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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
bon
N 227.
Mittwoch, den 28. September.
1910.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Straßburg!
*⁎* Ein Jubel ging durch die deutſchen Lande, als
vor vierzig Jahren im Laufe des 28. September die
Nachricht ſich verbreitete, Straßburg habe kapituliert.
Die „wunderſchöne Stadt”, die einſt durch Argliſt und
Verrat dem Deutſchen Reiche entriſſen worden war und
ſo lange im Banne der Fremdherrſchaft gelegen hatte, ſie
gehörte wieder uns, und daß wir ſie feſthalten würden
als ein teures Kleinod, deſſen war man ſich bewußt im
ganzen deutſchen Vaterlande. Am 27. September 1681
hatte der franzöſiſche General Montelar unter dem
Vor=
wande einer Muſterung in der Nähe Straßburgs Truppen
zuſammengezogen und am 30. September wurde die
Deutſche Reichsſtadt mitten im Frieden auf Befehl
Lud=
wigs XIV. von franzöſiſchen Truppen beſetzt. Das Deutſche
Reich aber war zu ſchwach, um ſich gegen dieſe Gewalttat
zu wehren, erſt neunzehn Jahrzehnte ſpäter ſollte der
welſche Frevel gefühnt und Straßburg dem Kranze
deut=
ſcher Städte am Rhein wieder eingefügt werden.
Die Zernierung Straßburgs wurde 1870 durch die
badiſche Diviſion vom 11. bis 17. Auguſt ausgeführt,
wo=
bei nach der Erkrankung des Generals Beyer der preußiſche
Generalleutnant v. Werder das Oberkommando übernahm.
Nach dem Eintreffen der preußiſchen Diviſionen wurde die
Zernierung eine engere, bis am 24. Auguſt die Beſchießung
der Stadt begann, nachdem der franzöſiſche Kommandant,
Diviſionsgeneral Uhrich, mehrere an ihn ergangene
Auf=
fforderungen zur Kapitulation zurückgewieſen hatte. Das
Bombardement dauerte drei Tage. Am 27. Auguſt ſetzten
die Vorbereitungen zum regelrechten Angriff auf die
Feſtung ein, welche im ganzen einen Zeitraum von 31
Tagen, vom 27. Auguſt bis einſchließlich 27. September,
umfaßte. Die erſte Parallele wurde in der Nacht vom
29. zum 30. Auguſt gegen die Nordweſtfront der Feſtung,
etwa 700 Schritt von den Werken entfernt, eröffnet. Schon
in der Nacht vom 1. zum 2. September wurde 300 Schritte
näher dem Feinde die zweite Parallele ausgehoben, und
in der Nacht vom 11. zum 12. September ging man mit
der Aushebung der dritten Parallele vor. Inzwiſchen war
man auf franzöſiſcher Seite nicht untätig geweſen und der
Bau der Batterien durch die Straßburger Beſatzung war
ſo energiſch gefördert worden, daß am 9. September 98
ge=
zogene Geſchütze und 40 Mörfer gegen die deutſche
An=
griffsfront gerichtet waren. Durch Ausfälle aus der
Feſtung wurden die Deutſchen in ihrer Belagerungsarbeit
oft unterbrochen, aber alle dieſe Ausfälle, insbeſondere
auch der bedeutendſte am 2. September, konnten mit Erfolg
zurückgewieſen werden. Auf deutſcher Seite war es
ge=
lungen, am 17. September ein feindliches Minenſyſtem zu
entdecken und zur Entladung zu bringen. Am 20.
Sep=
tember wurde die Lünette 53, nachdem in dieſelbe Breſche
geſchoſſen war, beſetzt und am 21. September auch die
Lünette 52. Die genommenen Werke wurden mit Mörſern
armiert und die Krönung der Glacis mit Sechspfündern
ausgeſtattet. Währenddeſſen hatte auf beiden Seiten die
Artillerie eine lebhafte Tätigkeit entfaltet.
Das war etwa der Stand der Dinge, und ſoweit waren
die Vorbereitungen zum Sturm gediehen, als am 27.
Sep=
tember, nachmittags 5 Uhr, ſeitens der Feſtung der
Wunſch zur Uebergabe geäußert wurde. Schon acht Tage
vorher hatte der Kommandant General Uhrich einer
Depu=
tation des Straßburger Munizipalrats zugeſagt, es nicht
zum Sturm kommen zu laſſen, wenn er überzeugt ſei, daß
die Feſtung einem Sturmangriff nicht mehr widerſtehen
könne. Dieſen Zeitpunkt glaubte er am Nachmittag des
27. September gekommen. Abends 9 Uhr kapitulierte
Straßburg und in der Nacht auf den 28. wurde die
Ueber=
gabe abgeſchloſſen, wobei über 500 Offiziere und 17000
Mann die Waffen ſtreckten, weit über 1000 Geſchütze, ſehr
viel Munition und große Vorräte in unſere Hände fielen.
EErheblich größer war natürlich der ſtrategiſche Erfolg der
Einnahme Straßburgs, namentlich in Verbindung mit der
einige Tage vorher ſtattgehabten Beſetzung von Toul.
Es ſei hierbei daran erinnert, daß am 23. September
der nun verſtorbene Großherzog Friedrich von Baden, dem
das Schckſal der Stadt Straßburg ſehr am Herzen lag,
an den General Uhrich einen Brief ſchrieb, um ihn im
Hin=
blick auf das Elend in der Bevölkerung zur Uebergabe der
Feſtung zu bewegen. In der Tat hatten die deutſchen
Geſchoſſe furchtbare Verwüſtungen angerichtet; die Zitadelle
waren kaum mehr wiederzuerkennen, und auch die Stadt
ſelbſt hatte ſchwer gelitten, nicht hundert Häuſer waren von
den Kugeln völlig verſchont geblieben. Dieſes Bild bot
ſich den Deutſchen, als ſie am 30. September in Straßburg
einzogen. Einſt durch Liſt von den Franzoſen überrumpelt,
war dieſe Stadt nun nach 189 Jahren durch deutſche
Tapfer=
keit zurückerobert worden, um deutſch zu ſein und für alle
Zeiten deutſch zu bleiben.
Entwickelungsgedanken in der ſozialen
Verſicherung.
V. D. B. In dieſen Tagen wird im
Reichsverſiche=
rungsamte und im Reichstage die Feier ſtattfinden, die
von den Berufsgenoſſenſchaften und den Landes=
Verſiche=
rungsanſtalten zur Erinnerung an die Anfänge der
ſozia=
len Verſicherung vorbereitet worden iſt. Genau 25 Jahre
ſind es jetzt, ſeitdem die Berufsgenoſſenſchaften ihre
Tä=
tigkeit zur Durchführung der Unfallverſicherung
aufge=
nommen haben. Kurz vorher war bereits das erſte Geſetz
über die Krankenverſicherung in Kraft getreten und das
erſte Geſetz über die Alters= und Invaliden=Verſicherung
folgte bald. Als mittleren Termin haben die Beteiligten
deshalb den 1. Oktober 1910 gewählt, um das ſilberne
Jubiläum der ſozialen Verſicherungs=Geſetzgebung zu
be=
gehen.
Die ſoziale Verſicherungs=
Geſetzgge=
bung hat klein angefangen. Man ging ſogar mit einer
gewiſſen Zaghaftigkeit an das Werk. Es war ja alles
daran neu, die Grundgedanken wie die Organiſation.
Millionen von Perſonen durch reichsgeſetzlichen Zwang
in große Verſicherungen zuſammenzufaſſen, dafür ſehlte
es an Erfahrungen, und der Widerſtand dagegen war
allgemein. Aber der Geſetzgeber hatte mit kühnem Griffe
das Problem am richtigen Ende angepackt. Die ſoziale
Verſicherungs=Geſetzgebung iſt denn auch im Laufe des
letz=
ten Vierteljahrhunderts zu einem gewaltigen Baume
aus=
gewachſen, unter dem viele Millionen deutſcher
Staats=
bürger, Männer und Frauen, Hilfe und Schutz gefunden
haben.
Es ſind heute 13,19 Millionen Perſonen von
Reiches wegen gegen Krankheit verſichert und
durch die Reichsverſicherungsordnung wird dieſer Schutz
wieder auf Millionen von Perſonen neu ausgedehnt
wer=
den. Viele Kaſſen ſind bereits in der Lage, die
Kranken=
verſicherung auch auf die Familienangehörigen zu
er=
ſtrecken. Ferner ſind heute 23¾ Millionen
Perſo=
nen gegen Unfall verſichert. Vor dem erſten
Unfallverſicherungsgeſetze mußte ſich der verletzte
Arbei=
ter ſeinen Anſpruch auf Entſchädigung im Prozeſſe
er=
ſtreiten. Bis er ſein Recht erkämpft hatte, konnte er
aber längſt geſtorben und verdorben ſein. Heute muß
der Unternehmer, der unter das Geſetz fällt, ſeine
Arbei=
ter und Angeſtellte gegen Betriebs=Unfälle verſichern und
wenn der Mann von einem Betriebs=Unfalle betroffen
wird, hat er einen geſetzlichen Anſpruch darauf, geheilt
und entſchädigt zu werden. Schließlich ſind 15¼
Mil=
lionen Perſonen für Akter und
Invalidi=
tät verſichert. Die Renten ſind natürlich mäßig, aber
eine beſcheidene Rente iſt immer noch beſſer, als gar keine
und beſſer als Armen=Unterſtützung.
Mit den Jahren haben ſich die Grundgedanken der
ſozialen Verſicherung weiter entwickelt. Mehr und mehr
hat man erkannt, daß die Hauptſache nicht Zahlung von
Entſchädigungen und Renten ſei. Viel wichtiger ſei eine
vorbeugende und heilende Tätigkeit. Man iſt jetzt
durch=
drungen von dem Beſtreben, einerſeits dem Eintritt von
Unfällen und Gebrechen vorzubeugen und andererſeits dem
Verletzten und Erkrankten die Arbeitskraft zurückzugeben.
Aus dieſem Beſtreben heraus iſt zunächſt die
Un=
fall=Verhütung entſtanden. Die
Berufsgenoſſen=
ſchaften haben vom Geſetze die Befugnis bekommen,
Vor=
ſchriften zu erlaſſen, durch die die Unternehmer verpflichtet
werden, ihre Betriebe ſo einzurichten, und ſolche
Vorkeh=
rungen darin zu treffen, daß Unfälle möglichſt verhütet
werden. Die Berufsgenoſſenſchaften haben ſchon früh von
dieſen Beſugniſſen Gebrauch gemacht. Namentlich aber in
neuerer Zeit haben ſie mit auf Anregung und unter
Lei=
tung des Reichs=Verſicherungsamtes, das Gebiet der
Un=
fall=Verhütung mit wachſendem Eifer gepflegt. Sie
ver=
wenden darauf Beträge, die bereits in die Millionen gehen.
um die Durchführung ihrer Anordnungen zu überwachen,
haben ſie ein techniſches Aufſichtsperſonal angeſtellt, das
ſchon jetzt nach Hunderten zählt und beſtändig vermehrt
wird. Um ein einheitliches Vorgehen herbeizuführen,
ha=
ben die Berufsgenoſſenſchaften ſogenannte Normal=
Un=
fallverhütungs=Vorſchriften verfaßt, die auch im Auslande
ſteigende Anerkennung gefunden haben und in fremde
Sprachen überſetzt worden ſind. Im Großen und Ganzen
ſind die Fabriken heute in muſtergültiger Weiſe
eingerich=
tet. Wo es in dieſer Hinſicht noch fehlt, wird allmählich
darauf hin gearbeitet. Die UnfallVerhütung wird mehr
und mehr zur Seele der Unfall=Verſicherung.
Noch raſcher und allgemeiner hat ſich das
Heilver=
fahren und die Heilfürſorge entwickelt. Immer
mehr gehen die Berufsgenoſſenſchaften dazu über,
früh=
zeitig in das Heilverfahren einzugreifen, um dem
Ver=
letzten die Arbeitsfähigkeit wieder zu verſchaffen. Auch
twar nur noch ein Trümmerhaufen, die Feſtungswerke auf dieſem Gebiete hat ſich das Reichsverſicherungsamt
große Verdienſte erworben. Dieſe Beſtrebungen haben
auch befruchtend auf die ärztliche Literatur und
Wiſſen=
ſchaft eingewirkt. Während die Medizin früher den
Hauptwert darauf legte, die verletzten Glieder zu
erhal=
ten, ſtrebt ſie jetzt zielbewußt von Anfang an darauf
hin, die Benutzungsfähigkeit der verletzten Glieder zu
er=
reichen und zu ſichern: es iſt natürlich für den Verletzten
wichtiger, die verletzte Hand wieder gebrauchen zu können,
als ſie nur zu behalten. Welch koloſſale Summen da
aufgewendet werden, geht daraus hervor, daß die
Berufs=
genoſſenſchaften für Zwecke der Krankenfürforge in den
Jahren 1897 bis 1907 über 89 Millionen Mark
ausgege=
ben haben.
Auf dem Gebiete der Invaliden=Verſicherung hat das
Heilberſahren einen noch größeren Umſang angenommen.
Insbeſondere haben ſich die
Landesverſiche=
rungsanſtalten auch um die Bekämpfung der
Tu=
berkuloſe hervorragend verdient gemacht. Ohne die
Un=
terſtützung der Landesverſicherungsanſtalten hätten wir
in der Bekämpfung der Tuberkuloſe nicht die großen
Er=
folge erzielt, wie es tatſächlich der Fall iſt. Wenn die
Sterblichkeit überhaupt und ſpeziell diejenige an
Lungen=
krankheiten in Deutſchland ſo ſtark zurückgegangen iſt, ſo
verdanken wir dies der Tätigkeit der
Landesverſicherungs=
anſtalten. Heute beſitzen 41 Landesverſicherungsanſtalten,
bereits 71 Heilanſtalten, die im Jahre 1909 einen
Koſten=
aufwand von 10½ Mill. Mark verurſachten. Im ganzen
haben die Landesverſicherungsanſtalten bisher für
Heilbehandlung 151 Mikl. Mark
ausge=
geben. Vorbeugend wirken die
Landesverſicherungs=
anſtalten aber auch durch die Fürſorge, die ſie dem
Woh=
nungsweſen angedeihen laſſen, indem ſie ihre reichen
Mit=
tel zur Erbauung von Arbeiter=Wohnungen bereit ſtellen.
Man darf mit Recht das Heilverfahren als ein
Ruhmes=
blatt in der Geſchichte der deutſchen Arbeiter=Verſicherung
bezeichnen.
Hinter den Magdeburger Kuliſſen.
* Die Weſerzeitung in Bremen verbindet mit dem
Hin=
weis auf die Tatſache, daß die reviſioniſtiſchen
Delegierten des Magdeburger ſozialdemokratiſchen
Parteitages ſich an dem Ausflug nach Thale nicht
beteiligt haben, und die andere Tatſache, daß entgegen
dem bisherigen Modus die Wahl des Orts für den
näch=
ſten Parteitag nicht ſofort vorgenommen, ſondern dem
Er=
meſſen des Parteivorſtandes überlaſſen wurde, folgende
hochintereſſante Mitteilung, die das Blatt als aus guter
Quelle ſtammend bezeichnet: Nach Schluß des Parteitages
hätte eine Anzahl reviſioniſtiſcher Genoſſen,
darunter mehrere Führer dieſer Gruppe, einen Ausflug
nach Harzburg unternommen, natürlich ohne die
ortho=
doxen Genoſſen. Zu dieſem Ausflug hätten die
Reviſio=
niſten nicht nur den Leiter eines bekannten
ſozialdemokra=
tiſchen Preßbureaus, der ſelbſt Reviſioniſt ſei, ſondern auch
deſſen Bureauperſonal mitgenommen. Nach einem in
ſozialdemokratiſchen Kreiſen umgehenden, gut verbürgten
Gerücht wollen die Reviſioniſten angeſichts des Verlaufes
des Magdeburger Parteitages in Harzburg eine
Sondertagung abhalten. Der Parteileitung iſt
offen=
bar dieſe Sondertagung wie ihr Zweck nicht unbekannt
ge=
blieben und der Verzicht auf die Feſtſetzung des Ortes für
den nächſten Parteitag ſteht offenbar im engen
Zuſammen=
hang mit dieſem Harzburger reviſioniſtiſchen Sonder=
Meeting. Es heißt nämlich, daß die Parteileitung ſich mit
dem Gedanken trage, nötigenfalls einen außerordentlichen
Parteitag noch vor den Wahlen einzuberufen. Ob dieſe
Abſicht verwirklicht werde, hänge von dem Ausgang des
Harzburger reviſioniſtiſchen Sonder=Meetings ab. Für alle
Fälle wolle die Parteileitung freie Hand haben gegen eine
etwaige unbequeme oder gar gefährliche Stellungnahme
der Harzburger reviſioniſtiſchen Kongregation, um
ſchleu=
nigſt eine außerordentliche Tagung der Geſamtpartei mobil
machen zu können. Die Weſerzeitung verſichert, daß auch
ein Dementi der ſozialdemokratiſchen Parteileitung an der
Richtigkeit dieſer Mitteilung nichts ändere.
Deutſches Reich.
* Bei der Reichstagserſatz=Stichwahl
im Wahlkreiſe Frankfurt (Oder)=Lebus
wurde der Sozialdemokrat Faber mit einer Mehrheit von
172 Stimmen gewählt. Für Winter (natl.) wurden 15 625,
für Faber 15797 Stimmen abgegeben. Bei der Hauptwahl
am 15. ds. Mts. wurden im ganzen 28695 Stimmen
abge=
geben. Davon erhielten Faber (Soz.) 14319, Geheimrat
Winter (natl.) 7754, Arbeiterſekretär Dunkel (konſ.) 6595
Stimmen. Faber fehlten 30 Stimmen an der abſoluten
Majorität. Bei der Stichwahl wurden ſomit 31422 und
im ganzen mehr abgegeben 2727 Stimmen. Davon
erhiel=
ten mehr: die bürgerlichen Parteien 1276, der
ſozialdemo=
kratiſche Kandidat 1478 Stimmen (27 Stimmen waren bei
der erſten Wahl zerſplittert). Beide Parteien=haben alſo
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
erhebliche Reſerven herangezogen. Das Reſultat iſt für die
bürgerlichen Parteien, wenn ſie auch unterlegen ſind, höchſt
ehrenvoll. Die Konſervativen haben gefchloſſen für den
nationalliberalen Kandidaten geſtimmt, und dieſe
Stich=
wahl läßt hoffen, daß bei den nächſten Reichstagswahlen
ein gemeinſames Zuſammengehen der bürgerlichen
Par=
teien ſich wieder ermöglichen laſſen wird.
— In der Reichstagskommiſſion für die
Reichsverſicherungsordnung erklärte
Staats=
ſekretär Delbrück, daß die Regierung den größten Wert
darauf legt, daß die Reichsverſicherungsordnung noch in
dieſer Seſſion zuſtande komme, und zwar nicht nur einzelne
Teile, ſondern das ganze Geſetz. Dieſes Ziel könne ſehr
wohl erreicht werden.
— Die Juſtizkommiſſion des
Reichs=
tages brachte die erſte Leſung der Strafprozeßnovelle zum
Abſchluß. Von den verbündeten Regierungen wurde die
Erklärung abgegeben, daß der Geſetzentwurf zur Reviſion
des Gerichtskoſtengeſetzes dem Bundesrat vorliege und
als=
bald dem Reichstag zugehen werde. Eine Erhöhung der
Gerichtskoften bringe der Entwurf nicht.
— Die Beilegung des
Werftarbeiter=
ſtreiks iſt zwar in Ausſicht, jedoch noch nicht
ſicher=
geſtellt. In der Montags=Sitzung, die auf Einladung des
Induſtriellen=Verbandes in Berlin abgehalten wurde,
machte ſich auf beiden Seiten eine verſöhnliche Stimmung
geltend. In verſchiedenen Punkten wurde durch
beider=
ſeitiges Nachgeben eine Uebereinſtimmung erzielt. Die
Sitzung, die um 5 Uhr begonnen hatte, ſchloß erſt kurz vor
10 Uhr abends. Die Weiterberatung wurde dann in
An=
betracht der vorgerückten Stunde auf Mittwoch nachmittag
vertagt. Sowohl die Delegierten der Arbeiter, wie die
Vertreter der Arbeitgeber ſollen zunächſt die einzelnen von
beiden Seiten gemachten Vermittelungsvorſchläge noch
ge=
trennt beraten, um in der gemeinſamen Sitzung am
Mitt=
woch endgültige Beſchlüſſe zu faſſen.
— Miniſter von Bodman und die
Sozial=
demokraten. Die amtliche Karlsruher Zeitung
ſchreibt: Eine vom Miniſter des Innern, Freiherrn von
Bodman, am 13. Juli 1910 in der Erſten Kammer getane
Aeußerung iſt von der Preſſe eifrig erörtert worden.
Be=
trachtet man die Rede des Miniſters ruhig in ihrem
Zu=
ſammenhang und im Ganzen, ſo wird man ohne weiteres
zugeben, daß ſie mit früheren Ausführungen von ihm
völlig übereinſtimmt. Nachdem auch Bebel auf dem
Magdeburger Parteitag den Tatſachen entſprechend
be=
merkt hat, der Miniſter habe mit ſeiner Aeußerung vom
13. Juli von ſeinen früheren Erklärungen gegenüber der
Sozialdemokratie kein Jota zurückgenommen, darf
er=
wartet werden, daß der Mißbrauch aufhört, der mit den
Worten des Miniſters von ſozialdemokratiſcher Seite
ge=
trieben wird, nicht minder aber darf erwartet werden, daß
die Organe der rechtsſtehenden Parteien bei ihren
Erörte=
rungen mehr als bisher auch den übrigen Inhalt jener
Rede und die früheren Ausführungen des Miniſters
be=
rückſichtigen. Danach kann kein Zweifel beſtehen, daß der
Miniſter nach wie vor ein entſchiedener Gegner der
poli=
tiſchen Ziele der Sozialdemokratie iſt.
Ausland.
(Frankreich und die Türkei.
Der Deputierte Gerault Richard,
Heraus=
geber des Paris Journal, veröffentlichte eine Unterredung
mit dem früheren franzöſiſchen Botſchafter in
Konſtan=
tinopel, Conſtans, welcher unter anderem ſagte:
Zum mindeſten ein hervorragender Mann der Türkei,
nämlich der Präſident der Kammer, der berufenſte Vertreter
der jungtürkiſchen Partei, Achmed Riza, hatte unrecht
daran, ſich über die Haltung Frankreichs in der
Kretafrage zu beſchweren. Kurz nach der
Proklama=
tion der neuen Verfaſſung kam er zu mir und erklärte: Ich
habe mit Clemenceau und Pichon geſprochen, die mir beide
ihre Unterſtützung in der bosniſch=herzegowiniſchen
Ange=
legenheit zuſagten, worauf ich mich verpflichtete, der
Ver=
einigung Kretas mit Griechenland keine Hinderniſſe in den
Weg zu legen. Kreta iſt für uns — ſo fuhr Achmed Riza
fort — eine Laſt. Wir üben dort die Herrſchaft nur dem
Namen nach aus und Kreta hat uns ſeit langem ſolche
Sorgen bereitet, daß es das Beſte wäre, wir ließen es
fahren. Man hat, ſo fuhr Botſchafter Conſtans fort,
Cle=
menceau einen Vorwurf daraus gemacht, daß er ſich in
ziemlich unüberlegter Weiſe für die Vereinigung von Kreta
mit Griechenland eingeſetzt habe. Wenn Clemenceau dies
wirklich getan hat, ſo hat er keineswegs unbeſonnen
ge=
handelt, da Achmed Riza bezüglich Kretas dieſelbe
Anſchau=
ung geäußert hat. Ich ſelbſt war jedoch nicht ganz ruhig,
da ich die aufgeregte Stimmung der Türken kannte und
wußte, daß man gegen Frankreich und ſeine Haltung in
der Kretafrage erbittert war. Von meinem
Botſchafts=
ſekretär begleitet, ſuchte ich Achmed Riza in der
Deputierten=
kammer auf und dieſer beſtätigte mir ohne weiteres ſeine
früheren Worte und fügte hinzu: Wir würden gerne den
gemeinſamen Wunſch der Kretenſer und Griechen erfüllen,
man muß für die Vereinigung nur den geeigneten
Zeit=
punkt feſtſetzen. Ich glaube nicht, daß man da fünf bis
ſechs Monate zu warten haben wird. Auf die Frage,
warum die Jungtürken gegenwärtig eine ſolche
Feind=
ſeligkeit gegen Frankreich zeigten, antwortete Conſtans,
wir haben die jungtürkiſche Revolution mit Begeiſterung
bejubelt. Leider hat ſich in der Türkei ſeit dem
Verſchwin=
den des alten Regimes nichts geändert. Jetzt leiſten die
Jungtürken Oeſterreich und Deutſchland Gefolgſchaft,
welche ihnen gegenüber die Sprache der Kraft geführt
haben. Die Jungtürken ſind aber trotz alledem nur
Orien=
talen.
Spanien.
Das Ende des Miniſteriums Canalejas?
Das Echo de Paris erhält folgendes Telegramm aus
Bayonne: Der Sturz des Miniſteriums Canalejas iſt
un=
vermeidlich geworden, und zwar infolge der katholiſchen
Proteſtbewegung und der Schwierigkeiten, die ſeinem
Finanzprojekte begegnet ſind. Die geſamte ſpaniſche Preſſe,
ſelbſt die radikale, vor allem die Eſpana Nueva, bekämpfen
energiſch die Regierung wegen ihres Anleiheprojektes in
Höhe von 1500 Millionen. Der Radical bemerkt, daß die
Regierung, nachdem die gewöhnlichen Hilfsquellen erſchöpft
ſind, durch eine neue Anleihe den Ruin Spaniens
herbei=
führen wolle. Der Korreſpondent des Blattes will aus den
beſtinformierten Kreiſen die Beſtätigung erhalten haben,
daß Canalejas nach dem Manifeſt vom 2. Oktober
demiſſio=
nieren wird und daß er auf alle Fälle nicht wagen werde,
in den Cortes die Interpellation des Deputierten Vasquez
de Mella zurückzuweiſen. Als Nachfolger Canalejas’ wird
Graf Romanone angeſehen.
Klerikale Kundgebungen. Der vorbereitende
Ausſchuß für die klerikale Kundgebung in Bilbao
be=
ſchwerte ſich bei dem Miniſterpräſidenten Canalejas über
die Schwierigkeiten, die der Veranſtaltung gemacht würden.
Der Premier wies den Generalkapitän an, die
Kund=
gebung, falls es angehe, zu geſtatten. Der General
ant=
wortete, daß er nach Pflicht und Gewiſſen eine
Kund=
gebung in Bilbao und dem Erzrevier nicht erlauben könne;
in den ruhigen Teilen der Provinz gerne. Die Veran=
ſtalter einer andern Kundgebung, die am 2. Oktober in
San Sebaſtian ſtattfinden ſoll, haben von der franzöſiſchen
Grenzſtation Hendoya aus an den Kardinalſtaatsſekretär
Merry del Vak ein Telegramm gerichtet, worin ſie unter
Beteuerung ihrer Ergebenheit zum Heiligen Stuhl auf die
Notwendigkeit einer Verwahrung gegen die
religions=
feindliche Politik der Regierung hinweiſen und die
päpſt=
liche Erlaubnis zur Veranſtaltung einer Meſſe unter freiem
Himmel erbitten, wofür der Biſchof auch wohl ſeine
Zu=
ſtimmung geben würde. Das Telegramm war von meiſt
karliſtiſchen Perſönlichkeiten unterzeichnet. Kardinal Merry
del Val hat die Erlaubnis des Papſtes telegraphiſch
kund=
gegeben; Pius X. ſendet auch ſeinen Segen.
England.
Die ſeemänniſche Ausbildung des
eng=
liſchen Thronerben. Die Daily Mail meldet, König
Georg habe beſchloſſen, daß der Prinz von Wales auf
einem der britiſchen Kriegsſchiffe eine Kreuzfahrt
unter=
nehmen ſolle, um ſeine ſeemänniſche Erziehung zu
vervoll=
ſtändigen. Die Einzelheiten der Kreuzfahrt ſeien noch nicht
feſtgeſetzt, doch dürfte ſie von großem Umfange werden
und zu keinen offiziellen Feierlichkeiten Anlaß geben.
Aus=
drücklicher Wunſch des Königs ſei, daß der Prinz von
Wales keine offiziellen Beſuche im Laufe der Reiſe
ab=
ſtatte. Der Prinz von Wales wird ſonach dem vom Könige
als Thronfolger gegebenen Beiſpiele folgen. Der
verſtor=
bene Herzog von Clarence, als ehemaliger Thronerbe, und
der gegenwärtige König von England als Prinz George
gingen 1880 an Bord des Kreuzers „Bacchante” und
be=
ſuchten in zweijähriger Kreuzfahrt faſt ſämtliche Teile des
britiſchen Reiches. Der Prinz von Wales iſt jetzt 16 Jahre
alt und von Anbeginn als Flottenkadett erzogen.
Belgien.
Franzöſiſcher Beſuch. Seit Samstag weilt in
Brüſſel eine Anzahl der Mitglieder des Pariſer Stadtrats
zum Beſuche des Brüſſeler Stadtrats, der den Pariſer
Kollegen eine Reihe glänzender Feſte gibt. Mit einem
Prunkmahl im Rathaus, einer Feſtvorſtellung in der Oper
mit Caruſo, der auch der König beiwohnte, haben die
Feſt=
lichkeiten begonnen und wurden mit einem Beſuch in der
Ausſtellung fortgeſetzt. Auch der König wird die Pariſer
Stadträte im Schloſſe zu Laeken bei ſich zu Gaſt ſehen. Für
die franzöſiſch geſinnten Blätter gibt das Ereignis natürlich
Anlaß zu überſchwänglichen Freudenausbrüchen, die
nüch=
ternen Kreiſe erblicken in dem Beſuch einen erfreulichen
Höflichkeitsakt, der die guten Beziehungen zwiſchen den
bei=
den durch manche Bande verbundenen Hauptſtädten zum
Ausdruck bringt. Aus Anlaß des Beſuchs iſt bekanntlich
auch ein Wettfliegen Paris=Brüſſel geplant.
Türkei.
Die Anleihe. Der Direktor der Türkiſchen
Natio=
nalbank, Babington Smith, beabſichtigt, ſich am Donnerstag
abend nach Paris zu begeben, um an den
Anleiheverhand=
lungen teilzunehmen.
Vereinigte Staaten.
Rooſevelt. Als der frühere Präſident Rooſevelt
zur Teilnahme an dem republikaniſchen Konvent des
Staa=
tes New=York, der in Saratoga zur Nominierung der
Be=
amten des Staates einſchließlich des Gouverneurs
zuſam=
mentritt, dort eintraf, wurde er am Bahnhof von einer
großen Volksmenge begeiſtert empfangen und ins Hotel
geleitet. Auf eine Anfrage erwiderte Rooſevelt, er werde
Wiener Theaterbrief.
(Saiſonbeginn.)
Wien, 24. September.
Vor kurzem las man in einem Berliner Blatt:
Der Theaterherbſt falle immer mehr den Dichtern zu.
Das rundet zwar nicht ihre Börſe, aber ihre Technik
und bringt ihnen ſo ergiebigen Nutzen. Denn es iſt
für einen Dichter von höchſter Bedeutung, ſein Stück
dargeſtellt zu ſehen, um in der Objektivierung der
Auf=
führung ſeine Mängel zu erkennen. Und wenn die
Wiener Direktoren in den Saiſonbeginn nach
ſtill=
ſchweigender Uebereinkunft wirklich nur Dramen ſetzen,
die keinen Kaſſenerfolg verſprechen, ſo muß man
fragen: warum dieſe Stücke künſtleriſch ebenſo
wir=
kungslos ſein müſſen, wie theatraliſch. An dem
Gegen=
ſatz böſer Erinnerungsbilder erſcheint die erſte
Premiere des Deutſchen Volkstheaters
immer=
hin nicht ganz unerfreulich. Denn dieſer Italiener
Vertalozzi hat ſeine Komödie „Feſttage” mit
der bezaubernden Kinderliebe ſeiner Landsleute
ge=
ſchrieben. Nur daß Innigkeit und Sentimentalität oft
ineinander verſchwimmen und die Geſtalten weniger
individuelle Menſchlichkeiten als herkömmliche
Bühnen=
figur ſind. Ihre ſeeliſche Miſchung iſt ein wenig gar zu
einfach. Da iſt ein Beiſpiel für die
Allerweltsweis=
heit: Rauhe Schale, ſüßer Kern; da iſt eine Maitreſſe,
die ſich vor der Tochter mit der Verlaſſenheit ihrer
20 Jahre verteidigt; iſt ein 17jähriges
Penſionsmäd=
chen, das ſich in der Erziehungsanſtalt einen
beneidens=
werten Lebensblick erworben hat. Nur jener
kreuz=
brave Grobian, der mit ihrer Mutter unehelich lebt,
kann ihre peinliche Verblüffung über ſolch ein
Wieder=
ſehen nicht begreifen. Man muß es ihm erſt ſagen,
daß er die Geliebte und ihre Tochter durch ein bißchen
Weihwaſſer behalten darf. Aber dieſe vierſchrötige
Be=
ſchränktheit hat einmal ein eigenes Kind begraben, und
beim Anblick dieſer Siebzehnjährigen bricht aus der
hartgeklügelten Mache die herzliche Erinnerung an die
tote Tochter auf. Von dieſer Seite müßte die
Schau=
ſpielkunſt die Geſtaltung dieſes Menſchen anſehen, und
dann ließe er ſich menſchlicher runden, als es Alfred
Schreiber gelang, der faſt nichts als den negativen
Vorzug, nicht peinlich zu wirken, geltend machen kann.
Paula Müller bezauberte mit ihrer
Backfiſchherz=
lichkeit. Sie iſt gewiß kein Intellekt, aber der
Natur=
zauber ſitzt ihr in der Seele. Sie iſt eine flotte
Zeich=
nerin, nicht aus dem Verſtand, ſondern aus dem
Temperament heraus, ein paar übermütige Nüancen
genügen ihr, um einen beſonderen Menſchen aus der
Traditionsſchablone zu heben. Das bewies ihr
Kammermädchen Floretta in Morteos „Donna
Diana‟. Ein gutes Stück aus der guten alten Zeit.
Schreyvogel hat dieſe Zähmung einer Widerſpenſtigen,
die ſich dem einzigen ſcheinbaren Verſchmäher ihrer
Reize vermählt, aus dem ſpaniſchen Theater auf die
deutſche Schaubühne gebracht. Ein ſtolzes,
ſelbſtbewuß=
tes Weib, mit ſpröden, harten Konturen, aber doch ein
Weib mit dem urfraulichen Begehren, jedem zu
ge=
fallen. Und dieſer kokette Trieb müßte durch ihre
männerfeinliche Verſchloſſenheit hindurchleuchten. Sie
will nicht genommen, ſondern errungen ſein, will ihr
Leben nicht verkaufen laſſen, ſondern ihre Liebe
frei=
willig verſchenken. Das nicht ungewöhnliche Motiv,
daß ſie der eine ſcheinbar Widerſtrebende reizt, daß das
Schnellfeuerwerk aller ihrer weiblichen Raffinements
ſie ſelbſt verbrennt, das iſt mit entzückender
Unauf=
dringlichkeit gegeben, mit leichtem, wundervoll feinem
Schwung. Dieſe ſpaniſche Prinzeß wählte Fräulein
Reinau zum Debut. Donna Dianas Sprödigkeit wirkte
bei ihr ein wenig ſteif und wider die Natur. Allein
ihre zweite Geſtalt bewies, daß der Kritiker nach der
Befangenheit des erſten Tages nur mit Vorbehalt
feſt=
ſtellen darf. Dieſe zweite Geſtalt holte ſie aus
Giannino Antona=Traverſis Luſtſpiel „Märtyrer
der Arbeit”, das Caſtiglioni und Rudolf Lothar
ins Deutſche übertragen haben. Wozu? Es iſt ein
nettes Bonmot, daß die Nichtstuer der Geſellſchaft durch
ſihre „geſellſchaftlichen” Verpflichtungen am Leben und
Lieben verhindert werden. Aber ein Bonmot, das durch
zwei Stunden bewieſen wird, ſinkt zur öden Banalität
hergb. Daß Graf Rinaldo und Gräfin Laura in ihren
Flitterwochen durch Friſeuſe und Maniküre, Tailleur
und Talleuſe an jeder Liebesumarmung verhindert
werden, daß ſie ihren Leib für dieſe Liebe köſtlich
be=
reiten und wegen dieſer umſtändlichen Bereitung nie
zur Liebe kommen: das iſt eine hübſche Anekdote, aber
bei der dritten Wiederholung gähnt man; und ſie
wiederholt ſich ein paar Dutzend mal. Von der
Urauf=
führung im Deutſchen Volkstheater iſt
feſtzu=
ſtellen, daß Fräulein Reinau immer ſiegen wird, wenn
ſie auf der Bühne Toilette=Probe hält.
Die Kritik wird gegen nette Alltäglichkeiten
dank=
barer werden. Ich verkenne nicht die künſtleriſche
Be=
deutungsloſigkeit von Wolfgang Madjeras
Luſt=
ſpiel „Herbſtkobold” oder „Ein Dieb wider Willen”.
Aber es wurde verkannt, daß dieſes Stück eine
ge=
ſchmackvolle Karikaturſzene enthält, in welcher ein
vminöſer Aſſeſſor Peinlich einen ſchuldlos des
Dieb=
ſtahls angeklagten Iuſtizrat verhört. Dieſen Aſſeſſor
Peinlich ſpielt ein Herr Julius Falkenſtein, an deſſen
Wirkſamkeit in Wien ich mich nicht erinnere, ſpielt ihn
mit ſo ſtarkem Talent für draſtiſche Chargkteriſtik, ohne
operettenhaft zu übertreiben oder auch nur
unſym=
pathiſch zu werden, daß man die weiteren Leiſtungen
dieſes Künſtlers mit höchſter Spannung erwarten darf.
Auch dieſer Abend blieb nicht ohne Gewinn. Aber
die Wiener Kritik beginnt auf einmal zu frondieren.
Sie wurde undankbar gegen die gar nicht unſympathiſche
Luſtigkeit von Georges Feydaus Luſtſpiel „Die
Knoſpe” in welchem ein enthaltſames Söhnchen durch
eine bereitwillige Dame von ſeiner Weltſchmerzlichkeit
geheilt wird. Und ſelbſt Guſtav Marans ungewöhnliche
Leiſtung, der in Kraatz’ Luſtſpiel „O dieſe
Leut=
nants” eine ganz neue Seite ſeiner Kunſt zeigte, fand
nicht nachdrückliche Würdigung. Seine Komik des
Kon=
traſtes gibt hier das Bild eines verluderten Grafen,
ſeinen materiellen Ruin, ſeine erzwungene
Moralvor=
leſung an den lockeren Sohn, als wären dieſe Dinge
das Spaßhafteſte von der Welt. Das Motiv dieſes
Stückes iſt nicht neu. Eine verblaßte Grafenkrone wird
mit amerikaniſchen Millionen repariert. Aber es iſt
flott, munter heruntergeſchrieben und wird vom
Luſt=
ſpieltheater entzückend aufgeführt.
Ueberraſchend erfreulich war die erſte Premiere
der Burgbühne. Das Glück wäre runder geweſen,
hätte man den zwei köſtlichen Dichtungen J. V.
Wid=
manns ſtatt einer Blumenthalplattheit etwa noch
einen der reinlichen Dialoge Raoul Auernheimers
folgen laſſen. Widmanns heitere Versſpiele haben ganz
das ſchwereloſe, ganz dieſes erleichternde Lächeln über
die ſchweren Dinge der Welt, wie Björnſons „Junger
Wein‟ Eine Szene aus Sparta und eine Szene aus
der Bologneſer Renaiſſance, „Lyſanders
Mäd=
chen” und Ein greiſer Paris”, ein Stück
Frauen=
pſychologie und ein Stück Greiſen=Frohſinn. Der
Ge=
ſandte von Syrakus will die Freundſchaft des
ſparta=
niſchen Feldherrn Lyſander durch köſtliche Geſchenke an
ſeine Töchter gewinnen. Auch in den ſtarren, herben
Spartanermädchen wohnt frauliche Freude an holdem
Tand, Weiber ſind ſie durch und durch, und darum gilt
ihnen die Mode der Gewänder mehr als ihxe
Schön=
heit. Mit feinem, wahlverwandtem Verſtehen erkennt
die atheniſche Gefangene dieſe Schwäche, und ein
ein=
ziges Wort über den veralteten Kleiderſchnitt genügt,
um die Mädchen, wie es der Vater will, von der
Be=
gehrlichkeit nach dem Geſchmeide abzubringen. Herr
Heine ſpielt den Spartanerhelden als groben
Wald=
menſchen mit läſſigen Handwerkergebärden und einem
ganz unheldiſchen, raunzenden Ton. Die ſtilloſe Regie
des Herrn Thimig holte nicht die letzten Wirkungen
aus dieſer Dichtung. Das gelang Herrn Hartmann im
„Greiſen Paris” mit vollendeter Meiſterſchaft. Der
weißhaarige Poet Alberto wird von drei
Bologneſe=
rinnen ins Gebet genommen, weil er noch liebt und
drei zugleich und ſtets Adelige, wo er doch Bürger iſt.
Und nun verteidigt er in drei Gleichniſſen die
Spät=
herbſtblüte ſeines Herzens mit ſo feiner Weisheit, ſo
lächelnder Traurigkeit, ſo ſüßer Milde, daß er alle drei
bekehrt und als Lohn den Kuß der Schönſten gewinnt.
Herr Hartmann ſpielte den Alberto und — (mit einem
Grillparzerwort geſagt) „auch ein wenig ſich ſelber”
Dr. Hans Wantoch.
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Nauheim
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hörten
Kirche
tember
lichen
Garten
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Am 2
Seite 3.
Nummer 227,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
morgen die alte Garde vollſtändig ſchlagen. Die
Demo=
kraten haben bereits in der vorigen Woche ihren Konvent
in Rocheſter abgehalten. Es beſteht große Neigung, den
Bürgermeiſter Gaynor für den Gouverneurpoſten zu
nomi=
nieren.
* Zur Fleiſchteuerung liegen wieder
verſchie=
dene Kundgebungen vor. So hat der Magiſtrat von
Berlin eine Eingabe an den Reichskanzler abgeſandt
und der Stadtverordneten=Verſammlung mitgeteilt, daß er
bereit iſt, mit ihr in gemiſchter Deputation über Schritte
zur Herabminderung der Fleiſchteuerung zu beraten. In
der Eingabe wird u. a. darauf hingewieſen, daß in den
letzten Jahren unter der Einwirkung der deutſchen Zoll=
und Steuerpolitik eine beſtändige Erhöhung der Preiſe für
Lebensmittel ſtattgefunden habe. Die jetzt eingetretene
Teuerung mache ſich beſonders bei dem Rindfleiſch geltend.
Die Knappheit an Vieh, insbeſondere an Rindvieh, auf
dem Berliner Markt ſtehe im Einklang mit der Entwicklung
der Schlachtungen im ganzen Reich. Sind doch im zweiten
Quartal im Vergleich zu derſelben Zeit des Vorjahres in
Deutſchland 121 249 Rinder weniger dem Konſum
zuge=
führt worden. Dieſe Anführung beweiſe, daß die deutſche
Landwirtſchaft trotz des hohen Zollſchutzes und der
Grenz=
ſperren nicht imſtande geweſen ſei, in der Viehproduktion
ſo weit vorauszuſchreiten, um dem inländiſchen Bedarf
zu genügen. Die Beſtände von Rindvieh ſeien heute ſo
gering, daß dadurch eine allgemeine Kalamität verurſacht
wird. Der von agrariſcher Seite erhobene Vorwurf gegen
die Städte, daß ſie aus ihren Schlachthöfen ungebührlich
hohe Einnahmen für den ſtädtiſchen Haushalt bezögen,
und der erteilte Rat, durch Verbilligung der Gebühren
der Fleiſchteuerung entgegenzuwirken, treffen am
aller=
wenigſten in Berlin zu. Die ſtatiſtiſch bewieſene Tatſache,
daß der mittlere und kleinere ländliche Beſitz in weit
höhe=
rem Maße als der Großgrundbeſitz an der Viehzucht
betei=
ligt iſt, mache es dringend erforderlich, eine
Wirtſchafts=
politik im Intereſſe dieſes mittleren und kleinen Beſitzes
einzuſchlagen, dem heute durch die Belaſtung der
Futter=
mittel mit hohen Zöllen die Produktion und die
Konkur=
renzfähigkeit gegenüber dem Großgrundbeſitz erſchwert
wird.
Neben dem Berliner Magiſtrat haben die Vertreter
der Stadt Görlitz beſchloſſen, gemeinſam beim
Deut=
ſchen Städtetag zu beantragen, den Bundesrat um
geeig=
nete Maßnahmen zur Milderung der außerordentlichen
Fleiſchtenerung zu erſuchen. Ferner wird aus
Hanno=
ver, 24. September, gemeldet: Der Obermeiſtertag des
Bezirks Hannover im Deutſchen Fleiſcherverband erklärt,
daß die heimiſche Landwirtſchaft Deutſchland nicht
genü=
gend zu angemeſſenen Preiſen mit Vieh verſorgen könne,
er fordert daher Vieheinfuhr aus Dänemark und Holland,
Notſtandstarife, ſowie Herabſetzung der Futtertarife und
Futterzölle, ferner durchſchlagende Maßnahmen zur
Er=
höhung des Viehbeſtandes. Die Bürgerſchaft der Stadt
Lübeck erſuchte den Senat, wegen der Fleiſchteuerung
den Vertreter im Bundesrat zu beauftragen, bei der
Reichs=
regierung vorſtellig zu werden, daß die Grenzſperre für die
ſofortige Einführung von Jungvieh, Schlachtvieh und
Fleiſch auf das für das Seuchengeſetz unumgänglich nötige
Maß herabgeſetzt und die Vieh= und Futtermittelzölle
auf=
gehoben werden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 28. September.
* Vom Hoflager in Friedberg. Am 24. September
nachmittags fuhren die Großherzoglichen Herrſchaften
mit den ruſſiſchen Majeſtäten zum Tennisſpiel nach
Bad Nauheim. Abends beſuchten die ruſſiſchen
Herr=
ſchaften den Gottesdienſt in der ruſſiſchen Kirche in
Nauheim. Am Sonntag, den 25. September wohnten
die ruſſiſchen Majeſtäten wiederum dem ruſſiſchen
Gottesdienſt in Nauheim bei. Nach Tiſch wurde eine
Autofahrt nach dem Winterſtein unternommen. Abends
hörten die Herrſchaften den Vortrag des ruſſiſchen
Kirchenchors im Schloſſe. Am Montag, den 26.
Sep=
tember beſuchten (wie ſchon mitgeteilt) die
Großherzog=
lichen Herrſchaften mit Ihren Gäſten den Zoologiſchen
Garten in Frankfurt, nahmen das Mittageſſen im
Eng=
liſchen Hofe und kehrten vor 5 Uhr nach Friedberg zurück.
Am 26. September nachmittags reiſte Prinzeſſin Viktoria
zu Schleswig=Holſtein mit der Hofdame Miß Loch nach
England ab. Mit den Herrſchaften trafen aus
Frank-
furt zu längerem Beſuche ein die Prinzeſſinnen Ludwig
und Luiſe von Battenberg in Begleitung der Hofdame
Miß Kerr. (Darmſt. Ztg.)
Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Pfarrer Fritz Schuſter in
Glau=
berg die evangeliſche Pfarrſtelle zu Nierſtein, Dekanat
Oppenheim, und dem Pfarrer Wilhelm Türck in
Friſch=
born die evangeliſche Pfarrſtelle zu Boſenheim, Dekanat
Wöllſtein. Uebertragen wurden ferner dem Lehrer
Kaſpar Seyfried zu Eppertshauſen, Kreis Dieburg,
eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Ockenheim,
Kreis Bingen; dem Schulverwalter Wilhelm
Cronen=
berg zu Partenheim, Kreis Oppenheim, eine Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Nieder=Hilbersheim, Kreis
Bingen; dem Schulverwalter Karl Bergmann zu
Mainflingen, Kreis Offenbach, eine Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule daſelbſt; dem Lehrer Johann Rieß zu
Heldenbergen, Kreis Friedberg, eine Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule zu Frei=Weinheim, Kreis Bingen.
* Militärdienſtnachricht. Schreiber, Hauptm.,
durch Allerhöchſte Kabinetts=Order vom 10. September
mit dem 1. Oktober 1910 in das 5. Großh. Heſſ. Inf.=
Regt. Nr. 168 verſetzt, bis dahin bei der Haupt=
Kadetten=
anſtalt, vom 1. Oktober ab zur Vertretung eines
Adju=
tanten des Kommandos des Kadettenkorps für die Dauer
deſſen Erkrankung kommandiert.
L. Schwurgericht. In der geſtrigen Verhandlung
teilte der Vorſitzende mit, daß nach geſetzlicher
Vor=
ſchrift Richter, mithin auch Geſchworene, die in
Schwur=
gerichtsſachen als ſolche erſcheinen, über Vorgänge bei
der Beratung Stillſchweigen zu bewahren haben.
Als=
dann wurde die Strafſache gegen den 18 Jahre alten
Metzger Artur Kron von Wiesbaden verhandelt,
der, während er in Alsbach in Dienſten ſtand, zwiſchen
Auerbach und Zwingenberg die Tochter eines
Zwingen=
berger Penſionärs zu vergewaltigen verſucht haben ſoll.
Der Angeklagte iſt ein ſtattlicher junger Menſch, er
hat bereits eine kleine Freiheitsſtrafe erhalten, die er
aber als Jugendlicher nicht verbüßte. Die unter
Aus=
ſchluß der Oeffentlichkeit geführte Verhandlung endigte
damit, daß die Geſchworenen den Kron unter
Zubilli=
gung mildernder Umſtände ſchuldig ſprachen. Das
Urteil lautete auf 1 Jahr Gefängnis, 3 Monate
ſind durch die Unterſuchungshaft verbüßt. Er trat die
Strafe an.
*X* Das Kriegsgericht der 25. Diviſion verurteilte
geſtern den aus Lamprecht in der Pfalz ſtammenden
Taglöhner Karl Faß wegen unerlaubter Entfernung
von ſeinem Truppenteil in die zuläſſige Mindeſtſtrafe
von 43 Tagen Gefängnis, abzüglich 7 Tagen
Unterſuchungshaft. Der Angeklagte war im Herbſt
v. J. beim bayeriſchen Infanterie=Regiment Nr. 18 in
Landau eingeſtellt und im Januar wegen einer bei der
Zivilbehörde gegen ihn anhängigen Strafſache zur
Dispoſition der Erſatzbehörde vorläufig entlaſſen
wor=
den. Er unterſtand dem hieſigen
Landwehrbezirks=
kommando II. Er meldete ſich nicht ab, entzog ſich der
Kontrolle, als er an verſchiedenen Orten, wie Lorſch,
Lothringen und in den Rheinlanden arbeitete, bis man
ihn während ſeiner Beſchäftigung bei einem
Karuſſell=
beſitzer in Dürkheim erkannte und feſtnahm.
G. H. Th. Vom Großh. Hoftheater. Die für
Donnerstag angeſetzte Neueinſtudierung von Konradin
Kreutzers „Nachtlager in Granada” ſoll Herrn
Jahn, einem für die Hofbühne verpflichteten
jugend=
lichen Tenor mit ſchönem Stimmaterial, Gelegenheit
geben, zum erſten Male in einer größeren Rolle, als
„Gomez” aufzutreten.
— Zur Stadtverordnetenwahl. Der Wahl=Ausſchuß
der Vereinigten Bezirksvereine hat in
ſeiner am Montag abend ſtattgehabten Sitzung das
nachſtehende Programm genehmigt:
Die Vereinigten Bezirksvereine richten ihr
Be=
ſtreben darauf, daß die Verwaltung der Stadt
Darm=
ſtadt frei von einſeitiger Rückſichtnahme auf
irgend=
welche parteipolitiſchen Beſtrebungen oder ſonſtige
Einzelintereſſen, vielmehr ausſchließlich im
wohlver=
ſtandenen Geſamtintereſſe der Stadt und aller ihrer
Bewohner geführt werde nach den Geſichtspunkten
ſtrengſter Unparteilichkeit, ſozialer Gerechtigkeit und
weiſer Sparſamkeit. Die Vereinigten Bezirksvereine
fordern deshalb von den Vertretern der Stadt, daß ſie
dieſe Geſichtspunkte als Richtſchnur für ihre
gemeinde=
politiſche Tätigkeit anerkennen.
Zur Löſung der zurzeit ſchwebenden wichtigeren
Aufgaben der Stadt fordern die Bezirksvereine:
1. Weiſe Sparſamkeit im ſtädtiſchen Haushalt und eine
möglichſt gerechte Verteilung der Steuern und
Ab=
gaben. Weitere Steuererhöhungen ſind tunlichſt zu
vermeiden. Wo ſolche nicht zu umgehen ſind, fordern
wir möglichſte Schonung der kleinen und mittleren
Exiſtenzen, inſoweit das neue Gemeindeumlagengeſetz
dies zuläßt, und ſtärkere Heranziehung des
Großkapi=
tals und der arbeitsloſen Einkommen. Einſchränkung
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 26. September.
„Der Kaufmann von Venedig.”
W-l. Die Aufführung des Shakeſpeareſchen
Meiſter=
werkes „Der Kaufmann von Venedig” hat von jeher zu
den beſten unſeres Hoftheaters gehört. In der Darſtellung
der Hauptrolle des Stückes, des haßerfüllten und
rach=
ſüchtigen Juden Shylok, hat Herr Werner in Herrn
Lehr=
mann einen ihm würdigen, intelligenten und
ſchauſpiele=
riſch hervorragenden Nachfolger erhalten, der die Rolle
künſtleriſch völlig beherrſcht und vertieft und ſcharf
charak=
teriſiert und ſie mit meiſterhafter dramatiſcher Steigerung
in der grandioſen Gerichtsſzene behandelt und durchführt.
Sie trug dem Künſtler durchſchlagenden Erfolg und
viel=
malige ſtürmiſche Hervorrufe des begeiſterten
Publi=
kums ein.
Durch den Fortgang des Frl. Holthaus und des Herrn
Loehr war eine Neubeſetzung der Rollen der Jeſſika und
des Graziano nötig geworden. Frl. Prevoſt ſpielte
er=
ſtere gar nicht ſentimental, ſondern mit einem ihr hübſch
anſtehenden Zug von Schalkhaftigkeit und
Durchtrieben=
heit, dabei aber die richtigen Grenzen mit künſtleriſchem
Takte wahrend. Sehr friſch und lebendig und von
jugend=
lichem Humor erfüllt war der Graziano des Herrn
Weſtermann, der ſowohl in die Liebesſzenen als auch
in die Gerichtsſzene einen friſchen Zug hineinbrachte.
Die übrigen Rollen waren mit Ausnahme einiger
kleinen in der bekannten Weiſe beſetzt. Eine ſchöne und
vornehme Porzia ſtellte Frl. Oſter, eine muntere und
friſche Neriſſa Frl. Gothe dar. Würdig und edel war
der Antonio des Herrn Heinz, voll Wärme und
Tem=
perament der Baſſanio des Herrn Baumeiſter, und ein
ſympathiſcher Lorenzo Herr Schneider. Beſondere
An=
erkennung verdienen noch die Herren Holler und
Wag=
ner für die mit vielem Humor geſpielte köſtliche Szene vor
Shyloks Hauſe. Herr Holler ſollte mehr beſchäftigt werden.
Die Regie waltete ihres Amtes mit Umſicht und
Sach=
kenntnis, die ſich namentlich in der brillant inſzenierten
Ge=
richtsſzene bewährten.
Vorträge.
*X* Die Freie literariſch=künſtleriſche
Geſellſchaft hat Montag ihre dieswinterlichen
Vor=
tragsabende mit einer ſtimmungsvollen Gedächtnisfeier
für Otto Julius Bierbaum eröffnet, als deſſen
Interpret Ernſt von Wolzogen und ſeine
kunſt=
begabte Gattin Frau Elſa Laura gewonnen worden
waren. Dieſem letzteren Umſtande war es wohl vor
allem auch zu danken, daß der Saal des „Hotels zur
Traube” von Literaturfreunden beiderlei Geſchlechts
dicht beſetzt wurde, die der nahezu dreiſtündigen Feier
und den ſeltenen künſtleriſchen Darbietungen mit
ge=
ſpannter Aufmerkſamkeit bis zum Schluſſe lauſchten.
Freiherr v. Wolzogen gab zuerſt ein feſſelndes,
geiſt=
voll=kritiſches Lebensbild von dem ſo frühzeitig
dahin=
geſchiedenen Dichter, dem er im Leben naheſtand, wie
kaum ein anderer. Er zeichnete Otto Julius Bierbaums
eigenartigen Werdegang mit ſcharfen Skrichen und
friſchen Farben ſo kühn und ergreifend, daß die ganze
Perſönlichkeit des Dichters auch denen ſympathiſch
näher gerückt wurde, die ihn bisher nur aus ſeinen
zeitweiligen Gedichten und Simpliziſſimusverſen kennen
gelernt hatten. Der Vortragende wies Bierbaum ſeinen
Platz in der Reihe der außerordentlichen Dichter zu,
die, wie die außerordentlichen Profeſſoren, nicht eine
regelrechte Stellung einnehmen und Reſpekt vor ihrem
Beruf haben, jeden Satz vor ſeiner Veröffentlichung
gründlich prüfen, ſondern die aus ihrem reichen
Ideen=
ſchatz willkürlich ſchöpfen. Bierbaum war auf den
verſchiedenſten Gebieten ein Wiſſender, ein ſie
beherrſchen=
der, dabei ganz launenhaft, buntſchillernder Geiſt, der
ſich durchaus nicht rubrizieren und etikettieren läßt.
Er war ein raſtlos ſtrebender, reich begabter Künſtler
auf allen Gebieten und dazu ein Humoriſt, und das
war ſein Verderb. Die Tragik ſeines Lebens beſtand
darin, daß er ſeine herrlichen Geiſtesgaben nicht zur
vollen Reife bringen konnte; er mußte arbeiten und
immer wieder arbeiten, uum ſich und die Seinen, die
von mißlichen Verhältniſſen verfolgt waren, vor
Nahr=
ungsſorgen zu bewahren. Vom Zuckerbäckerlehrling
hatte er ſich bis zum Studentenremporgerungen, der
der Schuldenvermehrung, namentlich für nichtproduktive
Zwecke. 2. Weitergehende Verbilligung und
Verein=
fachung der ſtädtiſchen Verwaltung und Betriebe durch
zweckmäßige Reformen und Einrichtungen mit dem
Ziele, mit weniger Beamten auszukommen, dieſe zu
leiſtungsfähigen Kräften heranzubilden, aber auch
aus=
kömmlich zu beſolden. 3. Die ſtädtiſchen Betriebe ſind
einerſeits mehr nach kaufmänniſchen Grundſätzen zu
verwalten, andererſeits iſt auf die Gewerbebetriebe
als Abnehmer für Gas und elektriſchen Strom in den
Preisanſätzen billige Rückſicht zu nehmen. 4.
Förder=
ung der Verkehrsintereſſen der Stadt vom Standpunkte
der Rückſichtnahme auf die Bedürfniſſe der Stadt und
ihrer Bewohner. Demzufolge Zurückdrängung
frem=
der Erwerbsintereſſen aus den Verkehrseinrichtungen
im Weichbilde der Stadt. Steuerkräftigen Elementen
und Induſtrien iſt die Anſäſſigmachung zu erleichtern.
5. Förderung des Schulweſens, namentlich in der
Richt=
ung der allgemeinen Volksſchule: Weitere Reform des
Fortbildungsſchulunterrichts in der Richtung der
Fach=
klaſſen. 6. Förderung von Handwerk und Gewerbe
durch anderweite Regelung des Submiſſionsweſens
und zeitgemäße Umgeſtaltung des gewerblichen
Unter=
richts. 7. Eintreten für eine geſunde Bau= und
Boden=
politik bei tunlichſter Schonung der Steuerzahler,
wo=
bei den Bedürfniſſen ſowohl der Einwohner als auch
der Gewerbetreibenden Entgegenkommen erwieſen und
die Bodenſpekulation bekämpft werden kann. 8.
Wei=
terführung der ſozialen Fürſorge für Arbeiter und
Beamten.
Wegen der aufzuſtellenden Kandidaten
haben bis jetzt nur vertrauliche Beſprechungen in den
Vorſtänden und mit einzelnen Korpprationen
ſtatt=
gefunden. Eine vorläufige Auswahl unter den
vor=
geſchlagenen Namen wird in einer ſpäteren Sitzung
ſtattfinden.
Neu zu wählen ſind 18 Stadtverordnete, es
verbleiben in der Stadtverordnetenverſammlung 24.
— 42. Jahresverſammlung des
Landesver=
eins für Innere Miſſion. Die
Nachmittags=
ſitzung um 3 Uhr am Montag galt
Ver=
handlungen über das Thema: Sind Gemeindeblätter
notwendig und wie ſind ſie zu ermöglichen und zu
ge=
ſtalten? Anſtelle des leider durch Krankheit
ferngehal=
tenen Pfarrers Hunzinger von Schaafheim hatte Herr
Pfarrer Meiſinger aus Fränkiſch=Crumbach das
Re=
ferat übernommen. Er führte etwa folgendes aus:
Trotz mancher Schwierigkeiten, wie ſie in der
Be=
ſchaffung der nötigen Geldmittel, in dem Aufbringen
der nötigen Zeit, in dem Stellenwechſel uſw. liegen,
dürfe geſagt werden, daß das Gemeindeblatt in den
allermeiſten Fällen möglich zu machen ſei. Ueber
Mangel an Stoff werde man nicht zu klagen haben.
Die Stoffauswahl müſſe beherrſcht ſein von dem
Ge=
danken der Heimat. Neben Berichten aus dem
Ge=
meindeleben dürften Auszüge aus dem Kirchenbuch
ebenſo wenig fehlen, wie eine von der Heimatluft
durchwehte religiöſe Betrachtung. Der Korreferent,
Stadtpfarrer Heß aus Michelſtadt, war ebenſo wie der
Referent von der Notwendigkeit der Gemeindeblätter
überzeugt, hegte aber Zweifel daran, ob die Blätter ſich
überall ermöglichen laſſen. Er trat in ausführlicher
Begründung ein für die im Dekanat Erbach erprobte
Form des Dekanatsboten, der allen Gemeinden eines
Dekanats mit ortsgeſchichtlichen Studien, mit
Ge=
meindenachrichten, mit Berichten aus den kirchlichen
Vereinen dient. In der Diskuſſion berichteten die
Herren Dekan Scriba=Erbach, Pfarrer Kappeſſer=
Worms=Pfiffligheim, Vikar Winkelmann=Leoben
(Steiermark), Pfarrer Widmann=Darmſtadt und
Pfarr=
aſſiſtent Müller aus ihren Erfahrungen mit
Dekanats=
boten, Gemeindeblatt, Jahresbericht und
Gemeinde=
kalender. Herr Oberkonſiſtorialpräſident Nebel freute
ſich beſonders über die Bedeutung, die die
Gemeinde=
blätter für die Pflege der Heimatliebe haben. Herr
Stadtpfarrer Dr. D. Diehl regte die Frage an, ob man
nicht doch auch für Heſſen ein allgemeines
Gemeinde=
blatt nach Art des württembergiſchen ins Leben rufen
und auch eine Zentrale für Kliſcheevermittlung ſchaffen
ſollte. Schließlich wurde folgende Reſolution
ein=
ſtimmig angenommen: Die Verſammlung bittet den
Landesausſchuß, die Gemeindeblattfrage weiter zu
verfolgen und unter Zuziehung der Herausgeber der
in Heſſen erſcheinenden Gemeindeblätter die
Erricht=
ung einer Zentrale zum Austauſch von Blättern und
Kliſchees ins Auge zu faſſen. Mit kurzem Gebet wurde
die Verſammlung und damit zugleich die ganze,
in=
haltsreiche Tagung geſchloſſen.
— Familienabend der Paulusgemeinde. Die
hieſige Paulusgemeinde eröffnet ihre
Winterveran=
ſtaltungen nächſten Sonntag, den 2. Oktober, mit
in Zürich die ganze Weisheit erfaſſen wollte; er wandte
ſich dann der Konſulatskarriere zu und ſtudierte am
Orientaliſchen Seminar in Berlin fremde Sprachen,
beſonders chineſiſch, doch mußte er dies wegen
Zuſam=
menbruchs des väterlichen Geſchäfts in Leipzig
auf=
geben und ſeine ſchriftſtelleriſchen Fähigkeiten
indu=
ſtrialiſieren, um für ſeine Familie zu ſorgen. Er
ſchrieb zunächſt Studentengeſchichten und
Zeitungs=
artikel, aber er war nur Dichter, nur Lyriker, kein
ge=
ſchickter Feuilletoniſt, und abſollut außer Stande,
ober=
flächliche Komödien zu ſchreiben, oder ſich auf das
Fa=
milien=Baſarleben umzuſtimmen. Der Vortragende
ſchilderte die tiefe Tragik des Ehelebens Bierbaums,
deſſen erſte vergötterte Gattin nach einem kurzen,
wundervollen Märchen=Idyll auf Schloß Engler
mit einem jungen Komponiſten durchbrannte.
was zur Folge hatte, daß der zu Tode
Ge=
troffene ein bitterer Satiriker wurde. Weiter
ſchil=
derte der Vortragende das Wirken Bierbaums als
Her=
ausgeber des „Pan” und Inhaber des „Inſel=
Ver=
lags” ſowie ſeine hervorragenden Verdienſte um die
Neubelebung des künſtleriſchen Buchſchmucks. Es ſei
völlig verkehrt, ihn immer als den Schöpfer der „
Luſti=
gen Ehemannskomödien” hinzuſtellen; er war aber der
eigentliche „Urbrettldichter”, dem der Vortragende ſtets
fördernd und mithelfend zur Seite ſtand.
Dem Vortrag Wolzogens ließ Frau Elſa=
Laura von Wolzogen zunächſt mehrere Lieder
von Bierbaum und ſpäter vier Brettl=Lieder zur Laute
folgen, in denen die geſchätzte Sängerin ihre
ausge=
zeichnete Vortragskunſt zeigen konnte. Freiherr von
Wolzogen rezitierte aus dem reichen Schatz des
Dich=
ters eine Anzahl ernſter und heiterer Sachen, und
dazu ein höchſt amüſantes Proſaſtück, eine Scherzſzene
aus der Aſchermittwochsſtimmung eines Dandys, die
alle Lachmuskeln andauernd in Bewegung ſetzte. Unter
den von Frau v. Wolzogen vorgetragenen Brettl=
Liedern verdienen ein temperamentvolles „Lied der
Stella” und das köſtliche „Laridat”, das die Künſtlerin
unter ſtürmiſchem Beifall da capo ſingen mußte,
be=
ſondere Erwähnung.
Seiter4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
einem Familienabend, der gleichzeitig eine
Erinnerungs=
feier an die am 29. September 1907 erfolgte
Kirchenein=
weihung ſein ſoll. Herr Pfarraſſiſtent Flöel, der
kürz=
lich einige Monate in England weilte, wird einen
Vor=
trag halten über: „Arbeiter und Chriſtentum in England
und Deutſchland‟ Näheres iſt aus der Anzeige im
heutigen Blatt zu erſehen.
— Die Turngemeinde Darmſtadt veranſtaltet
am Samstag, den 1. Oktober, einen Familienabend.
mit Tanz. Außer Muſikſtücken, Chören der
Singmann=
ſchaft und turneriſchen Vorführungen, ſind noch
ver=
ſchiedene Solokräfte gewonnen und verſpricht das
Pro=
gramm recht reichhaltig zu werden. Der ſich anſchließende
Tanz wird der Jugend recht willkommen ſein und mit
dazu beitragen, daß Alt und Jung einige vergnügte
Stunden verleben.
— Turn= und Spielkurſus. Unter Leitung des
Herrn Schulrats Schmuck, Großh. Turinſpektors, hat
geſtern ein Turn= und Spielkurſus begonnen, an dem
ſich 26 Turner des neunten Kreiſes der Deutſchen
Tur=
nerſchaft, ſowie vier Offiziere und 26 Unteroffiziere des
18. Armeekorps beteiligen.
. Vogelsberger Höhenklub. Der Ausflug des
hie=
ſigen Zweigvereins am kommenden Sonntag nach
Auer=
bach (ſiehe Anzeige) wird in zwei Gruppen unternommen
werden. Die Freunde einer größeren Wanderung werden
von Eberſtadt über Waſchenbach, Frankenhauſen und den
Felsberg marſchieren, während ſich diejenigen Mitglieder,
die eine kürzere Wanderung vorziehen, zu einem
Nachmit=
tagsgang von Jugenheim aus durch das reizende
Balk=
häuſer Tal vereinigen werden. Auf der Höhe hinter
Balk=
hauſen zwiſchen Felsberg und Melibokus werden beide
Gruppen zuſammentreffen, um den Reſt des Weges
gemein=
ſam zurückzulegen und in Auerbach noch einige gemütliche
Stunden zu verleben.
— Prämiierung. Bei der internationalen
Ausſtellung von Hunden aller Raſſen in
Kaiſers=
lautern am 25. September erhielten folgende Herren,
Mitglieder des Vereins der Hundefreunde von
Darm=
ſtadt und Umgebung, für ihre ausgeſtellten Hunde
Preiſe: Herr Dr. Baumann=Roßdorf für Bernhardiner
3 I. und 1 II., Herr W. Klippel=Griesheim für
Dober=
mannpinſcher 1 I. und 2 II., ebenfalls erhielt ſolcher bei
der internationalen Sonderausſtellung für
Polizeihunde=
raſſen in Saarbrücken 2 I. und 2 Ehrenpreiſe.
—. Das Oberbayeriſche Bauerntheater, welches, wie
bereits mitgeteilt, kommenden Samstag, den 1. Oktober,
die Spielzeit im Orpheum einleiten wird, hat ſeit
ſei=
nem Beſtehen große künſtleriſche Erfolge aufzuweiſen. Es
gaſtierte in Städten wie München, Berlin, Wien, Breslau,
Nürnberg, Stuttgarter Hoftheater, Hannover, Magdeburg,
Frankfurt, Halle, Mainz, Hoftheater Gera, Hoftheater
Alten=
burg, Hoftheater Braunſchweig, Hoftheater Baden=Baden,
Köln, Wiesbaden uſw., hat ſich hauptſächlich mit
muſter=
gültigen Aufführungen der Meiſterwerke Anzengrubers
große Verdienſte erworben und wurde von der geſamten
Kritik als die beſte Truppe in dieſem Genre anerkannt;
auch in Darmſtadt hatte das Denggſche Bauerntheater
wie=
derholt außerordentliche Erfolge zu verzeichnen. (Siehe
Anzeige.)
Krämpfe. In der Nacht von Montag auf
Dienstag iſt in der Arheilgerſtraße ein Taglöhner von
Krämpfen befallen worden. Derſelbe wurde durch die
Sanitätswache mittelſt Räderbahre in ſeine Wohnung
in der Fuhrmannſtraße verbracht.
X Feſtgenommen. Geſtern ſind ein Arbeiter, welcher
von der Staatsanwaltſchaft Wiesbaden wegen
Dieb=
ſtahls im Rückfall ſteckbrieflich verfolgt wird, und ein
Dienſtmädchen wegen eines hier begangenen Diebſtahls
feſtgenommen worden. — Der früher in der
Erziehungs=
anſtalt in Klein=Zimmern untergebrachte 17 Jahre alte
Zwangszögling Paul Freund aus Mainz
wurde geſtern wegen Brandſtiftung und Entweichens
aus der Anſtalt feſtgenommen. Er hat am verfloſſenen
Freitag abend in der Nähe der Erziehungsanſtalt Klein=
Zimmern einen Heuhaufen in Brand geſetzt in der
Ab=
ſicht, der Anſtalt Schaden zuzufügen. Im Jahre 1908
ſchon hat er einmal Brandſtiftung in der Anſtalt
be=
gangen, erhielt dieſerhalb ſechs Monate Gefängnis und
kam nach verbüßter Strafe in die Erziehungsanſtalt
Rengshauſen bei Kaſſel. Aus dieſer Anſtalt iſt er im
Februar I. Js. entwichen und hat ſich ſeitdem
umher=
getrieben.
Bensheim, 27. Sept. Kunſtmaler Alb. Kamp, der ſeit
12 Jahren an der Gewerbeſchule als Lehrer wirkt, ſchied am
Samstag aus dem Lehrkörper aus, um nach Aachen
über=
zuſiedeln. Sein Nachfolger, der bereits ernannt iſt, kommt
von der Maler=Akademie aus München.
Erbach, 26. Sept. Hier wurde die Gründung eines
bürgerlichen Wahlvereinsbeſchloſſen, um
künftig=
hin bei allen Wahlen geſchloſſen gegen die
Sozialdemokra=
tie vorzugehen.
Friedberg, 27. Sept. Bankdirektor Meyer, der bei
dem Attentat auf die Reichsbank durch Winges und Werner
verletzt wurde, iſt geſtern abend aus der Sommerfriſche
wieder eingetroffen. Die auf ihn abgegebene Kugel konnte
bisher aus deſſen Kopf noch nicht entfernt werden.
A Gießen, 27. Sept. Unſere
Stadtverwalt=
ung und die Verwaltung des ſtädtiſchen
Elektrizitätswerks haben bereits vor
länge=
rer Zeit Schritte in die Wege geleitet, um einige
preu=
ßiſche Nachbarorte mit elektriſchem Licht und elektriſcher
Kraft von dem hieſigen Werk aus zu verſorgen. In
Betracht kamen die Orte Krofdorf, Launsbach,
Wismar, Rodheim und Gleiberg. Nachdem
durch mehrere Vorträge des Direktors Stolte vom
Elektrizitätswerk die Bevölkerung dieſer Orte über
die Verwendung der Elektrizität zur Beleuchtung,
ſo=
wie zu landwirtſchaftlichen und gewerblichen
Betrie=
ben aufgeklärt worden war, hatte ſich als erſte die
Ge=
meinde Krofdorf zum Anſchluß gemeldet und auch
bereits mit der Stadt einen Vertrag wegen Lieferung
der elektriſchen Energie abgeſchloſſen. Die
Genehmig=
ung dieſes Vertrages durch die Aufſichtsbehörde der
Gemeinde Krofdorf, das Landratsamt in Wetzlar,
ver=
zögerte ſich jedoch, weil in Wetzlar inzwiſchen ſich die
Buderusſchen Eiſenwerke entſchloſſen hatten,
Wetzlar mit elektriſcher Energie zu verſorgen und im
Anſchluß daran eine Ueberlandzentrale zu erbauen,
an die die oben erwähnten Orte angeſchloſſen werden
ſollen. Man darf nunmehr geſpannt ſein, ob es
über=
haupt dazu kommt, daß Krofdorf an unſer
Elektrizi=
tätswerk ſich anſchließt, oder ob die Gemeinde infolge
der ihr in den Weg gelegten Schwierigkeiten an das
Privatunternehmen ſich anſchließt.
A Reiskirchen (Kreis Gießen), 27. Sept. Zu den
Gemeinden unſeres Kreiſes, die im Beſitze einer
mo=
dernen Waſſerleitung ſind, wird auch bald unſer
Ort gehören. Nach langen Verhandlungen und
nach=
dem die Abſicht, mit den benachbarten Gemeinden
Saa=
ſen und Lindenſtruth ein gemeinſames
Gruppenwaſſer=
werk zu bauen, endgültig aufgegeben wurde, iſt jetzt
mit den Quellſchürfungsarbeiten begonnen worden.
Die Quelle liegt dicht beim Ort, allerdings iſt eine
künſtliche Hebung derſelben durch ein Pumpenwerk
infolge der tiefen Lage derſelben unerläßlich. Auch die
Arbeiten an unſerem Schulhausneubau haben
recht gute Fortſchritte gemacht, ſodaß der Rohbau noch
in dieſem Jahre vollſtändig fertiggeſtellt wird. Die
Pläne zu dem ſtattlichen, zweiklaſſigen Schulhaus=
Neubau, der außer den erforderlichen
Unterrichts=
räumen zwei große, geräumige Lehrerwohnungen
ent=
hält, hat Herr Großh. Baurat Diehm in Gießen
ent=
worfen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 26. Sept. Der Teltower
Kreistag hat heute ohne Diskuſſion den Antrag des
Kreis=
ausſchuſſes, die Garantie für die Zahlung des Kaufpreiſes
von 72 Millionen Mark zum Erwerb des
Tempel=
hofer Feldes gegenüber dem Militärfiskus zu
über=
nehmen, angenommen. Stadtrat Marggraff, der als
Ver=
treter der Berliner Rieſelgüter dem Kreistag angehört,
ent=
hielt ſich der Abſtimmung, und nur der ſozialdemokratiſche
Kreistagsabgeordnete Herbſt aus Köpenick ſtimmte dagegen.
Der Kaufpreis wird auf 72 Millionen Mark feſtgeſetzt und
iſt in zwanzig aufeinander folgenden jährlichen zinsfreien
Raten, beginnend am 1. April 1911 und endigend am
1. Mai 1930, an die Generalmilitärkaſſe in Berlin,
König=
grätzerſtraße Nr. 122, im Wege der Giroüberweiſung durch
die Reichsbank in bar zu zahlen. Für eine verſpätete
Zah=
lungsleiſtung ſind vier vom Hundert Verzugszinſen zu
entrichten, vorbehaltlich der weitergehenden, aus dem
Ver=
zuge ſich ergebenden geſetzlichen Rechte des Verkäufers. Im
Falle eines Krieges wird die Zahlung der noch
ausſtehen=
den Raten des Kaufgeldes unterbrochen. Die Gemeinde
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
-g. Darmſtadt, 26. Sept. Vom 19. bis 24. d. M.
fand auf Einladung der Schulabteilung des
Großh. Miniſteriums ein
naturwiſſen=
ſchaftlicher Fortbildungskurſus für
Oberlehrer am hieſigen Realgymnaſium ſtatt.
Der Kurſus wurde durch eine
Begrüßungsan=
ſprache des Herrn Geh. Oberſchulrats
Nod=
nagel am Montag, den 19. d. M., eröffnet. Er
erinnerte daran, daß dieſe Kurſe aus der Erwägung
entſtanden ſeien, daß der einzelne die großen
Fort=
ſchritte der Naturwiſſenſchaft ſchon deshalb nicht
ver=
folgen könne, weil es ihm zumeiſt an den nötigen
Vor=
richtungen gebricht. Die erſten Kurſe ſeien deshalb
an den Hochſchulen zu Gießen und Darmſtadt gehalten
worden. Inzwiſchen habe auch das Lehrverfahren
große Fortſchritte gemacht, und es habe deshalb nahe
gelegen, einen ſolchen Kurſus an einer Schule
abzu=
halten. Neben allen Herren, die ſich um die Abhaltung
des Kurſus bemüht haben, gebühre Dank der Stadt
Darmſtadt, die im Neubau des Realgymnaſiums
vor=
bildliche Ausſtattungen geſchaffen habe, ſo daß ein
ſolcher Kurſus möglich geworden ſei. Wie freudig er
im Lande begrüßt worden ſei, gehe aus der ſtattlichen
Zahl von Anmeldungen hervor, von denen allerdings
nur eine beſchränkte Zahl berückſichtigt werden konnte
Herr Nodnagel ſchloß mit der Hoffnung, daß alle
Teil=
nehmer eine ſolche Förderung erfahren möchten, daß die
Störungen des Schulbetriebes, die durch die
Be=
urlaubungen entſtanden ſeien, reichlich aufgewogen
würden. Der Direktor des Realgymnaſiums, Geheimer
Schulrat Münch, hielt alsdann den erſten
Vor=
trag. Das, was im Kurſus geboten werden ſolle, ſei
aus dem Unterrichte genommen und für ihn beſtimmt.
Brennende Fragen des Unterrichtsbetriebes ſollten der
Gegenſtand ſein, Freihandverſuche, Schülerübungen,
Benutzung des Wechſelſtromes, Biologie, das Zeichnen
in der Stereometrie und der Verſuch in der Erdkunde
ſeien ausgewählt worden. Damit hatte Herr Münch in
großen Umriſſen die Abſichten, die bei Abhaltung des
Kurſus verfolgt werden ſollten, gekennzeichnet und alle
Vorträge und Beſichtigungen, die ſehr
abwechſelungs=
voll und ſtets anregend waren, dienten dieſem Zwecke.
Vorträge und Führung hatten außer Herrn Geh.
Schulrat Münch die Herren Profeſſoren Völſing,
Schilling, Friedrich, Kalbfleiſch, Balſer,
Schnell, Scriba, Schneider und Schad aus
Darmſtadt, ferner die Herren Profeſſoren Hönig
(Michelſtadt), Erb (Gießen), Spilger (Bensheim)
und Schaum (Friedberg) übernommen. Beſichtigt
wurden Landwirtſchaftliche Verſuchsſtation, Städtiſches
Elektrizitätswerk, Telephonamt, Muſeum, Chemiſche
Fabrik von Merck, in der die Teilnehmer
liebens=
würdigerweiſe durch einen Imbiß erfreut wurden,
Städtiſches Gaswerk, Botaniſcher Garten.
Schüler=
übungen in Phyſik und Biologie wurden vorgeführt
und Ausſtellung von phyſikaliſchen Apparaten für
Schülerübungen, von Modellen für den Unterricht in
Stereometrie und darſtellender Geometrie veranſtaltet.
Ein Gegenſatz zur Hochſchule hat bei Abhaltung des
Kurfus ferngelegen, aber es war von Wichtigkeit, zu
zeigen, wie die Fortſchritte der Wiſſenſchaft für die
Be=
dürfniſſe der Schule ſich verwerten laſſen. Oberſchulrat
Bloch nahm faſt an allen Vorträgen teil, auch der
neue Vorſitzende der Schulabteilung, Geheimerat
Süffert, beehrte die Veranſtaltung mit ſeinem
Beſuche.
Der Verſuch, einen naturwiſſenſchaftlichen
Fort=
bildungskurſus an einer Schule abzuhalten, darf als
vollkommen gelungen bezeichnet werden.
P. Reinhardt in München. Reinhardt, der
Unermüdliche, ſcheint Eduard Devrients prophetiſches
Wort: „Wenn irgendwo einmal das hohe Drama dem
deutſchen Volke wieder errungen werden ſollte, ſo würde
dies zu München geſchehen, und zwar dereinſt am
Oktoberfeſt” in die Tat umſetzen zu wollen. Juſt
am Oktoberfeſtſonntag, an dem Extrazüge und billige
Fahrpreiſe das Bayernvolk nach München gelockt haben,
kündigte er in der Rieſen=Feſthalle der Ausſtellung
eine „Volks=Feſtaufführung” des „König Oedipus”
an. Der Erfolg gab ihm Recht. Dichtgedrängt ſaßen in
dem gewaltigen Amphitheater die Menſchenmäſſen und
lauſchten der Tragödie, die ſich diesmal nicht auf einem
vom Publikum abgetrennten Raum abſpielte, ſondern
gleichſam aus dem verſammelten Volke von ſelbſt
hervorwuchs. Zu den Ausgängen herein ſtrömten die
maſſenhaften Chöre und erfüllten die Arena vor dem
Königspalaſt. Dieſer ſelbſt war durch einen Portikus
markiert und eine eherne Türe. Der ganze Raum lag
im Halbdunkel. Das Licht ſtrahlte nur auf die
han=
delnden Perſonen. Die Wirkung des antiken Dramas
war eine geradezu ſakrale. Von dem Moment an, wo
das von der Peſt geſchlagene Volk nach ſeinem König
ſchreit, und dieſer dann in voller Majeſtät auf der Höhe
ſeines Glückes und ſeiner Macht erſcheint, bis zu dem
Nummer 227.
Tempelhof iſt gehalten, zur Herbeiführung einer den
An=
forderungen der Neuzeit entſprechenden Ausgeſtaltung der
Straßenbilder bei den Verkäufen in einer ihr geeignet
er=
ſcheinenden Weiſe einen Einfluß auf die Faſſadengeſtaltung
an Plätzen und platzartigen Erweiterungen des Geländes
auszuüben. — Verhaftet wurde heute auf Veranlaſſung
der Staatsanwaltſchaft beim Landgericht I durch die
Ber=
liner Kriminalpolizei der frühere Direktor des Lortzing=
Theaters, Garriſon. Die Feſtnahme hängt mit
dem Beleidigungsprozeß zuſammen, der ſchon mehrere
Monate ſchwebt. In dieſem Prozeſſe ſoll der Verhaftete
den Verſuch gemacht haben, eine Frau zum Meineid zu
ver=
leiten. — Der Schriftſteller A. O. Weber erhob Klage
gegen Maximilian Harden wegen Beleidigung der Frau
von Schönebeck=Weber, begangen durch zwei Artikel in der
Zukunft.
München, 26. Sept. Der Graf Seefried auf
Buttenheim wurde vom Kaiſer Franz Joſef in den
Fürſtenſtand erhoben. Die nunmehrige Fürſtin
Scefried, die älteſte Tochter des Prinzen Leopold von
Bayern und der Erzherzogin Giſela von Oeſterreich,
hat ſich mit ihren Eltern längſt ausgeſöhnt und ſie auch
ſchon wiederholt in München beſucht. Dem jetzigen
Fürſten Seefried, der als Freiherr von Seefried die
Prinzeſſin heiratete, iſt es jedoch nach wie vor verboten,
nach Bayern zu kommen, da Prinz Leopold, der
Gene=
ralfeldmarſchall, ſein Schwiegervater, ſeine ſtrenge
An=
ſicht über das vor 17 Jahren begangene militäriſche
Vergehen der Fahnenflucht ſeines Schwiegerſohnes
nicht zu überwinden vermag. Der frühere
Kriegs=
miniſter Freiherr von Aſch hat deshalb auch erklären
können, er werde den Grafen Seefried feſtnehmen
laſſen, ſowie er die bayeriſche Grenze überſchreite. Aus
der Ehe des Paares ſind vier Kinder entſproſſen. Die
jetzige Fürſtin Eliſabeth von Seefried iſt von jeher eine
Lieblingsenkelin des Kaiſers Franz Joſef geweſen, der
das Paar ſtets beſchützt hat.
Hamburg, 26. Sept. Die Kaffeekellner und
verſchiedene Kaffeeköche, die ſich erſteren anſchloſſen,
verharren im Ausſtand. Heute nachmittag trafen aus
Berlin etwa 40 Kaffeekellner des dortigen
prinzipal=
reuen Kellnervereins als Erſatz ein. Infolge des
Ausſtandes ſind die Kaffeehäuſer erſt recht von
Neu=
gierigen gefüllt, was verſchiedentlich zu großen
Unge=
legenheiten führt, da es an Bedienung und Aufſicht
mangelt. Die geſtrige Auswanderung der ſtreikenden
Kellner wurde von vielen Beſuchern benutzt, um ohne
Zahlung zu verſchwinden. Der Schaden mancher
Kaffeehausbeſitzer iſt erheblich.
Norderney, 26. Sept. Gelegentlich des
gewohn=
ten Spazierrittes in den Dünen ſtürzte der frühere
Reichskanzler von Bülow mit dem Pferde und zog.
ſich eine Quetſchung der linken Schulter zu. In
weni=
gen Tagen dürfte der Fürſt wieder völlig hergeſtellt
ſein.
London, 27. Sept. Nachdem die amtliche Leichen= der in Hilldrop Crescent gefundenen Leichenteile
abgeſchloſſen worden iſt, gab die Londoner Jury ihren
Wahrſpruch ab auf vorſätzlichen Mord gegen
Crippen. Sie fügte hinzu, daß die Leichenteile
die=
jenigen von Crippens Frau ſind, und daß der Tod
durch Vergiftung mit Hyosein verurſacht wurde.
London, 27. Sept. Ein eigenartiger Unfall
iſt dem Motor=Omnibus, der zwiſchen Chatam und
Mai=
ſtone im ſüdlichen England verkehrt, zugeſtoßen. Als ſich
der Omnibus in der Nähe von Aylesforth befand und einen
Hügel herabfuhr, löſte ſich plötzlich das Oberdeck, auf dem
dicht gedrängt die Paſſagiere ſaßen und rutſchte zur Erde,
8 Perſonen wurden verletzt, darunter 2 ſchwer.
Kongreſſe und Verbandstage.
ſchen Bunde’s.
— Chemnitz, 25. Sept. Im arbeitsreichen und
gewerbefleißigen Chemnitz, in des Königreich
Sach=
ſens dritter Metropole, begann heute die 23.
Ge=
neralverſammlung des Evangeliſchen
Bundes zur Wahrung der deutſch=
prote=
ſtantiſchen Intereſſen. Die Stadt hat ein
freundliches Feſtkleid=angelegt. Mehr als ſechshundert
auswärtige Delegierte ſind ſchon am erſten Tage
ein=
getroffen; die Feſtgottesdienſte, mit denen die
Tagung eingeleitet wurde, ſahen in allen drei Kirchen
grauſenerregenden Schluß, wo er mit blutigen
Augen=
höhlen, als Ausgeſtoßener und Verfluchter von ſeinen
Kindern Abſchied nimmt, befanden ſich die Maſſen im
Bann der Tragödie. Man fühlte das herannahende
Schickſal faſt greifbar. Das bange Flüſtern der
Sprech=
chöre, die ſtarre, in dunklen Tönen gehaltene
Architek=
tur, aufſteigende Dämpfe, abgeriſſene, rätſelhafte Töne
ſteigerten die atemverſetzende Wirkung. Am Schluß
brach elementarer Beifall los, wie er wohl noch ſelten
in ſolcher Stärke einen Raum von ſolchen Dimenſionen
durchbrauſte. Die Teilnahme von Arbeitern, Schülern,
Studenten als Chordarſteller, die billigen Preiſe,
ferner=
das aus allen Schichten der Bevölkerung
zuſammen=
geſetzte Publikum machten dieſe Feſtaufführung zu
twas ganz Einzigartigem.
* Die Wiener N. Fr. Pr. ſchreibt: „Wie berichtet,
hat die Generalintendanz der Wiener
Hof=
theater den zwiſchen Direktor v. Weingartner und
Dr. Richard Strauß bezüglich der Aufführung des
„Roſenkavalier” abgeſchloſſenen Vertrag wegen
einiger Bedingungen über die Aufführung der „Elektra‟
isher nicht unterzeichnet. An Strauß wurde das
Er=
ſuchen gerichtet, den Verzicht auf dieſe Bedingungen
auszuſprechen. Bisher iſt eine entſcheidende Antwort
des Komponiſten nicht eingelangt, und die
Hofopern=
direktion wird nunmehr Dr. Strauß einen Termin
ſtellen, bis zu welchem ſeine Entſcheidung in Wien
er=
wartet wird.
** Ein Tunnel durch den Montblanc.
Von der franzöſiſchen und italieniſchen Regierung ſind
Delegierte ernannt, die die Frage der Durchbohrung
des Montblane gründlich prüfen ſollen; nachdem ſie
kürzlich in Rom zum erſten Male zuſammengetreten
waren, ſollen noch im Laufe des Herbſtes weitere
Be=
ratungen ſtattfinden. Der Gedanke, einen Tunnel
durch den Montblanc zu bauen, erſcheint, ſo führt eine
franzöſiſche Zeitſchrift dazu aus, beſonders kühn, wenn
man an die Höhe des Bergrieſen und die gewaltigen
Gletſcher, die ihn bedecken, denkt. In Wirklichkeit
würde indeſſen die Ausführung eines ſolchen Tunnels
keine beſonderen techniſchen Schwierigkeiten bieteng
jedenfalls keine größeren, als ein Tunel durch den St.
Gotthard und den Mont Cenis. Der Montblane=Tuns
nel wird nämlich nicht, wie man anzunehmen geneigt
iſt, der längſte in Europa ſein, da das Maſſiv des Monks
blanc, das ſich ſo hoch emportürmt, verhältnismäßig
ſchmal iſt. Der Tunnel, der die franzöſiſche Seite mit
der italieniſchen verbinden würde, hätte nur eine
eine überaus zahlreiche, andächtige Menge. In. St.
Pauli ſprach Generalſuperintendent Geh. Rat D.
Lo=
hoff=Altenburg, in St. Jakobi Konſiſtorialrat
Joſeph=
ſon=Halle a. d. S. und in St. Petri Paſtor Müller=
Leipzig=Neuſtadt. Am Abend um 8 Uhr fand in dem
großen Saale des Kaufmänniſchen Vereinshauſes die
Begrüßungsverſammlung ſtatt. Die Spitzen
der ſtaatlichen, Kirchen= und Gemeindebehörden waren
anweſend. Der Verſammlungsleiter Dr. Költzſch hielt
die Eröffnungsrede. Generalſuperintendent Kaftan
brachte den Gruß des Deutſch=evangeliſchen
Kirchen=
ausſchuſſes. Weitere Begrüßungsanſprachen hielten
Konſiſtorialpräſident Dr. Böhme und
Oberbürger=
meiſter Dr. Sturm. Auf ſie folgten dann weitere
An=
ſprachen; im Namen der Geiſtlichkeit von Chemnitz,
der Evangeliſchen Arbeitervereine, des
Evangeliſch=
ſozialen Kongreſſes, des Evangeliſchen Hauptvereins
für Auswanderer in Witzenhauſen, des Evangeliſchen
Bundes für Oeſterreich. Wieder wechſelten
Geſangs=
vorträge damit, dann nahm das Wort Superintendent
D. Wächtler im Namen des Zentralvorſtandes. Er
teilte zunächſt den Wortlaut der Telegramme mit, die
an den deutſchen Kaiſer und an den König von
Sach=
ſen abgeſandt wurden. D. Wächtler verlas
Begrüß=
ungsſchreiben der Siebenbürger Evangeliſchen, von
der evangeliſchen Maatſchappy, der Brüder=Unität.
Ein Begrüßungsſchreiben war auch von der
theologi=
ſchen Fakultät der Univerſität Leipzig und vom
ſäch=
ſiſchen Kultusminiſterium eingelaufen; letzteres war
auch perſönlich durch Miniſterialdirektor Dr. Kretzſchmar.
vertreten. Die Schlußanſprache hielt der Vorſitzende
des Landesvereins Sachſen. Geh. Rat D. Meyer. Nach
gemeinſamem Geſang ging die große Verſammlung
auseinander.
* Lugano, 26. Sept. Die ſechſte
Delegier=
ten=Konferenz der Internationalen
Vereinigung für geſetzlichen
Arbeiter=
ſchutz wurde heute hier eröffnet. Sie iſt beſucht von
mehr als hundert Vertretern von ſiebzehn
Regier=
ungen und fünfzehn Landesſektionen, darunter
Deutſchland, Oeſterreich=Ungarn, Frankreich, England
mit Kanada, Italien, Spanien, Belgien, Holland,
ſkan=
dinaviſche Länder, die Schweiz und die Vereinigten
Staaten von Amerika. Für die Reichsregierung ſind
ie Geheimeräte Koch und Dr. Leymann, für Preußen
Geheimerat Frick, für Bayern Geheimerat Rohmes,
für Sachſen Geheimerat Schlippe, für Baden
Geheime=
rat Bittmann anweſend. Präſident Scherrer warf
einen Rückblick auf die zehn Jahre des Beſtehens der
Vereinigung, erinnerte an den Abſchluß der
Staats=
verträge betreffend das Verbot der Nachtarbeit für
Frauen und das Verbot des Phosphors und gab der
Hoffnung Ausdruck, daß auf der Grundlage der
inter=
tationalen Verträge der nationale
Arbeiter=
ſchutz ſich immer höher und feſter aufbaue. Auf
Vor=
ſchlag des Freiherrn von Berlepſch wurde das Bureau
wiedergewählt und dann fünf Kommiſſionen beſtellt
zur Beratung des Arbeitsprogramms und des
Bud=
gets, der Bekämpfung gewerblicher Gifte und der
Sai=
ſonarbeit, des Verbots der Nachtarbeit für
Ingend=
liche, der Heimarbeit und des Maximalarbeitstages.
Die zweite Plenarſitzung findet morgen ſtatt.
Luftſchiffahrt.
* Trier, 26. Sept. Bei herrlichem Wetter wurden
heute die Vorflüge fortgeſétzt. Um 5,15 Uhr ſtieg=
Shelen ohne=Paſſagier auf.Es folgten der Reihe nach
mit Paſſagieren: Thelen, Engelhardt, Jeannin,
Engel=
hardt, Thelen, Thelen, Engelhardt, Jeannin, Engelhardt,
Jeannin, v. Moßner, Engelhardt, Thelen, Thelen. Das
Geſamtergebnis an beiden Tagen iſt folgendes:
Thelen 1 Stunde 39 Min., 13 Sek., Engelhardt 52 Minuten,
10 Sekunden, Jeannin 45 Min. 34 Sek., v. Moßner 9 Min.
22 Sek. Der Apparat Engelhardts bohrte ſich bei der einen
Landung in ein Kartoffelfeld ein. Die beiden Propeller,
die Seitenſteuerung und das Geſtell wurden beſchädigt, doch
wird der Apparat bis übermorgen gebrauchsfähig ſein und
Engelhardt an den Fernflügen teilnehmen. Herr und Frau
Engelhardt, die in dem Apparat ſaßen, blieben unverletzt.
Der Unfall wird auf einen Lokalwirbel und darauf
zurück=
geführt, daß Engelhardt, durch das Publikum geniert,
lan=
dete, bevor ſein Apparat die volle Fluggeſchwindigkeit
er=
reicht hatte.
* Bitterfeld, 27. Sept. Die am Sonntag
auf=
geſtiegenen elf Ballons ſind glücklich gelandet; der
bisher vermißte Ballon „Hewald”=Berlin (Führer
Caſſirer) iſt an der Elbmündung glücklich gelandet.
* Paris, 26. Sept. Die Flieger Mathieu und
Loridan haben den Flug Paris-Brüſſel infolge der
Havarien ihrer Aeroplane aufgegeben.
* Petersburg, 27. Sept. Das Komitee zur
Verſtärkung der Kriegsflotte beſchloß, ſofort 20
Aero=
plane zu beſtellen.
sr. Das Internationale Flugmeeting von
New=York, bei dem der aviatiſche Gordon Bennett=
Pokal ausgetragen und auf der Inſel Long Island
abge=
halten wird, iſt definitiv auf die Zeit vom 22. bis 31.
Ok=
tober feſtgeſetzt worden. Man hat mit den Gebrüdern
Wright, die bekanntlich bisher gegen die Einfuhr
auslän=
diſcher Apparate teilweiſe mit Erfolg Front gemacht haben,
die Vereinbarung getroffen, daß Apparate aller Art ohne
beſondere Lizenz an dem Meeting teilnehmen können. Das
Bennett=Rennen ſelbſt wird jedenfalls nur von England,
Frankreich und Amerika beſtritten werden. Für Frankreich
ſtarten Leblane (Blériot), Latham (Antoinette) und
La=
bouchere (Antoinette); für England Graham White (
Blé=
riot), Radley (Blériot) und Mac Ardle (Blériot); für
Amerika Hamilton (Farman), Weymann (Farman) und
Brookins (Wright). Der zuerſt gemeldete amerikaniſche
Aviatiker Curtiß wird ſich an dem Rennen nicht beteiligen.
Sport.
— Pokalſpiele des Darmſtädter Sport=
Klub Haſſia 1908. Am letzten Sonntag fand das
Proteſt= und Entſcheidungsſpiel um den 2. Preis zwiſchen
der 1. Mannſchaft des F.=K. Viktoria=Pfungſtadt und der
1. Mannſchaft des F.=K. Viktoria=Darmſtadt ſtatt.
Reſul=
tat 1—0 für Darmſtadt. Kommenden Sonntag findet das
Entſcheidungsſpiel um den 1. Preis zwiſchen der 1.
Mann=
ſchaft des F.=K. Germania=Ober=Roden und der 1.
Mann=
ſchaft des F.=K. Viktoria=Darmſtadt ſtatt. Beginn 2 Uhr
nachmittags.
Landwirtſchaftliches.
— Der diesjährige Darmſtädter
Herbſtpferdemarkt findet am 10., 11. und 12.
Oktober ſtatt. Für die Prämiierung der Pferde und
Fohlen ſtehen 2000 Mark zur Verfügung. Zur
Prämi=
ierung kommen: 1. Händlerpferde, 2. Zuchtſtuten,
nach=
weisbar in 1910 gedeckt, 3. zweijährige (1908 geborene)
Fohlen. Die Anmeldungen zur Prämiierung von
Stuten und Fohlen haben ſpäteſtens bis zum 5.
Okto=
ber ſchriftlich bei dem Schriftführer des Pferdemarktes,
Herrn W. Tönges in Darmſtadt, Hermannſtraße 7, zu
erfolgen. Anmeldungen von Händlerpferden zur
Prä=
miierung werden Montag, den 10. Oktober, vormittags
von 8—9 Uhr, im Geſchäftszimmer des Pferdemarktes,
Holzhof=Allee 32, entgegengenommen. Die zur
Verloſ=
ung angekauften Gegenſtände ſind während der
Markt=
tage im Ausſtellungsraume des Pferdemarktgebäudes
ausgeſtellt. Der Ankauf von Pferden und Fohlen zur
Verloſung, ſowie das Vorführen der Pferde und
Foh=
len zur Muſterung und Prämiierung beginnt Montag,
den 10. Oktober, vormittags 9 Uhr. Nachmittags 3 Uhr
findet die Preisverteilung ſtatt. Dienstag, den 11. Okt.,
wird erforderlichenfalls der Ankauf der Pferde und
Fohlen zur Verloſung fortgeſetzt. Mit dem
Pferde=
markt iſt eine Verloſung von Pferden, Wagen,
land=
wirtſchaftlichen und ſonſtigen Gegenſtänden verbunden,
die Mittwoch, den 12. Oktober, nachmittags 2 Uhr, in
den unteren Räumen des Pferdemarktgebäudes
be=
ginnt. Donnerstag, den 13. Oktober, vormittags 9 Uhr,
erfolgt auf dem Pferdemarktplatz die Abnahme der zur
Verloſung angekauften Pferde und Fohlen.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 27. Sept. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt blieb das Geſchäft ſehr
ruhig, während das Angebot recht bedeutend war.
Mangels größerer Kaufluſt und Zurückhaltung der
Mühlen mußten die Abgeber Preiskonzeſſionen machen.
Pommerſcher und Mecklenburger Weizen ſtellte ſich auf
dem Waſſerwege billiger, ſo daß Süddeutſcher nur
mäßig genommen wurde. Landroggen lag ruhig und
blieb ziemlich unverändert; ebenſo Mais und Futter=
artikel vernachläſſigt. Für Hafer war etwas mehr
Nachfrage zu leicht anziehendem Preis. Die
Forder=
ungen für Mehl ſind unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
ruhig, bei nur wenig veränderten Offerten. Auch
Käu=
fer ſind ſehr zurückhaltend.
An der Berliner Produktenbörſe war
Getreide anfangs abgeſchwächt, dann ſeſter auf
Deckun=
gen, beſonders für Septemberweizen, da die
Verpflicht=
ungen für dieſe Sicht noch nicht erledigt ſind.
Außer=
dem ſoll wieder für franzöſiſche Rechnung gekauft
wor=
den ſein. Ruſſiſche Offerten waren etwas teurer; auch
Hafer befeſtigt. Die neueſte preußiſche Ernteſchätzung
blieb ohne Eindruck, da dieſelbe nichts Neues brachte.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ameri=
kaniſchen Getreidemärkten (Chicago und
New=York) war Weizen anfangs höher auf abnehmende
Zufuhren und lebhaften Begehr für Lokoware; dann
erfolgte eine weſentliche Preisermäßigung, infolge des
günſtigen Viſible Supply=Ausweiſes und Abgaben
Ar=
mours; auch verſtimmte die enttäuſchende
Exportnach=
frage. Mais, auf weniger günſtiges Wetter und die
Ankündigung einer Kältewelle feſt eröffnend, erlitt
ſpäter Abſchwächungen auf Realiſationen und ſtärkere
Zufuhren in Chicago. — Die ſichtbaren Weizenvorräte
ſind dort in dieſer Woche von 29.62 Millionen Buſhels
auf 32.24 Millionen Buſhels und die Maisvorräte von
3.85 Millionen Buſhels auf 3.94 Millionen Buſhels
ge=
ſtiegen. In Kanada erhöhten ſich die Weizenvorräte in
dieſer Woche von 3.29 Millionen Buſhels auf 4.20
Mil=
lionen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer, 20.25—20,40,
Norddeutſcher 20.25—20,40, Kurheſſiſcher 20.25—20,40,
Rumäniſcher 22.50—23.50, Redwinter 22.50—23.75,
Ruſ=
ſiſcher 22.50—23.75, Laplata 22.50—23.75, Donauweizen
22.50—23.50, Kanſas 22.50—23.75, Walla Walla 22.50 bis
23.50; Roggen, hieſiger, 15.00—15.25, Bayeriſcher (
Pfäl=
zer) 15.00—15.25, Ruſſiſcher —.—, Amerikaniſcher —.—
Rumäniſcher ——; Gerſte, Pfälzer, 16.50—17.50, hieſige
und Wetterauer 16.00—16.50, Riedgerſte 16.50—17.50,
Ungariſche 22.00—23.00, Fränkiſche 16.50—17.50, Ruſſiſche
Futtergerſte 12.00—12.50; Hafer, hieſiger, 15.00—15.50,
Bayeriſcher 15.00—15.50, Ruſſiſcher —.—, Amerikaniſcher
—, Rumäniſcher ——; Mais mixed 14.50—14.70,
Ruſ=
ſiſcher 14.50—14.80, Donaumais 14.50—14.75,
Rumäni=
ſcher 14.50—14.70, Weißer Mais 14.50—14.75, Laplata
14.50—14.75; Weizenſchalen 9.00, Weizenkleie 8.50—9.00,
Roggenkleie 9.—9.50, Futtermehl 12.00—13.00,
Biertre=
ber, getrocknet, ——; Weizenmehl, Baſis ab Mannheim,
hieſiges Nr. 0 30.25—30.75, feinere Marken 31.00—31.25,
Nr. 1 29.50—29.75, feinere Marken 30.00—30.25, Nr. 2
28.50—28.75, feinere Marken 29.00—29.25, Nr. 3 27.50 bis
27.75, feinere Marken 28.00—28.25, Nr. 4 25.75—26.00,
feinere Marken 26.25—26.50: Roggenmehl, hieſiges Nr. 0
23.25—23.50, Nr. 1 22.00—22.50, Nr. 2 19.75—20.25,
Die Streikausſchreitungen in Berlin.
* Berlin, 27. Sept. Ueber die
Streikaus=
ſchreitungen im Stadtviertel Moabit wird
noch gemeldet: Die Ausſchreitungen gegen
Arbeits=
willige der Kohlenfirma Kupfer u. Co,, die geſtern
von Angeſtellten der Löweſchen Fabrik begonnen
wur=
den, nahmen gegen Abend einen immer größeren
Umfang an und führten gegen 10 Uhr abends zu
einer förmlichen Schlacht, wobei es auf beiden
Seiten zahlreiche Verletzungen gab. Nachdem gegen
7 Uhr abends vorübergehend Ruhe eingetreten war,
füllten die Beußel=, die Sickingen=, Roſtocker und
andere Straßen ſich bald wieder mit großen
Menſchen=
mengen, darunter viele halbwüchſige Burſchen, aber
auch Schulkinder und Familienväter, die ſich dadurch zu
ſchützen ſuchten, daß ſie die Kinder auf dem Arm trugen.
Die Mahnungen der Polizei wurden mit aufreizenden
Redensarten, aber auch mit Gejohle und
Stein=
würfen beantwortet. Aus den Häuſern, die dem
Kohlenplatze der Firma Kupfer am nächſten liegen.
wurde Waſſer auf die Beamten gegoſſen.
Ferner wurde das Moſaikpflaſter aus den
Bür=
gerſteigen herausgeriſſen, um zu Wurfſteinen
verwendet zu werden. Die Polizei unternahm
wieder=
holt Abwehrangriffe.
Gegen 9 Uhr wurde aus den Fenſtern einer
Schank=
wirtſchaft in der Sickingenſtraße, wo ſich die Tumul=
Länge von 12½ Kilometern, während der St. Gotthard=
Tunnel etwa 14 und der Simplon=Tunnel ſogar 20
Kilometer mißt. Während man vor einigen Jahren
den Tunnels, die durch die Baſis der Berge führen,
durchaus den Vorzug gab, da auf dieſe Weiſe die hohen
Steigungen für die Züge vermieden werden, neigt man
heute doch wieder eher dazu, die Tunnels mehr in der
Höhe durchzuführen, da die Arbeiten beim Bau des
Simplon=Tunnels die beſonderen, durch die
Boden=
beſchaffenheit hervorgerufenen Schwierigkeiten bei
einer Durchbohrung am Fuße des Berges haben
er=
kennen laſſen. Während der Simplon=Tunnel nur 700
Meter hoch liegt, ſoll der Montblanc=Tunnel in
Frank=
reich in 1170 Meter Höhe bei Taconnaz in der Nähe
von Chamonix beginnen und auf der italieniſchen
Seite in etwas größerer Höhe bei Entrévos in der
Nähe von Courmayeur enden. Ueberraſchungen ſind
auf dieſer Strecke nicht zu fürchten, da das ganze
Maſ=
ſiv aus feſten Geſteinsmaſſen beſteht. Die Montblanc=
Linie würde Haut=Savoie mit dem Tal von Aoſta
ver=
binden; ein direkter Schienenweg zwiſchen Mailand,
Genua und Oberitalien und Savoyen und Genf und
damit eine außerordentliche Annäherung der beiden
Länder wäre gewonnen. Auch ein Aufſchwung der
Touriſtik in dieſer Gegend dürfte die Folge ſein,
ſo=
daß auch die franzöſiſchen und italieniſchen Alpenklubs
den Plan lebhaft unterſtützen. Intereſſant iſt, daß
ſchon im Jahre 1881 die franzöſiſche Deputiertenkammer
eine Kommiſſion ernannte, die ſich für die
Durchbohr=
ung des Montblanc ausſprach; Emile Loubet, der
ſpä=
tere Präſident, hatte einen Vorſchlag in dieſem Sinne
gemacht; erſt jetzt, nach dreißig Jahren, iſt ſeine Idee
der Verwirklichung näher gerückt.
Kleines Feuilleton.
* Das Sparkaſſenbuch in der
Biblio=
thek. Ein unerhofftes Glück hatte vor einigen Tagen
eine alte Dame in Wien, die die Gattin eines Arztes
war und früher glückliche Zeiten geſehen hatte. Nach
dem Tode ihres Gatten aber mußte ſie alle Mittel
er=
greifen, um ſich auch nur das Notdürftigſte für ihren
Lebensunterhalt beſchaffen zu können. Sie lebte
küm=
merlich von der Arbeit ihrer Hände, hatte aber durch
eine längere Krankheit auch dieſe geringe
Erwerbs=
möglichkeit verloren. Ihr Mann hatte ihr nichts
hin=
terlaſſen als eine kleine Bibliothek von geringem
Wert. Sie hielt das Vermächtnis ihres geſchiedenen
Gatten, dem ſeine Bücher der höchſte Schatz geweſen
waren, hoch in Ehren, und trotz aller Bedrängniſſe
ver=
mochte ſie ſich nicht von ihm zu trennen. Da ward ſie
krank und arbeitsunfähig, die bitterſte Not klopfte an
ihre Tür, die ganze entbehrliche Habe war bereits
zum Pfandleiher gewandert und es blieb ihr endlich
nichts übrig, als die Bibliothek, zu deren
Veräußer=
ung ſie ſich, wenn auch mit ſchwerem Herzen, zuletzt
doch entſchließen mußte. Ein Antiquar bot ihr 30,
dann 40 Gulden, die Witwe aber hoffte, doch noch
etwas mehr zu erzielen, und bat einen Freund ihres
Mannes um Rat. Dieſer nahm die Bücher in
Augen=
ſchein, um ihren Wert feſtzuſtellen. Plötzlich rief er
der armen Frau zu, indem er ihr ein kleines, dünnes
Heft entgegenhielt: „Behalten Sie die Bibliothek,
die=
ſes Büchlein iſt allein über 20000 Gulden wert!‟ Es
war ein Sparkaſſenbuch über eine vor vielen Jahren
von dem Verſtorbenen eingezahlte Summe, die ſich
durch die Zinſen bedeutend vergrößert hatte und von
welcher die Witwe nicht das Geringſte wußte. (!) Der
unverhoffte Fund ſchützte den Lebensabend der armen,
alten Frau vor Not und Mangel; die Bibliothek aber
verkaufte ſie jetzt um keinen Preis.
— Rechtſprechung mit
Muſikbeglei=
tung. Eine originelle Schöffengerichtsſitzung hat ſich
vor dem Amtsgericht Königſtein abgeſpielt. Die dortige
Kurverwaltung unterhält zur Erheiterung der
Kur=
gäſte eine 15 Mann ſtarke Kapelle, die in dem Kurpark
Konzerte gibt. Eines Tages nun ſpielte die Kapelle in
einem Teile des Parkes, der politiſch zur Gemeinde
Falkenſtein gehört. Flugs erſchien der Falkenſteiner
Bürgermeiſter und belegte die Muſikanten mit einer
Strafe von 5 Mark wegen Nichtanmeldung einer
öffentlichen Luſtbarkeit. Die Strafe wäre ſchließlich auf
der Königſteiner Kurverwaltung ſitzen geblieben,
wes=
halb dieſe Einſpruch gegen die Strafe erhob, mit der
Begründung, daß die Kapelle lediglich zur Unterhaltung
der Kurgäſte diene. Von der Falkenſteiner Seite
wurde geltend gemacht, daß die Leiſtungen der Muſiker
durchaus keine künſtleriſchen, ſondern mehr
tingel=
tangelmäßige ſeien. Bei dieſer Sachlage hielt es das
Gericht für nötig, die Kapelle ſelbſt kritiſch zu hören.
Die 15 Mann nahmen im Gerichtshofe Aufſtellung und
die Mitglieder des hohen Gerichtshofes gruppierten ſich
als Zuhörer. Die geldgierigen Falkenſteiner erlebten
einen böſen Reinfall: der Gerichtshof war von der
erſten Piece ſo begeiſtert, daß er ſtürmiſchen Beifall
klatſchte. Nach dem muſikaliſchen Ohrenſchmauſe zog
ſich der Gerichtshof zur Beratung zurück. Das Urteil
erging dahin, daß die Leiſtungen der Kapelle
künſtle=
riſcher Natur ſeien und daher nicht der
Luſtbarkeits=
ſteuer unterlägen. Die Strafe von 5 Mark wurde für
unzuläſſig erklärt. Befriedigt zogen die 15 Mann,
nach=
dem ihre muſikaliſche Ehre gerettet war, von dannen.
— „An die geehrten Einbrecher. . .
Den Humor nicht verloren hat ein Herr C. B., der
unter genauer Angabe ſeiner Adreſſe in einem
Ham=
burger Blatt ein „Eingeſandt” unter folgender
Ueber=
ſchrift: „An die geehrten Herren Einbrecher in
Winter=
hude und Umgegend” veröffentlicht, das folgenden
Wortlaut hat: „Sie werden neulich in der Nacht ſehr
bedauert haben, daß Ihre Arbeit im Gegenſatz zu der
erſt kürzlich dort verrichteten von ſo wenig Erfolg
ge=
krönt war. Wenngleich dieſer Mißerfolg nicht der ſonſt
hervorragenden Tätigkeit unſerer öffentlichen
Sicher=
heitsorgane, ſondern dem gerade etwas unruhigen
Schlafe eines Vizen zuzuſchreiben iſt, ſo dürfen Sie
doch bei dem durch das Aufknacken des Treſors
ver=
urſachten Lärm und dem großen Zeitverluſt in Zukunft
etwas Riſiko laufen. In den Geldſchränken bewahre
ich nun ſeit geraumer Zeit kein Geld mehr auf; Ihre
Mühe, ſie zu erbrechen, iſt daher zwecklos mir aber
er=
wachſen aus der Reparatur der Schränke, die ich als
feuerſichere Behälter für meine Bücher verwende,
große Koſten. Die Geſellſchaften verlangen für
Ver=
ſicherung gegen Diebſtahl und Sachbeſchädigung recht
hohe Prämien. Da es nun mal in Winterhude und
Umgegend zu wenig Aufſichtsorgane gibt, möchte ich
mich gern bei Ihnen verſichern, bezw. mich mit Ihnen
einigen. Aus dieſem Grunde teile ich Ihnen höfl. mit,
daß in einer unverſchloſſenen oberen Schublade im
Pult bei der Hoftür 20 Mark für Ihre Bemühungen
deponiert ſind; dabei liegen die Schlüſſel zu den beiden
Geldſchränken. Wenn Sie mich alſo wieder einmal
be=
ehren, bitte ich Sie, ſich zu bedienen. Dabei hoffe ich,
daß ſie als Gentlemen meine Bücher und ſonſtigen
Papiere ſchonen. Vielleicht entſchließt ſich Ihre ſonſtige
Kundſchaft, wie mein Gegenüber, ferner Jarreſtraße
und Arndtſtraße uſw., zu einer gleich freundlichen
Ver=
einbarung. C. B.”
* Verſchiedene Wirkung. Frau A.: Wenn
mein Mann abends mal ein Glas Bier mehr trinkt, iſt er
am andern Tage immer ganz zerſchlagen . . — Frau B.:
Sonderbar . . wenn meiner mehr trinkt, bin ich=am
an=
dern Tage zerſchlagen.
Seite 6.
Darmſtädter Taßblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
Nummer 227.
tuanten feſtgeſetzt hatten, mit Gläſern, Flaſchen und
Tellern auf die Polizeibeamten geworfen, die nun mit
einem ſtarken Angriff vorgingen und das Lokal
räumten. Als die Polizei ſich gegen 10 Uhr zurückzog,
ſtrömte die Maſſe alsbald wieder zuſammen. Die Folge
waren ernente Zuſammenſtöße, wobei ein Schutzmann
ſchwer verletzt wurde. Der Pöbel zertrümmerte faſt
alle Straßenlaternen. Die Geſchäftsleute hatten die
Jalouſien heruntergelaſſen, ſo daß die Straßen im
Dunkel dalagen. Zwiſchen 12 und 1 Uhr nachts griff
die Menge die Reformationskirche in der
Wiclefſtraße an. Zablloſe Steinwürfe
zer=
trümmerten zwölf Stellen der großen Kirchenfenſter
mit Glasmalereien. Von einem Pfarrhauſe in der
Wielefſtraße wurde die Menge mit der blanken Waffe
zurückgetrieben. Am Warenhaus der Gebrüder Preuß,
Ecke Beußel= und Erasmusſtraße, wurden die
Fenſter=
ſcheiben eingeſchlagen und ein Teil der Schaufenſter
und Schaukäſten geplündert. Ein Schanklokal, in
das ſich ein ſeinen Kameraden vorausgeeilter und
dabei in das Gedränge geratener Schutzmann
zurück=
zog, wurde von der Menge vollſtändig
demo=
liert. Außerdem wurde auch der Verſuch gemacht, die
auf der Wache des 84. Polizeireviers Siſtierten zu
be=
freien. Die Angreifer wurden jedoch von der Polizei
mit der blanken Waffe zurückgeſchlagen. Von der
Schutzmannſchaft ſind bis 2 Uhr nachts durch
Steinwürfe und dergleichen 38 dienſtunfähig
ge=
worden.
Nachdem die Ruhe wieder hergeſtellt war, bezog
die Schutzmannſchaft an der Stätte der Ausſchreitungen
eine fliegende Wache, ſoweit ſie nicht zu den
Patrouil=
lengängen herangezogen werden mußte. Schutzmann
Sperling aus Charlottenburg, der einer ſolchen
Patrouille angehörte, wurde morgens in der
Hutten=
ſtraße in einem Hausflur beſinnungslos aufgefunden.
Ihm war der Helm durchſchlagen und der Kopf
erheb=
lich verletzt. Auf der Unfallſtation in der
Erasmus=
ſtraße ließen ſich im Laufe der Nacht 22 Zivilperſonen
verbinden. Drei hatten Schußverletzungen, die anderen
Wunden, von Säbelhieben. Eine Schüßverletzung
rührte jedoch nicht von einer Polizeiwaffe her. Heute
früh um 7 Uhr erſchien der Polizeipräſident auf der
fliegenden Wache. Für den Fall von neuen
Ausſchrei=
tungen ſind ſcharfe Maßregeln beſchloſſen worden.
Die Sickingenſtraße und ihre Zufahrtsſtraßen ſind
ab=
geſperrt. Die Reformationskirche iſt durch ein
Polizei=
kommando beſchützt.
* Berlin, 27. Sept. Blättermeldungen zufolge
wurde bei den geſtrigen Streikunruhen in
Moabit auch ein Schutzmann durch einen Schuß ſchwer
verwundet. Die Zahl der verletzten
Zivilper=
ſonen wird auf weit über hundert geſchätzt. Bei der
Reformationskirche wurde ein Geiſtlicher aus einem
vorüberfahrenden Straßenbahnwagen herausgezerrt
und mißhandelt.
H. B. Berlin, 27. Sept. Die Streikkrawalle,
die ſich heute nacht in Moabit abgeſpielt haben,
über=
treffen an Umfang und Schwere alles in Berlin bisher
Dageweſene. Der Sturm auf die Reformationskirche
ſpielte ſich in nächſter Nähe ab. Ein vorüberfahrender
Straßenbahnwagen wurde von den Rowdies
ange=
halten und die Fenſter mit Steinen eingeworfen.
Mehrere Burſchen riefen: „Da ſitzt ja ein Pfaffe drin.”
Tatſächlich ſaß der Paſtor Schwebel in dem Wagen. Der
Paſtor wurde aus dem Wagen herausgezerrt und
miß=
handelt. Schwebel vermochte ſich indes den Fäuſten
ſeiner Angreifer zu entziehen und flüchtete in das nahe
Pfarrhaus. — Heute früh kam es zu neuen
Ausſchrei=
tungen, die ſich aber gegen die geſtrigen in ruhigen
Grenzen hielten. Die ausfahrenden Wagen der
Kohlen=
firma Kupfer u. Co., die mit Arbeitswilligen beſetzt
worden waren, wurden durch je eine ſtarke Polizei=
Eskorte begleitet, ſo daß ſie, wenn auch von der
johlen=
den Menge verfolgt, ihr Ziel erreichen konnten. Wie
geſtern, ſo waren es auch heute vielfach Frauen, welche
die Menge zu Gewalttätigkeiten anzuſtacheln
ver=
ſuchten. Die Polizei hielt jedoch den Janhagel von
Gewalttätigkeiten zurück.
* Berlin, 27. Sept. Wie weiter gemeldet wird,
wurde der Inhaber des demolierten Schanklokales, der
Gaſtwirt Rehberger, von den Tumultuanten durch
Steinwürfe ſo ſchwer verwundet, daß an ſeinem
Auf=
kommen gezweifelt wird. Seine Frau wurde
ebenfalls ſchwer verletzt.
* Berlin, 27. Sept. Blättermeldungen zufolge ſind,
weil für heute abend und heute nacht eine
Wieder=
holung der Tumulte in Moabit befürchtet wird,
die zur Verfügung ſtehenden Polizeimannſchaften in dem
gefährdeten Viertel konſigniert. Die Ausſchreitungen
wer=
den mit allen Mitteln bekämpft werden. Der
Polizeiprä=
ſident hat ſtrikten Befehl gegeben, bei neuen Angriffen auf
die Beamten mit der Schußwaffe zu antworten.
Mili=
täriſche Hilfe zur Verſtärkung der
Polizeimannſchaf=
ten heranzuziehen, iſt einſtweilen nicht beabſichtigt. Unter
den Verhafteten befindet ſich auch ein Schloſſer, der zwei
Schutzleute durch Meſſerſtiche ſchwer verletzte.
Die Cholera.
* Peſt, 26. Sept. Heute ſind hier zwei Perſonen
an Cholera geſtorben und eine erkrankt. In
Mo=
hacs ſind vier Erkrankungsfälle und in der
Umgeb=
ung von Beeskerek drei Erkrankungsfälle und ein
Todesfall vorgekommen. In den letzten 48 Stunden
ſind im ganzen Lande 28
Choleraerkrankun=
gen und 11 Todesfälle gemeldet worden. Da
die Erkrankungen zumeiſt längs der Donau
vor=
kommen, beſteht der Verdacht, daß das
Donau=
waſſer infiziert iſt und zur Verbreitung der
Cholera beiträgt. Der Miniſter des Innern hat
des=
halb den Gebrauch des Donauwaſſers ſtreng verboten.
Das Perſonal und die Paſſagiere der Donauſchiffe
werden ärztlicher Kontrolle unterworfen und dürfen
die Schiffe ohne ärztliche Unterſuchung nicht verlaſſen.
* Rom, 26. Sept. Wie die ſtädtiſche
Sanitäts=
behörde mitteilt, wurden bisher vier
Cholera=
fälle feſtgeſtellt, und zwar je einer am 15., 23., 24.
und 25. September. Die im letzten Falle erkrankte
Perſon iſt geſtorben. Der Miniſterrat beriet die
Vorſchläge des Miniſterpräſidenten und des Miniſters
des Auswärtigen zur Regelung der
Einwander=
ung und Auswanderung im Hafen von
Neapel, um dieſe mit den Quarantänemaßregeln in
Einklang zu bringen, insbeſondere bezüglich der
Ver=
einigten Staaten von Amerika, deren Konſul ſeine
Befriedigung über die von der italieniſchen
Regier=
ung getroffenen Maßnahmen ausſprach.
* Neapel, 26. Sept. Hier wurden zwei neue
Cholerafälle feſtgeſtellt. In San Giovanni a
Te=
duccio iſt ein Cholerafall aufgetreten. Regierung und
Stadtverwaltung gehen gemeinſam vor, um die Seuche
auf ihren Herd zu beſchränken. In Apulien ſind in
den letzten 24 Stunden vier neue Cholerafälle und ein
Todesfall vorgekommen.
* Kopenhagen, 27. Sept. Bei einem auf
einem holländiſchen Dampfer aus Petersburg
einge=
troffenen Matroſen, der vor zwei Tagen als
cholera=
verdächtig ins Krankenhaus gebracht worden war, ſtellte
die bakteriologiſche Unterſuchung Cholera feſt.
* Konſtantinopel, 26. Sept. Seit geſtern iſt
eine Erkrankung und ein Todesfall an Cholera
vorgekommen, in Erzerum am 23. September neun
Erkrankungen und drei Todesfälle, am 24. September
ſieben Erkrankungen und drei Todesfälle, in vier
Wilajets der Landſchaft Yemen ſieben Erkrankungen
und drei Todesfälle.
* Konſtantinopel, 27. Sept. In Trapezunt
ſind am 25. September 25 Perſonen an Cholera
erkrankt und 9 geſtorben.
Vermiſchtes.
— Warnung vor
Adoptionsvermitt=
lern. Seit einiger Zeit erſcheinen in den
ver=
ſchiedenſten Zeitungen, beſonders in kleinen Städten
und auf dem Lande, aber auch in Berlin Inſerate,
in denen ein Kind gegen hohe Abfindung angeboten
wird. Wer ſich darauf meldet, erhält ein ſehr
ver=
löckend abgefaßtes, hektographiertes Schreiben einer
Firma aus Rhenen in Holland, welche aufzählt, wie
viele Kinder und mit welchen Summen ſie ſchon
untergebracht habe, um ſchließlich nebenher zu
bemer=
ken, daß 2 Mark Aufnahmegebühr und 5 Mark für die
Auskunft, die die Firma als Abonnent billiger
be=
käme wie der Privatmann, zuſammen alſo 7 Mark,
einzuſchicken wären, die zurückerſtattet würden, wenn
das Geſchäft nicht zuſtande käme. Der Firma iſt es
natürlich nur um das Geld zu tun. Der Betrogene
kann ſowohl auf das zu adoptierende Kind, wie auch
auf die Zurückgabe der eingeſandten 7 Mark lange
warten. Er wird weder das eine noch das andere je
zu. Geſicht bekommen.
Aber nicht nur im Auslande, ſondern auch im
Deutſchen Reiche exiſtieren Leute, die in ähnlicher
Weiſe inſerieren und aus den für eine Auskunft
ge=
forderten Beträgen die Mittel zum Lebensunterhalt
gewinnen. Die Tätigkeit dieſer Leute beſteht darin,
daß ſie ſozuſagen als Börſe für die annoneierten
Kin=
der und Adoptions= oder Pflegeſtellen, deren
natür=
lich viel mehr ſind als Kinder mit Abfindung,
fun=
gieren. Ein ſtrafbares Handeln iſt ſolchen
Geſchäfts=
leuten, auch wenn ſie nur die Gebühren eingezogen,
aber kein Kind vermittelt haben, ſelten zur Laſt zu
legen, weil ihnen nicht nachzuweiſen iſt, daß ſie ſich
tatſächlich nicht bemüht hätten, den Auftraggebern ein
Kind zu beſorgen. Wenn die Vermittler aber
ano=
nym inſerieren und auch unter einer chiffrierten
Poſt=
lageradreſſe die Auskunftsgebühr verlangen, dann
ge=
hört ſchon ein großer Poſten Leichtgläubigkeit dazu,
anzunehmen, das Geld werde zu etwas anderem
ver=
wendet werden als für den Inſerenten ſelbſt. Um
jedem Verluſte aus dem Wege zu gehen, wird allen
denen, die Kinder in Pflege nehmen oder adoptieren
wollen, geraten, ſich überhaupt nicht mit irgend
wel=
chen zweifelhaften Vermittlern einzulaſſen, ſondern
ſich, wenn ſie ſolche Kinder nicht in ihrem
Bekannten=
kreiſe finden, ſtets nur an die zuſtändigen amtlichen
Stellen zu wenden.
Literariſches.
— Nicht alles, was der Herbſt bringt, iſt
willkom=
men; ſo wird bei dieſen teuren Zeiten wohl nur die
Dame der oberen Zehntauſend gern den
Toilettenvor=
rat für die kühlere Zeit anſchaffen. Der Hausfrau, die
mehr als ſonſt zu rechnen gezwungen iſt, bedeutet die
Toilettenfrage vermehrte Sorgen, die ſie allerdings
mildern kann, wenn ſie ſich an ihre bewährte
Ratgebe=
rin „Wiener Mode” wendet. Das neue (24.) Heft,
womit der dreiundzwanzigſte Jahrgang ſchließt, löſt die
ſchwere Aufgabe, elegant und wirtſchaftlich zu ſein,
wieder in meiſterhafter Weiſe. Unter den mehr als
120 Abbildungen iſt kaum eine, die nicht auch für die
beſcheidenſte Börſe von Intereſſe wäre. In der
Bei=
lage „Im Boudoir” wird der Huldigungsaufſatz über
Marie von Ebner=Eſchenbach und ein Aufſatz von J. C.
Poeſtion, dem bekannten Islandforſcher, mehr als
ge=
wöhnlichem Intereſſe begegnen.
— In den jetzt zur Ausgabe gelangten Lieferungen
106—110 von Hans Kraemers reich illuſtriertem
popu=
lärwiſſenſchaftlichem Prachtwerk „Der Menſch und
die Erde‟ (Deutſches Verlagshaus Bong u. Co.,
Ber=
lin W. 57, Lieferung 60 Pfg.) beginnt Dipl.=Ing. H. du
Bois, Aſſiſtent an der Königl. Bergakademie zu Berlin,
in feſſelnder, auch für den Laien leichtfaßlicher
Dar=
ſtellung ſeine Abhandlung über die Verarbeitung und
Verwertung der Metalle. Seine hiſtoriſche Einführung
in dieſe Materie eröffnet uns einen intereſſanten Blick
in die Kulturverhältniſſe der alten Völker Aſiens,
Süd=
europas und Amerikas, und wir ſehen mit Staunen,
wie hochentwickelt, trotz verhältnismäßig primitiver
Werkzenge, das Verſtändnis für die zweckmäßige und
kunſtvolle Verarbeitung der Metalle ſchon in frühen
Zeiten war. Wie überhaupt in dieſem großangelegten
Werke, ſind es auch hier wieder die prachtvollen
Illuſtrationen, die mit großer Sorgfalt ausgewählt, für
deren vollendete künſtleriſche Wiedergabe weder Mühe
noch Koſten geſpart ſind, und die ganz weſentlich dazu
beitragen, das Studium zu einem Vergnügen zu machen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 27. Sept. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
tung iſt zuſtändigerſeits zu der Mitteilung ermächtigt, daß
das durch die Zeitungen gehende Gerücht, der Staat
beab=
ſichtige den Verkauf des Schloſſes
Wilhelms=
höhe bei Kaſſel und des in ihm verwahrten
Inven=
tars, jeder Grundlage entbehrt.
* Berlin, 27. Sept. Hier begannen am 26. d. M.
die Verhandlungen zur Beilegung des
Werftarbeiterſtreiks in Hamburg. Ueber den
Inhalt der Verhandlungen wird ſtrengſtes
Still=
ſchweigen beobachtet. Es wurde beſchloſſen, am 28.
September die Verhandlungen fortzuſetzen, woran
ſei=
tens der Arbeiter außer den freien Gewerkſchaften
auch die Hirſch=Dunckerſchen und chriſtlichen
Gewerk=
vereine teilnehmen.
* Frankfurt a. M., 27. Sept. Auf der Babenhauſer
Landſtraße hat ſich ein etwa 50 Jahre alter Mann drei
Revolverſchüſſe in die Herzgegend beigebracht. Bis
die Rettungswache eingetroffen war, war der Mann bereits
tot. Auf einer Karte, die der Selbſtmörder bei ſich trug,
ſtand der Name A. Chatſcheck aus Nonnenroth (
Weſter=
wald).
* Domodoſſola, 27. Sept. Der Aviatiker
Cha=
vez iſt heute nachmittag 2 Uhr 25 Min. nach heftigem
Todeskampf in Gegenwart ſeiner Brüder und Freunde
geſtorben. Als ſich die Nachricht in Mailand
ver=
breitete, wurden die Flugvorführungen aufgehoben.
* Petersburg, 27. Sept. Das
Finanzminiſte=
rium dementiert die in der Preſſe verbreiteten
Ge=
rüchte über bevorſtehende auswärtige und innere
Staatsanleihen zur Vorbereitung der
Konver=
ſion der fünfprozentigen Anleihen in eine viereinhalbe
prozentige. Die Regierung erſieht keine
Notwendig=
keit derartiger Operationen.
* Odeſſa, 27. Sept. Durch die bakteriologiſche
Unterſuchung iſt hier der erſte Fall von
Lungen=
peſt feſtgeſtellt worden. Der Kranke war mit anderen
Kranken im Krankenhauſe untergebracht; die Peſt iſt
erſt nach ſeinem Tode bei der Sektion feſtgeſtellt
wor=
den. Es wurden ſofort die ſtrengſten Abſperrungs=
und andere Vorſichtsmaßregeln ergriffen.
— Frankfurt, 27. Sept. Die Frankfurter Zeitung
mel=
det aus Mailand: Chavez iſt 2,25 Uhr nachmittags
geſtorben.
— Karlsruhe, 27. Sept. Miniſterialdirektor Joſeph
Reinbold, ſtellvertretender Bevollmächtigter zum
Bundesrat, wurde, nachdem der bisherige
ſtellvertre=
tende Finanzminiſter, Miniſterialrat Dr. Göler,
defi=
nitiv die Uebernahme abgelehnt hat, an Stelle des
ver=
ſtorbenen Finanzminiſters Honſell zum
Finanz=
miniſter ernannt.
— Groß=Lichterfelde, 27. Sept. In der
Hauptkadet=
tenanſtalt kletterte ein 18jähriger Kadett, der kurz
vor der Fähnrichsprüfung ſtand, auf ein Dachgeſims,
wobei er plötzlich das Gleichgewicht verlor und
her=
abſtürzte. Er wurde mit zerſchmetterten
Glied=
maßen ins Lazarett geſchafft, wo er bald darauf ſtarb.
H.B. Prenßiſch=Stargard, 27. Sept. Die Tragödie
in der Familie des Staatsrates Arndt hat ein
wei=
teres Opfer gefordert. Der Sohn des Staatsrates iſt
der Gasvergiftung jetzt ebenfalls erlegen und Frau
Arndt ringt mit dem Tode.
II.B. Salzburg, 27. Sept. Ein mit drei Offizieren
beſetztes Automobil ſtürzte bei Grodig die hohe
Straßenböſchung hinunter, wobei ſich das Gefährt
zwei=
mal überſchlug. Ein Offizier erlitt lebensgefährliche
Verletzungen, die anderen beiden blieben unverletzt.
— Brüſſel, 27. Sept. Auf der Chauſſee von Gent
nach Brüſſel verſuchte ein Chauffeur in ſchnellſten
Fahrt einem Kind auszuweichen; dieſes wurde aber
trotzdem erfaßt und zerdrückt. Das Auto rannte dann
gegen einen Baum und wurde vollſtändig
zertrüm=
mert. Der Chauffeur war ſofort tot. Ein Inſaſſe,
ein Ingenieur, wurde tödlich verletzt. Der andere
In=
ſaſſe blieb unverletzt.
H.B. Madrid, 27. Sept. In Barcelona ſind neue
Zuſammenſtöße zwiſchen Streikenden
und der Polizei vorgekommen, wobei auf beiden
Seiten Revolverſchüſſe abgefeuert wurden. Die
Aus=
ſtändigen wenden alle Mittel an, um die
Arbeitswilli=
gen an der Arbeit zu hindern. In Sabadell wurden
mehrere Fabriken geſchloſſen, wodurch 700 Arbeiter die
Beſchäftigung verloren. Der General=Kommandant von
Bilbao unterſagte die für den 2. Oktober geplante
Manifeſtation der Katholiken für Bilbao und das
Minengebiet.
H.B. London, 27. Sept. Ein heftiger Nordweſt=
Orkan, verbunden mit ſtarkem Schneefall,
herrſcht ſeit einigen Tagen auf Island. Der
angerich=
tete Schaden iſt beſonders am Seydisfjord bedeutend,
wo mehrere Häuſer einſtürzten und eine große Anzahl
abgedeckt wurden. Die telegraphiſche Verbindung iſt
unterbrochen. Mehrere Brücken wurden weggeriſſen.
Eine große Anzahl Fiſcherboote iſt auf das Meer
hin=
ausgetrieben worden.
Mit retentg et ete
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Willkommenfür den Teetiſch, z. Frühſtücketc.
nach Pilsner Art
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[ ← ][ ][ → ] Statt jeder besonderen Mitteilung.
Heute morgen 11 Uhr entschlief sanft nach längerem schweren Leiden
mein lieber treubesorgter Gatte, unser guter Bruder, Schwager u. Onkel, der
Königl. Preuß. Hauptmann a. D.
In tiefer Trauer:
Elisabeth Kretzmähr, geb. Lösch,
Fritz Kretzmähr,
Emilie Kretzmähr,
Max Kretzmähr und Frau,
Familie Wirthwein,
Familie Lösch.
Darmstadt, Frankfurt a. M., Freiburg i. B., den 27. Sept. 1910.
Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 29. September, nachmittags 4 Uhr, vom
Portal des Bessunger Friedhofs aus.
(B18767
Tobbr-Ausverkeuf
wegen gänzlicher Geschäftsaufgabe.
Meine grossen Lager, die unbedingt vollständig geräumt werden müssen, enthalten sämtliche Herbst- und Winter-
Neuheiten und werden alle Artikel ohne Rücksicht auf den Einkaufswert
zu ganz kolossal billigen Preisen ausverkauft.
(18733
Wegen zu grossen Andranges bitte ich möglichst die Morgenstunden zum Einkauf zu wählen. Von 12½ bis 2 Uhr gesehlossen.
Weißer Turm.
MlkeidusLerer
Weißer Turm.
Nummer 227.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
Mie aus der Not eine Tugend wurde! Wie viele
großen Fortſchritte und Errungenſchaften, wieviel
Gutes und Vortreffliches verdankt die Menſchheit nur
der Not, dem Zwang, ſich helfen zu müſſen; wie oft iſt
an die Stelle von etwas Gutem, weil es verſchwand
und ein Erſatz geſchaffen werden mußte, etwas Beſſeres
getreten! Ein Beiſpiel dafür bietet der Umſchwung, der
ſich gegenwärtig mit unſeren Speiſeſetten vollzieht. Es
iſt bekannt, daß Kuhbutter und auch Schweinefett in den
letzten Jahren unerſchwinglich teuer geworden ſind. Der
Not gehorchend wandte ſich die deutſche Hausfrau nach
einem Erſatz um, den ſie in Pflanzenfet ſand. Vor
allem bevorzugte ſie die bekannten Produte Palmin=
(Pflanzenfett) und „Palmona” (Pflanzenbutter=
Ma=
garine). Da ereignete ſich etwas Merkwürdiges: die
Hausfrau war mit dieſem Erſatz nicht nur zufrieden,
ſondern ſie zog ihn ſogar den tieriſchen Fetten vor. Vor
allen Dingen nahm ſie an Stelle der verſchiedenen
tieriſchen Fetten wie Margarine ꝛc. jetzt Pflanzenbutter=
Margarine „Palmonal, ſo daß jetzt immer mehr nicht
aus Not, ſondern aus Tugend die Pflanzenfette an
Stelle der tieriſchen Fette treten.
(18751)f
Seite 7.
Jogurt-Zaros
eine erfriſchende, leicht bekömmliche,
darm=
reinigende Milchdelikateſſe
per Glas 30 Pfg.
(18767a
Anton Braunwarth
Marktpaſſage.
Telefon 971.
Fine überraſchende ſanitäre Neuheit iſt der von der
Pavierwarenfabrik Gebrüder Blogg, Hamburg, in
den Handel gebrachte Löhnertſche „Brotſchutz Brot:
Heilt. Die höchſt einfache, jedoch zweckentſprechende
und begrüßenswerte Neuerung beſteht darin, daß um
den Brotlaib möglichſt frühzeitig nach der Herſtellung
eine Hülle aus Pergamynpapfer, ſehr ſinnreich in einzelne
Streifen perforiert, gelegt wird, um es während des
Verſandes zu ſchützen. Im Gebrauch wird nur ſopiel
vom Brotſchutz entfernt, als notwendig iſt; der Reſt
bleibt in der Hülle verwahrt und wird auf dieſe Weiſe
das Brot bis zum Schluß vor dem direkten Berühren
ſehr vieler Hände verſchont.
(18764)
Geſchäftliches.
Lotterieſpieler ſeien darauf aufmerkſam
ge=
macht, daß am 8., 10. und 11. Oktober 1910 die Ziehung
ber II. Arnſtädter Geldloterie ſtatfindet. Der Haupt
gewinn beträgt 20 000 Mark. Es gelangen im ganzen
3333 Geldgewinne im Betrage von 45 060 Mark zur
Ausſpielung. Das Los koſtet 1 Mark, 11 Loſe 10 Mark.
Faſt überall ſind Verkaufsſtellen errichtet, wo nicht,
wende man ſich direkt an die Firma Guſtav Seiffert,
Lotteriebank G. m. b. H. in Eiſenach.
(187320i
Eine durchgreifende Aenderung im
Brennſpiritus=
handel tritt mit dem 1. Oktober d. J ein. Nach den
Beſtimmungen des neuen Branntweinſteuergeſetzes darf
Brennſpiritus nur noch in verſchloſſenen und mit
An=
gabe des Alkoholgehalts verſehenen Behältniſſen
ver=
kauft werden. Die Abſicht dieſer Vorſchrift iſt es, daß
dem Verbraucher nur nach Gradſtärke und Menge
voll=
wertiger Brennſpiritus geliefert wird, deſſen Benutzung
für Spirituslampen, Spirikuskocher und andere Aparate
allein zweckmäßig iſt. Dieſen Bedingungen genügt
durch=
aus der erprobte Brennſpiritus Marke „Herolds, der
überall zu unverändert billigen Preiſen zu haben iſt. (18765
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das
öſt=
liche Hochdruckgebiet brachte geſtern warmes und
ſonni=
ges Herbſtwetter. Bei anfangs klarer Nacht ſanken
die Temperaturen im Norden Heſſens bis 4 und 5 Grad,
im Süden bis 6 und 8 Grad. Vom Weſten her rückten
aber Randwirbel an, ſo daß bald weit verbreitete Nebel
eintraten. Nach dem Abzug dieſer kleinen Wirbel
kommt das Oſthoch wieder zur Geltung.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 28. Sept.:
Vielfach heiter, doch ſtrichweiſe Morgennebel, etwas
wärmer.
Tamiliennachrichten.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und die Kranzſpenden bei dem Hinſcheiden meines
(*23764
lieben Mannes
Philipp Daniel, Eisendreher
ſagen wir herzlichen Dank, beſonders Herrn Pfarrer
Dingeldey für die troſtreichen Worte am Grabe,
den Schweſtern der Johannesgemeinde, den
Bahn=
beamten und den Mitarbeitern.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 27 September 1910.
Todes-Anzeige.
Gott, dem Allmächtigen, hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Gatten,
unseren guten Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel
Herrn Franz Werner II.
Bürgermeister a. D.
heute nacht 12 Uhr, wohlvorbereitet durch die Tröstungen der kath. Religion,
im nahezu vollendeten 70. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen.
Um stille Teilnahme bittet
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Friederike Werner
geb. Schumacher.
Darmstadt, den 26. September 1910.
Hermannstr. 29.
(B18719
Blumenspenden und Kondolenzbesuche dankend verbeten.
Die Beerdigung findet im Sinne des Verstorbenen in aller Stille statt.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. A): „Gawän”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo.”
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
v. 10 Uhr abſ. — Sonntags v. 1 Uhr ab Eintritt 50 Pfg.
Gemälde=Ausſtellung im Haus Chriſtianſen auf
der Mathildenhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Erafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 29. September.
Faſelochſen=Verſteigerung um 11¼ Uhr im
Faſel=
ſtall zu Ober=Ramſtadt.
Gewerbe=Muſeum, Neckarſtraße 3. Täglich geöffnet
p. 11—12½ Uhr, Sonntags v. 11—1 Uhr. Eintritt frei.
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle,
Louiſen=
ſtraße 20. Die Leſehalle iſt geöffnet an
Wochen=
tagen von 10—2 und von 6—9 Uhr, Sonntags von
11—1 und von 6—9 Uhr. Bücherausgabe findet
ſtatt an jedem Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und
abends von 6 bis 9½ Uhr. .
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: i. V. Dr. Otto
Waldaeſtel; für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in
Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil beſtimmte
Mitteilungen ſind an die „Redaktion des Tagblatts” zu
adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen ſind
beizu=
fügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Un=
verlangte Manuſtripte werden nicht zurückgeſandt.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
Nummer 227.
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Roman von H. Ehrhardt.
(Nachdruck verboten.)
16)
Sie war auch ſtolz auf die vertrauliche,
ſelbſtver=
ſtändliche Art, mit der er ihr heute Einblicke in ſein
Leben gewährte.
Er ſprach ihr von ſeinem Dienſt, ſeinen
Aus=
ſichten.
Im Winter hoffe ich beſtimmt zu denen zu gehören,
die bei den Ulanen in W. viermal wöchentlich zur
Reit=
ſtunde antreten müſſen, es iſt ein großer Vorteil, auch
für den Infanteriſten, reiten zu können, im Kriege, ja,
ſchon im Manöver können Fälle eintreten, wo man als
Reiter einſpringen und den hohen Vorgeſetzten
ange=
nehm auffallen kann.
Das nennt man „ſchuſtern”, ſagte die kleine Helene,
deren Wangen vom ungewohnten Sekt brannten, und
lachte verſchmitzt.
Sieh, was Du alles weißt, Kleines, aber richtig,
„ſchuſtern”, das iſt nicht ſo einfach, kann es eigentlich
gar nicht, kann abſolut nicht das Kunſtſtück, mein
Be=
nehmen und mein Handeln nach dem Barometerſtand
der Laune meines Hauptmanns einzurichten, ich gehe
meinen geraden Weg, tue, ſo gut ich’s vermag, meine
Pflicht, damit baſta. Mache ich damit keine Karriere,
ſo kann ich’s nicht ändern.
Oh, Hans, Du wirſt ſicher Karriere machen!
Htlege war keinen Romen in Zweſei, duf ihr
Hans es bis zum General bringen würde. Haſſingen
war förmlich gerührt über die ſtolze Zuverſicht in der
Liebſten Blick und Ton.
Wollen’s hoffen, Liebling.
Im gleichen Impuls griffen ſie nach ihren Gläſern
und ſtießen auf die „große Karriere” an. Dabei neigte
Haſſingen ſich vor und küßte die kleine, roſige Hand, die
ihm den ſchlanken Glaskelch entgegenhielt.
Liebe, kleine Helene! ſagte er weich.
Hans!
Ein Ausdruck überirdiſcher Zärtlichkeit verſchönte
ihr junges Geſicht, die Hand mit dem Glaſe zitterte. Die
Sonne wob einen Heiligenſchein um ihr reizendes,
ge=
ſenktes Köpfchen, und aus ihren ſchrägſtehenden,
ſtahl=
ſarben glänzenden Augen ſah ſie von unten herauf
Haſſingen an, ſo voll rührender Hingebung und voll
ſüßen Vertrauens, daß er an ſich halten mußte, ſie nicht
vor aller Welt in die Arme zu nehmen.
Haſſingen erzählte von Manöverquartieren auf
großen Gütern, wo man Sekt mit Pfirſich trank und
die köſtliche Frucht ſich, von der Kohlenſäure getrieben,
langſam im Kelchglaſe drehte, nachdem man ſie vorher
mit ſilberner Gabel durchſtochen hatte, er beſchrieb raſch
improviſierte Bälle, bei denen die Kapelle vor dem
„Schloß” im Schein flackernder Windlichter ſpielte und
man im Gartenſaal tanzte, trotzdem man früh 6 Uhr
wieder heraus und 20 Kilometer marſchieren mußte,
er berichtete der ſehnſüchtig lauſchenden Helene von
Biwakfreuden bei gutem Wetter und netten Beſſuchen
aus der Umgegend, wie die Damen vergnügt auf Kiſten,
Fäſſern oder ſonſtigen wenig gebräuchlichen
Sitzge=
legenheiten um das lodernde Feuer hockten, die jungen
Offiziere ihnen zu Füßen lagerten und man Sekt trank
und Konſerven probierte und mitgebrachte Körbe
ge=
leert und ihr Inhalt jubelnd begrüßt und im
Hand=
umdrehen vertilgt wurde, während abwechſelnd heitere
und ſchwermütige Weiſen durch die ſternenflimmernde
Nacht tönten. Und während er lebhafter als ſonſt
wurde und Einzelheiten des übermütigen
kamerad=
ſchaftlichen Verkehrs zwiſchen der jungen Welt beiderlei
Geſchlechts zum Beſten gab, entrollte er vor Helene
Falk unbeabſichtigt ein glänzendes, verführeriſches Bild
des Offizierslebens und weckte ein nie mehr ſterbendes
Verlangen nach der vermeintlichen Sonnenhöhe des
Daſeins, in der jene heiteren, genußfähigen Menſchen
wandelten, in dem törichten Mädchenherzen.
Ein Bangen kam ihr, zuerſt leiſe, dann immer
mehr ſich verſtärkend, daß ihr dieſe Welt auf ewig
ver=
ſchloſſen ſein könnte.
Bemerkte der blonde Offizier die Schatten in dem
geliebten Geſichtchen?
Er brach plötzlich ab.
Das alles wirſt Du auch noch einmal kennen lernen
und genießen, mein Liebling.
Es war eine Unvorſichtigkeit, dieſe Bemerkung, er
fühlte es, da er ſie ausgeſprochen, aber er konnte ſie
nicht bereuen — Helene ſah zu glücklich aus.
Maan.
Seite 10
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910
Nummer 227
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Durch Dich! ergänzte ſie fein halbes Verſprechen.
Darauf antwortete er nicht, ſondern wandte ſich ab,
weil er wußte, daß ſeine Stirnfalte ſich ſorgenvoll
ver=
tiefte. Er zog die ſchwere, goldene Uhr, die er einſt für
geleiſtete Pagendienſte im Königlichen Schloß von
einem ruſſiſchen Großfürſten erhalten hatte, und rief
nach dem Oberkellner.
Er bezahlte die Rechnung, die für Helenens
Be=
griffe beängſtigend hoch war, mit Gleichmut und fügte
ein angemeſſenes, nicht übertriebenes Trinkgeld hinzu.
Protzentum lag ihm völlig fern.
Als ſie etwas heiß und benommen ins Freie
traten, ſagte Helene mit ſchüchterner Stimme:
Bitte, Hans, laß mich die Hälfte der Rechnung
be=
zahlen, ich habe noch eine Menge Geld, und wenn ich
mit Papa zuſammen bin, brauche ich ja keins mehr.
Er ſchien ſehr peinlich berührt.
Welche Idee, Kind! ſagte er ſo ſchroff, wie ſie ihn
gar nicht kannte. Dieſe kleine Freude, Dich zu einem
Abſchiedsdiner eingeladen zu haben, mußt Du mir
ſchon laſſen. Wenn ich auch ein armer Teufel bin, aber
für eine Dame, mit der ich ausgehe, bezahle ich, und
wenn ich ein Jahr lang abends trockenes Brot eſſen
müßte.
Helenens Augen füllten ſich mit funkelndem Naß,
und ſie hatte große Mühe, ihre Tränen hinunter zu
ſchlucken.
Sei mir nicht böſe, Hans, ach — lieber Hans, ſieh
nicht ſo finſter aus — ich dachte, weil gerade Ende des
Monats iſt, und weil Du doch ſonſt immer ganz offen
über Deine Geldnot ſprichſt—
Er nahm ihren Arm und bog mit ihr in einen
Promenadenweg ein, der ſich ſeitwärts von ihnen
öffnete und der ganz einſam lag. Die Sonne brannte,
der Kiesweg knirſchte unter ihren Tritten. Im
ver=
ſtaubten Fliedergebüſch zwitſcherte ein Vogelſtimmchen.
Haſſingen beugte ſich nieder, ſah die weinenden
Augen und den wehen, jungen Mund — Reue und
leidenſchaftliche Zärtlichkeit wallten in ihm auf. Er
küßte das Mädchen heiß.
Verzeih’ Du mir, kleine, liebe Helene! bat er
demütig, und während ſie dicht aneinander geſchmiegt
planlos in den grün umbuſchten Wegen weiter
wan=
derten, fuhr er fort: Ich bin ein roher Patron, ich weiß
es längſt, mir geht das Verſtändnis ab für zartes,
weib=
liches Empfinden. Das kommt davon, weil ich acht
Jahre meines Lebens, gerade in der Zeit, in der
Cha=
rakter und Weſen ſich zu entwickeln und zu formen
pflegen, mit meiſt herzlich wenig zartfühlenden Jungen
zuſammengepfercht war, wo nur brutale Kraft ſich
be=
haupten konnte und weiche Naturen ſich entweder
ändern oder zugrunde gehen mußten. Keine weiblich
mildernde, verſöhnliche Hand leitete mich und mein
Fühlen, ſo bin ich in vieler Beziehung hart und rauh
geworden, ich kann’s nicht mehr ändern.
Da muß ich mich alſo daran gewöhnen, Hans. Es
klang doch ein wenis ſchmertzlich.
Ja, kleine Helene, das wirſt Du ſchon müſſen!
lächelte er. Iſt es nicht genug, wenn ich mein Unrecht
wenigſtens ſofort einſehe und Abbitte tue? Obgleich —
er rückte den Hut aus der heißen Stirn und ſtrich ſich
dann über die Augen, als wolle er etwas fortwiſchen,
ſo ganz im Unrecht war ich doch nicht. Du haſt es gut
gemeint, Liebling, ich weiß und verſtehe es, aber es tat
doch weh — es brachte mir ſo recht zum Bewußtſein,
welch armſeliger Kerl ich bin —; ſo gern würde ich
Dir alle Schätze der Welt zu Füßen legen, und nicht
mal einen ſchlichten Goldreif kann ich Dir an den
Finger ſtecken, weil ich kein Geld habe, weil ich kaum
weiß, wie ich mich allein durchbringen ſoll.
Es war ein momentaner Ausbruch der
Verzweif=
lung, im nächſten Angenblick beſann er ſich ſchon und
wurde ruhiger.
Mach keine ſo erſchreckten Augen Schatz, es iſt nicht
ſo ſchlimm, ich bin’s ja ſchon gewohnt, und meiſt ſtört
es mich gar nicht. Nur manchmal läuft mir die Galle
über — ſiehſt Du, ich bekomme meine Zulage zur Hälfte
von Vater und einem Onkel, jeder gibt mir 30 Mark,
das heißt vom Vater laß ich mir nur 20 ſchicken und 10.
auf die Sparkaſſe legen — ein Notgroſchen für
uner=
wartete größere Ausgaben — nun vergißt aber mein
Onkel ſo oft auf das Geld — und es iſt ſo bitter, mahnen
zu ſollen, ich kann es nicht — es fällt ihm ja auch ſpäter
ein, und es iſt mir natürlich nicht verloren, aber es
fehlt mir doch — ich bin ganz ehrlich gegen Dich, Lieb,
das Geld für die heutige Fahrt hat mir Eſpach geborgt
— darüber mach’ ich mir nun weiter keine Skrupel, in
zwei Tagen kriegt er’s wieder.
Er wollte recht ſorglos und leichtherzig erſcheinen,
aber die Mädchenohren hörten doch den bitteren
Unter=
ton heraus, den ganzen niederdrückenden, heimlichen
Kampf, den man ſo treffend „glänzendes Elend” nennt.
Ach, Hans, wie traurig iſt das alles — aber nicht
wahr, glücklich biſt Du doch geweſen in dieſem Sommer
ſag’ mir’s, hab’ ich Dich glücklich gemacht?
Sehr, ſehr glücklich, mein Liebling.
Noch einmal flüſterte grünes Buchenlaub über
ihren Häuptern, noch einmal barg Waldeinſamkeit
treulich ihre junge Liebe.
(Fortſetzung folgt)
Msehto nfss
Beliebteste 2x &. 3x Pfg. Cigarette
Cgaretten-Fabrik„Kios‟O E. Robert Böhme, Dresden.
Nummer 227.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Geſunden: 1 Roſenkranz mit weißen Perlen. 1 Etui mit einem Geldſtück.
1 grauer Herren=Ueberzieher. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1 kleines ſchwarzes
Opernglas. 1 ſilberne Broſche, einen Käfer darſtellend, mit grünem Stein u. Anhänger.
1 kleiner Kaſſenſchlüſſel. 1 goldene Brille mit Futteral. 1 dunkelbraunes Portemonnaie
mit Inhalt und 4 kleinen Schlüſſeln. 1 kleines ſilbernes Bröſchchen, eine Schlange
dar=
ſtellend, mit hellen Steinchen und 1 blauen Stein am Kopf. 1 braunes Portemonnaie
mit einigem Inhalt. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 9450. 1 grauer
zwei=
rädiger Handkarren. 1 Beſcheinigung zu einer Arbeiterfahrkarte. 1 einzelne weiße
Manſchette mit Perlmuttknopf. 2 große und 1 kleiner Schlüſſel an einem Ring. 1
Bade=
zeug (1 Handtuch, gez. A. S., und 1 Waſchlappen). 1 brauner Herren=
Krimmerhand=
ſchuh. 1 ſeidener Damen=Schirm mit farbiger Borte und farbigem Griffchen. 1
Zehner=
karte für das Hallenſchwimmbad. 1 ſchwarzer Damen=Mantelknopf. 1 Kaſſenſchlüſſel
mit der eingeſchlagenen Nr. 32. 2 mittelgroße Schlüſſel und 1 Drücker an einem Ring.
1 graues Kinder=Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 Handtuch, gez. L. L.
2 kleine Schlüſſel. 1 Metallbroſche mit 3 Anhängern und 6 grünen Steinen. 1 kleine
ſchwarze Samttaſche mit Tabak. 1 roteingefaßte Pferdedecke. 1 blaues Kinder=Käppchen.
1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand.
Verloren: 1 grünes längliches ſchmales Portemonnaie mit 15 Pfennigen Inh.
1 weiße Herren=Manſchette mit hellem Metallknopf und rotem Punkt in der Mitte.
1 Damen=Portemonnaie aus Seehundleder mit 80 Pfennigen Inhalt. 1 goldenes
Glieder=Armband. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 926. 1 ſchwarzſeidener
Damen=Schirm mit gebogenem Griff. 1 ſchwarzes Spitzentuch. 1 goldene Broſche mit
2 Kameeköpfen. 1 goldene längliche Broſche, aus 2 Ohrringen gefertigt, mit rotem
Stein. 1 Paar weiße Kinder=Handſchuhe. 1 braunes Portemonnaie mit 30 Mk. Inh.
1 braunes Portemonnaie mit 3 Mk. Inhalt. 1 längliche gelbe Broſche mit 3 Anhängern,
in der Mitte Glas. 1 braunes Portemonnaie mit 2,70 Mk. Inhalt. 1 Broſche, ſilberne
Nadel mit 1 lila und weißen Stein. 1 ſchwarze Wachstuchtaſche zum Zuſammenklappen
mit 2,80 Mk. Inhalt und 1 Kinder=Schirm. 1 Brille. 1 ſchwarzes Damen=
Porte=
monnaie mit 60 Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Druckknopf und
über 3 Mk. Inhalt. 1 Herren=Regenſchirm mit braunem Griff. 1 goldener
Manſchetten=
knopf (Indianerkopf). 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 3,25 Mk. Inhalt. 1 braunes
Damen=Portemonnaie mit 1,50 Mk. Inhalt. 2 Paar gelbe Damen=Handſchuhe. 1. ſchw.
Damen=Portemonnaie mit 2,92 Mk. Inhalt. 1 mattgoldene runde Broſche (Tolego)
mit ſchwarzer Verzierung. 1 weißes Taſchentuch, gez. G. S. 1 Zehnmarkſtück. 1
matt=
goldener Ring mit großem blauen Stein. 1 Zwicker mit Goldbügel. 1 goldener Ring
mit blauem Stein. 1 Vorſtecknadel, eine Reitpeitſche und ein Hufeiſen darſtellend, aus
blauem Emaille und mit weißen Perlen beſetzt. 1 ſilberne Nadel mit gelbem gefaßten
Stein. 1 Einmarkſtück. 1 Handtäſchchen aus Seehundleder mit Taſchentuch. 1 blaue
Knaben=Mütze. 1 Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 goldenes Pincenez. 1 Anhänger (Mädch.
mit Korb). 1 goldener Manſchettenknopf mit kleinem Rubin. 1 goldener Zwicker.
1 ſchwarzer Glanzleder=Gürtel mit goldener Schnalle (3 ineinandergehende Agraffen).
1 weißer Kinder=Spitzenkragen. 1 Medaillon.
Zugelaufen bei Privaten: 2 Jagdhunde. 1 Kriegshund. 1 Foxterrier. 1 graue
Katze. 1 junge grau und weiße Katze. 1 braungefleckter Jagdhund.
Entlaufen: 1 junger ſchwarz. Dackel. 1 dunkelgrauer Jagdhund mit braunen
Flecken. 1 brauner langhaariger Dackel. 1 getigerter Jagdhund. 1 geſtreifter Boxer.
1 Dobermannpinſcher. 1 Foxterrier. 1 Airedale=Terrier. 1 ſchwarze Katze.
Entflogen: 1 Kanarienvogel, gelb, mit ſchwarzem Kopf. 1 Dieſtelfink.
1 zahme Dohle.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(18690
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spithund, 1 Pinſcher. 1 Dachshund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Straßenarbeiten für den zweigleiſigen Ausbau der
elektri=
ſchen Straßenbahn werden die Wendelſtadtſtraße zwiſchen der Bismarck= und
Land=
wehrſtraße und die Liebigſtraße zwiſchen der Landwehr= und Aliceſtraße vom 3. Okt.
lfd. Js. an, dem Fortgang der Arbeiten entſprechend, bis auf weiteres für den
Fuhr=
werks= und Radfahrverkehr ſtreckenweiſe geſperrt.
(18761
Bekanntmachung,
betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Da aus Anlaß der Meſſe am Sonntag, den 2. Oktober 1910, für die Stadt
ein geſteigerter örtlicher Geſchäftsverkehr zu erwarten iſt, wird hiermit auf Grund des
§ 105b Abſatz 2 der Reichsgewerbeordnung und des § 37 der Ausführungsanweiſung
für dieſen Tag die Offenhaltung ſämtlicher offenen Verkaufsſtellen einſchließlich der
Verkaufsſtände der Meſſe in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends
zugelaſſen.
Während dieſer Stunden iſt die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und
Arbeitern in allen offenen Verkaufsſtellen geſtattet.
(18553oim
Darmſtadt, den 23. September 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Bekanntmachung.
Dienſtmann Georg Hanſel hier hat ſein Gewerbe niedergelegt und um Rückgabe
ſeiner Kaution gebeten. Etwaige Anſprüche an dieſe können bis 10. Oktober lfd. Js.,
vormittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde geltend gemacht werden.
Darmſtadt, den 26. September 1910.
(18760
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Zahlungs=Aufforderung.
Die Beitrage zur
Invalidenverſiche=
ung für diejenigen Verſicherten, die einer
er hier beſtehenden Orts=, Betriebs= oder
nnungskrankenkaſſen nicht angehören
dienſtboten, Mitglieder eingeſchriebener
hilfskaſſen u. ſ. w.) für das III.
Viertel=
ahr 1910 ſind, bei Vermeidung des
Bei=
reibungsverfahrens, bis längſtens Ende
ieſes Monats an unſere Kaſſe, Waldſtraße
tr. 6, zu entrichten.
Arbeitgeber, die es unterlaſſen, die
Verſicherungsbeiträge bis zu dem oben
ezeichneten Zeitpunkte abzuführen,
kön=
en nach § 176 des
Invalidenverſiche=
ungsgeſetzes mit Geldſtrafe bis zu
800 Mark belegt werden.
Darmſtadt, den 20. September 1910.
roßherzogl. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Mueller. (18589om
Pfennigſparkaſſe Darmſtadt.
Diejenigen Pfennig=Marken=Blätter,
elche eine auf volle Mark abgerundete
Heſamteinlage bis zum Ende des
abge=
aufenen Vierteljahres nachweiſen, ſind nebſt
en ſtädtiſchen Sparkaſſebüchern
Samstag, den 1. Oktober 1910,
die Herren Stationserheber zur
Veran=
aſſung der Ueberſchreibung abzuliefern.
Darmſtadt, den 27. September 1910.
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen
Sparkaſſe.
Purgold, Direktor. (18691
gut erhaltene Paletots billig
ab=
zugeben Kranichſteinerſtraße 28, 1. St.
(*23797
rechts.
In der Schloßmauer trifft heute 1 Sendung
24
Zwetſchen
ein, das Hundert zu 35 Pfg. (*23787
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 26. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Georg Friedrich Göbel
Ehe=
leuten dahier gehörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 3159/10 224 Hofreite Kaupſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K123/10
Darmſtadt, den 9. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D17722,6
Müller.
Ideal heisst sie
eldeal ist sie
— die Schreibmaschine der
Aktiengesellschaft vorm.
Seidel & Naumann, Dresden.
Vertreter:
Hoflieferant Heinrich Elbert
G. m. b. H.
Ernſt=Ludwigſtraße 9.
Grösstes Schreibmaschinen-Spezial-
Geschäft am Platze. (17490a
Reviſion von Mietwohnungen und Schlafſtellen.
Die auf Grund der unten abgedruckten Geſetzesvorſchrift vorzunehmende Reviſion
von Mietwohnungen und Schlafſtellen findet zur Zeit im 4. Polizei=Revier ſtatt.
Darmſtadt, 9. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei (Baupolizei).
Mueller.
Artikel 1 des Geſetzes, betreffend die polizeiliche
Beaufſichtigung von Mietwohnungen.
„Die Geſundheitsbeamten des Staates und die Ortspolizeibehörden, ſowie die
von den letzteren Beauftragten ſind befugt, die zum Vermieten beſtimmten Wohnungen
und Schlafſtellen einer Unterſuchung in der Richtung zu unterwerfen, ob aus deren
Benutzung zum Wohnen oder Schlafen Nachteile für die Geſundheit oder Sittlichkeit
nicht zu beſorgen ſind.
Gleiche Befugnis ſteht den genannten Organen bezüglich der Schlafräume zu.
welche von Arbeitgebern ihren Arbeitern (Lehrlingen, Geſellen, Gehilfen, Dienſtboten
uſw. zugewieſen werden.”
(17763mmm
Zeutraluhren=Regulierungsanlage in der Stadt Darmſtadt.
Wir machen darauf aufmerkſam, daß in hieſiger Stadt eine ſtädtiſche
Zentral=
uhren=Regulierungsanlage beſteht, welche den Zweck hät, diejenigen Uhren (
Außen=
uhren, ſowie Zimmeruhren), die an dieſe Anlage angeſchloſſen ſind, in Zeitabſchnitten
von je 6 Stunden auf die Normalzeit der Berliner Sternwarte zu regulieren.
Die Bedingungen für den Anſchluß von Uhren an dieſe Zentraluhren=
Regulierungs=
anlage ſind auf dem Büro des ſtädtiſchen Elektrizitätswerks, Luiſenſtraße 22, zu erhalten.
Daſelbſt wird auch der Antrag auf Herſtellung von Anſchlüſſen entgegengenommen und
jede gewünſchte Auskunft erteilt.
Zur Zeit ſind die Uhren folgender öffentlicher Gebäude angeſchloſſen:
1. Stadthaus,
2. Rathaus,
3. Städt. Gebäude, Ecke Eliſabethen= und11. Johanneskirche,
Grafenſtraße,
4. Neues Gaswerk, Frankfurter Straße, 113. Kirche des Eliſabethenſtifts,
5. Pfründnerhaus,
6. Schlachthof,
7. Wagenhalle der elektriſchen Straßenbahn 116. Pauluskirche,
am Böllenfalltor,
8. Knabenmittelſchule, Friedrichſtraße,
Städtiſche Elektrizitätswerksverwaltung Darmſtadt.
Meyer.
9. Mädchenmittelſchule, Viktoriaſtraße,
10. Schule am Ballonplatz,
12. Martinskirche,
14. Katholiſche Kirche,
15. Beſſungerkirche,
17. Schule in der Emilſtraße,
118. Hallenſchwimmbad.
(10971a
Verſteigerungs-=Anzeige.
Freitag, den 30. September und nötigenfalls Dienstag, den
4. Oktober 1910, jedesmal vormittags 9 Uhr anfangend,
verſteigere ich an Ort und Stelle (Zuſammenkunft der Steigerer Ecke Roßdörfer=
und Heidenreichſtraße) auf freiwilligen Antrag wegen Aufgabe des Geſchäfts
öffent=
lich gegen gleich bare Zahlung:
ca. 800 Maurerdiele, 300 Gerüſtſtangen, Bauhütten, 1 fahrbaren
Ver=
ſetzkran, 1 Schwenkkran mit Maſchine und Kaſten, 1 Laufkran für
Bau=
gerüſte, 1 Hebemaſchine, Transportgeleiſe mit Drehſcheibe, Platt= und
Muldenkippwagen, verſchiedene Einſpännerwagen, ca. 3000 Klammern,
Differenzialflaſchenzüge, Flaſchenſeile, eiſ. Rollen, eine große Partie
Tannen=
ſcheitholz und anderes Brennholz, Back=, Tuff= und Sandſteine,
Zement=
kunſtſteine, verſchiedene Maurerhandwagen, eiſ. Träger, Geländer, eiſ. Pumpen,
eiſ. verſchiebbare Gerüſtböcke, eiſ. Speispfannen, eine große Anzahl eiſ.
Ge=
wölbebogen, Kreuzhacken, Pickel, Hebel, Kanalketten, Eimer, Zuber, Ton= und
eiſ. Röhren für Kanäle, Fenſter und Türen, altes Eiſen und eine große Partie
verſchiedene Werkzeuge.
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt und kommen am erſten Tage
zu=
nächſt die in Fettdruck aufgeführten Gegenſtände zum Ausgebot.
Darmſtadt, den 27. September 1910.
(18755md
Kapp, Gerichtsvollzieher
zu Darmſtadt, Friedrichſtraße 24, I.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 5. Oktober I. J., nachmittags 3 Uhr, wird im Rathaus=Saale
hier ein Platz zur Aufſtellung eines Karuſſells oder Schiffſchaukel während der am
6. und 7. November l. J. ſtattfindenden Kirchweihe und der am 13. November I. J.
folgenden Nachkirchweihe öffentlich verſteigert.
Arheilgen, den 18. September 1910.
(18201mm
Großherzogliche Bürgermeiſterei daſelbſt.
Benz.
Staatl. konzess, und beaufslchtigte
Hessische Handelslehranstalt
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Das Wintersemester beginnt Dienstag, 4. Oktober, vormittags 8 Uhr.
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12 für andere Klassen.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
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Abbildung rechts) ist eine neue gefällige und
kleidsame Form, die sich speziell als besserer
Anzug eignet und sowohl mit und ohne
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Nummer 227.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
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Dresdner Bank . . 161,40
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105,25
Pfälzer Bank . .
142,80
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4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
90,50
3½
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do.
92,30
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do.
91,00
½
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(unk. 1917) 100,00
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. 100,20
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101,10
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3½ do.
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99,70
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99,C
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
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— Rennen zu Strausberg. Vom ſchönſten
Wetter begünſtigt, nahm am Montag die
Herbſt=
kampagne der Waldbahn ihren Fortgang. Der Sport
hielt ſich in beſcheidenen Grenzen, doch kam das
zahl=
reich erſchienene Publikum auf ſeine Koſten, da faſt
durchweg die Favoriten erfolgreich waren. Den
ein=
leitenden Preis von Alt=Landsberg gewann der
durch=
weg führende Lido überlegen gegen Lady Hannah. Der
vielgewettete Solo lag eine Zeitlang mit im
Vorder=
treffen, fiel aber dann durch mäßiges Springen zurück.
Der Preis von Werneuchen war nur ein guter
Ga=
lopp für Herrn von Tepper=Laskis Illo und auch
Emma Olivia ſiegte im leichteſten Stil gegen
Rain=
hill und Danae. Im Waldmeiſter=Jagd=Rennen lag
der von Lt. von Raven geſteuerte Truſt den ganzen
Weg über in Front und ließ ſich keinen ſeiner Gegner
mehr nahe kommen. Den Preis vom Mühlenfließ
holte ſich Landſturm knapp gegen Galicia, die durch
verſchiedene Fehler Terrain verloren hatte. Ein gegen
den Sieger eingelegter Proteſt wegen Drängens wurde
vom Schiedsgericht zurückgewieſen. Die Reſultate
waren: Preis von Alt=Landsberg, 2500 Mark, Diſtanz
2600 Meter: 1. Herrn Orbergs Lido (Streit), 2. Lady
Hannah (Raſtenberger), 3. Sigibert (P. Neumann).
Leicht 1—8 Lg. — Preis von Werneuchen, Ehrenpreis
und 2300 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn K. von
Tepper=Laskis Illo (Dr. Rieſe), 2. Vel=Vel (Lt. Graf
Gröben), 3. Alym (Dr. Saloſchin). Ueberlegen ½—2
Lg. — Stadt=Preis, Ehrenpreis und 3000 Mark,
Di=
ſtanz 4000 Meter: 1. Herrn R. Boehmes Emma Olivia
(G. Lommatzſch), 2. Rainhill (Lippold), 3. Dange (J.
Martin). Ueberlegen 2½—2½ Lg. — Waldmeiſter=
Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz
3000 Meter: 1. Herrn A. Schumanns Truſt (Lt.
Ra=
ven), 2. George (Herr Herfeldt), 3. Vorwärts II. (Dr.
V. Saloſchin). Sehr leicht 2—6 Lg. — Preis vom
Mühlenfließ, 2000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn
F. A. von Goßlers Landſturm (Wurſt), 2 Galicia
(Adolf), 3. Hogyne (Winkler). Gegenwehr ¾—3 Lg. —
Wolfshagener Hürden=Rennen, 2500 Mark, Diſtanz
2600 Meter: 1.— Fürſt Hohenlohe=Oehringens Iſtvan
(Naſh), 1.— Herrn H. Weſtens Sternſchnuppe (
Mar=
tin), 3. Freifahrt (Wurſt). Totes Rennen. 2 Lg.
sr. Der Große Herbſt=Preis von
Nürn=
berg, der am Sonntag über eine Stunde ausgetragen
wurde, ſah den Heidelberger Salzmann ſiegreich, der
79,650 Kilometer zurücklegte. Stellbrink lag bis drei
Runden vor Schluß an der Spitze und kam durch einen
Raddefekt um ſeinen ſicheren Sieg. Der Berliner
be=
ſetzte 500 Meter zurück den zweiten Platz von Linart,
der 6000 Meter und Ryſer, der 15,600 Meter zurück.
blieb. Das Hauptfahren gewann Otto Meyer gegen
Bettinger und Birkmann.
* Die Radfernfahrt Hannover=
Magde=
burg=Hannover, die die Vereinigung Deutſche
Straßenfahrer (Ortsgruppe Hannover) über 310
Kilo=
meter veranſtaltete, war vom beſten Wetter begünſtigt.
Sieger blieb der Berliner Wittig in 11 Stunden 30
Minuten. Den zweiten Platz beſetzte Meck=Düſſeldorf
vor Eichholl=Düſſeldorf und Höppner=Berlin.
— Der diesjährige Armee=
Gepäck=
marſch, den der Berliner Sport=Klub Komet am 9.
Oktober veranſtaltet, hat 150 Meldungen erhalten,
darunter von 20 aktiven Soldaten. Unter den
Nen=
nungen befinden ſich von bekannten Gehern
Schwend=
ler=Berlin, Schulze=Dresden, Artur=Berlin und
Weh=
meyer=Berlin. Die beiden erſten des Vorjahres,
Em=
merich Rath=Prag und Hermann Müller=Berlin, haben
bisher noch nicht gemeldet, doch hofft man beſtimmt,
daß beide teilnehmen werden.
— Ski=Kurs. Herr Matthias Zdarsky, der
Erfinder der Lilienfelder Technik, hält auch in dieſem
Jahre für den Deutſchen Touring=Klub, E. V., Sitz
München, eine auf eine Woche berechneten Ski=Kurs
in den bayeriſchen Bergen ab. Anmeldungen hierzu
werden jetzt ſchon im Sekretariat des Deutſchen
Tou=
ring=Klub, München, Pannerſtraße 24, entgegen
ge=
nommen. Von der Zahl der Anmeldungen hängt die
definitive Wahl des Ortes ab. Der Klub ſorgt für
Unterkunft und Verpflegung der Skikurs=Teilnehmer.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
6—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. Sept.: dem Kaſſendiener Jakob
Schreiber, Parcusſtraße 19, eine T. Magdalena Anna
Berta. Am 21.: dem Weichenſteller bei der Staatsbahn
Peter Umſonſt, Allee 5, ein S. Karl. Am 20.: dem
Briefträger Jakob Bitſch, Eliſabethenſtraße 44, eine
T. Maria Eliſabeth. Am 24.: dem Laboratoriumsgehil=
fen Ferdinand Fleiſchhacker, Heinheimerſtraße 9, ein
S. Georg Ludwig. Am 23.: dem Streckenwärter bei der
elektriſchen Straßenbahn Johannes Müller,
Darm=
ſtraße 7, eine T. Margarete. Am 25.: dem Schmied
Karl Sturm, Gr. Bachgaſſe 16, eine T. Käte Helene.
Am 23.: dem Fahrburſchen Albert Daum,
Grafen=
ſtraße 22, ein S. Albert Willi. Am 21.: dem Schloſſer
Oskar Junker, Mollerſtraße 44, ein S. Willi Oskar
Friedrich.
Aufgebote. Am 22. Sept.: Kaufmann Rudolf
An=
dreas Blum, Gartenſtraße 12, mit Maria Adelheid
Hüßlein in Erbshauſen. Am 23.: Landwirt Chriſtoph
Schamber II. in Weiterſtadt mit Dienſtmagd Ida
Kathar. Loniſe Goedicke, ebendaſelbſt. Am 24.:
Hilfs=
arbeiter Karl Auguſt Beringer in Mannheim=
Neckarau mit Dienſtmagd Anna Rebekka Wilke,
eben=
daſelbſt. Am 26.: Fabrikarbeiter Georg Karl Philipp
Traub in Kupferſchmelz mit Eliſabeth Wendel,
ebendaſelbſt. Architekt Wilhelm Peter Sartor in
München mit Theodora Ida Maria Schindler in
Schöneberg. Kaufmann Friedrich Duchardt,
Frank=
furter Straße 59, mit Johanna Gims,
Gervinus=
ſtraße 65. Metalldreher Jakob Karl Lenges,
Fuhr=
mannſtraße 12, mit Stepperin Anna Maria Naſſauer,
Neue Ireneſtraße 10½.
Eheſchließungen. Am 20. Sept.: Goldſchmied Anton
Haberl mit Friſeuſe Johanna Lezerkoß, beide hier.
Am 23.: Lehrer an der Internationalen Realſchule in
Mailand Georg Reiſinger mit Renée Longchamp,
beide in Mailand. Am 24.: Friſeur Heinrich Dietrich
Schnebale mit Schneiderin Auguſte Alberth, beide
hier. Kaufmann Franz Beuer mit Emilie Joſephine
Marie Schneider, beide hier. Kaufmann Ludwig
Beuer mit Louiſe Schneider, beide hier. Tapezier
Georg Lücker mit Eliſabetha Henning, beide hier.
Zimmermann Anton Heß, hier, mit Roſina Klein
in Dernigheim. Forſtaſſeſſor Richard Kern mit
Auguſte Boßelmann, beide hier.
Geſtorbene. Am 22. Sept.: Rentner Eduard
Fried=
rich Kocke, 75 Jahre, ev., Emilſtraße 15. Marg.
Merz geb. Lutz, Ehefrau des Fabrikarbeiters, 30 J.,
ev., Große Ochſengaſſe 15. Händler Gg. Heß, 31 J.,
ev., Groß=Bieberau. Eiſendreher Hch. Ph. Daniel,
30 Jahre, ev., Bleichſtraße 25. Johanna Hermes geb.
de Mojean, Witwe des Amtmanns, 80 Jahre, ev.,
Vik=
toriaſtraße 60. Pfründner Ernſt Brand, 73 J., ev.,
Frankfurter Straße 35. Miniſterialkanzliſt i. P. Jak.
Balzer, 74 Jahre, ev., Neue Ireneſtraße 68. Am 23.:
Dreher Gg. Back, 47 Jahre, ev., Groß=Bieberau. Am
24.: Hch. Hartmann, S. des Bureaudieners, 7 Mon.,
ev., Magdalenenſtraße 19. Marie von Werner geb.
Schäffer von Bernſtein, Witwe des Geh. Staatsrates,
79 Jahre, ev., Aliceſtraße 18. Am 25.: Eliſ. Marie
Karoline Rady, ohne Beruf, 29 Jahre, kath.,
Zim=
merſtraße 1. Am 26.: Privatin Eliſ. Roth, 76 Jahre,
ev., Feldbergſtraße 27. Am 25.: Anna Wenzel geb.
Hennel, Ehefrau des Drehers, 37 Jahre, kath., Nieder=
Ramſtadt.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. September 1910.
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Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
Nr. 115, Leitung H. Hauske.
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
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September mitags Euxhaven paſſert.
Dampfer „Eineinnati”, 24. September von
New=York nach Hamburg.
Ausik-verein.
Die Konzert- und Hauptprobe-Karten für 1910/1911
werden den Mitgliedern in der ersten Hälfte des Oktober in die Wohnung
zugestellt. Zugleich damit werden die Mitgliederbeiträge für 1910/1911
erhoben. Wir ersuchen, Vorkehrung zu treffen, dass die Karten gegen Zahlung
des Beitrags jederzeit abgenommen werden können.
Die Zinsscheine Nr. 4 können mit je 3 Mk. in Zahlung gegeben oder vom
1. bis 15. Oktober in dem Bankgeschäft von Friedrich Zaun, Louisenplatz 1,
(18697.
eingelöst werden.
Der Vorstand.
Hozarerveren
Nachdem die Gesangsproben wieder ihren Anfang genommen, laden wir
ſtimmbegabte Freunde des Männerchorgeſanges zum
Eintritt in den Vereinschor
freundlichſt ein.
Desgleichen ſind uns ſangesgeübte Herren, welche ſich für den laufenden Winter
gastweise (und beitragsfrei) an Proben und Aufführungen beteiligen wollen,
willommen.
Schriftliche oder mündliche Anmeldungen an Herrn W. Pfeil, Mathildenſtr. 44,
erbeten.
(18508sm
Der Vorstand.
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