173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
N 242.
Samstag, den 15. Oktober.
1910.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Lortſetzung des Budgetſtreits.
C Man ſchreibt uns: Der Budgetſtreit wird
in der ſozialdemokratiſchen Preſſe munter
fortgeſetzt, nachdem, wie bemerkt, das Zentralorgan der
ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaftsleitung ſich ſchroff gegen
die Magdeburger Mehrheit gewandt und dringend davor
gewarnt hat, durch blinde Durchſetzung des
Mehrheits=
beſchluſſes die Einheit der Partei aufs Spiel zu ſetzen. Der
reviſioniſtiſchen Dresdener Volkszeitung, die ſich dem
Mag=
deburger Beſchluß unterworfen hat, geht die „
Schwarz=
malerei” des Gewerkſchaftsorgans zu weit, ſie ermahnt
jedoch die Parteipreſſe, das Gewerkſchaftsorgan „nicht
allzu tragiſch” zu nehmen In gewiſſem Sinne befolgt
der Vorwärts dieſen Rat. Denn er ſchwächt die
Trag=
weite der Warnung des Gewerkſchaftsorgans nach
Mög=
lichkeit dadurch ab, daß er in ihr nicht die Anſicht der
geſamten Generalkommiſſion, ſondern lediglich die
Privat=
meinung ihres Redakteurs erblickt, „der in ſeiner
Vorein=
genommenheit für reviſioniſtiſche Beſtrebungen ſich der
Konſequenzen ſeiner eigenen Aeußerungen für die
gewerk=
ſchaftliche und parteipolitiſche Diſziplin wohl kaum bewußt
geworden iſt”. Indem der Vorwärts aber gleichzeitig
ein=
zelne Gewerkſchaftsblätter gegen das gewerkſchaftliche
Zentralorgan ausſpielt, verrät er deutlich, wie ernſt er
deſſen Warnung nimmt. Das Verfahren des Vorwärts
dürfte die einzelnen Gewerkſchaftsblätter, deren wichtigſte
ſich bisher mit der Stellungnahme zum Budgetſtreit
kei=
neswegs beeilt haben, vermutlich noch vorſichtiger machen.
Im übrigen kann ſich der Vorwärts einſtweilen wohl auf
den Tabakarbeiter und die Holzarbeiterzeitung als
Anhän=
ger der Magdeburger Mehrheit berufen, die Fachzeitung
für Schneider und Wäſchearbeiter aber beurteilt gleich dem
gewerkſchaftlichen Zentralorgan — bei aller Mißbilligung
des badiſchen „Diſziplinbruchs” — die Budgetfrage nicht
als eine ſolche des Prinzips, ſondern der Taktik und hält
die heutige Stellungnahme der Partei nicht für endgültig.
Daß in den Sozialiſtiſchen Monatsheften dem
Magde=
burger Mehrheitsbeſchluß widerſprochen wird, iſt
ſelbſt=
verſtändlich. Dies geſchieht jedoch teilweiſe mit einer
Schärfe, die über demokratiſche Lieblingsvorſtellungen
rück=
ſichtslos hinweggeht. „Genoſſe” Bernſtein z. B. ſchreibt,
daß auch von Mehrheiten gelte, was der ſchottiſche
Volks=
ſänger den Fürſten in den Verſen zuruft: „Ein Fürſt
kann Titel wohl verleihn mit Ritter, Graf und alledem —
Für den braven Mann iſt er zu klein, den ſchafft er nicht,
trotz alledem.” Auch „Genoſſe‟ Dr. Bloch bezeugt der
ra=
dikalen Mehrheit das Gegenteil von Hochachtung, wenn
er auseinanderſetzt, daß ihr mit Logik der Beweisführung
allein nicht beizukommen ſei Der weſentlich auf der
In=
telligenz beruhende ſozialiſtiſche Reformismus müſſe auch
auf einen ſtarken Willen — und Gefühlsinhalt Bedacht
nehmen. Da ihm hierbei die revolutionäre Phraſeologie
keine Hilfe gewähre, ein plötzlicher Sieg der Vernunft
aber ausgeſchloſſen ſei, müſſe er Schritt für Schritt
Ar=
beitsterrain erobern.
So erhält der Budgetſtreit von allen Seiten neue
Nahrung.
Die Konkurrenzklauſel.
* Die Reichsregierung hatte in Ausſicht
ge=
nommen, im nächſten Winter die Frage der
Konkurrenz=
klauſel für kaufmänniſche und gewerbliche Angeſtellte durch
zwei Novellen zum Handelsgeſetzbuch und zur
Gewerbe=
ordnung neu zu regeln. Um die in den beteiligten Kreiſen
beſtehenden Wünſche kennen zu lernen, hatte das preußiſche
Miniſterium für Handel und Gewerbe die
Handelskam=
mern und die Kaufmannsgerichte zu einer
Begut=
achtung von Vorſchlägen aufgefordert, die
zwi=
ſchen der Reichsregierung und den verbündeten
Regie=
rungen vereinbart waren, und die auf dem Grundſatz der
bezahlten Karenzzeit beruhten. Nachdem die überwiegende
Zahl der Gutachten eingegangen war, haben inzwiſchen
wieder kommiſſariſche Beratungen der
beteilig=
ten Reſſorts ſtattgefunden.
Die Tägliche Rundſchau ſchreibt hierzu: Man darf
heute als ſicher annehmen, daß es nicht mehr
mög=
lich ſein wird, in der bevorſtehenden letzten Seſſion
der laufenden Legislaturperiode die
geplan=
ten Novellen zu verabſchieden. Deswegen dürfte
man auch darauf verzichten, ſo wichtige Vorlagen im
Reichstage kurz vor Toresſchluß einzubringen. Denn die
Auffaſſungen über die Zweckmäßigkeit der
Konkurrenz=
klauſel, ihre Dauer und die Höhe der dafür zu
gewähren=
den Entſchädigungen gehen ſo weit auseinander, daß noch
gar nicht abzuſehen iſt, wie eine Verſtändigung
herbei=
geführt werden kann. Einige große Induſtrien, wie die
chemiſche, ſtimmen dem Grundſatz der bezahlten Karenzzeit
faſt uneingeſchränkt zu; andere lehnen ihn grundſätzlich ab.
Es ergibt ſich eben aus den Gutachten, daß die Bedürfniſſe
der einzelnen Induſtrien in dieſer Beziehung ſo
außer=
ordentlich verſchieden ſind, daß eine einheitliche
Re=
gelung große Schwierigkeiten verurſacht. Für
die kaufmänniſchen Angeſtellten wird überwiegend die
Be=
ſeitigung jeder Konkurrenzklauſel gefordert. Es wird
daher noch ſehr gründlicher Vorarbeiten unter
Hinzuzieh=
ung von Vertretern der beteiligten Kreiſe bedürfen, um
feſtzuſtellen, nach welcher Richtung eine Abänderung der
Beſtimmungen im Handelsgeſetzbuch und in der
Gewerbe=
ordnung möglich iſt.
Die Vorſchläge der Regierung gehen dahin,
daß ein Ausgleich zwiſchen den Intereſſen des
Prin=
zipals und denjenigen des Angeſtellten erreicht werden
muß, indem dem Angeſtellten für die Beſchränkung, die ihm
das Konkurrenzverbot auferlegt, ein Anſpruch auf eine
angemeſſene Entſchädigung zugeſtanden wird, die im erſten
Jahr nach ſeiner Entlaſſung mindeſtens ein Viertel, für
das zweite Jahr ein Drittel und für das dritte Jahr das
volle, zuletzt bezogene Gehalt beträgt. Dabei ſoll für
Hand=
lungsgehilfen das Konkurrenzverbot auf drei Jahre
be=
ſchränkt werden, während für techniſche Angeſtellte eine
zeitliche Beſchränkung nicht in Ausſicht genommen iſt.
Die=
ſelben Grundſätze der bezahlten Karenzzeit ſollen auch
An=
wendung finden, wenn der Angeſtellte ſich einem
Schweige=
gebot unterwirft, ohne daß ihm der Eintritt in ein
Kon=
kurrenzunternehmen verwehrt iſt.
Zum Streik der franzöſiſchen Eiſenbahner.
** Das Vorgehen der franzöſiſchen
Re=
gierung gegen die ſtreikenden Eiſenbahner iſt nicht
nur wegen der aufgebotenen Energie, ſondern auch aus
politiſchen Gründen allgemeinſter Natur ſehr
bemerkens=
wert. Mutet es doch wie eine Ironie der Geſchichte an,
daß ein republikaniſch=ſozialiſtiſches Regiment zu
Maß=
nahmen der getroffenen Art ſich entſchließt Der
Miniſter=
präſident Briand und der Eiſenbahnminiſter Millerand
ſind Sozialiſten, die in ihrer Agitatoren=
Vergangen=
heit für radikale Freiheitsrechte oft genug geſchwärmt
haben. Als verantwortliche Staatsbeamte ſehen ſie ſich
jetzt genötigt, das „revolutionäre” Treiben
der Eiſenbahner mit den ſchärfſten
Abwehr=
maßregeln zu beantworten! Die Verhaftung der
Streikführer und die Stellung der Streikenden unter
Militärrecht ſind die einſchneidendſten Mittel von der
Welt, ſie könnten im „militariſtiſchen” Preußen kaum in
ſchärferer Form zur Anwendung gelangen. Kein Wunder
daher, daß die ſozialdemokratiſche Preſſe die Miniſter
Briand und Millerand an ihre agitatoriſche
Vergangen=
heit erinnert und aufs heftigſte angreift. Die
internatio=
nale Sozialdemokratie ſollte an der Praxis zweier
Staats=
männer, die aus ihrem eigenen Schoße hervorgingen, von
neuem lernen, daß bittere
Staatsnotwendig=
keiten mit zwingender Gewalt radikalen
Theorien vorgehen. Die Geſamtheit ſtaatlicher
Intereſſen kann dem Klaſſenintereſſe eines einzelnen
Stan=
des nicht aufgeopfert werden, ſolange eine Regierung
neben der Einſicht die Tatkraft beſitzt, das nationale
Ge=
ſamtintereſſe zu wahren.
Bei einem Bankett der Syndikatskammern in Paris
hielt der Handelsminiſter Dupuy eine Rede, in
der er ſagte: Der gegenwärtige Ausſtand iſt kein Zwiſt
zwiſchen Kapital und Arbeit, ſondern eine
revolutio=
näre Kundgebung. Es gibt gar keine andere Löſung
als Nachgeben oder Widerſtehen. Nachgeben, hieße die
Anarchie fördern; Widerſtehen, das heißt die Rechte
des Landes und die Sicherung ſeiner Bürger ſchützen.
Dieſe Revolte iſt für ein ziviliſiertes Land beklagenswert
und demütigend. Seien Sie aber überzeugt, daß die
Re=
gierung ihre Pflicht getan hat und mit Hilfe der Geſetze
auch bis zu Ende erfüllen wird.
Die meiſten Pariſer Blätter ſtellen mit Befriedigung
feſt, daß der Eiſenbahnerausſtand keinerlei Fortſchritte
ge=
macht hat, und geben der Ueberzeugung Ausdruck, daß dies
hauptſächlich der Energie der Regierung zu danken ſei.
Die radikale Preſſe ermutigt das Miniſte=
rium zu weiterem tatkräftigen Vorgehen
und verlangt, daß das Miniſterium eventuell auch gegen
den allgemeinen Arbeiterverband
ein=
ſchreite (!), falls dieſer den Eiſenbahnerſtreik zu
irgend=
welchen Treibereien benutzen ſollte. Gerüchtweiſe
ver=
lautet, daß die Regierung die Möglichkeit ins Auge gefaßt
habe, die Rädelsführer und Anſtifter des Streiks vor den
Staatsgerichtshof zu ſtellen unter der Anklage des
Kom=
plotts gegen die Sicherheit des Staates.
In Regierungskreiſen macht ſich übrigens
betreffs des Eiſenbahnerſtreiks eine beruhigtere
Auffaſſung bemerkbar, insbeſondere wird ein von
dem Ausſtandskomitee an Briand gerichtetes Schreiben,
in welchem dasſelbe ſeine Bereitwilligkeit zu einer
Unter=
redung mit dem Miniſterpräſidenten und den
Bahndirek=
toren bekanntgibt, als ein Anzeichen dafür angeſehen, daß
die Eiſenbahner ſelbſt nunmehr wenig Hoffnung
auf einen Erfolg der Ausſtandsbewegung
haben. Miniſterpräſident Briand erklärte einem
Bericht=
erſtatter, das Miniſterium wiſſe, daß die ungeheure
Mehr=
heit der Bahnbedienſteten für die gegenwärtigen
Vor=
kommniſſe nicht verantwortlich gemacht werden könnte,
und er ſei nach wie vor bereit, alle Verſuche zu einer
güt=
lichen Löſung des Zwiſchenfalls zu fördern.
Deutſches Reich.
— „Reichstagswahlen Oktober 1911.‟ In
der vorigen Woche verzeichneten wir die Meldung, daß
ent=
gegen der von der Sozialdemokratie zu
Agitations=
zwecken ausgeſprengten Nachricht von Neuwahlen im
Sommer 1911 ſolche Neuwahlen für den Reichstag erſt für
den Oktober 1911 zu erwarten ſeien. Gleichzeitig ſind jetzt
zwei ſüddeutſche Blätter, die Straßburger Poſt und die
Karlsruher Zeitung, in der Lage, mitzuteilen, daß ſie von
zuverläſſiger Seite erfahren haben, die amtlichen Akten
über die „Reichstagswahlvorbereitungen” im Reichsamt
des Innern trügen den Vermerk „Reichstagswahlen Oktober
1911‟. Alles in allem wird man alſo wirklich damit
rech=
nen können, daß die Abſichten der Regierung auf
Neu=
wahlen im Oktober 1911 gehen
— Die Koſten für die Kronprinzenreiſe.
Durch eine Reihe von Blättern läuft die Nachricht, daß
über die Bewilligung einer Summe von 300000 Mark
aus Reichsmitteln für die Reiſe des Kronprinzen nach
Oſtaſien zwiſchen den in Frage kommenden Behörden
Meinungsverſchiedenheiten ausgebrochen ſeien. Die Köln.
Ztg. kann auf Grund zuverläſſiger Erkundigungen
feſt=
ſtellen, daß von Anfang an in Ausſicht genommen war
und daran feſtgehalten worden iſt, den Hauptteil der
Ko=
ſten aus den eigenen Mitteln der Krone zu beſtreiten. In
Frage kommt nur, inwieweit beſondere
Repräſentations=
koſten, die durch die Stellung des Kronprinzen des
Deut=
ſchen Reiches entſtehen, auf den kaiſerlichen
Dispoſitions=
fonds zu übernehmen ſind. Dabei kann es ſich aber nur
um eine Summe handeln, die hinter der oben angegebenen
weit zurückbleibt.
— Der Poſten des zweiten
Vizepräſiden=
ten im Reichstage, der durch den Rücktritt des Erb=
Prinzen Hohenlohe=Langenburg erledigt iſt, ſoll dem
Ver=
nehmen nach, der Reichspartei überlaſſen und auch von
dieſer beſetzt werden. Die Nationalliberalen lehnen eine
Vertretung im Reichstagspräſidium ab. Die
Stellung=
nahme der Nationalliberalen iſt dieſelbe wie früher.
— Die Reichstagskommiſſion für die
Reichsverſicherungsordnung nahm nach
län=
gerer Diskuſſion unter Ablehnung geſtellter Anträge mit
18 Stimmen die Beſtimmung der Regierungsvorlage an,
nach der die Verſicherungsanſtalt mindeſtens ein Viertel
des Vermögens in Anleihen des Reiches oder der
Bun=
desſtaaten anlegen muß. Die gleiche Beſtimmung wurde
für die Sonderanſtalten eingefügt.
— Das Geſetz über die Hausarbeit. Die
im Februar dieſes Jahres eingebrachte Vorlage, die
be=
kanntlich einen Teil des im Jahre 1907 vorgelegten
Ent=
wurfes eines Geſetzes zur Abänderung der
Gewerbeord=
nung darſtellt, iſt im Frühjahr in der Kommiſſion
durch=
beraten und kann daher nach dem Wiederzuſammentritt
des Reichstages zur zweiten Leſung kommen, ſobald der
noch ausſtehende Bericht über die Kommiſſionsberatungen
erſtattet iſt. Das Zuſtandekommen der Vorlage wird
aber davon abhängen, ob über die Frage der Lohnämter
eine Verſtändigung zwiſchen der Reichsregierung und der
Mehrheit des Reichstages zu erzielen iſt. Die Kommiſſion
hat ebenſo wie bei der Beratung der Bekämpfung von
Mißſtänden in der Hausinduſtrie im Rahmen der Ge=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Nummer 242.
werbeordnung im Winter 19070) die Errichtung von
Lohnämtern in den Entwurf hineingeſetzt, welche die
Min=
deſtlöhne für die einzelnen Zweige der Hausinduſtrie
feſt=
ſtellen ſollen. Dieſer Forderung ſteht die Reichsregierung
unbedingt ablehnend gegenüber, weil ſie jede ſtaatliche
Einmiſchung in Lohnfragen grundſätzlich verwirft. Die
Kommiſſion beruft ſich für ihren Standpunkt auf das
Vorbild von England, wo tatſächlich für einige wenige
Zweige der Hausinduſtrie Lohnämter beſtehen. Jedoch
liegen hierüber einmal noch keine ausreichenden
Erfahrun=
gen vor und andererſeits ſind die Verhältniſſe gerade in
dieſen Induſtriezweigen ſo eigenartig, daß eine
Verallge=
meinerung der für ſie getroffenen Einrichtungen nicht
an=
gängig iſt. Die Reichsregierung ſteht auf dem
Stand=
punkt, daß, falls für die Hausinduſtrie Loß imter
zuge=
ſtanden würden, ſolche auch für die Grozinduſtrie kaum
zu verweigern wären. Sie dürfte daher eher das
Zu=
ſtandekommen der Vorlage ſcheitern laſſen, als in dieſem
Punkt nachgeben.
— Der Wirtſchaftliche Ausſchuß iſt am
Donnerstag, den 13. Oktober, unter dem Vorſitze des
Staatsſekretärs des Innern, Staatsminiſters Delbrück, im
Reichsamte des Innern zum Zweck der Erörterung der
zum neuen ſchwediſchen Zolltarif von Interſſentenkreiſen
geſtellten Anträge und der für den Neuabſchluß eines
Han=
delsvertrages mit Schweden in Betracht kommenden
For=
derungen zuſammengetreten. Im Laufe der
Handelsver=
tragsverhandlungen wird, wie Staatsminiſter Delbrück
beſonders hervorhob, die Reichsverwaltung durch
Mitglie=
der des Ausſchuſſes fortlaufende Fühlung mit den
In=
tereſſenten zu halten beſtrebt ſein und hierzu geeignete
Maßnahmen treffen.
— Zum Werftarbeiterſtreik. In den am
Donnerstag in Hamburg zwiſchen den Arbeitgebern und
den Arbeitnehmern ſtattgehabten Verhandlungen, die ihren
Fortgang nehmen, gaben beide Parteien ihren guten
Wil=
len zu einer baldigen Löſung des Konfliktes zu
erken=
nen und ſind in den hauptſächlichſten Punkten einig. Es
iſt demnach zu hoffen, daß die Verhandlungen bis zum
Samstag mit gutem Erfolg abgeſchloſſen ſind. Auch die
Verhandlungen zwiſchen den Werftarbeitern und der
Norddeutſchen Armaturenfabrik und der Aktien=Geſellſchaft
Weſer in Bremen führten zur Beilegung aller
Differenz=
punkte. Die Arbeit der Armaturenfabrik wird wieder
auf=
genommen. Die Aktiengeſellſchaft wird durch Anſchlag
die Arbeiter zur Wiederaufnahme der Arbeit auffordern.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Das Expoſé des Miniſters des
Auswär=
tigen, Grafen Aehrenthal, das er in dem Ausſchuß
für auswärtige Angelegenheiten der ungariſchen
Delega=
tion vortrug, gedenkt zunächſt der Einverleibung
Bos=
niens und der Herzegowina. Sodann heißt es
bezüglich der Kretafrage, daß die Regierung ihre
bis=
her betätigte Zurückhaltung auch= fernerhin beobachten
werde Mit Befriedigung könne mitgeteilt werden, daß
die Monarchie mit allen Mächten gute Beziehungen
unterhält. Die letzten Ereigniſſe taten dar, daß in dieſen
Bündniſſen ein realer Wert liege. Die hierauf bezügliche
Stelle lautet:
Meine diesjährigen Begegnungen mit dem
deut=
ſchen Reichskanzler und dem italieniſchen
Miniſter des Auswärtigen boten mir einen erwünſchten
Anlaß, mit beiden Staatsmännern einen intimen
Gedan=
kenaustauſch zu pflegen, um die völlige Uebereinſtimmung
unſerer Anſichten neuerlich zu konſtatieren. Die Erhaltung
dieſer Bündniſſe wird, ich brauche es wohl nicht
ausdrück=
lich zu betonen, die unverrückbare Grundlage unſerer
Politik bilden. Wir werden aber darüber die Beziehungen
zu den anderen Mächten nicht vergeſſen, vielmehr dieſelben
ſorgfältigſt pflegen. Der Dreibund richtet gegen
nie=
mand eine Spitze; wir beurteilen die Gruppierung der
anderen Mächte mit derjenigen Unbefangenheit, von der
wir wünſchen, daß ſie uns gegenüber zur Anwendung
ge=
lange. Wir wollen durch eine ruhige und konſequente
Politik, die ſich um fremde Angelegenheiten nicht kümmert,
die Harmonie zwiſchen den Kabinetten befeſtigen. Wenn
auch derzeit keine Fragen von ernſter Bedeutung vorliegen
oder Spannungen zwiſchen den Mächten beſtehen, ſo kön=
nen ſolche in unſerer raſchlebigen Zeit im Hinblick auf die
leichte Erregbarkeit der öffentlichen Meinung aller Staaten
doch immerhin eintreten. Unſere Politik verfolgt gleiche
Ziele, ſowohl in den Beziehungen zwiſchen den
Großmäch=
ten wie rückſichtlich der Geſtaltung der Dinge im nahen
Orient. Wir wollen den Frieden und die
Erhal=
tung des Gleichgewichts. Das war und bleibt
fürderhin die Aufgabe der Donaumonarchie, welche ſeit
Jahrhunderten in den Beziehungen des Okzidents zum
Orient eine wichtige Rolle geſpielt hat.
Das Expoſé erwähnt dann weiter die innigen
wirt=
ſchaftlichen Wechſelbeziehungen mit den ſüdöſtlichen
Nach=
barn und die Handelsabkommen mit Rumänien, Serbien
und Montenegro und ſchließt mit folgenden Worten: Wir
wollen unverdroſſen an unſerer inneren Erſtarkung und
an der Erhaltung unſerer Machtſtellung nach außen
wei=
terarbeiten. Dieſes Ziel wird aber nur dann als
ſicher=
geſtellt betrachtet werden können, wenn wir über eine
ſchlag=
fertige Armee und Flotte verfügen. Eine äußere Politik,
will ſie erfolgreich ſein, kann dieſe beiden Faktoren nicht
miſſen
England.
Das Parlament wird Mitte November ſeine
Ar=
beiten wieder aufnehmen. Wenn die Propheten der
Mini=
ſteriellen die Wahrheit reden, ſo würde die Schlußarbeit
des Parlaments im Sturmſchritt in nur drei Wochen
er=
ledigt, aber kurz nach Neujahr zu Neuwahlen geſchritten
werden.
Rußland.
Der ruſſiſche Geſandte in Kopenhagen
Fürſt Kudaſchew wurde zum Geſandten für Belgien
und Luxemburg ernannt.
Griechenland.
Der König hatte am Donnerstag eine Beſprechung
mit Hoeßlin, Theotokis und Rhallis. Er wird ſich noch
mit anderen Parteiführern beſprechen.
Türkei.
Die Anleihe. Nach zuverläſſigen Mitteilungen
ver=
längerte der Finanzminiſter die Optionsfriſt für den
An=
leihevertrag mit dem Credit Mobilier bis zum 20. Oktober.
Dasökumeniſche Patriarchat hatte mit dem
Kultusminiſter eine Beſprechung über alle zwiſchen der
Pforte und dem Patriarchat ſchwebenden Streitfragen. Die
Blätter veröffentlichen eine Erklärung des Miniſters, daß
tunmehr alle Mißverſtändniſſe zwiſchen der Regierung und
dem Patriarchat behoben ſeien.
Die Beziehungen zu Griechenland. Tanin
erklärt, falls das Kabinett Venizelos gebildet würde, werde
die Pforte ihren Geſandten in Athen abberufen und die
diplomatiſchen Beziehungen zu Griechenland abbrechen.
. 3
* Zur Fleiſchteuerung. Beim König von
Sachſen fand am Donnerstag im Schloſſe zu Pillnitz ein
Feſtmahl ſtatt, zu dem auch die Mitglieder ſtädtiſcher
Aus=
ſchüſſe geladen waren. Der König ſagte bei dieſer
Ge=
legenheit zu den Mitgliedern des Dresdener ſtädtiſchen
Schlachthof=Ausſchuſſes und der Dresdener Fleiſcher=
In=
nung u. a. folgendes: „Ich weiß ſehr wohl, daß das
Volk unter der Fleiſchteuerung und Fleiſchnot leidet und
dies bedauere ich um ſo mehr, da eine allgemeine
Teue=
rung herrſcht. Es iſt alles teurer geworden, ich merke das
ebenſo gut und meine Regierung würde gerne Abhilfe
ſchaffen, aber es wird ſich ſchwer tun laſſen, um die Not
aus der Welt zu ſchaffen. Die Vorſchläge, die
Landes=
grenzen zur vermehrten Einfuhr von Schlachtvieh zu
öffnen, werden, da wohl in anderen Ländern kaum noch
viel vorhanden iſt, wenig nützen. Leider iſt an eine ſolche
Maßnahme nicht zu denken, da ſie mehr Schaden
als Nutzen bringen würde. Das iſt meine Anſicht. Wir
können unſere Landwirtſchaft der großen Gefahr der
Ein=
fuhr von Viehſeuchen nicht ausſetzen, die bei Oeffnung
der Landesgrenzen entſtehen würde. Wie geſagt, ich
be=
dauere die Fleiſchteuerung aufs lebhafteſte, ſehe aber
kei=
nen Ausweg, wie ihr abgeholfen werden könnte. Ich
wünſche zuverſichtlich, daß bald eine anhaltende Beſſerung
eintreten möge.”
— Im Bocholter Krankenkaſſenkampf
haben, wie die Korreſpondenz des Verbandes der Aerzte
Deutſchlands mitteilt, die Aerzte ſoeben ein obſiegendes
Urteil des Oberlandesgerichts Hamm erſtritten: ſie hielten
die ihnen zum 1./1. 1910 zuteil gewordene Kündigung für
rechtsungültig, die Kaſſen ſchloſſen ſie jedoch von jenem
Tage an von der Tätigkeit aus, geſtützt auf ein Urteil des
Vom Wanderzug der Vögel.
Von Georg Roedler.
Wenn der Herbſtwind über die Stoppeln weht und
winzig kleine Spinnlein an langen weißen Fäden durch
die Luft ſegeln und den Hut, den Rock des Wanderers
damit umweben, dann regt ſich auch in der Vogelwelt die
Reiſeluſt. Die munteren Schwalben, die wir im Frühjahr
mit ſo großer Freude begrüßt, ſammeln ſich zu großen
Zügen, auf Dachfirſten, auf Telegraphenſtangen ſitzen ſie
zu vielen Hunderten in langen Reihen, ausgedehnte
Uebungsflüge werden veranſtaltet, und wenn alle
Reiſe=
vorbereitungen genügend getroffen, die noch
Flugunfer=
tigen ſorgfältig ausgeſchieden ſind, dann wird auf einmal,
gewöhnlich zur Nachtzeit, die Fahrt nach dem fernen
Süden angetreten. Bald darauf folgen auch die inzwiſchen
gekräftigten Nachzügler, die Abkömmlinge aus den letzten
Bruten.
Ganz fern über der ſonnigen Herbſtlandſchaft zeigt
ſich im Luftraum ein kleines, graues Wölkchen, nein, eine
Kugel iſt’s, ein Luftballon. Immer näher kommt’s,
end=
lich ſehen wir, es iſt eine große Schar wandernder Vögel.
Finke ſind’s, auch Stare ziehen ſo. Doch, wohin wollen
ſie? Des Reiſewegs ſcheinen ſie nicht recht kundig zu ſein,
jedenfalls liegt dort nicht Afrika, nicht die Mittelmeerküſte.
Nun, dahin wollen ſie auch gar nicht, hier bei uns in der
deutſchen Heimat wollen ſie ja bleiben, nur ein wenig
wärmere, wirtlichere Gegenden wollen ſie aufſuchen.
Ja, verſchieden weit iſt der Weg, den die Reiſeluſtigen
vor ſich haben. Je weiter der Flug, um ſo früher
voll=
zieht ſich im allgemeinen der Aufbruch, deſto mehr verzögert
ſich die Rückkehr. Spät im Frühjahr, ſchon faſt im
Vor=
ſommer, trifft der Pirol, ein prächtig gefiederter Sänger,
bei uns ein. Er begnügt ſich nicht mit einem kurzen
Auf=
enthaltein Italien oder auch in Nordafrika, nein, weit bin=
unter bis zum Aequator dringt er vor. Kaum
zurück=
gekehrt, beeilt er ſich auch ſchon, ſich zu melden. „Vogel
Bülow!” klingt’s neckig aus dem ſonnendurchleuchteten
Waldesgrün und gleich darauf: „Ich war in Madagaskar”.
Lange kann er ſeinen Aufenthalt bei uns nicht bemeſſen, in
aller Eile wird das kunſtvolle Neſt geflochten und dann
geht der vom Südklima verwöhnte, goldgelbe Geſelle, dem
man ſeine Zugehörigkeit zu den Rabenvögeln gewiß nicht
anmerkt, ſchon wieder auf die Wanderſchaft. Bald darauf
folgt auch der Kuckuck.
Lange, lange ſpäter treten erſt die großen nordiſchen
Vögel ihre Wanderfahrten an. Hoch aus der nebligen
Novemberluft herab tönen helle Rufe, in ſchiefer Linie,
bei größerer Anzahl auch im Keil, zieht dort eine Reihe
großer Vögel. Vom ſturmumbrauſten, vereiſten Nordmeer
ommen ſie, Wildgänſe ſind’s. Haargänſe nennt ſie der
Volksmund. Woher der Name wohl ſtammen mag? Iſt’s
eine Anlehnung an die Wanderluſt der unſteten Zigenner,
der „Haarer”? Oder iſt’s eine Verdrehung von
Höhen=
gans, des hohen Fluges wegen? Vielerorts wird ja auch
der Höhenrauch, jene Begleiterſcheinung niedergegangener
warmer Regenmengen bei kühler Luft, bezw. der ſchwere
Rauchdunſt von den norddeutſchen Moorbränden, der bis
zu uns herunter ſich bemerkbar macht, als „Haarauch”
be=
zeichnet. — Den Gänſen gleich ziehen auch die Kraniche.
Die ſchief geordnete Zugreihe hat eine große Bedeutung,
ſie erleichtert den ſchweren, weitbeſchwingten Vögeln
un=
gemein die lange Fahrt. Die vom äußeren Flügel des
Führers abgleitende Luftſtrömung kommt der inneren
Schwinge des nachfolgenden Fliegers zugute. Der
Leit=
vogel vermag deshalb nicht ſtändig die Führung zu
über=
nehmen, er tritt von Zeit zu Zeit zurück und wird durch
einen anderen abgelöſt.
Wer kennt die geheimnisvollen Kräfte, die die Vögel
bewegen, allhalbjährlich dieſe weiten Wanderungen zu
un=
ternehmen? Die bloße Sorge vor dem Winter, das gute
Landgerichtes Münſer. Durch das Urteil des
Oberlan=
desgerichts iſt nunmehr erwieſen, daß der Ausſchluß der
Aerzte bei den beiden Ortskrankenkaſſen und zwei
Be=
triebskrankenkaſſen, alſo bei mehr als der Hälfte der
Bo=
cholter Kaſſenmitglieder widerrechtlich erfolgt iſt, woraus
ſich für die Krankenkaſſen ſchwerwiegende finanzielle
Fol=
gen ergeben dürften.
* Brüſſel, 13. Okt. Wie verlautet, iſt nachſtehendes
Programm für den Beſuch des deutſchen
Kaiſers feſtgeſetzt: Ankunft am 25. Oktober, 3 Uhr
nachmittags, auf dem Nordbahnhof. Abends Galadiner,
darauf Empfang des diplomatiſchen Korps, am 26.
Okto=
ber Beſuch der Ausſtellung für alte Kunſt, ſowie des
Rat=
hauſes, abends Diner bei der Gräfin von Flandern,
an=
ſchließend Gala=Oper. Am 27. Oktober Beſuch des Parkes
Laeken, nachmittags Empfang der deutſchen Kolonie,
hier=
auf Diner in der deutſchen Geſandtſchaft. Hiernach
Ab=
reiſe nach Berlin.
* Brüſſel, 14. Okt. Die Unterzeichnung des
Hei=
ratsvertrages zwiſchen der Prinzeſſin
Klementine und dem Prinzen Viktor
Napo=
leon erfolgt in den erſten Tagen des nächſten Monats. Die
Prinzeſſin hat bereits ihre Zuſtimmung zu dem
Abkom=
men über den Nachlaß ihres Vaters, des verſtorbenen
Kö=
nigs Leopold von Belgien, erteilt. Die zukünftige
Prin=
zeſſin Viktor Napoleon wird eine Summe von drei bis
vier Millionen Franken erhalten und dann auf ſämtliche
weiteren Anſprüche an den Nachlaß verzichten.
* London, 14. Okt. Der Herzog von
Con=
naught wird auf ſeiner Reiſe nach Südafrika
Ende dieſes Monats in Kapſtadt eintreffen und am 3.
De=
zember von Durban aus ſeine Heimreiſe nach England
antreten. In die Wochen, die zwiſchen dieſen beiden
Zeit=
punkten liegen, wird eine recht ausgedehnte Reiſe mit einer
ganzen Menge Programmpunkten eingedrängt. Nachdem
die Hauptaufgabe, die Eröffnung des neuen Parlaments,
am 4 November in Kapſtadt erledigt worden, folgt ein
Ausflug nach den Viktoriafällen und anderen ſchon
welt=
berühmten Punkten. In Pretoria wird feierlich der
Grundſtein zu den neuen Regierungsgebäuden gelegt, in
Johannesburg ein großes Feſt durch die Gegenwart des
Herzogspaares geehrt. in Pietermaritzburg der Grundſtein
zu einem Univerſitätsgebäude und in Durban zu einer
Techniſchen Hochſchule gelegt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 15. Oktober.
* Vom Hofe. Am Donnerstag nachmittag
be=
gaben ſich die Großherzoglichen Herrſchaften mit ihren
Gäſten teils zu Fuß, teils zu Wagen nach Schwalheim,
nahmen im dortigen Kurpark den Tee und kehrten zu
Fuß auf die Burg zurück. Geſtern nahm Oberſtallmeiſter
Freiherr Riedeſel zu Eiſenbach Exzellenz an der
Mittgs=
tafel teil. (Darmſt. Ztg.)
— Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Lehrer Heinrich Walther
zu Schwarz, Kreis Alsfeld, aus Anlaß ſeiner mit Wirkung
vom 1. November 1910 an erfolgten Penſionierung das
Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen verliehen.
— Von der Kammer für Handelsſachen. Se.
Königl. Hoheit der Großherzog haben den
Er=
gänzungsrichter bei der an dem Landgericht der Provinz
Starkenburg gebildeten Kammer für Handelsſachen mit
dem Sitz in Darmſtadt Brauereibeſitzer Juſtus
Hilde=
brand in Pfungſtadt zum Handelsrichter und den
Kaufmann Wilhelm Kölb in Darmſtadt zum
Er=
gänzungsrichter bei dieſer Kammer, beide für die Zeit
bis zum 31. Dezember 1912, ernannt.
— Eiſenbahnperſonalien. Mit Ermächtigung Sr.
Königl. Hoheit des Großherzogs wurde dem Großh.
Regierungsbaumeiſter des Eiſenbahnbaufaches Wilhelm
Dintelmann aus Darmſtadt, ſowie dem Großh.
Re=
gierungsbaumeiſter des Maſchinenbaufaches Auguſt Betz
aus Mainz die etatsmäßige Stelle eines
Regierungs=
baumeiſters in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchaft verliehen.
L. Die Strafkammer erledigte geſtern die Strafſache
gegen den 26 Jahre alten Kaufmann Friedrich
Wilke von Laasphe, wohnhaft in Offenbach, welcher
durch eigene Schuld in ſeinen Verhältniſſen
zurück=
gekommen war, und, um ſich eine neue Exiſtenz zu
gründen, beabſichtigte, von einer Frankfurter Firma
Waren zu beziehen. Bares Geld hatte er nicht, daher
gab er dieſer zwei Wechſel, die auf je 300 Mark lauteten.
Zu aller Vorſorge zog man Erkundigungen ein und
erfuhr, daß beide gefälſcht waren. Die
Geſchäftsver=
bindung unterblieb daher und Wilke wurde wegen
Urkundenfälſchung und Betrugsverſuchs zu 3
Mo=
naten Gefängnis verurteilt, 1 Monat iſt durch
die Unterſuchungshaft verbüßt. — Der 18 Jahre alte
Taglöhner Rudolf Michel von Offenbach ſtahl in
der Nacht vom 28. zum 29. Auguſt aus der
Schuhwaren=
fabrik der Firma Wallenſtein daſelbſt 5 Paar Schuhe
Flugvermögen allein gibt keine genügende Erklärung
hier=
für. Denn wir haben gute Flieger, die trotz oft ſchwerer
Not bei uns überwintern, und ſchlechtbeſchwingte Vögel
gibt es, die uns verlaſſen, obwohl ſie auch hier genügend
Nahrung hätten. Das inſekten= und körnerfreſſende
Reb=
huhn hält im kälteſten Winter bei uns aus, und ſein
näch=
ſter Verwandter, die von gleicher Nahrung lebende
Wachtel, zieht alljährlich fort, obwöhl ihre nicht genügend
kräftigen Flügel ſie kaum zu der weiten Reiſe befähigen
und Tauſende von ihnen auf der Wanderſchaft der
Ermat=
tung zum Opfer fallen laſſen. Die graue Bachſtelze verläßt
uns, während die gelbe, die nichts hindern würde, ihre
Baſe zu begleiten, trotz harter Winternot bei uns bleibt.
Der mächtige Wandertrieb, den die weiſe Natur, der
gütige Schöpfer, den Vögeln gegeben, und der die Tiere
ſelbſt in der Gefangenſchaft im Herbſt und Frühjahr
un=
ruhig und ſehnſüchtig den Käfig durchflattern läßt, muß
wohl noch auf anderen Urſachen wie nur in der Flucht
vor Hunger und Kälte begründet ſein. Vielleicht ſoll damit
eine Verminderung der Zahl der hungrigen Koſtgänger
be=
zweckt werden. Die geringe Anzahl der dableibenden
Vögel findet in Sämereien und Inſektenbruten in der
Regel genügend Nahrung. Wie aber wäre es vielleicht,
wenn noch viele der Fortgezogenen dageblieben wären?
Reichte dann die nicht allzu reichlich beſetzte Wintertafel
auch für die große Schar der Hungrigen aus?
Abgeſehen von dieſen großen Herbſt= und
Frühjahrs=
wanderungen, mögen ſie nun weit nach ſonnigen Ländern
oder nur ein paar Stunden weiter ſüdwärts und talwärts
führen, kommen aber auch noch andere Verſchiebungen der
Standquartiere in der heimiſchen Vogelwelt vor.
Ver=
änderungen im Landſchaftsbild, im Kulturzuſtand einer
Gegend können die Urſache ſein, daß Vögel ab= und
an=
deren Orten zuwandern. Trockenlegung von Sümpfen läßt
ihre befiederten Bewohner die ungaſtlich gewordene Stätte
meiden, mit dem Fällen alter bobler Bäume ſchwinden
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910,
Seite 3.
im Werte von 45 Mark, die er für 12 Mark verſetzte.
Er bezieht daſſtr 5 Monate Gefängnis unter
An=
rechnung von 3 Wochen Unterſuchungshaft.
* Hilfsverein für die Geiſteskranken in Heſſen. Der
Bericht des Vorſtandes des Hilfsvereins für die
Geiſteskranken in Heſſen (Unterſtützungskaſſe der
heſ=
ſiſchen Landes=Irrenanſtalten und der Klinik für
pfy=
chiſche und nervöſe Krankheiten in Gießen) für das
Rechnungsjahr 1909/1910, der ſoeben im Druck
er=
ſchienen iſt, bringt mit einem Bildnis des
verſtorbe=
nen Geh. Medizinalrats Dr. Gg. Ludwig, des
Be=
gründers des Hilfsvereins, eine kurze Würdigung
ſei=
nes Schaffens. Es heißt da u. a.: In ſeiner Anſtalt in
Heppenheim hat er einen wohlgeordneten Organismus
geſchaffen, der den wiſſenſchaftlichen Forderungen
ent=
ſprach, ja oft vorauseilte. Jeden einzelnen, der unter
ihm arbeitete, begeiſterte er für die ihm zugewieſene
Aufgabe und erfüllte ihn mit ſeinen Ideen. So war
das Ganze bis in die unſcheinbarſten Einzelheiten von
ſeinem Geiſte durchdrungen und der Einzelne ganz
unter ſeinem Einfluß, ohne dadurch bedrückt und
ein=
geengt, ſondern vielmehr gefördert und zu neuen
Zie=
len angeregt zu werden. Außer ſeiner
wiſſenſchaft=
lichen Tüchtigkeit machten ihn ſeine große
Menſchen=
kenntnis und Lebenserfahrung ſeinen Patienten
wert=
voll und ſie wandten ihm in ganz ungewöhnlichem
Maße ihr Vertrauen zu. Vorſichtig und maßvoll und
getragen von ſeiner außergewöhnlich großen
Erfahr=
ung beriet er die Regierung mit dem Erfolg, daß die
bedeutſame Entwickelung, die die Irrenfürſorge in
Heſſen während ſeiner amtlichen Tätigkeit in Heſſen
nahm, vorwiegend auf ſeine Initiative
zurückzufüh=
ren iſt. Dabei war ſein Augenmerk beſonders darauf
gerichtet, die wirtſchaftlichen und ſozialen Schäden im
Gefolge der Geiſteskrankheiten zu bekämpfen. Die
be=
ſcheidenen Anfänge des früher Unterſtützungskaſſe für
hilfsbedürftige Geiſteskranke genannten Vereins
fallen in das Jahr 1874. Ludwig baute den Verein,
indem er ſeine Aufgaben und Ziele immer weiter
ſteckte, ſo aus, daß er allerſeits als Vorbild angeſehen
und nachgeahmt wird. Nachdem dem Verein
nun=
mehr die belebende und fördernde Kraft ſeines
Grün=
ders und ſeitherigen Führers fehlt, ſteht er an einem
Wendepunkt, an dem wir alle Freunde des
Verſtorbe=
nen und des Vereins bitten, uns zu unterſtützen,
da=
mit der Verein weiter gedeihe zum Segen für die
Geiſteskranken, das heſſiſche Irrenweſen und unſer
engeres Vaterland. — Verglichen mit dem Vorjahre
hat die Zahll der Geber in 9 Kreiſen (Bensheim,
Dieburg, Erbach, Offenbach, Alsfeld, Friedberg, Alzey,
Oppenheim und Worms) zu= (im ganzen um 1470
Ge=
ber), in den übrigen 9 Kreiſen abgenommen (im
gan=
zen um 2145 Geber). Die Geſamtabnahme
be=
lträgt 675 Geber, die Geſamtſumme der Geber
be=
ſträgt 70512 Mt. (im Vorjahre 71187 Mk.). Ein
Ver=
zeichnis der in dem Rechnungsjahre 1909 (1. April 1909
bis Ende März 1910) eingegangenen Beiträge zur
Kaſſe des Hilfsvereins für die Geiſteskranken in
Heſ=
ſen iſt dem Bericht beigegeben.
* Die unentgeltliche ärztliche Beratungsſtelle für
Säuglingspflege des Allgemeinen Deutſchen
Frauen=
vereins veranſtaltet von heute ab mit polizeilicher
Ge=
nehmigung eine Hauskollekte, die dem
Wohltätigkeits=
ſinn aller Kinderfreunde aufs wärmſte empfohlen ſei.
— Das Flugblatt, das bei dieſer Gelegenheit zur
Ver=
teilung kommt, berichtet kurz über die Tätigkeit der
Beratungsſtelle, deren Hauptaufgabe es iſt, die
ge=
ſunden Säuglinge von Geburt an in Aufſicht zu
neh=
men, vor Erkrankung zu behüten und die Mütter durch
Rat und Hilfe aller Art zum Stillen zu veranlaſſen
und zu befähigen. Mehr als ein Fünftel aller in
Darmſtadt geborenen Säuglinge wurden im vorigen
(Jahre in 3246 Konſultationen in der Beratungsſtelle
dauernd überwacht. — Mit dem 1. November verlegt
die Beratungsſtelle für Säuglingspflege des
Allge=
meinen Deutſchen Frauenvereins ihre Tätigkeit nach
der Heinheimerſtraße Nr. 21, wo die Großh.
Zentrale für Mutter= und Säuglingsfürſorge in Heſſen
ihr neu hergerichtete Räume im eigenen Heim zur
Verfügung geſtellt hat. Doch iſt mit dieſer
Ueberſiedel=
ung keinerlei Veränderung der Betriebsform
verbun=
den. — Die Sprechſtunden vom 1. November ab
werden in beſonderen Anzeigen bekannt gemach.
werden.
— Internationaler Bund der landwirtſchaftlichen
Ge=
noſſenſchaften. In dieſen Tagen tagt hier unter dem
Vor=
ſitz des Generalanwalts Geheimerat Haas der Vorſtand
des Internationalen Bundes der landwirtſchaftlichen
Ge=
noſſenſchaften zu mehrtägiger Beratung wichtiger
genoſſen=
ſchaftlicher Angelegenheiten Anweſend ſind, abgeſehen von
Deutſchland: für Oeſterreich: Generalanwalt Dr.
Frei=
herr von Störck=Wien; für Ungarn: Miniſterialrat von
Seidl=Budapeſt; für Italien: Profeſſor Dr. Alpe=
Mai=
land und Dr. Raineri=Piacenza; für die Schweiz:
Na=
tionakrat Jenny=Bern; für Holland: Abgeordneter van
den Heuvel und Direktor Berkvens; für Serbien:
Mini=
ſter a. D. Dr. Loſanitſch, Exzellenz, und Direktor Dr.
Awramowitch=Belgrad; für Japan: Dr. Niſhigaki=Tokio.
Zum Bunde gehören außerdem die genoſſenſchaftlichen
Organiſationen in Frankreich, Bulgarien und Finnland
der Gegend, die ſich aber wieder einfinden, wenn durch
Anbringen geeigneter Niſtkäſtchen für Brutgelegenheit ge= Dafür konnte man aber auch in Flur und Wald weite
der Ebereſche, die ſtets eine Zierde der Landſtraßen war,
hält die Droſſelarten vom Einfallen ab, mit der Auffor= dieſem Jahre ausgeblieben und die Vögel zogen ſich
neuen Brutgelegenheiten manchen Vertreter der Vogelwelt beſſer gedeckt war. Als im Jahre 1893 die Raupe des
anzieht, verſchwindet aber der das Oedland liebende Wach= Buchenrotſchwanzes in wielen Waldungen des
weſt=
waren.
Andere Kulturanlagen wieder ziehen einzelne
lerche den neu angelegten Landſtraßen folgt und ſich
heute zahlreich in Gegenden vorfindet, in denen ſie
vor deren Aufſchluß nicht heimiſch war. Die Grün= 1 riſchen und heſſiſchen Raupenfraßgebieten.
ſpechte ziehen den Telegraphenlinien nach, wenigſtens
kann man oft beobachten, wie ſie ſich an den Maſten Wintern, wie wir ſie eben haben, ſcheint die
Lebensge=
eifrig zu ſchaffen machen, obwohl doch kaum anzu= wohnheiten der Zugvögel beeinfluſſen zu können.
nehmen iſt, daß deren hartes, von chemiſchen Stoffen Während früher das Vorkommen der Waldſchnepfe im
durchtränktes Holz irgendwelches Tierleben in ſich Winter bei uns etwas recht Seltenes geweſen ſein ſoll,
birgt. Es wurde ſchon behauptet, der Specht ſei
be=
fähigt, das feine Ticken des Telegraphentaſters zu ver= daß der Vogel bei uns überwintert und jedenfalls —
nehmen und halte dies für das Klopfen der
inne=
wohnenden Inſekten. Auch in den Tropen will man ſeine weiten Flüge nicht mehr für unbedingt nötig zu
ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ſpechtartige Vögel halten ſcheint.
ſollen dort die Telegraphenſtangen zerhäckt haben,
ob=
wohl keine Spur von Inſekten oder deren Brut ſich
hätte vorfinden laſſen.
Vogelwanderungen zu veranlaſſen. So ließ ſich in Nacht, im dichten Nebelmeer, wenn unter ihnen das
verſchiedenen Strichen im letzten Sommer eine auf= 1 Land längſt entſchwunden iſt, ziehen ſie ſicher und unbe=
mit in ganzen zirka 35 0 Genoſſuſchaſten. Die
Ver=
treter ſind für Samstag zu Geheimerat Haas zum
Diner eingeladen.
— Inbiläum in der Hofkapelle. Herr
Kammer=
muſiker Harniſch, weiteren Kreiſen auch als
geſchick=
ter Streichinſtrumentenmacher und Reparateur
be=
kannt, begeht am 16. Oktober den Gedenktag ſeiner
25jährigen Mitgliedſchaft zur Hofkapelle. Genießt Herr
H. als pflichttreuer Künſtler, am ſtimmführenden Pult
der 2. Violinen tätig, größte Hochſchätzung ſeiner
Vor=
geſetzten, ſo verbindet ihn ein echtes
Kollegialitätsver=
hältnis mit den übrigen Hofkapellmitgliedern.
Ak E. B. Eine ſeltene Feier. Wie wir erfahren,
feiert morgen, den 10. Oktober, eine der älteſten Frauen
Heſſens, die verwitwete Frau J. Katz aus Steinbach
bei Gießen, wohnhaft bei Frau Karl May Witwe,
Pallaswieſenſtraße 14, im Kreiſe ihrer Lieben den
95. Geburtstag in voller Geiſtesfriſche und
körper=
licher Rüſtigkeit. Wir verfehlen nicht, der greiſen
Jubilarin an dieſem Tage die herzlichſten Glückwünſche
darzubringen. Möge ihr noch ein heiterer, ungetrübter
Lebensabend beſchieden ſein.
— Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes. Wer der
Ausſtellung noch einen Beſuch abſtatten will, ſei darauf
aufmerkſam gemacht, daß ſie morgen Sonntag abend
end=
gültig ihre Pforten ſchließt. Sonntag nachmittag beträgt
der Eintritt 50 Pfg.
— Die Gemaldeausſtellung von Profeſſor Haus
Chriſtianſen wird am Samstag, den 15. Oktober, zum
letztenmal geöffnet ſein. Ein Beſuch der ſchmucken und
intereſſanten Villa in Roſen ſei hiermit nochmals beſtens
empfohlen.
— Das Komitee für Verabreichung eines warmen
Frühſtücks an arme und kränkliche oder ſchwächliche
Schulkinder veranſtaltet zurzeit, wie alljährlich,
zu=
gunſten ſeines Unternehmens eine Hauskollekte
durch Sammler, die mit einer von dem Komitee
aus=
geſtellten, behördlich beglaubigten Liſte verſehen ſind.
Das Komitee rechnet auch diesmal wieder auf das
Wohlwollen aller Menſchen= und beſonders
Kinder=
freunde und hofft, daß das wohltätige und
gemein=
nützige Unternehmen durch reichliche Gaben aus allen
Kreiſen unterſtützt wird. Zuwendungen werden auch
jederzeit von dem Rechner, Herrn Stadtverordneten
Lehr, Lauteſchlägerſtraße 16, und im Stadthaus,
Rheinſtraße, Zimmer Nr. 10, dankbar
entgegen=
genommen.
— Die Evang. Konferenz für das Großherzogtum
Heſſen (ſogenannte Friedberger Konferenz) wird, wie
in früheren Jahren, auch diesmal wieder eine
Pro=
vinzialverſammlung für Starkenburg in Darmſtadt
(Reſt. „Zur Oper”) am Montag, den 17. Oktober,
4½ Uhr nachmittags, veranſtalten. Für den Vortrag
„Lebendige Gemeinden, eine Lebensfrage der evang.
Kirche” iſt der durch ſeine frühere Wirkſamkeit in Heſſen
als Direktor des Predigerſeminars in Friedberg
be=
kannte Univerſitätsprofeſſor D. Dr. Wurſter aus
Tübingen gewonnen werden. Nach dem Vortrag
fin=
det Ausſprache ſtatt. Außer den Mitgliedern der
Kon=
ferenz ſind auch Gäſte willkommen. Näheres im
An=
zeigenteil.
— Im Silberkranz. Kirchendiener Jakob
Schlegel=
milch und ſeine Ehefrau feiern am 18. d. Mts. in
vollſter Rüſtigkeit das Feſt der ſilbernen Hochzeit.
Ihre ſilberne Hochzeit feiern am Sonntag Herr
Chriſtian Lorenz und Ehefrau, geb. Schäfer.
Vortrag. Am 15. Juli waren 500 Jahre
verſtri=
chen, ſeit bei Tannenberg das deutſche Ordensheer den
ver=
einigten Polen und Litauern erlag. Allenthalben, ſelbſt
im Deutſchen Reiche, haben die Polen Siegesfeiern
veran=
ſtaltet, bei denen oft ſehr unverhüllt das Ziel der
pol=
niſchen Bewegung verkündet wurde. Dieſes Ziel iſt
die Wiederaufrichtung eines ſelbſtändigen Polenreiches
vom Schwarzen Meere bis zur Oſtſee, an der Danzig als
polniſcher Hafen beanſprucht wird. Man erſehnt einen
un=
glücklichen Krieg für das Deutſche Reich und meint, daß
die Polen dann in offenem Aufruhr ihr Ziel erreichen
könn=
ten. In ſteter Arbeit und planmäßiger Schürung ſuchen ſie
ſich bereit zu machen für den Tag der Entſcheidung. Die
polniſche Frage iſt die wichtigſte und gefährlichſte unſerer
inneren, völkiſchen Fragen. Dieſe Ueberzeugung muß
immer weiteren Kreiſen unſeres Volkes eingeimpft
wer=
den, denn es handelt ſich nicht um eine preußiſche, ſondern
um eine deutſche Angelegenheit. Allen vaterländiſch
den=
kenden Männern und Frauen iſt Gelegenheit gegeben, einen
hervorragend guten Kenner der polniſchen Frage zu hören.
Nächſten Montag, den 17. ds. Mts hält Herr Profeſſor
Dr. Hötzſch von der Akademie zu Poſen im
Fürſten=
ſaale einen Vortrag über deutſche Aufgaben in der
Polenfrage. Der Vortrag, der auf Veranlaſſung der
hie=
ſigen Ortsgruppen des Alldeutſchen Verbandes
und des Deutſchen Oſtmarkenvereins
ſtattfin=
det, beginnt um ½9 Uhr. Der Eintritt koſtet 20 Pfg.
— Kirchlich=poſitive Vereinigung. In der
Ver=
ſammlung, die am 13. Oktober im Stadtmiſſionshauſe
gehalten wurde, ſprach nach Begrüßungs= und
Mahn=
ungsworten des Vorſitzenden Herr Pfarrer Lic. Dr.
Dieckmann aus Rodheim v. d. H. über „Das
Vater=
unſer als chriſtliches Glaubensbekenntnis” Nach einer
zahlreiche Höhlenbrüter, wie Stare, Meiſen, Spechte, aus fallende Verminderung der gefiederten Sänger
feſt=
ſtellen, kaum daß man ab und zu den Kuckuck hörte.
ſorgt wird. Die bedauerliche Ausrottung der Vogelbeere, 1 Strecken durchwandern, ohne bemerkenswerten
In=
ſektenfraß anzutreffen. Die Schädlinge waren in
ſtung der Oedländereien, die an ſich durch Schaffung von mangels Nahrung nach Gegenden, wo ihnen der Tiſch
holder in dem neuaufwachſenden Jungwald und mit ihm lichen und ſüdlichen Deutſchlands wüſtete und ganze
der Krammetsvogel, deſſen Nahrung die Wachholderbeeren Beſtände entlaubte, da waren im folgenden Winter im
Forſte ungezählte Scharen von Meiſen anzutreffen, die
den an die Rinde angeklebten Schädlingseiern uner=
Vogelarten herbei. So wird behauptet, daß die Hauben= müdlich nachſtellten. Bekannt war ja auch das
maſſen=
hafte Auftreten der Kuckucke und ſonſtigen
Raupenver=
tilger in den ſchwer geſchädigten oſtpreußiſchen, baye=
Auch die lange Reihe von verhältnismäßig milden
hört man in den letzten Jahren immer mehr davon,
wenn auch nur in verhältnismäßig geringer Anzahl —
Wer weiſt den Vögeln den weiten, weiten Weg, wer
lehrt ſie, ihre ſeit Jahrhunderten und Jahrtauſenden
eingehaltenen Bahnen jedes Jahr wieder ohne Ab=
Auch Vorgänge in der Inſektenwelt vermögen weichen einzuſchlagen? In großer Höhe, in dunkler
kurzen Diskuſſion ſchloß mit dem Hinweiſe auf die
nächſte öffentliche Verſammlung am 31. Oktober, die
einen Vortrag von Julius Werner über die letzte
„Weltkonferenz für freies Chriſtentum und religiöſen
Fortſchritt” bringen ſoll, die an Anregung reiche
Sitz=
ung, zu der ſich auch eine Anzahl von Gäſten
eingefun=
den hatte.
— Odenwaldklub. Mittwoch, den 26. Oktober
d. J., findet die erſte Winterveranſtaltung der hieſigen
Ortsgruppe des Odenwaldklubs ſtatt. Der Vorſitzende,
Herr Beigeordneter Mueller, wird einen von
Licht=
bildern begleiteten Vortrag über „Linthal und das
Glarner Hochland” halten. Für die folgenden Monate
hat eine Anzahl rühmlichſt bekannter und geſchätzter
Redner ſich dem Klub zur Verfügung geſtellt. So
wer=
den ſprechen Herr Geh. Schulrat Münch über „
Phyſi=
kaliſche Betrachtungen beim Wandern” Herr Dr.
Tenner über „Skandinavien und Finnland” Herr
Sanitätsrat Dr. Maurer über einen Beſuch der
Schlachtfelder, endlich Herr Profeſſor Dr. Kaufmann,
Weinheim, über eine Wanderung im Schwarzwald. Für
den Schluß des Winterſemeſters iſt dann noch eine
be=
ſondere Veranſtaltung zum Beſten der Volksſchüler=
Wanderungen geplant. Die näheren Daten werden
ſeinerzeit bekannt gegeben. Die Mitglieder und Freunde
des Vereins ſind zu den Vorträgen, die, wie ſeither,
ohne Erhebung irgend welcher Beiträge oder
Eintritts=
gelder ſtattfinden, freundlichſt eingeladen.
— Der Ortsgewerbeverein macht ſeine Mitglieder
nochmals auf den morgen, Sonntag, ſtattfindenden
Familienausflug nach Weinheim
aufmerk=
ſam und bittet um zahlreiche Beteiligung. (Näheres
ſ. Anz.)
— Heſſiſcher Diakonieverein. Es wird auf die
An=
zeige der Haushaltungsſchule des Heſſiſchen
Diakonie=
vereins aufmerkſam gemacht. Es iſt für junge
Mäd=
chen in Darmſtadt eine gute und billige Gelegenheit
zur Erlernung des Haushaltes geboten. — Die
Haus=
haltungsſchule iſt ein Teil des Fröbelſchen
Kinder=
pflegeſeminars desſelben Vereins, der in der
Eichberg=
ſtraße 26 im September eine Ausſtellung Fröbelſcher
Arbeiten veranſtaltete. — Im Kindergarten daſelbſt
werden 3—6jährige Kinder aufgenommen.
— Turngemeinde Darmſtadt. Wie aus dem
An=
zeigenteil erſichtlich, findet heute, Samstag, die
Eröff=
nung der Reſtaurations=Lokalitäten in der Turnhalle,
Woogsplatz, durch den neu gewonnenen Reſtaurateur
Herrn Michael Schnellbacher ſtatt. Herrn Schnellbacher
geht ein guter Ruf voraus. — Gleichzeikig werden die
Mitglieder auf die heute abend ſtattfindende
Wochen=
verſammlung aufmerkſam gemacht und wird um recht
zahlreiches Erſcheinen erſucht.
— Lichtſpiel=Vorträge finden, wie bereits mitgeteilt,
auch hier ſtatt. Es ſchreibt u. a. das Hamb.
Fremden=
blatt: „Gänzlich neuartig und ſehr inſtruktiv war die
kinematographiſche Vorführung eines Unterrichtskurſus
für vernünftige Körperpflege. Die glänzende Rhetorik, die
dem Redner zur Verfügung ſteht brachte ihm reichen
Beifall.” Hier findet ein ſolcher Vortrag am 19. Oktober
im Städtiſchen Saalbau ſtatt. (Näh. die Tagesinſerate.)
— Der Geſangverein Männer=Quartett Beſſungen hält
morgen ſeine diesjährige Abendunterhaltung im Saale
der Turngemeinde Beſſungen ab. Außer geſanglichen
Dar=
bietungen enthält das Programm zwei Theaterſtücke und
verſchiedene Couplets und verſpricht der Abend ein recht
genußreicher zu werden. (Siehe Anzeige.)
— Stenographen=Vereinigung Gabelsberger. Heute
Samstag abend feiert die Stenographen=
Ver=
einigung Gabelsberger in den Räumen des
Kaiſerſaals ihr drittes Stiftungsfeſt. Seitens des
Feſtausſchuſſes iſt ein reichhaltiges Programm
auf=
geſtellt worden, ſodaß ein genußreicher Abend
bevor=
ſteht. Als Mitwirkende ſind wieder die Damen
Alt=
ſchüler und Krauſemann, ſowie die Herren Altſchüler
und Meyer gewonnen worden. Nachfeier: Sonntag,
16. Oktober, in Arheilgen bei Erzgräber.
— Zitherklub Beſſungen. Morgen, Sonntag, feiert
der Zitherklub Darmſtadt=Beſſungen ſein 14.
Stift=
ungsfeſt, beſtehend aus Konzert und Tanz, unter
Mit=
wirkung des Grasmannſchen Zither=Vereins
Frank=
furt a. M., des Zither=Kranzes Eberſtadt, ſowie der
„beeſe Buwe‟ (Näheres ſ. Anz.)
— Der Chriſtliche Verein junger Mkinner
Darm=
ſtadt=Oſt feiert am Sonntag, den 16. Oktober, ſein 23.
Jahresfeſt. Der Feſtgottesdienſt findet vormittags
10 Uhr in der Kirche des Eliſabethenſtiftes ſtatt; Herr
Pfarrer Mockert aus Frankfurt hält die Feſtpredigt.
Nachmittags 3½ Uhr findet im Saale des Vereins,
Riegerplatz 3, die Nachfeier ſtatt. Verſchiedene
Red=
ner werden Anſprachen halten, außerdem werden
Sologeſänge, Deklamationen und Muſikvorträge
ge=
boten. (Näheres 1 Anz.)
— Die Abendkurſe im Kochen, Backen, Nähen und
Flicken, welche in der Hauswirtſchaftlichen
Fortbilö=
ungsſchule alljährlich abgehalten werden, ſollen in
nächſter Woche ihren Anfang nehmen. Die
Unter=
richtszeit liegt abends nach 7 Uhr. Deshalb iſt es auch
ſolchen Mädchen möglich, an den Kurſen teilzunehmen,
die tagsüber erwerbstätig ſind. Gerade aus dieſen
Kreiſen wurden ja in den letzten Jahren die Abend=
irrt ihre alten Bahnen. Und doch kommt es vor, daß
Einzelvögel vom Sturm verſchlagen werden und ſich
nicht mehr zurecht finden können. Dann müſſen ſie bei
uns bleiben, bis ſie verhungert, erſtarrt ſind oder von
einem Jägersmann als ſeltenes Jagdſtück erbeutet
werden.
Kleinere, wehrloſere Vögel, ſchlechte Flieger, ziehen
gewöhnlich der gefiederten Tagräuber wegen zur
Nacht=
zeit und folgen dann, wenigſtens auf dem Heimwege,
meiſt dem Lauf der großen Ströme, um von dieſen aus
den immer kleineren Flüſſen hinauf bis in ihr altes
Heimattälchen zu kommen. Tagsüber raſten ſie in
ſicherem Verſteck. Größere Vögel, deren Stärke oder
gutes Flugvermögen genügende Sicherheit bietet,
be=
nutzen auch den Tag zur Reiſe, folgen auch nicht den
Flußläufen, ſondern ſtreben hoch im Aether, dem
menſchlichen Auge oft weit entrückt, ihrem fernen Ziele
zu. Manche Vögel durcheilen die weite Reiſeſtrecke
ohne Aufenthalt, die meiſten aber müſſen unterwegs
Raſt halten, ſei es ſchon bei uns, oder erſt am
Meeres=
geſtade, oder auch auf ſchwimmenden Schiffen.
Hoch droben fliegen die gefiederten Bewohner
unſerer Felder, Wälder und Auen dem Süden zu. Mit
ihnen zieht der Sommer, der ſchöne Herbſt. Bald
wer=
den die Winterſtürme über die verödeten Fluren
brauſen, bald die Natur in ſchwerem Todesſchlafe
er=
ſtarrt liegen. Wehmütige Gedanken befallen den
Menſchen, der die dahinziehenden Wandervögel ſcheiden
ſieht. Doch ſie werden wiederkommen, dem Scheiden,
dem Todesſchlafe wird das Wiederſehen, die
Auf=
erßtehung wigen!
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Seite 4.
kurſe immer ſtärker beſucht. Auch viele Frauen — im
letzten Jahre 31 — benutzen gern die billige
Gelegen=
heit zur Erweiterung und Vertiefung ihrer
hauswirt=
ſchaftlichen Kenntniſſe und Fertigkeiten. (Näheres
be=
ſagt die Anzeige in unſerem heutigen Blatte.)
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 8. Oktober I. J.
männ=
lich 9506, weiblich 6049, zuſ. 15555, in Prozenten 61,12,
38,88: am 1. Oktober l. J. männlich 9558, weiblich 6022,
zuſ. 15 580, in Prozenten 61,34, 38,66. Der
Kranken=
ſtand betrug am 8. Oktober I. J. männlich 347, weiblich
243, in Prozenten 3,65, 4,01; am 1. Oktober l. J.
männ=
lich 356, weiblich 236, in Prozenten 3,72, 3,91. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
3. Okt. bis 8. Oktr. I. J. 4808,16 Mk., in der Woche
vom 26. September bis 1. Oktober I. J. 4379,00 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 8. Oktober
I. J. — 21, am 1. Oktober I. J. — 16; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 3. Oktober bis 8. Okt.
I. J. — 1; vom 26. September bis 1. Oktober I. J. — 1.
St. Die Bauernſchauſpieler im Orpheum brachten
in Fortſetzung ihres Anzengruberzyklus nun
auch das dreiaktige Volksſtück mit Geſang und Tanz
„Der Fleck auf der Ehr”, zu dem Franz Roth
die Muſik, voran eine ſehr ſtimmungsvolle Ouvertüre,
geliefert hat, zur Aufführung. Das Stück gehört
neben den „Kreuzelſchreibern” „Meineidbauer” und
„Gwiſſenswurm” zu den beſten und wirkſamſten
Anzengrubers. Wie in den „Kreuzelſchreibern” im
Steinklopferhans, hat er in dieſem Stück in dem alten
Zuchthäusler, in dem trotz ſeines Hanges zum
Dieb=
ſtahl ein guter Kern ſteckt, eine prächtige Figur
ge=
ſchaffen; einen Philoſophen, der ſich gleich dem
Stein=
klopferhans eigene Lebensmaximen aufſtellt und der
über die herrſchenden Anſchauungen von Moral und
Unmoral hinweg ſich eigene Anſichten formt und danach
lebt, die ſo viel Geſundes und Wahres in ſich bergen,
daß man unwillkürlich mit dem alten Spitzbuben fühlt,
daß einem auch dieſe unſympathiſche Perſönlichkeit
ſympathiſch wird. Daneben ſind der reiche Bauer
Moſer, ſein Weib und ſein Neffe Philipp, deſſen
jun=
ges, hübſches Weib, das einmal unſchuldig „geſeſſen iſt”
und mit ihrem daher datierenden „Fleck auf der Ehr”
dem Stück den Titel verleiht, ganz vortrefflich
gezeich=
nete Figuren. Die junge Moſerbäuerin gibt dem Stück
auch den Inhalt. Sie hatte als Mädchen einen Dienſt
in der Stadt, und als ihrer Herrin ein Armband
ab=
handen kam, fiel der Verdacht auf die Franzl, und ſie
wanderte unſchuldig ins Gefängnis. Wohl ſtellte ſich
ihre Unſchuld bald heraus, und man ließ ſie frei; da
ſie aber in ihrer Schmach und Angſt an nichts anderes
denkt, als aus der Stadt zu kommen und in ihr
heimatlich Dorf zurückzukehren, geſchieht nichts, um
ihre Unſchuld auch bekannt zu geben. Nach Jahr und
Tag — aus der Franzl iſt inzwiſchen die glückliche und
ſchmucke junge Moſerin geworden — kehrt der alte
Gauner Hubmayer, der um Franzls unſchuldig
er=
littene Strafe weiß, ebenfalls zurück, und als die
Moſerin ihn auf einer neuen Diebestat überraſcht,
droht er, es zu verraten, daß ſie beide ſich einſt auf
dem nämlichen Wege begegnet ſind. Dieſe Drohung
hört der reiche Vetter. Das führt dann zu den ſchweren
Konflikten, die das arme Weib zum Selbſtmord im
See treiben, von dem ſie aber abgehalten wird durch
eine Leiche, die zur ſelben Stunde über den See
ge=
fahren wird, der Leiche der früheren Herrin der
Franzl, die vor ihrem Tode dafür Sorge getragen,
daß Franzls Unſchuld bekannt gegeben wird. Juſt zur
rechten Stunde.
Die Oberbayern hatten dem Stück eine beſonders
liebevolle und verſtändnisinnige Einſtudierung zureil
werden laſſen. Anna Dengg als (Franzl darf
zuerſt genannt werden, die Rolle liegt ihr beſonders
gut; dann die Herren Michl Dengg (Hubmayer),
Hans Werner (Andrä Moſer), Joſeph Meth
(Phil. Moſer), und RoſaKirchner=Lang (Chriſtine).
Sie alle ſtellten lebenswahre, herzerfriſchende Geſtalten
auf die Bühne. Ebenſo Edi Hertl als LLoiſl und
Maria Meth als ſeine Schweſter Everl, die auch das
ſchöne, ſtimmungsvolle Duett „Verlor’nes Vertrauen”
ſehr wirkungsvoll ſangen. Aber auch die übrigen
Dar=
ſteller, ſo die Herren Kirchner=Lang als Pfarrer
Gottwald, Beni Glas, Hans Halmbacher und
Hans Hofmann, die das ſtreitende Bauerntrio ſehr
natürlich verkörperten, und die jungen Burſchen und
Dirndle, die auch durch einen prächtigen Schuhplattler
erfreuten. Alle gaben ihr Beſtes und das
Zuſammen=
ſpiel war vortrefflich. Die Geſangseinlagen, die Herr
Pauli Kiem einſtudiert hatte, und die Zither= und
Gitarrevorträge des Virtuoſen=Terzetts Hans Reiter,
Edi Kiem und Pauli Kiem wurden, wie
allabend=
lich, mit beſonders lebhaftem Beifall ausgezeichnet.
C Der Karneval 1911 wird bekanntlich im Zeichen
des Vierteljahrhundertjubiläums ſtehen und aus dieſem
Grunde beſonders umfangreich und glanzvoll gefeiert
werden. In dem Mittelpunkt der Veranſtaltungen wird
neben der großen Jubiläumsſitzung der pomphafte
Jubiläumszug ſtehen, zu deſſen Arrangement das
Komitee der „Karnevalgeſellſchaft Narrhalla‟
ſchon jetzt die umfangreichen Vorbereitungen begonnen
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Der verunglückte Jubiläumstaler.
Der Köln. Zeitung wird aus Berlin geſchrieben:
Die ſonſt nach allen Richtungen ſo ſchön verlaufene
Univerſitätsfeier hat nun doch einen Mißton
oder richtiger geſagt einen Mißklang hervorgebracht,
und zwar durch die Prägung der Jubiläumstaler. Dies
neueſte Erzeugnis der Berliner Münze wird auf den
erſten Blick meiſt für eine jener minderwertigen
Me=
daillen gehalten, wie ſie bei Schützenfeſten und
ähn=
lichen Veranſtaltungen für wenige Groſchen zu kaufen
ſind. Die eine Seite trägt die Doppelköpfe von
Fried=
rich Wilhelm III. und unſerem jetzigen Kaiſer, die
andere wird ganz von einem ausgeſprochen blechern
anmutenden Reichsadler ausgefüllt. Der Druck iſt
unklar und verſchwommen und das ganze Erzeugnis
macht einen unbegreiflich unechten Eindruck. Sogar
einen ſchweren münztechniſchen Fehler hat man ſich
nicht geſpart. Alle anderen Münzen werden nämlich
immer ſo geprägt, daß, wenn man zwei
aufeinander=
leat, ſie ſich ganz genau decken und daß Rand feſt auf
Rand liegt. Bei dem Jubiläumstaler ſind aber die
Köpfe der beiden Monarchen ſo hoch im Relief
gehal=
ten, daß die Ränder niemals in ihrer ganzen Rundung
glatt aufeinander aufliegen können. Wenn man alſo,
wie es im Großverkehr üblich iſt, die Stücke in Rollen
zuſammenpackt, ſo bilden ſie nicht einen feſtſtehenden
Zylinder, ſondern ſehen aus wie eine leicht gekrümmte
Wurſt. Es iſt ein Glück, daß unſere Dreimarkſtücke
nicht über die Grenzen des Landes hinausgehen und
daß daher nur diejenigen Ausländer, die nach
Deutſch=
land kommen, nur zu berechtigten Anlaß haben
wer=
den, ſich über die Geſchmackloſigkeit der deutſchen amt=
hat. Dieſer Tage werden die Einladungen an jamtliche
hieſigen Vereine, Korporationen und Geſellſchaften
hinausgehen, um von vornherein einen Ueberblick zu
er=
halten, auf welche Beteiligung zu rechnen iſt. Die
ver=
ehrlichen Vereinsvorſtände ſeien auch hierdurch ſchon
darauf aufmerkſam gemacht, da die Vorarbeiten diesmal
beſondere Sorgfalt erheiſchen.
r. Oberbayeriſches Bauerntheater. Im Auftrag
des Herrn Direktor Dengg hat das photographiſche
Atelier Gieſinger & Co, dieſer Tage eine prächtige
Gruppen=Aufnahme des geſamten Theater=Enſembles im
Orpheum gemacht. Ein Bild dieſer ſtattlichen
Spieler=
truppe kam mit mehreren Einzelaufnahmen im
Schau=
kaſten der Firma in der Alexanderſtraße zur Ausſtellung.
— Bauerntheater — Orpheum. Heute, Samstag,
findet die einzige Wiederholung von „Der Fleck auf der
Ehr” ſtatt. Morgen, Sonntag, nachmittag, als
Vor=
ſtellung bei kleinen Preiſen: „Der Vize=Kooperator”;
abends 8¼ Uhr: „Aus der Art geſchlagen‟ Die
Direk=
tion bittet im Intereſſe der Beſucher und um unnötigen
Störungen zu begegnen, darauf achten zu wollen, duß
die Vorſtellungen präziſe 8¼ Uhr beginnen müſſen.
— Im Kaiſerſaal findet morgen, Sonntag, ſowie
bis auf weiteres an den folgenden Sonntagen, abends
großes Militär=Streichkonzert der Kapelle des Garde=
Dragoner=Regiments Nr. 23 (Leitung: Muſikmeiſter
Mittelſtädt) ſtatt. Näheres ſiehe Anzeige in heutiger
Nummer.
Schützenhof. Anläßlich der Obſtausſtellung
fin=
det in den Kellerlokalen von 4 Uhr an Konzert einer
Abteilung der Kapelle des Großh. Artillerie=Korps
ſtatt, bei freiem Eintritt.
t. Lindenfels, 13. Okt. Zwei unſerer „Alten”
feierten in den letzten Tagen ihr Geburtsfeſt. Herr
Adam Riebel vollendete am 11. Oktober ſein 86.,
Herr Michgel Rauch am 12. ſein 88. Lebensjahr. —
Die hieſige Spar= und Darlehenskaſſe hält
am kommenden Sonntag in der „Harfe” eine
außer=
ordentliche Generalverſammlung ab. Auf der
Tages=
ordnung ſteht die Gründung einer
Sterbe=
kaſſe. Mit dieſer Verſammlung wird gleichzeitig
eine Erinnerungsfeier an das 20jährige Beſtehen der
Genoſſenſchaft verbunden. — An unſerem
Waſſer=
werk werden die Quellen neu gefaßt und eine neue
Quellenkammer gebaut. Es waren hierzu 4 Offerten
eingelaufen, und zwar mit folgenden Forderungen:
1377 Mark, 1619 Mark, 1634 Mark und 1779 Mark. Die
Arbeiten wurden dem Mindeſtfordernden, Adam
Pfei=
fer III., übertragen.
Wald=Michelbach, 13. Okt. Durch einen Unfall
hat der 18jährige Fabrikarbeiter Franz Boch von Unter=
Flockenbach, der in dem Lederwerke Freudenberger zu
Weinheim beſchäftigt war, das Leben eingebüßt.
Er bediente heute vormittag dort einen
Lederriemen=
haſpel und hatte dieſen, um etwas in Ordnung zu
bringen, abgeſtellt. Während er ſich nun bückte, ſetzte
ſich der Haſpel durch irgend einen, noch nicht
aufge=
klärten Umſtand ſelbſttätig in Bewegung und die Welle
ſchlug ihm ſo heftig in den Nacken, daß das Genick brach
und der Unglückliche bald darauf verſchied.
Mainz, 14. Okt. Im Juli hatte ſich hier in der Nähe
des Hauptbahnhofes in einem Hotel der Ritter v.
Ahren=
berg eingemietet. Er behauptete, er reiſe für ein
bedeu=
tendes Londoner Theater, um berühmte Künſtlerinnen in
Deutſchland zu engagieren. Der Herr Ritter zahlte, was
er verzehrte, doch eines Tages klagte er dem Hotelier, daß
er plötzlich Rheumatismus bekommen hätte und ob er
da=
für nicht ein Mittel wiſſe. Der Hotelier empfahl ſeinem
Gaſte, ſich in Wiesbaden einer Kur zu unterziehen, aber
Herr v. Ahrenberg wollte lieber nach Wildbad gehen. Er
pumpte den Hotelier um 400 Mark an und gab ihm einen
Scheck auf eine Londoner Bank, wo er jedoch, wie ſich
ſpä=
ter herausſtellte, kein Depot beſaß. Herr v. Ahrenberg
blieb natürlich verſchwunden. Jetzt iſt er in Wien
ver=
haftet worden. Er heißt Richard Blumenthal und war
früher Polizeibeamter und ſpäter Hotelbuchhalter. Er wird
hierher ausgeliefert.
Gießen, 13. Okt. Die Arbeiten an unſerer neuen
Schlachthofanlage nehmen einen guten Fortgang.
Die derzeitigen Räumlichkeiten der alten Schlachthofanlage
genügen ſchon lange Jahre nicht mehr den an ſie geſtellten
Anforderungen und Bedürfniſſen, da ſowohl die
Schlach=
tungen von Großvieh als auch die von Kleinvieh in den
letzten Jahren außerordentlich zugenommen haben und noch
weiter im Steigen begriffen ſind. Die ſtädtiſche
Verwal=
tung ließ den Plan zu einer großzügigen, modernen
Schlachthofanlage ausarbeiten, die für eine
Einwohner=
ſchaft von 50000 Seelen ausreichen und allen neuzeitlichen
Anforderungen entſprechen ſollte. Die projektierte Anlage
kann nach Bedarf im Laufe der Jahre für eine Bevölkerung
von 120000 Seelen ausgebaut werden. Für die Erbauung
der Anlage iſt von der Stadtverordneten=Verſammlung
ſei=
nerzeit der Betrag von 600000 Mark zur Verſügung geſtellt
worden.
Butzbach, 13. Okt. Der Einſpruch, den der
Kaufmann und Landtagsabgeordnete Joutz gegen die
Nichtbeſtätigung ſeiner Wahl zum Bürgermeiſter erhob,
lichen Prägekunſt luſtig zu machen. Hoffentlich findet
dieſer Jubiläumstaler auch in Deutſchland keine große
Verbreitung, und am beſten wäre es, man würfe das
Scheuſal in die Wolfsſchlucht.
C. Brünette und Blonde. Die eleganten
Damen der engliſchen Hauptſtadt, die vornehmen
Frauen, die in Mode und Geſellſchaft den Ton
an=
geben, haben das erſte große Ereignis der Herbſtſaiſon
binter ſich: Mme. Lueile hat in ihrem prächtigen Heim
am Hanover Square ihren erſten Empfangstag
abge=
halten, den Empfangstag, der endgültig den Schleier
lüftet von den Geheimniſſen, hinter denen kommende
Wintermoden ſich zu verſtecken lieben. Mme. Lueile
iſt nur ein Nom de guerre, unter dem eine
vielbewun=
derte Größe der ariſtokratiſchen Londoner Geſellſchaft
ein Modengeſchäft betreibt: Lady Duff=Gordon, die
aus Laune oder Freude an der Arbeit ihre Phantaſie
und ihren Geſchmack dem Erwerbsleben zugewandt
hat. Den Sommer über war ſie eifrig tätig, in der
Stille ihres Arbeitszimmers die Toiletten zu dichten,
um deren Beſitz unter den mondänen Londonerinnen
alljährlich ein leidenſchaftlicher Wettkampf beginnt.
Lady Duff=Gordon iſt eine Vorkämpferin deſſen, was
ſie die „pſychologiſche Kleidung” nennt, und ihre
Ar=
beit gipfelt in dem Beſtreben, die Frauen dazu zu
er=
ziehen, daß ſie immer mehr lernen, die Eigenarten
ihres Temperamentes und ihres Weſens zum
Leit=
motiv ihrer Toilette zu machen. Dabei ſcheint es
frei=
lich ohne gewiſſe dogmatiſche Gewaltſamkeit nicht
ab=
zugehen, denn die Frucht ihrer diesjährigen
Sommer=
arbeit iſt die Einteilung der geſamten menſchlichen
Weiblichkeit in zwei Klaſſen, für die verſchiedene
Grundſätze der Kleidung gelten ſollen. Groß und
Klein, Schlank und Ueppig, Leidenſchaftlich und Phleg=
Nummer 242.
iſt nunmehr auch vom Miniſterium als unbegründet
zurückgewieſen worden. Damit iſt die Sache
endgültig entſchieden und Butzbach ſteht vor einer
neuen Bürgermeiſterwahl. Es machen ſich in der
Bürgerſchaft Stimmen geltend, in ähnlicher Weiſe, wie
dies in Alsfeld geſchah, von der geſetzlichen
Möglich=
keit der Anſtellung eines Berufsbürgermeiſters
Ge=
brauch zu machen.
Lauterbach, 14. Okt. Wie bereits gemeldet, wurde
geſtern bei dem Oekonomierat Backhaus ein
Einbruch verübt. Der Täter überfiel den alten
Mann und ſeine Gattin, die im Nebenzimmer
ſchlie=
fen, und brachte ihnen ſchwere Verletzungen am Kopfe
bei. Der Mann erlitt dabei einen Schädelbruch und
war ſofort bewußtlos. Nachdem der Verbrecher ſo die
Zeugen feiner Tat unſchädlich gemacht hakte, ging er
an den Einbruch. Mit einem Brecheiſen öffnete er die
Schublade des Tiſches und entnahm daraus 2000 Mark
in Wertpapieren. Um die Spuren des Einbruches zu
verwiſchen, zündete er die noch in dem Schreibtiſch
liegenden Papiere an. Oekonomierat Backhaus kam
nach einiger Zeit wieder zum Bewußtſein und konnte
Hilfe herbeirufen. Die Hauseinwohner löſchten dann
das Feuer, ehe die Feuerwehr erſcheinen konnte. Man
ſchickte ſofort zu einem Arzte, der die Eheleute in
Be=
handlung nahm. Auch die Gendarmerie war nach
kur=
zer Zeit an dem Tatort erſchienen. Die Eheleute
konnten aber über den Täter nichts ausſagen, da ſie
im Schlafe überfallen worden waren, und den Mann
gar nicht geſehen hatten. Von Gießen ließ man den
Hund des Schutzmanns Klös kommen, der auch ſehr
gut die Spur des Eindringlings aufnahm und bis zum
Bahnhof verfolgte. Dort iſt der Täter wahrſcheinlich
in einen Zug geſtiegen und davongefahren. Der
Zu=
ſtand der beiden Verletzten hat ſich ſoweit gebeſſert, daß
keine Lebensgefahr mehr beſteht. Die anderen
Ein=
wohner des Backhausſchen Hauſes haben von dem
Ein=
bruch nichts wahrgenommen. Von dem Täter fehlt
bis jetzt jede Spur. Man hatte in der Umgebung
von Lauterbach wohl eine Verhaftung vorgenommen,
konnte ſie aber nicht aufrecht erhalten, da ſich die völlige
Schuldloſigkeit des Verhafteten ergab.
Grünberg, 13. Okt. Auf dem Warthof, der dem
Herrn von Oetinger in Darmſtadt gehört und an
Herrn Fritz Lohrmann verpachtet iſt, brach heute um
Mitternacht Großfeuer aus. Das Feuer entſtand
in der großen Scheuer und fand in den darin
lagern=
den großen Fruchtvorräten reiche Nahrung. Die
Scheuer und der Pferdeſtall ſind völlia vernichtet, doch
wurden die Pferde ſämtlich gerettet. Der eifrigen
Ar=
beit der Feuerwehr gelang es, das Wohnhaus und die
übrigen Gebäude zu retten. Noch am folgenden Tage
mittags 12 Uhr war das Feuer nicht völlig gelöſcht,
doch jede Gefahr beſeitigt. Vermutlich liegt
Brandſtift=
ung vor.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 13. Okt. Der Kaiſer
und die Kaiſerin trafen im Laufe des
Nachmit=
tags vom Neuen Palais hier ein. Um 7 Uhr begann
im Weißen Saale große Tafel anläßlich der
Uni=
verſitäts=Inbelfeier. Der Kaiſer führte die
Kaiſerin, es folgte der Kronprinz mit der Prinzeſſin
Friedrich Karl, Prinz Rupprecht von Bayern mit der
Kronprinzeſſin und mehrere andere Fürſtlichkeiten.
Die Fürſtlichkeiten nahmen zur Seite der Majeſtäten
an der Tafel Platz, den Majeſtäten gegenüber der
Reichskanzler. Ferner nahmen teil zahlreiche hohe
Militärs, Hofchargen, Staatsſekretär von Kiderlen=
Wächter, der Kultusminiſter, die Profeſſoren der
Uni=
verſität, ſowie die zur Jubelfeier der Univerſität hier
eingetroffenen namhaften deutſchen und fremden
Ge=
lehrten in ihren Amtstrachten und die Mitglieder des
ſtudentiſchen Ausſchuſſes, die in vollem Wichs
er=
ſchienen waren. Während der Tafel trank der
Kai=
ſer mehreren ihm naheſtehenden Perſönlichkeiten zu,
ſo dem Prinzen Rupprecht von Bayern, dem
Reichs=
kanzler und dem Rektor Profeſſor Erich Schmidt. Nach
der Tafel hielten die Majeſtäten in der Bildergalerie
Cercle, wobei ſie viele der deutſchen und fremden
Ge=
lehrten ins Geſpräch zogen. — Auf Veranlaſſung der
Roſtocker Staatsanwaltſchaft iſt heute der frühere
Di=
rektor der Geſellſchaft m. b. H. Heiligendamm, der
Schriftſteller Walter John=Marlitt, ein Neffe der
verſtorbenen Romanſchriftſtellerin, in ſeiner Berliner
Wohnung verhaftet und in das
Unterſuchungs=
gefängnis nach Roſtock überführt worden. Der
Ver=
haftete ſteht nach Anſicht der Staatsanwaltſchaft in dem
Verdachte, ſeine Gläubiger betrogen zu haben. — Ein
findiger Gaſtwirt in der Nähe des Flugplatzes
Johannisthal hat die bei ihm verkehrenden
Mon=
teure veranlaßt, Brüchſtücke der abgeſtürzten
Flug=
zeuge zu ſammeln und zu einem originellen Muſeum
in ſeinem Lokal zu vereinigen. Man ſieht dort
Luft=
ſchrauben, Traggeſtelle, Höhen= und Seitenſteuer uſw.
der in Johannisthal und anderen Flugplätzen
abge=
ſtürzten Flugzeuge. Das originellſte Stück der
Samm=
lung dürfte wohl der dem Ingenieur Rau von den
Siemens u. Halske=Werken nach ſeinem Abſturz auf
me
matiſch, Robuſt oder Grazil — Lady Duff=Gordon
ſcheidet alle Töchter Evas kurzweg in zwei Gruppen:
in Blonde und Brünette. Und Mme. Luciles
Wahr=
ſpruch lautet, daß die Brünette ihre Kleidung auf das
Geheimnisvolle, das Leidenſchaftliche und Tragiſche
abſtimmen muß, während die Blonde lichte, ſonnige
Heiterkeit erſtrebt. Zwar regt ſich heimlich der
Ver=
dacht, daß Mme. Lueiles Geſchmack dabei ein wenig
von der Eigenart ihrer beiden Mannequins beeinflußt
worden iſt, denn Delila, ihre brünette Gehilfin, iſt
groß, ſchlank, dunkeläugig und in myſtiſche
Unergründ=
lichkeit getaucht, während die graziöſe kleine Blondine,
die bei der Toilettenſchau den Namen Coriſande führt,
anmutig und zierlich iſt und die fröhliche Heiterkeit,
die in ihren blauen Augen ſpielt, nur mit Mühe dem
Ernſt der Situation gemäß zu dämpfen weiß. Doch
die Londoner Weltdamen, die ſich in dichten Scharen
zu Mme. Luciles Empfangstag drängten, wurden durch
den Reiz der neuen Kreationen hingeriſſen und
ver=
gaßen alle Bedenken, ſodaß Mme. Lueiles neue Geſetze
in der kommenden Saiſon in England herrſchen
wer=
den. Nicht weniger als 77 Neuſchöpfungen ihrer
Phantaſie hatte Mme. Lucile ihren Kundinnen
vorzu=
führen, und alle ſprachen für die Theorie der „
pſycholo=
giſchen Kleidung” — über den Toiletten, die für
Brü=
nette beſtimmt ſind, webt der geheimnisvolle Zauber
des Unerklärlichen, die dunklen Wunder des Orients
tauchen auf, und Kleopatra ſcheint Pate geſtanden zu
haben, während die „blonden Toiletten” in ihrer
lich=
ten Farbengebung und ihrer ſchlichten Eleganz der
Linien alle Problematik verachten und ein Loblied auf
die ſonnige Anmut der blonden Frau anzuſtimmen
ſcheinen.
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Seite 5.
dem Bornſtedter Feld vom Fuß geſchnittene Stiefel
ſein. Der unternehmungsluſtige Gaſtwirt, der ein
be=
geiſterter Anhänger des Flugſports iſt und „Aero=
Schnäpſe”, „Liqueur de Jeannin” Schleſiſchen
„Wiencziers=Korn” und dergleichen ausſchänkt, führt
ſeine Gäſte perſönlich in der „Schreckenskammer”
um=
her und gibt mit Sachkenntnis die nötigen
Erläuter=
ungen. — In der hieſigen Kaufmannſchaft macht
ſich eine energiſche Bewegung gegen die übermäßige
Belaſtung der Geſchäfte durch Gaben an Baſar= und
andere Wohltätigkeitsveranſtaltungen
bemerkbar. Der großkaufmänniſche Verband und
wiele Berliner Firmen haben ſich vereinigt, um eine
ſachgemäßere und würdigere Verwendung der Spenden
einzuleiten. Es ſoll dafür geſorgt werden, daß die
Gaben und Beiträge auch in die richtigen Hände
kom=
men. Wie der „Konfektionär” mitteilt, wird eine
ſtän=
dige Wohltätigkeitskommiſſion der Berliner
Kauf=
mannſchaft organiſiert werden, die eine Zentralſtelle
für alle Geſuche um Beiträge ſein ſoll. Die Organe
der Berliner Wohlfahrts= und Armenpflege gehen mit
der Kaufmannſchaft Hand in Hand.
Frankfurt a. M., 13. Okt. Direktor Michel in
Straßburg wird laut Frankf. Ztg. anſtelle des ſich zum
Schluß dieſes Jahres zurückziehenden Geh.
Kom=
merzienrates Andrege in die Direktion der Frankfurter
Filiale der Bank für Handel und Induſtrie
eintreten.
Frankfurt a. M., 14. Okt. Der Poſtaſſiſtent Karl
Heſſinger wurde geſtern nachmittag im Stadtwalde
erſchoſſen aufgefunden. Es liegt zweifellos
Selbſtmord vor. Das Motiv der Tat iſt unbekannt.
Augsburg, 13. Okt. Wegen falſcher
Informie=
rung eines Redakteurs, der daraufhin eine
Geld=
ſtrafe erhalten hatte, hat das hieſige Schöffengericht den
Gewährsmann, in dieſer Sache wegen Beleidigung zu 14
Tagen Gefängnis verurteilt. Der Beſtraſte hatte den
Redakteur früher ſchon einmal hineingelegt. Das Gericht
bemerkte ausdrücklich, die Handlungsweiſe des Verurteilten
müſſe um ſo ſchärfer geahndet werden, weil ſich der
Redak=
teur unbedingt auf ſeine Gewährsmänner verlaſſen müſſe.
Magdeburg, 13. Okt. Das
Stadtverordne=
tenkollegium wählte heute an Stelle des zum
Finanzminiſter ernannten früheren Oberbürgermeiſters
Dr. Lentze den bisherigen zweiten Bürgermeiſter
Reimarus mit 41 Stimmen zum
Oberbürgermei=
ſter von Magdeburg. 32 Stimmen erhielt
Oberbürger=
meiſter Dr. Gerhard von Halberſtadt.
Frankfurt a. d. Oder, 14. Okt. Amtlich. Heute früh
1 Uhr überfuhr in Wellmitz der Eilgüterzug 6055
das Halteſignal; er fuhr auf den Güterzug 7739.
Der Hilfsbremſer Treſchenſchi aus Frankfurt a. d. O.
war tot, der Packmeiſter Kitzler aus Breslau wurde
ſchwer verletzt. Die Lokomotive und 12 Wagen
wurden zertrümmert. Der Betrieb auf den Gleiſen
wurde auf acht Stunden geſperrt. Der
Perſonenver=
kehr wird durch Umſteigen aufrecht erhalten.
Schweidnitz, 14. Okt. Das Schwurgericht hat
den Grubenarbeiter Klennert aus Gottesberg und den
Kutſcher Elsner aus Landeshut, die in der Nacht zum
2. Juni auf der Bahnſtrecke Fellhammer-Friedland
eine ſchwere Schwelle über das Gleis gelegt hatten, um
einen Perſonenzug zum Entgleiſen zu bringen, zu je
acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Danzig, 14. Okt. Die Typhuserkrankungen
im 17. Armeekorps während des diesjährigen
Kaiſer=
manövers ſind ziemlich umfangreich geweſen. In Danzig
liegen noch 50 Perſonen, Mannſchaften und Offiziere, krank
danieder; 3 Soldaten, die in verſeuchten Quartieren
gele=
gen haben, ſind geſtorben. Vom 23. Pionier=Bataillon in
Graudenz werden 25 Erkrankungen gemeldet.
Königsberg i. Pr., 14. Okt. Geſtern nachmittag fiel
dem plötzlich einſetzenden Sturm in dem nahen
Oſt=
eebade Kranz ein mit fünf Fiſchern beſetztes
Fiſcher=
boot zum Opfer. Heute früh wurden der Maſt des
gekenterten Bootes und die Leiche eines Inſaſſen in
der Nähe von Roſehnen ans Land geſpült.
Paris, 14. Okt. Durch die Exploſion einer
Höllenmaſchine, die heute früh gegen 1 Uhr vor
einem Hauſe der Rue Nerri erfolgte, wurde der Tor=
weg eingeſchlagen. Die Faſſade wurde ſtark beſchädigt;
die Fenſter der Nachbarhäuſer wurden zertrümmert.
Perſonen wurden nicht verletzt. Das ſtädtiſche
Labo=
ratorium ließ Teile der Höllenmaſchine, deren Hülle ein
gußeiſerner Topf war, abholen.
Madrid, 13. Okt. In allen größeren Städten waren
heute die Truppen in den Kaſernen konſigniert, um
etwaige Ruheſtörungen anläßlich des Jahrestages der
Erſchießung des Anarchiſten Ferrer niederzuwerfen.
Ueberall herrſchte aber die größte Ordnung.
Warſchau, 14. Okt. Eine Feuersbrunſt wütet in
Kobylski im Kreiſe Rylsk. Gegen 500 Gebäude ſind
nie=
dergebrannt. Bei einem zweiten in Pawlowka
ausgebro=
chenen Feuer fanden 10 Perſonen den Tod in den
Flammen
New=York, 13. Okt. Die Kohlenfirma Thomas
Watkins ſtellte die Zahlungen ein. Die
Ver=
bindlichkeiten belaufen ſich auf 1275000 Dollars.
New=York, 13. Okt. Der Antiquitäten= und
Kunſt=
händler Benjamin Duveen wurde unter der
Beſchul=
digung verhaftet, in den letzten Jahren
Zollhinter=
ziehungen im Betrage von einer Million Dollars
begangen zu haben.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſiler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ßehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Großherzogliches Hoftheater.
Ber=
nard Shaw, der iriſche Dramatiker, deſſen Komödie
„Der Arzt am Scheideweg” nächſten Dienstag erſtmalig
bei uns zur Aufführung kommt, gilt als einer der
alleroriginellſten und geiſtreichſten Köpfe unſerer
modernen Bühnen=Literatur. Er iſt Dramatiker,
Kunſtkritiker, Politiker, Agitator und Gott weiß, was
ſonſt noch alles. Man nennt ihn den britiſchen
Ariſto=
phanes und ſeine Komödie, „Der Arzt am Scheideweg”
wird als der witzigſte und biſſigſte Ausdruck ſeiner
Eigenart angeſehen. Sie iſt eine Satire auf den
Hoch=
mut mediziniſcher Kapazitäten und Poſeure der
Wiſſen=
ſchaft und den Wirrwarr moderner ärztlicher Theorien.
Das Stück hat am Deutſchen Theater in Berlin ſchon
über 100 Aufführungen erlebt und wird obenangeſtellt
nicht nur unter Shaws Werken, ſondern unter den
Daſeinskomödien unſerer Zeit überhaupt. Seine
In=
ſzenierung leitet Regiſſeur Hacker, der zugleich von
den ärztlichen Typen den mit dem deutſchen Namen
Schutzmacher ſpielt. Die mit engliſchen Namen werden
dargeſtellt von den Herren Jürgas, Lehrmann,
Jordan, Heinz und Knispel. Das Künſtler=
Ehepaar Dubedat ſpielen Herr Schneider und Frl.
Prevoſt, die übrigen Rollen liegen in den Händen
der Damen Rudolph, Reick, ſowie der Herren
Semler, Holler und Kroczak.
— Konzert der Liedertafel. Die erſte,
kleinere Abteilung des Programms bringt in ihrem
vokalen Teil: „Deutſcher Siegesgeſang” für Tenorſolo
und Chor, Gedicht von Guſtav Schmidt, Muſik von
Hr. Marſchner (Solo: Herr Franz Müller), und „
Krie=
gers Abſchied und Heimkehr” komponiert von Ad.
Kugler, geſungen von Herrn Kammerſänger Weber.
Beide Gefänge mit Orcheſterbegleitung. Der orcheſtrale
Teil enthält Richard Wagners ſchwungvolle Rienzi=
Ouvertüre und „Sphärenklänge” eine poetiſch
empfun=
dene, efektvoll inſtrumentierte ſymphoniſche Dichtung
für großes Orcheſter von Andregs Hallén.—— Die zweite
Abteilung bildet ein Zyklus von Chören, Sologeſängen
mit verbindender Deklamation und großem Orcheſter.
„Aus großer Zeit” entrollt eine Reihe von Bildern aus
dem deutſch=franzöſiſchen Kriege 1870/71.‟ Aber nicht
die kriegeriſchen Ereigniſſe an und für ſich bilden den
Gegenſtand der Dichtung. Dieſe ſchildert vielmehr die
Erlebniſſe von drei freundſchaftlich eng verbundenen
Jünglingen, von denen der eine als Soldat, der andere
als freiwilliger Arzt, der dritte aber in ſeelſorgeriſcher
Tätigkeit an dem Feldzuge teilnimmt. Die gewaltigen
Begebenheiten des Krieges bilden nur den Hintergrund
der Handlung, an welcher die drei jungen Helden den
ihnen zugedachten Anteil nehmen. Die Sprache der
Dichtung zu genanntem Werk iſt von warmem
Patrio=
tismus durchglüht, die Muſik von Th. Müller=Reuter
zum größeren Teil originell und charakteriſtiſch. (Siehe
Anzeige.)
Verband für Jugendfürſorge in der Stadt
Darmſtadt.
St. Der Verband für Jugendfürſorge in der Stadt
Darmſtadt hielt geſtern nachmittag im Rathausſaale
unter dem Vorſitz des Herrn Beigeordneten Mueller
eine gut beſuchte Sitzung ab, der auch J. Großh. Hoh.
die Prinzeſſin Ludwig von Battenberg
bei=
wohnte.
Nach herzlicher Begrüßung der Erſchienenen und
nach kurzen einleitenden Bemerkungen machte der
Vor=
ſitzende intereſſante Mitteilungen über die Tagung
des deutſchen Vereins für Armenpflege
und Wohltätigkeit in Königsberg. Redner
hob hierbei rühmend hervor ein Werk des
Bürgermei=
ſters Dr. Schmidt=Mainz, das eine Menge ſehr
wertvollen Materials enthalte und deſſen Lektüre allen
an der guten Sache der Jugendfürſorge Intereſſierten
empfohlen ſei. Im Mittelpunkte der Tagesordnung in
Königsberg ſtand die von allen anerkannte Forderung
der Bindung der vielfach zerſplitterten Tätigkeit und
die beſonders von Pfarrer D. Schloſſer=Gießen
ge=
forderte Trennung der Jugendfürſorge von der
Armen=
pflege. Eingehender verbreitete ſich der Vorſitzende
über den Vortrag des Stadtrats Dr. Münſterberg=
Ber=
lin über die Reform des engliſchen Armenweſens. In
England hat beſonders das Problem der
Arbeitsloſig=
keit zur Reform des Armenweſens geführt, die dort zu
einer Aufgabe der Nation geworden iſt und im
weſent=
lichen darin wurzelt und gipfelt, daß man die Menſchen
nicht erſt arm werden läßt, um dann ihnen zu helfen,
ſondern daß man die Armut in ihren Gründurſachen
bekämpft: in der Kindheit, der Krankheit, dem Alter,
der drohenden Arbeitsloſigkeit, und damit die
Armen=
pflege unnötig machen will. Freilich ganz wird die
Armut nie aus der Welt verſchwinden. Es wird, auch
wenn es gelingt, die Arbeitsloſigkeit durch
Zentrali=
ſierung aller Arbeitsmöglichkeiten ſeitens des Staates
zu bekämpfen, immer Elemente geben, die taumeln und
fallen. Darum darf auch die Armenpflege nicht
auf=
hören. Sie muß helfend einſpringen, wenn andere
Fürſorge verſagt.
Darauf erſtattete Herr Amtmann Krapp Bericht
über „Interlokale Beziehungen im
Zwangserziehungs=
weſen” im Anſchluß an eine Tagung des Verbandes für
private Fürſorge in Frankfurt. Es wurde dort namentlich
gefordert, daß ſich die Verbände gegenſeitig unterſtützen.
Lebhaft befürwortet wurde eine von Oberſtaatsanſtalt
v. Heſſert eingebrachte Reſolution, in der ein Reichs=
Fürſorgegeſetz gefordert wurde. Mit einem ſolchen Geſetz
werden tatſächlich alle Schwierigkeiten und Streitfragen
mit einem Schlage behoben.
Herr Beig. Mueller referierte ſodann über einen
Beſuch des von der Stadt Worms errichteten
Ferien=
heims für arme kränkliche Schulkinder, und über die
Finanzierung dieſes idealen Heimes. Im Anſchluß daran
erwog der Referent die Möglichkeit, ein derartiges Heim
auch für Darmſtadt zu errichten und kam zu dem Reſultat,
daß für Darmſtadt ſich mit einigem guten Willen der
erfor=
derliche Betrag ebenfalls aufbringen ließe. Auf Grund
dieſer Erkenntnis wird Redner demnächſt einen Platz im
Odenwald ausſuchen und Baupläne und Vorarbeiten
ein=
leiten. Weiter referiert Redner über die Schaffung einer
Heſſiſchen Vereinigung für Krüppelfürſorge. Eine
Zählung habe annähernd 1500 Krüppel in Heſſen ergeben,
und zirka 100 Krüppelkinder in Darmſtadt. Wenn man
bedenkt, daß auf Grund der neueſten ärztlichen Forſchungen
über 90 Prozent dieſer Kinder erwerbsfähig gemacht und
über 70 Proz. geheilt werden könnten, ſo ſei ſchon damit
die Notwendigkeit einer derartigen Fürſorge erwieſen. Ein
Anfang dazu ſei bereits gemacht durch das kleine
Krüppel=
heim in Nieder=Ramſtadt, das von der Inneren Miſſion
erhalten werde. Das Ziel der Beſtrebungen müßte aber
die Schaffung eines Zentral=Krüppelheims
mög=
lichſt in Darmſtadt ſein.
Da eine Diskuſſion nicht erfolgte, wurde die
Verſamm=
lung nach 6 Uhr geſchloſſen.
Kleines Feuilleton.
* Portugieſen in Darmſtadt. (
Zeitge=
mäße Erinnerungen eines alten Arztes.) Der
Som=
mer 1861 war wohl einer der heißeſten des 19.
Jahr=
hunderts. Ich bewohnte damals zwei beſcheidene
Zimmer, deren Fenſter, ohne Läden, direkt nach Weſten
und einem freien Platz gerichtet, von der Sonne den
ganzen Nachmittag bis zu deren Untergang beſchienen
wurden, ſodaß hinter deren dünnen Riegelwänden ſich
mitunter Temperaturen wie unter den Bleidächern
Ve=
nedigs entwickelten. Da lag ich nun an ſo einem
Nach=
mittag ganz aufgelöſt auf meinem alten Sofa und
konnte nur gerade noch denken wie Wellington bei
Waterloo: „Ich wollt', es wäre Abend, und wenn auch
die Preußen nicht da wären!‟ Da gab es auf der
Straße Geraſſel und lautes Geſchrei, und wie ich mich
zum Fenſter ſchleppte, ſah ich unten einen wirren
Hau=
fen von Wagenrädern und zappelnden Menſchen= und
Pferdebeinen. Gleich darauf kam ein Gegrabbel meine
Treppe herauf, und zu mir herein kam ein vornehm
gekleideter Herr, mit dem Hut auf dem Kopf, und
hin=
ter ſich her zog ſo eine Art Caliban in Livree, auf
deſſen kurz geſchorenem Kopfe zunächſt ein blutiger
Riß, der von der Stirn bis zum Scheitel ſich hinzog,
mein fachmänniſches Auge auf ſich zog. Der Herr
er=
klärte mir, er ſei der Marquis Soundſo von der
Por=
tugieſiſchen Geſandtſchaft, und das da ſei ſein Kutſcher,
ein irländiſches Rindvieh (sie!), der ſonſt einigen
Pferdeverſtand habe. Heute freilich habe er davon
keinen Gebrauch gemacht und habe ihn mit dem Wagen
auf der Heimfahrt von der Hoftafel umgeworfen.
Glück=
licherweiſe trage er aber den Schaden dafür ganz allein
in Geſtalt eines Riſſes in ſeinem Schädeldach, und den
ſolle ich jetzt als nächſtbeſter Arzt reparieren. Sehr
gerührt über ſolch’ ſelten vornehme Kundſchaft bot ich
dem Herrn einen Stuhl und machte mich ſofort daran,
mit Hilfe der beſcheidenen Darbietungen meines
Jung=
geſellenhaushaltes meines Amtes zu walten.
Wäh=
rend der Verwundete nur hie und da ein
unverſtänd=
liches Knurren hören ließ, hatte ſich der Herr Marquis,
ohne den ihm dargebotenen Stuhl zu beachten, mitten
auf die Platte meines wackeligen Schreibtiſches und
die Füße auf meinen davorſtehenden Seſſel geſetzt, in
einemfort ſchwatzend (das machte wohl das
Babbel=
waſſer bei der Hoftafel) und dabei in dem Inhalt
meiner Verbandtaſche und meinem umherliegenden
Schreibgeſchirr herumpfötelnd. Ob der Herr einen
Schopf oder eine bis zum Nacken reichende
Diploma=
tenſtirn beſaß, könnte ich jetzt nicht mehr ſagen, denn
während ſeiner Anweſenheit bei mir hat er ſeinen Hut
nicht abgeſetzt. Wie ich dann mein Werk beendet und
mit Hilfe einiger in meinem Kleiderſpind vorfindlichen
Leinwandlappen einen ſehenswerten Verband
fertig=
gebracht hatte, nahm der Herr wieder ſeinen Knecht
am Schlaffittich und — draußen war er. Ich aber ſtand
verwundert mitten in meiner Stube. Nicht einmal
einen von den Sechsbätznern, welche damals, aus ihrer
Heimat vertrieben, in Süddeutſchland ſich aufhielten,
hatte der Vertreter Seiner Portugieſiſchen Majeſtät
als Trinkgeld für meinen Burſchen zurückgelaſſen, der
ſeinen hinterlaſſenen Schmutz wieder wegfegen mußte!
Das war mein erſtes und leider nicht mein letztes
Geſchäft, das ich mit der Krone Portugals gemacht
habe. Denn geraume Zeit nachher habe ich auf
Emp=
fehlung der Darmſtädter Bank eine Anzahl ſauer
er=
ſparter Gulden zu faſt Parikurs derſelben geliehen;
und wie ich ſpäter die Papiere zum Kurs von 27
Pro=
zent wieder hergab, um doch etwas zum Andenken zu
behalten, da konnte ich mit Heinr. Heine ſingen: Meine
güldenen Dukaten, ſagt, wo ſeid ihr hingeraten? Aber bei
jedem Unglück gibt es bekanntlich immer noch ein
kleines Glück: So zäh das verfloſſene Königreich im
Schuldenbezahlen war, ſo freigebig zeigte es ſich beim
Austeilen von Titeln und Würden und beſonders von
Orden, wobei es aber klugerweiſe die alſo Geehrten
nur durch Dekrete benachrichtigte, welcher Ehre ſie
teil=
haftig geworden und denſelben anheimgab, ſich die
betreffende Dekoration nach gegebenem Muſter ſelbſt
anzuſchaffen. Wenn mir nun damals für meine
un=
zweifelhaften Verdienſte um die Krone Portugals auch
ſo eine Ehre widerfahren wäre? Als Träger einer
heſſiſchen Uniform hätte ich doch ſo einen befreundeten
Staat nicht brüskieren und es nicht machen können wie
ein Gießener Profeſſor, der, als ihm für ein juriſtiſches
Gutachten Aehnliches zuteil wurde, das direkt in ſeiner
Schreibſtube an die Wand nagelte; da konnte dann
jeder ſehen, welche Ehre ihm zuteil geworden! Bei mir
hätte das damals leicht einen Riß in mein ſchmales
Gagenbudget machen können, ſchwerer zu reparieren,
K.
als der an dem irländiſchen Dickſchädel.
— König Georgs Staatsſiegel. In der
Prägeanſtalt von Mint iſt man eifrig am Werke, das
neue Staatsſiegel herzuſtellen, mit deſſen Abdruck
Kö=
nig Georg künftig alle wichtigen Geſetze und Erlaſſe
verſehen wird, die während ſeiner Regierungszeit in
Kraft treten. Denn jedes Mal, wenn ein neuer
Herr=
ſcher den britiſchen Thron beſteigt, muß nach altem
Brauche auch ein neues Staatsſiegel angefertigt
wer=
den. Gewöhnlich wird zur Herſtellung Silber benutzt,
doch hin und wieder ſind die britiſchen Staatsſiegel
auch aus lauterem Golde hergeſtellt worden. König
Eduard bediente ſich eines ſilbernen Siegels von 6 Zoll
Durchmeſſer; die Koſten der Anfertigung beliefen ſich
auf nahezu 8000 Mark. Es war ein kleines
Meiſter=
werk der Schmiedeärbeit. Die gewöhnliche Gebrauchs=
dauer eines ſolchen Silberſiegels iſt durchſchnittlich
zehn Jahre; dann iſt es meiſt ſo abgenutzt, daß ſcharfe
Abdrücke nicht mehr zu gewinnen ſind. Königin
Vik=
toria hat während ihrer Regierungszeit nach einander
vier Siegel gehabt; das erſte bei ihrer
Thronbeſteig=
ung, ein zweites wurde 1860, ein drittes 1878 und das
letzte im Jahre 1900 angefertigt. Die drei letzten
koſte=
ten 8260, 10 260 bezw. 8000 Mark. Iſt das Siegel ſo
abgenutzt, daß Erſatz geſchaffen werden muß, dann
verlangt die Tradition, daß der herrſchende Monarch
mit einem Hammer dies Signum ſeiner
Regenten=
gewalt entwertet. Es genügt ein einziger energiſcher
Schlag, um das Wappen ſo zu beſchädigen, daß reine
Abdrücke nicht mehr möglich ſind. Dann geht das alte
Siegel in die Hände des Lordkanzlers über; ihm wird
es feierlich vom Monarchen überreicht. Der alte
Lordkanzler, Lord Halsbury, hat ſo aus den Händen
der Königin Viktoria die beiden letzten Siegel
ent=
gegengenommen, deren ſich König Georgs Großmutter
in den Tagen ihrer Herrſchaft bediente.
* Eine heitere Vorſtellung. Das Pus
blikum, aus dem ſich die Stammgäſte der kleinen
Volkstheater rekrutieren, iſt ganz anders geartet, als
die vornehme Welt, die die „eleganten” Spielhäuſer
füllt. Es herrſcht in den anſpruchsloſen Volkstheatern
zwiſchen den Zuſchauern und den auf der Bühne
Agierenden ein merkwürdiger Kontakt und die
Künſt=
ler dürfen ſich hier manches herausnehmen, was ihnen
an den ſich feierlich gebenden Stätten der dramatiſchen
Kunſt übel bekommen würde. Im Giornale di
Siei=
lia erzählt Arturo Lancelotti, daß er jüngſt im
Meta=
ſtaſio=Theater zu Rom einer höchſt merkwürdigen
Vor=
ſtellung beigewohnt habe. Geſpielt wurde ein Stück
in ſiziliſcher Mundart. An einer beſtimmten Stelle
des Schauſpiels ſollte auf der Bühne gegeſſen
wer=
den; das traf ſich ſehr gut, denn die Schauſpieler
hatten, da es ſchon ziemlich ſpät war, großen Hunger
und kamen auf den vortrefflichen Gedanken, das nur
zu mimende Abendbrot im Stück zu einem wirklichen
Abendbrot zu geſtalten und ſich ſatt zu eſſen. So
ge=
ſchah es, daß eine große Schüſſel mit köſtlich zum
Him=
mel dampfenden Makkaroni auf die Bühne gebracht
wurde. Ob dieſer realiſtiſchen Szene geriet das
Pu=
blikum in helles Entzücken. Man rief den
Schau=
ſpielern „Guten Appetit!” zu, und die Stimmung
wurde bald ſo gemütlich, daß der Komiker auch dem
Souffleur Nudeln in den Mund ſteckte, was ſehr putzig
ausſah und an die Tiſchfütterung eines Stubenhundes
erinnerte. Als der Komiker ſah, daß das Parterre mit
dieſem Intermezzo ganz zufrieden war, ſchob er
ſchließlich dem Souffleur einen ganzen Teller mit
Makkaroni in den Kaſten. So hatte auch der ſein
Abendbrot.
Seite 6.
Nummer 242
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Stuttgart, 14. Okt. Die Mitgliederverſammlung
des Deutſchen Schulſchiffvereins wurde heute
vormittag im Landesgewerbemuſeum durch den
Groß=
herzog von Oldenburg eröffnet. Der König war
mit den Mitgliedern des Königlichen Hauſes erſchienen.
In der Verſammlung bemerkte man weiter die Miniſter,
hohe Offiziere, Mitglieder der Hofgeſellſchaft und
Kammer=
präſident v. Payer. Der Großherzog begrüßte
ins=
beſondere den König, ſowie die Vertreter des Reichs, der
Hanſeſtädte und der württembergiſchen Regierung und gab
die Namen des Vorſtandes der württembergiſchen
Landes=
vereinigung bekannt. Sodann teilte der Großherzog mit,
daß der Kaiſer dem Verein durch das Kabinett die beſten
Grüße und Wünſche habe ausſprechen laſſen, und ſchlug
die Abſendung eines Huldigungstelegramms vor.
Wei=
tere Anſprachen hielten Vizeadmiral Winkler als Vertreter
des Reichskanzlers und des Staatsſekretärs des
Reichs=
marineamts, Freiherr von Gemmingen für die
württem=
bergiſche Landesvereinigung. Der Jahresbericht
wurde von Profeſſor Dr. Schilling, der Finanzbericht von
Kommerzienrat Max von Guilleaume erſtattet. Geheimer
Hofrat Profeſſor Dr. Otto Günther hielt darauf einen
Vortrag über die Aufgaben des Deutſchen
Schulſchiff=
vereins, ſowie über die Bedeutung der Handelsmarine für
Handel und Induſtrie Süddeutſchlands, insbeſondere
Württembergs.
Militäriſches.
* Von den Regimentern, die am 1. April
1911 Einjährig=Freiwillige einſtellen,
neh=
men folgende nur Studierende auf, und zwar
das 9. Rheiniſche Infanterie=Regiment Nr. 160,
2. Bataillon in Bonn nur Studierende der Univerſität
Bonn; das Inf.=Regt. Herzog von Holſtein (
Holſteini=
ſches) Nr. 85, 3. Bataillon in Kiel nur Studierende der
Univerſität Kiel; das Großh. Mecklenb. Füſ.=Regt.
Nr. 90, 1. und 3. Bataillon nur Studierende der
Uni=
verſität Roſtock; das Kurheſſiſche Jägerbataillon Nr. 11
in Marburg nur Studierende der Medizin und
Pharmazie der Univerſität Marburg; das Leibgarde=
Inf.=Regt. (1. Großh. Heſſiſches) Nr. 115 in Darmſtadt
nur Studierendé der Techniſchen Hochſchule in
Darm=
ſtadt; das Inf.=Regt. Kaiſer Wilhelm (2. Großh.
Heſſiſches) Nr. 116 in Gießen nur Studierende der
Uni=
verſität Gießen.
Luftſchiffahrt.
sr. Die Berliner Flugwoche war am
fünf=
ken Tage vom Wetter wenig begünſtigt, ſodaß nur drei
kurze Flüge ſtattfinden konnten. Als um 3 Uhr das
Zeichen zum Start gegeben wurde und als erſter
Lindpaintner (Sommer) aufſtieg, ſchien es, als
ob ſich das Wetter auch diesmal wieder halten würde.
Bereits nach 12 Minuten landete Lindpaintner aber
wieder, da ſich, namentlich in größeren Höhen, ſtarke
Böen bemerkbar gemacht hatten. Inzwiſchen war auch
Thelen mit Frau Direktor Wörner=Frankfurt a. M.
als Paſſagier an Bord mit ſeinem Wright=Apparat
aufgeſtiegen, wenige Minuten ſpäter auch
Brun=
huber (Albatros) mit Freiherrn von Maltzahn, dem
Adjutanten des Großherzogs von Mecklenburg, als
Paſſagier. Der Wind wehte bis dahin in 6
Sekunden=
meter Geſchwindigkeit, nahm aber ſchnell zu, und es
war erſtaunlich, wie wacker ſich trotzdem Thelen und
Brunhuber unter dieſen Verhältniſſen in der Luft
hielten, und ſich erſt entſchloſſen, zu landen, als das
Unwetter auszubrechen drohte und der immer ſtärker
werdende Wind, namentlich in den Kurven, die
Flug=
apparate hin= und herſchüttelte. Thelen war im
gan=
zen 25 Minuten, Brunhuber 16 Minuten in der Luft
geblieben. Thelen fiel damit der erſte tägliche
Dauer=
preis und der Zuſatzpreis für Paſſagierflug zu.
Brun=
huber erhielt den zweiten Dauerpreis und den
zwei=
ten Zuſatzpreis für einen Paſſagierflug.
Der Eiſenbahnerſtreik in Frankreich.
Die Lage des Streiks.
* Paris, 13. Okt. Als Reſultat verſchiedener
Erkundigungen ergibt ſich, daß der Ausſtand der
Eiſenbahnangeſtellten bei weitem kein allg
emei=
ner iſt. Zahlreiche Angeſtellte der Nordbahn nahmen
den Dienſt wieder auf. Mehrere Angeſtellte
wur=
den wegen Beeinträchtigung des freien Rechts auf
Ar=
beit verhaftet. Die Paſſagierzüge auf der Nordbahn
verkehren in größerer Zahl. Auf der Oſtbahn iſt der
Dienſtbetrieb normal. Im Invaliden=Bahnhof ſind
alle Lebensmittelzüge angekommen. Das Komitee der
Angeſtellten der Bahnen von Bordeaux und vom
Süden, welches in Bordeaux zuſammengetreten iſt,
entſchied ſich dafür, heute abend in den Ausſtand
ein=
zutreten, aber dieſer Beſchluß muß erſt durch eine
Ver=
ſammlung der Angeſtellten gebilligt werden. Auf der
ſtaatlichen Weſtbahn iſt die Zahl der Ausſtändigen
nicht groß. Die Eiſenbahnangeſtellten im Kohlenbecken
von Pas de Calais weigerten ſich in der Mehrzahl,
den Einberufungen zu den Truppenteilen Folge zu
leiſten.
Paris, 14. Okt. Heute nacht hielten die
An=
geſtellten der Omnibus= und
Straßen=
bahn=Geſellſchaften in der Arbeitsbörſe eine
Verſammlung ab, in der ſie beſchloſſen, ſpäteſtens
mor=
gen in den Ausſtand zu treten. Die Verſammlung
war nur ſchwach beſucht und man hält es für
wahr=
ſcheinlich, daß dieſem Beſchluß nicht Folge geleiſtet
werden wird.
* Paris, 14. Okt. Das Komitee des
Trans=
portarbeiterverbandes forderte wegen der
von der Regierung gegen die Eiſenbahner ergriffenen
Maßnahmen alle ſeine Anhänger auf, auf Solidarität
die Arbeit niederzulegen. Der Aufruf wurde von den
Vertretern der Syndikate der Straßenbahn= und
Omnibusangeſtellten, ſowie der Automobilführer
Unterzeichnet.
* Paris, 13. Okt. Verſchiedene Akte von
Sabo=
tage wurden abends aus der Provinz gemeldet. In
Maiſon Alfort wurden ſechs Signaldrähte
zer=
ſchnitten. Von fünf elektriſchen Stationen, die
PParis verſorgen, befinden ſich nur noch zwei im
Aus=
ſtande. In der erſten, die am linken Ufer der Seine
liegt, löſchten die Streikenden die Feuer aus.
Genie=
ſſoldaten werden den Betrieb in der Nacht wieder in
Stand ſetzen; die zweite ſtreikende Station auf dem
Platze Chlichy empfängt ihren Strom von Asniers.
Nach Asniers wurden Genietruppen abgeſchickt; der
Betrieb wird morgen wieder aufgenommen werden.
* Paris, 14. Okt., 10 Uhr vorm. Die Lage
zeigt Neigung zur Beſſerung. Die
Orleaus=
geſellſchaft meldet, daß ihre Ausſtändigen in großer
BBahl die Arbeit wieder aufnehmen, ſo daß
der Verkehr fahrplanmäßig ſtattfindet. Das gleiche gilt
für die Oſtbahn. Bei der ſtaatlichen Weſtbahn und
Nordbahn, bei welchen die Züge mit Lebensmitteln
ordnungsmäßig eintreffen, wird die Arbeit wieder
auf=
genommen.
Paris ohne Licht.
* Paris, 13. Okt. Infolge einer Verſammlung
des Syndikats der Untergrundbahn und der
elektri=
ſchen Induſtrien wurde heute abend 6 Uhr der
Befehl zur Niederlegung der Arbeit an die einzelnen
elektriſchen Stationen gegeben, worauf an verſchiedenen
Punkten der Boulevards das elektriſche Licht
verſagte.
* Paris, 13. Okt. Um 7 Uhr abends verſagte
das elektriſche Licht in dem Elyſeepalaſt und in
dem Miniſterium des Innern. Die elektriſche Station
auf dem linken Seineufer arbeitet nicht mehr. Viele
Läden im Quartier Latin haben ihre Schaufenſter
ge=
ſchloſſen. In den Cafés dagegen iſt die Verwirrung
nicht groß, da dieſe infolge der letzten Ausſtände der
Elektriker mit Lampen verſehen ſind. Die Boulevards
St. Martin und St. Germain liegen teilweiſe
vollſtän=
dig im Dunkeln, ſo daß der Wagenverkehr ſich an dieſen
Punkten ſchwierig geſtaltet.
* Paris, 13. Okt. Von halb 7 Uhr abends an
war der Juſtizpalaſt ohne elektriſches Licht.
Kurz nachher verſagte dasſelbe auch im Madelaine=
Viertel, in den Champs Elyſees, im Faubourg St.
Ho=
nore, auf dem Boulevard St. Michel, in der Avenue
Clichy, in der Avenue St. Quen und im Poiſſy=Viertel.
Einige Straßenbahnlinien haben den Betrieb einſtellen
müſſen. In allen Theatern wurde heute abend geſpielt,
außer im Theater Cluny, wo das elektriſche Licht
ver=
ſagte. Man behalf ſich mit Lampen und Kerzen.
Die Maßnahmen der Regierung.
* Paris, 14. Okt. Der Miniſterpräſident, der
Juſtiz=
miniſter und der Staatsanwalt hatten geſtern nachmittag
eine Beſprechung wegen der Maßregeln, die
zu ergreifen ſind, um die ſtrenge und unverzügliche
Beſtra=
fung aller Vergehen herbeizuführen, die aus Anlaß des
Streikes begangen werden. Briand hatte ferner eine
Unterredung mit den Direktoren der Oſtbahn, der Orleans=
Bahn, der Paris=Lyon=Mittelmeer=Bahn und der
Nord=
bahn. Die Direktoren erklärten, daß der Dienſt auf der
Oſtbahn, der Orleans=Bahn und der Paris=Lyon=
Mittel=
meer=Bahn faſt normal ſei und daß die Störungen auf der
Nordbahn weniger zahlreiche ſeien. Neue Züge ſeien
wie=
der eingeſtellt. Die Direktoren erklärten ferner, ſie ſeien
bereit, wegen der Forderungen des Perſonals durch
Ver=
mittelung Briands zu unterhandeln. Dem Vernehmen nach
wurde gegen Pataud, den früheren Sekretär des
Syn=
dikats der Elektriker, ein Haftbefehl erlaſſen. Im
Laufe des Nachmittags wurden die Telephondrähte, die
das Miniſterium des Innern mit der Polizeidirektion
ver=
binden, durchſchnitten. Die Redakteure der Zeitung La Guerre
ſociale, Amlereyda und Merlé, wurden nach einer in den
Ge=
ſchäftsräumen des genannten Blattes vorgenommenen
Hausſuchung verhaftet. Eine große Anzahl weiterer
Haftbefehle wurde erlaſſen.
* Paris, 13. Okt. Heute abend hatte der
Mini=
ſterpräſident eine Unterredung mit dem
Kriegs=
miniſter und mit dem Militärgouverneur von Paris.
Die Garniſon von Paris wurde durch Kavallerie
und Infanterie beträchtlich verſtärkt. In die
elektriſchen Stationen, in denen das Perſonal ſtreikt,
wur=
den Pioniere geſandt, ebenſo in die Druckluftanſtalt, wo
das Perſonal im Ausſtand iſt. Die Maſchinen dieſer
An=
ſtalt ſind durch Sabotage für 48 Stunden außer Betrieb.
* Paris, 13. Okt. Miniſterpräſident
Briand ließ dem Bureau des Munizipalrats die
Er=
klärung zugehen, daß die Verpflegung von Paris
ſichergeſtellt ſei. Die Ablieferungen in den Hallen
und auf dem Schlachtviehmarkt vollzögen ſich in normaler
Weiſe und würden ſich ebenſo fernerhin vollziehen. Die
Deputierten der geeinigten Sozialiſten beklagen ſich über
die von der Regierung ergriffenen Maßregeln und fordern
ſofortige Einberufung der Kammern.
* Paris, 13. Okt. Der ſechſte zu verhaftende
Füh=
rer der Ausſtändigen, Challais, wurde in
ſei=
ner Wohnung verhaftet. Man nimmt an, daß noch
weitere Verhaftungen ſtattfinden.
* Paris. 13. Okt. Wegen Aufreizung zum
Aus=
ſtande und Beleidigung des Heeres ſind weitere
Ver=
haftungen von Eiſenbahnarbeitern erfolgt: ferner
wurden mehrere Eiſenbahnarbeiter entlaſſen. Fünf
Eiſen=
bahnarbeiter, die wegen Beleidigung Arbeitswilliger
ver=
haftet worden waren, wurden vom Zuchtpolizeigericht
wegen Mangels an Beweiſen freigeſprochen.
Letzte Nachrichten.
* Paris, 14. Okt., 12 Uhr 25 Min. Die Lage
beſſert ſich weiter erheblich. In Paris und der Provinz
nahmen zahlreiche Angeſtellte die Arbeit wieder auf.
Im Laufe des Vormittags gingen vom Nordbahnhofe
auf den Hauptlinien 18 Züge ab. Einige 30 Züge, die
auf den Hauptſtrecken der ſtaatlichen Weſtbahn
einlie=
fen, gingen von hier wieder aus. Auf dieſem Netz iſt
der Vorortsverkehr zum größten Teile wieder
herge=
ſtellt. Der Verkehr der Untergrundbahn iſt weiter
normal. Heute morgen wurde in der Avenue Kleber
eine Bombe gefunden und nach dem chemiſchen
Labo=
ratorium geſchafft.
* Bordeaux, 14. Okt. Auf der Südbahn
leiſtete nur ein Teil der Arbeiter dem geſtrigen
Be=
ſchluſſe, in den Ausſtand zu treten, Folge. Für die
Ausſtändigen wurde Erſatz beſchafft. Die
Lokomotiv=
führer und Heizer ſind zum Dienſte erſchienen, der ſich
in der gewohnten Weiſe abwickelt.
Vermiſchtes.
Körperverletzung durch Anſpeien
verübt. Eine intereſſante, wohl nicht täglich
vor=
kommende Rechtsfrage hatte das Reichsgericht zu
be=
urteilen. Der dritte Strafſenat unſeres höchſten
Ge=
richtshofes hat am 30. Mai 1910 ein Urteil gefällt, das
ſowohl nach dem Tatbeſtande hin wie nach der
Rechts=
ausführung allgemeines Intereſſe beanſprucht. Wir
entnehmen darüber der Deutſchen Juriſten=Zeitung
(Verlag von Otto Liebmann, Berlin W. 57) folgendes:
Ein Teil der Bergleute zu A. ſtreikte. Die
Arbeits=
willigen wurden eines Tages gelegentlich des
Schicht=
wechſels von einer nach vielen Hunderten zählenden
Schar Streikender in Empfang genommen und unter
Johlen und Schimpfen begleitet. Unter dieſer
Menſchen=
menge befanden ſich auch viele Kinder, die die
Arbeits=
willigen fortwährend beſpien. Der Angeklagte trieb
dazu laut mit gewiſſen (näher feſtgeſtellten) Worten an.
Seine Verurteilung aus § 111 Abſ. 1 des
Strafgeſetz=
buches iſt rechtlich nicht zu beanſtanden. Das Gericht
hat bedenkenfrei angenommen, daß der Angeklagte
öffentlich vor einer Menſchenmenge zur Begehung einer
ſtrafbaren Handlung, nämlich der öffentlichen
Beleidi=
gung und der Körperverletzung, aufgefordert habe, und
zwar, indem die Aufforderung die ſtrafbare Handlung
zur Folge gehabt hat. Denn tatſächlich waren die
Kinder infolge der Worte des Angeklagten immer
wütender gegen die Arbeitswilligen vorgedrungen und
hatten dieſe derartig beſpien, daß einige in ihren
Klei=
dern ganz mit Speichel beſudelt waren. In der
er=
wähnten, an die Kinder gerichteten Aufforderung
konnte ohne Rechtsirrtum ſowohl die Aufforderung zur
Begehung einer Beleidigung wie einer
Körperver=
letzung gefunden werden. Denn durch das Anſpeien
drückten die Kinder nicht bloß ihre Nichtachtung der
dadurch betroffenen Perſonen aus, machten ſich alſo
inſofern einer Beleidigung ſchuldig, ſondern ſie
be=
gingen zugleich auch eine Körperverletzung. Das
An=
ſpucken kann nämlich dann als Körperverletzung
auf=
gefaßt werden, wenn es Ekel hervorruft, alſo dadurch
auf das körperliche Befinden phyſiſch ſtörend einwirkt.
Dr. jur. W.
Das aber iſt hier feſtgeſtellt.
Literariſches.
— Eine Flugmaſchine (Aeroplan) kann ſich
jeder Junge ſelbſt herſtellen nach den Modellbogen des
39. Heftes der Sammlung Spiel und Arbeit (Verlag
von Otto Maier, Ravensburg; Preis 1,20 Mk.). Das
Modell wird ausgeführt nach Syſtem Farmann. Durch
eine einfache Vorrichtung flugfähig gemacht, fliegt es
bis zu einer Höhe von über 40 Meter. Die
Ausführ=
ung iſt unſchwierig und nach den genauen Angaben und
Modellbogen, wie ſie die Sammlung Spiel und Arbeit
vorteilhaft auszeichnen, auch für unſere Knaben leicht
ausführbar.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 14. Okt. Aus Deutſch=
Südweſt=
afrika meldet ein telegraphiſcher Bericht des
ſtell=
vertretenden Gouverneurs, daß der bedguerliche
Zu=
ſammenſtoß von Soldaten und
Transkei=
kaffern durch das aufſäſſige Verhalten der letzteren
gegen die Bahnbauleitung veranlaßt wurde. Die
Angeſtellten baten die in der Nähe befindliche Truppe
um Unterſtützung, worauf die Kaffern, mit Keulen und
Meſſern bewaffnet, ſich zuſammenrotteten und die
öffentliche Sicherheit bedrohten. Infolgedeſſen war das
Einſchreiten der Truppe nötig; dieſe machte erſt von
den Waffen Gebrauch, als die Kaffern zum Angriff
übergingen. Vierzehn Kaffern ſind tot, die
Verwun=
deten befinden ſich in guter Fürſorge.
* Berlin, 14. Okt. Beim Kentern eines
Bootes des Kanonenbootes „Panther” ſind in
Ka=
merun ertrunken die Obermaſchiniſtenmaate
Ehrenberg und Renner, die Maſchiniſtenmaate Müller
und Franke, Wachtmeiſtermaat Zimmermann und
Ma=
troſe Wilde.
* Bern, 14. Okt. Gegenüber der Liſſaboner
Meldung, daß die Schweiz die Republik
anerkannt habe, wird feſtgeſtellt: Die Note der
pro=
viſoriſchen Regierung von Portugal enthielt kein
Be=
gehren um Anerkennung der Republik. Der
ſchwei=
zeriſche Bundesrat iſt daher bis jetzt noch nicht in der
Lage geweſen, ſich über die Anerkennung der neuen
portugieſiſchen Staatsform auszuſprechen.
* Paris, 14. Okt. Der Wirkl. Geheime
Legations=
rat und Schriftſteller Rudolf Lindau iſt heute
früh hier, wo er bei ſeinen Freunden zu Beſuch weilte,
verſtorben. Die Beiſetzung wird auf Helgoland
erfolgen.
* London, 14. Okt. Dem Reuterſchen Bureau wird
aus Swakopmund vom 8. ds. Mts. gemeldet:
Lohn=
abzüge bei den beim Bahnbau bei Wilhelmstal
beſchäf=
tigten Kaffern für nicht geleiſtete Arbeit an
Sonn=
tagen bezw. in Krankheitsfällen veranlaßten die
Kaf=
fern zum Ausſtande. Darauf verweigerten die
Bauunternehmer die Lieferung von Waffer und
Nahr=
ungsmitteln, die die Kaffern ſich nunmehr von den
be=
nachbarten Farmen verſchafften. Da Polizeibeamte, die
die Führer der Ausſtändigen verhaften ſollten, ſchlecht
behandelt wurden, wurde eine Kompagnie Soldaten
gegen die Kaffern ausgeſchickt, die man der Räuberei
mit Waffen in der Hand bezichtigte. Bei dem Angriffe
gebrauchten die Soldaten zuerſt das Bajonett, dann
machten ſie von der Feuerwaffe Gebrauch. Vierzehn
affern wurden getötet, viele wurden verwundet. An
Ort und Stelle hält man das Auftreten gegen die
Kaf=
fern für gerechtfertigt.
* London, 14. Okt. Während eines Sturmes in
der letzten Nacht iſt der Londoner Dampfer „Cranford‟
vor Hartlepool geſunken. Zwanzig Mann ſind
er=
trunken.
* Havanna, 14. Okt. Ein Orkan hat die Städte
Kaſilda und Santa Clara zerſtört. Viele
Menſchen ſollen dabei umgekommen ſein.
H.B. Berlin, 14. Okt. Im Hauſe Neue
Friedrich=
ſtraße 79a brach heute in einem Wäſchegeſchäft
Groß=
feuer aus. Die Flammen verbreiteten ſich raſch über
das ganze Haus, ſo daß dem Perſonal der Ausweg
ab=
geſchnitten wurde. Eine große Anzahl der Angeſtellten
ſprang aus den Fenſtern auf den Hof und die Straße
hinab, wobei mehrere ſchwere Verletzungen erlitten.
* Berlin, 14. Okt. Bei dem Brande in der Neuen
Friedrichſtraße im Wäſchegeſchäft von Arndt ſind zwei
verkohlte Leichen, anſcheinend ein Mann und
eine Frau, aufgefunden worden. Durch die Feuerwehr
wurden 8 Perſonen, denen der Weg durch das Feuer
abgeſchnitten war, mittels Rettungsleitern und
Sprung=
tüchern gerettet. Hierbei ſchlug ein Mädchen auf ein
Fir=
menſchild auf und erlitt dabei einen Oberſchenkelbruch
und eine Kopfverletzung. Ein zweites Mädchen wurde
ſchwer, ein Zuſchneider leichter verletzt. Gegen 5 Uhr
war das Feuer gelöſcht.
— Berlin, 14. Okt. Auf dem Bahnhof Friedrichſtraße
wurden einem ruſſiſchen Staatsrat aus Moskau von
Ta=
ſchendieben ſeine lederne Brieftaſche mit einem über 8000
Mark lautenden Kreditbrief, worauf aber ſchon 7600 Mark
abgehoben ſind, geſtohlen, ferner ein Hundertmarkſchein
und wichtige Papiere.
H. B. Berlin, 14. Okt. Der hieſige portugieſiſche
Geſchäftsträger erhielt heute eine Depeſche von dem
portugieſiſchen Geſandten in Berlin, der zur Zeit in
Por=
tugal weilt. Der Geſandte teilt in der Depeſche mit, daß
er der Republik nicht dienen wolle und auf ſeinen
Ber=
liner Poſten nicht zurückkehren werde.
H.B. Lemberg, 14. Okt. Die Galiziſche Landesbank
wurde neuerdings das Opfer eines Betruges, bei
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Seite 7.
weichem 200 Kronen auf Grund eines gefälſchten
Briefes von ihr herausgelockt wurden. Der Urheber
des Betruges iſt zweifellos der ſeit zehn Tagen
ab=
weſende Bankbeamte Kaliſcher, der beim Direktor um
einen Krankenurlaub nachgeſucht hatte. In ſeiner
Wohnung wurden Zettel gefunden, auf welchen er ſich
in der Nachahmung der Unterſchriften des Direktors
und Sekretärs der Bank geübt hatte.
H. B. Rom, 14. Okt. Infolge der Lebensmittel=
Teuerung ſtürmte geſtern eine erregte
Volks=
menge den Markt in der Perugia, ſtülpte den
Händlern Körbe über die Köpfe und ſetzte die
Eier=
frauen mit Gewalt in ihre Eierkörbe und verfolgte
und verprügelte: die Fliehenden. Die Polizei mußte
die Ordnung wieder herſtellen.
H. B. Belgrad, 14. Okt. Kronprinz Alexander
iſt nach ſeiner Rückkehr aus den Manövern geſtern
be=
denklich erkrankt. Außer dem Leibarzt des Königs
wurden noch zwei Aerzte an das Krankenlager berufen, die
nach eingehender Unterſuchung Unterleibstyphus feſtſtellten.
Der König hat ſofort Befehl erteilt, einen Wiener
Spe=
zialiſten nach Belgrad kommen zu laſſen. Das heute früh
veröffentlichte Bulletin beſagt, daß der Zuſtand des
Kran=
ken ſtationär iſt.
Gegen das Altern
Dr. Hommel’s Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich
1494a)
den Namen Dr. Hommel.
Es Libt im Mienschenleben Augenbuicke,
in denen man verzweifelt nach Hilfe Umſchau hält
und keinen Rat mehr findet. Namentlich dann,
4 wenn man ſchwer erkältet iſt und doch nicht Zeit
hat, ſich ins Bett zu legen. Aber dann kauft man
ſich einfach eine Schachtel Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen, gebraucht ſie nach Vorſchrift
und wird geſund, ohne Arbeitsunterbrechung und
in der bequemſten Weiſe. Fays ächte Sodener
kauft man für 85 Pfg. in allen einſchlägigen
Ge=
ſchäften, achte jedoch ſtreng darauf, daß man
(199860l
K1 keine Nachahmung erhält.
Vertreter: HAAS & BERNHARD, Darmstadt, Rheinstr.
Me
(67930)
für Spesial-Auskünfte, Er=
Detektiv-Institut mittelungen, Beobachtungen
— u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
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Ein intereſſantes Druckwerk iſt im Schaukaſten
der Firma H. Hohmann in der Wilhelminenſtraße
ausgeſtellt. Es iſt dies der Stammbaum der bekannten
beſonders in Heſſen ſtark verbreiteten Familie Scriba.
Die Zeichnung des Stammbaums ſtammt von Herrn
Dekan Otto Scriba in Erbach i. O.
(20033
amiliennachrichten.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute Vormittag ½8 Uhr entſchlief nach
langem, ſchweren Leiden mein lieber Mann,
unſer lieber Vater und Bruder
(20097
Ernst Lauckhard
Oberleutnant a. D. und Gräfl. Kammerrat.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Lina Lauckhard, geb. Augst.
Darmſtadt, 14. Oktober 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, 16. d. Mts.,
vormittags 10 Uhr, vom Eingang des
Darm=
ſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne des
Verſtorbenen.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beim Ableben unſerer lieben Mutter, Schwieger=
(20111
mutter, Großmutter und Tante
Frau
Helene Burkhardt Wue.
ſagen wir allen unſeren innigſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
New=York, Darmſtadt und Gießen,
den 14. Oktober 1910.
Dankſagung.
Für die vielen Gratulationen und Ehrungen
bei unſerer Silbernen Hochzeit ſagen wir
unſerer werten Kundſchaft, Geſchäftsfreunden,
ſowie Freunden und Bekannten unſeren
ver=
bindlichſten Dank.
(19999
Heinrich Hofmann VI. u. Frau
„Gaſthaus zum Adler”.
Griesheim, 14. Oktober 1910.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das
weſt=
liche Hochdruckgebiet iſt unter Verſtärkung oſtwärts
gezogen und hat ſich über Nordeutſchland ausgebreiſet.
Daher ſind nordöſtliche Winde eingetreten, welche
ſüd=
wärts über Deutſchländ fortſchreitend Abkühlung
ge=
bracht haben. Das Wetter iſt außer in Süddeutſchland
heiter. Bei Fortdauer des hohen Druckes im Weſten
wird es noch kälter.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, 15. Oktober:
Heiter, Nordoſt, nachts kalt bis zu Froſt.
Tageskalender.
Samstag, 15. Oktober.
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters um 8¼ Uhr
im Orpheum („Der Fleck auf der Ehrt),
Konzert zum Beſten des Frauenvereins der
Petrus=
gemeinde um 8 Uhr im Gemeindehaus (Hofgartenſtr.)
3. Stiftungsfeſt des Stenographenvereins „
Gabels=
berger” um 8½ Uhr im „Kaiſerſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo”.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Obſt=, Gemüſe= und Kartoffel= Markt im
„Schützenhof”.
Sonntag, 16. Oktober.
Hoftheater, Anfang ½7 Uhr (Ab. B): „Carmen”.
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters im Orpheum
(um 4 Uhr „Der Vize=Kooperator”, um 8¼ Uhr „Aus
der Art geſchlagen”).
Jahresfeſt des Chriſtl Vereins junger Männer
Darm=
ſtadt=Oſt um 3½ Uhr Riegerplatz 3.
Stiftungsfeſt des Athletenvereins Darmſtadt um
4 Uhr im „Perkeo”
Stiftungsfeſt des Zitherklubs Darmſtadt-Beſſungen
um 7 Uhr im „Chauſſeehaus”.
Abendunterhaltung des Geſangvereins
Männer=
quartett Beſſungen um 8 Uhr im Saale der
Turn=
gemeinde Beſſungen.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im „Perkeo‟
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 4 Uhr im „Schützenhof”
Oktoberfeſt um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um 7½ Uhr im Britannia=Hotel.
Konzert um 8 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Ausflug des Ortsgewerbevereins nach Weinheim (Ab
fahrt um 11.59 Uhr).
Ausflug des deutſchen und öſterr. Alpenvereins nach
Weinheim (Abfahrt um 8.59 Uhr).
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½ —11 Uhr.
Obſt=, Gemüſe= und Kartoffel=Markt im
„Schützenhof”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 17. Oktober.
Hofreite=Verſteigerung des Joh. Jakob Menges
(Rhönring 135) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung der Gg. Breidenbach Wwe.
(Martinſtraße) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöfmet
p. 10 Uhr ab). — Sonntags v. 1 Uhr ab Eintritt 50 Pfg.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 11—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: S. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art
nach Münchner Art
Hell Exvort uSEn
veinsterdrerbrere
Kurſe vom 14. Oktober 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
8f. Staatspapiere. 1 Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw.
3½ Deutſche Reichsanl. .
3 do.
4 Preuß. Schatzanweiſg.
3½ do. Conſols .
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe .
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .
do.
3½
do.
3
4 Hamburger Staatsanl.
4 Heſſ. Staatsanleihe . .
do.
3½
do.
3
3 Sächſiſche Rente . . . 83,10
4 Württemberger v. 1907
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 .
3½ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente .
4
do. Goldrente . .
4
do. einheitl. Rente
3 Portug. unif. Serie I
3 do. unif. Ser. III
do.
Spezial.
5 Rumänier v. 1903 . .
4 do. v. 1890 . .
4 do. v. 1905 . .
4 Ruſſen v. 1880 ₰ . ,
101,90
12,40
(3,90
100,00
99,80
83.75
101,30
93,40
83,50
101,60
91,30
82,10
101,60
101,40
91,10
80,90
102,00
92,60
46,70
96,80
98,30
93,10
64,20
66, 10
13,00
101,30
95,00
3ſ.
4 Ruſſen v. 1902 . . . .
,do. v. 1905 . . . .
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903
do. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente . .
4 do. Staatsrente .
5 Argentinier .
.
do.
4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe:
do.
4½ Japaner . . . . . .
5 Innere Mexikaner . .
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904
5 Gold=Mexikaner . . . 1
InProz.
92,60
110,00
82,70
86,90
94,50
93,90
91,90
101,50
90,5)
94,00
132,00
99,40
97,40
100,00
95,10
100,10
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . .
. . . . 144,00
4 Nordd. Lloyd . . . . 108,90
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,10
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 110,20
4 Gotthardbahn . ..
In Proz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 162,25
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,00
4 Pennſylvania R. R.
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,00
Werger=Brauerei
.74,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 493,00
Fabrik Griesheim . . . . 265,00
Farbwerk Höchſt . . . . . 546,25
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 342,50
Lahmeyer . .
. . . . 117,50
Schuckert .
. . . 163,00
Siemens & Halske . . . 254,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 450,80
Bochumer Bb. u. Guß . . 232,60
Gelſenkirchen . . . . . . . 220,50
Harpener . . .
. . . 191,20
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 254,75
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,80
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,50
do.
3½
92,00
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,20
do. ſteuerfrei . 98,00
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
97,50
do. alte . 79,30
Oeſterr. Südbahn . . 99,20
do.
80,00
do.
57,00
Raah=Oedenburger . . 75,0)
Ruſſ. Südweſt. . . . . 90,30
4 Kronpr. Rudolfbahn ,
98,00
In Prut.
Bl.
2¾/10 Livorneſer . . . . . . 75,00
79,70
4 Miſſouri=Paciſic
4 Bagdadbahn Mk. 408 85,75
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 102,00
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 164,00
4 Darmſtädter Bank . . 131,25
257,00
Deutſche Bank
Deutſche Vereinsbank 126,75
Diskonto=Geſellſchaft 189,70
Dresdner Bank 162,20
Mitteldeut. Kreditbk. 120,70
Nationalbk. f. Deutſchl. 127,30
105,00
Pfälzer Bank . .
143,80
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank 138,90
Wiener Bank=Verein 140,70
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
3½ do. S. 19 . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
4 Meining. Hyp.=Banl
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
4 Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 1
3½
d,
100,00
92,00
99,40
100,50
90,50
101,40
92,10
100,60
91,00
100,00
90,70
100,30
92,30
InProz.
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt
.
3½ do.
101,00
4 Frankfurt .
95,00
do.
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
100,00
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
99,50
3½ do.
4 Mannheim .
3½ do.
4 München .
100,25
3½ Nauheim
90,80
4 Nürnberg.
* 100,00
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
91,50
4 Wiesbaden
. 100,70
3u
do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 79,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 161,70
3½ Cöln=Mindner „ 100 134,20
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl, Komm. „ 100 104.10
In 3:5f
Sf.
3 Madrider Fs. 100 77,90
4 Meining. Pr.=Pfand=
136,50
briefe. .
4 Oeſterr. 1860er Loſe 175,40
3 Oldenburger
. 125,25
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
ſl.
Braunſchweiger Tlr. 20 212,00
Freiburger
Mailänder
do.
Meininger
fl.
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 553,00
do. v. 1858 „ 100 445,00
Ungar. Staats „ 100 383,50
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 181,00
Fs. 15 51,10
Fs. 45
Fs. 10 —
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . .
20 Franks=Stücke . . . .
Oeſterr. 20=Kronen . . . .
Amerikaniſche Noten . . . 4
Engliſche Noten . . . . „
Franzöſiſche Noten . . . .
Holländiſche Noten . . . . 1
Italieniſche Noten . . . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . .
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Mk. 28.— bis 6.25
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Kostümröcke und Faltenfassons
Mk. 9.50, 6.50, 4.75, 3.90
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Kostümröcke marine u. schwarz
Mk. 12.50, 8.75, 7.25, 5.90
aus sol. Halbtuch mit
Unterrock reich Tressengarn. Mk. 2.65
sol. Halbtuch mit mod
Unterrock Pressenbesatz . Mk. 3.50
sol. Halbtuch m. Plissé-
Unterrock volant, reich garn. Mk. 4.75
solides Halbtuch mit reicher
UnterroGK Pressengarn., in allen
Farben . . . . . . . . . Mk. 6.75
solides Halbtuch mit hohem
Unterrock elegant. Moiré-Volant.
Mk. 7.75
Arikotagen
Normal-Hemden ) jedes Stück
Posten I Normal-Hosen
Mk. 1.25
Normal-Jacken
Normal-Hemden
jedes Stück
Posten II Normal-Hosen
Mk. 1.65
Normal-Jacken
Normal-Hemden ) jedes Stück
Posten III Normal-Hosen
Mk. 1.95
Normal-Jacken
Ein Posten angestaubte
darunter prima Qual.,
Normal-Hemden, früh. Wert bis
Mk. 3.—, jetzt z. Aussuch. jed. St. Mk. 1.10
Übergangs-Handschuhe
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1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt
M 242.
Samstag, 15. Oktober.
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Auf Liebespfaden.
Roman von H. Ehrhardt.
(Nachdruck verboten.)
31)
Tantchen hat mir vorhin eine Poularde gekauft,
er=
zählte der kleine Artilleriſt, wie ſie ſo zart und weiß nur
in Mainz ihr junges Leben aushauchen, ſie ſoll mir
mor=
gen warm und gebraten ans Herz gelegt werden.
Das „Tantchen” freute ſich, trotzdem ſie tadelte:
Spricht er wohl je ein vernünftiges Wort? Und was
meinen Sie, was er jetzt von mir verlangt? In ſo einen
Kaßen ſoll ich mich mit ihm ſetzen und mir hoch in den
Lüften die Seekrankheit holen.
Sprich nicht von etwas ſo Unäſthetiſchem, Tantchen
— das tut man, aber man ſagt es nicht vorher, meinte der
unverbeſſerliche Neffe und bot dabei der jungen Frau
überzuckerte Mandeln an, die ſeine Kindheitserinnerungen
von der Meſſe waren.
Schließlich fuhr man doch amerikaniſche Luftſchaukel
oder beſſer man ſchwebte in bedenklich ſchwankenden Käſten
zwiſchen Himmel und Erde.
Als die Vier gerade den höchſten ſPunkt erreicht hatten,
verſagte die Mechanik und das Rad ſtand ſtill. Das
„Tantchen” begann zu zetern und preßte die weiß
um=
wickelte Poularde feſter an ſich, Lena von Rieding wurde
ſehr blaß.
Haſſingen faßte nach ihrer Hand und drckte ſie feſt und
beruhigend,
Aretertenenene e
So ſoll der Tod uns mit Dir vereinen, geliebtes
Huhn! ſagte er pathetiſch.
Darüber mußte Lena ſo herzlich lachen, daß ſie ihre
Furcht verlor und intereſſiert über das Menſchengewimmel
unter ſich, die Zelte, Verkaufstiſche, Karuſſells hinwegblickte
bis dorthin, wo der Rhein ſeine glitzernden Wogen
maje=
ſtätiſch dahinwälzte. Von rechts grüßte der verwitterte
Domturm, kamen die erſten Dämmerungsſchatten.
Sie verſank im Anſchauen und fuhr erſt auf, als ſie
langſam aus der gefährlichen Höhe herabglitten.
Dann kam das Schlendern durch die Straßen, die in
Erwartung des Karnevalszuges ſich mehr und mehr
be=
lebten. Fahnen wallten, bunte Fähnchen flatterten,
Kon=
fetti ſtäubte durch die Luft, die bunten Papierſchlangen,
von kleiner Armbruſt abgeſchnellt, zuckten wie Blitze hin
und her.
Aus den Fenſtern wurden Blumen geſchleudert,
Bon=
bons und Apfelſinen. Eine traf ſchwer auf Haſſingens
Rücken, prallte zerplatzend ab und flog dem kleinen
Artille=
riſten an die kecke Naſe. Der gelbe Saft ſpritzte, er ſchüttelte
ſich puſtend, machte gute Miene zum böſen Spiel und
lachte mit, während die Gaſſenjugend johlte.
Die Komik der Situation war ſo groß, daß alle
lach=
ten, bis ſie nicht mehr konnten und ſich wirklich ſo matt
und ſchwach gelacht hatten, daß ſie, außerſtande, weiter zu
bummeln, in einen offenen Landauer kletterten und ſich
von da zuerſt den eben nahenden Karnevalszug anſahen.
Sehr amüſant war ihnen ihre Fahrt durch die vom
Menſchengewühl erfüllten Straßen. Dort zogen ſich jetzt
aus allen Stockwerken die bunten Papierſchlangen zu den
Drähten der Telegraphenleitung, von da zum nächſten
Balkon, zur benachbarten Straßenlaterne herüber, ein
Netz=
gewirr von farbigen Streifen, das zuweilen wie ein
Vor=
hang über die Straße hing, von jedem Mauervorſprung
in flatternden Schlangen ſich ringelte.
Die junge Frau war an Hans von Haſſingen durch
eine ſchier unzerreißbare Menge der grünen, roten, blauen,
gelben und weißen Bänder gefeſſelt, die ſich um beider
Nacken ſchlangen und ſie bei jeder Bewegung zueinander
zogen.
Der kleine Artilleriſt hatte einen unerſchöpflichen
Vor=
rat dieſer Karnevalsutenſilien und füllte immer wieder
die weißen Frauenhände, die jedem der zudringlichen
Ver=
ehrer, die ſich gewandt auf den Wagentritt ſchwangen,
lachend eine Konfettiladung ins Geſicht ſchleuderten.
Es waren immer dicht vermummte Masken und an
den weißen Wildlederhandſchuhen doch leicht als Offiziree
kenntlich, einer legte der jungen Frau einen Strauß weißer
Narziſſen in den Schoß, ein anderer haſchte nach ihrer
Hand und küßte ſie.
Dieſe Beiden fand Hans Haſſingen zudringlich.
Der Strom des Uebermuts begann ſoeben ein wenig
abzuebben, als ein lautes „Kutſcher halten!” ſie nach einer
beſtimmten Richtung blicken ließ. Die junge Frau hatte
ſich dabei von den Papierſchlangen befreit, um den Kopf
wenden zu können, ſie hingen zerriſſen als Schleier von
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Nummer 242.
29
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ihrer ein wenig verbogenen Hutkrempe, und zwiſchen den
flatternden Enden hindurch ſchenkte ſie Haſſingen einen
raſchen Blick, der deutlich ſagte: Jetzt iſt unſer
Roſen=
montag vorbei, jetzt trennt uns fremder Neid und Haß.
Sie hatten nur Zeit zu dieſem einen Blick, denn im
nächſten Moment hielt der Wagen, der Schlag wurde
auf=
geriſſen und auf die Knie der überraſchten Herren
ſchwan=
gen ſich zwei junge Mädchen, die rotblonde Erika, eine
weiße Sportmütze keck auf dem linken Ohr, in einer
ge=
ſtrickten weißen Wollbluſe, bei deren Anblick der Artilleriſt
mit einem Ohnmachtsanfall kämpfte, ſo geſchmacklos wirkte
ſie im Kontraſt zu Frau von Riedings vornehm einfacher
Tuchjacke und auch zu dem dunkelblauen Bolerokoſtüm mit
diskreter Goldverzierung, das die junge Dame auf
Haſſingens Schoß trug.
Sie war eine kräftige, blonde Erſcheinung, ihre
Ge=
ſichtszüge nicht häßlich, aber ihre Wangen waren zu dick
und ihre Augen zu klein, auch war ſie ſehr kurzſichtig, denn
ſie hob jetzt eine Schildpattlorgnette an das kleine Näschen
und blickte auf die Straße hinüber, wo eine größere
Ge=
ſellſchaft lebhaft geſtikulierend ſtand.
Die Aeppelfuhre kann losgondeln! ſchrie die kleine
Schlettau, zappelnd vor Vergnügen. Auf Wiederſehen im
Café de Paris oder gar nicht!
Von drüben rief man zurück: Gut, im Café de Paris!
Dann gondelte die Aeppelfuhre los.
Erſt jetzt ging’s im Wagen ans Begrüßen und
Vor=
ſtellen.
Danach war Haſſingens ſüße Laſt eine Baroneſſe
Erb=
hagen, eine Majorstochter aus Wiesbaden. Sie war ſchon
von Geburt Rheinländerin und kannte den Rummel.
Sie haben ſich ſo heimlich mit Ihrem Herrn Neffen
weggeſchlichen aus dem „Holländer Hof”, gnädiges
Fräu=
lein! ſagte ſie mit einer ſanften, vorwurfsvollen Stimme.
Fräulein Erika und ich wären gern mitgekommen.
Ich hatte ja eigentlich nur eine Beſorgung vor!
ent=
ſchuldigte ſich das Tantchen, die Poularde neben ſich
liebe=
voll betrachtend. Ich wollte gleich wieder zurück, aber der
ungeratene Neffe ſchleppte mich auf die Meſſe.
Der Wagen kam nur langſam vorwärts, ſo daß er
mit den Fußgängern zugleich vor dem Café anlangte. Die
noch jugendliche Exzellenz, im dunkelvioletten
Schneider=
koſtüm heute ſehr vorteilhaft ausſehend, war für Hans
von Haſſingen die einzige Bekannte, dann war da noch
eine knochige, blonde Dame mit einem gutmütigen,
mütter=
lichen Geſicht, die Baronin Erbhagen, ihr Sohn, ein
Leut=
nant von den Mainzer Huſaren, klein und beweglich, von
einer Häßlichkeit, die etwas Anziehendes hatte, vielleicht
weil er ſie mit ſolchem unverwüſtlichen Humor zur Schau
trug. Seinen ebenfalls anweſenden Freund ſchien er ſich
in grauſamer Selbſtverhöhnung extra zur Folie gewählt
zu haben, denn Leutnant von Moeſchen war ein ſo
bild=
ſchöner Menſch, wie die Natur ihn nur in einer ſeltenen
Verſchwenderlaune ſchafft. Groß, ſchlank, brünett, mit
etwas melancholiſchen Samtaugen, die aufblitzten, als er
ſich vor Frau von Rieding verbeugte.
Sie erregte eben überall, ohne einen Schönheit zu ſein,
Bewunderung. Leutnant von Haſſingen mußte ſich den
Platz an ihrer Seite jetzt mühſam erkämpfen, das brachte
ihn aus der ruhigen Sicherheit heraus in unruhiges
Fahr=
waſſer.
Es war doch eigentlich ihr Karneval, den ſie hatten
aufe alte Zahngebiſſe per Zahn 25-30 Pfg.
19372a) G. Best, Ludwigshöhſtr. 60, I.
zuſammen feiern wollen, und ſtatt des intimen Reizes,
den er ſich faſt unbewußt erhofft, umſpann ſie beide nun
die Banalität der Geſellſchaft, die Rückſichten forderte und
Kritik übte.
Den Vorwurf der ſteifen Formen konnte man ihr nicht
machen, im Gegenteil, die kleine Geſellſchaft bewegte ſich
mit einer Freiheit und Ungeniertheit, die ſelbſt im
Kar=
nevalstrubel auffiel.
Es dauerte lange, ehe man nach vergeblichem
Streif=
zuge durch die überfüllten Räume im Oberſtock endlich
unterkam. Die Zimmer waren dort nur für dieſen einen
Tag aufs primitivſte eingerichtet.
Man gruppierte ſich lachend und lärmend, die
Prit=
ſchen klatſchten knallend auf den unſauberen Tiſch als
Signal für den Kellner, der hochrot und verzweifelten
Blicks gelaufen kam, haſtig die Beſtellung notierte und mit
fliegenden Frackſchößen einem neuen Rufe folgte.
Der letzte rote Abendglanz blinzelte durch die trüben
Scheiben, der Zigarrenrauch wallte. Wieder ſchwirrten
die bunten Papierſchlangen und woben ein Zeltdach über
den ſchmuckloſen, nüchternen Raum, in den immer noch
neue Menſchen drängten, ſich in die Nebenzimmer
ver=
teilend.
Bänkelſänger mit Zither und Mandoline traten in die
Tür, eine Mädchenſtimme ſchrillte, ein Tenor krächzte
heiſer in den dünnen Silberton des Zitherſpiels hinein.
Verbrauchte Stimmen, abgeleierte Melodien mit
plär=
rend vorgetragenem Refrain.
(Fortſetzung folat.!
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Seite 1I.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 goldener Siegelring mit den Farben blau=weiß=rot. 1 Double=
Armband mit 2 roten und 1 weißen Stein. 1 gelbſeidener Theater=Schal. 1 Paar
neue Herren=Schnürſtiefel. 1 lange goldene Uhrkette. 1 Rolle Pergamentpapier.
1 ſilbernes Halskettchen mit geſchnitztem Holzkäſtchen. 1 Paket, enthaltend 1 dunkelrote
Frauen=Jacke und eine Anzahl gewaſchener Kragen, Manſchetten und Vorhemdchen.
2 Meſſingſtangen von einem Treppenläufer. 2 kleine Hohlſchlüſſel, der eine mit gelbem
Griff. 1 Zwicker in braunem Täſchchen. 1 Paar braune Winterſchuhe in einem
Päckchen. 1 weißes gebogtes Taſchentuch, gez. A. 1 Schippe. 1. Paar gelbe Damen=
Handſchuhe. 1 bläulicher gehäkelter Damen=Gürtel. 1 Buch mit der Aufſchrift „Theodor
v. Zoblitz”. 1 Bild mit Bibelſpruch. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 weißes Taſchentuch
mit einem Nickel=Geldſtück. 1 Buch in engliſcher Sprache. 1 Metallbroſche mit Bild
(Hamburg). 1 braunes rundes Handkörbchen. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der
Nr. 1311. 1 Kuvert mit 2 Photographien. 1 Hundemarke mit der Nr. 9465 an ſchw.
Schnur. 1 kleiner Schlüſſel an rotem Bändchen. 1 kleine Leder=Säbelſcheide. 1
Kinder=
wagen mit verſchiedenem Inhalt. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 blau= und weißkarierte
Pferdedecke. 1 älteres braunes Portemonnaie mit einem Los der Preußiſchen Klaſſen=
Lotterie. 6 Schlüſſel an einem Ring. 1 großer Schlüſſel. 1 weißer langer
durch=
brochener Halbhandſchuh.
Verloren: 1 Herren=Regenſchirm mit Naturgriff ein Rechteck. 1 weiße
Kinder=
wagen=Decke mit Stickerei. 1 ſchwarzledernes Handtäſchchen mit Portemonnaie und
über 22 Mk. Inhalt nebſt Taſchentuch. 1 Päckchen weißer Seidenſtoff. 1 weißblaues
Kinder=Käppchen. 1 goldener Trauring ohne Zeichen. 1 zweireihiges Korallen=Kettchen.
1 längliches dunkelblaues Kinder=Käppchen. 1 Flügel für Hutputz, weiß mit taupe.
1 Trauring, gez. 1. 7. 97. 1 Trauring, gez. 1. 5. 1905 H. A. 1 ſilbernes Kinder=
Ketten=
armband. 1 Brillant=Broſche, ſchmaler Reif mit 3 Perlen und 2 Brillanten. 1 franzöſ.
Sprachlehrbuch mit grünlichem Einband. 1 kleines ſilbernes Portemonnaie mit einem
Herzchen und Aufſchrift „Gertrude”. 1 Manſchettenknopf, Perlmutter mit
Silber=
einfaſſung. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit runder gelber Schnalle. 1 graues Knaben=
Cape. 1 längliche Granat=Broſche in Goldfaſſung. 1 ſchwarzſeidener Damen=Schirm
mit braunem Naturgriff. 1 kleine goldene Broſche (Kreuz, Herz und Anker). 1 lange
ſilberne Buſennadel mit roſa Stein. 1 goldenes Gürtel=Armband. 1 Sparkaſſenbuch
mit der Nr. 785521. 1 ſilberner Armreif mit Perlen beſetzt. 1 blauſeidenes gehäkeltes
Perlen=Portemonnaie. 1 halbſeidener Damen=Regenſchirm mit gebogenem Horngriff.
1 ruſſiſcher Reiſepaß, auf den Namen Neumann ausgeſtellt. 1 ſchwarzledernes
Hand=
täſchchen mit Portemonnaie und 2,55 Mk. Inhalt nebſt einem Paar weißen
Halbhand=
ſchuhen. 1 goldener Ring mit großem länglichen bläulichen Stein. 1 rundes Granat=
Medaillon mit kleiner goldener Kette. 1 japaniſcher Goldgürtel mit Goldſchnalle.
1 Portemonnaie aus Seehundleder mit 50 Pfennigen Inhalt. 1 weißes Taſchentuch,
gez. C. 1 braunes Portemonnaie mit 65 Pfennigen Inhalt. 1 Wochenkarte
Darm=
ſtadt-Eberſtadt. 1 Radfahrer=Nummerplatte mit der Nr. 3096. 1 goldene
Vorſteck=
nadel in Form eines Zehnmarkſtücks, in der Mitte eine Perle. 1 graues wollenes
Kinder=Käppchen mit blauen Streifen. 1 brauner Kinder=Schuh. 1 Metall=Broſche,
einen Hund darſtellend. 1 Manſchettenknopf (geſchliffener Rheinkieſel) 1 kleines rotes
Pappſchächtelchen mit einem künſtlichen Unterkiefer. 1 ſchwarzledernes Portemonnaie
mit Klappverſchluß und 23 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes Brieftäſchchen mit Notizbüchelchen
und 3 Freifahrtkarten. 1 graues kleines Lederhandtäſchchen mit Metallkettchen und
etwa 35 Mk. Inhalt. 1 grünſeidener Schal.
Zugelaufen bei Privaten: 1 Foxterrier. 1 Pinſcher. 1 Dobermannpinſcher.
Entlaufen: 1 Dobermannpinſcher.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(19997
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Pinſcher, 1 Dobermann.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 16. Oktober, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Freibank=Ordnung für die Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Unter Bezugnahme auf § 11 Abſ. 1 des Reichsgeſetzes, die Schlachtvieh= und
Fleiſchbeſchau betreffend, vom 3. Juni 1900, der Artikel 2 bis 4 des Geſetzes die
Aus=
führung des Reichsgeſetzes über die Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau betreffend, vom
4. April 1903, des § 22 der Fleiſchbeſchauordnung für das Großherzogtum Heſſen vom
9. April 1903 und des Art. 56 Abſ. 2 Ziffer 1 der Städteordnung wird für den
Gemeinde=
bezirk der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt nach Anhörung der Großh.
Bürger=
meiſterei und der Stadtverordnetenverſammlung mit Genehmigung Großh. Miniſteriums
des Innern vom 4. Oktober 1910 zu Nr. M. d. J. II 4840 die nachſtehende
Freibank=Ordnung für die Stadt Darmſtadt
erlaſſen:
§ 1.
Für den Verkauf des im Gemeindebezirk Darmſtadt bei der Fleiſchbeſchau als
bedingt tauglich erkannten und zum Genuſſe für Menſchen brauchbar gemachten oder
als in ſeinem Nahrungs= und Genußwerte erheblich herabgeſetzt (minderwertig)
bezeich=
neten Fleiſches werden von dem Großh. Polizeiamt nach Maßgabe des vorhandenen
Bedürfniſſes eine oder mehrere Freibänke eingerichtet.
§ 2.-
Der geſamte Freibankbetrieb wird im Auftrage des Großh. Polizeiamts von dem
Fleiſchbeſchauamt überwacht.
§ 3.
Die mit dem Aushauen und dem Verkauf des Fleiſches auf der Freibank
beauf=
tragten Perſonen (Freibank=Aushauer) werden von dem Großh. Polizeiamt nach
Anhörung des Großh Kreisveterinäramts widerruflich beſtellt und verpflichtet.
Sie beziehen für ihre Tätigkeit Gebühren, die vom Beſitzer des beanſtandeten
Fleiſches (§ 7 Abſatz 2) zu entrichten ſind (vgl. § 13).
Die Geſchäfte des Aushauers können Bedienſteten des Schlachthofs gegen eine
Vergütung aus der Schlachthofkaſſe übertragen werden. In dieſem Falle fließen die
Aushaugebühren in die Schlachthofkaſſe.
8
Die Freibankaushauer ſind hinſichtlich ihrer Dienſtausübung dem Vorſtand des
Fleiſchbeſchauamts und nächſtdem dem Großh. Polizeiamt unterſtellt. Sie unterliegen
der Diſziplinargewalt der letztgenannten Behörde; dieſe iſt befugt, bei Dienſtverfehlungen
auf Ordnungsſtrafen (Verwarnung, Verweis oder Geldſtrafe bis zu 15 Mark) oder auf
Dienſtentlaſſung zu erkennen.
Ihre dienſtliche Tätigkeit vollzieht ſich nach Maßgabe einer von dem
Fleiſch=
beſchauamt mit Genehmigung des Großh. Polizeiamts zu erlaſſenden Dienſtordnung.
§ 5.
Der Aushauer haftet für das ihm zum Verkauf überwieſene Fleiſch und die
ver=
einnahmten Beträge.
Er hat durch Hinterlegung des Betrages von 500 Mark bei dem Großh. Polizeiamt
Sicherheit zu leiſten.
Er iſt verpflichtet, über den Verkauf Rechnung nach beſonderer Vorſchrift in
doppelter Ausfertigung zu ſtellen. Dieſe Rechnung iſt von dem Fleiſchbeſchauamt zu
prüfen.
§ 6.
Der Aushauer iſt verpflichtet, die ihm zur Benutzung überwieſene
Freibankeinrich=
tung, namentlich Wagen, Werkzeuge, Hauklötze und Tiſche, in ſauberem Zuſtande zu
halten.
Die Reinigung der Freibankräume und deren Inſtandhaltung ſowie die
Inſtand=
haltung der Einrichtung wird durch die Schlachthofverwaltung veranlaßt.
§ 7.
Der Verkauf des auf die Freibank verwieſenen Fleiſches erfolgt in der Regel in
der Reihenfolge, in welcher der Auftrag zur Verwertung durch den Beſitzer bei dem
Fleiſchbeſchauamt gegeben wird.
Als Beſitzer gilt derjenige, von dem oder in deſſen Auftrag das Tier geſchlachtet
worden iſt. Erfolgt von dieſer Seite ein Einſpruch nicht, ſo iſt derjenige (
Verſicherungs=
geſellſchaft ꝛc.) als Beſitzer anzuſehen, der bei dem Fleiſchbeſchauamt den einwandfreien
Nachweis erbringt, daß er den Schaden endgültig zu tragen hat.
§ 8.
Die Verkaufszeiten auf der Freibank beſtimmt das Fleiſchbeſchauamt.
§ 9.
Der Preis des auf die Freibank verwieſenen Fleiſches wird jeweils durch den
Vorſtand des Fleiſchbeſchauamts unter Beobachtung der Beſtimmungen des Art. 4 des
Geſetzes vom 4. April 1903 und des § 22 der Fleiſchbeſchauordnung vom 9. April 1903
feſtgeſetzt. (Vgl. Fleiſchbeſchauvollzugsordnung vom 15. Juni 1910, § 11 Ziffer 6). Gegen
dieſe Feſtſetzung iſt Beſchwerde an das Großh. Polizeiamt Darmſtadt zuläſſig.
§ 10.
Das Fleiſchbeſchauamt hat die Gattung und das Geſchlecht des zu verkaufenden
Schlachttieres, den Grund der Beanſtandung und den Verkaufspreis auf der Freibank in
deutlich lesbarer Schrift an eine für jeden Käufer ſichtbare Stelle anſchreiben zu laſſen.
§ 11.
Fleiſch und Fett muß auf Verlangen bis zu 250 Gramm herab abgegeben
werden. Das Fleiſch darf einſchließlich der Beilage 20 Prozent, bei Bratenſtücken
bis zu 30 Prozent, Knochen enthalten; außergewöhnlich fette oder ſehnige Stücke
ſowie rohes und ausgeſchmolzenes Fett müſſen ohne Beigaben abgegeben werden.
Bei Fleiſch, welches durch Kochen oder mittels Dampfs zum Genuſſe brauchbar gemacht
worden iſt, darf die Knochenbeilage nicht über 10 Prozent des Fleiſchgewichts betragen.
§ 12.
Mehr als 3 Kilogramm Fleiſch dürfen am gleichen Tage an eine und dieſelbe
Perſon nur auf Vorlage einer ſchriftlichen Genehmigung des Großh. Polizeiamts
abgegeben werden.
Wer vorſätzlich unter Umgehung dieſer Vorſchrift mehr als 3 Kilogramm
Fleiſch am gleichen Tage erwirbt, wird auf Antrag des Großh. Polizeiamts mit
Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 13.
Für das Aushauen und den Verkauf iſt von dem Beſitzer (§ 7 Abſ. 2) eine
Gebühr an den Aushauer zu bezahlen, die ſich nach dem Gewicht des verkauften
Fleiſches richtet. SSiehe Tarif.)
Alle zum Verkauf zugelaſſene Teile der auf die Freibank verwieſenen Tiere
ſind dem Aushauer amtlich vorzuwiegen.
Das ſo feſtgeſetzte Gewicht iſt, ſoweit die Teile auf der Freibank verkauft
werden, bei der Berechnung der Gebühr zu Grunde zu legen.
In der Gebühr iſt die Vergütung für Vereinnahmung und Verrechnung des
Erlöſes ſowie für ordnungsmäßige Rechnungsſtellung einbegriffen.
Als Erſatz für Gewichtsverluſte beim Verkauf des Fleiſches werden dem
Aushauer 3 Prozent des Gewichtes des ihm zum Verkauf überwieſenen Fleiſches
nach Abzug der nicht verkauften Mengen bei der Berechnung des Erlöſes vergütet.
Die gleiche Vergütung wird bei ſteriliſiertem oder geſalzenem Fleiſch und
aus=
geſchmolzenem Fett gewährt.
§ 14.
Für die Beförderung von beanſtandetem Fleiſch aus den Schlachthallen nach
den Aufbewahrungsräumen und nach der Freibank im Schlachthof iſt eine Gebühr
(ſiehe Tarif) an die Schlachthofverwaltung zu entrichten, falls der Beſitzer dieſe
Beförderung nicht ſelbſt beſorgt.
Für die Beförderung von beanſtandetem Fleiſch nach einer Freibank
außer=
halb des Schlachthofs iſt von dem Beſitzer an den Aushauer eine Gebühr zu
bezahlen. (Siehe Tarif.)
§ 15.
Für die Verwiegungen ſind von dem Beſitzer die feſtgeſetzten Gebühren zu
zahlen. Streitigkeiten über das Gewicht entſcheidet das Fleiſchbeſchauamt.
§ 16.
Werden auf Wunſch oder mit Einverſtändnis des Beſitzers von dem
Fleiſch=
beſchauamt beſondere Maßnahmen zur beſſeren Erhaltung und Verwertung
des zur Freibank verwieſenen Fleiſches getroffen, ſo iſt hierfür die feſtgeſetzte
beſondere Gebühr zu entrichten.
Iſt der Beſitzer nicht anweſend und erſcheinen die Maßnahmen dringlich, ſo
iſt das Fleiſchbeſchauamt befugt, dieſe im Intereſſe des Beſitzers auf deſſen Koſten
eintreten zu laſſen.
Dieſe Gebühr darf nicht erhoben werden, wenn das Fleiſch aus irgend einem
Grunde nicht zum Verkauf auf der Freibank gelangt.
§ 17.
Dieſe Freibankordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Vom
gleichen Zeitpunkt an ſind die bisherigen örtlichen Beſtimmungen über den Verkauf
von Fleiſch auf den Freibänken in der Stadt Darmſtadt aufgehoben.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt
Dr. Kranzbuhler.
Bekanntmachung.
Tarif
für die nach §§ 13 und 14 der Freibankordnung vom 10. Oktober 1910 zu entrichtenden
Aushauer= und Trägergebühren.
Es haben zu beziehen:
1. die Aushauer (nach § 13 Abſatz 1 der Freibankordnung) eine Gebühr von
vier Pfennig für das Kilogramm; Bruchteile eines Kilogramms werden
dabei als volles Kilogramm in Anſatz gebracht;
2. die Träger:
a) innerhalb des Schlachthofs (nach § 14 Abſatz 1 der Freibankordnung)
eine Gebühr von
zwanzig Pfennig für ¼ Stück Großvieh,
zehn Pfennig für Schweine und Kleinvieh (für das Stück);
b) außerhalb des Schlachthofs (nach § 14 Abſatz 2 der Freibankordnung)
eine Gebühr von
zehn Pfennig für ein Gewicht bis zu 25 Pfund, für jede weiteren
an=
gefangenen 25 Pfund je fünf Pfennig mehr; Bruchteile eines Pfundes
bleiben dabei außer Anſatz.
Darmſtadt, 10. Oktober 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt
(20071
Dr. Kranzbühler.
erkaufspreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
albfleiſch
,
dammelfleiſch .
Bruſt.
Schweinefleiſch (Bratenſt.) „
Bauchläppchen .
tottelets u. geſalz. Fleiſch „
Speck, geräuchert
. per ½ kg 90 Pfg.
„
35
90
60
92
86
96
110
. per ½ kg 100 Pfg.
2 „110
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein
Rollſchinken
½ „ 130
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
½ „ 90
Schwartenmagen, Fleiſch=
0
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „ 7 „ 72
ebauungsplan für die Gartenvorſtadt Dieburger Straße-Hohler Weg.
Von dem, von Großh. Miniſterium des Innern gutgeheißenen generellen
Be=
uungspla nfür die Gartenvorſtadt Dieburger Straße-Hohler Weg ſoll zufolge Beſchluß
r Stadtverordneten=Verſammlung vom 1. v. Mts. der Teil für das Gelände zwiſchen
nördlichen Fluchtlinie der Dieburger Straße, der neuen Odenwaldbahnlinie, dem
ohlen Weg und der Faſanerie zur endgültigen Genehmigung gelangen. Der hierüber
fgeſtellte Plan liegt in der Zeit vom 13. bis einſchließl. 28. I. Mts. während der
enſtſtunden auf dem Stadtbauamte, Grafenſtraße Nr. 30, offen. Einwendungen gegen.
Plan ſind bei Meidung des Ausſchluſſes mündlich zu Protokoll oder ſchriftlich dort
rzubringen.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1910.
(19770ms
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Ekert.
Küchenlieferung.
Der Bedarf an Kolonialwaren, Eier, Käſe, Grüngemüſe, Backwaren,
Molkerei=
produkten und Kartoffeln, ſowie Abnahme der Küchenabfälle für die Abteilungsküche
ſoll für die Zeit vom 1. November 1910 bis 31. Oktober 1911 verdungen werden.
Schriftliche Angebote, bezeichnet mit der Aufſchrift: „Angebot auf Lieferung von
Küchenbedürfniſſen,” ſind verſiegelt bis zum 20. Oktober 1910, früh 9 Uhr, einzureichen.
Lieferungsbedingungen können in der Kaſerne, Heidelbergerſtraße, Zimmer 15,
ein=
geſehen werden. — Verdingungstermin daſelbſt 22. Okober 1910, 10 Uhr vormittags.
Zuſchlagsfriſt bis 25. Oktober 1910.
(19769ms
Darmſtadt, den 10. Oktober 1910.
Küchenverwaltung II. Abteilung Feld=Artillerie=Regts. Nr. 25.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samslag, den 15. Oktober 1910.
Nummer 242,
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Fortbildungsſchule für die aus der Volksſchule entlaſſene
männ=
liche Jugend.
Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen Fortbildungsſchule für den Winter
1910/11 findet Montag, den 17. ds. Mts., 5 Uhr nachmittags, ſtatt,
und zwar für die Schüler des vormaligen Stadtbezirks Darmſtadt im Schulhaus
am Ballonplatz, ſowie im Schulhaus in der Müllerſtraße, für die Schüler der
vormaligen Gemeinde Beſſungen im Schulhaus in der Ludwigshöhſtraße.
Zum Beſuche der Fortbildungsſchule geſetzlich verpflichtet ſind alle diejenigen
jungen Leute, die in den Jahren 1908, 1909 und 1910 aus den hieſigen Volks= und
Mittelſchulen entlaſſen worden ſind, und diejenigen, die nach ihrer Entlaſſung aus
Schulen anderer Gemeinden ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden
Schulunter=
richt zu genießen. Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche der
Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung alsbald ſchriftlich an
Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt (Neckarſtraße Nr. 3) zu richten. Nach
dem 15. Oktober einlaufende Geſuche können keine Berückſichtigung mehr finden.
Bis zur erfolgten Entſcheidung dieſer Behörde muß die Fortbildungsſchule
beſucht werden. Die Geſuche müſſen von den Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und
unterſchrieben ſein und Angaben enthalten über: Alter, Heimatsort, Namen und
Ge=
ſchäft der Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch, dermalige Beſchäftigung des Schülers. In
den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung beanſprucht wird;
außerdem ſind Art ſowie Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen
Unterricht erteilenden Lehrer zu bezeichnen.
Die Schüler, die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für Bauhandwerker und
Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule der Gewerbeſchule (der Beſuch einer
Fachklaſſe oder des Zeichenunterrichts allein befreit nicht von der obligatoriſchen
Fort=
bildungsſchule) oder die kaufmänniſche Schule dahier beſuchen, ſind von dem Beſuche
der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit, ebenſo diejenigen Schüler der
landwirt=
ſchaftlichen Winterſchule, welche letztere bereits zwei Jahre mit günſtigen Zeugniſſen
beſucht haben.
Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stellvertreter, ebenſo Dienſtherrſchaften
und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge Leute im Dienſt oder in der Lehre haben, ſind
kraft des Geſetzes verpflichtet, die jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule
anzuhalten (Artikel 24 des Schulgeſetzes und § 120, Abſatz 2 der deutſchen Gewerbordnung).
Die Behauptung, der Schulpflichtige ſei zur Zeit des Unterrichts im Geſchäfte der
Eltern, Lehrherren oder Dienſtherrſchaft unentbehrlich, kann nicht zur Entſchuldigung
dienen; vielmehr iſt den Schülern die zum Beſuche der Fortbildungsſchule nötige Zeit
und zwar ſelbſtverſtändlich in der Ausdehnung zu laſſen, daß ſie ſich vor Beginn des
Unterrichts genügend waſchen und ankleiden, auch eſſen können. Zuwiderhandlungen
werden mit einer Polizeiſtrafe von 2 bis 20 Mk. beſtraft (Art. 25 des Schulgeſetzes).
Unentſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen (je 20 Pfg., im
Wiederholungsfalle 40 Pfg.), welche nötigenfalls durch Haft nach Maßgabe der §§ 28
und 29 des Reichsſtrafgeſetzbuches vollſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe
Abholung in die Schule, wofür 10 Pfg. für den Abholenden zu entrichten ſind. Die
Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1908/09 und 1909/10 die
Fortbil=
dungsſchule dahier ſchon beſuchten, haben ſich am 17. Oktober, 5 Uhr
nachmit=
tags, in den Turnſälen derjenigen Schulhäuſer dahier einzufinden, in welchen ſie in
den früheren Jahren Unterricht empfingen.
Die Schüler, die Oſtern 1910 aus der Stadtknabenſchule I und II, aus der
Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße, ſowie aus der Knabenmittelſchule I und II
entlaſſen worden ſind, haben ſich zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes
am Ballonplatz einzufinden.
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen Schulpflichtigen
müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am Ballonplatz ſtellen.
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen wohnenden Schüler aus
den drei Jahrgängen 1908, 1909 und 1910 haben ſich Montag, den 17. d. Mts.,
4 Uhr nachmittags, in der Turnhalle des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße Nr. 42
einzufinden.
Es beſteht kein Unterſchied mehr zwiſchen Tages und Abendklaſſen: die
Unter=
richtsſtunden für alle Klaſſen können in die Zeit zwiſchen 2 und 7 Uhr nachmittags
ge=
legt werden. Die Klaſſen, in denen Zeichenunterricht iſt, haben wöchentlich 9 Stunden,
die übrigen Klaſſen haben 7 Stunden Unterricht.
Der Fachzeichenunterricht in den Klaſſen der Metallarbeiter und
Bauhand=
werker wird von einem Maſchinentechniker und einem Architekten erteilt, in der
Konditorfachklaſſe unterrichten im Zeichnen, Modellieren und
Gewerbe=
kunde zwei Konditoren.
Alle Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahren 1908, 1909 und 1910
die von dem Beſuche der Fortbildungsſchule befreit ſein wollen, haben — auch
wenn ſie ſchon um Befreiung bei Großh. Kreisſchulkommiſſion eingekommen ſind — in
den Turnhallen der genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 17. d. Mts.,
nachmittags präzis 5 bezw. 4 Uhr, zu erſcheinen.
Zu den Eltern, Lehr= und Dienſtherren ſprechen wir auch diesmal das Vertrauen
aus, daß ſie den großen Nutzen des der männlichen Jugend unentgeltlich gebotenen
Fortbildungsunterrichts erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die Zwecke der
Schule durch Ueberwachung des Schulbeſuchs und Anſpornung der Schüler zur
Folg=
ſamkeit gegen Vorſteher und Lehrer der Schule, ſowie zu Fleiß, Ordnung und guter
Sitte in und außerhalb der Schule zu fördern.
(19479sms
Darmſtadt, den 1. Oktober 1910.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
Dr. Gläſſing.
Ausführung von Gasanlagen im Innern
der Gebäude und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=Anlagen im
Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das Rohrnetz des ſtädtiſchen
Gas=
werks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie alle Erweiterungen, Veränderungen und
Reparaturen darf nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen, die von Großherzoglicher
Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und gewiſſenhafter Beobachtung der
hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt:
36. Philipp Kraus Nachf. (Inh. Adam
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
Bender), Karlſtraße 51.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. Karl Bohl, Blumenthalſtr. 107.
5. Lud. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 54.
6. Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
7. Karl Darmſtädter, Sandbergſtr. 66.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11.
9. Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz)
Soder=
ſtraße 49 und 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a.
11. Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
12. Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
14. Franz Geiger, Karlſtraße 36.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6.
16. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
17. Guſtav Göckel, Karlſtr. 12.
18. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
19. Philipp Handſchuch,
Schloßgarten=
ſtraße 37.
20. Ludwig Heppenheimer, Luiſenſtr. 2.
21. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
22. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
23. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
24. Balthaſar Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.
25. Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
26. Karl Jung, Kaplaneigaſſe 17.
27. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
28. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
29. Gg. Kaiſer, Inh.: Marg. Haun,
Rheinſtr. 5.
30. Robert Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.
31. Georg Keil, Kirchſtr. 17.
32. Auguſt Keller, Hohler Weg 11.
33. Adolf Kling Nachf. (Inh. A. u. L.
Kling), Rheinſtr. 17.
34. Klink & Rettberg, Ludwigsplatz 8½
35. Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.
37. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
38. Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
9. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
40. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
41. Ludw. Luck, Gutenbergſtr. 27.
42. V. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtraße 54.
43. Philipp Maul, Eliſabethenſtraße 29.
44. Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
45. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
46. Aug. Neumeyer Wwe., Gr.
Ochſen=
gaſſe 22.
47. Heinrich Ningler, Landwehrſtr. 47.
48. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
49. Heinrich Pauli, Orangerie=Allee 7.
50. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
51. F. W. Preußner, Bleichſtraße 40.
52. Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
Momberger), Schützenſtr. 4.
53. G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
54. J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
55. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
56. Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7.
57. Franz Schulz, Karlſtr. 104½,
58. Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
9. Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
60. Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
61. Karl Tänzer, Marktplatz 7.
62. Michael Vollrath, Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße 51.
63. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
54. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
65. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
66. Val. Wedel, Beckerſtraße 7.
67. Karl Wenz, Wendelſtadtſtraße 39.
68. Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Bekanntmachung.
(Die Oktroiabgabe betreffend.)
Es beſteht vielfach die irrige Meinung, daß vom 1. April ds. Js. ab der Oktroi
gänzlich aufgehoben worden ſei.
Von dieſem Tage ab iſt nur der Oktroi auf Hülſenfrüchte, Mehl und andere
Mühlenfabrikate, desgleichen auf Backwaren, Vieh, Fleiſch und Fleiſchwaren aufgehoben
worden.
Die Oktroiabgabe für Wein (auch Moſt), Schaumwein, Obſtwein (auch
Moſt), Branntwein, Spiritus, Bier, Wild, Geflügel und Brennmaterialien
bleibt fortbeſtehen.
Die Entrichtung der Abgabe hat beim Eingang der pflichtigen Gegenſtände in
die Stadt, bezw. in die bewohnte Stadtgemarkung, an nachverzeichneten Erhebſtellen
zu erfolgen:
1. Eſchollbrücker Straße,
2. Eliſabethenſtraße,
3. Rheinſtraße,
4. Lagerhausſtraße,
5. Pallaswieſenſtraße,
6. Frankfurter Straße,
7. Kranichſteiner Straße,
8. Dieburger Straße,
9. Erbacher Straße,
10. Roßdörfer Straße,
11. Nieder=Ramſtädter Struße,
12. Klappacher Straße,
13. Heidelberger Straße und
14. Beſſunger Straße.
Oktroipflichtige Gegenſtände dürfen mithin nur auf ſolchen Straßen in die Stabt
eingeführt werden, die an Erhebſtellen vorbeiführen. Alle übrigen Straßen ſind
für die von außen kommenden oktroipflichtigen Gegenſtände verboten.
Sämtliche mit der Eiſenbahn hier eingehenden oktroipflichtigen Gegenſtände ſind
bei der zunächſt der Bahn befindlichen Oktroierhebſtelle vorzuführen. Da die
Erheb=
ſtelle an der Bleichſtraße aufgehoben iſt, ſo ſind die mit der ehemaligen Heſſiſchen
Ludwigsbahn ankommenden Gegenſtände der Erhebſtelle an der Rheinſtraße oder
der=
jenigen an der Lagerhausſtraße vorzuführen.
Die Transportanten oktroipflichtiger Gegenſtände haben ſich unaufgefordert an
die Oktroierhebſtelle zu begeben und den Oktroi zu entrichten. Dies gilt auch für ſolche
Gegenſtände, welche nur durch die Stadt durchgeführt und nicht in derſelben verbraucht
werden ſollen; in dieſem Falle wird ein Durchgangsſchein ausgeſtellt.
Der Transport der der Oktroiabgabe unterworfenen Gegenſtände oder der davon
befreiten Durchgangsgüter muß ſtets und zu jeder Zeit mit den von den Erhebern
ausgefertigten, auf Verlangen allen Aufſichtsperſonen ſogleich vorzuzeigenden Scheinen
begleitet ſein.
Die den Einbringern von den Erhebſtellern behändigt werdenden Scheine über
bezahlten Oktroi müſſen von den Empfängern der abgabepflichtigen Gegenſtände gleich
bei deren Ablieferung eingefordert werden. Im gegenteiligen Falle haftet der
Em=
pfänger, wenn eine Oktroihinterziehung vorgefallen iſt und der Einbringer nicht beſtraft
werden kann, gerade ſo, als habe er, der Empfänger, die Hinterziehung begangen. Die
Scheine ſind von den Empfängern drei Monate lang aufzubewahren und den
Auf=
ſichtsperſonen auf Verlangen vorzulegen.
Wer oktroipflichtige Gegenſtände durch die Poſt empfängt, hat ſpäteſtens
bis zum Ablauf des folgenden Tages bei der nächſten Oktroierhebſtelle die
Oktroigebühr zu bezahlen, bei Vermeidung der in dem Oktroi=Reglement
bezeich=
neten Strafen.
Sollen oktroipflichtige Gegenſtände in Hofreiten oder ſonſtige Grundſtücke
ein=
geführt werden, die außerhalb der oben genannten Eingangsſtellen, jedoch innerhalb
der Gemarkung Darmſtadt liegen, ſo haben die Empfänger ſogleich bei der Ankunft
und ehe dieſe Gegenſtände abgeladen oder in ihre Hofreite eingebracht werden, hiervon
derjenigen Erhebſtelle, welche der betreffenden Hofreite bezw. Grundſtück zunächſt liegt,
Anzeige zu machen und den Oktroi zu entrichten. Werden derartige Gegenſtände in
den Stadtbezirk eingeführt, ſo iſt die bereits ſtattgehabte Oktroizahlung durch Vorlage
der Oktroiſcheine, die alsdann beſcheinigt werden, oder auf ſonſtige Weiſe zweifellos
nachzuweiſen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden nach § 15 des
Oktroi=Reglements als Hinterziehung zur Strafe gezogen.
(19069oss
Darmſtadt, den 27. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Abendkurſe.
In den nächſten Tagen wollen wir wieder beſondere Abendkurſe eröffnen laſſen.
In denſelben ſollen Mädchen und Frauen, welchen es durch anderweitige Beſchäftigung
tagsüber nicht möglich iſt, ſich mit den Hausarbeiten vertraut zu machen, im Kochen
und Backen, ſowie im Nähen, Flicken und Stopfen unterwieſen werden.
Die Herſtellung von Weihnachtsgebäck findet in dieſen Kurſen beſondere
Be=
rückſichtigung.
Die Zahl der Unterrichtsabende iſt auf 60 feſtgeſetzt. Die Verteilung derſelben
auf die einzelnen Wochen und Tage und die Feſtlegung der Unterrichtszeit erfolgen
im Einverſtändnis mit den Kurſusteilnehmerinnen.
Das Schulgeld für den ganzen Kurſus beträgt:
a) für hieſige Schülerinnen zwei Mark,
b) „ auswärtige „ vier
und iſt bei der Anmeldung zu entrichten.
Anmeldungen von Teilnehmerinnen aus dem Stadtbezirk Darmſtadt werden
Montag, den 17. Oktober, von 7—8 Uhr abends, in der Schulküche
Rundeturm=
ſtraße 11, und von ſolchen aus dem ehemaligen Beſſunger Bezirk Dienstag, den
18. Oktober, von 7—8 Uhr abends, in den Fortbildungsſchulräumen,
Hermann=
ſtraße 21, von dem Leiter der Schule entgegengenommen.
(19917fs
Darmſtadt, den 11. Oktober 1910.
Der Vorſtand.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1910.
Städtiſche=Gaswerks=Verwaltung. Betriebsleitung.
Friedrich.
(19744msm
Staatl. konzes, und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
Darmstadt
Rheinstrasse 1
am Ernst-Ludwigsplatz.
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Wintersemester beginnt Dienstag, 4. Oktober, vormittags 8 Uhr.
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
(18068a
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
Kartoffellieferung.
Die Lieferung der Kartoffeln ſoll vom 1. November 1910 ab auf 1 Jahr vergeben
werden. Produzenten erhalten den Vorzug. Lieferungsbedingungen liegen auf dem
Geſchäftszimmer — Ahaſtraße, Mittelbau — zur Einſicht offen.
Angebote ſind mit entſprechender Aufſchrift bis zum Eröffnungstermin — 19. Oktober
1910, vormittags 10 Uhr — verſchloſſen und portofrei ebendahin einzuſenden.
Proben ſind 48 Stunden vorher abzugeben. Zuſchlagsfriſt 5 Tage.
Angebote ohne Proben werden nicht berückſichtigt.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1910.
(19590sos
Küchenverwaltung der I. Abteilung Feldart.=Regts. 25.
Kartoffellieferung.
Die Lieferung von 700 Doppelzentner guter Speiſekartoffeln für die
Pro=
vinzial=Pflegeanſtalt bei Eberſtadt ſoll auf dem Verdingungswege vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen werden auf dem Geſchäftszimmer des Hausverwalters in
der Anſtalt am 19. und 20. Oktober 1910, vormittags von 10 bis 12 Uhr, bekannt gegeben.
Angebote ſind verſchloſſen und verſehen mit der Aufſchrift: „Angebote zu der
am 15. Oktober 1910 ausgeſchriebenen Lieferung” bis zum Eröffnungstermin
den 27. Oktober 1910, vormittags 8 Uhr,
poſt= und beſtellgeldfrei einzureichen. Inden Angeboten ſind die Bedingungen anzuerkennen.
Die einzureichenden Proben müſſen getrennt von den Angeboten verpackt und mit
bezüglicher Aufſchrift verſehen ſein. Der Name der angebotenen Sorte iſt in dem
An=
gebote zu bezeichnen.
Eberſtadt, den 15. Oktober 1910.
(19968
Direktion der Provinzial=Pflegeanſtalt bei Eberſtadt.
Dr. Textor.
Ankauf
von nur beſſeren getragenen Herren= un
Damenkleidern u. dergl. bei reeller
Be=
zahlung. Jetzt Donnerstag hier.
Schriftliche Offerten unter H 100 an
(20002soi
die Expedition ds., Bl.
Wlatzhalber großer Küchenſchrank mit
Anrichte, Treppenſtuhl u. Ablaufbrett,
zuſ. 40 Mk., ſowie 1 guter Winterüberzieher
für 10 Mk. u. 1 Damen=Capes für 2 Mk.
abzugeben Soderſtr. 101, part. I. (*25386sm
ropftauben zu verkaufen (*25394sm
K
Sandbergſtraße 19.
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Seite 13
Vergebung
von ſchmiedeiſernen Röhren.
Die Anlieferung von ſchmiedeiſernen,
ſchwarzen und galvaniſierten Röhren ſoll
verdungen werden.
Angebote ſind bis
Mittwoch, den 26. Oktober, ds. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Verwaltung,
Frank=
furterſtraße Nr. 29, I., Zimmer Nr. 3,
ver=
ſchloſſen und mit der Aufſchrift: „Angebot
auf ſchmiedeiſerne Röhren,” einzureichen,
woſelbſt auch die Verdingungsbedingungen
eingeſehen und die Angebotsſcheine in
Em=
pfang genommen werden können.
Nach auswärts werden die Bedingungen
nur gegen vorherige Einſendung von 50 Pfg.
in Briefmarken für die portofreie Zuſen=
(19995sid
dung derſelben abgegeben.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1910.
Städtiſche Gaswerksverwältung,
Betriebsleitung.
Friedrich.
Städtiſche Pfennioſparkaſſe.
Einzahlungen in Pfennigbeträgen von
10, 20 Pfg. u. ſ. f. bis einſchließlich eine
Mark werden jeden Samstag, nachmittags
von 2 bis 8 Uhr, von nachverzeichneten
Erhebeſtellen entgegengenommen:
Erhbſtelle
Nr. 1 Praſſel, M. W., Grafenſtraße 25.
„ 2 Landau, M., Mathildenplatz 1.
„ 3 Bopp, K., Heinheimerſtraße 74.
„ 4 Waitz, Pfarrer, Mollerſtr. 23.
„ 5 Roth, G., Dieburgerſtraße 9.
„ 6 Koch, K., Marktplatz 3.
„ 7 Stephan, H., Stiftſtraße 29.
„ 8 Finke, P. C., Ballonplatz 5.
„ 9 Klockow, F., Pankratiusſtraße 26.
„ 10 Schroth, J., Gardiſtenſtraße 15.
„ 11 Scholl, R., Soderſtraße 44.
„ 12 Wernher, L., Beſſungerſtraße 1.
„ 13 Poth, E., Heinheimerſtraße 20.
„ 14 Schwab, T., Ernſt=Ludwigsplatz 4.
„15 Supp, A. J., Marktplatz 8.
„ 16 Jarraſch, J., Heinheimerſtraße 35.
„ 17 Seibert, F., Pallaswieſenſtraße 44.
„ 18 Waitz, E., Eliſabethenſtraße 16.
„ 19 Büchler A., Roßdörferſtraße 26½
„ 20 Hebermehl, G., Eliſabethenſtr. 53.
Filialen:
Kiesſtraße 66.
Sandbergſtraße 27.
Lauteſchlägerſtraße 4.
„ 23 Sulzmann, A., Forſtmeiſterſtr. 2.
„ 24 Mattheß, H., Liebfrauenſtraße 58.
25 Erb, O., Alexanderſtraße 17½
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen Sparkaſſe.
Purgold, Direktor. (1491a
Stadtiſche Schulzahnnlimik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
Bekanntmachung.
Dienstag, den 8. November I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Ehefrau des Heinrich Müller,
Eliſe, geb. Wetzel, dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
35 1505½/100 993 Hofreite Lieb=
35 1543/100 255¾10 Zimmer= frauenſtr.
platz
Nr. 74,
in unſerm Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K96/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D20009,8
Bekanntmachung.
Montag, den 24. Oktober 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Maurermeiſter Ludwig
Martin Schwarz und deſſen Kindern
da=
hier zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. qm
III 331/100 159 Hofreite Dieburger
ſtraße,
III 33½/100 227 Hofreite daſelbſt,
III 33¼/100 40 Bleichplatz daſelbſt,
41
IV 290 /100 152 Hofreite daſelbſt,
IV 294¾/100 140 Hofreite
Mauer=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K124/10
Darmſtadt, den 15. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D17940,6
Bekanntmachung.
Montag, den 24. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz dahier und deſſen Kindern
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 331/100 244 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 1,
III 3318/100 54 Bleichplatz daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K90/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 23. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt
Müller.
(D18938,7
Ein neuer Winterüberzieher (noch nicht
getragen), für mittl. Figur, iſt billig
zu verkaufen Darmſtraße 21, I. (*25302
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erste und zweite Etage (Fahrstuhl).
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Damtentarnverent.
Beginn des Winterhalbjahres: Donnerstag, 13. Oktober 1910,
Für Erwachſene:
1. Abteilung: Dienstag und Freitag, von 6—7½ Uhr.
2. Abteilung: Montag und Donnerstag, von 6—7½ Uhr.
Für Kinder:
1. Abteilung: von 10—15 Jahren, Dienstag und Freitag, 4½—5½ Uhr.
2. Abteilung: bis zu 10 Jahren, Dienstag und Freitag, 3¼—4¼ Uhr.
Anmeldungen bei der Vorſitzenden, Frl. A. Walz, Karlſtr. 43, oder während
der Turnſtunden im Turnsaale, Ecke Eliſabethen= und Grafenſtraße.
Der Vorstand.
Orthopädiſches Turnen gegen Haltungsfehler und
Rückgradsver=
krümmungen. Leiterin Frl. Cl. Schmuek (ausgebildet in der
Ortbo=
pädiſchen Anſtalt von Direktor Brehme in Straßburg).
Florettfechten. Leiterin Frl. Cl. Schmuck.
Anmeldungen zu beiden letzten Abteilungen bei Frl. Cl. Schmuck, Roß=
(19482ss
dörferſtraße 85, II.
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Telephon 1512
Heinrichſtraße 70
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Gründliche und ſchnelle Vorbereitung zum:
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Einjährigen=, Prim.=, Fähnrichs= u. Abit.=Examen
ir durchaus individuellem Unterricht. Keine Klaſſen. Sorgfältige Erziehung jüngerer
Schüler. Anerkannt ſehr gute Erfolge. — Programm und nähere Auskunft durch den
Vorſteher
H. Rupp.
Für den Winterkursus
der Haushaltungsſchule des Heſſiſchen Diakonievereins
werden am Montag, den 17. Oktober,
und die folgenden Tage der Woche
Schülerinnen aufgenommen.
Schulgeld Mark 60.”
Bürgerliche Küche.
Anmeldungen bei der Leiterin Frl. Wickertsheim, Herderſtraße 10, oder bei
der Geſchäftsſtelle des Diakonievereins, Frankfurterſtraße 40.
(20104so
Klavier- u. Theorieunterricht
erteilt Julius Winkler, Hofmusiker
Gutenbergstrasse 1
langjähriger Schüler von Prof. Th. Pfeiffer, Baden-Baden.
(18936a
Ich ſuche fſür einen in meinem Hauſe beatſchtiglen Geganseerele
bei welchem Chöre, Duette, Solis ꝛc. unter der Leitung einer
beſt=
bewährten Kraft geflegt werden ſollen,
musikliebende, stimmbegabte Damen der Gesellschaft
zu gewinnen.
25447)
Frau Minna von Suttner
Annaſtraße 61, III. Zu ſprechen 4—5 Uhr nachmittags.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 19. Oktober I. J., vorm. 9 Uhr u. nachm. 3 Uhr,
im Hauſe Rossdörfer Strasse 53, I. Etage,
verſteigere ich auf freiwilligen Antrag wegen Auflöſung des Haushaltes folgende
Gegenſtände:
1 grünes Plüſchſofa mit 4 Seſſeln und 6 Stühlen, 1 braunes Sofa, 2 Seſſel,
1 Ausziehtiſch, 1 ſchwarzer Salontiſch, 6 Rohrſtühle, 1 Vertiko, 1
Spiegel=
ſchrank, verſchiedene Waſchtiſche und Nachttiſche, 2 Kleiderſchränke,
Küchen=
möbel und Küchengeſchirr, 2 komplette Betten, Bilder, Spiegel und Vorhänge,
ſonſt. Hausrat, Porzellan, darunter 1 Tafelſervice und Gläſer, Kriſtall
ver=
ſchiedener Art.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 15. Oktober 1910.
(20085si
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Ein gebr., gewöhnliches Sofa und einen
lack. Waſchtiſch zu kaufen geſ. Offert.
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ſucht. Off. u. C 65 an die Exp. (*25453
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Weber, Sandſtraße 38.
Bekanntmachung.
Dienstag, den 8. November I. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Fabrikanten Chriſtian Lampe
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
VI 1472/100 2633 Grabgarten) Feld=
VI 14724/100 152 Grasgarten bergſtr.
VI 14727/100 916 Hofreite Nr. 58,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K2/10
Darmſtadt, den 13. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D19990,8
Bekanntmachung.
Montag, den 31. Oktober 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Bauunternehmer Nikolaus
Roth in Zürich, früher in Darmſtadt,
da=
hier zuſtehende Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
4 3131/100 205 Hofreite
Liebfrauen=
ſtraße 89,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K93/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung erfolgen, wenn der
Schätzungs=
preis auch nicht erreicht wird.
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D19470,7
Aufforderung.
Alle diejenigen, welche an den Nachlaß
des am 5. Oktober 1910 verſtorbenen Franz
Keller, Dampfmühle zu Bickenbach, irgend
welche Anſprüche zu bilden haben, werden
erſucht, dieſelben binnen 2 Wochen bei dem
Unterzeichneten ſchriftlich anzumelden, damit
deren Berückſichtigung bei der
Nachlaß=
regulierung erfolgen kann.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1910.
Dr. Oberndorf,
Rechtsanwalt.
(20105so
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Rheinstr. 17
Fernspr. 779.
Mitglied des Babatt-Spar-Vereins.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Nummer 242z
Sereisen
dass es unseren ersten Ateliers für
fertige Herrengarderobe gelungen
ist, sowohl in Schnitt und Arbeit,
als in geschmackvollster Wahl der
Stoffe, Herrengarderobe zu liefern,
die der allerbesten Mass-Arbeit
gleich kommt, ja sie vielfach
über-
trifft. Sie finden bei mir nur
das Vollkommenste, was auf
diesem Gebiete in
Deutsch-
land geliefert wird.
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Mädchen, in kleinen Haushalt zum 1. No=
vember. Näh. Fuchsſtraße 21, I. *25405) *254373) Kochfrau empf. ſich zu Feſtlich= *25433) Junges Mädchen, 17 Jahre alt,
ſucht Stelle in kleinen Haushalt oder als
Hausmädchen. Näh. Heinheimerſtr. 90, II. Stellen ſuchen:
mehrere Landmädchen mit guten Zeug=morg. Laufd. Mauerſtr. 14, Hinth. part.
niſſen zum 1. November durch
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Frau Weißmantel, Eliſabethenſtraße 37, putzen Erbacherſtraße 13, Seitenbau.
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin. ſucht Aushilfe. Geft
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(*28510 *25500) Suche morg. und mitags Laufſt.
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Laufdienſt Große Bachgaſſe 8. *25527) Gute bürgerl. Köchin ſucht 1. Nov.
in gutem Hauſe Stelle und ein Mädchen,
welches bürgerl. kochen k. u. alle Hausarb.
verſt., ſucht ſof. St., beide m. ſ. gut. Zeugn.,
durch F. Cronert, Stellenb., Mühlſtraße 23. Junge Witwe
ſucht bei einzel. Herrn oder Dame Haushalt
zu führen. Off. u. C 76 a. d. Exp. (*25462 Beſſ. Mädchen, das
Stelle Suchen, rochen kann, ſchneid.
u. a. Arbeiten verſt., auch ſehr ſkinderlieb, zur
Führung des Haushalts oder als Stütze,
ein jüngeres Hausmädchen und ein Allein=
mädchen in einfachen Haushalt.
*25475) Sidonie Frank, Schulſtr. 9.
gewerbsmäß. Stellenvermittlerin. *25524) 2 Alleinmädchen, die kochen könn.,
ſuchen ſof. Stelle, 1 jüngere Köchin, die auch
Kaupſtraße 45, III. Hausarb. übern., 2 Alleinmädch., die koch. k.,
ſuchen zum 1. Novbr. Stelle. Frau Eliſab.
Frank, gewerbsmäß. Stellenv., Saalbauſtr. 33 Zweigen des Haushalts durchaus erfahren *25518) Tücht., älteres Mädchen, das gut
bürgerlich kochen kann und in allen Haus=
arbeiten bewandert iſt, ſucht Aushilfſtelle
Blumenthalſtraße 113, parterre, rechts. B20077) Junge Frau ſucht Laufdienſt für
vormittags. Näheres Ahaſtraße 10, Vorder=
haus 3 Tr. rechts. *25456) Junge kinderloſe Witwe ſucht
Stelle bei guter Herrſchaft auf 1. Novbr.
Näheres Müllerſtraße 33, Manſarde. B20075) Saub. Frau ſucht 1 Stunde Lauf=
keiten, auch Aushilfe, Grafenſtr. 24, 3. Stock. dienſt Ludwigshöhſtraße 59, 2. St. links. *25483) Tücht. Frau ſucht Laufdienſt, auch
Reinigen von Büros abends Neue Nieder=
ſtraße 19, 3. St. *25490) Saubere Frau ſucht 2 Stunden *25496) Unabh. Frau geht waſchen und
dient, ſuchen b. 15. Okt. u. 1. Nov. Stellen.
Margarete Schmidt, Schlachthausplatz 3,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin.
23421) Saub. Frau ſucht Lauſdienſt.
Näh. von 2—4 Uhr Hoffmannſtr. 3, Stb.
*25410si) Perf. Köchin ſowie beſſ.
Hausmädch. mit gt. Zgn. ſ. St.
Näh. Frau Hahn, Schuchardſtr. 11.
*25408) Frl. a. guter Familie ſ. Stell. a.
Stütze der Hausfrau; dasſ. k. weißnähen,
etwas ſchneidern, bügeln u. iſt in ſonſt.
häusl. Arbeiten erfahren. Würde evt. auch
mit in einem Geſchäft tätig ſein. Offert.
unter C 55 a. d. Expedition ds. Bl.
*25382) Verheirat. Mann ſucht tagsüber,
ev. auch ſtundenw. Nebenbeſchäft.
irgend=
welcher Art. Off. u. C 24 an die Exped.
*25234ds) Nebenverdienſt durch
schriftliche Arbeiten
geſucht. — Offerten unter B 96 an
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Offert. unt. B55 an die Exped. (*25039ids
gelernter Schloſſer, mit
Heizer Akkumulatoren, elektr. Licht
betraut, ſucht dauernde Stellung. Offerten
u. C 23 an die Expedition. (*25381
*25434) Intellig, kräftiger Mann,
ge=
lernter Schreiner, ſucht Stelle als Einkaſſierer,
Auslaufer oder dergl. Offerten unter C59
an die Expedition ds. Bl.
übernimmt Bedienung von
Jachmann Zentralheizung. Offerten
u. C 17 an die Expedition. (*25304sm
*25499) Tücht., verh. jung. Mann ſucht
Stellung als Hausburſche ꝛe. Offerten
unter C 78 an die Expedition.
B20076) Verh. Mann ſ. Nebenbeſch. abends
nach 5 Uhr Ludwigshöhſtr. 59, 2. St. links.
ee
Ml
Jung. Verkauferm
geſucht
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Durchaus zuverläſſig und ganz
ſelb=
ſtändig arbeitende
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zum ſofortigen Eintritt geſucht
Karl Bäumer
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an beſſere, ſtadtkundige Dame für
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ſtadt zu vergeben. Offert. unt. C, 80 an
die Exped: d. Bl. erbeten.
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M. Weygandt, Hoflieferantin,
Wilhelminenſtraße 9.
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen ſofortige
Vergütung geſucht (15941a
Otto Nietschmann Nchf.
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen ſofortige
Ver=
gütung geſucht
(18746a
A. Anton, Küchenmagazin, Glas und
Porzellan, Eliſabethenſtraße 1.
19810a) Braves, zuverläſſiges Mädchen
für Küche und Haus auf 1. November
geſucht. Näheres in der Expedition.
Tüchtige Köchin
mit guten Zeugniſſen zum baldigen Eintritt
gegen hohen Lohn geſucht. Sprechzeit vorm.
9—11 Uhr Olbrichweg 3.
(19830dfs
*25310fs) Junge Lauffrau tägl. morgens
9—10, mittags ½2—½3, geſucht
Lichtenbergſtraße 67, I.
*25311) Suche Mädchen mit guten
Zeugniſſen zu einer Dame, zu zwei Leuten
und in andere gute Stellen Frau Neßling,
Ludwigſtr. 8, gewerbmäß. Stellenvermittlerin.
Geſucht zum 1. November
Alleinmädchen
tüchtig, zuverläſſig und reinlich, mit guten
Zeugniſſen, bei hohem Lohn. Näheres in
der Expedition ds. Bl.
(19572a
Hausmädchen
m. guten Empfehlungen zu einzelner Dame
geſucht Louiſenplatz 7, I. (*25243ds
*25028ms) Tücht. Alleinmädchen mit nur
guten Zeugniſſen zum 1. November geſucht
Beckenbach, Soderſtraße 115, 1. Stock.
können gute Stellen
Schenkammen halten gegen hoh. Lo
durch Frau Haller in Eberstadt,
Heidelbergerſtraße 79. (*249610
Enf rchtens ef hanerlhtet
das nähen, bügeln, ſervieren gelernt hat,
mit guten Zeugniſſen, zu 2 Perſonen geſucht
*25388)
Schießhausſtraße 76, I.
das Hausarbeit und
Braves Mädchen, etwas vom Kochen
verſteht, zu Familie von 3 Perſonen geſucht.
Vorzuſtellen bis 4 Uhr nachmittags
Land=
wehrſtraße 19½, 1. Stock.
(*25427
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Seite 15.
Trischen
Fäglich zeihstgekeltelien Apfelmnost
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in Zapf und über die Strasse.
Ecke Nieder-Ramstädter-
Kelterei Hch. Klös, Restauration „Kaiser Friedrich‟
und Heinrichstrasse.
Suche per ſofort oder ſpäter
(wegen Krankſein des jetzigen), ein tücht.
Mädchen, mit guten Zeugniſſen, zu 3 Perſ.,
welches gut bürgerlich kochen kann
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Laummädchen gesucht
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Putz= und Modewaren.
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tags=
über geſucht Sandſtraße 10, 2. Stock.
Braves, reinl. Mädchen
ſofort geſucht Wittmannſtr. 35, part. (*25503
Sauberes, flinkes Laufmädchen
ſofort geſucht Schulſtraße 1, 2. St. (*25526
*25521) Köchinnen, Hausmädch.,
Allein=
mädchen, Küchen= und Spülmädchen in
Privat= u. Geſchäftshäuſer, Büfettfräulein
geſucht. Frau Minna Dingeldein,
gewerbsmäß. Stellenvermittlerin,
Schützen=
ſtraße 10½, Telephon 531.
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v. 3—5 Uhr ſow. Donnerstag v. 10—11 Uhr.
Mittwoch u. Samstag keine Sprechſtunden.
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Die Vorzüge der natürlichen Sauerſtoff= und Kohlenſäurebäder nach Patent
Keller: Der Sauerſtoff bez. die Kohlenſäure wird im Apparat mit kaltem Waſſer
ver=
bunden, damit im Bad kein Entweichen möglich iſt. Infolgedeſſen bleibt das Bad von
Anfang bis Ende gleichmäßig. Der Sauerſtoff= bez. Kohlenſäuregehalt der Bäder nach
Patent Keller iſt nachgewieſen höher, als in den meiſten Kurorten mit
Kohlenſäure=
quellen. Eine ſchädigende Wirkung auf die Haut, wie bei vielen Präparaten, iſt
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Seite 22₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Nummer 242.
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Krankheit vorzüglich bewährt.
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Paris, im Oktober.
H. K. Paris ohne das Kunterbunt ſeines
Straßen=
handels wäre nicht Paris! Zu ſeinem Leben gehört
es, daß man alles auf der Straße kaufen kann. Und
wenn man die bunte Armee der Straßenhändler nicht
ſieht, ſo hört man ſie doch bis in den verborgenſten
Winkel ſeiner Wohnung. An ihre Geſänge und
Sig=
nale iſt man ſo gewöhnt, daß man ſie bald ganz genau
unterſcheidet. Die Pünktlichkeit, mit der die Arien in
den Straßen immer um dieſelbe Stunde ertönen, macht
es möglich, daß man ſie geradezu als Anzeige für die
Tagesſtunde benutzen kann.
Meine Weckuhr jeden Morgen iſt die Schalmei
eines Ziegenhirten. Ziegenhirten in Paris, der
Welt=
ſtadt? — Ja, ſo iſt es. — Dann wohnen Sie wohl am
äußerſten Ende, wo die Füchſe ſich gute Nacht ſagen? —
Durchaus nicht, lieber Leſer, ſondern zwei Minuten
von den großen Boulevards entfernt, zwiſchen dieſen
und den Höhen von Montmartre. Da treibt alſo der
Ziegenhirte jeden Morgen ſeine Herde vorbei. Die
Leute werfen das altbackene Brot zu den Fenſtern
her=
aus, und Fräulein Meck=Meck ſteckt neugierig ihre
Naſe in die Läden hinein. Eine Kundin mit einem
Kruge kommt herbei, der Hirt hält eines ſeiner
Tier=
chen und entzieht ihm coram publico die Milch. Und
da der Herdenhund nicht genügend aufpaßt, treiben die
unbeſchäftigten Ziegenfräuleins derweil allerhand
Un=
fug. Ahnungslos biegt eine Handelsfrau mit einem
Huckepack Grünzeug um die Ecke. Das friſche Grün in
der großſtädtiſchen Steinwüſte ruft unſeren drolligen
Spitzbärten ſüße lländliche Grinnerungen an ihre
Zick=
leinzeit wach, und ſie ſtürzen ſich vereint auf die
ver=
meintliche Weide. Hilferufend dreht ſich das arme,
überfallene Geſchöpf im Kreiſe. Doch da eilt der Hirt
ſchon zur Hilfe und treibt ſeine Schützlinge weiter quer
durch die haſtende Großſtadt. Die befreite
Gemüſe=
händlerin beginnt nun ihr Liedchen zu ſingen: „A. la
tendresse, à la verduresse!‟ Es folgt die Fiſchfrau mit
ihrer ſpeckigen, etwas belegten Stimme. Ihr
Hand=
wagen iſt kaum den Blicken entſchwunden, da
durch=
dringt die Luft ein im tiefſten Baß vibrierend
lang=
gezogenes: „Ol Tonno=o=o=o=o!‟ Der Sänger iſt ein
breitſchultriger Geſelle, der mit geſpitztem Munde die
Fenſter der verſchiedenen Stockwerke muſtert, der
Fäſ=
ſerkaufmann. Das laute Läuten einer Handglocke
ver=
ſetzt mich in Gedanken in meine Heimat, in ein kleines
Städtchen im Rieſengebirge, wo der Gemeindebote das
welterregende Ereignis der Verſteigerung einer Kuh
ſo verkündete. Doch hier folgt der blechernen Stimme
der Giocke eine andere Aukündigung. „Hall, wir
ſchleifen Meſſer, Scheren!” und ein zweiter Mann
ſchiebt einen Karren vorwärts, auf dem ein Schleifſtein
beſeſtigt iſt; darüber hängt ein angebohrter Holzſchuh,
aus dem das Waſſer herabtropft. Fertig iſt die
kom=
plizierte Maſchinerie. Der nächſte Handelsmann
ar=
beitet ohne Apparat: Der „Marrrrr-chand dhabits‟,
der Altekleider=Kaufmann. Ihn kündigt das
ſchnur=
rende r an. Ein ſchwarzer, bärtiger Auvergnate, auf
dem Buckel einen Sack mit bereits eingehandelten
Sachen, in jeder Hand einen Zylinder, auf dem Kopf
zwei Hüte, ſo wandelt er als lebender
Garderoben=
ſtänder einher. Dieſe Geſtalt gibt es in unzähligen
Exemplaren. Sie haben alle für ihre Firma einen
muſikaliſchen Muſterſchutz. Bald ſingen ſie das a oder
den Naſenlaut „and” von „marchand” lang gedehnt,
bald das „a” von „Habit” bald wird das „i” ganz kurz
und hoch geſungen. Jeder hat ſein beſonderes
Leit=
motiv. Bezahlen tun ſie aber alle nicht viel. Der
Gla=
ſermeiſter trägt ſeine Scheiben auf dem Rücken
ſpazie=
ren: „Vitrieeeer!‟ Das langgedehnte „e” iſt ſein
Ge=
ſchäftsvokal. Er klingt ſo ſcharf, daß man meint, die
Scheiben klirren zu hören:
Auf der anderen Seite der Straße ſind inzwiſchen
eine Frau und ein Mann mit einem Wagen
angekom=
men. Der Mann verſchwindet im Hauſe und kehrt mit
einem Pudel zurück. Mit kühnem Griff hat ihn die
Hundemutter gepackt, und der Hundepapa gebraucht
eifrig ſeine Schere. Am unangenehmſten iſt dem
Hund=
chen die Operation an den Beinen, weil das ab und zu
einmal zwickt. Die Kollegen aus den Nachbarhäuſern
ſehen verwundert zu. Bald iſt die Toilette beendet,
und erſtaunt über ſeine Leichtigkeit ſpringt der
Delin=
quent vom Schoß. Herr Pudel erhält jetzt noch ein Bad
mit Rumpelbürſte — und weiter zieht der
Hunde=
ſcherer. Im Frühjahr haben die Pudelſcherer ihren
feſten Stand unter den Brückenbogen an den Tuilerien.
Einer betreibt ſein Geſchäft ſogar mit Maſchine. Die
Schere iſt an ein altes Motorfahrrad angeſchloſſen, und
die Nähe der Seine macht das Baden bequem. So
wird Handel und Gewerbe den ganzen Tag in den
Straßen getrieben. Den Hauptkern der
Straßenhänd=
ler bilden jedoch die „Marchands des quatre saisons‟.
unendlichen Zügen ergießen ſie ſich von den
Zen=
tralmarkthallen aus nach allen Seiten der Stadt und
bilden ſo einen ſtändigen fliegenden Markt mitten in
dieſem unüberſehbaren Wagengewirr. Alle Arten von
Gemüſe und Oöſt werden feilgeboten. Aber nur „en
eireulant” — ohne Stillſtand — iſt dieſer Handel
ge=
ſtattet, der Wagenverkehr darf nicht gehindert werden.
Und die „Sergots”, die Schutzleute, wachen, daß dem
Geſetz Folge geleiſtet wird. Aber mit milder Nachſicht!
„Mais voyons, madame, eireulez!‟ — „Tout de suite,
monsieur”, antwortet das Mütterchen und wiegt ſchnell
noch irgend etwas ab, ſchiebt ihren Wagen dann einen
Schritt weiter und verkauft von neuem.
Nächſt den Nahrungsmitteln bildet die Muſik eine
Haupteinnahmequelle für den Straßenhandel. Ueberall
an den Ecken kann man den Montmartreſänger mit der
ſchwarzen, wallenden Künſtlerkrawatte ſehen. Ein
Gei=
ger oder Mandolinenſpieler begleitet ihn, und er ſingt
die erſten Strophen des neueſten Liedes vor. Der dichte
Kreis der Zuſchauer kauft den Text für einen Sou,
und alles ſingt die Lieder von der Liebe, von dem
ſchönen, braunlockigen Mädchen mit. Vor gar nicht
langer Zeit machte ein kleiner, höchſtens zehn Jahre
alter Junge mit ſeinem ſechs Jahre alten Schweſter=
chen die Runde durch mein Viertel. Sie ſtellten auf
der Straße ein primitives Tylophon auf und ſpielten
darauf äußerſt gewandt vierhändig die verſchiedenſten
Schlager. Die kleinen Dreikäſehoch hatten ſehr ſchöne
Einnahmen, und das Täſchchen des niedlichen
Muſikan=
tenbabys war ſtets gefüllt. Faſt jedes Viertel hat ſeinen
Straßenſänger, der um die Eſſenszeit zwiſchen 7 und 8
Uhr ſeine Weiſen ertönen läßt, wenn die „reichen”
Leute ihr Diner einnehmen. Unſer Straßenſänger
ſingt nur Opern. Er trägt eine lange, lockige
Künſt=
lermähne und einen großen Schlapphut. Bevor er
ſeine Arien beginnt, kratzt er mit den Füßen die Steine
ab, auf denen er ſteht, wie um ſie würdiger zu machen,
dann verbeugt er ſich, wie vor einem großen
Andito=
rium, ſtreicht ſeinen Bart zurecht, drückt die rechte
Hand auf das Herz und geſtikuliert mit der Linken
kühn in der Luft. Alles Geſchäftsgeheimniſſe! Oefters
erſcheint auch der Leiermann mit dem Pudel, der die
Geldſtücke aus dem Papier auspackt und dem Herrn
bringt und winſelnd nach den Fenſtern ſieht, wenn die
Ernte nicht reich genug iſt. Im Ausklügeln von neuen
Tricks ſind dieſe Pfiffikuſſe nie verlegen. Man hört
plötzlich auf der Straße einen Mordsſkandal. Alles
ſtürzt auf die Balkons und an die Fenſter. Was iſt
los? Drei Leute breiten Gardinen aus und preiſen
deren Wert in einer Art an, daß man meint, ſie haben
einen Streit auf Leben und Tod. In gleicher Weiſe
verfahren die Zeitungsverkäufer; zu dreien oder
vieren rennen ſie mit gellenden Schreien durch die
Straßen, daß jeder Menſch glauben möchte, es ſei
wan=
der was paſſiert, und ſchließlich handelt es ſich nur um
die gewöhnliche Tagesausgabe, — aber man hat ſie
ſchon gekauft. Auch Akrobaten und alle anderen
Sor=
ten von Künſtlern geben ihre Darſtellungen am Abend
vor den Terraſſen der Cafes. Auf dem Concordeplatz
hatte ſich in dieſem Sommer ein Steinbrecher
nieder=
gelaſſen, der mit der Fauſt Granit zerſpaltete und
da=
für Kupfermünzen einſammelte. „Hau-a — Hau-a‟,
brüllte er, „aber es fehlen noch zehn Sous, bevor ich
anfangen kann!” Und ein Geldſtück nach dem anderen
flog aus dem dichten Kreis der Zuſchauer, während der
wilde Steinbrecher ſich mit ſeinem angeblichen
Kind=
chen beſchäftigte, das in einem Kinderwagen wimmerte.
Sicherlich war es nur gemietet. Aber die fehlenden
zehn Sous waren da, und „Hau-a-Hau-a—a—
Hau-a-Hau-Hau-Hau” zerbrach der Granit unter
ſeiner wuchtigen Fauſt.
So haben ſich in der Weltſtadt Paris mitten in dem
haſtenden Jagen und Treiben Jahrmarktsgehräuche
der Kleinſtadt erhalten. Paris iſt eben die Stadt der
Gegenſätze. Ein buntes Kaleidoſkop.
Literariſches.
— Zurzuverläſſigen Orientierung am
nächtlichen Sternenhimmel leiſtet die beſten
Dienſte eine im Vexlage von Otto Maier in
Ravens=
burg erſchienene „Drehbare Sternkarte‟ Wer — ſelbſt
ohne aſtronomiſche Vorkenntniſſe — an der Hand dieſer
Sternkarte die Geſtirne betrachtet, wird freudig
über=
raſcht ſein, denn ſo einfach die Vorrichtung iſt, mittels
welcher an jedem beſtimmten Tage und zu jeder Stunde
der Nacht die jeweils ſichtbaren Partien des Himmels
dargeſtellt werden, ſo ſicher gelingt ſelbſt jedem Laien
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Nummer 242₰
Seite 29
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
„Gaudeamus igitur!‟ — Berlins Teilnahme an der
Univerſitätsfeier. — In der neuen Aula. — Ein
Welt=
eroberungszug des Geiſtes. — Der Kaiſer auf dem
Katheder. — Im Freien. — Beim Feſtbankett. — Zwei
Reden und zwei Redner. — Das Studentenfeſt. —
Vivat Academia! — Rückblicke und Ausblicke.
„Gaudeamus igitur!‟ — Es war, als ob während
dieſer Tage des Jubelfeſtes unſerer Univerſität der
Sang und Klang des hehren Studentenliedes durch die
ganze gewaltige Stadt ſeinen Siegeszug genommen,
überall ein frohes und verſtändnisvolles Echo
er=
weckend! Denn ſelten hat eine Feier eine ſölche ſich
herzlich zeigende Teilnahme bei allen Kreiſen unſerer
Bevölkerung gefunden wie dieſe. Man mußte die
un=
geheuren Menſchenmaſſen geſehen haben, die am
Dienstag vormittag in eng gedrängten Schären den
weiten Platz am Opernhaus umſäumten und
ſtunden=
lang geduldig verharrten, um zu wiſſen, mit welchem
Intereſſe die Einwohnerſchaft der deutſchen
Reichs=
hauptſtadt an dieſem Jubiläum ſich beteiligte. Hier
handelte es ſich ja nicht um höfiſchen Prunk, hier wollte
man Zeuge ſein, wie die Wiſſenſchaft der geſamten
Welt in ihren erleſenſten Vertretern der Berliner
Hochſchule ihre Glückwünſche und Huldigungen
dar=
brachte, und man war ſtolz darauf, daß dies auf ſo
im=
poſante Art erfolgte, wie es noch niemals auf
märki=
ſcher Erde der Fall geweſen.
„Gaudeamus igitur!‟ — Unvergeßlich allen jene
Minuten, als in der neuen, herrlichen Univerſitäts=
Aula der Rektor Prof. Dr. Erich Schmidt ſeine letzte
An=
ſprache gehalten, als er voll echter Begeiſterung die
Hand erhob, das Zeichen der Muſik gebend, die mit
vollen Akkorden das „Gaudeamus” anſtimmte, als ſich
alle erhoben, auch die Kaiſerlichen und Fürſtlichen
Herrſchaften, und unter dem Klirren der Schläger die
erſten drei Verſe geſungen wurden, der Kaiſer und ſeine
Söhne, ſich an dem Geſang beteiligend! Welch” ein
maleriſches Bild voll Farbe und Leben, mit den
weiß=
ſchimmernden Wandflächen des hochgekuppelten Saales,
deſſen obere Teile von mildem elektriſchen Licht
über=
flutet waren, als ſtimmungsvollen Hintergrund, unten
hunderte und aberhunderte von Gelehrten und
For=
ſchern, zum Teil in ihren ſchwarzen, violetten,
ſchar=
lachroten, braunen, oft mit Pelz verbrämten Talaren,
von denen ſich die goldenen Amts= und Ehrenketten
ab=
hoben, zahlreiche hohe Offiziere und Würdenträger in
ihren goldgeſtickten Uniformen, in den Logen Damen
in hellen Promenadenkoſtümen, und unten wie oben
im Saale verteilt die Chargierten der vielen
Verbind=
ungen in vollem Wichs mit blinkenden Schlägern und
wallenden Fahnen. Wahrlich, Erich Schmidt hatte
Recht gehabt, wenn er in einer ſeiner vielen im Laufe
dieſes Vormittags gehaltenen Reden hervorhob, daß
man in dieſem Saale an dieſem Tage einen „
Welter=
oberungszug des Geiſtes im Abriß” geſehen. Eine
Fülle markanter Erſcheinungen und echter
Gelehrten=
köpfe feſſelte die Aufmerkſamkeit und verleitete zum
Studium der oft markig ausgeprägten Phyſiognomien,
welche die innere Bedeutung der Betreffenden auch zum
äußeren Ausdruck brachten.
Und vor dieſem Weltkongreß von Gelehrſamkeit
und Forſcherſinn betrat Deutſchlands Kaiſer
die holzgeſchnitzte Rednertribüne und verkündete mit
kerniger Stimme, jedes Wort packend hervorhebend, daß
der deutſche Idealismus und die Freude an der
För=
derung der Wiſſenſchaften nicht ausgeſtorben ſeien,
wären ihm doch aus allen deutſchen Gauen mit
hin=
gebender Begeiſterung die ſich ſchon jetzt auf zirka zehn
Millionen Mark belaufenden Mittel zur Verfügung
eſtellt worden, um neue Forſchungsinſtitute zu errich=
ten und zu erhalten. Mit beſonderem Nachdruck
be=
tonte der Kaiſer jene Stelle ſeiner Rede, in der er
mahnte, daß die Univerſität in treuer Erinnerung an
die Zeit ihres Entſtehens ihren preußiſch=deutſchen
Charakter bewahren und daß ſie in alle Zükunft ein
Sitz deutſcher Art und deutſcher Sitte bleiben möge! —
Und dann nachher ein wundervoller Anblick für jene
wenigen, die rechtzeitig das Freie gewonnen; der
Kaiſer vor dem Portal der altersgrauen Königlichen
Bibliothek in angeregteſtem Geſpräch mit Erich Schmidt,
deſſen ſchlanke Geſtalt umhüllt iſt von dem
goldgewirk=
ten, bordeauxroten Sammetmantel, dem Rektor
mehr=
fach verſichernd, wie ſehr er ſich über den würdigen
Verlauf der ganzen Feier und über die erhebende
An=
teilnahme des geſamten Auslandes an derſelben
ge=
freut. Die Gruppe, die noch vervollſtändigt wurde
durch die im ſchwarzen Koſtüm mit breitem Federhut
erſchienene Kaiſerin und die anmutige Prinzeſſin
Vik=
toria in fraisfarbiger Gewandung mit weißem, oben
von einem Roſenkranze umwundenen Hut, ward
be=
ſchienen vongoldiger Herbſtſonne, die alles flimmernd
und koſend umhüllte. Das erſte Kaiſerliche Automobil
fuhr vor, aber ein energiſcher Wink des Kaiſers, es
mußte ſchleunigſt zurück, ein zweiter Wink zu einem
der Adjutanten, und der Kaiſer trat mit ſeinen drei
Söhnen, dem Kronprinzen, den Prinzen Auguſt
Wil=
helm und Oskar, auf den Fahrweg. Von den Linden
her ſetzte der ſchallende Parademarſch ein, und ſtrammen
Schrittes zog die Ehrenkompagnie des Kaiſer
Alexan=
der=Regiments, Offiziere und Soldaten mit
Fridericia=
niſchen, goldſchimmernden Grenadiermützen, vorüber,
der Kaiſer ſcharfe Muſterung haltend, um ſich dann
nochmals zu Erich Schmidt zu wenden und ihm
mehr=
fach zum Abſchied die Hand zu ſchütteln.
Der gehobenen und getragenen Stimmung des
Vormittags folgte am Nachmittag bei dem von über 600
Herren beſuchten Feſtbankett im
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Nummer 222.
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
mit wundervollen Blumen geſchmückten und den
kunſt=
reichen Erzeugniſſen unſerer Königlichen Porzellan=
Manufäktur verzierten Tiſchen nicht ſo ſteif und
ge=
meſſen zu, wie es ſonſt bei ähnlichen Veranſtaltungen
der Fall. Freilich waren der Reden noch nicht genug
gehalten, aber neben der offiziellen des Reichskanzlers,
die in einem Kaiſerhoch ausklang, feſſelten nur zwei
die allgemeine Aufmerkſamkeit, eine ſehr kurze und
eine recht lange. Die erſtere hielt der fürſtliche Doktor
Prinz Auguſt Wilhelm, der den von den Aelteſten
der Berliner Kaufmannſchaft der Univerſität
gewid=
meten großen goldgetriebenen Pokal ergriff und mit
liebenswürdiger Beſcheidenheit meinte, es ſeien ſchon
am Vormittag ſo viel gute und kluge Worte gefallen,
daß er ſich daher kurz faſſen könne: er bringe ein
kräf=
tiges „Vivat erescat floreat!” der Univerſität aus, der
er ja mit Freude einſt angehört, und zur Bekräftigung
nahm er einen vollen Schluck des aus den königlichen
Domänen ſtammenden famoſen 1904=Markobrunners!
Und daß dieſer ſich ſo außerordentlich natürlich gebende
und für Literatur und Kunſt ſehr empfängliche
Kaiſer=
ſohn kein allzu großer Anhänger der
Antialkoholbe=
wegung iſt, erwies er im weiteren Verlaufe des
Mah=
les, als die wenigen anweſenden Vertreter der
Stu=
dentenſchaft, denen Erich Schmidt den goldenen Pokal
zu einem Umtrunk gereicht, dieſen zurückkrachten, ihn
füllen ließen und dem Rektor zutranken. Und von
neuem ergoß ſich dann die edle Bacchusgabe in die
gol=
dene Umhüllung, Prinz Auguſt Wilhelm nahm den
Pokal und leerte ihn in bedächtigem Zuge, die
Nagel=
probe machend und den jungen Kommilitonen herzhaft
die Hand drückend. Die lange Rede hielt Profeſſor
Dr. von Wilamowitz=Möllendorf, der einen
gefüllten Römer in der Hand, mit jugendlicher
Lebhaf=
tigkeit eine an der einen Längsſeite des Saales
errich=
tete Rednertribüne beſtieg und mit erquickender Friſche
und fortreißendem Feuer die „Kollegen” begrüßte, die
von nah und fern herbeigekommen, um das Feſt zu
ver=
herrlichen. Was er dann über den Beruf der
Univerſi=
täten, über den Bildungsdurſt weiteſter Volksſchichten,
über die Mittel, dieſen zu ſtillen, über die
Internatio=
nalität der Wiſſenſchaft, über den Austauſch von
Pro=
feſſoren und Studenten, über die Wertſchätzung eigener
und fremder Geiſtesarbeit, über die Pflicht, der
Wahr=
heit und nur der Wahrheit zu dienen, in
gedanken=
tiefer, oft humorvoller und oft ernſter Weiſe ſagte,
wäre wert, über ganz Deutſchland hinzuhallen! — Nach
Aufhebung der Tafel weilte man in den anſtoßenden
Räumen, in denen niedliche Schenkinnen in der
froh=
gemuten Berliner Tracht des Jahres 1810 Liköre, Biere
und Zigarren ſpendeten. In kleineren und größeren
Gruppen ſtand und ſaß man beiſammen, erneuerte alte
Freundſchaften, ſchloß neue Bekanntſchaften, war voll
Freude über das gute Gelingen auch dieſer feſtlichen
Veranſtaltung und daß es, wie man es hier am beſten
merkte, für die Vertreter der Wiſſenſchaft keine
natio=
nalen Grenzen und obrigkeitlichen Abſperrungen gibt.
„Gaudeamus igitur!‟ — Am Mittwoch nachmittag
kamen die „jüvenes” zu ihrem Recht! Draußen im
Landesausſtellungspark. Seit langem hatten ſich dort
emſige Hände gerührt, um nach den Plänen und Skizzen
des bekannten Malers Wilhelm Beckmann
aller=
hand künſtleriſche Ueberraſchungen zu ſchaffen für das
große Studentenfeſt, das im Zeichen von
1810—1910 ſtand. Ein in ſeiner Art ganz einziges Feſt,
eine große freundſchaftliche Verſchmelzung zwiſchen
Stu=
dententum und Berlinertum. Schon vor der feſtgeſetz=
ten dritten Nachmittagsſtunde war der Andrang ein
ungemein großer und wuchs mit jeder Sekunde — mehr
wie zehntauſend Beſucher und Beſucherinnen ſtellten
ſich ein und nahmen ungezwungen Teil an Spiel und
Scherz, an Sang und Klang, an Frohſinn und
Ueber=
mut, die jedoch nirgends ausarteten. Letzteres ſei
be=
ſonders betont! Eine wahrhaft harmoniſche,
liebens=
würdig=behagliche Stimmung ſchien alle, alle zu
er=
füllen und ließ auch das an einzelnen Stellen furchtbare
Gedrängele gemütlich hinnehmen. Zahlreiche unſerer
Studios hatten ſich in die ſtudentiſchen Trachten vor
hundert Jahren geſteckt, und manch ſchmucke kilia
hospitalis hatte das moderne Gewand mit einem aus
den Zeiten der Urgroßmama vertauſcht. Zu dieſen
Ge=
ſtalten geſellten ſich viele andere aus farbigem
Jahr=
marktsgetriebe, vom Stralauer Fiſchzug, von einem
Erntefeſt in Paretz mit der Königin Luiſe, mit
Offi=
zieren und Kavalieren, aus dem idealen
Bierfürſten=
tum zu Vaduz, aus den Feſtlichkeiten des Rokoko und
Empire, aus Auerbachs Keller und was weiß ich ſonſt
noch woher. Alte Zeiten wurden wach, verſchollene
Ge=
ſtalten wurden neu belebt — jene, die „vom breiten
Stein nicht wankten und nicht wichen, die, ohne Spieß,
bei Scherz und Wein den Herrn der Erde glichen” Und
auch in lebenden Bildern traten ſie uns vor Augen, in
einer alten Promotion, in Rauch= und Kneipfzenen, in
einer Menſur aus Anno 1810 und einem Preisturnen
unter Meiſter Ludwig Jahn. Ach, und noch vieles,
vieles andere gab’s zu ſchauen und zu erleben, bei
einem friſchen Trunk, der doppelt gut bei dem faſt
ſommerlichen Wetter mundete. Und welch „
einnehmen=
des' Weſen hatten all’ die Tauſende! Waren doch in
den Zweimarkpreis der Karten die „Präpeleien” und
alkoholfreien Erfriſchungen eingeſchloſſen. Beim
Ein=
bruch der Dunkelheit flammten ungezählte elektriſche
Lichtchen auf, auch im Grün der Raſenflächen, vereinten
ſich in der Luft zu kühnen Windungen und umkreiſten
die in wechſelndem Farbenſpiel erglühenden Fontänen,
getanzt wurde und Muſik erſcholl allerorten — ein
Strom von Glück und Sorgloſigkeit ſchien alles und
alle zu durchfluten!
Verklungen ſind nun die feſtlichen Weiſen, verhallt
die frohen Geſänge, nach den verſchiedenen Richtungen
der Windroſe zerſtreut haben ſich unſere gelehrten
Gäſte, die Arbeit hat von neuem begonnen. Friſche
An=
regung hat ſie erhalten durch die allgemeine
Wert=
ſchätzung, die ſie gefunden, wichtige Förderung
er=
fahren durch vielerlei Stiftungen, die anläßlich
der Jubiläumsfeier ins Leben gerufen wurden. Von
ihnen iſt ja ſchon jene gewaltige Summe genannt
wor=
den, die man dem Kaiſer als Schirmherrn der
Wiſſen=
ſchaften zur Verfügung geſtellt, und die zum Teil, wie
man annimmt, für die Errichtung neuerer
Labora=
torien, die dem Ausbau einzelner Zweige der Chemie
und Naturwiſſenſchaften dienen ſollen, Verwendung
finden dürfte. Eine kreffliche Beſtimmung fand die
Stadt Berlin für die der Univerſität geſpendeten
200000 Mark, deren Zinſen dazu dienen ſollen, daß ſich
die Beſucher unſerer Hochſchule nach vollendetem
Stu=
dium „draußen” etwas umſehen können, um im
Aus=
lande für die Heimat zu lernen — das war bisher recht
wenig berückſichtigt worden. Und dann verdient die
hochherzige Stiftung Frau Maria von
Wilden=
bruchs rühmende Erwähnung; beſtimmte ſie doch die
Erträgniſſe aus den Werken ihres ach zu früh uns
ent=
riſſenen Gatten für die Berliner Studentenſchaft. Und
dies wiederum bot Anlaß, daß bei dem Feſtakt in der
Aula der Prorektor Profeſſor Dr. Kahl, der all den
Stiftern den offiziellen Dank abſtattete, in rühmenden
und tiefempfundenen Worten Ernſt von Wildenbruchs
gedenken konnte, ſeines nachhaltig wirkenden
dichte=
riſchen Schaffens, ſeiner Liebe zur deutſchen Jugend
und der Verehrung der letzteren für ihn, dieſen
wahr=
haft nationalen Sänger im beſten Sinne des Wortes. —
Wenn man zurückblickt auf dieſe feſterfüllte Woche,
ſo ragen einzelne Momente als Markſteine hervor.
Vor allem die ſchon mehrfach erwähnte
Internationali=
tät der Wiſſenſchaft, dann die ehrliche Anerkennung
deutſchen wiſſenſchaftlichen Strebens ſeitens des
Aus=
landes, ferner die Dankbarkeit der Gegenwart für jene
Männer, die nicht mehr unter uns leben und weben.
Immer wieder und wieder ſchlugen die Namen der
großen Toten, eines Wilhelm von Humboldt, Fichte,
Schleiermacher, Savigny, eines Mommſen, Treitſchke,
Virchow, Gneiſt, Helmholtz — um nur ganz wenige zu
nennen — an unſer Ohr, und wurde ihrer, die zum
Glanze unſerer Univerſität ſo viel beigetragen, in
neidloſem Rühmen gedacht. Das iſt eine gute Gewähr
für die Zukunft! Denn aus der Dankbarkeit entſpringt
auch das Streben, jenen nachzueifern und es ihnen
gleich zu tun, die unvergänglichen Ruhm um Berolinas
alma mater geflochten!
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4000 Mark. Diſtanz 4000 Meter: 1. Major Schmidts
Red Girl (Lt. Graf Holck), 2. Hatto II. (Lt. v. Tresckow,
13. Ul.), 3. Tenaqua (Lt. Graf Schmettow). Unpl.
Siſyphus, Dandy Dick, Odenwald, Martha,
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dour I. Sicher 5—1½ Lg. — Ahorn=Jagd=Rennen.
Ehrenpreis und 3000 Mark. Diſtanz 3500 Meter: 1.
Hrn. E. S. Fürſtenbergs Nilbraut (Lt. Graf Holck),
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mann wurde mit der fünften Partie fortgeſetzt, die
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Teichmann nach 25 Zügen.
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Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910
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Herhstkonzert der „Liedertafel
Samstag, den 22. Oktober 1910, abends
8¼ Uhr, im „Kaisersaal‟ Grafenstrasse
unter Leitung des Herrn Kammermusikers Adolf Kugler, und güliger
Mit-
wirkung der Herren: Kammersänger Georg Weber, Hofschauspieler Hans
Bau-
meister, Konzertsänger Franz Müller und der Kapelle des Leibgarde-Inf.-
Regts. (1. Grossh. Hess.) unt. Leitung d. Herrn Obermusikmeisters Hugo Hauske.
Inin
PROGRAMM.
1. Abtellung.
1. Ouverture zu: „Cola Rienzi‟
Rich. Wagner.
2. „Deutscher Siegesgesang‟,
Tenorsolo und Chor .
Heinr. Marschner.
Dichtung v. Gustav Schmidt. (Solo Herr Franz Müller)
3. „Sphärenklänge‟, symphonische
Dich-
tung für grosses Orchester
Andréas Hallén.
4. Lied f. Bariton:„Kriegers Abschied
Adolf Kugler.
und Heimkehr‟
(Gesungen von Herrn Kammersänger G. Weber)
nnn 2. Abteilung.
Inike
„Aus grosser Zeit‟
Ein Zyklus von Gesängen für Tenor-, Baritonsolo, Männerchor
und Orchester, mit verbindender Deklamation.
Dichtung von Dr. H. Unbescheid. — Musik von Th. Müller-Reuter.
1. Am 19. Juli 1870 (Chor).
2. Der Schwur (Chor).
3. Zur Fahne (Baritonsolo u. Chor).
(Solo Rerr Kammersänger Weber).
4. Abschied CChor).
5. Alldeutschland (Chor).
6. Schlummerlied (Tenorsolo u. Chor)
Solo Herr Franz Müller
7. Weckruf (Chor).
9. Im Biwak (Chor):
10. Sturmlied (Chor).
11. Siegeslied (Chor).
12. Weihnachtslied (Chor),
13. Kaiserlied (Tenorsolo und Chor).
solo Herr Franz Müller.
14. Friedenslied (Chor).
15, Das Lied vom Deutschen Reich (Cher).
Komponiert von Adolf Kugler.
8. Letzte Ruhe (Chor).
3. Abteilung: BALL.
rektbücher, à 30 Pfennig, sind an der Kasse zu haben.
Karten im Vorverkauf: Sperrsitz à 2 Mk., Saal 1 Mk., sind zu haben bei
W. Lehrbach, 1. Vors., Schillerplatz, Ferd. Karl, Uhrmacher, Soderstr., L. Schutter,
Musikalienhandlung, Elisabethenstr. und im Verkehrsbureau. Abends an der Kasse
50 Pfg. höher. Vorherige Anmeldung zur Mitgliedschatt berechtigt zum freien Eintritt.
Der Vorstand.
19966sd)
E PTTEITCEUE
DARMSTADT-BESSUNGEN
SONNTAG, den 16. Oktober 1910, abends 7 Uhr
im Saale des „Chausseehaus‟ Heidelbergerstraße
XIV. Stiftungs-Fest
mit nachfolgendem TANZ
unter Mitwirkung des „Grasmann’schen Zither-
Vereins” Frankfurt a. M., des „Zitherkranz‟
Eber-
stadt und der Gesellschaft „Die beese Buwe‟. (B20078
Der Vorstand.
Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein
Eintritt 25 Pfennig. : Getränke nach Belieben. : Eintritt 25 Pfennig.
Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Donnerstag, den 20. Oktober 1910, abends 8 Uhr,
im Festsaale der Turngemeinde, (Woogsplatz 5):
KONZERT
les Violinvirtuosen Herrn
Soan de kafen
aus Barcelona, unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fräulein
Anna Klotz aus Dresden und des Klaviervirtuosen Herrn Professors
J. Joachim Min aus Paris.
Der Konzertflügel von Rud. Ibach Sohn in Earmen ist aus dem Pianoforte.
Lager der Firma Hofl. Georg Thies Nachf. (Inh. Leopold Schutter).
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sverrsitz zu 5 M., Saal zu 3 M.,
Vor-
saal zu 1.50 M. und Galerie zu 1.50 M.; Studentenkarten zu 1 M. und
Schüler-
karten zu 50 Pfg. bei Georg Thies Nachfolger im Verkehrsbureau und abends an der Kasse:
Beitrittserklärungen für das laufende Vereinsjahr, welche noch vor dem obigen
Konzerte erfolgen, berechtigen zum freien Besuche desselben. Der Beitrag für
(19992
den Rest des Jahres (7 Konzerte und Vorträge) beträgt 9 M.
Der Vorstand.
Bossese
Gegegegeossessegsgoseseeee
GESANGVEREIN „LIEDERZWEIGe
Protekt: Ihre Kgl. Hoh. Großherzogin EL.EONOREvon Hessen:: :: 56. Vereinsjahr
Geſangverein Männer=Ouartett Beſſungen.
EEEEHEEHHEHEGEEHHEEEEEHEEGNGGNEEEEEENNEEEHEEEEEEEEEEEMGE
Sonntag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr, im Saale der Turngemeinde:
anaammaume urmmmammannhasanung
Abendunterhaitung
beſtehend ans geſangl. Darbietungen, theatral. Aufführungen u. Couplets=Vorträgen
Der Vorstand.
HhannaEnahananssuunnHnnahanhhaahnhhhEhEuan Enhanhnsaunnanhungasunaaas wozu ergebenſt einladet
Eintritt für Nichtmitglieder 25 Pfg.
(*25520
Samstag, den 22. Oktober 1910, abends präzis 9 Uhr
im FESTSAAL. DER TURNGEMEINDE (Woogsplatz)
Schützenhof.
Samstag, den 16. Oktober, nachmittags 4 bis 11 Uhr:
Herbst-Konzert mit Ball
Mitwirkende: Frau HENNV BOLDT (Sopran), Herr Hofopernsänger
A. HOFF (Baß), Herr Hoftheaterkapellmeister KITTEL (Klavier), Herr
O. KLINGE (Violine):: Leitung: Herr Kammermusiker ERÜcKMANN
Fremdenkarten: Herren 1.— Mk., Damen 0,50 Mk.
Vorverkauf im Verkehrsbureau, Ernst-Ludwigspl.
Unsere Mitglieder, sowie Freunde und Gönner des Vereins, werden hiermit
freundlichst eingeladen, und ersuchen wir die Mitglieder, ihre
Personal-
karten vorzuzeigen.
DER VORSTAND.
11
E
ar-Streichkonzert
einer Abteilung der Kapelle des Großh. Art.=Corps.
Eintritt frei.
(*25461)
Eintritt frei.
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Die NACHFEIER findet Sonntag, 23. Oktober, bei Mitglied ScHUcHMANN
in Braunshardt statt. :: Abmarsch präzis 2 Uhr an der Johanneskirche.
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Mitglied des Deutschen Athleten-Verbandes.
Morgen Sonntag, den 16. Okt., Feier des
15. Stiftungsfestes
im Saale des Perkeo, Alexanderstrasse
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vereins „Doppelquartett Rheingold‟‟.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
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1 6
im Saalbau am 19. Oktober.
Wie die Zeitungen über Reinh. Gerlings Lichtſpiel=Vorträge urteilen:
Hamburg, Fremdenbl. (17. 9. 10). Gänzlich neuartig und ſehr inſtruktiv
war die kinematographiſche Vorführung eines Unterrichtskurſus für Körperpflege.
Die glänzende Rhetorik, die dem Redner zur Verfügung ſteht, brachte ihm
reichen Beifall.
Hannoverſch. Anz. (2. 10. 10). Die in durchaus dezentem Rahmen
ge=
haltenen Ausführungen fanden allſeitigen Anklang. Wir können den Beſuch
dieſer eigenartigen Veranſtaltung empfehlen.—
Luzerner Tgbl. (22. 2. 10). Es iſt an ſich ſchon ein Genuß, dem
Vor=
tragenden zu folgen. Es braucht gar keines ſo intereſſanten Themas, wie das
beſprochene, um eine große Verſammlung zu feſſeln, daß ſie dem Redner mit
geſpannteſter Aufmerkſamkeit folgte. — Aehnlich ſchreiben die Zeitungen in Kiel,
Lübeck, Elberfeld, Eſſen ꝛc.
Eintritt 50 Pfg., 1.— Mk. und 2.— Mk.
Näheres die Tagesinſerate.
(19982P
Alldentſcher Verband u. Deutſcher Oſtmarkenverein
Montag, den 17. Oktober, abends ½9 Uhr,
im „Fürſtenſaale‟
Vortrag des Herrn Profeſſors Dr. Hötzsch aus Poſen
über: „Deutſche und Polen in den Oſtmarken und die neueſten
Ereigniſſe in der Polenfrage.‟
(19916fso
Eintritt 20 Pfg. Zu zahlreichem Beſuche laden ein
Die Vorſtände.
Christlicher Verein junger Männer
Darmstadt-Ost :: Riegerplatz 3.
Sonntag, den 16. Oktober 1910:
Feier des 23. Jahresfeſtes.
Vormittags 10 Uhr: Festgottesdienst in der Stiftskirche.
Nachm. 3½ Uhr: Nachteier im Saale des Vereins, Riegerpl. 3. Eintritt 20 Pfg.
Jedermann iſt herzlich eingeladen.
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Sonntag, den 16. Oktober 1910
Jamilienausflug nach Weinheim
zur Beſichtigung
der Wachenburg und der Ruine Windeck.
Abfahrt 11' Uhr, an Weinheim 1 Uhr. Von da Spaziergang durch das
Birkenauer Tal nach der Fuchsmühle (Kaffeeraſt) — Wachenburg — Windeck —
Wein=
heim. Einkehr dortſelbſt gegen 5 Uhr in der Reſtauration „Zur Eintracht” zum
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lichen Zuſammenſein mit Tanz. Rückfahrt 8½ Uhr. Preis der Sonntagsfahrkarte 1.55 Mk.
Um zahlreiche Beteiligung mit den Familienangehörigen wird gebeten. (19832ds
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(E. V. Gegründet 1870.
Sonntag, den 16. Oktober 1910:
Rundgang um
Ausflug nach Weinheim weinheim).
Abfahrt nach Weinheim 8 Uhr 59 Min.
Der Vorstand.
Evang. Konferenz für das Großherzogtum Heſſen.
Montag, den 17. Oktober, nachmittags 4½ Uhr,
in Darmſtadt (Reſtaurant „Zur Oper”):
Vortrag des Herrn Univerſitäts=Profeſſors D. Dr. Wurster-Tübingen.
„Lebendige Gemeinden, eine Lebensfrage der evang. Kirche‟.
Nach dem Vortrag Ausſprache. Gäſte willkommen. — Eintritt frei.
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Für den Vorſtand: Prof. D. Eger.
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4. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
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Samstag, 15, Otober.
1910.
Achtung!
Achtung!
Sonntag, den 16. Oktober 1910,
Grosses Konzert
Anfang 8 Uhr
Anfang 8 Uhr
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wozu höflichſt einladet der Beſitzer.
W. Bourgeois, Ludwigshöhstrasse 55.
NB. Habe mein Vereinslokal noch einige Abende der Woche zu vergeben.
Kechteiße in Zähnein.
Nächſten Sonntag, den 16. und Montag, den 17. Oktober,
wird das bleſne
Kirchweihfest
an den beiden Tagen m
S2ge
Tanzmusik
gefeiert, auch gibts alle Sorten Wild und Geflügel, wozu freundlichſt einladet
Gastwirtschaft Wicht „Zum Täubchen‟
(20041
Hähnlein.
Britannia-Rotel.
Die Künstler-Konzerte
finden jeden Sonntag, abends 7½ Uhr, statt.
(19285a
42Z2
täglich Konzert
849a
Salon-
Bürger-Keller
Damen-Orchester.
Nugenschutz Teisennener.
Morgen Sonntag
Grosses Wanzkränzchen
bei gutbesetzter Kapelle.
(*25523
Eintritt frei.
Eintritt frei.
Witwen- u. Waisenfonds der Grossh. Hofmusik.
Montag, den 17. Oktober 1910, abends 7 Uhr:
Erstes Konzert im Grossh. Hofthea
unter Mitwirkung der Königl. Hofopernsängerin Birgit Engell aus Wiesbaden
und mit verstärktem Orchester.‟)
1. Ouvertüre zur Weihe
des Hauses
he g. Beethoven.
2. Arie aus „Josua‟ . v. Händel.
3. Symphonia demostica v. R. Strauss.
4. Lieder von Schumann und Woll.
5. Sinkonie (C-moll Nr 5) v. Beethoven.
*) Das Orchester ist verstärkt auf 78 Mitwirkende durch Künstler von hier,
Wiesbaden und Mainz.
Hauptprobe: Montag, den 17. Oktober, vormittags 10 Uhr, im Hoftheater.
Eintritt Mkr., 1.50.
Die Abonnementskarten sind abzuholen in der Pianoforte- u.
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handlung von Gg. Thies Nachf. (Leopold Schutter), Hoflieferant, Elisabethenstrasse 12.
(Die nicht abgeholten Karten sind Montan nur an der Tageskasse des Hofthenters
zu haben.)
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im Saal des Gemeindehauses, Hofgartenstrasse 8.
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Luiſe Henkel, Herr Kammerſänger Fahr.
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(Dir.: Muſikmeiſter Alb. Mittelstädt.)
Anfang abends 8 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
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Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
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den die Vertreter des Versicherungswesens
zu einer Zusammenkunft
am Montag, den 17. Oktober, abends ½9 Uhr
eingeladen. Die Versammlung findet im
Hotel Kölner Hof (Hut) am
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hof, statt und wird der Generalsekretär
des Bundes über Ziele und Zwecke
des-
selben sprechen. Bei der Wichtigkeit der
Sache werden alle Kollegen herzlichst
und dringend um ihr Erscheinen gebeten.
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Seitherigen verehrlichen Beſuchern des „Café Waldesruh”, werten
Nach=
barſchaft, Freunden und Gönnern zur gefälligen Notiz, daß wir das obengenannte
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Beſitztum käuflich erworben und wieder eröffnet haben.
Indem wir für das uns ſchon ſeit einer Reihe von Jahren bewieſene Vertrauen
beſtens danken, bitten wir, dasſelbe auch auf unſer neues Unternehmen zu übertragen.
Wir empfehlen außer reichhaltiger Auswahl in
gut zubereiteten Speisen einen vorzüglichen Kakkee, Tee,
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Nummer &42,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
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Programm
zu dem am Samstag, den 15. Oktober
von 12—1 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der
Ka=
pelle des Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
1. Marſch des ruſſ. Garde=Ulanen=Regts.
(Kaiſerin Alexandra). 2. Ouvertüre zur Oper
„Zar und Zimmermann” von A. Lortzing.
3. Introduktion und Chor der
Friedens=
boten aus der Oper „Rienzi” von R.
Wagner. 4. Chriſtel=Walzer nach Motiven
der Operette „Die Förſter=Chriſtel” von
G. Jarno. 5. Polonaiſe aus der Op.
„Halka” von St. Moninszko. 6. Aviatiker=
Marſch von A. Kleinecke.
Sonntag, den 16. Oktober.
Von 11—12 Uhr Konzert auf dem
Pa=
radeplatz, ausgeführt von der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Korps (Feld=Art.=
Regts. Nr. 25).
1. Armee=Marſch von Möllendorf. 2.
Ouver=
türe Amazone” von Wiggert. 3. Arie und
Prieſterchor aus „Die Zauberflöte” von
Mozart. 4. Melodien aus „Der
Vogel=
händler” von Zeller. 5. „Im Sturme treu”,
Marſch von Machetanz.
Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
Nr. 115, Leitung H. Hauske.
Eintritt 25 Pfg.
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der Kaſſe.
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Samstag, 15. Oktober
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Der Fleck auf der Ehr
Volks-Stück mit Gesang u. Tanz
in 3 Akten (4 Bildern)
von Ludwig Anzengruber.
Hnorgen Sountag, 16. Okt.
nachmittags 4 Uhr:
Volks-Vorstellung
bei kleinen Preisen
DerVize-Kooperator
(Herbst-Manöver)
abends
Sonntag, 16. Okt., 3¼ Uhr
AAus der Art geschlagen
Volks-Schauspiel in 4 Akten
von Johannes Weinold.
Montag, 17. Okt.: Der Meineidbauer
Dienstag, 18. Okt.: Brave Lumpen.
(20108)
Sur mocl. i ren Zat.
Nur 3 Tage!
gelangt der heutige neue Spielplan
zur Vorführung
1. Die Bilderstürmer
Großes hiſtoriſches Drama aus dem
Jahre 726. Wunderbare Ausſtattung
Selten ſchöne Szenerien
2. Indianische Ring-
Es handelt ſich
kämpfer, hier um
india=
niſche Ringkämpfer, welche eine
Tournee machen, um ihre
außer=
ordentliche Geſchicklichkeit und Kräfte
im Ringkampf dem Publikum
vor=
zuführen.
3. Das Pathé-Journal
zeigt dieſe Woche u. a.: Die großen
Herbſtmanöver in England.
Flugkonkurrenz in Mailand. —
Be=
ſtattung v. Chavez in Domodoſſola.
— Seine Beerdigung in Paris ꝛc.
4. Meierauf d. Bummelſ
humoriſtiſch (*25517
und die übrigen
Glanznummern.
Konzertsaal
Perkeo
Allabendlich (19433a
Grosse Oktoberfest-
Bierkonzerte.
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 16. Oktober 1910.
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Zuniga, Leutnant
.. Hr. Hoff.
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. Hr. Klotz
einer Schänke . .
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Hr. Jahn
Schuggler
Remendado,
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Frasquita,
Zigeuner= Frl. Nicklaß=
Kempner
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Fr. Ritter
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längere Pauſe ſtatt.
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Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
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Mittwoch, 19. Okt. 35. Ab.=Vorſt. D 9.
„Der fliegende Holländer.” Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 20. Okt. 36. Ab.=Vorſt. A 9.
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tagen, vormittags von 10—12½ Uhr.
Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15, Oktober 1910.
Nummer 242,
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Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
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Stellung u. ſpäterem Vermögen, wünſcht
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baldiger Ehe
bekannt zu werden. Gefl. Off., mögl. Bild,
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Vereinen zur gefl. Kenntnis, dass wir unseren
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gelegt haben.
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zur Seite und wird derselbe alles auf bieten, um allen Ansprüchen
gerecht zu werden.
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Höflichst bezugnehmend auf obige Anzeige gestatte ich
mir, hierdurch mitzuteilen, dass ich den
Wirtschaftsbetrieb in der Turnhalle am Woogsplatz
Samstag, den 15. Oktober 1910,
eröffnen werde.
Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch
erstklassige Getränke und gute Speisen
meine Gäste in jeder Weise zufrieden zu stellen und mir
dadurch das Vertrauen derselben zu sichern.
Um recht geneigten Zuspruch bittend, zeichne
Hochachtungsvoll
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777 Liebesheirat 777
Es iſt allgemein bekannt, daß es Menſchen gibt, die, weil ihnen die Herzen des
anderen Geſchlechts nur ſo zuſtiegen, in Liebesangelegenheiten ganz verblüſſende Erfolge
erzielen. Ihnen zu wiberſtehen iſt unmöglich. ſie kommen z ſehen — ſiegent Wbran
das liegt, wußte bisher niemand, ſelbſt die glücklichen Beſitzer dieſer geheimnisvollen Macht
nicht. Köwerliche oder geiſtige Vorzüge ſind nicht der Grund, benn wie oſt ſuchen nicht
ſchöne und kluge Menſchen vergeblich Liebe zu erringen: wie oſt wird nicht der Lebhaber
oder die Geliebte von einem Nebenbuhler erobert, der häßlicher und geiſtig minderbegabter
iſt. Dieſe ſonderharen Geheimniſſe des Liebes= und Selenlebens hat nun ein bekannter
Pipchologe, Dr. F. Amos, gründlich ſtudiert und iſt dabei zu dem überraſchenden Schluſſe
gelangt, daß jecker Her die Zuneigung einer jeden Dame und eine jedke Dame die
Zuneigung eines jeden Herrn — erzwingen kann. Wie es gemacht wird, hat er in
einem Buche genau beſchrieben: Wer die darin gegebenen Lehren befolgt, erobert die
Herzen im Stürme. Eine unglückliche Liebe iſt dann ausgeſchloſen. Der Herr alſd. der die
Liebe einer beſtimmten Dame, und die Dame die die Liehe eines beſtimmten Herrn erringen
will. beſtelle ſich ſofort das Buch von Dr. Amos „Das Geheimnis der Unwidersteh-
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Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Oktober 1910.
Seite 39.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 4. Okt.: dem Goldarbeiter Oskar
Hans, Schuchardſtr. 11, eine T. Emilie. Am 6.: dem
Kutſcher Juſtus Weigel, Mathildenplatz 3, ein S.
Lorenz. Am 5.: dem Vizefeldwebel im Leibgarde=Inf.=
Regt. Nr. 115, Paul Pohl, Beckerſtr. 11, ein S. Kurt
Georg. Am 9.: dem Verkäufer Auguſt Rohrer,
Rhein=
ſtraße 47, ein S. Joſeph. Am 6.: dem Fuhrmann Johs.
Schneider, Schloßgaſſe 12, ein S. Karl. Am 7.: dem
Schuhmacher Chaim Wiſchniak, Liebfrauenſtr. 78, ein
S. Leopold. Am 11.: dem Bürgermeiſtereikanzliſten
Karl Menger, Rhönring 125, eine T. Gertrud Sophie
Martha. Dem Gärtner Wilhelm Ruths,
Liebfrauen=
ſtraße 24, eine T. Anna Marie. Am 12.: dem
Stra=
ßenreiniger Richard Seiler, Arheilger Straße 19, ein
S. Eduard.
Aufgebotene. Am 12. Okt.: Handarbeiter Adam
Scheedermann, Ober=Sensbach, mit Handarbeiterin
Lina Bieger, Gammelsbach. Schneider Philipp Adolf
* Liller, Fudenhofen, mit Näherin Marie Eliſabetha
Dengel, ebendaſelbſt. Schreiner Franz Karl Voigt,
Wieſeck, mit Fabrikarbeiterin Maria Leib,
ebenda=
ſelbſt. Am 13.: Buchdrucker Adam Flach,
Liebfrauen=
ſtraße 27, mit Modiſtin Babette Rück, Darmſtr. 1.
Geometer Anton Konrad Schrohe, Stiftſtr. 53, mit
Eliſabetha Margareta Ripper, Ruthsſtr. 10.
Geſtorbene. Am 10. Okt.: Eliſ. Marg. Ruhl,
1 J., ev., Lichtenbergſtr. 78. Marg. Ihrig, geb.
Hoch=
ſtetter, Witwe des Fabrikarb., 63 J., ev., Fuchsſtr. 1.
Am 11.: Ludwig Buſch, S. des Fuhrmanns, kath.,
Löffelgaſſe 16. Helene Burkhardt, geb. Strauch,
Witwe des Hoftheaterdieners, 72 J., ev.,
Alexander=
ſtraße 15. Eliſ. Weber, geb. Axt, Ehefr. des
Weiß=
binders, 43 J., ev., Ober=Ramſtadt. Am 12.: Marie
Heil, geb. Heil, Witwe des Rentners, 66 J., ev.,
Friedrichſtr. 21. Am 13.: Kaufmann Gg. Peter
Engel=
hard, 43 J., ev., Bismarckſtr. 70. Franziska Weiland,
geb. Koſer, Ehefr. des Fabrikarb., 36 J., kath.,
Nieder=
roden. Am 9.: Anna Wilhelmine Emilie Ruhl, T.
des Straßenreinigers, 1 J., ev., Hoffmannſtr. 10.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samßtags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 26. Sept.: dem Schirrmeiſter beim
Großh. Artilleriedepot, Guſtav Adolf Oskar Rath,
Eſchollbrücker Straße 20, ein S. Hans Karl Erwin.
Am 22.: dem Metzgermeiſter Joſeph Pauly,
Karl=
ſtraße 64, ein S. Hans. Am 27.: dem Glaſer Karl
Julius Hoffner, Weinbergſtr. 11, Zwillingsſöhne,
Georg und Julius. Am 30.: dem Gärtner Emil
Hor=
lacher, Schießhausſtr. 63, ein S. Hans Karl Ludwig
Emil. Am 28.: dem Herrſchaftskutſcher Paul Alfred
Hermann Mikonauſchka, Ahaſtr. 14, eine T. Anna
Minna. Am 30.: dem Techniker Adam Peter Bär,
Moosbergſtr. 58, eine T. Marie. Dem Schneider
Peter Geiß, Hermannſtr. 5, ein S. Heinrich. Am 24.:
dem Tapezier Heinrich Kraft, Beſſunger Straße 88½,
ein S. Heinrich. Am 1. Okt.: dem Vizewachtmeiſter im
Train=Bataillon Nr. 18, Walter Otto Weſtphal,
Kies=
bergſtr. 81, eine T. Liſette Katharina Toni Erna. Am
2.: eine unehel. T. Berta Erneſtine. Am 30. Sept.:
dem Poſtſchaffner Emil Knuſt, Neue Niederſtr. 4,
eine T. Marie Anna Lina. Am 2. Okt.: dem
Trom=
peter im Feld=Art.=Regt. Nr. 61, Karl Friedrich
Bai=
tinger, Moosbergſtr. 68, ein S. Karl Heinrich. Am
4.: dem Poſtaſſiſtent Johann Ludwig Arras,
Moos=
bergſtr. 55, eine T. Johanne Marie. Am 8.: dem
Tag=
löhner Philipp Krämer, Ludwigshöhſtr. 78, ein S.
Philipp. Am 7.: dem Fabrikarbeiter Chriſtian Noldt,
Weinbergſtr. 25, ein S. Friedrich Chriſtian. Am 4.:
dem Koch Joſeph Müller, Annaſtr. 8, eine T. Klara
Maria. Am 5.: eine unehel. T. Helene Erna. Am 9.:
dem Kaufmann Theodor Wilhelm Schwab,
Roquette=
weg 5, Zwillingstöchter, Annemaria und Sibylla. Am
10.: dem Hauptmann und Kompagniechef im Leibgarde=
Infanterie=Regt. Nr. 115, Julius Joſeph Karl Hans
von Oidtman, Mathildenſtr. 10, eine T. Am 9.: dem
Buchbinder Michael Schmitt, Tannenſtr. 31, eine T.
Martha Suſanna. Am 4.: eine unehel. T. Anna
Eliſa=
beth. Am 6.: dem Inſtallateur Wilhelm Gunkel,
Hofgartenſtr. 9, ein S. Wilhelm.
Aufgebotene. Am 6. Okt.: Pfläſterer Georg Roth,
Witwer, Roßdörfer Straße 121, und Anna Luiſe
Schmiedel daſelbſt. Am 7.: Finanzaſpirant Heinrich
Georg Hein, Nieder=Ramſtädter Straße 183, und
Anna Wilhelmine Kiefer, Klappacherſtr. 88.
Eheſchließungen. Am 1. Okt.: Techniker Heinrich
Weißmantel zu Herborn und Martha Eliſabetha
Kiſtinger, Ludwigshöhſtr. 35. Am 6.: Friſeur Richard
Schwab, Heidelbergerſtr. 27, und Anna Wick,
Fri=
ſeuſe, daſelbſt. Am 8.: Schneider Adam Keil,
Aha=
ſtraße 10, und Eliſabetha Philippine Gries, daſelbſt.
Sterbefälle. Am 30. Sept.: Landwirt Philipp
Lang II., 60 J., ev., Beſſunger Straße 27. Am 2. Okt.:
Wilhelm Heinrich Matthes, S. des Packers, 4 Mte.,
ev., Ahaſtr. 22. Am 4.: Sophie Berta Jakob, 1 J.,
ev., Weinbergſtr. 41. Am 9.: Anna Margareta
Sim=
mermacher, geb. Gerhard, Ehefrau des Privatiers, 73
J., ev., Mathildenſtr. 9. Am 10.: Großh. Steuer=
Kom=
miſſär i. P., Geh. Finanzrat Karl Friedrich Auguſt
Hermann Kraus, 74 J., ev., Hochſtr. 59. Am 12.:
Philipp Krämer, S. des Taglöhners, 4 Tage, ev.,
Ludwigshöhſtr. 78.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
21. Sonntag nach Trinitatis, den 16. Oktober 1910
Hoſkirche: Samstag, den 15. Oktober, abends 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 16. Oktober, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. — Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heil. Abendmahls. — Mittwoch, den 19.
Ok=
tober, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
— Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte. — Nachmittags um 6 Uhr: Gottesdienſt zur
Eröffnung des Konfirmandenunterrichts. Pfarrer
Weiß=
gerber.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Velte.
Nach der Predigt: Feier des heil. Abendmahls mit
Vor=
bereitung. — Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags ½9 Uhr:
Diviſionpfarrer Lic. Schettler. — Vorm 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für die Evangeliſchen in
Oeſterreich. — Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey. —
Vorm. 11¼ Uhr: Eröffnungsfeier für den
Konfirmanden=
unterricht.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. — Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Weſtbezirk. Pfarrer D. Waitz. — Nachmittags
um 6 Uhr: Gemeinſamer Gottesdienſt zur Eröffnung
des Konfirmandenunterrichts. Pfarraſſiſtent
Lauten=
ſchläger.
Pfründnerhaus: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Widmann.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Jahresfeſt
des Vereins „Darmſtadt=Oſt”. Feſtpredigt:
Pfarrer Mockert=Frankfurt a. M. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. — Donnerstag, den 20. Oktober,
nachmittags 3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarrer Walz. — Vormittags 11 Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Walz.
Der Gottesdienſt zur Eröffnung des
Konfirmanden=
unterrichts findet am 23. Okt., nachm. 6 Uhr, ſtatt.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8:
Mon=
tag, den 17. Oktober, abends 7½ Uhr: Beginn der
Zuſammenkünfte des Vereins konfirmierter Mädchen der
Petrusgemeinde. — Donnerstag, den 20. Okt.,
abends 7½ Uhr: Mütterabend.
Paulnskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Flöel. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Nachm. 5 Uhr:
Eröffnungsgottesdienſt für den Konfirmandenunterricht.
Pfarrer Rückert.
Lutheriſcher Hottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 21. Sonntag nach Trinitatis, den 16. Oktober,
nachmittags um 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtraße 47:
Pfarrer Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 16. Okt.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
ags 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Donnerstag, den 20. Oktober, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Waptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 16. Oktober, vormittags 10 Uhr: Predigt.
— Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. —
Nachmit=
tags 4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt herzl. willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
15. Oktober, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. — Um ½7 Uhr:
Roſen=
kranzandacht.
22. Sonntag nach Pfingſten, den 16. Oktober 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe und Roſenkranzandacht.
— Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. —
Um 8 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. —
Nachmit=
tags um 3 Uhr: Sakramentaliſche Bruderſchaftsandacht.
— Um 4 Uhr: Vortrag und Verſammlung im
Mädchen=
heim. — Um 5 Uhr: Verſammlung des 3. Ordens. —
Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht. — An allen
Wochen=
tagen, abends um ½ 7 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Iträulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½ 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 9 Uhr: Auf
dem Uebungsplatz bei Griesheim Sing=Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 15. Oktober,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 3 Uhr:
Gelegen=
heit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 16. Oktober 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachmit=
tags um 2 Uhr: Sakramentaliſche Andacht. — Die
Ver=
ſammlung der Sodalität fällt aus. — Dienstag und
Freitag, abends um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den 15.
Ok=
tober, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
22. Sonntag nach Pfingſten, den 16. Oktober 1910
Kollekte für unſeren Kirchenbau
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte,
— Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht. — Bibliothek (Heerdweg 28):
Diens=
tag, nachmittags von 6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 15. Okt., abends
um 5. Uhr: Beichte.
22. Sonntag nach Pfingſten, den 16. Oktober 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 22. Sonntag nach Pfingſten,
den 16. Oktober, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
The English Church (Hofkirche)
Divine Service
on Sunday the 16th of October 1910
21th Sunday after Trinity
at 4,00 p. m.
Rev. Canon Me Lulick, Chaplain at Homburg v. d. H.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 9. Okt.: Dem Taglöhner
Johann Adam Berlieb S. Adam, geb. 28. Sept. Dem
Schmied Karl Sturm T. Käte Helene, geb. 25. Sept.
6. Okt.: Dem Gärtner Georg Weicker S. Willi, geb
5. Sept. 9. Okt.: Dem Architekt Ludwig Schwarz T.
Katharina Anna Lieſe, ſgeb. 19. Aug. Dem Kaufmann
Karl Roſt T. Emilie Eliſe Katharine Chriſtiane, geb.
14. März. Dem Milchverkäufer Philipp Schmitt S.
Ludwig Auguſt, geb. 12. Sept. 14. Aug.: Dem Schweizer
Joſeph Beat Gauch S. Johann, geb. 22. Juli.
Johannesgemeinde: 9. Okt.: Dem Ober=
Telegraphenaſſiſtent Ferdinand Steincke S. Heinz
Ferdi=
nand, geb. 9. Sept. Dem Weichenſteller Peter Umſonſt
S. Karl, geb. 21. Sept. Dem Bahnarbeiter Chriſtian
Schüler S. Heinrich Chriſtian, geb. 4. Juni. Dem
Fabrik=
arbeiter Ludwig Rohmig S. Ludwig, geb. 29. Aug.
Martinsgemeinde: 9. Okt.: Dem Fahrburſchen
Chriſtian Weſp T. Ottilie, geb. 24. Sept. Dem
Fabrik=
arbeiter Karl Ludwig Debus S. Karl Ludwig, geb.
25. Sept. 10. Okt.: Dem Oberleitungsaufſeher Jakob
Deußer T. Mathilde, geb. 27. Mai. Dem Taglöhner
Chriſtoph Huthmann L. Anna Helene, geb. 27. Juli.
11. Okt.: Dem Kaufmann Adolf Alsleben L. Anna, geb.
13. Juli. 12. Okt.: Dem Kellner Jſaak Helfmann S.
Wilhelm, geb. 20. Juni. 8. Okt.: Dem Kaufmann Joſef
Anton Gentil S. Walter Helmut Ignaz, geb. 15. Sept.
9. Okt.: Dem Gärtner Johannes Auguſt Witt S. Franz
Adam, geb. 14. Aug. Dem Poſtſchaffner Karl Heinrich
Braun S. Philipp Otto, geb. 8. Sept.
Paulusgemeinde: 8. Okt.: Dem Architekten
Georg Paul Emil Finke S. Hans York Auguſt Wilhelm,
geb. 6. Sept. 9. Okt.: Dem Taglöhner Philipp Krämer
S. Philipp, geb. 8. Okt. Dem Terazzogeſchäftsinhaber
Georg Konrad Wittmann T. Marianne Luiſe, geb.
9. Sept. Dem Kaufmann Ludwig Heeb T. Marie
Eliſabeth Katharine, geb. 13. Sept.
Petrusgemeinde: 9. Okt.: Dem Buchdrucker
Georg Bender S. Georg Hermann Guſtav Friedrich, geb.
11. Sept. Dem Fahrburſchen Peter Löſch L. Margarete,
geb. 25. Sept. Dem Schaffner Philipp Maul T. Babette,
geb. 13. Sept. DemſPoſtboten Johann Wilhelm Höppel
T. Adelheid Pauline, geb. 19. Sept.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 2. Okt.: Fabrikarbeiter Friedrich
Daniel Chriſtian Geyer und Marie Karoline Nelius.
8. Okt.: Lackierer Chriſtian Auguſt Karl Bartel und
Eliſabethe Emig. 13. Okt.: Schneider Konrad Holſchuh
und Eva Brenger.
Johannesgemeinde: 8. Okt.: Schloſſer Georg
Schönberger und Eliſabeth Köbler von hier. 11. Okt.:
Taglöhner Ludwig Bender, Witwer und Witwe Eva
Moos, geb. Delp von hier.
Martinsgemeinde: 8. Okt.: Oberpoſtaſſiſtent
Friedrich Wilhelm Schmidt aus Frankfurt a. M., Witwer
und Helene Chriſtine Vatter, hier. Kaufmann Karl
Joſef Zöller in Karlsruhe und Luiſe Beringer. 9. Okt.:
Spengler= und Inſtallateurmeiſter Johann Gottfried
Balthaſar Beck und Maria Frieda Henge.
Petrusgemeinde: 1. Okt.: Techniker Heinrich
Weißmantel und Martha Eliſabethe Kiſtinger.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. Okt.: Anna Rühl, T. des
Straßenreinigers Heinrich Rühl, 1½ J., ſtarb 9. Okt.
11. Okt.: Käthe Netz, Privatin, 40 J., ſtarb 9. Okt.
9. Okt.: Witwe Agnes von der Becke, 57 J. 3 Mt., ſtarb
6. Oktober.
Johannesgemeinde: 7. Okt.: Amalie Petri,
geb. Rodenhäuſer, Ehefrau von Poſtſchaffner Jakob Petri,
43 J., ſtarb 5. Okt. 10. Okt.: Buchdrucker Johannes
Schmitt, 75 J., ſtarb 8. Okt. 13. Okt.: Anna Ihrig, geb.
Hochſtätter, Witwe des Schloſſers Guſtav Ihrig, 63 J.,
ſtarb 10. Oktober.
Martinsgemeinde: 6. Okt.: Sattler Karl Roth,
58 J., ſtarb 4. Okt. 8. Okt.: Marie Anna Kleinſchmidt
T. des Taglöhners Leonhard Kleinſchmidt, 4 M., ſtarb
6. Oktober.
Paulusgemeinde: 11. Okt. Margarete
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