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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
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werden angenommen in Darmſtadt,
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ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 260.
Samstag, den 1. Oktober.
1910.
Die heutige Nummer hat 42 Seiten.
Den Berkumer Spionagefall
behandelt ein Leitartikel der Deutſchen Zeitung, worin es
heißt: „Jetzt ſchließt ſich die Beweiskette, indem im
Bor=
kumer Quartier des einen Verhafteten verſteckt ſo ziemlich
alles gefunden wurde, deſſen ein engliſcher Flottenführer
bedarf, der einen Handſtreich auf die Emsmündung plant.
Dieſer letzte Fund läßt ſo recht erkennen, daß man es aller
Wahrſcheinlichkeit nach mit einer auf die geſamte
deutſche Küſte ausgedehnten, vollſtändig
orga=
niſierten engliſchen Spionage zu tun hat, die
— darauf weiſen die Berichte über Fahrwaſſerangaben —
auch Helfershelfer in Deutſchland umfaßt und deren
Zen=
trum — darauf laſſen Name und Verwandtſchaft des einen
Verhafteten ſchließen — der engliſchen Botſchaft in Berlin
bedeutend näher ſteht, als man im allgemeinen annimmt.
Es war ein glücklicher Zufall, der die Ergreifung der
bei=
den Spione und damit das Aufdecken des ausgedehnten
engliſchen Spionagedienſtes überhaupt ermöglichte. Aber
daß es ein glücklicher Zufall war, iſt das Bedenkliche daran.
Denn das beweiſt, daß die Handhabung des
Si=
cherheitsdienſtes in Deutſchland nicht immer
mit der Sorgfalt geſchieht, wie ſie unſere geographiſche
Lage und die politiſche Mächtegruppierung erheiſcht. Man
mußte bei uns damit rechnen, daß die engliſche praktiſche
Vernunft mit dem Augenblick, wo die deutſche Flotte ein
marinepolitiſcher Machtfaktor wurde, alles daran ſetzen
würde, ſich genaue Kenntniſſe von allem, was mit
Deutſch=
lands Seemacht und ihren Mitteln, mit Stützpunkten und
Schutzanlagen zuſammenhängt, zu verſchaffen. Und man
mußte bei der ausgeſprochen deutſchfeindlichen Stimmung
der heute am Ruder befindlichen Generation der engliſchen
Marine ſich vor Augen halten, daß bei den ſehr
bedeuten=
den Mitteln, die die Admiralität für Nachrichtenzwecke
auf=
zuwenden vermag, und ihrer ſehr offenen Hand die Gefahr
der Ausſpionierung beſonders groß, alſo doppelte
Auf=
merkſamkeit am Platze war. Es ſind aber unſererſeits in
den letzten Jahren keinerlei durchgreifende Maßnahmen
getroffen worden. Und das wurde von drüben ausgenutzt
derart, daß es heute wohl wenige Dinge bei uns gibt,
über welche die engliſche Admiralität nicht zur Genüge
unterrichtet wäre.”
Weiter wird zu der Angelegenheit gemeldet: Infolge
der aufgefundenen, die engliſchen Spione ſehr belaſtenden
Briefſchaften kann die Vorunterſuchung vorläufig noch
nicht abgeſchloſſen werden. Wie nunmehr feſtſteht, iſt die
Ausſpionierung der Nordſeebefeſtigungen ſchon ſeit
Jahr und Tag im Gange, ohne daß das Treiben der
immer kecker auftretenden Ausländer den Behörden bisher
aufgefallen wäre. Die Spione ſegelten in einer Jacht am
Tage unter engliſcher Flagge und ſuchten dann im Schutze
der Nacht die wichtigſten Befeſtigungsanlagen zu erkunden,
um morgens früh verſchwunden zu ſein. Höherenorts wird
dem Gang der Unterſuchung, wie natürlich, großes
Inter=
eſſe entgegengebracht. Das Kriegsminiſterium wird ſtets
auf dem Laufenden gehalten.
Oeſterreich und die deutſchen Schiffahrtsabgaben.
* In nächſter Zeit werden in Wien Verhandlungen
zwiſchen der öſterreichiſchen und der deutſchen Regierung
über die deutſchen Schiffahrtsabgaben ſtattfinden, die
vor=
läufig nur einen unverbindlichen Charakter tragen, da
be=
ſtimmte Abmachungen über Schiffahrtsabgaben mit den
Nachbarſtaaten erſt getroffen werden können, wenn der
Reichstag das Geſetz verabſchiedet haben wird. In
deut=
ſchen Kreiſen hofft man, mit Oeſterreich über die
Schiff=
fahrtsabgabenfrage ſchnell zu einer Einigung zu gelangen,
nachdem alle Bundesſtaaten ſich für die Erhebung dieſer
Abgaben ausgeſprochen haben. Was Oder und Elbe
an=
belangt, ſo kommt für Oeſterreich nur die letztere für den
Durchgangsverkehr in Betracht, aber auch von der
öſter=
reichiſchen Elbe ſind nur kleinere Teile ſchiffbar, ſodaß die
öſterreichiſche Schiffahrt mit ihren Gütern hauptſächlich auf
die deutſche Elbe verwieſen wird. Bei der Donau kommt
von Paſſau ſtromauf ein ſtarker öſterreichiſcher
Schiffsver=
kehr kaum in Frage. Es wird deshalb kaum
Schwierig=
keiten machen, mit Oeſterreich über die Abgaben auf der
Elbe hinter Tetſchen bis Dresden zu einer befriedigenden
Löſung zu kommen, zumal die Stromverbeſſerungen der
Elbe auf ſächſiſchem Gebiete zu einem großen Teile der
öſterreichiſchen Schiffahrt zugute kommen. Schwieriger
dürfte eine Einigung mit Holland ſein, da der Verkehr
niederländiſcher Schiffe auf dem deutſchen Rhein ſehr
zu=
genommen hat und die holländiſche Schiffahrt ſich gegen
die Bezahlung neuer deutſcher Stromabgaben wehrt und
Vergeltungsmaßregln für die Rheinmündung verlangt.
Einige intereſſante ſtatiſtiſche Angaben mögen den Verkehr
von Oeſterreich und Holland nach Deutſchland zeigen.
Es paſſierten 1908 die Zollgrenze bei Schandau auf
der Elbe aus Oeſterreich 8684 Frachtſchiffe mit über
4 Millionen Tonnen Tragkraft, nach Oeſterreich fuhren
3295 Schiffe mit 3,8 Millionen Tonnen. 63 v. H. der
öſter=
reichiſchen Einfuhr waren Braunkohlen, 15. v. H. Zucker.
Auf der Donau führte Oeſterreich 1903 nur 162000
Ton=
nen ein (31 v. H. Holz, 30 v. H. Getreide). Der Verkehr
bei Oderberg aus Oeſterreich kommt nicht in Betracht, da
hier die Oder keine großen Schiffe trägt. Die Zollgrenze
bei Emmerich am Rhein paſſierten aus Holland 1908
22 270 beladene Frachtſchiffe mit faſt 17 Millionen Tonnen
(47 v. H. der Einfuhr Erze, 18 v. H. Getreide),
Die übrigen Nachbarſtaaten treten bei dem
Einfuhr=
verkehr auf den Waſſerſtraßen gänzlich zurück, Rußland
führte auf der Weichſel bei Thorn an Waren (außer 552 000
Tonnen Floßholz) nur 44 000 Tonnen ein, auf dek für den
Flußverkehr zwiſchen Frankreich und Deutſchland
wichtig=
ſten Route, dem Marne-Rheinkanal, führte
Frank=
reich 550000 Tonnen auf 1640 Schiffen ein. Aus der
Schweiz trafen auf deutſchen Flüſſen (den Bodenſee
aus=
genommen) keine Schiffe ein.
Es kommen alſo in Betracht bei der Erhebung von
Schiffahrtsabgaben pro Jahr etwa 10000 öſterreichiſche
und 23000 holländiſche Schiffe; für dieſe Schiffe kommen
aber nur kleinere Teile von deutſchen Flüſſen in Betracht,
für Oeſterreich hauptſächlich die Elbe bis Dresden und die
Donau bis Regensburg, für Holland der Rhein bis Köln.
Eine=Minderung der Einfuhr dürfte durch die
Schiffahrts=
abgaben kaum zu erwarten ſein.
Deutſchlands Einigung und Geſterreichs Politik.
** Die diplomatiſche Vorgeſchichte und
Geſchichte des deutſch=franzöſiſchen
Krie=
ges, die durch die von der franzöſiſchen Regierung beſorgte
Publikation der Originaldokumente gerade jetzt in den
Mittelpunkt des Intereſſes gerückt iſt, erfährt weitere
be=
deutſame Aufhellung durch eine inhaltsreiche, auf bisher
unbekannten Quellen aufgebaute Abhandlung über die
öſterreichiſche Politik vor 40 Jahren, die Wilhelm Alter
in der Deutſchen Rundſchau veröffentlicht. Seine
Haupt=
quelle iſt der noch nirgends verwertete Briefwechſel
zwiſchen dem damaligen Leiter der öſterreichiſchen
Diplo=
matie, dem Reichskanzler Grafen Beuſt, dem
bayeri=
riſchen Miniſter Grafen Bray=Steinburg, dem
öſterreichi=
ſchen Diplomaten Grafen Vitzthum und den öſterreichiſchen
Botſchaftern Fürſten Richard Metternich und Grafen
Chotek. Beſonders über die mit zäher Hartnäckigkeit
ver=
folgten Abſichten und Pläne Beuſts, Oeſterreich auf die
Seite Frankreichs zu ziehen, erhalten wir rückhaltloſe
Mit=
teilungen, da der ſonſt ſeine Kombinationen in ein
ge=
heimnisvolles Dunkel hüllende Beuſt ſich ſeinen vertrauten
Jugend= und Duzfreunden Bray=Steinburg und Vitzthum
gegenüber offen ausſpricht.
Enge Anlehnung an Frankreich war das Ziel das
Beuſt ſogleich nach ſeinem Einzuge in das öſterreichiſche
Miniſterium des Aeußern aufnahm. Nachdem er ſich
zu=
nächſt von Napoleon eine hochmütige Abweiſung geholt
hatte, ſah ſich der Franzoſenkaiſer doch gezwungen, durch
Vermittelung des öſterreichiſchen Botſchafters in Paris
Metternich am 8. März 1867 den Antrag einer gegen
Preu=
ßen gerichteten Allianz zu machen. Als Lohn für geleiſtete
Waffenhilfe ſollte Oeſterreich ſich an Schleſien oder
Süd=
deutſchland ſchadlos halten. So gern Beuſt zugegriffen
hätte, mußte er doch auf Befehl des Kaiſers Franz Joſef
antworten, Oeſterreich könne ſich zur Unterſtützung gegen
Preußen nur in einem Kriege verpflichten, der nicht einer
deutſchen Frage wegen geführt werde. Am 18. Auguſt
1867 kam es zu einem erſten ſchriftlichen Uebereinkommen;
aber nun beſtand Beuſts Aufgabe darin, „das platoniſche
Verhältnis zwiſchen Frankreich und Oeſterreich zu einer
intimen Liaiſon zu geſtalten”.
In geheimen Verhandlungen zwiſchen den Höfen, die
einer Art Konſpiration glichen, wurde an der Gründung
eines Dreibundes zwiſchen Frankreich, Oeſterreich und
Ita=
lien gearbeitet; doch die Verhandlungen zogen ſich über
ein Jahr hin und blieben inſofern reſultatlos, als es zu
einem tatſächlichen Bündnisabſchluß in Vertragsform nicht
kam. Napoleon mußte ſich ſchließlich im September 1869
damit begnügen, die Pourparlers mit einem dreiſachen
Austauſch perſönlicher Briefe zwiſchen den Monarchen
ab=
zuſchließen, in denen ſich die drei Herrſcher ohne Angabe
von Einzelheiten und in formloſer Weiſe gegenſeitige
Unterſtützung verhießen. Auf dieſer Baſis hoffte der
Fran=
zoſenkaiſer doch noch ein Schutz= und Trutzbündnis
auf=
bauen zu können, und Beuſt ſuchte ihn darin zu
unter=
ſtützen, indem er im Dezember 1869 zunächſt einmal eine
öſterreichiſch=italieniſche Entente zuſtande brachte, in deren
zweitem Artikel ſich Italien bereit erklärte, im Falle eines
Krieges zwiſchen Oeſterreich und Preußen mit Oeſterreich=
Ungarn und Frankreich in Verhandlungen wegen
Ab=
ſchluſſes eines Bündniſſes zu treten, unter der
Beding=
ung, daß nicht der Umſturz der durch den Prager Frieden
in Deutſchland geſchaffenen Lage den Zweck der Aktion
bilde. Nachdem er ſo Italien gewonnen hatte, ſchürte
Beuſt auch in Süddeutſchland heftig die ſtarke, gegen
Preu=
ßen beſtehende Stimmung und förderte die
Bündnisver=
handlungen ſo raſch, daß er ſchon am 2. Februar 1870 dem
Botſchafter Metternich den Entwurf eines Vertrages
zwi=
ſchen Oeſterreich=Ungarn und Frankreich übermitteln
konnte.
Im dritten Artikel dieſes Uebereinkommens, das erſt
jetzt aus einem Brief Beuſts an den Grafen Bray=
Stein=
burg bekannt wird, verpflichtete ſich Frankreich, jeden
Schritt zu unterlaſſen, der als gegen die im Prager Frieden
geſchaffenen Zuſtände gerichtet angeſehen werden könnte.
Es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß dieſer vorläufige
Februar=
vertrag tatſächlich ratifiziert wurde, denn der Führer der
ſogenannten Militärpartei, die für einen Krieg gegen
Preu=
hen war und Beuſt unterſtützte, Erzherzog Albrecht, begab
ſich zu weiterer Beſprechung nach Paris. Doch erklärte von
den beiden unerläßlichen Bedingungen für die aktive
Teil=
nahme Oeſterreichs, daß nämlich keine deutſche Frage den
Kriegsgrund bilde und Frankreich den Krieg allein eröffnen
müſſe, der franzöſiſche Marſchallsrat die letztere für
unan=
nehmbar. So wurde alſo ein eigentliches Bündnis nicht
geſchloſſen; als aber wenige Wochen ſpäter die Frage der
Kandidatur des Hohenzollernprinzen für den ſpaniſchen
Thron auſtauchte, da hielten Kaiſer Napoleon und die
Pariſer Kriegspartei dieſe unzweifelhaft nichtdeutſche
Frage für den beſten Kriegsgrund, und Napoleon erblickte
in den Eröffnungen, die Beuſt gerade damals machte, eine
zwar inoffizielle, aber nicht weniger ſtrikte Zuſage der
Heeresfolge Oeſterreichs. Aus dieſen Hoffnungen heraus
erklärt ſich das Nätſel, warnm die leitenden franzöſiſchen
Kreiſe aus der Frage der hohenzollernſchen Kandidatur,
ſogar als ſie ſchon erledigt war, ihren Kriegsgrund gegen
Preußen zu erhalten ſuchten. Am 6. Juni 1870 erſchien
der franzöſiſche General Lebrun in Wien, um den
gemein=
ſamen Feldzugsplan endgültig feſtzuſetzen.
Frankreich rechnete alſo beſtimmt darauf, daß
Oeſter=
reich und Italien mit ihm gemeinſam den Krieg beginnen
würden. Dem aber ſtellte ſich der Kaiſer Franz Joſef mit
aller Entſchiedenheit entgegen. Er erklärte er könne erſt
dann mit Frankreich gemeinſame Sache machen, wenn
Kai=
ſer Napoleon ſich nicht als Feind, ſondern als Befreier
von der preußiſchen Hegemonie in Süddeutſchland zeige;
er wollte alſo erſt mit Waffengewalt vorgehen, wenn
Preu=
ßen die Beſtimmungen des Prager Friedens breche.
Ita=
lien erklärte ſich übrigens nur zur Waffenhilfe bereit gegen
die Freigabe Roms, und da Napoleon dies ablehnte, war
ſeine Haltung klar. Deſto unklarer und ſchwankender aber
war die Stellung Oeſterreichs, wo als Gegenſpieler des
eifrig für das franzöſiſche Bündnis agitierenden Beuſt der
ungariſche Miniſterpräſident Andraſſy auftrat, der mit
ſchlagenden Gründen die Notwendigkeit einer
Neutralität=
verteidigte. Trotzdem nun im öſterreichiſchen Kronrat die
ſtrikte Neutralität durchgeſetzt wurde und nur im Hinblick
auf das drohende Rußland eine beſchränkte Kriegsrüſtung
erfolgte, hielt Beuſt immer noch an ſeinen Plänen feſt und
wollte Oeſterreich die Verbindung mit Frankreich erhalten,
wenn Napoleon, wie er ſicher annahm, als Retter
Süd=
deutſchlands auftrete. So machte er denn in vorſichtigen
und doppeldeutigen Erklärungen den Franzoſen weiter
noch Hoffnungen, wich aber dem immer nachdrücklicher
auf=
tretenden Drängen Napoleons auf Realiſierung der
Allianz=
pläne vorſichtig aus. Zu einem Bündnis kam es nicht. da
Napoleon ſich erſt zu ſpät bereit erklärte, auf die
unerläß=
liche Bedingung, die Preisgabe Roms an Italien,
einzu=
gehen.
Als er ſich endlich dazu entſchloß, hatte der Siegeszug
der deutſchen Heere bereits begonnen, und auch Beuſt
wußte nun, daß ihn ſeine Erwartungen getäuſcht hatten.
Doch die kriegeriſchen Geiſter, die der Reichskanzler gerufen,
wurde er nun nur ſchwer kos. In immer neuen
Vorſchlä=
gen und Unterhandlungen ſuchte er für Frankreich zu
intervenieren, ohne etwas zu erreichen. Die Zeit ſeiner
gegen Preußen gerichteten Pläne war vorbei. Kaiſer
Franz Joſef hatte, wie ſo oft, die Politik ſeines Reiches
auf die geraden Bahnen der Aufrichtigkeit und ritterlichen
Ehrlichkeit zurückgeleitet; die Zeit für Andraſſys „
Ver=
ſöhnungspolitik” war gekommen.
Deutſches Reich.
— Die Juſtizkommiſſion des Reichstags
beſchloß eine Berufungsinſtanz gegen Urteile der
Straf=
kammer bei den Landgerichten einzurichten und ſie mit
drei Juriſten und zwei Schöffen zu beſetzen, alſo auch in
dieſer Inſtanz Laien hinzuzuziehen. Die Regierung hatte
gegen dieſen Gedanken ſcharf opponiert.
— Die Reviſion des Patentgeſetzes. Die
Vorarbeiten zur Reviſion des Patentgeſetzes ſind ſoweit
gediehen, daß mit der Vorlegung der Novelle in der
näch=
ſten Seſſion des Reichstages gerechnet werden kann. Die
Novelle des Patentgeſetzes wird, ſobald ſie fertig geſtellt
iſt und dem Bundesrate zugehen wird, veröffentlicht
wer=
den. Die Novelle kommt zahlreichen Wünſchen der
deut=
ſchen Induſtrie entgegen, u. a. regelt ſie auch die Frage
des Ausführungszwanges für ausländiſche Erfindungen,
Nummer 230.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
auch die Erfindungen von techniſchen Angeſtellten ſollen
für dieſe beſſer als bisher geſchützt werden.
— Zur Vorberatung eines
Reichstheater=
geſetzes hat die Reichsregierung eine Kommiſſion
ein=
geſetzt, die die Unterlagen für dieſes Geſetzes ſchaffen ſoll.
Die Bühnen=Organiſationen ſollen ſpäter aufgefordert
werden, auch ihrerſeits ihre Wünſche zu äußern.
Wahr=
ſcheinlich wird auch der Reichstagsabgeordnete Dr.
Pfeif=
fer, der ſich im Reichstage ſehr warm der Intereſſen der
Schauſpieler annahm, an den Beratungen der Kommiſſion
teilnehmen. Es iſt ſehr unwahrſcheinlich, daß das
Reichs=
theatergeſetz den Reichstag noch vor den Neuwahlen
be=
ſchäftigen wird. Die reichsgeſetzliche Regelung wird ſich
auf die Kontraktsverhältniſſe und die Arbeitszeit
beſchrän=
ken, alſo auch für die notwendigen Ruhepauſen ſorgen,
doch nicht auf die Gagen= und Garderobenfragen
übergrei=
fen, da hier eine geſetzliche Regelung einen Eingriff in das
Privatrecht darſtellen würde.
— Ausſtände. In den vergangenen Monaten des
Jahres 1910 waren im erſten Quartal 307 Ausſtände mit
50000 Arbeitern zu verzeichnen. Das erſte Vierteljahr 1910
hat gegen den gleichen Zeitabſchnitt des Jahres 1909 eine
beträchtliche Vermehrung der Ausſtände gebracht, da im
vorjährigen erſten Quartal nur 137 Ausſtände mit 35000
Arbeitern zu verzeichnen waren. Im April 1910 wurden
151 neue Ausſtände begonnen, die vielfach von
Gewalt=
tätigkeiten begleitet waren. Es ſcheint, daß die jetzigen
Ausſtände in immer roheren Formen geführt werden. Die
Zuſammenſtöße auf dem Delbrück=Schacht in Makoſchau im
April d. J. forderten zwei Menſchenleben. Im Mai 1910
wurden Gewalttätigkeiten von den ſtreikenden
Gerüſtarbei=
tern in Charlottenburg verübt, ferner ereigneten ſich im
ſelben Monat ähnliche Vorgänge in Köln, in Kaſſel und
in Dortmund. Im Juni 1910 wurde bei einem Streik in
Göppingen ein Zimmermann erſtochen.
— Zur Gedenkfeier der
Berufsgenoſ=
ſenſchaften bringt die Nordd. Allg. Ztg. eine längere
Zuſchrift, in der es u. a. heißt: „Es muß hier daran
er=
innert werden, daß auch die liberal=mancheſterliche
Geſetz=
gebung der 70er Jahre Poſitives geleiſtet hat, um den
Ar=
beiter in Krankheit und Unfall nicht ſchutzlos zu laſſen.
Aber Liberalismus und Mancheſtertum hielten auch
gegen=
über dem großen Wandel der Zeiten an der Idee feſt, daß
das einzige Heilmittel auch für die ſozialen Schäden nur
die Selbſthilfe ſei. Die ſoziale Reform ſolle aus der
freien Initiative der einzelnen hervorgehen. Aus dem
freien Spiel der Kräfte werde ſich die Harmonie der
In=
tereſſen von ſelbſt ergeben. Heute iſt die mancheſterliche
Betrachtungsweiſe ja überwunden; aber es wäre falſch, den
Männern jener Zeit aus ihrer Ueberzeugung einen
Vor=
wurf zu machen. Die liberale Weltanſchauung und
Po=
litik hatten Großes für Deutſchland geleiſtet. Aber das
freie Spiel der Kräſte hatte ſchließlich zu Verhältniſſen
geführt, die einer Korrektur bedurften. Dieſe Korrektur
wurde durch die Aera der Sozialpolitik gebracht.”
Zur drohenden Ausſperrung der
Me=
tallarbeiter veranſtaltete das chriſtliche
Metallarbeiter=
kartell in Berlin eine öffentliche Verſammlung. Die
an=
weſenden Sozialdemokraten beſchränkten ſich darauf, die
Angriffe der Gegner ſcharf zurückzuweiſen, während die
Redner des chriſtlichen Verbandes ihre Politik der
Zweck=
mäßigkeit und der Kompromiſſe für die Werftarbeiterfrage
empfahlen. — In Bremen wurde in einer
Ver=
ſammlung des Deutſchen Metallarbeiterverbandes eine
Reſolution dahingehend angenommen, daß die angedrohte
Ausſperrung geeignet ſei, die Arbeiter zum äußerſten
Widerſtand zu treiben, und ſie dazu zwinge, auch unter den
größten materiellen und perſönlichen Opfern den erfolgten
Ausſperrungsbeſchluß zu vereiteln zu ſuchen. Die
Ver=
ſammlung forderte den Verbandsvorſtand auf, ſofort einen
der Sachlage entſprechenden Extrabeitrag zu erheben. Es
wurde weiter beſchloſſen, während der erſten vierzehn Tage
der Ausſperrung auf Unterſtützung aus Verbandsmitteln
zu verzichten.
Himmelserſcheinungen im Oktober.
Seit der Herbſt=Tagundnachtgleiche am 23.
Sep=
tember, bei der die Sonne den Aequator durchſchritt,
nimmt die ſüdliche Deklination der Sonne ſtetig zu,
ſie beträgt am 1. Oktober — 2 55 59.%0 und am 31.
Oktober 13' 54' 29.‟5. Die ſich daraus ergebende
Mit=
tagshöhe der Sonne vermindert ſich für den
Pa=
rallel von 54' (Norddeutſchland) von 33 auf 22 Grad,
für den Parallel von 51 (Mitteldeutſchland) von 36
auf 25 Grad und für den Parallel von 48‟ (
Süd=
deutſchland, Schweiz und Oeſterreich) von 39 auf 28
Grad. Die Tageslänge erfährt daher eine
Ab=
nahme von 11½ auf 9½ Stunden in dem nördlichen
und mittleren Gebiete und von 11½ auf 10 Stunden
in dem ſüdlichen Gebiete.
Die Phaſen des Mondes fallen auf nachſtehende
Zeiten: Neumond 3. Oktober, 9 Uhr 32 Min. vorm.,
Erſtes Viertel 11. Oktober, 2 Uhr 40 Min. nachm.,
Voll=
mond 18. Oktober, 3 Uhr 24 Min. nachm. und Letztes
Viertel 25. Oktober, 6 Uhr 48 Min. vorm. Der Mond
befindet ſich am 7. Oktober, 8 Uhr vorm., in Erdferne
bei einem Abſtande von 63.6 Erdhalbmeſſern und am
19. Oktober, 4 Uhr nachm., in Erdnähe bei einem
Ab=
ſtande von 56.2 Erdhalbmeſſern à 6378 Kilometer. Von
den drei in dieſem Monat ſtattfindenden
Stern=
bedeckungen durch den Mond erwähnen wir
erſtens die des Sternes 2.3. Größe Delta im „
Skor=
pion” am 7. Oktober; der Eintritt des Sternes erfolgt
für Berlin um 6 Uhr 20.2 Min., der Austritt um 7
Uhr 31.6 Min. nachm., doch geht der Mond ſchon kurz
vor dem Austritt unter. Zweitens machen wir auf
die Bedeckung des Sternes 3.4. Größe Eta im „Löwen”
am 27. Oktober aufmerkſam, wobei der Eintritt des
Sternes für Verlin um 3 Uhr 53.0 Min., der Austritt
um 5 Uhr 3.4 Min. vorm. erfolgt.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Der Abſchluß der ungariſchen Anleihe
mit der Rothſchild=Gruppe wird in der Regierungspreſſe
günſtig erörtert. Der Peſter Lloyd meint, Ungarn müſſe
Frankreich dankbar ſein, daß es Gelegenheit gab, den
wirt=
ſchaftlichen Wert des Bundes mit Deutſchland praktiſch zu
erproben. Nicht Ungarn habe einen finanziellen, ſondern
Frankreich einen politiſchen Mißerfolg erlitten. Magyar
Nemzet zollt der Haltung der deutſchen Regierung in dieſer
Angelegenheit warmen Dank und hebt die politiſche
Be=
deutung der Anleihe vom Standpunkte des Dreibundes
ſowie die Verdienſte des Peſter deutſchen Generalkonſuls
Grafen Rantzau hervor. Die oppoſitionellen Zeitungen
nörgeln am Kurs und am Goldverſprechen, geben jedoch
meiſt zu, daß der unangenehme Eindruck des Scheiterns
der franzöſiſchen Anleihe verwiſcht ſei. Die Wiener Neue
Freie Preſſe veröffentlicht eine Unterredung ihres Peſter
Korreſpondenten mit dem ungariſchen Miniſterpräſidenten
über das Zuſtandekommen der ungariſchen Anleihe. Der
Miniſterpräſident ſagte u. a.:
Es iſt eine höchſt erfreuliche Tatſache, daß in dem
Augenblick, wo ſich dieſe Notwendigkeit ergab, ſich die alte
Freundſchaft, die Ungarn mit den öſterreichiſchen und
deut=
ſchen Finanzkreiſen verknüpft, wieder glänzend bewährte.
Der raſche Abſchluß der Anleihe iſt gewiß zum großen Teil
auch der freundlichen Geſinnung zu verdanken, die wir
ins=
beſondere in Deutſchland angetroffen haben. Darin liegt
die politiſche Bedeutung des Erfolges der Anleihe. Die
jüngſten Tage zeigten, daß wir in Deutſchland eine feſte
Stütze haben, auf die wir uns immer verlaſſen können, eine
Stütze nicht nur in politiſcher, ſondern auch in
wirtſchaft=
licher und finanzieller Hinſicht. Wir erfuhren wieder
ein=
mal, daß dort, wo es nottut, Deutſchland uns nicht nur
helfen will, ſondern auch helfen kann. Ein jeder ſolcher
Vorfall trägt dazu bei, unſer altes, inniges Verhältnis
zum Deutſchen Reiche gewiſſermaßen zu verjüngen, denn
dem Druck der Tatſachen kann ſich niemand entziehen, ſie
bringen das Bewußtſein von der Innigkeit des
Verhält=
niſſes der beiden Staaten in die weiteſten Kreiſe.
Italien.
Miniſterbegegnung. Graf Aehrenthal iſt in
Begleitung des Kabinettschefs Grafen Szapari am
Don=
nerstag abend in Turin eingetroffen und am Bahnhofe von
dem italieniſchen Miniſter des Aeußern, Marcheſe di San
Giuliano, dem italieniſchen Botſchafter in Wien, dem
öſter=
reichiſch=ungariſchen Botſchafter in Rom, ſowie von
Ver=
tretern der Behörden empfangen worden. Die Miniſter
begrüßten einander herzlich und fuhren nach Vorſtellung
der beiderſeitigen Begleitung in das Hotel, wo ein Diner
ſtattfand, an dem außer den Miniſtern und den
Botſchaf=
tern nur Szapari, Generalſekretär Bollati und
Kabinetts=
chef Baron Fasciotti teilnahmen.
Frankreich.
Im Budgetausſchuß erklärte Finanzminiſter
Cochery, daß er alles aufbieten werde, um eine möglichſt
baldige Annahme des Einkommenſteuer=Geſetzentwurfes
ſeitens des Senates durchzuſetzen. Er werde nicht zugeben,
daß der von der Kammer genehmigte Entwurf vom Senat
verſtümmelt oder zerſtückelt werde. Der Budgetausſchuß
nahm ſodann mit 15 Stimmen gegen 7 Stimmen die
Er=
höhung der Erbſchaftsſteuer im Falle eines einzigen
direk=
ten Erben, ſowie die meiſten übrigen Steuervorſchläge des
Finanzminiſters an; nur die weitere Erhöhung des
Quit=
tungsſtempels ſowie einige andere Steuermaßnahmen
wurden abgelehnt. Zur Herſtellung des
Budgetgleichge=
wichtes fehlen auf Grund dieſer Beſchlüſſe nur noch fünf
Millionen.
Die türkiſchen Schiffskäufe. Bezüglich der
Erklärungen Naum Paſchas über die türkiſchen
Schiffs=
käufe hebt der Figaro in einer ſichtlich offiziöſen
Mittei=
lung hervor, daß die Türkei kein altes, ſondern ein zur
Lieferung bereitſtehendes 15000 Tonnen=Panzerſchiff
neueſten Modells verlangt habe. Die Angelegenheit ſei
damals auch im franzöſiſchen Miniſterrat erörtert worden,
doch habe der Marineminiſter kurz und bündig erklärt, daß
es ihm unmöglich ſei, der Türkei ein derartiges Schiff zu
überlaſſen, da für deſſen Erſetzung drei Jahre erforderlich
wären.
Spanien.
Klerikale Kundgebung. Die klerikalen
Ele=
mente arbeiten fieberhaft für die Kundgebung am 2.
Ok=
tober. Der Kardinal Aquirre ſchreibt an den
ultramon=
tanen Ausſchuß in Bilbao: „Der Tag iſt nahe, an dem das
katholiſche Spanien ſeinen Glauben zu zeigen hat. Ich
ſehe mit Frende, daß der Ausſchuß ſeinen Eifer
verdop=
pelt.‟ In einigen Provinzen wollen die Radikalen an
demſelben Tage Gegenkundgebungen abhalten. In Bilbao
treffen zahlreiche fremde Journaliſten ein.
Rußland.
Das ruſſiſche Marine=Budget für 1911.
Meldungen aus Petersburg zufolge werden die im Budget
für 1911 vorgeſehenen Forderungen der ruſſiſchen
Marine=
verwaltung den Etat vom Jahre 1910 erheblich
überſchrei=
ten. Es werden für den Bau neuer Schlachtſchiffe 28
Mil=
lionen Rubel und für die Umgeſtaltung der ſtaatlichen
Fabriken, die dem Marineminiſterium unterſtellt ſind, 30
Millionen Rubel gefordert. Die geſamten
Marineforde=
rungen werden ſich im Jahre 1911 auf 112900 Millionen
Rubel für ordentliche Ausgaben und 1 Million Rubel für
außerordentliche Ausgaben belaufen, was gegen das Jahr
1910 eine Wehrforderung von 23700 Millionen Rubel
ausmacht.
Türkei.
Die Anleihe. Nach einer Meldung der Neuen
Freien Preſſe aus London unterhandelt Sir Erneſt Caſſel
gegenwärtig weder mit Konſtantinopel noch mit Paris.
Die engliſche Preßkampagne und höherer Einfluß hätten
ihn veranlaßt, eine abwartende Haltung anzunehmen.
Seine Vorverhandlungen, die ja nur bedingter Natur
waren, ſeien nicht aufgegeben oder abgebrochen, ſondern
in der Schwebe, bis es ſich entſchieden habe, ob die Türkei
in Paris die Anleihe bekomme oder nicht. Richtig ſei, daß
die Anleihe in London nicht werde gemacht werden, was
auch niemals Caſſels Abſicht geweſen ſei, da London kein
Markt für eine türkiſche Anleihe und auch der engliſche
An=
teil der letzten türkiſchen Anleihe ſofort nach Paris
abge=
wandert ſei. Caſſel müſſe daher von Anfang an ſchon an
eine Kooperation mit Paris oder Berlin oder mit beiden
gedacht haben. Ueberraſcht müſſe ihn haben, daß ſeine
Bemühungen, die doch geeignet geweſen ſeien, der
Natio=
nalbank auf die Türkei einen größeren Einfluß zu
ver=
ſchaffen, in London nicht gewürdigt worden ſeien. Denn
die Gründung dieſer Bank in den Flitterwochen der
eng=
liſch=türkiſchen Liebe ſei in London unverhohlen als Schlag
gegen das Monopol der Banque Ottomane begrüßt
worden.
* Hamburg, 29. Sept. Die Bürgerſchaft hat
in der Streitfrage mit dem Senat über das Recht der
Titelverleihung einen Antrag angenommen, den
Senat zu erſuchen, die Mitgenehmigung der Bürgerſchaft
zu den bisherigen Titelverleihungen nachträglich
einzu=
holen. Eine Vermittlungsdeputation ſoll dann mit dem
Senat die ganze Frage grundſätzlich ſchlichten, ſo daß das
Reichsgericht möglichſt nicht angerufen zu werden braucht.
* Die Koburger Gründung Leopolds II.
Die liberale Brüſſeler Gazette erklärt, daß die Regelung
der Hinterlaſſenſchaft des Königs Leopold hinſichtlich der
Koburger Gründung inſofern eine Löſung gefunden habe,
als ſich der Aufſichtsrat dieſer Geſellſchaft Ende voriger
Woche entſchloſſen habe, auf den Teil des Vermögens zu
verzichten, den das belgiſche Miniſterium für den belgiſchen
Staat beanſprucht. Das wären die 23 Millionen
aufgefun=
dener Kongowerte. Nun hätte ſich der Staat deswegen
noch mit der Prinzeſſin Luiſe auseinanderzuſetzen, die auf
ihre Forderungen nicht verzichten will.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 1. Oktober.
— In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Obergütervorſteher
Karl Jäger zu Mannheim auf ſein Nachſuchen wegen
geſchwächter Geſundheit, den Bahnmeiſter 1. Klaſſe
Aloyſius Tuch zu Langen auf ſein Nachſuchen wegen
geſchwächter Geſundheit, den Werkmeiſter Karl
Roth=
ermel zu Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, den
Bahn=
meiſter Heinrich Raufert zu Michelſtadt auf ſein
Nachſuchen wegen geſchwächter Geſundheit, den
Ober=
bahnmeiſter Nikolaus Magnus zu Mainz auf ſein
Nachſuchen wegen geſchwächter Geſundheit, den Vor=
Wie im September, ſo geſtaltet ſich auch im
Okto=
ber die Planetenbeobachtung noch wenig lohnend.
Außer dem Saturn, der die beſten
Sichtbarkeitsver=
hältniſſe darbietet, ſind nur Venus und Merkur
be=
quem zu beobachten, jedoch bloß für kurze Dauer.
Merkur gelangt am 11. Oktober, 10 Uhr abends, in
größte weſtliche Ausweichung von der Sonne, 18‟ 3½
tritt infolgedeſſen um dieſe Zeit während einiger Tage
vor Sonnenaufgang am Oſthimmel hervor, wo er im
Höchſtfalle 4 Stunden lang zu erkennen iſt. Man
findet dieſen im allgemeinen etwas ſchwierig zu
be=
obachtenden Planeten — der große Kopernikus
be=
dauerte noch auf dem Sterbebette, ihn nie geſehen zu
haben — am bequemſten mit Hilfe eines Opernglaſes,
worauf man ihn ſofort auch mit freiem Auge bemerken
wird; klares Wetter iſt natürlich unerläßlich.
Früh=
aufſtehern bietet ſich aber ſchon vorher eine
Gelegen=
heit, den Merkur zu Geſicht zu bekommen, wenn auch
nur mit einem Opernglaſe oder kleinen Fernrohr.
Am 3. Oktober hat der Planet mit ſeiner Nachbarin,
der Venus, eine Zuſammenkunft, die jedoch am hellen
Tage, um 2 Uhr mittags, vor ſich geht; Merkur ſteht
dabei 1' 54’ ſüdlich von Venus; man ſieht ihn deshalb
am Morgen desſelben und auch noch des nächſten
Tages rechts unten von Venus, die ſelbſtverſtändlich
durch ihren ſtarken Glanz ohne weiteres aufzufinder
iſt. Weitere Konjunktionen des Merkur ereignen ſich
zu nachſtehenden Zeiten: am 27. um 1 Uhr nachm. mit
Mars (Merkur 1 4 nördlich) und am 30. um 2 Uhr
vorm. mit Jupiter (Merkur 21’ nördlich). Mit
opti=
ſchen Hilfsmitteln (einem guten Opernglaſe) wird
man auch dieſe, wie die noch aufzuführenden
Planeten=
annäherungen am frühen Morgen verfolgen können.
— Venus, die zu Anfang des Monats aus dem
Sternbilde des „Löwen” in das der „Jungfran”
über-
tritt, rückt der Honne schnell näher und iſt zuerſt eiwa
¾, zuletzt nur noch eine kurze Zeit am
Mor=
genhimmel zu ſehen. Sie nähert ſich ſchon ihrer oberen
Sonnenkonjunktion, ihr Erdabſtand wächſt daher noch
von 1.64 auf 1.70 Erdbahnhalbmeſſer à 149.48 Millionen
Kilometer, und ihr ſcheinbarer Durchmeſſer
verklei=
nert ſich von 10."2 auf 9.‟9. Ihrer Konjunktion mit
Merkur haben wir bereits oben Erwähnung getan.
Andere Konjunktionen der Venus finden ſtatt: mit
Mars am 22./23. Oktober, 12 Uhr nachts (Venus 45
nördlich), mit Jupiter am 28. Oktober, 12 Uhr mittags
(Venus 11' nördlich), endlich mit dem Monde am 2.
Oktober, 2 Uhr vorm., wobei der Mond 3’ nördlich von
Venus ſteht — beim Aufgange erblickt man die zarte,
abnehmende Mondſichel links von dem ſtrahlenden
Planeten. — Ceres, der zu allererſt, am 1. Januar
1801, von Piazzi entdeckte Planetoid, deren man
gegen=
wärtig etwa 800 kennt, wird am 10. Oktober in
Oppo=
ſition kommen, daher die günſtigſte
Beobachtungs=
gelegenheit darbieten. Der Planet ſteht zu der
ange=
führten Zeit bei Rektaſzenſion 1h 22.0m und
Dekli=
nation —7 5.5, d. h. nahe nordöſtlich vom Sterne
Theta (3.4. Größe) des „Walfiſchs” deſſen
Rektaſzen=
ſion 1 h 19.5 m und Deklination —8‟ 38.’9 iſt. Ceres
beſitzt aber nur die Helligkeit 7.6. — Mars weilt noch
zu nahe bei der Sonne, kann daher nicht mit
unbe=
waffnetem Auge geſehen werden. Seine Entfernung
von der Erde nimmt nun wieder beſtändig ab, und
zwar von 2.64 auf 2.58 Erdbahnradien; ſein
ſchein=
barer Durchmeſſer wächſt aber nur von 3.‟5 auf 3."6.
Am 22./23. Oktober hat er, wie ſchon oben geſagt wurde,
mit Veuus Konjunktion. — Inpiter, im
Stern=
bilde der „Jungfrau” bleilt aus demſelben Grunde
wie Mars vorläufig noch unſichtbar, zumal er am 12.
Oktober, früh 6 Uhr, in Sonnenkonjunktion gelangt.
Sein Erdabſtand beträgt am Anſang und Ende des
Mouats 6.42, iu der Mitte des Mouais 6.44 Ersbahn=
Nummſ
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
ſtand der fahn=Betriebsinſpektion Gießen II,
Ge=
heimen B Ludwig Roth, auf ſein Nachſuchen,
unter Aneung ſeiner langjährigen treuen Dienſte,
ſämtlich iſ Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchaft. Jy Ruheſtand verſetzt wurden ferner der
Lehrer aſevangeliſchen Schule zu Bingen Adam
Meiſter ſein Nachſuchen bis zur
Wiederher=
ſtellung ſGeſundheit, der Lehrer an der Gemeinde=
Scottibanau auf ſein Nachſuchen, der
Bahn=
wärter r Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchaft H0 Volz zu Altenburg, der Bahnwärter
in der H=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft
Hein=
rich B eBabenhauſen mit Wirkung vom 1. Januar
1911 an.
gint haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzot Erwin Hellmuth zum Hoflakaien.
ktragen wurde dem Lehrer Martin Wilhelm
Rüdi; zu Rendel, Kreis Friedberg, eine
Lehrer=
ſtelle aGemeindeſchule zu Steinbach, Kreis Offenbach.
— aſſen wurde ſeines Dienſtes der Fußgendarm
Wachtn Heinrich Meyer zu Ortenberg.
tungsmedaille. Der Weingutsbeſitzer Hans
Koch Laubenheim hat am 7. Juli d. Js. den
Fabrikt Wilhelm Pelzer von da vom Tode
des Ekens gerettet. Als Anerkennung hierfür iſt
ihm Sr. Konigl. Hoheit dem Großherzog die
Retturedaille verliehen worden.
Densverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Grofzog haben dem Vorſitzenden der
Vereins=
bank ms, e. G. m. b. H., Kommerzienrat Klemens
Truler zu Worms, das Ritterkreuz 1. Klaſſe des
Verdprdens Philipps des Großmütigen zum
24. Ember 1910 verliehen. Se. Königl. Hoheit der
Großog haben ferner verliehen dem Bahnmeiſter
1. Kin der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchafpyſius Tuch zu Langen, aus Anlaß ſeiner am
1. Or d. J. erfolgenden Verſetzung in den
Ruhe=
ſtanäs Silberne Kreuz des Verdienſtordens
Phi=
lipps Großmütigen, dem Werkmeiſter in der Heſſiſch=
Prehen Eiſenbahngemeinſchaft Karl Rothermel
zu mſtadt, aus Anlaß ſeiner am 1. Oktober d. J.
erfolden Verſetzung in den Ruheſtand, die Krone
zunlbernen Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Grütigen, dem Oberbahnmeiſter in der Heſſiſch=
Prſſchen Eiſenbahngemeinſchaft Nikolaus
Mag=
n uu Mainz, aus Anlaß ſeiner am 1. Oktober d. J.
erfinden Verſetzung in den Ruheſtand, das
Ritter=
kre. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
min, und dem Bahnwärter Philipp Uhrig zu
Zard, dem Weichenſteller Baptiſt Weber zu
Wis, beide in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahnge=
mſchaft, aus Anlaß ihrer am 1. Oktober d. J.
er=
fonden Verſetzung in den Ruheſtand, das Allgemeine
Enzeichen mit der Inſchrift „Für treue Dienſte‟
Prinzeſſin Eliſabeth=Gedächtnis=Spende. Bei der
djährigen Verteilung der Zinſen der
Prin=
z§ Eliſabeth=Gedächtnis=Spende haben die
Klein=
kerſchulen zu Dudenhofen, Höchſt i. O., Mainz=
Kl, Rumpenheim, Schaafheim, Birkenau,
Daubrin=
g Lollar, Schornsheim und Eſſenheim Zuwendungen
v je 150 bis 300 Mark erhalten. Im ganzen ſind
2 Mark verteilt worden. (Darmſt. Ztg.)
L. Die geſtrige Schwurgerichtsverhandlung, zu der
ſehr zahlreiches Publikum erſchienen war, richtete
gegen die 31 Jahre alte Ehefrau des Bahnwärters
dwig Fries, Eliſabetha, geb. Jäger, von Rudlos,
hnhaft hier, wegen Körperverletzung mit tödlichem
folg. Die Angeklagte ſoll am 3., 7. und 8. Februar
J. und vorher ihr am 17. April 1904 geborenes
jefkind Luiſe fortgeſetzt in der Weiſe vorſätzlich
kör=
klich mißhandelt haben, daß dadurch der Tod des
ndes eintrat. Sie gibt an, daß’ſie vor etwa 8
Jah=
ſ hierher gekommen ſei und in der Küche des
Merck=
en Kaſinos 2 Jahre gearbeitet habe. Im Auguſt
07 heiratete ſie den Fries, der Witwer war. Aus
ſſen erſter Ehe waren drei Kinder hervorgegangen,
n welchen allein die Luiſe noch lebte. Anfangs lebte
s Paar, welches zuerſt in der Liebfrauen=, dann in
r Heinheimerſtraße wohnte, einig, ſpäter änderte ſich
es, weil der Ehemann nicht leiden wollte, daß ſeine
rau das Kind übermäßig mißhandele. Es kam
dar=
ber ſogar zu Prügeln. Die Angeklagte behauptet,
is Kind ſei ſehr ſchmutzig geweſen und habe ſie
da=
urch oft zum Zorn gereizt. Sie habe ihren Mann
ergebens gebeten, es in eine Anſtalt zu tun. Die
ſatſache, daß andere Leute, bei welchen die Kleine zu
feſuch war, ſie als brav und ſauber bezeichnen,
ver=
ſag ſie jedoch nicht zu leugnen. Schon ſeit dem
vori=
en Herbſt ſoll das Kind unwohl geweſen ſein und
nsbeſondere an Schüttelfroſt gelitten haben; trotzdem
olte die Fries nicht etwa den Kaſſenarzt, was gar
ſichts gekoſtet hätte, ſondern ſie ſperrte im Januar
Segann
albmeſſer, ſein ſcheinbarer Durchmeſſer entſprechend
1.‟1 und 31.‟0. Ueber ſeine Konjunktionen mit
Ve=
lus am 28. und mit Merkur am 30. Oktober haben
bir ſchon oben geſprochen. — Saturn, von allen
blaneten am günſtigſten zu beobachten, weilt im
ßternbilde des „Widders” während der ganzen Nacht
im Himmel. Da er am 27. Oktober, 11 Uhr vorm., in
dppoſition kommt, kulminiert er um dieſe Zeit zur
Mitternacht. Seine Entfernung von der Erde
ver=
ringert ſich von 8.35 auf 8.25 Erdbahnhalbmeſſer, ſein
Scheibendurchmeſſer wächſt demgemäß von 19.‟5 auf
19.‟7, während die große Achſe ſeines Ringſyſtems
Mitte Oktober eine ſcheinbare Länge von 45.‟4 und
die kleine Achſe eine ſolche von 13."4 beſitzt. Am 19.
Oktober, 7 Uhr vorm., kommt der Mond mit Saturn in
Konjunktion, und zwar bewegt ſich der Mond in einem
geringſten Abſtande von 1.5 Grad nördlich über den
Planeten hin; während der Nacht ſteht der (am 18. voll
geweſene) Mond noch rechts oben vom Saturn, mit
dieſem eine ſchöne Konſtellation bildend. — Uranus
befindet ſich im „Schützen” als Sternchen 5. Größe am
Abendhimmel. Er ſteht am 15. Oktober, 3 Uhr nachm.,
in Quadratur zur Sonne. Seine Poſition iſt am 1
Rektaſzenſion 19h 32m 19s und Deklination — 220
16' ſein Erdabſtand 19.41 Erdbahnradien und ſein
Scheibendurchmeſſer 4.‟2. — Neptun, in den
Zwil=
lingen”, weilt während der ganzen zweiten Nachthälfte
über dem Horizont, er gelangt am 15. Oktober, 8 Uhr
abends, in Quadratur. Sein Ort iſt am 1. Oktober
Rektaſzenſion 7h 32i 9s und Deklination — 21‟ 7½,
er ſteht als Sternchen 8. Größe etwa 7 ſüdlich von
Pollux.
Am abendlichen Fixſternhimmel ſehen wir
die ſchimmernde Milchſtraße vom Oſtnordoſthorizont
in höchſtem Bogen über den Zenith zum
Weſtſüdweſt=
horizont verlaufen, „Fuhrmann” „Perſeus” „
Caſſio=
peja”, „Schwan” und „Adler” heben ſich der Reihe nach
mit ihren hellen Sternen von ihrem ſchemenhaften
Grunde ab. Den Tierkreis, der ſich vom Nordoſten
nachts die Kleine 2 Stunden lang in den Abort. Am
3. Februar ſoll dieſe wiederum die Kleider
verunrei=
nigt haben; zur Strafe hob die Stiefmutter ihr das
Hemd in die Höhe und ſchlug ihr mit einem dicken
Riemen auf den Leib und Rücken uſw. uſw. Am
ſchlimmſten ging es am 8. Februar zu. An dieſem
Tage bekam das Kind ſo lange Prügel, bis es Krämpfe
bekam. Obwohl die Angeklagte ſah, daß ihm der
Schaum vor dem Mund ſtand und es die Augen
ver=
drehte, eilte ſie immer noch nicht zum Arzt. Sie
er=
klärt, ſie habe den Doktor holen wollen, das Kind habe
aber geſagt, ſie ſolle da bleiben, der Doktor ſei nicht
nötig. Als der Mann abends heimkam, ſagte ſie ihm,
das Kind ſei krank. Noch an demſelben Abend
er=
ſchien bei dem geplagten Weſen der Tod als Erlöſer
Am anderen Tag verſuchte die Fries das Zimmer
dun=
kel zu halten, damit man nicht ſehe, wie die Leiche
ausſah. Als der Arzt den Tatbeſtand feſtſtellte, machte
er ſofort Anzeige. Der Kriminalſchutzmann, der
zu=
erſt erſchien, erklärte, die Leiche habe einen
erſchüt=
ternden Anblick geboten. Daß der Tod durch die
Miß=
handlung eintrat, iſt nach dem Gutachten des
Sachver=
ſtändigen nicht zweifelhaft. Auf Vorhalt des
Vor=
ſitzenden, daß es ſcheine, als ob ſie das Kind tot quälen
wollte, um für das Platz zu machen, welches ſie
er=
wartete, beſtritt dies die Fries. Nach der Meinung
eines Verwandten war mit dieſer ganz gut
auszu=
kommen, wenn man ſie vorſichtig behandele. Ihr Vater
war dem Trunke ergeben. Der Vater Fries
er=
klärte, das Kind ſei nicht beſonders unſauber geweſen,
es ſei gerade ſo geweſen, wie andere auch. Wenn er
fragte, woher das Kind die Verletzungen habe, wußte
die Frau ſtets eine Ausrede, die das Kind beſtätigte.
Er ſei morgens um 6½ Uhr weggegangen und abends
wieder gekommen. Als er am 8. Februar abends
hörte, das Kind ſei krank, ſagte er zu ſeiner Frau:
„Warum biſt Du nicht zum Doktor gegangen?‟ Dieſe
antwortete, ſie habe nicht abkommen können. Der
Vorſitzende bemerkte ihm, daß er ſich lieber etwas mehr
um das Kind gekümmert hätte. Hier trat eine Pauſe
bis 3½ Uhr ein.
— Der Provinzialausſchuß der Provinz
Starken=
burg hält am Samstag, den 8. Oktober, vormittags
9½ Uhr, eine Sitzung mit folgender Tagesordnung
ab: 1. Antrag auf Ablöſung von Erbzinsland und
Leb=
zeitpacht der Heinrich Falter Witwe in Steinbuch. 2.
Geſuch des Eduard Boxheimer zu Wiesbaden um
Er=
laubnis zum Betrieb einer Gaſtwirtſchaft an der
Worms=Bürſtädter Straße. 3. Beanſtandung der
Bei=
geordnetenwahl in Klein=Krotzenburg. 4.
Einwendun=
gen gegen die Radheimer Bürgermeiſterwahl vom
7. Mai 1910.
* Stadtverordneten=Verſammlung. Herr Stadtv.
Stemmer teilt uns berichtigend mit, daß er zu dem Punkt
der Tagesordnung „Wirtſchaftsplan für die ſtädtiſchen
Wal=
dungen” geſagt habe, „er wünſche die Einſchränkung der
Eingatterungen, da die Koſten nicht im Verhältnis zu
dem durch das Wild verurſachten Schaden ſtehen”.
— In der nichtöffentlichen Sitzung der
Stadt=
verordneten=Verſammlung wurde die Verpachtung des
ſtädtiſchen Gutes „Hopfengarten” an Herrn Johann
Gollaſch hier genehmigt. Hinſichtlich der vorliegenden
Geſuche um Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe von
Schankwirtſchaften wurde die Bedürfnisfrage für
Schützen=
ſtraße 7, Ernſt=Ludwigsſtraße 1, Moosbergſtraße 70,
Roßdörferſtraße 14½ Pallaswieſenſtraße 127, Landgraf=
Georgsſtraße 8, Schloßgaſſe 2, Kranichſteinerſtraße 60½,
Pankratiusſtraße 20½ und Dieburgerſtraße 72 bejaht,
für Liebfrauenſtraße 78 und Gervinusſtraße 69 verneint.
— Prof. Ph. Schmittſche Akademie für Tonkunſt.
Das Winterſemeſter beginnt in der Geſangſchule:
Mon=
tag, den 3. Oktober, in der Inſtrumentenſchule:
Don=
nerstag, den 13. Oktober. Es ſei beſonders darauf
auf=
merkſam gemacht, daß Anmeldungen vormittags
ent=
gegengenommen werden. Von allgemeinerem Intereſſe
dürfte ſein, daß an dem Deklamationsunterricht des
Herrn Oberregiſſeurs Valdek auch Hoſpitanten
teil=
nehmen können, ebenſo an Italieniſch und
Streich=
orcheſter. Im Winterſemeſter veranſtaltet die Akademie
wieder drei muſikgeſchichtliche Vorträge mit
muſika=
liſchen Erläuterungen im Saale des Muſikvereins.
Vortragender iſt, wie in den Vorjahren, wieder der
Tübinger Univerſitätsmuſikdirektor Herr Prof. Dr.
Fritz Volbach. Näheres über die Vorträge, denen in
dieſem Jahre ein beſonders intereſſantes Programm
zugrunde liegt, wird demnächſt bekannt gegeben.
* Todesfall. Die Rotterdamſche Bank in
Rot=
terdam zeigt das kürzlich erfolgte Ableben ihres
Aufſichtsrats und Direktors Georg van der Kors
an. Der Verſtorbene gehörte der Bank von 1869 bis
1906 an und war in den letzten Jahren deren
Präſi=
dent. Die Bank erreichte unter ſeiner Leitung ihre
derzeitige Bedeutung. Welche Anhänglichkeit van der
Kors ſeinem Inſtitute bis zum Tode bewahrte, zeigt
ſich darin, daß er dieſem für die Penſionskaſſe 50000
Gulden vermachte. Er war geborener
Darm=
ſtädter und ein Sohn des ehemaligen
Schneider=
meiſters van der Kors. Seine Laufbahn begann er
hier bei der Bank für Handel und Induſtrie als
Volon=
tär und Beamter, um dann bei der Gründung der
Rotterdamer Bank an dieſes Inſtitut überzugehen.
— In der Kleinkinderſchule, Mauerſtraße 5, fand
geſtern vormittag ½12 Uhr die Verabſchiedung
der Hausverwalterin Frl. Kratz ſtatt, die über 33
Jahre an der Anſtalt in erſprießlichſter Weiſe tätig war
und ſich infolge eingetretener Gebrechlichkeit genötigt
ſah, ihre Stellung niederzulegen. In Gegenwart des
Vorſtandes wurde ihr, nach kurzer Anſprache des
Vor=
ſitzenden, in Anerkennung ihrer Verdienſte von ſeiten
des Vorſtandes und Damenausſchuſſes für ihre alten
Tage ein bequemer Lehnſeſſel geſtiftet. Als
Nachfolge=
rin des Frl. Kratz iſt Frl. Waldeck gewählt worden.
— Kammermuſik=Vereinigung. Es ſei hiermit
nochmals darauf aufmerkſam gemacht, daß die erſte
Matinee morgen Sonntag, den 2. Oktober, vormittags
11 Uhr, im Muſikvereinsſaal, Steinſtraße 24, ſtattfindet.
Programm: Violinſonate von Bach, Streichquartette
von Haydn und Dittersdorf.
* Der Darmſtädter Sprachverein kündigt eine
Mitgliederverſammlung für Mittwoch, den 5. Oktober,
abends 8½ Uhr im „Prinzen Karl” an. Herr
Privat=
dozent Dr. Alt wird über die jüngſt abgehaltene
Haupt=
verſammlung und Fünfundzwanzigjahrfeier in Dresden
berichten, Herr Seminarlehrer Pickert über Rud.
Böhmers „Grundſätze für eine wirkliche Verdeutſchung
der heiligen Schrift”. Gäſte ſind willkommen.
— Der Zitherklub „Edelweiß” feiert am Sonntag
ſein drittes Stiftungsfeſt, für das unter gütiger
Mit=
wirkung des Doppelquartetts Rheingold ein gediegenes
Programm aufgeſtellt worden iſt. Jedem Freunde des
Zitherſpiels iſt dadurch Gelegenheit geboten, ſich von der
Verwendbarkeit dieſes Inſtrumentes ſowohl einzeln, als
auch in Verbindung mit Streich= und Schlaginſtrumenten
in der Geſamtwirkung zu überzeugen. (Näheres ſiehe
Anzeige).
— Der Männergeſangverein „Coneordia‟=
Darm=
ſtadt veranſtaltet am Sonntag, den 2. Oktober, im
„Mathildenhöhſaal” ſeine diesjährige Herbſt=Feier.
Das reichhaltige Programm, beſtehend in Muſikſtücken,
Chören, Solis und humoriſtiſchen Vorträgen, verſpricht
einen genußreichen Abend. Ein Tänzchen wird, damit
auch die Jugend zu ihrem Rechte kommt, die Feier
be=
ſchließen. Näheres ſiehe Anzeige.
m. Neubauten. Auf dem Gebiete der Merckſchen
Fabrikanlagen herrſchte in den letzten Monaten eine
rege Bautätigkeit. Es wurden mehrere größere Gebäude
errichtet, die jetzt unter Dach gebracht worden ſind.
Seitlich von ihnen, nach Weſten, erhebt ſich ein hoher
neuer Schornſtein, der dieſe Woche vollendet wurde.
m. Das Legen der Kabelrohre für Telephonkabel
längs der Wilhelminenſtraße nach der Bismarckſtraße iſt
vollendet worden. Die Legung in der Rheinſtraße wird
erſt ſpäter in Angriff genommen.
m. Die Kanaliſierung des „Hohler Weg”=
Ge=
bietes macht an der Brücke, wo der Kanal unter dem
Geleiſe hindurchgeht, viele Arbeit, da der Boden an dieſer
Stelle zu nachgiebig iſt. Mittelſt Ramme werden ſtarke
Rammpflöcke in den Boden getrieben, um eine feſte
Unterlage zu gewinnen.
— Der erſte Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein= und Grafenſtraße) beginnt heute mit der
Winter=
ſaiſon und hat deshalb wöchentlich zweimal (Mittwochs und
Samstags) Programmwechſel. Von den heutigen
hoch=
intereſſanten Nummern ſei beſonders „Das Jubiläum
des Münchener Oktoberfeſtes” hervorgehoben. (Weiteres
ſiehe Anzeige.)
— Orpheum. Die Nachricht vom Saifonbeginn
hat freudige Aufnahme gefunden; als beſter Beweis
dafür dient die lebhafte Nachfrage nach Billetts in den
Verkaufsſtellen, die ſich in den letzten Tagen
bemerk=
bar gemacht hat. Der rührigen Leitung iſt es zu
wünſchen, daß das Intereſſe, das ihr bei Beginn vom
Publikum entgegengebracht wird, ſich weiter entwickeln
und für die ganze Spielzeit andauern möge. — Auch
in dieſem Jahre wurde die Sommerpauſe dazu benützt,
nennenswerte Neuausſtattungen und Verbeſſerungen
zu treffen und durch das Entgegenkommen der
ſtädti=
ſchen Behörden werden die Zugangsſtraßen in beſtem
Zuſtand erhalten, ſodaß auch dieſen berechtigten
Wün=
ſchen der Beſucher Rechnung getragen iſt. (S. Anz.)
* Erhängt aufgefunden wurde im Walde bei Bens
heim der Reſerviſt Kilian aus Fehlheim, der ſich ſchon
vor etwa 4 Wochen von ſeinem Truppenteil, dem
In=
fanterie=Regiment Nr. 115, zu dem er vor den
Manö=
vern eingezogen worden war, nach einer
Urlaubs=
überſchreitung entfernt hatte. K. genoß nicht den
beſten Ruf, war früher verſchiedentlich in
Erziehungs=
anſtalten untergebracht. Nach dem Befund der Leiche
zu ſchließen, iſt der Selbſtmord ſchon vor einigen
Wochen geſchehen.
zum Südweſten zieht, markieren die Bilder „
Zwil=
linge‟, „Stier”, „Widder”, „Fiſche” „Waſſermann”
und „Steinbock”. Südlich vom „Waſſermann” abends
gegen 10 Uhr grade im Süden, erblickt man das
Stern=
bild des ſüdlichen „Fiſches” mit dem hellen Sterne
„Fomalhaut”, ſo genannt von den alten Arabern.
Rich=
tig und vollſtändig hieß dieſer Stern Fomel-hhüt
el-dschenübi, „Maul des Fiſches des Südens”,
da=
neben trug er noch den Namen Froſch oder Strauß.
Neben ihm im Südoſten breitet ſich, ebenfalls zum
ſüd=
lichen Himmel gehörend, das ausgedehnte Bild des
„Walfiſches” aus, der bei den Griechen Ketos, lat.
Ce=
tus, bieß und in der aſtronomiſchen Wiſſenſchaft noch
heute dieſen Namen trägt. Der Stern Omikron des
„Walfiſches” trägt die Bezeichnung Mira, das
Wun=
der, weil er einen höchſt merkwürdigen Lichtwechſel
zeigt, den Fabricius 1596 entdeckte. Die mittlere
Pe=
riode des Lichtwechſels umfaßt 332 Tage, iſt aber ſehr
unregelmäßig; noch unregelmäßiger ſind die
Schwank=
ungen der Helligkeit: die Maxima halten ſich in den
enorm weiten Grenzen der Größen 1.7 bis 5.0, die
Mi=
nima in den Grenzen der Größen 8.0 bis 9.5, dazu
er=
folgt die Lichtzunahme vom Minimum bis zum
Maxi=
mum nahezu doppelt ſo ſchnell als die Abnahme. Durch
eingehende ſpektroſkopiſche Unterſuchungen von Ceti
hat man die Anweſenheit von glühendem Waſſerſtoff,
Kalzium, Eiſen, Chrom und Vanadium feſtgeſtellt, auch
Strontium, Mangan und Titan ſind wahrſcheinlich;
ferner geht aus dieſen Unterſuchungen hervor, daß die
Lichtabnahme im weſentlichen auf der
Helligkeits=
abnahme des kontinuierlichen Spektrums beruht, und
daß in dem Stern ſtarke Gasdrucke vorhanden ſind.
Mira hat Anfang Auguſt d. J. ſein Maxima gehabt.
Von den übrigen Hauptſternbildern ſteht abends im
Norden der „Große Bär” darüber am Pol der „Kleine
Bär”, tief im Nordweſten der „Bootes” mit dem
far=
benglitzernden Arctur und daneben der Sternenkranz
der nördlichen „Krone‟
Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, 29. September.
„Das Nachtlager in Granada”.
W-l. Kreutzers populäre, an gefälligen Melodien und
dankbaren Geſangspartien reiche und deshalb immer
wie=
der gern gehörte Oper „Das Nachtlager in
Gra=
nad a” fand bei ihrer heutigen Wiederaufführung eine unge
wöhnlich warme Aufnahme. Zum Teil war dieſe auch der unter
Leitung des Herrn Kapellmeiſters Kittel ſtehenden
Auf=
führung ſelbſt zu verdanken, die ſtimmlich und geſanglich
viel Schönes und Gelungenes bot. Frl. Geyersbach
ſang die hochliegende Partie der Gabriele muſikaliſch ſicher
und mit abgerundetem Vortrag und verlieh dem
ideali=
ſierten Hirtenmädchen eine ſympathiſche Verkörperung. Die
Partie des Jägers, die hier ſchon oſt als Prüfſtein für die
ſtimmlichen und geſanglichen Qualitäten neuengagierter
Baritons gedient hat, erfuhr durch Herrn Semper eine
nach beiden Richtungen hin lobenswerte Behandlung. Er
ſang mit Intelligenz und Geſchmack und vermied das
Los=
legen”, das mit dem Charakter der ganz auf den lyriſchen
und empfindſamen Ton geſtimmten Partie nicht vereinbar
iſt. Das Vibrieren der Stimme machte ſich heute nur
vor=
übergehend bemerkbar. Mit ſeinem Debüt als Gomez war
Herr Jahn ſehr erfolgreich, wenn er natürlich auch noch
keine ausgereifte Leiſtung bieten konnte. Der Sänger
ge=
bietet über ungewöhnliche ſtimmliche Mittel, der etwas
baritonal gefärbte Tenor hat mehr heldiſchen als lyriſchen
Charakter, in der tieferen Lage erinnert die Stimme in
ihrer Klangfarbe an die des Herrn Spemann; die höhere
Lage ſpricht weniger leicht an und der Sänger neigt hier,
wie es ſcheint, deshalb zum Forcieren, wovor er ſich hüten
möge. Der Vortrag bewies, daß er etwas Tüchtiges
ge=
lernt hat; auch das Spiel ging weit über das Maß deſſen
hinaus, was man von einem Anfänger zu erwarten pflegt.
Das Publikum rief ihn nach der mit ſtimmlicher Verve
ge=
ſungenen Arie des 2. Aktes zweimal hervor, ein Beweis,
wie ſehr er gefallen hat. Die Chöre hielten ſich gut.
Seite 4₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
Ner 230.
Ueberſchren, Geſtern vormitag wurde am
Marienplatz durch ein Milchfuhrwerk das 4jährige Kind
einer Witwe in der Saalbauſtraße überfahren und
erlitt derartige Verletzungen, daß es durch das
Kran=
kenautomobil in das ſtädtiſche Krankenhaus gebracht
werden mußte.
— Hohmanns Taſchenfahrplan Winter 1910/11
iſt ſoeben in bedeutend erweitertem Umfang erſchienen.
Es ſind außer den ſeither angeführten Linien der näheren
Umgebung auch alle Haupt= und ſtarkbefahrenen
Neben=
bahnen im Großherzogtum Heſſen, ſowie ſämtliche große
Schnellzugsverbindungen Deutſchlands aufgenommen
worden. Das praktiſche kleine Format iſt beibehalten.
Der Preis hat ſich durch die Erweiterung von 10 auf
15 Pfg. erhöht.
S. Weiterſtadt, 30. Sept. Der neugegründete Obſt=
und Gartenbauverein veranſtaltet am 1. und 2.
Oktober im Gaſthaus „Zum Löwen” dahier ſeine erſte
Ausſtellung. Hierbei gelangen die neueſten, beſten
Sorten Kartoffeln zur Ausſtellung und iſt Intereſſenten
günſtige Gelegenheit geboten, ihren Bedarf an
Winter=
kartoffeln zu decken. Ein Beſuch der Ausſtellung wird ſich
ſicher löhnen.
Groß=Geran, 30. Sept. Um die Stelle eines
Gerichtsdienerſubſtituts beim
Großherzog=
lichen Amtsgerichte Groß=Gerau haben ſich 32 Leute
gemeldet, darunter ein Mann, der als Einjährig=
Frei=
williger gedient hat.
M. Nieder=Beerbach, 30. Sept. Es iſt bekannt, daß
das Obſt unſeres Tales ſich durch Aroma und Haltbarkeit
auszeichnet. Freunden eines guten Apfels iſt deshalb
wohl gedient, wenn ſie hierdurch auf die am Montag und
Dienstag, den 2. und 3. Oktober, nachmittags, im Saale
Simmermacher ſtattfindende Obſtausſtellung
auf=
merkſam gemacht werden.
— Oppenheim, 29. Sept. Die geſtern hier
vorgenom=
mene Beigeordnetenwahl ſtand unter der Parole,
ob ein juriſtiſcher Berufsbeigeordneter oder ein Nichtjuriſt
in das Oppenheimer Stadtparlament einziehen ſolle.
Während nämlich die Bürgermeiſterei mit der
Stadtver=
ordnetenverſammlung die Wahl eines Juriſten in der
Perſon des Herrn Notars Mann wünſcht, iſt ein ſehr
gro=
ßer Teil der Bevölkerung für einen Nichtjuriſten. Wie zu
erwarten ſtand, ſtehen ſich nach dem Wahlausfall die beiden
Parteien faſt gleich ſtark gegenüber. Herr Notar Mann
erhielt nämlich 189 Stimmen, während es ſein
Gegenkan=
didat, Herr Weingutsbeſitzer Weis, auf 187 Stimmen
brachte. Da ſich 10 weitere Stimmen auf die Perſon eines
dritten Kandidaten, des Herrn Hube, vereinigten, ſo iſt
Stichwahl zwiſchen Mann und Weis erforderlich. Der
Ausgang diefer iſt ſehr fraglich.
Gießen, 30. Sept. Nachdem unlängſt die Polizei
mit den Geldſpiel=Automaten in den
Wirt=
ſchaften durch Androhung der Beſchlagnahme und
An=
zeige wegen Duldung des Glücksſpiels aufgeräumt
hatte, brachte ein hieſiger Wirt einen ſolchen
Auto=
maten in ſeiner Küche an und gab ſo ſeinen Gäſten
Gelegenheit zum Spiel. Mancher Nickel wurde dem
Apparat zum Nutzen des Wirtes einverleibt; jedoch
be=
kam die Polizei von der Sache Wind. Geſtern
nach=
mittag erſchien in der Küche des nicht wenig erſtaunten
Wirtes ein Kriminalbeamter und beſchlagnahmte den
Automaten ſamt dem Geldinhalt. Eine Anzeige wegen
Duldung des Glücksſpiels wird die weitere Folge ſein.
— Bad Nanheim, 30. Sept. Bis zum 29. Sept.
ſind 32 392 Kurgäſte angekommen, wovon an
ge=
nanntem Tage noch 2604 anweſend waren. Bäder
wurden bis zum 29. Sept. 422505 abgegeben.
Aus der Reichshauptſtadt, 29. Sept. Der
Ver=
meinde Tempelhof bildete heute in der Berliner ſchiedentlich großen Schaden angerichtet haben. Die
tele=
ſtand einer Interpellation der bürgerlichen Fraktionen teils zerſtört und auch der Telephonverkehr in der Stadt iſt
an den Magiſtrat. Bürgermeiſter Reicke ergänzte in teilweiſe unterbrochen.
einſtündiger Rede den vorgelegten amtlichen
Schrift=
wechſel mit Tempelhof und dem Kriegsminiſter. Aus ſicherungsbörſe, auf der man alles mögliche und
ſeiner Darlegung ging hervor, daß der Magiſtrat ſeit unmögliche verſichern kann, beſchäftigt ſich bereits mit
Berlin günſtigen Abſchluß zu bringen, daß aber der Georgs V. Schon jetzt kann man ſich gegen Riſiken
anlaßt hat. Die Erörterung nahm einen ſehr ſcharfen ſehenſten Verſicherungsfirmen erklärt, dürfte die
Charakter an. — Der Aufruhr in Moabit wird Prämie aber bald erheblich ſteigen und 15—20 Prozent
den Städten Charlottenburg und beſonders Berlin be= erreichen. Die Verſicherung deckt finanzielle Verluſte,
deutende Koſten verurſachen. Bekanntlich haben die die infolge des Aufſchubs der Feierlichkeiten entſtehen
Gemeinden bei Landesfriedensbruch und den daraus könnten, und wenn auch alle möglichen Gewerbe ſich
entſtehenden Folgen für den Schaden aufzukommen. für dieſe Krönungsriſiken intereſſieren, ſo wird ſie doch
Die Schadenerſatzanſprüche, die namentlich vor allem von jenen Leuten ausgenutzt, die Tribünen
erheblich. In der Roſtocker Straße ſind faſt ſämtliche Feſtzug betrachtet wird. Die Verſicherungen werden
SEELf
Fenſter der Haustüren zertrümmert und viele
Schau=
fenſter eingeſchlagen. Weiter ſind viele Fenſter der
Häuſer dieſes Straßenzuges durch Revolverſchüſſe im
erſten und zweiten Stockwerk durchlöchert, und dasſelbe
Bild der Verwüſtung zeigt ſich in der Beuſſel=,
Eras=
mus=, Berlichingen=, Sickingen=, Wittſtocker=, Wielef=
und Zwingliſtraße. Dazu kommen noch die vielen
zer=
ſtörten Laternen. Die Glasverſicherung des
Grundbe=
ſitzer=Vereins Nord=Weſt lehnt jegliche Zahlung und
Wiederherſtellung ab. In Betracht kommen ferner
Ausbeſſerungen des Pflaſters, die Beköſtigung der in
Moabit ſtationierten Schutzleute aus anderen Revieren
uſw. Man wird nicht fehl gehen, wenn man die
Schadenerſatzſumme und die anderen Unkoſten, die
durch den Aufruhr bisher entſtanden, dazu gehört auch
die Forderung der Firma Kupfer u. Co. von rund
20000 Mark, auf insgeſamt 150000 Mark ſchätzt.—
Zur Verhandlung des mehrfach erwähnten
Straf=
prozeſſes gegen den Herausgeber der Wahrheit,
Reichstagsabg. Wilhelm Bruhn, deſſen Bruder Paul
Bruhn und die für die Redaktion verantwortlich
ge=
weſenen Redakteure Weber und Sommer iſt nunmehr
vor der 1. Strafkammer des Landgerichts I Termin auf
den 24. Oktober und folgende Tage angeſetzt worden.
Die Anklage iſt aus dem Erpreſſerprozeß entſtanden,
die im Oktober v. J. gegen den inzwiſchen verſtorbenen
Redakteur Dahſel verhandelt wurde und mit deſſen
Verurteilung zu 1½ Jahren Gefängnis endete. Wie in
jenem Prozeß, ſo wird auch in dieſer Verhandlung die
Frage eingehend erörtert werden, ob und in wie weit
einige ſcharfe Angriffsartikel auf beſtimmte Perſonen
unlauteren materiellen Zwecken dienen ſollten. Die
Beweisaufnahme wird eine ſehr umfangreiche werden
und man rechnet darauf, daß die Verhandlung etwa
drei Wochen dauern wird.
München, 30. Sept. Heute früh iſt im dritten
Stock=
werk eines Neubaues in der Rauchſtraße das
Decken=
gewölbe eingeſtürzt, wobei die Decken des erſten und
zweiten Stockwerkes durchſchlagen wurden. Zwei Arbeiter
wurden ſchwer, einer leicht verletzt.
Pritzwalk, 29. Sept. Der Mörder, der im
be=
nachbarten Schönhagen den Bauer Kleine und deſſen
Ehefrau umbrachte, erbeutete im ganzen nur 11 Mark.
Er iſt auf einem Damenrade entflohen. Er hat falſche
Papiere. Man glaubt, er heißt Zander oder Krauſe.
Brunsbüttel, 29. Sept. Der aus England kommende
Dampfer „Cheſter” wurde an der Mündung des Nord=
Oſtſee=Kanals von dem ſchwediſchen Dampfer „Juno”
angerannt, ſo daß er auf Grund geſetzt werden
mußte. Man hofft, die Ladung wenigſtens retten zu
können.
Wien, 29. Sept. Aus Pola wird der Neuen
Freien Preſſe gemeldet: Der geſtern verhaftete
Zahn=
arzt Kopp=Weimar wurde noch geſtern auf freien
Fuß geſetzt, die vorgefundenen photographiſchen
Platten ſind jedoch konfisziert worden.
Eger, 30. Sept. Im Bürgerwalde an der bayeriſchen
Erenze ertappte der Wildheger Rott den Taglöhner Luft
beim Wildern. Beide ſchoſſen aufeinander. Rott
wurde ſo ſchwer verletzt, daß an ſeinem Aufkommen
ge=
zweifelt wird. Der Wilderer, der auch verwundet wurde,
iſt ins Spital geſchafft worden.
Prag, 29. Sept. Heute abend iſt der Bankier
Kiſch in ſeinem an einer der belebteſten Straßen
Prags belegenen Geſchäfte ermordet aufgefunden
wor=
den. Es liegt Raubmord vor. Der Täter iſt
bis=
her unbekannt geblieben. Auf Kiſch wurde bereits vor
ſechs Jahren ein Raubmordverſuch verübt, der jedoch
mißglückte. Das Verbrechen wurde damals für
fingiert gehalten. Der Ermordete iſt der Bruder des
Inhabers einer Exportfirmä in Berlin.
Paris, 30. Sept. Geſtern ſind hier und in der
Um=
kauf des Tempelhofer Feldes an die Landge= gebung ſchwere Gewitter niedergegangen, die ver=
Stadtverordnetenverſammlung den Gegen= phoniſchen Verbindungen mit dem Auslande ſind größten=
London, 29. Sept. Lloyd, die Londoner Ver=
1907 nichts unverſucht gelaſſen hat, die Sache zu einem der im Juni ſtattfindenden Krönung König
Militärfiskus die ernſtliche Abſicht eines Vertragsab= verſichern, die die Krönung des engliſchen Monarchen
ſchluſſes mit Berlin gar nicht gehabt, ſondern aus „ein=; im Gefolge haben wird, und die Prämie, die zurzeit
ſeitigem Fiskalismus” Tempelhof zum Ankauf ver= gefordert wird, iſt 8—10 Prozent. Wie eine der
ange=
die Moabiter Hausbeſitzer erheben werden, ſind ſehr errichten oder Zimmer vermieten, von denen aus der
für den Fall abgeſchloſſen, daß die Kr im nächſten
Jahre nicht ſtattfinden wird, aber daß ſie im
letzten Moment nur auf kurze Zeiausgeſchoben
wird, und ſogar gegen Geſchäftsausfainen
Laden=
beſitzer, die vor ihrem Schaufenſter Tribüne
er=
richtet haben, ſich verſichern. Aehnlichecen wurden
ſowohl zum diamantenen Jubiläum önigin
Vik=
toria als zur Krönung König Eduardgeſtellt. Im
letzteren Falle war in Anbetracht des 1 Alters des
Monarchen die Prämie erheblich höher
C.K. London, 29. Sept. Der Lon, den ſein
Weg am Dienstag durch die Weſt=Streirte, konnte
Zeuge und leicht Mitwirkender eines aunden,
un=
gewöhnlichen Schauſpiels m. Drei
Stiere wurden durch die Straße gef die
mäch=
tigen Tiere revoltierten, konnten nicht: gehalten
werden, riſſen ſich los und ſtürzten nd in ein
kleines Reſtaurant. Die Wirtin im Vimer war
nicht wenig entſetzt und verſchanzte ſichter einen
Stuhl, als ſie ſich plötzlich einem Stiere tüber ſah.
Aber das Tier ſchien im Zimmer bleiben öllen, und
die Wirtin konnte fliehen. Im Gangech harrte
ihrer eine neue Ueberraſchung: hier tralihr
zwei=
weitere Stiere entgegen. Zum Glück ke ſie ſich
retten. Inzwiſchen hatte der erſte Stim
Vor=
zimmer ſeine Zerſtörungsarbeit begonnind alle
Möbel demoliert. Er trabte dann ins Gaſner, und
ehe der Wirt ſich’s verſah, war er an dehanktiſch
feſtgeſpießt. Doch die Verwundung war gering
und er konnte ſich noch flüchten. Auch im zimmer
wurde alles, Möbel wie Gläſer, demolt Dann
marſchierte die Beſtie durch den Hausgantd über
den Hof zum Torweg. Hier waren durch: Lärm
Hunderte von Leuten zuſammengeſtrömt, diim
Er=
ſcheinen des Stieres die Flucht ergriffexndlich
konnten die Tiere wieder eingefangen wer
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., din
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr! vor=
— Konzert für die Barmhägen
Schweſtern. Demnächſt wird wieder das der
Darmſtädter Bevölkerung ſeit langem bekar und
beliebte Wohltätigkeitskonzert zum Beſten
dearm=
herzigen Schweſtern abgehalten. Es gibt wikeine
Jahreszeit, deren Einzug mehr mit gemiſcht
Ge=
fühlen aufgenommen wird, als der Winter.
eſon=
ders in der heutigen Zeit der Arbeitsloſigke und
Teuerung iſt der Winter vielen Familien erecht
unerwünſchter Gaſt. Gerade in der
Winterszwer=
den darum auch von armen und arbeitsloſen Flien
hohe Anforderungen an die Wohltätigkeit der
rm=
herzigen Schweſtern geſtellt. Doch wie könne die
Schweſtern ihre uneigennützige Nächſtenliebe
äti=
gen, wenn ihnen nicht die notwendigen matelen
Mittel zur Verfügung ſtehen? Dieſe Mittel ien
etwa zu beſchaffen, ſoll der Zweck des demnäcen
Wohltätigkeitskonzertes ſein. Die warmen
Spa=
thien, welche die Schweſtern der hieſigen Stadt inlen
Schichten der Bevölkerung ohne Unterſchied
deryn=
feſſion beſitzen, haben ihnen bei den früheren
Ker=
ten ſchon manches erkleckliche Sümmchen zur Fde
der Armen und Kranken eingebracht. Es ſteht
zer=
warten, daß die Beteiligung am Konzert auch
ine=
ſem Jahre eine ſehr rege ſein wird, zumal die
it=
ung desſelben auch heuer wieder in den bewähn
Händen des Großherzoglichen Hofkapellmeiſters
f=
rat de Haan liegt. Möchten die Damen, welchen
hochherziger Geſinnung den Kartenverkauf
überm=
men haben, bei ihren Beſuchen recht große
Erfolger=
zielen!
— E. Marlows Luſtiger Abend. Herr Em
Marlow, Herzogl. Bxaunſchw. Hofſchauſpieler, frühern
Darmſtädter Hoftheater, wird Anfang Oktober hier enn
heiteren deklamatoriſch=muſikaliſchen Abed
veranſtalten. Ueber Eugen Marlows Kunſt und
Beli=
heit liegen viele lobende Urteile vor. Aus Düſſelif
wird u. a. geſchrieben: Der außerordentlich beliebte
Kü=
ler hatte eine ſtattliche Anzahl ſeiner Getreuen um h
verſammelt und wenn er, wie ſtets, es meiſterhaft verſta,
ſie mit ernſten und heiteren Deklamationen auf das Be
zu unterhalten, ſo wurde die dankbare, genießende
hörer=Gemeinde nicht müde, dem Künſtler enthuſiasmit
zuzujubeln. — Aus Wildbad: Herr Marlow iſt ein äuße
vielſeitiger Künſtler und er wurde wegen ſeiner glänze
den Leiſtungen mehrmals aufs Podium gefordert. Eug
Marlow iſt ein begeiſterter und feuriger Künſtler.
beherrſcht eine im Charakter, im Herzen wurzelnde L
bens= und Weltanſchauung; er empfindet großartig d
ſchrillen Diſſonanzen des Lebens und verſteht es wunde
bar, ſie zu einer ſchönen Harmonie zu vereinigen.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Ausſtellung für Irrenpflege. Mit dem
Kongreß der Irrenärzte wird in den Räumen des
Abge=
ordnetenhauſes zu Berlin in der erſten Oktoberwoche eine
Ausſtellung über die Fürſorge für Geiſtes= und
Nerven=
kranke verbunden ſein. Vor allem die deutſchen Anſtalten
für Geiſtes= und Nervenkranke, die insgeſamt über 50000
Betten umfaſſen, werden hier den ausländiſchen
Pſychia=
tern, aber auch jedem ſonſt Intereſſierten ihre
Einrich=
tungen und ihre Organiſation vorführen und durch
Mo=
delle, Bilder, Inſtrumente uſw. einen Einblick in das
Ge=
triebe der modernen Irrenanſtalten gewähren. Faſt all.
deutſchen Bundesſtaaten, Provinzial= und
Stadtverwal=
tungen haben die Ausſtellung beſchickt. Es wird hier auch
dem Laien möglich ſein, ſich ein Urteil über die heutigen
Methoden der Behandlung Geiſteskranker zu bilden. Ueber
alle das Irrenweſen betreffenden Streitfragen, die immer
wieder, beſonders auch in jüngſter Zeit in der Preſſe
er=
örtert werden, wird es dann leichter möglich ſein, eine
Verſtändigung zwiſchen dem Publikum und den
Fach=
leuten herbeizuführen.
* Der Halleyſche Komet wird jetzt wieder am
Morgenhimmel ſichtbar und wird etwa von Mitte
Oktober an wieder zu beobachten ſein, allerdings nur mit
großen Fernrohren. Er befindet ſich dann, wie Prof.
Berberich in der Naturwiſſenſchaftlichen Rundſchau mitteilt,
im Sternbilde des Raben, an der Grenze gegen das
Stern=
bild Crater.
C.K. Eine chineſiſche Enzyklopädie. Die
oſtaſiatiſche Abteilung des Berliner Muſeums für
Völkerkunde hat unter ihren neueſten wertvollen
chine=
ſiſchen Erwerbungen ſich anch einen Großfolioband mit
den Büchern 4908 und 4909 der chineſiſchen
Enzyklo=
pädie Yung=lo ta=tien geſichert. Dieſe Enzyklopädie, die
von dem 1403 bis 1424 regierenden Ming=Kaiſer
Yung=
loh veranlaßt wurde, ſollte, wie die Internationale
Wochenſchrift mitteilt, die geſamte Literatur Chinas
auf literariſchem, philoſophiſchem, geſchichtlichem und
künſtleriſchem Gebiete in Auszügen oder vollſtändigen
Abdrücken zu einem rieſigen Ueberblick über das ganze
Schrifttum des himmlichen Reiches vereinigen. In
drei Jahren war das Werk von 2160 Mitarbeitern
be=
endet; es umfaßte 22937 Bücher, aber eine Drucklegung
war der unerſchwinglichen Koſten wegen unmöglich.
So wurden nur zwei vollſtändige und eine
unvollſtän=
dige Abſchrift angefertigt; die beiden erſten verbrannten
bereits früher. Aber auch von der dritten wurde der
größte Teil bei dem Brande des Han=lin=Kollegiums in
Peking im Jahre 1900 vernichtet. Die wenigen
ge=
retteten Bände gehören zu den größten Seltenheiten der
chineſiſchen Literatur.
* Paris, 30. Sept. Heute vormittag wurde im
großen Kunſtpalaſt in feſtlicher Weiſe die eine der
her=
vorragenden Abteilungen des Herbſtſalons bildende
Münchener Ausſtellung für angewandte
Kunſt eröffnet. Zu der Feier erſchienen der
Unter=
richtsminiſter Doumergue, der bayeriſche Geſchäftsträger
Baron von Ritter, der deutſche Geſchäftsträger
Frei=
herr von der Lanken mit den Herren der Botſchaft,
Generalkonſul Jecklin, zahlreiche franzöſiſche und
deutſche Künſtler, ſowie viele Mitglieder der deutſchen
Kolonie. Der Obmann des Ausſtellungskomitees,
Profeſſor Becker, hielt eine den Zweck der Ausſtellung
kennzeichnende Begrüßungsanſprache. Nach einem
Rundgange durch die mit eigenartigem Geſchmack
aus=
geſtattete Ausſtellung, welche verſchiedene Wohnräume
darſtellt, fand beim bayeriſchen Geſchäftsträger ein
Empfang ſtatt, welchem Miniſter Doumerque, die
Herren der deutſchen Botſchaft, zahlreiche Künſtler und
viele Mitglieder der deutſchen Kolonie beiwohnten. Die
maßgebendſten Kritiker ſpendeten der Münchener
Aus=
ſtellung reiches Lob. Um die Veranſtaltung hat ſich der
Generalſekretär der Ausſtellung, Kunſtſchriftſteller
Grautoff, ſehr verdient gemacht.
Kleines Feuilleton.
*⁎*. Vor 100 Jahren. Ein Dokument de
früheren Unſicherheit in deutſchen Lan
den liegt uns in der folgenden, vom 1. Oktobe
1810 datierten Meldung aus Darmſtadt vo:
„S. K. H. unſer Großherzog haben in der Erwägun
daß das Meßgeleit, welches im vergangenen Jahr
hundert und unter ganz verſchiedenen Umſtänden auf
gekommen iſt, mit dem Geiſte der Zeit, einem freie:
Handelsverkehr ſowie den gegenwärtigen Staatsein
richtungen und Verhältniſſen nicht mehr vereinbar iſt
verordnet, daß dasſelbe ohne Unterſchied gänzlich abge.
ſchafft ſei und die Geleitsgebühren nicht mehr erhoben
werden ſollen.‟ Die Geleite entſtanden in den Zeiten
des Fauſtrechts, wo die Edelleute von ihren Burgen
herab die Landſtraßen beunruhigten und die Reiſenden
ausplünderten. Die Kaufleute, die mit ihren Waren
auf die Meſſen zogen, reiſten deshalb in Karawanen
und erhielten für Bezahlung von Stadt zu Stadt ein
Geleit oder eine Bedeckung von Bewaffneten.
— Die Revolte der „Midinetres”
Wäh=
rend ſich in Berlin im Zuſammenhang mit dem Streik
der Kohlenarbeiter die blutigen Zuſammenſtöße mit der
Polizei abſpielten, haben auch die Pariſer ihre
Streik=
krawalle gehabt. Aber hier waren es die Töchter des
zarten Geſchlechts, die allein den Kampf begannen und
ausfochten, die Midinettes, die ſeit drei Wochen ſtreiken
und am Dienstag auf die „Fuchsjagd” gingen, auf die
Jagd nach Streikbrechern. In einem Zuge von ein
paar hundert tatendurſtiger Damen zogen die
Midi=
nettes zur Rue Mont Cenis, die nahe an den
Befeſti=
gungswerken liegt. Ein ſtarkes Polizeiaufgebot
be=
gleitete den Zug, um Zwiſchenfälle zu verhüten aber
die ſchlauen Midinettes verließen durch das Tor Paris,
und da hier der Machtbereich der Polizei endet, konnten.
ihnen die Beamten nicht weiter folgen. Die
Streiken=
den machten Halt, frühſtückten im Freien, und dies
Nummer 230.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
Seite 5.
Vom Hoflager in Friedberg.
— Aus Friedberg, 30. Sept., wird uns von
zuver=
läſſiger Seite geſchrieben: Das Leben am hieſigen
Hof=
lager nimmt ſeinen ruhigen Verlauf, die Zarin, die
morgen ihr 10. Bad nimmt, iſt mit dem Erfolg der Kur
ebenſo zufrieden, wie die übrigen Fürſtlichkeiten von ihrem
hieſigen Aufenthalt. Der kaiſerliche Kurgaſt hat die Kur
bisher ganz normal ausgeführt; wenn auch von Zeit zu Zeit
eine leichte Ermüdung zu konſtatieren iſt, ſo zeigt doch das
ganze Weſen, daß die Bäder allmählich ihre gute Wirkung
ausüben. Nach der neueſten Dispoſition ſoll die Kur bis
Mitte Oktober durchgeführt werden. Entgegen anderen
irrigen Meldungen wird die Ueberſiedelung des geſamten
Hoflagers dann nach Wolfsgarten erfolgen, auch an den
urſprünglichen Plänen von der Kaiſerbegegnung im Schloß
Wolfsgarten iſt bisher keine andere Dispoſition getroffen
werden. Eine Abkürzung des Aufenthaltes in
Wolfs=
garten und eine eventuelle Ueberſiedelung nach Darmſtadt
wird nur dann in Frage kommen, wenn die
Witterungs=
verhältniſſe ſich ganz abnorm geſtalten ſollten. Sonſt
ha=
ben ſich die Großh. Herrſchaften in der Zeit von Mitte
September bis Mitte November in den abliegenden, etwas
beſchränkten, aber behaglichen Räumen von Schloß
Wolfs=
garten überaus wohl befunden, umſomehr, als von dort
aus das Hoftheater in Darmſtadt leicht beſucht werden
konnte und ein öfterer Beſuch desſelben auch in dieſem
Jahre für ſpäter beabſichtigt iſt.
Geſtern nachmittag unternahmen die fürſtlichen
Herr=
ſchaften, mit Ausnahme der Zarin, in vier Automobilen
einen Ausflug nach dem Hoherodskopf, ſie fuhren über
Nidda und Schotten bis Brünninghauſen, wo die Inſaſſen
die Wagen verließen und direkt den ſteilen Weg zur
Schutz=
hütte des Hoherodskopfs zu Fuß zurücklegten und dort den
Kaffee einnahmen. Zuletzt wurde der Taufſtein beſtiegen.
Die Rückfahrt erfolgte über Laubach und Hungen. Heute
war der Miniſter des kaiſerlichen Hauſes, Baron
Fre=
dericks mit Gemahlin zur Tafel geladen. Ein Ausflug
fand der ungünſtigen Witterung halber nicht ſtatt. Wie wir
weiter hören, iſt wegen eines in der Kleinen Preſſe
er=
ſchienenen Artikels, wonach der Großherzog ſich
mißbil=
ligend über den Wachdienſt der Kriminalpolizei und deren
Leiter, Herrn Polizeirat Krämer, geäußert haben ſollte, ein
Verfahren eingeleitet worden.
Kongreſſe und Verbandstage.
— München, 29. Sept. Unter überaus
zahl=
reicher Beteiligung von Richtern, Staatsänwälten,
Lehrern, Polizeibeamten, Geiſtlichen beider
Konfeſſio=
nen, Miſſionaren und den in der Jugendfürſorge
täti=
gen Frauen trat heute vormittag in der Tonhalle des
Konzerthauſes die Deutſche Zentrale für
Jugendfür=
ſorge mit dem Sitze in Berlin zur Abhaltung des
2. Deutſchen Jugendgerichtstages
zuſam=
men, der in dreitägigen Verhandlungen einen
zu=
ſammenfaſſenden Ueberblick über den gegenwärtigen
Stand, die Organiſation und den weiteren Ausbau
des Jugendgerichtsweſens geben ſoll. Nach den
übli=
chen Begrüßungen berichteten an erſter Stelle
Amts=
gerichtsrat Dr. Köhne=Berlin, Oberlandesgerichtsrat
Dr. Warhanek=Wien, Profeſſor Dr. Hafter=Zürich und
Amtsgerichtsrat Dr. Friedeberg=Weißenſee über den
Stand der Jugendgerichtsbewegung in Deutſchland,
Oeſterreich, der Schweiz und England. An die
Refe=
rate ſchloß ſich ein Vortrag des
Amtsgerichtspräſiden=
ten Dr. Becker=Dresden über Organiſation und
Zu=
ſtändigkeit der Jugendgerichte. Er führte aus, daß
mit dem Eintritt für das Syſtem der Jugendgerichte,
wie es die vorliegenden Geſetzentwürfe bringen, ſich
die vorhandenen Wünſche zuſammenfaſſen laſſen in
der Hervorhebung der Notwendigkeit von
Jugendſtrafkammern bei gleichzeitiger
Aus=
dehnung umgrenzter Ueberweiſungsmöglichkeit an das
Jugendgericht und in der Forderung auf
Erweiter=
ung der Befugniſſe des Gerichts bei Einſtellung des
Verfahrens gegen Jugendliche. Der zweite Referent
zum Thema: „Organiſation und Zuſtändigkeit der
Jugendgerichte‟. Profeſſor Dr. Kitzinger=München,
ſchloß ſich im weſentlichen den Ausführungen Dr.
Beckers an und unterbreitete der Verſammlung eine
Anzahl Leitſätze, in denen u. a. gewünſcht wird, daß
die Landesjuſtizverwaltung bei einzelnen
Amtsgerich=
ten und Landgerichten beſondere Abteilungen als
Jugendgerichte bezw. Jugendſtrafkammern bilden kann.
ja muß, wenn an einem Amtsgericht mehr als ein
Schöffengericht beſteht. Dieſe Gerichte bezw. Kammern
ſollen auch für ſtrafbare Handlungen Verwandter oder
Pfleger gegen Jugendliche zuſtändig ſein, auf Antrag
der Staatsanwaltſchaft durch Beſchluß des
Vorſitzen=
den auch für andere gegen Jugendliche verübte
ſtraf=
bare Handlungen und für die ſtrafbaren Handlungen
friedliche Bild bewog die Polizei, umzukehren. Aber
das Picknick im Grünen war nur eine Kriegsliſt. Kaum
waren die Schutzleute verſchwunden, als der Zug ſich
wieder formierte, ſchnell in die Rue Mont Cenis
zurück=
marſchierte und hier die Tür zu einer Werkſtatt
ſprengte, in der Streikbrecherinnen arbeiteten. Es kam
zu einem wilden Handgemenge, bei dem die Parteien
mit Regenſchirmen und Hutnadeln aufeinander
los=
gingen. Die Polizei wurde telephoniſch verſtändigt,
eilte zurück und machte ſofort einen Angriff auf die
ſchlimmen Midinettes. Ein wildes Ringen und
Kämpfen begann, denn auch der Gewalt wollte man
nicht weichen. Als ſchließlich die Schlacht entſchieden
war, mußte man eine der Midinettes ziemlich ſchwer
verwundet zum Arzt bringen. Die Schutzleute aber
werden an den denkwürdigen Kampf noch lange
er=
innert ſein, denn die meiſten von ihnen haben im
Kampf mit den Hutnadeln anſehnliche Schrammen
be=
kommen, die wohl Narben zurücklaſſen werden. In
dem Handgemenge wurde einem Beamten von „zarter”
Fauſt ein Zahn ausgeſchlagen.
* Eine originelle Verhaftung. Die
Be=
hörden in Oran verfolgten die neunzehnjährige
Sänge=
rin Claire Chaumé wegen eines Juwelendiebſtahls. Sie
hatte die geſtohlenen Schmuckſtücke in Nizza und
Mar=
ſeille verſetzt und promenierte in letzterer Stadt, nur
mehr im Beſitze von zwei Francs, als ſich ihr der
Poli=
zeioffizier Stephani, der ſie nach einem Steckbriefe
er=
kannte, galant näherte. Er gewann ſogleich ihr
Ver=
trauen und führte ſie in ein Café, wo er mit ihr ein
paar Kartenpartien ſpielte, die er abſichtlich verſpielte.
Dann ſchlug er ihr vor, ihr Karten aufzuſchlagen, was
ſie gerne annahm. „Unglückliche”, ſagte der Mann des
Geſetzes, indem er die Karten legte, „ich ſehe Sie von
lauter Poliziſten umgeben, Sie werden noch vor
Ein=
bruch des Abends verhaftet werden.” Und als ſie ihn
erſchrocken bat, ſie weit weg von Marſeille fortzuführen,
bot ihr Stephani galant den Arm und führte ſie aufs
Polizeikommiſſariat.
* Die Haſelnüſſe von Trapezunt. Es
iſt im Publikum kaum bekannt, daß die wenigſten der
von Perſonen, die zurzeit der ihnen zur Laſt gelegten
Tat das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die
Verhandlungen werden morgen fortgeſetzt. — Am
Nachmittage beſichtigten die Teilnehmer, unter denen
ſich auch zahlreiche Ausländer befinden, verſchiebene
Einrichtungen der Münchener Jugendfürſorge, ſo das
Säuglingsheim des ſtädtiſchen Waiſenhauſes, die
ſtädtiſche Suppenanſtalt und das evangeliſche
Magda=
lenenſtift.
Luftſchiffahrt.
H. B. Berlin, 30. Sept. Der für nächſtes Jahr vom
Kriegsminiſterium geplante Ueberlandflug iſt
auf der Strecke Aachen-Berlin beabſichtigt und
wird vom Deutſchen Luftſchiffer=Verband organiſiert
werden. Der Flug wird die Städte Aachen, Köln,
Düſſeldorf, eventuell auch Eſſen, Dortmund, Hagen,
Münſter, Osnabrück, Hannover, Braunſchweig,
Magde=
burg berühren und in Berlin=Johannisthal endigen.
* Metz, 30. Sept. Thelen unternahm geſtern abend
6 Uhr 20 Min. einen kurzen Flug über dem Fluggelände
und führte dabei verſchiedene prächtige Manöver aus. Die
Landung erfolgte glatt um 6 Uhr 32 Min. Heute morgen
hat ſich Thelen um 8 Uhr nach dem Flugplatz auf der
Friedhofinſel begeben, er beabſichtigt, ſobald als möglich
nach Trier zurückzukehren. Es herrſcht zwar noch ſtarker
Nebel, doch ſcheint die Sonne bald durchbrechen zu wollen.
* Metz 30. Sept. Thelen ſtieg heute
nachmit=
tag 4 Uhr 47 Min. zum kurzen Probeflug auf; als ſich
aber der Wind legte, ſchlug er die Richtung nach Trier
ein. Bei Hauconcourt mußte er jedoch wegen
eines Defektes landen, wobei ein kleiner Riß an der
Drahtfläche entſtand, und zwar nach einer
Privatmeld=
ung dadurch, daß beim Landen einer Kuh das Horn
abgeriſſen wurde. Die Herbeiſchaffung des
Reparatur=
materials wird wahrſcheinlich ſo viel Zeit in Anſpruch
nehmen, daß er erſt morgen früh an eine Rückfahrt
nach Metz denken kann. — Engelhardt der um
4 Uhr 50 Min. in Trier zum Fluge nach Metz ſtartete,
wurde um 6 Uhr 2 Min. auf dem Flugplatze in Metz
geſichtet, und zwar in einer Höhe von 600 Meter. Um
6 Uhr 10 Min. flog er über den Flugplatz und die
Stadt hinweg in ſüdweſtlicher Richtung.
* Arezzo, 29. Sept. Ueber den Unfall des
Militärluftſchiffes Nr. 2 wird noch gemeldet:
Das Luftſchiff entwickelte eine bedeutende Geſchwindigkeit,
als plötzlich einer der Verbindungsdrähte zwiſchen dem
Ballonkörper und der Gondel zerriß und ſich in den
Schraubenflügeln verwickelte, die teils abbrachen. Der
Führer ſchritt ſogleich zur Landung, die ſich mit Hilfe der
zahlreich verſammelten Perſonen glücklich vollzog. Als die
Gondel den Boden berührte, ließ der Führer das Luftſchiff
ſelber, um es vor Windſtößen zu ſchützen, vollſtändig zur
Erde herabziehen. Die Fahrt nach Venedig ſoll nach
Be=
endigung der Ausbeſſerungsarbeiten fortgeſetzt werden.
H. B. Rom, 30. Sept. Der italieniſche Militär=
Ballon, der geſtern auf der Fahrt von Rom nach
Venedig bei Arezzo wegen Propeller=Defektes hatte
niedergehen müſſen, hat nach Einſetzung neuer
Propel=
ler heute vormittag um halb 10 Uhr die Weiterreiſe
angetreten. Das Wetter iſt ſehr gut.
II. B. Mailand, 30. Sept. Heute mittag fand ein
Wettflug um die goldene Madonna auf der Domſpitze
ſtatt. Von den beiden Bewerbern erhielt Weymann den
erſten, Wiencziers den zweiten Preis.
* Domodoſſola, 30. Sept. Die Leiche des
Aviatikers Chavez iſt geſtern morgen in
Gegen=
wart ſeines Bruders eingeſargt worden, nachdem die
Angehörigen von dem Toten Abſchied genommen hatten.
Eine große Menge Kranz= und Blumenſpenden iſt
ein=
getroffen. Es wird eine öffentliche Sammlung
ver=
anſtaltet werden, deren Ertrag zur Errichtung eines
Denkmals für den verunglückten Aviatiker verwendet
werden ſoll. Ein peruaniſcher Biſchof, der
gegenwär=
tig Italien bereiſt, iſt zur Leichenfeier in Domodoſſola
eingetroffen.
H. B. New=York, 30. Sept. Der amerikaniſche
Aviatiker Walter Brookins iſt geſtern von Chicago
nach Springfields in einem Wright=Aeroplan geflogen.
Die Entfernung beträgt 186 engliſche Meilen. Brookins
legte ſie mit zwei Zwiſchenlandungen zurück und hat
damit den vom Chicago Record Herald ausgeſetzten
Preis von 100000 Dollar gewonnen.
* Die Opfer der Aviatik. Die Liſte der
tödlich verunglückten Aviatiker hat nach dem neueſten
Opfer einen erſchreckenden Umfang angenommen.
Fol=
gende 16 Flieger ſind es, die in dieſem Jahr allein
dem jüngſten Sport zum Opfer fielen: 4. Januar: Léon
Delagrange in Bordeaux, 2. April: Le Blon in San
Sebaſtian, 13. Mai: Hauvette=Michelin in Lyon, 2. Juni:
auf den Tiſch kommenden, allgemein beliebten
Haſel=
nüſſe auf deutſchen Sträuchern gewachſen ſind. Wir
beziehen die Haſelnüſſe aus dem Kankaſusgebiet, aus
Spanien, vor allem aber aus der Türkei. Und hier iſt
es wieder der Bezirk von Trapezunt, der den Haſel
nußbau beherrſcht. Jährlich werden dort etwa 150000
Sträucher mehr angepflanzt, und die nähere und
weitere Umgebung hat im letzten Jahre 300000
Doppel=
zentner geliefert. Deutſchland bezog von dort im letzten
Jahre nicht weniger als 200 Doppelzentner ungeſchälte
Nüſſe und 12 294 Doppelzentner Kerne.
* Daß „dasſelbe in Grün” nicht immer
dasſelbe iſt, lehrt folgendes kleine Vorkommnis,
das ſich nach der Schalksmühler Zeitung am Schalter
des dortigen Bahnhofs ereignete. Ein Herr verlangt
eine Fahrkarte 3. Klaſſe nach Halver. Nachdem er dieſe
erhalten hatte, erſcholl die Stimme des Hintermannes:
„Dasſelbe in Grün!” Prompt erhält er eine Fahrkarte
2. Klaſſe. Darauf Erſtaunen des Herrn, der mit ſolcher
lakoniſchen Kürze ſeinen Wunſch zum Ausdruck gebracht
hatte. Dann meint er: „Ich habe doch ein Billett
3. Klaſſe verlangt” worauf ihn der Beamte darauf
auf=
merkſam machte, daß er nur das Verlangte gegeben
habe. Nach einigem Hin= und Herreden verſtand ſich
dann der Schalterbeamte dazu, die Fahrkarte 2. Klaſſe
gegen eine ſolche 3. Klaſſe umzutauſchen.
* Amerikaniſcher Humor. Folgende Blüten
amerikaniſchen Humors teilt eine New=Yorker Zeitung
mit: Ein Tramp (Landſtreicher), deſſen Beinkleider ſich
in recht prekärem Zuſtande befanden, ſchellte an einem
Hauſe, auf dem ein funkelnagelneues Doktörſchild
prangte, und fragte, als eine hübſche Dame die Tür
öffnete, ob der Herr Doktor nicht die Güte haben wolle,
ihm ein Paar abgelegte Hoſen zu ſchenken. Es ſei kein
Zweifel, daß der Herr Doktor die Güte haben würde,
meinte die hübſche junge Dame, aber ſie glaube nicht,
daß ihm, dem Tramp, mit einem ſolchen Kleidungsſtück
gedient ſein würde. „Ei, warum denn nicht?” fragte
der Tramp. „Weil ich ſelbſt der Doktor bin”, ſchloß die
Dame lächelnd die Unterhaltung und die Tür.
Zoſely in Budapeſt, 5. Juni: E. Six, 17. Juni: E.
Speyer in San Franzisko, 19. Juni: Th. Robl in
Stet=
tin, 3. Juli: Ch. Wachter in Reims, 10. Juli: D. Kinet
in Gent, 12. Juli: Ch. S. Rolls in Bournemouth, 3.
Auguſt: N. Kinet, 3. Auguſt: Dr. Ch. Walden, 27.
Auguſt: Maasdyck in Arnheim, 25. September: Pillot
in Chartres, 27. September: Geo Chavez in
Domo=
doſſola, 28. September: Plochmann in Mühlhauſen i. E.
Sport.
— Das Herbſtturnier des
Schlittſchuh=
klub=Sportvereins auf den Plätzen am
Böl=
lenfalltor, das Mittwoch ſeinen Anfang nahm, iſt ſchon
ſoweit gediehen, daß am Samstag nachmittag, ſowie
Sonntag die Schlußrunden geſpielt werden, worauf
wir Intereſſenten des ſchönen Sports aufmerkſam
machen wollen.
— Fußball. Morgen Sonntag, den 2.
Okto=
ber, ſteht ſich die 1. Mannſchaft der „Sport=Heſſen”
der=
jenigen des F.=K. „Boruſſia‟=Rüſſelsheim auf dem
hieſigen Exerzierplatz gegenüber. Spielbeginn 3 Uhr.
Darmſtädter Sportklub „Haſſia
1908‟ Am morgigen Sonntag, den 2. Oktober,
fin=
den die vom D. S.=K. „Haſſia 1908” veranſtalteten
Olympiſchen Spiele auf dem hieſigen Exerzierplatze
vormittags 8 Uhr ſtatt. Preisverteilung iſt
nachmit=
tags im Konkordia=Saal, Waldſtraße 33.
— Auf dem Sportplatze an der
Wind=
mühle treffen ſich im 2. Meiſterſchaftsſpiel morgen,
Sonntag, den 2. Oktober, nachmittags 3 Uhr: F.=K.
„Alemannia”=Worms I und „Darmſtädter Sportklub
1905 I‟. Da der F.=K. „Alemannia” zu den
diesjäh=
rigen Meiſterſchaftsſpielen eine ſehr ſtarke Mannſchaft
herausgebracht hat, dürfte er einen nicht zu
unter=
ſchätzenden Gegner abgeben, und ſteht ein intereſſanter
Fußball=Wettkampf zu erwarten.
Die Straßenkämpfe in Berlin.
* Berlin, 29. Sept. Nach amtlicher Feſtſtellung
befinden ſich unter den am Dienstag anläßlich der
Stra=
ßenkrawalle in Moabit wegen Aufruhrs verhafteten
12 Exzedenten 9 PPerſonen, die einer auf
ſozialdemo=
kratiſchem Boden ſtehenden Gewerkſchaft angehören.
Von dieſen ſind drei auch Mitglieder der hieſigen
ſozial=
demokratiſchen Wahlvereine, 4 ſind ſtreikende
Kohlenarbeiter der Firma Kupfer und Co. Daraus erhellt
am beſten, wie falſch die von ſozialdemokratiſcher
Seite verbreitete Behauptung iſt, daß bei den
Streik=
unruhen organiſierte Arbeiter und Streikende der Firma
Kupfer überhaupt nicht beteiligt ſeien.
* Moabit, 29. Sept. Bis 9 Uhr abends war alles
ruhig geblieben, abgeſehen von einigen kleineren
Zwi=
ſchenfällen. Zwiſchen 7 und 8 Uhr, der Hauptverkehrszeit
der Arbeiterſchaft, zeigten die Beußelſtraße und deren
Ne=
benſtraßen ſehr ſtarken Verkehr, denn trotz des ſcharfen
Vorgehens der Polizei an den vergangenen Tagen und
Nächten waren wiederum Neugierige in großen Scharen
erſchienen. Die Schutzmannspatrouillen ſorgten dafür, daß
alles in Bewegung blieb. An den vier Ecken der Beußel=
und Turmſtraße liefen immer wieder Tauſende zuſammen,
die alle 10 Minuten von den berittenen
Schutzmannſchaf=
ten zerſtreut wurden.
Um 9 Uhr wurde aus dem Hauſe Turmſtraße Nr. 56
ein Blumentopf auf die Beamten geworfen. Auf Befehl
wurden nach oben zwei Schüſſe abgegeben, die jedoch
kei=
nen Schaden anrichteten. Darauf wurde die ganze Straße
geſäubert. Hierbei kam es wiederholt zu Verletzungen, die
jedoch anſcheinend nur leichter Natur ſind. Ein Teil des
zurückgedrängten Publikums traf auf eine an der Ecke der
Beußel= und Erasmusſtraße angeſammelte
Menſchen=
menge. Hier wurden von beiden Seiten die
Charlotten=
burger Polizei und die übrigen Polizeimannſchaften
an=
gegriffen. Mit Hilfe von Berittenen wurden die
an=
geſammelten Mengen zerſtreut, wobei es wiederholt zu
Verletzungen kam; auch wurden verſchiedene Perſonen
ſiſtiert. Auch die Höfe wurden abgeſucht, die vielfach mit
halbwüchſigen Burſchen und Geſindel beſetzt waren. Es
wurde dann die ganze Straße bis zur Ottoſtraße
geſäu=
bert. Beſondere Aufmerkſamkeit wird jetzt auch den
Stra=
ßenbahnhalteſtellen zugewendet, wo vielfach Perſonen ſich
lange Zeit aufhielten. Von der Polizei wird dafür Sorge
getragen, daß dort keine Anſammlungen entſtehen.
Der abgeſperrte Teil von Moabit, in welchem
die Unruhen vorgekommen ſind, beruhigte ſich im Laufe
des Abends immer mehr. Kurz nach 10 Uhr erſchien der
Miniſter des Innern in Begleitung des
Polizei=
präſidenten v. Jagow und ließ ſich von Polizeimajor
Klein eingehend berichten. Sodann durchfuhr der Miniſter
einige der gefährdeten Straßen. — Für das
Gefäng=
nis in Plötzenſee waren beſondere Maßnahmen
ge=
troffen worden, um einem etwaigen Angriffe der Menge
auf die Strafanſtalt vorzubeugen; dort war eine Wache
von 20 Gendarmen aufgeſtellt.
* Moabit, 29. Sept. Der Polizeipräſident Jagow
erſchien kurz nach 10 Uhr an der Reformationskirche
und ſagte den hier verſammelten Journaliſten, ſie
möchten auf ihre engliſchen Kollegen einwirken,
daß dieſe den geſtrigen Vorfall nicht zu tragiſch nehmen.
Scherzend fügte er hinzu, es wären Wunden, die ſie auf
dem Schlachtfelde erhalten hätten. Von den Journaliſten
wurde der Vorſchlag gemacht, daß den Journaliſten in
derartigen Fällen polizeilicherſeits Erkennungszeichen
ver=
abfolgt werden müßten.
* Berlin, 30. Sept. Die Berliner Neueſten
Nach=
richten ſchreiben: In weiten Kreiſen der Berliner
Bevölke=
rung iſt das Gerücht verbreitet, daß in der Nacht vom
Samstag zum Sonntag die Krawalle in verſtärktem Maße
ſtattfinden und daß dem aufrühreriſchen Janhagel
Ver=
ſtärkungen aus anderen Stadtvierteln in erheblicher Weiſe
zuteil werden würden. Wir glauben verſichern zu können,
daß in dieſem Falle die Schutzmannſchaft nicht mehr allein
zum Schutz der Bürgerſchaft in Moabit anweſend ſein
wird, ſondern daß die Hilfe von Militär in Anſpruch
genommen werden wird. Nicht allein das 4. Garde=
Regi=
ment zu Fuß wird dann den Ueberwachungsdienſt
über=
nehmen, ſondern auch Mannſchaften des Königin Eliſabeth=
Garde=Grenadier=Regiments die an Charlottenburg
an=
grenzenden Stadtteile Moabits beſetzen. In dieſem Falle
iſt dann nicht mehr der Polizeipräſident von Berlin,
ſon=
dern der Kommandant der hieſigen Garniſon
verantwort=
lich. Es iſt anzunehmen, daß das Kgl. Polizeipräſidium
eine ähnliche Warnung demnächſt erlaſſen wird. Ein
Ar=
tikel des Vorwärts über die Unruhen in Moabit begegnet
wegen ſeiner Tendenz, die Schuld an den Vorgängen ganz
einſeitig der Polizei zuzuſchieben ()), allgemeinem
Widerſpruch.
* Berlin, 30. Sept. Der Miniſter des
In=
nern hat ſich bis gegen Mitternacht im Moabiter
Streik=
viertel aufgehalten, wo ihm auch die Scheinwerfer
vorge=
führt wurden, mit denen die Straßen erleuchtet werden
Seite 6.
30.
Nummer
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910
ſollen, falls ſie noch einmal der Beleuchtung beraubt
wer=
den ſollten.
* Berlin, 30. Sept. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: In einem Teile der Berliner
Morgen=
zeitungen befindet ſich eine Notiz, nach der der Miniſter des
Innern bei ſeinem Rundgange durch das Streikgebiet
in Moabit am 29. September abends gegenüber den dort
anweſenden Journaliſten ſich über den bekannten
bedauer=
lichen Vorfall mit den engliſchen Journaliſten am
Mitt=
woch abend geäußert haben ſoll. Dieſe Notiz iſt durchaus
unzutreffend, da der Miniſter des Innern bei ſeinem
Rund=
gange weder über den erwähnten Vorfall ſich geäußert, noch
ſich überhaupt mit irgend welchen Journaliſten
unterhal=
ten hat.
Darmſtadt, 1. Oktober.
L. Schwurgericht. (Schluß). In der
Nach=
mittags= Sitzung intereſſierte beſonders die
Ver=
nehmung des Milchmanns Bernius, der einmal
fragte, woher das Kind die Flecken im Geſicht habe. Die
Stiefmutter ſagte, das Kind habe Ausſchlag. Einer Frau
hatte ſie die blauen Flecke damit erklärt, der Milchmann
habe das Kind mit dem Milcheimer geſtoßen. Dieſer
er=
klärte dies für Erfindung. Einem Kind, mit dem Luiſe
einmal allein war, erzählte dieſe, die Zähne, die ihr
fehl=
ten, habe die Mutter mit dem Beſenſtiel ausgeſchlagen.
Einige Frauen, bei denen die Fries diente, geben ihr ein
günſtiges Zeugnis. Das über den Geiſteszuſtand der
An=
geklagten erſtattete Gutachten lautete dahin, daß ſie geiſtig
minderwertig, jedoch nicht geiſteskrank, ſondern
zurech=
nungsfähig ſei. Der Staatsanwalt Hoos vertrat die
An=
klage und beantragte eine volle allein richtige Sühne
da=
durch zu geben, daß mildernde Umſtände verſagt würden.
Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Hoffmann verkannte
nicht, daß es ſich hier um eine ruchloſe Tat handle, ſprach
aber für mildernde Umſtände mit Rückſicht auf die erbliche
Belaſtung der Angeklagten und die durch eine unglückliche
Ehe und ihre Schwangerſchaft geſteigerte Erregung. Die
Geſchworenen, die nur kurze Zeit berieten, huldigten der
ſtrengern Auffaſſung, worauf der Staatsanwalt 6 Jahre
Zuchthaus, der Verteidiger eine Gefängnisſtrafe beantragte.
Das Urteil des Gerichts lautete unter Berückſichtigung der
geſamten Umſtände des Falles auf ſechs Jahre
Zucht=
yaus, von denen 5 Monate durch die Unterſuchungshaft
verbüßt ſind. Die Verurteilte will ſich noch überlegen, ob
ſie die Strafe antritt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 30. Sept. Heute nachmittag fand die
Verab=
ſchiedung des nach Hanau verſetzten Eiſenbahn=
Regiments Nr. 3 auf dem Kaſernenhofe ſtatt. Der
Inſpekteur der Verkehrstruppen, Generalleutnant Frhr. von
Lyncker, ſchritt die Front des in Parade ſtehenden
Re=
giments ab. Der Kommandeur der Eiſenbahnbrigade,
Ge=
neralmajor Sturm, hielt die Abſchiedsrede, ſchließend mit
einem dreifachen Hurra auf den Kaiſer. Die Ehrengäſte
und Offiziere der beiden anderen Eiſenbahn=Regimenter
begleiteten das Regiment zum Bahnhof. Die beiden
Ba=
taillone treffen morgen vormittag in zwei Sonderzügen in
Hanau ein.
* Berlin, 30. Sept. Heute mittag wurde an der
Ecke der Franken= und Eiſenacher Straße das 8jährige
Töchterchen des Poſtſchaffners Klar von einem
Auto=
mobil überfahren und getötet.
* Berlin, 30. Sept. Der ſtädtiſche Viehhof iſt wegen
des Ausbruchs der Maul= und Klauenſeuche
geſperrt
* Allenſtein, 30. Sept. Der Grenzaufſeher
Laysz erſchoß aus Rache ſeinen Kollegen Wendot.
Laysz warf ſich dann unter den Eiſenbahnzug und war
ſöfort tot.
* Turin, 30. Sept. Der Unterſtaatsſekretär
des Auswärtigen Fürſt Scalea, iſt heute morgen
eingetrof=
fen und von San Giuliano, dem Grafen von
Aehren=
thal vorgeſtellt, der eine herzliche Unterhaltung mit ihm
führte. Graf Aehrenthal und San Giuliano begaben ſich
heute vormittag nach dem königlichen Schloſſe Racconigi
und kehrten nachmittags 4 Uhr nach Turin zurück. San
Giuliano gibt heute abend dem Grafen Aehrenthal ein
Diner.
* Paris, 30. Sept. Der Eclair erhält von einem
fran=
zöſiſchen Offizier, der ſich als Forſchungsreiſender einen
hervorragenden Namen gemacht habe, die Mitteilung, daß
die franzöſiſchen Poſten an der tripolitaniſchen Grenze
ernſtlich bedroht ſeien, da die türkiſche Regierung
die Angriffe und Einfälle in das franzöſiſche
Gebietſyſte=
matiſch begünſtige, ja geradezu veranlaſſe. Die
Stämme, die die franzöſiſchen Truppen angriffen, werden
von den türkiſchen Militärpoſten mit Lebensmitteln und
Munition verſehen. Es ſei unerläßlich, die Beſatzung der
franzöſiſchen Poſten zu verſtärken.
— Berlin, 30. Sept. Heute nacht verſuchte die
Schriftſtellerin Martha Dietrich ſich in ihrer
Woh=
nung, Dylauerſtraße 7, durch Leuchtgas zu vergiften.
Die Hausgenoſſen, denen der Gasgeruch auffiel, kamen
rechtzeitig zur Hilfe.
— Frankfurt a. M., 30. Sept. Der Einbrecher
Konrad Holland, der bei einem
Marſardenein=
bruch in der Körnerwieſe Nr. 14 überraſcht wurde, jagte
ſich eine Kugel in den Kopf, nachdem er von drei
Schutz=
leuten über die Dächer hinweg verfolgt worden war
und er keine Rettung mehr ſah. Lebensgefährlich
ver=
letzt wurde der Einbrecher ins Krankenhaus gebracht.
H. B. Stuttgart, 30. Sept. Die hieſigen
Sozial=
demokraten haben ſich in einer geſtern abend
abgehal=
tenen, zahlreich beſuchten Verſammlung in der Budgetfrage
zugunſten der Auffaſſung der norddeutſchen Genoſſen
aus=
geſprochen. In der Debatte ging es ſehr ſtürmiſch her.
H. B. Leipzig, 30. Sept. Der Mord an dem
Schutz=
mann Hentſchel in Leipzig hat eine überraſchende
Aufklärung gefunden. Der Mörder, der ſich Ignaz
Denck nannte, wurde als ein gefährlicher ruſſiſcher
Re=
volutionär feſtgeſtellt. Er gab bei ſeiner Vernehmung
an, Oſolewski zu heißen und aus Odeſſa gebürtig zu
ſein. Im Februar dieſes Jahres war er bei einem
Attentat auf ein Mitglied des ruſſiſchen Kaiſerhauſes
beteiligt, das in Odeſſa ausgeführt werden ſollte. Der
Anſchlag wurde aber entdeckt und Oſolewski flüchtete.
H. B. Bremerhaven, 30. Sept. Der deutſche
Scho=
ner „Friedrich” wurde an der Küſte von
Schott=
land von einem unbekannten engliſchen Dampfer zum
Sinken gebracht, wobei vier Mann der Beſatzung
ertranken.
II.B. Flensburg, 30. Sept. Der Herausgeber der
offiziellen Kurliſte in dem Nordſeebad Weſterland auf
Sylt, ſowie der Verleger des Sylter Intelligenzblattes,
Roßberg, wurde wegen Unterſchlagung ihm als
Kon=
kursverwalter anvertrauter Gelder verhaftet. Vor
ſei=
ner Verhaftung verſuchte er, ſich mit Leuchtgas zu
ver=
giften.
H. B. Danzig, 30. Sept. In dem Vorort Langfuhr
durchſchnitt der 56 Jahre alte ehemalige
Büchſen=
macher, jetzige Rentier Wilhelm Johannides ſeiner um ein
Jahr älteren Frau und dann ſich ſelbſt die Kehle. Der
Mann ſtürzte ſich darauf auf den Hof. Beide ſind tot. Der
Grund zu der Tat iſt in ehelichen Zwiſtigkeiten zu ſuchen.
H. B. Königsberg, 30. Sept. Durch eine furchtbare
Feuersbrunſt wurde in der vergangenen Nacht zwei
Drittel des Dorfes Heydik im Kreiſe Johannesburg
ein=
geäſchert. 44 Gebäude wurden ein Raub der Flammen.
Die Abgebrannten ſind faſt alle nur wenig verſichert, ſodaß
großes Elend unter den Bewohnern herrſcht.
II. B. Prag, 30. Sept. Die Polizeidirektion hat auf
die Ergreifung der Mörder des Wechſelſtuben=
Beſitzers Kiſch eine Belohnung von 1000 Kronen
ausge=
ſetzt.
— Paris, 30. Sept. Der langjährige Kaſſierer
der Pariſer Tramway=Geſellſchaft „Eſt Pariſien”
Ma=
niller, wurde verhaftet, da er eingeſtanden hat, im
Laufe der letzten acht Jahre 140000 Francs aus der
Kaſſe der Geſellſchaft unterſchlagen zu haben.
— Rom, 30. Sept. Von drei in Sannicolo auf
Sardinien von Briganten gefangen gehaltenen
jungen Leuten iſt einer in bedauernswertem Zuſtande
heimgekehrt. Zwei Tage lang war er mit verſtopftem
Munde an einen Baum gebunden. Sein gleichfalls
von den Räubern behufs Beibringung des Löſegeldes
freigelaſſener Bruder war bisher nicht aufzufinden.
Man fürchtet, daß der als Geiſel zurückgelaſſene dritte
Bruder furchtbare Qualen auszuſtehen hat, da die
ge=
forderten 15000 Lire bisher an die Räuber noch nicht
gezahlt worden ſind.
H. B. Bukareſt, 30. Sept. Der deutſche Staatsſekretär
v. Kiderlen=Wächter iſt in Sinaia angekommen, um
dem König ſein Abberufungsſchreiben zu überreichen.
Mor=
gen abend wird er wieder in Bukareſt eintreffen und
Sonn=
tag oder Montag nach Wien abreiſen.
— London, 30. Sept. In New=York ſind die
Bu=
reaus der Firma Scheftels u. Ko. polizeilich
geſchloſſen; die Inhaber wurden verhaftet; ſie
ſollen an ſchwindelhaften Spekulationspapieren in
Mi=
nenwerten bei kleinen Leuten in wenigen Monaten
etwa dreißig Millionen Mark verdient haben.
— Petersburg, 30. Sept. Der ehemalige
Stabs=
kapitän Andrejewsky verkaufte in den letzten Wochen
tauſende von Flaſchen gefälſchter Ehrlich=Hata=
Mittel. Er wurde verhaftet und die noch
vorräti=
gen Flaſchen wurden beſchlagnahmt.
asseler
I Hater Kakao
wird bei
Blutarmut und Bleichsucht
als Kräftigungsmitteltausendfach ärztlich empfohlen.
Nur echt in blauen Kartons für 1 Mk., niemals lose.
12
Akademie für Sozial- und
Handelswissenschaften
Beginn des Winter=Semeſters
Frankfurt a. M.
25.Oktober. Das
Vorleſungs=
verzeichnis, das ſämtliche Fächer der Handelshochſchule
ein=
ſchließt, ſowie die Prüfungsordnungen für die kaufmänniſche
Diplom=, die Handelslehrer= und die Verſicherungsverſtändigen=
Prüfung werden unentgeltlich von der Quäſtur zugeſandt.
Der Verwaltungsausſchuß: Dr. Adickes, Oberbürgermeiſter.
Achtung! (nite
für Spezial-Austrünfte, Br.
Detektiv-Institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,10
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Allen Verwandten, Bekannten und Freunden
die traurige Mitteilung, daß es Gott dem
All=
mächtigen gefallen hat, meinen lieben Gatten,
unſeren guten Vater, Großvater, Bruder,
Schwager und Onkel
(B13018
Herrn Ph. Lanc
Landwirt
nach langem ſchweren Leiden zu ſich abzurufen.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Regine Lang, geb. Schlumpf,
und Kinder.
Darmſtadt, den 30. September 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag
um 3 Uhr, vom Trauerhauſe, Beſſungerſtr. 27
aus, auf dem Beſſunger Friedhof ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die
nordweſt=
liche Zyklone iſt raſch oſtwärts vorgedrungen, wobei ſie
ihren Wirkungsbereich ſüdwärts bis Mitteldeutſchland
aus=
dehnte. Das öſtliche Hochdruckgebiet, das geſtern noch
hei=
teres und warmes Herbſtwetter brachte, hat ſich nach
Süd=
oſteuropa entfernt. Daher iſt Nebel und Regen eingetreten.
Nach dem Abzug des mitteldeutſchen Randwirbels iſt
Nach=
laſſen der Regenfälle in Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 1. Oktober:
Zeitweiſe aufheiternd, nur noch vereinzelt Regen, kühler.
friſcher Weſt.
Tageskalender.
Samstag, 1. Oktober.
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters um 8¼ Uhr
im Orpheum (Im Herbſtmanöver).
Familienabend der Turngemeinde Darmſtadt um
9 Uhr,
Konzert um 4 Uhr, auf der Ludwigshöhe=
Konzert um 8 Uhr im Hotel Hez.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo.”
Konzert um ½ 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Sonntag, 2. Oktober.
Hoftheater, Anfang ½7 Uhr (Ab. D): „Alda‟.
Matinee der Kammermuſik=Vereinigung um 11 Uhr
im Saale des Muſikvereins.
Gaſtſpiel des Oberbayr. Bauerntheaters im Orpheum
(um 4 Uhr „5 Muſikanten=Dirndl”, um 8¼ Uhr „Im
Herbſtmanöver”).
Stiftungsfeſt des Zitherklub „Edelweiß” um 7 Uhr
im „Kaiſerſaal”
Abendunterhaltung des Geſangvereins „Concordia‟
um 7 Uhr im „Mathildenhöhſaal”.
Familienabend der Evangel. Paulusgemeinde um
8 Uhr im Gemeindeſaal.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Perkeo”
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Oktoberfeſt um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Tanzkränzchen des Damenfriſeur= ꝛc. Vereins um
4 Uhr im „Goldenen Löwen” zu Arheilgen.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt‟
Königsſchießen der Priv. Schützengeſellſchaft um
2½ Uhr.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: i. V. Dr. Otto
Waldaeſtel; für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in
Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil beſtimmte
Mitteilungen ſind an die „Redaktion des Tagblatts” zu
adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen ſind
beizu=
fügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
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verlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 230.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
Nummer 230.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1, Oktober 1910.
Nummer 2
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Samstag, 1. Oktober.
1910.
Bekanntmachung.
Wir bringen nachſtehend zur Kenntnis der Beteiligten:
1. das Stellenvermittlergeſetz vom 2. Juni 1910 (Reichsgeſetzblatt 1910, Nr. 34,
Seite 860 ff.),
2. die Bekanntmachung, den Vollzug des Stellenvermittlergeſetzes vom
2. Juni 1910 betreffend, vom 2. September 1910 (Regierungsblatt 1910, Nr. 17,
Seite 179 ff.),
3. den gemäß § 5 des Reichsgeſetzes und Artikel II der heſſiſchen
Vollzugs=
bekanntmachung feſtgeſetzten Gebührentarif für gewerbsmäßige
Stellen=
vermittler im Kreiſe Darmſtadt.
Wir fügen an, daß das Reichsgeſetz, die Vollzugsbekanntmachung und der
Gebührentarif am 1. Oktober 1910 in Kraft treten.
Darmſtadt, den 28. September 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Stellenvermittlergeſetz.
Vom 2. Juni 1910.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutſcher Kaiſer, König von Preußen ꝛc.
verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zuſtimmung des Bundesrats und des
Reichstags, was folgt:
§ 1.
Stellenvermittler im Sinne dieſes Geſetzes iſt, wer gewerbsmäßig
1. die Vermittlung eines Vertrags über eine Stelle betreibt,
2. Gelegenheit zur Erlangung einer Stelle nachweiſt und ſich zu dieſem Zwecke
mit Arbeitgebern oder Arbeitnehmern in beſondere Beziehungen ſetzt.
§ 2.
Wer das Gewerbe eines Stellenvermittlers betreiben will, bedarf dazu einer
Er=
laubnis der von der Landeszentralbehörde bezeichneten Behörde.
Die Erlaubnis iſt zu verſagen, wenn
1. Tatſachen vorliegen, welche die Unzuverläſſigkeit des Nachſuchenden in bezug
auf den beabſichtigten Gewerbebetrieb oder auf ſeine perſönlichen
Verhält=
niſſe dartun,
2. ein Bedürfnis nach Stellenvermittlern nicht vorliegt. Ein Bedürfnis iſt
ins=
beſondere nicht anzuerkennen, ſoweit für den Ort oder den wirtſchaftlichen
Be=
zirk ein öffentlicher gemeinnütziger Arbeitsnachweis in ausreichendem
Um=
fang beſteht.
Bei der Erteilung der Erlaubnis ſind die Berufe zu bezeichnen, in denen die
Vermittlung von Stellen ſtattfinden darf.
§ 3.
Wer das Gewerbe eines Stellenvermittlers betreibt, darf Gäſtwirtſchaft,
Schank=
wirtſchaft, Kleinhandel mit geiſtigen Getränken, gewerbsmäßige Vermietung von
Wohn=
oder Schlafſtellen, Handel mit Kleidungs=, Gebrauchs=, Genuß= oder
Verzehrungs=
gegenſtänden oder mit Lotterieloſen, das Barbier= oder Friſeurgewerbe, das Geſchäft
eines Geldwechslers, Pfandleihers oder Pfandvermittlers weder ſelbſt noch durch andere
betreiben.
Der Stellenvermittler darf mit anderen Gewerbetreibenden der im Abſ. 1
be=
zeichneten Art nicht ſo in Geſchäftsverbindung treten, daß er ſich für die Ausübung
ſeiner Tätigkeit von ihnen Vergütungen irgendwelcher Art gewähren oder verſprechen
läßt. Dieſe Vorſchrift gilt nicht, wenn die Tätigkeit des Stellenvermittlers für den
eigenen Betrieb des Gewerbetreibenden in Anſpruch genommen wird.
Wer das Gewerbe eines Stellenvermittlers betreibt, darf dieſe Tätigkeit nicht zu
Anpreiſungen für andere, eigene oder fremde Gewerbebetriebe benutzen.
Der Stellenvermittler darf den Stellenſuchenden nicht verpflichten oder anhalten,
aus ſeinem oder einem von ihm bezeichneten Gewerbebetrieb oder Handelsgeſchäfte
Waren zu entnehmen.
Der Stellenvermittler darf zu dem Arbeitgeber in keinem Dienſt= oder
Ab=
hängigkeitsverhältniſſe ſtehen.
§ 4.
Verträge, durch die ſich ein Arbeitnehmer oder Arbeitgeber verpflichtet oder
ver=
pflichtet hat, ſich auch in ſpäteren Fällen der Mitwirkung eines beſtimmten
gewerbs=
mäßigen Stellenvermittlers zu bedienen, ſind nichtig.
§ 5.
Für die den Stellenvermittlern zukommenden Gebühren werden von der
Landes=
zentralbehörde oder den von ihr bezeichneten Behörden nach Anhören des Trägers des
öffentlichen Arbeitsnachweiſes, von Vertretern der Stellenvermittler, der Arbeitgeber
und Arbeitnehmer Taxen feſtgeſetzt.
Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeit
des Vermittlers zuſtande kommt. Haben beide Teile dieſe Tätigkeit in Anſpruch
ge=
nommen, ſo iſt die Gebühr von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer je zur Hälfte
zu zahlen; eine entgegenſtehende Vereinbarung zu Ungunſten des Arbeitnehmers iſt nichtig.
Neben den Gebühren dürfen Vergütungen anderer Art nicht erhoben werden.
Die Erſtattung barer Auslagen darf nur inſoweit gefordert werden, als ſie auf
Ver=
langen und nach Vereinbarung mit dem Auftraggeber verwendet und als notwendig
hinreichend nachgewieſen ſind.
Die Stellenvermittler ſind verpflichtet, dem Stellenſuchenden vor Abſchluß des
Vermittlungsgeſchäfts die für ihn zur Anwendung kommende Taxe mitzuteilen. Die
Taxe iſt in den Geſchäftsräumen an einer in die Augen fallenden Stelle anzuſchlagen.
Die Vorſchriften des Abſ. 2 gelten nicht für die Herausgabe von Stellen= und
Vakanzenliſten.
§ 6.
Die Stellenvermittler dürfen Dienſtbücher (Geſindebücher), Arbeitsbücher,
Zeug=
niſſe, Ausweispapiere und ſonſtige Gegenſtände, die aus Anlaß der Stellenvermittlung
in ihren Beſitz gelangt ſind, gegen den Willen des Eigentümers nicht zurückbehalten,
insbeſondere an ſolchen Gegenſtänden ein Zurückbehaltungs= oder Pfandrecht nicht
ausüben.
§ 7.
Stellenvermittler, welche für weibliche Perſonen Stellen im Ausland vermitteln,
haben der für ihren Gewerbebetrieb zuſtändigen Polizeibehörde ein Verzeichnis der
Namen dieſer Perſonen und der ihnen vermittelten Stellen nach näherer Anordnung
regelmäßig vorzulegen.
§ 8.
Die Landeszentralbehörde kann weitere Beſtimmungen über den Umfang der
Befugniſſe und Verpflichtungen ſowie über den Geſchäftsbetrieb der Stellenvermittler
erlaſſen.
§. 9.
Die Erlaubnis zum Gewerbebetriebe des Stellenvermittlers iſt zurückzunehmen,
wenn ſich aus Handlungen oder Unterlaſſungen des Stellenvermittlers deſſen
Unzu=
verläſſigkeit in bezug auf den Gewerbebetrieb oder ſeine perſönlichen Verhältniſſe ergibt.
Unter der gleichen Vorausſetzung iſt der Gewerbebetrieb Stellenvermittlern, die
ihn vor dem 1. Oktober 1900 begonnen haben, zu unterſagen. Die Unterſagung wirkt
wirkt für das ganze Gebiet des Reichs.
Die Unzuverläſſigkeit iſt ſtets anzunehmen, wenn der Stellenvermittler wiederholt
beſtraft iſt, weil er die feſtgeſetzte Gebührentaxe überſchritten oder ſich außer den
tax=
mäßigen Gebühren Vergütungen anderer Art von dem Arbeitnehmer oder dem
Arbeit=
geber hat gewähren oder verſprechen laſſen, oder weil er dem Verbote der § 3, § 12
Abſ. 1 Ziffer 5 zuwider gehandelt hat. Der Träger des öffentlichen Arbeitsnachweiſes
iſt berechtigt, ſelbſtändig Antrag auf Entziehung der Erlaubnis zu ſtellen.
§ 10.
Der Beſcheid, durch den die Erlaubnis verſagt oder zurückgenommen oder der
Gewerbebetrieb unterſagt wird, kann im Wege des Verwaltungsſtreitverfahrens
an=
gefochten werden; wo ein ſolches nicht beſteht, gelten die §§ 20, 21 der Gewerbeordnung.
§ 11.
Ein Abdruck dieſes Geſetzes muß auf jedem deutſchen Kauffahrteiſchiff im
Volks=
logis zur jederzeitigen Einſicht der Schiffsleute vorhanden ſein.
§:
Mit Geldſtrafe bis zu ſechshundert Mark oder mit Haft wird beſtraft ein
Stellen=
vermittler, der
1. den Gewerbebetrieb ohne die vorgeſchriebene Erlaubnis unternimmt oder
fortſetzt,
2. einen nach § 3 Abſ. 1 ihm verbotenen Gewerbebetrieb unternimmt oder fortſetzt,
oder der ſich von Gewerbetreibenden der dort bezeichneten Art für die
Aus=
übung ſeiner Tätigkeit verbotene Vergütungen irgendwelcher Art gewähren
oder verſprechen läßt,
3. ſeine Tätigkeit zu Anpreiſungen für eigene oder fremde Gewerbebetriebe benutzt,
oder den Stellenſuchenden verpflichtet oder anhält, aus ſeinem oder einem von
ihm bezeichneten Gewerbebetrieb oder Handelsgeſchäfte Waren zu entnehmen,
4. die amtlich feſtgeſetzte Taxe überſchreitet, oder ſich außer den taxmäßigen
Gebühren Vergütungen anderer Art von dem Arbeitnehmer oder dem
Arbeit=
geber gewähren oder verſprechen läßt (§ 5 Abſ. 1 bis 3),
5. es unternimmt, einen Arbeitnehmer zum Bruche eines eingegangenen
Arbeits=
vertrags zu verleiten.
Die gleiche Strafe trifft Gewerbetreibende der im § 3 Abſ. 1 bezeichneten Art, die
es unternehmen, einen Stellenvermittler durch Gewährung oder Verſprechung von
Ver=
gütungen irgendwelcher Art zu einer den Intereſſen des Arbeitnehmers widerſtreitenden
Ausübung der Vermittlertätigkeit zu beſtimmen.
War der Täter wegen der im Abſ. 1, 2 bezeichneten Zuwiderhandlungen
rechts=
kräftig verurteilt worden und begeht er innerhalb fünf Jahren wiederum eine ſolche
Zuwiderhandlung, ſo wird er mit Geldſtrafe von einhundert bis ſechshundert Mark oder
mit Haft beſtraft.
§ 13.
Mit Geldſtrafe bis zu einhundertfünfzig Mark oder mit Haft wird beſtraft:
1. ein Stellenvermittler, der den Vorſchriften des § 5 Abſ. 4, der §§ 6, 7 oder
den im § 8 bezeichneten Beſtimmungen zuwiderhandelt,
2. ein Stellenvermittler oder ein Gewerbetreibender der im § 3 Abſ. 1 bezeichneten
Art, der im Inland den von einer zuſtändigen Behörde erlaſſenen Beſtimmungen
zur Verhinderung des vorzeitigen Betretens einlaufender Schiffe und des
Anbordbringens von geiſtigen Getränken zuwiderhandelt,
3. ein Kapitän, der im Inland den Beſtimmungen einer zuſtändigen Behörde,
im Ausland den Anordnungen eines Seemannsamts zuwider
Stellen=
vermittler oder Gewerbetreibende der im § 3 Abſ. 1 bezeichneten Art an Bord
läßt oder an Bord duldet,
4. ein Kapitän, der es unterläßt, dafür zu ſorgen, daß ein Abdruck dieſes Geſetzes
im Volkslogis zugänglich iſt (§ 11).
In den Fällen des Abſ. 1 Nr. 3, 4 ſind im Ausland für die Feſtſetzung der
Strafe und für das weitere Verfahren die Vorſchriften der §§ 5, 122 bis 125 der
Seemannsordnung anzuwenden.
§ 14.
Auf den Gewerbebetrieb des Stellenvermittlers finden die Vorſchriften der
Gewerbeordnung inſoweit Anwendung, als nicht in dieſem Geſetze beſondere
Be=
ſtimmungen getroffen ſind.
§ 15.
Die Landeszentralbehörde kann beſtimmen, inwieweit die Vorſchriften der §§ 3,
5 auf nicht gewerbsmäßig betriebene Stellen= oder Arbeitsnachweiſe anzuwenden ſind,
und weitere Beſtimmungen über den Umfang der Befugniſſe und Verpflichtungen, ſowie
über den Betrieb dieſer Nachweiſe erlaſſen.
§ 16.
Mit Geldſtrafe bis zu einhundertfünfzig Mark oder mit Haft werden Leiter oder
Angeſtellte eines nicht gewerbsmäßigen Stellen= oder Arbeitsnachweiſes beſtraft, welche
den auf Grund des § 15 getroffenen Beſtimmungen zuwiderhandeln.
§ 17.
Sind innerhalb zweier Jahre wiederholt Leiter oder Angeſtellte eines nicht
gewerbsmäßigen Stellen= oder Arbeitsnachweiſes wegen Uebertretung nach § 16
rechts=
rräftig verurteilt, ſo können die Landeszentralbehörde oder die von ihr bezeichneten
Behörden den Betrieb unterſagen, § 10 gilt entſprechend.
§ 18.
Wer den Betrieb nach der Unterſagung fortſetzt oder ohne Erlaubnis der
unter=
ſagenden Behörde wieder aufnimmt, wird mit Geldſtrafe bis zu ſechshundert Mark
oder mit Haft beſtraft.
§ 19.
Dieſes Geſetz tritt am 1. Oktober 1910 in Kraft. Gleichzeitig treten außer Kraft:
das Geſetz, betreffend die Stellenvermittlung für Schiffsleute, vom 2. Juni
1902 (Reichs=Geſetzb. S. 215),
die auf die Geſindevermieter und Stellenvermittler bezüglichen Vorſchriften der
§§ 34, 38, 53, 75a, § 148 Ziffer 8, § 149 Ziffer 7a der Gewerbeordnung.
Urkundlich unter Unſerer Höchſteigenhändigen Unterſchrift und beigedrucktem
Kaiſerlichen Inſiegel.
Gegeben Neues Palais, den 2. Juni 1910.
Im Allerhöchſten Auftrage Seiner Majeſtät des Kaiſers und Königs:
Wilhelm, Kronprinz.
(L. S.)
Delbrück.
Bekanntmachung,
den Vollzug des Stellenvermittlergeſetzes vom 2. Juni 1910 betreffend.
Vom 2. September 1910.
Zum Vollzug des Stellenvermittlergeſetzes vom 2. Juni 1910 (R.=G.=Bl. S. 860)
haben wir folgendes beſtimmt:
I.
Ueber die Erteilung oder Verweigerung der Erlaubnis zum Betrieb des Gewerbes
eines Stellenvermittlers beſchließt der Kreisausſchuß.
Für das Verfahren gelten die Vorſchriften des § 54 Abſ. 1 der
Vollzugsverord=
nung zur Gewerbeordnung vom 22. September 1900 (Reg.=Bl. S. 845 ff.).
II.
Die Feſtſetzung der Gebühren der gewerbsmäßigen Stellenvermittler, mit
Aus=
nahme der Gebühren der Stellenvermittler für Bühnenangehörige, erfolgt durch das
Kreisamt, in deſſen Bezirk der Gewerbebetrieb ſeinen Sitz hat.
III.
„Zuſtändige Polizeibehörde” iſt die Bürgermeiſterei oder die an deren Stelle
beſonders eingerichtete ſtaatliche Polizeiverwaltung.
IV.
Für die Unterſagung eines vor dem 1. Oktober 1900 begonnenen Gewerbebetriebs
und für die Entziehung einer nach § 2 des Stellenvermittlergeſetzes erteilten Erlaubnis
iſt der Provinzialausſchuß zuſtändig. Das hierbei zu beobachtende Verfahren richtet
ſich nach den Vorſchriften des § 67 der Vollzugsverordnung zur Gewerbeordnung.
Die Fortſetzung eines ohne Erlaubnis begonnenen Gewerbebetriebs kann nach
Maßgabe der §§ 6 und 7 der Vollzugsverordnung zur Gewerbeordnung verhindert werden.
V.
Für die Unterſagung des Betriebs einer nicht gewerbsmäßigen Stellenvermittlung
iſt der Provinzialausſchuß zuſtändig. Ziffer IV Abſ. 1 Satz 2 findet ſinngemäß
Anwendung.
VI.
Vorſtehende Beſtimmungen treten am 1. Oktober 1910 in Kraft.
Darmſtadt, den2 September 1910.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
In Vertretung: Dr. Weber.
Gebührentarif
Pfeiffer.
für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe Darmſtadt,
gültig vom 1. Oktober 1910 ab,
feſtgeſetzt nach Anhörung des Trägers des öffentlichen Arbeitsnachweiſes, der Vertreter
der Stellenvermittler, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer:
I.
Gewerbliche und landwirtſchaftliche Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter,
(ſoweit nicht unter II und III gehörig):
1) bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station oder bei Monatslohn bis 60 Mk. 2 Mk.
„ über 15—25
„ über 60—70 Mk. 3 Mk.
25—40
40 Mk.
70—85 Mk. 4 Mk.
II.
85
5 Mk.
Perſonal im Haushalt:
1) bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station
. . . . . 2 Mk.
2) „
von über 15 Mk. — 25 Mk. und freier Station . . . . . 3 Mk.
3) „
4 Mk.
40 „
„ „ 25 „
4)
5 Mk.
„ 40
5) Aushilfsperſonal (Servier=, Lauf=, Putz=, Koch=, Waſchfrauen, Näherinnen,
Büglerinnen uſw.) für jeden Vermittlungsfall . .
. . . 0,20 Mk
III.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
Perſonal im Gaſtwirtsgel
1) Oberkellner, Küchenchefs und Hotelportiers
Mk.
2) Köche und Köchinnen . .
3) Kellner
, ,
4) Büffetiers, Büffetdamen und Zäpfer . . . .
5) Hoteldiener . . . .
,
6) Kellnerinnen .
7) Hausburſchen und ſonſtiges männliches Perſonal . . . . . . . . .
2
8) Sonſtiges weibliches Perſonal
,,,,,,
2
9) Aushilfen . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . 0.20 „
,
IV.
Krankenwärter und Ammen:
1) Krankenwärter a) für 1 Monat und länger . . . .
b) für 14 Tage bis zu 1 Monat .
c) für kürzere Zeit als 14 Tage
2) Ammen . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . 15
Haben beide Tele de Tätigkeit des Stellnvermitlers in Anſpruch genommen,
ſo iſt die Gebühr je zur Hälfte von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu
zahlen; eine entgegenſtehende Vereinbarung zu Ungunſten des Arbeitnehmers iſt nichtig.
Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeit
des Vermittlers zuſtande kommt.
Darmſtadt, den 28. September 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(18829fsi
Bekanntmachung.
Dem Ortsvorſtand Roßdorf wurde die Erlaubnis erteilt, in der Gemarkung
Roßdorf zur Vertilgung der Mäuſe Gift zu legen. Das Gift (Strychninhafer) muß gut
verdeckt gelegt werden, und zwar ſo, daß ſonſtige Tiere, insbeſondere Vögel, an dasſelbe
nicht gelangen können.
Darmſtadt, den 28. September 1910.
(18927
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 kleines Portemonnaie mit Inhalt. 1 goldener Zwicker. 1
Roſen=
kranz mit weißen Perlen. 1 Etui mit einem Geldſtück. 1 grauer Herren=Ueberzieher.
1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1 kleines Opernglas. 1 Fahrrad=Laterne.
1 goldener Ehering ohne Zeichen. 1 Etui mit Aerzte=Inſtrumenten. 1 ſeidener Damen=
Schirm mit farbiger Borte. 1 brauner Herren=Krimmerhandſchuh. 1 Badezeug (
Hand=
tuch und Waſchlappen). 2 große und 1 kleiner Schlüſſel an einem gelben Ring.
1 einzelne weiße Manſchette mit Perlmutterknopf. 1 Beſcheinigung zu einer
Arbeiter=
fahrkarte. 1 Hunde=Halsband mit Marke. 1 braunes Portemonnaie aus
Schildkröt=
leder mit Inhalt. 1 kleines ſilbernes Bröſchchen. 1 goldene Brille mit Futteral. 1 kl.
Kaſſenſchlüſſel. 1 ſilberne Broſche, einen Käfer darſtellend. 1 blaues Kinder=Käppchen.
1 Kinder=Korallenkettchen. 1 dunkelgelbes älteres Damen=Portemonnaie mit Inhalt.
ſchwarzes Portemonnaie mit Druckknopf. 1 Schildpatt=Haarpfeil. 1 Spazierſtock.
1 Strohhut. 1 Zeichenmäppchen. 1 kleiner Kaſſettenſchlüſſel. 1 grauer Damen=
Hand=
ſchuh. 1 ſchwarzer Damen=Samtgürtel. 1 Damen=Regenſchirm mit weißem Griff.
1 Pfandſchein auf eine ſilberne Uhr und Double=Kette. 1 Reiſepaß, auf den Namen
Kraus ausgeſtellt.
Verloren: 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 60 Pfennigen Inhalt. 1 Brille.
1 ſchwarze Wachstuchtaſche, zum Zuſammenklappen, mit 2,80 Mk. Inhalt. 1 Kinder=
Schirm. 1 Broſche (ſilberne Nadel) mit lila und weißem Stein. 1 braunes Damen=
Portemonnaie mit 2,70 Mk. Inhalt. 1 längliche gelbe Broſche mit 3 Anhängern, in
der Mitte Glas. 1 braunes Portemonnaie mit 3 Mk. Inhalt. 1 braunes Portemonnaie
mit 30 Mk. Inhalt. 1 Paar weiße Kinder=Handſchuhe. 1 goldene längliche Broſche
aus 2 Ohrringen mit roten Steinen. 1 goldene Broſche. 1 ſchwarzes Spitzentuch.
1 ſchwarzſeidener Damen=Schirm mit gelbem Griff. 1 Hunde=Halsband mit Marke
und der Nr. 926. 1 goldenes Glieder=Armband. 1 Damen=Portemonnaie mit
Bügel=
verſchluß. 1 Herren=Manſchette mit hellem Metallknopf. 1 grünes längliches
Porte=
monnaie mit 15 Pfennigen Inhalt. 1 Zehnmarkſtück. 1 goldener Zwicker mit Futteral.
1 ſchwarzer Glanzleder=Gürtel mit goldener Schnalle. 1 Elfenbein=Broſche, eine
Ge=
treidegarbe und Vergißmeinnicht darſtellend. 1 ovales Medaillon mit Goldverzierung.
1 ſchwarzer neuer Damen=Gürtel mit ſchwarzer Schnalle. 1 goldenes Medaillon mit
2 Photographien. 1 ſchwarzer Gummigürtel mit Goldſchnalle. 1 Geographiebuch mit
grauer Decke. 1 graues Handtäſchchen mit blauen Steinchen, enth. 1 Zwicker, 1
Taſchen=
tuch und Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt. 1 zweirädiger Handwagen. 1 dicke Metall=
Häkelnadel. 1 braune Pferdedecke mit 1 Lederriemen. 1 ſchwarzes Damen=
Porte=
monnaie mit 6 Mk. Inhalt. 1 braunes Kinder=Portemonnaie mit 80 Pfennigen Inh.
1 ſilbernes Filigran=Armband. 1 Damen=Regenſchirm mit gebogenem Griff. 1 graues
Packpapier mit 2 Säbel und 1 Spazierſtock. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand und
langer ſilberner Kette.
Zugelaufen bei Privaten: 1 ſchwarzer Jagdhund. 1 Foxterrier, weiß, mit
ſchwarzem Kopf.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 junger ſchwarz. Dackel. 1 getigerter Jagdhund. 1 dunkelgrauer
Jagdhund mit braunen Flecken. 1 blaßgelber Pinſcher, auf den Namen „Butz” hörend.
Entflogen: 2 weiße Brünner Kröpfertauben. 1 zahme Dohle. 1 Kanarienvogel.
1 Dieſtelfink (Baſtard).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(18951
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Pinſcher. 1 Foxterrier (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 2. Oktober, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends ſämtliche Apotheken geöffnet.
Einhalten der Tauben zur Saatzeit.
Wir beſtimmen hiermit, daß die Tauben von jetzt ab bis zum 15. k. Mts.
eingeſperrt gehalten werden müſſen. Zuwiderhandlungen werden nach Art. 39 Ziffer 2
des Feldſtrafgeſetzes mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu einer Wockg
beſtraft.
Auf die Militär=Brieftauben der Mitglieder des hieſigen Brieftaubenklubs findes
Vorſtehendes nur inſoweit Anwendung, als dies das Reichsgeſetz vom 28. Mai 1894,
den Schutz der Brieftauben betreffend, zuläßt.
Darmſtadt, den 21. September 1910.
(18533ss
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.
Runkelrüben=Verſteigerung.
Montag, den 3. Oktober I. Js., nachmittags 4 Uhr beginnend, wird die
Runkelrübenernte von dem ſtädtiſchen Gelände am Pfarrwieſenweg und von der
Pallaswieſe, ca. 22 Morgen, losweiſe an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend
ver=
ſteigert. Zuſammenkunft auf dem Pfarrwieſenweg am Darmbach.
Darmſtadt, den 29. September 1910.
(18901fsi
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
J. V: Ekert.
Bekanntmachung.
Dienſtmann Chriſtian Wieſenecker hier hat ſein Gewerbe niedergelegt und
Rück=
gabe ſeiner Kaution beantragt. Etwaige Anſprüche an dieſe können bis Montag, den
10. Oktober I. Js., vormittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde geltend
gemacht werden.
(18978
Darmſtadt, den 29. September 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Verkaufspreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenrſtadt Darmſtadf.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
½ „
Bauchläppchen .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „
Speck, geräuchert
,
per ½ kg 90 Pfg.
84
90
90
60
92
86
96
110
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.
. per ½ kg 100 Pfg
4
1
*4
110
130
90
90
72
Kartoffel=Lieferung.
Die Anlieferung des Kartoffelbedarfs für das ſtädtiſche Armenhaus und das
ſtädtiſche Pfründnerhaus ſoll auf dem Verdingungswege vergeben werden. Es werden
benötigt:
A. Für das ſtädtiſche Pfründnerhaus: 120 Doppelzentner Speiſekartoffeln
„Induſtrie‟
B. Für das ſtädtiſche Armenhaus: 120 Doppelzentner Speiſekartoffeln
„Induſtrie‟.
Die Anlieferung für das Pfründnerhaus hat zur Hälfte alsbald, zur anderen
Hälfte im Februar nächſten Jahres zu erfolgen; für das Armenhaus iſt das ganze
Quantum alsbald zu liefern.
Die Lieferung kann ſowohl einem einzigen, wie mehreren Uebernehmern
über=
tragen werden.
Wir laden Lieferungsluſtige ein, ihre verſchloſſenen, mit bezüglicher Aufſchrift
verſehenen Angebote, welche mindeſtens eine Lieferung von 25 Doppelzentnern umfaſſen
müſſen, mit Preisangabe am Montag, 10. Oktober ds. Js., vormittags zwiſchen
10 bis 12 Uhr, in den im unteren Hausflur des Stadthauſes, Rheinſtraße 18,
auf=
gehängten Kaſten für die Verdingungsangebote einzulegen.
Gleichzeitig ſind Proben von jeder Sorte bei dem Oberverwalter im
Pfründnerhaus, Frankfurterſtraße 35, abzugeben. Dieſe Proben dürfen nicht den
Namen des Einlegers enthalten, müſſen aber mit einem Zeichen verſehen ſein, das auch
in das Preisangebot einzutragen iſt.
Es wird auf auserleſene, geſunde Kartoffeln reflektiert.
Die Auswahl unter allen Anbietern behalten wir uns vor.
Darmſtadt, den 27. September 1910.
Städtiſches Pflegeamt.
(18985ss
Krapp.
Kartoffellieferung.
Die Lieferung des Kartoffelbedarfs für das ſtädt. Krankenhaus ſoll im Wege
der Verdingung vergeben werden.
Es ſind zu liefern 350 Malter guter und vor allem geſunder Speiſekartoffel, und
zwar die eine Hälfte nach erteiltem Zuſchlag und die andere Hälfte im Frühjahr 1911
an einem noch näher zu beſtimmenden Tag. Das Malter verſteht ſich gewogen zu
100 kg. Wir bemerken ausdrücklich, daß die zu liefernden Kartoffel möglichſt groß
ſein müſſen.
Wir laden diejenigen, welche ſich an der Lieferung beteiligen wollen, ein, ihre
verſchloſſenen, mit diesbezüglicher Aufſchrift verſehenen Angebote mit Preisangabe am
8. Oktober 1910, vormittags zwiſchen 10 und 12 Uhr,
in den im ſtädt. Krankenhaus, Grafenſtraße Nr. 9, am Haupteingange angebrachten
Angebotkaſten einzulegen. Die Proben dürfen nicht den Namen des Einlegers
ent=
halten, müſſen aber mit einem Zeichen verſehen ſein, welches auch in das Angebot
ein=
zutragen iſt.
Die Genehmigung der Vergebung, ſowie die Auswahl unter allen Anbietenden
bleibt Großh. Bürgermeiſterei vorbehalten.
Darmſtadt, den 14. September 1910.
(18405ss
Die Krankenhausdirektion:
Dr. Fiſcher.
Bezug von Tafel= und Kochobſt.
Der Obſtbauverband des Kreiſes Dieburg (Heſfen) hat zum Verkauf des Obſtes
in ſeinem Bezirke eine Vermittelungsſtelle eingerichtet, derart, daß den Obſtliebhabern
Adreſſen nachgewieſen werden, wo und in welchen Sorten Tafel= und Kochobſt ſie
ihren Bedarf zu billigem Preiſe decken können. In unſerem Vereinsbezirke,
ausge=
zeichnete Obſtlage, ſind die beſten Sorten ſehr verbreitet und in vorzüglicher Qualität
vorhanden, ſodaß beim Einkauf von Obſt die weitgehendſten Anſprüche befriedigt
(18864fso
werden können.
Dieburg, den 28. September 1910.
Der Vorſitzende des Kreisobſtbauverbandes Dieburg.
Dr. Kratz, Großh. Kreisrat.
(18930
Küchenlieferungen.
Die Lieferung von Kartoffeln, Gemüſe, Viktualien und Backwaren, ſowie das
Spülicht für die 3 Kompagnien des Bataillons ſoll vom 1. November 1910 ab auf
1 Jahr vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen in der Küche der 1. und
3. Kompagnie, Eſchollbrückerſtraße 24, zur Einſicht offen.
Angebote mit Proben ſind verſiegelt und mit entſprechender Aufſchrift verſehen
bis zum Eröffnungstermine, den 7. Oktober 1910, vormittags 11 Uhr, portofrei
in dem diesſeitigen Zahlmeiſter=Geſchäftszimmer abzugeben. Den Zuſchlag behält ſich
das Bataillon vor.
Train=Bataillon Nr. 18.
Bekanntmachung.
Ein zur Zucht nicht mehr geeigneter Faſel=Ochs ſteht zum Verkauf. Kauf=
Angebote ſind bis Donnerstag, den 6. Oktober I. J., nachmittags 5 Uhr, ſchriftlich
bei uns einzureichen. Die Verkaufsbedingungen liegen täglich während der
Geſchäfts=
ſtunden bei uns zur Einſicht offen. Das Tier kann im Faſelſtall nachmittags zwiſchen
5 und 6 Uhr beſichtigt werden.
(18950si
Arheilgen, den 29. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei daſelbſt.
Benz.
höhere Privatſchule Darmſtadt
Heinrichſtraße 70
Telephon 1512
Privatlehranſtalt mit d. Lehrplan für Gymn., Realgymn. und Oberrealſchulen.
(18607a
Gründliche und ſchnelle Vorbereitung zum:
Einjährigen=, Prim.=, Fähnrichs= u. Abit.=Examen
in durchaus individuellem Unterricht. Keine Klaſſen. Sorgfältige Erziehung jüngerer
Schüler. Anerkannt ſehr gute Erfolge. — Programm und nähere Auskunft durch den
H. Rupp.
Vorſteher
Malschule von Frau Anna Bever
Heinrichstrasse 56,
(18622ims
Wiederbeginn am Z. Oktober. Anmeldungen vormittags.
Sonservatbriam tur-Aasin
Mühlstraße 70
Gegründet 1878 Direktor: Wilhelm Süß Gegründet 1878
Das Schuljahr beginnt Donnerstag, den 13. Oktober. Anmeldungen werden
jederzeit entgegengenommen. Proſpekte ſind unentgeltlich bei der Direktion und in der
Hofmuſikalienhandlung Gg. Thies Nachfolger, Eliſabethenſtraße, zu haben. (18461a
Nummer 230.
Bekanntmachung.
Die Zahlung der rückſtändigen
Be=
träge für erſteigertes Heugras und
er=
ſteigerten Klee von der ſtädtiſchen
Pallas=
wieſe, den früheren Beſſunger Wieſen, den
Scheftheimer und Teichwieſen und von
ver=
ſchiedenen anderen ſtädtiſchen Grundſtücken
(aus den Verſteigerungen Großherzoglicher
Bürgermeiſterei vom 27. Mai, 9., 10., 20.
und 30. Juni 1910) hat bei Vermeidung
des Mahn= und Pfändungsverfahrens
bis längſtens Ende September 1910
an den Werktagen, vormittags 8½ bis
12½ Uhr, hierher zu erfolgen. (18105a
Darmſtadt, den 16. September 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Städtiſche Schutzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
(1508a
Mittags von 2—5.
Bekanntmachung.
Montag, den 24. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz dahier und deſſen Kindern
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 331100 244 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 1,
III 3318) 54 Bleichplatz daſelbſt,
in unſerem Büreau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K90/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 23. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D18938,7.
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 24. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Maurermeiſter Ludwig
Martin Schwarz und deſſen Kindern
da=
hier zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. qm
159 Hofreite Dieburger=
III 331100
ſtraße,
III 33½/100 227 Hofreite daſelbſt,
III 33½/100 40 Bleichplatz daſelbſt,
IV 294/100 152 Hofreite daſelbſt,
IV 2949/100 140 Hofreite
Mauer=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K124/10
Darmſtadt, den 15. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D17940,6
Bekanntmachung.
Montag, den 3. Oktober I. Js.,
vormittags 9½ Uhr,
ſollen die dem Zimmermann Balthaſar
Beſt, dem Zimmermann Kaſpar Beſt und
der Ehefrau des Mechanikers Jakob
Geh=
bauer, Eva, geb. Beſt, dahier zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr. qm
IV 29891/100 158 Hofreite
Liebfrauen=
ſtraße Nr. 109,
IV 29890/100 126 Hofreite daſelbſt
Nr. 105,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K47/10
Darmſtadt, den 1. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D17047,5
Bekanntmachung.
Dienstag, den 11. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und deſſen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 222 528 Grabgarten
Holzhofſtraße, jetzt Laute=
IV 223 143 Hofreite
da=
ſelbſt,
in unſerem Büro zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K91/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 15. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D17939,6
Bekanntmachung.
Montag, den 17. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Johann Jakob
Menges Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 1575//100 435 Hofreite Innere
Ringſtraße, jetzt
Rhönring 135,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K71/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 6. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D18419,6
Müller.
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ſind billig zu verkaufen
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Montag, den 17. Oktober 1910,
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Breidenbach Witwe, Katharine, geb. Braun,
in Darmſtadt zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
II 18195/100 151 Hofreite Martinſtr.,
II 1816¼/100 47 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
kann auch dann erfolgen, falls kein der
Schätzung entſprechendes Gebot eingelegt
wird und andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 28. September 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
(D18937,7
Frantz.
Bekanntmachung.
Montag, den 10. Oktober 1910,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Heinrich Konrad Stein und
deſſen geſchiedenen Ehefrau dahier
zuge=
ſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
274 11 Grabgarten Sandſtraße
(Sandbergſtraße),
45 Grabgarten daſelbſt,
275
276 22 Hofreite (Haus)
daſelbſt
I 277 34 Hofreite (Haus) Nr. 19
daſelbſt
I ½ v. 278 32 Gem. Hof und Gang
daſelbſt,
I ½ v. 278 33 Gem. Hof und Gang
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht
ein=
gelegt wird und andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 14. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
(D17941,6
Frantz.
Donnerstag, den 6. Oktober,
vormit=
tags 10%, ſoll der für das
unterzeich=
nete Lazarett in der Zeit vom 1.
Novem=
ber 1910 bis Ende Oktober 1911
erforder=
liche Bedarf an Kartoffeln verdungen
(18433ss
werden.
Die Bedingungen, welche vor
Einſen=
dung der Angebote durch Unterſchrift
an=
zuerkennen ſind, liegen im Geſchäftszimmer
des Lazaretts, Alexanderſtraße 27, zur
Ein=
ſicht offen.
Garniſonlazarett.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
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25
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*7
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(Nachdruck verboten.)
19
Sehen Sie die beiden Damen vor uns? Ach was,
die jungen Gänſe da nicht —, das galt zwei
kurzbe=
rockten Backfiſchen, deren eine ſeit einigen Tagen mit
Haſſingen ein harmloſes Augenſpiel begonnen, und
die ſich eben wieder den blonden Kopf nach ihm
ver=
drehte. Dort die beiden ſchlanken Figuren in den
blauen Koſtümen — ja, nun haben Sie richtiges Viſier
— von der Schwarzen Hand weg, der laufe ich ſchon
ſeit heut’ früh nach — die Blonde nehmen Sie mir
aus alter Freundſchaft ab, Haſſingen.
Wollen ſehen! meinte dieſer etwas phlegmatiſch
denn vorläufig konnte er nach der Rückanſicht der
Damen das Entzücken Meiſenbergs nicht teilen, aber
rennen Sie nicht ſo wild, da kann ich beim beſten
Willen nicht mit.
Ich verlier’ ſie doch ſonſt aus den Augen, mein
Lieber.
Haſſingen zuckte ſeelenruhig die Achſeln. Die
Auf=
regung des anderen amüſierte ihn. Die hellblauen
Augen desſelben flackerten förmlich in dem blaſſen,
hageren Geſicht, eine nervöſe Unruhe umzuckte die
ſchmalen Lippen unter dem ſpärlichen, hellbraunen
Bärtchen.
Plötzlich atmete er befreit auf.
Ihr Glück, Kamerad. Sie gehen ins Café Blum,
kommen Sie, da wird Ihre Elefantenrolle bequemer.
Da ließ Haſſingen ſich gutwillig mitſchleppen.
In dem um dieſe Stunde ſtark beſetzten Café
fan=
den ſie zu Meiſenbergs Entzücken doch noch einen Platz,
der ihnen geſtattete, den beiden Damen, die ſich einen
Tiſch am Fenſter erobert hatten, direkt ins Geſicht zu
ſehen. Haſſingen hielt unbefangen Muſterung.
Die Schwarze war entſchieden ein ſchönes Geſchöpf,
ihr Geſicht von ſüdländiſchem Typus, jedoch mit hellem,
roſig angehauchtem Teint, gewann ſeinen höchſten Reiz
durch leuchtende, blaue Augen, die von langen,
ſchwar=
zen Wimpern beſchattet und von gleichfarbigen, dichten
Brauen überwölbt waren, aber Naſe und Mund wären
ſehr groß.
Das ſtörte den Anſpruchsvollen gleich wieder. Sie
könnte mir nicht gefallen, dachte er, und ſeine Augen
ſuchten die Blonde. Aber trotz ſeiner Vorliebe für
blondes Haar mißſiel dieſe ihm geradezu.
Hören Sie, Kamerad, die Blonde finde ich
ſcheuß=
lich und die Schwarze gönn’ ich Ihnen! äußerte Hans
Haſſingen gelaſſen und winkte einem der bedienenden
Mädchen.
Soll ich für Sie auch Kaffee beſtellen, Meiſenberg?
Na ja, natürlich, und Sie, Haſſingen, ſind
ſelbſt=
verſtändlich mein Gaſt hier — trinken Sie Kaffee ſo
viel Sie wollen und eſſen Sie Kuchen dazu, als
frühe=
rer Kadett lieben Sie den noch heut', wie ich weiß,
bloß bleiben Sie fürs erſte ruhig ſitzen — es wird ſich
ſchon alles programmäßig entwickeln.
Er war ganz zappelig und nervös, der gute
Mei=
ſenberg.
Haſſingen überließ ihn ſeinem Schickſal, warf nur
von Zeit zu Zeit eine Bemerkung hin, wenn ihm in
dem kaleidoſkopartigen Bilde des ab= und zugehenden
Publikums irgend etwas feſſelte oder amüſierte.
Allmählich wurde dieſes Sitzen ihm aber
lang=
weilig. Die elektriſchen Glühlichtbirnen ſtrahlten jetzt
ſchon von Decke und Wänden, die bedienenden Mädchen
räumten weniger eilig als ſonſt die ſtehen gebliebenen
Taſſen und Teller zuſammen, eine trat zum Fenſter
und zog den gelben Vorhang vor die große
Spiegel=
ſcheibe, Haſſingens Augen folgten der kleinen, zierlichen
Blondine auf dem Wege zu dem zweiten Fenſter.
Dort winkte eben die ſchwarzhaarige Schöne mit einer
von Brillanten und farbigen Edelſteinen ſprühenden
Hand irgend jemandem auf der Straße draußen
lächelnd und auffordernd zu.
Gleich darauf trat eine einzelne Dame durch die
Tür und wandte ſich ſo raſch den Beiden am Tiſche
zu, daß Haſſingen, der ihrem Erſcheinen unwillkürlich
intereſſiert entgegengeſehen hatte, ſo gut wie nichts von
ihrem Geſicht erblicken konnte.
Er konnte nur konſtatieren, daß ſie eine entzückende
Figur hatte, mittelgroß, ſehr ſchlank, aber mit weichen
Formen, die ein tadellos ſitzendes, ſchwarzes
Tuch=
koſtüm mit glattanliegender, kurzer Jacke umſchloß.
Auch bemerkte er mit Vergnügen, daß der Fuß, den
unter dem hochgehobenen Rock ſichtbar war, zu der
ſchönen Geſtalt paßte, denn er war ſchmal und gut
ge=
formt und ebenſo wie die kleine Hand, die auf der
Lehne eines Stuhles ruhte, tadellos bekleidet.
Sehen Sie, Meiſenberg, entfuhr es ihm faſt
unwill=
kürlich, die könnte mir gefallen.
Und in ſeinen hübſchen, hellen Augen blitzte es
be=
friedigt auf, als die Neugekommene ſich an dem Tiſch
drüben niederließ.
Meiſenberg grinſte, was ſeinem hageren Geſicht
etwas Totenkopfähnliches gab.
Na alſo, ich ſagte Ihnen doch, Sie werden mir doch
dankſchön ſagen. Was machen wir aber mit der
Ueber=
zähligen?
Die wird irgendwie verſetzt.
Haſſingen fühlte ſich plötzlich ſehr
unternehmungs=
luſtig.
Nummer 230.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
Seite 15.
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Jahresbeitrag wird nicht erhoben.
Beistand bei Zahlungsschwierigkeiten und Freigabe von Pfändungen.
Bank-Konto: Bank für Handel und Industrie.
Auch er ſtarrte nun wie gebannt zu den Damen
hinüber, die lebhaft plauderten und lachten.
Wenn er nur endlich ihr Geſicht hätte ſehen können.
Eine Schönheit brauchte ſie nicht zu ſein, ihre Züge
mußten nur ſeinem Gefühl nach zu dem eigenartigen
Charme, der ihre Erſcheinung, ihre anmutigen
Be=
wegungen umgab, paſſen.
Wie komiſch, daß es wieder keine Blondine war,
die ihn mit zarten Fäden an ſich zog.
Ihr Haar, das über dem ſchneeweißen, ſteifen
Her=
renkragen, in loſen Puffen am Hinterkopf aufgeſteckt
war, ſchimmerte hellbraun wie das Helenens, mit
den=
ſelben goldigen Lichtern, ein einfacher, aber ſehr
avarter Hut aus ſchwarzem Pelzwerk mit einer
Seiten=
garnitur aus blaugrün ſchillernden Vogelſchwingen
ſchmückte das zierliche, hochgetragene Köpfchen.
Sie wandte ſich nicht ein einziges Mal um. Das
ärgerte den jungen Offizier und gefiel ihm zu gleicher
Zeit.
Auch die Schwarze hielt ſich jetzt zurück, vielleicht
wünſchte ſie der Neugekommenen ihre gemachte
Er=
oberung zu verheimlichen. Frauen wittern immer gleich
Rivalinnen.
Zahlen! ſchnarrte Meiſenberg, dem die Sache nun
auch ſchon zu lange dauerte.
Seine Stimme durchdrang das ganze Lokal, und
an dem leichten Zucken in dem ſchönen Frauengeſicht
erkannte er die gewünſchte Wirkung. In dem
Mo=
ment, als ſeine magere, blaſſe Hand dem Mädchen ein
Markſtück über die weiße Marmorplatte hinſchob,
brachen die drei Damen auf.
Nun begann eine regelrechte Jagd hinter ihnen her.
In der Burgſtraße ſahen ſie plötzlich nur zwei von
den Damen vor ſich. Haſſingen ſtieß ein halblautes
„Verflucht” aus. Die Braunhaarige fehlte. Sie mußte
ſich, gleich, nachdem ſie um die Ecke gebogen waren, von
den anderen getrennt haben. Die blieben jetzt ſtehen
und ließen die beiden Herren an ſich vorüber.
Haſſingen hatte vorher jedoch ſo energiſch erklärt,
daß er die Blonde keinesfalls übernehme, daß
Meiſen=
berg ſeiner Angebetenen nur einen Blick zuwerfen
konnte, der „ſpäter!” hieß und richtig gedeutet wurde.
Gehen Sie allein, Meiſenberg, ich tu’ nicht mehr
mit, ſagte der Jüngere nach ein paar Schritten.
Seien Sie doch kein Spielverderber Menſch!
War=
ten Sie doch erſt ab, ob die andere nicht noch ’mal
auf=
taucht! Rechtsum kehrt!
Er ſchwenkte den Kameraden an der Ecke herum,
ſeinen Arm durch den des Widerſtrebenden ſchiebend.
Sie ſchlenderten zurück.
Sapriſti, Haſſingen, da iſt ſie.
Ja, da war ſie. In ihrer ſchlanken Größe kam ſie
über die Straße und betrat kurz vor den Herren den
Bürgerſteig. Haſſingen konnte ihr ganz nahe ins
Ge=
ſicht ſehen. Eine Gaslaterne beleuchtete es grell, und
in ihrem Schein blickten zwei ſtrahlende Augen ihn mit
einer leichten Schelmerei und halb fragendem
Aus=
druck einen Moment feſt an. Ganz leiſe irrte ein
Lächeln um ihren nicht zu kleinen, aber hübſch und
energiſch geformten Mund und gab ihrem ſchmalen,
blaſſen Geſicht jenen Charme, der jeder
Schönheitskon=
kurrenz gewachſen iſt.
Hans Haſſingen fühlte ſich wie von einem Alv be=
freit. Es hätte ihm total die Stimmung verdorben,
wenn er einer Vogelſcheuche nachgelaufen wäre. Seine
Augen folgten ihr befriedigt. Was für einen raſchen,
elaſtiſchen Gang ſie hatte! Wirklich in ihrem Aeußeren
vereinigte ſie alle Vorzüge, die eine Frau nach ſeinem
Geſchmack haben mußte. Sie übertraf darin ſogar
Helene, die in ihrer Geſtalt und ihren Bewegungen
noch oft das kindlich Unfertige, Eckige verraten hatte.
Beinah’ mit nervöſer Spannung folgte er der
Entwickelung der Dinge. Zu den Damen, an die ſie
herantrat, hatte ſich unterdes noch eine Dritte geſellt,
eine große, ſchlanke Frau mit weißem Haar und
ſym=
pathiſchem Geſicht, es gab ein Begrüßen, ein lebhaftes
Hin und Her, ein unſchlüſſiges Zaudern der Blonden,
bis die Schwarze plötzlich ſehr energiſch dieſem Zögern
ein Ende machte, indem ſie ſich verabſchiedete und nur
die große, ſchlanke Braunhaarige mit ſich nahm.
Nun haben wir gewonnenes Spiel! jubelte
Mei=
ſenberg, den Kameraden in den Arm kneifend, daß
die=
ſer einen Schmerzensſchrei unterdrücken mußte. Paſſen
Sie auf, meine Schwarze verſteht ſich auf ſo was, die
wird die Sache ſchon deichſeln. Ich hab’ ihr heut’ früh
nicht umſonſt im Vorbeigehen etwas vom Poſtamt „
Ber=
liner Hof” zugeflüſtert.
Haſſingen atmete tief auf. Er hatte einen Druck
auf der Bruſt wie ein geheimes Bangen. Flüchtig
huſchte Helenens Bild an ihm vorüber, das kleine Ding
hatte verweinte, trübe Augen. Und die der Anderen
ſtrahlten ſo hell, ſo verheißungsvoll. Vor ſich ſah er
ihre entzückende, biegſame Geſtalt.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
Literariſches.
ſronm ſet, weicherzig und mitlidig. Roch ſchtimmer
Die Frau im Spiegel des Mittelalters.
** Die Geringſchätzung und Verachtung der Frau
im Mittelalter iſt von der Wiſſenſchaft bisher als ein
unbeſtreitbares Dogma aufgenommen worden; trotz
aller Frauenhuldigung und Idealiſierung, wie ſie ſich
im Minnedienſt und in der ritterlichen Lyrik entfaltet,
habe man in dem ſchönen Geſchlecht die Teufelin
ge=
ſehen, die Eva des Paradieſes, ohne die Adam immer
ein Heiliger geblieben wäre und die Erlöſung nicht
notwendig geworden ſei. Gegen dieſe aus vielen
Stel=
len der poetiſchen und kirchlichen Literatur belegte An=
Hauung wendet ſich nun Profeſſor Heinrich Finke in
einer Abhandlung „Die Stellung der Frau im
Mittel=
alter”, die er in der von Profeſſor Hinneberg
heraus=
gegebenen Internationalen Wochenſchrift veröffentlicht.
Zunächſt hebt er hervor, daß die Literatur aller Zeiten
faſt ganz durch Mannesgedanken entſtanden und von
Männerhand niedergeſchrieben ſei. In jeder Epoche
und in jedem Schrifttum hat dem „Frauenlob”, wie das
Mittelalter einen begeiſterten Verherrlicher der Frau
nannte, der Weiberfeind gegenübergeſtanden, und unſer
Zeitalter, in dem die Befreiung der Frau und ihr
An=
ſehen ſo hoch entwickelt ſind, hat die grimmigſten
Frauenhaſſer, einen Schopenhauer, Nietzſche, Weininger
oder Strindberg geſehen. Gut und böſe iſt ſtets über
die Frauen geredet worden, und gerade die Wut, die
gegen das Weib gerichtet wird, ſpricht von dem
ſtärk=
ſten Einfluß, den ſie auf den Mann ausübt.
Von der asketiſchen Denkrichtung des Mittelalters,
die die Jungfräulichkeit über die Ehe ſtellte, geht der
ſtärkſte Impuls der Frauengegnerſchaft aus. Aber
wenn ein Biſchof aus dem Konzil von Mäcon
behaup=
tete, die Frau dürfe nicht Menſch genannt werden, oder
die Frage aufgeworfen wurde, ob das Weib eine Seele
habe oder nicht, ſo ſind das alleinſtehende
Sonderbar=
keiten, zu denen wohl mißverſtandene Aeußerungen
des Ambroſius und Auguſtin, nach denen die Frau nicht
nach dem Ebenbild Gottes geſchaffen ſei, Anlaß gegeben
haben. Die Lehren der Scholaſtiker, die hauptſächlich
von der berühmten Stelle im Briefe des Paulus an
die Epheſer ausgingen, bemühten ſich, den äußeren
ſozialen Vorrang des Mannes aufrecht zu erhalten
und damit doch die perſönliche innere Gleichwertigkeit
der Geſchlechter in Einklang zu bringen. So wurde
von dem wichtigſten und maßgebendſten Scholaſtiker
Thomas von Aquino betont, daß vor Gott die beiden
Geſchlechter gleich ſeien. Der von Paulus
hervorge=
hobene Vorrang des Mannes ſei etwas Nebenſächliches,
komme erſt in zweiter Linie. Andererſeits aber ſtellt
Thomas den Mann als den Maßſtab für das Weib hin
und betont, daß die Frau nur „ein verſtümmelter
Mann” ſei, womit er aber keinen Mangel bezeichnet
haben will. Aus dieſer etwas gezwungenen
Darleg=
ung des großen Lehrers haben dann Andere
weit=
gehende, für die Frau höchſt ungünſtige Folgerungen
gezogen. So äußert ſich ſein berühmter Schüler
Aegi=
dius Colonna, die Frau ſei „ein böſes Kraut, das ſchnell
wächſt”, ſie werde eher reif, weil die Natur ſich weniger
um ſie kümmere, ſie ſei unenthaltſam, geſchwätzig,
ver=
änderlich, windig, hochnaſig und höchſtens, wenn ſie
geht der heilige Antonin von Florenz in ſeinem
Alpha=
bet von den böſen Weibern vor; aber es iſt dabei zu
bemerken, daß er, wie auch andere kirchliche
Schrift=
ſteller, die Schale ſeines Zorns nur über die ſchlechten
Weiber ausgießt, während er die guten lobt. So geht
auch neben der Verdammung und Schmähung der
Hexen und gottloſen Frauen, die ſtets ſo ſtark
hervor=
gehoben werden, eine) viel weniger beachtete
Aner=
kennung des weiblichen Geſchlechtes her, inſoweit es
fromm und Gott wohlgefällig iſt. Vor allem iſt aus
den Predigten in denen die Prieſter ſo ſcharf die
Un=
ſitten verurteilen, keine Verachtung der Frau
heraus=
zulegen, das ſchwache Geſchlecht trifft hier ein
komiſch=
gemütlicher Tadel, über den die Zuhörerinnen ſelbſt
am meiſten gelacht haben mögen. So, wenn der
Weſt=
fale Dietrich Vrye im Anfang des 15. Jahrhunderts
auf der langen Damenſchleppe lauter lachende
Teufel=
chen ſitzen ſieht, die eifrigſt den Straßenſtaub ſammeln,
oder wenn er das bekannte Beiſpiel der Eitelkeit
an=
führt, daß die Frau an keinem Fenſter oder Spiegel
vorbeigehen könne, ohne ſich darin zu beſchauen.
Typiſch für dieſe gutmütige Verſpottung der Frau iſt
die Aufzählung der weiblichen Fehler durch einen
franzöſiſchen Prediger, der vor allem ihre Plauderſucht
ſchildert; daher habe auch Chriſtus bei ſeiner
Auferſteh=
ung der Frau, der er erſchien, anbefohlen, das
wunder=
ſame Ereignis überall zu verkündigen, denn er wußte,
wie gut ſie den Auftrag ausführen werde:
Die derbe Verſpottung der Frau, die nach der
Ver=
himmlung der Ritterzeit in allen Literaturen einſetzt,
iſt als eine notwendige Reaktion anzuſehen, mit der
ſich das aufſtrebende Bürgertum gegen die ſentimentale
Idealiſierung wendet. Eine beſondere
Eigentümlich=
keit des Mittelalters wird man in dieſen derben
Schnurren und Schwänken, in der griesgrämigen
Bit=
terkeit, mit der der alte Boccaccio über die Frauen
herfällt, in dem ſarkaſtiſchen Hohn des Jean le Meung,
der im zweiten Teil des Roſenromans ein Gegenbild
zu der minnialichen Stimmung im erſten bot, in dem
überlegenen Humor Chaucers nicht finden können.
Hat doch der Aegyptologe Maſpero die Aehnlichkeit der
Schwänke im alten Memphis mit denen des
Mittel=
alters nachgewieſen. All’ dieſe literariſchen
Aeußerun=
gen geben kein rechtes Bild von der Welt der Praxis.
Hier ſtanden Frauen und Männer in tätiger Arbeit
nebeneinander, und ſelbſt in asketiſchſten Kreiſen
ge=
wann der Gedanke von der Minderwertigkeit der Frau
nicht in allem Geltung. Als z. B. Ende des 11.
Jahr=
hunderts der Bußprediger Robert von Abryſſel den
Orden von Fontevrauld ſchuf, da wurden
Doppel=
klöſter eingerichtet, in denen Mönche und Kloſterfrauen
nebeneinander ſich der Krankenpflege und
Wohltätig=
keit widmeten. Die Leitung und Verwaltung der
gan=
zen gewaltigen Organiſation, der ſich mehr als hundert
Klöſter mit tauſenden von Männern und Frauen
an=
geſchloſſen hatten, lag in den Händen einer Aebtiſſin,
ihr mußten auch die Prieſter gehorchen. Jedenfalls
kann von einem „Sklavengefühl der Frau” oder von
ihrer allgemeinen Mißachtung im Mittelalter nicht die
Rede ſein.
— Anſelm Feuerbachs Vermächtnis gibt
der bekannte Kunſthiſtoriker Hermann Uhde=Bernays in
dem kürzlich begründeten Verlage von Meyer und Jeſſen
in Berlin S.W. 11 als weiteren Band der Serie „
Ver=
geſſene Bücher” neu heraus, als deren erſten Band= wir
unlängſt den von Adolf Wilbrandt eingeführten „Armen
Mann im Tockenburg” unſern Leſern anzeigen konnten.
Als das „Vermächtnis” vor faſt dreißig Jahren zuerſt
er=
ſchien, ſchrieb am Weihnachtsabend 1881 der Münchener
Generalmuſikdirektor Hermann Levi an Feuerbachs
Mutter: „Dieſes Buch iſt ſo wundervoll, ſo tief ergreifend
für jeden, der zwiſchen den Zeilen zu leſen verſteht, ſo
herrlich und ſo traurig, ſo erquickend und ſo verzweifelnd
— daß einem zumute iſt, als ſei hier ein Bild des ganzen
Lebens gegeben, mit ſeinem Lieben und Haſſen, ſeinem
Glück und Leiden, und als habe dieſer Eine alles, was
der Menſch hienieden tun und leiden kann, in ſeinem
eige=
nen kurzen Daſein erſchöpfend getan und gelitten.‟ Die
ungemein anſprechend ausgeſtattete Neuausgabe iſt mit
Freuden zu begrüßen, zumal der Preis von 2,50 Mark
geradezu verblüffend niedrig genannt werden muß.
Geſchichte meiner
Kriegsgefangen=
ſchaft in Rußland in den Jahren 1812/13. In
ge=
drängter Kürze dargeſtellt von J. J. Wachsmuth,
Leutnant in der Königl. Weſtfäliſchen Armee. Creutzſche
Verlagsbuchhandlung, Magdeburg. In buntem
Um=
ſchlag ſteif broſchiert 1,50 Mark. Faſt hundert Jahre
ſind nun verfloſſen, da Napoleon den denkwürdigen
Zug nach Rußland in Szene ſetzte, der in der
Ge=
ſchichte ſo berühmt, ihm ſelbſt zum Verderben
gewor=
den iſt. Gerade jetzt dürfte ein Buch, in welchem ein
deutſcher Offizier der Weſtfäliſchen Armee, der, in der
Schlacht bei Moſaisk verwundet, in ruſſiſche
Gefangen=
ſchaft geraten war, ſeine Erlebniſſe ſchildert, auf ein
allgemeines Intereſſe Anſpruch haben. Dieſe
Auf=
zeichnungen nach ſo unmittelbar empfundenen
Ein=
drücken ſind für die ganze Situation, für die Art der
Kriegführung, für die ganze Kultur dieſer Zeit ſo
be=
zeichnend und anſchaulich, daß ſich ihnen wohl kaum
etwas ähnliches in der Literatur an die Seite ſtellen
läßt. Die Ausſtattung des Buches iſt ſehr gefällig.
Illuſtrierte Hausbibliothek für
nützliche und be lehrende Beſchäftigung.
Unter dieſem Geſamttitel erſcheint im Verlage von
Hermann Schneider Nachf., Pößneck, eine Anzahl
klei=
ner Hefte, die in leicht faßlicher Weiſe die Anleitung
zur Herſtellung der verſchiedenſten Apparate bei
ge=
ringen Koſten geben. Die jetzt vorliegende erſte Serie
umfaßt 12 Hefte folgenden Inhalts: Bd. 1 Modell
* III. Die Herſtellung eines betriebsfähigen
Luft=
ſchiffes. Bd. 2 Dampfſchiff. Bd. 3 Elektromotoren.
Bd. 4 Elektriſche Straßenbahn. Bd. 5
Funkeninduk=
tor. Bd 6/7 Auto. Bd. 8 Telephon. Bd. 9 Intereſſante
chemiſche Laboratoriumarbeiten. Bd. 10 Elemente
und Akkumulatoren. Bd. 11 Projektionsapparate und
Zauberlaterne. Bd. 12 Dynamomaſchine. Freunde
einer, wirklich anregenden Selbſtbetätigung, ganz
gleich, ob jung oder alt, werden den Heftchen viele
anregende Stunden verdanken. Preis der einzelnen
Nummer 25 Pfg. 12 Bändchen 2 Mark.
Zweckmäßige Ernährung.
Es gibt nicht wenige Krankheiten,
die ausſchließlich durch Ernährung
überwunden werden.
Thomas Sydenham
1625/1689.
Sydenham, ein berühmter Arzt, den die Engländer
gern ihren Hippokrates nennen, war der erſte, der in einer
zielbewußten Ernährung die Möglichkeit der Heilung von
Krankheiten erkannte. Wie recht er mit ſeiner Anſchauung
hatte, das wird von der Heilkunde der Gegenwart mehr
und mehr anerkannt. Iſt doch neuerdings in der Diätetik
eine beſondere Wiſſenſchaft geſchaffen worden, welche die
Lehren, durch zweckmäßige Ernährung Krankheiten zu
ver=
hüten und zu heilen, ausgeſtaltet hat. In der Tat hängt
in vielen Fällen Beſſerung und Geneſung ganz allein von
dem vorhandenen Kräftevorrat und von der Möglichkeit
ab, den Körper bei Kräften zu erhalten. Auch bei dem
menſchlichen Körper gilt der phyſikaliſche Grundſatz, daß
bei jeder Kraftentwicklung Stoff verbraucht wird; das
be=
zieht ſich auf jede menſchliche Lebensäußerung, die von den
Nerven und Muskeln ausgeführt wird. Der Körper gleicht
dieſen Verbrauch durch zweckmäßige Ernährung aus und
der geſunde Körper iſt imſtande, ſich dieſe Erſatzſtoffe aus
den gewöhnlichen Nahrungsmitteln herauszulöſen. Der
geſchwächte und kränkliche Körper bedarf eines leichter
aus=
nutzbaren Nähr= und Kräftigungsmittels, um die gewollten
Zwecke zu erreichen.
Von allen Nähr= und Kräftigungsmitteln hat unſtreitig
das Eiweiß den höchſten Wert, und das alte Wort Liebigs,
daß es die Quelle der Muskelkraft ſei, wird auch heute
noch als voll zu Recht beſtehend anerkannt. Hat doch noch
ganz vor kurzem der berühmte Kliniker Prof. Dr. von
Noorden davor gewarnt, die Eiweißernährung im Volke
dauernd geringer werden zu laſſen, indem er ſchrieb: „Faſt
alle Volksſtämme, die in der Weltgeſchichte durch
Aus=
dauer und Energie Jahrtauſende lang Großes geleiſtet
haben, ſind von jeher große Eiweiß=Konſumenten
ge=
weſen.‟ Eiweißreiche Koſt iſt alſo in erſter Linie geeignet,
die menſchliche Leiſtungsfähigkeit zu erhöhen, und das iſt
ja auch für die Aufbeſſerung der Kräfte bei Schwäche= und
Krankheitszuſtänden das Hauptziel.
Während aber die andern Hauptgruppen der
Ernäh=
rungselemente, Fett und Kohlehydrate, in Form von
Butter, Pflanzenölen oder Stärke und Zucker ſtets
ge=
nügend rein erhältlich ſind, iſt es ſchwer, ein ganz reines
Eiweiß für Ernährungszwecke zu erhalten, da die
wich=
tigſten Eiweißquellen, Fleiſch, Eier und Pflanzeneiweiß,
für den in ſeiner Verdauung geſchwächten Organismus
ſchädliche Nebenprodukte bilden.
Den Forſchungen moderner Wiſſenſchaft und der
An=
wendung moderner Technik iſt es gelungen, in großem
Maßſtabe ein ſolch reinſtes Eiweiß herzuſtellen, es löslich
zu machen und ihm einen weiteren Nährſtoff anzugliedern,
deſſen leicht verdauliche Ueberführung in den Säfteſtrom
des Körpers die ſtets willkommene Kräftigung des Nerven=
ſyſtems herbeiführt. Dieſes Präparat iſt das Sanatogen,
und die Erfahrungen, die die Aerzte mit dieſem
ausgezeich=
neten Präparat gemacht haben, bewahrheiten den
Aus=
ſpruch Sydenhams noch heute. Tauſendfältig iſt es
ge=
lungen, durch Sanatogenernährung Schwache und Kranke
wieder zu ſtärken. Mehr als 12000 Aerzte haben ihre
Zufriedenheit mit der Wirkung des Sanatogens ſchriftlich
zum Ausdruck gebracht und nachweislich nehmen nahe an
50000 Menſchen täglich dieſes Präparat zu ſich, das ihnen
neue Leiſtungskraft verleihen ſoll.
Sanatogen ermöglicht es, dem Körper ſchnell und leicht
Kräftigung und Stärkung auf dem Wege der Ernährung
zuzuführen. Es iſt deshalb angezeigt als Stärkungsmittel
bei allen Schwächezuſtänden der Kinder und der
Erwach=
ſenen, bei Blutarmen, Nervöſen und Neuraſthenikern,
wäh=
rend oder nach erſchöpfenden Krankheiten, nach
Blutver=
luſten und Operationen. In der Verbeſſerung der
all=
gemeinen Ernährung und des allgemeinen Befindens liegt
auch das Geheimnis der Sanatogenwirkung bei vielen
ner=
vöſen Beſchwerden. Durch die Ernährung mit Sanatogen
können die Nerven ihren durch Ueberarbeitung
herbei=
geführten Kräfteverluſt ausgleichen. Sie verlieren ihre
krankhafte Reizbarkeit und gewinnen die Wiederherſtellung
ihrer Energie.
Ausführliche Mitteilungen ſind in einer überſichtlichen,
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Einladung zur Mitgliederversammlung auf Mittwoch, den 5. Okt.,
abends 8½ Uhr im „Prinzen Karl” Kirchstrasse 1.
Bericht des Herrn Privatdozenten Dr. Karl Alt über die Hauptversammlung
des Allg. Deutschen Sprachvereins in Dresden u. des Herrn Seminarlehrers Pickert
über Süd-Böhmens „Grundsätze für eine wirkliche Verdeutschung der heiligen Schrift‟.
Gäste sind willkommen.
Der Vorstand.
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Witwen- u. Waisenfonds der Grossh. Hofmusik
Sechs Sinfonie-Konzerte
im Grossh. Hoftheater.
Abonnements
werden am Samstag, den 1. Oktober und Montag, den 3. Oktober, vormittags 11—1 Uhr,
im Musiksaal des Grossh. Hoftheaters, Eingang beim Portier, vom Vorstand persönlich
entgegengenommen. Sonst sind schriftliche Bestellungen zu richten an Kammermusiker
Diedrich, Kiesstrasse 47.
(18967
Abonnementspreise:
Zitherklub „Edelweiß-
III. Stiftungsfest
am Sonntag, den 2. Oktober, abends 7 Uhr, im Kaisersaal
beſtehend aus Instrumental= und Vokalkonzert, Tombola und Tanz
unter gütiger Mitwirkung
des vielfach preisgekrönten Doppelquartett „Rheingold‟.
Freunde des Zitherſpiels u. einer guten Volksmuſik ladet höfl. ein Der Vorstand.
NB. Eintrittskarten à Perſon 30 Pfg. ſind im Vorverkauf zu haben in den
Muſikalien=
handlungen von Gg. Thies Nachflgr., Eliſabethenſtr. 12, Christian Arnold, Ernſt
Ludwigſtr. 8 und Fr. Weyrauch, Heinheimerſtraße.
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Verückenmacher- und
Friseus-Gehilfen-Verein.
Sonntag, den 2. Oktober, nachmittags 4 Uhr,
im Saale (Zum goldenen Löwenb in Arheilgen
Herbst Tanzkranzchene
(*24164
Freunde und Gönner des Vereins ſind herzlich eingeladen.
Der Vorstand.
Achtung!
Achtung! 0
Von heute, den 1. Oktober ab
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Männer=Gesangverein „Concordia‟
Gegründet 1883.
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Dir. R. Etzold.
Sonntag, den 2. Oktober, abends 7 Uhr, im „Mathildenhöhsaale‟:
Abend-Unterhaltung mit Tanz.
Hierzu ladet ergebenst ein
(18965)
Der Vorstand.
Privliegierte Schutzengesellschatt.
Sonntag, den 2. Oktober 1910, nachmittags 2½ Uhr:
Königsſchießen
auf Stand, Feld= und Jagdstand.
Meldeschluss 4½ Uhr.
(18923
Schluss des Onentl. Freis-Schlessens
auf dem neuen Schießhaus
Sonntag, den 2. Oktober.
(*24127
Beginn des Stechens 7 Uhr abends.
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Bleichstrasse.
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ſtraße 22, mit Margarete Kunz, Griesheim.
Tag=
löhner Jakob Müller, Pfungſtadt, mit Dienſtmädchen
Suſanna Rohland, ebendaſelbſt. Schloſſer Anton
Theodor Sproß, Heinheimerſtr. 81, mit Einlegerin
Chriſtine Katharina Ganß, Große Kaplaneigaſſe 36.
Am 28.: Steinhauer Philipp Voß in Pfungſtadt mit
Köchin Marie Klöppinger, ebendaſelbſt. Diplom=
Ingenieur Johannes Karl Zimmermann, Mainz,
mit Sophie Margareta Wetzel, Riedlingerſtr. 35.
Maſchinenſchloſſer Peter Bernhardt,
Lichtenberg=
ſtraße 68, mit Anna Eliſabetha Berſch, Große
Kapla=
neigaſſe 7. Buchhalter Georg Friedrich Rühl,
Kra=
nichſteiner Straße 59, mit Eliſabeth Hohmeier,
Mül=
lerſtraße 22. Am 29.: Milchhändler Mathäus
Mer=
get VIII., Klein=Krotzenburg, mit Magdalena Seipel,
Dietesheim. Bäcker Auguſt Müller,
Pallaswieſen=
ſtraße 33, mit Dienſtmädchen Marie Margareta
Eude=
müller, Brandgaſſe 6. Regierungsbaumeiſter Wilhelm
Leo Grein, Mainz, mit Eliſabeth Helfrich,
Fried=
richſtraße 16.
Geſtorbene. Am 26. Sept.: Eliſ. Goetz, geb.
Sup=
pes, Witwe des Landgerichtsaſſeſſors, 71 J., ev.,
Frank=
furter Straße 36. Am 25.: Dragoner Martin Emil
Kaiſer, 23 J., kath., Marienplatz 1. Am 28.: Karoline
Haas, geb. Kaufmann, Witwe des Kaufmanns, 62 J.,
isr., Friedrichſtr. 23.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 28. Aug.: dem Schutzmann Karl
Scheit, Ludwigshöhſtr. 34, e. T. Roſa. Am 30.: dem
Kaufmann Silverius Theodor Schmitt, Hochſtr. 43,
e. S. Hans Theodor. Am 29.: dem Kaufmann Walter
Harms, Moosbergſtr. 53, e. S. Walter Guſtav Albert.
Am 1. Sept.: dem Wachtmeiſter Julius Wenderoth,
Eſchollbrückerſtr. 24, e. S. Julius Karl. Am 31. Aug.:
dem Straßenbahnſchaffner Karl Steiger,
Orangerie=
ſtraße 16, e. S. Karl. Am 5. Sept.: dem Apotheker Joſ.
Petermann, Martinſtr. 95, e. T. Barbara Katharina
Johanna Hildegard. Am 6.: dem Architekten Georg
Paul Emil Finke, Inſelſtr. 42, e. S. Hans York Aug.
Wilhelm. Am 8.: ein unehel. Sohn Andreas Georg
Adam. Am 11.: dem Hilfsſchaffner bei der elektriſchen
Straßenbahn Wilhelm Bremmer, Wingertsgäßchen 7,
e. T. Mathilde. Am 7.; dem Tapezier Georg Pacholski,
Rückertſtr. 8, e. T. Margareta Helene. Am, 11.; dem
Chemiker Dr. Karl Richard Kurt Matton, Neue
Niederſtr. 14, e. S. Ullerich Michgel Richard. Am 9.:
dem Terrazzogeſchäftsinhaber Georg Konrad
Witt=
mann, Klemensſtr. 15, e. T. Marianne Luiſe. Am 11.:
Dem Buchdrucker Georg Bender, Beſſunger Straße
47, e. S. Georg Hermann Guſtav Friedrich. Am 13.:
ein unehel. Sohn Jakob. Am 14.: dem Fuhrmann
Friedrich Philipp Schäfer, Sandbergſtr. 40, e. S
Wilhelm Georg. Am 13.: dem Kaufmann Ludwig
Heeb, Sandbergſtr. 22, eine Tochter. Dem Schaffner
bei der Staatsbahn Philipp Maul,
Wingertsgäß=
chen 17, e. T. Babette. Am 11.: dem Vizewachtmeiſter
und Oberfahnenſchmied im Leib=Dragoner=Regiment
Nr. 24 Otto Schäfer, Tannenſtr. 40, e. S. Karl Rudolf
Kurt. Am 17.: dem Major im Leib=Dragoner=
Regi=
ment Nr. 24 Ernſt Johann Ludwig Ritter von Loeßl,
Heerdweg 97, e. S. Ullerich Bernhard Adolf. Am 16.:
dem Redakteur Guſtav Auguſt Georg Jüde,
Beſſun=
ger Straße 6, e. S. Walter Wilhelm Georg. Am 13.:
dem Diplom=Ingenieur Heinrich Mach, Roßdörfer
Straße 59, e. S. Ernſt. Dem Zimmermeiſter Ludwig
Philipp Karn, Neue Niederſtr. 15, e. S. Ludwig Karl.
Am 20.. dem Schreiner Auguſt Karl Eduard Emil
Hünemann, Ludwigshöhſtr. 13, e. T. Eliſe Emma.
Am 19.: dem Poſtboten Johann Wilhelm Höppel,
Beſſunger Straße 99, eine Tochter. Am 25.: dem
Fahr=
burſchen Peter Löſch, Hofgartenſtr. 9, e. T. Margarete.
Am 22.: dem Weißbindermeiſter Philipp Erbes III.,
Schießhausſtr. 42, e. S. Friedrich Philipp. Am 25.: dem
Fräſer Konrad Holletſchek, Beſſunger Straße 118,
e. S. Werner Fritz Walter. Am 24.: dem Weißbinder
Philipp Herrmann, Heerdweg 15, e. T. Margareta.
Dem Straßenbahnſchaffner Georg Himmelheber,
Beſſunger Straße 48, e. T. Margar. Alexandra Kathar.
Aufgebotene. Am 3. Scwt.: Großh. Heſſ. und Bad.
Geometer Alois Mohr in Boxberg mit Anna Sophia
Luiſe Häberle, Inſelſtr. 41. Am 5.: Lichtdruck=
Maſchinenmeiſter Hugo Emil Graf, Tannenſtr. 38,
mit Katharina Georgine Volk, daſelbſt. Am 9.:
Friſeur Richard Schwab, Heidelberger Straße 27, mit
Anna Wick, Friſeuſe, ebendaſelbſt. Am 12.: Sergeant
im Großh. Heſſ. Train=Bataillon Nr. 18 Friedrich
Wilherm Auguſt Joſeph Liebrecht, Eſchollbrückerſtr.
24, mit Henriette Füller in Frankfurt a. M.
Kauf=
mann Chriſtian Philipp Karl Köhler, Herderſtr. 9,
mit Eliſabeth Dorothea Luiſe Becker, Beſſunger
Straße 108. Am 17.: Bürgermeiſtereiſekretär Wilhelm
Haus, Forſtmeiſterſtr. 14, mit Klara Helene Eliſabetha
Anna Irene Amalie Pfadler, Karlſtr. 119. Am 21.:
Kutſcher Peter Heinrich Schnur, Annaſtr. 31, mit
Margarete Baumunk in Bickenbach a. d. B. Am 22
Lehrer Jakob Jung, Am Erlenberg 16, mit Lehrerin
Henriette Sophia Hedwig Müller, Kiesſtr. 110.
Eheſchließungen. Am 3. Sept.: Taglöhner Karl
Hermann Kees, Forſtmeiſterſtr. 5, mit Katharina
Schimpf, ebendaſelbſt. Am 10.: Kaufmann=Johannes
Schnägelberger, Weinbergſtr. 33, mit Eva Maria
Stein, Frankenſteinſtr. 15. Dachdecker Karl Friedrich
Aßmuth, Orangerieſtr. 32, mit Wilhelmine Seipel,
daſelbſt. Finanzaſpirant Gottlieb Friedrich Anton
Frank in Offenbach a. M. mit Luiſe Dörr,
Heerd=
weg 105. Schreiner Friedrich Amend, Weinbergſtr. 4,
mit Tina Emma Margarete Hoffmann, daſelbſt. Am
15.: Betriebsführer Joſeph Wilhelm Fehler in
Steeden a. d. Lahn mit Luiſe Eliſabeth Witt,
Schieß=
hausſtr. 63. Am 16.: Chemiker Dr. phil. Karl Wilhelm
Rudolf Thilenius in Frankfurt a. M. mit Emma
Maria Johanna Mathilde Schering, Roquetteweg 12.
Am 24.: Lichtdruck=Maſchinenmeiſter Hugo Emil Graf,
Tannenſtr. 38, mit Katharina Georgine Volk, daſelbſt.
Kellner Ernſt Auguſt Otto Pingel in Bad Nauheim
mit Auguſte Erneſtine Berta Heller, Sandbergſtr. 49.
Sterbefälle. Am 2. Sept.: Emma Katharina
Mar=
gareta Rieger, T. d. Kolonialwarenhändlers, 2 Mon.,
kath., Heidelberger Straße 45. Am 3.: Dorothea
Eleo=
nore Wolf geb. Hummel, Ehefr. d. Landwirts, 54 J.,
ev., Beſſunger Straße 35. Georg Bangert, S. d.
Bäckers, 9 Mon., ev., Schießhausſtr. 1. Am 4.: Eliſe
Leißler geb. Wagner, Witwe des Weißbinders, 63 J.,
ev., Weinbergſtr. 33. Am 10.: Marie Schulz geb.
Heiſel, Witwe des Schuhmachermeiſters, 78 J., ev.,
Karlſtr. 110. Am 14.: Wilhelmine Schmieder geb.
Hegewald, Witwe des Gutsinſpektors, 86 J., ev.,
Herder=
ſtraße 7. Am 15.: Privatier Peter Wenz, 78 J., ev.,
Beſſunger Straße 43. Am 25.: Großh. Bürgermeiſter
a. D. Franz Werner, 69 J., kath., Hermannſtr. 29.
Am 26.: Luiſe Zimmermann, ohne Beruf, ledig,
44 J., ev., Wittmannſtr. 23. Erika Lucia Armina
Finger, Tochter des Kaufmanns, 7 Mon., kath.,
Landskronſtr. 41. Am 27.: Königl. Hauptmann a. D.
Eugen Wilhelm Kretzmähr, 56 J., ev.,
Schießhaus=
ſtraße 78. Stiftsdame Eliſabeth Wilhelmine Hedwig
von Leszezynska, 48 J., ev., ledig, Im Geiſenſee 2.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
19. Sonntag nach Trinitatis, den 2. Oktober 1910
Hofkirche: Samstag, den 1. Oktober, abends 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 2. Oktober, vormittags ½10 Uhr
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der=
Sakriſtei. — Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heil. Abendmahls. Kollekte für die evangeliſchen
Gemeinden Oeſterreichs. — Mittwoch, den 5. Oktober,
abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Weiß=
gerber. Kollekte für das heſſiſche Krüppelheim. —
Vor=
mittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte. —
Nachmittags um 6 Uhr: Pfarrer D. Diehl. Kollekte
für das heſſiſche Krüppelheim.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Vogel.
Kollekte für das heſſiſche Krüppelheim.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags ½ 9 Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Lie. Lang. — Vorm 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. 11¾ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. Feier des hl. Abendmahls mit
Vor=
bereitung. Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſtbezirk. Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Eliſabelhenſtiſt: Samstag, den 1. Oktober, nachmittags
3 Uhr: Beichte. Pfarrer Deggau. — Sonntag, den
2. Oktober, vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
hl. Abendmahl. Pfarrer Knöpp. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. — Donnerstag, den 6. Oktober,
nach=
mittags 3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel.
Pauluskirche: Vormittags 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. — Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Um 8 Uhr abends im
Gemeindeſaal: Familienabend.
Montag, den 3. Okt., nachmittags 4 Uhr:
Monats=
verſammlung des Frauenvereins.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 2. Okt.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Donnerstag, den 6. Oktober, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Warmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
1. Oktober, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. — Um ½7 Uhr:
Roſen=
kranzandacht.
20. Sonntag nach Pfingſten, den 2. Oktober 1910
Roſenkranzfeſt
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe und Roſenkranzandacht.
— Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion.
Um 8 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. —
Nachmit=
tags um 3 Uhr: Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit
Predigt. — Um 4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim.
— Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht. — Von Montag an
beginnt die werktägige Frühmeſſe um ½ 7 Uhr. — An
allen Werktagen, abends um ½ 7 Uhr: Roſenkranzandacht.
— Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
hl. Beichte.
Kapelle der Engliſchen Fräukein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
— Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte. — Freitag, vormittags um ¼9 Uhr:
Segenamt zu Ehren des Herzens Jeſu.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 1. Oktober,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 2. Oktober 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Nachmittags um 2 Uhr: Roſenkranzandacht. —
Diens=
tag und Freitag, nachmittags um 6 Uhr: Andacht.
Donnerstag, den 6. Oktober, nachmittags um 5 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
1. Oktober, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
20. Sonntag nach Pfingſten, den 2. Oktober 1910
Roſenkranzfeſt
Kollekte für Hohen=Sülzen
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Roſenkranzandacht. —
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von
6 bis 7 Uhr. — Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 1. Okt., abends
um 5 Uhr: Beichte.
20. Sonntag nach Pfingſten, den 2. Oktober 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vormittags um
½7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 20. Sonntag nach Pfingſten,
den 2. Oktober, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
Gottesdienſt bei der israelitiſchen Religiousgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Neujahrsfest.
Dienstag, 4. Oktober, und Mittwoch, 5. Oktober.
Montag, 3. Oktober.
Vorabendgottesdienſt 6 Uhr — Min. Predigt
6 Uhr 15 Min.
Dienstag, 4. Oktober.
Morgengottesdienſt 7 Uhr 30 Min. Predigt
9 Uhr 15 Min. Abendgottesdienſt 6 Uhr 30 Min.
Mittwoch, 5. Oktober.
Morgengottesdienſt 7 Uhr 30 Min. Predigt
9 Uhr 25 Min. Feſtesausgang 6 Uhr 40 Min.
Ein
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Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Rausch Haschonoh.
Dienstag, 4. Oktober.
Vorabend 5 Uhr 40 Min. Morgens 6 Uhr — Min.
Nachmittags 4 Uhr — Min. Abends 6 Uhr 45 Min.
Mittwoch, 5. Oktober.
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Feſtesaus
gang 6 Uhr 40 Min.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Sept.: Dem Eiſengießer
Karl Landzettel T. Hedwig Erna, geb. 5. Sept. 15. Sept.:
Laternenwärter Adam Brunner T. Anna, geb. 10. Aug.
18. Sept.: Dem Schreiner Auguſt Pullmann S. Georg,
geb. 21. Aug. 27. Sept.: Dem Schloſſer Jakob Friedrich
Peter Freudenberger S. Karl, geb. 28. Aug. 25. Sept.:
Dem Zahntechniker Felix Paul Hermann Willy Fiedler
T. Klara Paula, geb. 1. Sept. Dem Schneider Franz
Heinrich Pöpplein T. Erika Luiſe Helene, geb. 31. Juli.
Dem Weißbinder und Lackierer Georg Peter Metzler S.
Georg, geb. 6. Sept. Dem Schneider Georg Gerbig. S.
Georg, geb. 8. Sept. Dem Schriftſetzer Chriſtian Fauſt
S. Chriſtian Wilhelm, geb. 12. Sept. Dem Poſtboten
Georg Wagner T. Margarete, geb. 30. Aug. 27. Sept.:
Dem Schuhmacher Joſeph Huber T. Lilly Ingeborg,
geb. 15. Juli.
Martinsgemeinde: 25. Sept.: Dem Wagner
Adam Volz S. Walter Georg, geb. 18. Aug. 19. Sept.:
Dem Schuhmacher Karl Rühl S. Otto, geb. 11. Juli.
25. Sept.: Dem Schloſſer Paulus. Erni T. Marta
Helene, geb. 22. Aug. Dem Schuhmachermeiſter Hermann
Sulinger S. Hermann, geb. 22. Aug. 28. Sept.: Dem
Schneider Johann Karl Alexander Martin T. Eliſabeth,
geb. 9. Aug.
Petrusgemeinde: 25. Sept.: Dem Schloſſer
Guſtav Emil Gellert T. Luiſe Charlotte, geb. 1. Aug.
Paulusgemeinde: 24. Sept.: Dem Fabrikanten
Johann Gotthard Georg Friedrich Minus S. Johann
Jakob Alexander Wilhelm, geb. 1. Juni. 25. Sept: Dem
Straßenbahnſchaffner Karl Steiger S. Karl, geb., 31. Aug.
Dem Verlags=Redakteur Guſtav Auguſt Georg Jüde S.
Walther Wilhelm Georg, geb. 16. Sept. Dem Kaufmann
Silverius Theodor Schmitt S. Hans Theodor, geb.
30. Aug. Dem Kaufmann Georg Heinrich Eck T. Pauline
Marie Lina, geb. 27. Aug. Unehel. S. Andreas Georg
Adam, geb. 8. Sept.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 25. Sept.: Forſtaſſeſſor Richard
Joſef Kern uud Wilhelmine Bertha Fanny Auguſte
Boßelmann.
Johannesgemeinde: 28. Sept.: Oberlehrer
Prof. Auguſt Keßler u. Margarete Guntermann von hier.
Martinsgemeinde: 27. Sept.: Philipp
Stein=
metz, Metzger und Eliſabeth Stockert.
Petrusgemeinde: 24. Sept.: Kellner Ernſt
Auguſt Otto Pingel u. Auguſte Erneſtine Bertha Heller.
25. Sept.: Lichtdruckmaſchinenmeiſter Hugo Emil Graf
und Katharine Georgine Volk.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 27. Sept.: Marie von Werner,
geb. Freiin Schäffer von Bernſtein, Witwe des Großh.
Ober=Ceremonienmeiſters C. v. Werner dahier, 80 J.,
ſtarb 24. Sept.
Stadtgemeinde: 26. Sept.: Heinrich Hartmann,
7 Mt., ſtarb 24. Sept. (eingeſegnet). 24. Sept.: Margarete
Merz, geb. Lutz, Ehefrau des Fabrikarbeiters Adam
Merz, 30 J., ſtarb 22. Sept.
Johannesgemeinde: 25. Sept.: Johanna
Hermes, geb. Mojean, Witwe des Amtmanns Friedrich
Hermes, 80 J., ſtarb 22. Sept. Fabrikarbeiter Philipp
Daniel, 30 J., ſtarb 22. Sept. 28. Sept.: Eliſabeth Roth,
76 J., ſtarb 26. Sept. 29. Sept.: Eliſabeth Götz, geb.
Suppes, Witwe des Landgerichtsaſſeſſor Raimund Götz,
72 J.
Martinsgemeinde: 22. Sept.: Katharine Spaar,
geb. Schecker, Witwe des Bahnwärters Philipp Spaar,
71 J., ſtarb 19. Sept. 25. Sept: Miniſterialkanzliſt Jakob
Balzer, 74 J., ſtarb 22. Sept.
Paulusgemeinde: 28. Sept.: Luiſe
Zimmer=
mann, T. des verſtorb. prakt. Arztes Dr. Wilhelm
Zimmer=
mann, 44 J., ſtarb 26. Sept. 29. Sept.: Kgl. Preuß
Hauptmann a. D. Wilhelm Kretzmähr, 56 J., ſtarb 27. Sept.
zum waſchen u. bügeln wird
Wäſche angenommen J. Rau I.,
Pfungſtadt, Zieglerſtraße 45. (*23853dfs
Flegante Kleider, Bluſen u. Koſtüme
werden angefertigt in u auß. d. Hauſe
*23887dfs)
Stiftſtraße=67, 1, Stock.
4.
Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
Me
§0 230.
Samstag, 1. Oktober.
1910.
ger.
Weic
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr
für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten.
Für denſelben beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis spätestens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen.
Später uns zugehende Inſerate können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
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sr. Rennen zu Karlshorſt. Bei ſommerlich
ſchönem Wetter und gutem Beſuche wurde am
Don=
nerstag in Karlshorſt die an wertvollen Ereigniſſen
reiche Herbſtſaiſon eingeleitet. Große Ueberraſchungen
pflegen ja im letzten Teile der Kampagne, wo die
Pferde ihre im Sommer eingebüßte gute Form oft
wiederfinden, nicht gerade zu den Seltenheiten zu
ge=
hören. Aber eine Quote von 1627110, wie ſie im Preis
von Wandsbeck auf dem von ſeinem Beſitzer, Leutnant
von Schepke (10. Huſ.), geſteuerten Rohrau gezahlt
wurde, bedeutet denn doch eine Senſation. Es waren
im ganzen nur 100 Mark auf den Sieg am Totaliſator
angelegt worden, davon 30 Mark Vorwetten in der
Stadt. Das Publikum drängte ſich vor dem Fünfmark=
Auszahlſchalter, um die wenigen glücklichen Empfänger
der blauen Scheine beglückwünſchen zu können; der
einzige Beſitzer eines 10 Mark=Tickets zog es allerdings
vor, ſein Glück nicht öffentlich zur Schau zu tragen und
ſeinen Gewinn an der Auszahlkaſſe in der Stadt in
Empfang zu nehmen. Sportlich brachte der erſte
Herbſt=
tag keine beſondere Anregung. Calvello rehabilitierte
ſich in dem Herbſt=Jagdrennen durch einen leichten Sieg
über ſeinen als Pacemacher engagierten
Stallgefähr=
ten Ritterſchlag von ſeiner Niederlage im Grunewald.
Berolina und Truſt, die das Feld vervollſtändigten,
kämpften nur um das dritte Geld. Das einleitende
Erika=Hürden=Rennen gewann Arnulf ſehr leicht; ſein
gefährlichſter Gegner Joſef II. brach ſchwer nieder. In
der zweiten Hürden=Konkurrenz, dem Ermunterungs=
Hürden=Rennen, nutzte Freifahrt ihr leichtes Gewicht
aus und führte das ganze Rennen mit großem
Vor=
ſprung. Die favoriſierte Nona ſtürzte an der letzten
Hürde. Einen überraſchenden Ausgang nahm auch der
Preis von Falkenberg durch den leichten Sieg von
Citat über Turandot und Lootſe. Sternberg brach am
Bogen vor dem Flechtzaun nach rechts fort, verlor
da=
durch etwa zwanzig Längen und ſprach dann nicht mehr
mit. Die genauen Reſultate waren: Erika=Hürden=
Rennen; 2400 Mark, Diſtanz 2700 Meter: 1. Herrn
Or=
bergs Arnulf (Brederecke), 2. Sea Sick (Keppler), 3.
Dahabye (Höh). Leicht, 1½—3 Lg. — Preis von
Wands=
beck; 2800 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Leutnant von
Schepkes Rohrau (Beſitzer), 2. Clanwilliam (Leutn.
v. Raven), 3. Odenwald (Rittm. v. Roſenberg). Leicht,
Lg.-Kopf. — Poſtillon=Jagd=Rennen; 2800 Mark,
Diſtanz 3200 Meter: 1. Herrn K. von Tepper=Laskis
Vel=Vel (Brederecke), 2. Dinas (Naſh), 3. Aleym
(Brown). Leicht, 2—1½ Lg. — Herbſt=Jagd=Rennen;
8000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn K. v. Tepper=
Laskis Calvello (Baſtian), 2. Ritterſchlag (Wiſchek)
3. Berolina (Charvat): Verhalten, 2—1½ Lg. — Preis
von Falkenberg; 4500 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1.
Leutn. von Sydows Citat (Beſ.), 2. Turandot (Leutn.
Braune), 3. Lootſe (Dr. Voigt). Ueberlegen, 3 Lg.
bis Hals. — Ermunterungs=Hürden=Rennen; 3000 Mk.,
Diſtanz 2700 Meter: 1. Leutn. v. Halnes Freifahrt
(Wurſt), 2. Manila (Raſtenberger), 3. Schneeberg
(Naſh). Sehr leicht, 4—4 Lg. — Preis von Graditz;
4500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn G. Sopps
Beatrice (Spear), 2. Harzburgerin (Shurgold), 3.
Kro=
nos (Warne). Kampf, Kopf-2 Lg.
— Senſationelle Totaliſatorquoten.
Die Duplizität der Ereigniſſe tritt auch im Rennſport
zutage. Wenn ſich auch gerade im Herbſt
Ueberraſchun=
gen im Turf zu häufen pflegen, ſo gehören doch
Quo=
ten, wie ſie in den beiden letzten Tagen gezahlt
wur=
den, zu den allergrößten Seltenheiten. In Maiſon
Laffitte gab es, wie ſchon gemeldet, am Mittwoch die
ungeheuerlich klingende Summe von 6679:10, die wohl
einen Weltrekord bedeutet. Am gleichen Tage zahlte
die Wettmaſchine auf der Trabrennbahn in Ruhleben
auf den Sieg von Spekulant den ebenfalls ganz
an=
ſehnlichen Betrag von 540:10, und einen Tag ſpäter in
Karlshorſt in einem Herrenreiten auf den Sieg von
Rohrau die Rieſenſumme von 1627:10. Es iſt dies
allerdings noch nicht die höchſte Quote, die auf einer
Berliner Rennbahn zur Auszahlung gelangte, denn
im Jahre 1900 wurde der Sieg von Voran im
Hoppe=
gartener Ermunterungs=Rennen, das
bezeichnender=
weiſe ebenfalls im Herbſt zur Entſcheidung gelangte,
mit 1778:10 honoriert. Den Rekord in Deutſchland
be=
deuten die 3562:10, die bei dem Siege von Comteſſe auf
der inzwiſchen eingegangenen Trabrennbahn Hamburg=
Mühlenkamp gezahlt wurden.
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Seite 38₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910.
Nummer 230,
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Moabit! — Im Zeichen des Aufruhrs. — An Ort und
Stelle. — Energiſche Maßnahmen. — Berlin und
Tem=
pelhof. — Der „kleine” Sieger. — Die „
Verſchandel=
ung” des Tempelhofer Feldes. — Der Herr
Bank=
direktor. — Alles Warnen umſonſt. — Die Medaillen
der Großen Kunſtausſtellung. — Gedächtnisausſtellung
in der Königl. Akademie der Künſte. — Franz
Skar=
bina und Joſeph Olbrich. — Aus dem Theaterleben.
„La terre maudite‟ — „das elende, verwünſchte
Land” ſo nannten einſt die Réfügies jene öden
Sand=
ſtrecken längs der unteren Spree, die ihnen der Große
Kurfürſt und deſſen Sohn zum Gartenbau angewieſen.
Die Berliner machten dann ſpottend Moabit daraus,
denn gelegentlich wurden von den Franzoſen jene
dürren Gefilde auch mit dem Lande der Moabiter
verglichen, dem der Prophet Jeremias gedroht: „Du
wirſt ſein wie die Heide in der Wüſte.” Für unſere
Polizei war jetzt ein Teil des ausgedehnten
Stadtvier=
tels, das innerhalb der letzten Jahrzehnte auf dem
un=
fruchtbaren Gelände emporgeſchoſſen, auch ein elendes
und verwünſchtes Terrain, deſſen Bewohnerſchaft ſie
in direkte Straßenkämpfe verwickelt. Aus geringen
Urfachen hervorgegangen, vergrößerten ſich die
Tu=
multe von Abend zu Abend und machten das
energiſchſte Eingreifen der Sicherheitsbehörden nötig.
Es iſt ein wenig anmutendes Quartier, um das es ſich
hier handelt, mit eintönigen, nach beſtimmtem Muſter
errichteten Mietskaſernen, an die ſich meiſt einige Höfe
mit vielbevölkerten Seiten= und Hintergebäuden
ſchlie=
ßen; zahlloſe kleine Geſchäfte nehmen die Erdgeſchoſſe
der Vorderhäuſer ein, nicht minder zahllos ſind die
farbigen Laternen, welche die „Durſtſtillſtationen”
an=
deuten, man merkt der Bevölkerung an, daß ihr der
Kampf um das Daſein nicht leicht gemacht iſt. In
vielen Werkſtätten wird von früh bis ſpät emſig
gear=
beitet, hier und da ragen aus den Häuſermaſſen die
Wahrzeichen raſtlos tätiger Induſtrie, gewaltige
Schornſteine, in die Luft empor, dringt auf die Straße
hinaus das Surren der Räder, Stampfen der Kolben,
Klappern der Hämmer, Rattern der Maſchinen,
wäh=
rend in dies Gelärm die ſchrillen Pfiffe und das
dröh=
nende Rumpeln der die nahe Verbindungsbahn
befah=
renden Züge hineinhallen. Iſt der Eindruck ſchon am
Tage ein nicht allzu erfreulicher, ſo wirkt er beengend
und bedrückend, wenn die Dämmerung herabſinkt und
ſich um die ſechſte Stunde die Scharen der Arbeiter auf
die Straßen ergießen, wenn die müden und
abge=
härmten Geſtalten vieler in Umſchlagtücher gehüllter
Frauen, die oft ihre halbwüchſigen Kinder an der
Hand halten oder die Kleineren auf dem Arm tragen,
erſcheinen, ſei es um die nötigen Einkäufe zu machen,
ſei es um der Männer zu harren, denen ſie den Lohn
abnehmen oder die ſie verhindern wollen, in eine der
vielen Deſtillen und Kneipen einzukehren, aus denen
lärmendes Getöſe herausſchallt.
An den letzten Abenden herrſchte in dieſem
Ge=
wirr und Geſchwirr eine ſchwüle, nichts Gutes
ver=
heißende Stimmung, die ſich oft in erregten Worten
und in Drohungen gegen die überall befindlichen
Schutzmannspoſten Luft machte, welch” letztere aber
Ae
Käaf
taten, als ob ſie nichts davon hörten, da ſie Befehl
er=
halten hatten, nur bei direkten Tätlichkeiten
einzu=
greifen; wußten ſie doch auch, daß ſie nötigenfalls
ſo=
fort Verſtärkungen erhalten würden. An einzelnen
Ecken ſind uniformierte Radfahrer aufgeſtellt und
be=
rittene Schutzleute, die Schuppenkette unter dem Kinn,
patrouillieren an den am meiſten gefährdeten Stellen,
während größere Schutzmannsmaſſen an verſchiedenen
Plätzen zuſammengezogen ſind, die Browning=Piſtole
ſchußbereit in dem umgeſchnallten glänzenden gelben
Futteral. Der Sammelpunkt der Polizei iſt in der
Sickingenſtraße, die völlig abgeſperrt bleibt und in der
man verſchiedene höhere Polizeioffiziere erblickt, welche
abwartend oder beratend beiſammenſtehen; zu ihnen
geſellt ſich jetzt der im Auto gekommene und in Zivil
gekleidete Polizeipräſident v. Jagow, von
ſchmächtig=ſehniger Figur, einige Schmiſſe im hageren
Geſicht, aus dem kühl und entſchloſſen die alles ſchark
beobachtenden Augen blitzen. Er nimmt Meldungen
entgegen, teilt Befehle aus und begibt ſich dann nach
anderen bedrohten Punkten, ein Mann, der nicht mit
ſich ſpaßen läßt und der in entſchiedener und
zielbe=
wußter Weiſe die Intereſſen der friedliebenden
Ein=
wohnerſchaft vertritt und unter allen Umſtänden und
Gefährniſſen vertreten wird. Und er weiß, daß er
ganz Berlin hinter ſich hat, wenn er dem weltſtädtiſchen
Janhagel, um den es ſich hier in erſter Linie handelt,
mit aller Schärfe und geſetzlicher Macht die Luſt an
Krawallen und Zerſtörungen vertreibt, und zwar, wie
man in Berlin zu ſagen pflegt, nicht zu knapp!.
Ein Streit gänzlich anderer Art beſchäftigt nicht
minder unſere Bürgerſchaft, und zwar jener zwiſchen
Tempelhof und Berlin in dem heftigen Kampf
um das Tempelhofer Feld. Es ſcheint, daß ſich
die Bewohner dieſes Vorortes auf die früheſte
Ver=
gangenheit desſelben und ſeine erſten Anſiedler auf
jenem Flecken märkiſcher Erde beſonnen, auf die
Tem=
pelritter, die einſt von ihrer dortigen Burg aus in
Wehr und Waffen kriegeriſchen Sinnes gen Berlin
zogen, das damals nur eine winzige wendiſche
Nieder=
laſſung war, die ſich aber auch oft genug hinter die
ſchützenden Mauern ihrer Veſte zurückziehen mußten
vor dem Anſturm der heidniſchen Feinde. Das klein
gebliebene Tempelhof nahm mit dem groß gewordenen
Berlin in den letzten Wochen ein mutiges Ringen auf
und iſt darin, wenigſtens vorläufig, Sieger geblieben,
indem es von der Militärverwaltung das rund 100000
Quadratruten große Feld für 72 Millionen Mark
zu denen ſich noch für allerhand Unkoſten weitere 20
Millionen geſellen dürften — erwarb. Natürlich ſtehen
binter der finanziell wenig leiſtungsfähigen Gemeinde
neben dem reichen Kreisausſchuß verſchiedene unſerer
erſten Banken, die ſeit dem gewaltigen Aufſchwung
Groß=Berlins ſehr „happig” ſind auf geeigneten
Grund=
erwerb und deſſen Verwertung zu Bebauungszwecken,
denn da läßt ſich trotz der hohen Preiſe noch immer ein
hübſches Profitchen mächen! — Wie es geſchehen konnte,
daß Berlin mit ſeinen ſchier unverſieglichen Mitteln hier
unterlegen, bedarf bald der näheren Aufklärung, und
wir fürchten, daß es zu einer ganzen Reihe
unange=
nehmer Auseinanderſetzungen und vielleicht auch
pein=
licher Enthüllungen, was hinter den Kuliſſen
vorge=
gangen, kommen wird; ſagte doch ſchon kürzlich einer
der gegen jene Erwerbung eingenommenen
Gemeinde=
vertreter, daß er leider wegen der vertraulichen
Ver=
handlungn nicht ſprechen dürfe, „er könnte ſonſt vieles
erzählen!” In ſchnell eingerufenen öffentlichen
Ver=
ſammlungen wurde denn auch bereits direkt die „
Ver=
ſchandelung” des Tempelhofer Felder ſcharf kritiſiert
und das Verhältnis zwiſchen Berlin und den Vororten
mit der alten Kleinſtaaterei verglichen, und das mit
vollem Recht. Es iſt bedauerlich, daß innerhalb unſerer
Berliner Stadtvertretung alles mit ſo unglaublicher
Langſamkeit und Pedanterie behandelt wird.
Natür=
lich gibt es bei einer Sache von vielen Millionen Mark
kein unüberlegtes Zugreifen, aber, wie in ähnlichen
anderen Fällen, war der Verkauf des genannten Feldes
eine ſchon längſt beſchloſſene Sache, unſer Magiſtrat
hätte genügend Zeit gehabt, die richtigen Wege zu
fin=
den, um ſich das Vorrecht zu ſichern. Viele Köche
ver=
derben den Brei, das ſcheint auch manchmal bei unſerer
ſtädtiſchen Verwaltung zuzutreffen, der man dringend
einen friſcheren und unternehmungsluſtigeren Zug
wünſchen muß. Dann wird auch die ſich mehr und
mehr zeigende Unzufriedenheit mit den berufenen
Ver=
tretern der deutſchen Reſidenzſtadt allmählich wieder
nachlaſſen und neues Vertrauen Wurzel faſſen.
Schließlich handelt ſich’s überall um das liebe Geld,
bei den Streikunruhen ſowohl wie bei den
Grundſtück=
verkäufen, und auch bei dem „Herrn
Bankdirek=
tor” Otto Sattler, der jetzt hinter Schloß und
Riegel über ſeine merkwürdigen finanziellen
Operatio=
nen und ſein ihm durch dieſe ermöglichtes ſehr
ver=
gnügtes Berliner Nachtleben nachdenken kann. Dieſer
erſt 28jährige, vor zwei Jahren über Wien aus dem
geſchätzten Ungarreiche nach Berlin übergeſiedelte
Schwindler hat es verſtanden, ſeinen leichtgläubigen
Zeitgenoſſen in ſchneller und bequemer Weiſe das Geld
aus den Taſchen zu ſtibitzen. Seine redegewandten und
aufdringlichen Agenten — meiſt aus den bedenklichen
galiziſchen Gefilden ſtammend, vor deren nach Berlin
Sehnſucht empfindenden Söhnen wir alle Achtung
haben — bereiſten die Provinzen und wußten durch
phantaſtiſche Vorſpiegelungen großer Gewinne ſelbſt
ſehr vorſichtige Leutchen zur Hergabe ihrer Kapitalien
und zur Beteiligung an gewagtem Börſenſpiel zu
be=
ſtimmen. Was helfen alle Warnungen und
Ermah=
nungen bei einer derartigen Leichtgläubigkeit und
Ver=
trauensſeligkeit, die man mit einem ganz anderen Wort
bezeichnen müßte. Ward doch erſt kürzlich der Fall
Friedberg des langen und breiten in der
Oeffentlich=
keit erörtert, und wurden im Laufe jener
Prozeßver=
handlung die Schleier von den betrügeriſchen
Hand=
lungen dieſer Pſeudo=Bankiers, die einzig auf den
Gimpelfang ausgehen, gezogen. Der geringfügigſte
Diebſtahl, auch wenn er aus Not und Sorge geſchieht
und in gewiſſem Sinne entſchuldbar iſt, wird mit
Ge=
fängnis beſtraft; jene Gauner aber üben ungeſcheut
ihre verbrecheriſche Tätigkeit aus und ſtoßen zahlloſe
Exiſtenzen in den Abgrund. Nur durch einen Zufall
oder durch einen der Geſchädigten wird meiſt der
Staatsanwalt auf ſie aufmerkſam gemacht, dann haben
ſie aber ſchon genug Unglück verübt und fangen nach
ihrer Entlaſſung unter irgend einer anderen Maskerade
das frevle Spiel von neuem an. Man verſteht wohl,
daß die — Dummen nicht alle werden, aber man
ver=
ſteht nicht ihren Leichtſinn, nicht einmal Erkundigungen
über die einzuziehen, denen ſie ihre oft in langen
Jahren ſauer erſparten Gelder anvertrauen. In jeder,
auch der kleinſten Stadt, gibt es doch heute ehrenhafte
und vertrauensvolle Bankinſtitute, die gewiß gern
jeg=
lichen Rat erteilen und die zudem in der Lage ſind,
ſich behufs näherer Erkundigungen mit den Berliner
4.5 NI6 Z
Natürlichss
ACknuGt
von
vorbeugendem
und
heilwirkendem
Einfluss
46 NICZ
Nafürlicha
TCkinast
bei
Gicht, harnsaurer
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Nummer 230.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 1. Oktober 1910₰
Seite 39.
Börſenbehörden in Verbindung zu ſetzen, die gewiſſen
Ausländern, welche in Berlin mit Vorliebe „finanziell”
tätig ſind, noch weit mehr wie bisher, ihre beſondere
Aufmerkſamkeit widmen müßten.
Ausländer trugen diesmal in erſter Linie die
gol=
denen Medaillen unſerer Großen Berliner
Kunſtausſtellung davon, darunter zwei Ungarn,
von denen Profeſſor Julius Benezur für ſein
figurenreiches und lebenswahres großes Gemälde der
Huldigung der Ungarn vor dem öſterreichiſchen
Kaiſer=
paare in Peſt den erſten Staatspreis erhielt. Von
Berliner Künſtlern ward nur der Bildhauer
Rein=
höold Felderhoff ausgezeichnet, der durch ſein
reifes und ernſthaftes Streben in Anlehnung an die
Antike die Anerkennung durchaus verdiente. Die
Tage jener Ausſtellung im Moabiter Glaspalaſt ſind
ja bald gezählt, man merkt es an dem ſchwachen
Be=
ſuche, der diesmal überhaupt recht mäßig war, und an
den verſchiedenen Veranſtaltungen der einzelnen
Kunſtſalons, die jetzt wieder mit ihren
Sonderaus=
ſtellungen das Intereſſe unſerer kunſtliebenden Kreiſe
zu feſſeln trachten. In der Königlichen
Aka=
demie der Künſte ward kürzlich eine Gedächtnis=
Ausſtellung für Franz Skarbina und Joſeph
Olbrich eröffnet, die uns in umfaſſender Weiſe das
Wirken dieſer hervorragenden Perſönlichkeiten vor
Augen führt. Erhalten wir darüber auch nicht neue
Aufklärungen, ſo verſenken wir uns doch gern in das
vielſeitige Schaffen des Malers wie des Architekten und
Kunſtgewerblers, die beide den künſtleriſchen
Strömun=
gen unſerer Zeit reiche und erſprießliche Anregung
ge=
geben. Genau können wir bei ihnen die verſchiedenen
Stufen ihrer Entwicklung verfolgen, die ſie zu immer
höheren und ernſteren Zielen führte und die uns
ge=
rade hier bitter empfinden laſſen, daß ihrem Leben viel
zu früh ein Ziel geſetzt ward. Was uns bei Skarbina
wie bei Olbrich ſo wohltuend berührt, iſt die Friſche
ihrer Empfindung und ihre ſtarke perſönliche Eigenart,
die ſich in der Mehrzahl ihrer Schöpfungen auf das
Glücklichſte offenbart.
Unſere Theater boten uns in der letzten Woche
wenig des Hervorragenden, wenn man die
Bühnen=
wirkſamkeit in Betracht zieht. Denn ſowohl die in den
Kammerſpielen des Deutſchen Theaters
zum erſten Male aufgeführte Tragödie „Das Kloſter”
des Belgiers Emilie Verhaeren wie das im
Neuen Theater gegebene Schauſpiel von Felix
Josky „Das Alter” ſtellten an die Langmut der
Zuſchauer erhebliche Anforderungen. Literariſch
ver=
dienen beide Werke eher Beachtung, zumal Stefan
Zweig die Gabe des belgiſchen Poeten ſehr
formvoll=
endet übertragen hat und gelegentlich durch
wohl=
lautende Sprache Stimmung zu erzeugen wußte. Auch
das im Kgl. Schauſpielhauſe zum erſten Male
gegebene Schauſpiel: „Die neue Sonne” des in
Berlin lebenden Holländers Hermann
Heijer=
mann konnte keinerlei Intereſſe erwecken. Der ſonſt
ſo ſcharfe und humorbegabte Beobachter des
zeitge=
nöſſiſchen Berliner Lebens zeigt ſich diesmal von einer
langatmigen und langweiligen Seite, ſeine Luſtigkeit
iſt gequält und ſeinen Geſtalten merkt man die
Theater=
mache an. Heijermann wollte einen packenden Griff
in die Gegenwart tun und die Einwirkung eines
modernen Warenhauſes auf die kleinere Geſchäftswelt
— ſiehe Zolas „Au bonheur des dames‟ — ſchildern, er
griff nur gänzlich daneben in der Behandlung des
an ſich charakteriſtiſchen Stoffes. Trotz aller Hingebung
konnte die brave Künſtlerſchar Stück und Autor nicht
retten. Einen wohlverdienten Erfolg erzielte das
Neue Schauſpielhaus mit Molieres „
Tar=
tuffe”und des Dichters ſeit langem nicht in
Deutſch=
land gegebenen Poſſe „Der Herr von
Pour=
ceaugnac” einer übermütigen Komödie, die
über=
mütig im Stile jener Zeit dargeſtellt ward und in
ihrer Ausgelaſſenheit frohſinnige Aufnahme fand.
Erſehnte Idealſtrümpfe.
Eine erfreuliche Bewegung greift in jüngſter Zeit
immer mehr um ſich, der man die Deviſe „Hie Gas —
bie Elektrizität” geben könnte. Die vielfach gehegte
Annahme, das Gas werde der Elektrizität weichen
müſſen, hat ſich weder in unſerem ſo ungeheuer
auf=
ſtrebenden Vaterlande, noch in England, Frankreich,
Amerika oder anderen Kulturſtaaten, ebenſo wenig in
der an natürlichen Waſſerkräften ſo reichen Schweiz
erfüllt. Trotz der vielen Elektrizitäts=Zentralen
be=
ſteht die Begeiſterung für das wohlfeile und praktiſche
Leuchtgas unvermindert fort, denn der Gasverbrauch
dehnt ſich in einer erſtaunlichen Weiſe aus. Ja, heute
iſt das Gas vielfach als Alleinherrſcherin in Gebiete
eingedrungen, die vordem als Domäne der
Elektrizi=
tät galten, und hat hier überaus achtunggebietende
Erfolge erzielt!
Unzweifelhaft exiſtiert heute mehr denn je ein
großes Bedürfnis für ein leicht verwendbares,
hell=
brennendes Licht; aber billig muß es ſein, denn
dar=
auf werden Handel und Induſtrie, alle Familien und
ſelbſt der kleine Mann infolge der erhöhten Stenern,
Verteuerung der Lebensmittel uſw. hingedrängt. Den
erſten Triumph feierte das Gas, als es durch die
ge=
niale Erfindung von A. von Welsbach zum Glühlicht
umgewandelt wurde. Mit dem Gasglühlicht iſt uns
wohl der größte Erfolg der neueren Gastechnik
ge=
bracht worden. Doch der unergründliche homo sapiens
blieb nicht ſtehen: er brauchte mehr und fand das —
Preßgas (Hochdruckgas), deſſen Fortſchritte als
Preß=
gaslicht ungeſtüm und rieſengroß ſind. Am
trefflich=
ſten wird deſſen Erfolg durch die Tatſache illuſtriert,
daß in weitſichtig verwalteten Städten des Kontinents,
zum Beiſpiel in Berlin, heute ſchon die mit
Preßgas=
licht geſpeiſten Straßen= uſw. Lampen die elektriſchen
Bogenlampen um ein Vielfaches überragen. Unter
anderen ſind dort die Potsdamerſtraße, die
König=
grätzerſtraße, die Chauſſeeſtraße mit vielen Hundert
4000kerzigen Hochdruck=Gaslampen für öffentliche
Straßenbeleuchtung ausgeſtattet, welche ſich vorzüglich
bewähren und jahrelang im Betriebe ſtehen.
Stadt=
verwaltung und das anſpruchsvolle Berliner
Publi=
kum ſind mit dieſer Einrichtung, beſonders mit der
brillanten Lichtwirkung, höchſt zufrieden. Die
Er=
rungenſchaft des Preßgaslichtes iſt eine glänzende im
buchſtäblichen Sinne des Wortes! Man kann ſagen,
ein Stück des Sonnenlichtes iſt mit ſeinem warmen
Ton genommen und in jede einzelne Preßgaslampe
hineingepflanzt!
Doch hat ſich die Gastechnik nicht an dieſen
Erfol=
gen genügen laſſen! Wohlkeiles Leuchtgas iſt
All=
gemeingut und das hochgeſtellte Ziel dürfte erſt dann
als gelöſt betrachtet werden, wenn zu ſeiner
vielſeiti=
gen Anwendung auch praktiſch taugliche Mittel
gefun=
den wären: der Glühlicht=Strumpf. Die unermüdlichen
Beleuchtungs=Chemiker hatten bei jahrelangen,
mühe=
vollen und überaus koſtſpieligen Verſuchen eine ſtille,
aber harte Arbeit zu leiſten: es galt, für den total
un=
brauchbaren Baumwoll=, Hanf=, Jute=, Seide= oder
Ramiéſtrumpf etwas Vollendeteres zu finden.
Lei=
der hat man lange nach falſcher Richtung
hingear=
beitet, denn es ſollte letzten Endes immer ein „feſter”
oder ſtarrer Glühſtrumpf entſtehen. Nichts war
ver=
kehrter, denn das Attribut „feſt” mußte unbedingt in
dem Sinne von „zähe und elaſtiſch” gelöſt werden.
Aber es gelang! Dem ingeniöſen Waldemar Bruno,
einer Kapazität auf dem Beleuchtungs=Gebiet, glückte
endlich der große Wurf, aus künſtlichen Fäden einen
Glühſtrumpf zu komponieren, der das langerſehnte
Ideal eines wirklich widerſtandsfähigen Glüh=
Strumpfes iſt! Der Bruno=Glühſtrumpf repräſentiert
heute das anerkannt beſte, durch intenſive
wiſſenſchaft=
liche Verſuche endlich gefundene Fabrikat, denn beim
Bruno=Glühſtrumpf iſt vor allem die leichte
Zerbrech=
lichkeit vollkommen beſeitigt, wodurch die
Gasbeleucht=
ung bisher ſo unangenehm verteuert wurde. Die
Bruno=Glühſtrümpfe haben eine immenſe Zähigkeit
und geſchmeidige Elaſtizität, daß man einen vom
Bren=
ner heruntergenommenen (abgeflammten) Glühkörper
um den Finger legen, anfaſſen, anſtoßen oder knicken
kann, ohne daß er dadurch beſchädigt wird. Der Bruno=
Glühſtrumpf iſt vor allem ſtoß= und ſchlagfeſt und hält
den mannigfachſten Erſchütterungen ſtand. Ein weiterer
ſehr wichtiger Vorzug dieſes Bruno=Glühſtrumpfes
beſteht darin, daß er eine unbegrenzte Brenndauer
von ca. 10000 Brennſtunden hat, alſo jahrelang hält.
Sind das nicht prachtvolle Eigenſchaften anderen
Glüh=
ſtrümpfen gegenüber? Für ſtehendes Normal= und für
hängendes (Invert=)Licht iſt der Bruno=Glühſtrumpf
in gleicher Weiſe geeignet; der durch den Bruno=
Glüh=
ſtrumpf hervorgebrachte warme, ruhige
Beleuchtungs=
ton iſt jedermann äußerſt ſympathiſch. Eine beſondere
Eigentümlichkeit dieſes Bruno=Glühſtrumpfes iſt
fer=
ner, daß ein Zerſpringen der Zylinder durch
Stich=
flammen nicht mehr ſtattfindet; das Oryd dieſer
Strümpfe ſaugt die ganze Flamme auf, ſodaß keine
Stichflammen entſtehen. Stößt man z. B. in einen
Bruno=Glühſtrumpf abſichtlich einige Löcher hinein, ſo
zerplatzt ſelbſt der billigſte Zylinder nicht.
Welch ſchöne Sache iſt doch dieſer Bruno=
Glüh=
ſtrumpf, der ſo vorzügliche Qualitäten in ſich
ver=
einigt! All’ ſeine Vorzüge‟) zeigen ſich voll und ganz
erſt während der Brennzeit. Freilich iſt auch er ein
Glühſtrumpf und als ſolcher zerbrechlich; und deshalb
dürfen an dieſen neuen Kunſtfaden=Glühſtrumpf keine
unerfüllbaren Forderungen geſtellt werden. Doch nun
atmen alle Gemüter auf und die Herzen aller
Gas=
freundinnen und=Freunde ſchlagen freudig, weil jetzt
ein abſolut praktiſcher Glühſtrumpf exiſtiert; denn der
Bruno=Glühſtrumpfeiſt unerreicht!
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