Darmstädter Tagblatt 1910


23. Juli 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:

Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
wärts
nehmen die Poſtämter u. die Agen=
tnren
Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
ſchriebenen
Tagenwirdnicht übernommen.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

3 170.

Die heutige Nummer hat 28 Seiten.

Politiſche Wochenſchau.
Als der bisherige Oberpräſident der Rheinprovinz,
Frhr. v. Schorlemer, das Landwirtſchaftsminiſterium
übertragen erhalten hatte, machte er in einem Interview
kein Hehl daraus, daß für ihn, der vorher faſt durchgängig
im Weſten Deutſchlands geweilt hatte, die Oſtmarken ein
terra ineognita ſeien und daß er daher ſofort Gelegenheit
nehmen würde, die dortigen Verhältniſſe eingehend zu ſtu=
dieren
, da ja die Regelung der Verhältniſſe im Oſten zu
einer der Hauptaufgaben ſeines Reſſorts gehöre. Dieſe
Abſicht hat Herr von Schorlemer ſehr ſchnell wahr gemacht:
er weilt augenblicklich auf einer eingehenden Inſpektions=
Reiſe im Oſten, um ſich mit Land und Leuten an Ort und
Stelle bekannt und verkraut zu machen. Daß der Miniſter
dies ſo ſchnellgetan hat, kann nur als zwecldienlich erachtet
werden, denn ein Reſſortchef, der die Verhältniſſe ſeines
Miniſteriums kaum oberflächlich kennt, wie das ja zuweilen
vorgekommen ſein ſoll, iſt ein willenloſes Wachs in den
Händen ſeiner Miniſterialdirektoren und Geheimräte. Für
Preußen iſt nun die Oſtmarkenpolitik eine der wichtigſten
Fragen, von deren zweckmäßigen Löſung die Entwickelung
großer Landesteile abhängt, und ſchon darum iſt es zu
wünſchen, daß die Leitung in den Händen von Männern
liegt, die ſich eingehend mit den Verhältniſſen beſchäftigen
und nicht die Dinge laufen laſſen, wie ſie wollen. Man
hat vielfach die Berufung des Frhrn. v. Schorlemer gerade
in das Landwirtſchaftsminiſterium als eine Schwenkung
in der Polen=Politik aufgefaßt wiſſen wollen, indem man
Herrn von Arnim als einen Mann der ſchärferen Tonart
hinſtellte, während Herr von Bethmann Hollweg im Hin=
blick
auf die Zuſtimmung der Polen zur Reichsfinanzreform
ein ſanfteres Vorgehen gewünſcht hätte. Wie viel Wahres
hieran iſt, werden Außenſtehende kaum erfahren, jedenfalls
iſt die Meldung beſtritten worden, und Herr von Bethmann
Hollweg bei Gelegenheit genommen, in einem Antwort=
Telegramm darzutun, daß er an der bisherigen Oſtmar=
ken
=Politik feſthalten wolle.
Gerade in dieſen Tagen haben die Polen ungemein
geräuſchvoll in Krakau den 500jährigen Gedenktag der für
ſie glücklichen Schlacht von Tannenberg gefeiert, in der
die Macht des deutſchen Ritterordens gebrochen und der
ganze Oſten Deutſchlands den Polen ausgeliefert wurde
Große Töne wurden geredet und es ſo dargeſtellt, als ob
die Polen erſt hätten kommen müſſen, um jenen Gegenden
die Kultur zu bringen ein Widerſpruch zur Geſchichte.
Gerade die polniſche Wirtſchaft iſt es ja geweſen, die die
Entwickelung des Oſtens ſo lange niedergehalten hat, ſodaß
ſich dieſe ſehr ſpät und nur ſehr langſam einſtellen konnte,
gerade in der polniſchen Wirtſchaft iſt der Grund dafür
zu ſuchen, daß man dort auch heute verſchiedentlich recht
weit zurück iſt. Trotz aller trüben Erfahrungen träumen
die Polen heute noch von der Wiederherſtellung des frühe=
ren
Königreiches, und wenn dies auch von ihren Führern
beſtritten und erklärt wird, daß die Polen gute Deutſche
ſeien, ſo zeigt ihre Preſſe zur Genüge, wo man
hinaus will. Für die preußiſche Regierung wird es
daher notwendig ſein, nach wie vor wachſam zu ſein und
für eine tatkräftige Unterſtützung des Deutſchtums zu ſor=
gen
, um ſo ein weiteres Anſchwellen des Polentums zurück=
treiben
zu können. Freilich läßt ſich dies nicht allein durch
Geſetze und Zwangsmaßnahmen erreichen, es bedarf hierzu
vielmehr einer geſunden und zielbewußten Politik, die
kleinliche Nadelſtiche verſchmäht und weitſichtig ihre Maß=
nahmen
trifft, frei von aller bureaukratiſchen Schablone.
Beamtenſchaft wie Bürgertum müßten aber zuſammen=
arbeiten
und nicht, wie immer, im Kliquenweſen zerſplit=
tern
. Vielmehr muß, wie beim Polentum, alles einmütig
zuſammenſtehen, dann wird ein dauernder Sieg der deut=
ſchen
Sache auch nicht ausbleiben.
Im ſozialdemokratiſchen Lager erhebt der Reviſio=
nismus
wieder ſein Haupt. Im badiſchen Landtage hat
die ſozialdemokratiſche Fraktion für das Budget geſtimmt,
obwohl dies den Beſchliſſen der letzten Parkeitage ſtritte
widerſpricht. Es handelt ſich dabei keineswegs um einen
bloßen Zufall, ſondern um volle Abſicht, wie aus der Er=
klärung
des Fraktions=Vorſitzenden Dr. Frank hervorgeht,
der in einer Polemik ausdrücklich bemerkt, daß ſeine Ge=
ſinnungsfreunde
die Demonſtration der Budget=Ablehnung
aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht mehr mitmachen woll=
ten
. Dieſes Verhalten hat begreiflicherweiſe bei der Ber=
liner
Parteileitung größte Entrüſtung hervorgerufen, und
nicht nur der Vorwärts wandte ſich in einem ſcharfen
Artikel gegen die Sünder, ſondern auch der Parteivorſtand
ſelbſt rückte mit einer geharniſchten Erklärung vor, die
freilich in Deutſchland wenig Eindruck machte. Faſt alle
ſozialdemokratiſchen Blätter Süddeutſchlands ſuchen das
Verhalten der badiſchen Fraktion zu rechtfertigen, indem ſie
in ihren Ausführungen einen gleichen Standpunkt ver=
treten
. Die ſüddeutſchen Genoſſen wollen nun einmal
vom Doktrinarismus nicht viel wiſſen, ſie wollen den be=
ſtehenden
Verhältniſſen bis zu einer gewiſſen Grenze Rech=
nung
tragen und praktiſch an der Löſung ſchwebender Ta=
gesfragen
mitarbeiten. Dieſem Prinzip entſpricht auch die
Annäherung der Sozialdemokraten ſpeziell in Baden an die
bürgerliche Linke; überhaupt kann man die Beobachtung
machen, daß die ſüddeutſchen Sozialdemokraten gegenüber
der kapitaliſtiſchen Geſelſchaft keine ſo ſcharfen Grenzen
errichten, wie dies in Norddeutſchland der Fall iſt. Ob
dieſe Richtung innerhalb der ſozialdemokratiſchen Partei
die Oberhand gewinnen wird läßt ſich heute noch nicht
ſagen, jedenfalls aber zeigt ſich, daß die ſogenannten

Samstag, den 23. Juli.

Jungen gegenüber den Alten mehr und mehr an Boden
gewinnen, ſpeziell in Süddeutſchland, und daß alle ent=
gegenſtehenden
Parteitags=Beſchlüſſe dieſe Richtung nicht
zu unterdrücken vermögen.
Starken Zuwachs haben infolge der lange Jahre herr=
ſchenden
Mißwirtſchaft die Sozialdemokraten in Spa=
nien
erhalten, insbeſondere die ſchärfere, revolutionäre
Tonart. Große Gefahr drohte in dieſer Woche durch einen
Aufſtand in den Vergwerken in Bilbao, ſodaß die Regie=
rung
zu umfaſſenden militäriſchen und polizeilichen Maß=
nahmen
greifen mußte, um Ruhe und Ordnung aufrecht
zu erhalten. Dieſe Bewegung trug weniger wirtſchaft=
lichen
als vielmehr politiſchen Charakter, da die Lage der
Bergarbeiter doch keine beſonders ſchlechte iſt.
Die Bewegung verfolgte in der Hauptſache revo=
lutionäre
Tendenzen. Um der Bewegung die Spitze abzu=
brechen
, entſchloß ſich Miniſterpräſident Eanaleias, der
überhaupt den Forderungen der Linken Entgegenkommen
zeigt, den auf franzöſiſchem Boden ſich aufhaltenden ſpa=
niſchen
politiſchen Flüchtlingen die Rückkehr zu geſtatten,
während ihnen bisher die Grenze verſchloſſen war. Er
ging ſogar ſo weit, ihnen freie Rückfahrt in die Heimat
auf Koſten der Staatskaſſe zu bewilligen. Aeußerlich mag
dies als eine etwas ſchwächliche Haltung erſcheinen, viel=
leicht
iſt es aber dem Kabinettschef durch dieſes Entgegen=
kommen
gelungen, größeres Unheil von Spanien abzu=
wenden
.
Mit einer großen Bewegung im Innern hat man noch
immer in Frankreich zu rechnen. Hier ſchien nach
Vertagung des Parlaments eine Zeit der politiſchen Stille
zu kommen, indeſſen iſt die Gärung unter den Eiſenbahnern
eine ſo große geworden, daß der Generalſtreik vor der
Tür ſteht und ausbrechen wird, wenn nicht noch im letzten
Moment eine Verſtändigung erzielt wird. Die bisherigen
Verhandlungen, die ein Reſultat verſprachen, ſind ergeb=
nislos
geſcheitert. Auch die Affäre Rocherte will nicht zur
Ruhe kommen; wenn freilich ſie der jetzigen Regierung
kaum Schaden bringen kann, ſo bringt ſie doch Unruhe in
die innere Politik. Der durch die Blätter ſcharf angegriffene
ehemalige Miniſterpräſident Elemenceau hat zwar von
Südamerika aus, wo er augenblicklich weilt, ein Dementi
vom Stapel gelaſſen, aber es iſt ſo verklauſuliert gehalten
und bewegt ſich in ſo allgemeinen Ausdrücken, daß die
geſamte Preſſe der Seineſtadt nicht befriedigt iſt und die
Anſicht vertritt, daß doch irgend welche Machenſchaften
ſtattgefunden haben, die das Licht ſcheuen müſſen.
Keinen Grund zur Beunruhigung dagegen bietet der
Orient, ſowohl der nähere wie der fernere. Die Kreter
haben ſich gegenüber den Schutzmächten ducken müſſen, da
es ihnen ſonſt ſchlecht gegangen wäre. Unter dieſem Ein=
druck
hat man ſich auch in Griechenland auch etwas beruhigt
und man trifft nunmehr die Vorbereitungen für die Ende
Auguſt ſtattfindenden Parlamentswahlen, deren Ausfall
ſich allerdings vorläufig nicht überſehen läßt. Die Türken
freilich grollen noch etwas und haben ſich wegen der Inter=
vention
des Königs von Griechenland in der Kreta=Afäre
bei den Schutzmächten in einer offiziellen Note beſchwert;
ſie haben daraufhin aber eine kräftige Antwort bekommen,
wonach das Eingreifen des Königs Georg keineswegs ein
Uebergriff geweſen, ſondern gerade der Veruhigung der
Kreter gedient hat. Im fernen Oſten ſind es die Chine=
ſen
, die über den Abſchluß des ruſſiſch=japaniſchen Abkom=
mens
murren in der Anſicht, daß ſie es ſeien, die die Zeche
zu zahlen hätten. Man wird über ſie zur Tagesordnung
übergehen, denn tatſächlich dürfte der Vertrag gewiſſe Ga=
rantie
dafür bieten, daß an dem Stand der Dinge in Oſt=
aſien
nicht gerüttelt wird.

Der Anfſtand der Maka.
B. Die Meldungen, die von einem großen Maka=
aufſtand
in Südkamerun zu berichten wußten,
ſind ſchnell abgelöſt worden durch neue Meldungen, nach
welchen dieſer Südkameruner Aufſtand durch Major Do=
minik
bereits niedergeworfen ſei. Sowohl in
den erſten alarmierenden wie den jetzt eingetroffenen be=
ruhigenden
Meldungen iſt der Ausdruck Aufſtand zu be=
anſtanden
, da es ſich eben nur um die Ermordung des
deutſchen Kaufmanns Bretſchneider durch einen in einem
ſumpfigen Gebiete lebenden, noch in keiner Weiſe der
ſtaatlichen Zucht unterworfenen Stamm handelt, bei dem
dauernd derartige Vorkommniſſe möglich ſind. Infolge=
deſſen
handelt es ſich bei der Expedition des Majors
Dominik auch durchaus nicht um die Niederwerfung eines
Aufſtandes, der gar nicht vorhanden iſt, ſondern um
eine Strafexpedition gegen einen wilden Stamm, um ihm
die erſten Begriffe von ſtaatlicher Autorität beizubringen.
Wenn die letzten Meldungen der Afrikaniſchen Kom=
pagnie
aus Kamerun zu berichten wiſſen, daß Major
Dominik den Aufſtand niedergeworfen und die Eingebore=
nen
nach dem Erſcheinen der Truppen um Ruhe und Frie=
den
gebeten hätten, ſo ſcheint das zunächſt etwas opti=
miſtiſch
gefärbt zu ſein. Denn es iſt nicht anzunehmen,
daß Major Dominik in dem ſumpfigen und ſchwer zu=
gänglichen
Gebiete ſo ſchnell durchgreifende Erfolge erzielt
hat. Davon, daß die Täter oder wenigſtens die Rädels=
führer
ihm übergeben und abgeurteilt worden ſind, wiſſen
auch die letzten Meldungen nichts zu ſagen. Die Beſtrafung

1910.

der Täter aber wäre doch die erſte und geringſte Voraus=
ſetzung
dafür, daß man von weiteren Schritten abſieht.
Da an zuſtändiger Stelle ebenfalls noch keine Meldungen
über die Ergreifung der Täter eingetroffen ſind, wird man
die Strafexpedition des Majors Dominik zunächſt noch
nicht für beendet halten können, ſondern darauf gefaßt ſein
müſſen, daß die Strafexpedition noch längere Zeit zu
tun haben wird.

Deutſches Reich.
Wie die Korreſpondenz Wilhelm verläßlich erfährt,
wird Kaiſer Wilhelm am 20. September in Wien
eintreffen. Für den Aufenthalt ſind zwei Tage in
Ausſicht genommen. Vorher wird Kaiſer Wilhelm am
17., 18. und 19. September auf Einladung des Erzher=
zogs
Friedrich in Bellye an den Jagden teilnehmen.
In die Zeit des Wiener Aufenthaltes des deutſchen Kai=
ſers
fällt beiläufig das 25jährige Inhaber=Inbiläum des
Huſaren=Regiments Nr. 7, das im Dezember 1885 dem da=
maligen
Prinzen Wilhelm von Preußen verliehen wurde.
Während des Wiener Aufenthaltes wird Kaiſer Wilhelm
eine Deputation des Regiments unter Führung des Kom=
mandeurs
, des Oberſten Frhrn. v. Schönberger, in
Schönbrunn empfangen. Die Abordnung wird dem Mon=
archen
einen Ehrenſäbel mit entſprechender Inſchrift als
Widmung des Regiments überreichten. Das Offizierkorps
hatte die Abſicht, eine Abordnung zur Uebergabe des
Ehrenſäbels nach Berlin zu entſenden, erhielt jedoch auf
eine diesbezügliche Anfrage die Antwort, daß der deutſche
Kaiſer ohnehin zur Zeit des Jubiläums in Wien ſein und
die Deputation in Schönbrunn empfangen werde.
Gegenüber der Blättermeldung, daß für das 12.
Armeekorps gegenwärtig zwei kommandie=
rende
Generäle vorhanden ſeien, teilt das Dresdener
Journal mit, daß dieſe Meldung von Anfang bis zum
Ende auf Mißverſtändniſſen und Erfindungen beruht. Bis
jetzt wurde neben dem kommandierenden General von
Broizem ein anderer kommandierender General nicht
ernannt. Der frühere Diviſions=Kommandeur in Leipzig,
General der Infanterie d’Elſa, wurde bereits als Di=
viſions
=Kommandeur zum General der Infanterie, niemals
aber zum kommandierenden General mit den Gebühr=
niſſen
eines ſolchen befördert. Im übrigen wird von dem
Dresdener Journal darauf aufmerkſam gemacht, daß der
Kaiſer die kommandierenden Generäle ernennt, ſchon des=
halb
ſei ein Mißverſtändnis des ſächſiſchen Kriegsmini=
ſteriums
nach der Art der in den erwähnten Blättermel=
dung
behaupteten unmöglich.
Seitdem durch die Wertſteuer die Einfuhr ver=
packter
Zigarren aus Holland ſo gut wie un=
möglich
geworden iſt, haben holländiſche Fabrikanten in
deutſchen Grenzplätzen Filialen errichtet, wo die unſortiert
und unverpackt eingeführten Zigarren verſandfertig ge=
macht
werden. Dieſer Tage hat, wie die Süddeutſche
Tabakzeitung zu berichten weiß, ein hoher Zollbeamter an
einer dieſer Verſandſtätten eine Beſichtigung vorgenommen
und dem Vernehmen nach ſich dahin geäußert, daß die Re=
gierung
durch einen Zuſatzartikel zu dem Tabakſteuergeſetz
die Einfuhr unſortierter und unverpackter ausländiſcher
Zigarren verbieten wolle.
B. Die Urſachen der Ermordung des Deut=
ſchen
Unger in Haifa ſind noch nicht völlig aufge=
klärt
. Augenſcheinlich hat man es jedoch mit einem Akte
von Blutrache zu tun, der ſich gegen den Deutſchen gerichtet
hat, weil die Leiche eines ermordeten Arabers auf dem
Grund und Boden eines dortigen deutſchen Anſiedlers ge=
funden
worden iſt und daher wohl bei den Arabern die
Annahme entſtand, daß der Mord auch von einem Deut=
ſchen
ausgeführt worden ſei. Wer die Verhältniſſe in den
halbziviliſierten orientaliſchen Ländern kennt, wird wiſſen,
daß derartige Vorfälle dort gelegentlich faſt unvermeidlich
ſind. Wenn jedoch aus Anlaß dieſes bedauerlichen Mord=
falles
verlangt wird, daß die deutſche Regierung ein
Kriegsſchiff dorthin entſende, ſo geht das entſchieden
zu weit. Eine derartige Forderung wäre nur gerechtfer=
tigt
, wenn die türkiſchen Behörden, die dort die Verant=
wortung
tragen, ſich pflichtvergeſſen oder ſäumig zeigten.
Dies iſt jedoch, wie geſtern ſchon mitgeteilt, durchaus nicht
der Fall, vielmehr bekunden die türkiſchen Behör=
den
einen anerkennenswerten Eifer, um dieſen traurigen
Fall durch die Beſtrafung der Mörder aus der
Welt zu ſchaffen. Zu dieſem Zwecke iſt bereits aus Haifa
eine Kompagnie Mannſchaften nach dem Orte, in dem der
Mord vorgekommen iſt, verlegt worden.

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Nummer 170.

Von zuſtändiger Seite verlautet über die Haupt=
geſichtspunkte
der elſaß=lothringiſchen
Verfaſſungsreform folgendes: Die Stellung Elſaß=
Lothringens zum Reiche bleibt dieſelbe wie bisher. Es
wird den Namen Reichslande weiter führen und im Bun=
desrat
keine Stimme in Reichsangelegenheiten erhalten.
Der Bundesrat einigte ſich dahin, den Reichslanden drei
Konſultativſtimmen zu verleihen, die aber nur für Lan=
desangelegenheiten
Geltung haben. Der Kaiſer wird fer=
nerhin
die Regierung als Delegator des Reiches ausüben
und ſich durch einen von ihm ernannten Statthalter
vertreten laſſen. Der Landtag beſteht aus zwei Kam=
mern
. In der Erſten Kammer wird die Hälfte der Mit=
glieder
vom Kaiſer ernannt werden, die zweite Hälfte wird
aus Vertretern der großen Städte, der Univerſität, Religion
und Konfeſſion, der Handels= und Handwerkskammern be=
ſtehen
. Vorgeſehen ſind 24 Sitze. Für die Zweite Kam=
mer
des Landtages iſt das allgemeine, geheime, direkte
Wahlrecht mit Altersmehrſtimmen beabſichtigt. Wahlbe=
rechtigt
iſt jeder in Elſaß=Lothringen ſeit drei Jahren an=
ſäſſige
25jährige Mann mit einer Stimme. Vom 35. Jahre
ab erhält jeder Wähler zwei, vom 45. Jahre ab drei
Stimmen.
Der deutſche Botſchafter in Tokio, Freiherr
Mumm von Schwarzenſtein, iſt in Berlin einge=
troffen
. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß
ſeine Anweſenheit in Berlin mit den bevorſtehenden
deutſch=japaniſchen Handelsvertragsver=
handlungen
in Verbindung zu bringen iſt.
Die Gerüchte über Diamantenſchmugge=
leien
in Südweſtafrika wollen noch immer nicht
verſtummen. Aus der Lüderitzbucht, ſo wird be=
hauptet
, ſollen Edelſteine im Werte von etwa 2 Millionen
Mark hinausgeſchmuggelt worden ſein, wodurch der
Reichsfiskus um 700000 Mark an Zollgebühren betrogen
ſein ſoll. Und zwar ſollen die Diamanten, von Frauen in
ihren Kleidern verborgen, auf einen Dampfer der Woer=
mann
=Linie gebracht und dort dem Steward zur Weiter=
beförderung
nach Antwerpen, wo man ſie verkaufen wollte,
übergeben worden ſein. Die Gerüchte ſind falſch. Wie
von zuſtändiger Seite mitgeteilt wird, hat das Reichs=
kolonialamt
trotz ſtrengſter Unterſuchungen und Beob=
achtungen
nicht das Geringſte gefunden, was jene Be=
hauptungen
ſtützen könnte. Im übrigen ſtammt die Haupt=
erzählung
von einem Detektiv, der zwar in den Dienſten
einer holländiſchen Firma ſteht, trotzdem aber vorgibt, auf
ſeine eigenen Koſten den angeblichen Schmugglern nach=
gereiſt
zu ſein. Das deutet ſchon ſattſam die Richtung an,
in der Quelle und Ziel der Gerüchte zu ſuchen ſind.
Der Steuergeſetzgebungsausſchuß der bayeri=
ſchen
Reichsratskammer hat den Einkommen=
ſteuertarif
mit dem Höchſtſatz von 5 Prozent nach den Be=
ſchlüſſen
der Abgeordneten angenommen. Damit iſt die
letzte Differenz zwiſchen den beiden Kammern in der
Steuerreform beſeitigt. Da die Annahme im Ausſchuß
mit 10 gegen 5 Stimmen erfolgt iſt, kann die Züſtimmung
des Plenums und damit das Zuſtandekommen der Reform
als zweifellos geſichert gelten.

Ausland.
Den Blättern zufolge haben die jüngſt bei Toulon
vorgenommenen Schießübungen der franzöſiſchen Panzer=
ſchiffe
Démocratique und Vérité ungewöhnlich gün=

ſtige Ergebniſſe gehabt. Die beiden Kriegsſchiffe
gaben aus ihren 300=Millimeter=Geſchützen in einer bis
anderthalb Minuten auf eine Entfernung von 6000 Me=
tern
11 erfolgreiche Schüſſe ab. Das Geſamtgewicht der
abgefeuerten Geſchoſſe hat 4400 Kilogramm betragen.
Im Verlauf der allgemeinen Debatte über das Bud=
get
im engliſchen Unterhauſe berührte Balfour die Frage
der Vorzugstarife mit den Kolonien. Redner kri=
tiſierte
die Fiskalpolitik der Regierung und wies auf das
ſelbſtändige Vorgehen der Kolonien hin, die über Verträge
mit fremden Ländern verhandelten. England könne ſich nicht
außerhalb des Netzwerkes der Verträge halten, die eine
Minderung der Vorteile aus den Vorzugszöllen veran=
laßten
, die England in dem Handelsverkehr mit ſeinen Ko=
lonien
genieße. Premierminiſter Asquith wies in ſeiner
Erwiderung darauf hin, daß Deutſchland dem höchſten
kanadiſchen Zolltarif unterworfen ſei und daß die den Ver=
einigten
Staaten ſeitens Kanadas gewährten Zugeſtänd=
niſſe
den britiſchen Handelsverkehr mit Kanada nicht ernſt=
haft
berührten. England genieße einen Vorzugstarif mit
Kanada. Die Folgen der Ausübung der fiskaliſchen Frei=
heit
ſeitens Kanadas, die Kanada ſeiner Anſicht nach be=
ſitzen
müſſe, hätten den engliſchen Handelsverkehr in kei=
ner
Weiſe nachteilig beeinflußt. Ein Freihandelsſyſtem
innerhalb des Reiches ſei unmöglich.
Im ruſſiſchen Handelsminiſterium tagte unter dem
Vorſitze des Gehilfen des Miniſters v. Miller eine Kon=
ferenz
, die ſich mit der Einführung eines Zolles auf
nach der Mandſchurei ausgehende Auslands= Erzeug=
niſſe
beſchäftigte.
Senat und Kammer Argentiniens ſind zur Prü=
fung
der bei der Wahl des Präſidenten abgegebenen Stim=
men
zu einer feierlichen Sitzung zuſammengetreten. Die
Prüfung ergab, daß Saenz Penna mit 264 Stimmen
von 300 Stimmen zum Präſidenten und de la Plaza
mit 259 Stimmen zum Vizepräſidenten gewählt worden iſt.
An Stelle des zum Vizepräſidenten gewählten Mini=
ſters
des Aeußern de la Plaza wird der Miniſter des
Innern Galvez das Miniſterium des Aeußern über=
nehmen
.
Die Morning Poſt meldet aus Waſhington: Nach
Berichten aus Blüefields, Niearagua, gab Präſident
Madriz den kommandierenden Generalen den Befehl,
alle Gefangenen, einſchließlich der Amerikaner, hinzurich=
ten
. Ebenſo erließ er eine geheime Inſtruktion zur Hin=
richtung
von Pitman Youngs, eines Amerikaners,
der gefangen genömmen worden war, während er für einen
Anhänger Eſtradas als Ingenieur tätig war. Sollten
die Befehle ausgeführt werden, ſo wird die Regierung in
Waſhington unbedingt intervenieren müſſen.
In Hamadan in Perſien ſind große Unruhen
ausgebrochen. Der Muſchteid Scheich wurde ermordet.
Die chineſiſche Regierung antwortete auf die Mit=
teilung
von dem Abſchluß der ruſſiſch=japaniſchen
Konventiön, ſie freue ſich über das Feſthalten an
dem Verträge von Portsmouth und an dem Status quo
in der Mandſchurei. China werde in Zukunft im Einklang
mit dem Vertrage von Portsmouth und mit den chineſiſch=
japaniſchen
Verträgen handeln und ſeine Bemühungen
fortſetzen in allen Angelegenheiten, die ſich ergeben aus
der Ausübung ſeiner Hoheitsrechte und aus der Gelegen=
heit
zur Entwickelung von Handel und Induſtrie, damit die
Intereſſen aller Länder auf das beſte gefördert werden.

nge. Königin Eliſabeth der Belgier, Ge=
mahlin
des Königs Albert, vollendet am 25. Juli, das 34.
Lebensjahr. Sie iſt bekanntlich eine bayeriſche Prinzeſ=
ſin
, eine Tochter des vor wenigen Monaten geſtörbenen
Herzogs Karl Theodor in Bayern aus deſſen zweiter Ehe
mit der Infantin Maria Joſepha von Pörtugal, Prin=
zeſſin
von Braganza. Ihre Vermählung mit dem damaki=
gen
Prinzen Albert von Belgien fand am 2. Oktober 1900
in München ſtatt. Die Königin Eliſabeth hat ihrem Ge=
mahl
vier Kinder geſchenkt, deren älteſtes der am 3. No=
vember
1901 geborene, alſo achtjährige Kronprinz Leo=
pold
iſt.
* Molde, 21. Juli. Die Hohenzollern mit dem
Kaiſer an Bord iſt heute nachmittag um 3 Uhr hier ein=
getroffen
.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. Juli.
Ernannt wurde Georg Krapp in Darmſtadt
zum Kanzleigehilfen am Landgericht der Provinz Starken=
burg
mit Wirkung vom 1. Auguſt 1910, ferner die Steuer=
aufſeher
Johann Georg Imbeſcheidt und Heinrich=
Schneider, beide in Friedberg, zu Pfandmeiſtern für
die Beitreibungsbezirke Bingen, bezw. Fürth.
Verſetzt wurde der Pfandmeiſter für den Bei=
treibungsbezirk
Bingen, Heinrich Bönſel zu Bingen
in gleicher Dienſteigenſchaft in den Beitreibungsbezirk
Mainz V.
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 23 vom
22. Juli 1910 hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmach=
ung
, die Baugewerk= und Gewerbeſchule zu Bingen
und die Techniſchen Lehranſtalten zu Offenbach be=
treffend
. 2. Bekanntmachung, den Steuerausſchlag zur
Beſtreitung der Bedürfniſſe der Landjudenſchaftskaſſe
für das Rabbinat Darmſtadt II für 1910 Rj. betref=
fend
. 3. Ueberſicht der vom Großh. Miniſterium des=
Innern für das Rechnungsjahr 1910 genehmigten Um=
lagen
zur Beſtreitung der Kommunalbedürfniſſe der
israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Bin=
gen
. 4. Ordensverleihungen. 5. Ermächtigung zur
Annahme und zum Tragen fremder Orden. 6. Namens=
veränderungen
. 7. Zulaſſungen zur Rechtsanwaltſchaft.
8. Dienſtnachrichten. 9. Dienſtentlaſſungen. 10. Nach=
weis
der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchen=
amts
. 11. Charaktererteilungen. 12. Ruheſtandsver=
ſetzungen
. 13. Sterbefälle.
L. Die Ferienſtrafkammer verhandelte geſtern unter
Ausſchluß der Oeffentlichkeit gegen den 72 Jahre alten
Spengler Johannes Marquard von Hering, der wegen
viermaligen Sittlichkeitsverbrechens ſchon jahrelang im
Gefängnis zugebracht und am 27. Juni abermals im hie=
ſigen
Herrngarten mit einem ſiebenjährigen Mädchen un=
züchtige
Handlungen getrieben hat. Er wurde zu 3 Jah=
ren
Gefängnis verurteilt unter Aberkennung der
bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre. Die 28 Jahre alte
Ehefrau des Heinrich P. dahier, welche wegen
Diebſtahls rückfällig iſt, nahm im April in einem Speze=
reigeſchäft
einen Block Rabattſparmarken im Wert von
10 Mark weg. Sie wurde alsbald verfolgt und der Raub
ihr wieder abgenommen, als ſie die Marken gerade im
Abtritt verſchwinden laſſen wollte. Sie beruft ſich auf
Kleptomänie, iſt nach dem über ſie erſtatteten ausführlichen
ärztlichen Gutachten jedoch ſtrafrechtlich verantwortlich.
Das Gericht ſprach die geſetzliche Mindeſtſtrafe von 3 Mo=
naten
Gefängnis aus.
(*) Vom Manöver des 18. Artneekorps. Die großen
Herbſtübungen des 18. Armeekorps ſpielen ſich
dieſes Jahr von Ende Auguſt bis 22. September zum
größten Teil im nördlichen Oberheſſen bis Fulda und
Gersfeld ab. Sie beginnen mit den Regiments= und Bri=
gadeexerzieren
, die mit Beſichtigungen durch den Korps=
kommandeur
ſchließen. Die 41. Brigade (87er und 88er)
hält Brigadeexerzieren bei Birklar und Lich ab, die 42. Bri=
gade
(80er und 81er) bei Ruppertenrod und Ulrichſtein.
Die 21. Kavallerie=Brigade (Dragoner Nr. 6 und Ulanen
Nr. 6) übt bei Lich und Birklar, die 21. Feldartillerie=
Brigade (61er und 27er) bei Grünberg. Dieſe Brigade=

Odenwälder Trauben.

Heidelbeermann, du dicker Knopp,
Haſt dein Häſel voll geroppt!
Juchheeh juchheeehh!
ſo ſchallt’s aus jugendfriſchen Kehlen. Mit ſchwarzem
Mund und dito Händen, das Fragment eines Hutes
oder einer Mütze auf dem Kopfe, in den leichteſten,
fadenſcheinigſten Hoſen, den zerriſſenſten Kittel an, den
das Haus aufweiſt, ſo kommen ſie abends gezogen. Der
fröhlichen Geſellſchaft merkt man die Mühen des Tages
nicht an, kommt doch jetzt der erhebende Augenblick, da
Vater oder Mutter den Fleißigen loben, und da der
Aufkäufer Nickel= und ſogar Markſtücke in die Hand des
Glücklichen zählt.
Wer ſolche Heimkehr ſieht und ſich nicht ſchon ſelbſt
ſtundenlang nach Heidelbeeren gebückt hat, dem mag
beſonders Kindern ſo ein Tag im Heidelbeerwald
als das Verlockendſte erſcheinen. Ein Verſuch würde
bald die Mühſale offenbaren, jener würde zu denen
gehören, die wollen und dürfen, nicht zu denen,
die zmüſſen‟. Dieſe zwei Arten von Beerenſamm=
lern
müſſen wir auseinanderhalten. Erſtere erhalten
die Erlaubnis zum Pflücken als Gunſt vön den Eltern.
Wohlverſorgt mit allem geht’s hinaus, haben ſie mit
einem Tage genug. bleiben ſie morgen zuhauſe. Und
doch bekommen auch ſie einen Hauch davon, daß das
nicht lauter Freude und Wonne iſt. Wollen ſie bei der
Heimkehr nicht mit ſpärlicher Ausbeute beſchämt vör
Kameraden und Eltern ſtehen, ſo muß flink gearbeitet
werden. Immerhin bleibt für ſolche der Gang
und der Aufenthalt im Walde eine Luſt und eine Er=
holung
.
Nun aber die, ſo müſſen‟?!
Noch zaubert ihnen der Traumgott Gefilde voll
üppiger Sträucher, bedeckt mit zahlloſen glänzenden
Trauben des Odenwaldes oder meint es noch beſſer
mit ihnen und läßt ſie ſchwerbeladen heimkehren, da
ein jähes Erwachen! Der Mutter Hand hat die
Bettdecke in Bewegung geſetzt, oder der ältere Bruder
ſchüttelt unſanft den Träumer. Statt des vollen Korbes
ſieht er dort den leeren in der Ecke, der heute auf nicht
ſo zauberhaft reichem Gefild gefüllt werden ſoll. Bald
iſt die Toilette beendet und ebenſo ſchnell die ſchale
Schale Kaffee eingenommen koffeinfreier, denn es
ſind keine Bohnen drin. Jetzt wird das Ropphäſel
ümgebunden, der Gürtel aus Kordel trägk auch das
mit Kaffee gefüllte Selterswaſſerfläſchchen als der
Kohlenſäurewaſſerfuhrmann die leeren Fläſchchen ab=
hölke
, hat der Wirt dieſe zweimal gezählt, und doch
haben einige gefehlt; ſonderbar, ſehr ſonderbar der
Korb oder Topf bergen mehrere Stücke Brot, nun
ſkann’s losgehen. In kleineren Gruppen ſtrebt man

dem Walde zu; größere Geſellſchaft liebt man nicht, da
viele Brüder auch hier ſchmale Güter machen. An
zeeigneter Stelle im Walde werden Körbe und Töpfe
abgeſtellt. Nur das Ropphäſel baumelt vorn an der
Kordel, denn es iſt der Mittler zwiſchen den Fingern
und dem großen Korb oder Topf, der voll werden ſoll.
Jetzt ſtürzt ſich die kleine Schar auf die Sträucher.
Geduckt dahinſchleichend mit Späherblick, bald auf den
Knien rutſchend, bald hockend, ſitzend bder liegend,
raſtlos rupfend ſo geht’s über die ſonnigen Hänge.
Schweißtröpflein kollern zwiſchen die Sträucher, faſt
ſo groß wie die ſchwarzen Beeren. Den Weg zum
Munde findet der Beute nicht viel, die guten und die
ſchlechten Beeren alle ins Töpfchen. Faſt noch
mühevoller iſt die Arbeit bei Regenwetter. So länge
als möglich wird im Walde ausgehalten, doch bald
gleicht der Pflückende äußerlich einer Waſſermaus. Die
Kleider kleben am Leibe, die Arbeit wird zur Unmög=
lichkeit
. Wenn eine Schar ſo richtig durchgewaſchener
Heidelbeerſucher vom Walde heimpilgert, mit Humor
aber immer noch, dann möchte man Jupiter Pluvius
doppelt zürnen ob des verſchwenderiſchen Naß.
Ein Lichtpunkt im mühſamen Tagewerk iſt die
Raſt. Da merkt man nichts von Laſt. Eifrig käut der
Mund, gieriß ſchluckt die Kehlé, dazwiſchen hinein wer=
den
aber Purzelbäume geſchlagen, Ringkämpfe ausge=
fochten
, Abenteuer zum beſten gegeben die Phantaſie
ſthafft anerkennenswerte Leiſtungen, vielleicht ſpenden
Valdesgrün und Tannenſchatten einen Hauch vön
Jägerlatein. Döch auch manch nützliche Naturbeobach=
tung
verdanken die Pflückenden ihrem Aufenthalt im
Walde.
Die Kinder pflücken mehr drüber weg‟. Sie
pflücken die Sträucher nicht vollſtändig ab, wie Er=
wächſene
, und darum bilden ſie meiſt eine fliegende
Kolonne, die ſich an einem Platz nicht hält, ſondern
mehrere Bezirke abklopft, um nach einigen Tagen
vielleicht die alten Herbergen wieder aufzuſuchen. Dies
hat ſeinen Vorteil: nur die großen Beeren werden ge=
pflückt
, aber auch ſeinen Nachteil: manches Sträuch=
lein
wird zertreten und ſein Behang geht zugrunde.
In der Regel wird Mittag zuhauſe gemacht. Iſt
der Beuteplatz der Heimat aber ferner, dann geht’s
morgens fort und abends heim.
Für manche Bevölkerungsſchichten des Odenwaldes
und anderer Gegenden iſt die Heidelbeerernte von
eminent ſözialer Bedeutung. Gibt es döch Familien
Mutter mit mehreren Kindern die täglich 58 Mark
zuſammenpflücken. So manche Hoffnung und Berech=
nung
gründet ſich auf den guten Ausfall der Heidel=
beerernte
. Der Anzug muß noch mittun bis dahin,
die Schuhe hält des Schuſters Kunſt nöch ſolange zu=
ſammen
, bis ein Paar erpflückt iſt. Wie viele Gläu=
biger
über kleine Schuldpoſten werden auf die Heidel=

beerzeit vertröſtet. Kenner verſichern, daß itn ſüdlichen
Odenwald durchſchnittlich pro Jahr 200000 Mark
für Heidelbeeren zur Auszahlung gelängen.
Dieſer Erwerbszweig iſt nicht alt. Kaum ein
Vierteljahrhundert iſt es her, da verkamen die Oden=
wälder
Trauben meiſt unbeachtet im Walde. Man
roppte ſich gelegentlich einen Milchtopf voll zum
Belage eines Kuchens. Ganz vereinzelt bekam man
auch Heidelbeeren zum Kauf angeboten, den Schoppen
zu 3 Pfg. Daß ſolcher Verdienſt nicht zu dauerndem
Beerenpflücken ermunterte, ſetzt uns nicht in Verwun=
derung
. Da kamen Aufkäufer von Hamburg und
Bremen, welche die Früchte expörtierten. Deren
hygieniſche Bedeutung war erkannt wörden, auch half
män vielfach dem Rotwein damit auf die Beine, was
man ſich übrigens recht wohl gefallen laſſen kann. Die
Preiſe betrugen jetzt 58 Pfg. pro Pfund. Daß damals
der Handel mit Heidelbeeren mehr einbrachte als
das Pflücken derſelben, das ſah män zuweilen än
den Champagnerſchlachten, die jene Herren inſzenierten
und berappten. Dieſe Verhältniſſe dauerten nur einige
Jahre; denn die Heidelbeeren eroberten ſich auch den
inländiſchen Markt. Daß dies nöch nicht ſehr lange
her iſt, merkt man an manchen, ſogar großen Koch=
büchern
, in denen die Heidelbeere gar nicht erwähnt
iſt. Seit der Konſum im Inland ſich gehoben hat,
bleiben die Preiſe konſtant und ſind ſchon ſeit zirkaf
10 Jahren nſicht unter 8 Pfg. pro Pfund gefallen. Heuer
bewegen ſie ſich zwiſchen 10 und 13 Pfg. Bei ſolcher
Bezahlung lohnt ſich die Mühe des Sammlers in an=
nehmbarer
Wieiſe. Preisſteigernd wirken zuweilen
einige fremde Aufkäufer, die den Handel per Achſe be=
treiben
. Mit Wagen und Wage pöſtieren ſie ſich an
einen Wechſel d. i. an einen Platz, den viele aus=
wärtige
Pflücker paſſieren. Die ortsüblichen Preiſe
vom Abend vorher werden entſprechend überboten, und,
ſoll das Geſchäft nicht ſtocken, müſſen die einheimiſchen
Aufkäufer auch tiefer in die Taſche greifen Daß
zur Zeit des Exports die Preiſe nür kurze Zeit ſich auf
ännehmbarer Höhe hielten, hat ſeinen Grund darin,
daß der Odenwald eines der Gebirge iſt, in denen die
Beeren zuerſt reifen. Wenn nun für die nördlicher
gelegenen Gegenden die Reifezeit kam, bedeutete der
Aufkauf dort eine namhafte Poktoerſpärnis, die vön
hier aus nur ausgeglichen werden könnte durch ge=
ringere
Preiſe beim Ankauf.
Anfangs kam es vor, daß die Kinder beim Ab=
wiegen
der Beeren nicht von allen Händlern reell be=
handelt
wurden. Das Kreisamt ſchlug ſich damals ins
Mittel. Unterdes hat auch die Konkurrenz das ihre
getan, und ſo kann man wohl ſagen, daß heute der
Heidelbeerhandel in ganz geſunde Bahnen eingelenkt
hat zum Wohle des pflückenden und konſumierenden
R. Le
Publikums.

[ ][  ][ ]

Nummer 170.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

rade
ft ſich auf

Kübungen ſchließen am 12. September. Am 12. September
Sieht ſich die 21. Diviſion um Grünberg zuſammen, hier
Aerden ſich vom 13. bis 17. September die Diviſions=
A anöver abſpielen. Am 18. September iſt Ruhetag, am
19. Marſchtag mit beginnendem Korpsmanöver. Die Re=
aimenter
der 25. (heſſiſchen) Diviſion treffen am 25. Auguſt
Ain Manövergelände ein; die 49. Infanterie=Brigade (115er,
lléer und 168er) übt bei Fulda, die 50. Brigade (117er
Lund 118er) bei Alsfeld. Die 49. Brigade hält ihr Bri=
tademanöver
vom 9. bis 12. September bei Gersfeld, die
50. Brigade vom 8. bis 10. September bei Lauterbach ab.
Die 25. Feldartillerie=Brigade (25er und 63er) manövriert
lei Lauterbach; die 25. Kavallerie=Brigade (23er und 24er
Dragoner) hat vom 31. Auguſt bis 7. September Aufklä=
tungsdienſt
. Die Diviſionsmanöver der 25. Diriſion fin=
den
vom 14. bis 17. September bei Fulda ſtatt. Außer
bigen Regimentern nehmen noch an den Diviſions= und
Horpsmanövern teil: die Unteroffizierſchule Biebrich, das
Trainbataillon Nr. 18, die Pionierbataillone Nr. 21 und 25
und Teile des Fußartillerie=Regiments Nr. 3. Letzteres
n immt hauptſächlich am Korpsmanöver teil, das ſich vom
0. bis 22. September zwiſchen Ulrichſtein, Grünberg, Als=
ſeld
und Ruppertenrod abſpielt.
* Kriegsveteranenappell. Man ſchreibt uns: All=
mählig
klärt ſich das Bild und man kann überſehen,
wie ſich die ganze Sache geſtalten wird. Die Parade=
rufſtellung
auf dem Exerzierplatze erfolgt nach
ser Order de bataille von 1870. Man wird alſo nur
die ehemaligen Regimentsbezeichnungen leſen, und es
wird eine ſtattliche Zahl der alten Helden dort in Reih
und Glied ſtehen, um von dem Sohne des geliebten
Prinzen, der ſie vor 40 Jahren hinausgeführt hat, ge=
muſtert
zu werden. Daran reiht ſich der Zug durch die
Rheinſtraße, die alte Einmarſchſtraße von 1871, zu den
Denkmälern am Paradeplatz, welche für die Veteranen
ſeine weihevolle Bedeutung haben. Kranznieder=
egungen
werden vor der Parade ſtattfinden. Und welch
Jubel, welche Freude werden dann herrſchen, wenn
ſich die alten Kompagniekameraden in den Speiſeſälen
wiederfinden. Draußen auf dem Paradefelde wird ein
Erkennen kaum möglich ſein, denn die 40 Jahre ſind
ticht wirkungslos an den Männern vorübergegangen.
Aber an der Hand der Namensliſte, welche jeder Teil=
iehmer
bei ſeinem Gedeck ſinden wird, wird es ihm leicht
rverden, den Freund und Kameraden wiederzufinden.
Ulnd dies iſt ſchließlich der Hauptzweck der ganzen Ver=
anſtaltung
. Dürfen wir hoffen, daß auch die Bevölke=
rung
unſerer Reſidenz den alten, erprobten Männern
won 1870 mit der ihnen gebührenden Achtung und Gaſt=
Freundſchaft begegnen wird? Ja, gewiß! Der geſunde
Sinn unſerer Bevölkerung wird von ſelbſt darauf hin=
fführen
, daß es eine Pflicht der Dankbarkeit iſt, die es
zu erfüllen gilt gegen die Männer, die dem deutſchen
Volke die Einigung erkämpft haben unter Einſetzung
ähres eigenen Lebens.
* Die ſtarke Zunahme der Cholera in Rußland, wo
mach einer Mitteilung des Reichskanzlers für die Woche
wom 19. bis 25. Juni in 23 Gouvernements 3566 Er=
kkrankungs
= und 1420 Todesfälle verzeichnet wurden,
zwingt, die Möglichkeit der Einſchleppung der Seuche
mach Deutſchland ins Auge zu faſſen. Das Großh.
Miniſterium des Innern, Abteilung für öffentliche
Geſundheitspflege, bringt deshalb in einem Ausſchrei=
ben
an die Großh. Kreisämter die Verfügung vom
10. Juli 1909 wieder in Erinnerung. Darin wird den
Kreisämtenn empfohlen, dem Zuſtande der nicht ledig=
llich
techniſchen Zwecken dienenden Waſſerleitungen be=
fſondere
Aufmerkſamkeit zuzuwenden, und da, wo die
Reviſion der Leitungen längere Zeit nicht ſtattgefun=
iden
hat, und wo hygieniſche Bedenken gegen den Zu=
ſtand
der Leitung und des Waſſers nicht ausgeſchloſſen
ſind, eine Reviſion baldigſt zu veranlaſſen. Aus dem=
ſelben
Grunde iſt auch auf den Geſundheitszuſtand der
aus Rußland zuziehenden Saiſonarbeiter ſorgfältigſt
zu achten und die Gelegenheit der bereits angeord=
neten
Nachimpfungen durch die beamteten Aerzte hierzu
tunlichſt zu benutzen. (Darmſt. Ztg.)
* Turnlehrerkurſus. Auf Anordnung der Großh.
Miniſterialabteilung für Schulangelegenheiten wird
in der Zeit vom 17. Oktober bis zum 12. November
d. J. unter Leitung des Landesturninſpektors Schul=
rat
Schmuck zur Ausbildung von Turnlehrern an den
heſſiſchen Volksſchulen ein vierwöchiger Turnkurſus in
Darmſtadt veranſtaltet. Zu dieſem Ausbildungskurſus
werden nur ſolche Lehrer größerer Gemeinden des
Landes zugelaſſen, die ſpäter den Turnunterricht in
mehrklaſſigen Schulen zu übernehmen und namentlich
auch ſich am Geräteturnen zu beteiligen imſtande ſind.
Durch die Vertretung der Teilnehmer dürfen keine
beſonderen Koſten erwachſen; die Kollegen der Kursbe=
ſucher
müſſen alſo den Schuldienſt unentgeltlich mit=
verſehen
. Die Teilnehmer erhalten aus Staatsmitteln

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
ck. Das römiſche Opernprogramm des
Jubiläumsjahres. Aus Rom wird berichtet:
Das Programm der großen Opernaufführungen, die
im kommenden Jahre im Zuſammenhang mit dem
50jährigen Jubiläum des Königreichs Italien und mit
der großen italieniſchen Ausſtellung in Rom im Con=
ſtanze
=Theater ſtattfinden ſollen, iſt in den Grund=
linien
nunmehr feſtgeſetzt. Mit einer kurzen Unter=
brechung
im Hochſommer ſoll von März bis Ende No=
vember
geſpielt werden. Die Saiſon wird in drei Ab=
ſchnitte
geteilt, die je einen italieniſchen Kapellmeiſter
erhalten. Von März bis Ende April dirigiert Man=
einelli
; er eröffnet die Saiſon mit Wilhelm Tell
Von Ende April bis Juni dirigiert Toscanini und
den Schluß der Saiſon leitet Mugione. Die Zahl der
Werke, die zur Darſtellung kommen, iſt noch nicht be=
ſtimmt
. Feſt ſteht, daß Maneinelli den Macbeth diri=
giert
, in dem Battiſtini die Hauptrolle ſingt; ferner
wird unter Mancinellis Leitung die Nachtwandlerin
von Bellini, der Don Pasquale von Donizetti und
der Verlorene Sohn, eine faſt vergeſſene Oper von
Ponchielli, gegeben. Von neueren Werken ſind die
Francesca von Mancinelli und das erſte Werk von
Catalani La falce in Ausſicht genommen. Tosca=
nini
wird ſeine Tätigkeit wahrſcheinlich mit der Arda‟
einleiten; er wird auch den Falſtaff dirigieren und
vor allem die Uraufführung des neuen Werkes von
Puecini Das Mädchen aus dem Weſten, in dem Ca=
ruſo
die Hauptrolle ſingt. Von Sängern ſind bisher
gewonnen: als Tenöre Caruſo, Bonei, Zamco und der
junge Tenor Macnez; als Baritons Battiſtini, Amato,
Stracciari und Titta Ruffo; als Baſſiſten De Ange=
lis
und l’Arimondi. Für Sopranrollen wurden ver=
pflichtet
die Storchio, die Gagliardi, als Mezzoſopran
die Garibaldi. Mit der Tetrazzini und der Crusce=
niski
, mit dem ruſſiſchen Tenor Smirnoff, dem Bari=
ton
Sammaroe und dem Baß Gourmet von der Pariſer
Oper ſchweben noch Verhandlungen. Das Orcheſter
ſtellt die Kapelle des Auguſteum; die Chöre werden auf
eine Stärke von 120 Stimmen gebracht.

angemeſſene Tagegelder und einmalige freie Bahn=
fahrt
nach und von Darmſtadt.
* Städtiſcher Saalbau. Das Donnerstag=Konzert der
Kapelle des Leibgarde=Infanterie=Regiments unter Mit=
wirkung
des Kammerſänger Roſt=Quartetts hatte
einen durchſchlagenden Erfolg zu verzeichnen. Des ſchlech=
ten
Wetters wegen mußte das Konzert in den Saal verlegt
werden, der faſt voll beſetzt war. Die zahlreichen Zuhörer
bereiteten dem Roſt=Quartett, das von ſeinem frühe=
ren
Auftreten hier noch in beſter Erinnerung war, ſchon beim
erſten Erſcheinen lebhafte Ovationen. Der Beifall ſteigerte
ſich dann von Vortrag zu Vortrag. Auch die Leiſtungen
der Kapelle ſtanden durchaus auf der Höhe.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 10. Juli l. J. männ=
lich
9370, weiblich 6018, zuſ. 15388, in Prozenten 60,83,
39,17; am 9. Juli I. J. männlich 9312, weiblich 6001,
zuſ. 15313, in Prozenten 60,81, 39,19. Der Kranken=
ſtand
betrug am 10. Juli l. J. männlich 410, weiblich
262, in Prozenten 4,37, 4,35; am 9. Juli l. J. männ=
lich
408, weiblich 236, in Prozenten 4,38, 392. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
11. Juni bis 16. Juli l. J. 4574,16 Mk., in der Woche
vom 4. Juli bis 9. Juli I. J. 4780,59 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 16. Juli
I. J. 15, am 9.. Juli I. J. 19: Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 11. Juli bis 16. Juli
I. J. 1; vom 4. Juli bis 9. Juli I. J. 1.
§ Milchreviſionen. Während des Monats Mai
ſind durch die hieſige Polizei 2550 Milchreviſionen vor=
genommen
worden. Hierbei wurden acht Proben teils
wegen zu geringem Fettgehalt und teils wegen Waſſer=
zuſatz
beanſtandet und dem chemiſchen Unterſuchungsamt
zwecks Unterſuchung überwieſen. Infolge dieſer Bean=
ſtandungen
und zwecks Aufklärung war die Erhebung
von zwei Liefer= und zwei Stallproben erforderlich.
Außerdem ſind 15 Liter gewäſſerte Milch konfisziert
worden. Im Monat Juni wurden 2830 Milchreviſionen
vorgenommen. Hierbei ſind ſechs Proben wegen zu ge=
ringem
Fettgehalt beanſtandet und dem chemiſchen
Unterſuchungsamt zur Unterſuchung überwieſen worden.
Infolge dieſer Beanſtandungen und zwecks Aufklärung
war die Erhebung von vier Liefer= und einer Stallprobe
erforderllch.
Freireligiöſe Gemeinde. Man ſchreibt uns:
Nachdem die Gründung einer freireligiöſen Gemeinde in
einer kürzlich ſtattgefundenen Verſammlung beſchloſſen
worden iſt, findet am kommenden Sonntag, vor=
mittags
, im Logenſaal der Freimaurer=Geſellſchaft
(Sandſtraße 18) die erſte Erbauung unter Mitwirkung
eines Männerchores ſtatt. Feſtredner iſt der freireligiöſe
Prediger Rieber=Mainz. Anſchließend an die Erbauung
findet die Ordnung der Gemeindeverfaſſung und= Ver=
waltung
, ſowie Aufnahme neuer Mitglieder ſtatt. (Siehe
heutige Anzeige.)
C Die Karnevalgeſellſchaft Narrhalla die, wie ſchon
bekannt, im nächſten Jahre das 25jährige Jubiläum ihres
Präſidenten, Herrn Max Anſpach, feiert, plant, wie
man uns mitteilt, aus dieſem Anlaß Feſtlichkeiten großen
Stiles. Die Veranſtaltungen werden ſämtlich im
Städtiſchen Saalbau ſtattfinden, der zu dieſem
Zwecke für folgende Tage bereits feſt gemietet iſt: 8., 15.,
22., 29. Januar, 5., 12., 19., 25. und 28. Februar. Die erſte
große Jubiläumsſitzung wird durch ein Feſtſpiel ein=
geleitet
werden. Ein dementſprechendes Ausſchreiben wird
demnächſt erlaſſen.
Ein Preisſchießen veranſtaltet der Schützenklub
Komet vom 16. bis 24. Juli. (Näh. ſiehe Anzeige.)
Der Darmſtädter Männer=Geſangverein hält
ſein diesjähriges Sommernachtfeſt morgen abend im
Schützenhof ab. Die Vergnügungskommiſſion hat alles
aufgeboten, um den Beſuchern einen genußreichen Abend
zu bieten. Die Kapelle des Art.=Regts. Nr. 61,
ſowie der Vereinschor bringen ein ausgewähltes Pro=
gramm
zu Gehör. Ein Ball findet im großen Saal ſtatt.
Das Feſt findet bei jeder Witterung ſtatt. (S. Anzeige.)
Großer Preis von Darmſtadt. Zu dem hoch=
dotierten
Rennen um den Großen Preis von
Darmſtadt, welches gelegentlich des großen Rad=
und Motor=Fahrens am Sonntag, den 31. Juli, auf der
Radrennbahn an der Heidelbergerſtraße ausgefahren
wird, haben bereits eine große Zahl hervorragender
Fahrer gemeldet. Da jedoch dieſes Rennen in einem
Lauf über 2000 Meter ausgefahren werden ſoll, ſo wird
die Rennleitung die 4 beſten der gemeldeten Fahrer
auswählen, damit das Publikum einen intereſſanten
Kampf ſieht.
Schützenhof. Morgen Sonntaa konzertiert die
Kapelle des Leib=Regts, unter Herrn Obermuſikmeiſter
Hauskes Leitung. Im Programm u. a.: Kreuznacher

Turnfeſtmarſch 1910 mit dem Preisturnlied: Wieviel der
Turnerſcharen, zum Mittelrheiniſchen Kreisturnfeſt kom=
poniert
von Herrn H. Hauske.
Im Ausſtellungs=Reſtaurant findet heute
Samstag Künſtlerkonzert ſtatt im Rahmen eines
Operetten=Abends. Die Konzerte ſind bisher ſehr gut
beſucht geweſen. (S. Anzeige.)
Ludwigshöhe. Am Sonntag konzertiert das
Muſikkorps des Leibgarde=Regiments unter Herrn H.
Hauske. Auch für das heutige Kurkonzert liegt ein
äußerſt gefälliges Programm vor. (Siehe Anzeige.)
Heſſiſcher Hof. Heute Samstag findet wieder
ein beſonderes Arrangement ſtatt. Es ſoll der Garten
illuminiert werden und Herr Obermuſikmeiſter Mickley
welcher die Konzertmuſik ausführt, wird ein beſonderes
Programm, unter anderm eine Richard Wagner=Abteilung,
bieten. Die weitere Programmeinteilung ſoll aus inter=
nationaler
Muſik beſtehen. (S. Anzeige.)
Bensheim, 20. Juli. Der Steinmetzmeiſter Franz
Werner von hier iſt in Deutſch=Oſtafrika, wo
er zuletzt am Bahnbau Morogoro=Tabora tätig war, in
Kidete, unter Hinterlaſſung einer kinderloſen Witwe,
die jetzt wieder zu ihren Eltern nach Darmſtadt zurück=
gekehrt
iſt, am 10. Juni geſtorben. Die Firma
Holzmann, bei der er tätig war, erließ in der Deutſch=
Oſtafrikaniſchen Zeitung (die in Dar=es=Salaam er=
ſcheint
) einen ehrenden Nachruf. Schwarze Landsleute
trugen ihn zu Grabe, an dem ein deutſcher Miſſionar
die Totengebete ſprach.
Biebesheim, 21. Juli. Ein Opfer des Hochwaſ=
ſers
iſt das elfjährige Söhnchen des Bahnwärters Gg.
Peter Schmidt aus Stockſtadt geworden. Der Knabe wollte
in der Nähe unſeres Ortes Futter holen. Anſcheinend hatte
er ſich hierbei am Bache zu weit vorgewagt, verlor das
Gleichgewicht und ſtürzte in den zurzeit ſehr tiefen Bach.
Er konnte nur noch als Leiche geländet werden.
Mainz, 21. Juli. Fürſt Friedrich von Waldeck
und Pyrmont iſt mit Familie und Gefolge hier
eingetroffen und hat im Holländiſchen Hof Wohn=
ung
genommen. Der engliſche Geſandte in Belgrad,
Whitehead, iſt ebenfalls mit Familie und Dienerſchaft
dort abgeſtiegen.
Mainz, 22. Juli. Die Schott=Braunraſch=
Kommiſſion hat in einer geſtern abend abgehalte=
nen
Sitzung aus der Zahl der früheren Bewerber um
den Poſten des ſtädtiſchen Kapellmeiſters den Kapell=
meiſter
Albert Gorter in Straßburg zum erſten
ſtädtiſchen Kapellmeiſter gewählt. Die
Wahl unterliegt noch der Beſtätigung durch die Stadt=
verordnetenverſammlung
, die morgen, Samstag, mit=
tags
12 Uhr, zur Beſchlußfaſſung zuſammentreten
wird. Albert Gorter iſt geborener Nürnberger und
ſteht im Anfang der 40er Jahre. Er war zuletzt 6
Jahre lang erſter Opernkapellmeiſter in Straß=
burg
i. Elſ. und hatte vorher nacheinander folgende
Stellungen inne: Hofkapellmeiſter in Karlsruhe unter
Generalmuſikdirektor Felix Mottl (fünf Jahre); erſter
Kapellmeiſter in Leipzig (drei Jahre); Stellvertreter
Mottls in Karlsruhe (ein Jahr) während deſſen Be=
urlaubung
. Von dort kam er nach Straßburg.
Mainz, 22. Juli. Wir berichteten geſtern, daß auf
einen auf einem Dienſtgang nach Hechtsheim begriffenen
Schutzmann in Zivil von einer Militär= Pa=
trouille
geſchoſſen worden ſei. Heute wird dem
Tgbl. berichtet, daß der Schutzmann, als die Soldaten ihm
Halt zuriefen, dieſe gar nicht ſehen konnte, da ſie durch
die hohe Frucht auf dem Feld verdeckt waren. Der Schutz=
mann
dachte gar nicht daran, daß dieſer Zuruf von Solda=
ten
ausgegangen ſei, umſoweniger, als=er noch aufgefor=
dert
worden war, er möge ſich auf die Erde legen und
ſeine Taſchen ausleeren. Dann fiel der Schuß und da
erſt drehte ſich der Schutzmann um und ſah, daß er Sol=
daten
vor ſich hatte. Als er nochmals aufgefordert wurde,
ſich hinzulegen, weigerte er ſich das zu tun. Nun gingen
die Soldaten ſchußbereit und mit gefälltem Bajonett auf=
den
Schutzmann los und da dieſer’ſich nicht der Gefahr
ausſetzen wollte, totgeſchoſſen zu werden, kniete er nun=
mehr
nieder. Er wurde dann, wie berichtet, verhaftet.
Uebrigens iſt ein eingehender Tatbeſtands=Bericht an das
Gouvernement abgegangen und es iſt zu erwarten, daß die
Angelegenheit die völlige Aufklärung findet, deren ſie drin=
gend
bedarf. Zur Ergänzung erfährt das Blatt noch
olgendes: Es war auf den Wachtpoſten mit Steinen, ge=
worfen
worden, ohne daß man die Burſchen erwiſchte.
Der wachhabende Unteroffizier erteilte nun einem Gefrei=
ten
und einem Mann den Auftrag, ſich ins Korn zu legen
und die Burſchen abzufäſſen. Als die Soldaten den in
Zivil gekleideten Schutzmann kommen ſahen, hielten ſie ihn
für einen der Steinwerfer und riefen ihn an. Der Schutz=

Caruſos Geſtändniſſe. Caruſo, der
gegenwärtig in Rom weilt, um mit dem Feſtkomitee
für die großen nationalen Feierlichkeiten im Jahre
1911 zu unterhandeln, hat einem Mitarbeiter des
Meſſaggero allerlei von den Sorgen und Leiden er=
zählt
, die ſein Beruf und ſeine Berühmtheit ihm ein=
tragen
. Sein Vertrag mit der Metropolitan=Opera
iſt nun endgültig auf drei Jahre verlängert worden.
Gatti Caſazza war bereit, meine Gage zu erhöhen,
aber ich begnügte mich mit den 10000 Lire für den
Abend und verlangte nur Erleichterungen zu Gaſt=
ſpielreiſen
. Die Zahl der Abende, an denen ich in
New=York ſingen muß, wurde von 80 auf 50 herab=
geſetzt
. Der berühmte Tenor will künftig öfter in
Europa ſingen; aber die Vorſchläge der Metropolitan=
Opera, die Caruſo ſozuſagen in Generalpacht nehmen
wollte, weil ſie größere Gaſtſpielhonorare erzwingen
könne als der Sänger ſelbſt, wurden von dem großen
Tenor abgelehnt; er ſelbſt wird mit den europäiſchen
Operndirektionen verhandeln und nach ſeinem Er=
meſſen
mit ihnen Verträge abſchließen. Zu 20000
Lire für den Abend? erkundigte ſich der Interviewer.
Und warum auch nicht? antwortete Caruſo. Stellen
Sie ſich vor: In dem großen Saal in Oſtende, in dem
ich im Sommer Konzerte gab und geben werde, haben
17000 Hörer Platz, die 5 Lire bezahlen. Bei ausver=
kauftem
Hauſe nimmt der Impreſario 85000 Lire ein
und macht immer noch ein Rieſengeſchäft. Bis heute
hat Caruſo mit ſeiner unvergleichlichen Stimme ein
Vermögen von rund 8 Millionen Lire er=
rungen
; er ſingt ſeit rund 15 Jahren, aber die eigent=
lichen
großen Einnahmen haben ihm die letzten 5 oder
2 Jahre gebracht. Im Anfang, ſo erzählt Caruſo
melancholiſch, hat man mir wenig bezahlt, ſehr wenig.
Mein erſter Vertrag nach dem Debüt brachte mir für
14 Tage ganze 80 Lire ein. Ich verdiente mehr dadurch,
daß ich den Fremden vorſang, die nach Santa Lucia
und Poſilippo kamen. Dabei brauchte ich nicht die Be=
vormundung
der Kapellmeiſter und der erſten Kritiker
zu erdulden, die recht grauſam waren. Ich erinnere
mich noch des alten Maeſtro Scaliſi, der mich im San
Carlo=Theater für den Fauſt vorſchlug. Ich ſollte

für einen erkrankten Tenor einſpringen. Die Probe
begann, aber als ich die Romanze Salve, dimora‟
ſang, wurde ich unſicher und begann zu tremolieren.
Scaliſi war geduldig genug, es ſechsmal mit anzu=
hören
, wie meine Stimme ſich überſchlug; dann aber
ſagte er zu meinem Lehrer Vergina: Der Caruſo iſt
ein braver Junge, aber er muß noch in der Schule
bleiben. Es iſt noch nichts mit ihm. Und wieder
mußte ich eine lange Weile warten. Dann ſchilderte
Caruſo die Entbehrungen, die Leiden, die Enttäuſch=
ungen
, die er durchzumachen hatte, ehe er zum Ruhme
aufſtieg. Der Beſucher brachte das Geſpräch dann auf
die Nachricht, die vor einiger Zeit durch die Preſſe ging
und in der mitgeteilt wurde, Caruſo habe eine Prä=
mie
für einen begabten Anfänger ausgeſetzt, den er
ſelbſt ausbilden wolle. Das war ein Aprilſcherz,
antwortete der Sänger faſt ärgerlich, er ging von Bo=
ſton
aus und zog durch die ganze Welt. Ich habe ge=
nug
Unannehmlichkeiten dadurch gehabt, mehr als 3000
Briefe ſind mir zugegangen, in denen die Schreiber
ſich um den Caruſopreis bewerben. Erſt geſternebekam
ich wieder ein ſolches Geſuch aus Madagaskar. Der
Gedanke iſt ſo verwerflich wie nur möglich, denn der
Sängerlehrling, der die Gewißheit hat, eine Prämie:
und eine feſte Monatsſumme zu erhalten, arbeitet
nicht mehr, lernt nicht mehr und gibt ſich keine Mühe,
die großen Schwierigkeiten der Kunſt zu bewältigen.
Ich habe junge Leute gekannt, die herrliche Stimmen
beſaßen und in Armut und Elend endeten, weil ſie
nicht arbeiteten und ſorglos dahinlebten. Ich kannte
Künſtler, die von Mäcenen oder Spekulanten unter=
ſtützt
wurden und ihre Tage in der Kneipe verbrach=
ten
. Dann leb wohl, hohes C. Man muß Armut und
Entbehrungen durchmachen und die Liebe zur Kunſt in
ſich fühlen, wenn man ans Ziel kommen will. Als der
Interviewer auf die Verlobungsgerüchte zu ſprechen
kam, die von Zeit zu Zeit immer wieder auftauchen,
erklärte Caruſo rundweg, daß er entſchloſſen ſei, nicht
zu heiraten. Man brauche künftige Verlobungsgeſchich=
ten
nicht ernſt zu nehmen, das ſeien altgewohnte Er=
findungen
der amerikaniſchen Preſſe.

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Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Nummer 170.

mann ſeinerſeits glaubte, daß Strolche ihn angerufen hät=
ten
und einen Ueberfall beabſichtigten. Deshalb ging er
weiter. Das weitere hat ſich dann wie geſchildert zuge=
tragen
.
Gießen, 21. Juli. In der heutigen Sitzung der
Stadtverordneten proteſtierte Oberbürgermeiſter
Mecum gegen die Aeußerung eines Miniſterialrats
in der Zweiten Kammer, wonach dieſer geſagt haben
ſollte, wenn die Würtſchaft in den Städten ſo weiter
gehe, dann brauche man nicht nach Süden zu gehen,
dann werde man auch bei uns bankerotte Städte fin=
den
. Der Oberbürgermeiſter erklärte, auf Gießen
wenigſtens treffe der Vorwurf nicht zu; die Finanzen
der Stadt ſeien ganz vorzüglich, ſodaß man trotz ge=
ſteigerter
Anforderungen an den Stadtſäckel mit den
ſeitherigen Steuerzuſchlägen auch für die Folge aus=
zukommen
hoffe. Wenn allerdings der Staat für ſeine
pflichtmäßige Tätigkeit, z. B. die Beaufſichtigung der
Straßenbahn, Bezahlung fordere und wenn man an=
dererſeits
den ſtaatlichen Eiſenbahnbetrieb, wie vorge=
ſchlagen
, ſteuerfrei machen wolle, dann könne es wohl
kommen, daß die Steuerzuſchläge der Gemeinden eine
drückende Laſt für die Bürger werden. (Frft. Ztg.)
* Bad=Nauheim, 22. Juli. Moreno Caſtel, ein be=
kannter
ſpaniſcher Maler, iſt zur Kur hier eingetroffen
und hat im Carlton=Hotel Wohnung genommen.
Bad Nauheim, 22. Juli. Bis zum 21. Juli ſind
21237 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem
Tage noch 7703 anweſend waren. Bäder wurden bis
zum 21. Juli 247 685 abgegeben.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. Juli. Hauptmann
Graf Pfeil vom Infanterieregiment Nr. 129 wurde
vom Kriegsgericht der Kommandantur Berlin von der
Anklage des Diebſtahls von Zeitungen, begangen im
Café Graudenz, freigeſprochen. Bezüglich der
dem Grafen Pfeil zur Laſt gelegten vorſätzlichen Miß=
handlung
ſeiner zweiten Gattin erkannte das Gericht
auf Einſtellung des Verfahrens, weil nur eine
einfache Mißhandlung vorliege und der dafür erfor=
derliche
Strafantrag fehle. Wegen vorſchriftswidriger
Behandlung Untergebener wurde Pfeil zu fünf
Tagen Stubenarreſt verurteilt. Um 500
Mark wurde ein alter Amerikaner geprellt,
der ſich ſeit Samstag hier aufhält, um ſich mit ſeiner
Tochter zuſammen Berlin anzuſehen. Bei ſeinen
Spaziergängen traf er einen angeblichen Landsmann,
der ſein Vertrauen zu erwerben wußte. Als er geſtern
mit ſeinem neuen Freunde durch die Kronenſtraße
ging, fanden beide ein Portemonnaie, das mit Edel=
ſteinen
von anſcheinend großem Werte gefüllt war.
Der gute Freund machte den alten Herrn darauf auf=
merkſam
, daß der vor ihm gehende Mann wahrſchein=
lich
der Verlierer ſei und rief dieſen zurück. Der war
hocherfreut, ſolche ehrlichen Leute gefunden zu haben
und lud beide zu dem Beſuche eines Cafés in der
Kronenſtraße ein. Dort kam man dann auf den alten,
plumpen Trick, erſt die gegenſeitige Ehrlichkeit zu
prüfen, und der vertrauensſelige Amerikaner ließ als
Zeichen ſeines Vertrauens ſeine Börſe mit etwa 500
Mark zurück. Natürlich ließen ſich ſeine Freunde bei
dem verabredeten Rendezvous nicht mehr blicken, und
der alte Amerikaner denkt jetzt in ſeinem Hotel über
die Schlechtigkeit der Berliner nach. Um 2400
Mark beraubt wurde der Künſtler H. aus Char=
lottenburg
. Auf einem Bummel durch Berlin bei
Nacht hatte er die Bekanntſchaft eines hübſchen jungen
Mädchens, das ſich als Konfektioneuſe ausgab, gemacht.
Das Pärchen zog durch eine Reihe von Weinlokalen in
der Leipziger= und Jägerſtraße, und als H. nach einer
fidelen Nacht ſein Heim wieder erreicht hatte, mußte
er eine recht böſe Entdeckung machen; ſeine Brieftaſche
mit 2400 Mark war verſchwunden. Die hübſche Be=
gleiterin
hatte es in einem günſtigen Moment ver=
ſtanden
, die Taſche unbemerkt zu entwenden. Die
Polizei iſt der gefährlichen Perſon auf der Spur.
Zwiſchen dem Magiſtrat von Berlin und dem Forſt=
ſiskus
kam ein Vertrag wegen Ankaufs der Wuhl=
heide
zuſtande. In einem Nordrinazuge, in
dem er eingeſchlafen war, wurde ein 36 Jahre alter
Maurer von unbekannten Tätern gefleddert und
dann aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge auf
die Gleiſe geworfen. Erſt einige Zeit ſpäter wurde
der Schwerverletzte beſinnungslos von Streckenarbei=
tern
aufgefunden und nach dem Krankenhauſe geſchafft,
wo er hoffnungslos darniederliegt. Im Viktoria=
Speicher, der neuerdings verſchiedene Male von großen
Bränden heimgeſucht worden war, brach geſtern abend
Feuer aus, durch das die Schmiede der Omnibus=
Geſellſchaft nur unerheblich in Mitleidenſchaft gezogen
wurde.
22. Juli. Der zukünftige Präſident von Braſilien,
Fonſeca, iſt hier eingetroffen. Heute früh gegen

ſeiner Wohnung in der Kanzlerſtraße ſeine beiden
erſchoß ſich dann ſelbſt. Den Beweggrund der Tat bil=
den
Schulden infolge leichtſinnigen Lebenswandels.
Oldenburg traf geſtern vormittag 9 Uhr mit dem entlaſſen.
Hamburger D=Zug hier ein und fuhr mit Auto nach
dem Sanatorium Hohemark zum mehrtägigen Beſuche
ſeiner dort weilenden Gemahlin. Ein aus dem
Bayeriſchen ſtammender 20 Jahre alter Fuhrknecht, der
hier Stellung ſuchte, beſuchte am Donnerstag vormit=Boot mit zwei erſchöpften Seeleuten angetroffen
tag eine Wirtſchaft an der Kloſtergaſſe. Er hatte nur
65 Pfennige und wollte ſeine Taſchenuhr ver=
kaufen
. Dieſe wanderte unter den Gäſten von einer
Hand zur andern, bis ſie überhaupt verſchwand.
Einer der Gäſte hatte ſich die Uhr angeeignet und war
verduftet. Der Beſtohlene erſtattete bei der Polizei
Anzeige.
ſteige des Hauptbahnhofes ſtehenden Automaten
von Gebrüder Stollwerck, Hartwig u. Vogel uſw. be=
fanden
ſich ſeit langer Zeit Tag für Tag Blei= und
Eiſenſtücke, genau ſo geformt wie die 10 Pfg.=
Stücke, und genau ſo ſchwer wie dieſe, ſo daß die Auto=
maten
bei Einwurf der wertloſen Stücke tadellos
funktionierten. Geſtern gelang es den Bahnhofs=
kriminaliſten
, den Dieb endlich auf friſcher Tat zu er=
wiſchen
. Es iſt ein junger Schloſſer von 18 Jahren,
der noch dazu in einer Eiſenbahnwerkſtätte be=
ſchäftigt
iſt und, in die Enge getrieben, geſtand, ſeit
Monaten die Automaten geplündert zu haben. Die
Die bei ihm vorgefundenen Stücke glichen den in den
Automaten liegenden aufs Haar. Einſtweilen wurde
der Schloſſer auf freiem Fuß belaſſen.
Höchſt, 22. Juli. Am letzten Sonntag vormittag
fuhren der Maſchinenarbeiter Ernſt Reinemer und
der Dreher Johann Merz aus der Weſtendſtraße in
Soſſenheim und der ledige Schloſſer Lindner aus
Höchſt mit ihren Fahrrädern in den Schwanheimer
Wald, um Champignons zu ſuchen. In der Nähe
von Mitteldick fanden ſie auch eine reiche Ernte, und
am Mittag kehrten ſie nach Hauſe zurück. Frau Reine=
mer
machte am Sonntag abend einen Teil der geſam=
melten
Pilze zurecht. Sie und drei ihrer Kinder, zwei
Knaben im Alter von 6 und 7 Jahren, und ein Mäd=
chen
von 12 Jahren, aßen davon. Reinemer ſelbſt war
nicht zu Hauſe. Auch die drei jüngſten Kinder nahmen
an dem Mahle nicht teil. Schon in der Nacht von
Sonntag auf Montag traten bei der Frau Reinemer
und den drei Kindern, die von den Pilzen gegeſſen
hatten, Vergiftungserſcheinungen auf. Man
kam aber nicht auf den Gedanken, daß dieſes Unwohl=
ſein
mit dem Pilzgenuß zuſammenhängen könne. Da
ſich der Zuſtand aber verſchlechterte, wurde am Montag
mittag ärztliche Hilfe in Anſpruch genommen. Am Mitt=
woch
morgen trat bei Frau Reinemer und dem jüng=
ſten
Sohne von 6 Jahren eine derartige Verſchlechter=
ung
des Zuſtandes ein, daß die Ueberführung der bei=
den
nach dem Höchſter Krankenhaus beſchloſſen wurde.
Unterwegs ſtarb bereits der 6jährige Junge. Am
Mittwoch mittag mußte auch der 7jährige Junge in das
Krankenhaus nach Höchſt eingeliefert werden, wo er am
Abend auch verſtarb. Dem 12jährigen Mädchen,
das ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert wurde, und
Frau Reinemer geht es heute verhältnismäßig beſſer,
doch iſt die Gefahr keineswegs beſeitigt. Die Familie
Merz, die im Nachbarhaus von der Familie Reinemer
wohnt, hat am Abend von den geſammelten Pilzen verletzt.
nicht gegeſſen; der Schloſſer Lindner ließ ſich die
geſammelten Pilze am Sonntag abend von ſeiner Wir=
tin
zubereiten. Auch bei ihm ſtellten ſich bereits am vergangenen Nacht mehrere Zentner Dynamit und Schieß=
Sonntag abend Unwohlſein und Uebelkeit ein, das er pulver; Menſchen ſind dabei nicht verunglückt.
aber nicht auf den Pilzgenuß zurückführte. Er begab
ſich vielmehr in Höchſt noch ſpät in eine Kantine und
und als auch am Montag keine weſentliche Beſſerung bindung des Schiffes Phönix und der Dampfer Mainz
gegen 10 Uhr geſtorben. Die Ueberreſte der Pilze
und ein Teil der zubereiteten Pilze wurden von der
Umſtände beſchlagnahmt, um ſie unterſuchen zu laſſen.
ploſion in der Karboniumfabrik bei Fried=
Azetylen=Akkumulator explodierte, und daß wahrſchein=
lich
auch das Nichtfunktionieren eines Rückſchlagventils rungs= und Eisverhältniſſe herrſchen.
die Schuld an der Exploſion trägt. Es beſtehen Be=
denken
, ob ſich überhaupt die Fabrikanlage gefahrlos

5 Uhr erſchoß der Mechaniker Hans Lorenzen in wieder herſtellen läßt. Vorläufig iſt der ganze Be=
trieb
amtlich ſtillgelegt. Die Zeppelinwerke erleiden
Kinder, verwundete durch zwei Schüſſe ſeine Frau und durch die Exploſion keinen Verluſt, da ſie finanziell
nicht beteiligt ſind, ſondern lediglich Abnehmer von
Waſſerſtoffgas waren, das jetzt, wie früher, von aus=
wärts
bezogen wird. Von den Verletzten befindet ſich
Frankfurt, 22. Juli. Der Großherzog von nur noch einer im Krankenhauſe. Die anderen ſind
Swinemünde, 22. Juli. Hier kam der Dampfer
Werner Kunſtmann an, der auf ſeiner Fahrt
in der Nähe von Bornholm ein in See treibendes
hatte. Die Leute gehören dem däniſchen Segler Anna
an, der in der Oſtſee geſunken iſt. Sie wurden in
Swinemünde an Land geſetzt. Ueber den Verbleib der=
übrigen
Mannſchaft iſt nichts bekannt.
Innsbruck, 21. Juli. Im Aſtico=Tale nächſt den
öſterreichiſchen Grenze, wo derzeit neue Forts gebauk
werden, wurde der italieniſche Kriegsminiſter Genergl=
Frankfurt, 22. Juli. In den auf dem Querbahn= Spingardi von italieniſchen Carabinieri als der
Spionage verdächtig angehalten; als er ſich legiti=
mierte
, ſalutierten ihm die Soldaten ehrfurchtsvoll.
Bern, 21. Juli. Bei wundervollem Wetter wurde heute
das eidgenöſſiſche Schützenfeſt offiziell eröffnet,
Ein glänzender Feſtzug mit Vertretern der Behörden be=
wegte
ſich durch die Stadt nach der Feſthalle. An dem of=
fiziellen
Feſtbankett beteiligten ſich alle Mitglieder des Bun=
desrates
und das diplomatiſche Korps. Bundespräſident
Comteſſe brachte einen Trinkſpruch auf das Vaterland aus
und betonte, die ſtets wachſende Beteiligung an den eid=
genöſſiſchen
Schützenfeſten beweiſe, daß das Schweizervolk
mehr als je an ſeinen militäriſchen Einrichtungen hänge
Metallſtücke habe er ſich in der Werkſtätte angefertigt. als Schutzwehr ſeiner Unabhängigkeit. (Großer Beifall.)
Paris, 21. Juli. Aus Madrid wird dem Temps
gemeldet: Ein deutſcher Soldat der Fremden=
legion
, der aus der Kolonne Féraud fahnenflüchtig ge=
worden
iſt, traf in Melilla ein. Er erzählt, daß 24 an=
dere
deutſche Deſerteure von den Mauren ge=
tötet
worden ſeien.
Paris, 22. Juli. Geſtern nachmittag fanden mehrere
Schulkinder auf einem Bauplatz des 17. Bezirkes ein Paket
Dynamitpatronen, welche ſie für Feuerwerkskörper
hielten; ſie verſuchten, das Paket mit einem Taſchenmeſſer
zu öffnen, als die Patronen explodierten. Ein Knabe er=
litt
lebensgefährliche Verletzungen, während fünf andere
mehr oder minder ſchwer verletzt wurden.
Paris, 22. Juli. Die Geliebte des Gattenmörders
Crippen, der ſich vor ſeinen Verfolgern noch immer
verbirat, hat ſich in einem hieſigen Hotel erſchoſſen.
Die Polizei ſtellte feſt, daß es ſich um ein Fräulein
Leneve handelt und daß der verdächtige Mann in dem
Badeorte Vernet tatſächlich Crippen war, der am Mon=
tag
nach Genua fuhr.
Tours, 21. Juli. Ein Lumpenſammler namens Bour=
reau
hat ſich dem Gericht geſtellt und erklärt, er
habe die fünf Kinder des Pächters Briere in Corancez
ermordet. Der Fall verurſachte vor 10 Jahren eine große
Senſation. Briere iſt damals als Mörder ſeiner Kinder
zum Tode verurteilt und die Strafe in eine Verurteilung
zum Bagno umgewandelt worden. Briere iſt kürzlich im
Bagno unter Beteuerung ſeiner Unſchuld geſtorben. Die
Unterſuchung wurde eingeleitet.
Neapel, 22. Juli. In der Via Lanziani explo=
dierte
ein Benzingefäß. Bei der Rettung der Bewoh=
ner
des brennenden Hauſes fanden zwei Menſchen den=
Tod; 12 Feuerwehrleute und mehrere Perſonen, die=
an
den Löſcharbeiten teilnahmen, wurden ſchwet
Cagliari, 22. Juli. In den der Mailänder Pulver=
fabrik
gehörenden Magazinen explodierten in der
Kriſtiania, 22. Juli. Die Zeppelinſchen Er=
peditionsſchiffe
hatten bei ihrer Fahrt nach Spitz=
nahm
einige Spiritnoſen zu ſich, um die Magenſchmer= bergen ungünſtiges Wetter. Am 14. Juli brach
zen zu vertreiben. Auch bei ihm wurde es nicht beſſer, bei einem Sturm der Leitungsmaſt der drahtloſen Ver=
eintrat
, mußte auch er ſich in das Höchſter Krankenhaus hatte während dreier Tage nur drahtloſe Verbindung mit
aufnehmen laſſen. Hier iſt er am Mittwoch abend einem bei Island kreuzenden engliſchen Dampfer. Nach
wiedergewonnener Verbindung erhielt der Phönix am
Sonntag die Meldung, daß in 200 Kilometer Entfernung
Polizei in Soſſenheim ſofort nach Bekanntwerden der 1 die Mainz in der Greenharbourbau vom Eis ein=
geſchloſſen
ſei. Phönix eilte herbei und nahm den
Stuttgart, 20. Juli. Ueber die Urſache der Ex= Prinzen Heinrich nebſt Geſellſchaft an Bord, ſowie
130 Kilo gepreßter Luft zu einem Aufſtieg mit dem Ver=
richshafen
fand geſtern eine amtliche Unter= ſuchsballon. Am Montag ging der Phönix nach der
ſuchung ſtatt, die zu einem poſitiven Ergebnis noch Adventbai. Die Mainz liegt in der Greenharbourbai
nicht geführt hat. Es wurde nur feſtgeſtellt, daß ein noch vom Eis eingeſperrt. Alle Meldungen ſtimmen darin
überein, daß heuer auf Spitzbergen ſehr ſchlechte Witte=

Kleines Feuilleton.
* Ein altrömiſches Schiff in der
Themſe. Ein außerordentlich intereſſanter Fund iſt
nach dem Berichte des Londoner Grafſchaftsrates in der
Themſe gemacht worden: bei den Fundamentierungs=
arbeiten
, die dem Bau des großen neuen Rathauſes,
der County Hall, voraufgehen, ſtieß man auf ein ſehr
gut erhaltenes, großes römiſches Schiff. Der Fund
ſteht in England ohne Gegenſtück und übertrifft an
archäologiſcher und hiſtoriſcher Bedeutung das Boot
König Alfreds, das vor wenigen Jahren in Waltham=
ſtow
gefunden wurde. Ein großer Teil des alten Fahr=
zeuges
, das völlig aus Eiche gebaut war, liegt noch im
Schlamm begraben, und erſt nach der völligen Freileg=
ung
werden die genauen Größenverhältniſſe feſtgeſtellt
werden können. Allem Anſcheine nach hat man es mit
einem Schiffe zu tun, das eine Länge von etwa 50 Fuß
bei einer Breite von 16 Fuß hatte. In dem großen
Boote fand man intereſſante Stücke römiſcher Töpfe=
reien
, Knochenreſte, Eiſen= und Glasgeräte und eiſen=
beſchlagene
Sohlen für die Fußbekleidung. Beſonders
intereſſant aber ſind die Münzen, die zugleich wertvolle
Anhaltspunkte für das Alter des Fahrzeuges liefern.
Man fand eine Münze von Tetrieus in Gallien (268
bis 273), eine andere Münze, die das Zeichen des Ca=
rauſius
in Britannien zeigte (286293), und eine dritte
Münze mit der Prägung des Alleetus in Britannien
((293296). Die Sachverſtändigen, die die Funde ge=
prüft
haben, weiſen das Schiff dem Ende des 3. oder
dem Anfang des 4. Jahrhunderts nach Chr. zu. Die
Stelle, wo das Fahrzeug liegt, bildete zur Zeit der
Römer anſcheinend eine Sandbank im Fluſſe, an der
das große Boot offenbar geſtrandet iſt. Alle Einzelhei=
ten
weiſen darauf hin, daß das Fahrzeug zu der großen
Flotte gehörte, die Carauſius baute, um gegen die bal=
tiſchen
Stämme, die Feinde des römiſchen Reiches, Krieg
zu führen. Carauſius ſegelte von Boulogne nach Bri=

tannien und ſetzte ſich hier als unabhängiger Kaiſer
von Britannien feſt. Die römiſchen Annalen berichten
nur wenig von dieſer Epiſode; aber ſie laſſen erkennen,
daß die Herrſchaft des Carauſius, die ſieben Jahre
währte, für Britannien eine Zeit des Friedens und des
Fortſchrittes wurde. Noch heute leben in den Volks=
liedern
der Hochländer die Erinnerungen an dieſe
Epoche fort, und auch in den Geſängen des Oſſian wird
von dem großen römiſchen Seehelden geſprochen, der
Britannien erfolgreich gegen ſeine feſtländiſchen Feinde
ſchützte. Carauſius wurde in London ermordet; ihm
folgte Allectus, der im Jahre 296 von Conſtantius, dem
Cäſar von Rom, auf ſeinem Inſelreich angegriffen und
geſchlagen wurde. Das nun aufgefundene altrömiſche
Schiff iſt alſo eines der Fahrzeuge, die die erſte bri=
tiſche
Flotte bildeten, die die Wogen durchſchnitt
und das Inſelreich verteidigte. Der Grafſchaftsrat hat
umfaſſende Vorbereitungen getroffen, um die koſtbare
Relique zu heben. Sie ſoll dann zunächſt im Horniman=
Muſeum ihren Platz erhalten, bis ein geeigneter Ort
gefunden iſt, an dem dieſes erſte britiſche Kriegsſchiff
der Oeffentlichkeit zur Beſichtigung freigegeben wird.
Das puritaniſche New=York. Aus
New=York wird berichtet: Die größte Stadt des
freieſten Landes der Welt iſt in zwei Lager geſpal=
ten
. Alle guten Bürger ſollen um 12 Uhr nachts zu
Hauſe ſein, das iſt das Schlagwort der Bewegung, die
der Bürgermeiſter Gaynor anführt und deren Ziel es
iſt, alle New=Yorker Nachtlokale, alle Bars, Cham=
pagnerſchenken
und Vergnügungsetabliſſements um
Mitternacht zu ſchließen. Ein amerikaniſcher Bür=
germeiſter
verfügt über faſt unbeſchränkte Macht, und
wenn er eine Abſicht äußert, ſo kann er ihr die Tat auf
dem Fuße folgen laſſen. Darum herrſcht im Weſten
der amerikaniſchen Metropole, wo Hunderte von
Schenken und Nachtlokalen vergnügungslüſternen
Fremden und jungen Amerikanern im Jahre viele
Millionen Dollar abnehmen, Heulen und Wehklagen.

Man proteſtiert gegen dieſen Eingriff in die Beweg=
ungsfreiheit
jedes Bürgers, man weiſt darauf hin, daß
Tauſende von Wirten und Angeſtellten durch dieſe
plötzliche Gewaltmaßregel brotlos werden und hilflos
der Not ausgeliefert ſind, und mit Erbitterung wird
erörtert, wie die New=Yorker immer mehr die Opfer
puritaniſcher Tyrannei würden, die von Jahr zu Jahr
zunimmt. Selbſt angeſehene New=Yorker, die nicht zu
den Gäſten der Nachtreſtaurants gehören, ſchütteln den
Kopf und erklären, daß die Bewohner der Metropole
immer mehr durch gewaltſame Verfügungen bedrückt
werden, daß puritaniſche Bevormundung der Bürger=
ſchaft
New=York zu der unfreieſten Stadt der Welt ge=
macht
habe. Noch vor wenigen Jahren konnte man
in Broadway über 60 Reſtaurants zählen, die bis
zum Morgen geöffnet waren, jetzt iſt die Zahl auf 6
herabgeſunken und auch dieſen ſoll die Lizenz entzogen
werden, wenn ſie künftig nicht um 12 Uhr ſchließen.
* Kind und Nachtgebet. Ein Leſer der Täg=
lichen
Rundſchau erzählt folgendes niedliche Erlebnis:
Meine kleine 3½jährige Nichte wird vom Kinderfräulein
ins Bett gebracht. Kaum liegt ſie darin, als ſie Fräulein
Lotte bittet, aufſtehen zu dürfen. Dieſer Wunſch wird ihr
natürlich nicht erfüllt. Sie wiederholt ihn trotzdem wieder
und wieder, immer ohne Erfolg. Da öffnet ſich die Tür
und die Mutter kommt. Mama, ruft die Kleine, ich
möchte gern beten! Ja, mein Liebling, wir wollen
beten. Die Mutter ſetzt ſich ans Bett und das Töchterchen
betet: Lieber Gott, laß doch den Teufel die Lotte holen!
Adölfchen iſt einem Kindergarten anvertraut worden,
aus dem er täglich eine neue Welt von Eindrücken nach
Hauſe bringt. Jüngſt ſoll er im Bettchen mit Mama das
Abendgebet ſprechen, da richtet ſich der Knirps ſelbſibewußt
auf und ſagt: Mama, das haben wir jetzt nicht mehr
nötig; wir beten im Kindergarten morgen früh ja doch
gleich wieder.

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darauf h
für die
gungen

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[ ][  ][ ]

Seite 5.

Nummer 170.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Kongreſſe und Verbandstage.
18. Bundestag Deutſcher Gaſtwirte.
Sh. Stuttgart, 21. Juli. Der heutigen zweiten
und letzten Sitzung des 18. Bundestages Deutſcher Gaſt=
wirte
, der wiederum Präſident Ringel als Vertreter
des Reichsverbandes Deutſcher Gaſtwirte und des Deut=
ſchen
Gaſtwirte=Verbandes (Sitz Berlin) beiwohnte, wurde
zunächſt eine Reihe von Ehrungen bekanntgegeben, die der
Stuttgarter Wirte=Verein aus Anlaß ſeines 60jährigen
Jubiläums den Führern des Bundes Deutſcher Gaſtwirte
zuteil werden ließ. Zu Ehrenmitgliedern des Vereins wur=
den
ernannt: der Vorſitzende des Bundes Kämpf=
Leipzig, ferner Hauſt=Darmſtadt vom Verbande
Naſſau und am Rhein, Hartleb=Kaſſel vom Mitteldeutſchen
Verbande, Bräuning=Wiesbaden vom Verbande Naſſau
und am Rhein, Ehrenfeld=Frankfurt a. M. von demſelben
Verbande, Treutler=Leipzig vom Sächſiſchen Verband,
Schneider=Saarbrücken vom Saar=Moſel=Verband, Auten=
rieth
=Cannſtatt vom Württembergiſchen Verband, Mehr=
München vom Bayeriſchen Verband, Pfaffner=Karlsruhe
vom Badiſchen Verband und ſchließlich der Vorſitzende des
Stuttgarter Vereins ſelbſt, Schramm.
Die Verſammlung beſchäftigte ſich hierauf mit der
Reichsverſicherungsordnung. Die Redner
ſprachen ſich durchweg gegen jede Einſchränkung der Selbſt=
verwaltung
, ſowie gegen die hohen Koſten der Verſiche=
rungsämter
aus. Es wurde ſchließlich folgende Reſo=
lution
angenommen: Der Bundestag erkennt es mit
Befriedigung an, daß der Entwurf einer Reichsverſiche=
rungsordnung
eine Reihe von Verbeſſerungen enthält, in=
ſonderheit
daß die Selbſtändigkeit der Verſicherungsträ=
ger
, der Krankenkaſſen, Berufsgenoſſenſchaften und Ver=
ſicherungsanſtalten
, gewahrt bleiben ſoll, daß die Kreiſe
der verſicherungspflichtigen Perſonen auch auf die land=
und forſtwirtſchaftlichen Arbeiter, auf das Geſinde und
die ſelbſtändig im Handelsgewerbe beſchäftigten Perſonen
und die Hausgewerbetreibenden erweitert worden ſind,
daß durch die Halbierung der Kaſſenbeiträge eine Parität
in der Verwaltung geſchaffen wird. Daß ferner die In=
validenverſicherung
durch die Hinterbliebenenverſicherung
und die freiwillige Zuſatzverſicherung erweitert worden
ſind, hat allgemeine Anerkennung hervorgerufen. In der
Anfallverſicherung erkennen wir die Ausführungen im
Handelsgewerbe an, bedauern aber, daß der Gaſtwirte=
ſtand
wieder nicht zum Handelsſtande gerechnet wird und
daher nicht in die Verſicherung einbezogen wird. Im üb=
rigen
legen wir Proteſt ein gegen die beabſichtigte Errich=
tung
der Verſicherungsämter und Oberverſicherungsämter,
da dieſe überaus koſtſpieligen und ſchwerfällig arbeitenden
Organiſationen weder notwendig noch erwünſcht ſind und
dadurch das Syſtem der bisherigen Selbſtverwaltung in
Frage geſtellt wird.
Weiter beſchäftigte ſich der Bundestag mit der Errich=
tung
von Gaſtwirtskammern, die von verſchiedenen
Verbänden gefordert werden. Nachdem Präſident Ringel
darauf hingewieſen hatte, daß die einmaligen Ausgaben
für die Kammern in keinem Verhältnis zu den Schädi=
gungen
ſtänden, denen die unorganiſierten Gaſtwirte heute
ausgeſetzt ſeien, wurden die Anträge, die die Einführung
der Gaſtwirtekammern fordern, angenommen. Als Grund=
bedingung
für ein wirkſames Vorgehen wurde eine Statiſtik
erachtet, welche ſich über das ganze Gewerbe erſtrecken ſoll.
Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf einen
Antrag des Frankfurter Gaſtwirteverbandes: Der Bun=
destag
wolle Stellung nehmen gegen die Geſchäftsführung
der ſogenannten Wohlfahrtseinrichtungen, die
durch die Art ihrer Geſchäftsführung den ganzen reellen
Stand der Gaſtwirte ſchädigen. Berichterſtatter Ch. Bracht=
Frankfurt legte ſeinen Ausführungen die Angaben eines
Flugblattes zugrunde, das die Frankfurter Gaſtwirte=
innung
herausgegeben hat unter dem Titel Ein Blick
hinter die Kuliſſen der ſogenannten Geſellſchaft für Wohl=
fahrtseinrichtungen‟
Der Referent nannte die Geſellſchaft
für Wohlfahrtseinrichtungen direkt einen Krebsſchaden
für das Gaſtwirtsgewerbe. Die Gaſtwirte hätten aber ein
Recht, zu fordern, daß ihnen als Steuerzahlern nicht von
der Regierung Konkurrenz gemacht wird. Verſchenken kann
die Geſellſchaft für Wohlfahrtseinrichtungen auch nichts,
jeder Gaſtwirt kann dasſelbe liefern wie ſie. Es iſt ein
Aberglaube der Behörden, zu meinen, daß die Geſellſchaft
den Arbeitern ſoziale Wohltaten erweiſe. Immerhin habe
ſich gezeigt, daß das ganze Unternehmen ein Schlag ins
Waſſer ſei. Was aber in Frankfurt geſchehen ſei, könne
leicht für ganz Deutſchland eintreten, wenn man nicht den
Beſtrebungen entgegentrete.
Die Verſammlung beſchloß eine Reſolution,
wonach der Bundestag im Verein mit dem Reichsverbande
Schritte tun ſoll gegen die außerordentlichen Schädigungen,
welche dem Gaſtwirteſtande durch die Geſellſchaft zuge=
fügt
werden.
Der Frankfurter Gaſtwirteverband hat ferner folgen=
den
Antrag geſtellt: Was gedenkt der Bund Deutſcher
Gaſtwirte zu tun, um die wirtſchaftliche Lage des Gaſt=
wirtegewerbes
zu heben und dasſelbe vor neuen Belaſtun=
gen
zu bewahren? Der Berichterſtatter Schreiber= Frank=
furt
a. M. wies darauf hin, daß die Gaſtwirte nicht ein=
mal
die gleichen Organiſationen hätten wie die Schuſter
und Schneider. Man müſſe die Organiſationen obli=
gatoriſch
machen, um die Schäden zu beſeitigen, die die
Gewerbefreiheit im Gefolge hatte. Zu dieſen Schädigungen
treten heute noch die Warenhausbetriebe, die z. B. heute
vielfach den Wein billiger verſchänken, als ihn die Gaſt=
wirte
einkaufen können. Es komme hinzu, daß der Be=
trieb
der Warenhäuſer nicht ſo viel Koſten verurſache wie
der der kleinen Betriebe. Die Reſolution Frankfurt wurde
ſchließlich angenommen.

Luftſchiffahrt.
Mit einem Luftſchiff ganz aus Holz über den Ozean.
Der ungeheure Aufſchwung, den in den letzten
Jahren der Flugapparat genommen hat, iſt nicht in
letzter Linie auf die Erkenntnis zurückzuführen, daß
die Entwickelung des Motorluftſchiffes vorläufig im
weſentlichen abgeſchloſſen iſt. Weder die Fahrtdauer,
noch die Geſchwindigkeit, noch auch die Tragfähigkeit
des heutigen Motorluftſchiffes laſſen weſentliche Stei=
gerungen
für abſehbare Zeit erwarten. Höchſtens die
Betriebsſicherheit des Lenkballons wird im Laufe der
Zeit zunehmen.
Die Erkenntnis, daß eine weſentliche Entwickel=
ung
des Motorluftſchiffes auf dem bisherigen Wege
nicht zu erreichen iſt, hat den bekannten Konſtrukteur
Oberbaurat Rettig veranlaßt, bei der Konſtruktion
ſeines Luftſchiffes ganz neue Wege einzuſchlagen. Das
Hauptübel des heutigen Luftſchiffes liegt in der Stoff=
hülle
, die bei der geringſten Ausdehnung des Gaſes zu
platzen droht, wenn nicht die Ventile geöffnet werden.
Die Kataſtrophe des Ballons Erbslöh iſt ein tragi=
ſcher
Beweis dieſer Wahrheit. Durch die Hülle dringt

fortwährend Luft in den Gasraum ein, während Gas
aus dem Ballon nach außen ſtrömt. Oberbaurat Ret=
tig
hat den kühnen Plan gefaßt, die Stoffhülle ganz
durch eine Hülle aus Holz zu erſetzen. Dreifach über=
einandergelegte
Holzplatten von minimaler Stärke,
deren Faſerung gegeneinander läuft, ſodaß die Plat=
ten
dadurch eine außerordentliche Elaſtizität erhalten,
bilden die Hülle, die kaum mehr als 3 Millimeter ſtark
iſt. Dieſe Holzhülle beſitzt den ungeheuren Vorteil,
einen außerordentlich hohen Gasüberdruck aushalten
zu können, ſie iſt faſt vollſtändig undurchläſſig, ſodaß
nur verſchwindende Gasmaſſen von innen nach außen
und ſo gut wie keine Luft von außen nach innen ein=
dringen
kann. Damit eröffnen ſich aber für das lenk=
bare
Luftſchiff vollſtändig neue Perſpekiven. Dieſes
Luftſchiff wird ſich nach der Ueberzeugung des Kon=
ſtrukteurs
wochenlang in der Luft erhalten
können (?) und ergibt dadurch faſt unbegrenzt neue
Anwendungsmöglichkeiten für den Lenkballon. Frei=
lich
werden ſich dieſe Möglichkeiten im weſentlichen
auf Friedenszwecke beſchränken, denn ſo viel kann
heute wohl ſchon als unwiderruflich betrachtet wer=
den
: Die großen Hoffnungen, die man auf das Motor=
luftſchiff
für den Aufklärungsdienſt im Kriege geſetzt
hat, ſind unerfüllt geblieben. Der Flugapparat hat
ſchon heute das lenkbare Luftſchiff für dieſe Zwecke
überholt. Er iſt weſentlich ſchneller, kann alſo auch bei
Windſtärken Dienſt tun, wo der Lenkballon vollſtändig
verſagen würde, der Flugapparat wird vorausſichtlich
in ſehr abſehbarer Zeit weſentlich größere Höhen er=
reichen
, als es der Lenkballon vermag, und der Flug=
apparat
iſt ſchon in einer Höhe von 1000 Meter, die er
bereits heute erreicht, ſo winzig klein, daß es nur Zu=
fall
iſt, wenn er bei ſeiner Geſchwindigkeit von 70 bis
80 Kilometern, die er heute bereits erreicht, in dieſer
Höhe von feindlichen Geſchoſſen getroffen wird. Dazu
kommt, daß man für den Preis eines mittelgroßen
Luftſchiffes mindeſtens 100 Flugapparate bauen kann,
es iſt aber ſelbſtverſtändlich, daß 100 Flugapparate un=
gleich
Wertvolleres im Aufklärungsdienſte leiſten wür=
den
, als ein Lenkballon. All die Mängel, die das Mo=
torluftſchiff
für den Aufklärungsdienſt beſitzt, fehlen
dem Flugapparat, und dabei werden die nächſten
Jahre ſicherlich weitere außerordentliche Vervollkomm=
nungen
desſelben bringen, namentlich durch die prak=
tiſche
Verwirklichung der automatiſchen Steuerung.
Die Militärverwaltungen werden für Aufklärungs=
zwecke
kaum noch lenkbare Motorluftſchiffe bauen.
Anders liegt es mit dem Lenkballon für An=
griffszwecke
, wo es auf eine möglichſt große Trag=
fähigkeit
ankommt, und für Aufklärungs= und Forſch=
ungsreiſen
in Friedenszeiten. Hier eröffnet ſich dem
Luftſchiff eine große Zukunft, wenn es gelingt, ſeinen
Aktions=Radius, ſeine Flugdauer zu verlängern.
In München und Dresden hat Rettig als ſtädti=
ſcher
Baurat, wenn auch nur kurze Zeit, außerordent=
lich
anregend gewirkt. Als Konſtrukteur von Renu=
booten
, die auch in England ſich bald Ruf verſchafften,
hat Rettig reiche Erfahrungen auf dem Gebiete der
Holzbearbeitung gewonnen, die ihm heute bei der
Konſtruktion ſeiner Luftſchiffhülle ſehr zuſtatten kommen.
Die Arbeiten haben mit außerordentlich ſorgfältigen
Materialprüfungen begonnen, mit Reiß= und Druck=
verſuchen
, denen Rettig ſein Holzmaterial in der Kai=
ſerlichen
Material=Prüfungsanſtalt unterwarf, ehe er
an ſeine eigentlichen Konſtruktionsarbeiten ging. Eine
Reihe Regierungen bringt dem Rettigſchen Projekt
lebhaftes Intereſſe entgegen und mit der Vollendung
des Rettigſchen Luftſchiffes iſt der Lenkballon, wenn
Rettigs Vorausſetzungen eintreffen, in ein neues Sta=
dium
getreten, eröffnen ſich für ihn, wie geſagt, unter
Umſtänden ganz neue Perſpektiven.
Die Halbmonatsſchrift Luftſchiffahrt, Flugtechnik
und=Sport (Redaktion: G. Riefenſtahl, Bielefeld;
Verlag E. Gundlach, A.=G., Bielefeld) bringt in ihrer
am 19. d. M. erſchienenen Nummer 14/1910 aus der
Feder des Berliner Schriftſtellers Artur Kirchhoff, der
ſich ſeit einigen Jahren auf dem Gebiete der Aeronau=
tik
literariſch betätigt und die Entwickelung der Ret=
tigſchen
Arbeiten ſeit mehr als einem Jahre verfolgt,
die Wiedergabe einer eingehenden Unterredung, die
erſelbe mit Oberbaurat Rettig hatte. Im Wechſel=
ſpiel
von Frage und Antwort kommt der Konſtrukteur
des neueſten Luftkreuzers ſelbſt zu Wort und erläu=
tert
alle Einzelheiten ſeiner neuartigen Konſtruktion,
die wenn die Praxis der Theorie Recht
gibt einen ungeheuren Fortſchritt auf dem Ge=
biete
der Luftſchiffahrt bedeuten würde.

keit; alles im Sportlokal, Frankfurter Straße, bei
freiem Eintritt. (Bei ungünſtiger Witterung findet
das Konzert im Lokal ſtatt.)
Pfr. Rennen zu Karlshorſt. Aurora=
Jagd=Rennen. 3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter. 1. Ma=
jor
von Goßlers Iwnwſeb (Märtens), 2. Cara ( Lom=
matzſch
), 3. Sport III. (Jentzſch). Tot. 39:10, Pl. 14,
15, 25:10. Unpl.: Schlei (4.), Simulant (gef.), Forelle,
Echo, Münchhauſen, Sulla, Griſard. Ueberlegen 2 Lg.
bis Hals. Fürſtenwalder Jagd=Rennen. Ehren=
preis
und 2800 Mark, Diſtanz 4000 Meter. 1. Lt. von
Stammes Ibes (Beſ.), 2. Kirſchwaſſer (Lt. P. Bar=
thels
II.), 3. Alkohol (Lt. Graf Groeben). Tot. 125:10,
Pl. 43, 17:10. Unpl.: La Superba (gef.), Dankwart
(gef.). Verhaltend 91 Lg. Sommer=Preis. 7000
Mark, 2700 Meter. 1. Graf L. Henckels Littoral ( Mär=
tens
), 2. Hadrian (Raſtenberger), 3. Waterloo (Brown).
Tot. 28:10, Pl. 11, 11:10. Unpl.: Intima. Ueberlegen
27 Lg. Haſelhorſter Jagd=Rennen. Ehrenpreis
und 6000 Mark, Diſtanz 4000 Meter. 1. Herrn K. von
Tepper=Laskis Calvello (Dr. Rieſe), 2. Zitat (Lt. F.
von Zobeltitz), 3. Tugela (Lt. Streſemann). Tot. 11:10,
Pl. 11, 13:10. Unpl.: Pamina (ausgebr.). Verhaltend
2-Weile. Karlshorſter Flieger=Rennen. 4500
Mark, Diſtanz 1200 Meter. 1. Herrn Wendhofs Schluß=
note
(Aylin), 2. Piatra (Weatherdon), 2. Solo
(Wurſt). Tot. 87110, Pl. 35, 10, 16:10. Unpl.: Götter=
bote
(4.), Schneekönigin, Flottweg. Scharfer Kampf.
Totes Rennen. Preis von Wuſtermark. Ehrenpreis
und 3000 Mark, Diſtanz 4000 Meter. 1. Dr. Voigts
Saint Mihiel (Beſ.), 2. Martoi (Lt. Graf Bethuſy=Huc),
3. Le Connetable II. (Lt. Graf Holck). Tot. 68:10, Pl.
17, 18, 15:10. Unpl.: Szepter, Exchequer (4.), Conte de
Fee, Brampton Laß, Portmann, Diving Bell. Gegen=
wehr
¾2½ Lg. Preis von Sadowa. 3300 Mark,
Diſtanz 1200 Meter. 1. Herrn C. Behrendts Cincjoy=
(Weishaupt), 2. Charis (Leiß), 3. Kaſtanie (Schumann).
Tot. 31110, Pl. 14, 13:10. Unpl.: Gondel, Laſt Hope.
Leicht 1½ Lg. bis Hals.

Das 2. Internationale Fecht turnier
zu Baden=Baden iſt auf 8. bis 11. September ds. Js.
verlegt worden, um den vielen Herrenfechtern Rechnung zu
ragen, die ſich an den Turnieren in Brüſſel und Oſtende
beteiligen. Durch die Verſchiebung fällt das Turnier in
die Hochſaiſon Baden=Badens, was jedenfalls zu einem
ſtärkeren Beſuch beitragen wird. Wie im vorigen Jahre
ſind Konkurrenzen in Florett, Säbel und Degen eröffnet.
Eine große Fecht=Akademie im Kurhaus wird die Veran=
ſtaltung
beſchließen, die von der Städtiſchen Kurverwal=
tung
unter der Leitung des Grafen Vitzthum von Eckſtädt
veranſtaltet wird. Eine Anzahl wertvoller Ehrenpreiſe,
darunter von der Stadt Baden=Baden, der Kurverwaltung,
dem internationalen Klub uſw. ſtehen dem Komitee zur
Verfügung.

sch. Das Meiſterſchafts= Schachturnier
in Hamburg wurde mit der dritten Runde fortge=
ſetzt
. Bis auf die eine Partie Spielmann (Deutſchland)
gegen Duras (Prag), die Remis ergab, wurden ſämt=
liche
übrigen Spiele zur Entſcheidung gebracht. Es
ſiegten: Marſhall (Amerika)) über Tarraſch ( Deutſch=
land
), Schlechter (Oeſterreich) gegen Fleiſchmann ( Un=
garn
), Teichmann (Deutſchland) gegen Chotomirski
(Rußland), Salwe (Rußland) gegen Tartakower
(Oeſtereich), Alechin (Rußland) gegen Leonhardt
(Deutſchland), John (Deutſchland) gegen Koehnlein
(Deutſchland) und Yates (England) gegen Jacob
(Deutſchland). Schlechter behauptet mit 3 Punkten die
Führung vor Salwe mit 2½ und Niemzowitſch, ſowie
Teichmann mit je 2 Punkten.
Rr. Die Radweltmeiſterſchaften. Wegen
ſtarken Regens konnten die Radweltmeiſterſchafts=
kämpfe
am Donnerstag in Brüſſel nicht ſtattfinden und
wurden auf Samstag, Sonntag und Montag verſchoben.
Für die Amateur=Weltmeiſterſchaft über die kurze
Strecke, in der, wie gemeldet, der deutſche Vertreter
Neumer ohne die abſichtliche Behinderung durch
Texier wahrſcheinlich gewonnen haben würde, findet
kein neuer Endlauf ſtatt und das Reſultat: 1. Bailey,
2. Neumer, 3. Texier, bleibt beſtehen. Der deutſche Ver=
treter
erhält auf ſeinen Proteſt die ſehr ſchwache Ge=
nugtuung
, daß die Disqualifikation von Texier von 14
Tagen auf drei Monate erhöht wird. Auch der Englän=
der
Meredith, der an dem Endlauf der 100 Kilometer=
Meiſterſchaft angeblich wegen einer Armverletzung, in
Wirklichkeit aber aus Furcht, geſchlagen zu werden,
nicht teilgenommen hatte, wurde von der U. C. J. mit
ſechs Wochen Disqualifikation beſtraft.

* Friedrichshafen, 21. Juli. Zur Wieder=
aufnahme
der Paſſagierfahrten der
Zeppelin=Luftſchiffe wird von maßgebender
Seite gemeldet, daß es in dieſem Herbſt allerdings
nur noch eine kurze Fahrzeit geben wird und die
Düſſeldorfer Paſſagierfahrten in der Hauptſache nur
von dem Perſonal der Luftſchiffbau=Zeppelin= Geſell=
ſchaft
in Friedrichshafen geleitet werden. Da natur=
gemäß
das in Düſſeldorf angeſtellte Perſonal unmög=
lich
den ganzen Winter über ohne Beſchäftigung ſein
kann, iſt einem Teil dieſes Perſonals einſtweilen ge=
kündigt
worden, bis die Paſſagierflüge in Düſſeldorſ
im nächſten Jahre wieder aufgenommen werden.
sr. Das Flugmeeting der Champagne
in Reims wird noch ein gerichtliches Nach=
ſpiel
haben, da 21 der beteiligt geweſenen Aviatiker
die Veranſtalter auf Schadenerſatz verklagt haben. Die
Klagen gründen ſich darauf, daß auf dem Flugfelde
ſtatt der vorgeſchriebenen Flugbahn von 100 Meter
Breite nur eine ſolche von 25 Meter Breite vorhanden
war und daß infolgedeſſen die Aviatiker bei Landun=
gen
auf dem unüberſichtlichen Terrain vielfach Ha=
varie
erlitten. Sie verlangen nun Erſatz ihrer Re=
paraturkoſten
und Entſchädigung für den entgangenen
Gewinn. Martienet allein fordert ein Schmerzens=
geld
von 20000 Francs. Da das Flugmeeting ſchon
an und für ſich ein Defizit von mehreren hundert=
tauſend
Francs gebracht hat, werden die Garantie=
zeichner
, falls die Flugplatzgeſellſchaft die Prozeſſe ver=
liert
, recht tief in die Taſche greifen müſſen.

Sport.
Radfahrerklub Flieger= Darm=
ſtadt
gegr. 1908 (Ortsgruppe und Mitglied des
Süddeutſchen Rennfahrerverbandes, Sitz Ludwigs=
hafen
). Am Sonntag, den 24. Juli, vormittags 6 Uhr,
findet große Zuverläſſigkeitszeitfahrt ſtatt über zirka
80 Kilometer. Start iſt am Rummelbräu und Ziel
an Reſtauration Finck (hinter Merck, Frankfurter
Straße); dieſes dürften die erſten Fahrer gegen halb 9
Uhr erreichen. Nachmittags iſt Gartenfeſt mit Militär=
konzert
, Preisſchießen und Preisverteilungen, unter=
gütiger
Mitwirkung des Männergeſangvereins Einiz=

Vermiſchtes.
Der Verein für deutſchen Gruß in
franzöſiſcher Beleuchtung. Man ſchreibt uns:
Im Journal des Débats macht Henry Bidön ſeine
Bemerkungen über das Grüßen der Deutſchen, denen
wir folgendes entnehmen: Wenn die Deutſchen einan=
der
grüßen müſſen, ſo tun ſie das nachdrücklich und in=
tenſiv
. Setzt man ſich in einer Münchener Kneipe an
einen Tiſch, an welchem irgend ein Unbekannter ſitzt,
ſo verneigt man ſich voll Anſtand und Würde; wenn
man ſich dann wieder erhebt, grüßt man in derſelben
feierlichen Weiſe. Die deutſche Verbeugung hat etwas
ganz Eigenartiges: man verbeugt ſich bis zu den Len=
den
, die als eine Art Scharnier gelten; und der Unter=
tan
Wilhelms II. faltet ſich, wenn er gut gezogen iſt,
in zwei Teile. Die Sitte, zum Zeichen des Reſpektes
den Hut vom Kopfe zu nehmen, wird jetzt als eine böſe
Erfindung der Ausländer proklamiert. Man hat die
Diskuſſion über die Grußform auf die Gefilde der
Forſchung und der Bildung verlegt. Es ſcheint feſtzu=
ſtehen
, daß die Sitte, zum Zeichen hoher Achtung mit
entblößtem Haupte dazuſtehen, ihre Heimat im alten
Byzanz hatte; es handelte ſich dabei um eine Art Eti=
kette
, die ſich in der zweiten Hälfte des Mittelalters
auch in Weſteuropa verbreitete. Das eigentliche Hut=
abnehmen
zum Zeichen des Grußes hatte ſeinen Ur=
ſprung
in Spanien und in Frankreich. Von dort kam
es nach Deutſchland, und zwar wahrſcheinlich im 17.
Jahrhundert. Es iſt alſo für Deutſchland ein aus dem
Auslande importierter Gruß, während Deutſchland
doch ſeinen eigenen nationalen Gruß hat: das mili=
täriſche
Grüßen. Dieſer militäriſche Gruß wurde im
Anfang des 18. Jahrhunderts von den Offizieren der
Grenadiere der preußiſchen Garde eingeführt: ſie
machten für ihn Propaganda, weil es ihnen läſtig war,
mmer die ſchweren Mützen vom Kopfe zu nehmen.
Die echten Deutſchen von heute bedauern ſehr, daß dieſe
ihnen ſo ſympathiſche Grußform nur den Soldaten ge=
ſtattet
ſein ſoll, und ſie wünſchen nichts inniger, als
daß der wirklich nationale Gruß recht bald der Gruß
der ganzen Nation werden möge. Es gibt bereits ein
Verband, der für die Einführung des deutſchen Gru=
ßes
wirkt. Er hat Unterabteilungen und gibt Jahres=
berichte
heraus. Was er will, gilt als durchaus berech=
tigt
: ein Profeſſor, der militäriſch die Hand an den

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910

Nummer 170.

Zylinderhut legen wird, dürfte bald keine ungewöhn=
liche
Erſcheinung mehr ſein. Deutſchland will ſich von
allem, was aus dem Auslande kommt, befreien, und
die Bürger des Reiches ſollen ihren nationalen Gruß
haben, während wir bei unſerem ſchönen lateiniſchen
Gruß bleiben und Damen gegenüber auch in Zukunft
das Haupt entblößen wollen. Der Franzoſe nimmt
demnach das Hutabnehmen als lateiniſch für ſich in
Anſpruch, geſteht aber zugleich zu, daß vor Herren auch
bei ihm der Hut nicht mehr abgenommen wird.
Die Unteroffizierſchule Jülich hat
für die Feier ihres 50jährigen Beſtehens jetzt
folgendes Programm endgültig feſtgeſetzt: Am 1. Ok=
tober
, nachmittags zwiſchen 3 und 6 Uhr, werden die
ehemaligen Angehörigen der Schule auf dem Bahnhof
durch den Feſtausſchuß und die Muſik empfangen,
abends 7½ Uhr findet ein von der Stadt Jülich gege=
bener
Begrüßungs=Kommers und um 10 Uhr großer
Zapfenſtreich mit Beleuchtung des Zitadellwalles ſtatt.
Der Hauptfeſttag, Sonntag, den 2. Oktober, wird durch
großes Wecken eingeleitet, um 9½ Uhr iſt Feldgottes=
dienſt
, um 10¾ Uhr Parade auf dem alten Artillerie=
Fahrplatz und um 12 Uhr Feſteſſen in Gemeinſchaft
mit dem Unteroffizierkorps. Um 4 Uhr wird auf der
Turnbaſtion ein Gedenkſtein eingeweiht; daran ſchlie=
ßen
ſich Preisturnen und Beluſtigungen für die Unter=
offiziere
und Mannſchaften, um 8 Uhr abends beginnen
die Kompagniefeiern in verſchiedenen Lokalen. Das
Offizierskorps vereinigt ſich nachmittags 12½ Uhr mit
ſeinen Gäſten zu einem Feſtmahl in der Zitadelle. Am
3. Oktober findet 10½ Uhr ein Frühſtück mit Damen
im Offizierkaſino, nachmittags gegen 1 Uhr Fahrt mit
Sonderzug nach Nideggen mit Bewirtung der Gäſte
ſtatt. Von ehemaligen Angehörigen der Unteroffi=
zierſchule
Jülich liegen aus allen Teilen Deutſchlands,
von den Vogeſen bis zur ruſſiſchen Grenze, jetzt über
500 Anmeldungen vor, und der rührige Zentralaus=
ſchuß
der Ehemaligen unter der tatkräſtigen Leitung
des Obermarktinſpektors Schneider in Köln hat mit
ſeiner Sammlung für die Jubiläumsſtiftung bereits
3000 Mark aufgebracht. Für Berlin und Umgebung
hat ſich unter der Führung des Geheimen Kanzlei=
ſekretärs
C. Neumann in Rixdorf, Plügerſtraße 12.
eine Ortsgruppe Groß=Berlin der Ehemaligen ge=
bildet
, der ſich die Kameraden aus dem Oſten der Mo=
narchie
zur Fahrt nach Jülich anſchließen können. Die
Bürgerſchaft Jülichs wetteifert mit dem Feſtausſchuß
in den Vorbereitungen zu einer würdigen Geſtaltung
der Feier und hat ſich beſonders durch Errichtung eines
Wohnungskomitees eine ſehr lobenswerte Aufgabe ge=
ſtellt
. Da die Liſte der Teilnehmer mit Rückſicht auf
eine planmäßige Durchführung der Feſtordnung ſchon
im Auguſt geſchloſſen werden muß, iſt die ſofortige
Einſendung der noch ausſtehenden Meldeſcheine bezw.
deren Anforderung an den Vorſitzenden des Zentral=
ausſchuſſes
ehemaliger Angehöriger der Unteroffizier=
ſchule
Jülich für das 50jährige Jubiläum, Herrn Ober=
marktinſpektor
H. Schneider in Köln, dringend erfor=
derlich
.

Handel und Verkehr.
* Waſhington, 20. Juli. Wie das Schatzamt
bekannt gibt, wird am 29. Juli eine Verſammlung der
Bankiers von New=York ſtattfinden, um eine Vereinig=
ung
zur Regelung der Umlaufsmittel nach
den von Me. Veagh befürworteten Grundſätzen zu
ſchaffen. Veagh ſchlug am 17. Juli vor, in Dublin und
New Hampfhire eine Vereinigung zu ſchaffen, um in
Zeiten des Geldmangels im Herbſt und während der
Periode des Umſatzes der Ernte Erſatznoten auszu=
geben
; wie es heißt, ſollen in kurzer Zeit auch in Chi=
cago
und Boſton derartige Vereinigungen geſchaffen
werden.

Arbeiterbewegungen.
* Paris, 22. Juli. Wie das Journal meldet, hat
der bekannte Streikführer Pataud mit einem Impre=
ſario
, der Frankreich, Belgien und die Schweiz bereiſt und
in dieſen Ländern das Schauſpiel La barricade de
Bourget aufführen will, einen Vertrag abgeſchloſſen, nach
dem er ſich verpflichtet, vor jeder Vorſtellung einen Vor=
trag
über Syndikalismus und die Ausſtandsbewegung
zu halten.
* Paris, 22. Juli. Miniſterpräſident Briand hatte
geſtern abend bezüglich der Streikdrohung der
Eiſenbahner längere Unterredungen mit dem Juſtiz=
miniſter
Barthou, dem interimiſtiſchen Miniſter der öffent=
lichen
Arbeiten Doumergue, dem Polizeipräfekten Lépine
und den Vertretern der Nord= und der Paris=Lyon= Mittel=
meer
=Bahn. In einer halbamtlichen Note wird mitge=
teilt
, daß in dieſen Beſprechungen die Eventualität eines
Geſamtausſtandes der Eiſenbahner ins Auge gefaßt wurde
und alle erforderlichen Vorſichtsmaßregeln beſchloſſen
worden ſeien. Der Direktor der Paris=Lyon=Mittelmeer=
Bahn Mauris erklärte einem Berichterſtatter, daß der Mi=
niſterpräſident
ihn über ſeinen Eindruck betreffs der Eiſen=
bahnerbewegung
befragt habe, und daß er darauſhin ge=
antwortet
habe, er könne nicht recht an den Ausbruch eines
Streiks glauben. Speziell das Perſonal der Paris=Lyon=
Mittelmeer=Bahn verhalte ſich, von einigen Hetzern abge=
ſehen
, durchaus ruhig. Ich ſelbſt glaube, ſo ſchloß Direktor
Mauris, daß das Publikum für den Augenblick unbeſorgt
ſein kann.
* St. Etienne, 22. Juli. Infolge von Strei=
tigkeiten
über die Arbeitsbedingungen und Löhne
traf der Bergarbeiterausſchuß alle Maßnahmen, um
für Montag den Ausſtand herbeiführen zu können.
* Newcaſtle on Tyne, 21. Juli. Der Aus=
ſtand
der Eiſenbahner iſt beendet. Die Streiken=
den
nahmen die Vorſchläge der Eliſenbahngeſellſchaft an
und nahmen die Arbeit ſofort wieder auf.
* Ottawa, 22. Juli. Wie Reuter erfährt, kam es
zwiſchen der Canadian Pacifik=Eiſenbahn und
ihren Angeſtellten zu einer vollſtändigen Einigung.
Die Eiſenbahnangeſtellten erhielten, wie verlautet, 90 Pro=
zent
ihrer Forderungen zugebilligt.

Literariſches,
Aus der Käferwelt. Mit Rückſicht auf d
Beziehungen der Kerfe zur menſchlichen Kulturgeſchicht
Von Prof. Karl Sajo. Leipzig 1910, Verlag von Theo!
Thomas. Preis 1 Mark, geb. 1,60 Mark. Von den Buck
beilagen, welche die Deutſche Naturwiſſenſchaftliche Geſe
ſchaft ihrer Zeitſchrift Natur für den Abonnementsprei
von jährlich 6 Mark gratis beigibt, liegt nunmehr auch d
fünfte in obigem Bande vor. Der Verfaſſer behandelti
ſeinem Buche nur die Vertreter verſchiedener Familien de
Käferwelt, dieſe aber um ſo ausführlicher, da er von de
Geſichtspunkte ausgeht, daß man nur dann einen richtige
und ſicheren Blick in das Naturleben gewinnen kann, wen
man etwas tiefer in die überraſchenden Einzelheiten de
Lebeweſen eindringt. Nicht unerwähnt bleibe, daß de

Band mit 26 ſchönen Abbildungen nach Originalen be=
kannter
Münchener Maler geſchmückt iſt.
Brauchen wir noch Töchterpenſio=
nate
? Eine Frage praktiſcher Pädagogik, aus Philo=
ſophie
und Erfahrung heraus beantwortet von Prof.
D. Dr. Friedrich Zimmer. Verlag Dr. Paul
Abel, Leipzig. Preis 2 Mark. Der Verfaſſer hält die
Töchterpenſionate für eine Notwendigkeit im Gange
der Erziehung unſerer Töchter gebildeter Stände und
dieſen Standpunkt vertritt er in obiger Schrift. Dieſe
bietet viel mehr als man nach dem Titel erwarten
dürfte, denn ſie gibt eine tiefgehende Grundlage, indem
ſie in das Weſen der Erziehung einführt und hier
gegenüber der höchſten derzeitigen Erziehungsweiſe,
die auf erziehenden Unterricht hinauskommt, eine
neue Stufe betritt, die viel mehr eine unterrichtliche‟
Erziehung betont und das Weſen der Erziehung in der
Herausbildung der Perſönlichkeit, in der Lebenser=
ziehung
, wie ſie der Verfaſſer genannt hat, findet.
Es iſt erfreulich zu bemerken, mit welch geſundem
Inſtinkt der Geſchmack der Wienerin immer wieder alle
jene Lächerlichkeiten perhorresziert, die zumeiſt als ſchier
unerläßliche Begleiterſcheinungen jeder neuen Pariſer
Mode anhaften und ohne Rückſicht auf die Geſtalt der Trä=
gerin
einzig und allein um der Neuheit willen von
der Franzöſin gutgeheißen werden. Wenn man z. B. das
ſoeben erſchienene Heft 20 der Wiener Mode durch=
blättert
, ſo findet man, daß darin dem herrſchenden Zug
der Mode Rechnung getragen iſt, jedoch ohne alle unſchönen
Uebertreibungen und immer mit Berückſichtigung der
Kleidſamkeit all der Abend= Straßen=, Sport= und Haus=
kleider
, Umhüllen und Bluſen, die der heißen Jahreszeit
entſprechend gewählt ſind. Ganz wunderſchön ſind auch
die Handarbeitsvorlagen und im belletriſtiſchen Teil iſt
unter anderem auch die Beamtinnenfrage in intereſſanter
Weiſe beleuchtet, ſo neben dem Unterhaltungsteil auch
brennenden Fragen des praktiſchen Lebens Raum gebend.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korrefp.=Bureau.)
* Berlin, 22. Juli. Die Einwohnerzahl Groß= Ber=
lins
einſchließlich 66 Vororte belief ſich am 31. Januar 1910
auf 3677710 Einwohner; auf Berlin entfallen davon
2 185 329, auf Charlottenburg 285937, Rixdorf 229657,
Schöneberg 168360 und Wilmersdorf 103007 Einwohner.
* Berlin, 22. Juli. Amtlich. Auf dem hieſigen
Görlitzer Bahnhof fuhr am 22. Juli, vormittags 5,30 Uhr,
ein Leerzug infolge falſcher Weichenſtellung auf den am
Bahnſteig ſtehenden Vorortzug 3015 auf. Letzterer war
feſtgebremſt, ſodaß er durch den Anprall nur einen
halben Meter zurückgeſchoben wurde. In dem Zuge befan=
den
ſich vier Reiſende, die durch den Anprall nicht verletzt
wurden. Von dem Leerzuge wurden zwölf Wagen beſchä=
digt
und mit je einer Achſe aus dem Gleiſe gedrückt. Die
Eingleiſung war in anderthalb Stunden beendet. Der
Betrieb iſt nicht geſtört.
* Berlin, 22. Juli. In dem Gründungsſchwin=
del
=Prozeß, in dem es ſich um umfangreiche Kredit=
und Kautionsſchwindeleien einer Internationalen Hoch=,
Tief=, Brücken= und Betonbau=Kompagnie handelt, wurde
folgendes Urteil gefällt: Verurteilt: Kaufmann Wilhelm
Herrmann zu drei Jahren Gefängnis, ſowie fünf Jahren
Ehrverluſt; Händler Heinrich Kunert zu 9 Monaten Ge=
fängnis
, durch die Unterſuchungshaft verbüßt; Maurer=
polier
Karl Berpeler zu 9 Monaten Gefängnis, Tiſchler=
meiſter
Karl Henkel zu 1 Jahre Gefängnis, wovon 1 Mo=
nat
verbüßt: Maſchinenbauer Georg Fuchs zu 6 Wochen
Gefängnis: Reiſender Hans Kendzierski zu 4 Wochen Ge=
fängnis
; die beiden Letzten haben ihre Strafen verbüßt.
Der Werkzeugſchloſſer Karl Grieben wurde freigeſprochen.
* Dortmund, 22. Juli. Die an den auswärtigen
Börſen verbreiteten Gerüchte, die Niederdeutſche
Bank meldete Konkurs an, werden von der Bank=
direktion
in Dortmund als unbegründet bezeich=
net
; ebenſo iſt der Direktion unbekannt, daß der Kon=
kurs
etwa von anderer Seite beantragt worden iſt.
* Schneidemühl, 22. Juli. In einem hieſigen Hotel
erſchien vor einigen Tagen ein Herr, der ſich als Wirt=
ſchafts
=Inſpektor Brand vorſtellte und dem Wirt erklärte,
er bekomme von einer Bank 102 500 Mark zugeſandt,
mit welchem Geld er Hypotheken in der Umgegend aus=
zahlen
wolle. Er wolle das Geld unter der Adreſſe des
Wirtes ſchicken laſſen, damit er nicht Schwierigkeiten we=
gen
der Legitimation bei der Poſt habe. Das Geld wurde
auch dem Wirt in Anweſenheit des Fremden bei der Poſt
ausgezahlt. Der Wirt übergab es gegen Empfangs=
beſcheinigung
dem Inſpektor. Wie ſich jetzt herausſtellt,
iſt der angebliche Inſpektor Brand der Kaſſenkontrolleur
Supplitt aus Tuchel (Weſtpreußen), der während der
Burlaubung des Kaſſen=Rendanten die Anweiſung der
Sparkaſſe fälſchte, auf die die Berliner Bank 102500 Mark
auszahlte. Supplitt iſt mit der Summe ſpurlos verſchwun=
den
.
Zürich, 22. Juli. In Kanderſteg goß die Frau eines
Italieners aus einer Flaſche Spiritus auf das offene
Feuer. Die Flaſche explodierte und die Frau und drei
Kinder wurden als verbrannte Leichen aufgefunden.
* Athen, 22. Juli. Bei dem Peleko auf Korfu
wurde die Leiche des deutſchen Profeſſors Kurt Ber=
thelo
, der von dem Berge abgeſtürzt, erſt jetzt nach meh=
reren
Tagen gefunden.
* Cagliari, 22. Juli. Durch den Luftdruck bei der
Exploſion der Pulverfabrik wurden in der
Stadt viele Fenſterſcheiben zertrümmert. Die Umgeb=
ung
der Unglücksſtätte wurde weithin verwüſtet. Die
Häuſer und Felder ſehen aus, als ob ſie beſchoſſen wor=
den
wären. Große Bäume wurden entwurzelt und
weit fortgeſchleudert. Die Magazine der Pulverfabrik
ſind vollſtändig zerſtört. Daß Menſchen nicht verun=
glückt
ſind, iſt der Geiſtesgegenwart der Wärter zu ver=
danken
, die ſofort, nachdem ſie das Feuer bemerkt,
jeden Verkehr nach der Unfallſtelle abſperrten.
* Belgrad, 22. Juli. Zuſtändigerſeits werden die
Meldungen ausländiſcher Blätter von der Blind=
darmerkrankung
des Prinzen Georg als
grundlos bezeichnet. Die Gerüchte ausländiſcher
Blätter, daß die ruſſiſche und die engliſche Regierung
durch ihre Geſandten beim ſerbiſchen Hofe den Wunſch
geäußert hätten, daß König Peter perſönlich zur Be=
glückwünſchung
nach Cetinje fahren ſolle, werden für
unbegründet erklärt, ebenſo die Angabe, daß der
ruſſiſche Geſandte, Hartwig, wegen Nichterfüllung des
ruſſiſchen Wunſches Belgrad verlaſſen werde.

Hamburg, 22. Juli. Heute, am Todestage des
Dichters Liliencron, wurde auf dem alten Fried=
hofe
Alt=Raſtedt bei Hamburg ſein Grabdenkmal
enthüllt.
Poſen, 22. Juli. Der Raubmörder Sternickel
ſoll angeblich wieder einmal und zwar von einem Gneſener
Gendarmerie=Wachtmeiſter verhaftet worden ſein; er ſoll
ſich ſeit längerer Zeit bei einem Beſitzer in Arkusdorf auf=

gehalten haben. Das Signalement ſoll auf den Verhafte=
ten
genau paſſen.
Paris, 22. Juli. An Bord des franzöſiſchen Kreu=
zers
Du Petit Thouars ſind hundert Mann an
Vergiftungserſcheinungen erkrankt. Die Ur=
ſache
iſt noch unaufgeklärt.
H. B. New=York, 22. Juli. Durch Exploſion ei=
ner
zwölfzölligen Kanone, mit der man auf dem Fort
Monroe in Virginia Schießübungen veranſtaltete, wurden
10 Artilleriſten getötet, 2 ſchwer, 5 leichter ver=
letzt
. Die Exploſion erfolgte durch zu frühes Losgehen
eines Schuſſes.
H. B. New=York, 22. Juli. Ueber den ſchweren Un=
glücksfall
auf dem Fort Monroe liegen folgende
Einzelheiten vor: Die Zahl der Getöteten beträgt 11,
die der ſchwer Verletzten 15. In Gegenwart von 20 Offi=
zieren
, die aus der Artillerie=Lehrſchule herrorgegangen
ſind, ſowie in Anweſenheit des GeneralsCroſſier, des Chefs
der Artillerie, des Generals Aleſhiro und des Generals
Bixly, des Chefs des Genie=Korps, wurden geſtern auf
dem Fort Monroe mit großen Zeug=Geſchützen Schieß=
übungen
auf ſchwimmende Ziele vorgenommen. Der Ser=
geant
Haas vom 69. Fußartillerie=Regiment kommandierte
die Batterie, die von zahlreichen Unteroffizieren umgeben
war. Plötzlich löſte ſich der Verſchluß eines zwölſzölligen
Geſchützes und die ganze Ladung ging nach hinten durch.
Die umſtehenden Unteroffiziere wurden ſofort zu Boden
geworfen und wälzten ſich in ihrem Blute. Drei von ihnen
ſind im Hoſpital ihren Verletzungen erlegen. Die ameri=
kaniſche
Fußartillerie hatte bisher derartige Uebungen noch
nie unternommen. Die Geſchütze waren ganz neuer Kon=
ſtruktion
.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Randwirbel
an der Südſeite der nördlichen Zyklone haben geſtern
und in der Nacht im Norden Heſſens ſtarke, im Süden
nur geringe Regen gebracht. Die ſüdlichſten Landſtriche
blieben ganz trocken. Heute früh herrſcht bei Südweſt
meiſt trockenes, im Süden heiteres Wetter. Auch nimmt
ſüdwärts die Wärme raſch zu: Hannover 15 Frank=
furt
21, Karlsruhe 23 morg. 8 Uhr. Neue Regenfälle,
ſtrichweiſe Gewitter bringen weſtliche Tiefs.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 23. Juli:
Neuerdings Regenfälle, ſtrichweiſe in Gewitterbegleitung,
ſtarkwindig aus Südweſt, etwas kühler.

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Tamiliennachrichten.

(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Todes-Anzeige.
Hiermit allen Verwandten, Freunden und
Bekannten die ſchmerzliche Nachricht, daß mein
(14685
guter Mann
Herr
Jakob Mersheimer
Hof=Maurermeiſter
geſtern abend 6 Uhr nach langem, ſchwerem,
mit Geduld ertragenem Leiden, im 62. Lebens=
jahre
ſanft verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marie Mersheimer.
Darmſtadt, 21. Juli 1910.
Die Beerdigung findet am Samstag Abend
5½ Uhr, vom Trauerhauſe, Liebfrauenſtr. 33
aus, ſtatt.

[ ][  ][ ]

(Statt besonderer Anzeige.)
Am 19. d. M. verstarb zu Interlaken nach mehrwöchiger Krankheit unsere
liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte
(14705

im 48. Lebensjahre.
Darmstadt und Brüssel, den 22. Juli

Namen der Familie
Max Schuchardt.

Die Beerdigung findet Montag, den 25. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Darm-
städter
Friedhofskapelle aus, statt.

Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute morgen 11¾ Uhr entſchlief ſanft
nach kurzem Leiden im 80. Lebensjahre mein
lieber Gatte, unſer Vater, Schwiegervater,
Großvater und Onkel
(14715
Georq Himmier
Zimmermeiſter.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelmine Himmler,
geb. Walter.
Darmſtadt, den 22. Juli 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. Juli,
nachmittags 4 Uhr, von der Friedhofskapelle
aus, ſtatt.
Blumenſpenden dankend verbeten.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer unvergeßlichen Mut=
ter
, Schwiegermutter, Größmutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
(14712
Frau Harte Hottinger, Wiend
geb. Riehl
ſowie für die troſtreichen Worte des Herrn Stadt=
pfarrers
Velte, ſprechen wir hiermit unſeren
innigſten Dank aus.
Darmſtadt, den 22. Juli 1910.
Die trauernden Hinterbliebenen.

Kurſe vom 22. Juli 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

Bf. Staatspapiere.
4 Dſche. Reichsſchatzanw.
3½ Deutſche Reichsank:
do.
4 Preuß. Schätzanweiſg.
3½ do. Conſols . . . .
B do. ds.
4 Bad. Staatsanleihe . .
do.
do.
Bayr. Eiſenbahnanl.
do.
d5.
4 Hambukger Staatsanl
Heſſ. Staatsanleihe .
do.
do
Sächſiſche Rente . . .
Württemberger v. 1907
do.
Bulgaren=Tabak=Anl.
¼ Griechen v. 1887 . .
Italiener Rente . .
½ Oeſterr. Silberrente .
do. Göldrente .
do. einheitl. Rente
Portug. unif. Serie I
. unif. Ser. III
do. Speziäl.
Rumänier v. 1903 . .
do. v. 1890 . .
do. v. 1905.
Ruſſen v. 1880

En Proz.
100,50
3,20
64,50
100,50
93,25
84,30
101,75
83,80
101,60
92,00
83,30
101,20
101,40
91,50
*80,80
83,80
102,10
92,80
101,20

97,70
99,10
93,75
66,40
67,90
12,00
102,50
90,60
91,90

InProz=
91,25
99,00
97,90

3f.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,60
4½ do. v. 1905 . . . . 100,20
3½ Schweden . . . . .
4 Serbierämort. v. 1895 85,00
4 Türk. Admin. v. 1903 87,40
4 do. unifiz. v. 1903 94,20
4 Ungär. Goldrente . . 95,20
4 do. Staatsrente . 92,10
5 Argentinier . . . . . . 102,10
do.
4½ Chile Gold=Anleihe 93,20
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,30
do.
4½
4½ Japaner .
Innere Mexikaner . . 99,40
.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904
5 Gold=Mexikaner . . .
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. .
.. . .142,20
4 Nordd. Lloyd . . . . 110,25
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtälten.
4 Anatöl. Eiſenb. 600)
Einz. Mk. 408 118½
Baltimore & Ohio . . 108,25
4 Gotthardbahn . .

In Proz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 157,75
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21,00
4 Pennſylbania R. R. 129,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 205,00
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 477,20
Fabrik Griesheim . . . . 269,00
Farbwerk Höchſt . . . . . 492,00
Verein chem. Fabriken
323,50
Mannheim.
111,50
Lähmeyer .
Schuckert
.157,30
Siemens & Halske . . . 239,00
Ablerfahrradwerke Kleyer 414,75
Bochumer Bb. u. Guß . . 231,00
.206,00
Gelſenkirchen . .
Harpener .
. 189,50
Phönix, Vergb. u. Hütten=
. . . 222,75
betrieb .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,50
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,30

91,80

4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
4 do. ſteuerfrei . 98,10
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
4
do. alte .
3
5 Oeſterr. Südbahn . . 98,90
do.
ge,
do.
2*10
3 Raab=Oedenburger . . 75,10
Ruſſ. Südweſt. . . . . 90,00
4 Kronpr. Rudolfbahn

98,10
78,60
56,10

In Pr)1.
Bf.
75,90
2¼/10 Livörneſet . .. . .
4 Miſſouri=Paciſic . . . 79,10
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,90
Anatoliſche Eiſenb. . .
. 101,90
Tehuantepec
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 167,50
Darmſtädter Bank 130,20
Deutſche Bank 251½
Deutſche Vereinsbank 127,60
Diskonto=Geſellſchaft . 185,60
Dresdner Bank . 157,60
Mitteldeut. Kreditbk. 119,70
Nationalbk. f. Deutſchl. 123,50
101,30
Pfälzer Bank.
143,00
4 Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank 139,40
4 Wiener Bank=Verein 138,00
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
3½ do. S. 19. . . . . 92,30
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
90,50
3½
Heſſ. Land.=Hpp.=Bk. 101,60
do.
92,80.
Meining. Hyp.=Bank 101,00
91,10
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(Unk. 1917) 100,00
do. (unk. 1914) 91,00
Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
92.60

Siten,
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . .
3½ do.
.100,90
Frankfurt .
. do.
93,50
Gießen
100,20
3½ do.
* 100,00
4 Heidelberg
3½ do.
§ 100,50
4 Karlsruhe
3½ do.
91,50
4 Magdeburg.
3½ do.

91,90
.100,00
. 100,10
92,00
101,10

4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
3½ do.
-
4 Offenbach.
3½ do
4 Wiesbaden .
. 100,40
3½ do.
4 Worms
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,60
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 170,00
3½ Cöln=Mindner 100 135,25
5 Donau=Reg. fl.100
3 Hall. Romm. * 100

In Proz.
Bf.
3 Mädrider Fs. 100 77,20
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . . 136,50
Oeſterr. 1860e: Loſe 173,00
5 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Aulehensloſe.
Augsburger
fl. 7 37,00
Braunſchweiger Tlr. 20 205,00
Freiburger Fs. 15 38,90
Mailänder
Fs. 45
Fs. 10
do,
fl. 7
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 100
do. v. 1858 100
Ungar. Staats 100 182,00
Venediger
Frs. 30 42,50
Türkiſche
400 182,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,39
20 Franks=Stücke
16,23
16,90
Oeſterr. 20=Kronen .
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
. 20,42
Engliſche Noten
Fränzöſiſche Noten : . . . 81,20
.169,40
Holländiſche Noten .
80,65
Itälieniſche Noten
Oeſterr.=Ungäriſche Noten 85,15
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,15
Reichsbank=Diskonto
Reichsbank=Lombard Bäf. 5½

Nummer 170.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Seite 7.

1 C

Pilsneru 50
Mlalenner2
Hell Export
Sie
1eF e.
614a

1as0

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Vaters,
Schwiegervaters, Bruders, Schwagers u. Onkels
Herrn Christian Bohl
Kassediener der Hauptstaatskasse
für die ehrende Begleitung des Kriegervereins
Darmſtadt, für die herrlichen Blumenſpenden und
für die zablreiche Begleitung auf ſeinem letzten
Gange, ſagen wir Allen herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.

Darmſtadt, den 22. Juli 1910.

(14717

Tageskalender.
Samstag, 23. Juli.
Sommernachtfeſt des Darmſtädter Männergeſang=
vereins
um 8½ Uhr im Schützenhof.
Kriegsveteranen=Verſammlung um 9 Uhr im
Reſtaürant Sitte.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Ausſtellungsreſtäurant Roſenhof.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Heſſiſchen Hof.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Gräſenſtraße): Vörſtellungen von 311 Uhr.

Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 107 Uhr).
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 111 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
edaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Anzeigenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
in die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Gatten,
unſeres lieben Vaters, Schwiegervaters und
Großvaters
(14704
Valentin Bamben
ſowie für die troſtreiche Grabrede des Herrn
Pfarrers Flöel und die zahlreichen Blumenſpenden,
ſagen wir hierdurch allen Verwändten, Freunden
und Bekannten unſeren herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Berta Bambey, Witwe,
nebſt Kindern und Angehörigen.
Darmſtadt, den 23. Juli 1910.

Sonnkag, 24. Juli.
Erſte Erbauung der Freireligiöſen Gemeinde um
½10 Uhr im Saale der Loge (Sandſtraße).
Sommerfeſt des Orthſchen Männerquartetts um
4 Uhr in der Beſſunger Turnhalle.
Sommerfeſt des Radfahrerklubs Flieger um 4 Uhr
im Sportlokal (Ecke Frankfurter= und Kahlertſtraße).
Sommerfeſt des Katholikenvereins um 6 Uhr.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß=
Konzert um 4 und 8 Uhr im Perkeg.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof
Preisſchießen des Schützenklubs Komet in Ettlings
Bierhalle.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt‟.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſträße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 25. Juli.
Hofreite=Verſteigerung des Jakob Krämer ( Wein=
bergſtraße
26) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Torf=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus zu
Pfungſtadt.

Drau
CFarerz

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Meine drei Blondköpfe waren damals noch ſo klein.
Das Jüngſte kaum geboren, und ich ſo elend und
krank, ſo hoffnungslos krank, ſo arm und verlaſſen.
Ermann meinte, er könne keine kranken Menſchen
ertragen. Nach der ſchwierigen Operation, die mich an
den Rand des Grabes brachte, ſagte der Arzt, daß ich
leben würde, aber neue Mutterfreuden dürften mir
nicht beſchieden ſein. Ich lächelte dazu. Ich hatte ja
meine drei goldigen Schätze. Den Buben, den großen,
fünfjährigen, mit den blauen Augen, das goldlockige
Mägdelein, Ermanns Ebenbild, und das kleine Süße,
das mit geballten Fäuſtchen in ſeinem Bettchen ſchlief,
immerzu ſchlief.
Ermann aber wandte ſich nach dem Ausſpruch des
Arztes ſtill ab und ging hinaus.
Und plötzlich hatte ich das Gefühl:
Er wirft dich zu den Toten. Du biſt für ihn ge=
weſen
.
Wenn er an mein Lager trat, war er gütig und
lieb zu mir, aber ich hatte die Empfindung, als führe
Mitleid die Hand, die über meine Locken glitt.
Er hatte ſie einſt ſo geliebt, dieſe goldige Locken=
fülle
, die mir ſelbſt die Krankheit nicht nehmen konnte.
Ermanns Lieder, die er dieſer Lockenpracht einſt
geſungen, wehen noch jetzt oft in meinen Träumen
darüber hin wie Sonnengold. Ruhm und Ehre haben
ſie ihm gebracht. Hier in dem kleinen, von Roſen um=
rankten
Haus ſind ſie entſtanden. Hier in der ſtillen
Stube, mit den weißen, ſchlichtlackierten Möbeln, die
wir uns nach unſeren eigenen Zeichnungen fertigen

ait den einen Müdean, den genen Gnſ=
Lodenbelag und den aranen Plüſchriſen, hat er ſie mir
vorgeleſen, damals, als die Roſen blühten.
Was ich bin und was ich habe, Leni, hatte er da=
mals
beteuert, bin ich durch Dich. Dein iſt mein Werk,
Dein der Ruhm. Du gibſt meinem Schaffen die Seele.
Wenn ich ein Dichter bin, ſo bin ich es durch Dich.
Wie ſtolz mich das machte.
Und dann kam der Sonnwendtag, die Zeit der
Tag= und Nachtgleiche.
Die Kinder waren mit Tante Eva hinausgegangen
nach dem Friedhof, Blüten auf die Gräber der Eltern
zu legen, wie es Brauch iſt am Johannistag.
Wie rote Blutstropfen leuchteten die Roſen durch
das grüne Laub des Gartens.
Zum erſten Male hatte ich auf längere Zeit das
Bett verlaſſen. Zum erſten Male ſchlich ich wieder an
Ermanns Arm durch mein kleines Reich. Wie jauchzte
meine Seele. Die Sonne ſchien ſo goldig und warm.
Alles ſtrahlte in Lebensfülle und Glück. Da mußte ja
auch mir wieder das Leben ſtrahlen. Ermanns wegen
mußte ich ja geſund werden. Er konnte kranke Men=
ſchen
nicht leiden. Es verletzte ſein innerſtes Empfin=
den
. Nur Schönheit verlangte ſein heißes Dichterherz.
Wieder hatte Ermann den gemeſſenen, förmlichen
Ton zu mir, den ich gar nicht an ihm kannte, und dar=
über
den leiſen Hauch des Mitleids, der mir wehe tat.
Du mußt fort, Leni, ſagte er dann gepreßt, der
Arzt meint in ein Sanatorium.
Fort von Dir und den Kindern?

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Ja, natürlich, der (Arzt verlangt es, Eva iſt ja hier.
Eva! Wie mich plötzlich der Gedanke erſchreckte.
Eva, meine jüngſte, lebensfrohe Schweſter! Ja, ſie war
immer da. Sie war es, die jetzt mit ihm lachte, der er
jetzt ſeine Gedichte vorlas, deren goldenes Haar er
jauchzend beſang. War ich denn blind geweſen?
Ein Schleier legte ſich über meine Augen. Ich
haſchte nach einer Stütze.
Da ſiehſt Du, wie ſchwach Du noch biſt, ſagte Er=
mann
unwillig. Der Arzt hat recht, Du mußt fort,
und das ſo ſchnell als möglich.
Wünſcht das Eva auch, Ermann?
Er lachte herb auf.
Warum ſollte ſie nicht. Ich hoffe, Du wirſtz ver=
nünftig
ſein, Leni.
Wie ſtreng er das ſagte und wie kalt.
Ich ſchauderte unwillkürlich fröſtelnd zuſammen
und ſchleppte mich zurück auf mein Lager.
War denn das möglich? Konnte eine Liebe, die
bisher ein jauchzendes Glück geweſen, urplötzlich in
Trümmer gehen?
Ich ſann und grübelte den ganzen Tag. Die Kin=
der
kamen plaudernd heim und das jüngſte lächelte zum
erſtenmal im Schlaf.
Evahatte den Kleinen Roſenkränze auf die Locken ge=
drückt
, und ſie ſelbſt trug einen Kranz von weißen
Roſen in dem blonden Haar, als ich ſie dann von mir
fort durch den Garten eilen ſah, Ermann entgegen.
Du biſt eine Zauberin, Eva, hörte ich Ermann
ſagen. Du glühſt wie die jungen Roſen am Strauch.
Da ſchloß ich das Fenſter. Was war nur geſchehen?
Wohin ich auch blickte in dieſem ſonnenhellen Tag,

alles erſchien mir dunkel, zerriſſen, entſtellt. Die
Wände meines Zimmers erdrückten mich. Schreien
hätte ich mögen, und ich lag doch ganz ſtill, ohne mich
zu rühren, ohne einen Laut.
Eva kam wieder mit den Kindern zu mir. Die
Kleinen ſchmiegten ſich in meine Arme, und ich fühlte,
daß ich doch noch reich war in all meiner Verzweiflung
und Not. Eva hatte etwas Feindſeliges in ihrem Ant=
litz
, einen finſteren Trotz, der mich erſchreckte. Und ich
hatte ſie doch immer ſo lieb gehabt, die junge Schweſter.
Ich hatte ſie erzogen, ich hatte ihr Herz, wie ich meinte,
zu allem Schönen, zu allem Guten geleitet ihr Herz,
das rein war.
Die Kinder faßten ſich bei den Händen und ſangen:
Wir tanzen unter Roſen
Den Ringelreih’n.
Wir tanzen unter Roſen.
Es glüht der Wein.
Still! gebot ich den Kindern.
Des Vaters Lied ich mochte es nicht hören von
den Lippen ſeiner Kinder, heute nicht.
Geht in den Garten, befahl ich ſtreng.
Die Kinder ſahen mich ſcheu an, dann gingen ſie
mit weinerlich verzogenem Mündchen hinaus.
Das Kleine lallte in ſeiner Wiege.
Du biſt ungerecht, Leni, ſagte Eva, die Arme em=
porhebend
und rückwärts unter der goldenen Locken=
fülle
verſchränkend. Die Krankheit macht Dich uner=
träglich
, launiſch. Ermann empfindet das auch.
Hat er es Dir geklagt? fragte ich zurück.
Das iſt nicht nötig. Man ſieht es doch alle Tage.
Glaubſt Du, es iſt eine Kleinigkeit für eine glühende

Dichterſeele, wie die Deines Mannes, alle Tage nichts
als Kindergeſchrei und eine leidende Frau um ſich zu
haben? Ich bewundere oft ſeine Geduld. Du mußt
Dich aufraffen, Leni. Du richteſt ja Deinen Mann
zu Grunde.
Hat er es Dir geklagt? fragte ich noch einmal.
Eva wurde glühend rot. Ihre blauen Augen fun=
kelten
mich zornig an.
Du verſtehſt eben Deinen Mann nicht. Ein Dich=
ter
hat andere Aufgaben zu erfüllen, als immer an
ſeine vier Wände gefeſſelt zu ſein. Ein Dichter muß
hinaus in das bunte Leben. Was ſoll ihm die kleine,
erbärmliche, engumfriedete Häuslichkeit?
Mit entſetzten Augen ſtarrte ich in Eva erregtes
Geſicht.
Etwas Fremdes ſpricht aus Dir, Eva, ſagte ich
dann, mich mühſam zur Ruhe zwingend, und Du
ſprichſt, was Du gar nicht verſtehſt, gar nicht begreifen
kannſt. Bis jetzt umſchloſſen unſere engen vier Wände
unſer reichſtes Glück, und wenn Ermann in letzter Zeit
läſſig war in ſeinen Arbeiten, wenn er nichts Nennens=
wertes
, Neues, Großes und Schönes ſchuf, ſo war wohl
nur meine lange Krankheit daran ſchuld. Jetzt aber
iſt ſie ja gehoben. Von Tag zu Tag wird es beſſer
werden, und Ermann wird wieder Ruhe und Anreiz
finden, Neues zu erdenken, Neues zu geben.
(Fortſetzung folgt.)

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des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

N 78.

Samstag, 23. Juli.

1910.

Der Ortsgewerbeverein zu Neuſtadt i. O. beabſichtigt zwecks Gewinnung von
Mitteln zur Vergrößerung des Schulſaales der dortigen Handwerkerſchule eine Ver=
Pſung von ſelbſt verfertigten Gegenſtänden am 5. Dezember 1910 zu veranſtalten.
Großherzogliches Miniſterium hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veranſtaltung
ſieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 3000 Loſe zu 0,50 Mk. das
Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60% des Bruttoerlöſes abzüglich der
Reichsſtempelabgabe aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden
ſu verwenden ſind.
Der Vertrieb in der Provinz Starkenburg wurde geſtattet.
(14623

Johannes Schäfer wurde heute als Wiegemeiſter der Gemeinde Gräfenhauſen
erpflichtet.
(14622

Bekanntmachung.
Wegen eingelaufener Beſchwerden machen wir auf Folgendes aufmerkſam:
Nach § 12 Abſ. 2 der Radfahr=Verordnung vom 6. Mai 1907 iſt das Radfahren
ſtuf Fußwegen außerhalb der Ortſchaften nur geſtattet, wenn die Radfahrer den Fuß=
Pingern in angemeſſener Entfernung ausweichen und den Fußweg freimachen können.
a dieſen beiden Vorausſetzungen auf dem Fußpfad nach Traiſa (vom Schnittpunkt
Der Schießhaus= und Nieder=Ramſtädter Straße an) von den Radfahrern nicht ent=
rrochen
werden kann, ſo iſt auf Grund von § 12 Abſ. 2 der genannten Verordnung
das Radfahren auf dieſem Fußwege, dem ſog. Traiſaer Pfad, verboten.
Zuwiderhandlungen werden mit Geldſtrafe bis zu 60 Mk. oder mit Haft bis zu
Tagen beſtraft.
Die Polizeiorgane ſind angewieſen, jede Zuwiderhandlung zur Anzeige zu bringen.
Darmſtadt, den 25. Juni 1910.
(13092a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am
25.
Juli I. Js. von 7 Vorm. bis 20 nachmittags
26. 28. 29.
70 abends
1.
Auguſt
50 nachmittags
2. 4. 5.
8. 9.
Mittags
11. 12.
70 Vorm.
Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nord=nordweſtlicher
Kichtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich
Süden: Forſthaus-Steinacker-Steinhügel ausſchließlich
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milcheswieſe- Sau=
wieſe
-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
teird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln ab=
geſperrt
.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei= Verord=
nung
Kreisamt Darmſtadt 25. IX. 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20. IX. 1909).
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
(12935a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Bekanntmachung.
Auf Grund der Polizeiverordnung vom 12. Februar 1908 wird folgendes zur
ifffentlichen Kenntnis gebracht:
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Pfungſtadt vom Ortspflaſterende Eberſtad,
ab bis zur Sandbachbrücke gegen Pfungſtadt zu, mit den auf dieſe Strecke aufſtoßenden
Querwegen (letztere dicht an der Kreisſtraße) iſt wegen Ausführung von Kleinpflaſter
non Freitag, den 15. d. Mts., ab auf ea. 3 Wochen für ſämtliches Fuhrwerk
Automobile, Motorräder ꝛc. geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat den aufgeſtellten Tafeln entſprechend von Darmſtadt
ü ber das Eſchollbrücker Kreuz nach Pfungſtadt oder von Darmſtadt über Eſchollbrücken
n ach Hahn bezw. umgekehrt zu erfolgen. Nach Maßgabe des Fortſchreitens der Pflaſter=
arbeiten
wird die betreffende Teilſtrecke jeweils ſofort dem öffentlichen Verkehr übergeben.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach §2 der genannten
Jolizeiverordnung ſtrafbar.
Darmſtadt, den 2. Juli 1910.
(13800a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt. 1 Handbeil. 1 goldener Zwicker.
Segeltuch=Pferdedecke. 1 goldener Damen=Ring mit grünlichem Opal. 1 ſilberne
Herren=Remontoiruhr. 1 lange Spannkette. 1 ſchwarzſeidener Damen=Schirm mit
Metallgriff. 1 einzelner Damen=Schnürſtiefel. 1 Anzahl Zehnpfennig=Briefmarken.
ſchwarzer Schirmbezug. 3 Schlüſſel an einem Kupferring. 1 Damen=Schirm mit
Metallgriff und Stock. 1 ſchwarzer Samt=Gummigürtel. 1 bläulicher Damen= Sommer=
pandſchuh
. 1 ſchwarz= und weißgeſtreiftes Strumpfband. 1 altes ſchwarzes Porte=
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mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 braunes Portemonnaie mit einigem Inhalt.
mittelgroßer Schlüſſel und 1 Drücker an einem Ring und Haken. 1 Paar neue
Kaſtenſporen. 1 Kinder=Schirm mit blauem Griffchen. 1 alter Regenſchirm mit hellem
Horngriff und Ring. 1 kleines Meſſer mit ſchwarzem Stiel. 1 doppelte Korallen=Hals=
Sette. 3 mittelgroße Schlüſſel. 1 ſilbernes langes glattes Kettchen.
Verloren: 1 ſchwarzſeidener Damen=Schirm mit grünem flachen Knopf.
1 ſchwarzer Damen=Schirm mit einem rot und weißen Achatknopf. 1 ſchwarzer Damen=
Gummigürtel. 1 ſilberne gedrehte Broſche mit 2 lila Steinen. 1 Brille mit blauer
Stahlfaſſung. 1 grau= und weißgeſtreifte Knaben=Bluſe mit blauem Matroſenkragen.
1ſilbernes Ketten=Armband. 1 goldene runde Broſche, durchbrochen, mit weißen Perlchen
beſetzt. 1 doppelte Korallen=Halskette. 1 Badekappe und 1 Kamm. 1 Damen=Gürtel,
goldgeſtickt auf ſtahlblauem Stoff. 1 kleine goldene längliche Broſche. 1 goldenes
Medaillon mit einer blonden Locke. 1 Portemonnaie mit 35 Pfennigen und einem
Trauring als Inhalt. 1 ſchwarzledernes Handtäſchchen mit Portemonnaie, 3 Mk. In=
halt
und 3 Schlüſſel. 1 kleines rotes Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt und 1 italieniſch.
Münze. 3 neue Brillen in einem Papier eingewickelt. 1 Damen=Regenſchirm mit
dunkelbraunem Griff. 1 gelbledernes Handtäſchchen mit Schlüſſel ꝛc. 1 Rollfuß von
einem kleinen Tiſch mit Gummireif. 1 ſilbernes Zwicker=Kettchen. 1 gelbes Porte=
monnaie
mit 1 Hundertmarkſchein und 20 Pfennigen. 1 buntgeſtickter Damen=Gürtel.
1 ſchwarze Damen=Uhr. 1 Reißzeug mit Schraubenzieher. 1 ſilbernes Bettel=Armband
aus Münzen. 1 goldene Krawattennadel mit Perlen beſetzt, in Hufeiſenform. 1 Nickel=
Brille. 1 rotes Damen=Portemonnaie mit 1,301,50 Mk. Inhalt. 1 blauer Auto=
Schleier. 1 rotſamtnes Handtäſchchen mit 14 Mk. Inhalt. 1 goldenes Spangen= Arm=
band
. 1 Wagenkapſel und 1 Schloß. 1 altes Portemonnaie mit 34 Mk. Inhalt.
1 Schirmüberzug mit bunter Borte. 1 dunkelgrünes Damen=Portemonnaie mit 2,51 Mk.
Inhalt. 1 Taſchenmeſſer mit 2 Klingen und braunem Holzſtiel. 1 Zehnmarkſtück.
1 ſchweres goldenes Ketten=Armband. 1 kleines Schachtel mit 7 Gothaer Lotterieloſen.
1 Portemonnaie mit 17 Mk. Inhalt. 1 Pfandſchein, auf den Namen Dietz lautend.
1 rotes Damen=Portemonnaie mit 34 Mk. Inhalt. 1 goldenes Halskettchen mit Herz
und 1 kleinen goldenen Schlüſſelchen. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 200 Mk. Inhalt.
1 goldenes Halskettchen mit 3 roten Anhängern. 1 Arbeitsbuch, auf den Namen
Schlander lautend. 1 weißes Umhängetuch mit roſa Blumen. 1 kleiner flacher Schlüſſel
mit doppeltem Kamm.
Zugelaufen bei Privaten: 1 kleiner brauner Hund mit hellen Flecken. 1 gelber
Pinſcher.
Zugeflogen bei Privaten: 1 graugelber Kanarienvogel. 1 grauer Papagei.
Entlaufen: 1 junger bräunlicher Rehpinſcher. 1 Wolfshund mit Marke und der
Nr. 5903. 1 Hund (Dalmatiner= und Fox=Kreuzung). 1 Zwergrehpinſcher (Weibchen
ſchwarz mit roſtbraun.
Entflogen: 1 gelbe Brünner Kröpfertaube. 1 rotgehämmerte Brieftaube.
(14649
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags

Beranntmachung.
Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft im Kreiſe Darmſtadt pro 1910.
Es wird hierdurch zur Kenntnis der Intereſſenten gebracht, daß nach Anordnung
der Großherzoglichen Ober=Erſatz=Kommiſſion im II. Bezirk der 49. Infanterie=Brigade
das Aushebungsgeſchäft (Generalmuſterung) im Kreiſe Darmſtadt vom 27. Juli
bis 5. Auguſt I. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 hier, ſtattfinden wird.
Es haben zu erſcheinen:
I. Mittwoch, den 27. Juli 1910, vormittags 7½ Uhr:
1. Die als dauernd untauglich bezeichneten Militärpflichtigen, ſoweit denſelben
Ladung zugegangen iſt.
2. Die zum Landſturm I. Aufgebots vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
II. Donnerstag, den 28. Juli 1910, vormittags 7½ Uhr:
Ferner die zum Landſturm 1. Aufgebots vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
III. Freitag, den 29. Juli 1910, vormittags 7½ Uhr:
1. Ferner die zum Landſturm vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
2. Die zur Erſatz=Reſerve vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
IV. Samstag, den 30. Juli 1910, vormittags 7½ Uhr:
Ferner die zur Erſatz=Reſerve vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
V. Montag, den 1. Auguſt 1910, vormittags 7½ Uhr:
1. Ferner die zur Erſatz=Reſerve vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
2. Die für brauchbar erklärten Leute des Jahrgangs 1908.
VI. Dienstag, den 2. Auguſt 1910, vormittags 7½ Uhr:
Ferner die für brauchbar erklärten Leute: a) des Jahrgangs 1908, b) des
Jahrgangs 1909.
VII. Mittwoch, den 3. Auguſt 1910, vormittags 7½ Uhr:
Ferner die für brauchbar erklärten Leute: a) des Jahrgangs 1909, b) des
Jahrgangs 1910 bis einſchließlich Los=Nr. 300.
VIII. Donnerstag, den 4. Auguſt 1910, vormittags 7½ Uhr:
Ferner die für brauchbar erklärten Leute: a) des Jahrgangs 1910, b) die
Ueberzähligen früherer Jahrgänge.
Ix. Freitag, den 5. Auguſt 1910, vormittags 7½ Uhr:
Diejenigen von den Truppenteilen bei der Meldung zum Dienſtantritt als un=
tauglich
abgewieſenen Leute, welche Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militär=
dienſt
beſitzen und ſich im Kreiſe Darmſtadt dauernd aufhalten und rechtzeitig vorher
bei mir angemeldet haben.
Im übrigen wird auf die jedem Militärpflichtigen ſpeziell zugegangene Ladung
verwieſen.
Alle Militärpflichtigen ꝛc. haben pünktlich zu den angegebenen Zeiten zu erſcheinen
und ihre Loſungsſcheine, bezw. ſonſtige Militärpapiere vorzulegen.
Diejenigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich vor der Ober=
Erſatz=Kommiſſion nicht ſtellen, oder zu ſpät kommen, werden mit Geldſtrafe bis zu
30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen beſtraft. Auch können dieſelben unter Umſtänden
vorweg oder als unſichere Dienſtpflichtige ſofort eingeſtellt werden.
Die von der Erſatz=Kommiſſion wegen zeitiger Untauglichkeit Zurückgeſtellten
haben vor der Ober=Erſatz=Kommiſſion nicht zu erſcheinen.
Schließlich wird noch darauf hingewieſen, daß alle diejenigen Angehörigen von
Militärpflichtigen, welche auf Grund ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältniſſe
die Befreiung ihrer Söhne vom Militärdienſt in Antrag gebrachtghaben, ſich der Ober=
Erſatz=Kommiſſion an den Tagen vorzuſtellen haben, an welchen ihre Söhne bei der
Aushebung erſcheinen.
Darmſtadt, den 14. Juli 1910.
(14252a
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
Darmſtadt, den 22. Juli 1910.
Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft für 1910 im Kreiſe Darmſtadt.
Der Zivil=Vorſitzende der Großherzogl. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
an die Großherzogl. Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Unter Bezugnahme auf die diesſeitige Bekanntmachung vom 14. I. Mts. empfehle
ich Ihnen, ſich an den in derſelben näher bezeichneten Tagen, mit den Militärpflichtigen
Ihrer Gemeinden vormittags 7½ Uhr zum Aushebungsgeſchäft einzufinden.
Die betr. Militärpflichtigen ſind wiederholt darauf aufmerkſam zu machen, daß
ſie ſich in den Straßen Darmſtadts und im Muſterungslokal ruhig und anſtändig zu
betragen haben und namentlich nicht im angetrunkenen Zuſtande vor der Ober=Erſatz=
Kommiſſion erſcheinen dürfen. Zuwiderhandelnde werden alsbald in Gemahrſam ge=
bracht
und unter Umſtänden entſprechend beſtraft.
Die Angehörigen von Militärpflichtigen, welche zu ihren Gunſten die Zurück=
ſtellung
und bezw. Befreiung ihrer Söhne vom Militärdienſt in Anſpruch nehmen,
ſind auf diejenigen Tage vorzuladen, an welchem die betr. Militärpflichtigen zu er=
ſcheinen
haben.
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
(14671sf
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 2 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1 Rehpinſcher, 1 Boxer.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 24. Juli, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizgebäude, Bismarckſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Perkaufspreiſe der Fleiſch= u. Warſtwaren in der Haugl= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt . .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen . .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

per ½ kg 86 Pfg.

Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . . ½ 110
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.

. . per ½ kg 100 Pfg
, ½ 130

½

90

Bubmiſſion.

Die Lieferung des Bedarfs an ca. 500 Zentner prima gew. Nußkohlen und
100 Zentner Koks für die Gemeindeſchulen, das Rathaus und Kleinkinderſchule ſoll
im Submiſſionswege vergeben werden. Die Kohlen ſind frei in die Aufbewahrungs=
orte
der Schulhäuſer auf dem Schießberg und der Darmſtädter Straße, ſowie des Rat=
hauſes
und Kleinkinderſchule zu verbringen.
(14587fs
Angebote unter Bezeichnung der Zeche (Schamrock bevorzugt) ſind bis
Montag, den 25. Juli 1910, nachmittags 5 Uhr,
bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Bemerkt wird, daß die Anlieferung zur
Hälfte ſogleich und der Reſt im Monat Dezember zu erfolgen hat.
Ober=Ramſtadt, den 20. Juli 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Fritſch.

Verſteigerung am 29. Juli, ab. 7 Uhr
im Rathauſe zu Eberſtadt des Hauſes Nr. 47 der Pfungſtädterſtraße. Es enthält
7 große Zimmer und Zubehör, Gas und Waſſer, Vor= und Pflanzgarten, beſte Lage.
Areal 520 U=Meter, Taxe 16000, Brandtaxe 10900, erſte Hypothek 8800. Schlüſſel
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Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Nummer 170.

Lieferung von Kanalröhren.
Die Lieferung von Zement= und Stein=
zeugröhren
für Kanalbauten ſoll verdungen
werden.
Die Lieferungsbedingungen liegen bei
dem Tiefbauamt, Zimmer Nr. 7, während
der Dienſtſtunden zur Einſicht offen. Auch
werden dort die Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 28. Juli I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 22. Juli 1910.
Tiefbauamt.
Keller. (14700so

Bekanntmachung.
Das 1. und 2. Ziel der Gemeinde=
ſteuern
für das Rechnungsjahr 1910 iſt,
bei Vermeidung der Mahnung, bis Ende
dieſes Monats an den Werktagen, vor=
mittags
von 8 bis 12½ Uhr, hierher zu
entrichten.
Im Intereſſe raſcheſter Abfertigung an
den Zahlſchaltern wird gebeten, die Gel=
der
abgezählt bereit zu halten. (14210a
Darmſtadt, den 11. Juli 1910.
Die Stadtkaſſe.
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vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Peter Franz Schweitzer Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 315¼10 899 Hofreite Kaupſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K102/10
werden.
Darmſtadt, den 8. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D13876,2

Bekanntmachung.
Montag, den 8. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth, früher in
Darmſtadt, jetzt in Zürich wohnhaft, im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 313½/100 205 Hofreite Liebfrauen=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K93/10
werden.
Darmſtadt, den 8. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D13877,2

Bekanntmachung.
Montag, den 8. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Leopold Reinhard Eheleuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 841¾10 392 Grab= Nieder=
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Ramſtädter=
II 8416½/100 202 Baupl. ſtraße
II 84165/100 1729 Hofreitel Nr. 28,
zwecks Teilung und Aufhebung einer Ge=
meinſchaft
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K50/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 21. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Spieß, 104628,3
Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Montag, den 29. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Hermann Koch und der Louiſe
Johanna Doris Koch, Kinder des Bäcker=
meiſters
Karl Koch dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 794 384 Hofreite Louiſen=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K105/10
Darmſtadt, den 21. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Spieß, (D14629,3m
Gerichtsmann.

Bekanntmachung.
Samstag, den 27. Auguſt I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Georg Merz Eheleuten zu
Darmſtadt zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 179. 269 Hofreite Pankratius=
ſtraße
Nr. 1½,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K61/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 21. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Spieß, (D14630,3
Gerichtsmann.

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auf
vier Wochen verreiſt und wird wäh=
rend
dieſer Zeit in der Armenpraxis durch
Herrn Dr. Hammer, Beſſungerſtraße 3,
vertreten.
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Städtiſches Pflegeamt.
Krapp.

Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das Ver=
mögen
des Karl Stahl, Kantinenwirt
Truppenübungsplatz bei Griesheim, wird
nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins
hierdurch aufgehoben.
(14721
Darmſtadt, den 20. Juli 1910.
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Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

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Nummer 170.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

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[ ][  ][ ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Nummer 170.

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N 170.

Samstag, 23. Juli.

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Seite 18

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Nummer 170.

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

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[ ][  ][ ]

Seite 22.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
85 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 16. Juli: dem Kaiſerlichen Bezirks=
leiter
, Profeſſor Adam Miſchlich, wohnhaft in Togo,
ein S. Karl Alexander Erich, Soderſtr. 82. Am 13.:
dem Fuhrknecht Adam Köhler, Dieburger Straße 42,
ein S. Heinrich. Am 16.: dem Architekten und Bau=
unternehmer
Ludwig Wagner, Schloßgartenſtr. 69,
ein S. Kurt Max. Dem Kaufmann Wilhelm Reitin=
ger
, Eliſabethenſtr. 19, eine T. Marie Anna Margarete.
Am 18.: dem Schutzmann Heinrich Steuernagel,
Waldſtr. 23, ein S. Willi Kaſpar Konrad Karl.
Aufgebotene. Am 19. Juli: Bankbeamter Theodor
Heinrich Ernſt Silz dahier mit Thereſe Lotz, Mel=
bach
. Maſchinenſchloſſer Hermann Röhrig, Sonder=
bach
, mit Sophia Trares, ebendaſelbſt. Taglöhner
Johann Adam Meininger, Steinbach i. O., mit
Dienſtmädchen Maria Mohr, Arheilger Straße 48.
Am 20.: Verſicherungsbeamter Ernſt Karl Neumann,
Frankfurt a. M., mit Kaſſiererin Margarete Gertrude
Liedtke, Rückertſtr. 10. Buchhalter Gerhard Heinrich
Kortmann, Bremen, mit Johanna Wilhelmine Meß,
Hoffmannſtr. 6.
Geſtorbene. Am 18. Juli: Aloiſa Krößmann,
geb. Benz, =Ehefr. des Tagl., 50 J., kath., Pfungſtadt.
Kaſſendiener Chriſtian Hch. Bohl, 66 J., ev., Schwa=
nenſtr
. 32. Am 19.: Hch. Franz Füller, S. des Schuh=
machers
, 2 Tage, kath., Heinheimerſtr. 18. Diakoniſſin
Marie Schmidt, 51 J., ev., Erbacher Straße 25. Am
20.: Wagnermeiſter Joh. Ph. Friedrich, 74 J., ev.,
Kranichſteiner Straße 11. Emilie Scheich, geb. Hanſſe,
Witwe des Oberleutnants, 71 J., ev., Bismarckſtr. 60.
Nahrichten des Stnderamts Darmſtadt Il.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 10. Juli: dem Mechaniker Franz
Hees, Herderſtr. 19, e. S. Phil. Karl. Dem Schreiner
Gg. Reichel, Wingertsgäßchen 4, e. T. Anna Philippine.
Am 5.: dem Bureauaſſiſtenten Emil Ludwig Schmidt,
Heerdweg 92, e. T. Erna Margarete. Am 6.: dem
Diener Hermann Friedrich Lembrecht, Aeußere
Ringſtr. 110, e. T. Giſela Katharina Anna Maria. Am
14.: dem Telegraphenaſſiſtenten Joſeph Kieslich,
Beſſunger Straße 97, e. S. Joſeph Ludwig. Am 9.:
dem Sergeanten Ludwig Kimmel, Neue Niederſtr. 10,
e. S. Karl Heinrich. Am 15.: dem Steindrucker Julius
Nagel, Hermannſtr. 9, e. T. Joſephine Mathilde. Am
13.: dem Oberleutnant im Feldart.=Regt. Nr. 25 Carlos
Saez, Herberſtr. 19, e. S. Carlos Enrique. Am 15.:
dem Straßenbahnſchaffner Nikolaus Schmidt, Sand=
bergſtr
. 29, e. T. Babette Eva. Am 16.: dem Schirr=
meiſter
Heinrich Friedrich Theodor Johann Schüne=
mann
, Sandbergſtr. 54, e. T. Lisbeth Dorothea
Johanna.
Aufgebotene. Am 13. Juli: Dachdecker Konrad
Stroh mit Anna Maria Roth, Ludwigshöhſtr. 25.
Eheſchließungen. Am 8. Juli: Ingenieur Dr. Hans
Guſtav Friedrich Franz Jäger in Stettin mit
Mathilde Sophie Emilie Ella Ludwig, Heerdweg 86.
Am 9.: Schneider Heinrich Willwohl, Schießhaus=
ſtraße
3, mit Anna Maria Bartſch, Beſſunger Straße
53. Am 14.: Weißbindermeiſter Philipp Karl Weid=
mann
, Wittmannſtr. 8, mit Katharina Poſeiner in
Griesheim. Am 16.: Ingenieur Friedrich Wolter
in Duisburg mit Emilie Katharina Eliſab. Margar.
Kleiß, Neue Niederſtr. 3. Taglöhner Philipp Krä=
mer
, Beſſunger Straße 34, mit Marie Meiſel,
Orangerieſtr. 32. Lehrer Karl Bünding, Bruchwieſen=
ſtraße
14, mit Margareta Pauli, Orangerie=Allee 7.
Am 20.: Regierungsbaumeiſter bei der Baudeputation
Ludwig Friedrich Wilhelm Jaide in Hamburg mit
Luiſe Katharine Marie Dingeldei, Schießhausſtr. 22.
Geſtorbene. Am 8. Juli: Karl Rudolf Honig=
mund
, 3 Mon., ev., Beſſunger Straße 88½. Am 13.:
Auna Luiſe Beck, 8 Mon., ev., Beſſunger Straße 29.
Wilhelm Mörſchel, 1 J., ev., Sandbergſtr. 37. Am
16.: Lehrerin i. P. Theodore von Ploennies, ledig,
66 J., ev., Heerdweg 43. Am 17.: Poſtaushelfer Valen=

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

tin Bambey, 71 J., ev., Karlſtr. 64. Am 21.: Privatin
Hedwig Wirths, ledig 57 J., ev., Moosbergſtr. 16.

Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
9. Sonntag nach Trinitatis, den 24. Juli 1910
Hoſkirche: Samstag, den 23. Juli, abends 6 Uhr:
Beichte. Sonntag, den 24. Juli, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des hl. Abendmahls. Mittwoch, den 27. Juli,
abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Stadtkapelle: Vormittags um9½ Uhr: Pfarrer Weiß=
gerber
. Nach der Predigt: Feier des heil. Abendmahls
mit unmittelbar vorausgehender Vorbereitung. Nach=
mittags
um 6 Uhr: Pfarrer Schäfer von Erzhauſen.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
24. Juli, vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Kaplanei=
bezirk
. Pfarrer D. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Nord bezirk im
Gemeindehaus. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Wid=
mann
. Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt bezirk. Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarrer Velte.
Pauluskirche: Vorm. 10 Uhr: Profeſſor Trümpert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 24. Juli,
nachmittags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung.
Miſſionar Oeſterling. Abends 8 Uhr: Blaukreuz=
verſammlung
. Donnerstag, den 28. Juli, abends
8½ Uhr: Bibelſtunde. Miſſionar Oeſterling.

Gottesdienſt der Neuapoſloliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. Mittwoch, abends
8½ Uhr.

Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. 30): Samstag, den
23. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
10. Sonntag nach Pfingſten, den 24. Juli 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr: Aus=
teilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: hl. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Bittandacht.
Um 4 Uhr: Vortrag für die Jugendabteilung der
Kongregation und Verſammlung im Mädchenheim.
Um ½5 Uhr: Verſammlung der Jungfrauen= Kongre=
gation
. Um 6 Uhr: Aloyſianiſche Andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmit=
tags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte. Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. Um 6 und um ½7 Uhr:
Austeilung der heil. Kommunion. Um 7 Uhr:
hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 9 Uhr: Auf
dem Uebungsplatz Sing=Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 23. Juli, nach=
mittags
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 24. Juli 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: hl. Meſſe
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt;
während des Gottesdienſtes iſt Kollekte für die Armen
des St. Vinzenz=Vereins. Nachmittags um 2 Uhr:
Andacht. Mittwoch, den 27. Juli, abends ½9 Uhr:
Apologetiſcher Vortrag des hochw. Herrn Prof. Schwarz.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
23. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.

Nummer 170.

10. Sonntag nach Pfingſten, den 24. Juli 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Andacht zu Ehren
der allerheil. Dreifaltigkeit. Bibliothek (Heerdweg 28):
Dienstag, nachmittags von 67 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 23. Juli, abends
um 5 Uhr: Beichte.
10. Sonntag nach Pfingſten, den 24. Juli 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½ Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 10. Sonntag nach Pfingſten,
den 24. Juli, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.

Getaufte, Getraute und Heerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Martinsgemeinde: 14. Juli: Dem Schneider
Adam Weigert S. Johann Adam, geb. 3. Juli. Dem
Schriftſetzer Ludwig Schwarz S. Georg, geb. 21. Juni.
16. Juli: Dem Reſervelokomotivführer Ludwig Weber
T. Mathilde Agathe Eliſabeth, geb. 26. Mai. 17. Juli:
Dem Spengler Ludwig Wegerich T. Bertha, geb. 29. Juni.
Dem Schloſſer Adam Klinger S. Philipp, geb. 3. Juli.
Dem Pförtner an der Staatsbahn Nikolaus Schmidt S.
Philipp Georg, geb. 7. Juli. Dem Wirt Philipp Bertſch=
S. Johann Peter Paul, geb. 24. Juni. Dem Schneider
Franz Staier S. Franz, geb. 3. Juni. 18. Juli: Unehel.
S. Karl Heinrich, geb. 6. Juli.
Johannesgemeinde: 15. Juli: Dem Reſerve=
Lokomotivführer Georg Seckler S. Georg Wilhelm, geb.
3. Juni. 17. Juli: Dem Schuhmachermeiſter Heinrich
Döderlein S. Hans Heinrich, geb. 9. Februar. Dem
Maſchinenarbeiter Auguſt Dörr S. Friedrich, geb. 19. Juni.
Dem Sekretariatsgehilfe Friedrich Spöhrer T. Marie
Margarete Gertrude Eliſabeth, geb. 10. Juni.
Petrusgemeinde: 17. Juli: Dem Lackierer Georg
Jakob Behrmann T. Anna Chriſtine, geb. 15. Juni. Dem
Kaufmann Georg Heinrich König S. Friedrich Alexander,
geb. 3. Juli. Dem Stationsſchaffner Wilhelm Birx T.=
Katharine Suſanne, geb. 14. Juni. Dem Lehrer Peter
Born T. Margarete Brunhilde, geb. 9. Juni.
Paulusgemeinde: 13. Juli: Dem Diener Jakob
Herzog S. Chriſtian Franz Friedrich, geb. 3. Juli.
17. Juli: Dem Bauinſpektor Rudolph Reuling T. Hertha
Charlotte Wilhelmine Hildegard, geb. 26. Febr.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Johannesgemeinde: 16. Juli: Bahnarbeiter
Georg von der Schmitt von Ueberau und Marie Vetter
von Ober=Klingen.
Petrusgemeinde: 17. Juli: Ingenieur Friedrich
Wolter u. Emilie Katharine Eliſabethe Margarete Kleiß.
Paulusgemeinde: 16. Juli: Taglöhner Philipp
Krämer und Marie Meiſel. 17. Juli: Weißbindermeiſter
Karl Weidmann und Katharine Poſeiner. Lehrer Karl
Bünding und Margarethe Pauli. 20. Juli: Regierungs=
baumeiſter
Ludwig Friedrich Wilhelm Jaide und Luiſe
Katharine Marie Dingeldei.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Martinsgemeinde: 14. Juli: Arthur Friedrich
Wilhelm Karl Röder, 7 Mt., ſtarb 13. Juli. 16. Juli
Lina Eliſabethe Koch, 8 Mt., ſtarb 15. Juli. 18. Juli:
Georgine Heilmann, 35 J., ſtarb 16. Juli. 14. Juli:
Margarete Morchel, Ehefrau des Werkführers Ludwig
Morchel, 50 J., ſtarb 11. Juli.
Petrusgemeinde: 15. Juli: Willi Mörſchel, S.
des Gärtners Ferdinand Mörſchel, 2 J., ſtarb 13. Juli.
Paulusgemeinde: 14. Juli: Fräulein Marie
Herbert, 70 J., ſtarb 12. Juli. 16. Juli: Antonie Cramer
geb. Briehl, Ehefrau des Rentners Otto Cramer, 70 J.,
ſtarb 14. Juli. 17. Juli: Geh. Miniſterialrat Dr. Heinrich
Eiſenhuth, 59 J., ſtarb 14. Juli. 18. Juli: Fräulein
Theodore von Ploennies, 66 J., ſtarb 16. Juli. 20. Juli:
Poſtaushelfer Valentin Bambey, 70 J., ſtarb 17. Juli.

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Nummer 170.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Jult 1910.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

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Versicherungs-Aktien-Gesellschaft
gegründet 1809.
Direktion für das Deutſche Reich im eigenen Geſellſchaftsgebäude
Berlin, Oranienburgerſtraße 6063.
Der Rechnungs=Abſchluß der Geſellſchaft pro 1909 ergibt bezüglich der Feuer=
verſicherungsbranche
folgende Zahlen:
1. Geſamtes Aktien=Kapital, auch für die anderen Branchen haftend M. 65 500000
31000000
2. Kapital=Reſerve
17 541322
3. Prämien=Reſerve
59 287378
4. Prämien=Einnahme im Geſamtgeſchäft
5 627020
wovon auf das Deutſche Reich enkfallen
Zur Vermittlung von Verſicherungen gegen Feuersgefahr halten ſich die unter=
zeichnete
General=Agentur, ſowie die ſämtlichen, derſelben unterſtellten Spezial=Agenten
der Geſellſchaft empfohlen.
(14237sms
Darmſtadt, den 16. Juli 1910.
Die General-Agentur
der
North British and Mercantile
Versicherungs-Aktien-Gesellschaft.
Bureau: Conr. Eber, Bismarckstrasse 55.

Meine Geschäftsverlegung nach
Schulstrasse 6

(im Hause des Herrn Lange)
erlaube ich mir ergebenst anzuzeigen.
Friedr. Hartter Nachf.

14121a)

Hofbürstenfabrik.
Telephonruf 704.

Einem tit. Publikum von Darmſtadt und Umgebung zur gefälligen Nachricht,
daß ich mit dem heutigen Tage mein
Damen- und Rerren-Friseurgeschäft
von Wilhelminenſtraße 23
nach Wilhelminenplatz 2
neben der Hofkonditorei Schnitzler
verlegt habe. Ich bitte, das mir in meinem alten Geſchäft entgegengebrachte Wohl=
wollen
auch in meinen neuen Lokalitäten bewahren zu wollen.
(14613fs
Hochachtungsvoll
Friedrich Müller, Coiffeur,
Darmstadt, Wilhelminenplatz 2.
Telephon 1466.
Spedition Monnard, Feldbergstrasss. An- und Ablolung von
Gütern und Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung.
Telephon 556. (913a

Um mein reichhaltiges Lager zur bevorstehenden Inventur möglichst zu
räumen, unterstelle ich vom 1. bis 16. Juli mein gesamtes Lager in fertigen,
aufgezeichneten und angefangenen Arbeiten (mit Ausnahme der chinesischen,
und russischen) einem Ausverkauf und gewähre auf alle obigen Artikel
einen Rabatt von 10 bis 15 Prozent.
Auch lasse eine Partie zurückgesetzter Waren zu ausserordent-
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billigen Preisen ab. Gleichzeitig mache ich auf meine Spezialität:
Kurbelstickerei für Kleider, Vorhänge, Decken etc. ganz er-
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Hubert Bringer, Gr. Hess. Hoflieferant
Wilhelminenstrasse 35.

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Freireligiöse Gemeinde, Darmstadt.

Sonntag den 24. Juli 1910, vormittags ½10 Uhr, im Saale der Loge (Sandſtr. 18)

Erste Erbauun,
der neugegründeten freireligiöſen Gemeinde

Sonntag, den 24. Juli,

unter Mitwirkung eines Geſangvereins.
Die Feſtrede hält Herr Prediger Rieber-Mainz.
Anſchließend an die Erbauung findet die Ordnung der Gemeinde=
verfaſſung
und =Verwaltung, ſowie Aufnahme neuer Mitglieder ſtatt.
Wir wenden uns mit unſerer Einladung an alle, die die Sehnſucht unſerer Zeit empfinden
nach der Neugeſtaltung unſerer religiöſen Zuſtände auf der Grundlage der Aufrichtigkeit
und Lebensfriſche, und die ſich von der Gezwungenheit, dem Scheinweſen, die Er=
ſſtarrung
in Vergangenheits=, Dogmen= und Formelkultus des herkömmlichen Kirchen=
tums
abgeſtoßen fühlen.
(*17982

einer größeren Kapelle vom Muſikkorps des Leibgarde=Regts.
Leitung: Obermusikmeister H. Hauske.
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
NB. Bei ungünſtigem Wetter
(B14678
Streich-Konzert im Saale.

Brauerei Hessischer Hof.
Samstag, den 23. Juli:

gegründet 1908
(Ortsgruppe und Mitglied des süddeutschen Rennfahrerverbandes, Sitz Ludwigshafen)
Sonntag den 24. Juli 1910
in unserem Sportlokal Ecke Frankfurter- u. Kahlertstr. 1
Grosses

mit Preisverteilungen der am Vormittag stattfind. Zuverlässigkeitszeitfahrt
und des achttägigen Preisschiessens, unter gütiger Mitwirkung des
Männergesangvereins Einigkeit‟, Darmstadt
Wir bitten um geneigten Zuspruch und zeichnen mit sportlichem All Heil
Der Vorstand.
(Alle Veranstaltungen bei jeder Witterung evt. im Lokal)
Eintritt frei
Anfang 4 Uhr
Beginn der Zuverläßigkeitszeitfahrt vormittags 6 Uhr.
(*17945

Sehntzennol.
Morgen Sonntag, abends 8 Uhr
Grosses Militär-Konzert
einer grösseren Kapelle vom Musikkorps des Leibgarde-Regts.
Leitung: Herr Obermusiker H. Hauske. (*18032

Achtung

Achtung
Grossesolentn. a reisschlessen

des Schützenklubs Komet‟
in Ettling’s Bierhalle, Liebfrauenſtraße 37
vom 16. bis 24. Juli
wozu Freunde und Gönner des Schießſports höflichſt einladet
(14229

im Ausstellungs-Restaurant
Samstag, den 23. Juli, 8 Uhr abends
Künstler-Konzert:
(Leitung: A. Czaschke)
(14676
Operetten-Abend.
Abonnenten frei.
Eintritt 25 Pfg
Eintritt 25 Pfg.

Mittagstiſch à 70 Pfg. und 1 Mk., im Abonnement billiger. (*17949
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
X Morgen Sonntag verschiedenes Geflügel, Braten, Ragouts K
und sonst reichhaltige Speisekarte.
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Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Nummer 170.

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Zu haben in den einschlägigen durch
Plakatekenntlichgemachten Geschäften.

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Herz, Hand und Mund der Berliner. Ihr dankbares
Gedenken. Zum Beſuche des Fürſten und der Für=
ſtin
von=Bülow. Freundſchaftsbeweiſe. Auf Wie=
derſehen
! Die Villa des Staatsſekretärs. Der
Kaiſer und das Großreinemachen. Graf Herbert Bis=
marcks
beſtrafte Eile. Der neue Staatsſekretär Herr
von Kiderlen=Wächter. Seine Perſönleichkeit. Am
19. Juli 1870. Erinnerungen an eine große Zeit.
Fürſt Büsmarck hat einmal und zwar gelegent=
lich
eines Feſteſſens, das ihm ſowie Moltke und Roon
Berliner Bürger nach Beendigung des 66er Krieges

gaben, ſehr glücklich den Berliner geſchildert. Er lobte
ihn in ſeiner Antwort auf die huldigenden Worte des
Oberbürgermeiſters nach Herz, Hand und Mund: das
Herz habe ſich treu in den Liebesgaben offenbart, die
den Verwundeten geſpendet, die Hand ſei, wie manche
Kämpfe bewieſen, feſt und ſicher, und was den Mund
anbetreffe, ſo aber ſtürmiſche Heiterkeit ließ ihn nicht
vollenden! Der große Kanzler hätte auch noch das
treue Gedächtnis der Berliner hinzufügen können, das
dankbar alles Große und Gute verzeichnet, was für
die engere und weitere Heimat getan worden. Er ſelbſt
hat es ja warm empfunden, an jenem unvergeßlichen
27. Januar des Jahres 1894, wie auch jetzt wieder
Fürſt und Fürſtin von Bülow, die ſich mehrere
Tage in Berlin zum Beſuch aufgehalten. In herzlich=
ſter
und aufrichtigſter Weiſe wurde dem geweſenen
Reichskanzler und ſeiner anmutig=feinſinnigen Ge=
mahlin
gezeigt, wie treu man ihrer hier gedenkt und
wie man wahrlich nicht vergeſſen, was der Fürſt für
Deutſchland geleiſtet in ſeiner verantwortungsvollen,
aufreibenden Tätigkeit, in der ihm die Fürſtin nicht
nur als liebende und ſorgſam ſchaltende Hausfrau,
ſondern auch als verſtändnisvolle Kameradin ſtets zur
Seite geſtanden, manch’ ſorgende Falte hinwegſcheu=
chend
und dem Ueberbürdeten im kunſtgeſchmückten,
traulichen Heim behagliche Ruhe nach heftigem Sturm
bereitend. Nicht nur die vielen Freunde des einſtigen
gaſtlichen Bülowſchen Hauſes zeigten ihre treue An=
hänglichkeit
, auch aus den verſchiedenſten Kreiſen unſe=
rer
Einwohnerſchaft liefen zahlreiche Beweiſe inniger
Sympathie und Verehrung im Hotel Adlon, in welchem
Bülows Wohnung genommen, ein, Blumenſpenden,
Depeſchen, begrüßende Worte, oft in ſchlichter und deſto
eindringlicherer Weiſe dargebracht. Und wo ſich der
Fürſt und ſeine Gemahlin zeigten und erkannt wur=
den
, da drang überall licht= und verehrungsvoll die
Freude über das Wiederſehen durch und oft auch der
Wunſch eines weiteren Wiederſehens, nicht nur für
Tage, ſondern für längere, für lange Zeit!
Gern, wie früher während des Amtes Bürde, rich=
teten
Fürſt und Fürſtin Bülow ihre Schritte nach den
lauſchigen grünen Hallen des Tiergartens, zu denen
das Dach der zierlichen Villa hinüberlugt, die ſich jen=
ſeits
der graugetünchten Mauer der Königgrätzerſtraße
erhebt, an der äußerſten Grenze des ſich hinter dem
Reichskanzlerpalais ausdehnenden ſchattigen Parkes.
Als Staatsſekretär des Auswärtigen Amtes hatte in
jenes freundliche Häuschen Herr von Bülow im Ok=
tober
1897 ſeinen Einzug gehalten als Graf von Bülow

verließ er es drei Jahre ſpäter, um, zum Reichskanzler
ernannt, in die nach der Wilhelmſtraße zu gelegene
hiſtoriſche Vorderwohnung einzuziehen. Man ſagtel
damals, daß er wohl gern das Reichskanzleramt üben
nommen, aber ungern den Wohnungswechſel vollzogen
hätte, und auch dem Kaiſer wäre dies in Homburg,
wo die Ernennung perſönlich ſtattgefunden, nicht un
bemerkt geblieben. Auf eine Frage des Herrſchers
hätte der neue Kanzler erwidert, daß ihm ſeine Frau
eingefallen, ſie hätte ſich ſo ſehr wohlgefühlt in dem
laubumhüllten Schmuckkäſtchen, ihrem bisherigen Heim,
und fürchtete jedenfalls mit Recht, daß ſie im Reichs=
kanzlerpalais
vor Jahresfriſt nicht mit dem Groß=
reinemachen
fertig werden würde. Na, meinte der
Kaiſer gutgelaunt, beruhigen Sie nur die Gräfin und
melden Sie ihr mit ſchönſten Grüßen, daß ich das Mei= zum Großreinemachen beitragen werde! Und
einige Tage darauf wurde bei der Gräfin in Berliſ
auf kaiſerlichen Befehl ein umfangreiches Paket abge
geben es enthielt einen Zentner Seife!
Jenes Schmuckkäſtchen wurde auf Reichskoſten
erbaut, nachdem Graf Herbert Bismarck zum
Staatsſekretär befördert worden. Der Fürſt wollig
ſeinen Sohn gern in nächſter Nähe haben, nicht minden
die um ihren Aelteſten ſtets ſehr beſorgte Fürſtin. Vie
Jahre bewohnte Graf Herbert, der damals noch Jung=
geſelle
war, die Villa, zu der man Zutritt durch eine
ſchmale Pforte in der obenerwähnten Mauer erhälh
und an die fleißerfüllten offiziellen Amtsſtunden ſollen
ſich oft genug recht fröhliche private geknüpft haben
Als Graf Herbert wenige Tage nach dem Rücktri
ſeines Vaters ſeine Entlaſſung nahm, brannte ihm der
Berliner Boden unter den Füßen; er ließ das ihm ges
hörige Hab und Gut ſchleunigſt verpacken, obgleichn
noch nicht den Beſcheid empfangen, daß ſein Geſuch zin
Gnaden angenommen. Natürlich wurde das an bea
ſonderer Stelle hinterbracht und dieſe beſondere Stelle
ließ ſich beim Staatsminiſter Grafen Herbert Bis
marck für einen der nächſten Tage zum Tee anmelden
Was blieb dem Grafen übrig, als eiligſt Kiſten und
Kaſten vom Spediteur zurückzufordern und nicht mine
der hurtig die Gemächer wieder genau ſo einzurichten
wie ſie bisher geweſen, denn die beſondere Stelle kannte
die Wohnung noch gut von früheren Beſuchen her. Und
als alles wieder hübſch geordnet, da wurde gemeldet
daß die beſondere Stelle verhindert ſei, zum Tee zu
erſcheinen!
In kurzem erhält die Villa, in der während den
letzten Jahre Herr von Schoen an der Seite ſeiner

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Nummer 170.

ſaziöſen und eleganten Gemahlin eine erlefene Gaſt=
Aſteundſchaft ausgeübt, einen neuen Bewohner in dem
Düngſt ernannten Staatsſekretär Herrn von Kider=
ün
=Wächter, der in dieſem Heim, im Amt und im
ichskanzlerpalais kein Fremdling iſt. Während des
Urgangenen Winters war auf ſehr ſchwierigem Poſten
rr von Kiderlen im Auswärtigen Amt tätig ge=
eſen
, und die Wiſſenden hielten nicht mit ihrem Lob
her ſeine ſtillen, aber ſehr erheblichen politiſchen Ver=
enſte
in einer an ernſten Aufregungen reichen
riode unſerer Zeitgeſchichte zurück. Man ſah ihn
hmals mit großem Bedauern ſcheiden und erhoffte
ſſine Wiederkehr, die jetzt in offener und freudiger
Leiſe begrüßt ward. Es iſt hier nicht der Ort, den
litiker von Kiderlen zu würdigen, dem Mann und
enſchen Kiderlen darf man unbedingt ehrliche Sym=
thien
und rückhaltloſes Vertrauen entgegenbringen.
on jovialem Weſen, ohne ſich je etwas zu vergeben,
ſeimütig in ſeinem ganzen Auftreten, ſeinen freund=
haftlichen
Empfindungen gern Ausdruck verleihend in
hlichter und herzlicher Weiſe, ſehr ſcharf und ruhig
Gobachtend, und, wo es angebracht, mit ſeiner offenen
ſitik nicht zurückhaltend, verdient Herr von Kiderlen
e Freundſchaft und Verehrung, die ihm allerorten
ſteil geworden. Gleich ſeinem großen Meiſter Bis=
arck
verfügt er über eine gute Portion Wurſchtig=
lit
gegen perſönliche und gehäſſige Angriffe und über
ünen geſunden ſüddeutſchen Humor wie ſchlagfertigen
ſprddeutſchen Witz, Eigenſchaften, die ihm neben ſeiner
Utnigen Natur in ſeinem neuen, an Arbeit, Sorgen,
Wergerniſſen reichen Amt ſehr zuſtatten kommen dürf=
hr
. In kleinem Kreiſe weiß Herr von Kiderlen ſehr
Unterhaltend von allerhand Begegnungen und Erleb=
iſſen
zu plaudern, auch aus dem Schatz ſeiner vielen
lund feſſelnden Erinnerungen an Bismarck, dem er
ahr um Jahr als emſiger und willkommener Mit=
Abeiter nahe geſtanden.
Bismarck! Dein großer und gewaltiger Schatten
Eird immer aufs neue heraufbeſchworen! Vier Jahr=
hnte
waren es ja dieſer Tage her, am 19. Juli, daß
fh Tauſende von Menſchen vor dem Eingang des lang=
pſtreckten
, ſchmuckloſen Abgeordnetenhauſes in der
ſeipziger Straße drängten und mit donnernden Hoch=
Aufen den Kanzler des Norddeutſchen Bundes begrüß=

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

Seite 27.

ten, der ſich hier zu früher Nachmittagsſtunde einge=
funden
. Drinnen, in dem halbdunklen, verſtaubten
Saale, in welchem faſt vollzählig die Mitglieder des
Norddeutſchen Reichstages verſammelt waren, die
großen Ereigniſſen vorangehende dumpfe erregte
Spannung. Die Abgeordneten drängten ſich in dichten
Gruppen zu den Miniſterplätzen und zur Redner=
tribüne
. Aufrecht und kraftbewußt ſteht Bismarck in
ſeiner gelben Küraſſieruniform da, die Linke umklam=
mert
den Griff des blitzenden Pallaſch, die Rechte hält
eine Mappe. Und nun tiefſte Stille, und bis in den
letzten Winkel hört man die mit verhaltener Stimme
und doch mit tiefem Nachdruck geſprochenen Worte: Ich
teile dem Hohen Hauſe mit, daß der franzöſiſche Ge=
ſchäftsträger
heute die Kriegserklärung Frankreichs
überreicht hat! Da ertönten begeiſterte Hurras und
Hochrufe auf den König, die ihr jubelndes Echo auf
der Straße fanden und ſich ſtürmiſch wiederholten, als
Bismarck in ſeinem einfachen Gefährt das Haus
verließ.
Und dann wenige Wochen ſpäter, in jenen ſchwülen
Auguſttagen des Jahres 1870. Die Gefange=
nen
kommen, die Turkos und Zuaven! hieß es plötz=
lich
während eeines Vormittagsunterrichts im Gym=
naſium
der Brandenburgſtraße, und Ein neuer Sieg
iſt erfochten, Bazaine iſt bei Metz geſchlagen! lautete
gleich darauf eine andere Kunde, die uns den früh=
zeitigen
Schluß des Unterrichts verſchaffte. Wie flogen
der Cornelius, wie flogen der Caeſar und der Butt=
mann
in die Ecke, im Fluge, einer über den anderen
ſtolpernd, ging’s hinaus, dem Halleſchen Tore zu! Im
Umſehen hatten ſich die Dächer und Häuſer mit Fahnen
geſchmückt, Sieg! Sieg! rief man ſich gegenſeitig zu,
von dichten Menſchenmengen waren die Anſchlagſäulen
belagert, an denen die roten Depeſchenzettel prangten,
die der Nächſtſtehende den Fernſtehenden laut vorlas,
Sieg! Sieg! ſcholl es von Mund zu Mund, und, die
jungen Seelen erfüllt von freudiger Begeiſterung und
glühender Vaterlandsliebe, ſtürmten wir dahin, und
langten atemlos am Halleſchen Tore an.
Da kam ſie auch ſchon herangebimmelt, die Verbin=
dungsbahn
, und hielt hier wohl eine halbe Stunde
welch unvergeßliche halbe Stunde! Weit offen ſtanden
die Schiebetüren der Güterwaggons und ermöglichten

uns den Anblick des lebenden, räſonierenden bunt
zuſammengewürfelten Inhaltes, der aus franzöſiſchen
Linienſoldaten, aus Zuaven und Turkos beſtand. Mit!
einem aus unbeſtimmter Furcht und grenzenloſer
Neugierde zuſammengeſetzten Gefühl ſtaunten wir zu=
nächſt
die gebräunten und ſchwarzen Geſtalten an, zu=
mal
die Turkos, von denen wir die phantaſievollſten
Schaudergeſchichten gehört; der erſte Blick flog ſchen=
zu
ihren Achſeln hinüber, dort ſöllten ja die blutgie=
rigen
Katzen ſitzen, die im Handkampfe den Gegnern=
in
das Geſicht ſprangen und ſie kampfunfähig machten.
Aber von jenen Katzen war nichts zu ſehen, und bald:
hatten wir denn auch mit den Gefangenen, deren kleine
Geſtalten in den abgeſchabten, beſchmutzten blauen
Jacken und den zerriſſenen roten Hoſen von den ſtäm=,
migen Figuren der Landwehrmänner lebhaft abſtachen.
eine Art Freundſchaft geſchloſſen; mit unglaublichene
Stolz, mit innigſter Genugtuung wurden die bishe=
ſo
mühſelig erlernten franzöſiſchen Brocken herausge=
kramt
: avez-vous faim? voulez-vous de la biére?
voulez-vous Cognac? und das im Chor als Ant=
wort
erſchallende oui! oui! oui! erfüllte uns mit
grenzenloſem Hochmut wir hatten mit Franzoſen
franzöſiſch geſprochen und waren von ihnen verſtanden
worden!!
Was war das alsbald für ein emſiges Hin= und
Herrennen zwiſchen den Waggons und den nahen
Deſtillationen und Kellerlokalen! Eine Weiße nach der
anderen, ein Seidel nach dem anderen wurde heran=
geſchleppt
und freudig=leuchtenden Auges den Fremd=
lingen
dargeboten, aber der braven Landwehrmänner,
deren Uniformen die Spuren heißer Kampfestage
zeigten, vergaßen wir gleichfalls nicht, und welche
Seligkeit, wenn wir von ihnen ein Fünfcentimesſtück,
einen franzöſiſchen Waffenknopf, wohl gar eine Chaſſe=
potkugel
zur Belohnung erhielten. Im Fluge eilte die
halbe Stunde dahin, und als ſich der Zug in Bewegung
ſetzte, als unſere ſonnengebräunten Krieger. Die Wacht
am Rhein anſtimmten, da ſangen wir nicht nur mit,
wir trotteten auch noch lange ſingend und hochrufend
neben der Bahn her, bis wir atemlos, keuchend, mit
fiebergeröteten Wangen einhalten mußten!

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Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. Juli 1910.

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