Darmstädter Tagblatt 1910


06. August 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.

Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 158.

Samstag, den 6. Auguſt.

1910.

Die heutige Nummer hat 30 Seiten.

Baſſermann über die politiſche Lage.
* Im Hamb. Korreſpondent wird eine Unterredung
veröffentlicht, die der Chefredakteur des Blattes mit dem
Reichstagsabgeordneten Baſſermann gehabt hat.
Ueber die angeblichen Rücktrittsabſichten äußerte ſich Baſ=
ſermann
, daß er allerdings ſchon ſeit Jahren an Rücktritt
gedacht habe, aber lediglich aus Geſundheitsrückſichten, po=
litiſche
Gründe zum Rücktritt hätten für ihn in keiner Pe=
riode
vorgelegen. Länger verweilte das Geſpräch bei dem
Anwachſen der ſozialdemokratiſchen Erfolge in den Reichs=
tags
=Nachwahlen. Ueber die Gründe der ſozialdemokrati=
ſchen
Erfolge ſagte Herr Baſſermann:
Die Mißſtimmung über die Ablehnung der Erbſchafts=
ſteuer
und die dadurch bewirkte Ausgeſtaltung der Finanz=
reform
zu einer antiſozialen und ungerechten durchzieht
heute nicht nur die unteren Schichten, ſondern weite Teile
des Mittelſtandes, der Beamtenſchaft, große Teile der
landwirtſchaftlichen Bevölkerung, die ſich vom Bunde der
Landwirte abwenden und direkt in das ſozialdemokratiſche
Lager übergehen. Dieſes Mißbehagen iſt bedeutend ge=
ſteigert
worden durch das Scheitern des unglücklichen preu=
ßiſchen
Wahlrechtsreform=Entwurfes. Nicht nur in den
liberalen Kreiſen Preußens, ſondern weit darüber hinaus
im ganzen Reiche werden dadurch die Maſſen in das radi=
kale
Fahrwaſſer getrieben.
Kann aber daraus, daß das Scheitern des konſervativ=
liberalen
Blocks dieſe Stimmung hervorgerufen hat, für die
Nationalliberalen der Rat abgeleitet werden, ſich den Kon=
ſervativen
wieder zu nähern? Auf dieſe Frage antwortete
Herr Baſſermann:
Ein Zuſammengehen der Nationalliberalen mit den
Konſervativen Heydebrandſcher Richtung, dem Bund der
Landwirte und dem Zentrum könnte nur den einen Er=
folg
haben, die Ausſichten der Sozialdemokratie zu ver=
mehren
. Ich halte nach den letzten Erfahrungen ein Zu=
ſammengehen
mit den von extremen Agrariern geführten
Konſervativen für geradezu vernichtend für jede liberale
Partei. Die Lage verträgt keine Ausſchaltung des Li=
beralismus
. In einer ſo mächtig vorwärts drängenden
Zeit, wie es die unſere auf allen Gebieten iſt, iſt es gänz=
lich
unmöglich, den Liberalismus in der Weiſe auszuſchal=
ten
und an die Wand zu drücken, wie dies bei der Reichs=
finanzreform
ſeitens der konſerpativklerikalen Koalition
geſchehen iſt. Mag der Liberalismus auch heute bei Nach=
wahlen
Niederlagen erlitten haben und vielleicht auch bei
pen Hauptwahlen manche neue Niederlage erleiden, das
beweiſt eben nur das eine: die Unzufriedenheit iſt ſo groß
geworden, daß die Fluten auch über den Liberalismus,
der bei der Reichsfinanzreform und der preußiſchen Wahl=
rechtsreform
eine ſoziale und gerechte Politik gemacht hat,
zur Zeit hinweggehen. Wenn ſich erſt gezeigt hat. welche
politiſchen Zuſtände die konſervativ=klerikale Politik der
letzten Zeit für Deutſchland gebracht hat, dann muß die
Umkehr erfolgen im Sinne der Bülowſchen Politik. Aber
für den Augenblick gibt es keinen Weg zum Anſchluß
nach rechts und noch viel weniger zum Zentrum. Die an
die Enzyllika geknüpſte Bewegung hat uns wieder einmal
die Kluſt gezeigt über die es keine Brücke gibt. Gewiß
wurde die Enzyllika in der Zentrums=Preſſe teilweiſe durch
verlegenes Stillſchweigen desavouiert, aber mehr wegen
ihrer formellen Plumpheit, als wegen einer ſachlichen Mei=
nungsverſchiedenheit
. Vor allem aber hat jeder Liberale
das Gefühl, durch eine Welt getrennt zu ſein von Kreiſen,
die ſich auch in politiſchen Dingen gelegentlich von In=
ſtanzen
führen laſſen, von denen eine ſo empörende Belei=
digung
des Proteſtantismus ausgehen konnte.
* Das Geſpräch wendete ſich hier naturgemäß zu der
Frage, wo die Nationalliberalen ihren Anſchluß zu ſuchen
haben Her Baſſermann gab dabei folgender Meinung
Ausdruck:
Niemand von uns denkt daran, die volle Selbſtändig=
keit
der Nationalliberalen Partei auch den links von uns
ſtehenden Parteien gegenüber preiszugeben. Im Gegen=
teil
. Wir ſind alle davon überzeugt, daß wir als Mittel=
partei
berufen ſind, eine gewiſſe Fühlung nach beiden Sei=
ten
aufrecht zu erhalten. In ſolchen Wahlkreiſen, in denen
wir gegen die Agrar=Demagogie des Bundes der Land=
wirte
im Kampfe ſtehen, iſt ein Erfolg nur dann möglich,
wenn jeweils Verſtändigung zwiſchen uns und der Fort=
ſchrittlichen
Volkspartei erfolgt. Das kann nur dann er=
reicht
werden, wenn auch dieſe Liberalen erkennen, daß
eine ſolche Politik nur bei ſtarken gegenſeitigen Konzeſſio=
nen
möglich iſt. Es gibt eine Menge ländlicher Wahl=
kreiſe
, die für den Liberalismus zweifellos nur unter na=
tionalliberaler
Flagge zu erobern ſind. Der Freiſinn ſollte
dafür Verſtändnis zeigen, daß er in ſolchen Wahlkreiſen auf
eigene Kandidaturen verzichten muß.
Der Hinweis auf das badiſche Beiſviel und die Er=
örterung
darüber, ob es für das ganze Reich maßgebend
werden kann, veranlaßte Herrn Baſſermann zu folgenden
Aeußerungen: Die in gewiſſen Blättern oft wiederkeh=
rende
Behauptung, als wenn ich der Vater der badiſchen
Großblock=Politik ſei, iſt eine böswillig oder leichtfertig
aufgeſtellte=Behauptung. Ich habe mit der badiſchen Groß=

block=Politik niemals etwas zu tun gehabt, im Gegenteil,
ich habe ſie bekämpft. An die Frage, ob man ſich von
der jetzigen Regierung eine zugkräftige Wahl=
parole
verſprechen kann, knüpften ſich folgende Bemer=
kungen
Baſſermanns:
Ich glaube nicht, daß die Regierung eine zugkräftige
Wahlparole finden wird. Reichsverſicherungsordnung
und elſäſſiſche Verfaſſungsreform werden die Parteien wei=
ter
entzweien und neue Streitpunkte aufwerſen. Das
Zentrum wird bei dem Quinquennat große Schwierigkei=
ten
machen und wird dabet die Unterſtützung der Sozial=
demokratie
finden. Ob es der Regierung gelingt, das
Quinquennat durchzuſetzen, erſcheint mir heute zweifel=
haſt
. So wird das Unheik weiter feinen Weg gehen bis
zu den nächſten Wahlen, nach denen eine Neuorientierung
der deutſchen Politik wohl zu erwarten ſteht. Will man
die Unzufriedenheit im Lande bekämpfen, ſo iſt dies nne
möglich durch eine volkstümliche Politik, die der
liberalen Weltanſchauung Rechnung trägt,
eine Politik, die ſich nicht in den Dienſt von Klaſſen= Inter=
eſſen
ſtellt, mögen ſolche von rechts oder links ſich in den
Vordergrund drängen eine Politik des Allgemeinwohls,
wie ſolche von der nationalliberalen Partei immer er=
ſtrebt
worden iſt.
Die Signatur der heutigen Zeit iſt, ſo ſchloß Herr
Baſſermann, die, daß ein Kapital von Vertrauen bei uns
ſeit der Finanzreſorm verwixtſchaftet worden iſt,
Es würde geradezu gefährlich für das Deutſche Reich ſein,
auf dieſer Bahn fortzuſchreiten. Die berufenen Inſtanzen
müſſen erkennen, daß hier Halt geboten und zu einer volks=
tümlichen
Politik zurückgekehrt werden muß.

Deutſchland und Korea.
*** Der Zeitpunkt der völligen Einverleibung Koreas
in Japan rückt angeblich immer näher, und wenn das Er=
eignis
eintreten ſollte, wird keine Macht auch nur einen
Finger rühren zugunſten der Aufrechterhaltung der Selb=
ſtändigkeit
des koreaniſchen Reiches. Haben doch die
Mächte ohne weiteres die im japaniſch=koreaniſchen Ver=
trage
vom Jahre 1905 enthaltene Beſtimmung als für ſie
verbindlich anerkannt, wonach Japan die Beſorgung der
auswärtigen Angelegenheiten Koreas übernahm, und in
Tokio erklären laſſen, ſie würden die Korea betreffenden
Geſchäfte durch die japaniſche Geſandtſchaft erledigen. In
Deutſchland war im Jahre 1900 eine ſtändige diplomatiſche
Vertretung Koreas etabliert worden, aber ſie verſchwand
ebenfalls infolge der Ereigniſſe in Oſtaſien ſang= und
klanglos von der Bildfläche.
Es gab eine Zeit, wo bei uns große Hoffnungen auf
den koreaniſchen Markt geſetzt wurden. Das Land iſt nicht
gerade arm zu nennen, es vermag ſeine Bewohner in
genügender Weiſe zu ernähren, aber die Induſtrie iſt nur
in geringem Umfange vorhanden und der Handel ſteht
auf niedriger Stufe. Korea bot angeſichts ſeiner Entwicke=
lungsfähigkeit
ein ausſichtsreiches Feld für den Wett=
bewerb
, und Deutſchland, das bei den Koreanern nicht,
wie Japan, Rußland, England uſw., im Verdachte ſelbſt=
ſüchtiger
politiſcher Ziele in Oſtaſien ſtand, hatte manche
Chancen, die nun freilich, nachdem die Japaner ſich der
Herrſchaft auf der Halbinſel bemächtigt haben, ſtark zuſam=
mengeſchrumpft
ſind. Damit iſt auch dem deutſchen Ein=
fluſſe
bei der Erſchließung des Landes und bei der Kul=
turarbeit
in demſelben eine engere Grenze gezogen wor=
den
, was um ſo mehr zu bedauern iſt, als in letzterer Be=
ziehung
durch die Gründung einer deutſchen Staatsſchule
in Söul ſchon ein vielverſprechender Anfang gemacht war.
Seit dem Jahre 1883 beſteht zwiſchen Deutſchland
und Korea ein Handelsvertrag auf der Baſis der Meiſt=
begünſtigung
. Der Artikel 1 dieſes Vertrages enthält im
Abſatz 2 die für uns ſehr beruhigende Beſtimmung, daß
im Falle zwiſchen einem der vertagſchließenden Teile und
einer dritten Macht Streitigkeiten entbrennen, der andere
vertragſchließende Teil auf Erſuchen ſeine guten Dienſte
leihen und eine freundſchaftliche Erledigung des Streits
herbeizuführen ſich bemühen werde. Anſcheinend hat der
Kaiſer von Korea, als die Japaner ihm ſeine Selbſtändig=
keit
raubten, das Deutſche Reich mit einem Erſuchen um
Vermittelung gar nicht erſt beläſtigt. Wohlweislich haben
wir uns in dem Vertrage das Recht exterritorialer Inris=
diktion
ſo lange vorbehalten, bis nach deutſcher Auffaſſung
die Rechtspflege in Korea genügend verbeſſert ſein wird.
Der Vertrag war zunächſt auf zehn Jahre geſchloſſen wor=
den
, nach Ablauf dieſer Zeit ſollte jeder Teil das Recht
haben, den Vertrag mit einjäheriger Friſt zu kündigen.
Da Japan die auswärtigen Angelegenheiten Koreas mit=
beſorgt
, ſo dürfte gegebenenfalls die Kündigung von Tokio
ausgehen, und ſie würde wohl ſchon gleichzeitig mit der
Kündigung des japaniſchen Handelsvertrags erfolgt ſein,
wenn Japan in der Angliederung Koregs ſchon weiter
vorgeſchritten wäre. Erſt nach der vollſtändigen und end=

gültigen Regelung des ſtaatsrechtlichen Verhältniſſes zwi=
ſchen
Japan und Korea wird ſich ermeſſen laſſen, ob ſuns
bei dem Wettbewerbe um den koreaniſchen Abſatzmarkt noch
Chancen blühen.
Deutſches Reich.
Zu der angeblich bevorſtehenden Verſöhnung
zwiſchen dem Herzog von Cumberland und
dem Kaiſer wird den M. N. N. aus Berlin ge=
ſchrieben
:
Es heißt doch die Tatſachen in einer unzuläſſigen
Sentimentalität verkennen, wenn Wiener Blätter von
einem Geſchenk ſprechen, das Kaiſer Wilhelm durch
ſeine Verſöhnung mit dem Herzog von Cumberland dem
greiſen Kaiſer Franz Joſef zum 80. Geburtstag zu
machen gedenke. Die perſönlichen Gefühle des
deutſchen Kaiſers haben mit einer ſolchen Verföhnung
nichts zu tun. Wilhelm II. hat zu wiederholten
Malen bewieſen, daß er die Sache und die Perſon in
dieſem Falle ſehr wohl zu trennen weiß. Ex hat erſt
kürzlich der Taufe im Schweriner Fürſtenhauſe beiget
wohnt, deſſen Großherzogin eine Tochter des Herzpas
von Cumberland iſt, und er hat den Sohn desſelben
Fürſten freundlichſt begrüßt, der einem bayeriſchen
Regiment angehört.
Wir haben ſchon vor einiger Zeit feſtgeſtellt, daß
der Kaiſer und der Herzog nur ein einziges Mal, d. i.
im Jahre 1895 bei der Totenfeier für Erzherzog Albrecht
von Oeſterreich, in voller Deffentlichkeit einige Worte
miteinander gewechſelt haben. Eine politiſche
Unterredung hat nie ſtattgefunden, auch im ge=
heimen
nicht. Im übrigen iſt es nicht der Kaiſer ge=
weſen
, ſondern der Herzog von Cumberland, der jeder
Begegnung gefliſſentlich und oſtentativ ausgewichen iſt.
Von einer Verſöhnung kann deshalb, ſoweit der deut=
ſche
Kaiſer in Betracht kommt, ſchlechterdings nicht die
Rede ſein. Auch würde durch einen verſöhnlichen
Ausgleich an der Sache ſelbſt nichts geändert werden.
Solange der Herzog von Eumberland für ſich und ſeine
Deſzendenz nicht unumwunden und ohne Vor=
behalt
den tatſächlichen und rechtlichen
Zuſtand in Deutſchland anerkennt, auf die
Krone Hannovers endgültig verzichtet und die
Thronfolge in Braunſchweig als deut=
ſcher
Bundesfürſt auf dem Boden der Reichsver=
kaſſung
antrit, bleibt ſein Verhältnis zum dentſchen
Kaiſer und König von Preußen ſtaatsrechtlich dasſelbe
wie jetzt.
Mögen die perſönlichen Beziehungen gut oder
ſchlecht ſein. Mit der Wiener Meldung von dem Ge=
ſchenk
der Verföhnung wird die Situation in ein
falſches Licht geſtellt, gegen das wegen der geſchichtlichen
Wahrheit Einſpruch erhoben werden muß, um ſpäteren
Enttäuſchungen und Beſchuldigungen vorzubeugen.
Die Penſionsverſicherung der Pri=
vatangeſtellten
. Vor kurzem ging durch die Preſſe
eine Notiz der Regierung, in der darauf hingewieſen
wurde, daß die Privatbeamten=Verſicherung in Form der
Sonderkaſſe in Vorbereitung ſei und daß die Vorlage ſo
ſchnell wie möglich fertiggeſtellt werde. Der Bundesrat,
dem ſie nach Erledigung der Etatsberatungen zugehe,
werde ſie möglichſt bald verabſchieden, ſodaß man damit
rechnen könne, daß der Geſamtentwurf dem Reichstage
bereits Weihnachten vorliegen werde. Gleichzeitig wird
jedoch in der Notiz der Befürchtung Ausdruck verliehen,
daß es in der Kommiſſionsberatung nicht gelingen werde,
die Penſionsverſicherung=Vorlage zu erledigen. Sie werde
ebenſo wie die Reichsverſicherungsordnung vermutlich das
Schickſal teilen, daß der Reichstag infolge Ueberlaſtung
mit anderen Arbeiten nicht in der Lage ſein werde, den
Entwurf zu verabſchieden. Zu dieſer offiziöſen Notiz
ſchreibt die Deutſche Induſtrie=Beamten=Zeitung, das Or=
gan
des Bundes der techniſch=induſtriellen Beamten, der
bekanntlich in der Frage der Penſionsverſicherung den
Ausbau der Invalidenverſicherung vertritt: Damit wird
die Oeffentlichkeit allmählich darauf vorbereitet, daß die
Penſionsverſicherung in Form der Sonderverſicherung nicht
durchgeführt werden kann. Wir haben wiederholt ausge=
führt
, daß man die Privatangeſtellten durch die Ausarbei=
tung
eines an ſich undurchführbaren Projektes davon ab=
halten
will, ſich mit der Form der Verſicherung zu beſchäf=
tigen
, die im Rahmen des Möglichen allein die Gewähr
einer Durchführung bietet. Wir ſind der feſten Ueberzeu=
gung
, daß, wenn einmal die nächſten Reichstagswahlen
vorüber ſind, die Regierung von der Penſionsverſicherung
nichts mehr wiſſen will. Hoffentlich werden auch allmäh=
lich
die Herren im Hauptausſchuß etwas mißtrauiſch und
ſchenken den wiederholten Beteuerungen der Regierung
die aus den Verhältniſſen heraus gebotene richtige Be=
achtung
.
Der Geſetzentwurf über die Bildung
kommunaler Zweckverbände in Preußen
iſt bei der zuſtändigen Behörde bereits fertig=
geſtellt
und den Oberpräſidien der Provinzen zur
Begutachtung zugegangen. In dem Entwurf, wird

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910

Nummer 182.

durch geſetzliche Beſtimmungen die Möglichkeit ge=
ſchaffen
, Städte mit Städten zu Zweckverbänden zu
vereinigen, während die Möglichkeit einer Vereinigung
bisher nur zwiſchen Stadt und Land gegeben war. Ferner
ſoll das Zweckverbandsweſen, das bisher nach der Land=
gemeindeordnung
vom 3. Juli 1891 nur für die öſtlichen
Provinzen und ebenſo für Schleswig=Holſtein und Heſſen=
Naſſau geregelt iſt, auch auf alle anderen Provinzen aus=
gedehnt
werden. Dabei ſoll der Zwang nur in demjeni=
gen
engen Umfange ausgeübt werden, den ihm die Land=
gemeindeordnung
gegeben hat. In der Praxis ſpielt er,
wie ſtatiſtiſch nachgewieſen iſt, keineswegs eine bedeutende
Rolle Es wird alſo der Standpunkt gewahrt, daß die
Selbſtverwaltung zu ſchonen und von beſonderen zwangs=
weiſen
Verbindungen Abſtand zu nehmen iſt. Was die
Einbeziehung der Berliner Stadtverwaltung anbetrifft,
ſo iſt ſie in den neuen Geſetzentwurf ebenſo eingeſchloſſen
worden wie in der bisherigen Landgemeindeordnung von
1891. Nach dieſer kann die Stadtverwaltung wie jede
andere Stadt ſchon heute ſowohl im Wege der Freiwil=
ligkeit
wie des Zwanges mit Landgemeinden und Guts=
bezirken
zuſammengelegt werden. In dem neuen Geſetz=
entwurf
ſind nun Beſtimmungen enthalten, die Berlin zu
den umliegenden Stadtgemeinden in das gleiche Verhält=
nis
bringen.
Ausland.
In Bezug auf die in der auswärtigen Preſſe ver=
breiteten
Gerüchte über die Abberufung des chine=
ſiſchen
Geſandten aus dem Haag wegen der Schwie=
rigkeiten
, die ſich wegen der Naturaliſation der Chineſen
in Indien ergeben haben, beſtätigt ſich nur, daß der chine=
ſiſche
Geſandte im Haag mit Urlaub ins Ausland gereiſt
iſt und den erſten Sekretär der chineſiſchen Botſchaft in
Paris mit der Führung der Geſchäfte betraut hat.
Die Budgetkommiſſion der franzöſiſchen Kammer
prüfte die Marineausgaben, das Budget der Ehren=
legion
und das des ſanitären Dienſtes. Am Nachmittag
wurde mit der Prüfung des Kriegsbudgets begonnen.
Auf Vorſchlag der Berichterſtatter wurden die Kapitel betr.
Beſoldung und Unterhaltung der Truppen mit Rückſicht
auf die von der Kommiſſion verlangte größere Auswahl
bei der Einſtellung der Rekruten der Jahresklaſſe 1909/10
um 4 467000 Francs gekürzt. Auch ſonſt erzielte die Kom=
miſſion
Erſparniſſe in Höhe von 1½ Millionen
Der ſpaniſche Miniſterrat hat ſich mit dem
Plan der Einführung der allgemeinen Militärdienſt=
pflicht
in ſeinen großen Zügen einverſtanden erklärt.
Der Deputierte Feliu hat im Namen Don Jaimes
an alle Katholiken Spaniens einen Aufruf erlaſſen zur
Teilnahme an der katholiſchen Kundgebung, die für
Sonntag in San Sebaſtian geplant iſt. Aus den Pro=
vinzen
Navarra, Alavi, Biscaya und Gui=
puzoca
werden Anzeichen einer aufſtändiſchen Bewegung
gemeldet. Es ſind Truppen dorthin entſandt worden.
Der ſpaniſche Miniſterpräſident Cana=
lejas
erklärte einem Berichterſtatter des Matin gegen=
über
: Wenn die Katholiken an anderen Orten manifeſtie=
ren
wollen oder wenn ſie mit der Kundgebung in Bilbao
warten wollen, bis der Streik daſelbſt beendet iſt, dann
werde ich mich dieſer Veranſtaltung nicht widerſetzen.

Der Kampf gegen den Kirchenſchlaf.
Kulturgeſchichtliche Notizen
aus der Zeit des 18. Jahrhunderts.
Von D. Dr. Diehl, Stadtpfarrer.
Die Unſitte des Kirchenſchlafes iſt ſo alt wie die
Kirche ſelbſt. Faſt ebenſo alt iſt auch der Kampf gegen
den Kirchenſchlaf. Aus den verſchiedenſten Zeitperio=
den
ſind Nachrichten vorhanden, die uns zeigen, daß
man dem Schlafen während des Gottesdienſtes energiſch
zu begegnen ſuchte. In der evangeliſchen Kirche kam
man im 17. Jahrhundert vielerorts ſchließlich dazu, daß
man beſondere Perſonen anſtellte, deren Aufgabe es
war, die Schläfer zu wecken Letzteres geſchah zu=
meiſt
mit einer langen Stange, mit der ausgerüſtet der
Wecker durch die Kirche ſchlich und ſein Amt ver=
richtete
. In vielen Kirchenrechnungen, auch unſeres
Landes, laufen durch Jahrzehnte hindurch Ausgabe=
poſten
vor die Schläfer in der Kirch zu wecken. Eine
beſondere allgemeine Verordnung beſtand aller=
dings
in Heſſen darüber nicht. Die ausführliche Ver=
fügung
, die Landgraf Ernſt Ludwig am 30. Juni 1719
über die Sonn= und Feyer=Tags=Exeeſſen und deren
Beſtraffung erließ, rechnet ſogar den Kirchenſchlaf
noch nicht einmal unter die übele Aufführung in der
Kirche unter währendem Gottesdienſt während ſie
zum Beiſpiel ausdrücklich das muthwillige Drucken
und Stoßen auf denen Boorkirchen und anderen Stüh=
len
, das Plaudern, das Stampfen mit denen Füßen,
das Zancken, das Werffen mit kleinen Steinen oder
Schollen, auch Blumen nach denen jungen Weibs= Leu=
then
bei Strafe unterſagt. Die Regelung dieſer An=
gelegenheit
war alſo in Heſſen in das Ermeſſen der
einzelnen Gemeinden oder der einzelnen Geiſtlichen
geſtellt. Letzteren war allerdings eine Art des Kamp=
fes
gegen den Kirchenſchlaf, das Herunterfallenlaſſen
von dicken Büchern von der Kanzel, das in den Zeiten
vor und in dem 30jährigen Kriege von etwas rabiaten
Geſellen mitunter in Anwendung gebracht wurde, die
Schlafenden zu wecken, ausdrücklich als mit der Würde
des Gottesdienſtes unvereinbar unterſagt.
Im 18. Jahrhundert, wo durch den Einfluß der
Wolfiſchen Philoſophie es Sitte ward, lange, zum Teil
ſehr lange Predigten zu halten, fing das Uebel des
Kirchenſchlafes auch in unſerem Lande geradezu zu graſ=
ſieren
an. Allenthalben begegnen uns Klagen über dies
wahre Kirchenübel Wir dürfen uns darum auch
nicht wundern, daß in dieſer Zeit die Materie Kir=
chenſchlaf
ſogar einmal in einer auf wiſſenſchaftlichen
Wert Anſpruch erhebenden gedruckten Abhandlung einer
Unterſuchung unterzogen, wiſſenſchaftlich behandelt
wurde. Es iſt kulturgeſchichtlich intereſſant, den Ge=
dankengängen
dieſer Arbeit einmal nachzugehen.
Namentlich für uns Heſſen und Darmſtädter, da ihr
Verfaſſer ein Heſſe war, deſſen Nachkommen noch in
unferem Lande=und in unſerer Stadt leben.

Aber die Umſtände, unter denen ſie die Manifeſtationen
veranſtalten wollen, ſind ungeſetzlich und aufrühreriſch.
Ich weiß, daß in manchen Dörfern die Prieſter an die
Menge Revolver und Piſtolen verteilen. Die örtlichen
Behörden werden die Aufgabe haben, die Schuldigen zu
verfolgen. Ich weiß auch, daß die Manifeſtanten von
Frauen und Kindern begleitet ſein werden, um ein Ein=
ſchreiten
der bewaffneten Macht zu verhindern, aber ich bin
entſchloſſen, die Manifeſtationen zu verhindern. Ich werde
den Geſetzen Achtung verſchaffen. Die Manifeſtationen
ſollen nur vertagt werden, denn ich wünſche ebenſo wie
meine Gegner, daß dieſelben ſtattfinden, um zu ſehen, auf
welche Kräfte dieſelben zählen können.

Der griechiſche Geſandte machte dem tür=
kiſchen
Miniſter des Aeußern ernſte Vorſtellungen
wegen der Fortdauer des Boykotts, wobei das Boykott=
Komitee als Nebenregierung handle. Der Miniſter wies
in ſeiner Antwort darauf hin, daß die Pforte in dieſer
Sache ihr möglichſtes tun werde. Auch die griechiſche Re=
gierung
müſſe durch eine entſprechende Haltung helfen.
Wie verlautet, nahm der türkiſche Finanzminiſter
Dſchavid=Bei in Paris die Verhandlungen wegen einer
Anleihe wieder auf. Er nahm mit England und
Frankreich wegen der Zuſtimmung zu einer Gewerbeſteuer
für die Fremden in der Türkei Fühlung.
Wegen der zunehmenden Umtriebe der Banden und
der Unruhe, welche ſich anläßlich der Ent=
waffnung
im Wilajet Saloniki eines großen
Teiles der chriſtlichen Bevölkerung in der Provinz
bemächtigt, iſt die militäriſche Bewachung der
Bahnlinien, welche ſeit zwei Jahren aufgehört hat, wie=
der
in vollem Umfange eingeführt worden.
Die Blätter melden neuerliche kleine Kämpfe
franzöſiſcher Truppen mit den Truppen des Sul=
tans
von Wadai, in denen die Franzoſen geſchlagen wur=
den
. In der Nähe von Medina habe ein heftiger Kampf
türkiſcher Truppen mit Araberſtämmen ſtattgefunden. Die
türkiſchen Truppen haben drei Tote und neun Verwun=
dete
. Die Araber ergriffen unter großen Verluſten die
Flucht. Es gehen vier Bataillone mit einer Maſchinen=
gewehrabteilung
gegen die Drufen ab.
Wie die Blätter melden, erteilte die kretiſche Regie=
rung
auf die Schritte der Konſuln wegen der Nicht=
beſchickung
der griechiſchen Nationalverſammlung eine
günſtige Antwort.
Wie das Reuterſche Bureau erfährt, nehmen die
Verhandlungen zwiſchen dem Geſandten Liberias und dem
amerikaniſchen Botſchafter über die Einzelheiten der Anleihe
für Liberia ihren Fortgang. Gleichzeitig verhandelt der
liberiſche Geſandte mit der engliſchen und der franzöſiſchen
Regierung über die Frage des amerikaniſchen Vorſchlags
im allgemeinen. Das engliſche Auswärtige Amt
ſprach ſeine volle Zufriedenheit mit dem Plane der Ver=
einigten
Staaten zur Beſeitigung der ſchwierigen Lage
in Liberia aus.
Der Petit Pariſien meldet: Bevor der Präſident
von Argentinien ſich in Boulogne nach Argentinien
einſchiffte, ſandte er an den Präſidenten Fallié=
res
ein Telegramm, in dem er ſich für die außerordent=

Es hat mit dieſer Schrift folgende Bewandtnis. Im
Jahre 1757 ſchrieb der Metropolitan und erſte Pfarrer
zu Echzell Heinrich Daniel Müller eine Be=
trachtung
über die Sündlichkeit des Kir=
chen
=Schlafes, nebſt einigen Vorſchlä=
gen
, wie dieſem Uebel abzuhelfen. Sie
erſchien in dem ſiebenundfunfzigſten Stück des Heſſi=
ſchen
Hebopfers einer von dem Gießener Profeſſor
Johann Jakob Rambach begründeten ange=
ſehenen
theologiſchen Zeitſchrift. Müller, der ſeit 1750
in Echzell ſtand, wo er 1797 verſtarb, und vorher Stadt=
pfarrer
, ſowie außerordentlicher Profeſſor der Theo=
logie
in Gießen geweſen war, hatte neben einer Reihe
von Diſſertationen bereits ſchon einmal eine praktiſch=
theologiſche
Studie mit eigenartigem Inhalt veröffent=
licht
. Sie trug den Titel Zuverläſſige Nachricht von
einer wahren Bekehrung zu Gott, des um begangener
großer Uebelthat willen durch den Strang hingerichte=
ten
Andreas Roſen, vulgo Bock= Andres nebſt
einigen Anmerkungen und der auf dem Gerichtsplatz
gehaltenen kurzen Erweckungsrede, wie auch einem Au=
hang
von dem Verhalten des Lebens=Ende des nachher
juſtificirten Henrich Rupperts und kam in
Gießen 1748 im Druck heraus.
In ſeiner Arbeit im Hebopfer gibt Müller, dem
Geiſt der Zeit entſprechend, zuerſt eine Begriffserklär=
ung
; er legt dar, was er unter Kirchenſchlaf verſtehe,
von dem er behauptet, er ſei ſündlich. Er verſteht nicht
darunter jenen Schwachheitsfehler, der ſich auch wohl
bey begierigen und ſonſt aufmerckſamen Hörern des
göttlichen Worts zuweilen äußert, daß ihnen, ehe ſie
ſichs vermuthen, und wider ihren Willen, in heißen
Sommer=Tagen, bey ſchwüligem Wetter und nach dem
Eſſen die Augen zugehen Seine Betrachtung zielet
vielmehr auf den vorſetzlichen Kirchenſchlaf,
der ſich bey ſolchen Leuten ereignet, bey denen dieſe
Unart zur Gewohnheit worden iſt. Dieſe, ſagt Mül=
ler
, legen ſich, wann ſie zur Kirche kommen, gantz
bequem zum ſchlafen nider, und es ſcheinet, daß ſie nicht
ſüßer einſchlafen können, als wann ihnen darzu ge=
prediget
wird. Kaum gehet der Vortrag des Lehrers
an, ſo ſchlafen ſie ein, und vernehmen nicht ein Wort
von dem, was er im Nahmen Gottes ſaget. Der Satan
feſſelt ſie in dieſer böſen Gewohnheit ſo hart und veſt,
daß ſie faſt keine Predigt mehr anhören können, ſon=
dern
ſogleich, da ſie ſich niederſetzen, in den Schlaf ver=
ſincken
. Ich habe wohl mit innigſtem Betrüben ge=
ſehen
, daß ſolche Gewohnheits=Schläfer nach dem erſten
Seufftzer eingeſchlafen, und nicht wieder aufgewachet
ſind, bis die Predigt zu Ende war, ja ſo gar durch das
letzte Geläute nicht konnten erwecket werden, und die
Nachbaren Mühe hatten, durch hefftiges Anſtoßen ſie
zu ermuntern.
Dieſer alſo gekennzeichnete Kirchenſchlaf iſt nach
Müller ebenſo höchſt verderblich als in hohem Maße
ſündlich. Letzteres wird in achterlei Hinſicht von ihm
erwieſen. Zum erſten läſſet der Kirchenſchläfer die

lich herzliche Aufnahme in Frankreich bedankt. Der Prä=
ſident
antwortete gleichfalls telegraphiſch.

* Stockholm, 4. Aug. In der heutigen Sitzung
des Internationalen Friedenskongreſſes
wurde mit Bezug auf das Verhältnis zwiſchen
Rußland und Japan eine Reſolution angenom=
men
, in der es heißt: Der 18. Internationale Friedens=
kongreß
begrüßt mit Freude den Abſchluß des ruſſiſch= ja=
paniſchen
Abkommens vom 3. Juli 1910, das mit anderen
Konventionen bezweckt, das friedliche und freundſchaftliche
Verhältnis zwiſchen den beiden Kaiſerreichen zu befeſtigen
und die Möglichkeit zukünftiger Mißverſtändniſſe zu beſei=
tigen
. Mit Bezug auf Finnland wurde einſtimmig eine
Reſolution angenommen, die beſagt: In dem Bewußtſein,
daß kein Uebereinkommen durch den einſeitigen Beſchluß,
einer Partei abgeändert werden kann und daß das Ver=
hältnis
zwiſchen Rußland und Finnland auf rechtliche
Uebereinkommen gegründet iſt, die Finnland als Nation
anerkennen, ſpricht der Kongreß ſein lebhaftes Bedauern
aus, daß die Reichsduma und die Regierung das rechtliche
Uebereinkommen ohne Zuſtimmung der finniſchen Nation
abgeändert haben. Der Kongreß hofft, daß das ruſſiſche
Volk, nachdem es über ſeine eigenen Intereſſen und die
Wünſche der ganzen ziviliſierten Welt aufgeklärt iſt, nicht
zögern wird, das rechtliche Uebereinkommen zwiſchen dem
Kaiſerreich Rußland und dem Großfürſtentum Finnland
gemäß den Rechten beider Parteien in gemeinſamem In=
tereſſe
wieder herzuſtellen. Die ruſſiſchen Delegierten ent=
hielten
ſich der Abſtimmung über die Reſolution.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 6. Auguſt.
Uebertragen wurde dem Lehrer Johann Deeken
zu Offſtein, Kreis Bensheim, eine Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule zu Lorſch, Kreis Bensheim; dem Lehrer
Karl Bauer zu Gambach, Kreis Friedberg, eine Lehrer=
ſtelle
an der Gemeindeſchule zu Butzbach, in demſelben
Kreiſe.
Aus dem Schuldienſte entlaſſen wurde die
Lehrerin an der Gemeindeſchule zu Ober=Ramſtadt, Kreis
Darmſtadt, Anna Draudt auf ihr Nachſuchen.
* Dementi. Die von verſchiedenen Zeitungen ge=
brachte
Nachricht, wonach Herr Geh. Oberſchulrat
Nodnagel demnächſt in den Ruheſtand treten ſoll,
entbehrt, wie die Darmſt. Ztg. von zuſtändiger Seite
erfährt, jeder Begründung.
Auszeichnung. Der norwegiſche Tierſchutzverein
zu Chriſtiania hat durch ſeinen Vorſitzenden Herrn
Svendrup, Oberſtallmeiſter des Königs, dem Vorſtands=
mitglied
des Tierſchutzvereins für das Großherzogtum
Heſſen, E. Heußlein, Redakteur der Allgemeinen
Tierſchutz=Zeitſchrift, die große ſilberne Verdienſtmedaille
verliehen. Die feine Prägung der Vorderſeite verſinn=
bildlicht
den Tierſchutzgedanken, die Rückſeite trägt die
Widmung.
* Heſſiſcher Schutzverein für entlaſſene Gefangene.
Soeben iſt der Rechenſchaftsbericht für das Jahr 1909/10
erſchienen. Wir haben ſeinerzeit darüber berichtet.
Der Verein wurde im verfloſſenen Jahre in ganz er=
heblichem
Maße in Anſpruch genommen; auch die Zahl
der aufgenommenen Vereinspfleglinge in dieſem Jahre
war bedeutend höher als in dem vorhergehenden,
eine Tatſache, die durch die ungünſtige Geſchäftslage
und die damit zuſammenhängende Arbeitsloſigkeit in
weiten Kreiſen unſeres Landes, die Urſache vieler Ver=
gehen
gegen das Strafgeſetz, hinreichend erklärt wirde
Den meiſten Anforderungen konnte der Verein ent=
ſprechen
, und zwar nicht nur bei Vermittelung von Ar=
beit
und Stellung für die nach Beſchäftigung ſuchenden
Pfleglinge, ſondern auch durch Bewilligung von Unter=
ſtützungen
an die Entlaſſenen ſelbſt oder deren
Familien während der Strafhaft.

äußerſte Verachtung Gottes und ſeines Wortes von ſich
ſehen. Zum zweiten nehmen wir am Kirchenſchlä=
fer
eine große Geringſchätzung der Lehrer= (Pfarrer)
wahr Tritt ein Marcktſchreyer, ſchreibt Müller,
auf ſein Gerüſte, und ein verhayter Narr treibet die
unanſtändigſte Poſſen, ſo lauffen große und kleine zu.
Das gemeine Volck ſperret Mund und Augen auf, und
man kan ſich über ihre Aufmerckſamkeit nicht genug
verwundern. Erſcheinen wir armen Lehrer aber auf
unſeren Predigt=Stühlen, ſo will uns faſt niemand
hören. Wir ſehen eine Menge ſchlafender Leute vor
uns, mit denen wir im Nahmen Gottes reden. So
ziehet man Narren und Poſſen=Reißer den Geſandten
Gottes vor. Iſt das nicht ein Zeichen der äußerſten
Geringſchätzung? Ein treuer Lehrer ſchüttet ſeine Pre=
digten
nicht aus dem Ermel Er erfähret es wohl,
daß predigen den Leib müde mache, und ein Schweiß=
rropfen
oft den andern jage. Wie muß es ihn aber
ſchmertzen, wann er ſiehet, daß er ſeine Predigt nun
einer Menge ſchlafender Leute halten ſoll? Zum
dritten gibt der Kirchenſchläfer zudem der Gemeinde
auch großes Aergernis. Aber er ſchadet am mei=
ſten
ſich ſelber. Er verſchwendet (viertens) die uner=
ſetzliche
Gnadenzeit; er legt (fünftens) eine große
Sorgloſigkeit vor ſein ewiges Heil zu Tage wider=
ſtrebet
(ſechſtens) dem heiligen Geiſte und (ſiebentens)
betrübet ihn. Endlich und zum achten preſſet der
Kirchenſchläfer redlichen Knechten Gottes und anderen
rechtſchaffenen Seelen Seufzer aus.
Weil der Kirchenſchlaf eine ſo große Sünde iſt, muß
gegen ihn vorgegangen werden. Die Hauptarbeit
kommt dabei dem Pfarrer zu. Er muß immer und im=
mer
wieder die Zuhörer von der Sündlichkeit des
Kirchenſchlafs belehren und das kluge Verhalten, wie
ſie ſolchen vermeiden können, nachdrücklich einſchärfen
Er muß ſich einen munteren, lebhaften und aufgeweck=
ten
Vortrag angewöhnen damit der alte Feind der
Chriſtenheit der Kirchenſchlaf, nicht an die Leute her=
an
kann. Sieht er, daß etliche ſich zum Schlaf nieder=
legen
, dann kann er in der Predigt innehalten und alſo
ſprechen: Ihr ſehet wohl, daß die Sache, die ich euch
vortragen will, von der größten Wichtigkeit iſt; darum
hütet euch, daß ihr ja nicht einſchlafet. Ein anderes
Mittel, das der Pfarrer gebrauchen kann, beſteht
darin, daß er jedes Mal nach der Predigt oder in der
Nachmittagspredigt jung und alt genau nach dem In=
halte
ſeines Kanzelvortrages von vorher examiniert.
Wenn einer dabei einmal wie ein Klotz dageſtanden,
der nichts zu antworten weiß, wird er ſich fürderhin
wohl hüten, wieder zu ſchlafen. Auch kann er die
Sitte einführen die tatſächlich bald nachher in
Heſſen zur Bekämpfung des Kirchenſchlafs eingeführt
worden iſt , daß er die Leute ihre Bibeln in die
Kirche mitbringen und darin die Sprüche nachſchlagen
läßt, die in der Predigt vorkommen.
Freilich der Pfarrer allein bringts nicht fertig.
Darum müſſen ihn die Gemeindeglieder unterſtützen.

[ ][  ][ ]

Nummer 182.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Anguſt 1910.

Seite 3.

Poſtſcheckkonto. Es wird uns mitgeteilt, daß
idem Kaiſerlichen Poſtamt 1 hier bei dem Kaiſerlichen
Poſtſcheckamt in Frankfurt (Main) ein Konto unter der
Nr. 4355 und dem Kaiſerlichen Telegraphenamt ein
ſſolches unter der Nr. 4353 eröffnet woxden iſt.
Zahnärztliche Poliklinik für die Volksſchulkinder
ider Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt. Im Monat
Juli 1910 wurden behandelt 325 Kinder (199 Mädchen,
126 Inaben) mit 494 Konſultationen. Gefüllt wurden
455 Zähne, ausgezogen wurden 158 Zähne (130 Milch=
zähne
, 28 bleibende Zähne). Die Zahl der Tage, an
denen Sprechſtunden abgehalten wurden, belief ſich auf 26.
n. Kanaliſation und Rückſtauüberflutung ſpielen zur=
zeit
in einem gegen die Stadt angeſtrengten, an der Zivil=
kammer
I des Landgerichts anhängigen Rechtsſtreit
eine Rolle. Bevor der große Entlaſtungskanal der unteren
Bismarckſtraße völlige Abhilfe ſchuf, war der Kanal der
Blumenthalſtraße überlaſtet. Im Juni 1908 ſiel ein außer=
ordentlich
heftiger Platzregen und es traten Rückſtauungen
in den nahe benachbarten Grundſtücken ein. Beſonders
war dies in dem etwa 0,40 Meter unter Straßenniveau
gelegenen Hofraum der Firma Appel, Bismarckſtraße,
der Fall; das Waſſer erreichte eine Höhe von faſt 1½ Meter
und drang u. a. durch Lüftungsſchächte in einen zum
Lagern von Samenvorräten benutzten Keller ein, wodurch
in letzterem ein Schaden von 4800 Mark entſtand. Den Er=
ſatz
desſelben verlangt die Firma klagend von der Stadt,
während dieſe den Anſpruch beſtreitet, weil er durch höhere
Gewalt und eigenes Verſchulden der Klägerin erwachſen
ſei. Letztere hat erſt im Jahre 1892 jenen Teil ihres An=
weſens
an den Blumenthalſtraße=Kanal angeſchloſſen; ſie
wurde damals auf eventuelle Schutzvorrichtungen gegen
Rückſtau aufmerkſam gemacht. Die im fraglichen Prozeß
gerichtlich beſtellten Sachverſtändigen, Geh. Baurat Prof.
Dr. Schmitt von der Techniſchen Hochſchule hier und Stadt=
baudirektor
Beigeordneter Eiſenlow=Straßburg, haben die
örtlichen Verhältniſſe genau geprüft und auf dieſer Grund=
lage
nunmehr ihr gemeinſchaftliches, in allen Punkten
übereinſtimmendes Gutachten erſtattet. Es lautet für die
Stadt ſehr günſtig und kommt zu dem Ergebnis, daß nach
der Natur des tiefliegenden Hofes der Klägerin und der
außergewöhnlichen Art jenes Regenfalles ein Verſchulden
der Stadt nicht vorliege, die Klägerin vielmehr durch recht=
zeitige
ſachgemäße Einrichtung von Schutzmitteln den
Schaden habe abwenden können. Dieſes Gutachten wird
für den weiteren Verlauf des nach den Gerichtsferien fort=
zuſetzenden
Prozeſſes wohl von ausſchlaggebender Bedeu=
tung
ſein und hat darüber hinaus prinzipiellen Wert.
Verein Volksküche. (Unter dem Protektorat der
Großherzogin.) Der Verkehr in der Volksküche während
des Monats Juli I. J. zeigt eine verhältnismäßig noch
größere Dichtigkeit als der an ſich ſchon beſonders lebhafte
Verkehr in dem vorausgegangenen Monat Juni I. J. In
dem letztgenannten Monat mit 27 Betriebstagen haben
durchſchnittlich täglich 317 Koſtgänger (männlich und
weiblich) in der Volksküche ihr Mittag= und Abendeſſen
eingenommen, für den Monat Juli I. J. mit 26 Betriebs=
tagen
berechnet ſich dieſe Durchſchnittszahl auf täglich 343
Koſtgänger (männlich und weiblich). An den 26 Betriebs=
tagen
des Monats Juli I. J. ſind durchſchnittlich täglich
verabreicht worden: 108 Stücke Brot (mit und ohne But=
ter
), 86 Wecke, 108 Taſſen Kaffee (mit und ohne Zucker),
86 Taſſen Milch, 27 Portionen Wurſt und Fleiſch für ſich,
90 Portionen Suppe (mittags und abends), 132 Portionen
Beilagen (Salat, Gemüſe, geröſtete Kartoffeln), 32 Por=
tionen
Suppe und Gemüſe zuſammen, 7 Portionen Suppe
und Fleiſch zuſammen, 32 Portionen Gemüſe und Fleiſch
zuſammen, 23 Portionen Suppe, Gemüſe und Fleiſch zu=
ſammen
. Dabei kamen 581 Freikarten (bereits bezahlte
Gutſcheine à 10 Pfg.) zur Ablieferung und Verwertung.
* Die Badeanſtalt Marienbad in der Landgraf
Philipp=Anlage ging in den Beſitz des Herrn A. Anger
über, der ſie in der ſeitherigen Weiſe fortführen wird.

Deutſcher Werkmeiſter=Verband, Sitz Düſſel=
dorf
, Bezirksverein Darmſtadt. Man ſchreibt uns:
Bei der diesjährigen Verteilung der Unterſtützungs=
gelder
kommen 825 Mark an Invalide und Witwen
des hieſigen Vereins zur Auszahlung. Der Bezirks=
verein
Darmſtadt zählt 75 Mitglieder. Es wäre zu
wünſchen, daß dieſem gemeinnützigen und ſegensreichen
Verbande mit über 50000 Mitgliedern alle fernſtehen=
den
Werkmeiſter und Beamte in Darmſtadt und Um=
gebung
unverzüglich beitreten würden.
nn. Der Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein be=
ſchloß
, die Gründung eines Verbandes der
heſſiſchen Hausbeſitzer=Vereine mit dem
Sitz in Darmſtadt in die Wege zu leiten. Zu der von
der Stadtverwaltung neu geregelten Gas= und Waſſer=
aufnahme
und Rechnungsſtellung wurde der Wunſch
ausgeſprochen, daß die früher verwendeten Aufnahme=
zettel
wieder eingeführt werden. Der Verbandstag des
Zentralverbandes der ſtädtiſchen Haus= und Grund=
beſitzer
=Vereine Deutſchlands findet vom 7.10. Auguſt
in Braunſchweig ſtatt und wird der Darmſtädter Verein
durch ein Verbandsmitglied dort vertreten ſein. Wegen
der hohen Brandſteuern und der enormen Verwaltungs=
koſten
ſoll in einer gemeinſamen Eingabe ſämtlicher
heſſiſcher Hausbeſitzer an die Regierung und Landſtände
eine Herabſetzung derſelben angeſtrebt werden. Bezüglich
der Stellungnahme des Hausbeſitzer=Vereins zu den
im Herbſt ſtattfindenden Stadtverordnetenwahlen wurde
ein gemeinſames Vorgehen mit den Bezirksvereinen und
dem Hanſabund ins Auge gefaßt.
Der Geſangverein Sängerluſt veranſtaltet
morgen Sonntag ſein diesjähriges Sommerfeſt in den
Räumen des Heiligen Kreuzberges. Das ſorgfältig zu=
ſammengeſtellte
Programm enthält wirkungsvolle Chöre,
darunſer einen Chör mit Orcheſterbegleitung unter der
vortrefflichen Leitung des Dirigenten Muſikdirektors
Bartke, ſowie Konzertſtücke, vorgetragen von der Train=
Kapelle. Auch den Kindern ſoll Freude bereitet werden
durch Arrangieren einer Kinderpolnäſe, wobei jedes
Kind mit einem Erntegegenſtand beſchenkt wird, ſodaß
das Ganze ein Erntefeſt darſtellt. Abends findet das
Konzert bei italieniſcher Nacht ſtatt. (Näh. ſ. Anzeige.)
* Der Männergefangverein Concordia hält
morgen Sonntag, den 7. Auguſt, im Mathildenhöhſaale
ſein Sommerfeſt, beſtehend in Konzert, Geſangsvor=
trägen
, Kinderſpielen und Tanz, ab. Der Chor bringt
unter Leitung ſeines bewährten Dirigenten, Herrn Rich.
Etzold, verſchiedene Chöre der letzten Geſangswettſtreite
zu Gehör und es ſeien hiermit Freunde des deutſchen
Männergeſanges aufmerkſam gemacht.
Saalbau. Mit dem heutigen Konzert der Ka=
pelle
des Großh. Art.=Korps unter Mickleys Leitung
ſoll ein großes Sommerfeſt ſtattfinden. Außer großer
Beleuchtung des Gartens wird bei eintretender Dun=
kelheit
große Fackelpolonäſe veranſtaltet. In dem
Programm kommen u. a. Fanfaren und Königsgebet
aus Lohengrin zum Vortrag, zu dem die Fanfaren
mit Anmarſch vom Trompeterkorps des Feldart.=
Regts. Nr. 70 aus Metz geblaſen werden. (S. Anz.)
* Heſſiſcher Hof. Auf das heute ſtattfindende Konzert
der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 ſei beſon=
ders
hingewieſen. Das Programm enthält u. a. das Ton=
gemälde
Deutſchlands Erinnerungen an die ruhmreichen
Kriegsjahre 1870/71 von Saro. (Siehe Anzeige.)
Im Ausſtellungs=Reſtaurant konzertiert Samstag
und Sonntag das beliebte Künſtler=Quartett der Kapelle
des Leibgarde=Regiments unter Leitung des Violin=
Soliſten Toni Czaſchke.

Ludwigshöhe. Am morgigen Sonntag konzer=
tiert
die Kapelle des Leibgarde=Regiments unter Leitung
es Obermuſikmeiſters Herrn H. Hauske auf der Lud=
wigshöhe
. Das ſchöne Programm wird den Konzert=
beſuchern
angenehme Stunden bereiten. (Vergl. Anzeige.)

Erſter Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein= und Grafenſtraße.) Im heutigen neuen Spiel=
plan
iſt das Gebiet der Naturaufnahmen durch Jahr=
markt
in der Normandie und Pathé=Journal wieder
in hervorragender Art vertreten. (Näh. ſ. Anzeige.)
Griesheim, 5. Aug. Man ſchreibt uns: Der Geſang=
Verein Germania (Dirigent A. Simmermacher) hat in
einer außerordentlichen Generalverſammlung beſchloſſen,
ſein 30jähriges Jubelfeſt, das mit einem großen natio=
nalen
Geſangswettſtreit verbunden werden ſoll, am 17., 18.
und 19. Juni nächſten Jahres zu feiern. Die Vorarbeiten
hierzu ſind ſchon im Gange.
Offenbach, 4. Aug. In der heutigen Stadtver=
ordnetenſitzung
teilte Bürgermeiſter Dr. Dullo
mit, daß der Stadtverordnete Joſeph Winter ſein Amt
niederlege. Die Zahl der erledigten Sitze iſt damit auf
7 geſtiegen und im November ſind 16 Stadtverordnete zu
wählen. Die Verſammlung genehmigte ſodann endgültig
die Geländeerwerbskaſſe. Dem Ausſchuſſe für Volksvor=
leſungen
wurden 1000 Mark überwieſen. Die Stadt will
ſich diesmal an der Schmückung der Kriegergräber um Metz
beteiligen, da auch das Denkmal der heſſiſchen Diviſion bei
Amanweiler in Frage kommt. Da die Stadt den Kanalbau
eingeſtellt hat, wird einſtimmig beſchloſſen, die Kanalbau=
arbeiterabteilung
zu entlaſſen. Die Wagen der Straßen=
bahn
ſollen mit 368000 Mark bei einer Geſellſchaft ver=
ſichert
werden.
Offenbach, 4. Aug. Bei dem Wettbewerb um die Aus=
führung
eines Bismarck=Denkmals in Pirmaſens wurde
der erſte Preis dem Bildhauer Huber hier zuerkannt.
Für die Koſten der Ausführung ſind 30000 Mark vor=
geſehen
.
Offenbach, 5. Aug. Der Schlachthofdirektor Zeeb,
der in ſeiner Eigenſchaft als Vorſteher der ſtädtiſchen
Kindermilchanſtalt Milch mit zu geringem Fettge=
halt
nicht beanſtandet hatte, erhielt vom Amts=
gericht
einen Strafbefehl in Höhe von 141 Mark, und
zwar 100 Mk. wegen Nahrungsmittelfälſchung, 10 Mk.
wegen falſcher Aufſchrift der Milchkannen und 10 Mk.
wegen vorſchriftswidrigen Verſchluſſes der Milchkan=
nen
. Der Reſt der Summe entfällt auf die Koſten.
Mainz, 5. Aug. Die geſtrige Sitzung des Mainzer
Lehrervereins galt dem Andenken an Geheimerat
Dr. Eiſenhuth. Der Vorſitzende, Herr Hauptlehrer
Bach, entwarf ein umfaſſendes Bild von der Wirkſamkeit
dieſes in der Geſchichte des heſſiſchen Schulweſens hervor=
ragenden
Mannes. Als Vorſitzender der Schulabteilung
hatte Eiſenhuth eine ſchwierige Arbeit übernommen. Aber
er lenkte den Schulwagen nicht allein wieder in das rich=
tige
Geleiſe, er brachte ihn auch ein gutes Stück vorwärts.
Durch ſeine Sachkenntnis, gepaart mit der nötigen Vor=
ſicht
, errang er ſich in unſern beiden Kammern ein ſolches
Vertrauen, daß der Schuletat unter ſeiner Vertretung faſt
ſtets ohne Aenderungen zur Annahme gelangte. Bei An=
griffen
auf den Lehrerſtand war er der Erſte, der ſeine
Untergebenen ſchützte. Als ihm bei dem 25jährigen Be=
ſtehen
des Alzeyer Seminars dankbare Schüler in den dor=
tigen
Seminaranlagen einen Gedenkſtein ſetzen wollten,
lehnte er eine ſolche Ehrung entſchieden ab. Immer war
er ein treuer Freund und warmer Vertreter der Lehrer=
ſchaft
. Das iſt der ſchönſte Abend meines Lebens, ſagte
er, als ihm gelungen war, durch ein neues Gehaltsgeſetz
die Not des Lehrerſtandes einigermaßen zu mildern. Noch
in den letzten Tagen verhandelte er mit dem Vorſtande
über die dringend nötige Regelung der Lehrer=Witwen=
und=Waiſenverſorgung, deren Lage in keinem Stande ſo
traurig iſt wie hier. Infolge ſeines ſchweren Leidens hätte
Eiſenhuth ſich ſchon ſeit JahrenRuhe gönnen müſſen. Aber
die Sorge um die ruhige Weiterentwickelung der Schule
hielt ihn auf ſeinem Poſten. Er iſt treu geblieben ſeiner
Lehrerſchaft bis in den Tod. Kein Wunder, daß um einen
ſolchen Mann der Heſſiſche Landeslehrerverein, die ge=

Sowie einer zu nicken anfängt, ſoll ihn ſein Nachbar
anſtoßen oder in der Stille aufwecken, auch ihn er=
mahnen
, daß er fortan die Augen aufbehält. Von der
Anſtellung beſonderer Wecker, die, wie an einigen
Orten es üblich iſt, mit einem langen Stabe in der
Kirchen auf= und abgehen und die Schlafenden wecken
hält Müller nichts. Ich weiß nicht, ſchreibt er, ob
man ſeinen Zweck hiermit erreicht. Dieſer Gebrauch
ſtöhret auch die wachenden in der Andacht. Er verur=
ſachet
ein Gelächter und Aufſehen in der Verſamm=
lung
und da die aufgeweckte, ſich vor beſchimpfet hal=
ten
, ſo erbittert dieſes offt ſo ſehr, daß ſie hernach gar
nicht mehr auf die Predigt merken.
Soweit Müllers intereſſante Schrift, in der noch
eine Fülle von beachtenswerten Einzelnachrichten ent=
halten
iſt. Sie iſt ohne Zweifel auch für die kultur=
geſchichtliche
Betrachtung des 18. Jahrhunderts von
Wert, abgeſehen von ihrem Wert für die Beurteilung
der Theologie dieſer Zeit. Jedenfalls iſt ſie, wie die
Beiſpiele gezeigt haben werden, kurzweilig zu leſen
Bemerken will ich noch, daß Müller in ſeiner Gemeinde
erreicht hat, daß hinfürder niemand mehr während
ſeiner Predigten ſchlief, obwohl dieſe nach den Erzähl=
ungen
, die noch in den 50er Jahren des vorigen Jahr=
hunderts
in Echzell umgingen, ſehr, ſehr lang waren.
Allerdings wird uns erzählt ich verdanke dieſe No=
tiz
dem verſtorbenen Prälaten Habicht, der 40 Jahre
lang nach Müllers Tod Vikar in Echzell war , daß
die früheren Schläfer ſich eine andere Gewohnheit zu
eigen gemacht hätten, daß ſie nämlich eine Zeitlang
dem Vortrag des Lehrers andächtig lauſchten, dann
nach Hauſe gingen, den damals allbeliebten Hirſenbrei
lihr Mittageſſen) in Ruhe aßen und dann ſich der Pre=
digt
dritten Teil und Schluß in Ruhe anhörten. Es
ſoll damit dem wackeren Mann nichts übles nachgeſagt
ſein. Es ſoll nur angedeutet werden, daß auch Müllers
Rezept nicht ganz ohne Mängel war. Den Kirchen=
ſchlaf
auszutilgen, dazu gehörten andere Mittel; das
19. Jahrhundert hat ſie zum Teil gefunden.

Die Berliner Univerſität und die
Freiheitskriege.
ck. Das nahe bevorſtehende hundertjährige Jubi=
läum
der Begründung der Berliner Univerſität lenkt
den Blick auf die Anfänge dieſer Hochſchule, deren Er=
richtung
in bedeutſamer Zeit als ein Denkmal der
geiſtigen Erhebung Preußens erſchien. Welcher Geiſt
unter Profeſſoren und Studenten herrſchte, das konnte
die neue Univerſität zum erſten Male zeigen, als der
König zum Befreiungskampf gegen den Erbfeind
rief.
Mit dieſer bedeutſamen Epiſode beſchäftigt ſich
Profeſſor Max Lenz, dem die ehrenvolle Auf=
gabe
zugefallen iſt, zu der Jubelfeier eine aus rei=
chem
, noch unbekanntem Material ſchöpfende Ge=
ſchichte
der Univerſität zu ſchreiben, in einem Aufſatz,

den er in der von Profeſſor Hinneberg herausgegebe=
nen
Internationalen Wochenſchrift für Wiſſenſchaft,
Kunſt und Technik veröffentlicht. Lenz betont, daß in
jenen entſcheidenden Monden um die Wende des Jah=
res
1812, da die ungeheuren Verluſte Napoleons in
Rußland den Moment der Befreiung als nahe er=
ſcheinen
ließen, eine gewaltige Wandlung in den Ge=
mütern
vor ſich ging, daß plötzlich ein Umſchlag in
tauſendfachen örtlichen, politiſchen und geſellſchaftlichen
Abſtufungen durch die ganze Nation hin erfolgte, daß
viele gleichſam über Nacht aus Napoleon= Bewunde=
rern
zu Napoleon=Haſſern, aus Vaſallen Frankreichs
zu deutſchen Patrioten wurden. Damals, wie zu
allen Zeiten, waren es nur wenige, welche bereits die
neue Zeit, die Ideen, denen die Zukunft gehörte, tief
im Herzen trugen. Zu dieſen Heroen gehörte
Schleiermacher, der ſowohl in privaten Aeußer=
ungen
wie auch in ſeinen öffentlichen Predigten die
Idee des heiligen Krieges mit glühender Begeiſterung
verkündigte. Er machte ſich, wie Lenz aus Akten im
königlichen Hausarchiv nachweiſt, durch ſein mann=
haftes
Auftreten gegen die Franzoſen ſogar bei der
preußiſchen Regierung verdächtig, die den gefährlichen
Mann ſchon ſeit langem beobachten ließ. Schließlich
wurde dem Staatskanzler Hardenberg hinterbracht,
daß er am Sonntag nach Neujahr, den 3. Januar 1813,
in der Vormittagspredigt den Satz aufgeſtellt habe,
daß Verträge, die durch Not oder Gewalt veranlaßt
werden, nicht die Verbindlichkeit der Erfüllung und
Haltung hätten, wodurch bei einem Teil der Zuhörer
die Ueberzeugung veranlaßt worden ſei, daß der Satz
und ſeine Ausführung ſich auf das Bündnis Preußens
und Frankreichs beziehe. Hardenberg ließ durch den
Fürſten Wittgenſtein, den Chef der politiſchen Polizei,
eine Unterſuchung einleiten; der Fürſt beeilte ſich, der
Aufforderung nachzukommen, konnte aber nur mit=
teilen
, daß Schleiermacher in Abrede ſtelle, eine ſolche
Aeußerung getan zu haben; er fügte hinzu: Der
Herr pp. Schleiermacher wird übrigens künftighin in
ſeinen Kanzelreden die größte Vorſicht beobachten.
Während ſo an den leitenden Stellen in Preußen noch
eine ängſtliche Vorſicht waltete, brachen ſich doch ſchon
einen Monat ſpäter die Ideen der Freiheit, für die
der Prediger ſo mutig kämpfte, unaufhaltſam Bahn,
und am 2. Februar erließ der König die Bekanntmach=
ung
, welche die wohlhabenden Klaſſen zum freiwilligen
Kriegsdienſt aufforderte.
Freilich war in dieſem Aufruf noch nicht geſagt,
gegen wen die Rüſtungen gerichtet waren. Aber als
am Morgen des 2. Februar die Berliner Zeitungen
das Manifeſt brachten, verſammelte ſich am Nachmittag
um 4 Uhr die Studentenſchaft im Fechtſaal der Univer=
ſität
, um über Mittel und Wege zu beraten, wie man
dem Rufe des Königs nachkommen könne. Man faßte
den kühnen Plan, gemeinſchaftlich zu handeln und, un=
bekümmert
um die Franzoſen, die noch in Stadt und
Land waren, in einigen oder einem großen Haufen
nach Schleſien zum König zu ziehen. Man glaubte,

mit der Meldung zum Kriegsdienſt jeder weiteren
Verbindlichkeit überhoben zu ſein; keine Univerſitäts=
pflichten
, keine Schulden ſollten mehr den tapferen
Bruder Studio drücken. Gegen eine ſolche Auffaſſung
der Situation erhob ſich als erſter der Philoſoph Pro=
feſſor
Selger, warnte die jungen Leute vor Ueber=
eilungen
und erwirkte vom Rektor, dem großen Ju=
riſten
Savigny, einen der Vorſicht halber lateiniſch ab=
gefaßten
Anſchlag, in dem die Studenten zur Vorſicht
gemahnt und eine Abmeldung beim Rektor von ihnen
gefordert wurde. Am 10. Februar ſtand der Anſchlag
am ſchwarzen Brett; noch an demſelben Tage meldeten
ſich 25 Studierende bei dem Rektor ab bis zum 16.
Februar waren es 258. Unterdeſſen ließ der Magi=
ſtrat
verkündigen, daß er Meldungen zum freiwilligen
Dienſt auf dem Rathaus von morgens 8 Uhr bis abends
7 Uhr annehme, und bald war, wie Niebuhr ſchreibt,
das Gedränge derer, die ſich einſchreiben ließen, ſo
groß, wie bei Teuerungen vor einem Bäckerladen.
Die ſich zahlreich meldenden Studenten konnten natür=
lich
nicht von ihrem Wechſel die Reiſe zur Armee und
die teure Equipierung beſtreiten.
Der Rektor gab daher den Bedürftigen Zeugniſſe,
auf Grund deren ſie von der Regierung Unterſtützung
erhielten. Außerdem aber errichtete er noch eine be=
ſondere
Reiſekaſſe für die Freiwilligen. Die Waffen
wurden vom König geliefert; aber die ſonſtige Aus=
rüſtung
war noch teuer genug; ſie belief ſich für den
Fußgänger mit Stiefeln auf 40 Taler, für den Reiter
auf 67 Taler 8 Groſchen, wozu noch ein Pferd für 80
bis 120 Taler kam. Auf Savignys Anregung hin
zeichneten die Dozenten beſtimmte Beiträge für die
Equipierung der Studenten. Viele hatten ſchon an
anderen Stellen reichlich gegeben, doch ſind ſie zum
großen Teil auch auf dieſer bei den Akten befindlichen
Liſte verzeichnet. Der Germaniſt Zeune, der ſehr arm
war und bis an ſein Ende vergeblich auf ein Gehalt
gewartet hat, verleugnete doch nicht das deutſche Ge=
müt
, dem er in ſeinen Nibelungenvorleſungen begei=
ſterten
Ausdruck verliehen. Ich habe, ſchreibt er,
zwar ſchon an junge Leute Waffen geliefert, doch
gebe ich für eine ſo gute Sache fünf Taler‟ Die mei=
ſten
gaben noch mehr als Geld, gaben ihr eigenes
Fleiſch und Blut für das Vaterland hin. Profeſſor
Eytelwein rüſtete ſeine beiden Söhne aus, während
Thaer ſogar drei ſeiner Söhne equipierte. Beller=
mann
ſchreibt: Ich rüſte meinen Sohn als Freiwilli=
gen
und habe viele Veranlaſſung, den zirka hundert
von meinem Gymnaſium zum Kriegsdienſt Abgehen=
den
zur Ausrüſtung beizutragen. Der junge Pro=
feſſor
Georg Heinrich Bernſtein trat ſogleich ſelbſt bei=
den
Huſaren ein und hat als Rittmeiſter den ganzen
Feldzug glücklich mitgemacht. Ich habe, ſchreibt er
auf der Liſte, einem meiner vorzüglichſten Huſaren
drei Friedrichsdor zur Reiſe ausgezahlt. Es folgt
noch ein Friedrichsdor und 5 Taler 18 Groſchen Cou=
rant
.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

Seite 4.

ſamte heſche Lehrerſchaſt, von der ein großer Teit zu
den Füßen des verehrten Lehrers als Schüler ſaß, klagt
und trauert. Wie aufrichtig dieſe Trauer iſt, wie groß und
dankbar die Liebe zu dem Verſtorbenen iſt, das zeigte auch
die Veranſtaltung des Lehrervereins. (M. Tgbl.)
en. Alzey, 5. Aug. Heute geht am hieſigen Seminar
ein vierwöchiger Zeichenkurs für Lehrer und Lehrerinnen
zu Ende. Die Leitung desſelben lag in den Händen des
Herrn Seminarlehrers Brunner, welcher ſchon mehrere
Zeichenkurſe abgehalten hat. Unter den 42 Teilnehmern
befindet ſich eine Lehrerin. Geſtern abend vereinigten ſich
die Teilnehmer und Leiter und Freunde zu einer kleinen
Abſchiedsfeier. Zu gleicher Zeit fand auch in Friedberg
ein Zeichenlehrerkurs ſtatt.
(*) Gießen, 4. Aug. Unſere Stadt ſteht im Begriff,
einige Nachbarorte an das Elektrizitätswerk
anzuſchließen. Es kommen in Betracht Krofdorf,
Gleiberg, Fellingshauſen, Rodheim und Wismar in preu=
ßiſchen
Gebieten und die beiden heſſiſchen Vororte Klein=
Linden und Wieſeck. In den preußiſchen Orten fanden
ſchon Vorträge in Verſammlungen und Verhandlungen in
den Gemeinderatsſitzungen ſtatt. Krofdorf hat eine be=
trächtliche
Summe zwecks Anſchluß an das Werk bewilligt,
Klein=Linden hat ſich ebenfalls zu Opfern bereit erklärt.
Wieſeck hat jetzt 20000 Mark für die Fortführung der elek=
triſchen
Straßenbahn von der Marburgerſtraße bis nach
Wieſeck bewilligt. Auch will dieſe Gemeinde Großabneh=
merin
von Elektrizität für Beleuchtungszwecke werden.
Friedberg, 5. Aug. Bei der Renovierung des
hieſigen Rathauſes, welche infolge des vor kurzer
Zeit erfolgten Bombenattentats nötig wurde, ſtieß
man auf einen alten gewölbten Keller. Das
Rathaus wurde im Jahre 1738 gebaut und man hatte
keine Ahnung von der Exiſtenz des Kellers. Das Ge=
wölbe
iſt 60 Zentimeter dick, die Höhe des Kellers be=
trägt
5½ Meter und der Flächeninhalt 36 Quadrat=
meter
. Bis jetzt iſt er noch nicht unterſucht worden,
doch hat man ſchon einige Altertümer, teils mittel=
alterlichen
, teils römiſchen Urſprungs, gefunden. Bei
der Räumung hofft man auf eine größere Ausbeute:
Bad=Nauheim, 3. Aug. Eine große Ueberraſchung iſt
dieſer Tage mehreren hieſigen Einwohnern dadurch zuteil
geworden, daß ihnen Schreiben durch einen Gießener An=
walt
zugingen, welche ſich mit der Waſſerentnahme
am Ludwigsbrunnen beſchäftigen. Das Schreiben
lautet: Im Auftrage der Großh. Badedirektion in Bad=
Nauheim bezw. des Großh. Miniſteriums der Finanzen
in Darmſtadt haben wir Sie aufzufordern, die Waſſerent=
nahme
am Ludwigsbrunnen zu unterlaſſen, andernfalls wir
genötigt ſind, alsbald Klage gegen Sie auf Unterlaſſung
zu erheben. Vielleicht iſt Ihnen nicht bekannt, daß der heſ=
ſiſche
Fiskus vor wenigen Jahren, nämlich 1905/06, bereits
die Firma Schüßler u. Blankenhohn aus demſelben Grunde
durch das Landgericht in Gießen zur Verurteilung wegen
Eigentumsſtörung gebracht hat, und daß in dieſem Urteil
feſtgeſtellt worden iſt, daß allein der heſſiſche Staat, bezw.
deſſen Pächter berechtigt iſt, das Waſſer aus dem Brunnen
zu entnehmen und zu verkaufen. Wir wollen nicht ver=
fehlen
, Sie auf dieſen Umſtand aufmerkſam zu machen,
bevor wir Klage erheben, die im Intereſſe der Ordnung
des Bades und wegen der Rechte des Brunnenpächters
unverzüglich eingeleitet werden muß, wenn die weitere
Entnahme von Waſſer durch Hoteliers und Penſions=
inhaber
nicht unterbleibt. Das Waſſer iſt überdies, wie
Sie wiſſen, zu ſehr mäßigem Preis bei dem Brunnen=
pächter
Schmidt zu haben, ſo daß ein weſentliches Inter=
eſſe
für Sie, das Waſſer ſich ſelbſt zu holen und ſich der Ge=
fahr
und den Koſten des Prozeſſes auszuſetzen, wohl kaum
beſteht. Hochachtungsvoll Geh. Juſtizrat Dr. Gutfleiſch.
In einer der letzten Stadtverordneten=Verſammlungen
wurde einſtimmig ein Antrag des Stadtverordneten
Mindo angenommen, gegen dieſes Vorgehen der Badedirek=
tion
Widerſpruch beim Miniſterium einzulegen und even=
tuell
auf gerichtlichem Wege eine Entſcheidung über die
Wäſſergerechtſame herbeizuführen. Nachdem Bürgermeiſter
Dr. Kayſer öffentlich erklärt hat, die Nauheimer ſollten
ſich nur nach wie vor ihr Waſſer an dem Ludwigsbrunnen
holen, machen dieſe den ausgiebigſten Gebrauch davon.
Bad Nauheim, 5. Aug. Bis zum 4. Auguſt ſind
24373 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem Tage

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Wie Der neue Weg meldet, wurde Fräulein
Margarete Holthaus, die frühere jugendlich=
ſentimentale
Liebhaberin des Hoftheaters, vom Herbſt
dieſes Jahres ab an das Kgl. Theater in Hannover
engagiert.
ment Viktor Emanuels. Aus Rom wird be=
richtet
: Mit erhöhtem Eifer werden die Arbeiten an
dem großen Nationaldenkmal, das nach ſeiner Fertig=
ſtellung
als ein Wahrzeichen des neuen Italiens das
Stadtbild Roms beherrſchen ſoll, fortgeſetzt. Nun iſt
das erſte Stück des mächtigen Pferdes, das rieſige Bein
aus Bronze, aufgerichtet. Die übrigen Teile ſollen
ſo ſchnell als möglich folgen, ſo daß das Standbild im
November fertig daſteht. Die Statuen, die die hiſto=
riſchen
Städte Italiens verkörpern ſollen und den
mittleren Koloß als weiter Ehrenkranz ſchmücken, ſind
ausgehauen. Nahezu vollendet iſt der Schmuck des
Sockels, deſſen Ausführung Eugenio Maccagnani
übernommen hat. Die großen Säulen, die die Sieges=
göttinnen
tragen werden, ſind fertig poliert und harren
nur noch der Aufſtellung über den eleganten Sockeln,
an denen Giuſeppe Secceni arbeitet. Am Fuße des
Denkmals ſind 80 Marmorarbeiter am Werke, aus
griechiſchem, aſiatiſchem und afrikaniſchem Marmor die
Platten zuſammenzufügen, die den Fußboden bilden
werden. Auch die Steine zu der mächtigen Freitreppe
werden bereits ausgehauen. Ueberall herrſcht rege
Tätigkeit und man ſpürt den feſten Willen, das mächtige
Monument ſo ſchnell als nur möglich der Vollendung
entgegen zu führen. Aber noch harren viele Probleme
der Löſung. Vor allem iſt die Frage noch nicht ent=
ſchieden
, wie die Umgebung. des Denkmals geſtaltet
werden ſoll. Der Palazzo Venetia wird niedergeriſſen,
die Picken und Hacken ſind an der Arbeit, und die
Staubwolken wirbeln auf. Aber der Abbruch vollzieht
ſich ſehr langſam, das Haus wird erſt im Oktober end=
gültig
geräumt. Das Schickſal des Palazzo Deſideri iſt
noch nicht entſchieden, wahrſcheinlich wird er unver=
ändert
ſtehen bleiben, oder man wird erſt endgültig an
die Ausgeſtaltung des Platzes ſchreiten, wenn das
Denkmal vollendet iſt.
C) Ampéres Briefe wiedergefunden.
Die Auffindung eines wichtigen Briefſchatzes konnte
der Sekretär der Pariſer Akademie der Wiſſenſchaften
Darboux in einer Sitzung der Akademie mitteilen. Es
handelt ſich= um eine Sammlung von Briefen und
Papieren des großen Naturforſchers Ampère, die der
Bibliothek des Inſtituts gehörten und ſeit etwa dreißig

noch 29t anweſend waren. Bäder wurden bis zum
4. Auguſt 275376 abgegeben.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 4. Aug. Prinz Hein=
rich
hat einen Präſentier=Marſch für die Kaiſerliche
1. Matroſen=Diviſion komponiert, der jetzt auch
für Infanterie=Kapellen inſtrumentiert wurde. Geſtern
hörte man zum erſten Male die neuen Klänge in einem
Gartenlokal in Treptow von der Kapelle des 3. Garde=
Regiments zu Fuß. Zur Verhaftung des Di=
rektors
Doſtert in Charlottenburg wird von dem
Berliner Tageblatt mitgeteilt, es handele ſich um Kau=
tionshinterziehungen
im Betrage von 6000 Mark.
Doſtert habe einen Mann aus Schleſien als Verwalter
ſeiner Depoſiten engagiert unter der Bedingung, daß
er 6000 Mark Kaution hinterlege. Der Mann gab
Doſtert ſein ganzes Vermögen in Wertpapieren. Do=
ſtert
hinterlegte zwar die Papiere bei der Bank, be=
lieh
ſie aber mit einem hohen Betrage. Auch geſtern
nachmittag ging wieder ein Wolkenbruch über
Berlin nieder. In kurzer Zeit waren Straßen und
Plätze überſchwemmt. Zahlreiche Verkehrsſtörungen
traten ein.
Homburg, 4. Aug. Eine Dame aus Petersburg,
Frau Boris Sopolowsky, verlor dieſer Tage ein Per=
lenkollier
im Werte von 50000 Mark. Sie kam
aber bald wieder in den Beſitz des koſtbaren Schmuckes,
der von der Gouvernante einer Frankfurter Familie
am Eingang zu den Tennisplätzen gefunden und der
ruſſiſchen Dame alsbald ausgehändigt wurde.
Mannheim, 4. Aug. Vor der hieſigen Strafkammer
hatten ſich die 15 Jahre alten Karl Uhrig und Philipp
Bertſch, ſowie der 14 Jahre alte Ferdinand Büh=
ler
, alle von Oftersheim, zu verantworten. Die 50
Jahre alte Lehrerin Marie de Lemps aus Süd=
frankreich
war auf dem Wege von Karlsruhe nach
Mannheim irrſinnig geworden und verließ in
Schwetzingen den Zug. Sie irrte dann planlos umher
und wurde zum Spott und Hohn der Dorfjugend von
Oftersheim. Von hier hetzte man die Arme nach dem
Oftersheimer Walde, wohin ihr die drei Burſchen nach=
liefen
. Dort warfen die drei Burſchen die in Todes=
äugſten
befindliche Unglückliche zu Boden. Dann er=
öffneten
ſie ein Bombardement mit Erdſchollen auf die
wehrloſe Frau. Sie konnte kein Wort Deutſch und
konnte ſich dadurch auch nicht mit dem ihr begegnenden
Oftersheimer Polizeidiener verſtändigen. Zwei Tage
nachher wurde die Leiche der Frau im Oftersheimer
Walde durch einen Forſtwart gefunden. Die Hände
waren tief in den Boden gekrallt, zwiſchen den Zähnen
hatte ſie ein Bündel Gras. Nach den Angaben des
Sachverſtändigen iſt der Tod der Frau zwar durch Ent=
kräftung
eingetreten, die grauſame Behandlung der
Dame durch die Jungen hat aber mit einen ungünſtigen
Einfluß auf ihr klägliches Eude ausgeübt. Uhrig wurde
zu einer Gefängnisſtrafe von ſieben Monaten, Bühler
zu einer ſolchen von vier Monaten und Bertſch nur
wegen Werfens zu einer Woche Haft verurteilt.
Mannheim, 4. Aug. Aus ſchwerer Sorge befreite der
hieſige Polizeihund Harras die Familie eines am
Friedrichsring wohnenden Ingenieurs. Die 11jährige Toch=
ter
war wegen eines ungünſtigen Schulzeugniſſes nicht
heimgegangen. Abends wandte man ſich an die Krimi=
nalpolizei
, die mit einem Polizeihund ſofort auf die Suche
ging. Der Hund verfolgte eine Spur bis zum Neckar, was
die ſchlimmſten Befürchtungen zu beſtätigen ſchien. Die
Polizei verſuchte es dann andern Tags früh mit einem
anderen Hunde, Harras den Kriminalſchutzmann Lauer
dreſſiert hat. Dieſer nahm eine ganz andere Spur auf,
die über den Friedrichsring nach der Schimperſtraße führte,
in welcher der Hund dann auf und ab lief. Nun entſann
ſich die Mutter des Kindes, daß dieſes hier eine Freundin
wohnen habe. Man fragte nach und erfuhr, daß das
Mädchen in der Tat dort Zuflucht geſucht hatte.
Hamburg, 5. Aug. Die Meldung über eine
große Feuersbrunſt in dem Badeorte Wittdün
iſt übertrieben. Lediglich das Dach des Ma=
ſchinenhauſes
des Elektrizitätswerkes iſt abgebrannt.
Der Betrieb des Werkes iſt nicht geſtört. Das Kaſino
und die übrigen Gebäude blieben unverſehrt.

Jahren, verſchwunden waren. Die wertvollen Doku=
mente
haben ſich nun im Nachlaffe eines Gelehrten vor=
gefunden
, der ſie für eine Arbeit aus dem Archiv der
Akademie geliehen hatte. Sie waren unter perſönlichen
Papieren des nachläſſigen Entleihers unverſehrt; und
vollſtändig verwahrt und ſind nun der Akademie wieder
zugeſtellt worden. Die Briefe enthalten ein reichhal=
* Die Arbeiten an dem Rieſenmonu=tiges Material, ans dem ſich wichtige Erkenntniſſe über
die Arbeitsweiſe und die Forſchungsergebniſſe des Ge=
lehrten
gewinnen laſſen, dem die Phyſik und die
Mathematik ſo viel verdanken. Sie weiſen perſönliche
Bekenntniſſe in Briefen an ſeinen Sohn und wiſſen=
ſchaftliche
Abhandlungen in Mitteilungen an andere
Gelehrte auf.
ck. Ein antiker Lampendocht. Die inter=
eſſanten
antiken Funde, die unter der Leitung des
Archäologen Merlin an der Küſte von Tunis vom
Meeresboden ans Licht gebracht worden ſind, wieſen
unter der großen Anzahl täglicher Gebrauchsgegen=
ſtände
auch eine karthagiſche Lampe auf, die noch mit
einem Docht verſehen war. Dieſer Docht, der aus dem
2. Jahrhundert v. Chr. ſtammt, iſt nun Gegenſtand ge=
nauer
Unterſuchungen geweſen, und man hat feſtge=
ſtellt
, daß er aus Flachsfaſern beſteht. Damit iſt ein
kleines archäologiſches Problem gelöſt, dem gegenüber
man bisher nur auf Vermutungen angewieſen war.
Man hat ſich ſchon öfters den Kopf zerbrochen, aus
welchem Material wohl die Dochte antiker Lampen
gefertigt waren; man hat vermutet, daß ſie aus
Holundermark, aus Werg. aus Papyrus oder Tier=
kaaren
beſtanden haben. Nun iſt einwandfrei erwieſen,
daß im alten Karthago die Dochte aus Flachsfaſern
hergeſtellt wurden.
Kleines Feuilleton.
* Die Polizei bin ich. Daß man im ſchönen
Ungarland der Göttin des Spieles mit Leidenſchaft
huldigt, iſt wohl bekannt, und ebenſo, daß es ſich dabei
meiſtens nicht um harmloſe Spielchen handelt, ſondern
daß man die hohen und höchſten Einſätze liebt. Zu welch
kraſſen Auswüchſen der Ungeſetzlichkeit aber die Haſarditis
in dieſem Muſterlande führen kann, zeigt ſich in einer be=
zeichnenden
Geſchichte, die ſich in dem ungariſchen Bade=
orte
Bartfeld ereignete. Dieſes Bad, ſo leſen wir in der
Wiener Allgemeinen Zeitung, iſt bekannt wegen des ſtarken
Haſardſpiels, dem man dort alljährlich während der Sai=
ſon
leidenſchaftlich huldigt. In den Spielſälen von Bart=
feld
und deren ſind nicht wenige geht’s hoch, doch
nicht immer luſtig her. Was ſtets der Fall iſt, wenn einer
der Spieler ſein ganzes Vermögen verloren hat. In dieſer

Nummer 182.
Bremen, 4: Aug. Dem Norddeutſchen Lloyd wird
aus Tromſö gemeldet: Die Teilnehmer an der arkti=
ſchen
Studienreiſe des Grafen Zeppelin fuhren
am 1. Auguſt an Bord des Dampfers Mainz von
der Croßbay nach der Eisgrenze im Norden von
Spitzbergen weiter. An Bord iſt alles wohl.
Kiel, 4. Aug. Die ſchon vor dem Beginn der Unter=
ſuchung
im Werftprozeß von der Marine=Verwaltung ge=
plante
Umänderung der Werftbuchführung nach
kaufmänniſchem Muſter iſt jetzt auf der Reichs=
werft
Wilhelmshaven zur Tatſache geworden. Zu=
nächſt
beſichtigte ein Mitglied der Treuhandgeſellſchaft in
Berlin den Werftbetrieb, um zu ermitteln, ob die doppelte
Buchführung möglich ſei. Der Sachverſtändige beſtätigte
dies und ein Mitglied der Dresdener Bank bildete eine,
Anzahl Werftbeamte in der kaufmänniſchen Buchführung
aus. Alle Vorarbeiten ſind jetzt erledigt. Durch die Ver=
einfachung
der Buchführung tritt eine Verminderung des
Schreibwerks ein, verbrauchte doch die Kieler Reichswerft
nach amtlicher Angabe in einem Jahre 24000 Kilogramm
Papier für die verantwortliche Rechnungslegung.
Stellin auf Rügen, 5. Aug. Geſtern unternahm
eine Geſellſchaft von Badegäſten, aus drei Damen und
zwei Herren beſtehend, eine Segelpartie. Kurz vor
Baabe kenterte das Boot. Der vorbeifahrende
Dampfer Hertha rettete die Verunglückten.
Bergen, 5. Aug. Das Amtsgericht in Bergen, wo
der verhaftete Karl Mohr zurzeit interniert iſt,
wurde geſtern auf Anordnung der Staatsanwaltſchaft
vom Berliner Polizeipräſidium verſtändigt, daß Mohr
dort verbleiben ſoll, bis ein Kriminalkommiſſar auf.
Rügen eintreffe, um am Tatort des Doppelraubmordes
an dem Pfarrer Vermeren und deſſen Gattin weitere
Erhebungen anzuſtellen.
Tromſö, 4. Aug. Prinz Heinrich, der be=
kanntlich
mit dem Grafen Zeppelin ſich zurzeit an
Bord der Mainz auf der Vorexpedition befindet, hat
ſich jetzt, wie der Lok.=Anz. hört, wiederholt dahin ge=
äußert
, daß die Abſicht der Expedition vorderhand kei=
neswegs
die iſt, den Nordpol mit dem Luftſchiff zu
erreichen; dazu erklärt der Prinz, gehören zuver=
läſſige
Motoren, und die haben wir noch lange nicht.
Die Abſicht der Vorexpedition ſei, die Verhältniſſe der
Eiswelt wiſſenſchaftlich in Augenſchein zu nehmen und
zu unterſuchen, welche Bedingungen z. B. die ver=
ſchiedenen
Arten Eis für eine Landung oder Veranker=
ung
bieten, überhaupt Eis und Luft genau zu erfor=
ſchen
und ſchließlich feſtzuſtellen, ob auf Grundlage der
Unterſuchungen, die dieſes Jahr an Bord der Mainz
begonnen ſind, ſpäterhin in fünf, zehn oder fünf=
zehn
Jahren einmal daran gedacht werden kann.
eine Fahrt im Luftſchiff nach der Gegend des Nord=
pols
zu unternehmen. Ein Zeitpunkt iſt auch noch
gar nicht in Betracht gekommen, viele Umſtände wer=
den
dabei mitſprechen, von denen man jetzt noch keine
Ahnung haben kann, neue Erfindungen und Ver=
beſſerungen
des Beſtehenden werden vielleicht die
Hauptfaktoren ſein, wenn es gilt, die Frage, ob ein
Flugverſuch Ansſicht auf Erfolg haben könnte oder
nicht, abzuwägen. Man erſieht aus dieſer ſachlichen
Darſtellung des Prinzen, mit welcher Vorſicht und
Gründlichkeit zu Werke gegangen wird, und man darf
aus der diesjährigen Expedition nicht ſchließen, daß
ſchon nächſtes Jahr oder im folgenden oder überhaupt
in abſehbarer Zeit eine wirkliche Luftreiſe verſucht
werden wird.
Wien, 4. Aug. Die Neue Freie Preſſe veröffentlicht
eine Unterredung mit Fürſt Nikolaus von
Montenegro über die Vorgeſchichte der bevorſtehenden
Proklamierung des Fürſtentums zum Königreich.
Fürſt Nikolaus erklärte: Vor allem kann ich verſichern,
daß mein Schwiegerſohn, König Peter von Serbien, die
Erhebung Montenegros zum Königreich warm begrüßt.
Dafür gab er mir in ſeinem Briefe einen Beweis, worin
er mir mitteilt, daß er infolge ſeiner angegriffenen Ge=
ſundheit
nicht perſönlich an den Feſtlichkeiten teilnehmen
könne. Er ſchicke aber den Kronprinzen Alexander, der
bei den Jubiläumsfeſtlichkeiten Serbien vertreten wird.
So wie wir uns ſtets über jeden Fortſchritt Serbiens
freuen, iſt es nur natürlich, daß auch dieſes Land ſich jetzt
freut, wenn unſer Preſtige gehoben wird. Lächerlich wäre

keineswegs beneidenswerten Lage befand ſich unlängſt ein
angeſehener Kaufmann, der nach dreitägigem Bakkarat
ſeinen letzten Heller auf den grünen Tiſch gelegt hatte. In
ſeiner Verzweiflung tat er, was vor ihm viele getan, die
das Spiel ruiniert hatte: er bat den Bankhalter um ein
Darlehen. Der aber ſchlug die Bitte rundweg ab mit der
Motivierung, daß bereits alle Kurgäſte ſeine Schuldner
ſeien, worauf der geplünderte Kaufmann in ſeiner Erre=
gung
mit der Anzeige an die Polizei drohte. Ruhig ſtand
da der Bankhalter von ſeinem Platz auf und ſagte: Die
Polizei bin ich, mein Name iſt Polizeikommiſſar Barcs!
Sprachs und ſchlug ſich ſeitwärts zwiſchen die Tiſche.
* Der größte Hut der Welt. In der italie=
niſchen
Abteilung der Brüſſeler Weltausſtellung iſt ein
Strohhut zu ſehen, in deſſen Innerem, wie jüngſt eine
Probe ergab, nicht weniger als 24 junge Mädchen Platz
fanden. Das Monſtrum, das die Leiſtungsfähigkeit der
italieniſchen Strohhutinduſtrie illuſtrieren ſoll, hat einen
Durchmeſſer von 3,25 Metern, iſt 80 Zentimeter hoch und
ſein Umfang beträgt 10 Meter. Man konnte dieſen Rieſen=
hut
, wollte man ihn in einem Stück herſtellen, in keinem Zim=
mer
oder Fabriklokal fabrizieren, denn da wäre er nicht
zur Türe hinauszubringen geweſen; er wurde daher im
Freien fertiggeſtellt. Es war auch nicht ſehr einfach, für
den Transport nach Brüſſel einen Wagen zu finden. Zur
Fabrikation dieſes größten Hutes der Welt wurden 6 Kilo=
meter
Strohflechte verarbeitet. Vielleicht verwendet man
ihn nach Schluß der Ausſtellung in der internationalen
Diplomatie: ſeine Größe würde es ſicher erlauben, auch
die widerſtreitendſten Intereſſen unter einen Hut zu
bringen.
Whiskybäder. Wie eine Bombe hat die
Nachricht von Rockefellers Whiskybädern
unter die Kranken Amerikas eingeſchlagen. Daß der
reichſte Mann der Welt durch Alkoholbäder ſeine
Lebenskräfte ſteigern will, das hat auch in allen anderen.
die ſich krank und alt und ſchwach fühlen, das ſehnlichſte
Verlangen erweckt, es ihm nachzutun. Die Aerzte
werden beſtürmt, man verlangt, daß auch ſie dieſes
Lebenselixier verwenden mögent der Whisky, deſſen
kräfteſpendende Wirkung bisher nur durch innerlichen
Genuß ſich offenbaren mochte, wird nun in ſeinem
äußeren Einfluß als Panazee geprieſen; das Whisky=
had
verſpricht für die nächſte Zeit das mediziniſche
Modemittel zu werden. Aber nicht nur die Aerzte
werden in heftige Unruhe verſetzt, ſondern auch der
arme Oelkönig ſelbſt iſt um den behaglichen Gebrauch
ſeiner heilkräftigen Bäder gebracht, ſeitdem ſein Ge=
heimnis
verraten iſt. Ein Heer von Reportern iſt in:

[ ][  ][ ]

Nummer 182.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Augnſt 1910.

Seite 5.

es, daran zu denken, daß wegen der Prollamierung Mon=
tenegros
mit dem italieniſchen Hof auch nur die unbedeu=
tendſten
Differenzen entſtehen könnten. Ebenſo nimmt
auch Oeſterreich=Ungarn uns gegenüber freundſchaftliche
Haltung ein, was übrigens vollkommen den Intentionen
ſeines allgemein geachteten Monarchen entſpricht. Mon=
tenegro
wird ſich ebenſo wie ich und mein Haus bemühen,
auch in Zukunft zu zeigen, daß wir der Sympathien der
großen Kulturwelt würdig ſind. Die Proklamierung des
Königreiches iſt weder der Ausdruck irgend welcher Am=
bitionen
noch das Reſultat irgend welcher Protektion oder
gar irgend eines unberufenen Einfluſſes. Sie iſt vielmehr
die natürliche Folge der jahrhundertelangen Freiheit dieſes
Landes, ſeiner Vergangenheit, ſeiner Opfer und der Aner=
kennung
, die es als verläßliche Stütze europäiſcher Kultur
auf dem Balkan von jeher geerntet hat.
Paris, 5. Aug. Der Figaro erinnert daran, daß
in dieſem Jahre der Stand der Advokaten ſein
hundertjähriges Jubiläum feiert; er war durch die
Revolution abgeſchafft worden und wurde durch ein
Dekret. Napoleons I. vom 14. Dezember 1810 wieder
hergeſtellt. Aus dieſem Anlaſſe wird eine glänzende
Feier im Juſtizpalaſt ſtattfinden, zu der die Mitglieder
der Regierung und der geſetzgebenden Verſammlung
eingeladen werden; auch die hauptſächlichſten Vertreter
des Advokatenſtandes im Auslande ſollen Einlad=
ungen
erhalten.
Paris, 5. Aug. Aus Nancy wird gemeldet: In
Pont=à=Mouſſon wurde ein Unteroffizier des 12.
Dragoner=Regiments verhaftet wegen bedeutender
Fouragediebſtähle; er hatte für die Offizierspferde das
Futter zu liefern, entwendete einen Teil desſelben
und verkaufte es in die Stadt. Weitere Verhaft=
ungen
ſtehen bevor.

Parlamentariſches.
* Die Abgeordneten v. Brentano und Pennrich
haben folgende Anfrage betreffend: Hochwaſſer=
ſchäden
in Rheinheſſen an die Regierung gerich=
tet
: Sind der Großh. Regierung die enormen Waſſer=
ſchäden
bekannt, die die rheinheſſiſchen Gemeinden beſon=
ders
im Kreiſe Bingen, durch die letzten Hochwaſſer erlit=
ten
haben? Gedenkt die Großh. Regierung eine ſtaatliche
Hilfstätigkeit einzuleiten zur Erhaltung vieler bedrohten
Exiſtenzen und in welcher Weiſe? Was gedenkt die Großh.
Regierung zu tun, um derartige Schäden für die Zukunft
möglichſt zu verhüten?

Eine Unterredung mit Kaiſer Wilhelm
über Theater und Literatur.
N. Chriſtiania, 3. Aug.
Eine ſchwediſche Schriftſtellerin, Fräulein Annie
Wall, die ſich ſeit einiger Zeit in Bergen aufhält,
hat auf Einladung des Kaiſers Wilhelm vor kurzer
Zeit an der Frühſtückstafel des Kaiſers an Bord der
Hohenzollern teilgenommen. Fräulein Wall berichtet
in dem Stockholmer Blatte Dagens Nyheter über ein
Geſpräch, das der Kaiſer bei dieſer Gelegenheit mit ihr
über Theaterverhältniſſe und Literatur geführt habe,
wie folgt:
Der Kaiſer ſprach ſeine lebhafte Befriedigung dar=
über
aus, daß der kraſſe Realismus moderner
Dramen in Abnahme begriffen ſei, und daß die Ver=
faſſer
von Schauſpielen jetzt mit Vorliebe geſchicht=
liche
Motive wählen. Der Sudermann hat
umgeſattelt! bemerkte der Kaiſer; Strandkin=
der
bezeichne eine neue Epoche ſeiner Dichtung . . .
Der Kaiſer fuhr fort: Ich habe auch im letztvergange=
nen
Winter feſtſtellen können, wie geſund die Arbeiter=
bevölkerung
zu urteilen vermag. Wir haben nämlich
in der letztvergangenen Spielperiode im Schauſpiel=
hauſe
Arbeitervorſtellungen gegeben, und nichts hat
jenem Publikum beſſer gefallen als Prinz Friedrich
von Homburg von Kleiſt. Hätte man den Arbeitern
etwas Realiſtiſches, wie zum Beiſpiel Das Nachtaſyl
oder ähnliches, vorgeführt, würden ſie ſich ſchön bedankt
haben. Sie wollen aus ihrem täglichen Milieu nichts
ſehen. Wenn ſie die Theater beſuchen, wünſchen ſie
etwas zu hören und zu ſehen, wodurch ſie gehoben und
erheitert werden und die Sorgen des Alltags vergeſſen
können.
Sodann erwähnte der Kaiſer Hebbel und deſſen
Drama Die Nibelungen‟ Der Kaiſer führte aus:

Cleveland eingedrungen, beſtürmt ſein Haus und will
ihn ſelbſt, vor allem aber ſeinen Kammerdiener, inter=
viewen
. Man hat auch bereits herausgebracht, daß der
reichſte Mann der Welt täglich ein Quart Whisky
braucht, das ins Waſſer gemiſcht wird. Eine halbe
Stunde lang ſitzt er dann in dem Lebensbade, dann
folgt eine kurze Ruhe, danach nimmt Rockefeller ſein
Frühſtück, das aus Schinken und Eiern beſteht, und
darauf folgt noch eine weitere kurze Ruhefriſt. Offerten
von Whiskyfabriken aus allen Teilen der Welt flattern
ihm ins Haus; ſämtliche Whiskyfirmen in Ohio haben
ihm Fäſſer mit Whisky nach ſeiner Sommerreſidenz ge=
ſandt
und er weiß gar nicht, wie er ſich dieſer Whisky=
flut
erwehren ſoll. Das Schlimmſte aber iſt, daß
Rockefeller, der ein ſtrenger Abſtinenzler iſt und bisher
jeden Alkohol ſorgfältig von ſich fern gehalten hat, nun
doch mit dem gefürchteten Feuerwaſſer in Berührung
gekommen iſt und ſich darüber ſchwere Sorgen macht.
Ueber dieſe ſpäte Treuloſigkeit, in die er nun an ſeinem
Lebensabend noch ſeinen Prinzipien gegenüber geraten
iſt, tröſtet ihn nur die Prophezeiung ſeines Arztes, der=
zufolge
die Whiskykur ihn von ſeiner Mattigkeit be=
freien
, Kraft, ja ſogar ſeine Jugend ihm zurückgeben
wird!
* Die ſchenkfreudigen Japaner. Die
Japaner haben eine wahre Manie für Geſchenke; bei
jeder nur möglichen Gelegenheit, bei einer Geburt, bei
Hochzeiten, bei Todesfällen, kurz, bei allen freudigen
oder traurigen Ereigniſſen werden Geſchenke ausge=
tauſcht
, und eine ſtattliche Sammlung von ſolchen
Gaben bildet eine Hauptzierde des Hauſes. Freilich
nicht alle ſind in der Lage, immerfort Geld für Ge=
ſchenke
an andere auszugeben, und ſo helfen ſie ſich auf
eine Art, die auch in Europa nicht ganz unbekannt ſein
ſoll. Die japaniſche Zeitſchrift Nichi=Nichi erzählt, daß
es ſo eine Art Wandergeſchenke gibt, die von Hand zu
Hand gehen, und oft genug auch zu den erſten Gebern
zurückkehren. Dabei rechnet man jedoch ſehr mit dieſen
Geſchenken, und bei Todesfällen pflegt man z. B. eine
ungeheure Zahl von Todesanzeigen zu verſchicken, um
als Zeichen der Teilnahme eine kleine Geldſumme von
den Benachrichtigten zu erhalten. Bei Beſuchen hinter=
läßt
der Gaſt zum Danke für die freundliche Aufnahme
ein Geſchenk, deſſen Wert von der ſozialen Stellung der
Perſon abhängt. Wer nicht in der Lage iſt, dieſen
Brauch zu üben, der muß eben hübſch zuhauſe bleiben
und auf die Freuden des geſelligen Lebens verzichten.

Die Nibelungen iſt etwas von dem ſchönſten, was nun galt es, ſich zur Landung vorzubereiten. Wir
Deutſchland zu wenig gekannt. Aber nächſten Winter Fallen des Ballons aufhörte. Ich blickte hinab: das
Stück der tote Siegfried in den Dom hineingetragen war kein Augenblick zu verlieren. Mit einem raſchen
Helden anklagt, komponiert haben! . . . Das Geſicht und wieder ſtieg der Eſſor empor. Werden wir hoch
ſtand, wie ſehr ihn das Thema intereſſierte . . . Vor winden? Wie hoch ſind ſie? Die Wolken verhüllten
einigen Jahren beſuchte ich in Wien, ſo fuhr der
Kaiſer fort, die Witwe Hebbels, die alte Chriſtine
ja, jetzt iſt ſie geſtorben, wie Sie wohl wiſſen und
Alter war ſie eine Feuerſeele! Sie muß eine
ganz großartige Schauſpielerin geweſen ſein . . . Das
Theaters Moskwas. Etwas Höheres und Vor=
die
Geſellſchaft vor einigen Jahren Berlin und ſpielte
Zar Fedor; es war herrlich einzig! . . . Uebrigens
geben auch die ſchwediſchen Waſakönige einen herrlichen
Königsdramen zu ſchreiben.
Zuletzt ſprach ſich der Kaiſer befriedigt darüber
aus, daß der Weltfriede immer weiter bewahrt worden
ſei, und hob hervor, daß das feſte Bündnis zwiſchen
ſei, wodurch der Friede auch künftig werde geſichert
werden. . .

Sport.
w. Main=Rhein=Gau (Deutſche Turner=
ſchaft
). Beim Kreisturnfeſt in Kreuznach erhielt
ſerner im Sechskampf der Turner Adolf Müller von
der Turngeſellſchaft Griesheim den 46. Preis mit 100
Punkten.
** Die Nationalen Olympiſchen Spiele
des Darmſtädter Sport=Klubs 1905 verſprechen, den
eingelaufenen Meldungen nach ein großartiges ſport=
liches
Ereignis zu werden, wie es je auf dem Gebiete dis
Athletikſportes in Darmſtadt geboten wurde. (Siehe
Anzeige.)
sr. Das internationale Meiſterſchafts=
Schachturnier in Hamburg zeitigte in der 14. Runde
einige Ueberraſchungen, die auf den Ausgang des Tur=
niers
vorausſichtlich nicht ohne Einfluß bleiben werden.
Es ſiegten Salwe gegen Niemzowitſch, Teichmann gegen
Marſhall, Yates gegen Tarraſch, Fleiſchmann gegen Ale=
chin
, Speyer gegen Leonhard und Köhnlein gegen Choti=
mirski
. Das Spiel Tartakower gegen John ergab Remis.
Die weitere Partie zwiſchen Schlechter und Duras blieb
unbeendet. Schlechter führt zuſammen mit Niemzowitſch
bei 9½ Gutpunkten vor Duras und Spielmann mit je 8
und Teichmann mit 7½ Punkten.
sr. Deutſchland gegen die U. C. J. Die ſkan=
dalöſen
Vorgänge bei den diesjährigen Rad= Weltmeiſter=
ſchaftsfahren
in Brüſſel haben das eine Gute zur Folge
gehabt, daß zwiſchen den beiden deutſchen radſportlichen
Korporationen, dem Verband Deutſcher Radrennbahnen
(V. D. R.) und dem Deutſchen Radfahrer=Bund (D. R. B.)
eine Einigung herbeigeführt wird. Am Donnerstag hatten
die Vorſitzenden der beiden Verbände, Direktor Knorr=
Steglitz und Dr. Böckling=Eſſen, in Berlin eine Zuſammen=
kunft
, bei der man in großen Zügen ein Hand=inHand=
Gehen gegenüber der Brüskierung durch die Union Cyeliſte
Internationale (U. C. J.) vereinbarte. Direktor Knorr=
Steglitz wird dem vom 5. bis 15. Auguſt in Görlitz tagen=
den
Bundestag des Deutſchen Radfahrer=Bundes beiwoh=
Generalverſammlung des V. D R. vorlegen, die dann
ihrerſeits Beſchlüſſe über die weitere Haltung gegen die
ja für Deutſchland keinen anderen Ausweg als den Aus=
tritt
aus der U. C. J. geben, bei welchem Schritt der
V. D. R. ſicherlich die geſamte öffentliche Meinung, ſoweit
ſie ſich mit dem Radſport beſchäftigt, hinter ſich haben
wird.

Luftſchiffahrt.
Eine Alpenfahrt im Ballon.
* Von den Gefahren und Schwierigkeiten, mit
denen die Teilnehmer der geplanten Flügmaſchinen=
fahrt
über die Alpen zu kämpfen haben werden, geben
die Erfahrungen, die der bekannte franzöſiſche Luft=
ſchiffer
Omer=Deeugis erſt in jüngſter Zeit ſammeln
mußte, eine eindringliche Vorſtellung. Mit ſeinem
Ballon Eſſor nahm Ome=Decugis an der von dem
franzöſiſchen Aeroklub veranſtalteten Fernfahrt teil,
die am 26. Juni von Saint=Cloud aus angetreten
wurde. Der Luftſchiffer, der aus der Konkurrenz als
Vierter hervorging, hatte als Paſſagier in der Gondel
ſeines Fahrzeuges eine befreundete Dame mitge=
nommen
. Um ½6 Uhr abends ſtieg der Ballon auf und
wurde von dem Winde in ſüdöſtlicher Richtung über
Juviſy, Cörbeil, Melun, Paris und Fontainebleau
fortgetrieben. In der Illuſtration gibt er eine an=
ſchauliche
Schilderung der Luſtreiſe. Fontainebleau
war die letzte Siedelung, die man in der Abenddämme=
rung
noch ſah; dann kam die Nacht, eine finſtere,
ſchwarze Nacht, die einſtweilen jede Orientierung un=
möglich
machte. Langſam verſtrichen die Stunden,
während der Ballon in einer Höhe von etwa 3000
Meter durch die Winde dem unbekannten Ziel entgegen
getrieben wurde. Die Nacht verlief ohne Zwiſchenfall:
um 3 Uhr morgens geſtattete das erſte Dämmerlicht nach
langer Ungewißheit wieder einen Ausblick, Man
konnte feſtſtellen, daß der Ballon ſüdlich von Beſancon
dahinſchwebte. Dann entzogen dichte Wolkendecken die
Erde den Blicken der Luftſchiffer. Nur hin und wieder
konnte man durch Lücken in den Wolkengebilden einen
flüchtigen kurzen Blick in die Tiefe werfen, man ſah
den See von Bienne und bald darauf den Neuchateler
Sce. Die Inſtrumente zeigten, daß der Eſſor eine
Höhe von 5000 Meter erreicht hatte. Von den An=
ſtrengungen
des Wachens erſchöpft, kauerte ſich Omer=
Deeugis in einem Winkel der Gondel nieder und
ſtärkte ſich durch einen zweiſtündigen Schlaf. Als er
erwachte, bemerkte er, daß der Ballon ſank. Die
Ballaſtvorräte waren bereits bis auf drei Säcke er=
ſchöpft
, es war unmöglich, die Reiſe weiter fortzuſetzen:

überhaupt in deutſcher Sprache geſchrieben iſt, alle! ſchwebten in einer Höhe von 3000 Meter; der Schnee
müßten dieſes Drama leſen. Leider iſt Hebbel in fiel in dichten Flocken. Dann bemerkte ich, wie das
wird das Nibelungendrama im Schauſpielhaus aufge= Leitſeil des Eſſor ſchleifte im Schnee an der Flanke
führt werden; die Aufführung wird eine in jeder Be= eines mächtigen weißen Berges, deſſen Spitze ſich faſt=
ziehung
würdige und prachtvolle werden. Wie ſchade, ſenkrecht bis zu wenigen Metern bis zu unſerer Gondel
daß unſer Wagner nicht den Text Hebbels als Grund= emporreckte. Wir waren in eine Art Gletſcherkeſſel=
lage
ſeiner Trilogie verwendete! Da wäre aus der geraten; ringsum die hohen Spitzen der Schneeberge,
Wagnertrilogie etwas ganz anderes geworden! Jetzt nirgends der Ausweg zu einem Tal. Unſere Lage war
vermiſchte Wagner die Edda, die ja heidniſch iſt, mit gefährlich, es war nicht daran zu denken, hier zu lan=
der
Nibelungenſage, die bekanntlich in die chriſtliche den, denn niemals wären wir aus dieſem Schnee= und
Zeit fällt. Wie herrlich würde Wagner nicht die Muſik Eisgefängnis entronnen. Wir hatten nur noch zwei
zur mächtigen und ergreifenden Szene, wo in Hebbels Sandſäcke, aber wenn wir unſer Leben retten wollten,
wird, und wo Kriemhild Hagen der Ermordung des! Entſchluſſe ſchleuderte ich die beiden Säcke über Bord,
des Kaiſers ſtrahlte von Begeiſterung, und man ver= genug emporkommen, um die Gletſchergipfel zu über=
den
Ausblick. Zum Glück handelte es ſich nur um
wenige Meter. Die Gondel erhält einen leichten Stoß;
aber dann ſind wir hinüber, und aufatmend ſehen wir
ich werde die alte Dame nie vergeſſen. Noch im hohen hinab in die Tiefe eines grünenden Tales. Aber die
Luftſchiffer dürfen es nicht wagen, weitere Verſuche zu
unternehmen. Immer noch droht das Schickſal, durch
Beſte, was ich von Schauſpielkunſt geſehen habe, ſind! eine Luftwelle in das öde, unwegſame Gletſchergebiet
übrigens die Präſtationen des künſtleriſchen zurückgedrängt zu werden, dem man kaum entronnen.
Ich reiße an der Ventilleine, und eine Sekunde ſpäter
nehmeres ſah ich nie. Wie Sie ſich erinnern, beſuchte ſtößt die Gondel auf einen abſchüſſigen großen Gletſcher
auf. Bis an die Knie ſtecke ich im Schnee. Aber wie
nun ins Tal hinabkommen? Ich habe keine Ahnung
von der Gegend; mit jedem Schritte riskieren wir es,
Stoff zur dramatiſchen Bearbeitung ab. Es würde in einen ſchneeverhüllten Spalt oder Abgrund zu
aber ein neuer Shakeſpeare dazu gehören, ſchwediſche ſtürzen. Vor uns gähnt das Gletſcherfeld in einer
Ausdehnung von mehr als 1500 Meter; aber wir müſſen
hinüber, es iſt der einzige Ausweg. Ich verſuche, die
Gondel mit dem ſchwebenden Ballon vor mir her zu
ſchieben, immer bereit, mich im Notfalle ſofort an den
Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn eine ſolide Baſis Korb anzuklammern. Es geht auch eine Weile, denn
es iſt windſtill. Doch nun erreicht uns eine Luft=
ſtrömung
, packt den Ballon, zerrt ihn hin und her, und
ich vermag die Gondel kaum noch zu halten. Wohl oder
übel muß ich mich entſchließen, den Eſſor zu ent=
leeren
. Wir ſind in einer Höhe von 2300 Meter. Das
Material muß liegen bleiben, nur einige Lebensmittel
nehmen wir bei unſerem Abſtiegsverſuch mit. Alle
paar Schritte ſtoßen wir auf tiefe Spalten, in deren
Grunde Sturzbäche ſchäumen. Endlich betreten wir
feſten Boden. Aber Omer=Deeugis und ſeine Beglei=
terin
wären trotzdem verloren geweſen, denn ein mäch=
tiger
Abgrund verſperrte ihnen den Weg. Ein glück=
licher
Zufall ließ ſie auf zwei Hirten ſtoßen, es gelang
ihnen, ſich bemerkbar zu machen, die beiden Söhne der
Berge kamen den Luftſchiffern zu Hilfe, über den
gähnenden Spalt wurde eine Brücke improviſiert, und
nach großen Anſtrengungen erreichte man endlich völlig
erſchöpft das Tal. Erſt ſpäter erfuhr der franzöſiſche
Luftpilot, wo er gelandet war: an der höchſten Grenze
des Gletſcherfeldes von Sardona, wo die Tamina ent=
ſpringt
, jener kleine Fluß, der bei Ragatz ſeine Waſſer
in den Rhein ergießt.
sr. Die nationale Berliner Flugwoche,
die am Sonntag auf dem Flugplatze Johannisthal
ihren Anfang nimmt, verſpricht ſehr intereſſant zu ver=
laufen
, obwohl die großen ausländiſchen Matadore
nicht ſtarten werden, denn die deutſchen Piloten, welche
ſich um die ausgeſetzten Preiſe im Geſamtbetrage von
zirka 50000 Mark bewerben werden, haben zum Teil
auch ſchon Namen von gutem Klang und teilweiſe
glänzende Flugleiſtungen zu verzeichnen. Gemeldet
ſind, wie ſchon früher mitgeteilt, im ganzen von 15
Fliegern 26 Flugmaſchinen, von denen 17 Doppeldecker
und 9 Eindecker ſind. Am ſtärkſten ſind die Wright=
Apparate vertreten, die von Korvettenkapitän Engel=
hardt
, Thelen, Keidel, Schauenburg und Heim geführt
werden ſollen. Neben den erfolgreichſten Wright=
Fliegern Engelhardt und Keidel hat ſich in letzter Zeit
beſonders Thelen ausgezeichnet, der in Berlin zahl=
reiche
Ueberland= und Höhenflüge, u. a. von Johannis=
thal
über die Müggelberge und zurück, ausgeführt hat;
auch Schauenburg iſt wiederholt mit guten Flügen an
nen und das Ergebnis der Verhandlungen dann der am die Oeffentlichkeit getreten. Gleichfalls in weiteren
17. Auguſt in Berlin ſtattfindenden außerordentlichen Kreiſen bekannt iſt Eugen Wincziers, der ehemalige
Rad=Rennfahrer, der drei Antoinette=Apparate gemel=
det
hat. Seine bisher beſte Leiſtung war ſeine Um=
U. C. J. faſſen wird. Bei der ganzen Sachlage wird es fliegung des Straßburger Münſters am 3. Mai dieſes
Jahres. An Kühnheit der Flüge gibt ihm Emile
Jeannin nichts nach, der gleich Brunhuber einen
Farman=Apparat ſteuern wird. Brunhuber, der in
letzter Zeit zahlreiche gute Flüge auf dem Truppens=
übungsplatz
Döberitz ausführte und dort auch mehrere
deutſche Offiziere zu Aviatikern ausbildet, hat weiter
noch zwei Sommer=Apparate des Herrn Oberleutnant
Huth, in deſſen Dienſten er ſteht, zur Verfügung. von
Goriſſen und Erich Lochner werden Maſchinen
des Frankfurter Aviatikers Euler führen, mit denen
im Laufe dieſes Jahres zahlreiche gelungene Flüge
ausgeführt, worden ſind Daneben werden Grade,
Behrend und Dörner Flugmaſchinen eigener Konſtruk=
tion
vorführen, die ſämtlich bereits eine größere Reihe
von Erfolgen aufzuweiſen haben. Grade gewann be=
kanntlich
ſeinerzeit den erſten Lanz=Preis, während
Dörner erſt kürzlich mit ſeinem Eindecker den dritten
Lanz=Preis erwarb. Beſonders ſpannend dürften die
Flüge um die Preiſe des preußiſchen Kriegsminiſteri=
ums
werden. Ausgeſetzt ſind Höhenflug=Preiſe im
Werte.von 5000, 3000 und 1000 Mark, Belaſtungspreiſe
gleichfalls von 5000, 3000 und 1000 Mark und ein Ehren=
preis
des Generals der Infanterie von Heeringen. Der
Wettbewerb um dieſe Preiſe iſt nur mit Fahrzeugen
geſtattet, die in allen Teilen, bis auf den Motor, in
Deutſchland hergeſtellt ſind. Es werden alſo u. a. die
Antoinette=Apparate nicht teilnehmen können, während
die von der deutſchen Wright=Geſellſchaft in Reinicken=
dorf
gebauten Wright=Doppeldecker ſtartberechtigt ſind,
ebenſo wie alle anderen Apparate, bis auf die franzö=
ſiſchen
Farman= und Voiſin=Maſchinen. Die Wettbe=
werbe
werden bei günſtigem Wetter täglich um 3 Uhr
beginnen, zumal auch wieder ein Frühpreis für die
erſten Flüge jeden Tages ausgeſetzt werden ſoll.

Arbeiterbewegungen.
* Paris, 4. Aug. Die Lokomotivführer
id Heizer der Eiſenbahnen beſchloſſen, an ihren
orderungen, die in der Hauptſache ſich auf die Ent=
iſſung
, die Feſtſetzung der Arbeitszeit und die Er=
hung
der Löhne beziehen, feſtzuhalten.
* Glasgow, 4. Aug. Der Sekretär des Arbeiter=
rbandes
richtete an die ausſtändigen Arbeiter im
chiffbaugewerbe ein Schreiben. Viele Arbeiter,
ben daraufhin nachmittags die Arbeit wieder aufge=
mmen
. Die Lage iſt weniger ernſt.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

Nummer 182.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Ich hatte Gelegenheit, Donnerstag zwiſchen 12
und 2 Uhr an den Ständen für Schweine, Hämmel und
Kälber des ſtädtiſchen Schlachthofes eine große Schar
Knaben zu beobachten, die ſich ein Vergnügen daraus
machten, die dort aufgetriebenen Kälber auf die gröbſte
Weiſe zu mißhandeln und allerlei Unfug trieben. Es
bedarf ſicherlich nur dieſes Hinweiſes, daß dielem rohen
Spiel der Jugend für die Folge geſteuert wird. Man
hat nur nötig, den Kindern durch geeignete Vorrichtung
die Möglichkeit zu nehmen, in die Stände zu gelangen
und für eine zeitweiſe Aufſicht Sorge zu tragen.
H. H.
Vermiſchtes,
* Miſſionar Ruhmland . Eine Trauer=
nachricht
kommt aus Deutſch=Oſtafrika. Der aus See=
burg
im Mansfelder Seekreiſe gebürtige Miſſionar K.
Ruhmland, ſeit 1905 im Dienſte der Berliner Miſſion,
iſt im Alter von 30½ Jahren in Sanguland am
Schwarzwaſſerfieber geſtorben. Als die Berliner Miſ=
ſion
in die ſchon ſehr vom Islam gefährdete, volkreiche,
aber ungeſunde Sangutiefebene vordrang und dort die
Station Brand anlegte, meldete ſich Ruhmland, weil er
von allen Miſſionaren die kräftigſte Geſundheit hatte.
Er griff tüchtig in die Arbeit ein, beſonders nach ſeiner
Neigung durch Anlegung von Pflanzungen. Brand
ſollte eine Muſterſtätte deutſchen Fleißes, eine groß=
artige
Arbeitsſchule für Eingeborene werden. Wind=
motor
und Waſſerleitung, Pflug und Ackerwagen waren
im Betriebe; Tauſende von Bäumchen wuchſen prächtig
heran. Ruhmland verhandelte ſchon eifrig mit der
Miſſionsleitung über die Notwendigkeit einer zweiten
Miſſion; da ſtarb er. Sein Tod iſt ein großer Verluſt
für die Miſſion.
Literariſches.
Der Strandläufer. Die Geſchichte einer
Liebe. Von Kurt Münzer. Mit Buchſchmuck von
Julius Klinger. Verlag: Vita, Deutſches Verlagshaus,
Berlin=Charkottenburg. Broſch. 2,50 Mk., geb. 3,50 Mk.
Dieſes auch in der Ausſtattung beſonders originelle
und reizvolle Buch zeigt uns wieder, ein wie beachtens=
wertes
, ſtarkes und ſtets eigenartiges Erzählertalent
Kurt Münzer beſitzt. Das Werden und Wachſen einer
Liebe zwiſchen zwei jungen, naturfrohen Menſchen ſchil=
dert
er in ununterbrochener Steigerung. Was Münzer
auszeichnet, iſt auch vor allem die ungemein ſorgfältige,
ja geradezu liebevolle und ſtreng individualiſierende
Menſchenzeichnung, mit der er nicht nur ein Paar
Helden, ſondern auch jede Nebenfigur in friſcheſter
Lebendigkeit vor dem Leſer erſtehen läßt und dadurch
eine bewegungsreiche bunte Mannigfaltigkeit zu geben
weiß, wie kaum ein anderer.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 5. Aug. Das Kaiſerpaar iſt um
2 Uhr 40 Min. nach Hannover abgereiſt.
* Berlin, 5. Aug. Von ausländiſchen Blättern
wurde gemeldet, der Kaiſer habe von dem König von
Rumänien eine Einladung zu den rumäniſchen Ma=
növern
erhalten. Dieſe Angabe iſt irrtümlich; es
iſt keine Einladung erfolgt. Unſeres Wiſſens finden
in Rumänien Königsmanöver nicht ſtatt.
* Berlin, 5. Aug. Der hieſigen Pelzwarenfirma
Segall wurden nachts Pelzwaren im Werte von
50 000 Mark geſtohlen. Von den Tätern fehlt jede
Spur.
* München, 5. Aug. Die Kammer der Abge=
ordneten
nahm das Finanzgeſetz, das eine Zuſtim=
mung
zum ganzen Budget bedeutet, gegen die Stimmen
der Sozialdemokraten an.
* Hamburg, 5. Aug. Amtlich. Infolge hef=
tigen
Regens iſt der Damm der Stadtbahnſtrecke
Hamburg=Hauptbahnhof=Berliner Tor geſtern nachmit=
tag
um 5 Uhr und heute nacht um 3 Uhr an mehreren
Stellen gerutſcht. Beide Gleiſe ſind geſperrt, vorausſicht=
lich
aber bald wieder fahrbar. Der Verkehr wird durch
Pendel=Teilbetrieb und Verweiſung der Fahrgäſte auf
die Fernzüge aufrecht erhalten.
* Paris, 5. Aug. Der Gaulois meldet aus Madrid:
König Alfons beauftragte den Prinzen Ferdinand,
dem König von Norwegen und dem Groß=
herzog
von Heſſen die Inſignien des Or=
dens
vom Goldenen Vließzu überbringen.
* Glasgow, 5. Aug. Die Kriſis im Schiffs=
baugewerbe
iſt friedlich beigelegt. Die ange=
kündigten
Ausſperrungen ſind zurückgenommen.
* Tromſö, 5. Aug. Von der Spitzbergen=
fahrt
wird ergänzend gemeldet: Die Teilnehmer, an
der arktiſchen Studienreiſe Zeppelins waren am 24.
Juli auf der Mainz in der Lillebai, einem Teil der
Croßbai, angekommen. Dort gelang es Zeppelin, einen
zur Anlegung einer Station geeigneten Platz zu fin=
den
. Es wurden mehrfach Aufſtiegverſuche mit kleinen
Ballons unternommen, die eine ſehr beträchtliche Höhe
erreichten. Am 30. Juli gingen die Mainz und der
Phönir zur Eisgrenze ab, während Graf Zeppelin
mit ſeinen Begleitern landeinwärts über die Hochebene
nach Weſten zog; dort ſoll wahrſcheinlich der Ballonplatz
angeleat werden.
* Konſtantinopel, 5. Aug. Finanzminiſter Dſchavid
Bay ſoll ſich nach Berlin begeben zur Erledigung der
Zahlungsformalitäten für die angekauften
zwei Panzerſchiffe.
Wittingau, 5. Aug. Das 12jährige Töchterchen
eines Wirtſchaftsbeamten des Fürſten von Schwarzen=
berg
verſank bei dem Verſuche, eine vom Vater ge=
ſchoſſene
Wildente aus dem Teiche herauszuholen, im
Schlamm. Der Vater ſprang nach und verſank gleich=
falls
. Die Leichen wurden geborgen.

Wien, 5. Aug. Der Mährige Renſtalbeſitzer=
und Huſarenleutnant Goldſchmidt tötete ſich
durch einen Schuß ins Herz, nachdem er im Rennen
große Verluſte erlitten hatte.
Toulon, 5. Aug. Der Kolonialadminiſtrator
Meray wurde von ſeiner plötzlich irrſinnig gewor=
denen
Frau niedergeſchlagen und geknebelt; ein
Nachbar befreite den Schwerverletzten.

Erkläret mir, Graf Derindur
dieſen Zwieſpalt der Natur: Hochſommer; herr=
liches
Wetter; und bin doch erkältet wie im
tiefſten Winter. Was tut man da? Einfach
genug? Sommerkatarrhe ſind doch gar nichts
Seltenes. Hat man ſie aber, dann kauft man
ſich einfach eine Schachtel Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen und jagt damit den Katarrh
3
zum Kuckuck. Fays ächte Sodener wirken ſicher
und angenehm, ſie machen Schwitzkuren und andere
Unbequemlichkeiten unnötig, und dabei ſind ſie
billig: 85 Pfg. die Schachtel, die man in jeder Apoth.,
Drog. oder Mineralwaſſerhandl. bekommt (15439Mf

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Familiennachrichten.

Tür die uns aus Anlaß unſerer Silbernen
Hochzeit in ſo reichem Maße dargebrachten
Gratulationen und Geſchenke ſprechen wir hier=
mit
unſeren innigſten Dank aus. Beſonders
Dank der Kriegerkameradſchaft Germania,
den Sängern dieſes Vereins, ſowie dem Vor=
ſtand
des Sterbekaſſe=Vereins Einigkeit I‟.
Darmſtadt, 5. Auguſt 1910.
Adam Hergo u. Frau,
15497)
Schuknechtſtr. Nr. 52.

(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute Mittag 3 Uhr verſchied nach langem
ſchwerem Leiden unſere liebe, gute, treubeſorgte
Mutter
15534
Elisabethe Strobel
geb. Graulich.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Die tieftrauernden Kinder:
Kätchen Strobel.
Georg Strobel.
Darmſtadt, Melle, den 5. Auguſt 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, 7. ds. Mts.,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des Darm=
ſtädter
Friedhofes aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben unvergeß=
lichen
Kindes
(15526
Ensabeth Mathde
ſagen wir allen Denen, die der Heimgegangenen
die letzte Ehre erwieſen, für die reichen Blumen=
ſpenden
, ſowie Herrn Pfarrer Waitz für die=
tröſtenden
Worte während der Einſegnung, auf
dieſem Wege unſeren allerinnigſten Dank.
Die trauernden Eltern:
Andreas Kaiser und Frau.
Darmſtadt, den 5. Auguſt 1910.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
beſonders für die troſtreiche Grabrede des Herrn
Pfarrer Kraus, bei dem Hinſcheiden unſerer
lieben Mutter und Großmutter
(15421
Flad Hehrtotte Ruck Wab.
geb. Hildebrandt
ſagen wir hiermit aufrichtigen Dank.
Georg Rück nebſt Familie.
Friedrich Rück.
Darmſtadt, den 5. Auguſt 1910.

Meier etene
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Der weſt=
liche
Wirbel nach Dänemark gezogen und hat ſich mit
dem Tief über Oſtdentſchland vereinigt. Während in
Mitteldeutſchland geſtern das Wetter meiſt trocken
blieb, gingen im Norden ſehr ſtarke Regen nieder
(Hannover 67, Hamburg 69, Berlin 86 Millimeter). Da
der Wirbel jetzt langſamer in öſtlicher Richtung weiter=
zieht
, kommen wir auf ſeine Rückſeite. Kühlere nordweſt=
liche
Winde ſind die Folge.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, 6. Auguſt:
Zeitweiſe heiter, zunächſt (heute) ſtärkere, ſpäter
(morgen) meiſt ſchwächere Regenſchauer, etwas kühler,
Nordweſt.
Tageskalender.
Samstag, 6. Auguſt.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Saalbau.
Konzert um 8 Uhr im Ausſtellungsreſtaurant Roſenhof.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Heſſiſchen Hof.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Sonntag, 7. Auguſt.
Sommerfeſt des Geſangvereins Konkordia um 4 Uhr
im Maihildenhöhſaal.
Sommerfeſt des Geſangvereins Sängerluſt um 4 Uhr
auf dem Heiligen Kreuz.
Nationale olympiſche Spiele um 11 Uhr auf dem
Sportplatz an der Windmühle (Darmſt. Sportklub 1905)
Scheibenſchießen des Kriegervereins um 3 Uhr auf
Stand 5 und 6 der Militärſchießſtände.
Rheinfahrt des Vereins für naturgemäße Lebens=
und Heilweiſe nach St. Goarshauſen.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Ausſtellungsreſtaurant
Roſenhof.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Perkeo.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant Zur Oper
Ausflug der Geſellſchaft Reichadler nach Nieder=
Ramſtadt (Abmarſch um 3¼ Uhr am Friedhof).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 8. Auguſt.
Hofreite=Verſteigerung des Nikolaus Roth ( Lieb=
frauenſtraße
) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 9 Uhr Stiftſtr. 3.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 3½ Uhr Ludwigs=
höhſtraße
4.
Torf=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus zu
Pfungſtadt.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 107 Uhr).
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 111 Uhr.

Druck und Verlag: L. E. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Anzeigenteil: Jl. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht.
zurückgeſandt.

Pilsneren O
Münchner 2
Aner Dradker EApert
Feistevererbrere

614a

[ ][  ][ ]

Nummer 182.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

Seite 7.

Elierm biiniger Verkauf ven Gooehffel

Soweit
Vorrat!

Waschgarnituren, bunt, äteilig 95 Pfs.
Kasernennäpfe, gross
25 Pfg.
Obertassen, weiss, sehr gross
6 Pfg.

bunt
Küchengarnituren, 1Steilig 4.95

Nachttöpfe, weiss
25
Suppenschüsseln mit 2 Hienkel 30 Pfg.

6 grosse Tonnen, 6 kleine Tonnen,
1 Essigflasche, 1 Oelflasche
1 Mehlfass, 1 Salzfass.

Mk.

eiss

Saucleren, echt Porzellan
6 Stück
schte Porzellan-Milchkannen
sehr gross, Satz
Goldrandkaffeetasse,

echt Porzellan mit Untertasse

15

Pfg.

Satz Salatschüsseln, 6 Stück 75 Pfg.
Satz Salatschüsseln,
blau Zwiebelmuster,
Obertassen, bunt, sehr gross
besonders
Suppen- und Speiseteller pinlig.
Aschenschalen, bemalt
10 Pfg.
Indisch blaue Kaffeetassen
20 Pfg.
mit Untertassen (Schalenform)

6 Stück 95 Pfs.
8 Pfg.

e Nietscmam Nachm Barmstaut

. Ludwig-
strasse
10.

(15534

Kirchweihe zu Eberstadt.
Gasthaus zur Eisenbahn‟
Sonntag den 7. August
Grosses Tanzvergnügen
bei gut besetztem Orchester, von einem Teil der
23 er Dragoner-Kapelle.
Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt.
Wozu freundlichst einladet
Georg Gehrig, Restaurateur.
15537)

Schellenberg’s
20 Jahr jünger‟

20 Jahr jünger gibt
grauen Haaren die
frühere Farbe
wieder. Kein
gewöhnl, Haar-
fürbemittel
. Er-
6
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3½ do. Conſols ..
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8 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,70
83,80
do.
3½
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83,10
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91,50
do.
80,80
do
83,40
3 Sächſiſche Rente .
4 Württembergerv. 1907 102,10
92,70
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 48,50
3¾ Italiener Rente . . . 104,50
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,60
do. Goldrente . . 99,00
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Portug. unif. Serie I. 66,50
do. unif. Ser. III 67,90
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Rumänier v. 1903 . . 102,00
do. p. 1890 . 95,40
do. v. 1905 . . 90,50
Ruſſen v. 1880₰g . 4, 91.50

3½
3½
3½

Zl.
4 Ruſſen v. 1902 . v.!
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden. .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903
4 do. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente.
4 do. Staatsrente .
5 Argentinier . . . . . . 101,80
do.

4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,20
do.
4½
4½ Japaner .
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do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904
5 Gold=Mexikaner .

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4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 120,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 117,50
4 Baltimore & Ohio . . 108,20
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InProz.
92,60
100,20
93,30
84,40
87,20
94,60
94,50
91,90
91,10
93,00
99,00
97,90
99,70
94,00

InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 159½
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21½
4 Pennſylvania R. R. 128,50
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,50
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 475,70
Fabrik Griesheim . . . . 260,80
.. 490,00
Farbwerk Höchſt .
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
.323,50
119,10
Lahmeyer .
Schuckert .
. . . . 164,40
Siemens &e Halske . . . 244,75
Adlerfahrradwerke Kleyer 422,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 233,00
Gelſenkirchen .
. .209,25
Harpener . . . . . . . . . 194%
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
. .
227,25
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 89,80
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,50
92,00
3½, . do.
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
4 do. ſteuerfrei . 68,40
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,60
do.
97,50
4
do. alte .
3
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,20
do.
4
20/10 do.
56,00
3 Raab=Oedenburger . . 75,20
4 Ruſſ. Südweſt.
90,40
4 Kronpr. Rudolfbahn ,

In Proz.
Bf.
2¼/10 Livorneſer . . . . . . 75,90
4 Miſſouri=Paciſie
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,80
Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . .

Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ.
Darmſtädter Bank . .
Deutſche Bank . . . 2
Deutſche Vereinsbank
Diskonto=Geſellſchaft
Dresdner Bank . .
Mitteldeut. Kreditbk. 1
Nationalbk. f. Deutſchl.
Pfälzer Bank .
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank

Wiener Bank=Verein
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 171
3½ do. S. 19. . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 1
do.
3 m
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
3½ do. (unk. 1914)
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
Do.
3½

167,70
130,70
252½
k127,90
186,70
158,30
119,50
123,10
101,40
143,00
139,00
137,75

100,20
92,30
99,60
100,50
50,50
101,60
92,80
101,00
91,00
100,20
91,00
100,30
92,70

3f.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . . .
3½ do.
4 Frankfurt .
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg . .
3½ do.
4 Offenbach . .
3½ do.
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms . . . . . .
3½ do.
4 Liſſaboner p. 1886

Inßey).

.100,90
96,00
. 100,30

91,40
100,60
91,60

100,50
.100,50
91,00
. 101,00
92,00
.. 100,90

100,40

82,20

Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 169,10
3½ Cöln=Mindner 100 135,00
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl. Komm. 2100 104,30

In Proz
Madrider Fs. 100
Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . . 135,80
Oeſterr. 1860er Loſe 175,00
Oldenburger .

2½ Raab=Grazer fl. 150 114,90

Unverzinsliche
Anlehensloſe.

Augsburger
Braunſchweiger

Mailänder
do.
Meininger

fl.
Tlr.
Fs.
Fs.
Fs.
fl.

7 39,00
20 206,80
15
45
10
7 37,30

Oeſterreicher v. 1864 100
do. v. 1858 100 461,00
Ungar. Staats 100 383,00
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
400
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,39
20 Franks=Stücke
16,22
Oeſterr. 20=Kronen.
16,90

Amerikaniſche Noten . .
Engliſche Noten . .
Franzöſiſche Noten.
Holländiſche Noten .
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten
Ruſſiſche Noten .
Schweizer Noten .

4,19½
20,42
81,20
169,50
80,65
85,20
81,10

Reichsbank=Diskonto .
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

Nummer 182.

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Serie
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Frau Jupp.

ſunaden

Erzählung von Horſt Bodemer.
(Nachdruck verboten.)
10)
Sie klammerte ſich an ihn, verbirgt ihren Kopf an
ſeine Bruſt, er ſtreicht ihr mit der Hand über’s Haar.
Iſt ja Unſinn, leg’ Dich lang hin, ſo neben
mich, ich halt Dich ja feſt, dieſes dumme Gewitter
hat mir ſchon geſtern abend im Kopfe herumgeſpukt,
geht über die Nerven, nicht wahr? Gott, ſo weine
doch nicht, Liebling, wir haben ja einen Blitzableiter
auf dem Dach, uns paſſiert nichts!
Da fährt ſie auf, ſchlingt wieder die Arme um
ſeinen Hals und ſieht ihn mit ſtarrem Blick an.
Jupp, ſag’ mir, daß Du mich lieb haſt!
Aber Kindskopf, das weißt Du doch!
Sehr?
Ganz ſchrecklich!
Du-u, ſag’ mir das immer wieder, bitte, bitte!
Da legt er ihren Kopf auf ſein Herz.
Hörſt Du, wie es ſchlägt, für Dich, Kind, und
unſer Vaterland!
Und draußen ſchien der Himmel in Flammen zu
ſtehen und die Erde zu grollen.
IX.
Boſemb hatte am Mittag im Kaſino etwas ſtark
aufgetragen.

Herrſchaften, alſo laßt Jupps jetzt ein bißchen zur
Ruhe kommen; es iſt wahrhaftig dringend nötig!
Und das, was ſich Wangleben bei dieſen Worten
gedacht, hatten auch die anderen herausgehört. Man
ſchmunzelte, nickte und ſchwieg. Ueber ihn war eine
ſeltſame Aufregung gekommen. Gegen ſeine Gewohn=
heit
rauchte er ein paar von den ſcharfen, ruſſiſchen
Zigaretten, die die Nerven in eine wohltuende Ab=
ſpannung
verſetzten; ſonſt begnügte er ſich mit ſeinen
dicken Wald= und Wieſenſtänkern zu ſieben Pfennig das
Stück. Und trotzdem machte ihm der Gedanke zu
ſchaffen: heute nachmittag mußt du ihr die Meinung
ſo gründlich ſagen, daß ſie niemals wieder ſich in ein
ſolch’ gefährliches Spiel einläßt! Gefährlich? Pah!
Oder doch? Warum ſchlug ihm denn das Herz bis
zum Hals hinauf? Natürlich kam das von den verf. . . ..
Zigaretten. Er ſchleuderte das ſchwelende Ding zornig
in den Aſchenbecher und brannte ſich ſofort eine
neue an. Und in den Aufſchlag ſeines Ueberrocks
ſtopfte er auch noch ein gutes Dutzend.
Der Dienſt war nicht aufregend, anderthalb Stun=
den
Fußdienſt, und dann war er zu Aſta Riſſen ge=
gangen
, ſo ruhig, daß er ſich ſelbſt darüber wunderte.
Und was er ihr geſagt, konnte er verantworten! Schön
klingt’s ja nicht, wenn man ſich einer Dame gegenüber
ſeiner Haut wehren muß, aber er hatte es doch in einer
Form fertig gebracht, daß es nicht zu einem förmlichen
Bruche gekommen war und ſie hatte ihn verſtanden,

das blieb die Hauptſache! Und der Abend war trotz
allem bei Jupps recht gemütlich verlaufen, bis Hol=
ſten
die Harmonie geſtört hatte! Die Erregung über
deſſen taktloſe Rederei zitterte in ihm nach. Eine Ziga=
rette
nach der anderen holte er aus dem Aufſchlag ſeines
Ueberrockes heraus und rauchte ſolange, bis er keine
mehr fand. Da nahm ſeine Unruhe noch zu, die
drückende Luft legte ſich auf ſein Herz, benahm ihm faſt
den Atem. Er wanderte in ſeinem Zimmer auf und
ab. Wenn nur endlich das Gewitter über die Grenze
kommen wollte! Stunde auf Stunde dröhnte vom
Kirchturm, ab und zu ein fernes Grollen, aber kein
Lüftchen regte ſich. Und drüben in Jupps Schlafzim=
mer
verbreitete die Ampel ihren matten Schein! Im=
mer
wieder zog es ihn ans Fenſter! Ja, warum nur?
Er hatte ſich doch mit den Tatſachen abgefunden! Na,
auf die Nerven fiel ihm dieſe Ampel da drüben doch!
War ſchließlich auch ein Menſch von Fleiſch und Blut!
Und morgen wurde die Wohnung gekündigt, ganz egal,
was die loſen Mäuler dazu ſagten, vor ihm würden ſie
ſich ſchon in Acht nehmen und nach ein paar Tagen
gab’s eine andere Neuigkeit, die die Menſchen in Atem
hielt.
Aber an ſchlafen war doch nicht zu denken, alſo
weiter traben im Zimmer bis man ſo kaput war, daß
die Spirituslampe da oben nicht mehr funktionierte,
lange konnte es ja doch nicht mehr dauern. Und trotz=
dem
zog es ihn immer wieder ans Fenſter. Schließlich

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

Nummer 182.

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mußte das Gewitter doch endlich kommen oder ſich
verziehen. Er bog den Kopf zur Seite, nein, da ſtand’s
immer noch wie feſtgenagelt! Und dann blieh ſein
Blick ſchon wieder an den beiden matterleuchteten Fen=
ſtern
hängen. Minutenlang ſtarrte er dahin, konnte
ſich nicht losreißen. Ja, warum nur, warum nur? Da
ſchob eine weiße Hand den Store zurück, ein bleicher
Kopf mit gelöſtem Haar legte ſich an das Fenſterkreuz,
ein greller Blitz zuckte herab, und in den Donner
miſchte ſich ein gellender Aufſchrei! Die Geſtalt da
drüben war verſchwunden. Er taumelte auf den näch=
ſten
Stuhl, barg den heißen Kopf in beide Hände und
knirſchte mit den Zähnen. Dieſer Blitz hatte auch den
Vorhang von ſeinem Herzen weggezogen, hatte einge=
ſchlagen
, der Augenblick war lang genug geweſen, un
mit Schaudern zu erkennen, vor welchem Abgrund er
ſtand. Da ſprang der zähe Oſtpreuße auf und ging
in die Kammer ſeines Burſchen.
Halloh!
Der Maſure ſteckte vor Angſt nur die Naſe aus der
Bettdecke.
Iſe ſich Gewitter, rr, H Oberleitnant!
Den Adrian geſattelt! ſchrie er ihn an.
Und als der brave Kerl mit ſcheuem Blick aus dem
Bett kletterte, wurde Boſemb auf einmal ganz ruhig.
Komm’ nach in den Stall. Aber ein bißchen dalli
mein Junge!
Auch die drei Pferde hatten keine Ruhe. Sie traten
hin und her, ſchüttelten die Köpfe. Zu jedem ging er
heran und klopfte mit freundlichen Worten Kruppe und
Hals.

Und als der Burſche kam, legte Boſemb gerade dem
Adrian, einem vierjährigen Rappen, den leichten
Sattel auf. Draußen zuckten die Blitze, dröhnte der
Donner.
So zieh’ den Gurt an, feſte! Und nun bleib’
im Stall, bis ich wieder komme!
Rr, H Oberleitnant, Dienſt, ſechs Uhr!
Weiß ich, halt das Chargenpferd bereit.
Befell!
Er ſchwang ſich in den Sattel und ritt hinten den
ſchmalen Weg hinaus, die drüben ſollten das Geklapper
auf dem Pflaſter nicht hören. Die Flanken des jungen
Pferdes ſchlugen hin und her, es wollte ſteigen, weg=
brechen
, aber Boſemb hielt es zwiſchen ſeinen eiſernen
Schenkeln. Vor Angſt wurde es naß am ganzen Leib, der
Schaum flog ihm in Flocken vom Maule. Ununterbrochen
kamen die Blitze vom Himmel, die Erde erzitterte unter
den Donnerſchlägen. Er bog ab auf die Chauſſee nach
Kampiſchkeim. In abgekürztem Galopp, das Pferd feſt
in der Hand, ritt er hinaus zum Exerzierplatz. Und an
der Stelle, auf der er ſich mit Aſta Riſſen ausgeſprochen,
machte er Halt. Die Kiefernwälder, die die große Sand=
fläche
umſtanden, fingen an zu rauſchen, erſt leiſe, dann
immer ſtärker, der Wind machte ſich auf, warf ihm feine
Sandkörner ins Geſicht, er mußte die Augen ſchließen,
und doch achtgeben auf das junge, nervöſe Pferd, das
durchgehen wollte. Aber ein echter, rechter Oſtpreuße macht
das Kreuz hohl und treibt ihm mit den Schenkeln ſolche
Mucken aus. Plötzlich öffneten ſich da oben die Schleuſen
und ein Gewitterregen praſſelte herab, der ihn im Augen=
blick
bis auf die Haut durchnäßte.

Boſemb nahm auch noch die Mütze ab. Wie wohl
das tat! Als ob der Himmel zufrieden ſei, mit dem, was
er erreicht hatte, ſcheuchte er die ſchwarzen Wolkenmaſſen
davon. Der Wind ließ Roß und Reiter erſchauern, die
Abkühlung hatte zu plötzlich eingeſetzt. Im Oſten, drüben
in Rußland, zeigte ſich der erſte Schimmer des jungen
Tages, die Vögel fingen mit ihrem Lobgeſang an, erſt
ſchüchtern, hier und da einer, bald jubilierte es in der wei=
ten
Runde.
Da wendete Boſemb das Pferd, ſetzte die Mütze auf
und ritt im ſchlanken Trabe heimwärts.
Und als er ſich ſchnell an Jupps Villa vorbeiſtehlen
wollte, trat der gerade aus der Haustür, den Reitſtock un=
term
Arm.
Halloh, mein Junge, woher kommſt Du denn?
Das Wetter ließ mich nicht ſchlafen!
Er parierte das Pferd durch.
Ja, eine tolle Nacht! Aber bei mir drin ſteht noch
Kaffee, trink ſchnell eine heiße Taſſe voll, ſiehſt aus, als
wärſt Du ins Waſſer gefallen!
Danke, Jupp! Habe zu Hauſe einen ordentlichen
Schnaps und dann geht es noch eine Stunde ins Bett!
So früh fangen wir heute nicht an!
Na, denn nicht!
Freundlich winkte Fritz Boſemb mit der Hand und
trabte nach ſeinem Stall.
(Fortſetzung folat.)

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[ ][  ][ ]

des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

W 84.

Samstag, 6. Auguſt.

1910.

Großh. Miniſterium des Innern hat dem Verein Züchter edler Kanarien zu
Darmſtadt die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veranſtaltung einer am 19. Dezember 1910
ſtattfindenden Verloſung von Kanarienhähnen unter der Bedingung erteilt, daß bis
zu 3500 Loſe zu 0,35 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60%
des Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu
verwenden ſind. Der Vertrieb der Loſe iſt im Kreiſe Darmſtadt geſtattet. Der Ziehungs=
termin
darf nur mit Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern verlegt werden. (15428
Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zugrunde zu legenden Durch=
ſchnittsmarktpreiſe
im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat Juli 1910 für Hafer 17 Mk.,
für Heu 9 Mk., für Stroh 6 Mk. pro 100 Kilo betragen.
Frl. Johanna Gahn zu Darmſtadt wurde heute als Hebamme eidlich verpflichtet.
Frl. Katharine Ruppel zu Darmſtadt iſt heute als Hebamme eidlich verpflichtet
worden.
Leonhard Rochholz und Philipp Neubert 1. von Ober=Ramſtadt wurden als
Hilfsfeldſchützen für Ober=Ramſtadt beſtellt.
(15429

Georg Steiner zu Nieder=Berbach wurde
meinde Nieder=Beerbach eidlich verpflichtet.

heute als. Zagdauſſeher für die Ge=

Bekanntmachung.
Zur Vermeidung von Verluſten weiſen wir darauf hin, daß mit dem 30. Sep=
tember
1910 die Friſt abläuft, innerhalb der die durch Beſchluß des Bundesrats
vom 27. Juni 1908 außerkursgeſetzten Fünfzigpfennigſtücke der älteren
Geprägeform mit der Wertangabe 50 Pfennig durch die Reichs= und Landeskaſſen
noch einzulöſen ſind. (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 27. Juni 1908, Reichs=
geſetzblatt
S. 464).
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1910.
(15425
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Werner.

Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Kreisſtraße Eber=
ſtadt
-Gernsheim im Kreis Groß=Gerau von Abt. 16,0 (Bruchmühle) bis Abt. 224,
(Bahnübergang bei der Station Gernsheim) vom 1. Auguſt d. Js. auf etwa 4 Wochen
für Fuhrwerke, Automobile und Motorräder polizeilich geſperrt iſt.

Der Verkehr nach Gernsheim hat von der Bruchmühle aus (Abt. 16,0) über Biebes=
heim
auf der Kreisſtraße Groß=Gerau-Mannheim und umgekehrt zu erfolgen.
Darmſtadt, 4. Auguſt 1910.
(15426
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Polizei=Verordnung.
Betreffend: Das Beſchneiden der Hecken.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom 13. Juli 1904, der
Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 wird
mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1336 für den Kreis Darmſtadt
nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, die auf dem Grundſtücke be=
findlichen
Hecken und Sträuche, ſoweit ſie an öffentliche Fahr= und Fußwege oder
Plätze angrenzen, alljährlich und zwar in der Zeit zwiſchen dem 1. Auguſt des einen
und dem 1. März des folgenden Jahres ſoweit zurückzuſchneiden und jederzeit ſoweit
zurückzubinden, daß ſie nicht über die Nachbar= und Weggrenze hinausragen.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten, die zu demſelben
gehörigen Garten=Einfriedigungen, ſoweit ſie an öffentliche Wege oder Plätze angrenzen,
ſtets in ordnungsmäßigem Zuſtande zu erhalten und etwaige Lücken in ihnen aus=
zubeſſern
.
§ 3. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Geldſtrafe von einer bis dreißig=Mark,
außerdem wird das Zurückſchneiden der Hecken und Sträuche, Zurückbinden der Schöß=
linge
und die Ergänzung der mangelhaften Garteneinfriedigung erforderlichenfalls auf
Koſten der Säumigen von Amts wegen ausgeführt.
§ 4. Vorſtehende Polizeiverordnung tritt alsbald nach ihrer Publikation im
Darmſtädter Tagblatt in Kraft.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
von Grancy.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Die vorſtehende Polizei=Verordnung wollen Sie alsbald wiederholt in ortsüblicher
Weiſe zur Kenntnis der Gemeindeangehörigen bringen und die Ihnen unterſtellten
Polizeiorgane und das Feldſchutzperſonal auf die Durchführung derſelben hinweiſen.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1910.
(15424
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 braune Handtaſche mit rotem Portemonnaie und Inhalt. 2 Porte=
monnaies
mit Inhalt. 1 goldener Zwicker. 1 Handbeil. 1 Zwicker mit Futteral.
2 kleine Schlüſſel an einer Schnur. 1 großer und 2 mittelgroße Schlüſſel an einem
Ring. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 Fünfziggramm=Gewicht. 1 Damen=Regenſchirm
(in einer Droſchke liegen geblieben). 1 ſilberne Broſche, aus 3 Silbermünzen beſtehend
(die eine mit Bild der Königin Viktoria von England). Zwei einzelne Geldſtücke ( ein=
gewickelt
). 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 1 kleines Notizbuch. 1 Paar blau=
graue
Damen=Handſchuhe. 1 Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 Stück Fleiſch und
2 Pfund Fett. 1 leerer weißer Henkelkorb. 1 graue Regen=Pelerine.
Im Monat Juli in den Wagen der elektriſchen Straßenbahn liegen ge=
blieben
und von der Verwaltung abgeliefert: 6 verſchiedene Paar Handſchuhe.
2 Paar ſchwarze lange Stauchen. 1 Brille mit Futteral. 1. Haarkamm. 2 Spazier=
ſtöcke
. 1 Damen= und 1 Herren=Regenſchirm. 1 neuer Fußball. 1 Päckchen, enthaltend
1 Paar weiße Stauchen und 1 Untertaille. 1 kleiner Kaſſenſchlüſſel. 1 Körbchen mit
einem kleinen Taſchentuch. 1 Schülerkarte der elektr. Straßenbahn mit der Nr. 2142.
1 leinenes Säckchen.
Verloren: 1 braunes Portemonnaie aus Krokodilleder mit etwa 12 Mk. Inhalt.
1 goldener Zwicker. 1 Double=Zwicker. 1 Päckchen, enthaltend 1 Paar weiße u. 1 Paar
graue Kinder=Strümpfe. 1 Nickel=Hundehalsbändchen mit Marke und der Nr. 262.
1 gelbes Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 1296. 1 Zwanzigmarkſtück ( einge=
wickelt
). 1 rotledernes Portemonnaie mit 56 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzledernes Hand=
täſchchen
mit 2 Photographien und Viſitenkarten, auf den Namen Metzler lautend.
1 lila Samtgürtel. 2 Hutnadeln, die eine mit Amethyſt, die andere mit 1 blauen Stein
in Silber gefaßt. 1 Portemonnaie ohne Bügel mit 17 Mk. Inhalt. 1 goldenes Ketten=
Armband. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit gelbem Naturgriff. 1 grüner Damen=Schirm
mit Borden und grünlichem Naturgriff. 1 goldene Nadel (Broſche) mit lila Adlerkopf.
1 Zwicker mit braunem Etuis. 1 ſchwarzer Tuchbeutel mit 1 Pfund Butter und Hand=
käſe
. 1 goldene Broſche (3 Stäbchen mit Ring und 3 Perlchen). 1 ſilbernes Ketten=
Armband mit Anhänger (Allgem. Ehrenzeichen). 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 Paket, ent=
haltend
2 Paar neue Herren=Stiefel, 1 Paar Segeltuchſchuhe, 1 Hemdenkragen, 1 Vor=
hemd
und 1 Binde. 1 Buch (Lamps Buch der Tiere). 1 evangeliſches Geſangbuch
1 braunes Portemonnaie mit etwa 42 Mk. Inhalt. 1 grauer Pferdeteppich mit roten
Streifen. 1 kleine ſilberne Schelle. 1 grüner Filzhut und 1 grauer Spazierſtock.
1 altes dunkles Portemonnaie mit 2,18 Mk. Inhalt. 1 Kranat=Kette. 1 Brieftaſche
mit 7 Stück Verbandsmarken à 40 Pfg. 1 altes Portemonnaie mit 2526 Mk. Inhalt.
1 grauer Ruckſack mit 2 kleinen Taſchen. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit gebogenem
Silbergriff. 1 weißer mit Gold durchwirkter Damen=Gummigürtel mit gold. Schloß.
1 ſilbernes gedrehtes Armband mit 1 grünen und 1 weißen Stein.
Zugelaufen bei Privaten: 1 junge ſchwarze Katze.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Lachtaube. 2 Kanarienvögel. 1 rotbraune
Brieftaube.
Entlaufen: 1 rote Katze (dem Wiederbringer 5 Mk. Belohnung). 1 Dackel.
1 weiß= und braungefleckter Jagdhund.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(15485
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhe nachmittags

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1 Doberman.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 7. Auguſt, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

r ½ kg 86 Pfg.

Dörrfleiſch
per ½ kg 100 Pfg
Schinken m. Bein .
2 110
½ 130
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
½ 90
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. ½ 72

Bekanntmachung.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine Nr. 59128,
60360, 60362, 64288, 65640, 65 824, 70672, 72758, 73 126, 73 594,
74086 und 75019 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen,
vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in unſerem Geſchäfts=
zimmer
Kirchſtraße Nr. 9 geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer
Friſt gemäß § 32 des Statuts vom 18. Auguſt 1900, betreffend die ſtädtiſche Pfand=
leihanſtalt
Darmſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
(15423
Darmſtadt, den 4. Auguſt 1910.
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Panl, Vorſteher.

Darmſtädter Herbſtmeſſe 1910.
Für die am 25. und 27. September 1910 beginnende Herbſtmeſſe
werden die folgenden 3 Plätze auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots vergeben:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer,
2. für ein Hippodrom oder eine große Schaubude bis 22 m Durchmeſſer und
3. für einen Kinematographen von 2024 X 1214m (einſchließlich Vorbauten,
Stützen pp.).
In gleicher Weiſe wird vergeben für die am 18., 19. und 25. September
d. Js. ſtattfindende Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe:
ein Platz von 11 m Durchmeſſer für Karuſſell oder Schaukel ohne Dampfbetrieb.
Bedingungen mit Angebotſchein und Plan können gegen Einſendung einer Ge=
bühr
von 1 Mark (ohne Meßplan 50 Pfennig) von uns bezogen werden.
Angebote ſind, mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze verſehen, bis ſpäteſtens
Freitag, den 26. Auguſt, vormittags 11 Uhr,
an uns einzuſenden.
Sollte ein Platz auf Grund der Angebote nicht vergeben werden, dann kann er
bei der Verſteigerung der übrigen Meßplätze zum Ausgebot gelangen.
Die ſämtlichen übrigen Plätze für die Herbſtmeſſe und die Beſſunger
Kirchweihe werden im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz öffentlich=
verſteigert
und zwar:
I. am Montag, den 5. September, vormittags 9 Uhr beginnend
6 Schaubudenplätze von 8, 10, 12, 14 und 18 X 89 m, 4 Schießbuden=
plätze
von 8 X67 m, 1 Photographiebudenplatz von 8 X 67 m, 4 Plätze
für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m, 3 Plätze für Waffelbuden von
8 X 4m, ſowie die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan;
II. am Dienstag, den 6. September, vormittags 9 Uhr beginnend:
die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden.
Die Verſteigerungsbedingungen nebſt Meßplan liegen bei dem ſtädtiſchen
Marktmeiſter (Rathaus am Marktplatz) zur Einſicht offen.
Die Steigerer der Plätze für Schaubuden pp. haben bei der Verſteigerung über
die Art der Darbietungen, ſowie über die Größe pp. der Buden unter Vorlage von
Plänen, gedruckten Beſchreibungen pp. genaue Angaben zu machen.
Menagerien und Glücksſpiele, ferner alle Schauſtellungen, die nach Art und
Anpreiſung auf die Lüſternheit der Menge abzielen und als unſittlich zu bezeichnen
ſind (z. B. tätowierte Damen, Darbietungen mit der Aufſchrift Nur für Herren,
Nur für Erwachſene ꝛc.) dürfen auf den erſteigerten Plätzen nicht betrieben oder
geboten werden. Es wird den Unternehmern empfohlen, bereits vor der Verſteige=
rung
und dem Zuſchlag der Plätze eine Entſcheidung des Großh. Polizeiamts
Darmſtadt herbeizuführen über die Frage, ob ihre Darbietungen zugelaſſen werden
oder nicht.
Darmſtadt, den 4. Auguſt 1910.
(15479a
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.

Versteigerungs-Anzeige.
Montag, den 8. Auguſt I. J., vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich, Stiftstrasse Nr. 3, I. Etage, aus dem Nach=
laß
des Rentners Dr. Hecker im Auftrag des Teſtaments=
vollſtreckers
folgende Gegenſtände an den Meiſtbietenden gegen bare
Zahlung:
1 Sofa, mit rotem Plüſch bezogen, 1 pol. nußb. Pfeilerſchränkchen, 1 des=
gleichen
in Mahagoni, 1 geſchnitztes =Ziertiſchchen, 2 geſchnitzte gepolſterte
Salonſeſſel, 1 antikes Trumeau, 2 Vertikos, 1 eiſ. Ziertiſchchen, 1 antike
Schreibkommode, verſchiedene Seſſel und Stühle, ein ovaler Tiſch, verſch.
größere und kleinere Tiſche, 1 Nähtiſch, 3 Waſchkommoden, 1 Klavierſtuhl,
Spiegel, Bilder ꝛc., 1 O eiſ. Gartentiſch, 4 Stühle und 1 Seſſel, 4 Kleider=
ſchränke
, 3 Bettſtellen mit Matratzen, Nachttiſchchen, Küchenmöbel u. Küchen=
geräte
, ſowie ſonſtigen Hausrat, Porzellan, Glas, Nippſachen u. a. m.

Darmſtadt, den 4. Auguſt 1910.

(15329ds

Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

Torf=Versteigerung.
Montag, den 8. Auguſt 1910, vormittags 10 Uhr, werden auf dem Rat=
hauſe
zu Pfungſtadt
ca. 270000 Stück Torf
an die Meiſtbietenden verſteigert.
Pfungſtadt, den 3. Auguſt 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
(15449H
In Vertretung: Nungesser.

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

Nummer 182.

Städtiſche Schutzahnuklimnit
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
(1508a
Mittags von 25.

Bekanntmachung.
Montag, den 15. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Peter Franz Schweitzer Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV. 315½10 899 Hofreite Kaupſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K102/10
werden.
Darmſtadt, den 8. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D13876,2
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 8. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth, früher in
Darmſtadt, jetzt in Zürich wohnhaft, im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 3131/100 205 Hofreite Liebfrauen=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K93/10
werden.
Darmſtadt, den 8. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D13877,2
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 29. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Hermann Koch und der Louiſe
Johanna Doris Koch, Kinder des Bäcker=
meiſters
Karl Koch dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 794 384 Hofreite Louiſen=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K105/10
werden.
Darmſtadt, den 21. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Spieß, (D14629,3
Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Samstag, den 27. Auguſt I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
foll die den Georg Merz Eheleuten zu
Darmſtadt zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 179 269 Hofreite Pankratius=
ſtraße
Nr. 1½,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K61/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 21. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
I. V.: Spieß, (D14630,3
Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Montag, den 12. September I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth in Zürich im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 217¾/10 324 Hofreite Innere
Ringſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K1i3/10
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (D15443,4
älteſter Gerichtsmann.
Villa=Verſteigerung.
Am 9. Auguſt 1910, nachmittags
3 Uhr, wird auf Antrag des Walter
Möller hier das dieſem gehörige willen=
ähnliche
Landhaus nebſt 2514 am Obſt=
und Gemüſegarten in Zwingenberg, Darm=
ſtädterſtraße
Nr. 27, in dem Amtsgerichts=
gebäude
dahier, Saal 8, wegzugshalber
freiwillig und öffentlich unter den orts=
üblichen
Bedingungen verſteigert. Das
Anweſen iſt ortsgerichtlich geſchätzt zu
22500 Mark. Anzahlung bei Uebergabe
5000 Mark. Einſicht kann jederzeit genom=
men
werden.
(14792a
Zwingenberg, den 22. Juli 1910.
Großh. Amtsgericht.

Spülug des Waſerohrnehes=
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſerrohrnetzes in den
unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche in der Zeit von 10 Uhr abends
bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung
des Waſſers mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich vorher
mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 8. zu Dienstag, den 9. Auguſt I. Js.
Spülbezirk V.
werden geſpült:
Derſelbe wird umfaßt von der Frankfurter=Straße (Herrngartenſeite), Odenwald=
bahn
, Dieburger= und Alexanderſtraße und enthält Theaterplatz und Muſeum.
Mitgeſpült werden die außerhalb liegenden Straßenteile: Kranichſteiner=Straße,
Hohlerweg, Dieburger=Straße und Ringſtraße (äußere), zwiſchen Dieburger=Straße und
Spülbezirk VIII.
Seiterswieſenweg.
Derſelbe liegt ſüdlich der Heinrichsſtraße bis zur Wilhelminen=, Karls= u. Beſſunger=
Straße und öſtlich der Ludwigshöhſtraße.
Mitgeſpült werden die Straßen der Mathildenhöhe.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 10. zu Donnerstag, den 11. Auguſt
Spülbezirk Ix.
I. Js. wird geſpült:
Derſelbe liegt weſtlich des Straßenzuges Ludwigshöhſtraße, Beſſunger=, Karls= u.
Wilhelminenſtraße und wird von der Heinrichs= und Eſchollbrücker=Straße begrenzt.
Außerdem findet in der Nacht von Donnerstag, den 11. zu Freitag, den
12. Auguſt I. Js., eine Druckrohrſpülung ſtatt.
Darmſtadt, den 27. Juli 1910.
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Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6, Auguſt 1910.

Nummer 182.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
85 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. Juli: dem Hausburſchen Gg.
Sand, e. T. Eliſ. Katharine, Hinkelsgaſſe 11. Am 26.:
dem Kaufmann Hch. Endres, e. S. Heinrich, Luiſen=
ſtraße
6. Am 2. Aug.: dem Eiſendreher Johs. Barth,
e. T. Mathilde Eliſabeth, Blumenthalſtr. 109. Am 31.:
Juli: dem Schloſſer Gg. Schaefer, e. S. Gg. Ernſt
Ludwig, Pfründnerhausſtr. 18. Am 1. Aug.: dem In=
ſtallateur
Chriſtian Landzettel, e. T. Johanna Chri=
ſtina
, Kaupſtr. 7. Am 28.: dem Taglöhner Gg. Sölch,
e. S. Rudolf, Große Kaplaneigaſſe 23. Am 29.: dem
Lokomotivheizer Emil Frommann, e. S. Fdch. Otto
Adam, Wienersſtr. 48. Am 30.: dem Schreiner Hch.
Hammer, e. T. Eliſ. Margareta, Neue Ireneſtr. 61.
Am 2. Auguſt: dem Großh. Regierungsaſſeſſor Johs.
Wilh. Rudolf Schäfer, e. T. Marie Emilie Gertrud,
Büdingen.
Aufgebotene. Am 1. Aug.: Fabrikarbeiter Johann
Rupprecht, Lichtenbergſtr. 89, mit Eliſabeth Delp,
Waſchenbach. Bankbeamter Leonhard Pfeiffer, Wie=
nersſtr
. 54, mit Johanna Wilhelmine Juliana Mil=
tenberger
, Sprendlingen. Maurer Ludwig Arnold,
Zwingenberg, mit Margareta May, Hähnlein. Fabrik=
arbeiter
Phil. Willmann, Ginsheim, mit Dienſtmagd
Sophie Ruppel, ebendaſelbſt. Am 2.: Handelsmann
Johannes Kappes, Schloßgaſſe 12, mit Zimmermäd=
chen
Fanny Margarete Kumbier, Marienplatz 7.
Einleger Wilhelm Wieſenecker, Liebigſtr. 5, mit Mar=
gareta
Reinheimer, Schützenſtr. 12. Maler Johann
Adam Beſt, Forſtmeiſterplatz 12, mit Philippine
Eliſabeth Schmitt, Schwanenſtr. 38. Feilenhauer
Jakob Sapper, Holzſtr. 26, mit Margareta, gerufen
Luiſe, Reis, Näherin, ebendaſelbſt. Kaufmann Jakob
Heinrich Horn, dahier, mit Anna Katharina Schmitt,
Offenbach a. M. Gehilfe bei der Großh. Amtsanwalt=
ſchaft
Darmſtadt, Georg Doell, Neue Ireneſtr. 67, mit
Eliſabethe Wannemacher, Arheilgen. Am 3.: Lud=
wig
Schäfer, Maſchinenſchloſſer, Grethen, mit Sophie
Elſäſſer, ebendaſelbſt. Sergeant Georg Karl Auguſt
Fritz Wehmeyer, Artillerieſtr. 10, mit Liſette Jung,
Dieburg. Taglöhner Wilhelm Wolf, Zeilhard, mit
Dienſtmagd Eliſe Mayer, Waldkatzenbach. Schneider
Adam Wieder, dahier, mit Gottliebin Widmaier,
Markgröningen. Diplom=Ingenieur und Architekt Ru=
dolf
Leonhard Karl Schäfer, Seitersweg 11, mit Luiſe
Leopoldine Elvira Schutter, Schuchardſtr. 18. Am 4::
Taglöhner Franz Louis Hahn, Frankfurt a. M., mit
Händlerin Joſephine Philippine Melitta Weidmann,
ebendaſelbſt. Kaufmann Eugen Pfannenſchmied, da=
hier
, mit Telegraphengehilfin Suſanna Völker,
Mannheim.
Geſtorbene. Am 31. Juli: Rudolf Herm. Brückel,
S. des Fuhrmanns, 2 J., ev., Landwehrſtr. 47. Am
4. Aug.: Hilfsarbeiter Joh. Ldg. Gambs, 70 J., kath.,
Arheilgerſtr. 50. Emma Thereſe Zöller, T. des Poſa=
mentiers
, 4 J., ev., Arheilger Straße 81. Am 2.: Eliſe
Mathilde Kaiſer, T. des Bäckers, 8 Mte., ev., Arheil=
ger
Straße 48. Am 1.: Luiſe Frey, geb. Herth, Wwe.
des Landwirts, 60 J., ev., Frankfurter Straße 35. Am
3.: Margarete Möſer, geb. Butz, Ehefrau des Eiſen=
bahngehilfen
, 39 J., ev., Pfründnerhausſtr. 8.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 19. Juli: Dem Poſtboten Heinrich
Lotz, Clemensſtraße 8, eine T. Katharina Emilie
Eliſabethe. Am 25.: dem Schreiner Karl Riſch, Beſ=
ſungerſtraße
114, eine T. Johanna Emilie. Am 20.:
dem Sergeanten im Großh. Art.=Korps Chriſtian
Lauber, Sandbergſtraße 27, eine T. Anna Luiſe
Emilie Frieda Melita. Am 22.: dem Kaufmann An=
ton
Albert Braunwarth, Tannenſtraße 23, ein S.
Franz Albert. Am 20.: dem Monteur Hermann
Meyer, Heidelbergerſtraße 40,, eine T. Suſanna
Katharina Helene. Am 24.: dem Diener Heinrich
Swars, Sandbergſtraße 49, eine T. Berta Herta
Martha Roſa. Am 20.: dem Waffenmeiſter Panl
Friedrich Auguſt Skiebe, Weinbergſtraße 54, ein S.
Reinhold Karl Hermann. Am 24.: dem Mechaniker
Johann Wilhelm Weltle, Beſſungerſtraße 86, eine
T. Johanna Antonie. Am 21.: dem Vizewachtmeiſter
und Regimentsſchneider im Großh. Art.=Korps Her=
mann
Kölſch, Wilhelmſtraße 55, eine T. Erna Luiſe.
Am 24.: dem Kammacher Gottlob Müller, Sand=
bergſtraße
27, ein S. Wilhelm Gottlob. Dem Maſchi=
nentechniker
Karl Auguſt Fillmann, Sandbergſtraße
57, ein S. Karl Heinrich Wilhelm. Am 29.: dem ſtädti=
ſchen
Materialverwalter Chriſtian Wilhelm Fraas,
Weinbergſtraße 47, eine T. Ada Emmy. Am 27.: dem
Herrſchaftsdiener Johann Adam Lehr, Neue Nie=
derſtraße
6, ein S. Jakob Wilhelm. Am 29.: dem Ser=
geanten
und Diviſionsſchreiber Otto Voigt, ein S.
Hellmuth Paul Walther. Am 1. Auguſt: dem Schloſſer
Guſtav Emil Gellert, Neue Niederſtraße 19, eine T.
Luiſe Charlotte. Am 2.: dem Hauptlehrer an der

Großh. Landesbaugewerkſchule Hermann Albrecht Ar=
thur
Voigt, Frankenſteinſtraße 60, ein S. Ferdi=
nand
Karl Walter. Am 30. Juli: dem Gärtner Otto
Hermann Karl Fehlberg, Tannenſtraße 17, Zwillings=
ſöhne
: Johannes Karl und Otto Hermann. Am 1.
Auguſt: dem Tapezier Friedrich Ehrhardt, Tannen=
ſtraße
17, eine T. Marie.
Aufgebotene. Am 22. Juli. Stadtbibliothekar
Karl Friedrich Noack, Orangerieſtraße 13, und Ka=
roline
Sophie Wilhelmine Mathilde Köſter, Geſell=
ſchafterin
zu Jugenheim a. d. B. Schloſſer Johannes
Steiger, Martinſtraße 24, und Anna Schweizer
zu Groß=Bieberau, Kreis Dieburg. Am 26.: Bäcker
Adalbert Franz Kippes, Karlſtraße 52, und Eliſa=
bethe
Weiler, ebendaſelbſt. Am 27.: Trompeter im
Großh. Art.=Korps Adam Hahn, Heidelbergerſtraße
47, und Helene Anna Steinmann zu Oehringen
(Württemberg). Am 29.: Schreiner David Wild,
Witwer, Sandbergſtraße 4, und Karoline Dörfler,
Witwe, geb. Bauer, zu Frankfurt a. M.= Preunges=
heim
. Am 1. Auguſt: Dachdecker Wilhelm Wider=
ſchein
, Weinbergſtraße 16, und Katharina Müller,
ebendaſelbſt.
Eheſchließungen. Am 23. Juli: Verſicherungs=
beamter
Wilhelm Waſſer, Alexanderſtraße 13, und
Anna Luiſe Schlamp, Neue Niederſtraße 5. Packer,
z. Z. Gefreiter im Leibgarde=Infanterie=Regt. Nr. 115,
Friedrich Walter Rettberg und Emilie Schmidt,
Annaſtraße 14. Am 30. Juli: Dachdecker Konrad
Stroh, Ludwigshöhſtraße 25, und Anna Maria
Roth, ebendaſelbſt. Am 1. Auguſt: Reallehrer Bern=
hard
Großmann, Karlſtraße 71, und Anna Martha
Ella Senghas zu Ludwigsburg.
Geſtorbene. Am 14. Juli: Aufſeher Peter Ohl,
45 Jahre alt, ev., Dieburg. Am 22.: Nikolaus Gries,
3 Monate, kathol., Forſtmeiſterſtraße 5. Am 24.: Gu=
ſtav
Gries, 5 Monate, kathol., Beſſungerſtraße 70.
Am 24.: Mechaniker Peter Groh, 51 Jahre, kathol.,
Kiesbergſtraße 4. Am 28.: Wilfried Fuchs, 1 Monat,
Neue Niederſtraße 5.

Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
11. Sonntag nach Trinitatis, den 7. Auguſt 1910
Hofkirche: Kein Gottesdienſt. Mittwoch, den
10. Auguſt, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer
Weißgerber. Nachm. um 6 Uhr: Pfarrer Velte.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Lie. Lang.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Nordbezirk im
Gemeindehaus. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Prediger
Goldſtern. Kollekte für die Judenmiſſion. Feier des
heil. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung von
½10 Uhr an in der Sakriſtei. Vorm. 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
für den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vormittags ½10 Uhr: Pfarrer Velte.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
Pauluskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarraſſiſtent Flöel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 7. Auguſt,
nachmittags um 4 Uhr: Miſſionsſtunde. Miſſionar
Ruhland. Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſamm=
lung
. Donnerstag, den 11. Auguſt, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Miſſionar Oeſterling.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Hemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. 30): Samstag, den
6. Auguſt, nachmittags um 2 Uhr: Segenandacht.
Um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
12. Sonntag nach Pfingſten, den 7. Auguſt 1910
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Roſenkranz=
Bruderſchaftsandacht. Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim. Um 6 Uhr: Aloyſianiſche Andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmit=
tags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte. Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. Um 6 und um ½7 Uhr:
Austeilung der heil. Kommunion. Um 7 Uhr: heil.
Meſſe. Montag, nachm. um 4 Uhr: Sakramentaliſche
Betſtunde.

dem

Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 9 Uhr: Auf
Uebungsplatz bei Griesheim Sing=Meſſe mit Predigt.

St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 6. Auguſt, nach=
mittags
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr:: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 7. Auguſt 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: hl. Meſſe,
Um 9 Uhr: Primizfeier des Hochw. Herrn Neuprieſters
Frühwein und Feſtpredigt. Nachmittags um ½4 Uhr:
Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
6. Auguſt, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr;
Gelegenheit zur hl. Beichte
12. Sonntag nach Pfingſten, den 7. Auguſt 1910
Portiunkula=Ablaß
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Feſtandacht.
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von
6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 6. Auguſt, abends
um 5 Uhr: Beichte.
12. Sonntag nach Pfingſten, den 7. Auguſt 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 12. Sonntag nach Pfingſten,
den 7. Auguſt, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Pre=
digt
. Vorher Beichtgelegenheit.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 31. Juli: Dem Großh. Hofſtall=
beiknecht
Valentin Pfeiffer S. Kurt Peter.
Stadtgemeinde: 30. Juli: Unehel. S. Heinrich,
geb. 28. Juni.
Johannesgemeinde: 31. Juli: Dem Ober=
poſtaſſiſtent
Karl Trinkaus S. Heinrich Karl Hermann,
geb. 19. Mai. Dem Schloſſer Heinrich Spieß T. Kätchen,
geb. 21. Dezember 1909.
Martinsgemeinde: 31. Juli: Dem Schreiner
Karl Partzſch T. Anna Martha, geb. 21. Juni. Dem
Fabrikarbeiter Heinrich Schneider T. Maria, geb. 10. Juni.
Dem Gärtner Peter Walter S. Friedrich Chriſtian, geb.
9. Juli. Dem Ingenieur Otto Joſeph Hermes S. Georg
Ernſt, geb. 30. Juni. 2. Auguſt: Unehelicher S. Friedrich,
geb. 22. Juli. 31. Juli: Dem Weinhändler Philipp
Barth T. Wilhelmine Barbara, geb. 27. Juni. Dem
Schuhmacher Johann Karl Richard Woltmann S. Her=
mann
Richard Auguſt, geb. 12. Juli. Dem Dachdecker=
meiſter
Karl Aßmus T. Maria Elſa, geb. 17. Mai.
1. Aug.: Dem Bäcker Wilhelm Hofmann S. Willi, geb.
8. April. Dem Schaffner Wilhelm Friedrich Schott T.
Johannette, geb. 16. Juli.
Petrusgemeinde: 31. Juli: Dem Schreiner
Georg Reichel T. Anna Philippine, geb. 10. Juli. Dem
Hilfsſchaffner Nikolaus Schmidt T. Eva Babette, geb.
15. Juli. Dem Schuhmacher Johann Philipp Keßler T.
Pauline Kätha, geb. 7. Juli. Dem Eiſenbahngehülfen
Friedrich Arras T. Luiſe, geb. 25. Juni. Dem Aktuariats=
aſſiſtent
Johann Karl Friedrich Heinrich Merkel S. Ernſt
Otio Hellmut, geb. 28. Juni.
Paulusgemeinde: 29. Juli: Dem Poſtboten
Heinrich Lotz T. Katharine Emilie Eliſabethe, geb.
19. Juli. 30. Juli: Dem Gouvernementsſekretär Ludwig
Karl Friedrich Meiß in Buea, Kamerun, S. Hagen
Hermann Wilhelm, geb. 12. März in Buea. 31. Juli:
Dem Büroaſſiſtenten Emil Ludwig Schmidt T. Erna
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182.

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Seite 18,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Juguſt 1910.

Nummer 182.

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[ ][  ][ ]

Mummer 182.

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

Nummer 1182.

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3. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.

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[ ][  ][ ]

Die Audienz beim Miniſter.
Eine heitere Geſchichte.
(Schluß.)
Nun ſchritt man zur Wahl der Deputation. Da=
von
ſuchten ſich jetzt alle zu drücken. Der eine hatte
zu viele Arbeit zu erledigen, der andere ſagte, daß
eronoch nie in D. geweſen; ein dritter meinte, ſo ein
Miniſter ſei ein hohes Tier, vor dem er ſich geniere;
der Vierte wollte ſeine Frau erſt fragen, und ſo gings
weiter, niemand wollte mit, nur der Matz, den man
als Träger des klugen Vorſchlags nicht gut übergehen
konnte, war bereit, mit nach Darmſtadt zu gehen. O,
ſagte er mit Würde, ich fercht mich nett, ich geh dem
Deiwel vor die Höhl! (Höhle). Nachdem es alſo mit
einer Depuration nichts war, blieb nichts anderes
übrig, als einen Boten zu ſchicken, der aber nicht aufs
Maul gefallen ſein dürfe, damit er dem Miniſter klipp
und klar ſage, was der Wille der Bürger von A. hier
ſei, den Harter als Bürgermeiſter zu bekommen.
Der Bote konnte nur der Matz ſein, er war der
beſte Redner, den die Partei aufzuweiſen hatte; wohl
war er nur ein armer Schuſter, der bei den reichen
Bauern wenig galt, auch ſonſt wenig zu ſagen hatte, aber
er war furchtlos und welterfahren, denn er hatte die
Welt geſehen, d. h. er war in der nächſten Kreisſtadt
als Schuſtergeſelle in Arbeit geweſen.
Unter den Blinden iſt der Einäugige König und
ſo war es möglich, daß der Matz als Geſandter aus=
erſehen
wurde: Er ſetzte ſich jetzt auf ſeinen Schuſter=
ſtuhl
und anſtatt philoſophiſchen Gedanken nachzuhän=
gen
, machte er ſich daran, ſeine Rede einzuſtudieren.
Dabei wurde er wie verdreht, verſchnitt in ſeiner Auf=
regung
das Leder, ſchlug wie wütend auf die Sohlen,
gab dem Lehrbuben eine Ohrfeige, weil er ihn zum
Eſſen gerufen und in ſeinen beſten Gedanken geſtört.
Seiner Frau warf er beſchimpfende Worte an den
Kopf, weil ſie zu fragen gewagt, ob er denn über=
geſchnappt
ſei?
Im Monat Mai war der Matz ſo weit vorbereitet,
daß er erklärte, bereit zu ſein, nach D. zur Andienz
beim Miniſter zu reiſen. Die Koſtenfrage war auch
gelöſt, indem der gewählte Bürgermeiſter erklärte,
das Reiſegeld ſchießen zu wollen. Doch war eines da=
bei
noch zu bedenken, ob auch der Matz dem Miniſter
gehörig imponieren könne, denn er war ein unſchein=
bares
Männlein, bei dem der Mund nur etwas zu
groß geraten, während nach den Ausſagen Wiſſender
der erſtere ein großer Mann mit einem Hambacher
Bart ſein ſollte. Zudem fehlte dem Boten die not=
wendige
ſchwarze Kleidung, die doch zu einer ſo vor=
nehmen
Audienz auch notwendig iſt.
Aus dieſer Verlegenheit half wieder der Neu=
gewählte
, indem er ſeinen neuen, pompöſen Winter=
überzieher
zur Verfügung ſtellte, den er eben nicht
brauchte. Matz zog ihn an und verſchwand faſt ganz
in dem ſtattlichen Kleid, das ihm zu lang und zu weit
war, im ganzen ihm aber ein nicht geringes Anſehen
gab.
Nachdem man mit dem Boten einen feucht=fröhlichen
Abſchied mit vielen guten Wünſchen und Hoffnungen
gefeiert, fuhr er mit der Poſt nach Mainz und von da
mit der Eiſenbahn nach der Reſidenz zur Audienz.
Dorten lebte ein Vetter des Matz als Lakai am Hofe
eines Prinzen, dieſen ſchrieb er einen Brief, worin er
ihn bat, am Bahnhof ihn zu empfangen und zu dem
Hauſe des Miniſters zu geleiten.
Ich ſaß in dem Gaſthaus zur Sonne in D. bei
dem Mittageſſen, als mir der Gaſtwirt zuraunte, daß
in dem vorderen Saale, in dem gewöhnlich nur Land=
leute
, Marktbeſucher und dergleichen verkehrten, ein
Mann ſäße, der nach mir gefragt habe. Nach meinem
Mahle nahm ich meinen Weg durch den Saal, als auf
einmal ein Mann vom Tiſche aufſprang, mir entgegen=
eilte
und mich begrüßte. Es war der mir wohl=
bekannte
Schuhmacher Lai, vulgo Matz, der mir ſchon
manches Paar Stiefel verfertigt und auch geborgt
hatte.
Bei ſeinem Anblick wollte mich eine ungeheure
Heiterkeit erfaſſen, ich biß die Zähne zuſammen, um
nicht in ein lautes Lachen auszubrechen, das ihn ge=
wiß
beleidigt baben würde.

Wie kam dieſer kleine Mann mit dem ungeheueren
Mantel zuſammen? Nunsfragte ich ihn: Ei, Lai, wo
kommen=Sie denn her?
Wo wer ich herkumme, vun A., erwidert er
lächelnd.
Was tun Sie denn hier?
Waß=ich do=dhu, ei ich hun e Peteſion zum Mi=
niſchter
getrah, ich hun=Audienz bei ehm gehatt!
Eine Andienz, wegen was denn?
Ei, wiſſeſe, mer hun doch de Harter zum Borje=
maln
)ſchter gewählt, un die Regierung hott ehn nett
beſtätige wolle, drum hun icheeiln) Peteſion dem Mi=
niſchter
gebrung, daß er ehn doch beſtätiga ſoll.
Nun, fragte ich weiter, was hat der Herr Mi=
niſter
denn geſagt?
Ach, deß e lang Geſchicht, ſagte Lai, ſich hinter
den Ohren kratzend. Hun Se Zeit, ſo will ich ſe Ihne
erzähle!
Zeit habe ich wohl keine, ich muß wieder in
Dienſt, aber gehen Sie mit mir, und Sie können mir
die Sache auf dem Weg mitteilen.
Jo, awer wer bringt mich wirrer uff die Eiſe=
bahn
, meiln) Vetter will mich do doch abhole?
Gehen Sie nur mit, ich bringe Sie dahin.
Sehenſe, ſagte er mir, mer hun de Harter zum
Borjemaln)ſchter gewählt, awer der ſchuftig Kreisrat
ſchullig, daß er nett beſtätigt worra . Do hott es
gehaß, mer müſſe zum Miniſchter gehe. Es hätte ſolle
e paar Männer ſeiln), awer die dumme, aln)fällige
Bauere hun ſich devor gefercht, Ihne kann ichs jo ſahe,
Sie ſein jo kaln) Bauer!
Am Eenn hotts gehaßa, da muß der Lai heln)
gehe, der fercht ſich nett, der geht dem Deiwel vor die
Höhl. Wie’s ag wohr . Warum ſoll ich mich ag
ferchte? Der Miniſchter eße Mann wie e annerer,
un werd vun uns bezahlt.
Auf dem Wege dahin erzählte er mir ſeine heu=
tigen
Erlebniſſe.
Am Bahnhof hott mich meiln) Vetter abgeholt
un met mer gegang an ſo e groß Haus un hott ge=
ſaht
: Do muſchte e nen gehe un nach dem Miniſchter
frohe (frage).
Wie ich die Trepp enuff gang bin, ſo e großer
Mann uff mich zukumme und hott mich aln)geſchnauzt:
Wo wolle ſe denn heln), Sie Bauer?
Anfangs, wie ich mer den Mann do aln)geguckt
hun, hun ich geglabt, es könnt der Herr Miniſchter
ſei, er hott e Uniform angehatt mit veele große Knöpp,
un deham hott deß Stumpfe Schorſch, der ſchun e Mi=
niſchter
geſehln) hott, geſaht, er hätte e Uneform mit
goldene Knöpp aln). Weil ich der nett gleich Antwort
gewe hun, hott der mit de veele Knöpp noch e mol ge=
fraht
: Wo wilſchte denn hen?
Ich will zum Herrn Miniſchter, hun ich geſaht.
Ich hun do e Peteſion abzugewe, ich muß ehn awer
ſelbſt ſpreche.
Do geb nor die Peteſion her, hott er geſaht, der
Herr Miniſchter hott gar kaln) Zeit, un fer eich Bauere
wohl grad gar nett.
Do hunn ich mich awer uff mei Hinnerfiß ge=
ſtellt
un hun geſaht: Ich muß de Miniſchter ſpreche,
ich ben 12 Stunn weit geraſt, un ich ſoll den Mann nett
emol ſpreche könne? Fer waß er denn do? Mer
Bauere miſſe ag Steuer bezahle, wiſſen Se daß?
No, no, hott der do geſaht. Werd nor nett ſo
hitzig, Bauer, ich will e mol ſehe, ob er dich empfanga
werd, awer Du muſcht Dich eile, um 11 Uhr Konfte=
renz
, do muß er fort.
Do er uff amol fortgelafa, un wie er wirrer
kumme , hott er geſaht: Kumm mitt, der Miniſchter
will Dich anhöre, awer mach deiln) Sach nor kurz!
Do hott er mich am Aermel grieht un hott e Deer
(Tür) uffgemacht, hott mer e Stoß gebb un hott ge=
ſaht
: Do wart, bis der Miniſchter kummt. Dann hott
er die Deer wirrer zugeſchlahe.
Ich ben awer ſo arig uff mein Nas gefall’, daß ſe
angefange hott, zu blure. Jetzt hun ich en dem große
Saal geſtann, der Borem (Boden) war ſo glatt, wie e!
Spiehel un mei Blutstroppe ſein uff en gefall; ich hun
mei Sacktuch herausgenumme, hun mein Nas un ag
de Borem gewiſcht. Uff amol drübe er Deer uff=
gang
un es hott ſo e großer Mann dogeſtann; er hott

e Geſicht gemacht, wie e Löb, als wollt er am freſſe,u
hott geſaht: Wer ſind Sie?
Ich bineder=Peter Lai von A. üwgem (überm
Rheiln), hun ichzgeſaht.
Was wollen Sie? hott er gefroht.
Ich=will e=Petenſion von unſern Berjernsabgew. Seideln)=Harter als Borjemalnſſchter beſtätigt
ſolle. Do wollt ich ihm die ganz Geſchicht von unſere
Gemaaln) ausenannerſetze, do hott er gerufe: Me=
chen
Sieres kurz, ich habe keine Zeit!
Die verdammt Nas hott do wirrer meh anfang
zu blure, un ich war ag mit meine Gedanke e bisd
ausenanner kumme un hun wirrer vun vore ange=
zfang
. Do hott er wirrer gerufe: Machen Sie es kur=
ich
habe keine Zeit!
Die verdammt Nas, die hott jetzt angefange, ſtäa=
ker
zu blure, wie e Brünhe, mei Sacktuch war gan
blurig und der Borem ganz rot. Wie ich der uff amb
uffguck, drinne die Deer uffgang, un der Miniſchter
verſchwunne.
Ach Gott, do ſehen ſe emol dem Harter ſeiln) Roc
an, der ganz blurig, was werd der ſahe?
Ich tröſtete ihn und ſagte: Nun, der Harter wir)
gar nichts ſagen. Was können Sie dafür, erzählen Sie
nur weiter!
Wo ſein wer dann ſtehe gebliewe? Ja ſo, alſt
wie ich geſehln) hun, daß der Miniſchter verſchwunn
, do hun ich fer mich geſaht: Ei, do ſoll ja e Gel
wirrer enen fahre, wann mer mich nett anhöre will
un ich ben 12 Stunne weit geraſt. Vor waß bezahle
mer denn den Miniſchter?
Uff amol hott der mit dene veele Knöpp hinnen
mer die Deer uffgemacht, hott mer die Peteſion aus
der Hand gereß un hott geſaht: Geb ſe nor her, ich
werd ſe dem Miniſchter ſchun gewe. Wie er uff de
Borem geguckt hott un hott deß Blut geſehln), ſo hot
er mich angeguckt wie e Löb un hott geſaht: Ja, Bauer
was denn deß? Wie kummt deß Blut uff den Pa=
reelborem
(Parkettboden)?
Deß was ich nett, es wird ſchun geweſe ſeiln),
hun ich frech geſaht.
Do er awer zornig worr un hott geſaht: Du
hoſcht de Borem blurig gemacht, Deiln) Nas hott gee
blut. Gleich bezahlſt Du mer e Gulle fers Sauwer=
wache
, orrer ich hol die Polizei un loß dich enſteckel
Do hun ich Angſt grieht, hun meiln) Beitelche ufft
gemacht un hun ehm e Gulle uff de Erd gewerff, ich
war ganz zornig un wollt fortgehe. Erſch
hott er meiln) Gulle uffgehob, dann hott er mich
awer grieht un hott mich vor die Deer werfe wolle
awer er hott nur meiln) Mannel (Mantel) erwiſcht
ich bin e naus gelafe un er hott mer ihn nah geworf
un hott gerufe: Verfluchter Bauer, mach daß de for
kummſcht. Deß hun ich mer nett zwamol ſahe loſſe
ich hun mei Mannel genumme und ben fortgeloff
Wie e Gewirrer war ich die Trepp runne. Uff der
Stroß hun ich mich noch emol umgeguckt, ob der Kerl
nett mer nachlafe det (täte), awer ich hun nix meh=vun
ihm geſehn. Nachher bin ich die groß Stroß enuff
gang un hun immer en anem fort meiln) Nas butzen
müſſe, die noch geblut hott. Die Krenk, ſe wollt garl
nett uffhern, un uffem Mart (Markt) do eße ſo großer
Brunne, do hun ich mich ſe mer abgewaſch. Do hun
veel Leut um mich herum geſtann un hun iwer mich
gelacht, ich hun mer awer nix draus gemacht. Nachher
hun ich nach der Sunn gefroht, do dete Se eſſe, hott
meiln) Vetter geſaht. Es deß nett e ſchee Geſchicht?
Deß jo reiln) um die Krenk ſe kriehe!
Ich tröſtete ihn und glaubte auch, ihn ganz beruhigt
zu haben, aber auf dem Wege zur Bahn, wohin ich ihn
auf ſeine Bitten begleitete, geriet er immer in die alte
Aufregung. Er ſchaute grimmig aus ſeinem entſetz=
lichen
Mantel hervor und murmelte vor ſich hin:
deß nett rein um die Krenk ſe kriehe? und ich glaube,
daß er ſo fort geſagt hat, bis er in ſeine Heimat ge=
langte
.
Einige Wochen danach erfuhr ich, daß die Regier=
ung
, trotz der ausgezeichneten Vertretung der Peti=
tion
durch den Matz, den durchgefallenen Kandidaten
Beſt für drei Jahre zum Bürgermeiſter ernannt habe.
Nachdem ſeine Dienſtzeit abgelaufen war, erwählte
eine große Majorität der Bürger ihn ohne Gegen=
kandidaten
ſelbſt zu ihrem Oberhaupt.
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Leitung: Obermuſikmeiſter F. Mickley.
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Bei ungünſtigem Wetter Streichkanzert im Faale.

Rosenhof
im Ausstellungs-Restaurant
Sämstag, den 6., abends 8 Uhr, und Sonntag, den 7. August,
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Grosse Künstler-Konzerte
unter Leitung des Violinkünstlers Toni Czaschke. (15492
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Seite 24.

Därmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

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Nummer (182.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den G. Auguſt 1910.

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Waſſerwärme vormittags 7 Uhr 20% C
Woögspolizeiwache.

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Nummer 182;

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910.

digen Ausdruck zu geben. So ’was von Preiſen, Un=
terkunft
, Verpflegung und dazu die Behandlung!
Behandlung? fragte der gebräunte Marinier
und ſtrich ſich lächelnd den rötlichen Spitzbart. Ich
war auch da und wurde ſehr gut behandelt! Gut
behandelt, in Oberammergau, als Deutſcher? lautete
die mit maßloſem Erſtaunen geſtellte Frage. Nee,
meinte verſchmitzt der Kapitän, als Engländer! Haite
mir als Miſter Foreigner aus Oxford meine Karten,
Pardon meine Tickets ausſtellen laſſen, und fand alles
tipp=topp! Aber das Erſtaunen, als ich, der ich bis da=
hin
nur Deutſch geradebrecht und dem jeder Wunſch
erfüllt worden war zu meinem eigenen Vergnügen
hatte ich ein paar ganz verrückte Wünſche geäußert
zum Abſchied dem Pankraz und ſeinem derben Ehe=
geſpons
Pulcheria die Händ’ reiche: Bhüt’ Euch Gott
alle miteinand. War ja famos bei Euch! Und wenn
Euch der Weg nach Berlin führt, beſucht mich dort! und
machte eine ſehr treuherzige Miene dabei!
Danke für das Rezept, Capitano, hoffentlich haben
Sie’s noch nicht patentamtlich ſchützen laſſen, rief der
Künſtler, deſſen monumentale Werke manch’ deutſche
Stadt ſchmücken. Will nächſte Woche nach der Schweiz,
wo ja Mr. Englishſpoken auch überall als Nummer
Eins gilt.
Wäre wahrſcheinlich, meinte der blonde Schrift=
gelehrte
, auch für die Sächſiſche Schweiz zu be=
nutzen
. Habe da ſo meine Erfahrungen gemacht und
werde an der linken Seite, wo das Portemonnaie ſitzt,
ſtets von einem nervöſen Zucken befallen, wenn ich die
Mahnung in den Zeitungen leſe: bleibet im Lande!
Warum nicht, bloß: wie’s trefft! Kennt Ihr Schan=
dau
? Natürlich. Allerliebſt! Drei Stunden von
Berlin. Viel Berliner mit Kind und Kegel und Gram=
mophon
, und als Zugabe die Sägemühle inmitten des
reizenden Ortes. Ja, ja, nickte der Schriftſteller
mit verkniffenem Geſicht. Mit allem einverſtanden,
ſelbſt mit der ratternden Sägemühle. Nur erſpart Euch
einen Holzbock das kann Euch teuer zu ſtehen kom=
men
! Herr, dunkel iſt der Rede Sinn! Werde
Euch gleich aufklären. Fritz, noch einen Schoppen
Moſel vom Faß zu beſſerem reicht’s nicht mehr nach
Schand . . au! Alſo: Ihr wißt, ich mußte nach Brüſſel,

und wer ſeine Frau lieb hat, der nimmt ſie nicht m

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Ferien=Ende. Die Zahl der Mißvergnügten. Aller=
hand
Erfahrungen. Draußen und daheim. Am
Stammtiſch. Die Geſchichte vom teuren Holzbock.
Mein Schandau lob’ ich mir! Bleibt in Berlin!
Das geplante Oſtſeebad im märkiſchen Sand. Unſer
Zoo‟ Der billige Sonntag. Neueſtes für die
Tiere.
Zu Ende die Ferien der Mißvergnüg=
ten
und die Zahl der letzteren iſt groß, recht groß!
Das preiſend mit viel ſchönen Reden kann man dies=
mal
nicht auf die Unterhaltungen der Heimgekehrten
anwenden, Klagen, nichts wie Klagen. Das eklige
Wetter, die flaue Stimmung, Erkältung, Zimmerarreſt,
na, und dann die ſonſtigen Erfahrungen! Letztere wer=
den
jetzt emſig ausgetauſcht, und wohl dem, der ſich beim
Erzählen ſeinen Humor bewahrt, er entwaffnet da=
durch
die Lacher und Spötter. Kinder, bei Mailand,
das war ne nette Kiſte! Tat mir bloß leid, daß ich
keine Schlittſchuhe mit hatte, hätte ſie beſſer gebrauchen
können, wie meinen leichten Sommeranzug. Schnee=
ſturm
und Lawinen, der Zug drei Stunden ſtecken ge=
blieben
und wir ſtimmten uns und anderen zum
Troſt das Mignon=Lied an: Kennſt Du das Land, wo
die Zitronen blüh’n, das Lied, das ſchon ſoviel Unheil
angerichtet und ſoviele von den gemütlichen Penaten
nach den manchmal recht fragwürdigen Gefilden jen=
ſeits
der Alpen gelockt. Nun hätten wir ja gern Zi=
tronen
gehabt um uns einen gehörigen Punſch zu
bereiten, aber nix von Lemoni! Ich danke für Italien
und ähnliche Südfrüchte!
Und ich hatte meine eigene Paſſion bei den Paſ=
ſionsſpielen
, bemerkte ein anderer der Tafelrunde in
jener blumengeſchmückten Glasveranda der alten Ber=
liner
Weinſtube nahe dem Potsdamerplatz. War in
Oberammergau! Der erſte Buchſtaben und die
drei letzten, zu denen ich mir dann noch drei andere
hinzudenke, genügen, um meinen Empfindungen wür=

nach Brüſſel die weite Reiſe, Staub, Ermüdumg
Trubel der Weltausſtellung und ſo ne zarte Frau .
Schlaumeier! klang’s aus dem Hintergrund.
diesmal nicht, ſeufzte der Sprecher. Ich wünſchät
ich wünſchte, ich hätte meine Perle mitgenommen, an=
ſtatt
ſie nach der Perle der Sächſiſchen Schweiz 8t
bringen na, Perlen müſſen ja gefaßt werden,
Gold, ’s iſt auch redlich beſorgt worden! Schon im
Hotel, gut, aber teuer, mit Preiſen der erſten Schweize
Hotels, die dann doch noch etwas mehr dafür bieten
Als ich aus Belgien zur Elbe zurückeile, ſagt mir d
kleine Frau mit ſchelmiſchem Lächeln: Du, ich mut
Dir ein Geſtändnis ablegen . . . ich hab’ hier eine B
kanntſchaft gemacht! Ich unterdrücke alle Othella
Eigenſchaften und äußere möglichſt harmlos: Warua
nicht, lieber Schatz, es kann ja auch hier nette Menſchs
geben, ältere Damen, freundliche Ehepaare
Nein, ſeufzt der Kobold, es war ein er. Unſ
weißt Du, furchtbar zudringlich, oben im Wald un
dann hier, ließ’ nicht von mir ab, mußte mit Gewa=
entfernt
werden! Und? fragte ich nur, und
muß ſehr unheimlich geklungen haben, und? Pſt
lachte der Blondkopf, keine unnötige Erregung.
war ja bloß . . . ein Holzbock, und nicht mal Dei
Berliner Kollege! Aber denk' Dir, ich hab’ mich doe

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(40015a

Le
E

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Nummer 182

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Augnſt 1910.

Seite 277

Regel 10 Mark zu liquidieren pflege. Im vorliegen=
den
Falle handelte es ſich jedoch um einen erſten Nacht=
beſuch
mit operativem Eingriff in lokaler Angeſtheſie
und Verband unter Lieferung meinerſeits der Medi=
kamente
und Verbandſtücke. Für die Leiſtung zahlt die
hieſige Ortskrankenkaſſe für ihre Mitglieder, z. B. bei
Dienſtmädchen, mehr als 10 Mark. Es kann
daher, da Ihre Frau Gemahlin doch keinem Dienſt=
mädchen
gleichzuſtellen iſt, dieſer Betrag auch gar nicht
in Frage kommen. Ich liquidiere für meine ärztlichen
Bemühungen vielmehr: 20 Mark. Dieſer Betrag ver=
ſteht
ſich aber nur, falls innerhalb 8 Tagen
ohne weitere Spezifizierung uſw. Zah=
lung
an mich erfolgt iſt, andererſeits behalte ich
mir die Feſtſetzung eines höheren Betrages vor.
Das war mir denn doch ein bißchen zu ſtarker
Toback! Ich übergab die Sache der zuſtändigen Aerzte=
kammer
, erhielt zunächſt keine Antwort, dafür aber die
Klagezuſtellung des Schandauer Doktors. Zahlte nun
unter Proteſt und hatte noch das Vergnügen, an die
Gerichtskaſſe 10 Mark zu berappen. 30 Mark für einen
Holzbock ausgerechnet Schandau! Nach dieſen Er=
fahrungen
werde ich natürlich einen Aufenthalt in der
Perle der Sächſiſchen Schweiz, in der jeder erſte ärzt=
liche
Beſuch 10 Mark koſtet und den Küchenfeen die
Holzböcke auch à 10 Mark das Stück entfernt werden,
auf das dringendſte empfehlen ja, ja, bleibet im
Lande! Au, es juckt ſchon wieder an der beſonderen
Stelle! Fritz, noch einen Schoppen, der Aerger muß
heruntergeſpült werden!
Diejenigen, die in Berlin geblieben ſind, haben
diesmal nicht die ſchlechteſte Wahl getroffen. Bleibt
in Berlin! iſt gar nicht ſol leerer Wahn. Na,
und wenn nun erſt Berlin ſein richtiggehendes Seebad
hat, dann ade ihr Flunderndörfer an Oſt= und Nord=
ſee
! Wird doch der Plan tatſächlich ernſthaft erwogen,
hier mit allem Komfort der Neuzeit ein großes
Salzwaſſerbad einzurichten, das neben zwei rie=
ſigen
Baſſins Einzelbäder, Hallen für Gymnaſtik, Luft=
und Sonnenbäder und ſo fort enthält. Das Waſſer
ſoll ſtets friſch aus der Oſtſee hergeleitet werden. Was
die Römer mit ihren großartigen Aquaedukten konn=

ten, können wir auch, ſagen unſere Ingenieure und
Baumeiſter. Fragt ſich, was die Kapitaliſten ſagen!
Denn die Koſten der ungeheuren Anlage ſind auf zirka
16 bis 18 Millionen Mark berechnet, iſt ſchon ein ſchönes
Stück Geld, das viel kühne Unternehmungsluſt er=
fordert
.
Vorläufig werden wir uns wohl, was Berlins
direkte Beziehungen zur See anbelangt, mit unſerem
Aquarium begnügen müſſen, das, da ſein bisheriges
Heim nahe den Linden dem Abbruch verfallen iſt, im
Zoo neu und zwar größer wie intereſſanter erſtehen
wird. Dadurch wird der Zoologiſche Garten
eine weitere Anziehungskraft erhalten, deren er ja
eigentlich kaum noch bedarf. Was wäre ein Berliner
Sommer ohne den Zoo iſt ja gar nicht auszu=
denken
! Dieſes Unternehmen, das in geſchickteſter
Weiſe Belehrung mit Vergnügen vereint, iſt wahrlich
volkstümlicher Art, hier kommen alle Kreiſe und Stände
der Weltſtadtbevölkerung auf ihre Rechnung, die oberen
Tauſend wie die unteren Hunderttauſende. Und die
letzteren dürften den Zoologiſchen Garten und ſeine
eigentliche Bedeutung vielleicht mehr ſchätzen, wie die
erſteren. Man richte ſeine Schritte nur an einem der
erſten Monatsſonntage, an denen der Eintrittspreis
25 Pfg. beträgt, hierher, da wird man echt Berliner
Leben und Treiben beobachten können. An ſolchen
von der Witterung begünſtigten Tagen hat der Garten
ſchon an hunderttauſend und mehr Menſchen beher=
bergt
, obwohl dann nicht, wie ſonſt, ein ſtetes Kommen
und Gehen, ſondern ein Kommen und Bleiben ſtatt=
findet
. Denn dieſe ungezählten Beſucher wollen dieſen
Tag hier im Freien verleben, ſie wollen ihn bis zur
ſpäten Stunde ausnutzen. Hunger und Durſt haben
ſie nicht zu befürchten, Muttern hat in dickbauchigen
Behältern genügenden Proviant mitgenommen und
Bier gibt es aller Ecken und Enden, denn da die
Reſtaurationsräumlichkeiten bei weitem nicht aus=
reichen
, ſind überall an paſſenden Stellen beſondere
Bier=Niederlagen errichtet worden, an denen das
Bayerſche friſch vom Faß verzapft wird und neben
denen rieſige Körbe aufgeſtellt worden ſind, um die
Stullenpapiere aufzunehmen.

Der ganze gewaltige Garten hallt an ſolchen Sonn=
tagen
von Fröhlichkeit und Freude wider. Die Be=
haglichkeit
und Gemütlichkeit der Berkiner, daneben
vollgültig auch ihr Witz und ihre Spottluſt, kommen
zur beſten Geltung; welche Vergleiche werdensvor den
Tierzwingern geriſſen, welche Vergleiche mit dieſen
oder jenen frei dreſſierten zweibeinigen Anweſenden
und den eingekerkerten vierbeinigen gezogen, und wief
viele gewagte zoologiſche Behauptungen werden hier
und da laut, daß ſich die Tiere, wenn ſie Verſtändnis
hätten, in die Seele ihrer Beſchauer hinein ſchämen
würden. Bis zur ſpäten Abendſtunde hält das Men=
ſchengewühl
an, dann wird der oft ſehr weite Heimweg
unternommen, häufig zu Fuß, da alle Verkehrsverbin=
dungen
beſetzt ſind; matt und müde und verſtanbt langt
man zuhauſe an, aber . . . hübſch war es doch, iſt die
allgemeine Kritik, und: In vier Wochen geht’s wieder
nach dem Zapperlot’ſchen! erklärt gebieteriſch das
Familienhaupt und Frau wie Sprößlinge freuen ſich
lärmend ob dieſes Entſchluſſes.
Die wiſſenſchaftliche Bedeutung des
Gartens, deſſen Tierbeſtand einen Wert von weit
über einer halben Million Mark verkörpert, muß ganz
beſonders gewürdigt werden. Unter der umſichtigen,
pflichterfüllten Leitung des Profeſſors Dr. Heck und
Direktors Meißner ſtehend, hat er gerade in den letzten
Jahren die erfreulichſten Fortſchritte gemacht und
rühmenswerte Verbeſſerungen erfahren. In maleri=
ſcher
Weiſe wurden erſt kürzlich wieder neue Tierbe=
hälter
geſchaffen, die von feſſelndſter Wirkung ſind. Ein
Stück Alpenwelt ward für die Adler, Geier und andere
Raubvögel in großartiger Weiſe errichtet und eine oſt=
afrikaniſche
Farm für die mannigfachſten Zebra=Arten,
neben ſonſtigen Neuerungen. Stets wird dabei der
eigentliche Zweck des Zoo gewahrt, der nichts mit ſo=
genannten
Tierparks und deren Schaugepränge zu tun
hat. Auch bei dieſen jüngſten Bauten tritt ſehr glück=
lich
das Beſtreben zutage, für Auge und Geiſt des Be=
ſuchers
einen ideellen Zuſammenhang und eine künſt=
leriſche
Harmonie herzuſtellen zwiſchen dem Tiere und
dem Hauſe, das es bewohnt. Und ſo mag es auch in
Zukunft gehalten werden!

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Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 6. Auguſt 1910,

Nummer 182.

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Nummer 182.

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