Darmstädter Tagblatt 1910


05. Oktober 1910

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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.

Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt,
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ſowie von unſeren Agenturen und
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

M 233.

Mittwoch, den 5. Oktober.

1910.

Die heutige Nummer hat 20 Seiten.

Der Mationalliberale Tag in Kaſſel.
Der Parteitag der Nationalliberalen, deſſen Ergeb=
niſſen
man mit der größten Geſpanntheit entgegengeſehen
hatte, iſt nun vorbei, aber man hat keinen Beſchluß gefaßt,
geſchweige denn, daß irgend eine grundlegende Entſchei=
dung
getroffen wurde, es blieb alles beim alten. Noch
niemals hat ein nationalliberaler Parteitag eine ſo
enorme Teilnehmerzahl aufzuweiſen gehabt, weil allent=
halben
die Ueberzeugung war, daß von dem Ausgange des
Parteitages viel für die weitere Entwickelung der Partei,
ſowie auch unſere geſamte innere Politik abhänge. Seid
einig, einig, einig! Dieſe Parole klang durch alle Re=
den
hindurch, und nach außen hin zeigte ſich tatſächlich
die ſchönſte Harmonie zwiſchen den ſonſt doch in mancher
Hinſicht von einander abweichenden Anſchauungen. Es
heißt, daß man ſich über die dem Parteitage vorzulegende
Reſolution nicht habe einigen können und, um Dishar=
monien
zu vermeiden, als Ausweg die Loſung ausgab,
überhaupt keine Reſolution zu beſchließen. Dieſe Entſchei=
dung
iſt wohl in der Hauptſache, wie geſagt, von der Er=
wägung
diktiert, keinen Zwieſpalt nach außen hin aufkom=
men
zu laſſen.
Die Reichstagswahlen rücken eben immer näher, und
ſo vertritt man den taktiſch ganz richtigen Standpunkt, daß
es nichts Verfehlteres geben könnte, als jetzt eine Se=
zeſſion
innerhalb der Partei herbeizuführen. Das Haupt=
ergebnis
des ganzen Parteitages iſt lediglich in einer groß
angelegten Rede Baſſermanns zu ſuchen, der mit ſeiner
glänzenden Rednergabe die Hörer mit ſich fortriß und durch
die ganze Art ſeines Auftretens zur Verſöhnung viel bei=
getragen
hat. Aus ſeinen Worten iſt zu entnehmen, daß
die Partei von einer Annäherung nach rechts nichts wiſſen
will, vielmehr ließ Herr Baſſermann durchklingen, daß
man nach Möglichkeit ein Zuſammengehen mit den Links=
liberalen
befürworten könne. Andererſeits wandte er ſich
aber mit der größten Entſchiedenheit gegen die Sozial=
demokraten
und gegen die Idee des Großblocks im Reiche.
Nun will es ja der Zufall, daß Herr Baſſermann aus je=
nem
Lande kommt, wo gerade die Nationalliberalen nebſt
den Freiſinnigen einen Pakt mit der Sozialdemokratie ab=
geſchloſſen
hatten. Es wurde aber immer wieder betont,
daß dies lediglich aus taktiſchen Gründen geſchehen ſei,
um den Einfluß des Liberalismus in der badiſchen Lan=
desvertretung
zu verſtärken und ſelbſt die Badener wandten
ſich ganz entſchieden gegen eine Uebertragung dieſes
Blocks auf die Verhältniſſe im Reiche. Daß ein ſolcher
Großblock für die Reichstagswahlen zuſtande kommen
könnte, daran hat wohl kaum jemand ernſtlich geglaubt.
Die Rede Baſſermanns, die in ihrer ganzen Anlage durch=
aus
geeignet war, die Gegenſätze in den eigenen Reihen
zu überbrücken, wurde mit ſtürmiſchem Beifall aufgenom=
men
, wie denn überhaupt der um ſeine Partei hochver=
diente
Führer dauernd Gegenſtand lebhafter Ovationen
war.
Bemerkenswert iſt, daß ſich nicht nur die rheiniſch=
weſtfäliſchen
Delegierten, in deren Reihen die rechtsſtehen=
den
Elemente überwiegen, beſchieden haben, ſondern
daß auch die Jungliberalen, die ſonſt durch ihre Seiten=
ſprünge
ein beunruhigendes Element im Parteileben der
Nationalliberalen bildeten, ſich überaus zurückgehalten ha=
ben
. Taktiſch war das ſehr richtig und kann für die Fe=
ſtigung
innerhalb der Partei nur von Vorteil ſein. Die
Parteileitung mag der Verlauf der Tagung ſehr befrie=
digen
, weil es gelang, den Frieden innerhalb der Partei
zu erhalten. Wenn aber den Nationalliberalen vorgewor=
fen
wird, daß ſie ſich in Kaſſel in keiner Weiſe feſtgelegt
haben, vor allem nicht in bezug auf die kommende Reichs=
tagswahl
, ſo kann man dagegen fragen, welche andere
Partei ſich denn feſtgelegt habe? Keine einzige! Da iſt
es doch naiv, ausgerechnet von den Nationalliberalen zu
verlangen, daß ſie den übrigen Parteien taktiſch die Bahn
ebnen ſollen.

Die Ansſperrung der Metallarbeiter
ſcheint ſich zu verwirklichen. Die in voriger Woche in
Berlin vertagten Verhandlungen zwiſchen den Vertretern
der Metallinduſtrie und des Metallarbeiterverbandes ſind
in Hamburg am Montag in erweiterter Form wieder aufge=
nommen
worden. Der Standpunkt der beiden Parteien, ſowie
die Materie ſelbſt wurde noch einmal durchgeſprochen, jedoch

an dem Ergebnis der bisherigen Verhandlungen nichts
geändert. Abends fand eine neue Verſammlung ſtatt. In
der darauf anberaumten Verſammlung der Mitglieder des
Deutſchen Metallarbeiterverbandes, die von über 5000 Per=
ſonen
beſucht war, berichtete der Bevollmächtigte, Otto
Franz, über den Gang der Verhandlungen mit den Ar=
beitgebern
. Er teilte mit, daß die Verhandlungen
ergebnislos verlaufen ſeien. Der Vorſtand des
Deutſchen Metallarbeiterverbandes hat nunmehr beſchloſ=
ſen
, die vom Verband der Induſtriellen angedrohte Aus=
ſperrung
anzunehmen, ſodaß jetzt die Aus=
ſperrung
von 400000 bis 500000 Arbeitern be=
vorſtehe
. Die Verſammlung nahm den Beſchluß mit
lebhaftem Beifall auf und genehmigte einſtimmig die von
der Verwaltung vorgeſchlagenen Maßnahmen, wie Aus=
ſchreibung
eines Extrabeitrags von einem Tagelohn für
alle noch in Arbeit verbleibenden Mitglieder und Verzicht
der von der Ausſperrung Betroffenen auf jede Unterſtütz=
ung
während der erſten 14 Tage der Ausſperrung. Ferner
verzichten die Angeſtellten und Beamten des Verbandes
auf ein Monatsgehalt. Man fragt ſich unwillkürlich, wie
das möglich iſt und ob ſie ſo geſtellt ſind, daß ſie es
können. Der Beſchluß über die Leiſtung eines Extrabei=
trags
in Höhe eines Tagelohnes bezieht ſich auf die 40
Prozent der Arbeiter des Metallarbeiterverbandes, die
nach den Dispoſitionen der Arbeitgeber nicht ausgeſperrt
werden, da nur 60 Prozent ausgeſperrt werden
ſollen. Dieſer Betrag ſoll von den in der Arbeit verblei=
benden
Mitgliedern des Verbandes während der Dauer
der Ausſperrung wöchentlich geleiſtet werden.
Die Vertrauensleute der Arbeitnehmer ſollten am
Dienstag den Arbeitgebern den Beſchluß der letzten Ver=
ſammlung
mitteilen. Es wäre alſo an ſich die Möglich=
keit
zu weiteren Verhandlungen gegeben, doch iſt wohl
kaum irgendwelche Ausſicht vorhanden, daß es jetzt noch
zu einer Verſtändigung kommen könnte. Ueber die Ver=
handlungen
der beiden Kommiſſionen ſelbſt wird vorerſt
Stillſchweigen beobachtet.
Der Ausſchuß des Geſamtverbandes der Deutſchen
Metall=Induſtriellen hatte bekanntlich beſchloſſen, am 8.
Oktober 60 Prozent aller in der Metall=Induſtrie beſchäf=
tigten
Arbeiter das wären etwa 400000 ſo lange aus=
zuſperren
, bis die Schiffsbauarbeiter, die nun
ſchon 7 Wochen ſtreiken, die Arbeit wieder aufgenommen
haben. Da angeſichts der umfaſſenden Unterſtützung, die
die Schiffsarbeiter vom deutſchen Metallarbeiter=
verband
erhalten, ein Ende des Kampfes im Schiffs=
baugewerbe
überhaupt nicht abzuſehen iſt, haben die Ar=
beitgeber
in der Erkenntnis, daß, wenn ſie diesmal unter=
liegen
, ſie den ſozialdemokratiſchen Arbeiterorganiſationen
auf Gnade und Ungnade ausgeliefert ſind, ſich entſchloſſen,
den von den Arbeitern eröffneten Krieg auf der ganzen
Linie zu führen. Der Zentralverband der Metallarbeiter
verfügte zu Beginn des Jahres über mehr als 6 Millio=
nen
Mark, von denen aber ein Teil ſchon für die ſtreiken=
den
Werftarbeiter ausgegeben worden iſt. Tritt die Aus=
ſperrung
der 400000 Metallarbeiter in Kraft, dann langen
die Mittel des Verbandes nicht für mehr als eine Woche.
Ob die ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaften, die über ein
Vermögen von mehr als 40 Millionen verfügen, den Me=
tallarbeitern
beiſpringen werden und auch aus dem Aus=
lande
Unterſtützung zu erwarten iſt, iſt vorerſt nicht be=
kannt
.
Deuſches Reich.
Der Reichstagsabgeordnete Arendt,
deutſch=konſervativer Vertreter des Wahlkreiſes Königs=
berg
2 (Labiau=Wehlau), nicht zu verwechſeln mit dem
Reichstagsabg. Dr. Otto Arendt, iſt in Spannageln bei
Popelken geſtorben. Arendt, der auch Mitglied des preu=
ßiſchen
Abgeordnetenhauſes war, iſt bei der letzten Reichs=
tagswahl
1907 mit 11575 von 16525 abgegebenen Stim=
men
gewählt worden. Der Wahlkreis iſt ſeit 1884 in kon=
ſervativem
Beſitz.
Einen Aufruf zur Sammlung der bür=
gerlichen
Parteien erläßt die Köln. Ztg. Sie
ſchreibt: Die gefährlichſten Gegner des modernen Staa=
tes
und der nationalliberalen Partei ſind die Sozialdemo=
kraten
und das Zentrum. Ihnen muß der Kampf um ſo
mehr gelten, als ein Erſtarken dieſer beiden Parteien wie=
derum
die Gefahr einer ultramontan=ſozialiſtiſchen Mehr=
heitsbildung
näher rückt. Zu Beginn des Jahres war an
dieſer Stelle geſagt worden, es könne einmal eine Zeit
kommen, wo nationale Not die Parteien des alten Blocks
wieder zuſammenführe. Die Zeit iſt da. An den Konſer=

vativen iſt es nun, ihre Zeichen zu deuten, denn noch iſt
es nicht zu ſpät, durch eine fruchtbare, konſervativ=liberale
Politik einen Teil der Unzufriedenheit zu beſeitigen, die
bisher bei den Wahlen Scharen von Mißvergnügten in
das rote Lager getrieben hat. Die rote Flut droht uns
bis an die Bruſt zu ſteigen, und nach Magdeburg ſcheint
uns kein anderer Optimismus mehr geſtattet, als der, daß
die Reviſioniſten, wenn ſie es könnten, uns Bürgern mit
etwas freundlicherem Geſicht den Hals umdrehen wür=
den
, als die Radikalen. Das badiſche Vorbild wird daher
wohl wenig Nachahmer finden, und eine bürgerliche
Sammlungspolitik wird ſich, auch wenn ſich jene konſer=
vativ
=liberale Arbeitsgemeinſchaft nicht erzielen läßt, von
Fall zu Fall bei der Wahltaktik von ſelbſt ergeben.
Die engliſchen Journaliſten, die von
der Polizei in Moabit verletzt wurden, ſind am Montag
vormittag im Polizeipräſidium amtlich vernommen wor=
den
. In dem Brief des Polizeipräſidenten wird als Be=
gründung
für die Vorladung angegeben, daß Wert darauf
gelegt werde, die Herren amtlich zu vernehmen. Die Ant=
wort
auf die Beſchwerde der Journaliſten wird durch das
Miniſterium des Innern erfolgen.
Zur Fleiſchteuerung. In ihren Wochen=
rückblicken
beſchäftigt ſich die Nordd. Allg. Ztg. wieder mit
der augenblicklich herrſchenden Fleiſchteuerung. Das offi=
ziöſe
Blatt bringt noch einmal allerlei Zahlen und Feſt=
ſtellungen
, um dann abermals zu dem Schluß zu kommen,
daß eine weitere Oeffnung der Grenzen als ein geeig=
netes
Mittel zur Verbilligung der Fleiſchverſorgung nicht
anerkannt werden könne. Nur eine Sicherung der Fleiſch=
erzeugung
im Inlande werde uns eine ausreichende und
preiswerte Fleiſchverſorgung der Bevölkerung auf die
Dauer gewährleiſten. Wie aber dieſe Sicherung der
Fleiſcherzeugung im Inlande zu erreichen ſei, wird lei=
der
nicht geſagt.
Der Abg. Bebel iſt vom Vorwärts wegen der
Ausfragung durch einen Wiener Journaliſten gerüffelt
worden. Der Vorwärts ſchreibt nämlich: Wenn die Be=
hauptungen
des Wiener Blattes zutreffen, ſo müſſen wir
das Urteil, das wir über die Unſitte fällten, daß Genoſſen
ſich durch Vertreter bürgerlicher Blätter über Parteiange=
legenheiten
aushorchen laſſen, auch auf dieſen Fall aus=
dehnen
. Allerdings hat Genoſſe Bebel nicht die Taktloſig=
keit
des Genoſſen Frank begangen, der vor dem Vertreter
des Berliner Tageblattes die eigene Partei kritiſierte.
Aber wir ſind der Anſicht, daß ein Sozialdemokrat den Ver=
tretern
der bürgerlichen Preſſe überhaupt die Tür weiſen
ſollte. Ob Genoſſe Bebel ſich die Schulmeiſterei des Zen=
tralorgans
gefallen laſſen wird, muß abgewartet werden.
Ausland.
Frankreich.
Der Zuſtand der Weſtbahn. Der Miniſter der
öffentlichen Arbeiten Millerand, der infolge der letzten
Eiſenbahnunfälle abermals eine Reiſe zur Beſichtigung
des Bahnnetzes der Weſtbahn unternommen hat, hielt in
Sainte (Departement Charente=Inferieur) in einer Ver=
ſammlung
, der auch über 1000 Eiſenbahnbedienſtete bei=
wohnten
, eine Rede, in der er u. a. ſagte: Ich klage nie=
manden
an, aber die Wahrheit iſt die, daß wir die Weſt=
bahn
in einem jammervollen Zuſtande übernommen
haben. Ich habe auch dem Lande nicht verheimlicht, daß
viel Geld und Zeit erforderlich ſein werden, um alles in
Ordnung zu bringen. Vorläufig müſſen die Aufſichts=
beamten
eine allgemeine Prüfung der Bahngeleiſe vor=
nehmen
und nötigenfalls eine Verminderung der Zugs=
geſchwindigkeit
, ſowie entſprechende Aenderungen der
Fahrpläne vornehmen. Ich bereite eine verſchärfte Kon=
trolle
vor und ſtudiere die ſicherſten Schutzvorrichtungen.
Ich will alles tun, damit die Bahn möglichſt bald eine
Muſterbahn wird.
Dänemark.
Folkething. Der frühere Präſident Anders Thom=
ſen
und die früheren Vizepräſidenten Chriſtenſen und
Lindoe wurden wiedergewählt. Im Landsthing wurde
Goos (Rechte) durch das Los zum Präſidenten gewählt,
da für Goos wie für den früheren Präſidenten Sonne
(freikonſ.) die gleiche Stimmenzahl abgegeben worden
war. Zu Vizepräſidenten wurden Hage und Joergen
Peterſen gewählt. In der Dienstagsſitzung legte Finanz=
miniſter
Neergaard den Budgetvoranſchlag für 1911/12
vor. Dieſer weiſt eine Geſamteinnahme von 95¾ Millio=
nen
Kronen und eine Geſamtausgabe von 116¼ Millionen
Kronen auf, mithin ein Defizit von 20½ Millionen. Für
das Kriegsminiſterium ſind an ordentlichen Ausgaben

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Nummer 233.

rund 15 Millionen Kronen, an außerordentlichen Aus=
gaben
rund 7¼ Millionen Kronen vorgeſehen, für das
Marineminiſterium rund 9¾ reſp. 1½ Millionen Kronen.
Die vorgeſchlagenen Einnahmen und Ausgaben bewegen
ſich ungefähr in denſelben Grenzen wie die des laufenden
Finanzjahres, das Defizit des kommenden Finanzjahres
weiſt daher ungefähr die gleiche Höhe auf wie das des
laufenden Jahres. Der Beſtand des Schatzes beläuft ſich
auf rund 34 Millionen Kronen. Die Staatsſchuld beträgt
etwa 284½ Millionen Kronen; zu ihrer Verzinſung wer=
den
im Voranſchlage etwa 9½ Millionen Kronen aufge=
führt
.
England.
Die Oberherrſchaft Englands zur See.
Premierminiſter Asquith erklärte Lord Beresford in ſeiner
Antwort auf deſſen offenen Brief, die engliſche Regierung
ſei vollſtändig durchdrungen von der Notwendigkeit, die
Oberherrſchaft Englands zur See aufrecht zu erhalten.
Sie werde nicht unterlaſſen, alles, was für dieſen Zweck
notwendig erſcheine, unverzüglich vom Parlament zu
fordern.
Griechenland und die Türkei.
Der Vertreter der Times in Athen drahtet, daß der
außerordentliche Ernſt der auswärtigen Lage in
den leitenden Kreiſen Griechenlands voll und ganz erkannt
werde. Man weiß, daß die türkiſche Regierung nicht mehr
über Krieg und Frieden entſcheiden kann, ſondern daß dies
ganz von dem Belieben des unverantwortlichen jungtür=
kiſchen
Komitees abhänge, das die Armee vollſtändig in
der Hand habe. Jeden Augenblick könnte dasſelbe einen
Einfall nach Griechenland beſchließen. Man glaubt, daß
der Plan beſteht, Theſſalien zu beſetzen und ſo lange als
Pfand zu behalten, bis die Kreta=Frage in der von der
Türkei gewünſchten Weiſe geregelt worden iſt. Die ſcharfen
Maßnahmen in Monaſtir würden als Zeichen dafür ange=
ſehen
, daß man den Krieg vom Zaune brechen will, und
daß die Jungtürken den Einfall der Armee nach Griechen=
land
beſchließen dürften, ohne vorher Befehle von Kon=
ſtantinopel
abzuwarten. Die Haltung Rumäniens ver=
ſchlechtere
die Situation ſehr, da damit den Jungtürken
das letzte Hindernis, Krieg gegen Griechenland zu führen,
aus dem Wege geräumt wurde. Weiter ſpricht derſelbe
Berichterſtatter die Hoffnung aus, daß die Mächte noch ein=
mal
verſuchen werden, in Konſtantinopel ihren Einfluß
auszuüben, um wenigſtens die Zurückziehung der Trup=
pen
zu erreichen, die, wenn auch nicht an der Grenze ſelbſt,
ſo doch in unmittelbarer Nähe derſelben ſtehen.
Da dieſe Meldung aus engliſcher Quelle ſtammt, iſt
ſie mit Vorſicht aufzunehmen.
Rußland.
Iswolski. Durch kaiſerlichen Erlaß iſt Iswolski
der Weiße Adlerorden verliehen worden. In dieſem Er=
laß
wird unter anderem darauf hingewieſen, daß Iswolski
im Jahre 1906 den Poſten des Miniſters des Aeußern
unter ſchwierigen politiſchen Verhältniſſen angetreten und
mit ungeſchwächter Energie und Kenntnis der wirklichen
Intereſſen Rußlands die Feſtigung der friedlichen Politik
des Reiches verfolgt habe, die in den erfolgreich erzielten
Uebereinkommen mit Großbritannien und mit Japan ihren
Ausdruck gefunden habe.
Der finniſche Landtag beſchloß einhellig die
Abſendung eines Schreibens an den Kaiſer, worin der
Landtag anzeigt, daß er die ihm zugegangenen Vorlagen
nicht hat beraten können. Zur Begründung führt er an,
daß die für Finnland geltende Geſetzgebungsordnung und
das Selbſtbeſteuerungsrecht, das dem finniſchen Volke

Die Geſchichte des Inſerats.
Die Bedeutung des Inſeratenweſens innerhalb
der Geſchichte der Zeitung unterſucht Ernſt Poſſe in
einer Arbeit über die Entwicklung der modernen Zei=
tung
, die er in der Deutſchen Revue veröffentlicht. Das
geſchriebene Journal, das auf der erſten geſchichtlichen
Stufe des Zeitungsweſens ſteht, enthielt nur Nach=
richten
und keine Inſerate. Alle dieſe Blätter wandten
ſich auch nicht an das Volk, ſondern waren ausſchließlich
für gewiſſe Kreiſe beſtimmt, für Fürſten, Staats=
männer
, kirchliche Würdenträger, Univerſitätslehrer,
Großkaufleute. Einen größeren Abſatz hätte ſchon der
hohe Preis unmöglich gemacht. Erſt ſeitdem um 1600
die Buchdruckerkunſt in den Dienſt der Zeitung geſtellt
war, machte ſich neben dem ſtets vorhandenen Wunſch
nach Neuigkeiten auch das Bedürfnis bemerkbar, aller=
lei
Nachrichten zum Zweck des Kaufs und Verkaufs zu
verbreiten. Im Mittelalter war ja das Verfahren
allgemein üblich geweſen, die Waren durch Ausrufen
anzuzeigen, wie ſolche Typen des primitiven Inſeraten=
weſens
, der Obſtverkäufer, der Scherenſchleifer,
Lumpenſammler uſw., ſich auch noch in unſeren Groß=
ſtädten
mit ihrem hochentwickelten Inſeratenweſen er=
halten
haben. Als ſich aber dann die Hauswirtſchaft
zur Stadt= und Volkswirtſchaft entwickelte, als die
Kenntnis des Leſens und Schreibens ſich mehr und
mehr ausbreitete, da genügte doch dieſer mündliche
Nachrichtenverkehr nicht mehr und man fing zunächſt
an, Bekanntmachungen aller Art gedruckt an Kirchen
und öffentlichen Gebäuden anzuſchlagen. Im Anfang
des 18. Jahrhunderts wurde dann das Syſtem des
Inſeratenweſens ausgebildet, wie es ſeinem Prinzip
nach noch hente beſteht.
Der Gedanke dazu ging von Frankreich aus, das
ſräter in der Entwicklung ſeines Anzeigenweſens ſo
auffallend hinter den germaniſchen Ländern zurückge=
blieben
iſt. Der erſte, der eine Zentraliſierung des
privaten Nachrichtenverkehrs ſchuf, war der Arzt
Theophraſte Renaudot, der im Jahre 1630 ein Bureau
dadresses et de rencontres einrichtete. Das war eine
Art Auskunftsbureau, in dem jeder ſein Anliegen, ſein
Geſuch oder Angebot gegen eine Gebühr unter be=
ſrimmten
Rubriken in eine Liſte eintragen konnte ooer
auch dieſe Liſte einſehen durfte, um zu erfahren, ob
vielleicht das, was er ſuchte und wünſchte, dort ange=
boten
wurde. Solche Adreßkontore wurden im Laufe
des 17. Jahrhunderts in allen Ländern eingeführt. In=
zwiſchen
hatten aber auch die politiſchen Zeitungen

ſchon von jeher zukam, durch das neue Geſetz über Finn=
land
aufgehoben würden. Verfaſſungsänderungen könn=
ten
aber nur vom Landtag im Verein mit dem Kaiſer vor=
genommen
werden, wogegen das neue Geſetz dies Recht
ausſchließlich den geſetzgebenden ruſſiſchen Körperſchaften
verleihe. Deshalb habe das Geſetz in Finnland keine
Kraft und brauche nicht befolgt zu werden. Da dieſer
Tage dem in Deutſchland weilenden Zaren Bericht über
die ablehnende Haltung des Landtags erſtattet wird,
dürfte bald eine Entſchließung erfolgen. Vorläufig ſteht
man aber noch in Finnland den Gerüchten über eine Land=
tagsauflöſung
zweifelnd gegenüber, und zudem iſt auch
die Sache nicht ſehr angenehm für die ruſſiſche Regierung.
Wird der finniſche Landtag aufgelöſt und eine Neuwahl
angeordnet, ſo hat dies kaum einen Sinn, da genau der=
ſelbe
Landtag wieder erſcheint. Löſt man aber den Land=
tag
auf, ohne ihn wieder einzuberufen, ſo wäre dies ein
ungeſetzliches Verfahren.
China.
Bei der Eröffnung des Vorparlaments
erklärte der Regent, daß in dieſer Verſammlung die Mei=
nung
des Volkes zum Ausdrucke kommen ſolle. Obwohl
hiermit der erſte Schritt auf dem Wege zum Verfaſſungs=
ſtaat
getan ſei, ſo verkörpere ſich doch in dieſer Verſamm=
lung
die Hoffnung auf eine große Zukunft des Landes,
indem China zeige, daß es im Einklang mit dem Fort=
ſchritt
der ganzen Welt die Notwendigkeit erkannte, die
Lage aller Bevölkerungsklaſſen und das gute Einverneh=
men
zwiſchen ihnen zu verbeſſern. Die Anträge, die be=
raten
werden ſollen, betreffen innere Angelegenheiten.
Trotzdem der nur beratende und nicht geſetzgeberiſche Cha=
rakter
der Verſammlung von den Rednern der Regierung
ausdrücklich betont wurde, gab die Volksvertretung der
großen Freude darüber Ausdruck, daß der Wunſch, eine
konſtitutionelle Regierung zu erhalten, wenigſtens zum
Teil erfüllt worden ſei.
* Wien, 3. Okt. Der König und die Königin
der Belgier ſind heute nachmittag hier eingetroffen
und vom Kaiſer, der Erzherzogin Maria Annuneiata,
ſämtlichen Erzherzögen, der Generalität und den Spitzen
der Behörden am Bahnhofe empfangen worden. Die Be=
grüßung
war herzlichſt. Der Kaiſer küßte die Königin auf
den Mund und begrüßte ſie dann mit Handkuß, den
König darauf mit herzlichem Händedruck. Nach Begrüßung
der Erzherzöge fuhren der König und die Königin in Be=
gleitung
des Kaiſers und der Erzherzogin unter den Hul=
digungsrufen
eines zahlreichen Publikums in die Hofburg,
wo ſie von den Erzherzoginnen, den gemeinſamen Mini=
ſtern
und den Miniſtern der beiden Reichshälften, ſowie den
oberſten Hofchargen empfangen wurden. Abends fand ein
Familiendiner ſtatt, an dem Kaiſer Franz Joſef, der
König und die Königin der Belgier und die Mitglieder
des Kaiſerhauſes teilnahmen.
* London, 3. Okt. Die Schritte, die zur Regelung
des Konflikts in der Baumwollinduſtrie
unternommen wurden, ſind geſcheitert, da die Arbeit=
geber
die Vorſchläge der Arbeitnehmer ablehnten.
* London, 3. Okt. Wie Reuter beſtätigt, erfolgte
die Entlaſſung des preußiſchen Leutnants
Helm aus der Haft, nachdem zwei engliſche Bürger
je eine Kaution von 500 Pfund Sterling geſtellt hatten.

Darmſtadt, 5. Oktober.

Ernennungen. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben den Kreisveterinärarzt des Kreisveterinär=
amts
Groß=Gerau Veterinärrat Eugen Sauer zum
Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Bensheim und
den Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Grünberg
Veterinärrat Eduard Neunhöffer zum Kreisveterinär=
arzt
des Kreisveterinäramts Groß=Gerau ernannt.

angefangen, ihrem Nachrichtenteil Inſerate hinzuzu=
fügen
; ſo brachte die Voſſiſche Zeitung ſchon 1720 zu=
weilen
zwei ganze Seiten Anzeigen. Allmählich
bürgerte es ſich dann ein, die Liſten der Adreßkontore,
die man an Ort und Stelle hatte ausfüllen oder ein=
ſehen
müſſen, in den Zeitungen abzudrucken und ſo die
Anzeigen den Leſern ins Haus zu bringen.
So entſtanden beſondere Anzeigenzeitungen, die
ſogenannten Intelligenzblätter, deren Namen ſich von
dem engliſchen Intelligence (Nachricht oder Mittei=
lung
) herſchreibt. Die Intelligenzblätter entwicketten
ſich getrennt von den politiſchen Zeitungen, und nun
liefen die reinen Inſeratenblätter und die nur dem
Nachrichtendienſt gewidmeten Zeitungen völlig geſondert
nebeneinander her, bis dann endlich die Union von
Anzeigenteil und redaktionellem Teil das Aufblühen
und Sichentfalten der modernen Zeitung ermöglichte.
Der Staat entzog nämlich den politiſchen Zeitungen
das Recht, Inſerate aufzunehmen. Seine Hand laſtete
ja überhaupt ſchwer auf dieſen unliebſamen Volksauf=
klärern
, die mit Zenſur, Gebühren und Strafen reichlich
geplagt wurden. Welche Auffaſſung im 18. Jahrhun=
dert
bei den Regierungen den Zeitungen gegenüber
beſtand, geht aus einer Aeußerung der Stuttgarter
privilegierten Zeitung hervor, die am 11. Auguſt 1758
gegen die reſpektwidrige Auslaſſung einer Berliner
Zeitung ſchreibt: Alle Particuliers ſeynd von dem
Thron und Stuhl, worauf die Göttliche Vorſehung die
Regenten, als Götter dieſer Erden, geſetzt hat, viel zu
weit entfernt, und viel zu viel Staub gegen ihnen, als
daß ſie ſich jemals erfrechen ſollten, derſelben Thun
und Laſſen zu cenſiren. Jeder bleibe in dem ſchuldigen
Reſpect gegen dieſe Ebenbilder Gottes auf Erden und
diene mit Gehorſam, Vernunft und Treue, ſo wird er
die Pflichten eines ehrlichen Weltbürgers erfüllen.
Die Mißachtung, die man dem Zeitungsſchreiber ent=
gegenbrachte
, kommt öfters draſtiſch zum Ausdruck, ſo
in der eigentümlichen Strafe, die die Stadt Köln über
einen Redakteur verhängte, der den König von Preußen
beleidigt haben ſollte. Ihm wurde die hierbei ge=
brauchte
unleidſame Unvorſichtigkeit und ungeſcheute
Freiheit in Ungnaden hiermit aufs Herbſte öffentlich
vorgehalten und ihm der impertinente Paſſus vor
verſammeltem Rat vom Ratsdiener zerriſſen ins Ge=
ſicht
geſchleudert.
Daß man ſolchen Leuten nicht die reichlichen Ein=
nahmen
der Intelligenzblätter in die Hand geben
wollte, war begreiflich. Der Staat legte daher ſeine
Hand auf das Intelligenzweſen. In Preußen z. B.
monopoliſierte es Friedrich Wilhelm I. am 26. Januar

Uebertragen wurde dem Lehrer Friedrich
Balder zu Seligenſtadt, Kreis Offenbach, eine Lehrer=
ſtelle
an der Gemeindeſchule zu Dudenhofen, in dem=
ſelben
Kreiſe; dem Lehrer Julius Lorz zu Reichenbach,
Kreis Bensheim, eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule
zu Dreieichenhain, Kreis Offenbach.
Unkündbar angeſtellt. Se. Königl. Hoheit ds
Großherzog haben dem kommiſſariſchen Eiſenbahn=
ſekretär
Emil Heberer zu Mainz; den Eiſenbahn=
aſſiſtenten
Adam Dorn zu Darmſtadt, Ludwig Hechler
zu Bensheim, Karl Irle zu Darmſtadt und Jakob
Zimmerman zu Darmſtadt; den Kanzliſten Johannes
Fuchs und Johann Kwasniewski zu Mainz;
dem Zugführer Joſef Huppert zu Worms; dem
Packmeiſter Jakob Menger zu Worms; den Lokomotiv=
führern
Heinrich Hechler und Heinrich Luley zu
Saarbrücken; den Werkführern Adam Hüfner und
Eberhard Mersheimer zu Darmſtadt; den Eiſenbahn=
unteraſſiſtenten
Albert Felten zu Gau=Odernheim,
Johann Heilmann zu Worms, Georg Herrmann
zu Herrnsheim, Heinrich Müller zu Kailbach, Philipp
Raiß zu Dornberg=Groß=Gerau, Andreas Schreiber
zu Mainz, Philipp Weiner zu Bingen; dem Bahn=
hofsaufſeher
Franz Strebel zu Niederheimbach, ſowie
den Weichenſtellern I. Klaſſe Johannes Bach zu Mainz,
Georg Dammel zu Biſchofsheim und Georg Müller
zu Wiebelsbach, ſämtlich in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſen=
bahngemeinſchaft
, die unkündbare Anſtellung verliehen.
Verſetzt wurden die Steueraufſeher Leonhard
Schnabel zu Büdingen an das Hauptſteueramt Worms,
Wilhelm Wetzſtein zu Gedern an das Hanptſteueramt
Gießen und der Steueraufſeher an der Zuckerfabrik
Wetterau in Friedberg Georg Beck zu Friedberg in
den Aufſeherbezirk Friedberg, vom Tage des Dienſt=
antritts
an.
Verein Volksküche. In dem gegen die Vor=
monate
immer lebhafteren Verkehr in der Volksküche
während des September dieſes Jahres ſpiegelt ſich
der Beginn der unfreundlichen Witterung des Herbſtes
und des herannahenden Winters wider, die hilfsbe=
dürftigen
Bevölkerungsſchichten ſuchen Schutz und
Schirm für den Genuß ihrer Mittag= und Abendeſſen
und ſie ſuchen warme und gute und billige Koſt für die
Erhaltung ihrer Arbeitskraft. Da heißt es für die
Verwaltung der Volksküche, ausreichende Vorräte an
Lebensmitteln für den Winter zu beſchaffen, um die
Segnungen der Wohltätigkeitsanſtalt auch den unaus=
bleiblichen
größeren Anforderungen gegenüber erhal=
ten
zu können, und die Löſung dieſer großen Aufgabe
erfordert unermüdliches und unverdroſſenes Fürbitten
bei den vermögenden Kreiſen um eine unentbehrliche
finanzielle Mithilfe. Die Wohltätigkeitsanſtalt der
Volksküche beſitzt einſtweilen keine verfügbaren Be=
triebsmittel
für größere Anſchaffungen, und ihr lei=
ſtungsfähiger
Fortbeſtand kann nur unter ſtändigem
Anrufen der Mitgliedſchaft mit wiederkehrenden jähr=
lichen
Beiträgen (1 Mark und mehr) und unter An=
rufen
einer einmaligen ausnahmsweiſen Unterſtütz=
ung
geſichert werden. Mit 26 Betriebstagen während
des Monats September dieſes Jahres ſind täglich ver=
abreicht
worden: 106 Stück Brot (mit und ohne Butter),
93 Wecke, 116 Taſſen Kaffee (mit und ohne Zucker), 86
Taſſen Milch, 32 Portionen Wurſt und Fleiſch für ſich,
80 Portionen Suppe (mittags und abends), 118 Por=
tionen
Beilagen (Gemüſe, Salat, geröſtete Kartoffeln),
40 Portionen Suppe und Gemüſe zuſammen, 8 Por=
tionen
Suppe und Fleiſch zuſammen, 38 Portionen Ge=
müſe
und Fleiſch zuſammen, 24 Portionen Suppe, Ge=
müſe
und Fleiſch zuſammen, 27 Portionen Hering mit
Kartoffeln (Abendeſſen). Dabei kamen 349 Freikarten
(bereits bezahlte Gutſcheine à 10 Pfg.) zur Ablieferung
und Verwertung. Nach den vorſtehenden Durchſchnitts=
zahlen
über abgegebene eigentliche Eſſen ( ausgeſchloſ=
ſen
Brot, Kaffee, Milch) haben während des Monats
September dieſes Jahres täglich 367 Koſtgänger ( männ=
lich
und weiblich) ihr Mittag= und Abendeſſen in der
Volksküche eingenommen.
Lehrkurſe des Volksbildungsvereins. In den
franzöſiſchen und engliſchen Lehrkurſen des Vereins
für Verbreitung von Volksbildung ſoll ſolchen Er=
wachſenen
, deren Berufsleben Sprachkenntniſſe not=
wendig
oder wünſchenswert erſcheinen läßt, die Mög=
lichkeit
geboten werden, nachzuholen, was bei ihrer

1727 und führte zugleich den Intelligenzzwang ein,
demzufolge alle Anzeigen von zu verkaufenden, zu
vermietenden, zu verleihenden Sachen in den Intelli=
genzblättern
veröffentlicht werden mußten. Der Er=
trag
aus dieſem Monopol wurde dem Militärwaiſen=
hauſe
in Potsdam überwieſen. Den politiſchen Zeit=
ungen
blieben nur die Bücheranzeigen vorbehalten,
die ſich bei ihnen ſchon ſo eingebürgert hatten, daß ſie
von ihnen und ihrem Leſerpublikum nicht mehr zu
trennen waren. Allmählich ward aber dennoch durch
die politiſchen Zeitungen das ſtrenge Monopol der
Intelligenzblätter durchbrochen. Sie gewannen lang=
ſam
immer mehr Ausdehnung, ſodaß bei den Inſe=
renten
das Bedürfnis entſtand, ihre größere Verbreit=
ung
auch für die Anzeigen auszunutzen. Es wurde
daher geſtattet, auch in den politiſchen Zeitungen zu
inſerieren, wenn zugleich das Inſerat im Intelligenz=
blatt
erſchien oder wenigſtens die Gebühr dafür be=
zahlt
wurde. Wo kein Intelligenzblatt beſtand, konn=
ten
die politiſchen Zeitungen Anzeigen gegen eine
jährliche Abgabe an das Militärwaiſenhaus auf=
nehmen
. Mit dem weiteren Fortſchreiten der moder=
nen
Entwickelung wurden die Intelligenzblätter
immer mehr zurückgedrängt, und das Anzeigenmono=
pol
des Militärwaiſenhauſes brachte ſchließlich ſo
wenig ein, daß es in den Jahren 18441848 nicht mehr
als 41890 Taler als Reinertrag erzielte. Das geſamte
Anzeigenweſen in ſechs preußiſchen Provinzen trug
um die Mitte des 19. Jahrhunderts alſo bei weitem
nicht ſo viel ein, wie 50 Jahre ſpäter ein einziges
mittleres deutſches Blatt jährlich an Inſeratenein=
nahmen
zu verzeichnen hatte. Im Dezember 1849
wurde denn auch das Anzeigenmonopol aufgehoben.
Seitdem iſt der Inſeratenteil die unentbehrliche
Grundlage für jedes moderne Zeitungsunternehmen
geworden, ohne deſſen reichen Zuſchuß alle Blätter mit
gewaltigen Unterbilanzen arbeiten müßten. Welche
Bedeutung aber auch die Zeitungsanzeige für den mo=
dernen
Kaufmann gewonnen hat, beweiſt eine Aeußer=
ung
, die der bekannte Berliner Modewarenhändler
Rudolph Hertzog vor einer Reihe von Jahren tat: Ich
wandte im erſten Jahre 1000 Mark daran, und mein
Abſatz ſtieg auf 30000 Mark. Im nächſten Jahre ver=
wandte
ich 30000 Mark auf Inſerate, und mein Um=
ſſatz
bezifferte ſich auf Hunderttauſende, und jetzt be=
trägt
er Millionen und mein Gewinn ſteht im Ver=
hältnis
dazu. Ich gebe jetzt jährlich 400000 Mark für
Zeitungsanzeigen aus.

[ ][  ][ ]

Nummer 233.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Ausbildung früher in fremdſprachlicher Richtung ver=
ſäumt
oder mangels einer Gelegenheit nicht begonnen
wurde. Für dieſen Winter ſind Kurſe für Anfänger
vorgeſehen, doch werden Vorgeſchrittene für Fortbild=
ungsſtunden
gerne beraten. Einen Teil der Koſten
trägt die Vereinskaſſe, die Beiträge ſind deshalb ge=
ring
und vermindern ſich noch bei einer größeren An=
zahl
Teilnehmer. Durch die Wahl der Lehrkräfte, die
durch Unterrichtserfahrungen und langjährigen Aufent=
halt
in den betreffenden Ländern beſtens empfohlen
erſcheinen, ſind die gewünſchten Erfolge verbürgt.
Nachdem der Verein in den vorausgegangenen Jahren
mehrmals einen Kurſus in gewerblicher Buchführung
angezeigt hat, ſoll diesmal, wiederholten Wünſchen
entſprechend, ein Kurſus für kaufmänniſche, doppelte
Buchführung eingerichtet werden. Der Beginn aller
Kurſe iſt für Mitte Oktober vorgeſehen.
C Das Denkmal Ludwigs IV. hat geſtern einen
neuen Schmuck erhalten. Die beiden Sockel vor dem
Denkmal wurden mit hübſchen Blumenkübeln geziert, nicht
wie bisher vorübergehend, ſondern dauernd. Man ſcheint
alſo den Gedanken, Kandelaber aufzuſtellen bekanntlich
waren bereits Modelle probeweiſe aufgeſtellt , aufgegeben
zu haben. Die granitenen Sockel zu beiden Seiten des
Denkmals wurden um zirka ½ Meter erhöht und darauf je
eine ſehr wirkungsvoll modellierte große Bronzeurne be=
feſtigt
. Die Urnen ſtehen auf je 4 goldenen Kugeln; ſie
tragen am Fuße und oberen Rande hübſchen ornamen=
talen
Schmuck in Moſaik, deſſen Farben blau, gold und
grau ſich dem Bronzeton des Metalls ſehr harmoniſch
einfügen. Die Gefäße ſind auch ſchon von ſelbſt, ohne die
Blumenzier, ein wirkſamer Schmuck.
Städtiſche Straßenbahn. Die Fahrgeldeinnahme
vom September betrug 33359,90 Mark (Vorjahr 33 148,25
Mark), die Einnahme für das Wagenkilometer 35,12 Pfg.
(Vorjahr 32,49 Pfg.).
Freiwillige Sanitätskolonne. Unter Leitung
des Oberleutnants Lotheißen hielten am Sonntag
morgen die Sanitätskolonnen des Vereins vom Roten
Kreuz aus Darmſtadt, Arheilgen, Roßdorf, Nieder=
Ramſtadt, Groß=Bieberau, Reinheim, Dieburg, Baben=
hauſen
und Groß=Umſtadt eine große Herbſtübung
ab. Die Idee der Uebung war: In der Nähe Darm=
ſtadts
fand eine Schlacht ſtatt. Verletzte kommen mit
der Bahn nach Station Groß=Zimmern, von wo ein
Ueberlandtransport mit Tragbahren uund Wagen nach
Station Groß=Umſtadt ſtattfindet, um die Verwun=
deten
dann mit der Bahn weiterhin nach Aſchaffenburg
und den benachbarten bayeriſchen Orten zu befördern.
Um 10¼ Uhr langten die Träger mit den Verwunde-
ten
auf den Tragbahren am ſogen. Forſteck an. Hier
waren 7 Wagen aus Groß=Umſtadt bereit geſtellt, die
nun in raſcheſter Zeit von den Kolonnen zum Auf=
hängen
der Tragbahren mit den Verwundeten herge=
richtet
wurden. Dann ging es an den Bahnhof Groß=
Umſtadt, wo Erfriſchungszelte die Kranken aufnahmen.
Nachdem auch die einzelnen Kolonnen geſpeiſt waren,
folgte das Einladen der Verletzten in 3 bereit geſtellte
und 2 zweckmäßig hergerichtete Eiſenbahnwagen. Gene=
ralarzt
Dr. Lindemann ſprach ſeine Anerkennung
aus.
* Geſangverein Liederkranz. Man ſchreibt uns:
Wie ſchon berichtet, wird der Geſangverein Lieder=
kranz‟
=Darmſtadt ſein 25jähriges Jubiläum an den
Pfingſttagen im Jahre 1911 in Verbindung mit einem
Nationalen Geſangswettſtreit feſtlich begehen. Der
geſchäftsführende Ausſchuß, welcher zu dieſer Feier
gebildet wurde, hat raſtlos gearbeitet, um den Ge=
ſangswettſtreit
zu einem großartigen zu geſtalten. Die
erſten Rundſchreiben ſind bereits an die einzelnen
Vereine hinausgegangen, um denſelben ſchon zeitig
Gelegeheit zu geben, ſich zu entſchließen, den Wettſtreit
in Darmſtadt zu beſuchen. Der Geſangverein Lieder=
kranz
welcher ſchon eine große Reihe von Geſangs=
wettſtreiten
beſuchte, und immer preisgekrönt heim=
gekehrt
iſt, meiſt mit erſten und Ehrenpreiſen, wird
es ſich angelegen ſein laſſen, die Leiſtungen der Ge=
ſangvereine
, welche ſeinen Wettſtreit beſuchen, von
einem in jeder Beziehung gerechten, vorurteilsfreien
Preisgericht, welches aus nur allererſten Autoritäten
auf dem Gebiete des Männergeſanges und der Muſik
gebildet wird, bewerten zu laſſen. Die vielen Erfahr=
ungen
, welche der feſtgebende Verein auf den verſchie=
denen
Geſangswettſtreiten gewonnen hat, werden ver=
wendet
, um auch inbezug der ſtrittigen Punkte, welche
faſt immer bei derartigen Gelegenheiten ſich ergeben,
zu einem befriedigenden Ergebnis zu führen. Hohe
Geldpreiſe, wertvolle Kunſtgegenſtände, ſowie eine An=
zahl
Fürſtenpreiſe ſtehen zur Verfügung, um auch in
materieller Hinſicht die teilnehmenden Vereine für
ihre Leiſtungen zu entſchädigen. Da auch die Darm=
ſtädter
Brudervereine, ſowie die Bewohner der Stadt
Darmſtadt der Veranſtaltung ſehr ſympathiſch gegen=
überſtehen
, ſo wird den auswärtigen Sängern und
Sangesfreunden der Aufenthalt in Darmſtadts
Mauern ſo angenehm wie möglich gemacht werden.
Auszeichnung. Herr Bildhauer Joſef E.
Schneckendorf erhielt auf der Weltausſtellung in
Brüſſel für ſeine ausgeſtellten Edelgläſer die höchſte
Auszeichnung: den Grand Prix.

* Im Silberkranz. Die Eheleute Karl Eiſele, Oel=
handlung
, Tannenſtraße 10, feiern heute das Feſt der
ſilbernen Hochzeit.
Der naturwiſſenſchaftliche Verein hält am
Freitag, den 7. Oktober, ſeine 265. Sitzung im
Fürſtenſaal ab. Tagesordnung: Stud. L. Scheuring:
Ueber Duſtorgane bei Schmetterlingen.
Einziehung von Fernſprechgebühren. In den
nächſten Tagen wird mit der Einziehung der Fernſprech=
gebühren
begonnen werden. Es empfiehlt ſich, die
fälligen Beträge bereitzuhalten.
Der Poſtbericht des Kaiſerlichen Poſtamts 1 in
Darmſtadt für den Winterdienſt 1910 iſt erſchienen.
Er enthält, wie ſeither, eine Ueberſicht der
zur Poſtbeförderung benutzten Eiſenbahnzüge, Ver=
merke
darüber, wann die Schalter und die öffentlichen
Fernſprechſtellen geöffnet ſind und die Briefbeſtellun=
gen
uſw. beginnen, wo ſich amtliche Verkaufsſtellen
für Poſtwertzeichen befinden uſw. Der Poſtbericht ent=
hält
ferner Angaben über die Poſt= und Telegraphen=
Tarifbeſtimmungen, ſowie ein Verzeichnis der Poſt=
anſtalten
im Umkreiſe von zehn geographiſchen Meilen
(1. Zone) von Darmſtadt. Hierdurch wird dem Publi=
kum
die ſelbſtändige Frankierung ſeiner Poſtſendun=
gen
, beſonders der gewöhnlichen Pakete bis fünf Kilo=
gramm
, weſentlich erleichtert. Es iſt deshalb allen,
die mit der Poſt zu tun haben, hauptſächlich Behörden,
Rechtsanwälten und Geſchäftsleuten anzuraten, den
neueſten Poſtbericht anzuſchaffen, der an den Poſtſchal=
tern
und durch die Briefträger zum Preiſe von 25 Pfg.
zu beziehen iſt.
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während
des Monats September wurde die Leſehalle im ganzen
von 3190 (im September 1909 von 3126) Perſonen be=
ſucht
, durchſchnittlich an jedem Tage von 106,3 Perſonen.
Aus der Bücherhalle nach Hauſe entlieben wurden im
ganzen 8025 Bände (1909: 7674), darunter 3014 wiſſen=
ſchaftliche
und belehrende Werke. Die Zahl der ſeit dem
1. April d. Js. neu eingeſchriebenen Leſer ſtieg auf 2936.
An Büchergeſchenken gingen in dieſem Monat weiter
ein: von Frl. Math. Beck 51 Bde. und 2 Jahrg. Zeitſchr.,
von Herrn Geh. Rat Buchner, Exzellenz, 1 Zeitſchrift
von Frau Hauptmann Deiß Wwe. 6 Bde., vön Frl. A.
Decker 4 Jahrg. Zeitſchriften, von Frl. S. Fiſcher 1 Bd.,
von Frau Rapp Wwe. 9 Bde., von Frl. A. Reinick
3 Bde., von Herrn Direktor Ritſert in Laubach 1 Bd.,
von Herrn Eiſenbahn=Inſpektor Scheyrer 1 Jahrg.
Zeitſchr., von Frau Ingenieur Schultz Wwe. 20 Bde.,
von Herrn Kaufmann A. Trier 3 Bde., von Herrn
Oberbibliothekar Dr. Voltz 1 Bd. Allen Gebern herz=
lichen
Dank! Weitere Schenkungen von Büchern, ſoweit
ſolche nicht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
* Britannia=Hotel. Es wird darauf hingewieſen,
daß die regelmäßigen Winterkonzerte wieder be=
gonnen
haben. (Näheres ſiehe Anzeige.)
C Unfall oder Selbſtmord? In der Nacht zum
Dienstag iſt der Gardiſt Schütz von der 7. Kompagnie
des Leibgarde=Regiments Nr. 115 aus dem 4. Stock der
Kaſerne aus dem Fenſter geſtürzt und war
ſofort tot. Ob Unfall oder Selbſtmord vorliegt,
iſt noch nicht feſtgeſtellt. Unterſuchung iſt eingeleitet.
Bensheim, 3. Okt. Der Kreistag hat, lt. Bergſtr.
Anzeigeblatt, wie geſtern bereits gemeldet, mit 13
gegen 5 Stimmen dem Projekt der Continental= Eiſen=
bahnbau
= und Betriebsgeſellſchaft in Berlin, betreffend
die Erbauung einer Eiſenbahn zwiſchen
Bensheim und Lindenfels, im Prinzip zu=
geſtimmt
und vorbehaltlich der Bildung eines bereits
vorbereiteten Rückverſicherungs=Verbandes die volle
Zinsgarantie und Amortiſation für den Betrag von
1250000 Mark übernommen. Der Kreisausſchuß iſt
ermächtigt worden, die erforderlichen Verträge namens
des Kreistages abzuſchließen. Mit dieſem Beſchluß
darf der Bahnbau Bensheim-Lindenfels als endgül=
tig
geſichert angeſehen werden. Nach den Angaben des
Vorſitzenden, Kreisrat Eckſtein, ſoll die Bahn nach
dem gemiſchten Adhäſions= und Zahnradſyſtem gebaut
werden; es ſteht zu erwarten, daß die Regierung unter
Berückſichtigung der geſetzlichen Beſtimmungen ihre
Zuſtimmung zum Bau erteilt. Es bleibt ihr dabei
ſelbſtredend auch das Aufſichtsrecht vorbehalten.
Mainz, 3. Okt. Der Ertrag des Blumenver=
kaufstags
beläuft ſich auf 19465 Mark, denen etwa
3000 Mark Koſten gegenüberſtehen.
B. Bingen, 3. Okt. Eine intereſſante Per=
ſönlichkeit
iſt hier geſtorben. Es iſt dies der etwa
70 Jahre alte Uhrmacher H. W. Bär dem es
unmöglich geweſen iſt, ſich mit ſeinen Gepflogenheiten
und ſeiner Lebensweiſe einer modernen Anſchauung
anzubequemen. Von altersher ſchrieb der alte Mann
mit einer Gänſekielfelder, und dieſer Gewohnheit blieb
er bis zu ſeinem Ende treu. Mit der Kielfeder pflegte
er ſeine geſamte ſchriftliche Arbeit zu erledigen. Gleich
altertümlich war auch ſein Geſchäftslokal, das er viele
Jahre auf der Schmittſtraße inne hatte, eingerichtet.
Seine Werkſtätte befand ſich an der Straße und ganz
im Vordergrund pflegte er ſeine Arbeiten zu verrich=
ten
, ſo daß die Paſſanten immer in der Lage waren,
ſeine Tätigkeit von außen beobachten zu können.

Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 3. Oktober:
Das Glück im Winkel.
W-l. Sudermanns lange nicht mehr gegebenes
Schauſpiel Das Glück im Winkel ging heute
in faſt ganz neuer Beſetzung der Rollen in einer wohl=
gelungenen
Vorſtellung wieder in Szene. Von den
früheren Darſtellern war nur Herr Lehrmann
geblieben, der die Rolle des Charakter= und Pflicht=
menſchen
Rektor Wiedemann ſpielte und den reſignier=
ten
und gedrückten, nur in der Erfüllung ſeines Be=
rufes
ſeine Befriedigung und ſein Glück findenden
Ehrenmanns trefflich charakteriſierte. Die ſchöne Rolle
der vor ihren Anfechtungen in den Winkel geflüch=
teten
und dort Vergeſſenheit und Ruhe ſuchenden
charaktervollen Frau Eliſabeth verkörperte und ſpielte
Fräulein Prevoſt ſehr ſympathiſch. Sie hat mit
dieſer intelligent aufgefaßten und individuell ausge=
ſtalteten
Rolle einen neuen Beweis dafür erbracht, daß
ſie auch im modernen Schauſpiel ihren Platz auszu=
füllen
weiß, und wir bekennen gern, daß ſie die Er=
wartungen
, die wir an das Engagement der Künſt=
lerin
geknüpft hatten, übertroffen hat. Im Gegenſatz
zu dieſen entſagungsvollen, mit der Nachblüte des
Glückes ſich begnügenden ſtillen Leuten im Winkel ſteht
der Kraftjunker und Ueberheld von Röcknitz, der dem
Prinzip des Sichauslebens huldigt und das angebliche
Recht der Perſönlichkeit mit brutaler Rückſichtsloſigkeit
verficht, am Ende aber denn ſo muß man annehmen
dennoch zur Entſagung gezwungen wird. Ihn
ſpielte Herr Baumeiſter, dem Charakter der Rolle

entſprechend, teils mit der Jovialität des unwiderſteh=
lichen
Salonlöwen, teils mit dem feurigen Tempera=
ment
des in Paroxysmus geratenen Gewaltmenſchen.
Die rührende Geſtalt der erblindeten Helene, die
das meiſterhaft charakteriſierte Enſemble des Rektor=
hauſes
ergänzt, verkörperte Fräulein Gothe glaub=
würdig
. Der Kreisſchulinſpektor des Herrn Semler
war die beſte Leiſtung, die wir bisher von ihm geſehen
haben. Den Lehrer Dangel ſpielte Herr Schneider
mit der Schlichtheit und Ehrlichkeit, die dieſe ſtillen
Helden auszeichnen. Mit der Rolle der von ihrem
Manne ſeeliſch mißhandelten Frau Bettina gab ſich
Fräulein Reick viele Mühe. Die Beſetzung der Rolle
des kleinen Fritz durch Fräulein Nicklaß= Kemp=
ner
war ein Mißgriff. Die Regie lag in den Hän=
den
des Herrn Hacker. Die Aufführung war, wie
bereits bemerkt, in jeder Beziehung gelungen.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
K. Vom Wetter. Man ſchreibt uns: Nur nicht
ängſtlich! Die Täuſchungen, welche uns die Ungunſt
des Wetters in dieſem Jahre ſchon gebracht hat, trotz=
dem
es in demſelben von Kometen ſchier wimmelte,
ſcheinen zu einem förmlichen Peſſimismus zu führen,
und ſo lieſt man jetzt in den Zeitungen, daß der an=
geblich
allzu frühe Abzug der Schwalben eine
üble Vorbedeutung für einen frühen, kalten Winter
habe. Ein vorzeitiger Abzug dieſer unſerer Sommer=
gäſte
hat aber auch gar nicht ſtattgefunden, denn von
jeher hat es geheißen: Auf Marien Geburt (8. Sept.)
ziehen die Schwalben furt. Zum Troſt nun kann ich

Seite 3.

Ober=Flörsheim, 3. Okt. Die landwirtſchaft=
liche
Bezugs= und Abſatzgenoſſenſchaft
ſieht ſich zur Liquidation gezwungen. Die Ge=
noſſenſchaft
ſchuldet der am Ort beſtehenden Spar= und
Darlehenskaſſe 87000 Mark, die allerdings durch
Außenſtände bei den Mitgliedern der Genoſſenſchaft
gedeckt ſind. Die Abwickelung der Liquidation ſcheint
nun, wie die W. Ztg. erfährt, mit Schwierigkeiten ver=
bunden
zu ſein, da eine Reihe Mitglieder, in deren
Konto laut Bücher noch größere, zum Teil viele Jahre
zurückliegende Poſten offen ſtehen, behaupten, ſie be=
reits
bezahlt zu haben. Es ſcheint alſo eine ſchwere
Unordnung bei der Genoſſenſchaft geherrſcht zu haben,
die noch aufzuklären bleibt. Der Rechner iſt inzwiſchen
ſeines Amtes enthoben worden, doch tragen zweifellos
auch Vorſtand und Aufſichtsrat mit die Verantwortung
für die jetzige Lage, da ſie es an der nötigen Kontrolle
haben fehlen laſſen.
A Schlitz (Oberheſſen), 4. Okt. Die landes=
polizeiliche
Prüfung des Entwurfs der pro=
jektierten
Nebenbahn Schlitz-Nieder=Joſſa
in den Gemarkungen Unter=Wegfurth, Ober=
Wegfurth, Rimbach, Queck, Sandlofs, Hutz=
dorf
und Schlitz fand dieſer Tage ſtatt, zu der Ver=
treter
des Großh. Heſſ. Finanzminiſteriums, der Königl.
Preuß. Eiſenbahndirektion Frankfurt a. M., des Großh.
Kreisamts Lauterbach, der Großh. Kulturinſpektion
Gießen, die Ortsvorſtände der beteiligten Gemeinden,
die intereſſierten Gemarkungsinhaber und Grund=
ſtücksbeſitzer
erſchienen waren. In dem Termin kamen
die Verlegungen und Aenderungen öffentlicher Wege,
der Ab= und Zufahrten, der Waſſer= und Vorflutver=
hältniſſe
eingehend zur Erörterung. Die Bahnlinie
ſoll von dem zu erweiternden Bahnhof in Schlitz, im=
mer
in nächſter Nähe der Kreisſtraße bleibend, nach
Hutzdorf, Queck, Rimbach, Ober= und Unter=Wegfürth
führen und in Nieder=Joſſa in den demnächſt zur Aus=
führung
kommenden Bahnhof Nieder=Joſſa der pro=
jektierten
Nebenbahn Alsfeld-Nieder=Aula einmün=
münden
. Für die Orte Unter= und Ober=Wegfurth iſt
ein gemeinſchaftlicher Bahnhof in Ober=Wegfurth vor=
geſehen
, Rimbach erhält eine Halteſtelle und Queck
einen Bahnhof, der auch für den Verkehr der Ge=
meinde
Unter=Schwarz vorgeſehen iſt.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Okt. Wegen der Moa=
biter
Unruhen ſind bis jetzt 52 Perſonen verhaftet
und dem Unterſuchungsrichter vorgeführt worden. Die
meiſten werden ſich wegen Landfriedensbruches zu verant=
worten
haben, andere wegen Beamtenbeleidigung und Wi=
derſetzlichkeit
. Heute vormittag ſind in der Emdener
Straße wieder zwei Verhaftungen erfolgt und weitere
Feſtnahmen ſtehen bevor. Die falſche Hof=
dame
von Potsdam, der neunzehnjährige Julius
Eichbaum, der im vorigen Monat in Frauenkleidern am
Marmorpalais erſchien und nachher Schmuckſachen be=
ſtellte
, iſt in Berlin wieder verhaftet worden. Ein
Kriminalbeamter, der abends in einer Moabiter Kondito=
rei
weilte, bemerkte an einem Nebentiſche ein Pärchen, das
leiſe flüſterte. Die Dame, eine hochgewachſene, ſehr ele=
gante
, ſchlanke Erſcheinung mit einem Tituskopf, hatte eine
ungewöhnlich tiefe Stimme, und ihre Bewegungen waren
unweiblich. Der Beamte trat deshalb an das Pärchen
heran und erſuchte die beiden, ſich auszuweiſen, was ſie
nicht konnten. Sie wurden dann nach dem zuſtändigen
Polizeirevier gebracht. Hier nannte der männliche Beglei=
ter
, ein 19jähriger Kaufmann, ſeinen Namen und wurde
ſofort entlaſſen. Die Dame, aus der kein Wort heraus=
zubekommen
war, mußte ſich entkleiden, da man einen Ver=
brecher
erwiſcht zu haben glaubte. Es ſtellte ſich nun
heraus, daß der Verhaftete der 19jährige Julius Eich=
baum
aus Lichterfelde war. Seine Mutter ward tele=
phoniſch
benachrichtigt und bat die ihren Sohn behandeln=
den
Aerzte, Dr. med. Magnus Hirſchfeld und Dr. Iwan
Bloch, die ſeit der Potsdamer Geſchichte den E. beobach=
teten
, ſich nach der Revierwache zu begeben. Die Aerzte
erklärten, daß der Bedauernswerte an Verkleidungsſucht
leide, und brachten ihn zu ſeiner Mutter. Im übrigen
dürfte es in der Potsdamer Sache kaum zu einem gericht=
lichen
Nachſpiel kommen, da ausführliche Gutachten der
beiden Aerzte die Unzurechnungsfähigkeit des jungen Man=
nes
dartun. Die ruſſiſchen Geflügelzufuhren
auf dem Magerviehhofe in Friedrichsfelde haben in den
letzten ſechs Wochen 534570 Gänſe, 31751 Enten und 4200
Hühner betragen, während ſie im gleichen Zeitraume des
Vorjahres ſich auf 494870 Gänſe, 20690 Enten und 8200
Hühner beliefen. Die Preiſe ſchwankten für Gänſe zwi=
ſchen
2,60 bis 4,80 Mark, Enten 1,70 bis 2,40 Mark, Hüh=
ner
in junger Ware 80 Pfg. bis 1,20 Mark und in alter
1,70 bis 2,20 Mark. Der Geflügelmarkt iſt durch die Sperre
des Rinder= und Schweinemarktes auf dem Magervieh=
hofe
in keiner Weiſe beſchränkt.
Marburg, 3. Okt. Ein trauriges Nachſpiel
fand heute früh zwiſchen 3 und 4 Uhr die Kirmes
in Niederwalgern. Eine Anzahl junger Leute,
die fremde Kirmesgäſte zur Bahn begleiteten, fand
unterwegs den total betrunken am Boden liegenden
Weißbindergeſellen Wilb. Frey, einen ſeit Wochen

noch berichten, daß an dem geradezu ſommerlichen
letzten Sonntag, 2. Oktober, vormittags eine ganze
Menge Schwalben, vor meinen Augen ſpielend, über
dem Teich des Paulsplatzes herumflogen. Ich erinnere
mich übrigens aus dem Jahre 1846, das bebanntlich
auch ohne Komet einen richtigen Kometenwein gebracht
hat, daß während der Weinleſe, welche damals aus=
nahmsweiſe
früh, in die erſten Oktobertage, fiel,
plötzlich eine Menge Schwalben, offenbar auf der
Durchreiſe, erſchienen und auf den Spitzen der Pfähle
ſich ausruhten und fröhlich zwitſchernd über den Leſern
kreiſten. Für den aufmerkſamen Beobachter war übri=
gens
die üble Witterung des gegenwärtigen Jahres
gar nicht ganz unerwartet. Nach der alt bewährten
Wetterregel, auf welche ich ſchon früher hingewieſen
habe, iſt die Witterung in der Zeit vom 18. bis 26.
März faſt immer maßgebend für den Witterungs=
charakter
mindeſtens der nächſtfolgenden drei Monate.
Und in dieſem Jahre ſtellte ſich nach vorher günſtigen
Tagen am 17. plötzlich eiſiger Nordſturm mit hartem
Froſt, nur einigemal unterbrochen durch Schneeſturm
und Schloßenwetter, ein. Dagegen konnte freilich ſo
ein ziemlich armſeliges Kometlein nicht anfkommen.
* Björnſons Wenn der junge Wein
blüht hat bei der erſten Aufführung am Berliner
Leſſingtheater enttäuſcht. Hübſche Einzelheiten des
Stückes konnten über ſeine ſonſtigen Schwächen nicht
täuſchen. Die Aufführung ſelbſt mit Elſe Lehmann,
Emanuel Reicher, Heinz Monnard und Lina Loſſen
fand reiche Anerkennung.

[ ][  ][ ]

Nummer 233.

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5.

Oktober 1910.

dort in Arbeit ſtehenden, aus der Darmſtädter Gegend
ſtammenden jungen Mann. Während die übrige Ge=
ſellſchaft
ſich entfernte, blieb der gleichfalls in dem
Dorfe in Arbeit befindliche Sattler Hermann Weſche,
der in der Gegend von Magdeburg zu Hauſe iſt, zurück
und verſuchte, den Betrunkenen mitzunehmen. Bei
dieſer Gelegenheit muß es zu einer Rauferei gekommen
ſein, denn man fand ſpäter den Weſche erwürgt in
einem Graben liegen, während Frey auch noch in der
Nähe war Heute früh begab ſich bereits eine Gerichts=
kommiſſion
nach dem Tatorte. Frey wurde verhaftet
und einſtweilen ins Amtsgerichtsgefängnis nach Fron=
hauſen
gebracht. Der Getötete ſoll ein braver junger
Mann geweſen ſein.
Wiesbaden, 4. Okt. Ein Unfall, der leicht zu
ſchlimmen Folgen hätte führen können, ereignete ſich
geſtern nachmittag in der Schachtſtraße. Dort ſtand
eine Büglerin am offenen Fenſter uund führte Unter=
haltung
mit einer Nachbarin. Sie dachte dabei kaum
an ihr glühendes Bügeleiſen, denn plötzlich entglitt
dieſes ihrer Hand und fiel auf die Straße, wobei es
dicht am Kopf eines Kindes vorbeiſauſte. Glücklicher=
weiſe
kam dieſes mit dem Schrecken und leichten Haut=
verletzungen
davon; eine Haarbreite und das arme
Mädchen wäre des Todes geweſen.
München, 4. Okt. Am Samstag iſt in Marktbreit
der vierzehnjährige Sohn des Reſtaurateurs Böhm
auf tragiſche Weiſe ums Leben gekommen.
Er ſtand mit einigen Freunden an einer großen Gar=
tenmauer
. Ein Klaſſengenoſſe kletterte nun über die
Mauer. Dabei brach ein Stein aus der Mauer, der
den untenſtehenden Böhm traf und ihn ſofort tötete.
Die Leiche wird nach München übergeführt. Den
ſchwergeprüften Eltern wird allgemeine Teilnahme
entgegengebracht.
St. Pölten, 3. Okt. Der Raubmörder Heinrich
Dick, der bekanntlich am 13. Auguſt d. J. in Nürn=
berg
ſeine Geliebte erwürgt und ihrer Barſchaft be=
raubt
hat, iſt verhaftet worden. Er trieb ſich nach
ſeiner Flucht in mehreren öſterreichiſchen Städten her=
um
. Im Laufe der vorigen Woche kam Dick, der nach
früheren Meldungen in Galizien verhaftet worden
ſein ſoll, nach St. Pölten, mietete ſich im Hotel Pittner
ein, verſchwand aber nach mehreren Tagen, nachdem
er ſeine Rechnung nicht bezahlt hatte. Geſtern kam er
wieder zurück, logierte ſich jedoch in einem anderen
Hotel unter einem anderen Namen ein. Als Dick be=
merkte
, daß er von der Polizei beobachtet wurde, er=
griff
er die Flucht. Heute morgen 4 Uhr wurde er am
hieſigen Bahnhof von einem Wachmann erkannt und
verhaftet. Während der Eskortierung verſuchte Dick zu
flüchten, wurde jedoch bald eingeholt und zur Polizei
gebracht. Dort geſtand er, der geſuchte Raubmörder
von Nürnberg zu ſein. Dick wurde dem Kreisgericht
eingeliefert.
Pforzheim, 3. Okt. In einem Gaſthauſe in Pforz=
heim
wurde heute vormittag eine Hauſiererin er=
mordet
aufgefunden. Den Tätern iſt man
auf der Spur.
Köln, 4. Okt. In dem Kölner Vorort Deutz kam
es geſtern abend zu ſchweren Streikunruhen.
Bei Abbruchsarbeiten waren die Arbeiter eines Unter=
nehmers
in den Ausſtand getreten, und an ihre Stelle
waren von auswärts Arbeiter zum erſten Male an die
Arbeit gelangt. Als ſie unter polizeilicher Bewachung
nach dem Bahnhöfe geführt wurden, um die Heimfahrt
anzutreten, ſtürzte ſich eine Menge von 200
Perſonen auf die Arbeitswilligen und die
ſie begleitende Schutzmannſchaft. Es kam zu einem
förmlichen Handgemenge. Die Beamten, die nur fünf
Mann ſtark waren, mußten ſich zurückziehen. Als durch
das Polizeipräſidium aus ſieben Revieren zuſammen=
gezogene
Schutzmannſchaften in Deutz eintrafen, hatte
ſich die Menge zurückgezogen. Die Polizei hält zurzeit
die Ordnung aufrecht, da man weitere Unruhen be=
fürchtet
.
Hamburg, 4. Okt. Auf dem hieſigen engliſchen Kon=
ſulat
verurſachte geſtern nachmittag gegen 3¼ Uhr ein
Neger einen wüſten Skandal. Der Neger war
mit einem engliſchen Schiff im hieſigen Hafen eingetroffen
und wollte auf dem Konſulat abmuſtern. Bei der Lohn=
verrechnung
kam es zu einem Streit mit dem Perſonal,
weil der Neger freie Fahrt nach England forderte. Er
erhielt ſein Geld mit dem Bemerken, er möge ſelber zu=
ſehen
, wie er dafür nach England komme. Darüber geriet
der Schwarze in Wut und erging ſich in Schimpfereien. Der
wiederholten Aufforderung, das Lokal zu verlaſſen, leiſtete
er keine Folge. Als dann der Vizekonſul Gandell aus
ſeinem Zimmer heraustrat und dem Neger in energiſchem
Tone die Tür wies, zog dieſer einen Holzhammer und
hieb damit plötzlich auf den Vizekonſul ein. Herr Gandell
erhielt mehrere wuchtige Schläge auf den Kopf und floh,
aus mehreren Wunden blutend, auf die Straße. Dicht

Kleines Feuilleton.
Die Wiederkehr des Ohrgehänges.
Der Ohrring, dieſer einſt unentbehrliche Schmuck der
ſchönen Weltdame, war in den letzten Jahren immer
mehr aus den eleganten Salons, aus dem Ballſaal und
aus dem Theaterfoyer verdrängt worden, längſt galt
das reizvolle Ohrgehänge der ſechziger Jahre als vieux
jeu, von dem die moderne Beherrſcherin der Geſell=
ſchaft
ſich mit einem kühlen Lächeln abgewandt hat. In
den letzten Jahren war ein winziger, diskreter Ohr=
ſchmuck
noch das Aeußerſte, was eine geſchmackvolle
Frau ſich hin und wieder erlauben durfte, eine kleine
matte Perle, die ſich eng an das roſige Ohrläppchen
ſchmiegte. Aber auch dieſe letzte Erinnerung an Groß=
mutters
Ohrgehänge zog noch die ſchweigend miß=
billigenden
Blicke der Zeugen auf ſich, und die Zahl
der letzten Freundinnen des Ohrrings wurde kleiner
und kleiner. So weit mußte es kommen, damit die
Willkür der Mode von neuem den Ohrſchmuck zum
Gegenſtande ihrer Herrſchergewalt machen konnte.
Der Ohrſchmuck iſt im kommenden Winter wieder an
der Tagesordnung, und der ſtarre Bann, der ſo lange
auf ihm lag, iſt aufgehoben. Die Reaktion iſt gründ=
lich
, denn nicht die ſchlichten, beſcheidenen Ohrver=
zierungen
des letzten Jahrzehnts ſind nun offiziell an=
erkannt
: Großmutters Ohrgehänge, der Ohrſchmuck
aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts kommt
wieder zu Ehren. Es iſt der lange, zarte Haken, frei=
lich
nicht mehr aus Gold, ſondern aus Platin gearbei=
tet
, der aus der Vergangenheit wieder auftaucht; an
ihm pendelt der neue Ohrſchmuck, der ſchlank und mög=
lichſt
lang gearbeitet iſt, um in graziös zitternden
Schwingungen die Kopfbewegungen der Trägerin zu
begleiten. In allen Pariſer Juwelierläden tauchen
dieſe neuen Ohrgehänge auf. Die Tropfen= oder
birnenförmige Perle beherrſcht dieſes Geſchmeide.
Doch dem individuellen Geſchmack bleibt dabei immer
noch einiger Spielraum, der ſich nicht allein in der
Art der Faſſung bekunden mag: auch die matte, ins

hinter ihm folgte der Neger, der den blutigen Hammer in
der Hand ſchwang. Er wurde von Paſſanten feſtgehalten
und nach heftiger Gegenwehr von einem Schutzmann über=
wältigt
und zur Wache gebracht. Der Konſul hat außer
dem Verluſt einiger Vorderzähne keine ernſten Verletzun=
gen
erlitten, ſodaß er ſchon in einigen Tagen ſeinen Dienſt
wieder verſehen kann.
Kiel, 3. Okt. Der Arbeiter Basner, der am 8. De=
zember
1909 den Tagelöhner Karl Kröger ermordete
und beraubte, wurde vom Schwurgericht zum Tode
und zum dauernden Verluſt der bürgerlichen Ehren=
rechte
verurteilt.
Greifswald, 3. Okt. In der letzten Nacht wurde,
wie ſchon gemeldet, der in der Marienſtraße wohnende
Fiſchhändler Held von einer unbekannten Perſon
überfallen und erſtochen. Es iſt gelungen, die
Täter in Anklam zu verhaften. Es handelt ſich um
drei Perſonen namens Meyer, Jäger und Albrecht.
Meyer, der als eigentlicher Täter in Betracht kommt,
hat ein teilweiſes Geſtändnis abgelegt. Die drei Ver=
hafteten
wurden in das hieſige Gefängnis eingeliefert.
Die Leiche Helds weiſt ſieben Stiche auf.
Breslau, 4. Okt. Eine furchtbare Feuers=
brunſt
wütete, wie die Kattowitzer Zeitung meldet,
in der Ortſchaft Kielceglow an der ruſſiſchen
Grenze. Der Ort brannte in kürzeſter Zeit nieder,
ehe Hilfe zur Stelle war. 141 Beſitzungen ſind nieder=
gebrannt
.
Liſſa (Poſen), 4. Okt. Der mehrfache Luſtmörder
Valentin Kosziol wurde heute morgen 6¾ Uhr auf
dem Hofe des Gefängniſſes hingerichtet.
Bern, 4. Okt. Als geſtern abend in Görzenſee bei
Bern der Schloßherr Erlach ſeinen Wagen beſteigen
wollte, feuerte ein gewiſſer Hofer aus Kieſel, der bei
Erlach als Arbeiter im Elektrizitätswerke tätig war,
aber entlaſſen worden iſt, zwei Revolverſchüſſe
auf ſeinen früheren Arbeitgeber ab. Eine Kugel traf
Erlach hinter dem rechten Ohr und blieb im Knochen
ſtecken. Hofer glaubte, ſein Opfer getötet zu haben,
ſchoß ſich ſelbſt eine Kugel in den Kopf und verletzte
ſich ſchwer.
Romall. Okt. In Avelino wurde geſtern ein
Maurer Nardelli durch fünf Revolverſchüſſe
von einem jungen Manne getötet. Der junge Mann
wurde verhaftet. Das Erſtaunen der Polizei war
groß, als ſich der vermeintliche junge Mann als ein
Mädchen entpuppte, das einer angeſehenen Familie
der Stadt angehört. Ihm war von dem Maurer, als
er im Hauſe des Vaters arbeitete, Gewalt angetan
worden.
Paris, 4. Okt. In einem Tunnel der im Bau be=
griffenen
Nord=Süd=Untergrundbahn griffen aus=
ſtändige
Arbeiter einen Arbeitswilligen an
und mißhandelten ihn in roheſter Weiſe. Auf ſeine
Hilferufe eilte ein Schutzmann herbei, worauf die
Streikenden die elektriſchen Drähte durchſchnitten und
in der Dunkelheit mehrere Revolverſchüſſe abfeuerten.
Schließlich entflohen die Angreifer.
London, 4. Okt. Die geſtrigen ſchweren Stürme
an der engliſchen und der irländiſchen Küſte haben ſo=
wohl
auf dem Meere als auch auf dem Lande ſchweren
Schaden verurſacht. Der Dampfer Welholme, von
Grimsby nach Liverpool unterwegs, iſt in der Nordſee
geſtrandet und untergegangen. Mit Ausnahme eines
Matroſen konnte ſich die geſamte Beſatzung retten. In
der Nähe der Selſey=Bill=Inſeln iſt eine Fiſcherbarke
geſunken. Zwei Inſaſſen ertranken. Zahlreiche Jach=
ten
und Fiſcherboote ſind durch den Sturm ſchwer be=
ſchädigt
worden.
New=York, 3. Okt. Bürgermeiſter Gaynor hat
die Amtsgeſchäfte wieder übernommen.
New=York, 3. Okt. Eine Feuersbrunſt die
auf einem Häuſerblock der 25. Straße der elften Avenue
ausgebrochen war, hat ein dort befindliches Holzlager
und ein Hotel zerſtört. Gegen Mitternacht war der
Brand noch nicht gelöſcht und breitete ſich in der Rich=
tung
des Depots der Baltimore and Ohio=Bahn und
nach der zehnten Avenne aus.
New=York, 4. Okt. Der Schaden, der durch das in
einem Häuſerblock der 24. Straße der 11. Avenue aus=
gebrochene
Feuer verurſacht worden iſt, wird auf andert=
halb
Millionen Doll. geſchätzt. Dem Feuer fielen, wie
bereits gemeldet, ein Holzlager, ein Hotel und außerdem
eine Fabrik und mehrere andere Gebäude zum Opfer.
Panama, 4. Okt. Bei Carachine ſoll der Dampfer
Chiriqui infolge einer Keſſel=Exploſion untergegan=
gen
ſein; die Chiriqui hatte 70 Perſonen an
Bord, unter ihnen 27 Paſſagiere erſter Klaſſe.
* Chronik des Monats September. 2. In Berlin
wird der Neubau des Reichsmilitärgerichts durch den
Kaiſer eingeweiht. 5. 600jähriges Jubiläum der
Stadt Stolp in Pommern. Einweihung eines Denk=

Silbergrau ſpielende Perle und die koſtbare ſchwarze
Perle ſind erlaubt. Kapriziöſe Damen mögen ſogar
aſymmetriſche Wirkungen erproben und zwei ver=
ſchiedene
Perlen, vielleicht eine ſchwarze zur Rechten
und eine graue zur Linken, anlegen. Vorausſetzung
iſt freilich, daß die beiden Perlen in Form und Größe
ihre Zuſammengehörigkeit erkennen laſſen. Brillanten
und Diamanten werden als zu auffällig abgelehnt;
dagegen können je nach der Toilette und dem Teint
der ſchönen Beſitzerin farbige Edelſteine verwendet
werden, vor allem der Saphir und der Smaragd. Sie
werden dann in Birnenform geſchliffen, und wem das
Feuer des Smaragden und Saphirs nicht genügt, der
mag die Einfaſſung mit einigen kleinen Brillanten
ſchmücken, aber hierbei muß vornehmer Geſchmack wohl
abgewogene Zurückhaltung gebieten. Das Kennzeichen
des modernen Ohrgehänges iſt jedenfalls die freie Be=
weglichkeit
des Steins, der an der zartgearbeiteten,
feinen Kette hin und her pendeln kann. Einſtweilen
ſind die führenden Pariſer Modedamen ſich noch nicht
darüber einig, ob dieſes neue Geſchmeide für alle
Frauen empfehlenswert iſt. Die einen behaupten,
daß das lange, ſchlanke Ohrgehänge nur bei einem
ſchmalen, ariſtokratiſchen, ovalen Geſicht ſeinen Zweck
wirklich erfüllt, den Zweck, die Schönheit des Geſichts=
ſchnittes
zu betonen. Aber auf der anderen Seite weiſt
man darauf hin, daß gerade dieſe neuen Ohrgehänge
ein reizvolles Gegengewicht bilden zu einem Geſichte,
das von der Natur etwas zu breit, oder zu einem
Kinn, das zu energiſch entwickelt iſt.
* Ein ſeltſamer Sehfehler. Dr. Meredith
Young, der Oberſchularzt des Cheſhire County Council,
berichtet über das ſeltſame Sehen eines Schulkindes in
Cheſter, das alle Gegenſtände im rechten Winkel zu
ihrer wahren Lage erblickt. Da vermutet wurde, daß
mit der Sehkraft des Kindes irgend etwas nicht in
Ordnung wäre, wurde es einigen Prüfungen unter=
worfen
. So wurde z. B. ihm ein großes lateiniſches E
vorgelegt, mit der Aufforderung, es nachzumalen, was
das Kind auch ſofort und durchaus naturgetreu tat,

mals für Wilhelm I. 8. Der Senior der juriſtiſchen
Fakultät Leipzig, Profeſſor Dr. Friedberg, f. Päpſt=
liches
Motuproprio gegen den Modernismus. 11.
Präſident Madriz von Nikaragua ergibt ſich nach einem
unglücklichen Seegefecht ſeinem Gegner Eſtrada.
12. Miniſterialdirektor v. Seydewitz zum ſächſiſchen
Finanzminiſter ernannt. Abſchiedsfeier der Deut=
ſchen
für den Fürſten Radolin in Paris. 14. Das
Luftſchiff 2 VI brennt bei der Landung in Baden=
Baden nieder. Die griechiſche Nationalverſammlung
wurde mit einer Anſprache des Königs eröffnet.
Nationalverſammlung der Griechen in der Türkei im
ökumeniſchen Patriaracht zu Konſtantinopel. Rück=
tritt
des bulgariſchen Miniſteriums. 16. Der Bür=
germeiſter
von Metz, Dr. Paul Böhmer, zum Unter=
ſtaatsſekretär
im Reichskolonialamt ernannt. Der
frühere heſſiſche Staatsminiſter Frhr. v. Starck .
17. Das ökumeniſche Patriarchat verzichtet auf die grie=
chiſche
Nationalverſammlung in Konſtantinopel. 18.
Der ruſſiſche Botſchafter Nelidow in Paris . Neues
Miniſterium in Bulgarien unter Malinow. 20. Hof=
ſchauſpieler
Joſef Kainz . Kaiſer Wilhelm in
Wien. Thronrede zur Eröffnung der Generalſtaaten
in Holland. Einweihung einer neuen Straßenbrücke
über den Rhein in Köln. Einigung der Deutſchen
und Tſchechen über die Eröffnung des böhmiſchen
Landtags. 21. Rede Kaiſer Wilhelms im Wiener
Rathaus. 22. Regent von Perſien, Agil el Mulk, f.
Rede des Statthalters über die franzöſiſche Propa=
ganda
in Elſaß=Lothringen. Der ſozialdemokratiſche
Parteitag verurteilt die Budgetbewilligung der Süd=
deutſchen
. 23. Naſr el Mulk zum Regenten von
Perſien gewählt. Proteſtbrief des Papſtes gegen die
Rede des römiſchen Bürgermeiſters. Thronrede zur
Eröffnung der portugieſiſchen Cortes. 24. Der Be=
gründer
der neuen Saalburg, Geh. Baurat Loui
Jacobi, 7. Der Operettenkomponiſt Rudolf Dellin=
ger
. 26. Reichstagsſtichwahl in Frankfurt=Lebus.
In Frankreich finden die Aviatiker Fontanelle und
Poillot bei ihren Verſuchen den Tod. Streikunruhen
in Berlin=Moabit. 27. Neue Zuſammenſtöße in
Berlin=Moabit. Miniſterialdirektor Rheinboldt zum
badiſchen Finanzminiſter ernannt. 28. Auf dem
Habsheimer Flugfelde findet der Aviatiker Plochmann
den Tod. 29. Beſuch des Grafen Aehrenthal bei San
Ginliano in Turin. 30. Der böhmiſche Landtag
bringt die erſte Sitzung ohne Obſtruktion zuſtande.
Der frühere preußiſche Kriegsminiſter General von
Verdy du Vernois . 25jähriges Jubiläum unſerer
vzialen Geſetzgebung.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Freie Literariſch=Künſtleriſche Ge=
ſellſchaft
. Am zweiten Vereinsabend dieſes Jah=
res
, Freitag, 7. Oktober, wird Herr Bildhauer Dr.
Daniel Greiner aus Jugenheim in der Tech=
niſchen
Hochſchule (Saal 326) über die größten Meiſter=
werke
dekorativer Malerei der Welt Die Decken=,
gemälde Michel Angelos in der Sixtina einen Vor=
trag
halten, der ſchon durch ſein Thema die Beachtung
aller Kunſt= und kunſtliebenden Kreiſe Darmſtadts ver=
dient
. Herr Dr. Greiner, einer der vielſeitigſten
Künſtler Heſſens und ein früheres Mitglied der Darm=
ſtädter
Künſtlerkolonie, hat auf dem Gebiet der
Skulptur, der Medaillen und Plaketten, ſowie als
Graphiker bereits Hervorragendes geleiſtet. Er iſt als
zeiſtvoller Redner wie als Dichter rühmlich bekannt, ſo
daß der bevorſtehende, durch Lichtbilder illuſtrierte
Vortrag ſicherlich allgemeinem lebhaften Intereſſe be=
gegnen
wird. Der Abend iſt auch Nichtmitglie=
dern
der Geſellſchaft zugänglich. (Vergl. heutige
Bekanntmachung im Anzeigenteile.)

Kongreſſe und Verbandstage.
20. Hauptverſammlung des Bundes
Deutſcher Bodenreformer.
Gotha, 3. Okt. Unter außerordentlich zahlrei=
cher
Beteiligung der Bundesmitglieder wurde heute vor=
mittag
hier die 20. Hauptverſammlung des Bundes Deut=
ſcher
Bodenreformer im Hotel Zum Schützen eröffnet.
Das Reichsſchatzamt und das Reichsamt des Innern hat=
ten
Vertreter entſandt. Der Vertreter des erſteren, Regie=
rungsrat
Dr. Juno, wies in ſeiner Anſprache darauf hin,
daß trotz der Sparſamkeit, die innegehalten werden müſſe
und trotz der ſeit Jahren kundgegebenen Abſicht, nur mög=
lichſt
wenig Kongreſſe zu beſuchen, die Reichsämter dieſe
Tagung doch für ſo wichtig hielten, daß ſie eine Ausnahme
gemacht hätten. Der Tagung wohnte im Anfang auch der
Herzog von Sachſen=Koburg=Gotha bei. Der Vorſitzende

nur daß das E liegend anſtatt aufrechtſtehend darge=
ſtellt
war. Als man das Kind aufforderte, das Bild
einer Katze zu zeichnen, ſtand das auf dem Schwanz
anſtatt auf den Beinen, und ähnlich zeichnete es ein
Schiff auf dem Bugſprit ſtehend anſtatt auf ſeinem
Kiel. Ein Augenarzt erklärte, daß in dieſem Falle
die Abnormität in den Nerven zu ſuchen ſei, durch die
die Bilder vom Rückteil des Auges aus nach dem Ge=
hirn
hinauftelegraphiert werden. Es gebe für dieſen
Sehfehler keine Heilung, das Kind würde ſich eben
durch Uebung daran gewöhnen müſſen, daß die Dinge,
die ihm horizontal erſcheinen, in Wirklichkeit vertikal
ſind und umgekehrt. Da auch bei normalen Menſchen
das Gehirn lernen muß, das Bild, das auf der Retina
erſcheint, umzukehren, ſo dürfte auch das Kind keinerlet
Schwierigkeiten haben, ſich den beſonderen Bedingun=
gen
ſeiner Sehnerven anzupaſſen.
* Eine ſonderbare Geſchichte von der
Kölner Hohenzollernbrücke. Aus Köln wird
gemeldet: Die ihrer Vollendung entgegengehende
Hohenzollernbrücke wurde bisher zum allgemeinen Er=
ſtaunen
der Fachleute und Laien von vier Türmen
flankiert, von denen die beiden ſtromaufwärts ge=
legenen
bedeutend kleiner als die ſtromabwärts ſich
erhebenden waren. Die hohen Türme wurden errich=
et
infolge einer von hoher Stelle dem Baukünſtler
auferlegten Abänderung ſeines urſprünglichen Planes.
Nun, nachdem die Brücke beinahe fertig iſt, erkennt
man allſeitig, daß die Abänderung durchaus nicht am
Platze war. Zu dieſer Ueberzeugung kamen auch ge=
legentlich
der Einweihung des Kaiſer Wilhelm= Denk=
mals
der Eiſenbahnminiſter ſowie der Erbauer der
Brücke, Geheimrat. Schwechten und andere. Sie alle
ſprachen ſich dahin aus, daß die Pfeiler in der vom
Architekten feſtgeſetzten Höhe ausgeführt werden müß=
ten
. Die höheren Pfeiler werden infolgedeſſen gegen=
wärtig
wieder abgetragen.

[ ][  ][ ]

Nummer 233.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Seite 5.

Adolf Damaſchke gab zunächſt einen kurzen Ueberblick
über die Bewegung der Bodenreformer und befaßte ſich
dabei eingehend mit den Berliner Wohnungsverhältniſſen.
Es beſtehe hier die Gefahr, daß im Schatten unſerer Dome
und Paläſte ein Geſchlecht heranwachſe, von dem unſere
kulturellen Grundlagen bedroht werden müſſen. Deshalb
leiſten wir nationale Arbeit, wenn wir dafür ſorgen, daß
Grund und Boden nicht mehr Spekulationsobjekt bleibt.
Nun ſoll auch das Tempelhofer Feld, die letzte große freie
Fläche in Berlin, der Spekulation überantwortet werden.
Für 70 Millionen ſoll das Feld verkauft werden. Das iſt
eine hohe Summe, aber gering, wenn man bedenkt, wieviel
Volksgeſundheit dort zu Grabe getragen wird. Der
Vorſitzende erſtattete dann weiter das Referat über Die
deutſche Bodenreformarbeit im Jahre 1909/10.
Der Redner führte dabei aus: Je älter ich werde und je
mehr Erfahrungen ich ſammle, um ſo klarer wird mir die
Erkenntnis, daß eine wirkliche organiſche Aufwärtsent=
wicklung
unſeres wirtſchaftlichen Lebens davon abhängt,
daß es uns gelingt, ein gewiſſes Maßngeſchichtlicher Kennt=
niſſe
zu verbreiten, um unſer Volk von der Macht der
wurzelloſen Phraſe zu befreien. Auch in gebildeten Schich=
ten
finde man heute über Kommunismus, Anarchismus,
Staatsſozialismus, Bodenreform uſw. durchaus falſche
Anſchauungen. Das iſt in einer Zeit, in der die ſozialen
Kämpfe ſchlechthin die entſcheidenden ſind, eine Quelle
ſchwerſter Schädigung, ja eine unmittelbare Gefahr. Es
muß dahin kommen, daß auch auf dem Gebiete der Natio=
nalökonomie
ein beſtimmtes Maß poſitiven Wiſſens von
jedem verlangt wird, der als gleichberechtigt anerkannt
werden will. Der Redner ſchloß mit der Aufforderung,
daß jeder in ſeinem Kreiſe an der Ausbreitung des boden=
reformeriſchen
Gedankens arbeiten möge.
Hierauf ſchilderte Oberbürgermeiſter Wagner=Ulm
die Erfahrungen, die die Stadt Ulm mit dem Wiederkaufs=
recht
gemacht hat. Bürgermeiſter Stosberg=Lennep
ſchilderte die Erfahrungen mit kleinen Rentengütern.
Oberbürgermeiſter Dr. Wilms=Poſen ſprach über die
Erfahrungen mit der Ausgabe von Land zur Wohlfahrts=
und Armenpflege. Das letzte Referat über Erfahrungen
mit dem Erbbaurecht erſtattete Bürgermeiſter Schütte=
meier
=Rheine. Die ſozialpolitiſche Bedeutung des Erb=
baurechts
, an die beim Inkrafttreten des Bürgerlichen Ge=
ſetzbuches
noch niemand dachte, haben zuerſt die Boden=
reformer
erkannt. Durch ihre rege Werbetätigkeit iſt das=
ſelbe
bereits vom Reich, Preußen, ſowie einer großen
Zahl deutſcher Städte praktiſch zur Anwendung gekom=
men
. An die Referate knüpfte ſich eine lebhafte Dis=
kuſſion
. Morgen werden die Beratungen fortgeſetzt.

Mitteldeutſcher Arbeitsnachweisverband.
Aus der Sitzung des geſchäftsführenden Aus=
ſchuſſes
(Unterkommiſſion) des Mitteldeutſchen Ar=
beitsnachweisverbandes
in Frankfurt a. M., der u. a.
Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert=Mainz,
Vorſitzender, Provinzialdirektor Geh. Reg.=Rat Fey=
Darmſtadt, Oberregierungsrat Dr. von Gizycki= Wies=
baden
(Vertreter des Regierungspräſidenten von
Wiesbaden), Miniſterialdirektor Pfeiffer=Darmſtadt
(Vertreter des Großh. Heſſiſchen Miniſteriums des
Innern), Stadtrat Dr. Fleſch=Frankfurt a. M., Bür=
germeiſter
Dr. Schmidt=Mainz, Vürgermeiſter Dr.
Wevers=Worms, Bürgermeiſter Dr. Frenay= Bens=
heim
, Oekonomierat Leithiger=Darmſtadt (Vertreter
der Landwirtſchaftskammer Darmſtadt) uſw. beiwohn=
ten
, wurde in erſter Linie die Frage des Ausbaues
der Organiſation des Arbeitsnachweiſes in Verbind=
ung
mit den Verpflegungsſtationen behandelt. Die=
ſer
Frage wird im Verbandsgebiet die allergrößte
Beachtung geſchenkt. Die Löſung der ſchwierigen Auf=
gabe
erfolgt keineswegs im Verbandsgebiet in ſchema=
tiſcher
Weiſe, ſondern iſt nach den verſchiedenen Tei=
len
verſchieden geregelt. Im Großherzogtum Heſſen
ſchweben zurzeit in den Provinzialausſchüſſen Ver=
handlungen
. Die Provinzialdirektionen Gießen und
Mainz beabſichtigen Vertreter der Kreiſe und Städte
in der Frage zu hören; in der Provinz Starkenburg
ſind die Verhandlungen über die endgültige Regel=
ung
des Arbeitsnachweiſes dem Abſchluß nahe. Zwei=
fellos
wird die beabſichtigte Regelung des Arbeits=
nachweiſes
in Verbindung mit dem Verpflegungs=
weſen
ein wichtiges und erfolgverſprechendes Tätig=
keitsgebiet
eröffnen. In der Frage der Lehr=
ſtellenvermittelung
vertritt der Verband den
Standpunkt, daß in Großſtädten die Lehrſtellenver=
mittelung
zweckmäßig von beſonderen Jugendfürſorge=
vereinigungen
geleitet wird, daß dagegen in Mittel=
und Kleinſtädten die Lehrſtellenvermittelung mit
Nutzen von den öffentlichen Arbeitsnachweiſen ge=
pflegt
werden könnte, beſonders wenn es möglich ſei,
mit den Innungen, Handwerkervereinen, Gewerbe=
vereinen
und Jugendfürſorgeeinrichtungen Hand in
Hand zu arbeiten. In der Frage des Stellenver=
mittlergeſetzes
nimmt der Verband eine ab=
wartende
Haltung ein; vorläufig ſoll verſucht werden,
die Stellenvermittler zur Statiſtik heranzuziehen, im
übrigen weitere Feſtſtellungen zurückzuſtellen, bis das
Stellenvermittlergeſetz wirkſam geworden iſt. Des
weiteren wurde Beſchluß gefaßt über die Bereit=
ſtellung
von Mitteln für Arbeitsnachweiſe, für den
Jahresbericht des Verbandes, Organiſation der klei=
neren
Arbeitsnachweiſe, den Verkehr mit anderen
Verbänden und Korporationen. Eine Reihe geſchäft=
licher
Mitteilungen beſchloß die Sitzung.

Luftſchiffahrt.
* Metz, 3. Okt. Oberſt v. Falkenhayn, Chef
des Generalſtabes des 16. Armeekorps, unternahm
heute nachmittag mit Jeannin einen Ueber=
landflug
auf einem Militär=Doppeldecker der Avia=
tik
G. m. b. H., Mülhauſen; der Flug ging in einer
Höhe von etwa 200 Metern von ſtatten und erſtreckte
ſich über die in der Umgegend von Metz gelegenen
Forts. Oberſt von Falkenhayn ſprach ſich ſehr befrie=
digt
über die Sicherheit des Apparates und die leichte
Orientierung aus.
r. Zu dem neuen Höhenweltrekord
für Flugmaſchinen, den der holländiſche Avia=
tiker
Wynmalen auf dem Manöverfelde von Iſſy=les=
Moulineaux mit 2780 Meter aufſtellte, wodurch er den
letzten Rekord von Chavez um 100 Meter verbeſſerte,
wird noch gemeldet, daß der Flug im ganzen 1 Stunde
57 Minuten in Anſpruch nahm. Anfangs ſchraubte
ſich Wynmalen mit ſeinem Farman=Doppeldecker, wie
aus den Angaben des Regiſtrierbarometers erſichtlich,
verhältnismäßig ſchnell empor. Später gebrauchte er
aber zirka 10 Minuten, um 100 Meter zu ſteigen. In
der Höhe von 2780 Meter blieb der Motor ſtehen, da
der Vergaſer bei der in der großen Höhe herrſchenden
Kälte eingefroren war. Wynmalen mußte alſo im
Gleitflug landen, erreichte aber glücklich nach einem

Abſtieg von 12 Minuten Dauer den Boden. Wyn=
malen
iſt ein junger Flieger von 21 Jahren, der erſt
im Auguſt d. J. ſein Pilotenzeugnis erwarb.

Landwirtſchaftliches.
Die 2. Preishälfte der auf den Be=
zirkstierſchauen
zu Arheilgen am 18. Septem=
ber
1909 und zu Beerfelden am 2. Oktober 1909 zuer=
kannten
Preiſe für Pferde, Rindvieh, Schweine und
Ziegen wird nach Eingang der Beſcheinigung der
Bürgermeiſtereien, daß die betreffenden Preistiere
nach der Schau noch ein Jahr in Heſſen zur Zucht ver=
wendet
worden ſind, vorausſichtlich im Monat No=
vember
I. J. zur Auszahlung gelangen. Die vorer=
wähnten
Beſcheinigungen ſind ſpäteſtens bis zum 15.
Oktober I. J. an den Landwirtſchaftskammer=Ausſchuß
für Starkenburg in Darmſtadt, Bismarckſtraße 52, I.,
einzuſenden, andernfalls der Anſpruch auf die Aus=
zahlung
der 2. Preishälfte erliſcht.

Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 4. Okt. Fruchtmarkt=
bericht
. Am Wochenmarkte war der Verkehr wieder
ſehr ruhig; es machten ſich die iſraelitiſchen Feiertage be=
merkbar
. Infolge des reichlichen Angebotes bei mangeln=
der
Kaufluſt mußten ſich Verkäufer zu Preisermäßigungen
entſchließen, wobei beſonders Landweizen matter lag.
Landroggen war zu unveränderten Preiſen erhältlich, ohne
daß ſich größeres Geſchäft entwickeln konnte. Gerſte und
Hafer luſtlos. Futterartikel und Mehl ſtark offeriert und
nachgebend. Mais ſtill, aber preishaltend.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ſtetig,
aber nicht lebhafter.
An der Berliner Produktenbörſe war Ge=
treide
feſter auf die Erhöhung der ruſſiſchen Forderungen,
aber ſchließlich wieder etwas abgeſchwächt auf Realiſatio=
nen
für Oktober. Hafer billiger, da nur ſchwacher Kon=
ſum
vorhanden. Später erfolgte abermals eine Preis=
ſteigerung
auf den ungünſtigen Erntebericht des Deutſchen
Landwirtſchaftsrates.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den amerika=
niſchen
Getreidemärkten (New=York und Chi=
cago
) war Weizen nach anfänglicher Feſtigkeit in weichen=
der
Tendenz auf den baiſſelautenden Viſible=Supply= Aus=
weis
, große Abgaben der Kommiſſionshäuſer und der Mel=
dung
von beträchtlichen Zufuhren aus Winnipeg. Mais
zu Beginn beſſer auf Nachrichten von Regen und Kälte
in den Ernte=Diſtrikten, dann billiger auf die enttäuſchende
Nachfrage für Lokoware. Die ſichtbaren Weizenvorräte
ſind dort in dieſer Woche von 32,24 Mill. Buſh. auf 34,97
Mill. Buſh. und die Maisvorräte von 3,64 Mill. Buſh. auf
5,04 Mill. Buſh. geſtiegen. Ebenſo erhöhten ſich die
Weizenvorräte in Kanada in dieſer Woche von 4,20 Mill.
Buſh. auf 6,90 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wetterauer 2020,25, Kurheſſiſcher
20,1520,25, Redwinter 22,7523,25, Laplata 22,75 bis
23,25, Kanſas 22,7523,25, Nordd. 20,1020,25, Rumäni=
ſcher
22,5023,25, Ruſſiſcher 22,5023,50, Donauweizen
22,5023,25, Walla Walla 22,7523,75; Roggen hieſ.
1515,25, Bayeriſcher (Pfälzer) 1515,25; Gerſte Pfäl=
zer
16,5017,50, Riedgerſte 16,5017,50, Fränkiſche 16,50
bis 17,50, hieſ. und Wetterauer 1616,50, Ungariſche 22,25
bis 23,75, Ruſſiſche Futtergerſte 12,2512,75; Hafer hieſ.
1515,50, Ruſſiſcher 16,2516,75, Rumäniſcher 16,25 bis
16,75, Bayeriſcher 1515,50; Mais mixed 14,5014,75,
Donaumais 14,5014,75, Weißer Mais 14,7515, Ruſſi=
ſcher
15,5015,75, Rumäniſcher 15,5015,75, Laplata 14,50
bis 14,75, Weizenſchalen 9,, Weizenkleie 8,509, , Rog=
genkleie
9,9,50, Futtermehl 1213,, Biertreber getrock=
net
12,2512,75, Weizenmehl hieſ. Nr. 0 29,7530,25, fei=
nere
Marken 30,5030,75, Nr. 1 29,2529,50, feinere Mar=
ken
29,7530,, Nr. 2 28,5028,75, feinere Marken 29 bis
29,25, Nr. 3 26,7527,25, feinere Marken 27,5027,75,
Nr. 4 22,5023,, feinere Marken 23,2523,50, Roggen=
mehl
hieſ. Nr. 0 23,7524,25, Nr. 1 22,2522,75, Nr. 3
19,7520,-

Zur Metallarbeiter=Bewegung.
H.B. Berlin, 4. Okt. Während geſtern aus
Hamburg, der Stätte der Verhandlungen zwiſchen
Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Metallinduſtrie,
nur Nachrichten einliefen, die die Ausgleichsaktion als
vollſtändig geſcheitert hinſtellten, erfährt der Lokalanz.
heute vormittag von dem Führer der Hirſch= Duncker=
ſchen
Gewerkvereine, Stadtverordneten Karl Gold=
ſchmidt
, daß nach einigen ihm zugegangenen Draht=
nachrichten
die Verhandlungen in Hamburg heute
fortgeſetzt werden. Natürlich könne man ſich, ſo lange
unterhandelt werde, eine beſtimmte Anſicht über den
ſchließlichen Ausgang nicht bilden. Ueber die Gründe,
die die Arbeiter zu der ſtrikten Ablehnung der Vermit=
telungsaktion
der Metallinduſtriellen geführt haben, iſt
nichts bekannt geworden. Man glaubt, daß die Aus=
ſperrung
nicht von langer Dauer ſein wird, da, wenn
auch beide Parteien ſich gegenwärtig ſchroffer denn je
gegenüberſtehen, dennoch allenthalben die Hoffnung be=
ſteht
, daß im Laufe der nächſten Zeit eine Einigung
erzielt werden könne. Die Arbeitgeber ſind entgegen
ihrem urſprünglichen Plane, ſofort abzureiſen, noch
in Hamburg geblieben, um zu weiteren Verhandlun=
gen
bereit zu ſein. Die Arbeitgeber werden im Laufe
des heutigen Nachmittags abermals zuſammenkommen
und unter ſich die Sachlage beraten. Die Arbeitnehmer
werden in der heutigen Nachmittags=Verhandlung
nicht vertreten ſein. Es beſteht auf beiden Seiten das
Beſtreben, die Sache zu einem befriedigenden Ende zu
führen.
* Hamburg, 4. Okt. Heute vormittag wurden trotz
des geſtrigen Beſchluſſes des Metallarbeiterverbandes die
Einigungsverhandlungen zwiſchen der Kom=
miſſion
des Geſamtverbandes der deutſchen Metallindu=
ſtriellen
und den Vertretern der Arbeiterorganiſationen
weitergeführt. Seitens der Arbeitgeber wur=
den
einige Konzeſſionen gemacht. Von der An=
nahme
oder Ablehnung der Einigungsvorſchläge ſeitens
der Arbeiter hängt nunmehr die Frage ob, ob am Sams=
tag
die Ausſperrung in der geſamten Metallinduſtrie er=
folgt
oder nicht. Die Arbeitervertreter erklärten, eine
definitive Antwort bis Mittwoch abend
8 Uhr erteilen zu wollen.
* Hamburg, 4. Okt. Gegenüber der Auffaſſung,
als ob die Ausſperrung der Metallarbeiter
unvermeidlich wäre, wird von maßgebender Stelle mit=
geteilt
, daß die Verhandlungskommiſſion des Geſamtver=
bandes
deutſcher Metallinduſtrieller die beiden Par=
teien
einander näher gebracht und prinzipiell
wichtige Konzeſſionen für die Arbeiter auf den Werften
erreicht hat. Es handelt ſich nur noch darum, daß die Ar=
beiter
unerfüllbare Forderungen aufgeben und ſich damit

begnügen, was bei der augenblicklichen Lage des Schiffs=
baues
gegeben werden kann.

Literariſches.
Was ſoll unſere Tochter werden und
wie kann ſie ſich ihren Lebensunterhalt
ſelbſt verdienen? Ein Wegweiſer für Eltern, die
ihre Töchter unterbringen, für einen geeigneten Beruf rich=
tig
vorbereiten wollen. Herausgegeben von Schulrat Dr.
Wilhelm Letau und Ruth Letau. Preis 80 Pfg., gebunden
1,20 Mk. Verlagsanſtalt Emil Abigt, Wiesbaden 35.
Winke und Ratſchläge, deren Wert gar nicht hoch genue
eingeſchätzt werden kann, enthält dieſes Büchlein, das alle
den Frauen offen ſtehenden Berufe, von den häuslichen bis
zu denen, die eine akademiſche Ausbildung erfordern, einer
eingehenden Beſprechung unterzieht.
Die Paragraphenmühlen. Harmloſe
Schilderungen in Reimform, von O. Jura. Mit mehr=
farbiger
Umſchlagzeichnung und humoriſtiſchen Illuſtra=
tionen
von Hermann Abeking. Preis 3 Mk., eleg. gebunden
4 Mk. Silva=Verlag, Berlin C. 54, Dragonerſtr. 48.
Juſtitia im Lichte des Humors und der Satire, das iſt der
Inhalt dieſes Buches. Hinter dem Pſeudonym O. Jura
verbirgt ſich ein Juriſt, der alle Inſtanzen des Amts=
gerichts
und Landgerichts praktiſch erfahren hat, und der
daher in der Lage iſt, aus eigener Anſchauung zu berichten
und zu urteilen. In friſchen, belebten Reimen erzählt O.
Jura von den Ereigniſſen, die an Gerichtsſtelle täglich
paſſieren, oft mit draſtiſchem Humor durchwürzt. Hierzu
geſellen ſich die trefflichen Illuſtrationen Hermann Abe=
ings
, die den Text ins richtige Licht rücken.

Vom Hoflager in Friedberg.
* Friedberg, 4. Okt. Zum zweiten Male inner=
halb
14 Tagen weilte geſtern der Zar in Weilburg.
Kurz vor ½4 Uhr traf er in Begleitung der vier ruſſiſchen
Prinzeſſinnen, des Großherzogs und der Großherzogin
von Heſſen, der Prinzeſſin Heinrich von Preußen mit
einem größeren Gefolge, zuſammen etwa 15 Perſonen,
dort ein. Die Herrſchaften kamen aus der Richtung
Uſingen=Grävenwiesbach und fuhren direkt zum Schloß.
Nachdem die Herrſchaften das Schloßinnere beſichtigt hat=
ten
, unternahmen ſie noch einen Rundgang durch den
Schloßgarten, in welchem beſonders die Denkmäler des
letzten Herzogs Adolf von Naſſau und des Schöpfers der
Anlagen, Grafen Johann Ernſt, ihre Aufmerkſamkeit er=
regten
. Die fürſtlichen Damen waren mit photographiſchen
Apparaten verſehen und machten fleißig Aufnahmen. Nach
etwa dreiviertelſtündigem Aufenthalt erfolgte kurz nach
4 Uhr die Rückreiſe, die über Grävenwiesbach und Uſingen
nach Friedberg führte.
* Limburg (Lahn), 4. Okt. Der Kaiſer von Ruß=
land
iſt mit dem Großherzog von Heſſen und Gefolge in
vier Automobilen heute mittag 1 Uhr zur Beſichtigung
der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten eingetroffen.

Darmſtadt, 5. Oktober.
L. Die geſtrige letzte diesmalige Schwurgerichts=
verhandlung
gegen den 50 Jahre alten Taglöhner
Hermann Weitz von Mühlheim wegen Meineides
war eine recht verwickelte Geſchichte. Das Verbrechen
ſoll darin beſtehen, daß Weitz am 13. Auguſt 1904 am
Amtsgericht Offenbach den ihm auferlegten Offen=
barungseid
wiſſentlich falſch geleiſtet habe. Der Ange=
klagte
ſtammt aus Lonshauſen bei Fulda und war
urſprünglich Ruſſenmacher. Im Jahre 1886 heiratete
er eine Witwe mit Vermögen und 5 Kindern, beide
vereinbarten ſofort Gütertrennung. Im Jahre 1893
wurde ein ihm gehöriges Häuschen wegen einer
Alimentenforderung für 420 Mark im Zwangswege
verſteigert, von dem Erlös erhielt er nichts. Weitz war
ſeiner Frau behilflich, als dieſe ihr Haus baulich ver=
beſſerte
und verlangte, daß ſie ihm einen Anteil be=
willige
. Als dies abgelehnt wurde, klagte er, der Pro=
zeß
ging jedoch für ihn verloren. Später verkaufte
die Frau das Haus für 7600 Mark, von dem Erlös gab
ſie ihrem Manne 2500 Mark, die er auf ſeinen Namen
in die Sparkaſſe Hersfeld einlegte. Er tat dies, ob=
wohl
, wie er jetzt erklärt, ausgemacht war, daß der
Betrag erſt ſein Eigentum ſein ſolle, nachdem die Frau
verſtorben war, und erklärt es damit, daß nur auf
dieſe Weiſe verhindert wurde, daß für den Fall des
Todes der Frau die Kinder Rechte geltend machten. Am
5. Februar 1903 erhob er das Geld und legte am
11. Februar 2400 Mark in die Sparkaſſe in Hanau. Im
Jahre 1900 hatte die Familie Weitz ihren Wohnſitz nach
Mühlheim verlegt, wo ſie ein Häuschen kaufte, auf
welches er 1000 Mark zahlte. Da die Eheleute im
Kaufbrief fälſchlich als Käufer aufgeführt worden
waren, ſtatt die Frau allein, trat der Ehemann im
Dezember 1905 ſeine Hälfte an die Frau ab. Schon
im Jahre 1901 hatte die Firma Mähler von Rothen=
burg
einen kleinen Betrag gegen Weitz eingeklagt und
ſeine Vorladung zur Ableiſtung des Offenbarungs=
eides
veranlaßt. Weitz erſchien nicht und zog die Sache
hinaus, bis er verhaftet und am 13. Auguſt 1904 zur
Eidesleiſtung gezwungen wurde. Er legte das vorge=
ſchriebene
, genau aufgeſtellte Vermögensverzeichnis
vor, in welchem kein Wort von einer Sparkaſſeein=
lage
ſtand und leiſtete den Eid. Sofort nach dem
Termin begab er ſich nach Hanau und erhob die Spar=
kaſſeeinlage
, die er dem Landwirt Stein lieh, der ein
Jahr ſpäter das Geld ſeiner Frau zurückgab. Dieſe
legte den Betrag auf ihren Namen in die Spar=
kaſſe
Offenbach, wo das Geld jedoch ſpäter wieder ge=
holt
und ihm behändigt wurde. Die Frau bekam für
ihr Verfahren eine Tracht Prügel. Schon ſeit dem
Jahre 1905 lebt dieſe von ihrem Mann getrennt, weil
die Ehe nichts als Zank uund Streit war. Weitz iſt
bereits wegen Sachbeſchädigung, Beleidigung, Haus=
friedensbruch
und Bedrohung beſtraft. Er beſtreitet
die Anklage mit großer Entſchiedenheit und behauptet,
ſeine Frau ſei ſchuld geweſen an der Eidesleiſtung;
auch bei der Erhebung der Sparkaſſeeinlage in Hanau
habe ſie mitgewirkt, weil ſie Geld für Möbel nötig ge=
habt
habe. Beides beſtreitet die Frau ganz entſchieden,
ſie will ſogar von der Ableiſtung des Offenbarungs=
eides
erſt im Jahre 1907 gehört haben. Sie verſichert,
daß ſie die 2500 Mark ihrem Ehemann als freies Eigen=
tum
überlaſſen habe. Von einem Vorſchlage, dafür zu
ſorgen, daß im Falle ſeines Todes das Geld an ihre
Kinder falle, wollte er nichts wiſſen. Von Stein habe
ſie das Darlehen nur angenommen, weil ihr Mann
nicht zu Hauſe war. Daß das Geld in Offenbach auf
ihren Namen eingelegt wurde, ſei vorgekommen, weil
ſie es nicht beſſer verſtand. Der Zeuge Stein ſagte
aus, daß Weitz ihm das Geld angeboten habe, weil er
es in keine Kaſſe legen wolle; als er es nicht ihm, ſon=
dern
ſeiner Frau zurückzahlte, ſei er ganz wütend ge=
weſen
. Behördlich wird Weitz als brutal und ſchlecht
beleumundet bezeichnet.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Nach einer Mittagspauſe wurde feſtgeſtellt, daß
Weitz, der hier und da dem Alkohol über Gebühr hul=
digte
, wenn er wollte aber ein fleißiger Arbeiter war,
in dem Vermögensverzeichnis, welches er vor der
Eidesleiſtung aufſtellte, die ausdrücklich geſtellte Frage,
ob er Sparkaſſeeinlagen beſitze, einfach verneint hat.
Der Vertreter der Staatsbehörde, Staatsanwalt
Schreiber, begründete die Anklage unter Hinweis
auf die wechſelnden Ausſagen des Angeklagten, deſſen
Verhalten gegenüber den Kaſſen und dem Stein und
der beſtimmten Erklärung der Frau. Der Verteidiger,
Juſtizrat Dr. Hoffmann, ſprach für Freiſprechung,
weil die nicht beeidigte Ausſage der mit ihm uneins
lebenden Frau zu ſeiner Ueberführung nicht ausreiche.
Seine Behauptung ſei nicht widerlegt, daß das Geld
auf ſeinen Namen eingelegt worden ſei, damit für den
Fall des Ablebens ſeiner Frau niemand dasſelbe an=
taſten
könne. Eine Frage wegen fahrläſſigen
Falſcheides wurde nicht geſtellt, weil ein ſolcher inner=
halb
5 Jahren verjährt, der Angeklagte mithin wegen
dieſer Tat nicht mehr ſtrafbar wäre. Auch nach mil=
dernden
Umſtänden wurde nicht gefragt, weil der
Meineid ſolche nicht kennt.
Die Geſchworenen bejahten die Schuld=
frage
. Der Staatsanwalt beantragte 2 Jahre Zucht=
haus
, ſowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte
auf 5 Jahre, der Verteidiger eine mildere Strafe;
Weitz erklärte, er ſage gar nichts. Das Urteil des Ge=
richts
lautete auf 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus
unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf
5 Jahre und dauernden Verluſt der Fähigkeit, als
Zeuge oder Sachverſtändiger eidlich vernommen zu
werden. Ein Monat iſt durch die Unterſuchungshaft
verbüßt. Dem Verurteilten iſt die Strafe zu hoch.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Wieshaden, 4. Okt. Der ſeit Mitte September
nach Unterſchlagungen von zirka 30000 Mark flüch=
tige
Buchhalter Heinrich Kramb, der bei
der Wiesbadener Stanniol= und Metallkapfelfabrik be=
ſchäftigt
war, wurde heute früh in der Wohnung einer
von ihrem Manne getrennt lebenden Frau ver=
haftet
. In ſeinem Beſitze befanden ſich noch einige
tauſend Mark.
* Wiesbaden, 4. Okt. Bei der Aushebung eines
Spielerneſies fielen der Kriminalpolizei Kauf=
mann
Fritz aus Pirmaſens und Dr. Sello aus Ber=
lin
, der früher Arzt, dann Opernſänger und zuletzt
Privatier war, in die Hände. Die beiden Verhafteten
hatten in den größeren Städten des In= und Aus=
landes
in beſſeren Kreiſen gewerbliche Glücksſpiele
veranſtaltet.
* München, 4. Okt. Die erſte bayeriſche
Handelshochſchule wurde heute vormittag durch
einen Feſtakt in Anweſenheit des Prinzen Ludwig
und der Miniſter eröffnet. Die bayeriſchen Univerſi=
täten
und die Handelshochſchulen Leipzig, Mannheim,
Köln und Frankfurt a. M. hatten Vertreter entſandt.
Prinz Ludwig drückte ſeine Freude aus, daß nunmehr
auch Bayern eine Handelshochſchule beſitze und
wünſchte, daß ſie mit der Univerſität gemeinſam für die
Hebung der Bildung wirke. Examina ſeien notwen=
dig
, aber man ſollte die Examennoten nicht überſchätzen,
da manchmal Leute mit guten Examennoten im Leben
ſich unpraktiſch zeigten, während Leute mit minder
guten Noten im Leben Tüchtiges leiſteten. Niemand
könne genug lernen und wiſſen, aber er müſſe dieſes
Wiſſen auch anzuwenden ſuchen. Der Handelsſtand
bringe neben dem Gewerbe den meiſten Reichtum ins
Land. München habe für die Entwicklung des Handels
geographiſch eine ungünſtige Lage, ſei aber trotzdem auf
dieſem Gebiete vorwärts gekommen. Kaufmänniſche
Bildung tue auch jedem Produzenten not. Miniſter
von Podewils begrüßte die Schaffung der Hoch=
ſchule
als eine glückverheißende Tat zur Hebung der
wirtſchaftlichen Schaffenskraft.
* Annweiler, 4. Okt. Auf dem Wege von der
Kirchweih in Sarnſtall wurde der 22jährige Ludwig
Fdausmann von drei Männern ohne jeden Anlaß
überfallen und getötet. Die Täter, zwei
Brüder Engelhard und Johannes Götz, wurden ver=
haftet
.
* Trier, 4. Okt. Die Leiche des verunglück=
ten
Aviatikers Haas iſt heute vormittag unter
zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen worden.
An dem Trauerzuge nahmen auch das 21. Infanterie=
Regiment und das 44. Feldartillerie=Regiment teil.
Unter den Leidtragenden befanden ſich Bürgermeiſter
von Bruchhauſen und Diviſionskommandeur Kuntze.
Unteroffiziere hoben den Sarg auf und aus dem
Leichenwagen. Zahlreiche Blumenſpenden ſchmückten
den Sarg, darunter Kränze der Städte Trier und
Metz.
* Kottbus, 4. Okt. In Forſt wurde die Arbeit in
den vom Streik betroffenen Tuchfabriken zu
den bisherigen Bedingungen wieder aufgenommen.
Der über dieſe Betriebe verhängte Boykott wurde auf=
gehoben
.
* Wien, 4. Okt. Der König der Belgier
legte heute morgen an den Särgen der Kaiſerin Eliſa=
beth
und des Kronprinzen Rudolph Kränze nieder und
ſtattete ſodann mit der Königin den Mitgliedern
des Kaiſerhauſes Beſuche ab. Heute mittag findet bei
dem Thronfolger ein Frühſtück ſtatt, an dem auch der
Kaiſer teilnimmt.
* Prag, 4. Okt. Der Mörder des vor ſechs
Tagen ermordeten Bankiers Kiſch iſt nach poli=
zeilicher
Feſtſtellung der 34 Jahre alte, aus Fuegen
bei Innsbruck ſtammende Rudolf Hauſer. Er iſt
mehrfach vorbeſtraft und zurzeit flüchtig.
* Petersburg, 4. Okt. Die am 30. September in
Taofn verhafteten dreizehn Japaner wur=
den
, wie der Petersburger Telegraphen=Agentur aus
Mukden gemeldet wird, einem mit einer Eskorte aus
Teline gekommenen Beamten des japaniſchen Kon=
ſulates
übergeben. Die chineſiſchen Behörden moti=
vieren
die Verhaftung mit dem herausfordernden Be=

tragen der Japaner, die im Bureau des Präfekten eine
Schlägerei angefangen und ihm mit Gewalttätigkeiten
gedroht hatten. Die japaniſche Preſſe in der
Mandſchurei verlangt erregt, gegen die Chineſen ein=
zuſchreiten
.
* Konſtantinopel, 4. Okt. Generaloberſt von der
Goltz wurde geſtern vom Sultan in Audienz emp=
fangen
.
* New=York, 4. Okt. Die Sun erfährt aus Pa=
nama
, daß wahrſcheinlich 50 Perſonen bei der
Keſſelexploſion auf dem Dampfer Chiriqui
umgekommen ſind.
* Montevideo, 4. Okt. Eine Feuersbrunſt
vernichtete die neuen großen Zollſpeicher und bedroht
die Kaianlagen. Die Dampfer ſind in Sicherheit ge=
bracht
. Alle aus Europa eingetroffenen Waren ſind
vernichtet. Der Schaden wird auf zwei Millionen
Francs geſchätzt.
H. B. Berlin, 4. Okt. Der Abgeordnete Bebel
teilt dem Vorwärts mit, daß die angebliche Unter=
redung
mit ihm, die im Wiener Neuen Journal
veröffentlicht wurde, gar nicht ſtattgefunden hat und
von Anfang bis zu Ende erlogen ſei. Bebel ſchreibt:
Ich gewähre prinzipiell keine Interviews und lehne
alles ab.
Berlin, 4. Okt. Im Krankenhaus
Moabit ſtarb heute der Arbeiter Robert Herrmann,
der an den Moabiter Tumulten beteiligt und
durch Säbelhiebe ſchwer verletzt worden war.
Berlin, 4. Okt. Einen frechen Ueberfall
verübten geſtern zwei Burſchen im Alter von 20 und
23 Jahren auf einen Verſicherungsbeamten in deſſen
Wohnung in der Kaiſer Friedrichſtraße in Rixdorf.
Die Burſchen verſchafften ſich in der zehnten Stunde
durch irgend einen Vorwand Einlaß in die Wohnung
und fielen über deren Bewohner her, als ſie fort=
gewieſen
wurden. Beide wurden feſtgenommen.
Berlin, 4. Okt. Der Ausſtand bei der
Kohlenfirma Kupfer u. Ko. nahm jetzt dadurch
ein Ende, daß ſämtliche Arbeitspoſten durch Arbeits=
willige
, die ſich in großer Zahl gemeldet haben, be=
ſetzt
ſind.
Köln, 4. Okt. Bei den Streikkrawallen
in Deutz erlitt ein Schutzmann ſchwere Kopfverletz=
ungen
und einen Schulterbruch. Ein Arbeiter wurde
von den Radaumachern in ſeiner Wohnung ange=
fallen
und verwundet, ebenſo ſein Junge
ſchwer verletzt, der dem Arbeitswilligen das Eſſen ge=
bracht
hatte.
H.B. Stuhlweißenburg, 4. Okt. Der Gutsbeſitzer
Takacs, ſowie deſſen Tochter und Enkelin wurden, als ſie
ihrem Weinkeller einen Beſuch abſtatteten, von den Gaſen
des jungen gärenden Weines derart betäubt, daß alle drei
erſtickten, ehe Hilfe kam.
Nizza, 4. Okt. Der 24jährige ruſſiſche Leutnant
Alexander Bekotelski ſchoß in der verfloſſenen
Nacht auf ſeine von Monte Carlo heimkehrende Ge=
liebte
, die Sängerin Lina Berny, zwei Schüſſe ab,
ohne zu treffen; dann tötete er ſich ſelbſt durch einen
Schuß in die Schläfe.
Liſſabon, 4. Okt. Der antiklerikale Abgeordnete
Profeſſor Bombarda, Direktor eines Irrenhauſes,
wurde geſtern von einem irrſinnigen Offizier durch vier
Schüſſe getötet.
H.B. Petersburg, 4. Okt. Die Erhebung Sto=
lypins
in den Grafenſtand ſteht nahe bevor,
und zwar wegen ſeiner außerordentlichen Verdienſte,
Das Patent ſoll bereits ausgearbeitet ſein und es ſoll
dem Zaren demnächſt vorgelegt werden.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Der
Randwirbel über dem Kanal iſt oſtwärts über Deutſch=
land
nach Rußland gezogen. Er brachte in der Nacht
nur noch vereinzelt im Gebiet etwas Regen, heute vor=
mittag
auf ſeiner Rückſeite kühlere Weſtwinde und leichte
Aufheiterung. Wenn auch jetzt über Frankreich ein
Hochdruckgebiet lagert, ſo rückt von Island her doch
wieder eine neue Zyklone an, von Regen und ſtarken
Südweſtwinden begleitet.
Ausſichten in Heſſen für Mlttwoch, den 5. Okt.:
Zunehmende Bewölkung und Regen, kühl, windig.

Neuheit für Hausfrauen, Touriſten, Jäger etc.
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gehen ist oft gleichbedeutend
mitsich erkälten. Darum pflegen
vorsorgliche Frauen besonders
bei rauhem Wetter in der Hand-
tasche
neben Portemonnaie und
Schlüssel eine Schachtel Wybert-Tabletten mitzu-
nehmen
, die jede Heiserkeit im Entstehen bannen. Die
Schachtel kostet in allen Apotheken nur 1 Mark und die
Wirkung ist unübertroffen. Niederlagen in Darmstadt:
in sämtl. Apotheken: Germania-Drogerie, Mühlstr. 78;
Minerva-Drogerie, Ecke Karl- u. Hügelstr.; Medizinal-
Drogerie von Fr. Beckenhaub, Ecke Schul- u. Kirchstr.,
u. Drogerie von C. Watzinger, Wilhelminenstr. 11. (19240M
Bei Kopfschmerz Litrovanilie!
(J1240,40

Heute früh entſchlief ſanft mein lieber,
treubeſorgter, unvergeßlicher Gatte und unſer
Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater
Carl Roth
Sattler
nach kurzem, ſchwerem Krankſein. (19275
Darmſtadt, den 4. Oktober 1910.
Eleonore Roth, geb. Walter,
nebst Kinder,
Familie Hinkel,
Familie Strenger,
und fünf Enkel.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Ok=
tober
, nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Friedhofes aus, ſtatt.

Todes-Anzeige.

Heute Mittag entſchlief nach kurzem,
ſchwerem Krankenlager im Alter von 3 Jahren
unſer einzig geliebtes Kind und Enkelchen
Heinrich.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Epting.
Familie Vetter.
Darmſtadt, 4. Oktober 1910.
(Eſchollbrückerſtraße 3).
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Okt,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Fried=
hofes
aus, ſtatt.
(19300

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Gatten, unſeres
guten Vaters, Großvaters, Schwiegervaters, Bru=
ders
, Schwagers und Onkels
(B19278
Philipp Land
Landwirt
ſagen wir auf dieſem Wege Allen unſeren innigſten
Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Regine Lang, geb. Schlumpf.

Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. C): Gawän
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters um 8¼ Uhr
im Orpheum (Thoma=Abend).
Heiterer Abend von Hofſchauſpieler Marlow um
8 Uhr im Hotel Zur Traube‟
Monatsverſammlung des Kriegervereins um 8½ Uhr
in der Stadt Koburg
Verſammlung des Sprachvereins um 8½ Uhr im
Hotel Prinz Karl
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im Kölniſchen Hof.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 10 Uhr ab).
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 6. Oktober.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟
Faſelochs=Verſteigerung um 5 Uhr im Faſelſtall
zu Arheilgen.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

nach Pilsner Art
nach Münchner Art
I!


Hell Exvort eun
feinste
Terelbrere

[ ][  ][ ]

Nummer 233

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Seite 7.

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Auf Liebespfaden.
Roman von H. Ehrhardt.
(Nachdruck verboten.)
22)
Meiſenberg näherte ſich mit ſeiner Dame, er hatte
anſcheinend die Abſicht, vorüber zu tanzen, aber die
junge Frau hielt an, machte ihm eine graziöſe Ab=
ſchiedsverneigung
uind ſtand gleich darauf vor dem
blonden Offizier an der Säule.
Mit beiden Händen umklammerte ſie ſeinen Arm,
als wolle ſie bei ihm Schutz ſuchen.
Da bin ich wieder. War Dir denn auch etwas
bange nach mir?
Sehr! verſicherte er, auf ihr vom Tanz etwas ver=
wirrtes
Haar herabſehend, aus dem eine einzelne Locke
ihr tief in die Stirn hing.
Behutſam ſtrich er dieſe weiche, goldbraune Locke
ein wenig zur Seite. An dem Stückchen Wange, das
die Samtmaske freiließ, zeigte ſich ein tiefes Rot, das
vorher nicht da geweſen. Auffallend haſtig folgte ſie
der Bitte des Artilleriſten um einen Tanz. Als ſie
zurückkehrte, ſtand Meiſenberg ſchon wieder ihrer war=
tend
ohne Hans Haſſingen anzublicken, tanzte ſie mit
dem anderen fort.
Der junge Offizier blieb nicht ohne Anfechtung.
Zu wiederholten Malen ſchmiegten weibliche Geſtal=
ten
ſich an ſeinen Arm, blitzende Augen lockten, und
flüſternde Stimmen hatten ſchmeichelnde Liebesworte
für ihn.

Er mehte ihnen lüh, auele uit einen n=
flug
von Verlegenheit. Was ſollte er mit all dieſen
Schönen? Er war eben nicht ſo leicht zu haben.
Eine große, blonde Maske im Koſtüm einer Winze=
rin
ließ ſich nicht, wie die anderen, durch ſeine Gleich=
gültigkeit
abſchrecken, ſie hatte ſich’s wohl in den Kopf
geſetzt, mit dieſem hübſchen, ſchlanken Einſamen zu
tanzen, gewaltſam umſchlang ſie ihn, zog ihn mit ſich
fort er wehrte ſich halb lachend, halb geärgert, aber
die kräftigen Frauenarme faßten ihn nur feſter, da
tauchte plötzlich eine weiße Geſtalt neben ihnen auf.
Läßt Du ihn gleich los! ſagte eine in allerliebſtem
Zorn bebende Stimme. Er darf nicht tanzen.
Die Winzerin hatte ihr Opfer unwillkürlich frei=
gegeben
.
In herausfordernder Haltung ſtand ſie vor der
kindhaft ſchlanken Gegnerin.
Was geht Dich das an?
Er iſt mein Mann! erklärte die kleine Frau ernſt=
haft
. Ich erlaub’s nicht, daß er tanzt.
Den vollen Mund der Anderen umſpielte der Hohn,
hinter dem ſich Enttäuſchung barg.
O, Du Armer! ſpöttelte ſie, zu Haſſingen gewandt.
Stehſt Du ſo unter dem Pantoffel?
Der glücklich Entwiſchte legte den Arm um die
Taille ſeiner Bekreierin.
Allerdings! Und gern! beſtätigte er ſehr vergnügt.
Wenn der Pantoffel von ſolch einer ſüßen, kleinen
Frau geſchwungen wird

Ein veriedtr Semont: daes ſ einſch eiſhuncs=
los
!
Damit verſchwand die blonde Winzerin vom Schau=
platz
ihrer Niederlage.
Du, ich glaube, ſie hält uns für ein richtiges Ehepaar!
amüſierte Haſſingen ſich, und dabei durchfuhr ihn auf ein=
mal
der Gedanke, daß die Frau an ſeiner Seite frei war
für eine neue Ehe, und daß in ihr vielleicht ſeine Zukunft
ruhte.
Sie blieb diesmal jedoch ganz unbefangen in ihrer
Freude, für ſeine Frau gehalten zu werden. Sie fand des
Lachens kein Ende.
Aber als in ihrer Nähe Meiſenbergs hagerer Kopf auf=
tauchte
, wurde ſie ernſt und zog ihren Begleiter an der
Hand raſch durch die Menſchenmenge.
Zuerſt ſetzten ſie ſich eine Weile auf die rote Plüſch=
bank
, die zum Teil von den Mauerblümchen bevorzugt
wurde.
Neidiſch blickten die vorübergehenden Herren auf die
Beiden, die ſich auf dem kargen Platz eng aneinander ge=
ſchmiegt
hatten und vertraulich zuſammen flüſterten.
Ich mag nicht mehr tanzen, ſagte der rote Frauen=
mund
, ſich etwas verächtlich zuſammenziehend, als Haſſin=
gen
eine diesbezügliche Bemerkung machte. Dein=Freund
gefällt mir nicht ich meine den großen, blaſſen der
Kleine hat eine drollige Frechheit, die nicht verletzt, über
die man lachen muß, ob man will oder nicht aber der
Andere, deſſen Art iſt beleidigend für mich ich habe ge=
wiß
viel Temperament, ich kann es nicht leugnen, es geht.

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5, Oktober 1910.

Nummer 233

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oftmals mit mir durch aber in dem Moment, wo ein
Mann, den ich kaum kenne, ſo zügellos in ſeiner Leiden=
ſchaft
wird, werde ich eiskalt, förmlich hart innerlich er
ſtößt mich ab.
Haſſingen, der ihr, leicht die Stirn runzelnd, zugehört
hatte, fühlte eine Art freudiger Genugtuung, die alle
egoiſtiſchen Regungen erſtickte.
Sie iſt eine Dame! dachte er, das leichte Mißtrauen,
das er wegen der ungewöhnlichen Art ihres Bekanntwer=
dens
gehegt hatte, endgültig begrabend, es wäre auch zu
ſchade geweſen um das ſüße Geſchöpf, wenn ſie der Men=
ſchenklaſſe
angehörte, die ich nicht eigentlich verachte, aber
vor der mir ekelt.
Und er war ſo glücklich, daß er wieder einmal der Ge=
fahr
entronnen, in die Netze einer Dirne zu allen, daß aus
dem bloßen Wohlgefallen ein zärtliches Gefühl ſich empor=
rang
für das zarte, junge Weib an ſeiner Seite.
Still ſaßen ſie eine Weile nebeneinander. Sie erwach=
ten
beide wie aus einem Traume, als der Kleine plötzlich
vor ihnen ſtand und mit wehleidigem Geſicht ſagte:
Komm, tanz wenigſtens noch mal mit mir!
Aber ſie weigerte ſich. Nein, ihr war zu heiß, ſie
wollte nicht mehr tanzen, ihr Mann könne bezeugen, daß
ſie es ſchon vor ein paar Minuten geſchworen habe.
Such Dir eine andere, Kleiner, es gibt doch ſo viel
niedliche Mädchen hier, ſieh mal die zierliche Studentin
dort ſchnell, lauf ihr nach!
Wenn ich nur unter die Maske ſchauen könnte!
Der kleine Leutnant kraute ſich mit bedenklicher Miene
hinter dem Ohr, aber er nahm doch die Fährte der Stu=
dentin
auf.
Nachdem er verſchwunden, machte Haſſingen ſeiner
Dame den Vorſchlag, ein Glas Wein mit ihm zu trinken.
Ohne Prüderie erklärte ſie ſich damit einverſtanden, ſie

ſtellte jedoch eine Bedingung: keinen Sekt, nur einen leich=
ten
Moſelwein. Auf ſeine Frage, ob ſie Sekt nicht gern
tränke, erklärte ſie offen, daß ſie ihn ſehr liebe, daß ſie je=
doch
keinesfalls ihren Begleiter zu einer ſo großen Geld=
ausgabe
verleiten wolle.
Ein Anderer hätte nun wahrſcheinlich darauf beſtan=
den
, eine Flaſche Sekt zu beſtellen, um ihre Vermutung, er
habe nicht das nötige Geld dazu, zu entkräften, aber Hans
Haſſingen war eine viel zu ehrliche Natur und viel zu
charaktervoll, um ſich ſeiner Armut zu ſchämen, und ſo ſa=
ßen
ſie bald darauf vor einer Flaſche Moſelwein und ho=
ben
die grünlichen Glaskelche, in denen die goldklare
Flüſſigkeit im Lichte elektriſcher Flammen ſchimmerte und
gleißte, einander entgegen. Sie ſaßen allein an einem
Tiſche in einem der oberen Geſellſchaftsräume, überall um
ſie, auffallender noch als im Saale unten, verliebte Pär=
chen
, immer möglichſt abſeits voneinander, damit ſie die
Illuſion hätten, ſie wären allein, da und dort war ſchon
eine Maske gefallen auf ſtürmiſches Drängen des nach
dem Anblick ſeiner Dame fiebernden Herrns, ſordernde
Männeraugen hingen leidenſchaftlich an kokett und verhei=
ßungsvoll
lächelnden Frauenlippen, flüſternde Bitten weck=
ten
verſchämtes Abwehren, zuweilen ein törichtes Kichern
oder ein grauſames Lachen, all die Zeichen des uralten
Kampfes zwiſchen Mann und Weib, des Verfolgens und
Fliehens und des erneuten Suchens und der beſeligenden
Niederlage, in der beide Teile ſich als Sieger fühlen, und
deren Entſcheidung doch viel ſpäter fällt, erſt dann, wenn
des Lebens Nüchternheit ihr Urteil darüber geſprochen hat.
Ein ſchwüler Zauber lagerte über dem warmen, in
weißgold gehaltenem Zimmer, es roch nach welkenden Blu=
men
, nach ſtarken Parfüms und den Ausdünſtungen erhitz=
ter
Menſchen, verlorene Walzermelodien huſchten vom
Ballſaal herauf wie neckiſche Geiſter von Leichtſinn, von
Lebens= und Liebesluſt, die von einem zum anderen flat=

terten und mit lockendem Stimmchen raunten und flüſter=
ten
: Man iſt nur einmal jung.
Auch Haſſingen und ſeine Dame blickten ſich über die
Gläſer in ihren Händen an mit einem prickelnden Er=
ſchauern
von Lebensfreude und Jugendübermut.
Ehe wir den erſten Schluck trinken, will ich wiſſen, wie
Du mit Deinem Vornamen heißt, ſagte die Frau ſchel=
miſch
. Ich muß Dich doch mal anreden können, denn im
Karneval kann ich Dich doch nicht Herr Leutnant nennen.
Schlauberger! entfuhr es ihm lachend.
Nun, den Leutnant habe ich Dir doch ſofort angeſehen,
auch wenn Du im Laufe unſerer Unterhaltung nicht ein
paarmal vergeſſen hätteſt, Dein Inkognito zu wahren
aber, jetzt ſage, wie heißt Du?
Ich heiße Hans.
Das Glas in der ſchlanken Frauenhand zitterte merk=
lich
, ſie ſtützte die Hand auf den Tiſch. Durch den Spalt
der Maske blickten ihre Augen trübe.
Mein Lieblingsname! murmelte ſie. Deshalb nannte
ich meinen Jungen ſo , ſie ſtarrte in die Ferne, dann
nach einer ſekundenlangen Pauſe vollendete ſie: er iſt lange
tot!
Der junge Offizier wußte nicht, was er darauf ſagen
ſollte. Eine banale Phraſe! Die widerſtrebte ihm, und
warum Tote aus ihren Gräbern wecken, wenn das Leben
am lauteſten triumphiert?
So entſchied er ſich dafür, über ihren traurigen Ein=
wurf
hinwegzugehen und ſeinerſeits zu fragen:
Und wie ruft man meine kleine Frau?
Nun ſiegte ſchon wieder ihr natürlicher Frohſinn. Sie
beugte ſich ein wenig vor, und ihr warmer Atem wehte
gegen ſeine Wange.
Helene! ſagte ſie einfach.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 233

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſchwarzſeidener Arbeitsbeutel mit Portemonnaie und Inhalt.
1 Damen=Schirm mit Futteral und gebogenem Naturgriff. 1 ſilbernes Halskettchen
mit geſchnitztem Holzkäſtchen. 1 kleines Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 goldener
Zwicker. 1 Etui mit einem Geldſtück. 1 grauer Herren=Ueberzieher. 1 ſilberne Damen:
Uhr mit Goldrand. 1 kleines Opernglas. 1 Feldſtecher. 1 Fahrrad=Laterne. 1 Etui
mit Aerzte=Inſtrumenten, 1 Damen=Schirm mit bunter Borte und braunem Griff.
1 weißer Manſchettenknopf mit Bild (Burg). 1 Bruſt=Hundehalsband mit Marke und
der Nr. 1564. 1 weißes Taſchentuch, gez. M. 1 geflochtener Metallring von einem
Spazierſtock. 2 mittelgroße Schlüſſel. 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit 1 kleinen
Schlüſſel. 1 Paar ſchwarze Damen=Handſchuhe. 1 rotes Nähkäſtchen aus Plüſch.
1 lilaſeidener Damen=Schirm mit geradem blauen Stiel und 2 Elfenbeinringen. 1 rund.
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weißem Griff. 1 Pfandſchein auf eine ſilberne Uhr und Double=Kette. 1 Schildpatt=
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gelbem Bügel. 1 ſchwarzes Viſitenkartentäſchchen. 1 gelbe ovale Broſche mit 4 weißen
Steinchen. 1 rotes Portemonnaie mit Perlmutterknöpfchen. 1 dunkelgelbes altes
Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 Kinder=Korallenkettchen. 1 ſchwarzer Samt=
Gürtel mit runder Schnalle. 3 weiße Stehkragen. 1 grünes Portemonnaie mit Inhalt.
1 Drücker. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger.
Verloren: 1 ſilbernes Bröſchchen, 3 kleine Knöpfchen darſtellend. 1 Sparkaſſen=
buch
über etwa 800 Mk. mit der Nr. 133333. 1 Manſchettenknopf mit Herren= Photo=
graphie
. 1 Trauring, gez. M. P. 1887. 1 brauner Rohrſtock mit gebogenem Griff.
1 ſchwarzer Samt=Gürtel mit ſchwarzer Schließe. 2 mittelgroße Schlüſſel. 1 goldene
Broſche mit 2 grünen Emailleblättchen und 2 Perlchen. 1 hellrotes Portemonnaie mit
2 Mk. Inhalt, 1 ſchwarzer Samtgürtel mit Goldſchnalle. 1 ſchwarze Handtaſche mit
1½ Pfund Butter. 1 ſilbernes Bröſchchen (Frauenkopf). 1 goldenes Medaillon mit
Kettchen. 1 Bernſtein=Kollier. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand und langer ſilb.
Kette. 1 Damen=Regenſchirm mit gebogenem Griff. 1 braunes Kinder=Portemonnaie
mit 80 Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 6 Mk. Inhalt.
1 braune Pferdedecke. 1 dicke Metallhäkelnadel. 1 graues Handtäſchchen mit blauen
Steinchen nebſt einem Zwicker und Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt. 1 Geographie=
buch
mit grauer Decke. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel mit Goldſchnalle. 1 goldenes
rundes Medaillon mit 2 Photographien. 1 kleine Brillant=Broſche, einen kleinen Zweig
darſtellend. 1 ſchwarzer neuer Damen=Gürtel mit ſchwarzer Schnalle. 1 ovales
Medaillon mit Goldverzierung und goldenem Kettchen. 1 Broſche aus Elfenbein, eine
Fruchtgarbe darſtellend, und Vergißmeinnicht. 1 Manſchette mit vergoldetem Knopf
und dem Verbindungszeichen: rot=weiß=rot. 1 ſchwarze Herren=Remontoiruhr mit
Nickelkette. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand und langer gelber Kette.
Zugelaufen bei Privaten: 1 grauer Jagdhund mit braunen Flecken.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel mit Ring Nr. 22. 1 Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 hellgelber Pinſcher. 1 Foxterrier mit ſchwarz und gelbem Kopf
und Marke mit der 638. 1 junger ſchwarzer Dackel. 1 hellbrauner Pinſcher.
Entflogen: 2 weiße Brünner Kröpfertauben.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(19215
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Dachshund, 1 Dobermann. 1 Jagdhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

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werden im Saale Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
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, 1 Nachtſchränkchen, 2 Vertikos, 2 Kommoden, 50 Geſchäftsbücher, 1 Ge=
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Bleichſtraße 28, I.

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ſoll die den Stukkateur Georg Gerlach Ehe
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V 59911/1000 339 Hofreite Viktoria=
ſtraße
Nr. 50,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K127/10
Darmſtadk, den 16. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D18224,6
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 2. November I. J.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Stukkateur Georg Gerlach Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 59315/1000 252 Hofreite Viktoria=
ſtraße
Nr. 52,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K129/10
Darmſtadt, den 16. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D18223,6
ferde=Verkauf.
Freitag, den 7. Oktober,
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werden auf dem Hofe der Kaſerne Eſcholl=
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Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Nummer 233.

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Nummer 233

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Seite 13.

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Eine Philippika gegen die moderne Frau.
C) Gewappnet mit dem Rüſtzeug der modernen
Wiſſenſchaft hat es der bekannte amerikaniſche Pſy=
chologe
Dr. Max Baff, Profeſſor an der Clark Uni=
verſity
, unternommen, eine fürchterliche Abrechnung
mit den modernen Frauen zu halten. Im American
Magazine veröffentlicht er ſeine Unterſuchungen, die
in herbe Vorwürfe gegen das weibliche Geſchlecht von
heute ausklingen. Wie würden wir einen Mann
nennen, der ſich mit Federn bedeckt, ſein Geſicht mit
Farben und Puder bemalt, langes Haar trägt, der ſich
mit bunten Steinen behängt und ſeinen Körper mit
ſeiner Kleidung bedeckt, die in allen Regenbogenfarben
ſchillert, was würden wir zu einem ſolchen Manne
ſſagen, wenn er heute in den Straßen einer modernen
Stadt auftauchte? Würden wir ihn einen modernen
Kulturmenſchen nennen, deſſen Geiſteskraft wir der
unſeren gleich ſetzen? Oder würden wir in ihm nicht
einen tiefſtehenden, unziviliſierten Barbaren ſehen?
Das iſt die Frageſtellung des amerikaniſchen Ge=
lehrten
, die die Richtung ſeiner Ausführungen be=
zeichnet
. Die arme wie die reiche Frau, ſie alle lech=
zen
danach, ſich mit Federn zu ſchmücken, gleichviel,
welcher Raſſe und welcher Ziviliſation ſie angehören.
Die Amerikanerin, die Pariſerin, die deutſche Dame,
die Schwedin, alle, alle zeigen dieſe charakteriſtiſchen
Merkmale unſerer primitiven Vorfahren. Vor un=
ſeren
Blicken erſteht wieder die Zeit unſerer Urväter,
als die Männer noch Federn anlegten, um ſchön zu

erſcheinen. In Paris trägt man in dieſem Jahre
Nachtigallen und Lerchen auf den Damenhüten, der
Chantecler=Hut der eleganten Frau von heute zeigt
eine verblüffende Verwandtſchaft mit dem Federhut
des Indianerkriegers. Federn und Farben, Geſichts=
malerei
, das allein würde dem Hiſtoriker genügen,
um die Diagnoſe zu ſtellen: Wilde. Dies Urteil wird
noch beſtärkt, wenn wir die Mengen von bunten Stei=
nen
und Metallteilen betrachten, mit denen die
Frauen von heute ſich zu ſchmücken lieben. All das
iſt ein Symptom für die ununterbrochene geiſtige Kon=
zentration
auf die Freuden der perſönlichen Aus=
ſchmückung
, eine Geiſteskonzentration, die gewiß viel
beigetragen hat, um den Fortſchritt der Frau zu ver=
langſamen
. Der Wilde gibt bereitwillig ein Pferd,
um dafür ein rotes Tuch einzuhandeln, die moderne
Frau zahlt Unſummen für eine luſtige, bunte Toi=
lette
. Was längſt entſchwundene Völker in abergläu=
biſcher
Scheu furchtſam anbeteten, Schlangen und Rep=
tilien
, das liebt die moderne Frau und ſchmückt ſich
mit Nachbildungen dieſer abſtoßenden Tiere.
Doch der ungalante Gelehrte ſtützt ſeine Argu=
mente
nicht nur auf Aeußerlichkeiten. Die pſycholo=
giſchen
Merkmale ſind noch ſtärker ausgeprägt. Far=
benblindheit
bei Frauen iſt eine Seltenheit, genau wie
bei den Wilden. Unzählige Forſchungen und Ver=
ſuche
haben bewieſen, daß in der Frau die primitiven
Raſſeninſtinkte ſtärker fortleben wie im Manne, und
darum ſträuben ſie ſich auch hartnäckiger gegen das
Aufgeben alter Denkweiſe. Sie träumen lebhaft,
ſtellen das größte Kontingent der Nachtwandler, ſpie=
len
die Hauptrolle bei hypnotiſchen Ereigniſſen, in der
Reihe der Trancezuſtände und Ekſtaſen, ſind für Hallu=
zinationen
empfänglicher und liefern weitaus die
meiſten abnormen pſychologiſchen Phänomene. Wie
die Wilden neigt auch die Frau von heute zur hyſteri=
ſchen
Religioſität, zur religiöſen Hyſterie, und ihre
Suggeſtibilität iſt größer als die des Mannes. Und
die Suggeſtion iſt die Schwelle zur Tat. Die Sugge=
ſtibilität
der Frau bei öffentlichen oder religiöſen Be=
wegungen
iſt leicht zu erkennen. Sie begehren etwas,
weil andere ſie dazu drängen, und wie ein Kind oder
ein Wilder können ſie den Wert des Erſehnten nicht
abſchätzen, ſondern nur die Tatſache, daß ſie es haben
möchten. Profeſſor Baff exemplifiziert dabei auf die
Bewegung der Suffragettes, die er auf eine Maſſen=
ſuggeſtion
zurückführt. Dieſe hyſteriſche. Epidemie
wird nach ein paar Jahren ſchwinden, aber wenn man
inzwiſchen den Frauen das Stimmrecht gewährt haben
würde, ſo würde die Mehrheit nach einem Jahre auf=
hören
, das Recht auszuüben. Die Gewährung ihres
Wunſches wäre das beſte Heilmittel gegen dieſe Epi=
demie
. Aber der Gelehrte, der das ſchöne Geſchlecht ſo
wacker ſchmäht, tritt zugleich mit aller Energie denen
entgegen, die aus ſeinen Feſtſtellungen den Schluß
ziehen möchten, daß der Mann über der Frau ſtehe.
Es wäre abſurd, darum zu denken, daß das eine Ge=
ſchlecht
dem anderen überlegen iſt. Die Geſchlechter
halten ſich gegenſeitig das Gleichgewicht, ſie ergänzen
einander und können nicht miteinander verglichen
werden. Auf ſeine Weiſe ſteht jedes von ihnen über
dem anderen.
Literariſches.
Unglückliche Ehen ſind heute leider an der Tages=
ordnung
. Einen weſentlichen Beitrag zu dieſem Thema,
nämlich ärztliche Beobachtungen nach dem Leben und wert=
volle
Ratſchläge zur Heilung, enthält ein ſoeben unter dem
Titel Die Kälte der Frauen erſchienenes Buch
von Dr. med. Heinz Zikel, Chefarzt des Mommſen=
Sanatoriums in Charlottenburg, ſowie Dozent an der
Fr. Hochſchule zu Berlin. Dr. Zikels Ausführungen
werden, wenn ſie in richtige Hände kommen, ſicher vielen
Nutzen ſtiften, ſie ſind aber ſelbſtverſtändlich nur eine Lek=
türe
für Erwachſene. Das Buch iſt zum Preis von 1,80 Mk.
im Mediziniſchen Verlag Schweizer & Ko., Berlin N. W. 87,
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Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
95 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. Sept.: dem Hilfsarbeiter am
ſtädt. Elektrizitätswerk Georg. Götz, Alexanderſtr. 21
e. T. Barbara. Am 28.: dem Hilfsheizer Heinrich
Mitſchdörfer, Blumenthalſtr. 111, e. T. Anna Eliſa=. Am 25.: dem Bäckermeiſter Phil. Hartmann,
Gr. Ochſengaſſe 3, e. S. Alexander. Am 28.: dem Tag=
löhner
Adam Berlieb, Döngesbornſtr. 3, e. S. Adam.
Am 30.: dem Großh. Regierungsbaumeiſter Otto=
Sander, Aliceſtr. 25, e. S. Walter Otto Adolf. Dem=
Vorzeichner Wilhelm Knapp, Feldbergſtr. 23, e. T.
Eva Katharina. Am 1. Okt.: dem Schaffner und
Wagenführer bei der elektr. Straßenbahn Georg
Eitel, Nieder=Ramſtädter Straße 54, e. T. Helene
Eliſabeth. Am 30. Sept.: dem Hochſchuldiener Guſtav
Fuchs, Lichtenbergſtr. 20, e. S. Kurt. Am 28.: dem
Handelsmann Julius Gottlieb, Kirchſtr. 10, e. T.
Helene. Am 27.: dem Kaufmann Georg 5 Götz, Lieb=
frauenſtr
. 82, e. T. Dorothea Maria. Am 24.: dem
Fahrburſchen Chriſtian Wesp, Gardiſtenſtr. 18, e. T.
Ottilie. Am 26.: dem Schutzmann Friedrich Schröter,
Rheinſtr. 47, e. S. Nikolaus Joſeph. Am 27.: dem
Kürſchnermeiſter Hoflieferant Gottlieb Lorz, Eſcholl=
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Mathilde.
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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

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York kommend, 2. Oktober nachmittags
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Palais ſtattfindenden Konzert der Ka=
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des Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
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2. Ouvertüre zur Op. Leichte Kavallerie‟
von F. v. Suppé. 3. =Last Chorde, (Der
verklungene Ton) von A. Sullivan. 4. Wiener
Bürger Walzer von M. Ziehrer. 5. Diver=
tiſſement
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von Eduard Stucken.
Spielleitung: Oberregiſſeur Valdek.
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Königin Ginover . . . . Frl. Heumann
Biſchof Baldewin.
. . Hr. Schwarze
Agravain à. la Dure Main Hr. Schneider
Gawän .
.. Hr. Baumeiſter
Kei, Seneſchall.
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Marie de Hautdeſert . . Frl. Prevoſt
Der Schatelier . . . . . Hr. Lehrmann
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[ ][  ][ ]

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N5 233.

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Seite 18

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Nummer 233.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 5. Oktober 1910.

Seite 19.

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