Darmstädter Tagblatt 1910


24. September 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt.
ſowie von unſeren Agenturen und
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Ne 224.

Samstag, den 24. September.

1910.

Die heutige Nummer hat 32 Seiten.

Preßſtimmen zum Magdeburger Parteigericht.
* Das erſte Blatt, das ſich zu dem Nachtbeſchluß des
Magdeburger Parteitages der Sozialdemokratie am Mitt=
woch
äußerte, war der ſozialdemokratiſche Vorwärts. Er
ſchrieb:
Die Abſtimmung des Parteitages beweiſt, daß die
große Mehrheit der Partei ſich mit aller Entſchiedenheit
zum Klaſſenkampf in ſeinem bisherigen Syſtem bekennt und
von der reviſioniſtiſchen Politik des Entgegenkommens an
den Klaſſenſtaat nichts wiſſen will. Das Verhältnis von
266 gegen 106 Stimmen gibt zudem das wirkliche Verhält=
nis
wahrſcheinlich nicht einmal vollſtändig wieder, beweiſt
doch die Erklärung der nordbayeriſchen Delegierten und
des im Auftrage der ſtärkſten württembergiſchen Partei=
Organiſation ſprechenden Genoſſen Weſtmeyer, daß auch in
Süddeutſchland die bereits ſehr ſtarke Oppoſition gegen den
Reviſionismus im Wachstum begriffen iſt.
Das gerade Gegenteil hiervon dürfte richtig ſein. Nicht
die Oppoſition gegen den Reviſionismus, ſondern der Re=
viſionismus
ſelbſt iſt im Wachstum begriffen.
Die Kölniſche Zeitung ſchreibt: In wüſten
Szenen haben die deutſchen ſozialdemokratiſchen Partei=
tage
ſchon manches geleiſtet. Der Herentanz aber, den die
Genoſſen in Magdeburg geſtern um die mitternächtige
Stunde aufgeführt haben, ſucht ſelbſt ſeinesgleichen. Dabei
hatte die Partei, die gegenwärtig ſo viele Leute zu Gaſte
hat, die, wenn es darauf ankommt, den Eid auf ihre Fah=
nen
verweigern würden, allen Grund, ſachlich zu verhan=
deln
, um die vielen loſen Glieder an die Partei anzuketten
und die große Zahl derer, die ſich in der Politik nach Ge=
fühlen
entſcheiden, nicht vor den Kopf zu ſtoßen. Aber daß
alle dieſe Gründe den Zuſammenprall der beiden Gruppen,
eine jedes Maß vergeſſende Auseinanderſetzung und ſchließ=
lich
den dffenen Krach nicht verhindern konnten, das legt
für den Charakter der Sozialdemokratiſchen Partei be=
redtes
Zeugnis ab und beweiſt mehr als alles andere, wie
weit die Sozialdemokratie noch davon entfernt iſt, die Erb=
ſchaft
irgend einer bürgerlichen Partei antreten zu können,
wie ſehr ſie noch revolutionär und umſtürzleriſch iſt. Bür=
gerliche
Politiker haben ſich bei der Beurteilung dieſes
häuslichen Zwiſtes das ſach= und perſonenkundige Urteil.
vor Augen zu halten, das Auguſt Bebel in ſeinem Schluß=
wort
ſprach: Bei der praktiſchen Arbeit im Reichstag
habe ich noch niemals irgend einen Unterſchied gefunden
zwiſchen Radikalen und Reviſioniſten. Auch haben die Re=
viſioniſten
in dankenswerter Offenheit dafür geſorgt, daß
ſich das Bürgertum, beſonders der Liberalismus, bei ſeinen
Beziehungen zu ihnen vorerſt die Frage zu beantworten
hat, ob der Hirt nicht vor allem den Wolf im Schafspelz ſei=
ner
Herde fernzuhalten hat. Wenn man aber auch weder
nach rechts noch nach links ſeine Liebe verſchenkt, ſo bleibt
doch der Eindruck, daß den Reviſioniſten und ihren Rechten
von der Partei Gewalt angetan worden iſt. Dieſe ſieg=
reichen
Parteigenoſſen, die, wie der Abgeordnete Richard
Fiſcher ſagte, die Reviſioniſten als beſiegte Feinde vom
Parteitag weggeſchickt haben, ſind aber vorläufig die Par=
tei
. Eines aber bleibt von den Szenen der Nacht haften
und iſt für die Bewertung der parteipolitiſchen Verhält=
niſſe
zu behalten: Die Sozialdemokratiſche Partei hat ſich
in Magdeburg wieder als ein Hort der Unduldſamkeit und
einer Stätte der Vergewaltigung gezeigt. Die Verhält=
niſſe
haben die Partei gegenwärtig wieder ſtark gemacht
und ihr zu Tauſenden die Wähler zugetrieben; daß dieſe
bielen Taufende aber in einer Partei, in der das Gefühl
für Gerechtigkeit und für politiſche Gleichberechtigung ſo
rückſichtslos zu Boden getreten wird, nicht dauernd ihr
Ideal finden werden, das ſollte für die Mitläufer die erſte
Lehre aus dieſen Szenen in Magdeburg ſein.
Die Frankfurter Zeitung iſt der Anſicht, daß
ſchon der Umſtand, daß ein Ausſchluß=Verfahren eingeleitet
Lwerden kann und wohl auch erfolgen würde, in die
Partei Zank und Streit und Zwieſpalt bringen muß und
auf die Süddeutſchen, die überzeugt ſind, in der Budget=
frage
freie Hand haben zu müſſen, ungemein erbitternd
wirken muß und ſagt weiter: Es blieben zwei Möglichkeiten,
deren eine die geweſen wäre, daß die Süddeutſchen aus
dem Exodus die Konſequenzen gezogen hätten. Das wäre
aber die Spaltung der Partei geweſen, und das beabſich=
tigen
ja die Süddeutſchen überhaupt nicht, geſchweige denn,
daß ſie jetzt, vor den Reichstagswahlen die Partei zerteilen
wollten. Die Sozialdemokratie wird ohnehin an dieſem
Magdeburg zu tragen haben. Es iſt alſo ganz begreiflich,
daß die Süddeutſchen den anderen Weg beſchreiten, daß ſie
zunächſt ignorieren und ſchweigen. Etwas anderes können
ſie im Augenblick nicht machen. Aber es iſt klar, daß durch
die Magdeburger Vorgänge die Gegenſätze in der Sozial=
demokratie
ungeheuer verſchärft worden ſind. Der Beſchluß,
der um die Mitternachtsſtunde gefaßt worden iſt, der iſt
nicht etwa ein Abſchluß, ſondern nur ein Anfang zu neuen
Kämpfen, und man darf vermuten, daß ſich dieſelben So=
zialdemokraten
, die heute in Magdeburg ſchweigen, daheim
auf die Zukunft einrichten werden.
Die Voſſiſche Zeitung faßt ihr Urteil über den
Magdeburger Beſchluß wie folgt zuſammen: Die radikale
Mehrheit hat durch ihren Beſchluß bewieſen, daß ſie den
Willen zum Mißbrauch ihrer Macht beſitzt. Nach den Vor=
gängen
von geſtern iſt eine Ausſöhnung zwiſchen den Re=
biſioniſten
und den Radikalen vom Schlage der Ledebour,
Haaſe, Luxemburg, völlig unmöglich. Die Spaltung der

Partei, ſelbſt wenn die Einheit äußerlich noch bis nach den
Wahlen aufrecht erhalten wird, iſt unvermeidlich geworden.
Nicht wie Genoſſen, ſelbſt nicht wie politiſche Gegner, wie
erbitterte Feinde ſtanden ſich in Magdeburg die Kämpfer
vielfach gegenüber Der Magdeburger Parteitag iſt für die
Entwickelung der deutſchen Sozialdemokratie vielleicht ähn=
lich
wichtig wie vor 35 Jahren der Parteitag in Gotha,
der den Zuſammenſchluß der Laſſalleaner und der Eiſe=
nacher
zu einer einheitlichen Partei beſiegelte. Ständen
die Reichstagswahlen nicht vor der Tür, ſo würde wohl
ſchon in Magdeburg ſelbſt der unaufhaltſame Zerfall der
Partei zur Tatſache geworden ſein, und die vergewaltigte
Minderheit die Annahme des Antrages Zubeil mit dem
Aufruf zur Bildung einer neuen Partei beantwortet
haben.
Die Freiſinnige Zeitung ſchreibt: Einzelne
Blätter phantaſieren ſchon von einer Spaltung in der
Sozialdemokratie Das iſt aber unſeres Erachtens völlig
unzutreſfend. Man wird ſchon Mitel und Wege ſinden,
um im Laufe der Zeit zu einer einigenden Formel zu ge=
langen
. Die Sache eilt ja auch gar nicht ſo ſehr. Der
ſchließlich angenommene Antrag Zubeil bezieht ſich nicht
auf die Budgetbewilligung des letzten Jahres, ſondern
ſpricht eine Drohung für die Zukunft aus. Der wahrſchein=
liche
Lauf der Dinge wird demgemäß folgender ſein: Im
nächſten Jahre werden die badiſchen Genoſſen zur Ab=
wechslung
einmal nicht das Budget bewilligen Gründe
dafür ſind, wie die ſozialdemokratiſche Landtagsfraktion in
Bayern und Baden gezeigt hat, ja wohlfeil wie Brom=
beeren
. Dann aber iſt die Sache auf das Jahr 1912 ver=
ſchoben
. Inzwiſchen ſind die Reichstagswahlen vor ſich
gegangen, und tritt vielleicht manches andere ein, was ſich
jetzt noch gar nicht überſehen läßt und dem linken oder
rechten Flügel der Sozialdemokratie oder beiden Flügeln
ein Nachgeben und Entgegenkommen in der Form ermög=
licht
.
Das Berliner Tageblatt meint: Den Zubeil,
Liebknecht, Haaſe, Ledebour. Stadthagen und Genoſſen
gebührt in dieſer Zeit der Ordensdekorationen eine ehrende
Anerkennung in Geſtalt eines königlich preußiſchen Ordens.
Sie haben ihn mit ihrer Dummheit verdient. Es iſt nicht
unmöglich, daß die Wirkung ſich bereits bei der Stichwahl
in Frankfurt a. O. zeigen wird. Jedenfalls: der geſtrige
Tag koſtet der Sozialdemokratie Hunderttauſende von
Stimmen, die ihr ſonſt bei den nächſten allgemeinen Wah=
len
zugefallen wären. Für den nationalliberalen Partei=
tag
in Kaſſel konnte us nichts Erwünſchteres geben, als
die radikale Drohung gegen die Vertreter des Großblock=
gedankens
. Der Sieg des Radikalismus in der Sozial=
demokratie
, zumal wenn er mit gewaltſamen und brutalen
Mitteln erzwungen wird, provoziert den Gegenſtoß der
Reaktion im Reiche wie in Preußen. Nie waren die
Vertreter des ſozialiſtiſchen Radikalismus mehr von allen
guten Gättern verlaſſen, als indem ſie die prinzipielle
Scheidung zwiſchen dem Reviſionismus und dem Radika=
lismus
in ihrer Partei mit Gewalt herbeiführten.
Die Germania führt aus: Wir halten die über=
radikalen
Sieger für kurzſichtig genug, daß ſie ſich einer
aufrichtigen Freude hingeben und wirklich glauben, einen
großen Erfolg für die Parteiſache errungen zu haben. Es
kann aber gar keinem Zweifel unterliegen, daß die Spal=
tung
der Partei ihre Stoßkraft und Anziehungskraft ganz
weſentlich lähmen muß. Die Zubeil, Stadthagen und Ge=
noſſen
haben ſo wenig Führereigenſchaften und Autorität,
daß ſie ihren Anhang ſehr bald auf Holzwege führen und
neue Spaltungen unter ihm hervorrufen würden. Wenn
der Graukopf Bebel ſich die Lage anſieht, kommt er viel=
leicht
zu der ſchmerzlichen Erkenntnis, daß er ſich ſelbſt
überlebt habe, obgleich er noch gar nicht ſo ſehr alt iſt.
Die Tägliche Rundſchau ſchreibt: So kommt
man denn zum bitteren Ende. Die Majeſtät der Maſſe, der
man hier ſo demütige Redeopfer brachte, waltet unum=
ſchränkt
. Ueber des alten Auguſt Bebel Kopf weg ſtimmen
die fanatiſch=knechtigen Diener des Gottes Demos über
die badiſchen Ketzer ab und richten ſie mit dem Zubeil. Der
raſende Se hat ſein Opfer und die Welt das Schauſpiel
einer unerhörten Blamage der deutſchen Sozialdemokratie
in oberſter Inſtanz.
Die Berliner Neueſten Nachrichten ſchreiben:
Die Rieſenpartei der Phraſe hat hier ihre Achillesferſe
offenbart. Wird nun das Bürgertum noch einmal alle
Kraft zu einem Angriff auf den verwundeten Feind zuſam=
mennehmen
? Vielleicht gelingt es Bebel noch einmal, die
Geiſter zuſammenzuhalten, aber dem Bürgertum iſt eine
Schwäche des roten Gegners offenbar geworden. Es gilt
die Gunſt des Augenblicks mit allem Willensdrang auszu=
nutzen
.
Die freikonſervative Poſt glaubt nicht an eine Spal=
tung
. Der Wortführer der Badener Sozialdemokraten hat
in ſeiner Magdeburger Verteidigungsrede in der offenſicht=
lichen
Abſicht, ſich bei dem Parteitag gut einzuführen, die
heſtigſten Angriffe gegen den Kaiſer und das kaiſerliche
Haus gerichtet; er hat dadurch, wenn auch unabſichtlich, den
ſchlagenden Beweis dafür erbracht, welch großes Maß von
Freiheit ſelbſt gegenüber dem Kaiſerhaus in Deutſchland
und in dem von den Sozialdemokraten ſo verpönten Preu=
ßen
gewährt wird. Demgegenüber iſt es nicht ohne In=
tereſſe
daß derſelbe ſozialdemokratiſche Abgeordnete auf
dem Parteitage ſelbſt am eigenen Leibe zu verſpüren hatte,
in welchem Maße innerhalb der ſozialdemokratiſchen Par=
tei
die Minderheit von der Mehrheit vergewaltigt wird.
Er hat ſelbſt in dem Schlußwort hervorheben müſſen, daß
die Mehrheit durch einen vor der Debatte eingebrachten An=
trag
die Abſicht bekundet habe die Badener ungehört zu
verurteilen. Es folgte dann die geſchäftsmäßige Verge=

waltigung, die die Reviſioniſten veranlaßte, den Saal zu
verlaſſen. Man wird gut tun, ſich dieſer Vorgänge zu er=
innern
, wenn von ſozialdemokratiſcher Seite wieder einmal
Sturm gegen die ſtaatlichen Einrichtungen Preußens und
gegen die Verhandlungen in den parlamentariſchen Körper=
ſchaften
des Reiches und der Bundesſtaaten gelaufen wird.
Wenn es noch eines Beweiſes dafür bedurft hätte, daß der
ſozialdemokratiſche Zukunſtsſtaat, um das treffende Wort
Eugen Richters zu gebrauchen, den Charakter des Zucht=
haufes
haben würde, ſo iſt dieſer Beweis mehr als aus=
reichend
durch die Vergewaltigung erbracht, die die revi=
ſioniſtiſche
Minorität auf dem Magdeburger ſozialdemokra=
tiſchen
Parteitage ſoeben erfahren hat.
Der Karlsruher ſozialdemokratiſche
Volksfreund nennt die Annahme des Zubeilſchen An=
trages
eine Vergewaltigung, die für die badiſche Sozial=
demokratie
von den weitgehendſten Folgen begleitet ſein
könne. Mit einer Annahme des Zubeilſchen Antrages=
habe
man nicht nur die ſüddeutſche Sozialdemokratie in
ihrem praktiſchen Handeln an Händen und Füßen gebun=
den
, man habe der geſamten deutſchen Sozialdemokratie
den ärgſten Schaden zugefügt. Das dürſe die Mehrheit
einer Partei, die die Gleichheit und Freiheit auf ihre Fahne
geſchrieben habe, niemals. Sie ſtoße ſich ſonſt den Dolch ins
eigene Herz. Das Blatt ſagt weiter: Was die Folgerung
anlangt, daß auch in Süddeutſchland die bereits ſo ſtarke
Oppoſition gegen den Reviſionismus im Wachſen begriffen
ſei, ſo glauben wir nicht, daß die ſüddeutſchen Parteigenoſ=
ſen
nunmehr in hellen Scharen ſich zum Zubeil und ſeine
Mehrheitsfreunde ſammeln werden. Das Gegenteil dürſte
den Tatſachen entſprechen, wie aus einigen Zuſchriften
hervorgeht, die heute morgen bei uns eingetroffen ſind und
in denen ſcharf die letzten Taten der Zubeil=Mehrheit
verurteilt werden.
Spionen=Furcht.
Dem Berliner Lokalanzeiger geht von ſeinem Kor=
reſpondenten
aus London folgende Zuſchrift zu: Ein
Mr. Darnley Steward Steffens, der ſich Major tituliert,
machte in der am 22. ds. Mts. erſchienenen Nummer einer
hieſigen Wochenſchrift die welterſchütternde Mitteilung, daß
der Chef der deutſchen Militär=Spionage im Zuſammen=
hange
mit dem Prozeßverfahren gegen den Leutnant Helm
in London eingetroffen und in einem Hotel am Bucking=
ham
=Palaſt abgeſtiegen ſei. Dieſe gefährliche Perſönlich=
keit
, die durch ein Berliner Poſtamt in der Nähe der Pots=
damer
Brücke einen umfangreichen Briefwechſel mit Korre=
ſpondenten
in England unterhalte, ſei natürlich ein preu=
ßiſcher
Offizier und zwar ein Oberſt. Er reiſe in England
ſtets unter dem Pſeudonym James Brandt und habe ſei=
nen
für die Sicherheit Britanniens ſo ungemein bedroh=
lichen
Poſten ſeit Jahren inne, obwohl er hier ſchon wie=
derholt
abgefaßt worden ſei. Zur Beruhigung der hieſigen
Gemüter fügt der Major hinzu, daß der Kriegsminiſter
Haldane gleich nach Beginn des nächſten Parlaments ein
Geſetz durchzubringen gedenke, wonach jeder aktive oder
ehemalige deutſche Offizier ſich künftig unmittelbar nach
der Landung den britiſchen Behörden in ſeiner militäriſchen
Eigenſchaft anzumelden hat, bei Strafe ſofortiger Aus=
weiſung
im Erkennungsfall. Der Korreſpondent
des genannten Blattes fügt noch hinzu, es wäre
der Beruhigung mancher britiſcher Gemüter viel=
leicht
dienlicher, wenn ſichtlich übergeſchnappte Patrio=
ten
, wie der Major Steward Steffens, fortan von Regie=
rungswegen
an der Veröffentlichung von Brandartikeln
dieſer Art verhindert würden. Entweder ſtehen gegenwär=
tig
zu viel engliſche Gummizellen leer oder es ſind deren
zu wenige.
Der Streit um die türkiſche Anleiße.
* Daily News erklären zu der Frage der türkiſchen
Anleihe, die franzöſiſchen Bedingungen ſeien rein politiſch
und für die Türkei demütigend. Daily Graphie verur=
teilt
die Kampagne wilder Verleumdung und Einſchüch=
terung
, durch die die franzöſiſchen Zeitungen die Aufnahme
der türkiſchen Anleihe in London zu verhindern ſuchten;
wenn die Franzoſen die Anleihe nicht wollten, ſo ſei das
ihre Sache. Aber das ſei kein Grund, der die Türken ver=
hindern
könnte, die Anleihe anderwärts zu erhalten oder
der England verhindern könnte, ſie zu gewähren. Reuter
erfährt überdies aus verläßlicher Quelle, daß die Nachricht,
eine engliſche Gruppe habe irgend welche, mit einer An=
leihe
an die türkiſche Regierung in Verbindung ſtehende
Verträge unterzeichnet, unwahr iſt. Der türkiſchen Regie=
rung
ſei vielmehr von den engliſchen Finanzleuten beſtän=
dig
nahegelegt worden, mit der franzöſiſchen Gruppe zu
einem Abkommen zu gelangen. Die Times tadelt die Pa=
riſer
Blätter, die ſehr voreilig an die Berichte über Caſſels
Unterhandlungen weitreichende unfreundliche Kommentare
über Hinterliſt der britiſchen Finanzgruppe und die geän=
derte
Haltung der engliſchen Regierung geknüpft hätten.

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Der Figaro ſchreibt: Der franzöſiſche Botſchafter in
London, Cambon, iſt nach einem mehrwöchigen Aufenthalt
in Konſtantinopel in Paris wieder eingetroffen. In den
Unterredungen, die er mit den einflußreichſten jungtür=
kiſchen
Staatsmännern hatte, gewann er die Ueberzeugung,
daß die gegenwärtige Kriſis in den franzöſiſch=türkiſchen
Beziehungen nur eine vorübergehende ſei. Die Franzo=
ſen
müßten nur ihre Ruhe und Kaltblütigkeit bewahren
und die Jungtürken würden, ſelbſt wenn ſie gegenwärtig
Luſt haben, eine Walzertour mit einem anderen zu tanzen,
nicht verfehlen, reuig zu Frankreich zurückzukehren.

Deutſches Reich.
Monarchenbegegnungen. Auch die eng=
liſche
Weſtminſter Gazette nimmt zu dem von mehreren
feſtländiſchen Zeitungen verbreiteten Gerücht Stellung, daß
König Georg demnächſt Kaiſer Wilhelm auf Schloß Kron=
berg
und hinterher das großherzogliche Paar von Heſſen=
Darmſtadt beſuchen wolle. Sie erklärt, daß an dieſen Be=
hauptungen
kein wahres Wort ſei.
Metallarbeiter=Ausſperrung. Die von
dem Verbande Deutſcher Metall=Induſtrieller beſchloſſene
Ausſperrung von 400000 Mann wird kaum zur Ausfüh=
rung
kommen. Beide Parteien haben, wie der B. Z."
mitgeteilt wird, das Bedürfnis, die Differenzen zwiſchen
Seeſchiffswerften und den Werftarbeitern durch einen Ver=
gleich
aus der Welt zu ſchaffen. Es iſt bereits eine Kon=
ferenz
zwiſchen dem Verbande der Induſtriellen und dem
Deutſchen Metallarbeiter=Verbande angeregt. Nach Erle=
digung
einiger Formalitäten ſoll die erſte Einigungs= Kon=
ferenz
am Montag ſtattfinden.
Der Hauptausſchuß für die ſtaatliche
Penſionsverſicherung der Privatange=
ſtellten
hat als Beilage ſeiner Korreſpondenz ein Flug=
blatt
erſcheinen laſſen, das ſich an die ſelbſtändige Ge=
ſchäftswelt
wendet und in welchem mit kurzer Begründung
dargelegt wird, welchen Nutzen die Einführung einer aus=
reichenden
Sicherung der Angeſtellten für die Prinzipalität,
für das Geſchäftsleben und auch für die Allgemeinheit
haben würde.
Es wird darauf hingewieſen, daß eine Befeſtigung
des Weges durch das Leben, der jetzt ſehr unruhig und für
viele Privatangeſtellte durch trübe Ausſichten verdunkelt iſt,
eine große Beruhigung herbeiführen würde und damit eine
Steigerung der Berufsfreude, der Arbeitsfreude und der
Leiſtungsfähigkeit. Sehr wichtig erſcheint ferner der Um=
ſtand
, daß unter den gegenwärtigen Verhältniſſen der
Nachwuchs der Mittelſchichten ſich mehr und mehr daran
gewöhnt, die Beamtenlaufbahn in Staat und Gemeinde
aufzuſuchen, und daß dadurch dem Handel und der Indu=
ſtrie
tüchtige Kräfte verloren gehen. Das Blühen unſerer
wirtſchaftlichen Entwickelung ſei aber zum guten Teil auf
den dauernden Zufluß vorzüglicher Hilfskräfte angewieſen.
Die Sicherung der Privatangeſtellten würde viele, die ſich
jetzt noch aus Sorge vor dem Altwerden mit ſeiner Stellen=
loſigkeit
und fruchtloſen Stellenſuche mit mühſam beſchaff=
ten
Mitteln ſelbſtändig machen, von dieſem Schritte ab=
halten
. Eine Menge kleiner und oft ungeſunder Grün=
dungen
würde unterbleiben und damit der Konkurrenzdruck
gerade im Kleinhandel und Kleingewerbe nachlaſſen. Die
letzte Betriebszählung hat gezeigt, daß die Zahl der Selb=
ſtändigen
nur in der Gruppe Handel und Verkehr zugenom=
men
hat, während ſie in der Induſtrie und in der Land=
wirtſchaft
und ſonſt überall zurückgegangen iſt; faſt die
ganze Vermehrung von beinahe 20 Prozent kommt aber
auf Rechnung der Kleingeſchäfte. Eine Stärkung der Kauf=
kraft
, die beſonders wieder den kleinen Geſchäftsleuten zu=
gute
kommen würde, müßte ferner darin liegen, daß viele
Tauſende von altgewordenen Leuten, die ſich jetzt mühſam
durchſchlagen, anderen Konkurrenz machen oder ganz zur
Laſt liegen, dann noch Konſumenten ſein würden, die ſichere
Einnahmen haben und daher etwas ausgeben können.
Noch durch einige andere Hinweiſe wird vom Hauptaus=
ſchuß
dargetan, daß die Belaſtung von vier Prozent des
Gehalts, die die Geſchäftsinhaber treffen ſoll, eine Aus=
gabe
ſein würde, die, abgeſehen von allen höheren Ge=
ſichtspunkten
und nur rein kaufmänniſch betrachtet, eine
gute Verzinſung erwarten läßt. Es iſt bekannt, daß ſich
bereits eine große Reihe von beachtenswerten Einzelſtim=
men
, namentlich aber von Korporationen der ſelbſtändigen
Unternehmerſchaft, für eine wirkſame und den Verhältniſſen
angemeſſene Verſicherung der Privatangeſtellten ausgeſpro=
chen
haben, und es iſt anzunehmen, daß dieſe Kreiſe, wenn
im bevorſtehenden Herbſte die Geſetzesvorlage erſcheint,
dieſelbe wohlwollende Stellung einnehmen werden.
Der Statthalter von Elſaß= Lothrin=
gen
, Graf von Wedel, hielt in Lörchingen aus Anlaß der
Eröffnungsfeier der Bezirkspflegeanſtalt eine Rede, in der
er auf gewiſſe, in jüngſter Zeit kräftiger in die Erſcheinung
getretene Beſtrebungen des Souvenir frangais Bezug
nahm. Der Statthalter äußerte den Wunſch, daß die ge=

Moderne Völkerwanderungen,

meinſame Arbeit aller ſich nicht nur auf das Gebiet der
Volksfürſorge und der Nächſtenliebe beſchränken, ſondern
daß ſie ſich auch immer mehr und freudig auf dem großen
Gebiete der Geſamtintereſſen des engeren und weiteren
Vaterlandes betätigen möge. Kein verſtändiger Menſch
denke daran, den Eingeborenen ihre berechtigte Eigenart
zu rauben, ſie in der Pflege ihrer Erinnerungen oder gar
in der pietätvollen Ehrung der Toten zu hindern, voraus=
geſetzt
indeſſen, daß dieſer Kultus ſich in denjenigen Gren=
zen
halte, die ihm durch den Ernſt ſeines Charakters, ganz
beſonders aber auch durch die Stellung des Landes als
Glied des Deutſchen Reiches gezogen ſind. Im weiteren
Verlaufe ſeiner Rede erklärte es der Statthalter als eine
Verſündigung an den jungen Generationen, wenn ſie an
manchen Orten durch die Erziehung im Geiſte einer poli=
tiſchen
Vergangenheit, die ſie nicht gekannt haben, mit
Empfindungen durchtränkt werden, unter denen einſt ihre
Großväter und Väter ſchmerzlich litten. Wer die geſchicht=
lichen
Tatſachen negiere oder ihnen gar entgegenarbeite, der
jage einem unerreichbaren Phantom nach und diene nicht
dem Wohle ſeines Vaterlandes, deſſen Geſchicke nun ein=
mal
durch unantaſtbare Verträge geſtaltet worden ſeien.
Nur wer den Blick nach vorwärts richte, habe eine Zu=
kunft
, und nur auf dem Boden der gegebenen nationalen
Verhältniſſe könne ſich die Ausgleichung noch vorhandener
Gegenſätze nach und nach vollziehen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Ungariſche Anleiheverhandlungen. Fol=
gendes
hochoffizielle Kommuniqué wurde, wie aus Peſt
gemeldet wird, ausgegeben: Den Münchener Neueſten
Nachrichten zufolge habe Finanzminiſter Lukacs in Sachen
der ungariſchen Anleiheverhandlungen mit einer deutſchen
Finanzgruppe eingeleitet, doch ſollen dieſe noch kein Re=
ſultat
gezeitigt haben, weil man eine Emiſſion in Deutſch=
land
nicht für opportun hält. Demgegenüber erklärt der
Finanzminiſter, daß dieſe Nachricht nicht der Wahrheit
entſpräche, da die ungariſche Regierung bezüglich der An=
leihe
bis jetzt noch gar keine Verhandlungen eingeleitet
habe.
Italien.
Der Bürgermeiſter von Rom und der
Vatikan. Bürgermeiſter Nathan hielt, umgeben von
Vertretern der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden Roms,
bei einem Feſte vor einer gewaltigen Volksmenge eine
vielbemerkte Anſprache, in der er u. a. ausführte, daß die
traditionelle vererbte Unfehlbarkeit des Papſtes in die
Volksſitten übergegangen ſei, wie ſich bei der apuliſchen
Epidemie zeige, wo das Volk vor der Madonna Gelübde
ablege und die Aerzte erdolche, eine Unfehlbarkeit, die alle
menſchlichen Fortſchritte boykottiere und das helle Tages=
licht
verdunkeln wolle. Die Rede rief im Vatikan großen
Zorn hervor. Corriere d’Italia ſchreibt: Es dürfte dem
Bürgermeiſter einer Stadt nicht geſtattet ſein, über die kathol.
Religion ſo zu ſprechen, wie Nathan es getan hat. Der
vatikaniſche Oſſervatore Romano bittet ſeine Leſer um
Verzeihung, wenn auch er ihnen die ſchimpfliche und un=
grammatikaliſche‟
Rede Nathans darbietet, aber gewiſſe
Dokumente menſchlicher Gemeinheit und menſchlicher Be=
ſtialität
müßten zum unparteiiſchen Urteil in ihrem gan=
zen
Umfange der Geſchichte unterbreitet werden. Der
knabenhafte Patriotismus, in deſſen Namen die Breſche
bei der Porta Pia geöffnet wurde, ſei wie ein Meteor vor=
über
. An ſeine Stelle ſei mit ſolchen Reden der Satanis=
mus
getreten. Der Popolo Romano ſchreibt: Wenn man
den Tag feiert, der Rom allen Italienern gab, nicht nur
den Freimaurern und Umſtürzlern, ſo hat man die Pflicht,
über ſeine perſönliche Anſchauung hinaus in eine reine
Atmoſphäre ſich zu erheben, in der man des Beifalls der
Mehrheit der Nation ſicher iſt. Das hat Nathan in ſeiner
Rede leider nicht getan. Die katholiſchen Vereine Roms
erlaſſen eine geharniſchte Erklärung gegen die bisher in
ihrem genauen Wortlaute noch nicht bekannte, Papſt und
Kirche ſcharf angreifende Rede des Bürgermeiſters.
Frankreich und Braſilien.
Miniſter Pichon erhielt von Clemenceau aus Rio de
Janeiro ein Telegramm, in dem dieſer mitteilt, daß er
vom Senat in öffentlicher Sitzung empfangen und vom
Präſidenten mit einer Frankreich in den wärmſten Aus=
drücken
verherrlichenden Rede begrüßt worden ſei. Er,
Clemenceau, habe mit dem Wunſche erwidert, daß dieſe

Kundgebung den Beginn einer noch engeren franzöſiſch=
braſilianiſchen
Freundſchaft bedeute. Miniſter Pichon
dankte Clemenceau telegraphiſch dafür, daß er für die Ver=
mehrung
des franzöſiſchen Einfluſſes in Braſilien und die
Förderung der Freundſchaft zwiſchen beiden Ländern ge=
wirkt
habe.
Schweden.
Wahlen zur Erſten Kammer. Bei den jetzt
beendeten Wahlen zu einem Fünfte der Erſten Kammer
(im ganzen 33 Mandate) gewannen die Linke 11, die So=
zialiſten
3 Sitze.
Amerika.
Die Verbrüderung Südamerikas. Aus
Santiago de Chile, 22. Sept., wird gemeldet: Die Rede,
in der geſtern der argentiniſche Miniſter des Aeußern bei
dem aus Anlaß der Hundertjahrfeier der Unabhängigkeit
Chiles in Las Paz veranſtalteten Feſtmahl die Verbrü=
derung
Chiles, Argentiniens und Braſiliens feierte, gibt
der Preſſe Anlaß zu Kommentaren, in denen der Glaube
an eine baldige politiſche Union dieſer drei Länder viel=
fach
Ausdruck findet.
Perſien.
Der Regent iſt am 22. ds. Mts. geſtorben.
Der Regent Azid el Molk hat nur wenig über ein Jahr
die Regentſchaft über Perſien geführt. Im Juli des ver=
gangenen
Jahres wurde der verfaſſungsbrüchige Schah
Mohamed Ali abgeſetzt und Azil el Molk für den minder=
jährigen
Thronerben Achmed Mizza zum Regenten er=
nannt
. Dem Sieg der Revolution folgte der Erlaß eines
Wahlgeſetzes, die Einberuſung des Parlaments und die
Ernennung eines konſtitutionell verantwortlichen Miniſte=
riums
. Unter den gegenwärtigen Verhältniſſen in Perſien
kommt ein Thronwechſel ſehr ungelegen.

* Kiel 22. Sept. Die herrſchende Fleiſch=
not
hat den Deutſchen Seefiſchereiverein veranlaßt,
gemeinſam mit Kieler Vereinen öffentliche Fiſchkoch=
kurſe
zu veranſtalten, um Wenigbemittelten die ver=
ſchiedenen
Möglichkeiten, ein billiges Fiſchgericht
ſchmackhaft herzuſtellen, vorzuführen. Der Deutſche
Seefiſchereiverein ſendet im November eine Vertre=
terin
nach Kiel, die hier eine Anzahl Kurſe veranſtal=
tet
. Der Fiſchverbrauch ſteigt langſam, weil viele
Frauen der breiten Volksſchichten in der Bereitung
zu wenig Erfahrung beſitzen.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. September.
L. Am Provinzialausſchuß verkündigte geſtern der
Provinzialdirektor Fey zuerſt das iin dem Enteignungs=
verfahren
wegen der Erweiterung des Bensheimer
Bahnhofs erlaſſene Urteil. Dasſelbe erkennt die
Abtretung des Geländes wie beantragt, als notwendig
an, genehmigt den vorliegenden Plan und ſetzt die
Preiſe im weſentlichen in der von der Ortsabſchätz=
ungskommiſſion
vorgeſchlagenen Höhe feſt.
Verhandelt wurde zuerſt über den Antrag des
praktiſchen Arztes Dr. Alberts von Bensheim
auf Entziehung des dem Kraftfahrzeugführer Paul
Venediger von da erteilten Führerſcheins. Am 9. Juni
fuhr der Antragſteller mit einem Begleiter von Auer=
bach
her die Darmſtädter Straße entlang; ihm folgte
das Automobil des Sanitätsrats Dr. Wiegand, das
Venediger führte. An dem Hauſe der Profeſſor Stoll
Witwe hielt die Droſchke des Dr. Alberts an; als die
Inſaſſen jedoch ausſteigen wollten, wurde der Beglei=
ter
vom Trittbrett geſchleudert, Dr. Alberts kam mit
dem Schrecken davon. Das Auto hatte mit dem rechten
Vorderrad das linke Hinterrad der Droſchke gefaßt; er=
hebliche
Beſchädigungen kamen nicht vor. Der Antragſtel=
ler
erblickt ein ſtrafbares Verſchulden des Chauffeurs dar=
in
, daß er, ohne ein Warnungszeichen zu geben, ſo nahe
hinter ſeinem Wagen herfuhr, daß es ihm nicht möglich
war, auszuweichen. Venediger genießt den Ruf eines
nüchternen und zuverläſſigen Mannes, zweimal war
er als Lehrer zu militäriſchen Uebungen eingezogen.
Der mit der Vornahme der Ermittelungen beauftragte
Schutzmann gewann die Ueberzeugung, daß an dem
Unfall die eigenartige Situation allein die Schuld trage.
Das Auto und die Droſchke fuhren gemütlich hinter=
einander
her. Als letztere plötzlich anhielt und gleich=
zeitig
ein Auto und ein Steinfuhrwerk entgegen kamen,
war es dem Venediger nicht mehr möglich, auszu=
weichen
. Der praktiſche Arzt Dr. Miſchlich von
Zwingenberg, welcher in dem entgegenkommenden
Auto ſaß, hatte nicht den Eindruck, daß Venediger ſich
eines Leichtſinns oder gar einer ſtrafbaren Nachläſſig=
keit
ſchuldig gemacht habe. Rechtsanwalt Sieger, wel=
cher
den Chauffeur vertrat, machte den Kutſcher des
Dr. Alberts für den Zuſammenſtoß verantwortlich,
weil dieſer, ehe er anhielt, ein Zeichen hätte geben
ſollen. Die Entſcheidung lautete dahin, daß dem
Venediger 14 Tage lang, von der Rechtskraft
des Urteils an, der Führerſchein zu entziehen ſeiz

hinter deren Zahlen die alten Völkerwanderungen
verſchwinden, ſind die Bevölkerungsverſchiebungen,
wie ſie unſere wirtſchaftliche Entwicklung gezeitigt hat.
Was bedeuten die 10000 Abwanderer im großen Bu=
rentreck
von 1834 bis 1836 gegen die Hunderttauſende,
die heute an den modernen Ab= und Zuwanderungen
beteiligt ſind!
Die wichtigſte Wanderung, ſowohl nach der Zahl
der Beteiligten wie nach den erzielten Wirkungen, iſt
ohne Zweifel die gewaltige Abwanderung nach den
Vereinigten Staaten während der letzten Jahrzehnte.
Und in dieſer Wanderbewegung kommt am deutlichſten
zum Ausdruck, wie abhängig die Wanderbewegung iſt
von den wirtſchaftlichen Zuſtänden im Heimatlande der
Auswanderer. So lange die wirtſchaftlichen Verhält=
niſſe
in Deutſchland unbefriedigend waren, ſo lange
blieb auch die Auswandererbewegung eine überaus
ſtarke, bis ſie dann in den 80er Jahren des letzten
Jahrhunderts ihren Höhepunkt fand. Erſt ſeit dem
Jahre 1894 aber, ſeit unſer Handel und unſere Indu=
ſtrie
ſo mächtige Fortſchritte gemacht haben, iſt die
deutſche Auswanderung nach Nordamerika ſo geſun=
ken
, daß ſie keine weſentliche Schädigung mehr be=
deutet
. Auch aus Großbritannien und aus den ſkan=
dinaviſchen
Ländern ſind in den letzten Jahren weni=
ger
Auswanderer nach Amerika gegangen; dagegen iſt

die Auswanderung ganz bedeutend gewachſen aus
Rußland, Italien und Oeſterreich=Ungarn, alſo aus
Ländern, in denen die Erwerbsverhältniſſe ganz un=
günſtig
oder nicht beſonders befriedigend liegen. Und
zwar aus Italien von 474235 auf 1137377 Perſonen
oder von 10,4 Prozent auf 24,4 Prozent, aus Oeſter=
reich
=Ungarn von 476 478 auf 1017216 Perſonen oder
von 10,4 auf 21,8 Prozent, aus Rußland von 379 241
auf 768598 Perſonen oder von 8,3 Prozent auf 16,6
Prozent. Aus allen übrigen Ländern war die Ein=
wanderung
nicht beſonders gewachſen. Auch von Oſt=
aſien
aus macht ſich eine außerordentlich ſtarke Wan=
derbewegung
bemerkbar. So wird die Zahl der Chi=
neſen
, die nach allen Teilen der Welt ausgewandert
ſind, auf ungefähr 15 Millionen eingeſchätzt. Die
Chineſen, die hauptſächlich wegen der Uebervölkerung
in China auswandern, begnügen ſich überall mit den
niedrigſten Löhnen und machen auch zugleich die
ſchmutzigſten Arbeiten. Die meiſten Chineſen wandern
nach einigen Jahren wieder zurück ins Reich der Mitte,
doch an deren Stelle ziehen immer wieder neue Scha=
ren
fort. Den auswandernden Japanern kommt es
vielfach auf Erwerbung techniſcher Kenntniſſe und Er=
lernung
neuer Arbeitsmethoden an.
Auch in Deutſchland hat die Wanderbewegung wäh=
rend
der letzten Jahrzehnte infolge des Aufſchwungs
von Induſtrie, Handel und Bergwerksbetrieb eine
große Bedeutung angenommen. Davon nur einige
Zahlen von den Jahren 1895 bis 1900. Während dieſer

Zeit hat Wanderungsverluſte zu verzeichnen: Oſtpreu=
ßen
146000 Bewohner, Weſtpreußen 70000, Pommern
55000, Poſen 128000, Schleſien 73000 Sachſen 64000
und Hannover gegen 20000. Dagegen hatten andere
Landesteile und Stadtbezirke auch große Gewinne aus
der Wanderbewegung. Ebenfalls von 1895 bis 1900
hatten durch Wanderung gewonnen: Berlin 127000
Bewohner und das übrige Brandenburg 107000, weis
ter die Provinz Weſtfalen 178000 und Rheinland=
182000, die Bundesſtaaten Königreich Sachſen 90000
und Baden 30000 Bewohner; die drei freien Reichs=
ſtädte
zuſammen 55000, Hamburg allein 34000 Bewoh=
ner
. In Verbindung mit dieſer Binnenwanderung
hat in den letzten Jahren in Deutſchland auch die Zu=
wanderung
ausländiſcher Wanderarbeiter einen be=
deutenden
Umfang angenommen.
Welche Bevölkerungsverſchiebungen durch dieſe
Wanderungen entſtehen, zeigt eine Unterſuchung in
Königsberg in Preußen. Dort hatte der Magiſtrats=
kommiſſar
für die Invalidenverſicherung während der
Zeit vom 1. Januar 1900 bis Ende März 1905 aus
jedem Renten= und Beitragserſtattungsantrage den
Geburtsort des Antragſtellers ermittelt; das geſamte
Material ergab, daß nur 20 Prozent der ermittelten
erwachſenen Arbeiter in Königsberg geboren waren,
während 76 Prozent aus den verſchiedenſten Teilen der
Provinz Oſtpreußen und die übrigen 4 Prozent aus
weiter abliegenden Bezirken ſtammten,

[ ][  ][ ]

Seite 3.

Nummer 224.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

er hat die Koſten, ſowie eine Gebühr von 3 Mark zu
zahlen.
Der Ortsarmenverband Fürth i. O. klagt
gegen denjenigen in Ober=Ramſtadt wegen Ueber=
nahme
und Erſtattung der Pflegekoſten für die drei
minderjährigen Söhne des Weichenſtellers Johann
Schuchmann von Ober=Ramſtadt. Die Kinder, welche
an Geiſteskrankheit und Epilepſie leiden, fanden im
Jahre 1903 durch Beſchluß des Kreisausſchuſſes Auf=
nahme
in das Aliceſtift. Am 1. April 1904 wurde
Schuchmann nach Sprendlingen und am 1. April 1908
nach Fürth verſetzt. Am 25. Juli 1908 entließ der
Kreisausſchuß Darmſtadt mit Rückſicht auf den Weg=
zug
des Vaters die Kinder aus der Anſtalt. In Fürth
ſtellte ſich aber bald die Notwendigkeit heraus, die Kin=
der
wieder in einer Anſtalt unterzubringen; man
ſchickte ſie daher wieder in das Aliceſtift. Es wurde
beſchloſſen, in dieſer Beziehung vorerſt noch eigene
Ermittelungen vorzunehmen. In der früher ſchon
verhandelten Klage des Ortsarmenverbandes Erbach
gegen die Gemeindeverſicherung Ober=Sensbach
wegen Erſatzes von Krankenhauskoſten für die Dienſt=
magd
Marie Rauenzehner von Falken=Geſäß ergab die
Zeugenvernehmung, daß das Mädchen, ehe es in Ober=
Sensbach eintrat, in Falken=Geſäß wegen Faulheit und
nicht wegen Krankheit entlaſſen worden iſt. Ober=
Sensbach wurde daher der Klagbitte gemäß verurteilt.
n. Die Strafkammer hatte ſich geſtern mit verſchie=
denen
Diebſtahlsanklagen zu beſchäftigen, bezüglich
deren die rückfälligen Angeklagten geſtändig waren.
Nur die 37 Jahre alte Arbeiterin Johann Göller
Ehefrau aus Offenbach und der 27jährige Por=
tefeuiller
K. Sanver von da verſuchten Aus=
flüchte
. Erſtere, die eine recht bewegte (durch öftere
Strafen, auch Arbeitshaus, unterbrochene) Vergangen=
heit
aufweiſt, hatte früher zwei Jahre lang bei einer
Offenbacher Arbeiterfamilie gewohnt, und war im
Februar dieſes Jahres wieder bei ihr erſchienen. Arg=
los
nahm man ſie auf, bemerkte aber andern Tages,
daß ſie mit einem Schließkorb voll Wäſche und Kleid=
ungsſtücken
das Weite geſucht hatte. Einige der Sachen
hatte ſie vor Jahren jener Familie geſchenkt, wofür ihr
Gegengeſchenke zuteil wurden. Nun wollte ſie glauben
machen, in beſtem Bewußtſein ſich ihr früheres Eigen=
tum
zurückgenommen zu haben. Mit mildernden Um=
ſtänden
wurde ſie zu fünf Monaten Gefäng=
nis
verurteilt. Dem zweiten Angeklagten diente
vorgeſchützte Unzurechnungsfähigkeit als Verteidigung;
er behauptete plötzlich in der Verhandlung, pſychiſch
krank zu ſein, zeigte aber durch ſein ganzes Auftreten
deutlich volle Zurechnungsfähigkeit. Bei ihm hat man
es mit einem gemeingefährlichen Fahrraddieb zu tun,
unter deſſen Vorſtrafen ſich eine von drei Jahren
Zuchthaus wegen zehn Fahrraddiebſtählen befindet.
Vom 15. bis 20. Auguſt dieſes Jahres hatte er in
Frankfurt und Offenbach vier Räder von der Straße
weg ſich angeeignet und für geringen Erlös veräußert.
Seiner ihn beherbergenden verheirateten Schweſter
dankte er, indem er ihr eine Taſchenuhr ſtahl. Der von
ihr geſtellte Strafantrag wurde heute zurückgezogen,
ſo daß er der Strafe (durch Einſtellung des Verfah=
rens
) entgeht und ſie die Koſten zu tragen hat. Jene
Fahrraddiebſtähle trugen ihm dagegen zwei Jahre
Zuchthaus nebſt fünf Jahren Ehrverluſt ein.
Ebenfalls ein Offenbacher, der 37 Jahre alte Schuh=
macher
Johann Hüllmantel, hatte ſeinem Mie=
ter
, Portefeuiller E., aus deſſen Werkſtatt ſechs Dutzend
teils fertige, teils angefangene Damenledertaſchen
(Wert 80 Mark) entwendet und für 28 Mark verkauft,
1 Jahr Gefängnis nebſt fünfjährigem Ehrverluſt
fühnen dieſe Tat. Nicht ungeſtraft mißbrauchte der
16jährige, bei Freiherrn von Wangenheim auf Hof
Haina beſchäftigte R. Guſt. Wöll aus Groß= Glie=
nicke
das ihm geſchenkte Vertrauen. Er hatte täglich
die Milchſendungen zur Bahnſtation Wolfskehlen zu
fahren und Pakete zur Bahn und von dieſer mitzu=
nehmen
. Er erbrach mehrere von ihnen, eignete ſich
deren Gegenſtände (auch 10 Mark aus einem Briefe)
an und verſchloß ſie wieder. Seine Tat wurde nicht
als ſchwerer Diebſtahl nach Paragraph 243 Abſatz 4 des
St.=G.=B., ſondern als Unterſchlagung anvertrauter
Sachen angeſehen und mit ſechs Wochen Gefäng=
nis
, abzüglich vier Wochen Unterſuchungshaft, ge=
ahndet
.
Herr Oberlehrer Dr. Strecker in Nauheim hat
einer von ihm verfaßten Broſchüre einen Anhang, be=
titelt
: Geſchichte meiner Maßregelung
beigegeben. Darin findet ſich folgende bemerkens=
werte
Stelle:
Die Maßregelung betraf lediglich die Form
meines Vorgehens. In Bezug auf dieſe war ich gern
bereit, zuzugeben, daß meine Sonntagsgedanken und
insbeſondere das darin rhetoriſch fingierte Geſpräch

Kleines Feuilleton.
* Die neuen öſterreichiſchen Hundert=
kronennoten
. Es ſcheint neuerdings Mode zu
werden, die Figuren auf allerlei Wertpapieren zu phy=
ſiognomiſch
=mediziniſchen Studien zu verwenden. Man
wird ſich vielleicht daran erinnern, daß vor einigen
Monaten die Geſtalten auf einer neuen franzöſiſchen
Banknote auf ihren Gehalt von pathologiſchen Erſchei=
nungen
hin geprüft wurden. Dasſelbe Schickſal iſt nun
der neuen öſterreichiſchen Hundertkronennote wider=
fahren
. Ein Leſer der Wiener Neuen Freien Preſſe
hat dieſem Blatt folgende Beobachtungen mitgeteilt:
Der blaſſe, von allerlei ſonderbaren Ornamenten um=
kritzelte
Frauenkopf auf der Banknote verleitet zu
hyſiognomiſchen Studien, denn er iſt von unheim=
licher
Realiſtik. Was würde Papa Lavater aus dieſer
kurzen, breiten, unheimlich aufgedunſenen Phyſiogno=
mie
alles herausgeleſen haben? Der einfache Mann
aus dem Volke wird, wofern er überhaupt je in die
Lage kommen ſollte, dieſes Geſicht in der Nähe zu ſtu=
dieren
vielleicht bloß die Aehnlichkeit mit einer
Waſſerleiche feſtſtellen; dem modernen, mediziniſch
gebildeten Betrachter fallen dagegen vor allem die her=
vortretenden
Augen auf (Exophthalmus), und da ſich
die Dame eine Girlande, die freilich mehr wie eine
Schlange ausſieht, vor den Hals hält, ſo iſt kaum
daran zu zweifeln, daß dieſer Hals ein Blähhals
iſt; wir ſehen alſo hier unzweifelhafte Anzeichen der
Baſedowſchen Krankheit. Das dritte wich=
tige
Symptom, eine beſchleunigte Herzaktion, können
wir natürlich an der Patientin nicht konſtatieren; ſie
hat kein Herz. Aber ſie macht durch ihr Erſcheinen
zweifellos die Herzen der anderen ſchneller ſchlagen;
denn wer hat heutzutage ſo viel von Diogenes, Buddha
und anderen Mammonverächtern an ſich, daß er beim
Anblick von 100 Kronen Oe. W. ganz ungerührt bliebe?
CK. Nizzas Blumenhandel. Von dem
Umfang und der Bedeutung der Nizzaer Blumenzucht
und des Nizzaer Blumenhandels gibt eine ſoeben er=

mit jungen Freunden etwas ſcharf pointiert erſcheint
und ſo weiter.
Weiter heißt es:
In meiner ſachlichen Stellung gegenüber der
katholiſchen Katechismuspädagogik wurde mir keine
Verpflichtung auferlegt. Ich nehme deshalb keinen
Anſtand, meinerſeits mein Bedauern auszuſprechen,
und das Verſprechen zu geben, ähnlichen formalen An=
ſtoß
künktig zu meiden.
Das klingt denn doch ganz anders, als was in
linksliberalen Blättern über die Maßregelung ver=
breitet
worden iſt. Man hätte nur wünſchen müſſen,
daß Herr Dr. Strecker dieſe Erklärung zur Steuer der
Wahrheit früher gegeben hätte. Er hätte dadurch vie=
len
Mißdeutungen, maßloſen Uebertreibungen und
heftigen und, wie man hieraus erſieht, unbegründeten
Angriffen gegen die Behörde vorgebeugt.
o. Eine Rechtsfrage von gewiſſer wirtſchaftlicher Be=
deutung
, die Zuläſſigkeit des öffentlichen Ausbietens aus=
geklagter
Forderungen gegen faule Schuldner, beſchäftigt
zurzeit das Oberlandesgericht in zweiter Inſtanz.
Es handelt ſich um eine mit Beſchwerde angefochtene einſt=
weilige
Verfügung des hieſigen Landgerichts, die dem In=
haber
eines Inkaſſogeſchäftes bei Androhung von 500 Mark
für jeden Uebertretungsfall ein derartiges Inſerat unter=
ſagt
. Gegen einen früher hier anſäſſigen Geſchäftsmann
beſtehen verſchiedene urteilsmäßige Forderungen, nachdem
er den Offenbarungseid geleiſtet hat und ſeine Frau jetzt
auswärts auf ihren Namen ein gleiches Geſchäft be=
treibt
. Sie hatte, als das hieſige Unternehmen vor dem
Zuſammenbruch ſtand, ihr Einbringen mit mehreren tauſend
Mark durch Arreſt, ſowie Klage geltend gemacht und auf
das Warenlager uſw. Pfändung erwirkt, ſodaß für andere
Gläubiger nichts verblieb. Für letztere erließ das erwähnte
Inkaſſobureau an den Schuldner Aufforderung, zu zahlen,
widrigenfalls ein im Text beigelegtes, jene Forderungen
mit Namen des Schuldners zum Kauf anbietendes In=
ſerat
veröffentlicht werde. Hiergegen erwirkte der Schuld=
ner
die fragliche Landgerichtsverfügung, die das Inſerat
als gegen die guten Sitten verſtoßende Nötigung auffaßte.
Der Beſchwerdeführer widerſpricht dieſer Anſicht und ſtützt
ſich darauf, daß, wenn auch eine ſolche Veröffentlichung
dem Schuldner wirtſchaftliche Nachteile zuzufügen geeignet
ſein möge, jene rechtlich begründeten Forderungen ſonſt
ausſichtslos ſeien und ein zuläſſiger Beitreibungsverſuch
vorliege. Es wurde von den Parteivertretern verhandelt
und das Oberlandesgericht wird demnächſt Entſcheidung
verkünden.
(*) Schluß des Korps=Manövers. Der letzte Akt des
großen militäriſchen Schauſpiels in Oberheſſen iſt zu Ende,
die Kanonen haben ausgedonnert, das vervenerſchütternde
Knattern der Maſchinengewehre hat aufgehört. Und
friedlich liegen Tal und Höhn die geſtern noch der Schau=
platz
heftiger Kämpfe waren. Es waren anſtrengende Tage
im Korpsmanöver, ſeit Sonntag ſind die meiſten Soldaten
in kein Bett mehr gekommen, mit durchnäßten Kleidern
mußten ſie auf hartem Strohlager bei empfindlicher Nacht=
kälte
zubringen. Doch die Bevölkerung des Vogelsberg
ſuchte den Soldaten ihr Los zu erleichtern; überall teilten
ſie wärmenden Kaffee, belegte Brote und dergleichen aus.
Die Manöverfreunde und Schlachtenbummler waren Mitt=
woch
und Donnerstag aus dem ganzen Vogelsberg, aus
Gießen, Schotten, Alsfeld, Fulda uſw. den Truppen gefolgt.
Ja, man ſah in den Gefechtsſtellungen um Ober=Ohmen
und ſpäter in Groß=Felda mehr Zuſchauer als Soldaten.
Faſt das ganze Gymnaſium zu Laubach war auf dem
Schlachtfeld eingetroffen. Die Schlacht bei Groß=
Felda bildete am letzten Manövertag die Fortſetzung der
Kämpfe um Ober=Ohmen und zugleich den Schluß der
Manöver des 18. Armeekorps. Den Kämpfen im Vogels=
berg
, beſonders dem Korpsmanöver hatte auch der In=
ſpekteur
der 3. Armee=Inſpektion, Generaloberſt Max von
Bock und Polach beigewohnt. Um 10 Uhr begannen die
Infanterie=Truppen nach ihren Verladeſtationen an der
Bahnlinie Gießen-Fulda zu marſchieren, während Ar=
tillerie
und Kavallerie in die Quartiere in den umliegenden
Orten eilten. Sehr lebhaft ging es auf den Bahnſtationen
zwiſchen Lauterbach und Burg u. Nieder=Gemünden zu. Der
Andrang des Publikums nach den betreffenden Stationen
war ſo groß, daß die Eiſenbahnzüge überfüllt waren. Be=
ſonders
lebhaft war es bei Nieder=Gemünden, wo zwölf
Bataillone aus der Kriegs=Kochküche geſpeiſt wurden. Gar
mancher Ziviliſt hat mit den Landſern eine Koſtprobe ge=
nommen
und das Eſſen vorzüglich gefunden. Die Muſik=
kapellen
der Regimenter ſpielten, die Soldaten des zweiten 1
Jahrganges huldigten dem ſchönen Brauch des Löffel=
begrabens
, und zwiſchen den bunten Gruppen wogten
ganze Scharen von Ziviliſten. Der Abtransport der
Truppenteile erfolgte zwiſchen 4.40 Uhr nachmittags und
11,45 Uhr abends, ſodaß manche Bataillone erſt am nächſten
Morgen in ihren Garniſonen ankamen.

ſchienene Statiſtik ein lehrreiches Bild: im vergan=
genen
Jahre wurden nicht weniger als 7550 Tons
Blumen verſandt, die einen Wert von über 23 Millio=
nen
Mark repräſentieren. In der Blumeninduſtrie
finden 18600 Menſchen ihren Lebensunterhalt. Zwei
beſondere Blumenzüge führen täglich die Veilchen,
Anemonen, Orangenblüten, Tuberoſen und Jasmin=
maſſen
nach dem Norden, hauptſächlich nach Paris und
Berlin, nach London und Petersburg. Die Blumen=
zucht
hat die Landwirtſchaft immer mehr zurückge=
drängt
.
* Mietskaſernen für Millionäre. In
nächſter Zeit wird in New=York ein Gebäude errichtet
werden, das aus ſiebzehn Wohnungen beſteht, von
denen jede die nette Summe von 5000 Pfund Sterl.
(etwa 100000 Mark) pro Jahr Miete koſtet. Luxus=
liebende
, reiche Amerikaner bezahlen für eine Flucht
Zimmer in den erſten Hotels 9000 Pfd. Sterl. und auch
10000 Pfd. Sterl. (180200000 Mark) pro Jahr, mit
Bedienung; aber für eine unmöblierte Wohnung iſt
der bisher höchſte Preis 4000 Pfd. Sterl. (etwa 80000
Mark) geweſen. Der neue Mietspalaſt wird in der
Straße der Millionäre, der fünften Avenue, zwiſchen
der 54. und 81. Straße errichtet werden, in der bisher
nur die Privatreſidenzen der reichſten Leute New=
Yorks zu finden waren. Fünf von den noch nicht ferti=
gen
Wohnungen ſind bereits für fünf bis neun Jahre
vermietet. Eine jede enthält 18 Räume, von denen die
vier hauptſächlichſten Salon, Speiſeſaal, Wohnzim=
mer
und Galerie allein eine Fläche von 25000 Ge=
viertfuß
bedecken. Dieſe vier Räume können im Be=
darfsfall
in einen einzigen umgewandelt werden. Die
Wohnungen ſtellen natürlich den Gipfel des Luxus
dar. Eine jede hat ihren eigenen Perſonenfahrſtuhl,
ihre eigenen Reinigungsapparate, ihre eigenen Schmutz=
verbrennungsvorrichtungen
, ihre eigene elektriſche
Wäſcherei und Plätterei und die modernſten ſonſtigen
Hausapparate.
* Vogelmaſſenmord. Alle internationalen
Beſchlüſſe zum Schutze der Vögel können nichts nützen,

HK. Verleihung von Ehren=Urkunden an unſelbſtän=
dige
Perſonen des Handwerkerſtandes. Die Handwerks=
kammer
zu Darmſtadt wird wie im Vorjahre an unſelbſtän=
dige
Perſonen des Handwerkerſtandes, Geſellen, Gehilfen
uſw., die mindeſtens 25 Jahre in ein und demſelben Be=
triebe
ununterbrochen tätig geweſen ſind, als Anerkennung
für die treue Arbeit Ehren=Urkunden verleihen. Bei dem
wirtſchaftlichen Aufſchwung, den eine große Zahl Berufs=
gruppen
in den zwei letzten Jahrzehnten genommen hat,
iſt ein öfterer Wechſel in dem Perſonal wie früher zu ver=
zeichnen
. Ein Aushalten von 25 Jahren bei ein und dem=
ſelben
Meiſter gehört immerhin ſchon zu den Seltenheiten
und ſetzt Treue, Fleiß, Ehrlichkeitz und rechtſchaffenen
Sinn voraus. Dieſen Perſonen zur Anerkennung und an=
deren
zur Aneiferung dienend, ſollen die vorgenannten ein=
fachen
, aber in ihrer Ausführung künſtleriſch gehaltenen
Ehren=Urkunden verliehen werden. Die Verleihung erfolgt
alljährlich an Weihnachten. Die Anträge zur Verleihung
ſind von der gewerblichen Korporation, welcher der Ar=
beitgeber
angehört, bei der Handwerkskammer zu Darm=
ſtadt
bis ſpäteſtens 1. November jeden Jahres einzureichen.
Den Anträgen iſt ein ausführlicher Lebenslauf des zur
Auszeichnung Vorgeſchlagenen, ſowie ein von dem Be=
triebsinhaber
ausgeſtelltes, ortspolizeilich beglaubigtes
Arbeitszeugnis, das gleichzeitig den Nachweis der 25 jäh=
rigen
ununterbrochenen Dienſtzeit in ein und demſelben
Betriebe enthalten muß, ſowie ein von der Polizeibehörde
ausgeſtelltes Leumundszeugnis beizuſchließen.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes. Auch
für weitere Kreiſe intereſſant dürfn es ſein, zu er=
fahren
, wie rege die Beteiligung der Gemäldegalerien
an den anſehnlichen Verkäufen unſerer Ausſtellung iſt.
So haben außer Breslau, deſſen Schleſiſches Muſeum
bekanntlich Bantzers herrliches Familienbild erworben
hat, noch Elberfeld, Köln. Mainz und, nicht an
letzter Stelle, Darmſtadt bedeutſame Erwerbungen
gemacht. Es iſt bereits mitgeteilt worden, daß Stucks
Salome dank einer großherzoglichen Zuwendung in
den Beſitz unſeres Landesmuſeums gelangen wird. Aus
eigenen Mitteln hat dieſes weiter, wie erinnerlich, ein
Meiſterwerk des Grafen Kalckreuth, uund neuerdings
mit Hilfe einer weiteren beträchtlichen Spende je zwei
Plaſtiken von Stuck und Hermann Hahn, die Porträt=
büſte
Regers von Th. von Goſen, Jobſt’s Bronzebüſte
des Profeſſors Scharvogel und mehrere wertvolle Zeich=
nungen
von F. W. Kleukens und W. Thielmann ge=
kauft
. Auch eine Anzahl der ausgeſtellten Bronze=
Plaketten hat in den letzten Tagen einen Liebhaber ge=
funden
. So darf man wohl ſagen, daß die Verkäufe
der Ausſtellung die Erwartungen weit über=
troffen
haben, was beſonders im Intereſſe der aus=
ſtellenden
Künſtler warm zu begrüßen iſt. Da auch der
Beſuch im allgemeinen günſtig war, dürfte die Aus=
ſtellung
in nun 3 Wochen zu einem allſeitig befriedigen=
den
Ende gelangen. Bei dieſer Gelegenheit ſei noch=
mals
hervorgehoben, daß an den vier noch ausſtehenden
Sonntag=Nachmittagen der Eintrittspreis auf die
Hälfte (50 Pfg.) herabgeſetzt iſt.
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitglie derſtand betrug am 17. September I. J. männ=
lich
9522, weiblich 6008 zuſ. 15 580, in Prozenten 61,32,
38,68; am 10. September I. J. männlich 9511, weiblich 5988,
zuſ. 15 499, in Prozenten 61,36, 38,64. Der Kranken=
ſtand
betrug am 17. September l. J. männlich 383, weiblich
257, in Prozenten 4,22, 4,27, am 10. September I. J. männ=
lich
413, weiblich 273, in Prozenten 4,23, 4,55. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
12. Sept. bis 17. Sept. I. J. 4581,49 Mk., in der Woche
vom 5. September bis 10. September I. J. 4870,70 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 17. September
I. J. 21 am 10. September I. J. 18; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 12. Sept. bis 17. Sept.
ſ. J. 1; vom 5. September bis 10. September I. J. 2.
* Obſt= Gemüſe= und Kartoffelmarkt, verbunden mit
Obſt= und Gemüſe=Ausſtellung, zu Darmſtadt vom 15. bis
17. Oktober. Zu dem Obſt=, Gemüſe= und Kartoffelmarkt
wird zugelaſſen: ſortiertes Tafelobſt, gepflücktes Wirt=
ſchaftsobſt
, gewöhnliches Wirtſchafts= und Moſtobſt,
gedörrte und eingekochte Obſtfrüchte, Obſt= und
Beerenwein, Obſtbranntwein, Obſtliköre, Mus, Mar=
melade
, Gelee uſw., Speiſekartoffeln ( insbeſon=
dere
auch Salatkartoffeln), gedörrtes Obſt, Gemüſe
(friſch und getrocknet), Gegenſtände zur Verpackung
und Aufbewahrung von Obſt und Obſtkonſerven. Der
Verkauf geſchieht, für Obſt hauptſächlich, verpackt in Kör=
ben
, Kiſten, Fäſſern oder nach Proben auf Tellern, welche
bei Obſt mindeſtens 2 Kilogramm, bei Kartoffeln minde=
ſtens
5 Kilogramm wiegen ſollen. Verkäufer, welche nach
Probe beſtellte Produkte nicht probemäßig lie=
fern
, werden zu ſpäteren Märkten nicht mehr zuge=
laſſen
, wie dies laut Komiteebeſchluß vom 10. Auguſt
1903 bereits mit einem Händler aus Rheinheſſen geſchah.

wenn nicht die Vertragsſtaaten die getroffenen Verein=
barungen
auch durchſetzen. Seit dem 15. September
hat in Belgien wieder der erlaubte allgemeine
Fang mit dem Garn und damit auch wieder der Maſ=
ſenmord
von nützlichen Vögeln aller Art, namentlich
der kleinen Inſektenfreſſer, begonnen. Zwar iſt es in
erſter Reihe auf die Sänger, namentlich Finken, abge=
ſehen
, doch verſchmähen die gewerblichen Vogelſteller
auch kein ſonſtiges befiedertes Weſen, das in ihr Netz
gelangt. Beweis hierfür ſind die zahlloſen gerupften
Leichen kleinſter Vogelarten, die zur Herbſtzeit in den
Auslagen großer und kleiner Geſchäfte der belgiſchen
Städte prangen. Beſonders in der Provinz Lüttich
und in dem Gebiete an der deutſchen Grenze wird der
Fang mit raſtloſem Eifer betrieben. Nach den Grenz=
blättern
ſoll er in dieſem Jahre inſofern einen günſti=
gen
Anfang genommen haben, als Vervierſer Vogel=
ſteller
ſchon in den erſten Tagen Hunderte von Zeiſi=
gen
heimbrachten. Geklagt wird dagegen über das
ſpärliche Erſcheinen von Krammetsvögeln. Die Bel=
gier
führen es auf den Mangel an Lockfutter, das heißt
an Ebereſchenbeeren zurück, die heute nicht einmal zu
40 Franken die 100 Kilogramm zu haben ſein ſollen.
Und damit dieſe Barbaren die Singvögel verzehren
können, ſchützen wir Idealiſten die Vögel mit ſtren=
gen
Geſetzen!
* Der verkannte Mahler. Aus den Mün=
chener
Mahler=Tagen erzählen die Signale für die
Muſikaliſche Welt: Guſtav Mahler eilte zur Probe zu=
rück
, die durch eine Frühſtückspauſe unterbrochen wor=
den
war. In den weitläufigen Nebengebäuden der
Muſikfeſthalle hatte er die Orientierung verloren und
wollte einen Raum durchſchreiten, in dem verſchiedene
Arbeiter beſchäftigt waren. Hier können Sie nicht
durch, herrſchte ihn ein uniformierter Diener an.
Aber ich bin doch der Mahler, ich will zur Probe,
wandte der Komponiſt ein. Einerlei, ob Sie Maler
oder Lackierer ſind, hier können Sie nicht durchpaſſie=
ren
! erledigte der Cerberus die Kontroverſe.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224.

Es iſt alſo beſte Gewähr geboten, daß die Käufer auch
gute Ware erhalten. Für gute und zweckmäßige Ver=
packung
und richtige Sortierung von Obſt ſind Geldpreiſe
zur Verfügung. Der Markt beginnt am 15. Oktober,
vormittags 10 Uhr, am 16. und 17. Oktober, vormittags
9 Uhr, und dauert bis nachmittags 5 Uhr. Am Sonntag,
den 16. Oktober, findet ein Verkauf nur während der zuge=
laſſenen
Verkaufsſtunden ſtatt.
Der Zitherklub Edelweiß feiert am Sonntag ſein
drittes Stiftungsfeſt, für das unter gütiger Mitwirkung
des Doppelquartetts Rheingold ein gediegenes Programm
aufgeſtellt worden iſt. Jedem Freunde des Zitherſpiels iſt
dadurch Gelegenheit geboten, ſich von der Verwendbarkeit
dieſes Inſtrumentes ſowohl einzeln, als auch in Verbin=
dung
mit Streich= und Schlaginſtrumenten in der Geſamt=
wirkung
zu überzeugen. (Näheres ſiehe Anzeige).
* Das Leibgarde=Infanterie=Regiment iſt geſtern
nacht vom Manöver hierher zurückgekehrt. Die
Truppen der Kavallerie und Artillerie reiten zurück
und treffen ſpäter ein.
Lndwigshöhe. Das Kurkonzert fällt
wegen einer größeren Feſtlichkeit aus; jedoch ſind für
die Beſucher der Ludwigshöhe die oberen Räume
reſerviert.
Erſter Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
und Grafenſtraße). Eine hiſtoriſche Aufnahme von
großer Schönheit: Friedrich der Große, wird in dem
neuen Programm an unſerem Auge vorübergeführt.
Es ſtellt die wichtigſten Momente aus dem inhaltrei=
chen
Leben des großen Königs lebenswahr dar und
trägt dazu bei, daß ſich das Bild Friedrichs noch ſchär=
fer
wie bisher jedem Deutſchen einprägt. Daneben
dürfte das Bild Schuld und Sühne (ein Drama aus
dem Leben) ebenfalls Intereſſe erwecken. Auch ſonſt
iſt das Programm wieder mit ſchönen Naturaufnahmen
und köſtlichen Humoresken ausgeſtattet. (S. Anz.)
Milch=Reviſionen. Während des Monats Auguſt
ſind durch die hieſige Polizei 3090 Milch=Reviſionen vorge=
nommen
worden. Hierbei wurden fünf Proben teils we=
gen
zu geringem Fettgehalt und teils wegen Waſſerzuſatz
beanſtandet und dem Chemiſchen Unterſuchungsamt zwecks
Unterſuchung überwieſen. Infolge dieſer Beanſtandun=
gen
und zwecks Aufklärung war die Erhebung von zehn
Liefer= und acht Stallproben notwendig. In drei Fällen
mußten Stallproben ſowohl von der Morgen= als auch von
der Abendmilch entnommen werden. Außerdem ſind 24
Liter gewäſſerte Milch konfisziert worden.
X Feſtgenommen. Am Donnerstag wurden durch die
hieſige Polizei feſtgenommen: ein von der Staatsanwalt=
ſchaft
Frankfurt a. M. wegen ſchweren Diebſtahls ſteckbrief=
lich
verfolgter Kellner, ein Handarbeiter von hier wegen
Verübung mehrerer Diebſtähle und ein erſt kürzlich hier
zugezogener verheirateter Kaufmann wegen Betrug und
Heiratsſchwindel.
Selbſtmordverſuch. Geſtern nachmittag um
½5 Uhr brachte ſich im ſog. Kellerwäldchen in der Nähe
der Rennbahn ein 26jähriger Schloſſer aus Beſſungen
in ſelbſtmörderiſcher Abſicht einen Schuß in die Herz=
gegend
bei. Der Schwerverletzte wurde im bedenklichen
Zuſtande alsbald mittels Krankenautomobils durch die
Rettungswache in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht.
Fahrraddiebſtahl. Am Donnerstag nachmittag ge=
gen
6 Uhr iſt ein Fahrrad, das in einem Hausflur in der
Ludwigſtraße auf kurze Zeit aufgeſtellt war, entwendet
worden.
* Diebſtahl. Ein Unbekannter, der ſich am Donners=
tag
nachmittag längere Zeit in einer Wirtſchaft am Ballon=
platz
aufhielt. benützte einen günſtigen Augenblick, um aus
der Büffetkaſſe einen größeren Geldbetrag zu ſtehlen. Er
verſchwand daraufhin unter Zurücklaſſung eines Fahr=
rades
.
Zimmerbrand. Durch Umfallen eines aufgeſtellten
Petroleum=Ofens entſtand am Donnerstag nachmittag
2 Uhr in einem Hauſe am Heerdweg ein Zimmer=
brand
, wodurch verſchiedene Mobiliargegenſtände ange=
brannt
ſind. Das Feuer wurde durch die Hausbewohner
alsbald gelöſcht. Die herbeigerufene Feuerwehrwache hatte
nur noch Räumungsarbeiten vorzunehmen.
Eberſtadt, 23. Sept. In der Sache gegen den Weiß=
binder
bezw. Taglöhner Gg. Delp von hier, der den kürz=
lich
gemeldeten Ueberfall im Mühltal ausgeführt
hat, fand heute auf der hieſigen Bürgermeiſterei Termin
nebſt Feſtſtellung des Tatortes ſtatt, dem Staatsanwalt,
Unterſuchungsrichter, der Ueberfallene, der dazu vorge=
führte
inhaftierte Delp, ſowie verſchiedene Zeugen an=
wohnten
. Delp iſt geſtändig, dem Ueberfallenen ſeine Be=
gleitung
angeboten und ihn dann einen falſchen Weg ge=
führt
zu haben. Als jener den Delp abgewieſen hatte,
folgte dieſer ihm nach kurzer Zeit und ſchlug den infolge
ſeiner Kurzſichtigkeit und Verſagens der Revolverpatronen
Wehrloſen nieder und beraubte ihn. Zwei andere, die von
Delp als Mittäter bezeichnet ſind, wollen ſich nur am
Steinwerfen beteiligt haben. Die Tat wird demnächſt vor
dem Schwurgericht ihre Sühne finden.
Arheilgen, 23. Sept. Bei der geſtrigen Ge=
meinderatswahl
wurden gewählt: Jung (336
St.), Erzgräber (532 St.), Hochmut (498 St.), Jakob
Gimpel (489 St.) und Andres (467 St.). Erzgräber und
Andres gehören der Bürgerpartei, die übrigen der
ſozialdemokratiſchen Partei an.
S. Griesheim, 23. Sept. Geſtern nachmittag wurde in
einem Hauſe der Sterngaſſe eingebrochen und da=
ſelbſt
an Bargeld 17 Mark geſtohlen. Außerdem wurde
ein neuer Anzug mitgenommen und ein alter dafür am
Platze zurückgelaſſen. Einer von den beiden Tätern konnte
verhaftet werden, während der andere entkam. Der Ein=
bruch
geſchah, während die Leute auf dem Felde waren.
B. Aus dem Odenwald, 23. Sept. Der Verkehr auf
der Tromm hat ſich ſeit der Eröffnung des neuen
Ireneturms ganz bedeutend gehoben, da dieſer ein her=
vorragender
Anziehungspunkt für die Touriſten ge=
worden
iſt. Sonntag für Sonntag kommen viele Wan=
derer
, einzelne oder Geſellſchaften, zur Tromm, um
die herrliche Ausſicht zu genießen. Die Wirtſchaft auf
der Tromm von Valentin Keil, der der geſteigerte
Verkehr zugute kommt, wird den Turmbau nicht un=
gern
ſehen. Am Sonntag, 9. Oktober, findet dort wie=
der
ein Trommfeſt der Odenwaldklub=Sektion ſtatt.
Im nächſten Jahre wird im Ireneturm ſelbſt Wirt=
ſchaftsbetrieb
eröffnet. Der dem Trommturm benach=
barte
Ihrigturm auf dem Lärmfeuer zeigt
ſich neuerdings in einem etwas verwahrloſten Zuſtand
und bedürfte kleiner Reparaturen. Durch Fäulnis
ſind einige Borde beſchädigt, deren Erſatz geboten iſt;
bei grober Unvorſichtigkeit könnte jemand zu Schaden
kommen, der den Turm beſteigt. In abſehbarer Zeit
wird dieſer Turm, der ganz offen, ohne Schindelung,
ſteht, auch wohl ein Opfer der Witterung werden; es
wäre ſchade um den Verluſt dieſes ſchönen Ausſichts=
punkts
, der, abgeſehen vom Odenwald, auch die Nach=
bargebirge
Taunus, Speſſart und Hardt erblicken läßt.
Die rohe Zerſtörungswut gewiſſer Leute feiert auch
auf dem Lärmfeuer traurige Trimphe; dort luden

früher mehrere Holzbänke und ein Steintiſch zur Raſt
ein, jetzt ſind die Bänke bis auf eine faſt in Atome
zerſchlagen und der Tiſch zerſtört. Der nicht allzu=
wveit
vom Lärmfeuer auf dem Speſſartskopf quellende
Siegfriedsbrunnen, der voriges Jahr neu ge=
faßt
und geweiht worden iſt, iſt ſchon wieder faſt völlig
verſiegt. Mangel an Waſſer kann dazu nicht die Ur=
ſache
ſein, denn daran hat es in dieſem Sommer wirk=
lich
nicht gefehlt. Es wäre dringend erwünſcht, wenn
em Uebelſtand abgeholfen würde, da der Wanderer
gern einen kühlen Trunk nach Beſteigung der Höhe
genießt. Gegen früher iſt hier auch etwas anders ge=
vorden
: jenes Steinkreuz mit der eingegrabenen
Strophe des Nibelungenliedes Da der Herre Sigfrid
us dem Brunnen trank uſw., das früher links ſeit=
wärts
des Brunnens ſtand, iſt jetzt in die Richtung der
Mittellinie desſelben gerückt worden warum, iſt
icht recht verſtändlich. Sollten vielleicht dieſe Arbeiten
den Quell geſtört haben? Auch der Wegweiſer zum
Brunnen, der früher eine aus dem Sandſtein heraus=
gemeißelte
Hand trug, hat jetzt eine neue aus Email
erhalten; die alte, einfache war jedenfalls ſchöner.
t. Lindenfels, 23. Sept. Nach der neuen Fremden=
liſte
kamen bis zum 21. September 2118 Kurgäſte
zur Anmeldung.
Gießen, 22. Sept. In wie hohem Maße ſich der
unmehr in den Ruheſtand verſetzte Kreisſchulinſpektor
Schulrat Kleinſchmidt ſich die Verehrung und
Wertſchätzung weiteſter Kreiſe erworben hat, zeigte die
ſtattliche Feſtverſammlung, die ſich geſtern nachmittag
zu einer Abſchiedsfeier für ihn in Steins Garten
eingefunden hatte. Außer der Kreisſchulkommiſſion,
die die Feier veranſtaltet hatte, war die Lehrerſchaft
des Kreiſes faſt vollzählig erſchienen, und auch zahl=
reiche
andere Freunde der Schule und des Scheidenden
vohnten der einfachen, ſtimmungsvollen Feier bei.
Gießen, 22. Sept. Die heutige Sitzung der Stadt=
verordnetenverſammlung
genehmigte den
Verkauf des alten Liebig=Laboratoriums an Sanitäts=
rat
Dr. E. A. Merck in Darmſtadt zem Zwecke der Er=
richtung
eines Liebig= Muſeums. Im Intereſſe
es damit verfolgten Zweckes wurde der Kaufpreis auf
60000 Mark feſtgeſetzt, während der Bauplatzwert und
der Brandverſicherungswert des Gebäudes 110000 M.
beträgt.
Bad Nanheim, 23. Sept. Bis zum 22. Septem=
ber
ſind 32038 Kurgäſte angekommen, wovon an
genanntem Tage noch 3149 anweſend waren. Bäder
wurden bis zum 22. Sevtember 414666 abgegeben.
Vilbel, 22. Sept. Bei den Gemelinderats=
wahlen
wurden die ſämtlichen Kandidaten der
Sozialdemokratie gewählt. Sie erhielten gegen=
über
den bürgerlichen Parteien über 40 Stimmen
Nehrheit. Damit hat die ſozialdemokratiſche Partei
wieder die Mehrheit im Vilbeler Gemeinderat.
Alsfeld, 23. Sept. Am Sonntag, den 2. Oktober
indet in Alsfeld eine Zuſammenkunft ſämt=
licher
Zweigvereine des Vogelsberger
Höhenklubs ſtatt. Die diesbezüglichen Einladun=
gen
ſind bereits ergangen. Die Vereine ſollen ſich nach=
mittags
gegen 3 Uhr in dem benachbarten Liederbach
treffen, von da wird gemeinſam nach Alsfeld mar=
ſchiert
. Abends findet zu Ehren der Gäſte großer Feſt=
Kommers ſtatt.
(*) Langsdorf, 22. Sept. In großer Erregung be=
findet
ſich unſere Einwohnerſchaft wegen der angeb=
ichen
Uebergriffe eines Feldgendarmen,
welcher am 17. September ſehr ſtreng gegen die Manö=
verbeſucher
vorging, einen hieſigen Einwohner mit dem
Pferd verfolgte, andere notierte. Als Bürgermeiſter
Schiel ſich ins Mittel legte, ſuhr er ihn an: Gehen
Sie auf Ihr Bureau, das hier geht Sie gar nichts an!
Geſtern fand nun eine ſehr ſtark beſuchte Bürgerver=
ſammlung
ſtatt, welche gegen das Benehmen des Feld=
gendarmen
proteſtierte und den Land= und Reichstags=
abgeordneten
Köhler beauftragte, den Vorgang im
Landtag und Reichstag zur Sprache zu bringen. Die
Vürgermeiſterei hat bereits dem Kreisamt Gießen und
dem Miniſterium in Darmſtadt über den Fall berichtet.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Sept. Die Firma Wolff
Wertheim hat gegen den verhafteten Direktor Ohm
von der Niederdeutſchen Bank in Dortmund An=
zeige
wegen Unterſchlagung erſtattet. Die Firma Wolff
Wertheim und die Niederdeutſche Bank ſtanden im Akzept=
Austauſch. Wertheim ſchickte einen größeren Betrag von
Wechſeln an die Niederdeutſche Bank. Dieſe ſchickte aber
keine Valuta zurück, brachte dagegen die Wechſel in Um=
lauf
. Es gelang der Firma noch im letzten Augenblick,
dieſe Wechſel bis auf einen über 50000 Mark zurück zu er=
halten
. Wegen dieſer Summe hat die Firma nun Anzeige
erſtattet. Einen empfindlichen Verluſt erlitt
am Montag ein Juwelier, der vormittags zwiſchen
11 und 12 Uhr mit einer Kraftdroſche vom Savignyplatz
nach dem Kaiſer=Café in der Friedrichſtraße fuhr. Er ließ
im Wagen einen Lederbehälter liegen, der 25 Damen=
ringe
mit Brillanten, zum Teil auch mit Saphiren, Sma=
ragden
und Perlen beſetzt, im Geſamtwerte von 7000 Mark
enthielt. Der Wagenführer fuhr mit der leeren Droſchke
nach dem Potsdamer Platz. Dort erhielt er als Fahrgäſte
zwei Damen, die er nach dem Spittelmarkt brachte. Nach=
dem
dieſe ausgeſtiegen waren, befand ſich die Ledertaſche
nicht mehr im Wagen. Wieder ergriffen wurde
der gefährliche Einbrecher Popp, der am Sonntag
vor acht Tagen aus dem Unterſuchungsgefängnis entſprun=
gen
war. Popp flocht, wie er ſelbſt jetzt angibt, im Unter=
ſuchungsgefängnis
Körbe, machte aus dem Draht, der ihm
dazu geliefert wurde. Dietriche, und benutzte dieſe, ſich die
Türen zu öffnen. Vom Gefängnis begab er ſich ſofort zu
Freunden und Freundinnen und ſammelte bei ihnen die
Mittel, um ſich neu einkleiden zu können. Unterſchlupf ge=
währte
ihm bald die eine, bald die andere Freundin, ſodaß
er ſich immer wieder den Nachforſchungen entziehen konnte.
Geſtern ſahen zwei Kriminalbeamte Popp in den Zelten.
Er hatte dort mit einer jungen Dame die ihn in den
letzten Tagen beherbergte, bei Freunden und Freundinnen
an einem Tiſche Platz genommen und unterhielt ſich ſehr
lebhaft, als ihn plötzlich ein Beamter aus dem Kreiſe der
Tiſchgenoſſen herausholte und wieder hinter Schloß und
Riegel brachte. Der Wiederergriffene iſt ein alter gewerbs=
mäßiger
Wohnungseinbrecher.
Frankfurt, 23. Sept. Zur Verhaftung des
Friedberger Bombenattentäters geht
dem Frankf. Generalanzeiger folgende Darſtel=
lung
von Werners Schul kol legen
zu, der den Verbrecher auf der Straße er=
blickte
und mit außerordentlicher Umſicht ſeine Ver=
haftung
erwirkte. Ich ging Samstag abend gegen
8¼ Uhr vom Geſchäft durch die Mittelſtraße, von zwei
Kollegen begleitet. Plötzlich ſah ich Werner vor mir
auftauchen. Ich machte meine beiden Begleiter auf
ihn aufmerkſam und wir verfolgten ihn. Während

meine beiden Begleiter die Verfolgung fortſetzten,
wandte ich mich an den nächſten Schutzmann, der auf
der Wache den Steckbrief ſuchte, ihn aber nicht finden
konnte. Er getraute ſich deshalb nicht, den Werner
feſtzunehmen. Ich eilte auf das Telegraphenamt und
telephonierte an die Polizei in Kaiſerslautern, ob
Werner noch verfolgt werde. Auf bejahenden Beſcheid
lief ich ſofort wieder in die Mittelſtraße. Mittlerweile
hatten meine Kollegen die Verfolgung fortgeſetzt; Wers
ner jedoch aus den Augen verloren. Als ich in die
Mittelſtraße einbog, ſtand er jedoch faſt direkt vor mir.
Ich machte ſofort eine Wendung, um zu verhüten, daß
er mich erkannte, und beobachtete dann aus der Ferne,
wie er in den Zentral=Automat ging. Sofort for=
derte
ich den nächſten Schutzmann auf, ihn zu ver=
haften
; der holte ſich noch einen Kollegen, und wir
gingen in das Reſtaurant. Ich entdeckte Werner hin=
ter
der Tür. Der Schutzmann trat auf ihn zu und
fragte ihn nach ſeinen Perſonalien. Werner gab ſich
für einen gewiſſen Karl Mohr aus Blieskaſtel aus
und hatte auch auf dieſen Namen lautende Papiere
bei ſich. Auch auf der Wache, wohin er mit genommen
wurde, leugnete er fortgeſetzt, der geſuchte Werner zu
ſein, was ich ihm jedoch auf den Kopf zuſagte. Mittler=
weile
hatte die Polizei aus Kaiſerslautern wieder an=
gerufen
und eine genaue Perſonalbeſchreibung gege=
ben
, die auf den Verhafteten vollſtändig ſtimmte. Unter
dieſen Umſtänden bequemte ſich Werner dann dazu,
einzugeſtehen, daß er der Geſuchte ſei; er gab auch ſo=
fort
zu, bei dem Bombenattentat in Friedberg betei=
ligt
geweſen zu ſein. Er ſei derjenige geweſen, der
die Sprengſtoffe angefertigt hätte und über die Mauer
der Reichsbank geſprungen ſei. Außer den auf Karl
Mohr lautenden hatte Werner auch noch Papiere auf
verſchiedene andere Namen lautend bei ſich.
Kaſſel, 23. Sept. Der Kaufmann Katz aus
Leipzig, der auf dem hieſigen Hauptbahnhof verhaftet
worden war, iſt, da ihm der Juwelenſchwindel nicht
nachgewieſen werden konnte, durch Verfügung des Ge=
richts
wieder freigelaſſen worden.
Köln, 23. Sept. Heute vormittag ſtieß auf dem
Güterbahnhofe Köln=Gereon eine Rangierabteilung
mit einem Packwagen ſo heftig zuſammen, daß
letzterer zertrümmert und vier im Wagen befindliche
Perſonen ſchwer verletzt wurden.
Leipzig, 22. Sept. Das Reichsgericht ver=
warf
die Reviſion des Mechanikers Oskar Lange,
der vom Landgericht Stuttgart am 1. März wegen Be=
leidigung
und verſuchter Nötigung des Grafen Zeppe=
lin
zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden war;
Lange hatte behauptet, Zeppelin habe ſeine Erfindung
geſtohlen.
Neumark (Provinz Sachſen), 22. Sept. Gutsbeſitzer
Degelmann und deſſen 16jähriger Sohn wurden bei
einer Wagenfahrt gegen einen Kandelaber ge=
ſchleudert
; beide waren ſofort tot.
Nordhanſen, 22. Sept. Die Bergflüſſe im Harz
und dem Thüringer Walde, ſowie die Unſtrut, Saale,
Elſter, Mulde, Werra und Leine führen ſeit vormittag
ſtreckenweiſe bedeutendes Hochwaſſer. Der Nieder=
ſchlag
ſeit Montag abend beträgt 40 Millimeter, im Ge=
birge
ſogar mehr als 60. Die Talniederungen ſind
vielfach überſchwemmt.
Bunzlau, 22. Sept. Bei der Verfolgung eines
Diebes wurde die Frau des Stellenbeſitzers Winkler
aus dem nahen Mühlsdorf in den Poſſener Büſchen
vom Einbrecher ermordet; der Mörder iſt noch un=
bekannt
.
Hagen, 22. Sept. Aus den vielen Polizeihund=
ſtückchen
, die mit der überall fortſchreitenden Dreſſur
faſt täglich erzählt werden, verdient eine neuere Lei=
ſtung
des Hagener Polizeihunds Roland hervorgehoben
zu werden, weil ſie für den außerordentlich feinen Ge=
ruchsſinn
eines guten Hundes einen erſtaunlichen Be=
weis
liefert. In der Nähe von Schwerte wurde am
letzten Samstag abend gegen 11 Uhr dem Direktor der
Ziegelwerke Oſtermann u. Ko. offenſichtlich in böswil=
liger
Abſicht ein ſchwerer Stein durch das Fenſter des
im erſten Stockwerk befindlichen Schlafzimmers ge=
ſchleudert
. Der Direktor, der eben das Zimmer be=
treten
und Licht gemacht hatte, blieb unverletzt und ließ,
den Stein unberührt im Zimmer liegen. Anderen
Tags, alſo 12 Stunden nach der Tat, traf der Polizei=
hund
Roland ein, der den Stein beroch, dann die
Treppe hinunterlief und nun die Spur auf dem vor
dem Hauſe herführenden Weg aufnahm. An der Stelle,
von der aus der Stein geworfen worden wax, blieb
der Hund einen Augenblick ſtehen, um dann die Spur
weiter über einen großen Hofraum in ein Haus hinein
zu verfolgen, in dem etwa 30 Ziegeleiarbeiter wohnen.
Roland ſtieg ohne Zögern eine Treppe hinan und führte
den Schutzmann in einen Raum, in dem ſich 18 Arbeiter
befanden. Nachdem das Tier alle beſchnuppert hatte,
blieb es vor einem holländiſchen Arbeiter ſtehen, der
nach einem kurzen Verhör auch eingeſtand, aus Aerger
den Stein gegen den Direktor geſchleudert zu haben.
Eger, 22. Sept. Zwei Schwindler, namens
Buchwald und Gottſchalk aus Breslau, lockten den An=
geſtellten
eines hieſigen Bankiers durch telephoniſche
Manöver in das Haus einer Pfandleihe, wo ſie ihn
überfielen und ihm 600 Kronen raubten. Auf die
Hilferufe des Ueberfallenen flüchteten die Räuber;
Buchwald wurde verhaftet. Gottſchalk erſchoß ſich, als
er nicht mehr entrinnen konnte.
Zürich, 23. Sept. In den Schweizer Bergen iſt
Schneefall eingetreten. Bis auf 700 Meter
herunter liegt der Schnee. Appenzell meldet großen
Schaden an Wieſen und Feldern. Die Korn= und Kag=
toffelernte
liegt an vielen Orten unter einer dickſn
Schneedecke. Dlie Viehherden mußten vorzeitig von den
Alpenwieſen heimgetrieben werden. In Davos beträgt
die Schneedecke bereits 10 Zentimeter.
Paris, 23. Sept. In dem beſonders von deutſchen
Reiſenden beſuchten und faſt durchweg mit deutſchem
Perſonal ausgeſtatteten Hotel Continental in
Paris wurde geſtern ein Diebſtahl verübt, bei
welchem den Dieben 25000 Franks in die Hände fie=
len
. Wahrſcheinlich ſind die Täter Deutſche. Durch
einen Telephonruf wurde der Kaſſierer des Hotels in
dem Moment, wo er ſich allein im Bureau befand, nach
einer entfernt gelegenen Telephon=Kabine gerufen.
Er vergaß, den Kaſſenſchlüſſel abzuziehen. Als er nach
einigen Minuten zurückkehrte, war die Kaſſe geleert.
Den Spitzbuben waren 25000 Fres. in Banknoten in
die Hände gefallen. Es wurde ſofort eine polizeiliche
Unterſuchung eingeleitet. Das Hotelperſonal kommt
für die Täterſchaft nicht in Betracht. Man glaubt viel=
mehr
, daß drei Ausländer, die wiederholt in dem Hotel
verlehrten und mit den in dem Hotel herrſchenden Ge=
pflogenheiten
genau vertraut waren, die Täter ſind.
Liſſabon, 22. Sept. Der am letzten Sonntag ver=
haftete
Schloſſer ſtand im Begriff, 171 Bomben,
deren Metallwandungen bereits hergeſtellt waren, mit
Exploſivſtoffen zu füllen. Vorgeſtern wurde der Brite
Bittencourt wieder verhaftet, der 1908 der Bomben=,

[ ][  ][ ]

Nummer 224.

Seite 5.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

fabrikation angeklagt war; man ſucht nach ſeinen Mit=
ſchuldigen
.
Moskau, 22. Sept. In einer Vorſtadt Moskaus
wurde im Flußbett der Moskwa ein Lager von
Kanonenkugeln entdeckt. 77 Kugeln wurden be=
reits
gehoben; etwa 100 ſind noch zurückgeblieben.

Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Ernſt von Wolzogen und ſeine Gattin
Elſa Laura nehmen, wie bekannt, in Bälde von
der deutſchen Heimat Abſchied, um in der Neuen Welt
neuem Ruhm und neuen Erfolgen entgegenzugehen.
Es ſei darum noch einmal an dieſer Stelle auf die
Bierbaum=Gedenkfeier, Montag, den 26.
dieſes Monats, im Hotel Zur Traube, hingewieſen,
die den Darmſtädter Verehrern des gefeierten Künſtler=
paares
Gelegenheit gibt, ihm Lebewohl zu ſagen.
Darmſtädter Streichquartett. Im An=
zeigenteil
der heutigen Nummer befindet ſich das Geſamt=
programm
des Darmſtädter Streichquartetts
für den kommenden Winter. Nur auf ihren Wert
mehrfach erprobte Werke, die auf vier Abende gut
verteilt ſind, kommen zur Aufführung. Das Schubertſche
Oktett, ſowie die Kompoſitionen von Suk ( Streich=
quartett
), Sgambati (Klavierquintett) und Boccherini
Streichſextett) ſind für Darmſtadt Novitäten. Da auch
die bekannten mäßigen Preiſe den Beſuch der Abende
den weiteſten Kreiſen ermöglichen, kaum ein zweiter
hieſiger Saal für die intimen Wirkungen von Kammer=
nuſik
=Darbietungen ſo geeignet erſcheint, wie der große
Traube‟Saal, ſo wird es auch diesmal an reger
Beteiligung des auf muſikaliſchem Gebiete ernſteren
Genüſſen zugänglichen Publikums nicht fehlen.

Kongreſſe und Verbandstage.
62. Hauptverſammlung des evangeliſchen
Vereins der Guſtav Adolf=Stiftung.
Stralſund, 21. Sept. Die öffentlichen Ver=
handlungen
der diesjährigen Hauptverſammlung des
Guſtav Adolf=Vereins leitete eine außerordentlich ſtark be=
ſuchte
Begrüßungsverſammlung in Rühes Konzerthaus
ein. Der Vorſitzende des Stralſunder Ortskomitees,
Paſtor Heyn, hieß in plattdeutſcher Sprache und in humo=
riſtiſcher
Form die Gäſte willkommen. Namens der Stadt
Stralſund ſprach Oberbürgermeiſter Gronow Begrüßungs=
worte
. Hierauf hieß Regierungspräſident Blomeyer= Stral=
ſund
die Tagung namens der königlichen Regierung, Pro=
feſſor
D. Wiegand=Greifswald im Namen der theologiſchen
Fakultät der Univerſität Greifswald willkommen. Kon=
ſiſtorialpräſident
Goßner=Stettin überbrachte die Grüße des
Konſiſtoriums, Exzellenz Dryander=Berlin begrüßte die
Tagung im Namen des evangeliſchen Oberkirchenrates und
des deutſchen evangeliſchen Kirchenausſchuſſes. Auf dieſe
Begrüßungsanſprache erwiderte der Vorſitzende Super=
intendent
D. Dr. Hartung. Im Anſchluß hieran brachte
der Redner das nachſtehende Antwort=Telegramm des
Kaiſers auf die ihm nach Wien überſandte Huldigung zur
Verleſung, welche lautet:
Dem Guſtav Adolf=Verein ſpreche Ich für die freund=
liche
Begrüßung Meinen wärmſten Dank aus und Gottes
Segen ruhe auch ferner auf der treuen Arbeit des Guſtav=
Adolf=Vereins. Wilhelm II. I. R. Hierauf begrüßte der
Vertreter der Waldenſer Kirche in Italien, Paſtor Peyrot=
Turin, die Verſammlung. Das Schlußwort ſprach der
Generalſekretär des Vereins, Paſtor Braunſchweig=
Leipzig.
Nach einem Kindergottesdienſte in St. Marien und St.
Jakobi, die Paſtor Zauleck=Bremen und Superintendent
D. Meinhold=Barth i. Pomm. leiteten, verſammelten ſich die
auswärtigen Delegierten und Gäſte gemeinſam mit der
Einwohnerſchaft Stralſunds zu einem impoſanten Feſt=
zuge
nach St. Nikolai, wo Konſiſtorialrat Superintendent
D. Conrad=Berlin predigte über Apoſtelgeſchichte 16, 910.
Infolge der Ueberfüllung der Kirche durch den großen Feſt=
zug
, an dem ſich auch die Mitglieder der Regierung, der
ſtädtiſchen Behörden, des Offizierkorps und die Schulen
beteiligt hatten, und den eine Militärkapelle anführte,
mußte in letzter Stunde ein Parallel=Gottesdienſt in der
Jakobikirche angeſetzt werden, den Konſiſtorialrat Pro=
feſſor
D. Rendtorff=Leipzig übernahm. Im Anſchluß an
die Feſtgottesdienſte tagte die zweite nichtöffentliche Ver=
ſammlung
der Abgeordneten in der St. Johanneskirche.

* Magdeburg, 22. Sept. Die heutige Sitzung
des ſozialdemokratiſchen Parteitags er=
öffnete
der ſtellvertretende Vorſitzende Klüß= Magde=
burg
punkt 9 Uhr. Auch die Süddeutſchen haben ſich
wieder eingefunden. Die geſtrigen Vorgänge wurden
mit keinem Wort mehr erwähnt. Die Süddeutſchen
waren in einer Sitzung übereingekommen, weder eine
Erklärung auf dem Parteitag, noch eine ſchriftliche Er=
klärung
zu Protokoll zu geben. Bebel iſt heute abge=
reiſt
; er hatte heute nacht an der Abſtimmung über den
neuen Antrag Zubeil nicht mehr teilgenommen. Die
übrigen Vorſtandsmitglieder ſtimmten jedoch ſämtlich
mit Ja. Reichstagsabgeordneter Noske=Chemnitz er=
ſtattete
hierauf den parlamentariſchen Bericht. Hierbei
hielt er eine Agitationsrede über Fleiſchteuerung und
über die Kaiſerreden mit einem Aufruf zum Republi=
kanismus
. In der Diskuſſion kam es zu einer länge=
ren
Alkoholdebatte. Eine Reſolution gegen die Fleiſch=
teuerung
wurde angenommen und dann ein Ausflug
in den Harz angetreten, weswegen die Nachmittagsſitz=
ung
ausfiel.
* Magdeburg, 23. Sept. Der ſozialdemokra=
tiſche
Parteitag ſetzte heute zunächſt die Beſprech=
ung
des Parlamentsberichts fort. Zuerſt ſprach Frau
Dietz=Hamburg, die in ihren Ausführungen einen An=
trag
des Vorſtandes gegen den Fleiſchwucher begrün=
dete
. Die Teuerung ſei geradezu unerträglich gewor=
den
, und dagegen müſſe beſonders unter den weiblichen
Proletariern agitiert werden. Es ſei notwendig, den
roten Zorn zu entfachen und der Reſolution des Vor=
ſtandes
entſprechend Proteſtverſammlungen der Pro=
letarierfrauer
überall zu veranſtalten. Dr. Liebknecht
begründete in längeren Ausführungen den Antrag gegen
die Vergewaltigung durch den Zarismus. Seine Aus=
führungen
gipfelten in ſcharfen Angriffen gegen den
Zarenbeſuch in Nauheim. Die Verhandlungen wand=
ten
ſich dann der Wahlrechtsfrage zu, über die der Ab=
geordnete
Borgmann Bericht erſtattete.

Luftſchiffahrt.
Johannisthal, 23. Sept. Die Flug=
maſchine
des Aviatikers Dorner wurde heute früh
durch Brand vernichtet.
* Brig, 23. Sept. Geſtern paſſierte Paulhan
uf der Durchreiſe nach Mailand Brig und erklärte,

ein Gelingen des Fluges unter den obwaltenden Um=
ſtänden
für ausgeſchloſſen. Von Brig iſt alles abge=
reiſt
, was nicht unbedingt dort bleiben muß.
* Mailand, 23. Sept. Der Aviatiker Chavez
überflog mit ſeinem Aeroplan den Simplon, nach=
dem
er den Simplonpaß um 1 Uhr 40 Minuten paſſiert
hatte. In Domodoſſolla iſt ſchlechtes Wetter.
* Domodoſſola, 23. Sept. Chavez landete um
2 Uhr. In dem Augenblick, wo der Apparat niederging,
wurde er von einem Windſtoß erfaßt; Chavez geriet unter
den Motor und wurde verletzt. Der Aeroplan iſt beſchädigt.

Sport.
Morgen Sonntag eröffnet der Darmſtädter
Sportklub 1905 ſeine diesjährige Fußballſaiſon.
Die erſte Mannſchaft bringt an dieſem Tage ihr erſtes
Verbandsſpiel gegen den Fußballklub Union zum
Austrag. Auf dem Sportplatz an der Windmühle ſteht
die vierte Mannſchaft nachmittags 4 Uhr der gleichen
des Fußballklubs Kickers=Offenbach a. M. gegen=
über
.

Vom Hoflager in Friedberg.
* Am 22. dieſes Monats nachmittags verabſchiede=
ten
ſich Prinz und Prinzeſſin Andreas von Griechen=
land
und begaben ſich nach Schloß Heiligenberg; von
dort aus treten die Herrſchaften die Reiſe nach Grie=
chenland
an. Um 4 Uhr nachmittags kehrte Prinzeſ=
ſin
Heinrich von Preußen mit Gefolge von Karlsruhe
wieder nach Friedberg zurück. S. M. der Kaiſer machte
am 23. vormittags eine Ausfahrt. Zum Beſuche
trafen aus Karlsruhe ein Prinz und Prinzeſſin Wil=
helm
von Schweden. (Darmſt. Ztg.)

* Ueber die Badekur der Zarin in Bad=
Nauheim ſchreibt Heinrich Lee im Berl. Tageblatt:
Regelmäßig an je zwei Vormittagen hintereinander
trifft die Zarin in ihrem großen, ſchwarzgrünen Auto=
mobil
in Nauheim zu ihrer Badekur ein, während der
dritte Tag immer zu einer Pauſe beſtimmt iſt. Gegen=
über
dem alten hölzernen Badehauſe Nr. 1, das von
den neuen Badehäuſern durch ein in ſtiller Abweſen=
heit
liegendes grünes Fleckchen getrennt wird, ſieht
man ein von hohen, weiß und orangefarben geſtreiften
Leinenwänden abgegrenztes Viereck, das mit deutſchen
und ruſſiſchen Fahnen bewimpelt iſt und hinter dem
ſich, derart verſteckt, der Zugang zu dem Fürſtenbad be=
findet
, in dem die Kaiſerin badet. Solcher Fürſten=
bäder
, von denen jedes aus vier Appartements beſteht
dem Vorraum, dem Toilettenraum, dem Raum für
die Dienerſchaft und dem eigentlichen Baderaum be=
ſitzt
Nauheim mehrere. Das prunkvollſte dieſer Bäder,
deſſen Baderaum mit einem koſtbaren byzantiniſchen
Moſaik ausgelegt iſt, iſt erſt unlängſt fertig geworden,
und weil noch der Kalkgeruch daran haftet, ſo wird
von der Zarin eins der anderen Bäder benutzt, deſſen
ganz in weißem Lack gehaltener Toilettenraum und
deſſen mit hellem gelbem italieniſchen Marmor beklei=
dete
Badezelle einen ebenſo vornehmen wie freund=
lichen
Eindruck macht. Vor jedem Bade, das die Zarin
nimmt, wird die Wanne eine Stunde lang vorher mit
heißem Süßwaſſer angewärmt. Der Boden der Wanne
wird mit einer Gummidecke belegt, über die ein weißes
Laken gebreitet iſt. Außerdem erhält die Wanne eine
mit einem weißen Laken verſehene, gepolſterte Rücken=
lehne
. Eine Chaiſelonque dient dazu, der kaiſerlichen
Patientin, ſobald ſie die Wanne verlaſſen hat und ab=
getrocknet
worden iſt, Gelegenheit zum Ausruhen zu
bieten, wofür zehn Minuten berechnet ſind. Duſchen,
zahlreiche Badewäſche und eine reichhaltige Toiletten=
garnitur
von Elfenbein, die für dieſen Zweck von der
Kurdirektion angeſchafft worden iſt, vervollſtändigen
den Inhalt der Räume. Bei jedem Erſcheinen der
Zarin wird das Bad mit einer Fülle von koſtbaren
friſchen Blumen geſchmückt. Außer von der Kammer=
frau
, die ſie in den Baderaum begleitet, wird ſie noch
von den beiden dienſtälteſten Nauheimer Badefrauen
bedient, die, ſolange die Kaiſerin die Kur gebraucht,
keinen anderen Dienſt zu verrichten haben, als nur
das kaiſerliche Bad in Ordnung zu halten, und von
denen die eine auch ſchon der Kaiſerin Eliſabeth von
Oeſterreich zum Dienſt zugeteilt war, als dieſe vor
etwa zehn Jahren in Nauheim als Kurgaſt weilte.
Die Bäder, welche die Kaiſerin nimmt, ſind die
gleichen, wie ſie den meiſten Nervenleidenden verord=
net
werden, erſt einfache Thermalbäder, dann eine
Miſchung von Thermal= und Sprudelbäder, ſchließlich
reine Sprudelbäder, jedes Bad mit der Dauer von
zehn bis fünfzehn Minuten. Ob die Zarſin auch noch
die ſogenannten Strom=Sprudelbäder erhalten wird,
Nauheims berühmte Spezialität, wobei das Waſſer in
einem beſtändigen Strom durch die Wanne geleitet
wird, hängt davon ab, wie ihr die anderen Bäder be=
kommen
werden, da die Strom=Sprudelbäder für
manche Körperkonſtitutionen zu anſtrengend ſind. Mit
der Zarin zugleich badet in einer Nachbarzelle die drei=
zehnjährige
Prinzeſſin Tatjana. Das Publikum
bekommt von der Zarin jedoch nur wenig zu ſehen.
Das Automobil fährt dicht bis an die erwähnte Lein=
wandverkleidung
heran, hinter der ſeine Inſaſſen ſo=
fort
verſchwinden. Beſſer kann man bei der Rückfahrt
einen Blick in den Wagen werfen, der drei Bänke ent=
hält
und mit der niedrigen und höheren Bedienung
gewöhnlich acht bis neun Inſaſſen zählt. Links auf
der hinterſten Bank ſitzt die Kaiſerin. Bei rauhem
Wetter iſt ſie in dicke Tücher verpackt. Wenn es warm
iſt, ſieht man ſie meiſt in einem weißen Kleide. Auf=
fallend
für den Fremden iſt die geſunde Geſichtsfarbe
der Kaiſerin, der man kaum ein Leiden anſieht. Mit
einem Kopfnicken erwidert ſie die Grüße der wenigen
Perſonen, denen es gelingt, ſie zu Geſicht zu bekom=
men
, und im Nu iſt der große dunkle Wagen zwiſchen
dem Grün des Parkes wieder verſchwunden.

Die Feſtlichkeiten in Sigmaringen.
* Sigmaringen, 22. Sept. Bei der Gala=
tafel
im fürſtlichen Schloſſe erhob ſich Fürſt Wil=
helm
von Hohenzollern zu einer Rede, in der er
dem Kaiſer ſeines Hauſes ſeinen tiefempfundenen Dank
für die Teilnahme an der heutigen Gedächtnisfeier zu
Ehren des Fürſten Leopold darbrachte, deſſen Andenken
Segen ſpendend unter dem Zollernvolke fortlebe.
Der Kaiſer führte in ſeiner Antwort auf die Rede
aus, er habe den Fürſten Zeit ſeines Lebens, von den
Jahren der Kindheit an, hochgeſchätzt. Fürſt Leopold
ſei ſeinem Vater ein treuer Freund und ihm ein ſicherer
väterlicher Berater geweſen. Er wünſche als Hohen=
zoller
das Fortblühen und Gedeihen des fürſtlichen
Hauſes Hohenzollern und rufe auf das Wohl desſelben:
Hurra, hurra, hurra!

Literariſches.
Elektriſches Licht ſich mittels einer ſelbſt
zu erbauenden kleinen Dynamomaſchine ſelbſt zu erzeugen,
dürfte gewiß jedermann intereſſieren. Nach den Modell=
bogen
, ſowie einer ausführlichen leichtverſtändlichen Be=
ſchreibung
des Heftes 20 von Spiel und Arbeit
(Verlag von Otto Maier in Ravensburg, Preis 1,20 Mk.)
kann ſich jedermann ſelbſt dieſen Dynamoapparat erbauen.
Die aufegewendete Aufmerkſamkeit und Sorgfalt lohnt ſich
reichlich, wenn der Glühlampe das elektriſche Licht ent=
ſtrahlt
.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Wildpark, 23. Sept. Der Kaiſer traf heute mittag
um 1 Uhr 30 Min. mittels Sonderzug auf Station Wild=
park
ein. Zum Empfang hatten ſich eingefunden die
Kaiſerin mit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe, die Kronprin=
zeſſin
und Prinz Auguſt Wilhelm nebſt Gemahlin. Der
Kaiſer und die Kaiſerin mit der Prinzeſſin Luiſe begaben
ſich ins Neue Palais.
* München, 23. Sept. Eine Autodroſchke fuhr in
eine Gruppe Straßenreiniger hinein. Eine Taglöhnerin
wurde getötet, ein Arbeiter verletzt. Der Chauffeur wurde
ſofort verhaftet.
* Rom, 23. Sept. Anläßlich der zum Gedächtnis des
Jahrestages der Einnahme vom Rom am 20. September
von dem Bürgermeiſter Nathan gehaltenen
Rede richtete der Papſt an den Kardinalvikar ein Schrei=
ben
, in dem er ſeinem tiefen Bedauern und ſeiner Ent=
rüſtung
Ausdruck gibt, gegen die Rede Proteſt erhebt und
die Aufmerkſamkeit der Katholiken von Rom und der gan=
zen
Welt auf die fortgeſetzten, ſich immer mehr ſteigernden
Beleidigungen der katholiſchen Religion auch ſeitens der
öffentlichen Autoritäten am Sitze des römiſchen Pontifi=
kats
lenkt.
* Rottweiler, 23. Sept. In der hieſigen Pulver=
fabrik
explodierten heute mittag 2 Uhr mehrere
Trockenſchranke, wodurch das Trockenhaus vernichtet
wurde. Wie man hört, wurden zwei Arbeiter getötet, ein
Arbeiter wird noch vermißt, mehrere erlitten ſchwere Ver=
letzungen
.
* Brüſſel, 23. Sept. Der preußiſche Miniſter von
Breitenbach iſt mit einigen höheren Beamten zur Be=
ſichtigung
der deutſchen Abteilung der Weltaus=
ſtellung
hier eingetroffen.
* Paris, 23. Sept. Der Präſident des Vollzugsaus=
ſchuſſes
der radikalen Partei, der frühere Juſtizminiſter
Vallé, erklärte einem Berichterſtatter im Hinblick auf die
Verhandlungen des demnächſt in Rouen ſtattfindenden
Kongreſſes dieſer Partei: Wir können nicht hoffen,
den alten radikal=ſozialiſtiſchen Block wieder herzuſtellen,
da die Sozialiſten nicht mittun wollen. Aber wir ſind
allein ſtark genug, um die Geſchäfte der Republikaner zu
beſorgen, ohne den Beiſtand der Rechten zu ſuchen. Wir
werden vor allem die weltliche Schule verteidigen, die noch
immer bedroht iſt. Wir wollen den Frieden, aber dieſer
muß in dem Schweigen der Beſiegten, nicht im Schweigen
der Sieger beſtehen. Wir werden nur ein Miniſterium un=
terſtützen
, das ausſchließlich mit den Republikanern Hand
in Hand geht und eine Politik verfolgt, welche die Partei
der Rechten nicht als die ihre anſehen kann. Einem an=
deren
Miniſterium gegenüber werden wir unſere Freiheit
bewahren. Das iſt keine Feindſeligkeit, nur eine abwar=
tende
Haltung. Wie verlautet, beabſichtigt ein der ge=
einigten
ſozialiſtiſchen Partei angehörender Deputierter,
den Miniſter der öffentlichen Arbeiten Millerand über die
Dienſtentlaſſung des Syndikatsſekretärs Renault zu inter=
pellieren
.
* Paris, 23. Sept. Nach der Hinrichtſung des
Taglöhners Vaucons kam es vor dem Gefängnis zu
Remiremont zu Tumulten, indem die Menge den
Militärkordon durchbrach. Im Gedränge wurden
einige Frauen verletzt.
* Madrid, 23. Sept. Während eines Stierkamp=
fes
ſtürzte eine Tribüne ein. Eine Perſon wurde ge=
tötet
, vier Perſonen wurden verletzt. Der Stier verletzte
ein junges Mädchen, das in die Arena geſtürzt war, tötete
einen Torero und verletzte mehrere andere.

H. B. Berlin, 23. Sept. Der Reichs=Anzeiger meldet:
Der Kaiſer hat den bisherigen Botſchafter bei der fran=
zöſiſchen
Republik Fürſten von Radolin von dieſem Poſten
abberufen und unter Verleihung der Brillanten zum Kreuz
der Großkomture des Königlichen Hausordens von Hohen=
zollern
ſeinem Antrage gemäß in den Ruheſtand verſetzt.
H.B. Berlin, 23. Sept. Die Berliner Han=
delskammer
beſchloß in ihrer heutigen Sitzung, in
einer Eingabe an die Regierung wegen der Fleiſch=
teuerung
vorſtellig zu werden.
Berlin, 23. Sept. Von der Einbrecher=
bande
, welcher ſeit Februar d. J. im Berliner Kon=
fektionsviertel
Pelze und Seidenwaren im
Werte von etwa 180000 Mark in die Hände gefallen
ſind, gelang es der Polizei, einige Mitglieder zu ver=
haften
, nämlich den Arbeiter Holtzt und den Schirm=
macher
Schoeter. Der Führer der Bande, der 34 jäh=
rige
Reiſende Goebel, entkam, doch entdeckte man in
Brüſſel ſeine Spur.
Berlin, 23. Sept. Der Einbrecher Lietz
legte zum Einbruch beim Bankier Moslar nunmehr
ein volles Geſtändnis ab, ſo daß es möglich war,
alle geſtohlenen Gegenſtände bis auf eine krokodil=
lederne
Taſche und den Betrag von 300 Mark herbeizu=
ſchaffen
. Ueber den Aufenthalt des Berndt verweigert
Lietz jede Auskunft.
H. B. Berlin, 23. Sept. Eine aufſehenerre=
gende
Verhaftung, die ſehr wahrſcheinlich eine
Affäre wie diejenige des früheren Bankier Siegmund
Friedberg nach ſich ziehen wird, iſt heute nachmittag
durch die Berliner Kriminalpolizei im Auftrage des
Unterſuchungsrichters vorgenommen worden. Der un=
gariſche
Staatsangehörige Otto Sattler, Direktor des
Bank=Kommiſſions= und Finanzierungs=Inſtituts
Merkur, iſt in ſeinem Bureau, Oranienburgerſtraße
26, wegen dringenden Verdachtes wiederholten Be=
truges
in Börſengeſchäften feſtgenommen und dem
Unterſuchungsgefängnis zugeführt worden. Die
Schwindeleien ſollen nach den bisherigen Ermittel=
ungen
mehr als eine Million Mark ausmachen.
Stuttgart, 23. Sept. Der in Italien lebende
Kunſtforſcher Eberhard Egeentdeckte in Stutt=
garter
Privatbeſitz einen Rafael, welcher die Ma=
donna
mit dem Chriſtuskind und Johannes mit einer.
Landſchaft darſtellt.
Karlsruhe, 23. Sept. Das Großherzoglich ba=
diſche
Unterrichtsminiſterium beabſichtigt, an der Tech=
niſchen
Hochſchule in Karlsruhe einen Lehrſtuhl
für Fluß= und Luftſchiffbau zu errichten. Dem Unter=
richtsminiſterium
iſt es gelungen, für dieſen Lehrſtuhl
in dem ordentlichen Profeſſor an der Techniſchen Hoch=
ſchule
Danzig, Johat
e, den Erbauer des

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910,

Nummer 224.

Luftſchiffes Schütte=Lanz in Mannheim, eine aus=
gezeichnete
Kraft zu gewinnen. Herr Profeſſor Schütte
wird ſeine Lehrtätigkeit an der Techniſchen Hochſchule
Karlsruhe im Sommerſemeſter 1911 beginnen.
H. B. Weimar, 23. Sept. Das Gericht beſchloß, in
dem Prozeß gegen Profeſſor Lehmann= Ho=
henberg
wegen verleumderiſcher Beleidigung des
preußiſchen Offizierkorps nach mehrtägiger Verhand=
lung
unter heftigem Widerſpruch der Verteidigung
auf Antrag des Profeſſors Berger=Jena, den Ange=
klagten
auf ſechs Wochen zur Beobachtung ſeines
Geiſteszuſtandes einer öffentlichen Irrenanſtalt zu
überweiſen und die Verhandlung bis auf weiteres zu
vertagen. Profeſſor Lehmann erklärte aber unter gro=
ßer
Erregung, daß er im Falle des Verſuches einer
Ueberführung in eine öffentliche Irrenanſtalt nur der
Gewalt weichen würde. Der Verteidiger meldete ſo=
fort
die Berufung gegen das Urteil an.
Breslau, 23. Sept. Während ein großer Teil
der Einwohnerſchaft in einer Nachbarſtadt den Markt
beſuchte, brannten in Kenty bei Oswiecin über
30 gefüllte Scheunen und mehrere Beſitzungen
ab. Ein Feuerwehrmann und ein Beſitzer ſtürzten
durch das Dach einer Scheune und verbrannten; auch
viel Vieh iſt umgekommen.
H. B. Kiel, 23. Sept. Das Kriegsgericht der Auf=
klärungsſchiffe
verurteilte den Obermaſchiniſten=
Anwarter Hermann Ganſow von dem Kreuzer
Stettin wegen vollendeten Verrats militäri=
ſcher
Geheimniſſe und Unterſchlagung zu 2 Jah=
ren
10 Tagen Zuchthaus, Ausſtoßung aus der Marine
und Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer
von 4 Jahren. Auf die Strafe wurden 4 Monate
10 Tage Unterſuchungshaft angerechnet. Ganſow hat
in der Nacht zum 7. April zwei militäriſche Geheim=
bücher
, die er zum dienſtlichen Gebrauch erhalten hatte,
an einen Marine=Inſtrukteur des damals im Kieler
Hafen weilenden ruſſiſchen Schulgeſchwaders für 50000
Rubel verkaufen wollen. Der Ruſſe blätterte etwa
dreiviertel Stunde in den Büchern herum, lehnte aber
den Ankauf ab. Weil er Gelegenheit gehabt hat, ein=
zelne
Zeichnungen anzuſehen, nahm das Gericht voll=
endeten
Verrat an.
Rom, 23. Sept. Im hieſigen Hoſpital Um=
berto
I. wurden bei einem Kranken Waffen ge=
funden
. Elf Männer und vier Frauen, die Dolche
und andere Waffen einzuſchmuggeln verſuchten, wur=
den
verhaftet.
Georgia, 23. Sept. In Pellham erſchoſſen
ſich gegenſeitig zwei der angeſehenſten Bürger,
als ſich ihre Wagen zufällig bei einer Spazierfahrt
trafen und ſie miteinander in Streit gerieten.

Dr. Hommel’s Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich
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den Namen Dr. Hommel.

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65 ein wirklicher Butter=Erſatz. Die
Sanelld Sana=Geſellſchaft m. b. H. in Cleve
ſtellt als erſte Fabrik ſeit vielen Jahren eine Pflanzen=
Margarine unter Verwendung von ſüßer Mandelmilch
her, die unter dem Namen Sanella in den Handel ge=
langt
. Da die Verbutterung von Pflanzenfett und
Pflanzenſpeiſeöl mit Mandelmilch auf Grund des
D. R. P. No. 100922 das ausſchließliche Recht der Sana=
Geſellſchaft iſt, ſo iſt keine andere Fabrik in der Lage,
einen pflanzlichen Buttererſatz herzuſtellen, welcher die
gleichen, durch den Zuſatz von Mandelmilch begründeten
Vorzüge aufweiſt. Hieraus folgert ohne Weiteres, daß
Sanella unter den im Handel befindlichen Pflanzen=
Margarine=Produkten eine wohlbegründete Sonder=
ſtellung
einnimmt. Dies iſt auch dadurch bewieſen, daß
Sanella trotz der vielen exiſtierenden Nachahmungen
ſich einen Weltruf erworben und nachweisbar täglich
in tauſenden von Familien ſtatt Butter genoſſen
(L18423,72
wird.

Unſere Stadtauflage enthält eine Beilage der
Darmſtädter Tapetenfabrik, Wilhelm Ehrhardt.
Verkaufsſtelle: Ernſt Ludwigſtr. 4, Fabrik:
(18424
Landwehrſtr. 63.
Geſchäftliches.
Auf der Brüſſeler Weltausſtellung wurden die
Fabrikate der Mitteldeutſchen Gummiwarenfabrik Louis
Peter A. G. Frankfurt a. M., mit dem Grand Prix
und dem Diplome d’honneur ausgezeichnet. Es iſt dies
eine neue Anerkennung für die Vorzüglichkeit der Er=
zeugniſſe
dieſer Firma, der älteſten Pneumatikfabrik
Deutſchlands.
(18432
Beſonders für Hausfrauen iſt es von großem In=
tereſſe
zu erfahren, daß die heute allgemein beliebten
und vorzüglich bewährten Rex=Konſervengläſer und
Rex=Vorratskocher auf der Brüſſeler Weltausſtellung
1910 mit der goldenen Medaille ausgezeichnet
worden ſind. Es iſt dies ein erfreulicher Erfolg der
deutſchen Induſtrie, der den Weltruf der Rex=Gläſer
und Vorratskocher beſtätigt. Für die Herſtellung von
Konſerven im Haushalt ſind die Rex=Fabrikate von der
größten Wichtigkeit.
(18158

Jamiliennachrichten.

für Sperial-Austrünfts, Br.
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- u. Vertrauens-Angelegenheiten.
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gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,10

Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzliche Nachricht, daß heute vormittag
3 Uhr mein lieber Mann. unſer Vater, Sohn,
Bruder, Schwager und Onkel
(18541
Heinrich Philipp Daniel, Eisendreher
in 30. Lebensjahre nach langem Leiden ſanft
dem Herrn entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 22. September 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, 25. Septbr.,
nachm. ¾3 Uhr, vom Portale des Darmſtädter
Friedhofes aus, ſtatt.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen Vaters,
Bruders, Schwagers, Onkels u. Schwiegerſohnes

ſagen herzlichen Dank
(18439
die trauernden Hinterbliebenen.

Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute verſchied nach kurzem Leiden unſer
lieber Vater, Bruder, Schwiegervater, Groß=
(18542
vater und Onkel
Herr Ministerialkanzlist i. P.

im vollendeten 74. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bitten
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Frankfurt a. M., Caſſel, Berlin,
den 22. September 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. Sept.,
nachmittags ½4 Uhr, vom Portale des Fried=
hofes
aus, ſtatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne des Ver=
ſtorbenen
.

Krieger-Verein
Darmſtact.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer langjähriges Mitglied und Feldzugs=
kameraden

(18536
Herrn
Joh. Jacob Baizer
Ministerialkanzlist i. P.
aus dieſem Leben abzurufen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den
25. September ds. Js., nachmittags 3½ Uhr,
vom Portal des Darmſtädter Friedhofs aus,
ſtatt. Sammlung am Friedhof.
Zur Teilnahme an der Beerdigung wer=
den
die Kameraden von Ramdohr bis Schulz,
ſowie der II. Bezirk erſucht.
Der Vorſtand des Kriegervereins
Darmſtadt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Gatten,
unſeres Vaters und Schwiegervaters
(18501
Herrn Rechnungsrat

ſagen wir hiermit allen Verwandten, Freunden
und Bekannten unſeren innigſten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Dankſagung.
Für die außerordentlich zahlreichen Beweiſe
herzlicher Teilnahme bei dem Hinſcheiden unſeres
unvergeßlichen Vaters
(18502
Herrn Albert Leußler
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Widmann für die troſtreiche Grabrede, dem Geſang=
verein
Sängerluſt‟ für den erhebenden Grabgeſang,
ſowie auch den evangeliſchen Schweſtern für die
während des ſchweren Krankenlagers erwieſene
aufopfernde Pflege, unſeren beſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.

Darmſtadt, 22. September 1910.

[ ][  ][ ]

Nummer 224.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Seite 7.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beim Hinſcheiden unſerer lieben Mutter, Schwieger=
mutter
, Großmutter, Schweſter, Schwägerin und
Tante
(18543
Frau
we.
Katharie Spaar W
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Lautenſchläger für ſeine troſtreichen Worte, ſowie
für die zahlreichen Blumenſpenden unſeren innigſten
Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Anton Erb,
Familie Karl Erb.
Darmſtadt, 23. September 1910.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Gatten, unſeres
guten Vaters, Bruders, Schwiegervaters, Schwagers
und Onkels, Herrn
(18544
Ludwig Kunz
ſagen hiermit Allen unſeren herzlichſten Dank
Namens der trauernd Hinterbliebenen:
Margarethe Kunz, geb. Beſt.
Griesheim, den 23. September 1910.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beim Hinſcheiden unſerer lieben guten Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter, Schweſter u. Tante
Frau
Elise Bindewald Wwe.
geb. Ferron
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn D. Pfarrer
Waitz für die troſtreichen Worte, Herrn Dr. Buchhold
und den Schweſtern der Martinsgemeinde für die
liebevolle Pflege, für die überaus zahlreiche
Blumenſpende, ſowie Allen, die während der
Krankheit ihr zur Seite ſtanden, unſeren herz=
lichſten
Dank.
(18505
Darmſtadt, den 21. September 1910.
Familie Wilh. Bindewald.

See ee
Samstag, 24. September.
Abſchiedsfeier der zum Militär abgehenden Turner
um 9 Uhr im Turnhauſe (Turngeſellſchaft).
Silberhochzeitsſeier des badiſchen Großherzogs=
paares
um 8½ Uhr im Konkordiaſaal (Badener
Verein).
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.?
Ausflug des Odenwald=Klubs in die Pfalz (Abfahrt
um 1.50 Uhr).
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Sonntag, 25. September.
Großh. Hoftheater, Anfang ½7 Uhr (Ab. C): Die
Dollarprinzeſſin.

Prüſungs=Aufführung der Schüler des Reſorm=
Konſervatoriums um ½ 11 Uhr im Fürſtenſaal
Generalverſammlung der Krankenkaſſe für Beamte,
Kaufleute ꝛc. um ½ 11 Uhr im Heſſiſchen Hof.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: i. V. Dr. Otto
Waldaeſtel; für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in
Darmſtadt. Für den redaktionellen Teil beſtimmte
Mitteilungen ſind an die Redaktion des Tagblatts zu
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Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

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3)
In dieſen Stunden vergeblichen Wartens flohen
ie Geſpenſter der Sorge, die ernſte Geſtalt der Pflicht
und die lichten Geiſter der Sohnes= und Bruderliehe
vor der ſieghaften Göttin im purpurnen, goldumſäum=
en
Gewand, vor der Liebe zum Weibe. Sie ſchlichen
gebeugt in den Hintergrund, aber dort blieben ſie ſtehen,
äh, ausdauernd, treu und unerbittlich, der ſicheren
tückkehr gewärtig. Auch die Liebe iſt nicht immer all=
nächtig
und muß oft matt, müde und mutlos den Kampf
ufgeben.
Aber jetzt fühlte Hans von Haſſingen noch Kampfes=
mut
in ſich und gewann die Ueberzeugung, daß ſein Ge=
ühl
für Helene jenes echte ſei, das ſein Ziel findet, wenn
nan zu warten verſteht.
Dieſes Warten erſchien ihm leicht gegen die Art des
Wartens, die ihn jetzt folterte.
Schon war die Hälfte der Zeit verſtrichen, welche das
Bataillon auf dem Schießplatze zubringen ſollte, als ihm
eines Mittags, er kam gerade von der Kaſerne und wollte
ach Hauſe, ein kleines, hageres Männchen begegnete, das
ine dunkelblaue Livree trug, einen Weidenkorb am Arm
atte und aus rot umränderten Augen verſchlagen und
lebhaft umherblickte der Zappel=Philipp aus dem Pen=
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Der junge Offizier kannte die etwas zweifelhafte
Rolle, die er bei den jungen Damen ſpielte, aus Helenens
naiven, offenen Mitteilungen, und daher erſchien ihm der
kleine, häßliche Mann mit ſeinem wackelnden Kopfe und
ſeiner Trinkernaſe wie ein vom Himmel geſandter Engel.
Philipp Trampuſch ſtand ſich ſehr gut mit allen jungen
Herren des Ortes, man konnte nie wiſſen, ob man nicht
einmal ſeine Dienſte anbieten könnte, um ein paar Gro=
ſchen
auf einige Schnitt Bier zu verdienen, denn ſeine
Frau, die Köchin und Wirtſchafterin im Möllerſchen Hauſe
war, hielt ihn ſehr knapp und gab ihm nur an hohen Feſt=
tagen
etwas Geld in die Hand.
Er zog alſo devot die Mütze vor dem blonden Offizier
und erleichterte dieſem dadurch, ihn anzuſprechen.
Um ſich nicht auffallend lange mit ihm zu unterhalten,
denn es konnte hier jeden Augenblick jemand kommen, der
das Faktotum der Penſion Möller kannte, ſteuerte
Haſſingen ſofort auf ſein Ziel los und ſagte raſch:
Können Sie mir einen Brief an Fräulein Falk be=
ſorgen
?
Der Alte wackelte ſtärker mit dem grauhaarigen Kopfe.
Es iſt ſehr gefährlich, Herr Leutnant.
Das ſagte er natürlich nur, um ein größeres Trinkgeld
herauszuſchlagen, und Haſſingen kehrte ſich auch nicht an
den Einwurf, ſondern meinte:
Na, Sie werden’s ſchon machen, Alter, es ſoll mir
auch auf ein Trinkgeld nicht ankommen. Wollen Sie den
Brief in meiner Wohnung, Luiſenſtraße 6 parterre, ab=
holen
?

Swun, der Deunmni Des diere Mlinchen
machte ſeinem Spitznamen alle Ehre. Das könnte auf=
fallen
. Ich werde in einer Viertelſtunde die Luiſenſtraße
herunterkommen, und wenn ich da Ihren Burſchen treffe
warum ſoll ich nicht mit einem Soldaten reden es
kann ja ein guter Bekannter von mir ſein.
Gut! Ich danke Ihnen, Philipp.
Haſſingen griff leicht mit der Hand an die Mütze und
eilte weiter.
In fliegender Haſt warf er, zu Hauſe angekommen,
einige Zeilen auf eine Briefkarte:
Mein ſüßer Liebling! Ich vergehe ja vor Sehnſucht
nach Dir, warte allabendlich am Gartenzaun, aber Du
kommſt nicht. Was hab’ ich Dir getan, daß Du ſo grau=
ſam
biſt? Erlöſe mich von dieſen Qualen und laß heut'
abend um 11 Uhr nicht vergeblich warten Deinen Dich
heiß liebenden, jetzt ſehr traurigen Hans.
Dann erſchien Stadthagen mit ſeinem roſigen Geſicht,
ſeinen vergißmeinnichtblauen Augen, die er immer voll
unbedingter Ergebenheit und Treue auf ſeinen Leutnant
richtete, und nahm, ohne mit den weißblonden Wimpern
zu zucken, Briefchen und ein Markſtück mit den nötigen
Anweiſungen entgegen.
Schon nach zehn Minuten erſchien er wieder und
meldete:
Es iſt alles beſorgt, Herr Leutnant!
Der Zappel=Philipp erreichte unterdes, nachdem er
das Markſtück ſchmunzelnd in der Weſtentaſche, das Brief=
chen
in der Taſche des Livreerocks geborgen hatte, die Villa

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224.

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Möller, packte den Salat, den er vom Gärtner geholt, aus
und ſann nach einem Vorwande, den jungen Damen un=
auffällig
in den Weg zu laufen, wenn ſie ſich in den Eßſaal
begaben.
Bald hatte er’s gefunden. Er nahm aus der Kammer,
wo Beſen und Putzſachen aufbewahrt wurden, ein Oel=
kännchen
und ſchickte ſich an, die Türen zu ölen, zuerſt
unten, dann, als der dumpfe Ton des Gong die Tiſchzeit
ankündigte, war er in ſeiner ganzen Behendigkeit im
oberen Korridor, gerade als die Tür rechts an der Treppe
ſich öffnete und Lisbeth Schäffer in den Spalt trat.
Nun, Philipp, was wollen Sie denn da?
Der Alte hob mit der einen Hand das Kännchen hoch,
mit der anderen griff er nach der Rocktaſche.
Nur die Türen ölen, gnädiges Fräulein!
Seine kleinen blauen Augen blinkerten vielſagend, und
Lisbeth begriff ſofort. Sie trat raſch vor, ſo daß der Alte
von ihr gegen den Gang zu gedeckt wurde, und er hatte
Zeit, der eben erſcheinenden Helene ſein bereitgehaltenes
Briefchen zuzuſtecken. Sie verbarg es, vor Ueberraſchung
halb betäubt, in den Falten ihrer Bluſe. Es war alles
das Werk einer Sekunde.
Im nächſten Moment ſchon klang die energiſche
Stimme Fräulein Möllers neben den Dreien.
Was machen Sie denn hier, Philipp? Tören ölen?
Ich habe Ihnen doch ſchon oft genug geſagt, daß Sie mit
dem Beginn ſolcher Arbeiten warten ſollen, bis die jungen
Damen ſämtlich ihre Zimmer verlaſſen haben. Sie werden
immer vergeßlicher.
Als Helene nach dem Eſſen oben in ihrem Zimmer
Haſſingens Zeilen las, ſchluchzte ſie zwiſchen Glück und
Schmerz und bedeckte die undeutlichen, eiligen Buchſtaben
mit Küſſen.
Ihr banges, törichtes Kinderherz hatte ja gefürchtet,
er würde ſie in dieſen Tagen vergeſſen und verſchmerzen,

nun las ſie’s, wie leidenſchaftlich er ſich nach ihr geſehnt
hatte, wie ſehr er ſie liebte.
Die blonde Lisbeth triumphierte. Nebenbei war auch
ſie doch ſchon etwas unruhig geworden, da ſie durch Hans
Haſſingen einen Brief ihres Walters erwartete, den Helene
ihr hoffentlich dieſe Nacht mitbringen würde.
Endlos dehnten ſich die Stunden, ehe es Abend
wurde.
Im Hauſe war alles zur Ruhe gegangen, denn es galt
für alle die Regel: Früh ſchlafen gehen, früh aufſtehen.
Da ſchlich die kleine Helene, der das Herz klopfte, daß ſie
es in der Stille zu hören meinte, auf Strümpfen die
Treppe hinunter und wagte zum erſtenmal allein den Weg,
den ſie bis dahin mit Lisbeth gegangen.
Heute beleuchtete der Mond nicht ihre Schritte, aber
es war eine von jenen Hochſommernächten, in denen es
nie ganz dunkel wird und in denen kein kühlender Hauch
die Glut des Tages aus der Luft nimmt. Allmählich ge=
wöhnten
Helenens Augen ſich an das graue Zwielicht, ſie
vermochte genau die Umriſſe, ja die Farben der Blumen
zu unterſcheiden, ſah die Latten des Gartenzauns in der
Blattlücke erſcheinen. Dicht daran an dem Stamm einer
jungen Buche lehnte eine hohe, dunkle Geſtalt.
Es war Hans Haſſingen.
Seine Arme umfingen das zitternde Mädchen, hoben
es zu ſich hinüber, drückten es an ſeine Bruſt.
Heiße Lippen fanden in ſchier endloſem, atemberau=
bendem
Kuſſe ihren jungen Mund.
So hatte er ſie noch nie geküßt. Sie war wie betäubt.
Die Knie wankten ihr, als er ſie endlich freigab, ſie aber
noch immer mit dem rechten Arm an ſich gedrückt hielt und
nun tief aufatmend flüſterte:
Helene, liebe kleine Helene, endlich hab’ ich Dich wie=
der
, o, daß es ſo dunkel iſt, daß ich Dein ſüßes Geſichtchen

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wie ſehr!
Und wieder küßte er ſie.
Er war in einem Rauſch, als habe er ſtatt der Taſſe
Tee zum Abendbrot eine Flaſche ſchweren ſüdlichen Weines
getrunken.
Und in dieſem Rauſch, der alles klare Denken über=
tönte
, ſagte er dem Mädchen, was er bis jetzt herriſch nie=
dergezwungen
, daß ſeine Liebe ſo groß und ſtark ſei, daß
er den Kampf mit allem, was gegen ihre Vereinigung auf=
ſtand
, wagen wolle. Sie wollten warten.
Warten! Wie gering erſchien das dem jungen, lieben=
den
Geſchöpf, das über die Zeit des Glücks hinweg ſonſt
immer ſchon ſchauernd in öde, graue, trübe Tage ohne Ziel
und ohne Hoffnung geſehen. Was weiß und ahnt junge
Liebe von der Zeit, die ewigen Wechſel bringt, vom Kreis=
lauf
der Welt, die abſtirbt und Neues ſchafft, die keinen
Stillſtand, kein Dauern kennt. Die Hoffnung der Jugend
hat ſtarke Flügel, die über alle Hinderniſſe hinwegtragen.
Ja, ich will warten, mein lieber, lieber Hans, ſo lange
Du es willſt. Ich bin ſo jung noch und Du ja auch. Wie
alt biſt Du eigentlich? Das weiß ich noch nicht einmal
genau. 24 Jahre! Und ſchon fütf Jahre Leutnant, da
dauert’s gar nicht mehr ſo ſehr lange bis zum Haupt=
mann

So plauderte die kleine Helene an der Bruſt des ge=
liebten
Mannes, ſo weit ſeine Küſſe ſie dazu kommen
ließen, und ſpann um ſich und ihn ein ſchimmerndes Netz
von Hoffnungsfäden und Glücksſternen, das ihnen den
klaren Blick in die rauhe Wirklichkeit verwehrte.
Vergebens raunte der Nachtwind im Buchenlaub, als
wolle er warnen, ungehört verklang der Mahnruf des
Käuzchens.
Und Helene Falk war doch ſonſt ſo ſchreckhaft.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 224

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

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von 38 Pfg an.
Mädchen-Tuchhauben
von 85 Pfg. an.

(18471

Kinder-
Tragkleidchen
in Batist und Wolle,
von Mk. 8.00 bis Mk. 2.75.
Knaben-Blusen
Oxford,
von Mk. 1.25 an.

Mitglied des Rabatt-
Sparvereins.

Markt 2.

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt

Bererdamtg Darmſtabt

101.

Samstag, 24. September.

1910.

Bekanntmachung.

Der Gleisanſchluß für das ſtädtiſche Elektrizitätswerk am Dornheimerweg
iſt fertiggeſtellt und die landespolizeiliche Abnahme von Großh. Bürgermeiſterei Darm=
ſtadt
beantragt worden.
Der Plan der Anlage liegt in der Zeit von Montag, den 26. September, bis
Montag, den 3. Oktober d. Js., auf dem Stadthaus dahier während der Dienſt=
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſchwarze Herren=Hoſe. 1 kleines Opernglas. 1 goldener Ring
mit blauem Stein. 1 Fahrrad=Laterne. 1 goldener Ehering ohne Zeichen. 1 Etui mit
Aerzte=Inſtrumenten. 2 mittelgroße Schlüſſel und 1 Drücker an einem Ring. 1 graues
Kinder=Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 Handtuch, gez. L. L. 1 kleiner
Hohlſchlüſſel. 1 Kaſſenſchlüſſel mit der Nr. 32. 1 Metallbroſche mit 3 Anhängern und
6 grünen Emailleſteinen. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 kleines ſchwarzes Samttäſchchen
mit Tabak. 1 rot eingefaßte Pferdedecke. 1 altes gelbes Handtäſchchen mit Inhalt.
4 kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 kleines Taſchentuch mit farbigem Saum. 1 feſt=
ſtehendes
Dolchmeſſer. 1 großer Schlüſſel mit der Nr. 3. 1 Bund Schlüſſel (9 Stück)
an einem Ring. 1 Obſtmeſſer mit Perlmuttſtiel und gelber Klinge. 1 Paket mit
Wäſche. 1 Bibliſche Geſchichte für evangeliſche Schulen. 1 kleines ſchwarzes Porte=
monnaie
mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 mittelgroßer Hohlſchlüſſel mit Meſſingſchild,
G. D. 17. 1 Bund Schlüſſel (10 Stück) an einem Ring. 1 Badekappe. 1 weiße Broſche
mit einem H und blauen Steinchen.
Verloren: 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 2,92 Mk. Inhalt. 1 matt=
gold
. runde Broſche (Tolego) mit ſchwarzer Verzierung. 1 weißes Taſchentuch, gez. G. S.
1 mattgoldener Ring mit großem blauen Stein. 1 Pincenez mit Goldbügel. 1 goldener
Ring mit blauem Steinchen. 1 Vorſtecknadel in Form einer Reitpeitſche und 1 Huf=
eiſen
aus blauem Emaille und das Hufeiſen mit Brillanten beſetzt. 1 ſilberne Nadel
mit gelbem Stein. 1 Einmarkſtück. 1 Handtäſchchen aus Seehundleder mit Taſchentuch.
2 Paar gelbliche Damen=Handſchuhe. 1 blaue, vorne heruntergedrückte Knaben=Mütze.
1 Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 goldener Manſchettenknopf mit 1 kleinen Rubin. 1 An=
hänger
(Mädchen mit Korb). 1 braunes Damen=Portemonnaie mit über 10 Mk. Inhalt
und 2 Loſen. 1 kleines braunes Klapp=Portemonnaie mit 3 Mk. Inhalt. 1 ſilbernes
Bröſchchen in Form einer Bretzel mit 1 Mondſtein und 1 Topas. 1 kleine ſilberne
Broſche mit 1 Rubin. 1 goldener Manſchettenknopf mit kleinem Rubin. 1 weißes
Kinder=Jäckchen. 1 Paar braune Kinder=Turnſchuhe in einem Leinwandſack. 1 kleines
Bild (Wiedergabe von einer Handzeichnung). 1 Friſeur=Schere. 1 weiße Spitzen=Bluſe.
1 Zehnmarkſtück. 1 goldener Ohrring mit hellblauem Steinchen. 1 goldene Halskette
mit Medaillon und 2 Photographien. 1 Paket, enth. Stickereien und Einſätze. 1 braunes
Damen=Portemonnaie mit 1,50 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 3,25 Mk.
Inhalt. 1 goldener Manſchettenknopf (Indianerkopf).
Zugelaufen bei Privaten: 1 Dobermannpinſcher. 1 braungefleckter Jagdhund.
1 graue Katze.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 ſchwarze Katze. 1 geſtreifter Boxer mit Nickelhalband. 1 Dober=
mannpinſcher
. 1 Foxterrier. 1 Atredale=Terrier. 1 Rehpinſcher, ſchwarz, mit braunen
Abzeichen.
Entflogen: 1 Dieſtelfink (Baſtard).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(18429
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Boxer. 1 Wolfshund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 25. September, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Bekanntmachung.
Betreffend: Die Herbſtmeſſe 1910.
Unter Bezugnahme auf § 366 Ziffer 10 St. G. B., Art. 264 Pol. St. G. und Art. 56
Abſ. 2 der Städteordnung wird für die Dauer der diesjährigen auf dem ſtädtiſchen Gelände
gegenüber dem Hallenſchwimmbad ſtattfindenden Herbſtmeſſe folgendes angeordnet:
1. Es iſt verboten, durch die Reihen der Schau= und Verkaufsbuden zu reiten
oder mit Fuhrwerken irgend welcher Art, namentlich auch mit Fahrrädern, zu
fahren.
2. Ueber die an das vorerwähnte Gelände grenzenden Straßen (Lindenhof=, Mühl=
und Landgraf=Georg=Straße) darf nur im Schritt gefahren oder geritten werden.
(18456soi
Darmſtadt, den 22. September 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupl= und Reäden;ſtadt Darmſtadt.

(hen.
Bruſt
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

90
60
92
86
96
110

Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
90
½
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. ½ 72

Einhalten der Tauben zur Saatzeit.
Wir beſtimmen hiermit, daß die Tauben von jetzt ab bis zum 15. k. Mts.
eingeſperrt gehalten werden müſſen. Zuwiderhandlungen werden nach Art. 39 Ziffer 2.
des Feldſtrafgeſetzes mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu einer Woche
beſtraft.
Auf die Militär=Brieftauben der Mitglieder des hieſigen Brieftaubenklubs findet
Vorſtehendes nur inſoweit Anwendung, als dies das Reichsgeſetz vom 28. Mai 1894,
den Schutz der Brieftauben betreffend, zuläßt.
(18533ss
Darmſtadt, den 21. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.

Kartoffellieferung.
Die Lieferung des Kartoffelbedarfs für das ſtädt. Krankenhaus ſoll im Wege
der Verdingung vergeben werden.
Es ſind zu liefern 350 Malter guter und vor allem geſunder Speiſekartoffel, und
zwar die eine Hälfte nach erteiltem Zuſchlag und die andere Hälfte im Frühjahr 1911
an einem noch näher zu beſtimmenden Tag. Das Malter verſteht ſich gewogen zu
100 kg. Wir hemerken ausdrücklich, daß die zu liefernden Kartoffel möglichſt groß
ſein müſſen.
Wir laden diejenigen, welche ſich an der Lieferung beteiligen wollen, ein, ihre
verſchloſſenen, mit diesbezüglicher Aufſchrift verſehenen Angebote mit Preisangabe am
8. Oktober 1910, vormittags zwiſchen 10 und 12 Uhr,
in den im ſtädt. Krankenhaus, Grafenſtraße Nr. 9, am Haupteingange angebrachten
Angebotkaſten einzulegen. Die Proben dürfen nicht den Namen des Einlegers ent=
halten
, müſſen aber mit einem Zeichen verſehen ſein, welches auch in das Angebot ein=
zutragen
iſt.
Die Genehmigung der Vergebung, ſowie die Auswahl unter allen Anbietenden
bleibt Großh. Bürgermeiſterei vorbehalten.
(18405ss
Darmſtadt, den 14. September 1910.
Die Krankenhausdirektion:
Dr. Fiſcher.

ſtunden zu Jedermanns Einſicht offen. Einwendungen hinſichtlich der planmäßigen
Ausführung der Gleisanſchluß=Anlage ſind bei Meidung des Ausſchluſſes innerhalb
der Offenlegungsfriſt ſchriftlich oder zu Protokoll bei der Großh. Bürgermeiſterei
Darmſtadt vorzubringen.
Darmſtadt, den 22. September 1910.
(18492
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Bank für Handel und Industrie, Darmstadt
Depositenkasse Wilhelminenstrasse 14.
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniss dass wir in
unserem
feuer= und diebessicheren Gewölbe
neben der bereits länger bestehenden Einrichtung grösserer Stahlkammern
neue Sparkassen-Safes
kleineren Rauminhaltes aufgestellt haben. Diese Safes eignen sich be-
sonders
zur Aufbewahrung von Schmuck- und anderen Wertgegenständen
geringeren Umfanges, sowie von Sparbüchern, Policen etc. etc.
Der Mietpreis eines Sparkassen-Safes beträgt
Mk. 5. pro Jahr.
Wir bitten um Besichtigung unserer Stahlkammeranlagen in den
Geschäftsstunden von 8½12½ vormittags und von 35½ Uhr nach-
mittags
(Samstag nachmittags von 2½3½ Uhr).
(14209P
Bank für Handel und Industrie, Darmstadt
Depositenkasse, Wilhelminenstrasse 14.

ſe Rechung der Zohannesgeneinde über 1900 liegt von heite ab 5 Tage lang
D
im Pfarrhauſe zur Einſicht offen.
(18436
Der Kirchenvorſtand der Johannesgemeinde.

ie Rechnung der kathol. Kirche Darmſtadt=Beſſungen für 1909 liegt. 8 Tage im
D
Pfarrhauſe, Heerdweg 28, offen.
(18437
Der Kirchenvorſtand.

Gewerbeschule zu Darmstadt.
Unter ſtaatlicher Aufſicht ſtehende dreiklaſſige Fachſchule für Bauhandwerker,
für Metallarbeiter und Maſchinenbaner und für Dekorationsmaler.
Eröffnung des Wiuterhalbjahres:
Fachklaſſen für Bauhandwerker, Metallarbeiter und Maſchinenbauer am
Montag, dem 7. November 1910; Schulgeld 40 Mk.
Abteilung für Dekorationsmaler am Dienstag, dem 1. November 1910;
Schulgeld 30 Mk.
Die Direktion der Schule iſt berechtigt, Maler= und Weißbinderlehrlingen, die
drei Winter hindurch die Fachſchule für Dekorationsmaler der Tagesſchule beſucht
haben, als Abgangszeugnis einen Geſellenbrief auszuſtellen.
Programme und jede weitere Auskunft durch die Direktion. Anmeldung mög=
ichſt
bald an die Direktion der Gewerbeſchule Darmſtadt (Nieder=Ramſtädterſtraße 8)
erbeten.
(17041a
Darmſtadt, im September 1910.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrates:
Der Direktor:
Jäger.
Prof. Dr. Meiſel.

Staatl. konzess, und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
Rheinstrasse 1
Darmstadt
am Ernst-Ludwigsplatz.
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Wintersemester beginnt Dienstag, 4. Oktober, vormittags 8 Uhr.
Anmeldungen werden frühzeitig ereeten.
8068a
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
eonservarerlam tar-Hasin
Mühlstraße 70
Gegründet 1878 Direktor: Wilhelm Süß Gegründet 1878
Das Schuljahr beginnt Donnerstag, den 13. Oktober. Anmeldungen werden
jederzeit entgegengenommen. Proſpekte ſind unentgeltlich bei der Direktion und in der
Hofmuſikalienhandlung Gg. Thies Nachfolger, Eliſabethenſtraße, zu haben. (18461a

Wissenschaftliches und Haushaltungspensionat
für In- und Ausländerinnen
Heidelbergerstrasse 43.
Gediegene wiſſenſchaftl. Ausbildung. 2 Ausländerinnen im Hauſe, praktiſche und
Kunſthandarbeit. Haushalt v. Haushaltungslehrerin. Muſik u. Malunterricht. Relig
chriſtl. Erziehung. Gewiſſenh. Verpflegung, geſellſchaftl. Ausbildung. Beſuch v. Theater,
Konzerte, Vorträge u. Kunſtſamml. Garten am Hauſe. Honorar 1200 Mk. p. a. Empfehl=
ungen
durch Eltern früh. Penſionärinnen. An dem wiſſenſchaftlichen Handarbeits= u.
Kochunterricht können auch erterne Schülerinnen teilnehmen. Ein neuer Kochkurs
beginnt am 20. Oktober. Anmeld. vor dem 1. Oktober erbeten. Proſpekte u. näh. Aus=
kunft
täglich von 1112 und 45 durch die Vorſteherin
(*23176ds
Frl. Clementine Dupré, ſtaatl. gepr. Oberlehrerin.
Lispeln, sehwere Zuugen
heilt und erzielt deutlich
Sprache bei Hasenscharte
und Wolfsrachen
Sioktort
Dir. F. Baum,
Bismarckstrasse 48.
8216a)
Anerkennungen von Schulbehörden, Professoren und Aerzten.
Kinder der städtischen Schulen werden in meinem Institut geheilt.
Empfohlen durch die höchste Schulbehörde. Leite Kurse der Kreisämter und Schulbehörden.

Loſe für den Obſt= und Kartoffelmarkt
ſind à 30 Pfg. in den bekannten Verkaufsſtellen zu haben.
18434si)
Die Verloſungskommiſſion.

[ ][  ][ ]

Seite 12.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Neubelegung von Reihengrab=
ſtätten
im Friedhofe an der Nieder=
Ramſtädter Straße.
Die Reihengräber in dem Bezirke Ab=
teilung
III, Buchſtabe K, in Benutzung ge=
weſen
für Erwachſene Perſonen in den
Jahren 1883 bis 1885, ſollen gemäß § 18
der Friedhofsordnung aufs Neue zur Be=
erdigung
benutzt werden.
Nach § 19 der Friedhofsordnung können
Grabſtätten gegen Entrichtung der tarif=
mäßigen
Gebühr von 25 Mk. und unter
Uebernahme der Verpflichtung zur ſteten
anſtändigen Unterhaltung der Plätze, der
erneuten Benutzung zur Beerdigung für
die Dauer von weiteren 25 Jahren ent=
zogen
werden.
Gemäß § 20 der Friedhofsordnung
laden wir diejenigen, die von vorſtehendem
Rechte Gebrauch machen wollen, hiermit
ein, bis zum 1. Oktober 1910, bei Meidung
der Annahme des Verzichts auf dem Ge=
ſchäftszimmer
des Friedhofsverwalters,
Heerdweg 135, bezüglichen Antrag zu
(16182a
ſtellen.
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Mueller.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224.

Haferlieferung.
Die Anlieferung von 60 Zentner Hafer
für die beiden Faſelſtallungen ſoll ver=
dungen
werden.
Angebote, ſowie Proben des Hafers
ſind bis längſtens
Dienstag, den 27. Ifd. Mts.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen, wo=
ſelbſt
in Zimmer Nr. 39 des Stadthauſes
die Bedingungen während der Geſchäfts=
ſtunden
zur Einſicht offen liegen.
Darmſtadt, den 19. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt. (18400so

Bekanntmachung.
Die Zahlung der rückſtändigen Be=
träge
für erſteigertes Heugras und er=
ſteigerten
Klee von der ſtädtiſchen Pallas=
wieſe
, den früheren Beſſunger Wieſen, den
Scheftheimer und Teichwieſen und von ver=
ſchiedenen
anderen ſtädtiſchen Grundſtücken
(aus den Verſteigerungen Großherzoglicher
Bürgermeiſterei vom 27. Mai, 9., 10., 20.
und 30. Juni 1910) hat bei Vermeidung
des Mahn= und Pfändungsverfahrens
bis längſtens Ende September 1910
an den Werktagen, vormittags 8½ bis
12½ Uhr, hierher zu erfolgen. (18105a
Darmſtadt, den 16. September 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.

Städtiſche Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
Mittags von 25. (1508a

Bekanntmachung.
Montag, den 17. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Johann Jakob
Menges Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft
Flur Nr. qm
35 1575//100 435 Hofreite Innere
Ringſtraße, jetzt
Rhönring 135,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K71/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 6. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D18419,6

Bekanntmachung.
Montag, den 31. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Georg Ludwig
Kuntz, Marie, geb. Ruhe, dahier und deren
Kindern zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
28 33650/100 191 Hofreite Ireneſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K122/10
Darmſtadt, den 22. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D18418,6
In unſer Handels=Regiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Holzbau=Syſtem Meltzer, Geſell=
ſchaft
mit beſchränkter Haftung,
Darmſtadt.
Durch Beſchluß der Geſellſchafter vom
16. September 1910 ſind die §§ 2 und 3
des Geſellſchaftsvertrages abgeändert.
Nach dem Beſchluſſe der Geſellſchafter
vom 16. September 1910 iſt Gegenſtand
des Unternehmens nicht nur die Herſtellung
und der Vertreib der durch Gebrauchs=
muſter
geſchützten Lamellenholzverbindungen
und Lamellenholzſtäbe, ſowie die Ver=
wertung
dieſer Schutzrechte, ſondern auch
der Betrieb aller ſonſtigen kaufmänniſchen
Geſchäfte überhaupt.
Das Stammkapital iſt auf Grund des
Beſchluſſes der Geſellſchafter vom 16. Sep=
tember
1910 um 30000 Mk. erhöht und be=
trägt
jetzt 130000 Mk.
(18438
Darmſtadt, den 17. September 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

Tohunessohd

sind meine Neuheiten für Herbst
und Winter 1910 in eleganter
Herren-, Jünglings- und Knaben-
Bekleidung wie Anzüge Paletots
Ulster Pyjacks Loden-
Mäntel Pelerinen. 3
Zweireihig, die grosse Mode

Als modernes, gross angelegtes Spezialgeschäft, biete ich in Bezug auf
Auswahl, Qualität, Passform und Preiswürdigkeit ganz besondere
Vorteile und dürfte es in lhrem eigenen Interesse liegen, sich bei
Bedarf eines Kleidungsstückes erst meine Neuheiten ohne irgend eine
Kaufverpflichtung ungeniert anzusehen.

Besichtigung ohne Kaufzwang.

Auswahlsendung bereitwilligst.
(18427

Verwelfältigungen
für alle Geschäfts-, Vereins- und Privatzwecke,
vollendete Maschinenschrift-Imitation, copierend,
und nichtcopierend, garantiert ohne jeden Del-
rand
, auf jedem Papier, ohne Ausnahme, gleich
schöne Abzüge
2
Zeugnis-Abschriften
fertigt
schnellstens, sauber, zuverlässig und preiswürdig.
Bäumer’s Spezialbureau für maschinen-
schriftliche
Arbeiten u. Vervielfältigungen.
Alexanderstrasse 9.
(17387a)
Telephon 1339.

Benachrichtigung!
Auf der Brüſſeler Weltausſtellung 1910 wurden Rex= Konſerven=
gläſer
und Rex=Vorratskocher mit der

goldenen Medaille

ausgezeichnet. Dieſe hohe Ehrung iſt ein Beweis für den Weltruf der
Rex=Gläſer und Rex=Vorratskocher und ſollten dieſelben in keiner
Küche fehlen.
(18457si
Zu haben bei:

Ludwig-
Wilh. Kraetzinger, strasse 11
1 grosser irischer Ofen

Musgrave, 1 große, 2t. Schiebeleiter, neu,
zu verkaufen Eliſabethenſtr. 1. (*18451sm

Bekanntmachung.
Montag, den 10. Oktober 1910,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Heinrich Konrad Stein und
deſſen geſchiedenen Ehefrau dahier zuge=
ſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
11 Grabgarten Sandſtraße
I 274
(Sandbergſtraße),
45 Grabgarten daſelbſt,
275
276 22 Hofreite (Haus)
daſelbſt
Nr. 19,
277 34 Hofreite (Haus)
daſelbſt
I ½ v. 278 32 Gem. Hof und Gang
daſelbſt,
I ½ v. 278 33 Gem. Hof und Gang
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittmann=
ſtraße
1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 14. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz. (D17941,6

Bekanntmachung.
Dienstag, den 11. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und deſſen Kindern dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 222 528 Grabgarten
Holzhofſtraße, jetzt Laute=
IV 223 143 Hofreite da= 7ſchlägerſtr.
Nr. 46,
ſelbſt,
in unſerem Büro zwangsweiſe verſteigert
(K91/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
teigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
rreicht.
Darmſtadt, den 15. September 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D17939,6

Montag, den 26. September,
vormittags 9 Uhr,
wird im Oſtbahnhof ein Wagen Heu,
5000 kg, öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung verſteigert.
(18528
Güter=Abfertigung Oſtbahnhof.

Sonnerstag, den 6. Oktober, vormit=
tags
10, ſoll der für das unterzeich=
nete
Lazarett in der Zeit vom 1. Novem=
ber
1910 bis Ende Oktober 1911 erforder=
liche
Bedarf an Kartoffeln verdungen
(18433ss
werden.
Die Bedingungen, welche vor Einſen=
dung
der Angebote durch Unterſchrift an=
zuerkennen
ſind, liegen im Geſchäftszimmer
des Lazaretts, Alexanderſtraße 27, zur Ein=
ſicht
offen.
Garniſonlazarett.

Pferde-Lotterie

Ziehung am 12. Oktober
450 Gewinne i. W. v.

15000

Mk.

Hauptgewinne i. W. v.
4000, 2000m.
ferner 10 Pferde oder Fohlen
i. W. v.
(18212a
5800 Mk.
sowie 438 Gewinne i. W. v.
3200 Mk.
Lose à 1 Mk. (Liste u. Porto 20 Pfg.)
durch L. F. Ohnacker, Darmstadt,
und allen bekannten Verkaufsstellen.
Gießener Pferde=Loſe
à 1 Mk.

ſind in allen bekannten Loſe=Geſchäften
zu haben. Ziehung 29. September.
25000 Loſe und 14000 Mk. Gewinne.
General=Vertrieb: (16631a
Richard Buchacker, Giessen.
Daſ. 11 Loſe für Mk. 10.25 mit Liſte u. Porto.

Prima Masthammelfleisch (Brust)
per Pfund 60 Pfg.
Spezialität:
ff. gehackte Kalbskoteletts
à Stück 20 Pfg. (13332a
bei Louis Hein, Hofmeizger
Schustergasse 19 Telephon 278.

Einige Wagen Moſtäpfel
abzugeben. Offerten unter U 80 an die
Expedition ds. Bl.
(18453

Herrenſchreibtiſch, Badeeinrichtung,
Bügelöſchen, Fahnenſtange

zu verk. Inſelſtraße 17, III.

(18454

Schöner, wenig gebrauchter Herd und
ein Bügelöfchen zu verkaufen
*23440) Frankfurterſtraße 32, 1. Stock.
Hin großer, guterh., eint. Kleiderſchrank
für 12 Mark zu verkaufen (*23436.
Beſſungerſtraße 116.

[ ][  ][ ]

Bekannte solide Qualitäten

Moderne elegante Facons

Zequemes Tragen

Kurſe vom 23. September 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

Bl. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 92,30
83,00
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . . 92,30
83,00
B do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,60
93,50
do.
3½
84,50
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101, 10
91,50
do.
3½
do.
82,30
4 Hamburger Staatsanl. 101,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,30
90,90
do.
31
do.
80,75
3 Sächſiſche Rente
83,10
4 Württembergerv. 1907 101,80
do.
92,80
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,30
1¾ Griechen v. 1887 . . 47,20
3¾ Italiener Rente ..
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,30
do. Goldrente . . 98,80
do. einheitl. Rente 93,50
Portug. unif. Serie I 67,10
do. unif. Ser. III 69,00
do.
Spezial . 12,10
Rumänier v. 1903 . . 101,80
do. v. 1890 . . 94,90
do. v. 1905 . . 91,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . 92,10

InProz.
Bſ.
4 Ruſſen v. 1902 . F4 93,10
4½ do. v. 1905 . . . . 100,30
3½ Schweden . . . . . . . 92,20
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 87,00
4 do. unifiz. v. 1903 93,70
4 Ungar. Goldrente . . 94,10
4 do. Staatsrente . 91,90
5 Argentinier . . . . . . 101,00
91,10
do.
4
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,50
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,10
99,50
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 97,80
5 Innere Mexikaner . . 99,80
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,30
5 Gold=Mexikaner . . . 100,25
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
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. . . . . . . . 143,50
4 Nordd. Lloyd . . . . 109,70
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,90
Aktien ausländiſcher
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InProz.
31
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4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,75
4 Pennſylvania R. R. 129,00
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198½
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betrieb
.
. . 246,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,00
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,50
do.
3½
92,60
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,20
do. ſteuerfrei . 98,00
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,20
do.
4
97,25
do. alte .
3
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,20
do.
4
80,20
do.
57,75
2¾10
Raab=Oedenburger . . 75,00
Ruſſ. Südweſt. . . . . 90,75
Kronpr. Rudolfbahn . 98,00

In Proz.
31
2¾10 Livorneſer . . . . . . 75,40
4 Miſſouri=Paciſic .
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,60
Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 101,80
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 167,75
Darmſtädter Bank 131,00
256,10
Deutſche Bank
Deutſche Vereinsbank 127,00
Diskonto=Geſellſchaft 189½
160,50
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk. 120,00
Nationalbk. f. Deutſchl. 124,70
105,00
Pfälzer Bank .
144,50
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank 139,10
Wiener Bank=Verein 138,90
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
do. S. 19. . . . . 92,00
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,50
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
90,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,30
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
3½
91,00
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,00
3½ do. (unk. 1914) 90,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,30
3½
92.50.

Inge)
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . . . . .
3½ do.
91,60
4 Frankfurt . . . Sr. . 100,90
3½ do.
95,20
100,20
4 Gießen . .
3½ do.
4 Heidelberg . . . . . .
90,80
3½ do.
4 Karlsruhe
4
3½ do.
91,50
4 Magdeburg. . .
3½ do.
4 Mainz
99,70
3½ do.
4 Mannheim
100,10
3½ do.
4 München .
. . 101,10

90,80
. . 100,00

99,70
100,00

3½ Nauheim
4 Nürnberg
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms . .
-
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886.
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 134,90
5 Donau=Reg. fl. 100 152,30
3 Holl. Komm. 100

Bf.
In Proz
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. .
. 136,00
Oeſterr. 1860er Loſe 175,20
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,40
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl. 7 36,00
Braunſchweiger Tlr. 20 206,10
Freiburger
Fs. 15
Mailänder Fs. 45
do.
Fs. 10
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Oeſterreicher v. 1864 100 546,00
do. v. 1858 100 445,00
Ungar. Staats 100 385,00
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20,42
Franzöſiſche Noten . . . . 81,00
Holländiſche Noten . . . . 169,20
Italieniſche Noten . . . 80,50
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85, 15
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
Reichsbank=Diskonto .
Reichsbank=Lombard Zaf. 5%

Nummer 224.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Seite 13.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24, September 1910.

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[ ][  ][ ]

2.
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en

224.

Samstag, 24. September.

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ihrer werten Kundſchaft auf das ſolideſte und pünktlichſte auszuführen unter Verwen=
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von nur beſten Materialien. Bei dieſer Gelegenheit möchten wir nicht unterlaſſen,
den freundlichen Leſern dieſer Zeitung den hohen Wert eines individuellen Schuhwerks
vor Augen zu führen und ganz beſonders auf deſſen hervorragende Eigenſchaften auf=
merkſam
zu machen.
Individuelles Schuhwerk
ſoll: die Füße vor Witterungseinflüſſen aller Art ſchützen;
den Füßen ihre natürliche Form bewahren und deren Knochengerüſt vor ſchäd=
lichen
Veränderungen behüten;
den Füßen reſp. den Zehen ein freies, ſchmerzloſes Bewegen geſtatten und nach
den von den Füßen gegebenen Dispoſitionen gearbeitet ſein.
Solch ein Schuhwerk kann nur das Handwerk erzengen.
Was hilft aber dem Schuhmacherhandwerk alles Streben nach Vollkommenheit,
wenn ſich das verehrliche Publikum durch große marktſchreieriſche Reklame irreführen
läßt und der weitaus größte Teil der Menſchen ſich mit Fußleiden, wie Plattfuß oder
Plattfußanlagen, Ballen oder mit dieſer oder jener Deformität des Fußes durchs
Leben quält!
Auch iſt die Schuh=Großinduſtrie und deren Verkaufsgeſchäfte eifrig beſtrebt, das
verehrliche Publikum vom Handwerk fernzuhalten. Sie behaupten beiſpielsweiſe, daß
die aus ihren Verkaufslagern entnommenen Waren ſchonend nur über die Original=
Fabrikleiſten beſohlt bezw. repariert werden, ſobald das defekte Schuhwerk dem
Inhaber des Verkaufsgeſchäftes übergeben wird.
Dem verehrlichen Publikum ſcheint wenig bekannt zu ſein, daß ſolche Arbeiten
über die Straße hinweg einem Zwiſchenmeiſter übertragen werden, dem es unmöglich
iſt, für den hierfür gezahlten Preis ein einwandfreies Material zu verwenden.
Mit den Reparaturen des Schuhwerks, die den Haushaltsetat einer Familie
recht merklich belaſten, ſollte die ſparſame Hausfrau ſich vertrauensvoll an einen tüch=
tigen
Fachmann wenden. Nur ſolcher allein bürgt für handwerksmäßige Ausfüh=
rung
, nicht aber der Werberuf der Reklametrommel. Obwohl der Handwerker die
einzelnen Poſten der Rechnung etwas höher notieren muß, wird doch am Jahresſchluß
der für Schuhreparaturen aufgewendete Betrag weſentlich geringer ſein, als wenn er
einem Pfuſcher oder Preisſchleuderer zugewendet wurde. Auch nach dem Urteil be=
rühmter
Fuß=Anatomen gab es noch nie ſo viel Fußleidende wie gegenwärtig! Es
wird die Zahl derſelben ſich mehr und mehr ſteigern, wenn nicht die Einſicht des
Publikums Abhilfe ſchafft!
Des ferneren erlauben wir uns, die höfliche Bitte vorzutragen, die Konten mög=
lichſt
ſchnell zu begleichen, auf keinen Fall aber länger als ein Vierteljahr Kredit in
Anſpruch nehmen zu wollen, denn auch wir werden bei der geſpannten Lage des
Ledermarktes von unſeren Lieferanten zu kurzfriſtigen beſtimmten Zahlungen
verpflichtet.
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erforderlichen Kartenbeſtellung berückſichtigt werden, wird noch bekannt ge=
geben
. Beſonders hervorgehoben ſei, daß jeder Löſer einen Preis erhält;
man vergeſſe daher nicht, anzugeben, ob das Geld oder das Album geſandt
werden ſoll. Deutliche Adreſſenangabe im Brief und auch auf kleinem
dünnen Blatt erbeten.
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[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224,

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
65 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 19. Sept.: dem Fabrikarbeiter
Adam Vollrath, Bleichſtr. 5, e. S. Johann Adam.
Am 16.: dem Architekten Robert Hommes, Soder=
ſtraße
45, e. T. Madeleine. Am 18.: dem Schuhmacher
Jakob Pfeiffer, Langegaſſe 49, e. T. Maria Eliſabeth.
Am 14.: dem Hausburſchen Johann Rohmann, Lieb=
frauenſtr
. 74, e. T. Auguſte Katharina Suſanna. Am
22.: dem Fabrikarbeiter Johann Heilmann, Magda=
lenenſtr
. 7, e. T. Maria Margareta.
Anfgebotene. Am 19. Sept.: Schreiner Johannes
Helm, Mühlſtr. 13, mit Wochenpflegerin Eliſabetha
Lang in Zwingenberg a. d. B. Am 20.: Lehramts=
aſſeſſor
Ludwig Pöpperling, dahier, mit Eliſabethe
Philippine Braun in Alzey. Oberpoſtſchaffner Peter
Heinrich Friedrich Buſch in Harburg mit Berta
Eliſabeth Maria Gierhan in Hamburg=Eppendorf.
Bäcker Franz Joſeph Mayer in Bensheim mit Fabrik=
arbeiterin
Barbara Uhl in Lorſch. Kaufmann Alfred
Max Werner in Frankfurt a. M. mit Eliſabethe
Katharina Steuernagel, Mollerſtr. 32. Maſchiniſt
Heinrich genannt Philipp Schubart, dahier, mit
Karoline Sophie Neidhardt in Gelnhauſen. Am 21.:
Hilfsweichenſteller Philipp Rauch in Traiſa mit
Maria Barbara Philippine Luckhaupt in Nieder=
Ramſtadt. Weißbindergehilfe Philipp Karl Schollen=
berger
in Traiſa mit Magdalene Heiſel in Ober=
Ramſtadt. Glasreiniger Hermann Merz, Schloß=
gaſſe
13, mit Dienſtmädchen Marie Siefert, Dönges=
borngaſſe
2. Kaufmann Joſeph Damian Kühn, Wil=
helminenplatz
9, mit Maria Thereſia Franziska Rill,
Kaſinoſtraße 7. Schneider Konrad Holſchuh, Mühl=
ſtraße
13, mit Dienſtmädchen Eva Brenger, Schloß=
gartenſtraße
73. Reſervelokomotivführer Johannes
Hönig, Riedeſelſtr. 72, mit Margareta Heglang,
Georgenſtraße 6.
Geſtorbene. Am 19. Sept.: Katharina Eliſabetha
Bindewald geb. Ferron, Witwe d. Schloſſers, 65 J.,
ev., Ireneſtr. 20. Am 20.: Schuhmachermeiſter Albert
Leußler, 58 J., ev., Riegerpl. 7. Am 19.: Rechnungsrat
Ldg. Müller, 68 J., ev., Soderſtr. 91. Am 20.: Marie
Eliſ. Förſter geb. Grauling, Ehefrau d. Buchbinders,
65 J., ev., Waldſtr. 34. Am 19.: Katharina Spar
geb. Schecker, Witwe des Bahnwärters, 71 J., ev.,
Schloßgartenſtr. 47.

Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
18. Sonntag nach Trinitatis, den 25. September 1910
Hoſkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 28. September, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Feier des heil. Abendmahls mit unmittelbar voraus=
gehender
Vorbereitung. Vorm. um 11 Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarrer Kleberger. Nachmittags um
5 Uhr: Jahresfeies des Landesvereins für
Innere Miſſion. Pfarrer Saul aus Frankfurt a. M.
Kollekte für Innere Miſſion.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
25, September, vorm. um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk (Schlußfeier). Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. Vormittags
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Kollekte für die Evangeliſchen in Oeſterreich. Vormit=
tags
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk.
Pfarrer Widmann. Nachm. um 2 Uhr: Chriſtenlehre
für den Oſt bezirk in der Kirche, für den Weſtbezirk
im Gemeindehaus.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Deggau. Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Donnerstag, den 29. September,
nachmittags 3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für das
Krüppelheim. Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Walz.
Feier des heil. Abendmahls mit vorangehender Beichte.
Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Walz.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarraſſiſtent Flöel. Vorm. 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarraſſiſtent Flöel.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 18. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Sep=
tember
, nachmittags um 5 Uhr, im Feierabend, Stift=

ſtraße 47: Predigt und heil. Abendmahl. (Beichte um
4½ Uhr.) Pfarrer Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 25. Sept.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſamm=
lung
. Donnerstag, den 29. Sept., abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.

Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 25. September,
nachmittags 3 Uhr, in dem Gemeindehaus der evan=
geliſchen
Johannesgemeinde, Kahlertſtraße 26: Andacht
mit Predigt. Herr Pfarrer Ullmann aus Heßloch.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. Mittwoch, abends
8½ Uhr.

Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 25. September, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmit=
tags
4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt freundlichſt ein=
geladen
.

Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. 30): Samstag, den
24. September, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
19. Sonntag nach Pfingſten, den 25. September 1910
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Armenſeelen=
andacht
für die Abgeſtorbenen der Gemeinde. Um
4 Uhr: Vortrag für die Jugend=Abteilung der Jung=
frauen
=Kongregation. Um ½5 Uhr: Verſammlung der
Jungfrauen=Kongregation. Ebenfalls um 4 Uhr: Ver=
ſammlung
im Mädchenheim. Um 6 Uhr: Herz=Mariä=
Bruderſchaftsandacht mit Predigt. Freitag, nachmit=
tags
um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Samstag,
abends um ½ 7 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte. Um 6 und um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Freitag, nachmitttags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 24. September,
nachmittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur hi. Beichte.
Sonntag, den 25. September 1910.
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Armenſeelenandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
24. September, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
19. Sonntag nach Pfingſten, den 25. September 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Andacht zum Troſte
der armen Seelen. Bibliothek (Heerdweg 28): Diens=
tag
, nachmittags von 6 bis 7 Uhr. Während des Ok=
tober
jeden Morgen bei der heil. Meſſe Roſenkranzgebet.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 24. September,
abends um 5 Uhr: Beichte.
19. Sonntag nach Pfingſten, den 25. September 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 19. Sonntag nach Pfingſten,
den 25. September, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Sept.: Dem Kaufmann
Jakob Steiner T. Lilli Renata Charlotte, geb. 15. Juni.
18. Sept.: Dem Fuhrmann Jakob Philippi T. Anna
Charlotte, geb. 24. Aug. Dem Kaufmann Teobald
Wilhelm Reitinger T. Marie Anna Margarete, geb.
16. Juli. 20. Sept.: Dem Friſeur Karl Philipp Nies
Zwillingskinder Karl Albrecht und Gertrude Lucia, geb.
15. Mai. 18. Sept.: Dem Metzger Philipp Fiſcher T.

Mina, geb. 3. Aug. Dem Großh. Oberlehrer Friedrich
Chriſtian Philipp Lenhardt T. Gertrud Adelheid Berta,
geb. 11. Aug.
Johannesgemeinde: 18. Sept.: Dem Reſerve=
lokomotivführer
Guſtav Hätſcher T. Auguſte Berta
Emma, geb. 28. Aug. Dem Stationsſchaffner Philipp
Küchler S. Karl Peter, geb. 4. Aug.
Martinsgemeinde: 18. Sept.: Dem Metalldreher
Auguſt Neuhaus S. Robert Philipp, geb. 6. Aug.
14. Sept.: Uneheliche T. Helene Eliſabeth Ilona, geb.
6. Sept. 18. Sept.: Dem Miniſterialkanzleidiener Johann
Georg Weichſel S. Ernſt Ludwig, geb. 17. Aug. 19. Sept.:
Dem Färber Georg Peter Pfeifer T. Erna, geb. 8. Sept.
Petrusgemeinde: 18. Sept.: Dem Hauptlehrer
Hermann Arthur Albrecht Voigt S. Ferdinand Karl
Walter, geb. 2. Aug. Dem Schneider Nikolaus Muhn
T. Anna Luiſe, geb. 23. Aug. Dem Schreiner Karl Riſch
T. Johanna Emilie. Dem Hausburſchen Friedrich Spaar
T. Katharine Thereſe.
Paulusgemeinde: 18. Sept.: Dem Proviant=
amtsarbeiter
Juſtus Allmann T. Katharine, geb. 11. Aug.
20. Sept.: Uneheliche Zwillingskinder Bertha Auguſte
und Hans Albert, geb. 11. Sept.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. Sept.: Forſtaſſeſſor Georg
Emanuel Freiherr von Wedekind und Roſe Anna Alice
Kleinſchmidt. 17. Sept.: Lehrer Otto Schwamb von
Reichelsheim i. O. und Margarethe Falter.
Johannesgemeinde: 17.=Sept.: Lehrer Guſtav=
Schützler in Hanau und Anna Roß von hier.
Paulusgemeinde: 15. Sept.: Betriebsführer
Joſeph Wilhelm Fehler in Steeden a. d. L. und Luiſe
Eliſabeth Witt. 17. Sept.: Chemiker Dr. Karl Wilhelm
Rudolph Thilenius in Frankfurt a. M. und Emma
Maria Johanna Mathilde Schering.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 20. Sept.: Großh. Wirkl. Geh. Rat
und Staatsminiſter i. P. Julius Freiherr von Starck,
dahier, ſtarb 16. Sept.
Stadtgemeinde: 9. Sept.: Katharine Müller,
geb. Schwalb, Witwe des Provinzialkaſſerechners Konrad
Müller, 70 J., ſtarb 19. Sept. zu Bonn a. Rh. 22. Sept.:
Marie Eliſabeth Förſter, geb. Grauling, Witwe des
Buchbindermeiſters Johann Philipp Heinrich Förſter,
65 J., ſtarb 20. Sept. 17. Sept.: Gardeunteroffizier
i. P. Johann Heinrich Franz, 89 J., ſtarb 15. Sept.
18. Sept.: Margarete Hofmann, geb. Rodenhäuſer, Ehe=
frau
des Schuhmachermeiſters Friedrich Hofmann, 69 J.,
ſtarb 16. Sept. 21. Sept: Georg Friedrich Weicker, S.
des Schneiders Georg Friedrich Weicker, 9 J., ſtarb
18. Sept. Städt. Leuchtwart Johann Heinrich Dickel,
56 J., ſtarb 19. Sept. 16. Sept.: Karl Ernſt Pflanz,
10 M., ſtarb 14. Sept. 20. Sept.: Schneiderin Luiſe
Plitſch, 39 J., ſtarb 18. Sept. Rechnungsrat Ludwig
Müller, 68 J., ſtarb 19. Sept. 23. Sept.: Luiſe Koch,
5 J. 5 M., ſtarb 18. Sept.
Johannesgemeinde: 19. Sept.: Maſchinen=
fabrikant
Wilhelm Venuleth, 71 J., ſtarb 15. Sept.
Martinsgemeinde: 15. Sept.: Margarethe
Böhm, geb. Egly, Ehefrau des Fuhrmanns Leonhard
Böhm, 41 J., ſtarb 12. Sept. 21. Sept.: Eliſabeth Binde=
wald
, geb. Ferron, Witwe des Schloſſers Adam Binde=
wald
, 65 J., ſtarb 19. Sept. 22. Sept.: Schuhmacher und
Türmer Albert Leußler, 59 J., ſtarb 20. Sept.
Petrusgemeinde: 18. Sept.: Rentner Peter
Wenz, 78 J., ſtarb 15. Sept.
Paulusgemeinde: 16. Sept.: Karoline Wilhelmine
Schmieder, geb. Hegewald, Witwe des Gutsinſpektors
Friedrich Schmieder, 85 J., ſtarb 14. Sept.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 11. Sept.: Dem Kauf
mann Joſef Supper S. Hans Joſef, geb. 21. Aug.
Dem Tapezierer Leonhard Menger S. Leonhard Joſef,
geb. 13. Aug. 13. Sept.: Dem Wagner Peter Pruß T.
Hedwig, geb. 13. Sept. 18. Sept.: Dem Weißbinder
Johannes Schmidt S. Johannes Theodor, geb. 18. Aug.
Dem Arzt Dr. Max Krahn S. Bernhard Wilhelm
Ferdinand, geb. 3. Aug. 20. Sept.: Dem Artiſten Robert
Eichel S. Adolf, geb. 18. Sept.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 10. Sept.: Privatin
Eliſabethe Rehner, 50 J., ſtarb 7. Sept. 14. Sept.: Lauffrau
Anna Müller, 36 J., ſtarb 12. Sept. 15. Sept.: Thereſe Wein=
heimer
, geb. Nock, Ehefrau des Seiltänzers Michael
Weinheimer, 47 J., ſtarb 13. Sept. 16. Sept.: Anna
Maria Zimmermann, geb. Oberle, Ehefrau des Metzger=
meiſters
Adam Zimmermann, 36 J., ſtarb 13. Sept.
20. Sept.: Ingenieur Joſef Friedrich Heinrich, 40 J.,
ſtarb 17. Sept.

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Nummer 224,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910

Seite 19,

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(Bass), J. Boers (Klarinette), G. Wendorf (Fagott) und Kammermusiker U. Rohde
(Horn). Progr.: H. Wolf, Streichquartett D-moll und Schubert, Oktett für Streich-
quintett
, Klar., Fag. und Horn op. 166, G-dur.
II. Montag, 28. November, Mitwirk.: Die Herren Chr. G. Eckel (Klavier)
aus Frankfurt a. M. und Kammermusiker P. Uhlmann (Violine). Progr.: Jos. Suk,
Streichquartett op. 11, B-dur, Brahms, Son. f. Vcl. und Klavier op. 99, F-dur und
Beethoven: Streichquintett op. 29, C-dur.
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op. 18, Nr. 4, C-moll.
IV. Montag, 20. Februar Mitwirk.: Die Herren Fred. M. Voss (Klavier)
aus Mainz, Kammermusiker P. Uhlmann (Viol.) und C. Andrä (Vel.). Progr.: Mir.
Weber, Streichquartett H-moll. Giov. Sgambati, Klavierquintett op. 4, F-moll und
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1. Was iſt Wahrheit?
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Seite 20

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224.

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Altweiberſommer
Von Dr. Wilhelm Teſchen.
(Nachdruck verboten.)
) Das Wetter ließ in dieſem Jahre bei uns in
Europa ſehr viel zu wünſchen übrig. Wir haben einen
regneriſchen Sommer gehabt und in vielen Gegenden
haben Gewitter, Hochwaſſer und Stürme arge Ver=
wüſtungen
angerichtet. Der Landmann, der Erhol=
ungsreiſende
und der Sportsmann hatten nur allzu
oft Urſache, ſich über die Unbilden des Wetters zu be=
klagen
. Viele tröſten ſich nun mit der Hoffnung auf
einen ſchönen, warmen und trockenen Herbſt, der den
Schaden, teilweiſe wenigſtens, wieder gut machen ſoll.
Dieſe Hoffnung trügt auch in der Regel nicht, denn
ein altes Sprichwort ſagt ſchon: Auf Regen folgt
Sonnenſchein‟. Er muß eben naturgemäß folgen. In
der zweiten Hälfte des Septembers oder im Anfang
Oktober pflegt die ſtetig ſinkende Temperatur von
einem Wärmerückfall unterbrochen zu werden, der uns
herrliche, klare und reine Luft, ſowie ſommerliche
Temperatur bringt. Dieſer Wärmerückfall, der faſt
immer nach einem naßkalten Sommer einzutreten
pflegt, iſt bekannt und hochgeſchätzt unter dem ſonder=
baren
Namen Altweiberſommer‟ Dieſer Wärme=
rückfall
wird hervorgerufen durch die Aenderung der
Windrichtung. Der andauernde Weſtwind des ver=
floſſenen
Sommers hat das Ende ſeiner naſſen Herr=
ſchaft
erreicht und der Oſtwind tritt an ſeine Stelle.
Dieſe Wendung zum Guten wird hervorgerufen durch

den Stand des Mondes, der ein Vorherrſchen der Oſt=
winde
bedingt. Die Temperatur des Klimas hängt
einzig von der Windrichtung ab. Dieſe aber wird er=
zeugt
durch die ungleiche Wärmeverteilung auf der
Erde, denn durch ſie wird das Gleichgewicht der
Luft fortwährend verändert. Das geſtörte Gleich=
gewicht
ſucht ſich auszugleichen, und ſo entſtehen die
Luftſtrömungen, die Winde und Stürme. Hierdurch
wird wiederum der Waſſerdunſt der Atmoſphäre ver=
ſchieden
verteilt. Auf die ungleiche Wärmeverteilung
laſſen ſich alle meteorologiſchen Erſcheinungen zurück=
führen
, und das Zuſammenſpiel der meteorologiſchen
Erſcheinungen an einem Ort bezeichnet man mit dem
Wort Klima.
Die Luftſtrömungen und Winde ſind für die Ge=
ſundheit
des Menſchen inſofern von großer Bedeut=
ung
, als durch ſie eine beſtändige Erneuerung der
Luftſchichten, ein Zuführen von Sauerſtoff und ein
Hinwegſchaffen ſchädlicher Stoffe vor ſich geht. Vom
menſchlichen Körper entführt die bewegte Luft die
umgebenden Ausdünſtungsſtoffe und erzeugt durch
Beförderung der Verdunſtung Abkühlung. Der Wind
maſſiert die menſchliche Haut und dieſe Maſſage iſt die
natürlichſte und geſundeſte.
Haben wir vorwiegend Weſtwinde, wie im ver=
floſſenen
Sommer, ſo herrſcht kühle, regneriſche Wit=
terung
vor. Herrſchen in unſerer Breite aber Oſt=
winde
vor, ſo iſt das Wetter ſonnig, warm und trocken.
Jedermann kennt den Altweiberſommer mit ſei=
nen
ſehr ſchönen Tagen, an denen die Luft von einer
wundervollen Klarheit und Reinheit iſt, in der man
mit Entzücken das Erſcheinen der weißen Sommer=
fäden
wahrnimmt. Wer kennt ſie nicht, dieſe ſchnee=
weißen
Fäden? Man nennt ſie bei uns Mariengarn,
Marien= oder Herbſtfäden, fliegender Sommer und
Alter=Weiber=Sommer. Dieſe feinen, weißen, ſeiden=
artigen
Fäden, die nur an warmen und heiteren Herbſt=
tagen
ſich zeigen, Wieſen, Felder und Triften über=
ziehen
, ſind das Geſpinſt einer Spinne, die ſich im
Herbſt in unglaublicher Menge erzeugt und von ſehr
kleinen Inſekten ſich ernährt. Dieſe kleinen Spinnen
haben die Größe eines gewöhnlichen Stecknadelkopfes,
beſitzen einen länglichen Kopf und einen eirunden
Hinterleib. Sie gehören zur Gattung der Luchs= und
Krabbenſpinnen, die keine Gewebe machen, ſondern
nur Fäden ziehen. Sie ſchicken von erhöhten Punk=
ten
her aus ihren Spinndrüſen dieſe Seidenfäden in
die Luft, die dann vom Luftſtrom fortgetragen wer=
den
und an denen ſich die winzigen Spinnen ſelbſt
feſthalten. Sie haben ſo ein richtiges Luftſchiff, das
ſie ſanft und ſicher durch die Lüfte trägt. Erleidet die=
ſes
Luftſchiff an irgend einem Gegenſtand, ſei es
Menſch, Tier, Baum, Strauch oder eine Telegraphen=
ſtange
, Havarie, ſo iſt das für die Luftſchifferin weiter
nicht ſchlimm, denn ſie gibt leichten Sinnes das alte
Fahrzeug auf und ſpinnt ſofort ein neues, auf dem
ſie ihre Luftreiſe fortſetzt. Iſt eine Landung frei=
willig
oder wider Willen beabſichtigt, dann wickelt die
Spinne mit ihren Füßen langſam den Faden zu einem
Flöckchen zuſammen, das dann durch ſeine eigene
Schwere allmählich zu Boden ſinkt.
Der Volksglaube früherer Jahrhunderte brachte
den fliegenden Sommer in Verbindung mit den
Göttern. Nach Einführung des Chriſtentums bezog
man ihn auf Gott und die Gottesmutter Maria. In
Frankreich nennt man die Sommerfäden Fils de la

Vierge in Italien Filamenti della Madonna was
gleichbedeutend mit unſeren Marienfäden iſt. In
England führen ſie den ſonderbaren Namen Gottes=
ſchleppe‟

Früher hielt man die Sommerfäden für einen
Niederſchlag der Luft oder für eine Ausdünſtung der
Erde und der Pflanzen. Erſt im ſiebzehnten Jahr=
hundert
entdeckten zwei engliſche Forſcher die Spinne
als wahre Urſache. In Italien iſt die Legende weit
verbreitet: die heilige Jungfrau Maria fliege mit
11000 Jungfrauen durch die Luft und ſpinne dabei die
Täden am goldenen Rocken. In Holland lautet die
fromme Sage etwas anders: Als Maria gen Himmel
fuhr, ließ ſie in der Luft ihr langes, weißes Gewand
flattern, ſo daß es allmählich vom Winde in lauter
kleine Fetzen zerriſſen wurde, die nun zum Andenken
an die Himmelfahrt alljährlich als Marienfäden
Marien Draatges wiederkehren und in der ganzen
Welt umherfliegen. Jedem Naturfreund ſind die
Sommerfäden willkommen, denn ſie bedeuten anhaltend
gutes Wetter mit angenehmem, belebendem Sonnen=
ſchein
, der nicht ſo ſehr brennt und den Menſchen er=
mattet
wie im Hochſommer. In der Tat ziehen die
kleinen Spinnen ihre Seidenfäden nur bei anhaltend
gutem Wetter. So iſt das erſte Erſcheinen der Seiden=
ſäden
eine ſichere Prophezeiung auf anhaltend ſonniges
Wetter.
Der nicht gerade ſchöne Name Altweiberſommer
ſtammt daher, daß man die Liebe einer älteren Frau
mit dieſer im Herbſt auftretenden Sommerzeit verglich,
und aus dieſm Vergleich entwickelte ſich der unſchöne
Name. Wer dieſe Benennung umgehen will, ſagt:
Nach= oder Spätſommer. Andere Völker ſind galanter
und kennen den Ausdruck Altweiberſommer nicht.
Die Schweden nennen die Zeit Brigittenſommer nach
dem Brigittentag, am 8. Oktober. Bei den Böhmen
heißt er St. Wenzelsſommer, nach dem Wenzeltag,
28. September. Die Ungarn haben ihn St. Michels=
ſommer
getauft nach dem St. Michelsfeſt am 29. Sep=
tember
.
Auch Nordamerika kennt einen Nachſommer und
man nennt ihn dort merkwürdigerweiſe Indianer=
ſommer
. Alle dieſe Bezeichnungen knüpfen immer an
eine beſtimmte Herbſtzeit an, ſo verſchieden auch die
Namen ſind. Nach der Mythologie der alten Deutſchen
hießen die Fäden Die Metten (Nornen), da man an=
nahm
, daß die Seidenfäden von den Schickſalsgöttinnen,
den Nornen, geſponnen wurden. Noch heute iſt in
Schleswig=Holſtein die Redensart gebräuchlich: Die
Metten (Nornen) haben geſponnen.
Der Schweizer hat einen ähnlichen Ausdruck wie
wir, er ſagt: Witwenſömmerli
Dieſer ſchöne Abſchiedsgruß des ſcheidenden Som=
mers
iſt jedem Naturfreund ſehr willkommen, denn er
wirkt außergewöhnlich erfriſchend und belebend auf
den Organismus ein. Der Sport und das Spiel im
Freien werden noch einmal mit doppeltem Eifer und
Genuß aufgenommen. Auch die Spaziergänge durch
Flur und Wald erregen größere Freude als gewöhnlich,
denn jeder ſchöne Tag iſt ein Extrageſchenk des Him=
mels
, das ausgenutzt werden muß, bevor der ſchlimme
Winter jäh hereinbricht. Wer nicht offenen Auges und
dankbaren Herzens durch Gottes ſchöne Natur wandelt,
wer nicht an ſchönen Tagen aus dem beengenden Hauſe
hinaus will, der ſchädigt ſeine Geſundheit, kürzt ſich
die Lebensfreude und bleibt ein Fremdling in der
ſchönen Heimat.

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Samstag, 24. September.

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[ ][  ][ ]

Nummer 224.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Seſtember 1910.

Seite 27.

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Seite 28.

DarmſtädterTagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224.

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Nummer 224.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Seite 29.

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Seite 30

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910

Nummer 224.

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Nummer 224

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910

Seite 31.

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Seite 32.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. September 1910.

Nummer 224.

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Uebertreibungen. Berliner Großmannsſucht.
Weltſtadt und Dorf. 87 Millionen für das Tempel=
hofer
Feld. Die Schmerzen unſerer Hausfrauen.
Die Dienſtbotenfrage. Perlen! Im Metropol=
Theater. Hurra, wir leben noch! Derg Feld=
herrnhügel
. Viel Geſchrei und wenig Können.
Joſef Kainz.
Wir kommen allmählich bei uns ganz auf ameri=
kaniſche
Verhältniſſe, und es iſt wohl erklärlich, daß es
den Amerikanern bei uns ſo gut gefällt und ſie ſich in
mancher Beziehung heimatlich berührt fühlen! Denn
wie drüben ſo fehlt’s auch bei uns nicht an zahlloſen,
oft recht ins Maßloſe geſteigerten Uebertreibun=
gen
, die unſerm modernen Leben einen bisher unge=
wohnten
und eigenartigen Stempel aufprägen. Wer
jemals amerikaniſchen Boden betreten, der weiß, was
dort alles als the biggest hervorgehoben wird, als
das Größte und Beſte, was ſich nur die menſchliche
Phantaſie vorſtellen kann. Das aus Holzplanken zu=
ſammengefügte
jämmerlichſte Hotel auf irgend einer
unbedeutenden Halteſtelle der Bahnen wird als das
größte bezeichnet, landſchaftliche Ausblicke, um die
man bei uns nicht den Kopf vom Zeitungsblatt oder
Buch fortwendet, werden ſchon lange vorher durch
Plakate als die berühmteſten der Welt angekündigt, die
einzelnen Fabriken und Geſchäfte benennen ſich in
ihren Reklameſtößen als die allererſten und allerbe=
deutendſten
, die es nur gibt, und ſo geht’s auf jedem
Gebiet fröhlich weiter. Aber wir hier an der Spree
bringen’s bald ebenſo weit oder haben es auch ſchon
zum Teil ſo weit gebracht! Im Charakter des Berliners
liegt der Hang zur Uebertreibung und bekannt iſt ja
der Ausſpruch eines echten Weißbiervertilgers in den
Alpen zu einem ſeine Berge rühmenden Schweizer:
Wiſſen Sie, wenn die Berge bei Berlin ſtänden, wären
ſie noch ville höher! Und auch die Antwort jenes
Landsmannes, dem ein Provinzler erzählte, daß ſein
Hausarzt jüngſt in Venedig geweſen und viel von den
dortigen Gondelfahrten berichtet: Jotte doch! Wenn
unſereener eenmal um die janze lumpije Erde rum=
jondelt
, denn is det eben man ſoone Sonntagsnachmit=
tagspartie
!
Dieſe Großmannsſucht zeigt ſich im großen wie im
kleinen, im großen beiſpielsweiſe jetzt beim Verkauf
des Tempelhofer Feldes, für das vom Reichs=
militärfiskus
74 Millionen Mark gefordert werden.
Und trotz dieſer enormen Summe, zu der ſich noch für
Straßenbau, Proviſionen, Regiekoſten, Steuern uſw.
13 Millionen Mark geſellen, ſind zwei Käufer vorhan=
den
, die Stadt Berlin und die Gemeinde Tempelhof.
Nun liegt’s auf der Hand, daß die Stadt Berlin der
Aufgabe, das umfangreiche Terrain nicht bloß mit
Mietskaſernen zu beſetzen, ſondern den an das Feld
ſtoßenden ſtädtiſchen ſchönen Viktoriapark zu ver=
größern
, ganz anders gewachſen ſein würde, als die
verhältnismäßig kleine dörfliche Gemeinde, hinter der
natürlich einzelne Großbanken ſtehen, die bei dieſer
Gelegenheit ein hübſches Sümmchen verdienen wollen.
Für Tempelhof ſelbſt würde nichts weiter wie ſchwere
Sorgen und drückende Laſten herauskommen, denn es
iſt nachgewieſen, daß ſich die obige Summe im günſtig=
ſten
Falle nur zu 4½ Prozent verzinſen könnte, wobei
Fehlſchläge gar nicht in Betracht gezogen ſind. Berlin
mit ſeinen reichen Mitteln und ſeinem ſich immer
weiter ausſpannenden Verkehrsnetz könnte naeürlich
die Sache ganz anders anfaſſen. Aber nein, es iſt doch
zu hübſch, dem großen Bruder zu zeigen, daß man auch

was iſt, ſelbſt wenn die ärgerlichſten Nackenſchläge nicht
ausbleiben.
Dieſes Mehr=ſcheinen=zu=wollen, als es der Wirk=
lichkeit
entſpricht, finden wir hier mit jedem Jahre
ſtärker ausgeprägt, was oft die lächerlichſten Blüten
treibt. Man frage mal bei unſeren Hausfrauen
an, welche Erfahrungen ſie da mit den verehrlichen
Dienſtboten machen! Sehr bezeichnend iſt die Er=
widerung
eines Geſindevermieters, der auf die Aeuße=
rung
einer Dame: Ich möchte ein Mädchen mieten, ich
mache keine großen Anſprüche, bemerkte: Nicht?
Schade, daß Sie keine Stelle als Dienſtmädchen ſuchen!
Und nicht minder die Ausſprache des Hausherrn mit
dem Mädchen für alles: Es tut mir leid, aber Sie
müſſen unſeren Dienſt verlaſſen, obwohl ich mit Ihrer
Arbeit zufrieden bin. Seit Sie da ſind, wird mir mneine
Frau zu anſpruchsvoll. Sie will jetzt, wie Sie, die
eleganteſten Kleider tragen, will Sonntags regelmäßig
ausgehen, Theater, Zirkus und Bälle beſuchen, wie Sie,
abends warm ſpeiſen, täglich Bier haben, wie Sie
und das geht eben in unſeren Verhältniſſen nicht!
Die bisherigen Dienſtmädchen haben ſich jetzt bei uns
in Stützen verwandelt, die meiſt noch ſelber einer
anderen Stütze bedürfen, und die Kindermädchen in
Kinderfräulein, beide Teile erhöhten dementſprechend
ihre Anſprüche, nicht nur in materieller, auch in
ſozialer Beziehung. Der immer ſchärfer hervortretende
Mangel an Dienſtbotenperſonal läßt natürlich auch die
Suchenden wenig wähleriſch ſein, ſie ſind zufrieden,
wenn die Lücken möglichſt ſchnell erſetzt werden und
kümmern ſich kaum um die Zeugniſſe, mögen dieſe auch
noch ſo viele Schönheitsfehler aufweiſen. Das wiſſen
ſelbſtverſtändlich die verehrlichen Küchenfeen und Zofen
wie ihre ſonſtigen Anhängſel und richten danach ihr
Benehmen ein. Erzählte da eine Dame in einer
kleinen Geſellſchaft am letzten Sonntag: Ich wollte
heute nachmittag zum Rennen fahren und hatte die
Zofe gebeten, mir ein leichtes Kleid herauszugeben, Da
die Witterung mir aber zu rauh und regneriſch erſchien.
ſagte ich dem Mädchen, ſie möchte mir das andere und
etwas wärmere Kleid aus dem Schranke nehmen. Das
Mädchen fragte ſehr erſtaunt: Das andere Kleid?.
Haben denn gnädige Frau davon nicht mehrere? Und
auf die verneinende Antwort kam es ſehr ſpitzig her=
vor
: Da muß ich mich noch ſehr wundern! Ich bin
bisher immer nur bei Damen geweſen, die viel mehr
Toiletten zur Verfügung hatten. Auf jene Be=
merkung
, daß ich mir derartige Unverſchämtheiten nicht
gefallen laſſe, und daß das naſeweiſe Ding ſich einen
anderen Dienſt ſuchen könne bei jenen Damen mit
größeren Garderobenſchätzen, erfolgte es piffpaff:
Werden gnädige Frau ſo einen Ton auch anſchlagen,
wenn Sie nachher in Geſellſchaft ſind?
Dieſe Perle eines Berliner Haushalts hatte wahr=
ſcheinlich
ſchon am bewußten Sonntag die Zeitungsbe=
richte
über die am Samstag ſtattgefundene Premiere
der neuen Revue im Metropol=Theater:
Hurra! Wir leben noch! geleſen, in denen den
Toiletten der ſchönen Beſucherinnen mindeſtens ebenſo
viel Tinte und Druckerſchwärze gewidmet worden, wie
der theatraliſchen Darbietung ſelbſt. Für alle, die in
Berlin dabei ſein müſſen, wo etwas beſonderes los iſt,
iſt ja jener Abend ein ſehr ereignisvoller, und jene,
die ſich ein Billett ergatterten, tun ſo, als ob ihnen für
ihre höchſteigenen Verdienſte der Pour le mérite=
Orden verliehen worden ſei und ſehen auf die weniger
glücklich geweſene Menſchheit verachtungsvoll herab.
In der Tat iſt eine derartige Erſtaufführung ein ge=
ſellſchaftlich
ſehr anziehendes, prunkendes und abwechs=
lungsvolles
Schauſpiel, und die Szenen im Zuſchauer=
raum
und den Fouyers ſind faſt ebenſo intereſſant und
voll prickelnden Reizes, wiesjene auf der Bühne. In
dieſem ſchwirrenden und girrenden Gewimmel findet
man während der Pauſen unter den weiblichen und
männlichen Erſcheinungen, gekleidet nach der Mode von
morgen, eine Fülle typiſcher Geſtalten, die ihre Heimat
nur auf dem Weltſtadtboden oder in jenen allbekannten
Weltorten finden, in denen man ſich nicht zu langweilen
pflegt, Geſtalten freilich, die eine nähere Nachforſchung
mit dem Motto: Wo kommſt du her, wo gehſt du hin?

kaum recht vertragen dürften und die auch ſolche Er=
kundigungen
ſehr übel aufnehmen würden. Aber an
derartige Fragen denkt man an einem derartigen Abend
am wenigſten, er iſt durchweht von einer leichtſinnigen
Lebensfreude und von einem geradezu tollen Daſeins=
genuß
, und es war nicht verwunderlich, daß der Refräin
eines der auf der Bühne geſungenen Lieder: Alles,
was bummeln tut, iſt mir ſympathiſch! Alles, was
bummeln tut, lieb’ ich fanatiſch! im Parkett und in den
Logen jubelnde Aufnahme fand. Der Herr Komet von
Halley ſingt dieſe Weiſe, die den Kern der unterhal=
tenden
Revue angibt, die wiederum Ju l i u s
Freund außerordentlich witzig und unterhaltſam
geſtaltet, und zu der Viktor Holländer eine froh=
gemute
und ſchlagfertige Melodie geſchaffen. Mkt
friſcheſter Laune und kecker Satire wird uns in glän=
zend
ausgeſtatteten Bildern gezeigt, was alles der be=
wußte
Herr Komet im Bannkreiſe Groß=Berlins er=
lebt
, und es fehlt dabei nicht an treffenden Schlaglichtern
auf manch merkwürdige Perſönlichkeiten und Zeit=
ereigniſſe
, die gehörig verulkt werden, und zwar ganz
im Sinne eines alle Anſpielungen verſtehenden, bei=
fallsluſtigen
Publikums. Freilich gehört gerade zu
dieſer Art Revuen ein genaues Verſtändnis der ver=
ſchiedenen
Begebenheiten des letzten Jahres, die ja oft
nur ganz lokaler Natur waren, und es iſt wohl zu ver=
ſtehen
, daß Fremde es nicht verſtehen, warum ſich an
der einen oder anderen Stelle das Publikum ſo außer=
ordentlich
gut amüſiert.
Ganz unverſtändlich aber iſt es, daß das Stück
der Herren Karl Rößler und Roda Roda: Der
Feldherrnhügel im Luſtſpielhauſe Beifall fin=
den
konnte. Die beiden Zierden der zeitgenöſſiſchen
Literatur haben ja eine außerordentliche Kenntnis be=
wieſen
, wie in ſchallendſter und hallendſter Weiſe das
Tamtam geſchlagen wird, indem ſie immer von neuem
eine Flut von Notizen über die geduldigen Leſer der
Tageszeitungen herabwirbeln ließen, die das Stück
betrafen, ach, aber ſie haben leider nicht die geringſte
Kenntnis davon, wie ſolch ein Stück beſchaffen ſein
muß, um den beſcheidenſten Anſprüchen zu genügen!
Das Unwahrſcheinlichſte, hier wird’s Ereignis in
der Tat, derartige Karikaturen von Offizieren, wie
ſie uns hier entgegentreten, müßten nicht durch die
polizeiliche Zenſur, ſondern durch jene des guten und
geſunden Geſchmacks verboten werden. Die Luſtſpiele
von Moſer und Benedix ſind klaſſiſche Werke gegen dieſe
Schnurre, in der die bei den Haaren herbeigezogenſten
Witze wahllos aufeinander gepfropft werden in dem
Beſtreben: du ſollſt und mußt lachen! Aber das Lächer=
lichſte
ſiſt eben nur jenes Beſtreben, für das wir uns
denn doch vielmals recht energiſch bedanken müſſen.
Die flotte und geſchickte Darſtellung wie Inſzenierung
trugen dazu bei, daß der Abend noch glimpflich verlief
und die Karnevalsſtimmung nicht in das Gegenteil
umſchlug, denn es war doch ein bißchen gar zu viel des
Albernen in dem elownhaften Ganzen.
Alles Zuviel iſt vom Uebel, auch auf tragiſchem
Gebiet. Wir ſahen es wieder bei den unaufhörlichen
Zeitungsmeldungen der letzten Wochen über das lang=
ſame
Hinſcheiden von Joſef Kainz. Dieſes qual=
volle
Sterben vor Millionen und Abermillionen Men=
ſchen
, als ob es ſich auf der Bühne vollzöge, war ſchreck=
lich
, und es drängt ſich die Frage auf, ob es nicht Mit=
tel
und Wege gegeben, die ſchmerzerfüllte Krankenſtube
des großen Künſtlers vor zudringlicher Neugierde und
kleinlichem Journaliſtentratſch zu ſchließen? Was
wir mit Kainz verloren, ward ja hier ſchon kürzlich
des näheren geſchildert, aber jetzt, wo der Verluſt, wenn
wir auch mit ihm ſchon gerechnet, ein endgültiger ge=
worden
, wird es uns doch immer wieder offenbar, was
mit dieſem vielſeitig genialen Menſchendarſteller dahin=
geſchwunden
. Wer ſeine erſtaunliche, von modernem
Geiſt erfüllte Geſtaltungskraft auf der Bühne geſehen,
wird ſie in friſcheſter Erinnerung behalten, und auf
Kainz wird ſich nicht das Schillerſche Wort erfüllen,
daß die Nachwelt dem Mimen keine Kränze flicht: der
Name von Joſef Kainz wird untrennbar verbunden
bleiben mit der Geſchichte der deutſchen Schauſpielkunſt
und wird ſich in derſelben einen Ehrenplatz bewahren.

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