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173. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 176.
Samstag, den 30. Inli.
1910.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Däniſche Siegesjubelfeiern.
N. Kopenhagen, 27. Juli.
In den Tagen vom 23. bis 25. Juli ſind über ganz
Dänemark, insbeſondere aber in Frederizia, Kolding und
in der Hauptſtadt Kopenhagen, anläßlich des 60.
Jahres=
tages des Sieges der däniſchen Truppen bei Iſted große
militäriſche Feiern und Volksfeſte abgehalten worden. In
Kopenhagen waren die Kriegsveteranen von den
vater=
ländiſchen Vereinen zu einem großen Feſte im „Garten
des Königs” eingeladen worden, wobei der Oberſt a. D.
Jenſen, der ſelbſt an der Schlacht teilgenommen hat, eine
markige Anſprache und auch der König Frederik eine
be=
geiſterte Rede hielt.
Dieſe Feſte haben zu ausführlichen Preßreferaten den
Anlaß gegeben, und natürlich haben ſich die däniſchen
Zei=
tungen aller politiſchen Lager eingehend mit der
Wür=
digung der Ereigniſſe der Jahre 1848—50 und der
geſchicht=
lichen Entwickelung der ſchleswig=holſteiniſchen Frage
überhaupt beſchäftigt. Der Inhalt und der Ton jener
Zeitungsartikel ſind jedoch — je nach dem politiſchen
Standpunkte der betreffenden Preßorgane — ein durchaus
verſchiedener. Die radikalen und ſozialdemokratiſchen
Or=
gane ſtimmen nämlich in den patriotiſchen Jubel der
übri=
gen Preſſe keineswegs mit ein und bekennen ſich zu der
Auffaſſung, daß der Sieg der Dänen bei Iſted und der für
die Dänen günſtige Ausgang des „Krieges” 1848—1850
überhaupt eine gewaltige Selbſtüberhebung der Dänen in
der Beurteilung der ſchleswig=holſteiniſchen Frage in den
folgenden Jahren zur Folge gehabt und indirekt den für
Dänemark unglücklichen Krieg von 1864 bewirkt habe. Von
radikaler und ſozialdemokratiſcher Seite wird ausgeführt,
daß die Dänen in der Zeit von 1850—1864 wegen ihrer
Siege über das „ſchleswig=holſteiniſche Aufruhrheer” ſich
einer anmaßenden Haltung gegenüber den Herzogtümern
ſchuldig gemacht und durch ihre unkluge Handlungsweiſe
und ihre „Unterjochung der deutſchen Elemente in den
Her=
zogtümern” ſelbſt ihr nationales Unglück von 1864
herauf=
beſchworen hätten . . . Charakteriſtiſch iſt u. a. ein Aufſatz
der radikalen Roeſkilde Tidende, worin ausgeführt wird:
„. . . Unſere däniſchen Militariſten verſuchen es, die
Kriegs=Erinnerungen aus den Jahren 1848—50 in ihrer
Agitation für ihre neumilitariſtiſche Bewegung
auszu=
nützen. Es ſei uns geſtattet, hiergegen einen beſcheidenen
Proteſt zu erheben. Auch wir fühlen Bewunderung für
den Heldenmut, womit die däniſchen Soldaten in den
Kampf gingen . . . Aber während Feſte gefeiert werden,
fühlen wir uns veranlaßt, daran zu erinnern, daß die
blu=
tigen Opfer hätten vermieden werden können, wenn unſere
Staatsmänner klüger geweſen wären! Wenn unſere
Staatsmänner ein wenig mehr mit Realitäten gerechnet
hätten, dafür aber einen Teil der „Stimmungen” und der
Feſt=Lyrik aus dem Spiele gelaſſen hätten, wäre vieles
anders geweſen. Wir können uns nie und nimmer der
Betrachtungsweiſe anſchließen, daß der Sieg von Iſted
geeignet ſei, uns dazu aufzufordern, auch in Zukunft auf
unſere Waffenmacht zu vertrauen!
„Denn was geſchah in den Jahren 1848—1850? Es
war nicht an dem, daß das kleine Dänemark kraft ſeiner
gerechten Sache das große Deutſchland beſiegt hätte. Ganz
abgeſehen einmal davon, daß Preußen von dazumal in
alle Wege nicht mit dem modernen Militärſtaat Deutſchland
verglichen werden kann, iſt es eine Tatſache, daß unſere
Siege von damals nichts waren als Erfolge gegenüber
dem ſchleswig=holſteiniſchen Aufruhrheer. Als General
Wrangel mit den preußiſchen Truppen kam, unterlagen wir
wiederholt, aber gegenüber den Schleswig=Holſteinern
konnten wir uns behaupten, und nur dieſe kämpften
deut=
ſcherſeits in der Schlacht von Iſted mit. Unſer
Sieges=
rauſch von 1850 wurde bald zur übermütigen
Selbſtüber=
hebung, die in den folgenden Jahren unſerer Politik aufs
empfindlichſte ſchadete. Hätten unſere Politiker ihren Kopf
klar behalten, wäre uns 1864 nicht Nordſchleswig verloren
gegangen. Man lebte aber in der unwahren Einbildung,
daß man 1850 über Deutſchland geſiegt habe; deshalb
wurde der Sieg von Iſted zum Urſprung der großen
Ka=
taſtrophe von 1864 . . . Dieſe geſchichtliche Wahrheit
dür=
fen wir nie vergeſſen, und wir müſſen dagegen proteſtieren,
daß die Erinnerungen aus dem erſten ſchleswigſchen
Kriege dazu benutzt werden, eine neue militariſtiſche
Agi=
tation zu eröffnen . . ."
Eine Kriſis in der chineſiſchen Schnireform.
KW. Nach den Tagen des ruſſiſch=japaniſchen Krieges,
als der Erfolg Japans das Selbſtgefühl aller oſtaſiatiſchen
Völker geſtärkt hatte, entſtand in China eine großzügige
Bewegung, die mit Eifer und Entſchloſſenheit für eine
Reform des chineſiſchen Lehrweſens kämpfte. Es hatte
den Anſchein, als ob dieſe Beſtrebungen, die einen engen
Anſchluß an die Lehrmethoden des Weſtens predigten,
ſegensreiche Erfolge für die Gegenwart und vor allem für
die Zukunft des Reiches der Mitte herbeiführen würden.
Ueberall entſtanden neue Schulen, eine große Zahl von
Lehranſtalten wurde von der Regierung errichtet; aber
auch die private Initiative ſcheute vor patriotiſchen
Opfern nicht zurück, und die Zahl der Anſtalten, die auf
Stiftungen reicher Chineſen zurückgingen, wuchſen ins
Endloſe.
Aber die Begeiſterung, ſo ſcheint es, war nur von
kur=
zer Dauer. In den Questions diplomatiques et
eolo-
niales gibt ein genauer Kenner Chinas eine umfaſſende
kritiſche Schilderung der Entwickelung, die dieſe
vielver=
ſprechenden Anſätze genommen haben. In Wirklichkeit hat
die Vermehrung der Lehranſtalten und Schulen keine
Er=
folge gebracht, ſondern im Laufe der Jahre Mißſtände
und Gefahren entwickelt, die heute bereits die Bedeutung
der chineſiſchen Schulreform auf ein Minimum
herab=
drücken. Der Verlauf hat gezeigt, daß die Großmut der
privaten Schulſtifter keineswegs ſelbſtlos war, die
Opfer=
willigkeit hatte ihre eigennützigen Gründe, und bald
ent=
hüllte ſich die private Initiative als ein Ausſluß des
Titelehrgeizes. Als die Stifter die erſehnten
Auszeich=
nungen von der Regierung erhalten hatten, ſchwand
plötz=
lich ihr Opfermut, das Ziel war erreicht, weitere Gelder
wurden nicht gezeichnet, und das Ergebnis war, daß ein
großer Teil der Privatſchulen nach kaum einjähriger
Tä=
tigkeit, ja oft nach wenigen Monaten wegen Mangels
an Betriebsmitteln geſchloſſen werden mußte.
Urſprüng=
lich war der leitende Gedanke die Einführung der
euro=
päiſchen Wiſſenſchaften in das Reich der Mitte. Japans
beiſpielloſer Aufſchwung hatte gezeigt, welche Erfolge in
kurzer Zeit mit den Waffen des Weſtens errungen
wer=
den können, und China wollte dieſen Spuren folgen. Aber
das nationale Selbſtbewußtſein der Mehrheit, der Stolz
auf die jahrtauſendalte Tradition chineſiſcher Weisheit, ließ
die meiſten Pädagogen des Oſtens mit einer Art
herab=
laſſender Verachtung auf das europäiſche Wiſſen und die
europäiſchen Lehrmethoden herabblicken. Der Weg war
zu dornenvoll und zu langwierig, man ſuchte das
Ver=
fahren abzukürzen. In kurzer Zeit hatte ſich die Meinung
Bahn gebrochen, daß ein paar Rezepte genügen, um
mühelos die Ergebniſſe jahrhundertlanger europäiſcher
Kulturarbeit zu beſitzen. Die paar Handgriffe mußten
den aus dem Auslande zugezogenen Lehrern ja leicht
ab=
zuſehen ſein, und dann wären die fremden Barbaren
überflüſſig. Man nahm alſo europäiſche und japaniſche
Lehrkräfte in die Schulen auf und entließ ſie nach kurzer,
oft nur halbjähriger Tätigkeit, um chineſiſche Lehrer an
ihre Stelle zu ſetzen. Eine geordnete Vorbildung dieſer
nationalen Lehrkräfte wurde weder verlangt noch
er=
ſtrebt.
Was kommen mußte, war leicht vorauszuſehen: in
den Schulen wirkten Lehrer, die nichts wußten. Wenn
man ihnen erklären würde, daß in Europa ein Lehrer erſt
nach mehrjähriger beſonderer Vorbereitung zur
Aus=
übung ſeines Berufes zugelaſſen wird, würden ſie einen
auslachen. Sie beginnen mit der Tat, wollen Chirurgie
lernen, ehe ſie Anatomie kennen, wollen Trigonometrie
treiben, ohne die Arithmetik begriffen zu haben, und
be=
ginnen ihr chemiſches Studium mit Exploſivſtoffen. Der
Begriff der Grenzen der Diſziplinen fehlt ihnen völlig:
auf den höheren Lehranſtalten muß der Rechtslehrer am
nächſten Tage Phyſikſtunde geben. Und dieſer planloſen
Oberflächlichkeit entſpricht auch der Charakter des
chine=
ſiſchen Durchſchnitts=Studenten, der im Laufe eines Jahres
von der Kriegsſchule zur Rechtswiſſenſchaft übergeht und
dann nach dreimonatigem juriſtiſchen Studium ſich der
Medizin widmet. Er weigert ſich, vor den fremden
Leh=
rern ein Examen abzulegen, beſchuldigt ſie der
Vorein=
genommenheit und macht lieber bei den Mandarinen in
den alten chineſiſchen Schulen ſeine Prüfung, vor Lehrern,
die die neuere Wiſſenſchaft zwar nicht kennen, aber
ver=
achten. Die chineſiſchen Lehrer wiederum halten ſich nur
durch den „Bluff” in ihrer Stellung. Sie diktieren ihren
Schülern Formeln, die ſie ſelbſt nicht verſtehen und die
oft ganz ſinnlos ſind. Wenn einer der wenigen
euro=
päiſchen oder japaniſchen Lehrer kommt, um die Lehr=
anſtalt zu inſpizieren, ſo trifft der chineſiſche Meiſter der
Wiſſenſchaft ſeine Vorſorge, am betreffenden Tage krank
zu ſein, und alles verläuft im Sande. Dieſe Zuſtände
aber züchten eine ſchwere Gefahr, ſie bilden eine neue
Tyrannei, eine neue Ariſtokratie, die Ariſtokratie der
an=
maßenden, aber unwiſſenden Jugend, die nichts verſteht
und doch alles zu beherrſchen behauptet. Und das Ziel
dieſer Jugend iſt die Macht.
Wandlungen in Gſtaſten.
Von Dr. A. Wirth.
ngc. Die Toten reiten ſchnell. Die veralteten, bereits
innerlich abgeſtorbenen Zuſtände verſchwinden nun auch
äußerlich. Der Rieſe China reckt und dehnt ſich und ſprengt
die Hülle des Mittelalters. Japan legt ſeine ſchwere Hand
über Korea und ſät da eine Haſſesſaat, die unheilvoll
aufgehen wird. Siam, dem 1893, 1905, 1908 Land
abge=
zwackt worden iſt, wird wie eine Artiſchocke von
Frank=
reich und England verſpeiſt. Der Dalai Lama knüpft
Be=
ziehungen zum Mikado und Zaren an und will ſich der
Herrſchaft des Himmelsſohnes entziehen, während er
einſt=
weilen unter der Obhut des Königs von England und
Kaiſers von Indien ſteht. Und Oſtaſien geht aus ſeiner
Zurückhaltung heraus und ſchließt Bündniſſe mit
Euro=
päern, Japan mit Rußland, China mit Amerika. Weitere
Bündniſſe ſtehen vor der Tür.
Korea wird einſtweilen nichts unternehmen. Vielleicht
einige Putſche, Krawalle, Meutereien, lokale Aufſtände und
Gefechte, aber keinen einheitlich organiſierten
National=
widerſtand. Man müßte jedoch ſämtliche Geſetze der
Ge=
ſchichte verwerfen, wenn das japaniſche Joch ſich als
dau=
ernd erwieſe. Es iſt ſchlechterdings undenkbar, daß ein
Zehnmillionenvolk von granitener Eigenart, von völliger
Uebereinſtimmung in Sprache und Tracht und Sitten und
Gewohnheiten ſich ſtändig einem anderen, wenn auch an
Kultur und Zahl überlegenen, unterordnete. Zumal, wenn
Helfer ſo viele in der Nähe ſind wie bei Korea. Nicht
ein=
mal Portugal hat länger als wenige Jahrzehnte bei
Spa=
nien bleiben können.
Von überragender, von weltgeſchichtlicher Bedeutung
iſt der Umſchwung, der ſich in China vorbereitet. Wird
dieſer friedlich vor ſich gehen oder wird er gewaltſam ſein?
Viele Zeichen deuten auf Sturm. Die Unruhen brechen
nicht ab. Die Geheimgeſellſchaften mehren ſich. Der Sturz
der Dynaſtie wird gefordert. Gleichwohl iſt es nicht
wahr=
ſcheinlich, daß es zu größeren Erſchütterungen kommen
wird. Der Wille zu nationaler Macht iſt zu lebendig im
Volke, als daß er die Stellung des Reiches untergraben
und nach außen hin kompromittieren möchte. Auch gibt
ſich der Regent die größte Mühe, die Entwicklung in
frei=
heitlich gemäßigten Grenzen zu fördern.
Deutſches Reich.
— Auf eine Vermehrung der Artillerie
ſcheint man ſich in der nächſten Militärvorlage auch gefaßt
machen zu müſſen. Wenigſtens ſchreibt die Schleſiſche
Zeitung unter Zurückweiſung eines Vorſchlags des Abg.
Erzberger, das Quinquennat zunächſt um ein Jahr zu
ver=
längern und die neue Militärvorlage erſt dem nächſten
Reichstage vorzulegen, daß eine Verſchiebung der
Militär=
vorlage große Bedenken militäriſcher Natur habe.
Oppor=
tunitätserwägungen müßten ohne weiteres zurücktreten,
wenn es ſich darum handelt, klaffende Lücken in unſerer
Kriegsrüſtung auszufüllen, wie z. B. bei der Artillerie.
In Rußland habe die Duma die Mittel für
Haubitzbatte=
rien mit der ausdrücklichen Begründung bewilligt, die
Ge=
ſchützzahl des ruſſiſchen Armeekorps müſſe über die des
deutſchen hinausgehen; in Frankreich, das eine gewaltige
Vermehrung ſeiner Artillerie durchgeführt hat, hätten die
drei öſtlichen Grenzkorps allein an Batterien auf hohem
Etat vier mehr, als die deutſchen weſtlichen Grenzkorps
überhaupt Batterien beſitzen, und dabei hätten die
fran=
zöſiſchen Batterien infolge ihres höheren Pferdebeſtandes
eine weſentliche Ueberlegenheit an Bereitſchaft. Auch die
Frage der Neuorganiſation und Vermehrung unſeres
Trains drängte unbedingt zur Entſcheidung.
— Der Berliner Mitarbeiter der Münchener Neueſten
Nachrichten ſchreibt über die „Verſtändigungsfrage”:
„So ausſichtslos uns die Propaganda für eine
Flot=
tenverſtändigung erſcheint, weil ſie in ſich
unmög=
lich oder gefährlich iſt, ſo eifrig verdienen alle ehrlichen
Beſtrebungen zu einer allgemein politiſchen Entente
zwi=
ſchen England und Deutſchland energiſche Unterſtützung.
Und wir glauben, daß wir auf gutem Wege zu dieſem
Ziele ſind, der aber unterbrochen und abgelenktswürde,
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Nummer 176.
wenn Deutſchland jetzt Schwäche und Nachgiebigkeit zeigen
ſollte. Nur zwiſchen ſtarken Mächten iſt ein
dauerndes und nützliches Einverſtändnis möglich.”
— Eine offiziös bediente Berliner Korreſpondenz hat
in der Tagespreſſe einen Artikel über das Schlußergebnis
der Verhandlungen der Reichsverſicherungs=
Kommiſſion über die Kaſſenarztfrage verbreitet, der
zu irrigen Anſchauungen Anlaß geben muß. Nach
Er=
klärungen eines „Vertreters des Leipziger Verbandes” in
der Reichsverſicherungs=Kommiſſion ſollte nämlich die
„orkaniſierte freie Arztwahl” dahin
aufzufaſ=
ſen, daß „Verträge nur mit dem Leipziger Verband
abzu=
ſchließen ſeien und nur ſeine Mitglieder zugelaſſen
wer=
den ſollten”. Wie uns der Generalſekretär des Leipziger
Verbandes ſchreibt, hat weder der Deutſche Aerztetag noch
der Deutſche Aerztevereinsbund, noch auch der Leipziger
Verband ſelbſt jemals eine ſolche Forderung aufgeſtellt.
Außerdem hat der Reichstagsabgeordnete und Mitglied
der Reichsverſicherungs=Kommiſſion, Herr Sanitätsrat Dr.
Mugdan=Berlin, auf den ſich die Bezeichnung „Vertreter
des Verbandes” allein beziehen kann, auf Anfrage aufs
bündigſte erklärt, eine derartige Aeußerung nie getan zu
haben.
— Durch die Blätter ging vor kurzem die Anregung,
die Veteranen zu veranlaſſen, anläßlich des
vierzig=
jährigen Gedenkens an den großen Krieg die Orden
und Ehrenzeichen öffentlich zu tragen. Auch
die Nordd. Allg. Ztg. hat ſich dieſem Wunſche
angeſchloſ=
ſen. In Veteranenkreiſen hat dieſe Anregung folgenden
Notſchrei geweckt:
„Die Erinnerung an die große Zeit läßt deutlich den
Unterſchied zwiſchen Einſt und Jetzt erkennen. Die
Män=
ner, die ihre Geſundheit einſetzten für des Reiches
Einig=
keit, darben jetzt vielfach und gedenken voll Ingrimm der
leeren Verſprechungen, die der Reichstag ihnen
gemacht. Vierzig Jahre ſind ſeit dem Kriege vergangen
und über 60 Jahre ſind die meiſten Kämpfer. Wer kann
heute, wo junge Kräfte mehr als genug vorhanden ſind,
mit 60 Jahren noch den Kampf ums Daſein erfolgreich
führen? Trotz alledem hat das Reich für die armen
Kämpfer, von denen viele auf die Gnade von Gemeinden
und Angehörigen angewieſen ſind, nichts übrig, die Mittel
für ſie fehlen, die Mittel für andere Dinge aber können
beſchafft werden. Die Aufforderung, die Ehrenzeichen
de=
monſtrativ zu tragen, klingt bald wie Hohn, das Eiſerne
Kreuz auf ſchlechtem Rocke würde der ganzen Welt künden,
daß das große Deutſche Reich nichts übrig hat für die
Be=
dürftigſten ſeiner alten Krieger.”
— Der Meſſager d’Alſace=Lorraine veröffentlicht einen
äußerſt anmaßenden und gehäſſigen Artikel „
Commé=
moration”, der mit den Worten beginnt:
„Die Deutſchen ſchicken ſich an, in vierzehn Tagen mit
jener ſteifen Feierlichkeit, die ihr Geheimnis iſt, die 40.
Wiederkehr ihres Sieges zu feiern. Sie haben zu dieſer
Kundgebung den nach Sprache, Ueberlieferung und Sitten
franzöſiſchen Teil des elſaß=lothringiſchen Gebietes
ausge=
wählt, wo ſelbſt das plumpeſte Nachdenken ſie verſtehen
laſſen müßte, daß ſie alle Empfindungen der Bevölkerung
beleidigen werden. Aber vielleicht iſt es gerade dieſer
Gegenſatz, der ihnen gefällt. Wenn ſie in eine Gegend
kommen, deren Einwohner eine andere Sprache ſprechen,
betonen ſie mit mehr Kraft und Nachdruck das Recht der
Eroberung und ſetzen gewaltſam die Tatſache ins helle
Licht, daß die Annektierten nicht „Brüder” desſelben
Stam=
mes ſind.”
Noch eine andere Stelle verdient niedriger gehängt zu
werden:
„Während Deutſchland den Erfolg ſeiner Waffen
feiern wird, werden die Elſaß=Lothringer alle Einzelheiten
des Dramas wieder vor Augen ſehen, deren Bühne ihr
Land vor vierzig Jahren war. Es iſt gut, ſich zu erinnern
und kaltblütig die Ereigniſſe im Abſtand von vierzig
Jah=
ren zu beurteilen. Elſaß=Lothringen, das das Löſegeld
der Niederlage war, muß ebenſo wie Frankreich den
ſchreck=
lichen Lehren der Vergangenheit das Ohr leihen. Heute, 1
wo es im Begriff ſteht, ſein moraliſches Erbteil wieder
herzuſtellen, ziemt es ſich, daß es wiſſe, durch welche
Um=
ſtände, durch welche ſträfliche Schwäche einer Dynaſtie und
— wagen wir’s, es zu ſagen — einer Nation es ein „
Reichs=
land” geworden iſt.”
Dieſe Auslaſſungen, die der Meſſager d’Alſace=
Lor=
raine macht, zeigen wieder einmal, wohin nach dem Wunſch
der „Nationaliſten” vom Schlage der Wetterlé, der Leute
vom Souvenir frangais uſw. die Reiſe gehen ſoll.
— Zum Präſidenten der Generaldirektion der
ſächſiſchen Staatsbahnen iſt vor kurzem, nicht
wie es ſonſt bei ſolchen Aemtern Gebrauch iſt, ein Juriſt,
ſondern ein Techniker, nämlich der Lehrer an der
Tech=
niſchen Hochſchule zu Dresden, Geh. Baurat Prof. Dr.
Ulbricht, ernannt worden. Bei der Abſchiedsfeier, die
dem Scheidenden zu Ehren von den Vertretern der Lehrer=
und Studentenſchaft der Hochſchule veranſtaltet wurde, hob
dies der Rektor Geh. Hofrat Dr. Helm in ſeiner Anſprache
mit folgenden Worten hervor: „Sie gehen von uns in ein
hohes Staatsamt, das bisher nie einem Manne techniſcher
Bildung anvertraut war. Sie ſcheiden von der Stätte der
Technik, wie heutzutage unſere Koloniſten vom
Mutter=
lande, um durch ihre Arbeit und ihr Leben Neuland
dauernd zu ſichern: Sie gehen als ein Pionier techniſcher
Bildung. Und wiederum ſteht das Signal auf: Bahn
frei dem deutſchen Ingenieur!‟ Der Rektor teilte
Pro=
feſſor Ulbricht mit, daß ihm auf einſtimmigen Antrag der
Ingenieur= und mechaniſchen Abteilung die Würde eines
Dr.=Ing. ehrenhalber verliehen worden ſei, und zwar in
Anerkennung ſeiner hervorragenden Arbeiten auf dem
Gebiete des Eiſenbahn=Signal= und Sicherungsweſens,
der Elektrotechnik und der Photometrie, in denen er in
gleicher Weiſe Theorie und Praxis zu vereinigen
verſtan=
den habe.
Ausland.
— In der Budgetkommiſſion der franzöſiſchen
Kam=
mer referierte Miniſter Viviani über das Inkrafttreten
des Geſetzes betreffend die Arbeiter=Renten, ſowie über die
dadurch verurſachten Ausgaben. Dieſe werden während
des erſten Halbjahres des Inkrafttretens (1. Juli bis 31.
Dezember 1911) 45 Millionen Franken erreichen. Der
Dienſt für die Arbeiter=Renten, die in der Bildung
begrif=
fenen neuen Behörden werden allein 1,8 Millionen
Fran=
ken erfordern.
— In Madrider politiſchen Kreiſen verlautet mit
Be=
ſtimmtheit, daß die letzte Note des Vatikans den Charakter
eines Ultimatums für Spanien trägt, indem die Aenderung
aller Dekrete, insbeſondere des Dekrets über die
Diſſiden=
ten=Kulte verlangt wird, bevor eine Weiterberatung über
die Reform des Konkordats möglich ſei. Die ſpaniſche
Regierung kann und will ſich auf dieſe Forderung nicht
einlaſſen. Man erwartet, falls der König der Politik der
Regierung zuſtimmt, die baldige Abberufung des
ſpani=
ſchen Botſchafters Ojeda von Rom. Die Haltung des
Vatikans wird die Regierung mit der ſofortigen
Ausarbei=
tung eines Vereinsgeſetzes und anderer Maßregeln
be=
antworten, die ſich ſpeziell auf den Volksſchul=Unterricht
beziehen. Der weiteren Entwickelung der Angelegenheit
ſieht man in Madrid mit Spannung entgegen.
Zu der Meldung des Blattes Liberal, die den Bruch
mit dem Vatikan als Folge einer eingegangenen
unverſöhnlichen Note des Papſtes als bevorſtehend
be=
zeichnet, erklärte Miniſterpräſident Canalejas, ohne
die Meldung richtig zu ſtellen oder zu beſtätigen, die
Re=
gierung habe eine Note des Vatikans erhalten, die beſage,
die Verhandlungen über die Beſchränkung der religiöſen
Orden könnte unmöglich fortgeſetzt werden, wenn nicht
die Regierung ihre letzten in der religiöſen Frage
getrof=
fenen Anordnungen rückgängig mache. Canglejas fügte
hinzu, er werde bei den Verhandlungen mit dem Vatikan
alle Mittel der Klugheit anwenden, aber er ſei entſchloſſen,
den vor dem Land eingegangenen Verpflichtungen
nach=
zukommen.
Canalejas beſtätigte in einem Interview, daß
die Note des Vatikans es für unmöglich erklärte, die
Ver=
handlungen fortzuſetzen, wenn die ſpaniſche Regierung die
von ihr getroffenen Maßnahmen nicht rektifiziere. Der
Miniſterpräſident erklärte, er habe alle Mittel der
Verſöh=
nung erſchöpft. Ich werde mich, ſo ſagte der
Miniſterprä=
ſident, niemals weigern, mit dem Vatikan über die Fragen
zu verhandeln, die den Heiligen Stuhl angehen. Es gibt
aber gewiſſe Fragen, über die der Staat keine andere
Sou=
veränität zulaſſen kann als die ſeinige. Ich muß meine
Verpflichtungen erfüllen, die ich der öffentlichen Meinung
gegenüber übernommen habe und meine Haltung entſpricht
den Wünſchen dieſer öffentlichen Meinung.
— Im engliſchen Unterhauſe wies bezüglich der Frage
der Teilnahme eines ſerbiſchen Offiziers an den
engliſchen Armee=Manövern Sir Edward Grey noch
darauf hin, daß die ſerbiſche Regierung eine Einladung
zu den engliſchen Manövern erhalten habe, eine Antwort
ſei aber noch nicht erfolgt. — Stewart (liberal) fragte
Grey, ob er ſeine Aufmerkſamkeit der Errichtung eines
Kolonialamtes in Japan zugewandt habe, deſſen
Aufgabe es ſei, die Angelegenheiten von Korea, Formoſa
und Japaniſch=Sachalin zu überwachen, ob die britiſche
Regierung Grund zu der Annahme habe, daß von Japan
eine formelle Annexion Koreas beabſichtigt ſei, und
ob ferner die Regierung in dieſem Falle Schritte tun werde,
um die kommerziellen Rechte der engliſchen Kaufleute in
Korea zu ſchützen. Sir Edward Grey erwiderte, die
Ant=
wort auf die erſte Frage laute beſtätigend. Im Falle der
Annexion Koreas ſei beſchloſſen worden, daß die britiſche
Regierung ſorgfältig über die beſten Mittel ſich klar werde,
ihre kommerziellen Intereſſen in Korea zu ſchützen.
Hugh Cecil fragte an, ob die engliſche Regierung
es=
abgelehnt habe, an der Internationalen
Hy=
giene=Ausſtelllung ſin Dresden 1911
teilzu=
nehmen. Sir Edward Grey antwortete bejahend und
ſetzte auseinander, die Regierung habe berückſichtigt, daß
es nicht wohl angängig ſei, eine offizielle Ausſtellung in
Dresden zu veranſtalten, weil die britiſchen Induſtriellen
ſich dagegen ſträubten, die großen Koſten auf ſich zu
neh=
men, die mit der häufigen Teilnahme an großen
inter=
nationalen Ausſtellungen verbunden ſeien und weil von
der Regierung bereits Verpflichtungen in Bezug auf andere
Ausſtellungen eingegangen worden ſeien, die in dieſem
und im nächſten Jahre ſtattfinden.
Im Verlaufe der Sitzung fragte Faber den erſten
Lord der Admiralität, Me Kenna, ob er Kenntnis davon
habe, daß erſtens, während das ſchwerſte Geſchütz der
engliſchen Marine nur Geſchoſſe von 1250 Pfund
feuern, das neue deutſche Geſchütz ſolche von 1600 Pfd.
feuern würde, daß zweitens, während bei der
eng=
liſchen Marine das Gewicht der von den ſchweren
Ge=
ſchützen der Breitſeite abgefeuerten Geſchoſſe nur 147900
Pfund betrage, bei der deutſchen Marine ſich dieſes Gewicht
auf 161000 Pfund belaufe, und drittens die neuen mit
14zölligen Geſchützen auszurüſtenden Schiffe der deutſchen
Marine 8000 Tonnen größer ſeien, als die urſprünglichen
engliſchen Dreadnoughts. Me Kenna erwiderte: Ich kann
für die Richtigkeit der Fragen und die angegebenen Zahlen
die Verantwortung nicht übernehmen.
— Wie an kompetenter Stelle verlautet, beabſichtigt
die bulgariſche Regierung unter Aufzählung mehrerer
Fälle von Mißhandlungen an Flüchtigen nochmals
freundſchaftliche Vorſtellungen bei der
Pforte zu erheben, jedoch nichts zu unternehmen, was
die Empfindlichkeit der Jungtürken verletzen könnte. Ebenſo
iſt es unwahrſcheinlich, daß der Miniſterrat einen Beſchluß
faſſen wird, durch den die Lage verſchärft wird.
— Der Generalgouverneur hat den Prokurateur des
finniſchen Staates aufgefordert, die Zeitung Karjala
wegen einer die ruſſiſche Armee beleidigenden Notiz und
der Veröffentlichung geheimer Maßnahmen der
Militär=
verwaltung zur Verantwortung zu ziehen. Gegen 18
an=
dere finniſche Blätter ſoll wegen Abdrucks des
betreffenden Artikels gleichfalls vorgegangen werden.
— Die Pforte hat ihre Vertreter beauftragt,
die Aufmerkſamkeit der Schutzmächte auf die angekündigte
Kandidatur Venizelos für die griechiſche
Nationalver=
ſammlung hinzulenken und dabei die friedlichen Abſichten
Feldmarſchall Blumenthal.
Zu ſeinem hundertjährigen Geburtstage.
1810 — 30. Juli — 1910.
Von Roderich Mengeler.
(Nachdruck verboten.)
Der letzte von den Paladinen Kaiſer Wilhelms des
Siegreichen; war es ihm doch vergönnt geweſen, die
große Zeit des deutſch=franzöſiſchen Krieges über ein
Vierteljahrhundert zu überleben, und dabei war er
doch ſchon einer von den Alten geweſen, als die großen
Siegesſchlachten geſchlagen wurden.
Leonhard von Blumenthal erblickte heute vor einem
Jahrhundert, am 30. Juli 1810, in Schwedt an der Oder
das Licht der Welt. Aus alter Militärfamilie
ſtam=
mend, war er von vornherein für das Heer beſtimmt
und erhielt daher im Kadettenhauſe ſeine Ausbildung,
wo er ſich frühzeitig durch großen Fleiß und Liebe zu
wiſſenſchaftlichen Studien auszeichnete.
Im Alter von ſiebzehn Jahren Offizier geworden,
beſuchte er in den Jahren 1830—33 die Kriegsakademie,
war in den Jahren 1837—45 Adjutant des Koblenzer
Garde=Landwehr=Bataillons. Inzwiſchen war er im
Jahre 1844 Premierleutnant geworden, wurde dann im
Jahre 1846 zum topographiſchen Bureau und 1848 zum
Großen Generalſtabe kommandiert. Bereits in dieſer
Zeit erregte der talentvolle Offizier die Aufmerkſamkeit
König Friedrich Wilhelms IV. und ſeines Bruders, des
Prinzen von Preußen.
Am 1. Januar 1849 ward er zum Hauptmann
be=
fördert, und im Stabe des Generals von Bonin machte
er den bald darauf — im Mai — ausbrechenden
Feld=
zug mit, bei deſſen Eröffnung der Hauptmann von
Blumenthal zum Chef des Generalſtabs der Schleswig=
Holſteiniſchen Armee ernannt wurde.
Im Jahre 1853 zum Major befördert, wurde er im
Jahre 1858 als Oberſtleutnant zum perſönlichen
Adju=
tanten des Prinzen Friedrich Karl, des „roten Prinzen”
im Dezember 1863 zum Chef des Generalſtabes des
kombinierten mobilen Armeekorps in Schleswig=Hol=
ſtein ernannt. Im Juni 1864 zum Generalmajor
be=
fördert, übernahm er nach Wiederherſtellung des
Frie=
dens mit Dänemark erſt das Kommando der 7., dann
der 30. Infanteriebrigade und wurde im Jahre 1866
bei Beginn der kriegeriſchen Unruhen unter dem
Ober=
befehl des Kronprinzen Friedrich Wilhelm von
Preu=
ßen zum Chef des Generalſtabes der zweiten Armee
ernannt.
Von dieſer Zeit an waren die Lorbeeren des
preu=
ßiſchen Kronprinzen, die Rumestaten „unſeres Fritz”
aufs innigſte verknüpft mit denjenigen General von
Blumenthals, Graf Moltke machte den Kriegsplan,
die Feldherren, unter ihnen voran Friedrich Wilhelm,
der Sohn des ſiegreichen Preußenkönigs, führten ſie
aus, und deſſen Generalſtabschef war General
Blumen=
thal. „Unſer Fritz” hat mehrfach geäußert, daß General
Blumenthal der Kopf ſei, er, der Kronprinz, das
aus=
führende Schwert.
So war denn vor allem die ausgezeichnete Leitung
der zweiten Armee bei Nachod und Königgrätz zum
größten Teil Blumenthals Werk; ihm war es zu
dan=
ken, daß im entſcheidenden Moment die Armee des
Kronprinzen auf dem Kriegsſchauplatze erſchien, um
den im Kampfe bereits befindlichen Heeren die Hilfe
zu bringen. Graf Moltke hatte ſich bei der Ausführung
des Kriegsplanes dabei vor allem auf General
Blumen=
thal verlaſſen, der die Intentionen Moltkes genau
kannte.
Die Anerkennung wurde ihm auch nicht verſagt:
im Oktober avancierte er zum Generalleutnant und
erhielt das Kommando der 14. Diviſion.
Dann kam der deutſch=franzöſiſche Krieg; die Rollen
in dem welthiſtoriſchen Schauſpiel waren in der gleichen
Weiſe verteilt. Als Generalſtabschef des Kronprinzen
be=
gleitete er die dritte Armee ins Feld. Es war ein
wunder=
bar intereſſanter Anblick: neben der Hünengeſtalt des
Hohenzollern die kleine, feine Geſtalt des Generals von
Blumenthal. Bei Weißenburg und Wörth wurden die
erſten Lorbeeren geholt. Und die Anerkennung für dieſe
Kriegstaten erhielt er mit dem Kronprinzen gemeinſam.
In Pont=à=Mouſſon überreichte König Wilhelm
perſön=
lich ſeinem Sohne und deſſen Generalſtabschef das eiſerne
Kreuz erſter Klaſſe.
An allen wichtigen Beratungen nahm fortan General
von Blumenthal perſönlich teil. Bei jeder Feſtſtellung
des Kriegsplanes hatte er eine entſcheidende Stimme und
wurde ins Hauptlager des Königs berufen. So hatte er
ſeinen Anteil an dem Siege von Sedan und an der
denk=
würdigen Belagerung von Paris. Alle Welt nannte ihn
damals die rechte Hand Moltkes, zu deſſen dereinſtigem
eventuellen Nachfolger er auserſehen war.
Wie an den Ruhmestaten dieſes Krieges mußte
er=
natürlich auch ſeinen reichbemeſſenen Anteil an der
Aner=
kennung haben, die das Reich an die leitenden Feldherren
als Dankesgabe der Nation wies, wurde auch er mit einer
ſolchen Ehrengabe von 450000 Mark ausgezeichnet.
Mehrmals nahm Kaiſer Wilhelm noch Anlaß, ihm
ſeine Anerkennung und Dankbarkeit zu beweiſen. Im
März 1872 erhielt er das Kommando des 4. Armeekorps
und im Jahre 1883 wurde er in den Grafenſtand erhoben.
Ebenſo aber hat ihm der Kronprinz bis an den Tod
dankbare Geſinnung bewahrt. Es iſt ſicherlich für beide
Männer in gleicher Weiſe ehrend, daß eine der erſten
Re=
gierungshandlungen, die er als Kaiſer Friedrich ausführte,
war, daß er ſeinen alten Generalſtabschef zum
General=
feldmarſchall und zum Generalinſpekteur der 4.
Armee=
inſpektion ernannte. Das geſchah mitten in den
Auf=
regungen kurz nach Antritt der Regierung am Tage, da
man die irdiſchen Reſte Kaiſer Wilhelms beſtattete.
Nachdem Graf Blumenthal noch ſpäter die 3.
Armee=
inſpektion übernommen, erhielt er am 28. März 1898 den
erbetenen Abſchied. Auf ſeinem Gute Quellendorf bei
Köthen ſtarb er am 22. Dezember 1900, nachdem es ihm
noch kurz zuvor vergönnt geweſen, in Geiſtesfriſche und
unter Teilnahme weiteſter militäriſcher Kreiſe ſeinen
neunzigſten Geburtstag zu feiern. In glänzender Weiſe
ward ihm durch Kaiſer Wilhelm die Trauerfeier in Berlin
bereitet. Dann überführte man die Leiche auf das
Stamm=
gut zu Krampfer bei Perleberg=
Nummer 176.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Seite 3.
en Tu
be
n
führe
der Pforte hervorzuheben und die Schutzmächte zu
er=
ruchen, wenn nötig, Schritte zu veranlaſſen, damit die
us der Kandidatur erwachſenden Komplikationen
ver=
mieden werden. In der Pforte naheſtehenden Kreiſen
werrſcht die Anſicht, Venizelos müßte bei Annahme der
Kandidatur ſeine Stellung als Mitglied der Regierung
Kretas niederlegen.
Der Matin meldet hierzu aus Kanea: Entgegen
bis=
berigen Meldungen iſt Venizelos nach Athen gereiſt,
um ſich zu erholen und eine Kur durchzumachen, aber
nicht, um als kretiſcher Kandidat zum helleniſchen
Par=
hament zu kandidieren. Venizelos, ſo heißt es in der
Mel=
dung des Matin, iſt zu verſtändig, und ein zu guter
Pa=
rriot, als daß er ſeinem Lande Verlegenheiten und
Grie=
chenland Schwierigkeiten zu bereiten verſuchen könnte.
— Torghut Schfeket Paſcha verhängte über Skutari
und Albanien den Ausnahmezuſtand. Mit der
Entwaff=
rung der Bevölkerung wurde begonnen. Dieſe lieferte
imnerhalb zwei Tagen über 40 000 Waffen ab. Die
Mon=
jenegriner drangen bei Plava, Bezirk Guſinje, auf
türki=
ſches Gebiet vor und griffen mohammedaniſche Dörfer an,
wwobei ein Kampf entbrannte. Zahlreiche Dorfbewohner
wurden verwundet und drei getötet. Die türkiſche
Grenz=
wache griff in den Kampf ein und verlor drei Mann.
Schließlich wurden die Montenegriner über die Grenze
urückgetrieben.
* Eine Parade der deutſchen
Hochſee=
flotte. Aus Balholm in Norwegen wird dem
Chri=
ſtiania Morgenblad vom 18. Juli geſchrieben: Ein
feſt=
icher Augenblick in den hieſigen ereignisvollen „
Kaiſer=
ragen” war es, als der Kaiſer geſtern perſönlich den
Got=
tesdienſt an Bord der „Hohernzollern” hielt. Es wirkte
wunderbar ergreifend, die Verſammlung ſtrammer Krieger
— „Deutſchlands Hoffnung” — mit entblößten Häuptern
am ihren Kaiſer ſtehen zu ſehen, wie er in dem
ſonnen=
hellen Sonntagmorgen mit kräftiger Stimme eine Predigt
vorlas. Die feierliche Stimmung erreichte ihren
Höhe=
punkt, als ſchließlich das geſamte Muſikkorps der „
Hohen=
follern” mit dem alten Lutherliede einſetzte „Ein’ feſte
Burg‟ Die Poſaunen ſandten ihre Töne weit hin über
den in der Sonne ſtrahlenden Fjord, und von den
mäch=
tigen Felsbergen rings umher erklang das Echo gedämpft
furück. Das Hauptereignis des Tages wurde jedoch eine
Marine=Parade, deren Gleichen wohl niemals zuvor in
unſeren Gewäſſern geſehen worden iſt. Als die Sonne zu
ſinken begann und die Gipfel der Schneefelder ſich roſig
färbten, hörte man plötzlich Kanonendonner aus der
Richtung von Vangsnas. Und nun tauchte eine
unend=
liche Reihe ſchwerer deutſcher Kriegsſchiffe hervor; es
wa=
ren nicht weniger als 23 ſchwere Schlachtſchiffe und Kreuzer
mit Deutſchlands Kriegsflagge von Gaffel und Großtopp
wehend. Die deutſche Hochſeeflotte! In einem mächtigen
Bogen kamen ſie brauſend in den Fjord hinein, um dem
oberſten Kriegsherrn ihre Huldigung darzubringen, und
indem ſie bei der „Hohenzollern” vorbeiſchwenkten,
don=
nerten die Geſchütze mit einem ohrenbetäubenden Salut
Los, während die Mannſchaften dröhnende Hochs zum
Kaiſer hinüberſandten, der ganz oben auf der Kommando=
Hrücke der „Hohenzollern” ſtand und die ſtolze Flotte in
der Abendſonne vorbeigleiten ſah. Offiziere, die ſpäter
von der „Hohenzollern” an Land kamen, erzählten, der
Kaiſer ſei bei der nachfolgenden Tafel in glänzender
Stimmung geweſen: es habe ihn gefreut, eine ſo
groß=
artige Parade von Deutſchlands ſtolzer Flotte zu ſehen,
er Flotte, die ſein eigenes großes Werk iſt.
* London, 28. Juli. Die von dem Premierminiſter
squith vorgeſchlagene Faſſung der Erklärung des
Königs bei der Thronbeſteigung wurde im Unterhaus
mit 244 gegen 54 Stimmen angenommen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 30. Juli.
— Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Pfarrverwalter Wilhelm Korell
zu Dauernheim und dem Pfarrverwalter Wilhelm Wahl
zu Schlierbach, Dekanat Erbach, die evangeliſchen
Pfarr=
ſtellen daſelbſt.
— Ernannt wurde Emil Boller in Gießen zum
Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Gießen, der
Re=
gierungsaſſeſſor Walter Dickoré aus Treis a.Lda. zum
Finanzaſſeſſor.
* Militärdienſtnachrichten. Die Oberſtleutnants
v. Ferentheil und Gruppenberg, Kommandeur des
Vorpommerſchen Feldartillerie=Regiments Nr. 38 (
Stand=
ort: Stettin), und v. Kleinſchmit, Kommandeur des
5. Badiſchen Feldartillerie=Regiments Nr. 76 (Standort:
Freiburg) zu Oberſten befördert. (Beide gehörten
vor=
mals dem Großherzoglichen Artilleriekorps Nr. 25 als
Batteriechefs an.) — Die Hauptleute v. Stockhauſen,
Adjutant der 7. Diviſion (Standort: Magdeburg), (zuvor
Kompagniechef im Leibgarde=Infanterie=Regiment, deſſen
Uniform er noch trägt), und Kortegarn im
Kriegs=
miniſterium (zuvor Kompagniechef im Infanterie=
Leib=
regiment Nr. 117) zu Majors befördert.
L. Die Ferienſtrafkammer verhandelte geſtern gegen
den 27 Jahre alten Dachdecker Chriſtian Querdan von
hier, der im Dezember 1909 dem Wirt Spengler einen
Foxterrier im Werte von 20 Mark und am 15. Mai ds. Js.
dem Karl Eckert einen Rehpinſcher im Werte von 30 bis
40 Mark entwendet hat. Er behauptet zwar, der eine
ſei ihm zugelaufen und den anderen habe er gekauft. Dem
widerſpricht aber die Tatſache, daß er dem Pinſcher, um ihn
unkenntlich zu machen, in ſeiner Küche die Ohren und den
Schwanz abſchnitt. Das Tierchen, das ſeinem Herrn
wieder zulief, hat ſeitdem an ſeiner Wachſamkeit
einge=
büßt. Querdan wurde wegen zweier Diebſtähle, wegen
Sachbeſchädigung und Tierquälerei zu neun Monaten
Gefängnis verurteilt.
Der 15 Jahre alte Georg Groh von Neu=Iſenburg,
dem In Lehrer das Zeugnis eines wenig begabten, aber
ungezogenen Schülers ausſtellte, war nach einigen
Stellen=
wechſeln bei dem Fabrikanten von Wenker Hausburſche
geworden. Er hatte die Gänge, insbeſondere auch an die
Poſt, zu beſorgen und benutzte die ihm hierdurch gebotene
Gelegenheit dazu, in vier Fällen eine Quittung zu fälſchen,
indem er den Firmenſtempel auf eine Urkunde drückte und
die Namensunterſchrift ſeines Dienſtherrn nachahmte. Er
bekam dafür anſtandslos 210 Mark ausbezahlt, von denen
er 75 Mark ſeinem gleichalterigen Freund Johann Jakob
Schmidt, einem braven Jungen, ſchenkte. Dieſer hegte
dabei keine Bedenken, ging auch mit ihm einige Male zu
einem Wirt, der den beiden bereitwillig Bier und Wein
verabreichte. Auch ein Mädchen, das über ſein vieles
Geld hoch erfreut war, wurde von Groh beſchenkt. Sich
ſelbſt kaufte er ein Terzerol, eine Füllfeder, eine
Mund=
harmonika, ſowie, weil es gerade die Zeit des Kometen
war, ein Fernrohr für 75 Mark. 50 Mark etwa behauptet
er verloren zu haben. Als kein Geld mehr da war, nahmen
die Freunde einem 4jährigen Kinde einen Kinderwagen,
der geliehen war, weg und verkauften ihn für 60 Pfg.
Groh wurde wegen beider Diebſtähle zu 14 Tagen
Ge=
fängnis, Schmidt wegen des Wagendiebſtahls zu einem
Verweis verurteilt. Wegen Hehlerei wurde er mangels
des Bewußtſeins der Strafbarkeit freigeſprochen.
* Die Verkehrs=Einnahmen aus dem Perſonen=
und Güterverkehr betragen nach vorläufiger
Feſt=
ſtellung: 1. für die Eiſenbahndirektionsbezirke
Frank=
furt a. M. und Mainz: a) im Monat Juni 1910
11040000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 311000 Mk.
— 2,90%; b) in der Zeit vom Beginn des
Rechnungs=
jahres 33326000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr
1689000 Mk. — 5,34%; 2. für die Preußiſch=Heſſiſche
Eiſenbahngemeinſchaft: a) im Monat Juni 1910
160 355000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr
5 852000 Mk. — 3,79%, b) in der Zeit vom Beginn
des Rechnungsjahres 483 694000 Mk. oder gegen das
Vorjahr mehr 27 482000 Mk. — 6,03%
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 23. Juli l. J.
männ=
lich 9350, weiblich 5972, zuſ. 15 322, in Prozenten 61,03,
38,97; am 16. Juli I. J. männlich 9370, weiblich 6018,
zuſ. 15 388, in Prozenten 60,83, 39,17. Der
Kranken=
ſtand betrug am 23. Juli I. J. männlich 405, weiblich
268, in Prozenten 4,33, 4,48; am 16. Juli I. J.
männ=
lich 410, weiblich 262, in Prozenten 4,37, 4,35. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
18. Juli bis 23. Juli l. J. 4876,68 Mk., in der Woche
vom 11. Juli bis 16. Juli l. J. 4574,16 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 23. Juli
I. J. — 13, am 16. Juli I. J. — 15; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 18. Juli bis 23. Juli
. J. — 1; vom 11. Juli bis 16. Juli l. J. — 1.
* Im Silberkranz. Am Dienstag, den 2. Auguſt,
begeht Herr Adam Hergo, Vorarbeiter bei der
Zentral=
werkſtätte, mit ſeiner Gattin Marie, geb. Schmidt,
Schuknechtſtraße Nr. 52 hier, das Feſt der ſilbernen
Hochzeit.
A Feuerwehrſtation. Gegenwärtig findet der
Um=
bau des Schulhauſes hinter der Stadtkirche zu
einer Feuerwehrſtation ſtatt, wofür im ſtädtiſchen
Bud=
get der Betrag von 34400 Mark vorgeſehen iſt. Der
Anbau des dabei vorgeſehenen Gerüſtes zum Trocknen
der Schläuche hat bereits ſtattgefunden. Das
Erd=
geſchoß iſt zu einer Remiſe umgewandelt, in welcher
die Spritzen Unterkunft finden.
nn. Brückenſchlagübungen. Die unter Leitung des
Hauptmanns v. Kropff und des Leutnants v.
Bom=
hard ſtehenden Brückenbauübungen der
Pioniermann=
ſchaften des 115. Regiments am Großen Woog nahmen
mit dem Bauen einer kriegsmäßigen Marſch= und
Fahr=
brücke nach der Schilfinſel ihr Ende. Nachdem die
Mannſchaften im Laufe der Uebungen in der Herſtellung
von Brückenrampen, in der Anlage von Fundierungen
und dem Zuſammenſetzen der einzelnen Brückenjoche
ausgebildet wurden, erfolgte als Schlußübung der Bau
einer Kriegsbrücke für Artillerie, Kavallerie und
Fuß=
truppen, die vorzüglich ausfiel und mit Tannengrün
ge=
ſchmückt wurde. Eine photographiſche Aufnahme der
Mannſchaften und ihrer Inſtrukteure bildet für dieſelben
ein Erinnerungsblatt an ihre harte und intereſſante
Arbeitszeit. Heute treten die Pioniere in ihre
Kom=
pagnien zurück.
F. Eine auffallende Erſcheinung. Man ſchreibt
uns: Am 28. Juli, abends kurz nach 10 Uhr, war am
öſtlichen Himmel eine merkwürdige Himmelserſcheinung
zu beobachten. Zwiſchen den Sternbildern Andromeda
und Parſeus wurde ein dunkelrot leuchtender Stern,
wenigſtens 1. Größe, ſichtbar. Er ſtand eine Weile ſtill
und bewegte ſich dann ziemlich raſch nach Oſten. Dabei
erloſch er öfters einige Sekunden lang, um dann deſto
heller in abwechſelnd rotem und glänzend weißem Lichte
zu erſtrahlen. Nach etwa 10 Minuten verſchwand die
auffallende Erſcheinung am öſtlichen Horizont.
— Großer Preis von Darmſtadt. Man ſchreibt
uns: Der morgige Sonntag, 31. Juli, wird ein Sportstag
erſten Ranges werden. Treffen ſich doch im „Großen
Preis von Darmſtadt” eine Reihe der hervorragendſten
Flieger. Was Otto Meyer leiſten kann, das wiſſen
ſeine Darmſtädter Freunde. Er ſtartet morgen, aus den
ſchon bekannten Gründen von der U. C. J.
disquali=
fiziert. Der Verband deutſcher Radrennbahnen wird
deshalb morgen keinem Fahrer den Start gegen Otto
Meyer verbieten. Meſſori verfügt über einen brillanten
Endſpurt und iſt ein bedeutender Rivale von Otto
Meyer. Eugen Stabe, der zähe Berliner, wird ein
ernſtes Wort im Großen Preis mitſprechen. Julius
Bettinger der bekannte Ludwigshafener und
Adjutant” Meyers, verfügt über einen gewaltigen
Antritt. Jedenfalls gibt es in der letzten Runde einen
erbitterten Kampf um die hohen Preiſe. In den
Motor=
rennen gilt Heckel als Favorit. Jedoch werden ihm
Wohn, Lunz, Knoll und Glöckler, welche mit ſchnellen
Motoren antreten, den Preis ſtreitig zu machen ſuchen.
Hoffentlich bleibt das Wetter günſtig und wird dann die
Rennbahn am morgigen Sonntag das Ziel von
Hunderten ſein.
— Im Ausſtellungs=Reſtaurant finden Samstag
und Sonntag Künſtler=Konzerte ſtatt unter Leitung des
Herrn Toni Czaſchke. (Vergl. Anzeige.)
— Ludwigshöh=Konzerte. Am kommenden
Sonn=
tag nachmittag wird die Kapelle des Großh. Art.=Korps
unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Mickley
konzertieren. Herr Mickley hat ein ſehr
unterhaltungs=
eiches Programm aufgeſtellt. Außer verſchiedenen
Bei Bismarck zu Gaſt.
** Die feſſelnde Wiedergabe einer
Tiſchunterhalt=
ung mit Bismarck, aus der man ein intimes Bild von
Hem Weſen des Kanzlers in Verkehr und Geſpräch
erhält, ſteht diesmal im Mittelpunkte der „
Erinner=
ungen aus meinem Leben”, die die Deutſche Rundſchau
aus dem Nachlaß Julius von Eckardts
veröffent=
licht. Außer den Familienmitgliedern, dem Grafen
und der Gräfin von Rantzau, waren nur noch die Ge=
Heimräte von Rottenburg und Görlich, ſowie Profeſſor
Schweninger anweſend. Kaum hatte Eckardt die
be=
reits verſammelten Mitglieder der Geſellſchaft in dem
großen Salon des Reichskanzlerpalais begrüßt, „da
wurden im Nebenzimmer ſchwere Schritte hörbar;
man hätte meinen können, der Komtur des Don Juan=
Finale ſei im Heranſchreiten begriffen. Gleich darauf
krat der Reichskanzler ein, der friſcher und kräftiger
denn je ausſah, in heiterer Stimmung zu ſein ſchien
und uns mit der Liebenswürdigkeit empfing, an
wel=
cher er es in ſeinem Hauſe niemals fehlen ließ.”
„Wir wollen es machen wie im Reichstage” hub
er nach der Begrüßung an, „der älteſte der Herren ſoll
meine Tochter zu Tiſch führen. Wann ſind Sie
ge=
boren?” wandte er ſich an mich. Ich nannte meinen
Geburtstag und erhielt die Aufforderung, von meinem
pprivilegio odioſo” Gebrauch zu machen. Der Fürſt
plauderte zunächſt von dem unaufhaltſamen Wachstum
der Stadt Berlin und erzählte dann von der alten
Zeit, wo noch einfache Verhältniſſe herrſchten; wo es
ſſchon für verſchwenderiſch galt, wenn man ein Beefſteat
für „acht jute” im Café Royal zu verzehren und
inner=
halb der Altſtadt mit einer Droſchke zu fahren den
Mut hatte. Er ging dann von dieſer Beſcheidenheit
der alten berliniſchen Gewohnheiten zu der
Beſchränkt=
heit der Menſchen und der Verhältniſſe über, die ſich
bis heute auf dem flachen Lande erhalten habe, und
ſteilte dabei eine Geſchichte mit, die ihm im vorigen
Jahre bei einem größeren Spaziergange im
Sachſen=
walde paſſiert ſei. Er hatte ſich dabei auf ſeinem
Beſitz=
tum vollſtändig verirrt, ſo daß er ermüdet und
ver=
durſtet in eine einſam gelegene Hütte getreten war,
um ein Glas Milch zu erbitten. In dem einzigen
grö=
ßeren Gelaß ſand er eine alte Frau — die Mutter
eines Holzknechtes —, die ihr in der Wiege liegendes
Enkelkind ſchaukelte. Bevor ſie aufſtand, um die Milch
im Stalle zu holen, fragte ſie erſt den unerwarteten
Gaſt, ob der Herr auch ſo lange das „Gör” ſchaukeln
wolle. Der Fürſt ſetzte alſo die Wiege in Bewegung,
bis die Alte mit der gewünſchten Labe wiederkehrte.
Während Bismarck trank, fragte die Geberin ihn, ob
er vielleicht der Herr Oberförſter ſei. „Nein” erwiderte
der Fürſt, „ich bin der Herr ſelber, der Bismarck”
„Von dem weiß ich nichts” erhielt er zur Antwort;
„aber unſern Herrn Oberförſter hätte ich gern einmal
geſehen.”
Nach dieſem Beweis für die „engen Grenzen ſeiner
Popularität” ſtellte der Fürſt eine ſtrenge Kritik des
Mittageſſens an, das inzwiſchen bis zur dritten Speiſe
vorgeſchritten war. „Sie ſehen, wie Schweninger mich
behandelt” klagte er. „Eine weiße Suppe, weißer
Fiſch, weißer Kalbsbraten und dazu weißer Wein —
denn von den Rebhühnern, die noch folgen, ſoll ich
nichts bekommen. Schweninger, ein Glas Rotwein
werden Sie mir doch geſtatten? Morgen iſt mein
Ge=
burtstag.” „Ich möchte raten, davon lieber Abſtand
zu nehmen”, gab der geſtrenge Arzt zur Antwort. Der
Fürſt zuckte die Achſel. „Es iſt gut”, fuhr er fort, „daß wir
nicht noch Taubenbraten eſſen müſſen. Sie, als
ehe=
maliger Ruſſe, hätten dieſen Vogel am Ende gar nicht
angerührt. Unbegreiflicherweiſe wird die nichts
weni=
ger als tugendhafte, vielmehr ehebrecheriſche und
ge=
fräßige Taube in Rußland heilig gehalten. Aber Sie
haben ja auch in Hamburg gelebt und teilen
wahr=
ſcheinlich die Meinung, daß man dort das Kochen
ver=
ſtehe. Sagen Sie aufrichtig, haben Sie jemals ſo
ſchlecht wie heute gegeſſen?” Seine Antwort kleidete
Eckardt in eine Anekdote, die von dem „alten
Hargrea=
ves” einem begeiſterten Hamburger Lokalpatrioten
und beſonderen Feinſchmecker erzählt wurde. Als
die=
ſer einmal gefragt wurde, wie es ihm bei ſeinem
letz=
ten Aufenthalt in Berlin gefallen habe, antwortete er:
„Ich war dieſes Mal zu Delbrück geladen und habe
dort ein wirklich exquiſites Diner eingenommen.
Seit=
dem denke ich milder über das Reich.‟ Der Fürſt
ſchüttelte ſich vor Lachen. „Ja” ſagte er, „die
Ueppig=
keit hat in Berlin Fortſchritte gemacht. Delbrück und
Camphauſen gelten für ſehr feine Gourmets. Nur Ihre
Kollegen” wandte er ſich an Schweninger, „die
vor=
nehmen Aerzte, geben noch kopiöſere Mahlzeiten.
Na=
türlich — wenn die Leute ſich den Magen verderben,
haben die Herren Doktoren den Vorteil davon.”
Das Geſpräch blieb eine Weile beim Eſſen und
Trinken und bei der Wichtigkeit, die manche Leute
dar=
auf legen. „Beſonders die Diplomaten” ſagte der
Fürſt. „Im Sommer 1852 wurde ich von Frankfurt
nach Wien geſchickt, um den Geſandten Arnim zu
ver=
treten, der auf Urlaub gehen wollte. Tags nach der
Vorſtellung bei Buol ließ dieſer uns zum Eſſen
ein=
laden. Arnim wollte ablehnen, ich aber hielt es für
Pflicht, anzunehmen, und redete ihm in dieſem Sinne
zu. Schließlich erklärte Arnim, er wolle ſeinen, dem
Buolſchen „chef de euiſine” befreundeten Koch fragen,
ob es der Mühe verlohne, der Einladung Folge zu
leiſten. „Monſieur le Comte” gab dieſer Herr zur
Antwort, „il y aura le grand diner de 1850‟ Auf
die Kunde, daß dieſes hiſtoriſch gewordene Menü
feſt=
geſtellt worden, beſchloß Arnim, auch ſeinesteils
anzu=
nehmen.” An Hamburg bewahrte Bismarck keine
an=
genehme Erinnerung. „Meine letzte kurze
Anweſen=
heit daſelbſt war allzu fatal ausgefallen. Von einem
Beſuch in Holſtein zurückgekehrt, war ich ſpät abends
auf dem Dammtorbahnhof eingetroffen, um den Zug
abzuwarten, der mich zum Berliner Bahnhof, und von
da weiter führen ſollte. Ermüdet und ahnungslos ſaß
ich da, als plötzlich ein Mann meiner gewahr wird;
mich erkennt, auf den Tiſch ſpringt und mit lauter
Stimme ausruft: „Mitbürger! Hier ſitzt der Mann,
der Deutſchland einig gemacht hat. Bringen wir ihm
ein dreimaliges donnerndes Hoch!” Und ſo riefen die
von allen Seiten auf mich herandrängenden Leute ihr
Hoch, bis der Zug endlich anlangte. Man muß eben
auf ſeine Privatexiſtenz verzichten, wenn man ein
öffentlicher Menſch geworden iſt.”
Nach Tiſch, als der Fürſt ſich ſeine Pfeife
angezün=
det hatte und im Salon an einem großen Tiſch Kaffee
gereicht wurde, entſtand eine Unterhaltung über
fran=
zöſiſche Literatur. „Meine Lieblingslektüre”, erzählte
Bismarck, „waren in früherer Zeit Bérangers Lieder.
Noch jetzt gedenke ich mit einer gewiſſen Sehnſucht der
ſchönen Stunden, zu denen ich mich an warmen
Som=
mertagen unter einem großen Baum in Schönhauſen
niederließ, um mich an Béranger zu ergötzen.” Als
Eckardt bemerkte, daß dieſer franzöſiſche Lyriker heute
ſeine frühere Popularität eingebüßt habe, weil die
Republikaner ihm die Verherrlichung Napoleons I.
nicht verzeihen könnten, antwortete Bismarck, daß die
meiſten Leute töricht genug ſeien, über den
jedesmali=
gen Modeſchriftſtellern die wahren Größen der
Litera=
tur zu vernachläſſigen. Rottenburg erwähnte dann als
ſeinen Lieblingsdichter Diderot. „Diderot” ſagte der
Fürſt mit einer abwehrenden Bewegung, „Diderot
war Materialiſt, und die Materialiſten halte ich mir
vom Leibe.” Merkwürdig war mir, daß Bismarck ſich
bei einer ſpäteren Wendung des Geſprächs zu der —
in den Zeiten ſeines Werdens allerdings vorherrſchend
geweſenen — Meinung bekannte, daß der zweite Teil
des „Fauſt” unverſtändlich und darum ungenießbar
ſei; den erſten Teil konnte er bekanntlich auswendig.”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Nummer 176.
neueſten Operetten, kommen Solis von Herrn
Piſton=
ſoliſten Speyer zum Vortrag. (S. Anzeige.)
— Schützenhof. Vielfachen Wünſchen entſprechend,
haben die Konzerte im Schützenhof dahingehend eine
Aenderung erfahren, als jetzt abwechſelnd alle Militär=
Kapellen konzertieren werden. Heute und morgen abend
wird die Kapelle des Großh. Art.=Korps konzertieren.
(Siehe Anzeige.)
n. Höchſt i. O., 29. Juli. Noch ein vierter
Ver=
brecher, der Taglöhner Wilhelm Schnauber von hier,
wurde geſtern wegen der gemeldeten
Einbruchs=
diebſtähle in Unterſuchungshaft genommen. Er
und der Steinhauer Georg Emig, der von ſeiner letzten
Wildereiverurteilung her unter Poliz=iaufſicht ſteht,
haben gegen den Haftbefehl Beſchwerde eingelegt. Bei
ſämtlichen in Betracht kommenden Einbrüchen erſcheint
der Befund am Tatort ſehr ähnlich; die Spuren zeigen,
daß ohne eigentliche Werkzeuge gewerbsmäßiger Diebe
mit dem, was gerade zur Hand war, das Aufbrechen
der Behältniſſe geſchah und noch eine gewiſſe (vielleicht
gehäſſige) Roheit mitſprach, die bei einem Wilderer
gegenüber Forſt= und Gutsbeamten begreiflich iſt.
Aus dem Ried, 28. Juli. Durch die Großh.
Forſtbehörde werden gegenwärtig dem Schwarzbache
Waſſerproben entnommen, um die Urſache des
maſſen=
haften Abſterbens der Fiſche feſtzuſtellen. Die
anfangs allgemein vertretene Anſicht, induſtrielle
Ab=
wäſſer ſeien die Urſache dieſer unerfreulichen
Erſchein=
ung, begegnet jetzt vielfach ernſtlichem Widerſpruch.
Man neigt vielmehr der Anſicht zu, daß man es in
vor=
liegendem Falle mit einer bis jetzt noch nicht
feſtgeſtell=
ten Fiſchkrankheit zu tun habe, die durch das Hochwaſſer
vom Rhein auf deſſen Seitenbäche übertragen wurde.
In anderen Gegenden am Rhein, wie in der Pfalz und
anderen Orten beobachtet man nämlich gleichzeitig ein
rieſiges Fiſchſterben. Tauſende von Hechten, Varſchen
uſw. ſieht man dort tot auf dem Waſſer im
Ueber=
ſchwemmungsgebiet treiben.
Mainz, 28. Juli. Die Bürgerſpende für den
Kreuzer „Mainz” hat die Summe von 8000 Mk
überſtiegen. Von der Spende erhält die Mannſchaft
eine ſorgfältig zuſammengeſtellte Bibliothek, die etwa
1000 Bände zählen wird. Für die Unteroffiziermeſſe
werden Tafelbeſtecke und für die Offiziersmeſſe
Oel=
gemälde Mainzer Künſtler geſtiftet. — Am Dienstag
nachmittag traf die dem Eigentümer des Matin
ge=
hörige Jacht „Aimée” hier ein und ſetzte geſtern die
Reiſe rheinabwärts fort. — Das Dragoner=Regiment
Nr. 6 rückt morgen (Freitag) abend zu einer großen
Kavallerieübung nach dem in der nördlichen
Eifel bei Elſenborn gelegenen Kavallerieübungsplatze
ab. Mannſchaften und Pferde werden abends um 10
Uhr auf dem hieſigen Bahnhofe in Extrazüge verladen.
Das Regiment kehrt gegen Mitte Auguſt von
Elſen=
born zurück, um in Gemeinſchaft mit dem Dragoner=
Regiment Nr. 23 aus Darmſtadt an der
Trup=
penſchau vor dem Kaiſer teilzunehmen.
Worms, 29. Juli. Ein recht bedauerlicher
UUnglücksfall ereignete ſich geſtern nachmittag
zwiſchen 5 und 6 Uhr am Rheine. Während die Frau
des Tapeziers Johann Becker auf dem Waſchſchiff
unterhalb der Kleberſchen Badeanſtalt beſchäftigt war,
fiel deren 5½ Jahre altes Söhnchen, das ſich in der
Nähe der Mutter aufgehalten hatte, in einem
unbe=
wachten Augenblicke in den. Rhein und ertrank.
Eine Rettung war nicht möglich, da das Kind ſofort
unter dem an der Landungsbrücke der Köln=
Düſſel=
dorfer Rheinſchiffahrtsgeſellſchaft hängenden
Fiſcher=
nachen verſchwand und nicht mehr zum Vorſchein kam.
Trotz ſofortigen Abſuchens der betreffenden Stelle
konnte die Leiche bis jetzt nicht aufgefunden werden.
— Beim Turnen verunglückt iſt der etwa 20
Jahre alte Ludwig Weyland. Beim
Rieſen=
ſchwung fiel der junge Mann ſo unglücklich, daß er das
Rückgrat brach. Der Bedauernswerte iſt geſtern
abend an den Verletzungen geſtorben.
Heidesheim, 28. Juli. Kürzlich wurden unterhalb
Heidenfahrt in der Nähe der Lebertsaue Zigeuner
beim Fiſchen beobachtet. Sie ſtreuten an einer
tie=
fen, ruhigen Stelle eines Stromarmes feines Mehl in
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
OK. Vom heutigen St. Helena. Das
ein=
ſame, felſige Eiland, auf dem Napoleon ſeine
qual=
vollen letzten Jahre als Gefangener verlebte, bis ihn
der Tod erlöſte, galt bisher immer als ein öder,
gott=
verlaſſener Fleck Erde. Nun wird die Inſel, die in
der Wektgeſchichte einen ſo ſchlimmen Ruf bekommen
hat, rehabilitiert. Der britiſche Gouverneur Oberſt
Gallway, der gegenwärtig in England einen kurzen
Urlaub verbringt, ſchildert St. Helena als ein kleines,
idylliſches Märchenland; nennt es eine ideale
Erhol=
ungsſtätte für Nervenleidende, rühmt das Klima, die
landſchaftlichen Reize. „St. Helena iſt kein kahler
Fel=
ſen. Wenn das viel verleumdete Eiland auch nur 17
engliſche Quadratmeilen groß iſt, ſo hat es doch ſeine
unvergleichlich ſchönen, anmutigen Stellen, ſeine Reize
und ein wirklich vollkommenes Klima. Die
Sterbe=
ziffern St. Helenas ſind wohl die niedrigſten der Welt:
6 von 1000. Vom Hafen aus ſieht die Inſel ja ein
wenig finſter aus, aber droben im Hochland iſt das ganz
anders.‟ Der große Korſe, der hier ſein Leben
be=
ſchloß, iſt bei der Bevölkerung faſt vergeſſen. Die
Er=
innerungen ſchrumpfen immer mehr zuſammen; ein
paar Jahrzehnte noch, und niemand auf der kleinen
Inſel wird mehr daran denken, wodurch der Name St.
Helena in der Welt ſo berühmt geworden iſt. „Es gibt
noch einige wenige alte Leute, die als kleine Kinder
die letzten Tage Napoleons miterlebten. Sie erinnern
ſich dunkel, daß ihre Eltern von dem berühmten
Ge=
fangenen ſprachen; noch heute ſagt man wie damals:
„General Bonaparte‟ Die heutige Generation aber
hat den großen Feldherrn vergeſſen; ſein Ruhmesglanz
iſt von näherliegenden Ereigniſſen überſtrahlt; man
weiß mehr von Dinizulu und von General Cronje, die
im Jahre 1890 bezw. 1900 als Gefangene auf der Inſel
weilten, als von Napoleon.‟ Das Haus, in dem der
Kaiſer wohnte, das berühmte Longwood, ſteht zwar
noch, aber von Reliquien und Gegenſtänden, die an
jene hiſtoriſchen Tage gemahnen, iſt wenig übrig
ge=
blieben. „Der Bau iſt teils aus Stein, teils aus Holz:
ein einfaches, einſtöckiges Gebäude, das wie ein
be=
ſcheidenes Bauernhäuschen ausſieht. Zu Napoleons
Zeiten,”ſo erzählt der Gouverneur, „war Longwood noch
von Bäumen umgeben, aber heute liegt es kahl und
öde da. Nicht ein Stück des Mobiliars iſt geblieben.
Im Schlafzimmer ſieht man noch eine gute Büſte des
großen Kriegsmanns, und im Gouvernementsgebäude
bewahrt man einige Reliquien, ein Bücherbort
Napo=
leons, einen Schrank und den berühmten Billardtiſch.
Er ſtand nur ein Jahr in Longwood. Napoleon ſpielte
ohne Stöcke, nur mit der Hand, Billard und war beim
Spiel ziemlich nervös. Nach einem Jahre aber wurde
das Waſſer. Binnen fünf Minuten war die Oberfläche
mit mehr als fünfzig großen und kleinen Fiſchen
be=
deckt, die betäubt waren und ſo von den Zigeunern als
willkommene Beute aufgefiſcht wurden,
Ober=Olm, 28. Juli. Ein ſchwerer
Unglücks=
fall paſſierte geſtern nachmittag hier am
Bahnüber=
gang, der ſogenannten Becherbrücke. Die beiden Pferde
des Bürgermeiſters Womann wurden beim Herannahen
cines Zuges ſcheu und verſuchten durchzugehen. Der
Knecht wollte ſie anhalten, wurde aber von den Tieren
niedergetreten und durch Huftritte derart verletzt, daß
ſofort der Tod eintrat. Der Schädel des Unglücklichen
war vollſtändig zerſchmettert.
Friedberg, 28. Juli. Auf Anordnung der Behörde
wurde heute mittag der hier beſtehende Spiel=
Automat, deſſen Unternehmer auch in Offenbach und
Mainz ſolche Geldſpiel=Automaten aufgeſtellt hatte,
geſchloſſen. Hier war er drei Wochen in Tätigkeit.
* Bad=Nauheim, 28. Juli. Bis zum 28. Juli ſind
22745 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem
Tage noch 7782 anweſend waren. Bäder wurden bis
zum 28. Juli 272 145 abgegeben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 29. Juli. Ein
Perlen=
dieb wurde geſtern abend in der Friedrichſtraße
verhaf=
tet, als er den Verſuch machte, ein etwa aus 300 Perlen
beſtehendes fünfteiliges Kollier zu verſetzen. Man glaubt,
daß dem Verhafteten mehrere in der letzten Zeit zur
Aus=
führung gebrachte Perlendiebſtähle zur Laſt zu legen ſind.
— Vor dem Gebäude des ſtädtiſchen Pfandhauſes
ſprach geſtern ein junger Mann eine vorübergehende Dame
an und bat ſie, ihm ein Geldſtück zu wechſeln. Als
die Angeredete ihre Geldtaſche öffnete, um das
Porte=
monnaie herauszuholen, näherte ſich den beiden ein
Drit=
ter, der mit einem raſchen Griff die Taſche an ſich riß
und dann die Flucht ergriff, auch ſein Komplize lief davon.
Die Verfolgung der Flüchtlinge führte zu ihrer Verhaftung.
Die Verhafteten entpuppten ſich als zwei Genoſſen, die
wegen zahlreicher Diebſtähle ſchon lange geſucht wurden.
— Von dem geflohenen Briefträger
Berg=
mann hat man bis jetzt noch keine Spur gefunden. Man
weiß nicht, ob er ſich noch in Berlin aufhält oder die Stadt
bereits verlaſſen hat. Unter den Anzeigen, die auf die
Bekanntmachung der Oberpoſtdireklion, die 1000 Mark
Belohnung ausſetzte, einliefen, befindet ſich auch die: ein
Mann ſei aufgeregt an den Billettſchalter an dem Lehrter
Bahnhof getreten und habe dort ein Billett für nach
Ham=
burg gelöſt. Zu der Unterſchlagung des
Brief=
trägers Bergmann wird noch gemeldet: Das
Bahnpoſtamt 4 am Schleſiſchen Bahnhof, das in demſelben
Hauſe liegt wie das Poſtamt 17, hatte von der
General=
poſtkaſſe am Dienstag einen Zuſchuß von 50000 Mark
erhalten, den es für die Gehaltszahlungen am Samstag
brauchte. Die Generalpoſtkaſſe überwies dieſen Betrageim
Laufe des Mittwoch an das Poſtamt 17. Am Poſtamt 17
ſind die 50000 Mark abends eingetroffen, ſie wurden in
Verwahrung genommen. Am anderen Morgen ſollte das
Geld von Bergmann innerhalb des Amtes von einer
Dienſtſtelle in die andere getragen werden. B. benutzte
dieſe Gelegenheit, um auf einem Seitenausgange mit
den beiden Beuteln zu flüchten. Der Flüchtling heißt mit
vollem Namen Friedrich Wilhelm Ludwig Bergmann;
er iſt in Ilten, Kreis Burgsdorf bei Hannover im Jahre
1877 geboren und beſuchte dort die Schule, wurde
Land=
arbeiter, ſpäter Kutſcher, diente beim Militär, wurde dann
Poſtillon und avancierte zum Briefträger. Im Poſtamt 17
war er erſt kurze Zeit tätig. Der Flüchtige iſt 1,65 Meter
groß, von mittelkräftiger Figur, hat ein ſchmales Geſicht
und rote Wangen, ſchwarze, etwas gekräuſelte Haare,
ſchwarzen kleinen Schnurrbart, der ebenfalls etwas
ge=
kräuſelt iſt, und dunkle Augen; die Naſe iſt etwas
ge=
bogen. Bergmann verkehrte mit einer in Halenſee
woh=
nenden angeblichen Sängerin; außerdem hatte er eine in
der Nähe des Poſtamtes wohnende Braut. Man vermutet,
daß der Flüchtige den Zug nach Hannover benutzt hat.
Seitens der Poſtbehörde, die ſofort die Kriminalpolizei
verſtändigte, iſt alles aufgeboten worden, um den unge=
er dieſer Unterhaltung müde und ſchickte den
Billard=
tiſch ſeinem „Gefängniswärter” zurück. Aus dem
Bil=
lardzimmer wurde ein Kartenzimmer, und hier ſaß
Napoleon ſtundenlang über Pläne gebeugt und erfocht
mit Hilfe von kleinen Flaggen noch einmal ſeine Siege
. . . bis Waterlvo.”
O Von der Pracht des chineſiſchen
Kaiſerpalaſtes, der mit ſeinen 10000
Einwoh=
nern die rieſenhafteſte Reſidenz darſtellt, entwirft
Graf Vay de Vaya und zu Luskod in ſeinen
Erinner=
ungen vam Hofe des Kaiſers Kuang=Sü und der
Kai=
ſerinwitwe Tſu=Hſi, die im Auguſt=Heft der Deutſchen
Revne veröffentlicht werden, ein farbiges Bild. Er
betrat zum erſten Male den bis dahin unzugänglichen
Bezirk kurz nach dem Einmarſch der europäiſchen
Truppen in Peking und ſtand überwältigt vor der
Pracht dieſer Bauten. „Den Mittelpunkt der inneren
Stadt bildet” ſo erzählt er, „der wunderbar geſchnitzte,
von einem prachtvollen Baldachin überdachte
Thron=
ſaal. Von hier geht jeder wichtige Schritt aus, und
hierher führt jeder Weg. Er iſt der Brennpunkt der
Hauptſtadt, das Herz des Kaiſerreiches; aber er iſt
ver=
botenes Gebiet. Der Mann, der ſeinen Fuß in den
Thronſaal ſetzt, verwirkt ſein Leben, ſo heilig und
geweiht iſt dieſer Raum. Ich kann die Tatſache kaum
glauben, daß ich in dem Sanktuarium ſtehe, in dem bis
vor kurzem niemals fremde Füße ihre Spur abgedrückt
haben, und ich blicke mich mit eifrigem Intereſſe um.
Die Anlage dieſes einzigartigen Baues iſt höchſt
ein=
drucksvoll. Die vergoldeten Wände die breiten
Trep=
pen, die marmornen Terraſſen, die Wallgräben und
die überall vorhandenen Brücken — das alles wirkt
zuſammen, eine Szenerie von imponierender
Groß=
artigkeit zu bilden. Jeder, der ſich dem Thron zu
nähern wünſcht, muß durch alle fünf Städte, durch die
ſieben Tore und über die ſieben Brücken von Peking
gehen, und ſelbſt wenn man die kaiſerliche Reſidenz
er=
reicht hat, ſo ſind noch fünf Höfe und fünf Hallen zu
durchqueren, ehe man an den Thron gelangt.
Nirgends ſonſt habe ich den Gedanken der Majeſtät
ſo gewaltig verkörpert geſehen; weder in dem
rieſen=
haften Palaſt der Zaren aller Reußen, noch an den
glänzenden Höfen indiſcher Fürſten, noch ſelbſt in dem
wundervollen Schatzkäſtchen des „Roi Soleil” in
Ver=
ſailles, und nirgends ſonſt die Allgewalt eines
Herr=
ſchers in ſolchem wahrhaft königlichen Maß
verherr=
licht.” Während jedoch der unglückliche Kaiſer Kuang=
Sü kaum je dieſe prunkvollen Hallen ſelbſt bewohnte,
ſondern in vollſtändiger Einzelhaft und im Schatten
verborgen, in kleinen Pavillons hinter hohen Mauern.
ſeine traurigen Tage verbrachte, lebte die Kaiſerin=
Regentin ein Daſein voll Leben und Fröhlichkeit, und
erſchien bei den diplomatiſchen Empfängen im vollen
treuen Beamten zu faſſen. Er unterhielt auch mehrere
Liebesverhältniſſe, ſpielte den Lebemann, beſuchte
Ren=
nen, wettete viel auf Pferde und hatte, da ſein Gehalt für
ſeine noblen Paſſionen nicht ausreichte, viele Schulden.
Das iſt wohl auch der mittelbare Anlaß zu ſeiner
Unter=
ſchlagung geweſen, denn die Schulden waren ihm über
den Kopf gewachſen, und er wußte ſich vor ſeinen
Gläu=
bigern keinen Rat. Das unterſchlagene Geld ſetzte ſich
zu=
ſammen aus 26700 Mark in Hundertmarkſcheinen, 10000
Mark in Zwanzigmarkſtücken, 3200 Mark Silber und 100
Mark Nickel (Zehnpfennigſtücke).
Wiesbaden, 29. Juli. Geſtern abend kurz nach 10
Uhr erſchoß der 23 Jahre alte Taglöhner Riebel
in Dotzheim nach vorhergegangenem Streit den
Tag=
löhner Franz Schipper mit einem Revolver. — Heute
morgen um 8 Uhr vergiftete ſich die von ihrem
Manne getrennt lebende, 38 Jahre alte Frau des
Auf=
ſehers Braun mit Lyſol. Dieſelbe hinterläßt zwei
Kinder. Sie ſtarb kurz nach ihrer Einlieferung in das
Städtiſche Krankenhaus.
Mannheim, 28. Juli. Nach genau
hundertjäh=
rigem Beſtehen hat mit dem Ende der vergangenen.
Woche das Großherzogliche Inſtitut, eine von
der Großherzogin Stefanie, der Stieftochter
Napo=
leons I., gegründete vornehme Töchterpenſion, ihren
Betrieb eingeſtellt. Bei der kleinen Feier, die
damit verbunden war, gab Oberbürgermeiſter Martin
dem Dank der Stadtgemeinde gegenüber dem
Lehr=
körper und insbeſondere der Vorſteherin Frl. Streccius
Ausdruck, ſowie dem Bedauern über die durch den
Wandel der Zeiten notwendig gewordene Auflöſung
der Anſtalt, die ſo lange ein Wahrzeichen und eine
Zierde der Stadt geweſen ſei. Die Großherzogin Luiſe,
die durch 50 Jahre das Protektorat über die
Anſtalt=
ausübte, hatte ein Handſchreiben geſandt.
Karlsruhe, 28. Juli. Die ſtatiſtiſchen Mitteilungen
für das Großherzogtum Baden beſtätigen den
ſchlech=
ten Stand der Ernte infolge vierwöchentlichen
Regens und Ueberſchwemmung.
— Freiburg i. Br., 28. Juli. Die Großh. badiſche
Univerſität wird durch weitere Neubauten von
Klinilen entſprechend erweitert. Durch Beſchluß der
ſtäotiſchen Verwaltung wurde die Ausführung der
Zentralheizungs= und Lüftungsanlage der Darmſtädter
Zentralheizungsfabrik, Ing. Heinrich Fritz,
über=
tragen.
München, 29. Juli. Ein Doppel=Selbſtmord
wurde geſtern in Ammerſee begangen. Die
Majors=
witwe Sengl aus Hamburg und ihre 26jährige Tochter
wurden zuſammengebunden als Leichen aus dem Seee
gezogen. Die Tat geſchah, weil der in einem
Ammer=
ſee=Ort tätige, frühere Verlobte der Tochter das
Ver=
hältnis rückgängig gemacht hatte.
Neuburg a. D., 27. Juli. Die Bewohner des Ortes=V
Bergheim a. D. waren am letzten Samstag Zeugen
eines einzigartigen Naturſchauſpiels. Den
gan=
zen Tag über herrſchte orkanartiger Sturm,
unter=
brochen von ſtarken Regengüſſen. Gegen 4¾4 Uhr
nach=
mittags ſahen Leute, die auf den Feldern in der Nähe
der Donau arbeiteten, auf dem Strome eine ſchwarze,
turmhohe Waſſerſäule in wirbelnder
Beweg=
ung dahineilen. Die Regenwolken ſenkten ſich tief bis
faſt auf den Waſſerſpiegel der Donau und wurden mit
in die auf= und niederſteigenden Wirbel gezogen.
So=
bald die Trombe dem Ufer zu nahe kam, ergriffe ſie
Aeſte und Zweige und riß ſie mit furchtbarer Gewalt
in die Höhe. Während der ganzen Erſcheinung
ver=
nahm man donnerähnliches Krachen und Rauſchen.
Mit ungeheuerer Geſchwindigkeit glitt das Phändmen
auf dem Waſſerſpiegel hin und hinterließ einen
eigen=
artigen, an Schwefel erinnernden Geruch, den man=in
der ganzen Umgegend wahrnahm. In der Nähe des
Ortes Gerolfing ſtürzten dann die Waſſermaſſen in ſich
zuſammen. Die ganze Erſcheinung kam ſehr plötzlich
und in einer erſchreckenden Geſtalt.
Fulda, 29. Juli. Der Hüttner Günther in
Marbach bei Fulda hat ſeine Frau ermordet und
ſich dann ſelbſt entleibt.
Köln, 29. Juli. Heute morgen wurde in der
Licht=
ſtraße Nr. 64 die 53jährige Ehefrau des Wiegemeiſters
Glanze der Prunkräume in dieſer weiten Reſidenz.
Im Sommerpalaſt wurde der Verfaſſer zuerſt
vorge=
ſtellt. Durch einen weiten, mit weißem Marmor
ge=
pflaſterten Hof gelangten ſie in einen noch größeren
und noch prächtigeren. Alle Anweſenden waren in
Saphir und Gold gekleidet, und das ganze Bild war
in den Abſtufungen dieſer Farbentöne gehalten, eine
vollkommene Farbenharmonie, ſo künſtleriſch und fein,
daß es zur Bewunderung zwang. „Doch ich war nicht
imſtande, all die Pracht in dem Raum zu betrachten —
das Gold, die Juwelen und der Sonnenſchein waren
zu blendend. Ich konnte nur einen dunkelblauen
Tep=
pich ſehen, der uns den Weg zu den Stufen der
mitt=
leren Halle oder Pagode, wie ich lieber ſagen möchte,
wies — eines jener Phantaſiebauwerke, von denen wir
in den Feenmärchen leſen. Ich brauchte einige Zeit,
um zwiſchen Farbe und Form, zwiſchen Wirklichkeit
und Einbildung, unterſcheiden zu können. Zuerſt
er=
blickte ich in Girlanden gebundene und in reichen
Ge=
winden niederhängende Blumen. Es waren
Chryſan=
themen von mannigfachen Formen und
Farbennuan=
cen; einige außerordentlich klein, andere
außergewöhn=
lich groß; die einen Roſen ähnlich, andere wie große
Spinnen. Von blaſſem Schwefelgelb bis zur dunkeln
Bronze war jede Tönung von Gold vorhanden, und
ſie waren in Schalen und Vaſen geſetzt, die Wunder
an Alter, unvergleichlicher Schönheit und unſchätzbarem
Werte waren.
Inmitten dieſer überwältigenden Umgebung ſah
die Kaiſerinwitwe Tſu=Hſi wie das
vor=
nehmſte Götterbild in einem Tempel aus. Sie war
von mittlerer Größe, kräftig gebaut und verriet in
ihrem Weſen eine abſolute Selbſtbeherrſchung. Sie
trug ein dunkelblaues, mit Goldfäden beſticktes Kleid.
Was mir am meiſten an ihr auffiel, war ihr
Mandſchu=
kopfputz, der das Haar wie die Flügel einer
Fleder=
maus vom Kopf abſtehen ließ, wobei jeder derſelben
mit einem Chryſanthemumbüſchel geſchmückt war. Sie
ſaß auf einem hohen, kunſtvoll geſchnitzten, ſchwer
ver=
goldeten und mit einem wundervollen Baldachin
über=
dachten Thron. Vor ihr ſtand ein Tiſch, auf dem ihre
Finger mit den langen Nägeln ruhten. Sie war ohne
Frage eine Erſcheinung von gebietendem Weſen, und
ſah jünger aus als ihre Jahre, denn ihre Züge hatten
ihre Beweglichkeit beibehalten. Die viereckige Stirn,
die kräftige Naſe und der energiſche Mund waren
be=
merkenswert, aber ich hatte das Gefühl, daß ihr
Cha=
rakter ſich am beſten in dem Zucken des Mundes und
ihrem durchdringenden Blick ausſpreche. Nichts ſchien
ihr zu entgehen. Während des ganzen Empfanges
folgte ihr ſcharfer Blick jeder Bewegung und muſterte
jeden einzelnen.”
Nummer 176.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910
Seite 5.
Joſeph Weber, der ſich gegenwärtig auf Urlaub
be=
findet, am Fenſterkreuz erhängt aufgefunden. Die
34jährige Tochter lag erdroſſelt vor ihrem Bett.
Außerdem fand man die drei Kinder der
erdroſ=
ſelten Tochter, im Alter von 3—7 Jahren,
erdroſ=
ſelt in ihren Betten. Der Vater der
erdroſſel=
ten Kinder, ein Kaufmann, befindet ſich gegenwärtig
ebenfalls auf Reiſen, und zwar im Ausland, und lebte
getrennt von ſeiner Frau. Da die erhängt
aufgefun=
dene Frau Weber, die ſich wiederholt in einer
Nervenheilanſtalt befunden und ſchon geäußert hat,
ſie würde ſich und ihre Kinder umbringen, ſo wird
an=
genommen, daß die alte Frau in einem Anfall von
geiſtiger Geſtörtheit ihre Tochter und ihre drei
Enkel=
kinder umbrachte und ſich dann ſelbſt erhängte. Man
nahm zuerſt einen Raubmord an, doch iſt nichts
geſtoh=
len worden, und da die Leiche der 34jährigen Tochter
Strangulierungsmerkmale am Halſe aufwies, nimmt
man an, daß zwiſchen der Tochter und ihrer Mutter
ein heftiger Kampf ſtattgefunden hat.
Dortmund, 28. Juli. Wie ſeinerzeit mitgeteilt,
machten in Sachen der Niederdeutſchen Bank
die zuſammengetretenen Banken bei grundſätzlicher
Geneigtheit zur Einleitung einer Hilfsaktion die
Faſ=
ſung feſter Beſchlüſſe von dem Ergebnis einer durch
die Treuhandgeſellſchaft und zu dieſem Zwecke gewählten
kleinen Kommiſſion vorzunehmenden eingehenden
Prüf=
ung abhängig. Da die Prüfung ergab, daß die Lage
der Bank eine ganz hoffnungsloſe iſt, mußte
von der in Erwägung gezogenen Hilfsaktion Abſtand
genommen werden. Die Bankengruppe hat nunmehr
beſchloſſen, den kleinen Gläubigern der Niederdeutſchen
Bank durch möglichſt baldige Herauszahlung
eines Teiles ihrer Forderungen zu Hilfe zu kommen
und wegen der hierzu zunächſt erforderlichen
Feſtſtel=
lung der einzelnen Gläubigerpoſten das Geeignete in
die Wege geleitet.
Schwerte (Weſtfalen), 29. Juli. Wegen des
epide=
miſchen Auftretens des Haarſchwundes unter den
Schülern und Schülerinnen der Volksſchule wurden
die Schulen bis zum 10. Auguſt ſeirens der Behörden
geſchloſſen. Bis jetzt ſind über 200 Kinder erkrankt.
Brüſſel, 27. Juli. Ueber die Art und Weiſe, wie
man auf die Spur des wegen Gattenmordes verfolgten
Londoner Zahnarztes Dr. Crippen kam, erfährt man
jetzt die folgenden Einzelheiten: Am 19. Juli
erkundig=
ten ſich in Antwerpen zwei Perſonen, deren Ausſehen
mit dem aus London gegebenen Signalement
überein=
ſtimmte, nach den Abfahrtszeiten der Dampfer nach
Amerika. Tags darauf beſtellte der Mann, in dem
man jetzt Crippen vermutet, für ſich und ſeinen Sohn
eine Kajüte 2. Klaſſe auf der „Montroſe”, einem
ſchwe=
ren Frachtdampfer, der zwölf Knoten läuft und einige
Fahrgäſte 2. und 3. Klaſſe aufnimmt. Sie belegten die
Plätze erſt drei Stunden vor Abgang des Dampfers,
kamen im letzten Augenblick an Bord und verhinderten
ſo ihre Eintragung in die von der Agentur übermittelte
Paſſagierliſte, wodurch ſie den Nachforſchungen des von
London entſandten Geheimpoliziſten zu entgehen
wuß=
ten. Frl. Le Neve, die Geliebte Crippens, die als
Mann verkleidet war, wurde während der Reiſe auf
dem Deck von einem heftigen Unwohlſein befallen, das
ſie zwang, ſofort ihre Kajüte aufzuſuchen. Einem
Ste=
ward, der ſie daraufhin näher muſterte, kam ſie
ver=
dächtig vor, und er teilte dies dem Kapitän mit, der
durch Funkenſpruch eine Meldung nach London
ge=
langen ließ. Auf dem Schiff hatte ſich das Paar
be=
kanntlich als Robinſon und Sohn eingeſchrieben.
Paris, 28. Juli. In letzter Nacht kletterten in
Paris vier verwegene Apachen über das Gitter einer
Villa in der Avenue St. Germaine. Ein
vorübergehen=
der Bäckergehilfe ſtörte ſie in ihrer Arbeit. Er ſchrie
nach der Polizei. Da kletterten zwei Apachen zurück,
fielen über den Bäckergehilfen her und wollten ihn
un=
ſchädlich machen. Der Bäckergehilfe ließ ſich jedoch nicht
einſchüchtern, er ſchlug einen der Apachen mit einem
Stock nieder, bemächtigte ſich dann deſſen geladenen
Re=
volvers und ſchoß damit den zweiten Apachen nieder.
Er hatte ihm eine ſchwere Verwundung in der Bruſt
beigebracht. Inzwiſchen waren mehrere Polizeiagenten
herbeigeeilt, die zunächſt die beiden von dem
Bäcker=
gehilfen übel zugerichteten Apachen auflaſen und ins
Spital brachten, wo ſie dem Staatsanwalt zur
Verfüg=
ung geſtellt wurden. Die anderen Agenten drangen
in die Villa ein, um ſich der beiden anderen Apachen
zu bemächtigen, die bereits eingeſtiegen waren. Nach
hartnäckigem Kampfe, in welchem drei Polizeiagenten
ſchwer verwundet wurden, wurden die Apachen
über=
wältigt.
Orleans, 29. Juli. Der Poſtwagen des
Expreß=
zuges Nr. 21 Paris-Orleans wurde beraubt; ſechs
Säcke für Briefe und 13 Kuverts für Geldbriefe, ſowie
zehn auf den Inhaber lautende Obligationen wurden
in der Nähe von Orleans gefunden. Die Säcke und
die Kuverts waren leer. Man vermutet, daß der
Dieb=
ſtahl mittels Nachſchlüſſel verübt wurde und die
Wert=
gegenſtände unterwegs Komplizen zugeworfen worden
ſind. Unterſuchung iſt eingeleitet.
Rom, 28. Juli. In Sizilien hat der „Hauptmann
von. K öpen i ck‟ Schule gemacht. Ein
Ka=
valiere namens Giuſeppe Conſol i
er=
ſchien am 17. Juli, abends 10 Uhr, in der
Karabinieriſtation von Ramacco, wo er ſich mit einem
Schreiben des Präfekten als zu einer geheimen
Poli=
zeimiſſion Beauftragter vorſtellte und beklagte, daß
er trotz Telegramms an den Bürgermeiſter an der
Station keinen Wagen vorgefunden habe. Dann
for=
derte er die Karabinieri auf, ſich ſofort mit ihm auf
einen Unterſuchungsgang aufzumachen, da die Gegend
endlich vom Unweſen der Viehdiebſtähle befreit werden
müſſe. Zunächſt ſuchte er einen Meierhof auf, wo er
alle Inſaſſen verhörte, die Belege für den Viehſtand
forderte und für deren Vidimierung 32,80 Lire ſamt
einer goldenen Uhr mit Kette erhob. Nachdem er die
Nacht auf der Karabinieriſtation zugebracht und ſich
in aller Frühe von den Gemeindepoliziſten einen
Re=
volver hatte geben laſſen, kehrte er mit ſieben
Poli=
ziſten zum Meierhof zurück, wo er ein Maultier
kon=
fiszierte und den Eigentümer verhaftete, weil dieſer
den Beſitz des Tieres nicht habe nachweiſen können.
Unter demſelben Vorwande konfiszierte er in dem
nahen Paternö einige Ochſen, deren Eigentümer
Squil=
lace ebenfalls der Verhaftung nicht entging. Die
kon=
fiszierten Tiere ließ er zu einem dritten Meierhof bei
Velpaſſo bringen, wo er noch anderes Vieh mit
Be=
ſchlag belegte, den Eigentümer verhaftete und dann die
Poliziſten zum Aufklärungsdienſt fortſchickte. Mit dem
Eigentümer allein geblieben, ließ er ſich ein. Wertpapier
im Betrag von 1100 Lire geben und erbrach eine
Kaſ=
ſette, aus der er ſich noch 100 Lire in bar aneignete.
Nun ging er zu einem anderen Orte, Francaviglia, wo
er einen Teil des erſchwindelten Viehes einſtellte und
ſich dafür ein Depotgeld von 1450 Lire erwirkte und
auch zwei Karabinieri zur Aufſicht zurückließ, das übrige
Vieh aber mit zwei Poliziſten nach Ramacca, dem
Aus=
gangspunkt ſeiner Operationen, beorderte. Schließlich
ſuchte er den Hofbeſitzer Squillace in Paternö wieder
auf, entnahm dieſem ein Gewehr und hieß ihn, ihn in
ſeinem Wagen nach der Eiſenbahnſtation Motta
San=
tanaſtaſia fahren, wo er erklärte, daß er bei der nächſten
Station andere Verhaftungen vornehmen, dann aber
nach Ramacca zurückkehren werde. Seit der Zeit blieb
er verſchwunden. Zu ſpät traf ein Telegramm des
Präfekten ein, daß es ſich um einen Schwindler
handele.
Madrid, 28. Juli. Die Operettenſängerin
Roſa=
rio Soler, die, wie alle ſpaniſchen Schauſpielerinnen
und Bühnenkünſtlerinnen, eine fromme Katholikin iſt,
wollte, bevor ſie ein mehrjähriges Engagement nach den
ſpaniſch ſprechenden Ländern Amerikas antrat, ihr
Seelenheil der wundertätigen „Virgen del Pilar” in
Zaragoza anvertrauen. In Begleitung des
Kompo=
niſten Calleja begab ſie ſich in einem leichten
Som=
merkleide, deſſen Aermel nur bis zu den Ellbogen
reich=
ten, und das nach der Mode am Halſe ausgeſchnitten
war, in die der „Virgen del Pilar” gewidmete Kirche,
verrichtete vor deren Bildſäule ihre Andacht und machte
ihr ein wertvolles Geſchenk. Als ſie dann durch die
Kirche promenierte, kam ein Kanonikus auf ſie zu und
forderte ſie auf, das Gotteshaus zu verlaſſen, da ſie es
mit ihrer unzüchtigen Tracht beſudele. Die
Künſtlerin und ihr Begleiter proteſtierten, der
Geiſt=
liche aber beſtand auf ſeiner Forderung und drohte, daß
er die Künſtlerin gewaltſam aus der Kirche entfernen
laſſen würde. Unter bitteren Tränen wandte die ſchöne
Roſaria ſich da und begab ſich zum Gouverneur, um ſich
bei dieſem zu beklagen. Der Gouverneur richtete an
den Erzbiſchof einen energiſchen Proteſt und machte der
egierung Mitteilung von dem Vorfall. Als
die Bevölkerung von Zaragoza von dem Ereignis er=
fuhr, huldigte ſie der gekränkten Künſtlerin außerdem
aufs großartigſte, und der Abgeordnete Soriano brachte
die Sache am letzten Sitzungstage des Kongreſſes
in der ihm eigenen ſarkaſtiſch=witzigen Weiſe zur
Sprache und erzielte ungeheure Heiterkeit. Der
Miniſterpräſident erklärte ſogar, daß der Gouverneur
von Saragoſſa ihm gemeldet habe, die Tracht der
Künſt=
lerin wäre eine durchaus anſtändige, das Gebaren des
ſittenſtrengen Geiſtlichen darum unberechtigt geweſen.
Er habe bei dem Erzbiſchof Einſpruch erhoben. Dieſer
ſoll über den Vorfall ſehr ungehalten ſein. Eine beſſere
und wirkſamere Reklame wird ſich ſelbſt die Künſtlerin
nicht haben denken können: Ausweiſung aus einer
Kirche wegen zu leichter Kleidung, Entſchuldigung
ſeitens des Gouverneurs und des Stadtrates, öffentliche
Huldigung der Bevölkerung und eine
Parlaments=
ſitzung, die ſich eingehend mit ihrer Angelegenheit
be=
ſchäftigt. Mit einer ſolchen Empfehlung kann ſie getroſt
nach Amerika reiſen.
London, 28. Juli. Dichter Nebel lag über den
Ge=
wäſſern, als die Flotte geſtern von Torquay in der
Tor=Bai auszog, um dem König von England
das Schauſpiel einer „Schlacht” zu bieten. Um 2 Uhr
nachmittags, als der Nebel leichter geworden war, folgte
das Flagſchiff „Dreadnought” auf dem ſich der König
befand, der Flotte. Zugleich ſtieg vom Ufer Graham
White mit ſeiner Flugmaſchine auf, überholte
die „Dreadnought” und kreiſte ein halbes dutzendmal
in bedeutender Höhe über dem Schlachtſchiffe. „Nicht der
König mit dem Aufgebot der ganzen Flotte hätte ihn da
herabholen können,” ſagte ein heutiges Morgenblatt, und
weiß weiter mitzuteilen, daß auf der „Dreadnought”
ein lebhafter Meinungsaustauſch darüber ſtattgefunden
habe, ob es möglich ſei, Schiffe durch Sprengſtoffe von
Flugmaſchinen aus zu zerſtören. Die „Dreadnought”
entſchwand ſchließlich den Blicken, und Graham White
kehrte ans Land zurück. Bald darauf tönte
Kanonen=
donner aus der Ferne, die Schlacht hatte begonnen.
Der Nebel verdichtete ſich wieder derartig, daß man
kaum 200 Meter weit ſehen konnte. Gegen 5 Uhr kam
der König auf ſeiner Jacht zurück. Eine Anzahl
Tor=
pedoboote, ein paar Kreuzer folgten. Auch die „
Dread=
nought” fuhr langſam herbei und warf Anker in der
einſamen Bai. Wo war die Flotte geblieben? Es gab
nur eine Antwort: Im Nebel verirrt! Auf dem
Flaggſchiff herrſchte nicht wenig Beſorgnis — ſo lieſt
man heute morgen in den Daily News — und um 6 Uhr
beſchloß Admiral May, mit der „Dreadnought” und
„Dido” auf die Suche auszufahren. Der Nebel war
jetzt ſo dicht geworden, daß die beiden Schiffe nur ganz
langſam und mit der größten Vorſicht fahren konnten,
und ſchon, nachdem eine Meile zurückgelegt war, hielt
es Admiral May für angezeigt, die „Dido” wieder
zu=
rückzuſchicken. Aber auch „Dido” konnte den Weg
nach Torquay nicht zurückfinden und fand ſich
plötzlich dem turmhohen Fels von Daddy Hole
gegen=
über, wo ſie ſicherheitshalber Anker warf. Auch die
drahtloſe Telegraphie verſagte in dem dichten Nebel,
und die „Dreadnought” mußte ſich darauf beſchränken,
ihre verlorenen Schweſtern durch die „Sirene” wieder
zuſammenzulocken. Einige antworteten auch in der
Ferne, aber um ½8 Uhr kam das Flaggſchiff wieder
allein nach Torquay zurück. Erſt gegen 9 Uhr begannen
ſich die anderen Schiffe nach und nach einzuſtellen, doch
ſpät abends fehlten noch viele. Im Ernſtfalle
wäre eine furchtbare Kataſtrophe, wohl ſelbſt
nicht durch die größte Vorſicht, zu vermeiden geweſen.
Die Manöver mit den Torpedo= und Unterſeebooten
hatten wegen des Nebels unterbleiben müſſen. (Lok.=
Anz.)
Bahnbau Aſchaffenburg-Höchſt.
* Hainſtadt (Odenwald), 28. Juli. Man ſchreibt
uns: Um die Intereſſen der Gemeinden des unteren
Müm=
lingtales und der bayeriſchen Gemeinden bezüglich des
Bahnbaues Aſchaffenburg-Höchſt i. O. zu wahren, hatten
ſich geſtern abend die Vertreter der beteiligten Gemeinden
und Induſtrielle zu einer Beſprechung hier eingefunden.
Herr Lehrer Dubois=Hainſtadt führte u. a. aus: Viele
gewerbliche Betriebe ſeien ſchon im Laufe der Jahre
in=
folge der teueren Frachtverhältniſſe zu Grunde gegangen,
bis endlich im Jahre 1906 zwiſchen Bayern und Heſſen ein
Vertrag zuſtande gekommen ſei, wonach Bayern den Bau
Kleines Feuilleton.
* Humor Friedrichs des Großen. Den
bei Rob. Lutz in Stuttgart erſchienenen Hohenzollern=
Anekdoten ſeien folgende entnommen: Bei der
In=
ſpizierung eines Reiter=Regiments erkundigte ſich
Friedrich beim Oberſten nach ſeinen Offizieren. Der
Oberſt äußerte ſich über alle ſehr lobend, nur den
Ritt=
meiſter F. tadelte er und meinte, es wäre ihm lieber,
wenn er verſetzt würde, weil er ſaufe. Nichts war dem
König verhaßter als dies Laſter. — Während der Revue
beobachtete der König den beſchuldigten Rittmeiſter
und ſeine Schwadron genau und fand zu ſeiner
Ueber=
raſchung, daß die Schwadron unter Führung des
Ritt=
meiſters in jeder Beziehung ausgezeichnet exerzierte,
während die Leiſtungen des Oberſten mittelmäßig
waren. Nach Beendigung der Revue nahm der König
den Oberſten beiſeite und ſagte zu ihm: „Weiß er was,
ſauf er auch!” — Friedrich wurde vom Major v. d. H.
um die Erlaubnis zu ſeiner vierten Vermählung
ge=
beten. Der König ſchrieb an den Rand der Eingabe:
„Von jetzt an kann ſich Major v. d. H. ſo oft verheiraten
als er will.” — Ein Oberſt hatte ſich einen Poſtwagen
zugelegt und ſeinem Kutſcher bei Ausfahrten ein
Poſt=
horn gegeben, von dem der Kutſcher oft Gebrauch
machte. Das Poſtamt beſchwerte ſich beim König
dar=
über, und dieſer ſchrieb wie folgt an den Oberſt: „Mein
lieber Oberſt! Es iſt Euch vergönnt, ſo viele Hörner
zu tragen, als Euch gefällig iſt. Nur kein Poſthorn, das
iſt wider die Verordnung.‟ Ein Pfarrer reichte bei
dem Könige ein Bittgeſuch ein, worin er des Königs
Befehl erbat, daß ſeine Kirchengemeinde ihm Fourage
für ſein Pferd liefern ſolle, da es ihm zu ſchwer werde,
zu Fuß nach den eingepfarrten Dörfern zu gehen.
Friedrich ſchrieb an den Rand: „Die Bibel ſaget nicht
reitet in alle Welt, ſondern gehet in alle Welt und
leh=
ret allen Völkern!”
* Das ſchlechte Sommerwetter, die
küh=
len Tage mit den immer wiederkehrenden großen
Regengüſſen haben Mitteleuropa bereits einen
Scha=
den zugefügt, den ſachverſtändige Beurteiler auf
hun=
derte von Millionen ſchätzen. In Frankreich iſt die
ganze Obſternte vernichtet; Kartoffeln gibt es nicht,
das gewonnene Heu reicht nicht entfernt aus, um die
Bedürfniſſe zu decken, und die Weizenernte des
Jah=
res 1910 wird die ſchlechteſte ſein, die die franzöſiſche
Landwirtſchaft ſeit 30 Jahren zu verzeichnen hat. Das
Ackerbauminiſterium, das in allen Agrardiſtrikten
Er=
kundigungen eingezogen hat, kommt auf Grund der
gewonnenen Aufſchlüſſe und Beobachtungen zu dem
niederdrückenden Ergebnis, daß die Bauern und
Land=
wirte bis heute bereits einen Verluſt von mindeſtens
100 Millionen Franken an entgangenen und
zerſtörten Ernten erlitten haben. Die Getreidepreiſe
ſteigen, das Mehl wird teurer, und jeder Tag bringt
neue, überraſchende Preiserhöhungen. In den
Pro=
vinzen ſind die Bäcker bereits genötigt, die Brotpreiſe
heraufzuſetzen. Die Weinernte iſt in der Champagne
ſo gut wie zerſtört; kurz, aus allen Landgegenden
kom=
men Trauerkunden, die beweiſen, welche Rieſenſummen
die Bevölkerung durch das andauernde ſchlechte
Som=
merwetter verliert.
* Die Eigenſchaft des Rhabarbers.
Die Rhabarberpflanze hat ihre eigentliche Heimat in
den höheren und kälteren Teilen von China und in
dem unwirtlichen Tibet. Von dort hat ſie ſich über
einen großen Teil der Erde verbreitet und heute
wächſt ſie in allen Gärten. Es iſt aber auffällig, daß
man zwar an den Stengeln unſerer
Rhabarberpflan=
zen ein Genußmittel zu ſchätzen gelernt hat, indem
man ſie als Kompott genießt, daß ſich aber die
medi=
ziniſchen Eigenſchaften der Rhabarberwurzel nicht
haben verpflanzen laſſen. Noch immer deckt die
Ur=
heimat des Rhabarbers einen Teil des Weltbedarfs
an dieſer uralten Arznei, die freilich in neueſter Zeit
nicht mehr ganz ſo viel benutzt wird wie früher. Jeder
kennt den eigentümlichen aromatiſchen Geruch der
Rhabarberwurzel, und jeder Erwachſene hat wohl
auch einige Erfahrungen mit ihrem Geſchmack gemacht.
Sie eignet ſich namentlich auch deshalb vortrefflich zu
einer Arznei, weil ihre hauptſächlichen wirkſamen
Eigenſchaften durch einfaches Waſſer oder Alkohol aus
der pulveriſierten Wurzel ausgezogen werden können.
Die Chemie dieſer Wurzel iſt ziemlich verwickelt und
hat der Wiſſenſchaft noch dadurch viel zu ſchaffen
ge=
macht, daß ſie eine ganze Reihe von eigenen Stoffen
enthält, die infolgedeſſen auch ihren Namen von der
Pflanze erhalten haben. Es gibt ein Rhabarberor
und ein Rhein, ferner auch eine Rhabarbergerbſäure.
Von den äußeren Wirkungen des Rhabarbers iſt der
etwas zuſammenziehende Einfluß des bitteren
Ge=
ſchmacks hervorzuheben, der auch eine verſtärkte
Ab=
ſcheidung von Speichel veranlaßt. In kleinen
Men=
gen führt er auch zu einer Steigerung der Eßluſt.
Seine hauptſächlichſte Wirkung iſt zu bekannt, um eine
Erwähnung zu erfordern. Er hat aber
ſelbſtverſtänd=
lich auch eine ganz eingehende wiſſenſchaftliche
Forſch=
ung notwendig gemacht. Er führt übrigens neben den
anderen Folgen auch einen reichlicheren Fluß von Galle
herbei. Seine Wirkung iſt verhältnismäßig langſam,
und bis zu ihrem Eintritt vergehen 6 bis 12 Stunden,
je nach der Stärke der Doſis. Gewöhnlich wird er
jetzt noch mit anderen Arzneien verabreicht, weil er
für ſich allein nicht immer die Störung dauernd
be=
ſeitigt, gegen die er verordnet wird. Auch verurſacht
er zuweilen Leibſchmerzen, die durch Zutaten eines
anderen Stoffes vermieden werden können.
Manch=
mal zeigt ſich auch nach Einnehmen von Rhabarber
ein Hautausſchlag. Wenn dieſer von der Art des
Neſſelausſchlags iſt, ſo rührt er ohne Zweifel von der
Reizung der Darmſchleimhaut her. Iſt er aber fleckig,
ſo wird er durch die Ausſcheidungen der
Schweiß=
drüſen veranlaßt, deren Tätigkeit gleichfalls durch die
den ganzen Körper durchdringende Kraft der Arznei
beeinflußt wird. Infolgedeſſen hat man eben mit der
Zeit gelernt, mit dem Rhabarber etwas vorſichtiger
umzugehen, und er iſt nicht mehr als ein
Allerwelts=
heilmittel zu betrachten. Andererſeits gilt er auch
heute noch bei gewiſſen Störungen als die beſte Arznei.
* Der fliegende Hammel. Die
Ikariden=
ſehnſucht beſchränkt ſich nicht auf uns Menſchen, ſie
hat ſchon die Vierfüßler gepackt. Ein nicht alltägliches
Schauſpiel verſetzte dieſer Tage die Bewohner von
Heinersdorf in Angſt und Schrecken, der ſich dann in
Heiterkeit löſte. Gegen 5 Uhr nachmittags tauchte über
dem Ort in etwa 100 Meter Höhe ein Freiballon auf,
unter deſſen Gondel ſich ein zappelndes Etwas hin=
und her bewegte. Man glaubte zuerſt, es handle ſich
um einen ſchweren Unfall, und auf den Ruf: „Ein
Luftſchiffer aus der Gondel gefallen” ſtrömten in
weni=
gen Augenblicken Hunderte von Menſchen auf die
Straßen der Ortſchaft. Nach wenigen Minuten, als
der Ballon näher gekommen war, erkannte man jedoch,
daß unter der Gondel ein Hammel ſchwebte, der ſich
offenbar im Schleppſeil des Ballons verfangen hatte.
Unter großem Hallo machte ſich die Jugend von
Hei=
nersdorf auf die Ballonverfolgung, da man jeden
Augenblick den Abſturz des Vierfüßlers erwartete.
Kurz hinter Heinersdorf ging der Luftſchiffer, der
in=
zwiſchen auf die bedrängte Lage ſeines unfreiwilligen
Paſſagiers aufmerkſam geworden war, zur Erde, und
der Hammel, wohl der erſte ſeines Stammes, der einen
Paſſagierflug machte, wurde von der hinzueilenden
Heinersdorfer Ingend von ſeinenaeit.
Seite 60
Darrſſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Nümmer 176.
und Betrieb der Bahnſtrecke übernimmt. Nunmehr ſeien
über 4 Jahre verfloſſen und nur Vermeſſungsarbeiten und
der Bau der Mainbrücke in Aſchaffenburg in Angriff
ge=
nommen. Mit dieſem ſei man ja zufrieden geweſen, zumal
erklärt wurde, daß mit der Inangriffnahme des Baues
der ganzen Linie im Frühjahr 1910 begonnen würde.
Aber auch dieſer Zeitpunkt ſei verſtrichen und erhielten die
Bürgermeiſtereien der intereſſierten Gemeinden von der
Eiſenbahn=Neubau=Inſpektion Miltenberg die Mitteilung,
daß vor Herbſt des Jahres 1911 mit dem Bau nicht
be=
gonnen werden könne. Dieſe Nachricht habe die Erregung
der ganzen Bevölkerung aufs höchſte geſteigert, und ſei es
dieſerhalb jetzt Sache der Verſammlung, über die Frage
zu entſcheiden: Welche Mittel ſind zu ergreifen, um dieſen
immerwährenden Verzögerungen entgegenzuſteuern?
In der Diskuſſion wurde mit allem Nachdruck betont,
daß eine weitere Verſchleppung der Inangriffnahme des
Bahnbaues auf der ganzen Linie nicht länger geduldet
werden dürfe und wurde dieſerhalb an das bayeriſche
Ver=
kehrsminiſterium und das heſſiſche Miniſterium des Innern
nachfolgende, von den Bürgermeiſtern aller beteiligten
Ge=
meinden unterzeichnete Reſolution eingeſandt:
„Die Verzögerungen in der Inangriffnahme der
Ar=
beiten für die Lokalbahn Aſchaffenburg-Höchſt haben die
Bewohner heſſiſcher und bayeriſcher Gemeinden dazu
ge=
führt, am 27. Juli 1910 in Hainſtadt i. O. zu einer
Ver=
ſammlung zuſammenzutreten, um weiteren Schädigungen,
die ihnen durch die Verzögerungen im Bahnbau erwachſen,
abzuwenden. Die Teilnehmer an der Verſammlung
kon=
ſtatieren mit Befremden, daß, nachdem bereits am 12.
April 1905 zwiſchen Bayern und Heſſen der Staatsvertrag,
betreffend die Eiſenbahnverbindung von Aſchaffenburg
nach Höchſt=Neuſtadt, abgeſchloſſen war, in Heſſen noch
nicht einmal mit den Grunderwerbungen für die Bahn
be=
gonnen, während in Bayern auch nur erſt mit dem Bau
der kurzen Teilſtrecke Aſchaffenburg=Groß=Oſtheim der
An=
fang gemacht wurde, obwohl doch das Kapital zur
Grund=
erwerbung von Seiten der bayeriſchen Gemeinden ſchon vor
anderthalb Jahren an die Kgl. Eiſenbahndirektion
Würz=
burg eingeſandt iſt. Landwirtſchaft, Gewerbe und
Indu=
ſtrie leiden unter dieſen Zuſtänden. Daß dieſe noch weiter
fortgeſchleppt werden ſollen, müſſen die beteiligten
heſſi=
ſchen und bayeriſchen Gemeinden um ſo mehr befürchten,
als denſelben in jüngſter Zeit von der Kgl. Neubau=
In=
ſpektion Miltenberg die Mitteilung zugegangen iſt, daß
mit den Bauarbeiten an der Lokalbahn nicht vor
Abern=
tung der nächſtjährigen (!) Ernte ſolle begonnen und
des=
halb ſämtliche Grundſtücke, durch welche die Vahnlinie
geht, nochmals beſtellt werden könnten. Die Bewohner
der beteiligten Gemeinden proteſtieren ganz entſchieden
gegen derartige Verſchleppungsverſuche und richten
des=
halb an die beiden Staatsregierungen die ehrerbietigſte,
aber auch nachdrücklichſte Bitte, die Bauarbeiten auf der
ganzen Linie ohne weiteren Verzug beginnen zu laſſen.”
Kongreſſe und Verbandstage.
— Kongreß Deutſcher Dentiſten. Am
Mitt=
woch vormittag traten die Delegierten von 36 Landes= und
Provinzialvereinen zuſammen und begannen die
Ver=
handlungen. Der erſte Geſchäftsführer, Dentiſt Gehrke=
Bensheim, hielt ein eingehendes Referat über die Stellung
der Dentiſten zur Reichsverſicherungsordnung. Die
Ver=
ſammlung nahm ſchließlich auf Vorſchlag des Redakteurs
Bach=Augsburg folgende Reſolution an: „Der heute in
Köln a. Rh. tagende, von Vertretern von 36 Landes= und
Provinzial=Vereinen beſchickte Kongreß Deutſcher
Den=
tiſten verwahrt ſich energiſch gegen die fortwährenden von
zahnärztlicher Seite in Wort und Schrift unternommenen,
ebenſo ungerechtfertigten wie maßloſen Herabſetzungen
und Verdächtigungen des Dentiſtenſtandes. Die Dentiſten
ſind von den geſetzgebenden Körperſchaften als ein
durch=
aus notwendiger Stand anerkannt und die beabſichtigte
Reorganiſation auf dem Gebiete der Zahnbehandlung
ver=
letzt weder berechtigte zahnärztliche Intereſſen, noch dient
ſie anderen Zwecken als denen des Volkswohles. Die
zahn=
ärztliche Kampfesweiſe zeigt, daß dieſe kleinen
Intereſſen=
gruppe unter verfahrenen Schlagworten vom „
Volks=
wohl”, „Beſchränkung der perſönlichen Freiheit” uſw.
ver=
ſucht, ihre eigenen Intereſſen zu fördern und ein Monopol
für 3000 Zahnärzte gegen die über 6000 zählenden Dentiſten
gewaltſam durchzudrücken. Die Dentiſten appellieren an
das Gerechtigkeitsgefühl der geſetzgebenden Körperſchaften,
der Tagespreſſe, der Krankenkaſſe und des zahnleidenden
Publikums und weiſen mit Entrüſtung die zahnärztlichen
Verdächtigungen als unhaltbar und unbeweisbar zurück.”
Luftſchiffahrt.
H. B. München, 29. Juli. Die für heute
ange=
kündigte Fernfahrt deck „P VI” von Bitterfeld
nach München wurde heute vormittag verſchoben.
* Berlin, 28. Juli. Auf dem Flugplatz
Johannis=
thal ſtieg der Aviatiker Telchow mit einem Eindecker
auf. Aus einer Höhe von 20 Metern ſtürzte der
Appa=
rat plötzlich zu Boden und wurde ſchwer beſchädigt. Der
Aviatiker blieb unverletzt.
* Breslau, 28. Juli. Als das Luftſchiff „P5‟
heute nachmittag in der Umgebung des Flugplatzes von
Wilhelmsruh manövrierte, riß plötzlich der
Manometer=
ſchlauch und fiel auf den Propeller, wobei ſich ein Flügel
verbog. Der Führer ſah ſich deshalb gezwungen, durch
Ventilziehung die Landung mittels
Schlepp=
ſeils zu bewerkſtelligen, die mit Hilfe herbeieilender Leute
auch glücklich gelang. Das Luftſchiff iſt unverſehrt und
nimmt morgen ſeine Fahrten wieder auf.
* Lenkballons in Oeſterreich. Wir
richteten bereits, daß man im öſterreichiſchen Heere
dem Lebaudy=Luftſchiff wenig zufrieden iſt. Diesn
durch die Meldung beſtätigt, daß der Lebaud
Ballon abmontiert werden ſoll, weil er ſich
nicht bewährt und deshalb auch keine Fernflüge ur
nehmen konnte. Dagegen iſt man mit dem gleichfe
für das Heer erworbenen Parſeval=Lenkballon
zufrieden.
* Paris, 29. Juli. Der Kriegsminiſter hat den O
zieren, die Aviatiker ſind, geſtattet, an einer aviatiſ
Konkurrenz teilzunehmen, die die Stadt Paris mit ein
Ehrenpreis von 10000 Franken ausgeſtattet hat. D
Konkurrenz wird mit den ſogenannten „Circuit de L'
zuſammenfallen.
* Paris, 27. Juli. Ein neuer Militär=Flu
ſapparat der bekannten Automobilfirma Dion=Bou
wird in den nächſten Tagen dem Kriegsminiſterium vor
führt. Der Apparat erhält eine Tragfläche von 90 Me
und iſt mit zwei Holzſchrauben ausgerüſtet, die die Ma
malgeſchwindigkeit von 300 bis 400 Umdrehungen
freichen. Der Motor wird aus zwei Gruppen von vier
lindern beſtehen und eine Kraft von 90 Pferdeſtärken e
falten, daher ziemlich ſchwer ſein. Ein beſonderes Syſ
ſollsbeisUnfällen einenslangſamen Gleitflug ermöglich
der Zeit läßt, einen Landungspunkt im Umkreis von
zwanzig Kilometern zu wählen. Zwei Paſſagiere ſollen
mit ihm 600 bis 700 Kilometer in den Lüften bleiben
kön=
nen. Er iſt auch dazu beſtimmt, außer Exploſivſtoffen ein
Maſchinengewehr an Bord zu nehmen. Man erklärt bereits,
daß beim Gelingen der Proben dieſes Flugapparates die
Lenkballons für Kriegszwecke ein überwundener
Stand=
punkt ſein werden.
H.B. Genf, 29. Juli. In der Ortſchaft Lecco
hatten ſich ſeit einiger Zeit zwei junge Leute einlogiert,
die einen Aeroplan mitgebracht hatten und in der
Nähe der Ortſchaft Flugverſuche anſtellten. Geſtern
ſahen die Bewohner, daß in der Richtung von Zucco
di Copio ein Zweidecker ſich in die Luft erhob, der mit
zwei Perſonen beſetzt war. Der Aeroplan erreichte
nach und nach in großen Bogen eine Höhe von 2534
Metern (2) und ging dann auf der Spitze des
Drei=
herrenberges nieder. Nachdem die Aeronauten einige
Zeit dort oben verweilt hatten, kehrten ſie in ihrem
Aeroplan nach Lecco zurück, von einer begeiſterten
Zu=
ſchauermenge begrüßt. Die beiden gaben an, daß ſie
Mechaniker aus Fiume ſeien und einen Zweidecker
eigener Konſtruktion erfunden hätten, den ſie nunmehr
probiert hätten. (2)
Sport.
* Fußball. Am Sonntag ſteht die 1.
Mann=
ſchaft des F.=K. „Germania”=Darmſtadt der gleichen
Mannſchaft des F.=K. „Viktoria‟=Darmſtadt gegenüber.
W. 29. Mittelrheiniſcher Kreisturn= in Kreuznach. Von heute Samstag bis
Mitt=
woch nächſter Woche findet, wie ſchon berichtet, in der
ſchönen Badeſtadt Kreuznach das 29. Mittelrheiniſche
Kreisturnfeſt ſtatt. Eine große Anzahl Teilnehmer
wird ſich zu dieſem Feſte einfinden; beſonders aus den
Kreiſen der Wetturner häufen ſich die Anmeldungen,
ſo daß ein heißes Ringen um den beſcheidenen
Eichen=
kranz bevorſtehen dürfte. Auch die Darmſtädter
Turn=
vereine rüſten ſich ſchon ſeit Wochen auf das Feſt, gilt
es doch, zu zeigen, welche Fortſchritte in den letzten
Jahren, namentlich ſeit dem Deutſchen Turnfeſt in
Frankfurt, gemacht wurden. Von den Darmſtädter
Turnvereinen beteiligen ſich a) am Dreikampf (
Kugel=
ſchocken, Stabweitſpringen, Laufen, 100 Meter, und
Freiübung): Tgd. Darmſtadt 3 Turner, Tgd.
Beſſun=
gen 2 Turner, Tgſ. Darmſtadt 3 Turner, Tv.
Darm=
ſtadt 3 Turner; b) Vereins=Wetturnen: Tgd. Darm= Untergrundbahn ſich weigern ſollte, die Delegierten
Reck; Taſ. Darmſtadt am Reck; e) Wettſpiele: Tgd.
Darmſtadt je eine Riege am Fauſtball und
Tambourin=
ball; d) Einzelwetturnen (Sechskampf), welches aus je
zwei Pflichtübungen am Reck und Pferd, einer ſolchen
am Barren und einer Pflichtfreiübung, ſowie je einer mit den ausſtändigen Angeſtellten der American
gewählten Uebung an den Geräten und den volkstüm= ſumpatiſierten, und Polizeibeamten kam es zu einem
lichen Uebungen Weithochſpringen, Kugelſtoßen und
Darmſtadt 3 Turner, Tgd. Beſſungen 1 Turner, Taſ. verwundet wurden. Der Streit war entſtanden, als
Darmſtadt 3 Turner und Tv. Darmſtadt 2 Turner teil;
am Wettſchwimmen beteiligen ſich von der Tgd. Darm= zeilichem Schutz Zuckerlieferungen aus der Fabrik
her=
ſtadt, Tgſ. Darmſtadt und Tv. Darmſtadt je 2 Turner,
außerdem von der Tgd. Darmſtadt 2 und Tgſ. Darmſtadt
1 Turner am Wettringen. Bei dem Turnen der
älte=
ren Turner (Männer=Riegen) wird die Tgd.
Darm=
ſtadt vertreten ſein. Wir wünſchen allen Teilnehmern
eingehend, berichten.
Einzelſpiel mit Vorgabe gewann Leutnant Dulier
vom 2. Jägerregiment zu Pferde aus Langenſalza den
Dritte Preiſe erhielten Hauptmann von Sommerfeld burg wanderten 113535 Perſonen aus (darunter 2287.
von der 2. Pionierinſpektion aus Mainz und Leutnant
von Zaſtrow vom Füſilierregiment Nr. 80 in Homburg.
* Hamburg, 28. Juli. In der heutigen neun= abgenommen.
ten Runde ſiegte im Anzug Chotimirski gegen
Marſhall (Damengambit, Eröffnungsfehler), Duras
gegen Vates, Leonhardt gegen Tartakower, Spielmann folgende intereſſante Angaben: Auch in dem eben
ver=
gegen Fleiſchmann, Teichmann gegen John; Remis floſſenen Halbjahr machte Eſperanto ſehr erfreuliche
Alechin, Spejer-Schlechter (ſpaniſch Schlechter, der
einen Bauer weniger hatte, gab ewiges Schach):
Tar=
raſch war ſpielfrei. Stand nach der neunten Runde: und Nordamerika ein ſtarkes Steigen der
Niemzowitſch, Schlechter 6; Chotimirski, Duras (eine
Hängepartie), Spielmann 5½: Marſhall 5; Tartakower
4½; Alechin (1), Leonhardt (1), Salwe, Teichmann (1) wie bisher fortſchreitet. In Deutſchland beſtehen zur
Namen Fleiſchmann und Spielmann verwechſelt
wur=
den; Spielmann unterlag gegen Leonhardt, die Partie! Lehrbuch mit aufklärenden Schriften portofrei zuzu=
Marſhall-Fleiſchmann wurde remis).
Handel und Verkehr.
— FeſteRundreiſekarten zu ermäßigten
Preiſen Baden-Schwarzwal d-Schweiz.
Reiſende, die mit einer Tour nach der Schweiz auch
einen Beſuch des Schwarzwaldes verbinden wollen,
dürfte es intereſſieren, daß zu dieſem Zweck ab
badi=
ſchen Stationen feſte Rundfahrkarten zu ermäßigten
Preiſen ausgegeben werden. Es beträgt zum Beiſpiel
der Fahrpreis für eine Rundtour ab Heidelberg über
Baſel nach dem Berner Oberland und zurück über
Luzern-Zürich und die Schwarzwaldbahn 2. Klaſſe
47,70 Mark, 3. Klaſſe 31,00 Mark für alle Züge und 60
Tage gültig. Fahrtunterbrechung iſt beliebig oft
ge=
ſtattet. Ermäßigte Rundfahrkarten beſtehen u. a. auch
nach dem Vierwaldſtätterſee, nach der Oſtſchweiz und
dem Engadin (einſchließlich Bodenſee). Ein
Verzeich=
nis der badiſch=ſchweizeriſchen Rundtouren iſt durch
die Amtliche Auskunftsſtelle der Großh. Badiſchen
Staatseiſenbahnen im Internationalen öffentlichen
Verkehrsbureau in Berlin, Unter den Linden 14,
koſten=
los erhältlich.
Landwirtſchaftliches.
* Ueber die Zurückweiſung der 40
deut=
ſchen Rinder von der Internationalen
Ausſtellung für Landwirtſchaft in Buenos
Aires geht den Blättern von der Deutſchen
Landwirt=
ſchafts=Geſellſchaft in Berlin eine Darſtellung zu. Danach
ſind, weil vertragsmäßig tuberkuloſefreie Rinder zu liefern
waren, dieſe vor der Abnahme in den Zuchtgebieten der
Tuberkulinprobe unterworfen und einige Tiere
ausgewech=
ſelt worden. Die Tiere blieben unter ſtändiger Kontrolle
des Polizeitierarztes Struve=Lockſtedt, auch an Bord der
„Tijuca” der Hamburg=Südamerikaniſchen
Dampfſchiff=
fahrts=Geſellſchaft, mit der ſie am 30. März verſchifft
wur=
den. Der Dampfer iſt vorher niemals für den Transport
von Rindvieh benutzt worden, trotzdem war er gründlich
desinfiziert worden. Die Tiere ſind am 27. April in Buenos
Aires angelangt und in die dortige Quarantäneſtation
eingeſtellt worden. Am 4. Mai abends wurde mit den
Impfungen ſeitens der argentiniſchen Veterinärpolizei
be=
gonnen. Demnach entſpricht die Behauptung des
argen=
tiniſchen Generalkonſulats in Hamburg, die Tiere ſeien
am Tage der Ankunft bereits geimpft worden und eine
Infektion in der Quarantäneanſtalt könne nicht in Frage
kommen, nicht den Tatſachen. Tatſache iſt, daß die
Qua=
rantäneſtation in Buenos Aires den hygieniſchen
Anfor=
derungen keineswegs entſprach. Die zurückgewieſenen
Tiere wurden am 13. Juni auf dem Dampfer „Salamancg”
zur Rückfahrt nach Deutſchland gebracht, um hier durch
Schlachtung den Sachverhalt genau feſtſtellen zu können,
und trafen in recht gutem Zuſtande am 10. Juli in
Ham=
burg wieder ein. In der Quarantäneſtation Bahrenfeld
wurden ſie am Freitag, den 15. Juli, durch eine amtliche
Kommiſſion nochmals der Tuberkulinprobe unterworfen,
am 18. Juli wurden ſie geſchlachtet und ſeziert. Die
Er=
gebniſſe dieſer Sektion unterliegen zurzeit der weiteren
Bearbeitung durch die ſtaatlichen Veterinäre; wir werden
darüber weiter berichten.
Erdbeben.
* Jugenheim, 29. Juli. Die Seismiſche
Station der Erdbebenwarte Jugenheim meldet: Von
etwa 11,45 Uhr an wird von den Apparaten ein ſchwa= Fernbeben aufgezeichnet. Zurzeit ſind die
Seismographen noch in Bewegung.
Arbeiterbewegungen.
* Hanau, 29. Juli. In dem Konflikt zwiſchen
Betriebsleitung und Perſonal der elektriſchen
Straßenbahn haben unter dem Vorſitz des
Ober=
bürgermeiſters Dr. Gebeſchuß
Vergleichsverhand=
lungen ſtattgefunden, die zu einer Einigung führten,
ſodaß heute früh der Dienſt wieder aufgenommen wird.
* Paris, 29. Juli. Die Angeſtellten der
Metro=
politain=Untergrundbahn hielten geſtern in
der Arbeitsbörſe eine zweite Verſammlung ab; die in
der erſten Verſammlung gewählten Vertreter legten
die Liſte der Forderungen vor; ſie beſtehen in der
Erhöhung des Gehaltes, Verminderung der Dienſtzeit,
Bezahlung der Urlaubszeit, Entſchädigung in Fällen
von Krankheit, bei Unfällen und in der Erhöhung der
Penſionen. Die Referenten ſchlugen vor, in den Streik
einzutreten, wenn die Direktion der
Metropolitain=
ſtadt eine Riege am Querpferd; Tgd. Beſſungen am der Angeſtellten zu empfangen. Die Verſammlung
er=
klärte ſich mit den Vorſchlägen ihrer Delegierten
ſoli=
dariſch.
* New=York, 28. Juli. Zwiſchen Perſonen, die
Sugar Refining Company in Brooklyn
Zuſammenſtoß, bei welchem ein Mann getötet
Schnellaufen (150 Meter) beſteht, nehmen von der Tgd. und ein Polizeibeamter und einer der Unruheſtifter
nicht dem Verbande angehörende Arbeiter unter
poli=
ausfahren wollten.
Vermiſchtes.
* Die Auswanderung im Jahre 1909.
einen guten Erfolg. Ueber das Feſt ſelbſt werden wir Ein Bericht über die Tätigkeit der Reichskommiſſare für
das Auswanderungsweſen während des Jahres 1909 iſt
dem Reichstage zugegangen. Ueber den Umfang der
* Homburg v. d. H., 29. Juli. Im Troſt= Auswanderung iſt folgendes zu ſagen: Es wandertel.
aus über Bremen 144417 Perſonen (darunter 11972
Deutſche), mehr gegen 1908: 69791 Perſonen. Die meiſten
erſten Preis mit 614 und 633 gegen Leutnant Oppen= Auswanderer waren Slawen. Von den Deutſchen
länder vom Infanterieregiment Nr. 121, Ludwigsburg. wanderten 11908 nach Nordamerika aus. Ueber Ham=
Deutſche), die nach deutſchen Kolonien gingen. Die
Rückwanderung hatte 1909 gegen das Vorjahr bedeutend
— Ueber den heutigen Stand des
Eſpe=
ranto macht die Juli=Nummer des „La Eſperantiſto‟
wurden die Partien Köhnlein-Salwe, Niemzowitſch- Fortſchritte, ſodaß die Zahl der Eſperanto=Vereine
nunmehr bereits das zweite Tauſend überſchritten hat.
Beſonders war in Rußland, Italien, den Balkanſtaaten
Eſperanto=Bewegung zu regiſtrieren, während dieſelbe
in Frankreich und England mit der gleichen Energie
4; Fleiſchmann, Spejer 3½; Köhnlein. Tarraſch 3; Zeit ſchon gegen 260 Eſperanto=Vereine und gegen 115
John 2½; Yates ½. (Zum Ergebnis der erſten Runde Eſperanto=Auskunftsſtellen, von denen die des V. D. E.
iſt nachzutragen, daß infolge Telegrammfehlers die! in Leipzig, Karolinenſtraße 5, angewieſen iſt, gegen
Einſendung von 15 Pfg. in Briefmarken ein
Eſperanto=
ſenden.
— Verſtändigung zwiſchen Schiffen
auf See. Wie wenig bekannt das große Publikum
im Binnenlande mit den Einrichtungen der
Seeſchiff=
fahrt iſt, hatte man Gelegenheit, auf einer
gaſtwirt=
ſchaftlichen Ausſtellung in Freiburg i. B. zu
beob=
achten. Dort hatten die Geeſtemünder
Seefiſchver=
ſandgeſchäfte und Fiſchinduſtriellen eine
Seefiſchkoſt=
halle eingerichtet, die u. a. mit den internationalen
Signalflaggen ausgeſchmückt war. Von 100 Beſuchern
der Seefiſchkoſthalle kannte kaum einer die
Zweck=
beſtimmung dieſer Flaggen; daher ſei ſie hier kurz
auseinandergeſetzt: Jedes Schiff hat 26 verſchiedene
Flaggen an Bord, von denen jede einen Buchſtaben
des ABC bedeutet; eine ganz gelbe Flagge z. B.
be=
deutet O, eine blaue mit einem weißen Rechteck
darin P. Je zwei bis vier dieſer Flaggen
zuſammen=
geſtellt bedeuten nun einen Satz. In einem
dickleibi=
gen Werk, dem „Internationalen Signalbuch” ſind
dieſe Signale verzeichnet, ſodaß ein Schiff, wenn es
einem anderen begegnet, das ſolche Flaggen zeigt, in
dem Signalbuch nachſchlagen kann, was ihm
ſignali=
ſiert wird. Natürlich ſind die Flaggenſignale nur auf
kurze Entfernung zu erkennen, und man hat in der
drahtloſen Telegraphie jetzt ein im allgemeinen weit
beſſeres Verſtändigungsmittel. Bei Nacht benutzt man
zur Uebermittelung von Nachrichten die Morſelampen,
d. h. man läßt eine Lampe entſprechend den Zeichen
des Morſeſchen Telegraphen=Alphabets aufblitzen.
Literariſches.
— Algäu, Vorarlberg und Weſttirol
nebſt den angrenzenden Gebieten der Schweiz. Mit
beſonderer Berückſichtigung des Bodenſeegebietes,
Bre=
genzerwaldes und der Arlbergbahn. Von A.
Walten=
berger. Zwölfte, bis auf die allerjüngſte Zeit ergänzte
Auflage, bearbeitet von Eugen Waltenberger. Mit
einer Ueberſichtskarte und 17 Spezialkarten. Wien,
A. Edlingers Verlag, 1910. Preis geb. 4 Mk. Die
Vor=
züge dieſes Spezialführers ſind in den Kreiſen der
Alpenfreunde und Bergſteiger ſo allgemein anerkannt,
(6
ienſtze
in Fällen
ng der
den Streik
ropolitaln=
belegierten
er=
nerier
rooklyn
zu einem
Mi
Fabrik her
waß es keiner Lobpreiſung mehr bebart. Die neue
Auft=
llage iſt in allen ihren Teilen aufs gründlichſte revidiert
rund ergänzt, und alle in den letzten Jahren neu
geſchaf=
ffenen Verkehrslinien, Hütten= und Wegbauten und alle
rwichtigeren Verpflegſtätten ſind auf das
gewiſſenhaf=
tteſte darin aufgenommen. Auch alle wichtigeren
Ge=
llegenheiten zur Ausübung des Winterſports ſind in der
rneuen Auflage erwähnt. Eine Vermehrung und
Ver=
lbeſſerung hat auch das Kartenmaterial erfahren durch
idie neuen, der öſterreichiſchen Generalkarte (1:200000)
ſentnommenen Ausſchnitte, die im k. u. k.
militärgeogra=
pphiſchen Inſtitut in Wien hergeſtellt wurden.
— Schauſpielerkinder und ihr romantiſches,
halb=
lbeneidetes, halb wieder ſcheel angeſehenes Los ſchildert
Karl Pauli im neueſten (23.) Hefte der illuſtrierten
ZZeitſchrift „Moderne Kunſt” (Verlag von Richard
Bong, Berlin W. 57, Preis des Vierzehntagsheftes 60
Pfg.). Eine Fülle anderer geiſtvoller Artikel ſchließt ſich
dieſer Plauderei an. Wir nennen nur noch den mit
kkünſtleriſchem Material reich geſchmückten Aufſatz von
Ludwig Pietſch, der von dem kürzlich verſtorbenen
Maler Ed. Ockel ein prächtiges Bild entwirft. Ebenſo
iſt Dr. Heinrich Sieberts ergreifende Abhandlung, die
die Lichtgeſtalt der Königin Luiſe zur 100. Wiederkehr
ihres Todestages (19. Juli) zeichnet, mit zahlreichen
Abbildungen verſehen, uſw. Zum Schluß ſei noch
er=
wähnt, daß der Zick=Zack auch diesmal eine Fülle
prigineller Beiträge aus dem Kunſt=, Sport= und Volks=
Aeben in Bild und Wort veröffentlicht.
— Hermine Villinger: Leodegar, der
Hirtenſchüler. „Volksbücher”. Heft 27. Mit
Einleitung von Karl Heſſelbacher und Bildern von
Helmut Eichrodt. 72 Seiten. Preis geh. 20 Pfg., geb.
50 Pfg. Verlag der Deutſchen Dichter=Gedächtnis=
Stiftung in Hamburg=Großborſtel. Hermine
Villin=
ger, zweifellos eine unſerer beſten und beliebteſten Er=
Zählerinnen, zeigt ſich in „Leodegar, der Hirtenſchüler”
auf der Höhe künſtleriſchen Schaffens. Ihre
Erzähl=
rungen, von denen die vorliegende mit ſonnigem
Hu=
mor, ihrer feinen Beobachtung und feſſelnder
Hand=
lung beſonders zu Herzen geht, ſind in hohem Maße
geeignet, in den weiteſten Kreiſen unſeres Volkes
be=
kannt und beliebt zu werden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 29. Juli. Staatsſekretär v. Kiderlen=
Wächter iſt aus Marienbad hier eingetroffen und
mahm in der Amtsvilla Wohnung. Freiherr von
Schoen übergab heute vormittag die Dienſtgeſchäfte
ſeinem Nachfolger.
* München, 29. Juli. Wie hieſige Blätter aus
Jetzendorf melden, wurde der Reichstags= und
Land=
tagsabgeordnete Freiherr von Freyberg bei einer
Ausfahrt infolge Scheuens der Pferde vom Wagen
ge=
ſſchleudert; er erlitt eine Gehirnerſchütterung und iſt
micht wieder zum Bewußtſein gekommen. Der Kutſcher
wurde ſchwer verletzt.
* Karlsruhe, 29. Juli. Der kürzlich verſtorbene
Maler und Akademieprofeſſor Ernſt Schurth
ver=
rnachte teſtamentariſch eine Reihe Legate, u. a. ſeiner
Waterſtadt Neuſtadt im Schwarzwald 80000 Mark zur
Förderung der Volksbildung.
* Swinemünde, 29. Juli. Als der! Dampfer
„Werner Kunſtmann” heute morgen von hier die
Reiſe nach Dänemark antrat, ſtieß er infolge der
Strömung im Kaiſer=Bollwerk gegen Se. Maj. Schiff
„örille. Die „Grille” erlitt einige leichte
Beſchädigun=
igen am Klüverbaum und am Schanzkleid. „
Kunſt=
rmann” wurde leicht beſchädigt und konnte ſeine Reiſe
ffortſetzen.
* Bergen, 29. Juli. Der Kaiſer erwarb von
dem Gute Vangsnas in Sogn ein Stück Land,
auf dem das von ihm dem norwegiſchen Volke
ge=
ſchenkte Frithjofdenkmal errichtet werden ſoll.
NNach dem norwegiſchen Geſetz wird der Kaiſer jetzt
die Genehmigung der norwegiſchen Regierung zum
Landankauf einholen.
* Bergen, 29. Juli. Der Kaiſer verlieh dem
Konſul Mohr den Kronenorden zweiter Klaſſe und
überreichte ihm die Dekoration eigenhändig an Bord
der „Hohenzollern”.
* Wien, 29. Juli. Die Neue Freie Preſſe meldet aus
Iſchl: Der Chef des Generalſtabes Konrad von
Hötzen=
dorf wurde vom Kaiſer in Audienz empfangen, um ihm
über die geſtrigen Beratungen des
Reichskriegsminiſte=
riums, betreffend die eventuelle Verlegung oder Abſage
der Manöver, Bericht zu erſtatten. Nachdem der Kaiſer
den Bericht entgegengenommen hatte, verfügte er die
voll=
ſtändige Abſage der diesjährigen Kaiſermanöver.
* Bern, 29. Juli. Der Bundesrat ernannte
den gegenwärtigen Miniſterreſidenten von Buenos
PAires, Chaffot, zum Geſandten in Wien.
* Belgrad, 29. Juli. Die wegen Abnahme von
unbrauchbarer Munition verhafteten Oberſten
Wla=
jitſch und Raſchitſch wurden vom oberſten
Mi=
litärgericht mit Stimmenmehrheit für unſchuldig
erklärt und ſofort in Freiheit geſetzt.
* Madrid, 29. Juli. Dem Imparcial zufolge wird
Miniſterpräſident Canalejas dem König wegen
ider Verhandlungen mit dem Vatikan heute
iin San Sebaſtian die Vertrauensfrage ſtellen. — Prinz
Jaime von Bourbon nimmt in einem Schreiben an
die Senatoren und Deputierten auf deren gegen die
Politik des Miniſterpräſidenten beim Nuntius
einge=
llegten Proteſt Bezug und beglückwünſcht ſie zu ihrer
Anhänglichkeit an den Papſt. Der Prinz ſagt in ſeinem
Schreiben: „Ich glaube, der Tag iſt nicht mehr fern, wo
die Anhänger der Ordnung in Spanien, ſowie die
ſſpaniſche Armee ſich unſerer Fahne werden anſchließen
müſſen, um den Feinden der wirklichen Freiheit eine
große Schlacht zu liefern. Dann werde ich zu der
EEhrenſtellung gelangen, die mir durch die Geburt
zu=
gefallen iſt.”
* Konſtantinopel, 29. Juli. Wie hieſige Blätter
melden, wurde die kretiſche Regierung von den
Konſuln der Schutzmächte verſtändigt, daß
Venize=
los erſt nach Niederlegung aller ſeiner Aemter das
Mandat Kretas zur griechiſchen Nationalverſammlung
annehmen könne. — Jungtürkiſche Blätter melden:
Eine Karawane wurde auf dem Wege nach Fezzan von
franzöſiſchen Truppen angegriffen, wobei mehrere
Hundert getötet wurden. — Ikdam meldet, daß der
Miniſterrat ſeine Zuſtimmung erteilte, die Linie der
Bagdadbahn über Aleppo zu führen.
* Konſtantinopel, 29. Juli. Zuſtändige Kreiſe
ver=
ſichern, daß außer Riza keine Deputierten oder
Sena=
toren an dem Geheimkomitee beteiligt geweſen ſind.
— Den Blättern zufolge prüft der Staatsrat den Entwurf
betreffend die Bildung einer kurdiſchen
irregulä=
ren Kavallerie nach dem Vorbilde der ruſſiſchen
Koſaken; außer der Kavallerie ſoll auch eine kurdiſche
In=
fanterie gebildet werden. — Tanin erfährt authentiſch, daß
die Urſache des anläßlich der Entwaffnung der
mazedoniſchen Bevölkerung von der
bulgari=
ſchen Preſſe erhobenen Lärmes in der Anwendung des
Bandengeſetzes zu ſuchen ſei. Die Kampagne ziele auf die
Verleumdung der Türkei gegenüber Europa ab. Die Zahl
der flüchtigen Bulgaren überſteige nicht 50. 15 Flüchtlinge
ſind bereits zurückgekehrt.
* Teheran, 29. Juli. Es gelang dem Gouverneur
von Kirmanſchah, die Ruhe in der Stadt
wie=
der herzuſtellen. Die feindſeligen Handlungen gegen
das ruſſiſche Konſulat hörten auf.
— Berlin, 29. Juli. Wie verlautet, ziehen ſich jetzt
im weiteren Laufe der Unterſuchung die Maſchen des
Netzes um den in Haft befindlichen Albert Rademeyer,
der, wie gemeldet, dringend verdächtig iſt, das
Bom=
benattentat auf den Landwirt Kraatz verübt zu
haben, immer dichter zuſammen. So iſt jetzt jemand
ge=
ſunden worden, der beſtimmte Angaben über die Herkunft
des bei dem Attentat verwendeten Gasrohres machen
konnte. Danach iſt das Stück Gasrohr in der Schmiede
des Herrn Sameisky geſchmiedet worden, und zwar von
deſſen Sohne zwei Wochen vor der Tat. Der Mann, der
dieſe Angaben machte, iſt ein abſolut zuverläſſiger, alter,
nüchterner Menſch. Auf ſeine Frage, für wen dieſes,
Gas=
rohr gemacht werde, wurde ihm erwidert, daß es für
Albert Rademeyer gearbeitet werde. Er erkennt das Rohr
an dem Bohrloch und der Schweißung wieder. Sameisky
beſtreitet dies jedoch. Er iſt mit Rademeyer verwandt,
denn Frau Sameisky iſt Albert Rademeyers Schweſter.
H. B. Wien, 29. Juli. Der König Ferdinand
von Bulgarien, der geſtern in Marienbad eine
Unterredung mit dem Grafen Aehrenthal hatte
und ſich alsdann von ſeinem Kabinettschef über die
Lage in Bulgarien, ſowie über den derzeitigen Stand
der Beziehungen zwiſchen Bulgarien und der Türkei
hatte Bericht erſtatten laſſen, iſt in Wien eingetroffen.
H.B. Paris, 29. Juli. Vorgeſtern abend wurde bei
Amphion in der Nähe des Badeortes Evian durch ein
Automobil, das von Genf kam, die ägyptiſche
Prinzeſſin Haſſan Raſſem Bey, die im Alter
von 26 Jahren ſteht, und ihr Neffe, der Prinz Mandouh,
überfahren. Beide ſind Mitglieder der Familie
des Khediven und halten ſich zurzeit am Genfer See
auf. Trotzdem der Chauffeur ſofort die Bremſe zog,
war das Automobil ſchon über den Körper der
Prin=
zeſſin hinweggegangen. Die Prinzeſſin hat mehrere
Rippen gebrochen und ſchwere Verletzungen am
Ge=
ſicht und Körper davongetragen. Die Aerzte
bezeich=
nen ihren Zuſtand als lebensgefährlich.
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Die Geburt eines Töchterchens
beehren sich anzuzeigen
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Darmstadt, 29. Juli 1910.
Dankſagung.
Für die außerordentlich vielen Beweiſe
herz=
licher Teilnahme von nah und fern bei dem uns
ſo ſchwer betroffenen Verluſte meines lieben
Gatten, unſeres guten Vaters, Großvaters,
Schwiegervaters, Bruders, Schwagers u. Onkels
Ludwig Rebson
Werkmeister des Elektrotechnischen Instituts
der Grossh. Technischen Hochschule
ſprechen wir hiermit unſeren innigſten Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Louise Rebson und Kinder,
Familie Philipp Nöll.
Darmſtadt, den 29. Juli 1910.
(15105
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die weſtliche
Zyklone iſt langſam, aber ſtetig oſtwärts vorgedrungen.
Auf ihrer Oſtſeite hatten wir geſtern bei ſüdöſtlichem
Winde heiteres und warmes Wetter. Ueber Nacht
ent=
wickeln ſich jedoch kleine Randwirbel, die einzelne, meiſt
geringe Regen bringen. Unter dem überwiegenden
Ein=
fluß des ozeaniſchen Luftwirbels iſt trübes und regneriſches
Wetter in Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 30. Juli:
Meiſt wolkig, Regen, etwas kühler.
Tageskalender.
Samstag, 30. Juli.
Sommernachtfeſt der Stenographen=Vereinigung
„Gabelsberger” um 8½ Uhr auf dem „Heiligen Kreuz”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Ausſtellungsreſtaurant Roſenhof
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Heſſiſchen Hof”.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo.”
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”
Bockbierfeſt im Reſtaurant Louvre=Eck.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Sonntag, 31. Julf.
Rad= und Motorrennen um 3½ Uhr auf der
Renn=
bahn an der Heidelbergerſtraße.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Ausſtellungsreſtaurant
Roſenhof.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im „Perkeo”
Konzert um 4 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant „Zur Oper”.
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr in Erkers Brauerei.
Konzert im Reſtauraut Kilian.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 1. Auguſt.
Hofreite=Verſteigerung des Peter Frz. Schweitzer
(Beckerſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 9 Uhr
Heidel=
bergerſtraße 89.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Maz Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Anzeigenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werdenenicht
zurückgeſandt.
Pilsnern60
Münchner
Hell Export
Feisterarelbrere
614a
[ ← ][ ][ → ]Nummer 176.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
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(Nachdruck verboten.)
Man trank und ſchwieg; denn brachte man den guten
Holſten aus dem Konzept, wurde er unangenehm.
Natürlich waren die Geſchäftsfreunde und die ganze
Verwandtſchaft zur Stelle; n rieſengroßer Polterabend,
eine umfangreiche Hochzeit. Leute waren darunter, die oft
in der Zeitung ſtehen: der und der hat das
Kohlenberg=
werk für lappige fünf Millionen erworben, der und der
ſteht an der Spitze eines Syndikats, das die Drahtſtifte
verteuert, die Kohlen, die Eiſenbahnſchwellen, und was
weiß ich nicht noch alles. Ich hab’ ſie angeſtaunt, wie
der Ochſe das Scheunentor! Nu’ käm’ ich zu Frau Jupp!
Da lachte die ganze Tafelrunde laut heraus.
Na ja, der Abkürzung wegen!
Und der lange Roland, der Adjutant, ſagte:
Den Namen wird ſie wohl zeitlebens behalten!
Warum denn nicht, meinte Boſemb, wir haben doch
den Jupp alle furchtbar gern, es klingt ſo herzlich,
kame=
radſchaftlich!
Ganz recht, und Sie werden ja Hahn im Korbe ſein
bei der bildhübſchen, jungen Frau, wenigſtens hat ſie mir
„tauſend Grüße” an Sie aufgetragen, die ich Ihnen
hier=
mit portofrei einhändige. — Und in kleinen Vorwurf hab'
ich auch aus ihren Worten rausgehört, daß Sie, als Jupps
beſter Freund, der Hochzeit ferngeblieben ſind
is babe leht Eicd zu ſeihen weiter dieſen her
Land, Herr Rittmeiſter!
Außer der Fahrkarte und in paar Trinkgeldern habe
ich beim beſten Willen nichts loswerden können, lieber
Boſemb!
Der zuckt die Achſeln und ſchweigt. Holſten droht ihm
mit dem Finger.
Hören Sie mal, mir ſind recht ſonderbare Gedanken
gekommen!
Inwiefern denn, Herr Rittmeiſter?
Aber nicht übelnehmen, alter Freund! Ich glaube,
ich glaube, Sie haben damals in Cranz doch ſon bißchen
Ihr Herz an die ſchöne Frau Jupp verkrümelt!
Iwo!
Gott, Herrſchaften, ’s wäre ja auch kein Wunder! Mich
bringen doch ſicherlich in paar raſchelnde Unterröcke nicht
ſo leicht aus der Contenance, aber — er fuhr ſich mit dem
Handrücken über den Mund — die kann einen
Chriſten=
menſchen ſchon um den geſunden Menſchenverſtand
bringen!
Wieder lachte man über den Hageſtolz. Und der
wurde Feuer und Flamme.
Alſo, reineweg perdutto war ich; aber Ihr werdet
ja ſehen, ich habe nicht zu viel geſagt! Herrſchaften,
Herr=
ſchaften, die ſchöne Frau wird unſer ganzes Neſt auf den
Kopf ſtellen, wir haben ein Renommierſtück mehr in
un=
ſeren Mauern. Nehmt mir nur den draſtiſchen Ausdruck
nicht übel und behaltet ihn hübſch für Euch!
Und Frau Jupps Mutter? fragte ein junger Dachs.
Schvmn mitrich in Stigteit wöre ſe auch unsd
ſchöner, wenn ſie bei ’ner ſolchen Partie die lieben Engel
im Himmelreich nicht ſingen hörte!
Glücklicherweiſe gab niemand auf Fritz Boſemb acht;
um deſſen Lippen lag ein verächtliches Lächeln.
Die jungen Leutchen ſind nun gen Italien gefahren,
fuhr der Rittmeiſter fort, uns Staatsbürgern liegt nun die
angenehme Pflicht ob, ſie in drei Wochen herzlich
willkom=
men in unſerer ſtillen Ecke zu heißen! Und für heute
Schluß, Herrſchaften! — Proſit! Sagt danke ſchön!
Hab=
außerordentlich lange nicht ſo viel geredet! Wollen zu
einem vernünftigen Skat übergehen, den ich trotz allem doch
in der letzten Woche ſehr vermißt habe!
IV.
Boſemb ſtand im nagelneuen Ueberrock, die Tſchapka
auf dem Kopfe, vor dem Spiegel und zog ſich die
Hand=
ſchuhe an. Jetzt kam ein ſchwerer Gang für ihn: die
offi=
zielle Einholung des jungen Paares. Von jeher war es
in der kleinen Garniſon üblich geweſen, daß das
Offi=
zierkorps mit den Damen am Bahnhof die Herrſchaften,
die ſich verheiratet hatten oder in das Regiment verſetzt
worden waren, herzlich willkommen hieß. Lieb wäre es
ihm geweſen, wenn er von dieſer Pflicht gerade in dieſem
Falle hätte entbunden werden können. Aber es ging nicht.
Man hatte ſich ſchon gewundert, daß er nicht zur Hochzeit
gefahren war. Und dem guten Jupp durfte ſein junges
Eheglück nicht geſtört werden, — auf keinen Fall. Aber
bange war ihm doch vor der Zukunft. Heute, in dem
Nummer 176
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
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Trubel, war er nur einer von den Vielen, aber in den
kom=
menden Tagen, als Jupps beſter Freund mußte er oft den
Weg zu ihm finden, in dem kleinen Neſte wußte man ja
ganz genau, wo der eine und der andere den Abend
vor=
her verbracht hatte. Und einſchachteln würde ſich der
rhei=
niſche Jung nicht, dazu war ſein Temperament viel zu
lebhaft und ſeine Frau wollte natürlich bewundert
wer=
den, den Mittelpunkt bilden, um den ſich alles drehte,
wenn Aſta Riſſen die geblieben war, die ſie vor vier
Jah=
ren als Aſta Herwich geweſen! Schwerlich hatte ſie ſich
gewandelt! Alſo hieß es, ſich mit Anſtand aus der Affäre
ziehen und die Zukunft abwarten.
In der allerletzten Minute betrat er die
Bahnhofs=
halle, begrüßte die Damen und da fuhr auch ſchon der
Zug ein.
Holſten, der „Weiberfeind”, der immer zu ſagen
pflegte: Kinder, Trunkenheit außer Dienſt und verheiratet
ſein, iſt kein Milderungsgrund, riß das Abteil erſter Klaſſe
auf, machte ſeinen Kratzfuß und hielt Frau Jupp echte
Königsberger Roſen vor’s Geſicht.
Allerſchönſten guten Tag, meine Herrſchaften! Jupp,
morgen früh vier Uhr Uebungsbeginn!
Da mußten alle lachen. Dieſer Holſten hatte mit vieler
Liſt und Tücke eine Felddienſtübung vor Tagesgrauen
angeſetzt, um dem jungen Ehemann die höheren
Flöten=
töne beizubringen.
Die Kommandeuſe nahm Frau Riſſen in Empfang
und ſtellte ſie den Damen vor, der Oberſt präſentierte ſeine
Herren, ſtreng förmlich, der Anciennität nach. Ja, man
weiß auch an der oſtpreußiſchen Grenze, was ſich ſchickt!
Und zu übermütig wollte man die reichen, jungen
Leut=
chen auch nicht werden laſſen, immer hübſch Reſpekt vor
der Dienſtzeit.
Und als Boſemb an die Reihe kam, ſtreckte ſie ihm
herzlich die Hand entgegen.
Ich freue mich von ganzem Herzen, Sie wiederzuſehen,
doppelt, weil Sie meines Mannes beſter Freund ſind!
Nicht einen Augenblick war ſie verlegen. Das ärgerte
Boſemb. Mit einer ſtummen, förmlichen Verbeugung zog
er ihre Hand an die Lippen.
Der übermütige Jupp aber gab ihm einen Kuß auf
die Wange und ſchlug ihn auf die Schulter.
Fritze, Fritze, ich bin wahrhaftig froh, daß ich Dir
wieder die Hand drücken kann!
Der ſieht in ein ſtrahlendes Geſicht.
Alſo nochmals, alles erdenkliche Glück, Jupp!
Da tritt Holſten heran und nimmt den jungen
Ehe=
mann unter den Arm.
Unſer Oberſt führt Ihre Frau Gemahlin ſchon an
den Wagen — und daß Sie mir morgen früh den Dienſt
nicht verſchlafen, alter Freund. Drei Tage Stubenarreſt
könnten Ihnen wohl jetzt paſſen, — he? Aber dann
zwieble ich Sie!
Und der dicke, biedere Oſtpreuße lachte ſich über ſeinen
„Witz” ein paar Tränen aus den Augen.
An dem Abend ſaßen die unverheirateten Offiziere
wieder einmal vor einer großen Punſchbowle im Kaſino
zuſammen und tauſchten ihre Meinung über Frau Jupp
aus. Auch Boſemb hatte ſich in der letzten Minute
ent=
ſchloſſen, hinzugehen, ſo ſchwer es ihm auch wurde, denn
der Anblick Aſtas hatte doch Gefühle in ihm ausgelöſt, die
über die Nerven gingen. Und mit denen wurde man in
luſtiger Geſellſchaft und mit einem reichlichen Dutzend
voller Gläſer kriegsſtarken Punſches noch am erſten fertig.
Alle waren der gleichen Anſicht: eine hübſche, patente
Frau; und dann ging es ein wenig über die Damen des
Regiments her.
Habt Ihr geſehen, wie die Frau des Etatsmäßigen die
Unterlippe vorgeſchoben hat? Eine ganze
Gardinenpre=
digt lag in ihrer Haltung!
Man lachte. Wußte man doch, daß ſie zu Hauſe ein
ſehr ſtrenges Regiment führte, viel von „altpreußiſcher
Einfachheit” redete und ihrem Manne nicht allzu oft, und
dann auch noch mit ſichtlichem Widerſtreben den
Haus=
ſchlüſſel aushändigte.
Und als man ſich endlich trennte, hatte Fritz Boſemb
ſeine liebe Müh’ und Not, unangefochten die ſteile Treppe
zu ſeiner Wohnung emporzukommen.
Er trat ans Fenſter und ſah hinüber auf die kleine
Villa, die, vom Monde beſchienen, in tiefer Ruhe dalag.
Aus dem Schlafzimmer verbreitete die Ampel einen
mat=
ten Schein. Dort lebte nun die an der Seite ſeines Jupp,
für die er vor vier Jahren, ohne mit der Wimper zu
zucken, die Ulanka dieſes alten, glorreichen Regiments
ausgezogen hätte! Er fuhr ſich mit der Hand über ſein
heißes Geſicht. War’s gut, daß es ſo gekommen?
Für=
ihn vielleicht, — ob aber für den braven Jupp, den
tem=
peramentvollen Jungen?
Da ſchlich er hinüber in ſeine dunkle Kammer, wie
ein Menſch, deſſen Tun und Laſſen die Oeffentlichkeit zu
ſcheuen hat; warf ſich auf’s Bett und ſtarrte zur Decke.
Aber nach fünf Minuten ſprang er wieder auf. Das
war ja alles Unſinn! Die Zähne aufeinander gebiſſen,
die Bruſt herausgedrückt, eine ruhige Stirn und Gott
ver=
traut! Mochten die Beiden da drüben ſehen, wie ſie mit
dem Leben fertig würden, was ging’s ihn an, er hatte ſeine
Pflicht und Schuldigkeit getan!
(Fortſetzung folgt)
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Mmtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
6 8t.
Sanstag, 30. Zuſt.
1910.
ene Herre
und Wach
ut. F 440
Das Komiee des Hbſt= und Karkofſeimarites Darmſtadt beabſichtigt anätlich
vom 15. bis 17. Oktober ds. Js. zu Darmſtadt ſtattfindenden Obſt= und
Kartoffel=
orktes eine Verloſung von Tafelaufſätzen und Tafelkörben mit Obſt, Quantitäten
n Obſt, Obſtwein und Konſerven, Dörrobſt und Kartoffeln, Gemüſe und Gegen=
Linden, die der Obſtbehandlung, Obſtverwertung und Obſtaufbewahrung dienen, zu ver=
Unden. Großherzogliches Miniſterium des Innern hat die Erlaubnis zur Veranſtaltung
Aeſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 7000 Loſe zu 0.30 Mk. das
ück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60 Prozent des Bruttoerlöſes aus
Um Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind.
er Vertrieb der Loſe in den Kreiſen Darmſtadt, Bensheim, Dieburg, Erbach und
roß=Gerau iſt geſtattet.
(15025
Peter Helfmann I. zu Braunshardt wurde heute als Polizeidiener eidlich
ſetpflichtet.
Derdet (15006
Adam Kramer VI, zu Pfungſtadt wurde am 28. ds. Mts, als Polizeidiener
dlich verpflichtet.
Bekanntmachung.
Für den in den Gemarkungen Darmſtadt und Arheilgen gelegenen Großh. Wild=
Gark wird auf Grund der Artikel 78 und 48, V, 1 der Kreis= und Provinzialordnung
Iit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und Genehmigung Großh. Miniſteriums des
Ennern zu Nr. M. d. J. III. 7831 vom 23. Juli 1910 zur Abwendung von Gefahren
küir das Publikum bei Jagden, zur Verhütung der fortwährenden Beunruhigung und
Verfolgung des Wildes durch Parkbeſucher, ſowie zur Abſtellung von Wilddiebereien
Polgendes verordnet:
§ 1. Das Betreten des Parks außerhalb der Wege und Schneiſen iſt Allen, die
icht auf Grund eines Rechts oder einer beſonderen Erlaubnis dazu befugt ſind, in
enienigen Teilen des Parks verboten, für welche dies von Großh. Oberförſterei
Kranichſtein angeordnet und im Amtsverkündigungsblatt, ſowie auf ſonſtige geeignete
Weiſe bekannt gemacht worden iſt.
§ 2. Der Aufenthalt zur Nachtzeit im Park außerhalb der öffentlichen Wege iſt
ſherboten.
Die Nachtzeit umfaßt in dem Zeitraum vom 15. April bis 14. Oktober die
Stun=
ben von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens und in dem Zeitraum vom 15. Oktober
Pis 14. April die Stunden von 9 Uhr abends bis 7 Uhr morgens.
§ 3. Hunde müſſen innerhalb des Parks an der Leine geführt werden.
§ 4. Zuwiderhandlungen werden, ſoweit nicht andere Strafbeſtimmungen an=
Juwenden ſind, mit Geldſtrafen bis zu dreißig Mark beſtraft.
§ 5. Dieſe Vorſchriften treten am 15. Auguſt 1910 in Kraft.
Darmſtadt, den 27. Juli 1910.
(15082sid
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(1455dd
Bekanntmachung.
Nachſtehend bringen wir die Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppen=
übungsplatz für die Zeit vom 30. Juli bis 6. Auguſt l. Js. zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 26. Juli 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 30. Juli bis 6. Apauft 1910.
der Abſ
von auer
ſperrung
bis Die Abſperrung
erſtreckt ſich 30. Juli
1. Aug. Somabdend
Montag
Mittwoch
Donnerstag
Sonnabend Feldartillerie 10 D. 3u N.
1200
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am
Auguſt l. Js. von 10% Vorm. bis 50 nachmittags
2. 4. 5.
8. 9.
120 Mittags „
11. 12.
70 Vorm.
Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 kem nördlich Meſſel in nordenordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
inn Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 dunkelgrünes Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſchwarzes
Porte=
monnaie mit Inhalt und der Nr. 18 nebſt 2 Sternen darauf. 1 Portemonnaie mit
Inhalt. 1 goldener Zwicker. 1 goldener Ring mit grünlichem Opal und 1 kleinen roten
Steinchen. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit ſchwarzem verzierten Griff. 1 Päckchen
Drahtnägel. 1 mitelgroßer Hohlſchlüffel. 1 Portemonnaie. 1 mittelgroßer Schlüſſel
en einem Haken. 1 großer Schlüfſel. 1 einſache Korallenkette mit Goldverſchluß.
1 Rocknadel. 1 alter Regenſchirm. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einigen Pfennigen
Inhalt. 1 Brille mit Nickelgeſtell. 1 Kinder=Schirm mit blauem Griffchen. 1 Paar
neue Kaſtenſporen. 1 grauer Rock mit Legitimationspapieren ꝛc.
Verloren: 1 ſchwarzledernes Handtäſchchen mit grünlichem Portemonnaie und
1 Mk. Inhalt nebſt 1 Taſchentuch. 1 ſchwarzer Tafft=Schirm mit Silbergriff. 1
rot=
braunes Portemonnaie mit 10 Mk. Inhalt, 1 goldener Federhalter und Briefmarken.
1 goldene Broſche in Form eines Ankers. 1 goldener Damen=Ring mit 1 grünlichen
und 2 roten Steinchen. 1 weißes Taſchentuch, gez. F. L. 1. Soldaten=Bruſtbeutel mit
5 Mk. Inhalt, darauf der Name Gardiſt Müller aufgenäht 1 grauer Gummigürtel
mit Silberſchnalle. 1 ſchwarzledernes Portemonnaie mit Bügel=Verſchluß und etwa
1.,30 Mk. Inhalt. .1 filberne Broſche (eingefaßtes Zweimarkſtück mit Verzierung).
1. braunes Portemonnaie mit 30 Pfennigen Inhalt. 1 ſilbernes Kreuzchen (
Filigran=
arbeit). 1 goldene Broſche (eine Art Zwanzigmarkſtück, eingefaßt). 1 Buch vom Militär=
Arbeiterverband. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit etwa 200 Mk. Inhalt (1
Hundert=
markſchein und Kleingeld). 1 grünes Schildpatt=Portemonnaie mit 10,70 Mk. Inhalt.
1. Damen=Goldgummigürtel mit Goldſchnalle. 1 große Zuſchneide=Schere. 1 mattſilb.
Glieder=Armband mit 3 blauen Steinchen und Gravierung G. S. 13. 9. 08. 1 dunkles
Portemonnaie mit 7 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzledernes Handtäſchchen mit Taſchentuch,
Notizbuch, rotes Portemonnaie mit Inhalt und mehrere Schlüſſel. 1 ſilberne Broſche,
gebogener Silberdraht mit 1 Amethoſt und 1 Mondſtein. 1 goldenes Halskeitchen mit
Anhänger (Kreuz, Herz und Anker), 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 5 Mk.
Inhalt. 1 ſchwarzer Damen=Regenſchirm. 1 grüner Damen=Gürtel mit Gold
durch=
wirkt. 1 Paar Damen=Gummiſchuhe. 1 braunes halbrundes Portemonnaie mit 9 Mk.
Inhalt. 1 ſilbernes Halskettchen mit blauen Steinchen. 1 Päckchen, enthaltend 3 neue
Stehumlegekragen und 1 grüne ſeidene Krawatte. 1 braunes Portemonnaie mit etwa
1,15 Mk. Inhalt und Woogs=Abonnementskarte, auf den Namen Bodenheimer
ausge=
ſtellt. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Leder=Armband. 1 Hälfte von einem dünnen gold.
Halskettchen mit einem Korallen=Anhänger. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel mit
viereckiger Schnalle. 4 mittelgroße Schlüſſel und 1 Türdrücker. 1 Bahnaufaabebuch,
1 goldener Herren=Ring mit rotem ovalem Stein. 1 S=Bogen und 1 Mundſtück von
einem Signalhorn. 1 Kollier mit filbernem Ketchen und mattrofa Anhänger. 1 füb.(
Armband mit länglichem grünen Stein (von Ludwigshöhe bis Völlenſaltor).
Zugeflogen bei Privaten: 2 braune Brieftauben. 1 junge Taube. 1 graugelber
Kanarienvogel.
Entlanfen: 1 Dobermanpinſcher. 1 grauer Wolfsſpitz mit Marke und der
Nr. 1318. 1 ſchwarzer Rehpinſcher.
Entflogen: 1 rote Brünner Kröpfertaube. 2 Kanarienvögel.
(15034
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden ſich: 1 Spitzhund.
ſim Weſen Dammweg=Brunnersweg ausſchielich
„ Süden: Forſthaus-Steinacker-Steinhügel ausſchließlich
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milcheswieſe-
Sau=
wieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln
ab=
geſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Verord=
nung Kreisamt Darmſtadt 25. IX. 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20. IX. 1909).
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
(12935a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Polizeiverordnung vom 12. Februar 1908 wird folgendes zur
öffentlichen Kenntnis gebracht:
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Pfungſtadt vom Ortspflaſterende Eberſtad,
ab bis zur Sandbachbrücke gegen Pfungſtadt zu, mit den auf dieſe Strecke aufſtoßenden
Querwegen (letztere dicht an der Kreisſtraße) iſt wegen Ausführung von Kleinpflaſter
von Freitag, den 15. d. Mts., ab auf ca. 3 Wochen für ſämtliches Fuhrwerk
Automobile Motorräder ꝛc. geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat den aufgeſtellten Tafeln entſprechend von Darmſtadt
über das Eſchollbrücker Kreuz nach Pfungſtadt oder von Darmſtadt über Eſchollbrücken
nach Hahn bezw. umgekehrt zu erfolgen. Nach Maßgabe des Fortſchreitens der
Pflaſter=
arbeiten wird die betreffende Teilſtrecke jeweils ſofort dem öffentlichen Verkehr übergeben.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach §2 der genannten
Polizeiverordnung ſtrafbar.
Darmſtadt, den 2. Juli 1910.
(13800a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Baupolizeiordnung für die Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt.
Der in nachſtehend abgedruckten Beſtimmungen vorgeſchriebenen Anzeigepflicht iſt
in letzterer Zeit wiederholt zuwidergehandelt worden. Dieſelben werden daher mit dem
Anfügen in Erinnerung gebracht, daß Zuwiderhandlungen unnachſichtig zur Anzeige
gebracht werden.
Darmſtadt, den 28. Dezember 1901.
(15083
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
von Grancy.
§ 39. Die Fluchtlinie iſt durch einen Geometer auf Koſten des Bauherrn abzuſtecken=
Nach Errichtung des Schnurgerüſtes iſt dem zuſtändigen Baukontrolleur
ſchrift=
liche Anzeige zu machen behufs Reviſion der abgeſteckten Fluchtlinie und darf mit dem
Bau nicht eher begonnen werden, bis die Richtigkeit der abgeſteckten Baulinie feſtgeſtellt
und durch Abnahmeſchein, der innerhalb 24 Stunden erteilt wird, beſtätigt iſt.
Ferner iſt nach Fertigſtellung des Sockelmauerwerks, des Rohbaues, ſowie
nach vollſtändiger Fertigſtellung in gleicher Weiſe Anzeige (Art. 77 der allgemeinen
Bauordnung) zu erſtatten, damit die amtlichen Abnahmen ſtatfinden können. Reviſionen
können übrigens auch in ſonſt geeigneten Fällen von Amtswegen vorgenommen werden.
Bei der Rohbauabnahme müſſen die Eiſenkonſtruktionen ſoweit ſichtbar ſein, daß
die Maße kontrolliert werden können.
Die nach Abſatz 3 dieſes Paragraphen zum Zweck der amtlichen Abnahmen zu
erſtattenden Anzeigen ſind vom Bauherrn jedesmal ſchriftlich auf vorgeſchriebenem, bei:
der betr. Bürgermeiſterei erhältlichem Formular zu beantragen. Die amtlichen Abnahmen
haben in der Regel längſtens binnen 5 Tagen, im Eilfalle in kürzerer Friſt, nach
Ein=
gang des Antrags unter Anzeige an den Antragsſteller zu erfolgen.
§ 40. Ueber alle Reviſionen, bei welchen der Bauherr oder ein Stellvertreter
Ueber das ganze desſelben zugegen ſein ſoll, wird ein Abnahme= bezw. Schlußabnahmeſchein ausgeſtellt
Abſperrgelände ſund darf mit dem Weiterbau bezw. mit der Ingebrauchnahme des vollendeten Baues
oder einer Anlage nicht früher begonnen werden, als bis nach erfolgter Reviſion der
polizeiliche Abnahmeſchein ſich in den Händen des Bauherrn oder deſſen Stellvertreters
befindet.
Wird die Reviſion durch den Mangel der Zugänglichkeit der Bauſtelle verhindert,
ſo wird ein neuer Termin auf Koſten des Bauherrn anberaumt.
Etwa vorgefundene Mißſtände und Konſtruktionsfehler ſind binnen einer vom
Baukontrolleur zu beſtimmenden Friſt zu beſeitigen.
Darmſtadt, den 28. Juli 1910.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Sie wollen vorſtehende Bekanntmachung ortsüblich veröffentlichen und das
Polizei=
perſonal anweiſen, den Befolg der fraglichen Beſtimmungen zu überwachen.
J. V.: Dr. Reinhart.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 31. Juli, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Polizeiverordnung
betreffend die Regelung des Fuhrwerksverkehrs in der Schwanenſtraße, zwiſchen der
Schloßgarten= und der Gardiſtenſtraße.
Auf Grund des Artikel 56 der Städteordnung wird nach Anhören der
Stadt=
verordnetenverſammlung mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern vom
28. Mai 1910 zu Nr. M. d. J. 8525 verordnet, was folgt:
§ 1. Die Schwanenſtraße zwiſchen der Schloßgarten= und der Gardiſtenſtraße
wird für den durchgehenden Verkehr von Fuhrwerken, Automobilen und
Motor=
fahrrädern in der Richtung von der Gardiſten=nach der Schloßgartenſtraße geſperrt.
Die genannte Straßenſtrecke darf nur von der Schloßgartenſtraße aus befahren
werden. Fuhrwerke haben im Schritt zu fahren.
§ 2. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmung werden auf Grund des
§ 366 Ziffer 10 des R. St. G. B. mit Geldſtrafe bis zu 60 Mk. oder mit Haft bis zu
14 Tagen beſtraft.
§ 3. Dieſe Polizeiverordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung im
Darm=
ſtädter Tagblatt in Kraft.
(14967fs
Darmſtadt, den 6. Juni 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſiwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Harmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt ..
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen. . .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
per ½ kg 86 Pfg.
Dörrfleiſch
. per
Schinken m. Bein . . „
Rollſchinken
, ,
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „
½ kg 100 Pfg
„110 „
½ „ 130 „
90
Unser Blumen- und Pflanzengeschäft
befindet ſich ab 1. Auguſt Rheinstrasse 24
neben der Deutſchen Vereinsbank, Ecke Saalbauſtraße.
Gebrüder Wenz, Hoflieferanten.
15035)
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Nummer 176,
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſerrohrnetzes in
den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche in der Zeit von 10 Uhr abends
bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung
des Waſſers mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich vorher
mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 1. zu Dienstag, den 2. Auguſt I. Js.,
die Spülbezirke 1 und II.
werden geſpült:
In dieſe Bezirke fallen alle Straßenzüge ſüdlich der Bismarckſtraße, weſtlich vom
Paradeplatz, nördlich des Teiles der Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigs=Platz und
Wilhelminenſtraße, weſtlich des Teiles der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Rheinſtraße
und Heinrichsſtraße, weſtlich vom Wilhelminenplatz, nördlich des Teiles der
Heinrichs=
ſtraße von der Wilhelminenſtraße bis zur Heidelberger=Straße, öſtlich des Teiles der
Heidelberger=Straße, zwiſchen Heinrichsſtraße und Eſchollbrücker=Straße, nördlich der
Eſchollbrücker=Straße, zwiſchen Heidelberger=Straße und Stadtallee, nördlich der Stadtallee
von der Eſchollbrücker=Straße bis zur Main=Neckar=Bahn und öſtlich der Main=Neckar=
Bahn zwiſchen Stadt=Allee und Bismarckſtraße.
Von den dieſe Spülbezirke umgrenzenden Straßen und Plätzen werden mitgeſpült
die Bismarckſtraße, die oben angegebenen Teilſtrecken der Wilhelminenſtraße und der
Heinrichsſtraße und die Nordſeite der Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigsplatz und
Wilhelminenſtraße. Ferner wird noch mitgeſpült die Frankfurter=Straße, zwiſchen
Bis=
marck= und Kahlertſtraße.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 3. zu Donnerstag, den 4. Auguſt I. Js.
die Spülbezirke III und IV.
werden geſpült:
In den Spülbezirk III fallen ſämtliche Straßenzüge nördlich der
Bismarck=
ſtraße und weſtlich der Frankfurter=Straße, ſowie die Straßenzüge nördlich der
Holzhof=
allee und weſtlich der Main=Neckar=Bahn.
Von den dieſen Bezirk umſchließenden Straßen werden mitgeſpült die
Frank=
furter=Straße von der Kahlertſtraße aus in der Richtung nach Arheilgen und die
Holzhofallee.
In den Spülbezirk IV fallen die Straßenzüge öſtlich des Teiles der
Wil=
helminenſtraße, zwiſchen Heinriche= und Rheinſtraße, ſüdlich des Teiles der
Rhein=
ſtraße, zwiſchen Wilhelminenſtraße und Ernſt=Ludwigs=Platz, ſüdweſtlich vom Ernſt=
Ludwigs=Platz und Marktplatz, ſüdweſtlich und weſtlich der Kirchſtraße, weſtlich des
Teiles der Karlsſtraße, zwiſchen Kirchſtraße und Heinrichsſtraße und nördlich des Teiles
der Heinrichsſtraße, zwiſchen Karls= und Wilhelminenſtraße.
Von den dieſen Spülbezirk eingrenzenden Straßen und Plätzen werden mitgeſpült
die Kirchſtraße, die oben angegebenen Strecken der Karls= und Heinrichsſtraße, ſowie die
Südweſtſeite des Ernſt=Ludwigs= und des Marktplatzes und die Oſtſeite des Wilhelminen=
platzes, ferner wird mit dieſem Bezirk geſpült die Kapellſtraße.
3. In der Nacht von Samstag, den 6. zu Sonntag, den 7. Auguſt I. Js.
die Spülbezirke VI und VII.
werden geſpült:
Dieſe Bezirke liegen einmal zwiſchen Dieburger= bezw. Alexanderſtraße und
Heinrichsſtraße und erſtrecken ſich ferner vom Parade=, Ernſt=Ludwigs= und Marktplatz,
ſowie der Kirch= und Karlsſtraße bis zum Woog und der Odenwaldbahn; ausgeſchloſſen
iſt die Mathildenhöhe, ſowie die Alexander= und Dieburger=Straße ſelbſt.
Darmſtadt, den 27. Juli 1910.
(15010so
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
J. V.: Fehmer.
Ausführung von Gasaulagen im Innern
der Gebäude und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=Anlagen im
Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das Rohrnetz des ſtädtiſchen
Gas=
werks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie alle Erweiterungen, Veränderungen und
Reparaturen darf nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen, die von Großherzoglicher
Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und gewiſſenhafter Beobachtung der
hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. Karl Bohl, Blumenthalſtr. 107.
5. Lud. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 54.
6. Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
7. Karl Darmſtädter, Sandbergſtr. 66.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11.
9. Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz)
Soder=
ſtraße 49 und 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a.
11. Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
12. Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
14. Franz Geiger, Karlſtraße 36.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6.
16. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
17. Guſtav Göckel, Kartſtr. 12.
18. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
19. Philipp Handſchuch,
Schloßgarten=
ſtraße 37.
20. Ludwig Heppenheimer, Luiſenſtr. 2.
21. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
22. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
23. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
24. Balthaſar Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.
25. Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
26. Karl Jung, Kaplaneigaſſe 17.
27. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
28. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
29. Gg. Kaiſer, Inh.: Marg. Haun,
Rheinſtr. 5.
30. Robert Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.
31. Georg Keil, Kirchſtr. 17.
32. Auguſt Keller, Hohler Weg 11.
33. Adolf Kling Nachf. (Inh. A. u. L.
Kling), Rheinſtr. 17.
34. Klink & Rettberg, Ludwigsplatz 8½.
35. Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.
36. Philipp Kraus Nachf. (Inh. Adam
Bender), Karlſtraße 51.
37. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
38. Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
39. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
40. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
41. Ludw. Luck, Gutenbergſtr. 27.
42. V. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtraße 54.
43. Philipp Maul, Eliſabethenſtraße 29.
44. Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
45. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
46. Aug. Neumeyer Wwe., Gr.
Ochſen=
gaſſe 22.
47. Heinrich Ningler, Landwehrſtr. 47.
48. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
49. Heinrich Pauli, Orangerie=Allee 7.
50. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
51. F. W. Preußner, Bleichſtraße 40.
2. Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
Momberger), Schützenſtr. 4.
53. G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
54. J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
55. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
56. Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7.
57. Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
58. Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
59. Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
60. Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
61. Karl Tänzer, Marktplatz 7.
62. Michael Vollrath, Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße 51.
63. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
64. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
65. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
66. Val. Wedel, Beckerſtraße 7.
67. Karl Wenz, Wendelſtadtſtraße 39.
68. Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Darmſtadt, den 22. Juli 1910.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung. Betriebsleitung.
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Darmſtadt, den 30. Juli 1910.
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1831‟ HochbauAnstalt: Tiefbau u. Haarmann
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Die Herzogl. Baugewerkschule ist den Königl. preuß. Schulen gleichgestellt.
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Arbeitsvergebung.
Vorbehaltlich der Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums werden hie
mit auf Grund des Verdingungserlaſſes vom 16. Juni 1893 folgende beim Neubau d
Trinkkuranlage vorkommenden Arbeiten öffentlich ausgeſchrieben:
1. Erd= und Maurerarbeiten: Los I Oſtflügel. 730 cbm Erdbewegung, 680ch
Bruchſteinmauerwerk, 920 cbm Backſteinmauerwerk, 172 qm Fachwerkswände, 435 qm
Zwiſchendecken uſw. Los II Südflügel. 440 cbm Erdbewegung, 475 cbm Bruchſtei
mauerwerk, 800 cbm Backſteinmauerwerk uſw. 2. Steinhauerarbeiten: Los I O
flügel. 121 cbm Muſchelkalkſtein. Los II Südflügel. 188 cbm desgl. Los IV 4 cbnl
Baſaltlava und Betonbearbeitung für beide Flügel. 3. Betonarbeiten: etwa 60 cbn
Beton verſchiedener Art, 26 Pergolapfeiler, 1900 qm Unterlagsbeton, 477 qm Beton
decken, 1240 qm Gewölbe in Rabitz oder Beton, 400 m Geſimſe. 4. Zimmerarbeiten
Los I Oſtflügel. 116 cbm Tannenholz, 4 ebm Eichenholz zu liefern und zu verzim
mern, ferner Geſimſe uſw. Los II Südflügel. 78 cbm Tannenholz, 8 cbm Eichenhol
zu liefern und zu verzimmern, ferner Geſimſe uſw. 5. Eiſenlieferung: 2800 kg Träge
zu liefern. 6. Grobſchloſſerarbeiten: Los I Oſtflügel. 1200 kg Eiſenzeug. Los I
Südflügel. 900 kg Eiſenzeug. 7. Ziegellieferung: 72000 Stück holländiſche Pfanne
mit Falzen nebſt Grat= und Firſtziegel uſw. 8. Dachdeckerarbeiten: Los I Oſtflügel
1500 qm, Los II Südflügel 1230 qm Dacheindeckung mit zugeh. Grat=, Firſt= und
Kehldeckungen, Schneefanggitter uſw. 9. Spenglerarbeiten: Los I Oſtflügel. 250 m
Hängekandel, 138 m Abfallrohre, 54 qm Kehlen und Wandanſchlüſſe aus Zink, 60 dmſ
Bleidichtungen, Dachknäufe uſw. Los II Südflügel. 78 m Hängekandel, 50m Abfall
rohre aus Kupfer, 220 m Hängekandel, 78 m Abfallrohre, 44 qm Kehlen und
Wand=
anſchlüſſe in Zink, 43 am Dichtungen in Blei, Dachknäufe uſw. 10. Blitzableiten
anlage: 2 Auffangſtangen, 76 m Leitungsdraht uſw.
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Die Unterlagen ſind auf unſerem Amte einzuſehen. Arbeitsbeſchreibungen, Be
dingungen und ſoweit möglich auch Zeichnungen werden zum Selbſtkoſtenpreis
ab=
gegeben.
Die Angebote ſind unterſchrieben, nach Loſen getrennt, mit vollſtändiger Auf
ſchrift der Arbeit und des Loſes portofrei bis ſpäteſtens 9. Auguſt, vormittags
11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen.
Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
Bad=Nauheim, den 19. Juli 1910.
Großh. Baubehörde für die Neubauten in Bad=Nauheim.
Joſt.
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Darmſtadt, den 30. Juli 1910.
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Nummer 176.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Seite 12.
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bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 28. Juli 1910.
Stadtbauamt.
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abnehmer werden deshalb gebeten, ſich
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her mit Waſſer zu verſorgen. (15009
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Samstag, den 27. Auguſt I. Js.,
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Darmſtadt zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
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Pankratius=
ſtraße Nr. 1½
in unſerem Bureau zwanasweiſe verſteigert
(K61/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 21. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Spieß, (D14630,3
Gerichtsmann.
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Mittwoch, den 10. Auguſt I. Js.
vormittags 10 Uhr,
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Eliſe, geb. Wetzel, dahier zuſtehenden
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heimerſtraße,
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werden.
(K96/10
Darmſtadt, den 29. Juni 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D13194,1
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Montag, den 1. Auguſt l. Js.,
vormittags 10 Uhr,
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leuten dahier zuſtehende Hofreite:
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Darmſtadt, den 30. Juni 1910.
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do. Spezial . 11,60
Rumänier v. 1903 . . 101,70
do. v. 1890 . . 95,50
do. v. 1905 . .90,50
Ruſſen v. 1880 ₰ . . . 91,70
97,50
InProz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . F7 ₰ 92,50
4½ do. v. 1905 . . . . 100,20
93,20
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,70
4 Türk. Admin. v. 1903 87,30
4 do. unifiz. v. 1903 94,10
4 Ungar. Goldrente . . 95,30
4 do. Staatsrente . 92,00
. 101,50
5 Argentinier .
91,30
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,90
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,50
do.
4½
97,75
4½ Japaner .
5 Innere Mexikaner . . 99,60
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,00
5 Gold=Mexikaner . . . —
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 142,50
4 Nordd. Lloyd . . . . 110,20
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 120,60
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 117,50
4 Baltimore & Ohio . . 108,40
4 Gotthardbahn . . . .
InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 158,50
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 58,50
4 Pennſylvania R. R. 129,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,50
Werger=Brauerei
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 478,75
Fabrik Griesheim . . . .
Farbwerk Höchſt . . . . . 489,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
322,50
Lahmeyer .
112,60
Schuckert
163,00
Siemens & Halske
.244,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 413,70
Bochumer Bb. u. Guß . . 2325/
Gelſenkirchen . . . . . . . 206,50
Harpener .
. . 193,75
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb .
. . . . 223½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.. .
4. Pfälzer Prt. . . . . . 100,50
91,90
do.
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
4 do. ſteuerfrei . 98,20
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,70
97,50
do.
1
do. alte .
3
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,00
78,50
do.
4
2%
56,10
do.
3 Raab=Oedenburger . . 75,20
4 Ruſſ. Südweſt..
90,00
Kronpr. Rudolfbahn . —
In Proz.
St.
75,90
2¾/10 Livorneſer .
Miſſouri=Paciſic .
Bagdadbahn Mk. 408
Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 102,20
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 165,50
Darmſtädter Bank 130,70
Deutſche Bank . . . 251,90
Deutſche Vereinsbank 127,75
Diskonto=Geſellſchaft 186,00
Dresdner Bank . 157,20
Mitteldeut. Kreditbk. 119,50
Nationalbk. f. Deutſchl. 128,90
101,40
Pfälzer Bank .
.143,00
Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank . 139,00
4 Wiener Bank=Verein 137,60
Pfandbriefe.
Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
do. S. 19. . . . . 92,30
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
90,50
½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,80
3½
Meining. Hyp.=Bank 101,00
91,10
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
3½ do. (unk. 1914) 91,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
a2,70
do,
3½
InPeoz.
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt
3½ do.
100,90
4 Frankfurt.
96,30
3½ do.
4 Gießen .
3½ do.
„ 100,00
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
. 100,60
3½ do.
91,60
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim .
100,10
3½ do.
4 München .
101,00
3½ Nauheim
-
4 Nürnberg .
-
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden .
. 103,00
3½ do.
4 Worms.
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,20
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 135,00
5 Donau=Reg. fl. 100 149,00
3 Holl, Komm. „ 100 105,80
In Proz.
Bf.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=Pfand=
.. 136,50
briefe. .
Oeſterr! 1860er Loſe 172,80
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150 115,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl. 7 38,00
Braunſchweiger Tlr. 20
Freiburger Fs. 15 55,00
Mailänder
Fs. 45 133,00
do.
Fs. 10
Meininger
fl. 7 37,10
Oeſterreicher v. 1864 „ 100
do. v. 1858 „ 100 461,00
Ungar. Staats „100 383,50
Venediger Frs. 30
Türkiſche
„ 400 182,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,39
20 Franks=Stücke
16,21
Oeſterr. 20=Kronen .
16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten .
20,44
Franzöſiſche Noten .
81,20
169,40
Holländiſche Noten .
80,65
Italieniſche Noten
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,15
Ruſſiſche Noten . .
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto .
Reichsbank=Lombard Zäf. 5%
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Nummer 176.
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ſtraße 20, 3. Stock.
(2827a
Ich nehme die gegen die Familie
Stein=
a mann am 23. Mai 1910 ausgeſprochenen
Beleidigungen mit Bedauern zurück u. habe
in dem gerichtlichen Vergleich die Zahlung
einer Buße von 5 Mk. an die
Landeswaiſen=
kaſſe und die Koſten des Verfahrenes
übernommen.
(*18464
Philipp Will, Ludwigshöhſtraße 10.
nehme die mir zur Laſt gelegten
Alh) Ausdrücke gegen die Familie
Rehm mit Bedauern zurück und habe
in dem gerichtlichen Vergleich die Koſten
des Verfahrens übernommen. (*18600
Frau Jakob Jakobi.
junge Leute ſuch. gut. Pribat=
Mittags=
tiſch um 2 Uhr. Off. mit Preisangabe
unter G 74 an die Expedition. (*18561
Zuen cht
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Reich und Arm, Hoch und Niedrig. Alle
suchen seinen Rat in Geschäfts- und
Heiratsangelegenheiten über Freunde und
Feinde, bei Veränderungen, Spekulationen,
Liebesangelegenheiten, Reisen und allen
Ereignissen im Leben.
Viele sagen, er habe Ihr Leben
mit bewunderungswürdiger
Genauigkeit enthüllt.
Schriftbeurteilungen werden für nur
kurze Zeit allen Lesern dieser Zeitung
gratis gesandt.
Hat ſich der
myſtiſche
Schleier,
welcher die
Wiſſenſchaft
der Alten
ge=
heimnisvoll
verhüllte,
endlich
geho=
ben? Konnte
wirklich ein
ſo
voll=
kommenes
Syſtem
auf=
geſtellt
wer=
den, das mit
ziemlicher
Genauigkeit den Charakter und die
Ver=
anlagung eines jeden Menſchen enthüllt
und ſein Leben ſo in Umriſſen ſkizziert, daß
es ihm möglich wird, Irrtümer zu vermeiden,
und aus ſich bietenden Gelegenheiten
Vor=
teil zu ziehen?
Roxroy, der ſich ſeit zwanzig Jahren in
die Myſterien der geheimen Wiſſenſchaften
vertieft und die verſchiedenen Methoden,
das Lebensſchickſal vorherzuſagen, ſtudiert
hat, ſcheint alle ſeine Vorgänger an Ruhm
zu überflügeln. Sein Studierzimmer iſt mit
Briefen aus allen Weltteilen förmlich
über=
ſchüttet; ſie zählen die Wohltaten auf, deren
man auf Grund ſeines Rates teilhaftig
ge=
worden. Viele ſeiner Klienten ſehen auf
ihn als einen mit beſonderen Kräften
aus=
geſtatteten Mann; ſeine Beſcheidenheit aber
läßt ihn ſagen, das Vollbringen ſo
merk=
würdiger Taten ſei lediglich auf das ihm
eigene Verſtändnis der Naturgeſetze
zurück=
zuführen.
Er iſt von leutſeligen Gefühlen für die
Menſchheit erfüllt, und die Art und Weiſe
ſeines Umganges und Auftretens machen
ſogleich den Eindruck eines Mannes, der
aufrichtig an ſein Werk glaubt. Große Stöße
Dankesbriefe von Leuten, die ſeinen Rat
eingeholt haben, legen neben anderen
über=
zeugenden Beweiſen Zeugnis von ſeinen
Fähigkeiten ab. Selbſt Aſtrologen und
Wahrſager räumen ein, daß ſein Syſtem
alles bislang Vorgekommene übertrifft.
Baroneß Blanquet ſchreibt in einem
Briefe Herrn Prof. Roxroy:
Ich danke Ihnen für mein
ausführ=
liches Horoscop, welches wirklich von
außer=
ordentlicher Genauigkeit iſt. Ich habe
bereits mehrere Aſtrologen um Rat erſucht,
aber nie wurde mir in ſo zutreffender
Weiſe die Wahrheit mitgeteilt.
Mit Vergnügen werde ich Sie allen
meinen Freundinnen und Bekannten
emp=
fehlen; ich bin ſicher, daß es eine gute
Tat wäre, Ihre wunderbare Wiſſenſchaft
allgemein bekanntzumachen.
Wenn Sie aus Roxroys freigebigem
Anerbieten Vorteil ziehen und eine
koſten=
loſe Leſeprobe erhalten wollen, ſo ſenden
Sie Tag, Monat und Jahr Ihrer Geburt
ein, nebſt Angabe, ob Herr, Frau oder
Fräu=
lein, ſowie auch eine Abſchrift des
folgen=
den Verſes in Ihrer eigenen Handſchrift:
Ich habe von Ihrer Gabe gehört,
Im Buche des Schickſals zu leſen,
Und möchte von Ihnen hören den Rat,
Den Sie mir haben zu geben.
Geben Sie Namen, Geburts=Datum und
Adreſſe genau und in deutlicher Handſchrift
an. Senden Sie Ihren mit 20 Pf.
fran=
kierten Brief an Roxroy, Dept. 662A,
Nr. 177a, Kensington High Street, LondonN.,
England. Sie mögen nach Belieben auch
50 Pfg. in Briefmarken Ihres Landes
mitſenden für Porte=Auslagen,
Schreib=
gebühr uſw. Senden Sie jedoch im Brief
eine Geldmünzen.
(15067
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E zu verkaufen. Offerten unter G 68
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uterh., zweiſchläf. Bettſtelle zu verkaufen
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Kinderwagen f. 20 Mk. zu verk.
n ſehr gut erh. Sitz= u. Liegewag. zu verk.
Näh. in der Expedition.
Gutenbergſtr. 52, part.
Nummer 176.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
(—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 19. Juli: dem Kaufmann Peter
Piazolo, Dieburger Straße 21 (wohnhaft in
Biebes=
eim a. Rh.), e. T. Maria Gertrude. Am 24.: dem
Eiſenbahnpackmeiſter Chriſtoph Bub,
Eliſabethen=
raße 29, e. T. Margareta. Am 23.: dem Poſtboten
Guſtav Stähle, Heinheimerſtr. 86, e. T. Anna Barbara
Eliſabeth. Dem Schreiner Heinrich Flauaus,
Mag=
alenenſtr. 19, e. T. Anna Valerie. Am 20.: dem
Ser=
geanten im Leibgarde=Inf.=Regiment Nr. 115 Jakob
Müller, Dieburger Straße 11, e. T. Helene. Am 22.:
dem Kaufmann Walter Schweter, Hochſtr. 30, e. T.
Hilda Elſe. Am 23.: dem Kaufmann Eduard Volz,
Ludwigſtr. 13, e. T. Irmtraud Antonie. Dem
Haus=
durſchen Hermann Platt, Liebfrauenſtr. 41, e. T.
Elsbeth Chriſtine Margarete. Am 27.: dem Taglöhner
Wilhelm Engelhardt, Pankratiusſtr. 48, e. S. Wilhelm.
Am 28.: dem Taglöhner Georg Schwebel, Roßdörfer
Straße 1, e. T. Eliſabeth. Am 22.: dem Poſtillon Auguſt
Brethauer, Hofſtallſtr. 8, e. S. Auguſt Fritz Georg.
Am 26.: dem Dachdecker Heinrich Reich,
Lauteſchläger=
ſtraße 42, e. T. Mathilde Dora.
Aufgebotene. Am 26. Juli: Ziegeleiarbeiter
Hein=
rich Velten in Soſſenheim mit Eliſabetha Boll in
Mainaſchaff. Schreiner Jakob Vetter in Ober=
Klingen mit Dienſtmagd Anna Barbara Bauer in
Glattbach. Zimmermann Heinrich Petri II. in
Weiterſtadt mit Dienſtmagd Maria Ehrhardt, dahier.
Kutſcher Georg Philipp Bonn, Neugaſſe 5, mit
Ein=
legerin Margareta Emig, ebendaſelbſt.
Vizefeld=
webel von der Halbinvaliden=Abteilung 18. Armeekorps
Heinrich Kirmes in Mainz mit Philippine Eliſab.
Willima Wenner, Neckarſtr. 4. Schreibgehilfe
Niko=
laus Ludwig Heinrich Gebhardt, Eckhardtſtr. 15, mit
Eliſab. Nieder in Obex=Ramſtadt, Am 27.: Friſeur
Guſtav Schnaars, Neckarſtr. 24, mit Anna Margareta
Steinmetz, Luiſenſtr. 8. Eiſenbahnhilfsſchaffner
Heinrich Wagner in Biſchofsheim mit Dienſtmädchen
Chriſtine Schimpf, Grüner Weg 32. Am 28.:
Stein=
brecher Karl Gottlieb Störtzer in Griesheim mit
Dienſtmädchen Katharina Feuerbach, ebendaſelbſt.
Kunſtglaſer Wilhelm Friedrich Karl Martin in
Quedlinburg mit Schneiderin Luiſe Anna Mathilde
Heiß, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 26. Juli: Werkmeiſter Ldg.
Rebſon, 61 J., ev., Hochſchulſtraße 2. Am 27.:
Land=
wirtin Joſephine Gruber, 59 J., kath., Münſter.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Seite 15.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
10. Sonntag nach Trinitatis, den 31. Juli 1910
Hoſkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
— Mittwoch, den 3. Auguſt, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr:
Miſſions=
prediger Goldſtern. (Kollekte.) — Nachm. um 6 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
331. Juli, vormittags um 11¼ Uhr: Chriſtenlehre für den
Schloß bezirk. Pfarrer Weißgerber.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Diviſionspfarrer Lie Schettler.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann.
Eliſabethenſtiſt: Samstag, den 30. Juli, nachmittags
3 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 31. Juli, vormittags
10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit hl. Abendmahl. Pfarrer
Knöpp.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel.
Pauluskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Weißgerber.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 31. Juli,
nachmittags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung.
Pfarrer Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzver=
ſammlung. — Donnerstag, den 4. Auguſt, abends
8½ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 31. Juli, vormittags 10 Uhr: Predigt. —
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachm. 4 Uhr:
Predigt. Jedermann iſt herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. 30): Samstag, den
30. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
11. Sonntag nach Pfingſten, den 31. Juli 1910
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
lezte heil. Meſſ. —. Nachm. um 3 Uhr:
Armenſelen=
andacht für die Abgeſtorbenen der Gemeinde. — Um
4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim. — Um 6 Uhr:
Aloyſianiſche Andacht. — Donnerstag, nachmittags um
5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte. — Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Austeilung der heil. Kommunion. — Um 7 Uhr: heil.
Meſſe. — Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte. — Freitag, vorm. um ¼9 Uhr:
Segen=
amt zu Ehren des Herzens Jeſu.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhauſe auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 30. Juli,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 31. Juli 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachmit=
tags um 2 Uhr: Armenſeelenandacht. — Donnerstag,
den 4. Auguſt, abends 5 Uhr: Beichtgelelegenheit. 2
Freitag, den 5. Auguſt, abends ½6 Uhr: Herz=Jeſu=
Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
30. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
11. Sonntag nach Pfingſten, den 31. Juli 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Armenſeelen=
An=
dacht. — Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag,
nachmit=
tags von 6—7 Uhr. — Donnerstag, nachm. um 5 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 30. Juli, abends
um 5 Uhr: Beichte.
11. Sonntag nach Pfingſten, den 31. Juli 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½ 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 11. Sonntag nach Pfingſten,
den 31. Juli, vormittags um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 20. Juli: Dem Königl. Preuß.
Geſandten Martin Johann Freiherr von Jeniſch, dahier,
S. Martin Oskar Stephan Dankward, geb. 15, Juni.
Stadtgemeinde: 17. Juli: Dem Schreiner Georg
Leonhard Ernſt Wilhelm Ludwig Aßmuth T. Paula
Marie, geb. 24. Mai. 19. Juli: Dem Glasreiniger Johann
Friedrich Mühlbach S. Friedrich Wilhelm, geb. 24. Dez.
1909. 24. Juli: Dem Poſamentier Hermann Arthur
Elwert S. Hellmut, geb. 12. Juli. 15. Juli: Dem
Tag=
löhner Georg Muntermann S. Emil Theodor Joſeph,
geb. 9. Juni. Dem Inſtallateur Auguſt Emil Armin
Ihrig S. Wilhelm Georg Peter, geb. 28. November 1909.
17. Juli: Dem Kaufmann Johann Leonhard Spatz S.
Georg, geb. 11. Juni. Dem Fabrikarbeiter Georg Daum
S. Georg, geb. 27. Juni. Dem Tapezier Franz Lapp
C. Paul=Karl Heinrich, geb. 27. Juni. Dem
Handels=
gärtner Rudolf Wilhelm Zipf S. Heinrich Rudolf, geb.
24. Juni.
Johannesgemeinde: 23. Juli: Dem Heizer
Jakob Geduldig T. Anna Chriſtine Luiſe, geb. 7. Juni.
Dem Spengler Friedrich Schönbein S. Hans Alex
Friedrich, geb. 7. Juli. 24. Juli: Dem Klaviermacher
Karl Ernſt Klink S. Kurt, geb. 15. Mai. Dem Eiſendreher
Heinrich Wambold S. Karl, geb. 14. Juni. Dem
Mechaniker Wilhelm Liſemer S. Georg Ernſt Wilhelm,
geb. 12. Juni. Dem Tapezier Peter Grein T. Auguſte
Eliſabeth, Lina, geb. 19. Juni.
Martinsgemeinde: 21. Juli: Dem Fabrikarbeiter
Valentin Böhmann S. Willi, geb. 25. Juni. 23. Juli:
Stadtkaſſebüroaſſiſtenten Jakob Löhr S. Jakob Karl
Otto, geb. 25. Juni. 25. Juli: Dem Laborant Peter
Meerſtetter S. Hermann, geb. 1. Juli. 23. Juli: Unehel.
T. Eliſabeth, geb. 14. Juli. 24. Juli: Dem
Lokomotiv=
hilfsheizer Martin Dörnberger S. Georg Wilhelm, geb.
28. Juni. Dem Metzger Heinrich Roeger T. Marie
Frieda, geb. 8. Juli. Uneheliche T. Anna, geb. 7. Mai.
25. Juli: Dem Spengler Wilhelm Joſef Gelfius T.
Chriſtina Elſa, geb. 3. Januar.
Petrusgemeinde: 24. Juli: Dem Bankdiener
Karl Georg Emil Glock S. Auguſt, geb. 16. Mai. Dem
Schreiner Alois Fix S. Willi Albrecht, geb. 20. Juni.
Paulusgemeinde: 24. Juli: Dem Schloſſer
Friedrich Auguſt Wedel S. Friedrich, geb. 31. Mai. Dem
Gerichtsſhreibergehiſen Georg Lauber T. Ama Marie
Thereſe, geb. 26. Juni. Dem Küfer Reinhard Gelfius
T. Gottliebe Karoline, geb. 28. Juni.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 16. Juli: Bankbeamter Georg
Bickel und Emma Orbig. 17. Juli: Schreiner Andreas
Schnellbächer und Anna Benz. 23. Juli: Inſpektor des
ſtädtiſchen Hallenſchwimmbades Carl Alexander Klein
und Karoline Marie Katharine Holtz. Ingenieur zu
Achern Carl Grieshaber und Anna Dorothea (gerufen
Luiſe), Holtz. 14. Juli: Pianofabrikant Heinrich Karl=
Ludwig Arnold und Marie Helene Mattes, geb. Arnold.
16. Juli: Kaufmann Franz Eduard Röhler und
Mar=
gareta Weber.
Johannesgemeinde: 23. Juli: Bürgermeiſterei=
Sekretär Philipp Deichert und Anna Trompp von hier.
26. Juli: Profeſſor an der techniſchen Hochſchule Doktor=
Ingenieur Georg Koehler und Dorothea Rummel von
hier.
Martinsgemeinde: 25. Juli: Heizer Konrad
Ludwig Fiſcher, hier, und Eliſabethe Weißmüller aus
Bensheim. 24. Juli: Bürogehilfe Michael Fiſcher und
Marie Eliſabeth Auracher.
Petrusgemeinde: 24. Juli. Verſicherungsbeamter
Wilhelm Waſſer und Anna Luiſe Schlamp.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 18. Juli: Heinz Hans Taſche,
2 J., ſtarb 15. Juli. 23. Juli: Privatin Luiſe Frey, ledig,
81 J., ſtarb 21. Juli. 25. Juli: Witwe Berta Roſt, geb.
Roland, 56 J., ſtarb 23. Juli. 28. Juli: Werkmeiſter
Ludwig Rebſon, 61 J., ſtarb 26. Juli. 16. Juli: Wärter
im Arbeitshaus zu Dieburg Peter Ohl, 44 J., ſtarb
14, Juli. 21. Juli: Marie Hettinger, geb. Riehl, Witwe
des Reſtaurateurs Georg Hettinger, 63 J., ſtarb 18. Juli
zu Karlsruhe. 23. Juli: Eingeſegnet: Luiſe Baur, geb.
Siebert, Witwe des Steuerkommiſſärs Auguſt Baur,
81 J., ſtarb 21. Juli. 16. Juli: Schneider Chriſtian
Spiegel, 80 J., ſtarb 13. Juli. 17. Juli:
Schuhmacher=
meiſter Leonhard Stilling, 46 J, ſtarb 15. Juli. 20. Juli:
Frieda Etz, T. des Schuhmachermeiſters Friedrich Etz,
17 J., ſtarb 18. Juli. 23. Juli: Emilie Scheich, geb.
Henſſe, Ehefrau des verſtorbenen Oberleutnants Leopold
Scheich, 71 J., ſtarb 20. Juli. 24. Juli: Zimmermann
Georg Himmler, 77 J., ſtarb 22. Juli.
Martinsgemeinde: 21. Juli:
Hauptſtaatskaſſe=
diener Chriſtian Bohl, 66 J., ſtarb 18. Juli. 23. Juli:
Hofmaurermeiſter Jakob Wilhelm Mersheimer, 61 J.,
ſtarb 21. Juli. 22. Juli: Wagnermeiſter Philipp Friedrich,
74 J., ſtarb 20. Juli. 24. Juli: Dorothea Kollmer,
Ehe=
frau des Taglöhners Jakob Kollmer, 35 J., ſtarb 22. Juli.
25. Juli: Marie Schuchardt, T. des verſtorbenen Rentners
Karl Schuchardt, 47 J., ſtarb 19. Juli in Interlaken.
Friedrich Wilhelm Schubert, S. des Gefangenenaufſehers
Jakob Schubert in Butzbach, 2¼ J., ſtarb 23. Juli.
26. Juli: Katharina Blum, Ehefrau des Rohrlegers
Georg Blum, 53 J., ſtarb 23. Juli.
Paulusgemeinde: 23. Juli: Fräulein Ottilie
Wagner, 74 J., ſtarb 20. Juli. 24. Juli: Fräulein Hedwig
Wixths, 58 J., ſtarb 22. Juli.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 4. Juli: Dem
Fabrik=
arbeiter Peter Anton Lenſter T. Mina, geb. 29. Mai.
9. Juli: Dem Schloſſer Friedrich Rieder S. Albert Carl,
geb. 6. Juli. 10. Juli: Dem Zuſchneider Peter Röhm
Zwillinge, T. Margaretha und Paula Kätha, geb.
5. Juli. 14. Juli: Dem Töpfer Carl Otto Lehmann S.
Walter, geb. 16. Mai. 17. Juli: Dem Sergeant Adam
Bleſſing T. Margaretha, geb. 13. Juni. 18. Juli: Dem
Schuhmacher Heinrich Ad. Füller S. Heinrich Franz,
geb. 17. Juli. 28. Juli: Dem Taglöhner Adam Summer
T. Anna Margareta, geb. 18. März.
Getraute bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 7. Juli:
Landbrief=
träger Karl Kirchner zu Friſchborn und Anna Nußbickel
dahier. 16. Juli: Mechaniker Friedrich Wilhelm Wehe
zu Köln und Antonie Gerdemann zu Griesheim.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 6. Juli: Prokuriſt
Joſeph Weckbach, 55 J., ſtarb 3. Juli. 9. Juli: Maria
Jäger, T. des Ewald Jäger, 10 J. 2 M., ſtarb 7. Juli.
12. Juli: Amalie Petri, geb. Blüm, Ehefrau des
Tag=
löhners Chriſtoph Petri, 26 J. 7 M., ſtarb 10. Juli.
Franz Seraphim Wild, S. des Joſeph Wild, 1 J., ſtarb
12. Juli. 13. Juli: Fabrikant Hermann Oskar Dubois
aus Mannheim, 48 J. 1. M., ſtarb 10. Juli. Jakob
Friedrich Kälber, S. des Kammachers Ernſt Wilhelm
Kälber zu Ober=Ramſtadt, 6 M., ſtarb 10. Juli. 20. Juli:
Heinrich Füller, S. des Schuhmachers Heinrich Füller,
1 T., ſtarb 19. Juli. Aloyſia Größmann, Ehefrau des
Grundarbeiters Georg Größmann XV. zu Pfungſtadt,
0 J. 1 M., ſtarb 18. Juli. 25. Juli: Karoline Willwohl,
geb. Merkel, Ehefrau des Kaufmanns Georg Philipp=
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Seite 16.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Jnli 1910.
Nummer 176.
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Der arme Mann im Tockenburg.‟)
Kennen Sie den „armen Mann im Tockenburg?‟
hab’ ich wie oft gefragt; Männer und Frauen von
allerlei Art. Die Antwort war faſt immer: „Wer iſt
das?” Und doch hat man das Wenige, was wir von
ihm haben, ſeit dem 18. Jahrhundert nicht ſelten
ge=
druckt; er hat Leſer und Freunde gefunden, auch
Be=
wunderer. Immer iſt er wieder vergeſſen worden;
auf ſeinen eigentlichen Platz in unſerer Geſchichte hat
ihn noch niemand geſtellt. Darum hat es mich oft
hin=
geriſſen, in dieſer oder jener Geſellſchaft, die nichts von
ihm wußte, mit ſo viel Lobpreiſung von ihm zu
ſpre=
chen, daß ich mich hinterdrein wohl fragte: Haſt du in
deinem Feuereifer nicht zu viel geprieſen? Wenn dieſe
*) „Das Leben und die Abenteuer des armen
Mannes im Tockenburg” iſt der Titel eines vergeſſenen
Buches, das der neubegründete Verlag von Meyer &
Jeſſen in Berlin SW. 11, neu auflegt (Peis 2,50 Mk.),
und dem Adolf Wilbrandt dieſes ſchöne Geleitwort mit
auf den Weg gibt.
Aufgeſtachelten ihn nun leſen werden, werden ſie nicht
ſagen: nun ja, recht hübſch, aber warum übertreibt er
ſo? — Dann hab’ ich wohl zu Haus den „armen Mann”
wieder zur Hand genommen und hier und da
aufge=
ſchlagen und gleichſam mit dem Ohr dieſer anderen
hineingehorcht. Zuletzt bin ich lächelnd beruhigt und
neu gerührt wieder aufgeſtanden. Nein! Ich ſagte
nicht zu viel von ihm. Er iſt ein Phänomen, ein
Ein=
ziger, Unvergleichlicher. Er war kein Fabulierer, kein
Fruchtbarer wie Hans Sachs; aber zehnmal mehr Poet.
In dem kleinen Schatz, den er uns hinterlaſſen hat,
ſind Perlen und Rubinen.
Ulrich oder Uli Braeker kam am 22. Dezember
1735 in dem Schweizer Tal zur Welt, das Tockenburg
oder Toggenburg genannt wird; faſt ſieben Jahre nach
Leſſing, nicht vierzehn vor Goethe. Die Geſchichte
ſeines Lebens erzählt in entzückender Aufrichtigkeit
und poeſievoller Lebendigkeit, wie er, eines ewig
blut=
armen Mannes ewig um ſein Daſein kämpfender
Sohn, Geißen weidet, liebt, tagelöhnert, webt, handelt,
träumt, lieſt, phantaſiert; kurz, wie er das Leben
eines=
zum Dichter geborenen Habenichts führt, der redlich
arbeitend, wenig erreichend, oft leichtgläubig, oft
be=
trogen, bald im Elend verzagt, bald ſich eine Welt von
Luftſchlöſſern bauend, von ſeiner keifenden Hausehre
immer gemeiſtert, nie an ſeinem Gott verzweifelnd,
ſich durch gute und böſe Jahre wie ein vielgekrümmter
Fluß durch ſein Engtal hinwindet; bis er endlich, noch
nicht 63 Jahre alt, in Gottes Schoß zurückkehrt, als
deſſen Kind er ſich ſein Leben lang in immer reinerer
und verklärterer Frömmigkeit gefühlt hatte. Als
Zweiunddreißiger begann Uli zu ſchriftſtellern,
bald auch Verſe zu machen; aber noch mehr einem
mora=
liſierenden Nachmittagsprediger gleich; 1770 fing er
an, ein Tagebuch zu ſchreiben, ſein dürftiges Leben
mit Betrachtungen zu begleiten und jenen Naturſinn
in ſich auszubilden, der allmählich ſeine ſchönſte Kraft
werden ſollte und ſein holdeſter Troſt. In ſeiner Proſa
wuchs, Gott weiß wie, dieſer ganz eigene Duft heran,
der ſeine entbauerte Seele, ſeinen geadelten Geiſt zu
den wirklichen Poeten geſellt. Er ward ein Dichter
und wußte es nicht. Er lernte ohne Lehrer ſeine
Ge=
fühle und Gedanken formen, wie der Bildner Wachs
und Ton. Als Dichter ſchrieb er auch ſein Büchlein
„Etwas über Shakeſpeare” nachdem er in der kleinen
Bücherſammlung der „Moraliſchen Geſellſchaft” (in
dem benachbarten Städtchen Lichtenſteig) dieſen ſeinen
Abgott kennen gelernt hatte, dem er fortan, wie Fauſt
der Helena „Neigung, Lieb‟, Anbetung, Wahnſinn”
zollte. Nicht vieles iſt ſo rührend zu leſen, wie dieſe
Ergießungen einer tief verſtehend begeiſterten, oft
feurig beredten, in demutsvoller Andacht hingegebenen
Auchdichterſeele.
Die Geſchichte ſeines Lebens, die er in den Jahren
der Reife, 1781 und weiter, ſchrieb, gab er hernach
ſeinem Seelenhirten und begönnernden Freund, dem
Pfarrer Martin Imhof zu Wattwyl, nebſt anderen
Werken ſeiner Feder zu leſen; durch Imhof kam ſie zu
H. G. Füßli, dem Inhaber der Buchhandlung Orell
Geßner Füßli und Comp. in Zürich, auch Schriftſteller,
Lehrer und Staatsmann. Füßli teilte 1788 im „Schweis
zeriſchen Muſeum” das erſte Probeſtück mit, das, wie
er ſelber erzählt, „auch unter den verſchiedenſten Klaſe
ſen von Leſern allgemeinen Beifall fand”. „Man
mochte die einander ziemlich ſchnell gefolgten
Fortſetz=
ungen kaum erwarten; niemals wurde auch die
ge=
ſpannteſte Neugierde getäuſcht, und jedesmal nach dem
Verfaſſer lüſterner gemacht.‟ Durch dieſen Erfolg eks
mutigt, gab Füßli 1789 das Ganze als Buch
heraus=
unter dem Titel: „Lebensgeſchichte und Natürliche
Ebentheuer des Armen Mannes im Tockenburg”. Nür
wenige Schilderungen aus dem eigenen Leben gibtes
auf der Erde, die an Friſche, Natur, Anmut, Poeſit
mit Ulrich Braekers Werk zu vergleichen ſind. Wig
er ſeine Geißhirtenjahre, wie er ſeine Liebe zu Aenns
chen erzählt, das iſt des größten Künſtlers würdige
Aber alles lebt. Alles blüht auch. Oft reißt uns eine
dramatiſche Kraft mit ſich fort. Und ein Wunderding
zum Kopfſchütteln iſt, wie ein Menſch, in dem keine
kriegriſche Ader lebte, die Lowoſitzer Schlacht
beſchrie=
ben hat, in der er (der durch Werberliſt Verlockte)
deſertiert. Faſt um dieſelbe Zeit, in der Goethes Proſ
ſich im „Werther” zu ihrer höchſten Jugendblüte ents
faltete, rang ſich im alemanniſchen Gebirge ein unges
bildeter Weber zu einem Schriftſteller empor, den man
ruhig neben Goethe nennen kann; ja vielleicht
ſteht=
als Proſgdichter niemand dem jungen Goethe ſo nahe
wie er=Es war eine Begabung in ihm, die man im
mer anſtaunen muß, ſchwer begreifen kann. Er hatte
alle Eigenſchaften des Dichters, nur Erfindung fehlten
von den, Tönen, die unſere ganze Natur mit Kunſt
greifen, hat ihm vielleicht keiner gefehlt. Mitten
muſenloſeſter Umgebung, in allen Bitterniſſen widen
wärtigſter Art, in ſelbſtbildender, unberatener Eins
ſamkeit, gewinnt er einen ſolchen Reichtum an Stim
mungen, Vorſtellungen, Empfindungen, einen
hohen, unzerſtörbar freudigen Lebensſinn, eine ſolche
Stufenleiter von Ausdrucksmitteln, daß man gerühnt
und beſchämt vor dieſem Naturwunder ſteht. Zuwei
len, durch irgendein angeleſenes Gefühl fortgetragen
zieht er wohl an einem fremden, kunſtmäßigen Ges
läut; im nächſten Augenblick kehrt er zur Natur zurück
Kein Menſch hat lebendiger erzählt als er. Eine der
ſchönſten Erſcheinungen in der deutſchen
Literatur=
geſchichte; eine allerhöchſte Bekräftigung und Beſtätigs
ung, daß die große Zeit unſerer Poeſie aus der
Ur=
kraft unſeres Volkes hervorgegangen iſt.
Für den hier vorliegenden Neudruck der Lebenss
geſchichte iſt eine ſo wünſchens= wie dankenswerte
Arbeit gemacht worden; die früheren Ausgaben, die
von Füßli und die von Eduard Bülow, ſind verglichen
und auseinander verbeſſert oder ergänzt worden, wo
es möglich war; da beide Herausgeber dem Urtext nicht
überall treu gefolgt ſind, ſondern mit perſönlichen
Willkür gekürzt, auch „verbeſſert” haben. So iſt denn
dieſe Ausgabe, wenn ſie auch nicht die verſchwundene
Urhandſchrift zugrunde legen konnte, jedem anderen
Abdruck vorzuziehen.
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Durch die neueſten geſetzlichen Beſtimmungen ſind
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ſtenz zu untergraben.
Wir ſehen uns leider vor die Alternative geſtellt,
entweder unſere Betriebe gänzlich einzuſtellen reſp.
einzuſchränken, oder unſere Eintrittspreiſe zu erhöhen.
Bis zur Entſcheidung Gr. Miniſteriums des Innern,
an das wir uns unter Darlegung unſerer Verhältniſſe
um Abhilfe gewendet haben, müſſen wir uns leider
entſchließen, einſtweilen wieder den
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einzuführen.
Wir wenden uns hiermit vertrauensvoll an alle
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*18337dfs) Kindergärtnerin, Kindermädch.,
Kinderfrau, Hausmädchen, Mädchen vom
Lande ſuchen Stellen
Frau Neßling, Ludwigſtraße 8.
B14984) Eine Frau ſucht Laufſtelle. Zu
erfragen Beſſungerſtraße 85.
*18357dso) Unabh. Mädchen ſ. halbe
oder ganze Tage waſchen oder putzen
Näheres Kirchſtraße 21, IV.
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27 Jahre, ſucht Stellung als Haushälterin
zu einzeln. Herrn od. Dame. Offerten unter
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*18440) Frau empfiehlt ſich im Bügeln in
u. außer dem Hauſe. Näheres Expedition.
*18582so) Gebildete Dame, anfangs 40,
ſucht Stellung als Hausdame, zu
ſelbſt=
ſtändiger Führung des Haushalts oder
Kindererziehung; event. auch entſprechende
Stellung in Anſtalt oder Sanatorium. Beſte
Empfehlungen u. Zeugniſſe. Offerten unter
G 78 an die Expedition d. Bl.
Eine ältere kräftige Frau ſucht, geſtützt
auf gute Zeugniſſe, Stellung als
Haushalterin
am liebſten bei einem älteren Herrn. Iſt
in der Krankenpflege ſehr erfahren. Zu
er=
fragen Heidelbergerſtr. 66, I. (*18568sid
15117) Mehrere Köchinnen und
Haus=
mädchen ſuchen Stellung durch Frau
Babette Löhr, Stellenvermittlung,
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penheim a. B.
*18533) Reinl. Lauffrau ſucht Laufdienſt
f. vorm. 2 St. Zu erfr. Marienpl. 11, Hth.
18498) Frau ſucht für 2 Stunden morg.
Beſchäftigung
Marktſtr. 2, 2. Stock.
*18535) Reinl. Frau ſucht für morgens
Laufdienſt od. Aushilfe Nieder=Ramſtädter
ſtraße 31, Hinterhaus part. rechts.
*18548) Mädchen ſucht Laufdſt. von 8—3
Uhr Wendelſtadtſtr. 39, 1. St. rechts.
*18482) Ein in all. Arbeit bew. Mädchen
mit langj. Zeugn. ſucht Stelle in kl. ruhig.
Haush. durch F. Cronert, Stellenb,, Mühlſtr. 23.
*18595) Stellen ſuchen: 20jähr. Mädchen
bis zum 15. Auguſt und jüngere. Frau
Scheid, Stellenbureau, Dieburgerſtr. 32.
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Karl Bäumer, Alexanderſtraße 9.
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Zeumn-
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Lehrmädchen geſucht
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Putz.
Mehrere Verkäuferinnen, ſowie
Modistinnen ſucht per 1. September
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14708sss) Für eine Filiale ſucht ein Kurz=
und Modewarengeſchäft
mehrere Verkäuferinnen
per 1. Oktober. Seitherige Tätigkeit, ſowie
Gehaltsanſprüche erbitte unter Offerte F41
an die Expedition d. Bl.
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braves Dienſtmädchen
zum 1. Auguſt geſucht. Näheres
Expedition.
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ein. jüng. Ehepaar, zu zwei älteren Leuten
zu ein. Dame, bürg. Köchin z. 1. Auguſt geſ.
Frau Neßling, Ludwigſtraße 8.
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in guten Haushalt ſofort geſucht. Näh.
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das ſchon in guten Häuſern gedient hat,
ſelbſtändig kocht, alle Hausarbeit u. etwas
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das kochen kann u. alle häusliche Arbeiten
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geſucht Mollerſtraße 27, 3. Stock. Köchinnen, Kinder,
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mitttags. *18471) Zuverläſſige Lauffrau für vor=
mittags 2 Stunden geſucht. Näh. Rhein=
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kleinen Haushalt geſucht. Zu erfragen in
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des Vor= und Nachm. per 1. Aug. geſucht
Neue Ireneſtraße 12, parterre. *18487sm) Tücht. braves Dienſtmädchen
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Nummer 176.
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
Nummer 176.
Gekochtes Obſt iſt wichtig für die Ernährung
und ſollte jetzt aufkeinem Tiſch fehlen.
RoteJohaunis=
beeren und Himbeeren, welche ſehr gut zuſammen paſſen
und jetzt reichlich vorhanden ſind, ſchmort man und
ſer=
viert dieſelben mit einem Flammeri aus
Rondamin und Vollmilch.
Ein gleich verlockendes Sommergericht iſt ein
Mondamin=Fruchtflammeri. Man nimmt ſtatt
Milch den friſchen Fruchtſaft.
Man erhält 1 Liter Obſtſaft aus 1 Pfund Obſt, das man mit
wenig Waſſer ſchmort, kocht dann kalt angerührte 70 g Mondamin
hinein, 3 Mimten lang, nicht 10 Mimten, wie bei der Milch.
K13792.58
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Drei Notizen. — 1½ Millionen Mark für ein Bild. —
Die Ringkämpfe. — Ueberfüllte Krankenhäuſer. — Das
Jubiläum der Charité. — Vor 200 Jahren und heute!
— Die bevorſtehenden Univerſitätsfeierlichkeiten. —
Spaltungen. — Ein Studentenheim.
Drei knappe Zeitungsnotizen
beleuchte=
ten dieſer Tage in recht merkwürdiger Weiſe beſtimmte
Verhältniſſe in Berlin. „Das hervorragende Werk des
Hugo van der Goes, eine Anbetung der drei Könige
darſtellend, iſt für 1458 000 Mark für das Kaiſer
Friedrich=Muſeum ängekauft worden.‟ — „Der
Ber=
liner Polizeipräſident hat alle Ringkampfvorführungen
bis auf weiteres unterſagt, da es gelegentlich derſelben
zu erregten Auftritten gekommen! — „Eine Mutter,
die ihr ſchwererkranktes Kind in einem der im Norden
der Stadt gelegenen Krankenhäuſer unterbringen
wollte, wurde überall wegen Ueberfüllung abgewieſen;
das Kind ſtarb am folgenden Tage.”— Einem ſpäteren
Sittenſchilderer unſerer Zeit werden dieſe drei kurzen
Mitteilungen wichtiges Material zu näheren
Betrach=
tungen über die deutſche Reichshauptſtadt und deren
Bevölkerung im Beginn des 20. Jahrhunderts
dar=
bieten!
Faſt 1½ Millionen Mark für das Bild
eines altniederländiſchen Meiſters, der in
unſeren Galerien ſchon vertreten und der, wenn er
auch zu den Großen und Seltenen gehört, doch nicht
eine ſo enorme Summe für eins ſeiner Werke
recht=
fertigt! Zumal jetzt, wo wir wahrlich nicht in Gold
plätſchern und von oben her immer von neuem zur
größten Sparſamkeit gemahnt wird. Damit der ernſten
Sache nicht der Humor mangelt, erfährt man, daß das
Gemälde noch immer in einem ſpaniſchen Kloſter hängt
und ſich ſeiner Auslieferung erhebliche Schwierigkeiten
entgegenſtellen, obwohl der Verkauf klipp und klar
ab=
geſchloſſen, ja, daß vielleicht wegen Einſpruchs der
ſpa=
niſchen Regierung aus dem Ganzen nichts wird, „zum
lebhaften Bedauern unſerer Muſeumsverwaltung=
Letztere ſcheint doch nicht recht über die Stimmung in
weiteren Volsſchichten unterichtet zu ſein, daß ſe mit
dem Geld wirtſchaftet, wie in dieſem Falle. Gewiß hat
fie die Pflicht, die Sammlungen möglichſt zu
vervoll=
ſtändigen, aber es gibt ſchließlich eine Grenze, die von
ſelbſt gezogen wird. Setzt man ſich über ſie hinweg, ſo
kann leicht das Gegenteil des erſtrebten Zweckes
ein=
treten. Die Volksſeele empfindet ſehr fein, was
ange=
bracht und nicht angebracht iſt; die auch der Kunſt ſo
notwendigen Sympathien können unter Umſtänden in
Abneigung oder gar Feindſeligkeit umſchlagen. Und
gewiſſe neuere Ankäufe des genannten Muſeums ſind
bereits ſo vielen und unerfreulichen öffentlichen
Er=
örterungen ausgeſetzt geweſen, daß eine Fortſetzung
derſelben, ſchon im Intereſſe des Anſehens des
Muſeums, wirklich nicht zu wünſchen iſt!
Natürlich wird einem von der Muſeumsſeite
ent=
gegengehalten werden, welch beſondere Aufgaben die
Kunſt zu erfüllen hat und wie ſie in hohem Grade
ver=
edelnd wirkt! Na, bei einem Teil unſeres
Großſtadt=
publikums hat man davon bisher verflixt wenig
ge=
merkt! Siehe obige polizeiliche Bekanntmachung! Dem
Polizeipräſidenten gebührt aufrichtiger Dank. Die
Szenen, die ſich vſt unter den Zuſchauern und leider
auch Zuſchauerinnen bei derartigen Ringkämpfen,
die in der letzten Woche hier überhand genommen,
ab=
ſpielen, ſind ſkandalöſer Art. Kürzlich wurde in einem
nahe dem Tiergarten an der Spree gelegenen Lokal nach
einem der „unentſchiedenen” Kämpfe von der
unzu=
friedenen Menge alles zertrümmert, was nicht niet=
und nagelfeſt war, die Polizei mußte energiſch
ein=
ſchreiten, es gab eine Anzahl Verwundeter. Bei
dieſen Bleſſierten, die in der nächſten Unfallſtelle
Hilfe ſuchten, erinnert man ſich des treffenden Wortes
eines Leipziger Profeſſors, bei dem einſt ein Student
mit einem ausgerenkten Arm erſchienen. „Wie haben
Sie denn das bloß angeſtellt?” fragte der Arzt. — „Ach,
wir haben geſtern abend dem Sänger T. die Pferde
ausgeſpannt und zogen den Wagen nach ſeinem Hotel.”
„Bitte”, meinte der Profeſſor, „gehen Sie ein paar
Häuſer weiter, dort wohnt ein Tierarzt!‟
In Berlin hätte der betreffende Student, falls er
ein Krankenhaus aufgeſucht, wahrſcheinlich gar keine
Gelegenheit gehabt, ſeine Erkärung abzugeben, man
hätte ihm ſchon am Portal bedeutet, daß er gefälligſt
draußen bleiben möchte, es wäre kein Plätzchen frei!
Die Zuſtände auf dem Gebiete der öffentlichen
ſtädtiſchen Krankenpflege ſind Berlins nicht
würdig, hier müßte ſehr bald energiſch Wandel
ge=
ſchaffen werden. Ohne Frage hat in den letzten Jahren
die Stadt viel auch in dieſer Hinſicht getan, aber es war
auch ſehr viel nachzuholen und die Lücken ſind noch
nicht ausgefüllt. Daneben ſcheint es mit der inneren
Verwaltung der einzelnen größeren Krankenhäuſer
nicht recht zu klappen; immer wieder hört man von
unliebſamen Vorfällen, die ſich auf Verpflegung,
Dis=
ziplin, Klatſch und Tratſch erſtrecken und beunruhigend
wirken.
Anders in der Königlichen Charité, die.
unter ſicherer und erpobter Leitung ſtehend, jetzt auf
zwei Jahrhunderte ſegensvoller Tätigkeit zurückblickt.
Aus dieſem Anlaß ward im alten Hauptgebinde der
Rieſenanlage eine intereſante Ausſtellung veranſtaltet,
die allerhand Wichtiges in geſchichtlicher Beziehuna
ver=
eint, vor allem die Bildniſſe der bedeutenden Aerzte.
die in der Charits gewirkt. Letztere wurde 1710 als
Peſthaus gegründet, ſpäter, nachdem die Peſtgefahr
vorüber, als Hoſpital und Arbeitshaus verwendet, B
1726 durch Friedrich Wilhelm I. ihre Umwandlung
ein allgemeines Krankenhaus, mit welchem zuglei
eine Schule für Aerzte und Wundärzte verbund
wurde, erfolgte. Das tat ganz beſonders not. Wie
aus einem Bericht des erſten ärztlichen Direktors
Charité, des Königl. Feld=Medikus Dr. Ilter, erſehl
lag die chirurgiſche Kunſt ſehr im Argen und die Ae
unternahmen nur höchſt ungern eine Operation:
her geſchah es denn, daß ein verwegenes Geſindel v5
herumſtreichenden Marktſchreiern, in mehrerer Abſich
die Leute um Geld zu ſchneuzen, als ſie gründlich
kurieren, die ſchwereſten und künſtlichſten Operatione
gleichſam erblich an ſich gebracht: und obgleich zuweile
augenſcheinliche Mordthaten von dieſen gewifſenloſs
Leuten begangen wurden, ſo waren ſie doch gleichſan
hierzu berechtigt, indem die Chirurgi ſich nichts
traueten, Hand anzulegen.” 1785 wurden in
Charité ſchon 3000 Kranke reſp. Hoſpitaliten verpfle
man erfährt, daß die „Kur der Kranken von zween Pes
ſionären und ſechs Feldſcherern beſorgt wird, welds
letztere beſtändig im Hauſe gegenwärtig ſind. Indelſt
Apotheke iſt ein Proviſpr. Die Arzneien werden auli
der Hofgpotheke unentgeltlich geliefert. Die Speiſen
für die Kranken und Geneſenden beſtimmt der Anlſi
Heute verfügt die Charité über 1500 Betten, 1250
Kranke wurden im letzten Jahre aufgenommen, übe
100 Aerzte ſtehen fortgeſetzt im Dienſte der Leidende
das Pflegeperſonal beſteht aus 377 und das ſtändig
Verwaltungs= und Hausperſonal aus zirka 300 Köpfel
während ſich die Ausgaben im letzten Rechnungsjah
auf über 24 Millionen Mark beliefen!
Großen Jubiläumsfeierlichkeiten ſieht unſere
verſität entgegen, in der nach allerhand umſtänd
lichen Vorverhandlungen und ſchwierigen politiſcht
unpolitiſchen Kämpfen am 15. Oktober 1810 die Voll
leſungen eröffnet wurden. Es iſt betreffs der Bettillel
gung an den verſchiedenen feſtlichen Veranſtaltung
zu recht bedauerlichen Gegenſätzen zwiſchen den Mils
gliedern der Freien Studentenſchaft und den farben
tragenden Studenten gekommen, da ſich erſtere zurücs
geſetzt fühlten und gleiches Recht für alle fordertell
Von erſterer Seite war bereits eine große Proteſtucks
ſammlung für den Jubiläumstag beſchloſſen worden
glücklicherweiſe wird dieſe infolge gütlicher Beſprechuns
gen nitch ſtattfinden, dagegen planen die
Inkorporiertei=
eine eigene Feier für den 12. und 13. Novemhel
Hoffentlich kommt noch rechtzeitig eine Einigung Zu
ſtande, um die Zwiſtigkeiten aus der Welt zu ſchaffen
ſo tiefgehend dürften die Meinungsverſchiedenheiten
nicht ſein, um nicht bei einigermaßen gutem Willeitl
überbrückt werden zu können. Während die Studenten
ſchaft im Hader liegt, iſt eine vor wenigen Wochen hai
gründete „Vereinigung der Freunde der Univerſität
5
beſtrebt, die Mittel für ein =Studentenheim”au
ſammenzubringen. Dieſes ſoll den Studierenden fühllliter günſt
ihre Freiſtunden zur Verfügung ſtehen, gute und billige Das
Verpflegung bieten, die geeigneten Aufenthaltsräumenſſt dere Geſ.
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wird gewiß auch den engeren Zuſammenſchluß dar
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Studentenſchaft günſtig beeinkluſſen. Eine derartint
Stiftung verdient warme Sympathien; das Komitehl
dem auch zwei Damen angehören, gedenkt die erfordeſt
lichen Mittel — etwa 1½ Milionen Mark, alſo ſopieht
wie der neue Hugo van der Goes koſten ſoll — bis zum
Herbſt aufzubringen.
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Nummer 176.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. Juli 1910.
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2. Ouvertüre „Deutſche Burſchenſchaft” von
H. Weidt. 3. Fantaſie über Italieniſche
Melodien von A. Schreiner. 4. Dollar=
Walzer aus der Operette „Die
Dollar=
prinzeſſin” von L. Fall. 5. „Man ſteigt
nach‟ Duett aus „Die geſchiedene Frau”
von L. Fall. 6. Zwei Märſche: a) „
Sans=
ſouci” von M. Ferroni; b) „Im
wunder=
ſchönen Darmſtadt” von E. Schwalbe.
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50.− M. jetzt M. 10.− 15.-, 20.
Ein großer Posten Taffet-Hemdenblusen
früher als besondere Leistung M. 9.50
jetzt M. 5.—
Ein großer Posten scheitisch seid.
Hemdenblusen aus guter schottischer
Seide in schönen
Farbenzusammen-
stellungen, früher Mk. 23.50
jetzt M. 12.−
Ein großer Posten halsfreier
Seiden-
blusen in türkischen Mustern oder
aus Bastseide, darunter Original
Pariser Modelle, früher M. 19.— bis
39.— . . jetzt M. 10.— u. 15.−
Ein großer Posten hocheleganter seid.
und Spitzen-Blusen in allen Farben
aus recht guten Seidenstoffen,
da-
runter Taffet, Liberty, Crépe de chine
etc. mit eleganten Garnierungen.
Regulärer Verkaufswert M. 23.50 bis
45.− jetzt durchschnittl. zum
Aus-
suchen
. M. 15.−
Wollene Blusen
Ein großer Posten welser Wolblalst.
blusen und türkischer Satinblusen früher
M. 4.50
jetzt M. 2.−
Ein groß. Posten halsfreier
Musseline-
blusen früher M. 6.— bis 7.50.
jetzt M. 4.−
Ein großer Posten eleganter wollener
Hemdenblusen in schönen, gestreiften
oder einfarbigen Stoffen, früher M. 8. 19.— jetzt durchschn. zum
Aus-
suchen
. . M. 7.50
Ein großer Posten eleganter wollener
Faconblusen mit eleganten
Garnier-
ungen, regulär. Verkaufswert M. 15.−
bis 25.— . . jetzt M. 10.— u. 12.—
Batist-Blusen
Bei allen hier annoncierten Batistblusen
ist der als früher angegebene Preis
schon billiger als der reguläre Wert.
Die jetzigen Ausverkaufspreise sind
außergewöhnlich niedrig angesetzt.
Ein großer Posten weiher handgestickter
Pariser Blusen weil etwas trüb
jetzt M. 1.—
Ein großer Posten halsfreier Batistblusen
mit Pierrettekragen u. bunten Stickereien
früher M. 6.50 jetzt M. 3.50
Ein großer Posten halsfreier Batist- und
Stickerei-Blusen. Regulärer Verkaufswert
M. 7.50 bis 9.50 jetzt M. 4.50 u. 5.50
Ein großer Posten Batist- und Stickerei-
Blusen mit Stehbund, schön garnierte
Fagons, früher bis M. 6.50
jetzt M. 2.—, 2.50, 3.−
Ein großer Posten Matrosen-, Stickerei u.
Zephirhemdenblusen . . jetzt M. 2.−
Ein großer Posten schwarzer Satinblusen
mit Stickerei. . . . . jetzt M. 3.−
Ein großer Posten eleg. Batist-,
Stickerei-
u. Crèpon-Blusen früher M. 7.50 und 8.50,
die Créponblusen haben bis M. 15.—
ge-
kostet . . . . . . . jetzt M. 4.50
Ein grosser Posten eleganter Stickerei- u.
Batistblusen mit großer Handarbeitspasse,
zurückgesetzt auf M. 13.50 jetzt M. 8..−
Eingroßer Posten eleganter
Hemdenbatist-
blusen in elegantester Ausführung
jetzt M. 5.—, 7.50
Ein großer Posten eleganter farbiger
Batistblusen. Regul. Verkaufswert M. 5.50
bis 23.50 . jetzt M. 3.—, 5.—, 7.50
Ein großer Posten hocheleg. handgenähter
u. handgestickter Pariser Blusen
außergewöhnlich preiswert!
Weisse
Leinenpalekots
Miemals wieterkehrente Gelegenhelt
Ein großer Posten weißer
Halbleinen-
paletots 105/110 cm lang, reich mit
Ein-
sätzen garniert. Regulärer Verkaufswert
M. 9.—
. . jetzt M. 5.50
Ein großer Posten weißer
Halbleinen-
paletots 100/120 cm lang, reich garniert
mit eleganten Einsätzen und
Kurbel-
stickereien. Regulärer Verkaufswert
M. 12.— bis 15.— . . jetzt M. 6.50
Nſag Craaft
Ein großer Posten weißer
Halbleinen-
paletots mit ganz reicher Stickerei,
hoch-
elegant garniert, früher M. 19.— bis 21.—
jetzt M. 9.50
Storia-,
Bastseidene
u. Stoffmüntel
Ein großer Posten Bastseidene Paletots
aus deutscher Bastseide. Regulärer
Ver-
kaufswert M. 29.— . jetzt M. 13.50
Ein großer Posten Gloria- u. Taffet-Mäntel
in allen Farben, schöne moderne Fagons.
Regulärer Verkaufswert M. 29
jetzt M. 13.50
Ein großer Posten Staub- und
Regen-
mäntel aus imprägnierten Stoffen
jetzt M. 6.—, 9.−
Ein großer Posten weiß. Cheviot-Paletots
früher M. 15.— bis 29.—
jetzt M. 7.50 und 10.−
Ein großer Posten gestrickter Golfjacken
in allen Farben . weit unter Press
Ein großer Posten eleganter Tuchpaletots
aus reinwollenem Tuch in lila, fraise, grau,
beige, mit den elegantesten Stickereien
garn., regul. Verkaufswert M. 30.— bis
55.− . . . . jetzt M. 13.50, 15.−
Ein großer Posten hocheleganter Tuch-
Kimonos aus reinwollenem Tuch in nur
modernen Farben; auf das eleganteste
garniert und ausgestattet, regulärer
Ver-
kaufswert M. 20.− bis 50.−
jetzt M. 7.50, 13.50, 15.−
Ein großer Posten schwarzer
Spitzen-
mäntel, früher M. 72— bis 100.−
jetzt M. 30.− bis 50.−
Ein großer Posten schwarzer
Taffet-
jacketts in elegantester Ausführung,
regu-
järer Verkaufswert M. 45.— bis 80.−
jetzt M. 25.− bis 40.−
Ein großer Posten Pelz-Mäntel vom
letz-
ten Winter, darunter Persianer Jacketts,
weit unter Preis.
Morgenröcke und
Matinees
Ein großer Posten eleganter wollener
Morgenröcke, nur hochmoderne Facons
dieser Saison, reg. Verkaufswert M. 11.—
jetzt 8.— bis 30.−
bis 51.—
Ein großer Posten eleganter Matinées,
regulärer Verkaufswert M. 13.50 bis 23.50
jetzt 7.50 bis 15.−
Anterröcke
Ein großer Posten Waschröcke mit
ele-
ganten Volants, in allen Farben, früher
M. 3.— bis 6.—
. jetzt 2.50, 3.−
Ein großer Posten Stoff-Unterröcke in
allen Farben, mit Sammetblende
gar-
niert, regulärer Verkaufswert M. 5.50
jetzt M. 4.25
Ein großer Posten Stoff-Unterröcke in
allen Farben, mit schön garniert. Tressen-
Volant, regulärer Verkaufswert M. 6.—
jetzt M. 4.50
Ein großer Posten Stoff-Unterröcke mit
breitem Sammet-Volant, 9mal mit breiter,
schwarzer Tresse garniert, regulär.
Ver-
kaufswert M. 7.75 . . jetzt M. 5.75
Ein großer Posten Unterröcke in allen
Farben, aus Alpacca, Moiré, Seidentrikot,
Taffet, Crépon, regulärer Verkaufswert
M. 5.50 bis 45.— jetzt 3.50 bis 30.−
Frankfurk am Main
Zeil 54, neben d. Hauptpost
Grosstes Spezialſaus Frankfurts für Damenkonfektion.
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