie wird im engſten Kreiſe gefeiert
werden. Es werden an ihr teilnehmen außer den be=
reits
genannten Perſönlichkeiten der Prinz von Flan=
dern
, Prinzeſſin Lätitia, der belgiſche Geſandte in Rom
und einige intime Freundinnen der Prinzeſſin Klemen=
tine
. Der Stampa zufolge wäre es nicht unmöglich, daß
auch der König von Italien an den Hochzeitsfeierlich=
keiten
teilnimmt
Brüſſel, 28. Okt. Die Nationalbank in Brüſ=
ſel
ſchickte am Dienstag 100000 Francs in
20 Francs=Scheinen in einem Sacke eingenäht nach ihrer
Filiale in Antwerpen. Als dort der Sack geöffnet wurde,
enthielt er nur Papierſchnitzel. Es war unterwegs eine
Vertauſchung mit einem ganz ähnlichen Sacke vorgenom=
men
worden.
Brüſſel, 27. Okt. Die vorgeſtern verhafteten
jungen Leute, die bei der Fahrt des deutſchen
Kaiſers vom Bahnhofe nach dem königlichen Schloſſe
gepfiffen haben, befinden ſich noch immer in Haft.
Wie es heißt, ſollen ſie auf Grund des Geſetzes von
1852 abgeurteilt werden, welches Gefängnisſtrafen von
2 Monaten bis zu 2 Jahren wegen Beleidigung fremder
Staatsoberhäupter vorſieht.
Paris, 28. Okt. Zwiſchen den Bahnhöfen von Vernon
und Mantes wurde aus einem plombierten Waggon, der
800 Kilogramm Melinit enthielt, eine bedeutende Menge
dieſes Sprengſtoffes entwendet. Man befürch=
tet
, daß der Diebſtahl von ehemaligen Arbeitern verübt
worden iſt, die ſich des Melinitis zu Sabotagezwecken be=
dienen
wollten. Die Behörden ordneten eine ſtrenge
Ueberwachung der Eiſenbahnlinie Mantes=Vernon an.
Noch immer laufen aus den Provinzen Meldungen über
Sabotagefälle ein. So wurden bei Beauvais zwei Weg=
weiſer
auf die Schienen gelegt und bei Alencon die Tele=
Toulouſe. 27. Okt. Heute vormittag wurde ein großer
Fakultät durch eine Feuersbrunſt eingeäſchert. Die
koſtbare Bibliothek wurde vollſtändig vernichtet.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
Gehenben Erwähnung geſchieht, behält ſich die Rehaktion ihr Urteil vor.
G. H.Ih. (Vom Hoftheater.) Am Montag, den
Der einzige Spaziergänger, der um dieſe Zeit auf der
Straße war, hob ſie auf und erblickte zum erſten Male
die Prinzeſſin. Dieſer Spaziergänger war Prinz
Viktor Napoleon. . . . Sehr romantiſch!
* Hausfriedensbruch um ein Bild. Der
in Berlin lebende Hiſtorienmaler Heinrich Lauer weilte
dieſer Tage bei ſeiner Mutter und ſeinen Geſchwiſtern
in Weinheim a. S. Er richtete ſich dort ein Atelier
ein und arbeitete an einem Koloſſalgemälde Der
Kampf um die chriſtliche Religion Auf einem Teil
des Bildes wird Frankreich als Marianne dargeſtellt,
die ihr Haupt dem Papſt in den Schoß legt, während
der franzöſiſche König Marianne von dieſem Platz fort=
reißen
will. Dieſe Darſtellung erregte bei dem katho=
liſchen
Pfarrer von Freinsheim Anſtoß und er ver=
kündete
von der Kanzel herab, daß das Bild in wenigen
Stunden in ſeinem Beſitz ſein müſſe. Auf Anſuchen des
Pfarrers begaben ſich nun am Nachmittag ein Gendarm,
ein Schutzmann und noch eine dritte Perſon zu dem
Maler, um das Bild zu beſchlagnahmen. Trotz des Pro=
teſtes
Lauers packten Gendarm und Schutzmann das
vier Meter große Gemälde und brachten es in Polizei=
gewahrſam
. Der Maler benachrichtigte nun den Staats=
anwalt
, und Gendarm und Schutzmann werden ſich
jetzt, wie wir dem Frankenthaler Tgbl. entnehmen,
wegen Hausfriedensbruchs zu verantworten haben. Der
Pfarrer aber wird ſich fragen, ob es in ſeiner Abſicht
lag, für Herrn Hiſtorienmaler Lauer und ſein Werk,
die nun durch ganz Deutſchland werden genannt wer=
den
, eine ſo glänzende Reklame zu machen.

[ ][  ][ ]

Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910

Seite 5.

des vieraktigen Dramas Taifun von Melchior
Lengyel ſtatt. Bei ſeiner Uraufführung im Berliner
Theater in Berlin erzielte es einen ſtürmiſchen und wohl=
verdienten
Beifall. In dem Drama tritt der Kontraſt
europäiſchen und japaniſchen Weſens ſehr ſcharf hervor.
Das Raſſeproblem iſt mit viel Geſchick und beſonderer
Kenntnis behandelt. Lengyel muß nach dieſem Stück zu
den hervorragendſten Theatralikern der Gegenwart gezählt
werden. Fruher unternahmen es betriebſame Autoren,
uns bei der Schilderung japaniſchen Milieus die inter=
eſſanten
Abenteuer junger oſtaſienreiſender Europäer mit
japaniſchen Geiſhas vorzuführen. Lengyel dreht den Spieß
um. Er ſchildert das Erlebnis eines japaniſchen Europa=
reiſenden
mit einer Pariſer Geiſha, ihm wächſt jedoch aus
dieſem an ſich einfachen Abenteuer der Stoff zu einem typi=
ſchen
Charakterbild. Die Typen, die Lengyel in ſeinem
Drama vorführt, ſind ungewöhnlich geſchickt ausgedacht,
ebenſo wie die Handlung ſelbſt. Die ſorgfältigen Pro=
ben
unter Leitung des Oberregiſſeurs Valdek ſind im
Gange und Taifun wird mit Herrn Weſtermann als
Tokeramo, Herren Wagner, Heinz, Jürgas, Schneider,
Schwarze, Speiſer als Japaner, mit Frl. Oſter und Frl.
Prevoſt in den weiblichen Hauptrollen, ſowie den Herren
Lehrmann und Jordan als Vertreter der europäiſchen
Kultur gewiß auch hier einen durchſchlagenden Erfolg er=
ringen
.

Zur Stadtverordnetenwahl.
nn. Am Donnerstag abend hielt im Reſtaurant
Friedrichshof der Bezirksverein Südoſt
eine ſtark beſuchte Mitgliederverſammlung ab, um
über die bevorſtehenden Stadtverordnetenwahlen zu
beraten. Den Vorſitz führte Herr Bäckermeiſter Fin=
ger
, der auch die teils erregten Verhandlungen mit
Takt und Umſicht leitete. Als Vorſitzender des Wahl=
ausſchuſſes
der vereinigten Bezirksvereine gab Herr
Stadtverordneter Saeng einen eingehenden Bericht
über die bis jetzt ſtattgefundenen Wahlverhandlungen
und hob hervor, daß die Aufſtellung der neu zu wäh=
lenden
Stadtverordnetenkandidaten ohne jede Partei=
politik
ſtattfand. Die Auswahl derſelben im Inter=
eſſe
des Wohles unſerer Stadt und der Bezirksver=
eine
war eine der ſchwierigſten Arbeiten. Nahezu 40
Kandidaten waren von den einzelnen Intereſſen=
gruppen
in Vorſchlag gebracht und nur 10 Mandate
ſind zu beſetzen. Auch der Hausbeſitzerverein und der
Mietervereien ſeien noch mit neuen Vorſchlägen hervor=
getreten
. Redner bedauert die zu frühe Ver=
öffentlichung
der Kandidatenliſte durch
die Preſſe, die einen Sturm von Proteſten, insbeſon=
dere
wegen Ausſcheidens des verdienten Stadtverord=
neten
Rockel, veranlaßt habe. Eine Entſcheidung
über die Kandidatenliſte ſei vor nächſten Mittwoch
nicht zu erwarten.
Stadtverordneter Dr. Noellner bedauert tief
den Hinauswurf des Herrn Stadtverordneten Rockel,
der 21 Jahre zum Wohle der Stadt gewirkt und ſeine
reichen gewerblichen Kenntniſſe in den Kommiſſionen
in den Dienſt der Allgemeinheit geſtellt habe. Solche
Leute ſeien heute doppelt nötig. Die Bürgerſchaft und
ſeine Partei, welcher er angehört, werden ſich dieſe
Eskamotage nicht gefallen laſſen. Er empfiehlt die
Aufgabe der Kandidatur des Eiſenbahndirektors
Grooß wegen ſeines hohen Alters zu Gunſten des
Herrn Rockel. Syndikus Engelbach hält die im
Wahlausſchuß vorgenommene Art der Siebung der
Kandidaten für recht bedenklich. Herr Rockel ſei ſei=
nem
Parteiſtandpunkt zum Opfer gefallen. Schon die
Dankbarkeit gebiete eine Wiederwahl Rockels und die
nationalliberale Partei läßt ſich dieſe Schiebung nicht
bieten. Falls keine Korrektur erfolge, gehe die natio=
nalliberale
Partei ſelbſtändig vor. Stadtverordneter
Henrich trat mit Entſchiedenheit für Herrn Direk=
tor
Grooß ein. Auch Herr Stadtverordneter Kalb=
fuß
bedauert das Fallenlaſſen des Herrn Rockel,
der ſich große Verdienſte erworben habe. Redner bean=
tragt
die Wiederaufſtellung des Herrn Rockel und als
neue Kandidaten die Herren Chemiker Dr. Vaubel
und Obertelegraphenſekretär Herbert für den
1

Südoſt=Bezirk aufzuſtellen. Dieſer Antrag wird ein=
ſtimmig
angenommen. In bewegten Worten dankte
Herr Stadtverordneter Rockel für die allſeitige Aner=
kennung
ſeines Wirkens zum Wohle unſerer Vater=
ſtadt
.

Kongreſſe und Verbandstage.
* Breslau, 27. Okt. Unter dem Vorſitz von Dr.
Richard Freund aus Berlin wurde heute früh der 6.
Arbeitsnachweiskongreß des Verbandes
deutſcher Arbeitsnachweiſe eröffnet. Verſchie=
dene
Regierungen haben Vertreter entſandt. Als erſter
Gegenſtand der Tagesordnung wird die Frage der ein=
ſeitigen
Arbeitsnachweiſe der Arbeitgeber und Arbeit=
nehmer
behandelt, über die Dr. Keßler aus Berlin und
Regierungsrat Dominicus aus Straßburg berichten.
Für die Behandlung des Themas Beſchäftigung aus=
ländiſcher
Arbeiter ſind drei Berichterſtatter aufgeſtellt:
der bekannte Volkswirt Profeſſor Dr. Stieda in Leipzig,
Der Generalſekretär der Landwirtſchaftskammer in
Stettin, Dr. v. Stojentin, ſowie Dr. Bonikowsky aus
Kattowitz. Ueber den Stand der landwirtſchaftlichen
Arbeitsvermittlung wird ſich Landrichter Dr. Naumann
aus Hamburg verbreiten.
* Madrid, 27. Okt. Geſtern nachmittag ſind die Teil=
nehmer
am Kongreß zur Bekämpfung des
Mädchenhandels von der Infantin Iſabella emp=
fangen
worden. Am Abend war Feſtvorſtellung im
Apollotheater. Heute früh wurde die zweite ordentliche
Sitzung abgehalten. Zur Beratung ſtand die zweite
Frage: Welches iſt der gegenwärtige Stand der Geſetz=
gebung
aller Länder mit Bezug auf den Mädchenhandel?
Weiterhin wurde die Frage erörtert, ob die Regierungen
zu einer Verſtändigung behufs einer einheitlichen Geſetz=
gebung
über die Auswanderung aufgefordert werden ſol=
len
. Die dritte Sitzung, die am Nachmittag abgehalten
wurde, befaßte ſich mit der dritten Frage: Welche Verwal=
tungsmaßregeln
ſind in den verſchiedenen Staaten bisher
in Ausführung der Wünſche der Konferenz des Jahres
1902 und des Pariſer Kongreſſes im Jahre 1906 getroffen
worden? Bei der Beſprechung der Unterfrage über den
Mädchenhandel in Aegypten wurde beantragt, die Regie=
rungen
ſollten aufgefordert werden, dem ägyptiſchen
Komitee Subſidien unter Kontrolle des Konſularkorps zu
zahlen. Der Abgeordnete v. Dirkſen meinte, bei der Geld=
knappheit
im Deutſchen Reiche ſei wenig Hoffnung auf
deutſche Beiträge. Nach der Sitzung wurden die Teil=
nehmer
im Rathauſe empfangen. Der Kongreß nahm
geſtern einen Beſchluß zur Herbeiführung einer inter=
nationalen
Konvention über die Heimbeförderung ver=
ſchleppter
Frauen an.
Der Bund deutſcher Redakteure und Oberpräſident
v. Maltzahn.
** Der preußiſche Miniſter des Innern, Herr von
Dallwitz, hat auf die Vorſtellung des Bundes
Deutſcher Redakteure wegen der bekannten
Stolper Rede des Oberpräſidenten Frhrn.
v. Maltzahn unter dem Datum des 7. Oktober fol=
genden
Beſcheid erteilt:
Die von dem Oberpräſidenten der Provinz Pom=
mern
bei Gelegenheit einer Feſtfeier in Stolp am 5.
September dieſes Jahres geäußerte Anſicht, daß das
Gros der deutſchen Zeitungen in der ſommerlichen
Ferienzeit vielfach von jungen, noch unerfahrenen Leu=
ten
bedient werde, beruht auch meines Dafürhaltens
auf tatſächlich nicht zutreffenden Vorausſetzungen. Ins=
beſondere
erkenne ich gern an, daß namentlich für die
im Bunde Deutſcher Redakteure vertretenen ernſten
Preßorgane die Annahme nicht zutrifft, daß ihre Halt=
ung
bei Abweſenheit leitender Perſönlichkeiten durch
mangelhafte Auswahl von Vertretern beeinträchtigt
werde. Andererſeits kann ich nicht umhin, darauf hin=
zuweiſen
, daß die fragliche Aeußerung und die ſcharfe
Form, in welche ſie gekleidet worden iſt, auf die er=
klärliche
Erregung zurückzuführen iſt, welche die un=
richtige
und das monarchiſche Empfinden verletzende
Auslegung Kaiſerlicher Worte ſeitens einzelner Preß=

rgane in weiten Kreiſen kurz zuvor hervorgerufen
hatte. gez. v. Dallwitz.
Dieſe Antwort iſt inſofern unbefriedigend, als ſie
die ſchwer beleidigenden Aeußerungen des Herrn von
Maltzahn, die ſich ein gebildeter Herr in hoher Stel=
lung
auch in der Erregung nicht zuſchulden kommen
laſſen darf, einfach mit Stillſchweigen übergeht.

Luftſchiffahrt.
* Johannisthal, 28. Okt. P. VI iſt heute
vormittag 10 Uhr 27 Minuten zu einer Fahrt nach
Kiel aufgeſtiegen. Der böige, faſt direkt auf die Halle
zu wehende Wind verzögerte die Abfahrt etwas. Die
Führung haben Oberleutnant Stelling und Regierungs=
baumeiſter
Hackſtetter. Außerdem fahren drei Mecha=
niker
mit. Das Luftſchiff hat ſechs Paſſagiere mit, dar=
unter
den eben aus Abeſſinien heimgekehrten Geſandten
Dr. Scheller=Steinwartz. Das Luftſchiff fährt zunächſt
nach Schwerin, um dort noch einige Paſſagiere aufzu=
nehmen
und ſetzt dann die Fahrt nach Kiel fort. Von
dort kehrt es vorausſichtlich gegen 1. oder 2. November
nach Berlin zurück.
* Wittenberge, 28. Okt. Der Parſevalbal=
lon
P. VI paſſierte um 12¾ Uhr in voller Fahrt Wit=
tenberge
in der Richtung der Bahnlinie.
* Ludwigsluſt, 28. Okt. P. VI paſſierte
um 1 Uhr 15 Min. Ludwigsluſt.
* Schwerin, 28. Okt. Das Luftſchiff,P. VI‟
landete um 2 Uhr 15 Minuten glatt auf dem großen
Exerzierplatz. Senator Weltzien begrüßte die Luft=
ſchiffer
namens der Stadt. Der Großherzog, der
mit der Großherzogin und den zu Beſuch bei ihm
weilenden Fürſtlichkeiten erſchienen war, ließ den Bal=
lonführer
, Oberleutnant Stelling, zu ſich rufen und
beglückwünſchte ihn zu der ſchön verlaufenen Fahrt.
Die Fürſtlichkeiten beſichtigten das Luftſchiff. Das
Luftſchiff P. VI trat um 3 Uhr 24 Min. die Wei=
terfahrt
nach Kiel an.
* Paris, 28. Okt. Die Internationale Aeronautiſche
Konferenz beſchloß einſtimmig, daß vom 15. Februar
ab in allen Ländern die Prüfungsvorſchriften
für die Erlangung der Pilotenzeugniſſe gleich
ſein ſollen.
* Iſſyles Moulineaux, 28. Okt. Der Avia=
tiker
Mahien iſt heute mittag 12 Uhr 31 Min. mit
einem Paſſagier zu einem Flug nach Brüſſel auf=
geſtiegen
.
* St. Louis, 27. Okt. Von den für die Gordon=
Bennett=Fahrt ausgeſetzten Geldpreiſen entfallen
auf die Ballons Amerika, Düſſeldorf und Ger=
mania
je 1000 Dollars, für Helvetia 500 und für
Harburg 250 Dollars.

Handel und Verkehr.
C Der Kurs der engliſchen Konſols
hat am 26. d. M. mit 78¾ Prozent einen Tiefſtand
erreicht, der ſeit beinahe einem Jahrhundert nicht er=
lebt
worden iſt. In Deutſchland, wo der Kurs der
heimiſchen Anleihen ſeit Jahren zum Sorgenkinde der
Finanzverwaltungen und Geſchäftswelt wurde, könnte
man mit der ähnlichen Entwickelung jenſeits des Ka=
nals
ſich ein wenig tröſten, wenn die Gründe für den
Rückgang der engliſchen Konſols ausſchließlich auf
dem wirtſchaftlichen Gebiete lägen. Die Geſtaltung
des Geldmarktes iſt es aber nicht allein, die an der
Londoner Börſe auf den Kurs der Konſols drückt. Es
kommt die Annahme hinzu, daß England eine Rieſen=
anleihe
zur Verſtärkung ſeiner Flotte aufnehmen
werde. Der Kurs der engliſchen Konſols bleibt da=
her
bis auf weiteres auch in politiſcher Beziehung von
dem größten Intereſſe. Denn aus der Entwickelung
des Kurſes der engliſchen Konſols wird ſich folgern
laſſen, ob abermals eine gewaltige Vermehrung der
britiſchen Seeſtreitkräfte geplant iſt.
* Weltwechſelrecht. Der Reichsanzeiger gibt
in einer Sonderbeilage das Schlußprotokoll der
im letzten Sommer im Haag abgehaltenen
Wechſelrechtskonferenz bekannt, das die auf

Kunſtverein.
I.
Von allen Kunſtbeſtrebungen und von allen For=
men
der modernen Malerei iſt die franzöſiſche immer
noch diejenige, die wohl am meiſten einem eigenen,
ausgeprägten Stil zuſtrebt, weil ihre Anhänger eine
oder mehrere feſtgeſchloſſene Gruppen bilden. Aber
immer mehr dringt bei Künſtlern, Kunſtkennern und
=Liebhabern auch die Erkenntnis durch, daß dieſer
modern franzöſiſche Stil in der Malerei nicht der
unter allen Umſtänden erſtrebenswerte, nachahmens=
werte
iſt. Daß die Feſtſtellung franzöſiſchen Einfluſſes
bei dem deutſchen Künſtler nicht immer einem Lob,
wohl aber meiſt einem Tadel gleichkommt. Das wird
überall da der Fall ſein, wo man rein künſtleriſchen
Maßſtab anlegt, wo das eigene Schönheitsgefühl und
das des Beſchauers nicht verleugnet oder doch hinter
dem Beſtreben, modern zu ſein um jeden Preis, nicht zu=
rückgeſtellt
wird. Immer mehr breitet die Erkenntnis ſich
aus, daß die deutſche Malerei, weil ſie dem allgemei=
nen
Kunſtempfinden mehr entſpricht und die ewigen
Geſetze der Schönheit achtet und anerkennt vielleicht
darf man auch ſagen, wieder achten und anerkennen
lernt höher bewertet werden darf; bewertet werden
muß in ſteigendem Maße da, wo die Künſtler von dem
oft unheilvollen Einfluſſe der franzöſiſchen richtiger
der Pariſer Schule ſich frei machen.
Das bewies die eben zu Ende gegangene Ausſtel=
ung
des Deutſchen Künſtlerbundes auf der Mathilden=
höhe
, das bewies die Hans Unger=Ausſtellung in der
Kunſthalle und das beweiſt auch die gegenwär=
tige
, vornehmlich von der jungen Basler Kunſt
beherrſchte Ausſtellung des Kunſtvereins. Wobei natür=
lich
keineswegs verkannt ſein ſoll, daß der Einfluß der
franzöſiſchen Modernen urſprünglich durchaus frucht=
bar
war, weil er der Malerei, nicht zuletzt in der Tech=
nik
, neue Wege wies, Wege, die neue Perſpektiven er=
öffneten
und neue, ſchöne Ziele nicht nur erſtehen lie=
ßen
, ſondern ſie zu erreichen auch Bahnen brach. Er
brachte Friſche, kecken, fröhlichen Mut und Leben. Aber
es iſt, wie geſagt, ein Erfolg der deutſchen Malerei,
daß ihre Jünger wieder anfangen, ſelbſtändig zu wer=
den
, ſich auf ſich ſelbſt zu beſinnen und darauf, daß nicht
alles, was deutſch war, ſchlecht, und nicht alles fran=
zöſiſche
gut iſt. Und nun beginnt, was auf vielen Ge=
bieten
der Technik auch konſtatiert werden kann, der
Schüler den Meiſter zu übertreffen.
Zu ſolchen Gedanken regen die ganz unter frau=
zöſiſchem
Einfluß ſtehenden Künſtler an, die durch ihre
Kollektion die junge Basler Kunſt vertreten wollen.
Wollen! Denn es wäre ſchlecht beſtellt um die Bas=

ler Kunſt, wenn dieſe Künſtlergruppe ſie tatſächlich zu
repräſentieren berufen wäre. Höchſtens einer darf
als ihr maßgebendſter Repräſentant gelten: Paul
Altherr, und auch von dieſem ſind, bis auf ganz
wenige Ausnahmen, keine guten Bilder da. Im übri=
gen
macht ſich der unheilvolle Einfluß van Gogh’s
auch Hodlers, ſtark geltend, zum Teil auch wird aus
allen möglichen Stilen und Vorbildern etwas heraus=
geholt
und ſo ein neues geſchaffen. Wie wirkt da=
gegen
am Schluſſe des Rundganges die im letzten
Raum hängende, gute und vor allem ehrliche Arbeit
von Kröh!
Alſo der Geſamteindruck der Basler Kollektion iſt
kein befriedigender, und um ſie nicht ablehnen zu
müſſen, muß der Beſchauer in Einzelheiten ſich ver=
ſenken
. Dann wird er des Reizes der Schönheit nicht
entbehren. Vor allem liegt dieſer Reiz im koloriſti=
ſchen
Gebiet. Die Schätze ihrer Palette kennen die
meiſten dieſer furchtloſen Künſtler, wenn ſie auch oft
jedwede Zeichnung verleugnen und dadurch ihren Bil=
dern
den Stempel des Unfertigen aufdrücken. Da iſt
vor allem das Bild Die Befreiung von V. Donzé.
Sowohl in der Kompoſition wie auch im Geſamtton
des Kolorits iſt dieſes Bild gut. Vielleicht das reifſte
der Ausſtellung. Wie der rote, wehende Mantel zu
dem Hintergrund, dem dunklen Grau der Felſen=
partien
und zu dem Weiß des Pferdes abgetönt, und
wie das faſt pikant wirkende Grün des Wurmes da
hineinkomponiert und das alles mit dem Fleiſchton des
nackten Weibes abgeſtimmt iſt, das zeugt doch von künſt=
leriſcher
Reife. Auch der Akt für ſich iſt gut gemalt
und modelliert und wirkt plaſtiſch und lebendig, wenn
auch der Geſichtsausdruck nicht gut der einer Befrei=
ten
iſt. Wohl mit Abſicht ſind auch Einzelheiten ſonſt
wenig betont. Der Eindruck des Myſtiſchen wird da=
durch
erhöht.
Auch Paul Altherr feſſelt durch den Farbenreiz
ſeiner Bilder. Sein koloriſtiſches Talent ſpricht vor
allem aus dem Bild Die Stiere in dem er helle,
ſonnige Farben und Reflexe mit den Fleiſchtönen des
nackten Körpers wetteifern läßt und dadurch eine hohe
dekorative Wirkung erzielt. Aber im übrigen wird
man auch bei ſeinen Bildern den Eindruck des Unfer=
tigen
, Nicht=Ausſtellungsreifen, nicht los. Von
Heinrich Altherr ſind ein paar Bildniſſe vor=
handen
, von denen das Damenbildnis der Farben=
probleme
wegen wohl das intereſſanteſte, das Profil=
bild
des alten Herrn aber ſicher das reifere iſt. Heinr.
Altherr iſt bekanntlich der Schöpfer der Glasgemälde
in der hieſigen Pauluskirche.
Ein intereſſantes Farbenproblem, erhöht durch
Lichtreflexe hat ſich Karl Dick in ſeinem Bild Place
Clichy= Paris gewählt. Allein trotz der Reize, die im

Kolorit dieſes Bildes liegen, das auch ſonſt in dem
Ausſchnitt eines bewegten Straßenbildes zur Nacht=
zeit
ſehr intereſſant iſt, bleibt die Aufgabe ungelöſt. Die
intenſiven Farbentöne, die in dem roten Mantel der
Dame im Vordergrund das Bild beherrſchen, können
natürlich nur durch künſtliches Licht, vielleicht durch
eine hell leuchtende Bogenlampe, hervorgerufen wer=
den
. Dieſes Licht aber läßt die Farben weicher, wär=
mer
wirken, als es hier der Fall iſt. Andererſeits ſind
die Partien hinter der Dame zu hart und ſcharf ge=
malt
. Immerhin iſt dieſes Bild, wie geſagt, von kolo=
riſtiſchem
Reiz, und es zeugt von Kompoſitionstalent,
von Friſche der Arbeit und von ſicherem Blick für das
Augenblicksempfinden. Nicht von gleicher künſtleriſcher
Qualität ſind die beiden Akte des gleichen Künſtlers,
von denen das Bild Bei der Toilette, auch wegen der
Farbenreize, das reifere iſt. Die Oberrhein=Landſchaft
iſt gut, weil ſie in ſich fertig iſt.
Dann mag die einzige Künſtlerin der Gruppe
genannt ſein: Marie Gundrum, die mit einigen
Blumen und Stilleben vertreten iſt. Die Veilchen
und die Roſen auf gelbem Grunde ſind ihrer Farben=
reize
wegen die beſten Arbeiten dieſer Kollektion. Sie
zeugen von Talent, aber der Mangel an zeichneriſcher
Durcharbeitung, der gerade hier, neben Kröhs hübſcher,
liebevoll gemalter Landſchaft dem Beſchauer ins Auge
fällt, verleugnet die Schule Hodlers nicht.
Von J. J. Lüſcher darf das oben Geſagte wieder=
holt
werden. Er hat eine ganze Anzahl Bilder in dem
großen Oberlichtſaal hängen, die aber in der Mehrzahl
trotz unbeſtrittenen Talents nicht ausſtellungs=
reif
ſcheinen. In erſter Linie durch das Verleugnen jeg=
licher
Zeichnung, die aber in mehreren Bildern doch
notwendig erſcheint, wenn nicht gar vom Verzeichnen
geſprochen werden kann. Die ſtark betonte dekorative
Wirkung ſoll den Bildern nicht abgeſprochen werden.
Sie kommt in erſter Linie den Landſchaften zugute und
dann dem Mädchenbildnis, in dem Farbenprobleme
recht intereſſant gelöſt ſind. Dekorativ wirkt in ihren
ſatten, vollen Tönen auch die Campagna=Landſchaft.
Aber mit der Art, wie die Bauern komponiert ſind,
kann man ſich ſchwerlich einverſtanden erklären. Die
Trinker, wohl eine Atelierſzene, ſcheinen ſowohl im
Vorwurf als in der kompoſitoriſchen und koloriſtiſchen
Durchführung zu geſucht, daß man ſie als ernſte, origi=
nelle
Arbeit nicht anſprechen kann.
Auch Heinrich Müllers Arbeiten zeugen von
koloriſtiſchem Talent, das ſich beſonders in dem Herren=
porträt
nicht verleugnet. Man ſollte aber ein ſolches
Porträt nicht ausſtellen, wenngleich die Art, wie die
variiert ſchwarz getönte Gewandung zu den roten
Tönen abgeſtimmt iſt, der Reize nicht entbehrt.
Me Stz

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.
Nummer

dieſer Konferenz aufgeſtellten Vorentwürfe eines Ab=
kommens
zur Vereinheitlichung des Weſchelrechts und
eines einheitlichen Geſetzes über den gezogenen und
eigenen Wechſel enthält. Nach einer hiſtoriſchen Dar=
ſtellung
der Beſtrebungen auf Vereinheitlichung des
Wechſelrechts und der Verhandlungen der Haager Konfe=
renz
, wird ausgeführt, daß die dort gefaßten Beſchlüſſe
den deutſchen Vorſchlägen trotz einzelner Abweichungen
im großen und ganzen Rechnung tragen. Einen die
Staaten bindenden Charakter haben die Entwürfe nicht;
ſie ſollen vor allem als Grundlage für die endgültige
Verſtändigung auf einer weiteren Konferenz dienen, die
bald zuſammentreten ſoll. Es iſt zu hoffen, daß die
neue Konferenz zu einem Ergebniſſe führen wird, das
die Annahme eines einheitlichen Wechſelßeſetzes an=
gängig
erſcheinen läßt. In dieſem Sinne haben ſich die
Delegationen faſt aller Staaten, auch die deutſche, aus=
geſprochen
. Bei Großbritannien und den Vereinigten
Staaten von Amerika begegnet die Annahme eines ſol=
chen
Weltvertrages beſonderen Schwierigkeiten, indes
dürfte Ausſicht beſtehen, daß dieſe Mächte wenigſtens auf
autonomem Wege ihre Wechſelgeſetze dem geuen Ver=
tragsrechte
möglichſt annähern werden.

Das deutſche Kaiſerpaar in Brüſſel.
* Brüſſel, 27. Okt. Der Kaiſer und die
Kaiſerin empfingen heute nachmittag im König=
lichen
Palais das deutſche Konſularkorps in Belgien,
die Senioren der deutſchen Kolonien in Brüſſel und
Antwerpen, die Präſidien der deutſchen Vereine und
die Vorſtände der Veteranen= und Offiziersvereine in
Brüſſel und Antwerpen. Später nahmen das Kaiſerpaar
und die Prinzeſſin Viktoria Luiſe den Tee bei dem Herzog
und der Herzogin von Arenberg.
Heute abend nahmen die Fürſtlichkeiten an einem
Diner der deutſchen Geſandtſchaft teil.
Der Kaiſer, die Kaiſerin, die Prinzeſſin Viktoria Luiſe
und der König und die Königin der Belgier wurden
von dem Geſandten und Frau von Flotow in dem
blumengeſchmückten Treppenhaus empfangen und in
die oberen Salons geleitet, die vornehme Behaglichkeit
und feinſten Kunſtgeſchmack atmeten. An der reich ge=
ſchmückten
Tafel nahm der Kaiſer zwiſchen der Königin
und der Gräfin von Flandern Platz. Gegenüber die
Kaiſerin zwiſchen dem Miniſter Davignon und dem
König der Belgier, neben welchem die Prinzeſſin Vik=
toria
Luiſe ſaß. Außer dem kleinen Gefolge beiderſeits
waren geladen: Prinz de Ligne, der Herzog und die
Herzogin von Arenberg und die Gräfin Grunne. Nach
dem Diner fand ein engbegrenzter Empfang von be=
deutenden
belgiſchen und deutſchen Perſönlichkeiten
aus Brüſſel und Antwerpen ſtatt. Der deutſche Män=
nerchor
in Brüſſel trug einige Lieder vor. Die Ab=
reiſe
erfolgt heute abend 11 Uhr (weſteuropäiſche
Zeit) vom Bahnhof Quartier Leopold nach der Station
Wildpark.
* Brüſſel, 28. Okt. Beim Abſchied aus der
deutſchen Geſandtſchaft zog der Kaiſer in Ge=
genwart
des Generalkommiſſars der belgiſchen Regierung,
des Herzogs von Urſel, nochmals den Reichskommiſſar
Geheimrat Albert ins Geſpräch und unterhielt ſich beſon=
ders
über die Frage der Weltausſtellung und ob eine ſolche
in Deutſchland möglich ſei. Der Kaiſer gab nochmals ſei=
ner
Befriedigung Ausdruck, daß die deutſche Aus=
ſtellung
bei der Eröffnung fertig geweſen ſei und ſprach
ſeine Anerkennung über das aus, was in ihr geleiſtet wor=
den
ſei.
H.B. Brüſſel 28. Okt. Die Abreiſe des
deutſchen Kaiſerpaares erfolgte ohne große
Förmlichkeiten. Es waren jedoch umfaſſende Maßnah=
men
auf dem Wege nach dem Louxembourg=Bahnhof
getroffen worden, um die Volksmenge in Schach zu
halten. Die kaiſerlichen Herrſchaften und ihr Gefolge
in Begleitung des belgiſchen Königspaares trafen kurz
vor 11 Uhr in Automobilen am Bahnhofe ein. Der
Abſchied war ſehr herzlich. Der König umarmte die
Kaiſerin und die Prinzeſſin Viktoria Luiſe, der Kaiſer
die Königin. Bevor der Kaiſer den Hofzug beſtieg,
drückte er König Albert lange die Hand und erklärte,
daß er von ſeinem Beſuch in Brüſſel einen vorzüg=
lichen
Eindruck mit nach Deutſchland nehme. Um 11
Uhr 5 Min. ſetzte ſich der blau=weiße Zug in Beweg=
ung
. Der Kaiſer rief dem König noch im letzten Augen=
blick
einmal Guten Abend zu. Wie die heutigen
Morgenblätter hervorheben, hat der Kaiſer während
ſeines dreitägigen Aufenthaltes ſehr viele Fragen an
ſeine Umgebung gerichtet, aus denen hervorging, daß
der Kaiſer über alles, was Belgien betrifft, vorzüglich
unterrichtet war.
* Köln, 28. Okt. Der kaiſerliche Sonder=
zug
traf heute vormittag 7 Uhr hier ein. Nach der
Beſichtigung des Domes ſetzten das Kaiſerpaar und
die Prinzeſſin Viktoria Luiſe die Reiſe nach Wildpark
fort.
* Köln 28. Okt. Als der Hofzug um 7 Uhr ein=
lief
, wurde das Kaiſerpaar vom Dombaumeiſter
Hertel, Diözefanbaumeiſter Renard und dem Polizei=
präſidenten
begrüßt und zum Dom geleitet, wo ſie
Dompropſt Dr. Berlage empfing. An den Rundgang
durch den Dom ſchloß ſich eine Beſichtigung der Schatz=
kammer
. Im Fürſtenzimmer des Bahnhofs hielt der
Dombaumeiſter Vortrag über die Reſtaurationsarbei=
ten
am Dom.
H. B. London, 28. Okt. Die Brüſſeler Korreſpon=
denten
ſämtlicher engliſcher Blätter berichten
heute, daß Kaiſer Wilhelm durch ſeine Liebenswür=
digkeit
die Belgier ganz für ſich gewonnen habe, heben
aber dabei hervor, daß dies ein perſönlicher Sieg des Kai=
ſers
ſei. Daily Chronicle meint, der Beſuch werde wohl
keine direkten politiſchen Folgen haben, aber die Bande
der Freundſchaft zwiſchen Deutſchland und Belaien ſeien
entſchieden dadurch geſtärkt worden Der Daily Mail wird
berichtet: Die Volksmenge war in Wahrheit begeiſtert.
Nur eine Perſon ziſchte. Es war dies das dritte Mal, daß
dies während des Beſuches vorkam. Der Betreffende
wurde von der Volksmenge gehörig verprügelt. Den bel=
giſchen
Arbeitern, den Händlern und kleinen Leuten hat
die einfache Art und der offene Blick des Kaiſers ſehr ge=
fallen
. Sie jubeln ihm jetzt mit großer Begeiſterung zu.

Vermiſchtes.
* Italien im Zeichen der Cholera.
Von der Aſſoziazione Nazionale Italiana in Rom geht
uns folgende Information zu: In der N. Geſellſch.
Corr. iſt dieſer Tage unter der Ueberſchrift: Italien im
Zeichen der Cholera eine aus Florenz datierte Kor=
reſpondenz
zum Abdruck gelangt, deren den italieniſchen
Fremdenverkehr und die damit zuſammenhängenden
wirtſchaftlichen Intereſſen ſchwer ſchädigenden Unrich=
tigkeiten
, Entſtellungen und Uebertreibungen ſcharf ent=
gegengetreten
werden muß. Der Verfaſſer des Artikels
in der N. G. C. verrät in jeder Zeile den völligen
Mangel an Vertrautheit mit Land, Leuten und Verhält=
niſſen
Italiens. So, wenn er behauptet, daß das Erd=

beben von Meſſina und Kalabrien durch den Schrecken,
den es verbreitete, den Fremdenverkehr ein volles
Jahr hindurch aufs äußerſte vermindert habe, während
in Wahrheit der Fremdenverkehr auch in den beiden
letzten Jahren überall in Italien, ungeachtet der ſchwe=
ren
wirtſchaftlichen Kriſe in Amerika und ihrer Rück=
wirkung
auf Europa, eine Steigerung erfuhr.
Völlig frei erfunden iſt die Behauptung des Gewährs=
mannes
der N. G. C.,daß in Italien die reifen Früchte und
Gemüſe dem Verderben preisgegeben, ihre Preiſe auf
ein nie dageweſenes Minimum herabgedrückt und die
Ausfuhr bedeutungslos geworden ſei. Leider hat
Italien eine ſchlechte Ernte faſt aller landwirtſchaft=
lichen
Erzeugniſſe, vom Getreide bis zu den Oliven und
von den Trauben bis zu den anderen Früchten uſw., zu
verzeichnen, aber ein Blick auf die auswärtigen, beſon=
ders
deutſchen und ſchweizeriſchen Marktberichte lehrt,
daß die Preiſe, eben infolge der geringen Zufuhr, ge=
ſtiegen
ſind. Das gleiche Phänomen zeigt ſich natürlich
im Lande ſelbſt, wo nur der Gewährsmann der N. G. C.
geheime Quellen billigen Bezuges von Früchten und
Gemüſen zu kennen ſcheint, während alle anderen Leute
über die bislang nie erreichte Höhe der Preiſe klagen.
Der Gewährsmann der N. G. C., der offenbar auf
eine Rückfahrkarte zum erſten Male das heſperiſche
Land beſucht hat, weiß nicht, daß man früher für einen
Soldo 10, 15, 20 und mehr Herbſtfeigen erhielt, während
man jetzt mit 5 oder 6 zufrieden ſein muß. Pfirſiche und
Trauben ſind in den letzten 5 Jahren von 40 bis 50
Centeſimi das Kilogramm auf 1 Lira und darüber, die
man gegenwärtig zahlen muß, geſtiegen. Wie eine
ernſthafte Korreſpondenz das Märchen verbreiten kann,
aus Mangel an Fremden und Ueberfluß an Blumen
trügen in Italien die Bettler Roſen und Nelken im
Knopfloch, iſt unbegreiflich. Im Oktober bis in den
Dezember hinein erreichten Roſen und Nelken die höch=
ſten
Jahrespreiſe. Was davon jetzt von der Riviera
kommt, wird mit 15, 20, ja 30 Centeſimi das Stück be=
zahlt
. Den Gipfel der Torheit bezeichnet die Behaup=
tung
, die Italiener wagten aus Furcht vor der Cholerg
keine Früchte und Gemüſe zu eſſen und zögen das als
bekömmlichſtes Nahrungsmittel in Cholerazeiten ge=
ſchätzte
Fleiſch vor, das igfolgedeſſen im Preiſe geſtiegen
ſei. Wahr iſt nur, daß leider auch das Fleiſch Teil an
der allgemeinen Preisſteigerung hat, weshalb der Kon=
ſum
geſunken, nicht, wie die N. G. C. meint, mit Rück=
ſicht
auf die Cholera geſtiegen iſt.
Eine nicht ungefährliche Erfindung iſt es, daß die
Italiener wegen der Cholera den Kopf hängen ließen
und ſorgenvoll in die Zukunft blickten. Auch Italien
iſt nicht von der allgemeinen Kriſis der letzten Jahre
verſchont geblieben, aber deſſen ungeachtet weiſen nach
den neueſten amtlichen Berichten faſt alle Kapitel der
Ausfuhr eine mehr oder minder bedeutende Steigerung
auf. Eine Ausnahme bilden trockene Früchte, Eier und
Rindvieh. Daß die Cholera den ſonſt um dieſe Zeit
einſetzenden Fremdenverkehr ins Stocken gebracht hat,
bedeutet allerdings einen ſchweren Verluſt für das
italieniſche Wirtſchaftsleben. Es erſcheint aber als die
Pflicht der Preſſe, die ernſt genommen ſein will, das
Tatſächliche über das Auftreten der Cholera nicht durch
Uebertreibungen zu entſtellen. Nach der Erklärung des
Unterſtaatsſekretärs des Innern, Caliſſano, ſind der im
Erlöſchen begriffenen Cholera in Apulien und Neapel
nebſt Umgebung nur eine ganz geringe Zahl von Per=
ſonen
zum Opfer gefallen. Dank der entſchloſſenen und
umfaſſenden Maßregeln der Regierung zur Bekämpfung
der Seuche, die erſt in dieſen Tagen von dem Ausſchuß
der internationalen Seuchenkommiſſion mit ausdrück=
lichem
Lobe anerkannt wurden, iſt es geglückt, einer
Ausbreitung der Seuche über das betreffende Gebiet,
von einem halben Dutzend eingeſchleppter Fälle abge=
ſehen
, vorzubeugen. Von der faſt 10000 Köpfe ſtarken
deutſchen und ſchweizeriſchen Kolonie Neapels iſt bisher
niemand an Cholera erkrankt. Um dieſe Zeit pflegen
in Italien zuweilen auch Fremde an Fieber oder In=
fluenza
zu erkranken. In dieſem prächtig ſonnigen
Herbſt haben ſich derartige Fälle, ſoweit feſtſtellbar,
überhaupt nicht ereignet. Würde für Rom vom
Norden Italiens ganz zu ſchweigen auch nur die ge=
ringſte
Beſorgnis vor der Cholera beſtehen, ſo würden
auf dem Markt und in den Geſchäften gewiſſe Gemüſe
und Früchte, wie Gurken, Pfefferſchöten, Kürbiſſe,
Tomaten, Salate, Feigen uſw. unterdrückt werden. Das
iſt aber weder geſchehen, noch auch nur einen Augenblick
in Erwägung gezogen worden.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Koſtheim bei Mainz, 28. Okt. Der Kaufmann Jakob
Koch, der bei der Weſtdeutſchen Holzinduſtrie=Geſellſchaft
größere Unterſchlagungen verübt hatte, wurde in St. Louis
(Amerika) verhaftet.
* Neuſtadt a. H., 28. Okt. Reichsrat Dr. Auguſt
Clemm iſt heute mittag im Alter von 75 Jahren
geſtorben.
* Bochum, 28. Okt. Im Radbod=Prozeß wurde
das Urteil gefällt. Der Angeklagte Wagner wurde ent=
ſprechend
dem Antrag des Staatsanwalts zu 300 Mark
Geldſtrafe und in die Koſten verurteilt. In der Urteils=
begründung
wurde u. a. geſagt, die Zeugen hätten zwei=
fellos
übertrieben. In Bezug auf die Rieſelleitung ſtehe
feſt, daß ſie hätte beſſer ſein können. Weiter ſtehe feſt,
daß keine Lebenden mehr in der Grube geweſen ſeien und
daß die angebliche Aeußerung: Was lebt, das lebt, wir
müſſen heraus, zwiſchen Andree und Holländer nicht ge=
fallen
ſei.
* Dresden, 28. Okt. Der König empfing heute
mittag um 12½ Uhr den Präſidenten des Reichbank=
Direktoriums, Geheimrat Havenſtein, in Audienz.
* Dresden, 28. Okt. Nach Veruntreuung von
etwa 100000 Mark zum Nachteil einer hieſigen Firma
iſt ſeit dem 25. Oktober der 29jährige Kaufmann Wall=
biener
flüchtig. Er war Prokuriſt bei der Firma
und hatte eine große Vertrauensſtellung. Gleichzeitig
mit ihm iſt eine früher bei derſelben Firma beſchäftigt
geweſene Kontoriſtin verſchwunden.
* Greifswald, 28. Okt. Der Prozeß gegen den
Rittergutsbeſitzer Becker, der morgen ſeine Fortſetz=
ung
finden ſollte, wurde auf unbeſtimmte Zeit vertagt.
* Wien, 28. Okt. Der Heeresausſchuß der
öſterreichiſchen Delegation nahm das Heeres=
budget
mit den übrigen Militärkrediten an.
* Prag, 28. Okt. In der Situation des Aus=
gleiches
iſt heute eine Trübung eingetreten, indem
die tſchechiſch=radikalen Landtags= und Reichsratsabge=
ordneten
vormittags eine Sitzung abhielten, worin
über den Antrag verhandelt wurde, daß im Hinblick
auf die ungenügende Garantie für die Arbeitsfähigkeit
des Landtages die tſchechiſch=radikalen Mitglieder aus
der Ausgleichskommiſſion abberufen werden ſollen, fer=
ner
eine Verbindung zwiſchen den bisher in Erledig=
ung
begriffenen Vorlagen mit den Vorlagen betr.

Minoritätsſchulen verlangt und die Abänderung der
Geſchäftsordnung des Landtags zur künftigen Ver=
hinderung
der deutſchen Obſtruktion gefordert wird.
Im Verlauf der Beratung griffen der Statthalter Graf
Coudenhoe und mehrere tſchechiſche Landesausſchuß=
mitglieder
vermittelnd ein.
* Mailand, 28. Okt. Bei der Filiale der Societa
Bancaria Italiana in Como wurde ein Defizit von
einer halben Million entdeckt. Die Kaſſenbeamten, ſowie
zwei Helfershelfer aus den beſten Geſellſchaftskreiſen wur=
den
verhaftet.
* Neapel, 28. Okt. Der König ſtattete dem Orte
Catara in Begleitung des Herzogs von Aoſta einen
Beſuch ab. Er wurde vom Miniſter der Oeffentlichen
Arbeiten und Vertretern der Behörden empfangen und
von der Bevölkerung herzlich begrüßt. Der König
drückte ſeinen tiefen Kummer über das Unglück aus,
das ſo viel Opfer gefordert hat und beſuchte die am
ſchwerſten betroffenen Stätten. Der König beſuchte
noch Majori und Amalfi, wo der Erzbiſchof ihn emp=
fing
und fuhr ſpäter nach Neapel zurück. Von dort
begab er ſich nach dem Hoſpital, in welchem ſich die
Cholerakranken befinden. Er trat an die Betten der
Kranken und ſprach ihnen Mut zu. Der Miniſter blieb
zur Leitung der notwendigen Arbeiten an den von der
Kataſtrophe betröffenen Orten zurück. Der Papſt über=
ſandte
dem Erzbiſchof von Amalfi 5000 Franks für die
Geſchädigten.
* Paris, 28. Okt. Der Präſident Falliéres
wird morgen nachmittag um halb 4 Uhr den deutſchen
Botſchafter v. Schoen empfangen, der ihm ſein Be=
glaubigungsſchreiben
überreichen wird.
* Paris, 28. Okt. Ueber die von der Morgan=Löb=
Gruppe geplante chineſiſche Anleihe vön 50
Millionen Dollars wird dem New=York=Herald
aus Peking gemeldet, daß der Anleihevertrag
heute unterzeichnet worden ſei. Der Emi=
ſionskurs
des fünfprozentigen Anlehens werde wahr=
ſcheinlich
95 betragen.
* Paris, 28. Okt. Zu dem Brande der Uni=
verſitäts
=Bibliothek in Toulouſe wird
noch gemeldet: Der Brand entſtand infolge Kurzſchluß,
noch bevor die Vorleſungen beginnen follten, auf dem
rechten Flügel des einſtöckigen, langgeſtreckten Gebäu=
des
. Mit großer Geſchwindigkeit dehnten ſich die
Flammen aus. Als die Feuerwehr erſchien, ſtand auch
das erſte Stockwerk in Flammen. Einige beherzte
Feuerwehrleute verſuchten, in das Innere des Gebäu=
des
zu gelangen, um wenigſtens die koſtbarſten Stücke
aus der Bibliothek zu retten, was jedoch vergeblich war.
Die wertvolle Sammlung, darunter mehrere aus dem
Mittelalter ſtammende Unica, und zahlreiche wertvolle
Inſtrumente fielen den Flammen zum Opfer.
* Brüſſel, 28. Okt. Heute vormittag beſuchten
Polizeipräſident v. Jagow und Polizeipräſident
v. Herzberg, von ihrer Studienreiſe aus England
zurückkehrend, die deutſche Abteilung der
Weltausſtellung, vom Reichskommiſſar Albert
empfangen und geführt.
* London, 28. Okt. Das Königspaar iſt heute
vormittag zum Beſuche des Königs Manuel
und der Königin=Mutter Amelia nach Wood Norton ab=
gereiſt
.
* Petersburg, 28. Okt. Der Reichsrat und die
Reichsduma nahmen ihre Sitzungen wieder auf.
* Athen, 28. Okt. Die öffentliche Meinung nimmt
den Beſchluß der oppoſitionellen Parteiführer,
ſich an dem Wahlkampfe nicht zu beteiligen, ruhig auf.

H. B. Berlin, 28. Okt. Zu dem Piſtolen= Zwei=
kampf
, der geſtern früh in der Jungfernheide ſtattfand,
erfährt das B. T., daß dieſes Duell nur das erſte von vier
Duellen iſt, die in dieſen Tagen ausgefochten werden ſollen.
Es handelt ſich um eine Reihe politiſcher und perſönlicher
Differenzen, die zwiſchen mehreren politiſchen Perſönlich=
keiten
und hohen Militärs entſtanden ſein ſollen. U. a.
ſtehen ſich angeblich ein Generel, der zugleich Landtags=
abgeordneter
iſt und ein Gutsbeſitzer und Landrat gegen=
über
. Gerüchtweiſe verlautet auch, daß es ſich hier um
Differenzen handele, die mit dem Motiv für das Duell in
Zuſammenhang ſtehen, in das der Vetter des Reichskanz=
lers
, Rittergutsbeſitzer von Bethmann Hollweg, jüngſt
verwickelt war.
Berlin, 28. Okt. Streikausſchreitungen
ereigneten ſich geſtern im Norden der Stadt vor einem
Schlächterladen, wo einige Geſellen wegen Unbotmäßigkeit
entlaſſen worden waren. Die Anſammlungen wuchſen auf
500 bis 600 Menſchen an, die, nachdem ſie einigen Unfug
getrieben hatten, durch ein ſtärkeres Polizeiaufgebot ver=
trieben
wurden. Die Nacht verlief ruhig.
München, 28. Okt. Neue Römerfunde, be=
ſtehend
aus Hausgeräten, einem Mühlſtein und Webſtuhl=
gewichten
uſw., wurden bei den Dörfern Wenden und
Wullenſtetten in Bayeriſch=Schwaben gemacht. Am erſten
Orte allein wurden drei Gruben mit reicher römiſcher Aus=
beute
geöffnet.
Duisburg, 28. Okt. Durch den Einſturz eines
Gewölbes, das auf einem Koksofen der Hütte Phönix
angelegt war, wurden zwei Arbeiter erſchlagen und ein
dritter leicht verletzt.
Kuxhaven, 28. Okt. Der engliſche Dampfer
Bellenden der auf Scharhoern aufgelaufen war,
wurde heute Nacht im letzten Augenblick durch zwölf
Schleppdampfer abgeſchleppt und anſcheinend nur leicht be=
ſchädigt
; er ſetzte die Fahrt nach Hamburg fort.
H. B. Poſen, 28. Okt. Die Dampfmühle in Mrotſchen
bei Bromberg iſt vollſtändig niedergebrannt.
Der Schaden beträgt eine halbe Million Mark. Die Ent=
ſtehungsurſache
des Feuers iſt noch unbekannt.
H. B. Wien, 28. Okt. Der rumäniſche Mini=
ſter
des Aeußern, Djuvara, der vorgeſtern eine Be=
gegnung
mi t Aehrenthal hatte und geſtern vom
Kaiſer in Audienz empfangen wurde, reiſt heute nach
Brüſſel. Er wird ſich unterwegs in Berlin aufhal=
ten
, wo er mit dem Reichskanzler und dem Staatsſekre=
tär
von Kiderlen=Wächter zuſammentrifft. Der rumäniſche
Miniſter dürfte auch vom Kaiſer in Audienz empfangen
verden.

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Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Seite 7.

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Vortrag von Stadtpfarrer D. Dr. Diehl um 8½ Uhr
im Hotel Prinz Karl.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant Metropol.
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Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters im Orpheum
(um 4 Uhr Aus der Art geſchlagen, um 8¼ Uhr Im
Pfarrhaus).
Konzert zum Beſten der Kindergottesdienſte um 5 Uhr
in der Stadtkirche.
Vortrag von Peter Gäde um 8½ Uhr im Kaiſerſaal.
Schauturnen der Turgemeinde Darmſtadt um 3 Uhr,
gemütliches Beiſammenſein um 8 Uhr.
Stiftungsfeſt des Ev. Arbeiter= u. Handwerkervereins
um 7½ Uhr im Feierabend‟
Rennen des Heſſiſchen Reitervereins um 2 Uhr auf
dem Truppen=Uebungsplatz.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im Kölniſchen Hof.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 31. Oktober.
Hofreite=Verſteigerung der Gg. Lud. Kuntz Wwe.
(Ireneſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Bauunternehmer Nik.
Roth (Liebfrauenſtraße 89) um 10 Uhr auf dem Orts=
gericht
I.
Gold= u. Silber=, Weißzeug= ꝛc. Verſteigerung
um 2 Uhr im ſtädtiſchen Pfandhaus.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 3 Uhr Ludwigs=
höhſtraße
4.
Streulaub=Verſteigerung um 9 Uhr im Gaſthaus
Zur goldenen Traube zu Ober=Ramſtadt.

Heute abend entschlief im 55. Lebensjahre an den Folgen eines Schlag-
anfalles
mein geliebter Bruder, unser teurer Schwager und Onkel
(21082
Mreiter Heriz von Leemlarur
Großherzoglich Hessischer Kammerherr
Mitglied der Ersten Kammer der Stände.
Dies zeigt, zugleich im Namen der übrigen Hinterbliebenen, im tiefsten
Schmerze an
Hugo Freiherr von Leonhardi.
Groß-Karben, den 27. Oktober 1910.
Die Beisetzung findet Sonntag, den 30. Oktober, nachmittags 4 Uhr, zu
Gross-Karben in der Stille statt.

Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute nacht verſchied nach kurzem, ſchwerem
Krankenlager mein lieber Gatte, unſer herzens=
zguter
Vater und Schwager
Herr Heinrich Dieter
im vollendeten 67. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Katharina Dieter, geb. Mahr,
und Kinder.
Darmſtadt, 27. Oktober 1910.
Die Beerdigung findet am Sonntag, den
30. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Portale
des Friedhofs aus, ſtatt.
Von Trauerbeſuchen bittet man abſehen zu
wollen.
(21065

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Krieger-Verein
Darmſtadt.

Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer langjähriges Mitglied und Feldzugs=
kameraden

(21095
Herrn Heinrich Dieter
Kanzliſt i. P.
aus dieſem Leben abzurufen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den
30. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Portale
des Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Sammlung am Friedhof.
Zur Teilnahme an der Beerdigung wer=
den
die Kameraden von Eckhard bis Heppen=
heimer
, ſowie der II. Bezirk erſucht.

d des Kriegervereins
Darmſtadt.

Unterfertigter A. C. erfüllt hiermit die
traurige Pflicht ſ. l. a. B a. B., i. a. B. i. a. B.
und A. H. A. H. von dem zu Hanau erfolgten
Ableben ſ. l. A. H.
(21097
Herrn Dipl.-Ing.
Franz Scheefers
(18991902)
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
Der A. C. des Akademischen Chors i. S.V.
Darmstadt.
J. A.: G. Hager XX.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Ableben meines lieben Gatten, unſeres
guten Vaters, Großvaters, Schwiegervaters, Bru=
ders
und Onkels
(20986
Herrn
Wilhelm Lang
u. für die zahlreichen Kranzſpenden ſagen wir Allen
unſeren tiefgefühlteſten Dank. Ganz beſonders
danken wir der Turngemeinde Darmſtadt für
den erhebenden Grabgeſang und die Ehrung am
Grabe, der Freiwilligen Feuerwehr für die Ehrung
am Grabe, dem Herrn Pfarrer Dindeldey für die
troſtreichen Worte, den Schweſtern vom Gemeinde=
haus
für den liebevollen Beiſtand, ſowie allen
Denjenigen, welche uns in dieſen ſchweren Stun=
den
in Liebe und Freundſchaft tröſtend zur Seite
ſtanden.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Elisabeth Lang Wwe.
Darmſtadt, den 27. Oktober 1910.

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Herr Leutnant! Die ſchüchterne Stimme des
Dienſtmädchens klang etwas ängſtlich von der Tür her.
Der Kutſcher ſagt, nun ſei es doch ſchon zu ſpät zum
Kölner Schnellzuge, ob der Herr Leutnant denn etwa
mit dem nach Halle weg wollten?
Hans Haſſingen war emporgeſchreckt und ſtrich ſich
wie erwachend über die Augen.
Die Fahrt nach Köln, das Zuſammentreffen mit
Helene er hatte es vergeſſen.
Einen Moment durchrann es ihn wie lähmendes
Entſetzen.
Dann gab er ſich einen Ruck.
Seine Stimme klang heiſer, aber ruhig:
Ich werde über Halle fahren, ſagen Sie dem Kut=
ſcher
, ich käme ſofort.
XIV.
Zu derſelben Stunde ſtand Helene Falk in einem
düſteren, auf einen ſchmutzigen Fabrikhof hinausſehen=
den
Zimmer am Plättbrett und führte das heiße Eiſen
ſorgſam und etwas ängſtlich über den dünnen Batiſt
ihres weißen Kleides.
Sie hatte es ſelbſt am Tage vorher gewaſchen, weil
die Mutter nur unter dieſer Bedingung ihre Erlaubnis
zum Anziehen desſelben gegeben hatte. Es war ja
doch auch Unſinn. Wenn ihre Töchter Ende April ſchon

S e de Wachen aet
Plätten das ganze Jahr hindurch kein Ende.
Lina, das Faktotum des Hauſes, maulte ſchon
genug über die viele Wäſche. Sie ſah ſcheel zu den
Plättverſuchen des jungen Mädchens, das ſonſt ſo
wenig verſtand, tüchtig mit im Haushalt anzugreifen,
und ließ es nebenan in der Küche nicht an anzüglichen
Bemerkungen gegenüber der Hausfrau fehlen.
Frau Falk ſteckte nach einer Weile den ſchon ſtark
grau melierten Kopf durch die geöffnete Küchentür.
Biſt Du noch nicht fertig, Helene? Das dauert aber
lange! ſagte ſie, mit den unruhigen Augen der abgehetzten
Hausfrau, die immer auf der ängſtlichen Suche nach
Spinnweben und Staub iſt, das ganze Zimmer muſternd,
in dem alle jene Arbeiten gemacht wurden, die geeignet
waren, Unordnung in eine Wohnung zu bringen.
An dem einen Fenſter zeigte eine Nähmaſchine Spu=
ren
ſchneideriſcher Tätigkeit, die im Moment den Inhalt
eines großen Flickkorbes vor zu haben ſchien, neben dem
großen Mitteltiſch ſtand ebenfalls ein Korb voll Wäſche.
Auf dieſen wies Frau Falk hin.
Sobald Du fertig biſt, mußt Du mit Aenne Wäſche
legen, Lina wird ſie gleich nach Tiſch rollen und noch nach=
mittags
plätten, wir müſſen allein das Geſchirr auf=
waſchen
, dabei mußt Du noch helfen, es nutzt Dir nichts.
Helene zog ein klägliches Geſicht.
Aber Mama, ich ſoll doch um 4 Uhr in Schwelm ſein.
Bis dahin iſt noch lange Zeit, mein Kind, erſt die
Arbeit, dann das Vergnügen.
Vom Herde her klang ein verdächtiges Ziſchen, und
Frau Falk zog ſich ſchleunigſt in ihr Küchenrevier zurück.

Doeſtr trat durch die Tir vom Flur aus ein junges
Mädchen, eine kleine, rundliche Geſtalt, mit einem un=
ſchönen
, aber friſchen Geſicht unter glanzloſem, braunem
Haar.
Ihre gutmütigen blauen Augen richteten ſich ſofort
auf das glühende Geſicht der eifrig plättenden Schweſter.
Nun, Lenikind, welcher Weizen iſt Dir denn ver=
hagelt
?
Sie trat näher und faßte die Schlankere und Größere
um die feine Taille.
Ich denke, heut’ haben wir doch nur Grund zum
Lachen.
Ueber Helenens liebliche Züge breitete ſich ein ſeliges
Leuchten. Sie nickte.
Du haſt recht, Anne, heut’ darf ich mir gar nicht die
Stimmung verderben laſſen, heut’ bin ich ja ſo glücklich,
als ob es direkt in den Himmel gehen ſollte. Aber weißt
Du, ſie dämpfte die Stimme noch mehr wie vorher ſchon,
Hans iſt ſo eigen, und vom Aufwaſchen, wie Mutter mir
eben für nach Tiſch ankündigte, werden meine Hände doch
nicht ſchöner. Sieh mal, ich hab’ ſchon vom Plätten ganz
gelbe Schwielen dran!
Sie ſtellte das Eiſen beiſeite und blickte bekümmert
auf ihre kleinen, vollen Hände, die allerdings nicht mehr
ſo glatt und weich waren wie in der Harzer Penſionszeit.
Glaub’ doch nicht, daß Dein Hans ſo etwas beachten
wird, wenn er Dich nach acht Monaten zum erſtenmal
wiederſieht! tröſtete Aenne Falk. Du biſt ja ſonſt ſo viel
hübſcher geworden.
Ach, Aenne, meinſt Du wirklichs

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Helene ſtrahlte vor Freude, ſie war ſich ja für ihren
Hans nie ſchön genug geweſen.
Nun ſie mit der älteren Schweſter, die noch nicht
lange ihre Vertraute war, von ihrer Liebe ſprechen konnte,
ging ihr auch die Arbeit leichter von der Hand. Sie legten
zuſammen Wäſche, bis die tobende Heimkehr der drei
jüngeren Brüder an die Mittagszeit mahnte und an das
Tiſchdecken.
Bei der einfachen, aber gut zubergiteten Mittagsmahl=
zeit
in dem bürgerlich gediegen eingerichteten Eßzimmer
ſuchten die ein wenig ſchräg ſtehenden, grauen Augen des
Hausherrn, der blaß und überarbeitet ausſah, öfters das
glühende, verträumte Geſichtchen Helenens. Ein weicher
Ausdruck gerührten Vaterſtolzes glitt über ſein bärtiges,
etwas aufgeſchwemmtes Geſicht.
Sie war doch die lieblichſte ſeiner Töchter, wenn auch
ſeine Frau ſie die faulſte ſchalt. Sie würde freilich ihren
Weg durchs Leben nicht allein finden wie die beiden Ael=
teſten
, von denen eine ſich in Düſſeldorf zur Mallehrerin
ausbildete und die andere in Paris ihr Sprachexamen
machen wollte. Aber er hegte ſeine ſtillen Hoffnungen
für ſie.
Und als die Rede auf das Geſchirrwaſchen kam und
auf Helenens Murren darüber, gab er ſeinem Liebling,
ſo ſelten er ſich ſonſt in dieſe Angelegenheiten miſchte,
recht.
Sie ſollte nicht mit rotgewaſchenen Händen zu der
Begegnung mit ihrer Freundin Lisbeth und deren Mutter
kommen, die in Schwelm aus irgend einem Grunde eine
Stunde Aufenthalt nehmen mußten.
Helene wurde glühendrot vor Scham und Verlegen=
beit
.

Der Vater kümmerte ſich ſonſt ſo wenig um ſie und
gerade heute, wo ſie ihn und die andern belog und betrog,
dieſe unverdiente Güte.
Sie hatte ja für ihren Hans wieder ein ganzes Lügen=
gewebe
ſpinnen müſſen. In der Taſche trug ſie einen
Brief Lisbeths, den ſie geſtern im Beiſein der Mutter er=
halten
hatte, der aber nicht die Ankündigung ihrer Durch=
reiſe
enthielt, ſondern die Aufforderung, Helene ſolle in
Harzburg, wohin ſie ſich mit ihrer Mutter zur Kur begeben
würde, vierzehn Tage lang ihr Gaſt ſein.
Das wollte ſie nun den Eltern bei ihrer Rückkehr aus=
richten
, ſo, als ob dieſe Einladung mündlich erfolgt wäre.
Sie hoffte beſtimmt auf ihre Einwilligung, denn es würde
ja nur die Reiſe koſten. Und direkt knapp ging es bei
ihnen nicht zu, lange nicht ſo, wie Haſſingen ihr das
Leben in ſeinem Elternhauſe geſchildert hatte.
Die nächſte Zukunft barg alſo für Helene Falk ſo viel
Glückverheißendes, daß ſie des ſchweren, trüben Winters
voll banger Sehnſucht vergaß.
Um ½4 Uhr machte ſie ſich auf den Weg bei ſtrahlen=
dem
Sonnenſchein, der ſo warm wie im Mai ſchmeichelte,
in ihrem weißen Kleidchen und dem kleinen Matroſenhut,
einer lichten Frühlingsblüte gleich.
Als ſie den düſteren Fabrikhof durchſchritt, hatte ſie
eine Begegnung, die ſie in leichte Verlegenheit brachte. Es
war ein Herr von mittelgroßer, ein wenig gebeugter Ge=
ſtalt
, im grauen, gut ſitzenden Jackettanzug, mit einem
ſehr mageren, von kurzgeſchnittenem Vollbart umrahmten
Geſicht, aus dem kluge und ernſte braune Augen leuchteten
die beim Anblick des jungen Mädchens warm, faſt zärtlich
aufſtrahlten.
Nun, wohin denn in ſolchem Glanze, kleine Helene?
fragte er, ihr die Hand reichend,

Sie ſtotterte ihre Lüge heraus, und ſie fiel ihr hier
noch einmal beſonders ſchwer, denn vor Paul Heinecke,
dem Prokuriſten der väterlichen Fabrik, den ſie kannte,
ſo weit ihre Erinnerung überhaupt zurückreichte, hatte ſie
früher nie ein Geheimnis gehabt. Sie war mit ihren
Puppenſtubenſorgen, mit ihren Schulaufſätzen und all
ihrem Aerger und Kummer zu ihm geflüchtet und hatte
immer Hilfe, Rat und Troſt bei ihm gefunden.
Sie hatte ihn früher Onkel genannt, aber ſeit ſie
konfirmiert war, hatte er es ſelber nicht mehr gewünſcht.
Sie nannte ihn jetzt wie ihre Schweſtrn mit dem Vor=
namen
und dem förmlichen Sie.
Er war auch erſt 32 Jahre alt, noch zu jung für einen
Onkel einem ſiebzehnjährigen Mädchen gegenüber.
Als ſchüchterner, armer Lehrling war er einſt in die
Fabrik eingetreten, und Herr Falk hatte den verwaiſten
Knaben völlig in die Familie gezogen, eine Güte, für die
der Erwachſene, den ein Lotteriegewinn vor Jahren ſchon
zum wohlhabenden Mann gemacht hatte, damit lohnte,
daß er ſeine bewährte Kraft der Fabrik erhielt, anſtatt ſich
ſelbſtändig zu machen.
Wer ihn genau beobachtete, wie er mit Helene Falk
ſprach, ſich von ihr verabſchiedete und noch einmal zurück=
ſah
, ehe ſie um die Hausecke verſchwand, der hätte wohl
gewußt, daß noch ein anderer Magnet als die Dankbar=
keit
ihn an die Familie Falk feſſelte.
Ein glückliches Lächeln lag noch um ſeine bärtigen
Lippen, als er ſchon die grauen, ausgetretenen Holztreppen
zum Kontor hinaufſtieg.
Seine Gedanken folgten der kleinen Helene, die im
Fieber der Erwartung mit der Elektriſchen durch die be=
lebte
Stadt und eine häßliche Arbeitergegend ihrem Ziele
zufuhr.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Kreisants Darmſtadt.
Die vierte Serie der zu Gunſten der Wiederherſtellung der St. Lorenzkirche in
Nürnberg zu veranſtaltenden Geldlotterie wird nicht im April 1911, ſondern bereits
am 7. und 8. Dezember dieſes Jahres ausgeſpielt werden.
(20958

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 kleiner Sack Kartoffeln. 1 Guitarre mit Sack. 1 ſilberne Remon=
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mit 2 roten und 1 weißen Stein. 1 ſeidener gelber Theater=Schal. 1 Paar neu Herren=
Schnürſchuhe. 1 Hutnadel mit grauem viereckigen Metallknopf und roten Steinen be=
ſetzt
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1 Teil von einem goldenen Manſchettenknopf, viereckig, mit lila Stein. 1 ſchwarzer
wollener Damen=Handſchuh. 1 grauer gehäkelter Damen=Gürtel. 1 braunes ſeidenes
Schirm=Futteral. 1 große und 4 kleine Straußfedern. 1 Brille in altem Futteral.
1 blauer Gummigürtel. 1 Stück blauer Stoff. 1 ſchwarzer wollener Schal. 1 kleiner
neuer Schrankſchlüſſel mit der Nr. 312 eingeſchlagen. 1 ſchwarzer Herren= Glacéhand=
ſchuh
. 4 ſchwarze Porzellan=Türgriffe mit 4 Roſetten. 1 ſilberner Fingerhut. 1 ſchw. Arbeitsbeutel mit weißem Taſchentuch, gez. E. G. 1 ſchwarzer Damen= Gummi=
gürtel
. 1 Regenſchirm mit braunem Griff. 1 Herren=Regenſchirm mit Nadelſtock und
gebogenem Griff. 3 Quittungen vom Zweigverein Darmſtadt. 1 Dienſtbuch, auf den
Namen Maria Mazenauer ausgeſtellt.
Verloren: 15 ſchmutzige Taſchentücher (eingebunden). 1 rotledernes Porte=
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mit Stickerei. 1 Damen=Zwicker mit Goldbügel ohne Faſſung. 1 halbrundes gelbes
Portemonnaie mit 1 Zehn= und 1 Fünfmarkſtück, ſowie 12 Mk. Kleingeld. 1 ſchwarzer
Regenſchirm mit Stahlſtock und braunem Naturgriff. 1 goldenes Glieder=Armband,
mattgold, mit blauem Stein. 1 Säbeltaſche. 1 Portemonnaie mit 2,12 Mk. Inhalt.
1 ſchwarzes älteres Portemonnaie mit Bügel und Knopfverſchluß mit etwa 4 Mk.
Inhalt. 1 großes ſchwarzes Portemonnaie mit 2 kleinen Schlüſſeln. 1 Theater= Abonne=
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Kinder=Portemonnaie mit 2,11 Mk. Inhalt. 1 rotes Portemonnaie mit 3,50 Mk. Inh.
und 1 Hohlſchlüſſel. 1 graugrüner Stoffgürtel ohne Schnalle. 1 Granat=Broſche in
Sternform. 1 Theater=Abonnementskarte auf 4 Namen ausgeſtellt. 1 braunes altes
Portemonnaie mit Druckknopf, 40 Mk. in Gold und 1 Badeſchein. 1 goldene Broſche
mit 5 Korallen in der Mitte. 1 ſilberne Remontoiruhr mit Bierzipfel ſchwarz= weiß=
blau
und ſchwarz=rot=gold. 1 Portemonnaie mit 43 Mk. Inhalt. 1 Portemonnaie mit
22 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Herren=Remontoiruhr mit Monogramm F. F. auf dem
Rückdeckel in Celluloidgehäuſe. 1 rotes gehäkeltes Tuch (in einem Laden vertauſcht
worden. 1 ſilbernes Halskettchen mit ſilbernem Herzchen, in der Mitte ein goldenes
Kreuzchen. 1 goldene Vorſtecknadel mit lila Stein, die Faſſung beſteht aus kleinen
Knöpfchen. 1 braunes Portemonnaie mit 24 Mk. Inhalt und 2 Lotterieloſen mit der
Nr. 135392. 1 grünlicher Gürtel mit Goldroſen und viereckiger Schnalle. 1 ſilberne
Buſennadel in Dolchform mit 4 Saphiren. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit gebogenem
Horngriff. 1 kleine gelbe Handtaſche mit kleinem roten Portemonnaie und einigen
Pfennigen Inhalt nebſt Taſchentuch. 1 ſchwarzes Samt=Portemonnaie mit 70 Pfennigen
Inhalt. 1 ſilberne Remontoiruhr mit Goldrand und goldener Kette. 1 brauner langer
Damen=Pelz, an den Enden je 2 Schwänzchen und oben 2 Pfötchen (10 Mk. Belohnung
dem Finder und 1 Paar graue Handſchuhe. 1 grün= und braunkarierter wollener
Schal. 1 kleines grünes gehäkeltes Damen=Portemonnaie mit über 5 Mk. Inhalt.
1 goldenes Medaillon mit heilen Steinchen beſetzt und goldenem Kettchen. 1 Paar
weiße lederne Kinder=Schläppchen. 1 braunes Portemonnaie mit etwa 60 Pfennigen
Inhalt. 1 dunkles älteres Herren=Portemonnaie mit einem Zehnmarkſtück und 45 Mk.
Kleingeld. 1 goldenes Kollier mit Halskettchen und in der Mitte 1 roten Stein und
2 weißen Perlen. 1 runde goldene Broſche mit 1 dicken roten Stein und Brillanten
beſetzt. 1 braunes Damen=Portemonnaie mit 6,23 Mk. Inhalt. 1 zweirädiger Hand=
karren
. 1 braunes Damen=Portemonnaie mit 10,52 Mk. Inhalt. 1 Handarbeit. 1 Brille
in weißem Futteral. 2 grünliche Flügel für einen Damen=Hut und grünes Band.
1 ſilbervergoldete Broſche in Hufeiſenform mit blau=weißen Stein. 1 blaue Arbeits=
ſchürze
. 1 Korallen=Kette.
Zugelaufen bei Privaten: 1 verſchiedenfarbige Dogge.
Entflogen: 1 Kanarienvogel. 1 zahmes Rebhuhn. 1 Kanarienvogel, grau=grün,
mit einem hellen Ring am Hals.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(20997
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 23 Uhr nachmittags.

Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 30. Oktober, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupi= und Reüldenzſndt Darmſtalt.

Ochſenfleiſch per Mrſige 50 Pfg Rindfleiſch 84 Kalbfleiſch 90 Hammelfleiſch 90 , Bruſt. 60 Schweinefleiſch (Bratenſt.) ½ 92 , Bauchläppchen . 36 Kottelets u. geſalz. Fleiſ 96 Speck, geräuchert 110

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Schinken m. Bein
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
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Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.

½ kg 100 Pfg.

,
2

110
130.
2

Großherzogliches Hoftheater
Abonnement für 1910/11.

Die Erhebung der 2. Rate des Abonnementsgeldes für die Spielzeit 1910/11 findet
Dienstag, den 1. bis Donnerstag, den 3. November 1910,
nachmittags von 3 bis 5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle Veſtibüle im Hoftheater.
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten, die erhaltenen Zettel bei der Zah=
lung
zur Quittierung vorlegen zu wollen.
(20995
Darmſtadt, den 29. Oktober 1910.
Großherzogliche Hoftheater=Hauptkaſſe.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 3. November, vorm. 9 Uhr u. nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich Frankfurter Strasse 36, I. Etage, aus dem Nachlaß der Frau
Landgerichts=Aſſeſſor Götz Witwe im Auftrag des Nachlaßverwalters, Herrn Rechts=
anwalt
Dr. Bopp, folgende Gegenſtände:
1 Sofa mit rotem Plüſchbezug, dazu 2 Seſſel und 2 Stühle, 1 Sofa mit
dunkelgrünem Plüſchbezug, dazu 2 Seſſel und 2 Stühle, 1 kleines Sofa mit
buntem Bezug und 2 Stühle, 2 Seſſel, mehrere Stühle, 1 Spiegelſchrank,
1 Vertiko, nußb. poliert, 2 Kommoden, 2 Pfeilerſchränkchen, 1 großer Gold=
ſpiegel
mit Trumeau, 2 große Spiegel mit nußb. Rahmen, 1 ovaler Gold=
ſpiegel
, 1 Ausziehtiſch, nußb., 1 Salontiſch und 1 Spieltiſch, 1 Pianino,
zugleich Harmonium, verſchiedene Ziertiſche und Säulen, 3 Oel=
gemälde
und verſchiedene andere Bilder, 1 Regulator, 1 Weckeruhr mit Spiel=
werk
, 2 Damenuhren und ſonſtige Gold= und Silberſachen, Weißzeug und
Damenkleider, Küchenmöbel, Kichengeſchirr und ſonſtiger Hausrat, Vorhänge,
Teppiche und Linoleum, 2 vollſt. Betten, nußb. pol. Bettſtellen mit Sprung=
feder
= und 3teil. Roßharmatratze, 2 Waſchkommoden und Nachttiſch mit Mar=
morplatte
, 1 Gaslüſter aus Glasprismen, ſehr hübſch, 1 Hängelampe, verſchie=
dene
Nippſachen, darunter mehrere Stücke alte Porzellan=Figuren,
beſonders wertvoll für Liebhaber.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen ſofortige Barzahlung ſtatt.
(21007sm
Darmſtadt, den 29. Oktober 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

Bekanntmachung.
In Rückſicht auf die zahlreichen Amtsgeſchäfte und um den im Stadthaus ver=
kehrenden
Perſonen doppelte Gänge zu erſparen, ſehe ich mich veranlaßt, wiederholt
bekannt zu geben, daß ich in allen die ſtädtiſche Verwaltung berührenden Fragen
ſofern ich nicht durch Dienſtgeſchäfte außerhalb des Stadthauſes verhindert ſein ſollte
Mittwochs und Freitags, vormittags von 10½12 Uhr
in meinem Amtszimmer zu ſprechen ſein werde.
Zu anderen Zeiten iſt die Entgegennahme von mündlichen Anträgen, Anfragen
uſw. nur in ganz beſonders dringlichen Fällen möglich.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
(21064
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſerrohrnetzes in
den unken bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche in der Zeit von 10 Uhr abends
bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung
des Waſſers mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich vorher
mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 31. Oktober zu Dienstag, den
1. November 1. Js., werden geſpült
die Spülbezirke 1 und II.
In dieſe Bezirke fallen alle Straßenzüge ſüdlich der Bismarckſtraße, weſtlich vom
Paradeplatz, nördlich des Teiles der Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigs=Platz und
Wilhelminenſtraße, weſtlich des Teiles der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Rheinſtraße
und Heinrichsſtraße, weſtlich vom Wilhelminenplatz, nördlich des Teiles der Heinrichs=
ſtraße
von der Wilhelminenſtraße bis zur Heidelberger=Straße, öſtlich des Teiles der
Heidelberger=Straße, zwiſchen Heinrichsſtraße und Eſchollbrücker=Straße, nördlich der
Eſchollbrücker=Straße, zwiſchen Heidelberger=Straße und Stadtallee, nördlich der Stadtallee
von der Eſchollbrücker=Straße bis zur Main=Neckar=Bahn und öſtlich der Wain=Neckar=
Bahn zwiſchen Stadt=Allee und Bismarckſtraße.
Von den dieſe Spülbezirke umgrenzenden Straßen und Plätzen werden mitgeſpült
die Bismarckſtraße, die oben angegebenen Teilſtrecken der Wilhelminenſtraße und der
Heinrichsſtraße und die Nordſeite der Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigsplatz und
Wilhelminenſtraße. Ferner wird noch mitgeſpült die Frankfurter=Straße, zwiſchen Bis=
marck
= und Kahlertſtraße.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 2. zu Donnerstag, den 3. November I. Js
die Spülbezirke III und IV.
werden geſpült:
In den Spülbezirk III fallen ſämtliche Straßenzüge nördlich der Bismarck=
ſtraße
und weſtlich der Frankfurter=Straße, ſowie die Straßenzüge nördlich der Holzhof=
allee
und weſtlich der Main=Neckar=Bahn.
Von den dieſen Bezirk umſchließenden Straßen werden mitgeſpült die Frank=
furter
=Straße von der Kahlertſtraße aus in der Richtung nach Arheilgen und die
Holzhofallee.
In den Spülbezirk IV fallen die Straßenzüge öſtlich des Teiles der Wil=
helminenſtraße
, zwiſchen Heinrichs= und Rheinſtraße, ſüdlich des Teiles der Rhein=
ſtraße
, zwiſchen Wilhelminenſtraße und Ernſt=Ludwigs=Platz, ſüdweſtlich vom Ernſt=
Ludwigs=Platz und Marktplatz, ſüdweſtlich und weſtlich der Kirchſtraße, weſtlich des
Teiles der Karlsſtraße, zwiſchen Kirchſtraße und Heinrichsſtraße und nördlich des Teiles
der Heinrichsſtraße, zwiſchen Karls= und Wilhelminenſtraße.
Von den dieſen Spülbezirk eingrenzenden Straßen und Plätzen werden mitgeſpült
die Kirchſtraße, die oben angegebenen Strecken der Karls= und Heinrichsſtraße, ſowie die
Südweſtſeite des Ernſt=Ludwigs= und des Marktplatzes und die Oſtſeite des Wilhelminen=
platzes
, ferner wird mit dieſem Bezirk geſpült die Kapellſtraße.
3. In der Nacht von Samstag, den 5. zu Sonntag, den 6. November I. Js.
die Spülbezirke VI und VII.
werden geſpült:
Dieſe Bezirke liegen einmal zwiſchen Dieburger= bezw. Alexanderſtraße und
Heinrichsſtraße und erſtrecken ſich ferner vom Parade=, Ernſt=Ludwigs= und Marktplatz,
ſowie der Kirch= und Karlsſtraße bis zum Woog und der Odenwaldbahn; ausgeſchloſſen
iſt die Mathildenhöhe, ſowie die Alexander= und Dieburger=Straße ſelbſt.
Darmſtadt, den 25. Oktober 1910.
(20960so
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Verdingung von Waſſerleitungsarbeiten.
Die zur Herſtellung der gemeinſchaftlichen Waſſerverſorgungsanlage für die
Gemeinden Zeilhard und Georgenhauſen, Kreis Dieburg, erforderlichen Arbeiten und
Lieferungen, und zwar:
Los I: Quellfaſſungsarbeiten und Hochbehälter in Stampfbeton (100 cbm Nutz=
inhalt
),
Los II: Röhrengräben (etwa 4500 m), Rohrlieferungen und Verlegungsarbeiten
(werden nicht getrennt vergeben)
ſollen durch ſchriftliche Angebote vergeben werden.
Pläne und Bedingungen ſind bei uns, letztere auch bei den Großh. Bürger=
meiſtereien
Zeilhard und Georgenhauſen einzuſehen. Angebotsvordrucke
ſind nur von uns und zwar gegen Bareinſendung von je 2.50 Mark (nicht in Brief=
marken
) für jedes Los zu beziehen.
Angebote ſind verſchloſſen und mit entſpr. Aufſchrift verſehen, aus der die
Los=Nr. und der Unternehmer zu erſehen iſt, bis längſtens
Montag, den 7. November 1910, vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Behörde, Martinſtraße 54, einzureichen, woſelbſt auch die Er=
öffnung
in Gegenwart der Bieter ſtattfindet. Es können nur Angebote unter Benutzung
der Vordrucke ohne Textänderungen und Zuſätze berückſichtigt werden. Freie Auswahl
bleibt ausdrücklich vorbehalten. Zuſchlagsfriſt 3 Wochen.
Darmſtadt, den 24. Oktober 1910.
(20962
Großh. Kulturinſpektion Darmſtadt.
Wallek.

Verstelgerungs=unzeige.
Montag, den 7. November, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Pfandlokal Ludwigshöhſtraße 4 meiſtbietend gegen gleich bare

Zahlung:
Einen Geſchäftsſchrank, einen Schreibtiſch und ein Aquarium.
(21043smso
Die Verſteigerung findet vorausſichtlich beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, den 27. Oktober 1910.
Nelle, Pfandmeiſter.

Laubſtreu-Verſteigerung.
Donnerstag, 3. November I. J., morgens 10 Uhr, wird bei Wirt Heberer
zu Meſſel das Laub von Wegen und Schneiſen des Domanialwaldes, ſowie einige
Haufen Grasſtreu aus Forſtwartei Thomashütte verſteigert.
Meſſeler Forſthaus, 27. Oktober 1910.
(20975
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
Schlag.

Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Roßdorf pro 1911 liegt auf dem Bürger=
meiſterbureau
8 Tage lang, und zwar vom 31. Oktober bis 7. November 1910 zu jeder=
manns
Einſicht offen. Einwendungen gegen den Voranſchlag können daſelbſt vor=
gebracht
derden.
Roßdorf, den 28. Oktober 1910.
(20964
Großherzogliche Bürgermeiſterei Roßdorf.
Müller.
Bekanntmachung
Der von dem Gemeinderat beratene und genehmigte Voranſchlag der Gemeinde
Arheilgen für 1911 iſt vom 2. November l. J. an während 8 Tagen bei unterfertigter
Stelle zur Einſicht offen gelegt.
Einwendungen ſind während der Offenlegungsfriſt in den Geſchäftsſtunden bei
uns vorzubringen.
Arheilgen, den 28. Oktober 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei daſelbſt
(21088
Benz.

[ ][  ][ ]

12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Nummer 254,

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Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Nummer 254.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Nummer 254.

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Driehinkels Sunndags=Nachmitdags=
Bedrachtunge.
Wann die weiße Newwel ſchleiche
Dorch die Wiſſe feicht und kalt,
Wann im Pak die Herſch dhun kreiſche,
Daß es bis nooch Meſſel ſchallt;
Wann die Roſe net mehr bliehe
Un des Laab der Wind verweht;
Wann mer, ſtatt uff Waldbaddieje,
Uff die Metzelſubbe geht;
Wann der Nord fengt a zu blooſe,
Daß deß ganze Baajes dröhnt;
Wann mer ſich nooch wollne Hoſe
Un nooch woame Heescher ſehnt;
Wann die Vögel net mehr peife
Un de Schutzleit reſſeniern;
Wann die Dächer morjends reife
Un die Stroßekehrer friern;
Wann des Owends mer mit Muße
Widder in die Zeitung guckt;
Wann die Oewe widder ruhße,
Daß es in de Nas aam juckt;
Wann mer im Kunzertkallenner
Die Kunzerte dhut ſtudiern;
Wann geſchmacksgewiefte Menner
Dhun den neie Stoff browieren;
Wann Eich widder dorch die Stroße
Die Kadoffelbauern fahrn;
Wann dorch Obſtausſtellungslooſe
Mer am Wertſchaftsgeld will ſparn;
Wann mer Sauerkraut dhut ſchneide
Un die Hering eimaniert;
Wann mer iwwer ſchlechte Zeite
An de Stammdiſch reſſeniert;
Wann’s aam reißt in alle Glidder
Un de Strohhut is de Katz;
Wann mer an de Fräck ſich widder
Machd die Nehd mit Dinde ſchwazä;
Wann die Fraa vun Winderklaader
Un vun ſeid’ne Bluhſe ſchwäzzt;

Wann mer ſich am Hoftheater
Widder am Schkandal ergetzt;
Wann mer dhut die Lambe butze
Un des Staaöl ſtinkt dorchs Haus;
Wann mer gaach die woame Mutze
Uff em Boddem ſucht eraus;
Wann der ſtimmbegabte Sänger
Eilig in die Singſtund ſtrebt;
Wann de Vadder widder länger
Awends uff de Bierbank klebt;
Wann die Mudder woll’ne Dicher
Statt de leinene legt ins Bett;
Wann beim Präſes entlich ſicher
Sitzt die große Stiftungsredd;
Wann mer haamlich un verſtohle
In de Danzſtund karreſiert;
Wann die Rechnung vun de Kohle
Mer mit Sorje revediert;
Wann zu End ſin die Konggreſſe,
Die gottwaaßwo all gedagt;
Wann mer kleißig unnerdeſſe
Uff gottwaaßwos alles jagd;
Wann der Hammel Eich der mieſe
Uff em Exert rummaſchiert;
Wann mer mit me Schobbe Sieße‟
Die Verdauung reguliert;
Dann is Herbſt, dann is Herbſt;
Menſch, dann denk dra, daß
de ſterbſt!
Ich wollt jo eigentlich e feicht=fröhlich Herbſtdrink=
lied
fawriziern, deß mei Freund Siegfried ſicher ver=
tont
hett; daß es nu awwer doch ſo ſchwermietig aus=
gefalle
is, kann ich net begreife. Der Witterung kann
ich jedenfalls net die Schuld in die Schuh ſchiewe, dann
der Okdower hott uns Dage beſcheert, die werklich
Band an de Hoſe hatte. Awwer ich lawerier ſeit kor=
zem
e bische mit em Mage, mag ſei, daß deß valleicht
die Stimmung e bische beeiflußt hott.
No, wann ſich die Vers aach net unner Node ſetze
laſſe, ſo hoff ich doch, daß ſe ſo kaa Uffruhr verurſache,
wie mei Steiervorſchläg vergange. Unner de
vorwurfsvolle Aage meiner verehrten Mitberjer hab
ich nemlich ſchwer gelidde, ganz abgeſehe vun de ver=
ſchiedene
annonime Zuſchrifte, die mer in de Brief=
kaſte
gefloge ſin. Un ich hab’s doch nor gut gemaant!
Gott ſei Dank, daß aach hie un do e weiß=Raab
drunner war, die mer zugeſtimmt hott. So hott bei=
ſpielsmeeßig
aaner de Vorſchlag gemacht, die Mauer
am alte Ballee (wie die Wage vun de Elektriſche‟)
gege e Pauſchalſumme an de Herr Direkder Fink zu
vermiede. Der gute Mann is nadierlich im Errtum,
obgleich ich zugeb, daß die Mauer als Reklamedafel
e recht agenehme Abwechſelung in die Wilhelmineſtroß
bringe dhet. Awwer beſagte Mauer geht de Stadt nix
a, un dann brauch de Herr Direkder Fink e derartig
langwierig Reklame net, wie der allawendliche Be=
ſuch
des Orfeums beweiſe dhut.

E annerer, der mir vorſichtigerweis annonim ge=
ſchriwwe
hott un unvorſichtigerweis ſein blaue Stem=
bel
uff die Rickſeit vun de Kuhwert gedrickt hatt ( wor=
aus
ich erſehe konnt, daß er gewiſſermaße e Kolleg
vun mir, alſo aach e Rentner is), hatt den Vor=
ſchlag
gemacht, unſere hieſige Rentner, die ewe beim
Zugucke vun de Kawel= un Schienelegerei bekweme
Schwitzkurn abſolviern, dadefor for die Stund e Mak
abzuknebbe. Deß is net ſo iwwel, awwer ich maan,
mer ſollt den ſehr bedrickte Rentnerſtand net noch
mehr belaſte. Die arme Deiwel ſin ſchun geſtroft
genug.
Mer kimmt derr jo ewe vor lauter Bezahle gor
net mehr zu ſich. Un im Familljehaushalt kann mer’s lei=
der
net ſo mache, wie im Staatshaushalt, indem mer
die Einahme nooch de Ausgawe reguliert. Im ge=
wöhnliche
Lewe is es immer noch umgekehrt der Fall;
do miſſe ſich die Ausgawe nooch de Einahme richte, un
wann deß ſo weiter geht, werd e Portmannee noch zum
reinſte Lukſusgegeſtand.
Wann mer ewe e Bekanntes uff de Gaß ſieht, do
is de erſt Frog: Hawwe Seſchun Ihne Ihr
Kadoffel?! Ja, die reiße dies Johr emol vor
alle Dinge e groß Loch ins Buddgedd‟ Die meiſte
Leit kenne ſich deſſentwege aach gor net zum Kaaf ent=
ſchließe
; ganz abgeſehe vun dene, dene ewe des Geld
dazu fehlt! Un vun was wolle die arme Famillje im
Winder lewe? Unſere Stadtverwaltung, die ja ger=
kanntermaße
for die Arme ſchun dhut, was ewe meg=
lich
is, werd do jedenfalls de Adem ausgeh. Un des=
halb
mißt do bei Zeit die Wohltätigkeit eiſetze.
Sehe Se mal, unner uns geſagt, was werd net
mitunner unner der Flagge Wohltätigkeit alles ver=
zabbt
, vun ſogenannte Baſare ganz abgeſehe. Un
wie eifach leßt ſich die Sach arrangſchiern, ohne daß
mer dem Kaufmannsſtand en Schade zufiegt.
Hawwe Se die Reſuldade geleſe, die mer in Meenz,
Frankfort uſw. mit de Blume=der= Barmher=
zigkeits
=Verkaafsdage erzielt hott? Deß
is doch werklich e großartig Idee! Un ſo was ſollt
mer in Darmſtadt net mache kenne? Loſſe Se ſich
haamgeige!
Allerdings, Arweit macht die Sach! Viel Arweit!
Un ob ſich in Darmſtadt die Mädercher zum Blume=
verkaaf
finne dhete . . . .? Nadierlich! Gor kaa Frag!
Eher wie net! Dene wär’s jedenfalls aach egal, ob ſe
die Blume zum Beſten der Saigling odder zum Beſten
eines Kohle= un Kadoffelfongs verkaafe
dhete. Nadierlich mißt mer ewe for den needige Rum=
mel
drum erum ſorje; valleicht en Verkehrsdag odder
ſo, damit Leit nooch Darmſtadt, un die Darmſtädter uff
die Gaß kemte.
Un wann mer aach net ſo viel Nickel zuſamme=
kratze
dhete, wie die Frankforter, ſo wär doch mancher
armer Famillje en Staa vum Herze gewälzt.
Awwer bräſſiern dhut die Sach, aſch bräſſiern! Un
deshalb: Max Anſpach, wie is es, kann ich
Dich da dra nexe?!!
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Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

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N 254.

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Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Nummer 254.

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Nummer 254,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Seite 27.

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Seite 28

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Nummer 254.

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[ ][  ][ ]

Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Seite 29.

Rernen

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Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Kehraus im Grunewald. Die letzten Rennen.
Eine Toilettenſchau draußen und drinnen. Der erſte
Fünfuhr=Tee. Im Kaiſerhof Spanien im Eſs=
palaſt
. Ein merkwürdiges Stiergefecht. Der Salon
der Luſtigen Blätter‟. P. Mönſted. Ein däniſcher
Künſtler und deutſche Motive. Aus dem Theater=
leben
. Der Caruſo=Rummel.
Im Grunewald war Kehraus, das heißt
natürlich nicht in den meilenweiten Waldungen unſeres
echten und rechten märkiſchen Forſtes, ſonders auf der
neuen Grunewald=Bahn, die erſt auf zwei Sommer
zurückſehen kann. Die letzten Rennen! Alles, was
Intereſſe für den grünen Raſen hat oder dafür aus
irgend welchen Gründen heuchelt, war draußen, um
Abſchied zu nehmen von der vielen, ach, recht teuren
Stätte. Auch der Kaiſer war mit ſeinen beiden jüng=
ſten
Söhnen erſchienen und hatte die Freude, daß einer
der Renner des Königlichen Hauptgeſtüts Graditz auf
das leichteſte als erſter durchs Ziel ging, eine Freude,
die in dieſer Saiſon nur ſelten ſeitens der ſchnellfüßigen
Zöglinge unſerer Königlichen Geſtüte ausgeübt wor=
den
war. Aber der Zufall ſorgte dafür, daß auch an=
deren
Beſuchern freudige Ueberraſchungen zuteil wur=
den
, die eine gute Naſe oder, was dasſelbe bedeutet, die
richtigen Tips gehabt, zahlte doch einmal der Totali=
ſator
über 200 und ein anderes Mal über 170 Mark
aus da gab’s recht vergnügte, freilich auch manch be=
trübte
Geſichter! Und ähnliche Beobachtungen konnte
man bei den Mienen vieler der zahlreich erſchienenen
Damen anſtellen, je nachdem, wie die eigene und die
fremde Toilettenſchau ausgefallen und die bewundernde
Anerkennung reſpektive die merkbare Gleichgültigkeit
der Uebrigen gefunden. Was ſah man da für Geſtalten
herumſtolzieren in den ſeltſamſten Vermummungen
und Verpuppungen! Denn wenn auch der Herbſtwind
recht ungemütlich über das Feld blies, ſo war doch nicht
ein ſo ungeheurer Aufwand von Pelzen aller Art nötig
geweſen, die häufig in ſchweren und faltigen Mänteln
die ſchlanken Glieder umhüllten. Schön iſt ja anders,
aber dafür iſt’s teuer, und das ſcheint bei dieſen Ge=
wandungen
die Hauptſache zu ſein. Vor allem iſt dies=
mal
Skunks bevorzugt, deſſen Preis dementſprechend in
die Höhe ſchnellen dürfte, auch Chinchilla hat noch nichts
von ſeiner Beliebtheit eingebüßt, während Hermelin
etwas zurücktritt. Aber auch zu den Koſtümen ſelbſt
und den Hüten wird ſehr viel Pelz verwendet. Noch
immer werden die Kopfbedeckungen ganz nach den Lau=
nen
der Mode und jenen unſerer kapriziöſen Damen
getragen, von den winzigen Käppchen an bis zu den
hohen Toques und den gewaltigen Wagenrädern; neben
den Pleureuſen in allen Farben des Regenbogens
kommt der kecke Reiherſtutz zu eindrucksvoller Geltung
und wird dieſe wahrſcheinlich für den Winter zu be=
wahren
wiſſen.
Jener Grunewald=Kehraus bedeutet für unſere
Geſellſchaftskreiſe, daß die Freuden außerhalb der
Stadtgrenzen nun geſchloſſen ſind und man ſie jetzt
innerhalb derſelben ſuchen und finden wird. Dazu bot
ſich ſchnell Gelegenheit am Mittwoch nachmittag, an
welchem in den ſchönen unteren Feſträumen des Kai=
ſerhofes
ein Fünfuhr=Tee ſtattfand, der von

den Herausgebern der illuſtrierten Halbmonaksſchrift
Das Theater veranſtaltet ward und der ſich eines
ſehr regen Zuſpruches erfreute. Ein Ehrenkomitee mit
den Vertretern vieler der klangvollſten Namen aus
der Geſellſchaft, der Kunſt in jeglicher Verzweigung, des
Literatur eund Journaliſtik hatte für das Gelingen
gutgeſagt, für das dann ein emſiger Arbeitsausſchuß
ſehr erfolgreich tätig geweſen. Auch hier eine reichhal=
tige
Toilettenſchau, aber ohne Pelze und Mäntel! Und
zwar gleich eine doppelte Schau, denn etwas Neues
für Berlin in dieſem Arrangement einer aparten ge=
ſellſchaftlichen
Veranſtaltung auf einem Podium
längs der einen Wand des großen Saales erblickte man
eine ganze Zahl von . . . Damen, Marke Gelbſtern, in
den neueſten feſtlichen Toiletten, die große Berliner
Mödefirmen geliefert. Gleich mit den lebenden Mo=
dellen
, die in kleineren Gruppen zuſammenſaßen oder
ſtanden und ſich pflichtſchuldigſt bewundern reſp. kriti=
ſieren
ließen! Die Beſucherinnen guckten mehr auf
die Koſtüme, die Beſucher mehr auf deren Trägerinnen,
ſo kam jede Partei zu ihrem Recht! Aber auch unter
den übrigen Erſchienenen weiblichen Geſchlechts ſah
man manch anmutige und holde irdiſche Fee, die ihre
Gewandung denn doch natürlicher zu tragen wußte, als
jene biegſamen und ſchmiegſamen Fräulein aus Ber=
lins
Konfektionsviertel. Daneben fehlte es nicht an
bekannten und vielbeachteten Erſcheinungen aus unſerer
Künſtlerwelt, jetzt iſt man ja noch friſch und unver=
braucht
und ſteuert mit vollen Segeln in den Ozean des
weltſtädtiſchen Vergnügens hinein! Sehr gefällige
künſtleriſche Gaben wurden in dem kleineren Saal ge=
boten
, der kaum die Menge der ſich dicht Drängenden
zu faſſen vermochte. Die ,fünf Bilder aus dem Leben
einer eleganten Berlinerin’ waren ja nur fürs Auge,
für dieſes aber und fürs Ohr waren die Vorträge
Vilma von Mayburgs, des anmutigen Mitglie=
des
unſeres Königlichen Schauſpielhauſes, ſtets voll
Charme und feinſinniger Liebenswürdigkeit. Ein vor=
nehmes
dichteriſches Werk hatte Marx Möller ge=
ſpendet
durch ſeine klangvolle, an edlen Schönheiten
reiche Ballade: Die Müllerstochter zu der
das zierliche Fräulein Evy Peter, die Prima=
Ballerina unſerer Hofoper, in inniger und poetiſcher
Weiſe die Tänze ausgeführt, während der Dichter ſelbſt
warmherzig ſeine von zarter Romantik erfüllten Verſe
vortrug, durch lebhaften Beifall belohnt. Und letzteren
verdiente das Ganze, das gewiß einen guten materiellen
Ertrag der Wohltätigkeit zugeführt.
Feſſelnde Geſellſchaftsbilder, wenn auch anderer
Art, entrollen ſich allabendlich im Eispalaſt, auf
deſſen ſchimmernder Fläche ſeit kurzem eine farben=
frohe
Pantomime: Eine Nacht in Sevilla auf=
geführt
wird, die viel der luſtigſten und überraſchendſten
Szenen bietet. In Berlin iſt eben nichts unmöglich!
Man braucht ſich daher auch nicht zu wundern, daß man
eine Schar koketter Spanierinnen, die bekanntlich mehr
das Fruchteis kennen als das von Frau Holle gebildete,
auf ſtählernen Sohlen dahingleiten ſieht, in den reiz=
vollſten
Wendungen und Tänzen und daß ſogar auf dem
Eiſe ſich ein Stiergefecht abwickelt! Auch dieſes iſt
künſtleriſch geſtaltet und läßt die Zuſchauer baß er=
ſtaunen
über ein neues Weltwunder, einen ſchlittſchuh=
laufenden
Stier, der eine merkwürdige Eilfertigkeit
entwickelt und ſich ſehr geſchickt vor den nachhaſtenden
Picadores zu flüchten weiß, bis ihn doch ſein Schickſal
durch den Degen des Eſpada erreicht. Und dann ſchließt
ſich ein Korſo am Ebroſtrande an, voll bunteſter
Mannigfaltigkeit, uns zeigend, daß auch die auf gut
brandenburgiſchem Boden erwachſenen Spanierinnen
über ſehr viel Grazie und Temperament verfügen.
Der ſchlittſchuhlaufende Stier den dankbaren
Vorwurf hat ſich ſogar Meiſter Oberländer in München
bisher entgehen laſſen! Aber vielleicht greifen ihn ſeine
Berliner Spezialkollegen auf, die kunſt= und humorbe=
gabten
Zeichner der Luſtigen Blätter, die aus Anlaß
des 25jährigen Jubiläums dieſer liebenswürdigen und
unterhaltenden Zeitſchrift einen großen Teil ihrer
Originalzeichnungen zu einem Salon der Luſti=
gen
Blätter im Hohenzollern= Kunſtge=
werbehauſe
vereint haben. Ein Beſuch dieſer Aus=

ſtellung iſt wie eine Kur, um Grillen und Sorgen ſchleu=
nigſt
los zu werden! Auf welch eine Fülle von er=
quickender
Luſtigkeit, voll treffender und döch nie ver=
letzender
Satire, voll amüſanter Verſprttung vieler
Auswüchſe unſeres modernen Lebens treffen wir dal
Und alles iſt, bis auf ganz wenige Ausnahmen eines oft
recht derben Berlinertums, künſtleriſch erfaßt und durch=
geführt
. Die Geſellſchafts=Szenen Ernſt Heile=
manns
ſind kleine Meiſterſtücke, auch in maleriſcher
Hinſicht, ſie können ſich mit den beſten Gaben ähnlicher
engliſcher und franzöſiſcher Künſtler meſſen. Und ebenſo
hoch ſind Franz Jüttners Darbietungen einzu=
ſchätzen
, die im Rahmen treffſicherer Karikaturen nie
das künſtleriſche Gleichmaß vermiſſen laſſen, und die
gerade deshalb eine um ſo tiefere und erfreuendere
Wirkung ausüben. Jüttner darf als der erſte auf
dieſem Gebiete betrachtet werden, das er ſiegreich be=
herrſcht
. Wie ſehr dieſe Zeichnungen übrigens ge=
ſchätzt
werden, und zwar in doppelter Hinſicht, was den
Preis und die Nachfrage anbelangt, geht aus den zahl=
reichen
Verkäufen hervor, an denen auch unſere Gale=
rien
beteiligt ſind.
Verkauft ſteht auch an manchem Bilde einer Aus=
ſtellung
, die einen Raum des Kunſtſalons Rhein=
land
in der Potsdamer Straße mit Gemälden von
P. Mönſteds füllt. Dieſer hervorragende däniſche
Künſtler, der ſein dauerndes Heim in Kopenhagen auf=
geſchlagen
, iſt uns längſt kein Fremder mehr. Immer
wieder zieht es ihn aus den Buchenwaldungen und vom
ſchaumbeſpülten Meeresſtrande ſeines Vaterlandes
nach Deutſchland, und zwar ganz beſonders nach dem
Spreewald, deſſen liebliche wie ernſte Schönheiten er
mit begeiſterter Freudigkeit erfaßt hat und ſie maleriſch
wiedergibt. Auch ſeine neuen Werke behandeln faſt
ausſchließlich Spreewaldmotive, machen uns vertraut
mit dem geheimnisvollen Leben und Weben unter dem
ſich über den ſtillen Waſſerläufen ſchließenden Blätter=
dickicht
, mit verträumten Winkeln in lauſchigem Grün,
mit ſonnenbeſchienenen Wieſen, die von feierlicher Ruhe
umfangen ſind. Nur ſelten wird uns das verborgene
Innere der Natur ſo erſchloſſen, wie ſeitens dieſes
Künſtlers, deſſen Schöpfungen bei uns glücklicherweiſe
eine ſo warme Würdigung finden.
Gewürdigt wurde ja auch die mehrjährige künſtle=
riſche
Tätigkeit Hans Gregors, des Begründers
und Leiters unſerer Komiſchen Oper, der anſtelle
Felix Weingartners zum Direktor der Wiener
Hofoper ernannt wurde, ſicherlich eine gute Wahl
für jenen verantwortlichen und bedeutſamen Poſten.
Denn Gregor hat hier ſtets einen ſicheren Blick be=
wieſen
für eine Reihe hervorragender muſikaliſcher
älterer und neuerer Werke, die von anderer Seite keine
Beachtung erfuhren, und die dann hier dauernden An=
klang
fanden. Neben dieſem muſikaliſchen Verſtändnis
und einer umſichtigen Verwendung guter künſtleriſcher
Kräfte verfügt Gregor über eine außerordentlich reg=
ſame
und geſchickte Inſzenierungskunſt, die ſtets in ent=
ſprechender
Weiſe die muſikaliſche Verkörperung der
einzelnen Werke ergänzte und ihr gut Teik zu dem all=
gemeinen
Erfolge beitrug.
Letzterer iſt natürlich auch wieder dem diesmaligen
Caruſo=Gaſtſpiel geſichert, das abermals recht
fatale Begleiterſcheinungen hervorrief, hauptſächlich mit
den Quertreibereien des Billetthandels. Schließlich
hat alles ſeine Grenze, auch der Preis für die denkbar
beſte Geſangsleiſtung! So berührt es gerade in unſerer
Zeit der ſozialen Fürſorge und der ſo dringend notwen=
digen
Nächſtenliebe für die Armen und Bedrängten
direkt widerwärtig, wenn für einzelne Plätze bis zu
300 Mark bezahlt werden! Schade, daß hier nicht in
geeigneter Weiſe die Steuerſchraube angeſetzt werden
kann, um wohltätigen Zwecken neue und ſo dringend
erwünſchte Mittel zuzuführen! Die törichten Ueber=
treibungen
bei der Jagd nach Karten haben es denn
auch zuſtande gebracht, daß man keinerlei Bedauern
hegt für jene, die auf gefälſchte Billetts einzelner
Schwindler, welche ſchleunigſt die günſtige Konjunktur
ausgenutzt, hineingefallen ſind. Hier trifft mit Recht
zu, daß, wer den Schaden hat, für den Spott nicht zu
ſorgen braucht!
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Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

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Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

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Redner: Herr Martin Vorholz aus Hamburg

Tagesordnung:
Vor der Entscheidung!
Wen wählen wir?
55
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Wir laden alle Handlungsgehilfen dringend zu dieſer Verſammlung ein.
Freie Ausſprache!
Freie Ausſprache!
Der Wahlausschuss der Ortsgruppe Darmstadt
des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes-
Seocnttiene Versattitt
der Bewohner des Martinsvlertels
am Montag, den 31. Oktober, abends präzis 9 Uhr im
Mathildenhöhſaal.
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Tagesordnung:
.Stadtverordneten-Wahlen
2. Kommunale Fragen.
Einladung zur Generalverſammlung
des Vereins Ressisches Sehrerinnenhein‟
Samstag, den 12. November 1910, nachmittags 4 Uhr,
im Rathaussaal zu Darmstadt.

Tagesordnung: a) Jahresbericht,

5) Kaſſenbericht,
c) Voranſchlag für das kommende Vereinsjahr.
(20959
Geſellige Vereinigung im Lehrerinnenheim.
Der Vorstand.

3 Oeffentliche Vorträge 3
über Weltende, Gott und die Bibel
im Kaisersaal, Redner Peter Gäde von Amerika.
1. Sonntag, den 30. Okt.: Chriſtus als König od. der Herrſcher des Zukunftsreiches
2. Donnerstag, d. 3. Nov.: Gibt es einen Gott oder eine Göttliche Offenbarung?
3. Sonntag, den 6. Nov.: Erklärungen prophetiſcher Symbole oder die 4 Welt=
reiche
, Dan.: Kap. 2 u. 7.
(*26615
Beginnend abends 8½ Uhr. Jedermann herzlich willkommen.
Eintritt frei!
Konzert in der Johanneskirche
Freitag, den 11. November, abends 7 Uhr
veranſtaltet der Frauenverein der Johannesgemeinde ſeine diesjähriges
Kirchenkonzert zum Besten seiner Kinderanstalten
unter gefälliger Mitwirkung von Frau Kammerſänger Marie Weber (Sopran), Frl.
Lilli Hickler (Violine), des Herrn Kammerſängers Weber (Bariton), des Herrn
Stadtkirchenorganiſten Borngässer, ſowie des Kirchengesangvereins der
(21920
Johannesgemeinde (unter Leitung von Herrn Hofmuſiker Adlsnu).
Frauenvereinder Johannesgemeinde
Wir laden unſere Mitglieder und Freunde herzlich ein zu unſerem
Familien-(Tee-)Abend
mit Anſprachen, Geſängen, Vorträgen uſw.
am Dienstag, den 1. November, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus (Kahlertſtraße).
Karten zu 25 Pfg. die Perſon ſind ſchon an den vorhergehenden Tagen im Ge=
(20998
meindehaus erhältlich, am Tag der Veranſtaltung ſelbſt zu 30 Pfg.
Der Vorstand.

Aurnkeneinte Aarmsiact
Protektor: Se. Königl. Hoheit der Grossherzog.
Sonntag, den 30. Oktober 1910
nachmittags von 36 Uhr
findet das diesjährige
Schauturnen
ſtatt. Wir laden hierzu unſere Mitglieder nebſt deren Angehörigen, ſowie Freunde
der Turnerei höflichſt ein. (Nichtſchulpflichtige Kinder haben keinen Zutritt.) Beſondere
Einladungen ergehen nicht.
(20966
Abends 8 Uhr:
Gemütliches Zusammensein im kleinen Saal.
Nichtmitglieder haben hierzu keinen Zutritt.
Der Vorstand.
Wennen
des Hessischen Reitervereins
am Sonntag, den 30. Oktober 1910, nachmittags 2 Uhr,
auf dem Griesheimer Truppen=Uebungsplatz
(Zugang zum Rennplatz vom Barackenlager aus.
I. Eröffnungs-Jagdrennen.
(3 Ehrenpreiſe.)
II. Reitpferd-Rennen.
(3 Ehrenpreiſe.)
III. Jagdspring-Konkurrenz.
(3 Ehrenpreiſe. Weitere Ehrenpreiſe je nach Beteiligung.)
IV. Weiterstädter Jagürennen.
(Ehrenpreis Sr. Majeſtät des Kaiſers von Rußland und 2 weitere Ehrenpreiſe.)
V. Jagd mit Auslauf.
(3 Ehrenpreiſe.)
Konzert und Restauration auf dem Rennplatz.
Gedeckte Tribüne.
Eintritts- und Mitgliedskarten sind sichtbar zu tragen.
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Preiſe der Plätze: 1. Tribüne (Zutritt zum Sattelplatz 3 Mk., II. Tribüne
1.50 Mk., Reſervierter Platz 50 Pfg., Wagen= und Reiterkarten 3 Mk.
Der Vorstand des Hessischen Reitervereins.
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Darmſtüdter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Seite 32.

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§e 231.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29, Oktober 1910.

Nummer 254.

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Feier des 20. Stiftungs-Festes.

Vormittags 10 Uhr: Feſtgottesdienſt in der Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde).
Abends 7½ Uhr: Familienfeier im Feierabend Stiftsſtraße 47, beſtehend in:
Anſprachen, Ueberreichung einer Fahnenſchleife, Gefangs= und
Inſtrumental=Vorträgen, Theater uſw.
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Der Vorstand.
Freunde des Vereins ſind freundlichſt eingeladen.

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und sonst noch abwechselnde reichhaltige Speisekarte.

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Für die zahlreichen Spenden von hiesigen Firmen und Privaten und
K die opferwillige Mitwirkung aus allen Kreisen anlässlich des Wohltätig-
keitsbasars
für den kathol. Kirchenbau Bessungen herzlichen Dank.
Das Komitee.
NB. Auf vielfachen Wunsch wird der Blumenreigen nebst einem
M kleinen Theaterspiel am nächsten Sonntag. abends 6 Uhr, im Konkordia-
Ksaal, Waldstrasse 33, nochmals aufgeführt. Eintrittspreis 15 Pfg. (20953 2
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statt, wozu freundlichst einladet
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Zur Nachkirchweihe

(21086
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4 Uhr ab
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[ ][  ][ ]

Nummer 254

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Seite 37

finden Sie bei mir in ausgeprägtem Masse. Bei diesen für
die Haltbarkeit der Kleidungsstücke so notwendigen und
wichtigen Bestandteiſen, lege ich den Hauptwert auf Soli.
dität, Haltbarkeit und tausche jedes Stück, gleichviel was
es sei, gegen neue Ware um, das sich nicht unbedingt als
gut im Tragen bewähren sollte. Das gilt für alle Artikel,
sogar für Armblätter, 25 Pfg. Paar, da ich stets nur das
solideste Fabrikat führe. Meine Auswahl ist die grösste.
Meine Preise sind nie teurer als die mit enormen Un-
kosten
arbeitenden sogenannten billigen Geschäfte. Ich
halte auch jedes Untergebot, das versucht werden sollte.
Meine Bedienung wird trotzdem stets die reellste bleiben.

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Dieburgerſtraße 32. *26653) Unabhäng. ſaub. Mädchen ſucht
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dieſes Blattes.

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Riedeſelſtraße 74, III.
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erfahrenen Schneiderin als Beihilfe zu
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*26684) Beſſeres gewandtes Fräulein
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[ ][  ][ ]

Seite 38.

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8
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iſt und welche in jeder Beziehung zuver=
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

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[ ][  ][ ]

Nummer 254.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Seite 39,

Soziales.

(Freiwillige Verſicherung gegen Invalidität.)
II. (Schluß.)
Die zweite Art der freiwilligen Verſicherung gegen In=
validität
iſt die ſogenannte Selbſtverſicherung.
Zur Selbſtverſicherung ſind vor Vollendung des
40. Lebensjahres berechtigt:
1. Betriebsbeamte, Techniker, Werkmeiſter, Handlungs=
gehilfen
und ſonſtige Angeſtellte im Hauptberuf, Lehrer
und Erzieher, ſowie Schiffsführer, die mehr als
2000, aber nicht mehr als 3000 Mark
Jahresverdienſt haben,
2. Gewerbetreibende, Betriebsunterneh=
mer
, die nicht regelmäßig mehr als 2 verſicherungs=
pflichtige
Lohnarbeiter beſchäftigen, und zwar ohne
Rückſicht auf die Höhe ihres Arbeitsverdienſtes,
3. Perſonen, die als Lohn nur freien Unterhalt bekom=
men
oder nur vorübergehend Lohnarbeiten verrichten
und deshalb nicht invalidenverſicherungspflichtig ſind.
Als vorübergehende Lohnarbeiten gelten ſolche,
die nur gelegentlich verrichtet werden rder zwar regel=
mäßig
, aber gegen ein ſo geringes Entgelt geſchehen,
daß es zum Lebensunterhalt nicht ausreicht, alſo etwa
nicht mehr beträgt, als der dritte Teil des ortsüblichen
Tagelohnes. Hierher können z. B. gerechnet werden:
Putzfrauen, Monatsfrauen u. dgl.
Wie oben ſchon erwähnt, kann die Selbſtver=
ſicherung
nur vor dem vollendeten 40. Lebensjahre
begonnen werden. Fallen dann die obengenannten
ſonſtigen Vorausſetzungen zur Selbſtverſicherung weg, ſo
kann das Verſicherungsverhältnis fortgeſetzt und bei
Unterbrechungen jederzeit wieder begonnen werden.
Zur Selbſtverſicherung werden graue Karten benutzt, die
bei der gleichen Stelle ausgeſtellt und umgetauſcht werden
wie bei der Pflicht= und Weiterverſicherung. Auch hier
hat die Karte eine Gültigkeitsdauer von 2 Jahren, nach
deren Ablauf ſie umzutauſchen iſt. Dagegen ſind
bei der Selbſtverſicherung und deren Fortſetzung, nicht
wie bei der Pflicht= und Weiterverſicherung nur 20, ſon=
dern
mindeſtens 40 Marken in 2 Jahren einzukleben. Die
Höhe der Verſicherungsklaſſe ſteht frei; es gilt aber auch
hier: je höher die Klaſſe der Verſicherung und je mehr
Marken geklebt werden, deſto höher einmal die Rente.
Dieſe kann, wie bei der Pflicht= und Weiterverſicherung,
nach Zurücklegung der Wartezeit bei Eintritt der im Ar=
tikel
I begrifflich feſtgeſtellten Erwerbsunfähigkeit gewährt
werden. Die Wartezeit beträgt bei der Selbſtverſicherung
mindeſtens 500 Beitragswochen; es müſſen jedoch hiervon
100 Marken auf Grund der Berechtigung zur
Selbſtverſicherung (ſ. Nr. 13) geklebt ſein, an=

dernfalls Invalidenrente nicht erlangt werden kann, ſon=
dern
nur Altersrente bei den im Artikel I angegebenen
Vorausſetzungen. Auch hier gilt: Wem bei ein=
tretender
Erwerbsunfähigkeit ein paar
hundert Mark Rente zum Lebensunterhalt
nötig ſind, der ſehe zu, ob die zur Selbſt=
verſicherung
nötigen Vorausſetzungen
auf ihn zutreffen, und beeile ſich mit die=
ſer
Verſicherung, da niemand bis jetztgenau
weiß, welche Verſchlechterungen die Verſiche=
rungsreform
auch hier bringen wird. Das
ſcheint jetzt ſchon feſtzuſtehen, daß dann eine unter=
hrochene
Selbſtverſicherung nicht mehr aufgenommen und
fortgeſetzt werden kann, ohne daß die Vorausſetzungen
zur Selbſtverſicherung vorliegen. Dies iſt aber heute noch
möglich.
Auf etwas ſei zum Schluſſe noch hingewieſen. Im
Artikel I iſt ſchon erwähnt, daß bei Erfüllung der übrigen
Bedingungen zur Erlangung einer Invalidenrente noch
gefordert wird, daß mindeſtens 100 Marken entweder auf
Grund der Verſicherungspflicht oder auf Grund der Be=
rechtigung
zur Selbſtverſicherung, oder aber auf Grund der
beiden Verſicherungen nachgewieſen werden müſſen. Da
es häufig vorkommt, daß jemand, z. B. ein ſelbſtändiger
Handwerker als früherer Geſelle oder eine Monatsfrau als
früheres Dienſtmädchen, nicht 100 Pflichtmarken erworben
haben, ſo können ſie unter den oben erwähnten Voraus=
ſetzungen
durch Selbſtverſicherung dieſe 100 Marken voll
machen. Nachher kann zur Aufrechterhaltung der An=
wartſchaft
wieder mit der WWeiterverſicherung
fortgefahren werden, da hier in 2 Jahren nur 20 Wochen=
marken
, ſonſt aber mindeſtens 40 nötig ſind. Auch bei der
Selbſtverſicherung und ihrer freiwilligen Fortſetzung kann
eine verloren gegangene Anwartſchaft auf Rente erſt wie=
der
hergeſtellt werden, wenn das Verſicherungsverhältnis
erneuert und danach mindeſtens 200 Marken (in 2 Jahren
mindeſtens 40) geklebt ſind; dann erlangen auch die frühe=
ren
, durch ungenügendes Kleben wertlos geworden Mar=
ken
wieder Gültigkeit. Bis zur Erreichung dieſer 200 Mar=
ken
iſt wöchentliche Klebung empfehlenswert.

Sport.
* Darmſtädter Sportklub 1905. Die
erſte Mannſchaft ſpielt am Sonntag in Kaſtel gegen
die gleiche der dortigen Fußball=Vereinigung. Die
dritte Mannſchaft ſpielt morgens auf dem Sportplatze
an der Windmühle gegen Fußballklub Haſſia=Mainz
und die zweite Mannſchaft nachmittags ebendaſelbſt
gegen diejenige des Fußballklub Alemannia‟=Worms.
sr. Karlshorſter Herbſttage. Bei ſchönem
kühlem Wetter nahm am Donnerstag die Herbſtkam=
pagne
in Karlshorſt ihren Fortgang. Die durchweg
gut beſetzten Rennen brachten eine Reihe von Ueber=
raſchungen
, insbeſondere in der Hauptkonkurrenz, den
500 Kronen. Das ziemlich zahlreich erſchienene= Publi=
kum
ſchenkte in der über 5000 Meter führenden Steeple=
Chaſe Florham, dem Zweiten aus dem Großen Preis
von Karlshorſt, ſein Vertrauen, aber der Wallach ver=
mochte
ſeine ſchwere Bürde von 80 Kilogramm in dem
ſchnell gelaufenen Rennen nicht zum Siege zu ſchlep=
pen
. Zunächſt führten Fair King und die däniſche
Stute Alice Delvin, bald übernahm aber die von
ihrem Beſitzer, Leutnant Graf W. Hohenau, geſteuerte
Caſtle Brillant das Kommando und zeigte dem Felde
mit mehreren Längen Vorſprung den Weg. Von der
Nordhecke ab geſellte ſich wieder Fair King zu ihr, etwa
ſechs Längen zurück folgte Florham vor den übrigen,
ohne jedoch trotz aller Anſtrengungen in der ſchnellen
Fahrt Boden gut machen zu können. Im Einlaufsbogen
war Fair King geſchlagen, dagegen zog Caſtle Brillant
immer mehr von ſeinen Gegnern hinweg und gewann
verhalten mit acht Längen gegen Florham. Im St.
Mark=Jagdrennen ſteuerte Leutnant von Raven Clan=
william
zu einem leichten Siege, während die im glei=
chen
Stalle trainierte Favoritin Prinzeß Athena völlig
verſagte und ſchon 800 Meter vor dem Ziele mit ihren
Kräften zu Ende war. Das dritte Herrenreiten, den
Preis von Parchim, gewann Leutnant Braune mit dem
diesmal ganz willig galoppierenden Rokoko; der viel=
gewetteten
Edda fehlte es erſichtlich noch an Rennkon=
dition
, die Stute war nach der letzten Hürde ausſichts=
los
geſchlagen. Im Handikap der Dreijährigen ſiegte
Floßhilde nach Kampf gegen Waterloo, der an der letz=
ten
Hürde mit Abendſonne kargmbolierte und dann
erſichtlich aufſteckte. Ein zweites Jagd=Rennen für
Dreijährige ſtand im Preis von Langeburg auf dem

Programm. In dem von zwölf Pferden beſtrittenen
Rennen ſtürzte Laſt Hope an der Tribünen=Hürde und
behinderte dabei den favoriſierten Flaneur ſtark; ein
Fehler am Jüngerſprung brachte ihn dann ganz um
ſeine Chancen. Cara zog nach der letzten Hürde über=
legen
vom Felde weg.
Luftſchiffahrt.
sr. Die aeronautiſchen Weltrekords,
die auf dem Gebiete der Aviatik, ſowie Frei= und Lenk=
ballons
bis zum 20. Oktober 1910 aufgeſtellt und von
dem Aeroclub de France anerkannt wurden, ſind nach
einer offiziellen Zuſammenſtellung folgende: Avia=
tik
: Schnelligkeitsrekord für Allein=
flüge
: 1 Kilometer: 1. Rue in Port Aviation am
3. September 1909 1 Minute 15 Sek. 2 Kilometer:
Wilbur Wright (Auvours) 21. September 1909 2:44.
5 Kilometer: Morane (Reims) 3. Juli 1910 2:48,3.
10 Kilometer: Morane (Reims) 3. Juli 1910 5:42.
20 Kilometer: Morane (Reims) 3. Juli 1910 12:45.
30 Kilometer: Morane (Reims) 9. Sept. 1910 19:32.
40 Kilometer: Morane (Bordeaux) 9. Sept. 1910 26:12,1.
50 Kilometer: Morane (Bordeaux) 9. Sept. 1910 32:48,1.
60 Kilometer: Morane (Bordeaux) 9. Sept. 1910 39:32,3.
70 Kilometer: Morane (Bordeaux) 9. Sept. 1910 46:19,1.
80 Kilometer: Moxane (Bordeaux) 9. Sept. 1910 53:05.
90 Kilometer: Morane (Bordeaux) 9. Sept. 1910 59152,2.
100 Kilometer: Morane (Bordeaux) 9. Sept. 1910
=106:39,4. 150 Kilometer= Aubrun (Bordeaux) 9. Sept.
1910 1:43:19,3. 200 Kilometer: Aubrun (Bordeaux)
9. Sept. 1910 2:18:30,3. 250 Kilometer: Olieslagers
(Reims) 3. Juli 1910 3:38:44,3. 300 Kilometer: (Reims)
Olieslagers 3. Juli 1910 3:47133,2. Schnellig=
keitsrekord
für Paſſagierflüge: 10 Kilometer:
Ladougne (Reims) 3. Juli 1910 8:14,2. 20 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 19:39. 30 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 29110. 40 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 38:51. 50 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 48:28. 60 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 57:58,2. 70 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 1:07:31,2. 80 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 1:16:59,2. 90 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 1:26:33. 100 Kilometer:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 1:36:06. Schnellig=
keitsrekord
für Paſſagierflüge mit
zwei Paſſagieren: 10 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 10118,4. 20 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 21114. 30 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 31:53,1. 40 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 42:32,3. 50 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 52:56,1. 60 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 1:03:20,3. 70 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 1.14:38,3. 80 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 1:25:33. 90 Kilometer: Mamet (Reims)
3. Juli 1910 1:36104. Zeitrekords: Allein=
flüge
: 4 Stunde: Leblane (Reims) 3. Juli 1910 20
Kilometer, ½ Stunde: Leblane (Reims) 3. Juli 1910
40 Kilometer. 1 Stunde: Morane (Bordeaux) 9. Sep=
tember
1910 90 Kilometer. 2 Stunden: Aubrun ( Bor=
deaux
) 9. September 1910 167,500 Kilometer. 3 Stun=
den
: Aubrun (Bordeaux) 9. September 1910 252,500
Kilometer. 4 Stunden: Olieslagers (Reims) 3. Juli
1910 345,250 Kilometer. 5 Stunden: Olieslagers
(Reims) 3. Juli 1910 390,250 Kilometer. Diſtanz=
rekord
für Alleinflüge. Olieslagers (Reims)
3. Juli 1910 392,750 Kilometer. Paſſagierflüge:
Aubrun (Reims) 3. Juli 1910 137,125 Kilometer, mit
zwei Paſſagieren: Mamet (Reims) 3. Juli 1910
92,750 Kilometer. Dauerrekord: Olieslagers
(Reims) 3. Juli 1910 5 Stunden 3 Minuten 5,1 Se=
kunden
. Paſſagierflug: Aubrun (Reims) 3. Juli
1910 2:09:7,4 Sekunden, mit zwei Paſſagieren:
Mamet (Reims) 3. Juli 1910 1:38:40. Größter Ge=
ſchwindigkeitsrekord
: Mörane (Reims) 3.
Juli 1910 106,608 Kilometer. Höhenrekord:
Chavez (Iſſy) 8. September 1910 2587 Meter. Frei=
ballons
: Höhenvekord: Süring und Berſon
(Deutſchland) 31. Juli 1901 10800 Meter. Diſtanz=
rekord
: Graf de la Vaulx (Frankreich) 9./11. Okto=
ber
1909 1925 Kilometer. Dauerrekord: Otto Korn
(Deutſchland) 24./27. Oktober 1909 70 Stunden. Lenk=
ballon
: Diſtanzrekord: Bracciano (Italien)
450 Kilometer. Däuerrekord: Republique
(Frankreich) 4. Auguſt 1909 7 Stunden 13 Minuten.
Drachenballons: Lindenberg (Deutſchland) 28.
Auguſt 1909 5630 Meter. Verſuchsballons:
München (Deutſchland) 7. Mai 1909 26000 Meter.

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[ ][  ][ ]

Seite 40.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29. Oktober 1910.

Nummer 254.

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dieſes Blattes
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[ ][  ][ ]

5. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.

N 254.

Samstag, 29. Oktober.

34

Werhcpr. Seulentenler
Letzte 3 Tage!

E Meute
Samstag, 29. Oktober:
uuc
Zum letzten Male:
Der Meineidbauer
Volksstück in 7 Bildern
von Ludwig Anzengruber.

Gölorgen
Sonntag, 30. Okt.
Nachmittags 4 Uhr:
Volksvorstellung
bei kleinen Preisen:
Aus der Art geschlagen
Volks-Schauspiel in 4 Akten
von Johannes Weinold.
Abends 8¼ Uhr:
Im Pfarrhaus
Ernstes und Heiteres aus dem
Leben eines Dorfpfarrers in
3 Abteilungen
von Hans Werner.
Montag, 31. Okt. Abschiedsvorstellung.
(21099)
Letzte 3 Tage 1 Wg

Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
Nr. 115, Leitung H. Hauske
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der Kaſſe.
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Weltstadt-Programm
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Gräßn Autarströn
0 Große romant. Tragödie 6
Dieſer von den beſten deutſchen
Künſtlern dargeſtellte Film iſt in
ſeiner ſpannenden, abwechslungs=
reichen
Handlung und plaſtiſcher
Photographie ein Meiſterwerk
heimiſcher Kunſt.

Pathe. Jourat
Das Neueſte aus aller Welt.
Die Ereigniſſe in Portugal,
die Revolution u. ihre Folgen.
Familte Waterpoof in Parts.
Im Laufe dieſer köſtlichen, urkomi=
ſchen
Handlung werden uns die
ſchönſten Bauwerke der Seineſtadt
gezeigt.

Le Aim Gartt
Tragödie in Byzanz
Die junge ſchöne Kaiferin läßt
die Dynaſtie ſtürzen, um den
Mann ihres Herzens auf den
Thron ſetzen zu können. Doch
das Schickſal läßt ſie ihre Tat
ſchwer büßen, denn, ihrer bald
überdrüſſig, läßt ſie der neue
Herrſcher ins Kloſter ſtecken.

Musenm der Heracher
Urgelungener Bildhauerſcherz.
Das Berner Oberland
Herrliche Naturaufnahme

Koloriert
Kolortert
Fort mit den Männern!
oder: Die Schürzenrevolution.
Eine Perle köſtlichen Humors.

Zur geſt. Beachtung! Dieſer
prachtvolle Spielplan wird nur drei
Tage geführt, man ſäume daher
nicht, da am Dienstag ein neues
Programm beginnt. Die Direktion.

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Für Herren geöffnet
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Programm
zu dem am Samstag, den 29. Oktober
von 121 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der Ka=
pelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. Präſentier=Marſch des Regiments
Königs=Jäger zu Pferde Nr. 1½ von Richard
Strauß. 2. Ein Immortellenkranz auf
das Grab Lortzings, Fantaſie von Roſen=
kranz
. 3. Fackeltanz nach Motiven der Oper
Die Meiſterſinger von Nürnberg von C.
Eckert. 4. Ach, könnt ich die Welt dir
ſchenken, Lied von H. Clarenton. 5. Gold
und Silber Walzer von Frz. Lehär.
6. a) Teufelsmarſch von Frz. v. Suppé,
b) König Karl=Marſch von K. Unrath.
Sonntag, den 30. Oktober.
Von 11½12½ Uhr Konzert im Pla=
tanenhain
, ausgeführt von der Kapelle
des Heſſ. Inf.=(Leibgarde)=Regts. Nr. 115.
1. Der Eroberer Marſch von Schneider.
2. Vorſpiel zur Oper Die Meiſterſinger
von Nürnberg von Wagner. 3. Fantaſie
aus der Oper Don Juan von Mozart.
4. An der ſchönen blauen Donau, Walzer
von Strauß. 5. Schlummerliedchen von
Kockert. 6. Don Quixote, grotesker
Marſch von Rupprecht.

chlager-Programm!
Auf Verlangen:
Die weisse Skiavin.
Widerruf!
Auf eingeholte Erkundigung wurde
mir die Mitteilung, daß dieſer Film
zwar ein Tendenzfilm ſei, jedoch
Anlaß zu Aergerniſſen gibt, in
München einer abweiſenden poli=
zeilichen
Zenſur unterlag, und
daher in einem beſſeren Theater
nicht vorgeführt werden kann.
Statt deſſen der hochaktuelle Film:
Die
Revoldton
in Portugal!
Hur einige Tage!
nebſt dem übrigen ſehenswerten
Programm.

Bemerkung.
Bezugnehmend auf Obiges zur
gefl. Kenntnisnahme, daß der
Olympia-Kinematograph
niemals marktschreierische,
das Publikum irreführende
Beklame macht, ſondern, wie
bekannt,
vom Guten dus Beste!
bringt.
(21060

e
Darmstadt
Ernst-Ludwigstrasse 12,
Rheinstrasse 23.
Reiniguny von Damen, Herren-
Ju. Kinder-Garderobe, Spitzen,
Handschuhen, Decken, Vor-
hängen
, Teppichen etc.

(15496a

Großherzogliches Hoftheater.
Samstag, den 29. Oktober 1910.
Außer Abonnement.
Schüler= und Volks=Vorſtellung
bei ermäßigten Preiſen.
Der Kaufmann von Venedig.
Luſtſpiel in 5 Akten von Shakeſpeare,
überſetzt von A. W. Schlegel.
Spielleitung: Oberregiſſeur Valdek.

Perſonen:
Der Doge von Venedig .
Porzia, eine reiche Erbin .
Neriſſa, ihre Begleiterin . 7
Prinz von Marocco . . .

Prinz von Arragon .
Antonio, der Kaufmann
von Venedig
,

Baſſanio,
Solanio, deſſen
,
Solarino, Freunde .
.,
Graziano,)
.
Shylok, ein Jude

Jeſſika, deſſen Tochter . .
Tubal, Shylok’s Freund .
Lorenzo, Liebhaber der
Jeſſika
Der alte Gobbo

Hr. Knispel
Frl. Oſter
Frl. Gothe
Hr. Semmler
Hr. Jürgas
Hr. Heinz
Hr. Baumeiſter
Hr. Speiſer
Hr. Klotz
Hr. Weſtermann
Hr. Lehrmann
Frl. Prevoſt
Hr. Jordan
r. Schneider
Hr. Waaner

1910.

Lanzeiot, deſſn Sohn,
Shylok’s Diener
. Hr. Holler
Balthaſar, 1 Porzia’s
. Hr. Schwarze
Stephano, 1 Diener
. Frl. Reick
Leonardo, Baſſanio’s
Diener
. Hr. Feder
Ein Schreiber
. Hr. Ungibauer
Nach dem 3. Akte findet eine längere
Pauſe ſtatt.
Krank: Fräulein Geyersbach.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.
Ik.. Fremdenloge
2. Me., Balkonloge 2.
1. Rang
2. Mk., 2. Rang 1. M
Sperrſitz
1.50 Mk., Parterre 1. Mt.,
1. Galerie
40 Pfg., 2. Galerie 3. 9
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Anfang 7 Uhr. Ende 9¾ Uhr.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Sonntag, 30. Okt. 44. Ab.=Vorſt. D 12.
Neu einſtudiert: Hoffmann’s Er=
zählungen
. Große Preiſe. Anfana
6½ Uhr.
Montag, 31. Okt. 45. Ab.=Vorſt. A 11.
Zum erſten Male: Taifun. Schau=
ſpiel
in 4 Akten von Melchior Lengyel.
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 1. Nov. 46. Ab.=Vorſt. B 12.
Tiefland. Gr. Preiſe. Anf. 7 Uhr.

Sonntag, den 30. Oktober 1910.
44. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement D 12.
Neu einſtudiert:
Hoffmann’s Erzählungen.
Phantaſtiſche Oper in 3 Akten nebſt einem
Vor= und Nachſpiel, mit Benützung von
E. T. A. Hoffmann’s Novellen von Jules
Barbier. Muſik von Jaques Offenbach.
Muſikaliſche Leitung: Kapellmeiſter Kittel.
Spielleitung: Oberregiſſeur Valdek.

Perſonen:
Vorſpiel: In Lutter’s Keller zu Nürnberg.
Hoffmann.
. Hr. Hans Hacker
Niklaus
Frl. Howard
. Hr. Ungibauer
Lutter, Wirt. . . .
Nathanael,
Hr. Jahn
Studenten
Hermann,
Hr. Klotz
Studenten, Kellner.
Erſter Akt: Olympia.
Hoffmann.
. Hr. Hans Hacker
Niklaus.
. Frl. Howard
Coppelius, Brillenhändler Hr. Weber
Spalanzani, Prof der Phyſik Hr. Schwarze
Cochenille, deſſen Diener Hr. de Leeuwe
Olympia
Frl. Suchanek
Zweiter Akt: Giulietta.
Hoffmann.
. Hr. Hans Hacker
Niklaus
. Frl. Howard
Dapertutto, Kapitän.
. Hr. Weber
Schlemihl .
. Hr. Hönel
Pitichingceio.
. Hr. de Leeuwe
Giulietta
. Frl. von Sugh
Gäſte bei Giulietta, Tänzer u. Tänzerinnen.
Dritter Akt: Antonia.
Hoffmann.
. Hr. Hans Hacker
Frl. Howard
Niklaus.

Doktor Mirakel.
Ereſpel, Muſiker
Antonia, deſſen Tochter
Franz, deſſen Diener
Antonia’s Mutter
(Erſcheinung)

Hr. Weber
Hr. Riechmann
Hr. de Leeuwe
Fr. Ritter

Nachſpiel: In Lutter’s Keller zu Nürnberg.

Hoffmann:
Niklaus.
Lutter .
Nathangel.
Hermann .
Studenten,

Kellner.

Dr. Hans Hacker
Frl. Howard
Hr. Ungibauer
Hr. Jahn
Hr. Klotz

** Antonia . . Fr. Paula de Leeuwe, a. G
Nach dem 1. und 2. Akte findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1.6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2. Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 4. Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Kartenverkauf von 111 Uhr und von
5½ Uhr an.
Anfang 6½ Uhr Ende 9¾ Uhr.
Vorverkauf
von 111 Uhr für die Vorſtellungen:
Montag, 31. Okt. 45. Ab.=Vorſt. A 11.
Zum erſten Male: Taifun Schau=
ſpiel
in 4 Akten von Melchior Lengyel.
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 1. Nov. 46. Ab.=Vorſt. B 12.
Tiefland. Gr. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Mittwoch, 2. Nov. 47. Ab.=Vorſt. C 12.
Zum erſten Male wiederholt: Taifun.
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.

Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 3. Nov. 48. Ab.=Vorſt. D 13.
Der Bajazzo hierauf: Brüderlein
fein. Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Die Erhebung der 2. Rate des Abonnements=
geldes
für die Spielzeit 1910/11 findet
Dienstag, den 1. bis Donnerstag, den
3. Nov. 1910, nachmittags von 35 Uhr, ſtatt
Zahlſtelle: Veſtibüle im Hof=Theater.
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten,
die erhaltenen Zettel bei der Zahlung zur
Quittierung vorlegen zu wollene

[ ][  ]

Seite 42

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 29, Oktober 1910.

Nummer 254.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
85 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 21. Okt.: dem Oberkellner Heinrich
Henkel, Mauerſtr. 14, eine T. Sophie Eliſabeth. Am
18.: dem Polizeiwachtmeiſter Anton Ludwig, Rhein=
ſtraße
28, ein S. Hans Heinrich. Am 24.: dem Straßen=
reiniger
Emil Lauer, Kiesſtr. 16. eine T. Johannette
Margarete. Am 20.: dem Profeſſor an der Techn. Hoch=
ſchule
, Dr. Jakob Horn, Soderſtr. 112, ein S. Hans
Konrad Hermann. Am 21.: dem Herrſchaftsdiener Guſtav
Schade, Hochſtr. 27 eine T. Anna Marie Katharine
Ingeborg. Am 22.: dem Kellner Kurt Schulze, Wie=
nersſtr
. 68, ein S. Hermann Kurt. Am 25.: dem Großh.
Hoflakei Friedrich Möller, Hügelſtr. 65, eine T. Anna
Eliſabeth. Am 26.: dem Taglöhner Johannes Ritt=
ſcher
, Gardiſtenſtr. 35, eine T. Käthchen Eliſabeth Mar=
gerete
. Am 25.: dem Gardeunteroffizier Wilhelm
Ganß, Müllerſtr. 35, ein S. Wilhelm Rudolf.
Aufgebotene. Am 25. Okt.: Schuhmacher Heinrich
Krug, Gießen, mit Einlegerin Katharina Eva Roth,
ebendaſelbſt. Bierfahrer Guſtav Hey in Roth bei
Fladungen mit Hedwig Philippine Sopp, Oberwald=
behrungen
, Bezirksamt Mellſichſtadt. Fabrikarbeiter
Johannes Gölz, Fahrenbach, mit Eva Katharina
Jakob, Birkenau. Fabrikarbeiter Simon Dietrich,
Nieder=Liebersbach, mit Fabrikarbeiterin Barbara Chri=
ſtina
Nolde, Weinheim. Am 26.: Schloſſer Jakob
Guſtav Bückner, Landwehrſtr. 39, mit Dienſtmädchen
Katharine Barbara Seemann, Griesheim. Sergeant
Wilhelm Heinrich Glanz hier mit Luiſe Lamp=
mann
, Büdingen. Am 27.: Zuſchläger Peter Moritz
mit Wilhelmine Jordann, beide Koſtheim. Stuhl=
macher
Heinrich Bernhard Tiedjen, Weinheim, mit
Barbara Tritſch, Birkenau. Bauer Karl Michael
Reber, Streithag, Gemeinde Geißelhardt, mit Dienſt=
magd
Roſine Pauline Kircher, Gailsbach, Gemeinde
Mainhardt.
Geſtorbene. Am 24. Okt.: Maſchinenfabrikant Aug.
Albrecht Buſchbaum, 67 J., ev., Aliceſtr. 19. Lackierer
Ferd. Wilh. Schäfer, 46 J., ev., Holzſtr. 23. Am 25.:
Gertrude Meyer, geb. Fernkopf, 75 J., kath., Wein=
bergſtr
. 17. Am 26.: Zigarrenmacher Gg. Schmidt,
58 J., ev., Stiftſtr. 35. Am 25.: Roſalie Roſenburg,
geb. Adlerſtein, Wwe. d. Privatiers, 80 J., isr., Alice=
ſtraße
10. Am 26.: Gendarm i. P. Peter Schaffnit,
60 J., ev., Kiesſtr. 47. Am 27.: Rentner Föch. Horn,
60 J., kath., Kirchſtr. 14. Am 26.: Juſtizrat Dr. Max
Mayer, 55 J., isr., Aliceſtr. 18. Eliſe Dieter, geb.
Scholl, Ehefr. des Formers, 24 J., ev., Arheilgen. Pri=
vatier
Karl Brand, 54 J., ev., Ohlyſtr. 37.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
85 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 16. Okt.: dem Schreiner Ludwig
Dillmann, Sandbergſtr. 38, e. S. Ernſt. Am 9.: ein un=
ehelicher
Sohn Rudolf. Am 11.: dem Friſeur Julius
Baas, Weinbergſtr. 26, e. T. Roſa. Am 12.: dem Fuhrmann
Ludwig Ganßmann, Weinbergſtr. 14, e. T. Johanna.
Dem Kaufmann Hermann Knoll, Mathildenſtr. 9, e. T.
Anna Margareta. Am 18.: dem Kaufmann Albert
Feuchtwanger, Hochſtr. 68, e. T. Elſe Roſa. Am 17.: dem
Diener Hermann Karl Ludwig Kröger, Neue Nieder=
ſtraße
11, e. S. Walther. Dem Schneider Heinrich Auguſt
Steinmetz, Moosbergſtr. 53, e. T. Franziska Eliſabeth.
Am 20.: dem Bäcker Friedrich Schmunk, Beſſungerſtr. 66,
Zwillingstöchter Katharina und Konradine. Am 18.: dem
Zeugfeldwebel Friedrich Wilhelm Krauſe, Moosberg=
ſtraße
63, e. T. Lieſelotte Amalie Luiſe. Am 22.: dem
Sergeanten im Feld=Art.=Regt. Nr. 25 Leonhard Rauth,
Heidelbergerſtr. 38, e. S. Kurt Georg Leonhard. Am 25.:
dem Former Jakob Schuchmann, Heidelbergerſtr. 104,
e. T. Sophie Eliſabeth. Am 23.: dem Forſtaufſeher Wil=
helm
Aßmus, Beſſungerſtr. 103, e. S. Dem Maurer
Daniel Dillmann, Forſtmeiſterſtr. 5, e. T. Erna Mar=
gareta
. Am 20.: dem Uhrmacher Emil Heinrich
Kehmptzow, Karlſtr. 115, e. S. Emil Franz.
Aufgebotene. Am 14. Okt.: der Metzger Georg
Heyer, Ludwigshöhſtr 9, mit Emma Eva Fey, Heidel=
bergerſtr
. 68. Am 17.: der Schreinermeiſter Friedrich
Hühnergarth, Schießhausſtr. 49, mit Eliſabetha Egly
zu Hetzbach i. O.
Eheſchließungen. Am 15. Okt.: der Kaufmann Chri=
ſtian
Philipp Karl Köhler, Herderſtr. 9, mit Eliſabeth
Dorothea Luiſe Becker, Beſſungerſtr. 108. Der Bürger=
meiſterei
=Sekretär Wilhelm Haus, Forſtmeiſterſtr. 14,
mit Klara Helene Eliſabetha Anna Irene Amalie
Pfadler, Karlſtr. 119. Am 22.: der Kutſcher Heinrich
Schnur, Annaſtr. 31, mit Margareta Baumunk zu
Bickenbach a. d. B.
Sterbefälle. Am 18. Okt.: der Kanzleirat Johann
Ernſt Fink, 60 J., ev., Steinackerſtr. 6. Am 20.: die
Privatin Auguſte Luiſe Hedwig Brumhard, 69 J., ev.,
ledig, Martinſtr. 30. Am 22.: Suſanna Katharina Helene
Meyer, T. d. Monteurs, 3 Mon., kath., Heidelberger=
ſtraße
40. Marie Günther, geb. Beſt, Witwe des Guts=
beſitzers
, 82 J., ev., Annaſtr. 4. Am 23.: der Prokuriſt der
Bank für Handel und Induſtrie Georg Philipp Julius
Koelſch, 61 J., ev., Mathildenſtr. 48. Am 25.: der Großh.
Miniſterialrat, Geheimerat Karl Pückel, 67 J., ev.,
Heerdweg 93. Johann Wilhelm Blumenſtein, S. d.
Oberfeuerwerkers, 2 Mon., ev., Moosbergſtr. 24. Am 22.:
dem Fuhrunternehmer Wilhelm Huhn, Ludwigshöh=
ſtraße
28, ein totgeborener Knabe.
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F 5 an die Exp. ds. Bl.
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Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
23. Sonntag nach Trinitatis, den 30. Oktober 1910
Hoſkirche: Samstag, den 29. Oktober, abends 6 Uhr
Beichte. Sonntag, den 30. Oktober, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heil. Abendmahls. Mittwoch, den 2. Nov.,
abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Weiß=
gerber
. Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Velte. Nachmittags um 5 Uhr: Kirchen=
konzert
.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Vogel.
Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
4. November, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. Vormittags
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule.
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Correvon=Frankfurt am Main. Jahresfeſt des
Chriſtlichen Vereins Junger Männer
Wartburg Kollekte für den Verein. Vormittags
11½ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk. Pfarrer
Widmann. Um 6 Uhr: Pfarrer Widmann.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Knöpp. Vorm. 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Jahresfeſt des
Evangeliſchen Arbeiter= und Handwerker=
vereins
in Darmſtadt. Kollekte für den Unter=
ſtützungsfonds
des Vereins. Vormittags 10 Uhr:
Pfarrer Walz. Vormittags 11 Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Pfarrer Walz. Abends um 6 Uhr: Ober=
hofprediger
Ehrhardt.
Gemeindehaus Hofgartenſtr. 8: Mittwoch,
den 2. Nov., abends 8 Uhr: Miſſionsſtunde. Miſſionar
Weismann.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Rückert. Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 30. Okt.,
vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Miſſionar
Oeſterling. Abends 8 Uhr: Blaukreuzver=
ſammlung
. Mittwoch, den 2. November, abends
8¼ Uhr, in der Stadt Pfungſtadt: Vortrag von
Herrn Pfarrer Veller über: Was dünkt Euch um
Chriſtus? Weſſen Sohn iſt er? Jedermann
iſt herzlich eingeladen. Eintritt frei. Donnerstag keine
Verſammlung.
Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 30. Oktober,
vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehaus der evan=
geliſchen
Johannesgemeinde, Kahlertſtraße 26: Gottes=
dienſt
und Gelegenheit zum Empfang des heil. Abend=
mahls
. Herr Pfarrer Ullmann aus Heßloch.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Waptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 30. Oktober, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmit=
tags
4 Uhr: Predigt. Eintritt iſt jedermann geſtattet.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
29. Oktober, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. Um ½7 Uhr: Roſen=
kranzandacht
.
24. Sonntag nach Pfingſten, den 30. Oktober 1910
Kollekte für den St. Raphael=Verein
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe und Roſenkranzandacht.
Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion.
Um 8 Uhr: heil. Meſſe. Um ½10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. Nachmit=
tags
um 3 Uhr: Armenſeelenandacht für die Abge=
ſtorbenen
der Gemeinde. Um 4 Uhr: Vortrag für
die Jugend=Abteilung der Jungfrauen=Kongregation.
Um 4½ Uhr: Verſammlung der Jungfrauen= Kongre=
gation
. Um 4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim.
Um 6 Uhr: Herz=Mariä=Bruderſchaftsandacht mit
Predigt. Montag, abends um ½7 Uhr: Roſenkranz=
andacht
.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte. Um 6 und um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf d. Exerzierplatz Sing=Meſſe m. Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 29. Oktober, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 30. Oktober 1910
Vorm. von ¾6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachmit=
tags
um 2 Uhr: Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den 29. Ok=
tober
, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.

24. Sonntag nach Pfingſten, den 30. Oktober 1910
Kollekte für den St. Raphael=Verein
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Armenſeelen=
Andacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 29. Okt., abends
um 5 Uhr: Beichte.
24. Sonntag nach Pfingſten, den 30. Oktober 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. Während der Woche vormittaas um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 24. Sonntag nach Pfingſten,
den 30. Oktober, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
The English Church (Hofkirche)
Divine Service
on Sunday the 30d of October 1910
23d Sunday after Trinity
at 4,00 p. m.
Rev. Canon Me Lulick, Chaplain at Homburg v. d. H.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 20. Okt.: Dem Hilfsarbeiter am
ſtädtiſchen Elektrizitätswerk Georg Hotz T. Barbara, geb.
29. Sept. 23. Okt.: Dem Metzger Johannes Hofmann
S. Jean Heinrich, geb. 24. Sept. Dem Kutſcher Juſtus
Weigel S. Lorenz, geb. 6. Okt. 16. Okt.: Dem Ofenſetzer
Karl Konrad Kienzle T. Emilie Emma, geb. 8. Sept.
23. Okt.: Dem Fahrburſchen Jakob Neff S. Johann, Peter
geb. 2. Okt. 17. Okt.: Dem Taglöhner Adam Mark T.
Frieda, geb. 21. März. Dem Kontoriſten Karl Philipp
Herling S. Willi, geb. 7. Aug. 20. Okt.: Dem Schuh=
macher
Johann Jakob Pfeiffer T. Marie Eliſabeth, geb.
18. Sept. 23. Okt.: Dem Taglöhner Konrad Laber S.
Heinrich Georg, geb. 29. Aug. Dem Fahrburſchen
Leonhard Menges T. Marie, geb. 4. Okt.
Johannesgemeinde: 23. Okt.: Dem Vorzeichner
Wilhelm Knapp T. Eva Katharine, geb. 30. Sept. Dem
Fabrikarbeiter Adam Vollrath S. Johann Adam, geb.
19. Sept. Dem Eiſendreher Heinrich Gimbel T. Katharine,
geb. 30. Aug. Dem Schreiner Peter Müller T. Eliſabeth,
geb. 11. Sept. Dem Schneider Johann Gehron S.
Albert Leonhard, geb. 17. Sept. Dem Kaufmann Oskar
Lange S. Paul Heinrich Jakob, geb. 14. Mai zu Frank=
furt
a. M.
Martinsgemeinde: 23. Okt.: Dem Labora=
toriumsgehilfen
Ferdinand Fleiſchhacker S. Georg Ludwig,
geb. 24. Sept. Dem Buchdrucker Friedrich Jean Fleury
S. Erich Karl Friedrich, geb. 30. Sept.
Paulusgemeinde: 23. Okt.: Dem Gärtner
Emil Horlacher S. Hans Karl Ludwig Emil, geb. 30. Sept.
Dem Fabrikarbeiter Chriſtian Noldt S. Friedrich Chriſtian,
geb. 7. Okt.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 8. Okt.: Finanzaſpirant Ernſt
Friedrich Hille und Wilhelmine Charlotte Büttner.
22. Okt.: Schmied Wilhelm Grimm und Wilhelmine
Jäger. 8. Okt.: Kontrolleur im Maſchinenbau Wilhelm
Schmidt und Helene Mohr. 15. Okt.: Lehrer Philipp
Auguſt Heldmann in Trebus und Anna Eliſabetha
Margaretha Jakoby. Reſervelokomotivführer Johannes
Hönig und Margarethe Heyland. 17. Okt.: Kontoriſt
Karl Philipp Herling und Luiſe Wildhack. 23. Okt.:
Bäcker Auguſt Müller u. Marie Margarethe Eudemüller.
Johannesgemeinde: 23. Okt.: Inſtallateur
Georg Frank und Eliſabeth Roth von hier. 27. Okt.:
Glasſchleifer Franz Schmitt und Eliſabeth Arheilger von
hier.
Martinsgemeinde: 15. Okt.: Zu Gießen,
Regiſtrator Heinrich Kammer, dahier und Henriette
Adolfine Eliſabeth Marie Luiſe Nagel. 23. Okt.: Kauf=
mann
Joh. Georg Friedrich Hotz, und Chriſtiana Anna
Börger.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 13. Okt.: Helene Burkhardt,
geb. Strauch, Witwe, 72 J., ſtarb 11. Okt. 19. Okt.: Eva
Eliſabethe Heppenheimer, geb. Beilſtein, 33 J., ſtarb
15. Okt. Marie Eliſabethe Heppenheimer, 9 J., ſtarb
15. Okt. 25. Okt.: Marie Dreher, 3¾ J., ſtarb 23. Okt.
(eingeſegnet). 27. Okt.: Lackierer Ferdinand Schäfer, 46 J.,
ſtarb 24. Okt. 7. Okt.: Anguſte Zierfuß, geb. Erb, Ehe=
frau
des Muſikalienhändlers Ferdinand Zierfuß, 24 J.,
ſtarb 4. Okt. 16. Okt.: Charlotte Müller, geb. Oswald,
Ehefrau des Gerichtsvollziehers i. P. Kaspar Müller zu
Gießen, 54 J., ſtarb 14. Okt. 19. Okt.: Büroaſſiſtent Peter
Bickelhaupt, 41 J., ſtarb 17. Okt.
Johannesgemeinde: 23. Okt.: Wilhelm Hed=
derich
, S. des verſtorb. Wirts Friedr. Hedderich, 10 J.,
ſtarb 20. Okt. 26. Okt.: Schuhmachermeiſter Wilhelm
Lang, 71 J., ſtarb 24. Okt.
Martinsgemeinde: 21. Okt.: Anna Marie
Nachtigal, geb. Schrepp, Witwe d. Hoftheaterbeleuchtungs=
gehilfen
Karl Ludwig Nachtigal, 88 J., ſtarb 19. Okt.
25. Okt.: Alice Firchow, geb. Götz, Ehefrau des Gärtners
Albert Firchow, 38 J., ſtarb 23. Okt. Lackierer Johann
Adam Dietz, 24 J., ſtarb 23. Okt.
Paulusgemeinde: 21. Okt.: Kanzleirat ErnſtJoh.
Fink, 60 J., ſtarb 18. Okt. 23. Okt.: Privatin Hedwig
Brumhard, 69 J., ſtarb 20. Okt. 24. Okt.: Marie Günther,
geb. Beſt, Witwe des Gutsbeſitzers Theodor Günther,
82 J., ſtarb 22. Okt. (Einſegnung). 25. Ok.: Lehrer i. P.
Ludwig Reichmann, 70 J., ſtarb 22. Okt. in Eberſtadt.
Prokuriſt der Bank für Handel und Induſtrie Julius
Kölſch, 61 J., ſtarb 23. Okt. 27. Okt. Vortragender Rat
m Juſtizminiſterium Geheimerat Karl Pückel, 67 J.,
tarb 25. Okt.

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