Darmstädter Tagblatt 1910


20. August 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:

Juſerafe
werden angenommen in Darmſtadt
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ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. Bei
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 194.

Samstag, den 20. Auguſt.

Die heutige Nummer hat 28 Seiten.

Probleme der Weltpolitik.
X. (Schluß.)
Die europäiſchen Zentralmächte.
D.B. Je mehr ſich auf dem Weltmarkte monopo=
liſtiſche
Abſchließungstendenzen einzelner Mächte
geltend machen, die den Boden offiziell ſelbſtändiger
Länder gegen den freien Wettbewerb abzuſchließen
ſtreben, um ſo mehr muß ein Land von der natürlichen
wirtſchaftlichen Expanſivkraft Deutſchlands, das ſeiner=
ſeits
eine ſolche Politik nicht mitzumachen gewillt iſt,
Bedacht nehmen auf die wirtſchaftliche Betätigung in
denjenigen Ländern, die dem internationalen Wett=
bewerb
noch den Boden der Gleichberechtigung bieten
Bedacht nehmen auf die Ergänzung ſeiner Produktion
von ſolchem Boden und die Hebung der Aufnahme=
fähigkeit
ſolcher Märkte, die ihre Freiheit und Selbſt=
ſtändigkeit
bewahren. Wichtiger noch als alle über=
ſeeiſchen
Gebiete in fremden Weltteilen ſind dabei die
ihm räumlich näher liegenden Länder, mit
denen der Verkehr aufrechterhalten werden kann, auch
wenn kriegeriſche Verwickelungen unſere Häfen mit
der Blockade bedrohen.
Vor allen Dingen kommt hier die Verbindung
durch Oeſterreich=Ungarn mit dem nahen
Orient in Betracht. Die orientaliſche Frage, die
einſt das politiſche Hauptproblem für Europa geweſen,
dann für etliche Zeit durch andere Vorgänge auf dem
Welttheater mehr in den Hintergrund gedrängt wor=
den
iſt, wird für abſehbare Zukunft wieder ihrer vollen
Bedeutung gemäß berückſichtigt ſein wollen.
Der Balkan iſt derjenige Teil Europas, der Ver=
änderungen
auf der Landkarte immer noch am meiſten
ausgeſetzt iſt, das Gebiet des bunteſten Völkergemiſches
und der größten Rückſtändigkeit in bezug auf Kultur=
entwicklung
und gefeſtigte Staatenbildung. Groß=
deutſche
Politiker in Deutſchland und namentlich in
Oeſterreich ſind ſchon lange gewöhnt, die politiſche Zu=
kunft
unter dem Geſichtspunkte zu betrachten, daß die
deutſche Vormacht mit zunehmendem Wachstum der
deutſchen Bevölkerung angeſichts der Verteilung der
übrigen Erde und angeſichts der feſten und ſoliden
Staatengebiete an den anderen Grenzen nur in der
Richtung des geringſten Widerſtandes, d. h. nach Süd=
oſten
, ſich kultivierend auszubreiten vermöge. Die
großen Schwierigkeiten, die Oeſterreich=Ungarn ohnehin
bereits mit ſeinen Nationalitätenkämpfen hat, ſcheinen
andererſeits gerade für das Deutſchtum eine weitere
Ausbreitung der öſterreichiſchen Macht in dieſer Rich=
tung
des geringſten Widerſtandes nicht wünſchenswert
erſcheinen zu laſſen, da ſie immer wieder neue Natio=
nalitätenkämpfe
zu zeitigen geeignet erſcheinen muß.
Dennoch ſtand das Deutſche Reich mit gutem Grunde
feſt an der Seite ſeines Verbündeten, als er nach
langer Ruhezeit wieder einmal ſeine aktive Balkan=
politik
zu inſzenieren begann.
Am Anfang dieſer neuen Phaſe in der Entwicklung
der orientaliſchen Frage ſteht ein engliſcher Rechen=
fehler
. Sicherlich iſt England nicht unbeteiligt ge=
weſen
an dem Verſuche, die Türkei zu revolutionieren,
hat man doch bald nach völliger Umwälzung genug Be=
weiſe
dafür erlebt, daß England durch die Jungtürken
auf dem Balkan wieder Einfluß zu gewinnen ſuchte;
aber andererſeits wollte doch England, anſtatt in der
Rivalität mit Rußland die Aufrollung der orientali=
ſchen
Frage zu vermeiden, in Uebereinſtimmung mit
dem geſchwächten Rußland auf dem Balkan im Trüben
fiſchen, noch mehr vor allem in Kleinaſien. Die Zu=
ſammenkunft
bei Reval, bei der, wie man in Konſtauti=
nopel
ſchwerlich ohne Grund vermutete, das tür=
kiſche
Fell geteilt werden ſollte, gab das Signal zum
Losbrechen der Bewegung auf dem Balkan, deren Ziel
die innere Sanierung der Türkei im Intereſſe der
militäriſchen Stärkung war. Damit war aber zugleich
für Oeſterreich der Moment gegeben, in dem es ſeine
Balkanangelegenheiten ordnen mußte.
Der Betätigung des deutſchen Kräfteüberſchuſſes
nach Südoſten ſind neue Bahnen geöffnet; beſonders
erfreulich iſt, daß dies gelang, ohne eine den beiden
Kaiſermächten dauernd feindliche Türkei zu ſchaffen
und den engliſchen Einfluß in Konſtantinopel an die
Stelle des deutſchen treten zu laſſen. Klarer als bis=
her
iſt nun auch für weitere Kreiſe geworden, daß die
Zukunft der deutſchen Sache in beträchtlichem Umfange

von der Nutzung der wirtſchaftlichen Expanſionsmög=
lichkeit
abhängt, die ſich dem deutſchen Kräfteüberſchuß
in der Richtung nach Südoſten erſchließt. Die ver=
bündeten
Mächte Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn,
das engbefreundete Rumänien, die unter deutſch ge=
ſchulten
Militärs ſanierte Türkei und das unter
Vorantritt deutſchen Kapitals zu neuer Kultur zu er=
ſchließende
Gebiet zwiſchen dem Bosporus und dem
Perſiſchen Meer bilden für abſehbare Zeit ein Wirt=
ſchaftsgebiet
, das durch wechſelſeitigen
Austauſch ſeine einzelnen Teile in hohem
Grade hinauszuheben vermag über die
alte Abhängigkeit vom Weltmarkt. Für
Deutſchland ſtehen hier nirgends kriege=
riſche
Eroberungen in Frage, ſondern nur
hervorragende Betätigungsfelder deut=
ſcher
Kulturarbeit in friedlichem Wett=
bewerb
.
Das verbündete Staatengebiet der beiden mittel=
europäiſchen
Kaiſerreiche zwiſchen Nordſee, Oſtſee und
Mittelmeer findet hier ſeine natürliche Fortſetzung, die
über das Gebiet des Mittelmeeres hinweggreift bis
an den Ausläufer des Indiſchen Ozeans im Perſiſchen
Golf. Zwiſchen der Mündung der Elbe und des
Rheins auf der einen Seite, der Mündung des
Euphrat und Tigris auf der anderen, erſtreckt ſich
dieſer breite Gürtel von Ländern, die einander wirt=
ſchaftlich
ergänzen, und die bei feſtem politiſchen Zu=
ſammenhalten
und unter voller Ausnutzung ihrer
wirtſchaftlichen Möglichkeiten weder militäriſch lahm
zu legen, noch wirtſchaftlich auszuhungern ſind. Nicht
nur, daß ſie einander in der Nahrungsmittelproduktion
ergänzen! Eine unverkennbare Hauptgefahr, ſpeziell
für unſer eigenes Vaterland, im Falle eines Krieges
mit ſeegewaltigen Mächten, die uns die Einfuhr unent=
behrlicher
Rohſtoffe ſowohl über die Häfen der Nordſee
wie über jene des Mittelmeeres abzuſchließen ver=
möchten
, liegt in dem Verſiegen der Baumwolleinfuhr.
Was das bedeuten will, das hat man bekanntlich in
England zur Zeit jener Baumwollhungersnot er=
fahren
, die während des Kampfes um die nordameri=
kaniſchen
Südſtaaten ausbrach. Wenn deutſches Kapital
und deutſche Intelligenz im Bereich einer politiſch be=
freundeten
Türkei die meſopotamiſchen Naturſchätze
heben und dort die Möglichkeit ſchaffen, uns unab=
hängig
zu machen von der Baumwollzufuhr über den
Ozean, dann kann dereinſt ein deutſch= öſter=
reichiſch
=türkiſcher Dreibund, ergänzt durch
das die Donaumündung beherrſchende, ſeit langem be=
freundete
Rumänien, allen Gefahren in vollkommen=
ſter
Weiſe trotzen!
Anderen Mächten aber freilich wäre jede Feſtigung
dieſer Art unerwünſcht; und die Sorge darum, daß das
ganze Wirtſchafts= und Verkehrsgebiet zwiſchen der
Mündung der Elbe und des Euphrat ſich zu enger
politiſcher Freundſchaft und wechſelſeitiger wirtſchaft=
licher
Ergänzung vereinen könnte, bildet keine geringe
Triebkraft für die Politik ſolcher Länder, die den
zentraleuropäiſchen Kaiſermächten minder günſtig
gegenüberſtehen. Ihr Streben geht nicht ganz
unerklärlicherweiſe dahin, auf der einen Seite die
Ozeanzugänge durch Verſiegelung der Nordſee für ſie
ſperren zu können, auf der anderen Seite, die Nach=
barvölker
am Mittelmeer gegeneinander zu verhetzen,
womöglich Italien zur Abſchnürung der Häfen Oeſter=
reich
=Ungarns zu bringen und im Zuſammenarbeiten
zwiſchen Italien und Rußland auf dem Balkan einen
ſtarken Querriegel zu ſchaffen, der den öſterreichiſch=
ungariſchen
Verkehr auch auf dieſem Wege vom Mittel=
meer
dauernd abzuſchließen berufen wäre.
So wird ſich auch fernerhin auf dem Balkan die
natürliche Tendenz großer Mächte kreuzen: das Stre=
ben
Rußlands ans Mittelmeer und das Streben der
mittelenropäiſchen Kaiſermächte, die politiſch befreun=
dete
Türkei in einer den gemeinſamen Intereſſen ent=
ſprechenden
wirtſchaftlichen Fortentwicklung zu ſehen
und die Bande des Verkehrs zwiſchen dieſen Gebieten
möglichſt eng zu ſchließen!
Deutſchland bewährt ſich auch hier als
der Freund der in ihrer Selbſtändigkeit
bedrohten ſelbſtändigen Mächte. Die Politik
der kulturellen Förderung, der es ſeine Kräfte zu
widmen gewillt iſt, liegt genau ſo im Intereſſe der=
jenigen
Länder, auf deren Boden es ſie treibt, wie im
eigenen Intereſſe Deutſchlands. Der Hüter der offenen
Tür verdient nicht das Mißtrauen, das man gegen ihn
zu ſäen befliſſen iſt. Natürlich wäre es verkehrt, ja,

ein Vorwurf, zu behaupten, das ſeine Politik ſelbſt=
los
wäre; aber zum Unterſchied von der Politik
ſolcher Mächte, die ihr Intereſſe nur durch eine
Monopolpolitik glauben wahren zu können,
gereicht die deutſche Art der Intereſſen=
politik
den Ländern, in denen ihre
kulturfördernden Beſtrebungen ſich be=
tätigen
, lediglich zum Nutzen und nir=
gends
zum Schaden!
Arthur Die.

Zur Einweihung des Kaiſerſchloſſes in Poſen.
** Wie in der Weſtmark der Straßburger Kaiſer=
palaſt
bekunden ſollte, daß Elſaß=Lothringen nicht nur
vorübergehend in den Beſitz des Reichs übergegangen ſei,
ſondern daß der Kaiſeraar dauernd die Herrſchaft über
die Reichslande ausüben werde und ſich zu dieſem Zweck
dort eine feſte Wohnſtätte errichtet habe, ſo ſoll das Kaiſer=
ſchloß
, welches am Samstag in Poſen ſeiner Beſtimmung
übergeben wird, Zeugnis dafür ablegen, daß die Oſtmark
ein integrierender Teil Preußens und des Deutſchen
Reichs ſei, daß ihre Bewohner, welcher Nationalität ſie
auch angehören mochten, Bürger dieſes Reichs ſein und
bleiben werden.
Da es ſich bei der Einweihung des Poſener Kaiſer=
ſchloſſes
unzweifelhaft um eine neue Staffel im Kampf
für das Deutſchtum handelt, ſo hat der feierliche Akt, der
ſich am Samstag nachmittag in der Oſtmark abſpielen
wird, eine deutſch=nationale Bedeutung. Ein Monumen=
talbau
iſt dort errichtet worden, ein Wahrzeichen des mäch=
tigen
Deutſchen Reichs, das definitiv feſten Fuß gefaßt hat
auf einem Boden, der nur widerſtrebend deutſche Kultur
und deutſche Herrſchaft Wurzel ſchlagen ließ. Noch heute,
ja man kann leider ſagen, heute erſt recht wieder führt das
Deutſchtum einen ſchweren Kampf um ſeine Vorherrſchaft
in der Oſtmark. Die Führer des Polentums ſind in der
Wahl der Mittel, ſich dem deutſchen Einfluß zu entziehen,
nicht wähleriſch, ſie verhetzen die Maſſen des Volks, indem
ſie ausſtreuen, daß die Deutſchen gegen die Konfeſſion,
gegen die Stammeseigentümlichkeiten und Ueberliefe=
rungen
kämpfen. Dieſe Behauptungen hat der Kaiſer ſelbſt
mit Recht als Lüge bezeichnet. Dem Deutſchtum verdanken
die Polen große kulturelle Errungenſchaften, aber den
unteren Volksſchichten iſt das Verſtändnis für die Wohl=
tat
, deutſcher Bürger zu ſein, nicht beizubringen, ſo lange
der polniſche Klerus es noch als eine Sünde bezeichnet,
daheim deutſch zu ſprechen, ſo lange der von Deutſchfeind=
lichkeit
geleitete polniſche Adel dieſe Armee von Beſchränk=
ten
noch in der Illuſion erhält, es werde bald ein großes
Polenreich erſtehen. Und troß dieſer polniſchen Gegen=
ſtrömung
können die Erfolge der deutſchen Kulturarbeit
nicht verkannt werden: die Macht der Slachza iſt gebrochen,
der durch Erbuntertänigkeit und Leibeigenſchaft früher ge=
knechtete
Bauernſtand, das wirtſchaftlich und moraliſch
heruntergekommene Proletariat erwachen nach und nach
zu einem freier ſich fühlenden Bürgertum, dank der Für=
ſorge
, welche der preußiſche Staat den Polen durch weiſe
Geſetzgebung, Pflege der Volksbildung, Verbeſſerung der
Boden= und Verkehrsverhältniſſe zuteil werden ließ.
Ueberall gewahrt man in der Oſtmark die Zeichen deutſcher
Kultur, und wenn darin noch nicht mehr Fortſchritte ge=
macht
worden ſind, ſo liegt das lediglich an dem paſſiven
und aktiven Widerſtand, den das Polentum leiſtet.
Der Stadt Poſen hat der Kaiſer ſtets ſeine Fürſorge
gewidmet. Zeugen dafür ſind die grandioſen Banten der
Kaiſer Wilhelm=Bibliothek, des Provinzialmuſeums, die
Errichtung der Königlichen Akademie und nicht zum min=
deſten
die Aufhebung der Rayonbeſchränkung. Oft ſchon
hat der Kaiſer in Poſen geweilt zuerſt im Frühjahr
1889, als eine furchtbare Ueberſchwemmung die Stadt und
Provinz in große Not verſetzt hatte. Im Jahre vor=
her
war aus gleichem Anlaß Kaiſerin Friedrich in Poſen
geweſen, und auch unſere Kaiſerin eilte im Sommer
1003 gleichfalls dorthin, nachdem ſchwere Hochwaſſerkata=
ſtrophen
über die Provinz hereingebrochen waren. Am
bemerkenswerteſten war bisher der Beſuch, den das Kaiſer=
paar
, der Kronprinz und andere Fürſtlichkeiten der Stadt
im September 1902 zur Enthüllung des Kaiſer= Friedrich=
denkmals
abſtatteten. Der jetzige Anlaß des Beſuchs iſt
politiſch hochbedeutſam, das Kaiſerſchloß ſoll eine Stütze
des Deutſchtums ſein, und, wie verlautet, ſoll ein Hohen=
zollernprinz
dort reſidieren. Vielleicht iſt Prinz Eitel
Friedrich, der Herrenmeiſter des Johanniterordens, der
mit ſeiner Gemahlin den Einweihungsfeierlichkeiten bei=
wohnt
, dazu beſtimmt. Jedenfalls iſt in der Errichtung

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Nummer 194.

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

des Kaiſerſchloſſes, die ein feſteres Band zwiſchen der
Krone und der Oſtmark bilden wird, eine gewiſſe Hoff=
nung
begründet, das Deutſchtum werde nunmehr kräftiger
Wurzel ſchlagen, als dies bisher geſchehen konnte. Daß
dieſe Hoffnung in Erfüllung gehen möchte, iſt der aufrich=
tige
Wunſch jedes guten Deutſchen!
Während des Aufenthaltes des Kaiſer=
paares
in Poſen vom 20. bis 23. Auguſt werden von
der kaiſerlichen Familie noch anweſend ſein: Der Kron=
prinz
und die Kronprinzeſſin, Prinz und Prin=
zeſſin
Eitel Friedrich, Prinz Auguſt Wilhelm, Prinz Oskar
und Prinzeſſin Viktoria Luiſe. Außer einem großen mi=
litäriſchen
Gefolge und zahlreichen Hofbeamten werden
nach Poſen kommen: Oberſtkämmerer Fürſt zu Solms=
Baruth, Oberſtmarſchall Fürſt zu Fürſtenberg, der Ver=
treter
des Auswärtigen Amtes Geſandter Frhr. von
Jeniſch, Oberhofbaurat Geyer und Prof. Dr. Seidel. Als
Gäſte des Kaiſers ſind geladen: Der bayeriſche Ge=
ſandte
in Wien, Frhr. v. Tucher und der öſterreichſche
Kammerherr Geheimrat Graf v. Wilczek, von hohen
Staatsbeamten außer dem Reichskanzler der Finanzmini=
ſter
Dr. Lentze und der Miniſter des Innern v. Dall=
witz
. Oberhofmarſchall Graf zu Eulenburg hat ſich
bereits nach Poſen begeben.
Die Meldung der Blätter, daß zu den Feſtlichkeiten
weder das Poſener noch das Gneſener Domkapitel Ein=
ladungen
erhalten haben, iſt, wie die Schleſiſche Volkszei=
tung
von zuſtändiger Seite erfährt, nicht richtig. Der
Wleihbiſchof Likowsli in Poſen, Dompropſt Wanjura=
Poſen, Dompropſt Knoska und Domherr Goczkowsky ha=
ben
Einladungen erhalten.
Ueber den Schloßbau ſelbſt haben wir früher ſchon
nähere Mitteilungen gebracht. Das neue königliche
Reſidenzſchloß iſt ein Werk des bekannten Berliner
Architekten Geheimen Baurats Prof. Franz Schwechten.
Am 25. April 1905 wurde der erſte Spatenſtich für den
Schloßbau getan; am 5. März 1910 erfolgte die Ueber=
gabe
ſämtlicher Baulichkeiten, nämlich des Schloſſes
ſelbſt und des durch einen Kreuzgang mit ihm verbun=
denen
Marſtallgebäudes, an das königliche Oberhof=
marſchallamt
. Der Rohbau des Schloßgebäudes hat
eine Bauzeit von etwa 2½ Jahren in Anſpruch ge=
nommen
, und etwa ebenſo lange hat der innere Ausbau
gedauert, der am 1. März d. J. im weſentlichen fertig
war. Der Bau des Marſtalls begann im Hochſommer
1908 und war im Herbſt 1909 vollendet. Als Baukoſten
ſtanden insgeſamt 5350000 Mark zur Verfügung, und
die Summe iſt nicht überſchritten worden; der eigent=
liche
Schloßbau erforderte rund 3960500 Mark, der
Marſtallbau 385000 Mark, der Reſt entfiel auf Um=
wehrung
, Gartenanlagen und innere Einrichtung. Die
Geſamtfläche des zur Verfügung ſtehenden Grundſtücks
betrug 23000 Quadratmeter, davon bedecken Schloß und
Marſtall etwa 7500; von dem Reſt entfallen auf Höfe
etwa 1700, auf den am Berliner Tor gelegenen Ehren=
hof
etwa 2300, auf Garten= und Parkanlagen etwa
11500 Quadratmeter.
England und Marienbad.
* Ueber die Bedeutung der Unterhaltungen, welche
in Marienbad zwiſchen Herrn v. Kiderlen=Wächter
und Graf Aehrenthal, den Staatsmännern des
Balkans und dem türkiſchen Großweſir ſtattfin=
den
, gehen in der engliſchen Preſſe die Anſichten nur noch
wenig auseinander. Daily Graphie meint, man fühle
aus den Depeſchen, daß ſich in Europa etwas geändert habe.
Aehrenthal nehme den Vordergrund der Bühne ein und
an die Stelle von Iswolski und Clemenceau ſei ein Ge=
miſch
von Balkan=Staatsmännern und gewiſſen dunklen
Paſchas vom Goldenen Horn getreten, die dem neuen Bis=
marck
ihre Ehrfurcht erweiſen wollen. Fehle auch der
Glanz und die Würde der Eduardiſchen Tage, ſo ſei die
Szene dennoch von Intereſſe. Die Konferenzen mögen
nicht viel bedeuten, aber ſie ſollen doch offenbar die Leute
denken machen, daß ſie ein gut Teil zu bedeuten haben.
Sicherlich zeigen ſie eine gewiſſe Hinneigung der Türkei
zum Dreibund und das iſt ein Symptom, womit Europa
rechnen muß. Die Türkei muß ihre Freunde finden, wo
ſie kann und ſie hat die Freiheit der Wahl. Deutſchland
und Oeſterreich haben in der Vergangenheit in der Türkei

ſehr gute Geſchäfte gemacht. Weniger leicht iſt zu ſehen,
was die Türkei dabei gewonnen hat. Vielleicht
wird ſich das in Zukunft gänzlich ändern und dann ſollen
unſere aufrichtigen Glückwünſche der Pforte nicht fehlen.
Die Morning Poſt ſiſt der Anſicht, daß bei der Türkei
der Wunſch, mit Deutſchland und Oeſterreich zu einer
klaren Verſtändigung zu kommen, wahrſcheinlich genug
ſei. Aber ſich endgültig in der diplomatiſchen Arena auf
eine Seite zu ſtellen, ſei es durch eine vollgültige Allianz
oder durch ein definitives Abkommen über eine beſtimmte
Marſchlinie in den Fragen der orientaliſchen Politik, das
dürfte ſich doch den jungtürkiſchen Reformern einſtweilen
noch nicht empfehlen. Die Morning Poſt erinnert daran,
wie bei dem erſten Auftauchen des Gedankens an ein
Bündnis mit den Mächten der Tripel=Allianz von den
Männern des jungtürkiſchen Komitees in dem Kabinett,
auf der Parlamentstribüne und in der Preſſe mit großem
Nachdruck die Meinung verfochten worden ſei, daß die
Türkei vor allen Dingen ihre Aktionsfreiheit bewahren
müſſe, wenn ſie nicht den Argwohn der anderen Mächte
und dadurch internationale Gegenſätze heraufbeſchwören
wolle. Eine Aenderung dieſer Politik erſordere Europas
größte Wachſamkeit.

Deutſches Reich.
Die Konkurrenzklauſel. Dem Reichstage
werden in der nächſten Seſſion zur Regelung der Frage
der Konkurrenzklauſel zwei Vorlagen zugehen, eine No=
velle
zum Handelsgeſetzbuch und eine zweite zur Gewerbe=
Ordnung, in denen die jetzt für kaufmänniſche und ge=
werbliche
Angeſtellte geltenden Vorſchriften über den Ge=
brauch
der Konkurrenzklauſel neu geregelt werden ſollen.
Die neuen Vorſchläge der Reichsregierung, die mit
den verbündeten Regierungen vereinbart ſind, beruhen
nun auf dem Grundſatz der bezahlten Karenz; es ſoll ein
Ausgleich zwiſchen den Intereſſen des Prinzipals und
denjenigen des Angeſtellten erreicht werden, indem dem
Angeſtellten für die Beſchränkung, die ihm das Konkur=
renzverbot
auferlegt, der Anſpruch auf eine angemeſſene
Entſchädigung zugeſtanden wird. Die Entſchädigung ſoll
ſo bemeſſen werden, daß dem Angeſtellten für das erſte
Jahr nach ſeiner Entlaſſung mindeſtens ein Viertel, für
das zweite Jahr ein Drittel und für das dritte Jahr das
volle zuletzt bezogene Gehalt gezahlt wird. Dabei iſt für
Handlungsgehilfen das Konkurrenzverbot auf drei Jahre
beſchränkt, während für techniſche Angeſtellte eine zeitliche
Beſchränkung nicht in Ausſicht genommen iſt. Auf die
Entſchädigung in voller Höhe des bisherigen Gehaltes ſoll
aber das Einkommen aus einer neuen Stellung in An=
rechnung
gebracht werden, im erſten und zweiten Jahre je=
doch
nur inſoweit, als das neue Einkommen den Betrag
von drei Vierteln oder zwei Dritteln des zuletzt bezoge=
nen
Gehaltes überſteigt. Es iſt ferner in Erwägung ge=
zogen
, einer zu ausgedehnten Anwendung der Konkurrenz=
klauſel
dadurch entgegenzuwirken, daß ihre Gültigkeit von
gerichtlicher oder notarieller Beurkundung abhängig ge=
macht
wird. Ehrenwörtliche Verſicherungen, durch die ein
Angeſtellter ſich einer Konkurrenzklauſel unterwirft, ſollen
für nichtig erklärt werden. Dieſe Grundſätze der bezahlten
Karenz ſollen auch Anwendung finden, wenn der Ange=
ſtellte
ſich einem Schweigegebot unterwirft, ohne daß ihm
der Eintritt in ein Konkurrenz=Unternehmen verwehrt iſt.
Es ſind zunächſt die Handelskammern und Kaufmanns=
gerichte
um Aeußerungen zu dieſen Vorſchlägen erſucht
worden.
Die Betriebseinnahmen der preu=
ßiſch
=heſſiſchen Staatseiſenbahnen betru=
gen
im Juli 1910 gegenüber dem gleichen Monat des
Vorjahres: im Perſonenverkehr 5,2 Mill. Mark (8,40
Prozent), im Güterverkehr 4,1 Mill. Mark (3,87 Prozent),
insgeſamt einſchließlich der Mehreinnahmen aus ſonſtigen
Quellen 9,8 Millionen (5,55 Prozent) mehr. Der Juli
1910 hatte einen Sonntag mehr und einen Werktag we=
niger
als der gleiche Monat des Vorjahres.
Ausbildung der Landwehr= Unteroffi=
ziere
zu Beamten. Wie nach der Magd. Ztg. ver=
lautet
, ſollen in Zukunft Unteroffiziere und Unteroffiziers=
Aſpiranten der Landwehr in Friedenszeiten eine beſon=

dere Ausbildung im Verwaltungsdienſt erhalten, vor=
ausgeſetzt
, daß ſie einen entſprechenden Bildungsgrad b=
ſitzen
. Die erlangten Kenntniſſe ſollen ſie in Kriegszeiten
als Beamte der Garniſonverwaltungen verwerten. Dieſe
Maßnahme iſt getroffen worden, da es in Kriegszeiten
oft an geeignetem Perſonal zur Beſetzung der oberen
Beamtenſtellen bei den Garniſonverwaltungen fehlt. Die
geeigneten Unteroffiziers=Aſpiranten d. L. ſollen zu Un=
teroffizieren
befördert werden, während die Unteroffiziere
d. L. die Ausſicht haben, Vizefeldwebel bezw. Vizewacht=
meiſter
zu werden. Auf die zur Ausbildung nötigen
Uebungen werden die Pflichtübungen angerechnet.
Die Grün d ung einer Propa=
ganda
=Geſellſchaft für die deutſchen Ko=
lonien
, wird jetzt amtlich bekannt gegeben. Der Zweck
des Unternehmens iſt es, die Kenntnis von unſeren deut=
ſchen
Kolonien durch Abhaltung von Vorträgen und ähn=
lichen
Veranſtaltungen im deutſchen Volke zu erweitern.
Von Hamburg aus ſollen durch das ganze Deutſche Reich
Vortragende geſandt werden, die in den einzelnen Städten
Vorträge halten. An der Spitze des Unternehmens ſteht
eine Anzahl erſter Kaufleute Hamburgs.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Miniſterbegegnung. Das Wiener Fremden=
blatt
veröffentlicht folgendes Kommuniqué: In Gemäß=
heit
mit der ſeit Jahren beſtehenden Gewohnheit, daß je=
der
neuernannte Miniſter eines der drei verbündeten
Staaten ſich den Souveränen der beiden anderen Staa=
ten
vorſtellt, wird Marcheſe di San Giuliano
ſich am 1. September ds, Js. nach Iſchl begeben, wo er
von dem Kaiſer Franz Joſef in Audienz empfangen wird.
Vor der Audienz wird Marcheſe di San Giuliano am
30. Auguſt in Salzburg eine Begegnung mit dem Mini=
ſter
des Aeußern Grafen Aehrenthal haben.
Frankreich.
Aviatik und Kriegsbudget. Der Matin
interpellierte den Kriegsminiſter bezüglich der Aviatik;
dieſer beſtätigte die kürzlich von dem Berichterſtatter für
das Kriegsbudget, Clementel, gemachten Mitteilungen
und führte aus: Alle unſere Beſtrebungen bezüglich der
Aviatik werden dahin zielen, die Apparate zu vervoll=
kommnen
, beſonders für den militäriſchen Gebrauch, und
die Zahl der Apparate, ſowie die Zahl der aviatiſchen
Führer zu vermehren, ſoweit es die zur Verfügung ſtehen=
den
Mittel erlauben.
Kreta.
Die Feindſeligkeiten zwiſchen den
Chriſten und Muſelmanen nehmen zu. Von Tag
zu Tag mehren ſich die Anzeichen kommender Verwickelun=
gen
. Die Muſelmanen verübten mehrfach Gewalttätigkei=
ten
. In Rethymon zündeten ſie das Eigentum der Chri=
ſten
an, wobei einer der Beſitzer bei lebendigem Leibe ver=
brannte
; aus Rache hierfür verübten die Chriſten mehrere
Mordanſchläge gegen Muſelmanen.
Nordamerika.
Die politiſche Lage in den Vereinigten
Staaten macht eine Kriſis durch. Es iſt unbeſtreit=
ar
, daß zwiſchen Taft und Rooſevelt Meinungsver=
ſchiedenheiten
beſtehen. Die republikaniſche Partei iſt
geteilt und ein Bruch ſcheint bevorzuſtehen zwiſchen dem
jetzigen und dem früheren Präſidenten. Die Lage in
der republikaniſchen Partei iſt zu vergleichen mit der
Lage, welche in der demokratiſchen Partei zur Zeit des
Bryanismus herrſchte. Die Urſache der Meinungs=
verſchiedenheiten
wird teilweiſe auf die Haltung Tafts
zurückgeführt.
Chile.
Die Wahl des Nachfolgers des verſtor=
benen
Präſidenten Montt wird am 15. Oktober
ſtattfinden.
China.
Der neue Beamtenwechſel in Peking
wird allgemein als ein Zeichen einer ſtarken Hand ange=
ſehen
, die den durch Wujutſcheng vertretenen Radikalismus
ausſchaltet, um den langſamen Fortſchritt zu fördern.
Hſüſchitſchangs Berufung fällt auf, weil er zu den ver=
trauteſten
Mitarbeitern Juanſchikais gehörte. Die Be=

Die Bettlerſtadt von London.
(*) Die Rieſenſtadt London, die in ihrem gewalti=
gen
Umkreis eine ganze Welt im kleinen birgt, beſitzt
auch eine richtige Bettlerſtadt, in der ſich die Betrüger
und Schwindler häuslich niedergelaſſen haben, die auf
das Mitleid ihrer Mitmenſchen ſpekulieren. Dieſe
Bettlerſtadt von Notting Dale, die ſich nicht weit von
dem vornehmen und wohlhabenden Weſtend mit ihren
winkeligen Gaſſen und Häuschen dehnt, genießt die
beſondere Aufmerkſamkeit der Polizei, von der der
Mitarbeiter einer engliſchen Zeitung für ſeine anſchau=
liche
Schilderung dieſes intereſſanten Großſtadtwinkels
reiches Material erhalten konnte. Die Bewohner von
Notting Dale ſind die häufigſten Gäſte der engliſchen
Polizeibureaus und Gerichtshöfe. Dreitauſend haben
voriges Jahr nähere Bekanntſchaft mit den Dienern
des Geſetzes machen müſſen; in dieſem Jahre ſind es
ſchon 1900 Inſaſſen von Notting Dale, die die Gerechtig=
keit
in ihre Obhut genommen hat. Doch trotz dieſer
regen Anteilnahme, die der Bezirk bei der Polizei ge=
nießt
, blüht die Bettlerſtadt immer mehr auf und er=
hält
immer neuen Zuzug. Wirkliche Arme wird man
hier vergebens ſuchen; das Geld iſt reichlich vorhanden
und wird in den zwölf Vergnügungslokalen geräuſch=
voll
ausgegeben; der wirkliche Hunger iſt ein ſeltener
Gaſt in Notting Dale, ſo hohläugig und zerlumpt ſeine
Bewohner auch vor der übrigen Menſchheit erſcheinen
mögen.
In dem großen Bereich Londons iſt die Bettler=
ſtadt
eine Welt für ſich mit ihren eigenen Geſetzen und
Lebensformen; ihre Bürger laſſen ſich in folgende Klaſ=
ſen
teilen: 1. Männer und Frauen, die ſich damit ihr
Brot verdienen, daß ſie an andere Bettler elend aus=

ſehende Kinder verleihen. 2. Alte Invaliden und
Seebären, die ſich falſche Tafeln mit einer Aufzähl=
ung
ihrer Leiden umhängen und lange rührſelige Er=
ählungen
vorbringen. 3. Herabgekommene Leute beſ=
ſerer
Stände in abgeſchabten Gehröcken und ſorgfältig
geputzten zerriſſenen Schuhen, die von ihren Univer=
ſitätsſtudien
erzählen. 4. Muſikaliſche Bettler, die
in den Höfen und nachts in Lokalen niederer Gattung
ſentimentale Lieder ſingen. 5. Fabrikanten von Bet=
telbriefen
. 6. Bettler, die unter dem Vorwand, Streich=
hölzer
, Knöpfe uſw. zu verkaufen, um ein Almoſen
bitten. Ein Menſch, der wirklich Not leidet, wird in
der Bettlerſtadt keine Sympathien finden; aber der
Schwindler, der Betteln zu ſeiner Profeſſion wählen
will, findet hier alle nur möglichen Hilfsmittel und
kann ſich binnen kurzem zu einem Meiſter in ſeinem
Fach ausbilden.
Ein ſchwunghafter Handel wird in Notting Dale mit
dem Verleihen kranker Kinder getrieben. Ein gewöhn=
liches
krankes Kind kann ein Bettler oder noch häu=
figer
eine Bettlerin ſchon für 50 Pfg. den Tag geliehen
erhalten; ein ungewöhnlich elend und erbarmungs=
würdig
ausſehendes Baby koſtet allerdings 75 Pfg. und
mehr, und eine ganze Familie elender Würmer, die
ſich mit leiſem Weinen und Wimmern an den Hilfe=
flehenden
hängt, wird mit 2 Mark pro Tag bezahlt.
In einem Hauſe wird eine Fabrik betrieben, die in
großer Menge Tafeln für Taube und Stumme anfer=
tigt
, dann Inſchriften verſchiedener Art, die das Mit=
leid
erregen ſollen, auf gräßliche Darſtellungen von
Schlachten und Unglücksfällen hinweiſen, an denen der
Betrüger teilgenommen haben will. In einem anderen
Hauſe ganz nahe dabei kann man billig Berichte kau=
fen
; ſo nennt man in der Bettlerſtadt ausführliche

Lügengeſchichten, in denen allerlei menſchliches Elend
angehäuft iſt. Der Bettler lernt dieſen Bericht aus=
wendig
und wirkt durch beſtändiges Vortragen dieſer
Geſchichte auf das mitleidige Herz und den Beutel des
Publikums ein. Die Bettelbrieffabrikanten geben
gegen anſtändige Bezahlung zu ihren Elaboraten auch
gleich eine Liſte derjenigen Geſellſchaftskreiſe zu, bei
denen gerade dieſe Erzählung den größten Eindruck
hervorrufen muß. Ein alter Invalide wendet ſich an
ehemalige Offiziere; ein herabgekommener Student
wird mit dem beſten Erfolge bei denen herumwandern,
die in Oxford oder in Cambridge ihr Examen gemacht
haben.
Viele Inſaſſen von Notting Dale beginnen nicht
vor 6 oder 7 Uhr abends ihr Tagewerk Sie haben
durch Erfahrung gelernt, daß des Menſchen Herz und
Portemonnaie in den Frühſtunden des Tages am
ſchwerſten ſich öffnen und daß er um ſo mitleidiger und
freigebiger wird, je ſpäter die Stunde iſt. Ganz er=
ſtaunlich
groß ſind die Einnahmen, die manche dieſer
Berufsbettler haben. Ihr Metier wirft ihnen viel
mehr ab, als die meiſten Menſchen in angeſtrengter
ehrlicher Arbeit erwerben können. Ein beſonders ge=
ſchickter
Schwindler, der den Namen König der Bett=
ler
führte und ſein beſtes Publikum unter den Be=
ſuchern
der Börſe fand, geſtand bei ſeiner Verhaftung,
daß er jährlich 10000 Mark mit ſeiner Bettelei einge=
nommen
habe. Er beſaß eine Villa in Sydenham, (!)
in die er des Abends als Gentleman heimkehrt, nach=
dem
er die zerlumpten Kleider und die vollkommene
Paralyſe abgeworfen hatte, mit denen er des Tages
eine Erfolge erzielte. Viele Bewohner von Notting
Dale verdienen 15 bis 20 Mark den Tag, und eine
wirklich gute Geſchichte bringt ihnen auch noch mehr.

[ ][  ][ ]

Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1916.
* Seite 3.
rufung des Prinzen Inlang, des ſtärkſten Mannes der 1 dem Kaiſer von Rußland verliehenen St. Stanislaus=
Techniſche Hochſchule. Unſere Leſer mach=

Mandſchudynaſtie, wird ſo aufgefaßt, daß er für ſpäter
als Nachfolger des Prinzen Tſching auserſehen ſei. New=
York Herald meldet aus Peking, daß gleichzeitig mit
der Ernennung Tang=Schao=Yis zum Präſidenten des
Verkehrsminiſteriums der Regent ein Edikt erlaſſen hat,
in dem er den Vizekönigen und Gouverneuren zur Kennt=
nis
bringt, daß Anleihen im Auslande unumgänglich
nötig ſeien zum Ausbau des Reichseiſenbahnnetzes und
ſie anweiſt, die fremdenfeindliche Bewegung zu unter=
drücken
.
Koreg.
Das Ende der koreaniſchen Dynaſtie. Die
Verhandlungen des japaniſchen Kriegs= und Kolonial=
miniſters
Terauchi in Söul werden mit der endgültigen
Angliederung Koreas an Japan und der Entfernung der
koreaniſchen Dynaſtie enden. Nach Meldungen aus Tokio
iſt die Zukunft dieſer Herrſcherfamilie materiell vollkom=
men
ſicher geſtellt. Der Kaiſer von Korea behält alle
ſeine Privatgüter. Ob ſein ſtändiger Wohnſitz Söul blei=
ben
, oder ob er ſich in einen ſeiner Paläſte fern der
Hauptſtadt zurückziehen wird, bleibt den Verhandlungen
vorbehalten, die der japaniſche Kriegsminiſter Terauchi
abſchließen wird. In Tokio hofft man, daß die Verhand=
lungen
kein Blutvergießen zur Folge haben werden, da
die Führer der alten dynaſtietreuen Partei faſt aus=
nahmslos
im Auslande ſind.
* Bremen, 18. Aug. Der Kaiſer hat an die
Witwe des Präſidenten Montt heute ein Telegramm
in franzöſiſcher Sprache gerichtet, deſſen deutſche Ueber=
ſetzung
lautet: Tief bewegt durch die Nachricht von dem
plötzlichen Tode Ihres Gemahls, des Präſidenten der Re=
publik
, beehre ich mich, Ihnen meine aufrichtige Anteil=
nahme
an Ihrem grauſamen Verluſte zum Ausdruck zu
brngen. gez. Wilhelm I. R. Die Witwe Montts und
ihre Schwägerin reiſten heute nachmittag um 4,03 Uhr in
dem ihnen vom Senat zur Verfügung geſtellten Salon=
wagen
in Begleitung des Generals Körner und des
Leibarztes Dr. Münnich nach Berlin ab. Zur Verabſchie=
dung
am Bahnhof waren beide Bürgermeiſter erſchienen.
* Der deutſche Tabakbau hat, wie wir in der
Rhein. Weſtf. Ztg. leſen, in den letzten Jahren bedeutend
an Umfang verloren. Nach den mit erheblichen Schwie=
rigkeiten
verbundenen ſtatiſtiſchen Ermittelungen belief
ſich der Ertrag an getrockneten Tabakblättern im Jahre
1901 auf 400 127 Doppelzentner und fiel bis zum Jahre
1908 auf 344088 Doppelzentner. Das Jahr 1907 hatte
mit nur 288 394 Doppelzentnern den niedrigſten Stand
der Gewichtsmenge gebracht. In Deutſchland befindet ſich
der Tabak=Anbau faſt ausſchließlich in den Händen von
Kleingrundbeſitzern, von denen 1908 ungefähr die Hälfte
nur über eine Anbaufläche bis zu 10 Ar verfügte. Ver=
gleicht
man nunmehr die Zahl der Tabakpflanzer in den
Jahren 1901 und 1908, ſo ergibt ſich hier der auffallende
Rückgang von rund 26 Prozent. Es hat vor allem die
Zahl der Tabakpflanzer ſtark abgenommen. Ein deut=
liches
Bild des Rückganges im deutſchen Tabakbau bietet
die Abnahme des Flächeninhaltes der mit Tabak bepflanz=
ten
Grundſtücke. Dieſe verringerte ſich von 16963 Hektar
im Jahre 1901 auf 14525 im Jahre 1908, wovon auf den
einzelnen Pflanzer 1901 ein Areal von 14,08 Ar entfiel,
1908 dagegen ein ſolches von 16,38.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 20. Auguſt.
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben verliehen: das Ritterkreuz 1. Klaſſe
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen dem
Generaloberarzt Dr. Eichel, Diviſionsarzt der 37.
Diviſion, ſeither Oberſtabsarzt und Regimentsarzt des
Leibgarde=Infanterie=Regiments (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115,
und dieſelbe Auszeichnung dem Oberleutnant der
Reſerve a. D. Carl Beſt in Wiesbaden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben dem Bürgermeiſter
Dr. Guſtav Kayſer zu Bad Nauheim die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj.

Ordens 2. Klaſſe erteilt.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 15 enthält:
Bekanntmachung, die Prüfungsordnung für die Abhaltung
von Prüfungen in der Landwirtſchaft an der Großherzog=
lichen
Landesuniverſität Gießen betreffend.
n. Die Ferienſtrafkammer beſchäftigte ſich in ihrer
geſtrigen Sitzung u. a. mit einer Steuerſache, in der einem
hieſigen Dentiſten die Unterlaſſung der ſeitens des Finanz=
amts
verlangten Deklaration in der Abſicht der Steuer=
hinterziehung
, Verfehlung gegen das (Vermögensſteuer=
und Kapitalrentenſteuergeſetz zur Laſt gelegt war. Die
Steuerbehörde hatte nach einer Ordnungsſtrafe von 25
Mark nunmehr im vorigen Jahre von einer ſolchen ab=
geſehen
und das Verfahren wegen abſichtlicher Hinter=
ziehung
eingeleitet, worauf ſie nach Abſchluß der Ermitt=
lungen
neben Anforderung der zu wenig gezahlten Steuer
der vier letzten Jahre weiter Strafbeſcheide auf den acht=
fachen
Betrag der hinterzogenen Steuern mit 750 Mark
und 3300 Mark erließ. Letzteren focht der Beſchuldigte als
unbegründet an, indem er jede Hinterziehungsabſicht be=
ſtreitet
. Er berief ſich darauf, daß er aus Unerfahrenheit
die Deklarierung unterlaſſen und ſich dieſelbe nachträglich
durch einen Dritten, einen Bankbeamten, habe anfertigen
laſſen. Letzterer beſtätigte dies auch als Zeuge und be=
kundete
, daß der Beſchuldigte in den einſchlägigen Fra=
gen
nicht bewandert und ſich über ſein aus Wertpapieren
beſtehendes Vermögen nach mancher Richtung im Unkla=
ren
gezeigt habe. Er hatte es ſtets auf die Einſchätzung
ankommen laſſen, obwohl dieſe ſtets geringer als der wirk=
liche
Einkommensſtand war und glaubte auch das letzte
Mal, daß mit einer Ordnungsſtrafe die Sache erledigt ſei.
Die vor den letzten vier Jahren liegenden Verhältniſſe ſind
verjährt. Beſchuldigter gibt aber zu, daß er in den 90er
Jahren ein jährliches Geſchäftseinkommen von 2030000
Mark gehabt habe, obwohl er damals nur mit 12000
Mark eingeſchätzt war. Die jetzige Einſchätzung war be=
trächtlich
höher, doch war bei niedrigerem Gewerbsertrag
das Kapitalrenteneinkommen nicht ausreichend berückſich=
tigt
. Der als Sachverſtändiger auftretende Finanzrat Stroh
ſprach unter näherer Begründung ſeine Ueberzeugung von
der Hinterziehungsabſicht aus, doch hielt das Gericht den
Beweis für nicht geführt und nahm nur eine
durch Ordnungsſtrafe zu ahndende Fahrläſſigkeit an, die
allerdings hochgradiger Natur ſei. Das Urteil lautete
demgemäß unter Aufhebung der Strafbeſcheide auf 500
Mark Ordnungsſtrafe. Ferner wurde der 31jährige, ver=
heiratete
Taglöhner Philipp Rottmann von hier wegen
Rückfalldiebſtahls mit mildernden Umſtänden zu 4 Mona=
ten
Gefängnis verurteilt. Er war in Begleitung eines
Hundes in der Nähe von Kranichſtein geweſen und hatte
ſpäter ein damals einem dortigen Wirt aus deſſen Hof ver=
ſchwundenes
Stück Fleiſch im Werte von 5 Mark in Beſitz.
Er leugnete die diebiſche Aneignung und ſtellte es ſo hin,
als habe der Hund unbeobachtet das Fleiſch ausgeſchleppt,
und es ſei dann von ihm unterwegs, ohne Ahnung der
Herkunft, gefunden worden. Auf Grund der Gegenaus=
ſagen
ſah das Gericht dieſe Angaben als Ausflucht und
den Angeklagten als ſchuldig an.
C Die Ausſtallung des Dautſchen Künſtlerbundes
auf der Mathildenhöhe hat ſich, wie man uns mitteilt,
fortgeſetzt ſteigenden Intereſſes namentlich auswärts
zu erfreuen. Beſonders erfreulich iſt das Intereſſe von
Kaufliebhabern. Dementſprechend ſind in letzter Zeit
recht bedeutende Käufe perfekt geworden, und wegen
mehrerer Gemälde ſchweben zurzeit noch Unterhand=
lungen
. Seit den zuletzt gemeldeten Ankäufen von
Kalckreuths Porträt Fräulein Haſſe und von Stucks
Salome, die bekanntlich der Darmſtädter Galerie
einverleibt werden, ſind weiter verkauft worden: das
im Ehrenſaal hängende Gemälde Frühlingsſtimmung
am Hafen von Ulrich Hübner=Travemünde, das die
Mainzer Galerie erworben hat. Weiter: Rudolf Sig=
m
unds=Weimar Arno im Herbſt, Maria Caspar=
Filſers Frachtſchiff am Bodenſee‟, J. V. Ciſſarz‟
Die Strandpaſſage von Wyk=Föhr, Dora Hitz’= Ber=
lin
In den Bergen von Piſtoja, Max Slevogts
Kriegsſchiff Robert Pötzelbergers Waldſee‟,
Karl Caspars=München Noli me tangere und
eine Klein=Plaſtik von Albin Müller. Insgeſamt
wurden bisher für zirka 70000 Mark Verkäufe abge=
ſchloſſen
. Auch die bis jetzt erſchienenen Beſprechun=
gen
der bedeutendſten Zeitungen und Zeitſchriften
ſprechen ſich ſehr ſchmeichelhaft über die künſtleriſche
Geſamtbedeutung der Ausſtellung aus.

wir auf die im Annoncenteil unſeres Blattes ene=
haltene
Bekanntmachung der Techniſchen Hochſchule
aufmerkſam. Dieſelbe gewährt eine vollſtändige
wiſſenſchaftliche und künſtleriſche Ausbildung für den
techniſchen Beruf. In beſonderen Abteilungen wer=
den
Architekten, Bau=Ingenieure, Kultur=Ingenieure,
Maſchinen=Ingenieure, Elektro=Ingenieure, Chemiker,
Elektro=Chemiker und Apotheker ausgebildet; des=
gleichen
in der allgemeinen Abteilung Lehrer für
Mathematik und Naturwiſſenſchaften, ſowie Geometer.
Auch Frauen werden jetzt zum Studium zugelaſſen.
Akademiſch gebildete Perſonen und ſelbſtändige Män=
ner
, die ihrer äußeren Lebensſtellung nach nicht als
Studierende oder Hörer eintreten können, ebenſo
Frauen können als Gäſte zum Beſuche einzelner Vor=
leſungen
und Uebungen zugelaſſen werden. Die Tech=
niſche
Hochſchule hat das Recht, auf Grund beſonderer
Prüfungen den Grad eines Diplom=Ingenieurs und
die Würde eines Doktor=Ingenieurs zu erteilen. In=
folge
Vertrags zwiſchen der Groß. Heſſiſchen und der
Königl. Preußiſchen Landesregierung beſteht Gleich=
ſtellung
und gegenſeitige Anerkennung für die Vor=
prüfung
und erſte Hauptprüfung für den Staatsdienſt
im Hochbau=, Ingenieurbau= und Maſchinenbaufache
ſowohl hinſichtlich der ſeitherigen vor dem Techniſchen
Prüfungsamte abgelegten Staatsprüfungen als auch
hinſichtlich der an Stelle derſelben getretenen, auf
Grund neuer Diplomprüfungsvorſchriften abzuhalten=
den
Diplomprüfungen. Ferner werden an der Tech=
niſchen
Hochſchule Fachprüfungen abgehalten. Für die
Reichsprüfung der Apotheker iſt der Beſuch der Tech=
niſchen
Hochſchule demjenigen einer Univerſität gleich=
geſtellt
; auch iſt der pharmazeutiſchen Prüfungskom=
miſſion
zu Darmſtadt durch Bundesratsbeſchluß die
Berechtigung zur Erteilung für das ganze Reich gül=
tiger
Approbationen gegeben worden. Die Vorbereit=
ung
zum höheren Staatsdienſt des Großherzogtums
Heſſen im Forſtfach kann teilweiſe auf der Techniſchen
Hochſchule erlangt werden; für die Vorbereitung zum
Gymnaſial= und Real=Lehramt, ſoweit dieſelbe Mathe=
matik
und Naturwiſſenſchaften betrifft, wird das Stu=
dium
an der Techniſchen Hochſchule dem Studium an
Univerſitäten bis zu drei Halbjahren gleichgerechnet.
Beſonders iſt noch hervorzuheben, daß durch die ein=
gerichteten
Herbſt= und Oſterkurſe es ermöglicht iſt,
zu Oſtern oder im Herbſt mit dem Studium zu be=
ginnen
und ſomit ohne Zeitverſäumnis nach je vier
Semeſtern die Vorprüfung und nach je acht Semeſtern
die Hauptprüfung abzulegen.
* Eine Jubiläums=Lokomotive. Am Donnerstag
abend 7 Uhr 20 Minuten traf die von der Maſchinen=
fabrik
Henſchel in Kaſſel gebaute und für die Direktion
Mainz beſtimmte Jubiläums=Lokomotive auf dem hie=
ſigen
Bahnhof ein. Es iſt dies die 10000. von der Fabrik
gelieferte Lokomotive. Sie war über und über mit Gir=
landen
geſchmückt und wurde mittelſt Güterzug kalt
nach hier gefahren. Die Lokomotive iſt eine fünfmal
gekuppelte Heißdampf=Güterzugsmaſchine mit Schlepp=
tender
. Im Direktionsbezirk Mainz erhält ſie die
Ordnungsnummer 5401. Heute erfolgt ihre Ueber=
führung
in die hieſige Hauptwerkſtätte zum vollſtändi=
gen
Aufmontieren. Nach Abnahme derſelben und ſtatt=
gefundener
Probefahrt durch die Aufſichtsbehörde be=
zieht
ſie ihren Standort Hanau. Die Maſchinenlänge
ohne Tender beträgt 8 Meter und beſitzt einen Rauch=
verbrennungsapparat
; ebenſo iſt ihre Ausſtattung der
modernen Technik angepaßt.
Ins Manöver. Geſtern früh ſind die Artillerie=
Regimenter unſerer Garniſon mit klingendem Spiele
ausgerückt zum Krieg im Frieden. Die Regiments=
ſtäbe
werden in einigen Tagen folgen.
Odenwaldklub. Unter Hinweis auf die Anzeige
werden die Mitglieder, die ſich an dem morgigen Aus=
fluge
beteiligen wollen, dringend gebeten, ſich mög=
lichſt
bei Herrn Wetzſtein (Ecke der Eliſabethen= und
Grafenſtraße) Tiſchkarten zu löſen. Auch ſind bei
Herrn Wetzſtein Wanderpläne erhältlich, jedoch nur
für die Herren, die Tiſchkarten kaufen. Bei der ge=
ſtiegenen
Zahl der Teilnehmer an den Ausflügen iſt
die Ausgabe der Tiſchkarten vor der Abfahrt durch
die Führer für dieſe nicht nur mit großer Mühe, ſon=
dern
auch mit mancherlei Unannehmlichkeiten ver=
bunden
. Die Teilnehmer leiſten deshalb den Füh=
rern
und damit auch der Sache ſelbſt durch den
Kauf der Tiſchkarten im Vorverkauf einen recht an=
genehmen
Dienſt.

Kleines Feuilleton.
* Wer war Füſilier Kutſchke? Als Ver=
faſſer
des Kutſchke=Liedes ſtellt ſich der Täglichen Rund=
ſchau
Herr Hoffmann=Kutſchke in Breslau, Inhaber des
Eiſernen Kreuzes und weiterer vier Denkmünzen,
vor. Er hat den Namen Kutſchke angenommen, nachdem
ſein im Feld gedichtetes Lied Auf Flügeln des Ge=
ſanges
von Mund zu Mund geeilt und eines Tages
1870 mit fremden Zuſätzen unter dem Namen Kutſchke
gedruckt worden war. Herr Hoffmann hat ſpäter ſeine
auch ſonſt angefochtene Vaterſchaft an dieſem Sang
überzeugend nachgewieſen und ſich den Beinamen
Kutſchke rechtmäßig zu eigen gemacht. Der alte Veteran
ſchreibt der Tägl. Rundſchau: Da nach jahrelangem
Streit und endlich dann erfolgter Klarlegung immer
wieder und wieder jetzt noch ſagenhafte Veröffentlichun=
gen
über das Lied Was kraucht dort in dem Buſch
herum und ſeinen Verfaſſer auftauchen, erſcheint es
mir geboten, nochmals auf den Plan zu treten, um als
Erſter Beteiligter dabei der Oeffentlichkeit darzutun:
Meine zwei Bücher: Kutſchkes Ausgewählte Gedichte‟
und Allerlei aus Krieg und Frieden (bei Schottlän=
der
=Harmonie in Berlin), ſowie die Unterſchriften von
etwa zwanzig Kameraden von damals ſind meine
Zeugen; die Spezialunterſuchung des Korpsgenerals
Exzellenz v. Kirchbach ſen., Poſen, und der königlichen
Regierung hier erhärteten dieſe meine Autorſchaft,
welche außerdem Profeſſor Dr. Unbeſcheid=Dresden,
Profeſſor Dr. Matthai=Darmſtadt und viele andere hohe
Gelehrte feſtſtellten. Von Allerhöchſten mannigfachen
Anerkennungen zu ſchweigen.
Wie Mark Twain ſeine Reden vor=
bereitete
. Mark Twain war auch ein ausgezeich=
neter
Redner, und die wichtigſten von ſeinen oratoriſchen
Leiſtungen, die alle ſeinen lebhaft ſprudelnden Geiſt,
ſeinen Scharfſinn und ſein Verſtändnis für praktiſche
Werte erkennen laſſen, hat man jetzt in einem Bande
geſammelt. In der Einleitung zu dieſer Veröffent=
lichung
erzählt nun der Herausgeber ſehr hübſch, wie
der berühmte Humoriſt ſeine Reden vorbereitete. Er
improviſierte nämlich durchaus nicht, wie er ſich wohl
den Anſchein gab, ſondern betrieb die Vorbereitungen
dazu mit größter Sorgfalt, überlegte ſich jedes Wort
und jede Wendung im einzelnen. Da er aber ohne
Manuſkript ſprechen wollte, hatte er ſich ein ſehr merk=

würdiges mnemotechniſches Syſtem entwickelt. Er
legte eine beſtimmte Anzahl gleicher Gegenſtände, z. B.
Meſſer, Löffel, Gabeln, Federhalter oder Bleiſtifte, vor
ſich hin und übte ſeine Rede vor dieſem ſtummen Audi=
torium
ein. Dabei verknüpfte ſich in ſeinem Geiſte mit
jedem einzelnen dieſer Gegenſtände ein beſtimmter
Teil ſeiner Rede. Während er ſie ſprach, heftete er den
Blick auf den entſprechenden Löffel oder den entſprechen=
den
Bleiſtift, und erſt wenn er dieſen Redeabſchnitt be=
endet
hatte, ließ er den Blick zu der nächſten Gabel
oder dem nächſten Bleiſtift weiterſchweifen, der ihm die
Gedächtnisſtütze für den neuen Redeteil darſtellte. War
es nun ſo weit, daß er wirklich ſeine Rede vor dem
Publikum halten ſollte, ſo legte er dieſelben Gegen=
ſtände
in derſelben Reihenfolge vor ſich auf den
Katheder. Hätte dabei einmal jemand aus Zerſtreuung
oder Unkenntnis des Syſtems die Gegenſtände in ihrer
Reihenfolge verwirrt, ſo wäre Mark Twain zweifellos
in die größte Verlegenheit geraten und hätte ſeine Rede
kaum zu gutem Ende führen können.
CK. Der Poet auf dem Kutſchbock. Der
Beruf des Droſchkenkutſchers, der neben mancherlei
abwechſelungsreichen Intermezzos und intereſſanten
Szenen auch eine häufige Wartezeit in beſchaulicher
Muße auf dem Kutſchbock darbietet, ſcheint einer ge=
wiſſen
Anregung für dichteriſch veranlagte Gemüter
nicht zu entbehren. Den Droſchkenkutſcher Moore, der
ſich vor einem halben Jahrhundert einer großen Be=
liebtheit
wegen ſeiner poetiſchen Gaben erfreute, lud
Viktor Hugo; als Kollegen in der Kunſt Apolls zu
ſich zu Tiſche, und auch heute lebt unter den Pariſer
Kutſchern ein Poet, der freilich, dem Zuge der Zeit
folgend, keinen müden Pegaſus mehr durch die Straßen
treibt, ſondern flott in einer Autodroſchke daherſauſt.
Es iſt der Kutſcher Guillaume, und ſein Wagen führt,
wie der Figaro verrät, die Nummer 3473. Dieſer
Muſenfreund auf dem Kutſchbock hat eine ganze Reihe
von Gedichten verfaßt, die er bereitwillig den Be=
nutzern
ſeines Gefährts mitteilt, ſofern ſie ihm einer
Offenbarung ſeines Innerſten würdig erſcheinen. Aber
er iſt kein ſchwärmender Lyriker, der ſich in ſentimen=
talen
Träumereien ergeht, ſondern ein ſatiriſcher Be=
obachter
der Wirklichkeit, die er in boshaften und necki=
ſchen
Reimen ſchildert. Sein Beruf hat ihm die Augen
für mancherlei Nachtſeiten des Lebens geöffnet, und ſo
läßt er denn das grelle Licht ſeiner Poeſie auf manche

Situation fallen, die ſonſt ein gnädiges Dunkel um=
hüllt
. Die Zwiſchenfälle des Ehelebens, die politiſchen
Skandale finden in ihm einen Sänger voll grimmigen
Humors und bitterer Aufrichtigkeit, und auch die
Widrigkeiten ſeines Berufs hat er in Verſen geſchil=
dert
. Hat der Kutſcher Guillaume einen Gaſt für ſeine
Poeſie intereſſiert, dann zieht er wohl aus ſeiner
Wagentaſche, die ihm als Bibliothek dient, ein Heftchen
mit gedruckten Verſen und bietet ſie voll Höflichkeit als
die Kinder ſeiner Muſe dar.
* Der Polizeihund als Finder. Am
Sonntag begaben ſich zwei Herren aus Lübeck in den
Waldhuſener Forſt, um Pilze zu ſuchen. Hierbei ver=
lor
der eine von ihnen ſeine wertvolle goldene Uhr.
Augenſcheinlich war ſie mit der Kette an einem Zweig
hängen geblieben und ſo aus der Taſche geriſſen wor=
den
. Als der betreffende Herr den Verluſt bemerkte,
nützte auch ſtundenlanges Suchen nach der Uhr nichts
mehr. Am anderen Tage wurde der Polizeihund
Prinz geholt, der die Fährte aufnahm. Nach einer
knappen Stunde war der Herr wieder im Beſitze ſeiner
Uhr. Sie hing wirklich mit der Kette an einem
niedrigen Strauch, etwa ¾ Meter über dem Erdboden.
* Ein Käfig als Kinderwagen, das iſt
die neueſte Senſation Amerikas. Es handelt ſich um
einen Säugling, das 8 Monate alte Kind von Mr. Ed=
ward
Me Lean, Erbe eines Vermögens von 20000000
Pfund Sterling. Die Familie des Millionärs hält
ſich gegenwärtig in Bar Harbour, einer Sommer=
friſche
in Maine, auf, und der junge Erbe unter=
nimmt
ſeine Spazierfahrten hinter Schloß und Rie=
gel
in einem Stahlkäfig, der auf Rädern läuft.
Dieſer eigenartig geformte Kinderwagen verdankt
ſeine ſinnreiche Konſtruktion einem Verſuch, der vor
kurzer Zeit ſtattgefunden hatte, das hoffnungsvolle,
vielmehr zu allen Hoffnungen berechtigte Kind zu
rauben.
* Das Automobil als Zigarrenhand=
lung
. In London iſt ein Kaufmann auf die Idee ge=
kommen
, ſeine Zigarren und Zigaretten auf einem
Automobil feilzubieten, mit dem er die Straßen und
die Umgebung Londons auf der Suche nach Kunden
abfährt.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Augüſt 1910.

Nummer 194.

2 Paketeinſammtung durch die Poſt. Es in
noch nicht genügend bekannt, daß die Poſt abzuſen=
dende
Pakete auf Beſtellungen aus den Wohnungen
abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schrei=
ben
, eine Karte oder einen Zettel am beſten eine
unfrankierte Poſtkarte mit den Worten: Paket ab=
zuholen
bei (Name und Wohnung) unfrankiert
in den nächſten Briefkaſten zu werfen oder einem
Briefträger mitzugeben und die Sendung wird bei
der nächſten Paketbeſtellfahrt gegen eine Gebühr von
10 Pfg. vom Hauſe des Abſenders abgeholt. Das Ver=
fahren
iſt einfach und bequem und beſonders ſolchen
Perſonen zu empfehlen, denen kein Dienſtbote zur
Verfügung ſteht.
nn. Gravelotte. Wie ſeit 40 Jahren, ſo ver=
ſammelten
ſich auch am vorgeſtrigen Gedenktag der Schlacht
bei Gravelotte-St. Privat die Mitglieder der Geſell=
ſchaft
Gravelotte nachmittags mit ihren Familien auf
dem Arheilger Mühlchen um dieſen Ehrentag der
heſſiſchen Truppen in feſtlicher Weiſe zu begehen. Nach=
dem
die Feſtgäſte durch Böllerſchüſſe begrüßt waren,
fand eine gemütliche Feier in dem prächtigen Garten der
neuen Reſtauration ſtatt. Um 8 Uhr fand das übliche
Feſteſſen ſtatt, wobei der Vorſitzende der Geſellſchaft
Gravelotte‟, Herr Bahnhofsvorſteher i. P. Müller, der
verſtorbenen Mitglieder in ehrenden Worten gedachte
und den dahingeſchiedenen Kämpfern ein ſtilles Glas
weihte. Auf Se. Majeſtät Kaiſer Wilhelm II. und
Großherzog Ernſt Ludwig brachte der Vorſitzende ein
dreifaches Hoch aus, in das die Verſammlung begeiſtert
einſtimmte. Herr Chefredakteur Simon gab noch in=
tereſſante
ſtatiſtiſche Nachweiſe über die Entwickelung
und das Blühen des Kriegervereinsweſens in Darmſtadt
ſeit 1870, wofür ihm beſtens gedankt wurde. Nach dem
Eſſen fand ein kleines Tanzvergnügen ſtatt, zu dem ſich
wie immer die Bewohner von Kranichſtein mit Kind
und Kegel zahlreich eingefunden hatten. Ein prächtiges
Feuerwerk bildete den Schluß der ſchön verlaufenen
Feier, die um 11 Uhr ihr Ende erreichte.
* Fortſchritte der Enthaltſamkeitsbewegung.
Man ſchreibt uns: Mehr und mehr bricht ſich die Er=
kenntnis
Bahn, daß zur Beſeitigung der Alkoholſchäden
eine Bekämpfung des Alkoholmißbrauches nicht ausreicht,
ſondern daß die Abſchaffung der Trinkſitten unumgäng=
lich
notwendig iſt. Solange mit der allgemeinen Ge=
wohnheit
, geiſrige Getränke zu genießen, nicht gebrochen
wird, ſolange wird auch der ſtändige Nachwuchs von
Trinkern mit der Gefolgſchaft von Krankheit, Wahnſinn,
Armut, Verbrechen nicht aufhören. Von dem Umfange,
den die Nüchternheitsbewegung in Heſſen und den Nach=
bargebieten
bereits angenommen hat, ſoll ein vom
Deutſchen Alkoholgegnerbund Ortsgruppe Darmſtadt
veranſtaltetes Waldfeſt am Sonntag Zeugnis ab=
legen
. Näheres ſiehe im Anzeigenteil und an den
Plakattafeln.
Der Heſſ. Fechtverein Waiſenſchutz ( Zweig=
verein
Darmſtadt) hält am Sonntag, 21. Auguſt, im
ſtädtiſchen Saalbau ein Sommerfeſt (Kinderfeſt) ab. Es
ſind daher vorwiegend Kinderſpiele als Wettlaufen,
Sackhüpfen, Wurſtſchnappen, Kletterbaum u. a. m. vor=
geſehen
. Ebenſo wird ein von 50 Vereinskindern auf=
geführter
Reigen überraſchen. Auch für Mitglieder und
Gönner des Vereins iſt zu der Unterhaltung durch
Preisſchießen, Tanz uſw. Sorge getragen. (Näheres ſiehe
Anzeige.)
* Schützenhof. Im Juni hatte Herr Obermuſik=
meiſter
Hauske ein althiſtoriſches Programm auf=
geſtellt
, das u. a. enthielt: Nürnberger Trinklied,
internationale hiſtoriſche Märſche von Boettge, großes
militäriſches Tongemälde von Saro mit Schlachten=
muſik
unter Mitwirkung der Spielleute des Garde=
Füſilier=Bataillons. Dieſes Programm konnte wegen
ungünſtiger Witterung nicht zur Aufführung gelangen
und ſoll nun heute Samstag abend vorgetragen wer=
den
(S. Anz.)
Saalbaukonzert. Heute abend findet das vor
einiger Zeit bereits angeſagte große Militärkonzert von
der Kapelle des Großh. Art.=Korps mit ganz beſondern
Arrangement ſtatt. (S. Anzeige.)
* Heſſiſcher Hof. Heute abend konzertiert die
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter
Leitung des Herrn Muſikmeiſters M. Weber. Das
Programm iſt im Volkston gehalten und kommen nur
die populärſten Operetten uſw. zur Aufführung. Die
Herren Lemmer, Stöckner und Ludwig werden durch
einige Soli, erfreuen. (Siehe Anzeige.)
Ludwigshöhe. Morgen, Sonntag, konzertiert die
Kapelle des Leibgarde=Regiments auf der Ludwigs=
höhe
. Es iſt dies das letzte Konzert vor dem Aus=
rücken
zu den Herbſtübungen. (Siehe Anzeige.)
Rummelbräu. Morgen findet in dem hübſchen
Garten Militär=Streichkonzert ſtatt, wozu ein beſon=
ders
gewähltes Programm zuſammengeſtellt wurde.
(Siehe Anzeige.)
Auerbach a. d. B., 18. Aug. Das Jahresfeſt
des Starkenburger Miſſions=Vereins,
zugleich Jahresfeſt des Dekanats=Miſſions=Vereins,
nahm einen ſehr ſchönen Verlauf. Der Beſuch von
nah und fern war überaus ſtark. Beim Feſtgottes=
dienſt
, der um Uhr in der feſtlich geſchmückten Kirche
begann, hielt Pfarrer Meerwein aus Mosbach in
Baden die aus reicher Miſſionskenntnis ſchöpfende
und die Grundlagen der Miſſionstüchtigkeit und Miſ=
ſionsmitarbeit
aufzeigende, echt volkstümliche Feſt=
predigt
über Jer. 20, 7. Außer ihm hielt Miſſionar
Ruhland eine tiefergreifende Abſchiedsanſprache
über Petri Fiſchzug. Der Vorſitzende des Vereins,
Oberhofprediger Ehrhardt aus Darmſtadt, über=
brachte
der Feſtgemeinde den Gruß des Vereins, der
mit einem warmen Appell zur Mitarbeit für die Miſ=
ſion
ſchloß. Nachdem von 4 bis 5 Uhr in den weiten
und ſchönen Räumen des evangeliſchen Gemeinde=
hauſes
an langen, mit Blumen geſchmückten Tafeln
Erfriſchungen gereicht worden waren, begann unter
den Bäumen im ſchönen Hof des Gemeindehauſes die
Nachfeier. Nach einer Begrüßungsanſprache des De=
kans
Kirchenrat Matthes von Jugenheim erſtattete
der Schriftführer des Vereins, Pfarrer Eßlinger
von Auerbach, den Jahresbericht, der u. a. mitteilen
konnte, daß in dieſem Jahre 5 junge Leute aus Star=
kenburg
, darunter ein junges Mädchen, in den Miſ=
ſionsdienſt
treten. Miſſionar Ruhland erzählte dann
noch von ſeinem zukünftigen Arbeitsgebiet in In=
dien
, wohin er im September auszureiſen gedenkt,
und dann richtete Oberhofprediger Ehrhardt an den
ſcheidenden Miſſionar herzliche Abſchiedsworte und
Dank namens des Miſſionsvereins. Nach einem Ge=
bet
, geſprochen von Pfarrer Leydhecker=Auerbach, und
dem von der großen Verſammlung mitgeſprochenen
Gebet des Herrn entdete die ſchöne Feier gegen 7 Uhr.
Lieder der Gemeinde, begleitet von den Poſaunen=
chören
von Pfungſtadt, Reichenbach und Zwingenberg,
Lieder des Kirchengeſangvereins und Motetten der Po=

ſannenchöre durchwoden die Feier. Die Feſtollte
betrug über 182 Mark.
Offenbach, 19. Aug. Unter dem Protektorate des
Großherzogs und der Großherzogin fin=
det
anfangs November in Offenbach ein Verkaufs=
tag
ſtatt, deſſen Erträgnis zur Fürſorge für Lungen=
kranke
verwendet werden ſoll. Das Großherzogspaar,
das ſein Erſcheinen bereits zugeſagt hat, trifft heute
nachmittag in Offenbach a. M. ein, um die vom Gehei=
men
Kommerzienrat Ludo Mayer hierzu zur Ver=
fügung
geſtellten Räume in Augenſchein zu nehmen.
Der Verkaufstag ſoll in den nach dem Entwurf des
Profeſſors Eberhardt fertiggeſtellten Räumen des
Fabrikneubaues= der Firma Mayer u. Sohn abgehal=
ten
werden, die Geheimer Kommerzienrat Ludo
Mayer zu dieſem Zwecke mit beſonderen Treppenauf=
gängen
uſw. herrichten laſſen wird. Geheimer Kom= Ludo Mayer, der ſchon durch zahlreiche
Stiftungen ſeinen Gemeinſinn offenbart hat, doku=
mentiert
damit aufs neue, daß er immer zu finden
iſt, wenn es ſich um gemeinnützige Unternehmungen
handelt.
Offenbach, 19. Aug. Heute iſt ein Jahr verfloſſen ſeit
jener ſchrecklichen Kataſtrophe an der Offenbacher
Schleuſe, bei der ſechs junge Mädchen, Schülerinnen
der Klaſſe 4a der Offenbacher Mathildenſchule, und ein
mutiger Retter, der Arbeiter Wilhelm Göbig aus Hein=
richsthal
bei Aſchaffenburg, infolge des unüberlegten
Streiches einiger Bornheimer Jungen den Tod in den
Fluten des Maines fanden. Auf ihrem Grab wird ſich
demnächſt ein ſchlichtes Denkmal erheben, das nach dem
Entwurf eines Schülers der Techniſchen Lehranſtalten
auf ſtädtiſche Koſten in grauem Muſchelkalk errichtet wird
und außer den Namen der unglücklichen Opfer der Kata=
ſtrophe
einen Engel, umgeben von ſechs geknickten Lilien,
zeigen wird.
der Beſitzer als einen Schießapparat deklariert Feodorowna von Rußland Berlin berührt.
hatte. In Wirklichkeit iſt aber dieſer Apparat weiter
nichts als ein gewöhnlicher Geldſpieelautomat Wagen beſtehende ruſſiſche Hofzug in die Halle des
in etwas veränderter Form, gegen deren Gebrauch
ſeit letzter Zeit in allen Städten ſcharf vorgegangen der ruſſiſche Botſchafter Graf von der Oſten=Sackenemit!
wird. (Nur in Darmſtadt noch nicht! Red.)
Offenbach, 19. Aug. Im ſtädtiſchen Schlachthof
iſt am vorigen Freitag einem hieſigen Metzgermeiſter ſtrauß. Während die Kaiſerin in ihrem Wagen mitt
ein Ochſenkopf geſtohlen worden. Als der! den Diplomaten plauderte, wurde es im Zuge und auf
Burſche des Metzgermeiſters den Kopf, der in der Vox=
zelle
einzuſchließen, bemerkte er, daß dies der richtige ingenieure und vier Ingenieure, beherbergt, kann das
Kopf nicht war und daß man an deſſen Stelle einen 1
gegangen war, hingehängt hatte. Der Burſche und
noch etliche andere Metzgerburſchen wußten, daß in der Kammerherren im Ueberrock fungierten als ihre Diri=
Zelle eines Meiſters ſchon einige Tage ein Ochſenkopf
hing. Sie ſchauten nach, ob dieſer noch da ſei; er war Hannover mit einem Oberbaurat und einem Bau=
aber
verſchwunden. Darauf ſchöpften ſie beſtimmten inſpektor beſetzt worden, von denen der letztere ſeinen
Sache bei der Kriminalpolizei an. Dieſe ließ bei
dem beſchuldigten Metzgermeiſter am Montag morgen bahndirektion abgelöſt, die den Zug bis Schneidemühl
nicht finden. Darauf gab es im Schlachthof eine wagen kamen die ruſſiſchen Herren auf den Bahnſteig
wüſte Szene, in der dem beſtohlenen Metzger= zurück. Bald darauf wurde der lange Train von einer
meiſter von dem im Verdacht Geſtandenen, der wut= 1 Stadtbahnlokomotive aus der Halle geſchoben. Der
ſchnaubend herumlief, mit Totſchlag gedroht Rektor der 40. Gemeindeſchule, Bock, und der mit ihm
wurde. (Offb. Ztg.)
geſtern das Kriegsgericht. Angeklagt war der Mus=
nie
des Inf.=Regts. Nr. 87 wegen vorſchriftswidrigen dachtsmaterial durch den Gang der Vorunterſuchung
Waffengebrauchs während des Dienſtes. Er hatte, wie gehäuft habe. Heute nacht ſchoß auf dem Hanſaplatz
wir damals mitteilten, am 21. Juli, morgens gegen 4 Uhr
auf den Kriminalſchutzmann Margolf von hier auf der kugel in den Kopf und verwundete ihn ſchwer. Darauf
zu haben. Der Schuß ging glücklicherweiſe fehl. Margolf, ſönlichkeiten konnte nichts feſtgeſtellt werden. In
zu kontrollieren, wurde, trotzdem er ſeine Legitimationen
vorzeigte, von der Patrouille feſtgenommen und auf die eine junge Dame im Abteil dritter Klaſſe von einem
Neutorwache gebracht. Der Angeklagte und der Kriminal= etwa 20jährigen Burſchen überfallen und ihrer
ſchutzmann ſchilderten den Vorgang ſehr verſchieden. Wäh= Handtaſche beraubt. Obwohl die Ueberfallene ſofort die
rend der Angeklagte behauptete, er hätte den Schuß erſt Notbremſe zog und der Zug zum Stehen gebracht wurde,
abgegeben, nachdem Margolf auf dreimaliges Anrufen! konnte der Räuber nicht ergriffen werden, da weder die
fortgelaufen wäre, erklärte Margolf, daß er erſt fortgelau=
daß
ihn Wegelagerer abgegeben hätten. Das Gericht nehmen konnten.
ſprach den Angeklagten frei und führte in der Urteilsbe=
gründung
aus, daß er ſich ſehr brav verhalten habe. (Tgbl.)
Aus dem Kreiſe Worms, 18. Aug. Zur Unterſuch=
ung
der durch das Hochwaſſer verurſachten
Schäden weilte eine Kommiſſion, beſtehend 1 explodierte in einem Lagerraum der Kolonialwaren=
wirtſchaftslehrer
Bauer und Gutsbeſitzer Oeſter=
eine
mit den örtlichen Bürgermeiſtern eine umfaſſende
Tätigkeit entwickelt. Ein allgemeiner Ueberblick über
die von dem Hochwaſſer vernichteten Werte war bisher
nicht möglich, da in vielen Gemarkungen noch dieſer Durch die Exploſion wurde das Haus zum Teil demo=
Tage Waſſer ſtand, das ſich nur allmählich verläuft, infolge der Exploſion ein Brand aus, der das ganze
Geſtern nun fand eine Beſichtigung der vom Hoch= Warenlager vernichtete. Die Fenſterſcheiben der gegen=
den
Herrn Miniſter Exzellenz von Hombergk ſtatt, wehr, Sanitätskolonne und Rettungsmannſchaften hatten
in deſſen Begleitung ſich die Herren Miniſterialrat eine ganze Stunde an der Unglücksſtelle zu tun.
Hölzinger, Baurat von Böhmer und der Kreisrat un=
ſeres
Kreiſes, Herr Geh. Regierungsrat Dr. Kayſer,
befanden. Auf) Grund der von vorerwähnter Kom=
miſſion
eingeleiteten Erhebungen werden nun die Villa Meineck einige Wochen weilt, läßt im Stadtteil
Vorbereitungen getroffen, um eine Unterſtützung der! Lichtental ein Erholungsheim für Angeſtellte der
geſchädigten Landwirte in die Wege zu leiten, die Kruppſchen Werke errichten. Es handelt ſich um einen
bauern zugute kommen ſoll.
anlagen, die auf Koſten der Stadt eingerichtet wur= geben wird. Mit den Erdaushebungsarbeiten iſt bereits
den, ſind nahezu vollendet. Das Schloß iſt bis auf die! begonnen worden.
innere Einrichtung fertiggeſtellt, zu der faſt täglich
Möbelſendungen hier ankommen. Die 70 Uhren im
Schloſſe, unter denen ſich alte, prächtige Stücke fran= ſtätigen. Trotz eifriger Abſuchung der ganzen Heide
zöſiſcher Herkunft befinden, wurden nachgeſehen. Auch
kommen und auch der alte, ſchmiedeeiſerne Brunnen= wurden eingeſtellt.
trog, ein herrliches Werk, wurde jetzt gereinigt und
erhält auch ſein Plätzchen an der Sonne. Der Hirſch= Leipzigs der Bann genommen, unter dem ſie faſt vier
graben iſt durch gewaltige Stacheldrahtgeflechte ge=
ſichert
. Die Bürgerſchaft auf der Kaiſer= und Frank=voller Verbrecher gehalten haben. Dem könig=
nen
, woran bunte Papierlaternen befeſtigt werden, großen kriminaliſtiſchen Erfahrung und dialektiſchen
die Mittwochs und Sonntags brennen ſollen.
ſind 27708 Kurgäſte angekommen, wovon an genann= Friedrich Koppius zu entlarven und ſie zu.
tem Tage noch 6950 auweſend waren. Bäder wurden einem vollen Geſtändnis zu bringen. Der erſt
bis zum 18. Auguſt 338 872 abgegeben.

Holgheim, 10. Aug. Weich ungeheure Verbreitung
der Hamſter in unſerer Gemarkung genommen,
geht aus der Zahl der ſeit vier Wochen gefangenen
Tiere hervor, ſie beträgt 2300. Die Gemeinde zahlt
für jedes ausgewachſene Tier 15 Pfennig, für die Jun=
gen
10 Pfennig. Die Buben laſſen ſich dieſe lohnende
Jagd nicht entgehen und oft kehren ſie aus dem Felde
zurück, eine ganze Reihe Hamſter zu zweien an einem
Strick tragend.
Vom Vogelsberg, 17. Aug. Nachdem das Heer der
Mäuſe und Hamſterratten im Kornfelde ge=
hauſt
, hat es ſich nun nach dem Wegfahren des Kornes
in die anderen Getreidefelder gezogen und richtete
hierin großen Schaden an. In welcher Unmenge dieſe
Nager auftreten, erhellt daraus, daß Erntearbeiter
ihre Kleider, deren ſie ſich entledigt, abends beim
Anziehen zernagt und zerbiſſen fanden. Anderen
hatten ſie das Veſperbrot angenagt. Aus den heim=
gefahrenen
Garben ſpringen oft die Mäuſe noch
dutzendweiſe beim Abladen. Am ſchlimmſten werden
die Getreideäcker in der Nähe der Wälder heimgeſucht.
Auch in den Kartoffelfeldern beginnt das Nagerheer
ſeine Zerſtörungsarbeit. Ein Vernichtungskampf
gegen dieſe Plage ſcheint für den Herbſt unumgäng=
lich
zu werden.
(*) Lanterbach, 18. Aug. Der langjähige Leiter
unſerer ſtädtiſchen Schulen, Oberlehrer Friedrich
Wolf, iſt im Alter von 83 Jahren geſtorben. Heute
fand unter Beteiligung der Schul= und Stadtbehörden,
ſowie zahlreicher Lehrer die Beerdigung ſtatt. Nach=
dem
der Verſtorbene 1846 das Lehrerſeminar Fried=
berg
verlaſſen hatte, war er über 50 Jahre im
Volksſchuldienſte tätig.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. Aug. Auf der Heim=
Offenbach, 19. Aug. Die Kriminalpolizei be= reiſe von England, wo ſie der Beiſetzung ihres
ſchlagnahmte erneut in dem Spielautoma= Schwagers, des Königs Eduard VII., beiwohnte, hat
tenlokal an der Waldſtraße einen Apparat, den 1 geſtern nachmittag der Kaiſerinwitwe Maria
Kurz vor ¼7 Uhr rollte der aus zehn blaulackierten
Schleſiſchen Bahnhofs ein. Zur Begrüßung hatte ſich!
den Herren der Botſchaft eingefunden; er überreichte
der Kaiſerin im Salonwagen einen prächtigen Blumen=
dem
Bahnſteig recht lebendig. Wenn man bedenkt, daß
kühlhalle, wo das Fleiſch 24 Stunden nicht unter Ver= der Zug außer der zahlreichen Dienerſchaft allein
ſchluß hängt, holen wollte, um ihn in die eigene Kühl=! noch 36 techniſche Beamten, darunter zwei Ober=
nicht
wundernehmen. Breitſchulterige, bärtige Geſtal=
kleineren
, der bereits etwas in Verweſung über= ten mit ordenbeſäten Uniformen, Köche, Dienerinnen,
Lakaien wimmelten durcheinander, und ſtattliche
genten. Der Zug war von der Eiſenbahndirektion
Verdacht, und der geſchädigte Metzgermeiſter zeigte die Platz auf der Lokomotive hatte. Jetzt wurden die
Herren von zwei Kollegen von der Bromberger Eiſen=
Hausſuchung halten, konnte aber den geſtohlenen Kopf begleiten. Nach zehnminutigem Aufenthalt im Salon=
unter
dem Verdachte des Sittlichkeitsverbrechens ver=
Mainz, 19. Aug. Das angebliche Militäratten= haftete Lehrer Knöfel hatten Geſuche um Haftent=
tat
auf einen Geheimſchutzmann beſchäftigte laſſung einreichen laſſen und eine Kaution von
25000 Mark geboten. Die Geſuche ſind indeſſen mit
ketier Ph. Stückel aus Fechenheim von der erſten Kompag= der Begründung abgelehnt worden, daß ſich das Ver=
ein
junges Mädchen ſeinem Liebhaber eine Revolver=
Hechtsheimer Straße einen ſcharfen Schuß abgegeben, weil richtete es den Revolver gegen ſich ſelber und brachte ſich
er ihn für verdächtig hielt, im Fort Heilig=Kreuz geſtohlen eine lebensgefährliche Verletzung bei. Ueber die Per=
der
damals auf dem Wege nach Hechtsheim war, um Milch dem Südringzuge, der heute nacht um 12 Uhr 14
Min. die Potsdamer Ringbahnſtation verließ, wurde
Eiſenbahnbeamten noch die ſpäter herbeigerufene
fen ſei, nachdem der Schuß gefallen ſei, von dem er glaubte, Wilmersdorfer Revierpolizei ſeine Verfolgung auf=
München, 19. Aug. Eine ſchwere Exploſion,
bei der eine Perſon getötet und zehn mehr oder
weniger ſchwer verletzt worden ſind, ereignete ſich heute
morgen in einem Hauſe in der Eiſenmannſtraße. Dort
aus den Herren Kreisobſtbauinſpektor Mazarin, Land= firma Weber eine 20 Liter=Benzinflaſche. Die Wände
und die Decke des Raumes ſtürzten ein. Ein im Lager=
reicher
, in den betroffenen Ortſchaften, die im Ver= raum befindlicher Kommis und der Geſchäftsführer er=
litten
ſchwere Brandwunden. Die nebenan in der
Waſchküche befindliche Hausmeiſtersfrau wurde ſofort
getötet, eine Reihe weiterer Perſonen ſchwer verletzt.
liert. In einem anſtoßenden Weißwarengeſchäft brach
waſſer heimgeſuchten Gebiete unſeres Kreiſes durch überliegenden Häuſer wurden zertümmert. Die Feuer=
Baden=Baden, 18. Aug. Frau Geh. Kommerzienrat
Krupp Witwe, die hier alljährlich auf ihrer Beſitzung
naturgemäß vor allen Dingen den kleinen Acker= großen Bau von 40 Meter Frontlänge, der mit ſeinen
Einrichtungen allen modernen Bedürfniſſen eines Erho=
Friedberg, 19. Aug. Die neuen Beleuchtungs= lungsheims entſpricht und mit großen Parkanlagen um=
Deſſau, 19. Aug. Das Gerücht von einer Ballon=
Kataſtrophe bei Deſſau ſcheint ſich nicht zu be=
hat
man von dem angeblich abgeſtürzten brennenden
der St. Georges=Brunnen hat ein neues Kleid be= Ballon keine Spur gefunden. Die Nachforſchungen

Leipzig, 19 Aug. Endlich iſt von der Bevölkerung
Jahre hindurch die Bluttaten geheimnis=
furterſtraße
wird an den Allee=Bäumen Draht ſpan= lichen Staatsanwalt Dr. Mühle iſt es mit Hilfe ſeiner
Gewandtheit gelungen, die Täter in den am 16. Juli
D Bad Nanheim, 19. Aug. Bis zum 18. Auguſt in Leipzig verhafteten Brüdern Karl und
1 29jäbrige Karl Koppius, deſſen tiefdunkles Haar wäh=

[ ][  ][ ]

Seite 5

Nummer 194.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

rend ſeiner vier Wochen dauernden Haft weißgrau ge=
worden
iſt, hatte bis zuletzt eine ſichere Ruhe zur
Schau getragen. Er hatte allerdings infolge geſchickter
Vorhaltung nebenſächlicher Umſtände einige Kleinig=
keiten
, die in die Beweiskette paßten, eingeſtanden,
zu einem vollen Geſtändnis war er jedoch erſt zu be=
wegen
, als man ihm durch das Protokoll nachwies,
daß ſein jüngerer, mit ihm verhafteter Bruder Fritz
geſtanden hatte. Erſt dann begann er zu reden. Er
ſtellte ſich ſelbſt als den Urheber und Haupttäter aller
Verbrechen hin. Danach hat er, während er in dem
Wein=Reſtaurant Taberna in der Katharinenſtraße,
direkt am Markt, als Kellner in Stellung war, nach
einem einige Tage vorher mißglückten Verſuche in
einem Treppenhauſe eines Grundſtücks der Nikolai=
ſtraße
ſein erſtes großes Verbrechen, jenen berüchtig=
ten
Raubanfall auf den Geldbriefträger
Rübner, ausgeführt. Er ſchlug den Beamten mit
einem großen, ſchweren Hammer nieder und raubte
ihm die Geldtaſche mit 9000 Mark. Das Geld ver=
barg
er zunächſt in einem Kohlenſchuppen des Wein=
Reſtaurants Taberna‟. Im Herbſt 1907 hatte er,
hauptſächlich infolge großer Verluſte beim Pferde=
rennen
, ſchon keinen Pfennig mehr davon und ſah ſich,
völlig mittellos, wieder zum Verbrechen getrieben.
Am 5. Oktober 1907 traß er zufällig in der Nähe des
Marktes mit der Fabrikbeſitzersgattin Wag=
ner
zuſammen. Die Brillanten und das ſilberne
Geldtäſchchen der Dame erregten ſeine Aufmerkſam=
keit
. Er folgte ihr bis zum Grundſtück Gottſched=
ſtraße
15, drängte ſich vor ihr durch die Haustür und
fiel ſie im Treppenhaus mit ſeinem Taſchenmeſſer an.
An der Ausführung der Tat wurde er durch die gellen=
den
Hilferufe der Frau und durch das Einklappen ſei=
nes
Taſchenmeſſers gehindert. Ein volles Jahr ſpä=
ter
, am 2. November 1908, ermordete er dann in Ge=
meinſchaft
mit ſeinem Bruder die Friedrichſchen
Eheleute in der Windmühlenſtraße, ein Ver=
brechen
, das nur verübt wurde, um freie Hand für
die Ermordung eines Geldbriefträgers zu haben,
deſſen Kommen auf Grund einer von Karl Koppius
nach der Wohnung der Friedrichſchen Eheleute adreſ=
ſierten
Poſtanweiſung erwartet wurde. Durch einen
Zufall, das Erſcheinen eines zweiten Briefträgers,
unterblieb das Verbrechen. Die ſeinerzeit veröffent=
lichten
und auch die ſpäteren Erpreſſerbriefe an die
Inhaber der Verlagsfirma J. J. Weber, die in der
ganzen Welt Aufſehen erregten und zahlreiche in= und
ausländiſche Kriminaliſten und Pſychologen veran=
laßten
, die Friedrichſche Mord= und Erpreſſeraffäre
als eines der kriminaliſtiſch intereſſanteſten Ver=
brechen
zu ſtudieren, hat Karl Koppius ſelbſt verfaßt
und geſchrieben, bis auf den Schluß eines der Briefe,
der von ſeinem Bruder Fritz ſtammt. Endlich iſt von
den Brüdern Koppius auch gemeinſchaftlich der Raub=
anfall
auf das Dienſtmädchen Hulda Seif=
fert
in der Liviaſtraße am 24. März 1910 verübt wor=
den
, bei dem ſich die Täter Eingang in die Wohnung
der bejahrten Dienſtherrin des Mädchens, einer Frau
Rauer, mit Hilfe eines Fliederſtrauches zu verſchaffen
ſuchten, den der jüngere Koppius am Abend vor der
Tat gekauft hatte. Friedrich Koppius war es, der dem
Mädchen beim Oeffnen der Korridortür den Flieder=
ſtrauß
überreichte, ihr an den Hals ſprang und ſie zu
Boden warf, während Karl Koppius der Ueberfalle=
nen
wiederholt mit einem Hammer auf den Kopf
ſchlug. Infolge des Schreiens des Mädchens und des
zufälligen Klingelns der Frau Rauer unterblieb der
geplante zweite Doppelmord und die Ausraubung der
Wohnung.
Wie ſpäter die Verhaftung der beiden Mörder
erfolgt iſt, dürfte noch in Erinnerung ſein. Sie iſt
der Entſchloſſenheit und Tatkraft eines ihrer Opfer,
des Herrn Verlagsbuchhändlers Siegfried Weber, den
ſie mit Erpreſſerbriefen überſchüttet hatten, zu ver=
danken
. Er verfolgte den Karl Koppius, den er im
Verdacht hatte, der Abſender eines ihm kurz zuvor
durch einen Jungen überbrachten Erpreſſerbriefes zu
ſein, entſchloſſen im Automobil, und ruhte nicht eher,
als bis ein Schutzmann den gut gekleideten und ſicher
auftretenden Verbrecher dingfeſt gemacht hatte. Am
16. Auguſt hat nunmehr die Leipziger Staatsanwalt=
ſchaft
ihre Erörterungen gegen die Brüder Koppius
abgeſchloſſen und die Sache an den Unterſuchungs=
richter
beim Landgerichte Leipzig weitergegeben. Ob
der Prozeß ſchon vor die nächſte Schwurgerichtsperiode
kommt, ſteht noch nicht feſt.
Stettin, 19. Aug. Seit einigen Tagen iſt das Haus
Nr. 14 der ſonſt durchaus friedlichen und ſtill gelegenen
Karkutſchſtraße der Schauplatz ſeltſamer Vorgänge, die
ſich in allen ihren Einzelheiten als eine Wiederholung
des berüchtigten Spuks von Reſau kennzeichnen. In
einer von einer Arbeiterfamilie bewohnten Parterre=
wohnung
des linken Seitenflügels fliegen nach Aus=
ſage
der Wohnungsinſaſſen und ſonſtiger Augenzeugen
der ſeltſamen Vorgänge Kochtöpfe, Beſen, Fußbänke
uſw. durch die Luft. Die Nachbarſchaft des Spukhauſes
iſt in fortgeſetzter Aufregung. Es finden, zumal in
den Abendſtunden, ausgedehnte Zuſammenrottungen
vor dem Hauſe ſtatt, ſodaß der Verkehr durch Schutz=
leute
aufrecht erhalten werden muß. Im Mittelpunkt
der myſteriöſen Vorgänge ſcheint ein etwa zehnjähri=
ges
Mädchen zu ſtehen, das geiſtig nicht ganz nor=
mal
iſt.
Bern, 19. Aug. Die 27jährige ruſſiſche Terroriſtin
Tatjana Leontieff aus Petersburg, die am 1.
September 1906 im Hotel Jungfrau zu Interlaken
den Pariſer Rentner Müller ermordete, den ſie für
den ruſſiſchen Exminiſter Durnowo hielt, befindet ſich
zurzeit in der Berner Irrenanſtalt Münſingen. Ge=
mäß
dem Urteil, das über ſie geſprochen iſt, müßte ſie
jetzt da ihre Strafe abgelaufen wäre für 20 Jahre
aus dem Kanton Bern ausgewieſen werden. Die
Berner Regierung hat jedoch beſchloſſen, die Ausweiſ=
ung
ſo lange nicht zu vollziehen, als ſie geiſteskrank
iſt. Sie bleibt bis auf weiteres als gemeingefährliche
Kranke in der Irrenanſtalt interniert. Von ihrem
Transport nach Rußland wird Abſtand genommen,
da ihr Vater ſich verpflichtet hat, dem Kanton Bern
die Verpflegungskoſten zu. vergüten. Würde ſie ge=
heilt
, ſo würde ſie vom Bundesrat ſofort aus der
Schweiz ausgewieſen werden, da man befürchten
müßte, daß ſie als leidenſchaftliche Terroriſtin neue
Attentate begehen könnte. Wie lange ſie noch im
Irrenhaus zu bleiben hat, iſt unbeſtimmt. Ihre Krank=
heit
wird von Pſychiatern ziemlich peſſimiſtiſch beur=
teilt
. Mit der weiteren Internierung ſcheinen auch
die Eltern einverſtanden zu ſein. Ohne Zuſtimmung
der Berner Regierung darf ſie nicht aus der Anſtalt
entlaſſen werden.
Zürich, 18. Aug. An der Jungfrau iſt aller Wahr=
ſcheinlichkeit
nach ein neues, ſchweres Berg=
unglück
paſſiert. Unterhalb des Rottalſattels wur=
den
geſtern im Schnee drei Gletſcherpickel aufgefun=

den, wahrſcheinlich von einer führerloſen Partie von
drei Perſonen, einem Herrn und einer Dame aus =
rich
, und einem zweiten Herrn, einem Deutſchen. Sie
verbrachten die Nacht vom Montag auf Dienstag in
der Rottalhütte, wo nach Ausſage von Lauterbrunner
Führern ihre Namen im Hüttenbuch eingetragen ſein
ſollen. Die Partie erreichte den Gipfel der Jung=
frau
erſt nachmittags 5 Uhr und wollte dort über den
Rottalſattel nach dem Aletſchgletſcher abſteigen. Da=
bei
gerieten ſie zweifellos in das zu der Zeit wütende
Gewitter. Bergführer von Lauterbrunnen ſind dieſe
Nacht unterwegs nach der Rottalhütte, um im Hütten=
buch
die Namen der Verunglückten zu konſtatieren
und nach den Leichen zu forſchen.
Paris, 19. Aug. Die kirchliche Trauund
der Baronin Vaughan mit ihrem Güterver=
walter
Durieux hat geſtern vormittag in der Kirche
von Arionville ſtattgefunden.
Paris, 19. Aug. Die Einweihung des zum Anden=
ken
an die berühmte franzöſiſche Kavallerieattacke auf
dem Schlachtfelde von Sedan bei dem Orte Floing
errichteten Denkmals, genannt Monuments des
braves gents wird am 1. September ſtattfinden. =
nig
Wilhelm hat jenen verzweifelten Ausfall der
franzöſiſchen Truppen mit den Worten: Ah, dieſe
braven Leute charakteriſiert. Das Denkmal wird
dieſe Worte des Königs als Inſchrift tragen. Die Ge=
denkrede
hält der ehemalige kommandierende General
des 20. Armeekorps, Bailloud, der eigens zu dieſem
Anlaß aus Algerien eintrifft.
Paris, 19. Aug. Aus San Sebaſtian wird gemel=
det
: An der Küſte von Somorroſtrow in Biscaya wur=
den
zwei junge Mädchen und ihr Bruder beim Baden
von einer Welle fortgeriſſen. Ein Mann
verſuchte ſie zu retten, fand aber mit den beiden Mäd=
chen
den Tod, während der Knabe gerettet werden
konnte.
Tromſö, 18. Aug. Prinz Heinrich iſt um 1 Uhr
von hier mit der Carmen abgereiſt. Um 5 Uhr nach=
mittags
verließ der Dampfer Mainz mit dem Grafen
Zeppelin Tromſö.
London, 19. Aug. Das Verſchwinden des be=
kannten
ſpiritiſtiſchen Schriftſtellers Podmore hat
große Aufregung unter der geſamten Bevölkerung von
London und namentlich im Diſtrikt von Malvern her=
vorgerufen
. Podmore hatte am Sonntag abend, nach=
dem
er einen Brief geſchrieben hatte, ſeine Villa in
Malvern verlaſſen, um einen Spaziergang mit einem
Freunde, der ihn abholte, zu unternehmen. Von dieſem
Spaziergange kehrte Podmore nach kurzer Zeit zurück.
Nach dem Abendeſſen machte er noch einen zweiten
Ausgang, den er allein unternahm. Seitdem fehlt von
Podmore jede Spur. Zahlreiche Polizeiagenten ſind
ausgeſchickt, um nach Podmore zu ſuchen. Alle Lokale
und Grundſtücke wurden abgeſucht, doch bisher ver=
geblich
. Man neigt der Annahme zu, daß Podmore
einem Verbrechen zum Opfer gefallen iſt.

Die Fürſtenbäder in Bad Nauheim.
Bad=Nauheim, 18. Aug. Das Eintreffen des ruſſi=
ſchen
Kaiſerpaares in dem nur wenige Minuten ent=
fernten
Friedberger Schloſſe gibt der Umgebung des
Bades bereits ein feſtliches Gepräge. Im benachbarten
Friedberg regen ſich viel fleißige Hände, um dem Kaiſer=
paare
den Aufenthalt ſo angenehm wie möglich zu ge=
ſtalten
.
Einen bezaubernden Eindruck machen auf
jeden Beſucher die zum Kurgebrauch der Kaiſe=
rin
im Badehaus 7 zum Baden neu hergerichteten
Fürſten=Kabinette‟ Jede Einzelheit im Bade=,
Ruhe= und Ankleideraum iſt von auserleſenſtem Kom=
fort
und zeugt von vornehmſtem Geſchmack. Die Für=
ſtenbadezellen
waren bekanntlich auf der Aus=
ſtellung
Darmſtadt 1908 ausgeſtellt. Aus dem Bureau
gelangt man zunächſt in den Vorraum, der in ſeiner
architektoniſchen Geſtaltung zeigt, welch hervorragen=
des
Schmuckmaterial die zum Baumaterial zählenden
Keramiken liefern können. Die Wände und Decke
dieſes Raumes ſind reich mit keramiſchen Einlagen aus
der Großh. Keramiſchen Manufaktur ornamentiert.
Größere und kleinere Stücke, unzählige Male wieder=
kehrend
, ſind zu einer einheitlichen ornamentalen Zeich=
nung
vereinigt und bilden einen reizvollen Schmuck, der
erhöhte Bedeutung dadurch erhält, daß jedes eingelegte
Steinchen für ſich bildneriſche und Farbenreize bietet.
Die Reliefmasken in den Zimmerdecken ſind
für ſich treffliche Stücke. Das Mobiliar beſteht aus
Tiſch mit eingebautem Polſterſitz, Ablage= und Bücher=
ſchrank
mit Spiegel und zwei Stühlen aus weißemail=
liertem
Holz mit Kirſchbaumeinlage. Aus dieſem Vor=
raum
gelangt man unmittelbar in den Aus= und An=
kleideraum
, der in hellem Gelbton gehalten iſt. Wand=
verkleidungen
aus Eſchenholz mit Füllungen aus japa=
niſchen
Matten umziehen den ganzen, nicht eben gro=
ßen
Raum. Der Hauptwert iſt auf Zweckmäßigkeit ge=
legt
und auf praktiſche Ausnützung des Raumes. Ein
Waſchtiſch mit prachtvoller innerer Marmorauskleid=
ung
iſt eingebaut, die Heizkörperverkleidung künſtleriſch
durchgearbeitet. Die Kleiderablage mit den hohen
Wandſpiegeln, der Toilettentiſch mit Seſſel, Ruhebett
und ausziehbarem Liegeſtuhl, alles in Eſchenholz ge=
halten
, deſſen glattpolierte Flächen durch Einlagen be=
lebt
werden, ſind äußerſt praktiſch und zweckmäßig ge=
ſtaltet
. Die Wände und Decke ſind hier in Bauſtuck
ausgeführt. Einen fürſtlichen‟ Eindruck macht das
Bad ſelbſt. Faſt der ganze Raum iſt, bis auf die Decke,
in Marmor ausgeführt, deſſen Wahl in der farbigen
Zuſammenſtellung künſtleriſchen Geſchmack verrät, und
der techniſch außerordentlich fein bearbeitet iſt. Die
Marmorbadewanne iſt in den Fußboden eingebaut, vier
Stufen führen in die Wanne hinab, die von zwei kunſt=
voll
modellierten, ſtiliſierten Löwen, in Schmiedetechnik
ausgeführt, die die Handlehnen bilden, flankiert wer=
den
. Auf dem Wannenrand ſteht die Uhr, ebenfalls im
Marmorgehäuſe. Auch das Heizungsgitter iſt in mo=
derner
Schmiedetechnik ausgearbeitet. Ein prächtiges
Fenſter in Kunſtverglaſung erhellt den Raum. Die
techniſche Badeeinrichtung iſt natürlich durchaus modern
und allen hygieniſchen und ſanitären Forderungen ent=
ſprechend
. Außer dem Wannenbad ſind eine außer=
ordentlich
praktiſch erdachte Brauſe, Strahlrohre für
ſtarke Kalt= und Warmduſchen uſw. vorhanden. Daß
Kalt= und Warmwaſſer auf das genaueſte leicht regu=
lierbar
ſind, bedarf keiner beſonderen Erwähnung, das
iſt ſelbſtverſtändlich.
Ganz auf künſtleriſche Raum=, Formen= und Far=
benwirkung
geſtimmt iſt das zweite Fürſtenbad nach
den Entwürfen von Profeſſor Albin Müller. Aus
dem kleinen Vorraum hat der Künſtler ein wahres
Schmuckkäſtchen gemacht. Bis in die kleinſten Details
ſind die künſtleriſchen Formen und Farben durchgear=
beitet
und bauen ſich in einer Stileinheit und Stilrein=
heit
auf, daß das kleine Zimmerchen trotz aller Einfach=
heit
im Mobiliar als ein Dokument moderner Innen=
kunſt
angeſehen werden kann. Die hochreichende weiße

Wandvertäfelung aus gelbpoliertem Birkenholz mit
Paliſanderſtäben als Begrenzung der gradlinigen Or=
nament
=Flächen, die Seidenſtoffbeſpannung, die Pali=
ſandermöbel
mit dem grünen Bezug und der Kurbel=
ſtickerei
, die gelbpolierte Eingangstüre und die ge=
ſchnitzte
und vergoldete Tür zum nächſten Raum, die
getriebenen Heizkörperverkleidungen und der viölette
Teppich auf dem Fußboden und die gelb getönte, leicht
ornamentierte Stuckdecke, die Kronenornamente, die
mehrfach wiederkehrend die Wände umziehen, das alles
iſt ſo vornehm und mit künſtleriſchem Geſchmack auf
Farbe geſtimmt, die Farben ſo harmoniſch zueinander
abgetönt, und ſelbſt auf die feine Zeichnung der Orna=
mente
dabei Rückſicht genommen, daß der Raum wie
ein Gemälde wirkt, aus dem nichts aufdringlich her=
austritt
. Dabei iſt zu beachten, daß der Künſtler es treff=
lich
verſtanden hat, größere glatte Flächen durch ganz
leichte Flächenornamente, durch eine einfache Wellen=
linie
oder dergl., ungemein wirkungsvoll zu beleben.
Bei dem offenſichtlichen Beſtreben, eine künſtleriſch
reiche Wirkung zu erzielen, iſt der Zweckmäßigkeit voll=
auf
Rechnung getragen. Sehr praktiſch ſind z. B. die
Schirmſtänder, die Beleuchtungskörper in den Ecken
und mit dieſen dem ganzen Raum eingepaßt. Der Aus=
und Ankleideraum iſt weniger farbenfroh und minder
fürſtlich, nur auf einen einheitlichen hellen Ton ge=
ſtimmt
, der aber doch ſoweit durch Ornamente und In=
tarſien
belebt wird, daß ein wechſelndes Farbenſpiel die
Eintönigkeit wirkſam bekämpft. Die Wandverkleidung
iſt aus weißpoliertem Birkenholz, hin und wieder leicht
ornamentiert zur Hervorrufung einer Licht= und Schat=
tenwirkung
, und in den tragenden Flächen durch Eben=
holzintarſien
charakteriſtiſch belebt. Die Decke dieſes
Raumes iſt verhältnismäßig reich mit ſchablonierten
Ornamenten bemalt, damit das Auge des nach dem
Bad hier Ruhenden nicht ermüdet durch die Eintönig=
keit
. Die ganze linke Wand, dem Ruhebett gegenüber
nimmt die praktiſche und ſchöne Waſch= und Toilette=
anlage
ein: Toilettentiſch mit Marmoraufſatz und be=
weglichem
dreiteiligen Spiegel, die gleichzeitig die
Türen für die Schränkchen bilden. Die Beleuchtungs=
körper
ſind hier aus verſilbertem Meſſing geſchmiedet
und ziſeliert. Das Bad ſelbſt entſpricht im weſentlichen
dem vorher beſchriebenen. Es waren hier in erſter
Linie gegebene Verhältniſſe und die techniſchen Ein=
richtungen
zu berückſichtigen, die genau vorgeſchrieben
ſind. Auch dieſes Bad iſt ganz in Marmor gehalten.
Fußboden, Wandverkleidung, bis beinahe zur Decke, in
einzelnen Intervallen Pilaſter bis zur Decke, die glatt=
polierte
Oberfläche durch Ornamente, hervorgerufen
durch Sandgebläſe, wirkungsvoll belebt. Es bedarf
nicht beſonderer Erwähnung, daß der Künſtler auch in
der Wahl des Marmors ſeinen vornehmen Farbenſinn
bewies, der gelbliche, reich und ſchwer geaderte Stein
paßt trefflich zu dem grauen, feiner belebten Stein= und
die wenigen ſchwarzen Platten heben die Farbe! der
übrigen wirkungsvoll. Die kaſſettierte Stuckdecke iſt
der Grundfarbe des Marmors entſprechend gelb getönt.)
Das Dienerzimmer iſt natürlich einfach gehalten
und dient nur der Zweckmäßigkeit. Die Wände wur=
den
mit getöntem Linkruſta verkleidet, die Möbel und
ſonſtigen Holzteile ſind in lachsfarbengebeiztem, mat=
tiertem
Kiefernholz gefertigt.
St.

Ritterſchießen der Priv. Schützengeſellſchaft.
* Die Priv. Schützengeſellſchaft veranſtaltet am
Ludwigstag, 25. Auguſt, das diesjährige Ritter=
ſchießen
zu Ehren des Protektors und Oberſtſchützen=
herrn
, des Großherzogs. Es iſt dies ein althergebrach=
tes
Schießen, welches ſeit langer Zeit am Ludwigstag
abgehalten wird. Obwohl es ſchon vieles von ſeiner
Originalität verloren hat, ſo iſt doch der Vorſtand der
Schützengeſellſchaft beſtrebt, manches Verlorengegangene
ſoviel wie möglich wieder einzuführen, um dem Schie=
ßen
ſeine altertümlich=originelle Eigenheit wiederzu=
geben
. Vieles Ueberlebte iſt natürlich der Zeit ent=
ſprechend
nicht mehr gut einzuführen. Im 18. Jahr=
hundert
wurde es mit großem Pomp mit Aus= und
Einzügen begangen und war es zu damaligen Zeiten,
wo man von Turner= Sänger= und ſonſtigen Feſtlich=
keiten
nicht viel wußte, für die Bevölkerung der damaligen
kleinen Reſidenz ein Volksfeſt im wahren Sinne des
Wortes. Der jeweilig regierende Landesfürſt war je
nach den Zeitläuften ein mehr oder weniger großer
Förderer der Schützenkompagnie. Er unterſtützte ihre
Beſtrebungen durch Geſchenke, Bewilligungen und der=
gleichen
mehr, damit dieſelbe ſich in ihren Schuß=
leiſtungen
gut ausbildete, und wenn dann Gefahr im
Anzuge war, ſo wurde dieſelbe zur Verteidigung
des Vaterlandes oder zum Schutze der inneren Ord=
nung
herangezogen. Bei den Schützenfeſten beteilig=
ten
ſich alle Kreiſe der Bevölkerung, ſelbſt der Landgraf
ſchloß ſich nicht aus, und noch im Anfang des vorigen
Jahrhunderts gab der Landesfürſt, der jeweilige Groß=
herzog
, ſein Intereſſe für das. Ritterſchießen dadurch
kund, daß er einen ſeiner der Schützengeſellſchaft ange=
hörigen
Hofherrn beauftragte, an ſeiner Statt für ihn
zu ſchießen, was auch jedesmal geſchah und die Schieß=
protokolle
ausweiſen. Dieſe großen Schießen im 18.
Jahrhundert dauerten gewöhnlich 6 bis 8 Tage und
waren von überall her gut beſucht. Es ſind noch viele
Urkunden und Protokolle, welche gerade in letzteren
Jahren aufgefunden wurden, vorhanden, woraus er=
ſichtlich
iſt, daß auch die holde Weiblichkeit ſich ſtark und
mit ſehr gutem Erfolge beteiligte, nicht nur aus unſerer
engeren, ſondern auch aus der weiteren Umgebung
eilte dieſelbe herbei; hauptſächlich waren Damen aus=
Frankfurt, Offenbach, Worms, Speyer und der Pfalz
vertreten, wäs aus einem Protokoll vom Jahre 1767.
vom Haupt=, Feld=, Fried=, Krönungs= und Ritter=
ſchießen
deutlich zu erſehen iſt, und den Männern in
bezug auf Handhabung der Feuerwaffen in keiner
Weiſe nachſtanden und ſie ſogar manchmal übertrafen.
Vor Beginn dieſer großen Schießen fand jedesmal
ein großer Auszug ſtatt. Voran ritten die drei
Schwarzritter vom letzten Ritterſchießen in ihrer Uni=
form
. Dann kamen 6 bis 8 weiß gekleidete, mit roten
Nelken geſchmückter Jungfrauen, welche die erſten
Preiſe bezw. Ritterbecher trugen. Die koſtümierten
Zeiger mit ihren Zeigerlöffeln trugen eine Zentrum=
ſcheibe
auf dem Leibe, dann folgten 20 bis 30 koſtümierte
Männer mit den Ritterfähnchen, Hellebarden, Lanzen,
in deren Mitte eine Scheibe hoch auf einer Stange
thronte. Nun kam der Fahnenträger mit zwei Be=
gleitern
mit der Schützenfahne. In kurzem Abſtand
folgte der Trommler ev. Muſik (Stadtpfeifer). Jetzt
kam der Schützenmeiſter (von Oberſchützenmeiſtern, von
Ehrenmitgliedern und dergl. Bezeichnungen wußte
man in damaliger Zeit nichts und iſt dies eine Er=
rungenſchaft
neuerer Zeit) mit gezogenem Degen. auf
einem Schimmel reitend, dann folgte die Schützen=
kompagnie
in Uniform und mit Gewehr. Zuletzt
ſprangen 6 bis 8 Hanswurſte mit Pritſchen vor und
neben dem Zuge her und pritſchten das herandrängende
Volk. Die alte Fahne der Schützenkompagnie, welche
dieſelbe von Landgraf Ludwig VIII. verliehen bekam,

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Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Nummer 194.

efindet ſich jetzt im ſtädtiſchen Muſeum, desgleichen die
zum Aus= und Einzug gebrauchte große Trommel,
welche meiſtenteils zur Begleitung der Muſik diente
und beim Ritterſchießen durch Wirbelſchlag die Zen=
trumsſchüſſe
auszeichnete. Man konnte ſich am letzten
Donnerstags=Saalbau=Konzert durch aufgeführte Muſik=
ſtücke
der Trompeter= und Paukerkunſt: Marſch
der Landsknechte und Oranien Geldernland in die
Zeit der Ein= und Auszüge der alten Schützen=
kompagnie
lebhaft zurückverſetzt denken. Sonſt
ſind nur noch zwei Hellebarden vorhanden. Die
übrigen zum Aus= reſp. Einzug gebrauchten Helle=
barden
und Lanzen ſind nicht mehr aufgefunden worden
und ſind wahrſcheinlich als wertloſe Gegenſtände vom
alten Rathausboden verſchwunden. Von der Fahne
heißt es in der Geſchichte der Schützengeſellſchaft: Die
mitgebrachten Preiſe wurden in dem damaligen Gaſt=
haus
Traube aufgeſtellt und von da im feierlichen
Zuge, die Schützenfahne voraus, unter Muſik nach
dem Rathaus verbracht uſw. So ungefähr fanden zu
damaligen Zeiten überall ſo ziemlich gleich geordnet
die Aus= und Einzüge bei allen größeren Schützen=
kompagnien
reſp.=Geſellſchaften ſtatt.
Ueber den Verlauf des Ritterſchießens ließe ſich
noch vieles ſchreiben, was jedoch zu weit führen würde.
Eine ausführliche Beſchreibung befindet ſich in der Ge=
ſchichte
der Schützengeſellſchaft. Auch dieſes Jahr wird
dem Ritterſchießen in jeder Hinſicht durch Stiftung
dreier ſchöner Ritterbecher, durch Herausſchießen von
Ehrenſcheiben uſw. Rechnung getragen werden.

Militäriſche Gedenkfeiern.
* Metz, 18. Aug. Der heutige fünfte und letzte
Gedenktag galt dem Andenken der wackeren Krieger,
die bei Gravelotte und St. Privat für das Vater=
land
ihr Leben ließen. Die Zahl derer, die ſich dort einge=
funden
hatten, übertraf die bei allen vorhergegangenen
Gedenkfeiern. Außer dem Grafen Häſeler und den Spitzen
der Zivil= und Militärbehörden waren auch der General=
adjutant
des Kaiſers, Exz. v. Pleſſen, und der Vorſitzende
des Kriegerlandesverbandes, Generalmajor a. D. Deurer
aus Straßburg anweſend. Die Feiern begannen um 9 Uhr
vormittags mit einer kurzen Feier am Jägerdenkmal in
der Schlucht von Gravelotte, dann ſchloß ſich eine impo=
ſante
Gedenkfeier in der Gedenkhalle zu Gravelotte an
wo Graf Häſeler der Korpsführer und einzelner hervor=
ragender
Perſönlichkeiten beſonders gedachte. Bezirks=
präſident
Graf Zeppelin=Aſchhauſen hielt eine Anſprache
und Graf Häſeler dankte zum Schluß der Regierung im
Namen der Veteranen. Es folgten dann mehr oder weni=
ger
längere Feiern am König Wilhelm=Stein bei Moga=
dor
, am Denkmal der 18. Diviſion bei Verneville, des Ale=
xanderregiments
bei Ammanweiler, des Garde du Korps
bei St. Privat, des 1. Garderegiments und am Sachſen=
denkmal
bei St. Privat. Nach achtſtündiger Wanderung
war damit die heutige Feier auf den Schlachtfeldern zu
Ende. An den einzelnen Denkmälern waren orientierende
Vorträge über den Verlauf der Schlacht, u. a. auch vom
Grafen Häſeler, gehalten worden. Abends 8¾ Uhr for=
mierten
ſich auf dem Theaterplatz 23 patriotiſche Vereine
aus Metz und Umgebung mit ihren Fahnen und Lam=
pions
zu einer Schlußfeier und zogen mit ſämtlichen
Muſikkorps der Garniſon an der Spitze durch die Stadt
und die Moſelanlagen vor das Denkmal Kaiſer Wilhelms,
wo in Anweſenheit einer ungeheuren Menſchenmenge eine
impoſante militäriſch=muſikaliſche Feier, beſtehend aus
Konzert und anſchließendem Zapfenſtreich, den würdigen
Abſchluß der glänzend verlaufenen Gedenkfeierlichkeiten
bildete.

Heer und Flotte.
B.C. Seeoffizierlaufbahn. Offiziös wird
mitgeteilt: Die vor einigen Jahren erlaſſene Beſtimmung,
daß gut beurteilten Leutnants zur See, die als Abiturien=
ten
in die Marine eingetreten ſind, bei der Beförderung
zum Oberleutnant z. S. durch Vorpatentierung ein Vor=
teil
gewährt werden ſoll, wird in Kreiſen, welche mit
Marineverhältniſſen nicht näher vertraut ſind, hinſichtlich
ihres praktiſchen und tatſächlichen Effekts weit überſchätzt.
Infolgedeſſen ſcheint ſich die Anſicht herausgebildet zu
haben, daß Seekadetten, die als Primaner eintreten, nur
ſehr geringe Ausſichten für eine erfolgreiche Laufbahn
hätten und gegenüber den gleichzeitig eintretenden Abitu=
rienten
unter allen Umſtänden zwei Jahre verlören. Des=
halb
iſt darauf hinzuweiſen, daß nach wie vor gut quali=
fizierte
Primaner ſtets Ausſicht auf Einſtellung haben
und daß die etwaige Schädigung durch Vorpatentierung
von Abiturienten bedeutend geringer iſt, als vielfach ange=
nommen
wird, da ja nur die gut qualifizierten Abiturien=
ten
für eine ſolche in Frage kommen. Außerdem iſt in der
oben erwähnten Beſtimmung ausdrücklich vorgeſehen, daß
vorzüglich beurteilte Primaner ebenfalls vorpatentiert
werden können. Dieſe hätten dann den gleichzeitig ein=
getretenen
Abiturienten gegenüber noch den Vorteil
jüngeren Lebensalters, wozu noch die günſtigeren Beför=
derungsverhältniſſe
in der Marine kommen, die beſonders
infolge des planmäßigen Ausbaues der Torpedoſtreitkräfte
und des Unterſeebootsweſens auch jüngeren Offizieren
gute Ausſicht für ſelbſtändige Stellungen bieten. Auch
läßt die beabſichtigte Entſendung S. M. S. Gneiſenau
in das Ausland darauf ſchließen, daß mit der durch das
Flottengeſetz vorgeſehenen allmählichen Vermehrung der
Auslandſchiffe der Anfang gemacht wird. Die Zahl der
Auslandskommandos, zumal für jüngere Offiziere, würde
ſich dadurch erhöhen.

Der 80. Geburtstag des Kaiſers Franz Joſef.
* Bad Iſchl, 18. Aug. Um ½3 Uhr fand in dem
mit künſtleriſchem Schmuck ausgeſtatteten, mit koſtbaren
Gobelins und prachtvollen Blattpflanzen geſchmückten gro=
ßen
Saale des Kurhauſes ein Familiendiner zu
72 Gedecken ſtatt. Gleichzeitig fand im Hotel Eliſabeth
Marſchalltafel ſtatt. Vor dem Diner hatte der Kaiſer
die Glückwünſche der hier eingetroffenen fremden Fürſt=
lichkeiten
entgegengenommen. Um 2,20 Uhr verließ der
Kaiſer in Begleitung des Erzherzogs Franz Salvator im
offenen Wagen, der von den Damen der Iſchler Geſell=
ſchaft
mit Alpenblumen und Edelweiß herrlich geſchmückt
war, die kaiſerliche Villa. Brauſende Hochrufe ertön=
ten
, die ſich bei der Rückfahrt des Kaiſers wiederholten.
Beim Familiendiner hielt Erzherzog Franz Ferdinand
den Trinkſpruch. Die Feſtlichkeiten fanden ihren Abſchluß
mit einem abends im Kurpark abgehaltenen Feſte. Die
Herrſchaften, die am Familiendiner teilgenommen haben,
ſowie die zur Marſchalltafel geladenen Perſönlichkeiten er=
hielten
als Erinnerungsgabe eine bronzene Miniatur=
kopie
des von dem Bildhauer Leiſek geſchaffenen, am 24.
Auguſt zur Enthüllung gelangenden Kaiſerſtandbildes.
Von allen Souveränen trafen heute Glückwunſch=
ſchreiben
und Telegramme ein. Kaiſer Wilhelm ſandte
ein langes Telegramm, das äußerſt herzlich gehalten iſt
und dem Kaiſer große Freude bereitete.

* Wien, 18. Aug. Nach der Parade fand in der
Stephanskirche ein vom Erzbiſchof Dr. Nagl zelebriertes
Hochamt mit Tedeum ſtatt, dem die oberſten Würden=
träger
des Hofes, der Regierung und der Stadt beiwohn=
ten
. Im Anſchluß daran war Kaiſer=Huldigungsſitzung
des Wiener Stadtrats.

Luftſchiffahrt.
Zum Ueberlandflug Frankfurt=Mannheim.
* Frankfurt, 19. Aug. Heute morgen um 5,15
Uhr ſtartete Herr v. Gorriſſen zum Ueberlandfluge.
Er machte zunächſt einige Runden über den Platz, wäh=
rend
denen man ſchon bemerkte, daß am Motor etwas nicht
ganz in Ordnung war. Schließlich flog er in ganz ge=
ringer
Höhe und zum Schluß faſt auf dem Erdboden über
die Abſperrungslinie hinaus, ſchlug dabei mit dem hin=
teren
Teil des Apparats auf eine Bodenerhöhung an, ſodaß
der Apparat ſeitwärts umgeworfen und voll=
kommen
zerſtört wurde. Lediglich der Motor iſt
vielleicht noch brauchbar. Der Flieger ſelbſt erlitt keinerlei
Verletzungen.
Um 5,45 Uhr verſuchte Herr Plochmann einige
Schauflüge zu unternehmen. Als der Apparat ziemlich
nahe am Boden war, ließ Herr Plochmann nochmals den
Motor, der vorher ausgeſetzt hatte, anlaufen. Hierbei
bohrte ſich der Propeller in den Erdboden und wurde
ſtark beſchädigt. Nach Auswechſeln des Propellers
wird der Apparat wieder gebrauchsfähig ſein. Nach
dem geſtrigen Unfall des Herrn v. Mumm wurde von
Seiten der Polizei die Abſperrungslinie bis an die
Mainzer Landſtraße verlegt, da tatſächlich die Gefahr an
der ſeitherigen Abſperrungslinie zu groß war. Auch der
Unfall des Herrn von Gorriſſen ereignete ſich an der
Stelle, wo ſonſt das Publikum ſehr zahlreich geſtan=
den
hat.
* Mannheim, 19. Aug. Der Aviatiker Jean=
nin
iſt um 7 Uhr 10 Minuten 31 Sek. auf dem hieſigen
Flugplatz glatt gelandet. Er benötigte für die
Strecke Sandhofen-Mannheim 3 Minuten.

* Stuttgart, 19. Aug. Aus Friedrichshafen
wird gemeldet: Der Luftkreuzer L 2 VI iſt
heute nachmittag um 3 Uhr 50 Minuten bei windigem
Wetter zu einer Probefahrt aufgeſtiegen.
sr. Ein Aeroplanflug von Wiener= Neu=
ſtadt
nach Wien und zurück wurde am Don=
nerstag
anläßlich der Geburtstagsfeier des Kaiſers
Franz Joſef als Huldigung für den greiſen Kaiſer
von dem öſterreichiſchen Aviatiker Warſchalowsky aus=
geführt
. Warſchalowsky umflog, nachdem er glücklich
Wien erreicht hatte, mehrmals den Stefansturm und
kehrte dann ohne Zwiſchenlandung nach Wiener= Neu=
ſtadt
zurück. Für die geſamte Strecke hatte er 45 Mi=
nuten
gebraucht.
sr. Beim aviatiſchen Meeting zu Nan=
tes
gewann am vierten Tage Thomas (Antoinette)
den täglichen Diſtanz=Preis mit einem Fluge von 25
Minuten 48 Sekunden, den Höhen=Preis gewann Mo=
rane
(Blériot), der in 1000 Meter Höhe Nantes über=
flog
und dann in glänzendem Gleitfluge landete. Das
Ausſcheidungs=Rennen um den Geſchwindigkeits=
Preis für Eindecker gewann gleichfalls Morane ( Blé=
riot
) in 5109 für 10 Kilometer; Zweiter wurde Simon
in 5:44 und Dritter Thomas (Antoinette) in 7:08.
* Paris, 19. Aug. Wie der Figaxo berichtet, hat
Henry Deutſch zur Förderung der Aviatik einen
Pokal im Werte von zehntauſend Francs als Wan=
derpreis
geſtiftet, der alljährlich an einen franzöſiſchen
Konſtrukteur durch die aviatiſche Kommiſſion des
Aeroklub de France verliehen werden ſoll. Nach drei=
maligem
Gewinn wird der Beſitz des Siegers ein
dauernder. In dieſem Jahre findet der Wett=
bewerb
um den Preis in der Zeit vom 1. Septem=
ber
bis zum 31. Oktober ſtatt. Der Preis wird
dem Konſtrukteur desjenigen Apparates zugeſprochen
werden, der als erſter die Strecke Paris- Or=
leans
ohne Zwiſchenlandung zurücklegt. Er muß
dabei mindeſtens auf dem halben Wege eine Mindeſt=
höhe
von 300 Metern inne halten; außer dem Führer
muß der Apparat dabei einen Paſſagier tragen, und
zwar wird das Geſamtgewicht des Führers und des
Paſſagiers eventuell auf 150 Kilogramm ergänzt.
* London, 18. Aug. Der Aviatiker Moiſant
iſt nicht, wie urſprünglich gemeldet, beim Londoner
Kriſtallpalaſt gelandet, ſondern mußte in Rainham,
vier Meilen von Chatham, wegen Motor=
defekts
niedergehen, wobei der Pro=
peller
brach.

Sport.
Fußball. Morgen, Sonntag, ſtehen ſich auf
dem hieſigen Exerzierplatz in dem vom D. S.=K. Haſſia
1908 veranſtalteten Pokalſpiel folgende Vereine gegen=
über
: 1½ Uhr: F.=K. Viktoria hier gegen F.=K. Ger=
mania
=Arheilgen. 3 Uhr: F.=K. Olympia‟=Hahn gegen
F.=K. Viktoria=Wixhauſen. 4½ Uhr: F.=K. Vik=
toria
=Pfungſtadt gegen F.=K. Alemannia= Gräfen=
hauſen
.
Der Radfahrerklub Flieger‟ Darm=
ſtadt
hält am Sonntag, den 11. September, ſein dies=
jähriges
öffentliches Schlußrennen (ca. 80 Kilometer) auf
der Strecke Darmſtadt-Frankfurt-Darmſtadt ab.

Zuſammenſtoß von Torpedobooten.
* Kiel, 18. Aug. Ueber den Zuſammenſtoß der
Torpedoboote S 32 und S 76 der das Sinken
beider Schiffe zur Folge gehabt hat, teilt die Kieler Zei=
tung
noch folgende Einzelheiten mit:
Kreuzer Danzig führte ein Nachtſchießen nach zwei
alten, mit Kork aufgefüllten Torpedobooten aus. Sein
Tender S 32 mit einer Beſatzung aus Danzig=Leuten
verſah den Scheibendienſt. S 32 lag 16 Seemeilen nörd=
lich
von Stollergrund und lief mit 15 Knoten Fahrt. Mit
derſelben Fahrt kam Depeſchenboot S 76 das ſich auf
dem Wege nach Kiel befand, an. Es war 10¼ Uhr abends,
als ſich beide Boote näherten. Das Wetter war rauh. Es
lief eine ſchwere See und es wurden viele grobe Spritzer
übergenommen, wodurch der Ausblick behindert wurde.
S 76 unter Führung des Oberſteuermanns Kläſch,
rammte S32mittſchiffs an Steuerbordſeite, wo=
durch
auf dem gerammten Boot ein ſo ſchweres Leck ent=
ſtand
, daß ſich das Waſſer in Strömen in den Maſchinen=
und Heizraum ergoß und jede Rettung des havarierten
Fahrzeuges unmöglich machte. Die Beſatzung flüchtete
ſich, ſoweit ſie im Dienſt ſtand, auf S 76 und es gelang

auch ſämtliche Leute, ſelbſt die in den Kojen liegende
Feuerwache, in Sicherheit zu bringen. S 32 ſank.
Auf S 76 war die Lage wenig günſtiger. Der Steven
war etwa zwei Meter nach Steuerbordſeite gebogen und
hing noch ſo loſe an Bruchſtücken von der Außenhaut, daß
dieſer von der See hin und her bewegt wurde. Außer=
dem
war nach der Backbordſeite eine bedenkliche Beſchä=
digung
entſtanden. Das Waſſer drang in den Schiffs=
raum
und löſchte bald die Feuer im hinteren, ſpäter im
vorderen Heizraum aus. Gleich nach dem Zuſammenſtoß
wurden auf S 76 Notſignale abgegeben. Die
Sirene wurde in Tätigkeit geſetzt, die Bordgeſchütze wur=
den
gelöſt und auch Raketen abgefeuert. Danzig lag
in weitem Abſtand von der Unfallſtelle und dampfte ſo=
fort
mit forcierter Fahrt den bedrängten Schiffbrüchigen
zur Hilfe. Danzig ſetzte Kutter aus und nahm die
Beſatzung von S 32 und die Hälfte von der Beſatzung
von S 76 über. Das zurückgebliebene Perſonal traf
Anſtalten, das beſchädigte Schiff durch Abdichten zu retten.
Inzwiſchen wurde von Danzig eine Troſſe ausgebracht,
und S 76 das Heck voraus, ins Schlepp genommen,
um das Boot nach Land hin zu bringen. Alle Anſtren=
gungen
erwieſen ſich als vergeblich. Die Lage des Fahr=
zeuges
wurde immer gefährlicher. Der Reſt der Beſatzung
mußte von Bord genommen werden und nach anderthalb=
ſtündiger
Schleppfahrt wurde S 76 von den Wellen
verſchlungen.
Danzig und die hinzukommende Undine verſtän=
digten
Bülk durch Funkenſpruch von dem Verluſt. Von
der Werft wurde Mittwoch früh der Tender Norder in
See geſchickt. Er nahm die gerettete Beſatzung von
S 76 an Bord, während die Leute von S 32 auf der
Danzig verblieben. Nachmittags 2 Uhr lief Norder
in den Schutzhafen von Wik ein, und die Schiffbrüchigen
wurden in den Kaſernen der Torpedo=Diviſion unterge=
bracht
. Die meiſten landeten im Arbeitszeug. Nur einem
Maaten war es gelungen, ſeinen Extra=Anzug zu bergen.
Sämtliche Leute ſind ſonſt recht günſtig aus dem Zuſam=
menſtoß
hervorgegangen. Ein Matroſe hat ſich beim Hin=
einſpringen
in die Jolle am Rücken verletzt.
Die Lage der Wracks der geſunkenen Torpedo=
boote
iſt jetzt feſtgeſtellt. S 32 liegt vier Seemeilen
ONO vom Gabelsflach=Feuerſchiff und S 76 eineinhalb
Seemeilen O. z. O. vom Feuerſchiff. Wegen der Bergung
hat die Marine mit dem Nordiſchen Bergungs=Verein in
Hamburg Verhandlungen angebahnt. Es wird von den
Forderungen der Reederei abhängen, ob ſie mit dem He=
ben
der Boote beauftragt werden wird.

Der Brand der Brüſſeler Weltausſtellung.
* Frankreich ließ den Generaldirektoren der
Ausſtellung mitteilen, daß der Aufbau der vernichteten
Teile der franzöſiſchen Abteilung nur dann erfolge,
wenn ein beſſerer Löſchdienſt organiſiert werde. Die
Ausſtellungskommiſſion beſchloß die Anſchaffung einer
Dampfſpritze und die Errichtung eines Feuerwehr=
korps
von 60 Mann mit Tag= und Nachtdienſt. Die
engliſche Regierung hat einen im Auftrage
des Miniſterpräſidenten Asquith ergangenen Antrag
auf vorläufige Entſcheidung über die Haftbarkeit wegen
des Brandes durch einen Brüſſeler Rechtsanwalt beim
Gericht einreichen laſſen. In der Begründung dazu
wird ausdrücklich bemerkt, daß das Vorgehen keine
Feindſeligkeit gegen Belgien ſein ſoll, ſondern nur be=
zweckt
, im Intereſſe der geſchädigten britiſchen Aus=
ſteller
die Verantwortlichkeit feſtzuſtellen.
Ueber die Haftpflicht des Ausſchuſſes
den Ausſtellern gegenüber entſpinnt ſich jetzt eine ſehr
heftige Preßpolemik. Die belgiſche liberale Petit Blen
bringt von zuſtändiger Seite juriſtiſche Auslaſſungen
über die Frage. Es wird in dieſem Artikel ausgeführt,
daß am 12. Oktober 1907 die Ausſtellungsgeſellſchaft
mit dem belgiſchen Staat ein Uebereinkommen getrof=
fen
habe dahingehend, daß die Geſellſchaft der Regie=
rung
gegenüber im Falle von Bränden, Ueberſchwem=
mungen
und Exploſionen nicht verantwortlich ſei.
Außerdem wurde verabredet, daß das Reglement mit
den Ausſtellern ſo abgefaßt werden voll, daß die Aus=
ſteller
keinen Rekurs weder an die Regierung, noch an
die Geſellſchaft hätten, und jeder einzelne die erforder=
lichen
Vorſichtsmaßregeln ergreifen müſſe. Nach dem
abgeſchloſſenen Vertrag mit den Ausſtellern hat der
Ausſchuß das Recht des Einkaſſierens auf der Aus=
ſtellung
, aber abſolut keine Verpflichtungen. In den
juriſtiſchen Auslaſſungen des Petit Bleu wird nun
dargelegt, daß ein derartiger Vertrag keine Gültigkeit
habe. Der Kaſſationshof habe auch bereits in dieſem
Sinne entſchieden. Er habe am 22. Februar 1909 durch
Urteil feſtgelegt, daß zwiſchen Kontrahenten kein Ver=
trag
abgeſchloſſen werden könne, der jedem Vergehen
von vornherein jede Spitze dadurch abbreche, daß jede
Verantwortung abgewälzt wird. Das Ausſtellungs=
Komitee ſei alſo unter allen Umſtänden regreßpflichtig.
In anderen Blättern wird ausgeführt, daß das Komitee
zu viel Wert auf Repräſentation gelegt habe, ſich zu
ſehr auf Banketten feiern ließ und darüber ſeine Pflich=
ten
vergaß. Der Brand wird alſo noch ſehr unange=
nehme
Folgen haben, und es dürfte wohl ein Ratten=
könig
von Prozeſſen zu erwarten ſein.
H.B. Brüſſel, 19. Aug. Die hier verbreiteten
Gerüchte, wonach der Beſuch Kaiſer Wilhelms in
Brüſſel in Frage geſtellt ſei infolge des Brandes der
Ausſtellung ſind, wie von unterrichteter Seite ver=
lautet
, vollſtändig grundlos, da der Beſuch in der
Hauptſache keineswegs der Ausſtellung gilt, ſondern
einen Gegenbeſuch bei König Albert darſtellt, und daß
der Beſuch in der Ausſtellung nur einen Punkt in dem
Programm bildet. Der Vorſitzende des deutſchen
Komitees, Geheimrat Ravené, hat die getroffenen
Schutzmaßregeln gegen Feuersgefahr noch verſchärft.
Franzöſiſcherſeits werden von der Ausſtellung Garan=
tien
für Wiedereröffnung der franzöſiſchen Abteilung
gegen Feuersgefahr gefordert.

Die Cholera in Italien.
* Rom, 18. Aug. Die Zeitungen enthalten neue
Einzelheiten über die Cholera in Apulien. Gior=
nale
d’Italia meldet: In Barletta ereigneten ſich geſtern
abend zwölf Erkrankungen, davon verliefen neun tödlich,
in Andria 5 bezw. 3, in Trani 15 bezw. 12, in Margherita
di Savoia 15 Erkrankungen, davon 4 Todesfälle, in San
Ferdinando di Puglia 3 bezw. 2 Fälle, in Trinitapoli 9
Erkrankungen und in Cerignola 4. Heute wurden 6 neue
Fälle in der Gegend zwiſchen Trani, Bisceglie und Mar=
gherita
di Savoia feſtgeſtellt. Einige Zeitungen geben
einigen aus Batum gekommenen Zigeunern, die ſich in
Trani aufhielten, die Schuld an der Einſchleppung,
andere ſprechen von einer Gruppe von ruſſiſchen Pilgern
aus Odeſſa, die Bari beſuchten.
Nach den neueſten vom Miniſterium des Innern ge=
machten
Meldungen hat ſich in den letzten 24 Stunden der
Geſundheitszuſtand in Apulien nicht verſchlechtert, außer

[ ][  ][ ]

Nummer 194.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Seite 7.

in Trant, wo infolge der Gleichgltigkeit der Bevölterung
die erſten Fälle verheimlicht worden waren.
* Rom, 18. Aug. Die Regierung traf mit Rück=
ſicht
auf einige Cholerafälle in den Diſtrikten Bari und
Foggia alle nötigen ſanitären Maßregeln, um eine Wei=
terverbreitung
der Krankheit zu verhindern.
H. B. Rom, 19. Aug. In Apulien iſt die Cho=
lera
im Steigen begriffen. Allein geſtern
nachmittag ſind in Trani 18 neue Erkrankungen vor=
gekommen
. Der Bevölkerung hat ſich eine große Furcht
bemächtigt. Die wohlhabenden Familien flüchten in
großer Haſt nach Neapel und Sizilien.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abf. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Es wäre vielleicht von Intereſſe, zu erfahren, wes=
halb
in der Waldſtraße nicht gegoſſen wird. Es ſind
Straßen in der Stadt faſt ohne jeden Verkehr, in welchen
zweimal täglich gegoſſen wird. Warum nicht auch in der
Waldſtraße?

Während alle Straßen öfter mit dem Gießwagen
befahren werden, unterbleibt dies bei dem unteren neuen
Teil der Sandbergſtraße vollſtändig. Woran liegt das?
Mehrere Bewohner.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Mainz, 19. Aug. Das Mainzer Tagblatt meldet:
Bei den Sprengungsarbeiten am Fort Hei=
lig
Kreuz begaben ſich um 2½ Uhr nachmittags einige
Soldaten nach Loslaſſen eines Sprengſchuſſes in ei=
nen
Minengang, um nach der Wirkung des Schuſſes zu
ſehen. Da die Soldaten nicht wieder zurückkehrten, ging
man ihnen nach und fand, daß ſie durch Entwicklung
giftiger Gaſe bewußtlos und durch herabſtürzen=
des
Geſtein ſchwer verletzt waren. Sie wurden ans Ta=
geslicht
befördert und durch einen Sauerſtoffapparat der
Feuerwehr ins Leben zurückgerufen, bis auf einen Ge=
freiten
, der tot war. Schwer verletzt ſind: ein
Hauptmann, ein Leutnant und acht Mann, die ins Lazarett
geſchafft wurden. Die Abteilung war aus verſchiedenen
Kompagnien der Pionier=Bataillone Nr. 21 und Nr. 25
zuſammengeſetzt.
* Berlin, 19. Aug. Der Präſident des Abgeordne=
tenhauſes
, Exzellenz von Kroecher, und die Vizepräſi=
denten
Geheimer Juſtizrat Dr. Porſch und Geheimer
Juſtizrat Dr. Krauſe ſind zur Teilnahme an der Ein=
weihung
des Königlichen Schloſſes in
Poſen abgereiſt.
* München, 19. Aug. Der König der Belgier
iſt heute vormittag aus Brüſſel hier eingetroffen und
nach Poſſenhofen, wo die Königin noch weilt, weiter=
gereiſt
.
* Peſt, 19. Aug. Etwa 4000 Mühlenarbeiter
ſtellten die Arbeit ein; ſie fordern für die Sonn=
tagsarbeit
, die ſie vertragsmäßig leiſten müſſen, eine be=
deutende
Lohnerhöhung. Die ſämtlichen Mühlen haben
ihren Betrieb aufrecht erhalten.
H. B. Danzig, 19. Aug. Im bakteriologiſchen Ueber=
wachungsamt
Schillno wurden bei zwei ruſſiſchen, ſonſt
geſunden Kahn=Inſaſſen, Mann und Frau, die nach
Thorn weiter wollten, in den unterſuchten Ausſonderun=
gen
Cholera=Erreger feſtgeſtellt. Alle Sicherheits=
Maßregeln ſind getroffen, ſodaß ein Grund zur Beun=
ruhigung
nicht vorhanden iſt.
H.B. Peſt, 19. Aug. Heute nacht haben Unbekannte
einen äußerſt frechen Raub in einer der belebteſten
Straßen der Stadt verübt. Die Diebe ſtiegen nachts
durch ein Fenſter in die Kaſerne der Hofwache, erbra=
chen
in der Kanzlei zwei eiſerne Kaſſetten und raubten
die darin befindliche Vöhnung in Höhe von 26 000 Kro=
nen
. Da nur ſelten Zivilperſonen Zugang zu dieſem
Raum haben, glaubt man, daß die Täter Honved= Sol=
daten
ſind.
London, 19. Aug. In einem Schnellzuge der
London Nordweſternbahn befanden ſich Wärter einer
Irrenanſtalt mit einem Kranken, als dieſer plötzlich die
Tür öffnete, um zu entſpringen. Ein Wärter faßte ihn
am Bein, mußte ihn aber ſchließlich fahren laſſen, um
nicht ſelbſt zu ſtürzen. Als der Lokomotivführer den Zug
anhielt, fand man den Verunglückten ſchrecklich verſtüm=
melt
als Leiche neben dem Gleiſe.
* Konſtantinopel, 19. Aug. Dem Tanin zufolge
ſind die Verhandlungen, betreffend die Rückkehr der
bulgariſchen Flüchtlinge nach Maze=
donien
, beendet. Die Rückkehr wird unter der Be=
dingung
der Waffenablieferung gegen die Verſicherung
der türkiſchen Geſandtſchaft erfolgen, daß eine Verfolg=
ung
wegen ihrer Flucht nicht platzgreifen wird. Die
bulgariſche Regierung wird der türkiſchen Geſandtſchaft
eine Liſte von Flüchtigen übergeben, und dafür bür=
gen
, daß die Liſte ehemalige Mitglieder von Banden
nicht enthält.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 20. Auguſt:
Trüb und ſtärkere Regenfälle, ſtarker Südweſt, etwas
fähler.

Haben Sie

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bei der Zubereitung von Puddings, Suppen, Milchspeisen
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Geſchäftliches.
Ein neuer Feuerlöſcher. Ein Trockenfeuer=
löſcher
Rapid wurde uns geſtern von Herrn N.
Simon hier vorgezeigt. Der neu erfundene Apparat
hat den Vorzug, daß er nicht mit Waſſer oder ſonſt
einer Flüſſigkeit, ſondern mit einem trockenen Pulver
den Brand löſcht. Die uns vorgezeigten Atteſte und
Zeugniſſe von Behörden und Privaten ſprechen ſich ſehr
anerkennend über die Wirkung des neuen Löſchapparates
aus. (S. Anzeige.)
(16366
Jamiliennachrichten.

Statt Karten.
Johanna Nassauer
Emanuel Blum
VERLOBTE.
Darmstadt, im August 1910.

Am 17. ds. Mts. verſchied in
Marienbad nach kurzer Krankheit
der ſtellvertretende Direktor unſeres
Inſtituts
(16332

Wir verlieren in dem Verſtorbe=
nen
einen pflichtgetreuen Kollegen
und charaktervollen Freund von
vornehmſter Geſinnung und wer=
den
demſelben dauernd ein ehren=
volles
Andenken bewahren.
Darmſtadt, den 18. Aug. 1910.
Der Aufſichtsrat und Vorſtand
der Bank für Handel und Induſtrie.
Bankſagung.
Für die Zeichen inniger Teilnahme an dem
Hinſcheiden von
(16365
Fräulein Elisabeth Nessling
Lehrerin i. R.
ſagen herzlichen Dank
die trauernd Hinterbliebenen.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme bei
dem Hinſcheiden meiner guten Mutter
Maria Tauber
ſage beſten Dank.
(*20184

Karl Fritz, gen. Tauber.

Todes-Anzeige.
Donnerstag Abend ½12 Uhr entſchlief
ſanft nach kurzem, ſchwerem Leiden, mein
liebes, gutes Kind
(B16361
Johanna
im 14. Lebensjahre.
Johanna Springmeyer,
geb. Müller.
Darmſtadt, den 19. Auguſt 1910.
Heidelbergerſtraße 89.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag, den
21. Auguſt, nachmittags 2 Uhr, von der Darm=
ſtädter
Friedhofskapelle aus.

Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Nach Gottes unerforſchlichem Ratſchluß
entſchlief heute nachmittag ½7 Uhr unſer liebes
Kind und Schweſterchen
(*20269
Berta Maria Hartmann
nach längerem ſchweren Leiden im Alter von
6 Monaten.
Namens der trauernd Hinterbliebenen:
Gg. Hch. Hartmann, Zimmermeiſter.
Darmſtadt, 18. Auguſt 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. d. M.,
vormittags 10 Uhr, vom Sterbehauſe aus, auf
dem Beſſunger Friedhofe ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während dem Krankſein und beim Hinſcheiden
unſeres lieben Entſchlafenen ſei hiermit innigſter
(16297
Dank geſagt.
Frau Eleonore Muth,
Familie Wilhelm Hennemann,
Familie Karl Schembs.
Darmſtadt, den 19. Auguſt 1910.

Tageskalender.
Samstag, 20. Auguſt.
Preisſchießen der Schützengeſellſchaft Weidmanns=
heil
um 8 Uhr im Reſtaurant Gunder.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Saalbau.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Heſſiſchen Hof.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof.
Sonntag, 21. Auguſt.
Aufführung des Dramas Im Glauben ſtandhaft‟
um 4 u. 8 Uhr im Geſellenhaus (Kath. Lehrlingsverein).
Sommerfeſt des Fechtvereins Waiſenſchutz um 4 Uhr
im Saalbau.
Waldfeſt des Alkoholgegnerbundes (Abmarſch um
2¾ Uhr am Tempel beim Schnampelweg.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Perkeo‟
Konzert um 4 Uhr auf Hugenſchütz' Felſenkeller.
Konzert um 4 Uhr im Rummelbräu?
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtad!
Ausflug des Odenwald=Klubs nach Amorbach(Abfahrt
um 5.03 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Montag, 22. Auguſt.
Schuhe= und Stiefel=Verſteigerung um 10 und
3 Uhr in der Ludwigshalle‟
Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr in der Artillerie=
Kaſerne (Regiment Nr. 25).
Dünger=Verſteigerung um 9 Uhr in der Drag.=
Kaſerne (Regiment Nr. 24), um 9 Uhr in der Artillerie=
Kaſerne (Regiment Nr. 61).
König=Muſeum Saalbauſtr. 73, Sonntags geöffnet
von 111 Uhr.

Dutk und Berſage 2. 6. Milicſiſe Softuchtrncket.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Htreeſe;
für den Inſeratenteil: Si. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizuſügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſtripte werden nicht
zurückgeſandt.

Pilsnereu G
Münchner
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feinste Tafel-Bier e.

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Anguſt 1910.

Nummer 194.

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Gr. Ochsengasse 24; Adam Rühl, Casinostrasse 25; L. & M. Fuld,
Kirchstrasse 12, Zum weissen Schwanen‟, Joh. Heinr. Möser, Ruthsstr. 16.
Man hüte sich vor Nachahmungen, welche mit ähnlichen Etiketten, in
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Gutenberg’s Salmiak-Terpentin-Gallseifé, Fabrikant w. Gutenberg. Darmstadt

Mübenser. und blliger. wie Seilenpalrer und al sonetgen Maschmitel, is reine Selle
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Färberei-Versand-Geschäft
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der Zentrale in Butzbach erbeten.

Der Pfarrer von Gamsegg.

9)

Roman von Erich Ebenſtein.
(Nachdruck verboten.)

Eins ſcheint mir indeſſen dabei unklar, ſagte Her=
mann
plötzlich lebhaft, das Tier ſcheute doch ſicher in
dem Moment, als der erſte Schuß fiel der Mörder
gab erſt noch einen zweiten ab wie ſollte es ihm
dann noch möglich geweſen ſein, des Tieres habhaft zu
werden? Es mußte den kaum fünf Minuten entfernten
Steinbruch unbedingt eher erreichen, als ſein Ver=
folger
!
Sehr richtig. Wenn es nämlich nicht angebunden
war! Aber es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß der Mörder
Ihren Vater anſprach und ihn zum Abſteigen veran=
laßte
unter welchem Vorwand, iſt vorläufig noch
nicht klar
Woraus ſchließen Sie das?
Vor allem daraus, daß ſich auf der Straße gar
keine Blutſpuren fanden, während weiter drin im
Walde, da, wo man nachher die Leiche fand, ſolche
deutlich ſichtbar waren. Ich glaube alſo, daß Ihr
Vater zuerſt im Geſpräch mit dem Mörder war und
dann auf derſelben Stelle den Tod fand, wo ſpäter
die Leiche gefunden wurde. Es iſt anzunehmen, daß
er, als er abſtieg, das Pferd an einen Baum band.
Hermann dachte eine Weile nach. Dann ſchüttelte
ſer den Kopf.

Es ſcheint alles ſo glaubhaft, was Sie da ſagen,
Herr Hempel, aber überzeugend wirkt es auf mich
nicht! Mein Vater hatte keinen Feind, er war allge=
mein
beliebt, ein Raubmord liegt nicht vor und
ſchließlich könnte das Pferd ja auch von ſelbſt in den
Wald gelaufen ſein.
Und der Strick am Tümpel?
Kann ſchon früher dort gelegen haben.
Möglich. Indeſſen müßte ſich das ja feſtſtellen laſſen.
Trifft meine Vermutung zu, dann müſſen die Beine
des Tieres unbedingt Spuren der Anſtrengung zeigen,
die das Zerreißen des Strickes herbeiführte. Unter=
ſuchen
Sie die Vorderbeine doch einmal genau!
Das werde ich tun.
Vom Dorfe her kam jetzt ein Mann, der einen
Karren vor ſich herſchob. Als er an Hempel und Her=
mann
vorüberkam, zog er den Hut und grüßte devot.
Sein blaſſes, bartloſes Geſicht hatte einen ſcheuen
Ausdruck.
Beide Männer blickten ihm nach.
Ein komiſcher Kauz, dieſer Stigl! meinte Hermann.
Man weiß nicht recht, iſt er ein Narr oder gibt er ſich
nur als ſolcher? Was halten Sie von dieſer geheim=
nisvollen
Gabe, deren er ſich rühmt?
Ich weiß eigentlich nichts Rechtes darüber. Er ſoll
das zweite Geſicht haben, ſagt man.
Ja, und in Gamsegg glaubt jedermann daran. Er
ſelbſt ſpricht ſelten darüber. Meiſt beſchränkt er ſich
auf kurze Andeutungen, doch waren es gerade dieſe, die

zur Verhaftung des Pfarrers führten. Er behauptete,
ganz unzweifelhaft zu wiſſen, daß der Pfarrer und kein
anderer den Mord begangen habe. Das Woher ver=
ſchweigt
er.
Nun, vor dem Unterſuchungsrichter hat er dies
allerdings nicht ganz ſo beſtimmt behaupter ich war
Zeuge ſeiner Vernehmung, er gab bloß Tatſachen an.
Uebrigens will ich Sie nun nicht länger aufhalten. Die
Auskunft wegen des Papierkorbes und des Pferdes
bekomme ich wohl morgen, nicht wahr?
Sicherlich. Und ich möchte Sie bitten, ſich dieſelbe
ſelbſt zu holen; vielleicht kommen Sie zum Abendbrot
Sie wiſſen, ich möchte nicht gerne, daß mein Inter=
eſſe
an der Sache bekannt wird!
Wir brauchen doch kein Wort davon vor anderen
zu erwähnen! Was iſt natürlicher, als daß Sie ſich
jetzt, wo Sie in Gamsegg wohnen, uns anſchließen?
Das Gegenteil würde viel eher auffallen. Schlagen
Sie mir die Bitte nicht ab! fügte Hermann herzlich
hinzu, und Hempel ſchlug nach kurzem Zögern in die
ihm dargebotene Hand ein.
Gut ich werde kommen. Auf Wiederſehen alſo
morgen abend!
Siebentes Kapitel.
Der Meßner Jakob Stigl hatte ſeinen Karren zu
einer Gruppe Jungholz geführt und mit dem mitge=
brachten
Beil einen hübſchen Berg Tannenzweige zu=
warf
er das Beil in den
ſammengeſchlagen.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910

Nummer 194.

Seite 10.

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Karren, lud die Tannen= und Fichtenzweige darauf,
band alles mit einem Stricke feſt und warf ſich dann
aufatmend ins weiche Moos neben dem Karren.
Eben wollte er ſeine Pfeife anzünden, als Silas
Hempel vor ihm auftauchte und ihm lächelnd zunickte.
Das wird jetzt ſchmecken, nach getaner Arbeit, nicht
wahr? ſchmunzelte er und ließ ſich ohne Umſtände neben
dem Alten ins Moos nieder.
Stigl blickte verwundert und ein wenig mißtrauiſch
auf den Fremden, den er wohl vom Anſehen kannte,
aber immer nur für einen reichen, noblen Stadtherrn
gehalten hatte, der yoch über den Gamseggern ſtand.
Und nun ſprach und tat der, als ſei er ſeinesgleichen.
Ja, er zog ſogar ſeine Doſe heraus und bot Stigl
eine Priſe an.
Auch Hempel nahm ſeinerſeits eine Priſe und fragte
dann: Wofür iſt denn das Tanneugezweig da beſtimmt?
Zum Kirchenſchmuck. Morgen iſt Allerheiligenfeſt,
da muß jeder Altar ſeine Girlanden haben, der Herr
Stellvertreter des Pfarrers ſchaut ſehr auf ſolche Sachen.
So? Iſt wohl ein recht ſtrenger Herr, der neue
Pfarrer?
Na, es geht. Genauer ſchant er ſchon auf alles,
als der frühere Pfarrer. Dafür werden ſie ihn wohl
auch bald feſt anſtellen in Gamsegg.
Nun, damit hat’s einſtweilen noch gute Wege. Vor=
läufig
iſt ja Dolland noch Ener Pfarrer, und ſolange
er nicht verurteilt iſt
Jakob Stigl machte eine Bewegung mit der Hand,

als wollte er ſagen: O, der der iſt ſchon ſo gut wie
abgetan.
Das ſehe ich nicht ein. Die Leute reden freilich
viel, aber wahr braucht es darum noch lange nicht zu
ſein! Alle geben doch auch zu, daß der hochwürdige Herr
die Güte ſelber war und niemand was zuleide tun
konnte wie ſollte er denn da auf einmal zum Mörder
werden?
Stigl warf von der Seite her einen forſchenden
Blick auf Hempel.
Sie ſind wohl gut Freund mit ihm, daß Sie ihn ſo
in Schutz nehmen?
Ich? Hempel machte ein völlig harmloſes Geſicht.
Ich kenne ihn ja gar nicht, und mich geht die Sache
nichts an, aber der geſunde Menſchenverſtand ſagt
mir
Stigl legte ſeine Hand auf Hempels Arm.
Herr mit dem geſunden Menſchenverſtand das
iſt auch ſo ne Sache. Da gibt es Dinge, die erklären
Sie nicht damit das ſag’ ich Ihnen, der Jakob Stigl!
Was meinen Sie damit?
O je wen: ich reden wollte! Wenn ich alles ſagen
würde, was ich weiß da wäre der gute‟ Pfarrer
Dolland bald verurteilt , flüſterte der Meßner ge=
heimnisvoll
, brach aber gleich halb erſchrocken ab, als
er den geſpannten Blick des anderen auf ſich ruhen
fühlte.
Ich denke, Sie haben ſchon geſprochen? Ihr
Zeugnis hat ja den Pfarrer ſtark belaſtet

Geſprochen? Ja, ja aber Stigl kicherte in
ſich hinein. Der Menſch darf nicht alles ausplaudern!
Hm. Dann wird’s wohl auch danach ſein, lächelte
Hempel ſpöttiſch. Uebrigens, was können Sie denn
wiſſen? Sie waren ja, ſoviel ich hörke, damals gar nicht
aus dem Dorf heraus haben den Pfarrer erſt vor
der Kirchentür zu Geſicht bekommen!
Aber wenn einer die Gnade Gottes hat Stigl
ſchlug ſeine blauen Augen zum Himmel auf dann
weiß und ſieht er eben doch mehr, als Ihr geſunder
Menſchenverſtand begreifen kann, lieber Herr.
Ja ſo Sie ſollen ja allerhand Erſcheinungen
haben
Nicht reden darüber, lieber Herr, fiel Stigl er=
ſchrocken
ein, das ſind heilige Dinge
Hempel lachte laut auf.
Na mir werden Sie das doch nicht weismachen
wollen! Dann beſann er ſich und ſagie ernſthaft: Alſo,
wie iſt’s damit, Alter, erzählen Sie intr was davon, das.
intereſſiert mich.
Aber Stigl ſchüttelte eigenſinnig den Kopf.
Nein, nein, darüder gib’’s nichis zu reden. Nur
ich weiß, was ich weiß!
(Fortſetzung folgt.)

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[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

8 50.

Samstng, 20. Zuguſt.

1910.

Großherzogliches Minſterium des Innern hat dem Landesverbande Vaterändt.
ſcher Frauen=Vereine im Herzogtum Sachſen=Meiningen und dem Meininger Landes=
verein
vom Roten Kreuz die Erlaubnis erteilt, 10 000 Loſe einer vom 3. bis 6. Dezember
1910 zu veranſtaltenden Geldlotterie innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben. Nach
dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen 120000 Lofe
à 1 Mark ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit dem heſſiſchen
Zulaſſungsſtempel verſehene Koſe gelangen. Während der Vertriebszeit der Loſe zur
erſten Klaſſe einer Königlich Preußiſchen Staatslotterie iſt Ankündigung, Ausgabe und
Vertrieb der Loſe in Heſſen nicht geſtattet.
(16268
Bekanntmachung.
Wir bringen das Reichsgeſetz vom 28. Mai 1894, betreffend den Schutz der Brief=
tauben
und den Brieftaubenverkehr im Kriege, wiederholt zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1910.
(16267
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Geſetz,
betreffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege.
Vom 28. Mai 1894.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutſcher Kaiſer, König von
Preußen ꝛc.
verordnen im Namen des Reiches, nach erfolgter Zuſtimmung des Bundesrats und
des Reichstags, was folgt:
§ 1. Die Vorſchriften der Landesgeſetze, nach welchen das Recht, Tauben zu
halten, beſchränkt iſt, und nach welchen im Freien betroffene Tauben der freien Zu=
eignung
oder der Tötung unterliegen, finden auf Militärbrieſtauben keine Anwendung.
Dasſelbe gilt von landesgeſetzlichen Vorſchriften, nach welchen Tauben, die in ein
fremdes Taubenhaus übergehen, dem Eigentümer des letzteren gehören.
§ 2. Inſoweit auf Grund landesgeſetzlicher Beſtimmungen Sperrzeiten für den
Taubenflug beſtehen, finden dieſelben auf die Reiſeflüge der Militärbrieftauben keine
Anwendung. Die Sperrzeiten dürfen für Militärbrieftauben nur einen zuſammen=
hängenden
Zeitraum von höchſtens je zehn Tagen im Frühjahr und Herbſt umfaſſen.
Sind längere als zehntägige Sperrzeiten eingeführt, ſo gelten für Militärbrieftauben
immer nur die erſten zehn Tage.
§ 3. Als Militärbrieftauben im Sinne dieſes Geſetzes gelten Brieftauben, welche
der Militär=(Marine=)Verwaltung gehören oder derſelben gemäß den von ihr erlaſſenen
Vorſchriften zur Verfügung geſtellt, und welche mit dem vorgeſchriebenen Stempel
verſehen ſind.
Privatperſonen gehörige Militärbrieftauben genießen den Schutz dieſes Geſetzes
erſt dann, wenn in ortsüblicher Weiſe bekannt gemacht worden iſt, daß der Züchter
ſeine Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung geſtellt hat.
§ 4. Für den Fall eines Krieges kann durch Kaiſerliche Verordnung beſtimmt
perden, daß alle geſetzlichen Vorſchriſten, welche das Töten und Einfangen fremder
Tauben geſtatten, für das Reichsgebiet oder einzelne Teile desſelben außer Kraft treten,
ſowie daß die Verwendung von Tauben zur Beförderung von Nachrichten ohne Ge=
nehmigung
der Miltärbehörde mit Gefängnis bis zu drei Monaten zu beſtrafen iſt.
Urkundlich unter Unſerer Höchſteigenhändigen Unterſchrift und beigedrucktem
Kaiſerlichen Inſiegel.
Gegeben Neues Palais, den 28. Mai 1894.
(L. 8.) Wilhem.
Graf von Caprivi.

Bekanntmachung.
Indem wir nachſtehende Polizei=Verordnung veröffentlichen, bemerken wir,
daß die in der Polizei=Verordnung vom 3. November 1904 (Meldeordnung) enthaltenen
Vorſchriften über die gleiche Angelegenheit mit dem 1. September l. Js. außer Wirk=
ſamkeit
treten.
Darmſtadt, den 17. Auguſt 1910.
Großherzogliches Kreisamt.
Fey.
Polizei=Verordnung
für die Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt.
Die Aufnahme von Fremden in Gaſtwirtſchaften, Fremdenpenſionen und Her=
bergen
betreffend.
Auf Grund der Artikel 81, 82 und 83 des Polizeiſtrafgeſetzes und des Artikel 78
der Kreis= und Provinzialordnung wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und
mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern, zu Nr. M. d. J. 12538
vom 6. Auguſt 1910 für die Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt folgendes
verordnet:
§ 1.
Jeder Gaſt= und Herbergswirt, ſowie jeder Inhaber einer Fremdenpenſion iſt
verpflichtet, alle bei ihm übernachtenden Fremden ohne Unterſchied des Standes und
ohne Rückſicht auf die Zeit, während der ein Fremder bei ihm wohnt, in ein Verzeichnis
(Fremdenbuch) einzutragen. Dieſes muß folgende Einteilung haben:
a) laufende Nummer nach Jahrgängen,
b) Namen,
c) Stand,
d) Wohnort,
e) Begleitung des Fremden,
f) Tag der Ankunft,
g) Tag der Abreiſe.
Das Fremdenbuch muß ferner mit fortlaufenden Seitenzahlen verſehen ſein und
darf nicht eher in Gebrauch genommen werden, als es von der Ortspolizeibehörde
abgeſtempelt und mit Vermerk über die Seitenzahl verſehen worden iſt.
Das Fremdenbuch iſt der Polizeibehörde oder ihren Beauftragten auf Erfordern
jederzeit vorzulegen.
§ 2.
Die Fremden ſind verpflichtet, den Gaſt= oder Herbergswirten oder Inhabern
von Fremdenpenſionen die zur ordnungsmäßigen Führung des Fremdenbuchs erforder=
liche
Auskunft wahrheitsgemäß zu erteilen.
§ 3.
Die Gaſt= und Herbergswirte, ſowie die Inhaber von Fremdenpenſionen ſind
verpflichtet, täglich bis acht Uhr vormittags über alle in den letzten vierundzwanzig
Stunden erfolgten Aufnahmen von Fremden der Ortspolizeibehörde durch Vorlage
eines Auszugs aus dem Fremdenbuche Meldung zu erſtatten. Von dieſer Vorſchrift
können von Großh. Kreisamt Darmſtadt Ausnahmen zugelaſſen werden.
§ 4.
Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden Vorſchriften werden, ſoweit nicht andere
Strafbeſtimmungen anzuwenden ſind, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 5.
Dieſe Polizeiverordnung tritt am 1. September 1910 in Kraft.
Darmſtadt, den 17. Auguſt 1910.
(16326sid
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Autiche Rahrihten de Groſhezagſichen Poſteimte Darmnicht.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Reiterſäbel mit ſilbernem Portepee und einer Koppel. 1 Ring
mit 1 roten und 3 kleinen weißen Steinchen. 1 Damen=Uhrkette. 1 ſilberne Damen=
Uhr mit Goldrand und langer goldener Kette. 1 Zwicker mit feinem goldenen Kettchen.
1 grüner viereckiger Kaſten=Drachen. 1 Ballnetz mit 3 Gummibällen und 1 kleinen
Portemonnaie. 1 Einlagebuch des Vorſchuß=, Spar= und Kredit=Vereins Dieburg.
1 Hunde=Halsband. 2 Hundemarken mit den Nrn. 1322 und 4998. 1 weißer Kinder=
Strohhut. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 9960. 1 Schließkette mit gelbem
Schlößchen. 1 ſchwarzes gehäkeltes Strumpfband. 1 Strang graue Wolle. 1 Stück
weißen Seidenbatiſt. 1 Zentenar=Medaille. 1 mitelgroßer Schlüſſel. 1 Hundemarke
mit der Nr. 262. 1 kleines Taſchenmeſſer mit Schildpattſtiel. 1 weißes Taſchentuch,
gez. E. 1 ſchwarzer Damen=Handſchuh. 1 gelber Ring mit hellem Stein.
Verloren: 1 Paket mit weiß und blauem Stoff. 1 goldenes Kollier, als An=
hänger
1 Herzchen mit 1 roten Stein und 2 weißen Perlen. 1 großer gold. Ohrring
mit hellgrünem Stein. 1 einzelner Schnürſtiefel. 1 goldene Broſche in Nadelform mit
3 weißen Steinchen. 1 dunkelbraunes Damen=Portemonnaie mit etwa 4,50 Mk. Inhalt.
1 goldene Damen=Uhr. 1,05 Mk. in einer Zigarrendüte. 1 ſchwarze Broſche mit kleinem
goldenen Rand und einer Knaben=Photographie. 1 Schachtel gelbe Uniformknöpfe mit
Buchſtaben M. 1 Damen=Nadelſchirm mit gebogenem Griff. 1 zweireihige Korallen=
Halskett. 1 Granatbroſche in Schleifeform. 1 filberne holländiſche Hutnadel. 1 ſchw.
Viſitenkartentäſchchen mit Ausſtellungs=Beikarte. 1 weißer Strohhut, im Schweißleder
die Buchſtaben H., H. A. A. G. 1 ſchwarzſeidener Regenſchirm mit Vogelkopf=Griff.
1 längliche goldene Broſche mit 3 blauen Steinchen. 1 goldener Siegelring, Bandring
mit rotbraunem Stein. 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 1,05 Mk. Inhalt.
1 kleines gelbes Portemonnaie mit 91 Pfennigen Inhalt. 1 ſeidener Damen=Schirm
mit gebogenem Tulagriff. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit über 11 Mk. Inhalt.
1 Ordensſchnalle mit den Denkmünzen von 1866 und 1870/71, Zentenar=Medaile und
25jähriges Dienſtabzeichen. 1 Paket mit Mahn= und Pfandpapieren. 1 Meſſing=
Wagenkapſel. 1 Okular von einem Opernglas. 1 gelbbraunes Handtäſchchen mit
1 Portemonnaie und 2,30 Mk. Inhalt, 1 Paar Handſchuhe und 1 Bund Schlüſſel.
1 ſilberne Broſche ohne Nadel in Form eines Kleeblatts. 1 Paket mit Stickereien.
1 ſilbernes Verdienſtkreuz. 1 Krawattennadel in Hufeiſenform mit 1 Spazierſtöckchen
und Perlen beſetzt. 1 filberne längliche Klappnadel mit Mondſtein. 1 Nickel= Brille.
1 ſilberne Remontoir=Uhr mit Goldrand und gelber Kette. 1 ſchwarzes Portemonnaie
mit 80 Mk. Inhalt. 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit 2.50 Mk. Inhalt. 1 ſilb.
Glieder=Armband. 1 Brille mit Futteral. 1 Hauſierſchein, 1 ſchwarzes Portemonnaie
mit 80 Mk. Inhalt. 1 Portemonnaie mit über 21 Mk. Inhalt. 1 grünlicher Loden=
Umhang mit Aermel und Kapuze. 1 goldene Damen=Uhr mit langer goldener Kette.
1 dunkelbraunes Damen=Portemonnaie mit einem Zehnmarkſtück. 1 goldenes Glieder=
Armband, mit glatten Gliedern und Herzchen. 1 Herren=Regenſchirm mit braunem
Griff. 1 kleiner Vertiko=Schlüſſel und 1 kleiner Kaſſetten=Schlüſſel. 1 ziemlich große
Mundharmonika. 1 graues Portemonnaie aus Eidechſenleder mit 79 Pfennigen Inhalt.
1 braunes Damen=Portemonnaie mit 5 Mk. Inhalt. 1 hellbraunes kleines Zigarren=
Etut. 1 goldene Broſche (Rung mit 1 Stäbchen und 1 Blümchen mit 3 Perichen.
1 kleine goldene Broſche in Form einer Reitpeitſche und Hufeiſen. 1 Brillant=Ring in
ſchmaler Form mit Stein. 1 ſchwarzer Damen=Sonnenſchirm mit gelbem gedrehten
Stock und Knopf.
Zugelaufen bei Privaten: 1 Foxterrier.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Hund (Rottweiler), 1 ſchwarzer Pinſcher. 1 ſchwarzer
Zwergrehpinſcher.
(16294
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 2 Spitzhunde, 4 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 21. Auguſt, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizgebäude, Bismarckſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch .
Bruſt.
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

per ½ kg 90 Pfg.

7
7
7
7
*
½
½
,

84
90
90
60
2
86
96
110

Dörrfleiſch
Schinken m. Bein .
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.

. per ½ kg 100 Pfg.
½ 110
½ 130

½
½

90
72

Darmſtädter Herbſtmeſſe 1910.

Für die am 25. und 27. September 1910 beginnende Herbſtmeſſe
werden die folgenden 3 Plätze auf dem Wegedes ſchriftlichen Angebots vergeben:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer,
2. für ein Hippodrom oder eine große Schaubude bis 22 m Durchmeſſer und
3. für einen Kinematographen von 2024 X 1214m (einſchließlich Vorbauten,
Stützen pp.)
In gleicher Weiſe wird vergeben für die am 18., 19. und 25. September
d. Js. ſtattfindende Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe:
ein Platz von 11 m Durchmeſſer für Karuſſell oder Schaukel ohne Dampfbetrieb.,
Bedingungen mit Angebotſchein und Plan können gegen Einſendung einer Ge=
bühr
von 1 Mark (ohne Meßplan 50 Pfennig) von uns bezogen werden.
Angebote ſind, mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze verſehen, bis ſpäteſtens
Freitag, den 26. Auguſt, vormittags 11 Uhr,
an uns einzuſenden.
Sollte ein Platz auf Grund der Angebote nicht vergeben werden, dann kann er
bei der Verſteigerung der übrigen Meßplätze zum Ausgebot gelangen.
Die ſämtlichen übrigen Plätze für die Herbſtmeſſe und die Beſſunger
Kirchweihe werden im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz öffentlich
verſteigert und zwar:
I. am Montag, den 5. September, vormittags 9 Uhr beginnend:
6 Schaubudenplätze von 8, 10, 12, 14 und 18 X 89 m, 4 Schießbuden=
plätze
von 8 X67 m, 1 Photographiebudenplatz von 8 67 m, 4 Plätze
für große Zuckerbuden von § X 2½ m. 3 Plätze für Waffelbuden von
§ X4m, ſowie die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan;
II. am Dienstag, den 6. September, vormittags 9 Uhr beginnend:
die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden.,
Die Verſteigerungsbedingungen nebſt Meßplan liegen bei dem ſtädtiſchen
Marktmeiſter (Rathaus am Marktplat) zur Einſicht offen.
Die Steigerer der Plätze für Schaubuden pp. haben bei der Verſteigerung über=
die
Art der Darbietungen, ſowie über die Größe pp. der Buden unter Vorlage von
Plänen gedruckten Beſchreibungen pp. genaue Angaben zu machen.
Menagerien und Glücksſpiele, ferner alle Schauſtellungen, die nach Art und
Anpreiſung auf die Lüſternheit der Menge abzielen und als unſittlich zu bezeichnen
ſind (z. B. tätowierte Damen, Darbietungen mit der Aufſchrift Nur für Herren,
Nur für Erwachſene ꝛc.) dürfen auf den erſteigerten Plätzen nicht betrieben oder
geboten werden. Es wird den Unternehmern empfohlen, bereits vor der Verſteige=
rung
und dem Zuſchlag der Plätze eine Entſcheidung des Großh. Polizeiamts
Darmſtadt herbeizuführen über die Frage, ob ihre Darbietungen zugelaſſen werden
oder nicht.
Darmſtadt, den 4. Auguſt 1910.
(15479a
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.

Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 25. Auguſt, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich Ludwigshöhſtraße 4 (Pfandlokal) meiſtbietend gegen gleich bare
Zahlung:
Wirtſchaftsmobiliar, beſtehend aus 7 Tiſchen, ca. 50 Stühlen und 1 Büfett
(Schenke): ferner: 1 Ladentheke und 2 große Warengeſtelle. (162655md
Darmſtadt, 17. Auguſt 1910.
Nelle, Pfandmeiſter.

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[ ][  ][ ]

Nummer 194,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Seite 13.

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[ ][  ][ ]

Seite 14

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20, Auguſt 1910.

Nummer 194.

Offenlage eines Bebanungsplaues.
Der auf Grund der Genehmigungsver=
fügung
Großh. Miniſteriums des Innern
vom 8. ds. Mts. von uns feſtgeſtellte Be=
bauungsplan
für den Gemarkungsteil
zwiſchen Beſſunger Straße, der ſüdlichen
Fortſetzung des Donnersbergrings, der
Landskronſtraße mit Eſchollbrücker Weg
und der neuen Main=Neckar=Bahnlinie
kann bei dem Stadtbauamte, Grafenſtraße
Nr. 30, eingeſehen werden.
Die Breite der Straße längs der neuen
Bahnlinie iſt nicht zu 16 m, wie in dem
ſ. Zt. offen gelegenen Planentwurf vor=
geſehen
, ſondern zu 18 m angenommen
worden, als einzige Aenderung gegenüber
(16148ds
dem Entwurf.
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.
Grummetgras=Verſteigerung.
Dienstag, den 23. ds. Mts., nachmit=
tags
3 Uhr beginnend,
wird die Grummetgrasernte von der Pallas=
wieſe
an Ort und Stelle öffentlich meiſt=
(16241fs
bietend verſteigert.
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Das Schulgeld für das Großh. Real=
gymnaſium
und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere Mäd=
chenſchule
(früher Reineck’ſches Inſtitut)
und die Mittelſchulen für das III. Kalen=
der
=Vierteljahr 1910 iſt, bei Meidung
der Mahnung, bis Ende I. Mts. an den
Werktagen, vormittags von 8 bis 12½ Uhr,
(15943a
hierher zu entrichten.
Darmſtadt, den 11. Auguſt 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.

Die Leier des Ludwigsfeſtes in der Knaben=Arbeitsanſtalt
Städtiſche Schulzahnklinik
findet Donnerstag, den 25. Auguſt, nachmittags 3 Uhr,
Luiſenſtraße 20, II.

ſtatt. Die Eltern und Lehrer der Kinder, welche die Knaben=Arbeitsanſtalt beſuchen,
ſowie alle Freunde der Anſtalt werden hierzu freundlichſt eingeladen.
Zur Unterhaltung der an dem Feſte Teilnehmenden wird, wie in den früheren
Jahren, eine Verloſung, wobei jedes Los einen Blumenſtock gewinnt, ſtattfinden.
Loſe zu 20 Pfg. das Stück ſind von jetzt ab bis zum 24. ds. Mts. einſchließlich
im Stadthaus, Zimmer Nr. 39, zu erhalten. Am Tage des Feſtes werden die Loſe
nur in der Knaben=Arbeitsanſtalt verabfolgt.
Damit die dem Feſte Beiwohnenden den Spielen der Knaben ungeſtört zuſehen
können, wird für beſondere Sitzplätze geſorgt werden, Getränke, Kuchen und andere
(16266si
Speiſen ſind wie in früheren Jahren erhältlich.
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Egenolf.
SPrez. Ubligalelen
der Oesterreichisch-Ungarischen Staats-Eisenbahn-Gesellschaff
Wir sind beauftragt, die am 1. September d. J. fälligen Zins-Koupons
sowie die verlosten Stücke obiger Obligationen vom Verfalltage ab einzulösen.
Darmstadt, im August 1910.
Bank für Handel und Industrie.
16282)

erſteigerung

Bekanntmachung.
Montag, den 29. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Hermann Koch und der Louiſe
Johanna Doris Koch, Kinder des Bäcker=
meiſters
Karl Koch dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 794 384 Hofreite Louiſen=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K105/10
Darmſtadt, den 21. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
I. V.: Spieß, (D14629,3
Gerichtsmann.

Bekanntmachung.
Montag, den 12. September I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth in Zürich im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 217¾/10 324 Hofreite Innere
Ringſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K113/10
werden.
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß,
(D15443,4
älteſter Gerichtsmann.

Bekanntmachung.
Montag, den 5. September I. Js.,

ſoll die vormittags 10 Uhr,
zur Konkursmaſſe der Leopold Reinhard Witwe dahier gehörige Liegen= chaft: Flur Nr. qm II 841910 392 Grab= Nieder= garten (Ramſtädter= II
II 8412½/100
84105/10 202 Baupl. 7
1729 Hofreite) ſtraße
Nr. 28,

zwecks Teilung und Aufhebung einer Ge=
meinſchaft
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K50/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 11. Auguſt 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
I. V.: Ganß, (D15873,4
älteſter Gerichtsmann.

Auf freiwilligen Antrag ſoll die zum
Nachlaß des Schreinermeiſters Konrad Stein
dahier gehörige Hofreite:
Flur Nr. qm
181½/100 423 Friedrichſtraße 20,
Mittwoch, den 24. Auguſt 1910,
vormittags 10 Uhr,
in unſerem Bureau Grafenſtraße 30
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
I. V.: Ganß,. (D16279,5
älteſter Gerichtsmann.

Dünger=Verkauf.
Am Dienstag, den 23. Auguſt 1910,
von 9½ Uhr vormittags ab,
wird auf dem vorderen Hofe der alten
Kavallerie=Kaſerne in Darmſtadt die Ma=
tratzenſtreu
von einer Eskadron öffentlich
meiſtbietend verſteigert.
(16304so
Garde=Dragoner=Regiment
(1. Großh. Heſſiſches) Nr. 23.

Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator.
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

Arbeitsvergebung.
Vorbehaltlich der Genehmigung Großh. Miniſteriums werden hiermit auf
Grund des Verdingungserlaſſes vom 16. Juni 1893 folgende beim Neubau der Trink=
kuranlage
vorkommenden Arbeiten öffentlich ausgeſchrieben:
1. Erd= und Maurerarbeiten, Los III, Kurbrunnen und Weſtflügel, 3235 cbm
Erdbewegung, 1005 chm Bruchſteinmauerwerk, 1056 cbm Backſteinmauerwerk, 400 qm
Backſteingewölbe, 381qm Fachwände, 475qm Zwiſchendecken, 407qm Zementverputz uſw.
2. Steinhauerarbeiten, Los III, 293 cbm Muſchelkalkſtein, Los V, Betonbearbeitung.
3. Betonarbeiten, Los II, 812 qm Betonboden, etwa 271 cbm Beton verſchiedener
Art, 884 qm Unterlagsbeton, 550 qm Betondecken uſw. 4. Zementrabitzarbeiten,
976 qm Gewölbe, 71 m Hauptgeſimſe uſw. 5. Zimmerarbeiten, Los III, 137,2 cbm
Tannenholz, 10,2 cbm Eichenholz, zu liefern und zu verzimmern, ferner Geſimſe, Dach=
ſchalungen
uſw. 6. Eiſenlieferung, Los II, 11200 kg T=Träger zu liefern. 7. Grob=
ſchloſſerarbeiten
, Los III, 1900 kg Eiſenzeug. 8. Dachdeckerarbeiten, Los III,
2458 qm Dacheindeckung mit zugehörigen Grat= Firſt= und Kehldeckungen, Schnee=
fanggitter
uſw. 9. Spenglerarbeiten, Los III, 29 m Hängekandel, 50 m Abfallrohre,
5,6 qm Abdeckung aus Kupfer, 42 qm Dichtungen in Blei, 344 m Hängekandel,
120 m Abfallrohre, 82,5 qm Kehleindeckungen und Wandanſchlüſſe in Zink uſw. 10. Blitz=
ableiteranlage
, 2 Auffangſtangen, 120 m Leitungsdraht uſw.
Die Unterlagen ſind während der Dienſtſtunden auf unſerem Amte einzuſehen
(ausgenommen am 25. Auguſt). Arbeitsbeſchreibungen, Bedingungen und, ſoweit mög=
lich
, auch Zeichnungen, werden zum Selbſtkoſtenpreis abgegeben.
(15974os
Die Angebote ſind unterſchrieben, mit Aufſchrift der Arbeit, portofrei, bis
ſpäteſtens 2. September 1910, vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Be=
hörde
einzureichen.
Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
Bad=Nauheim, den 13. Auguſt 1910.
Großh. Baubehörde für die Neubauten in Bad=Nauheim.
Joſt.

Saſelachs=Verſtergerung.
Mittwoch, den 24. Auguſt d. Js., vormittags 11 Uhr, ſoll am hieſigen
Faſelſtall ein gut gehaltener Faſelochſe gegen Barzahlung öffentlich verſteigert werden.
Eſchollbrücken, am 16. Auguſt 1910.
(16199ds
Großh. Bürgermeiſterei Eſchollbrücken.
Leichtweiß.

Habe mich hier Dieburgerstrasse 10, Ecke Heinheimerstr.
als Dentist niedergelassen
und halte mich in Zahnoperationen, Plombieren, künstlichen Zähnen, sowie
Kronen- und Brückenarbeiten bestens empfohlen.
Sprechstunden Werktags v. 812 u. 26 Uhr, Sonntags 1012 Uhr.
Hochachtungsvoll
Albert Bosch, Dentist
*20102fsm) langjähriger Assistent des Großh. Hofdentisten W. Bauer, hier.

Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
Mittags von 25. (1508a

Mittwoch, den 31. Auguſt I. J., vorm. 9 u. nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Hauſe Mathildenplatz Nr. 8 (Seitenbau rechts), im Auftrag des
Nachlaßverwalters das zum Nachlaß des Hch. Jacoby gehörige Weinlager, beſtehend aus:
ca. 2000 Flaſchen verſch. Sorten älterer Jahrgänge und zwar
Oppenheimer, Nierſteiner, Guntersblumer, Laubenheimer und
ca. 300 Flaſchen Moſelweine.
10 Gebinde von 13 Hektoliter Inhalt von denſelben Weinen.
Hiervon können auch kleinere Mengen abgegeben werden. Die Flaſchenweine
werden in kleineren Quantitäten ausgeboten bezw. abgegeben.
Die Weine ſind von vorzüglicher Qualität.
Ferner kommen nachmittags 3 Uhr zum Ausgebot:
3 noch ſehr gute Billards (zwei Stück verſtellbar) mit Zubehör,
1 große noch nicht gebrauchte Ladentheke, verſchied. Teile eines
Glasabſchluſſes für Zimmer oder Geſchäftslokale ſehr geeignet,
ferner:
1 Muſikautomat und 1 Stollwerks Schokolade=Automat und
1 Partie leere Weinfäſſer.
Ich mache noch darauf aufmerkſam, daß die Weine ſchon vorher und zwar
von Montag, den 22. Anguſt ab, bis zum 30. Auguſt, täglich nachmittags von
57 Uhr zu billigen Preiſen abgegeben werden, jedoch nicht weniger als 20 Flaſchen.
Ebenſo werden kleine Proben vorher den Reflektanten verabfolgt, auch
bei der Verſteigerung.
Die Verſteigerung und der Vorverkauf findet nur gegen Barzahlung an den Meiſt=
(16308ss
bietenden ſtatt.
Darmſtadt, 19. Auguſt 1910.

Bekanntmachung.
Montag, den 12. September I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Johann Jakob
Menges Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 15751/100 435 Hofreite Innere
Ringſtraße, jetzt
Rhönring 135,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K71/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt 1.
J. V.: Ganß, (D16277.5
älteſter Gerichtsmann.
Pferde=Verkauf.
Montag, den 22. Auguſt 1910,
10 Uhr vormittags,
wird auf dem Hofe der Kaſerne Heidel=
bergerſtraße
47 ein Dienſtpferd öffentlich
(16263
meiſtbietend verkauft.
Darmſtadt, den 17. Auguſt 1910.
II. Abteilung
Feld=Artillerie=Regiments Nr. 25.
Matratzenſtren=Verkauf.
Am Montag, den 22. ds. Mts.,
um 9 Uhr vormittags,
wird in der Kaſerne am Beſſunger Weg
die Matratzenſtreu aus drei Batterieſtällen
öffentlich und meiſtbietend verſteigert.
Darmſtadt, im Auguſt 1910. (16239fs
I. Abteilung. Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
Dünger=Verſteigerung.
Infolge Abweſenheit der Abteilung zu
den Herbſtübungen fällt die wöchentliche
Düngerverſteigerung in der Zeit vom 24. ds.
Mts. bis einſchließlich 30. September ds. Js.
(16264
aus.
Darmſtadt, im Auguſt 1910.
I. Abteilung Feld=Art.=Regts. Nr. 61.
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1860 50jähriges Bestehen der Firma 1910

Nummer 194.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Seite 15.

1860 50jähriges Bestehen der Firma 1910

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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Nummer 194.

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Elektrotechnik, Chemie (Elektrochemie und Pharmacie). Allgemeine Abteilung ( ins-
besondere
für Mathematik und Naturwissenschaften), Kursus für Geometer I. Klasse.
Prüfungen zur Erteilung des Grades eines Diplom-Ingenieurs und der Würde
eines Doktor-Ingenieurs. Fachprüfungen, Reichsprüfung für Pharmaceuten und
Nahrungsmittel-Chemiker. (Gegenseitige Anerkennung der Diplom-Vor- und Haupt-
prüfung
in Hessen und Preussen für den Staatsdienst im Hochbau-, Ingenieur-
bau
- und Maschinenbaufache). Beginn des Studiums im Herbst oder zu Ostern
Aufnahme vom 17. Oktober an. Beginn des Unterrichts 20. Oktober. Programme
gegen Einsendung von 60 Pfg. Ausland 80 Pfg. Das Rektorat. (P16362

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Neuaufnahme
13. Oktober 1910.

Sin Sohnenreich der kalist

von Max Streese. 333
In!
(245 Seiten, broschiert 2.50, gebunden 3.50 Mk.)

Aus dem Inhalt:

Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes Darmstadt 1910.
Neo-Impressionismus. Hessische Sezession. Künstlerkolonie, Nacktmalerei,
Landschaftsmalerei, Porträtmalerei, Plastik etc. etc.
Ausstellungen in der Kunsthalle am Rheintor. Saison 1909/10.
Folzschnittkunst, Goldschmiedekunst, Bau= und Raumkunst, Archi=
tektur
Friedhofskunst, Grabmalkunst.
(1593ot
Professor Albin Müller.
Josef M. Olbrich’s Heimgang, Eine Erinnerung.

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Kurſe vom 19. Auguſt 1910.
geteilt von Hermann Reichenbach.

Bf. Staatspapiere. r Proz.
a Dſche. Reichsſchatzanw. 10090
3½ Deutſche Reichsanl. . (3,00
84,00
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,30
93,00
3½ do. Conſols .
83,80
8 do. do.
A Bad. Staatsanleihe . . 101,60
92,00
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,50
91,75
do.
83,10
do.
4 Hamburger Staatsanl. 101, 30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,5)
91,20
do.
do.
80,0)
Sächſiſche Rente . . . 83,4)
Württemberger v. 1907 101,70
do.
92,60
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,30
1½ Griechen v. 1887 . . 47,80
3½ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,40

do. Goldrente . . 98,80
do. einheitl. Rente 93,80
Portug. unif. Serie I 66,40

do. unif. Ser. III
do. Spezial.
Rumänier v. 1903 . .
do. v. 1890 . .
do. v. 1905 .
Ruſſen v. 1880 . . 8.

68,30
11,70
101,80
94,50
90,30
91,20.

Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . F. .
4½ do. v. 1905 . . .
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903
4 do. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente . .
4 do. Staatsrente .
5 Argentinier . . . . . .
4 do.
4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe:
do.
4½
4½ Japaner . . .
5 Innere Mexikaner . .
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904
5 Gold=Mexikaner . . .

InProz.
92,00
100,30
92,40
84,00
87,75
94,50
94,25
91,90
102,10
91,00
95,30
102,00
95,30
97,40
99,90
95,00
100,30

Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . . 142,00
4 Nordd. Lloyd . . . . 109,60
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%)
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 107,50
4 Gotthardbahn . . . .

In Proz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 159½
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,20
4 Pennſplvania R. R. 131,25
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 207,50
76,00
Werger=Brauerei
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 490,00
.257,90
Fabrik Griesheim .
. 518,00
Farbwerk Höchſt
Verein chem. Fabriken
327,75
Mannheim .
Lahmeyer .
.120,30
166,90
Schuckert
Siemens & Halske
.246,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 432,25
Bochumer Bb. u. Guß . . 233,25
Gelſenkirchen .
.212,00
Harpener.
. . 197,40
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
.
. . 234,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,60
4 Pfälzer Prt.
100,50
3½ do.
92,00
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
4 do. ſteuerfrei . 98,50
5 Oeſterr. Staatsbahn.
4
do.
97,50
3
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . .
do.
4
79,00
20/10 do.
57,60
3 Raab=Oedenburger . . 74,90
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,50
4 Kronpr. Rudolfbahn .

In Proz.
75,9)
2¾/0 Livorneſer . . . .
Miſſouri=Paciſic .
Bagdadbahn Mk. 408 86,70
Anatoliſche Eiſenb. . .
Tehuantepec . . . . .

Bank=Aktien.
Berliner Handelsgef. 169,00
Darmſtädter Bank . .
Deutſche Bank .
Deutſche Vereinsbank
Diskonto=Geſellſchaft
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk.
Nationalbk. f. Deutſchl.
Pfälzer Bank .
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank 139,20
Wiener Bank=Verein 137,75

130,40
252,00
127,50
18690
157,90
119,20
123,50
104,00
143,20

Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
do. S. 19 . . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
3½ do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
, do. (unk. 1914)
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
3½.
do,

100,20
92,30
100,50
90,50
92,60
101,00
91,00
100,10
91,I0
100,50
92,60

Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt . .
3½ do.
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg .
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim .
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
3½ do.
4. Offenbach.
3½ do.
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. .

InPcoz.

100,80
96,00
100,50

91,00
91,60

91,00
100,10
90,00
100,20

102,40
100,00
90,90

Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner . 100 134,75
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl. Komm. 100

In Proz
Bf.
3 Madrider. Fs. 100
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . . 135,70
Oeſterr. 1860er Loſe 174,20
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150

Unverzinsliche
Anlehensloſe.

Fs. 15 57,40
Fs. 10
fl. 7 36,50

Augsburger I.
Braunſchweiger Tlr. 20 206,00
Freiburger
Mailänder Fs. 45
do.
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 100
do. v. 1858 100
Ungar. Staats 100 381,00
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
400 180,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,39
20 Franks=Stücke
16,19
Oeſterr. 20=Kronen . .
16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Noten . .
20,42
Franzöſiſche Noten .
81,00
Holländiſche Noten . . . . 169,45
Italieniſche Noten . . . . 80,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85, 15
Ruſſiſche Noten. . .
Schweizer Noten .
81,00
Reichsbank=Diskonto .
4%
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%

[ ][  ][ ]

2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.

2 194.

Samstag, 20. Auguſt.

1910.

Sebhala
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Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr
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Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Nummer 194.

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Nummer 194,

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

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Nummer 194.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910

Seite 21.

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Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.
Seite 22.

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.

(Nachdruck verboten.)
Der Brand der Brüſſeler Ausſtellung. Ungewißheit.
Die deutſche Abteilung. Befürchtungen für neue
Ausſtellungen. Unglück und Glück. Die Freude
der Oeſterreicher. Vom Kaiſer Franz Joſef. Per=
ſönliches
. Die Zeppeline und die Aeroplane. Noch=
mals
die Berliner Flugwoche. Aus dem Theater=
leben
.
Vergnügungsfahrten nach Brüſſel
zum Beſuche der Weltausſtellung wie
eine bittere Satyre nehmen ſich dieſe Ankündigungen
und Aufforderungen an unſeren Anſchlagſäulen aus.
Das tiefſte Mitgefühl an dem ſchweren Unglück das die
endlich fertiggewordene Weltausſtellung in Klein=Paris
betroffen, erfüllte uns auch hier und ließ uns teilneh=
men
an der ernſten Stimmung, welche die Schreckens=
botſchaft
überall erweckt. War man doch bei uns zu=
nächſt
in dumpfer Ungewißheit darüber, ob nicht das
verheerende Element auch die deutſche Abteilung mit
vernichtet, und atmete erleichtert auf, als nähere Mit=
teilungen
eintrafen, welche die völlige Unverſehrtheit
der deutſchen Ausſtellung verkündeten. Die Urſachen
des Brandes ſind ja noch nicht genügend aufgeklärt,
aber in hieſigen gut unterrichteten Kreiſen glaubt man
nicht, daß das Feuer durch Kurzſchluß der elektriſchen
Leitung entſtanden, ſondern höchſtwahrſcheinlich durch
irgend eine Fahrläſſigkeit. Jedem, der prüfenden
Blickes die Ausſtellung beſucht, war es ſogleich klar,
daß in der geſamten Anlage und Ausführung der
Hauptteile des Ganzen ſeitens der leitenden Architek=
ten
ſchwere Fehler begangen worden ſind. In unmit=
telbarſter
Nähe des großen Palaſtes, der die vielum=
faſſenden
belgiſchen, engliſchen, franzöſiſchen Gruppen
mit ihren unzähligen Koſtbarkeiten barg, hatte man
die überflüſſigſten Reſtaurants errichtet, auf deren Herd=
ſtätten
von früh bis ſpät die Flammen munter flacker=
ten
, und das ſich dicht anſchmiegende, nur aus den leich=
teſten
Gebäuden beſtehende Alt=Brüſſel barg gleichfalls
der ernſteſten Gefahren viele. Wenn hier nur nichts
mal pafſiert den bedenklichen Ausruf konnte man
oft genug vernehmen, beſonders von deutſcher Seite,
in jenen Maitagen, in denen die Mitglieder des Ver=
eins
Berliner Kaufleute und Induſtriellen zum Be=
ſuche
der Ausſtellung in Brüſſel weilten. Die Mehr=
zahl
von ihnen hatte ja im Ausſtellungsweſen reiche
Erfahrungen geſammelt, und wenn man vielleicht auch
nicht zuerſt überall damit einverſtanden geweſen, daß
ſich Deutſchland abſeits der anderen Nationen ſeinen
eigenen Platz gewählt, da man dieſen, aus kaufmänni=
ſchen
Rückſichten, lieber im Hauptpalaſt gewünſcht, ſo
hielt man ſchon damals aus den erwähnten Gründen
inicht mit lebhafter Anerkennung zurück, daß der Reichs=
kommiſſar
trotz verſchiedener Beeinfluſſungen auf ſeinem
Standpunkt verharrt war, die deutſche Abteilung ganz
für ſich in abgeſchloſſenen Sonderbauten unterzu=
bringen
.
Es iſt ja die alte Sache, daß das Unglück des einen
das Glück des anderen iſt, und jetzt, wo alle jene ſtolzen
ſund lockenden Ausſtellungsſchätze der genannten Völker
in Schutt und Aſche liegen, erwartet man einen ver=
doppelten
Nutzen für die deutſchen Ausſteller,
da ſich ja naturgemäß der Beſuch unſerer Abteilung
vervielfachen wird. Aber daneben werden doch auch
mancherlei Bedenken laut, ob man ſich bei den erheb=
lichen
Gefahren, die eigentlich mit jeder der neuen
großen Ausſtellungen wachſen, an dieſen fernerhin
überhaupt noch beteiligen ſoll. Das fällt gerade gegen=
wärtig
ins Gewicht, wo man bereits eifrige Propa=
ganda
in unſeren induſtriellen Kreiſen für die Be=
ſchickung
der Turiner Ausſtellung im nächſten Jahre
macht. Wir fürchten, daß ſo mancher, der halb und halb
ſchon ſeine Zuſicherung gegeben, dieſe wieder zurück=
ziehen
dürfte. Reſpekt muß man jedenfalls vor dem
belgiſchen Wagemut haben, aus den Trümmern mög=
lichſt
ſchnell neue und glänzende Hallen erſtehen zu
laſſen, welche die ſo jäh geriſſenen Lücken in dem prun=
kenden
Ausſtellungsbilde ergänzen ſollen.
Haben wir hier mit dem Unglück eines benachbar=
ten
Volkes innig mitempfunden, ſo nehmen wir auch
an der herzlichen Freude eines anderen, mit dem wir
ohnehin durch treue Freundſchaft und Waffenbrüder=
ſchaft
eng verbunden ſind, ehrlich teil. Die in Berlin
anſäſſigen Oeſterreicher ließen es ſich nicht nehmen, in
eindrucksvoller Weiſe den 80. Geburtstag ihres Kaiſers
zu feiern, aber wer auch nicht zu ihrem Kreiſe gehörte
und nicht den bei dieſer Gelegenheit gehaltenen ſchwung=
vollen
Reden lauſchen konnte, vernahm doch deren Echo
mit herzlichen Sympathien und mit dem Wunſche, daß
der greiſe Monarch noch oft den Tag friſch und ſchaffens=
freudig
verleben möchte. Kaiſer Franz Joſef iſt
ja den Berlinern kein Fremder, wiederholt weilte er
im Weichbilde unſerer Stadt, deſſen Bevölkerung ihm
ſtets den freudigſten Willkommen bereitet. Wie aller
Orten hatte ſich ja auch hier der Herrſcher durch ſeine
ruhige und vornehme Liebenswürdigkeit, durch ſein
Verſtändnis für alles, was das menſchliche Gemüt be=
wegt
und erhebt, durch ſeine echte Ritterlichkeit die
Herzen ſofort gewonnen. Da ſpielte der Eindruck
ſeiner ganzen Perſönlichkeit erheblich mit. Nach der
Schilderung eines ſeiner nächſten Begleiter auf ſeinen
Reiſen ſind es zwei Gaben, durch die der Kaiſer ge=
winnt
und bezaubert: das Auge und die Stimme. Das
Antlitz, das oft in Zeiten ſchmerzvollen Alleinſeins von

der Sorge und dem Kummer verdüſtert wird und in
Augenblicken, denen der Ernſt der Lage ſeinen Stempel
aufdrückt, weit in die Ferne ſtarren kann, verklärt ſich
während der Empfänge in aufrichtige Freundlichkeit.
Sie blickt aus dem blauen Auge, umzieht die Wangen
und ſpielt um den Mund, dem gütige Worte ent=
quellen
, um den Einen Mut einzuflößen, ihre Bitten
zu äußern, um Anderen Anerkennendes zu ſagen. Der
Kopf des Kaiſers iſt ja wie getaucht in Freundlichkeit,
ſein Antlitz verjüngt ſich um viele Jahre. Und welche
Stimme! Es liegt ein Zauber eigener Art in dem
vollen, tiefen und oft faſt muſikaliſch in höhere Lage
hinaufreichenden Organ. Und wenn man bedenkt, daß
dieſer gütige Blick, dieſes freundliche Lächeln und dieſe
Fülle von Wohlwollen und anerkennender Zuſprache
durch zwei bis drei Stunden feſtgehalten werden, ſo
kann man ſagen, daß das nicht Sache der Uebung und
des Studiums, nicht Selbſtbeherrſchung und Pflichter=
füllung
iſt, denn alles Angelernte und Gewollte er=
müdet
, erlahmt, erſchöpft ſich, wenn man binnen kur=
zem
hunderterlei zu ſagen oder zu fragen hat, ſondern
daß der Born ſolchen Weſens, ſolchen Könnens tief auf
dem Grunde unerſchöpflicher Güte und Menſchen=
freundlichkeit
liegt.
Aber der Kaiſer kann auch zürnen und ſeiner Miß=
billigung
ſehr deutlichen Ausdruck verleihen, wovon
der Schreiber dieſes einmal Zeuge geweſen. In Or=
ſova
war es, an der unteren Donau, dort, wo in engem
Winkel drei Reiche: Oeſterreich=Ungarn, Rumänien
und Serbien, zuſammenſtoßen. Nach jahrelangen un=
geheuren
Anſtrengungen waren durch die Kunſt der
Ingenieure die Hemmniſſe beſeitigt worden, die ſich
inmitten des rauſchenden Strombettes der Schiffahrt
in den Weg geſtellt hatten. Aus dieſem Anlaß fanden
glänzende Feſtlichkeiten ſtatt, und hatten ſich in dem
kleinen ungariſchen Orte die Herrſcher von Oeſterreich,
Rumänien und Serbien ein Stelldichein gegeben, da
ihre Länder an dem großen Ereignis gleich beteiligt
waren. Farbenfrohe und maleriſche Szenen entrollten
ſich auf dem unſcheinbaren Bahnhofe von Orſova, ſtan=
den
doch hier dicht geſchart in ihren koſtbaren, edelſtein=
verzierten
und goldſchimmernden mannigfachſten Samt=
trachten
die ungariſchen Magnaten, nur einen ſchmalen
Gang freilaſſend, durch den Kaiſer Franz Joſef ſchrei=
ten
ſollte, um den mit einem Extrazug erwarteten
König von Serbien zu begrüßen. Damals hatten ge=
rade
in Siebenbürgen Häkeleien ſtattgefunden zwiſchen
den Ungarn und den dort anſäſſigen Rumänen, und
in ihrer Großmannsſucht gedachten die Herren
Magyaren, ihr Mißvergnügen darüber ſichtlich zum
Ausdruck zu bringen bei der Ankunft König Karls,
indem ſie ſich, als das Nahen des rumäniſchen Hofzuges
gemeldet ward, ihre Zigaretten anzündeten. Der
Kaiſer erſcheint, macht einige Schritte, erfaßt die
Situation, bleibt ſtehen und ſagt zu dem hinter ihm
ſchreitenden Adjutanten mit ſcharfer Stimme nur:
Man raucht hier? Das genügte! Den Ton werde
ich nie vergeſſen! Ei, wie da flugs die Glimmſtengel
beiſeite flogen und ſich die ſonſt ſo ſtolzen Magnaten
verdutzt anſchauten. Ohne ihre tiefen Verbeugungen
zu beachten, begab ſich der Kaiſer nach dem Bahnſteig,
wo gerade der Zug einlief, auf das herzlichſte den ihm
eng befreundeten rumäniſchen König begrüßend.
Die auch auf deutſcher Seite genährte Hoffnung,
daß Graf Zeppelin dem öſterreichiſchen Kaiſer zu
ſeinem 80. Geburtstage ſeine Huldigung darbringen
würde, aus den Lüften niederſteigend, hat ſich ja leider
aus ſehr triftigen Gründen nicht erfüllt. Es ſheint
überhaupt, als ob das Mißgeſchick, das die Zeppelin=
ſchen
Luftſchiffe hintereinander betroffen, das allge=
gemeine
und ſo warme Intereſſe für das große Lebens=
werk
des Grafen etwas zurückgedrängt hätte. Daran
tragen natürlich auch die überraſchenden Erfolge der
Aeroplane ſchuld, welche die allgemeine Aufmerkſam=
keit
für ſich vollauf in Anſpruch nehmen, beſonders ſeit
dem letzten Elan der wagemutigen bekannten fran=
zöſiſchen
Flieger. Die Berliner Flugwoche war
ja leider zu wenig von der Witterung begünſtigt, als
daß man mit ihrem Ergebnis hätte recht zufrieden
ſein können Aber trotzdem brachte ſie den Beweis,
daß wir gleichſalls über eine Reihe junger und kühner
Aviatiker verfügen, die ihr ganzes Sein und Können
in den Dienſt des Flugſports ſtellen. Daß es ſich auch
um ernſtere Ziele desſelben handelt, beweiſt die leb=
hafte
Teilnahme, welche die Verſuche ſeitens unſeres
Kriegsminiſteriums gefunden, das verſchiedene hohe
Geldpreiſe ausgeſetzt. Derartige offizielle Unter=
ſtützungen
und Förderungen ſind ja außerordentlich
wichtig und begleiten hoffentlich auch fernerhin unſere
noch in der Entwickelung ſtehende deutſche Aviatik.
Dann iſt zu erwarten, daß wir auch auf dieſem Gebiet,
wie auf ſo manchem anderen, mit unſeren weſtlichen
Nachbarn in erfolgverheißenden Wettbewerb treten
werden.
Ohne ſonſtigen Wettbewerb fand die erſte Pre=
miere
in unſerem Theaterleben ſtatt. Die erſte
Premiere! Draußen noch Sommerluft, ſo weit man
diesmal überhaupt davon ſprechen kann, und drinnen
im Theaterraum ſchon die Luſt an einem theatraliſchen
Ereignis. Wenn ein ſolches nun auch nicht gerade die
Erſtaufführung der dreiaktigen Poſſe Polniſche
Wirtſchaft von Kurt Kraatz und Georg
Okonkowsky im Thalia=Theater war, ſo fand doch
die übermütige Gabe eine ſehr beifallsfrohe Aufnahme,
die ſie bei der flotten Darſtellung auch durchaus ver=
dient
. Denn um die an ſich ſchon nette Handlung rankt
ſich viel Uebermut und kecker Humor, welch letzterer in
manch’ zündendem Wortwitz und hübſchen, die Zeit=
ereigniſſe
ſtreifenden Couplets zum Ausdruck gelangt.

Auch für unſere größeren Dühnen iſt jehzt die tote
Saiſon zu Ende, und hat in ihnen die neue Spielzeit
begonnen, vorläufig allerdings nur mit ſogenannten
Ladenhütern. Mit aufrichtiger Anerkennung darf man
von der diesmaligen Guraſchen Sommeroper
in unſerem Neuen Königlichen Opernhauſe ſprechen.
Beherrſchte auch Wagner faſt ausſchließlich das Reper=
toire
, ſo konnte man doch mit der ganzen Durchführung
des ſchwierigen Unternehmens durchaus einverſtanden
und zufrieden ſein. Vor allem ward der Beweis er=
bracht
, daß bei guten Leiſtungen auch im Hochſommer
in Berlin ein ernſtes künſtleriſches Werk volle Be=
achtung
findet und ſich auch materiell verlohnt. Mit
der Großen Oper die uns ſeit Jahresfriſt oft
genug tönend angekündigt worden, ſieht es deſto win=
diger
aus, denn die neuen Baupläne haben, wie die
vorangegangenen, ebenfalls nicht die Genehmigung der
Behörden gefunden. Das bedeutet einen ſehr fatalen
Aufſchub, der bei der Verzinſung des gewaltigen Kapi=
tals
von den Aktionären recht unangenehm empfunden
werden dürfte; ſind doch die teuren Grundſtücke am
Kurfürſtendamm bereits erworben und wichtige Kon=
trakte
mit Kapellmeiſtern und Künſtlern wie Künſtle=
rinnen
ſchon geſchloſſen worden. Es fragt ſich, ob der
Plan überhaupt noch in ſeiner bisherigen Form Ver=
wirklichung
findet oder ob er nicht gänzlich umgemodelt
wird, um endlich ein greifbares Ergebnis zu fördern:

Vermiſchtes.
Praktiſcher Idealismus auf naturwiſſenſchaft=
licher
Grundlage, ſo kann man am zutreffendſten die
Philoſophie Paul C. Franzes bezeichnen, von der
in den letzten zwei Jahren der Grundriß in Geſtalt von
zwei kurzen Büchern erſchienen iſt. Es ſind das die:
Idealiſtiſche Sittenlehre und ihre Grün=
dung
auf Naturwiſſenſchaft (Leipzig, Diete=
richſche
Verlagsbuchhandlung, 1909, 104 Seiten, Preis
broſch. 2 Mk., geb. 2,50 Mk.), und: Höherzüchtung
des Menſchen auf biologiſcher Grundlage‟
(Leipzig, E. Demme, Hofverlagsbuchhandlung, 1910, 80
Seiten, Preis 1,80 Mk.).
Beide Schriften gehören zuſammen und ergänzen
ſich. Es iſt eine moderne Ethik der menſchlichen Ver=
vollkommnung
, die hier vorgelegt wird. Alle Vervoll=
kommnung
der Menſchheit beſteht aus zwei Faktoren:
1. aus Vervollkommnung der Tradition, d. i. des
geiſtigen Beſitztums an Wiſſen, Sittlichkeit und Kunſt,
und 2. aus organiſch=erblicher Vervollkommnung. Letz=
tere
iſt eine angeborene Eigenſchaft und umfaßt ſowohl
leibliche Geſundheit und Wohlgeſtalt, als auch die von
der ererbten Gehirnorganiſation abhängigen geiſtigen
Fähigkeiten und Charaktereigenſchaften. Dieſe in den
Tatſachen unmittelbar gegebene, alſo durchaus natür=
liche
Einteilung liegt denn auch der Franzeſchen Ethik
zugrunde. In der Idealiſtiſchen Sittenlehre wird
der Weg zur traditionellen Vervollkommnung des
Individuums, insbeſondere hinſichtlich des Charakters
und der Geſinnung, in Höherzüchtung derjenige zur
erblich=organiſchen Vervollkommnung der Menſchheit
gezeigt. Im erſten Werk haben wir es alſo mit Sitten=
lehre
im engeren Sinne des Wortes zu tun, im letzteren
mit Raſſenhygiene.
Das beſonders Charakteriſtiſche iſt nun der Umſtand,
daß hier zum erſten Male ein echter ſittlicher
Idealismus auf naturwiſſenſchaftlicher
Grundlage geliefert wird. In dieſer Kombi=
nation
: Idealismus und Naturwiſſenſchaft, liegt die
Bedeutung, das Neue der Sache.
In einem ausführlichen Artikel in der Deutſchen
Welt vom 22. und 29. Mai 1910 faßt Chr. Boeck die
Bedeutung der Idealiſtiſchen Sittenlehre folgender=
maßen
zuſammen: Demgegenüber halten wir
es für außerordentlich wertvoll, daß die
Ethik in der geſchilderten Weiſe mit dem
Entwickelungsgedanken zuſammenge=
bracht
wird. Der drängt ſich auf allen Geiſtesge=
bieten
vor; ſelbſt das religiöſe Denken hat er ſich er=
obert
; da kann auch die Ethik nicht zurückbleiben. .
Gerade in dieſer Beziehung iſt auch Franze hier und
anderwärts vorangegangen. Ganz in den Dienſt der
Ethik wird der Entwicklungsgedanke aber erſt dann ge=
ſtellt
, wenn wie es hier geſchehen iſt, der ethiſche Grund=
gedanke
ſelber aus ihm geſchöpft wird. Dann wird
die ethiſche Forderung ſchlechthin in den
Hauptgedanken unſerer Zeit verankert.
Wer dafür etwas leiſtet, der erfüllt eine durchaus not=
wendige
und zeitgemäße Aufgabe. . . . . Darum ver=
dient
der Verſuch Franzes durchaus die größte Beach=
tung
auch deshalb empfehlen wir dieſe idealiſtiſche
Sittenlehre der Beachtung des nachdenklichen Leſers.
Karl Heſſelbacher urteilt darüber im Badiſchen
Muſeum vom 7. Auguſt 1909 u. a.: Im ganzen und
großen geſehen, bedeutet das Buch einen ſehr energi=
ſchen
Vorſtoß des deutſchen Idealismus
und damit deutſcher ſittlicher Kraft gegen Materialis=
mus
und Agnoſtizismus. Es muß jedem nach Ver=
tiefung
des eigenen Weſens wie des Volkslebens
Ringenden ein trefflicher Führer ſein. Der Grund=
gedanke
Franzes iſt folgender: Im Naturgeſchehen, ins=
beſondere
alſo in der Entwickelungsgeſchichte der Lebe=
weſen
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Nummer 194.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Seite 23.

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Sonntag, 21. August 1910,
Schöllenbach-Hesselbach-Drei Seen-Wald-Leiningen
Wildenburg-Amorbach.
Marſchzeit: 6 Stunden.
Abfahrt: Hauptbahnhof 5 Uhr 3 Min., Roſenhöhe 5 Uhr 11 Min.
Führer die Herren G. Metzger und E. Bohnsack.
Frühſtück mitbringen.
(16258
Teilnehmer= und Tiſchkarten ſeit Donnerstag bei Herrn E. Wetzstein, am
Sonntag nur bis 10 Minuten vor Abgang des Zuges.
Der Vorstand.

Deutscher Alkoholgegnerbund
(Ortsgruppe Darmstadt)
Mittelrheiniſches Abſtinentenfeſt, wabſent
(unter Beteiligung zahlreicher mittelrh. Abſtinenzorganiſationen)
Darmstadt, Sonntag, 21. August.
29/ Uhr Abmarſch ab Tempel Ecke Roßdörferſtraße und Schnampelweg.
Gäſte, ſowie Freunde und Gönner unſerer Ziele herzlich willkommen! (16253
Hess. Fechtverem Waisenschutz
(Zweigverein Darmstadt)
Sonntag, 21. Auguſt 1910, nachm. 4 Uhr, im städt. Saalbau

Städtischer Saalbau.
Heute Samstag, den 20. Auguſt
Grosses Militär-Extra-Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Grossh. Art.-Korps.
Leitung: Obermuſikmeiſter F. Mickley.
Im letzten Teile des Programms
(16301

Grosse bengalische Beleuchtung des Gartens.
Anfang 8 Uhr.
Eintritt 30 Pfg.
Schutzenhol.
Heute Samstag, abends 8 Uhr,
Grosses Militär-Extra-Konzert
einer grösseren Kapelle vom Musikkorps des Leibgarde-Regts.
unter Mitwirkung
der Spielleute des Garde-Füsilier-Bataillons.
U. a.: Hiſtoriſche Märſche von Boettge, Altnürnberger Trinklied, (*2024s
Grosses militärisches Tongemälde von Saro
mit Schlachtenmusik.
Bei ungünstiger Witterung Konzert im Saal.
Dauerkarten haben Gültigkeit.

essischer Hof

Heute Samstag, den 20. August, abends 8 Uhr

Grosses Sommerfest EKinderfest Populäres Militär-Konzert
beſtehend in Konzert (Kapelle Weber), Kinderſpielen, Kinder=

reigen, Preisſchießen (Schluß 10 Uhr), Tanz u. ſ. w.
Bei eintretender Dunkelheit Illumination des Gartens.
Eintrittspreis für Mitglieder 20 Pfennig à Perſon.
Eintrittspreis für Fremde 40 Pfennig à Perſon, Kinder frei.
Bei ungünſtiger Witterung findet das Feſt im Saale ſtatt. Mitglieder wollen ſich
durch ihre Jahreskarte ausweiſen. Hierzu ladet ergebenſt ein
(16306

Der Vorstand.

Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Rgts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Volkstümliches Programm!
A. A.: Ouverture Dichter und Bauer, Melodien g. Der Zigeunerbaron, Solo=
vorträge
des Herrn Kemmer und Herrn Stöckner. Poſaunen=Solo, vorgetragen von
Herrn Ludwig. Programm 10 Pfg., berechtigt zum Eintritt.
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Konzertsaal PERKE0 Alexanderstr. 14.
Allabendlich außer zwei urkomischen Theaterstücken ein erstklassiges

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Varieté-Programm.

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Hugenschütz=Felsenkeller.
Morgen Sonntag
Militär-Konzert

Sonntag, den 21. und 28. Auguſt,
kommt im kath. Gesellenhaus (Friedrichſtr. 30) zur Aufführung:
Im Glauben ſtandhaft.
Hiſtoriſches Drama in 5 Aufzügen.
Sonntag, 21. Aug., nachm. 4 Uhr: Kindervorſtellung;
abends 8 Uhr, für die Ehrenmitglieder und Mitglieder.
Sonntag, 28. Aug., nachm. 4 Uhr, gegen Karten.
I. Platz 1. Mk., II. Platz 50 Pfg., III. Platz 30 Pfg.
Kartenvorverkauf: Im Verkehrsbureau und beim Hausmeiſter des
Konkordiaſaales und des Geſellenhauſes.
(15951sms
Ludwigsnone.
Sonntag, den 21. Auguſt 1910
einer größeren Kapelle vom Muſikkorps des Leibgarde=Regts.
N Morgen Sonntag verschiedenes Geflügel, Braten, Ragouts K
Leitung: Obermusikmeister H. Hauske.
und sonst noch reichhaltige Speisekarte.
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 25 Pfg. (B16345
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von Tanzlehrer Sander.
Eintritt frei. (*20263
Eintritt frei.
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Rummelbräu, Allee 25.
Morgen Sonntag, im Garten
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Anfang 4 Uhr. Ende ½11 Uhr.
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Programm 10 Pfennig berechtigt zum Eintritt.
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Mittagstiſch à 70 Pfg. und 1 Mk., im Abonnement billiger.
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Samstag, den 20., Sonntag, den 21. und Montag, den 22. August,
findet hier
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Sonntag, den 21. August und Montag, den 22. August (16300
findet im Gasthaus zum Lowen‟
Grosse Tanzbelustigung statt.
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Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
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Eintritt 25 Pfg.
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ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.

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zu dem an Samstag, den 20. Auguſt
von 121 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
ſindenden
Konzert der Kapelle des Großb.
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1. Fantaſie aus Mignon von Thomas.
2. Ringelreihn aus Die Dollarprinzefſin:
von Fall. 3. Offenbachiang Votnourri
von Conradi. 4. Wiener Bürger, Walzer
von Ziehrer. 5. Königgrätzer Siegesmarſch
von Piefke.
Sonntag, den 21. Auguſt.
Von 1112 Uhr Konzert auf dem Pa=
radeplatz
, ausgeführt von der Kapelle
des Heſſiſchen Train=Bataillons Nr. 18.
1. Einzug der Gäſte auf die Wartburg
aus der Oper Tannhäuſer von Wagner.
2. Fantaſie aus Verdys Oper La Traviata
von Schreiner. 3. Am Golf von Neapel,
Walzer von Guardier. 4. Melodien aus
der Oper Der Mikado von Sullivan.
5. Aennchen von Tharau im neuen Ge=
wande‟
, Transkription von Schulz. 6. Tſcher=
keſſiſcher
Zapfenſtreich von Machts.

[ ][  ][ ]

3. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
(6

§ 194.

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Seite 26

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ſowie in Fabrikationsgeſchäft tätig geweſen,
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[ ][  ][ ]

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kochen kann, zu 2= Leuten geſucht, Lohn
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[ ][  ]

Nummer 194.

Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 20. Auguſt 1910.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
65 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 14. Aug.: dem Fuhrmann Gg.
Friedrich, e. T. Georgine Martha Anna, Soderſtr. 21.
Am 12.: dem Spengler Michael Reimund, e. T. Emma,
Landwehrſtr. 43. Am 17.: dem Eiſenbahnoberſekretär
Hch. Fdd. Otto Thielbeer, e. S. Hch. Bertram Otto,
Gutenbergſtr. 40. Am 12.: dem Schutzmann Karl Leh=
mann
, e. T. Luiſe, Nieder=Ramſtädter Straße 45. Am
15.: dem Dienſtmann Jakob Joſt, e. T. Martha, Große
Kaplaneigaſſe 34.
Anfgebotene. Am 16. Aug.: Bureauvorſteher Hein=
rich
Friedrich Albert Georg Grimme, Traiſa, mit
Anna Eliſabethe Dußmann, ebendaſelbſt. Chauffeur
Heinrich Peter Allmann, Große Ochſengaſſe 20, mit
Fabrikarbeiterin Pauline Anna Weiſenſeel, ebenda=
ſelbſt
. Bäcker Georg Bickel, Pankratiusſtr. 58, mit
Luiſe Marie Schmitt, Langenſchwalbach. Am 17.:
Kaufmann Jakob Johann Georg Schubkegel, Rhein=
ſtraße
8, mit Mathilde Vogt, Wenckſtr. 68. Am 16.:
Hippodrombeſitzer Guſtav Sichler, Frankfurt a. M.,
mit Jenny Cohn, Kleine Ochſengaſſe 1. Gehilfe im
Stationsdienſt Kilian Jeßberger, Aſchaffenburg, mit
Joſepha Eliſabeth Glaab, Unterafferbach. Bäcker
Joſeph Müller, Donzdorf, mit Dienſtmädchen Anna
Nagel, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 16. Aug.: Heilgehilfe Jakob
Muth, 68 J., ev., Steinſtr. 10. Maria Tauber,
geb. Fritz, Witwe des Schuhmachers, 62 J., ev., Stift=
ſtraße
67. Am 17.: Marie Wilh. Hofmeiſter, T. des
Stationsſchaffners, 1 Mt., ev., Feldbergſtr. 21. Anna
Kath. Rudolf, geb. Brauer, Witwe des Poſtſchaffners,
57 J., ev., Lauteſchlägerſtr. 6. Marie Theobald, geb.
Zimmer, Witwe des Forſtmeiſters, 79 J., ev., Land=
graf
Philipp=Anlage 60. Marg. Morhard, geb. Hain,
Witwe des Bahnwärters, 71 J., kath., Bleichſtr. 26.
Lehrerin i. P. Eliſ. Marie Neßling, 61 J. ev., Mühl=
ſtraße
17½. Schuhmacher Auguſtin Krebs, 72 J.,
kath., Große Kaplaneigaſſe 34.

Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
13. Sonntag nach Trinitatis, den 21. Auguſt 1910
Hofkirche: Samstag, den 20. Auguſt, abends 6 Uhr:
Beichte. Sonntag, den 21. Auguſt, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des hl. Abendmahls. Mittwoch, den 24. Auguſt,
abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Diehl.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Miſſionar
Ruhland. (Kollekte für die Heidenmiſſion.) Nachm.
um 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
21. Aug., vormittags um ½9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk. Pfarrer Vogel. Vorm. 9 Uhr: Chriſten=
lehre
für den Schloßbezirk. Pfarrer Weißgerber.
Vorm. um 11 Uhr: Chriſtenlehre für den Südoſt=
bezirk
. Pfarrer Kleberger.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Lie. Lang. Vorm. 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für die Innere Miſſion.
Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Kraus. Vormittags

11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Vormittags 9 Uhr:
Chriſtenlehre für den Nordbezirk im Gemeindehaus.
Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. Kollekte für die Innere Miſſion.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt=
bezirk
. Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Deggau. Vorm. 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für Innere
Miſſion. Vorm. 8½ Uhr: Chriſtenlehre. Pfarrer Walz.
Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent Flöel. Vormit=
tags
11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel.
Pauluskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 21. Aug.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſamm=
lung
. Donnerstag, den 25. Auguſt, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.

Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. Mittwoch, abends
8½ Uhr.

Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 21. Auguſt, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachm.
4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt freundlich eingeladen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Warmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. 30): Samstag, den
20. Aug., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
14. Sonntag nach Pfingſten, den 21. Auguſt 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht. Um 4 Uhr: Vortrag und Ver=
ſammlung
im Mädchenheim. Um 5 Uhr: Verſamm=
lung
des 3. Ordens. Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte. Um 6 und um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der hl. Kommunion. Um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 20. Auguſt, nach=
mittags
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 21. Auguſt 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: hl. Meſſe
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentaliſche Andacht,
darauf Verſammlung der marianiſchen Jungfrauen=
Sodalität.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
20. Auguſt, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.

14. Sonntag nach Pfingſten, den 21. Auguſt 1910
Kollekte für den Kirchenbau
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht. Bibliothek (Heerdweg 28):
Dienstag, nachmittags von 6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 20. Auguſt,
abends um 5 Uhr: Beichte.
14. Sonntag nach Pfingſten, den 21. Auguſt 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. Während der Woche vormittags um
½7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 14. Sonntag nach Pfingſten,
den 21. Auguſt, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. Aug.: Dem Taglöhner
Georg Heinrich Stofft T. Ella Marie, geb. 11. Juni.
10. Juli: Dem Proviantamtsarbeiter Martin Kreſſel S.
Karl, geb. 28. Februar. 14. Aug.: Dem Kellner Jakob
Egly S. Hermann, geb. 21. Juni. 18. Aug.: Dem Schutz=
mann
Peter Saeng S. Heinrich, geb. 5. Aug.
Johannesgemeinde: 14. Aug.: Dem Schrift=
ſetzer
Chriſtian Große T. Erna Karola, geb. 5. Juli.
Dem Badewärter Ludwig Müller S. Willi, geb. 1. Mai.
18. Aug.: Dem Fabrikarbeiter Karl André S. Friedrich
Otto, geb. 11. März.
Martinsgemeinde: 13. Aug.: Dem Zuſchläger
Adam Adelberger S. Jakob, geb. 25. April. 16. Aug.:
Dem Taglöhner Theodor Heinrich Götz S. Wilhelm,
geb. 26. Junt. 17. Aug.: Dem Schneider Heinrich Vickel
T. Ella, geb. 25. April. Dem Kaufmann Ludwig Weifen=
bach
T. Eliſabeth Luiſe, geb. 4. Juni. 14. Aug.: Dem
Fuhrknecht Adam Köhler S. Heinrich, geb. 13. Juli.
Dem Kaufmann Ludwig Paul Schömbs T. Luiſe, geb.
14. Juli.
Paulusgemeinde: 17. Aug.: Dem Taglöhner
Gottlieb Baumann S. Karl Gottlieb, geb. 28. Mai.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Aug.: Anna Deininger,
geb. Gemple, Witwe des Oberpoſtdirektors Gottlieb
Deininger, 83 J., ſtarb 12. Aug. Marie Geßner, geb.
Hunsdorf, Ehefrau des Straßenreinigers Philipp Geßner,
45 J., ſtarb 12. Aug. 18. Aug.: Eliſabeth Neßling,
Lehrerin i. P., 62 J.. ſtarb 15. Aug. Heilgehilfe Jakob
Muth, 68 J., ſtarb 16. Aug. 19. Aug.: Marie Theobald,
geb. Zimmer, Witwe d. Förſtmeiſters Hermann Theobald,
79 J., ſtarb 17. Auguſt.
Martinsgemeinde: 11. Aug.: Georgine Chriſtine
Katharine Frank, Ehefrau des Warenagenten Emil Frank,
geb. Röder, 45 J., ſtarb 8. Aug. 14. Aug.: Kaufmann
Wilhelm Speckhard, 36 J., ſtarb 12. Aug. 13. Aug.:
Emma Eliſabethe Plüß, Ehefrau des Privatiers Adolf
Plüß zu Kehl a. Rh., 56 J., ſtarb 10. Aug. 16. Aug.:
Hedwig Bernet, 5 Mon., ſtarb am 14. Aug.
Paulusgemeinde: 12. Aug.: Luiſe Bernhard,
Witwe des Lehrers Chriſtian Bernhard, 68 J., ſtarb
10. Auguſt.

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