Darmstädter Tagblatt 1910


03. August 1910

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nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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173. Jahrgang
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ean für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

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den Annoncen=Expeditionen. Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

* 179.

Mittwoch, den 3. Auguſt.

Probleme der Weltpolitik.
IV.
Deutſchland und China.
UrB. Zu den bedeutſamſten Erſcheinungen moderner
Aßtolitik gehören die Verſtändigungen der
Purken über die Ausbeutung der Schwa=
Ihn So haben England und Frankreich ſich darüber
AEimdigt, daß ſie einander gegenſeitig in Marokko und
Ilyoten freie Hand laſſen; ſo haben England und Ruß=
Aſ ſich über ihre Monopolſtellungen in Perſien geeinigt;
Ahaben Rußland und Japan gemeinſam über die chine=
fe
Mandſchurei verfügt. Das ruſſiſch=japaniſche Abkom=
In ſtellte alſo eigentlich kein Novum dar aber es be=
ſiete
doch wohl ſchließlich den folgenſchwerſten Schritt
vem Wege jener Politik der Monopolſtellung. Den
lſicgen Verſicherungen, daß die Intereſſen der übrigen
Aſſtwewerber nicht berührt werden ſollten, iſt ja erfah=
Angsgemäß keine andere Bedeutung beizumeſſen als die
n papiernen Floskel.
lllſo wieder ein weites Gebiet, in dem die offene Tür
jeſchlagen werden ſoll! Wieder eine große Intereſſen=
ſäre
, in der andere nichts zu ſuchen haben. Und wieder
Boden eines offiziell ſelbſtändigen Landes, über den
vertragſchließenden Mächte in ſouveräner Weiſe ver=
fen
. So gut, wie in den anderen Fällen, in denen wir
lleiches während der letzten Jahre beobachtet haben,
Aiufſchlands Platz an der Seite des ſelbſtändigen Marokko,
ſelbſtändigen Türkei, des ſelbſtändigen Perſien iſt, ſo
ſt, wie es dort die Intereſſen der freien Wettbewerber
gmnüber den Monopoliſten vertritt, ebenſo iſt jetzt in Oft=
er
der ihm geziemende Platz an der Seite Chinas. So
t, wie es im Intereſſe des Weltfriedens wünſchen muß,
ß ein geſtärktes Marokko die der europäiſchen Ruhe ge=
hillichen
Kräfte Frankreichs, eine kräftige Türkei und ein
kräftigtes Perſien in gewiſſem Umfange die Kräfte
ulzlands und Englands binden, ſo gut muß es den
unſch haben, daß ein erſtarktes China die japaniſchen
räffte zu binden imſtande iſt. Andernfalls droht die ja=
miſche
Türſchließungs=Politik in Oſtaſien immer weiter
In ſich zu greifen, wird die wirtſchaftliche Stellung der
gropäiſchen Mächte auf dem dortigen Markte eine im=
e
ſchwierigere, bedroht Japan die europäiſche Politik
mnter mehr mit der zuſammengefaßten Kraft der gelben
falſſe!
Deutſchland ſteht heute dem chineſiſchen Rieſenreiche
mz anders gegenüber als in den Tagen des Boxer= Auf=
ardes
, obgleich wohl zu beachten iſt, daß wir ja auch da=
tails
keineswegs gegen das chineſiſche Reich ſelbſt an der
wpütze der europäiſchen und amerikaniſchen Truppen Krieg
jhrten, ſondern im Gegenteil gegen die Feinde der chine=
ſchgen
Regierung, die nichts von der Durchdringung Chi=
als
mit abendländiſcher Kultur wiſſen wollten. Die krieg=
ürrenden
Mächte ſtanden alſo damals im Grunde genom=
rem
nicht gegen China, ſondern auf der Seite des moder=
eir
, des erwachenden Chinas.
Inzwiſchen machte die moderne Entwickelung des Rie=
enreiches
bereits ungeahnte Fortſchritte. China, das ſich
inſſt ſträubte, die Eiſenbahn in ſein Land hineinkommen
u laſſen, baut heute bereits ſelbſt Eiſenbahnen, die aus
enn Lande hinaus führen. Befürworter einer chineſiſchen
erfaſſung, die früher unter Schloß und Riegel geſetzt
purden, ſtehen heute in hohen Ehrenämtern und arbeiten
n dem Entwurfe zu einer Verfaſſung. Das volkreichſte
land der Erde ſchickt ſich an, ſeine alten Sitten zu ver=
hlen mit abendländiſcher Kultur. Nach welcher Rich=
ung
wird dieſe neue Kultur=Entwickelung ausſchlagen?
Ver wird den vorherrſchenden Einfluß auf ihrem Gang
Ausszuüben vermögen? Es iſt das eine Frage, die für die
ſanze abendländiſche Welt von höchſter Bedeutung ſein
nuß.
So viel erſcheint bereits im gegenwärtigen Stadium
icger, daß die neue chineſiſche Kultur=Entwickelung nicht
beiſpielsweiſe unter ſlawiſchem oder unter romaniſchem
Fanfluſſe ſtehen wird, ſondern weſentlich unter dem der
germaniſchen Raſſe, teils unmittelbar, teils durch Ver=
Umrttelung der Japaner, die ſchon ſo viel von der abend=
ländiſchen
Kultur in ſich aufgenommen haben. Im Wett=
bawerb
um die Mitarbeit an der Erziehung des erwachen=
dan
Chinas ſtehen die drei großen, ſtammverwandten Län=
bar
: die Vereinigten Staaten Amerikas, England und
Heentichland. Die=Einflüſſe Englands auf China ſind ſehr

alt und am tiefſten eingewurzelt; die Einflüſſe der Ver=
einigten
Staaten ſind zwar jüngeren Datums, gerade
während der letzten Jahre aber in ganz außerordentlichem
Maße und mit großem Weitblicke entwickelt, die Einflüſſe
Deutſchlands denen beider Nebenbuhler weir unterlegen.
Aber wenn wir ſeinerzeit erkannt haben, daß wir gerade
in China ebenfalls unſeren Platz an der Sonne brauchen,
dann dürfen wir nicht erlahmen in dem Beſtreben, auch
den kulturellen Einfluß des Deutſchtums hier neben dem
des Angelſachſentums geltend zu machen.
Heute, in einer Zeit, da offiziell das engliſche= japa=
niſche
Bündnis noch in Kraft iſt, hat die japaniſche Aus=
ſchließungspolitik
ſich als ſtarkes Hindernis für die ihr ge=
genüber
gemeinſamen deutſchen und angelſächſiſchen In=
tereſſen
erwieſen. Mag es England auch immerhin will=
kommen
ſein, daß Japans Vorgehen die Gegenſätze zwi=
ſchen
dem oſtaſiatiſchen Inſelreich und den Vereinigten
Staaten von Nordamerika vertieft und damit geeignet er=
ſcheint
, die Kräfte dieſer beiden gefährlichen Konkurrenten
gegeneinander zu binden, ſo wird Deutſchland im In=
tereſſe
ſeiner Zukunft auf dem oſtaſiatiſchen Markt ſein
Augenmerk vor allen Dingen auf die Erhaltung der offenen
Tür in China richten und wünſchen müſſen, daß die chine=
ſiſchen
Kräfte ſtark genug werden, um die japaniſchen zu
binden. Unter dieſem Geſichtspunkte wird beim Erſtarken
Chinas die gelbe Gefahr für Europa nicht vergrößert, ſon=
dern
auf abſehbare Zeit verringert. Zugleich wird, wenn
Chinas Selbſtändigkeit ſich wieder feſtigt, auch Rußlands
Aufmerkſamkeit, die ſich jetzt leicht in unerwünſchter Leb=
haftigkeit
Europa und dem nahen Orient zuwenden
könnte, wieder mehr nach dem fernen Oſten abgelenkt.
Deutſchland braucht es heute durchaus nicht mehr mit
dem eine Zeitlang modernen, aber niemals zutreffenden
Verlegenheitsausdruck der deutſchen Diplomatie zu halten,
daß ſie ſich freue, wenn in der Außenwelt die Reibungs=
flächen
zwiſchen anderen Mächten ſich verringern es fin=
det
im Gegenteil ſeine Rechnung am beſten dann, wenn
an den vorhandenen Reibungsflächen hüben und drüben
fremde Mächte ſtehen, die einander möglichſt vollkommen
gewachſen ſind. Denn gerade durch die Kräftegleichheit
werden drohende Gefahren gebannt, wird das monopo=
liſtiſche
Uebergewicht des einen Teiles verhindert, findet
der internationale Wettbewerb für ſeine Tätigkeit den Bo=
den
der Ordnung, Ruhe und Gleichberechtigung.
Art. Dir.
Eine nationale Forderung.
. Unter der blutdürſtigen Ueberſchrift Ueber Leichen
bekämpft der Vorwärts im Anſchluß an die Verhand=
lungen
des Vereins für Sozialpolitik in Wien 1909 das
Beſtreben unſerer Induſtrie, Menſchenkräfte durch maſchi=
nelle
Vervollkommnungen und Maſchinenkräfte zu erſetzen,
und führt im einzelnen aus, daß dadurch zahlreiche, be=
ſonders
ungelernte Arbeitskräfte entbehrlich gemacht und
die großen Maſſen in die Arbeitsloſigkeit, ins Elend und
in den Hunger hineingeſtürzt würden.
Der Standpunkt, auf den ſich der Vorwärts ſtellt, iſt
an ſich ſo fortſchrittsfeindlich wie möglich. Denn alle Ver=
beſſerungen
in den Arbeitsmethoden ſeit den älteſten Zei=
ten
haben die Erſparung von Menſchenkräften zur Folge
gehabt, und wir würden heute nicht den Komfort bis in
die weiteſten Kreiſe der kleinen Leute hinein genießen,
wenn es nicht gelungen wäre, Werte mit einem immer
geringeren Aufwand an Menſchenkräften zu ſchaffen. Ganz
beſonders muß es das Beſtreben ſein, die Zahl der unge=
lernten
Arbeiter einzuſchränken, weil ſie die ſozial am
tiefſten ſtehende Schicht der Arbeiterſchaft darſtellen und
vielfach zu einer ſtumpfſinnigen und geradezu menſchen=
unwürdigen
Arbeit genötigt ſind. Gerade ein Volk, wie
das deutſche, das ſo gewaltige Summen für die Erziehung
des Volkes ausgiebt, muß beſtrebt ſein, dieſe Arbeiter=
kategorie
allmählich immer mehr und mehr zugunſten der
qualifizierten Arbeiter einzuſchränken, ſelbſtverſtändlich
nicht mit einem Male, ſondern allmählich, um überflüſſige
Arbeiterentlaſſungen zu vermeiden. Dieſe Forderung hat
aber gerade für Deutſchland noch eine weit größere Bedeu=
tung
, weil gegenwärtig weit über eine Million fremde
Arbeiter in der Induſtrie und Landwirtſchaft tätig ſind, die
vielfach eine nationale Gefahr bedeuten, weil ſie ſich zum
Teil hier ſeßhaft machen und den ohnehin unerwünſchten
fremdſprachlichen Einſchlag im Deutſchen Reiche vermehren.
Gerade ſie aber gehören zum überwiegenden Teile den un=
gelernten
Arbeitern an, die Deutſchland gegenwärtig noch
in ſo hohem Maße braucht und nicht in genügender Maſſe

1910.
produziert, weil ein deutſcher Arbeiter, der durch die
deutſche Schule gegangen iſt, gewöhnlich den Ehrgeiz hat,
ein qualifizierter und dadurch beſſer bezahlter Arbeiter zu
werden. Gerade aus nationalen Gründen muß alſo dieſer
Prozeß des allmählichen Erſatzes der ungelernten Arbeiter
durch maſchinelle Vorrichtungen nach Möglichkeit gefördert
werden, ganz abgeſehen davon, daß er auch ohnedies im
Intereſſe des wirtſchaftlichen Fortſchritts notwendig und
fernerhin einfach unabwendbar iſt, da die induſtrielle Ver=
vollkommnung
ſeit den älteſten Zeiten eben den Erſatz der
höher bewerteten menſchlichen Arbeitskraft durch Maſchinen
zum Ziel gehabt hat.
Die Arbeiterverſicherung in den einzelnen
enropäiſchen Ländern.
A. M. Im Kaiſerlichen Statiſtiſchen Amt iſt ſoeben
nach dem neueſten Stand der Geſetzgebung eine Zuſam=
menſtellung
über die Arbeiterverſicherung in den europäi=
ſchen
Ländern vorgenommen worden. Dabei wurden 14
Länder berückſichtigt. Hinſichtlich der Krankenverſicherung
beſteht die Zwangsverſicherung außer in Deutſchland noch
in Oeſterreich, Ungarn, Luxemburg und Norwegen
für die Arbeiter und Angeſtellten mit einem Jahresein=
kommen
bis zu 1575 Mark in den Städten und bis zu
1350 Mark auf dem Lande. In Oeſterreich, Ungarn und
Norwegen beſteht daneben auch noch für einen Teil der
nichtverſicherungspflichtigen Erwerbstätigen die freiwillige
Krankenverſicherung. Die freiwillige Krankenverſicherung
beſteht in Italien, Frankreich, Großbritannien, Schwe=
den
, Dänemark, Finnland, Spanien und den Nieder=
landen
, jedoch beſteht in Frankreich noch die Pflichtver=
ſicherung
in Krankheitsfällen für Bergleute und in Nor=
wegen
können ſich alle die Erwerbstätigen, die nicht der
Zwangsverſicherung unterſtehen, freiwillig verſichern.
Gegen Krankheit ſind in den einzelnen Ländern verſichert
in Deutſchland 13,2 Millionen Perſonen, in Oeſterreich
3,04 Millionen, in Ungarn 800000, in Italien 1 Million,
in Frankreich 4,3 Millionen, in Belgien 420000, in Groß=
britannien
6,1 Millionen, in Norwegen 440000, in Schwe=
den
585000, in Dänemark 626000, in Finnland 448000,
in den Niederlanden 600000 und in Luxemburg 36000
Perſonen.
Hinſichtlich der Unfallverſicherung beſteht die Zwangs=
verſicherung
mit der freiwilligen Verſicherung für kleinere
Unternehmer und andere nichtverſicherungspflichtige Per=
ſonen
in Deutſchland, Oeſterreich, Ungarn und Luxemburg.
In Italien beſteht die Zwangsverſicherung ohne freiwillige
Verſicherung für nichtverſicherungspflichtige Perſonen, in
Norwegen beſteht die obligatoriſche Unfallverſicherung für
Arbeiter und Betriebsbeamte mit einem Jahresverdienſt
bis zu 1350 Mark und für Fiſcher, in Finnland beſteht die
Zwangsverſicherung für Arbeiter bis zu 600 Mark Jahres=
einkommen
und in den Niederlanden beſteht der Unfall=
verſicherungszwang
für alle gewerblichen Arbeiter und Be=
triebsbeamten
mit einem Tagesverdienſt bis zu 7 Mark.
Die freiwillige Unfallverſicherung beſteht in Frankreich,
Belgien, Großbritannien, Schweden, Dänemark und Spa=
nien
, eine Ausnahme machen Dänemark und Frankreich
nur inſofern, als in dieſen Ländern für die Seeleute die
obligatoriſche Unfallverſicherung eingerichtet iſt. Für die
Invaliden= und Altersverſicherung beſteht die Zwangsver=
ſicherung
in größerem Umfange nur in Deutſchland; ſonſt
iſt die Zwangsverſicherung in dieſem Zweig nur für ein=
zelne
Kategorien der Berufstätigen eingeführt in Oeſter=
reich
für die Bergleute (170000 Perſonen), in Ungarn für
die Bergleute (95000 Perſonen), in Frankreich für die See=
leute
und für die Bergleute mit einem Jahreseinkommen
bis zu 2000 Mark und in Belgien für die Vergleute
(150000 Perſonen). Sonſt beſteht nur die freiwillige Ver=
ſicherung
, und zwar teilweiſe für alle Staatsbürger, teil=
weiſe
auch nur für die einzelnen Berufskategorien. So=
wohl
nach der Zahl der Verſicherten, als auch nach der
Höhe der Ausgaben iſt Deutſchland in allen Verſicherungs=
zweigen
weſentlich im Vorſprung.
Deutſches Reich.
B. Der Verkauf deutſcher Kriegsſchiffe
an die Türkei dürfte nach den vorliegenden Nachrichten
perfekt geworden ſein. Es handelt ſich dabei um zwei der
wertvollſten Schiffe der Brandenburg=Klaſſe, nämlich um
die beiden im Jahre 1891 vom Stapel gelaufenen Linien=
ſchiffe
Weißenburg und Kurfürſt Friedrich Wilhelm,
die ein Deplacement von 10013 Tonnen haben, über eine
außerordentlich ſtarke Panzerung verfügen und, abgeſehen

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Nummer 121

von der Mitelarilerie, mit ſechs 23 Zentimeter=Kanonen
beſtückt ſind, wodurch ſie ſpäteren Schiffen der Kaiſer
Friedrich= und Wittelsbach=Klaſſe, die nur Kanonen
von 24 Zentimeter=Kaliber führen, weſentlich überlegen
ſind. Gerade die Schiffe der Brandenburg=Klaſſe ge=
nießen
, trotzdem ſie bereits älteren Urſprungs ſind, in
Marinekreiſen einen ausgezeichneten Ruf. Beide Schiffe
verfügen über Maſchinen von 9700 bis 10020 indizierten
Pferdekräften, die ihnen eine Geſchwindigkeit von 16,3 bis
17 Seemeilen verleihen. Ihr normaler Kohlenvorrat reicht
für eine Seeſtrecke von 630, der maximale Kohlenvorrat für
eine Seeſtrecke von 1000 bis 1080 Seemeilen. Der einzige
Grund, weshalb man die beiden Schiffe deutſcherſeits für
entbehrlich gehalten hat, dürfte ihre geringe Geſchwindig=
keit
ſein, die hinter den Geſchwindigkeiten der zuletzt ge=
bauten
Panzerſchiffe von 18 bis 19,26 Seemeilen nicht un=
erheblich
zurückbleibt. Trotz alledem wird man ſchwere
Bedenken gegenüber dieſem Verkauf nicht unterdrücken
können; denn wenn es ſich bei beiden Schiffen auch um
Vordreadnoughtſchiffe handelt, ſo wäre es doch ſehr falſch,
ihnen eine ernſthafte kriegeriſche Bedeutung abzuſprechen.
Englands gewaltige Ueberlegenheit beruht gegenwärtig
z. B. ganz beſonders auf ſeinen Vordreadnoughtſchiffen,
obgleich England das gefliſſentlich unterdrückt und bei ſei=
nen
Vergleichen mit den Kriegsſchiffen anderer Staaten
immer nur ſeine Dreadnoughts heranzieht. Jedenfalls
wird Deutſchland darauf bedacht ſein müſſen, dieſe Lücke,
die durch dieſen Verkauf in ſeine aktive Schlachtflotte ge=
riſſen
iſt, möglichſt bald wieder auszufüllen.
Der Londoner Standard veröffentlicht ein Tele=
gramm
ſeines Berliner Korreſpondenten, worin dieſer die
Stellung des deutſchen Kaiſers zur Frauen=
frage
darlegt. Danach iſt die Hebung der ſozialen Lage
der Frau und die Erweiterung des weiblichen Wirkungs=
kreiſes
ſtets vom deutſchen Kaiſer befürwortet worden.
Er trete für beſſere Schulbildung der Mädchen und Oeff=
nung
der Univerſitäten für die Frauen ein. Auch techniſche
Berufe mancherlei Art ſollen ihnen eingeräumt werden,
damit die Frau den Kampf ums tägliche Brot erfolgreich
aufnehmen könne. Weibliche Aerzte, Rechtsanmälte, Zahn=
ärzte
ſollen angeblich jederzeit des Kaiſers Beifall gefun=
den
haben. Dagegen ſei der Kaiſer Gegner einer politi=
ſchen
Frauenemanzipation. Er werde den Anſprüchen der
Frauen auf allen Gebieten gerecht; nur in der Politik
wolle er die Frauen nicht haben. Für Frauenſtimm=
recht
ſei der Kaiſer niemals eingetreten Das
letztere hat man in Deutſchland ohnehin ſchon gewußt.
Daß der Kaiſer und namentlich auch die Kaiſerin der
Frauenfrage große Beachtung widmen, iſt gleichfalls all=
gemein
bekannt. Ob die Stellung des Kaiſers zum wirt=
ſchaftlichen
Emanzipationskampf der Frau von dem eng=
liſchen
Korreſpondenten des Standard völlig richtig wie=
dergegeben
iſt, iſt aber noch die Frage.
Als künftigen Unterſtaatsſekretär im
Kolonialamte nennt die Deutſch=Südweſtafrikaniſche
Zeitung den Generalkonſul in Mexiko Bünz, die Deutſche
Tageszeitung den Geheimen Legationsrat Schmidt=
Dargitz.
Entſprechend den Wünſchen zahlreicher im Hanſa=
Bund vereinigten Kreiſe aus Induſtrie, Handwerk und
Handel iſt der Hanſa=Bund in eine Unterſuchung darüber
eingetreten, ob und eventuell inwieweit der Frage einer
geſetzlichen Regelung des Urlaubsweſens
für die Angeſtellten nähergetreten werden ſoll. Immer

mehr entſchließen ſch die Arbeitgeberin Handel und Indu=
ſtrie
, ihren Angeſtellten einen angemeſſenen Urlaub zu ge=
währen
. Der Hanſa=Bund hat ſich bereits mit ſeinen
Zweigverbänden ins Einvernehmen geſetzt, um feſtzuſtel=
len
, in welchem Umfange und nach welchen Geſichtspunk=
ten
bisher ſeitens der kaufmänniſchen Kreiſe dieſe für die
Intereſſen der Prinzipale wie der Angeſtellten gleich wich=
tige
Einrichtung gehandhabt wird. In Oeſterreich iſt be=
kanntlich
zu Beginn dieſes Jahres ein Geſetz geſchaffen
worden, in dem die Gewährung von Urlaub an die Ange=
ſtellten
feſtgelegt iſt.
Die bayeriſche Kammer der Reichsräte
iſt bei der Beratung der Steuergeſetzreform in
dem letzten, noch ſtrittigen Punkte dem Beſchluſſe der Kam=
mer
der Abgeordneten, durch den der Höchſtſatz des Ein=
kommentarifes
auf fünf Prozent feſtgeſetzt wird, beigetre=
ten
. Damit iſt die Einführung der allgemeinen Einkom=
menſteuer
in Bayern geſichert.
Ausland.
Auf Grund der Ergebniſſe der Haupt= und der
Stichwahlen veröffentlicht das Miniſterium des
Innern folgende Zuſammenſtellung über die Ergebniſſe
der franzöſiſchen Generalratswahlen: Konſervative und
Nationaliſten 210 (gegen bisher weniger 49); Progreſſiſten
139 (gegen bisher weniger 24); Republikaner der Linken
351 (gegen bisher mehr 19); Radikale und Sozialiſtiſch=
Radikale 658 (gegen bisher mehr 23); Sozialiſtiſche Repu=
blikaner
28 (gegen bisher mehr 11); Geeinigte Sozialiſten
56 (gegen bisher mehr 21) und Revolutionäre 1 (gegen
bisher 0). Drei Reſultate ſind noch nicht bekannt.
In der Sitzung der Budgetkommiſſion wurde
beim Juſtizetat auch die Frage der Todesſtrafe indirekt
berührt, indem beantragt wurde, den Kredit von 25000
Francs für Hinrichtungen zu ſtreichen. Nach kurzer De=
batte
wurde dieſer Kredit jedoch aufrecht erhalten.
Der Matin meldet aus Caſablanca über Tanger:
Ma el Ainin, der ſich in der Nähe von Marrakeſch befindet,
habe geſchworen, die Niederlage zu rächen, die ſeine An=
hänger
bei Tadla erlitten haben. Da Muley Hafid ſich
weigerte, ihm Mittel zu ſchicken, verkaufte der Marabut
ſeine ſämtlichen Kamele, um ſich auf den Heiligen
Krieg gegen Frankreich vorzubereiten.
Im engliſchen Oberhauſe gelangten die dritte Le=
ſung
der die Regentſchaft regelnden Geſetzesvorlage und
die zweite Leſung der die Erklärung bei der
Thronbeſteigung betreffenden Geſetzesvorlage ein=
ſtimmig
zur Annahme.
Der Boykottausſchuß ließ den Zeitungen die Mit=
teilung
zugehen, daß der Boykott der griechiſchen
Waren in der Türkei ſtreng fortgeſetzt werden ſolle,
bis die kretiſchen Schutzmächte die auf Kreta bezüglichen
Verſprechungen verwirklicht hätten.
Der Miniſter des Innern iſt heute abend nach
Mazedonien und Albanien abgereiſt. Der Reiſe,
welche von einem außerordentlichen Miniſterrat beſchloſſen
wurde, wird die größte Bedeutung beigemeſſen. Sicherem
Vernehmen nach ſoll der Miniſter in erſter Linie den
Uebergriffen der Behörden bei der Entwaff=
nung
Einhalt gebieten. Ferner ſoll er der Anwendung
des Kirchengeſetzes und der Frage der mohammedaniſchen Franz Wunder aus Viernheim hieß in Bensheei
Einwanderung, ſowie den Straßenbauten ſeine Aufmerk=
ſamkeit
widmen.

2 Parts, 2. Aug. Der Köntg von Spanſt
der heute vormittag mit der Königin auf der Dur=ck
nach England dem Präſidenten Fallieres in Rambuu
einen Beſuch abſtatten wird, wird, wie der Petit Pan
meldet, den Präſidenten einladen, gelegentlich ſeiner
nach Porto nach Spanien zu kommen.
* San Sebaſtian, 1. Aug. Der König umd
Königin von Spanien ſind nach Paris abger=
* Petersburg, 1. Aug. Die kaiſerliche
milie iſt in Peterhof eingetroffen.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 3. Aug
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen H=
ſchaften
begaben ſich Montag nachmittag 3 Uh
Auto nach Schloß Heiligenberg und kehrten um 7
abends nach Wolfsgarten zurück. Geſtern weilt
Großherzog in Friedberg und beſichtigte dor:
Renovierungsarbeiten im Großh. Schloſſe. Die Rülk
erfolgte abends.
** Aenderungen im Finanzminiſterium und
ſterium des Innern. Se. Königl Hoheit der Groß
zog haben am 1. Auguſt ds. Js. den Miniſterialrat=
Vorſitzenden der Abteilung für Eiſenbahnweſen und
nanzwirtſchaft im Miniſterium der Finanzen Geheimel
Karl Süffert zum Miniſterialrat und Vorſitzendem!
Abteilung für Schulangelegenheiten im
ſterium des Innern mit Wirkung vom 1. September
ab ernannt. Herr Geheimerat Karl Süffert,
Nachfolger Geheimerat Eiſenhuths, iſt am 17. Auguſt 8
in Schlitz geboren. Er war früher Kreisamtmann
Friedberg und bekleidete auch die Stelle des Feldbera
gungskommiſſars in dieſem Kreiſe. Am 15. Oktober 9
wurde er zum Kreisrat in Alzey ernannt und auf Ve=uſ
laſſung des damaligen Finanzminiſters Gnauth du
Dekret vom 29. Juli 1905 ins Finanzminiſterium beraſt
und zum Miniſterialrat und Vorſtand der Miniſterialalie
lung für Finanzwirtſchaft und Eiſenbahnweſen mit ll
kung vom 16. November 1905 ernannt. Seine Ernennin
zum Geheimerat erfolgte nach dem Zuſtandekommen
Heſſiſchen Finanzreform unter Finanzminiſter Braum
Die durch die Ernennung des Geheimerats Sütffe
zum Leiter der Schulabteilung freigewordene Stelle eie
Vorſitzenden der Abteilung für Eiſenbahn
weſen und Finanzwirtſchaft ſoll, wie
Darmſt. Ztg. hört, zunächſt nicht wieder beſeſ
werden.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit
Großherzog haben dem Schloſſer in der Heſſüf
Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Franz Eiſenhaul
zu Darmſtadt aus Anlaß ſeines Ausſcheidens aus En
Staatseiſenbahndienſt das Allgemeine Ehrenzeichen m
der Inſchrift Für treue Arbeit verliehen.
n. Die Ferienſtrafkammer verhandelte geſtern en
größere Anzahl von Fällen, die einfach lagen und mi
durch Geſtändnis der Angeklagten abgekürzt ware
Faſt alle Angeklagten waren rückfällig, erhielten all
mildernde Umſtände zugebilligt. Verſchiedene Kun
dengelder unterſchlug hier der bei einem Eberſd
Mineralwaſſerhändler bedienſtete 21jährige Taglühnm=
Ferdinand Riether von Frieſenheim, der nachmehl=
wöchiger
Beſchäftigung unter Mitnahme eines gel Anzuges verſchwand. Es war dies der Daulf
dafür, daß ihn ſein Arbeitgeber aus Mitleid von ür
Landſtraße weg eingeſtellt und ohne ausreichenden B=
darf
beſchäftigt hatte. Das Urteil lautete auf 4 Mk
nate Gefängnis. Der 18jährige Taglöhnn
aus einem offenen Schrank eine Taſchenuhr mitgehil
und ſtahl weiter mittels Einſteigens an anderer Stele
einige geringwertige Gegenſtände, was er jetzt mit=l
Monaten 2 Wochen Gefängnis büßen muß. Beid

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Nordland.
Norwegiſche Stimmungsbilder von Walter Georgi.
Unförmige Felſenleiber, dem Torſo verſteinerter
Rieſen vergleichbar, Gehirnmaſſen, die aus geſpalte=
nen
Schädeln quollen und in ihrer ganzen Ausdehn=
ung
zu Stein wurden, da ſie das Meer erreichten, da=
hinter
blaue Berge mit weißglänzenden Firnen, die
ſich die Hälſe recken, um übereinander hinweg in die
Ferne zu ſpähen, ſo zeigt ſich Norwegens Küſte dem=
jenigen
, den der Poſtdampfer von Drontheim nord=
wärts
führt. Vergebens ſucht das Auge die liebliche
Anmut der ſüdlichen Fjorde. Jäher Felſen Allgewalt
beherrſcht hier das Land. Nur dort, wo die lang=
geſtreckten
Buchten ſturmgeſchützte Stellen berühren,
erblüht das Leben, auf engen Fleck gepfercht, oft in
leuchtender Farbenpracht. Dort grünen winzige
Saatenteppiche, Ebereſchen und Birken ſchütteln ihr
Blätterkleid und die holzgebauten Hütten der Men=
ſchen
finden Schutz in ihrer Abgeſchiedenheit.
Still und einſam, faſt erdrückt in dem Schweigen
ragender Felſen, liegen die Wohnſtätten der Ein=
zelnen
. Der Schrei der Möven, die über dem Waſſer
ſchweben, das Rauſchen eines fernen Waſſerfalles und
das ſpringende Rollen des Steinſchlags, das ſind die
einzigen Laute, die die Stille durchſchneiden. Aber
allwöchentlich einmal miſcht ſich ein willkommener Ton
unter die gewohnten Laute, wenn des Poſtdampfers
Sirene heult, daß es vielfältig von den ſteilen Ber=
gen
widerhallt. Dann wird das Bewußtſein wach, daß
der Einzelne trotz des weltfernen Daſeins als Glied
einer Gemeinſchaft angehört, die ihn in ſeiner Ein=
ſamkeit
nicht vergißt. Und allenthalben tritt man vor
die Türe oder man öffnet ein Fenſter und winkt zu
dem Poſtſchiff hinüber, bis es um die nächſte Ecke ver=
ſchwindet
und die Stille wieder auf den Hütten laſtet.
In irgend einem Winkel des Fjords geht das
Schiff vor Anker. Einige breitſpurige, rotgeſtrichene
Lagerhäuſer ſtehen meiſt am Ufer und auf den Felſen
klebt ein weißes Holzkirchlein, zu dem des Sonntags
aus nah und fern die Bewohner ſtreben. Ein flinkes,
kühngeſchweiftes Ranenboot, von ſehnigen Armen be=
dient
, ſchießt heran, um den Poſtbeutel zu wechſeln und
ein paar Paſſagiere an Bord zu geben. Blumen=
geſchmückt
klettern ſie die niedergelaſſene Treppe her=
auf
. In den Händen oder auf den Schultern befeſtigt,
tragen ſie alle die buntfarbigen Sträuße, Männer,
Frauen und Kinder. Ein Bild eigenartigen Zaubers,
wie die klotzigen, breitſchulterigen Nordlandsgeſtalten
ſorgſam dieſe Blumen hegen, gleich als ob ſie liebes,
teures Gut’mit ſich trügen. Ja, ſeine Blumen liebt

der Nordländer über alle Maßen, und er wartet ihrer
oft mehr als ſeiner eigenen, frei und ſelbſtändig auf=
wachſenden
Kinder. Wo der nackte Fels die Küſten bis
weit ins Land hinein beherrſcht und der Blüten Weihe
haßt, findet ſich faſt kein Bauernhaus, keine ärmliche
Fiſcherhütte, hinter deren Fenſter nicht eine beſcheidene
Roſe oder ein Nelkenſtock auf den Sinn ihrer Bewoh=
ner
ſchließen läßt.
Stundenlang liegt das Poſtſchiff oft in irgend
einem engen Fjord oder in ſtillem Waſſer zwiſchen
ſchützenden Inſeln. Ruhe und Frieden ſenkt ſich auf
Körper und Geiſt und weckt aus den Tiefen der Phan=
taſie
wunderſame Bilder. Ueber der eng eingeſchloſſe=
nen
See liegt ſilberner Metallglanz. Zierliche Wellen=
linien
löſen ſich auf in rundgebogene Bänder und
Striemen, die in Bündeln zu dreien und vieren ſich
ſcheinbar regellos ſuchen und fliehen und ineinander=
greifen
. Blitzſchnell erwacht ein Gedanke, der immer
klarer und zuverſichtlicher ſich geſtaltet und nicht mehr
zurückzudrängen iſt. Altnordiſche Silberarbeiten
treten vor das Auge, Broſchen, Spangen und Pokale,
mit den Ornamenten engverſchlungener Linien in
geometriſchem Syſtem. Die einſt Vollkommenes
ſchufen zur Freude ihrer Zeit und der Nachwelt ein
Vorbild, ſie waren bei dem beſten Lehrmeiſter ihrer
Kunſt zur Schule gegangen. Und weiter ſpinnt ſich
das einmal Erfaßte und greift hinüber auf ein an=
deres
Gebiet nordiſcher Kunſt. Zu den Webereien, die
die Frauen auf ihren Webſtühlen in den langen Win=
ternächten
ſchufen und auch heute noch ſchaffen, ſchenkt
die kurze Zeit des Lichtes im Jahre den Ton der
Farbe. Wenn die hellen Nächte des Sommers lautlos
über Meer und Land ſchreiten, dann wächſt auf den
Bergen der Ferne jene eigenartige, blaue Farbe, die
faſt keines ihrer Kunſtwerke entbehrt. Und die kar=
gen
, ums Daſein kämpfenden Matten ſpenden das
leuchtende Grün, das Mut und Kraft in ſich birgt.
Drum redet ſie auch zu uns mit eindringlichen Stim=
men
, dieſe echte nordiſche Kunſt, die, von fremdem Ge=
ſchmack
unbeeinflußt, ihre Werke ſchafft. Schlicht, echt
und wahr, das ſind die Bauſteine, aus denen die Na=
tur
Gewaltiges türmte. Und das erkannte des Nord=
länders
einfacher Sinn.
Je weiter man nach Norden vordringt, um ſo mehr
gewinnt die Landſchaft an Eigenart. Trollfratzen grin=
ſen
aus manch verwittertem Fels hervor und ſtellen
die phantaſtiſchen Steinfiguren am Drontheimer Dom
weit in den Schatten. Schneegefleckte Felſenmaſſive
trotzen mit der Wucht ihrer übergewaltigen Körper
in die brandende See. Selten tragen ſie die Spitze
frei. Weiße Haufenwolken ballen ſie meiſt dort zu=
ſammen
und dulden Heren blaue Schatten auf ihrem

breiten Rücken. Das ſind des Nordlands unvergäm=
liche
Wahrzeichen, die Aſenkräfte forterbten bis zu
heutigen Tag.
Hoch im Norden aber, wo den ewigen Nächten d
Winters eine lange Zeit ewigen Lichtes folgt, wo zur
Mittſommerszeit die Sonne ſich einen Monat lamf
ſcheut, ins Meer hinabzutauchen, ſteigen aus da
Meereswogen Norwegens ſeltſamſte Felſengebilde en=
vor
. In den ſpäten Stunden des Tages kommen ſe
dem Poſtſchiff in Sicht. Mattblaue Silhouetten baus
ſich dann in der Ferne am öſtlichen Horizonte au
Maſſige Burgen mit ragenden Türmen, ſteile zeu
ſägte Mauern mit Zinnen und Zacken. Lofoten nen=
der
Norweger dieſe Inſeln, die, dem Feſtlande vo
gelagert, ein Leben des Kampfes führen. Die Wind
jjagen heulend um ihre Spitzen und der Malſtro=
wälzt
ſich mit ſeinen Tücken an ihrer ſtolzen Reiß
vorüber. Erſt wenn das Poſtſchiff unmittelbar zu ihre
Füßen dahineilt, drängen ſie dem Bewußtſein di
Ucbermacht ihres Weſens und ihrer Maße auf. Mann
jungfräuliche Felsſpitze triumphiert ſieghaft im Gs
fühle ihrer Unbezwinglichkeit über diejenigen, dere
Blicke hingeriſſen an den nackten Felſenbergen hängen
Die wilde Zerriſſenheit ihrer Kämme über den Fin
nen aber klingt wie ein Schrei aus verborgenen Tie
fen und hallt in der Seele wider, daß der Mund ver
ſtummt und ein tiefer Ernſt ſich legt über Fühlen un=
Denken. Wo der Fels es geſtattet, haben Fiſcher au
dieſen Eilanden, oft hart am Meere nach Pfahlbauten=
art
, ihre Hütten aufgeſchlagen. Sturmgewohnte
trotzige Geſtalten, wie die Berge ihrer Heimat. Ein=
förmig
und ſtill fließt hier das Leben dahin. Nur in
den erſten Monaten des Jahres, wenn der Dorſa
zum Laichen die Inſeln entlang ſtreicht, dann füllen
ſich die Buchten mit Tauſenden von Fiſcherbooten, die
zum Fang von der ganzen norwegiſchen Küſte hier zu.. Dann reichen die großen Holzbuden=
die
eigens zu dieſem Zwecke erbaut ſind, kaum aus=
um
den Menſchenmaſſen Unterkunft zu gewähren=
Wenn aber der Schnee auf den Bergen zu ſchmelzer
beginnt, verläuft ſich ſchnell der Strom und die Ruhs
zieht wieder ein auf den Inſeln. Bald ſchmelzen auch
die langen, dunklen Nächte dahin unter der wachſen=
den
Kraft der Sonne, bis Abendrot und Morgenröte
ineinanderfließen. Und der Sommer ſchlägt ſein lich=
tes
Zelt auf über den nordiſchen Küſten. Die hellen=
ſtillen
Nächte werfen ihren Silberſchleier über Meer=
und Fels. Kein Laut unterbricht ihr Schweigen,
kaum daß die Wellen aneinanderklingen oder der=
Wind ſacht um die Felſen ſtreift. Doch jeder Ton birgt=
ſilbernen
Klang, fein und zart, wie die Gewebe der=
Mittſommernacht.

anhen
anheim.

[ ][  ][ ]

ſurmmer 179.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Seite 3.

llagten wurden 19 bezw. 17 Tage Unterſuchungs=
lngerechnet
. Unter der Vorſpiegelung feſter
Hiiftigung mietete ſich der 31jährige Uhrmacher
hoff Geyer von Dilshofen bei einer Frau in
heim ein und ſchädigte ſie um Koſt, ſowie
ng für mehrere Tage und einige Mark Bar=
Er verbüßt zurzeit eine fünfmonatige Betrugs=
die
wegen dieſes Falles um 2 Monate erhöht
Eine unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit
bhrrte Verhandlung gegen den 25jährigen Maler
Mi. Alltenburger von Offenbach wegen Ver=
Wprans nach § 176 Poſ. 3 Str.=G.=B. endigte mit Ver=
Uſil ung zu 9 Monaten Gefängnis, abzüglich 19 Ta=
Unterſuchungshaft. Die 27jährige, unbeſtrafte
Abirich Schielmann Ehefrau in Offenbach hatte
heskt, daß ein ihr gehöriger Schlüſſel zur Wohn=
dpugstür
ihrer Gangnachbarn, der Familie Boll, paßte,
pchaffte ſich ſo des ofteren heimlich Zutritt und ſtahl
nd bis man ihr aufpaßte und ſie erwiſchte. Sie
ünk die Aneignung von 80 Mark ſowie 3 Mark Dar=
Aln ein, während der Beſtohlene mehrere hundert
A vermißt. Die Angeklagte kam mit 4 Mona=
Gefängnis davon. Weiter wurde der 28
Are alte, rückfällige Taglöhner Philipp Kreim von
Pebach, der aus einem offenen Laden zwei Säcke
ſtioffeln im Werte von 16 Mark entwendet hatte, zu
Monaten Gefängnis verurteilt.
Landwirtſchaftskammer für das Großherzog=
Heſſen. In der letzten Sitzung ſprach ſich der
ſchſ and der Landwirtſchaftskammer u. a. gegen die
dem Finanzausſchuß der Zweiten Kammer der
ſürſtände angeregte Kürzung zur Landwirtſchafts=
hmer
aus und wird in dieſer Beziehung bei der
ſlollh. Regierung vorſtellig werden. Zur Minderung
u WWaſſerſchäden im Ried wird die Landwirtſchafts=
hnier
die Geſchädigten durch Beihilfe zur Beſchaffung
um Saatgut unterſtützen. An die Regierung ſoll mit
Ind Erſuchen herangetreten werden, ebenfalls einen Bei=
Iſti zur Unterſtützung zu dieſem Zweck zur Verfügung
ſiſtellen. Weiter wird bei der Großh. Regierung ange=
Unt, für die Entwäſſerung des Riedes durch Errichtung
ſſtier durch Elektrizität betriebener Pumpwerke, die die
ſhrandenen Bäche bei Hochwaſſer in den Rhein ent=
ikert
, Sorge zu tragen. Der Voranſchlag zur Be=
ulſchung
der Ausſtellung der Deutſchen Landwirtſchafts=
lellſchaft
in Caſſel 1911 wird grundſätzlich gutgeheißen.
Preiſe für die Braugerſten=Ausſtellung in Berlin
Int ein Betrag bis zu 300 Mk. zur Verfügung geſtellt;
tardem wird die Drucklegung der Buchführung für
ſſttz ere und größere Betriebe nachträglich genehmigt.
dden Ausführungsbeſtimmungen zum Reichs= Vieh=
ſch
engeſetz, die vom Bundesrat bereits entworfen ſind,
ſſſcht der Vorſtand keine Abänderungsvorſchläge, da=
Uhem bringt er zur Anweiſung für die Mitglieder der
ſchätzungskommiſſionen für Manöverſchäden der In=
trantur
eine Reihe von Abänderungen in Vorſchlag.
Leichzeitig wird die Landwirtſchaftskammer bei der
ſil tärbehörde dahin vorſtellig werden, daß die dies=
hrigen
Manöver mit Rückſicht auf die verſpätete Ernte
netwa 14 Tage verſchoben werden.
I Die ſtädtiſche Rechtsauskunftsſtelle Darm=
itt
(Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 5) erteilt unentgeltlich
u und Auskunft. Sie iſt nach Möglichkeit bei der
erfolgung begründeter Rechtsanſprüche durch An=
rty
gung von Schriftſätzen behilflich. Die Rechtsaus=
ntsſtelle
wurde im verfloſſenen Vierteljahr von 618
al ſuchenden (gegen 578 im vorigen Vierteljahr) in An=
ru
.ch genommen. Von dieſen waren 80 Arbeitgeber
91männliche und 21 weibliche), 463 Arbeitnehmer (288
ämnliche und 175 weibliche) und 75 ſonſtige Perſonen
5nmännliche und 49 weibliche). An Geſuchen, Ein=
rihen
, Klagen und anderen Schriftſätzen wurden 67 an=
furtigt
, Vergleichsverhandlungen fanden in 21 Fällen
aſt.
A Zur alten Poſt Wie im Montagsblatt ge=
edet
, wird im Lerchſchen Hauſe am weißen Turm
uch der Straße zu ein Neubau für ein Kinematographen=
eater
errichtet. Infolge deſſen iſt auch die im Hinter=
al
ſeither noch beſtandene Wirtſchaft Zur alten
leſt eingegangen. Dieſes Gaſthaus gehörte einſt zu
ei beſuchteſten Lokalen unſerer Stadt. Beſonders mit
er Glanzzeit unſeres Hoftheaters in den 50er und 60er
jahren des vorigen Jahrhunderts war es eng verknüpft,
enin dort war der Sammelpunkt der Mitglieder. Auch
ährend des Krieges 1870/71 war durch den Verkehr
ei kriegsgefangenen franzöſiſchen Offiziere in der alten
öchſt ein reges Leben. Später ging es der alten Poſt
ie ſo manchen anderen Dingen und Einrichtungen:
nderes trat an ihre Stelle und ſie fiel der Vergeſſenheit
nHheim.

n. Die Arbeitsverhältniſſe im Schreinergewerbe.
Die während des Frühjahrs ſteigende Tendenz erlitt
durch den Kampf im Baugewerbe einen bedeutenden
Rückſchlag, der ſich in erhöhter Arbeitsloſigkeit und den
ſeitens der Gewerkſchaften geleiſteten Unterſtützungen
äußerte. Die Geſamtſumme der ſo vom Holzarbeitere
verband während des Monats Juli gemachten Auf=
wendungen
überſteigt den Betrag des ganzen zweiten
Vierteljahres 1909 um 200 Mark und beläuft ſich auf
1520 Mark. Dieſe Summe verteilt ſich auf 50 anſäſſige
und 80 durchreiſende Mitglieder. Auch der laufende
Monat wird vorausſichtlich erhebliche Unterſtützungen
beanſpruchen, doch macht ſich eine zunehmende Beſſere
ung bemerkbar. Dasſelbe gilt für verwandte Ge=
werbe
und die Nachbarſtädte.
Verein für Vogel= und Geflügelzucht (ält. Verein).
Die von 45 Mitgliedern beſuchte Monatsverſammlung
wurde durch den erſten Vorſitzenden in der üblichen
Weiſe eröffnet. Die rückſtändigen Protokolle wurden
genehmigt. Hieran anſchließend gab der Vorſitzende
weiter bekannt, daß der Verein eine neue Serie Aus=
ſtellungskäfige
von 40 Nummern angeſchafft hat. Hieran
ſchloß ſich eine kleine Debatte über das Verleihen der
Käfige, worauf beſchloſſen wurde, dieſelben nicht mehr
zu verleihen, weil ſie immer ſehr notleiden. Im wei=
teren
wurden noch verſchiedene Vereinsangelegenheiten
eingehend beſprochen, woraus man wieder das Inter=
eſſe
der Mitglieder wahrnehmen konnte. Mit der Ver=
loſung
von einem Stamme rebhuhnfarbiger Italiener,
ſowie der üblichen Freiverloſung von Eiern konnte
die äußerſt animierte Verſammlung geſchloſſen werden.
Die Ausſtellung des deutſchen Künſtler=
bundes
beſucht der Orsgewerbeverein heute
nachmittag und ſei hierauf nochmals hingewieſen. Der
Ausſtellung wird bekanntlich hohe Anerkennung gezollt.
Eine zahlreiche Beteiligung iſt zu empfehlen; die Teil=
nehmer
genießen ermäßigten Eintrittspreis. (Siehe An=
zeigeteil
.)
Städtiſcher Saalbau. Dke zweite Abteilung
des nächſten Donnerstag=Konzertes wird ausſchließlich
Kompoſitionen von Richard Wagner enthalten.
Auerbach, 2. Aug. Der Vorſitzende des Verkehrs=
ausſchuſſes
der Bergſtraße ſchreibt uns: Trotz der an=
haltenden
ſchlechten Witterung läßt die Fremden=
frequenz
in unſeren Kurorten nichts zu wünſchen
übrig. Die Fremdenliſte in Jugenheim vom 30. Jult
weiſt einen Verkehr von 1637 Perſonen nach, gegen
1627 am gleichen Tage des Vorjahres. Es iſt hier ge=
lungen
, die Frequenz auf der gleichen Höhe zu hal=
ten
, was bei dem ſchlechten Wetter immerhin ein gutes
Zeichen für die Beliebtheit unſerer Gegend iſt. Die
Fremdenliſte in Auerbach weiſt einen Verkehr von
1988 Perſonen nach, gegen 1538 am gleichen Tage des
Vorjahres, dies ergibt ein Plus von 450 Perſonen in
dieſem Jahre oder faſt 30 Prozent. Das ſind glänzende
Erfolge der entwickelten Propaganda, die nur ermun=
tern
kann, auf dem betretenen Wege weiter zu
ſchreiten. Die im nächſten Jahre in Berlin ſtatt=
findende
Internationale Ausſtellung für Reiſe und
Verkehr an der ſich bekanntlich der Verband Heſſi=
ſcher
Verkehrsvereine und damit der Verkehrsausſchuß
der Bergſtraße in geradezu glänzender Weiſe beteili=
gen
wird, und wo die Bergſtraße=Landſchaft in ganz
hervorragender Weiſe zur Darſtellung kommen ſoll, iſt
geeignet, unſerer Bergſtraße ſowohl im Anſiedelungs=
wie
auch im Fremdenverkehr neues Leben zu ver=
ſchaffen
.
Der Vorſtand des unter dem Protektorate Sr.
Königlichen Hoheit des Großherzogs ſtehenden Ver=
ſchönerungs
= und Kur=Vereins hat im letz=
ten
Winter den Beſchluß gefaßt, zu Ehren ſeines frü=
heren
langjährigen erſten Vorſitzenden, Mitbegründer
des Vereins und jetzigen Ehrenvorſitzenden, Herrn
Pfarrer Dr. Eigenbrodt, einen öffentlichen
Brunnen zu errichten, der nach ihm genannt wer=
den
ſolle. An der ſüdlichen Kirchhofsmauer in Auer=
bach
befindet ſich eine wenig ſchöne Waſſerzapfſtelle,
und wurde beſchloſſen, dieſe zu entfernen und ſie durch
einen monumentalen Brunnen zu erſetzen. Nachdem
die notwendigen Mittel durch freiwillige Spenden
einer hochverehrten Gönnerin in Wiesbaden und ſei=
tens
der Gemeinde Auerbach angeſammelt waren,
wurde Herr Architekt Sommer=Bensheim gebeten,
einen künſtleriſchen Entwurf auszuarbeiten, welcher
Bitte der genannte Herr in liebenswürdigſter Weiſe
entſprach. Sonntag, der 21. Auguſt, iſt nun feſtgeſetzt
worden als Tag der Uebergabe des Brunnens an die
Oeffentlichkeit, und ſoll dies geſchehen mit einer klei=
nen
Feierlichkeit. Vor der Einweihung des Brunnens
findet um 4 Uhr nachmittags ein Kirchenkonzert ſtatt

unter Mitwirkung von Fräulein Helene Müller= Auer=
bach
(Sopran), Herrn Großh. Muſikdirektor Klaſſert=
Darmſtadt (Orgel) und Herrn Violinvirtuoſen Ri=
chard
Lottermann=Saarbrücken. Der Reinertrag ſoll
den drei Hauptzwecken des Herrn Pfarrers Dr. Eigen=
brodt
, 1. der Kleinkinderſchule, 2. dem Kirchenbau=
fonds
, 3. dem Verſchönerungs= und Kur=Verein Auer=
bach
zugute kommen.
Aus dem Ried, 1. Aug. Eine höchſt eigen=
artige
Kornernte, wie man eine ſolche ſeit Men=
ſchengedenken
hier nicht erlebt hat, kann man zurzeit in
den vom letzten Hochwaſſer ſo ſchwer betroffenen Ried=
gemeinden
beobachten. Die Fruchtfelder ſtehen weithin
noch im Waſſer; an manchen Stellen ragen die gelben
Aehren nur armlang aus dem Waſſer hervor, während
andernorts der ſchlammige Boden die Ernte ebenſo er=
ſchwert
, ſo daß vor allem auch nicht daran zu denken iſt,
die Frucht an Ort und Stelle zum Trocknen niederzulegen.
An vielen Stellen muß man ſich damit begnügen, die vollen
Aehren abzuſchneiden und in Schürzen herauszutragen.
Auf anderen Aeckern rafft man Schritt für Schritt abge=
mähte
Halme ſofort zuſammen und trägt ſie, durch den
Moraſt watend, nach den Wegen, um ſie in weitab gele=
genen
Gewannen zu dörren.
Offenbach, 2. Aug. Vom elektriſchen Strom
zu Boden geſchleudert wurden heute morgen zwei
Arbeiter, die bei den Kanalarbeiten in der Kaiſerſtraße
beſchäftigt ſind. Die Baggermaſchine, die beim Ausheben
von Grund dort im Betrieb iſt, berührte beim Drehen den
Leitungsdraht der Straßenbahn, ſo daß zwei an ihr be=
ſchäftigte
Arbeiter, denen ſich der Strom mitteilte, zu
Boden geworfen wurden. Vor Schrecken ſtieß der eine
laute Schreie aus. Die beiden Arbeiter kamen jedoch völlig
unverletzt davon.
Mainz, 1. Aug. In Mainz und Umgebung iſt nach
ſtatiſtiſchen Aufzeichnungen mehr als ein Viertel der
Bauarbeiter ſeit Wochen ohne Verdienſt. Des=
halb
haben ſich die Verbände der Maurer und Bau=
hilfsarbeiter
an die Bürgermeiſterei mit dem Erſuchen
gewandt, eine Anzahl projektierter ſtädtiſcher Bauten
möglichſt bald in Angriff zu nehmen, um der Arbeits=
loſigkeit
zu ſteuern. Die am 1. Juli eröffnete, von
der Stadt aus den Ueberſchüſſen der ſtädtiſchen Spar=
kaſſe
unterſtützte Blindenanſtalt in der ehe=
maligen
Entbindungsanſtalt, zerfällt in zwei Abteilun=
gen
: In einer Unterrichts= und Beſchäftigungsanſtalt
wird Leſen, Schreiben, Rechnen auf eigens hierzu ge=
fertigten
Tafeln und Schreibmaſchinen den Schülern
beigebracht. In der anderen Abteilung werden Bürſten
gebunden und Stühle und Körbe geflochten. Der ganze
hier erzielte Gewinn kommt den Arbeitern zugute.
Daß der jungen Anſtalt reichlich Geſchenke anfließen,
iſt bei dem bekannten philanthropiſchen Sinn der
Mainzer ſelbſtverſtändlich. Jüngſt wurde die Anſtalt
vom Oberbürgermeiſter, dem Bürgermeiſter Kuhn, dem
Beigeordneten Berndt und einigen höheren Gerichts=
beamten
beſucht.
Worms, 2. Aug. Vorgeſtern nachmittag wurde im
Rheine in der Nähe des Mittelbuſches die Leiche des
Schmiedes Jakob Kugel, 35 Jahre alt, verheiratet, aus
Mannheim, geländet. Der Genannte iſt bekanntlich
am Sonntag vor acht Tagen, als er von einer Vergnü=
gungsfahrt
, die ein Mannheimer Verein nach Oppenheim
unternommen hatte, auf dem Dampfer Biebrich zurück=
kehrte
, in der Nähe des Frankenthaler Kanals in den
Rhein gefallen und ertrunken. Wie von an der Fahrt be=
teiligten
Perſonen verſichert wird, ſoll der Bericht der
N. Warte, daß es während der Rückfahrt auf dem Dampfer
Biebrich zu Streitigkeiten gekommen ſei, woraus man
ſchließen konnte, daß der Unfall damit in Verbindung zu
bringen ſei, nicht zutreffen; der Mann ſei dem Schiffsrand
zu nahe gekommen und über Bord gefallen; Streitigkeiten
hätten auf dem Dampfer überhaupt nicht ſtattgefunden.
C2 Gießen, 2. Aug. Gelegentlich der Durchführung des
Feldbereinigungsverfahrens für die Gemar=
kungsteile
Gießen links der Lahn wurde auch eine Re=
gulierung
der Wieſeck an der Stelle vorgenommen,
wo dieſe die Grenze zwiſchen Gemarkung Wieſeck und
Alten=Buſeck einerſeits und Gemarkung Gießen anderer=
ſeits
bildet. Der Bachlauf wurde an der fraglichen Stelle
in der Weiſe reguliert, daß die zahlreichen Krümmungen
des alten Bachbettes, die Auskolkungen und Uferunter=
ſpülungen
beſeitigt wurden. Das neue Bachbett wurde ſo
bemeſſen, daß das Profil imſtande iſt, Hochwäſſer unſchäd=
lich
abzuleiten und eine Ueberſchwemmung des angren=
zenden
Geländes zu verhüten. Die Arbeiten, die in grö=
ßeren
Erdbewegungen und Befeſtigungen der Sohle und
der Ufer beſtanden, wurden in der letzten Woche fertig=
geſtellt
. Die Geſamtbaukoſten waren zu 15000 Mark ver=

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* München, 2. Aug. Der Schriftſteller Benno
ſaauſchenegger iſt in der vergangenen Nacht ge=
sarben
.
Ehrenbürger. Die beiden neuen Männer
n der preußiſchen Staatsregierung, Landwirtſchafts=
ninniſter
Freiherr von Schorlemer und Finanz=
unniſter
Dr. Lentze, ſind beim Scheiden aus ihren
origen Aemtern in der gleichen Weiſe geehrt worden:
er ehemalige Oberpräſident der Rheinprovinz iſt zum
En renbürger von Koblenz und Dr. Lentze zum Ehren=
ürrger
von Magdeburg ernannt worden. Wir haben es
ſiger, ſo ſchreibt die N. G. C., mit Auszeichnungen zu
umn, die im Gegenſatz zu den höfiſchen und den ſtaat=
ichen
vom freien Bürgertum verliehen werden, und
war iſt die Ernennung zum Ehrenbürger die höchſte
lnszeichnung, die ein ſtädtiſches Gemeinweſen zu ver=
reben
hat. Daraus erklärt es ſich, daß von der Ver=
echung
des Ehrenbürgerbriefes nur ein ſehr geringer
ind ſorgfältiger Gebrauch gemacht wird. So zählt
eerlin nach Robert Kochs Tode nur noch einen einzigen
Fhrenbürger, den Staatsminiſter a. D. Hobrecht,
Der vor ſeiner Berufung ins Miniſterium Oberbürger=
meiſter
der Reichshauptſtadt war. Auch die beiden
Miniſter, die Berlin nunmehr den Rücken kehrten,
halben ſich die dauernde Sympathie der Städte, zu
demen ſie auf früheren Stationen ihrer Laufbahn in
Beziehung traten, zu gewinnen verſtanden. Freiherr
an Rheinbaben iſt Ehrenbürger von Düſſeldorf,
unnd er hat dieſer ſchönen Stadt eine mehr als plato=
niſche
Liebe bewieſen. Alljährlich weilt er in Düſſel=
darf
als Protektor der dramatiſchen Feſtaufführungen,
umd das Wortſpiel Rheinbaben möchte einmal den
Rhein haben war dem Staatsminiſter ſicher aus dem
Herzen geſprochen. Herr von Moltke iſt bei ſeinem
hcheiden aus dem Staatsdienſte zum Ehrenbürger von
Tiilſit ernannt worden. Vorher (als er das oſtpreußiſche
Oberpräſidium abgegeben hatte) war er ſchon von der
Ettadt Königsberg mit dem Ehrenbürgerbriefe bedacht
worden. Man kann oft die Beobachtung machen, daß
Eltaatsbeamte, die als Miniſter von der Parteien Haß
unrd=Gunſt getriebenswurden, iv. früheren oder ſpäteren

unpolitiſchen Aemtern vom Vertrauen aller Bevölke=
rungsſchichten
und politiſchen Gruppen getragen wur=
den
. Der Kultusminiſter a. D. Dr. von Studt wurde
bei ſeinem Scheiden aus der Provinz Weſtfalen Ehren=
bürger
von Münſter. Den Staatsminiſter a. D. Graf
von Zedlitz=Trützſchler, der kürzlich vom Ober=
präſidium
in Schleſien zurücktrat, hat die Provinzial=
hauptſtadt
Breslau unter ihre Ehrenbürger aufgenom=
men
. Durch die gleiche Auszeichnung iſt der Staats=
ſekretär
Delbrück mit Danzig er machte hier den
Sprung vom Oberbürgermeiſter zum Oberpräſidenten
verbunden. Fürſt Bülow wurde in Anbetracht
ſeiner Bemühungen zur Hebung des deutſchen Oſtens
zum Ehrenbürger von Bromberg ernannt, und ſein
Nachfolger im höchſten Reichsamte, Herr von Beth=
mann
Hollweg, iſt Ehrenbürger von Freienwalde
a. O., der aufſtrebenden Stadt, zu der der Reichskanz=
ler
als Herr von Hohenfinow und ehemaliger Landrat
ſtets freundnachbarliche Beziehungen unterhalten hat.
Von in Berlin wirkenden Inhabern von Ehren=
bürgerbriefen
nennen wir noch den Geheimen Regie=
rungsrat
Witting, Direktor der Nationalbank, der,
als er vom Oberbürgermeiſteramt in Poſen zurücktrat,
die höchſte Bürgerwürde mitnehmen durfte. Als der
Vortragende Rat in der Reichskanzlei von Oppen
nach Berlin berufen wurde, ernannte ihn die kleine
oſtmärkiſche Stadt Samter, in der er fünf Jahre als
Landrat gewirkt hatte, zu ihrem Mitbürger. Der
erſte Mann Berlins unſer Kaiſer, iſt Ehrenbürger
von London und München, und hat dieſe Würden mit
beſonderer Genugtuung angenommen.
CD Die Beſatzung der chineſiſchen
Mauer vor 2000 Jahren. In der Pariſer Aka=
demie
der Inſchriften hat Prof. Chavannes die zwei
Jahrtauſende alten, auf Holz geſchriebenen Dokumente
vorgelegt, die Dr. Stein auf ſeiner Forſchungsreiſe
durch Zentralaſien an den öſtlichſten Teilen der großen
chineſiſchen Mauer gefunden hat. Die Inſchriften und
Aufzeichnungen ſtammen zum größten Teile aus dem
erſten Jahrhundert vor unſerer Zeitrechnung; ihr In=
halt
gibt ein lebendiges Bild der Lebensweiſe der chine=
ſiſchen
Soldaten, deren Aufgabe es war, das Himmliſche
Reich gegen die vom Weſten herandrängenden fremden

Kulturen zu ſchützen. Auch die Ueberreſte von Büchern
wurden gefunden, ſo eine beſondere Abſchrift des Yi=
King, ferner eine Sammlung mediziniſcher Rezepte, ein
Traktat über Prophezeiungen und zwei koſtbare Kalen=
der
, einer aus dem Jahre 63 v. Chr. und einer aus
dem Jahre 59 v. Chr. Dr. Stein entdeckte auch ein
chineſiſches Wörterbuch, das zur Zeit der Han=Dynaſtie
im altchineſiſchen Lehrweſen eine große Rolle ſpielte.
Dieſe Funde umſchließen die älteſten chineſiſchen Hand=
ſchriften
, die bisher der Wiſſenſchaft bekannt geworden
ſind. Aus dem Inhalt ergibt ſich, daß die Soldaten in
Naturalien, die Beamten dagegen in bar bezahlt wur=
den
. Man kannte in jener Zeit nur zwei Getreide=
arten
, Roggen und Hirſe; als Scheidemünzen dienten
kupferne Sapeken. Aus den aufgefundenen Dokumen=
ten
laſſen ſich noch die genauen Preiſe für Seide feſt=
ſtellen
; leider fehlen für die Getreidepreiſe einſtweilen
genauere Hinweiſe. Der chineſiſche Kalender kannte
auch den Metonſchen Zyklus. Auch das Notenſyſtem
der Pythagoräer war den Chineſen bekannt, wie über=
haupt
ſowohl die Zeitberechnung und die Muſik mit der
griechiſchen Kultur eine überraſchende Uebereinſtim=
mung
zeigen.
ck. Bei einem prähiſtoriſchen Volk in
Oſtafrika. Einen höchſt bedeutſamen Beitrag zur
Kenntnis primitivſter Kultur bietet das vor kurzem.
erſchienene Werk Bei einem prähiſtoriſchen Volk: die
Akikuyn von Britiſch=Oſtafrika das der engliſche Ge=
lehrte
Routledge zuſammen mit ſeiner Frau verfaßt
hat. Das Land der Akikuyn bildet einen Teil von
Britiſch=Oſtafrika und grenzt an das Gebiet der Maſai,
die die Erbfeinde der Akikuyu ſind. Als dies Gebiet
unter engliſche Oberherrſchaft geſtellt wurde, war es
vorher von Weißen noch gar nicht betreten worden.
Routledge gehörte zu den erſten, die ſich den Einge=
borenen
näherten; er knüpfte mit ihnen Beziehungen
an und kehrte dann mit ſeiner Frau auf längere Zeit
bei ihnen ein, wodurch er den intimſten Einblick in ihr
Leben und ihre Sitten erhielt. Jetzt macht ſich bereits
ein ſehr merklicher Einfluß der Ziviliſation unter dieſen
Wilden geltend, aber dem Forſcher gelang es, die Ur=
formen
ihrer Geſittung noch zur rechten Zeit zu beob=
achten
und ſo ein intereſſantes Stück prähiſtoriſchen.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Nummer 12

anſchlagt. Der Staat, der die ganzen Koſten für die Vor=
arbeiten
und die Projektaufſtellung getragen hat, hat auch
einen Beitrag zu den Ausführungsarbeiten in Ausſicht
geſtellt.
Gießen, 2. Aug. In einer hieſigen Wirtſchaft trafen
drei Fremde ein, von denen einer ſich in den zweiten
Stock des Hauſes begab, ſich den Schlüſſel zu der Privat=
ſtube
des Wirtes aneignete und dann unter deſſen Benutz=
ung
eine Kaſſette mit Wertpapieren ſtahl, während die
beiden anderen die Aufpaſſer ſpielten. Der Dieb wurde
bemerkt, ging flüchtig und ließ die Kaſſette fallen. Er
wurde von einem Schutzmann eingeholt und mit ſeinen
beiden Begleitern feſtgenommen. Es ſcheint ſich um drei
geriebene Burſchen zu handeln, die wahrſcheinlich noch mehr
auf dem Kerbholz haben.
Nieder=Mörlen, 1. Aug. Samstag nachmittag fand
die Beerdigung des auf ſo tragiſche Weiſe ums Leben
gekommenen Müllersſohnes Heinrich Kremer auf dem
Ober=Mörler Friedhofe ſtatt. Der Chauffeur, dem der
Todesfall zur Laſt gelegt wird, wurde gegen eine Kaution
von 5000 Mark auf freien Fuß geſetzt. Die Familie des
Verunglückten hat durch Rechtsanwalt Dr. Brücher in
Bad=Nauheim einen Schadenerſatz von 50000
Mark geltend gemacht, welche Forderung in Anbetracht
der Verhältniſſe wohl nicht zu hoch gegriffen iſt. Der erſte
Termin für die Schadenerſatzklage findet morgen vormittag
vor dem Nauheimer Amtsgericht ſtatt.
(*) Hungen, 1. Aug. Vom 1. Oktober an ſollen auf
der Bahnlinie Hungen=Laubach=Mücke elektriſche
Triebwagen verkehren. Gegenwärtig wird hier hinter
dem Maſchinenſchuppen die Kraftſtation erbaut. Auch die
Bahnbeamten ſind ſchon für 1. Oktober nach hieſiger Sta=
tion
beordert. Unſer Perſonenbahnhof und Güterſchuppen
ſollen wegen des fortwährend wachſenden Verkehrs aber=
mals
eine Erweiterung erfahren.
(*) Laubach, 1. Aug. Die heftige Typhusepide=
mie
, die ſeit vier Wochen im nahen Gonterskirchen wütete,
iſt nahezu erloſchen. Es waren 60 Perſonen erkrankt,
davon ſind 4 geſtorben. Da die Krankheit ſchon wiederholt
hier auftrat und zahlreiche Todesfälle im Gefolge hatte,
ſo hat die Behörde den verſeuchten Dorfbrunnen geſchloſſen
und der Gemeinderat hat den Bau einer Waſſerleitung
beſchloſſen.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 1. Aug. Vor der Straf=
kammer
am Landgericht II hatte ſich am Freitag ein
Arbeiter wegen ſchweren Diebſtahls zu verantworten.
Als Offizialverteidiger meldete ſich zu nicht
geringer Ueberraſchung der zahlreichen Zuhörer
Seine Durchlaucht Referendar Prinz Ratibor.
Der Prinz hatte aber leider nicht viel Glück mit ſeiner
Verteidigung, denn ſein Klient wurde zu vier Jahren
Zuchthaus verurteilt. Während im Weſten Berlins
und in den angrenzenden Vororten von einem hef=
tigen
Gewitter nur wenig wahrgenommen wurde,
ging geſtern im Oſten ein wolkenbruchartiger Regen
nieder, der alles unter Waſſer ſetzte und großen Schaden
anrichtete. Beſonders in der Frankfurter Allee wurden
die Keller und Läden überſchwemmt. In der Kreuzung
der Frankfurter Allee und Petersburger Straße ent=
ſtand
ein großer See. Die Wagen der Omnibuslinien
verſanken bis an die Achſen im Waſſer. Der Straßen=
bahnverkehr
mußte eine Zeitlang ausgeſchaltet werden.
Der Wolkenbruch, der geſtern über den Oſten
Berlins niederging, richtete namentlich auch in Rum=
melsburg
großen Schaden an. Der Bahnhof Rummels=
burg
=Oſt, ſowie die tiefer gelegenen Teile des Vor=
orts
waren ſtundenlang überflutet, ſo daß die an=
kommenden
Fahrgäſte den Tunnel nicht paſſieren
konnten und über eine an die ſteile Böſchung des Fahr=
damms
gelegte Leiter den Bahnſteig verlaſſen mußten.
In Boxhagen=Rummelsburg war der Verkehr ebenfalls
durch Ueberſchwemmungen und Waſſerrohrbrüche lahm=
gelegt
. Die Höhe der von geſtern vorm. 10 Uhr bis
heute vorm. 10 Uhr gefallenen Regenmenge beträgt nach
einer Mitteilung des Meteorolog. Inſtituts 98,5 mm.
Unter der Angabe, aus einer Droſchke ge=
worfen
, und vorher um 360 Mark beraubt zu ſein,
erſchien auf der Rettungswache in der Gaudnſtraße der
43 Jahre alte Gärtner Edwin Berg aus dem Oderbruch.
Berg wurde von einem Schuhmachermeiſter in der
Schievelbeiner Straße hilflos aufgefunden. Er be=
hauptet
, in Berlin ſich geſchäftlich aufgehalten und Geld
einkaſſiert zu haben. Danach habe er eine Bierreiſe
unternommen, bei der er einen 20 Jahre alten Mann
kennen gelernt habe. Mit dieſem habe er eine Droſchke

Volkslebens vor ſeiner Vernichtung für die Wiſſen=
ſchaft
zu retten. In ihrer Kultur und in ihren Ge=
bräuchen
ſtanden die Akikuyu, als ſie zuerſt mit den
Europäern in Berührung kamen, auf dem Punkte ihrer
Entwicklung, auf dem unſere Vorfahren in jenen frühe=
ſten
Zeiten geſtanden haben, von denen wir Kunde be=
ſitzen
. Die Männer des Stammes ſcheiden ſich in drei
Kaſten; in den erſten offiziellen Rang rückt derjenige
auf, der der Vater eines zweiten Kindes iſt; iſt ſein
erſtes Kind alt genug, um durch die zeremonielle Feier
in den Stamm aufgenommen zu werden, dann ſinkt er
wieder in zweite Kaſte herab. Die dritte Geſellſchafts=
klaſſe
unter den Akikuyn beſteht aus den jungen
Männern, aus denen ſich die eigentlichen Kriegsleute
rekrutieren. Dieſe ſtrenge Sonderung der Kaſten trat
bei einem Trinkgelage deutlich hervor, das der Häupt=
ling
Mungé zu Ehren von Routledge veranſtaltete. In
der Rechtſprechung ſpielen Strafen die Hauptrolle, die
ſich merkwürdig mit dem germaniſchen Wehrgeld be=
rühren
. Auch Gottesgerichte kamen vor, deren Haupt=
form
im Eſſen von rohem Fleiſch beſtand. Dem Gottes=
gericht
wurden beſonders Leute unterworfen, die be=
ſchuldigt
waren, den Tod anderer durch Zauberei ver=
urſacht
zu haben. Der Gott der Akikuyu führt den
Namen N’gay und als ſeine Ausſtrahlungen gelten
Sonne, Mond, Blitz und Regen, die ebenfalls göttliche
Verehrung genießen. Opfer werden dargebracht, denen
zwei Tage danach ein feierliches Gelage folgt, bei dem
das von den Wilden gebraute Bier in Strömen fließt.
Jeder kleine Bezirk hat ſeinen Medizinmann, der die
Riten der Reinigung in jenen 29 Fällen vollzieht, in
denen Unreinheit über den Menſchen verhängt iſt; er
hat auch die Gabe der Prophezeiung, verfertigt Zauber=
mittel
und praktiziert als Arzt. Die Frauen haben
eine ziemlich ſelbſtändige Stellung. Die Frau eines
Häuptlings erklärte: Wir heiraten nur jemanden, den
wir mögen, und wir haben es gern, wenn unſere
Männer ſich ſo viel Frauen wiemöglich anſchaffen.
Die erſte Frau wird ſtets ihrem Manne ſagen: Warum
ſoll ich alle Arbeit allein tun, warum kaufſt Du Dir
nicht noch eine andere Frau? Die Familien ſind ſehr
zahlreich, und die Kinder werden gut behandelt. Es
gilt als unglückbringend, wenn man nach der Zahl der
Kinder fragt. Die Eltern werden nie darauf antwor=
ten
, ſondern immer nur ſagen: Komm, und ſieh.

beſtiegen, ſei in dem Wagen von ihm beſtohlen und
dann aus der Droſchke geſtoßen worden. Berg hatte
Wunden am Kopfe und am Fuß. Nachdem man ihn
verbunden hatte, wurde er zum 114. Revier gebracht, wo
er den geſchilderten Vorgang zu Protokoll gab. Der
Kutſcher ſowie der Täter konnten noch nicht ermittelt
werden. Ein furchtbares Eiferſuchtsdrama
ſpielte ſich geſtern in Charlottenburg in der Knobels=
dorfferſtraße
ab. Die junge Frau des Arbeiters Laſt
reizte ihren Mann mehrfach zur Eiferſucht. Geſtern
nach 5 Uhr erſchien der Mann plötzlich in der Wohnung,
um ſeine Frau zu kontrollieren. Es kam zu einem
heftigen Streite. Darauf zog Laſt einen Revolver aus
der Taſche und gab zwei Schüſſe auf ſeine Frau ab,
durch die ſie ſchwer verletzt wurde. Dann richtete er
die Waffe gegen ſich ſelbſt und war auf der Stelle tot.
Heidelberg, 2. Aug. Nachdem die beiden voran=
gegangenen
Schloßfeſte ſo überaus ſtimmungsvoll
verlaufen ſind, wird am Samstag, den 6. Auguſt, noch
ein drittes Schloßfeſt zu volkstümlichen Preiſen ver=
anſtaltet
. Die Darbietungen ſind genau die gleichen,
wie vordem. Außerdem findet, wie bekannt, die dritte
diesjährige Schloßbeleuchtung am 3. Auguſt ſtatt.
Schwetzingen, 1. Aug. Wegen ſchwerer Miß=
handlung
eines Kameraden, des Rekruten
Iſele aus Lahr, wurden vom Kriegsgericht drei Dra=
goner
vom 21. Dragoner=Regiment zu 1 Jahr
10 Tagen, bezw. neun und fünf Monaten verurteilt
Iſele mußte in eine Irrenanſtalt verbracht werden.
Stuttgart, 2. Aug. Geſtern abend fuhr ein Auto=
mobil
des Automobilgeſchäftes Paulſtaiger auf einer
Probefahrt auf den Engeberg bei Leonberg an einen
Baum und wurde vollſtändig zertrümmert; die zwei
Chauffeure kamen mit dem Schrecken davon, während
der dritte Inſaſſe, der Hausmeiſter Emil Koch aus
Stuttgart. Vater von vier unmündigen Kindern, den
die Chauffeure unterwegs zur Mitfahrt eingeladen
hatten, mit ſchweren Verletzungen ins Leonberger
Krankenhaus gebracht werden mußte, wo er kurze Zeit
darauf ſtarb.
München, 1. Ang. Der frühere Lyzealprofeſſor
Sickenberger, der vor neun Jahren vom katholi=
ſchen
Prieſtertum zurückgetreten iſt, erſuchte den
Münchener Erzbiſchof, in Rom ſeinen Dispens zum
Zweck der Verehelichung zu erwirken. Als der
Erzbiſchof ihm anſtatt deſſen die Exkommunikation an=
drohte
, heiratete Sickenberger trotzdem am letzten
Dienstag. Bekannt geworden iſt Sickenberger, der das
Examen für den höheren Schuldienſt mit Note 1 ab=
ſolvierte
, durch das Wort von den ſuſpekten Per=
ſonen
Als er nämlich beim Kultusminiſterium ſeine
Anſtellung erbat, ſoll ihm geantwortet worden ſein,
Leute, die mit der Kirche zerfallen ſeien, ſeien ſuſpekt.
(Köln. Ztg.)
München, 1. Aug. Geſtern nachmittag brachten auf
der Halteſtelle Gronsdorf 300 Sonntagsaus=
flügler
den Schnellzug Salzburg=München, der
5 Uhr 45 Minuten auf dem Oſtbahnhof München ein=
trifft
, dadurch zum Halten, daß ſie ſich auf das Gleis
ſtellten. Sie beſtiegen dann trotz der Einwände des
Perſonals den Zug und fuhren nach München, wo bei
der Ankunft eine Reihe von Perſonen notiert wur=
den
. Die Polizei hat eine Unterſuchung eingeleitet.
Unfälle ſind nicht vorgekommen.
Kaiſerslantern, 2. Aug. Wie die Pfälziſche Preſſe
aus Hinterweidenthal meldet, wurde dort der 36jährige
verheiratete Bader Hergen von dem 17jährigen
Heinrich Granche totgeſtochen.
Saarbrücken, 2. Aug. In großem Maßſtabe hat,
wie die Neue Saarbrücker Zeitung meldet, hier ein
Schwindler zahlreiche auswärtige Firmen geſchä=
digt
, der ſich unter dem Namen Egon Albert Ebert aus
Königsberg i. Pr., von Poſen kommend, Mitte Juli
ein möbliertes Zimmer hier mietete und unter der
Adreſſe Egon Ebert ein Export= und Importgeſchäft
gründete. Es gingen in der Folge maſſenhaſt Sen=
dungen
bei ihm ein, die er alsbald verſchwinden ließ;
am 23. Juli verſchwand aber auch Ebert. Da in den
darauffolgenden Tagen noch weitere Sendungen ein=
trafen
und zahlreiche Firmen ſich nach dem Ebert er=
kundigten
, unter ihnen auch eine, die eine Sendung
Fettwaren im Werte von 600 Mark geliefert hatte,
wurde die Kriminalpolizei verſtändigt, bei welch letz=
terer
inzwiſchen auch eine Bielefelder Firma, die um
700 Mark geſchädigt wurde, Anzeige gemacht hatte. Von
Ebert hat man bisher keine Spur.
** Metz, 2. Aug. Zu den Maſſenerkran=
kungen
von Soldaten der Metzer Garni=
ſon
wird geſchrieben: Die Meldung, daß eine
größere Zahl von Erkrankungen an der Ruhr inner=

halb der Garniſon Metz infolge des ſtark kalkhau
Trinkwaſſers ſtattgefunden hat, zeigt, daß es m=
Trinkwaſſerverhältniſſen in der deutſchen Grenzf
an der Moſel immer noch nicht zum beſten beſte=
Von jeher ſind in Metz von Zeit zu Zeit kleinere
größere typhusartige Epidemien an der Tagesorüg
geweſen, über deren Urſache immer viel geſtil
wurde. Die einen meinten, das Trinkwaſſer ſei
ſchuld, während die anderen, darunter die Metzer E
verwaltung, den Grundwaſſerverhältniſſen die Sc
in die Schuhe ſchoben. Es dürfte noch allgeme=
Erinnerung ſein, wie der Kaiſer im Sommer 1904
wieder einmal die Waſſerverſorgungsfrage in M=
ein
akutes Stadium getreten und wegen des Ausbit
einer Typhusepidemie von der Regierung die
ſchädlich erklärte ſtädtiſche Hauptquelle geſperrt win
war, perſönlich ſehr ſcharf in die Angelegenheit ein
und in einem Telegramm an den Statthalter die Sh
auf die Stadtverwaltung wälzte, welche ſich alle
nicht zu energiſchem Handeln bezüglich der Waſſen
ſorgung entſchließen könne. Der Kaiſer nannt=
Zuſtände, wie ſie die zur Unterſuchung der ſani=
Verhältniſſe in Metz und Umgegend eingeſetzte
miſſion vorgefunden hätte, himmelſchreiend
empörend, und er meinte, daß trotz allen Dränz
und Proteſtierens des Generalkommandos, wel
fortwährend auf die ſchwere Gefahr für das Ms
hingewieſen und das Waſſer als unbrauchbar bezei
habe, ſeitens der Stadt nichts Ernſtes getan wol
ſei. Das kaiſerliche Telegramm, welches auch au=
ſchwerwiegenden
Folgen ſolcher Zuſtände im Kr=
falle
aufmerkſam machte, erregte damals großes
ſehen, es ſtieß aber auch auf Widerſpruch bei
Metzer Stadtverwaltung, welche die Vorwürfe=
Kaiſers nicht verdient zu haben glaubte und inſg
eine gewiſſe Rechtfertigung erhielt, als ſchon
wenigen Tagen die oben erwähnte Sperrung=
Quelle aufgehoben wurde. Selbſtverſtändlich iſt
das verſönliche Eingreifen des Kaiſers hin bezüt
der Waſſerverſorgung der Stadt Metz alles getan,
nur menſchenmöglich war, aber die Verhältniſſe li=
wirklich
ſehr ſchwierig, und die Wahrſcheinlichkeit:
viel für ſich, daß das ſchlechte Grundwaſſer weit un
die Schuld an den hin und wieder auftretenden
demieartigen Erkrankungen trägt als das Leitu=
waſſer
. Hoffentlich verhüten die ſofort ergriffenen
ſperrungs= und Desinfektionsmaßregeln ein weit
Umſichgreifen der Krankheit!
Dortmund, 1. Aug. Der Antrag des Direktors
Niederdeutſchen Bank, Ohm. ihn gegen
Kaution von 100000 Mark aus der Haft zu entlan
wurde von der Beſchlußkammer des hieſigen Lanig
richts abgelehnt. Der Vertreter Ohms hat gee
den Beſchluß Beſchwerde beim Oberlandesgericht n
gereicht.

Leipzig, 1. Aug. Der von der Behörde geſuchten
mutliche Genoſſe des Erpreſſers Koppius,
bei deſſen Verhaftung auf der Straße entkommen
ſein ſchien und deſſen Signalement bekanntgegel
worden war, hat ſich der Polizei freiwillige=
ſtellt
. Er hat mit der ganzen Sache nicht das
ringſte zu tun, ſondern nur zufällig neben den
preſſern geſtanden, als ſie auf die Rückkehr des Junaa
warteten, den ſie mit einem Briefe an den Inhaber
Firma Weber geſchickt hatten. Vorläufig kommen a
nur die beiden Koppius als Täter in Frage. Die kl
den Verbrecher ſind, um jeden Zwiſchenfall zu verhüt
in Ketten gelegt und werden ſcharf überwacht
Unterſuchung gegen die Brüder Koppins, die dinge
verdächtig ſind, ſeinerzeit die Friedrichſchen Eheleun=
ermordet
zu haben, hat, wie man hört, bis etzta
neues belaſtendes Moment nur ergeben, daß die blutre
Mütze, die in der Wohnung der ermordeten Friedrii=
ſchen
Eheleute von den Mördern zurückgelaſſen word=
war
und die die auffallend kleine Kopfnummer 54 hat= den Kopf des jüngeren Koppius gut paßt. Auffälll
iſt es, daß ſich trotz wiederholter öffentlicher Aufford
rung der Junge noch immer nicht bei der Behörde g
meldet hat, den die Brüder Koppius mit dem letzter
Erpreſſungsbriefe an Herrn Siegfried Weber abgeſchii
hatten. Er riß, als ihn letzterer auszuforſchen ves
ſuchte, plötzlich aus, überbrachte dann, wie der ihe
nacheilende Herr Weber bemerkte, den beiden warte
den Erpreſſern Beſcheid und iſt ſeit dieſer Zeit ves
ſchwunden geblieben. Es iſt daher nicht unwahrſchein
lich, daß der Junge von den Brüdern Koppius nich
bloß zufällig von der Straße aus, wo er vielleicht
ſpielt hat, weggeſchickt worden iſt, ſondern daß er va
der Sache mehr weiß. Es beſteht übrigens der Ve=

Durchſchnittlich darf man annehmen, daß jede Mutter
etwa vier Kinder hat. Die Frauen, die Kinder haben,
werden in ihrem Alter mit Achtung behandelt und bei
ihrem Tode begraben, während die anderen den Hyänen
zum Freſſen vorgeworfen werden. Das Werk enthält
eine Sammlung von 13 Sagen der Akikuyu, aus denen
beſonders ihre Liebe zu Tieren hervorleuchtet. Wie
ihre Mythen entſtehen, das beweiſen zwei Geſchichten
vom Regenbogen, von dem ſie erzählen, er ſei ein un=
geheures
Tier, eine Schlange, die im Waſſer läge, nachts
hervorkröche, auf einen Baum am Ufer klettere, Kühe
ſtehle und Menſchen freſſe.

Nägel laſſen auf ein melancholiſches Temperamen
ſchließen, auf eine beſondere Neigung zu wiſſenſchaf
lichen Studien und philoſophiſchen Betrachtungen.
C) Die Verteidigung des Boxers.
das Boxen, allen Gegnern zum Trotze, bisweilen dog
eine wirkſame und gefährliche Verteidigungswaffe wers
den kann, beweiſt ein eigenartiger Fall, der die Pariſe::
Gerichte beſchäftigt. Ein Kollege Johnſons, ein
ſchwarzer Boxer, war des Totſchlages angeklagt. Der=
ſchwarze
Künſtler des Fauſtſchlages war in Pariſer
Sportkreiſen eine bekannte Perſönlichkeit. Eines Abens
nahm er in irgend einer Straße des Montmartre im

Kleines Feuilleton.
* Zwei Millionen auf der Straße. Aus
Pola wird vom 30. Juli der Nat.=Ztg. geſchrieben: Im
Kriegshafen traf für den heutigen Zahlungstag der
Offiziere und Beamten der öſterreichiſchen Kriegs=
marine
das nötige in Kaſſetten verſchloſſene Geld ein.
Die Summe des Geldes belief ſich auf zwei Millionen
Kronen. Sie wurden unter militäriſcher Bedeckung
auf einem alten Poſtkarren in das Marinezahlamt
transportiert. Hierbei ſtürzte der Karren um, die
Kaſſetten barſten und Gold und Silber ergoß ſich in
Strömen auf die Straße. Im Nu ſammelten ſich Hunz
derte von Perſonen und blickten gierigen Auges auf
das verſtreute Geld. Dieſes wurde aufgeleſen und auf
einem zweiten Karren nach dem Beſtimmungsort ge=
bracht
. Bei der Nachzählung zeigte es ſich daß auch
nicht eine einzige Krone fehlte.
* Was die Fingernägel erzählen. Die
Charakterdeuter, die aus allen geringfügigen Aeußer=
lichkeiten
das Weſen und Temperament eines Menſchen
erkennen wollen, haben nun die Fingernägel in den
Kreis ihrer Betrachtungen gezogen. Lange, ſchmale
Fingernägel, ſo weiß eine franzöſiſche Wochenſchrift zu
berichten, ſind das ſichere Anzeichen eines guten Natu=
rells
, ſie verraten großes Selbſtvertrauen und zugleich
Mißtrauen gegen die anderen. Wer breite Finger=
nägel
hat, kann mit Gewißheit als ein ſchüchterner und
zartfühlender Menſch angeſehen werden. Vor den
kurzen runden Nägeln aber mag man ſich hüten, ſie
verraten den Choleriker und den Intrigauten. Blaſſe

einer Kneipe eine Erfriſchung zu ſich; eine Schar iungern
Apachen erkannte den Boxer, man begann den ſchwas

zen Gaſt zu hänſeln und forderte ihn heraus, doch eine
mal zu zeigen, was er mit ſeinen Fäuſten wirklich M
möchte, wenn keine Fechthandſchuhe ſie ſchützten.
Neger nahm das alles als einen Scherz und kümmm=
ſich
nicht weiter um die Reden der abenteuerluſtiga!=
Geſellen. Er zahlte und ging. Auf der Straße aber?
wurde er von den jungen Burſchen eingeholt, mant
ſtellte ſich ihm entgegen und erneuerte die Herausfordes
rung. Seiner Kraft bewußt, zuckte der Neger mit dem
Achſeln und ging weiter. Schließlich unternahm einets
der Geſellen einen direkten Angriff auf den Boxer; derz
Champion wehrte ſich ſeiner Haut und landete ein paae=
kräftige
Hiebe. Der Angreifer geriet nun in Wut unde
zog ein Meſſer. Ein regelrechter Zweikampf begann, im
dem die nackte Fauſt gegen das Meſſer fechten mußte.-
Aber das Duell war nur kurz: einige wuchtige Hiebee
des Schwarzen, und der Gegner ſank, eine tiefe Wunde=
in
den Lenden, zu Boden. Er verblutete. Der Neger-
war
nun angeklagt, bei dem Kampfe das Meſſer ge= zu haben. Aber er konnte dem Gerichte beweiſen, er niemals ein Meſſer bei ſich zu tragen pflegte.:
Der Boxer fühlte ſich ſtark genug, um allein durch die=
Gewalt ſeiner Fäuſte und die Kraft ſeiner Arme gegen
alle Angriffe gefeit zu ſein. Es zeigte ſich, daß die Ver=
wundung
des jungen Apachen durch deſſen eigenes
Meſſer verurſacht war: bei dem Hiebe des Negers war
dem Angreifer die Klinge in den eigenen Leib gefahren.
Der Boxer aber wurde freigeſprochen.

[ ][  ][ ]

Nummer 179.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Seite 5.

ſctt, daß man es bei den in Frage kommenden Ver=
ſechen
mit einer ganzen Bande zu tun hat, von der
die beiden Koppius unſchädlich gemacht ſind.
Breslau, 2. Aug. Die Schleſiſche Zeitung meldet
Glatz: Geſtern nachmittag ging über die Hohe
enſe ein Wolkenbruch nieder, der einen unge=
uaren
Schaden anrichtete. In Grunewald wurde der
ſoefweg vollſtändig aufgeriſſen, die Weiſtritzbrücke iſt
rgeſchwemmt. Der Verkehr zwiſchen Reinerz.
rnderz, Grunewald und Kaiſerswalde iſt vollſtändig
nverbrochen.
Beuthen Oberſchleſien), 2. Aug. Geſtern nachmit=
fand
in Przelaika eine kriegsgerichtliche
terſuchung ſtatt, über die im Vorjahre erfolgte
edchießung des deutſchen Ballons Tſchudi durch
iſche Grenzſoldaten. Der Unterſuchung wohnten
ruſſiſchen und deutſchen Grenzbehörden bei. Wie
reits im Vorjahre, ſo ergab auch die diesmalige
erſuchung die einwandfreie Tatſache, daß der
lon Tſchudi beſchoſſen wurde, als er noch auf
ußiſchem Gebiete war.
Paris, 1. Aug. Einen böſen Streich hat ein
rdiger Jünger des Hauptmanns von Köpenick dem
erichte von Cherbourg geſpielt. Dort wollte ein
ſirger gegen Wiſſen und Willen ſeiner Frau die
eidung durchſetzen. Ein mehrfach vorbeſtraftes
ividuum namens Paul Cagniard ſtellte ſich ihm
hmu zur Verfügung, präſentierte ſich den Gerichtsbe=
nden
als Advokat des Pariſer Appellationshofes,
ichte ein umfangreiches Aktenmaterial ein und ver=
ſtraßte
durch einen geſchickten Kniff die Klagezuſtellung
ſt eine ins Komplott gezogene Dame, während die
kätime Gattin des Klägers nichts von der ganzen
ſſerchichte ahnte. Zur Verhandlung erſchien der falſche
ſnwalt in ſeiner Robe, begleitet von dem angeblichen
irrtreter der Beklagten, und plädierte mit ſo großer
ſiwedſamkeit, daß er ein Urteil zu Ungunſten der Be=
ſigten
erſtritt. So wurde die Ehe zu Ungunſten der
tau geſchieden, die nicht das mindeſte davon wußte.
ſirſt hinterher, nach Aufnahme des Protokolls, wurde
Sachverhalt entdeckt, der das Gericht in eine eigen=
efige
Lage verſetzt. Das Gericht hat über den Pſeudo=
evalt
, der es ſo ſchlimm hineingelegt hat, ſechs
ſonate Gefängnis wegen unbefugten Tragens der
i waltsabzeichen verhängt.
Paris, 1. Aug. Die Abendblätter bringen weitere
kimzelheiten über das Eiſenbahnunglück bei
Tletat in Algier. Die Opfer ſind meiſt Einge=
ſſorene
oder ſpaniſche Erntearbeiter. Der Deputierte
Louin, der ſich in einem Wagen erſter Klaſſe befand,
ſurkam nur dadurch dem Unfall, daß er kurz vor dem
ſammenſtoß aus dem Wagen ſpringen konnte.
äſident Falliéres und der Miniſter der öffentlichen
Allbeiten ſandten Beileidstelegramme an den General=
ruverneur
. Der Zuſammenſtoß dürfte dadurch ver=
ſſchuldet
worden ſein, daß infolge der Steigung des
errains und infolge der durch den Regen glatt ge=
vordenen
Schienen die Bremſe nicht ſchnell genug
vrrkte.
Paris, 2. Aug. Aus Neuilly=Plaiſance
ſorrd gemeldet: In einem hieſigen Steinbruch zogen ſich
Ulebeiter, die mit dem Losſprengen von Steinmaſſen
ſbeſſchäftigt waren, nicht ſchnell genug zurück, ſo daß ſie
pan der Exploſion erreicht wurden. Ein Arbeiter
Uvturde ſofort getötet, ein anderer tödlich verletzt, wäh=
rund
zwei weitere Arbeiter ſchwere Verletzungen er=
itten
.
Bergen, 2. Aug. Leutnant z. S. Chriſtiani,
har mit einem anderen Offizier des vor Fjarerland
iegenden deutſchen Panzerſchiffes Gneiſenau eine
lletſcherbeſteigung unternommen hatte, iſt abge=
ſtifürzt
und büßte ſein Leben ein.
London, 1. Aug. Der Fall des Seekadetten
Archer=Shee, der vor zwei Jahren entlaſſen wurde,
weil er angeblich eine Poſtanweiſung im Werte
vnen fünf Mark einem Kameraden geſtohlen haben
ſallte, hat in allen Kreiſen Englands große Aufregung
hervorgerufen. Zwei Jahre lang hat der Vazter des
Kmaben alle möglichen Anſtrengungen gemacht, um die
Mdmiralität zu einer regelrechten Unterſuchung zu ver=
atlaſſen
, da er hierin jedoch erfolglos war, ſo ſtrengte
ei: endlich einen Prozeß gegen die Krone an, eine ſoge=
mannte
Petition of Right die geſtern mit der
riölligen Rehabilitierung des Beſchuldigten
endete. Wenn auch an den Worten des Verteidigers
der Admiralität, daß dieſe bona kide gehandelt habe,
nicht gezweifelt wird, ſo iſt doch das Verhalten der
Admiralität ein recht ſonderbares geweſen. Der Knabe
n urde auf, wie ſich herausgeſtellt hat, völlig unzuläng=
liche
Beweiſe hin verurteilt. Die Bitten des Vaters
um eine Unterſuchung wurden kurz abgelehnt mit der
Bsegründung, daß der Kadett im Dienſte des Königs
ſhände und daher keine Klage gegen die Krone, d. h.
gegen den verantwortlichen Miniſter eingebracht wer=
den
könnte. Als der Vater um Verhandlung vor einem
Keriegsgericht erſuchte, wurde ihm aber mitgeteilt, daß
ſſein Sohn nicht mehr im Dienſte des Königs ſtände und
daher kein Recht zu einem Kriegsgerichte habe. Das
ſund Punkte, die jedenfalls juriſtiſch ihre Berechtigung
haben, dem geſunden Menſchenverſtande aber ſeltſam
erſcheinen. Die Wahrheit wird wohl ſein, daß es der
Admiralität unbequem war, eine bereits getroffene
Entſcheidung eventuell widerrufen zu müſſen. Das iſt
menſchlich aber grauſam und hat die Karriere eines
jungen Mannes weſentlich geſchädigt. Alle Blätter
ſiimmen hierin überein und erwarten Maßnahmen, daß
verartiges in Zukunft unmöglich ſein wird.
London, 1. Aug. Seit undenklicher Zeit haben hier
diie zahlreichen Sonntagsblätter, die bekanntlich
am Samstag hergeſtellt werden, kein ſo reißendes Ge=
ſchäft
mit Sonderausgaben gemacht, wie geſtern nach=
mittag
und abend bis tief in die Nacht mit Extra=
llättern
von der Verhaftung des Dr. Crippen
und ſeiner Begleiterin Le Néve bei Father Point
am St. Lorenzſtrom. Tatſächlich Neues in Erweiterung
der Agenturmitteilungen über den Gegenſtand liegt
auch heute nicht vor. Intereſſant und übrigens nicht
unerwartet iſt die Kunde, daß Crippen nur 10 Dollar
Geld, aber eine Anzahl Koſtbarkeiten, hauptſächlich
Brillantringe, unter dem Hemd verborgen bei ſich trug.
Es iſt bekannt, daß ſeine verſchwundene Gattin, die
Warietéſängerin war, ſehr wertvollen Schmuck beſaß.
Was die Auslieferungsfrage anbelangt, ſo würde die
veon hier aus veranlaßte vorläufige Verhaftung ge=
mügen
, um die Zurückweiſung und ſofortige Rückſen=
deung
der beiden Verhafteten als unerwünſchter Ein=
wanderer
zu veranlaſſen. Wie verlautet, wird indes
ſeer formelle, allerdings mehr Zeit beanſpruchende Weg
eines regelrechten Auslieferungsgeſuches unter Be=
hegung
durch Beweismaterial eingeſchlagen werden,
weil man beſorgt, Crippen oder vielleicht ſeine Freunde
önnten für ihn als geborenen Staatsangehörigen der
Wereinigten Staaten den amerikaniſchen Schutz an=
rrufen
. Der Verzug ſpielt ſchon deshalb keine große
Rolle, weil das Beweisverfahren gegen Crippen wegen
Ermordung ſeiner Gattin hier noch nichts weniger als
lückenfrei iſt.

New=York, 2. Aug. Ein Zug der Delaware= und
Hudſon=Bahn wurde bei Scienectady durch Streiker,
die aus den Schienenſtößen die Laſchen herausgezogen
hatten, zur Entgleiſung gebracht. 30 Perſonen
wurden verletzt.
Dallas (Texas), 1. Aug. Aus Anlaß der Raſſen=
kämpfe
in dem Diſtrikt von Anderſon wurden meh=
rere
Weiße verhaftet. Die Behörden erklären, der An=
griff
der Weißen auf die Neger ſei gänzlich ungerecht=
fertigt
geweſen.

Der Kursſtand der heſſiſchen Staatsanleihen.
Unter dieſer Ueberſchrift hat in Nr. 175 dieſes Blattes
Herr Regierungsrat Fuchs die Sorgen der Regierung und
der Staatsgläubiger wegen des niedrigen Kursſtandes der
heſſiſchen Staatspapiere zum Ausdruck gebracht und in
dankenswerter Weiſe verſchiedene Mittel und Wege zur
Hebung der Kurſe angegeben, indem er allerdings glaubte,
er brauche ſich bei der Beſprechung über die Gründe des
Daniederliegens der Fondskurſe nicht aufhalten zu laſſen.
Allein über den Wert der zur Prüfung empfohlenen Mittel
läßt ſich m. E. nur dann urteilen, wenn man ſie im engſten
Zuſammenhange mit den Urſachen der abnormen Zinsfuß=
höhe
betrachtet. Tut man dies aber, ſo zeigt ſich, daß die
vorgeſchlagenen Heilmittel nur zum geringſten Teile und
nur in ſehr beſchränktem Maße Erfolg verſprechen.
Ich möchte nun von dem wiſſenſchaftlich als unan=
fechtbar
angeſehenen Satze ausgehen, daß ſich die Höhe des
Zinsfußes nach dem Verhältnis von Angebot und Nach=
frage
nach Kapital richtet. Die wirtſchaftsgeſchichtliche
Probe auf das Exempel hat man vor ſich, wenn man die
Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit der
Gegenwart vergleicht. Damals ging eine langwährende
wirtſchaftliche Unternehmungsloſigkeit mit einer ziemlich
geringen Inanſpruchnahme des Geld= und Kapitalmarktes
Hand in Hand, ſo daß als Folge jene gewaltigen Konver=
ſionen
der Staats= und Kommunalpapiere, Pfandbriefe
uſw. zu verzeichnen waren, die den Staatspapier= und
damit den Landeszinsfuß Deutſchlands im Jahre 1897
endlich bis auf 3 Prozent herunterzwangen. Der beiſpiel=
loſe
Aufſchwung, den dann, zum Teil ſicher durch den bil=
ligen
Kredit befruchtet, das deutſche Wirtſchaftsleben
mit einer kurzen Unterbrechung zu Anfang des Jahrhun=
derts
bis zum Jahre 1907 einſchließlich erlebte, war nur
möglich durch eine geradezu gierige Aufſaugung der frei=
werdenden
und der neugebildeten Kapitalien durch die
immer höhere Gewinne bietenden wirtſchaftlichen Anlage=
möglichkeiten
. Die Steigerung des Unternehmergewinnes,
namentlich in Form der Dividenden, war es alſo, welche
das die größtmögliche Rentabilität erſtrebende Kapital in
die blühenden gewerblichen Unternehmungen ableitete und
ſomit auch die Obligationenſchuldner, an der Spitze Reich
und Einzelſtaaten, zur Gewährung immer höherer Zinſen
für ihre alljährlich in vermehrter Auflage wiederkehrenden
Geldbedürfniſſe nötigte. Die Steigerung des Landeszins=
fußes
von 3 Prozent im Jahre 1897 bis auf 4 Prozent im
Jahre 1907 wird ſo auch ohne daß man die ſekundär
wirkenden Urſachen (Börſengeſetz von 1896, Börſenſtener
uſw.) mit heranzieht ohne weiteres begreiflich als eine
in der natürlichen Entwickelung des deutſchen Wirtſchafts=
lebens
und ſtaatlichen Finanzbedarfs begründete unab=
wendbare
Tatſache, die vom Standpunkt des anleihe=
bedürftigen
, Zinſen beſchaffenden Finanzminiſters wie des
Schuldners überhaupt traurig ſein mag, vom Volkswirt
aber, ſoweit ſie auf der wirtſchaftlichen Entwickelung ba=
ſiert
, als ein deutliches Zeichen des Aufſtiegs gern mit in
Kauf genommen wird. Wenn nun die vielfach gehegte Er=
wartung
, die ſeit der Kriſis von 1907 nicht gewichene wirt=
ſchaftliche
Depreſſion werde, wie ſie ein Sinken des Zins=
fußes
für kurzfriſtigen Kredit im Gefolge geführt hat, ähn=
lich
wie in den Depreſſionsjahren 1900 bis 1903 auch ein
Sinken des Zinsfußes für langfriſtigen Kredit herbeifüh=
ren
, völlig enttäuſcht worden iſt, ſo liegt dies an der auf=
fallenden
Erſcheinung, daß die Depreſſion eine Verringe=
rung
der Nachfrage nach Kapital nicht gebracht hat. In
dieſem Punkte unterſcheidet ſich alſo unſere gegenwärtig
noch nicht überwundene wirtſchaftliche Abſpannung von
ihrer Vorläuferin am Jahrhundertbeginn. Und nicht nur
geſunken iſt der Kapitalbedarf diesmal, ſondern im Gegen=
teil
, er hat ſeit 1907 einen Stand behalten, wie er ihn
ſelbſt in den voraufgegangenen Jahren der Hochkonjunktur
gar nicht entfernt eingenommen hatte. Die periodiſchen
Emiſſionsſtatiſtiken der Frankfurter Zeitung und des
Deutſchen Oekonomiſt über die Kapitalinveſtitionen der
Staaten, Städte, Hypothekenbanken, Induſtrie uſw. geben
alſo den Schlüſſel für das unerwartete Beharren des
Deutſchen Staatspapierzinsfußes auf der reſpektablen
Höhe von 4 Prozent. Welchen Stand demnach das Baro=
meter
des Wertpapier= und damit des Landeszinsfußes
in Zukunft einnehmen wird, das hängt auch weiterhin ab
von dem Verhältnis der Nachfrage zum Angebot von
Kapital.
Nun ſoll nicht geleugnet werden, daß auch noch andere
Tatſachen auf die Höhe des Zinsfußes überhaupt und des
Staatspapierzinsfußes im beſonderen einwirken, doch muß
daran feſtgehalten werden, daß ſolche Einwirkungen nur
ſekundärer Art ſein können und ihre Stärke nicht überſchätzt
werden darf. Wenn ſo die Grenzen des ſtaatlichen Ein=
fluſſes
auf die Hebung des Kursſtandes ſchon außerordent=
lich
eng gezogen ſind, ſo kommt für die heſſiſchen Staats=
papiere
ſpeziell noch folgendes hinzu: Aus der bundes=
ſtaatlichen
Verfaſſung des Deutſchen Reiches ergibt ſich
eine hochgradige Zerſplitterung der deutſchen Anleihetitres,
deren innerer Wert und Kursſtand von Staat zu Staat
verſchieden ſind. Am beſten iſt normalerweiſe der Kurs=
ſtand
der Reichsanleihen, mit dem derjenige der preußi=
ſchen
faſt immer zuſammenfällt. Reichs= und preußiſche
Fonds zuſammen machen den Löwenanteil der deutſchen
Staatsſchulden aus, Reich und Preußen genießen auch
unter den deutſchen Staaten den größten Kredit. Deshalb
iſt aber auch der Kurs ihrer Standardpapiere der höchſte
und tonangebend für die kleineren Geſchwiſter der deutſchen
Staatenfamilie. Für deren Staatsrenten iſt der Kursſtand
der Reichsanleihe im allgemeinen die Obergrenze, nur
ausnahmsweiſe und vorübergehend kommen ſie über jenen
hinaus, in welchem Falle man daher von einer Kurs=
anomalie
ſpricht. Unter den Staatsanleihe= und Preußi=
ſchen
Konſol=Kurſen rangieren nun in mehr oder weniger
geringen Abſtänden die Werte der Bundesbrüder‟. Daß
unter dieſen wieder unſer Großherzogtum ziemlich weit
unten ſteht, entſpricht ſeiner prozentual ungewöhnlich gro=
ßen
Schuldenlaſt, der größeren Beſchränktheit des Marktes
uſw., im allgemeinen aber dem inneren Werte. Was jetzt
noch übrig bleibt von Ausſicht der Mittel und Wege, die
zur Beſſerung der Kurſe unſerer heſſiſchen Anleihen führen
können, iſt alſo äußerſt gering. Der Abſtand der
eſſiſchen Staatsfondskurſe von den Kur=
ſen
unſerer Standardpapiere kann ſich um
etwas verringern das iſt alles. Im übri=
gen
werden unſere heſſiſchen Papiere ſtei=
gen
und fallen mit jenen, wie es gerade die

wirtſchaftliche oder politiſche Konjunktur
will, in geringem Maße auch, je nachdem
das Reich und Preußen auf den Fonds=
markt
einwirken.
Soll alſo miteinerſtaatlichen Kursheb=
ungspolitik
wirklich Ernſt gemacht werden,
dann darf ſie ſichnicht auf Heſſen beſchrän=
ken
, dann muß ſie bei den preußiſchen und
Reichsanleihen beginnen und von den Ein=
zelſtaaten
aufgenommen werden. In welcher
Weiſe dies geſchehen könnte, darauf werde ich zurückkom=
men
, nachdem ich zuvor den Wert der von Herrn Regie=
rungsrat
Fuchs für Heſſen vorgeſchlagenen Kurshebungs=
mittel
beſprochen habe.
Herr Fuchs unterſtützt zunächſt die Anregung des Herrn
Regierungsrats Baſtian, mehr als bisher das Volk zu
Opfer= und Gemeinſinn zu erziehen und ihm die Anlegung
eines gewiſſen Teils ſeines Vermögens in Staatsanleihen
zur nationalen Pflicht zu machen. Vielleicht ſind die Kurſe
für ſtaatsbürgerliche Erziehung, wie ſie von Staat, Par=
teien
und Vereinen mit dem Ziele der Verfeinerung des
ſtaatsbürgerlichen Pflichtgefühls gegenwärtig allenthalben
eingerichtet werden, auch dieſem Zwecke dienſtbar zu
machen. Ich habe in drei größeren derartigen Kurſen, die
ich im vergangenen Winter vor Anwärtern auf Beamten=
ſtellungen
abgehalten habe, dieſe günſtige Gelegenheit
nicht vorübergehen laſſen und viel Verſtändnis für ſolche
Betrachtungen vorgefunden. Möglicherweiſe gelingt es
auf dieſem Wege, einen Teil des Publikums von vielen
heute nur wenig beſſer verzinſenden ausländiſchen An=
leihen
abzubringen und in ſtärkerem Grade für die ein=
heimiſchen
Staatspapiere zu intereſſieren. Inwieweit es
dagegen möglich und nützlich iſt, die Vorliebe des Deut=
ſchen
für die Pfandbriefe zu ſchmälern, läßt ſich nur ſchwer
ſagen. Verſchiedene hier nicht näher zu erörternde Um=
ſtände
haben bewirkt, daß gerade die Hypothekenpfand=
briefe
beim kleinen Rentner in Deutſchland in ähnlicher
Gunſt ſtehen, wie in Frankreich die Staatsrente. Faſt
möchte mir ſcheinen, als wenn nur gewiß nicht er=
wünſchte
ſtarke Vertrauenserſchütterungen, wie die=
jenige
, welche vor 10 Jahren als Folge der verſchiedenen
Zuſammenbrüche alle deutſchen Hypothekenbanken wahllos
trafen, geeignet wären, für einige Zeit einen Wechſel der
Sympathien herbeizuführen. Immerhin wäre von einer
Entziehung der Mündelſicherheit, die aber, um nicht ein=
zelne
Banken unverdientermaßen öffentlich zu brandmar=
ken
, ſich auf alle oder auf ſolche, die gewiſſe Sonderbeding=
ungen
nicht erfüllen, erſtrecken müßte, ſchon einiges Gute
zu erwarten aber doch auch nur bei einheitlichem Vor=
gehen
des Reiches und der Einzelſtaaten. Gegenüber der
heftigen Oppoſition, welche durch ſolche Maßregeln her=
vorgerufen
werden dürfte, wird der Hinweis auf das Aus=
land
, wo ähnliche Privilegierungen der Pfandbriefe, d. h.
doch eines Teiles des Privatkapitals, unbekannt ſind, am
Platze ſein. Doch kann auch hier vor einer Ueberſchätzung
des Erfolgs nur gewarnt werden. Die neuerliche Abkehr
eines Teils des Publikums von den Staatspapieren hat
eben auch wieder ihren Hauptgrund in den wirtſchaftlichen
Verhältniſſen, nicht zuletzt in der Teuerung der letzten
Jahre, die viele kleine Kapitaliſten, die der Spekulation bis
dahin ferngeſtanden hatten, verleitete, ihre ſicheren Staats=
werte
mit weniger ſicheren, z. T. unſicheren, aber höhere
Einnahmen verheißenden Wertpapieren zu vertauſchen.
Daß dieſe Beobachtung auch in Darmſtadt gemacht
worden iſt, kann man aus dem Jahresbericht der Großh.
Handelskammer für 1909 S. 9 entnehmen.
Es iſt dies eine Bewegung, die ihr Analogon findet
in der Abkehr vieler und nicht der ſchlechteſten Elemente
von den Aemtern des Staats, dem ſie gerne dienen möchten,
der ihnen aber nicht die gleichen Einnahmen bieten kann
wie die ſpekulativeren Stellungen in Handel und Indu=
ſtrie
. Daß ſolche Gedankengänge nicht ungerechtfertigt
ſind, kann in einem Lande, in dem eben erſt ein Finanz=
miniſter
ihnen Folge geleiſtet hat, nicht ohne weiteres von
der Hand gewieſen werden. Genau ebenſo aber verhält
es ſich mit der Kapitalanlage. Man wird einen einfachen
Mann, der mangels jeder Kenntnis des wirtſchaftlichen
Lebens ſein kleines Vermögen in Staatstiteln anlegt, vom
nationalen Standpunkt nicht für nützlicher anſehen dür=
fen
als den verſierten Großkapitaliſten, der für ſein Ver=
mögen
die jeweils rentabelſten Anlagemöglichkeiten aus=
findig
macht und es daher relativ raſcher vermehrt, was
doch auch wieder, wenn auch indirekt, dem Staate zugute
kommt.
Deshalb darf man aber auch den Staatsrenten beſitzen=
den
Bürger vor dem ſie nicht beſitzenden bei der Ver=
mögensbeſteuerung
nicht begünſtigen wollen, wie dies
von Herrn Fuchs vorgeſchlagen worden iſt. Eine
folche Maßregel würde in Deutſchland nicht als ge=
recht
empfunden werden und den Kredit des Staates,
der zu ihr greift, eher ſchädigen als ſtärken. Der Um=
ſtand
allein, daß die heſſiſchen Papiere nur zum Teil
im Lande ſelbſt untergebracht ſind, zum gewiß ſehr
großen Teile aber außerhalb desſelben, muß hier
ſchon zu denken geben. Nicht im Lande wohnende
Obligationenbeſitzer würden vor den in Heſſen ſteuer=
zahlenden
Staatsgläubigern benachteiligt, und es
bleibt die Frage offen, ob ſie nicht bei der erſten beſten
Gelegenheit, d. h. ſobald die Kurſe ſteigen, ſich ihres
Beſitzes an heſſiſchen Fonds entledigen würden. Auch
iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die Banken, an welche die
Regierung wegen Aufnahme neuer Anleihen heran=
tritt
, die Uebernahme ablehnen oder ſchwerere Beding=
ungen
ſtellen würden. Nehmen wir aber einmal an, die
vorgeſchlagene Prämie auf den Beſitz von Staats=
titeln
würde wirklich eingeführt, und zwar gleich in
Form des Erlaſſes der Hälfte der Vermögensſteuer
auf den in heſſiſchen Staatsrenten angelegten Ver=
mögensteil
, ſo würde dies bei einer Durchſchnittshöhe
der Steuer von 0,95 Mark auf 1000 Mark Vermögen
auf 100 Mark Vermögen in Anleihen einen jährlichen
Erlaß von 4,75 Pfg., d. h. von etwas mehr als 1 Pro=
zent
des entſprechenden Zinſes bedeuten. Daß hier=
von
keine Hauſſe erwartet werden kann, iſt ſicher. Daß
aber der heſſiſche Staat zunächſt einmal um einen ihm
ſonſt ſicheren Teil ſeiner Vermögensſteuer käme, iſt
ebenſo ſicher. Selbſt im günſtigſten Falle wäre die
Einführung der Prämie für den Staat von ſicheren
Verluſten begleitet.
Noch verluſtreicher für den Staat, dem doch ge=
holfen
werden ſoll, wäre die angeregte Abſchaffung
der geſetzlichen Tilgung der Fonds durch Ankauf zum
Tageskurs und ihr Erſatz durch die Verloſung zum
Pari=Stande.
Was die übrigen Vorſchläge anlangt, Verkauf der
Staatspapiere durch die unteren Finanzbehörden und
Beeinfluſſung der Vermögensanlage der unter ſtaat=
licher
Aufſicht ſtehenden Fonds und Stiftungen, ſo iſt
über den erſteren, bekanntlich in Frankreich erprobten
Vorſchlag, wie über den zweiten, der namentlich in
Italien mit großem Erfolge durchgeführt wird, genü=
gend
empfehlende Literatur vorhanden. Ehenfa=iſt

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Nummer 179.

die Heranziehung der Sparkaſſe zur Anlage eines be=
ſtimmten
Vermögensteiles in Staatsanleihen nach
bewährtem engliſchen und franzöſiſchen Muſter häu=
fig
empfohlen, durch das preußiſche Abgeordnetenhaus
aber vor 6 Jahren abgelehnt worden.
Die letzte Anregung ſchließlich, bei Stellung der
Kautionen von Induſtriellen für das vom Staat ge=
kaufte
Nutzholz uſw. heſſiſche Staatsanleihen vorzu=
ſchreiben
, wird umſomehr, als der Erfolg einer ſol=
chen
Maßnahme nicht zu ſpüren ſein würde am be=
rechtigten
Widerſtande der Intereſſenten, auf die ja
durch die Verengung des Kreiſes der mündel=
ſicheren
Anlagemöglichkeiten eingewirkt werden
könnte, ſcheitern. Im übrigen kann der Zwang, Kau=
tionen
ich möchte hier mehr an Beamtenkautionen
denken in Staatspapieren zu ſtellen, in Heſſen mit
ſeiner großen Schuldenlaſt nichts anderes, als einen
Tropfen auf einen heißen Stein bedeuten. Wir dür=
fen
uns hier durch die Verhältniſſe in Elſaß= Lothrin=
gen
, wo noch franzöſiſches Recht den Kreis der mündel=
ſicheren
Anlagemöglichkeiten äußerſt eng hält und die
Staatsſchuld bei großer Rentnerbevölkerung ver=
ſchwindend
gering iſt, nicht täuſchen laſſen.
Es wäre nun möglich, noch andere Mittel zur
Hebung der Kurſe, wie z. B. eine verbeſſerte Technik
der Aufnahme von Anleihen, namhaft zu machen, doch
dürfte die Diskuſſion dieſer z. T. recht komplizierten,
in der einſchlägigen Literatur häufig beſprochenen
Vorſchläge in einer Tageszeitung den beabſichtigten
Zweck nicht erfüllen. Ich möchte daher nur auf einen
Hinweis zurückkommen, den ich in meine Ausführ=
ungen
wiederholt einzuſtreuen Gelegenheit fand, näm=
lich
den Hinweis darauf, daß die beſten Maßnahmen
zur Kurshebung nichts nützen werden, wenn ſie von
dem heſſiſchen Staate oder anderen Mittel= und Klein=
ſtaaten
allein getroffen werden. Lediglich ein einheit=
liches
Vorgehen von Reich und Einzelſtaaten kann
hier den nicht zu überſchätzenden Erfolg ver=
bürgen
. Die Urſache liegt in der bundesſtaatlichen
Verfaſſung des Deutſchen Reiches, an der wir alle
unſere ungetrübte Freude haben, die aber leider gerade
da, wo der große Einheitsſtaat ſeine anerkannten Vor=
züge
zeigt, nicht zu leugnende Schattenſeiten aufzuwei=
ſen
hat. Der Mangel an Einheitlichkeit,
der gerade im ſtaatlichen Schuldenweſen
Deutſchlands beſonders ungünſtig wirkt,
kann aber vielleicht bis zu einem gewiſſen
Grad beſeitigt werden durch vertragliche
Abmachungen des Reichs und der Einzel=
ſtaaten
über die Inanſpruchnahme des
Kapitalmarktes und die Maßnahmen
zur Stützung der Kurſe. Wenn es das
hiſtoriſche Verdienſt des heſſiſchen Staa=
tes
iſt, auf verſchiedenen wichtigen Ge=
bieten
des wirtſchaftlichen und des Ver=
kehrslebens
alserſter die Hand zur Eini=
gung
geboten zu haben, ſo dürfte der auf
unſerem Großherzogtum beſonders
ſchwer laſtende Nachteil der Zerſplitte=
rung
des ſtaatlichen Finanzweſens es
rechtfertigen, wenn ſeine Regierung die
traditionelle Vermittlerrolle Heſſens
in Deutſchland auch hier wieder annimmt.
Dr. Bichmann.

Kongreſſe und Verbandstage.

29. Kreisturnfeſt des IX. Kreiſes (Mittelrhein)
deutſcher Turnerſchaft.
W. Kreuznach, 1. Aug. Der heutige Feſttag brachte
das Einzel=Wetturnen (Sechskampf); dieſes begann pünkt=
lich
7 Uhr morgens. In 24 Riegen traten 478 Turner an,
um ſich im friedlichen Wettkampfe um den ſchlichten Eichen=
kranz
zu bewerben. Es waren zum Teil ſehr gute Lei=
ſtungen
zu verzeichnen, trotzdem konnten nur 183 Turner
als Sieger ausgezeichnet werden. Die erſten 5 Sieger ſind:
1. Preis: Ludwig Müller, Turnverein Vorwärts, Bocken=
heim
, und Ludwig Beppler, Turnverein Gießen, 127 P.
2. Preis: Peter Miſchard, Turnverein Marburg, und
Auguſt Angel, Turngeſellſchaft Koblenz, 125½P. 3. Preis:
Richard Bohrn, Turnverein Idar, und Peter Müller,
Turnverein Frankfurt, 124 P. 4. Preis: Paul Neumüller,
Turnerſchaft St. Johann, 123½ P. 5. Preis: Karl Behte,
Turngemeinde Bockenheim, und Wilh. Cratz, Turnverein
Mainz 1817, 122½ P. Vom Main=Rheingau erhielten
Preiſe: 20. Preis: Phil. Schneider, Turngeſellſchaft
Darmſtadt, 27. Preis: Georg Grohe, Turngemeinde Darm=
ſtadt
, 31. Preis: Georg Bernhardt, Turngeſellſchaft Darm=
ſtadt
, 33. Preis: Georg Kirch, Turngemeinde Sprendlin=
gen
, 38. Preis: Wilh. Hanſt, Turngemeinde Darmſtadt,
41. Preis: Hch. Kunz, Turnverein Arheilgen. Im Hinder=
nislaufen
errang Richard Werner, Turngeſellſchaft Darm=
ſtadt
, den 4. Preis.
Von vormittags 11 Uhr ab waren Konzerte in der
Feſthalle und auf dem Feſtplatz und um 1 Uhr fand ein
Feſtbankett ſtatt, an dem ſich die geſamten Ausſchüſſe,
Kampfrichter und noch viele andere Feſtgäſte beteiligten.
Nachmittags wechſelten Konzerte mit turneriſchen Vor=
führungen
u. Sondervorführungen auswärtiger Vereine ab.

Beſonders zu erwähnen iſt das Turnen der geübteren
Turner des Kreiſes, bei dem auch die Darmſtädter Turner
(Turngemeinde Darmſtadt 3 Turner) vertreten waren. Kon=
zerte
und turneriſche Darbietungen ſchloſſen den heutigen
Feſttag.

Handel und Verkehr.
* Berlin, 2. Aug. Die Aktiengeſellſchaft Poet=
ter
u. Ko. in Dortmund bittet, mitzuteilen, daß der
Vorſitzende ihres Aufſichtsrates, Bankier Ohm, und
das Mitglied Juſtizrat Buchzermeier in Gelſenkircheu
aus dem Aufſichtsrat ausgeſchieden ſind.
* Mülhauſen i. E., 2. Aug. Nachmittags fand
hier die Konſtituierung der Oberrheini=
ſchen
Kraftwerke, Aktiengeſellſchaft, mit einem
Aktienkapital von zwanzig Millionen ſtatt.
Gründer ſind die Stadt Mülhauſen, die Elektriſche
Licht= und Kraftanlagen=Aktiengeſellſchaft in Berlin,
die Bank für elektriſche Unternehmungen in Zürich,
ſowie Juſtus Breul=Grunewald=Berlin und Karl
Zander=Zürich. Der Zweck der Geſellſchaft iſt die Er=
zeugung
und Verteilung elektriſcher Energie in Elſaß=
Lotbringen und Baden, zunächſt geſtützt auf die von
der Stadt eingebrachten Mülhauſer Elektrizitätswerke.
Zum Programm der Geſellſchaft gehört die Ausnützung
der Waſſerkräfte des Rheins unterhalb der Reichsgrenze
bei Baſel.

Luftſchiffahrt.

* Stockholm, 1. Aug. Der Internatio=
nale
Friedenskongreß wurde heute im Ritter=
hauſe
feierlich eröffnet. 600 Delegierte von 24 Ländern
und das diplomatiſche Korps waren anweſend. Der
Saal zeigte die Flaggen der verſchiedenen Nationen
und war mit dem Bildnis Nobels geſchmückt. Der
Präſident des Organiſationskomitees, Reichstagsabge=
ordneter
Frhr. Karl Carlſſon Bonde, hieß die Erſchie=
nenen
willkommen. Der Miniſter des Aeußeren, Graf
Taube, betonte in längerer Rede die Freude der ſchwe=
diſchen
Regierung, den Kongreß in Stockholm begrüßen
zu können und verſicherte das Intereſſe der Regierung
an ſeinen Arbeiten, die, wie ſie aufrichtig hoffe, der
Menſchheit zum Segen gereichen würden. Der belgiſche
Senator La Fontaine dankte namens des Kongreſſes.
Profeſſor de Cubernatis=Rom brachte Stockholm namens
der Kongreßteilnehmer den Gruß dar und verlas die
Telegramme des italieniſchen Miniſterpräſidenten und
des Miniſters des Aeußeren. (Zu Ehrenpräſidenten
wurden Taube und Bonde gewählt. Huldigungstele=
gramme
wurden abgeſandt an den König von Schwe=
den
, Frederie Paſſy, Bertha v. Sutter, Graf Tolſtoi
und andere. Um 2 Uhr verſammelten ſich die verſchie=
denen
Kommiſſionen zu Sitzungen. Abends findet ein
Feſtbankett ſtatt.
* Paris, 2. Aug. Der dritte Internationale Kon=
greß
für Schulhygiene wurde hier eröffnet.
* Brüſſel, 2. Aug. Heute vormittag wurde hier die
11. Hauptverſammlung der Inſternationalen
kriminaliſtiſchen Vereinigung im Beiſein
des Juſtizminiſters eröffnet. Deutſcherſeits ſprechen
während der Tagung die Profeſſoren v. Liszt=Berlin
und Liepmann aus Kiel.

* Metz, 2. Aug. Während geſtern 2 I‟ an den
Luftſchiffübungen nicht teilnahm, blieb heute M II‟
in der Ballonhalle zurück, während P I um 6 Uhr
und 2 I um halb 7 Uhr aufſtiegen und in nördlicher
Richtung davonfuhren.
* Bayreuth, 2. Aug. P VI iſt heute vormit=
tag
kurz vor 9 Uhr zur Weiterfahrt nach München
aufgeſtiegen.
* Regensburg, 2. Aug. P 6 paſſierte 12,05 Uhr
unſere Stadt. Es herrſcht Gewitterneigung.
* Landshut, 2. Aug. Der Kurier für Nieder=
bayern
meldet: Nachdem das Luftſchiff P VI um
12 Uhr 5 Minuten Regensburg überflogen hatte, mußte
es gegen 1 Uhr bei Alt=Eglofsheim, an der Bahnlinie
Regensburg-Landshut, wegen eines Propeller=
bruches
niedergehen.
* München, 2. Aug. P 6" iſt um ½5 Uhr von
ſeinem Landungsplatz bei Köfering wieder aufgeſtiegen.
Er überflog Landshut und Freiſing und traf gegen 6 Uhr
in der Peripherie von München ein.
* Brüſſel, 2. Aug. Bei den Flugvorführungen
in Stockel bei Brüſſel erreichte Olieslagers mit
ſeinem Blériot=Apparat eine Höhe von 1524 Me=
tern
. Der von Latham am 8. Juli 1910 in Reims ge=
ſchaffene
Weltrekord von 1384 Metern iſt ſomit ge=
ſchlagen
.
* Paris, 2. Aug. Aus Verdun wird gemel=
det
: In der Nacht zum Montag wollen mehrere Schild=
wachen
in den Forts und vor den Kaſernen einen
Lenkballon in der Luft beobachtet und deutlich
das Geräuſch der Schrauben und Propeller gehört
haben. Es wird angenommen, daß es ſich um einen
fremden Lenkballon handelt. (!)
* Paris, 2. Aug. Aus Douai wird berichtet:
Der Aviatiker Baeder nahm geſtern mit ſeinem
Doppelflieger ein Gewicht von 322 Kilogramm mit ſich
in die Luft und ſchlug damit den Weltrekord bezüglich
des nutzbaren Gewichts.
* London, 2. Aug. Auf dem Flugfelde in Bol=
den
(Grafſchaft Durham)f ſtieß geſtern abend die
Aviatikerin Frau Franck, die Gattin eines Redak=
teurs
der Daily Mail, mit ihrem Farman=Zweidecker
an eine Fahnenſtange an. Die Maſchine über=
ſchlug
ſich und ein darunter ſtehender fünfzehnjähriger
Knabe wurde von dem Motor im Rückgrat getroffen
und ſofort getötet. Vier andere Perſonen wurden
ſchwer verletzt, eine größere Anzahl leicht. Frau
Franck ſelbſt erlitt einen doppelten Beinbruch und
ſchwere Verletzungen am Halſe.

sr. Das internationale Flugmeeting
von Caen ergab am dritten Tage den Sieg von
Paillette (Sommer) in dem Wettbewerb für den täg=
lichen
Geſamtdiſtanzpreis mit einer Fahrzeit von
3113:56; Zweiter wurde Henriot (Henriot) mit 3102:46,
Dritter Crochon (Sommer) mit 1:21:20. Den Geſchwin=
digkeitspreis
der Offiziere gewann Ltn. Cammermann
mit 13:06,2 für 10 Kilometer. Am letzten Tage wurde
das Ausſcheidungsrennen für den Geſchwindigkeits=
preis
abgehalten. Es qualifizierten ſich für den End=
lauf
Morane (Blériot) mit 4:27,1, Aubrun (Blériot)
mit 5113,4 und Henriot (Henriot) mit 5:46. Von den
Zweideckern: Renaux (Farman) mit 6:09,2, Martinet
(Farman) mit 6113,4 und Daillens (Sommer) mit
7115,2; den täglichen Diſtanzpreis gewann wiederum
Henriot mit 9:19:49 vor Chauveau mit 2111114,

Sport.
sr. Im Internationalen Meiſterſchafts=
Schachturnier zu Hamburg wurde die 11. Runde
beendet. Es ſiegten Schlechter=Oeſterreich gegen Choti=
misrki
=Rußland, Duras=Prag gegen Tartakower= Oeſter=
reich
, Leonard=Deutſchland gegen Salve=Rußland,
Tarraſch=Deutſchland gegen Speyer=Holland, Teichman=
Deutſchland gegen Yates=England, Marſhall=Amerika
gegen Spielmann=Deutſchland und Niemzowitſch= Ruß=
land
gegen Fleiſchmann=Ungarn. Die Partie Alechin=
Rußland gegen John=Deutſchland wurde abgebrochen.
Es führen Schlechter und Niemzowitſch mit je 8 Punkten
vor Duras und Marſhall mit je 6½ und Chotimirski
mit 6 Punkten.

Erdbeben.
2. Erdbebenwarte Jugenheim, 2. Aug. Der
erſte Tag des neuen Monats begann mit einem Erdbe=
ben
von mittlerer Stärke, nachdem der vergan=
gene
Monat Juli ziemlich ruhig verlaufen war. Die Re=
giſtrierung
dauerte von vormittags 11,43,2 Uhr bis 12,06
Uhr. Um 11,49 Uhr war das Maximum der Bewegung.
Der Herd des Bebens liegt 1200 Kilometer entfernt in der
Richtung Süd=Süd=Oſt (Unteritalien?).

Arbeiterbewegungen.
Paris, 1. Aug. Infolge eines geſtern gefaßten
Beſchluſſes, ſind heute morgen die Dachdecker, ſowie die
Blei= und Zinkarbeiter in den allgemeinen Aus=
ſtand
getreten. In Frage kommen mehr als 12000
Arbeiter bei 1200 Unternehmern. Die Streikenden ver=

langen eine Lohnerhöhung von zwei Franks pro T.
und 50prozentigen Zuſchlag für Ueberſtunden. Sie üben
eine ſtrenge Kontrolle der Arbeitsſtätten aus.
Lens, 2. Aug. Die Bergarbeiter von Liév
beſchloſſen geſtern abend, erneut in den Ausſtam
zu treten infolge von Meinungsverſchiedenheit
über die Anwendung der achtſtündigen Arbeitszeit.
der Nacht zum Montag wurden zwei Gendarmen i
Streikgebiet von einer feindſeligen Menge angegriffen.
einer wurde ſchwer verletzt, während der andere Hille
holte.

Vermiſchtes.
* Internationale Induſtrie= und Ge
werbe=Ausſtellung Turin 1911. Das Pr=
ſidium
des deutſchen Komitees für die Turiner Au= teilt uns folgendes mit: Von den 3500 Qu=
dratmetern
, welche von dem deutſchen Komitee in dea
Maſchinenhalle belegt worden ſind, wurden bereits 32()
Quadratmeter vergeben. Durch Entgegenkommen d
italieniſchen Ausſtellungsleitung ſind außerdem 7
Quadratmeter zur Verfügung geſtellt, mit dem B=
merken
, daß eine weitere Ausdehnung nicht möglich i
In der Maſchinenhalle ſind alſo nur noch 1000 Quadras
meter zu vergeben. In der Elektrizitätshalle ware
1000 Quadratmeter belegt, von denen bis jetzt run
700 Quadratmeter vergeben ſind. Auch in dieſer Hal=
ſind
ebenfalls noch nachträglich 500 Quadratmeter zu
Verfügung geſtellt, ſo daß noch über 800 Quadratmete
disponiert werden kann. Von dem 10000 Quadra=
meter
umfaſſenden deutſchen Induſtriepalaſt ſind bi
jetzt 3000 Quadratmeter feſt übernommen. Der deu=
ſchen
Induſtrie iſt noch reichlich Gelegenheit geboten, ſieg
an dem friedlichen Wettbewerb mit den fremde=
Nationen zu beteiligen, unter denen beſonders die eng
liſche und franzöſiſche eine außerordentliche Tätigkeil
entwickeln.

Literariſches.
Theodor Fontane: Kriegsgefangen
Hochſchulausgabe. Verlag von F. Fontane u. Co., Ber=
lin
. Preis broſch. 1 Mk., geb. 1.50 Mk. In dieſem
Werk, das der Dichter unter dem Titel Kriegsgefan=
gen
herausgab, beſchreibt er ſeine Schickſale, alse=
1870, die Armee als Kriegsberichterſtatter begleitend
von den Franzoſen gefangen genommen und nach des
Inſel Oléron überführt worden war. Dieſer Neudrue
wird als Hochſchulausgabe bezeichnet, weil das Wer=
ſich
gewiſſermaßen als ein Studentenbuch eingeführ=
hat
, nachdem mehrere Privatdozenten an verſchiedenen=
Univerſitäten daraus Vorleſungen gehalten haben,

eſitzers Graſt=
urde
v. Ba
ſaufes er
* Rambor
Jaar ſtattete
jeres einen

Das Zarenpaar in Friedberg.

C Den Blättern wird gemeldet: Trotz aller De=
mentis
ſind wir heute nach authentiſchen Mitteilungent
in der Lage, wiederholt feſtzuſtellen, daß das Zaren=
paar
am 24. Auguſt in der heſſiſchen Heimat der Zarin)
eintrifft. Die Zarin, deren Geſundheitszuſtand be=
denklich
war, ſoll auf Wunſch ihrer ärztlichen Berater
eine ſechswöchentliche Kur in Bad Nauheim genießen.
Es wird daher das Zarenpaar mit großem Gefolge und
am 25. Auguſt das Großherzogliche Paar in dem nur
eine halbe Stunde von Bad Nauheim gelegenen Großh.
Schloſſe in Friedberg Wohnung nehmen. Da dieſe
Räume ſeit dem Tod des Großherzogs Ludwig=M
nicht mehr bewohnt wurden, werden dieſe zur Zeit
einer gründlichen Neuherſtellung unterzogen, Es=
waren
ſeither ſchon über 100 Zimmer in dem herklich
gelegenen Schlößchen mit ſeinen hübſchen Gartenaylas
gen vorhanden, deren Zahl jetzt mit Rückſicht aufdas
große Gefolge auf 115 erhöht wurde, zudem das Groß=
herzogliche
Paar damit gleichzeitig leichter den Beſuch
der in Oberheſſen ſtattfindenden Manöver verbinden
kann. Der Miniſter des Innern, der Hofmarſchall, ſo=
wie
Polizeirat Dr. Kranzbühler in Darmſtadt, dem der
Sicherheitsdienſt übertragen wurde, haben das Schloß
in den letzten Tagen wiederholt beſichtigt. Geſtern iſt
der Großherzog dort eingetroffen, um die vorgeſchla=
genen
Aenderungen zu prüfen und weitere Beſtim=
mungen
zu treffen. Die Lage des Schloſſes mit den
Parkanlagen dürfte ſich für den Aufenthalt vorzüglich
eignen; nur fehlt es an geeigneten Spielplätzen. Auch
in Bad Nauheim ſind für die Badezeit der Zarin ſchon
geeignete Beſtimmungen getroffen, doch iſt mit Rück=
ſicht
auf die notwendigen Sicherheitsmaßregeln, die
für Bad Nauheim verkehrsſtörend wirken würden, da=
von
abgeſehen worden, auch dort Wohnung zu nehmen.
Vorerſt iſt der Aufenthalt auf ſechs Wochen berechnet,
doch wird es darauf ankommen, wie die Zarin die =
der
verträgt. Hiernach wird ſich auch die Ankunft und
der Aufenthalt in Darmſtadt und Wolfsgarten richten.
Wir beziehen uns auf unſere früheren Meldungen.
Wie authentiſch dieſe neueſte Meldung iſt, mag die
Tatſache beleuchten, daß der Badedirektion Bad Nau=
heim
bis jetzt noch nichts bekannt iſt von einem
Kuraufenthalt der Zarin, daß Herr Regierungsrat Dr.
Kranzbühler nicht in Friedberg war und ihm
der Sicherheitsdienſt nicht übertragen iſt, und daß
ſchließlich das Datum des Zarenbeſuches noch nicht
feſtſteht.

Brüſſel.
MHubert in
Mlund den Kor
I100 Preisrich
MPeltausſtellun
Apormittag ihr
Meinen Mona
Unerſt für Mit=
* Konſtau
Mhüber ernſte
Aruppen
Ipen des Sult
Mluſte zugefüc
und wären m
tung auf Dau
* New=
meldet
, daß
zwiſchenA

kommen iſ
San
entlaſſener
alarm, ſch
ſtötete dabe
Uwehrmann
Alvon ihm
erſchlug

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 2. Aug. Amtlich. Heute morgen 5 Uhr
40 Minuten fuhr der Spandauer Vorortzuc
Nr. 4310 zwiſchen den Stationen Alexanderplatz und
Friedrichſtraße auf den vor dem Einfahrsſignal von=
der
Station Friedrichſtraße haltenden Auswanderer=
zug
6122. Der Lokomotivführer des Vorortszuges hatke=
das
Blockſignal bei der Bude F 6 bei dem Bahnhof.
Börſe überfahren und das Gefahrſignal der Wärter in
F 6 und F 7 nicht beachtet. Acht Reiſende des Aus=
wandererzuges
ſind anſcheinend leicht verletzt. Die
Packwagen beider Züge ſind entgleiſt; der Material=
ſchaden
iſt unerheblich. Die Betriebsſtörung war um
88 Uhr behoben.
* Berlin, 2. Aug. Die bei dem heutigen Unfall
auf Bahnhof Friedrichſtraße verletzten Per=
ſonen
, ruſſiſche Auswanderer, werden die Reiſe nach
den Häfen Bremen, Hamburg und Rotterdam voraus=
ſichtlich
noch heute fortſetzen.
* Berlin, 2. Ang. Zwei 17jährige Burſchen
drangen heute vormittag ins Bureau der evangeliſchen
Kirche in Friedenau und verlangten Geld; als der
Küſter Rößner das Verlangen abwies, ſtürzten ſich die
beiden Burſchen hinterrücks auf ihn und verletzten ihn
durch mehrere Meſſerſtiche am Hinterkopfe und
Hals ſchwer; ſie ergriffen die Flucht, wurden aber von
Paſſanten aufgehalten und verhaftet.

[ ][  ][ ]

Nkummer 179.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Anguſt?1910.

Seit 3.

it Erſurt, 2. Aug. Der frühere Reichstags= und Land=
kabgeordnete
Geh. Kommerzienrat Lucius iſt heute
hier geſtorben.
* Hamburg, 2. Aug. Heute vormittag durch=
itt
der in der Wilhelminenſtraße wohnende
ſſümwarenhändler Siems ſeiner kürzlich aus England
r eingetroffenen Geliebten, deren Perſönlichkeit noch
feſtgeſtellt iſt, die Kehle und verletzte ſich ſelbſt
i einen Schuß in die Schläfe lebensgefährlich.
* Swinemünde, 2. Aug. Der Kaiſer empfing
ti rn am ſpäten Abend noch den Beſuch des Großher=
i
von Oldenburg, der mit ſeiner Jacht Lenſahn
eingetroffen war. Heute vormittag machte der
ſüer einen Spaziergang in Begleitung des Reichs=
n
lers. Gegen mittag traf Geheimrat Strempel, der
ſieAlvertreter des Chefs des Zivilkabinetts, zum Vor=
ein
und nahm auf der Hohenzollern Wohnung.
Frühſtückstafel an Bord der Hohenzollern war
Wroßherzog von Oldenburg mit ſeiner Familie ge=
Ohr n. Bei der Tafel ſaß der Kaiſer zwiſchen dem Erbgroß=
ſſerog
von Oldenburg und dem Staatsſekretär von
Aderlen=Waechter rechts, und dem Reichskanzler links.
ſeenüber ſaß der Großherzog von Oldenburg zwi=
ſſen
den Prinzeſſinnen Ingeborg und Altburg. Nach=
ſttrags
um 3 Uhr 17 Min. reiſten der Reichskanzler
ſta Hohenfinow und Staatsſekretär von Kiderlen=
Kechter nach Berlin zurück.
* Königsberg, 2. Aug. An Stelle des zum Ober=
ſuſſchall
des Königsreich Preußen ernannten Ritterguts=
ſſſisers
Grafen Kalnein=Kilgis, Landrat a. D.,
uide v. Batocki=Bledau zum Mitglied des Herren=
Iu es ernannt.
* Rambouillet, 2. Aug. Das ſpaniſche Königs=
ſtar
ſtattete auf der Durchreiſe nach England Fal=
ſties
einen Beſuch ab. Es wurde vom Präſidenten=
ltar
am Bahnhof empfangen und ins Schloß geleitet,
ſſprein Frühſtück ſtattfand.
* Brüſſel, 2. Aug. Heute vormittag führte im gro=
Feſtſaal der Weltausſtellung Handelsminiſter
ſſiulbert in Gemeinſchaft mit der Ausſtellungsleitung
i den Kommiſſaren der verſchiedenen Länder die
Preisrichter in ihr Amt ein, welche die Jury der
ſſie tausſtellung bilden. Die Herren werden morgen
tranittag ihre Arbeiten beginnen, die ſich auf etwa
Inn Monat erſtrecken. Die Preisverkündigung iſt
iſt für Mitte September zu erwarten.
* Konſtantinopel, 2. Aug. Ikdam erhält Meldungen
berr ernſte Kämpfe zwiſchen Franzoſen und den
ſrruppen des Sultans von Wadai. Die Trup=
in
des Sultans, die den Franzoſen zunächſt ſchwere Ver=
ſſe
zugefügt haben ſollen, ſeien vollſtändig geſchlagen
n wären mit einem Verluſt von 1000 Mann in der Rich=
ſingg
auf Darfur geflohen.
* New=York, 1. Aug. Aus Honduras wird ge=
ſei
det, daß es abermals zu einem Zuſammenſtoß
wi ſchen Aufſtändiſchen und Regierungstruppen ge=
ſſurmen
iſt, wobei 25 Mann getötet wurden.
San Franzisko, 2. Aug. Ein wegen Trunkenheit
kilaſſener Feuerwehrmann gab geſtern Feuer=
ſtarm
, ſchoß auf die herannahende Feuerwehr und
ſitt te dabei den Chef der Feuerwehr und einen Feuer=
ſteermann
, während der Kutſcher des erſten Wagens
br: ihm tödlich verletzt wurde. Nach Hauſe geflüchtet,
ſchlug er mit einer Keule ſeine Frau und ſein Kind
ne verwundete ſich dann ſelber in dem benachbarten
Balde durch einen Schuß in den Kopf tödlich.
* Teheran, 2. Aug. Der Nationaliſt Alim Sha=
d
Khan, ein Neffe des= Abgeordneten Takingade,
ein anderer Nationaliſt, wurden geſtern abend,
hahrſcheinlich aus Rache für die Ermordung Seid Ab=
ullahs
, ermordet.

H. Heidelberg, 2. Aug. Reichstagsabgeordneter Adolf
Jaſſermann wird, wie uns zuverläſſig mitgeteilt wird,
ei der nächſten Reichstagwahl im 12. badiſchen Reichstags=
lhlkreis
Heidelberg=Eberbach kandidieren.
dr Wahlkreis, der gegenwärtig von dem nationalliberalen
lhgeordneten Beck vertreten wird, der ſeit einiger Zeit

mandatsmüde iſt, iſt ſeit 1971 mit Ausnahme der= Jahre
1884 bis 1893 im nationalliberalen Beſitz. Er gilt als
ſicherer Beſitzſtand der Nationalliberalen.

fort
geneetehte
(52P
ange
AD
Kr
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3
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Tapletten

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durc

Forr
gurch
ernichte

u die ber
gep.

ce.

osten
gert
Bros

Bankfagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner innigſtgeliebten
Gattin, ſage ich Allen, insbeſondere dem Herrn
Pfarrer D. Dr. Diehl für die troſtreichen Worte,
dem Geſangverein Liederkranz für den erhebenden
Grabgeſang und die ſchönen Bkumenſpenden
meinen aufrichtigen Dank.
(*18793
Jakob Breitwieser.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1910.

Hleilanstalt für- Lungenkranke.

Schnaranaſchem:
S CHöMBERG bei Wildbad, württbg. Schwarzwald
Leit. Arzt: Dr. med. Bandelier, Spezialarzt f. Lungenkr.
Sommer- u. Winterk. Mäß. Pr. Prosp. fr. (15251MP

Familiennachrichten.

Todes-Anzeige.
Bekannten und Verwandten die traurige
Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen ge=
fallen
hat, unſere liebe Mutter und Großmutter
nach langem, ſchwerem Leiden zu ſich zu rufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Rück,
Friedr. Rück.
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1910. (15298
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 4. Auguſt,
nachmittags 5½ Uhr, von der Leichenhalle des
ſtädtiſchen Friedhofs aus, ſtatt.

Heute Nacht ½ 1 Uhr entſchlief ſanft nach
kurzer, ſchwerer Krankheit unſer innigſt ge=
(15319
liebtes Kind
Elisabeth Mathilde
im Alter von nahezu 9 Monaten.
Um ſtille Teilnahme bittet
Familie Andreas Kaiser.
Darmſtadt, 2. Auguſt 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag Nach=
mittag
5 Uhr, vom Trauerhauſe Arheilgerſtr. 48,
aus.

Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei der Krankheit und beim Hinſcheiden unſerer
teuren Entſchlafenen
(15240
Katharina Müller
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
D. Dr. Diehl für die troſtreiche Grabrede, ſowie
für die zahlreichen Blumenſpenden auf dieſem
Wege unſeren herzlichſten Dank.
Im Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Müller,
Hoftheaterdekorationsmeiſter,
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1910.

Autlicher Weierbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Am Süd=
rand
eines nördlichen Hochdruckgebietes bildeten ſich
geſtern kräftige Randwirbel, die in vielen Gegenden
ſtarke Gewitterregen brachten (Worms 26, Berlin 64
Millimeter, wolkenbruchartig). Doch blieben andere
Gegenden, vor allem Oberheſſen, gewitterfrei. Ein
neuer Wirbel im Weſten bringt ausgedehnte Regen
und Gewitter.
Ausſichten in Heſſen am Mittwoch, den 3. Aug.:
Wolkig, ausgedehnte Gewitter und Regen, warm.
Tageskalender.
Monatsverſammlung des Kriegervereins um 8½ Uhr
in der Stadt Koburg,
Ortsgewerbeverein: Gemeinſamer Beſuch der Aus=
ſtellung
des Künſtlerbundes um 5 Uhr ( Zuſammeu=
kunft
im Platanenhain).
Konzert um 8 Uhr im Ausſtellungsreſtaurant Roſenhof.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Heſſiſchen Hof.
Konzert um 8 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller

Drus und Verlage z. . Pinlicſce Soſbrachungerel=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuikleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teile und Letzte Nachrichten: Max Kreeſe;
für den Anzeigenteil: Si. Kroſk, sſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werdenknicht!
zurückgeſandt.
Pilsnern&0
Hlanenner&
Hell Export

veisverbrelsrerer

614a

Kurſe vom 2. Auguſt 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

Staatspapiere. In Proz.
Dſche. Reichsſchatzanw. 100,40
½, Deutſche Reichsanl. . 83,10
do.
84,20
Preuß. Schatzanweiſg. 100,70
93,00
I3½ do. Conſols .
84,10
do. do.
Wad. Staatsanleihe . . 101,70
63,80
do.
3rs
86,30
do.
1 Wapr. Eiſenbahnanl. . 101,00
91,80
do.
3½,
83,10
do.
Hamburger Staatsanl. 101,30
Heſſ. Staatsanleihe . . 101,00
91,50
do.
80,90
do.
Sächſiſche Renre . . . 83,40
Württemberger v. 1907 102,10
do.
92,80
Bulgaren=Tabak=Anl. 101,00

Griechen v. 1887 . .
4 Italiener Rente . . .
Oeſterr. Silberrente .

48,50

97,50

do. Goldrente . . 99,20
do. einheitl. Rente 93,80
Portug. unif. Serie I 66,40
do. unif. Ser. III 67,80
do.
Spezial.
Rumänier v. 1903 . . 102,20
v. 1890 . . 95,50
1
v. 1905 . . 90,50
Ruſſen v. 1800 z .. a. , 91.80

InProz.
Bſ.
93,00
4 Ruſſen v. 1902 .
100,40
4½ do. v. 1905 .
93,30
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,60
4 Türk. Admin. v. 1953 87,30
4 do. unifiz. v. 1903 94,20
4 Ungar. Goldrente . . 94,75
do. Staatsrente . 92,00
5 Argentinier . . . . . . 102,00
91,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe 92,80
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,50
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 98,00
5 Innere Mexikaner . . 99,70
do.
3
4 Gold=Rexikan. v. 1904 94,80
5 Gold=Mexikaner . . . 100,10
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . . 141,70
4 Nordd. Lloyd . . . . 110,10
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 120,40
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 117,25
4 Baltimore & Ohio . . 107,00
4 Gotthardbahn z

In Proz.
3f.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 158,00
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21,25
4 Pennſylvania R. R. 128,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,50
Werger=Brauerei
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 476,50
Fabrik Griesheim . . . . 259,00
.493,25
Farbwerk Höchſt .
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
322,60
Lahmeyer .
117,75
Schuckert .
.163,00
Siemens & Halske
243,20
Adlerfahrradwerke Kleyer 413,75
Bochumer Bb. u. Guß . . 231,00
. . 206,00
Gelſenkirchen .
Harpener . . . . .
. . 193,00
Phönix, Vergb. u. Hütten=
. . . . 224,50
betrieb .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,75
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,40
92,10
3½ do.
4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
4 do. ſteuerfrei . 98,40
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,25
do.
97,40
4
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,20
do.
do.
55,90
20/10
3 Raab=Oedenburger . 75,20
4 Ruſſ. Südweſt. . . . 90,40
4 Krenpr. Rudolfbahn

In Proz.
St.
2//10 Livorneſer . . . . . . 76,00
4 Miſſouri=Paciſic .
Bagdadbahn Mk. 408 86,80
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 101,75
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 166,00
4 Darmſtädter Bank . . 130,50
Deutſche Bank . . 252,00
Deutſche Vereinsbank 127,80
4 Diskonto=Geſellſchaft . 185,70
Dresdner Bank . . . . 156,80
Mitteldeut. Kreditbk. 119,50
Nationalbk. f. Deutſchl. 122,00
101,40
4 Pfälzer Bank.
143,50
4 Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank . 139,00
Wiener Bank=Verein 137,30
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
31 do. S. 19. . . . . 92,30
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
3½
90,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,80
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
3½
91,10
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
do. (unk. 1914) 91,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
3½.
22.
92,70

InProz.
3f.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
..
3½ do.
4 Frankfurt . . .
. 100,90
3½ do.
96,30
4 Gießen .
100,10
3½ do.
-
4 Heidelberg
3½ do.
91,00
4 Karlsruhe
100,60
3½ do.
91,60
-
4 Magdeburg.
-
3½ do.
-
4 Mainz .
3½ do.
91,50
4 Mannheim .
100,50
3½ do.
4 München .
101,00
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg .
100,90
3½ do.
-
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden .
. 100,40
3½ do.
4 Worms . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 81,80
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 169,10
3½ Cöln=Mindner 100
5 Donau=Reg. fl. 100 150,50
3 Holl. Komm. 100

In Pro)
3f.
3 Madrider Fs. 100 77,30
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . . 136,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe 173,75
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150 99,80
Unverzinsliche
Aulehensloſe.
Augsburger
ſl. 7 39,00
Braunſchweiger Tlr. 20 206,00
Freiburger Fs. 15
Mailänder Fs. 45
do.
Fs. 10
fl.
Meininger
37,00
Oeſterreicher v. 1864 100
do. v. 1858 100 461,00
Ungar. Staats 100 383,00
Venediger Frs. 30 41,75

Türkiſch

400 182,00

Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,39
20 Franks=Stücke .
16,23
Oeſterr. 20=Kronen .
16,90
Amerikaniſche Noten .
4,19½
Engliſche Noten
20,44
81,15
Franzöſiſche Noten.
169,45
Holländiſche Noten .
80,65
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,15
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbaul=Lombard. Säk. 59.

[ ][  ][ ]

Meter

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Uebersichtlich auf Extratischen im Parterre aufgelegt

Nummer 179.

80 cm b
Polsterut

platte,

Handtuch

(Läufer), blau-weiss und rot-
weiss
Dammbrettmuster .
Meter

Cöper

auf beiden Seiten gemustert,
für Hauskleider . . . .
Meter

Schürzen-
Baumwollzeug
116 cm breit . . . . Meter

Farbig

Tischzeug

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weiß mit Hohlsaum, Gelegenheitspost. ½ Dtz.

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Meter

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jedes Stück

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Baumwollstoffe
Meter
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Schürzendruck
118 cm breit, gute Qualität
Meter

150 cm
für Bettücher

breites Haustuch

Meter

Weiss Cretonne
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Pf. als Gelegenheitskauf . . Meter
Weiss Damast
130 cm breit

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weiss oder créme . . .
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KE5TE
im Schaufenster am Markt
ausgelegt.

[ ][  ][ ]

1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
53

120.

Mitwoch, 3. Auguſt.

1910.


Brautpaare kaufen nicht
bevor sie unsere neuen Modelle besichtigt, geprüft und Vergleiche
gezogen haben.
Als Gipfel der Leistungsfähigkeit und als einén bemerkenswerten Fortschritt in der Einrich-
ſtungsbranche
, werden unsere neuen Modelle allgemein bezeichnet und in allen Gesellschaftskreisen an.
Meekennend besprochen. Unsere Neuheiten haben den Vorzug, die Kunst mit der modernen Technile
ereinigt zu sehen und durch rationelle Spezialfabrikation, wodurch eine wesentliche Verbilligung
e ntritt, praktisch umzusetzen.
Wohnsalon Klappauf, D. R. P. Nr. 213 745, in allen Staaten zum Patent angemeldet,
Beweis:
elegant, praktisch, originell u. verblüffend billig. Bestehend aus: Schrank mit Spiegel,
60 cm breit, 170 cm hoch, Sofaumbau mit grossem ovalen Facettspiegel, Sofa mit bester
Polsterung, mit modernem Moquette- oder Gobelinbezug, Tisch, ovale Form mit Einlege-
platte
, wodurch sich der Tisch mit einem Griff in einen Spieltisch (Schachbrett) umwandeln
lasst, 2 Stühle mit Rohr oder Flachpolster, Schreibtisch Klappauf (in geschlossenem Zustande
Els Näh- und Arbeitstisch zu benutzen. In der Schublade befinden sich Fächer in verschiedenen
Grössen, welche zur Unterbringung von Nähutensilien dienen. Klappt man nun mit der einen Hand
(ie Platte auf, so schiebt sich selbsttätig ein mit Tuch bézogener Schreib-Schieber vor, stellt sich in
eine angenehme schräge Schreiblage und zu gleicher Zeit kommt aus der Tiefe eine schöne Mahagoni
polierte Schreibeinrichtung heraus.) Preis komplett Mark 550.
Ferner offerieren wir noch von unseren Neuheiten
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Frau Jupp.
Erzählung von Horſt Bodemer.
(Nachdruck verboten.)
Bald ſollten Boſemb ſeine Zweifel genommen wer=
. Sie fing an, ihn zu necken, zu ärgern, die vollen
ren zitterten, die Naſenflügel bebten, ihre dunklen
gen bohrten ſich in die ſeinen und ein Parfüm hatte
neuerdings an ſich, das lähmend auf die Sinne
rtte, ein ſcharfes und doch diskretes Parfüm. Wenn
eis einſog, lag es ihm bitter in der Kehle. Und ganz,
t hinten in den ſchwarzen Pupillen glühte ein Fun=
. Der ſollte von ihm zu lodernder Flamme an=
fahht
werden, das fühlte er. Da legte ſich ein ver=
ſitlücher
Zug um ſeinen Mund. Sie ſah es und war’s
Frreden. Mochte er ſie haſſen, ſie mißachten immer=
mur
gleichgültig ſollte er nicht bleiben. Haß oder
be, beide brachten die Menſchen zuſammen, wenn
n mit kühlem Verſtande ſein Ziel verfolgte; leiden
lte er, wahnſinnig machen wollte ſie ihn. Das konnte
ht allzu ſchwer ſein, wenn der Gegner der ehrenhafte
itz Boſemb war.
Und der hatte in den nächſten Tagen mit ſich einen
irteen Kampf zu beſtehen. Wenn er mit Jupp ſprach?
ſellachen würde ihn der gute Kerl! Aber ſeine Woh=
Aungg, in der er nun ſeit ſieben Jahren hauſte mußte
aufgeben, in die andere Ecke des kleinen Städtchens
eheen, damit der Jupp nicht einfach über die Straße
üllen konnte: Fritze, ine Hummermayonnaiſe ſteht auf

dem Tiſch, komm! Schließlich mußte er auch dieſen
Gedanken verwerfen. Im ganzen Klatſchneſt würde man
ſich einen Reim machen, der nicht zu ſeinen Gunſten aus=
fiel
. Und was hatte er denn verbrochen? Hatte er viel=
leicht
Angſt vor Aſta Riſſen? Nein, wahrhaftig nicht!
Alſo abwarten, was die kommenden Wochen brachten und
dann ins Weſpenneſt gegriffen und dem Jupp klipp und
klar die Wahrheit unter die Naſe gerieben! Da wurde
er ruhiger. Nein, der brave Junge durfte an dieſem Weibe
nicht zu Grunde gehen und auf die lange Bank die nötigen
Maßnahmen zu ſchieben, wäre verfehlt. War erſt ein
Kind da, wurde die Trennung erſchwert, vielleicht unmög=
lich
. Folglich tat Eile not. Erſt wollte er einmal frank
und frei mit Aſta ſprechen und wenn das nichts half, Jupp
gründlich aufklären.
Er zog ſich um und ging nach dem Kaſino. Unter=
wegs
traf er den Freund.
Fritze, ich habe eine große Bitte!
Na, ſchieß los!
Meiner Frau wird der Trubel zu toll, wir wollen
den Verkehr einſchränken, vielleicht winkſt Du im Kaſino
ein wenig mit dem Zaunpfahl.
Aber gern! Da darf man wohl gratulieren?
Nee, nee, Fritze, das darf man noch nicht, aber
trotzdem! Ich habe außer dem Schwadronsdienſt mich
jetzt noch als Adjutant einzuarbeiten, und die Flitter=
wochen
dazu, es iſt ein bißchen viel auf einmal!
Verlaß Dich auf mich, Jupp!
Er ſtreckte ihm die Hand entgegen.

Rechein, dier Keif Aem es Dein Benſt aundt,
reite öfters nachmittags mit meiner Frau ein Stünd=
chen
ſpazieren, aber ohne die große Kavalkade, Aſta
kommt dann immer ſo aufgeregt nach Hauſe!
Gern! Beginnen wir heute, ich bin von halbfünf an
dienſtfrei!
Brave Seele! Alſo um fünf kann es losgehen, vor=
her
trinkſt Du bei uns im Garten Kaffee! Ich bin aller=
dings
nicht da, hocke im Regiments=Geſchäftszimmer mit
Roland!
Schönchen! Und meine beſten Empfehlungen, Jupp!
Danke, danke!
In dunkelblauem Reitkleid, einen kleinen Herren=
Strohhut auf dem Kopfe, erwartete Aſta Riſſen Fritz
Boſemb.
Willkommen zu dieſem Rendezvous unter vier Augen!
begrüßte ſie ihn mit hellem Lachen.
Aber er blieb ernſt, ſchlug die Ferſen zuſammen und
lüßte ſtumm ihre Hand.
Und während ſie den Kaffee einſchenkte, kniff ſie das
linke Auge zu.
Ihre Gedanken möchte ich erraten können, Herr Bo=
ſemb
!
Sie ſind allerdings ſehr ernſter Art, gnädige Frau!
So, machen Sie mich doch nicht ſo neugierig!
Sind Sie das wirklich!
Verſteht ſich, koloſſal ſogar!
Er ſchwieg und ſah mit zuſammengekniffenen Augen=
brauen
in ſeine Kaffeetaſſe. Sie beobachtete ihn ſcharf.

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910

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Alſo ſo weit hatte ſie ihn ſchon, das hatte ſie im Traume
nicht einmal zu hoffen gewagt!
Wollen Sie mir nicht beichten?
Beichten, gnädige Frau?
Er ſah ſie ſcharf an, ſie mußte den Blick ſenken.
Ja, was haben Sie eigentlich, Herr Boſemb?
Leiſe, raffiniert leiſe, fragte ſie.
Ich nichts!
Und trotzdem trübe Gedanken?
Sogar recht trübe! Er warf den Kopf in den Nacken.
Und draußen, im Walde, wenn uns keiner hören kann, wer=
den
Sie mir erlauben, recht offen zu reden! Nicht wahr,
gnädige Frau?
Da leuchteten einen Augenblick ihre dunklen Augen
auf, dann ſenkte ſie halb die Lider und ſpielte mit den
Brillantringen an ihrer ſchönen, weißen Hand.
Auf der Straße wurden die beiden Pferde von den
Burſchen auf= und abgeführt. Die Hufe klapperten auf
dem holprigen Pflaſter.
Aſta erhob ſich und ſtrich ihren Rock glatt.
Alſo an die Pferde, Herr Boſemb!
Sein Stuhl rutſchte zurück, faſt wäre er umgefallen,
ſo haſtig war er aufgeſtanden. Dann hob er ſie auf den
Goldſuchs und ſchwang ſich in den Sattel.
Ein paar hundert Meter und ſie waren auf dem Som=
merweg
nach Kampiſchkeim.
Sie machte eine ſehr gute Figur zu Pferde und der
raſſige Fuchs tänzelte dahin, wie ein kokettes Frauenzim=
mer
. Sie fühlte, wie ſein Blick auf ihr lag. Ein rerſon=
nenes
Lächeln um den ſchönen Mund, ſie wußte wohl, wie
gut es ihr ſtand, den Kopf leicht geſenkt, lievkoſte ſie die
Stute, die ſich gegen das Gebiß legte, den Kopf hob und
ſenkte, die Nüſtern aufblies. Und da kam der große ſan=
dige
Exerzierplatz in Sicht. Sie fiel in Galopp, zur Rechten
neben ihr, mit einer Pferdelänge Abſtand, jagte Boſemb
dahin. Wie verwachſen ſchien er mit ſeinem hohen

Mranen, Sie ſprachen lir Bort Eiſt ſele der auie
Junge ein bißchen warm werden, dann wollte ſie ihn ſchon
zum reden bringen. Die Gelegenheit war gar zu günſtig
und neugierig hatte er ſie vorhin mit ſeinen halben Andeu=
tungen
wahrhaftig gemacht.
Eskadron Sche-ritt, rief ſie ihm nach zehn Minuten
zu und lachte. O, das tut gut, ſo ein Ritt zu zweien,
nicht wahr, Herr Boſemb?
Gewiß, der Genuß iſt größer, wenn nicht allzu viele
dabei ſind!
Ganz recht! Jedem muß man ein freundliches Ge=
ſicht
machen, wenn es einem auch gar nicht danach zumute
iſt!
Sie wartete auf ſeine Entgegnung. Aber er ſchwieg,
ſchwieg eine ganze Spanne Zeit. Das machte ſie nervös.
Warum muſtern Sie denn mein Pferd ſo?
Ich erinnere mich eben der Umſtände, unter denen es
mir mein Vater geſchenkt hat vor vier Jahren!
Sie konnte ſichs denken, wie die Dinge zuſammenhin=
gen
; ein Pflaſter war es geweſen für das wunde Herz, aber
ſie wollte doch lieber nicht allzu neugierig ſein.
Richtig, Jupp hat es ja von Ihnen gekauft! Sie ha=
ben
es wundervoll zugeritten!
Ein richtiger Oſtpreuße wird auf dem Pferde groß,
alſo kein Kunſtſtück, gnädige Frau!
Wieder ſchwiegen beide. Sie ärgerte ſich, er wollte ihr
doch etwas mitteilen, und nun ſaß er, die Fauſt auf den
Oberſchenkel geſtemmt, mit finſterem Geſicht auf ſeinem
Pferd und ſtarrte vor ſich hin. Oder er ſuchte nach Worten!
Mochte er alſo weiter ſuchen!
Und endlich klopfte er ſeinem Braunen den Hals,
rückte an der Mütze, verſcheuchte mit der flachen Hand ein
paar Fliegen, die ihm um das Geſicht ſummten, und ſagte:
Gnädige Frau, warum fordern Sie eigentlich das
Gerede in unſerem Neſte ſo heraus?
J ich?

Anpitſtich heie ſedt Zigek ngehnen der dait
blieb ſtehen.
Ja, Sie dürfen mich nicht ſo auszeichnen!
Warum darf ich es nicht?
Er brachte eine Schnalle am Kopfgeſtell in Ordnung
Weil ſich die guten Leutchen hier ſehr ſchnell einen:
Reim machen und am Ende gibt es doch auch etwas
zu reimen!
Immer noch, Herr Boſemb? Das hätte ich wahrhaf
tig nicht geglaubt!
Alles ſetzte ſie auf dieſe eine Karte, wenn ſie dieſes
Mal verſpielte, mußte ſie wieder ganz von vorn anfangen.
Er machte eine abwehrende Handbewegung, um ſei
nen Mund legte ſich ein hochmütiger Zug.
Mißverſtehen Sie mich, bitte, nicht, gnädige Fral
Für mich iſt wirklich die Vergangenheit gründlich abgetil.
wenn ich noch um etwas zittere, ſo iſt es um Juppf
Glück!
Mit einem langen Blick ſah er ſie an, die Röte ſchof
ihr ins Geſicht.
Ich denke, das iſt in meiner Hand gut aufgehoben!
Nein!
Nein? Ja, Herr Boſemb, was ſind denn das ſü
Anſichten?
Nun lag um ſeinen Mund ein ſpöttiſcher Zug.
Es ſind nicht Anſichten, ſondern Beobachtungen!
Ich ringe ſeit ein paar Tagen ernſtlich mit mir, ob ich
meine Vermutungen Ihrem Gatten nicht mitteilen muß!
Ihr Atem ging ſchwer.
(Fortſetzung folat)

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[ ][  ][ ]

ſtummer 179.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Seite 11,

ſümtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt, darauf 2 Sterne und die
is. 1 kleines Portemonnaie mit Inhalt. 1 goldener Zwicker. 1 Kodak= Photo=
hpleen
=Apparat. 1 Zweimarkſtück. 1 Paar blaugraue Damen=Handſchuhe. 1 Porte=
Ahwaie mit einigen Pfennigen. 1 Stück Fleiſch und 2 Pfund Fett. 1 leerer weißer
illkorb. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit ſchwarzem verzierten Griff. 1 Paket Draht=
M! 1 mittelgroßer Hohlſchlüſſel. 2 einzelne große Schlüſſel. 1 kleines Notizbuch,
Ahinend einem Metzger gehörend. 1 Rocknadel. 1 braune Handtaſche mit rot=
Aln em Portemonnaie und Inhalt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 2 Mark
Aewickelt.
Verloren: 1 Buch (Lamps Buch für Tiere). 1 evangeliſches Geſangbuch.
aunes Portemonnaie mit 42 Mk. Inhalt und 1 Urlaubspaß, auf den Namen Gar=
Eiſinger ausgeſtellt. 1 graue Pferdedecke mit roten Streifen. 1 kleine ſilberne
Eie. 1 grüner Filzhut und 1 grauer Spazierſtock. 1 altes dunkles Portemonnaie
filber 2 Mk. Inhalt. 1 Granat=Halskette. 1 Brieftaſche mit 7 Stück Verbands=
Ankm à 40 Pfg. 1 braunes Handtäſchchen mit rotem Portemonngie und Pfennigen
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Mk. Inhalt, 1 goldenen Federhalter und Briefmarken. 1 goldene Broſche mit
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mit Silberſchnalle. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1,30 Mk. Inhalt. 1 ſilberne
Eſche, Zweimarkſtück mit Verzierung. 1 braunes Portemonnaie mit 30 Pfennigen
biellt. 1 ſilbernes Kreuzchen (Filigranarbeit). 1 goldene Broſche in Form eines
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Ier=Armband mit 3 blauen Steinchen. 1 dunkles Portemonnaie mit 7 Mk. Inhalt.
Ahwarzes Leder=Handtäſchchen mit Inhalt.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Lachtaube. 2 Kanarienvögel. 1 rotbraune
Feitaube.
Entlaufen: 1 weiß= und rotgefleckter Jagdhund.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(15230
öffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
dim
ſich: 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
ſhen. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
rvormittags
um 10 Uhr, ſtatt.

Bekanntmachung,
das Spielen in außerheſſiſchen Lotterien betreffend.
Die Beſtimmungen des nachſtehenden Geſetzes vom 14. Februar 1906 bringen wir
oem Anfügen erneut zur Kenntnis, daß von großen Klaſſenlotterien nur die Koniglich
ſſelaßiſche Klaſſenlotterie im Großherzogtum Heſſen zugelaſſen iſt.
Im übrigen iſt, abgeſehen von unbedeutenderen Ausſpielungen, z. Zt. nur der
lſſwertrieb von folgenden außerheſſiſchen Lotterien im Großherzogtum erlaubt:
Lotterie des Vereins für Wiederherſtellung der St. Lorenzkirche in Nürnberg?),
Lotterie des Deutſchen Schriftſtellerheims in Jena‟),
Lotterie des Verbandes deutſcher Beamtenvereine in Berlin,
Lotterie des Direktoriums des Germaniſchen Nationalmuſeums inNürnberge),
Lotterie des Kirchen= und Schulvorſtandes in Arnſtadt zum Beſten der
Bonifaeiuskirche in Arnſtadt.
Alle übrigen Lotterien, insbeſondere die Hamburger Stadtlotterie, die
tl. Sächſiſche Landeslotterie, die Ungariſche Klaſſenlotterie und die Däniſche
bloniallotterie ſind im Großherzogtum Heſſen nicht zugelaſſen, ſodaß ſowohl
ertrieb der betreffenden Loſe, als auch das Spielen in den letztgenannten Lotte=
in
verboten und ſtrafbar iſt.
*) Anm. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit dem heſſiſchen Zulaſſungs=
mel
verſehene Loſe gelangen. Während der Zeit des Vertriebes der Loſe zur
tam Klaſſe einer Konigl. Preuß. Klaſſenlotterie iſt Ankündigung, Ausgabe und
ertrieb der Loſe in Heſſen nicht geſtattet.
Darmſtadt, den 30. Juli 1910.
(15232md
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Geſetz,
das Spiel in außerheſſiſchen Lotterien betreffend. Vom 14. Februar 1906.
NST LuDWIG von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und
bei Rhein ꝛc. ꝛc.
Wir haben mit Zuſtimmung Unſerer getreuen Stände veroronet und veroronen
Lerdurch, wie folgt:
Artikel 1. Wer in außerheſſiſchen Lotterien, die nicht mit ſtaatlicher
zemehmigung im Großherzogtum zugelaſſen ſind, ſpielt, wird mit Geldſtrafe
s zu 600 Mark beſtraft; eine nicht beizutreibende Geldſtrafe iſt in Haft um=
mandeln
.
Artikeb2. Wer ſich dem Verkauf oder der ſonſtigen Veräußerung eines
bſes, eines Losabſchnittes oder eines Anteils an einem Loſe oder Losabſchnitte
r im Artikel 1 bezeichneten Lotterien unterzieht, insbeſondere auch, wer ein Los,
nan Losabſchnitt oder einen Losanteil dieſer Art zum Erwerb anbietet oder zur
enräußerung bereit hält, wird mit Geldſtrafe bis zu 1000 Mk. beſtraft. Die
eicche Strafe trifft denjenigen, welcher bei einem ſolchen Geſchäft oder einer ſolchen
aindlung als Mittelsperſon mitwirkt.
Iſt die Zuwiderhandlung durch eine Perſon begangen, die Loſehandel gewerbs=
äßzig
betreibt, oder bei ihm gewerbsmäßige Hilfe leiſtet, oder iſt ſie durch
fantliches Auslegen, Ausſtellen oder Aushangen oder durch Verſenden eines
oſes, eines Losabſchnitts, eines Bezugsſcheins, eines Anteilſcheins, eines An=
ebwts
, einer Anzeige oder eines Lotterieplans oder durch Einrücken eines Ange=
ois
, einer Anzeige oder eines Lotterieplans in eine in Heſſen erſcheinende Zeitung
follgt, ſo tritt Geldſtrafe von 100 bis zu 1500 Mark ein.
Jede einzelne Verkaufs= oder Vertriebshandlung, namentlich jedes einzelne An=
ieten
, Bereithalten, Auslegen, Ausſtellen, Aushängen, Verſenden eines Loſes, eines
los abſchnitts, eines Bezugsſcheins, eines Anteilſcheins, eines Angebots, einer Anzeige
ſpel- eines Lotterieplans wird als beſonderes ſelbſtändiges Vergehen beſtraft, auch wenn
ne einzelnen Handlungen zuſammenhängen und auf einen einheitlichen Vorſatz des
Mlävers oder Teilnehmers zurückzuführen ſind.
Artikel 3. Wer, nachdem er wegen eines der im Artikel 2 bezeichneten Ver=
heen
rechtskräftig verurteilt worden iſt, abermals eine dieſer Handlungen begeht, wird
den Fällen des Artikels 2 Abſ. 1 mit Geldſtrafe von 100 bis zu 1500 Mark, in den
ällen des Artikels 2 Abſ. 2 mit Geldſtrafe von 200 bis zu 2000 Mark beſtraft.
Artikel 4. Jeder fernere Rückfall nach vorausgegangener rechtskräftiger
ſenurteilung im erſten Rückfalle zieht Geldſtrafe von 300 bis zu 3000 Mark nach ſich.
Artikel 5. Die Beſtimmungen der Artikel 3, 4 finden Anwendung, auch wenn
effrüheren Geldſtrafen noch nicht oder nur teilweiſe gezahlt oder ganz oder teilweiſe
laſſſen ſind; ſie bleiben jedoch ausgeſchloſſen, wenn ſeit der Zahlung oder dem Erlaſſe
r letzten Geldſtrafe oder der Verbüßung der an ihre Stelle getretenen Freiheitsſtrafe
s zur Begehung der neuen Zuwiderhandlung drei Jahre verfloſſen ſind.
Artikel 6. Wer Gewinnergebniſſe der im Artikel 1 bezeichneten Lotterien in
meer in Heſſen erſcheinenden Zeitung veröffentlicht, oder durch öffentliches Aus=
igeen
, Ausſtellen oder Aushängen bekannt gibt, wird mit Geldſtrafe bis zu 50 Mark
bſtraft. Gehört der Täter oder Teilnehmer zu den im Artikel 2 Abſ. 2 bezeichneten
ereſonen, ſo tritt Geldſtrafe von 100 bis zu 600 Mark ein.
Artikel 7. Den außerheſſiſchen Lotterien ſind alle außerhalb Heſſens öffent=
ich
veranſtalteten Ausſpielungen beweglicher oder unbeweglicher Gegenſtände
neich zu achten. Der Artikel 1 findet jedoch keine Anwendung, wenn der Preis des
nzelnen Loſes drei Mark, einſchließlich des Reichsſtempels, nicht überſteigt.
Artikel 8. Die in den einleitenden Beſtimmungen und im erſten Teile des
Strafgeſetzbuchs für das Deutſche Reich enthaltenen Vorſchriften finden auf die in dem
egenwärtigen Geſetze mit Strafe bedrohten Handlungen Anwendung, ſoweit nicht
nunch dieſes Geſetz abweichende Beſtimmungen getroffen ſind.

Artikel 9. Auf Anteilſcheine von Anleihen, deren Verzinſung und Tilgung
mit einer Verloſung und mit Prämien verbunden iſt, finden die Beſtimmungen dieſes
Geſetzes keine Anwendung.
Artikel 10. Das vorſtehende Geſetz tritt gleichzeitig mit dem Staatsvertrage
zwiſchen den Heſſiſch=Thüringiſchen Staaten und Preußen vom 17. Juni 1905 in Kraft.
Gleichzeitig treten außer Kraft:
1. Die Artikel 234, 235 des Polizeiſtrafgeſetzes vom 30. Oktober 1855, ſoweit
ſie den Vertrieb von Loſen ꝛc. außerheſſiſcher Lotterien und Ausſpielungen
betreffen;
2. das Geſetz, die Einführung einer ſtaatlichen Klaſſenlotterie betreffend, vom
12. Auguſt 1899.
Arkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und beigedrückten Großherzoglichen
Siegels.
Darmſtadt, den 14. Februar 1906.
(L. S.)
ERNST LuDWJG.
Ewald. Gnauth.

Bekanntmachung.
Betreffend: Vorkehrungen zur Verhütung von Ueberſchwemmungen kanaliſierter
Grundſtücke.
Im Hinblick auf die bei heftigen Regenfällen eintretenden Ueberſchwemmungen
kanaliſierter Grundſtücke innerhalb der Stadt erſcheint es angezeigt, nachſtehend einige
Schutzmaßregeln bekannt zu geben, durch deren Beachtung ſolchen Ueberſchwemmungen
vorzubeugen iſt.
Nach unſeren Feſtſtellungen ſind die Ueberſchwemmungen meiſtenteils zurückzu=
führen
auf eine unſachgemäße Anordnung oder mangelhafte Unterhaltung und Be=
dienung
der Hausentwäſſerungsanlagen und der in dieſe eingeſchalteten Rückſtauverſchlüſſe.
Wir empfehlen den Hausbeſitzern, deren Grundſtücke ſeither infolge unzu=
reichender
Ausbildung der Entwäſſerungsanlagen durch Ueberſchwemmungen zu
leiden hatten, ſich mit dem Tiefbauamte ins Benehmen zu ſetzen, das dann durch
eine genaue Unterſuchung feſtſtellen wird, in welcher Weiſe mit nicht zu hohen Koſten
Abhilfe zu ſchaffen iſt.
Die Hofſinkkaſten ſind möglichſt rein von Sand und Schlamm zu halten und iſt
beſonders darauf zu achten, daß der Einfluß des Waſſers nicht durch die Ueberdeckung
der Einfallgitter mit Laub, Papier, Stroh ꝛc, erſchwert wird.
Zur Verhütung des Eindringens von Waſſer in die Gebäude ſind die Hofſink=
kaſten
von dieſen mindeſtens 2 Meter entfernt, am beſten im mittleren Teile des Hofes,
zu verſetzen. Aus gleichem Grunde ſollen Kellerfenſter, Lichtſchachte, Keller= und Haus=
eingänge
mit ihren Schwellen erhöht gegen die anſchließenden Hof= und Straßen=
flächen
ſitzen.
Iſt ſolches nicht zu ermöglichen, ſo müſſen Schutzvorkehrungen gegen den Eintritt
des Waſſers in tiefgelegene Räume geſchaffen werden, wie die Abdeckung der Licht=
ſchachte
durch Glasplatten, Anbringung von Kellerkränzen an den Kellerfenſtern, von
Falzen und dichtſchließenden Schutzbrettern an tiefgelegenen Eingängen.
Die in die Hausentwäſſerungen eingeſchalteten Vorrichtungen gegen Rückſtau ſind
während der Zeit der heftigen Regenfälle, alſo von Mitte März bis Mitte September,
in betriebsfähigem Zuſtande zu erhalten. Es empfiehlt ſich, dieſe Vorrichtungen mit
Beginn genannter Periode und auch nach jedem heftigen Regenfalle in allen Teilen
vom Schmutze zu reinigen und bei Klappvorrichtungen die Scharniere, bei Hähnen die
Gleitflächen des Konus und bei Schiebern die Schieberſcheibe, die Gleitflächen und
Schrauben gründlich einzufetten. Um ſolches bequem ausführen zu können, ſollen die
Vorrichtungen an einem leicht zugänglichen Orte verſetzt ſein.
Selbſtverſtändlich hängt die richtige Wirkung der Rückſtau=Vorrichtungen auch
von einer zweckentſprechenden Einfügung derſelben in die Hausleitungen ab.
Nicht ſelten werden ſolche derart in den Hauptſtrang eingefügt, daß durch ſie
allerdings der Rückſtau aus dem angeſtauten Straßenkanal verhütet, dabei aber auch
der Abfluß des Regenwaſſers vom Grundſtück nach dem Straßenkanal unmöglich
gemacht wird. Ueberſchwemmungen der Grundſtücke durch die ſich allmählich anſammeln=
den
Regenmengen ſind die Folge hiervon. Um ſolches zu verhüten, dürfen daher
Rückſtau=Vorrichtungen nur in Zweigleitungen eingeſetzt werden, in die Regen=
abfallrohre
und Regeneinläufe oberhalb der Rückſtau=Vorrichtung nicht einmünden.
Die im Keller verſetzten Eingüſſe und Reviſionsſchachte ſind durch geeignete
Verſchlußvorrichtungen gegen den Rückſtau zu ſichern. Die von Hand bedienbaren
Vorrichtungen ſind während der Periode der heftigen Regenfälle geſchloſſen zu halten,
und ſollen dieſelben jedenfalls nicht über Nacht offen ſtehen.
Die an die Kanäle angeſchloſſenen Regenrohre ſind bei Eintritt des Frühjahrs
zu unterſuchen, ob ſolche nicht unter der Einwirkung des Froſtes gelitten haben und
ſind etwa vorgefundene Mängel zu beſeitigen.
Nächſt den Fundamentmauern ſollen die Regenrohranſchlüſſe nur aus ſoliden
eiſernen Rohren gebildet werden, da die Tonröhren eine zu geringe Widerſtands=
fähigkeit
gegen den Froſt beſitzen und auch bei Setzungen des Straßenuntergrundes
leicht Beſchädigungen ausgeſetzt ſind.
Häufig wird auch der Abfluß des Dachwaſſers durch die Anſammlung von Feſt=
körpern
in den Regenrohrkanälen erſchwert. Derartige Verſtopfungen werden verhütet
durch die Einfügung kleiner eiſerner Sinkkaſten mit feſtſtehendem Gitter.
Bei manchen älteren Hausentwäſſerungsanlagen finden ſich noch in den Keller=
räumen
ſchlecht gedichtete Tonrohre, die infolge ihrer undichten Stellen die Veranlaſſung
zu Ueberſchwemmungen geben. Da die hierdurch veranlaßten Mißſtände von nach=
teiligſter
Einwirkung auf den Geſundheitszuſtand der Hausbewohner ſind, ſo ſollten
derartige undichte Tonrohrleitungen durch ſolide eiſerne, mit Blei zu dichtende Rohr=
ſtränge
erſetzt werden; zum mindeſten müßten aber die mit Letten gedichteten Muffen
ſolcher Tonrohr=Stränge nachträglich gut ummauert werden, um dem Austritt des
Schmutzwaſſers und der Kanalgaſe vorzubeugen.
Nicht ſelten tritt auch das Regenwaſſer von Straßen und Höfen durch undichte
Stellen der Grundmauern in die Keller ein, beſonders dort, wo die Verſorgungs=
leitungen
und die Kanalanſchlüſſe durch dieſe Mauer geführt ſind. Die hierdurch ver=
anlaßten
Auswaſchungen der Mauerfugen ſind von nachteiligſter Einwirkung auf den
Beſtand der Grundmauern, und es ſollte dem Tiefbauamt unverzüglich Mitteilung von
derartigen Mängeln gemacht werden, damit dasſelbe eine genaue Feſtſtellung der
Urſache veranlaſſen kann. Eine ſorgfältige Ausbeſſerung und Dichtung der Grund=
mauern
iſt in ſolchen Fällen dringend geboten.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1910.
Städtiſches Tiefbauamt.
Keller.
(15191im

Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 3. Auguſt ds. Js., vormittags 11 Uhr,
ſollen im Saale Zur Roſenhöhe, Rundeturmſtraße 16, folgende Pfänder öffent=
lich
gegen bar verſteigert werden:
1 vollſtändiges Bett, 1 Waſchtiſch, 1 Büchergeſtell, 1 Waſchſchrank, 1 ſchwarz=
wälder
Uhr, 1 eck. Tiſch, 3 Rohrſtühle, 2 Sofas, 2 Vertikos, 1 Wanduhr,
1 Waſchtiſch mit Marmorplatte, 1 Eichhörnchen mit Käfig, 1 Papagei mit
Käfig, 500 Stück Schiefer, 1 Pianino, 1 großer Schreibtiſch, 2 Sekretäre,
(14988fom
1 Kommode, 1 Schreibpult, 1 Regulator.
Wieser, Pfandmeiſter.

(Gemeinschaftsunternehmen
der Stadt u. Handelskammer
Mannheim, sowie der Universt- Handels-Hochschule
tät Heidelberg. Landesherrlich
MM.AINNHEIM.
bestätigt und der Aufsicht des
Grossh. Badischen Unterrichts-
ministeriums
unterstellt.)
Das Vorlesungs-Verzeichnis nebst Studien-Nachrichten für das
Wintersemester 1910/11 ist erschienen und kann vom Sekretariat der
Handelshochschule Mannheim (Lit. A 4. 1) bezogen werden.
Der Lehrplan umfasst: Volkswirtschaftslehre, Rechtslehre, Versiche-
rungswissenschaft
, Geographie und Warenkunde, Technologie, Theorie und
Praxis der Handelstechnik, Methodik des kaufmännischen Unterrichts, all-
gemeine
Geisteswissenschaften.
Die Vorlesungen und Fachkurse beginnen am 24. Oktober. An-
meldungen
werden vom 3. Oktober ab vom Sekretariat der Hochschule und
von der Quästur der Heidelberger Universität entgegengenommen. An-
fragen
wolle man richten an den Studiendirektor der Handelshochschule
(15249ff
Mannheim.

[ ][  ][ ]

Seite 12

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3, Auguſt 1910.

Nummer 1.7

Verkauf von Lichtpausapparaten.
Ueberflüſſige Lichtpausapparate ſind ver=
käuflich
:
a) Bei dem ſtädt. Elektrizitätswerk 1 Stück
65/95 cm groß, mit gewöhnl. Verſchluß.
b) Bei dem ſtädt. Gaswerk 1 Stück 100/160
cm groß, mit pneumatiſchem Verſchluß.
c) Bei dem Stadtbauamt 1 Stück 80/120
cm groß, 1 Stück 70/90 cm groß, jedes in
gewöhnlichem Verſchluß.
Wegen Beſichtigung der Apparate wollen
ſich Intereſſenten an die betreffenden Aemter
wenden.
Angebote ſind daſelbſt einzureichen.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1910.
Stadtbauamt.
Buxbaum. (15222im

Bekanntnachung.
Mittwoch, den 17. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Stukkateur Georg Gerlach
dahier zuſtehenden Grundſtücke:
Flur Nr. qm
IV 648971/1000o 159 Grabgarten Pfründ=
hausſtraße
,

IV 648975/10000 505 Hofreite daſelbſt,
V 59911/1000 339 Hofreite Viktoria=
ſtraße
,
V 59215/1000 252 Hofreite daſelbſt,
V 5931/1000 153 Hofreite Kahlert=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K15/09
werden.
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I
(D13544,2
Müller.

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 31. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Bierbrauereibeſitzer Georg
Friedrich Diehl Eheleuten dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 149//10 212 HofreitehintermBan=
gert
, jetzt Heinhei=
merſtraße
Nr. 77,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K52/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 18. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Spieß. (D14457,2
Gerichtsmann.

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 17. Auguſt 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Weißbinder Heinrich Geyer
und Genoſſen in Darmſtadt zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
I 18 306 Hofreite Niedergaſſe
(Niederſtraße 13),
19 155 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittmann=
ſtraße
1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 4. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (D13545,2

Bekauntmachung.
Mittwoch, den 31. Auguſt 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen 1. die den Bauunternehmer Johan=
nes
Grünig IV. Eheleuten in Pfungſtadt
in der Gemarkung Beſſungen zugeſchriebe=
nen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
I 226¾/10 61 Grabgarten Sand=
bergſtraße
,
I 2159/100 121 Hofraum mit Maga=
zin
, Beſſungerſtr.,
2. die dem Hermann Geyer II. in Eber=
ſtadt
in der Gemarkung Beſſungen zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 226 739 Hofreite Sandberg=
ſtraße
Nr. 43,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittmann=
ſtraße
, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 16. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (D14460,2

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 31. Auguſt 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Hermann Geyer II. in Eb
ſtadt in der Gemarkung Beſſungen zug
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 225 230 Hofreite Sandſtra
(Sandbergſtr. 45
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittman
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerun
wird auch dann erfolgen, falls ein d
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ei
gelegt wird und andere rechtliche Hinde
niſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 16. Juli 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (D14459,

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 31. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Bierbrauereibeſitzer Geora Diehl
gehörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 550 901 Hofreite Große Bach=
gaſſe
Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K104/10
Darmſtadt, den 18. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Spieß, (D14458,2
Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 10. Auguſt 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Heinrich Gaigals Eheleuten
dahier zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
III 20195/1000 352 Hofreite Grüner
Weg Nr. 17,
III 20198/100g 171 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittmann=
ſtraße
1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 19. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (D14544,3
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 10. Auguſt 1910,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die der Adolf Theiß Ehefrau, Marie
geb. Laulher dahier zugeſchriebenen Liegen=
ſchaften
:
Flur Nr.
I 239 778 Hofreite Schulſtraße
(Beſſungerſtraße 881
T 240 98 Grasgarten, daſelbſt,
I 241 556 Grabgarten, daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittmann=
ſtraße
1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 25. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (D14849,3
Bekianntnachung,
Das Konkursverfahren über das Ver=
mögen
des Kaufmanns Auguſt Krämer
in Darmſtadt wird nach erfolgter Abhal=
tung
des Schlußtermins hierdurch aufge=
hoben
.
(15296
Darmſtadt, den 29. Juli 1910.
Großherzogliches Amtsgericht I.
Dünger=Verſteigerung.
Am Freitag, den 5. Auguſt 1910,
um 990 vormittags,
wird die außerhalb der Kaſerne befindliche
Wechſelſtreu aus 2 Batterieſtällen öffentlich
und meiſtbietend verſteigert. Zuſammen=
kunft
an der Artilleriekaſerne am Beſſunger
Weg.
(15226md
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1910.
I. Abteilung Feldartillerte=Regts. Nr. 61.

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Hier zu haben: Friedrich Schaefer, Ludwigsplatz.

(1523

Steinkohlenbezugs=Geſelſchaf
Friede‟.
Diejenigen Mitglieder, die mit ihren Zahlungen für 1910 noch im Rückſtandfik
erlauben wir darauf aufmerkſam zu machen, daß mit Ende Juli vier Ziele fäll
waren, die nunmehr zu bezahlen ſind. Schriftliche Mahnung erfolgt event. un
15. Auguſt ab, auch für das 5. Ziel.
Gleichzeitig erſuchen wir, die Beſtellungen für den Herbſt= und Winterbedg
baldgefl. veranlaſſen zu wollen, da der Bezug von Kohlen jedes Jahr von Septenn
(15313mo
ab mit Schwierigkeiten verbunden iſt.
Die Zahlſtunden ſind feſtgeſetzt: An jedem Werktag vormittag von 8 bis1ül
und an den Nachmittagen des Montag, Mittwoch und Samstag von 3 bis 6 Uhr.
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1910.
Der Vorstand.

Fahrrader
einjährige Garantie
bequeme Teilzahlung
ohne Preisaufschlag
kleine Anzahlung, nied. mon.
oder wöchentl. Abzahlung.
Schriftliche Anfragen unter H 43 an die
Expedition ds. Bl.
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Vertreter die Herren:
Dr. Gros, Rheinſtraße 6.
Dr. Hammer, Beſſungerſtraße 3.
Dr. Hof, Roßdörferſtraße 19.
Dr. Kautzsch, Bleichſtraße 32.
San.-Rat Dr. Kolb, Riedeſelſtr. 23.
Dr. Nahm, Heidelbergerſtraße 103.

Verreist
bis Anfang September
Dr. Lautz

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Dr. Schlippe vond
Reise zurück.
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P. P.
Hiermit die ergebenste Mitteilung, dass ich das seit langen Jahren bestehende
Spezial-Geschäft in Herrenwäsche und Modewaren

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Ludwig Damm

Schulstr. 8

käuflich erworben und mit dem 1. August übernommen habe.
Das bisher der Firma bewiesene Wohlwollen und Vertrauen bitte ich auf mich gütigst übertragen
zu wollen, dessen würdig zu erweisen allezeit mein Bestreben sein wird.
Hochachtungsvollst
Laohr Schfeider
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
(15219)
Bece
M

[ ][  ][ ]

Nummer 179.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Seite 15,.

Restädfand LodsrezC

6 Uhr ab:

8813)

mit

Carl Teuschler.

eine Anzaht von Einſendungen in verſchiedenen hieſigen Zeitungen, die geignet ſein
könnten, Mißverſtändniſſe hervorzurufen, zwingt die Geſchäftsleitung für den
Veteranenappell folgendes feſtzuſtellen: 1. Die Geſchäftsleitung und der Arbeits=
usſchuß
ſind gar nicht befugt, über die Zulaſſung zu entſcheiden. Die Mitglieder=
verſammlung
der Kriegerkameradſchaft Haſſia hat 1908 in Ortenberg beſchloſſen, für ihre
itglieder einen Veteranenappell 1910 zu veranſtalten. Die Mitgliederverſammlung
59 in Ober=Ingelheim übertrug mit gleichzeitiger Bewilligung erheblicher Mittel die
Ausführung des Beſchluſſes von 1908 den vereinigten Kriegervereinen von Darmſtadt.
Deſe haben ihre Ausſchüſſe durch Wahl gebildet und ſind an die Beſchlüſſe der Mit=
leederverſammlungen
gebunden. 2. Es iſt richtig, daß die Geſchäftsleitung vorzugs=
iſe
aus Nichtveteranen beſteht, der Arbeitsausſchuß zählt dagegen zur Hälfte Veteranen.
as iſt mit Abſicht ſo geſchehen, weil auf der Geſchäftsleitung die Hauptarbeit ruht,
ine Arbeitslaſt, die man den alten Herren gar nicht mehr zumuten konnte, die unbe=
urigt
jüngere Kräfte erforderte. Die Veteranen ſollen ja gefeiert werden, alſo ſind ſie
han der Arbeit möglichſt zu entbinden, die jüngeren Kameraden leiſten freudig
P Arbeit für ſie. 3. Die Anführung, daß viele Veteranen zu arm ſeien, die Vereins=
heiträge
zu leiſten, iſt hinfällig. Noch keinem armen Veteranen iſt wegen ſeiner Armut
Aufnahme in einen Verein verſagt worden. Im Gegenteil, man nahm ſolche gern,
bb wohl man wußte, daß ſie dauernd die Hilfe des Vereins in Anſpruch nehmen müßten,
hoer richtiger, man nahm ſie gerade deshalb auf, damit man ſie unterſtützen könnte.
sas die hieſigen Kriegervereine im beſonderen an Unterſtützungen leiſten, weiß freilich
D große Oeffentlichkeit nicht, weil ſie mit ihrer Wohltätigkeit ſich nicht an den Laden
legen, dieſe im Gegenteil in diskreteſter Weiſe erfolgt. Wir bitten dringend, ſich nicht
Durch Zuträgereien irre machen zu laſſen und auf einſeitige Behauptungen hin nicht zu
Fehtfertigende Urteile zu fällen.
(15307
Darmſtadt, 2. Auguſt 1910.
Die Geſchäftsleitung des Arbeitsausſchuſſes
für den Veteranenappell.

Heute Mittwoch, den 3. Auguſt, 8 Uhr abends:

Grosses Militär-Konzert
einer größeren Kapelle vom Muſikkorps des Leibgarde=Regiments
Leitung: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Eintritt mit Programm 10 Pfg.
(15234
Nosenkor
im Ausstellungs-Restaurant
Heute Mittwoch, den 3. August, 8 Uhr abends,
O
: Künstler-Konzert ..
Leitung: A. Czaschke
(15317
Operetten-Abend.

Eintritt 25 Pfg.

Abonnement frei.

Eintritt 25 Pfg.

Hugenschütz Felsenkeller
Heute Mittwoch

(*18850

Grosses Streichkonzert

Eintritt frei.

(*18792

Mittwoch, den 3. Auguſt, nachmittags
Besuch der Ausstellung des Deutschen
Münstlerbundes auf der Mathildenhöhe.
uſammenkunft im Platanenhain pünktlich um 5 Uhr nachmittags.
Unſere Mitglieder und deren Angehörige laden wir hierzu freundlichſt ein.
Eintrittskarten zum ermäßigten Preiſe von 50 Pfg. pro Perſon werden an der Kaſſe
rerabfolgt.
(15218im
Der Vorstand.
Täglich
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Hessischer Hol.

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Mittwoch und Donnerstag:


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ine Hand= u. Fuß=Nähmaſchine zu verk.
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von Rechnungen, pro
Ausschreiben Stunde 40 Pfg. Off.
unt. H 47 an die Expedition. (*18829
werden bill. angeſertigt, guten
Anzüge Sitz gart., ſowie Rep., Umän=
(*18848soid
derung aller Art
Kirchſtraße Ph. Harres, Kirchſtraße
Ecke Schuſtergaſſe 1.
Empfehle mich im Verändern, Reparieren
und Aufbügeln von Herren=Kleider
Rödling, Schneider,
*18760mfo) Marktplatz 7, Hinterbau.
z. waſch. u. bügl., d. Blatt
Gardinen 50 Pfg., Kleider, Bluſen,
Stärkewäſche, auch nur z. bügl., nimmt
an Bügelei Schuchardſtraße 9, pt. (*18811
Im Aeuſtricken und Anſtricken
v. Strümpfen, Socken a. Maſchinebill. u. prompt
Fr. Sahm, Orangerie=Allee 9. (B15193
*18617om) Wäſche zum Waſchen und
Glanzbügeln wird angen. Luiſenſtr. 40, II. V.
Kleider u. Bluſen z.
Stärkwäsche waſchen und bügeln
nimmt an Fr. Weigl, Saalbauſtr. 29. ((*18763ms
Warnung!
Da in letzter Zeit verſchiedentlich in meinem
Namen Geld verlangt bezw. kaſſiert
wurde (durch Vorzeigen gefälſchter Schrift=
ſtücke
), mache ich hiermit bekannt, daß nie=
mand
, außer meiner Frau, befugt iſt, Geld
für mich in Empfang zu nehmen. (*18872
Franz Hattemer.
Handelsgärtner,
Nieder=Ramſtädterſtraße 32.
Pult, verloren ge=
Ein Flügelhorn, gangen. (*18873ms
Meldung: bei Polizeiamt, Fundbureau.

Die Stimme der Nachtigall

auf der

Grammophonplatte
deinzig existierende Original-Aufnahme) wieder eingetroffen.

(15306

Musikhaus K. Jäger, Georgenstr. 11 und Rheinstr. 33.

Braderer Eier.
Mittwoch, den 3. Auguſt:
Miltär-Konzert
Gler Artillerie (M. Weber).
Anfang 8 Uhr.
Eintritt frei.
ff. Stoff in Zapf.
Höfl. ladet ein
B. Bux.
*18826)
(Knöllenmühle)
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i. Odw. Schönſter Punkt des nördl.
Odenwaldes, direkt am Nadelwald in
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Fleiſch, 4 Uhr Kaffee). Proſpekt frei.
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3. a) Paris, Brüſſel, London ab 1. Sept.
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b) desgl. m. Metz ꝛc. ab 30. Aug. Dauer
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werden am betr. Bahnhof abgeholt.
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Waſſerwärme vormittags 7 Uhr 20% C
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Hamburg.
Dampfer Pennſylvania, von New=York
kommend, 1. Auguſt in Hamburg.
Programm
zu dem am Mittwoch, den 3. Auguſt
von 121 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Art.=Korps (Feld=Art.=Regts. Nr. 25).
1. Im Sturme treu, Marſch von Mache=
tanz
. 2. Fantaſie aus Die Hugenotten
von Meyerbeer. 3. Im Walzerrauſch
Walzer von Lincke. 4. Man ſteigt nach,
Lied aus der Operette Die geſchiedene
Frau von Fall. 5. Melodien aus Boccaccio
von Suppé. 6. Marſch aus der Oper Car=
men
von=Bizet.

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Nummer 179.

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Nummer 179.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Seite 15.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

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Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Anguſt 1910.

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Seite 20,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Nummer 179.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Auguſt 1910.

Nummer 179.

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Vermiſchtes.
Eiwas über die Tomate. Es iſt eigentümlich ge=
nug
, daß die Tomate, dieſe würzige, erfriſchende und
für die Küche ganz unſchätzbare Frucht, in unſerem
Vaterlande nicht die Würdigung ſindet, die ihr andere
Völker zuteil werden laſſen, und die ſie kraft ihrer viel=
ſeitigen
Verwendbarkeit auch in hohem Maße verdient.
Wir begegnen ihr vor allem in Italien, wo ſie die ſtete
Begleiterin aller möglichen Gerichte iſt, insbeſondere
der Nudeln oder des Reis, die in allen denkbaren
Variationen die Mahlzeiten beherrſchen. Der Fran=
zoſe
zieht ihre Vorzüglichkeiten der Salatverwendung
vor, genießt ſie als Beilage zu kaltem Aufſchnitt, wie
wir die eingelegten Gurken und Zwiebeln verwenden,
während die ruſſiſche und amerikaniſche Küche die vor=
züglichſten
Suppen und Saucen daraus zu bereiten
verſteht. In beiden Ländern verſchmilzt man den Saft
der Tomate und das entkernte Mark mit Bonillon,
wodurch man nicht nur einen kräftigen, würzreichen
Geſchmack erzielt, ſondern dem Gericht auch eine appe=
titliche
, ſchöne Farbe verleiht. Eine Suppe von mit
Butter und je nach Geſchmack auch mit Zwiebeln ge=
dämpften
Tomaten, die durch ein Sieb geſtrichen und
mit leichter Mehlſchwitze vermengt werden, Salz und
Pfeffer hinzu und mit kochender Milch aufgekocht, iſt
eine Delikateſſe, deren ſich keine Hausfrau zu ſchämen
hat. Aber unſere deutſchen Hausmütter ſchütteln zu
allermeiſt ſkeptiſch die Köpfe und verſichern, daß mit den
ſchönen Dingern, ſo verlockend ſie auch ausſehen, nichts
anzufangen ſei. Und die den Verſuch nichr wagen,
bringen ſich wirklich um eine der ſchönſten Abwechs=
lungen
auf dem noch viel zu wenig geſchätzten Gebiet
der Kochkunſt. Nicht nur als Beigabe zu Fleiſch, Nudeln,
Reis, als Suppe und Salat iſt die Frucht geſucht, ſie
gibt auch, mit geklärtem Zucker eingeſotten, ein wunder=
volles
Kompott, das durch ſeinen eigenartigen aroma=
tiſchen
Geſchmack von Herren ſehr geſchätzt wird. Und
in unſerer Zeit, wo eigentlich alles, was die Küche
umfaßt, unerſchwinglich teuer wird, dürfte man eine
Frucht, die verhältnismäßig billig iſt, ihrem Wert als
Nahrungs= und Genußmittel nicht entziehen. Im
Sommer, wenn ſehr viele unſerer Gatten und Väter,
Brüder und Schweſtern in heißen Bureaus und Ge=
ſchäften
ſich aufhalten müſſen, von früher Morgenſtunde
bis zur engliſchen Tiſchzeit, ſchmeckt ihnen das noch ſo
ſchön belegte Butterbrot trocken, und zu trinken gibt
es auch nicht überall. Man verſuche eine mit feinem
Salz beſtreute Tomate, in Scheiben geſchnitten, dazu zu
eſſen, es ſchmeckt wirklich vorzüglich. Für den Winter,

wo die Frucht nicht friſch zu haben iſt, bedient mau ſch
bei uns meiſt der Konſerve in Gläſern, d. h. des aufge=
kochten
Tomatenmarks, das durch einen Zuſatz von
Farbe ein dunkles, ſattes Rot erhält. Weniger bekannt
iſt das ſehr einfache Verfahren für den bürgerlichen
Haushalt, wo mit kleinen Summen gerechnet werden
muß; die Tomate ganz einzulegen und für den Winter
zu konſervieren. Man wählt tadelloſe Früchte, die ganz
reif, aber nicht überreif ſein dürfen, zieht mit in
Salizyllöſung getauchten Fingern den grünen Stiel
heraus und entfernt alles Grüne (das die Frucht bitter
macht), wiſcht die Frucht mit einem ſauberen, trockenen
Tuche ab, ohne ſie zu drücken, und ſchichtet ſie lagenweiſe
in einen gut gelüfteten Steintopf vorher hat man
eine Salzlöſung gekocht, die ſo ſtark ſein muß, daß
darin ein friſches Ei ſchwimmt. Sobald die Löſung völlig
erkaltet iſt, gießt man ſie über die feſtgepackten Tomaten,
bindet den Topf gut zu und ſtellt ihn an einen kühlen,
luftigen Ort. Es iſt ratſam, den erſten Verſuch mit
einer kleineren Portion zu macheg. Sollte die obere
Schicht Schimmel anſetzen, ſo hat ſich das Waſſer geſetzt;
man nimmt die bezogenen Früchte ab, kocht die Löſung
noch einmal auf, daß der Inhalt reichlich bedeckt iſt.
Es iſt nötig, zwiſchen dem Verſchluß und dem Inhalt
einen kleinen Zwiſchenraum zu laſſen. Die auf dieſe
Weiſe konſervierten Früchte ſind zu verwenden wie
friſche,
Literariſches.
J. H. Fabre: Ein Blick ins Käferleben.
Mit einem Bilde des Verfaſſers und zahlreichen
Illuſtrationen nach der Natur. (Kosmos, Geſellſchaft
der Naturfreunde: Franckhſche Verlagshandlung in
Stuttgart.) In farbigem Umſchlag 1 Mark, gebunden
1,80 Mark. Ein Gebiet der Zoologie, das beſonders
dankbar iſt, das aber meiſtens allzuſehr vernachläſſigt
wird, iſt das der Käferwelt. Daß hier mit einfachen
Mitteln die intereſſanteſten Verſuche angeſtellt werden
können, zeigt das vorliegende Buch. Es gibt wenig
Bücher, die ſo gut wie das vorliegende geeignet ſind,
dem vielgeſtaltigen Käferleben Freunde zu gewinnen,
die nicht nur ſammeln, ſondern auch beobachten wollen,
denen nicht das tote, ſondern das lebende Tier die
Hauptſache iſt.
Nervoſität und Weltanſchauung.
Studien zur ſeeliſchen Behandlung Nervöſer. Von Dr.
med. Marcinowski. Zweite, verbeſſerte Auflage.
Preis 3 Mk. Verlag von Otto Salle in Berlin W. 57.
In dem vorliegenden Buch iſt der intereſſante Ver=
ſuch
gemacht worden, die Beziehungen zwiſchen Fragen
der Weltanſchauung und der Nervoſität unſeres Zeit=
alters
klarzulegen, indem der als Pſychotherapeut be=
kannte
ärztliche Verfaſſer dieſen tiefgründigen Stoff
in ſeiner Bedeutung als Heilfaktor darſtellt. Ausgehend
von der Anſchauung, daß in unſeren Gedanken und
Vorſtellungen eine Geſtalten und Charakter bildende
Kraft von gewaltiger Größe gegeben iſt, ſucht der Ver=
faſſer
die nervöſe Schwäche durch Korrektur ungeſunder
Gedankengänge an der Wurzel zu packen, ihr ſo den
Nährboden zu entziehen.
Als Band der Mediziniſchen Volksbücher er=
ſchien
bei J. Ebner in Ulm ein Büchlein Die prak=
tiſche
Krankenpflege in der Familie von
Dr. med. O. Ulrich in Erfurt. Der erfahrene Ver=
faſſer
, der ſich auskennt, was der Hausfrau auf dem
Gebiete der Krankenpflege not tut, behandelt zuerſt
allgemeines über die an ein Krankenzimmer und =bett
zu ſtellenden Erforderniſſe. So erweiſt ſich das Bänd=
chen
, das bei dem billigen Preiſe von 2 Mark gebunden
jeder Familie erſchwinglich iſt, als ein allen Haus=
müttern
willkommenes und in zahlloſen Fällen ge=

radezu unentbehrliches Hilfsbuch, das als wertvolle.
Dreingabe noch eine Anleitung zur Herſtellung von.
Krankenkoſt enthält.
4. Auf dem Gebiete der Literatur iſt man jetzt be=
ſtrebt
, gute und billige, im beſten Sinne populäre Werkei
zu ſchaffen, an Hand deren die breiteſten Volksſchichten
ihre ſtaatsbürgerlichen Kenntniſſe vermehren, beſſer
begründen können. Dieſen Zwecken entſpricht in be=
ſonders
glücklicher Weiſe die Kleine Deutſche
Staatskunde von Gymn.=Direktor Profeſſor E.
Stutzer, die in ebenſo zweckmäßiger wie anziehen=
der
Ausſtattung ſoeben bei L. Ehlermann in Dresden
erſchienen iſt. Der vielſeitige Inhalt umfaßt das ganze
große Gebiet in lichtvoller, knapper Darſtellung. Ent=
ſtehung
und Verfaſſung des Reiches Die Wehrmacht
Einnahmen und Ausgaben Recht und Gericht
Volkswirtſchaft Arbeiterfürſorge und vieles andere
findet ſeine Stelle. Daran ſchließen ſich kurze Ausführ=
ungen
über die Einzelſtaaten. Das ausführliche Re=
giſter
zeigt, welche Fülle von Wiſſenswertem in dem
Buche enthalten iſt.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
95 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Juli: dem Schleifer Guſtav=
Hofrichter, Große Kaplaneigaſſe 14, eine T. Marie
Gertrude. Am 27.: dem Privatdozenten an der Techn.
Hochſchule Profeſſor Dr. Ernſt Friedrich Vetterlein,
Schloßgartenſtraße 67, ein S Pascal Ernſt Friedrich.
(Am 26.: dem Kupferſchmied Peter Höbel, Schloßgar=
tenſtraße
55, ein S. Peter Leonhard. Am 27.: dem
Theatermeiſter Paul Joſeph Schwarz, Magdalenen=
ſtraße
19, ein S. Franz Ph. Jakob. Dem Kaufmann
Gg. Kühnel, Lauteſchlägerſtraße 6, ein S. Alexander
Theodor. Am 29.: dem Kaufmann Henry Spanier,
Eliſabethenſtraße 25, ein S. Kurt Sigmund.
Aufgebote. Am 29. Juli: Großh. Forſtaſſeſſor Gg.
Friedrich Phil. Volk in Lich mit Hermine Preuſchen
in Lengfeld. Weißbinder Ludwig Koch VIII. in
Pfungſtadt mit Eliſ. Anna Nickolai in Saarbrücken.
Eiſendreher Adam Wagner II. in Braunshardt mit
Dienſtmagd Anna Kathar. Ihrig in Rothenberg.
Architekt Friedrich Max Kruſemark in Münſter in
Weſtf. mit Klara Deutſch, Neckarſtraße 11. Kaufmann
Gerhard Staarmann gen. Timper in Lüneburg mit
Direktrice Bertha Maria Döring in Hannover.
Lehrer an der Internationalen Realſchule zu Mailand
Georg Reiſinger mit Marie Camille Reuée Long=
champ
, ebendaſelbſt. Am 30.: Kaufmann S. Spieß,
Hügelſtraße 4, mit Eliſab. Sternfels in Leeheim.
Eheſchließungen. Am 25. Juli: Profeſſor an der
Techn. Hochſchule Dr.=Ing. Georg Koehler mit Doro=
thea
Rummel, beide hier. Am 26.: Hilfshoboiſt Ab.
Leichtweiß mit Modiſtin Kathar. Hildebeutel, beide
hier. Am 30.: Schloſſergeh. Gg. Hoffmann mit Anna
Maria Orlemann, beide hier. Stukkateur K. Sei=
bert
mit Anna Eva Kübler, beide hier. Bureauvor=
ſteher
Karl Leonhard mit Pauline Reiſe, beide
hier. Sattler und Tapezier Georg Kunz hier mit
Sophia Heuſel in Höchſt i. Od. Schreiner Auguſt
Pullmann mit Anna Kathar. Balonier, beide hier.
Geſtorben. Am 29. Juli: Tagl. Joh. Hch. Kaſt=
ner
, 61 J., ev Schloßg. 15. Wilh. Daum geb. Egner,
Witwe des Metzgers, 61 J., ev., Bickenbach. Am 30.7
Joh. Breitwieſer geb. Jährling, Ehefrau des Haus=
burſchen
, 25 J., ev., Langgaſſe 29. Eva Kath. Marick=
Müller, v. B., 24 J., ev., Karlſtraße 49.

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