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173. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 236.
Samstag, den 8. Oktober.
1910.
Die heutige Nummer hat 42 Seiten.
Zur Revolution in Portngal.
Die neue Republik.
Der Premierminiſter der portugieſiſchen Regierung
Theophilo Braga hat am Mittwoch nachmittag an
den Pariſer Daily Mail folgende Depeſche gerichtet:
Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, daß die
Republik heute morgen proklamiert und vom Volke und
der Armee anerkannt wurde. Die abgeſetzte Königsfamilie
iſt flüchtig. Die Regierung hat alle Maßnahmen getroffen,
um das Leben des Königs und ſeiner Familie zu ſchützen,
falls ſie ſich an Bord eines fremden Schiffes befinden oder
Portugal zu Lande verlaſſen ſollten. Die öffentliche
Ord=
nung wird von den republikaniſchen Streitkräften, ſowie
von dem Volke vollkommen aufrecht erhalten. Die
Begei=
ſterung iſt unbeſchreiblich. Zahlreiche Offiziere des
Land=
heeres, die bisher Anhänger der Monarchie waren, haben
ſich der Republik angeſchloſſen. Mehrere Provinzſtädte
haben ſich mit Begeiſterung für uns erklärt. Der
Be=
ſtand der Republik iſt durch den Wunſch des
ganzen Landes geſichert. Die Republik wird
alle nationalen Verbindlichkeiten
Portu=
galsreſpektieren und glücklich ſein, wenn die guten
Beziehungen zu den fremden Völkern und die Allianz mit
England ſich moraliſch und materiell befeſtigen werden.
In einer weiteren Depeſche teilte Miniſterpräſident Braga
mit, daß der Gouverneur des verſchanzten Lagers von
Liſſabon, der frühere Kriegsminiſter General Cardeira,
ſich der Republik angeſchloſſen habe.
Der neue Präſident.
** Theophilo Braga, der vorläufige Präſident
der ſoeben gegründeten Republik Portugal, nimmt in der
Kultur, Dichtung und Wiſſenſchaft ſeines Landes eine
ganz einzigartige Stellung ein. Was er für ſein Volk
getan hat, das iſt nicht mehr und nicht weniger, als die
Wiedererweckung ſeiner großen literariſchen
Vergangen=
heit, die Neubelebung all der patriotiſchen und nationalen
Tendenzen, wie ſie aus Sage und Sitte, Volkscharakter
und Geſchichte, Dichrung und Ueberlieferung Portugals
hervorleuchten. Man könnte ſein Wirken mit dem Jakob
Grimms vergleichen, der für die Erforſchung unſerer
deutſchen Vergangenheit, wie ſie ſich in Volkskunde und
Literatur darbietet, ähnliches geleiſtet hat; aber in dem
kleinen Portugal war es einem einzigen Manne möglich,
den ganzen geſchichtlichen Verlauf der Dichtung mit ſeinem
Forſchergeiſte zu umſpannen.
Braga, der jetzt im 68. Lebensjahre ſteht, iſt bereits
mit 16 Jahren als Dichter aufgetreten und hat einen Band
Poeſien herausgegeben, der Aufſehen erregte. Schon
damals begeiſterte er ſich für die ſüßen Liebeslieder und
wundervollen Romanzen des portugieſiſchen Mittelalters,
ſuchte in allen Ueberlieferungen von Recht und Sitte den
Goldgehalt der Poeſie aufzufinden. Die alte
Heimats=
univerſität Coimbra, der er ſpäter eine weitſchauende
hiſtoriſche Würdigung gewidmet hat, ſtellte dem jungen
Rechtsſtudenten leuchtende Bilder der Vergangenheit vor,
ſo daß ihm ſtatt praktiſcher juriſtiſcher Erfahrungen aus
ſeinen juriſtiſchen Arbeiten ein Werk über die „Poeſie im
Recht” erwuchs. Er ſuchte den großen Gedanken des
deut=
ſchen Meiſters von der Ergründung der Weſensart eines
Volkes aus ſeinen poetiſchen =Ueberlieferungen auf die
portugieſiſche Kultur anzuwenden. Unter den zahlloſen
wiſſenſchaftlichen Arbeiten, die in ſeinem arbeitsreichen
Leben entſtanden und mit einer erſtaunlichen Kenntnis der
Weltliteratur die geſamte Poeſie Portugals zum erſtenmal
durchforſchten und ergründeten, befindet ſich auch eine
Reihe hiſtoriſcher Arbeiten, beſonders das zweibändige
Werk „Das portugieſiſche Volk nach ſeinen Sitten,
Glau=
ben und Ueberlieferung” (1885). Der Gelehrte betont
darin, wie bedeutend ſich der Portugieſe in ſeiner
beweg=
licheren und liberaleren Art von dem Spanier
unterſchei=
det, wie der ſtärkere Einſchlag keltiſchen Blutes in ihm
einen ganz eigenartigen Charakter ausgebildet habe. Auch
der portugieſiſchen Sprache, dieſer uralten Tochter des
Vulgärlateins, widmete Braga eingehende Forſchungen.
Dieſer Sprache iſt viel Schlimmes nachgeſagt worden.
Theophilo Braga aber ſetzte ſeine ganze Arbeitskraft
daran, die Schönheit dieſer verachteten Zunge zu erweiſen.
Zunächſt durch eigene Dichtungen. In ſeiner „Viſion der
Zeiten” gab er ein großes Menſchheitsepos, in dem er
den Kampf der liberalen und humanen Ideen darſtellte.
Auch als Lyriker trat er hervor und förderte ſeine Mit=
ſchaffenden, indem er 1877 im „Modernen portugieſiſchen
Parnaß” eine umfaſſende Anthologie der neueren
portu=
gieſiſchen Dichtung herausgab.
Eindrucksvoller denn als Dichter wirkte Braga aber
als Gelehrter für die Geſchichte der vaterländiſchen
Vor=
zeit und für die Erweckung des nationalen Patriotismus.
1870 erſchien der erſte Band ſeiner grundlegenden,
um=
fangreichen „Geſchichte der portugieſiſchen Literatur”, von
der ſeitdem eine große Anzahl Bände veröffentlicht
wor=
den iſt und in der die Entwicklung des portugieſiſchen
Dichtergeiſtes zum erſten Male wiſſenſchaftlich und
er=
ſchöpfend geſchildert iſt. Dieſe gewaltige Arbeit förderte
er aber auch durch viele Einzelſtudien, die von ſeiner
Ar=
beit über die portugieſiſchen Troubadours (1871) bis zu
ſeiner „Geſchichte der Romantik in Portugal” (1880) alle
Phaſen der portugieſiſchen Literatur umfaſſen. Für die
philoſophiſche Entwicklung ſeines Landes hat Braga
da=
durch gewirkt, daß er das poſitiviſtiſche Syſtem Comtes
in Portugal einführte.
So iſt Theophilo Braga ein echter Erzieher ſeines
Volkes geworden, ein guter Schatzgräber, der den lange
verſchütteten Edelgehalt portugieſiſcher Kultur und
Dich=
tung ans helle Tageslicht förderte.
England und die Ereigniſſe in Portugal.
*⁎* Nirgends wird die politiſche Umwälzung, die
ſich gegenwärtig am Tejo vollzieht, mit größerer
Aufmerk=
ſamkeit verfolgt, als in London, da eventuell wichtige
eng=
liſche Intereſſen auf dem Spiele ſtehen können, falls die
Etablierung der Republik das Signal zu einem
natio=
nalen Aufſchwung in Portugal wäre. An der Themſe
hatte man es verſtanden, auf die wirtſchaftlichen und
poli=
tiſchen Verhältniſſe des portugieſiſchen Staates einen
maß=
gebenden Einfluß zu gewinnen. Man würdigte von jeher
den unſchätzbaren Wert, den Portugal für Englands
Welt=
ſtellung im Mittelmeer und im Atlantiſchen Ozean, ſowie
wegen ſeiner afrikaniſchen Kolonien hat, weshalb denn
auch die Beſtrebungen Englands, eine Art Vorherrſchaft
in Portugal zu erlangen, weit zurückdatieren. Dieſem
Ziele galt ſchon der im Jahre 1703 von dem britiſchen
Ge=
ſandten Methuen in Liſſabon mit der portugieſiſchen
Re=
gierung abgeſchloſſene ſogenannte Methuen=Vertrag, durch
den Textilwaren engliſchen Urſprungs wieder, wie vor
1684, zu einem niedrigeren Eingangszoll (23 Prozent des
Wertes) in Portugal zugelaſſen werden mußten, während
England die portugieſiſchen Weine bei der Einfuhr um ein
Drittel niedriger als die franzöſiſchen Weine beſteuern
ſollte. Aus dieſem Vertrage hatte England den größten
Vorteil, es überſchwemmte Portugal mit Textilwaren und
richtete die dort entſtandene blühende Induſtrie zu Grunde.
Im Laufe der Zeit fiel der geſamte portugieſiſche Handel
den Engländern in die Hände, und die beſten und
ertrag=
reichſten Weinberge kamen in britiſchen Beſitz, ſodaß
Por=
tugal immer abhängiger von dem britiſchen Reiche wurde.
Welchen Anteil England an dem Abfall der ſpaniſchen
und portugieſiſchen Kolonien in Amerika, namentlich
Bra=
ſiliens, hatte, wollen wir dahingeſtellt ſein laſſen,
jeden=
falls gereichte ihm die Unabhängigleitserklärung der
ſüdamerikaniſchen Staaten zum Vorteil, indem es dieſe
Märkte für ſeinen Handel und ſeine Induſtrie erwarb.
Daß man in London auch darauf bedacht war,
portugie=
ſiſchen Kolonialbeſitz an ſich zu bringen, iſt kein Geheimnis.
Der Verſuch des Erwerbs von Mozambique ſcheiterte zwar,
aber da der Grundbeſitz, der Handel und die Schiffahrt
dieſes Gebietes ſich in engliſchem Beſitz befinden, ſo iſt
dort England tatſächlich Herr, wenn auch noch die
portu=
gieſiſche Flagge weht. Auch die Delagoabai wollten die
Engländer unter dem Scheine der Pachtung in die Taſche
ſtecken, jedoch erhob ſich hiergegen in Portugal ein Sturm
der Entrüſtung, ſodaß der ſchon ausgefertigte Vertrag
ab=
geändert werden mußte. Immerhin hat England auf
Portugieſiſch=Oſtafrika ein Vorkaufsrecht, und da Portugal
aus dieſem Beſitze niemals einen Nutzen gezogen hat, ſo
überließ es ihn zur Erſchließung und Ausbeutung an
eine Geſellſchaft, die dem Namen nach portugieſiſch iſt,
deren Aktien ſich aber zum größten Teil in engliſchen
Hän=
den befinden. Während des Burenkrieges zeigte es ſich,
daß England mit dem Delagoagebiet ſchaltete und waltete,
als ſei es ſein Eigentum.
Das portugieſiſche Volk ſelbſt hat niemals große
Sym=
pathien für die Engländer gehabt, und in den Cortes
wurde wiederholt der Abneigung gegen das engliſche
Lie=
beswerben Ausdruck gegeben. König Carlos pflegte rege
Beziehungen mit dem engliſchen Hofe, und ſeine öfteren
Reiſen nach London ſollen dem immer engeren Anſchluß
der beiden Länder, die ein Schutz= und Trutzbündnis
ver=
bindet, gedient haben. Auch unter Manuel II. wurden
dieſe Beziehungen fortgeſetzt, und man ſprach ſogar davon,
daß dem jungen König eine engliſche Prinzeſſin als
Ge=
mahlin zugedacht ſei. Man wird es begreiflich finden,
wenn an der Themſe jetzt die Frage ventiliert wird,
wie ſich die neuen Machthaber in Liſſabon zu England
ſtel=
len, ob ſie das britiſche Protektorat weiter dulden oder ob
ſie mit der Zeit Portugal wieder auf eigene Füße ſtellen
werden. Auf die Haltung der neuen Republik in dieſer
Angelegenheit darf man geſpannt ſein, auch Deutſchland
hat wegen ſeiner oſtafrikaniſchen Beſitzungen ein Intereſſe
daran. Jedenfalls iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß
Eng=
land bei den jetzigen Machthabern in Liſſabon in der
Ausübung ſeiner Vorherrſchaft weniger leichtes Spiel
hat als unter dem früheren Regime.
Spanien und Portugal.
In der ſpaniſchen Kammer erklärte der
Re=
publikaner Azcarate, er nehme an, daß die Regierung
gegenüber dem Wechſel des Reginies in Portugal ſtrenge
Neutralität bewahren werde. Spanien ſei mehr als jede
andere Nation verpflichtet, neutral zu bleiben Er
ver=
lange von der Regierung Aufklärung über die Entſendung
von Truppen an die Grenze und darüber, daß drei
Kriegs=
ſchiffe nach Liſſabon beordert worden ſeien. Azcarate
be=
klagte ſich ſodann, daß es den ſpaniſchen Republikanern
nicht geſtattet werde, ihre Sympathie für die portugieſiſche
Republik kund zu tun und gab ſchließlich ſeiner
Bewun=
derung für Machado und die anderen republikaniſchen
Par=
teiführer in Liſſabon Ausdruck.
Nach Azcarate ergriff Miniſterpräſident Canalejas
das Wort. In Erwiderung auf die Rede Azcarates ſagte
er: Die Regierung erhielt aus Liſſabon ſo widerſprechende
Nachrichten, daß ſie die Proklamierung der Republik nicht
als endgültige Tatſache anſehen könne; es erhielten ſich
Gerüchte, daß es in Liſſabon neuerlich zu Kämpfen
gekom=
men ſei, da die königstreuen Truppen verſtärkt worden
ſeien. Die Regierung erhielt ferner von niemandem, der
eine offizielle Stellung bekleide, irgend eine Nachricht über
den Wechſel der Regierungsform. Spanien müſſe ſich
da=
her darauf beſchränken, die Ereigniſſe in
Portu=
gal als eine aufſtändiſche Bewegung zu
betrach=
ten, deren Ergebnis noch unbekannt iſt. Wenn die neue
Regierungsform ſich endgültig konſolidieren ſollte,
würde ſie Spanien anerkennen. Die
Kriegs=
ſchiffe wurden nur zum Schutze der Spanier entſandt.
Truppen wurden an der Grenze keineswegs dort
zuſam=
mengezogen, ſondern die immer dort ſtehenden Truppen
hätten für alle Fälle Weiſungen erhalten.
Der ſpaniſche Botſchafter in Paris erklärte
einem Berichterſtatter, Spanien könnte nur dann
einſchrei=
ten, wenn ſeine Würde, ſeine Rechte und ſeine Intereſſen
in Frage ſtänden. Spaniens Haltung werde eine
zuwartende freundliche ſein und ſich nach der der anderen
Mächte, wie Frankreich und England, richten. Die
Be=
ziehungen von Spanien zu Portugal, die
bereits ſehr enge und innige ſeien, würden ſo bleiben und
ſich noch mehr befeſtigen, wenn die Republik an
Stelle des gegenwärtigen Regimes trete.
Daß der Botſchafter ſich in dieſer Form geäußert haben
ſollte, erſcheint doch nicht recht glaublich.
Der Zeitpunkt der nächſten Reichstagswahlen.
* Die ungläubige Aufnahme, die der Hinweis des
ſozialdemokratiſchen Parteivorſtandes in dem dieſer Tage
veröffentlichten Aufruf gefunden hat, daß man ſich auf
baldige Reichstagswahlen gefaßt machen müſſe, veranlaßt
den Vorwärts zu der Verſicherung, „daß in der Tat der
Gedanke erwogen wird, den Reichstag ſo zeitig
aufzu=
löſen, daß die Wahl noch vor dem Beginn der großen
Ferien ſtattfinden kann”. Hierzu wird den Berl. N.
Nach=
richten geſchrieben:
Nun iſt es allerdings wahrſcheinlich, daß man ſich mit
dem Gedanken einer Reichstagsauflöſung zum Zwecke
früherer Wahlen beſchäftigt. Denn an ſich müßten die
Wahlen nach dem 24. Januar 1912 ſtattfinden, weil erſt
an dieſem Tage die Legislaturperiode des jetzigen
Reichs=
tages abläuft. Das würde aber den Nachteil haben, daß
der Reichstag erſt am Anfang Februar zuſammentreten,
den Etat keinesfalls rechtzeitig erledigen könnte und
ent=
weder bis ſehr ſpät in den Sommer hinein tagen oder
manche wichtige Angelegenheit bis zum
Wiederzuſammen=
tritt im Spätherbſt 1912 liegen laſſen müßte. Da aber
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Nummer 236.
auch der am 27. November dieſes Jahres wieder
zuſam=
mentretende Reichstag mit Arbeitsſtoff bereits reichlich
verſehen iſt, überdies gewiſſe geſetzgeberiſche Fragen ſich
zur Erledigung in der letzten Tagung vor den Wahlen
ſchlecht eignen, ſo wird des neugewählten Reichstages
manche Aufgabe harren, die einen Aufſchub nicht gut
dul=
det. Deshalb glauben wir allerdings, daß man eine
Seſ=
ſionseröffnung erſt im Februar 1912 zu vermeiden ſuchen
wird. Das bedingt aber keineswegs einen Wahltermin
ſchon im Frühſommer von 1911. Es würde durchaus
ge=
nügen, wenn die Wahlen etwa Mitte November
ſtattfänden. Der Reichstag wäre dann in der Lage, noch,
wie üblich, reichlich drei Wochen vor den Weihnachtsferien
zu tagen. Der Wahltag würde dann auch in eine Zeit
allen, wo die landwirtſchaftlichen Arbeiten im allgemeinen
beendet ſind, und auch die Wahlbewegung ſo liegen, daß
erhebliche Störungen des regelmäßigen landwirtſchaftlichen
Betriebes nicht zu befürchten ſind, ſodaß auch von dieſem
Geſichtspunkt aus Einwendungen gegen dieſen Termin
kaun zu erheben wären.
— Eine Reichstagserſatzwahl in Labiau=
Wehlau iſt durch den Tod des bisherigen Abgeordneten
Arendt nötig geworden. Irrtümlicherweiſe wird vielfach
in der Preſſe der Wahlkreis Labiau=Wehlau als „
bomben=
ſicherer” konſervativer Kreis ausgegeben, wobei nur auf
die Wahlziffern von 1907 zurückgegriffen wird, die in der
Tat eine große konſervative Mehrheit ergeben hatten. Es
erhielten damals Arendt 11575 gegen 3179
ſozialdemo=
kratiſche und 1760 freiſinnige Stimmen. In Wirklichkeit
aber muß man weiter zurückgehen, um zu einer richtigen
Beurteilung des Kreiſes zu gelangen. Der Freiſinn war
1881 im Beſitz des Mandates und hatte ſpäter immer eine
ſtattliche Stimmenzahl. 1898 ſchnellte die
Sozialdemo=
kratie in die Höhe, ſie kam mit 4212 Stimmen in die
Stich=
wahl mit Herrn v. Maſſow, der nur 5994 Stimmen hatte
und dann mit nur 7890 gegen 5770 Stimmen ſiegte. 1903
hatte v. Maſſow nur 7127, der Sozialdemokrat 5066, der
Freiſinnige 2021 Stimmen. Nur um ein Haar entgingen
die Konſervativen der Stichwahl. Die 11500 Stimmen
von 1907 waren dem Rückgang der Sozialdemokraten um
beinahe 2000 Stimmen zu danken und der viel ſtärkeren
Wahlbeteiligung. Die Sozialdemokraten geben ſich ſogar
der kühnen Hoffnung hin, den Wahlkreis bei der
diesmali=
gen Erſatzwahl zu erobern, was nun allerdings wohl nicht
ſo leicht ſein wird.
Der Vorſtand des Deutſchen
Städte=
tages beſchloß, eine eindringliche Eingabe an den
Reichs=
kanzler und den Reichstag zu richten und in
der=
ſelben ſchleunige Maßnahmen zur dauernden Behebung
der Fleiſchteuerung zu fordern. Insbeſondere ſoll auf
Be=
ſeitigung der überſtrengen veterinären Grenzkontrolle, die
zurzeit wie eine Grenzſperre wirkt, und auf Erleichterung
der Einfuhr gefrorenen Fleiſches gedrungen werden.
Zu=
gleich wurde auch beſchloſſen, zuſammen mit Vertretern
der Kaufmannſchaft durch Sachverſtändige die Anlagen in
England beſichtigen zu laſſen, welche der Aufbewahrung
des eingeführten gekühlten und gefrorenen Fleiſches dienen,
und eventuell auf Grund der hierbei zu gewinnenden
Er=
fahrungen der Reichsregierung weitere Vorſchläge zu
unterbreiten.
— Von Arbeiterkämpfen, insbeſondere vom
Widerſtand der Metallarbeiter, handelt ein Artikel der
Leip=
ziger Neueſten Nachrichten:
Die Phantaſtereien der Roſa Luxemburg und ihrer
Freunde vom Generalſtreik und dieſes ewige Predigen von
dem ſtarken Arme, der alle Räder zum Stillſtand zu
brin=
gen vermag, haben in der Arbeiterſchaft eine verhängnis=
volle Ueberſchätzung der eigenen Macht erzeugk, und auch
jetzt, wo viele Hunderttauſende ſich ſelbſt zum Feiern
ver=
dammten, mag man noch mit Zuverſicht auf den Sieg
rech=
nen. Aber der Hoffnung wird die bittere Enttäuſchung
folgen; all die furchtbaren Opfer werden umſonſt gebracht
ſein. Denn eben, weil es ſich um eine Machtprobe handelt,
die den Arbeitgebern aufgezwungen wird, deshalb werden
auch hier alle Kräfte zum Widerſtande angeſpannt
wer=
den. Und wenn man vielleicht im Lager der
Gewerkſchafts=
führer glaubt, daß jetzt eine Generalprobe auf den
allge=
meinen Streik gemacht werden kann, dann wird man bald
genug erkennen, wie begründet die Warnungen eines Jean
Jaurés auch jetzt noch ſind, der den Maſſenſtreik als das
Verderben nicht der Arbeitgeber, ſondern der Arbeitnehmer
anſieht. Iſt der Verſuch doch ſelbſt in Rußland mißlungen,
in einer Zeit, in der die revolutionäre Leidenſchaft in
wil=
den Flammen aufſchlug. Die vollſtändige wirtſchaftliche
Desorganiſation, die im Gefolge einer ſolchen Kriſis
wan=
dert, wird immer zuerſt die wirtſchaftlich Schwächeren zu
Boden werfen. Es ſei denn, daß man zum Terrorismus,
zur Gewalt ſchreitet.
Ausland.
England.
Eine Spaltung der Konſervativen? Eine
Anzahl von jungen Mitgliedern der konſervativen Partei
hat ein Komitee gegründet, welches einen aktiven
Feld=
zugsplan ausgearbeitet hat, welcher der Leitung der
Par=
tei zur Begutachtung unterbreitet worden iſt. Seit dem
Schluß des Parlaments hat ſich der Zuſtand der
Unzu=
friedenheit immer mehr verdichtet und ungefähr hundert
tätige und reiche Mitglieder der Konſervativen beider
Häuſer haben ſich unter der Führung des Lords
Willoughby de Broke und des Mr. H. Page
zuſammen=
getan, um die Führer der Partei zu zwingen, einen
rege=
ren und größeren Anteil an der Propagandaarbeit zu
neh=
men. Der Zuſammenſchluß hat den Zweck, den Führern
die Notwendigkeit klar zu machen, die defenſive
Partei=
politik aufzugeben und ein endgültiges Programm
aufzu=
ſtellen, und klar und deutlich die Fragen zu betonen, die
den Unioniſten=Vertretern vorgelegt werden ſollen, wenn
ſie zur Macht gelangen ſollten. Die konſervativen
Zei=
tungen betonen, daß es ſich dabei nicht etwa um eine
Kritik der Führer, insbeſondere Mr. Balfours, handle,
ſondern daß die betreffenden Abgeordneten nur wünſchen,
auf dieſe Weiſe die Führer zu unterſtützen in einer
ener=
giſcheren Politik, die angeblich betrieben werden ſoll. Trotz
aller Verſicherungen erſcheint es begreiflich, daß die
libe=
ralen Blätter darin ſchon den Beginn einer Spaltung der
konſervativen Partei, aus Gegenſätzen zu Mr. Balfour
hervorgehend, erblicken.
Spanien.
Die Tagung der Kammer wurde am
Don=
nerstag eröffnet. Der Miniſterpräſident und der
Finanz=
miniſter brachten eine Anzahl von Vorlagen ein. Unter
den Geſetzentwürfen, die der Finanzminiſter der Kammer
vorlegte, befindet ſich ein Projekt einer in 50 Jahren zu
amortiſierenden Anleihe von anderthalb Milliarden zum
Zwecke der Einziehung der in dieſem Jahre ausgegebenen
Schatzanweiſungen und zur Ausgeſtaltung ſämtlicher
Mi=
niſterien, namentlich des Kriegsminiſteriums zum Ankauf
von Artillerie=Material. Der Finanzminiſter legte ferner
einen Entwurf vor, nach dem die dreiprozentige in 50
Jah=
ren erlöſchen und die fünfprozentige auswärtige Schuld
aus dem Verkehr gezogen werden ſoll.
Die Agitation gegen die
kirchenpoliti=
ſchen Reformen der Regierung trägt bereits einen
ausgeſprochen antidynaſtiſchen Charakter. So hatten unter
den katholiſchen Kundgebungen des vorigen Sonntags
nur diejenigen eine ſtärkere Beteiligung aufzuweiſen, an
denen ſich die Karliſten und beſonders die ſeparatiſtiſchen
Basken beteiligten. In St. Sebaſtian waren 30000
De=
monſtranten aus drei baskiſchen Provinzen erſchienen, de=
ren Fahnen die Inſchrift trugen: „Gott für die Basken,
und die Basken für Gott.‟ Dieſe Leute benützten alſo
die von der Prieſterſchaft veranſtaltete Demonſtration nur
für ihre nationalen Zwecke, die mit Spanien überhaupt
nichts gemein haben. Sie pflegen ihre eigene Sprache
und erkennen weder die ſpaniſche Staatsgewalt noch das
Königtum als ihre geſetzliche Behörde an. Bisher hatte
ſich die katholiſche Geiſtlichkeit von dieſer baskiſchen
Natio=
nalbewegung ferngehalten, während ſie am Sonntag offen
mit ihr fraterniſierte. In anderen Städten des Nordens
waren die karliſtiſchen Parteiführer offen als
Organi=
ſatoren der Kundgebungen aufgetreten. Die Folge iſt,
daß das Miniſterium Canalejas die begonnene
Reform=
aktion umſo nachdrücklicher fortſetzen wird. Sowohl der
konſervative Führer Maura als auch Herr Moret, der noch
immer einſlußreichſte liberale Parteiführer, werden die
kirchenpolitiſchen Vorlagen unterſtützen. Sollte dagegen
die liberale Mehrheit das Kompromiß mit den
Konſer=
vativen nicht billigen und die Berufung eines Kabinetts
Romanones fordern, ſo würde dieſes die bezeichneten
Re=
formen nur umſo energiſcher durchführen.
Montenegro.
Von den feindlichen Brüdern im
mon=
tenegriniſchen Königshauſe wird den Münch.
Neueſt. Nachr. aus Cetinje berichtet: Daß zwiſchen dem
Erbprinzen Danilo (geb. 1871) und ſeinem jüngeren
Bru=
der Mirko (geb. 1879) keine großen Sympathien beſtehen,
iſt längſt kein Geheimnis mehr. Prinz Mirko, eine echt
montenegriniſche Natur, ziemlich abſolutiſtiſch und dabei
mit Leib und Seele Soldat, iſt jetzt offen vor den König
mit der Bitte getreten, Erbprinz Danilo (der kinderlos iſt)
möge zu ſeinen Gunſten auf ſeine Thronrechte verzichten.
Mirko iſt nämlich ſeit 1902 mit Natalie Konſtantinowitſch,
einer Tochter des Vetters des verſtorbenen Königs Milan
Obrenowitſch, verheiratet. Würde nun nach Nikitas Tode
nicht Danilo, deſſen Anhängerſchaft ſowieſo nicht
bedeu=
tend iſt, ſondern der beliebte Mirko König, ſo glaubt man,
daß Montenegro mit Leichtigkeit der Mittelpunkt jeder
auf ein „Großſerbien” gerichteten Politik werden würde.
Angeblich ſei (ſo munkelt man namentlich in Agram, wo
die hier wiedergegebene Nachricht beſonders lebhaft
be=
ſprochen wird) König Nikita nicht abgeneigt, die Bitte des
Lieblingsſohnes bei ſeinem bevorſtehenden Petersburger
Beſuche dem Zaren vorzutragen.
* London, 6. Okt. Die Ausſperrung in der
Baumwollinduſtrie wird am Montag beendigt
werden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 8. Oktober.
— Ordensangelegenheiten. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Bernhard Goldbeck,
Generaldirektor der Kurverwaltung von Scheveningen
(Holland) und Konſul a. D. zu Scheveningen die
Er=
laubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von
Sr. Maj. dem König von Rumänien verliehenen Offizier=
Ordens der Krone von Rumänien, ſowie dem Nathan
Buchsweiler, Direktor der Banque Centrale Anversoise
zu Antwerpen, die Erlaubnis zur Annahme und zum
Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König der Belgier
verliehenen Ordens eines Ritters des Leopold=Ordens
erteilt.
Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Pfarrer Georg Goeckel zu Wahlen
die evangeliſche Pfarrſtelle zu Zotzenheim.
Uebertragen wurde dem Lehrer Wilhelm Held
zu Ober=Ofleiden, Kreis Alsfeld, eine Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule zu Bonsweiher, Kreis Heppenheim.
— Belgiſches Konſulat. Der zum Königlich
Belgiſchen Generalkonſul in Cöln a. Rh. ernannte
A. Halewyck, dem das Reichsexequatur erteilt wurde,
Sklavinnen
und ein Wort zu ihrer Befreiung.
Von einer ganz beſtimmten, eng umgrenzten, doch
zahlreichen Klaſſe von Sklavinnen will ich reden, und zwar
ſo will ich ſprechen, daß ſich deren Herren getroffen fühlen,
als ſtände ich jedem einzeln gegenüber, und jeder glaube,
er allein ſei gemeint und ihm gelte der Vorwurf.
Da ſitzen ſie ſich gegenüber am Tiſche, er mit ſeinem
harten Kopfe, kramend in ſeiner Vergangenheit und
den=
kend an ſein vorzügliches Ich; und ihm gegenüber ſeine
Tochter, und ſie eſſen und ſind einſilbig. Er ſteht
ſelbſt=
ſicher in der Gegenwart und ſieht zurück, was war, was
für ihn von Bedeutung war. — Sie möchte vorwärts
ſehen; die ſorgloſe Zeit der erſten Jugend iſt vorbei, der
lachenden, in der alles Sonnenſchein iſt, in der alles
hoff=
nungsvoll iſt, Hoffnung ohne ſpezielles Ziel. Sie möchte
vorwärts ſehen; doch ihr ſchauert. Jahre, noch viele Jahre
ſo hinvegetieren an der Seite des alten Mannes, der ſein
Leben nur noch ſich lebt. Beruf hat er keinen mehr, er iſt
penſioniert oder er rentnert. Er iſt ja geſund, abgeſehen
von der gewohnten Arterioſkleroſe, doch er lebt nur ſeinem
Ich, ſeinem Körper und verlangt, daß ſich alles, und
hier=
unter ſeine Sklavin, füge. Sie iſt ſeine Tochter und muß
als ſolche wünſchen, daß es noch lange dauere, dieſes
Leben. Soviel Liebe und Anhänglichkeit hat ſie doch, daß
ſein Leben, ſein Daſein ihr wünſchenswert iſt.
„Vater!?” Verdienſt du dies Wort, das ſo innig
ver=
trauend klingt vom Kinde an einen rechten Vater? Das
Schützen, das Führen liegt darin, das Stützen, das
Ver=
trauen auf ihn.
„Nein, nein, und tauſendmal nein, du Egoiſt, du
ver=
dienſt dies Wort nicht mehr, das ſo herrliche Töne in ſich
birgt, das ſchöne Wort nach dem heiligen: Mutter! Du
ſitzeſt mit deinem trotzigen Alter der Jugend gegenüber
und läſſeſt ſie verkümmern. Wohin ſoll ſie blicken, wohin
Ausſchau halten, wenn ihr Lebensziel immer wieder
zurück=
gelenkt wird auf deinen Egoismus, auf dies
Zuſammen=
ſitzen, ſchweigſam mit dir, einſam, dir genügend, da dir
ein Leben zur Seite ſteht, ihr nicht genügend, da
Verküm=
mern ihr Los war, iſt und wird.” „Wehrſt du nicht alle
Angriffe darauf ab, und mit welchen Waffen?” Wenn
dein Kind, deine erwachſene Tochter, glaubt, der wirkliche
Vater ſei noch nicht tot in dir, und ſie will mit dir
be=
traten, was ſie mit ihrem künftigen Leben anfangen ſoll, ſie
will etwas für’s Leben lernen, ſie will einen Berüf
er=
greifen, nicht will ſie irgend einen Beliebigen zum Manne
nehmen, um verſorgt zu ſein, ſie will, ſolange ſie noch
elaſtiſch und jung genug iſt, ſich ein Leben zimmern.
Was tuſt dann du?
„Dein Egoismus kraſſeſter Art wird hervorgeholt und
aus der Rüſtkammer der Gemütsathleten werden die
Waffen geholt.
„Ja, du Pfarrer, du Lehrer, du Rat, du Rentner, du,
wer du auch ſeiſt, du tuſt dies, dich meine ich, und ich
ſchreibe dies du in der Anrede klein, denn es iſt klein,
furchtbar klein, was du tuſt. Haſt du deiner Tochter, und
ſie ſteht in dieſen Stunden weit über dir, haſt du ihr noch
nicht geſagt: „Wer weiß, wie lange Du mich noch haſt?”
oder: „Warte nur, bald wirſt Du mich ja los ſein!” und
wie dieſe Gemütszentner alle lauten, die du auf das
Kin=
desgemüt wirfſt, damit ſein Wille zerſchmettert wird, damit
es nicht ſeinen Kopf erheben kann, um frei Ausſchau zu
halten.
„Ich nehme dich am oberſten Jacken= oder Weſtenknopfe
und drehe ihn dir langſam ab, wie du es gewohnt biſt zu
tun, wenn du eines andern Menſchen ganze
Aufmerkſam=
keit auf deine Philiſterreden erzwingen willſt, und frage
dich nochmals: „Haſt du dies nicht ſchon getan?‟ Dann
frage ich weiter: „Haſt du in ſtiller Stunde dir auch ſchon
einmal Rede darüber geſtanden, über die „wundervolle
Seelengröße” die du damit offenbarſt? Biſt du in dieſer
Stunde ſchon einmal vor Scham vor dir ſelbſt errötet?
Oder iſt dein Egoismus ſo groß, daß du glaubſt, dir eine
ſolche Stunde erſparen zu können?
„Ich möchte ſo ſchreiben, daß du meinſt, ich ſchriebe
nur für dich, daß du glaubſt, wenn du aus deiner
Woh=
nung gehſt, wenn du auf der Straße biſt, überall, überall
ſähen dich die Leute an und tuſchelten untereinander, das
iſt auch ſo einer, der zu Hauſe ſeine Sklavin hat, eine
Sklavin ſeines Egoismus, ſeine Tochter.
„Haſt du nicht andererſeits oft genug eben dieſer
Skla=
vin geſagt, daß nach deinem Tode, nach Wegfall deiner
Penſion, oder nach der Teilung des Vermögens unter die
Brüder, die du vielleicht durch Kürzen der Zuſchüſſe
zwangſt, raſch zu verdienen, daß dann keineswegs ſoviel
Vermögen da ſei, daß ihr Leben pekuniär geſichert ſei?
„Gerade bei der großen Klaſſe des Mittelſtandes iſt
dieſes Sklaventum verbreitet. Bei Reichtum erledigt es
ſich von ſelbſt, bei Armut muß jedes Kind verdienen.
Doch hier kannſt du dir den Luxus einer Sklavin leiſten.
Sie kann dir nicht kündigen, ohne das einzige Band,
das ſie an dich feſſelt, die Tochterliebe, zu zerreißen.
Durch jahrelange Gewohnheit kennt ſie deine Wünſche.
„Sage mir, woher nimmſt du denn eigentlich den
Mut zu dieſem Zwange? Vielleicht aus dem Gebote,
du ſollſt Vater und Mutter ehren? Glaubſt du, daraus
ein Recht auf Knechtung zu haben, Knechtung, wenn
ſie auch noch ſo ſanft erſcheint?”
„Haſt du nicht alle Vorſchläge deiner Tochter
ver=
worfen, die ſie dir auf einige Zeit entziehen könnte?
„Habe ich nicht in eine Berufswahl eingewilligt?“
höre ich dich fragen.
„Ja, uund ich will ſie dir nennen, damit du erſt
recht ſiehſt, wie ich deinen Egoismus kenne: Haushalt,
der eine: zum Erlernen iſt nichts notwendig, denn in
deinem Frondienſte geſchieht die Ausübung ſchon
jahre=
lang; Krankenpflege heißt der andere. Quo vadis,
Egoiste! Nicht etwa Wochenbettpflegerin, wozu deine
Tochter durch ihr Frauentum eventuell Neigung hat,
das ſchickt ſich nicht, wie du ſagſt, nein, Krankenpflege
im allgemeinen, das ſchickt ſich auf einmal. O Logik,
v Egoiſt, damit, wenn es wirklich einmal an dein letztes
Stündlein geht, du auch noch in deiner Tochter eine
ſachkundige Pflegerin haſt.
„Wie willſt du dies verantworten dort droben, denn
du biſt fromm; willſt du zufrieden lächeln und ſagen,
ich habe meine Tochter behütet und bewahrt vor allem
Argen? Nein und tauſendmal nein, das haſt du nicht
getan; du haſt ſie ſchwach gemacht und mürbe und haſt
ſie ſuntauglich gemacht zum Kampfe mit dem Leben.
„Was willſt du lieber: deine Tochter ſitzt bei dir
zu Gaſte am Tiſche und ſie bringt das friſche Leben mit
zu dir herein und ſie ſucht bei dir die Ruhe und das
Heim und den Vater, den wirklichen Vater, oder deine
Tochter ſitzt dir gegenüber und ſie ſucht zu entfliehen
dem Banne, ſie wünſcht zu löſen dies Leben, und ſie
lernt fürchten, und noch ſchlimmer, ſie hört auf, zu
kennen den Vater?
„Noch iſt es Zeit, kehre um, halte ein auf dieſem
Wege und gib deine Tochter dem Leben, der Menſchheit!
Zerbrich dieſe Sklavenketten und treibe deine Tochter
nicht fort von dir! Sie kommt an deinen Tiſch zurück
zum Freuen, zum Ruhen, und nennt dich aus dem
Herzen mit dem Worte, das nach dem herrlichen
Mutter kommt, mit dem vertrauenden: Vater.”
Dr. Ernſt=
Nummer 236.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Seite 3.
iſt zur Austübung konſulariſcher Verichtungen im Groß=
— Gartenbauverein. In der Monatsverſammlung ganz beſonders großes Match=Billard ſteht nunmehr auch
herzogtum zugelaſſen worden.
am Donnerstag begrüßte Poſtdirektor Fuldner die zur Verfügung. Der ganze Billard=Saal iſt durch Glas=
* Aenderungen in den Kreisverwaltungen?
Auswär=
tige Blätter melden, die heſſiſche Regierung plane für das
Rechnungsjahr 1911 das Eingehen eines Kreiſes in jeder
Provinz. In Rheinheſſen käme der Kreis Oppenheim,
in Oberheſſen der Kreis Schotten und in Starkenburg
der Kreis Heppenheim in Betracht. Dieſe Kreiſe
ſollten in die umliegenden Kreiſe aufgeteilt werden, wie
dies 1874 mit den Kreiſen Lindenfels und Neuſtadt in
Starkenburg, Grünberg, Nidda und Vilbel in Oberheſſen
geſchah. Es wird hierzu bemerkt, die Vergrößerung der
Verwaltungsbezirke ſei heute wieder möglich, da ſich in
den letzten 30 Jahren die Verkehrsverhältniſſe ſehr
ge=
beſſert hätten und dadurch die Kreisſtädte leichter und
be=
quemer zu erreichen wären. Wie dem Mainz. Anz. von
authentiſcher Stelle mitgeteilt wird, dürfte an eine
verar=
tige Maßnahme wohl nicht zu denken ſein. Gerade
die Verhältniſſe in Oberheſſen und Starkenburg lägen
derartig, daß, wenn durch eine ſolche Neueinteilung der
Kreiſe wirklich ein Minimum an Verwaltungskoſten erſpart
würde, dieſe Erſparnis in gar keinem Verhältnis ſtände
gegenüber den hierdurch der Bevölkerung der betroffenen
Orte erwachſenden Verluſten an Zeit und Geld. Dagegen
dürfte ein anderer Vorſchlag, der zur Erſparung von
Ver=
waltungskoſten gemacht wird, eher der Erwägung wert
ſein. Dieſer geht dahin, das in preußiſches Gebiet
einge=
ſprengte Dorf Steinbach am Taunus und die zwiſchen
Ba=
den und Württemlierg am Neckar gelegene ehemalige
Reichsſtadt Wimpfen gegen preußiſches und badiſches
Ge=
biet auszutauſchen, wie das 1902 mit dem heſſiſchen Anteil
von Kürnbach gegen badiſches Gebiet geſchah. Nachdem
Heſſen die Saline Theodorshall bei Kreuznach an
Preu=
ßen verkaufte, iſt auch der Grund weggefallen, der 1806
Wimpfen an Heſſen brachte. Wimpfen ſollte nämlich
da=
mals mit ſeiner Saline Ludwigshall Heſſen das Salz
lie=
fern. Heute hat die Saline Ludwigshall dieſe Bedeutung
für Heſſen nicht mehr und das „heſſiſche Rothenburg” iſt
für Heſſen lediglich das am teuerſten zu verwaltende
Städtchen geworden.
— Kunſthalle am Rheintor. Die Kollektivausſtellung
des Malers Hans Unger zu Dresden=Loſchwitz und
des Verbandes zeichnender Künſtler zu München wird
am 15. dieſes Monats geſchloſſen. Aus dem guten
Beſuch iſt zu ſchließen, daß man in den hieſigen Kreiſen
der Ausſtellung ein lebhaftes Intereſſe entgegenbringt.
Die Kunſthalle iſt gegenwärtig an Sonn= und
Werk=
tagen von 10 bis 6 Uhr geöffnet.
— Gewerbeſchule Darmſtadt. Wie aus einer in
der heutigen Nummer enthaltenen Anzeige zu erſehen
iſt, werden im bevorſtehenden Winterhalbjahre an der
Gewerbeſchule Darmſtadt wiederum
Fach=
kurſe für Kunſtſchloſſer, Schuhmacher, Schneider,
Ta=
pezierer, Friſeure und Perückenmacher, Gas=, Waſſer=
und Elektroinſtallateure, im Holz= und Marmormalen,
Galvanotechnik und im Modellieren abgehalten.
Be=
merkt ſei noch, daß die Abend=Zeichenklaſſe, die ſich ſeit
einer langen Reihe von Jahren einer regen
Beteilig=
ung erfreut, am 19. Oktober eröffnet wird. Bei
genü=
gender Beteiligung wird dieſer Klaſſe eine Abteilung
für kunſtgewerbliches und Möbelzeichnen angegliedert
werden. Auch können Damen am Naturzeichnen in
der Winter=Tagesſchule teilnehmen. Anmeldungen zu
allen Kurſen nimmt die Direktion, Ecke der Karl= und
Nieder=Ramſtädter Straße, entgegen.
— An der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule
beginnt am 13. ds. Mts. der Tagesunterricht für das
Winterhalbjahr. Zu Hand= und Maſchinennähen,
Flicken, Stopfen und Sticken, Bügeln, Kochen, Deutſch
und Rechnen tritt im Winterhalbjahr auch noch
Klei=
dermachen aEs Unterrichtsfach. Alle Neuanmeldungen
müſſen am 13. von 3—4 Uhr nachmittags im Schulhauſe,
Rundeturmſtr. 9, erfolgen. (S. Anz.) — Die Abendkurſe
beginnen erſt in ſolgender Woche. Anmeldetermine für
dieſe ſind Montag, 17. Oktober, abends von 7—8 Uhr,
Rundeturmſtr., und Dienstag, 18. Oktober, zur gleichen
Zeit in der Hermannſtraße. Beſondere Aufforderung
zur Anmeldung erfolgt noch.
Anweſenden und gab der Freude Ausdruck, daß das
75jährige Jubiläum einen ſo guten Verlauf genommen.
Dann verlas er die Namen von ſechs neuen
Mitglie=
dern und erteilte Frau Sanitätsrat Hüffell das
Wort zu ihrem Vortrag: „Beiträge zur Geſchichte des
Vereins”, als Ergänzung zu der Feſtrede von Prof.
Völſing. Die Rednerin erzählte in anregendſter Weiſe
manche intereſſanten Züge von den erſten Gründern
und Vorſitzenden des Vereins. Sie erwähnte zuerſt
den Gründer, Gartendirektor Schnittſpahn, der 30 Jahre
lang dem Verein ſeine Kräfte widmete, weiter die
Herren Günderode und Wedekind als Vorſitzende.
Be=
ſonders von dem Letzteren wußte die Rednerin Großes
und Schönes zu erzählen. Dann folgte Gerichtsrat
Schenk, der 21 Jahre lang Vorſitzender war, nach ihm
kam Wilhelm Schwab, unter deſſen Leitung die
glän=
zendſte Zeit des Vereins zu verzeichnen iſt und die
Mitgliederzahl ſich zu einer Höhe erhob, die nie wieder
erreicht wurde. Schwer war es für den Nachfolger,
den Verein auf ſeiner Höhe zu erhalten. Allein der
noch Vielen bekannte Rentner Müller war
unermüd=
lich tätig zum Beſten des Vereins und wußte in 13
Jahren viel Gutes und Schönes zu bieten. Noch andere
Männer nannte die Rednerin, die um den Verein
un=
ſchätzbare Verdienſte ſich erworben. Vor allem Rudolf
Noack, der 33 Jahre lang das Amt des erſten
Schrift=
führers verwaltete. Dann kam die Rednerin auf die
Ausflüge des Vereins in früheren Jahren zu ſprechen
und gab auch von dieſem Zweige der Vereinstätigkeit
ein klares Bild. Den Schluß des anregenden
Vor=
trags bildete ein Rückblick auf die verſchiedenen vom
Verein veranſtalteten Ausſtellungen. Lebhafter
Bei=
fall lohnte die Rednerin und der Vorſitzende dankte
mit warmen Worten. Er erwähnte dann, daß der
Ehrenpräſident zugegen ſei und hoffte, daß dies jetzt
wieder öfter der Fall ſein möchte. Landesökonomierat
Goethe dankte herzlich und ſprach noch nachträglich
ſeine Glückwünſche aus zu dem Jubiläum. Herr
Fuld=
ner machte noch aufmerkſam auf den für nächſten
Mitt=
woch geplanten gemeinſamen Beſuch der Obſt= und
Gartenbau=Ausſtellung in Frankfurt a. M. (Abfahrt
11,58 Uhr). Mit der üblichen Verloſung ſchloß die von
91 Mitgliedern beſuchte Verſammlung.
— Der Geſangverein „Sängerluſt” veranſtaltet
morgen Sonntag eine Abendunterhaltung in
den Räumen des Mathildenhöhſaales. Das auf das
ſorgfältigſte zuſammengeſtellte Programm enthält
mehrere Chöre, darunter einzelne neue, wie „Andreas
Hofer” bearbeitet von C. Schiebold; Herbſtlied von
O. Bartke, unter der Leitung des Dirigenten
Muſik=
direktor Bartke. Den geſanglichen Teil hilft
ver=
ſchönern Fräulein Kraft durch Geſangsvorträge, wie
„Elſas Traum” aus Lohengrin, und andere mehr. Für
den humoriſtiſchen Teil ſorgen die Mitglieder Koch,
Schramm, Schwinn und Breuer, ſowie der bekannte
Humoriſt Mechler. Den Schluß des Programms
bil=
det ein Geſamtſpiel: „Zwiebeldufts Ehe=Irrung” von
E. Meyſel dargeſtellt von den Herren. Adam und
Nötzold und Frau Dries. Ein Tänzchen ſchließt die
Veranſtaltung. Die Nachfeier findet Sonntag, den 16.
Oktober, in Eberſtadt „Zum Schwanen” ſtatt. (
Nähe=
res ſiehe Anzeige.)
— Der Ortsgewerbeverein unternimmt am nächſten
Sonntag, den 16. Il. M. einen Familienausflug nach
Weinheim.
— Darmſtädter Zitherklub. Auf das heute abend
im Städtiſchen Saalbau ſtattfindende Konzert des
Darmſtädter Zitherklubs ſei an dieſer Stelle
nochmals hingewieſen. Nach dem vorliegenden
Pro=
gramm ſteht den Beſuchern ein genußreicher Abend in
Ausſicht.
— Für Billardſpieler dürfte es von Intereſſe ſein, zu
erfahren, daß der Billard=Saal im Hotel Heß renoviert
wurde und 6 neue extragroße Billards aufgeſtellt worden
ſind. Die neuen Billards ſtammen von der Firma J.
Neuhuſen=Berlin, und iſt durch die verſchiedenen Größen
jedem Wunſch der Spieler Rechnung getragen. Ein
abſchlüſſe von den großen Reſtaurationsräumlichkeiten
ge=
trennt.
— Fußballklub „Olympia‟ Darmſtadt 1898. Am
Sonntag unternimmt der Fußballklub „Olympia‟=
Darm=
ſtadt ſeine erſte diesjährige Klubwanderung in
den Odenwald. Galt es an den vergangenen
Sonntagen, durch Ausfechtung der Meiſterſchaftsſpiele
zwei wertvolle Punkte für dieſelben im friedlichen
Kampfe zu erringen, ſo gilt es morgen, die herrlichen,
köſtlichen Punkte unſeres Odenwaldes aufzuſuchen, um
im geſunden Wanderſport neue Kraft zu ſchöpfen für
die noch bevorſtehenden Meiſterkämpfe. Die Fahrt geht
bis Bensheim. Alsdann Marſch über den Knoden, nach
Gadernheim, auf die ausſichtsreiche Neunkircher Höhe.
abſteigend über Lützelbach nach Ober=Ramſtadt. Eine
herrliche Tour, die jedem Teilnehmer fröhliche Stunden
bringen wird.
— Die Luft= und Sonnenbäder des „
Naturheilver=
eins” bleiben bei dem ſchönen Wetter noch bis zum
20. Oktober geöffnet.
— Allg. Verein für deutſchen Gruß. In Bernburg
in Anhalt bildete ſich eine neue Ortsgruppe unter dem
Vorſitz von Dr. Georg Keßler.
— Orpheum — Bauerntheater. Der Spielplan der
Oberbayern bringt für heute Samstag erſtmalig: „
Al=
menrauſch und Edelweiß” Charaktergemälde in
fünf Aufzügen von Hans Neuert, mit Benutzung der
gleichnamigen Erzählung von Dr. Hermann v. Schmidt. —
Als Volksvorſtellung bei kleinen Preiſen iſt für
morgen Sonntag nachmittag „Lenivon
Oberammer=
gau” angeſetzt, während abends infolge der großen
Nach=
frage, als letzter Thoma=Abend nachmals „Die
Me=
daille” ſowie „1. Klaſſe” gegeben werden. Hierbei
wurde beſonders berückſichtigt, denjenigen, die aus
beruf=
lichen oder anderen Gründen in der Woche am Beſuch
die=
ſer beiden Stücke verhindert waren, ſolchen am Sonntag
zu ermöglichen. (S. Anzeige).
— Eberſtadt, 7. Okt. Man ſchreibt uns: Herr
Kirchenrat Zentgraf, der auf eine 48jährige
pfarr=
amtliche Tätigkeit zurückblickt und die letzten 18 Jahre
in unſerer Gemeinde gewirkt hat, iſt infolge ſeines
Alters und ſeiner geſchwächten Geſundheit in den
Ruheſtand getreten und lam letzten Mittwoch
nach Darmſtadt verzogen. Das Scheiden unſeres
hoch=
verehrten Herrn Kirchenrats aus ſeiner geſegneten und
verdienſtvollen Wirkſamkeit in unſerer Gemeinde wird
hier allgemein ſehr bedauert. Denn er hat ſich durch
ſeine Leutſeligkeit und ſeine Herzensgüte die Liebe und
Hochachtung ſeiner Gemeindeangehörigen in hohem
Maße erworben. Er war ein tüchtiger Prediger und
ein treuer Seelſorger ſeiner Gemeinde. Unſere Schule
verliert in ihm einen wohlwollenden Freund, der das
ſo nötige gute Einvernehmen von Kirche und Schule
allezeit mit beſtem Erfolge gepflegt hat. Wenn nun
die öffentliche Amtstätigkeit unſeres hochverehrten
Herrn Kirchenrats ihren Abſchluß gefunden hat, ſo
rufen wir dem Scheidenden ein herzliches Lebewohl
nach und unſer wärmſter Dank und unſere beſten
Wünſche folgen ihm in die Stille ſeiner Muße. Möchte
ihm ein freundlicher und. friedlicher Lebensabend
be=
ſchieden und ihm vergönnt ſein — getragen von der Liebe
der Seinigen, von der Verehrung ſeiner hieſigen
Ge=
meindeglieder und von der Achtung aller, die ihn
kennen — die Früchte ſeines geſegneten Wirkens noch
recht lange zu genießen.
— Groß=Umſtadt, 7. Okt. Am 9. und 10. Oktober
ver=
anſtaltet der landwirtſchaftliche Ortsverein ſeinen
erſten Obſtmarkt. Zum Verkaufe ſind etwa 150
Zent=
ner Tafel= und Wirtſchaftsobſt angemeldet. Privaten und
Händlern iſt hier die beſte Gelegenheit geboten, Obſt in
tadelloſer Verpackung, in erſter und gleichmäßiger Güte zu
angemeſſenen Preiſen zu erwerben. Näheres in der
An=
zeige der heutigen Nummer.
* Auerbach, 7. Okt. Man ſchreibt uns: Der
Kam=
mermuſikverein Auerbach tritt mit dem
bevor=
ſtehenden Winter in das vierte Jahr ſeiner Tätigkeit und
eröffnet dieſe am 18. Oktober mit dem erſten Kammermuſik=
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— Die Auflöſung des Berliner
Aqua=
riums. Das ſeit Ende der 60er Jahre beſtehende,
von Alfred Brehm gegründete, weitbekannte
Ber=
liner Aquarium hat ſich aufgelöſt und am 1. d. M.
ſeinen Tierbeſtand veräußert. Der größte Teil der
Seetiere wurde zur Beſetzung des neueingerichteten
Leipziger Aquariums von deſſen Beſitzer erworben,
während die meiſten großen und wertvollen Reptilien
in den Beſitz des Aquariums des
Frank=
furter Zoologiſchen Gartens
über=
gingen. Darunter befinden ſich Rekordſtücke, die
ſchon ſeit Jahren für den Frankfurter Garten
reſer=
viert waen. Als größte Seltenheit iſt ein chineſiſcher
Alligator zu nennen, der ſeit 1888 im Berliner
Aqua=
rium lebte. Das ſehr bösartige Tier mißt nahezu 2
Meter und iſt daher faſt ganz ausgewachſen. Es iſt
wohl das einzige und wohl auch letzte in
Gefangen=
ſchaft befindliche Exemplar dieſer ausſterbenden und
nur noch ganz vereinzelt im Unterlaufe des
Yangt=
ſekiang vorkommenden Krokodilart. Bereits im Jahre
1890 beſaß der Frankfurter Zoologiſche Garten zwei
kleine Exemplare dieſer Art, die aber nur kurze Zeit
lebten, da die damaligen proviſoriſchen Behälter im
Affenhauſe unzureichend waren.
— Bismarck=Nationaldenkmal. In der
von dem Vorſtand der Vereinigung zur Errichtung eines
Bismarck=Nationaldenkmals auf der Eliſenhöhe bei
Bingerbrück=Bingen nach Berlin einberufenen, ſehr
zahlreich beſuchten Sitzung aller Sonderausſchüſſe unter
dem Vorſitze des Geh. Kommerzienrats Kirdorf wurde
zu=
nächſt der Oberpräſident der Rheinprovinz, Exz. v.
Rhein=
baben, in das Präſidium zugewählt. Das Ergebnis
der bisherigen Sammlungen beläuft ſich auf rund 700 000
Mark. Hierauf wurde eine Reihe von Vorſchlägen zur
Belebung der Agitation und ihrer Ausdehnung auf die
Deutſchen im Auslande, ſowie namentlich die Plakatfrage
eingehend erörtert. Es wurde beſchloſſen, ohne ein
öffent=
liches Preisausſchreiben eine Anzahl von Künſtlern zur
er=
neuten Einreichung von Entwürfen zu veranlaſſen. Der
Termin für die Einlieferung der Denkmalsentwürfe läuft
mit dem 30. November ab. Eine beantragte Verſchiebung
wurde vom Kunſtausſchuß abgelehnt. Die Entwürfe ſollen
alsbald in einer Reihe von Städten, zuerſt in Düſſeldorf,
zu einer Ausſtellung vereinigt werden.
Kleines Feuilleton.
* Das Abenteuer einer Humpelrock=
Trägerin. In der vornehmen Regent=Street in
London gab es dieſer Tage eine amüſante kleine Auf=
regung. Enthuſiaſtiſche Hurrarufe begrüßten plötzlich
das Erſcheinen einer hochelegant koſtümierten Dame,
die aus einem Hauſe gegenüber dem Piccadilly=Hotel
trat. Die nach der neueſten Mode gekleidete Schöne bot
einen derart frappierenden Anblick, daß ſelbſt ältere,
eruſte Leute unwillkürlich ſtehen blieben und der
Lady, die ſich in kurzen, haſtigen Schritten fortbewegte,
nachſchauten. Der ſeidenrauſchende Humpelrock, den
ein etwa 12 Zentimeter breiter Stoffſtreifen von
leuchtender Farbe unmittelbar unter dem Knie „
feſ=
ſelte”, geſtattete kein größeres Ausſchreiten. Die
Trä=
gerin der hochſchicken Modeſchöpfung aus ſchwarzem
Atlas konnte immer nur einen Fuß knapp vor den
anderen ſetzen. Ein rieſiger Hut im Bienenkorb=
Genre mit einer gen Himmel ſtrebenden Reiher=
Aigrette fügte der ſchon recht anſehnlichen Größe der
ſchlanken, ſehr ſchönen Blondine noch ein beträchtliches
Stück hinzu. Ein ſchier endloſer Schulterſchal aus
duftiger Gaze und Spitze mit Pelzverbrämung
um=
flatterte die auffallende Paſſantin. Der Umſtand, daß
die jedem Humpelrock eigentümliche Neigung zum
Aufſchlagen das mit farbigen, durchbrochenen
Strüm=
pfen und hochhackigen Schnallenſchuhen bekleidete
Piedeſtal der Modedame indiskret enthüllte, trug
ge=
rade nicht dazu bei, das allgemeine Intereſſe und
Auf=
ſehen zu verringern. In wenig mehr als 30 Sekunden
befand ſich Mylady an der Spitze einer jubelnden
Pro=
zeſſion, die immer mehr anwuchs. Röte und Bläſſe
wechſelten auf dem reizenden Antlitz der verfolgten
Mondaine, die, ungeachtet der Eile, mit der ſie
tat=
ſächlich faſt hüpfend vorwärtsſtrebte, doch nicht einen
Augenblick ungraziös wurde. Die bald Spalier
bil=
dende, bald hinter ihrem Opfer hertrabende Menge
ſparte auch keineswegs mit lauten Aeußerungen der
Bewunderung, aus der man freilich einen ſtarken
Einſchlag von Spott heraushörte. Den Poliziſten, die
der Bedrängten zu Hilfe kamen, gelang es nicht, die
ſich vor Vergnügen wie toll gebärdenden Menſchen
zu zerſtreuen, und ſo mußte die verulkte Modeſklavin
in einem großen Geſchäftshaus der Conduit=Street
Zuflucht ſuchen. Drei Schutzleute waren nötig, den
Eingang zu bewachen und der nachſtürmenden Menge
das Betreten des Ladens zu verwehren.
C. K. Straußenfedern für die engliſche
Krönungsfeier. Die engliſchen Federhändler
rüſten ſich bereits eifrig, um der gewaltigen Nachfrage
für Straußenfedern genügen zu können, die die
Krön=
ungsfeſtlichkeiten mit ſich bringen werden. Die
Ein=
fuhr zeigt ein gewaltiges Anwachſen; allein bei einer
Verſteigerung wurden nicht weniger als 115000 Pfund
dieſer koſtbaren Federn angeboten und fanden
reißen=
den Abſatz. Im kommenden Frühjahr, ſo
prophe=
zeien bereits heute die Eingeweihten, wird die Strau=
ßenfeder wieder im Mittelpunkt der Hutmode ſtehen.
Die Vorliebe für die kleinen, turbanartigen Hüte, die
den mächtigen Luſtigen Witwen=Hüten folgte, hat den
Straußenfederhandel ſchwer geſchädigt, denn nur
kleine Schwanzfedern wurden getragen. Mit den
Krönungsfeierlichkeiten im kommenden Frühjahr aber
wird die große, lange, koſtbare Flügelfeder wieder auf
den Hüten der ſchönen Damen ſchweben und den
Händ=
lern Geld und Gewinn bringen.
* Wie Königin Wilhelmine ihr
Töch=
terchen geehrt ſehen will. Als Königin
Wil=
helmine vor einigen Tagen in Amſterdam in
Geſell=
ſchaft ihres Töchterchens Einkäufe machte, bemühten
ſich die Verkäuferinnen, der kleinen Prinzeſſin
unge=
bührliche Ehrenbezeigungen zu erweiſen. Als
Wil=
helmine ſah, wie eine Verkäuferin die Hand des
Kin=
des, die ſpielend ausgeſtreckt war, küſſen wollte, ſagte
ſie: „Wenn Sie die Hand des Kindes in Liebe küſſen
wollen, ſo ſei es gewährt, wenn Sie es aber aus
Ehr=
furcht tun, ſo bitte ich Sie, es zu unterlaſſen. Wir
wollen das Kind nicht durch zu frühe
Ehrenbezeig=
ungen verderben.”
* Ein Millionär im Armenhaus. Ein
ſiebzigjähriger Albaneſe namens Adam Sterio ſtarb
in Trieſt im Armenhaus. Beim Durchforſchen ſeiner
wenigen Habſeligkeiten fand man Wertpapiere und
Bankdepots von über einer Million Kronen. Der
Verſtorbene hat das Vermögen in Aegypten vor der
Beſetzung durch die Engländer erworben.
* Eigenartige Examensfragen. Bei
einem Einjährigen=Examen in Ansbach haben von 25
Prüflingen nur drei beſtanden, hauptſächlich infolge
des eigenartigen Prüfungsſyſtems, das bei dem
Exa=
men angewandt wird. Es wurde in der Literatur
gefragt: „Wie heißt das Gaſthaus, in dem Minna von
Barnhelm wohnte?” „Welche Sorte Branntwein
wurde Juſt angeboten?” Aber nicht nur in der
bay=
riſchen Provinz, ſondern auch in München werden
der=
artige Fragen geſtellt. Bei einer Aufnahmeprüfung
an einer Münchener Mittelſchule wurde die Frage
ge=
ſtellt, wie hoch der Landshuter Kirchturm ſei, und die
Frage iſt richtig beantwortet worden, denn der
Kan=
didat hatte ſich für die Beantwortung derartiger
Fra=
gen vorſorglich präpariert.
* Aber! Auf Seite 387 des vom Bayeriſchen
Landwirtſchaftsrat herausgegebenen „Handbuch des
größeren Grundbeſitzes” iſt in einer Beſchreibung der
Beſitzungen der Freiherren Auguſt und Oskar v.
Fei=
litzſch wörtlich folgendes zu leſen: „Der Viehbeſtand
zwei Pferde und zirka 16 Stück Rindvieh (ſo lange die
Beſitzer nicht ſelbſt auf dem Gute wohnen).”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Nummer 236.
Abend. Der Großh. Heſ. Hoſtonzerimeiſter Guſtad
Have=
mann in Hamburg wird auch in den bevorſtehenden
vier Konzerten mitwirken. Der erſte Konzertabend am 18.
Oktober dürfte eine ganze hervorragende Veranſtaltung
werden, da als Soliſten mitwirken: 1. die Großh.
Hof=
opernſängerin Frl. G. Geyersbach=Darmſtadt, 2. Herr
Hofkonzertmeiſter Guſtav Havemann und 3. der Großh.
Hofopernſänger Herr Stephani vom Darmſtädter
Hof=
theater. Das Programm umfaßt 1. Beethoven: Quartett
des Herrn Hofkonzertmeiſters Havemann, Konzertmeiſter
Bornemann, Hofmuſiker Delp und Andrä; 2. drei Lieder,
geſungen von der Hofopernſängerin Frl. G. Geyersbach;
3 Lieder, geſungen von Hofopernſänger Stephani; 4. drei
Violinſoli des Herrn Hofkonzertmeiſters Havemann; 5.
Duette, geſungen von der Hofopernſängerin Frl.
Geyers=
bach und Herrn Hofopernſänger Stephani.
Offenbach, 6. Okt. In der
Stadtverordnetenverſamm=
lung wurde die Polizeiverordnung über die Fiſcherei im
Hafen in der vom Kreisamt vorgeſchlagenen Faſſung
an=
genommen. Der Deutſche Landwirtſchaftsrat hatte
ange=
ſichts der Fleiſchteuerung einer Reihe von Städten,
darun=
ter auch Offenbach, eine Erklärung zugehen laſſen, in der.
den Kommunalverwaltungen eine Reihe Maßnahmen
em=
pfohlen wird, die zu einem Ausgleich der Schlachtvieh=
und Ladenpreiſe führen ſollen. Es wurde eine ſcharfe
Gegererklärung angenommen. Für die Säuglingsfürſorge
hat der Stadtv. Louis Feiſtmann der Großherzogin 10000
Mark zur Verfügung geſtellt. Davon ſollen bis zu 5000
Mark zur Schaffung eines genügend großen Warteraumes
für Mütter und Kinder an der Roſenau verwendet werden.
Der Vertragsentwurf mit Dr.=Ing. Heyd über die
Aus=
führung und Sicherheit der neuen Kanaliſation wurde
ge=
nehmigt und 14500 Mark bewilligt. — Außerhalb der
Ta=
gesordnung kam es zu einer beinahe zweiſtündigen
Aus=
ſprache über die Verſetzung zweier Beamten durch die
Bür=
germeiſterei, ohne daß, wie der Stadtv. Feiſtmann hierzu
ausführte, den betr. Ausſchüſſen und Dezernaten vorher
Kenntnis gegeben wurde. Bürgermeiſter Dr. Dullo
er=
klärte, daß die Stadtverwaltung das Recht habe, Beamte
zu verſetzen, die Zuſtimmung der Verſammlung ſei nur bei
gewiſſen Veränderungen erforderlich. Die Verſetzungen
ſeien nach reiflicher Erwägung erfolgt.
Mainz, 7. Okt. Zwiſchen 10 und 11 Uhr wurden
geſtern abend in Kaſtel drei Männer beobachtet, die ſich in
verdächtiger Weiſe an der katholiſchen Kirche
umhertrie=
ben. Einer ſtieg dann über das verſchloſſene eiſerne Tor
in das Innere des eingefriedigten Kirchplatzes ein,
wäh=
rend die beiden anderen außen Wache ſtanden. Beim
Näherkommen von zwei Schutzleuten ergriffen die beiden
die Flucht, während es gelang, den Eingeſtiegenen
feſt=
zunehmen. Er nannte ſich Heinrich Schönemann,
Schloſſer aus Frankfurt a. M. In ſeinem Beſitze wurden
nicht nur Verbrecherwerkzeuge wie Dietriche, Bohrwinde,
Säge und Hammer, ſondern auch ein vollſtändiger
Grund=
riß der Kirche und deren Umgebung vorgefunden, der dem
Einbrecher offenbar zur Orientieung dienen ſollte
— Aus Rheinheſſen, 7. Okt. Ueber das Projekt
der Rheinheſſiſchen Ueberlandzentrale
ſind, ſo ſchreibt man uns, im Verlaufe der letzten Wochen
Mitteilungen in den Zeitungen erſchienen, welche auf einer
völligen Unkenntnis der Verhältniſſe und auf einer
voll=
ſtändig falſchen Darſtellung beruhen. Der Gründung des
Rheinheſſiſchen Elektrizitätsverbandes, eines rechtsfähigen
und durchaus ſelbſtändigen Verbandes, der ſich aus 122
Gemeinden zuſammenſetzt, ging eine eingehende Prüfung
des Vertrages mit der Unternehmerin, der Rheiniſchen
Schuckert=Geſellſchaft, durch die beteiligten Behörden und
das Großh. Miniſterium voraus. Die Gründung erfolgte
erſt, nachdem die Prüfung des Vertrages die techniſche und
wirtſchaftliche Durchführung der geſamten Anlage ergeben
hatte. Dieſe Prüfung iſt insbeſondere vom Großh.
Mini=
ſterium vor Verleihung der Rechtsfähigkeit an den
Rhein=
heſſiſchen Elektrizitätsverband erfolgt. Eine Nachprüfung
des Vertrages, wie ſie nunmehr verlangt wird, iſt daher
vollkommen unveranlaßt und nicht erforderlich, denn die
Prüfung des Vertrages durch das Großh. Miniſterium
hat ja bereits vor deſſen Abſchluß ſtattgefunden. Was
nunmehr die Frage der Rentabilität des Unternehmens
anbelangt, ſo berührt dieſe den Verband und die
betei=
ligten Gemeinden überhaupt nicht, ſondern allein die
Un=
ternehmerin, die Rheiniſche Schuckert=Geſellſchaft. Dieſe
hat ſich in dem Vertrage zur Lieferung von elektriſcher
Energie für Licht= und Kraftzwecke zu den bereits
mitge=
teilten Preiſen und zur Erſtellung der hierfür
erforder=
lichen Anlagen verpflichtet, und es darf wohl mit Recht
an=
genommen werden, daß eine ſo vorzüglich geleitete
Geſell=
ſchaft wie die Rheiniſche Schuckert=Geſellſchaft, den
Ver=
trag nicht abgeſchloſſen und das Riſiko nicht auf ſich
genom=
men hätte, wenn deſſen Rentabilität zu Zweifeln Anlaß
gebe. Da die Gründung des Verbandes und der Abſchluß
des Vertrages mit der Rheiniſchen Schuckert=Geſellſchaft
ohne die Stadt Worms erfolgte, ſo iſt auch nicht einzuſehen,
inwiefern die Annahme oder Nichtannahme eines
Ver=
trages mit der Stadt Worms den Verband und den vom
Großh. Miniſterium geprüften und gebilligten Vertrag ſident von Meiſter dankte den Ausſtellern, durch deren
mit der Rheiniſchen SchuckerteGeſellſchaft und deſſen Zuſammenwirken ein ebenſo farbenprächtiges als
Durchführung zu beeinfluſſen in der Lage ſein könnte.
Gendarmerie von Oſthofen und Worms und verſchiedene
Polizeidiener der Umgegend eine Jagd auf
Zigeu=
ner gemacht. Es wurden 20 Männer und Frauen ver= 1 Spitzen der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden.
haftet und in das Haftlokal Oſthofen eingeliefert. Die
laſſen, u. a. wurden auch Gänſe und Hühner geſtohlen.
ſer Arbeit ihren 90jährigen, ſchon lange erblindeten Vater
unterſtützten. Am gleichen Tage trafen vom Schloß weitere 1 furter Generalanzeiger, der dieſelbe Meldung bringt, teilt
50 Mark für die beiden taubſtummen Geſchwiſter ein,
jo=
wie eine größere Beſtellung von der Großherzogin.
— Bad Nauheim, 7. Okt. Bis zum 6. Oktober ſind
32689 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem Tage Pferd eines Fuhrwerks auf der Straße von
Mau=
noch 1980 anweſend waren. Bäder wurden bis zum
6. Oktober 428 264 abgegeben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 6. Okt. Im Marinehaus
am Brandenburger Ufer fand heute abend eine
Pro=
teſtverſammkung der nationalen Bürgerſchaft
von Berlin gegen die ſozialdemokratiſchen das Ludwigshafener Krankenhaus gebracht.
Krawalle in Moabit ſtatt. Zu der
Verſamm=
lung, die vom Vorſtande des Berliner deutſch=
konſer=
vativen Wahlvereins einberufen war, hatten ſich auch
eine Anzahl Sozialdemokraten und Demokraten
ein=
gefunden. Als der Vorſitzende die Verſammlung mit
der Anweſenden ſitzen und erregte damit den Unwillen
der Mehrheit. Es entſtand eine tumultuariſche Szene,
in deren Verlauf die Beſucher, welche man für
Sozial=
demokraten hielt, mit Gewalt aus dem Saale gedrängt
wurden. Nach einigen Referaten wurde eine
Reſolu=
tion angenommen, in der der Polizei für ihr
Verhal=
ten anläßlich der Moabiter Unruhen Anerkennung
aus=
geſprochen und ein größerer Schutz der Arbeitswilligen
verlangt wird. Die Kriminalpolizei verhaftete in
Moabit ſechs Perſonen wegen der gemeldeten ſchweren
Mißhandlung von Arbeitswilligen. Insgeſamt befin= gefordert. Für den Fall, daß dem Schreiber das Geld,
den ſich jetzt 71 Angeſchuldigte im
Unterſuchungsge=
fängnis. — Wie die Alten ſungen ſo — ſtreiken auch
die Jungen. Unter dem Perſonal der Meierei
Bolle iſt in der vergangenen Nacht ein teilweiſer
Ausſtand ausgebrochen. Ein Teill der jugendlichen
Angeſtellten iſt in den Ausſtand getreten, und ein
wei=
terer Teil wurde von den Ausſtändigen gehindert, an
der Arbeitsſtätte zu erſcheinen‟ Die Zahl der heute
früh nicht erſchienenen Jungen beträgt etwa 250, denen
ſich zehn Mädchen angeſchloſſen haben. In voriger
Woche gewährte die Firma allen Mitfahrern eine
Zu=
lage von 50 Pfg. für die Wöche. Die jetzt Ausſtändigen
verlangen eine Zulage von 2 Mark wöchentlich und
jeden dritten Sonntag frei. Beſonders die letztere
For=
derung konnte die Firma nicht bewilligen, da der
Be=
trieb ſich nicht demgemäß einrichten läßt. Die
ſtreiken=
den „Bolle=Jungen” verſammelten ſich früh morgens
im Kleinen Tiergarten in Moabit. Die Firma ließ die
Prlizei benachrichtigen, weil man Ruheſtörungen
be=
fürchtete. Die Schutzleute trieben die Jungen
aus=
einander, wobei es verſchiedentlich Schläge ſetzte.
Später rotteten ſich die Streikenden in der Nähe der
Meierei wieder zuſammen und zogen unter lautem
Geſchrei die Straßen entlang, bis auch hier die Polizei
dem Unfug ein ſchnelles Ende bereitete. — In der
ver=
gangenen Nacht wurde der 71jährige Fabrikbeſitzer
Eduard Wertheimer aus Bielefeld, der zurzeit im
Hotel Monopol wohnt, in die Charité aufgenommen.
Er wurde am Alexanderufer mit gefeſſelten Gelenken
und über der Bruſt gekreuzten Armen von Schiffern
aus dem Waſſer gezogen. Wertheimer gab an, er ſei
von. drei Männern überfallen, gefeſſelt und in die
Spree geſtoßen worden. Der myſteriöſe Vorfall hat
ſeine Aufklärung dahin gefunden, daß W. eingeſtand,
er habe ſich in gedrückter Gemütsſtimmung befunden
und in dieſem Gemütszuſtande einen
Selbſtmordver=
ſuch verübt. Er habe ſich dann geniert, dieſes
zuzu=
geben.
Frankfurt, 7. Okt. In der Städtiſchen Feſthalle
wurde heute mittag die vom Naſſauiſchen Landes=Obſt=
und Gartenbauverein in Verbindung mit der
Land=
wirtſchaftskammer für den Regierungsbezirk
Wies=
baden veranſtaltete Obſt= und
Gartenbauaus=
ſtellung eröffnet. Der Leiter der Königl.
Lehr=
anſtalt in Geiſenheim, Geheimer Regierungsrat Dr.
Wortmann, hielt die Eröffnungsrede. Regierungsprä=
großartiges Werk geſchaffen worden ſei. Zur Eröff=
Oſthofen, 6. Okt. Heute vormittag wurde durch die nung waren anweſend: Prinz Friedrich Karl von
Heſ=
ſen, der kommandierende General von Eichhorn, die
Landräte des Regierungsbezirks und die übrigen
St. Goarshauſen, 7. Okt. Der Wiesb. Ztg. wird be=
Bande hatte ſich verſchiedene Diebſtähle zuſchulder kommen richtet: Als geſtern morgen während des Unterrichts im
hieſigen Hoffmannſchen Inſtitut die Frühſtückspauſe
ein=
trat, erſchien Danny Gürtler, der ſeit zwei Tagen in
Friedberg, 7. Okt. Die Großherzogin kaufte bei Goarshauſen weilt, vor dem Inſtitut und zog durch ſeine
einer Friedberger Firma eine geſtickte Bettdecke, die in der Reden die jungen Leute an ſich. Plötzlich begann er mitten
Auslage ihre Aufmerkſamkeit erregt hatte, für 30 Mark. ) auf der Straße ſich vollſtändig zu entkleiden, um
Sie erkundigte ſich, wo die Decke gearbeitet wurde. Es dann in ſplitternacktem Zuſtand ſeine zügelloſen Reden
wurde ihr geſagt, daß ſie von zwei taubſtummen Ge= fortzuſetzen. Es mochten 200 Perſonen ſein, die dieſem
ſchwiſtern namens Spier gearbeitet wäre, die mit die= Treiben zuſehen mußten, bis endlich die Polizei herbeikam
und der widerlichen Szene ein Ende machte. Der
Frank=
mit, daß Gürtler auf einige Zeit in der Irrenanſtalt
Eichberg bleiben wird.
Mutterſtadt, 7. Okt. Geſtern abend ſcheute das
dach nach Schieshaus vor einem vorbeifahrenden Zug
und rannte mit dem Fuhrwerk die Straße entlang.
Zwei Frauen und ein Kind aus Mundenheim, welche
die Straße paſſierten und ſich nicht ſchnell genug in
Sicherheit bringen konnten, wurden von dem Pferde
überrannt und von dem Fuhrwerk überfahren. Eine
der Frauen blieb ſofort tot. Die andere Frau und
das Kind erlitten ſchwere Verletzungen und wurden in
— Leipzig, 6. Okt. Die Verhandlung gegen das
Raubmörderpaar Karl und Friedrich Koppius wurde
1 heute vormittag kurz vor 10 Uhr wieder aufgenommen.
Die Verhandlungen drehten ſich in der heutigen
Schlußver=
einem Hoch auf den Kaiſer eröffnete, blieb eine Anzahl handlung ausſchließlich um die vielbeſprochenen
Erpreſſer=
briefe. Es handelt ſich dabei um insgeſamt 12 ſolcher
Briefe, die die Angeklagten im Dezember 1908, im Januar,
Februar und März 1909 verfaßt und zum größten Teil an
den Inhaber der Firma J. J. Weber gerichtet haben. Alle
dieſe Briefe haben zum geiſtigen Urheber den
Haupt=
angeklagten Karl Koppius, der ſie zum Teil ſeinem
Bru=
der diktiert hat. Die Briefe gelangten ſämtlich in den
Beſitz des jetzigen Inhabers J. J. Weber, Herrn Siegfried
Weber, der dadurch in die größte Aufregung verſetzt wurde.
Es wurde von ihm zunächſt die Summe von 5000 Mark
mit dem er eine Reiſe nach Italien machen wolle, um ſein
Lungenleiden zu heilen, nicht gegeben werde, habe ſich der
Empfänger ſelbſt als den Mörder ſeiner Familie
anzu=
ſehen. Koppius drohte, daß er Siegfried Weber ermorden
und ſeine Familie zerfleiſchen werde. Um ſeine
Drohun=
gen nicht als leere Redensart hinzuſtellen, gab der
Brief=
ſchreiber ſelbſt an, daß er den Mord in der
Windmühlen=
ſtraße verübt habe; er habe im Ganzen bereits drei Morde
in Leipzig ausgeführt. Damit der Empfänger des Briefes
ſich aber ſelbſt von der Wahrheit des Geſtändniſſes
über=
zeugen und die etwaigen Folgen einer Ablehnung der
ge=
ſtellten Bitte ermeſſen könne, ſchrieb der Mörder ferner,
daß er die bei den Friedrichſchen Eheleuten geraubten zwei
Uhren und Kette im ſtädtiſchen Leihhauſe verſetzt habe und
zwar am Tage des Mordes zwiſchen 10 und 11 Uhr
vor=
mittags. Die ſofort benachrichtigte Staatsanwaltſchaft
er=
mittelte, daß die Angaben des Briefſchreibers bezw. des
Verſetzens der Uhren tatſächlich auf Wahrheit beruhten.
Nach Schluß der Beweisaufnahme wurden den
Ge=
ſchworenen die auf Raubmord, Mord, verſuchten
Raub=
mord, verſuchte und vollendete Erpreſſung uſw. lautenden
Schuldfragen vorgelegt, woran ſich die Plädoyers
des Staatsanwalts und der beiden Verteidiger knüpften.
Nach langer Beratung kehrten die Geſchworenen um ½8
Uhr abends wieder in den Sitzungsſaal zurück. Sie
be=
jahten ſämtliche Schuldfragen und verneinten nur die
Frage, ob bei dem Ueberfall auf die Fabrikbeſitzersfrau
Wagner=Hamburg die Raubabſicht vorlag. Ebenſo
ver=
neinten ſie, daß bei den Erpreſſerbriefen eine fortgeſetzte
Handlung vorliege. Staatsanwalt Mühle beantragte
dann gegen beide Angeklagte je zwei Mal die Todesſtrafe,
ſoweit die Schuldfragen den Doppelmord an den
Fried=
richſchen Eheleuten betrafen und ferner langjährige
Zucht=
hausſtrafen für die übrigen Verbrechen, ſowie die üblichen
Nebenſtrafen. Das Gericht verurteilte Karl Koppius
zweimal zum Tode und zu 15 Jahren Zuchthaus
und dauerndem Ehrverluſt, Fritz Koppius
eben=
falls zweimal zum Tode, ſieben Jahren
Zucht=
haus und dauerndem Ehrverluſt.
Stettin, 6. Okt. In der chemiſchen Produktenfabrik
Union in Stolzenhagen=Kratzwick ſind durch einen Brand
zwei langgeſtreckte Fabrikgebäude und die
Schwefelſäure=
fabrik eingeäſchert worden. Um Mitternacht gelang
es, des Feuers Herr zu werden. Die Urſache iſt zur Stunde
noch unbekannt. Der Schaden iſt beträchtlich.
Kunſtverein.
I.
Ein Schönheitskünder begegnet uns in der
hoch=
intereſſanten und künſtleriſch ungemein anregenden
Kollektivausſtellung des Dresdener Malers Hans
Unger. Ein Künſtler, der das hehrſte Ziel ſeines
Berufes und aller Kunſt überhaupt, richtig erfaßt,
und der friſchen, fröhlichen Wagemutes, doch voll
ern=
ſten Wollens, dieſem Ziele entgegenſchreitet. Ein
ſtarkes, in ſich ſelbſt gefeſtigtes Talent, das der Reife
nicht fern. Ein von eigenem Können durchdrungener
Künſtler, der Traditionen nicht ſchmäht, ſoweit ſie
geſetzmäßige Ewigkeitsdauer haben, der aber
kraft=
voll und willensſtark eigene Wege zu gehen ſich müht
und — ſeinen Fehlern nicht blind gegenüberſteht.
Haus Chriſtianſen hat ſeinem prachtvollen
Familienbild, das kürzlich an dieſer Stelle beſprochen
wurde, das Motto eingefügt: „Meine Fehler ſind
meine Tugenden”. Ein Motto, das in ſeltener Weiſe
Stolz und Beſcheidenheit eint und das jeder Künſtler
ſich zu eigen machen ſollte. Denn auch im Erkennen
der Fehler liegt Stärke, zumal wenn dieſe Erkenntnis
Früchte trägt, wie bei Hans Unger, der ſeine Fehler
ſelbſt zu Tugenden ſtempelt; der Klippen ſucht, um ſie
umſchiffen zu können, ſelbſt auf die Gefahr hin, ſeine
Werke hart die Grenzen des Künſtleriſchen ſtreifen zu
laſſen. Seine eigene Kraft, ſein ſcharfer Blick bewahrt
ſie vor dem Scheitern.
In mehr als einem Bilde der umfangreichen
Kol=
lektion offenbart ſich eine Kühnheit in der Wahl der
Farben, die im erſten Moment frappiert und die jedes
weniger ſtarke Talent zum Scheitern gebracht hätte.
(Siehe „Bildnis meiner Tochter”, „Mutter und Kind‟
und andere.) Und iſt es nicht auch eine Gefahr, in
einer Kollektion von 46 Bildern, von denen über die
Hälfte figürliche Darſtellungen, Akte und Porträts
ſind, ſo okt das gleiche Geſicht wiederkehren zu laſſen?
Dies eigenartige, ſcharfgeſchnittene Geſicht von faſt
klaſſi=
ſcher Schönheit, trotz der Herbheit, die Haltung und
Ausdruck offenbaren, mit den die ſtarke, ſinnliche Glut
dämmenden, halb geſchloſſenen Lidern der großen,
ausdrucksvollen, tiefgründigen Augen? Kehrt doch
dieſes Geſicht in unleugbarer Charakteriſtik in dem
einen Koloſſalgemälde „Schönheit” mehrfach wieder.
Wie trefflich vermag aber der Künſtler zu variieren,
wie ſcharf in der Zeichnung pſychologiſch zu
charakteri=
ſieren.
In erſter Linie ſind es dekorative Malereien. In
ſeinen großzügigen Farbendispoſitionen, die das
in=
tenſiv Wirkende dem Zarten vorziehen, in ſeiner
vor=
züglichen Raumdispoſition, die jedem Bilde ſo
reich=
lichen Inhalt geben, daß man faſt von
Raumausnutz=
ung ſprechen könnte, offenbart ſich des Künſtlers ſtarke,
dekorative Begabung. Auch in der an Stuck
erinnern=
den Einbeziehung der Rahmenwirkung in die des
Ge=
mäldes. Wie Stuck antikiſiert er in dieſer Beziehung
auch. Aber trotz dieſer Großzügigkeit, oder vielleicht
gerade in dieſer Großzügigkeit der
Farbendispoſitio=
nen zeugt das Kolorit von einem fein ausgeprägten
Farbenſinn, der Buntheit nicht verſchmäht, wo die
dekorative Wirkung ſie erfordert oder entſchuldigt; der
aber in dieſer Buntheit ſtets künſtleriſch und von
vor=
nehmer Eigenart bleibt. Gewiß, nicht alle dieſe
Bil=
der ſprechen von unbedingter künſtleriſcher Reife.
Aber ſie laſſen dieſe Reife in abſehbarer Zeit
erhof=
fen. Hans Unger iſt noch in der Entwicklung.
Kraft=
naturen, wie die ſeine, dringen durch.
Auf alle Werke der Kollektion näher einzugehen,
iſt nicht angängig. Es könnte auch über viele das
gleiche geſagt werden. Nicht das räumlich größte der
Gemälde möchten wir als das bedeutendſte anſprechen,
obwohl „Die Schönheit” eine Anzahl männlicher,
weib=
licher und Kinder=Akte im Freien, tatſächlich viel
Schönheit kündet. Die Akte ſind durchweg in keuſcher
Schönheit gemalt und insgeſamt vortrefflich
kompo=
niert. Vielleicht erſcheint die Zeichnung nicht immer
einwandfrei, doch iſt die Geſamtwirkung vorzüglich.
Künſtleriſch höher bewerten darf man die Eisläuferin.
In Zeichnung, Kolorit und Kompoſition ein
prächti=
ges Bild. Wie fein und doch dekorativ wirkſam iſt das
matte, faſt bleierne Grau der Eismaſſen, belebt durch
Schneeflächen, zu dem reichen Kolorit der Gewandung
abgeſtimmt; wie trefflich die Geſtalt in Haltung und
Bewegung feſtgehalten. Auch der weibliche Akt „
The=
ben” iſt von einer ſeltenen Schönheit, wenngleich hier
wie auch in den Studienköpfen das Gelb der Hautfarbe
für unſer Empfinden zuintenſiv getönt iſt. Die dekorative
Wirkung des Kolorits wird dadurch natürlich erhöht.
Sehr fein im Kolorit ſind „Akt mit Paradiesvogel”
„Mutter und Kind” „Flamingos am Mittelmeer”,
„Morgen”, „Abendſonne”, „Sommer” uſw. Von der
Phantaſie des Künſtlers und ſeiner Symbolik zeugt
„Paganini”, ein Bild, das trotz der Schlichtheit der
Bezeichnung einen ganzen Roman erzählt vom Kampf
der Leidenſchaften und von der Macht der Muſik. Die
Reihe Studienköpfe ſind Muſterbeiſpiele feiner
Charak=
teriſierungskunſt, trotz der Großzügigkeit der
Zeich=
nung und der Flächenwirkung der einzelnen Blätter.
Die Blumenſtücke und die Landſchaften erreichen
im allgemeinen nicht die künſtleriſche Höhe der
vorer=
wähnten Werke. Vielleicht iſt das bei den Blumen
auch darin begründet, daß ſie in dem Objekt
des Künſtlers Begabung für die dekorative
Wirk=
ung nicht entgegenkommen; hingegen bedeuten
einzelne reizvoll gelöſte Farbenprobleme. Von den
Landſchaften iſt künſtleriſch überragend der „
Sommer=
tag am Meer” in dem das Kolorit und die Bewegung
der Waſſerwogen, die die hell beſchienenen Felsklippen
umrauſchen, ganz meiſterlich gemalt ſind. M. St.
Nummer 236.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Seite 5.
Köln, 7. Okt. Einem raffinierten
Betrugs=
manöver iſt eine Bankfirma zum Opfer gefallen.
In deren Bureau traf ein Brief eines induſtriellen
Werkes mit einer Anzahl Wechſel im Geſamtwerte von
25000 Mark und dem Erſuchen zum Diskontieren ein.
Der Auftrag wurde von der Bank prompt erledigt.
Wie in dem Schreiben gleichzeitig bemerkt war, würde
ein legitimierter Bote auf der Bank erſcheinen und das
Geld in Empfang nehmen. Wie ſich bald herausſtellte,
war dieſer Bote, ebenſo wie die Bank das Opfer von
zwei Schwindlern, die einſtweilen mit dem Geld
durch=
gegangen ſein dürften.
Fürſtenwalde, 6. Okt. Der in der Angelegenheit des
Raubmordes an dem Bierkutſcher Haaſe
ver=
haftete Arbeiter Conrad ſtand auch unter dem Verdacht,
im April 1907 ſeine Frau durch Strychnin vergiftet zu
haben. Jetzt iſt in dieſer Mordaffäre ſo viel
Belaſtungs=
material geſammelt, daß an der Täterſchaft Conrads kein
Zweifel mehr beſteht. Außerdem legte ſeine Geliebte, die
Arbeiterin Molkentin, ein teilweiſes Geſtändnis ab,
wo=
durch Conrad völlig des Giftmordes überführt iſt.
Paris, 7. Okt. Der Agence Havas wird aus
Sai=
gun gemeldet: Major Rumilly, der Befehlshaber der
Zitadelle von Hanoi, ſeine Frau, ſeine drei iKnder, der
Ordonnanzburſche und zwei eingeborene Diener
er=
krankten unter Vergiftungserſcheinungen.
Major Rumilly ſtarb einige Stunden ſpäter. Die
übri=
gen Perſonen ſind außer Gefahr. Ein anamitiſcher
Koch, welcher tags zuvor entlaſſen worden war, wurde
verhaftet. Der Vorfall ruft große Erregung
her=
vor, beſonders im Hinblick darauf, daß vor 2 Jahren
eine Verſchwörung von Eingeborenen entdeckt worden
war, die den Plan gefaßt hatten, ſämtliche franzöſiſchen
Soldaten der Garniſon zu vergiften. Mehrere
Ana=
miten wurden damals hingerichtet.
Warſchan, 7. Okt. Es ſtellte ſich heraus, daß die
ſeinerzeit erfolgte Beraubung des
Madonnen=
bildes in Czenſtochau von Mönchen verübt ward.
Der ermordete Bruder eines flüchtigen Mönches ſoll
die geraubten Kleinodien veräußert haben. Es wurde
außerdem feſtgeſtellt, daß ein Pater und ein zweiter
Bruder des Ermordeten an dem Diebſtahl teilnahmen.
Viele Verhaftungen ſtehen bevor. Die Sache nimmt
eine ungeheuere Ausdehnung an.
New=York, 7. Okt. Infolge der Kritik, die an dem
unglücklich verlaufenen Rennen um den
Van=
derbiltpreis geübt wird, ſahen ſich die
Veranſtal=
ter des Rennens um den Großen Preis veranlaßt,
dieſes Rennen aufzugeben.
Philadelphia, 6. Okt. In Gegenwart einer glänzenden
Feſtverſammlung wurde heute das Denkmal für den
deutſchen Paſtor Peter Mühlenberg enthüllt, der
zu den markanteſten Erſcheinungen des amerikaniſchen
Un=
abhängigkeitskrieges gehört. Das Denkmal ſtellt
Mühlen=
berg dar, wie er beim Ausbruch des Freiheitskrieges die
Bibel fortlegt und zum Schwert greift. Es erhebt ſich auf
der Südſeite des großen Platzes vor dem Rathauſe und
iſt eine Schöpfung des hieſigen deutſchen Bildhauers Otto
Schweizer. Bürgermeiſter Reyburn nahm das Denkmal
mit einer längeren Anſprache, in welcher er die Verdienſte
des deutſchen Elementes in Amerika feierte, entgegen. Vor
der Enthüllung fand eine glänzende Parade ſtatt. Das
hieſige Deutſchtum feiert gleichzeitig heute den „Deutſchen
Tag” zum Andenken an die erſte deutſche Einwanderung
in Amerika.
Kunſtnotizen.
Ceber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Zigeuner=Konzert. Ueber das am
Sonn=
tag, den 9. und Montag, den 10. Oktober, im Kaiſerſaal=
Fürſtenſaal auftretende öſter.=ungar. Damen= und Herren=
Orcheſter „Rakoczi” ſchreibt das Erl. Tagebl.: Das
Zigeuner=Konzert der Kapelle „Rakoczi” geſtern abend
in der Liederhalle erfreute ſich eines überaus guten
Be=
ſuches. Kein Wunder, haben die Zigeuner=Konzerte auf
das Publikum ſtets einen eigenen Reiz ausgeübt. Die
ſicher und mit Feuer vorgetragenen Weiſen der in ihren
ſchmucken Nationaltrachten maleriſch ausſehenden Kapelle
fanden außerordentlichen Beifall. Neu für viele dürfte
das Anhören des Cymbals, des einſtmaligen Vorläufers
unſeres heutigen Klaviers, ſein. Auch die heimatlichen
Lieder, geſungen von den Damen des Orcheſters, werden
in entſprechender Weiſe zu Gehör gebracht. Ferner weiß
jedermann, daß ſich in einem derartigen Enſemble ſtets
einige Künſtler befinden, die zu hören allein ſchon genügt,
den Beſuch eines ſolchen Konzertes zu lohnen. Damit
auch das Auge nicht zu kurz kam, bilderte den Schluß
ein ſogenanntes Prunkſtück: „Ein Märchen aus 1000 und
eine Nacht”. Dieſe Aufführung iſt durch ihre Farbenpracht
überraſchend und der Beifall ein rückhaltsloſer.
Sitzung der Großh. Handelskammer Darmſtadt
vom 3. Oktober.
Da auf Grund des Handelskammergeſetzes am
Schluß jeden zweiten Jahres der 6jährigen
Wahl=
periode ein Drittel der Handelskammermitglieder
auszuſcheiden hat, müſſen im Laufe des Monats
No=
vember Ergänzungswahlen zur Handelskammer
ſtattfinden. Es wurden die Ausſcheidenden in
ange=
meſſener Verteilung auf die einzelnen Wahlbezirke
durch das Los beſtimmt. Zur Ausſcheidung gelangen
für den Wahlkreis Darmſtadt in der Wahlgruppe
In=
duſtrie die Herren Geh. Kommerzienrat Dr. L. Merck,
Kommerzienrat L. Roeder und Eiſenbahndirektor O.
Wolff, in der Wahlgruppe Großhandel Herr Eugen
Trier, in der Wahlgruppe Kleinhandel die Herren
Wilhelm Kalbfuß und Wilhelm Kölb. Für den
Wahl=
kreis Groß=Gerau Herr Direktor W. Zarges, für die
Wahlkreiſe Bensheim, Erbach und Heppenheim die
Herren Fabrikant Ludwig Reubold in Michelſtadt und
Fahrikant Georg Tuger in Heppenheim. Zu
Wahl=
kommiſſären wurden beſtimmt: für den Wahlkreis
Darmſtadt, Wahlgruppe Induſtrie, Herr
Kommerzien=
rat L. Frölich, für die Wahlgruppe Großhandel Herr
Berthold Bodenheimer, für die Wahlgruppe
Kleinhan=
del Herr Ludwig Fiſcher. Für den Wahllkreis Groß=
Gerau Herr Kommerzienrat H. Schlager, für den
Wahl=
kreis Heppenheim Herr Wilhelm Rummel, für den
Wahlkreis Erbach Herr W. Rummel oder Herr
Lud=
wig Fiſcher.
Die Rechnung über Einnahmen und
Ausgaben der Handelskammer, ſowie der
kauf m än niſchen Fortbildungsſchule
Darmſtadt vom 1. April 1909 bis 1. Apri!
1910 wurde abgeſchloſſen und dem Großh. Miniſterium
zur Weitergabe an die Oberrechnungskammer
über=
reicht. Die Einnahmen betrugen 43 530,81 Mark,
wel=
chen 36 391,50 Mark an Ausgaben gegenüberſtanden.
Der Bericht der Reichstagskommiſſion über den
Entwurf eines Zuwachsſteuergeſetzes iſt
in verſchiedenen Sitzungen im allgemeinen
durchge=
ſprochen worden. Es wurde beſchloſſen, daß Herr
Syndikus Dr. Human an der Sitzung der
Sonderkom=
miſſion des Deutſchen Handelstags teilnehmen ſoll,
welche am 11. und 12. Oktober in Berlin zur Beratung
der Einzelheiten des Geſetzentwurfs und der von der
Reichstagskommiſſion hierzu gefaßten Beſchlüſſe
ſtatt=
findet.
Nachdem die Heſſiſchen Handelskammern ſich
noch=
mals in einer gemeinſamen Könferenz mit dem zur
Beratung ſtehenden Entwurf eines
Gemeindeum=
lagengeſetzes beſchäftigt hatten, iſt nunmehr noch
eine gemeinſame Eingabe der ſämtlichen
Handelskam=
mern bezüglich dieſes Geſetzentwurfs an die Erſte
Kam=
mer der Landſtände gerichtet worden.
Einer Anzahl der am Handel mit Chile, Bolivien
und Peru intereſſierten Firmen des
Handelskammer=
bezirks war mitgeteilt worden, daß der
Handels=
ſachverſtändige beim Kaiſerl.
General=
konſulat in Valparaiſo, Herr Dr. Gerlach, der
in den letzten Jahren Chile, Bolivien und Peru
be=
reiſt hat, am 14. Oktober d. J. von 10—2 Uhr
vormit=
tags in der Handelskammer zu Frankfurt a. M.
den=
jenigen Firmen zur Verfügung ſtehen wird, welche am
Handel mit den genannten Ländern intereſſiert ſind.
Die Intereſſenten können entweder ſelbſt an dieſer
Sitzung teilnehmen oder ihre diesbezüglichen Wünſche
der Handelskammer mitteilen.
Auf eine Anfrage des Großh. Miniſteriums des
Innern hin erklärte ſich die Handelskammer mit den
Ausführungen des Verbandes Deutſcher
Granitſchleife=
reien in München bezüglich der Einfuhr
ſchwedi=
ſcher Granitblöcke einverſtanden. Es wurde
des=
halb an zuſtändiger Stelle der Wunſch ausgeſprochen,
daß der für die deutſche Granitſchleiferei=Induſtrie
nachteilige Beſchluß, die roh boſſierten Blöcke als
Stein=
metzarbeiten zu verzollen, zurückgenommen werden
möchte.
Im Verein mit der Großh. Bürgermeiſterei
Darm=
ſtadt hat die Handelskammer von neuem ihre volle
Auf=
merkſamkeit der anläßlich des Bahnhofneubaues
drin=
gend erwünſchten Errichtung eines neuen
Lager=
haus= ſowie Hauptſteueramtsgebäudes
neben den künftigen Gleisanlagen zugewendet. Es ſoll
mit allen Kräften angeſtrebt werden, daß das bereits
vor längerer Zeit ausgearbeitete diesbezügliche
Pro=
jekt doch noch möglichſt mit der Eröffnung des
Haupt=
bahnhofs zur Verwirklichung gelangt.
Anſtelle des Herrn Dr. rer. pol. Bichmann, welcher
zum Aſſiſtenten der Handelskammer Barmen ernannt
worden iſt, iſt Herr Dr. jur. Kaſſel aus Werdau i. Sa.
zum wiſſenſchaftlichen Hilfsarbeiter der
Handelskam=
mer beſtellt worden.
Kongreſſe und Verbandstage.
IX. Generalverſammlung des Bundes
Deutſcher Frauenvereine.
— Heidelberg, 6. Okt. Den
Geſchäfts=
bericht für die Zeit von Oktober 1908 bis Oktober
1910 erſtattet Frau Marianne Weber=Heidelberg.
Dem Bunde ſind in der abgelaufenen Geſchäftsperiode
acht neue Verbände beigetreten, darunter der Kaufm.
Verband für weibliche Angeſtellte, die größte deutſche
Frauenberufsorganiſation. Die Zahl der dem Bunde
angeſchloſſenen Verbände beträgt jetzt 33; die Zahl der
ihm direkt angeſchloſſenen Vereine beträgt nunmehr
237. Die Aufgabe des Bundes, den Frauenforderungen
Einfluß auf die Geſetzgebung zu gewinnen, wurde
durch acht Eingaben an die verſchiedenen geſetzgebenden
Körperſchaften zu erfüllen geſucht. Die Beteiligung
des Bundes an vielen nationalen und vor allem
inter=
nationalen Beſtrebungen war auch in der verfloſſenen
Geſchäftsperiode eine rege. Der Bericht wurde
geneh=
migt, ebenſo der Kaſſenbericht. Zunächſt gelangte ein
Autrag des Roſtocker Frauenvereins zur Verhandlung.
Derſelbe beantragt eine Petition an den Reichstag, in
der gefordert werden ſoll, der Erlaßein es
Reichs=
theatergeſetzes möge tunlichſt beſchleunigt und
dabei die Punkte beſonders berückſichtigt werden, die
geeignet ſind, die Intereſſen der weiblichen
Bühnen=
mitglieder, als des wirtſchaftlich ſchwächſten Teiles, zu
fördern. Der Antrag wird begründet von Frau Henni
Lehmann=Roſtock, die die Einſetzung einer
Kom=
miſſion zur Beantwortung dieſer Frage verlangt.
Fräulein Santen Hofſchauſpielerin aus
Mann=
heim, beſtätigt die unerhörten Verhältniſſe. Es gibt
nur Rechte des Direktors und Pflichten des
Schau=
ſpielers. Die Frage der Eheſchließung möchte ſie
be=
ſonders hervorheben; es ſei nicht wahr, daß ſich das
Publikum nicht für verheiratete Künſtlerinnen
inter=
eſſiere, Bei Hoftheatern ſeien die Zuſtände erträglich;
da gibt es leidliche Gagen. Die Schauſpielerinnen
be=
kämpfen Teilung von Gage und Spielhonorar, weil
dadurch die Abzüge an Spielſervis in Krankheitsfällen
ſehr groß ſind. Es kommen ſonſtige regelmäßige
Ab=
züge dazu, Steuern, Penſionsbeiträge uſw. Aber der
ſchlimmſte Punkt ſei die Koſtümfrage. Hier liegt die
größte Gefahr in moraliſcher Hinſicht. An großen
Stadttheatern werden nur ſelten die hiſtoriſchen
Ko=
ſtüme geliefert. Das Publikum hat große Schuld
daran. Fräulein Santen macht Reformvorſchläge. Wir
möchten die modernen Toiletten geliefert haben; es
könnte dafür ein Teil der Gage geſtrichen werden. Die
ganz kleinen Theater (Schmieren) ſollten
verſchwin=
den. Der Direktor müßte ein Fachmann ſein. — Der
Antrag des Roſtocker Frauenvereins wird ohne
wei=
tere Debatte mit abſoluter Majorität angenommen.
Der Antrag auf Bildung einer ad hoe=Kommiſſion
wird angenommen. Die Ernennung der Mitglieder
wird dem Geſamtvorſtand überlaſſen.
Der Generalverſammlung liegen zunächſt drei
Dringlichkeitsanträge vor. Der erſte fordert, die
Ge=
neralverſammlung wolle auf die Kaiſerrede vom 25.
Auguſt durch eine zu faſſende Reſolution ein würdige
Antwort geben. Der Antrag wird angenommen. Der
zweite Dringlichkeitsantrag wünſcht, daß der Bund
ſein Bedauern über den kürzlich veröffentlichten
Be=
ſchluß der Reichsjuſtizkommiſſion ausſpricht, der auch
für die Reform des Strafrechts die Frauen vom Amt
der Schöffen ablehnt. Der Antrag wird ohne Debatte
angenommen. Der dritte Dringlichkeitsantrag bittet
den Bund, ſeiner Frende darüber Ausdruck zu geben,
daß durch den Entwurf zur neuen Kirchenordnung der
Elſäſſiſchen Kirche, Augsburgiſche Konfeſſion, den
Frauen das paſſive, und wenigſtens ein beſchränktes
paſſives Wahlrecht gegeben werde und hofft, daß dieſe
Beſtimmung geſetzliches Recht erlangen wird. Auch
dieſer Antrag wird einſtimmig angenommen.
In der Nachmittagsſitzung ſtanden die
Kommiſ=
ſionsberichte zur Beratung, nämlich die Berichte
der Kommiſſionen: 1. für Arbeiterinnenſchutz, 2. zur
Hebung der Sittlichkeit, 3. zur Bekämpfung des
Alko=
hols, 4. für Kinderſchutz, 5. der Propaganda=Kommiſſion,
6. der Auskunftsſtelle. Die Berichte der Kommiſſionen
werden ohne Debatte angenommen; es wird nur be=
ſchloſſen, den Bericht der Propaganda=Kommiſſion ſo
zu kürzen, daß er nur noch den Bericht über effektive
Leiſtungen enthält. Es ſtand dann zur Beratung der
Antrag für Einſetzung einer Kommiſſion zur
Dienſt=
botenfrage. Fräulein Friedenthal führt in ihrer
Be=
gründung aus: Die Enquete der
Arbeiterinnenſchutz=
kommiſſion habe wertvoller Material geſammelt; die
Kommiſſion ſolle eine Verbindung zwiſchen
Haus=
frauen= und Dienſtbotenorganiſation bilden. Ein
In=
tereſſenausgleich könne ſich vollziehen. Eine den
For=
derungen der Neuzeit entſprechende Geſindeordnung
ſei auszuarbeiten. Man muß der Zerſplitterung auf
dieſem Gebiete entgegenarbeiten. Gräfin Groeben
unterſtützte den Antrag. Es ſei nötig, daß von allen
Richtungen auf dieſem Gebiete gearbeitet und in die
verſchiedenen Kreiſe das Intereſſe getragen werde.
Fran Eichholz erklärt, ſie habe lange auf dieſem Gebiet
gearbeitet und eine Dienſtbotenſchule gegründet; ſie
habe alles verſucht, glaube aber, daß es eine ſehr
ſchwie=
rige Aufgabe iſt. Die Dienſtbotennot hat trotz aller
Bemühungen nicht aufgehört. Es wird kaum ein
Er=
folg zu erwarten ſein; man darf aber den Mut nicht
ſinken laſſen. Der Antrag Friedenthal — eine
Kom=
miſſion für die Dienſtbotenfrage einzuſetzen — wird
angenommen, und es wird beſchloſſen, dem
Geſamtvor=
ſtand die Wahl der Kommiſſion zu überlaſſen. Frau
Fritſch=Tilſit begründete einen Antrag des Vereins
Frauenwohl=Königsberg: Der Bund deutſcher
Frauen=
vereine möge den angeſchloſſenen Verbänden und
Ver=
einen das Studium der Kellnerinnenfrage dringend
empfehlen und von ihnen die Sammlung alles
desjeni=
gen Materials erbitten, das als Unterlage für eine
ſpätere Eingabe an die geſetzgebenden Körperſchaften
zwecks Erlangung einer Reform des
Kellnerinnen=
weſens notwendig iſt. Der Antrag wird angenommen.
Die Einigung in der Werftinduſtrie.
* Hamburg, 6. Okt. Die Bedingungen der
beſchloſſenen Vereinbarungen, auf Grund
deren der Friede geſchloſſen werden ſoll, ſind folgende:
Die Einſtellungslöhne auf den Hamburger Werften
ſollen bei der Wiederaufnahme der Arbeit um 2 Pfg.
erhöht werden mit der Maßgabe, daß der niedrigſte
Einſtellungslohn pro Stunde 40 Pfg. beträgt.
Außer=
dem wird eine Lohnerhöhung für alle Arbeiter um
2 Pfg. pro Stunde erfolgen, dasſelbe Zugeſtändnis
machten die nicht=hamburgiſchen Werften, jedoch mit der
Einſchränkung, daß der niedrigſte Einſtellungslohn der
örtlichen Vereinbarung vorbehalten bleibe. Als
weitere Konzeſſion wird ferner für den 1. Januar 1911
eine Verkürzung der Arbeitszeit zugeſtanden und
zwar a) auf den hamburgiſchen Seeſchiffswerften auf
55 Stunden pro Woche, b) auf den außerhamburgiſchen
Seeſchiffswerften, ſoweit ſie der Gruppe der deutſchen
Seeſchiffswerften angehören, auf 56 Stunden pro
Woche. Der Ausgleich in der Arbeitsverkürzung
er=
folgt durch Zulage von einem weiteren Pfennig auf den
Stundenlohn. Die bereits zugeſtandene Lohnzahlung
am Freitag tritt in der erſten Woche des Jahres 1911
in Kraft. Außerdem erklärten ſich die Werftbeſitzer
be=
reit, daß die Arbeiterausſchüſſe gemäß dem Wunſche der
Arbeiter gewählt werden. Die Arbeit ſoll am Montag
wieder aufgenommen werden.
Die Vertreter der Werftarbeiter haben den
Einigungsbedingungen zugeſtimmt unter dem
Vorbe=
halt, daß, um einen dauernden Frieden auf den Werften
zu gewährleiſten, die weiteren Verhandlungen
ört=
licher Differenzpunkte in örtlichen, paritätiſch
zu=
ſammengeſetzten Kommiſſionen dringend geboten ſeien.
Die Unternehmer haben weiter noch zugeſagt, daß die
Einſtellung aller Streikenden und Ausgeſperrten ohne
den Arbeitsnachweis und under Sicherung ihrer
An=
ſprüche auf die Ueberſchüſſe der durch den Streik
unter=
brochenen Akkorde erfolgen würde. Die Verſammlungen
der Werftarbeiter, die die Beſchlüſſe ihrer Vertreter
ſanktionieren ſollen, finden in Hamburg am Samstag
ſtatt.
Mit dieſem Friedensſchluß wären Streik und
Aus=
ſperrung an den deutſchen Werften, die nunmehr acht
Wochen dauerten, zu Ende gegangen. Die Vorteile, die
die Arbeiterſchaft bei dem Kampfe errungen hat, werden
von den Arbeitgebern für ſehr bedeutend erklärt. Die
Mehrbelaſtung der Werften durch die Erhöhung der
Löhne um 3 Pfg. für die Arbeitsſtunde bei einer
gleich=
zeitigen, wenn auch nicht ſehr erheblichen
Arbeitszeit=
verkürzung, bedeute eine ſehr ins Gewicht fallende
Erhöhung der Produktionskoſten.
Luftſchiffahrt.
sr. Der Abſturz der fliegenden Brüder
Morane, die auf ihrem Fluge von Paris nach
Cler=
mont-Ferrand verunglückten, wird darauf
zurückge=
führt, daß die Steuerung des Apparates verſagte, und
zwar ſoll die Steuerungsſtange ſich dadurch
feſtge=
klemmt haben, daß eine ſorglos in den Führerſitz
hineingeworfene kleine Blechflaſche zwiſchen die
Führ=
ung der Steuerung hineinrutſchte. Das Befinden dert
verunglückten Brüder iſt den Umſtänden nach
befrie=
digend. Lebensgefahr beſteht angeblich nicht.
* Paris, 7. Okt. Mehrere Blätter melden, daß
der deutſche Lenkballon „Clouth V” der
in Köln mit ſieben Paſſagieren, darunter einer Frau,
aufgeſtiegen war, in der Nähe von Neuchätel (
De=
partement Vogeſen) gelandet iſt. Einer der Reiſenden
verletzte ſich leicht, als er aus der Gondel ſprang. Nach
kurzem Aufenthalt trat der Lenkballon ſeine Rückfahrt
nach Köln an.
Sport.
* Fußball. Morgen Sonntag fährt die erſte
Mannſchaft des „Darmſtädter Sportklubs 1905” nach
Worms, um gegen die gleiche Mannſchaft des
Fußball=
klubs „Wormatia” das fällige dritte Meiſterſchaftsſpiel
zum Austrag zu bringen. — Auf dem Sportplatze an
der Windmühle ſtehen ſich die zweite und dritte
Mann=
ſchaft des „Darmſtädter Sportklubs 1905” im
Uebungs=
ſpiele gegenüber.
— Mainzer Sportplatz. Am morgigen
Sonntag, den 9. Oktober, findet auf dem Mainzer
Sportplatz das bedeutendſte Dauerrennen der Saiſon,
ein 100 Kiſometer=Dauerrennen mit Motorführung,
um das goldene Motorrad ſtatt. Die 4 Konkurrenten
ſind Hans Ludwig=Frankfurt, Albert Dubielczyk=
Wies=
baden, Georg Barth= und Jean Würtz=Mainz. Vier
Fliegerrennen vervollſtändigen das Rennprogramm.
Unter die Beſucher wird ein hochfeines Opel=Motorrad
gratis verloſt. Die Rennen beginnen in Anbetracht
der vorgeſchrittenen Jahreszeit nachmittags punkt 3 Uhr
bei jeder Witterung.
sch. Der Schachwettkampf zwiſchen
Teich=
mann und Mieſes hat in Berlin ſeinen Anfang
genommen, In der erſten Partie hatte Teichmanu
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Seite 6.
den Anzug; er errang anfangs einige Vorteile, die
jedoch ſpäter von Mieſes wieder ausgeglichen wurden.
Die Partie wurde im 31. Zuge abgebrochen.
Die Revolution in Portugal.
Die Ereigniſſe in Liſſabon.
Der Londoner Daily Chroniele gibt eine
aus=
führliche Schilderung der Vorgänge in
Liſſabon: Die Revolution ſei ſelbſt dem Ausſchuß
der republikaniſchen Partei überraſchend gekommen.
Die große Maſſe der Bevölkerung war apathiſch und
nahm nur geringen Anteil an den Kämpfen, die
haupt=
ſächlich zwiſchen den treu gebliebenen und den
aufrüh=
reriſchen Truppen ſtattgefunden haben. Die treu
ge=
bliebenen Truppen, beſonders die Munizipalgarden,
hätten ſich 30 Stunden lang mit bemerkenswerter
Bravour geſchlagen, obſchon ſie in der
Minder=
zahl geweſen ſeien und ihnen die Zuverſicht durch den
Mangel an Enthuſiasmus ſeitens der Offiziere
genom=
men worden ſei. Viele von den Offizieren hätten im
Geheimen mit den Republikanern ſympathiſiert, und
ſchließlich ſchloß ſich eine große Maſſe von den Truppen
den Republikanern an. Die Regierung ſei durch den
Ausbruch vollſtändig überraſcht worden. Der Aufſtand
am Abend des 3. Oktober ſei zuerſt unterdrückt worden.
Die Aufrührer begaben ſich dann in die
Artillerie=
kaſernen. Die Artilleriſten hätten infolgedeſſen
ge=
meutert, ihre Offiziere gefangen geſetzt, an die
Bevöl=
kerung Gewehre verteilt und ſich mit 4 Feldgeſchützen
in einer beherrſchenden Stellung mit dem von den
Re=
volutionären im voraus entworfenen Plan feſtgeſetzt;
auch die anderen Truppen ſeien ſodann zu den
Meu=
terern übergegangen, bevor die Regierung imſtande
war, die Aufſtellung der Munizipalgarden zu
voll=
enden.
Viele Offiziere befanden ſich zur Zeit des
Aus=
bruches außerhalb Liſſabons, in Cascaes und der
Kö=
nig gab dem Marſchall Hermes da Fonſeca ein Bankett;
das vermehrte die Verwirrung und die Unſicherheit
in den royaliſtiſchen Truppenteilen. Inzwiſchen waren
die Offiziere der Flotte an Land gekommen, hatten ſich
mit Droſchkenpferden beritten gemacht, waren durch
die Reihen der Royaliſten geſprengt und hatten die
Führung der aufſtändiſchen Truppen übernommen, die
bis dahin von Rebellen befehligt worden waren. Das
Feuergefecht dauerte die ganze Nacht vom
Miontag zum Dienstag hindurch; mit
Tages=
anbruch rückte das Gros der Aufrührer auf
Neceſſida=
des (das Königliche Schloß), wurde aber dort von dem
Feuer der Maſchinengewehre empfangen und floh in
Unordnung, unter Zurücklaſſung vieler Geſangener.
Mit Sonnenaufgang hißten die Seeleute auf den
Ma=
rinekaſernen die republikaniſche Flagge.
Ver=
ſchiedene Abteilungen rückten zum Kampfe gegen die
Beſatzung des Palaſtes aus. Gleichzeitig hißten drei
Kriegsſchiffe die republikaniſche Flagge und feuerten
Salut. An Bord des Artillerieſchulſchiffes „Dom
Fer=
nando” entſpann ſich ein heftiger Kampf, der
damit endete, daß die Flagge der Aufrührer zeitweilig
wieder niedergeholt wurde. Die in Händen der
Auf=
rührer befindlichen Kreuzer „Sao Rafael” und „
Ada=
maſtor” legten ſich mit ihren Breitſeiten vor das
Flagg=
ſchiff „Dom Carlo” das noch die Königliche Flagge
führte, aber keinen Schuß auf dieſe bequemen
Ziel=
ſcheiben abgab. Die Kreuzer fuhren dann nach
Alcan=
tara und eröffneten ein Feuer gegen den Palaſt auf
eine Entfernung von 1000 Yards. Der zweite Schuß
riß die Königliche Standarte herunter; andere
verfehl=
ten ihr Ziel. König Manuel beobachtete das
Bombardement in größter Ruhe und weigerte ſich
zu=
nächſt, trotz der wiederholten Bitten ſeiner Umgebung,
den Palaſt zu verlaſſen. Als er es ſchließlich doch tat,
lächelte er und rauchte eine Zigarette. Die Flucht
wurde noch demütigender durch ein Ultimatum
der Republikaner vom Dienstag früh, das dem
König zur Abdankung eine Friſt bis 4 Uhr nachmittags
ſtellte. Die Republikaner ſuchten den König an Bord
des braſilianiſchen Kreuzers „Sao Paulo‟ Der
Kom=
mandant verweigerte ihnen aber den Zutritt an Bord.
Die Kreuzer bombardierten dann die Gebäude
des Kriegs= und des Marineminiſteriums, wobei
meh=
rere Beamte an ihren Schreibtiſchen, einige
Munizi=
palgardiſten und viele Zuſchauer getötet wurden.
Inzwiſchen brachten königstreue Truppen
Feld=
geſchütze auf den Dom Pedroplatz; zwei Schüſſe
ſchlu=
gen unter den Bedienungsmannſchaften des Kreuzers
„Sao Rafael” ein, der ſich darauf ſofort zurückzog.
Jetzt bombardierte ſtärker das Schweſterſchiff die
Zi=
tadelle von Sao Jorge, und obgleich das
Bombarde=
ment nur geringe Wirkung hatte, holte die ſtarke
Be=
ſatzung der Zitadelle die Königliche Flagge nieder und
hißte die republikaniſche. Inzwiſchen hatte in den
Straßen ein heftiger Artilleriekampf zwiſchen
königs=
treuen und revolutionären Truppen ſtattgefunden, bei
welchem das Hotel in der Avenida Liberdade ernſtlich
beſchädigt wurde. Die königstreuen Truppen waren im
ganzen erfolgreich und benützten die Dunkelheit, um
ihre Stellung noch zu verſtärken. Der Artilleriekampf
dauerte die ganze Nacht hindurch. — Vom Dach des
Hotels aus ſah der Korreſpondent des Daily
Chro=
niele, wie die Kreuzer „Adamaſtor” und „Rafael” mit
Scheinwerfern die Bucht abſuchten. Weiter draußen
lag der Kreuzer „Dom Carlos” der den ganzen Tag
geſchwiegen hatte. Plötzlich beleuchtete der
Schein=
werfer eine Gruppe von Offizieren und Seeleuten auf
dem Achterdeck des „Dom Carlos”. Gleichzeitig ertönte
eine Geſchützſalve. Dieſer Vorgang wiederholte ſich
noch einmal, als der Scheinwerfer das Achterdeck das
dritte Mal beleuchtete. Es war keine Salve mehr
not=
wendig, denn die kleine Mannſchaft lag tot am
Bo=
den. So ſtarb der letzte Reſt der königstreuen
Offi=
ziere und Mannſchaften des „Dom Carlos” die ihre
Anhänglichkeit mit ihrem Blute beſiegelt hatten.
Vigo 6. Okt. Paſſagiere eines Dampfers, der
hier aus Liſſabon eingetroffen iſt, erzählen: Am Tage
vor ihrer Abreiſe von Liſſabon habe um 11 Uhr
vor=
mittags ein Regiment unter dem Befehl des Herzogs
von Oporto auf das Volk geſchoſſen. Die
Re=
volutionäre hätten das Regiment gezwungen, ſich zu
ergeben. Das Geſchütz= und Gewehrfeuer ſei ſchrecklich
geweſen. Die Toten und Verwundeten
zähl=
ten nach Tauſenden. Die Proklamierung der
Republik erregte bei dem Volke unendliche Freude.
* Paris, 7. Okt. Die von hieſigen Blättern nach
Portugal entſandten Berichterſtatter telegraphieren
aus der ſpaniſchen Grenzſtation Fünta des Honorio,
daß ſeit 5. Oktober kein Zug mehr von Liſſabon
abgegangen iſt. Die Bahnbedienſteten, die
Liſſa=
bon am 5. Oktober verlaſſen haben, berichten, daß die
frühere Regierung an dem Tage noch beſtand und daß
die Straßenkämpfe in der Nacht zum Mittwoch noch
fortdauerten. Die portugieſiſchen Lokalbehörden der
Grenzorte haben noch keinerlei Verſtändigung von der
neuen Regierung erhalten. In dem Umſtande, daß die
telegraphiſche Verbindung noch immer nicht
aufge=
nommen wurde, erblickte man einen Beweis, daß der
Widerſtand der Monarchiſten noch nicht beſeitigt ſei.
Die neue Regierung.
Die proviſoriſche Regierung hat nach
dem Pariſer Temps folgende Proklamation
er=
laſſen:
An das portugieſiſche Volk! Das Volk, die Armee
und die Marine haben die Republik proklamiert. Die
Dynaſtie der Braganza, die üblen Wollens und mit
Abſicht den ſozialen Frieden des Landes geſtört hat,
iſt für immer aus Portugal verbannt. Dieſe
groß=
artige Heldentat, dieſes denkwürdige Ereignis, das
den Stolz einer kräftigen Raſſe verſinnbildlicht und
die Erlöſung der von jeher tapferen Nation
bezeich=
net, erfüllt das Herz der Patrioten mit Freude und
Begeiſterung. Auf dieſe Weiſe nimmt die Sklaverei
unſeres Vaterlandes ein definitives Ende und ſo
er=
hebt ſich mit edlen Beſtrebungen ein neues, lichtvolles
Regime jungfräulicher und wohltätiger Freiheit.
Bürger! Der gegenwärtige Augenblick iſt der
Preis und die Belohnung für alle überſtandenen
Kämpfe. Von allen Schmerzen und Drangſalen, die
wir erlitten haben, bleibt nur das eine, daß dieſer Tag
der Beginn einer Epoche der Ehrlichkeit und
unbeſtech=
lichen Gerechtigkeit iſt. Machen wir aus unſerem
pa=
triotiſchen Opfermut den Grundſatz unſeres politiſchen
Programms und aus der Großmut gegen die
Beſieg=
ten die Grundlage unſeres moraliſchen Programms.
Bürger! Nur ein einziges Intereſſe, das Intereſſe
des Vaterlandes, ſoll uns beſeelen, und nur ein
ein=
ziger Wille, Großes zu vollbringen, ſoll uns einigen!
Die Republik vertraut auf das Volk, daß es die
ſo=
ziale Ordnung, die Achtung vor der Gerechtigkeit und
die Anhänglichkeit an die gemeinſame Sache der
Frei=
heit erhalten hilft. Befeſtiget in der Liebe und
Opfer=
willigkeit das Werk, das aus der portugieſiſchen
Re=
publik hervorgehen wird.
Der neue Zivilgouverneur von Liſſabon, Euſebio
Leao, hat folgende Proklamation erlaſſen:
An das Volk! Ordnung und Arbeit ſind der
Wahlſpruch des Vaterlandes, das durch die Republik
befreit worden iſt. Von allen Bürgern Liſſabons wird
erwartet, daß ſie die erſten ſind, um die öffentliche
Ruhe, die Achtung vor Leben und Eigentum der
Por=
tugieſen und ebenſo der Fremden, welches auch ihre
Stellung, ihr Beruf, ihre politiſche oder religiöſe
Meinung ſein mag, aufrecht zu erhalten.
An die Armee hat der Präſident der Regierung
folgende Proklamation gerichtet:
Die proviſoriſche Regierung der Republik ſendet
ihren Gruß den Land= und Seetruppen, die
gemein=
ſam mit dem Volke zum Wohle des Vaterlandes die
Republik erreicht haben. Sie hat Vertrauen zum
Pa=
triotismus aller. Weil die Republik für alle da iſt,
hofft die Regierung, daß die Offiziere der Armee und
der Marine, die an der revolutionären Bewegung
nicht teilgenommen haben, ſich im Hauptquartier
ein=
finden werden, um auf Ehrenwort ihre Loyalität
gegenüber dem neuen Regime zu verſichern. Inzwiſchen
werden die Revolutionäre alle ihre Stellungen
zur Verteidigung und Befeſtigung der Republik
be=
halten. General Carvalhaes iſt zum Kommandanten
der Diviſion von Liſſabon ernannt.
Die neue Regierung wird ſich zunächſt der
Reorga=
niſation der Verwaltung widmen und dann die
Wah=
len zum konſtituierenden Parlament ausſchreiben,
worauf die Wahl des Präſidenten der Republik und die
endgültige Bildung des Kabinetts folgen wird.
Allge=
mein ſieht man in Bernardino Machado den erſten
Präſidenten der Republik Portugal.
* London, 7. Okt. Wie die Blätter aus Liſſabon
melden, hatte der engliſche Geſandte in
Liſſa=
bon mit dem Präſidenten Theophilo Braga eine
lange Unterredung. Braga verſicherte dem Geſandten,
daß ganz Portugal von größter Hochachtung für die
nationale Regierung Englands erfüllt ſei. Die
Re=
publikaner würden alle die Politik der
Freund=
ſchaft zu Großbritannien fortſetzen.
Das Schickſal des Königs
iſt noch immer unbekannt. Nach den Nachrichten
Wiener diplomatiſcher Kreiſe ſind die widerſprechenden
Meldungen über den Aufenthalt König Manuels
darauf zurückzuführen, daß ſich der König, unbekannt
wo, aber ſicher noch in Portugal oder auf einem Schiff
in einem portugieſiſchen Hafen verborgen hält, um das
Ergebnis der Kämpfe abzuwarten. Es liegen über die
königliche Familie folgende Meldungen vor:
* Paris, 6. Okt. Der franzöſiſche Geſandte in
Liſſabon hat dem Miniſter des Aeußern durch
draht=
loſes Telegramm von einem engliſchen Schiffe
mitge=
teilt, daß der König, die Königin=Mutter und die
Königin=Witwe ſich in Mafra befinden. Ein hierher
übermitteltes offizielles Telegramm aus London beſagt
dagegen, daß das Auswärtige Amt, dem geſtern
gemel=
det worden ſei, daß die Königin=Mutter von Portugal
in Cascades und der König in Mafra ſei, heute die
Nachricht erhalten habe, die Meldung ſei falſch. Der
Aufenthalt des Königs ſei nicht bekannt. Der
Kreuzer „Minerva” der den Befehl erhalten habe, die
Jacht „Amelia” zu begleiten, habe die Jacht nicht finden
können. Nach einem dritten, aus Madrid hier
einge=
troffenen offiziöſen Telegramm, ſoll ſich der König nach
einer vom ſpaniſchen Miniſterium des Innern erteilten
Auskunft an Bord ſeiner Jacht befinden.
* London, 7. Okt. 1 Uhr 4 Min. nachts. Eine
Meldung des Reuterſchen Bureaus aus Gibraltar
be=
ſagt, die portugieſiſche Jacht „Amelia” mit der
Köni=
gin=Mutter und dem Infanten Alphons an
Bord, iſt um 11 Uhr abends hier eingetroffen.
* London, 7. Okt. 1 Uhr 25 Min. früh. Das
Reuterſche Bureau meldet aus Gibraltar: Auch König
Manuel und die Königin=Witwe Maria Pia ſollen
ſich an Bord der „Amelia” befinden.
* Liſſabon, 6. Okt. 10 Uhr 20 Min. vormittags.
Meldung der Agence Havas: Wie verlautet, iſt die
Jacht „Amelia” mit der königlichen Familie und
dem Herzog von Oporto an Bord ſchon auf dem Wege
nach England. Die Regierung hatte alle
Maß=
nahmen getroffen, um das Leben des Königs und der
königlichen Familie ſicherzuſtellen. Die Königin=
Witwe Maria Pia wird ſich nach Italien begeben.
Letzte Nachrichten.
* Köln, 7. Okt. Der Korreſpondent der Kölniſchen
Zeitung meldet aus Liſſabon: Augenzeugen ſchildern mir
die Abreiſe der königlichen Familie. Dom
Alfonſo, der Herzog von Oporto, ſchiffte ſich in Cascges
ein. Weinend ſagte er: Mit tiefem Schmerz verlaſſe ich
Nummer 236.
das geliebte Volk! Er ſchob die Schuld an dem Zerfall
der Monarchie auf den verhängnisvollen Einfluß ſeinek
Schwägerin und klagte, daß es ihm unmöglich gemacht
worden ſei, ſeinem Neffen liberale Ratſchläge zu geben.
In Ericeira gingen König Manuel und Königin Amélie
an Bord. Der König verabſchiedete ſich mit Handſchlag
von der Fiſcherbevölkerung, bewegt, aber doch
augenſchein=
lich froh, mit dem Verluſt der Krone davonzukommen. Die
Königin Amélie ſoll zähneknirſchend mit Rache bei der
Rückkehr gedroht haben. Porto und ſämtliche portugieſiſche
Städte, ſoweit bis jetzt Nachrichten von ihnen eingetroffen
ſind, ſollen jubelnd die Verkündigung der Republik begrüßt
haben. Die hieſige deutſche Kolonie iſt glücklicherweiſe
un=
verſehrt. Die Landverbindung iſt mit allen Städten
un=
terbrochen. Das Kabel wurde ſoeben freigegeben. Der
Führer der aufſtändiſchen Truppen und republikaniſche
Abgeordnete Candido Reis verübte Selbſtmord, als
er im kritiſchen Moment am Gelingen der Revolution
zwei=
felte. Mit ihm verliert die Republik den fähigſten
Marine=
offizier Der Ausbruch der Revolution war urſprünglich
auf Ende November feſtgeſetzt. Durch die Ermordung
Bombardos, ſowie den Marſchbefehl für die Kreuzer
„Dom Carlos” und „Adamaſtor” wurde der Ausbruch der
revolutionären Bewegung beſchleunigt.
* Gibraltar, 7. Okt. Der Gouverneur
begab ſich heute vormittag mit Gefolge an Bord der
Jacht „Amelia” um den König Manuel zu
be=
grüßen. (Hiernach wäre alſo der König tatſächlich in
Gibraltar.)
* Gibraltar, 7. Okt. Heute morgen um 8 Uhr
flaggten die im Hafen liegenden engliſchen
Kriegsſchiffe, ſowie der amerikaniſche Kreuzer
„Des Maines” und ſchoſſen Königsſalut zu Ehren
der königlichen Familie von Portugal. —
Ein Offizier vom Stabe des Gouverneurs begab ſich an
Bord der portugieſiſchen Jacht, um den König
Manuel zu begrüßen. Man glaubt, daß die
könig=
liche Familie an Land gehen wird.
* Perpignan, 7. Okt. Ein Telegramm
Fi=
queras beſagt, daß die Proklamation der Republik
Portugal in Katalonien mit
Begeiſterung=
aufgenommen wurde. Die republikaniſch geſinnten
Kreiſe flaggten und veranſtalteten an verſchiedenen
Stellen Kundgebungen.
* Paris, 7. Okt. Nach Telegrammen des
fran=
zöſiſchen Geſandten in Liſſabon, welche verſpätet
an=
gelangt ſind, verließ der König den Palaſt um 4 Uhr=
10 Min. nachmittags. Die Republik wurde um 5 Uhr=
10 Minuten morgens vom Rathaus proklamiert: Die
proviſoriſche Regierung gab die Anſicht kund, den
Kö=
nig, gegen den keinerlei Feindſeligkeit zutage trat,
mit jeder Rückſicht zu behandeln.
* Liſſabon, 7. Okt. Die Partei der
diſſen=
tierenden Progreſſiſten löſte ſich auf und ihr
Führer Alpoim erklärte ſich für die Republik. Auch die
Truppen in der Provinz gehen mehr und mehr zu den
Republikanern über. Die Munizipalgardiſten werden,
obwohl ſie ſich für die Republik erklärten, entwaffnet.
— Als die Miniſter von der tatſächlichen Macht Beſitz
ergriffen hatten, ſtellten ſich faſt alle früheren Beamten
wieder ein. Die Polizei wurde im Augenblick des
Revolutionsausbruches aufgelöſt und die Polizeiwachen
geplündert. Es geht das Gerücht, daß Admiral Reis,
einer der Förderer der Revolution, Selbſtmord
verübte.
* Liſſabon, 7. Okt. Wie das republikaniſche
Organ meldet, ſchiffte ſich der Herzog von
Oporto=
vorgeſtern zwiſchen 5 und 8 Uhr morgens auf der Jacht
„Amelia” ein, die nach Ericeira in See ging; zur ſelben
Zeit begab ſich die Königin Amelia im Automobil
von Cintra nach Mafra, die Königin Maria Pia
folgte eine Stunde ſpäter. Während der Beſchießung
des Schloſſes Neceſſidades am Dienstag verließ König
Manuel den Palaſt durch eine Hintertüre, begab ſich
nach Cintra und von dort nach Mafra. Um 10 Uhr
morgens machte ſich die Jacht „Amelia” zur Flucht
ſegelfertig und warf auf der Höhe von Ericeira Anker.
Die königliche Familie begab ſich mit zwanzig Schülern
der Militärſchule von Mafra dorthin und traf um 3 Uhr
nachmittags ein. Sie beſtieg in Begleitung von zwei
Ziviliſten und zwei Hofdamen mit Gepäck unverzüglich
die Fiſcherboote, um die auf hoher See liegende Jacht
zu erreichen.
* Liſſabon, 7. Okt. Die Zahl der bei den
Straßenkämpfen Getöteten beträgt etwa
1000 und mehrere Tauſend Verwundete. Sehr ſtark
mitgenommen iſt die unpopuläre
Munizipal=
garde. Die Bank von Vigo erhielt ein Telegramm
der Bank von Oporto, wonach auch dort die
Repu=
blik eingeführt und die Ordnung in ganz Portugal
geſichert ſei. Der Herzog von Oporto iſt an der
Spitze der Truppen verwundet und gefangen
genom=
men worden. (?) In Vigo trafen zahlreiche Liſſaboner
Korreſpondenten fremder Blätter ein.
* Liſſabon, 7. Okt. Durch Dekret fordert die
proviſoriſche Regierung den Klerus auf,
die Straßen nicht in Amtskleidung zu betreten, damit
Ausſchreitungen vermieden werden. Ein weiteres
Dekret verfügt die Auflöſung ſämtlicher
Kon=
gregationen, deren Mitglieder binnen 24
Stun=
den das Land verlaſſen müſſen.
Darmſtadt, 8. Oktober.
L. Die geſtrige Strafkammerverhandlung gegen den 37
Jahre alten, wegen Betrugs rückfälligen Gärtner Nikolaus
Wilhelm in Offenbach und ſeinen Schwiegervater, den
Gärtner Jakob Geißler von Seligenſtadt, ſowie gegen
die 25 Jahre alte Ehefrau des erſteren Babette geb.
Ruh=
land wegen Betrugs und Beihilfe dazu nahm den ganzen
Tag in Anſpruch. Wilhelm ſtudierte die Heiratsgeſuche im
Frankfurter General=Anzeiger und bemühte ſich dann in
einer Reihe von Fällen, Männern, welche paſſende
Ehe=
gefährtinnen ſuchten, ſolche zu verſchaffen. Er wandte ſich
brieflich an ſie, verabredete eine Zuſammenkunft und ſtellte
ſie Damen vor. Einem Kaufmann von Gelnhauſen
präſen=
tierte er je eine in Groß=Umſtadt, in Seligenſtadt und in
Groß=Auheim. Die letztgenannte ſtand, wie ihm bekannt
war, in Offenbach in Dienſten. Einen Frankfurter
Rei=
ſenden veranlaßte er zu einem Rendezvous in einer
Wirt=
ſchaft in Seligenſtadt. Dieſer war nicht wenig erboſt, als
er ſtatt einer Dame, die bei der Hochzeit ſofort 10000 Mark
erhält, nur den Wilhelm vorfand. Ein Bäcker, ein
Buch=
druckereibeſitzer und ein Reſtaurateur traten mit ihm, ohne
zum Ziel zu kommen, in Geſchäftsverbindung; beſonders
Frankfurt, ja ſelbſt Wiesbaden lieferte ihm Kundſchaft.
Am bemerkenswerteſten war ſein Verhalten gegenüber
einem verwitweten Müllerburſchen in Laubenheim, der
mit 3000 bis 4000 Mark Mitgift zufrieden geweſen wäre.
Dieſem führte er eine Dame zu, die er nicht mehr ausfindig.
machen kann, er vermutet, daß dieſe ihm einen falſchen
Namen angegeben habe. Der Ehekandidat erkennt jedoch
die Auserſehene in der Frau des Wilhelm wieder, die alles,
Nummer 236.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Seite 7.
was in ihren Kräſten ſtand, getan haben ſoll, um ihrem
Manne behilflich zu ſein. Die beiden Wilhelm beſtreiten
letzteres Der Schwiegervater war teils allein, teils in
Begleitung des Wilhelm in deſſen Sinn tätig. Beſonders
in Lengfeld verfuhr er ſo hartnäckig, daß ein Vater, um
ſeiner Tochter vor Freiern Ruhe zu verſchaffen, drohte,
wenn er wiederkomme, hetze er den Hund an ihn. Wilhelm
beſtreitet jede betrügeriſche Abſicht, das Geld, welches er
bekam, habe häufig nicht hingereicht, ſeine Auslagen zu
decken. Es waren nicht weniger als 41 Zeugen zu
ver=
nehmen. Durch die Beweisaufnahme wurde feſtgeſtellt,
daß ſowohl Wilhelm als Geißler ſich nicht als
gewerbs=
mäßige Heiratsvermittler bezeichneten, ſondern mit dem
Vertranen großtaten, welches ſie genöſſen, durch welches
die Entſcheidung allein in ihre Hand gelegt ſei.
Gerichts=
aſſeſſor Gros beantragte als Vertreter der Staatsbehörde
wegen 4 Betrügereien im Rückfall den Wilhelm zu 1 Jahr
9 Monaten, wegen 4 einfacher Betrügereien den Geißler
zu 8 Monaten und wegen Beihilfe die Wilhelm zu 4
Mo=
naten Geiäugnis zu verurteilen.
Das Gericht crachtete den Wilhelm im Sinne der
An=
klage im Fall Schindelberger, den Geißler wegen 4
ein=
ſachen Betrügereien ſchuldig und verurteilte erſteren zu
1 Jahr 3 Monaten unter Abzug von 7 Monaten
Unterſuchungshaft, den Geißler zu 6 Monaten
Gefängnis, die Frau wurde als Mittäterin, nicht
Ge=
hilfin, zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Der
verhaftete Wilhelm trat die Strafe an.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 7. Okt. Geſtern abend wurde hier der
24jährige Arbeiter Paul Schuhknecht, der bei
Kupfer u. Ko. beſchäftigt iſt, von drei
Män=
nern überfallen und mit einem
Schlag=
ring ſchwer verletzt. Die Täter ſind
ent=
kommen.
* Frankfurt a. M., 7. Okt. Im Anſchluß an die
heute mittag erfolgte Eröffnung der Naſſauiſchen
Landes=Obſt= und Gartenbau=
Ausſtel=
lung fand nachmittags im großen Saale des
Pal=
mengartens ein Feſtmahl ſtatt, an welchem etwa
200 Perſonen teilnahmen. Regierungspräſident von
Meiſter eröffnete die Reihe der Trinkſprüche mit dem
Kaiſerhoch.
* Peſt, 7. Okt. Die Konferenz der
mittel=
europäiſchen Wirtſchaftsvereine zur
Be=
ratung der Arbeiteraustauſche zwiſchen den
beteilig=
ten Staaten wurde heute vormittag in dem Palais
der Akademie der Wiſſenſchaften eröffnet. Dr.
We=
kerle hob in ſeiner Eröffnungsrede hervor, die
Ab=
wanderung der Saiſonarbeiter in die Nachbarſtaaten
verdiene vor der endgültigen Auswanderung
ent=
ſchieden den Vorzug. Hierin liege die Legitimation
des mitteleuropäiſchen Wirtſchaftsvereins zur
Ver=
handlung dieſes Gegenſtandes. Der Vorſitzende des
deutſchen Vereins, Herzog Ernſt Günther zu
Schleswig=Holſtein, und der Vorſitzende des
öſterreichiſchen Vereins, Baron Plehner, erwiderten
in ähnlichem Sinne. Die Konferenz wurde von
Han=
delsminiſter Hieronymi namens der ungariſchen
Regierung, von dem Geheimen Oberregierungsrat
Luſensky namens der deutſchen Regierung und
von Hofrat v. Schullern namens der
öſterreichi=
ſchen Regierung begrüßt.
H.B Dresden, 7. Okt Im nordweſt=böhmiſchen
Braun=
kohlenrevier wurde heute nacht gegen 1½ Uhr ein
hef=
tiger Erdſtoß verſpürt, der ſich auch auf einige ſächſiſche
Grenzorte ausdehnte.
— Chemnitz, 7. Okt. Ein Großfeuer ſuchte die
Stadt Eibenſtück im Erzgebirge heim und legte ſieben
Häuſer in Aſche; fünfzehn Familien ſind obdachlos. Man
vermutet Brandſtiftung, da erſt vor kurzer Zeit in
Eiben=
ſtück vierzehn Häuſer niedergebrannt ſind
— Osnabrück, 7. Okt. Die hier verſtorbene Witwe
Meine vermachte dem Deutſchen
Proteſtanten=
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Hausfrau entſpricht dieſer Aufforderung gern, das
zeigt die ſtändig zunehmende Ausdehnung der
Stern=
wollſpinnerei Altona=Bahrenfeld. Es dürfte daher von
Intereſſe ſein zu erfahren, daß ſie bereits im Jahre 1651
begründet wurde und das Beſtreben, ſtets nur das Beſte
herzuſtellen, ſchon frühzeitig Ausdruck fand durch
Auf=
nahme des Sternes von Bahrenfeld im Jahre 1709 als
Fabrikzeichen. Zur Unterſcheidung der verſchiedenen
Sternwollqualitäten werden die Anhänge=Etiketten an
jedem Strang neben der Gewichtsangabe mit den der
Bezeichnung der Qualität entſprechenden farbigen Sternen
bedruckt und auch die Umbänder um jede Docke ſo
aus=
geſtattet, daß es der Hausfrau ein leichtes iſt, die ihr
geeignet erſcheinende Sternwollqualität zu wählen und
ſich von deren Echtheit beim Einkauf zn überzeugen. Als
feinſte Sternwollen kommen Orangeſtern und
Blauſtern in den Handel, als hochfeine Sternwollen
Rotſtern und Violettſtern, beſte Konſum=
Stern=
wollen ſind Grünſtern und Braunſtern. Zur
Verarbeitung auf der Strickmaſchine werden dieſe
Stern=
wollen in beſonders geeigneter Ausſpinnung und Packung
unter der Bezeichnung „Feingarne” geliefert. (K19507
Diebesangsprobe
braucht nicht auszufallen, meine
Herren, wennSiesich angewöhnen,
Wybert-Tabletten bei sich zu
führen u. bei belegter Stimme oder
rauhen Hals davon zu nehmen. &Es
gibt kein besseres Mittel, um die
Stimme sofort klar und frisch zu machen. Dies ist
der Inhalt zahlloser Zeugnisse über die in ihrer
Wirkung unerreichten Wybert-Tabletten, die in
allen Apotheken 1 Mark pro Schachtel kosten.
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Kurz=, Strumpf= und Spielwaren bei.
(19508f
Tageskalender.
Samstag, 8. Oktober.
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters um 8¼ Uhr
im Orpheum („Almenrauſch und Edelweiß”).
Konzert des Geſangvereins „Melomanen” um 8 Uhr
im „Kaiſerſaal”.
31. Stiftungsfeſt des Darmſtädter Zitherklubs um
8½ Uhr im Saalbau.
2. Stiftungsfeſt der Geſellſchaft „Veritas” um 8½ Uhr
im „Fürſtenſaal”
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo.”
Sonntag, 9. Oktober.
Hoftheater, Anfang 6 Uhr (Ab. A): „Die Walküre‟
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters im Orpheum
(um 4 Uhr „Leni von Ammergau”, um 8¼ Uhr
„Toma=Abend‟).
Abendunterhaltung des Geſangvereins „
Sänger=
luſt” um 7 Uhr im „Mathildenhöhſaal”
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Perkeo”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”
Konzert um 7½ Uhr im Britannia=Hotel.
Scheibenſchießen des Kriegervereins um 3 Uhr auf
Stand 5 der Militärſchießſtände.
Polizeihund=Prüfung um 10 und ½ 2 Uhr auf der
Rennbahn an der Heidelbergerſtraße.
Ausflug des Odenwald=Klubs nach König (Abfahrt
um 6.50 Uhr).
Tanzkränzchen des Heſſ. Fechtvereins „Waiſenſchutz”
um 4 Uhr im „Schützenhof”
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Tanzkränzchen um 4½ Uhr im „Rummelbräu”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 10. Oktober.
Hofreite=Verſteigerung des Gg. Gerlach (
Viktoria=
ſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Hch. Konrad Stein
(Sandbergſtraße) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Statt Karten.
Willi Nagel
geb. Braun
Carl Sundheimer
VERLOBTE
Darmstadt, Oktober 1910.
(*24823
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Geſtern Abend um 9¼ verſchied nach
längerem, ſchweren Leiden unſere liebe Mutter
Aqnes von der Becke
geb. Wenck
im Alter von 57 Jahren.
(19535
Darmſtadt, den 7. Oktober 1910.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Trauerfeier findet Sonntag, den 9. Okt.,
nachmittags 4½ Uhr, im Trauerhauſe,
Soder=
ſtraße 101, ſtatt.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe wohltuender Teilnahme
und die reichen Blumenſpenden bei dem
Hin=
ſcheiden unſeres lieben, einzigen Kindes und
Enkelchen
(19608
Heinrich
ſowie die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer
Velte, ſagen wir auf dieſem Wege Allen unſeren
innigſten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Familie Epting.
Familie Vetter.
Darmſtadt, den 7. Oktober 1910.
Dür die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben unvergeßlichen
Gatten, Vaters, Bruders, Schwiegervaters und
(19591
Großvaters
Carl Roth
ſprechen wir hiermit den tiefgefühlteſten Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Rath b. Düſſeldorf,
7. Oktober 1910.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Feihste
nach Pilsner Art G
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Terensere
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Nummer 236.
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Auf Liebespfaden.
Roman von H. Ehrhardt.
(Nachdruck verboten.)
25)
Und immer mit ſeinem erheuchelt ernſten Geſicht,
um deſſen Teint ihn manche Dame beneiden mochte,
fragte er:
Und was gab Ihnen dieſe verrückte
Karnevals=
nacht, Haſſingen?
Ehe der ſtark Errötende eine Antwort fand, warf
Meiſenberg, eine Zigarette ſim Mundwinkel
ſbalan=
cierend, ein:
Dem hab’ ich zu einem Schweineglück verholfen, in
allerdings ganz unbewußtem Edelmut —
Haſſingen, der ein ſtarkes Unbehagen empfand, ſeine
Dame in die Unterhaltung hineingezogen zu ſehen,
wehrte hochmütig und ſichtlich peinlich berührt ab.
Laſſen Sie doch, Meiſenberg!
Der Huſar, der bis dahin ſtummen Zuhörer
ge=
ſpielt hatte, miſchte ſich ein. Er hatte ein häßliches,
ſcharf markiertes, aber gutmütiges Geſicht, matte blaue
Augen unter einem Simpliziſſimusſcheitel, deſſen
Blond ins Graue ſpielte, ebenſo wie der ſpärliche
An=
fflug eines Bartes.
Warum ſoll Meiſenberg Sie nicht beneiden, Herr
Kamerad? Das wird mancher tun, ohne daß Sie’s ihm
verargen dürfen.
Reichards
Extra Java-Mischung
Pfund 140 Pfenn ig
hervorragend feine Qualität
ſtets friſch gebrannt (*2a
H. Reichard
Casinostrasse-Ecke.
Es in diſer,ſch nache aie Miene zem diſen Spter
dachte Haſſingen. Ich ſchade ihr mehr, als ich nütze,
wenn ich mich zu empfindlich zu ihrem Ritter aufwerfe.
Und er ſagte, etwas ungeduldig lächelnd:
Mein Gott, wozu der Neid? Daß ich der Kavalier
einer anmutigen, liebenswürdigen Frau ſein durfte?
Meiſenberg hat ſich auch amüſiert dieſe Nacht, chacun à
son goüt! Der unſere iſt ſonſt, ſo viel ich weiß, ſehr
verſchieden.
Sie werden feindlich, Haſſingen, und das iſt ſchlecht
von Ihnen! tadelte der hagere Oberleutnant und
blin=
zelte den jungen Kameraden an. Sie bitten mir’s noch
mal kniefällig ab, paſſen Sie auf.
Er ſchien noch etwas ſagen zu wollen, aber das kleine
Lokal füllte ſich im ſelben Moment mit neuen Gäſten,
unter denen ſich Bekannte der vier Offiziere befanden, und
in der allgemeinen Begrüßungsſzene gedachte Haſſingen
ſich unauffällig zu drücken.
Als er in ſeinen Paletot fuhr, ſtand plötzlich
Meiſen=
berg neben ihm.
Mir ſcheint beinah, als wüßten Sie noch gar nicht,
zu welcher Bekanntſchaft ich Ihnen verholfen —
Haſſingen wurde abermals ſehr reſerviert.
Allerdings nicht! ſagte er ſteif und griff nach ſeinem
Hute.
Sehen Sie, ich weiß ſchon wieder alles. Erinnern
Sie ſich an den Automobilmenſchen, der bei der erſten
Herkomerfahrt, das heißt eigentlich bei der Fahrt zu
der=
ſelben tödlich verunglückte? v. Rieding hieß er. Ihre
Dame von heute nacht iſt ſeine Witwe, zwei Millionen
ſchwer, ſagt man.
Unmöglich!
Der blonde Offizier war ganz fahl geworden.
Nee, die lautere Wahrheit, mein Lieber! Ocks kennt
ſie ja genau, hat in Wannſee, wo ſie eine Villa beſaßen,
bei ihnen verkehrt, wie er zur Kriegsſchule in Potsdam
kommandiert war. Vielumworbene Frau, tadelloſer Ruf,
aber etwas ſonderbar —
Er mußte ſeinen flüſternden Bericht unterbrechen,
denn aus der Niſche, in welche die andern ſich unter
Lachen und Lärmen mühſam alle hineingepfercht hatten,
rief man nach ihm.
Wo rennen Sie denn hin, Haſſingen? rief der kleine
Artilleriſt, und als der blonde Offizier in ſeine grüßende
Handbewegung die nicht mißzuverſtehende Bitte legte, ſein
Fortgehen möglichſt zu ignorieren, kniff er das linke Auge
zuſammen und markierte mit den Lippen ein: Sieh da
den Schwerenöter!
Auf der Wilhelmſtraße wogten feſtlich geputzte
Men=
ſchen. Seidene Damenröcke rauſchten, der Flirt gedieh
üppig. Gänſeblümchen und farbenprächtige Giftblumen,
die erſte Jugend und das gereifte Alter pflogen ihn
gleich=
mäßig.
Im Knopfloch der Herren dominierte die rote Nelke,
die da beſagt: „ich bin noch zu haben”, ſie glühte um die
Wette mit roſigen Mädchenwangen, und ihr Leuchten
er=
blich vor dem Glanz ſchöner Augen.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8, Oktober 1910.
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Es lag Frühlingsahnen in der Luft und rheiniſche
Faſtnachtsfreude.
Hans von Haſſingen blieb einen Moment zögernd,
unſchlüſſig ſtehen. Das Halbe in ihm ließ ihn bereuen,
daß er ſeine Balldame beſuchen wollte, aber wie immer
fehlte ihm die Energie, einem Impulſe zu folgen, der ihn
aus einer vorgezeichneten Bahn reißen wollte, und er
wandte ſich nach links dem Theater zu.
Der Zufall wollte es, daß ſie ihm ſchon nach wenigen
Schritten entgegenkam. Hätte er ſie in dieſem Moment
zum erſtenmal geſehen, er hätte ſie ſofort als das erkannt,
was ſie war — die Dame der großen Welt.
Ruhig und ſicher, mit einem etwas hochmütigen,
gleich=
gültig über die zahlreichen Paſſanten hinwegſehenden
Blick ihrer goldbraunen Augen kam ſie ihm entgegen.
Sie trug wieder ein knapp anliegendes
Schneider=
koſtüm, diesmal aus Samt von der Farbe ihrer Augen,
dazu eine bis zu den Knien reichende breite Blaufuchsboa
und einen barettartigen, mit demſelben Pelzwerk
garnier=
ten Samthut, einen braunen Schleier mit Chenilletupfen
vor dem blaſſen Geſicht.
Dem jungen Offizier erſchien ſie ganz fremd, nicht nur
des veränderten Anzuges wegen, auch nicht, weil ihr heute
das Kindlich=Schelmiſche des Ausdrucks fehlte — es waren
die zwei Millionen, die eine Kluft zwiſchen ihm und ihr
geriſſen hatten, die ihm die Unbefangenheit raubten, die
ſie heute nacht ſo raſch vertraut miteinander gemacht.
Sie hätte wohlhabend ſein können, eine landläufige
„gute Partie”, aber ſie durfte keine Millionen haben.
Lena von Rieding, wie er ſie nun nennen konnte, hatte
ihn ziemlich ſpät erſt bemerkt. Sie ſtanden bereits dicht
vor einander, als ihre Blicke ſich trafen. Ihr
Begrüßungs=
lächeln verlieh nebſt einem leicht roſigen Schimmer ihrem
Geſicht den eigenartigen, feſſelnden Liebreiz, und wenn er
vorher bei ihrem Anblick ſich flüchtig geſagt, daß ſie ihre
Blütezeit bereits überſchritten hatte, ſo kam ſie ihm jetzt
wieder noch ſehr jung vor.
Während er ſich über ihre Hand im weißen
Leder=
handſchuh neigte und der Veilchenduft, der all ihren Sachen
anhaftete, ihn ſchmeichleriſch umwehte, tat er die
abge=
droſchene Frage:
Wie iſt Ihnen der Ball bekommen, meine gnädigſte
Frau?
Danke, miſerabel! ſagte ſie mit einem Lachen, das ihn
zweifeln ließ, ob ihre Antwort Ernſt oder Scherz war,
obgleich die blauen Schatten unter ihren Augen ſie nicht
Lügen ſtraften.
An ihre linke Seite tretend, ſprach er, indem ſie in
der ruhigen Selbſtverſtändlichkeit wie zwei alte Bekannte
gemeinſam die Wilhelmſtraße hinunterſchlenderten, einige
bedauernde Worte, wobei er nicht ganz mühelos gegen
ſeine Befangenheit ankämpfte.
Oh, es hat gar nichts auf ſich! plauderte ſie in einer
lebhaften, aber etwas nachläſſigen Art. Ich ſchlafe oft
ſchlecht, ich gehöre überhaupt zu den Menſchen, deren
Le=
bensfähigkeit ſich mit dem ſinkenden Tage ſteigert — Sie
haben mich nun gerade zu einer lebendigen Zeit kennen
gelernt — geſtern abend und nachts — Sie wiſſen noch
gar nicht, wie ſehr man ſich mit mir langweilen kann.
Erlauben Sie, daß ich das letztere bezweifle, gnädige
Frau?
Sie zog mit einer müden Bewegung die Schultern
hoch.
Nun, die Zeit wird Sie belehren — aber kommen
Sie, laſſen Sie uns hier nach dem Kurpark herüberbiegen,
ich bin manchmal ſo empfindlich gegen Menſchengewühl
und neugierige Gaffer. Meiſtens kümmere ich mich ja
nicht darum — es ſind eben nur manchmal die Nerven.
Solche Dinger kennen Sie wohl nicht, Herr —, ſie ſtockte,
und in einem allerliebſt ſchelmiſchen Ton ſagte ſie dann:
Herr Leutnant?
Er atmete unwillkürlich, zugleich ein Lächeln in den
ſchmalen, graublauen Augen, befriedigt auf.
Gott ſei Dank, nein, gnädige Frau — Nerven kenne
ich noch nicht trotz Krankheit und Sorgen
Sie ſind eben noch beneidenswert jung.
Es klang wie ein Seufzer. Sie zog ihre koſtbare
Pelzboa fröſtelnd unter dem Kinn zuſammen, wobei es
Haſſingen auffiel, daß der dünne, ſeidene Regenſchirm,
den ſie in der Hand hielt, als Griff eine goldene Schlange
mit Augen von Smaragden hatte, die ihn tückiſch
anblitz=
ten. Wieder kam ihr Reichtum ihm peinlich zum
Be=
wußtſein, und ſeine neckenden Worte: Gnädige Frau ſind
wohl ſchon ſehr alt? kamen etwas gezwungen heraus.
Sie merkte es nicht, ſie blickte durch die noch
naßglän=
zenden, kahlen Zweige eines Bosketts nach einem
Seiten=
wege, wo Menſchen auftauchten, die ihr Intereſſe zu
er=
regen ſchienen.
Ein leichtes Stirnrunzeln, emporgezogene
Augen=
brauen.
Laſſen Sie uns raſcher gehen, ich ſehe dort drüben
Bekannte, denen ich unauffällig ausweichen möchte — ich
kann Sie ja nicht einmal vorſtellen — mir iſt’s amüſant
— aber die ſtrenge Welt der Formen verlangt es.
Sie gingen raſcher, ohne zur Seite zu ſehen, und ihm
ſchien der Moment gekommen, ihr zu ſagen, was ihn wie
eine Art Schuld bedrückte.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 236
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Seite 11
Amtliche Nacheichten des Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Adam Carl IV. in Gräfenhauſen wurde als Nachtwächter der Gemeinde
Gräfenhauſen eidlich verpflichtet.
(19461
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 Rolle Pergamentpapier. 1 ſilbernes
Halskettchen mit geſchnitztem Holzkäſtchen. 1 kleines Portemonnaie mit einigem Inhalt.
1 goldener Zwicker. 1 Roſenkranz mit weißen Perlen. 1 Etui mit einem Geldſtück.
1 grauer Herren=Ueberzieher. 1 grau= und blaugeſtreifte Knaben=Mütze. 1 Landkarte
für Rad= und Automobilfahrer. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 1272.
1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 1004. 1 großer und 2 kleine Schlüſſel an
einem Ring. 1 Portemonnaie mit Inhalt und mehreren Rabattmarken und 1
Knips=
karte. 1 Herren=Regenſchirm mit braunem Griff. 1 gelbes Portemonnaie mit 1
Elfer=
karte für Schüler. 1 neues gelbes Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1
Pferde=
ſchoner von einem Zugſtrang. 1 ſchwarzer Samt=Gummigürtel mit runder heller
Schnalle. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger. 1 Türdrücker (rund). 1 weißer
Manſchettenknopf mit Bild (Burg). 1 Bruſt=Hundehalsband mit Marke u. der Nr. 1564.
1 weißes Taſchentuch, gez. M.
Im Monat September in den Wagen der elektriſchen Straßenbahn liegen
geblieben und von der Verwaltung abgeliefert: 6 Paar Handſchuhe. 2 einzelne
Handſchuhe. 1 Kuvert mit Quittungsformularen. 1 Prima=Wechſel über 90 Mk.
1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 Zwicker. 1 Tennisball. 1 Vorſtecknadel (vergold. Schwert).
2 Spazierſtöcke. 1 Kinder=Spazierſtock. 1 Damen=Schirm mit Silbergriff. 1 ſehr kleines
Meſſerchen. 1 kleines Taſchentuch. 1 Sack. 3 neue Kleiderbügel. 1 Portemonnaie mit
Inhalt. 1 Taſchenkamm mit Futteral. 1 Knipskarte.
Verloren: 1 kleine goldene Broſche mit 3 blauen Steinchen in Blattform.
1 braunes Portemonnaie mit 80 Pfennigen Inhalt. 1 goldene Broſche in Dreieckform
mit einem Kleeblatt. 1 brauner Spazierſtock mit gebogenem Griff und Silberbeſchlag.
1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 2701. 1 gelbes Portemonnaie mit grünem
Futter. 1 Kiſſen=Einſatz. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Druckknopf und 5—6 Mk.
Inhalt und Rabattmarken. 1 Paar ſchwarze Damen=Handſchuhe. 1 ſchwarzer Damen=
Gummigürtel mit dreieckiger Schnalle und Perlen beſetzt. 1 dunkles Portemonnaie mit
1 Mk. Inhalt und einer Poſt=Ausweiskarte mit der Nr. 133. 1 goldener Zwicker mit
feinem Kettchen und Haken. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit bläulicher runder Schnalle.
2 Notenblätter. 1 goldene Broſche in Form eines Schmetterlings. 1 brauner Herren=
Filzhut und 1 brauner Spazierſtock. 1 goldene Damen=Uhr mit der Nr. 813255 und
deutſchen Zahlen. 1 Paket, enth. 1 Stück Barchent, 2 Rollen Zwirn und Beſenlitze.
1 zweireihiges Korallen=Kettchen mit goldenem Schloß. 1 Herren=Regenſchirm mit
braunem Griff. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit gelber Schnalle. 1 ſilbernes Ketten=
Arm=
band mit 2 Anhängern. 1 ſilbernes Bröſchchen, 3 kleine Knöpfchen darſtellend. 1
Man=
ſchettenknopf mit Herren=Photographie. 1 Trauring, gez. M. P. 1887. 1 Manſchette
mit vergoldetem Knopf und den Verbindungsfarben rot=weiß=rot. 1 ſchwarze Herren=
Stahluhr mit Nickelkette. 1 Brillant=Broſche (einen kleinen Zweig darſtellend, gute
Be=
lohnung dem Finder). 1 brauner Rohrſtock mit gebogenem Griff. 1 ſchwarzer
Samt=
gürtel mit ſchwarzer Schließe. 1 goldene Broſche mit 2 grünen Emaille=Blättchen.
1 hellrotes Portemonnaie mit einem Zweimarkſtück. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit
vergoldeter Schnalle. 1 ſchwarze Handtaſche mit 1½ Pfund Butter. 1 ſilb. Bröſchchen
(Frauenkopf). 1 goldenes Halskettchen mit Medaillon. 1 Bernſtein=Kollier. 1 Notenheft.
Zugelaufen bei Privaten: 1 Pinſcher. 1 Foxterrier.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel mit Ring Nr. 22.
Entlaufen: 1 Dobermannpinſcher. 1 hellbrauner Pinſcher.
Entflogen: 1 junger Kanarienvogel. 1 zahmer Rabe.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(19489
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 3 Pinſcher 1 Boxer. 2 Pinſcher (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 9. Oktober, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Die Beleuchtung von Einfahrten, Höfen, Treppen, Fluren uſw. betreffend.
Wir weiſen wiederholt auf die den Eigentümern von Grundſtücken obliegende
Verpflichtung hin, die Toreinfahrten, Höfe, Hausflure, Gänge und Treppen,
ſo=
fern und ſolange ſie jedermann zugänglich ſind, während der Dunkelheit ſo
aus=
reichend zu beleuchten, daß für die daſelbſt verkehrenden Perſonen keine Gefahr
beſteht.
Dieſe Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von Fabriken,
ge=
werblichen Anſtalten und Arbeitsſtätten, von Vergnügungs=, Verſammlungs= und
Schankſtätten (den letzteren insbeſondere auch hinſichtlich der Bedürfnisanſtalten) ob.
Pflichtwidrige Unterlaſſung der Beleuchtung würde, falls hierdurch jemand zu
Schaden kommt, die Entſchädigungspflicht ſowie die ſtrafrechtliche
Verantwortlich=
keit begründen.
Die obengenannte Verpflichtung kann durch Vertrag auf Hausverwalter,
Mieter uſw. übertragen werden. Dies ſetzt jedoch die übereinſtimmende
Willens=
erklärung beider Parteien, des Vermieters und des Mieters voraus. Eine einſeitige
Erklärung des Vermieters (als ſolche iſt auch der ohne vorherige Verſtändigung mit
dem Mieter erfolgende Aushang einer „Hausordnung” zu zählen) kann die
oben=
genannte Verpflichtung für den Mieter nicht begründen.
Darmſtadt, den 5. Oktober 1910.
(19419fso
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Bekanntmachung,
betreffend Gefährdung der Verkehrsſicherheit auf der Straße durch Radfahrer.
Es ſind in letzter Zeit mehrfach Klagen darüber geführt worden, daß die
Ver=
kehrsſicherheit in den Straßen durch das Verhalten der Radfahrer beeinträchtigt
werde. Abgeſehen von dem zu ſchnellen Fahren und dem Fahren ohne Laterne nach
Einbruch der Dunkelheit, ſowie unrichtigem Ausweichen und Ueberholen wurde
oft=
mals bemerkt, daß auf den Fahrradern größere Gegenſtände mitgeführt werden,
welche entweder dem Fahrer den freien Ausblick benehmen oder ihn nötigen, die eine
Hand ſtändig zum Feſthalten des Gegenſtandes zu verwenden. Wenn auch geübte
Fahrer im allgemeinen ihr Rad mit einer Hand zu lenken vermögen, ſo kann an
ver=
kehrsreichen Punkten im Innern der Stadt auch der geübteſte Fahrer in Lagen kommen,
in welchen er zur Lenkung des Fahrrades beider Hände bedarf. Iſt ihm in ſolchen
Fällen der Gebrauch der einen Hand durch Feſthalten des Gegenſtandes benommen,
ſo iſt ein Unglücksfall oft unvermeidlich, was infolge der oft erheblichen Größe und
Schwere des mitgeführten Gegenſtandes ſowohl für den Radfahrer, als auch für das
Publikum um ſo gefährlicher werden und für den Radfahrer ſtrafrechtliche Verfolgung
wegen fahrläſſiger Körperverletzung oder Tötung, ſowie bedeutende zivilrechtliche
Schadenserſatzpflichten zur Folge haben kann.
Wir ſehen uns demgemäß veranlaßt, erneut auf genaues Einhalten der für den
Radfahrverkehr beſtehenden Vorſchriften, insbeſondere auch in der Hinſicht
hinzu=
weiſen, daß jeder Radfahrer die gehörige Vorſicht bei Leitung ſeines Fahrrades
betrachtet. Dieſe würde derjenige außer Acht laſſen, der in verkehrsreichen Straßen
größere Gegenſtände, die den freien Ausblick oder den Gebrauch beider Hände zum
Lenken des Fahrrades verhindern, auf dem Rade mit ſich führt.
Unſere Beamten ſind zu ſcharfer Beaufſichtigung des Radfahrverkehrs und
energiſchem Einſchreiten bei Zuwiderhandlungen angewieſen.
Darmſtadt, den 5. Oktober 1910.
(19446fs
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Verkaufspreiſe der Kleiſch= n. Wurſtwaren in der Haupl= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
„ per ½ kg 90 Pfg.
½
½
84
90
90
60
92
86
96
110
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . .
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.
. . per ½ kg 100 Pfg
½
110
130
90
2
Bekanntmachung.
(Die Oktroiabgabe betreffend.)
Es beſteht vielfach die irrige Meinung, daß vom 1. April ds. Js. ab der Oktroi
gänzlich aufgehoben worden ſei.
Von dieſem Tage ab iſt nur der Oktroi auf Hülſenfrüchte, Mehl und andere
Mühlenfabrikate, desgleichen auf Backwaren, Vieh, Fleiſch und Fleiſchwaren aufgehoben
worden.
Die Oktroiabgabe für Wein (auch Moſt), Schaumwein, Obſtwein (auch
Moſt), Branntwein, Spiritus, Vier, Wild, Geflügel und Brennmaterialien
bleibt fortbeſtehen.
Die Entrichtung der Abgabe hat beim Eingang der pflichtigen Gegenſtände in
die Stadt, bezw. in die bewohnte Stadtgemarkung, an nachverzeichneten Erhebſtellen
zu erfolgen:
1. Eſchollbrücker Straße,
2. Eliſabethenſtraße,
3. Rheinſtraße,
4. Lagerhausſtraße,
5. Pallaswieſenſtraße,
6. Frankfurter Straße,
7. Kranichſteiner Straße,
8. Dieburger Straße,
9. Erbacher Straße,
10. Roßdörfer Straße,
11. Nieder=Ramſtädter Straße,
12. Klappacher Straße,
13. Heidelberger Straße und
14. Beſſunger Straße.
Oktroipflichtige Gegenſtände dürfen mithin nur auf ſolchen Straßen in die Stadt
eingeführt werden, die an Erhebſtellen vorbeiführen. Alle übrigen Straßen ſind
für die von außen kommenden oktroipflichtigen Gegenſtände verboten.
Sämtliche mit der Eiſenbahn hier eingehenden oktroipflichtigen Gegenſtände ſind
bei der zunächſt der Bahn befindlichen Oktroierhebſtelle vorzuführen. Da die
Erheb=
ſtelle an der Bleichſtraße aufgehoben iſt, ſo ſind die mit der ehemaligen Heſſiſchen
Ludwigsbahn ankommenden Gegenſtände der Erhebſtelle an der Rheinſtraße oder
der=
jenigen an der Lagerhausſtraße vorzuführen.
Die Transportanten oktroipflichtiger Gegenſtände haben ſich unaufgefordert an
die Oktroierhebſtelle zu begeben und den Oktroi zu entrichten. Dies gilt auch für ſolche
Gegenſtände, welche nur durch die Stadt durchgeführt und nicht in derſelben verbraucht
werden ſollen; in dieſem Falle wird ein Durchgangsſchein ausgeſtellt.
Der Transport der der Oktroiabgabe unterworfenen Gegenſtände oder der davon
befreiten Durchgangsgüter muß ſtets und zu jeder Zeit mit den von den Erhebern
ausgefertigten, auf Verlangen allen Aufſichtsperſonen ſogleich vorzuzeigenden Scheinen
begleitet ſein.
Die den Einbringern von den Erhebſtellern behändigt werdenden Scheine über
bezahlten Oktroi müſſen von den Empfängern der abgabepflichtigen Gegenſtände gleich
bei deren Ablieferung eingefordert werden. Im gegenteiligen Falle haftet der
Em=
pfänger, wenn eine Oktroihinterziehung vorgefallen iſt und der Einbringer nicht beſtraft
werden kann, gerade ſo, als habe er, der Empfänger, die Hinterziehung begangen. Die
Scheine ſind von den Empfängern drei Monate lang aufzubewahren und den
Auf=
ſichtsperſonen auf Verlangen vorzulegen.
Wer oktroipflichtige Gegenſtände durch die Poſt empfängt, hat ſpäteſtens
bis zum Ablauf des folgenden Tages bei der nächſten Oktroierhebſtelle die
Oktroigebühr zu bezahlen, bei Vermeidung der in dem Oktroi=Reglement
bezeich=
neten Strafen.
Sollen oktroipflichtige Gegenſtände in Hofreiten oder ſonſtige Grundſtücke
ein=
geführt werden, die außerhalb der oben genannten Eingangsſtellen, jedoch innerhalb
der Gemarkung Darmſtadt liegen, ſo haben die Empfänger ſogleich bei der Ankunft
und ehe dieſe Gegenſtände abgeladen oder in ihre Hofreite eingebracht werden, hiervon
derjenigen Erhebſtelle, welche der betreffenden Hofreite bezw. Grundſtück zunächſt liegt,
Anzeige zu machen und den Oktroi zu entrichten. Werden derartige Gegenſtände in
den Stadtbezirk eingeführt, ſo iſt die bereits ſtattgehabte Oktroizahlung durch Vorlage
der Oktroiſcheine, die alsdann beſcheinigt werden, oder auf ſonſtige Weiſe zweifellos
nachzuweiſen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden nach § 15 des
Oktroi=Reglements als Hinterziehung zur Strafe gezogen.
(19069oss
Darmſtadt, den 27. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Ausführung der an die ſtädtiſche
Waſſerleitung anzuſchließenden Waſſerverſorgungs=Einrichtungen im Innern der
Gebäude und Grundſtücke nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen darf, die ſich bei
der unterzeichneten Verwaltung verpflichtet haben, alle vorkommenden einſchlägigen
Arbeiten auf Grund der Satzungen über Abgabe von Waſſer aus dem ſtädtiſchen
Waſſerwerk und unter gewiſſenhafter Beachtung der beſonders erlaſſenen Beſtimmungen
auszuführen.
Zurzeit ſind folgende Firmen berechtigt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. L. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 52.
5. Heinrich Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
6. Karl Darmſtädter, Kiesbergſtr. 9.
7. Theodor Dilling, Kaſinoſtr. 27.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11.
9. Friedr. Ewald Nachf., Soderſtr. 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8½.
11. Gg. Aug. Fink, Lauteſchlägerſtr. 8.
12. Hch. Frick, Kahlertſtr. 31.
13. Vernhard Gans, Rheinſtr. 47.
14. Franz Geiger, Karlſtr. 36.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtr. 6.
16. Jakob= Glock, Langegaſſe 9.
17. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
18. Philipp Handſchuh,
Schlößgarten=
ſtraße 37.
19. Ludw. Heppenheimer, Luiſenſtr. 2.
20. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
21. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
22. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
23. Balthaſer Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42
24. Heinrich Jung, Bleichſtr. 11.
25. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
26. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
27. Adolf Kling, Rheinſtr. 17.
28. Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.
30. Phil. Kraus Nachf., Karlſtr. 51.
31. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
32. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
33. Ludw. Luck, Lichtenbergſtr. 26.
34. Val. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtr. 54.
35. Ph. Maul, Eliſabethenſtr. 29.
36. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
37. Aug. Neumeyer Witwe, Große
Ochſengaſſe 20
38. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
39. Heinrich Pauli, Orangerieſtr. 7.
40. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
41. Wilhelm Preußner, Bleichſtr. 40.
42. Karl Rockel Nachf., Schützenſtr. 4.
43. G. W. Roth, Moosbergſtr. 32 u. 97.
44. Jean Rühl, Saalbauſtr. 24.
45. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
46. Friedrich Schiller, Tannenſtraße 7.
47. Franz Schulz, Karlſtr. 104½
48. Heinrich Schwarz, Hochſtr. 20.
49. Leonh. Sommer, Mühlſtr. 20.
50. Karl Tänzer, Marktplatz 7.
51. Mich. Vollrath, N.=Ramſtädterſtr. 51.
52. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
53. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
54. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
55. Karl Wenz, Wendelſtadtſtr. 46.
56. Karl Zahrt, Hofſtallſtr. 10.
29. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
Die ſämtlichen Firmen haben ihre Preis=Tarife auf dem Geſchäftszimmer der
unterzeichneten Verwaltung, „Waldſtraße 19‟, eingereicht, wo dieſelben von Intereſſenten
eingeſehen werden können.
(19146ism
Darmſtadt, den 1. Oktober 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Verdingung.
Bei der unterzeichneten Küchenverwaltung ſollen für die Zeit vom 1. November
1910 bis Ende Oktober 1911 nachbenannte Lieferungen uſw. verdungen werden.
Los I: Kartoffeln,
Los II: Kolonial= und Materialwaren,
Los III: Eier,
Los IV: friſches und eingemachtes Gemüſe,
Los V: Milch und Molkereiprodukte,
Los VI: die Abnahme des Spülichts, ſowie der Knochen und der
Blechbüchſen.
Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Zahlmeiſter=Geſchäftszimmer des
Regiments — Holzhof=Allee 25 — offen und können täglich in der Zeit von 8 bis
12 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags eingeſehen werden. Auch ſind
dieſelben zum Selbſtkoſtenpreis von 1 Mk. daſelbſt erhältlich.
(19460sm
Angebote ſind, mit entſprechender Aufſchrift verſehen, bis zum 15. Oktober 1910
verſiegelt einzureichen; die Eröffnung derſelben findet am 17. Oktober 1910 um 10 Uhr
vormittags ſtatt.
Der Zuſchlag wird bis 25. Oktober 1910 vorbehalten.
Darmſtadt, im Oktober 1910.
Küchenverwaltung des Leib=Dragoner=Regiments Nr. 24.
Tast neuer Röderherd, 55X85, zu
verkaufen
(*24761
Schuknechtſtraße 61, 1. Stock.
Hin kl. eiſ. Säulenofen mit Rohr billig
—zu verkaufen, Karlſtr. 95, I. (*24750ss
ist es bei mir möglich, die modernsten, kleidsamsten
und elegantesten Hüte zu kaufen. Mein System, aus
meiner reichsortierten Putz-Abteilung, in der ich von
den allerbilligsten Hüten bis zu den feinsten Original-
Modellen und Modellkopien erster Pariser und Wiener
Häuser eine enotme, geschmackvolle Auswahl
unter-
halte, eine Separat-Abteilung abzuzweigen, in der ich
nur Hüte für
Mk.
Mk.
Mk.
verkaufe, findet überall großen Anklang. Hier
abge-
bildete Hüte zeigen einen kleinen Teil aus diesen
Serien, sie sind in vielen Farben zu haben und zur
Besichtigung im Schaufenster und im II. Stock
aus-
gestellt.
Kaufhaus
Dieser Paletot wie
obige Zeichnung in
modernst. Webart u.
Musterung, vorzügl.
Stoffm. Samt-
Kragen
12
Dieses Kostüm wie
obige Zeichnung in
gut. blauemCheviot,
Revers mit Seiden-
Spiegel und
Sutachierung 44—
Dieser Paletot wie
obige Zeichnung in
soliden Wollstoffe
englischen
Charak-
ters mit 595
Samtkragen 3
Dieses Prinzesskleid
wie ob. Zeichnung,
hocheleg. in Ia
rein-
woll. Serge, versch.
Farben, beste à600
Verarbeitung 36—
Dieses Kostüm wie
obige Zeichn., sehr
apart, mit Knopf- u.
Spangengarnitur,
solider Stoff, 9a75
englisch. Art 25-
2 Ludwigstrasse 2
Ecke Kirchstrasse.
19556)
Dieser Kostümrock
wie obige Zeichnung,
eleganter blau-grün
kar. reinwoll.
Schottenstoff 10
Dieser Kostümrock
wie obige Zeichnung,
in guten Wollstoffen
engl. Art, bester 695
Verarbeitung .
Dieser Kostümrock
wie obige Zeichnung,
in soliden blau-grün
karerten
150
Wollstoffen
Dieser Kostümrock
wie obige Zeichnung,
in gut. meliert.
Woll-
stoffen u. solche 50
englischer Art. 3
Diese Seidenbluse
wie ob. Zeichn., reine
Messalineseide
versch. Farben 10
Diese Wollbluse
wie obige Zeichnung,
in blau-grün, 150
kariert
Diese Wollbluse
wie obige Zeichnung,
in guten Stoffen 050
mod. Schotten
Diese Wollbluse
wie ob. Zeichnung in
Ia Popeline, mod. 925
Kimonofagon . 2
Enorme Auswahl in Putzzutaten jeder Art
zu billigsten Preisen.
Modistinnen erhalten Vorzugspreise.
n gr. Filzglocke, wie obige Zeichnung
Kläld mit reicher Seidengarnitur und g50
. . . . . .9—
Samtwindung . .
jugendlicher Hut, w. ob. Zeichn., 950
mit grosser Seidenbandrosette 30
kleine Filzglocke mit 2 grossen
Herld Fantasien und Silberband- 050
windungen, wie obige Zeichnung 8—
Anni
Toque aus Ia Samt, mit hübscher
Flügelgarnitur
50
wie obige Zeichnung
n Filzglocke, wie obige Zeichnung,
Bölld mit hübscher Samtband-
50
5
garnitur und Schleife . .
n jugendlicher Hut, wie obige Zeich-
Märld nung, in allen Farben, mit Samt- V 9
4—
kopf und Bandgarnitur . .
Filzglocke, wie obige
Zeich-
jugendlicher Hut, wie obige
Amellt nung, mit hübscher 825
HedWil Zeichnung, mit grosser H2:
Seidengarnit. u. Knopfverzierung 6—
Schleifengarnitur aus Seide . . . 7
Dieses Kostüm
wie obige
Zeich-
nung, in prima blau
Kammgarn,
Jacke auf 4000
35-
Seide
Dieser Paletot, wie
obige Zeichnung,
sehr apart in
vor-
zügl. Stoffen engl.
Artmit Samt- 4950
3—
kragen
Diese Tüllbluse
wie obige
Zeich-
nung, auf Seide mit
Spachtel- 950
koller .
Diese Wollbluse
wie obige
Zeich-
nung, auf Futter
in vielen mo- 950
dernen Streifen7
Diese Wollbatistbluse
wie obige
Zeich-
nung, auf Futter,
hübsch. Koller 995
Diese Hemdbluse
in gutem Woll-
Hanell, hübschen
Streifen . . 750
Dieses Samikleid,
Prinzessform, wie
obige Zeichn.
hoch-
eleg. in apart.
Aus-
führung und y 500
guter Qualit. 43-
Dieses Kostüm wie
obige Zeichnung,
sehr vornehm, in
gestreift. Ia
Tuch-
stoffen, Jacke R700
auf Seide 6
Lotte Teichn, u. räpiert.
ra mod. Samttopfhut, wie ob. Zeichn., m. Samtkopf u. Flügelbändern
UIId tarb. Unterrand. um den Kopf
Silberborde u. Schleife, 2 gr. Flügel 16-
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Nummer 236,
Seite 14,
Bekanntmachung.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine Nr. 50 431,
50 432, 61092, 65 830, 69031, 69035, 69049, 69050, 74 267, 76889,
77 202, 78097 und 78 338 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb
14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in unſerem
Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf
dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom 18. Auguſt 1900, betreffend die ſtädtiſche
Pfandleihanſtalt Darmſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1910.
(19457
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul, Vorſteher.
Kartoffel=Lieferung.
Die Anlieferung des Kartoffelbedarfs für das ſtädtiſche Armenhaus und das
ſtädtiſche Pfründnerhaus ſoll auf dem Verdingungswege vergeben werden. Es werden
benötigt:
A. Für das ſtädtiſche Pfründnerhaus: 120 Doppelzentner Speiſekartoffeln
„Induſtrie‟
B. Für das ſtädtiſche Armenhaus: 120 Doppelzentner Speiſekartoffeln
„Induſtrie‟.
Die Anlieferung für das Pfründnerhaus hat zur Hälfte alsbald, zur anderen
Hälfte im Februar nächſten Jahres zu erfolgen; für das Armenhaus iſt das ganze
Quantum alsbald zu liefern.
Die Lieferung kann ſowohl einem einzigen, wie mehreren Uebernehmern
über=
tragen werden.
Wir laden Lieferungsluſtige ein, ihre verſchloſſenen, mit bezüglicher Aufſchrift
verſehenen Angebote, welche mindeſtens eine Lieferung von 25 Doppelzentnern umfaſſen
müſſen, mit Preisangabe am Montag, 10. Oktober ds. Js., vormittags zwiſchen
10 bis 12 Uhr, in den im unteren Hausflur des Stadthauſes, Rheinſtraße 18,
auf=
gehängten Kaſten für die Verdingungsangebote einzulegen.
Gleichzeitig ſind Proben von jeder Sorte bei dem Oberverwalter im
Pfründnerhaus, Frankfurterſtraße 35, abzugeben. Dieſe Proben dürfen nicht den
Namen des Einlegers enthalten, müſſen aber mit einem Zeichen verſehen ſein, das auch
in das Preisangebot einzutragen iſt.
Es wird auf auserleſene, geſunde Kartoffeln reflektiert.
Die Auswahl unter allen Anbietern behalten wir uns vor=
Darmſtadt, den 27. September 1910.
Städtiſches Pflegeamt.
(18985ss
Krapp.
Kartoffellieferung.
Die Lieferung der Kartoffeln ſoll vom 1. November 1910 ab auf 1 Jahr vergeben
werden. Produzenten erhalten den Vorzug. Lieferungsbedingungen liegen auf dem
Geſchäftszimmer — Ahaſtraße, Mittelbau — zur Einſicht offen.
Angebote ſind mit entſprechender Aufſchrift bis zum Eröffnungstermin — 19. Oktober
1910, vormittags 10 Uhr — verſchloſſen und portofrei ebendahin einzuſenden.
Proben ſind 48 Stunden vorher abzugeben. Zuſchlagsfriſt 5 Tage.
Angebote ohne Proben werden nicht berückſichtigt.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1910.
(19590sos
Küchenverwaltung der I. Abteilung Feldart.=Regts. 25.
Verſteigerung.
Der zum Konkurs der Georg Hellmuth Eheleute gehörige
Nachlaß wird Mittwoch, den 12., und wenn nötig Donnerstag,
den 13. Oktober I. J., jeweils vormittags 9 und nachmittags
3 Uhr beginnend
im Turnhauſe, Woogsplatz 5
(Kleiner Saal)
öffentlich gegen gleich bare Zahlung verſteigert.
Es kommen zum Ausgebot:
1 goldene Herrenzylinderuhr mit Kette, 1 gold. Damenuhr mit blauem
Emailledeckel und ächten Steinen, goldene Ringe, Broſchen, Ketten,
ſilberne Löffel und Gabeln ꝛc.
1 antike Kommode, 1 Pendule, 1 Säule mit Figur, Tiſche, Schränke,
Betten, Sofas, Waſch= und Nachttiſche mit Marmorplatten, Teppiche,
Bilder, Vücher, Lüſter und Lampen, Kleider und Weißzeug u. a. m.
Ferner: 1 große Partie Maskenanzüge aller Art, Masken= und
Kleider=
ſtoffe, Rohr= und Drahtpuppen ꝛc. ꝛc.
(19545soi
Darmſtadt, den 7. Oktober 1910.
Der Konkursverwalter:
Karl Dechert.
Höhere Privatſchule Darmſtadt
Heinrichſtraße 70
Telephon 1512
Privatlehranſtalt mit d. Lehrplan für Gymn., Realgymn. und Oberrealſchulen.
Gründliche und ſchnelle Vorbereitung zum:
(18607a
Einjährigen=, Prim.=, Fähnrichs= u. Abit.=Examen
in durchaus individuellem Unterricht. Keine Klaſſen. Sorgfältige Erziehung jüngerer
Schüler. Anerkannt ſehr gute Erfolge. — Programm und nähere Auskunft durch den
Vorſteher
H. Rupp.
Sekdfer
1CC
Beginn des Winterhalbjahres: Dienstag, den 18. Oktober.
Unterrichtskurſe: Handnähen und Anfangsunterricht im Maſchinennähen.
Maſchinennähen und Wäſchezuſchneiden. Schneidern, Bluſenkurſus, Bügeln, FFlicken,
Weißſticken und Stopfen, Buntſticken, Freihandzeichnen, Spitzenklöppeln, Spindelgipüre,
Holzbrandmalerei und Kerbſchnitt.
Anmeldungen werden entgegengenommen Samstag, den 8. Oktober,
Diens=
tag, den 11. Oktober, und Samstag, den 15. Oktober, vormittags von 10 bis
12 Uhr, im Vorſtandszimmer der Alice=Schule, Friedrichſtraße 4.
Die Kurſe zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen u.
Handels=
kurſus beginnen im Frühjahr.
(19150isi
Der Vorstand.
Conservarerlam tar-Ausin
Mühlstraße 70
Gegründet 1878 Direktor: Wilhelm Süß Gegründet 1878
Das Schuljahr beginnt Donnerstag, den 13. Oktober. Anmeldungen werden
jederzeit entgegengenommen. Proſpekte ſind unentgeltlich bei der Direktion und in der
Hofmuſikalienhandlung Gg. Thies Nachfolger, Eliſabethenſtraße, zu haben. (18461a
Pädagogium Neuenheim-Heidelberg.
1908/10: 46 Einjährige, 28 Prima und O.-Sekunda
Vorzüglich empfohl. Familienpensionat. Keine
Schlafsäle. Tägl. Arbeitsstunden. Spiel. Sport.
Werk-
stätte. Prüfungsergebnisse. Prospekt d. d. Dir. (14751MI
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Fortbildungsſchule für die aus der Volksſchule entlaſſene
männ=
liche Jugend.
Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen Fortbildungsſchule für den Winter
1910/11 findet Montag, den 17. ds. Mts., 5 Uhr nachmittags, ſtatt,
und zwar für die Schüler des vormaligen Stadtbezirks Darmſtadt im Schulhaus
am Ballonplatz, ſowie im Schulhaus in der Müllerſtraße, für die Schüler der
vormaligen Gemeinde Beſſungen im Schulhaus in der Ludwigshöhſtraße.
Zum Beſuche der Fortbildungsſchule geſetzlich verpflichtet ſind alle diejenigen
jungen Leute, die in den Jahren 1908, 1909 und 1910 aus den hieſigen Volks= und
Mittelſchulen entlaſſen worden ſind, und diejenigen, die nach ihrer Entlaſſung aus
Schulen anderer Gemeinden ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden
Schulunter=
richt zu genießen. Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche der
Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung alsbald ſchriftlich an
Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt (Neckarſtraße Nr. 3) zu richten. Nach
dem 15. Oktober einlaufende Geſuche können keine Berückſichtigung mehr finden.
Bis zur erfolgten Entſcheidung dieſer Behörde muß die Fortbildungsſchule
beſucht werden. Die Geſuche müſſen von den Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und
unterſchrieben ſein und Angaben enthalten über: Alter, Heimatsort, Namen und
Ge=
ſchäft der Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch, dermalige Beſchäftigung des Schülers. In
den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung beanſprucht wird;
außerdem ſind Art ſowie Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen
Unterricht erteilenden Lehrer zu bezeichnen.
Die Schüler, die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für Bauhandwerker und=
Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule der Gewerbeſchule (der Beſuch einer
Fachklaſſe oder des Zeichenunterrichts allein befreit nicht von der obligatoriſchen
Fort=
bildungsſchule) oder die kaufmänniſche Schule dahier beſuchen, ſind von dem Beſuche
der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit, ebenſo diejenigen Schüler der
landwirt=
ſchaftlichen Winterſchule, welche letztere bereits zwei Jahre mit günſtigen Zeugniſſen
beſucht haben.
Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stellvertreter, ebenſo Dienſtherrſchaften
und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge Leute im Dienſt oder in der Lehre haben,
ſind=
kraft des Geſetzes verpflichtet, die jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule
anzuhalten (Artikel 24 des Schulgeſetzes und § 120, Abſatz 2 der deutſchen Gewerbordnung).
Die Behauptung, der Schulpflichtige ſei zur Zeit des Unterrichts im Geſchäfte der
Eltern, Lehrherren oder Dienſtherrſchaft unentbehrlich, kann nicht zur Entſchuldigung
dienen; vielmehr iſt den Schülern die zum Beſuche der Fortbildungsſchule nötige Zeit
und zwar ſelbſtverſtändlich in der Ausdehnung zu laſſen, daß ſie ſich vor Beginn des
Unterrichts genügend waſchen und ankleiden, auch eſſen können. Zuwiderhandlungen
werden mit einer Polizeiſtrafe von 2 bis 20 Mk. beſtraft (Art. 25 des Schulgeſetzes).
Unentſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen (je 20 Pfg., im
Wiederholungsfalle 40 Pfg.), welche nötigenfalls durch Haft nach Maßgabe der §§ 28.
und 29 des Reichsſtrafgeſetzbuches vollſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe
Abholung in die Schule, wofür 10 Pfg. für den Abholenden zu entrichten ſind. Die
Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1908/09 und 1909/10 die
Fortbil=
dungsſchule dahier ſchon beſuchten, haben ſich am 17. Oktober, 5 Uhr
nachmit=
tags, in den Turnſälen derjenigen Schulhäuſer dahier einzufinden, in welchen ſie in
den früheren Jahren Unterricht empfingen.
Die Schüler, die Oſtern 1910 aus der Stadtknabenſchule I und II, aus der
Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße, ſowie aus der Knabenmittelſchule I und II
entlaſſen worden ſind, haben ſich zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes
am Ballonplatz einzufinden.
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen Schulpflichtigen
müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am Ballonplatz ſtellen.
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen wohnenden Schüler aus
den drei Jahrgängen 1908, 1909 und 1910 haben ſich Montag, den 17. d. Mts.,
4 Uhr nachmittags, in der Turnhalle des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße Nr. 42
einzufinden.
Es beſteht kein Unterſchied mehr zwiſchen Tages und Abendklaſſen: die
Unter=
richtsſtunden für alle Klaſſen können in die Zeit zwiſchen 2 und 7 Uhr nachmittags
ge=
legt werden. Die Klaſſen, in denen Zeichenunterricht iſt, haben wöchentlich 9 Stunden,
die übrigen Klaſſen haben 7 Stunden Unterricht.
Der Fachzeichenunterricht in den Klaſſen der Metallarbeiter und
Bauhand=
werker wird von einem Maſchinentechniker und einem Architekten erteilt, in der
Konditorfachklaſſe unterrichten im Zeichnen, Modellieren und
Gewerbe=
kunde zwei Konditoren.
Alle Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahren 1908, 1909 und 1910
die von dem Beſuche der Fortbildungsſchule befreit ſein wollen, haben — auch
wenn ſie ſchon um Befreiung bei Großh. Kreisſchulkommiſſion eingekommen ſind — in
den Turnhallen der genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 17. d. Mts.,
nachmittags präzis 5 bezw. 4 Uhr, zu erſcheinen.
Zu den Eltern, Lehr= und Dienſtherren ſprechen wir auch diesmal das Vertrauen
aus, daß ſie den großen Nutzen des der männlichen Jugend unentgeltlich gebotenen
Fortbildungsunterrichts erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die Zwecke der
Schule durch Ueberwachung des Schulbeſuchs und Anſpornung der Schüler zur
Folg=
ſamkeit gegen Vorſteher und Lehrer der Schule, ſowie zu Fleiß, Ordnung und guter
Sitte in und außerhalb der Schule zu fördern.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1910.
(19479sms
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
Dr. Gläſſing.
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Das Winterhalbjahr beginnt Donnerstag, den 13. Oktober d. Js.
Für Schülerinnen aus dem Stadtteil Beſſungen findet der Unterricht im
Mittel=
ſchulgebäude in der Hermannsſtraße, für ſolche aus dem Nordweſtviertel im
Schul=
hauſe in der Lagerhausſtraße, für alle übrigen Schülerinnen im Schulhauſe in der
Rundeturmſtraße ſtatt.
Unterrichtsgegenſtände ſind: Hand= und Maſchinennähen, Flicken und Stopfen,
Sticken, Bügeln, Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen und Deutſch.
Außerdem findet für vorgeſchrittene Schülerinnen ein Kurſus im Anfertigen von
Hauskleidern ſtatt.
Das Schulgeld beträgt:
a) für hieſige Schülerinnen monatlich eine Mark,
b) für auswärtige Schülerinnen
drei Mark.
In beſonderen Fällen kann es hieſigen Schülerinnen erlaſſen werden.
Anmeldungen für alle Abteilungen werden Donnerstag, den 13. d. Mts.,
nachmittags von 3—4 Uhr, im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße von dem
Schul=
leiter entgegengenommen.
Darmſtadt, den 7. Oktober 1910.
(19453si
Der Vorſtand:
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Va
Gewerbeschule zu Darmstadt.
Unter ſtaatlicher Aufſicht ſtehende dreiklaſſige Fachſchule für Bauhandwerker,
r Metallarbeiter und Maſchinenbaner und für Dekorationsmaler.
Eröffnung des Wiuterhalbjahres:
Fachklaſſen für Bauhandwerker, Metallarbeiter und Maſchinenbauer am
kontag, dem 7. November 1910; Schulgeld 40 Mk.
Abteilung für Dekorationsmaler am Dienstag, dem 1. November 1910;
ſchulgeld 30 Mk.
Die Direktion der Schule iſt berechtigt, Maler= und Weißbinderlehrlingen, die
rei Winter hindurch die Fachſchule für Dekorationsmaler der Tagesſchule beſucht
ben, als Abgangszeugnis einen Geſellenbrief auszuſtellen.
Programme und jede weitere Auskunft durch die Direktion. Anmeldung
mög=
chſt bald an die Direktion der Gewerbeſchule Darmſtadt (Nieder=Ramſtädterſtraße 8)
beten.
(17041a
Darmſtadt, im September 1910.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrates:
Der Direktor:
Jäger.
Prof. Dr. Meiſel.
Staatl. konzess. und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
Darmstadt
am Ernst-Ludwigsplatz.
Rheinstrasse 1
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Wintersemester beginnt Dienstag, 4. Oktober, vormittags 8 Uhr.
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
(18068a
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
[ ← ][ ][ → ]
Nummer 236.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Seite 13,
Offenlage der Urliſte für
Schöffen oder Geſchworenen.
Die von uns aufgeſtellte Urliſte
der=
jenigen Perſonen, die zu dem Amte
eines Schöffen oder Geſchworenen
be=
rufen werden können, liegt von Montag,
den 10. Oktober ds. Js. an, eine Woche
lang während der gewöhnlichen
Geſchäfts=
ſtunden im Stadthauſe, Rheinſtraße 18,
Zimmer Nr. 21, offen. In der angegebenen
Zeit kann jedermann die Liſte einſehen und
gegen die Richtigkeit oder Vollſtändigkeit
derſelben ſchriftlich oder durch bei uns
ab=
zugebendes Protokoll Einſprache erheben.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing. (19541sod
Die Verſteigerung der Runkelrüben=Ernte
auf der ſtädtiſchen Pallaswieſe vom 3. ds.
(19540so
Mts. iſt genehmigt.
Die Abfuhrſcheine ſind bei der
Stadt=
kaſſe erhältlich und müſſen bis zum 15. ds.
Mts. abgeholt ſein.
Darmſtadt, den 5. Oktober 1910.
Hroßherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Elert.
Städtiſche Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
Bekanntmachung.
Montag, den 17. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Johann Jakob
Menges Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
qm
Flur Nr.
35 15751/100 435 Hofreite Innere
Ringſtraße, jetzt
Rhönring 135,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K71/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
11 Darmſtadt, den 6. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D18419,6
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 31. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Georg Ludwig
Kuntz, Marie, geb. Ruhe, dahier und deren
Kindern zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
28 3363//100 191 Hofreite Ireneſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K122/10
werden.
Darmſtadt, den 22. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D18418,6
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 24. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz dahier und deſſen Kindern zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 33¼/100 244 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 1,
III 331/100 54 Bleichplatz daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K90/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 23. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D18938,7
Bekanntmachung.
Montag, den 7. November 1910,
vormittags 9½ Uhr,
ſoll die der Friedrich Valentin Brehm
Witwe zu Darmſtadt und deren Kindern
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 3549¾/100 412 Hofreite
Moosberg=
ſtraße Nr. 93,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz.
(D19474,8
Bekanntmachung.
Montag, den 31. Oktober 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Bauunternehmer Nikolaus
Roth in Zürich, früher in Darmſtadt,
da=
hier zuſtehende Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
4 312½/100 205 Hofreite
Liebfrauen=
ſtraße 89,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K93/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung erfolgen, wenn der
Schätzungs=
preis auch nicht erreicht wird.
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D19470,7
große Petroleum=Hängelampe
gut erh., billig abzugeben
2488a
Lauteſchlägerſtraße 7, I. I.
kauft u. taxiert koſtenlos Wsber,
Rückertſtr. 8. Poſtk. gen. (*24894
5n
1n
Ulsters und Raglans
für Strasse und Reise
aus besten deutschen u. feinen englischen Günlitäten,
in feschen Facons und sorgfältigster Ausführung
ange-
fertigt und in 25 Herren-Grössen fertig am Lager.
Preise: 38.−
58.− 65. 70.- 75.-
extrafeine Qualitäten: 82.− 95.− 105.− 115.−
Man verlange Katalog.
Bamberger & Hertz
Zeil 54
Frankfurt a. M. (neben der Hauptpost)
erste und zweite Etage (Fahrstuhl).
(319459,25
Bekanntmachung.
Montag, den 7. November 1910,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die den Erben der Zimmermeiſter
Ernſt Beſt Eheleuten dahier zuſtehende
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
3 147//10 511 Hofreite Lichtenberg
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K125/10
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D19471,7
Bekanntmachung.
Montag, den 14. November 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Zimmermeiſter Peter Franz
Schweitzer Eheleuten dahier zuſtehende
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
4 315¼10 899 Hofreite
Kaup=
ſtraße,
in unſerem Büro zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K136/10
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D19473,8
Bekanntmachung.
Samstag, den 19. November I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Chriſtian Waibel Eheleuten
da=
hier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 139 65 Hofreite Holzſtraße,
II 148
5 ½ Seitenbäuchen Kl.
Bachgaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K141/10
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D19472,8
Bekanntmachung.
Montag, den 14. November 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Privatin Eliſabethe Maaß
dahier zuſtehende Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 590 366 Hofreite
Pädagog=
gaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K133/10
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D19469,7
Aufforderung.
Anſprüche an den Nachlaß der A. K.
Laumann Witwe, geb. Kratz, ſind
inner=
halb 2 Wochen bei dem Unterzeichneten
einzureichen.
(19531so
J. V. der Erben:
Alex. Kratz, Rhönring 31.
Rufen Sie bitte Telephon
S
oder per Poſtkarte.
Ich komme ſofort und zahle wegen
Waren=
bedarf die höchſten und reellſten Preiſe für
getragene Kleider, Schuhe, Stiefel, Wäſche,
alte Federbetten, Zahngebiſſe uſw. (*24875so
J. Wallach, Schloßgaſſe 10.
Einjähr. 115
Mantel, grauer, ſ. w. getr. Dienſthelm
und Mütze billig zu verkaufen
*24884)
Dieburgerſtraße 54, II.
Zu verk. ein Mehlkaſten (4 Ztr. faſſend)
auch als Futterkaſten ſehr geeignet
*24803)
Kiesſtraße 9, Hinterbau.
abzugeben, per
Ia Aepfel Pfd. 6 u. 7 Pfg.
*24891)
Stiftſtraße 41, I.
Gewerbeſchule zu Darmstadt.
Mit dem beginnenden Winterhalbjahr werden folgende praktiſche Fachkurſe
wieder eröffnet werden.
1. Fachkurſus für Kunſtſchloſſer.
Schneiden von Schnörkeln, Austragen und Aushauen von Blattſchablonen,
Treiben von Blumen und Blättern. Die Teilnahme iſt für die im 2. und 3.
Lehr=
jahre befindlichen Bauſchloſſerlehrlinge, die die Sonntags= und Abendſchule der
Anſtalt beſuchen, für je einen Abend obligatoriſch. Außerdem können Lehrlinge
und Geſellen gegen 10, bezw. 12 Mk. Schulgeld freiwillig teilnehmen. Unterrichtszeit:
Mittwoch und Freitag von 6—9 Uhr abends. Werkſtätte: Karlſtraße 23. Material
wird geliefert. Eröffnung am 2. November.
2. Fachkurſe für Schuhmacher.
Unterrichtszeit: Mittwoch und Freitag von 8—10 Uhr abends. Eröffnung am
2. November.
a) Für im 3. Lehrjahr befindliche Lehrlinge: Muſterzeichnen. Schulgeld 3 Mk.
b) Für Geſellen: Auszeichnen und Ausfellen des Leders, Herrichten der Leiſten
und Anfertigung der Schäfte. Schulgeld 6 Mk.
3. Fachkurs für Schneidergeſellen.
Maßnehmen und Zuſchneiden. Unterrichtszeit: Dienstag und Freitag von 8 bis
10 Uhr abends. Schulgeld 6 Mk. Eröffnung am 1. November.
4. Fachkurſe für Tapeziere.
a) Für Lehrlinge: Freihändige Dekoration, Fachzeichnen, insbeſondere
Schnitt=
muſter für Stoffgehänge. Die Teilnahme iſt für die im 2. und 3. Lehrjahre
be=
findlichen Tapeziererlehrlinge, die die Sonntags= und Abendſchule beſuchen,
obli=
gatoriſch. Außerdem können Lehrlinge gegen 3 Mk. Schulgeld freiwillig teilnehmen.
b) für Gehilfen: Zuſchneiden, Legen, Falten und Raffen von Stoffgehängen
(Draperien), praktiſche Uebungen im Dekorieren uſw. Schulgeld 9 Mk. Stoff wird geliefert.
Unterrichtszeit: Mittwoch und Freitag von abends 7½—9½ Uhr. Eröffnung
am 2. November.
5. Fachkurſe für Friſeure und Perückenmacher.
a) Für jüngere Lehrlinge: Praktiſche Uebungen im Haarſchneiden und Friſieren.
Unterrichtszeit: Montags von 4—6 Uhr nachmittags. Schulgeld 3 Mk. Eröffnung
am 7. November.
b) Für ältere Lehrlinge und Gehilfen: Anfertigung von Haararbeiten.
Unter=
richtszeit: Montag von 4—6 Uhr nachmittags. Schulgeld 5 Mk. Eeöffnung am
7. November.
6. Fachkurſe für Inſtallateure.
Theoretiſcher Unterricht für reifere junge Leute in allem, was der Inſtallateur
wiſſen muß, um die in dieſes Fach ſchlagenden Arbeiten gut und fachgemäß ausführen
zu können, verbunden mit der Vorzeigung der neueſten Apparate.
a) Waſſerleitungs=Inſtallateure. Unterrichtszeit: Dienstag von 7½—9½ Uhr
abends. Schulgeld 3 Mk. Eröffnung am 1. November. Dazugehöriger
Zeichenunter=
richt wöchentlich 2 Stunden, Freitag abends von 7½—9½ Uhr. Schulgeld 3 Mk.
Er=
öffnung am 4. November.
b) Gas=Inſtallateure. Unterrichtszeit: Montag und Donnerstag abends von
7½—9½ Uhr. Schulgeld 4 Mk. Eröffnung am 3. November.
Bei gleichzeitigem Beſuch der unter a und b aufgeführten Kurſe wird das
Schul=
geld auf 6 Mk. ermäßigt.
e) Elektriſche Inſtallation. Unterrichtszeit: Montag und Donnerstag von 7½
bis 9½ Uhr abends. Schulgeld 4 Mk. Eröffnung am 3. November.
7. Fachkurs in Holz= und Marmormalerei für Malergehilfen.
Schulgeld für den zehnwöchentlichen Kurſus 5 Mk. Eröffnung Samstag, den
5. November, nachmittags 4 Uhr. Die Unterrichtszeit wird am Eröffnungstage mit den
Teilnehmern feſtgeſetzt.
8. Fachkurs im Modellieren.
a) Für Lehrlinge: Unterrichtszeit: Mittwoch und Freitag von 7—9 Uhr abends.
Schulgeld 5 Mk. Eröffnung am 2. November.
b) Für Geſellen: Unterrichtszeit: Dienstag und Donnerstag von 7½—9½ Uhr
abends. Schulgeld 5 Mk. Eröffnung am 3. November.
Der Unterricht findet in dem Modellierſaal der Großh. Zentralſtelle für die
Ge=
werbe, Neckarſtraße 3, ſtatt.
9. Fachkurs für Galvanotechnik.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Nummer 236.
Briehinkels Suundags=Noochmitdags=
Bedrachtunge.
Unſer Glockeſpiel, deß mit minuzieeſer
Genauig=
keit zwar net die mitteleirobäiſch Zeit agibt, dadefor
awwer alle kerchliche, hiſtoriſche un weltliche
Ereig=
niſſe muſikaliſch illuſtriert, hot dißmal unſer Reſerwiſte
gaſchdig im Stich gelaſſe. Sang= un klanglos mußte
ſe Abſchied nemme vun ihre Ganniſon un de
verſchie=
dene „Dienſtbräute”. Vielleicht hot mer aach grad
wege de letztere vun der Intonierung des
wehmiedi=
gen Abſchiedsliedes: „So le-hebt denn wo-hohl, ihr
Dammſtädta Mädcha!” Abſtand genumme, dann die
arme Dinger ſtehn jetzt awends mit rotgegreinte Aage
an de Hausdiern un wiſſe net, wo ſe mit ihrm
liewe=
bederftige Herz un dem iwwrige Nachteſſe hie ſolle.
Die verſchiedene „Landſe” der verſchiedenen
Waffe=
gattunge hatte nemlich ihre Köchinnen nor uff zwaa
odder drei Johr ewige Dreie geſchworn un der
Ter=
min war dieſer Dage abgelaafe. Bis nu die
Miledeer=
behörde for de needige Erſatz („Hämmel” haaßt mer
denſelwe im Kaſerneſchargong) ſorge kann, vergehn
immerhie drei bis vier Woche — e ſchwer Zeit for ſo
arme Mädelcher, die gewehnt warn, ihrn Grollekobb
uff e Stund lang wedder die viert Garnidur zu lege.
Die Herrn Reſerwiſte ſin ſchließlich aach herzlos
genug, un rege ſich iwwer ſo e „Grolleköbbche” net ſo
arg uff, wie verſchiedene Grenzgangdaalnemmer
iwwer des „Krawwelköbbche‟
Es is ja aach ſehr bedauerlich, daß die Erhöhung
der Saldadelöhnung nu widder ins Waſſer gefalle is,
un unſer Vadderlandsverdeidiger werrn aach fernerhie
net umhie kenne, die „diblomadiſche Beziehunge” zu
unſere Kichedragoner uff ere „geſunde” Baſis zu
er=
halte, damit ſe net verhungern. Jedenfalls kann des
nix ſchadde.
Der Maanung ſin aach ſicher unſer ſtädtiſche
Kör=
berſchafte, die nach alter Iwwerliewwerung alljährlich
um die Zeit ihrn ſogenannte „Grenzgang” veraſtalte.
Es freid mich immer, wann ich hör, daß die Herrn
widder emol den Akteſtab vun ſich geſchiddelt hawe,
um ſich nach eme gemietliche Spaziergang erjendwo
zu=
ſamme zu finne zu löblichem Tun. So e paar fröhlich
verlebte Stunde gewe neie Kraft zu große Tate, un
daß mer’s needig hat, ſich orndlich zu „kräftige”, geht
ſchun aus dem Wunſchzettel hervor, den dieſer Dage
der Wahl=Ausſchuß der Vereinigten
Be=
zirksvereine „genehmigt” hat.
Als erſter Barregraf is da „die weiſe
Sparſam=
keit im ſtädtiſchen Haushalt” uſfgeſtellt, un die weitere
Steiererhöhunge ſolle dhunlichſt vermiede werrn. Deß
hört ſich aach ganz ſchee a, — awwer ſpar emol aaner,
wann nix eigeht! — Wie ich mer die Sach zurecht
deichſel, ſo kann uns nor „die Erſchließung neuer
Ein=
nahmequellen” vor ere Kalamidät bewahre, un daß
deß möglich is, werd ich Ihne ſofort beweiſe. Setze
Se ſich emol in Boſiduhr un hörn Se mich ruhig a;
Zwiſcherufe, wie: „Hört! hört!” — „Brawo!” un „Sehr
richtig!”, bitte ich zu unnerloſſe, ſunſt werd ich err.
Alſo:
Me jedem Heiner leiht das Wohl
Der Vadderſtadt am Herze,
Un in die Zukunft, — ohne Kohl —
Guckt er mit Angſt un Schmerze.
So geht’s aach mir; wie manche Nacht
Dhu ſchlaflos ich dorchwache,
Weil ich mer ewe, wie geſagt,
Dhu ſchwere Kobbweh mache.
Den Uffſchwung, den die Stadt jetzt nimmt,
Den kann kaa Menſch beſtreite;
Erfreie dhut uns ganz beſtimmt
Deß ſtete Vorwärtsſchreide.
Ob der Errungenſchafte dhut
Mer gern un kräftig prahle,
Dogege hengt mer gleich de Mund,
Geht’s noochher an’s Bezahle.
Guckt uff ſein Steierzettel druff
So mancher braver Berjer,
Dann ſtößt’s em gleich ganz iwwel uff,
Er kennt ſich net vor Aerjer.
Addiert er z’ſamm, Ziel uff Ziel,
Meegt er ſich faſt verreiße.
Un jeder glaabt, er dhet zu viel
De Stadt in Säckel ſchmeiße.
Ich awwer ſag mer, ohne Spott,
Soll ſchee des Kreemche klabbe,
Muß mer als guter Baddrijott
Als mehner noch berabbe.
Un is e jeder dodebei,
Dann dhut Eich nor gedulde,
Dann ham=mer noochhernd Geld wie Hei,
Un net en Fennig Schulde.
Zum Beiſpiel ließ ſich manches doch
Ganz wunnerſchee verſteiern;
Es gibt e Maſſe Sache noch,
Die ließe ſich verdeiern.
Un was ich ſo eraus geklaubt,
Ich ſag’s Eich ohne Wanke,
De Stadtrat un ſei Owerhaubt
Die werrn mer’s ewig danke.—
Weil „große Lichter” jetzt ſo rar,
Sich mache voller Stauwe,
Drum dhut mer, deß is jedem klar,
Am Gase bische ſchrauwe.
Un wann bei dem Licht mer’s erreicht,
Den Preis enuff zu dreiwe,
Da frag ich, ſoll dann do vielleicht
's Elektriſch — Stiefkind bleiwe?
Beim Waſſergeld da maan ich aach,
Wär noch was raus zu ſchlage:
E jeder Mieter, ohne Frag.
HHett da was beizudrage.
Un wer ſich dann net däglich weſcht
Mit fleißiger Bemiehung,
Der werd geknaſt, un des mit Recht,
Wege Steierhinnerziehung. —
Die „Alag” uff em Exert. is,
Ich ſag deß ohne Boſſe,
E Barradiesche, ganz gewiß,
Un kann ſich ſehe loſſe.
Un wer dodrinn ſpaziere geht,
Den nimmt mer gleich beim Wickel —
Die Rentner un de Kinnermähd
Bezahle gern ihrn Nickel.
Im „Herrm ſeim Goade” ſtehn die Bänk
Un lade ei zum Sitze;
Die dhut mer ewe, krick die Kränk,
Ganz umeſunſt benitze.
Do mißte Audomädcher dro:
Die Bänk macht mer zum Klabbe —
Die Päärcher dhete Awends, froh,
En Groſche da berabbe.
Un ſagt emal, is die Idee
Geſchebbt wohl aus dem Blaue,
Wann mer uff unſer Ludwigshöh
E Zahradbahn dhet baue?
Die Kurgäſt und die annern Leit=
Die dort ihrn Kaffee lutſche,
Die dhen for in Zehner ganz bereit=
Enuff un runner rutſche. —
Kaaft aach vum Euler, wann dern kennt,
E Dutzend Luftmaſchine;
Die Plattform uff em Mullement,
Die kennt als Bahnhof diene.
Die Sach rentiert ſich, ohne Stuß,
Ihr braucht net lang zu ſtutze,
Dann — wer mol raſch nooch Frankfort muß —
Dhet ſo e Ding benutze.
Dorch’s Martinsvertel dhut noch kaa
Elektriſch Linie gehn;
Die Leit ſin dort noch brima dra
Un dhun ſich aach net rein.
Sie ſpar’n ihr Nickel Dag for Dag,
Riskiern aach net des Lewe,
Drum kennt e Extraſteuer aach
Vun dene mer erhewe.
De Bauern uff em Woch’nmack
Is aach de Kamm geſchwolle;
Die wiſſe ewe, ’s is doch ſtack,
Net, was ſe fordern ſolle.
Ich maan, die kennt mer aach ganz gut=
Mol nemme in die Kralle,
Damit ſe net vor Iwwermut
In Greeßewahn verfalle.
Seid nor net ſchläächt, jetzt lohnt ſich’s grad,
Verſteiert Gottverdebbel,
Kadoffel, Zwiwwel, Rett’g, Salad,
Die Kwetſche, Biern un Ebbel.
De Wärſching un de Blummekohl,
De Gummern un des Grienes,
Jed Haabche Weißkraut noch emol
Verſtembelt — die verdiene 's.
Es is doch for en gute Zweck,
Drum macht net lang Fineſſe,
De Schmierkees un die Budderweck
Die derft ihr net vergeſſe.
Um jeden Handkees, unſcheniert,
Babbt noch e Banderole —
Und wann die Sach ſich net rentiert,
Soll mich der Deiwel hole.
Das Loch im ſtädtiſche Portjuchhä
Deß wär geſtobbt eich baldig;
Im Geiſt ſeh ich die Geldſäck ſteh
Uff em Rodhaus ganz gewaltig.
Mir hawwe Gibs, ihr werd eich ſchnerrn,
Un braichte kaa zu borie,
Un daß er dhut net ſchimmlich werrn,
No — dofor kann mer ſorie!
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Der Vorstand.
19455))
Am Montag 10. Oktober, abends 8½ Uhr
ſpricht im großen Saal der Stadtmiſſion, Mühlſtraße 24
Bundesdirektor Pastor Stuhrmann-Barmen
über das Thema
Der Mod. Hunger Hach Wirnlichnelt.
Zutritt frei. Jedermann iſt herzlich eingeladen.
(19546
16
Gego 6ee
Sonntag, 9. Oktober
Rennbahn Heidelbergerstrasse
Polizeihund-Prüfung
19536)
vormittags 10 Uhr, nachmittags ½2 Uhr.
Ortsgruppe d. Vereins für Deutsche Schäferhunde.
berein t. ungemitse ebens u. Aelbeie Mahnteltrnſc 1 .
Darmstadt.
Bei dem schönen Wetter bleibt unser
Spielplatz mit den Luft- u. Sonnennädern
noch bis zum 20. Oktober geöffnet.
19569)
Der Vorstand.
am 9. und 10. Oktober 1910
im Weißen Roß zu Groß=Umſtadt
Günſtigſte Gelegenheit für Private und Händler zum Ankauf
von Tafel= und Wirtſchaftsobſt beſter Qualität. Tadelloſe
Sor=
tierung und Verpackung.
(19529
Landwirtſchaftlicher Ortsverein Groß=Umſtadt.
64
Gesangverein „Frohsinn‟
Sonntag, 9. Oktober, nachmittags 4 Uhr
Tanzkranzeiten
in Arheilgen, Gasthaus „Zum Schwanen‟ (Erzgräber)
wozu freundlichſt einladet
(*24860
Der Vorstand.
1251 un
55 Bürger-Verein .. Darmstädter Fecht-Cuh. Samstag, den 22. Oktober, 8½ Uhr,
Familien=Abend mit Tanz
unter Mitwirkung erster Künstler
in den Festsälen des „Hotel Hess‟. (19100ois an
25 us
35
Gesangverein „Sängerluste
Inhaber der Medaille für Kunst und Wissenschaft.
Gegr. 1849. — Leitung: Musikdirektor Otto Bartke.
Sonntag, 9. Oktober, abends 7 Uhr:
Abendunterhaltung mit Theater u. Tanz
im Mathildenhöhsaale.
Der Vorstand.
NB. NACHFEIER: Sonntag, 16. Oktober in Eberstadt „Zum
Schwanen”. Abmarsch 2 Uhr oder bei schlechtem Wetter Abfahrt 3 Uhr 20
Min. Monument.
(19543
zum Besten der hiesigen Barmherzigen Schwestern.
Montag, den 10. Oktober, abends 7 Uhr im Städt. Saalbau unter
Leitung des Grossh. Hofkapellmeisters
Herrn Hofrat W. de Haan
und unter gütiger Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Sophie Schmidt-Illing,
des Herrn Professor Arnold Mendelssohn, des Grossh. Kammersängers Herrn
Georg Weber, des Grossh. Hofkonzertmeisters Herrn Ernst Schmidt, des
Grossh. Kammermusikers Herrn Rohde, sowie der Grossh. Hofmusiker Herrn
Andrä und Winkler.
Kartenverkaufsstellen: Grossh. Hofmusikalienhandlung von G. Thies
(Inh. Herrn Schutter), Grossh. Hofbuchhandlung von A. Bergsträsser (Inh.
Herrn Kleinschmidt), Herrn Kaufmann Horn, Kirchstrasse, Herrn Ludwig
Litzendorff, Privatier, Ludwigstrasse 6, sowie abends an der Kasse des Städt.
Saälbaus.
Preise der Plätze:. Sperrsitz (numeriert) 3 Mark, Saal 2 Mark, Loge und
Vorsaal 1 Mark.
(18883a
Der Konzertflügel von Bechstein wird von der Firma A. W. Zimmermann
Inh. Herrn Schweissgut), Grossh. Hoflieferant, bereitwilligst zur Verfügung gestellt.
Ludwigshöhe.
Sonntag, d. 9. Oktober 1910
Konzert
einer grösseren Kapelle vom Musikkorps des Leibgarde-Regiments.
Leitung: Obermusikmeister H. Hauske.
Im Programm: C. Kreutzer: Ouvertüre z. „Das Nachtlager in Granada‟; L. v.
Beethoven: Adagio a. d. Sonate pathétique; P. Mascagni: Fantasie aus „Cavalleria
rusticana‟; Ch. Lecocg: Ballettdivertissement aus „Giroflé-Girofla; F. Gräfe: Konzert
(B19577
für Posaune, vorgetragen von Herrn Breitrück u. A.
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
Tournée 1910:
Nur 2 Tage:
Sonntag, den 9. Oktober,
Kaisersaal-Fürstensäal nachmittags 4 und abends 8 Uhr,
und Montag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr,
nur 3 grosse Zigeuner-Konzerte
mit Solo- und Chorgesängen, gegeben vom Oesterreich-Ungarischen Damen- und
Herren-Orchester „RAKöCZl” in verschiedenen Landestrachten.
Grossartige Geigen- und Cymbal-Virtuosen! (*24228ms
NEU:
Neu?
Im III. Teil sensationeil: Serpentin-, Feuer- und Flammentanz!
ausgeführt von den Damen Geschwister Cuszon. — Ein Märchen aus 1000 und
eine Nacht, mit wundervollen Lichteffekten und Verwandlungen. U. a. Fantasie,
Ballkönigin, Meeressturm, Windsbraut usw., 3 Scheinwerfer.
Vorverkauf: Reserv. Platz 70 Pfg., II. Platz 40 Pfg. bei Hugo de Waal,
Verkehrs-
büro und Schutter (Thies Nachf.) — Kassenpreis: Reserv. Platz 80 Pfg., II. Platz
50 Pfg. Entree. Nachmittags nur an der Kasse 40 Pfg., Schüler 20 Pfg.
Heſſ. Fechtverein Waiſenſchutz
(19500
Zweigverein Darmſtadt.
Sonntag, den 9. Oktober 1910, nachmittags 4 Uhr,
im Schützenhofſaale:
Tanzkränzchen.
Im Gartenſaale: Preisschiessen.
der Vorſtand.
Hierzu ladet Freunde und Gönner ergebenſt ein
Britannia-Hotel.
Die Künstler-Konzerte beginnen
Sonntäg, den 9. Oktober, abends 7½ Uhr. (19285a
Restauration zur „Stadt Pfungstadt-, Elisabeihenstr. 2.
Mittagstiſch à 70 Pfg. u. 1 Mk., im Abonnement billiger. (*24715
Von 5 Uhr ab Soupers à 1 Mk. Morgen Sonntag verschiedenes
Geflügel, Fische, Wild, Braten, Ragouts, Hasenbraten, Has im Topf
und sonst noch reichhaltige Speisekarte.
EIs
EIs
Die meisten Speisen werden sofort serviert. Nach Theater und Konzerten stets warme Küche.
im weissen Saale.
Von 4 Uhr ab Tanzkränzchen
Dienſtbach.
(19548
Tafe-Restadrant Merkoror
Täglich Konzert
von erstklassigem Damen-Orchester.
In den hinteren Räumen jeden Sonntag von 4 Uhr ab: grosses Tanzkränzchen-
Auerbach — Bergstrasse, Hochstädtertal
Auf aus der Städte großem Gewühl, zu Wieners idulliſcher
Apfelwein-Mühl.
Tägliſch friſchen Apfelwein aus prima Tafelobſt.
(*24841
Täglich Kaffee, Taſſe 20 Pfennig, la Obſtkuchen.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Nummer 236.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
9—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 2. Okt.: dem Diviſionspfarrer
Adolphe Schettler, Heinrichſtr. 124, ein Sohn. Am
30. Sept.: dem Buchdrucker Jean Fleury,
Lichten=
bergſtr. 73, e. S. Erich Karl Friedrich. Am 1. Okt.:
dem Gardeſergeanten Karl Holz, Sandſtr. 4, e. S.
Karl Friedrich Walter. Am 3.: dem Straßenreiniger
Martin Eberhardt, Gr. Kaplaneigaſſe 31, e. S. Otto.
Aufgebotene. Am 4. Okt.: Schriftſetzer Otto Guſtav
Witzleb mit Fabrikarbeiterin Eva Knapp, beide in
Heppenheim. Schutzmann Otto Emil Knieſe in
Offenbach a. M. mit Emilie Lilinde Krömmelbein in
Schotten. Glasſchleifer Franz Schmitt,
Magdalenen=
ſtraße 1, mit Eliſabethe Arheilger, Grafenſtr. 2.
In=
ſtallateur Friedrich Walch, Kiesſtr. 5, mit Anna
Marie Weber, ebendaſelbſt. Maſchinenſchloſſer Johann
Weiß, Blumenthalſtr. 73, mit Schneiderin Margareta
Nußbickel in Uffhofen. Schmied Wilhelm Grimm,
Ballonplatz 6, mit Büglerin Wilhelmina Jäger,
Alexanderſtr. 17½. Fabrikarbeiter Karl Friedrich
Wilh. Müller in Groß=Gerau mit Eliſabetha
Heinermann in Nieder=Olm. Schriftſetzer Guſtav
Auguſt Konrad Wildermann in Nieder=Ramſtadt
mit Dienſtmädchen Maria Woldrich, ebendaſelbſt.
Schreinergeſelle Friedrich Wlodarek in Worms=
Hochheim mit Maria Bayer in Reichelsheim i. O.
Am 5.: Weißbinder Friedrich Neuroth in Ober=
Ram=
ſtadt mit Margarete Gertrude Mink, ebendaſelbſt.
Inſtallateur Georg Heinrich Frank,
Kahlert=
ſtraße 1½, mit Köchin Eliſabete Roth,
Wilhel=
minenſtraße 28. Am 6.: Landwirt Michel
San=
gall in Kolonie=Bismarck, Kreis Heydekrug, mit Madle
Mikuszies in Augſtumgl. Bahnarbeiter Ludwig
Oßmann I. in Hähnlein mit Eliſabetha Lampert,
ebendaſelbſt. Schloſſer Wilhelm Deum in Bickenbach
mit Barbara Gerhard in Hähnlein. Schloſſer
Lud=
wig Friedrich Karl Hofmann in Crumſtadt mit
Chriſtiane Kehr, Eichbergſtr. 12.
Geſtorbene. Am 4. Okt.: Sattler Karl Roth,
57 J., ev., Schloßgartenſtr. 49. Hch. Epting, S. t
Kaufmanns, 3 J., ev., Eſchollbrückerſtr. 6. Gardiſt
Albert Schütz, 21 J., ev., Alexanderſtr. 22. Am 5.:
Amalie Petri geb. Rothenhäuſer, Ehefr. d.
Poſt=
ſchaffners, 43 J., ev., Feldbergſtr. 56. Müller Franz
Keller, 54 J., ev., Bickenbach, Anna Maria
Birken=
hauer geb. Petri, Ehefrau des Zigarrenarbeiters, 54 J.,
ev., Bickenbach.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
20. Sonntag nach Trinitatis, den 9. Oktober 1910
Hoſkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 12. Oktober, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Diehl. — Nachmittags um 6 Uhr: Pfarrverwalter
Göckel von Griesheim. — Mittwoch, den 12.
Ok=
tober, abends 8 Uhr: Kirchenmuſikaliſche
Abendfeier.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer
Weiß=
gerber.
Aufnahme der Konfirmanden der
Stadt=
gemeinde Freitag, den 14. Oktober:
a) Der Mädchen um 3 Uhr: 1. Südweſtbezirk
(Pfarrer Velte), 2. Südoſtbezirk (Pfarrer Kleberger),
3. Schloßbezirk (Pfarrer Weißgerber), 4. Kaplaneibezirk
(Pfarrer D. Diehl), ſämtlich in dem Gemeindehaus,
Kiesſtraße 17, 5. Oſtbezirk (Pfarrer Vogel) im „
Feier=
abend”, Stiftſtraße 47.
b) Der Knaben um 4 Uhr: 1. Südweſtbezirk
(Pfarrer Velte), 2. Südweſtbezirk (Pfarrer Kleberger),
3. Schloßbezirk (Pfarrer Weißgerber), 4. Kaplaneibezirk
(Pfarrer D. Diehl), ſämtlich in dem Gemeindehaus,
Kiesſtraße 17, 5. Oſtbezirk (Pfarrer Vogel) im „
Feier=
abend” Stiftſtraße 47.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vormittags
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. —
Nach=
mittags um 2 Uhr: Chriſtenlehre (Schlußfeier) für den
Oſt bezirk in der Kirche, für den Weſtbezirk im
Ge=
meindehaus.
Freitag, den 14. Oktober, nachmittags von
4—7 Uhr: Anmeldung der Konfirmanden
in Begleitung des Vaters oder der Mutter, für den
Oſt=
bezirk im Martinsſtift, für den Weſtbezirk und den
Aſſi=
ſtentenbezirk im Gemeindehaus, Mollerſtraße 23.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Deggau. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, den 13. Oktober,
nachmit=
tags 3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Jahresfeſt der
Stadtmiſſion. Kollekte für die Stadtmiſſion.
Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Lic. Steubing aus
Schier=
ſtein bei Wiesbaden. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Walz.
Die Anmeldung und Aufnahme der
Kon=
firmanden der Petrusgemeinde findet
Frei=
tag, den 14. Oktober, in dem Gemeindehaus,
Hof=
gartenſtraße 8, ſtatt, und zwar der Mädchen um 3 Uhr,
der Knaben um 4 Uhr.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit anſchließender Abendmahlsfeier. Pfarrer
Rückert. — Vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſton (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 9.:
Ok=
tober: Jahresfeſt und Philadelphia=
Kon=
ferenz. — Vormittags 10 Uhr: Feſtgottesdienſt in der
Petruskirche in Beſſungen. Feſtprediger Pfarrer
Steubing=Schierſtein. — Nachmittags 2½ Uhr:
Phila=
delphia=Konferenz. Referent: Pfarrer Deggau=
Darm=
ſtadt. — Abends 8½ Uhr: Evangeliſationsverſammlung.
Pfarrer Hill=Dalsheim. — Donnerstag, den 13. Oktober,
keine Verſammlung.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Hemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 9. Oktober, vormittags 10 Uhr: Predigt.
— Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. —
Nachmit=
tags 4 Uhr: Predigt. Jedermann willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
8. Oktober, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. — Um ½7 Uhr:
Roſen=
kranzandacht.
21. Sonntag nach Pfingſten, den 9. Oktober 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe und Roſenkranzandacht.
— Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion.
Um 8 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. —
Nachmit=
tags um 3 Uhr: Andacht zu Ehren der hochheiligen
Drei=
faltigkeit. — Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchen=
heim. — Um 5 Uhr: Verſammlung des Vereins
chriſt=
licher Mütter. — Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht, ſowie
an allen Wochentagen um ½7 Uhr. — Von Montag
an beginnt die werktägige Spätmeſſe um 9 Uhr.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 8. Oktober,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 9. Oktober 1910
Kirchweihfeſt
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Feſtpredigt
des hochw. Herrn Domkapitular Dr. Elz. Nach dem
Amte Benedizierung des neuen Schweſternhauſes.
Nachmittags um 2 Uhr: Vesper und ſakramentaliſcher
Segen. — Dienstag und Freitag, äbends um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den 8.
Ok=
tober, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
21. Sonntag nach Pfingſten, den 9. Oktober 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht. —
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von
6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 8. Okt., abends
um 5 Uhr: Beichte.
21. Sonntag nach Pfingſten, den 9. Oktober 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9½ Uhr: Hochamt
nit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 21. Sonntag nach Pfingſren,
den 9. Oktober, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
The English Church (Hofkirche)
Divine Service and Holy Communion
20th Sunday after Trinity
will take place at 11,30 a. m.
The Rev. Canon Mc Lulick, Bad Homburg.
Grtaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 1. Okt.: Dem Hilfsarbeiker
Ernſt Ludwig Krämer S. Georg, geb. 10. Mai. 6. Okt.:
Dem Elektromonteur Adolf Karl Klar S. Otto, geb.
12. Sept. 2. Okt.: Dem Poſtboten Heinrich Kirſchner S.
Ru=
dolf Chriſtian Ludwig, geb. 9. Sept. Dem Poſtboten Jakob
Bitſch T. Marie Eliſabeth, geb. 20. Sept. 6. Okt.: Dem
Bahnhofsvorſteher Emil Sigmund Jakob Horn S. Kurt,
geb. 7. Sept. 2. Okt.: Dem Schloſſermeiſter Ernſt Emil
Heinrich Karl Jakobi T. Hildegard Emilie, geb. 12. Juni.
Johannesgemeinde: 18. Sept.: Dem Ingenieur
Julius Schmidt T. Anna Eliſabeth Katharine, geb. 7. Aug.
Dem Bahnſchaffner Philipp Marquardt T. Eva Suſanne
Eliſabeth, geb. 15. Sept. Unehelicher S. Adam, geb. 1. Sept.
Dem Wirt Heinrich Kunkel T. Ella Martha Thereſia, geb.
13. Sept.
Martinsgemeinde: 2. Okt.: Dem
Hilfswerk=
führer Karl Feuergeil S. Eugen, geb. 14. Sept. 5. Okt.:
Dem Telegraphenleitungsaufſeher Adam Feldmann S.
Peter Philipp, geb. 11. Sept. 2. Okt.: Dem Chemiker
Dr. Leo Weber T. Dora Paula, geb. 23. Juni. Dem
Hilfsweichenſteller Wilhelm Hild T. Frieda, geb. 12. Aug.
Dem Laboratoriumsgehilfen Georg Schoch T. Barbara,
geb. 26. Aug.
Petrusgemeinde: 4. Okt.: Dem Gaſtwirt
Philipp Hermann Fiſcher S. Richard Georg Hermann,
geb. 17. Aug.
Paulusgemeinde: 30. Sept.: Dem Glaſer Karl
Julius Hoffner Zwillingsſöhne Georg und Julius, geb.
27. Sept. 2. Okt.: Dem Schutzmann Karl Scheit
Roſa, geb. 28. Aug. Dem Werkmeiſter Heinrich Heck S.
Karl Ludwig, geb. 29. Aug.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 3. Okt.: Milchhändler Franz.
Weber und Margareta Beyer. 10. Sept.: Schneider
Fried=
rich Melchior Möller und Anna Margareta Rathmann.
Hausdiener Philipp Dietrich und Margareta Feldbuſch.
25. Sept: Friſeur Heinrich Dietrich Schnebele und Auguſte
Ida Alberth. 29. Sept.: Ingenieur Wilhelm Theodor
Hofſchmidt und Auguſte Luiſe Schäfer. 6. Okt.:
Kamm=
macher Karl Dintelmann zu Ober=Ramſtadt und Anna=
Emich. Diplom=Ingenieur Albert Böhl aus Frankfurt
a. M. und Maria Hipp.
Martinsgemeinde: 2. Okt.: Eiſendreher Chriſtian
Böhm und Eliſabethe Hofmann, beide hier. 1. Okt.:
Schneider Karl Kreuzer, Witwer, und Friederike Katharine
Rambacher. 2. Okt.: Friſeur Johann Peter Meyer und
Anna Hau.
Petrusgemeinde: 6. Okt.: Friſeur Richard Schwab
und Anna, geb. Wick.
Paulusgemeinde: 5. Okt.: Oberlehrer Heinrich
Philipp Ferdinand Chriſtian Müller in Wittenberge und
Marie Margarete Eliſe Amalie Schaaf.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 5. Okt.: Hofbuchbindermeiſter
Jakob Greſſer, 77 J., ſtarb 3. Okt. 6. Okt.: Heinrich
Epting, S. des Kaufmanns Jakob Epting, 3 J., ſtarb
4. Okt.
Martinsgemeinde: 4. Okt.: Katharine Uhrhan,
geb. Weißenſee, Witwe des Gardeunteroffiziers Friedrich
Uhrhan, 80 J., ſtarb 1. Okt. Depot=Vizefeldwebel
i. P. Otto Bellin, 67 J., ſtarb 1. Okt. 5. Okt.: Amalie
Becker, Witwe des Rechnungsrats Franz Becker, 85 J.
ſtarb 1. Okt. in Bochum.
Petrusgemeinde: 2. Okt.: Landwirt und
Kirchenvenvorſteher Philipp Lang II., 60 J., ſtarb 30. Sept.
6. Okt.: Sophie Bertha Jakob, 1 J., ſtarb 4. Okt.
Paulusgemeinde: 30. Sept.: Stiftsdame Elsbet
von Lezczynska, 49 J., ſtarb 27. Sept.
Jakobi’sche
Lebkuchen
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Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Nummer 236.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul= Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
KKommt herbei, ihr Völkerſcharen‟. — Der Deutſche
Kolonial=Kongreß. — Geſellige Zuſammenkunft im
Reichstage. — Ernſt Vollbehr. — Unſere Kolonien im
Bilde. — Die Jahrhundertfeier unſerer Univerſität. —
Was ſie bringt. — Eine Kaiſerliche Wiſſenſchaftliche
Ge=
ſellſchaft. — Im Schulteſchen Kunſt=Salon. —
Björn=
ſons „Wenn der junge Wein blüht”.
Beſucher aus aller Herren Länder kann in dieſen
Tagen Berlin innerhalb ſeiner Mauern begrüßen,
unter ihnen befinden ſich Träger weithallender Namen.
Zahlreicher Beteiligung erfreut ſich der Deutſche
Kolonial=Kongreß, der unter dem Präſidium
des Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg ſteht und
in ſeinem mehrtägigen Verlaufe eine Fülle wichtiger
Vorgänge bringt, die zum Teil weit über den
kolonialen Rahmen hinausgehen und auch die deutſchen
Ueberſee=Intereſſen vom wirtſchaftlichen Standpunkte
aus behandeln. Was dieſe Zuſammenkunft vor anderen
Kongreſſen auszeichnet, iſt das aufs äußerſte beſchränkte
Maß geſellig unterhaltender Veranſtaltungen, die ja
bei ähnlichen Gelegenheiten meiſt die Hauptſache
bil=
den. Im Gegenſatz dazu begnügte ſich der Kolonia=
Kongreß mit einem Feſtmahl, für welches der Preis der
Tiſchkarte ſehr mäßig angeſetzt war, und mit einer am
Mittwoch abend im Reichstagsgebäude
ſtattge=
fundenen geſelligen Zuſammenkunft. In
zwangloſer Weiſe vereinte ſie viele hervorragende
Reiſende, Gelehrte, Forſcher, Offiziere, Kaufleute und
Induſtrielle, auch Künſtler und Schriftſteller, die in
Verbindung zu unſerem Kolonialbeſitz ſtehen, und
zwanglos gaben ſich in dieſem Kreiſe der
Mecklen=
burger Herzog Johann Albrecht und ſeine
Gemahlin wie die Prinzeſſin Thereſe von
Bayern, die ja weite Fahrten unternommen. In den
Unterhaltungen klang auch häufig das Wort „Liſſa=
Hont wider, da am gleichen Abend die erſten näheren
Mitteilungen über die Revolution in Portugal
eingetroffen. Und ein Diplomat erzählte, daß man
ſchon lange mit dieſem Ereignis gerechnet, während ein
Offizier berichtete, daß bei der Beiſetzung des
ermor=
deten Königs Carlos I. unſere den Prinzen Friedrich
Leopold von Preußen begleitenden deutſchen Offiziere
den Befehl erhalten hatten, ſich, falls erforderlich, ſofort
ſchützend um den Prinzen zu ſcharen, da man damals
ſchon einen Angriff auf den König Manuel erwartet!
Großes Intereſſe erweckte bei allen Teilnehmern
des Abends eine mit dem Kongreß in enger
Verbin=
dung ſtehende Ausſtellung von Skizzen und
Gemälden aus unſeren afrikaniſchen
Kolonien dem Malers Ernſt Volllbehr. Ueber
ein Jahr hindurch durchſtreifte der ſorgſam
vorgebil=
dete Künſtler, der ſchon vorher unter den Tropen
ge=
weilt und namentlich das Innere Braſiliens in
farben=
reichſter Weiſe mit Stift und Pinſel geſchildert, Deutſch=
Oſtafrika, Kamerun und Togo, ſchließlich Deutſch=
Südweſtafrika. Nicht wie ſonſt viele ſeiner Kollegen,
beſchränkte ſich Vollbehr bloß auf den Beſuch der Häfen
und anliegenden Gebiete, ſondern drang überall tief
in das Innere vor, oft unter erheblichen Gefahren für
Gut und Blut. Dafür iſt aber auch ſeine künſtleriſche
Ausbeute eine außerordentlich reiche, eigenartige und
feſſelnde geworden, wie ſie uns bisher auch nicht
an=
nähernd dargeboten. In maleriſcher Geſtaltungskraft
werden uns die einzelnen Landſchaften gezeigt, hier die
weitgeſtreckten Palmenwälder und fruchtbaren
Pkan=
tagen, die ſchäumenden Waſſerfälle und grünverſteckten
Negerdörfer Oſtafrikas, da die dürren Sandſteppen
und öden Diamantfelder nahe der Lüderitzbucht, ſowie
jene unſeren tapferen Kämpfern im letzten großen
Auf=
ſtande in böſer Erinnerung befindlichen,
verderben=
bringenden Schluchten der Großen Karrasberge in
Südweſtafrika, dann die Faktoreien in Kamerun und
der Marktplatz in Lome mit dem bunten Gewtrr der
eingeborenen Verkäufer und Verkäuferinnen. Denn
nicht nur auf landſchaftliche Wiedergabe beſchränkt ſich
Vollbehr, er gibt uns auch eine Fülle packender Szenen
aus dem Leben der dunkelhäutigen Bevölkerung und
ſtot hingeworſene Tupen der Angehörigen verſchieden
ſter Stämme, Studien, die neben ihrem maleriſchen
Wert auch erheblichen ethnographiſchen beſitzen.
Voll=
behr beherzigte die Goetheſche Mahnung des
Hinein=
greifens ins volle Menſchenleben. Man merkt ihm an,
mit welch freudiger Hingebung er ſich ſeiner
ſelbſtge=
wählten Aufgabe unterzog, und wie ihn Hinderniſſe
und Entbehrungen nur immer von neuem anſpornten,
Neues zu finden und darzuſtellen. Ein friſcher und
flotter Zug geht durch all dieſe Gemälde und Skizzen,
die ihr Teil dazu beitragen werden, das Intereſſe für
unſere Kolonien zu ſtärken und das Verſtändnis für
dieſelben zu fördern.
An dieſen Kolonial=Kongreß reiht ſich unmittelbar
die hundertjährige Jubiläumsfeier
unſe=
rer Univerſität mit einer ganzen Reihe von
Feſten. Zu ihrer Teilnahme werden von nah und fern
tauſende und abertauſende ehemaliger Hörer unſerer
Hochſchule herbeiſtrömen, und wenn wegen des ſattſam
bekannten Platzmangels nur einem kleinen Teil von
ihnen Gelegenheit gegeben werden kann, den
ganz=
offiziellen glänzenden Feſtlichkeiten beizuwohnen,
ſo=
werden ſie ſich bei dem großen Feſtkommers am
Mitt=
woch in den Ausſtellungshallen am Zoologiſchen Gar=,
ten und in dem am gleichen Tage im Landes=
Aus=
ſtellungspark ſtattfindenden Gartenfeſt zuſammenfinden
können. Und daneben wird es wahrlich nicht an anderen
Gelegenheiten fehlen, ein willkommenes und feuchtes
Wiederſehen zu feiern, alte Freundſchaften zu beleben
und neue zu ſchließen, ſchöne Erinnerungen zu erwecken
an die köſtliche Zeit der Ungebundenheit und zu zeigen,
daß Durſt und Frohſinn nicht erſtickt wurden durch
die Alltagsmacht des Philiſteriums!
Selbſtverſtändlich wird dieſes Jubiläum nicht nur
feſtlichen Charakter tragen, ſondern auch in anderer
Weiſe einen Markſtein in der Geſchichte unſerer
Uni=
verſität bilden. Sind doch ſchon allerhand Gerüchte
durchgeſickert von umfaſſenden und wertvollen Stif=, die von einzelnen wie von Vereinigungen
ausgehen. U. a. ſoll ein erhebliches Kapital geſammelt
ſein zur Errichtung eines bisher bitter entbehrten,
Studentenheims, ferner hat Frau von Hanſemann
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Nummer 236.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
Seite 33.
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deſſen Zinſen den ſtudierenden Frauen zugute kommen
ſollen. Das und anderes dürfte mitgeteilt werden
ge=
legentlich des erſten großen Feſtaktes in der neuen Aula
am Dienstag vormittag, zu wellchem auch der Kaiſer
ſein Erſcheinen zugeſagt, und bei welcher Veranlaſſung
nach der Rede des Rektors Profeſſors Dr. Erich Schmidt
die Vertreter der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden,
der inländiſchen und ausländiſchen Univerſitäten,
Aka=
demien und anderen Körperſchaften ihre Glückwünſche
darbringen werden. Ein zweiter Feſtakt iſt für den
folgenden Tag angeſetzt mit einer die Entwicklung der
Univerſität behandelnden Rede Profeſſors Dr. Lenz,
an die ſich die Verkündung der Ehrenpromotionen
ſchließt. Man erwartet auch, daß während der
Jubiläumstage die „Kaiſerlich=
Wiſſenſchaft=
liche Geſellſchaft” ins Leben tritt mit
feſtbe=
ſtimmtem Ziel; die neue Vereinigung ſoll den, Staat
in der Pflege der Wiſſenſchaften, namentlich der
Natur=
wiſſenſchaften, für deren planmäßige Förderung
ſtaat=
licherſeits nicht die erforderlichen Mittel vorhanden
ſind, unterſtützen. Die Verwendung der letzteren ſoll
der Senat der Geſellſchaft beſtimmen, der ſich aus
Mit=
gliedern dieſer ſowie aus Gelehrten und Freunden der
Wiſſenſchaft, die vom Kaiſer ernannt werden,
zu=
ſammenſetzt.
Gerade zu unſerem Univerſitäts=Jubiläum kommt
die im Schulteſchen Kunſtſalon veranſtaltete
Ausſtellung von 60 Bildniſſen lebender
Ber=
liner Univerſitäts=Profeſſoren von
Js=
mael Gentz ſehr zurecht. Man weiß, wie ſcharf und
ſchnell der Künſtler ſeinen Bleiſtift ſchalten und walten
laſſen kann, wie er es verſteht, das Charakteriſtiſche der
betreffenden Perſönlichkeiten wiederzugeben, wie flott
und doch auch gewählt dabei ſeine Art der individuellen
Darſtellung, verbunden mit außerordentlicher
Aehn=
lichkeit, iſt. Das fällt uns auch bei dieſer umfaſſenden
Sammlung in erfreulichſter Weiſe auf, und es wäre zu
wünſchen, daß die Kollektion als ein ſehr wertvolles
kulturgeſchichtliches Dokument unſerer Zeit geſchloſſen
erhalten bliebe, indem ſie in den Beſitz der Univerſität
oder einer ſtaatlichen Galerie überginge. — Gleichzeitig
treffen wir bei Schulte auf ein von Wilhelm
Beck=
mann ſtammendes Bildnis des ſchon weiter oben
ge=
nannten „Jubiläums=Rektors”, Profeſſors Dr.
Erich Schmidt, von feinem maleriſchen Reiz und
liebevoller Durchführung bei glänzender perſönlicher
Wirkung. Allerdings bietet auch der prächtige Kopf
des Gelehrten mit den bei aller Harmonie des Ganzen
geiſtig durchgearbeiteten Zügen eine ſehr willkommene
künſtleriſche Aufgabe, die Beckmann meiſterhaft zu
löſen wußte. Zwei anderen Künſtlern begegnen wir
noch bei Schulte mit einer Sonder=Ausſtellüng ihrer
Werke, die uns zwar nichts Neues ſagen, die wir aber
gern immer wieder betrachten als Ergebniſſe eines
ernſten und reifen künſtleriſchen Schaffens: Hans
Thoma und Hans Herrmann. Erſterer ſucht
immer wieder die deutſche Landſchaft auf, ſie mit
tief=
ſter Innigkeit zu allen Jahreszeiten erfaſſend und ſie
in ſeiner ruhig abgeklärten Weiſe verherrlichend; Hans
Herrmann dagegen führt uns abermals nach ſeinem
geliebten Holland, deſſen farbige Eigentümlichkeiten
der marktbelebten Kais in altertümlichen Städten, des
wirrenden Hafenlebens, der meerbeſpülten Dünen er
in zarter Tönung wiederzugeben verſteht wie kein
zweiter.
Der, der gleichfalls wie kein zweiter uns mit der
Feder geſchichtliche Gemälde aus dem letzten Kriege,
dem er als Abteilungschef des Großen Generalſtabes
in nächſter Nähe Moltkes beigewohnt, gezeichnet,
Ge=
neral der Infanterie von Verdy du
Ver=
nois, er ward uns fern von Berlin entriſſen. Verdy
war eine ſehr bekannte und überall freudig geſehene
Erſcheinung in unſerem geſelligen Leben. Weit über
ſeinen militäriſchen Beruf gingen ſeine Intereſſen
hinaus, die ſich mit Vorliebe mit der
ſchönwiſſenſchaft=
lichen Literatur beſchäftigten; hatte er ſich doch auch
als Dramendichter verſucht und verfügte über ein
un=
gewöhnliches Verstalent, das er gern in den Dienſt
der Freundſchaft und Wohltätigkeit geſtellt.
Außer=
ordentlich intereſſant wußte dieſer frühere
Kriegsmini=
ſter aus ſeinem wechſelvollen Leben von geſchichtlich
denkwürdigen Begegnungen mit hervorragenden
Men=
ſchen, von ernſten und heiteren Ereigniſſen, an denen
er teilgenommen, zu erzählen; ſtets kam an geeigneten
Stellen ſeine joviale Natur zum Durchbruch, verfügte
er doch über einen reichen Schatz von ſchlagfertigem
Witz und erquickendem Humor. Mit unſeren
literari=
ſchen Kreiſen unterhielt Verdy rege perſönliche
Bezieh=
ungen, was ſich auch gelegentlich der im Juni
ſtattge=
fundenen Schwedenfahrt der deutſchen Journaliſten
zeigte. Damals war der General, der bei ſeinem
Sohne in der Nähe Stockhollms weilte, bereits leidend
und konnte nur den telegraphiſchen Gruß ſeiner
ſchrift=
ſtellernden Landsleute empfangen; er erwiderte ihn
auf das herzlichſte und drückte ſein Bedauern aus, wie
ſchwer es ihm ſei, nicht mit den „lieben Kollegen”
zu=
ſammenſein zu können.
Eine dieſem preußiſchen General ähnliche Geſtalt,
von Jugendfriſche und unternehmender Schaffensluſt,
obwohl die Jahre ſchon den Scheitel gebleicht, ſtellte
Björnſterne Björnſon in den Mittelpunkt
ſeines Luſtſpiels „Wenn der junge Wein blüht”,
das uns das Leſſing=Theater als Neuheit
ge=
bracht, nachdem das Stück ſchon ſeinen Erfolg in
an=
deren Städten, wie Wien und Dresden, davongetragen.
Es iſt das letzte Werk des großen Nordländers wie
von milder und verklärender Herbſtſonne iſt es
durch=
leuchtet, läßt dafür aber auch die ſcharfgeſtaltete Wucht
der früheren Dichtungen Björnſons, ihre
dahinſtür=
mende Kraft und Kühnheit der Probleme vermiſſen.
Als Erſatz iſt es dafür erfüllt von einer
liebenswür=
digen Heiterkeit und einer lleichten melancholiſchen
An=
mut, die Gabe des alten Poeten, der ſich noch ſo jung
fühlte und dies hier zu freundlichſtem Ausdruck bringt.
Wird uns doch dargeſtellt, daß, „wenn der junge Wein
blüht” auch Jene von dieſem Zauber ergriffen
wer=
den, die ſich bereits abſeits geſtellt von der Erfüllung
heißer Lebenswünſche; aber gerade jener Zauber
be=
wirkt, daß neues Hoffen und Sehnen ſich in ihren
Seelen regt und glückbringende Erfüllung findet! Das
graziöſe Stück erntete reichen Beifall und darf vielen
Wiederholungen entgegenſehen.
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sowie einer grösseren Abteilung der Kapelle des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 61
unter perſönlicher Leitung ihres Dirigenten
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Der Vorstand.
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Freitag, den 14. Oktober 1910, abends 8¼ Uhr, im Kaiſerſaal
Vortrag von Herrn Dr. C. Heine
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Philipp Zeh.
Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8, Oktober 1910.
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2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
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5 Uhr an.
Anfang 6 Uhr. — Ende 10½ Uhr.
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Anfang des dritten Aufzuges 9¼ Uhr.
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Aus dem Spielplan.
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von 12—1 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der
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Oper „Norma” von V. Bellini. 3. „Grüßt
mir das blonde Kind am Rhein” Lied
von F. v. Blon. 4. „Goldregen”, Walzer
von E. Waldteufel. 5. Fantaſie aus der
Op. „Das Leben für den Zar” von J.
Glinka. 6. König Karl=Marſch von L.
Unrath.
Seite 38.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910.
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Bierkonzerte.
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Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
Nr. 115, Leitung H. Hauske.
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
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Damenturnverein.
Beginn des Winterhalbjahres: Donnerstag, 13. Oktober 1910.
Für Erwachſene:
1. Abteilung: Dienstag und Freitag, von 6—7½ Uhr.
2. Abteilung: Montag und Donnerstag, von 6—7½ Uhr.
Für Kinder:
1. Abteilung: von 10—15 Jahren, Dienstag und Freitag, 4½—5½ Uhr.
2. Abteilung: bis zu 10 Jahren, Dienstag und Freitag, 3½—4½ Uhr.
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Seite 41.
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24364s0) Ein älteres reinliches, anſtänd.
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tüchtig, zuverläſſig und reinlich, mit guten
Zeugniſſen, bei hohem Lohn. Näheres in
der Expedition ds. Bl.
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Seite Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Oktober 1910. Nummer 236. B1550) Suche ſofort ein
gebildetes, Junges Mädchen
für nachmittags zur Aufſicht meiner vier
Kinder (14, 13, 11 u. 7 Jahre), welches
Schul=
aufgaben beaufſichtigen kann. Frau
Ober=
ſtabsarzt Schneider, Martinſtraße 54, I.
19532soi) Für ein beſſeres Haus wird
ein tüchtiges Mädchen
für Küche und Hausarbeit p. 1. November
geſucht. Zu erfragen in der Expedition.
*24791) Junges, fleißiges Mädchen
für den Haushalt geſucht
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Laufmädchen geſucht
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Fuchsſtraße 18, 2. St.
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Laufmädchen
geſucht Rheinſtr. 17, Blumengeſchäft. (19587
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Mädchen w. kochen, Küchen= u. Spülmädch.
geſucht Büro Frau Mina Dingeldein,
Schützenſtraße 10½, II. Telephon 531.
Hausmädchen
mit guten Zeugniſſen, welches gut bügeln,
nähen und ſervieren kann, für 15. Oktober
oder 1. November geſucht. Vorzuſtellen
wegen Abweſenheit der Herrſchaft in der
Zeit von 8—10 Uhr vorm., 12—1 oder
5—6 Uhr nachm. Wilhelminenſtr. 31,
Kon=
tor Seitenbau links.
(*24785s0
*24902) Junge Mädchen, gedient und
nicht, erhalten gute Stellen
Stellenbureau Fr. Scheid,
Dieburgerſtraße 32.
Sauberes Laufmädchen
u. erfahrene Waſchfrau
ſofort geſucht
Taunusſtraße 39, II. r.
*24919)
Die durch das am 1. Oktober 1910 in Kraft getretene Geſetz vorgeſchriebenen
Formulare und Bücher
ſind zu haben in der
L. C. Wittich’ſchen Hofbuchdruckerei
Telephon Nr. 1
Darmſtadt.
Rheinſtraße 23
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