Darmstädter Tagblatt 1910


10. August 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.

Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 185.

Mittwoch, den 10. Auguſt.

1910.

Die heutige Nummer hat 20 Seiten.

Probleme der Weltpolitik.
VII.
Englands Erbfeinde und Verbündete.
DB. So lange unter Weltpolitik im weſentlichen nur
die europäiſche Politik zu verſtehen war, zog durch Jahr=
hunderte
England an den Fäden der europäiſchen Kon=
tinentalpolitik
und wußte die Gegenſätze der Kontinen=
talmächte
zu benutzen, um ſich ſelbſt freie Hand auf dem
ganzen übrigen Erdenrunde zu ſchaffen. Das Leitmotiv
der britiſchen Politik bei ihrem Verhalten gegenüber den
europäiſchen Mächten war die Tendenz, jeweils mit allen
Kräften und Mitteln die gefährlichſte Macht zu be=
kämpfen
, die England fürchten zu müſſen meinte.
Man hat von dem perfiden Albion geſprochen, da=
mit
aber doch nur bewieſen, daß man mit falſchen Vor=
ausſetzungen
an die Beurteilung der britiſchen Politik
herantritt. Es gibt für Großbritannien keine politiſche
Treuloſigkeit, weil es keine politiſche Treue gibt. Das
Inſelreich kennt keine traditionelle Freundſchaft und keine
traditionelle Feindſchaft. Es kennt nur den eigenen Vor=
teil
und zugunſten des eigenen Vorteils nur die eine
Grundrichtung ſeiner Politik: ſein ganzes Augenmerk auf
die Vernichtung der nach ſeinem Ermeſſen und für ſeine
Intereſſen gefährlichſten Macht zu richten. In einer
ſeltenen Stunde ehrlicher Anwandlung haben die guten
alten Times einſt einen Artikel mit der Ueberſchrift ge=.
bracht: The dangerous power‟. Da war einmal dieſe
entſcheidende Richtlinie der britiſchen Politik ganz ehrlich
dargelegt. Einige Monate ſpäter grub dasſelbe Blatt aus
ſeinen alten Annalen die Erinnerung aus an die brutale
Ueberrumpelung Kopenhagens mitten im Frieden, die er=
folgte
, weil das Anwachſen der däniſchen Seemacht zu
jener Zeit vorübergehend Dänemark als the dangerous
power erſcheinen ließ, nachdem die franzöſiſche Seemacht
durch Nelſon vernichtet war. Die alten Erbfeinde, die,
jeder zu ſeiner Zeit, England als die gefährlichſte Macht
erſchienen: Frankreich und Rußland, ſind gedemütigt und
dann in den Bannkreis der britiſchen Freundſchaft gezo=
gen
worden; das eine nach Faſchoda, das andere nach
Tſuſchima. Seitdem iſt Deutſchland als the dangerous
power übrig geblieben, wenigſtens nach der derzeitigen
britiſchen Auffaſſung. Wir müſſen uns nun wohl oder
übel mit dem Gedanken abfinden, daß England fortgeſetzt
alle politiſchen Kräfte gegen uns auszuſpielen verſuchen
wird, ſolange der Brite meint, in Deutſchland die gefähr=
lichſte
Macht ſehen zu müſſen.
Das Blatt kann ſich ebenſogut über Nacht wieder
wenden. Ebenſogut können die Rüſtungen der auf end=
loſer
Strecke dem wirtſchaftlich ſo ſtark aufblühenden Ka=
nada
benachbarten Vereinigten Staaten dieſe als die ge=
fährlichſte
Macht erſcheinen laſſen; ebenſogut kann das
andere Inſelreich im fernen Oſten zu demſelben Prädikat
gelangen; ja, man kann nach der Reaktivierung der öſter=
reichiſchen
Politik ſehr wohl den Fall denken, daß der Erbe
der Donau=Monarchie, wenn er etwa verdächtig würde, die
Suprematie über den ganzen Balkan und Vorder=Aſien
gewinnen zu wollen, eines Tages von London aus als
die gefährlichſte Macht bekämpft werden würde
Wie wandlungsfähig die engliſche Politik in Bezug
auf ihre Erbfeinde und auf ihre Verbündeten iſt, das iſt
kaum je ſo deutlich zutage getreten wie in dieſen letzten
Jahren, in denen aus dem alten Erbfeinde Frankreich und
aus dem alten Erbfeinde Rußland Verbündete Englands
geworden ſind.
Der Zuſammenſchluß der engliſch=franzöſiſch=ruſſiſchen
Triple=Entente gegen Deutſchland bildet den Abſchluß
einer politiſchen Entwickelung, in deren Verlauf die heu=
tigen
Verbündeten Englands ſeine größten Feinde ge=
weſen
ſind. Die engliſch=franzöſiſche Rivalität bildete ſei=
nerzeit
ja noch das Hauptmotiv der Napoleoniſchen Po=
litik
, nachdem ſie ihren Höhepunkt um die Mitte des 18.
Jahrhunderts erreicht hatte. Damals vollzog ſich das
große Ringen zwiſchen England und Frankreich um die
Vorherrſchaft in Nordamerika. Als im Jahre 1762 die
franzöſiſche Flotte in den weſtindiſchen Gewäſſern zum
erſten Male von der engliſchen Flotte geſchlagen wurde,
da bereitete England vor, was Nelſon ſpäter bei Trafal=
gar
beſiegelte: die Errichtung ſeiner Seeherrſchaft, gegen
die Frankreich weiterhin nicht mehr aufzukommen ver=
mochte
. Im folgenden Jahre konnte England durch den
Frieden zu Paris ſeinen nordamerikaniſchen Beſitz auf
Koſten Frankreichs ausdehnen; und die Macht, die es da=

mals befeſtigte, konnte auch nicht mehr erſchüttert werden,
als Napoleon durch das Mittel der Kontinentalſperre
Frankreichs Rache an England zu nehmen verſuchte.
Nachdem England ſeine Ueberlegenheit gegenüber
Frankreich dargetan, fand man in ſpäteren Jahrzehnten
die alten Erbfeinde Seite an Seite, um gemeinſam dem
Expanſionsdrang des neuen Erbfeindes Rußland im
Orient Schranken zu ziehen. Frankreich wollte ſeine
Intereſſen im nahen Orient wahren, England fürchtete für
Indien; und ſo vereinten ſie ſich zur Schwächung Ruß=
lands
im Krimkriege der 50er Jahre des vorigen Jahr=
hunderts
, wie ſie ſich übrigens wenige Jahre ſpäter auch
zu gemeinſamem Vorgehen gegen China zuſammenfan=
den
. Dasſelbe Motiv der engliſch=ruſſiſchen Erbfeindſchaft
leitete die engliſche Politik bei ihrem diplomatiſchen Vor=
gehen
in, der Zeit des ruſſiſch=türkiſchen Krieges und führte
ſchließlich zu dem engliſch=japaniſchen Bündnis.
Auch der engliſch=franzöſiſche Gegenſatz war inzwi=
ſchen
wieder einmal entflammt. Gegen Ende des vorigen
Jahrhunderts noch ließ England die Franzoſen ſeine
Uebermacht fühlen, als ſie in Faſchoda und in Maskat
vorzugehen verſuchten. Aber wie es nach Faſchoda mit
dem gedemütigten Frankreich zu wirtſchaftlicher Verſtän=
digung
gelangte, ſo nach Tſuſchima mit dem gedemütigten
Rußland.
Jetzt bilden die alten Erbfeinde zuſammen die
Triple=Entente gegen den neuen Erbfeind‟ Deutſchland.
Aber ſchon zeigen ſich neue Konſtellationen, die England
neue Sorgen auſerlegen: Nach Rußlands lehrreichem
Beiſpiel haben die Erbfeinde Rußland und Japan ſich die
Hand gereicht; und der Tag wird kommen, an dem Eng=
land
nicht mehr in Deutſchland die gefährlichſte, zur Ver=
nichtung
reife Macht erblickt, ſondern ſich von anderen,
ernſteren Gefahren umdroht ſieht, die ihm den Wunſch
nahelegen könnten, auch ſeine Politik gegenüber Deutſch=
land
plötzlich zu ändern, auch dieſem wieder die Hand zu
reichen, um an anderen Stellen freies Spiel zu habenk

Sozialdemokratie und Budget.
*. Im Jahre 1908 haben die ſozialdemokratiſchen
Landtagsfraktionen in Bayern, Württemberg und
Baden für das Budget geſtimmt. Sie wurden deshalb
von ihren norddeutſchen Genoſſen heftig angegriffen und
des Diſziplinbruches beſchuldigt. Der Nürnberger
Parteitag nahm dann mit 258 gegen 119 Stimmen
eine Reſolution an, in der jede Politik des Entgegen=
kommens
an die beſtehende Staats= und Geſellſchaftsord=
nung
abgelehnt und beſtimmt wurde, daß jeder geg=
neriſchen
Regierung das Staatsbudget bei der Geſamt=
abſtimmung
zu verweigern ſei. Nach der Annahme die=
ſer
Reſolution gab der Abgeordnete Segitz im Auftrage
von 66 Delegierten aus Bayern, Baden, Württem=
berg
und Heſſen eine Erklärung zu Protokoll, worin
die Anſicht ausgeſprochen wurde, daß die jeweilige Ent=
ſcheidung
über die Budgetabſtimmung dem pflichtgemäßen
Ermeſſen der ihrer Landesorganiſationen verantwort=
lichen
Landtagsfraktion vorbehalten bleiben muß.
Seit dieſem Konflikt ſind nun zwei Jahre vergangen.
Die badiſchen Sozialdemokraten haben vor kurzem,
wie bekannt, dem Budget abermals zugeſtimmt und da=
mit
einen neuen Entrüſtungsſturm unter den antireviſio=
niſtiſchen
Anhängern der Partei, namentlich in Nord=
deutſchland
, heraufbeſchworen. Die Gegenſätze zwiſchen
Radikalen und Gemäßigten kamen bei dieſer Gelegenheit
in ihrer ganzen Schärfe zum Ausdruck. Der Vorgang
ſelbſt und die Erörterung über ihn hatten eine ſymptoma=
tiſche
Bedeutung. Dieſe Gegenſätze und Konflikte inner=
halb
der Sozialdemokratie werden immer wiederkehren
trotz Parteibeſchlüſſen und Dogma, ſo lange, bis ſie ausge=
fochten
ſind und zwar wird die Entſcheidung, welche der
beiden Richtungen den Sieg innerhalb der Partei davon=
tragen
wird, umſo eher herbeigeführt werden, je mehr Ab=
geordnete
der Partei gewählt werden. Selbſt die unent=
wegteſten
Genoſſen werden nicht glauben, daß die er=
ſchreckende
Zunahme der ſozialdemokratiſchen Stimmen
bei den letzten Reichstags=Erſatzwahlen auf eine dement=
ſprechende
Zunahme von wirklichen Anhängern der Par=
tei
zurückzuführen iſt; doch die Konſequenzen daraus zu
ziehen, fällt ihnen nicht ein, ſie werden ſich aber von ſelbſt
ergeben.
Entgegen der badiſchen Sozialdemokraten, die mit
den bürgerlichen Parteien paktieren und zu Hofe gehen,
alſo an Stelle des Prinzips des Klaſſenkampfes das
Syſtem des Opportunismus ſetzen wollen, haben die

Sozialdemokraten des bayeriſchen Landtages jetzt das
Finanzgeſetz abgelehnt. Begründet wurde dieſes
Votum damit, daß die jetzige Seſſion dem werktätigen
Volke in der Steuer=Reform wieder neue ſchwere Bela=
ſtungen
, aber keinerlei Beſſerſtellung gebracht habe. Die
bayeriſchen Sozialdemokraten haben die Ablehnung des
Finanzgeſetzes alſo nicht mit den Grundſätzen der Partei,
ſondern mit dem Inhalt des Geſetzes gerechtfertigt, ſich
alſo nicht grundſätzlich auf den Boden des Nürnberger
Beſchluſſes geſtellt. Es ſcheint ſich hierbei um ein Ver=
legenheitsvotum
der bayeriſchen Fraktion zu handeln. Sie
hat offenbar gekniffen‟. Denn auf dem Nürnberger Par=
teitage
betonte der bayeriſche Genoſſe‟ Timm richtig, daß
die Regierung erſt durch das Finanzgeſetz gebunden werde
und daß es ſich bei der Ablehnung dieſes Geſetzes nur um
eine reine Formſache handelt. Und im bayeriſchen
Landtag begründete damals der Abgeordnete Segitz die
Annahme des Budgets damit, daß es außer den Mitteln
zur Erfüllung einer größeren Anzahl von Kulturaufgaben,
unter anderem für den wichtigen Ausbau der Waſſer=
kräfte
, die Elektriſierung der Staats=Eiſenbahnen, auch
erhebliche Beträge für die Aufbeſſerung der Arbeiter in
Staatsbetrieben, der Lehrer und Beamten enthalte und
daß die ſozialdemokratiſche Fraktion in dem direkten
Wahlrecht für den Landtag, dem Proporz für die Ge=
meindewahlen
und der Anerkennung der ſtaatsbürger=
lichen
Gleichberechtigung der Sozialdemokraten Anſätze zu
einer beſſeren Entwickelung in Bayern erblicke.
Auch das diesmalige Budget enthält ebenfalls Mittel
zur Erfüllung einer größeren Anzahl von Kulturauf=
gaben
, unter anderem für den wichtigen Ausbau der
Waſſerkräfte, die Elektriſierung der Staats=Eiſenbahnen
und umfaßt die gleichen erheblichen Beträge für die Auf=
beſſerung
der Arbeiter in Staatsbetrieben, der Lehrer
und Beamten wie vor zwei Jahren ꝛc., ſieht außerdem
die Mittel zur Unterſtützung der durch Hochwaſſer geſchä=
digten
Perſonen und zur Aufbeſſerung der Penſions=
bezüge
der Staatsbeamten und Staatsbedienſteten, ihrer
Witwen und Waiſen vor.
Mindeſtens kann man alſo den bayeriſchen Budget=
Verweigerern Inkonſequenz vorwerfen,

Zur Lage in Spanien.
C Ganz Europa war in den letzten Tagen beſorgt
um das Schickſal Spaniens, wo am Sonntag ſchwerwie=
gende
Ereigniſſe erwartet wurden. Die Katholiken und
Karliſten wollten in großen Maſſen in San Sebaſtian und
anderen Städten Nord=Spaniens gegen die antikleri=
kale
Politik der Regierung proteſtieren, Mini=
ſterpräſident
Canalejas verſtand es aber, durch ſeine
Gegenmaßnahmen die Proteſtbewegung im Keime zu er=
ſticken
. Er belegte die Transportmittel mit Beſchlag, kon=
zentrierte
ungewöhnliche Truppenmaſſen in San Sebaſtian
und Umgebung, ſodaß ſeinen Gegnern nichts anderes
übrig blieb, als die geplante Kundgebung zu unterlaſſen.
Die klerikalen Organiſationen ließen denn auch am Sams=
tag
allenthalben verkünden, daß die Demonſtrationen am
Sonntag unterbleiben ſollen. So iſt denn auch der Sonn=
tag
nicht nur im Norden, ſondern in ganz Spanien voll=
ſtändig
ruhig verlaufen. Nur in San Sebaſtian kamen
einige hundert Bauern des Baskenlandes zu Fuß an, die
vom Ausſchuß nicht rechtzeitig benachrichtigt worden wa=
ren
, aber auch ſie kehrten ſofort in ihre Heimat zurück.
Miniſterpräſident Canalejas kann mit ſeinem Erfolg
zufrieden ſein, denn es wäre ſicherlich zu blutigen Zu=
ſammenſtößen
zwiſchen Demonſtranten und Militär ge=
kommen
, wenn die Proteſtkundgebungen ſtattgefunden
hätten. Nach allem, was man hört, ſcheint man aller=
dings
in Rom jetzt zu Konzeſſionen geneigt zu ſein, nach=
dem
die ſpaniſche Regierung die Erklärung abgegeben hat,
daß es nicht in ihrer Abſicht liege, mit dem Vatikan end=
gültig
zu brechen. In der Tat iſt ſie nach wie vor, zwar
nicht durch den Botſchafter, aber doch durch einen Bot=
ſchaftsrat
bei der Kurie vertreten und letzterer verhandelt
weiter mit den Kardinälen über die ſchwebenden Fragen.
Auch der Botſchafter Ojeda, der auf der Rückreiſe in Pa=
ris
eingetroffen iſt, erklärte einem Berichterſtatter, von
einem Abbruch der diplomatiſchen Beziehungen oder von
einem Abbruch der Unterhandlungen ſei keine Rede. Er
reiſe nach San Sebäſtian, um mit dem Miniſter des Aeu=
ßern
zu konferieren und deſſen Inſtruktionen zu er=
bitten
.
Auf beiden Seiten, in Rom wie in Mardid, will man
alſo nicht bis zum äußerſten gehen, es fragt ſich nur, wer

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Augnſt 1910.

Nummer 185.

ſchließlich nachgeben wird. Wenn Canalejas mit dem
Vatikan zu einer Einigung kommen ſollte, dann würden
es gewiß am meiſten die Karliſten bedauern, die anſchei=
nend
die Zeit für gekommen glaubten, den Thronpräten=
denten
Don Jaime de Bourbon zum König auszurufen.
Sie haben ſich denn auch am Sonntag ganz beſonders be=
merkbar
gemacht, indeſſen dürfte ihre Anhängerſchaft doch
nicht ausreichen, um den langgehegten Plan zur Aus=
führung
bringen zu können. Die Regierung wird ihrer
leicht Herr werden, und auch der Ausſtand der Berg=
arbeiter
ſcheint bald beendet zu ſein. Canalejas will die
Minenbeſitzer, die ihre Macht zu ſehr ausnützen, nicht län=
ger
unterſtützen und die Truppen zurückziehen, um auf
dieſe Weiſe einen ſcharfen Druck auf die Arbeitgeber aus=
zuüben
. Infolgedeſſen wird den Grubenbeſitzern nichts
anderes übrig bleiben, als die Forderungen der Arbeiter
wenigſtens zum Teil zu bewilligen.
Man darf Canalejas zu ſeinen Erfolgen beglückwün=
ſchen
, wenn es ihm tatſächlich gelingen ſollte, ſich mit
dem Vatikan zu verſtändigen. Dann wird die Proteſt=
bewegung
unter der katholiſchen Bevölkerung abflauen
und allmählich wieder Ruhe eintreten.
Deutſches Reich.
Das Programm für die Poſener Kai=
ſertage
iſt nach einer Meldung des Tag jetzt amtlich
feſtgeſtellt. Das Kaiſerpaar wird mit großem Gefolge am
Samstag, den 20. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr auf dem
Poſener Hauptbahnhof eintreffen. Vor dem königlichen
Schloß, wo Tribünen errichtet ſind, wird das Kaiſerpaar
durch den Oberbürgermeiſter Dr. Wilms und die Spitzen
der ſtädtiſchen Behörden begrüßt. Dann wird der Er=
bauer
des Schloſſes, der Geheime Baurat Dr. Franz
Schwechten, dem Kaiſer einen goldenen Schlüſſel über=
reichen
, worauf der Kaiſer die feierliche Eröffnung, an die
ſich ein Rundgang ſchließt, vollzieht. Abends um 7 Uhr
findet im Schloſſe große Feſttafel ſtatt, zu der ſämtliche
Spitzen der Behörden, einige Mitglieder des Provinzial=
landtages
uſw. geladen ſind. Eine umfangreiche Illumi=
nation
der ſtaatlichen Gebäude iſt geplant. Abends 9 Uhr
iſt großer Zapfenſtreich ſämtlicher Muſikkorps der Poſener
Garniſon. Am Sonntag, den 21. ds. Mts., iſt Feldgottes=
dienſt
auf der Eſplanade des Kernberges. Am Montag
vormittag nimmt der Kaiſer an einer Felddienſtübung auf
dem Truppen=Uebungsplatz teil; während dieſer Zeit wird
die Kaiſerin mehrere Krankenanſtalten und Wohltätigkeits=
Inſtitute beſuchen. Am Dienstag, den 23. ds. Mts., er=
folgt
die Abfahrt des Kaiſerpaares nach Königsberg. Wäh=
rend
ſeiner Anweſenheit in Poſen wird das Kaiſerpaar
im Schloß und Prinz Eitel Friedrich mit Gemahlin im
Dienſtgebäude des Generalkommandos wohnen.
Die Informationsreiſe des Kron=
prinzen
nach Oſtaſien ſoll dem zukünftigen Träger
der Krone Gelegenheit bieten, den fernen Oſten und den
dort belegenen deutſchen Kolonialbeſitz aus eigener An=
ſchauung
kennen zu lernen. Daraus geht ſchon hervor,
daß der Orientfahrt des Kronprinzen politiſche Zwecke
und Abſichten fernliegen. Wie die deutſche auswärtige
Politik eine ſolche Reiſe zurzeit nicht erfordert, ſo ſteht
ſie ihr auch nicht im Wege. Es handelt ſich ſomit aus=
ſchließlich
um eine Studienfahrt des deutſchen Thronerben,
deren Initiative von ihm ſelbſt ausgeht und zu der der
Kaiſer ſeine Zuſtimmung gegeben hat. Die Kronprin=
zeſſin
wird ihren Gemahl nicht begleiten, auch ſteht es
noch nicht feſt, ob die Reiſe auf einem eigens hierzu her=
gerichteten
deutſchen Schnelldampfer oder einem Kriegs=
ſchiff
vor ſich gehen wird.
Die bayeriſche Reichsrats=Kammer
hat dem von der Abgeordnetenkammer angenommenen
Regierungsantrag auf Gewährung von Prozentnal= Zu=
lagen
für Penſionen gleichfalls ihre Zuſtimmung erteilt.
Ueber den drohenden Geſamtausſtand
im Schiffsbaugewerbe wird aus Stettin gemeldet:

Es iſt ſo gut wie ſicher, daß die Werftarbeiterſchaft die
Ausführung des Ausſperrungsbeſchluſſes der Gruppe
deutſcher Seeſchiffwerften mit der ſofortigen allge=
meinen
Arbeitsniederlegung beantworten
wird Der Arbeitskampf in der Werftinduſtrie würde
dann 37 deutſche Werften mit insgeſamt 40000 Arbeitern
umfaſſen. In Stettin würden etwa 7000 Arbeitnehmer
getroffen worden. Die Werftarbeiter, die ſich in vier Ver=
ſammlungen
mit ihren Hamburger Kollegen ſolidariſch
erklärt haben, werden am 11. Auguſt ebenfalls in den
Ausſtand treten, falls keine Einigung erzielt wird, ſo un=
gelegen
ihnen der Ausſtand bei dem gegenwärtigen Ar=
beitsmangel
im Vulkan auch käme. Zurzeit ſind auf
dieſer größten Stettiner Werft nur 6 Torpedoboote und
der Erſatzkreuzer Falke im Bau, ſodaß nur von 7 bis
4 Uhr gearbeitet wird Die Bewegung umfaßt die Organi=
ſationen
der Metallarbeiter, Schiffszimmerer, Holzarbei=
ter
(Schiffstiſchler uſw.), Schmiede, Kupferſchmiede, Ma=
ler
, Maſchiniſten, Heizer und Fabrikarbeiter und ſtrebt
eine umfaſſende Neuregelung der Lohn= und Arbeitsver=
hältniſſe
auf den Werften der Seeſtädte Hamburg, Bre=
men
, Vegeſack, Bremerhaven, Flensburg, Kiel, Lübeck,
Roſtock und Stettin an. Die Arbeiter verlangen eine all=
gemeine
Lohnerhöhung, beſonders für Ueberſtunden,
Nacht= und Sonntagsarbeit; Feſtlegung einer neunſtün=
digen
Arbeitszeit an den Wochentagen und acht Stunden
an den Samstagen; Einſetzung von, Arbeiterausſchüſſen,
die als Vermittelungsinſtanz dienen und Regelung der
Akkordarbeit. Die Forderungen ſind von den Arbeitgebern
als maßlos bezeichnet worden. Auf eine Ausſprache über
die Gründe der Ablehnung wollten die Arbeiter ſich nicht
einlaſſen. Es wurde noch der Verſuch gemacht, durch Ver=
ſtändigung
der Einzelverbände mit den Arbeitgebern in
den verſchiedenen Seeſtädten einen Kampf zu vermeiden,
doch ſcheiterte die Einigung, weil inzwiſchen auch die Ar=
beitgeber
die Weiterverfolgung der Angelegenheit ihrem
Zentralverbande übertragen hatten.
Ausland.
Spanien.
In amtlichen Kreiſen iſt nichts darüber bekannt, daß
der Papſt an König Alfons ein Schreiben richtete,
wie auswärtige Blätter behaupten; desgleichen weiß man
nicht, worauf das Gerücht zurückgeht, daß die Beziehun=
gen
zwiſchen dem Vatikan und Spanien eine Beſſerung er=
fahren
haben ſollen, wie gewiſſe römiſche Korreſpondenten
berichteten. Endlich iſt es vollſtändig unrichtig, daß der ſpa=
niſche
Botſchafter in Wien bei der öſterreichiſch= ungari=
ſchen
Regierung gegen das Verhalten Don Jaimes Pro=
teſt
erhoben habe.
Die Junten von Navarra, Biscaya, Alava und Gui=
puzcoa
haben beſchloſſen, die Propaganda in ganz
Spanien fortzuſetzen und Junten für die Vertei=
digung
des Katholizismus zu bilden. Es wurde ein Ge=
neralrat
ernannt, um eine großartige Kundgebung gegen
die Regierung zu organiſieren. Die Senatoren und De=
putierten
der vier Provinzen beſchloſſen, die Freilaſſung
der noch Verhafteten zu verlangen. Die Ruhe dauert an.
Aus San Sebaſtian wird gemeldet: Die hierher
gekommenen Truppen werden bis auf weitere Order
hier verbleiben. Die Truppen, die nach verſchiedenen
Oertlichkeiten in der Umgegend geſandt worden waren,
kehren in ihre Garniſonen zurück. Von denen in der
Nacht zum Sonntag verhafteten Perſonen ſind bereits
55 wieder in Freiheit geſetzt worden. Es bleiben noch
77 in Haft, doch werden weitere Haftentlaſſungen folgen.
Rußland und Japan
Am Montag nachmittag trafen im Hafen von Ports=
mouth
gleichzeitig der japaniſche Kreuzer Yko=
ma
und ein ruſſiſches, aus vier Schiffen beſtehendes
Geſchwader ein. Auf dem Kreuzer Ykoma fand
ein Empfang ſtatt, an dem auch die ruſſiſchen Offiziere

teilnahmen. Abends gab der frühere Bürgermeiſter von
Portsmouth zu Ehren der japaniſchen Offiziere ein Ban=
kett
, zu dem auch die ruſſiſchen Offiziere als Zeichen der
Wertſchätzung für die japaniſchen Kameraden zwei präch=
tige
Blumenſpenden geſandt hatten. In einem Trink=
ſpruch
gedachte der Prinz Tokuyama auch dieſes Freund=
ſchaftsbeweiſes
der ruſſiſchen Offiziere und erklärte, der
Feind von geſtern ſei zum Freunde von heute geworden.
Die Anleihe für Liberia.
Wie aus London gemeldet wird, werden dem Ver=
nehmen
noch an der für die Neger=Republik Liberia be=
ſtimmten
Anleihe die Vereinigten Staaten, England,
Deutſchland und Frankreich zu gleichen Teilen betei=
ligt
ſein, während Holland einen kleineren Anteil über=
nehmen
ſoll. Der ganze Anleiheplan kann erſt endgültig
aufgeſtellt werden, wenn die Veryandlungen mit Liberka
ſelbſt abgeſchloſſen ſind Auch die Höhe der Anleihe ſteht
noch nicht feſt, ſie wird aber waheſcheinlich 7500000 Kra=
nen
nicht überſchreiten.
Britiſch=Indien.
Der Times wird aus Dacca gemeldet, daß im Zu=
ſammenhange
mit der neulich aufgedeckten Verſchwö=
rung
in Bengalen überall im Lande Verhaftungen
vorgenommen werden Es handle ſich diesmal aber nicht
um ein Komplott lokaler Natur, ſondern um eine allge=
meine
Verſchwörung, was insbeſondere aus den vorge=
fundenen
Schriftſtücken unzweifelhaft hervorgeht. Dieſe
bieten einen klaren Beweis dafür, daß die Behörden einer
Verſchwörung auf die Spur gekommen ſind, die nicht nur
in allen Provinzen des Reiches verzweigt iſt, ſondern die
ſich auch die Vertreibung der Engländer aus
Indien und die Befreiung des indiſchen Reiches von
der engliſchen Herrſchaft zum Ziele geſetzt hat.
Marokko.
Aus Fez wird gemeldet, der Sultan habe beſchloſſen,
aus Rückſicht auf ſeine Finanzlage den Geſamtbe=
ſtand
der ſcherifiſchen Truppen auf 10000 Mann zu redu=
zieren
. Dieſe 10000 Mann ſollen von 10 Kaids befehligt
werden unter dem Oberbefehl des Majors Mangin, des
Chefs der franzöſiſchen Militärmiſſion.

* Erhöhung der Fleiſchpreiſe? Zu den
geſtern mitgeteilten Ausführungen der Deutſchen Flei=
ſcherzeitung
bemerkt die Deutſche Tageszeitung, daß die
Fleiſcherzeitung zwar von dem Berliner Viehmarkt am
30. Juli geſagt habe, ſeit über 20 Jahren ſei der Auftrieb
nicht ſo klein geweſen, wie dieſes Mal, die Preiſe ſeien
bedeutend geſtiegen, daß ſie aber das Reſultat des Vieh=
marktes
vom 3. Auguſt völlig verſchweige. An dieſem
Tage ſei der Auftrieb nämlich ſo groß geweſen, wie ſeit
20 Jahren nicht. Der Preis ſei infolgedeſſen um 2 Mark
pro 100 Pfund Lebendgewicht gefallen. Der Auftrieb
an Kälbern ſei nur um 61 Stück geringer geweſen als im
Vorjahre; trotzdem fiel der Preis. Etwa 3600 Stück
Schweine ſeien mehr aufgetrieben geweſen; der Preis fiel
um 3 bis 4 Mark. Wer hat nun recht?
* Der König der Belgier traf am Montag
früh im Automobil, die Königin mit dem Frankfurter
Schnellzuge aus Brüſſel in München ein, und zwar
in ſtrengſtem Inkognito. Das Königspaar ſetzte ſofort
die Reiſe nach Poſſenhofen fort, wo die her=
zogliche
Familie in ſtiller Zurückgezogenheit den Ge=
burtstag
des im Herbſt verſtorbenen Herzogs Karl
Theodor begehen wird.
* Kopenhagen, 8. Aug. Der König gab
heute abend zu Ehren des internationalen Kongreſ=
ſes
für öffentliche Fürſorge und private
Wohltätigkeit, der morgen eröffnet werden wird,
im Schloß Frederiksborg eine Galatafel. An dieſer
nahmen teil: der frühere Präſident Loubet, der Mi=
niſter
des Innern, das diplomatiſche Korps, das däniſche
Komitee und die ausländiſchen Regierungsvertreter.
Der König wünſchte in ſeiner Rede den Arbeiten des
Kongreſſes Glück und ſprach ſeine beſondere Freude
darüber aus, Loubet unter den Kongreßmitgliedern zu
ſehen. Loubet dankte und brachte ein Hoch auf den
König und die Königin aus.

Cavour.
Zu ſeinem hundertjährigen Geburtstage. (10. Auguſt 1810.)
Von Roderich Mengeler.
Graf Camillo Benſo di Cavour, der am 10. Auguſt
1810 als Sohn eines reichen geadelten Getreidehändlers
in Turin das Licht der Welt erblickte, darf als der bedeu=
tendſte
Staatsmann bezeichnet werden, den Italien ſeit
Jahrhunderten hervorgebracht hat. Er war der Bismarck
Italiens, und wie in zahlreichen Großſtädten Deutſchlands
Bismarcks Andenken durch Denkmäler feſtgehalten wird, ſo
iſt auch Cavour in ſeinem Vaterlande in gleicher Weiſe in
der Erinnerung der dankbaren Nachwelt ein Altar errichtet
worden.
Cavour, urſprünglich der Militär=Karriere ſich wid=
mend
, nahm frühzeitig ſeinen Abſchied, weil ſich ſeine
liberalen Anſchauungen mit dem Parlamentarismus nicht
vertrugen, und widmete ſich dem Studium der National=
ökonomie
. Mit dem Grafen Balbo gemeinſam gab er
dann die Zeitſchrift Il Riſorgimento heraus, für die er
die nationalökonomiſchen Artikel ſchrieb. Auch unterzeich=
nete
er 1847 die Adreſſe an den König, die um Gewährung
einer Verfaſſung bat.
Damit begann er ſeine politiſche Laufbahn, denn als
am 5. März 1848 die Verfaſſung Tatſache wurde, ward
Cavour in die Kammer gewählt, konnte ſich aber bei ſei=
nem
der damals vorherrſchenden demokratiſchen Richtung
widerſtrebenden gemäßigten Liberalismus wenig Popu=
larität
erwerben. Dennoch wurde er nach dem unglück=
lichen
Ausgang des Krieges gegen Oeſterreich 1849 von
neuem in die Kammer gewählt, wo er nunmehr bald ſol=
chen
Einfluß gewann, daß ihm das Handelsminiſterium
übertragen wurde und 1851 das der Finanzen
In dieſer Stellung hatte er die ſchwierige Aufgabe
zu löſen, einerſeits die durch einen unglücklichen Krieg
zerrütteten Finanzen zu ordnen, andererſeits die Mittel
zu beſchaffen, die die Reorganiſation eines Staates, der
ſeit einem Menſchenalter alle politiſchen und wirtſchaft=

lichen Fortſchritte vernachläſſigt hatte, unumgänglich not=
wendig
machte.
Er bahnte eine neue volkswirtſchaftliche Politik im
Sinne des Freihandels an, ſchloß Handelsverträge mit
Oeſterreich, England, Frankreich, Belgien uſw. ab, ſtattete
Sardinien mit Straßen und Eiſenbahnen aus und verlieh
dadurch dem Verkehr einen ungeahnten Aufſchwung.
Schon im Oktober 1852 ward Cavour zum Miniſter=
präſidenten
ernannt mit dem Portefeuille der Finanzen,
und ſeitdem blieb er beſtändig an der Spitze der Staats=
geſchäfte
und hatte meiſtens außer ſeinem eigenen Porte=
feuille
proviſoriſch noch ein zweites, oft auch ein drittes
inne, ſo eine ungewöhnliche Arbeitskraft verratend, freilich,
wie ſein früher Tod bewies, nicht ohne Ueberſpannung
ſeiner Kräfte.
Von einer kompakten Majorität in der Kammer unter=
ſtützt
, hat er mit Konſequenz eine liberale Politik nach den
Grundſätzen der 1848 verliehenen Verfaſſung befolgt, un=
geachtet
, daß ihn die Ausbildung derſelben in heftige Kol=
liſion
mit der Geiſtlichkeit Sardiniens brachte, gegen deren
Widerſtand er den Verkauf der Beſitzungen der Toten
Hand durchſetzte und den religiöſen Körperſchaften das Mo=
nopol
des Unterrichts entzog. Selbſt durch die Drohun=
gen
des päpſtlichen Stuhles, über ihn und den König den
Kirchenbann zu verhängen, ließ er ſich nicht von der Durch=
führung
dieſer Reformen abſchrecken, doch mußte er ihre
weiteren Konſequenzen, die Einführung der Zivilehe und
die vollſtändige Befreiung der Laienſchaft von der Herr=
ſchaft
der Kirche vertagen.
Immer vor allem beſtrebt, das Banner der Unabhän=
gigkeit
und Einheit Italiens unter der Obhut des Hauſes
Savoyen hochzuhalten, ſchloß er ſich, um dieſer Politik
die Unterſtützung Frankreichs und Englands zu ſichern,
dem Bund der Weſtmächte gegen Rußland an und nahm
ſo die ſchwere Bürde einer aktiven Teilnahme am Krim=
Kriege auf ſich. Dadurch gelang es ihm aber, auf dem
Pariſer Kongreß 1856 die italieniſche Frage zur Ver=
handlung
zu bringen und auf die Fortdauer der öſterreichi=
ſchen
und päpſtlichen Herrſchaft als die Urſachen der Lei=
den
und Uebelſtände der Halbinſel hinzuweiſen.

Richtete er auch bei der europäiſchen Diplomatie da=
durch
nichts aus, ſo gewann er doch dadurch in ſeinem
Vaterlande jene beiſpielloſe Popularität, auf die geſtützt er
es ſogar wagen durfte, ſeinen bisherigen Anſchauungen
zum Trotz, der franzöſiſchen Politik mancherlei Opfer zu
bringen, um ſich Napoleons Schutz zu ſichern.
Das gelang ihm dann vollkommen; Napoleon eröff=
nete
den diplomatiſchen Feldzug gegen Oeſterreich mit dem
bekannten Neujahrs=Empfang am 1. Januar 1859, dem
eine Woche ſpäter die italieniſche Thronrede folgte, in der
Viktor Emanuel auf den Schmerzensſchrei Italiens
hören zu müſſen erklärte. Nachdem dann der Krieg einen
für die Verbündeten günſtigen Verlauf nahm und durch
den Frieden von Villafranca am 11. Juli 1859 einen Ab=
ſchluß
fand, ſuchte Cavour auf friedlichem Wege durch
Volksabſtimmung zu erreichen, was er ſich als Ziel vor=
geſetzt
hatte. Die Unternehmung Garibaldis kam ihm
zu Hilfe, und ſo erlebte er es noch, daß Viktor Emanuel im
Februar 1861 als König von Italien proklamiert wurde.
Aber wenige Monate darauf ſchon ſtarb er, am 6. Juni
1861, feſt vertrauend, daß ſein Ziel, das Rom als Haupt=
ſtadt
des neuen Königreichs wünſchte und in dieſem der
Grundſatz Freie Kirche im freien Staat herrſche, noch
einſtmals durchdringen werde.

Teil auch in dem Umſtande wurzelt, im glücklichen Zeit
punkt, wo alles der Löſung zuſtrebte, die er erhoffte un
erzielte, ans Ruder des Staatsſchiffes gekommen zu ſein
ſo iſt natürlich nichtsdeſtoweniger die Geſchicklichkeit be=
wundernswert
, mit der er es in den Hafen lenkte. E
vour war ein Staatsmann im beſten Sinne des Wortes
ein Mann, der den Staat innerlich durch und durch refor
mierte und ſeine Politik nach außen hin mit dem gleichen
Geſchick lenkte, keiner jener diplomatiſchen Staatskünſtler
die ſich begnügen, das Staatsſchiff durch die Fährniſſe von
Klippen zu leiten. Ihm war vor allem daran gelegen, den
Staat ſelbſt zur Größe und zu einem ſeſten Gefüge zu
führen, darauf vertrauend, daß er dann ſelbſt ſchon in
Gefahren beſtehen werde.

[ ][  ][ ]

Nummer 185,

Seite 3.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Anguſt 1910.

Stadt und Land.
Darmſtadt,, 10. Auguſt
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die Groß=
herzogin
traf Montag nachmittag 3 Uhr im Auto
hier ein, beſichtigte das Säuglingsheim und nahm hierauf
bei der Prinzeſſin Franz Joſeph von Batten=
berg
den Tee. Später erfolgte die Rückkehr nach Jagd=
ſchloß
Wolfsgarten. (Darmſt. Ztg.)
* Militärdienſtnachrichten. Zur Militärtechniſchen
Akademie (I. Stufe der Abteilung für Waffenweſen) vom
1. Oktober 1910 ab neu einberufen: die Lts. Branden=
burg
und v. Kopp vom Feld=Art.=Regt. Nr. 61.
Eiſenbahnperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Werkſtättenarbeiter in
der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Ludwig
Schmitt zu Darmſtadt aus Anlaß ſeines Ausſcheidens
aus dem Staatseiſenbahndienſt das Allgemeine Ehren=
zeichen
mit der Inſchrift Für treue Arbeit verliehen.
Im Namen der Großh. Regierung in der Heſſiſch=
Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft vollzogene Er=
nennungen
und Beförderungen (1. Juli bis
1. Auguſt 1910): zum techniſchen Bureauaſpiranten 2. Klaſſe
der Geometer 2. Klaſſe Mohr zu Mainz; zum tech=
niſchen
Eiſenbahnſekretär der techniſche Bureauaſſiſtent
Neidecker zu Mainz; zu techniſchen Bureauaſſiſtenten
der techniſche Bureaudiätar Bayer und der Bahnmeiſter
Nauth zu Mainz; zum Magazinaufſeher der Magazin=
aufſeher
im Probedienſt Braun zu Darmſtadt; zum
Gütervorſteher der Eiſenbahnaſſiſtent Pfeiffer zu
Mainz; zu Bahnhofsvorſtehern der Eiſenbahnaſſiſtent
Künnemann zu Oſthofen und der Oberbahnaſſiſtent
Kömpf zu Wiesbaden; zum Wagenmeiſter der Wagen=
meiſterdiätar
Bickel zu Biſchofsheim; zum Schaffner
der Schaffner i. Pr. Walker zu Darmſtadt; zum
Bahnmeiſter der Bahnmeiſterdiätar Kolb zu Lampert=
heim
; zum Weichenſteller der Bahnwärter Reinecker
zu Mettenheim.
Pfarrperſonalien. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben dem Pfarrer Konrad Franck zu
Merlau die evangeliſche Pfarrſtelle zu Steinbach, Dekanat
Offenbach, dem Pfarrer Wilhelm Freſenius zu
Sellnrod die evangeliſche Pfarrſtelle zu Rodenbach und
dem Pfarrer Georg Becker zu Hopfgarten die evan=
geliſche
Pfarrſtelle zu Mörfelden übertragen.
*** Das Kriegsgericht der 25. Diviſion verurteilte
in der geſtrigen Sitzung den jetzt 47 Jahre alten
Nikolaus Reinbold aus Büdesheim bei Straß=
burg
, der im Jahre 1886, bei dem hieſigen Leib=Drag.=
Regt. Nr. 24 dienend, fahnenflüchtig wurde, zu ſieben
Monaten Gefängnis und Verſetzung in die
zweite Klaſſe des Soldatenſtandes. Er hatte vor ſeinem
Eintritt zum Militär in Paris gearbeitet und ein
Mädchen kennen gelernt, weshalb er während des
Weihnachtsurlaubes dorthin deſertierte, ſie heiratete
und ſeitdem in Frankreich gelebt hat. Er hat inzwi=
ſchen
die franzöſiſche Staatsangehörigkeit erworben,
und kehrte vor kurzem mit ſeiner Familie in die Hei=
mat
zurück, obwohl er über die ihm drohende Beſtraf=
ung
nicht im Ungewiſſen war. Der im Leibgarde=
Infanterie=Regiment Nr. 115 dienende Friedrich Aug.
Deibert von Oſthofen wurde wegen unerlaubter
Entfernung zu drei Monaten Gefängnis nebſt
Verſetzung in die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes
verurteilt. Der Angeklagte hat bereits drei gelinde
Vorſtrafen wegen des gleichen Vergehens erlitten und
macht ſich, wie verſchiedene Aeußerungen von ihm zei=
gen
, nicht das geringſte daraus, weshalb das Gericht
nunmehr zur Strenge griff. Vor ſeinem im vorigen
Herbſt erfolgten Eintritt als Musketier im Infanterie=
Regiment Nr. 118 in Worms ließ ſich der damals in
einer Berliner Buchdruckerei als Hausburſche beſchäf=
tigte
Karl Joſeph Werner aus Potsdam die Unter=
ſchlagung
von 15 Mark Kundengeldern zuſchulden kom=
men
, weshalb er jetzt zu 14 Tagen Gefängnis
verurteilt wurde. Der Musketier Georg Petri
vom Infanterie=Regiment Nr. 168 in Offenbach weilte
im Mai vor. Js. auf Urlaub in ſeiner Heimat in Elz
bei Limburg und trank abends mit einigen Altersge=
noſſen
, um die Erſcheinung des Kometen abzuwarten,
ein Fäßchen Bier. Das in einem Hofe veranſtaltete
Zechen wurde lärmend, ſo daß der Nachtwächter Jung
Ruhe gebot. Petri, der aus früheren Anläſſen mit ihm
nicht zum beſten ſteht, beleidigte den Nachtwächter da=
bei
mit einer ungehörigen Aeußerung. Das Urteil
lautet auf drei Tage Haft mit der Befugnis, den
beleidigenden entſcheidenden Teil auf Koſten des An=
geklagten
am Gemeindehaus Elz zu veröffentlichen.
* 70jähriges Militärjubiläum. Den 70jährigen
Gedenktag ſeines Eintritts in das Heer beging geſtern
der Generalleutnant z. D. Auguſt Graf zu Solms=
Wildenfels in Darmſtadt. Am 7. September 1823
in Potsdam geboren, kam der Graf am 9. Auguſt 1840
aus dem Kadettenkorps als Portepeefähnrich in das

Garde=Küraſſier=Regiment, dem er bis zum Jahre 1866
angehörte. Er wurde dann als Major Kommandeur
des Ulanen=Regiments Nr. 11, das er nach Beförderung
zum Oberſten im Kriege gegen Frankreich mit Aus=
zeichnung
führte, ſo daß ihm das Eiſerne Kreuz zweiter
Klaſſe verliehen wurde. Im Juli 1873 wurde er unter
Stellung à la suite des Regiments zum Kommandeur
der 29. Kavallerie=Brigade in Mülhauſen i. E. ernannt
und ein Jahr darauf zum Generalmajor befördert. Im
Februar 1880 wurde der Graf als Generalleutnant zu
den Offizieren von der Armee verſetzt und am 15. Sep=
tember
1881 auf ſein Abſchiedsgeſuch zur Dispoſition
geſtellt.
Kriegsveteranen=Appell 1910. Die Großh.
Bürgermeiſterei fordert die Einwohnerſchaft zu Ehren
der großen Männer, die vor 40 Jahren und noch früher
in Treue zum Vaterland und Landesfürſten ins Feld
gegangen ſind, und die uns die Einigung Deutſchlands
zu einem mächtigen Kaiſerreiche erkämpft haben und nun
an ihrem Lebensabend ſich noch einmal kameradſchaftlich
zuſammenfinden wollen, auf, die Häuſer zu ſchmücken
und den alten Kriegsteilnehmern einen feſtlichen Em=
pfang
zu bereiten. Dieſer Aufruf iſt mit Freuden zu
begrüßen, und gewiß werden Darmſtadts Bürger es ſich
zur Ehre anrechnen, die alten Feldzugsſoldaten ſo zu
ehren, wie ſie es verdienen. Wir möchten aber ganz be=
ſonders
darauf aufmerkſam machen, daß es ſich nicht
bloß um die Einzugsſtraße, die Rheinſtraße handelt,
ſondern um die ganze Stadt, denn die Veteranen werden
vom Pargdeplatz aus geſchloſſen, kompagnieweiſe, in die
Speiſeſäle marſchieren, die über die ganze Stadt, es ſind
29 Säle, verteilt ſind. Möge unſere Reſidenz in einem
Schmucke erſcheinen, würdig der Stadt, würdig der
heldenmütigen Schar, welche Darmſtadt als Verſamm=
lungsort
erkoren hat!
Nachnahmekarten mit Zahlkarte. Im Reichs=
Poſtamt ſchweben z. Zt. Erwägungen, ob es ſich em=
pfiehlt
, nach dem Vorbilde der Nachnahmekarten und
Nachnahmepaketadreſſen mit anhängender Poſt=
anweiſung
(Formulare C 20a und b) ſolche mit
anhängender Zahlkarte herzuſtellen. Bis zur
Entſcheidung dieſer Frage ſind die Poſtanſtalten ange=
wieſen
worden, darüber hinwegzuſehen, falls das Publikum
bei Benutzung der bezeichneten Formulare die Zahlkarte
nicht auf die Vorderſeite der Poſtanweiſung, wie es vor=
geſchrieben
iſt, klebt, dieſe neuen Formulure vielmehr
ohne die anhängende Poſtanweiſung verwendet und
die Zahlkarte mittels der Klebeleiſte auf der Rückſeite der
Nachnahmekarte oder Paketadreſſe befeſtigt.
Kunſtſtickerei. In der Alice=Schule iſt für einige
Tage eine prachtvolle künſtleriſche Stickerei ausgeſtellt, die
für das Speiſezimmer im Oberheſſiſchen Haus auf der
Mathildenhöhe beſtimmt iſt. Es handelt ſich um einen
Wandſchmuck, der über einem großen Büfett in die Eichen=
holzvertäfelung
eingelaſſen, von dieſer gleichſam gerahmt
wird. Das Zimmer iſt in naturgebeiztem Eichenholz ge=
halten
und das Büfett breit mit zwei Seitenſchränken
hat ſeinen Platz an der Stirnwand. Von ſelbſt konzen=
triert
ſich ſo der Blick des Eintretenden auf dieſes Möbel
und den darüber angebrachten künſtleriſch=bildneriſchen
Schmuck. Die von Herrn Architekt Jakob Krug hier
gefertigte Zeichnung ſtiliſiert Blumen und Vögel in ryth=
miſcher
Bewegung um eine gleichfalls ſtiliſierte große
Vaſe. Dieſe Vaſe bildet den Mittelpunkt der Zeichnung.
Aus ihr heraus quellen gleichſam Blüten und Blätter=
ranken
, die ſich ornamental zu den Ecken des Bildes hin=
winden
. Jedes ſtiliſierte Blattgerank endet in einer leb=
haft
gefärbten runden Blüte. Ueber der Vaſe ſchwebt ein
Vogel mit entfalteten Flügeln, deren Schmuckſedern eben=
falls
in die Blüten und Blumenranken übergehen. Vogel=
und Blumenmuſter ſind in trefflicher Weiſe einheitlich ſtili=
ſiert
. In den oberen Ecken ſchweben frei zwei weitere
Vögel, die in ihren Schnäbeln ein Perlengehänge tragen,
das über der Blumenvaſe herabhängt. Zu dem Eichen=
naturton
abgeſtimmt iſt der Hintergrund des Bildes in
lila getöntem Grau gehalten; die gleiche Farbe in ver=
ſchiedenen
Nuancen beherrſcht das ganze Bild, nur die
Blüten ſind in lebhaften Farben gehalten: rot, blau,
braun, grün, ohne daß aber dieſe Farben den zarten Ton
des Ganzen ſtören. Die großflächige Vaſe iſt heller gehal=
ten
, ſo daß ſie plaſtiſch aus den Blüten und Blättern her=
austritt
. Ein lebhaft gefärbtes Ornament in einer Ovalen
ſchmückt die Vaſe. Das Ganze iſt von durchaus vornehmer
künſtleriſcher Wirkung. Die techniſche Herſtellung war
außerordentlich mühſam und macht den Fertigerinnen alle
Ehre. Weniger die Beherrſchung der Zeichnung als die
Wahl der Farben des Stickmaterials bereitete ihnen
Schwierigkeiten, die aber beſtens überwunden wurden.
Die Stickerei wurde von ehemaligen Schülerinnen der
Alice=Schule, den Frl. Rothermel, Göbel und Lim=
bach
, unter Leitung der Lehrerin Frl. Appel gefertigt,
die damit ihrer Kunſtfertigkeit ein beredtes Zeugnis aus=
ſtellten
.

Der Starkenburgiſche Lutheriſche Miſſionsver=
ein
(Vorſitzender Dekan Scriba in Erbach) wird ſein
diesjähriges Jahresfeſt am 2. Sept. in der Stiftskirche
zu Darmſtadt abhalten. Die Feſtpredigt um
10 Uhr hält Dekan Scriba. Nach einem gemeinſamen
einfachen Mittagsmahl im Hanauerhof findet die
Nachverſammlung um 2 Uhr im Stiftsgarten ſtatt, wo
Miſſionar Kabis aus Indien, der tüchtigſte Miſſions=
redner
der Leipziger Miſſion, eine Anſprache halten
wird.
A Städtiſches Krankenhaus, Pfründner= und Ar=
menhaus
(Belegung im Juli 1910). Im ſtädtiſchen!
Krankenhaus wurden 652 Kranke verpflegt, darunter
317 männlichen und 335 weiblichen Geſchlechts, gegen=
707 im gleichen Monat des Vorjahres. In das
Pfründnerhaus an der Frankfurterſtraße wurden 71
Perſonen neu aufgenommen, während 3 wieder aus=
geſchieden
ſind. Ende des Monats betrug die Zahl der!
verpflegten Pfründner 72, worunter 29 Männer und
43 Frauen. Die mit dem Pfründnerhaus verbundene
Kinderpflegeſtation verzeichnete 15 Aufnahmen gegen
36 Abgänge, ſo daß Ende Juli nur noch 14 Kinder in
Pflege waren. In das Armenhaus an der Pallas=
wieſenſtraße
wurden 4 Perſonen neu aufgenommen,
2 ſind ausgeſchieden. Ende Juli betrug der Inſaſſen=
beſtand
45, darunter 26 Männer, 14 Frauen und 5
Kinder.
* Lohndiener=Verein. Unter heutigem hat ſich in
Darmſtadt ein Lohndiener=Verein gegründet, der den
Titel führt: Erſter Lohndiener=Verein Darmſtadt.
Saalbau=Konzert. Am 26. Auguſt ſind 50 Jahre
verfloſſen, ſeit der bekannte Volkslieder=Komponiſt und
Bearbeiter Friedr. Silcher in Tübingen die Augen
ſchloß. Ueberall, wo Deutſche im Geſange ſich zu=
ſammenſchloſſen
, ertönen die innigen, ſinnigen Volks=
weiſen
Silchers. Beſonders in den letzten Jahren haben
ſich die Geſangvereine immer mehr der Pflege des Volks=
liedes
zugewandt. Um den 50. Todestag des ſchwäbiſchen
Liederkomponiſten zu feiern, wird in dem am 11. Auguſt
im Städtiſchen Saalbau ſtattfindenden 13. Donnerstags=
Konzert der Kapelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115
der Geſangverein Liederzweig (Dirigent Herr
Kammermuſiker Fritz Brückmann) einige der ſchönſten
Silcherſchen Volkslieder ſingen, u. a. Schottiſcher Barden=
chor
; Morgen muß ich fort von hier: Wohin mit
der Freud. (S. Anzeige.)
Zirkus Schumann. Wir werden darauf auf=
merkſam
gemacht, daß der Vorverkauf nicht, wie irr=
tümlich
auf den verteilten Reklamezetteln und Plakaten
gedruckt wurde, bei Hugo de Waal ſtattfindet, ſondern
nur bei Müller & Rühle, Hofbuchhandlung, Eliſa=
bethenſtraße
5. Die Eröffnungsvorſtellung findet heute
abend 8¼ Uhr ſtatt.
Offenbach, 9. Aug. In einer Haarſchneiderei in
Neu=Iſenburg war die Arbeiterin Kath. W. mit der
Bedienung einer Fellſchabungsmaſchine beſchäftigt. Da
der Staub ſich in dem direkt hinter den rotierenden
Meſſern angebrachten Staubkaſten hoch aufgeſtaut hatte,
forderte die Arbeiterin eine ihrer Hilfsarbeiterinnen,
die Bertha Sch. auf, den Staub im Kaſten etwas her=
abzudrücken
. Obgleich ihr ſchon mehrmals geſagt
worden war, daß ſie an der Maſchine nichts zu tun
habe und nach den Beſtimmungen der Unfallverſicher=
ung
ein Hantieren an der Maſchine während des Be=
triebes
nicht vorgenommen werden darf, griff die Sch.
mit der rechten Hand in den Staubkaſten hinein, um
den Staub hinabzudrücken. Hierbei geriet ſie zwiſchen
die rotierenden Meſſer, die ihr die rechte Hand bis
zum Handgelenk zerſtückelten. Wegen fahr=
läſſiger
Körperverletzung wurde die Bedie=
nerin
der Maſchine, die Arbeiterin W., zur Verant=
wortung
gezogen und hatte ſich dieſerhalb vor dem
Schöffengericht zu verantworten. Gegenüber den Aus=
führungen
des Amtsanwalts, der mit Rückſicht auf die
ſchweren Folgen des Unfalles und um der durch ſolche
Unglücke in Erregung verſetzten Arbeiterſchaft eine ge=
wiſſe
Genugtuung zu geben, eine Gefängnisſtrafe von
drei Monaten beantragt hatte, erkannte das Gericht
auf eine Geldſtrafe von 50 Mark.
A Beerfelden, 8. Aug. Auf Einladung der Land=
wirtſchaftskammer
fand ſich geſtern nachmittag
eine große Zahl von Intereſſenten im hieſigen Bahn=
hofshotel
zuſammen, um den Vortrag des Geh.
Oberforſtrates Herrn Seyd=Darmſtadt zu hören:
Der Rückgang der Odenwälder Eichenſchälwaldwirt=
ſchaft
, ſeine Urſachen und ſeine Folgen , und um über
Mittel und Wege zur Beſſerung zu beraten. Redner
ſtellte zunächſt die früheren und die heutigen Verhält=
niſſe
im Schälwaldbetrieb einander gegenüber. In den
70er Jahren koſtete ein Zentner Rinde 56 Gulden,
heute knapp die Hälfte; im Jahre 1899 war das Ange=
bot
an Rinde auf der großen Rindenverſteigerung in
Hirſchhorn noch 70000 Zentner, heute 25000 Zentner.
Die Urſachen des Preisrückganges von durchſchnittlich
10 Pfg. pro Zentner und Jahr und des daraus ſich er=

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Verkehrsweſen und Wiſſenſchaft.
Eine Zuſammenfaſſung unſeres Wiſſens vom Ver=
kehrsweſen
zu einem beſonderen Lehrgebiet wird in der
Zeitſchrift Prometheus aus nationalen und volkswirt=
ſchaftlichen
Gründen gefordert. Wir geben einige
Stellen der Anregung hier wieder: Die Welt am Ende
des 19. Jahrhunderts ſteht unter dem Zeichen des Ver=
kehrs
. Um ſo auffallender und merkwürdiger muß es
erſcheinen, daß das Verkehrsweſen, deſſen Verdienſte
um das praktiſche Leben überall in allen Tonarten ge=
ſungen
werden, bisher noch ganz und gar nicht als eine
Wiſſenſchaft für ſich zu betrachten iſt. Während ſonſt
die Spezialiſierung aller Wiſſenſchaftsgebiete immer
weiter fortſchreitet, ſo daß wir heute ſchon Speziak=
wiſſenſchaften
von faſt lächerlich enger Umgrenztheit
zu verzeichnen haben, gibt es eine Wiſſenſchaft des
Verkehrsweſens bis heute tatſächlich noch nicht! Viel=
mehr
werden die einzelnen Probleme des Verkehrs=
weſens
von der Geographie, der Nationalökonomie, der
Maſchinentechnik, der Eiſenbahnwiſſenſchaft, dem Brücken=,
Wege= und Waſſerbau, der Kolonialwiſſenſchaft, der
Kriegswiſſenſchaft, der Schiffsbaulehre und von zahl=
reichen
anderen Disziplinen als mehr nebenſächliche
Unterabteilungen für ſich in Anſpruch genommen und
nebenbei mitbehandelt, aber an eine Vereinigung aller
dieſer zerſtückelten Bruchteilchen zu einer neuen, gro=
ßen
, vor allem wichtigen und zeitgemäßen Wiſſenſchaft
denkt man ſonderbarerweiſe in Deutſchland noch nir=
gends
! Wie oft in den letzten Jahren mußte ſich der
Sachkenner nicht darüber wundern, daß die allerbe=
deutendſten
Nachrichten, welche Verkehrsneuerungen
von einſchneidender Wichtigkeit betrafen, ſelbſt in den
erſtklaſſigen Zeitungen mit einer kurzen Telegramm=
notiz
ohne weiteres Gloſſar abgetan werden. Man
denke nur etwa an das kürzlich vollendete erſte deutſche
Seekabel nach Afrika, an die plötzlich von der türki=
ſchen
Regierung beſchloſſene Küſtenführung unſerer

Bagdadbahn, die eine faſt völlige ſtrategiſche Entwert=
ung
dieſer bedeutungsvollen Bahnlinie darſtellte, an
das Eindringen der Kap-Kairo=Bahn in den Kongo=
ſtaat
, an den Streit der Chineſen, Ruſſen, Japaner
und Amerikaner um die Mandſchureibahnen, an das
internationale Intrigenſpiel um die chineſiſche Bahn=
anleihe
, an die großartigen neuen kanadiſchen Eiſen=
bahn
= und Schiffahrts=Verkehrsprojekte, an die gewal=
tigen
ruſſiſchen und nordamerikaniſchen Kanalpläne,
an die jüngſten Vorbereitungen zur Schaffung einer
Fernſprechverbindung Berlin=London alle dieſe und
zahllloſe andere ähnliche Unternehmungen werden in
den Tageszeitungen, mit wenigen Ausnahmen, in Ge=
ſtalt
kurzer Telegrammnachrichten erörtert, und nur
ſelten rührt ſich eine kundige Feder, um den Leſern
die ganze hohe Bedeutung dieſer zunächſt kaum be=
achteten
Depeſchenmeldungen klar vor Augen zu füh=
ren
. Es iſt hohe Zeit, daß dieſer zweifellos kulturelle
Mangel alsbald in der einen oder in der anderen
Weiſe ausgemerzt werde. Der Verkehr iſt heute ein
ſo enorm wichtiger Faktor im Leben der Völker, daß
in der Literatur wie im Hochſchulweſen Deutſchlands
eine eigene Verkehrswiſſenſchaft unmög=
lich
länger entbehrt werden kann, wenn nicht auf die
Dauer die ohnehin ſehr fühlbaren Schäden, welche durch
jene Lücke in unſerer Kultur bereits entſtanden ſind,
einen bedenklichen Umfang annehmen ſollen.
* Eine intereſſante Erfindung Mas=
cagnis
. Die Daily Mail weiß von einer Erfin=
dung
Pietro Mascagnis zu berichten, die zweiſellos,
wenn ſie ſich bewährt, in Muſikerkreiſen das größte
Intereſſe finden wird. Mascagni, der gegenwärtig
eine Konzerttournee in Amerika abſolviert, hat näm=
lich
eine Vorrichtung erfunden, die mit einem Klavier
verbunden wird und die Noten, wie ſie geſpielt werden;
ſofort zu Papier bringt. Man wird mit Hilfe dieſer
Vorrichtung jetzt imſtande ſein, jede muſikaliſche Im=
proviſation
ſofort in einer Abſchrift feſtzulegen.

Kleines Fenilleton.
* Die Damenhandſchuhe im Sommer.
Wir leſen in auswärtigen Blättern: Die ſonnverbrann=
ten
Hände der Tennisſchlägerinnen, Ruderinnen, Cro=
quettſpielerinnen
und anderer Sportdamen haben einen
Sieg auf dem Gebiet erfochten, auf dem bisher die ver=
zärtelten
Salondamen tonangebend waren, auf dem
Gebiet der Mode. Der Handſchuh, der beim Rudern
und Raquetſchlagen allerdings undenkbar iſt, wird von
der geſamten eleganten Frauenwelt für die Sommer=
monate
außer Dienſt geſtellt. Ob aus Seide oder
Zwirn gewebt, aus Glacé= oder däniſchem Leder ge=
fertigt
, ob bis über den Ellenbogen reichend oder nur
die halbe Hand bedeckend und die Finger frei laſſend,
die neueſte Mode erklärt den Handſchuh im Sommer
in jeder Form für unbequem, unnötig, geſundheits=
ſchädlich
und vor allen Dingen für unelegant. Außer
allen dieſen Eigenſchaften könnte man dem Damen=
handſchuh
nachſagen, daß er, wie der männliche Regen=
ſchirm
, immer irgendwo vergeſſen wird. Daß der
Handſchuh in den heißen Monaten unbequem, unnötig
und vielleicht auch geſundheitsſchädlich iſt, iſt zweifellos
richtig. Aber ihn unelegant zu ſchelten, iſt doch
Verleumdung. An Handſchuhen und Schuhzeug, wenn
ſie tadellos waren, hat man immer die Dame erkannt,
ſelbſt wenn ſie ſich im übrigen auf das einfachſte und
ſogar unmodern kleidete. Der Boykott des Handſchuhs
wird daher auch nicht lange dauern. Gerade ſo lange,
wie die Eleganz der Großſtadt hinaus in die Seebäder
und Gebirgshotels flüchtet und ſich einbildet, dort der
Natur nähergekommen zu ſein. Und dieſe oder jene
unvorſichtige Frauenhand wird in dieſer kurzen Zeit
allerdings von ihrer durchſichtigen Bläſſe verlieren.
Aber daß wir im nächſten Winter im Salon lauter
braune Frauenhälſe und braune Frauenarme und
braune Frauenhände ſehen werden, brauchen wir des=
halb
nicht zu fürchten. Zwiſchen Sommer und Winter
liegt der kühlere Herbſt, und auch die eleganteſten

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Nummer 185.

gebenden Minderangebots ſind zu ſuchen in der Ein=
ſuhr
ausländiſcher Eichenrinde und gerbſtoffreicher
Hölzer und Rinden. Während die Eichenrinde 10 Pro=
zent
Gerbſtoffgehalt hat, zeigen jene Hölzer einen Ge=
halt
von 34 bis 48 Prozent; das Kilogramm Gerbſtoff
koſtet bei der Eichenrinde 1 Mark, bei jenen Hölzern
42 bis 70 Pfg., ausnahmsweiſe bei einer Holzart 90 Pfg.
Die Verwendung von Chrom iſt ein weiteres ſchäd=
liches
Moment. Vor zwei Jahren wurde die Verwen=
dung
von Eichenrinde beim Gerben totgeſagt, und die
endgültige Beerdigung dieſer Art auf 1911 feſtgeſetzt.
Eine Umfrage der Landwirtſchaftskammer bei allen
größeren Gerbereien brachte Klärung in dieſer Sache,
und zwar äußerten ſich die Sachverſtändigen dahin, daß
eine weitere Einſchränkung der Eichenrinde zu gewär=
tigen
ſei, daß letztere aber ſpeziell zur Gerbung des
Sohlleders nie ganz beiſeite geſchoben werden könne.
Dies wäre ein Troſt für die Schälwaldbeſitzer, wenn
nicht Eichenrinde auch von auswärts in ſolcher Menge
eingeführt wird, daß unſer Odenwälder Quantum da=
gegen
ganz verſchwindet. Ungarn führte bei uns im
Jahre 1907 582000, 1908 450 000, 1909 434000 Zentner ein;
die Jahresernte in ganz Deutſchland reicht nicht an
dieſes Quantum heran. Warum iſt die deutſche Rinde
nicht konkurrenzfähiger? Weil in Ungarn die Gewin=
nung
rationeller, der Verkauf kaufmänniſcher iſt, wo=
durch
dem Käufer ſolche Vorteile erwachſen, daß er die
ausländiſche Rinde ſogar beſſer bezahlt, als die ein=
heimiſche
, obgleich letztere von Natur aus mehr Gerb=
ſtoff
enthält als jene. Die Frage, ob der Schälwald=
betrieb
noch exiſtenzberechtigt ſei, beantworten Staat,
Gemeinden und Großgrundbeſitzer mit nein und
gehen zu dem rentableren Hochwaldbetrieb über. Letz=
teres
können die kleineren Privatwaldbeſitzer nicht, da
ſie auch bei Erleichterungen während der Uebergangs=
zeit
die Einnahmen aus dem Schälwald nicht entbehren
können. Als Erſatz und Uebergangsbetrieb wurde in
den letzten Jahren der Verkauf von Chriſtbäumen
empfohlen, doch ſcheint hierin ſchon Ueberproduktion zu
herrſchen. Der Schälwaldbetrieb könnte dadurch noch
rentabel erhalten werden, daß man nach dem Vorbild
Ungarns rationeller erntet und kaufmänniſcher ver=
kauft
, und zwar wäre dies möglich durch genoſſenſchaft=
lichen
Zuſammenſchluß unter fachmänniſcher und kauf=
männiſcher
Leitung. Die Diskuſſion zeigte, daß für
letztgenannten Gedanken noch kein fruchtbarer Boden
da iſt; die Anweſenden waren vielmehr der Anſicht,
daß Landwirtſchaftskammer und Regierung nach dem
Schwinnſchen Verfahren erweiterte Verſuche anſtellen
ſollen zur Klärung; ſie ſehen darin, daß dabei das Holz
ſchon im Winter gehauen werden kann, einen großen
Vorteil, durch den ein Teil der Selbſtkoſten zu ſparen
wäre.
Mainz, 8. Aug. Geſtern abend gegen 11 Uhr wur=
den
im Schießſtande bei Gonſenheim zwei Revol=
verſchüſſe
abgegeben. Als die Patrouille kontrol=
lierte
, fand ſie den Poſten, den Musketier Sabel aus
Frankfurt von der 11. Kompagnie des Infanteries
Regiments Nr. 117, weinend auf der Erde liegen. Er
ſprang auf und gebärdete ſich wie raſend, indem er
fortwährend rief, er habe einen Kameraden erſchoſſen.
Der Poſten war infolge des Vorfalles irrſinnig
geworden und mußte ins Krankenhaus gebracht werden.
Mainz, 8. Aug. Zu dem tödlichen Automobil=
unfall
bei Aſchaffenburg veröffentlicht das
Mainzer Journal noch folgende Einzelheiten: Die In=
ſaſſen
des Automobils waren Proſeſſor Dr. Philipp
Made, Oberlehrer am Realgymnaſium, Uferſtraße 39
hier wohnhaft, und deſſen Ehefrau, geb. Klum. Das
Automobil fuhr am Sonntag früh halb 8 Uhr von hier
ab und nahm noch die Schweſter des Profeſſors Made
auf, die als Lehrerin in Iſenburg angeſtellt worden iſt,
und heute dort in ihren Unterricht eingeführt werden
ſoll. Ihr Bruder fuhr ſie am Sonntag nach Iſenburg.
Das Unglück geſchah auf der Weiterfahrt nach Aſchaffen=
burg
zwiſchen dort und Dieburg, nachmittags 2.30 Uhr.
Profeſſor Made und ſeine Frau planten eine größere
Reiſe nach Wien. Das Verhängnis wollte, daß ein
Reifen abſprang und das Rad des Autos brach. Made,
der ſtets ſelbſt lenkte, bremſte derart, daß der Wagen
ſich überſchlug und der Lenker unter denſelben zu lie
gen kam. Made lebte noch zwei Stunden. Er ſtarb
unter gräßlichen Schmerzen im Krankenhaus zu Aſchaf=
fenburg
. Frau Made flog im Bogen aus dem Wagen
heraus ins Feld und hatte nur leichte Verletzungen.
Der Verunglückte ſtand im 49. Lebensjahre. Die Ehe
iſt kinderlos. Die Leiche wird heute nachmittag 4 Uhr
in Mainz eintreffen. Auch Frau Made wird bereits
heute nach Mainz zurückkehren. Profeſſor Dr. Made
wurde geboren am 27. November 1861. Er beſuchte
das Realgymnaſium zu Darmſtadt und beſtand dort
im Jahre 1880 das Maturitätsexamen. Auf der Tech=
niſchen
Hochſchule in Darmſtadt und der
Univerſität in Gießen widmete er ſich dem Studium
der Naturwiſſenſchaften, Chemie und Phyſik, und legte
1885 in Gießen das Examen ab. Längere Zeit wirkte
er dann in Mainz am Heßkampſchen Inſtitut und ſeit
1888 ohne Unterbrechung am hieſigen Realgymnaſium.

Seine liebenswürdige, gefällige und gaſtfreundliche
Natur verſchafften ihm in= und außerhalb Mainz einen
großen Freundeskreis. Als Lehrer wußte er ſich durch
ſein wohlwollendes Weſen die Liebe aller ſeiner Schüler
zu gewinnen.
Worms, 9. Aug. Nun ſind auch in Worms mehrere
Geldſpielautomaten von der Polizei be=
ſchlagnahmt
worden, nachdem die Staatsanwalt=
ſchaft
in den anderen Städten vorangegangen war.
Die Beſitzer werden ſich wegen verbotenen Glücks=
ſpiels
zu verantworten haben. Auf die Entſcheidung
der Gerichte darf man geſpannt ſein, da in einer frühe=
ren
Entſcheidung vor dem Schöffengericht in Mainz
wegen Aufſtellens eines Geldſpielautomaten der da=
mals
beſchuldigte Wirt freigeſprochen wurde, da das
Gericht der Anſicht war, daß bei dieſem Geldſpielauto=
maten
immerhin eine gewiſſe Geſchicklichkeit erforder=
lich
und nicht der Zufall allein maßgebend ſei. Tat=
ſächlich
haben dieſe Spielautomaten den Spielern mit=
unter
ſchon recht anſehnliche Beträge aus der Taſche
gelockt. (Auch in Darmſtadt ſind noch derartige
Spielautomaten, die recht frequentiert ſind. D. R.)
B. Bingen, 8. Aug. In einem Gaſthauſe an der
Salzſtraße hatte ein fremder Mann Wohnung genom=
men
. Heute früh nun ſtürzte er unglücklicherweiſe aus
dem zweiten Stockwerk des Hauſes auf die Straße und
erlitt dabei ſchwere Kopfverletzungen. Er wurde ſo=
fort
ins Hoſpital gebracht. Die Art der Verletzungen
machte eine Operation nötig, zu der von den Aerz=
ten
die nötigen Vorbereitungen getroffen wurden. Als
aber der Arzt an dem auf dem Operationstiſch liegen=
den
Man herantrat, ſprang dieſer von dem Tiſch und
lief davon, da er Angſt hatte, am heutigen Tage
nicht mehr ſeiner Beſchäftigung nachgehen zu können.
Bingen, 9. Aug. In der zur Fürſtlich Metternich=
ſchen
Domäne gehörigen Weinbergslage Schloß Jo=
hannisberg
wurde die Reblaus feſtgeſtellt. Die
Ausdehnung der Verſeuchung iſt viel größer und viel
bedenklicher, als man urſprünglich angenommen hat.
Bisher ſind ſchon faſt über 200 Stöcke von der Reblaus
befallen, und die gründliche Unterſuchung iſt kaum
zur Hälfte beendet. Die polizeilich geſperrte und
überwachte Fläche ſamt dem Sicherheitsgürtel iſt heute
ſchon über ¼ Hektar groß. Durch die Pflugarbeit, die
in der fraglichen, obwohl ziemlich ſteilen Lage noch
ausgeführt werden konnte, ſcheint die Reblaus in
höherem Maße verſchleppt worden zu ſein, als das
ſonſt bei der Handarbeit der Fall ſein könnte. Ueber
Zeit, ſowie Art und Weiſe der Einſchleppung weiß
man bisher nichts. Der eigentliche Reblausherd
dürfte wohl wenigſtens 4 Jahre alt ſein. Schloß Jo=
hannisberg
iſt Alleinbeſitz des Fürſten von Metter=
nich
=Winneburg und iſt zu den allerbeſten Weinbergs=
lagen
der Welt zu zählen.
A Gießen, 9. Aug. Zur Zeit finden zwei Bahn=
projekte
in den beteiligten Gemeinden eine leb=
hafte
Erörterung, die eine Erſchließung des ſogenann=
ten
Hüttenbergs durch eine Bahnverbindung vorſehen,
Ein ſcharfer Konkurrenzkampf wird ſich hierbei zwi=
ſchen
den Städten Gießen und Wetzlar entſpin=
nen
, die beide durch Zuziehung des Verkehrs ein leb=
haftes
Intereſſe an dem Bau der einen oder anderen
Bahnlinie haben. Für die Stadt Gießen handelt es
ſich darum, durch die Verwirklichung und Erbauung
der Kleebachtalbahn den Verkehr des Kleebach=
tales
nach Gießen zu ziehen, das ſchon von jeher für
die landwirtſchaftlichen Erzeugniſſe dieſes Tales ein
gutes Abſatzgebiet geweſen iſt. Die Bahnlinie, die eine
Längenentwickelung von etwa 30 Kilometer erhalten
wird, ſoll von Gießen nach Klein=Linden führen, dann
tritt ſie bei Allendorf in das Kleebachtal ein und folgt
dem Kleebach über Lützellinden, Hörnsheim, Hochel= Chauffeur erlitten ſchwere Verletzungen.
heim, Dornholzhauſen, Niederkleen, Oberkleen, Ebers=
göns
, Kleeberg nach Brandoberndorf. Die Stadt Wetz=
lar
dagegen ſtrebt eine Verbindung der Linien Butz=feier des Elſaß=Lothringer Krieger=Landesverbandes am
bach-Kleebachtal-Weidenhauſen-Groß=Rechtenbach-
Wetzlar an. Wie wir hören, will ſich Gießen nur mit
Kapital beteiligen, wenn die Bahnlinie über Klein=
Linden geführt wird. Auch iſt die Stimmung in den
beteiligten Gemeinden mehr für eine Bahnverbindung
kehr der Hüttenberg=Gemeinden gerichtet hat.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. Aug. Auf einer Stu=
dienreiſe
iſt der ruſſiſche Staatsrat von
Freyrath aus Petersburg in Berlin eingetroffen, um
die Einrichtungen des Polizeiweſens kennen zu lernen.
In ſeiner Begleitung befindet ſich der Kommandeur der
Petersburger berittenen Schutzmannſchaft. Zum Kon=
kurſe
der Berliner Kunſthandlung Keller und Rei=
ner
wird gemeldet: Die Paſſiva erreichen eine Million.
Infolgedeſſen iſt auch die Einlage von 30000 Mark eines
Angeſtellten der Firma gefährdet. Die Firma hat noch nicht
alle Hoffnung aufgegeben und glaubt, daß ihr die Kon=
kursverwaltung
geſtatten wird, den Betrieb auf dieſer oder

Frauen werden den Handſchuh wieder unentbehrlie
finden, und ſie werden kein Schönheitsmittel ſparen
um Bräune und Sommerſproſſen zu tilgen, wo ſie nich
hingehören, und die Manikure wird das übrige tun
Denn die Frauen ſind ebenſo verſtändig wie die Mod
und tragen der Jahreszeit Rechnung.
* Heidelbeerkrieg im Schwarzwald
Zwiſchen den beiden, ſonſt ſo freundnachbarlicher
Schwarzwaldſtädten V il lin gen in Baden und
Schwenningen in Württemberg iſt wegen der He
delbeeren erbitterte Feindſchaft entſtanden. Seit Jal
ren pflegen die Schwenninger mit Kind und Kegel zu
Heidelbeerernte die weiten Villinger Wälder nach der
ſchwarzblauen, blutbildenden Beeren abzuſuchen un
ihre Ernte ganz gemütlich (ſogar in Ziehwagen) heim=
zuſchaffen
. Heuer hat’s der Villinger Stadtrat ver
boten. Aber die Schwenninger kamen doch wieder.
einem ſchönen Morgen, in aller Herrgottsfrühe, warer
ſie gerade eifrig mit ihrer unerlaubten Heidelbeerernte
auf fremdem Boden beſchäftigt, als plötzlich von alle
Seiten Villinger Grün= und Blauröcke auftauchten un
die ganze beerenſammelnde Geſellſchaft arretierter
Alle mußten mit zur Polizei nach Villingen hinein
Dort wurden ſie aufgeſchrieben und die Heidelbeeren
die ſie um der Behörde die Arbeit zu erleichtern
noch in die Stadt tragen durkten, beſchlagnahmt. Es
waren acht Zentner zu 15 Mark, macht 120 Mark, un
dazu gab’s noch 30 Strafzettel zu 20 Mark, macht we
tere 600 Mank, zuſammen 720 Mark, welche die Villin
ger an dieſem ereignisreichen Morgen an ihren Hei
delbeeren verdient haben, ohne daß ſie ſich nach ein
einzigen Beere hätten bücken müſſen.

* Das tapfere Schneiderlein im Löwen=
käfig
. Aus Augsburg wird geſchrieben: Unſere Be=
kleibungskünſtler
ſtehen von altersher nicht gerade im
Rufe allzu großer Tollkühnbeit. Wohl um dieſen

Flecken von dem Schilde ſeines Standes abzuwaſchen,
hat ſich in dem Oertchen Laichingen der Schneidermeiſter
Rappold um eine Flaſche Wein bereit erklärt, in dem
Löwenkäfig der zurzeit dort weilenden Menagerie mit
dem Löwenbändiger eine Partie Karten zu ſpielen. Es
wurden Tiſch und Stühle in den Käfig, in dem ſich
drei Löwen befanden, hineingeſtellt, der Löwenbän=
diger
, in der einen Hand den auf die Tiere gerichteten
Revolver haltend, öffnet mit der anderen ein Hinter=
pförtchen
, durch welches das Schneiderlein ſchlüpfte, um
ſogleich an dem Tiſche Platz zu nehmen. Das Spiel
begann unter dem Staunen des ziemlich erregten
Publikums. Nachdem zwei Partien geſpielt und auch
noch die Flaſche Wein getrunken war, entfernte ſich der
Gaſt aus dem Wirtshaus Zu den drei Löwen und
der Direktor der Menagerie brachte auf den kühnen
Schneidermeiſter ein dreifaches Hoch aus, in das die
Zuſchauer freudig einſtimmten.

* Amerikaniſche Gefängniſſe. Den Sträf
lingen des Staatsgefängniſſes in Pittsburg iſt a
Sonntag abend ein ſeltenes Schauſpiel geboten worde:
Auf Veranlaſſung der Anſtaltsdirektion führte der b
kannte Flieger Clann H. Curtiß den über 600 Str.
lingen ſeinen Apparat vor. Die Sträflinge wurde
in den großen Hof des Gefängniſſes geführt, hier vor
Schutzleuten überwacht, und oben in den Lüften un
kreiſte der Flieger bald hoch, bald niedrig, einmal
engen, dann in weiten Bogen die Gebäude der Anſtal
* Zwei Sachſenhäuſer ſitzen auf der Galer
des Frankfurter Opernhauſes und der eine ſagt: Her:
gott, hat unſer Orcheſter die Uwerdihr zu dem Orphe
widder emol wunnerſcheen geſpielt! Des is jo ga
net unſer Orcheſter, erwidert der andere. Do au
her! Do ſchtehts uffm Zeddel., Des is jo Offebache
Muſik. Wie heißt Offebacher Muſik? Eiſ
guck halt her! Do ſchtehts: Muſik von Offebach.

ſener Grundlage ſortzuſihren. Ein inVerkinwohl
nochnicht dageweſener Vorgang hat ſich nachts
im Hauſe Kurfürſtendamm 59 abgeſpielt. Dort wurden näm=
lich
drei Mädchen und zwei junge Leute verhaftet, die ſeit
einigen Nächten ſich in die zurzeit leerſtehende Wohnung
des Fabrikbeſitzers Sch. Eingang zu verſchaffen gewußt
hatten, um dort gemütlich beieinander zu ſein. Zu dem
Beamten einer Nachtwachgeſellſchaft, zu deſſen Bezirk das
Haus gehört, kamen ſeit einigen Nächten drei Paare und
baten, den Hintereingang zu öffnen und ſie hereinzulaſſen,
da ſie zum Dienſtperſonal des Fabrikbeſitzers gehörten.
Der Beamte erfüllte auch den Wunſch. In den letzten Ta=
gen
aber ſprach er darüber mit dem Pförtner und erfuhr,
daß Sch. mit Familie und Dienſtperſonal ſchon längere
Zeit verreiſt ſei. Nun wurde die Charlottenburger Kri=
minalpolizei
verſtändigt, die das Haus beobachten ließ.
Als in letzter Nacht die drei Pärchen ſich wieder eingefun=
den
hatten, drang Polizei in die Wohnung. Die ver=
liebte
Geſellſchaft hatte inzwiſchen ſich in einem Zimmer
verbarrikadiert. Doch das half nicht viel; die Tür war
bald geöffnet, und nun mußten die Mädchen und zwei
Liebhaber der dritte war entkommen den Weg zur
Wache antreten, wo ſie vorläufig in Haft behalten wur=
den
. Von den Mädchen iſt eines in einem Kontor, die
beiden anderen ſind als Verkäuferinnen angeſtellt. Die
jungen Leute ſind angeblich Mechaniker. Ein geheim=
nisvoller
Vorfall, der noch der Aufklärung bedarf, ereig=
nete
ſich heute früh, wie ſchon gemeldet, am Pulverhaus
zwiſchen Nedlitz und Fahrland. Der dort ſtationierte
Poſten des Potsdamer 2. Garde=Feldartillerie= Regi=
ments
wurde heute früh gegen 3 Uhr von drei Perſonen,
die ſich dem Gebäude näherten und auf Anruf nicht von
der Stelle gingen, angeſchoſſen. Das Projektil traf
den Poſten an dem linken Unterarm. Da nun der Poſten
Miene machte, ſich der Angreifer zu bemächtigen, ergriffen
dieſe eiligſt die Flucht. Bei der Ablöſung meldete der
Poſten den Ueberfall. Er wurde dann ſofort ins Garni=
ſon
=Lazarett gebracht Es iſt der Kanonier Anton Szelag
von der erſten Batterie des 2. Garde=Ferdartillerie= Regi=
ments
. Die Kugel konnte entfernt werden, das Befin=
den
des Verletzten iſt befriedigend. Die ſofort eingeleitete
Unterſuchung ergab bis jetzt noch keine Anhaltspunkte.
Frankfurt, 9. Aug. Die Frankfurter Bom=
benaffäre
, die ſich in der Bockenheimer Landſtraße
abſpielte, wird, falls der flüchtige Täter Werner ver=
haftet
wird, nicht in Frankfurt, ſondern in Gießen
zur Verhandlung gelangen. Die Akten des Frank=
furter
Falles ſind der Gießener Staatsanwaltſchaft
übergeben worden. Der in Friedberg verletzte
Bankvorſtand Maier der Reichsbanknebenſtelle iſt im=
mer
noch nicht geneſen. Bald nach der Tat ſind eine
Menge Droh= und Erpreſſungsbriefe an den Polizei=
kommiſſar
Weiß gelangt. Die Täter konnten nicht er=
mittelt
werden.
Aſchaffenburg, 9. Aug. Am hellen Tage wurde in
die Wohnung einer Privatiere eingebrochen und für
23000 Mark Wertpapiere, mehrere 100 Mark in bar
und Schmuckgegenſtände geſtohlen. Vom Täter
fehlt jede Spur.
München, 8. Aug. Das Amtsgericht München hat
über den Nachlaß des verunglückten Rennfahrers und
Aviatikers Robl den Konkurs eröffnet.
München, 9. Aug. Ein ſchweres Automobil=
Unglück hat ſich bei Baierbrunn im Iſartal geſtern
zugetragen. Dort verlor, wie die M. N. N. berichten,
der Chauffeur einer Münchener Autodroſchke an einer
abſchüſſigen Wegſtelle plötzlich die Steuerung. Das
Fahrzeug rannte gegen eine Telegraphenſtange und
überſchlug ſich. Alle fünf Inſaſſen, anſcheinend Ameri=
kaner
, deren Namen noch nicht bekannt ſind, und der
Wörth, 8. Aug. Geſtern fand wie in Weißenburg, ſo
auch in Wörth eine militäriſche Gedächtnis=
Kaiſer Friedrich=Denkmal ſtatt, wohin die eintreffenden
Teilnehmer in zwei Abteilungen um 9 und 10 Uhr mit
Muſik marſchierten. Nach einem proteſtantiſchen und katho=
liſchen
Gottesdienſt fand eine Begrüßung der Krieger und
Ehrung der Gefallenen und Veteranen durch General=
mit
Gießen, wohin ſich ſchon von jeher der Hauptver= major z. D. Deurer, Vorſitzender des Elſaß=Lothringiſchen
Krieger=Landesverbandes, ſtatt, der auch das Kaiſer=Hoch
ausbrachte. Die Gedächtnisrede hielt Amtsgerichtsrat
Gravenhorſt. Sodann erfolgte Kranzniederlegung am
Denkmal und Vorbeimarſch vor Generalfeldmarſchall Graf
v. Haeſeler, welcher als Vertreter des Kaiſers der Feier
anwohnte. Nachmittags fand Beſichtigung des Schlacht=
feldes
ſeitens der Veteranen ſtatt, bei der verſchiedene
Herren die Führung übernahmen.
Kaſſel, 9. Aug. Am Sonntag wird der Kaiſer
im Reſidenzſchloß am Friedrichsplatz in Gegenwart
der Kaiſerin, der Prinzeſſin Auguſta Viktoria, der hie=
ſigen
Garniſon und der Generalität die Nagelung
von 18 Fahnen des 1., 2., 11. und 17. Armeekorps,
ſowie der Unteroffizierſchule in Jülich vornehmen. An
dieſe Feier ſchließt ſich ein Gottesdienſt mit Weihe der
Fahnen durch den Armee=Feldprobſt Wölfing. Abends
findet aus Anlaß der Feier eine Feſtvorſtellung im
Hoftheater ſtatt. Für den am 14. Auguſt geplanten
Veteranen=Appell hat ſich der Kaiſer noch Beſtimmungen
vorbehalten.
Hannover, 9. Aug. In der Kaſerne des Trainbat=
taillons
zu Hannover wurden geſtern beim Reinigen
eines Trainwagens die Leichen von zwei Kin=
dern
entdeckt, die ſeit dem 30. Juli vermißt worden
waren. Die Kinder ſind vermutlich beim Verſteckſpie=
len
in den Wagen geſtiegen und, nachdem der Deckel
durch irgend einen Anlaß zugeſchlagen war, erſtickt.
Jetzt ſoll der Kaſernenhof für die Kinder geſperrt
werden.
Görlitz, 8. Aug. In der heutigen Vorſtandsſitzung
des Deutſchen Radfahrerbundes wurde be=
ſchloſſen
, den 28. Bundestag im Jahre 1911 in
Frankfurt a. M. abzuhalten.
Bern, 8. Aug. Bei einem Ausflug in das Gott=
hardgebiet
iſt geſtern ein Herr mit Namen Feinhauſer
aus Stuttgart abgeſtürzt. Der Verunglückte wurde
von ſeinem Vater und ſeinen drei Brüdern mit Hilfe
von Soldaten nach der Fortwache in Airola gebracht.
Feinhauſer, der 33 Jahre alt war, iſt ſeinen Verletz=
ungen
erlegen.
St. Moritz, 9. Aug. Prinzeſſin Heinrich
von Preußen iſt heute über Frankfurt abgereiſt.
Sie wird einen Tag in Jugenheim bleiben und am
11. Auguſt in Kiel eintreffen.
Rom, 8. Aug. Mit erhöhtem Eifer werden die Ar=
beiten
an dem großen Nationaldenkmal für
Viktor Emanuel, das nach ſeiner Fertigſtellung
als ein Wahrzeichen des neuen Italiens das Stadtbild
Roms beherrſchen ſoll. fortgeſetzt. Nun iſt das erſte
Stück des mächtigen Pferdes, das rieſige Bein aus
Bronze, aufgerichtet. Die übrigen Teile ſollen ſo ſchnell
als möglich folgen, ſo daß das Standbild im November
fertig daſteht. Aber noch harren viele Probleme der
Löſung. Vor allem iſt die Frage noch nicht entſchieden,

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Seite 5

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Nummer 185.

wie die Umgebung des Denkmals geſtaltet werden ſoll.
Der Palazzo Venetia wird niedergeriſſen, die Pickel
und Hacken ſind an der Arbeit, und die Staubwolken
wirbeln auf. Aber der Abbruch vollzieht ſich ſehr lang=
ſam
, das Haus wird erſt im Oktober endgültig ge=
räumt
. Das Schickſal des Palazzo Deſideri iſt noch
nicht entſchieden, wahrſcheinlich wird er unverändert
ſtehen bleiben; oder man wird erſt endgültig an die
Ausgeſtaltung des Platzes ſchreiten, wenn das Denk=
mal
vollendet iſt.
CK. Paris, 8. Aug. Die Morgue, der finſtere
Bäu mit dem düſter klingenden Namen, wird verſchwin=
den
. Noch ein kurzes, und emſige Arbeiter werden
hinter der Notre Dame=Kirche, am letzten Ausläufer
der altehrwürdigen Pariſer Stadtinſel, das Gebäude
abtragen, das im Jahre 1864 der Architekt Gilbert ge=
ſchaffen
hatte. Kein Pariſer, und kaum ein Fremder,
der die franzöſiſche Metropole durchſchlendert, wird die
gedrungene, breit hingelagerte, niedere Silhouette des
unheimlichen Baukörpers vergeſſen, in deſſen Innerem
der Tod und das Entſetzen zu Hauſe ſind und wo ſo
viele tragiſche Schickſale ein trauriges Ende gefunden
haben. Immer waren die kleinen, engen Fenſter ver=
hüllt
, waren geſchloſſen wie Augen, über die die Lider
ſich hinabſenken, um nicht die Seine zu ſehen, die der
Morgue ſo oft einen grauſigen Inhalt ſchenkte. Nun
wird dies Heim des Grauens verſchwinden; an der
Stelle, wo einſt die entſtellten Leichen der Lebensmüden
und der Opfer der Verbrecherwelt und des Zufalls
eine kurze Ruheſtätte fanden, wird ein blumengeſchmück=
ter
, freundlicher Platz entſtehen, auf dem fröhliche Kin=
der
ihr Spiel treiben und ſorgloſe Spaziergänger luſt=
wandeln
werden. Doch es waren, leider, keine äſtheti=
ſchen
Rückſichten, die das Schickſal der Pariſer Morque
beſiegelten. Hier iſt es das Böſe, das das Gute ſchafft:
die Verbrechertaten der Apachen ſind von Jahr zu Jahr
gewachſen; die Straßenunglücke häufen ſich, die Zahl
der Selbſtmörder nimmt zu, und die beſchränkten
Räume der alten Morgue ſind dem Andrange nicht
mehr gewachſen. Die Kühlapparate reichen nicht mehr
aus, der Autopſieſaal genügt nicht mehr den Anſprü=
chen
. Die Pläne zu dem neuen Heim des Schreckens,
zu der neuen Morgue ſind bereits in Arbeit.
An der Place Mazas wird ſich ein ſtattlicher Bau er=
heben
. Aber eines wird doch bleiben: auch die neue
Morgue wird bei aller Vergrößerung den niedrigen,
gedrückten Charakter behalten. Das Gebäude wird
nur eine Etage erhalten, in der das gerichtsärztliche
Inſtitut ſeine Räume aufſchlagen ſoll. Seit dem Jahr
1877, in dem Profeſſor Brouardel ſeine erſten Kurſe
für Gerichtsmedizin in der alten Morgue abhielt, iſt
die Zahl der Schüler gewachſen, und in dem neuen
Hauſe werden ihnen große, weite Räume zur Verfüg=
ung
geſtellt werden, um dieſe düſteren Studien fortzu=
ſetzen
. Im Erdgeſchoß aber werden die Kühlapparate,
die Vorratsräume, die Beamtenzimmer und der Schau=
ſaal
mit ſeinen Glaskäſten ein neues Heim finden.
London, 8. Aug. Ueber das Abenteuer des
Königs von Spanien auf dem Shamrock
worüber wir berichteten, werden noch folgende Einzel=
beiten
gemeldet: Kapitän Syeamore vom Shamrock
erklärte, daß der Unfall durch das Zerbrechen des
Schutzhakens verurſacht wurde, wodurch der 50
Fuß lange Topmaſt mit einem kanonenartigen Krach
losgelaſſen wurde und herunterkam. Eine Menga
Ragen und Sparren mit Tauen und Segeln praſſelten
mit hernieder auf das Verdeck. König Alfons, der mit
den Prinzen Maurice und Leopold von Battenberg und
dem Herzog von Alba auf dem Hinterdeck ſtand, nahm
den aufregenden Vorfall mit der größten Kaltblütig=
keit
hin. Er beobachtete die Fortſchaffung der Trüm=
merhaufen
mit offenbarer Beluſtigung und bemerkte
ſcherzweiſe, dies ſei das fünftemal, daß er einen Maſt=
ſturz
auf einer Jacht durchmachte. Der Shamrock
fuhr, als ſich der Unfall ereignete, mit der Jacht White
Fegther um die Wette, und der König drückte ſeine
Enttäuſchung darüber aus, daß die Wettfahrt aufge=
geben
werden mußte. Begleitet von Sir Thomas Lip=
tons
Dampfjacht Erin fuhr der Shamrock unter
eigenen Segeln nach Eaſt Cowes, wo der König mit
vergnügtem Lächeln ans Land ſtieg. Da er früher ein=
traf
, als erwartet, war kein Gefährt für ihn zur Stelle,
ſo daß er zu Fuß nach Osborne Cottage zurückkehrte.
London, 8. Aug. Zur Zeit wird in London vom
Metropolitan Water Board ein neues Reſervoir
errichtet. Die neuen Waſſerwerke werden mit Aus=
nahme
von drei Provinzwerken den größten künſt=
lichen
Seein Großbritannien enthalten. Das
Areal beträgt 416 Aeres (168,35 Hektare) und wird 12
Milliarden Liter Waſſer faſſen; wenn vollendet, wird
das Reſervoir 1600000 Perſonen mit Waſſer verſorgen.
Die Koſten des Unternehmens, einſchließlich der Kon=
ſtruktion
, die allein 340770 Lſt. koſtet, werden ſich auf
550000 Lſt. belaufen. Die Größe des Unternehmens
wird von folgenden Ziffern veranſchaulicht: während
faſt zweier Jahre ſind ungefähr 1200 Leute täglich mit
der Herſtellung beſchäftigt geweſen, auf dem Bauplan
arbeiten Lokomotiven auf 25 Kilometer Gleiſen,
Dutzende von Laſtwagen, elektriſche Motoren und
Pumpen, ſowie mehrere Kilometer einer temporären
Waſſerleitung. Die Pumpen können täglich 800 Mil=
lionen
Liter Waſſer hochſchaffen. Eine der bemer=
kenswerteſten
Einzelheiten des neuen Reſervoirs iſt
die Konſtruktion des großen Waſſerbehälters. Drei
Millionen Tons Erde ſind notwendig, um ihn herzu=
ſtellen
und die Hälfte der Arbeit iſt bereits getan.

Zur Kaiſerparade auf dem Großen Sande.
Bekanntlich findet die Truppenſchau in
Mainz am Dienstag, den 16. Auguſt, ſtatt. Das
Dragoner=Regiment Nr. 24 trifft bereits am 13.
Auguſt in Mainz ein und wird bis zum 17. hier
Quartier nehmen. Die Vorparade auf dem Gro=
ßen
Sand findet nicht am 13., ſondern am 15. d. M.,
vormittags 10 Uhr, ſtatt. Da in Mainz an dieſem
Tage Feiertag (Mariä Himmelfahrt) iſt, ſo wird vor=
ausſichtlich
auch die Vorparade bereits viele Zu=
ſchauer
haben. Nach der neueſten Nummer des Armee=
Verordnungsblattes beginnt die Truppenſchau mit
einem Exerzieren des Dragoner=Regiments 24
((Zeit etwa 30 Minuten, Beginn 8 Uhr vormittags).
Eine Gefechtsübung folgt, zu der der Komman=
deur
der 21. Diviſion, Generalleutnant Exzellenz
Scholtz, die Aufgabe ſtellt unter Teilnahme von: 42.
Infanterie=Brigade, Inf.=Regt. 87, ein Bataillon Inf.=
Regts. 88, vier Eskadrons Drag.=Regts. 6, ſowie der
1. Abteilung Feldart.=Regts. 27. Sämtliche, auch die
nur an der Parade teilnehmenden Truppen Of
ziere und Mannſchaften ſind mit Helmüberzügen
mit Streifen, jeder Mann der Infanterie und Ka=
vallerie
iſt mit 20 Platzpatronen, jedes Geſchütz mit
35 Manöverkartuſchen verſehen. Die Feldartillerie
hat ihr Feuer nicht nur bei Beginn, ſondern während
der ganzen Dauer des Gefechts darzuſtellen. Es muß

ohne Rückſicht auf Verbrauch von Kartuſchen ein ſtar=
kes
Feuer unterhalten werden.
Der Parademarſch aller Truppen ſteht unter
dem Kommando des Kommandeurs der 21. Diviſion.
Der Vorbeimarſch findet folgendermaßen ſtatt: Fuß=
truppen
in Kompagniefronten, Kavallerie in Eska=
dronsfronten
im Schritt, Feldartillerie in Batterie=
fronten
im Schritt. Falls ein zweiter Vorbeimarſch
beſohlen wird: Fußtruppen in Regiments= bezw.
Kompagniefront=Kolonnen, Kavallerie in Eskadrons=
fronten
im Trabe oder Galopp, Feldartillerie in Ab=
teilungsfronten
im Trabe oder Galopp. Die Infan=
terie
pflanzt das Seitengewehr zum Parademarſch
auf. Hinter dem Kaiſer ſtehen beim Parademarſch
die General= und Flügeladjutanten vom Dienſt, der
Gouverneur von Mainz, der Chef des Generalſtabes
und Adjutant des Generalkommandos. Die Fahnen=
kompagnie
(8. Kompagnie Inf.=Regts 116) mit Regi=
mentsmuſik
und Spielleuten und die Standarten=
Eskadron (Leib=Drag. Regts. 24) mit Trompeterkorps
des Regiments rücken nach dem zweiten Vorbeimarſch
alsbald zur Gaſtellſchen Waggonfabrik. Dorthin ent=
ſenden
ſogleich nach dem letzten Vorbeimarſch alle
Truppenteile ihre Fahnen uſw., das Inf.=Regt. 116
noch 20 Unteroffiziere, welche (zehn auf jeder Seite)
beim Abbringen der Fahnen während des Marſches
in die Stadt den Raum, in dem der Kaiſer reitet,
gegen das Publikum abſchließen. Dann marſchieren
die Fahnenkompagnie und die Standarten=Eskadron
bis zur Dragonerkaſerne. Nach dem zweiten Vorbei=
marſch
bilden die Truppen von der Stelle, wo der
Kaiſer die Beſprechung abhält, bis zur Waggonfabrik
auf dem Rückweg des Kaiſers Spalier. Dem Kaiſer
iſt vom Kommandeur der 21. Diviſion vor dem Pa=
rademarſch
Frontrapport zu überreichen. Ferner ſind
Frontrapporte anzufertigen für den Großherzog von
Heſſen, die Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen und
für den ſtellvertretenden Chef des Generalſtabs, Ma=
jor
von Blücher.

Geſtern nachmittag 5 Uhr beabſichtigten einige
Flieger, auf dem Großen Sand eine Ortsbeſichtigung
wegen des nächſten Dienstag zu veranſtaltenden
Ueberlandfluges vorzunehmen. Montag nach=
mittag
wurde auf einem großen Wagen eine mäch=
tige
, 12 Meter lange Kiſte, die etwa ſo hoch wie ein
Möbelwagen war, über die Darmſtädter Landſtraße.
Schweizerſtraße durch Sachſenhauſen nach dem Exer=
zierplatz
an der Mainzer Landſtraße transportiert.
In der Rieſenverpackung, die die Aufſchrift Flug=
maſchinenwerke
Auguſt Euler, Darmſtadt trug, be=
fand
ſich ein Euler=Flugapparat, der vom
Darmſtädter Exerzierplatz kam und am 16. Augug
ſtarten wird.

Kongreſſe und Verbandstage.
32. Deutſcher Hausbeſitzertag.
Braunſchweig, 8. Aug. In Gegenwart von
Vertretern der braunſchweigiſchen Regierung, der Stadt
Braunſchweig, der Handwerks= und der Handelskam=
mer
trat heute vormittag im großen Saale des= Wil=
helm
=Gartens die 32. Hauptverſammlung des Zentral=
verbandes
der ſtädtiſchen Haus= und Grundbeſitzerver=
eine
Deutſchlands zuſammen. An erſter Stelle er=
ſtattete
der geſchäftsführende Vorſitzende, Juſtizrat
Baumert (Spandau), den Geſchäftsbericht. Namens
der braunſchweigiſchen Regierung betonte Geh. Finanz=
rat
Renner, daß der ſtädtiſche Haus= und Grundbeſitz
heute großen Schwierigkeiten ausgeſetzt ſei und daher
ein Recht habe, möglichſt ausgiebig gehört zu werden.
Oberbürgermeiſter Reetemeyer (Braunſchweig) meinte,
daß man es dem Hausbeſitzerſtande nicht verargen
könne, wenn er ſich gegen neue ſteuerliche Belaſtung
wende Juſtizrat Baumert erwiderte, daß der Haus=
und Grundbeſitz gern dem Kaiſer gebe, was des Kaiſers
ſei, er lehne es aber ab, die alleinige Steuerquelle zu
ſein. Gegen die Tatſache, daß das Reich den Haus=
und Grundbeſitz neuerdings belaſten wolle, müßten ſich
die Kommunen ſchon aus Gründen der Selbſterhaltung
wenden. Es wäre beſſer, wenn das Reich andere
Steuerquellen erſchlöſſe, damit die Steuer aus dem
Haus= und Grundbeſitz den Städten zugute komme.
Der erſte Punkt der Tagesordnung betraf die
Reichswertzuwachsſteuer. Berichterſtatter war
Rechtsanwalt Kohlmann (Dresden). Es habe ſich ge=
zeigt
, daß ſich zwar theoretiſch verdienter und unver=
dienter
Wertzuwachs auseinander halten laſſe, aber
nicht in der Praxis. Die eigentlichen Spekulanten
werden immer wieder durch die Maſchen des Geſetzes=
netzes
ſchlüpfen. Die Steuer iſt ſolange abzulehnen,
als keine ausreichenden Vorarbeiten geleiſtet ſind. Man
muß den Steuerpolitikern zurufen: Hände weg, das
iſt unreifes Obſt. Der zweite Referent, Rechtsanwalt
Ber (Berlin) ergänzte dieſe Ausführungen, indem er
auf Einzelheiten des Geſetzes einging. Die Redner
legten eine Reſolution im Sinne ihrer Ausführungen
vor. In der darauffolgenden Beſprechung verwarf ein
Teil der Redner die Steuer vollſtändig und brachte
diesbezügliche Reſolutionen ein, ein anderer Teil
nahm eine abwartende Haltung ein. Im allgemeinen
überwog die Anſchauung, daß die Hausbeſitzer zunächſt
einmal mit ihrem Proteſt Ernſt machen müßten. Dazu
ſei vor allem nötig, daß die Proteſtverſammlung in
Berlin gut organiſiert werde. Zu der Reſolution der
Referenten wurde noch ein Zuſatzantrag angenommen,
den Rechtsanwalt Bauer (Hamburg) begründet und der
lautet: Der Verbandstag hält an ſeiner grundſätzlichen
Gegnerſchaft hinſichtlich der geplanten Einführung
eines Reichswertzuwachsſteuergeſetzes feſt und begrüßt
den Entſchluß des Vorſtandes, betr. die Einberufung
einer Proteſtverſammlung gegenüber dieſer Vorlage,
mit Freuden. Es wurde beſchloſſen, dieſe Proteſtver=
ſammlung
für den Monat November einzuberufen.
Hierauf beſchäftigte ſich die Verſammlung mit dem ge=
planten
Starkſtromwegegeſetz.

23. Hauptverſammlung des Zentralver=
bandes
für Handel und Gewerbe.
Barmen, 8. Aug. Unter zahlreicher Beteili=
gung
von Delegierten und Ehrengäſten aus allen
Teilen Deutſchlands trat hier in der Konkordia der
Deutſche Zentralverband für Handel und Gewerbe‟
mit dem Sitz in Leipzig zu ſeiner 23. ordentlichen
Hauptverſammlung zuſammen. Den Vorſitz führte
Stadtrat Seifert (Leipzig). Er begrüßte die Erſchie=
nenen
, namentlich die Ehrengäſte, darunter die Ver=
treter
der Städte des Wuppertals, ſowie die Abgeord=
neten
Oberlehrer Linz (Ztr.), Oberlandesgerichtsrat
Roeren (Ztr.), Generalſekretär Dr. Pieper (Ztr.) und
Dr. Gantert (Fortſchr. Vpt.), ferner die Vertreter der
Handelskammern von Barmen, Elberfeld, Düſſeldorf
und Hagen, und die Vertreter einiger kaufmänniſcher
Intereſſentenverbände. Er ſchloß mit einem Hoch auf
den Kaiſer, die Bundesfürſten und das deutſche Vater=
land
. Es folgten Begrüßungsanſprachen ſeitens des.

Leiters des Volksvereins für das katholiſche Deutſch=
land
, des Rheiniſch=Weſtfäliſchen Detailliſten= Verban=
des
uſw.
Der erſte Gegenſtand der Tagesordnung betraf die
Berechtigung und Notwendigkeit des
Detailhandels, wofür der Berichterſtatter, Stadt=
rat
Seiffert (Leipzig), in längeren Ausführungen ein=
trat
. Landrichter a. D. Rechtsanwalt Zahn (Barmen
behandelte die Schutzvereinigungen für Handel und
Gewerbe und den unlauteren Wettbewerb, insbeſon=
dere
das Ausverkaufsweſen. Die Verſammlung nahm
hierzu eine Reſolution an, in der den lokalen Ver=
einigungen
der Kampf gegen den unlauteren Wettbe=
werb
, insbeſondere das Ausverkaufswaeſen, energiſch
zur Pflicht gemacht wird. Die Vereinigungen ſollen
gehalten ſein, Berichte über ihre Tätigkeit der Zentral=
ſtelle
einzuſenden. Wir werden über die Beratungen
noch ausführlich berichten.

* Kopenhagen, 9. Aug. Der Internationale
Kongreß für öffentliche Fürſorge und private Wohl=
ätigkeit
wurde heute in Anweſenheit des Königs
und der Königin ſowie des Kronprinzen und meh=
rerer
Miniſter eröffnet.

Luftſchiffahrt.
Die Wiederaufnahme der Paſſagier=
Fahrten.
* Friedrichshafen, 8. Aug. Von maßgeben=
der
Seite erfährt die Württembergiſche Automobil=
und Luftſchiffahrt=Korreſpondenz, daß das Luftſchiff
L. 2 VI nunmehr fertiggeſtellt worden iſt. In das
Luftſchiff iſt eine geräumige Kabine für zehn bis elf
Perſonen eingebaut. In dieſer Woche finden die Probe=
fahrten
ſtatt, worauf das Luftſchiff nach Baden=Baden
fährt, wo es zur Renn=Saiſon (16. Auguſt) ſein ſoll.
In Baden=Baden finden dann gemäß dem zwiſchen der
Deutſchen Luftſchiffahrts=Aktiengeſellſchaft und der
Hamburg-Amerika=Linie getroffenen Abkommen im
Auguſt und September täglich Paſſagierfahrten ſtatt.
* München, 8. Aug. Der entleerte Parſe=
valballon
erhält am Mittwoch eine neue Gasfül=
lung
. Für Donnerstag ſind, falls es die Wetterlage
geſtattet, die erſten Aufſtiege beabſichtigt, zunächſt drei=
mal
vormittags mit je zehn Paſſagieren in die nächſte
Umgebung Münchens unter Stellings Führung.

* Elberfeld, 8. Aug. Die Rheiniſch= Weſt=
fäliſche
Motorluftſchiffahrts= Geſell=
ſchaft
hat in ihrer außerordentlichen Generalver=
ſammlung
beſchloſſen, den Antrag auf Auflöſung
der Geſellſchaft abzulehnen. Es wurde mitgeteilt,
daß das finanzielle Verhältnis der Geſellſchaft die Auf=
löſung
durchaus nicht nötig mache. Den fünf bei der
Erbslöh=Kataſtrophe Verunglückten ſoll ein Denkſtein
errichtet werden.
sr. Die nationale Berliner Flugwoche
hat am Montag ihren Anfang genommen, nachdem die
Eröffnung am Sonntag wegen des ſtarken Windes um
einen Tag hatte verſchoben werden müſſen. Auch am
Montag zeigte ſich das Wetter wenig günſtig, ſo daß
der Flugplatz in Johannisthal nur ſehr ſchwach be=
ſucht
war. Von den 15 konkurrenzberechtigten Aviati=
kern
kamen nur drei, und zwar Kapitän Engelhardt
(Wright), Thelen (Wright) und Wineziers (Antoinette)
mit ihren Apparaten heraus und unternahmen einige
Verſuche. Kapitän Engelhardt und Thelen, die ſich für
den täglichen Dauerpreis und Paſſagierflug angemel=
det
hatten, konnten jedoch keine nennenswerten Erfolge
erringen. Thelen bewarb ſich mit einem Mechaniker
an Bord um den Paſſagierflug; bei einer baldigen un=
freiwilligen
Landung erlitt dann ſein Apparat an dem
Untergeſtell Beſchädigungen. Auch Wincziers mußte
bei ſeinem erſten Verſuch bald wieder landen, da ſich
an dem Verbindungshebel die Schraube gelöſt hatte.
Um 7 Uhr 37 Minuten ſtartete Wincziers mit einem
zweiten Apparat abermals und bewarb ſich um den
Preis für die größte Geſamtflugzeit, auf den er ſich mit
ſeinem Flug, den er noch über den offiziellen Kontroll=
ſchluß
ausdehnte, die erſte Anwartſchaft ſicherte.
sr. Das belgiſche Flugmeeting in Stockel
bei Brüſſel brachte dem Belgier Olieslagers außer
wertvollen Ehrenpreiſen 52000 Franken ein. Der ver=
unglückte
Nikolaus Kinet gewann bis zu ſeinem Ab=
ſturz
26000 Franken, Langer 8800 Fr., van den Born
5500 Fr., Verſtraeten 3500 Fr., Tyck 3000 Fr. und De=
cidder
1500 Franken.

Ueberlandflug durch Oſt=Frankreich.
* Nancy, 9. Aug. Zur Teilnahme an der
Fliegerrundfahrt durch Oſt=Frankreich, die
geſtern von Paris=Troyes und heute von dort nach
Nancy führt, ſind heute morgen Lindpaintner,
Legagneux, Aubrun und Leblanc kurz nacheinander
aufgeſtiegen. Weymann und Mamet verſpäteten ſich=
durch
leichte Beſchädigungen. Leblanc, und Aubrun
ſind um 8 Uhr hier gelandet. Legagneux um 11,10 Uhrg
H. B. Paris, 9. Aug. Auf dem Aerodrom Stl
Hubert bei Troyes hatte ſich heute nacht eine nach Zehn=
tauſenden
zählende Menge eingefunden, um der Ab=
fahrt
der Aviatiker zur zweiten Etappe des großen
Fluges durch Oſt=Frankreich beizuwohnen. Als Erſter
ſtieg der Deutſche Lindpaintner=München mit
ſeinem Zweidecker um 5 Uhr 7 Min. auf. Er machte
ein paar Runden um das Flugdorf und verſchwand in
der Richtung nach Norden. In kurzen Abſtänden folg=
ten
dann die übrigen franzöſiſchen Aviatiker, zunächſt
die beiden Bleriot=Flieger Aubrun und Leblanc,
der Sieger der erſten Etappe Paris-Troyes. Allen
Aviatikern wurden herzliche Abſchiedsgrüße zugerufen.
Weymann unternahm mit ſeinem Farman= Zwei=
decker
mehrere Tourenfahrten, landete jedoch ſehr ſcharf
und zerbrach eine Gleitſchiene ſeines Fliegers, was
ſeine Abfahrt verzögerte. Mamet, der vorgeſtern mit
ſeinem Apparat abgeſtürzt war, iſt mit ſeinen Repara=
turen
noch nicht fertig und kann erſt im Laufe des Vor=
oder
Nachmittags den Flug fortſetzen. Zur beſſeren
Orientierung hatte das Organiſations=Komitee die an
der Flugbahn liegenden Ortſchaften gebeten, durch Ab=
brennen
von Strohfeuern den Aviatikern den Weg zu
zeigen. Auf dem Flugplatze von Nancy hatte ſich in=
zwiſchen
ein zahlreiches Publikum in Erwartung der
Flieger angeſammelt. Um 7 Uhr 55 Min. ſah man am
Horizont einen Bleriot=Apparat auftauchen. Es war
derjenige von Leblanc, der kurz darauf vor ſeinem
Hangar, enthuſiaſtiſch begrüßt, landete. Wenige Mi=
nuten
ſpäter folgte Aubrun. Auch ihm wurde ein be=
geiſterter
Empfang zuteil. Die beiden Aviatiker er=
klärten
, daß ſie ſich nur mit größter Mühe hätten
orientieren können. Nur die angezündeten Feuer
hätten ihnen den Weg gezeigt. Von Legagneux fehlt
noch jede Spur; der Deutſche Lindpaintner iſt 12
Kilometer vor Nancy, bei dem Orte Froloi, abge=
ſtürzt
. Einzelheiten über ſein Schickſal fehlen noch.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Taßblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910,

Nummer 185.

Arbeiterbewegung.
* Hamburg, 9. Aug. In der geſtrigen Ver=
ſammlung
der ſtreikenden Werftarbeiter
ſchlug der Vorſitzende, Otto Franz, vor, die unorganiſierten
Arbeiter für die erſten Wochen des Kampfes nicht zu unter=
ſtützen
, womit ſich die Verſammlung einverſtanden erklärte.
Da die für Donnerstag angekündigte Ausſperrung von
40 bis 60 Prozent der Arbeiter mit ziemlicher Beſtimmtheit
die völlige Arbeitseinſtellung nach ſich ziehen wird, ſo ſind
erſt dann weitergehende Maßnahmen der Arbeitgeber zu
erwarten. Die Zahl der hieſigen Ausſtändigen iſt noch
durch den Hinzutritt der Maurer vermehrt worden. Die
Schiffsreiniger und Maler im Hamburger Hafen, ſowie die
Dockarbeiter der Hamburg=Amerika=Linie ſtellen heute die
Arbeit wegen verweigerter Lohnerhöhung ein. Die Ver=
handlungen
darüber währen ſchon ſeit Frühling. Es han=
delt
ſich alſo nicht um einen Sympathie=Streik mit den
Werſtarbeitern.
* London, 9. Aug. Die Times meldet aus New=
York: Von dem Streik im Mantelnähge=
werbe
wurden bisher 70000 Perſonen ergriffen. Es
iſt das die größte Zahl, die je ein Ausſtand innerhalb
eines einzigen Gewerbes in New=York erreichte. Auch
21000 Schneider befinden ſich im Ausſtand. Man er=
wartet
, daß im Laufe der Woche weitere 45 000 hinzu=
kommen
werden. In den hieſigen Zuckerraffinerien
ſind 2000 Mann ausſtändig.
* Newcaſtle, 8. Aug. Das Endergebnis
der Abſtimmung der verſchiedenen Schiffsbau=
arbeiterverbände
über die Frage der Erhöhung
der Löhne wird nicht eher bekannt, als bis die für näch=
ſten
Freitag in Ausſicht genommene Verſammiung der
Vertreter der Verbände ſtattgefunden hat. Jedenfalls
wird unter allen Umſtänden verſucht werden, zu einet
freundſchaftlichen Verſtändigung zwiſchen den Unter=
nehmern
und Arbeitern zu kommen.
* Mancheſter, 8. Aug. Heute iſt zwiſchen den
Arbeitgebern und Arbeitnehmern der
Baumwoll=Induſtrie ein Vertrag unter=
zeichnet
worden, der den Frieden in dieſer Induſtrie
auf fünf Jahre ſichert.
* Bilbao, 9. Aug. Die Bergwerksbeſitzer
teilten dem Miniſter des Innern mit, ſie ſeien bereit,
morgen die Arbeit wieder aufnehmen zu
laſſen und den Arbeitern eine Entſchädigung zu ge=
währen
; jedoch ſeien ſie mit der Verkürzung der Ar=
beitszeit
nicht einverſtanden, ehe nicht das Parlament
zu der Frage Stellung genommen habe.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* München. 9. Aug. Die Kammer der Reichsräte
nahm die Vorlage, betreffend das Kraftwerk Wak=
chenſee
, mit großer Majorität an.
* Hohenſtein=Ernſttal, 9. Aug. In dem Belei=
digungsprozeß
des Schriftſtellers Karl
May gegen den Gartenarbeiter Richard Krügel
wurde nach dreiſtündiger Verhandlung folgender Ver=
gleich
geſchloſſen: Der Angeklagte bedauert, dem
Schriftſteller Lebius gegenüber diejenigen Aeußerun=
gen
über den Privatkläger erzählt zu haben, die den
rechtlichen Teil der Klage bilden; er erklärt weiter,
daß er die Angaben ungeprüft weitergegeben habe
und nicht aufrecht erhalten könne; er nimmt infolge=
deſſen
die beleidigenden Angaben zurück. Der Privat=
kläger
nimmt die Ehrenerklärung an. Die geſamten
Koſten des Verfahrens übernimmt der Angeklagte,
die gerichtlichen werden gegeneinander aufgehoben.
Der Privatkläger zieht die Privatklage zurück, ſowie
den Strafantrag. Karl May erhob urſprünglich wegen
25, im Bund veröffentlichter, beleidigender Angaben
Klage; dieſe wurde heute aber nur inbezug auf fünf
Punkte aufrecht erhalten.
* Rom, 9. Aug. Anläßlich des ſiebten Jah=
restages
der Papſtkrönung fand in der Six=

linſchen Kapell eine Feter ſtall an der 15 Kardt., das diplomatiſche Korps, darunter Marquis
Gonzalez mit dem geſamten Perſonal der ſpaniſchen
Botſchaft, und zahlreiche geladene Gäſte teilnahmen.
Der Papſt begab ſich in feierlichem Aufzuge, umgeben
vom Hofſtaate, nach der Kapelle. Kardinal Merry del
Val zelebrierte die Meſſe. Nach der Meſſe erteilte der
Papſt den Segen. Zahlreiche Beglückwünſchungstele=
gramme
ſind eingegangen.
* Sofia, 9. Aug. Als geſtern abend Pioniere mit
der Legung einer Flattermine für das Freuden=
ſchießen
anläßlich eines Regimentsfeſtes beſchäftigt
waren, explodierte dieſe. Neun Soldaten wur=
den
getötet, ein Leutnant und fünf Mann wurden
ſchwer verwundet.
* Petersburg, 9. Aug. Der frühere Präſidenk der
Reichsduma, Gutſchkow, der wegen eines Duells
mit dem Grafen Uwarow zu einer Feſtungshaft ver=
urteilt
war, wurde wieder freigelaſſen.
* New=York, 9. Aug. Der Bürgermeiſter Gaynor
wurde, als er auf dem Lloyddampfer Kaiſer Wilhelm
der Große nach Europa reiſen wollte, durch einen
Revolverſchuß ſchwer verletzt. Der Täter
wurde verhaftet.
* San Franzisko, 9. Aug. Zwiſchen San Fran=
zisko
und Santa Roſa iſt ein Perſonenzug mit einer
Lokomotive zuſammengeſtoßen. Dreizehn Per=
ſonen
wurden getötet, zwölf verletzt.

H. B. Berlin, 9. Aug. Die Ermittelung in der An=
gelegenheit
des Angriffes auf den Militär=
poſten
bei Nedlitz haben zu der überraſchenden Ent=
deckung
geführt, daß es ſich dabei allem Anſcheine nach
um Spionage handelt. Schon wiederholt ſind in letzter
Zeit Verſuche gemacht worden, ſich in den Beſitz deut=
ſchen
Pulvers und deutſcher Waffen zu ſetzen. Auch
hier dürfte wiederum ein ſolcher Fall vorliegen.
H. B. Fulda, 9. Aug. Ein ſchweres Unwetter
ging geſtern abend im Werratal nieder und verurſachte
großen Schaden.
Breslau, 9. Aug. Seit Anfang voriger Woche
ſteht das Sonnenblumenflöz in Flammen; gegen
80 Mann waren gefährdet; vier wurden durch giftige
Gaſe ohnmächtig, aber wieder ins Leben zurückgerufen.
London, 9. Aug. Nach einer Standard=Meldung
aus Kingston ſteht auf Haiti unmittelbar eine
neue Revolution bevor. Zahlreiche angeſehene
haitiſche Kaufleute ſeien als Flüchtlinge in Kingston
angekommen.
H.B. Konſtantinopel, 9. Aug. Die Jeni Gazetta
beſtätigt, daß der türkiſche Botſchafter in Berlin beauf=
tragt
ſei, zwei weitere Panzerſchiffe anzu=
kaufen
.

Briefkaſten.
A. K. Gegen den Holzwurm hat ſich bewährt ſtarkes
Klopfen mit dem Hammer an den betreffenden Stellen und
ſorgfältiges Zukleben der Bohrlöcher mit Wachs.

Jetzt iſt die rechte Zeit für
friſches gekochtes Obſt und
IierGar-Milchflammeri.
Wie gern eſſen es die Kinder, und jede Mutter
weiß, daß Milch, beſonders mit Mondamin gekocht,
ſehr nahrhaft iſt, und daß geſchmortes, friſches
Obſt manche Doktor=Rechnung erſpart. Suchen Sie
nach dem Zettel für Gratis=Rezeptbuch im Mondamin=Paket!
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Bei Kopfschmerz Litrovanilie!
(31240,40

Vettreter. HAAS & BERNHARD, Darmstadt, Rheinstr.

Ge

Zür die außerordentlich zahlreichen Glück=
V wünſche anläßlich unſerer Silbernen Hoch=
zeit
ſagen wir auf dieſem Wege unſeren herz=
(B15715
lichſten Dank.
Friedrich Lorenz und Frau.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Der
Randwirbel über Norddeutſchland hat ſich aufgelöſt,
ſo daß der Einfluß des nordeuropäiſchen Hochdruckge=
bietes
beſtehen bleibt. Bei nördlichem Winde herrſcht
außer in Oſtdeutſchland, wo die nahe ruſſiſche Zyklone
noch wirkt, heiteres und trockenes Wetter. Eine Fort=
dauer
der beſtehenden Witterung iſt zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 10. Auguſt:
Heiter, trocken, nachts kühl, am Tage warm.

Tageskalender.
Gravelottefeier der Vereinigten Kriegervereine um
8 Uhr im Saalbau.
Eröffnungsvorſtellung des Zirkus Schumann um
8¼ Uhr auf dem Marienplatz.
Konzert um 4 und 8 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Heſſiſchen Hof‟.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
Konzert u. 4½ Uhr i. Hotel Zur Krone zu Jugenheim.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 107 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 11. Auguſt.
Hofreite=Verſteigerung des K. Henkelmann ( Emil=
ſtraße
) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hafer=Verſteigerung um 3½ Uhr (Zuſammenkunft
auf der Gräfenhäuſerſtraße an der Darmbachbrücke),
ſodann um 5 Uhr Nieder=Ramſtädterſtraße 160.

Großh. Landesmuſen m. Gebfinet Sonn= und
Feiertags von 101 Uhr, Mittwochs und Sonntags
von 35 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstags
und Samstags von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaltionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: S. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

PilsnereSC
Münchner
Tner DradHer-Apert
feinste Tafel-Bier e.

Kurſe vom 9. Auguſt 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

Bf. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,40
3½ Deutſche Reichsanl. . 83,00
84,00
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,30
93,00
3½ do. Conſols . .
84,00
B do. do.
A Bad. Staatsanleihe . . 101,60
93,70
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,60
do.
91,80
3½
do.
3
83,10
4 Hamburger Staatsanl. 101,30
A Heſſ. Staatsanleihe . . 101,30
do.
91,40
3½
do.
80,00
3 Sächſiſche Rente . . . 83,40
4 Württemberger v. 1907 102,00
do.
3½
2270
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 48,20
3¾/ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,50
4 do. Goldrente . . 98,80
do. einheitl. Rente 93,80
3 Portug. unif. Serie I 66,25
3 do. unif. Ser. III 67,80
do. Spezial. 11,70
5 Rumänier v. 1903 . . 102,00
do. v. 1890 . . 95,40
do. v. 1905 . . 90,50
Ruſſen v. 1880 . , 91,30

InProz.
3f.
4 Ruſſen v. 1902 . F, 92,70
4½ do. v. 1905 . . . . 100,30
93,30
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 87,75
4 do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 94,60
4 do. Staatsrente . 91,75
5 Argentinier . . . . . . 101,80
do.
91,00
4½ Chile Gold=Anleihe 95,30
5 Ehineſ. Staatsanleihe 102,20
4½
do.
99,10
4½ Japaner . .
97,40
5 Innere Merikaner . . 99,60
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,00
5 Gold=Mexikaner . . . 100,20
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamdb.=Amerila= Palet=
ſahrt
.
.. 143,90
4 Nordd. Lloyd . . . . 111,60
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,00
Aktien ausländiſcher
Trausportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 119,50
4 Baltimore & Ohio . . 109,00
4 Gotthardbahn . . . .

InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,00
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21½
4 Pennſylvania R. R. 129,50
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,50
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 476,50
258,00
Fabrik Griesheim.
Farbwerk Höchſt .
. 488,50
Verein chem. Fabriken
.324,50
Mannheim.
Lahmeyer .
119,50
Schuckert
164,80
Siemens & Halske
.248,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 433,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 237,90
Gelſenkirchen .
..213,00
Harpener
. . 201,10
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
.
. . . 234,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . 89,80
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,30
94, de.
91,90
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
4 do. ſteuerfrei .
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,60
do.
97,80
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,50
do.
do.
57,25
3 Raab=Oedenburger . . 75,00
4 Ruſſ. Südweſt.
75,C
4 Kronpr. Rudolfbahn .

In Proz.
Bſ.
76,00
2¾0 Livorneſer .
78.80
4 Miſſouri=Pacific .
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,90
Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 102,20
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 169,00
1 Darmſtädter Bank . . 130,70
4 Deutſche Bant 28300
4 Deutſche Vereinsbank 127,50
4 Diskonto=Geſellſchaft. 187,50
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do.
9050
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,80
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
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91,00
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100,30
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Der Koloniſt.
Studie aus dem ſpaniſchen Süd=Amerika.
von Laurie Anne Freiin von Jungenfeld.
verboten.)
Aus Pedro Queridos kleinem Tanzſaal drängen die
Paare. Schwarz ſtrömen den Mädchen die gelöſten
Flechten über die hellen Spitzenkleider. Die Fächer ſchwir=
ren
, Augen und Lippen brennen in den weiß gepuderten
Geſichtern. Buenos noches, tönen die klingenden Stim=
men
und ſehnſüchtig trillert es noch:
El dia que nos casemos
Valgame Dios!
Nos irémos à dormir
Allä voy yo.
Si à tu ventanalllega.
Die ſchlankſehnigen Burſchen in leuchtenden Hemds=
ärmeln
oder von Goldſtickerei klimpernden Jacken, die Ge=
ſichter
von den rieſigen Strohhüten tief beſchattet, um=
drängen
die Mädchen.
Ein Tuſcheln und Flüſtern:
Habt Ihr’s geſeh’n, habt Ihr’s geſehln? Ale=
ſandro
, der Koloniſt droben aus dem Chaco, der Gringo
und Carmencita! Die dritte Nacht ſchon iſt er in der
Villa, bei Pedro Querido und immer Masqual getrunken,
und Carmencita In all den Jahren hat er noch
kein Weib, keine Compagnere draußen auf ſeinem Kamp
hinterm Urwald gehabt. Hahaha! der ſtolze Mann! Die
braunen Weiber taugen mir nicht, hat er geſagt. Per

Pias., . und venmneneitet Zire Meier der Spe=
nierin
, Ihr Vater ein Mbayäs. Sie iſt ſchön, aber dunkel
wie Mate cossida!
Als letzte treten eben aus der Tür des Tanzſaales
Aleſandro, der deutſche Koloniſt, und Carmencita. Lang=
ſam
wandern die Beiden, das Weib in den kraftvollen Arm
des Mannes geſchmiegt, nach dem Marktplatz. Da iſt es
ſtill; ſtill wie in einem Kloſter, und die Mädchen, die in
lichten Gewändern lautlos durch die Säulengalerien ſchrei=
ten
, ſehen aus wie Benediktinermönche.
Stiliſierten Blumen gleich, ſtehen die Palmen im tau=
melnden
Mondlicht; die kleine Fontäne ſtrömt und ſtrömt,
ſchenkt ihre Jahrhunderte alten Lieder dem gelbmarmornen
Becken, deß Ränder funkeln wie ein tauiges Lilienblatt.
Die weißen Roſen duften und wonnevoll ſchauert die
Bougin=Villa auf die Laube hernieder, darin Carmencita
Aleſandro betören will. Tief über den paſtellfarbenen
Häuschen, mit den zierlichen Säulenhallen, kuppelt durch=
ſichtig
opalblau der ſternbeſtickte Himmel. Tonlos ſummen
die Glocken von der kleinen, im nächtlichen Helldunkel ſchier
roſa=weißen Kathedrale herüber.
So nimmſt Du mich alſo mit Dir, hinauf auf Dein
Kamp hinterm Chaco, Aleſandro? flüſtert Carmencita.
Ah, Madonna, wie ich Dich lieben werde! Dein Feld
ſollſt Du vergeſſen, Deine Herden, die Arbeit? nur
mich lieben, lieben, lieben! Da draußen ſind wir allein
keiner kann mich Dir nehmen . . . der Urwald wird uns
betten und ſpeiſen ich bin Dein Feld, Dein Blu=

St ie utſeinen Schoſ und galbt ihe Zöinein
ſeinen Mund ihr Leib iſt wie blühender Schleh=
dorn
; ihre zuckenden Finger greifen in ſeinen blonden
Bart.
Eine Welle des Triumphes ſchlägt über ihr zuſammen:
Mein iſt er, mein! der blonde, ſtarke, ſchöne Mann, der
all die Jahre hier kein Weib eines Blickes gewürdigt hat,
es ſei denn der Verachtung. Mein, mein! Hart war
der Kampf, aber ich habe ihn beſiegt!
Der roſenrote Zerapo iſt ihr von den Schultern ge=
glitten
. Mit einer ungeſtümen Bewegung ſchleudert ſie
ihn zur Seite. Nun liegt das Tuch im äußerſten Winkel
des Laubenganges, wie eine Morgenwolke.
Aleſandro hockt auf der Bank wie erſchlagen; ſtumm,
mit wirrem Kopf. Er will antworten, ſagen, daß ſein
Kamp unſicher, das Haus zu klein, er ſelber arm und ſein
eigener Knecht ſei; daß er arbeiten wolle und kämpfen
um die eigene, kleine Scholle. Wie ein Alp liegt die Er=
innerung
an die grauenvolle Oede, die menſchenleere Ein=
ſamkeit
, die ihn hierhergetrieben, noch über ihm.
Aber Carmencitas heiße Lippen raunen an ſeinem
Ohr:
Nicht wahr, Du nimmſt mich mit? Laß mich Deine
Compagnere, Deine=Sklavin ſein! Geliebter
Sandro! . .
Da: Schweig! herrſcht er ſie an.
Wie eine furchtſame Katze fährt das ſchöne, braune
Weib zurück. Was iſt das?

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Nummer 185a

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Sie mi bitnd die Hönde eiſebeſ, das der uinde
Mann ſieht ſie nicht. Mit weit offenen Augen träumt er
einen wachen, wunderſamen Traum:
Sandro! . . . Sandro Wer ruft mir? . .
Ueber den Ozean kommt die Stimme, ſo ſo weit her.
Ganz matt iſt ſie der Klang wanderte Jahre . .
So hat ſie ihn genannt in der Heimat.
Heimat?
Ein ander Bild:
Durch den Chaco, den dürren Palmenurwald iſt er

Tage vielleicht Wochen
die blinkende Macheta iſt ſtumpf geworden, der Arm
müd vom Wegbahnen das Pferd matt vor Durſt.
Dann iſt der Wald zu Ende. Der Strom
kommt, der blauſilber=leuchtende, fruchtbringende Strom.
Ein elaſtiſch=neuer Bretterſtieg führt hinüber.
Und dann Felder, wogende, goldige Kornfelder;
ſmaragdgrüner Mais, daran mit wehenden Feder=
büſcheln
die elſenbeinfarbenen Kolben winken.
Und Weiden. Kupfern glänzen die
prächtigen Ochſen, ſchwarz ſtehen ihre rieſigen Hörner
in die lichtklare Luft. Kühe mit ſtrotzendem Enter
wollige Schafe und roſige Ferkel. Wie
feſt die Zäune gefügt ſind, wie ſtattlich der Vieh=Corral.
In ſauſendem Galopp kommt eine ſchier endloſe
troppa wilder Pferde daher die Erde zittert
unter den ſtiebenden Hufen und hinterdrein, auf
gezäumter Stute, den Laſſo in der Hand, ein tollkübner
Cabatos.

Seine Felder. Seine Herden, ſein
Knecht!
Das Pferd ſchreitet munterer aus, wiehert und
bläht die Nüſtern. Eine letzte Anſtrengung
die Höhe hinab
Ein niederes, weißes Haus; langgeſtreckt, mit hoch=
geſchichtetem
Strohdach. Der hellgelbe Bretterzaun
leuchtet in Abendgluten. Ein Garten . . . die
Heimatpflanzen duften und blühen früchte=
ſchwer
ſtehen die Bäume.
Sein Haus!
Und vor dem Haus: Sein Weib!
O, der Wonne! Die Stimme die Stimme aus
der Heimat: Sandro! Sandro, komm’ und ſieh’ mein
Kind unſer ſüßes, kleines Kind!
Das weiße Frauenantlitz iſt überflutet von frau=
licher
, mütterlicher Liebeswürde die braunen
Stirnlöckchen flimmern in der Sonne San=
dro
?
Carmeneita iſt unterdeſſen von dem ſtillen, blonden
Mann zurückgetreten. Ein böſes Lächeln geht über
ihr ſchönes, braunes Geſicht. Die hagelweißen Zähne
erſcheinen zwiſchen den vollroten Lippen in den
Augen flirrt es wie Haß:
O, ſie kennt die fremden, verſchloſſenen Männer
wohl! Dieſe Gringos, Eindringlinge, wie das Volk
ſie zornig heißt. Sie haben immer irgend eine ver=
borgene
Stelle im Herzen, eine kleine, vergiftete
Wunde, daran die armen, braunen Mädchen mit all

ihrer Liebe nicht rühren dürfen, dürfen! Sonſt geht
es ihnen, wie eben ihr, Carmeneita.
Das iſt das Bild irgend einer ſtolzen, blonden
Frau, jenſeits des Ozeans, im Lande des Schnees.
Einer Frau, die vielleicht längſt tot iſt oder einem
andern gehört. Wer weiß! Aber hier ſteht ihr Altar
in der Seele eines Mannes. Und der arbeitet dafür
wird grau und alt. Ach, die weißen Frauen!
Wie wenige kommen herüber und auch die
Carmencita zuckt verächtlich die runden Schultern
rafft den roſenroten Schal vom Boden auf
hüllt ihn dicht um die ſchlanken Glieder, beugt ſich
zu dem immer noch Regungsloſen herab und ſpricht
mit harter, tönender Stimme:
Du Narr!
Dann verklingen ihre Schritte langſam in die
Nacht.
Aleſandro ſtreicht mit müder, ſchwerer Hand die
Haare aus der feuchten Stirn. Schwerfällig ſteht er
auf, zieht den großen Reiterhut tief über die Augen.
Dann reißt er ſein Pferd aus dem Stall
Hell dröhnen die Hufſchläge durch das traumſtille
Städtchen Wie ein Weinen kommt das Jam=
mern
der kleinen, ſcheuen Hyänen vom Waldrande
herüber

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Nummer 185=

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Ring mit 1 roten Stein und 3 kleinen weißen Steinen. 1 Nickel=
Damenuhr. 1 goldene Herren=Uhr. 1 Damen=Uhrkette. 1 braunes Handtäſchchen mit
Inhalt. 2 Portemonnaies mit Inhalt. 1 goldener Zwicker. 1 Handbeil. 1 Nadel
(1 Paar Schuhe darſtellend). 1 mittelgroßer Schlüſſel. 2 einzelne gelbe Damen= Hand=
ſchuhe
. 1 Brille. 1 Hundekette. 1 Kinder=Schirm. 1 ſchwarzer Samt=Gummigürtel.
1 Pfandſchein auf 2 Frauenröcke und 1 Jacke. 1 graue Jacke. 1 breiter brauner Damen=
Gürtel. 1 kleiner und 1 großer Schlüſſel. 1 weißes Kinder=Kleidchen. 1 großer
Schlüſſel. 1 weißes Taſchentuch, gez. L. M. 1 Zwicker mit Futteral. 2 kl. Schlüſſel
an einer Schnur. 1 großer und 2 mittelgroße Schlüſſel an einem Ring. 1 Fünfzig=
gramm
=Gewicht. 1 Damen=Regenſchirm mit Naturgriff. 1 ſilberne Bröſche, aus Silber=
münzen
beſtehend, mit 1 Bild der Königin Viktoria von England. 2 Geldſtücke ( ein=
gewickelt
). 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſchwarzer Gehrock (irrtümlich
abgegeben).
Im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad im Monat Juli liegen geblieben und
von der Direktion abgeliefert: 1 Vorhemd. 1 Paar weiße Sommer=Handſchuhe.
1 ſilberne Damen=Uhr mit langer Kette.
Verloren: 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt. 1 goldene runde
Broſche mit einer Koralle in der Mitte. 1 dunkelgrünes Portemonnaie mit 96 Pfennigen
Inhalt. 1 kleiner ſchwarzer Damen=Pelz. 1 viereckige goldene Medaille mit Herren=
photographie
. 1 bunter Damen=Schirm mit braunem Stock und Knopf. 1 dunkelrotes
Portemonnaie mit 3 Mk. Inhalt. 1 Notenpult. 1 dunkelbraunes Damen=Portemonnaie
mit 2,05 Mk. Inhalt. 1 ſilbernes Armband, beſtehend aus 11 Münzen, darunter das
Bild der neuen Königin von Holland. 1 hellbraunes Handtäſchchen mit Aufdruck
Köln und 1 kleinen Taſchentuch mit blauem Rand. 1 Stemmeiſen. 1 weißſeidener
Damen=Schal. 1 Lappentäſchchen mit 1 großen und 2 kleinen Schlüſſeln, 1 Federhalter
und 1 leeres Portemonnaie. 1 braunes Viſitenkartentäſchchen mit Karten. 1 Damen=
Ring in Schlangenform. 1 ſilbernes Kollier mit rotem Stein und weißer Perle.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit 60 Pfennigen Inhalt. 1 gelbes Hunde=Halsband.
1 dunkles Portemonnaie mit Adlerwappen und etwa 3 Mk. Inhalt und ſilb. Kettchen.
1 Damen=Regenſchirm mit hellbraunem Griff. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit An=
hänger
(Allgemeines Ehrenzeichen), 1 braunes Portemonnaie aus Krokodilleder mit
etwa 12 Mk. Inhalt. 1 goldener Zwicker. 1 Double=Zwicker. 1 Päckchen, enthaltend
2 Paar Kinder=Strümpfe (1 Paar weiße und 1 Paar graue). 1 Nickel= Hundehals=
bändchen
. 1 Zwanzigmarkſtück. 1 rotledernes Portemonnaie mit 56 Mk. Inhalt.
1 ſchwarzledernes Handtäſchchen mit 2 Photographien ꝛc. 1 lila Samtgürtel mit lila
geſchliffenem Stein. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit etwa 30 Mk. Inhalt. 2 Hutnadeln,
die eine mit 1 Amethyſt und die andere mit 1 blauen Stein. 1 Portemonnaie ohne
Bügel mit 17 Mk. Inhalt. 1 goldenes Ketten=Armband. 1 ſchwarzer Damen=Schirm
mit gebogenem Naturgriff. 1 grüner Damen=Schirm mit Borde und grünlichem Natur=
griff
. 1 goldene Broſche mit lila Adlerkopf. 1 Zwicker mit braunem Etui. 1 Paar
lange gelbe däniſchlederne Handſchuhe. 1 Damen=Schirm mit hellbraunem Griff.
1 ſchwarzer Tuchbeutel.
Zugelaufen bei Privaten: 1 junge rote Katze.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Lachtaube. 1 Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 ſchwarzgetigerter Dackel. 1 rot und weiße Katze (5 Mk. Belohnung).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(15659
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Spitzhund, 2 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Bekanntmachung.
Betreffend: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe; hier Ausnahmen für den
14. Auguſt 1910
Mit Rückſicht auf den bei Gelegenheit des Veteranen=Appells am 14. Auguſt l. J.
zu erwartenden geſteigerten Geſchäftsverkehr beſtimmen wir hiermit ausnahmsweiſe
und mit beſonderer Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern den 14. Auguſt
I. Js. als Ausnahmeſonntag im Sinne des § 105b Abſ. 2 der Reichsgewerbeordnung
und laſſen für die offenen Verkaufsſtellen der nachfolgenden Handelsgewerbszweige
folgende Verkaufs= und Beſchäftigungszeiten zu:
1. der Bäcker und Konditoren von 5 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags;
2. der Metzger= und Fleiſchwarenhändler von 6 vormittags bis 5 Uhr nach=
mittags
;
3. der Händler mit Tabak, Zigarren und Rauchutenſilien von 11 Uhr vormittags
bis 5 Uhr nachmittags;
4. der Händler mit Ordensdekorationen, Feſtabzeichen und dergl. von 11 Uhr
vormittags bis 5 Uhr nachmittags;
5. der Händler mit Papierwaren jund Anſichtskarten von 11 Uhr vormittaas
bis 5 Uhr nachmittags.
Hinſichtlich der vorſtehend nicht aufgeführten Handelsgewerbszweige bewendet
es bei den Vorſchriften der Bekanntmachung des Großh. Kreisamts Darmſtadt vom
27. Dezember 1907, die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe im Bezirk der Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt betreffend.
Auf öffentlichen Straßen und Plätzen dürfen am 14. Auguſt l. Js. feilge=
halten
werden:
1. Fruchteis von 11 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags;
2. Obſt, Blumen, Backwaren und ſonſtige Lebensmittel währeno oes ganzen
Tages, außer der Zeit von 9 bis 11 Uhr vormittags;
3. Zigarren, Tabak und Rauchutenſilien, Feſtabzeichen und Erinnerungen, An=
ſichtskarten
von 11 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags.
(15720md
Darmſtadt, den 8. Auguſt 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.

Die öffentliche Impfung im Jahre 1910.
Oeffentliche Impftermine für den Stadtbezirk werden, ſo lange das Bedürfnis
dauert, jeden Mittwoch, nachmittags 5 Uhr, in dem Schulhauſe in der Rundeturm=
ſtraße
abgehalten.
Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahre ſind nach Geſetz die im vorigen Jahre
geborenen Kinder ſowie die rückſtändigen früheren Jahrgänge.
Wir laden die hieſigen Einwohner, die impfpflichtige Kinder haben, zur Benutzung
dieſer öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denſelben vorgenom=
menen
Impfungen für den Einzelnen unentgeltlich ſind. Wer die Termine nicht be=
nutzen
will, muß die Impfung ſeines pflichtigen Kindes bis zum Jahresſchluß auf
ſeine Koſten bewerkſtelligen laſſen, widrigenfalls ihm im Januar nächſten Jahres zur
Nachholung der Impfung eine vierwöchige Friſt unter Strafandrohung geſetzt wird.
Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch Erwachſene auf ihren
Wunſch, und Kinder, die erſt im laufenden Jahre geboren ſind, auf Wunſch ihrer
Vertreter geimpft. In der Regel werden in jedem Termin nicht mehr als 50 Impf=
ungen
vorgenommen. Alle in einem Termine geimpften Kinder müſſen, bei Meidung
der geſetzlichen Strafe, in dem 8 Tage ſpäter abgehaltenen Termine zur Nachſchau noch=
mals
gebracht werden. Kinder, deren Zurückſtellung von der Impfung wegen Kränk=
lichkeit
beanſprucht wird, können gleichfalls in den Terminen dem Impfarzt vorgeſtellt
werden.
Wegen der Wiederimpfung der Schulkinder wird beſondere Benachrichtigung an
die Schulvorſteher erfolgen.
Aus einem Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten wie Scharlach, Maſern,
Diphtherie, Croup, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſenartige Entzündungen oder die natür=
lichen
Pocken herrſchen, dürfen Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht
werden. Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem Körper und mit
reinen Kleidern gebracht werden.
Darmſtadt, den 30. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
(13276a
J. V.: Schmitt.

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*19339)

An die Einwohner Darmſtadts.
Vierzig Jahre ſind verfloſſen, ſeitdem die deutſchen Heere jene ruhmreichen Taten
vollbrachten, die zur Gründung des Deutſchen Reichs geführt haben.
Zur Feier dieſes Jubiläums wird am 14. Auguſt in unſerer Stadt ein Appell
abgehalten werden, an dem ſich die Männer beteiligen werden, die vor vierzig Jahren
dem Rufe des Vaterlandes gefolgt ſind.
Dieſe Männer würdig zu empfangen, iſt eine Ehrenpflicht unſerer Stadt.
Wir richten daher an die Einwohnerſchaft das freundliche Erſuchen, durch reichen
Schmuck der Häuſer an dem Feſttage darzutun, daß wir die Dankbarkeit gegen die
Kämpfer von 1870/71 unauslöſchlich bewahren.
(15647mf
Darmſtadt, 10. Auguſt 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.

Großherzogliches Hoftheater.
Abonnement für 1910/11.
Den vorjährigen Abonnenten bleiben ihre ſeitherigen Plätze bis zum 13. Auguſt
reſerviert; nach dieſer Zeit wird darüber ſeitens der Direktion anderweit verfügt.
Alle Intereſſenten werden daher erſucht, die bereits erhaltenen Formulare für
Abonnements=Anmeldungen, ſoweit dies nicht ſchon geſchehen, bis zum genannten
Tage an die Hauptkaſſe einſenden zu wollen.
Für die neu hinzutretenden Abonnenten wird das Abonnement am 19. und
20. Auguſt aufgelegt. Das Nähere wird noch bekannt gegeben.
(15734
Darmſtadt, den 9. Auguſt 1910.
Großh. Hoftheater= und Hofmuſik=Direktion.
Großy. Landesterenanſtall Philppsholpirat
bei Goddelau.
Auf dem Wege des öffentlichen Anerbietens ſoll als Bedarf vom 1. Oktober
1910 bis Ende März 1911 zur Lieferung vergeben werden:
10. 400 Kilo Aepfel, gedörrte,
11. 400 Zwetſchen, gedörrte, aus=
geſteinte
,
Gerſte, geſchälte.
5. 1500 Liter Mohnöl,
grüne Kern,
13. 1000
6. 250 Kilo (Julienne) Franzöſiſche
Suppennudeln,
14. 800
Suppe,
Gemüſenudeln,
15. 200
2200 dörre, weiße Bohnen,
Reis,
16. 1500
8. 2200 Erbſen, geſchälte, geſpal= 117. 1500
Spelzgries,
tene,
18. 2600
Meliszucker in Würfeln,
9. 2200 Linſen,
19. 1900
geſtoßen.
Die in Anlage A. des Erlaſſes der Großh. Miniſterien vom 16. Juni 1893, das
Verdingungsweſen betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten
und Lieferungen, ſowie die hieſigen Lieferungsbedingungen und Muſter liegen auf
dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten am 17., 18. und 19. ds. Mts., vormit=
tags
von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr offen.
Die Bedingungs= und Angebotsformulare können gegen Erſtattung der, Selbſt=
koſten
bezogen werden. Ein Verſand von Muſtern nach auswärts findet nichtsſtatt.
Angebote ſind verſchloſſen und verſehen mit der Aufſchrift: Angebot zu der am
8. Auguſt ausgeſchriebenen Lieferung, bis zum Eröffnungstermin, den 6. September
ds. Js., vormittags 10 Uhr, entweder durch die Poſt einzureichen oder in den Ange=
botskaſten
einzulegen. In den Angeboten ſind die Bedingungen anzuerkennen.
Zuſchlagsfriſt 14 Tage.
Die einzureichenden Warenmuſter müſſen getrennt von den Angeboten verpackt
und mit der Aufſchrift: Muſter zum Ausſchreiben vom 8. Auguſt 1910 verſehen ſein
Goddelau, den 8. Auguſt 1910.
(15661
Großh. Direktion der Landesirrenanſtalt Philippshoſpital
bei Goddelau.
J. A.: Stroh, Rechnungsrat.

1. 38000 Kilo Kornmehl, 2. 19000 Kernmehl, 3. 39000 Schwingmehl, 4. 4000 Kornſtroh, 12. 1200

Hafer=Verſteigerung.
Donnerstag, 11. I. Mts., nachmit=
tags
3½ Uhr, wird die Haferernte von
etwa 5 Morgen des ſtädtiſchen Grundbe=
ſitzes
an der Gräfenhäuſer Straße losweiſe
an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend
verſteigert. Zuſammenkunft auf der Grä=
fenhäuſer
Straße an der Darmbach=
brücke
.
Hieran anſchließend gelangt um 5 Uhr
die Haferernte von dem ſtädtiſchen Grund=
ſtück
an der Nieder=Ramſtädter Straße,
zunächſt der Villa Treuenau (N.=R. Str. 160)
zirka 1 Morgen gleichfalls an Ort und
Stelle zum Ausgebot. Zuſammenkunft da=
ſelbſt
.
(15617imd
Darmſtadt, den 8. Auguſt 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Jaeger.

Rolladenlieferung.
Die bei Errichtung einer höheren Knaben=
und Mädchenſchule vorkommende Rolladen=
lieferung
(ca. 68 am) ſoll vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte, Grafen=
ſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, während der
Dienſtſtunden offen, woſelbſt auch die An=
gebotsſcheine
abgegeben werden.
Verdingungsunterlagen werden nach aus=
wärts
nicht verſandt.
Angebote ſind bis
Mittwoch, den 17. Auguſt 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 5. Auguſt 1910.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
(15724md

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 24. Auguſt l. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Tapeziers Friedrich
Fey, Katharine, geb. Kraft und dem Bau=
ingenieur
Ludwig Fey dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 276 137 Hofreite) Kranich=
IV 276710 167 Grab= ſteiner=
garten
ſtraße 12,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K38/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 11. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D14045,2
Müller.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Nummer 185

Seite 12.

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Nummer 185.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Seite 13.

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Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Nummer 185.

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=Bundes. Nachdem ſich der Bundesausſchuß
bereits am Samstag mit dem zwiſchen den Vorſitzenden
des Deutſchen Radfahrer=Bundes (D. R. B.) und des
Verbandes Deutſcher Radrennbahnen (V. D. R.) ver=
einbarten
Entwurf beſchäftigt hatte, nach welchem von
der Union Cyeliſte Internationale (U. C. J.) für die
Brüſſeler Vorfälle eine Genugtuung gefordert
und bei deren Nichtgewährung aus dem Weltverbande
ausgetreten werden ſollte, fanden am Montag die Ver=
handlungen
des Bundestages ſelbſt über dieſen Punkt
ſtatt. Es wurde der Beſchluß, aus der U. C. J. aus=
zutreten
, ſanktioniert, ebenſo auch die Einigung
mit dem V. D. R. Ein Vertreter des V. D. R. wird
künftig im Sportausſchuß des D. R. B. Sitz und
Stimme haben. Die Vorſtandswahlen ergaben die
Wiederwahl von Dr. Theodor Böckling=Eſſen als
1. Vorſitzenden, ſowie von Herrn Achim von Koeller als
2. Vorſitzenden. Als Ort des nächſtjährigen Bundes=
tages
wurde Frankfurt a. M. beſtimmt.
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von dem Leben und der Erziehung der japaniſchen
Kinder entwirft die Frau des Bürgermeiſters von
Tokio, Frau Ozaki, im Matin. Die Geburt eines
Kindes wird in jeder japaniſchen Familie, ob arm
oder reich, mit lebhafter Freude begrüßt, denn das
größte Verbrechen, das ein Sohn Nippons begehen
kann, iſt ein Tod ohne Nachkommenſchaft. Die Stel=
lung
der Frau im Hauſe oder in der Familie iſt erſt
dann geſichert, wenn ſie Mutter geworden iſt. Am
ſiebenten Tage nach der Geburt erhält der neue kleine
Erdenbürger ſeinen Namen; iſt es ein Junge, ſo
mimmt er den Namen des Vaters an, dem eine Silbe
angefügt wird. Das kleine Mädchen aber erhält einen
ſymboliſchen Namen, vielleicht Matſu, was ſo viel
heißt wie Beſtändigkeit oder Ausdauer, Take oder
Glück, Tama oder Juwel. Im erſten Jahre werden
die kleinen Kinder in rote Gewänder gehüllt, Weiß
darf nicht getragen werden, denn dies iſt die Trauer=
farbe
der Japaner. Erſt ſpäter treten andere Farben
und Muſterungen, Streifen oder Blumen hinzu. Die
Kinder werden ſorgſam gepflegt und ſehr ſtreng er=
zogen
, von früheſter Jugend an ſind ſie einer harten
Bucht unterworfen, lernen blinden Gehorſam und
wvor allem eine ſtete, tiefe Achtung vor den Eltern.
Die Mädchen müſſen den Brüdern gehorchen. Am
Morgen, kaum daß die Kleinen ihre Schlafſtätte ver=
laſſen
haben, müſſen ſie zu den Eltern eilen, beugen
das kleine Köpfchen bis zur Erde und rufen mit ihren
hellen Stimmen: Wie ſteht es mit eurer ehren=
werten
Geſundheit? Bevor ſie eſſen, heben ſie Löffel
oder Gabel bis zur Höhe der Stirn und verbeugen ſich
zur Dankſagung. Und ehe ſie das Haus verlaſſen, um
in die Schule zu trippeln, knien ſie vor der Mutter
nieder, begleiten den Vater, der zur Arbeit geht, bis
an die Haustür, knien vor ihm nieder und ſagen:
Gott möge dich begleiten, kehre bald zurück. Dieſe
ſtrenge Disziplin zeitigt dann ſpäter auch ihre guten
Früchte. Der Krieg in der Mandſchurei hat das be=
wieſen
.

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Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
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Dienſtknecht Johann Georg Löb in Ammertsweiler
mit Chriſtine Brodbeck, ebendaſelbſt. Sättler Otto
Karl Paul in Nakel mit Marie Schulz in Soldin.
Schriftſetzer Otto Paul Wolff, Eliſabethenſtr. 61, mit
Regine Fiſcher in Griesheim.
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Hendrich mit Johannette Zahn geb. Bauer, beide
hier. Fabrikarbeiter Martin Lohr mit Fabrikarbei=
terin
Eliſabetha Creter geb. Fink, beide hier. Eiſen=
dreher
Wilhelm Römer mit Chriſtine Wagner,
beide hier. Kaufmann Emil Bieger mit Eliſabethe
von der Schmitt, beide hier. Lithograph Franz
Ertel mit Modiſtin Emma Rupp, beide hier. Tag=
löhner
Adam Meininger mit Maria Mohr, beide
hier. Kaſſierer Oskar Blind mit Barbara Seib,
beide hier. Am 8.: Friſeur Eduard Gänſehals in
Frankfurt a. M. mit Eliſabetha Gerbig, hier.
Schiedsgerichtsbeamte Heinrich Weber mit Suſanna
Luft, beide hier.
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terin
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Mathildenplatz 4. Am 5.: Landwirt Joh. Gg. Schuch=
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Graulich, Witwe des Schreiners, 55 J., ev., Schützen=
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Privatiers, 63 J., ev., Heinrichſtr. 72. Schneidermſtr.
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Nummer 185.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910,

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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Anguſt 1910

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185.

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 10. Auguſt 1910.

Nummer 183.

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