Darmstädter Tagblatt 1910


07. September 1910

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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
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tnren
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

209.

Mittwoch, den 7. September.

1910.

Die heutige Nummer hat 20 Seiten.

Ein Reichseinigungsamt?
Eine Zeit großer Kämpfe zwiſchen Unter=
nehmern
und Arbeitern ſcheint wieder angebro=
chen
zu ſein, und mit ſchwerer Sorge muß man zuſehen, 1 doch, ohne irgendwie Stellung dazu zu nehmen, nicht mit
wie darunter das geſamte Wirtſchaftsleben zu leiden hat.
Die hierdurch entſtandene ſchwere Gefahr für den Staat
legt den Gedanken nahe, Maßnahmen feſtzulegen, die es
der Regierung ermöglichen, einzugreifen und bei einem
derartigen Ringen nicht teilnamslos zuzuſchauen. Ver=
ſchiedentlich
iſt es ja geſchehen, daß Behörden in ſolchen
Fällen um ihre Vermittlung angegangen worden ſind,
perſönlicher Natur, und einem eventuellen Schiedsſpruch
Nachdruck zu verleihen, iſt augenblicklich nicht angängig.
meiden, taucht jetzt in ſozialpolitiſchen Kreiſen der Ge=
danke
auf, ein Reichseinigungsamt zu ſchaffen,
das in der Lage ſein ſoll, bei großen Wirtſchaftskämpfen
ohne weiteres einzugreifen und zu vermitteln. Eine ſolche erfüllt oder abſchlägt, weil er am beſten weiß, ob die Er=
Inſtitution fehlt bisher, denn die vorhandenen Gewerbe=
gerichte
ſind nur für Lokalſtreitigkeiten zuſtändig, wäh=
rend
bei Streiks in großen Verbänden, die ſich über eine ! Auch ich habe Sorge und Kummer und ich habe ſie nieder=
Reihe von Städten ausdehnen, das Gewerbegericht
über ſeinen Amtsbezirk nicht hinausgehen darf. Um dieſem
Uebelſtande abzuhelfen, ſoll eben ein Reichseinigungsamt
geſchaffen werden mit der Befugnis, bei allgemeinen Strei=
tigkeiten
zwiſchen Arbeitnehmern und Arbeitgebern ein=
zugreifen
.
Die Befürworter dieſes Planes denken ſich ſeine Ver=
wirklichung
ſehr leicht, indem man eine Aenderung der
Paragraphen 62 und 73 des Gewerbegerichtsgeſetzes em= die katholiſche Religion als die einzig wahre und echte
pfiehlt, in denen von Einigungsamt und Schiedsſpruch die
Inſtanz für die weiter ſelbſtändig bleibenden Gewerbe=
gerichte
gelten und Arbeitskammern abgeben. Freilich
fehlt es nicht an Gegnern dieſes Vorſchlages, die nament=
lich
darauf hinweiſen, daß man mit einer ähnlichen in Der Bayeriſche Kurier hält indes den Wortlaut, wie ihn
England beſtehenden Vereinigung keine allzu großen Er=
folge
erzielt halte. Des weiteren wird darauf hingewie=
ſen
, daß auch die Gewerbegerichte ſelbſt in dieſer Hinſicht
im großen und ganzen recht wenig in Anſpruch genommen
werden, obwohl gerade innerhalb lokaler Grenzen eine
ſolche Inſtitution ſegensreich wirken kann. Gleichzeitig
bmerkt man, daß, wenn ſchon Gewerbegerichte, die einen
beſſeren Einblick in die beſonderen Lokalverhältniſſe ha=
ben
, wenig ausrichten, ein Eingreifen in einen ſich allge=
mein
ausdehnenden Kampf ungleich ſchwerer ſei, und eine den Proteſtanten Bayerns, die immerhin ein Drittel der
bureaukratiſche Einrichtung kaum jemals etwas erreichen
werde. Demgegenüber macht der aus ſeiner ſchiedsrich=
terlichen
Tätigkeit im großen Baugewerbekampfe wohl=
bekannte
Münchener Regierungsrat Dr. Prenner den Ver=
mittelungsvorſchlag
, kein beſonderes Reichseinigungsamt in die Form des Dankes für katholiſche Eltern gekleidet
zu errichten, ſondern vielmehr im Reichsamt des Innern hat, ein Dank, der alle diejenigen, denen die Gnade des
als der zuſtändigen Behörde eine beſondere Unterabtei=
lung
einzurichten, die den Parteien zur Verfügung ſtehen Vorfahren der heutigen Königsfamilie einſt die eifrigſten
ſoll, ſei es auf Erſuchen oder von Amts wegen. Dieſe Stelle
ſoll mit einigen Beamten beſetzt werden, denen einige
Männer der Praxis beigegeben werden müßten.
Die ganze Frage iſt augenblicklich immerhin noch
recht ungeklärt, und die Meinungen ſtehen einander ſtrikte
eines Reichseinigungsamtes viel Segen ſchaffen könnte.
Andererſeits muß man aber auch bedenken, daß ein der=
artiger
Zwang, falls er überhaupt ausgeübt werden kann,
auch ſeine Nachteile hat. Denn geſetzt den Fall, der eine
Teil muß ſich für den Augenblick unterwerfen wer bürgt läßt. Aber er hat mehr getan, er hat nach den Berichten
dafür, daß nicht über kurz oder lang der Kampf wieder
umſo ſchärfer ausbricht und die ganze Aktion ſomit ver=
geblich
geweſen wäre?

Eine Rede des Prinzen Ludwig von Bayern.
* Außer dem Kaiſer iſt bekanntlich Prinz Lud=
wig
von Bayern, der älteſte, jetzt 65jährige Sohn
des Prinzregenten und präſumtive Thronfolger in
Bayern, der beredteſte und redegewandteſte unter den
lebenden deutſchen Fürſten. Seine Reden haben oftmals
Aufſehen erregt und, wie alle Redner, hat er ebenſo oft
Beifall wie Widerſpruch geerntet. Dies iſt auch jetzt wie=
der
bei einer Rede der=Fall, die er in Altötting bei der

Grundſteinlegung der St. Annakirche gehalten hat und=
die
eine Art von Glaubensbekenntnis bildet.
Obwohl Erörterungen über Glaubensſachen und kon=
feſſionelle
Streitigkeiten zu den unerquicklichſten und un=
fruchtbarſten
Dingen gehören, mit denen ſich die Preſſe
beſchäftigen kann, ſo kann man, nachdem die Rede durch
Münchener Blätter einmal veröffentlicht worden iſt, an ihr
Stillſchweigen vorübergehen, weil ſie großes Aufſehen er=
regt
und nicht weniger kommentiert werden dürfte, als
die Königsberger Kaiſerrede. Der Prinz ſagte:
Eltern abſtamme und in der katholiſchen Religion erzogen
worden bin. Ich bin ſtets für unſere katholiſche Religion ſtitutionelle Fürſten gefühlt haben, und daß ihnen abſo=
eingetreten
, weil ich überzeugt bin, daß ſie die einzig
wahre und echte Religion iſt. Dieſe meine innerſte Ueber=
und ab und zu iſt dadurch ein ſegensreicher Erfolg erzielt zeugung habe ich jederzeit kundgetan, nicht um äußerliche
worden, aber ein derartiges Eingreifen war meiſt nur Ehre und Anerkennung zu finden, ſondern weil es meine
tiefſte religiöſe Ueberzeugung iſt. Die katholiſche Religion
geſtattet jedem Katholiken Toleranz gegen Andersgläu=
bige
zu üben. Es iſt falſch, anzunehmen, daß die Ueber=
Um eine große wirtſchaftliche Benachteiligung zu ver= zeugung Andersgläubiger von uns Katholiken nicht hoch=
gehalten
werden dürfe. Desgleichen verlangen aber auch
wir, daß gegen unſere Ueberzeugung Toleranz geübt
werde. Wir wiſſen wohl, daß nicht die Mutter Gottes,
ſondern Gott im Himmel allein es iſt, der unſere Bitten
füllung unſerer Wünſche von Vorteil iſt oder nicht. Trotz=
dem
eilen wir zur ſeligſten Jungfrau Maria hin und wen=
den
uns an ſie im Vertrauen auf ihre Macht bei Gott.
gelegt vor dem Altare der heiligen Kapelle. Wir alle ſind
ja Zeuge, was hier im Lauſe der Jahrhunderte durch die
Fürbitte der allerſeligſten Jungfrau, der Mutter Gottes,
erreicht worden iſt und wie ſie die Wünſche vieler ſchwer=
beladener
Seelen erfüllt.
Die Kritik der Rede knüpft an die Worte des Prinzen
an, daß die katholiſche Religion die einzig wahre und
echte Religion ſei.
Die Münchener Zeitung bezweifelt, daß der Prinz
Religion erklärt habe, denn das würde ihn mit früheren
Rede iſt. Das Reichsamt ſoll gleichſam die höhere Aeußerungen in Widerſpruch ſetzen, in denen er auch dem
evangeliſchen Empfinden Rechnung getragen und es als
ſeinen heißen Wunſch bezeichnet habe, daß die beiden
chriſtlichen Konfeſſionen in gegenſeitiger Toleranz Seite
an Seite den Boden des Chriſtentums bebauen möchten.
das Neue Münchener Tageblatt widergibt, für authentiſch
und bemerkt: Wie das Bekenntnis des Kaiſers Wilhelm
zur chriſtlichen Weltanſchauung, ſo wird auch das katho=
liſche
Glaubensbekenntnis des Prinzen Ludwig die freu=
dige
Zuſtimmung aller treuen Katholiken finden. Die
Münch. N. Nachrichten ſchreiben: Prinz Ludwig beſtreitet,
daß die Ueberzeugung Andersgläubiger von den Katho=
liken
nicht hochgehalten werde. In derſelben Nede aber
zeigt er ſelbſt, wie die katholiſche Toleranz gemeint iſt,
indem er ſich zu der allerdings von der katholiſchen
Kirche gelehrten Anſicht bekennt, daß die katholiſche Re=
ligion
die einzig wahre und echte Religion ſei. Bei
geſamten Bevölkerung umfaſſen und nicht die ſchlechteſten
unter den Anhängern des Hauſes Wittelsbach ſind, wird
dieſes Wort des zukünftigen summus episcopus der pro=
teſtantiſchen
Landeskirche keinen freudigen Widerhall finden.
Umſoweniger, als der Prinz ſein Bekenntnis auch noch
heiligen Glaubens nicht zuteil geworden iſt, aufs tiefſte
verletzen muß. Sie erinnern ſich daran, daß die pfälziſchen
Verfechter des proteſtantiſchen Glaubens waren, und daß
ſich zu demſelben Glauben auch bayeriſche Königinnen
darunter die Großmuter des Prinzen Ludwig bekann=
ten
. Wir bezweifeln aber, daß die Ausnützung zu agi=
tatoriſchen
Zwecken, die jetzt die Rede in der Zentrums=
preſſe
erfährt, der Abſicht und den Wünſchen des Prinzen
gegenüber. Es läßt ſich nicht leugnen, daß die Inſtitution entſpricht, und wir würden uns freuen, wenn die zuſtän=
digen
Stellen in der Lage wären, ſeinen Worten wenig=
ſtens
einen Teil ihrer Schärfe zu nehmen. Die Frankf.
Ztg. ſchreibt: In Altöting hat Prinz Ludwig ein ehr=
liches
Bekenntnis zum katholiſchen Glauben abgelegt. Das
iſt eine perſönliche Angelegenheit, über die ſich nicht ſtreiten
geſagt. daß die katholiſche Religion die einzig wahre und
echte Religion ſei, und das iſt bedenklich, weil darin Ans=
dersgläubige
eine Zurückſetzung ihres eigenen Glaubens
erblicken können. Mehr oder weniger temperamentvoll
weiſen daher die Blätter dieſe Aeußerung zurück und laſ=
ſen
es nicht gelten, daß ein weltlicher Fürſt andere Be=
kenntniſſe
nur unter dem Geſichtspunkt der Toleranz paſ=
ſieren
läßt. Die Voſſiſche Zeitung demert zu der
die Wirkung ihrer Fürbitte äußert, ſoll keiner Erörterung
unterliegen; aber nicht unerörtert kann ſeine Erklärung
bleiben, daß die katholiſche Religion die einzig wahre und
echte Religion iſte, Wer die letzten Konſequenzen aus
dieſem Bekenntnis ziehen will kann die Gleichberech=
tigung
anderer Religionen nicht gelten laſſen; er müßte
ſonſt zugeben, daß Wahrheit und Irrtum gleichwertig
ſeien. Unverſtändlich iſt, wie der Prinz die Wahrheit,
und Echtheit einzigsfür die Religion, zu der er ſich be=artigen Arbeiterbewegung zur Befreiung=des vierten

kennt, öffentlich in Anſpruch nehmen kann, während ſich
ein nicht unerheblicher Teil des bayeriſchen Volkes und
die Mehrheit der deutſchen Nation zu anderen Religions=
gemeinſchaften
als der katholiſchen halten und ſich daher
durch jene Behauptung des Wahrheitsmonopols verletzt
fühlen können. Auch der deutſche Kaiſer iſt nicht Katholik,
ſondern Proteſtant. Wohin kämen wir, wenn nicht nur
Ludwig der Bekenner, ſondern auch Wilhelm II. öffentlich
Religionsreden zu Gunſten ſeiner eigenen engeren Kirche
hielte und die übrigen Fürſten dieſem Beiſpiel folgen
wollten? Das Berliner Tageblatt ſagt u. a.: Die
einzig wahre und echte Religion!: Das wirkt und muß
wirken wie eine Herausforderung aller Reichsangehöri=
gen
, die nicht katholiſch ſind. Bayern hat die älteſte Ver=
Ich danke dem lieben Gott, daß ich von katholiſchen faſſung unter den deutſchen Staaten. Man muß es den
Wittelsbachern laſſen, daß ſie ſich ſeit 100 Jahren als kon=
lutiſtiſche
Neigungen und Velleitäten fernliegen. Umſo
bedauerlicher erſcheint es, daß Prinz Ludwig jetzt auf ein=
mal
eine Scheidewand aufrichtet, denn wenn er ſagt, daß
die katholiſche Religion die einzig wahre und echte Reli=
gion
ſei, ſo ſagt er doch gleichzeitig, daß die anderen
Bekenntniſſe unwahr und unecht ſeien. Das iſt eine Be=
hauptung
, die alle Nichtkatholiken verletzen und böſes Blut
machen muß. Man braucht ſich nur einmal auszumalen,
wie es in Bayern aufgenommen würde, wenn nun auch
der Kaiſer ſich hinſtellen und öffentlich erklären wollte, daß
der Proteſtantismus die allein wahre und echte Religion
ſei. Dann hätten wir den ſchönſten Religionsſtreit.
Die Deutſch=Evangeliſche Korreſpondenz bemerkt in einer
längeren Auslaſſung: Prinz Ludwig mag bei ſeiner
Rede das von ihm angeſchnittene Problem in dieſer Schärfe
nicht gefaßt haben, die Frage iſt deſſenungeachtet frei: was
die deutſchen Katholiken, was vor allem das Zentrum
dazu geſagt hätte wenn ein proteſtantiſcher Fürſt von
dem Range des Prinzen Ludwig, geſetzt den Fall, daß die
Weite proteſtantiſcher Weltanſcheuung das zugelaſſen, in
dieſer Weiſe die wahre und allein echte Religion nur
für die Angehörigen der evangeliſchen Konfeſſion in An=
ſpruch
genommen hätte. Man kann ſich den Sturm, der
dann getobt haben würde, einigermaßen ausmalen. Wer
aber das eine nicht will, muß das andere laſſen. Die
Germania ſagt: Dieſes Bekenntnis des Prinzen Ludwig
möge überall in katholiſchen Herzen Widerhall finden und
zur Nachahmung aneifern. Wie das Bekenntnis des Kai=
ſers
Wilhelm zur chriſtlichen Weltanſchauung, ſo wird auch
das katholiſche Glaubensbekenntnis des Prinzen Ludwig
die freudige Zuſtimmung aller treuen Katholiken finden,
Deutſches Reich.
Zu dem Geſetzentwurf über die Ar=
beitskammern
, der vorausſichtlich im Herbſt mit den
Beſchlüſſen der Kommiſſion den Reichstag beſchäftigen
wird, nimmt der Deutſche Privat=Beamten=Verein in
Magdeburg in einem bemerkenswerten Aufſatz ſeiner
Vereinszeitung Stellung. Es heißt dort u. a., daß der
Verein die Angliederung von beſonderen Abteilungen für
Angeſtellte an die Arbeitskammern für Handarbeiter für
inopportum hält. Bei der ſchon beſtehenden Zerſtückelung
der ſozialen Geſetzgebung, die gerade im Angeſtellten=
ſtande
mit Recht ſo ſehr beklagt wird (einheitliches Privat=
Beamtenrecht), ſollte man es vermeiden, noch weiter nur
für einzelne Kategorien des Privat=Beamten=Standes
Einrichtungen zu ſchaffen, vielmehr, wenn man ſchon etwas
ſchaffen will, die Geſamtheit der Privat=Beamten einbe=
ziehen
. Ferner hält es der Verein für unangemeſſen und
inopportun, die geiſtigen Arbeiter nur als Anhängſel der
Handarbeiter, ihrer Orggniſationen und Vertretungen zu
betrachten. Daher verlangt der Verein beſondere, pari=
tätiſche
Privat=Beamten=Kammern. Die Ausführungen
verdienen bei der Frage der Einbeziehung der Angeſtell=
ten
entſchieden Beachtung, zumal das Streben in der Ge=
ſetzgebung
doch allgemein dahin geht, möglichſt etwas
Ganzes und Einheitliches zu ſchaffen. Wenn man erſt
für die techniſchen Beamten, dann vielleicht für die Hand=
lungsgehilfen
etwas ſchafft, ſo bleiben viele Berufsarten
des Privat=Beamten=Standes unberüickſichtigt und die
Klagen über die ungleiche ſoziale Behandlung werden
damit nicht beendet.
* Die badiſchen Konſervativen gegen
den badiſchen Miniſter des Innern Herrn
Freiherrn v. Bodmann. In einer ſehr zahlreich
beſuchten Verſammlung der Vertrauensleute und Mit=
glieder
der konſervativen Partei des Bezirkes Karls=
ruhe
, welche vergangenen Sonntag in Linkenheim ſtatt=
fand
, wurde nach einem Vortrage des konſervativen
Rede u. a.: Was der Prinz über die Mutter Gottes und Generalſekretärs Schmidt=Heidelberg nachfolgende Ent=
ſchließung
einſtimmig angenommen:
Wir Vertrauensmänner und Mitglieder der kon=
ſervativen
Partei des Bezirkes Karlsruhe ſprechen unſer
aus der Tiefe des Herzens kommendes Bedauern dar=
über
aus, daß der Großh. Miniſter des Innern Herr
Frhr. p. Bodmann in der Sitzung der Erſten Kammer
der badiſchen Landſtände vom 13. Juli die bekannte
Aeußerung von der Sozialdemokratie als einer groß=

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Nummer 209.

net heute, einſchließlich der Diſſidenten, auf eine Mehrheit
von höchſtens 29 Stimmen. Eine Mehrheit von etwa 30

wegen der Iſoliertheit, in der ſich Serbien auf dem Bal=
kan
befände, wenn ſich das ottomaniſche Reich gegen Ser=

Standes und von dem nötigen Entgegenkommen ge=
tan
und daß dieſe bis zur heutigen Stunde noch keiner=
lei
Einſchränkung von Regierungsſeite erfahren hat.
Durch dieſe Aeußerung wird tatſächlich unſer Volk in
weiten Kreiſen über den wahren Charakter der Sozial=
demokratie
, insbeſondere über ihre Eigenſchaft als einer
durchaus demokratiſch=revolutionären Partei getäuſcht
ſund ſo der Zuſammenſchluß aller Ordnungsparteien
zum Kampfe gegen die Umſturzbeſtrebungen der Sozial=
demokratie
, zu welchem unſer in Gott ruhender Groß=
herzog
ſo oft und ſo dringend aufgefordert hat, verhin=
dert
. Es iſt eine verhängnisvolle Verkennung der Be=
ſtrebungen
und Ziele der Sozialdemokratie, wenn die
Regierung mit der Möglichkeit einer Verſöhnung dieſer
ſtaatsumwälzenden Partei mit der. Monarchie rechnet.
Weiter iſt es unbegreiflich, wie ein Miniſter von einer
nötigen Befreiung des Arbeiterſtandes durch die So=
zialdemokratie
reden kann, liegen doch umgekehrt die
Verhältniſſe ſo, daß große Kreiſe der Arbeitgeber, der
mittleren und kleinen Gewerbtreibenden, des Klein=
kaufmannsſtandes
und der nichtſozialdemokratiſch ge=
richteten
Arbeiterſchaft (chriſtlich=nationale Arbeiterbe=
wegung
) unter den Bedrückungen und dem oft brutal=
gewalttätigen
Terrorismus der Sozialdemokratie zu
leiden haben. Nicht verſöhnender Ausgleich, ſondern
rückſichtsloſe Diktatur des Proletariats im Wirtſchafts=
und Staatsleben ſteht auf der Fahne der Sozialdemo=
kratie
. Alles, was auf dem Wege ſozialer Geſetzgeb=
ung
, wie ſie erſtmals durch die ſoziale Botſchäft Kaiſer
Wilhelms I. eingeleitet, erreicht worden iſt, wurde von
der Sozialdemokratie auf das ſchärfſte bekämpft und
wird heute noch von derſelben mit Hohn und Spott
überſchüttet. Wir Konſervativen halten eine Ueber=
nahme
ſozialdemokratiſcher Schlagworte in den Sprach=
gebrauch
leitender Staatsmänner für eine Verwüſtung
des monarchiſchen Gewiſſens unſeres Volkes, die über
kurz oder lang die traurigſten Folgen für ein geord=
netes
Staatsweſen zeitigen muß. Wir betrachten es
nicht nur als unſer gutes Recht, ſondern als unſere
ernſte Pflicht, gegen alles, was die monarchiſchen Grund=
feſten
unſeres Staates zu unterminieren droht, in
klarer Weiſe Front zu machen. Wir bitten darum in
dieſer hochernſten Zeit die Großh. Regierung auf das
dringendſte, endlich mit aller Entſchiedenheit der Ver=
demokratiſierung
unſeres Staatsweſens entgegenzutre=
ten
und den Zuſammenſchluß aller ſtreng monarchiſch
geſinnten Ordnungsparteien behufs Eindämmung der
auf den Umſturz zielenden Beſtrebungen zu fördern.
Die ſozialdemokratiſchen Gewerk=
ſchaften
haben im Jahre 1909 eine bedeutende Ver=
mehrung
zu verzeichnen gehabt. Nach dem ſozialdemo=
kratiſchen
Korreſpondenzblatt der Generalkommiſſion der
Gewerkſchaften wurden in den Jahren 1908 und 1909
nicht weniger als 64 Prozent ſämtlicher Einnahmen für
Verwaltung und Agitation verbraucht. Zur Unter=
ſtützung
der Arbeiter wurden nur ungefähr 25 Prozent
der Einnahmen verwendet, der Reſt diente zu allerlei an=
deren
Ausgaben. Trotzdem haben die Gewerkſchaften au=
genblicklich
1892500 Mitglieder, d. h. ſie haben in dem
letzten Jahre eine Zunahme von 95500 Mitgliedern er=
fahren
, nachdem ſie im Jahre 1908 gegenüber dem Jahre
1907 rund 75000 Mitglieder verloren hatten. Der Ver=
mögensbeſtand
betrug am Ende des Jahres 1909 rund
7½ Millionen Mark. Die Höchſtzahl von Arbeitern hat
die Metallinduſtrie aufzuweiſen, während die geringſte
Zahl bei dem landwirtſchaftlichen Beruf der Gärtner zu
finden iſt.
Ausland.
England.
Die Borkumer Seeſchlange‟. Daily Gra=
phie
macht ſich luſtig über die von der Daily Mail jüngſt
entdeckte Borkumer Seeſchlange. Die Neuigkeit von deut=
ſchen
Befeſtigungen auf Borkum ſei ſchon ſtark verſchim=
melt
, die Bedrohung Hollands durch Deutſchland eine
durch Alter ehrwürdig gewordene Schnurre. Deutſch=
land
habe ein ebenſo gutes Recht, Borkum und Helgoland
zu befeſtigen, wie England die Kanal= oder andere ſeiner
Inſeln. Ueberdies ſeien dergleichen Befeſtigungen haupt=
ſächlich
Verteidigungs= und nicht Angriffsmaßregeln.
Portugal.
Zu den Ergebniſſen der Wahlen wird der
Köln. Ztg. aus Liſſabon geſchrieben: Die Regierung rech=

Stimmen iſt aber machtlos gegen die Oppoſition und die
ſelbſtätig mit ihr verbündeten Republikaner, von denen
14 Sitze in der Volksvertretung erworben haben. Der
Oppoſitionsblock iſt feſt entſchloſſen, die Regierung zu
ſtürzen. Die reaktionäre Oppoſition bereitet Tumult und
Lärm vor und macht kein Hehl aus dieſem Vorhaben. Die
14 Republikaner werden das Ihrige dazu beitragen, um
der Regierung das Leben ſo ſauer wie möglich zu machen.
Viele ſagen daher eine Miniſterkriſe ſofort nach der Par=
lamentseröffnung
voraus, manche behaupten, daß wohl
noch zweimal der Verſuch gemacht wird, eine parlamen=
tariſche
Ordnung, die nur zum Schein beſteht, aufrecht zu
halten und daß man dann zu einer Diktatur greifen muß.
Im Gegenſatz hierzu wird aus Paris gemeldet: Der di=
plomatiſche
Vertreter Portugals in Paris, Graf Souza=
Roſa, tritt den Uebertreibungen entgegen, mit welchem
der Führer der republiakniſchen Partei, Alphonſo Coſta,
die Erfolge verherrlicht, die ſeine Partei bei den jüngſten
Corteswahlen davongetragen hat. Er weiſt darauf hin,
daß es den Republikanern gelang, von den 155 Sitzen der
portugieſiſchen Kammer nur 14 zu erobern. Die republika=
niſche
Partei werde mithin in den Cortes ſicher nur eine
unbedeutende Rolle ſpielen können. Aber ſie hätte nicht
einmal ſo viel Sitze erobert, wenn die monarchiſtiſchen
Parteien ſich zu einträchtiger Abwehr zuſammen gefunden
hätten, anſtatt einander in den Haaren zu liegen. Bei den
nächſten Wahlen würden die Monarchiſten ſicher überall
gegen die Republikaner einig ſein. Gehe alſo ſchon aus
den Wahlen allein hervor, daß die überwiegende Mehr=
heit
der Portugieſen nicht republikaniſch geſinnt iſt, ſo
zeige ſich dies auch in der aufrichtigen Begeiſterung, mit
der der junge König überall im Lande gefeiert werde.
Die Türkei und Griechenland.
Die Botſchafter der Kreta=Schutzmächte teilten dem
Miniſter des Aeußern mündlich die Antwort ihrer Mächte
betreffend die Frage der Wahl von Kretern in die grie=
chiſche
Nationalverſammlung mit. In der Antwort erklären
nach Informationen aus Kreiſen der Pforte die Schutz=
mächte
, der Fall dreier Delegierter, die unzweifelhaft Kre=
ter
ſeien, ſei durch deren Rücktritt endgültig erledigt. Be=
züglich
Venizelos und Pologeorgis, die Hellenen ſeien,
ſei Griechenland nichts vorzuwerfen; nur werde Venizelos
von ſeiner Stellung als Chef der Kreta=Regierung zurück=
treten
müſſen und ſich nicht mehr in die kretiſchen Ange=
legenheiten
einmiſchen dürfen. In Pfortekreiſen wird er=
klärt
, die Pforte werde die Staatsangehörigkeit Venizelos
und Pologeorgis unterſuchen und nach deren Ergebnis
ihre Haltung einrichten. Der griechiſche Geſandte über=
reichte
der Pforte eine Note, in der die Forderung betref=
fend
zwanzig Millionen Franken Schadenerſatz für den
Boykott griechiſcher Waren erneuert wird.
Venizelos begab ſich nach Kreta zurück, von wo
er nach Erledigung aller dortigen ſchwebenden Fragen im
erſten Drittel des September zurückerwartet wird. Veni=
zelos
war allen Fragern gegenüber äußerſt zurückhaltend
und ließ nichts von einem beſtimmten Programm verlau=
ten
, mit dem er erſt nach ſeiner Rückkehr hervortreten
werde. Er ließ nur durchblicken, daß er in die Bildung
der neuen Regierung einwilligen werde, wenn er über die
abſolute Mehrheit in der Kammer verfügte. Bleibt Dra=
gumis
am Ruder, ſo würde er gegebenenfalls auch das
Präſidium der doppelten Kammer übernehmen.
Serbien.
Die Iſolierung Serbiens. Der Belgrader
Korreſpondent des Temps ſchreibt, die Meldung eines
Wiener Blattes von dem Beſtehen eines öſterreichiſch= tür=
kiſchen
Abkommens, das hauptſächlich gegen Serbien ge=
richtet
wäre, habe in politiſchen Kreiſen Serbiens Auf=
regung
hervorgerufen. Die Politiker Serbiens ſeien beſorgt

bien wendete, trotz der Bemühungen des Belgrader Kabi=
netts
, das, um die Freundſchaft mit der Pforte aufrecht
zu erhalten, bezüglich der ſchlechten Behandlung, die die
ſerbiſchen Untertanen in der Türkei zu erleiden haben,
die Augen ſchließe. Die Beziehungen zu Oeſtereich=
Ungarn ſeien korrekt, aber kalt; die Feindſeligkeit ſei
latent. Zwiſchen Belgrad und Cetinje möchte man nach
offiziellen Berichten gute Beziehungen, aber die Rivalität
zwichen den Dynaſtien und den Staatsmännern der beiden
Länder nehme nur zu und laſſe ſich nicht verheimlichen.
Auch zwiſchen Serbien und Bulgarien beſtehe durchaus
keine Herzlichkeit. Die Reiſe König Ferdinands nach
Cetinje ſei eine neue Kränkung geweſen. Man ſchiebe
der Reiſe nach Cetinje und der Rückkehr über Bosnien
einen demonſtrativ antiſerbiſchen Charakter unter. Man
fürchte, daß die Staatsoberhäupter Bulgariens und Mon=
tenegros
darin übereingekommen wären, Serbien in den
Balkanangelegenheiten auszuſchalten und ihm ſeine Rolle
den Slawen der Türkei gegenüber zu nehmen.
Vereinigte Staaten.
Taft und Rooſevelt. Auf dem Kongreß zur
Erhaltung der Naturſchätze in St. Paul lobte Präſident
Taft die Beſtrebungen Rooſevelts zur Erhaltung der
natürlichen Hilfsquellen und gab ſeiner Freude Ausdruck,
eine ſolche Politik überkommen zu haben und zu ihrer
Verwirklichung beitragen zu können. Andererſeits bedau=
erte
Taft, indem er deutlich auf den Nationalismus als
die neue Idee, welche Rooſevelt zu der ſeinigen macht,
anſpielte, die Zunahme des Beſtrebens für alles und jedes
auf die Bundesregierung zu rechnen. Die einzige ſichere
Politik ſei, ſich in den Grenzen der Verfaſſung zu halten,
und die Befugniſſe der Einzelſtaaten zu achten.
Befeſtigung des Panamakanals. Wie
der New=York Herald aus Waſhington meldet, hat das
Kriegsdepartement Pläne zur Befeſtigung des Panama=
kanals
ausgearbeitet, die über 14 Millionen Dollars be=
anſpruchen
wird, und eine möglichſt baldige Inangriff=
nahme
der Befeſtigung angeregt.
China.
Der neue Kurs. Wie Reuter aus Peking meldet,
finden täglich Verhandlungen zwiſchen der Regierung
und den Vizekönigen ſtatt, in denen die Wiedereinſetzung
Tuanſchikais erörtert wird. Die Palaſtintrigen üben offen=
bar
einen mächtigen Einfluß aus. Die Ausſichten Tuan=
ſchikais
verringern ſich infolge der Obſtruktion von ſeiten
der Kaiſerin=Witwe, welche die ſich durch die augenblick=
liche
Lage bietende Gelegenheit erfaßt und ſich bemüht,
wieder in den Beſitz der Macht zu kommen. Es herrſcht
die Anſicht, daß dieſer Verſuch, der wahrſcheinlich die letzte
Anſtrengung iſt, die reaktionäre Regierung unter der Lei=
tung
der Frau wiederherzuſtellen, nicht gelingen wird.

* Madrid, 6. Sept. Die Arbeiterorgani=
ſationen
ſprachen ſich gegen die Proklamier=
ung
des Generalſtreiks in Madrid aus, da ſie
ſich von einer ſolchen Kundgebung keinen Erfolg mehr
verſprechen, nachdem der Streik in Saragoſſa und Bil=
bao
beendet iſt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. September.
* Ordensverleihungen. Der König von Preußen
hat den Nachbenannten die Erlaubnis zur Anlegung der
ihnen verliehenen nichtpreußiſchen Orden erteilt, und
zwar: der Großherzoglich Heſſiſchen goldenen Medaille
für Kunſt und Wiſſenſchaft dem Geheimen Intendanzrat
Barnay in Hannover; des Ritterkreuzes 1. Klaſſe des
Großherzoglich Heſſiſchen Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen dem Oberſtabsveterinär Schneider im
Ulanen=Regiment Graf Haeſeler (2. Brandenburgiſchen)
Nr. 11.
*X* Das Kriegsgericht der 25. Diviſion verurteilte
wegen einer zu Rimbach i. O. verübten Körperverletz=

Genie und Halbwahnſinn
** Der franzöſiſche Pſychiater Dr. Graſſet hat
eine leichte Form der geiſtigen Störung konſtatiert, die
ſich bei vielen Menſchen findet und der er den Namen
Halbwahnſinn gegeben hat. Sie äußert ſich in
irgend einer Schrulle, einem bizarren Tick, einer
Monomanie, und läßt ſich beſonders häufig bei geni=
alen
Menſchen beobachten, vielleicht nicht einmal,
weil ſie bei ihnen öfters anzutreffen ſind als bei Durch=
ſchnittsmenſchen
, ſondern nur, weil auch die intimen
Züge im Leben des Genies der Oeffentlichkeit angehören
und von der Wiſſenſchaft ſtets von neuem geſammelt
und erörtert werden. Eine franzöſiſche Wochenſchrife
führt einige ſolcher Seltſamkeiten großer Geiſter an,
die vom Normalen ziemlich ſtark abweichen und jeden=
falls
die Bezeichnung Halbwahnſinn verdienen
Der große Newton war dem äußeren Leben
gegenüber hilflos wie ein Kind. Er hatte daher eine
richtige Gouvernante, die ſorgfältig über ſein leibliches
Wohl wachte, ihm regelmäßig ſeine Mahlzeiten vor=
ſetzte
und genau acht gab, daß er auch nicht zu eſſen
vergaß. Eines Tages hat ſie einen Topf mit Waſſer
aufs Feuer geſtellt, um dem Gelehrten ein Ei zu kochen.
Sie wird plötzlich abgerufen und bittet den Entdecker
der Erdgravitation, das Kochen des Eis an ihrer Stelle
zu beaufſichtigen. Sie gibt ihm das Ei in die Hand
und eine Uhr und ſagt ihm, er ſolle das Ei eine Minute
im kochenden Waſſer laſſen. Als ſie zurückkehrt, findet
ſie Newton in tiefes Nachdenken über dem brodelnden
Kochtopf verſunken in genauer Beobachtung der auf=
ſteigenden
Waſſerblaſen. Das Ei hielt er in der Hand,
und die Uhr hatte er dem kochenden Waſſer überant=
wortet
. Leibniz, ſein großer Rivale in der Ent=
deckung
der Integralrechnung, war bisweilen nicht
minder zerſtreut als der engliſche Heros der Natur=
wiſſenſchaft
. Wohl wußte er ſich als geſchickter Hofmann
auf dem Parkett der Salons zu bewegen, aber wenn er
in eine metaphyſiſche Grübelei, ins Nachſinnen über
ein wichtiges Problem verſunken war, dann exiſtierte
die ganze Welt um ihn herum nicht mehr. So ſoll er

buchſtäblich vergeſſen haben, zu heiraten, und nur aus
dieſem Grunde Junggeſelle geblieben ſein. Er war
verlobt, der Hochzeitstag war beſtimmt. Am Morgen
dieſes Tages, dem andere mit fieberhafter Erwartung
entgegenſehen, erhob er ſich wie gewöhnlich mit philo=
ſophiſcher
Ruhe und ſetzte ſich an ſeinen Arbeitstiſch,
ganz erfüllt von einer bedeutenden Idee, die ihm beim
Aufſtehen gekommen war. Immer tiefer drang er ein
in ſeine Spebulationen, verfolgte die ſich eröffnenden,
weittragenden Ausſichten, fing an, eine umfangreiche
Denkſchrift aufzuſetzen, in der er alle damit zuſammen=
hängenden
Fragen aufs gründlichſte behandeln wollte,
und dachte und ſchrieb den ganzen Tag hindurch, Auch
Eſſen und Trinken vergaß er und ging ſpät abends zu
Bett. In dieſem Augenblick erinnerte er ſich dunkel,
daß er für den heutigen Tag etwas vorgehabt hatte.
Aber was? Er konnte nicht darauf kommen; erſt drei Tage
ſpäter, als er mit ſeiner Arbeit fertig war, fiel ihm ein,
daß er eigentlich hatte heiraten ſollen, und daß er ſich
durch ſeine Nachläſſigkeit ein Glück verſcherzt hatte, das
dem unverwüſtlichen Optimiſten freilich nachträglich
nicht ſehr groß erſcheinen mochte.
Die Zerſtreutheit iſt überhaupt das Erdübel der
großen Männer. Von dem großen Arzt Paſteur
wird berichtet, daß er an dem Waſſer eines Glaſes, in
dem er ein paar Kirſchen abgewaſchen hatte, ausführ=
lich
nachwies, mit was für gefährlichen Mikroben die
Früchte bedeckt geweſen waren, und ausdrücklich vor dem
Genuß des ungewaſchenen Obſtes warnte, um nachher
den Inhalt des neben ihm ſtehenden Glaſes ſeelenruhig
auszutrinken. Abenteuerliche Geſchichten erzählt man
ſich auch von der Vergeßlichkeit des franzöſiſchen Mathe=
matikers
Henri Poincaré, der z. B. einmal große
Unannehmlichkeiten hatte, weil er aus Verſehen im
Hotel auch die Bettwäſche in ſeinen Koffer packte. Der
Mitentdecker des Radiums, Pierre Curie, iſt ſogar
durch ſeine Zerſtreutheit ums Leben gekommen. Er
ging in tiefer Verſonnenheit mitten auf der Straße,
als ein Laſtwagen herankam und ihn überfuhr. Fixe
Ideen, die direkt an Wahnſinn grenzen, finden ſich
ebenfalls bei großen Gelehrten. So erzählt man von
der Hammelkeule des Philoſophen Malebranche.

Dieſer kluge Logiker bildete ſich nämlich ein, wenn
man den über ihn verbreiteten Geſchichten trauen darf,
er trage eine rohe Hammelkeule an der Spitze ſeiner
Naſe. Wenn er ſich dem Feuer näherte, ſo fühlte ex,
wie ſie zu kochen anfing. Eine ähnliche Wahnidee
ſchreibt man Huyghens, dem Begründer der Wellen=
theorie
des Lichts, zu. Er ſoll ſich eingebildet haben,
daß er aus Butter beſtehe, und hütete ſich deshalb, ſich
jemals zu erhitzen, aus Furcht, daß er ſonſt ſchmelzen
könne. Dem älteren Alexander Dumas war es un=
möglich
, Samt zu berühren, während ſein Freund, der
Maler Giraud, einen unüberwindlichen Abſcheu da=
gegen
hatte, ſeine Finger mit Federn in Berührung
zu bringen. Zola litt an einer Zählmanie: er zählte
beſtändig auf der Straße die Gaslaternen, im Eiſen=
bahnzug
die Telegraphenſtangen, im Zimmer die auf=
gehängten
Bilder und verknüpfte damit abergläubiſche
Vorſtellungen.
Wunderlich ſind die Arbeitsmethoden, durch
die manche Große auf ihre genialſten Ideen gekommen
ſind. Pascal und Newton blieben lange im Bett lie=
gen
, weil ſie da beſſer denken konnten. Mark Twain
ſchrieb bekanntlich viele ſeiner Erzählungen im Bett.
Der Muſiker Audran komponierte am beſten im Om=
nibus
, Haydn kamen ſeine beſten Einfälle beim Lärm
des Marktes und in geräuſchvoller Geſellſchaft. Auch
von Buffon wird berichtet, daß ihm der Beſuch von
großen Geſellſchaften, der andere zerſtreut, die wiſſen=
ſchaftliche
Sammlung brachte. Es ſei auch an Ibſen er=
innert
, der auf ſeinem Arbeitstiſch kleine Holzfiguren
hatte, von denen man behauptet, er habe ſich an ihnen
die Situationen in den Szenen ſeiner Dramen klar
gemacht. Viel ſonderbarer verfuhr der ſeinerzeit ſehr
beliebte Romanfabrikant Ponſon du Terrail. Um ſich
unter den zahlloſen Figuren ſeiner endloſen Romane
zurechtzufinden, ſchnitt er für jeden ſeiner Helden eine
Papierpuppe aus, und ſetzte ſie alle auf einen Faden,
den er vor ſeinem Arbeitstiſch aufſpannte. Ereilte eine
der Figuren im Roman der Tod, ſo ſchoß er mit einer
kleinen Piſtole die betreffende Puppe herunter und
hielt ſo Ordnung unter den Geſtalten ſeiner Phantaſie.

[ ][  ][ ]

Nummer 209.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Seite 3.

ung den Musketier Georg Säſſer vom Infanterie=
Regiment Nr. 118 mit Zubilligung mildernder Um=
ſtände
zu 20 Mark Geldſtrafe. Der Angeklagte iſt erſt
ſeit kurzem beim Militär eingeſtellt und war vorher
bei einem Zirkus als Arbeiter beſchäftigt. Bei Auf=
ſtellung
eines Zeltes in Rimbach machte ſich eine Schar
von Kindern durch Andrängen uſw. läſtig und brachte
den leicht erregbaren Säſſer ſo in Zorn, daß er mit
einem Hammer nach dem 14jährigen Knaben Allmann
warf. Angeblich wollte er ihn gar nicht treffen, doch
verurſachte der Wurf beträchtliche Kopfwunden.
Weiter wurde der aus Vilbel gebürtige Dragoner Her=
mann
Greiling vom Leib=Dragoner=Regt. Nr. 24
wegen unerlaubter Entfernung zu 2 Monaten Gefäng=
nis
und Verſetzung in die 2. Klaſſe des Soldatenſtan=
des
verurteilt. Er hatte ſich ohne Urlaub eines Sonn=
tags
nachts betrunken in der Wirtſchaft zur Ludwigs=
halle
aufgehalten, und als man ihn zuletzt entfernte,
durch ſein Verhalten auf der Straße die Verbringung
auf die Schloßwache veranlaßt. Das Gericht kam zu
der hohen Strafe, weil der im dritten Jahre dienende
Angeklagte eine ſehr ſchlechte Führung aufweiſt und
ſchon mehrmals wegen gleichen Vergehens beſtraft
worden iſt.
Verband der Bauvereine im Großherzogtum
Heſſen. Der Verbandstag der gemeinnützigen Bau=
vereine
im Großherzogtum Heſſen findet am Sonntag,
den 18. September, vormittags, in Butzbach ( Taunus=
hotel
) ſtatt. Auf der Tagesordnung ſtehen u. a. folgende
Poſitionen: Bericht des Verbandsvorſitzenden über das
abgelaufene Geſchäftsjahr. Kaſſenbericht. Wie können
die Bauvereine ihre Entwicklung günſtig beeinfluſſen?
Referent: Bürgermeiſter Treber=Rüſſelsheim. Das
Reichsgeſetz über die Sicherung der Bauforderungen
und die Baugenoſſenſchaften. Referent: Amtsrichter
Müller=Vilbel. Wahl des Ortes für den nächſtjährigen
Verbandstag. Nach der Tagung findet ein gmeinſchaft=
liches
Eſſen ſtatt.
* Tuberkuloſe=Muſeum. Im Kreiſe Alsfeld wurde
die Tuberkuloſe=Ausſtellung wie folgt beſucht:
Romrod von 800, Kirtorf von 650, Homburg a. d. O.
und Nieder=Ohmen von je 1000 Perſonen. Insgeſamt
fanden 22 Vorträge ſtatt. Die Ausſtellung wandert
demnachſt in die Kreiſe Friedberg und Gießen.
Backesdenkmal. Die Ausführung des Backes=
denkmals
des heſſiſchen Landeslehrervereins wurde
Herrn Bildhauer W. Goetze hierſelbſt übertragen.
Die Porträtplakette wird von Herrn Bildhauer Scholl
gefertigt, der auch die Totenmaske von Rektor Backes
fertigte.
Verein Volksküche. Der Verkehr in der Volks=
küche
während des Monats Auguſt zeigt dieſelbe be=
merkenswerte
Lebhaftigkeit, wie in den Vormonaten.
Unter Außerachtlaſſen der Zahlen über verabreichte
Brote, Wecke, Milch und Kaffee ergibt ſich aus den
Durchſchnittsberechnung über die verabreichten eigent=
lichen
Speiſen, daß während des Monats Auguſt d. J.
täglich 329 Koſtgänger (männlich und weiblich) ihr Mit=
tag
= und Abendeſſen in der Volksküche eingenommen
haben. Während der 27 Betriebstage in dem Monat
Auguſt ſind durchſchnittlich täglich abgegeben worden:
94 Stücke Brot (mit und ohne Butter), 85 Wecke, 106
Taſſen Kaffee (mit und ohne Zucker), 75 Taſſen Milch,
26 Portionen Wurſt und Fleiſch für ſich, 74 Portionen
Suppe (mittags und abends), 135 Portionen Beilagen
(Gemüſe, Salat, geröſtete Kartoffeln), 32 Portionen
Suppe und Gemüſe zuſammen, 7 Portionen Suppe
und Fleiſch zuſammen, 32 Portionen Gemüſe und
Fleiſch zuſammen und endlich 23 Portionen Suppe,
Gemüſe und Fleiſch zuſammen. Dabei kamen 544
Stück Freikarten (bereits bezahlte Gutſcheine zu 10
Pfg.) zur Ablieferung und Verwertung. So ſchön
die tägliche Erfahrung erſcheint, den in wirtſchaftlich
andauernd ernſter Zeit immer zahlreicher hilfeſuchen=
den
Bevölkerungsſchichten gutes Mittag= und Abend=
eſſen
in ausreichendem Quantum gegen billigſtes Ent=
gelt
verabfolgen zu können (Suppe à 10 Pfg. die Por=
tion
, Fleiſch à 15 Pfg. die Portion, Beilagen à 10 Pfg.
die Portion), ſo ſchwer iſt die Aufgabe für die Wohl=
tätigkeitsanſtalt
in Anbetracht der durchgehends und
weſentlich erhöhten Preiſe der unentbehrlichſten Le=
bensmittel
und der wachſenden Betriebskoſten. Und
doch ruft die Satzung des Vereins gerade in derart
ernſter Zeit zu ſorgſamſtem Löſen der geſtellten Auf=

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
J.CL. Eine vergeſſene Oper von Gou=
nod
. Man ſchreibt uns aus Berlin: Die Komiſche
Oper hat mit ihrer erſten diesjährigen Novität ſich
einen großen Erfolg geholt. Die burleske Oper Der
Arzt wider Willen von Charles Gounod
zu dem von Jules Barbier und Michel Carré nach
Moliére bearbeiteten Luſtſpiel fand uneingeſchränkte
Anerkennung und hat ſich als ein ganz entzückendes
und reizvolles Werk erwieſen. Ueber 50 Jahre hat die
Oper geruht, nachdem ſie damals in Paris mit großem
Erfolg in Szene gegangen war. Gounods Margarete‟
aber hatte ſie aus dem Felde geſchlagen und der grö=
ßere
Erfolg den kleineren vergeſſen gemacht. Heute,
da die Zeit auch dieſe Margarete zu den alltäglichen
Erſcheinungen geſtellt hat, iſt uns Der Arzt wider
Willen eine willkommene Gabe, ein köſtliches Produkt
des großen Talents, das in Gounod ſich verkörpert.
Im charakteriſtiſchen Stil, in der Tonſprache Lullys
und Rameaus iſt die Partitur gehalten, aber doch nicht
ſo weit mit dem Wuſt antiker Faktur überladen, daß
nicht doch die muſikaliſche Perſönlichkeit Gounods zu=
tage
treten könnte. Seine perſönliche Note klingt ver=
nehmbar
durch, die Lyrik ſeiner Muſik glitzert
hier ſchon an ſo manchen Stellen, und der feine Ge=
ſchmack
, mit dem er auch das Unſcheinbarſte zu formen
verſteht, leitet ihn auch in dieſem Werke. Mit zarter
Hand gleitet er über ſo manche verfängliche Stelle des
Buches hinweg, verwiſcht er die Roheiten der Hand=
lung
, wenn nur irgend angängig. Ein leiſer Ton, eine
anmutige Phraſe hilft ihm das kraſſe Wort mildern,
und wenn die Situation es zuläßt, ſo bemüht er ſich
mit Glück, das Kantige und Eckige abzurunden, ihm
eine gefällige Form zu leihen. Mit friſcher Erfind=
ungskraft
hat Gounod den Vorwurf erfaßt. Sie ſpru=
delt
aus allen Ritzen der Partitur hervor, ſie hebt die
Handlung aus der Plattheit in das Reich des Humors,
ſie gibt Worten ein Angeſicht und eine Geſtalt, die ſie,
mit Muſik umkleidet, erfreulich und gefällig macht.
Selten noch hat ſich der Beweis für den Satz ſo ſchlag=
kräftig
erwieſen, daß die Muſik durch ihre Mittel das
Wort nicht nur zu ergänzen und auszudeuten, ſondern
ſogar in eine neue Bedeutung zu rücken vermag. Das
Ganze iſt überaus erfreulich und erquickend, ein Mei=
ſterwerk
in jeder Hinſicht, ein Meiſterwerk durch die
hohe Kunſt des Maßhaltens und durch den nie ver=
ſagenden
ſicheren Geſchmack ſeines Schöpfers. Die Auf=
führung
des Werkes an der Komiſchen Oper war ein

gabe, und es gilt ſtark zu bleiben, ohne Aenderung der
Koſtenſätze für die verabreichten Speiſen. Die heutige
Vertretung des Vereins und die unmittelbare ge=
ſchäftliche
Leitung der Volksküche ſchrecken vor den
ſtändigen Mühen und Sorgen nicht zurück, aber
ultra posse nemo obligatur, das heißt Unmögliches
kann nicht verlangt werden.
Die Kochkunſtausſtellung findet nun Umſtände
halber erſt am 10., 11. und 12. November dieſes Jahres
ſtatt. Nach den Vorbereitungen verſpricht die Aus=
ſtellung
hervorragend zu werden. Die Ausſtellungs=
leitung
, beſtehend aus den Herren G. Phildius, Küchen=
meiſter
im Hotel zur Traube und O. Egner, Hof=
traiteur
, Infanterie=Regiment Nr. 115, ſowie der Vor=
ſtand
haben viele Neuerungen gegen das Vorjahr ge=
troffen
. Ein Prachtkatalog wird herausgegeben, der
zwiſchen den Inſeraten viel neue Rezepte der moder=
nen
Kochkunſt enthält, und während zweier Tage wird
eine Ausſtellungsküche geführt, der bewährte Fachleute
vorſtehen, und zwar am erſten Tage deutſche, öſter=
reichiſche
, engliſche Nationalküche und am zweiten Tag
deutſche, öſterreichiſche und italieniſche Nationalküche.
Von den Gerichten, welche verabreicht werden, werden
verſchiedene Rezepte im Katalog aufgezeichnet ſein.
Der Reſtaurationsbetrieb während der Ausſtellung
findet in den unteren Räumen des Hotels zur
Traube ſtatt, welche Herr A. Reuter bereitwilligſt zur
Verfügung geſtellt hat.
Kath. Eltern=Abend. Auf den vom katholiſchen
Frauenbund und vom Volksverein für das katholiſche
Deutſchland am nächſten Sonntag im Konkordiaſaal
veranſtalteten Eltern=Abend ſei auch an dieſer Stelle
aufmerkſam gemacht. Neben einem ſehr lehrreichen Vor=
trag
des Herrn Lehrer L. Schmitt über die katholiſche
Familie in der Wahl moderner Zeitſchriften werden
deklamatoriſche und muſikaliſche Darbietungen unter der
bewährten Leitung des Großh. Muſikdirektors Herrn
Klaſſert das Programm des Abends verſchönen.
(Näheres ſiehe Anzeige.)
Verein für Vogel= und Geflügelzucht (ält. Verein).
Die Monatsverſammlung, die ſich eines zahlreichen Be=
ſuches
erfreute, wurde durch den erſten Vorſitzenden in
der üblichen Weiſe geleitet. Er gab bekannt, daß der Ver=
ein
Ober=Ramſtadt zu ſeiner am 29., 30. und 31. Oktober
ſtattfindenden Geflügel=Ausſtellung einladet; daß ſich Herr
Karl Gräf als Mitglied gemeldet hat, der vor Schluß der
Verſammlung ohne Widerſpruch aufgenommen wurde.
Hierauf wurde dem Schriftführer das Wort zum Verleſen
der rückſtändigen Protokolle erteilt, die genehmigt wur=
den
. Im Anſchluß hieran wurde ſeitens des Vorſitzenden
der Voranſchlag für die im November abzuhaltende Ver=
eins
=Ausſtellung im Mathildenhöhſaale verleſen und nach
eingehender Beſprechung der einzelnen Punkte ohne Wi=
derſpruch
genehmigt. Gleichzeitig wurde noch beſchloſſen,
alle Tiere einzeln auszuſtellen. Nach der Wahl des nötigen
Herren zu den einzelnen Kommiſſionen und mit der übli=
chen
Freiverloſung von 6 Hühnern konnte die Verſamm=
lung
geſchloſſen werden.
Stand der Darmſtädter Volksbank, e. G. m. b. H.,
am 31. Auguſt 1910. Aktiva. Kaſſa=Konto u. Guthaben
auf Reichsbank=Giro u. Poſtſcheck=Konto 71270 M. 26 Pf.
Coupons= u. Sorten=Konto 13347 M. 20 Pf. Bankverkehr=
Konto 524801 M. 79 Pf. Effekten=Konto 475449 M. 09 Pf.
Lombard=Konto 419363 M. 58 Pf. Wechſel= u. Deviſen=
Konto 276216 M. 44 Pf. Konto=Korrent=Konto 3004 461 M.
47 Pf. Vorſchuß= u. Vorſchuß=Wechſel=Konto 766179 M.
72 Pf. Haus=Konto und Immobilien=Konto 285331 M.
34 Pf. Mobilien=Konto 2434 M. Pf. Schrankfächer=
Konto 1 M. Pf. Haus= u. Immobilien= Unterhaltungs=
koſten
=Konto 2594 M. 84 Pf. Verwaltungskoſten=Konto
39290 M. 64 Pf. Paſſiva. Geſchäftsanteil=Konto
1496840 M. 20 Pf. Reſervefonds=Konto I u. II 371065 M.
68 Pf. Delkredere=Konto 50000 M. Pf. Penſions= u.
Unterſtützungsfonds=Konto 154683 M. 08 Pf. Akzeptatio=
nen
= und Aval=Konto 61705 M. Pf. Sparkaſſen= und
Scheck=Konto 3 590 229 M. 91 Pf. Zinſen=Konto 149356 M.
75 Pf. Dividende=Konto 6860 M. 75 Pf. Umſchag im
Auguſt 1910 4759966 M. 60 Pf. Zahl der Mitglieder 1994.
Zeppelin=Paſſagierfahrten. Zu der geſtrigen
Notiz werden wir erſucht mitzuteilen, daß die Ausgabe
der Fahrkarten zu den Paſſagierfahrten des L. Z. VI.
durch die hieſige Vertretung der Hamburg=Amerika=
Linie, Herrn Adolph Rady, Zimmerſtraße 1, erfolgt,

Kabinettſtück ſtilgerechter und hervorragender Darſtel=
lungskunſt
. Ganz beſonders kommt Herrn Zador, dem
Darſteller der Hauptrolle, ein rückhaltloſes, uneinge=
ſchränktes
Lob zu.
* Das älteſte handſchriftliche Bis=
marckdokument
. Der Voſſ. Ztg. wird geſchrieben:
Ein ganz ſchlichtes, kleines Stammbuch in Querfor=
mat
aus der Biedermeierzeit lag dieſer Tage vor mir:
brauner Ledereinband ohne Zierat; ein Vorſatzblatt
aus grüner Seide, dann loſe, vergilbte Blätter. Das
Büchlein hat hiſtoriſches Intereſſe; es iſt eine wohl
einzigartige Erinnerung an unſeren Altreichskanzler.
Dereinſt gehörte es einem Schüler des Friedrich Wil=
helm
=Gymnaſiums in Berlin mit Namen Waldemar
Fuchs; er war einer der intimen Schulfreunde des
jugendlichen Bismarck. Auf das erſte Stammbuchblatt
ſchrieb im Jahre 1827 der damals 12jährige Otto von
Bismarck folgende Zeilen:
Freund! Welchen Wunſch ſoll ich denn Dir
Ins Buch der Freundſchaft geben?
Sieh! In fünf Worten ſteht es hier:
Freund! Glücklich ſei Dein Leben.
Bei Durchleſung dieſer Zeilen erinnere Dich Dei=
nes
Freundes Otto von Bismarck. Berlin, 5. Februar
1827.
Bismarck hat während der Jahre 1827 bis 1830 das
Friedrich Wilhelm=Gymnaſium in Berlin beſucht. Bis=
lang
kannte man als die älteſten Dokumente von ſei=
ner
Hand die Briefe des 17jährigen Studenten aus der
Göttinger Zeit (die Handſchrift des Knaben ähnelt
ungemein der der ſpäteren Jahre; ſie zeigt ſchon die
charakteriſtiſchen energiſchen Linien, die man in allen
Schriftſtücken Bismarcks findet). Das Stammbuch
befand ſich im Beſitz der Max Perlſchen Buchhandlung
in Berlin.

Kleines Feuilleton.
Die harmloſe Millionärsgattin.
Ein ahnungsloſes Kindergemüt muß Mrs. Broeſel,
die Gattin des Millionärs und Präſidenten der New=
Yorker Bank Hermann Broeſel, ihr eigen nennen,
denn ſie ließ ſich nicht etwa aus Furcht vor den hohen
Zöllen zum Schmuggel verleiten, ſondern nur aus
zarter Rückſichtnahme auf ihren Gatten, dem ſie, um
ſeine Nerven zu ſchonen, die Fülle der von Paris mit=
gebrachten
Toiletten erſt nach und nach eingeſtehen
wollte. Als ſie vorigen Freitag auf der Luſitania
von einer Vergnügungsreiſe nach New=York zurückkam.

doch können Beſtellungen auch auf dem Verkehrsbureau
aufgegeben, ſowie an beiden Stellen die Bedingungen
entgegengenommen werden.
Groß=Gerau, 5. Sept. Spurlos ver=
ſchwunden
iſt ſeit 10 Tagen der 16 Jahre alte Sohn
der Witwe Heinrich Auer von hier. Der junge Menſch
wurde ſpäter nochmals im benachbarten Mörfelden ge=
ſehen
, von wo ab jedoch jede weitere Spur von ihm
fehlt.
Aus dem Ried, 5. Sept. Nach einer amtlichen Be=
rechnung
waren infolge der Ueberſchwemmung
des Riedes von Lampertheim bis Ginsheim in
dieſem Jahre rund 2100 Hektar (8400 Morgen) Acker=
land
und 3000 Hektar (12000 Morgen) Wieſen über=
ſchwemmt
. In Biebesheim allein waren 3000 Morgen,
auf dem Kornſand 1200 Morgen überſchwemmt. Bei
Zugrundelegung eines Rohertrages von 150 Mark pro
Morgen Hackfrüchte, 110 Mark von Getreide und 50
Mark von Wieſen ergibt ſich ein finanzieller Schaden
von 1128000 Mark. Bei denjenigen Flächen, bei wel=
chen
infolge Druckwaſſers nur die halbe Ernte zerſtört
iſt, beträgt der Schaden 1182000 Mark, insgeſamt alſo
2310000 Mark. Die Berechnung bezieht ſich nur auf
das Ried. Der in den linksrheiniſchen Gemarkungen
von Worms bis Bingen angerichtete Hochwaſſerſchaden
iſt zahlenmäßig noch nicht taxiert. Nicht in Anrech=
nung
gebracht ſind die Koſten der Mehrarbeit, welche
für den Landwirt entſtehen, die überſchwemmten Fel=
der
wieder in ordnungsmäßigen Zuſtand zu bringen.
Offenbach, 6. Sept. Der Redakteur der Leipziger
Volkszeitung, Bahrdt, wurde wegen Beleidigung
des Amtsrichters Seibert in Offenbach zu 600 Mark
Geldſtrafe verurteilt. Bahrdt hatte einen Artikel
der Frankfurter Volksſtimme abgedruckt, in dem die
Maßnahmen des Amtsrichters in der Konkursſache des
Offenbacher Konſumvereins einer ſcharfen Kritik unter=
zogen
wurden. Auch die Frankfurter Volksſtimme
wurde wegen dieſes Artikels ſeinerzeit zu der gleichen
Geldſtrafe verurteilt.
Offenbach, 6. Sept. Nach einem langen, ſchweren
inneren Leiden ſtarb geſtern abend gegen 6¼ Uhr
Stadtverordneter Wenzel, der als Vertreter der
bürgerlichen Parteien im Stadtteil Bürgel im Jahre
1907 gewählt worden war. Der Heimgegangene war
am 4. April 1847 geboren und ſtand mithin im
64. Lebensjahre. Seit 23 Jahren war er im Werk
Oehler, und zwar zuletzt als Werkmeiſter, tätig, und
bekleidete ſeit 10 Jahren das Amt eines Rechners der
Bürgeler evangeliſchen Kirchengemeinde, für die er ſich
auch ſonſt viele Verdienſte erworben hat. Seines
ſchlichten und ehrlichen Charakters wegen war er in
Bürgel eine allgemein beliebte und geachtete Perſön=
lichkeit
. Geſtern morgen verſuchte ſich die in der
Bernardſtraße 42 wohnende 29jährige Ehefrau S. durch
Leuchtgas zu vergiften. Als das achtjährige
Töchterchen aus der Schule nach Hauſe kam, fand ſie die
Türe verſchloſſen. Die Nachbarsleute, die Verdacht
ſchöpften, drangen daraufhin in die Wohnung ein und
fanden die Frau mit dem Gasſchlauch im Munde be=
wußtlos
am Boden liegen. Die ſofort angeſtellten
Wiederbelebungsverſuche waren glücklicherweiſe von
Erfolg. Ein Fläſchchen mit Schwefelſäure ſtand noch
unangebrochen auf dem Tiſch. Der hinzugerufene Arzt
ordnete die ſofortige Ueberführung der Lebensmüden in
das ſtädtiſche Krankenhaus an. Der Grund zur Tat
iſt in mißlichen Familienverhältniſſen zu ſuchen, da die
Frau getrennt von ihrem Manne lebt und ſeit zwei
Jahren ein Eheſcheidungsprozeß läuft. (Off. Ztg.)
Bensheim, 6. Sept. Geſtern wurde mit der Ueber=
brückuung
des Baches in der Bachſtraße im Zuge
der Ludwigſtraße begonnen. Die Brücke wird in etwa
½ Meter Höhe über den Bach führen und der geringen
verfügbaren Höhe halber in Eichenbrettern mit Ein=
lagen
von Streckmetall ausgeführt.
X. Zwingenberg, 5. Sept. Heute nachmittag um
½4 Uhr brach in der gefüllten Scheuer des Beigeord=
neten
Becht in dem benachbarten Rodau Feuer aus
und legte dieſe vollſtändig in Aſche. Mit Streichhölzern
ſpielende Kinder haben den Brand verurſacht.
n. Lampertheim, 6. Sept. Abermals iſt unſer
Friedhof der Schauplatz einer niederträchtigen Tat
geworden, wie ſie daſelbſt im Laufe der letzten Jahre
ſchon mehrfach verübt wurde. In vergangener Nacht
wurden auf mehreren Gräbern die Kreuze umgeſtürzt,

verſchwieg ſie eine Anzahl Pariſer Toiletten, die in
ihren Koffern ruhten, nicht nur dem liebenden Ehe=
gemahl
, ſondern auch der geſtrengen Zollbehörde. Der
Gatte hatte eine ganz genaue Steuerdeklaration auf=
geſtellt
, von der er mit gutem Gewiſſen ſagen konnte,
es fehle auch nicht das Geringſte. Aber er hatte eben
nicht mit den Geheimniſſen ſeiner Frau gerechnet. Die
Steuerbeamten nahmen trotzdem ein geſtrenge Revi=
ſion
unter ſeinem Gepäck vor, und nun kamen Toilet=
ten
über Toiletten zum Vorſchein, eine immer herr=
licher
, geſchmackvoller und teurer, als die andere. Vor
dem Zollinſpektor geſtand Mrs. Broeſel unter Tränen,
daß ſie nicht beabſichtigt habe, die Behörde zu betrügen,
ſondern die Toilette nur vor ihrem Mann geheim ge=
halten
habe, um ihm erſt von ihrer Exiſtenz Mitteil=
ung
zu machen, wenn ſie ihn durch den verführeriſchen
Anblick überzeugen könne, wie notwendig dieſe Ge=
wänder
zu den Juwelen, die er gekauft hatte, ge=
hörten
. .
* Die belgiſche Bureaukratie hat ein
ganz beſonderes Meiſterſtück zu verzeichnen. Am 27.
Auguſt erging aus dem Unterrichtsminiſterium an
einen im Ruheſtand lebenden Lehrer ein Schreiben,
das mit den Worten begann: Sie haben am 27. April
1892 wegen einer Lehrerſtelle im ſtaatlichen mittleren
Unterricht angefragt. Es folgen dann Anweiſungen
zur Ausfüllung eines Fragebogens über die Eigen=
ſchaften
des Bewerbers. Achtzehn Jahre hat der Ge=
ſuchſteller
auf Beſcheid gewartet; jetzt erreicht er ihn,
nachdem er ſchon zwei Jahre aus dem Dienſt geſchie=
den
iſt.
* Eine berühmte Dogge. In Roſeneath in
England iſt der berühmte Dick Stone im Alter von
ſieben Jahren an einer Herzkrankheit geſtorben. Dick
Stone war eine in der geſamten Sportswelt wohl=
bekannte
Bulldogge, für die ihrem Eigentümer Jef=
feries
ſeinerzeit 30000 Mark geboten wurden. Jef=
feries
konnte ſich jedoch von Dick Stone nicht trennen,
und der Kaufliebhaber mußte ſich mit einem Nachkom=
men
der edlen Bulldogge begnügen, für den er 20000
Mark zahlte. Dick Stone hatte einen langen Stamm=
baum
vornehmer Ahnen aufzuweiſen, und Hundelieb=
haber
aus allen Ländern pflegten nach Roſeneath zu
wandern, um ihn zu bewundern. Obwohl von rieſi=
ger
Stärke, war Dick doch ein ungemein ſanftmütiges
Geſchöpf und ein großer Kinderfreund. Er wird aus=
geſtopft
werden.
* Eine nützliche Feuerwehr. In Reichs=
waldau
bei Oeſterreichiſch=Oderberg kam es während eines

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Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Nummer 209.

ausgeriſſen oder beſchädigt. Leider konnte bis jetzt der
Täter noch nicht entdeckt werden. Ein früherer Täter
verbüßt zurzeit noch die dafür erhaltene Gefängnis=
ſtrafe
, während ein Fall im Frühjahr unermittelt ge=
blieben
iſt.
Mainz, 5. Sept. Oberbürgermeiſter Dr. Göttel=
mann
hat die diesjährigen Stadtverordneten=
Ergänzungswahlen bereits für die letzte Woche
des Oktober anberaumt. Es ſind diesmal 21 Stadt=
verordnete
zu erſetzen, die der nationalliberalen, der
freiſinnigen und der ſozialdemokratiſchen Partei an=
gehörten
.
Mainz, 6. Sept. Unter dem Verdacht der
Spionage verhaftet wurde in England Leut=
nant
Helm vom 21. Pionierbataillon. Der Offizier
iſt gegenwärtig nach England beurlaubt. Weiter geht
dem M. Tgbl. hierzu folgendes Telegramm aus Lon=
don
zu: Von amtlicher Seite wird die Verhaftung
eines deutſchen Offiziers in Portsmouth wegen Spio=
nageverdacht
beſtätigt. Ueber die Einzelheiten wird
Stillſchweigen bewahrt. Leutnant Helm war ſchon ſeit
einiger Zeit nach Berlin zur Ingenieurſchule auf zwei
Jahre abkommandiert und hatte von dort aus Urlaub
vom 1. Juli bis 1. September nach England von Aller=
höchſter
Stelle erhalten. Hier iſt bei demBataillon
unter dieſen Umſtänden von den Vorfällen nichts be=
kannt
.
Worms, 5. Sept. Geſtern verſchied der in weiteſten
Kreiſen bekannte und beliebte Herr Pfarrer Wiener=
Schon ſeit einigen Jahren lebte der Verſtorbene im
hieſigen Sophienſtift in der Paulusſtraße, da ihn eine
ſchwere Krankheit an der Ausübung ſeines Berufes
hinderte. Er war einſt nicht nur ein ausgezeichneter
Prediger, ſondern auch ein edler Menſch, der für jeden
ein gutes Wort hatte und ſich für die Armen ſehr ver=
dient
gemacht hat. Es gab wohl keinen größeren
Kinderfreund, und um das Wachſen und Gedeihen der
Kleinkinderſchule hat er ſich beſonders verdient gemacht.
Auch auf kirchenſchriftſtelleriſchem Gebiete hat Herr
Pfarrer Wiener Ausgezeichnetes geleiſtet, beſonders in
ſeinen Predigten, die er für das Friedberger
Predigeramt ſchrieb. Aus dieſem Anlaſſe wurde
ihm der Titel eines Lizentiaten zuteil. Er erfreute
ſich bei ſeinen Kollegen und ſeiner Glaubensgemeinde
der größten Achtung und Verehrung, und ſein Tod
wird von vielen mit aufrichtigem Schmerze betrauert.
(W. Ztg.)
Nieder=Saulheim, 5. Sept. Einen eigenarti=
gen
Unfall erlitt die Gattin des Handelsmannes
Siegmund Vogel. Sie wurde nämlich bei einem Spa=
ziergange
im Garten von einer Ameiſe geſtochen und
achtete den anfänglich leichten Schmerz nicht. Nach
burzer Zeit ſchwollen aber Geſicht und Wangen ſo fürch=
terlich
an, daß die Frau ſich ſofort in ärztliche Behand=
lung
begeben mußte.
Jugenheim (Rheinh.), 5. Sept. Als der Bullen=
wärter
Süffenberger eine Kuh aus dem Stall führen
wollte, wurde ſie plötzlich wild, ſchleuderte den Wärter
und den Beſitzer beiſeite, ſprang in das Haus durch den
Hausflur und drang, nachdem ſie eine Tür mit den
Hörnern eingerannt hatte, in das Zimmer. Hier rich=
tete
das bösartige Tier arge Verwüſtungen an, über=
rannte
Tiſche, Stühle und eine Nähmaſchine, bis es
endlich von mehreren Männern gebändigt werden
konnte.
C) Langgöns (Kreis Gießen), 6. Sept. Die in die=
ſem
Frühjahr in Angriff genommenen Waſſerleit=
ungs
= und Kanaliſationsarbeiten in un=
ſerem
Ort ſind ſchon ſeit einigen Wochen beendet, und
die hieſige Einwohnerſchaft hat bereits in der kurzen
Zeit, in der dieſe Anlagen im Betrieb ſind, empfunden,
welche großen Annehmlichkeiten und Vorteile damit
verbunden ſind. Die Quellen unſerer Waſſerleitung,
die an der Straße nach Holzheim zu liegen, können mit
natürlichem Gefälle in den Ort geführt werden. Die
Waſſermenge der Quellen hat durch die Schürfung zu=
genommen
und iſt für unſeren Ort ausreichend. Der
Hochbehälter hat einen Faſſungsraum für 200 Kubik=
meter
Waſſer erhalten. Gleichzeitig mit dem Bau der
Waſſerleitung wurden auch die Rohre für die Ortsent=
wäſſerung
verlegt. Um die nötige Vorflut für die
Ortsabwäſſer zu erhalten, mußten der Gönsbach und der
Mühlgraben unterhalb des Ortes teilweiſe verlegt
und reguliert werden. Durch die Vertiefung der Waſ=
ſerläufe
war auch eine Entwäſſerung der unterhalb des
Ortes gelegenen verſumpften Wieſen möglich. Die

Brandes zu einer großen Schlägerei zwiſchen der tſchechi=
ſchen
und polniſchen Feuerwehr. Beide Feuerwehren wa=
ren
ſofort nach Entſtehen des Brandes alarmiert worden
jedoch traf die tſchechiſche eine Viertelſtunde früher auf
dem Brandplatz ein. Da in ſolchen Fällen der Komman=
dant
der zuerſt eingetroffenen Wehr das Oberkommando
hat, ſo trat der tſchechiſche in ſeine Funktion. Als nun
die polniſche Feuerwehr anrückte, wollte deren Hauptmann
ſich den Anordnungen nicht fügen und ſchlug dem tſchechi=
ſchen
Kollegen nach heftigem Wortwechſel ins Geſicht. Es
entſtand nun ſchließlich eine allgemeine Rauferer, wuhrens
der das Haus niederbrannte.
* Auf der Sekundärbahn. So ein Sekundär=
bähnle
, plauderte der in Oberndorf a. N. erſcheinende
Schwarzwälder Bote, hat immer ſeinen unfreiwilligen
Humor. Erhält da dieſer Tage ein Bahnarbeiter, der ſich
dann und wann auch zu höheren Stellen des Betriebes
aufſchwingt, den Auftrag, die auf der Strecke wachſenden
ſogenannten Katzenwedel abzumähen. Flugs ſetzt ſich
der Mann, findig, wie er iſt, auf die hintere Wagentreppe
vom Zügle und will von dort aus das teufliſche Unkraut
maſchinell köpfen. Aber o Schickſal! Nur zu bald wird
ihm die Bewegung zum Schaden. Die Senſe bleibt an
einem Markierungspflock hängen und zieht mit einem Ruck
den Wackeren hinab. Da lag er. Als man aber feſtſtellte,
das ihm infolge des Schneckenganges des Bähnles kein
Schaden getan, fuhr das Zügle wieder weiter. So ge=
ſchehen
zwiſchen Buchau und Sattenbeuren. Hätte der
Mann ſich an ſeinem Sitz feſtgehalten und die Senſe, die
an dem Markierungspflock hängen geblieben war, nicht
losgelaſſen, dann wäre ſicher das Bähnle ſtehen ge=
blieben
.
* Aus Buxtehude erzählt die Rheiniſch= Weſt=
fäliſche
Zeitung folgendes luſtige Stückchen: Im dor=
tigen
Rathaus befindet ſich eine Gaſtwirtſchaft, die den
wohlklingenden Namen Zum Rathaus führt. Da
das Wirtshausſchild durch Einwirkung von Sturm
und Regen unleſerlich geworden war, beſchloß der
Wirt, es auffriſchen und neu malen zu laſſen. Ein
Schildermaler wird mit dieſem Auftrag betraut. Er
macht ſich ſofort an die Arbeit und malt in großen
Buchſtaben Zum Rathhaus Ein Bekannter des Ma=
lers
, der gerade vorbeigeht, ruft: Menſch, das iſt ja
falſche Orthographie‟. Da aber ruſt der Biedere von
der Leiter herab: Minſch, ſwieg doch ſtill, ick kriege
vor jeden Bokſtaven en Mark.

Bachregulierungsarbeiten wurden auf dem Wege der
Feldbereinigung zur Ausführung gebracht. Die Waſſer=
leitungs
= und Kanaliſationsarbeiten, die zuſammen zu
118000 Mark veranſchlagt waren, wurden von der
Firma C. u. G. Panſe in Wetzlar ausgeführt.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. Sept. Die Ferien=
ſtrafkammer
des Landgerichts III hat die Beſchwerde
des Regierungsrats Martin gegen den Beſchluß
des Charlottenburger Amtsgerichts, das ſich weigerte,
in der Privatbeleidigungsklage gegen den verant=
wortlichen
Redakteur der Königsberger Hartungſchen
Zeitung Chriſtian Saß das Verfahren zu eröffnen,
verworfen. In der Begründung heißt es, daß der
Ausdruck dreiſte Geſchichtsfälſchung mit dem der Be=
klagte
in einer Beſprechung des Maxtinſchen Buches
Deutſche Machthaber die Martinſche Darſtellung der
Novembervorgänge gekennzeichnet hatte, in der Form
wohl ſcharf ſei, daß der zu Grunde liegende Gedanke
in anderer Form aber kaum hätte ausgedrückt werden
können. Der Ausdruck gehe über eine erlaubte Kritik
nicht hinaus. In der Schulſtraße wurden durch
das Fenſter in eine Parterrewohnung, in der ſich die
17jährige Frieda Echtermeier mit ihrem acht Wochen
alten Kinde und ihrem Bräutigam befand, 3 Revol=
verſchüſſe
abgefeuert. Eine der Kugeln traf die
Echtermeier in die linke Bruſtſeite. Die Verletzung
iſt ſchwer, aber nicht lebensgefährlich. Man vermutet,
daß der zukünftige Schwiegervater, der gegen eine
Verbindung ſeines Sohnes mit dem Mädchen war, das
Attentat verübt hat. Die Polizei leitete die Verfolg=
ung
des mutmaßlichen Täters ein. Zu dem neue=
ſten
Vorfall in einem Südring=Zuge haben
die Ermittelungen der Kriminalpolizei ergeben, daß
wahrſcheinlich kein Raub, ſondern ein Gelegenheits=
diebſtahl
vorliegt. Der Beſtohlene iſt der Fabrikant
Eduard von Schnehen, der Mitinhaber einer Holzſtein=
fabrik
in Tempelhof. Er hatte 250 Mark erhalten, mit
denen im Portemonnaie er in Treptow ein Abteil
tweiter Klaſſe des Südringzuges beſtieg, in dem er
ſich ganz allein befand. Wie gemeldet, lag er beim
Eintreffen des Zuges auf der Station Pape=Straße
auf dem Fußboden, das offene und umgekrempelte
Portemonnaie lag auf dem Polſter. Man glaubte erſt,
daß ein räuberiſcher Ueberfall unter Anwendung eines
Betäubungsmittels vorliege. Die ärztliche Unterſuch=
ung
Schnehens hat aber dafür keinen Anhalt gegeben.
Der Pfropfen iſt jedoch zu einer genaueren Unterſuch=
ung
einem Chemiker übergeben worden. Schnehen
leidet infolge eines Hufſchlages, den er früher einmal
erlitten hat, öfter an Magenbluten. Wahrſcheinlich
iſt er auch am Samstag ſchon kurz nach Beſteigen des
Zuges von dieſem alten Uebel befallen worden. Er
kann ſich nicht entſinnen, den nächſten Bahnhof, alſo
Rirdorf, noch geſehen zu haben, glaubt vielmehr, daß
er ſchon vor Rixdorf ohnmächtig geworden ſei. Als er
einſtieg, war er im Abteil allein. Im Nebenabteil
ſaßen ein Herr und eine Dame, die einen lila Hut
trug. In der Annahme, daß ein gewerbsmäßiger
Fledderer die Hand im Spiele haben könnte, veran=
ſtaltete
die erſt mehrere Stunden nach dem Vorfall be=
nachrichtigte
Berliner Kriminalpolizei noch in der
Nacht zum Sonntag Streifen in den Kreiſen und den
Quartieren der Fledderer, jedoch ohne Erfolg.
Frankfurt, 6. Sept. Zur Verhaftung des
Reichsgrafen Dunin=Borkowſki ſchreibt die
Wiener N. Fr. Preſſe: Joſeph Graf Dunin=Borkowſki
hat die Oeffentlichkeit bereits wiederholt beſchäftigt,
insbeſondere aber im März des Jahres 1895, als die
Blätter von ſeiner Feſtnahme in Peſt und ſeiner kurz
darauf erfolgten Internierung in der Heilanſtalt des
Dr. Fries in Inzersorf berichteten. Joſeph Graf
Dunin=Borkowſki ſteht nämlich ſeit Jahren wegen ge=
richtlich
erhobenen Wahnſinns unter Kuratel. Er
iſt ſeinerzeit kurz nach ſeiner Einbringung in die Heil=
anſtalt
Inzersdorf von dort entwichen und hat ſich ſeit
jener Zeit im Auslande, zuerſt in Frankreich, ſpäter in
Italien und zuletzt in Deutſchland aufgehalten. Die
ſeitens der Kuratel unternommenen Verſuche, den
Grafen nach Oeſterreich zurückzubringen und eventuell
nach neuerlicher Unterſuchung ſeines Geiſteszuſtandes
in einer Heilanſtalt zu internieren, ſind fruchtlos ge=
blieben
, ſie ſcheiterten auch an den großen Koſten, die
eine ſolche Maßregel verurſachte. Der Graf Dunin=
Borkowſki beſitzt nämlich keinerlei nennenswertes Ver=
mögen
. Der Kurator des Grafen hat ſich an das
Kuratelgericht nach Tarnopol gewendet, damit dieſes
auf entſprechendem Wege bei dem Frankfurter Gericht
intervenieren laſſe und damit das Frankfurter Gericht
von der über den Grafen ſeit Jahren verhängten Wahn=
ſinnskuratel
verſtändigt werde.
Marburg, 6. Sept. Das Schwurgericht ver=
urteilte
nach ſechstägiger Verhandlung den Wunder=
doktor
Dikomeit aus Hartenrod zu einem Jahr
und zwei Monaten Gefängnis, ſowie 500 Mark Geld=
ſtrafe
, und deſſen Kollegen Zimmermann zu zehn
Monaten Gefängnis und 300 Mark Geldſtrafe; fünf
Monate Unterſuchungshaft wurden in Anrechnung ge=
bracht
.
Dresden, 5. Sept. Lord Roberts mit Gefolge
iſt heute 6 Uhr 56 Min. hier eingetroffen. Am Bahnhof
waren der engliſche Miniſterreſident Grant Duff ſowie
der engliſche Konſul anweſend. Lord Roberts nahm bei
dem engliſchen Miniſterreſidenten Wohnung, während
das Gefolge im Hotel Bellevue abſtieg.
Neuſtadt, 5. Sept. Bei Koburg wurde heute nach=
mittag
in der dritten Stunde in dem nahen Rottenbach=
teiche
die Frau des Kaſſierers Hermann Wagner als
Leiche aus dem Waſſer gezogen. In einem vorgefun=
denen
Briefe gab die Frau an, daß ſie ihre drei Kinder,
Mädchen im Alter von ſieben, fünf und dreiviertel
Jahren, mit in den Tod genommen habe und daß der
Grund der Verzweiflungstat in Familienzerwürfniſſen
zu ſuchen ſei. Bei näherem Suchen fand man die Leichen
der Kinder vor.
Torgau, 6. Sept. Auf dem Hofe des hieſigen Land=
gerichts
wurde heute morgen 6 Uhr der 1883 geborene
Friedrich Auguſt Schultze aus Hilmersdorf, Kreis
Schweidnitz, hingerichtet. Er hatte die unver=
ehelichte
Weißbrot aus Hilmersdorf, mit welcher er
ein Liebesverhältnis unterhielt, das nicht ohne Fol=
gen
blieb, in der Nacht zum 1. Mai ermordet und die
Leiche an einem Baum aufgehängt.
Wien, 6. Sept. Das Leiden Kainz’, das an=
fangs
für gutartig gehalten wurde, hat ſich als bösartig
erwieſen. Eine Recidive, die in den letzten Tagen ein=
getreten
iſt, läßt das Schlimmſte für den Künſtler be=
fürchten
.
Rom, 5. Sept. Die Tribuna meldet aus Reggio in
Calabrien: In der vergangenen Nacht wurde in dem
Dorfe Pellaro die Familie Rovelino, Mann, Frau und
ſechs Kinder, durch Beilhiebe in ihrer Hütte ermor=

det. Rovelino war Feldhüter. Der Racheakt wird
von der New=Yorker Schwarzen Hand vermutet.
London, 4. Sept. Eine ſeltſame Natur=
erſcheinung
iſt kürzlich in Edinburgh entdeckt wor=
den
, und da ſie von allen Perſonen, denen
ſie gezeigt wird, wahrgenommen wird, ſo
ſcheint ſie tatſächlich und nicht nur in der Ein=
bildungskraft
eines Phantaſiebegabten zu beſtehen.
Dicht vor der Stadt erhebt ſich bekanntlich ein Berg, der
den Namen Arthurs=Sitz führt. Auf halber Höhe be=
finden
ſich die ſogenannten Salisbury=Klippen, und
wenn man von hier, von einer ganz beſtimmten Stelle,
aus, nach dem Felſen des Calton=Hügels, der mitten
in der Stadt liegt, und auf dem ſich das Denkmal zu
Ehren Lord Nelſons erhebt, hinüberſchaut, ſo zeigt der
Felſen ein rieſiges, aber durchaus zutreffendes Profil
vom Antlitz des Helden von Trafalgar. Es wird aus=
ſchließlich
von dem natürlichen Felſen gebildet, und
eine engliſche Familie entdeckte es zum erſten Male vor
einigen Wochen. Seitdem iſt dieſes Naturſpiel zu einer
Sehenswürdigkeit ſowohl für Fremde als für Ein=
heimiſche
geworden.

Kongreſſe und Verbandstage.
* Bad Nauheim, 6. Sept. Der Allgemeine
Verband Deutſcher Erwerbs= und Wirt=
ſchafts
=Genoſſenſchaften (Schulze=Delitzſch=
Organiſation) eröffnete heute früh 9 Uhr im Konzert=
ſaale
des Kurhauſes ſeine Hauptverſammlung.
Der Vorſitzende des Verbandes, Juſtizrat Dr. Al=
bert
i=Wiesbaden, begrüßte die von zirka 1000 Per=
ſonen
aus allen Teilen des Reiches und aus Oeſter=
reich
beſuchte Verſammlung mit herzlichen Worten,
inſonderheit die behördlichen Vertreter. Seitens der
heſſiſchen Regierung nehmen teil Geheimerat Beſt,
Provinzialdirektor Uſinger, Kreisrat Schliep=
hake
und Landesökonomierat Müller. Ferner
ſind anweſend der Direktor der Reichsbank, Berlin,
Vertreter der Dresdener Bank und zahlreicher Han=
delskammern
. Nach der Begrüßung gedachte der Vor=
ſitzende
beſonders des verdienten Neſtors des Ge=
noſſenſchaftsweſens
, Kgl. Rats Pröbſt=München. Ge=
heimerat
Beſt=Darmſtadt hieß als Vertreter der hef=
ſiſchen
Staatsregierung und im Namen der übrigen
behördlichen Vertreter die Genoſſenſchafter will=
kommen
und betonte, daß in Heſſen die nach Schulze=
Delitzſch gegründeten Genoſſenſchaften die erſte Stelle
einnehmen, was er mit Freuden konſtatieren könne.
Die Formen des Erwerbslebens geſtalten ſich immer
komplizierter; da ſei ein genoſſenſchaftlicher Zuſam=
menſchluß
nur anzuraten. Er wünſcht den Verhand=
lungen
beſten Verlauf. Als Vertreter des preußi=
ſchen
Miniſteriums für Handel und Gewerbg
ſprach Regierungsaſſeſſor Römheld=Berlin, als Ver=
treter
der Stadt Bad Nauheim Bürgermeiſter Dr.
Kayſer, als Vertreter der Handels= und Gewerbe=
kammern
Oeſterreichs Herr G. Richter. Eine große
Anzahl Begrüßungstelegramme war eingegangen.
Nach Eintritt in die Tagesordnung gelangte zunächſt
der ſehr umfangreiche Jahresbericht zur Verleſung
durch Verbandsanwalt Profeſſor Dr. Crüger. Daran
ſchloß ſich der Bericht des engeren Ausſchuſſes, deſſen
Mitglieder wiedergewählt wurden. Die Jahres=
rechnung
, die in Einnahme mit 77493 Mark, in Aus=
gabe
mit 77486 Mark abſchließt, wurde genehmigt und
ein Antrag des Vorſtandes der Fürſorgekaſſen auf
beſſere Verſorgung der Waiſen und Witwen der Ver=
bandsmitglieder
nach langer Debatte angenommen.
Um 1 Uhr wurde dann die erſte Sitzung geſchloſſen.

Die 24. Hauptverſammlung des Mit=
telweſtdeutſchen
Stenographen=Bundes
Stolze=Schrey zu Wiesbaden am 3. bis 5. Sep=
tember
geſtaltete ſich zu einer impoſanten Kundgebung.
Schon in den geſchäftlichen Verhandlungen am Samstag
abend waren ſehr viele auswärtige und Wiesbadener Ver=
eine
vertreten. Aus den vom Bundesvorſtand und den
verſchiedenen Bezirksleitern erſtatteten Berichten geht her=
vor
, daß auch im abgelaufenen Jahre die Unterrichts= und
Mitgliederzahl im Bundesgebiet wie auch bisher eine be=
deutende
Steigerung aufweiſen. Die ſtenographiſche Aus=
ſtellung
in der Turnhalle der höheren Mädchenſchule am
Schloßplatz, die Sonntag vormittag 8 Uhr eröffnet wurde,
hatte ein ſehr zahlreiches Publikum, darunter auch viele
Nichtſtenographen, angezogen. Um 9 Uhr begann in der
gleichen Schule das Wettſchreiben, an dem ſich ungefähr
500 Perſonen beteiligten, denen 295 Preiſe, darunter 183
erſte, und viele Wertpreiſe zugeteilt werden konnten, an
deren Beſchaffung ſich dankenswerterweiſe auch die Wies=
badener
Geſchäftsleute beteiligt hatten. Die Ergebniſſe
waren durchweg vorzüglich, beſonders auch in den ſehr
gut beſetzten höchſten Abteilungen. Die Höchſtleiſtungen
bildeten drei preiswerte Arbeiten bei 360, ſowie zahlreiche
Arbeiten bei 340, 300, 260 Silben uſw. Die öffentliche
Feſtſitzung wurde nach einer Begrüßung ſeitens des Bun=
desvorſtandes
eingeleitet durch Anſprachen des Herrn
Oberregierungsrats von Gizycki, als Vertreter des Herrn
Regierungspräſidenten, und des Herrn Landgerichtsprä=
ſidenten
Geh. Oberjuſtizrats Mencke, Vertreter der Juſtiz=
behörden
, die der Verſammlung in warmen Worten die
beſten Wünſche für einen gedeihlichen Verlauf der Ver=
handlungen
ausſprachen. Für den Feſtvortrag war Herr
Kammerſtenograph Frey aus Karlsruhe gewonnen. An
der Beſichtigung des Kurhauſes, für die die Kurverwal=
tung
Vorzugskarten vermittelt hatte, beteiligten ſich 300
Perſonen. Hieran ſchloß ſich nach dem Feſteſſen ein Rund=
gang
durch die Stadt, nach welchem ſich die Teilnehmer
am Abend auf der Alten Adolfshöhe bei der vom Stolze=
ſchen
Stenographenverein E. S. Stolze=Schrey gegebenen
Feſtveranſtaltung vereinigten. Am Montag fanden ſich
auswärtige und Wiesbadener Schriftgenoſſen nochmals zu
einer Rheinfahrt zuſammen, die den Beſuchern des Bundes=
tages
die Schönheiten des Rheingaues und beſonders des
Niederwaldes vor Augen führte, und einen ſchönen Ab=
ſchluß
der in allen Teilen harmoniſch verlaufenen Veran=
ſtaltung
bildete.

* Stuttgart 6. Sept. Heute früh begann in
der Liederhalle die Verſammlung des 11. Deutſchen
Handwerks= und Gewerbekammertages
in Anweſenheit von etwa 40 Delegierten. Unter den
Ehrengäſten befanden ſich Vertreter des Reichsamtes
des Innern, ferner von Württemberg, Preußen, Heſ=
ſen
, Bayern, Sachſen, Baden uſw. Geheimer Ober=
regierungsrat
Jaup=Berlin brachte die Wünſche des
Staatsſekretärs des Reichsamtes des Innern, ſowie
der anweſenden Vertreter der Bundesſtaaten zum
Ausdruck.

Die Generalverſammlung des
Guſtav Adolf=Vereins wird in der Zeit vom
20. bis 22. September in Stralſund abgehalten, in
der Stadt, die Guſtav Adolfs Hilfe zuerſt in deutſchen

[ ][  ][ ]

Nummer 209.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Seite 3.

Landen erfahren hat. Das reichhaltige Programm weiſt
zwei nichtöffentliche Verſammlungen der Abgeordneten
auf mit wichtigen Beratungsgegenſtänden, u. a. die
Schaffung eines Jubiläumsfonds, aus dem bei dem
Reformationsjubiläum 1917 eine größere Anzahl von
Kirchen oder Bethäuſern in der Diaſpora gebaut werden
können. Sodann finden außer zwei Kindergottes=
dienſten
drei Feſtgottesdienſte ſtatt, wobei in der
Marienkirche die geſchenkten heiligen Geräte übergeben
werden. Drei öffentliche volkstümliche Feſtverſamm=
lungen
an den beiden Abenden bringen verſchiedene
Anſprachen von Diaſporageiſtlichen. In zwei öffent=
lichen
Hauptverſammlungen am Mittwoch und Don=
nerstag
wird die Eröffnungsanſprache des Vorſitzenden
des Zentralvorſtandes, Superintendent D. Hartung in
Zeipzig, der Jahresbericht, die Ueberweiſung von Geld=
feſtgaben
und die Darbietung der Guſtav Adolf= Kinder=
gabe
erfolgen. Sodann wird in ihnen ein Vortrag über
Die evangeliſchen Gemeinden deutſcher Zunge in
Bosnien dargeboten und die Entſcheidung über die
große Liebesgabe, für die vom Zentralvorſtand die Ge=
meinden
Hüningen in Oberelſaß, Pfarrkirchen in
Nieder=Bayern und Wiener Neuſtadt in Nieder= Oeſter=
reich
vorgeſchlagen ſind. Alle Anfragen und Anmel=
dungen
, letztere möglichſt bis zum 10. September, an
Kaufmann Schwuchow, Stralſund, Frankenwall.

* Peſt, 6. Sept. Der Verein deutſcher Eiſen=
bahnverwaltungen
trat heute vormittag im Feſt=
ſaale
des Nationalmuſeums zu ſeiner Jahresverſammlung
zuſammen. Nach Eröffnung durch den Präſidenten der
Königlichen Eiſenbahndirektion Berlin, Behrendt, begrüßte
in Vertretung der Regierung Honvedminiſter Hazai die
Verſammlung. Nach weiteren Begrüßungsanſprachen
wurde in die Kommiſſionsberatungen eingetreten.

Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Ueber Gymnaſtik und Aeſthetik wird
Fräulein Eliſabeth Salm, die frühere Aſſiſtentin
von Frau Dr. Beß=Menſendieck, am Freitag, den 9.
September, abends 8 Uhr, im Saale des Muſikvereins
einen Darſtellungsvortrag mit praktiſchen Vorführun=
gen
und Tänzen halten. Der hohe Wert des Vortrages
beſteht in erſter Linie darin, daß Frl. Salm als Lehre=
rin
für Frauengymnaſtik durch die vollkommene Be=
herrſchung
aller ihrer Muskeln jede einzelne Beweg=
ung
mit voller Plaſtik doppelt vorzumachen imſtande
iſt, einmal fehlerhaft, wie man es unzählige Male im
täglichen Leben ſehen kann und dann veredelt durch die
Regeln der Geſundheit und Schönheit. Den Abend
werden zwei Tänze, einer nach altengliſchem und einer
nach indiſch=gottesdienſtlichen Bewegungsmotiven, be=
ſchließen
. Jedenfalls verdient dieſer Vortrag weit=
gehende
Beachtung.

Die elektriſche Bahn nach der Bergſtraße.
Zu der Frage einer elektriſchen Bahn von Darm=
ſtadt
nach der Bergſtraße werden von einer dem Ver=
kehrsausſchuß
der Bergſtraße naheſtehenden Seite Mit=
teilungen
gemacht, denen wir folgendes entnehmen:
Esoſſind bereits nahezu vier Jahre verfloſſen ſeit
der erſten Eingabe des Auerbacher Komitees für Er=
bauung
einer elektriſchen Bahn an der Bergſtraße an
das heſſiſche Finanzminiſterium, und drei Jahre, ſeitdem
jenem Komitee die Mitteilung vom Finanzminiſterium
wurde, daß der Konzeſſionierung der Bahn bei ent=
ſprechenden
Anträgen nichts entgegenſtände.
Das Zuſtandekommen des Unternehmens hing ſomit
noch an der Zuſtimmung der Reſidenzſtadt Darm=
ſtadt
, die natürlich als Ausgangspunkt der Bahn nicht
entbehrt werden kann. Anfangs hieß es, daß man eine
angebliche Gegnerſchaft des früheren Oberbürger=
meiſters
zu bekämpfen hätte; dann waren die Schwie=
rigkeiten
einer Verſtändigung der Stadt Darmſtadt
bezw. ihrer Straßenbahn mit der Süddeutſchen Eiſen=
bahngeſellſchaft
die angebliche Schuld, dann wieder die
veränderten Verhältniſſe, die die neue Bahnhofsanlage
und die Errichtung eines größeren Elektrizitätswerkes
in Darmſtadt mit ſich brächten, dann wieder neuerdings
die Aenderungen in der Verwaltung der Süddeutſchen
Eiſenbahngeſellſchaft, kurz und gut, es war angeblich
ſtets ein wichtiger Grund für die Verzögerung der
Sache vorhanden. Dazu kommt nun noch eine große
Geheimnistuerei. Es bricht ſich nun an der Bergſtraße
immer mehr die Anſicht durch, daß von ſeiten Darm=
ſtadts
überhaupt der gute Wille fehle. Es ſcheint, daß
man in Darmſtadt ſich überhaupt über die Bedeutung
der Anſiedelungen an der Bergſtraße gar nicht klar iſt,
obgleich doch gerade Darmſtädter ſo häufig Gelegenheit
gehabt haben, den enormen Aufſchwung, den die Berg=
ſtraße
in den letzten zehn Jahren genommen hat, mit
eigenen Augen zu ſehen. Man denkt ernſtlich daran,
allgemein ſich von Darmſtadt zurückzuziehen und ſeine
Kundſchaft anderen Plätzen zuzuführen.
Nun regt es ſich aber auch von anderen Seiten. Die
elektriſche Verbindung Mannheim=Weinheim iſt be=
ſchloſſene
Sache. Alſo eine Verbindung, deren Entſtehen
viel jünger iſt, als das Projekt der Bergſtraßenbahn,
ſteht heute ſchon vor ihrer Inangriffnahme. Da die
Fortſetzung der Verbindung Mannheim=Weinheim bis
an die heſſiſche Landesgrenze, alſo bis Laudenbach, be=
reits
mit in Ausſicht genommen iſt, ſo wird damit be=
reits
Heppenheim unwillkürlich nach Süden hinneigen
und eine Verbindung mit dieſer Linie, etwa von Auer=
bach
aus, wäre leicht herzuſtellen. Es ſteht ſomit in
Ausſicht, daß, wenn Darmſtadt ſich nicht bald beſinnt,
eine elektriſche Bahn an der Bergſtraße von, der ent=
gegengeſetzten
Richtung her gebaut wird, ſchließlich
noch ohne Anſchluß mit Darmſtadt, und daß Darmſtadt
dadurch noch vollſtändig nebenhin geſetzt wird.
Hierzu wird uns von zuſtändiger Stelle folgendes
geſchrieben:
Ein Flugblatt über die Erbauung der ſog. Bergſtra=
ßenbahn
beſchäftigt ſich in verletzender Weiſe mit der Hal=
tung
, die die ſtädtiſchen Körperſchaften in dieſer Frage
ſeither eingenommen haben. Insbeſondere wird der Vor=
wurf
einer abſichtlichen Verſchleppung der Angelegenheit
erhoben. Allerdings hat bereits im Jahre 1907 ein
Komitee für die Erbauung einer elektriſchen Bahn nach
der Bergſtraße der Bürgermeiſterei ſeine Gründung an=
gezeigt
, ohne indes irgend welche Unterlagen für die Ver=
wirklichung
des Zweckes ſeiner Konſtituierung vorzulegen.
Auch der Verkehrsausſchuß der Bergſtraße, der einige
Monate ſpäter die Verfolgung der Sache in die Hand
nahm, konnte ſich zunächſt nur darauf beſchränken, die
Grundzüge eines Projekts einzureichen, zu dem die

noch im Herbſt 1907 mit der Angelegenheit befaßten zu=
ſtändigen
Ausſchüſſe auch ſchon deshalb nicht in der Lage
waren, Stellung zu nehmen, weil es an zuverläſſigem
Material zur Beurteilung der Finanzfrage fehlte.
Inzwiſchen ſind allerdings drei (nicht vier) Jahre
verfloſſen. Die Bürgermeiſterei hat aber dieſe
Zeit keineswegs untätig vorüber=
gehen
laſſen, das Projekt, von dem
ſie weiß, daß es ſich hier der Sympathie der
Bevölkerung erfreut, vielmehr ſtets im Auge behalten und
ſich des Rats bewährter Fachleute verſichert. Es iſt gewiß
zuzugeben, daß es an ſich befremdlich erſcheinen muß,
wenn eine Entſchließung noch immer nicht getroffen wor=
den
iſt. Jedermann weiß aber, welche beſonderen Um=
ſtände
die Erledigung ſeither verzögern mußten, und auch
in dem Flugblatt iſt davon die Rede. Wie man da von
einer Geheimnistuerei ſprechen kann, iſt nicht recht er=
klärlich
. Die Frage der Bergſtraßenbahn
kann eben für ſich allein nicht gelöſt wer=
den
. Die Verantwortung, die bei der Entſcheidung über
ſo ſchwerwiegende Intereſſen auf den ſtädtiſchen Körper=
ſchaften
laſtet, ſollte nicht unterſchätzt werden. Durch
Angriffe, wie den vorliegenden, wird der Sache nicht
genützt. Die Bevölkerung darf zu ihrer Vertretung im
Stadthauſe das Vertrauen haben, daß ſie eine Löſung
finden wird, die den wirklichen Intereſſen unſerer Stadt
gerecht werden wird. Wie die Verhältniſſe liegen, iſt
aller Vorausſicht nach in den nächſten
Monaten eine Entſcheidung zu erwarten.

Luftſchiffahrt.
* Berlin, 6. Sept. Das Kriegsminiſte=
rium
ſtiftete für die vom 5. bis 16. Oktober in Berlin
ſtattfindende nationale Flugwoche einen Preis
von 25000 Mark unter der Bedingung, daß ſich jemand
findet, der einen zweiten Preis von 10000 bis 15000
Mark ſpendet; dieſer Preis ſoll ungeteilt zuerkannt
werden. Außerdem ſtellte das Kriegsminiſterium
weitere 9000 Mark für die Flugwoche zur Verfügung.
* Friedrichshafen, 6. Sept. Von Straßburg
aus verbreitete geſtern das Hirſchſche Telegrgphen=
Bureau die Nachricht, daß die Paſſagierfahrten
des L. 2 Vl dorthin von Berlin aus verboten ſeien.
Auf Anfrage telegraphierte Direktor Colsmann: Von
Fahrverbot hier nichts bekannt. Garniſonverwaltung
Straßburg hat nur abgelehnt, einen Landungsplatz zur
Verfügung zu ſtellen.
* Straßburg, 6. Sept. Wie wir ſoeben aus Oos
erfahren, iſt L. Z. VI. um 4 Uhr 15. Min. aufgeſtiegen
und in ſüdweſtlicher Richtung nach dem Rheintal gefahren.
Für morgen iſt eine Zielfahrt nach Pforzheim geplant.
* Paris, 6. Sept. Bei den geſtrigen Schau=
flügen
zu Havre erhielt der deutſche Aviatiker
Wiencziers den Paſſagierpreis. Er war nahezu
61 Kilometer in einer Stunde und einer Minute mit
einem Paſſagier an Bord geflogen.
sr. Die Aeroplanreiſe von Paris nach
Bordeaux iſt von dem Aviatiker Bielovuscie glück=
lich
beendet worden. Er legte die letzte Gtappe nach
Bordeaux ohne Schwierigkeiten zurück. Im ganzen
gebrauchte er für die 540 Kilometer lange Strecke 6
Stunden 15 Minuten. Seine Höchſtgeſchwindigkeit be=
trug
108 Kilometer pro Stunde, ſein längſter Flug
ohne Unterbrechung 170 Kilometer,

Sport.
* Wettmarſch. Der vom Darmſtädter Sport=
klub
1905 veranſtaltete Nationale 15 Kilometer= Wett=
marſch
ergab folgende Reſultate: 1. Wilhelm Krüger=
Darmſtädter Sportklub 1905 1 Stunde 21 Minuten=
25 Sek., 2. Joſeph Schmitt=Ludwigshafen 1 Stunde
24 Min. 6 Sek., 3. Ph. Lotz=Frankfurt a. M., 4. Robert
Urban=Wiesbadtn, 5. P. Weſemann=,Darmſtädter
Sportklub 1905 Der am Nachmittag ausgetragene
Wanderpreis im 15 Kilometer=Stafettengehen (drei
Mann à fünf Kilometer) gewann der Darmſtädter
Sportklub 1905 vor dem Fußballklub Viktoria.
* Fußball. Am Sonntag ſpielte die 1. Mann=
ſchaft
des F.=K. Alemannia‟=Darmſtadt gegen die gleiche
Mannſchaft des F.=K. Haſſia‟=Bickenbach. Das Spiel
endete mit 111 Toren.
* Die II. großen Nationalen Olympi=
ſchen
Spiele verbunden mit dem Austrag der
1. Deutſchen Meiſterſchaften, finden am 25. September
in Bad Homburg v. d. H. ſtatt. Die Städtiſche Kur=
und Badeverwaltung hat den großen Sportplatz in
den Kuranlagen zur Verfügung geſtellt, und wird die
Veranſtaltung eines der größten ſportlichen Ereig=
niſſe
Deutſchlands werden.
sr. Rennen zu Hoppegarten. Ermunter=
ungs
=Rennen der Hengſte, 3800 Mark, Diſtanz 1000
Meter. 1. Freiherrn S. A. von Oppenheims Ame=
thyſt
(Bullock), 2. Ordner (Childs), 3. Gigerl ( Shur=
gold
). Unpl.: Jupiter, Triſtan, Helmrad, Watermann,
Longfellow, Königsleutnant, Terlan, Horridoh, Vor=
wand
, Bluff, Galvani, Eiſenkönig, Falkenauge, Treff
. Chicago, Budiſſin. Sicher 2 Lg.-Hals. Stu=
ten
=Biennial 1909/10, 13000 Mark, Diſtanz 2000 Me=
ter
. 1. Herrn A. von Schmieders Regina Caſtra ( Mil=
ler
), 2. Lockung (Bullock), 3. Roſeninſel (Schläfke).
Unpl.: Indiana. Ueberlegen 146 Lg. Lockvogel=
Rennen, 3800 Mark, Diſtanz 1600 Meter. 1. Herrn
Balduins Major Fife (Weatherdon), 2. Solo (Wurſt),
3. Oranier (Shurgold). Unpl.: Peking (4.), Haſtig,
Dratow. Sehr ſicher 2½ Lg. 7. Klaſſen=Erſatz=
Preis, 13000 Mark, Diſtanz 2800 Meter. 1. Königl.
Hauptgeſtüt Graditz’ Orient (Bullock), 2. Fervor
(Childs), 3. Hock (Blades). Drei liefen. Verhalten
410 Lg. Stuten=Biennial 1910/11, 13000 Mark,
Diſtanz 1000 Meter. 1. Königl. Hauptgeſtüt Graditz
Angoſtura (Bullock), 2. Sandal (Shurgold), 3. Favo=
ritin
(Raſtenberger). Unpl.: Roma (4.), Roſe Fri=
quette
, Donora. Ueberlegen 2½½ Lg. Verſuchs=
Handicap, 3800 Mark, Diſtanz 1200 Meter. 1. Frei=
herrn
Hans von Reiſchachs Haſcham (K. C. Aylin), 2.
Spießer (Schläſke), 3. Solomons Wisdon (M. Aylin).
Unpl.: Dekoration (4.), Fälſcher, Lilian, Sprottau,
Jadwiga, Eiſenach. Kampf, 1½½ Lg. Beruhig=
ungs
=Rennen, 3800 Mark, Diſtanz 1400 Meter. 1. Mr.
R. Waughs Manteuffel (Jentzſch), 2. Belſazar ( Stef=
fen
), 3. Herold (Richter). Unpl.: Mulay Hafid (4.)
Schneekönigin, Forſeti, Laſt Hope, Chamerops, Ikbal,
Sonnenlicht, Partitus, Palme. Sehr leicht 23 Lg.

Die Cholera.
* Lemberg, 6. Sept. Die bakteriologiſche
Unterſuchung der in Kamionka=Strumilowa vor=
gekommenen
Todesfälle ſchließt den Cholera=
verdacht
aus. In der Einbruchsſtation Stajanow
iſt eine Sanitätsreviſion für ruſſiſche Paſſanten an=
geordnet
worden.

Vermiſchtes.
Der Volksbund zur Bekämpfung des
Schmutzes in Wort und Bild, eine Gründung
des verſtorbenen Dichters Otto von Leixner, hat zurzeit
einen Beſtand von 1397 Mitgliedern. Seine 1908 an
den Reichstag eingereichte Petition, die Regierungen
möchten gegen die öffentliche Auslegung von Bildern
und Schriften einſchreiten, welche, weit entfernt, der
Kunſt und Wiſſenſchaft zu dienen, lediglich darauf be=
rechnet
ſind, in ſchamloſer Weiſe die Sinnlichkeit zu
reizen, hat ſeitens der Petitions=Kommiſſion eine ein=
ſtimmige
Anerkennung gefunden und iſt von dieſer dem
Herrn Reichskanzler zur Berückſichtigung überwieſen
worden. Die Flugblätter des Volksbundes wurden
vielfach benutzt, vor allem das Flugblatt Schmutz und
Gift‟ Dieſes ſowohl wie ein anderes, Eltern, küm=
mert
euch um das, was eure Knaben zu ihrer Unter=
haltung
leſen ſind von der Geſchäftsſtelle des Volks=
bundes
, Berlin NW Beuſſelbrücke, zu beziehen. Sehr
erwünſcht wäre, wenn der Volksbund recht viel neue
Mitglieder erhielte, damit er ſeine allſeitig als dringend
notwendig erkannten Aufgaben durchführen kann. Der
Mitgliedsbeitrag beträgt nur 1 Mark.
* 150000 kaufmänniſche Stellen be=
ſetzt
. Der Verein für Handlungs=Kommis von 1858
(Kaufmänniſcher Verein), der gegenwärtig über 100000
Mitglieder zählt und den weitaus größten Stellen=
nachweis
für kaufmänniſche Angeſtellte beſitzt, hat am
9 Auguſt die 150000ſte Stelle beſetzt. Vor noch nicht
ganz drei Jahren, am 20. Auguſt 1907, erfolgte, die
125000ſte Vermittelung, 100000 Stellen waren am 21.
November 1903 beſetzt und 50000 am 14. November 1894.
Bis zur Beſetzung der erſten 1000 Stellen vergingen
faſt 10 Jahre; jetzt vermittelt der Verein 1000 Stellen
durchſchnittlich ſchon in 39 Tagen. An jedem Arbeits=
tage
werden über 30 Vermittelungen erzielt.
* Die erſte öffentliche Waldſchule in
Preußen iſt dieſen Sommer von der Stadt Charlotten=
burg
gegründet worden. Die neue Einrichtung iſt für
Schüler und Schülerinnen höherer Lehranſtalten beſtimmt,
die in drei Klaſſen, Sexta, Quinta und Quarta, gemein=
ſam
unterrichtet werden. Die Zöglinge wohnen bei den
Eltern, verbringen jedoch 12 Stunden, von morgens
7 Uhr bis abends 7 Uhr, im Freien und werden mit Früh=
ſtück
, Mittageſſen und Milch reichlich verſorgt. Der Preis
für das Semeſter beträgt einſchließlich Schulgeld 250 Mk.

Literariſches.
Der Land=Kalender für das Groß=
herzogtum Heſſen, Ausgabe 1911, iſt ſoeben
im Großh. Staatsverlag zu Darmſtadt erſchienen und
durch die in allen Städten und Gemeinden des Groß=
herzogtums
befindlichen Verkaufsſtellen zum Preiſe von
25 Pfg. zu beziehen. Dieſer Land=Kalender iſt einer
der älteſten, wenn nicht überhaupt der älteſte aller in
Deutſchland erſcheinenden Kalender, denn er ſteht jetzt im
201. Jahrgang. Die Ausgabe 1911 iſt noch ſtattlicher
und reichhaltiger als die vorigjährige Jubiläumsaus=
gabe
, enthält ſie doch 80 Seiten in Quartformat und ſo
zahlreiche große und kleine Illuſtrationen wie noch nie
zuvor. Außer dem amtlichen Kalendarium für 1911 und
dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahe 1911 ſtatt=
findenden
Meſſen und Märkten bringt der Land=
Kalender noch zahlreiche jedermann nützliche Mit=
teilungen
, Ratſchläge und Tabellen, ſowie erſtklaſſige
Originalaufſätze belehrenden und unterhaltenden Inhalts,
darunter an erſter Stelle eine illuſtrierte Schilderung
über Die Kämpfe der Großh. Heſſiſchen Diviſion im
Kriege 1870/71 Als Kunſtbeilagen erſcheinen diesmal
die Porträts des Prinzen und der Prinzeſſin Heinrich,
und ferner eine 18 X32 em große Reproduktion des
Hüntenſchen Gemäldes: Die Heſſen in der Schlacht bei
St. Privat-Gravelotte Auch eine Eiſenbahnkarte iſt
dem Land=Kalender 1911 beigegeben, der alles in allem
ſoviel des Schönen und Nützlichen bringt, daß keine
heſſiſche Familie ſeine baldige Anſchaffung verſäumen
ſollte. Die Ausgabe 1911 iſt unſtreitig die hervor=
ragendſte
, die der Land=Kalender in ſeinen 201=Jahren
erlebt hat.
C Die Reiſen Kunzens von der Roſen,
des Optimiſten. Unter dieſem Titel plaudert W. L.
Vershofen, ein Künſtler und Literat, ein Menſchen= und
Lebenskenner und Genießer, von Reiſen und von Leuten
und Ländern und vom Leben und Lieben. Das reizende
Büchlein wird in ſeinem Geſamtinhalt am beſten charak=
teriſiert
durch Kunzens eigene Aufſchlüſſe über ſeines
Ahnen Perſönlichkeit, des Hofnarren Kaiſer Maximilians:
Das war einer, der über des Lebens Flitter und Schein
lachte, weil er die Wahrheiten kannte, die ſie nur ſpärlich
verhüllten, und dem dieſe Wahrheiten noch luſtig
und lebenswerbend genug erſchienen, um alle, die
ſie ſcheuten wie das Feuer, für Narren zu halten.
Auf dieſen Ton in gutem Sinne iſt das Buch geſtimmt,
das in vielen Stellen durch die Tiefe des Gemütes und in
der Schlichtheit, Schönheit der Sprache und Dichtung den
feinempfindenden Dichter verrät. (Verlag Bernhard
Vopelius, Jena.)
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die Anwohner der Dreibrunnenſtraße und der
oberen Beckſtraße haben in letzter Zeit öfters das zwei=
felhafte
Vergnügen, durch die nächtlichen ſkandalöſen
Aufführungen einiger junger Leute aus dem Schlafe
geſchreckt zu werden. In der Regel finden dieſe Ra=
dauſzenen
in den Nächten von Samstag auf Sonntag
ſtatt. Hoffentlich genügt dieſer Hinweis, die Polizei
auf dieſes nächtliche Treiben aufmerkſam zu machen.
Einer, für deſſen Berufstätigkeit ungeſtörter Schlaf
dringend notwendig iſt.

Der Beſuch der Zarenfamilie in Friedberg.
* Friedberg, 5. Sept. Der Kaiſer von Ruß=
land
, das Großherzogspaar, ſämtliche Prinzen
und Prinzeſſinnen machten heute nachmittag einen Aus=
flug
in Automobilen nach der alten Burgruine Münzen=
berg
, die drei Meilen von Friedberg mitten in der
Wetterau liegt und nach ihren beiden in die Wetterau
ragenden Türmen das Wetterauer Tintenfaß genannt

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Ninner 309.

wird. Die Herrſchaften kehrten, nachdem ſie eine kleine
Erfriſchung zu ſich genommen hatten, nach Friedberg zu=
rück
. Die Kaiſerin verbrachte die Zeit in Friedberg im
Schloßpark meiſt leſend. Gegend Abend machte der Her=
zog
Paul von Mecklenburg, der in Bad Nauheim
zu Beſuch iſt, dem Kaiſerpaar ſeine Aufwartung.

Das deutſche Kaiſerpaar in Stolp.
* Stolp i. P., 5. Sept. Auf dem Stephansplatz
hatten in einem weiten Viereck um das Denkmal die
Kriegsveteranen Aufſtellung genommen, bei dem
Kaiſerzelt eine Gruppe von weißgekleideten kleinen
Mädchen, ferner die Vertreter der Behörden und der
Bildhauer Profeſſor Bröſe. Das Wetter hatte ſich
aufgeklärt. Unter Glockengeläute und Fanfaren, die
Ordensritter von der Galerie des neuen Tores ſchmet=
terten
, nahten das Kaiſerpaar und das Gefolge in
Automobilen vom Bahnhof, wo ſie um 1 Uhr 30 Minu=
ten
eingetroffen waren. Eine kombinierte Eskadron
der Blücher=Huſaren zu Fuß erwies die militäriſchen
Ehren. Der Kaiſer, der die Uniform ſeines Stettiner
Grenadier=Regiments trug, ſchritt die Front der
Ehreneskadron ab. Die Kaiſerin nahm einen Blu=
menſtrauß
aus den Händen eines der kleinen Mäd=
chen
entgegen. Dann trat das Kaiſerpaar unter das
Kaiſerzelt. Ein Gymnaſialchor, verſtärkt durch einen
Männergeſangverein, ſang: Großer Gott, wir loben
dich. Hierauf hielt Oberbürgermeiſter Zielke die Feſt=
rede
. Redner gab einen kurzen Rückblick auf die 600 Geſchichte der Stadt und brachte ein Hoch auf
den Kaiſer aus. Der Kaiſer dankte dem Oberbürger=
meiſter
durch Händedruck und beſichtigte mit der Kai=
ſerin
das Denkmal; er zog dann zahlreiche Anweſende
ins Geſpräch, während die Kaiſerin eine Anzahl von
Damen ſich vorſtellen ließ. Dann ſchritt der Kaiſer die
Front der Kriegsinvaliden ab, ſprach viele alte Leute
freundlich an und nahm den Vorbeimarſch der Ehren=
eskadron
ab. Darauf ließ er den hiſtoriſchen
Feſtzug vorbeiziehen. Der Feſtzug war glanzvoll,
reichhaltig und geſchickt eingerichtet. Zahlreiche Feſt=
wagen
mit hübſch geſtellten Gruppen wurden unterbro=
chen
durch Reihen von Fußgängern und Reitern. Im
zweiten Teile des Zuges marſchierten die Innungen
mit ihren Emblemen; Schützen, Marinevereine, Ar=
beiter
= und Handwerkervereine, Fabrikangeſtellte, die
Vertretung der Gemeinde Stolpmünde mit einem Ret=
tungsboot
auf dem Feſtwagen.
Das Kaiſerpaar begab ſich ſodann ins Rathaus,
wo im Magiſtratsſaal Oberbürgermeiſter Zielke den
Ehrentrunk mit einer Anſprache überreichte. Der
Kaiſer ergriff den Pokal und hielt folgende Rede:
Ich bitte Sie, im Namen Ihrer Majeſtät der Kai=
ſerin
und in meinem Namen den herzlichſten und tief=
gefühlteſten
Dank für den begeiſterten Empfang an die
Bürgerſchaft der Stadt Stolp zu übermitteln. Wir
ſind mit Freuden der Einladung der Stadt gefolgt, um
auch dieſen Landesteil zu beſuchen, deſſen Treue er=
probt
iſt während ſeiner Zugehörigkeit zu unſerem
Hauſe, beſonders auch durch die Waffendienſte ſeiner
Kinder. Ich bin um ſo lieber gekommen, als die Stadt
Stolp ſich den Tag unſeres Beſuches dazu ausgeſucht
hat, um das meinem ſeligen Großvater geſetzte Denk=
mal
zu enthüllen. Die Stadt hat damit einen Beweis
patriotiſchen Fühlens gegeben, welcher der Bürger=
ſchaft
in jeder Beziehung Ehre macht. Die lange Ge=
ſchichte
, die die Stadt Stolp hinter ſich hat, teilweiſe
voller ſchwerer Prüfungen, beweiſt, daß die Bürger=
ſchaft
niemals in ihrer Treue zu unſerem Hauſe ge=
wankt
hat, von dem Zeitpunkt an, wo ſie unter die
Herrſchaft der Hohenzollern gekommen iſt. Daß die
Stadt im Laufe der letzten Jahrzehnte ſich ſo ſchön hat
entwickeln können, iſt von Ihnen zutreffend dem lang=
andauernden
Frieden zugeſchrieben worden. Ich hoffe
von ganzem Herzen, daß die Stadt auch fernerhin in
Ruhe und Frieden ſich ihrer Entwicklung widmen
kann. Soweit mir ein kurzer Ueberblick hat zeigen
können, habe ich mich überzeugt, daß auch bei Ihnen
die Traditionen der Vorfahren hochgehalten werden.
Ich freue mich, Ihnen zum Bau des Rathauſes Glück
wünſchen zu können, in welchem ich nunmehr auf das
Wohl, die Zukunft und die weitere Entwicklung der
Stadt dieſen Pokal leere.
Hierauf beſichtigte der Kaiſer die Räume des Rat=
hauſes
und trug ſich mit der Kaiſerin in das Gol=
dene
Buch der Stadt ein, das dieſer heute vom Regi=
ment
der Blücherhuſaren geſchenkt worden iſt. Die
Kaiſerin beſuchte darauf die Marienkirche und die
SSchloßkirche, und fuhr dann nach Deutſch=Carſtnitz,
wo ſie an der Grundſteinlegung des Kreis=
krankenhauſes
für Tuberkulöſe teilnahm.
Hierbei hielt Landrat Dr. v. Brüning eine Anſprache.
Die Kaiſerin nahm hierauf den Tee bei Herrn von
Puttkamer ein. Darauf kehrte ſie nach Stolp zurück
und reiſte vom Bahnhof Stolp um 4 Uhr 30 Minuten
im Sonderzuge nach Potsdam zurück. Der Kaiſer
mit den Herren des Gefolges begab ſich vom Rathaus
nach dem Fideikommißgut Schmolſin. Der Kaiſer be=
ſichtigte
eingehend das Gut Schmolſin, das durch ſeine
Meliorationsanlagen auf früherem Moorland bekannt
und hervorragend iſt, unter Führung des Forſtmeiſters
Krahmer. Aufſchüttung, Drainage, elektriſcher Betrieb
haben großzügigen Ackerbau, ſowie Vieh= und Pferde=
zucht
hier ermöglicht. Der Kaiſer ſah auch die moder=
nen
Arbeiterwohnhäuſer, nahm eine Erfriſchung bei
dem Forſtmeiſter Krahmer und kehrte dann nach Stolp
zurück, von wo er abends ½8 Uhr im Sonderzug nach
Pröckelwitz zum Jagdbeſuche beim Fürſten Dohna
abreiſte. Die Ankunft in Pröckelwitz erfolgte abends
11 Uhr 38 Minuten.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Bremerhaven, 6. Sept. Prinz Heinrich von
Preußen trat heute mittag an Bord des Lloyd=
dampfers
Kronprinzeſſin Cecilie die Reiſe nach Eng=

land an, um dort die Strecke für die im Julisnächſten
Jahres in Ausſicht genommene Prinz Heinrich=Fahrt
im Automobil abzufahren. Außer ſeinem perſönlichen
Adjutanten, Korvettenkapitän Graf Uſedom, begleiten
Fürſt Münſter von Derneburg, Generalſekretär des
Kaiſerl. Automobilklubs Kontreadmiral a. D. Ram=
pold
, ferner der Sekretär des großbritanniſchen Auto=
mobilklubs
Julian Orde den Prinzen.
* Troppau, 6. Sept. Seit heute nacht fällt hier
ununterbrochen ein wolkenbruchartiger Regen.
Die Oppa, die Oſtrawitza, die Weichſel und die Olſa
ſteigen rapide.
* Prag, 6. Sept. Der Bahnbeamte Zeis, welcher
am 25. Dezember 1909 den bei Uchersko erfolgten
Eiſenbahnzuſammenſtoß, bei dem 13 Per=
ſonen
umkamen, durch Fahrläſſigkeit verſchuldet hatte,
wurde heute vom Kreisgericht in Chrudim zu ſechs
Monaten ſchweren Kerkers verurteilt.
* Barcelona, 6. Sept. In einer heute abgehaltenen
Verſammlung der Arbeiter wurde mit Rückſicht auf
den Mißerfolg des Generalſtreiks in Bilbao und Sara=
goſſa
beſchloſſen, die Arbeit wieder aufzu=
nehmen
, aber von neuem den Generalſtreik zu ver=
künden
, wenn die Forderungen der Metallarbeiter
nicht befriedigt werden.
* Konſtantinopel, 6. Sept. Bei der Mitteilung der
Antwort der Kretaſchutzmächte hatten die
Botſchafter lange Beſprechungen mit dem Miniſter des
Aeußern. Wie in den Kreiſen der Pforte verlautet,
wird die Pforte die ſich in der griechiſchen National=
verſammlung
bietende Gelegenheit ergreifen, eine end=
gültige
Löſung der Kretafrage zu verlangen. Nach
einer Depeſche des Muteſſarifs aus Prizrend wurden
die drei Albanerchefs in Ruſtem=Kabaſch, Bainakdar,
(Zeinil und Bairammahmud, hingerichtet.

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H.B. Berlin, 6. Sept. Der Prozeß des Rechts=
anwalts
Braun als Vormund der Frau von Schö=
nebeck
=Weber gegen ihren Gatten, den Schrift=
ſteller
Weber auf Erlaß einer einſtweiligen Verfügung
betreffend Entziehung der Verwaltung und Nutznieß=
ung
des Vermögens ſeiner Gattin gelangte heute vor
der vierten Ferien=Zivilkammer des Landgerichts
Berlin zur Verhandlung. Das Gericht erkannte auf
Abweiſung des Antrages und ſtellte dem Kläger an=
heim
, ſeine Klage auf dem Wege des Zivilprozeſſes
durchzuführen.
* München, 6. Sept. Den Münchener Neueſten
Nachrichten wird mitgeteilt, daß die Altöttinger
Rede des Prinzen Ludwia nicht ſo gelautet
habe, wie ſie von der bayeriſchen Zentrumspreſſe wie=
dergegeben
worden ſei. Nach der Münchener Ztg.
beſteht Anlaſ zu der Annahme, daß es den Prinzen
Ludwig ſehr peinlich berührt hat, daß ſeine Rede in
die Oeffentlichkeit gekommen iſt. Die Augsburger
Abendzeitung erfährt von maßgebender Stelle, daß
Prinz Ludwig aus dem Stegreif für eine Rede des
Bürgermeiſters dankte, und daß keinerlei ſchriftliche
Aufzeichnungen über die Worte des Prinzen vorlägen.
Man könne und müſſe annehmen, daß der Prinz ſeiner
innerſten religiöſen Ueberzeugung in der vom Neuen
Münchener Tagblatt wiedergegebenen Weiſe Ausdruck
gegeben hat, ohne daß dabei auch nur irgend welche
Worte gefallen ſind, die nach irgend einer Seite ver=
letzend
wirken könnten.
München, 6. Sept. Im Parkkaſino erſchoß
ſich heute früh ein angeblich ruſſiſcher Gutsbeſitzer.
Kaſſel, 6. Sept. Auf der Station Alpengrund=
lach
der Mainweſerbahn wurde die Stationskaſſe in dem
Augenblick ausgeraubt, als der Stationsbeamte
einen Nachmittagsperſonenzug abfertigte.
Hamburg, 6. Sept. Der Kieler Dampfer Narval
von Stettin nach Rotterdam mit Getreide unterwegs, iſt
heute früh bei Helgoland von dem einkommenden Ham=
burger
Dampfer Zelia in den Grund gerannt
worden. Die Mannſchaft wurde gerettet und in Cuxhaven
gelandet.
Paris, 6. Sept. Die beiden Diebe, welche die
franzöſiſche Militärkaſſe in Blihda (Süd=Algerien) aus=
raubten
, wurden in Marſeille verhaftet; es ſind der
Korporal Guyot und der Gemeine Emery; beide ſind
geſtändig.
Paris, 6. Sept. Hier tötete der Beſitzer eines
kleinen Hotels, Sombrun, durch einen Revolverſchuß
ſeinen Bruder, einen Trunkenbold, der ſeiner Mutter
Leben bedrohte. Der Mörder ließ ſich ruhig verhaften.

(17224im

Geſchäftliches.
Die Firma Gebr. D’ Avis, Weingroßhandlung,
Coblenz, bringt aus Anlaß ihrer Liquidation am 20.,
21. und 22. September ca. 100000 Flaſchen Moſel=,
Saar=, Ruwer=, Rhein=, Pfalz= und Rotweine in Mainz
im Konzertſaale der Liedertafel zur Verſteigerung. Mit
Rückſicht auf die überaus ſchlechten Ausſichten der Wein=
ernte
in dieſem Jahre wird man in Fachkreiſen dieſer Ver=
ſteigerung
mit großem Intereſſe entgegenſehen. (17357

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die nach
Südoſteuropa abziehende Zyklone hat auch geſtern und
in der Nacht noch Regenfälle gebracht; doch haben bei
von Weſten vordringendem hohen Druck die Niederſchläge
weſentlich an Stärke abgenommen. Die Temperaturen
ſind anhaltend herbſtlich 23 unter dem Mittel. Die
Islandzyklone hat ſich wieder aufgelöſt, ſodaß jetzt hoher
Druck Einfluß gewinnt.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 7. Sept.:
Wolkig und neblig, trocken, kühl. Ruhiges trockenes
Herbſtwetter in Ausſicht.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. B): Figaros
Hochzeit
Hauptverſammlung des Verbandes evang.=kirchl.
Frauenvereine um 3 Uhr im Gemeindehaus (Kiesſtr.).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
Feuerlöſchprobe um 4 Uhr auf dem Exerzierplatz.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
v. 10 Uhr ab). Sonntags v. 1 Uhr ab Eintritt 50 Pfg.
Gemälde=Ausſtellung im Haus Chriſtianſen auf
der Mathildenhöhe (geöffnet von 106 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 8. September.
Hofreite=Verſteigerung des Konr. Stein ( Friedrich=
ſtraße
20) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Grummetgras=Verſteigerung um 3½ Uhr ( Zu=
ſammenkunft
auf der Oppermannswieſenſchneiſe zu=
nächſt
dem Oberwaldhaus).
Obſt=Verſteigerungen: um ½ 9 Uhr auf der Straße
Griesheim-Wolfskehlen (Zuſammenkunft am Aus=
gang
von Griesheim), um 2 Uhr auf der Straße
Griesheim-Pfungſtadt (beginnend bei Griesheim).
Hochzeitsturm. Turmzimmer und Ausſtellungs=
räume
, täglich geöffnet von 912 und 36 Uhr.
Beſichtigung des Großh. Reſidenzſchlof=
ſes
: An jedem Wochentage von 34 Uhr; Sonntags
von 111 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Veinsverdrerg

Pilsnerg u0
Münchner
Hell Exvort
eP e.

614

[ ][  ][ ]

Nummer 209.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910,

Seite 76

Kleider
Kostüme
Mäntel
Jacken
Paletots
Capes
Blusen
Röcke
Mützen
Hüte
Sweaters

Anzüge
Paletots
Pyjacks
Ulster
Capes
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Kurſe vom 6. September 1910.

Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,10
3½ Deutſche Reichsanl. . 22,50
63,40
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
92,60
3½ do. Conſols .
83,40
8 do. do.
* Bad. Staatsanleihe . . 101,40
do.
93,60
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,50
do.
91,70
3½
do.
82,70
4 Hamburger Staatsanl. 101, 10
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,60
90,80
do.
80,10
do.
3 Sächſiſche Rente . . . 83,10
4 Württemberger v. 1907 101,60
92,40
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,10
1¾ Griechen v. 1887 . . 47,00
3¾ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,60
do. Goldrente . . 99,25

do. einheitl. Rente Portug. unif. Serie I 66,25 do, unif. Ser. III 68,20 do. Spezial. 11,70 5 Rumänier v. 1903 . . 101,70 do. v. 1890 . . 95,20 do. v. 1905 . . 90,50 Ruſſen v. 1880 . . . 91,60

InProz.
3f.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,50
100,30
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 87,40
4 do. unifiz. v. 1903 94,10
4 Ungar. Goldrente . . 94,20
4 do. Staatsrente . 92,10
5 Argentinier . . . . . . 101,80
91,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,80
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,00
99,60
½
do.
97,90
4½ Japaner . . . .
5 Innere Mexikaner . . 100,00
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,50
5 Gold=Mexikaner . .

Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
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. . 145,00
4 Nordd. Lloyd . . . 111,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,40
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . .
4 Gotthardbahn . . . .

InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,25
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23½
4 Pennſylvania R. R. 128,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 207,00
Werger=Brauerei
76,70
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 483,00
Fabrik Griesheim
.258,50
Farbwerk Höchſt
.515,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
.330,00
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121,00
Schuckert
166,00
Siemens & Halske . . . 255,10
Adlerfahrradwerke Kleyer 443,75
Bochumer Bb. u. Guß . . 236,70
Gelſenkirchen
. .216,00
Harpener .
. . . 199,10
Phönix, Bergb. u. Hütten=
betrieb
.
.. . 238,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,80
4 Pfälzer Prt. . . . . . 101,00
92,00
do.
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,20
4 do. ſteuerfrei . 98,10
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,20
4.
do.
97,50
do. alte .
3
5 Oeſterr. Südbahn . .
do.
4
82,50
do.
3
58,70
2. Raab=Oedenburger . . 74,40
4 Ruſſ. Südweſt.
89,90
4 Kronpr. Rudolfbahn

In Pro:
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4 Miſſouri=Paciſic .
Bagdadbahn Mk. 408 86,60
Anatoliſche Eiſenb.. .
... 102,00
5 Tehuantepec

Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ
Darmſtädter Bank
Deutſche Bank
Deutſche Vereinsbank
Diskonto=Geſellſchaft
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk.
Nationalbk. f. Deutſchl.
Pfälzer Bank .
Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank
Wiener Bank=Verein

169,90
130,40
256,25
127,20
189,40
159,00
119,20
125,00
105,10
143,00
139,00
39,10

Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
3½ do. S. 19. . . . . 92,00
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,50
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
90,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
92,60
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
3½
91,00
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,10
3½ do. (unk. 1914) 91,00.
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
do.
3½
92,50

In 3
Zf.
Städte=
Obligationen
100,30
4 Darmſtadt .
3½ do.
100,90
4 Frankfurt . .
3½ do.
96,10
4 Gießen
100,30
3½ do.
-
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
100,75
-
3½ do.
-
4 Magdeburg.
-
3½ do.
4 Mainz
-
3½ do.
4 Mannheim
100,00
3½ do.
4 München .
100,10
3½ Nauheim
90,00
4 Nürnberg .
100,20
½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden
. . . 102,10
3½ do.
4 Worms . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 81,20
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 165,10
3½ Cöln=Mindner 100 135,20
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl. Komm, - 100 106,00

In Pro)
3 Madrider Fs. 100 78,00
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
.
.. . 136,25
Oeſterr. 1860er Loſe 174,20
3 Oldenburger
2½ Raab=Grazer fl. 150 113,40
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
ſt. 7 33,60
Braunſchweiger Tlr. 20 205,00
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45 132,00
do.
Fs. 10
Meininger
fl. 7 33,60
Oeſterreicher v. 1864 100 550,00
do. v. 1858 100 442,00
Ungar. Staats 100 335,00
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
400 180,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,40
20 Franks=Stücke
16,17
Oeſterr. 20=Kronen.
16,19
Amerikaniſche Noten
4,19½
Engliſche Noten
20,43½
Franzöſiſche Noten .
80,90
Holländiſche Noten
169,40
Italieniſche Noten .
80,75
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Ruſſiſche Noten . .
Schweizer Noten . . . . . 81,00
4
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

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Der Pfarrer von Gamsegg.

Roman von Erich Ebenſtein.
(Nachdruck verboten.)

Sechzehntes Kapitel.
Als die Verhandlung eine Stunde ſpäter wieder auf=
genommen
und auch der letzte Zeuge verhört war, meldete
ſich Doktor Matthiſſon noch einmal zum Worte:
Herr Präſident, ich habe den Antrag zu ſtellen, neben
den bisher vernommenen Zeugen noch zwei weitere Zeu=
gen
zu vernehmen, von deren Eintreffen ich ſoeben in
Kenntnis geſetzt worden bin, und deren Ausſage unter
Umſtänden das Reſultat der bisherigen Verhandlung
vollkommen illuſoriſch machen wird!
Erſtaunt blickte der Präſident auf. Ein lebhaftes
Murmeln ging durch die Reihen der Zuhörer, als auch
der zweite Verteidiger ſich dem Antrag ſeines Kollegen
kanſchloß.
Obgleich weder der die Verhandlung leitende Präſi=
dent
noch die Beiſitzer ſich von der Vernehmung der zwei
neuen Zeugen ein poſitives Reſultat verſprachen, wurde
doch dem Antrag der Verteidigung ſtattgegeben, und auf
den Wink des Präſidenten erſchienen der Detektiv Silas
Hempel und an ſeiner Seite eine tiefverſchleierte Dame in
Trauerkleidung.
Aller Augen richteten ſich auf das Paar, und die Un=
ruhe
im Zuhörerraum wurde immer ſtärker, als Doktor
Matthiſſon jetzt erklärte:
Die Ausſagen der beiden Zeugen werden die völlige
Unſchuld der Gebrüder Dolland ergeben und beweiſen, daß

wir den wirklichen Schuldigen nicht auf der Anklagebank,
ſondern auf der Zeugenbank zu ſuchen haben, und zwar in
keinem anderen, als dem Herrn von Saſſen, deſſen Frau
Margarete von Saſſen, geborene Garland, hier vor Ihnen
ſteht.
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel ſchlugen dieſe
furchtbaren Worte Doktor Matthiſſons ein. Herr von
Saſſen war aufgeſprungen, als aber jetzt die Dame an
Hempels Seite den Schleier zurückſchlug und mit ruhigem
Blick Saſſen anſah, ſank der Mann wie gebrochen zuſam=
men
und barg ſein Geſicht in den Händen.
Auch des Publikums im Zuhörerraum hatte ſich eine
ungeheure Aufregung bemächtigt. Es gelang dem Präſi=
denten
kaum, die Ruhe wieder herzuſtellen.
Nachdem Silas Hempel vereidigt war, begann er auf
die Frage des Präſidenten, was er zur Sache auszuſagen
habe, mit ſeinen Ausführungen, die von Minute zu Mi=
nute
die Spannung des Publikums wachſen ließen.
Ich habe, begann er, von Anfang an dem rätſelhaften
Fall, der hier zur Verhandlung ſteht, das lebhafteſte Inter=
eſſe
entgegengebracht, und die Recherchen, die ich unab=
hängig
vom Gang der Vorunterſuchung anſtellte, haben
als Reſultat das Folgende ergeben: Herr von Saſſen, der
heute hier als Zeuge fungiert, iſt ſeinerzeit unter dem
Vorwand, ſich hier ankaufen zu wollen, in dieſe Gegend
gekommen, obwohl er nicht das geringſte Vermögen be=
ſitzt
. Er lernte Frau von Porten kennen und trat mit
ihrem Bruder, dem ermordeten Herrn Moosheimer, in
näheren Verkehr. Er hatte wohl bald in Erfahrung ge=
bracht
, daß Frau von Porten ein großes Vermögen beſitzt,
und ſo trat er auch der Dame näher, um ſich um ihre

Hand zu bewerben. Wie ich weiter feſtgeſtellt habe, war
Herr Moosheimer ein lebhafter Gegner dieſer Verbin=
dung
, da er anſcheinend Grund hatte, Herrn von Saſſen
zu mißtrauen. Er redete nicht nur ſeiner Schweſter von
einer Verlobung mit Herrn von Saſſen ab, ſondern zog
gleichzeitig, ohne indeſſen jemand Mitteilung zu machen,
Erkundigungen über die Perſon und die Vergangenheit
des Herrn von Saſſen ein. Dieſe Erkundigungen ergaben,
daß Herr von Saſſen nicht nur völlig vermögenslos, ſon=
dern
auch bereits verheiratet ſei und ſeine Frau in den
dürftigſten Verhältniſſen verlaſſen habe. Hier, meine
Herren Geſchworenen, iſt dieſe unglückliche Frau, die dieſen
Mann entlarven kann. Um ganz ſicher zu gehen, ſetzte
ſich Herr Moosheimer mit dem Bruder der Frau von
Saſſen, einem Herrn Garland, den Sie hier im Zuhörer=
raum
ſehen Hempel wies auf einen grauhaarigen
Mann, der in der vorderſten Reihe des Publikums ſaß
in Verbindung und zog gleichzeitig amtliche Erkundigun=
gen
über Frau von Saſſen ſelbſt ein. Endlich fuhr er per=
ſönlich
nach Friedberg. Mit den amtlichen Auskünften
ausgerüſtet, kehrte er dann zurück, machte aber aus ge=
ſchäftlichen
Gründen zu ſeinem Unheil noch einen Ab=
ſtecher
nach Graz.
Inzwiſchen hatte Frau von Saſſen ihren Bruder ge=
beten
, in Bruck Erkundigungen darüber einzuziehen, ob
ihr Gatte tatſächlich ſich, wie das Gerücht ging, um die
Hand einer gewiſſen Frau von Porten bewerbe. In ihrer
begreiflichen Erregung beging ſie die Unvorſichtigkeit, an
ihren Mann ein Schreiben voll bitterer Vorwürfe und
Drohungen zu richten, in dem ſie wohl auch den Namen
Moosheimer genannt hat. Auf dieſe Weiſe war Herr

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Nummer 209.

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von Saſſen über die gegen ihn eingeleiteten Schritte orien=
tiert
und gewarnt, und er wußte, daß mit der Rückkehr
Moosheimers ſeine Pläne vereitelt waren. Meine Herren
Geſchworenen, für meine bisherigen Ausſagen kann ich die
Zeugen namhaft machen; was ich jetzt ausführen möchte,
iſt zunächſt nur eine Kombination, deren Richtigkeit von
der gegen Saſſen einzuleitenden Unterſuchung beſtätigt
werden muß und, wie ich nicht zweifle, auch beſtätigt wer=
den
wird.
Meine Kombination geht dahin: Saſſen, der als ein
Mann bekannt iſt, der vor keiner Konſequenz zurückſcheut
und ſein Spiel auf die letzte Karte ſetzt, wußte Tag und
Stunde, wann Herr Moosheimer zurückkehren wollte.
Vermutlich mit dem feſten Plan, ſeinen Todfeind zu beſei=
tigen
, lauerte er ſeinem bedauernswerten Opfer im Walde
auf, wurde aber bei ſeiner Tat von dem Pfarrer Dolland
überraſcht. Das Schweigen des Pfarrers kann ich mir
nur daraus erklären, daß Saſſen, der ſich ja auch früher
als glänzender Komödiant gezeigt hatte, durch eine an
Ort und Stelle abgelegte Notbeichte das Beichtgeheimnis
des Pfarrers erzwang. Wie durch anderweitige Ausſagen
bereits feſtgeſtellt wurde, hat der Pfarrer noch nachträglich
in der Kirche einem Mann, über deſſen Perſönlichkeit nichts
näheres bekannt iſt, eine Beichte in aller Form abgehört,
und dieſer Beichtende iſt ohne Frage identiſch mit dem
Mörder. Sie alle kennen ja die Pflicht des Beichtgeheim=
niſſes
, die ſelbſt dann Schweigen gebietet, wenn das eigene
Leben auf dem Spiele ſteht!
Silas Hempel war gezwungen, eine Pauſe zu machen,
denn im Zuhörerraum hatte ſich von Minute zu Minute
die Aufregung geſteigert, ſo daß der Vorſitzende nur mit
äußerſter Strenge Ordnung ſchaffen konnte.
Saſſen hatte während der Worte des Detektivs
das Geſicht in den Händen vergraben. Während die Ge=

ſtalt des Pfarrers, wie von einer Zentnerlaſt befreit, ſich
immer ſtraffer aufreckte, ſaß der Förſter noch immer faſt
teilnahmlos da.
Als endlich wieder Ruhe eingetreten war, fuhr Silas
Hempel fort:
Wenn meine bisherigen Vorausſetzungen zutreffen, ſo
wird auch das Benehmen des Pfarrers Dolland nach der
verhängnisvollen Tat erklärlich. Sein verſtörtes Weſen und
fein Benehmen der Moosheimerſchen Familie gegenüber,
das Auffinden der Mordwaffe im Pfarrgarten hat für
mich nichts Befremdliches, denn Saſſen kann ſich ſehr wohl
vor Ablegung der nochmaligen Beichte des Revolvers ent=
ledigt
haben. Nach allem iſt Pfarrer Dolland nicht nur
nicht der Täter, ſondern ein Märtyrer ſeines Berufs, der
das Beichtgeheimnis wahrte, auch auf die Gefahr hin, ſelbſt
des Mordes verdächtig zu werden!
Als Silas Hempel geendet, trat er auf Pfarrer
Dolland zu und drückte ihm die Hand, während Tränen
der Dankbarkeit über des Pfarrers blaſſe Wangen rannen.
Dann folgte die Zeugenvernehmung der Frau von
Saſſen, die in allen weſentlichen Punkten die Feſtſtellungen
Hempels beſtätigte.
Noch aber galt es, den geplanten Selbſtmordverſuch
des Förſters Dolland aufzuklären, der den Verdacht ſeiner
Täterſchaft zu beſtätigen ſchien. So wandte ſich denn der
Präſident an den Förſter mit der Aufforderung, über die
Motive zu ſeiner geplanten Tat doch jetzt wenigſtens Aus=
kunft
zu geben, nachdem die Unſchuld ſeines Bruders ſo
gut wie erwieſen ſchien.
Als der Förſter ſich jetzt zum Wort erhob, ſchien er
ein völlig anderer geworden zu ſein. Frei und offen
ſchweifte ſein Blick über Richter und Geſchworene hin, und
ſeine Stimme, die bei ſeinen früheren Ausſagen rauh und

hart geklungen, hatte jetzt einen warmen und faſt weichen
Ton, als er ſagte:
Herr Präſident, jetzt, wo es einen Grund zu ſchweigen
für mich nicht mehr gibt, kann auch ich frei und offen
reden: Sie müſſen wiſſen, meine Herren Geſchworenen,
daß ich mich zur Zeit des Verbrechens kaum eine Viertel=
ſtunde
vom Ort der Tat befand. Als ich die beiden
Schüſſe fallen hörte, dachte ich zunächſt an Wilddiebe und
ſchlich mich an den Platz heran, wo etwa die Schüſſe ge=
fallen
ſein mußten. Wer aber beſchreibt mein Entſetzen,
als ich, kaum zehn Schritte von mir entfernt, meinen
Bruder über den Erſchoſſenen gebeugt ſah. Schreckgebannt
ſtand ich regungslos hinter einer alten Tanne, die mich
deckte, und konnte keinen Laut über die Lippen bringen.
Dann ſah ich noch, wie mein Bruder händeringend tiefer
in den Wald hineinging. Erſt als er meinen Augen ent=
ſchwunden
war, wagte ich mich dem Toten zu nähern,
und erkannte in ihm Moosheimer wieder. Die beiden
Kugeln hatten nur zu gut ihren Weg gefunden. Planlos
irrte ich im Walde umher, wie gehetzt von dem einen
furchtbaren Gedanken: Dein Bruder iſt der Mörder! Er,
den ich ſo ſehr liebte, der immer der Stolz der Familie
war! In den ſtillen Stunden der ſchrecklichen Nacht, die
dieſem Tage folgte, reifte in mir der Entſchluß, freiwillig
aus dem Leben zu ſcheiden, um nicht als Zeuge gegen
meinen Bruder auftreten zu müſſen, wenn der Verdacht
auf ihn, als den Täter fallen ſollte. Wäre nicht mein
Kind gekommen, das mir die Waffe entriß, ſo wäre ich
heute ein toter Mann und hätte den Verdacht des Mordes
mit in mein Grab nehmen müſſen!
Er ſchwieg, und die Erſchütterung, die ſeine Worte
hervorgerufen, ſpiegelte ſich in den Mienen der Richter
und Geſchworenen wider.
(Foxtſetzung folat.!

[ ][  ][ ]

Nummer 209.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910a

Seite 11.

Dampfſtraßenbahn Darmſtadt=Griesheim
Unter Bezugnahme auf die Bekannt=
machung
Großherzoglichen Kreisamts vom
31. vor. Mts. weiſen wir darauf hin, daß
Plan und Beſchreibung des Entwurfs einer
Einſteigſtelle für die Dampfſtraßenbahn
Darmſtadt=Griesheim im Stadthaus, Zim=
mer
Nr. 50, von Montag, den 5. bis ein=
ſchließlich
Montag, den 12. September ds.
Js. zu jedermanns Einſicht offen liegen.
Darmſtadt, den 5. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger. (17276md

Grummetgras=Verſteigerung.
Die am 30. und 31. vor. Mts. ſtatt=
gehabte
Verſteigerung des Grummetgraſes
von den ſtädtiſchen Wieſen hinter dem Fried=
hof
iſt genehmigt.
(17310md
Die Mähſcheine ſind bei der Stadtkaſſe
erhältlich und müſſen bis zum 15. ds. Mts.
abgeholt ſein.
Darmſtadt, den 2. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.

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auch die Angebotsſcheine abgegeben werden.
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Mittwoch, den 14. September 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 5. September 1910.
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Deckel und Rand. 1 Double=Armband. 1 dunkelbraunes Damen=Portemonnaie mit
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finden
ſich: 1 Spitzhund, 2 Pinſcher, 1 Wolfshund. 1 Spitzhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
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Zuſammenkunft um 3½ Uhr auf der Oppermannswieſenſchneiſe, unweit des.
Oberwaldhauſes, alsdann auf dem Scheftheimerweg am Waldausgang.
Darmſtadt, den 5. September 1910.
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[ ][  ][ ]

Nummer 209,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910

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[ ][  ][ ]

Seite 14.

Nummer 209,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Vermiſchtes.
nge. Diplomatiſcher Anfwand in alter Zeit.
Die ſogenannte gute alte Zeit, deren Einfach=
heit
und Anſpruchsloſigkeit oft weit über Gebühr ge=
prieſen
werdeg, war in mancher Hinſicht viel üppiger
und verſchwenderiſcher als die Gegenwart. Das gilt
beſonders von der diplomatiſchen Welt, die zuweilen
in früheren Jahrhunderten einen Aufwand trieb, der
uns faſt ſagenhaft klingt. Im Jahre 1741 bewilligte der
König von Frankreich ſeinem Geſandten für den Wahl=
tag
zu Frankfurt, dem Marſchall von Belle=Isle, zu
ſeiner Ausrüſtung 500000 Livres und zu ſeiner Tafel
monatlich 100000. Wie berichtet wird, mußte jedoch
der Marſchall, um die Koſten ſeiner außerordentlichen
Sendung beſtreiten zu können, faſt noch ebenſoviel von
ſeinem eigenen Vermögen zuſchießen. Darüber wird
man ſich nicht wundern, wenn man lieſt, daß ſein Ge=
folge
aus 600 Perſonen beſtand. Bei ſeinem feierlichen
Einzug in Frankfurt entfaltete er eine unerhörte
Pracht. Er ſelbſt ritt in einem reich mit Gold beſtickten
Rock aus blauem Samt auf einem glänzend aufge=
zäumten
Pferde, dann kamen ſechs Staatskutſchen, die
wegen ihrer luxuriöſen Ausſtattung und Beſpannung
allgemeine Bewunderung erregten, und ihnen ſchloſſen
ſich noch ſechsunddreißig Wagen an, die ſich ebenfalls
ſehen laſſen konnten. Fürſt Repnin erhielt im Jahre
1774 zur Ausrüſtung für einen Geſandtſchaftspoſten in
Konſtantinopel 400000 Rubel und ein jährliches Gehalt
von 50000 Rubeln. Die Pforte zahlte ihm täglich
500 Piaſter und ſtellte ihm in der Vorſtadt Pera für ihn
und ſein rieſiges Gefolge 33 Häuſer zur Verfügung
Bei ſeinem Einzuge in Konſtantinopel marſchierte eine
Kompagnie Janitſcharen in der Stärke von 300 Mann
voran, es folgten der Zeremonienmeiſter und der Dol=
metſcher
der Pforte, zwei Kammerherren und 600 Be=
diente
des Sultans, der Haushalt des Geſandten, der
aus 70 Bedienten in Staatslivree, 12 Kammerdienern,
3 Galakutſchen, 14 Handpferden, einer Kompagnie
Küraſſiere und Huſaren und den Kavalieren der Ge=
ſandtſchaft
beſtand. Der Fürſt ſelbſt ritt auf einem
prächtig geſchmückten Pferde, das ihm der Großweſir
zum Geſchenk gemacht hatte; ſein Hut ſtrahlte von den
koſtbarſten Diamanten.
Auch kleinere Länder ließen ſich ihre amtliche Ver=
tretung
im Auslande zuweilen viel koſten. So er=
hielten
die im Jahre 1761 für London ernannten hollän=
diſchen
Geſandten jeder 15000 Gulden für ihre Aus=
rüſtung
und täglich zum Unterhalt 120 Gulden. Im
Jahre 1774 wurde dem neuernannten holländiſchen Ge=
ſandten
bei der Pforte ein Gehalt von 40000 Gulden
ausgeſetzt; im Jahre 1780 berichtete man aus dem
Haag, den beiden Geſandten der Republik, die die Reiſe
nach Petersburg angetreten hätten, um dort das von
Rußland vorgeſchlagene Bündnis abzuſchließen, wären
von der Regierung 20000 Gulden für ihre Ausrüſtung
und ebenſoviel für die Reiſe bewilligt worden. An

Tagegeldern erhalte jeder 75 Gulden. Zu dem diplo=
matiſchen
Aufwand in alter Zeit dürfen auch wohl die
Geſchenke gerechnet werden, die Geſandte aus beſon=
derer
Veranlaſſung erhielten. Als der päpſtliche
Nuntius Doria im Jahre 1773 dem König von Spanien
geweihte Windeln mit außerordentlichem Gepränge
überreichte, wurde ihm eine Abtei mit jährlichen Ein=
künften
im Betrage von 7000 Talern überwieſen. Im
Jahre 1779 brachte der franzöſiſche Geſandte in Kon=
ſtantinopel
einen Vergleich zwiſchen der Pforte und
Rußland zuſtande; durch einen Eilboten ließ ihm die
Kaiſerin Katharina II. als Anerkennung dafür Ge=
ſchenke
überbringen, deren Geſamtwert auf 50000
Rubel geſchätzt wurde.
* Der geſpenſtiſche Schatten. Im ſüdlichen Kalifor=
nien
iſt ein Petroleumfeld in der Entwicklung begriffen,
das vielleicht noch einmal zu einer größeren Bedeutung
gelangen wird. Das Erdöl wird dort zuerſt in tiefe Löcher
gepumpt, wo es ſich bis zu ziemlich großer Höhe anſam=
melt
. Man hat nun die Beobachtung gemacht, daß ein
Schatten, der auf die Oberfläche eines ſolchen Oelteiches
fällt, die geſpenſtiſche Eigenſchaft hat, noch längere Zeit an
derſelben Stelle zu verharren, wenn der Gegenſtand,
durch den er verurſacht worden war, ſeinen Ort bereits
gewechſelt hatte. Stellt ſich z. B. ein Mann an den
Rand eines ſolchen Oelteiches, läßt ſeinen Schatten auf
dieſen fallen und geht dann fort, ſo bleibt ſein Schatten
noch einige Zeit auf dem Oel ſichtbar, und zwar um ſo
länger, je länger er an der betreffenden Stelle geſtanden
hatte. Gewiß wird jeder geneigt ſein, im erſten Augen=
blick
dieſe Mitteilung für baren Unſinn zu halten. und
doch ſcheint die Sache nicht undenkbar zu ſein Die Sonne
übt nämlich auf das ſehr gasreiche Oel einen Einfluß dahin
aus, daß ſich Millionen von winzigen Gasbläschen an der
Oberfläche des Oelteiches anſammeln. Die Gaſe ſind ſehr
empfindlich für Temperaturſchwankungen, und ſo kommt
es, daß ſie ſich an den Stellen, auf die ein Schatten fällt,
alsbald weniger ſtark entwickeln, weil eben dort eine ge=
ringere
Erhitzung ſtattfindet. Hat der Schatten längere
Zeit gewirkt, ſo wird auch die dadurch verurſachte Abküh=
lung
noch hinterher ihren Einfluß geltend machen, und ſo
läßt es ſich in der Tat erklären, daß die Fläche des Schat=
tens
ſichtbar bleibt, weil die kleinere Zahl der auf der ab=
gekühlten
Fläche ſchwimmenden Bläschen dieſer eine
etwas andere Farbe oder einen anderen Glanz gibt, wo=
durch
ſie von der umgebenden Fläche unterſchieden wird.
So kommt der merkwürdige Eindruck zuſtande, als ob der
Schatten ſelbſt beſtehen bleibe.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Beöffnet an Wochentagen (von 912 Uhr vorm. und
95 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 30. Aug.: dem Schuhmachermeiſter
Germann Selinger, Liebfrauenſtr. 72, e. S. Hermann.
Dem Kaufmann Friedrich Maier, Blumenthalſtr. 69,

e. T. Hedwig Helene. Am 27.: dem Architekten Karl
Voellmy, Gervinusſtr. 43, e. T. Friedel Marianne.
Am 2. Sept.: dem Kunſthändler Enrico Michilini,
Heinheimerſtr. 61, Zwillingsſöhne Albert und Stephan.
Am 31. Aug.: Former Eduard Bergmann, Pankra=
tiusſtr
. 16, e. T. Maria Babette. Dem Taglöhner Daniel
Volk III., Große Kaplaneigaſſe 7, e. T. Eliſabeth
Luiſe. Am 4. Sept.: dem Taglöhner Georg Uhrig,
Neugaſſe 1, e. S. Georg.
Aufgebotene. Am 1. Sept.: Ober=Poſtaſſiſtent
Friedrich Wilhelm Schmidt, Witwer, in Frankfurt
a. M. mit Helene Chriſtine Vatter, Schloßgarten=
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Koch in Mainz mit Amalie Mathilde Maurer,
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Michael Böhringer, 51 J., ev., Lindenfels. Am 2.:
Adam Emil Gunkel, S. d. Dachdeckers, 3 Mon., ev.,
Roßdörfer Straße 17. Kellner Joh. Baptiſt Ochs,
45 J., kath. Am 3.: Eliſ. Hötzel, T. d. Schneiders,
6 Mon., ev., Eckhardtſtr. 2. Am 4.: Berta Daum
geb. Leiſtner, Ehefr. d. Zugführers i. P., 51 J., ev.,
Rheinſtr. 25. Eliſ. Aßmus, T. d. Schneidermeiſters,
1 Mon., ev., Pallaswieſenſtr. 39. Ldg. Hofmann, S. d.
Tagl., 26 T., ev., Gr. Kaplaneigaſſe 42. Kaſſiererin
Meta Mathilde Schmelk, 35 J., ev., Marktplatz 11½
Landwirt Hch. Jakob Winter, 47 J., ev., Kranich=
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Nummer 209,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Seite 15.

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Telephon Nr. 256.
Telephon Nr. 256.
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Einladung
Zu der am Sonntag, den II. Septbr. d. Js., morgens II Uhr, im
Fürstensaal des Restaurants Kaisersaal, Darmstadt, Grafenstrasse 20,
stattfindenden
feierlichen Ueberreichung der Meisterbriefe
an die aus den letzten Prüſungen hervorgegangenen Jung-Meister der Provinz
Starkenburg beehren wir uns, sämtliche Gewerbevereine, Innungen, freie ge-
werbliche
Vereinigungen etc. der Provinz Starkenburg, sowie sonstige Inter-
essenten
hiermit ergebenst einzuladen.
Die Meisterprüfungskommission
für die Provinz Starkenburg.
Der Vorsitzende: Markwort.
(17319
Grosse Urrentiche versamman
für Handlungsgehilfen
am Donnerstag, den 8. September 1910, abends 9 Uhr,

Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Programm für die zweite Hälfte des Vereinsjahres 1910.
165. Vereinsabend. Dienstag, 11. Oktober: Sonaten-Abend von Professot
Julius Klengel-Leipzig (Violoncello) und Frl. Ethel Leginska-London (Klavier)
166. Vereinsabend. Donnerstag, 20. Oktober: Konzert des Violinvirtuosen
Joan de Manén-Barcelona unter Mitwirkung von Frl. Rina Franco-Berlir
(Klavier) und Frl. Anna Klotz-Dresden (Sopran).
167. Vereinsabend. Donnerstag, 27. Oktober: Franz Schubert-Abend von
Frau Kammersängerin Therese Schnabel-Behr-Berlin (Alt) und Artur Schnabel-
Berlin (Klavier).
168. Vereinsabend. Dienstag, 8. November: Heinrich von Stein-Abend, Vor-
trag
über den Dichter von Frau Anna Bering-Locarno mit Vorlesung aus
seinen -Dramatischen Bilderne.
169. Vereinsabend. Dienstag, 22. November; Theodor Streicher-Abend von
Paul Schmedes-Wien (Tenor) unter Mitwirkung des Komponisten.
170. Vereinsabend. Dienstag, 29. November: Novitäten-Abend (Othmar
Schoeck, Volkmar Andreä, Max Schillings) von Frau Anna Schabbel-Zoder,
Primadonna an der Dresdener Hofoper, unter Mitwirkung von Othman
Schoeck-Zürich (Klavier).
171. Vereinsabend. Donnerstag, 8. Dezember: Erster Klavier-Abend von
Frl. Alice Ripper-Budapest.
172. Vereinsabend. Freitag, 30. Dezember: Zehnter Lieder-Abend von Dr.
Ludwig Wüllner-Berlin (Tenor) unter Mitwirkung von Coenrad V. Bos-Berlin
(Klavier).
Der Beitrag für den Rest des Vereinsjahres 1910 beträgt 10 Mk. Bei-
rittserklärungen
bittet man schriftlich an Herrn Rat H. Sonne, Grüner Weg 99,
zu richten.
(17315
Der Vorstand.

im Fürſtenſaale, Grafenſtraße.
Redner Herr Alfred Roth aus Hamburg.
Thema: Die Gehaltsfrage.
Wir bitten um zahlreichen Beſuch.
Freie Ausſprache.
Deutschnationaler Handlungsgehilfen-Verband
Ortsgruppe Darmstadt.
(17355

Kirchweihe zu Pfungstadt.
Sonntag, den 11. und Montag, den 12. September,
findet in den neu hergerichteten Lokalitäten des
Goldenen Lamm gutbeſetzte Tanzmuſik ſtatt.
Für gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt.
(17281mds
Achtungsvoll
Adam Gandenberger früher Zeh.

Der Katholiſche Frauenbund u. der Volksverein f. d. kathol. Deutſchland
veranſtalten am
Sonntag, 11. September 1910, abends 8 Uhr,
im Konkordiaſaal, Waldſtraße 33 in Darmſtadt,

einen

Eltern=Abend
mit Deklamation und muſikaliſchen Darbietungen.
Vortrag des Herrn Lehrer Lorenz Schmitt:
Die katholische Familie in der Wahl moderner
Zeitschriften‟.
Alle erwachſenen Mitglieder der katholiſchen Gemeinden ſind hierzu höflichſt eingeladen.
Zur Deckung der Unkoſten wird ein Eintrittsgeld von mindeſtens 10 Pf. pro Perſon
(17307ms
erhoben.

Freitag, den 9. September, abends 8 Uhr, im Saal des Musikvereins
Darstellungsvortrag über
yinhastik und Hosthenk
mit praktischen Vorführungen und Tänzen
gehalten von Elisabeth Salm, frühere Assistentin von Frau
Dr. Bess-Mensendieck, Berlin.
Preise der Plätze: Numeriert 3., unnumeriert 2. und 1. Mark in der
Buchhandlung des Herrn Saeng, Kirchstrasse.
Beginn der einmonatlichen Kurse für Frauen und Mädchen am 10. Sep-
tember
. Kurse und Einzelstunden. Sprechstunden täglich 121 Uhr in der
(17348mf
Pension Elisabeth, Wilhelmstrasse 2.
Bei gutem Wetter findet der Unterrieht im Luftbad statt, bei ungünstigem
im Musikverein, Steinstrasse 24.

Ma
Roder Hnbs Kunstier-Konzeet.
(ol1ts
Konzertsaal Perkeo Alexanderstr. 12 u. 14.
Vom 1. bis 15. September
allabendlich das grosse Theater- und Varieté-Programm
der Ulmer Spatzen‟.

In enen-eisten Tanzmstiur
können an einem Kurſus noch
(17273mm
zwei Damen und Herren
teilnehmen. Auskunft in der Expedition dieſes Blattes.

Der

Dürkheimer Wurstmarkt

15944a)

grösstes pfälzisches Volksfest
findet
am I1., 12. und 13. September,
der Nachmarkt am 18. September statt.
Bad Dürkheim, den 9. Auguſt 1910.
Das Bürgermeiſteramt:

Rudolph Bart.

Am Montag, den 12. September d. J., beginnt ein neuer Haupt=
kurſus
im Muſterzeichnen und Zuſchneiden. Der Unterricht umfaßt
ſämtliche Fächer der Damen= und Kinder=Garderobe nach unſerem eigenen
Zuſchneide=Syſtem. Das Honorar beträgt für die Dauer des Kurſus
Mk. 15.. Alles notwendige Zeichenmaterial wird von uns gratis
geſtellt. Ebenſo erhält jede Teilnehmerin unſeres Zuſchneidekurſus eine
Büſte mit Ständer für eigene Figur gratis.
Wir bieten ſomit jeder Dame Gelegenheit, ihre Garderobe ſelbſt
anfertigen, und auf der Büſte ihrer eigenen Figur aufſtecken, reſp.
anprobieren zu lernen.
Gleichzeitig beginnt ein Spezial=Bluſen=Kurſus. Dauer 2 Monate.
Honorar Mk. 5.
Die geehrten Damen werden um baldmöglichſte Anmeldung gebeten.
W. Schnell
Damen-Bekleidungs-Akademie und Zuschneide-Lehranstalt
Ludwigstr. 5, I. (*21597im) Ludwigstr. 5, I.

Der Anterricht im Kleidermachen und Huſchneiden
System Hirsch (Berlin) und der Académie
de Coup de Paris (Paris) u z 2
beginnt am 15. September.
Anmeldungen vom 13. d. M. an erbeten. (*21704ms
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Seite 16

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910

Nummer 209,

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York, 4. September mittags Cuxhaven
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Mittwoch, den 7. September 1910.
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Muſikal. Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.

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Graf Almaviva . . . . Hr. Weber
Die Gräfin, ſ. Gemahlin Frl. von Sugh,

als 2. Debut
Cherubin, Page d. Grafen Frau Paula de
Leeuwe, als Gaſt

Hr. Hoff,
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Frl. Kaiſer

Figaro, Kammerdiener
des Grafen . . . Hr. Stephani
Suſanne, Kammermäd=
chen
der Gräfin . . . Frl. Suchanek
Marzelline, Beſchließerin
im Schloſſe d. Grafen Frl. Howard
Bartolo, Arzt
Baſilio, Muſikmeiſter. Hr. de Geeuwe
Don Gußmann, Richter Hr. Jahn
Antonio, Gärtner, Su=
ſannens
Oheim . . . Hr. Schwarze
Bärbchen, ſeine Tochter . Frl. Nicklaß=
Zwei Edeldamen 1 . . Fr. Ritter
Nach dem 2. Akte findet eine längere
Pauſe ſtatt.
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(1. bis 6. Reihe) 2. Mk., (7. und 8. Reihe)
1.60 Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 3.50 Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3. Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.20 Mk., (6. bis 8. Reihe) 1.80 Mk.,
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Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Anfang 7 Uhr. Ende 10½ Uhr.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 8. Sept. 4. Ab.=Vorſt. C 1.
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als zweites Debut. Große Preiſe. An=
fang
7 Uhr.
Freitag, 9. Sept. 5. Ab.=Vorſtell. D 2.
Neu einſtudiert: Götz von Ber=
lichingen
. Kl. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Sonntag, 11. Sept. 6. Ab.=Vorſt. A 2
Tannhäuſer‟ Große Preiſe. An=
fang
6½ Uhr.

Programm
zu dem am Mittwoch, den 7. September,
von 121 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der Ka=
pelle
des Großh. Train=Bataillons Nr. 18.
1. Frei weg, Marſch von Latann.
2. Große Fantaſie aus der Oper Carmen
von Bizet. 3. Patrouille espagnole von
Deshayes. 4. Wiener Blut, Walzer von
Strauß. 5. Potpourri aus der Operette
Der Feldprediger von Millöcker. 6. Durch
Nacht zum Licht Marſch von Lankin.
Woog, am 6. September 1910.
Waſſerhöhe am Pegel 3,83 m
Luftwärme 120 C
Waſſerwärme vormittags 7 Uhr 16 C
Woogspolizeiwache.

[ ][  ][ ]

2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.

33 20.

Mittwoch, 7. September.

1910.

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Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr
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Für denſelben beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis spätestens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gekangen.
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[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Nummer 20 ,

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Nummer 209.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Seite 19.

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. September 1910.

Nummer 209.

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