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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
§t 230.
Mittwoch, den 12. Oktober.
1910.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Die ſozialdemokratiſche Gewerkſchaftsleitung gegen
die Magdeburger Mehrheit.
* Während einem großen Teil der „Genoſſen”
Ber=
lins der Budgetbeſchluß des Magdeburger Parteitages
noch nicht radikal genug iſt, ſtellt ſich das
Zentral=
organ der ſozialdemokratiſchen
Gewerk=
ſchaftsleitung ganz entſchieden und grundſätzlich
auf den Standpunkt der ſüddeutſchen Budgetbewilliger.
Für das Gewerkſchaftsorgan iſt die Frage der
Budget=
bewilligung trotz aller Parteitagsbeſchlüſſe lediglich eine
Angelegenheit der Taktik. Als grundſätzliche Seite dieſer
Frage gilt ihm die Beteiligung am Parlamentarismus
überhaupt: da die Sozialdemokratie auf den Boden des
Parlaments getreten ſei, dürfe ſie dies nicht mit
gebun=
denen Händen tun, ſondern müſſe politiſch handeln, um
Zugeſtändniſſe zu erreichen. Die Gleichberechtigung aller
Staatsbürger werde in Süddeutſchland mehr reſpektiert,
als in Preußen; deshalb dürften die ſüddeutſchen „
Ge=
noſſen” durch Parteitagsbeſchlüſſe nicht gebunden werden,
genau ſo zu handeln, wie die preußiſchen. Von dieſem
Standpunkte aus hält das Gewerkſchaftsorgan den in
Magdeburg nicht ernſt genommenen Vorſchlag, die
landes=
rechtlichen Budgetfragen durch eine beſondere Kommiſſion
ſtudieren zu laſſen, für die gedeihlichſte Löſung des
Kon=
flikts. Die tatſächlich gefaßten Beſchlüſſe aber werden von
dem Gewerkſchaftsorgan u. a. wörtlich folgendermaßen
beurteilt:
„Dieſe Beſchlüſſe bedeuten eine ganz bedenkliche
Verſchärfung der inneren
Parteiſitua=
ſtion . . . Der Streit über die Gründe der
Budgetbewil=
ligung . .. wird unter dem Odium des Parteiverrats
gehäſſiger als jemals zuvor geführt werden. Er wird die
geſamten Parteiorganiſationen vergiften und zu
Spal=
tungen führen . . . Jede Spaltung der Partei muß . .
die gleichen Konflikte im Schoß der Gewerkſchaften
hervor=
rufen.‟
Das Gewerkſchaftsorgan fordert ſchließlich, daß die
Sozialdemokratie zu einer Behandlung der politiſchen
Fragen gelange, die mehr den Tatſachen als den Anſichten
der einen oder anderen Richtung Rechnung trage, und
will dieſe Einſicht Platz greifen ſehen, „ehe die
Par=
tei darüber in die Brüche gegangen iſt”.
Die Frage der Kongregationen in Portngal.
* Der portugieſiſche Juſtizminiſter Affonſo Coſta
hat am 8. Oktober dem Berichterſtatter des Pariſer
Temps folgendes geſagt:
Die Hauptfrage iſt gegenwärtig die Frage der
Kongregationen, aber ihre Löſung bietet keine
gro=
ßen Schwierigkeiten, denn ſeit dem 18. Jahrhundert hat
keine einzige Kongregation in Portugal geſetzlichen
Be=
ſtand. Pombal hat die Jeſuiten vertrieben, die andern
Kongregationen mußten ihnen folgen. Im Jahre 1901
ermächtigte ein Diktatur=Miniſterium durch Dekret
ein=
zelne Kongregationen, die Unterricht erteilen oder Werke
der Mildtätigkeit verrichten, aber das Dekret iſt den
Cortes nicht vorgelegt und von ihnen nicht beſtätigt
wor=
den. Die Aufgabe der Republikaner kann ſich alſo
dar=
auf beſchränken, einen Zuſtand zu beſeitigen, der nicht
ge=
ſetzlich iſt. Dieſe Maßregel iſt dringend, denn die
Kon=
gregationen haben, namentlich ſeit neun Jahren, nicht
aufgehört, ſich im Lande auszudehnen. Mehrere haben
den Unterricht nur vorgeſpiegelt, um ihre Exiſtenz zu
rechtfertigen; ſie haben in Wirklichkeit nur eine ganz
ge=
ringe Anzahl Kinder. Dann haben ſie verſucht, eine
poli=
tiſche Rolle zu ſpielen, namentlich ſeit dem Tode des
Kö=
nigs Carlos, indem ſie in der Provinz extremklerikale
Blätter gründeten und die ſogenannte Partei der
Natio=
naliſten bildeten, die lediglich aus Anhängern der
Kon=
gregationen beſteht. Mit Ausnahme der Franziskaner
gehorchen alle Kongregationen dem Befehl der Jeſuiten.
Gegenwärtig ſind es die jeſuitiſchen Elemente allein,
die der Republik noch Widerſtand leiſten. Von den beiden
Hauptniederlaſſungen der Jeſuiten iſt die eine, in der
Nähe von Liſſabon, in unſerer Gewalt; die andere, San=
Fiel in der Nähe der ſpaniſchen Grenze, verweigert die
Unterwerfung. Die Regierung wird, wenn ſie die
Unter=
werfung erzwingt, kein Menſchenleben aufs Spiel ſetzen;
ſie wird die Niederlaſſung durch Truppen einſchließen und
die Inſaſſen aushungern. Die Auflöſung der Kon=
gregationen kann keine Verwirrung verurſachen; ſie
wird ſich ganz ruhig vollziehen, ebenſo die
Konfis=
kation der Kloſtergüter. Die Trennung von
Kirche und Staat befindet ſich ebenfalls in dem Programm
der Regierung, die das Beiſpiel Frankreichs benützen
wird, um bei der Ausführung Schwierigkeiten zu
vermei=
den. Die bürgerliche Standesbeamtung wird den
Leh=
rern übertragen werden, bis die Gemeinden ihre
endgül=
tige Organiſation bekommen haben.
Zu dem Kampf gegen den Klerus ſchreibt man uns:
Mit überſtürzter Haſt werden die geiſtlichen Orden von
der proviſoriſchen Regierung ausgewieſen; das Volk aber
mußte durch die Polizei von einem gewalttätigen
Vor=
gehen zurückgehalten werden, das Kirchen, Klöſter und
Geiſtliche bedrohte, ſtellenweiſe auch zu Mißhandlungen,
Verwüſtungen und Plünderung geführt hat. In dem
Verhalten der Volksmaſſen und der Regierung ſpiegelt
ſich wider, wie verhaßt der Klerus den Portugieſen iſt.
Dieſe Tatſache iſt um ſo bemerkenswerter, als die
Bevöl=
kerung Portugals konfeſſionell vollkommen einheitlich
ge=
nannt werden darf. Wenn bei dieſer konfeſſionellen
Ein=
heitlichkeit der Bevölkerung dieſer Haß ſich in der
ange=
gebenen Weiſe Luft macht, ſo müſſen dafür beſondere
Gründe vorliegen. Sie dürften weniger in etwaigem
be=
waffneten Widerſtande von Angehörigen des Klerus gegen
die Revolution, als in ſeiner allgemeinen Wirkſamkeit zu
ſuchen ſein. Sein vollkommenes Verſagen auf dem
Ge=
biet der Schule iſt für Spanien jüngſt von dem
Mün=
chener Zentrumsblatte ebenſo zugeſtanden worden, wie
die Untätigkeit und Unfähigkeit auf ſozialem Gebiete. In
Portugal müſſen die ſozialen Verhältniſſe als noch
trau=
rigere angeſehen werden. Was aber die Zuſtände im
portugieſiſchen Schulweſen anbetrifft, ſo ſind ſie
gleich=
falls kläglicher noch als die in Spanien. Denn während
hier nach dem neueſten „Kleinen Meyer” 70 Prozent
Analphabeten anzunehmen ſind, gab es nach derſelben
Quelle in Portugal vor einem Jahrzehnt ſogar 75,1 Proz.
Analphabeten gegen 82,4 Prozent im Jahre 1878 (Kinder
unter 6 Jahren ausgenommen). Dieſe Zahlen bedeuten eine
ſchwere Anklage. Sie machen es wahrſcheinlich, daß auch
der Kirche Portugals der Vorwurf gilt, den das
Mün=
chener Zentrumsblatt der katholiſchen Kirche Spaniens
nicht vorenthalten hat. Ausſchreitungen und
Ungerech=
tigkeiten der portugieſiſchen Republikaner gegen Kirche
und Klerus werden damit nicht entſchuldigt. Wohl aber
erklärt ſich auf dieſe Weiſe der Haß, mit dem die
Por=
tugieſen ihnen gegenüberſtehen.
Uebrigens ſcheint es, als ob die republikaniſche
Regie=
rung ſich nicht zu ſehr beeilen wird, die Trennung
des Staates von der Kirche herbeizuführen. Ihr
Präſi=
dent Braga erklärte einem Mitarbeiter des Echo de Paris,
die republikaniſche Regierung werde jetzt dieſe Trennung
noch nicht vornehmen. Der Nuntius, fügte er hinzu, kann
ungeſtört hier bleiben. Wir unterhalten Beziehungen mit
dem Heiligen Stuhl; was wir vor allem wiederherſtellen
wollen, das ſind die politiſchen Bürgſchaften. Trotzdem
wird es um den Frieden zwiſchen Rom und der neuen
Republik wohl für die Zukunft ſchlecht beſtellt ſein.
Deutſches Reich.
Zu den nächſten Reichstagswahlen.
Die vor kurzem vom Papſt bekanntgegebene Neuordnung
des geiſtlichen Prozeſſes für katholiſche Pfarrer dürfte auch
politiſche Folgen zeitigen. Nach der Sozial= und
wirt=
ſchaftspolit. Korr. werden die polniſchen oberſchleſiſchen
Abgeordneten geiſtlichen Standes bei den nächſten
Reichs=
tagswahlen nicht mehr kandidieren. Bei dem Standpunkt,
den Kardinal Kopp in der Polenfrage einnimmt, wären in
der Tat Differenzen der Abgeordneten mit der
Kirchen=
behörde nicht zu vermeiden.
Verfaſſungsentwurf für Elſaß=
Lothringen. Aus Berlin gibt die Straßburger Poſt
folgende Feſtſtellung: Der Entwurf der Reichsregierung
betreffend die Verfaſſung in Elſaß=Lothringen befindet ſich
augenblicklich im preußiſchen Staatsminiſterium. Derſelbe
wird genau durchberaten werden, da der Entwurf dann
als Vorlage Preußens an den Bundesrat gehen wird.
Mit den Bundesregierungen kann offiziell erſt dann
ver=
handelt werden, wenn der Entwurf die Genehmigung des
Staatsminiſteriums erhalten hat. Daß die
Bundesregie=
rungen von dem allgemeinen Inhalt des Verfaſſungs=
und Wahlrechtsentwurfes bereits Kenntnis haben, iſt, da
iſt, ſelbſtverſtändlich. Amtliche Beſprechungen haben aber
noch nicht ſtattgefunden und werden vor Erledigung der
Angelegenheit im Staatsminiſterium auch nicht
ſtatt=
finden. Daß der Entwurf als Vorlage Preußens dem
Bundesrat unterbreitet wird, entſpricht einer ſeit Bismarck
bei allen größeren Reichsgeſetzentwürfen gehandhabten
Regel; von der Möglichkeit, dem Bundesrat
Geſetzent=
würfe als Präſidialvorlagen zu übergeben, iſt nur ſelten
und faſt nie in wichtigeren Fällen, Gebrauch gemacht
worden.
— Eine Million als Wehrſchatz für den
Arbeitgeberbund. Der Vorſtand des deutſchen
Ar=
beitgeberbundes für das Baugewerbe hat beſchloſſen, der
nächſten ordentlichen Hauptrſerſammlung zu empfehlen,
für den Arbeitgeberbund einen Wehrſchatz zu bilden. Die
Höhe des Wehrſchatzes ſoll vorbehaltlich der Genehmigung
der Hauptverſammlung auf 1 Million Mark feſtgeſetzt
wer=
den. Es iſt in Ausſicht genommen, dieſe Summe durch
außerordentliche Mitgliederbeiträge aufzubringen.
— Der Werftarbeiterausſtand ſcheint trotz
der Beſchlüſſe in Hamburg nicht beendet zu ſein, da
ſich die Arbeiter dadurch nicht für gebunden erachten. Aus
Hamburg, 11. Oktober, wird gemeldet: Dem Beſchluß
der geſtrigen Arbeiterdelegiertenverſammlung Folge
lei=
ſtend, fanden ſich die Werftarbeiter heute nicht auf den
Ar=
beitsplätzen ein. Ein Flugblatt gibt als Grund die
Nicht=
innehaltung der anerkannten Friedensbedingungen an und
beſagt ferner, nur in denjenigen Betrieben, welche ſich
aus=
drücklich mit den vereinbarten Bedingungen einverſtanden
erklärt hätten, würde weitergearbeitet werden. Es handelt
ſich in der Hauptſache um die Vereinbarung, daß die
ſtehengebliebenen Akkordüberſchüſſe auszuzahlen ſind. Die
Werften beſtreiten ein derartiges Zugeſtändnis und
ver=
weiſen auf die Protokolle, worin nichts davon enthalten
iſt. In einer am Montag in Bremen abgehaltenen
Hafenarbeiterverſammlung wurde beſchloſſen, vorläufig
die Entladung jedes vom Schwarzen Meer eintreffenden
Getreidedampfers zu verweigern, da ſie wegen des in
Brake herrſchenden Hafenarbeiterſtreiks als Streikarbeit zu
betrachten ſei.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Bevorſtehende Spaltung der
chriſtlich=
ſozialen Partei? Die Gegenſätze zwiſchen dem
deutſch=nationalen und dem klerikalen Flügel in der
chriſtlich=ſozialen Partei, deren erſterer von Neumayer
ge=
führt wird, während der letztere unter Geßmanns
Füh=
rung ſteht, haben eine neuerliche Verſchärfung durch die
Verbrüderung Geßmanns mit dem hohen Klerus in Linz
gefunden. Die Verſuche Geßmanns, die chriſtlich=ſoziale
Partei in eine klerikale nach dem Muſter des deutſchen
Zentrums umzuwandeln, ſtoßen auf den heftigſten
Wider=
ſtand der national geſinnten Mehrheit, welche ſich
nament=
lich auf die Reichshauptſtadt ſtützen kann. Die Spaltung
in der Partei wird als unausbleiblich angeſehen, wenn es
nicht gelingen ſollte, den auch durch ſeine Baukreditbank
ſchwer kompromittierten Geßmann hinauszudrängen.
Die ungariſche Anleihe. Dem Ungariſchen
Korr.=Bureau zufolge beabſichtigt eine unter Führung der
Ungariſchen Kreditbank ſtehende Finanzgruppe die
Sub=
ſkription von 250 Millionen 4proz. Kronen=Rente, die bei
dem Abſchluß der Anleihe für Anfang Januar in Ausſicht
genommen war, ſchon in der allernächſten Zeit zu
veran=
ſtalten.
Frankreich.
Der Ausſtand der
Eiſenbahnbedienſte=
ten der Nordbahn. Eiſenbahnbedienſtete der
Nord=
bahn beſchloſſen in ihrer am Montag abend abgehaltenen
Verſammlung den Ausſtand. Der Pariſer Nordbahnhof
wurde im Auftrage der Regierung von Truppen beſetzt.
Wie verlautet, werden auch zur Bewachung der übrigen
großen Bahnhöfe der Nordbahn Truppen aufgeboten
werden. Von der Polizei wurden umfaſſende
Vorſichts=
maßregeln für die Verhaltung bei Ausſchreitungen
ge=
troffen. Die Oberſtaatsanwaltſchaft erhielt den Auftrag,
ſich zu Amtsmaßnahmen bereit zu halten. Alle Pariſer
Blätter erörtern eingehend den Nordbahnſtreik. Der
Figaro meint: Ein Eiſenbahner=Ausſtand würde im
Lande eine ſolche Unordnung und ſolchen Schaden
verur=
ſachen und ſo viele öffentliche und Privatintereſſen in
Mit=
leidenſchaft ziehen, daß die geſamte öffentliche Meinung
ſich in unwiderſtehlicher Weiſe gegen die Streikenden wen=
ja auch die Oeffentlichkeit über die Grundzüge unterrichtet
den würde. Die Eiſenbahner mögen ſich in Acht nehmen,
ſie ſpielen ein gefährliches Spiel,
Seite 2.
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910,
Ruſland.
Der Botſchafter in Wien, Fürſt Uruſſow,
wurde krankheitshalber ſeines Amtes enthoben und zum
Oberhofmeiſter ernannt. Zu ſeinem Nachfolger wurde der
bisherige Geſandte in Brüſſel, Hofmeiſter Giers, ernannt.
Griechenland.
Zum Präſidenten der griechiſchen
Na=
tionalverſammlung wurde der Reviſioniſt
Höß=
ling mit Unterſtützung der Anhänger Rhallis’ und
Theo=
tokis’ mit 175 von 334 Stimmen gewählt; Ractiven,
Kan=
didat der unabhängigen Konſtitutionaliſten erhielt 103,
Mauferatos, Kandidat der Mavromichalispartei 48
Stim=
men. Hößling nahm den Präſidentenſeſſel ein und
er=
klärte, er werde ſein Amt unparteiiſch, freimütig und
ver=
faſſungsmäßig ausüben.
Türkei.
dementiert die Meldungen, nach denen die Pforte wegen
Ankaufes von Kriegsſchiffen verhandele. Die nach Europa
abgereiſten drei Marineoffiziere ſollen den Ankauf von
Transportſchiffen beſorgen.
— Zur Fleiſchteuerung. Der Bezirksverein
„Beide Heſſen und Naſſau” im Deutſchen
Fleiſcherver=
bande, der das Großherzogtum Heſſen, die Provinz Heſſen=
Naſſau, die Regierungsbezirke Koblenz und Trier, ſowie
das Fürſtentum Waldeck umfaßt, hatte für Sonntag, den
9. Oktober, einen Obermeiſtertag nach Bingen
einberufen. Gleichwie bei den von den übrigen 25
Bezirks=
vereinen des Fleiſcherverbandes einberufenen
Obermeiſter=
tagen betraf der Hauptpunkt der Tagesordnung die
zur=
zeit herrſchende Fleiſchteucrung. Die
Verſamm=
lung war ſehr ſtark beſucht, nahezu ſämtliche dem
Bezirks=
verein angehörende Innungen hatten Vertreter entſandt.
Die Verſammlung beſchloß einſtimmig nachſtehende
Kundgebung: „Das Metzgergewerbe leidet unter der
ſeit mehreren Jahren andauernden Steigerung der
Vieh=
preiſe auf das alleräußerſte. Der an ſich auf das
aller=
geringſte Maß eingeſchränkte Verdienſt wird durch den
durch die hohen Fleiſchpreiſe bedingten Rückgang des
Kon=
ſums noch mehr herabgemindert. Dieſer Rückgang im
Verbrauch eines der wichtigſten Lebensmittel muß
unab=
weisbar zu einer Unterernährung weiter Volkskreiſe
füh=
ren, die bei der ſowieſo verteuerten Lebenshaltung um ſo
bedenklicher erſcheint. Das Metzgergewerbe ſieht mit
banger Sorge in die Zukunft, nicht nur um der Exiſtenz
ſeiner Berufsgenoſſen und des bedrohten Beſtandes des
ganzen Metzgerhandwerks willen, ſondern mehr noch
wegen des Wohlergehens des deutſchen Vaterlandes, das
durch die ſteigende Unzufriedenheit weiter Kreiſe einer
inneren Kriſis entgegengeführt wird. Es richtet das
drin=
gende Erſuchen an die beteiligten Regierungen, für
ſchleu=
nige Abhilfe zu ſorgen und alle Maßregeln zu ergreifen,
um die Vieh= und Fleiſchpreiſe dauernd auf ein
erträg=
liches Maß herabzumindern, damit die Volksernährung
auf eine ſichere, ſtabile Grundlage geſtellt wird.”
Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. Oktober.
* Vom Hoflager in Friedberg. Die Autofahrt der
Herr=
ſchaften am Montag führte über Windecken, Gelnhauſen,
Wächtersbach nach Birſtein, wo bei dem Fürſten und
der Fürſtin der Tee genommen wurde. Die Rückfahrt
erfolgte über Büdingen, Altenſtadt. — An der
Mittags=
tafel am 10. nahm der Kaiſerliche Hausminiſter Baron
Fredericksz teil. Abends 9 Uhr fand im Schloß ein
Konzert des ruſſiſchen Hofkirchenchors ſtatt. (Darmſt. Ztg.)
* Militäriſche Kommandos. Am 1. Oktober 1910
zum Militär=Reitinſtitnt kommandiert wurden
folgende Offiziere: Oberlt. Frhr. v. Biſſing, Drag.=
Regt. 23, Lt. Frhr. v. Lersner, Drag.=Regt. 24,
Lt. Geppert, Feldart.=Regt. 61 (ſämtlich im 2. Jahre).
— Zur Offizier=Reitſchule in Paderborn wurde
kommandiert: Lt. v. Eichhof. Drag.=Regt. 24.
Heſſiſcher Blumenverkaufstag. Ihre Königliche
Hoheit die Frau Großherzogin beabſichtigt, am
zweiten Sonntag vor Weihnachten einen allgemeinen
heſſi=
ſchen Blumenverkaufstag zum Beſten der Großh. Zentrale
für Säuglings= und Mutterſchutz in Heſſen abzuhalten. Es
werden vorausſchtlich in alln Stähten und auch auf dem
Lande Komitees gebildet, die den Propagandatag im
ein=
f zelnen vorbereiten. An dem genannten Tage werden
kleine, künſtlich hergeſtellte Blumen zum Preiſe von 10 Pfg.
verkauft. Der Ertrag fließt der Großh. Zentrale zu. Bei
dem großen Intereſſe, das im ganzen Lande für die
Mutter= und Säuglingsfürſorge beſteht, hofft man, daß
die Idee auf einen guten Boden fallen wird. Die
Tat=
ſache, daß von dem einzelnen nur ein kleiner Beitrag
ver=
langt wird und daß ſich alle an der ſchönen Aufgabe
betei=
ligen können, wird die Einrichtung in weiten Kreiſen
be=
liebt machen.
L. Vor der Strafkammer erſchienen geſtern der
25 Jahre alte Kaufmann Leo J. und ſein Bruder, der
27jährige Sattler Salomon J., wegen Betruges
und Urkundenfälſchung. Beide betrieben im
vorigen Jahre im Odenwald ein Kurzwarengeſchäft,
hatten ſich aber, weil die Betriebsmittel nicht
ausreich=
ten, etwas verbaut, ſo daß finanzielle Schwierigkeiten
nicht ausblieben. Zu deren Beſeitigung wurden
Der Ankauf von Kriegsſchiffen. Sabah einigemal Wechſel gefälſcht, in Umlauf geſetzt und
ſpäter wieder eingelöſt. Dabei zogen ſie Perſonen
heran, die von einem Wechſel nichts wiſſen wollten, ja
noch nie einen geſehen hatten. Sie wurden angezeigt
und ſucht jeder auf den anderen die Hauptſchuld
zu ſchieben. Leo J. will nur zwei Wechſel gefälſcht
haben, ſein Bruder beſtreitet, überhaupt an den
Fälſchungen teilgenommen zu haben. Einem Schwager
gegenüber hatte er mehrere zugegeben, beſtreitet auch
nicht, daß er Wechſel auf die Kaſſe getragen und
dis=
kontiert habe, von welchen er wußte, daß ſie zum Teil
falſch ſeien. Da ein pekuniärer Schaden aus dem
Treiben niemand erwuchs, kamen ſie mit je 3
Mo=
naten Gefängnis davon. Sie erkannten die
Strafe an.
* Aus dem Großh. Landesmuſeum. Die
Samm=
lung einheimiſcher Vogelneſter iſt durch ein ſchönes
Stück bereichert worden: Ein Erlenſtamm, deſſen
Vorderfläche weggenommen iſt und nun das Neſt eines
Grünſpechtes mit Eiern und zwei Dunenjungen, die
von dem Männchen gefüttert werden, zeigt. Der Stamm
wurde am 6. Juni 1910 am Eſchenweg von morgens
8 Uhr an gefällt, dann nach dem neuen Muſeum
ge=
bracht und dort umgekehrt aufgeſtellt, um die Jungen
mit einer Pinzette herausholen zu können. Nach
zwei=
ſtündiger Mittagspanſe, während der der Stamm ohne
Aufſicht war, wurde er nach dem Dampfſägewerk von
W. Mahr im Weiterſtädter Weg gefahren und dort
gegen 4 Uhr nachmittags aufgeſchnitten. Da fand ſich
denn ganz unvermutet das Männchen in der Neſthöhle
vor, und zwar völlig unverletzt. Gewiß ein ſeltenes
Beiſpiel von Häuslichkeit, wenn man bedenkt, daß mit
dem Stamm gerade nicht ſanft umgegangen wurde und
die erwähnte Pauſe viel Zeit und Gelegenheit zur
Flucht gegeben hätte. — Das Neſt wurde, durch die
gütige Vermittlung des Herrn Forſtmeiſters
Kull=
mann, von der Stadt Darmſtadt dem Landesmuſeum
geſchenkt.
— Konzerte der Großh. Hofmuſik. Bezugnehmend
auf die Anzeige mit dem Programm des erſten Konzertes
am Montag, den 17. Oktober, ſei nochmals an dieſer
Stelle darauf verwieſen, daß noch Abonnements zu den
6 Konzerten bis Freitag, den 14. Oktober inkl.,
ange=
nommen werden.
C Jubiläen. Mehrfache Jubiläen kann in dieſem
Jahre einer unſerer bekannteſten und geachtetſten
Mitbürger, Herr Max Anſpach, Hoflieferant,
feiern. Am 15. Oktober jährt ſich der Tag der
Gründ=
ung der Firma M. Anſpach z u m 70. M a l e,
und der derzeitige Inhaber, Herr Max Anſpach,
feiert am gleichen Tage ſein go l den es
Geſchäftsjubil äu m. Vor 50 Jahren trat
er in das väterliche Geſchäft ein, das er
ſpäter, nach dem Ableben der Eltern, übernahm und
bis heute perſönlich führte. Seit 65 Jahren befindet
ſich, ein wohl ſelten daſtehender Fall, das Geſchäft
im derzeitigen Hauſe Ernſt=Ludwigsplatz 1.
End=
lich feiert Herr Max Anſpach, wie ſchon mehrfach
mitgeteilt, ſein 25jähriges Jubiläum als
Narr=
hallapräſident. — Durch ſeine vielſeitige
Tätig=
keit in der Oeffentlichkeit iſt Herr Max Anſpach
eine populäre Perſönlichkeit in unſerer Reſidenz
ge=
worden, nicht zuletzt durch ſeine Präſidentſchaft der
Narrhalla, die durch ihn zu einer Blüte gelangte,
die in einer Stadt wie Darmſtadt, die abſeits
vom „rheiniſchen Karneval” liegt, als einzig daſtehend
Die „Sonntagsſchule der Freimaurer”.
Von D. Dr. Diehl, Stadtpfarrer in Darmſtadt.
Die Stadt Darmſtadt erhielt im Jahre 1837 ihre
erſte „Sonntagsſchule für Handwerker”, die
bekanntlich bis auf den heutigen Tag noch — wenn auch
mit verändertem Lehrplan und in anderer Verfaſſung
— beſteht. Intereſſant iſt es, daß bereits etliche Jahre
vor Begründung dieſer dem Landesgewerbeverein zu
verdankenden Anſtalt ein ähnliches Projekt beſtand,
das viel weiter ging, leider aber infolge ungünſtiger
Verhältniſſe nicht zur Ausführung kam, obwohl der
Plan bis ins einzelnſte ausgearbeitet vorlag, und auch
die Mittel zu ſeiner Verwirklichung vorhanden waren.
Ueber dies Projekt möchte ich im nachfolgenden einiges
mitteilen.
Am 20. Oktober 1833 wandte ſich der Darmſtädter
Oberpoſtmeiſter Nebel „Namens und im Auftrag der
Freimaurer=Loge zu. Darmſtadt” an den Großherzog
Ludwig II. mit einer Eingabe, in der um Erlaubnis
nachgeſucht wurde, „eine Sonntagsſchule dahier
grün=
den zu dürfen, in welcher Kunſtbefliſſenen,
Handwer=
kern und Gewerbtreibenden, zur Beförderung ihrer
Berufsbildung, unentgeldlicher Unterricht in den für
ſie weſentlichſten Gegenſtänden ertheilt werden würde.”
Dem Geſuch war ein Entwurf von „Statuten für die
Sonntags=Schule in Darmſtadt” nebſt einem „
Voran=
ſchlag der jährlichen Ausgaben der zu gründenden
Sonntags=Schule” (229 Gulden 14 Kreuzer) beigefügt,
um deren Genehmigung der Großherzog gebeten wurde.
Nebel glaubte ſich „der Hoffnung der allerhöchſten
Bil=
ligung des Unternehmens, das in ſeiner Begründung
wie in ſeiner Dauer der Loge angehören ſollte, um ſo
mehr hingeben zu dürfen, je mehr der Zweck desſelben
den frommen und edelmüthigen auf Beförderung des
Wohls ſeines treuen Volkes gerichteten Geſinnungen
und Handlungen des erhabenſten Protectors der Loge
entſprechen dürfte‟ Die Eingabe enthielt noch die
Be=
merkung, daß der Koſtenaufwand die Kräfte der Loge
keineswegs überſteige. „Die Lehrer”, hieß es weiter,
„größtentheils Glieder der Loge, werden unentgeldlich
den Unterricht ertheilen; der Sorge für das Local und
deſſen Einrichtung iſt man durch die Güte des
Stadt=
vorſtandes überhoben, der das Realſchulgebäude zur
Sonntagsſchule einräumen oder überlaſſen wird.”
Am 25. Oktober 1833 gab Ludwig II. von
Jugen=
heim aus die Genehmigung zu dem Projekt, den
Statu=
ten und dem Voranſchlag, und ließ die Eingabe der
Freimaurerloge nebſt Beilagen und dem Vermerk:
„wird bewilligt, Jugenheim, d. 25. Octob. 1833.
Lud=
wig” an ſein Miniſterium abgehen; ohne Zweifel,
da=
mit dieſes der Loge von der Genehmigung offiziell
Mitteilung mache. Letzteres geſchah aber nicht.
Viel=
mehr wurden die Akten am 8. November 1833 von dem
Miniſterium des Innern und der Juſtiz an den Großh.
Oberſchulrat zur Begutachtung übergeben, der ſie an
die Großh. Bezirksſchulkommiſſion Darmſtadt am 18.
November ebenfalls zur Erſtattung eines Gutachtens
weitergab. Die Bezirksſchulkommiſſion erſtattete ihr
Gutachten am 21. November 1833. Sie empfand über
das Projekt „lebhafteſte Teilnahme” billigte auch die
Statuten, meinte aber, daß vor Einrichtung der Schule
noch feſtgeſtellt werden müſſe, ob die Schule unter der
ſtaatlichen Aufſicht der Bezirksſchulkommiſſion oder —
wie die Realſchule — direkt unter dem Oberſchulrat
ſtehen ſolle. Sie hielt es für ausreichend, wenn etwa
der Direktor der Realſchule zum vorſitzenden Mitglied
des Schulvorſtandes der Sonntagsſchule ernannt
würde. Dieſem Gutachten trat der Oberſchulrat am
3. Dezember 1833 bei, wünſchte aber, daß entweder ein
Mitglied ihres Kollegs oder der Realſchuldirektor die
Inſpektion (nicht Vorſitz im Schulvorſtand) der
Sonn=
tagsſchule übernehme. Am 6. Januar 1834 wurde dann
der Direktor der Realſchule, Oberſtudienrat Schacht,
zum Bericht darüber aufgefordert, „ob und inwiefern
es mit der Realſchule vereinbarlich ſei, die fragliche
Sonntagsſchule ins Leben treten zu laſſen” Schacht
antwortete am 19. Februar 1834. Er meinte, es ſei
durchaus mit Freuden zu begrüßen, daß die Loge den
jungen Handwerkern „Nachhülfe im Leſen, Schön=
und Rechtſchreiben, Rechnen, Zeichnen und
Erdbe=
ſchreibung” erteilen laſſen wolle. Was ſie aber
dar=
über hinaus plane (und was den eigentlichen Kern der
Sonntagsſchule ausmachte!), werde nichts anderes als
„flüchtiges Stückwerk” ſein. Letzteres könne man nicht
genehmigen, wohl aber das erſte. Schacht riet dann
dazu, daß der Loge die Genehmigung zur Errichtung
einer Sonntagsſchule in der ſoeben angegebenen
Be=
ſchränkung erteilt werde, wodurch dieſe in die Kategorie
von Privat=Elementarſchulen komme und der
Bezirks=
ſchulkommiſſion unterſtellt werden müſſe, Mehr glaubte
bezeichnet werden darf. Weiter iſt Herr Anſpach
Mit=
gründer des erſten Kaufmänniſchen Vereins, mehrerer
Sportvereine und gehörte der Turngemeinde im
Vor=
ſtand 25 Jahre hindurch als erſter Redewart an, eine
Tätigkeit, für die die Turngemeinde ſich durch
Ver=
leihung der Ehrenmitgliedſchaft dankbar erwies. Neben
vielen großen Volksfeſten und dergleichen hat, woran
bei dieſer Gelegenheit erinnert ſei, Herr Anſpach
das erſte öffentliche Radrennen in Darmſtadt
arran=
giert, das auf dem Marienplatz ſtattfand, und den
erſten Karnevalszug, der bekanntlich im nächſten
Jahre als pompöſer Jubiläumszug neu erſtehen wird.
Aber auch in ernſten Zeiten hat der Jubilar ſeinen
Mann geſtellt. Als es 1870/71 galt, die in die
Hei=
mat abgeſchobenen Verwundeten zu pflegen, trat er
als freiwilliger Krankenpfleger in den Dienſt des
Roten Kreuzes, um tatkräftig und opferwillig zu
helfen. Durch Verleihung der Kriegsdenkmünze und
ſpäter der preußiſchen Erinnerungsmedaille an
Kai=
ſer Wilhelm I. wurde dieſe Tätigkeit anerkannt. Den
zahlreichen Glückwünſchen, die Herrn Max Anſprach
am Tage des Jubiläums ſicher zuteil werden, fügen
wir die unſeren von Herzen hinzu.
— Wohltätigkeitsbaſar. Man ſchreibt uns: Am 23.
ds. Mts. findet im Konkordiaſaal (Waldſtr. 33) eine große
Wohltätigkeitsveranſtaltung für den
katholi=
ſchen Kirchenbau Beſſungen ſtatt. Geſangs= und
Muſik=
vorträge wechſeln miteinander ab. Der Kirchenchor von
St. Ludwig unter der bewährten Leitung des Herrn
Muſik=
direktors Klaſſert und der Orthſche
Männergeſang=
verein mit ſeinen beſten Kräften werden ohne Zweifel
Vorzügliches bieten, nicht minder die gut ausgewählten
Solovorträge verſchiedener Damen und Herren. Keine
ge=
ringe Anziehungskraft für Jung und Alt werden die
ſchö=
nen Blumenreigen und lebenden Bilder von Darmſtadts
tanzfrohen Mägdelein bilden. An den verſchiedenen
Büfetts und Verkaufsſtänden für Blumen und Backwerk
wirkt auch eine Anzahl Damen von auswärts mit.
Bunt=
bemützte Studenten ſuchen ihren „edlen Stoff” an den
Mann zu bringen. Für gute Speiſen und Getränke iſt
vorzüglich geſorgt. An Kaufgelegenheit und Unterhaltung
wird es nicht fehlen. Alles nähere beſagen die
Pro=
gramme. Nach den Eintrittskarten, die auch an der Kaſſe zu
haben ſind, herrſcht ſehr große Nachfrage. Dem ſchönen
Unternehmen und edlen Zweck iſt ein guter Erfolg zu
gönnen.
— Bei der land= und forſtwirtſchaftlichen
Be=
rufsgenoſſenſchaft für das Großh. Heſſen in
Darm=
ſtadt ſind im III. Vierteljahr des laufenden Jahres 800,
insgeſamt bisher in 1910 2251 Unfallanzeigen
einge=
gangen. In 408 Fällen wurde erſtmalig eine
Ent=
ſchädigung feſtgeſetzt, darunter in 18 Fällen das
geſetz=
liche Sterbegeld oder eine Angehörigenrente gewährt,
weil die Verletzung den Tod zur Folge gehabt hatte.
Von dem Recht der Uebernahme einer
Krankenhaus=
behandlung wurde in 47 Fällen Gebrauch gemacht und
dieſe Unfallverletzten einem Krankenhauſe oder einer für
die Nachbehandlung eingerichteten Privatanſtalt
über=
wieſen.
— Evangeliſcher Bund, Zweigverein Darmſtadt.
Die diesjährige Lutherfeier, die am 6. November
in der Turnhalle am Woogsplatz veranſtaltet werden
wird, gewinnt dadurch beſondere Bedeutung, daß der
Bundesdirektor des Evangeliſchen Bundes, Herr
Reichs=
tagsabgeordneter Lie. Everling in Halle, die Feſtrede
gütigſt zugeſagt hat. — Die in der evangeliſchen
Volks=
verſammlung in der Stadthalle zu Mainz am 10. Juni
1910 gehaltenen Anſprachen ſind in der Waitzſchen
Buch=
handlung für 10 Pfg. käuflich zu haben.
— In der Stadtkirche iſt heute Mittwoch, den 12.
Ok=
tober, abends 8 Uhr: Kirchenmuſikaliſche
Abend=
feier. Der Eintritt iſt frei.
— Kraftfahrzeuglehrer. Laut amtlicher Verfügung
wurde Herrn Ph. Bernhard, Inh. der Firma Haas und
Bernhard hier, die Berechtigung zum Ausbilden von
Führern für Kraftwagen erteilt.
— Gartenbau=Verein. Die Mitglieder ſeien
hier=
mit nochmals auf den heute, Mittwoch, den 12. Oktober,
ſtattfindenden Beſuch der Landes=Obſt= und Gartenbau=
Ausſtellung in Frankfurt a. M. aufmerkſam gemacht.
Offenbach, 10. Okt. Eine 26jährige Witwe, die mit
ihrer Mutter und ihrem Bruder zuſammenwohnte,
vergiftete ſich nachts mit Kochgas und wurde am
Morgen in völlig bewußtloſem Zuſtande aufgefunden.
Sie wurde alsbald ins Krankenhaus gebracht, wo ſie
heute nachmittag gegen 3 Uhr an den Folgen verſchieden
er nicht zugeben zu ſollen. Was er zugab, geſchah
übri=
gens unter einer beachtenswerten Klauſel. Schacht
ſchreibt nämlich: „Wird dabei an der § 3 der
Statu=
ten ſtipulierten Bedingung des Kirchenbeſuchs
feſtgehalten, und richtet die Loge ihre Anſtalt außerdem
ſo ein, daß die Aufzunehmenden nicht gehalten ſind, alle
5 Unterrichtsſtunden zu beſuchen, ſondern nach
Bedürf=
niß der eine für Rechnen und Schreiben, der andre für
Zeichnen uſw. ſich allein melden darf, ſo iſt nicht zu
fürchten, daß der Sonntag ſein Recht verliert, und daß
der Erholung der die ganze Woche über angeſtrengt
arbeitenden jungen Handwerker mehr als zweckdienlich=
Abbruch geſchieht, oder daß zuletzt aus Verlangen nach
Erholung die Anſtalt leer ſteht.”
Damit war das Schickſal des Projekts entſchieden.
Als Oberpoſtmeiſter Nebel das Gutachten Schachts am
26. Februar 1834 übermittelt wurde, ließ er die Sache
auf ſich beruhen. Auf zweimaliges Monitorium hin
berichtete er endlich am 3. September, daß „die Loge
durch die erhobenen Anſtände bewogen, den Plan zur
Errichtung einer Sonntagsſchule aufgegeben habe und
nun die von ihr dazu vorgeſehenen Fonds zu andern
wohlthätigen Zwecken verwenden werde‟.
Wie aus unſeren bisherigen Ausführungen
her=
vorgeht, iſt das wohlgemeinte Projekt der Freimaurer
geſcheitert. Es wäre unrecht, wollte man die
Bedeut=
ung dieſes Projekts um deſſentwillen verkennen.
Han=
delte es ſich doch bei dem ganzen Plane um ein Werk
von weitausſchauender Art. Das zeigt uns ein Blick
in die glücklicherweiſe noch erhaltenen „Statuten für
die Sonntags=Schule in Darmſtadt” die die
Freimau=
rerloge mit ihrer Eingabe vom 20. Oktober 1833 an
Großherzog Ludewig II. einreichte. Wir gehen auf ihren
Inhalt des näheren ein und überlaſſen es dem Leſer,
ſich über deren einzelne Beſtimmungen ſeine
Gedan=
ken zu machen, die ja, Gott ſei Dank, immer noch
zoll=
frei ſind.
Intereſſant ſind gleich die drei erſten Paragraphen.
Sie lauten: „§ 1. Von der Ueberzeugung ausgehend,
daß ſittlich=religiöſe Erziehung und gründliche
Berufs=
bildung wahres Menſchenwohl begründen, erwägend,
daß namentlich ſolchen, welche den Handwerken und
Gewerben ſich widmen, es ſehr oft, ja meiſtens, an
Mit=
teln und Gelegenheit fehlt, ſich Bildung und
Kennt=
niſſe zu erwerben oder die ſchon erworbenen zu
ver=
mehren, errichtet und erbält die hieſige Freimaurer=
Nummer 239.
Darmſtädter Ta
Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Seite 3.
iſt. Die Frau, deren Mann erſt vor etwa einem Jahre
ſtarb, hinterläßt zwei Kinder.
Offenbach, 11. Okt. In einer Mitgliederverſammlung
der hieſigen Fortſchrittlichen Volkspartei wurde beſchloſſen,
bei der am 24. Oktober ſtattfindenden
Stadtverord=
netenwahl mit den Sozialdemokraten
zuſammenzu=
gehen und das von dem Wahlkomitee der letzteren gemachte
Angebot über zwei Sitze anzunehmen. Ein ſelbſtändiges
Vorgehen mit einem eigenen Zettel habe nach Lage der
Verhältniſſe keine Ausſicht auf Erfolg.
Mainz, 10. Okt. Zar und Großherzog dürften
wohl noch im Laufe dieſes Monats hierher kommen. Der
Anlaß dazu iſt, nach dem Frkf. Gen.=Anz., folgender: Wie
bekannt, hat unſere Stadt vor Beginn der
Wiederher=
ſtellung des kurfürſtlichen Schloſſes ihr
natur=
hiſtoriſches Muſeum aus dem Schloſſe nach der zu dieſem
Zweck umgebauten Reicheklarakirche verlegt und bei dieſer
Gelegenheit unter ſehr großem Koſtenaufwand und mit
Unterſtützung opferwilliger, namentlich im Auslande
leben=
der Mainzer eine Neuſchöpfung zuſtande gebracht, die in
bezug auf die Seltenheit der Tiere, ſowie
Vollkommen=
heit der Sammlung einzig in ihrer Art iſt und vorbildlich
in der populär=wiſſenſchaftlichen Anordnung werden dürfte.
Auf Veranlaſſung des Großherzogs hat nun auch der
Kaiſer von Rußland aus ſeinem ungeheuren Reiche
einige koſtbare Tierexemplare geſchenkt, ſo namentlich einen
europäiſchen Biſon oder Wieſent. Auf Befehl des Kaiſers
wurde nun in dieſem Frühjahr eines der prächtigſten
die=
ſer Tiere für das Mainzer Muſeum geſchoſſen, und es ſteht
nun in ſeiner ganzen Majeſtät, künſtleriſch poſiert, hier in
einem Glaskaſten. Da nun dieſes Muſeum in den nächſten
Tagen der allgemeinen Beſichtigung freigegeben werden
ſoll, ſo regte die Mainzer Bürgermeiſterei an, daß
Groß=
herzog und Zar auch die Weihe vornehmen mögen. Am
Hofe ſcheint man dazu geneigt zu ſein. Unſer Muſeum
beſitzt auch Geſchenke früherer Kaiſer von Rußland und
ein ſolches von Kaiſer Wilhelm I. aus der Zeit, da er noch
als Prinz von Preußen Gouverneur von Mainz geweſen.
Gießen, 11. Okt. Das Kreisamt in Gießen hat
ſämtliche Viehmärkte und Tierſchauen im Kreiſe Gießen
wegen der in Norddeutſchland herrſchenden Maul= und
Klauenſeuche verboten.
Friedberg, 10. Okt. Bei der letzten Stadtratsſitzung
wurde als Direktor der hieſigen Gewerbe=
Akademie der Baumeiſter Dr. Körner aus
Stutt=
gart gewählt. — Die Kommiſſion zur Unterſuchung
des Bombenattentats hat heute hier einen
Lokal=
termin abgehalten. Als Zeugen waren geladen:
Bank=
direktor Meyer, die Frau des Reichsbankkaſſenboten
Lange, ſowie die Büglerin Elſa Heimburg, die nach der
Tat mit dem Attentäter Winges auf der Treppe
zu=
ſammenſtieß und der dieſer zurief, ſie möchte Hilfe
holen, drinnen ſei etwas paſſiert. An Ort und Stelle
wurden genaue Maße genommen von dem Stande
des Fahrrads, das die beiden übrigen Bomben enthielt
und von der Höhe der Mauer von dem Hof der
Reichs=
bank nach der Hoſpitalgaſſe zu, die Werner auf ſeiner
Flucht überſprungen hatte.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 10. Okt. Der Kaiſer, die
Kaiſerin und die Prinzeſſin Viktoria Luiſe
ſind um 6 Uhr 55 Min. auf Station Wildpark eingetroffen;
ſie begaben ſich nach dem Neuen Palais. — Das
Tempel=
hofer Feld iſt, ſoweit es vom Militärfiskus an die
Ge=
meinde Tempelhof verkauft wurde, der Käuferin bereits
zur Verfügung geſtellt worden. Die Verträge
ſind geſtempelt worden; an Stempeln iſt die
Summe von 863000 Mark dem Steuerfiskus entrichtet
worden. — Ueber das traurige Ende eines alten
Kriegsveteranen berichtet die Deutſche
Tages=
zeitung folgendes: Das Opfer eines Straßenraubes iſt der
70 Jahre alte Kriegsveteran Karl Schulz aus der
Ber=
nauer Straße geworden. Der alte Mann, ein Arbeiter,
der die Feldzüge von 1866 und 1870/71 im 2. Pommerſchen
Genadier=Regiment Nr. 9, mitgemacht hatte, wohnte als
Witwer bei ſeinem verheirateten Sohn. Für dieſen ſollte
er am Samstag vor acht Tagen nachmittags Käufe
beſor=
gen. In der Brunnenſtraße nahm Schulz, der in der
lin=
ken Hand einen Korb trug, dicht an der Stralſunder Straße
einen Hundertmarkſchein, den ihm ſein Sohn mitgegeben
hatte, noch einmal in die rechte Hand und faltete ihn auf,
um ihn ſich genauer anzuſehen. Plötzlich trat ein 15 bis
16 Jahre alter Burſche neben ihn hin, riß ihm den Schein
aus der Hand und entfloh mit der Beute die Stralſunder
Straße hinunter. Während der Greis ſtarr vor Schrecken
Loge dieſe Anſtalt, um Bildung und nützliche
Kennt=
niſſe unter dem vaterländiſchen Gewerbſtande nach
Kräften zu befördern und zu verbreiten. § 2. Zur
Be=
förderung einer gründlichen Berufsbildung für
Kunſt=
befliſſene, Handwerker und Gewerbtreibende ſoll in
der Sonntagsſchule, in Stunden, welche nicht mit
dem Frühgottesdienſte zuſammenfallen,
Geſellen und Lehrlingen und überhaupt ſolchen, welche
nach ihrer Confirmation oder nach zurückgelegtem 14ten
Lebensjahre, in den Lehrgegenſtänden, womit ſich die
Sonntagsſchule beſchäftigt, weiteren Unterricht ſuchen
wollen, unentgeldlich in den Gegenſtänden, welche in
den §§ 4 und 5 beſtimmt ſind, Unterricht ertheilt
wer=
den. § 3. Infolge der in § 1 ausgeſprochenen
Grund=
anſicht iſt jeder Schüler chriſtlicher Religion
gehal=
ten den Frühgottesdienſt zu beſuchen,
und die Lehrherren und Lehrer werden nach Kräften
dahin wirken, daß ihre Lehrlinge und Schüler dieſer
Beſtimmung nachkommen.” Zu dieſen drei
Paragra=
phen ſei bemerkt, daß unter Frühgottesdienſt unſer
heutiger Hauptgottesdienſt zu verſtehen iſt!
Die Unterrichtsgegenſtände der
Sonn=
tagsſchule werden in den Paragraphen 4 und 5
ange=
geben. Sie betreffen nicht bloß die Fächer, die der junge
Handwerker direkt zu ſeinem Beruf braucht. Da das
Ziel der Schule ſich auch auf das Gebiet der „Bildung‟
erſtreckt, ſind in den Lehrplan Fächer aufgenommen,
die wir heute vielfach in Sonntagsſchulen vollkommen
vermiſſen. Die beiden Paragraphen lauten:
„§ 4. An jedem Sonntag wird in der Anſtalt, vor
der Hand in zwei Klaſſen — in der
Elemen=
tar= und Wiederholungsſchule und in der
Fort=
bildungsſchule — in zwei Vormittags= und drei
Nachmittagsſtunden in folgenden Gegenſtänden
Unter=
richt erteilt: a) Schönſchreiben nöthigenfalls
auch Leſen; b) Rechtſchreiben; e)
Stylübun=
gen (Briefe, Geſchäftsaufſätze); d) Rechnen;
e) Erdbeſchreibung, mit Berückſichtigung der
Gewerbkunde; k) Zeichnen. § 5. Für ſolche
Schü=
ler, welche ſich durch Fleiß, Fortſchritte und geſittetes
Betragen eines höheren Unterrichts würdig gemacht
haben, wird, ſobald es thunlich iſt, eine dritte
höhere Klaſſe errichtet werden, in welcher der zu
ertheilende Unterricht folgende Gegenſtände in ſich
ſchließta
ſtehen blieb, verfolgten andere Leute, die den Vorfall
ge=
ſehen hatten, den Räuber, konnten ihn aber nicht einholen.
Schulz kam weinend nach Hauſe und ließ ſich über ſein
Mißgeſchick nicht beruhigen. Seine Angehörigen zeigten
den Raub ſofort an, aber die Nachforſchungen der Polizei
nach dem Räuber blieben erfolglos. Am nächſten
Mor=
gen verſchwand der alte Mann, der Selbſtmordgedanken
geäußert hatte, in einem unbewachten Augenblick aus der
Wohnung, während ſeine Angehörigen zu tun hatten.
Seit=
dem war er ſpurlos verſchwunden, bis man ihn am
Sams=
tag an der Kieler Brücke im Nordhafen als Leiche
wieder=
fand und landete Der untröſtliche Veteran hatte ſeine
Kriegsdenkmünzen aus den beiden Feldzügen und die
Zentenarmedaille angelegt und war mit dieſen
Ehrenzei=
chen auf der Bruſt ins Waſſer gegangen. — Vor der Erſten
Strafkammer des Landgerichts I hatte ſich heute der
Redakteur des Vorwärts, Richard Barth, der gegenwärtig
eine Gefängnisſtrafe in Plötzenſee verbüßt, wegen
Belei=
digung des Generals v. Below zu verantworten.
Der Angeklagte hatte im Vorwärts in einem Artikel: „Die
Reiſeſpeſen des Generals” die auch von dem Abgeordneten
Stücklen im Reichstage vertretene Behauptung zu beweiſen
geſucht, daß General v. Below zu Unrecht, als er die vierte
Garde=Infanterie=Brigade übernahm, Umzugskoſten und
in einem anderen Falle Tagegelder erhoben habe. Der
Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisſtrafe von 3
Mo=
naten. Das Urteil lautete auf 1 Monate Gefängnis.
Frankfurt, 11. Okt. Aus dem benachbarten
Taunusorte Königſtein kommt eine ſeltſame
Nach=
richt. Bei der Durchſuchung des Nachlaſſes des am
17. September dort verſtorbenen, vielen Frankfurtern
wohlbekannten Kunſtmalers Alfred v.
Schön=
berger wurde das überraſchende Reſultat feſtgeſtellt,
daß der Verſtorbene wohl ſeit einem
Vierteljahrhun=
dert dieſen Namen mit Unrecht geführt hat,
denn ſein richtiger Name war Julius Aloyſius
Ditte=
rich aus München, wo ſein Vater als Profeſſor wirkte.
Sonach war auch ſeine Angabe, er ſei von Geburt ein
Steiermärker, falſch. Feſtgeſtellt wurde noch, wie die
Wiesb. Ztg. meldet, daß er aus ſeinem Regiment aus
Oeſterreich, wo er als Offizier diente, geflohen war.
Durch die Annahme des Namens v. Schönberger hatte
er ſich vor Nachforſchungen der Behörden geſichert.
Frankfurt, 10. Okt. In einem Hauſe der
Bocken=
heimer Landſtraße ſetzte heute nachmittag ein 58
jäh=
riger Taglöhner die Dampfheizung in Betrieb. Der
Kohlenrauch fand aber keinen Abzug durch den
Schorn=
ſtein und ſammelte ſich im Souterrainraum an, in dem
der Mann weilte. Als die Dienſtboten nach ihm ſahen,
fanden ſie ihn leblos am Boden liegen. Er war
er=
ſtickt. Wiederbelebungsverſuche blieben ohne Erfolg.
Kaſſel, 10. Okt. In Wolfershauſen ſind heute
mit=
ag von einem aus Kaſſel kommenden Perſonenzuge
zwei Mädchen im Alter von 18 und 20 Jahren
überfahren und auf der Stelle getötet worden.
In Balhorn, Kreis Wolfshagen, wurde durch ſpielende
Kinder geſtern abend in der Nähe der Kirche ein
Großfeuer verurſacht. Vier Häuſer mit
Nebenge=
bäuden wurden ein Raub der Flammen.
Kaiſerslautern, 10. Okt. Der Heſſenverein
„Haſſia”=Kaiſerslautern beging nach kaum
1½jährigem Beſtehen geſtern nachmittag und abend das
Feſt der Fahnenweihe. Es wirkten mit der
Ge=
ſangverein „Liedertafel” und die rührige Kapelle
Schmeller, die die Feier mit dem flotten „Heſſen=
Marſch” von Waldecker einleitete. Nach der Lüdeckſchen
Jubiläums=Ouvertüre und nach dem Vortrage eines
ſinnreichen Gedichtes durch Fräulein Scharmann
begrüßte der Vereinsvorſitzende, Herr Bender, die
faſt vollzählig erſchienenen Vereinsmitglieder mit
vielen Freunden und Bekannten. Redner hob hervor,
vie ſich in vielen deutſchen und ausländiſchen Städten
die Heſſen zuſammentun, um im Rahmen des
Ver=
einslebens Heimatſinn und Heimatliebe wachzuhalten.
Trotz des kurzen Beſtehens vereinige der hieſige
Ver=
in faſt ſämtliche hier anſäſſigen heſſiſchen Landsleute,
ein Beweis, wie gerade bei den Heſſen das
Heimat=
gefühl, die Liebe zur heimatlichen Scholle ausgeprägt
ei. Redners Anſprache ſchloß mit einem begeiſtert
auf=
genommenen Hoch aufs liebe Heſſenland. Herr
Mini=
terialreviſor Bruchhäuſer=Darmſtadt hielt die
Weiherede, in der er hauptſächlich die Fahne als
Sym=
bol der unverbrüchlichen Treue und feſten
Zuſammen=
gehörigkeit feierte und hierauf aufs teure Heſſenland
als Heimat mit ihren frohen, lieben Erinnerungen
zu ſprechen kam. Die markante Rede klang aus in ein
1. Naturkunde: a) Phyſik, b) Chemie;
2. Gewerbkunde: a) Technologie, b) Mechanik
und Maſchinenkunde, e) Modelliren;
3. Zeichnen: a) Freies Handzeichnen, b)
architek=
toniſches, e) perſpektiviſches.
4. Geometrie;
5. Geſchichte: a) Deutſche, b) allgemeine
Weltge=
ſchichte, beſonders in der neuen Periode — von
der Reformation an, e) Geſchichte der wichtigſten
Erfindungen;
6. Buchführung und Geſchäftsaufſätze;
7. Fremde Sprachen: a) franzöſiſche, b)
eng=
ländiſche.”
Zeigt ſich ſchon in dieſem Lehrplan, daß es den
Gründern der neuen Schule auf mehr ankommt, als
bloße Uebermittelung von techniſchen Fähig= und
Fer=
tigkeiten, daß ſie aus einer wirklichen Liebe zur
Hand=
werkerbevölkerung auf geiſtige, ſittliche und religiöſe
Hebung des Handwerkerſtandes ausgehen, ſo wird uns
das noch klarer, wenn wir folgenden Satz der Statuten
leſen: „Die Anſtalt iſt gegründet auf das
Fun=
dament der Menſchenliebe und
Wohl=
thätigkeit. Die Lehrer ertheilen unentgeldlichen
Unterricht. Die ſonſt nothwendigen Koſten werden
von der hieſigen Freimaurer=Loge reſp. durch milde
Beiträge von Brüdern Freimaurern aufgebracht. Sollte
für einen weſentlichen Unterrichtsgegenſtand ein
frei=
williger Lehrer fehlen, ſo muß derſelbe honorirt
werden.”
Die auf Liebe gegründete, ſtark erziehliche
Tendenz des ganzen Unternehmens ergibt ſich
übri=
gens auch aus anderen Beſtimmungen. Hingewieſen
ſei auf die Paragraphen, die ſich auf die
Schulleit=
ung die „Verhaltungsmaßregeln für die
Schüler” und die Prüfungen beziehen.
Die Leitung der Schule liegt in den Händen des
Schulvorſtandes und des Lehrervereins.
Der Schulvorſtand aus ſieben Mitgliedern
be=
ſtehend, wird mit ſeinem vorſitzenden Mitgliede und
den Beamten von der Loge ernannt. Der
Wirkungs=
kreis des Schulvorſtandes umfaßt alles, was die
Er=
haltung der Anſtalt, die Verwaltung der Mittel und
die Oberaufſicht betrifft; derſelbe hat die Beſchlüſſe der
Loge zu empfangen und zu vollziehen. Das vorſitzende
Mitglied hat die Leitung des Ganzen, die Berichte an
dreifaches Hoch auf den geliebten Landesfürſten.
Hierauf wurde die Fahne übergeben. Fahnenſchleifen
wurden geſtiftet und unter Anſprachen überreicht von
den Brudervereinen Weinheim und Frankenthal, außer
dieſen hatte auch ein Bruderverein von Ludwigshafen
Vertreter geſchickt. Der Vorſitzende dankte für dieſe
ehrenvollen Stiftungen im Namen des Vereins. Nach
einigen Muſik= und Geſangsſtücken hielt Herr Meuſchke
eine eindrucksvolle Feſtrede, in der er auf die
Beſtre=
bungen der Heſſenvereine hinwies und mit warmen
Worten des edelgeſinnten, mit den heſſiſchen
Landes=
kindern aufs innigſte verbundenen Großherzogs von
Heſſen, Ernſt Ludwig, gedachte. Zu
Ehrenmit=
gliedern wurden hierauf ernannt die Herren
Miniſterialreviſor Bruchhäuſer, Vorſitzender Bender,
Zimmermann und Hatzmann. An den Großherzog von
Heſſen wurde ein Telegramm gerichtet. Der Abend
war ausſchließlich der Geſelligkeit gewidmet.
Metz, 11. Okt. In Montigny wurden der
Mecha=
niker Schlick mit ſeinen zwei Brüdern und ein gewiſſer
Koch wegen Spionage verhaftet. Sie ſollen
in letzter Zeit im Feuerwerkslaboratorium Patronen,
Granaten und andere Munition geſtohlen und
angeb=
lich an Frankreich verkauft haben.
Nennkirchen bei Trier, 11. Okt. In der Nähe von
Ober=Linxweiler erfaßte ein nach Bingerbrück
gehen=
der Güterzug auf dem geöffneten Bahnübergang
ein mit zwei Pferden beſpanntes Fuhrwerk des
Müllers Volz aus Ober=Linxweiler. Der Wagen
wurde vom Zuge mitgeriſſen und zertrümmert. Frau
Volz wurde getötet, ihr zehnjähriger Sohn verletzt.
Der Bahnwärter ſoll die Schranken geöffnet haben,
um den Wagen noch vor der Ankunft des Zuges
durch=
zulaſſen.
Köln, 11. Okt. Geſtern verſammelten ſich in einer
Erbſchaftsſache nicht weniger als 203
Teil=
nehmer aus allen Teilen Deutſchlands und Hollands;
ſie alle glauben, an dem Erbe des verſtorbenen
hollän=
diſchen Feldmarſchalls Wirtz Teil zu haben, das
in=
zwiſchen auf neunhundert Millionen Mark angewachſen
ſein ſoll. In der Verſammlung wurde erklärt, die
Stadt Amſterdam habe nicht in Abrede geſtellt, daß ſie
das Erbe des Feldmarſchalls angetreten habe, aber die
Angelegenheit ſei bereits verjährt und die Stadt
ſei jetzt die geſetzmäßige Erbin. Von deutſchen und
holländiſchen Rechtsgelehrten wurde die Berechtigung
dieſes Standpunktes beſtritten.
Wernigerode, 11. Okt. In Drübeck erſtickten
geſtern nachmittag drei Kinder des Arbeiters
San=
tonius in Abweſenheit des Vaters. Ein viertes Kind
ſchwebt in Lebensgefahr.
Oſterfeld, 10. Okt. In der Nacht zum Sonntag
legte der polniſche Bergmann Puwuczyk eine
Dyna=
mitpatrone an dem Denkmal Kaiſer
Wil=
helms I. nieder und entzündete ſie. Ein Teil des
Fußes der Statue und Stücke des Bronzeſockels
wur=
den weggeriſſen. Der Täter wurde verhaftet.
Rathenow, 11. Okt. Der hier wohnende Rittmeiſter
a. D. und bekannte Rennſtallbeſitzer von dem
Kneſebeck, der früher bei den Zietenhuſaren ſtand,
iſt das Opfer eines ſchweren Wagenunfalles
ge=
worden. Herr von dem Kneſebeck fuhr in ſeinem
Ein=
ſpänner zum Bahnhof, um in Berlin an einer
Hoch=
zeit teilzunehmen. An der Kleinbahnkreuzung in der
Bahnhofſtraße fuhr eine Rangierzuglokomotive gegen
den hinteren Teil ſeines Gefährts, der von der
Ma=
ſchine erfaßt wurde. Herr von dem Kneſebeck flog aus
dem Wagen auf das Straßenpflaſter und erlitt einen
komplizierten Bruch des linken Oberſchenkels, ſowie
eine leichte Gehirnerſchütterung; außerdem trug er
noch eine blutende Kopfwunde davon.
Breslau, 10. Okt. In Anweſenheit des
Oberpräſi=
denten, des Regierungspräſidenten, des
Polizeipräſi=
denten, der Mitglieder der ſtädtiſchen Körperſchaften und
zahlreicher Ehrengäſte wurde heute nachmittag 4 Uhr
die neue Kaiſerbrücke feierlich dem Verkehr
über=
geben. Die Brücke überſpannt den Oderſtrom in einem
einzigen Bogen. Die Erbauung nahm 2¾ Jahre in
Anſpruch und koſtete nahezu drei Millionen Mark.
Wien, 11. Okt. In der Nähe des Dorfes
Proszo=
wicze wurden die aus dem Kloſter Czenſtochau
geſtoh=
lenen Juwelen vergraben aufgefunden.
Das Verſteck war von einem Mitwiſſer des Diebſtahls
verraten worden. Es unterliegt keinem Zweifel, daß
der Mönch Macoch, als er ſich verfolgt ſah, die Juwelen
dort vergrub. Helene Macoch, die Frau des Mönches,
wurde geſtern ins Gefängnis eingeliefert. Sie gab zu,
die Loge zu beſorgen, die Berathungen ohne und mit
dem Lehrerverein zu beſtimmen.” „Der
Lehrerver=
ein aus allen an der Anſtalt wirkenden Lehrern
neben dem Schulvorſtand beſtehend, hat den=Lehrplan
zu entwerfen, die Stunden einzutheilen und alles auf
die innere organiſche Einrichtung Bezügliche zu ordnen
und zu beſtimmen, ſowie über die Verſetzung der
Schü=
ler in eine höhere oder niedere Klaſſe zu entſcheiden.
Um in der Schule einem guten Geiſte die Wege zu
bahnen, ſollten „Verhaltungsmaßregeln für
die Schüler der Sonntagsſchule” gedruckt
und jedem ſich meldenden Geſellen oder Lehrling, dem
— falls er den Erlaubnisſchein des Meiſters mitbrachte
und die Prüfung beſtand —, die Aufnahme unter
kei=
nen Umſtänden verweigert werden durfte, in die Hand
gegeben werden. Nach ihnen war dem Schüler
fleißi=
ger Beſuch der Lehrſtunden, Entſchuldigung von jeder
nicht zu umgehenden Verſäumnis und wohlgeſittetes
Betragen zur Pflicht gemacht. Wer dreimal ohne
Ent=
ſchuldigung fehlte, bekam den Abſchied; über das
Be=
tragen der Schüler im Unterricht wurde ein Zenſurbuch
geführt, welches allſonntäglich den Lehrherren, Meiſtern,
Eltern und Vormündern der Schüler zur Einſicht
offen=
ſtand.
Ueber die Prüfung enthalten die Statuten
fol=
gende Beſtimmung: „Jährlich findet eine allgemeine
öffentliche Prüfung ſtatt, wobei die Arbeiten der
Schü=
ler, auch ſolche, welche von ihrer Berufsgeſchicklichkeit
Zeugnis geben, ausgeſtellt werden. Bei dieſer
öffent=
lichen Prüfung werden denjenigen Schülern, welche ſich
durch beſonderen Fleiß, Fortſchritte und ſittliches
Be=
tragen ausgezeichnet haben, Preiſe ertheilt. Die
Prüf=
ung wird jedesmal öffentlich bekannt gemacht, und
hierzu die Lehrherren, Meiſter und Freunde der Anſtalt
eingeladen.”
Wer die Entwicklung des Handwerker=
Sonntags=
ſchulweſens in Darmſtadt mit kritiſchem Auge
betrach=
tet, wird — bei aller Anerkennung des wirklich in ihr
zu Tage tretenden Guten — ſich des Bedauerns
dar=
über nicht enthalten können, daß das Projekt der
Frei=
maurer ſo ganz klang= und ſanglos unterging, und daß
die in ihm enthaltenen Anregungen zu ihrer Zeit
voll=
ſtändig unberückſichtigt blieben.
Seite 4.
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
von dem Diebſtahl Kenntnis zu haben. In Warſchau
wurde geſtern ein Juwelier verhaftet, der von Helene
Macoch einen der ſchönſten Diamanten der Krone des
Marienbildes aus dem Kloſter Czenſtochau abgekauft
hatte. In der Kloſterzelle Macochs wurde geſtern ein
Fläſchchen Gift gefunden. Die Polizei nimmt an, daß
Macoch den Mönch Jodel, der von den Plünderungen
im Kloſter von Ezenſtochau gewußt hatte und Anzeige
erſtatten wollte, vergiftet hat. Die Unterſuchung in
Ezenſtochau dürfte Monate in Anſpruch nehmen. Es
ergab ſich, daß es ſich nicht bloß um Juwelen=
Dieb=
ſtähle, ſondern um ſyſtematiſche Unterſchlagungen aus
der Kloſterkaſſe handelt.
Paris, 10. Okt. In Saint Paul=en=Jarret bei
St.=Etienne kam es anläßlich einer kirchlichen
Pro=
zeſſion und einer gleichzeitig von Freidenkern
ver=
anſtalteten antiklerikalen Kundgebung zu argen
Ruheſtörungen. Zeitungsmeldungen zufolge
be=
mächtigten ſich die Freidenker mehrerer kirchlicher
Fahnen und zerriſſen dieſelben. Zwei Prieſter wurden
von den Antiklerikalen mißhandelt und ziemlich ſchwer
verletzt.
Kunſtrotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ßehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Jubiläumsvortrag im
Volksbildungs=
verein. „So gewiß ſichtbare Darſtellung mächtiger
wirkt als toter Buchſtab und kalte Erzählung, ſo
ge=
wiß wirkt die Schaubühne tiefer und dauernder als
Moral und Geſetze.” — „Groß und vielfach iſt das
Verdienſt der beſſern Bühne um die ſittliche Bildung;
kein geringeres gebührt ihr um die ganze Aufklärung
des Verſtandes. Eben hier in dieſer höheren Sphäre
weiß der große Kopf, der feurige Patriot ſie erſt ganz
zu gebrauchen.” — „Die Schaubühne iſt der
gemein=
ſchaftliche Kanal, in welchen von dem denkenden
beſ=
ſern Teil des Volkes das Licht der Weisheit herunter
ſtrömt und von da aus in mildern Strahlen durch
den ganzen Staat ſich verbreitet. Richtigere Begriffe
geläuterte Grundſätze, reinere Gefühle fließen von
hier durch alle Adern des Volks; der Nebel der
Bar=
barei, des finſtern Aberglaubens verſchwindet, die
Nacht weicht dem ſiegenden Licht!”
Dieſe drei Schillerworte mögen, nachdem ſie
etwa 125 Jahre alt geworden, daran erinnern, wie die
deutſche Schaubühne als Erziehungs= und
Bildungs=
anſtalt der Menſchheit vor der Seele des großen
Drama=
tikers geſtanden, und wie er ſie in mannigfachen
Aus=
ſprüchen gekennzeichnet hat; ſie mögen heute das
Begleitwort bilden bei unſerem Hinweis auf einen
Vortrag, den der Verein für Verbreitung
von Volksbildung für ſein Teil als eine
dank=
volle Jubiläumsgabe zur Hundertjahrfeier
des Großh. Hoftheaters betrachtet wiſſen
möchte und für den das Thema gewählt iſt: „Wie ſollen
wir Theatervorſtellungen genießen?‟ Die intereſſante,
für den Wert jeden Bühnenbeſuchs ſo entſcheidende
Frage wird eine vollendete Behandlung um ſo
ge=
wiſſer erfahren, als der feinſinnige, gewandte
Red=
ner des Abends, Herr Regiſſeur Dr. C. Heine aus
Frankfurt a. M., auch als vorzüglicher Bühnenleiter
hohe Wertſchätzung genießt und ſich durch ſeine
ſchrift=
ſtelleriſche Tätigkeit auf literariſchem und
dramatur=
giſchem Gebiete beſonderen Ruf erwerben konnte.
Möchte der genußverſprechende Abend durch einen
recht zahlreichen Beſuch ausgezeichnet werden!
G. H. Th. Großh. Hoftheater. Nach
acht=
jähriger Pauſe geht morgen neu einſtudiert in ganz
neuer Beſetzung Halbes „Jugend” in Szene, ein
Stück, das ſeinerzeit großes Aufſehen machte und die
Hoffnung erweckte, von Halbe noch viel erwarten zu
dürfen. Leider haben faſt alle Stücke Halbes
ver=
ſagt, und nur dieſes Liebesdrama hat ſich auf dem
Re=
pertoire aller Theater gehalten. Frl. Gothe ſpielt
das Annchen, das Paula Müller kreierte, die auf dieſe
Rolle von Paul Lindau nach Berlin engagiert wurde,
Herr Schneider den Hans, die Herren Heinz und
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 10. Oktober.
„Die Kinder der Exzellenz”.
W-l. Das nach Wolzogens gleichnamigem Roman
bearbeitete Luſtſpiel von Ernſt von Wolzogen und
William Schumann behandelt das ſehr proſaiſche und
unerquickliche Thema von Schulden und Sorgen.
„Das Leben iſt der Güter höchſtes nicht, der Uebel
größtes aber ſind die Schulden”, dies Schlußwort des
Stückes iſt ſein Motto. Die Witwe des früheren
Generals Freiherrn von Lerſen lebt mit ihren beiden
Töchtern in beſchränkten Verhältniſſen in der
Reichs=
hauptſtadt. Die ältere, Aſta, ſchreibt Romane, die
jüngere, Trudi, malt Porzellanſachen, um ihrem
leicht=
ſinnigen Bruder Bodo, der Dragonerleutnant iſt, an
Operettenſängerinnen ſeine Gunſt und ſein Geld
ver=
ſchwendet und Spielſchulden macht, eine kleine Zulage
zu verſchaffen.
Es iſt ein Beweis von dem ſchriftſtelleriſchen
Talent und der Kunſt des Verfaſſers, daß er verſtanden
hat, dieſen Stoff aus der Miſere des täglichen Lebens
auf einen humoriſtiſchen Ton zu ſtimmen. Dazu
tragen weſentlich der Charakter der lebensfrohen und
das Leben, trotzdem es ſie ſo hart anpackt, immer von
der heiteren Seite auffaſſenden Trudi, die in dem Hauſe
der Exzellenz zugleich die Köchin, das Dienſtmädchen
und den Diener erſetzt, und zum Teil auch der joviale
Onkel=Major bei.
Je mehr dieſes heitere Geſicht des Stückes aber von
der Schuldenaffäre des Leutnants Bodo verdüſtert
wird, die in dem zweiten Teile des Stückes in den
Mittelpunkt der Handlung rückt, deſto mehr verliert
das Stück, und die humor= und gemütvolle, im Leben
zwar unmögliche Figur des Hauswirtes, der dem
Sohne ſeiner Mietsleute 4000 Mark borgt, iſt nur ein
vorübergehender Lichtpunkt auf dieſem düſteren
Ge=
mälde „verſchämter Armut” und drückender Sorge, aus
der die Familie ſchließlich durch den reichen
amerika=
niſchen self-made man als den deus ex machina
be=
freit wird.
Die erſten beiden Akte ſind ſehr hübſch und
humor=
voll und bühnenwirkſam und erzielten einen ſtarken
und ungetrübten Heiterkeitserfolg, in den letzten Akten
iſt das Lachen aber ein gedämpftes; denn das Thema
Geldſorgen und Borgen iſt keines von denen, die
ge=
eignet ſind, Heiterkeit auszulöſen, und das Gefühl des
Mitleids iſt nur tragiſch. Dazu kommt noch, daß die
beiden letzten Akte etwas lang ausgeſponnen ſind und
zu wenig die Urform des Romanes verleugnen
Iönnen.
Ueber die Aufführung, die unter der ſzeniſchen
Leitung des Herrn Hacker ſtand, können wir nur
Weſtermann den Pfarrer Hoppe und den Kaplan
Schigorski, endlich Herr Semler den Halbidioten
Amandus. Oberregiſſeur Valdek, der 1902 das Stück
in Szene ſetzte, leitete auch wieder dieſe
Neuein=
ſrudierung.
Das Automobilunglück auf der Griesheimer Chauſſee
vor dem Reichsgericht.
R. B. G. Die Adlerfahrradwerke hatten, wie
ſeiner=
zeit mitgeteilt, am 31. Oktober 1909 zur Ausprobierung
eines 35 HP.=Automobils mit 95 Kilometer
Höchſtge=
ſchwindigkeit eine Probefahrt auf der Chauſſee
Darm=
ſtadt=Griesheim unternommen, an der ſich außer dem
Autolenker Chauffeur Schmidt die Ingenieure der
Adlerwerke Grüning und Müller beteiligten,
und als Fahrgaſt die Witwe Wolfſturm. Schmidt
kannte die Chauſſee nicht und richtete ſich deshalb ganz
nach den Befehlen ſeines Vorgeſetzten Grüning, der
ihm nach Paſſieren der neuen Eiſenbahnbrücke
anbe=
fahl, mit hoher Geſchwindigkeit zu fahren, da nun nichts
mehr hindernd im Wege ſei. Schmidt fuhr nun mit
mindeſtens 65 Kilometer Geſchwindigkeit die zwar
überſichtliche aber durch Eiſenbahnſchienen und
ſchlüpferigen Boden vorſichtig zu befahrende Chauſſee
entlang, als ein Zug von Griesheim ihm
ent=
gegenkam, deſſen Erſcheinen ihm jedoch keinerlei
Ver=
anlaſſung war, die Geſchwindigkeit zu mäßigen, da er,
mit den Verhältniſſen nicht vertraut, keine Ahnung
hatte, daß der Zug die Chauſſee kreuzen werde. Es
erfolgte ſchließlich der Zuſammenſtoß mit den
bekann=
ten furchtbaren Folgen. Von den Inſaſſen des Autos
waren der Ingenieur Müller und die Witwe
Wolf=
ſturm ſofort tot, und der Ingenieur Grüning verſtarb
bereits am Nachmittage im Krankenhauſe. Wegen
dieſes Vorkommniſſes hatte ſich nun der Chauffeur
Schmidt am 5. April 1910 vor der Strafkammer
zu Darmſtadt wegen fahrläſſiger Tötung,
fahr=
läſſiger Gefährdung eines Eiſenbahntransportes und
wegen Uebertretung des § 17 der heſſiſchen
Polizeiver=
ordnung, betreffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen,
zu verantworten. Die Strafkammer hielt ihn jedoch
nur der Uebertretung für ſchuldig und ſprach ihn im
übrigen frei; er wurde zu 30 Mark Geldſtrafe eventuell
10 Tagen Haft verurteilt. Eine Fahrläſſigkeit falle ihm
deshalb nicht zur Laſt, weil er die Straßenſtrecke nicht
kannte und ſich auf die Ortskunde ſeines Vorgeſetzten
um ſo mehr verlaſſen durfte, als dieſer auch fahrkundig
war. Außerdem befand er ſich im
Abhängigkeitsver=
hältnis zu ihm. Die allgemeinen Regeln des Fahrens
konnten hier um ſo weniger in Betracht kommen, da
es ſich um Ausprobieren der Leiſtungsfähigkeit eines
neuen Wagens handelte. Weder eine Warnungstafel,
noch eine Abſperrſchranke befand ſich auf der gut
über=
ſichtlichen Chauſſee, ſo daß er mit einem
Bahnhinder=
nis nicht rechnen konnte. Aber auch die
Straßenbahn=
geſellſchaft iſt für den Unfall nicht verantwortlich zu
machen; der Lokomotivführer hat alles getan, um den
Zuſammenſtoß zu vermeiden. Eine Vorſchrift,
War=
tungstafeln bei Straßenkreuzungen anzubringen,
be=
ſteht für Schmalſpurbahnen Hedauerlicherweiſe nicht.
Da ſomit das Gericht dem Angeklagten die erforderliche
Fahrläſſigkeit nicht nachweiſen konnte, ſo war er wegen
fahrläſſiger Tötung und fahrläſſiger Gefährdung eines
Eiſenbahntransportes frei zu ſprechen, dagegen wegen
Uebertretung der heſſiſchen Polizeivorſchriften zu
ver=
urteilen.
Gegen dieſes Urteil legte die örtliche
Staats=
anwaltſchaft Reviſion beim Reichsgericht
ein wegen Verkennung des Begriffes der
Fahrläſſig=
keit. Die Reichsanwaltſchaft begründet dieſe Rüge wie
folgt. Die Grundlage der Freiſprechung des
Ange=
klagten wegen fahrläſſiger Tötung und fahrläſſiger
Ge=
fährdung eines Eiſenbahntransportes bildet der Satz
des Urteils, inhalts deſſen der Angeklagte die die
Fahr=
bahn kreuzenden Eiſenbahnſchienen nicht ſah und nach
Anſicht des Vorderrichters nicht zu ſehen brauchte. Das
Urteil ſagt diesbezüglich, das Nichtſehen kann ihm nicht
als Fahrläſſigkeit angerechnet werden, weil er ſeine
Gutes berichten; der Sorgfalt, mit der das Stück
ein=
ſtudiert war, und der Liebe, mit der ſich die Künſtler
ihrer Aufgabe unterzogen, entſprach der Erfolg. Viel
Leben und Friſche brachte Frl. Gothes muntere
Trudi in die Aufführung hinein; mit feinem Takt und
ſchauſpieleriſcher Gewandtheit ſpielte Frl. Prevoſt
die Rolle der Aſta, würdig repräſentierte Frau
Scher=
barth die alte Exzellenz. Herrn Weſtermanns
Dra=
gonerleutnant Bodo war ein Repräſentant der Spezies
leichtſinnig=blaſierter und ſtandesbewußter
Uniform=
träger. Den Freund der Familie und Retter in der
Not, wie es wenige im Leben gibt, den polterigen
Major a. D. von Muzell, ſpielte Herr Jordan mit
einem dem Charakter der Rolle entſprechenden Gemiſch
von Scherz und Ernſt, Humor und Tragik; ſie iſt neben
der der Trudi die beſte des Stückes. Mit gewohnter
Routine unterzog ſich Herr Jürgas ſeiner Aufgabe
als Darſteller des auf Freiersfüßen gehenden
Ameri=
kaners Normann, einer etwas abenteuerlichen, aber
dank=
baren Luſtſpielfigur. Durch eine famoſe Maske und fein
pointiertes Spiel zeichnete ſich Herrn Wagners
Muſikdirektor a. D. Diedrichſen aus, friſch und
natür=
lich ſpielte Herr Schneider den zum a. o. Profeſſor
ernannten Privatdozenten, der den Humor beſitzt, über
ſeine 20 Mark Kollegiengelder und die Armut ſeiner
Braut zu ſcherzen. Die kleineren Rollen des
Lauten=
ſchläger und des Eberſtein waren durch die Herren
Schwarze und Semler gut beſetzt.
Konzerte.
Am. Bei dem am Montag abend im ſehr gut
be=
ſuchten großen Saale des ſtädtiſchen Saalbaues von
Herrn Hofrat de Haan unter Mitwirkung der erſten
Solokräfte unſeres Hoftheaters, wie alljährlich in
die=
ſer Jahreszeit, veranſtalteten Konzert zum
Beſten der hieſigen Barmherzigen
Schweſtern durfte ein an erſter Stelle zu Gehör
gekommenes, melodiſch und harmoniſch ſehr
inter=
eſſantes, neues, 4ſätziges Quintett für Violine,
Klarinette, Horn, Cello und Klavier von
Walde=
mar von Baußnern dem hochbegabten
Hoch=
ſchullehrer am Kölner Städtiſchen Konſervatorium, ſich
der größten Beachtung und einer ſeiner hohen
künſt=
leriſchen Bedeutung entſprechenden warmen Aufnahme
erfreuen. Namentlich iſt die Behandlung der
Blas=
inſtrumente ſo meiſterhaft und im Geſamtwirken
wohltuend, wie ſie nur ein in allen
Eigentümlich=
keiten derſelben vollkommen erfahrener und mit ihren
verborgenſten Feinheiten von Jugend an vertrauter
Tonſetzer wirkſam anwenden kann. Die ausgeprägt
ungariſche Melodiebildung und der ſcharf markierte
Tanzrhythmus im Scherzo muten wie ein Sehnen
nach dem ſchönen Heimatlande des ſiebenbüggiſch=ſäch=
Aufmerkſamkeit bei der ſchnellen Fahrt nur auf die
Chauſſee richten konnte und zu richten brauchte; er
brauchte nicht auf außerhalb derſelben ſtehende
Hinder=
niſſe zu achten. Er brauchte ſich nicht zu ſagen, daß die
Schienen die Straße kreuzen könnten. Damit iſt der
Begriff der gebotenen Aufmerkſamkeit viel zu eng
ge=
faßt. Die Pflicht eines mit raſender Geſchwindigkeit
fahrenden Chauffeurs geht viel weiter, als nur
ggrade=
aus zu ſehen; er hat auf Einmündungen in ſeine
Fahr=
ſtraße zu achten und insbeſondere Kreuzungen der
Fahrſtraße in ſeine Erwägungen zu ziehen, und das
iſt im vorliegenden Falle überſehen. Gerade der
Um=
ſtand, der die Strafkammer zur Schuldloſigkeit des
Angeklagten führt, hätte ihm beſondere Aufmerkſamkeit
auferlegt, nämlich, daß er die Fahrſtraße nicht kannte.
Daß ſie ſchlüpfrig war, mußte allein ſchon von einer
ſolchen Fahrtgeſchwindigkeit ihn Abſtand nehmen laſſen.
Er hat dadurch ſeine Pflicht als Chauffeur gröblich
verletzt und fahrläſſigerweiſe den Tod der Begleiter
und die Gefährdung des Eiſenbahntransportes
ver=
ſchuldet, weshalb die Aufhebung des Urteils erfolgen
muß. Aber auch der Umſtand, daß er auf Befehl ſeines
Vorgeſetzten die ſchnelle Fahrt machte, kann ihn nicht
von Verantwortung befreien, da ihn die
Verantwor=
tung für die Verletzung der Verkehrsſicherheit nebſt
den daraus entſtehenden Folgen trifft. Er beantrage
deshalb Aufhebung des Urteils im ganzen Umfange
und Zurückverweiſung der Sache an die
Vorinſtanz. Dieſem Antrage trat der Hohe Senat
bei, indem er das Urteil im vollen Umfange
aufhob und die Sache zur nochmaligen
Verhandlung und Entſcheidung an die
Vorinſtanz zurückverwies.
Luftſchiffahrt.
sr. Die Berliner Flugwoche wurde am
zweiten Tage bei günſtigem Wetter mit
außerordent=
lich intereſſanten Flügen fortgeſetzt. Sofort mit
Be=
ginn der Wettbewerbe um 3 Uhr ſtieg als erſter
Jeannin (Aviatik) auf. Es folgten Thelen
(Wright), Lindpaintner (Sommer), Rode
(Grade), Brunhuber (Albatros), und wenige
Mi=
nuten ſpäter auch Oelerich (Schultze=Herforb), ſo daß
binnen 15 Minuten ſechs Flieger in der Luft
herum=
ſchwirrten und in den verſchiedenſten Höhen ihre Kreiſe
zogen. Um den Großen Preis des Kriegsminiſteriums
von 25000 Mark hatten ſich vor allem Jeannin, Thelen
und Lindpaintner einſchreiben laſſen, alle drei
be=
warben ſich gleichzeitig auch um den täglichen
Dauer=
preis und um den Höhenpreis, Thelen ferner um den
Paſſagierpreis. Auch Brunhuber ſtartete mit Paſſagier
um die beiden für Paſſagierflüge ausgeſetzten Preiſe.
Im Laufe des Tages flogen ferner noch Schwade
(Schwade), v. Moßner (Wright), Otto (Aviatik),
Laitzſch (Voiſin), Dr. Liſſauer (Grade), Grade
(Grade), Heidenreich (Heidenreich), Engelhardt
(Wright) und Dorner (Dorner). Die beſte
Geſamt=
flugleiſtung erzielte Jeannin mit 2 Std. 20 Min.,
er gewann damit auch den täglichen Dauerpreis. Der
zweite tägliche Dauerpreis fiel an Lindpaintner,
der 2 Std. 13 Min. flog. Thelen blieb mit Paſſagier
1 Std. 50 Min. in der Luft. Brunhuber flog mit
Paſſa=
gier 1 Std. 29 Min. Ferner flogen v. Moßner 1:06,
Rode 45 Min., Otto 30 Min., Laitzſch 23 Min., Oelerich
einmal 18 und 22 Min. Alle übrigen Flieger blieben
nur kürzere Zeit in der Luft. Der beſte Höhenpreis
wurde von Jeannin mit 690 Meter Höhe erreicht,
Thelen flog 472 Meter mit Paſſagier, Lindpaintner 380
Meter, Otto 325 Meter, Brunhuber mit Paſſagier 150
Meter. In dem Wettbewerb um den kürzeſten Anlauf
kam Grade auf die kürzeſte Diſtanz, nach 61,7 Meter,
vom Boden frei. In dem Kampf um den Großen Preis
des Kriegsminiſteriums ſteht nunmehr Lindpaintner,
der am Sonntag nach offiziellem Reſultat 1 Std. 13 Min.
33 Sek. geflogen war, bei weitem an erſter Stelle mit
einer Geſamtflugzeit von 3 Std. 26 Min. 33 Sek.
Jeannin folgt an zweiter Stelle mit 2 Std. 20 Min.
Der Beſuch war wieder recht gut.
ſiſchen Tonſetzers an, das er ſeit langen Jahren nicht
mehr betreten hat. Das mit beſtem Gelingen und
feurig von unſeren Künſtlern geſpielte Werk dürfte
ſich bald einen feſten Platz in den
Kammermuſikauf=
führungen erobern, zu deren beſter und gediegenſter
Literatur es gehört.
Weiter waren an neuen Kompoſitionen auf dem
Programm vier Lieder aus einem Zyklus „Harold‟
von W. de Haan und vier Goethe=Lieder (darunter
drei neue) von Arnold Mendelsſohn, die,
ſämt=
lich Tonſätze von bleibendem, hohem Wert, verdienten
Beifall fanden, namentlich das letzte, „Mai” mit
ſei=
ner zarten Klavierbegleitung. Geſungen wurden die
erſtgenannten von Herrn Kammerſänger Georg
Weber und Frau Sofie Schmidt=Illing mit
edlem Ton und wohldurchdacht im Vortrag, letztere
auch vom Komponiſten ſelbſt mit der ihm eigenen
Feinheit am Flügel begleitet. Herrn Hofrat de Haan,
der mit unermüdlicher Hingabe alle übrigen Geſangs=
und Inſtrumentalnummern begleitete und auch das
umfängliche Programm umſichtig zuſammengeſtellt
hatte, in dem uns die ausgeſuchteſten Genüſſe älterer
und moderner, ſonſt wenig gehörter Muſik geboten
wurden, möchte man wohl öfter auch als Komponiſten
zu hören Gelegenheit haben, zumal, wie die
geſtern gehörten Lieder wieder zeigten, ſeine
Schreib=
weiſe eine durchaus vornehme, von allem, nur dem
äußerlichen Effekt dienenden freie und ganz dem
poetiſchen Vorwurf glücklich folgende, freigeſtaltende
und dramatiſch vornehme Tonſprache iſt. Das
Rezita=
tiv und Arie aus Händels 1748 komponiertem
Ora=
torium „Suſanne” ſowie die Allmacht von Schubert
gaben Herrn Kammerſänger Weber weiter
Gelegen=
heit, ſeine prächtige Baritonſtimme: in dem hohen
Saale zu entfalten, und er und Frau Schmidt=
Illing, die noch das mit einer intereſſanten
Be=
gleitung verſehene Lied „Die Nonne” von Alexander
von Fielitz, ſowie als letzte Nummer Schuberts „Hirt
auf dem Felſen” vortrug, in denen ſie den ganzen
zarten Schmelz ihrer ſymapthiſchen Stimme wirken
ließ, fanden mit ihren Vorträgen begeiſterte
Auf=
nahme.
Jeder der Herren Inſtrumentaliſten erfreute
außerdem noch durch ein Soloſtück für ſein
Inſtru=
ment; Herr Hofmuſiker Andrä mit Adagio und
Allegro für Cello von L. Boccherini, Herr
Hofkonzert=
meiſter Schmidt mit der Othello=Fantaſie von H. W.
Ernſt, virtuos und temperamentvoll geſpielt; Herrn
Kammermuſiker Rohdes ſeelenvoller Hornton kam
in Reiſſigers Transſkription aus ſeiner Oper „
Me=
duſa” zur Geltung, während Herr Winkler in der
Schalmei=Melodie zu Schuberts vorerwähnter
Kompo=
ſition mit Wärme die ganze Schönheit ſeines
aus=
drucksvollen, edlen Inſtrumentes hören ließ.
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Seite 5.
* Plauen i. Vogtl., 10. Okt. Das Luftſchiff
„P VI” iſt heute nachmittag 4 Uhr 30 Min. auf dem
hieſigen Exerzierplatze glatt gelandet. Die
Schnellig=
keit des Luftſchiffes, mit der es die heutige Fahrt
zurückgelegt hat, kann als eine außerordentliche
be=
zeichnet werden. Außer in Plauen wird das Luftſchiff
auch in Bitterfeld eine Zwiſchenlandung vornehmen
und erſt am Mittwoch in Johannisthal eintreffen, da
die dortige Ballonhalle erſt an dieſem Tage
fertigge=
ſtellt ſein wird.
* Plauen, 11. Okt. Das Luftſchiff„P VI‟
iſt heute früh 9 Uhr 40 Minuten hier aufgeſtiegen und
ſchlug, nach ſchneller Fahrt über die Stadt, die Richtung
nach Altenburg ein. Um 10 Uhr 30 Minuten wurde es
in Crimmitſchau geſichtet.
* Leipzig, 11. Okt. „Parſeval VI” paſſierte
um 10 Uhr 30 Minuten Crimmitſchau, um 10 Uhr 50
Minuten Altenburg, um 11 Uhr 35 Minuten mit
gro=
ßer Schnelligkeit Leipzig und landete um 12 Uhr 22
Minuten glatt vor der Ballonhalle in Bitterfeld. Die
Weiterfahrt iſt noch nicht beſtimmt, da ſie von der
Fer=
tigſtellung der Ballonhalle in Berlin abhängt.
Chemnitz, 11. Okt. Der Ballon „Elbe” der
in Rieſa an dem anläßlich des deutſchen Luftſchiffertages
veranſtalteten Wettfliegen teilnahm, landete geſtern bei
Wola in Rußland. Die Inſaſſen, Fabrikbeſitzer Neſtler und
Kaufmann Fritz Hertram, wurden verhaftet, obwohl ſie mit
ruſſiſchen Päſſen ausgerüſtet waren.
Das Berliner Univerſitätsjubiläum.
* Berlin, 10. Okt. Die offiziellen
Veran=
ſtaltungen zur hundertjährigen
Jubel=
feier der Univerſität begannen heute abend
6 Uhr mit einem Feſtgottesdienſt im Dom. Das
mächtige Gotteshaus war von einer glänzenden
Ver=
ſammlung, die überwiegend akademiſchen Charakter trug,
zu der aber auch die ſtädtiſchen und ſtaatlichen Behörden,
ſowie das Heer Vertreter entſandt hatten, bis auf den
letzten Platz gefüllt. Die Schriftleſung hielt
Oberhofpre=
diger Dr. Dryander, die geiſt= und eindrucksvolle
Feſt=
predigt der Dekan der theologiſchen Fakultät
Oberkonſiſto=
rialrat Profeſſor D. Kaftan.
* Berlin, 10. Okt. In den Repräſentationsräumen
der Univerſität verſammelte ſich heute abend ein
glänzen=
des Auditorium, um den erſten offiziellen
Emp=
fangsabend zu begehen. Man ſah u. a. den
Kultus=
miniſter von Trott zu Solz, den Miniſterialdirektor
D. Schwartzkopff, ſowie die ſämtlichen Vertreter der
aus=
wärtigen und ausländiſchen Univerſitäten. Der Rektor
Schmidt, unterſtützt von Geheimrat Kahl, machte die
Honneurs. Bald nach 8 Uhr langte der von Moabit
kom=
mende Fackelzug vor der Univerſität an und ſchwenkte
nach und nach ein, bis faſt alle Teilnehmer, etwa 4000
Studenten, auf dem Franz Joſef=Platz Aufſtellung
genom=
men hatten. Nach dem Gaudeamus igitur, das
gemein=
ſam geſungen wurde, begab ſich der Feſtausſchuß mit dem
Univerſitätsbanner in die Aula, wo Stud. Heil von der
Landsmannſchaft „Normannia” auf Rektor und Senat ein
dreifaches Hurra ausbrachte. Schmidt dankte als Rektor
mit einer warm empfundenen Anſprache, in der er das
Leuchten der Fackeln mit der erleuchtenden Tätigkeit der
Studenten in ihrem zukünftigen Leben verglich. Er ſchloß
mit einem Vivat academia! vivat membrum quodlibet!
Eine Kapelle ſetzte mit Studentenliedern ein. Nach
Ein=
nahme eines Imbiſſes (in den Nebenräumen waren
Büfetts aufgeſtellt) ſetzte ſich der Fackelzug weiter fort. Die
illuſtren Gäſte der Univerſität blieben nach dem Empfang
beiſammen.
* Berlin, 10. Okt. Anläßlich der
Hundertjahr=
feier der Berliner Univerſität regte Profeſſor
Dr. Wilhelm Paskowski die Ausſtellung von
Bild=
niſſen von Profeſſoren der Univerſität an. Seine
Be=
mühungen um Ergänzung der ſeit 1836 vorhandenen
Bil=
der, ſowie um Vervollſtändigung durch ſolche aus früheren
Jahren hatten Erfolg, ſo daß die Porträtſammlung 716
Stücke, darunter ſeltene Stiche, umfaßt; angegliedert
wurden dieſer Sammlung bemerkenswerte Urkunden und
Medaillen, die der Univerſität im Laufe der Jahre
ver=
liehen wurden. An beſonderen Tiſchen wurden die der
Univerſität bereits überreichten Jubiläumsgaben
ausge=
ſtellt. Alle dieſe in der Univerſitätsausſtellung
geſammel=
ten Gegenſtände beabſichtigt man zuſammen mit den
Er=
innerungsgaben zu einem Muſeum zu vereinigen.
* Berlin, 11. Okt. Vormittags 10 Uhr begann der
große Feſtakt der Univerſität in der neuen Aula. Vor dem
Gebäude ſtand eine Ehrenkompagnie. Im Veſtibül
bil=
deten Chargierte der Studentenſchaft in Wichs Spalier.
Im Feſtſaale hatten ſich die Ehrengäſte verſammelt, die
fremden Rektoren, fremden Gelehrten, Miniſter, die Spitzen
der Behörden, die Präſidenten der Parlamente uſw.
Ge=
gen 10 Uhr zogen die Profeſſoren ein. Bald darauf nahte
der Hof. Vom Rektor geführt und empfangen erſchien
der Kaiſer in Huſaren=Uniform, die Kaiſerin, der
Kron=
prinz, die Prinzen Auguſt Wilhelm, Oskar und Joachim,
Prinzeſſin Viktoria Luiſe, Prinz Rupprecht von Bayern,
Herzog Johann Albrecht, Regent von Braunſchweig mit
Gemahlin, der Reichskanzler und der Kultusminiſter. Rektor
Erich Schmidt betrat nunmehr das Podium und hielt
eine Anſprache, worauf der Kaiſer eine Anſprache hielt.
* Berlin, 11. Okt. Bei dem heutigen Feſtakt
anläßlich der Hundertjahrfeier der Berliner
Univer=
ſität hielt der Kaiſer eine Anſprache, in der er
u. a. folgendes ſagte: Die Gründung der Univerſität
Berlin war einer der Schritte, die der Wiedergeburt
der Monarchie nach ſchwerer Kriſis vorangingen. Die
Berliner Univerſität war nicht von vornherein, was
ſie nach der Abſicht ihrer Gründer werden ſollte, aber
Fichte, Schleiermacher, Savigny wirkten an ihr und ſo
wurde ſie nach wenigen Jahren bereits ein
Mittel=
punkt des geiſtigen Lebens jener Zeit. Heute iſt ihre
hohe Bedeutung international anerkannt. Aber der
Plan Humboldts, der über die Univerſität hinaus die
Geſamtheit wiſſenſchaftlicher Veranſtaltungen
um=
faßte, iſt noch nicht voll zur Wirklichkeit geworden, und
dieſe weihevolle Stunde erſcheint mir vorzugsweiſe
dazu berufen, die Vollendung deſſen anzubahnen, was
ihm als Endziel vorgeſchwebt hat. Sein großer
Wiſſenſchaftsplan verlangt neben der Akademie der
Wiſſenſchaften und der Univerſität ſelbſtändige
Forſchungsinſtitute als integrierende Teile
des wiſſenſchaftlichen Geſamtorganismus. Die
Gründ=
ung ſolcher Inſtitute hat in Preußen mit der
Ent=
wickelung der Univerſitäten nicht Schritt gehalten, und
dieſe Lücke, namentlich in unſerer
naturwiſſenſchaft=
lichen Ausrüſtung, wird infolge des gewalzigen
Auf=
ſchwunges der Wiſſenſchaften immer empfindlicher. Wir
bedürfen Anſtalten, die über den Rahmen der
Hoch=
ſchulen hinausgehen und, beeinträchtigt durch
Unter=
richtszwecke, aber in enger Fühlung mit Akademie
und Univerſität, lediglich der Forſchung dienen. Solche
Forſchungsſtätten tunlichſt bald ins Leben zu rufen,
erſcheint mir als eine heilige Aufgabe der Gegenwart,
und ich halte es für meine landesväterliche Pflicht, das
allgemeine Intereſſe für dieſes Unternehmen zu
er=
bitten. Mir ſind auf gelegentliche private
Anreg=
ungen meinerſeits hin bereits jetzt anſehnliche Mittel
zwiſchen 9 und 10 Millionen zur Verfügung geſtellt
worden, wofür ich meinen Dank ausſpreche im Namen
der wiſſenſchaftlichen Forſchung. Ich nehme dieſe
Summe entgegen, nicht um den Staat zu entlaſten,
ſondern um das Zuſammenarbeiten Gleichgeſinnter an
einem hohen Ziele in die Wege zu leiten. Ich habe
mir das Ziel geſteckt, unter meinem Protektorat und
Namen eine Geſellſchaft zur Gründung und
Unter=
haltung von Forſchungs=Inſtituten ins Leben zu
rufen.‟ Dieſer Geſellſchaft werde ich die bereits in
meinem Beſitze befindlichen Summen überweiſen. An
der Mitſorge der Staatsregierung ſoll es nicht fehlen.
Der Kaiſer ſchloß: Möge ſo die Univerſität auch
weiterhin des ſchönen Vorrechtes walten, die echte
Wiſſenſchaft zu fördern, die, wie Humboldt ſo trefflich
ſagt, aus dem Innern ſtammt und ins Innere
ge=
pflanzt wird, die den Charakter umbildet und
Charak=
tere ſchafft. Alle Wahrheit aber iſt Gottes und ſein
Geiſt wirkt in jeglichem Werk, das aus der Wahrheit
ſtammt. Zu ihr ſtrebt dieſer Geiſt der Wahrheit. Möge
er auch Ench durchdringen, dann wird dieſe Hochſchule
bleiben eine Stätte auf dem Berge, zu der die Völker
wallen, und ein Schild und ein Hort des Vaterlandes.
* Berlin, 11. Okt. Nach der Rede des Kaiſers
dankte der Rektor Erich Schmidt dem Kaiſer im Namen
der Univerſität für das große Intereſſe, das er jederzeit
bewieſen habe, wie überhaupt die Univerſität Berlin
im=
mer eng verbunden ſei mit dem Hauſe Hohenzollern. Der
Kaiſer ſei aus innerem Drängen heraus ſtets ein Förderer
der Univerſität und der Wiſſenſchaft und Forſchung
ge=
weſen. Sodann verlas der Kultusminiſter eine
längere Anſprache, in der er das Wirken der Univerſität
für das deutſche Volk feierte und die neue Aula zum
Ge=
ſchenk brachte. Oberbürgermeiſter Kirſchner ſprach
über die Wechſelbeziehungen zwiſchen Univerſität und
Stadt und gedachte Boeckhs und Virchows. Unter großem
Beifall verkündete er, daß die Stadt 200000 Mark dem
Senat zur freien Verfügung gibt zum Zwecke der
Unter=
ſtützung von jungen Gelehrten, die auf der Berliner
Uni=
verſität ſtudiert haben und zur weiteren Ausbildung ins
Ausland gehen. Nun begann die große
Gratulations=
cour der Vertreter der in= und ausländiſchen
Univer=
ſitäten und Akademien, ein langer Zug von Trägern
be=
rühmter Namen, intereſſante Erſcheinungen, alle in ihren
zum größten Teil altertümlichen Amtstrachten, nur die
Ruſſen in moderner Uniform mit Degen, die Japaner in
europäiſchem Geſellſchaftsanzug. Die berühmteſten unter
dieſen Delegierten wurden von der Verſammlung
ſtür=
miſch akklamiert, durch Beifall während ihrer kurzen
An=
ſprachen unterbrochen. Sämtliche überreichten eine Adreſſe
und gratulierten durch Handſchlag dem Rector Magnificus,
der dabei laut die Namen der Univerſität und Akademie
verkündete, die die einzelnen vertraten. Dann verkündete
Geheimrat Kahl eine große Reihe von Stiftungen,
die der Univerſität zu ihrem Jubiläum gemacht worden
ſind. U. a. hat die Witwe Wildenbruchs alle Einnahmen
aus den Werken des verſtorbenen Dichters bis zu einem
Mindeſtbetrage von 100000 Mark teſtamentariſch der
Uni=
verſität vermacht. Die Vereinigung der Freunde der
Uni=
verſität hat beſchloſſen, ein Studentenheim zu errichten.
Die ehemaligen Berliner Doktoranden haben eine Stiftung
gemacht, um unbemittelten Studenten das Promovieren zu
erleichtern. Die techniſchen Hochſchulen haben einen Brunnen
mit der Pallas Athene geſtiftet, der vor der Aula aufgeſtellt
werden ſoll. Die Philoſophiſche Geſellſchaft ſchenkt ein
Denkmal Fichtes, die Juriſtiſche Geſellſchaft ein ſolches
von Savigny uſw.
* Berlin, 11. Okt. Aus Anlaß der Jubelfeier
der Univerſität wurde dem derzeitigen Rektor, Geheimen
Regierungsrat Dr. Erich Schmidt Kreuz und Stern der
Komture des königlichen Hausordens von Hohenzollern
verliehen; ferner wurde verliehen: Der Charakter als
Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz dem
Generaldirektor der königlichen Bibliothek, Profeſſor Dr.
Harnack, dem ordentlichen Profeſſor der juriſtiſchen
Fakul=
tät, Dr. Brunner und den ordentlichen Profeſſoren der
phi=
loſophiſchen Fakultät: Dr. Fiſcher, Dr. von Schmoller und
Dr. von Milamowitz=Möllendorf.
Die Revolution in Portugal.
Die Vorgänge der Revolution
* Liſſabon, 11. Okt. Ganz Portugal hat
geſtern in begeiſterten Demonſtrationen die
Gründ=
ung der Republik gefeiert. Es herrſcht
vollkom=
mene Ruhe. Der Handelsverkehr wickelt ſich in
nor=
malen Grenzen ab. Drei portugieſiſche Kreuzer, die
auf dem Tajo ankern, ſtehen unter Bewachung; es iſt
verboten, ſich ihnen zu nähern. Man hat beſchloſſen,
ein Denkmal für die Opfer der Republik zu errichten.
Die Leichenfeierlichkeiten für Reis und Bombarda ſind
für den 16. Oktober feſtgeſetzt.
* Liſſabon 11. Okt. Von einem angeſehenen
Mitgliede des republikaniſchen Komitees wird in
Be=
zug auf die Teilnahme der drei
Kriegs=
ſchiffe auf dem Tajo an der Revolution
er=
klärt, daß ſich blutige Vorgänge an Bord, wie ſie in
ausländiſchen Blättern gemeldet wurden, nicht
ereig=
net hätten. Die Kriegsſchiffe hätten ſich in der Nacht
vom Montag auf Dienstag an dem Kampfe überhaupt
nicht beteiligt und erſt am Dienstag in denſelben
ein=
gegriffen und das königliche Palais bombardiert,
nach=
dem zwei Offiziere vom Arſenal an Bord gekommen
ſeien und das Kommando über die Schiffe „Sao
Ra=
fael” und „Adamaſter” deren Offiziere ſich nach kurzem
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— Shakeſpeares Totenmaske. Unſer
Darmſtadt hat ſich wiederholt durch den Beſitz
hervor=
ragender Altertümer ausgezeichnet; ſo fand man ſeinerzeit
auf dem Dachboden des Hotels „Zur Traube” die uralten,
echten Baupläne zum Kölner Dom, nach denen die Kirche
neuerdings wiederhergeſtellt worden iſt, und
gleicher=
maßen hat ſich das Original der berühmten Holbeiniſchen
Madonna in unſerer Stadt gefunden, die jetzt im
Groß=
herzoglichen Schloſſe zu ſehen iſt. Zu dieſen beiden
Merk=
würdigkeiten geſellt ſich nun eine dritte, über die ſoeben
im Verlage von Hohmanns Hof=Buch= und Steindruckerei
hier ein Buch erſchienen iſt, das den in Darmſtadt
leben=
den bekannten Gelehrten Dr. Paul Wislicenus
zum Verfaſſer hat. Es behandelt die echte, vom Antlitz
Shakeſpeares abgenommene Totenmaske des
unſterblichen Dichters, die hier in Darmſtadt im
Privatbeſitz ſich befindet; dieſe iſt tatſächlich das
Original, nach dem die Grabesbüſte des Dichters in
Strat=
ford on Avon angefertigt worden iſt. Aus einem
Toten=
geſichte das lebende wieder herzuſtellen, etwa gar ohne
den Lebenden gekannt zu haben, iſt für
jeder=
mann ſchwierig, zumal für einen Bildhauer, der nach
Muſterzeichnungen arbeitete und deſſen Talent
ebenſo=
wenig imſtande war, ein geniales Antlitz zu erfaſſen und
wiederzugeben, wie jene Maler, die, namentlich als
Will=
kürkopiſten, durch ihre erbärmlichen Arbeiten die
unge=
heure Verwirrung unter den dilettantiſchen Forſchern
an=
gerichtet haben, welche wir heutzutage im
Bacionianis=
mus und Rutlandianismus ihre ſpekulativen Orgien feiern
ſehen. Nach letzteren ſoll William Shakeſpeare von
Strat=
ford die 36 ſeinen Namen tragenden Dramen gar nicht
ſelbſt gedichtet haben, ſondern Lord Bacon, der engliſche
Staatskanzler und Naturphiloſoph, habe ſie neben ſeinen
Regierungsgeſchäften gelegentlich verfaßt, oder Graf Roger
Rutland ſoll gar der Dichter geweſen ſein — obwohl
häufig und auf das allerunzweideutigſte von Shakeſpeares
Zeitgenoſſen und Freunden beglaubigt iſt, daß er, der
Stratforder Bürgermeiſtersſohn, der feingebildete,
hoch=
geniale Poet und Schauſpieler, die Dramen gemacht hat,
während für die Autorſchaft irgend eines anderen auch
nicht ein Schatten von Beweis oder auch nur
Wahrſchein=
lichkeit vorhanden iſt. Das Buch iſt populär geſchrieben
und bringt dabei doch eine ſtreng wiſſenſchaftliche
Beleuch=
tung der Frage und weiſt die Echtheit der Maske
unwider=
leglich nach Der Schrift ſind drei vorzügliche große
Ab=
bildungen der Maske beigegeben, ſowie 17 der wichtigſten
Porträts des Dichters, an denen der Leſer die
Unter=
ſuchungen des Verfaſſers ſelbſt kontrollieren und ſich über
dieſe ſein eigenes Urteil bilden kann. Die Ausſtattung
des Buches iſt ſtimmungsvoll und künſtleriſch vornehm;
wir wünſchen ihm die weiteſte Verbreitung.
Kleines Feuilleton.
* Ein Jägerabenteuer im Spukzimmer.
Ein tragikomiſches Abenteuer hatte, wie wir in der
Straßburger Poſt leſen, dieſer Tage ein Jägersmann
in der Umgegend von Schwarzenbek im Schleswig=
Holſteiniſchen. Den Abſchluß eines mit einem Freunde
dem edlen Weidwerk gewidmeten Tages bildete eine
gemütliche Kneiperei. Die Erlebniſſe des Tages und
gute Weine hatten die Stimmung der beiden ſo
ange=
regt, daß die Trennungsſtunde immer weiter
hinaus=
geſchoben wurde. Endlich mußte aber doch geſchieden
ſein, wenn der eine Nimrod wenigſtens noch den
letz=
ten Zug nach der Heimat erreichen wollte. Etwas
ſchwankenden Schrittes ſtrebte er dem Bahnhofe zu,
verfehlte indeſſen unterwegs den Weg und landete
ſchließlich im Krug eines Nachbardorfes, wo er, nachdem
er einige Schoppen zur Erholung getrunken hatte, ſich
nach einem Unterkommen für die Nacht erkundigte. Ja,
ein Zimmer ſei wohl noch frei, erwiderte der Kruger,
die Sache habe aber einen Haken, denn es ſolle dort
ſpuken. Der Jägersmann, nichts weniger als ein
Furchthaſe, ließ ſich dadurch nicht abſchrecken und gab
ſich bald in dem Spukzimmer der wohlverdienten Ruhe
hin, nachdem er noch nach alter Gewohnheit einen
ge=
ladenen Revolver handgerecht hingelegt hatte. Doch
ſein Schlaf ſollte nicht von langer Dauer ſein. Aus
ſchweren, mit Albdrücken verbundenen Träumen
er=
wachte er ſchweißgebadet. Der Mond ſchien hell durch
das Fenſter. Da fällt der Blick des noch
Schlaftrunke=
nen auf zwei am Fußende des Bettes emporgeſtreckte,
geiſterhaft beleuchtete weiße Hände. Es ſpukte alſo
tatſächlich im Zimmer! Ein Griff nach dem Revolver,
und laut klingt durch die nächtliche Stille des Jägers
Anruf: „Hände weg — oder ich ſchieße!‟ Doch ein
richtiger Spuk bleibt auch ſolchen Drohungen
gegen=
über unempfindlich: die geſpenſtiſchen Hände blieben in
ihrer Stellung. Als noch ein zweiter Warnungsruf
keine andere Wirkung ausübt, kracht ein
Revolver=
ſchuß. und mit einem Schreckensſchrei fuhr der Nimrod
in die Höhe, während die Hände verſchwanden=—
er hatte ſich durch den eigenen Fuß geſchoſſen!
* Der Herr Paſtor im Volkswitz. Zwei
Geſchichtchen, die den Bauern und Fiſchern an der
Nordſeeküſte und ſonſt zwiſchen Weſer und Elbe aus
dem =unde=genommen und in der Zeitſchrift Nieder=
ſachſen wiedererzählt ſind, ſeien als ein erheiternder
Beweis dafür, wie der Volkshumor auch die Perſon
des Herrn Paſtors nicht ungeſchoren läßt, hier
mit=
geteilt.
Die Kartenſpieler. Im Kruge ſaßen am
Samstag am runden Tiſch eifrige Kartenſpieler. Und
unter ihnen war auch der Paſtor, der viel verlor und
plötzlich aufſtand, um an ſeiner Predigt zu arbeiten.
„Herr Paſtor,” ſchrie ihm einer nach, „Sä ſpälen ſo
geern Korten, abers düren Sä wall mörgen upp d
Kanzel dreemal nanander Trumpf ſeggen?‟ Das Spiel
wird unterbrochen, und unter allgemeiner Heiterkeit
eine Wette abgeſchloſſen.
Am Sonntag iſt die Kirche brechend voll; es iſt
etwas ruchbar geworden. Nach dem Geſange ſteigt der
Paſtor feierlich die Kanzel hinauf und lächelt ein
wenig, wie er die vielen Leute ſieht und unter ihnen
alle ſeine „Spielgenoſſen” Schwer ſchlägt er mit ſeiner
Hand auf die Kanzel nieder und ruft: „Da ſitzen ſie
zuſammen an ihren Tiſchen, ſpielen Karten und ſchreien:
„Trumpf, Trumpf, Trumpf!” Aber ſie vergeſſen den
Herrn und ſein Wort. . . .
Das Proſit. Jantjemö hatte dem Herrn Paſtor
eine Karre Rüben gebracht und wurde in die Stube
gebeten, um ein Glas Wein zu trinken. Sie plauderten
zuſammen; aber die alte Frau war nicht recht bei der
Sache, ſchielte immer nach dem Glaſe hin und hätte zu
gern getrunken. Sie wußte wohl, daß man anſtoßen
müſſe und Proſit ſagen, wagte dies aber bei dem Paſtor
nicht zu tun, weil ſie glaubte, das ſchicke ſich hier nicht.
Darum dachte ſie nach, ob ihr nicht etwas Aehnliches
einfiele. Endlich hatte ſie es gefunden! Ihr Geſicht
leuchtete, und ſie nahm das Glas, ſtieß an und ſagte:
„Halleluja, Herr Paſtor!”
* Wie man Geſchäfte macht. Direktor
Bendiner vom Neuen Operettentheater zu Hamburg
erklärt, daß er die Sängerin Deslys, die angebliche
ehemalige Geliebte König Manuels, die augenblicklich
in Wien auftritt, für ganz Deutſchland engagiert habe.
Die Gage beträgt 80000 Mark für vier Monate und
gilt, für das ganze Enſemble, mit dem die Künſtlerin
reiſt. Ihr erſtes Auftreten wird in Hamburg erfolgen.
Direktor Bendiner hat das Engagement mkt ihr
be=
reits vor fünf Wochen abgeſchloſſen, als ihr Name noch
nicht in Verbindung mit dem des jetzt flüchtigen
portu=
gieſiſchen Königs genannt wurde.
* Der älteſte Student der Berliner
Univerſität, Superintendent Maxtius aus
Erx=
leben bei Magdeburg, der im 153. Semeſter ſtehts
näimrzt an der Gßikäumsſeter e
Nummer 239.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Zögern ergaben, übernommen hätten. „Dom
Car=
los I.” ſei bis zum Abend neutral geblieben, nachdem
aber auch deſſen Offiziere, von denen zwei verwundet
wurden, ſich ergeben hätten, habe eine
Landungsabteil=
ung dieſes Schiffes das Arſenal beſetzt, ohne einen
Schuß abzugeben und ſich ſpäter an dem Kampf vor der
Gnadenkirche beteiligt.
Die Königliche Familie.
* London, 10. Okt. Nachdem das Londoner
Bankhaus Coutts einen Kredit bei einer Bank in
Gibraltar für die flüchtige Königsfamilie
er=
öffnet hatte, erhoben die beiden Königinnen, wie
tele=
graphiert wird, eine gewiſſe Summe und machten dann
Einkäufe in verſchiedenen Modegeſchäften. Ihre Flucht
von Portugal war nämlich ſo haſtig vor ſich gegangen,
daß ſie weder Wäſche noch andere Kleidungsſtücke hatten
mit ſich nehmen können. König Manuel war gleichfalls
ohne geeignete Garderobe, aber er beteiligte ſich nicht
an den Einkäufen. Er trug eine graue Höſe und einen
Rock vom ſelben Stoff und dazu ein blaues Hemd, das
von einem Matroſen der Jacht „Amelie” geborgt war.
Geſtern (Sonntag) morgen war eine Unmaſſe von
Te=
legrammen für den König eingelaufen, deren Lektüre
ihn geraume Zeit beſchäftigte. Ueber die ſpäteren
Ab=
ſichten des entthronten Monarchen werden zwei
Ver=
ſionen verbreitet. Der Daily Chroniele will beſtimmt
wiſſen, daß er ſich nach Spanien auf den Landſitz ſeiner
Tante, der Gräfin von Paris, in Villa Manrique bei
Sevilla, begeben wird, wohin die Hofbeamten Sennor
Texeira und der Marquis Fayal bereits abgereiſt ſind.
Seine Mutter wird ihn begleiten, während die Königin
Maria Pia und der Herzog von Oporto in Italien
Aufenthalt nehmen dürften. Nach einer anderen, aber
wenig glaubhaften Verſion will die ganze königliche
Familie nach England kommen, wo ſie zunächſt auf dem
Landgute des Herzogs von Orleans weilen dürfte.
London, 10. Okt. Wie das Reuterſche Bureau
aus Gibraltar meldet, ſchickte König Manuel vor
Verlaſſen des Landes an den Miniſterpräſidenten einen
eigenhändigen Brief, in dem er erklärt, daß er,
durch Umſtände gezwungen, ſich einzuſchiffen, ſeinem
Volke zu ſagen wünſche, daß er ſich nichts vorzuwerfen
habe. Er habe immer als guter Portugieſe gehandelt
und immer ſeine Pflicht getan; er würde ſtets
Portu=
gieſe bleiben. Von ganzem Herzen hoffe er, das Land
werde ihm Gerechtigkeit widerfahren laſſen und werde
ſeine Gefühle verſtehen. Seine Abreiſe ſtelle
keines=
wegs den Akt einer Abdankung dar.
Die Ausweikung der Mönche.
* Liſſabon, 11. Okt. Nach dem Dekret über
die Kongregationen haben die Jeſuiten
Portugal ſofort zu verlaſſen; alle Klöſter, Hoſpize und
andere geiſtliche Anſtalten werden aufgehoben.
Die Güter der religiöſen Gemeinſchaften werden
ver=
ſiegelt, inventariſiert und abgeſchätzt. Die Güter der
Jeſuiten werden für Staatseigentum
er=
klärt; für die der anderen Geſellſchaften werden
ſpäter nach Maßgabe der Verhandlungen zwiſchen Staat
und Kirche entſprechende Summen angewieſen. — Die
Regierung beabſichtigt, ſämtliche unterirdiſchen Gänge
in Liſſabon zu blockieren und auf dieſe Weiſe die
Jeſui=
ten gefangen zu nehmen.
Die auswärtigen Mächte.
* Berlin, 11. Okt. Freiherr v. Bodman der
augenblicklich auf Urlaub in Deutſchland weilt, erhielt
vom Auswärtigen Amt Order, ſich möglichſt ſchnell auf
ſeinen Poſten zu begeben. Er iſt beauftragt, mit der
proviſoriſchen Regierung in Liſſabon zur Wahrung der
deutſchen Intereſſen und zur Erledigung der
laufen=
den Geſchäfte halbamtlich in Verbinung zu treten. Die
anderen Regierungen haben ihren diplomatiſchen
Ver=
tretungen in Liſſabon gleiche Inſtruktionen erteilt.
Berlin 10. Okt. Die braſilianiſche
Re=
gierung erklärt in einem Telegramm an die
hie=
ſige Geſandtſchaft, daß die Nachricht jeder
Be=
gründung entbehre, nach welcher Marſchall Hermes
da Fonſeca am 5. Oktober mit dem Präſidenten der
proviſoriſchen Regierung in Portugal eine
Automo=
bilfahrt unternommen habe. Nicht minder unwahr
ſei, daß Marſchall Hermes da Fonſeca dieſen Herrn im
Namen Braſiliens beglückwünſcht haben ſolle.
Tat=
ſache wäre, daß Se. Exzellenz am 4. Oktober früh den
außerhalb der Stadt gelegenen Palacio de Belem
ver=
laſſen und ſich direkt mittels einer Barkaſſe des
Schlacht=
ſchiffes „Sao Paulo” an Bord begeben habe. Am
5. Oktober ließ ihm dann die proviſoriſche Regierung
die Liſte des neuen Miniſteriums zuſtellen, für die
Marſchall Hermes da Fonſeca als einfacher
Pri=
vatmann mit dem Hinzufügen dankte, daß es Sache
des Geſandten in Liſſabon und der braſilianiſchen
Re=
gierung ſei, von den Vorkommniſſen Kenntnis zu
neh=
men. Am 6. Oktober ſtatteten dann der Präſident der
proviſoriſchen Regierung und der Miniſter des Innern
dem Marſchall einen privaten Beſuch ab, bei dem ſie
auch als Privatleute an Bord empfangen wurden. Am
gleichen Tage ging dann der Dreadnought nach Rio de
Janeiro in See. Vorläufig hat die braſilianiſche
Ge=
ſandtſchaft in Liſſabon den Befehl, nur und
ausſchließ=
lich zum Schutze der braſilianiſchen Intereſſen in
Be=
ziehungen zu der proviſoriſchen Regierung zu treten.
Letzte Nachrichten.
* Badajoz, 10. Okt. Noch immerfort treffen
hier Ordensbrüder und=Schweſtern zu=
Schiff aus Portugal ein. Heute ſind 30 Perſonen
ein=
getroffen, darunter befand ſich auch der
Unterſtaats=
ſekretär der Marine im früheren Kabinett.
* Liſſabon, 11. Okt. Der Miniſter des
Aeußern, Bernardo Machado, erklärte in
einer Unterredung mit dem Vertreter des Reuterſchen
Bureaus: Europa würde einſehen, daß die Republik
auf feſten Grundlagen errichtet ſei. Die Republik werde
von der Bevölkerung willkommen geheißen. Die
republikaniſche Organiſation ſei eine ſolche, daß die
Regierung Reformen mit der Gewißheit des Erfolges
unternehmen könne. Die Regierung werde nicht
unter=
laſſen, Heer und Flotte als die heroiſchen Begründer
der Republik zu reorganiſieren.
* Rom, 11. Okt. Der portugieſiſche
Ge=
ſchäftsträger beim heiligen Stuhl machte im
Auftrage der proviſoriſchen Regierung nunmehr dem
Staatsſekretär Kardinal Merry del Val perſönlich von der
Proklamierung der Republik und der Konſtituierung der
proviſoriſchen Regierung Mitteilung.
Der Ausſtand der franzöſiſchen Eiſenbahn=
Bedienſteten.
* Paris, 11. Okt. Ueber den von den
Nord=
bahnbedienſteten in ihrer geheimen Verſammlung
beſchloſſenen Ausſtand wird weiter gemeldet: Die
Streikführer gaben den Befehl aus, die Arbeit in Paris
um 12 Uhr 40 Min. und in der Provinz um 6 Uhr
mor=
gens einzuſtellen. Die Eiſenbahner begaben ſich in etwa
30 Automobilen in die verſchiedenen Nordbahnſtationen,
um den Bedienſteten den Streikbeſchluß mitzuteilen. Man
glaubt, daß auch die Lokomotivführer der letzten aus Paris
abgegangenen Züge die Weiſung hätten, den
Syndikats=
gruppen in der Provinz den Streikbefehl zu überbringen.
— Bis Mitternacht gingen die Züge vom Pariſer
Nord=
bahnhof in normaler Weiſe ab; die Ordnung wurde dank
den umfaſſenden militäriſchen und
polizei=
lichen Maßnahmen nicht geſtört. Die Schutzleute
entfernten alle Bedienſteten, deren Anweſenheit auf dem
Bahnhofe nicht gerechtfertigt erſchien. — Ein Oberinſpektor
der Nordbahn erklärte einem Berichterſtatter, daß der um
11 Uhr 40 Min. nach Köln abgegangene Schnellzug
Terg=
nier um Mitternacht paſſierte und weitergefahren ſei. Was
dann weiter geſchehen ſei, wiſſe man allerdings nicht, da
die telegraphiſchen Verbindungen von da ab unterbrochen
ſeien. Wenn der Heizer und der Lokomotivführer des
Kölner Schnellzuges zum Beiſpiel in St. Quentin in den
Ausſtand getreten ſein ſollten, dann könnte die
Betriebs=
leitung hiervon nicht verſtändigt werden.
* Paris, 11. Okt. In der Tagesordnung, welche
geſtern abend in der abgehaltenen Verſammlung
der Eiſenbahnbedienſteten der Nordbahn
zur Annahme gelangte, wird erklärt, daß alle bei der
Ver=
waltung unternommenen Verſuche zu keiner Beſſerung der
Lage geführt hätten. Die Tagesordnung betont den
paſſi=
ven Widerſtand der Behörden bezüglich der allgemeinen
Lohnerhöhung für alle Angeſtellten, der Penſionsgeſetze
und der geſetzlichen Regelung der Arbeit, der Einführung
des wöchentlichen Ruheatges und der Anſtellung des
ge=
ſamten Perſonals mit monatlicher Kündigung. Weiter
heißt es, die Eiſenbahnbedienſteten der Nordbahn könnten
nicht länger warten und würden die Arbeitseinſtellung für
Paris ſofort erklären und den Dienſt nur nach vollſtändiger
Befriedigung ihrer Forderungen wieder aufnehmen unter
der Bedingung, daß ſie auch für die Tage der
Arbeitsein=
ſtellung bezahlt würden. Sie würden die
Arbeitsein=
ſtellung bis zum äußerſten durchführen, ſelbſt wenn das
Nationale Syndikat und der Allgemeine Arbeiterverband
es für notwendig halten ſollten, ſie auf das Netz der
Nord=
bahn zu beſchränken. Sie erklärten endlich im voraus,
daß ſie ſich weigern würden, einem Mobilmachungsbefehl
zu gehorchen.
* Paris, 11. Okt. Aus Tergnier wird um 3 Uhr
morgens gemeldet, daß die Bedienſteten des
Schnell=
zuges 131 nachts die Weiterfahrt verweigert haben, als
eine neue Lokomotive angeſpannt werden ſollte,
ent=
gleiſte dieſelbe. Man glaubt, daß in Tergnier zwei
wei=
tere Züge mit zahlreichen Reiſenden ſtecken geblieben ſind.
Außerdem liegen vier Güterzüge in der Nähe von
Ver=
berle (Dep. Oiſe). Die Poſtverwaltung teilt mit, daß
der Poſtdienſt von 5 Uhr morgens ab durch
Automobil=
wagen verſehen werden wird. Aus Reims wird
gemel=
det, daß auf der Oſtbahnlinie in der Nähe von
Vitry=
le Francois von bisher unbekannten Miſſetätern eine
Sig=
nalſcheibe ſamt Laterne zerſtört wurde und eine
Eiſen=
bahnſchwelle über das Gleis gelegt worden
ſei. Der verbrecheriſche Anſchlag wurde glücklicherweiſe
rechtzeitig bemerkt.
* Paris, 11. Okt. Gerüchtweiſe verlautet, daß auch
die hieſigen Bahnbedienſteten der
Staats=
bahnlinien von ihrem Streikausſchuß bereits den
Befehl erhalten hätten, in den Ausſtand zu treten.
Sobald ſämtliche Sbndikatsgruppen der Provinz
verſtän=
digt ſein würden, ſolle der Streik beginnen. Der
Syn=
dikatsausſchuß der Staatsbahnbedienſteten iſt zu heute
abend zu einer geheimen Sitzung einberufen worden. Der
ſozialiſtiſche Deputierte Colly teilte dem
Miniſterpräſiden=
ten mit, daß er ihn über die Verwendung von Soldaten
beim Nordbahnſtreik und über die Drohung, die
Ausſtän=
digen unter die Fahnen einzuberufen, interpellieren werde.
Es heißt, daß die Eiſenbahner in der Verſammlung
er=
klärt hätten, daß ſie ſich einer Mobiliſierungsordre nicht
unterwerfen würden.
*. Paris, 11. Okt. Der Kriegsminiſter
tele=
graphierte dem Platzkommandanten von Lille,
ſämt=
liche Truppen des erſten Armeekorps zu
mobiliſieren, da dieſe dazu beſtimmt ſeien, die
Bahn=
geleiſe zwiſchen Paris und Dünkirchen zu überwachen. Die
Präfekten erhielten den Auftrag, ſich mit den
Korpskom=
mandeuren in Verbindung zu ſetzen, um die Bahnſtrecken
und Bahnhöfe zu beſchützen.
* Paris, 11. Okt. Ein einziger Zug iſt heute
früh 5 Uhr 17 Min. vom Nordbahnhofe in der Richtung
auf Lille abgegangen. Man fürchtet aber, daß er nur
bis Orſil fahren wird, da der Lokomotivführer zu dieſem
Depot gehört. Die Ausgabe von Fahrkarten wurde um
5 Uhr 20 Min. eingeſtellt.
* Paris 11. Okt. Um 11 Uhr wurde erklärt,
daß die Mehrheit der Monteure, Lokomotivführer und
Kohlenträger der Nordbahn in den Ausſtand
ge=
treten ſind. — Der Expreßzug nach Köln iſt heute
vormittag abgegangen. Auf den übrigen Bahnnetzen
iſt der Dienſt normal.
* Paris, 11. Okt. Wie die Verwaltung der
Nordbahn mittags erklärte, ſind im Laufe des
Vor=
mittags 24 Züge abgegangen. Aus der Provinz
vorliegende Meldungen beſagen, daß bei Tergnier das
Gleis durch zwei Lokomotiven vollſtändig geſperrt iſt.
Der Schnellzug nach Erquelinnes konnte den Anſchluß
nach London nicht erreichen.
* Paris, 11. Okt. In La Plaine und St. Denis
ar=
beiten von 300 Bahnarbeitern 15, von 600 Lokomotivführern
nur 50, in La Chapelle 10 Lokomotivführer von 100. Von
1500 Bahnbeamten feiern mehr als die Hälfte. Der
Güter=
verkehr hat faſt ganz aufgehört. Zwiſchen 6 und 8 Uhr
vormittags ſind etwa 10 Eiſenbahnzüge
eingetrof=
fen, die mit Reiſenden voll beſetzt waren. Einige Züge
ſind abgegangen wie der Expreßzug nach Calais. Zwei
Pionierbataillone ſind aus Verſailles eingetroffen.
* Paris, 11. Okt. Drei Brücken in der
Um=
gegend von Paris, auf denen die Ausſtändigen aus
dem Hinterhalte auf die Lokomotivführer ſchießen
wollten, wurden militäriſch beſetzt.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a.M., 11. Okt.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkte blieb es wieder ſehr ſtill.
Für Landweizen zeigte ſich einige Kaufluſt, wobei die
Preiſe etwas anziehen konnten auch Landroggen war
ge=
fragter und beſſer. Gerſte und Mais ruhig. In Hafer war
ſtärkere Konſumbegehr, ſodaß auch hier höhere Preiſe
er=
zielt wurden. Futterartikel ruhig. Die Forderungen für
Mehl ſind unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ſtetig
bei unveränderten Offerten und regulärer Konſumfrage.
An der Berliner Produktenbörſe war
Wei=
zen gut behauptet bei einiger Nachfrage nach greifbarer
Ware. Dezember=Lieferung um ¼ Prozent höher, Mai=Lie=
ferung unverändert. Roggen gab anfangs auf das
bedeu=
tende inländiſche Angebot etwas nach Später waren beide
Artikel matt auf Abgaben der Importeure und auf
Reali=
ſationen. Ruſſiſche Offerten lauteten unverändert und
zu=
rückhaltend. Hafer lag ruhig. Lokoware war auch in
ge=
ringeren Sorten mehr gefragt. Nach den letzten
Ka=
belnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (New=York und Chicago) war
Wei=
zen ſchwankend im Preis. Anfangs ſchwach auf
Meldun=
gen über Regenfälle in Argentinien, dann befeſtigt auf den
hauſſelautenden Viſible=Supply=Ausweis und im
Zuſam=
menhang damit ſtehende Käufe der Kommiſſionshäuſer,
ſowie auf beſſere Nachfrage der Lokoware in Minneapolis
Schluß abgeſchwächt, da die Erntenachrichten aus Rußland
günſtig lauten und die Produktenmärkte in Minneapolis
niedrigere Notizen ſandten. Mais anfangs ſchwach auf
günſtiges Wetter im Weſten und die Erwartung eines
baiſſelautenden Monatsberichtes der Regierung. Gegen
Schluß trat kleine Erholung ein.
Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche
von 34,97 Mill. Buſh. auf 34,31 Mill. Buſh. und die
Maisvorräte von 5,04 Mill. Buſh. auf 4,42 Mill. Buſh.
zu=
rückgegangen. Hingegen ſind die Weizenvorräte in
Kanada=
in dieſer Woche von 6,90 Mill. Buſh. auf 9,08 Mill. Buſh.
geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſ. und Wetterauer 20,25—20,40, Kurheſſiſcher
20,25—20,50, Redwinter 22,75—23,25, Laplata 22,75—23.25,
Kanſas 22,75—23,25, Nordd. 20,30—20,50, Ruſſiſcher 22,50
bis 23,—, Donauweizen 22,50—23,— Walla Walla 22,75
bis 23,55; Roggen, hieſ. 15.—15,25, Bayeriſcher (Pfälzer)
15,—15,25; Gerſte, Pfälzer 16,50—17,50, Riedgerſte 16,50
bis 17,50, Fränkiſche 16,50—17,50, hieſ. und Wetterauer=
16,—16,50, Ungariſche 22,25—23,75, Ruſſiſche Futtergerſte
12,25—12,75; Hafer, hieſ. 15.—15,75, Bayeriſcher 15,09a
bis 15,50; Mais mixed 14,50—14,75, Donaumais 14.50a
bis 14,75, Weißer Mais 14,50—14,75, Ruſſiſcher 14.50 bis
14,75. Rumäniſcher 14,50—14,80, Laplata 14,50—14,75. Weis
zenſchalen 8,50—9,00, Weizenkleie 8,—8,50, Roggenkleie 9.06.
bis 9,50, Futtermehl 12.—13, —, Biertreber, getrocknet 12,25 12,75; Weizenmehl, hieſ. Nr. 0 30,25—30,50, feinere
Marken 30,75—31,—, Nr. 1 29,50—30.—, feinere Marken
30,25—30,50, Nr. 2 28,—28,25, feinere Marken 28.50—28.75,
Nr. 3 26,50—27,—, feinere Marken 27,25—27,50, Nr. 4 22.50
bis 23,—, feinere Marken 23,25—23,50; Roggenmehl, hieſ.
Nr. 0 22,75—23,25, Nr. 1 21,75—22,25, Nr. 2 19,50—19,75.
Vermiſchtes.
E. F. Aus der Heimarbeit. Man ſchreibt uns:
Wie traurig noch heute die Verhältniſſe in der
Heim=
arbeit ſelbſt in unſerer reichen Nachbarſtadt Frankfurt
ſind, mag ein kleiner Ausſchnitt aus den dortigen=
Heimarbeitslöhnen zeigen. Seit einigen Jahren näht
eine Frau F. für ein dortiges Geſchäft Knabenjacken.
Sie erhält für Zwirnjacken 16—17 Pfg. pro Stück, für
wollene Jacken mit drei Dollfalten, Soutachebeſatz,
auf=
geſetzten Taſchen und Gürtel, ſämtliche Nähte mit
Futter beſetzt, Kragen, Gürtel und Vorderfalte mit
Steifleinen mehrfach abgeſteppt — 18 Pfg. Für große
Knabenjacken mit 3 eingeſetzten (!) Taſchen, gefütterten
Aermeln 25—28 Pfg. Wer da weiß, wieviel Zeit allein
die drei eingeſetzten Taſchen koſten, wird den
Arbeits=
wert einer ſolchen Jacke beurteilen können. Von den
Löhnen gehen pro Dutzend Jacken etwa 17—20 Pfg.
für Garn, ferner 5—6 Pfg. für Maſchinenabnützung,
Nadeln, Oel, Reparaturen ab, ſodaß die Frau nach
mehrjähriger Uebung bei angeſtrengteſter Arbeit nicht
über 14—16 Pfg. Stundenlohn kommt. Und was will
das bedeuten? Die Frau, die auf dieſen Verdienſt bei
ihrem Unterhalt und dem ihrer zwei Knaben
ange=
wieſen iſt, iſt durch Ueberanſtrengung und
Unterernäh=
rung ſchwer unterleibskrank und blutarm geworden;
ſie wohnt, kocht, ſchläft und arbeitet in einem kleinen
Zimmerchen eines düſteren Hinterhauſes; ihre
Nahr=
ung bei anſtrengendſter Arbeit iſt vorzugsweiſe Kaffee
und Brotz. Und das in einer der wohlhabendſten
Städte unſeres deutſchen Vaterlandes.
— Die Zentral=Auskunftsſtelle für
Auswanderer in Berlin W 9, Schellingſtraße 4,
hat im dritten Vierteljahr 1910 (1. Juli bis 30.
Sep=
tember) in 3955 Fällen Auskunft an
Auswanderungs=
luſtige erteilt, und zwar in 3094 Fällen ſchriftliche und
in 861 Fällen mündliche. Beantwortet wurden
ins=
geſamt 5983 Anfragen über die verſchiedenen
Auswan=
derungs=Gebiete. Davon bezogen ſich 2844 auf die
deutſchen Kolonien, und zwar auf Deutſch=
Südweſt=
afrika 1107, Deutſch=Oſtafrika 567, Kamerun 206, Togo
168, Samoa 60, Kiautſchou 43, Deutſch=Neuguinea 33,
die Karolinen, Palau und Marianen 21 uſw. Unter
den fremden Auswanderungs=Gebieten ſteht
Argen=
tinien mit 627 Anfragen an der Spitze; dann folgen
Süd=Braſilien mit 520, die Vereinigten Staaten von
Amerika mit 344, Kanada mit 199, Braſilien im
allge=
meinen mit 115, Chile mit 110, Queensland mit 86,
Mittel=Braſilien mit 67, Mexiko mit 43, Uruguay mit
35, Paraguay mit 33, der Südafrikaniſche Bund, China=
und Frankreich mit je 30, Niederländiſch=Indien mit
28, Kuba mit 24 uſw. Von den 2460 Anfragenden, die
ihr Alter angaben, waren 304 weniger als 20 Jahre,
1608 zwiſchen 20 und 30, 403 zwiſchen 30 und 40, 122
zwiſchen 40 und 50 und 23 über 50 Jahre alt, und von
den 3198 Frageſtellern, die Angaben über ihren
Per=
ſonenſtand machten, waren 2346 ledig, 832 verheiratet
und 20 verwitwet. Nach den Berufen waren unter
den Anfragenden am ſtärkſten die Kaufleute,
Hand=
werker und Landwirte vertreten. Von den
Anfragen=
den bezeichneten ſich 290 als mittellos, während über
tauſend zum Teil über recht erhebliche Summen
ver=
fügten; z. B. 35 über 10000 Mark, 23 über 15000 Mark,
37 über 20000 Mark, 12 über 25000 Mark, 20 über
30000 Mark, 12 über 50000 Mark, 5 über 60000 Mark,
4 über 100000 Mark uſw. bis zu 500000 Mark hinauf:
Von den Anfragen kamen aus Preußen 2559. An der
Spitze der übrigen Bundesſtaaten ſteht das Königreich
Sachſen mit 291, es folgen Bayern mit 237, Hamburg
mit 148, Württemberg mit 135, Baden mit 82, Elſaß=
Lothringen mit 70, Heſſen mit 44, Braunſchweig mit 39,
Oldenburg mit 24, Mecklenburg=Schwerin mit 22,
Bre=
men mit 18, Sachſen=Meiningen mit 18, Sachſen=
Altenburg mit 15, Anhalt mit 15, das Großherzogtum
Sachſen mit 13 uſw.
Literariſches.
— Römiſche Kultur im Bilde.
Heraus=
gegeben und mit Erläuterungen verſehen von Dr. H
Lamer. 175 Abbildungen auf 96 Tafeln und 64
Sei=
ten Text. (Wiſſenſchaft und Bildung, Band 81.)
Bro=
ſchiert 1 Mark, in Originalleinenband 1,25 Mark.
Ver=
lag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1910. — Ein
kul=
turhiſtoriſcher Atlas für alle Freunde der Antike und
ſolche, die es werden wollen, iſt dieſes neueſte präch=
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Seite 7.
ige, in ſeiner Antage einztgartige Bindcen der
be=
liebten Sammlung. Es iſt von einem feinen Kenner
zuſammengeſtellt, einem Mann, der die antike Welt
aus eigener Anſchauung kennt und von ihrer Größe
mit wohltuender Begeiſterung erfüllt iſt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Bremen, 11. Okt. Auf den Freihäfen I und II
wurde heute vormittag die Arbeit eingeſtellt.
Es handelt ſich dabei lediglich um eine
Sympathiekund=
gebung für die ſtreikenden Braker Hafenarbeiter. Die
Arbeiter verlangen, daß nicht nur jede Getreidearbeit
eingeſtellt bleibe, ſondern daß auch die dadurch
freige=
wordenen Arbeiter in anderweitigem Betriebe
beſchäf=
tigt werden, und zwar ausnahmslos gleichviel, ob
Ar=
beitsgelegenheit vorhanden iſt oder nicht. An der
Arbeitseinſtellung ſind lediglich die gewöhnlichen
Ar=
beiter beteiligt. Die Vorarbeiter und Kahnführer
ver=
ſehen den Dienſt nach wie vor.
* Remſcheid, 11. Okt. Im Anſchluß an fünf
Pro=
teſtverſammlungen gegen den vom Arbeitgeberverband
eingerichteten Arbeitsnachweis zogen geſtern
nacht etwa 2000 Arbeiter lärmend, „Nieder mit
dem Arbeitsnachweis” und „Nieder mit der
bürger=
lichen Preſſe” rufend, über den Markt und durch die
Alleeſtraße. Die Aufforderung der
Polizeibe=
amten an die Menge, ſich zu zerſtreuen, wurde mit
Hohnrufen und Steinwürfen
beantwor=
tet. Es gelang aber zunächſt, die Demonſtranten ohne
direkte Anwendung der Waffen in die Nebenſtraßen
abzudrängen. Als jedoch im Rücken der Wache
aber=
mals Anſammlungen ſtattfanden, als aus deren Mitte
mit Steinen auf die Beamten geworfen wurde, waren
dieſe gezwungen, blank zu ziehen. Nunmehr
wurden die Manifeſtanten endgültig in die
Seiten=
ſtraßen abgedrängt und in der Nähe des Bahnhofs
zer=
ſtreut. Einige Perſonen erhielten Säbelhiebe, ohne
jedoch ernſtliche Verletzungen davongetragen zu haben.
Die Zahl der Verletzten feſtzuſtellen, war nicht möglich.
* Brüſſel, 11. Okt. 100 Fabrikarbeiter unter
der Führung des Vorſtehers der badiſchen
Fa=
brikinſpektion, Oberregierungsrats Bittmann=
Karlsruhe, ſind heute vormittag zum Beſuch der Welt=
Ausſtellung eingetroffen. Der Beſuch wurde mit
weit=
gehender Unterſtützung der badiſchen Regierung
aus=
geführt.
* Konſtantinopel, 11. Okt. Jeune Ture verzeichnet
Gerüchte, welche in offiziellen Kreiſen umlaufen und
nach denen ottomaniſche und griechiſche Staatsmänner
in Fühlung miteinander getreten ſind, um ein Einver=
Anehmen über die Kreta zu gewährende
Autono=
mie zu erzielen. Man hoffe, zu einem günſtigen
Er=
gebnis zu gelangen.
* New=York, 11. Okt. Die Waldbrände in
Minneſota haben etwas nachgelaſſen. Die Gefahr
iſt aber immer noch groß. 108 Perſonen ſind bei
Spee=
ner und Beaudette umgekommen. Die Ortſchaften
Cedarſpur und Rooſevelt Williams ſind bisher
ver=
ſchont geblieben.
H.B. Berlin, 11. Okt. Wie verlautet, wird ſich der
Kaiſer in der erſten Hälfte des November nach
Heſſen begeben, um den Beſuch des Zaren in
Potsdam zu erwidern.
H. B. Berlin, 11. Okt. Geſtern abend 11 Uhr traf
auf der Station Wildpark der Regent von
Braun=
ſchweig, Herzog Johann Albrecht zu
Meck=
lenburg, mit ſeiner jugendlichen Gemahlin ein.
Der Kaiſer hatte ſich zum Empfang eingefunden. Die
Begrüßung war eine herzliche. Der Kaiſer geleitete
ſeine Gäſte zum Neuen Palais, wo ſie Wohnung
nahmen.
H.B. Berlin, 11. Okt. Eine furchtbare Ehe=
Tragödie hat ſich heute hier zugetragen. Ein
Schlächtermeiſter geriet in Geldangelegenheiten mit
ſeiner Frau in Streit, nach deſſen Verlauf er fortging.
Als er nach zwei Stunden zurückkehrte, fand er einen
Zettel vor, auf dem ihm die Frau mitteilte, daß ſie mit
ihren drei Töchtern von 15, 13 und 11 Jahren in den
Tod gehe. Heute vormittag wurden nun im Teltow=
Kanal in der Nähe des Garniſon=Lazaretts vier Hüte
und die Jacketts der Frau und älteſten Tochter, ſowie
deren Schuhe gefunden. Die Sachen wurden von dem
Ehemann als die ſeiner Familie gehörig erkannt. In
dem einen Jackett befand ſich ein halb entleertes
Gift=
fläſchchen und ein Sparkaſſenbuch über 10 Mark. Die
Polizei ſucht den Kanal ab, um die Leichen bergen zu
können.
H. B. Frankfurt a. M., 11. Okt. Der wegen
Schwin=
deleien hier verhaftete Reichsgraf von Dunin=
Brozowski wurde zur Beobachtung ſeines
Geiſtes=
zuſtandes in die Irrenanſtalt gebracht. Von dem
Gut=
achten der Aerzte wird es abhängen, ob der Reichsgraf
vor das hieſige Gericht zur Aburteilung geſtellt wird.
H.B. Frankfurt a. M., 11. Okt. Einer Anregung
aus Stadtverordnetenkreiſen folgend hat der hieſige
Magiſtrat die Stadtverordnetenwahlen auf
einen Sonntag verlegt und zwar auf den 13. November.
Es iſt dies das erſte Mal, daß in Deutſchland Wahlen
auf einen Sonntag gelegt werden.
H.B. München, 11. Okt. Geſtern abend wurde in
der Wohnung eines Gaſtwirtes an der Auguſtenſtraße
ein Einbrecher überraſcht. Nach einer
auf=
regenden Verfolgung durch das ganze Haus ſtürzte
ſich der Einbrecher vom 4. Stockwerk in den Hof hinab
und war ſofort tot. Die Perſönlichkeit des Mannes
iſt unbekannt.
H. B. Gibraltar, 11. Okt. Hier erregt die
Ver=
haftung eines Portugieſen großes Aufſehen,
der aus Liſſabon eintraf und ſich in verdächtiger Weiſe
in der Nähe des Gouverneur=Palaſtes herumtrieb, wo
die portugieſiſche Königsfamilie abgeſtiegen iſt. Der
Verhaftete gibt an, Juan Gonzales Mateo zu heißen.
Er wird unter Anklage vor Gericht geſtellt, daß er ſich
unter einem falſchen Namen ohne Erlaubnis in
Gibraltar aufgehalten habe.
— Warſchau, 11. Okt. Heute nacht liefen auf dem nach
Breſt führenden Zweige der Weichſelbahn acht
Güter=
wagen auf einen Perſonenzug auf. Eine
Bahn=
beamtentochter wurde tödlich, ein Gehilfe, ein Packmeiſter
und ein Heizer wurden leicht verletzt. Mehrere Wagen
wurden zertrümmert.
Briefkaſten.
K. P. Wenden Sie ſich an ein Krankenhaus.
M=s, hier. Ja.
Hollten in keinem Haushalt fehlen.
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Heute vormittag 9 Uhr verſchied nach
längerem Leiden unſere liebe Mutter,
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geb. Strauch
im Alter von 72 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
August Burkhardt.
New=York, Darmſtadt und Gießen,
den 11. Oktober 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 13.
I. Mts. nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Während
im Weſten Europas ein umfangreiches Tiefdruckgebiet
raſch oſtwärts vordringt, wandert das mitteleuropäiſche
Hoch nach Rußland und verliert den Einfluß auf unſere
Witterung; doch herrſcht vorderhand noch trockenes,
morgens nebeliges Wetter. Bei ſüdlichem Winde iſt
nach noch zunächſt eintretender Aufheiterung Regen zu
erwarten.
Ausſichten in Heſſen am Mittwoch, den 12. Okt.:
Nach ſchwacher Aufheiterung Trübung und Regen,
kühl, auffriſchender Süd.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. D): „Jugend‟
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters um 8¼ Uhr
im Orpheum („Die Kreuzelſchreiber‟).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.”
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 10 Uhr ab).
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchlof=
ſes: Dienstags und Freitags von 3—4 Uhr,
Sonn=
tags von 11—1 Uhr. Eintrittskarten werden beim
Schloßinſpektor abgegeben: Einzelkarte 50 Pfg.,
Fa=
milienkarten (3 Perſonen) zu 1 Mk.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 11—1 und 2—4 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſes
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Statt jeder besonderen Anzeige.
Montag Abend verschied nach längerem Leiden mein lieber Gatte, unser
teurer Vater und Grossvater
(19815
Merkan Kraus
Geheimer Finanzrat i. P.
Luise Kraus, geb. Klepper,
Carolina Klingemann, geb. Kraus,
Dr. Felix Klingemann,
und drei Enkel.
Die Einsegnung findet am Donnerstag um 3¾/ Uhr im Sterbehause statt, die Beerdigung von
dort aus um 4 Uhr.
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(Nachdruck verboten.)
28)
Du wäreſt ja doch nicht mit mir gegangen, Mama!
lließ ſich der rotblonde Backfiſch von der Truhenbank
her hören. Das ſagſt Du jetzt ſo, weil’s vorbei iſt. Aber
zum Roſenmontag nach Mainz fahre ich doch.
Sie warf den Kopf zurück und ſchürzte trotzig die
Lippen, wobei ſie mit ihren ſchmalen, ſchwarzen Augen
den kleinen Artilleriſten auf dem Hocker vor ſich
ver=
liebt anſtrahlte.
Bombenſicher! bekräftigte ſie.
Ich danke Ihnen für das Kompliment, mein
gnä=
diges Fräulein.
Leutnant Keßlers ſpiegelnd glatter Scheitel neigte
ſich tief.
Kompliment? wiederholte ſie etwas verdutzt.
Er tat ſeinen humoriſtiſchen Augenaufſchlag.
Ich bin ſä nämlich Bombenſchmeißer, mei Gudeſte,
Herrjeſes.
Sie lachte, daß ihre Augen nur noch zwei dunkle
Schlitze in dem roſigen Geſicht waren.
Alſo, Mama, rief ſie dann, es iſt bombenſicher mit
dem Roſenmontag, bombenſicher.
Exzellenz war wohl ſehr hart und grauſam, wenn
es galt, eine Rivalin zu vernichten, aber ſie war eine
ſchwache Mutter — der Roſenmontag wurde bewilligt.
Lena von Rieding tauſchte mit Haſſingen einen
nte e e e e e
Zug um ihre Mundwinkel.
Dann erklärte ſie ruhig, ſie habe auch die Abſicht,
nach Mainz zu fahren, es gab doch kein Entrinnen mehr.
Aber bitte keine feſte Verabredung! ſagte ſie. Ich
haſſe ſolche, wenn ſie nicht unbedingt nötig ſind, man
kann ſich verſpäten, man kann Migräne bekommen, dann
gibt’s Abhetzerei, Abſagen, Mißverſtändniſſe — Sie
werden außerdem ſicher gern im „Holländer Hof”
dinieren wollen, und das mache ich keinesfalls mit, für
meine Nerven iſt ein Nachmittag und Abend voll
Karnevalstrubel genug.
Exzellenz war etwas pikiert, ihre Näſenflügel
be=
wegten ſich witternd, da ſteckte etwas dahinter. Sollte
alter Haß jetzt endlich die Stelle finden, wo dieſe
impertinente, ſcheinheilige Perſon verwundbar wäre?
Wir fahren eben allein, das heißt, Leutnant Keßler
fährt mit uns, Mama! ſchmeichelte Erika, die mit ihrem
Kavalier herangetreten war, ſchmollend und trotzend.
Die Exzellenz muſterte den hübſchen, korrekten
Artilleriſten, der ſie mit ſeinen braunen Augen, in
denen der Schalk lauerte, ſeinerſeits eben ſo prüfend
anſah, ſo daß Haſſingen im Hintergrunde Mühe hatte,
nicht laut aufzulachen.
Und während die Exzellenz geringſchätzig dachte:
Ein bürgerlicher Leutnant ohne nennenswerte Mittel,
denn ſonſt wäre er wohl Kavalleriſt, was ſoll mir der
für meine Erika? hatte Walter Keßler, wie er Haſſingen
erzählte, ſich innerlich bekreuzt und nach Art der
Bauer=
leute, wenn ihnen der leibhaftige Satan erſcheint, ge=
murmelt: Alle guten Geiſter loben Gott den Herrn.
Er hoffte damit den Teufel in Geſtalt dieſer
Schwieger=
mutter zu bannen.
Tantchen, wie der Neffe ſie zärtlich nannte, ſchwebte
als rettender Engel dazwiſchen. Sie ſah gar nicht ein,
warum man den Roſenmontag in Mainz ohne ſie feiern
ſollte, ſie wollte mit, und zwar „wenn ſchon, denn ſchon”,
alſo auch zum Diner im Holländer Hof.
Sind Sie denn eigentlich mit von der Partie, Herr
von Haſſingen?
Exzellenz tat wieder gleichgültig und war doch ſehr
intereſſiert.
Aber gewiß doch, Mama! fiel Erika naſeweis ein,
während Leutnant Keßler ſpitzbübiſch vor ſich
hin=
lachte.
Hans von Haſſingen ſchien bereits etwas von der
Kaltblütigkeit Lenas profitiert zu haben, er wurde nicht
einmal mehr rot, als er ſagte:
Natürlich heißt auch meine Deviſe für morgen:
„Roſenmontag in Mainz”, aber nicht „Diner im
Hollän=
der Hof”, ich bin in erſter Linie Patient, Exzellenz haben
mich bis jetzt noch nicht als humpelnden Invaliden
geſehen, ich kann keinesfalls meine Kur gerade Montag,
nachdem ſchon Sonntag Pauſe war, unterbrechen, der
Oberſtabsarzt würde mich nicht ſchlecht anfauchen und
mich fragen, ob ich zur Kur oder zum Karneval nach
Wiesbaden gekommen wäre. Ich hoffe, nachmittags das
Vergnügen zu haben, in Mainz mit Ihnen
zuſammen=
zutreffen.
Alſo auch=erſt nachmittags?
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Nummer 239.
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SRasch u. völlig unschädlich wirkend.
Kicher de besheie Rhein, des nahr ſonte ais
Worte, das böſe, funkelnde Auge.
Und daneben tauchte jetzt das mattweiße, ruhige
Geſicht der jungen Frau auf, welche die Unterhaltung
gehört zu haben ſchien, denn ſie ſagte, näher tretend
und mit unverkennbar amüſiertem Lippenzucken:
Wir beide kommen als Nachzügler, Exzellenz, es
trifft ſich ja ganz nett, daß ich auch nicht ohne Kavalier
zu fahren brauche, es ginge wohl gar nicht — Herr von
Haſſingen hätte mir’s vielleicht auch ohne Kurzwang
nicht abgeſchlagen, wenn ich ihn gebeten hätte, mein
Kavalier zu ſein.
Sicherlich nicht, gnädige Frau!
Ihre lachenden Augen fanden ſich verſtändnisvoll,
die boshafte Exzellenz zog eine ſauer=ſüße Miene.
Der blonde Offizier begann, ſich köſtlich zu
amü=
ſieren, das ſah ja ganz aus, als ſolle ſich ein regelrechter
Kampf entſpinnen, bei dem er Partei ergreifen mußte:
Hie Schlettau, hie Rieding. Er kam nicht einmal dazu,
mit der jungen Frau ein paar ungeſtörte Worte zu
wechſeln, er hätte direkt unhöflich ſein müſſen gegen
die ältere Dame, und das verbot ihm Erziehung und
Gefühl.
Exzellenz ließ ihn bis zum Abſchied nicht von
ihrer Seite.
Die Damen gingen zu gleicher Zeit, die Offiziere
blieben, wie allſonntäglich zum einfachen Abendbrot;
Haſſingen hatte dieſe Abende bei der heiteren, alten
Dame immer ſehr behaglich gefunden, heute wäre er
kieber fortgegangen. Es kam ihm vor, als hätte er
die reizende junge Frau ſchutzlos einem böſen Drachen
überlaſſen.
Und als Keßler ihm ſein Bekreuzigungsmanöver
erzählte, wobei er wieder ſehr ernſthaft dreinſah und
ſehr wenig ernſthaft war, meinte ſein blonder Kamerad:
Die beiden Frauen haben etwas gegen einander,
haben Sie das nicht auch bemerkt, Keßler? Die Alte,
die übrigens mal gefährlich ſchön geweſen ſein muß, iſt
ja mit Bosheit geladen, ſobald ſie Frau von Rieding
nur anſieht.
Darüber kann uns vielleicht „Tantchen” aufklären,
man ſchwatzt ja doch immer über die Abweſenden, ſie
wird’s auch tun.
Beſagtes „Tantchen” war gerade hinausgegangen,
um nach dem Abendbrot zu ſehen, die Herren waren
allein in dem kleinen Salon mit ſeinen altmodiſchen
Mahagonimöbeln, den Porzellanſchäferinnen im
Glas=
ſchrank und dem perlengeſtickten Klingelzug neben der
Tür, der jetzt nur noch Dekorationsſtück war.
Der Frühlingshauch von Frau von Riedings
Veilchenparfüm miſchte ſich in den faden
Verweſungs=
geruch getrockneter Blüten aus einer geöffneten
Pot=
pourrivaſe.
Wie gefällt Ihnen die Kleine, Keßler? Wäre das
nichts für Sie?
Der Artilleriſt räkelte ſich in ſeinem Seſſel und
gähnte.
Man muß da hölliſch ſondieren, ehe man ſich
enga=
giert — ich bin mir noch nicht über dieſe junge Pflanze
klar. Ich wittere Moderduft — gefärbte Haare bei der
Jugend — da iſt irgendwo ſumpfiger Boden, aber es
kann auch nur die Mutter ſein oder das ganze Milieu
— der Vater iſt Hofmarſchall an einem kleinen, aber
übel berüchtigten Herzogshofe — von ſolcher Luft bleibt
immer etwas hängen — ich würde ohne weiteres ſagen:
eine ſchon im Keim verdorbene Mädchenblüte — aber
die Geſchmackloſigkeit ihrer Toilette iſt beruhigend und
läßt mich noch hoffen.
Mein lieber Neffe mokiert ſich ſchon wieder mal,
hören Sie nicht auf ihn, lieber Haſſingen, er iſt ein zu
ſcharfer Kritiker.
Fräulein von Meppen war unbemerkt eingetreten
und nahm den kleinen Leutnant ſcherzend bei den
hüb=
ſchen Ohren.
Es kann nie ſchaden, wenn man mit offenen Augen
durch die Welt geht, Tantchen, und deshalb wirſt Du
gleich mal mit über die Abweſenden reden und uns
erzählen, warum die beiden Frauen, die uns eben
ver=
ließen, ſich ſo lieben. Du warſt doch mit ihnen in
Bordighera zuſammen, als ſie ſich kennen lernten.
Die Liebe haſt Du auch ſchon wieder entdeckt?
Nee! Diesmal war’s Haſſingen, Tantchen.
Fräulein von Meppen verſprach, zu erzählen, was
ſie wußte, aber zuerſt bat ſie zu Tiſch.
(Fortſetzung folgt.)
Kl0 Stamd tnm Gn
Clgaretten-Fabrik,, Kios‟o E. Robert Böhme, Dresden.
Lieferant der französischen Tabak-Regie.
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Paar neue Herren=Schnürſchuhe. 1 lange goldene Damen=
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Goldrand. 1 goldener Ring mit blauem Stein und Zeichen H. 09. 1 goldener
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braunes Portemonnaie mit einem Lotterielos. 6 Schlüſſel an einem Ring. 1
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großer Schlüſſel. 1 graue blaugeſtreifte Knaben=Mütze. 1 Meſſing=Wagenkapſel.
1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 1004. 1 Radfahrer= und Automobil=
Land=
karte. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 1272. 1 großer und 2 kleine Schlüſſel
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mit einer Elferkarte für das Schwimmbad. 1 neues gelbes Portemonnaie mit einigen
Pfennigen Inhalt. 1 Studenten=Photographie und 1 Photographie von 2 Knaben in
einem Kuvert. 1 kleiner Schlüſſel. 1 Hundemarke mit der Nr. 9465 an einer ſchwarzen
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runder heller Schnalle. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger (Engelkopf). 1
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großem ovalen bläulichen Stein. 1 rundes Granat=Medaillon mit kleiner gold. Kette.
1 japaniſcher Goldgürtel mit Goldſchnalle. 1 Portemonnaie aus Seehundleder, innen
grün, mit 50 Pfennigen Inhalt. 1 weißes Taſchentuch, gez. C. 1 braunes
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monnaie mit 65 Pfennigen Inhalt und Wochenkarte Darmſtadt-Eberſtadt und Loſe
vom Obſt= und Kartoffelmarkt. 1 Radfahrer=Nummerplatte mit der Nr. 3096. 1 gold.
Vorſtecknadel, mattgold, in ungefährer Größe eines Zehnmarkſtücks und in der Mitte
eine helle Perle. 1 graues wollenes Kinder=Käppchen mit blauen Streifen. 1 brauner
Kinder=Schuh. 1 Metallbroſche (einen Hund darſtellend). 1 Manſchettenknopf (
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ſchliffener Rheinkieſel). 1 kleines rotes Pappſchächtelchen mit einem künſtlichen
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kiefer. 1 ſchwarzledernes Portemonnaie mit Klappverſchluß und 23 Mk. Inhalt.
1 ſchwarze Brieftaſche mit Notizbüchelchen nebſt 3 Eiſenbahnfreikarten. 1 graues kleines
Lederhandtäſchchen mit Metallkettchen. 1 Notenheft. 1 kleine goldene Broſche mit
3 blauen Steinchen in Blattform. 1 braunes Portemonnaie mit 80 Pfennigen Inhalt.
1 goldene Broſche in Dreieckform mit 1 Kleeblatt. 1 brauner Spazierſtock mit gebogenem
Griff und Silberbeſchlag. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 2701. 1 gelbes
Portemonnaie mit innen grünem Ausſchlag. 1 Kiſſeneinſatz. 1 Paar ſchwarze Damen=
Handſchuhe. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel mit dreieckiger Schnalle und Perlen
be=
ſetzt. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt und 1 Poſt=Ausweiskarte mit
der Nr. 133. 1 goldener Zwicker mit feinem Kettchen und Haken. 1 ſchwarzer
Samt=
gürtel mit runder bläulicher Schnalle. 2 Notenblätter. 1 goldene Broſche in Form
eines Schmetterlings. 1 brauner Filzhut und 1 brauner Spazierſtock. 1 gold. Damen=
Uhr mit der Fabrik=Nr. 813255 und deutſchen Zahlen. 1 Paket, enthaltend Barchent,
Zwirn und Beſenlitze. 1 zweireihiges Korallen=Kettchen mit goldenem Schloß. 1 Herren=
Regenſchirm mit braunem Griff. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit 2 Anhängern.
1 ſchwarzer Samt=Gummigürtel mit gelber Schnalle. 1 ſilb. Armreif mit Perlen beſetzt.
Zugelaufen bei Privaten:: 1 Pinſcher. 1 Foxterrier.
Entlaufen: 1 Dobermannpinſcher. 1 hellbrauner Pinſcher.
Entflogen: 1 junger Kanarienvogel. 1 zahmer Rabe.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(19742
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 3 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1 Boxer.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
ag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Zur Verhütung von Unglücksfällen ſehen wir uns wiederholt veranlaßt, die
Eigentümer und Führer von Fuhrwerken jeder Art auf die geltenden
Beſtim=
mungen über die Beleuchtung der Fuhrwerke nach Eintritt der Dunkelheit, ſowie
über Einhalten der rechten Straßenſeite und Fahren in gemäßigter
Geſchwin=
digkeit hinzuweiſen.
Die Schutzmannſchaft iſt zur ſtrengen Ueberwachung und gegebenenfalls
Anzeige=
erhebung angewieſen.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1910.
(19752md
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Bebanungsplan für die Gartenvorſtadt Dieburger Straße-Hohler Weg.
Von dem, von Großh. Miniſterium des Innern gutgeheißenen generellen
Be=
bauungspla nfür die Gartenvorſtadt Dieburger Straße-Hohler Weg ſoll zufolge Beſchluß
der Stadtverordneten=Verſammlung vom 1. v. Mts. der Teil für das Gelände zwiſchen
der nördlichen Fluchtlinie der Dieburger Straße, der neuen Odenwaldbahnlinie, dem
Hohlen Weg und der Faſanerie zur endgültigen Genehmigung gelangen. Der hierüber
aufgeſtellte Plan liegt in der Zeit vom 13. bis einſchließl. 28. I. Mts. während der
Dienſtſtunden auf dem Stadtbauamte, Grafenſtraße Nr. 30, offen. Einwendungen gegen
den Plan ſind bei Meidung des Ausſchluſſes mündlich zu Protokoll oder ſchriftlich dort
vorzubringen.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1910.
(19770ms
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Ekert.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Ausführung der an die ſtädtiſche
Waſſerleitung anzuſchließenden Waſſerverſorgungs=Einrichtungen im Innern der
Gebäude und Grundſtücke nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen darf, die ſich bei
der unterzeichneten Verwaltung verpflichtet haben, alle vorkommenden einſchlägigen
Arbeiten auf Grund der Satzungen über Abgabe von Waſſer aus dem ſtädtiſchen
Waſſerwerk und unter gewiſſenhafter Beachtung der beſonders erlaſſenen Beſtimmungen
auszuführen.
Zurzeit ſind folgende Firmen berechtigt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. L. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 52.
5. Heinrich Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
6. Karl Darmſtädter, Kiesbergſtr. 9.
7. Theodor Dilling, Kaſinoſtr. 27.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11.
9. Friedr. Ewald Nachf., Soderſtr. 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8½.
11. Gg. Aug. Fink, Lauteſchlägerſtr. 8.
12. Hch. Frick, Kahlertſtr. 31.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
14. Franz Geiger, Karlſtr. 36.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtr. 6.
16. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
17. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
18. Philipp Handſchuh,
Schloßgarten=
ſtraße 37.
19. Ludw. Heppenheimer, Luiſenſtr. 2.
20. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
21. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
22. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
23. Balthaſer Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.
24. Heinrich Jung, Bleichſtr. 11.
25. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
26. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
27. Adolf Kling, Rheinſtr. 17.
28. Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.
30. Phil. Kraus Nachf., Karlſtr. 51.
31. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
2. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
33. Ludw. Luck, Lichtenbergſtr. 26.
34. Val. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtr. 54.
35. Ph. Maul, Eliſabethenſtr. 29.
36. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
37. Aug. Neumeyer Witwe, Große
Ochſengaſſe 22.
38. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
39. Heinrich Pauli, Orangerieſtr. 7.
40. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
41. Wilhelm Preußner, Bleichſtr. 40.
42. Karl Rockel Nachf., Schützenſtr. 4.
43. G. W. Roth, Moosbergſtr. 32 u. 97.
44. Jean Rühl, Saalbauſtr. 24.
45. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
46. Friedrich Schiller, Tannenſtraße 7.
47. Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
48. Heinrich Schwarz, Hochſtr. 20.
49. Leonh. Sommer, Mühlſtr. 20.
50. Karl Tänzer, Marktplatz 7.
51. Mich. Vollrath, N.=Ramſtädterſtr. 51.
52. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
53. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
54. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
55. Karl Wenz, Wendelſtadtſtr. 46.
56. Karl Zahrt, Hofſtallſtr. 10.
29. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
Die ſämtlichen Firmen haben ihre Preis=Tarife auf dem Geſchäftszimmer der
unterzeichneten Verwaltung, „Waldſtraße 19‟, eingereicht, wo dieſelben von Intereſſenten
eingeſehen werden können.
(19146ism
Darmſtadt, den 1. Oktober 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Fortbildungsſchule für die aus der Volksſchule entlaſſene
männ=
liche Jugend.
Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen Fortbildungsſchule für den Winter
1910/11 findet Montag, den 17. ds. Mts., 5 Uhr nachmittags, ſtatt,
und zwar für die Schüler des vormaligen Stadtbezirks Darmſtadt im Schulhaus
am Ballonplatz, ſowie im Schulhaus in der Müllerſtraße, für die Schüler der
vormaligen Gemeinde Beſſungen im Schulhaus in der Ludwigshöhſtraße.
Zum Beſuche der Fortbildungsſchule geſetzlich verpflichtet ſind alle diejenigen
jungen Leute, die in den Jahren 1908, 1909 und 1910 aus den hieſigen Volks= und
Mittelſchulen entlaſſen worden ſind, und diejenigen, die nach ihrer Entlaſſung aus
Schulen anderer Gemeinden ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden
Schulunter=
richt zu genießen. Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche der
Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung alsbald ſchriftlich an
Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt (Neckarſtraße Nr. 3) zu richten. Nach
dem 15. Oktober einlaufende Geſuche können keine Berückſichtigung mehr finden.
Bis zur erfolgten Entſcheidung dieſer Behörde muß die Fortbildungsſchule
beſucht werden. Die Geſuche müſſen von den Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und
unterſchrieben ſein und Angaben enthalten über: Alter, Heimatsort, Namen und
Ge=
ſchäft der Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch, dermalige Beſchäftigung des Schülers. In
den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung beanſprucht wird;
außerdem ſind Art ſowie Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen
Unterricht erteilenden Lehrer zu bezeichnen.
Die Schüler, die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für Bauhandwerker und
Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule der Gewerbeſchule (der Beſuch einer
Fachklaſſe oder des Zeichenunterrichts allein befreit nicht von der obligatoriſchen
Fort=
bildungsſchule) oder die kaufmänniſche Schule dahier beſuchen, ſind von dem Beſuche
der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit, ebenſo diejenigen Schüler der
landwirt=
ſchaftlichen Winterſchule, welche letztere bereits zwei Jahre mit günſtigen Zeugniſſen
beſucht haben.
Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stellvertreter, ebenſo Dienſtherrſchaften
und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge Leute im Dienſt oder in der Lehre haben, ſind
kraft des Geſetzes verpflichtet, die jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule
anzuhalten (Artikel 24 des Schulgeſetzes und § 120, Abſatz 2 der deutſchen Gewerbordnung).
Die Behauptung, der Schulpflichtige ſei zur Zeit des Unterrichts im Geſchäfte der
Eltern, Lehrherren oder Dienſtherrſchaft unentbehrlich, kann nicht zur Entſchuldigung
dienen; vielmehr iſt den Schülern die zum Beſuche der Fortbildungsſchule nötige Zeit
und zwar ſelbſtverſtändlich in der Ausdehnung zu laſſen, daß ſie ſich vor Beginn des
Unterrichts genügend waſchen und ankleiden, auch eſſen können. Zuwiderhandlungen
werden mit einer Polizeiſtrafe von 2 bis 20 Mk. beſtraft (Art. 25 des Schulgeſetzes).
Unentſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen (ie 20 Pfg., im
Wiederholungsfalle 40 Pfg.), welche nötigenfalls durch Haft nach Maßgabe der §§ 28
und 29 des Reichsſtrafgeſetzbuches vollſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe
Abholung in die Schule, wofür 10 Pfg. für den Abholenden zu entrichten ſind. Die
Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1908/09 und 1909/10 die
Fortbil=
dungsſchule dahier ſchon beſuchten, haben ſich am 17. Oktober, 5 Uhr
nachmit=
tags, in den Turnſälen derjenigen Schulhäuſer dahier einzufinden, in welchen ſie in
den früheren Jahren Unterricht empfingen.
Die Schüler, die Oſtern 1910 aus der Stadtknabenſchule 1 und II, aus der
Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße, ſowie aus der Knabenmittelſchule I und II
entlaſſen worden ſind, haben ſich zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes
am Ballonplatz einzufinden.
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen Schulpflichtigen
müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am Ballonplatz ſtellen.
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen wohnenden Schüler aus
den drei Jahrgängen 1908, 1909 und 1910 haben ſich Montag, den 17. d. Mts.,
4 Uhr nachmittags, in der Turnhalle des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße Nr. 42
einzufinden.
Es beſteht kein Unterſchied mehr zwiſchen Tages und Abendklaſſen: die
Unter=
richtsſtunden für alle Klaſſen können in die Zeit zwiſchen 2 und 7 Uhr nachmittags
ge=
legt werden. Die Klaſſen, in denen Zeichenunterricht iſt, haben wöchentlich 9 Stunden,
die übrigen Klaſſen haben 7 Stunden Unterricht.
Der Fachzeichenunterricht in den Klaſſen der Metallarbeiter und
Bauhand=
werker wird von einem Maſchinentechniker und einem Architekten erteilt, in der
Konditorfachklaſſe unterrichten im Zeichnen, Modellieren und
Gewerbe=
kunde zwei Konditoren.
Alle Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahren 1908, 1909 und 1910
die von dem Beſuche der Fortbildungsſchule befreit ſein wollen, haben — auch
wenn ſie ſchon um Befreiung bei Großh. Kreisſchulkommiſſion eingekommen ſind — in
den Turnhallen der genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 17. d. Mts.,
nachmittags präzis 5 bezw. 4 Uhr, zu erſcheinen.
Zu den Eltern, Lehr= und Dienſtherren ſprechen wir auch diesmal das Vertrauen
aus, daß ſie den großen Nutzen des der männlichen Jugend unentgeltlich gebotenen
Fortbildungsunterrichts erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die Zwecke der
Schule durch Ueberwachung des Schulbeſuchs und Anſpornung der Schüler zur
Folg=
ſamkeit gegen Vorſteher und Lehrer der Schule, ſowie zu Fleiß, Ordnung und guter
Sitte in und außerhalb der Schule zu fördern.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1910.
(19479sms
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
Dr. Gläſſing.
Ausführung von Gasaulagen im Innern
der Gebäude und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=Anlagen im
Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das Rohrnetz des ſtädtiſchen
Gas=
werks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie alle Erweiterungen, Veränderungen und
Reparaturen darf nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen, die von Großherzoglicher
Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und gewiſſenhafter Beobachtung der
hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. Karl Bohl, Blumenthalſtr. 107.
5. Lud. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 54. 139. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
6. Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33. 140. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
7. Karl Darmſtädter, Sandbergſtr. 66. 141. Ludw. Luck, Gutenbergſtr. 27.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11. 142. V. Marquardt u. Ph. Wamſer,
9. Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz)
Soder=
ſtraße 49 und 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a. 44. Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
11. Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
12. Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
4. Franz Geiger, Karlſtraße 36.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6. 48. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
16. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
17. Guſtav Göckel, Karlſtr. 12.
18. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
ſtraße 37.
20. Ludwig Heppenheimer, Luiſenſtr. 2. 53. G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
21. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80. 154. J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
22. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
23. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
24. Balthaſar Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42. 157. Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
25. Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
26. Karl Jung, Kaplaneigaſſe 17.
27. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
28. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
Rheinſtr. 5.
30. Robert Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.163. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
31. Georg Keil, Kirchſtr. 17.
32. Auguſt Keller, Hohler Weg 11.
33. Adolf Kling Nachf. (Inh. A. u. L.66. Val.
Kling), Rheinſtr. 17.
167. Karl
34. Klink & Rettberg, Ludwigsplatz 8½.68. Karl
35. Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1910.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung.
Friedrich,
136. Philipp Kraus Nachf. (Inh. Adam
Bender), Karlſtraße 51.
37. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
38. Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
Dieburgerſtraße 54.
43. Philipp Maul, Eliſabethenſtraße 29.
145. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
46. Aug. Neumeyer Wwe., Gr.
Ochſen=
gaſſe 22.
47. Heinrich Ningler, Landwehrſtr. 47.
49. Heinrich Pauli, Orangerie=Allee 7.
50. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
51. F. W. Preußner, Bleichſtraße 40.
19. Philipp Handſchuch, Schloßgarten= 52. Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
Momberger), Schützenſtr. 4.
55. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
56. Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7.
58. Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
159. Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
60. Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
161. Karl Tänzer, Marktplatz 7.
29. Gg. Kaiſer, Inh.: Marg. Haun, 162. Michael Vollrath, Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße 51.
64. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
65. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Nummer 239.
e
Prüfen Sie die Sohlen
Prüfen Sie die Kappen
Prüfen Sie das Oberleder
(19749
050
50
relslagen: 3— & 5. 6- 6— 7— 3—
Speier'Schuhwarenhaus
Ludwigstraße 16
Inh. P. Wildau
Ludwigstraße 16
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Nürnberg, München, Stuttgart, Straßburg, Köln, Aachen, Leipzig, Linden, Hannover, Hamburg, Breslau, Dortmund.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 26. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Georg Friedrich Göbel
Ehe=
leuten dahier gehörige Liegenſchaft:
Fl
um
V 315¾/10 224 Hofreite Kaupſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K123/10
Darmſtadt, den 9. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D17722,6
Speise-Kartonenn
in gut auserleſener Ware für den
Winterbedarf
Induſtrie
Ztr. Mk. 3.75
Mäuschen, gelbe „ „ 8.—
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Telephon 1598.
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1 ſchrank m. Zubeh., 2 große Tiſche billig
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*25168)
(Halbſtück) billig
zu verkaufen
Wienersſtraße 74.
Verſteigerungs=Anzeige.
Freitag, den 14. Oktober ds. Js., vormittags 10 Uhr,
werden auf freiwilligen Antrag des Adam Knieß III. in Eberſtadt in deſſen
Be=
hauſung, Heidelbergerſtr. 7, wegen Aufgabe des Fuhrwerks folgende Gegenſtände
verſteigert:
2 Wagen, 4 Pflüge, 1 Egge, 1 Pfuhlfaß, Ketten, 2 Paar Steinleitern, 1 Paar
Holzleitern, 1 Paar Kaſtenleitern, ca. 30 Kiefern=Bord, ca. 20 m Buchen=
Scheitholz und mehrere Gegenſtände.
Eberſtadt, am 10. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Eberſtadt.
Schäfer.
(19827mdf
Berdingung.
Die Erd=, Maurer= Aſphalt= und Dachdeckerarbeiten bei den Stallerweiterungen
der II/61 zu Babenhauſen (Heſſen) ſollen in einem Los öffentlich verdungen werden.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Neubaubureau (4. Batteriebau, Zimmer
Nr. 62) in der Artill.=Kaſerne zu Babenhauſen offen, woſelbſt auch die
Verdingungs=
anſchläge gegen Erſtattung von 1 Mk. bezogen werden können. Die ausgefüllten
An=
gebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben ſind verſchloſſen und mit entſprechender
Auf=
ſchrift verſehen, poſt= und beſtellgeldfrei bis zum 18. Oktober 1910, vormittags
10¾ Uhr, an das obengenannte Baubureau einzuſenden, zu welcher Zeit die Eröff=
(19754
nung erfolgt. Die Zuſchlagsfriſt beträgt 4 Wochen.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Babenhauſen (Heſſen.)
Die in der Zeit vom 1. November 1910 bis 31. Oktober 1911 in den Küchen des
Bataillons erforderlichen Kolonialwaren, Kartoffeln, Gemüſe, Milch und ſonſtigen
Beköſtigungsmitteln (ausſchließlich Fleiſch= und Wurſtwaren), ſowie die Abnahme der
Küchenabfälle (Spülicht, Knochen und Konſervenbüchſen) ſollen vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche des Bataillons (Alexanderſtr.)
eingeſehen werden.
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: „Angebot auf Lieferung von
Küchen=
bedürfniſſen” und Proben ſind bis zum 17. ds. Mts., mittags 12 Uhr, an die
unterzeichnete Küchenverwaltung einzureichen.
Der Vergebungstermin findet am 22. ds. Mts., 10 Uhr vormittags, im
Unteroffizier=Speiſeſaal des I. Bataillons ſtatt.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1910.
(19641om
Die Küchenverwaltung
des I. Bataillons Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115.
von Eickſtedt, Hauptmann und Vorſtand.
Bekanntmachung.
Die Lieferung des Bedarfs an Viktualien, Milch, Gemüſe, Kartoffeln,
Back=
waren, ſowie die Abgabe des Spülichts und der Speiſereſte ſoll für die Zeit vom
1. November 1910 bis 31. Oktober 1911 vergeben werden.
Schriftliche Angebote ſind bis zum 17. ds. Mts., 12 Uhr mittags, verſiegelt und
mit entſprechender Aufſchrift verſehen, auf dem Bataillons=Geſchäftszimmer im neuen
(19797md
Wirtſchaftsbau abzugeben.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche eingeſehen werden.
Der Zuſchlag wird ſeitens des Bataillons ſchriftlich mitgeteilt.
Küchenverwaltung II. Bataillons Leibg.=Inf.=Regts. Nr. 115.
Die Lieferung
des Bedarfs an Kartoffeln, Kolonialwaren (ausſchließlich Kaffee und Konſerven), Eier,
Milch, Butter, Brot, ſowie Abnahme des Spülichts und der Knochen ſoll für die Zeit
vom 1. November 1910 bis 31. Oktober 1911 vergeben werden. Schriftliche Angebote
ſind bis zum 18. Oktober 1910, vormittags 9 Uhr, verſiegelt und mit
entſprechen=
der Aufſchrift verſehen auf dem Geſchäftszimmer (Zimmer 66) abzugeben, woſelbſt auch
die Lieferungsbedingungen eingeſehen werden können.
(19652om
Küchenverwaltung Garde=Dragoner=Regiments (1. Großherzoglich
Heſſiſches) Nr. 23.
Verdingung.
Bei der unterzeichneten Küchenverwaltung ſollen für die Zeit vom 1. November
1910 bis Ende Oktober 1911 nachbenannte Lieferungen uſw. verdungen werden.
Los I: Kartoffeln,
Los II: Kolonial= und Materialwaren,
Los III: Eier,
Los IV: friſches und eingemachtes Gemüſe,
Los V: Milch und Molkereiprodukte,
Los VI: die Abnahme des Spülichts, ſowie der Knochen und der
Blechbüchſen.
Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Zahlmeiſter=Geſchäftszimmer des
Regiments — Holzhof=Allee 25 — offen und können täglich in der Zeit von 8 bis
12 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags eingeſehen werden. Auch ſind
dieſelben zum Selbſtkoſtenpreis von 1 Mk. daſelbſt erhältlich.
(19460sm
Angebote ſind, mit entſprechender Aufſchrift verſehen, bis zum 15. Oktober 1910
verſiegelt einzureichen; die Eröffnung derſelben findet am 17. Oktober 1910 um. 10 Uhr
vormittags ſtatt.
Der Zuſchlag wird bis 25. Oktober 1910 vorbehalten.
Darmſtadt, im Oktober 1910.
Küchenverwaltung des Leib=Dragoner=Regiments Nr. 24.
Küchenlieferung.
Der Bedarf an Kolonialwaren, Eier, Käſe, Grüngemüſe, Backwaren,
Molkerei=
produkten und Kartoffeln, ſowie Abnahme der Küchenabfälle für die Abteilungsküche
ſoll für die Zeit vom 1. November 1910 bis 31. Oktober 1911 verdungen werden.
Schriftliche Angebote, bezeichnet mit der Aufſchrift: „Angebot auf Lieferung von
Küchenbedürfniſſen,” ſind verſiegelt bis zum 20. Oktober 1910, früh 9 Uhr, einzureichen.
Lieferungsbedingungen können in der Kaſerne, Heidelbergerſtraße, Zimmer 15,
ein=
geſehen werden. — Verdingungstermin daſelbſt 22. Okober 1910, 10 Uhr vormittags.
Zuſchlagsfriſt bis 25. Oktober 1910.
(19769ms
Darmſtadt, den 10. Oktober 1910.
Küchenverwaltung II. Abteilung Feld=Artillerie=Regts. Nr. 25.
IIIIIIIIIIMMMAEMMMMf
Luisenstrasse 10.
Luisenstrasse 10.
Leiter:
Emil Held
Hieron. Schneider
Handelslehrer u. beeid, Bücher-Revisor. Handelslehrer u. Bücher-Revisor.
Gründliche Ausbildung für:
Kaufmänn, Beruf in 4, 6monatl. und Jahres-Kursen.
Fortbildungsschule in getrennten Kursen, durch deren Besuch die
Teil-
nehmer von der oblig. Fortbildungsschule befreit sind.
Stenographie nach Gabelsberger
Maschinenschreiben nach verschiedenen Systemen.
Fremde Sprachen, bes. Korrespondenz: Engl., Franz., Spanisch, Ital.
Der Unterricht wird durch praktisch ausgebildete u. staatl. gepr. diplom.
Handelslehrer erteilt.
(16380a
Neue Kurse beginnen am 10. Oktober 1910.
Anmeldungen, bes. der Fortbildungsschüler, mögl. frühzeitig erwünscht.
Prospekte gratis; mündliche Auskunft i. d. übl. Geschäftsstunden, vormittags
8—129/ Uhr und Nachm., ausgen. Mittwoch und Samstag-Nachmittags.
In
Sait ente unt entechtete
Hessische Handelslehranstalt
am Ernst-Ludwigsplatz.
Darmstadt
Rheinstrasse 1
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Wintersemester beginnt Dienstag, 4. Oktober, vormittags 8 Uhr.
(18068a
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
Darmstädter Pädagodium
Telefon 1045
Heerdweg 58
staatlich konzessionierte und beaufsichtigte Privatschule
mit dem Lehrplan der Oberrealschulen, Realgymnasien und Gymnasien (Sexta bis
Oberprima). Kleine Klassen, daher möglichste Berücksichtigung der
Individualität. Sorgfältige Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und
Abiturienten-Examen, auch für Damen. An der Anstalt unterrichten 14 Lehrer.
1908/1910 bestanden: 22 Abiturienten, 11 für Prima, 40 Einjährige und
12 für andere Klassen. Anmeldungen werden entgegengenommen in der
Privatwohnung Hochstrasse 58.
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B17879)
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Gegründet 1878
Mühlstraße 70
Direktor: Wilhelm Süß
Gegründet 1878
Das Schuljahr beginnt Donnerstag, den 13. Oktober. Anmeldungen werden
jederzeit entgegengenommen. Proſpekte ſind unentgeltlich bei der Direktion und in der
Hofmuſikalienhandlung Gg. Thies Nachfolger, Eliſabethenſtraße, zu haben. (18461a
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4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,00 4 Ruſſen v. 1902 . F₰ .
Kurſe vom 11. Oktober 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3½ Deutſche Reichsanl. . 92,50
*3,40
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
92,50
3½ do. Conſols .
83,40
8 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,20
93,20
do.
3½
83,25
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,10
do.
91,20
3½
81,90
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 101,20
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,30
91,10
do.
80,50
do.
3. Sächſiſche Reute . . . 83,00
4 Württembergerv. 1907 101,80
do.
92,40
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 46,70
3¾ Italiener Rente . . . 103,10
½ Oeſterr. Silberrente .
97,10
do. Goldrente . . 98,30
do. einheitl. Rente 93,40
Portug. unif. Serie I 65,00
do. unif. Ser. III 66,80
do.
Spezial.
Rumänier v. 1903 . . 102,00
do. v. 1890 . . 94,60
do. v. 1905 . . 91,00
4 Ruſſen=v. 1880 ₰. 2.4?
4½ do. v. 1905 . .
3½ Schweden.
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903
4 do. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente . .
4 do. Staatsrente .
5 Argentinier . . . . . .
do.
4½ Chile Gold=Anleihe .
5 Chineſ. Staatsanleihe
do.
4½
4½ Japaner .
.
5 Innere Mexikaner .
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904
5 Gold=Mexikaner .
InProz.
92,80
100,20
91,60
86,50
94,30
93,80
91,75
101,00
91,00
93,50
102,25
99,50
99,90
95,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
.. 143,80
4 Nordd. Lloyd
.109,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,10
Aktien ausländiſcher
Trausportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 109,20
4 Gotthardbahn a 9.0
InProz.
3).
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 162,50
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,10
4 Pennſylvania R. R. 130,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,00
Werger=Brauerei . . . 74,00
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 491,00
Fabrik Griesheim . . . . 262,80
Farbwerk Höchſt . . . . . 540,25
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
.343,50
Lahmeyer .
117,00
Schuckert .
. . 162,50
Siemens & Halske . . . 233,30
Adlerfahrradwerke Kleyer 450,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 233,50
Gelſenkirchen .
.219,00
Harpener .
.
.189,75
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb .
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Prioritäts=
Obligationen.
½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,80
4 Pfälzer Prt.
. . 100,90
do.
3½
91,90
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,20
do. ſteuerfrei .
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
97,60
do. alte
5 Oeſterr. Südbahn . .
do.
80,00
do.
57,30
Raab=Oedenburger . . 75,40
Ruſſ. Südweſt..
90,40
Kronpr. Rudoljbahn.
B7.
2¾/10 Livorneſer . . . . . .
4 Miſſouri=Pacific .
4 Bagdadbahn Mk. 408
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . .
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ.
Darmſtädter Bank
*
Deutſche Bank .
Deutſche Vereinsbank
Diskonto=Geſellſchaft
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk.
Nationalbk. f. Deutſchl.
Pfälzer Bank
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank 138,50
4 Wiener Bank=Verein 140,70
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
3½ do. S. 19. . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Banl
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
3½
do. (unk. 1914)
4 Südd. Bd.=Kr.=Bl.=Pf.
3½
In Proz.
74,50
80,00
85,75
102,00
165,90
131,30
256,10
126,75
189,30
161,70
120,60
127,50
105,00
144,00
100,00
92,00
90,50
101,40
92,10
100,60
91,00
100,00
92,40,
InProz.
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
P.
91,50
3½ do.
ra 100,90
4 Frankfurt .
95,00
3½ do.
100,20
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
100,10
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
99,50
3½ do.
4 Mannheim .
3½ do.
4 München
100,00
3½ Nauheim
90,80
4 Nürnberg.
100,00
3½ do.
4 Offenbach.
3½ do.
99,40 4 Wiesbaden . eeex 100,90
100,50 3½ do.
4 Worms . . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886₰ „ 79,50
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
90,50 j 3½ Cöln=Mindner „ 100
100,30 1 5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl. Komm, 2100
In Proz
Bf.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. .
4 Oeſterr. 1860er Loſe 175,00
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer ſi. 150 115,10
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl.
Braunſchweiger Tlr. 20 212,50
Freiburger Fs. 15
Mailänder
Fs. 45 132,00
do.
Fs. 10
Meininger
fl.
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 553,00
do. v. 1858 „ 100 445,00
Ungar. Staats „100 387,50
Venediger
Frs. 30 41,20
Türkiſche
„ 400 180,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,17
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . . . 20,42
Franzöſiſche Noten . . . . 81,15
Holländiſche Noten . . . . 169,45
Italieniſche Noten . . . 80,80
Oeſterr.=Ungariſche Noten
Ruſſiſche Noten . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,90
Reichsbank=Diskonto .
5%
Reichsbank=Lombard Zäf. 6%
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Seite 14.
Vermiſchtes.
— Neſterbauende Fiſche. Erſtaunlich iſt die
Frucht=
barkeit der Fiſche. Der Hering legt 50000 Eier, der
Hecht 100000, der Barſche produziert 300000 Stück und
beim Wels und Stör geht es bereits in die Millionen.
Aber nicht alle Fiſche ſind ſo fruchtbar. Man kennt
Fiſche, die nur einige hundert oder gar nur einige
Dutzend Eier legen, und bei ihnen muß ſchon für den
Schutz der Nachkommenſchaft etwas getan werden,
wenn die Art erhalten bleiben ſoll. M. Hagenau
be=
richtet in einem in der „Gartenlaube” ſoeben
er=
ſchienenen Aufſatz über die Brutpflege bei Fiſchen, auf
wie mancherlei Art die Fiſche ihre Brut großziehen.
U. a. gibt es auch Fiſche, die nach Art der Vögel Neſter
bauen. Höchſt intereſſant iſt es, was er vom Stichling
zu ſagen weiß, der im Neſtbau unter den Fiſchen obenan
ſteht. Von den beiden im Süßwaſſer vorkommenden
Arten baut der dreiſtachelige das Neſt auf dem Grunde
des Waſſers, ſodaß es mit der Zeit vom Sand und
Schlamm bedeckt wird. Bei weitem zierlicher iſt der
Bau des neunſtacheligen Stichlings, der im Gewirr
der Waſſerpflanzen aufgehängt wird. Das Männchen
ſammelt eifrig abgefallene Zweiglein, Gräſer,
Pflan=
zenſtengel und webt aus ihnen eine Röhre, durch die
es ſich durchzwingen kann. Das tut es auch
wieder=
holt, um das Innere zu glätten und wirklich
röhren=
förmig zu geſtalten. In dieſes Neſt treibt nun der
Stichling die Weibchen, deren er habhaft wird, der
Reihe nach hinein. Haben ſie hier gelaicht, ſo werden
die Eier beſamt und der Stichling webt die eine
Oeff=
nung des Neſtes zu und hält vor der anderen die
treueſte Wacht. Durch Bewegung der Floſſen führt
er den Eiern ſauerſtoffreiches Waſſer zu, und mit
wahrem Heldenmut vertreibt er jeden, ſelbſt ihm
über=
legenen Feind, und wenn es nicht anders geht, ſo
opfert er ſein Leben für ſeine Brut. Die Weibchen
muß er auch fernhalten, denn dieſe haben kannibaliſche
Gelüſte und würden ohne weiteres ihre eigenen
Kin=
der verzehren.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
6—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene: Am 2. Okt.: dem Fahrburſchen Jakob
Neff, Eliſabethenſtraße 61, ein S. Johann Peter. Dem
Lokomotivheizer Karl Dietz, Neue Ireneſtraße 62,
eine T. Eliſabeth Anna Margar. Am 6.: dem
Fabrik=
arbeiter Jakob Klinger, Arheilger Straße 53, eine T.
Margar. Helene. Am 7.: dem Dachdecker Ad. Reich,
Obergaſſe 40, eine T. Helene. Am 4.: dem Schweizer
Johannes Eberhardt, Erbacher Straße 140, eine T.
Maria Karoline. Am 7.: dem Schneidermeiſter Johs.
Scherf, Marktplatz 12, ein S. Wilhelm Jakob
Bern=
hard. Am 3.: dem Ziegler Johann Fuchs, Arheilger
Straße 92, ein S. Johannes Guſtav. Dem Kaufmann
Friedrich Lang, Lichtenbergſtraße 87, ein S. Friedrich
Hans. Am 8.: dem Handelsmann Schmul
Pace=
nowski, Holzſtraße 24, eine T. Roſa. Am 6.: dem
Zä=
pfer Wilhelm Pfeifer, Frankfurter Straße 105, eine
T. Marie. Am 3.: dem Schaffner und Wagenführer bei
der elektriſchen Straßenbahn Ludwig Netz, Arheilger
Straße 90, eine T. Anna Margar. Kathar. Henr.
Phi=
lippine. Am 4.: dem Fahrburſchen Leonhard
Men=
ges, Hölgesſtraße 13, eine T. Marie. Am 9.: dem
Bier=
brauer Karl Buchinger, Fuhrmannsſtraße 11, eine
T. Franziska.
Aufgebote: Am 7. Okt.: Landwirt Georg Konrad
Schmunk in Roßdorf mit Landwirtin Anna Fornoff
in Fränkiſch=Crumbach. Kaufmann Hermann
Höch=
ſter, Ludwigshöhſtraße 1, mit Settchen Wartensleben
in Ober=Ramſtadt. Poſtbote Michael Steinbacher,
Eliſabethenſtraße 30, mit Kath. Bickelhaupt in
Bens=
heim. Sergeant im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23
Heinrich Lindenſtruth, Marienplatz 1, mit Anna
Bar=
bara Noll in Altenburg. Magazinarbeiter Simon
Friedrich Winkel, Heinheimerſtraße 7, mit Dienſtbote
Dorothea Rindfrey, Mühlſtraße 74. Am 8.:
Dampf=
ſchiffsführer Karl Friedrich Otto Böttcher in
Bran=
denburg a. Havel mit Emma Emilie Dietrich in
Gerbſtedt. Schreiner Wilhelm Johannes Greiner in
Ravensburg mit Fabrikarbeiterin Eliſab. Dauth,
Nummer 239.
ebendaſelbſt. Landwirt Wilhelm Keller in Melbach
mit Mathilde Walther in Geiß=Nidda. Am 10.:
Ser=
geant im Feldartillerie=Regiment Nr. 25 Wilh. Becher
hier mit Kathar. Berger in Beerfelden. Schloſſer
Heinrich Weiler, Dornheimer Weg 2, mit Hildegard
s Hofmann, Thalheim, Oberamt Heilbronn. Dipl.=
Ingenieur Hans Toby Raab, Georg Marienhütte,
Landkreis Osnabrück, mit Anna Louiſe Beate
Rau=
tenbuſch, Wienersſtraße 97.
Eheſchließungen: Am 5. Okt.: Diplom=Ingenieur
Albert Böhl in Frankfurt a. M. mit Maria Hipp,
hier. Kommiſſar. Oberlehrer Heinrich Müller in
Wittenberge mit M. Margar. Eliſe Amalie Schaaf in
Allmenrod. Am 6. Kaſſenbote Ludwig Hauer, hier
mit Maria Volk in Oberſpay. Am 8.: Kontrolleuk
Wilhelm Schmidt in Frankfurt a. M. mit Helene
Mohr, hier. Schloſſer Georg Schönberger mit
Eliſab. Köbler, beide hier. Gärtner Heinrich
Bu=
chert mit Katharina König, beide hier.
Finanzaſpi=
rant Friedrich Hille mit Wilhelmine Büttner, beide
hier. Oberpoſtaſſiſtent Friedrich Schmidt in
Frank=
furt a. M. mit Helene Vatter, hier. Spengler= und
Inſtallateurmeiſter Johann Beck mit Marie Henze,
beide hier. Sergeant im Feldartillerie=Regiment Nr.
25 Jakob Lehrian mit Ottilie Sigmund, beide hier.
Maſchinenſchloſſer Emil Schott mit Verkäuferin
Kathar. Lang, beide hier. Eiſendreher Georg Peth
mit Maria Blitz, beide hier. Am 10.: Schauſpieler
Georg Sollinger mit Eliſabeth Schwaighofer, beide
in Rottach. Modelleur und Zeichner Karl
Adelsgru=
ber mit Maria Ganßmann, beide hier.
Geſtorben: Am 6. Okt.: Eliſ. Schmidt, T. des
Schloſſers, 1 Jahr, ev., Wixhauſen. Anna
Klein=
ſchmidt, T. des Tagl., 4 Mon., ev., Pankratiusſtr. 26,
Agnes v. d. Becke geb. Wenk, Witwe des Chemikers,
57 Jahre, ev., Soderſtraße 101. Am 7.: Joh. Wilh.
Heckhaus, T. d. Händlers, 5 Mon., ev., Obergaſſe 44,
Am 8.: Buchdrucker Joh. Schmitt, 75 Jahre, ev.,
Lie=
bigſtraße 10. Am 9.: Kätha Netz, ohne Beruf, 40 Ja,
ev., Grüner Weg 9. Landwirt Gg. Trietſch IIII., 67
Jahre, ev., Fränkiſch=Crumbach. Tagl. Adam.
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Seite 16,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Nummer 239.
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Wiesbaden und Mainz.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Nummer 239.
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N5 239.
Mittwoch, 12. Oktober.
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Seite 24z
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Oktober 1910.
Nummer 239.
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Gefängnisſtrafen für vornehme
Schmuggler.
C Der Kampf der amerikaniſchen Zollbehörden
gegen das Schmuggelunweſen, das in den letzten
Jah=
ren gerade in den Kreiſen der reichen Amerikaner
immer mehr überhand genommen hat, gewinnt
ſchär=
fere Formen; der höchſte Gerichtshof hat nach langen
Beratungen und Verhandlungen nun den Beſchluß
ge=
faßt, daß Schmuggler künftig nicht mehr allein mit
einer Geldſtrafe, ſondern ausnahmslos auch mit
Ge=
fängnis beſtraft werden ſollen. Der Beſchluß hat in
Amerika ungeheures Auffehen erregt, und die
Sta=
tionen für drahtloſe Telegraphie ſind mit Depeſchen
überhäuft, in denen die auf den Schnelldampfern
heim=
kehrenden Amerikaner von Angehörigen und
Freun=
den verſtändigt und gewarnt werden.
Erſt am Montag wieder haben die New=Yorker
Zollbehörden einen umfangreichen Juwelenſchmuggel
aufgedeckt, bei dem die Beſitzer der Edelſteine auf den
Einfall gekommen waren, die koſtbaren Pretioſen in
— Gorgonzolakäſen zu verſtecken. Der amerikaniſche
Zuckermagnat, den man vor einiger Zeit ebenfalls
beim Juwelenſchmuggel ertappte, iſt nun zu 20000
Mark Geldſtrafe verurteilt worden, wobei das
Ge=
richt noch verfügte, daß die Edelſteine im Werte von
40 000 Mark konfisziert werden. Das rigoroſe
Vor=
gehen der Zollbeamten hat zwar viele furchtſame
Ge=
müter eingeſchüchtert, aber die Unſummen an
Zoll=
gebühren, die von reichen Bürgern der Vereinigten
Staaten alljährlich ihrem Vaterlande unterſchlagen
werden, haben in ihrer Geſamtheit kaum
abgenom=
men. Mit um ſo größerem Eifer ſetzen die
Hafenzoll=
behörden in New=York den begonnenen Feldzug fort,
an deſſen Entſtehen Rooſevelts einſtiger Privatſekre=
ir i ie tite eretene unitenenen
Anteil hat.
Während in Paris die reichen amerikaniſchen
Gäſte gegen Geld und gute Worte in alle Künſte des
Schmuggelns eingeweiht werden, bauen die
Zoll=
behörden zielbewußt das Netz aus, in deſſen Maſchen
die reichen Schmuggler ſich fangen ſollen. In Europa
iſt eine ganze Armee von Geheimagenten am Werke,
die in allen Großſtädten ihre Vertreter hat. Ihre
Auf=
gabe iſt es, alle größeren Juwelenkäufe reicher
Ame=
rikaner feſtzuſtellen. Dieſe Ueberwachung iſt ſo
meiſter=
haft organiſiert, daß heute in Europa kaum noch ein
größerer Einkauf von Juwelen oder Pelzwaren
ſtatt=
finden kann, der nicht 24 Stunden ſpäter der
amerika=
niſchen Behörde bekannt iſt. Die großen Häuſer
füh=
ren genau Buch über ihre Verkäufe, und den
ameri=
kaniſchen Beamten ſteht die Einſicht in dieſe
Aufzeich=
nungen bei faſt allen großen Firmen frei. Freilich
hat dies eine neue Erſcheinung gezeitigt: in den
gro=
ßen europäiſchen Verkehrszentren ſind zweifelhafte
Geſchäftsleute aufgetaucht, die beſonders auf die
Käuf=
luſt jener Amerikaner ſpekulieren, die die Neigung
zum Schmuggel nicht unterdrücken können. Dieſe
Händler führen kein Buch über ihre Verkäufe,
ſon=
dern beſondere Liſten mit falſchen Angaben, die
be=
ſtimmt ſind, die amerikaniſchen: Beamten irre zu
führen. In dieſen Aufzeichnungen werden dann die
Preiſe mit einem Viertel oder der Hälfte des Betrages
angegeben, aber ſelbſt da, wo die Ueberwachung
glück=
lich vermieden wird, iſt der amerikaniſche Käufer meiſt
nur ein Opferlamm des findigen Händlers. Denn der
biedere Kaufmann nimmt ſo hohe Preiſe, daß der
Käu=
fer in Wirklichkeit nicht beſſer wegkommt, als wenn
er bei einer großen Firma kauft und bei der Rückkehr
in die Heimat im Zollamt ſeiner ſtaatsbürgerlichen
Pflicht ſich nicht entzieht. Für ein Halsband, das in
Paris 4000 Mark koſtet und in New=York 2400 Mark
Zollgebühren erfordern würde, zahlt der ganz ſchlaue
Amerikaner bei einem ſolchen Schmuggeljuwelier
wenigſtens 6000 Mark, ſodaß Gewinn und Riſiko beim
Schmuggel in keinem Verhältnis mehr ſtehen.
Aber es ſind nicht allein die Geheimagenten, die
im Kampfe gegen den Schmuggel die wichtigſten
Bun=
desgenoſſen der amerikaniſchen Zollbehörden ſind. Die
Zahl der Mitteilungen, die dem New=Yorker Zollamt
von in Europa reiſenden amerikaniſchen Bürgern
zu=
gehen, iſt gerade in den letzten Jahren erſtaunlich
ge=
wachſen. Ob dabei nur Patriotismus und bürgerliche
Gewiſſenhaftigkeit im Spiele ſind, oder die Neigung,
dem lieben Mitmenſchen einen Streich zu ſpielen,
mögen Kulturpſychologen feſtſtellen. In amtlichen
amerikaniſchen Kreiſen weiſt man darauf hin, daß die
Zollbehörden immer noch viel zu milde vorgehen, denn
in Wirklichkeit herrſcht das Prinzip, lieber zehn
Ver=
dächtige paſſieren zu laſſen, als einen Unſchuldigen zu
beläſtigen. Die Summer von Zöllen, die gerade von
den Millionären in Juwelen, Toiletten, Pelzen,
Spitzen uſw. dem Staate unterſchlagen wird,
be=
läuft ſich jährlich auf Dutzende von Millionen. Die
Behörden haben dem gegenüber eine ſchwierige
Stel=
lung, weil raſtlos neue Tricks erſonnen werden, um
die Staatskaſſe zu benachteiligen. Neuerdings haben
die reichen Damen aus dem Dollarlande den Brauch
eingeführt, bei ihrer Abreiſe aus Amerika die
Firmen=
abzeichen amerikaniſcher Toiletten herauszutrennen
und in die in Paris oder London eingekauften neuen
Kleider einznnchen. Dam iſt die Feſtellung des
wahren Sachverhalts ſehr ſchwer und faſt
ausſchließ=
lich vom Zufall abhängig. Am wirkſamſten haben ſich
nach den bisherigen Erfahrungen die exemplariſchen
Beſtrafungen der ertappten reichen Schmuggler
er=
wieſen. Als vor kurzem Mrs. Adriance bei der
Ein=
ſchmuggelung eines Perlenhalsbandes im Werte von
200000 Mark ertappt und verurteilt wurde, ging
ſo=
fort ein Heer von Funkſprüchen an die auf der
Heim=
fahrt begriffenen Dampfer ab. Nicht weniger als 95
Prozent der Damen, die an Bord gerade ihre
Zoll=
erklärung abgegeben hatten, ſtürmten zu den
Beam=
ten, verlangten ihre Erklärung zurück, denn plötzlich
war ihnen eingefallen, daß ſie einige Kleinigkeiten
züberſehen” hatten. Die überſehenen Kleinigkeiten
bedeuten eine Zollſumme von mehreren
hundert=
tauſend Mark.
Sport.
— Deutſchland und die U. C. J. Der
Ver=
band Deutſcher Radrennbahnen (V. D. R.) ſchreitet
nach ſeinem Austritt aus der Union Cyeliſte
Inter=
nationale (U. C. J.) nunmehr zu energiſchen Schrits
ten gegen den alten Weltverband. In einer
offiziel=
len Bekanntmachung wird allen vom V. D. R.
lizen=
ſierten Fahrern und Schrittmachern die
Teil=
nahme an Radrennen auf allen der
U. C. J. noch angeſchloſſenen Bahnen
ſtreng verboten: Zuwiderhandlungen werden
mit Entziehung der Lizenz auf eine Dauer von fünf
Jahren beſtraft. Es iſt dies die gebührende Antwort
auf die jüngſten Maßnahmen, die das Bureau der
U. C. J. auf Grund der Beſchlüſſe des
außerordent=
lichen Antwerpener Kongreſſes getroffen hat.
Be=
trägt doch die Summe der Strafen, welche die U. C. J.
gegen die in Deutſchland nach den Brüſſeler Vorfällen
geſtarteten Fahrer verhängt hat, die Kleinigkeit von
17750 Francs. Den „Ehrenplatz” an der Spitze nimmt
Rütt mit 1500 Francs ein vor Otto Meyer mit 1250
Francs. Die Vergehen von Guignard werden mit
1000 Francs eingeſchätzt und ſo geht es in endloſer
Reihe bis auf 100 Francs herab, mit welcher
Summe=
nicht weniger als 30 Fahrer bedacht wurden. Daß alle
dieſe völlig unberechtigten Strafverfügungen nur auf
dem Papier ſtehen, liegt klar auf der Hand. Die
be=
troffenen Rennfahrer denken nicht daran,
irgend=
etwas zu bezahlen, und haben ſchon, wie beiſpielsweiſe
Huybrecht, die Konſequenz gezogen, indem ſie auf ein
Starten in Paris verzichteten. Akut wird die Frage
der Beſtrafungen erſt bei dem New=Yorker Sechstage=
Rennen, für das doch Rütt, Stabe, Pawke, Walthour=
und Stol in erſter Linie in Betracht kommen, und es
wird ſich bei dieſer Gelegenheit entſcheiden, ob
Ame=
rika noch weiter in der U. C. J. verbleibt. — Der
V. D. R. hat in dieſer Angelegenheit ebenfalls
Stel=
lung genommen und in einer weiteren öffentlichen
Bekanntmachung erklärt, daß allen von der U. C. J.
im Zuſammenhang mit der Brüſſeler Angelegenheit
beſtraften Fahrern, die in dieſer Saiſon in
Deutſchland ſtarteten, der Start auch in
Zu=
kunft gegen Löſung einer Lizenz beim V. D. R.
ge=
ſtattet wird. Der Kampf zwiſchen der U. C. J. und
dem V. D. R., bei dem die allgemeinen Sympathien
jedenfalls auf Seiten des deutſchen Verbandes ſtehen,
ſpitzt ſich immer mehr zu einer entſcheidenden
Macht=
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Es ist in letzter Zeit zu unserer Kenntnis gelangt, dass gewissenlose Händler versuchen,
für Quaker Oats andere minderwertige Haferprodukte in Paketen oder lose zu verabfolgen.
Dadurch wird das Publikum betrogen und für uns bedeutet es eine Geschäftsschädigung.
Die Quaker Oats Company hat den grossen Absatz ihres Fabrikats der hervorragenden
Qualität und reeller Geschäftsführung zu verdanken.
Die Quakermarke ist gesetzlich geschützt und jeglicher Missbrauch derselben verstösst
gegen das Gesetz. Wir beabsichtigen die Verfolgung in jedem Falle, wo wir den Beweis
erhalten, dass andere Ware anstatt Quaker Oats verkauft worden ist, und wir bitten das
Publikumg in seinem eigenen Interesse und in dem unsrigen um Bekanntgabe jeglichen
Versuches,; andere Waren oder andere Marken an Stelle des wohlbekannten Quaker Oats
zu verkaufen.
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zwar trägt jedes Paket den geschützten Namen „Quaker Oats” und die geschützte Quakerhgur.
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