Darmstädter Tagblatt 1910


06. Juli 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.

Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 155.

Mittwoch, den 6. Juli.

1910.

Die heutige Nummer hat 22 Seiten.

Eine Kundgebung des Grafen Zeppelin.
* Graf Zeppelin hat an die Deutſche Luftſchiff=
fahrts
=Aktien=Geſellſchaft in Frankfurt a. M. (Delag),
die Eigentümerin des Paſſagierluftſchiffs, von Bord des
Lloyddampfers Mainz folgenden offenen Brief gerichtet:
Zu dem Verluſt, welchen Sie an dem Luftſchiff
Deutſchland wenige Tage, nachdem es als erſtes
Paſſagierluftſchiff Ihr Eigentum geworden war, erlitten
haben, ſpreche ich Ihnen meine wärmſte Teilnahme aus.
Das Scheitern der Deutſchland hat mich zur ernſten
Nachprüfung der Fragen veranlaßt, ob ich berechtigt war,
Ihnen das Luſtſchiff für Paſſagierfahrten zu überlaſſen
und ob ich fernerhin ſolche für den Verkehr beſtimmte
Fahrzeuge bauen darf.
Ich glaube beide Fragen mit gutem Gewiſſen bejahen
zu dürfen.
Die Deutſchland hatte ſich bei der letzten Probefahrt
in Friedrichshafen und bei dem Fluge von Friedrichs=
hafen
nach Düſſeldorf als ein durchaus gutes, leicht ſteuer=
bares
Schiff erwieſen; die drei Motoren liefen andauernd
tadellos und verliehen ihm eine Geſchwindigkeit von unge=
fähr
16 Sekundenmeter Es war kein Grund denkbar,
weshalb es bei vorſchriftsmäßiger Ausrüſtung und nor=
malen
Witterungsverhältniſſen, ſolange ſeine Betriebs=
mittel
reichten, zu einer unfreiwilligen Landung zur Erde
niedergedrückt werden ſollte.
In der Tat ſind die Witterungsverhält=
niſſe
am 28. Juni ganz ungewöhnliche geweſen.
Nach den mir bis jetzt gewordenen Schilderungen iſt die
Deutſchland in einen aufſteigenden Drehſturm ge=
raten
, der ſie mit unwiderſtehlicher Gewalt in eine Höhe
von 1250 Metern hinaufriß Das Drehen wurde durch
wiederholtes vollſtändiges Sichumwenden der Nordnadel
bekundet, während Barometer und Barograph die er=
reichte
Höhe anzeigten. Nach dem in der Höhe erlittenen
bedeutenden Gasverluſt ſank das Luftſchiff, ſchwer mit
naſſem Schnee belaſtet, wieder herab. Die Erde war nicht
zu ſehen, bis man plötzlich in geringer Tiefe unter ſich
Baumwipfel gewahr wurde. Alsbald wurde wieder nach
oben geſteuert. Als aber die Hebung um drei bis vier
Meter gelungen war, verſagte der vordere Motor, und
nun war die Geſchwindigkeit nicht mehr genügend, um
das Luftſchiff noch dynamiſch nach oben drücken zu kön=
nen
. Es ſank jedoch nur mit einer Geſchwindigkeit von
1 bis 1½ Sekundenmeter und bald ſtieß die zur Aufwärts=
fahrt
tiefer ſtehende hintere Gondel mit voller Fahrt an
Baumkronen an. Nach kurzer Weile ſaß das ganze Luft=
ſchiff
in den Bäumen feſt. Erheblichere Beſchädigungen er=
litt
es nur unmittelbar vor der hinteren Gondel, wo meh=
rere
Träger brachen; ein gänzliches Durchbrechen und
Abreißen hat nicht ſtatgefunden. Die weitere Ferſtörung
wurde nachträglich erſt durch den Sturm verurſacht.
Das Verſagen des vorderen Motors in
dem gefährlichſten Augenblick war anſcheinend die Folge
von Benzinmangel, da der Motor ganz in Ordnung war.
In dem Tant waren zwar noch ein paar Liter Benzin
vorhanden, es iſt aber möglich, daß dieſer bei der ſtarken
Schräglage des Schiffes nicht mehr an die Ausflußmün=
dung
zum Motor heranreichte. Ein allgemeiner Mangel
an Benzin beſtand nicht; im Gegenteil war davon noch
ein Vorrat für Speiſen aller drei Motoren für mehrere
Stunden vorhanden. Vielleicht war auch in der ſchwieri=
gen
Lage worin ſich das Luſtſchiff ſeit langem beſand.
mit dem Nachfüllen des Tanks des vorderen Motors etwas
zu lange gezögert worden.
Es unterliegt nun keinem Zweifel, daß das ſtatiſche
Schwebevermögen dem Luftſchiff nur durch das Hinein=
geraten
in den aufſteigenden, von ſtarkem Schneefall be=
gleiteten
Drehſturm benommen worden iſt. Der Auf=
triebsverluſt
durch die erreichte Höhe, durch die Abküh=
lung
um etwa 15 Grad und durch die Belaſtung mit
naſſem Schnee berechnet ſich auf rund 2000 Kilogramm.
Solche Stürme ſind zum Glück nur mit beſtimmten
Wetterlagen verknüpfte ähnliche Erſcheinungen wie die von
der Sceſchiffahrt noch immer wieder Opfer fordernden
Taifune. Wenn die Seeſchiffahrt aber bereits gelernt hat,
dieſen auszuweichen oder ſie durch geeignetes Vorbei=
fahren
unſchädlich zu machen, wofern das bedrohte Schiff
nur über das nötige Tiefwaſſer zu völliger Bewegungs=
freiheit
verfügt, ſo wird die Luftſchiffahrt auch ſehr bald
jene Drehſtürme nicht mehr zu fürchten brauchen.
Die Paſſagierluftſchiffe können und ſollen
ſie daher ganz vermeiden. Die Kataſtrophe im
Teutoburger Wald muß in ihrer Art eine
einzige bleiben. Daß die Erinnerung an ſie nicht
eine viel traurigere iſt, verdankt man der Bauweiſe
meiner ſtarren Luft ſchiffe, welche die Gefahr
für das Leben der Reiſenden durch das Vorlagern großer,
die Stöße bei dem Anfahren an feſte Gegenſtände bis zur
völligen Unſchädlichkeit abſchwächender Bauteile, ſowie
durch die wegen der ausgedehnten Unterflächen beſtehende
Unmöglichkeit allzu raſchen Fallens vermeidet. Auch der
wackere Monteur, welcher, um die hintere Gondel zu ent=
laſten
, auf einen Baum abſpringen wollte, dieſen aber ver=
fehlte
und ſich nun bei dem Abſturz ſchwere Beſchädi=
gungen
zuzog, wäre unverletzt geblieben, wenn er die
Gondel nicht verlaſſen hätte.
Doch die Hauptſache iſt, daß der Vor=
tgang
vom 28. Juni das Vertrauen zur

Sicherheit meiner ſtarren Luftſchiffe in ung liege, weil die Eingeborenen genau wiſſen, daß nach
keiner Weiſe zu erſchüttern angetan iſt. jedem Zwiſt von Paris der Befehl zum Nachgeben und
Man wird aus demſelben nur die Lehre ziehen, daß man
ſich in Zukunft, namentlich für Paſſagierfahrten, mehr als
muß:
Wetterlage, aus welcher ſtets das wahrſcheinliche minderung des Truppenbeſtandes vorauszuſehen wagt.
Auftreten von Drehſtürmen zu erkennen iſt. Will man
von einem Bergungsorte ausgehend, zu welchem man un= Von den Eingeborenen werde jedes freiwillige
bedingt zurückkehren muß, Paſſagierfahrten unternehmen,
ſo darf man bei irgend unſicherer Wetterlage ſich immer
nur in einer dem herrſchenden oder dem ſicher voraus=
zuſehenden
Winde entgegengeſetzten Richtung entfernen,
um die Gewißheit zu haben, an den Ausgangspunkt politiker in Frankreich Hand in Hand. Der ehemalige
zurückgelangen zu können. Es genügt nicht, nur erſt eine
kurze Fahrt gegen den Wind zu machen, um ſich von der vertritt, ergriff die Gelegenheit eines Banketts zur För=
des
herrſchenden Windes zu überzeugen. Die Windſtärke
ſagen von Motoren abnehmen, wodurch die Rückkehr un= dergrund der Politik ſtehen müſſe, denn weil
möglich wird. War man in dem Winde entgegengeſetzter Frankreich Algerien und Tunis beſitze, müſſe es auch in
digkeit, um vor dem Winde treibend zum Ausgangs=
punkt
zurückkehren zu können.
auch in der Windrichtung und auch dann abfliegen, wenn
dienſt an den in Frage kommenden Landungsorten
während der Flüge bei zweifelhafter Wetterlage wird die Mitarbeiter des Temps in Fez, hat den Sultan am
achtungsvoller Ergebenheit Graf Zeppelin.

Das ruſſiſch=japaniſche Abkommen.
* Die ruſſiſche und die japaniſche Regie=
rung
haben den Kabinetten von London und Paris
den zwiſchen ihnen geſchloſſenen Vertrag mitgeteilt, wo=
nach
ſie ſich gegenſeitig den status quo auf der Grund=
lage
des Vertrages von 1907 gewährleiſten. Ueber
den Inhalt des Vertrages will das Journal des Débats
wiſſen, daß er die vollſtändige Gemeinbürgſchaft zwiſchen
den ruſſiſchen und japaniſchen Intereſſen in der Mand=
ſchurei
anerkenne. Die beiden Vertragsmächte verpflich=
ten
ſich nicht nur, die Stellung zu achten, welche die eine
im Norden, die andere im Süden der Mandſchurei ein=
nehme
, ſie verbürgen ſich auch noch, daß die beiden Regie=
rungen
von Petersburg und Tokio ſich für den Fall, wo in
dem Vertrag der zwiſchen Rußland und Japan und zwi=
ſchen
einer dieſer Mächte und China aufgeſtellte status
quo bedroht würde, über die Maßregeln zu ſeiner Ver=
teidgiung
verſtändigen. Ueber die Bedeutung des Ver=
trages
bemerkt das Blatt:
Es iſt nicht nötig, auf die Tragweite eines Abkom=
mens
hinzuweiſen, die ein wirkliches ruſſiſch=japaniſches
Verteidigungsbündnis zu beiderſeitigem Nutzen ſchafft.
Es bedeutet eine endgültige Antwort auf die Verſuche
Chinas, die Oberhand in der Mandſchurei zu ergreifen
und auf die Politik, die ſich in dem Antrag Knox’ aus=
drückt
, der bezweckte, den Angelegenheiten in dieſem Teil
des chineſiſchen Reiches einen internationalen Charakter
zu geben‟. Der Temps führt ſeinerſeits zu dem Ver=
trage
aus: Frankreich und England können ſich nur zu
der wachſenden Freundſchaft beglückwünſchen, die zwiſchen
zwei Ländern Platz greift, die ihre Verbündeten ſind. Die
Rolle, die zu gewiſſen Stunden die aſiatiſchen Streitfälle
in der europäiſchen Politik eingenommen haben, iſt für
uns immer mißlich und zuweilen unheilvoll geweſen. Des=
halb
muß für Frankreich alles willkommen ſein, was ge=
eignet
iſt, der Rückkehr dieſer Streitfälle durch eine Politik
des Gleichgewichts und des status quo vorzubeugen. Das
iſt in erſter Linie der Fall mit dieſm neuen ruſſiſch= japani=
ſchen
Vertrage.

Zur Lage in Marokko.
* In franzöſiſchen militäriſchen Kreiſen wird der Be=
fehl
der Regierung an den General Moinier, in das
Schaujagebiet zurückzukehren, als eine ge=
fährliche
Schwäche beurteilt. Ein Mitarbeiter des Echo
de Paris war vor den letzten Ereigniſſen in Rabat und
Caſablanca und bringt von dort die Nachricht mit, daß
nicht nur die franzöſiſchen Offiziere, ſondern auch die
Koloniſten ganz entmutigt ſeien durch die Halbheiten und
Widerſprüche, die als halbamtliche Weisheit von Paris
ausgehen. In der Umgegend von Rabat ſei die Sicher=
heit
geringer als früher, ſeit dort eine franzöſiſche Beſatz=

Zurückweichen kommt. In einer vorgeſchobenen Garniſon
bisher an die Befolgung folgender Grundſätze halten des Schaujagebietes beobachtete der gleiche Reiſende, wie
die Poſtſendung aus dem Vaterlande ſchon zum voraus
In erſter Linie ſorgfältige Beachtung der allgemeinen die Stimmung niederdrückte, weil man bloß eine neue Ver=
Zurückweichen der franzöſiſchen Truppen
als ein Sieg betrachtet und demgemäß ausgenützt.
Mit den Militariſten gehen aber auch die Kolonial=
Miniſter Etienne, der das algeriſche Oran in der Kammer
Ueberlegenheit der Schiffsgeſchwindigkeit über diejenige derung des auswärtigen Handels in Bordeaux, um zu ver=
kann
zulegen oder die Eigengeſchwindigkeit durch das Ver= ſichern, daß die marokkaniſche Frage im Vor=
Richtung gefahren, ſo genügt die geringſte Eigengeſchwin= Marokko eine überwiegende Macht ausüben. Nie dürfe
Frankreich Marokko in fremde Hände fallen laſſen und
Die Paſſagierfahrten werden um ſo ſicherer und regel= darum habe Delcaſſé mit Recht jenen Vertrag mit Eng=
mäßiger
ausführbar, von je mehr Landungsorten land abgeſchloſſen, der den Franzoſen freie Hand in Ma=
die
Ausgangsſtation in einer kleinen Tagesfahrtsentfer= rokko ließ. Zum Schluſſe forderte Etienne nicht nur die
nung umgeben iſt. Es läßt ſich dann bei jedem Winde Handelsleute, ſondern auch die Landwirte auf, Studien=
eine
Drehung des Windes vorauszuſehen wäre, weil man miſſionen nach Marokko zu ſenden. Glücklicherweiſe iſt
die Sicherheit hat, einen jener Landungsorte erreichen aber Muley Hafid jetzt klug genug, um alles zu ver=
oder
im Notfalle an ſeinen Ausgangspunkt zurückkehren meiden, was den Franzoſen als Vorwand zu kriegeriſchen
zu können. Ein ſehr einfacher Melde= und Alarm= Eingriffen dienen könnte. Dr. Weißgerber, der bekannte
Sicherheit noch in beruhigender Weiſe erhöhen. Mit hoch= 21. Juni beſucht und von ihm ſogar die Erlaubnis erhal=
ten
, die Gefängniſſe zu beſuchen, damit er ſich überzeugen
könne, daß der ehemalige Paſcha von Fez, El Hadſch, der
an einer Verſchwörung teilgenommen, nicht mißhandelt
werde. Weißgerber ſtellte hierauf feſt, daß die Gefängniſſe,
worin El Hadſch und ſein Bruder ſitzen, nicht viel
ſchmutziger ſind als die gewöhnlichen Wohnräume in Fez
und daß die Gefangenen ſich körperlich wohl befinden.
El Hadſch war früher im Palaſt des Sultans gefangen
und erſt als die ſchlimmen Gerüchte über ſeine Mißhand=
lung
umliefen, wurde er in das gewöhnliche Gefängnis
verſetzt. Er erklärte aber ſeinem europäiſchen Beſucher,
er habe ſich in dem erſten Gewahrſam wohler befunden
und wünſche bloß dorthin zurückzukehren.
Deutſches Reich.
In der Reichstagskommiſſion für
die Reichsverſicherungsordnung führte
Staatsſekretär Dr. Delbrück über die Aerzte=
frage
aus: Die Regierungen hätten nicht einſeitig die
Intereſſen der Aerzte wahrnehmen können, ſondern auch
die Kaſſen und die Verſicherten berückſichtigen müſſen. Ein
Teil der Aerzte habe den wirtſchaftlichen Kampf über=
ſpannt
. Die Vorlage ſuche zwiſchen den Aerzten, den
Aerzte=Organiſationen und den Kaſſen Boden für einen
Ausgleich zu ſchaffen. Zunächſt ſei den Aerzten und den
Kaſſen völlige Freiheit gelaſſen und erſt im Notfalle trete
die Behörde regelnd in die Schranken. Die freie Aerzte=
wahl
ſei der Hauptſache nach durch die Vorlage garan=
tiert
.
Zu den Anſtellungsverträgen der Kaſ=
ſenbeamten
in den unter ſozialdemokratiſcher Leitung
ſtehenden Krankenkaſſen wird einer Berliner Korre=
ſpondenz
mitgeteilt: Der in der Reichstagskommiſſion
für die Reichsverſicherungsordnung zur Sprache gebrachte
Fall eines offenkundigen Mißbrauchs der Anſtellung zur
Lebensverſorgung für ſozialdemokratiſche Agitatoren hat
ſich in Spandau zugetragen. Er iſt lediglich durch einen
Zufall zur Kenntnis des Magiſtrats als Aufſichtsbehörde
gelangt, der dann auch die Anfechtung des Vertrages durch
das Verwaltungsſtreitverfahren durchgeſetzt hat. Wenn
aber aus Anlaß dieſes Falles in der Preſſe dem Erſtaunen
Ausdruck gegeben wird, daß derartige wider die guten
Sitten verſtoßenden Verträge von den Aufſichtsbehörden
überhaupt zugelaſſen werden, ſo liegt hierin eine Verken=
nung
des wahren Sachverhalts. Die Vorſtände der Kran=
kenkaſſen
ſind nach dem geltenden Geſetz für den Abſchluß
von Anſtellungsverträgen völlig autonom. Und da auf
Grund des Prinzips der Drittelung der Beiträge die Ar=
beitnehmer
in den Vorſtänden der Kaſſen unbedingt über
die Majorität verfügen, ſo ſind die Arbeitgeber ohne jeden
Einfluß auf die Geſtaltung der Verträge. Ein Recht zur
Prüfung der Verträge ſteht aber der Aufſichtsbehörde heute
überhaupt nicht zu. Die Reichsverſicherungsord=
nung
will nun dieſem Mißbrauch dadurch ſteuern, daß:
ſie die Genehmigung aller Anſtellungsverträgervon der

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

Nummer 155.

Zuſtimmung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber abhängig
macht. Dieſe Beſtimmung iſt in der Kommiſſion
abgelehnt. Die Kommiſſion hat alſo die einzige vor=
geſchlagene
Sicherung gegen den Mißbrauch der Kranken=
kaſſen
als Verſorgungsanſtalten für die Agitatoren der
Sozialdemokratie wieder beſeitigt. Man wird hoffen
dürfen, daß dieſer Beſchluß ein endgültiger nicht iſt.
Die Straßburger Korreſpondenz vom 4. Juli teilt
mit: Am Samstag, den 2. Juli, hat in Berlin bei dem
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg eine zweiſtün=
dige
Beſprechung über die elſaß= lothringi=
ſchen
Verfaſſungs= und Wahlrechtsfragen ſtattge=
funden
. Bei dieſer Beſprechung, an der außer dem Reichs=
kanzler
der kaiſerliche Statthalter von Elſaß=Lothringen,
Gra; von Wedel, der am Tage vorher die Reiſe nach
Berlin angetreten hatte, der Staatsſekretär im Reichsamt
des Innern, Dr. Delbrück und der Staatsſekretär für
Elſaß=Lothringen, Frhr. Zorn von Bulach, der von Kiel
aus in Berlin eingetroffen war, teilgenommen haben, iſt
über alle Einzelfragen eine Einigung zwiſchen der
Reichsregierung und der elſaß=lothringiſchen Landesregie=
rung
erzielt worden.
Ausland.
Im engliſchen Unterhauſe beſprach in der Beratung
über das Budget Auſten Chamberlain die Pläne Lloyd
Georges betreffend die Möglichkeit der Einführung der
Arbeitsloſen= und Altersverſicherung und
erklärte, es ſei unvorſichtig, Hoffnungen zu hegen, die ſich
auf die Flottenpolitik einer anderen Macht grün=
deten
. Die Baurate, die in dem urſprünglichen deut=
ſchen
Bauplan vorgeſehen ſei, ſolle bezüglich der gro=
ßen
Schiffe im Jahre 1912 um die Hälfte verringert wer=
den
, wenn die Lage unverändert bleiben würde. Aber
glaube Lloyd George wohl, daß die Lage in der Tat un=
verändert
bleiben würde, glaube er, daß Deutſchland, nach=
dem
es einmal dieſen Pfad betreten habe, zufrieden ſein
werde mit ſeinem Jahre alten Plan? Schließlich halte
es Lloyd George für richtig, ſtaatsmänniſch oder klug, den
Leuten zu ſagen, daß ſie, wenn ſie die ſoziale Reform woll=
ten
, die nationale Verteidigung aufgeben müßten?
Zu den bevorſtehenden Erörterungen des Unterhauſes
über die Stärke der Flotte, wofür ein Antrag des
iriſch=nationaliſtiſchen Abgeordneten Dillon auf Herab=
ſetzung
des Bauprogramms um zwei Millionen Pfund
Sterling, jedoch auch andere Anzapfungen angemeldet
ſind, die die Seerüſtungen gegenüber den deutſchen und
öſterreichiſchen Vorbereitungen als unzureichend hinſtellen
möchten, führt die Daily Mail den amerikaniſchen Ad=
miral
Mahan mit einem längeren Artikel in die Schran=
ken
. Der amerikaniſche Schriftſteller erörtert in ganz ſach=
licher
Weiſe die Machtfrage, hält das Wachstum der bri=
tiſchen
Flotte gegenüber den deutſchen An=
ſtrengungen
für dringend nötig, befürchtet aber, daß
die letzte Schicht der zu politiſcher Mündigkeit gelangten

Eine hiſtoriſche Brandkataſtrophe.
Zum hundertjährigen Gedenktag.
Von Albert Frick.
B Napoleon hatte im April des Jahres 1810 die öſter=
reichiſche
Kaiſertochter gefreit. Kaiſerin Marie Louiſe aus
dem alten Habsburgiſchen Fürſtengeſchlechte gab erſt
eigentlich dem jungen Kaiſerreich den Glanz und Schim=
mer
der Legitimität.
Prächtige Feſte reihten ſich in Paris aneinander, um
die junge Kaiſerin zu ehren, ihr den Aufenthalt an der
Seine zu einem angenehmen zu machen.
Vor allem durfte auch Fürſt Karl zu Schwarzenberg,
der Geſandte des öſterreichiſchen Kaiſers in Paris, nicht
zurückſtehen in der Veranſtaltung ſolcher Feſtlichkeiten: es
galt nicht nur, in der Kaiſerin die Tochter ſeines eigenen
Fürſten zu ehren, er hatte auch ſonſt noch mancherlei An=
laß
, ſeiner Freude über dieſe Heirat Ausdruck zu verleihen,
denn er hatte alle die Verhandlungen geleitet, welche zu
dieſer politiſchen Eheſchließung geführt hatten; beide
Kaiſer waren ihm dankbar für den Erfolg ſeiner diplo=
matiſchen
Kunſt. Napoleon hatte ihm den Großadler der
Ehrenlegion verliehen, ſein eigener Kaiſer das Großkreuz
des Stephansordens.
Die Veranſtaltung der Feſtlichkeit des Fürſten hatte
ſich verzögert, da ſeine Gemahlin und ſeine Kinder noch
in Wien weilten, der Fürſt erſt ſein Palais in Paris ein=
richten
mußte. Seine Gemahlin war eine verwitwet ge=
weſene
Fürſtin Eſterhazy, geb. Gräfin von Hohenfeld;
ſeit dem 27. Januar 1799 war der Fürſt vermählt und
lebte in glücklichſter Ehe.
Kaum war die Familie in Paris eingetroffen, ſo ging
der Fürſt daran, ein glänzendes Feſt zu veranſtalten. Da
der Fürſt außerordentlich reich war, ſpielte der Aufwand
dabei keine Rolle, aber Geſchmack und Pracht ſollten wett=
eifern
, denn Napoleon war prachtliebend, er war durch
äußeren Glanz zu erfreuen und ließ ſich leicht imponieren
durch ihn.
Er ließ eigens einen großen Saal im Garten ſeines
Palaſtes erbauen. Das leichte Gebäude war natürlich
nur aus Holz errichtet, aber die Wände mit zarten Stof=
fen
bekleidet. Tauſende von Lichtern und Lampen erhell=
ten
dieſen Saal.
Es war eine warme, prächtige Sommernacht, und das
Gartenfeſt nahm den ſchönſten Verlauf.
Es war 11 Uhr vorüber. Napoleon ſtand in der
Mitte des Saales, umgeben von zahlreichen hohen Perſön=
lichkeiten
, und ſah dem Tanze zu. Marie Louiſe ſaß an
der dem Eingang des Saales entgegengeſetzten oberen
Seite mit ihren Damen. Hier befand ſich auch der Fürſt
von Schwarzenberg im Geſpräch, als das Folgende ge=
ſchah
.
In einem offenen Gange, der von der unteren, der
Eingangspforte des Saales, nach dem Palaſte führte,
hatte der leichte Stoff der Wandbekleidung Feuer gefan=
gen
. Ein Offizier der Garde hatte dies geſehen, ſprang
hinzu und wollte den Stoff herunterreißen. Aber die
Flamme ſtieg ſchnell an die Decke, lief eilig an dem Ge=
ſimſe
fort und war ſo im Nu aus dem Gang in den Saal
hinübergeſprungen.
Kaum nahmen dies die Muſiker wahr, die auf der
halben Höhe der entgegengeſetzten Wand ihren Platz hat=

neuen britiſchen Wähler mit anderen Worten die Ar=
beiterpartei
die nötigen Verſtärkungen hindern werde,
bis es zu ſpät und Panik und Niederlage die ſichere Folge
ſein könnten. Admiral Mahan führte im letzteren Teile
ſeines Artikels aus: In einer langen Friedensperiode
täuſche man ſich leicht in den Kreiſen der Unwiſſenden
über den Wert von Rüſtungen und vergeſſe, daß es auch
unblutige Kriege gebe, in denen ein Sieg erfochten werde,
ohne daß ein einziger Kanonenſchuß abgefeuert worden
ſei. Dieſe Leute vermöchten nicht einzuſehen, daß, wenn
es in den Blättern heiße, ein Krieg ſei glücklich abgewandt
worden, der Grund darin liege, daß die eine oder die an=
dere
Partei ein wichtiges Intereſſe preisgegeben und ihre
Niederlage hingenommen habe, die deshalb nicht weniger
gründlich ſei, weil ſie nicht von einem Sedan begleitet
war. Denn ſchließlich habe man auf beiden Seiten die
vorhandenen Streitkräfte gegeneinander gerechnet und die
eine ihre Schwäche anerkannt und ſich ohne Kampf für
beſiegt erklärt. Im Leitartikel umſchreibt die Daily Mail
dieſe Ausführung, adreſſiert ſie hauptſächlich an die Führer
auf beiden Seiten und bedroht ſie, falls ſie mit Abſicht
blind ſeien, mit den Flüchen der Nachwelt.
Das neue däniſche Kabinett iſt gebildet und vom
König genehmigt worden. Es ſetzt ſich folgendermaßen
zuſammen: Folkethingsabgeordneter Berntſen Mini=
ſterpräſident
, Verteidigungsminiſter und interimiſtiſcher
Kultusminiſter, Graf Ahlefeld=Laurvig Miniſter des Aeu=
ßern
, Folkethingsabgeordneter Anders Nielſen Landwirt=
ſchaftsminiſter
, Folkethingsabgeordneter Thomas Larſen
Miniſter der öffentlichen Arbeiten, Direktor der Hypothe=
kenbank
des Königreichs Dänemark Irſen Sönderup Mi=
niſter
des Innern, Advokat des höchſten Gerichts Bülow
Juſtizminiſter, Großkaufmann Mus Miniſter für Handel
und Schiffahrt. Das Kultusminiſterium wird in den
nächſten Tagen endgültig beſetzt.
In der ſpaniſchen Kammer verlangte der Republi=
kaner
Azcarate Aufklärung über die Urſachen der letzten
Miniſterkriſis und beſchuldigte die Monarchie, daß
ſie ſich über die Verfaſſung hinweggeſetzt habe. Zum Riff=
krieg
bemerkte der Redner, man hätte ihn nach dem erſten
Kampf beendigen müſſen, da man die Geldmittel beſſer
für das Land, zum Bau von Straßen und Kanälen, die
Spanien ſo dringend brauche, benutze. Azcarate lobte die
antiklerikale Politik des Miniſterpräſidenten, ſie ſei aber
unvollſtändig, denn man müſſe die Verfaſſung reformieren
und volle Kultusfreiheit einführen. Canalejas
erklärte, Morets Sturz ſei verfaſſungsmäßig geweſen, er
ſei durch die Gegenſätze innerhalb der liberalen Partei ver=
urſacht
worden, die der König löſte, indem er das gegen=
wärtige
Kabinett zur Macht berief. Canalejas betonte, es
ſei gefährlich, die Verfaſſung zu reformieren, das werde
aber nicht hindern, die in der Thronrede angegebenen
Punkte zu verwirklichen. Ueber Marokko ſagte der Mini=
ſter
, Spanien habe gegenwärtig Verpflichtungen, werde

ſich ihrer aber zu entledigen wiſſen. Azcarate antwortete,
Canalejas ſei ein Anhänger der Verfaſſungsreform,
wage aber nicht, ſie vorzunehmen. Es ſei gut, Ceuta zu
behalten, um es eines Tages gegen Gibraltar austauſchen
zu können.
Die Parteien der bisherigen Kortes=Mehrheit in
Portugal, nämlich die Progreſſiſten, Henriquiſten, Fran=
quiſten
(Regeneradores=liberales) und Nationaliſten, hiel=
ten
getrennte Parteiverſammlungen ab, in denen einſtim=
mig
beſchloſſen wurde, dem neuen Miniſterium
der Regeneratoren unter Teixeira de Souſa (ſprich Tel=
ſchelra
) ſchärfſte Oppoſition im bevorſtehenden Wahl=
kampfe
und im Parlament zu machen.

* Chemnitz, 5. Juli. In der geſtrigen Sitzung
des Nationalliberalen Vereins legten 9 von 13
Vorſtandsmitgliedern ihre Aemter nieder und erklärten
ihren Austritt aus dem Verein. Die übrigen Vor=
ſtandsmitglieder
verbleiben nur bis zu der in Bälde ſtatt=
findenden
Generalverſammlung und werden in dieſer
gleichfalls austreten. In der heutigen Sitzung des poli=
tiſchen
Ausſchuſſes ſind weitere Austritte zu erwarten.
Urſache iſt die Stellung der Vereinsmitglieder zugunſten
Langhammers gegen den Vorſtand.
* Bern, 4. Juli. Der internationale Eiſen=
bahnkongreß
wurde heute nachmittag durch den
Bundesrat und den Vorſteher des ſchweizeriſchen Eiſen=
bahndepartements
Dr. Forrer eröffnet. Dr. Forrer hieß
die Vertreter der ausländiſchen Regierungen und Bahn=
geſellſchaften
willkommen und drückte der internationalen
Eiſenbahnvereinigung ſeine Glückwünſche zum 25jährigen
Beſtehen aus. Namens des Kongreſſes antwortete
Dubois=Brüſſel, der Präſident der ſtändigen Kommiſſion
der internationalen Vereinigung, und entwickelte das
Arbeitsprogramm des gegenwärtigen Kongreſſes. Der
Präſident der Generaldirektion der Schweizer Bundes=
bahnen
, Weißenbach, wurde zum Präſidenten, der Vor=
ſteher
des Eiſenbahndepartements, Dr. Forrer, zum
Ehrenpräſidenten des Kongreſſes ernannt.
* Gothenburg, 2. Juli. Bei dem heutigen
Schluß= und Abſchiedsmahl der Schweden=
fahrt
deutſcher Redakteure richtete Chefredakteur
Alexander Wyneken (Königsberger Allgemeine Zeitung)
herzliche Abſchiedsworte an die ſchwediſchen Freunde und
Kollegen. Er dankte dem König und der Königin, den
ſchwediſchen Staatsmännern, dem Publiziſtklubb und ſei=
nen
Leitern, ſowie den übrigen Preſſevereinen, beſonders
dem Gothenburger, für die erwieſene Güte und Freund=
lichkeit
. Weiter richtete er herzliche Dankesworte an den
Magiſtrat von Stockholm, die Staats= und Privatbahnen,
die großen Induſtrien in Falun, Kiruna und Bofors für
die Förderung der Preſſefahrt und an das ganze ſchwe=
diſche
Volk für die Kundgebungen der Sympathie für
Deutſchland, ſowie an die ſchwediſchen Begleiter und Or=
ganiſatoren
der Reiſe, beſonders die Herren Montelius,
Blomquiſt, Dr. Södermann, Gylden, Etzel und Langlet,
Der Wunſch des Redners, daß der auf der Reiſe geſchloſ=
ſene
Bund der ſchwediſchen und deutſchen
Preſſe auch die beiden ſtammverwandten Völker in der
Befriedigung ihrer wirtſchaftlichen Bedürfniſſe, wie in der
Verwirklichung ihrer politiſchen Ideale einander immer
näher führen möge, wurde ſchließlich durch ein dreifaches
deutſches Hoch und ein vierfaches ſchwediſches Hurra

ten, ſo riſſen ſie die Tore hinter ſich auf in der Abſicht, ſich
ſelbſt in Sicherheit zu bringen.
Das aber machte das Unglück vollſtändig, denn gerade
in dem Moment tobte, da ein Gewitter ſchwer am
Himmel lag, ein Sturm durch den Garten, ein furcht=
barer
Zugwind blies durch die geöffnete Tür in den Saal
hinein, blies die entſtandene Flamme mächtig an, und
plötzlich war der Saal in ein Flammenmeer umgewan=
delt
.
Die Verwirrung, die jetzt im Saale entſtand, läßt ſich
nicht beſchreiben, nur vorſtellen. Fürſt Schwarzenberg
eilte natürlich ſofort zu Napoleon. Dieſen hatten die Of=
fizere
der Garde umgeben. Sie hatten im erſten Augen=
blick
der Verwirrung, des allgemeinen Aufſchreiens an
Verrat geglaubt und befürchteten, daß etwas Ungeheures
noch erſt kommen könne. So umſtanden ſie den Kaiſer
mit gezogenem Degen, als Fürſt Schwarzenberg an ihn
herantrat.
Ich kenne den Bau meines Saales rief der Fürſt,
und muß ihn für verloren halten; aber es gibt der Aus=
gänge
genug. Niemand wird ſich beſchädigen. Mit mei=
nem
Körper, Sire, deck ich den Ihren!
Er trat an des Kaiſers Seite, der, ohne irgend ein
Zeichen des Schreckens oder der Bangigkeit, ſeine Gemah=
lin
in den Garten und von dort eine Strecke des Weges
nach St. Cloud führte. Dann kehrte er nach der Stätte
des Brandes zurück. Fürſt Schwarzenberg, der Napoleon
bis St. Clond begleitet hatte, war vorher natürlich ſchon
an die Brandſtätte zurückgekehrt.
Er fand den Saal bereits zur Hälfte niedergebrannt,
er hörte fürchterliches Jammergeſchrei, ſah Leichen und
Verunglückte tragen und ſah ſich natürlich zunächſt nach
den Seinigen um. Seine Kinder wußte er daheim im
Palais, das vom Brande völlig verſchont geblieben. Seine
Gemahlin lag in ſchwerer Ohnmacht, aber zu ſeiner
Freude von den Flammen unverſehrt.
Da traf er auf ſeinen Bruder, der ihm angſtvoll mit=
teilte
, daß man deſſen Gemahlin, Pauline, geb. Fürſtin
von Aremberg, vermiſſe. Noch wußte man nicht, daß ſie
mit der Rettung ihres Kindes beſchäftigt, ein Opfer der
Mutterliebe, in den Flammen den Tod gefunden hatte.
Man ſuchte, man wartete, man hoffte noch, und erſt
einige Stunden danach erhielt man die ſchreckliche Gewiß=
heit
ihres Todes. Als das Feuer den Saal ergriffen hatte,
nahm ſie, nachdem ſie ſich vergewiſſert hatte, daß ihre
älteſte Tochter in Sicherheit ſei, die zweite Tochter, die
gerade tanzte, und führte ſie der Treppe an dem brennen=
den
Hauptausgange zu. durch den die Menge im fürch=
terlichen
Gedränge ſich ſchob.
Beſonnen hielt ſie hier einen Augenblick an, gelangte
endlich auf die Treppe, die in den Garten führte, und war
ſo ſchon der Rettung nahe, als ein ſtürzender Balken
Mutter und Tochter trennte und die Treppe unter der
Wucht der fliehenden Menge einbrach.
Entſetzen, Verwirrung, die Nähe der Gefahr, das Ge=
heul
und Geſchrei der Fallenden, die Feuerwogen, die,
vom Sturme gepeitſcht, ſich aufbäumten, der Dampf, der
alles einhüllte, alles das muß die Fürſtin verwirrt haben.
In ihrer Angſt mochte ſie vielleicht glauben, daß ihr
Kind, das ihr eben entriſſen worden, in den Saal zurück=
gedrängt
ſei, ſo war ſie auf den wahnſinnigen Gedanken
gekommen, in das Feuermeer des brennenden Saales zu=
rückzukehren
. Am anderen Ende des Saales fand man

ihre Leiche am anderen Morgen. Von einem auf ſie ge=
fallenen
Wandleuchter war ſie vermutlich erſchlagen wor=
den
. Eine goldene Kette mit kriſtallenem Herzen, worin
ſie Haare von ihren Kindern zu bewahren pflegte, und
die ſie während des Feſtes am Halſe getragen hatte, diente
als Erkennungszeichen der ſonſt vollſtändig unkenntlichen
Leiche. Ihre Angehörigen machten ſich die ſchwerſten Vor=
würfe
, ſie zum Beſuche des Feſtes veranlaßt zu haben:
die Fürſtin, Mutter von neun Kindern und in Erwar=
tung
eines zehnten, hatte kurz vor dem Feſte ins Bad
reiſen wollen. Nur auf vieles Bitten der Angehörigen
war ſie dann zum Feſte geblieben, deſſen Opfer ſie gewor=
den
war.
Ihr Gemahl hatte, als der Brand ausbrach, unfern
der Kaiſerin im Geſpräche geſtanden. Er wandte ſich auf
den erſten Feuer=Alarm ſofort nach dem Raume, wo die
Reihen der Tanzenden eben zerſtoben und wies noch, da
ihm die Gemahlin des Prinzen Eugen entgegenkam, dieſer
und dem Vizekönige ſelbſt eine nahe Seitentüre, durch die
beide entkamen. Im Saale kämpften bereits Flammen
und Dampf um die Herrſchaft, als er ſinnlos vor Angſt
ſeine Gemahlin überall ſuchte. Da ſagte man ihm, ſie ſei
bereits im Garten; er eilt dorthin und findet eine Dame,
die ihr ſehr ähnlich ſah. Er kehrt zum Saale zurück, er
ſieht die Treppe geſtürzt, ſieht die Menge, die ſich über=
einander
wälzt. Da trägt man ſein Kind halb verbrannt
an ihm vorbei; dann ſchleppte man die Gemahlin ſeines
Bruders, der aller Schmuck vom Haupte getreten war, an
ihm vorüber. Sein Blick fällt, in der fürchterlichen Be=
leuchtung
des Brandes, auf eine winſelnde Geſtalt, der
das Kleid am Leibe vom Feuer verzehrt, das goldene
Diadem tief in die Stirne geglüht war. Es iſt die Fürſtin
Leyen. Ein ſchwediſcher Offizier, der dieſe Unglückliche
ſoeben aus dem Saale getragen hatte, verſichert dem Für=
ſten
Joſeph, er habe ſeine Gemahlin mitten in den Flam=
men
wandeln ſehen. Fürſt Joſeph ſtürzt an den Eingang,
er will hinaufklettern über die brennenden Stufen, da
ſtürzt mit dumpfem Geraſſel die ganze Decke des Saales
ein, eine furchtbare Feuerſäule ſteigt zwiſchen dichten
Rauchwolken empor. Alles iſt verloren.
Napoleon ſelbſt hatte ſich in anerkennenswerter Weiſe
um die Löſchanſtalten bemüht. Er war überall und lei=
tete
alles ſelbſt, ſodaß er beinahe dadurch verunglückt wäre:
Der Waſſerſtrahl einer Pumpe traf ihn plötzlich in ganzer
Fülle und ſchlug ihn beinahe zu Boden. Er achtete deſſen
nicht und beteiligte ſich weiter an der Rettungsarbeit, die
leider zumeiſt vergeblich war.
Zahlreiche Menſchen ſtarben nach gräßlichen Leiden,
viele waren dauernd zu Krüppeln gemacht. Fürſt Karl
von Schwarzenberg, der unglückliche Gaſtgeber, hat dieſem
Schreckenstage vermutlich auch ſeinen frühen Tod zu dan=
ken
: Der fürchterliche Gedanke, daß das geliebte Weib
ſeines Bruders bei ihm, im Schutze ſeines Hauſes, durch
ihn gewiſſermaßen ſolchen fürchterlichen Todes geſtorben
war, zehrte am Mark ſeines Lebens. Seit dem Jahre
1817 war der berühmte Feldmarſchall an der rechten Kör=
perſeite
gelähmt; auf einer Badereiſe ſtarb er im fünf=
zigſten
Lebensjahre in Leipzig.
Abergläubiſche Gemüter aber wollten in dieſem Feſte
zu Ehren der jungen Kaiſerin ein böſes Omen für deren
Ehe erblicken, und die nicht allzuferne Zukunft gab dieſem
Aberglauben Recht.

[ ][  ][ ]

Nummer 155

uf die Freundſchaft Schwedens
kräftigt.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Jnli 1910.

Seite 3.

und Deutſchlands be=

Stadt und Land.
Darmſtadt, 6. Juli.
D Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Ingenieur Hans Harbich aus Mauer bei Wien hat
ſich am 4. Juli d. J. an der hieſigen Techniſchen Hoch=
ſchule
der mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung
fünterzogen und mit Auszeichnung beſtanden.
Ein Geſchenk für das Landesmuſeum. Wie wir
gerfahren, ſteht dem Landesmuſeum eine wertvolle Berei=
ſcherung
in Ausſicht. Ein Kunſtfreund hat das Gemälde
Salome von Franz v. Stuck auf der Ausſtellung
angekauft, um es nach deren Schluß unſerer Ge=
mäldegalerie
zu ſchenken. Die in einem aus=
wärtigen
Blatte aufgetauchte Nachricht, das Gemälde ſei
von dem Landesmuſeum angekauft, iſt irrig.
* Das Städtiſche Muſeum hat in den beiden letzten
Monaten wiederum eine Reihe intereſſanter Zuwen=
dungen
zu verzeichnen, wozu hauptſächlich die The=
haterausſtellung
Anlaß gab. Die Theateraus=
ſtellung
wird Mitte dieſes Monats geſchloſſen, um die
Vorbereitungen treffen zu können für die aus Anlaß
des Veteranenappells am 14. Auguſt beabſichtigte Auf=
ſtellung
einer Sammlung von Veteranen= Er=
innerungen
aus dem Militär= und
Kriegsleben. Beiträge hierzu nimmt die Bürger=
meiſterei
entgegen. Weitere Zuwendungen haben ge=
macht
: Privatier K. Dauth, Großh. Beigeordneter
Egenolf, Fräul. Klara Eppert, Bürgermeiſtereiſekretär
Göbel, Dr. med. K. Heil, Privatier K. Hornmann= Stutt=
gart
, Fräulein E. Jung, Rentner Heinrich Kichler,
Antiquar Ad. Klein, Feſtausſchuß des Kammermuſik=
feſtes
, Frau Joh. Kullmann, Kanzleirat Kraft, Ober=
leutnant
a. D. Lotheißen, Frau Oberſtleutnant a. D.
Leydhecker, Frau A. Leyhe, Sanitätsrat Dr. Maurer,
Stadtbibliothekar Noack, Apotheker P. Ramdohr, Oberſt=
leutnant
Freiherr von Rotsmann, Regiſtraturaſſiſtent
Röth, Frau Bürgermeiſterei=Oberſekretär Schmehl,
Fräulein B. und L. Walter, Frau E. Zeitz.
* Eine Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Pro=
vinz
Starkenburg findet am Samstag, den 9. Juli, vor=
mittags
9½ Uhr, mit folgender Tagesordnung ſtatt:
1. Der Wembach und Herzbach in den Gemarkungen
Habitzheim, Reinheim und Wembach; hien Beſchwerde
der Philipp Caſtritius Witwe in Reinheim gegen einen
Polizeibefehl des Großh. Kreisamtes Dieburg. 2. Be=
ſchwerde
des Heinrich Wick II. zu Dieburg und 15 Genoſ=
ſen
wegen Zuziehung zu den Gelände=Erwerbskoſten in
der Theobald= und Minnefelderſeeſtraße. 3. Antrag auf
Ablöſung von Erbzinsland und Lebzeitpacht der Heinrich
Falter Witwe von Steinbuch.
L. Vor der Strafkammer ſtand geſtern der 23 Jahre
alte Schloſſer Karl Heldmann von hier, der ſchon
wegen Diebſtahls rückfällig und wegen Unterſchlagung
beſtraft worden iſt. Er war in der Nacht vom 22. zum
23. April d. J. von zwei Schutzleuten hinter dem ver=
ſchloſſenen
Gitter in der Halle des Söderſchen Schuh=
warengeſchäfts
, deſſen Erkerſcheibe eingeſchlagen war,
entdeckt worden. Die Beamten hatten den Schlag ge=
hört
, als ſie aus der Ernſt Ludwigſtraße einbogen, und
waren gerade zur rechten Zeit erſchienen. Aus dem
Erker waren einige Schuhwaren verſchwunden, ein
einzelner Schuh fand ſich ſpäter auf einem Friedhof,
der Liebenden als Nachtquartier zu dienen pflegt. Der
angerichtete Schaden wird auf 300 Mark geſchätzt. Held=
mann
behauptete zuerſt, er ſei verfolgt worden und
habe ſich hinter das Gitter geflüchtet. Vor Gericht er=
klärte
er, ſein Bekannter Müller habe ſeiner Geliebten
ein Paar Schuhe ſtehlen wollen und ſei übergeſtiegen.
Er und das Mädchen hätten Wache gehalten; als ihm
die Sache zu langweilig wurde, ſei er ebenfalls überge=
ſtiegen
und ſofort erwiſcht worden. Trotz dieſer Er=
zählung
iſt er des Diebſtahls überführt. Dazu kommt
eine Unterſchlagung, dadurch begangen, daß er einen
Rock und eine Weſte, die ihm geliehen worden waren,
verkauft hatte. Er wurde zu 1 Jahr 3 Monaten
2 Wochen Gefängnis verurteilt; 1 Monat iſt durch die
Unterſuchungshaft verbüßt. Der Verurteilte trat die
Strafe an.

Als unbefugter Gehilfe der Staatsanwaltſchaft
ſpielte ſich der Schloſſer Philipp Schanz von Asbach
auf. Dieſer war im Jahre 1907 eine Zeitlang zugegen,
als ein hieſiger Eierhändler wegen Ankaufs eines
Hirſchgeweihes verhandelte, und bildete ſich ein, daß
der Käufer ein ſolches geſtohlen habe. Sein Verdacht
war vollſtändig unbegründet. Trotzdem zieh er in einer
verſpäteten Aufwallung ſittlicher Entrüſtung drei
Jahre ſpäter, als er mit dem Käufer nicht mehr gut
ſtand, dieſen in einem an die Staatsanwaltſchaft ge=
richteten
Schreiben des Diebſtahls. Da er unbeſugt den
Namen Jakob Maul unterſchrieb, büßt er ſeinen Leicht=
ſinn
mit 14 Tagen Gefängnis.
Wohlfahrtsteller‟. Ihre Königliche Hoheit die
Großherzogin hat für das Patronat der Großh.
Zentrale für Mutter= und Säuglingsfür=
ſorge
in Heſſen bei der Königl. Porzellan=
Manufaktur in Kopenhagen, die ſich dazu erbo=
ten
hat, einen Wohlfahrtsteller in Auftrag ge=
geben
. Der Teller iſt von dem bekannten Künſtler Chri=
ſtian
Thomſen entworfen, deſſen Ruf eine edle und
künſtleriſche Ausführung gewährleiſtet. Er ſtellt auf
blauem Grund eine Mutter mit ihrem Kinde dar. Eine
weiße Bank begrenzt in gefälliger Linie den unteren Teil
des Bildes und zwiſchen den überhängenden Zweigen
des ſchirmenden Obſtbaumes, in deren Schatten die Ge=
ſtalt
ruht, ahnt der Beſchauer eine weite ſonnige Land=
ſchaft
. Ein ſtiller Friede iſt über das Ganze ausgebreitet.
Die mütterliche Liebe der Frau aus dem Volke kann kaum
einen innigeren und einfacheren Ausdruck finden, wie in
dieſem feinſinnigen Produkt der vollkommenen Porzellan=
technik
. Die Idee des Wohlfahrtstellers iſt aus Nor=
wegen
und Schweden übernommen, wo ſie ſich vollſtändig
eingelebt hat. Es iſt zu wünſchen, daß auch hier dieſer
Gedanke freundlich aufgenommen wird. Der Ertrag des
Verkaufs fließt dem Patronat der Großh. Zentrale für
Mutter= und Säuglingsfürſorge in Heſſen zu, die ihn zum
Beſten bedürftiger Mütter und ihrer Kinder verwenden
wird. Was bei dieſer Einrichtung am meiſten in die
Augen fällt, iſt die Verbindung eines wohltätigen Zweckes
mit der Lieferung eines durchaus künſtleriſchen Gegen=
ſtandes
, der, unterſtützt durch den Ruf der ausführenden
Firma (Königl. Porzellan=Manufaktur, Kopenhagen),
wohl geeignet erſcheint, mit dazu beizutragen, die vielen
geſchmackloſen und doch teuren Gegenſtände zu verdrän=
gen
, die die Verkaufsläden unſerer Städte jetzt noch ent=
ſtellen
. Der Teller kann in allen größeren Porzellan=
geſchäften
, wo auch der Entwurf zu ſehen iſt, beſtellt wer=
den
. Der Preis beträgt 10 Mark und hält ſich damit
innerhalb der üblichen Preiſe der Königl. Porzellan= Ma=
nufaktur
, welche auf einen pekuniären Gewinn verzichtet
hat. Der Reingewinn kann daher dem wohltätigen Zweck
faſt unverkürzt zugeführt werden.
Zahnärztliche Poliklinik. Im Monat Juni
1910 wurden behandelt 459 Kinder (274 Mädchen, 185
Knaben) mit 661 Konſultationen. Gefüllt wurden 509
Zähne, ausgezogen wurden 306 Zähne (242 Milchzähne,
64 bleibende Zähne). Zahl der Tage, an denen Sprech=
ſtunden
abgehalten wurden: 26.
Einziehung von Fernſprechgebühren. In den
nächſten Tagen wird mit der Einziehung der Fern=
ſprechgebühren
begonnen werden. Es empfiehlt ſich,
die fälligen Beträge bereitzuhalten.
Verein Volksküche. Im Mongt Juni d. J. mit
27 Betriebstagen ſind täglich in der Volksküche ver=
abreicht
worden: 106 Stück Brot (mit und ohne Butter),
77 Wecke, 108 Taſten Kaffee (mit und ohne Zucker), 82
Taſſen Milch, 26 Portionen Wurſt und Fleiſch für ſich,
80 Portionen Suppe (mittags und abends), 129 Porti=
onen
Beilage (Salat, Gemüſe, geröſtete Kartoffeln),
30 Portionen Suppe und Gemüſe zuſammen, 6
Portionen Suppe und Fleiſch zuſammen, 27 Porti=
onen
Gemüſe und Fleiſch zuſammen, 19 Portionen
Suppe, Gemüſe und Fleiſch zuſammen. Dabei kamen
379 Freikarten (bereits bezahlte Gutſcheine) zur Ab=
lieferung
und Verwertung. Unter Außerachtlaſſung
der vorſtehenden Zahlen über verabfolgte Brote, Wecke,
Kaffee und Milch ergaben die übrigen Durchſchnittsbe=
rechnungen
, daß während des Monats Juni täglich 317
Koſtgänger (männlich und weiblich) ihr Mittag= und
Abendeſſen in der Volksküche eingenommen haben.
Derart großen und in wirtſchaftlich andauernd ernſter
Zeit ſtändig wachſenden Anforderungen an die Volks=
küche
kann bezüglich der Verpflegung nur in täglich

mühevoller Arbeit des Küchenperſonals und bezüglich
der wachſenden Ausgaben nur in unermüdlichem An=
rufen
der finanziellen Mithilfe der vermögenden Kreiſe
Genüge geleiſtet werden.
A Kuraufenthalt armer Kinder im Odenwald. Die
Kinder, welche vom ſtädtiſchen Pflegeamt auf Koſten
verſchiedener Stiftungen einen vierwöchigen Kur=
aufenthalt
im Odenwald genoſſen haben, 28 Knaben und
44 Mädchen, von welchen erſtere in Lützelbach auf der
Neunkircher Höhe, letztere in Nonrod untergebracht
waren, ſind am Mittwoch voriger Woche wohlbehalten
zurückgekehrt. Die Kinder wurden vor der Abreiſe
und auch jetzt wieder nach der Rückkehr im ſtädtiſchen
Krankenhauſe einer Verwiegung unterworfen und hat
ſich faſt durchweg eine in vielen Fällen recht erhebliche
Gewichtszunahme ergeben.
Mt.-V. Das Sommerfeſt des Mozart=Vereins iſt
nunmehr endgültig auf Samstag, den 16. d. M.,
feſtgeſetzt. Sollte die Witterung an dieſem Abend den
Aufenthalt im Freien nicht geſtatten, ſo findet die Ab=
haltung
des Feſtes in ſämtlichen Räumen des Hauſes
ſtatt.
Der Deutſche Kellnerbund U. G. veranſtaltete
geſtern nacht in ſpäter Stunde eine Verſammlung,
die ſich mit der Frage der Stellenvermittelung im
Gaſtwirtsgewerbe beſchäftigte. Den Vorſitz führte der
Vorſitzende des Deutſchen Kellnerbundes, Herr Rei=
chert
. Man einigte ſich dahin, im Laufe der nächſten
acht Tage eine Kommiſſion zu wählen, die ſich aus
Mitgliedern aller Gaſtwirtsgehilfenverbände zuſam=
menſetzt
und die nötigen Arbeiten ausführen ſoll.
Zum Schluſſe wurde nachſtehende Reſolution ein=
ſtimmig
angenommen: Die am 4. Juli im Reſtaurant
Stadt Pfungſtadt von allen Angeſtellten des Gaſt=
wirtsgewerbes
beſuchte tagende öffentliche Verſammlung
erkennt die Vorteile des neuen Stellenvermittelungs=
geſetzes
an. Da aber nur in einem gänzlichen Verboi
jedweder Vermittelung gegen Entgelt eine Beſeitig=
ung
der Schäden der gewerbsmäßigen Stellenvermit=
telung
zu erblicken iſt, verpflichten ſich die anweſenden
Vereine, für die Beſeitigung der gewerbsmäßigen
Stellenvermittelung Sorge zu tragen. In dem Aus=
bau
öffentlicher kommunaler Arbeitsnachweiſe gibt
das neue Stellenvermittlergeſetz die Handhabe, die
Schäden der gewerbsmäßigen Stellenvermittelung zu
beſeitigen. Da in Darmſtadt ein derartiger Fach=
arbeitsnachweis
für das Gaſtwirtsgewerbe nicht be=
ſteht
, richtet die Verſammlung die Bitte an die Groß=
herzogliche
Bürgermeiſterei, hier eine ſolche ſoziale
Einrichtung zu errichten, auch die Schäden der ge=
werbsmäßigen
Stellenvermittelung in Darmſtadt zu
beſeitigen.
Kaufmänniſcher Verein Darmſtadt E. V. Das
diesjährige Sommerfeſt findet nächſten Samstag, den
9. Juli, auf dem Heiligen Kreuzberg ſtatt. Bürgen ſchon
allein die Beſetzung des muſikaliſchen Teils durch die Ka=
pelle
Hauske unter deſſen perſönlicher Leitung, ſowie die
Chöre durch den Männerchor Rheingold für ein auserle=
ſenes
Programm, ſo hat die Vergnügungskommiſſion auch
ſonſt dafür geſorgt, den Beſuchern einen in jeder Hinſicht
genußreichen Abend zu bieten.
Für Reiſende. Ein Verzeichnis deut=
ſcher
Gaſtſtätten in Südtirol, herausgegeben
von Schulrat Dr. Rohmeder in München, wird in der
Geſchäftsſtelle des Verkehrs=Vereins (Ernſt= Ludwigs=
platz
) koſtenlos abgegeben.
* Johann Strauß=Konzert. Nach dem durchſchla=
genden
Erfolg, den das geſtrige Konzert im Rahmen
eines Operettenabends zu verzeichnen hatte, findet
heute auf allgemeinen Wunſch ein Wiener Walzer=
Abend ſtatt. Es bedarf wohl kaum des Hinweiſes,
daß mehr noch wie geſtern der geniale Wiener Meiſter
mit ſeiner Künſtlerſchar im Walzer=Abend recht
eigentlich in ſeinem Element iſt. Wegen des voraus=
ſichtlich
ſtarken Andranges iſt frühzeitiges Erſcheinen
zu empfehlen.
Pfungſtadt, 5. Juli. Der Starkenburger
Geflügelzüchter=Verband hielt im Gaſthaus
Zur Eiſenbahn eine Vorſtandsſitzung ab. Aufgenom=
men
in den Verband wurden die Vereine Hainhauſen,
Mühlheim und Reinheim. Die diesjährige Verbands=
ausſtellung
findet am 19., 20. und 21. November in
Pfungſtadt im großen Saale des Darmſtädter Hof
ſtatt.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Die Koſten des Allenſteiner Prozeſ=
ſes
. Recht kompliziert iſt die Frage, wer die Koſten
des Prozeſſes zu tragen hat. Aus juriſtiſchen Kreiſen
wird dazu geſchrieben: Das Verfahren iſt auf Grund
des Paragraphen 203 der Strafprozeßordnung einge=
ſtellt
worden. Danach iſt die Angeklagte geiſteskrank
Die Entſcheidung aber darüber, welcher Seite dem
Staate oder der Angeklagten die Koſten aufzuerlegen
ſind, kann nur durch Urteil erfolgen, und dieſes kann
wiederum nur in Gegenwart der Angeklagten aufgrund
einer vorhergehenden Hauptverhandlung ausgeſprochen
werden. Folglich bleibt die Koſtenfrage ſo lange in
Schwebe, bis die Angeklagte wieder geſund iſt und die
Verhandlung wieder aufgenommen werden kann. Wird
diele aus irgend einem Grunde überhaupt nicht mehr
aufgenommen, ſo muß der Staat die Koſten tragen.
* Franz Liſzt hat ſein geſamtes Vermögen
ſeinerzeit der Fürſtin Salm=Wittgenſtein vermacht, mit
Ausnahme verſchiedener Koſtbarkeiten, meiſt Andenken,
die einen Wert von 250000 Mark darſtellen und ſich
gegenwärtig im Peſter Nationalmuſeum befinden.
Ueber dieſen Teil des Nachlaſſes liegen keinerlei letzt=
willige
Verfügungen vor. Nun haben, wie man aus
Peſt meldet, ein Großneffe Liſzts und einige entferntere
weibliche Verwandte, die alle in Ungarn leben, Anſpruch
auf dieſes Vermögen erhoben. Die Verlaſſenſchaftsbe=
hörde
hat das Erbrecht aller dieſer Nachkommen Liſzts
anerkannt und zu ihren Gunſten entſchieden.
* Wien, 4. Juli. Felix Weingartner hat
ſeine Entlaſſung eingereicht und hat die Zuſage erhal=
ten
, daß ſie genehmigt wird, ſobald ein Nachfolger er=
nannt
ſein und die Geſchäfte übernehmen wird. Augen=
blicklich
ſchweben Verhandlungen mit Dr. Karl Muck
vom Berliner Hofoperntheater.
Kleines Feuilleton.
Ein menſchlicher Salamander‟ Ein
ſeltſames Phänomen von Unempfindlichkeit erregt
gegenwärtig in wiſſenſchaftlichen Kreiſen Londons leb=
haftes
Aufſehen. Es handelt ſich um den Amerikaner
Captain Spalding aus Galesburg in Illinois, der
vor kurzem in der engliſchen Hauptſtadt eingetroffen
iſt. Es iſt nicht etwa einer jener Fenerfreſſer, die man
bisweilen im Varieté ſehen kann, und die durch ge=
ſchickte
Manipulationen eine Unempfindlichkeit gegen
Feuer vortäuſchen. Captain Spalding vermag ſich

ſeine ſonderbare Fähigkeit ſelbſt nicht zu erklären, er
weiß nur, daß er von Kindheit an eine beſondere Vor=
liebe
für Flammen und glühend heiße Dinge gehabt
hat, die ihm nie etwas ſchadeten, wie oft er auch mit
ihnen ſpielte. Im Daily Expreß, in deſſen Geſchäfts=
räumen
dieſer merkwürdige menſchliche Salamander
erſchien, werden einige verblüffende Einzelheiten über
das Phänomen erzählt, das in Gegenwart von Zeu=
gen
beobachtet wurde. Ich möchte gerne etwas glü=
hendes
Blei zum Eſſen haben, äußerte der ſeltſame
Beſucher. Man führte ihn in die Schriftgießerei, wo=
das
Blei in großen Keſſeln zu 600 Grad F. erhitzt wird,
um aus ihm die ſtereotypierten Schriftplatten zu gie=
ßen
. Captain Spalding ſchlenderte zwiſchen den Lino=
type
=Maſchinen umher und probierte das glühende,
flüſſige Blei, aber das ſchien ihm noch nicht heiß genug
zu ſein. Geben Sie mir einen Schöpflöffel des aller=
heißeſten
. Man reichte ihm einen Löffel voll ziſchen=
den
, brodelnden heißen Bleies. Spalding goß ſich
einen mächtigen Schluck Blei auf die Zunge, das Me=
tall
ziſchte und erſtarrte dann. Dann zog er aus der
Taſche ein großes Stück Siegellack, zündete es an und
ließ ſich die herabfallenden brennenden Tropfen auf
die Zunge rieſeln. Er begann dann behaglich zu
kauen. Es ſchmeckt wie Meerrettich, meinte er zu=
frieden
, als ob er eine koſtbare Delikateſſe äße. Aber
ſein Menu war noch nicht zu Ende. Zwiſchen den ein=
zelnen
Blei= und Siegellackgängen zündete er ſich eine
Zigarre an, nahm das brennende Streichholz in den
Mund und löſchte es gemächlich mit der Zunge aus.
Dabei ſchaute er begehrlich auf die glühenden Kohlen=
ſtangen
der großen, 1600 Kerzen ſtarken Bogenlichter.
Ich könnte ſo eine Kohle ganz gut in den Mund neh=
men
, bemerkte er nachläſſig, während er eine Hand
voll Pulver auf ſeinen Handteller ſchüttete. Dann
nahm er ein Streichholz und führte es zu dem Pulver.
Es gab ein Ziſchen und Rauſchen und die Flamme
ſchoß hoch auf, das Pulver erloſch dann, aber auf der
Hand Spaldings war nicht eine Spur einer Verletzung
zu erblicken. Ich kann mir meine wunderliche Feuer=
ſicherheit
ſelbſt nicht erklären, erzählte er dann. Die
Aerzte haben mich chloroformiert und mir rotglühende
Kohlen auf die Zunge gelegt, dann Eis und darauf
wieder Kohle, aber auch ſie wiſſen nur mit dem Kopf
zu ſchütteln und keine Erklärung zu geben. Als ich
noch ein kleines Kind war, fanden mich meine Eltern
eines Tages, wie ich mit rotglühenden Kohlen ſpielte
und ſie mir in den Mund ſteckte. Dabei verbrannten
meine Kleider. Das war auch der Grund, warum ich

nie Augenbrauen bekommen habe. Später wurde ich
ſchärfer überwacht, aber wo immer ich Gelegenheis
fand, ſchlich ich zum Feuer, und es machte mir großes
Vergnügen, an glühenden Kohlen zu lecken. Einmal
hat mir meine Feuerſicherheit auch das Leben ge=
rettet
. Ich war in den Händen der, Indianertruppe,
die den General Cuſter ermordet hatte. Ich ſollte
ſkalpiert werden. Da begann ich aus dem Feuer glü=
hende
Kohlen zu eſſen; die Rothäute ſanken entſetzt
auf ihre Knie nieder, und ich war gerettet, denn man
hielt mich für einen großen Zauberer.
C. K. Der däniſche Rattenkrieg. Die däni=
ſche
Regierung veröffentlicht jetzt die Ergebniſſe des
großen Feldzuges gegen die Ratten, der mit dem Geſetz
vom 22. März 1907 begonnen hat. Das Geſetz ſieht für
den Kopf jeder getöteten Ratte eine Prämie von 8 Oer
vor. Vom 1. Juli 1907 bis zum 30. Juni 1908 ſind in
Dänemark nicht weniger als 1375479 Ratten getötet
worden. Im folgenden Jahre belief ſich die Ziffer auf
1094 223 Ratten. In zwei Jahren ſind alſo rund 2½
Millionen der ſchädlichen Nagetiere vernichtet
worden; der Staat hat insgeſamt 307000 Kronen
an Prämien ausgezahlt. Da eine Ratte täglich mehr
als 1 Pfennig an Wert zerſtört, um ſich zu ernähren, ſo
ergibt ſich für das Nationalvermögen eine Erſparnis
von mehreren Dutzend Millionen Mark. Man hat den
Schaden, den die Ratten in den Kulturſtaaten anrichten,
für Frankreich jährlich auf rund 160 Millionen Frks,
berechnet, für Deutſchland auf 200 Millionen und für
England gar auf 300 Mill. allein für die Landdiſtrikte.
Vorausſichtlich werden andere Staaten durch den Er=
folg
in Dänemark veranlaßt, ähnliche Schutzmaßregeln
gegen die Rattenplage einzuführen.
* An den Herrn Abgeordneten Erbe=
digte
Mandate‟ Mit dieſer ſeltſamen Adreſſe
wurde vor wenigen Tagen im öſterreichiſchen Abgeord=
netenhauſe
eine Sendung abgegeben, die von der Redak=
tion
der Pariſer Zeitſchrift Loeupre ſämtlichen öſter=
reichiſchen
Abgeordneten zugeſandt worden war und
eine nicht ſonderlich wertvolle Broſchüre des Grafen
Orlowski über die Polenfrage enthielt. Während die
Verteilung an die übrigen Abgeordneten anſtandslos
vor ſich gehen konnte, iſt der Abgeordnete Erledigte
Mandate unauffindbar geblieben. Offenbar hatte der
franzöſiſche Abſender, der deutſchen Sprache nicht mäch=
tig
, zum Adreſſenſchreiben ein Verzeichnis benutzt, das
neben den Namen der Abgeordneten auch eine Rubrik
Erledigte Mandate enthielt.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Nummer 155.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

vp. Godelan, 5. Zult. Bei der am Sanstag ſiatt=
gehabten
Gemeinderatswahl haben 247 Wähler
abgeſtimmt. Es erhielten Georg Sturm I. 222, Karl
Lud. Friederich 221, Daniel Strauß 149 und Phil.
Schaffner IV. 102 Stimmen. Die erſten drei ſind gewählt.
Erbach i. O., 4. Juli. Unter Hinweis auf die
in heutiger Nummer enthaltene Anzeige machen wir
nochmals auf das nächſten Samstag, Sonntag und
Montag in unſerem Odenwaldſtädtchen ſtattfindende
große Turnfeſt aufmerkſam. Der Beſuch dieſes
Feſtes, das turneriſche Vorführungen erſten Ranges
und auch ſonſt eine Fülle des Intereſſanten und Unter=
haltenden
bieten wird, kann empfohlen werden.
Babenhauſen, 4. Juli. Auf dem hieſigen Bahnhof
ſtanden am geſtrigen Sonntag, auf einigen offenen Güter=
wagen
verſtaut, die Ueberreſte des Zeppelin=
Luftſchiffes Deutſchland. Auf drei Wagen lag
das Gerippe wie altes Eiſen zuſammengebogen. Einen
Wagen füllte die noch gut erhaltene Paſſagiergondel aus.
Ein anderer Wagen trug die Führergondel, während ge=
ſchloſſene
Wagen die übrigen Teile des verunglückten Paſ=
ſagierluftſchiffes
trugen. Tauſende von Perſonen beſahen
ſich den Tag über die Ueberreſte.
Mainz, 5. Juli. In einem Rundſchreiben an die
Stadtverordneten weiſt die Bürgermeiſterei auf die Koſten
größerer Bauunternehmungen in den nächſten Jahren
hin, wozu ein Anleihebedarf von 16 Millio=
nen
Mark erforderlich iſt. Der Umbau des Stadt=
theaters
, der nahezu vollendet iſt, erfordert 817300 Mark,
die Erweiterung des Rohrnetzes des Gaswerkes und Be=
ſchaffung
neuer Gasmeſſer 400000 Mark, die Erweiterung
des Kabelnetzes des Elektrizitätswerkes 600000 Mark,
Ausbau des Rohrnetzes der Waſſerwerke uſw. 400000
Mark, Erbauung eines Waſſerwerkes 2600000 Mark, Er=
weiterung
der Straßenbahn 350000 Mark, Erweiterung
des Gaswerks 1000000 Mark, Erbauung eines neuen
Krankenhauſes 4500000 Mark, Erbauung eines Stadt=
hauſes
550000 Mark, Errichtung eines Neubaues für die
Stadtkaſſe 80000 Mark, Erbauung eines Polizeiamts=
gebäudes
210000 Mark, Wiederherſtellung des kurfürſt=
lichen
Schloſſes 350000 Mark, eine Anzahl neuer Schul=
häuſer
und Lehrerwohnungen 2 230 400 Mark, Erbauung
von Straßen, Kanälen, Kläranlage für die Kanalabwäſſer
nebſt Pumpſtation, Straßendurchbrüche uſw. 3.875000 Mk.
Im ganzen ſind 16 Millionen Mark erforderlich. Der Be=
trag
ſoll nicht auf einmal durch eine Anleihe beſchafft wer=
den
, ſondern ſoll im Laufe der Jahre in Teilbeträgen auf
Grund jedesmaliger beſonderer Beſchlußfaſſung durch die
Stadtverordneten aufgenommen werden. Die ſtädtiſche
Sparkaſſe hatte im abgelaufenen Jahre 1909 34655 Ein=
leger
, die ein Geſamtguthaben von 40 803 791 Mark auf=
wieſen
. Auf einen Einleger entfielen Ende 1909 durch=
ſchnittlich
1177,43 Mark gegen 1160,71 Mark im Vorjahre.
Mainz, 5. Juli. Man ſchreibt uns: Einige Zeitun=
gen
berichten, der Evangeliſche Bund habe die
Stadthalle für den 10. und 11. Juli gemietet, und an
einem dieſer Tage werde eine große Proteſtverſamm=
lung
gegen die Borromäus=Enzyklika ſtattfinden. Bei=
des
iſt unrichtig. Der Evangeliſche Bund hat die
Stadthalle nur für den Nachmittag des 10. Juli ge=
mietet
; alle übrigen Veranſtaltungen finden, bis auf
das gemeinſame Mittageſſen am 11. Juli (Stadthalle)
und die Vorſtands= und Feſtausſchußſitzung am 10. Juli
(Gemeindeſaal der Chriſtuskirche), im evangeliſchen
Vereinshauſe ſtatt. Auch eine ausdrückliche Proteſt=
verſammlung
gegen die Borromäus=Enzyklika wird
nicht abgehalten. Natürlich wird die ganze Tagung
ſtark unter dem Eindruck der päpſtlichen Enzyklika
ſtehen. Aber die Landesverſammlung findet jährlich
ſtatt und die diesjährige ſtand in allen ihren Teilen,
auch bezüglich der Themata und Redner, längſt feſt, ehe
die Enzyklika kam, und wäre ſelbſtverſtändlich auch
ohne dieſe gehalten worden. Denn der Evangeliſche
Bund lebt gottlob nicht vom Gegner allein, ſondern
von den Kräften, die aus dem Evangelium und aus
der Reformation kommen. Dieſe ſind es, die alle Evan=
geliſchen
, unbeſchadet der verſchiedenen kirchlichen und
politiſchen Richtungen, einen und aus Vergangenheit
und Gegenwart mahnen: Haltet feſt, was ihr beſitzt!
Und was du ererbt von deinen Vätern haſt, erwirb
es, um es zu beſitzen! In dieſem Sinne freilich wird
die diesjährige Landesverſammlung ſchon an ſich
ein Proteſt gegen die päpſtliche Enzyklika ſein; noch
mehr aber ſoll es werden ein Leben und Tod forderndes
Bekenntnis zum Erbe und Geiſt der Reformation, zu
dem auch unſer proteſtantiſches Heſſenvolk ſteht wie ein
Mann!
Nieder=Flörsheim, 4. Juli. Beim Bau eines
Kellers ſtürzte heute früh eine Mauer ein, wo=
durch
der Küfer Jakob Schneiderheintze und der
Maurer Philipp Obenauer jun. getötet wurden.
Ein dritter Arbeiter entkam glücklicherweiſe dem Un=
glück
, während außerdem zwei ſonſt an dem Bau be=
ſchäftigte
Arbeiter während des ſchweren Unglücks ab=
weſend
waren.
Nieder=Olm, 4. Juli. In unſerer Gemeinde,
in der man vor wenigen Jahren noch kaum etwas vom
Spargelbau wußte, wurden während der diesjäh=
rigen
Saiſon bereits rund 500 Zentner Spargel ge=
ſtochen
, die einen Geſamtertrag von zirka 18000 Mark
lieferten. Wie begehrt der hieſige Spargel iſt, iſt daraus
zu erſehen, daß ſchon jetzt drei Großfirmen auf dem
Plan erſchienen ſind, die für 1911 Abſchlüſſe auf feſte
Lieferung des geſamten Spargelbaues machen wollen.
Dabei wurde von ſämtlichen Firmen der diesjährige
Preis noch erheblich überboten.
A Kirtorf (Kreis Alsfeld), 5. Juli. Nachdem un=
ſere
Stadtverwaltung ſchon über fünf Jahre mit dem
Gedanken an den Bau einer Waſſerleitung
umgeht, wurde kürzlich in einer Gemeinderatsſitzung
hierüber ein endgültiger Beſchluß herbeigeführt. Die
für die Waſſerleitung in Betracht kommenden Quellen
liegen in der Gemarkung Ohmes und können mit
natürlichem Gefälle nach Kirtorf geleitet werden,
allerdings erhält die Zuleitung eine Länge von über
4 Kilometer. Die Geſamtbaukoſten einſchließlich des
Quellenerwerbs ſind auf 87000 Mark veranſchlagt.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 4. Juli. Der aus Frank=
furt
a. M. ſtammende Kommerzienrat Auguſt Zeiß,
Begründer und Inhaber der bekannten Firma Shannon
Regiſtrator Co., Auguſt Zeiß u. Co., iſt im Alter von
50 Jahren geſtorben. Unter Vergiftungs= Er=
ſcheinungen
iſt nach dem Genuß von Gänſefleiſch
die dreiköpfige Familie des in Weißenſee wohnenden
Arbeiters Sommerfeld ſchwer erkrankt. Die Erkrank=
ten
mußten ins Spital überführt werden. Die Aerzte
hoffen, ſie am Leben zu erhalten. Mit der Haupt=
reiſezeit
ſind jetzt auch wieder auf den verſchiedenſten
Bahnhöfen Berlins Taſchendiebe aufgetaucht. Die
Kriminalpolizei hat daher ihr Auge beſonders ſtark auf
das am Bahnhof entſtehende Gedränge gerichtet. So iſt
es bereits gelungen, vier Taſchendiebe unſchädlich zu

machen. Mit großem Geſchick arbeitete der ſchon ver=
ſchiedentlich
mit Zuchthaus vorbeſtrafte Handelsmann
Samuel Schläfer aus Lemberg auf dem Stettiner
Bahnhof, indem er an die Bahnſteigſperre heranging,
wo das auf die Oeffnung wartende Publikum ſich
herandrängt, und bei dieſer Gelegenheit die Hände in
die Taſchen des Publikums verſenkte. Ein Kriminal=
beamter
nahm ihn feſt, als er die Hand in der Taſche
eines Herrn hatte, um dieſem das Portemonnaie
herauszuziehen. Der alte Taſchendieb arbeitete mit ſo
großem Geſchick, daß der Herr, den er beſtehlen wollte,
erſt durch den Ruck aufmerkſam wurde, mit dem der
Dieb die Hand aus der Taſche zog, als ihs der Beamte
am Kragen gefaßt hatte. Ein anderer Spitzbube wurde
in der Perſon eines Kaufmanns Ernſt Spindler in
einem Warenhauſe feſtgenommen, wo er den Damen
mit großem Geſchick die Portemonnaies aus den Hand=
taſchen
herausholte. Bei ihm wurde eine goldene
Herrenuhr gefunden, die unzweifelhaft aus einem
Taſchendiebſtahl herrührt. Der dritte, namens Koſtecki.
wurde auf dem Lehrter Bahnhof getroffen, wie er ſich
an Reiſende, die nach der Nordſee fahren wollten,
heranmachte, und dieſen in der Nähe der Schalter das
Portemonnaie entwenden wollte. Ein vierter, ein an=
geblicher
Reitburſche Johann Lagy aus Ofen=Peſt.
wurde am Bahnhof Alexanderplatz abgefaßt, wie er
einer Dame aus der Handtaſche ein goldenes Armband
geſtohlen hatte. Ehe aber der Beamte den Kerl faſſen
konnte, hatte dieſer das geſtohlene Armband einem
Komplizen zugeſteckt, der dann im Gedränge verſchwun=
den
war. Die Taſchendiebe, die zur Zunft der galizi=
ſchen
und öſterreichiſchen Taſchendiebe gehören, ſind
ſchon verſchiedentlich vorbeſtraft.
Frankfurt, 5. Juli. Heute morgen gegen 11 Uhr ver=
giftete
ſich der 30jährige Kaufmann Fritz Judee in ſei=
ner
Wohnung in der Gutleutſtraße mit Zyankali. Er hin=
terließ
einen Zettel, worauf geſchrieben ſtand, daß Miß=
geſchick
und Krankheit ihn in den Tod getrieben hätten.
Metz, 4. Juli. Heute vormittag um 8 Uhr rückte
das 4. Magdeburger Infanterie= Regi=
ment
Nr. 67 mit den zum Jubiläum eingetroffe=
nen
ehemaligen Regimentsangehörigen und Veteranen
nach St. Hubert bei Gravelotte aus. Hier fand gegen
10 Uhr unter ſtrömendem Regen eine Erinnerungs=
feier
vor dem Denkmal der 67. ſtatt, das aus Anlaß der
glänzenden, aber auch verluſtreichen Waffentat des Re=
giments
vom 18. Auguſt 1870 bei der Ferme St. Hubert
errichtet worden iſt. Von ſämtlichen Metzer Regimen=
tern
wurden an dem Denkmal Kränze niedergelegt,
worauf nach einem Dankgottesdienſt und nach den An=
ſprachen
eines katholiſchen und eines evangeliſchen Di=
viſionspfarrers
der kommandierende General v. Pritt=
witz
und Gaffron, umgeben von den Kriegsveteranen
des Regiments, die Parade abhielt. Gegen mittag
kehrten die Teilnehmer zur Kaſerne in Longeville zu=
rück
, wo ein Feſteſſen im Kaſino ſtattfand, während
abends in einer Feſtfeier die offiziellen Feierlichkeiten
ihr Ende erreichen werden.
München, 5. Juli. Der Zeuge Riedel, bekannt
aus den Eulenburg=Prozeſſen, hat wieder einmal die
Gerichte beſchäftigt. Riedel war vom Schöffengericht
München wegen Beleidigung, groben Unfugs und Un=
gebühr
vor Amt zu 14 Tagen Gefängnis und drei
Wochen Haft verurteilt worden. Er war letzthin aus
einer Münchener Wirtſchaft hinausgeworfen worden
und zur Polizei gelaufen, um ſich dort zu beſchweren.
Den Schutzmann, der ihn beſchwichtigen wollte, ſchrie
er an: Du hältſt auch zu den Großen, Du biſt ſo ſchlecht
wie der Eulenburg. Den habe ich geſtürzt, mit Dir
werde ich auch noch fertig werden! Der Amtsanwalt
hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt mit dem
Erfolg, daß das ſchöffengerichtliche Urteil auf 3 Mo=
nate
Gefängnis und 6 Wochen Haft erhöht
wurde, in Anbetracht der vielen Vorſtrafen,
trotz der Einwände von Trunkenheit und Erregtheit,
die ſein Verteidiger Juſtizrat Bernſtein vorgebracht
hatte.
Schlangenbad, 4. Juli. Die am 22. Juni, wie be=
reits
gemeldet, von einem Hund ſchwer verwundete
Frau verwitwete Oberſt v. Knebel iſt geſtern nach=
mittag
geſtorben, nachdem ihr am Vortage wegen
des hinzugetretenen Wundfiebers ein Bein abgenom=
men
worden war. Ihre Schweſter, die Beſitzerin des
Hundes, Frau verwitwete Generalleutnant v. Kro=
ſigk
, liegt zurzeit ebenfalls noch ſchwer erkrankt da=
nieder
.
Reutlingen, 5. Juli. Wie der General=Anzeiger mel=
det
, ſtürzte heute früh bei dem Bau eines Brunnens
ſind ertrunken.
Hamburg, 5. Juli. Hier wurde ein Raubmord
am hellen Tage verübt. Im Laden der Goldhänd= und von 4 Herren=Doppelſpielen 3 gewannen. Leider
lerin Lange verlangte ein Fremder mehrere Uhren zur
Auswahl vorgelegt. Als die Frau dem Wunſche nach=
kam
, drückte ſie der Mann zu Boden und verſuchte, ſie
zu würgen. Auf die Hilferufe der Ueberfällenen eilten
die Hausbewohner herbei. Der Raubmörder ſprang
durch das Küchenfenſter auf das Dach des Nebenhauſes.
Von hier begann eine wilde Jagd über mehrere Dächer,
die aber kein Reſultat hatte. Der Spitzbube entkam.
Wien, 4. Juli. In Mauerbach bei Wien wurde
ein Wagen, auf dem ſich Wiener Ausflügler befanden,
von dem Salzburger Schnellzug überfahren.
Die Ausflügler kehrten von einer Vereinsfeſtlichkeit
zurück und waren in heiterſter Stimmung, als der
Schnellzug um eine kurze Kurve bog und auf den
Wagen zufuhr. Es war bereits zu ſpät. Einer Frau
wurde der Kopf abgefahren; vier andere Inſaſſen wur=
den
getötet, alle anderen leichter verletzt.
Paris, 4. Juli. Der 74jährige Senator des De=
partements
der Nieder=Alpen, Desfarges, wurde heute
nacht von einem Automobil überfahren und
tarb wenige Stunden darauf im Krankenhauſe.

Parlamentariſches.
D Die Zweite Kammer tritt am Donnerstag,
den 14. Juli, vormittags 10 Uhr, zu ihrer 65. Sitzung
zuſammen. Die Tagesordnung iſt folgende: Zur
vorläufigen Beratung im Plenum in Gemäßheit des
Artikels 33 und 35 der Geſchäftsordnung: 1. Antrag
des Abg. Köhler, die Sicherſtellung und den Ausbau
der Heſſiſchen Wetterdienſtſtelle am landwirtſchaftlichen
Inſtitut der Landesuniverſität zu Gießen betreffend.
2. Vorſtellung des Heſſiſchen Landes=Lehrervereins,
Aufhebung des Artikels 50 des Volksſchulgeſetzes. 3.
Vorſtellung des Verbandes der heſſiſchen ſtaatlichen
Unterbeamten, Gewährung einer Teuerungszulage be=
treffend
. Ferner 4. Wahl eines Mitgliedes für den
Vierten Ausſchuß anſtelle des ausgeſchiedenen Abg. Dr.
Frenay. 5. Wahl eines Mitgliedes für den Fünften
Ausſchuß (Verwaltungsgeſetze) anſtelle des ausgeſchie=
denen
Abg. Dr Frenay. 6. Erſatzwahl eines Abgeord=
neten
für die Stadt Mainz. 7. Neuwahl eines Abgeord=
neten
im IX. Wahlbezirk der Provinz Rheinheſſen
Nieder=Olm-Ober=Ingelheim). 8. Regierungsvor=

lage, die Wahlkreiseinteilung betreffend. 9. Regie=
rungsvorlage
, Summariſche Ueberſicht der Einnahmen
und Ausgaben der Großherzoglichen Landeskreditkaſſe
in der Finanzperiode 1904 betreffend. 10. Regierungs=
vorlage
, Summariſche Ueberſicht der Einnahmen und
Ausgaben der Großh. Landeskreditkaſſe in der Finanz=
periode
1905 betreffend. 11. Vorſtellungen von Be=
amten
und Lehrern, Gehaltsaufbeſſerungen bezw.
Teuerungszulagen uſw betreffend. Zur definitiven
Beratung: 12. Vorſtellung des Fußgendarmen i. P.
Höhn zu Gießen, Gewährung einer Dienſtbeſchädigungs=
zulage
betreffend. (Als Antrag vom Abg. Leun über=
reicht
.) 13. Regierungsvorlage, die Abänderung des
Fürſorgekaſſegeſetzes betreffend. 14. Regierungsvor=
lage
, den Geſetzentwurf, die Herſtellung einer Nebenbahn
von Kreuznach (Landesgrenze) nach Sprendlingen-St.
Johann betreffend. 15. Vorſtellungen des Oberbahn=
aſſiſtenten
Ferkinghoff zu Darmſtadt, die Penſionsver=
hältniſſe
der vormaligen Ludwigsbahnbeamten be=
treffend
.

Luftſchiffahrt.
* Berlin, 4. Juli. Das Militärluftſchiff
M. III‟ iſt heute abend 11¾ Uhr zu einer Fahrt nach
Gotha aufgeſtiegen. Es ſollen bei der Fahrt funken=
telegraphiſche
Verbindungen mit ſämtlichen
Stationen des Deutſchen Reiches hergeſtellt und auss
probiert werden, wie weit der Funkenapparat des Luft=
ſchiffes
reicht. Das Luftſchiff iſt kriegsmäßig ausge=
rüſtet
; es wird bei Gotha Uebungsfahrten ausführen
und dann nach Berlin zurückkehren. Es handelt ſich
nicht darum, möglichſt ſchnell nach Gotha zu kommen,
der Zweck der Fahrt iſt lediglich, funkentelegraphiſche
Verſuche anzuſtellen. An Bord des Luftſchiffes befin=
den
ſich als Führer Major Groß und Major Sper=
ling
, Oberingenieur Baſenach, Oberleutnant
Schmid als Funkenoffizier und außerdem ein Steuer=
mann
und zwei Maſchiniſten. Die Fahrt wird längs
der Bahnlinie ausgeführt. Das Luftſchiff wird von
dem Kraftwagen des Luftſchifferbataillons begleitet
werden. Auf der Fahrt ſollen möglichſt Scheinwerfer=
ſignale
ausgewechſelt und Telegramme herabgeworfen
werden.
* Rieſa, 5. Juli. Das Luftſchiff M III‟
traf bei Torgau überlegenen Wind an und landete
um 5 Uhr vormittags glatt auf dem Truppenübungs=
platz
Zeithain; morgen findet die Weiterfahrt nach
Gotha ſtatt.
Flugmeeting in Mülhauſen. Am erſten
Tage des Flugmeetings in Mülhauſen i. E. flogen nur
Jeanin, von Gorriſſen, Behrends und Thelen.
Behrends auf Schulze=Herford und Thelen auf Wright
erzielten Flüge von 10 und 7 Minuten. Das Haupt=
intereſſe
konzentrierte ſich auf die beiden bedeutendſten
Piloten Jeanin und von Gorriſſen, von denen erſterer
einen Flug von 34 Minuten zurücklegte, während letz=
terer
nach 15 Minuten Flug wegen eines Motordefektes
landen mußte. Am zweiten Tage war ziemlicher Wind,
es konnten infolge mehrfach auftretender Gewitter nur
einzelne kleinere Flüge ausgeführt werden, und es war
Glückſache der Flieger, gerade günſtige Momente hierzu
zu erlangen. Im ganzen erzielten von Gorriſſen eine
Flugdauer von 27, Jeanin von 33 und Thelen von 38
Minuten. Amerigo, Barrier und Behrends führten
nur ganz kleine Flüge aus, deren Zeitdauer nicht in
Betracht kommt. Jeanin verhinderte öfters dadurch,
daß er die Flugbahn der anderen kreuzte und über ſie
hinwegflog, die Flugmöglichkeit derſelben.
* Karlsbad, 3. Juli. Die Stadtgemeinde Karls=
bad
hat die Aviatiker Baron de Caters und von
Gorriſſen für die Veranſtaltung von Schauflügen
gewonnen, die vom 17. bis 21. Juli auf der ſtädtiſchen
Rennbahn ſtattfinden ſollen.
* Bergen, 4. Juli. Der Dampfer Mainz
mit den Teilnehmern der Zeppelinſchen arkti=
ſchen
Vorexpedition iſt hier eingetroffen. Für
abends ſind Prinz Heinrich von Preußen und Graf
Zeppelin zur Tafel bei dem früheren Miniſterpräſiden=
ten
Michelſen geladen; an der Tafel nimmt auch der
König Haakon teil.
Sport.
Schlittſchuhklub=Sportverein Darm=
ſtadt
. Unſere Lawn=Tennis=Mannſchaft kann ſich
wieder eines neuen Erfolges freuen. In dem Städte=
Wettſpiel Darmſtadt=Frankfurt, das am
der Bijouteriefabrik von Heinzelmann der Schacht! letzten Sonntag auf den Spielplätzen an der Forſthaus=
ein
, wobei drei Arbeiter verſchüttet wurden. Alle drei ſtraße in Frankfurt a. M. zum Austrag kam, trugen die
Darmſtädter einen ſchönen Sieg über die Frankfurter
Spieler davon, indem ſie von 8 Herren=Einzelſpielen 4
geſtattete ein plötzlich eintretender ſtarker Regenfall
nicht, noch weitere 4 Doppelſpiele in veränderter Zu=
ſammenſetzung
zu ſpielen und zwang ſogar dazu, das
eine Doppelſpiel mit 6:5 im letzten Satze für Darm=
ſtadt
abzubrechen. Dasſelbe wurde nach Vereinbarung
für Frankfurt gebucht, da auch die Frankfurter ein
Einzelſpiel wegen eines eingetretenen kleinen Unfalles
aufgeben mußten. Auf beiden Seiten wurde ganz aus=
gezeichnet
geſpielt; ebenſo vortrefflich war aber auch
die Stimmung am Nachmittag und beſonders am
Abend in dem prachtvollen Klubhauſe, in dem die
Frankfurter ihre Gäſte ſehr lange und ſehr gut be=
wirteten
. Für Darmſtadt ſpielten die folgenden
Herren: Fitting, H. Landmann, R. Koch, Frankfurter,
von Nariſchkin, Lt. Daub. Morell, H. Müller. Das
Ergebnis der einzelnen Spiele wird auf dem Sport=
platze
bekannt gemacht.
Reſultate der olympiſchen Spiele
des F.=K. Germania‟=Darmſtadt. 1. 10 Kilo=
meter
=Laufen: 1. Preis (Ehrenpreis) Gg. Moter, F.=K.
Germania‟=Darmſtadt, in 40 Minuten. 2. 8 Kilo=
meter
=Gehen: 1. Preis: (Ehrenpreis) Ph. Ammann, F.=K.
Germania‟=Darmſtadt, in 46 Minuten 1½ Sekunden.
3. 100 Meter=Laufen: 1 Preis (Ehrenpreis) Chr. Völ=
ger
, F.=K. Viktoria‟=Darmſtadt, in 14 Sekunden.
4. 200 Meter=Laufen: 1. Preis (Ehrenpreis) Chr. Völ=
ger
, F.=K. Viktoria‟=Darmſtadt, in 28½ Sekunden.
5. Fußballweitſtoß: 1. Preis (Ehrenpreis) Gg. Appel,
F.=K. Hermannia‟=Offenbach, mit 39,28 Meter. Den
Ehrenpreis in den Pokalſpielen erhielt die B= Mann=
ſchaft
des F.=K. Hermannia‟=Offenbach.
Radfernfahrt. Am 9. und 10. Juli d. J.
findet zum zweiten Male die vom Gau X des Deut=
ſchen
Radfahrer=Bundes unter Leitung des Radfahrer=
Vereins Schweinfurt veranſtaltete Zuverläſſigkeits=
Fernfahrt Rund um Speſſart und Röhn
(502,3 Kilometer) ſtatt. Die Fahrer werden auch dies=
mal
wieder Darmſtadt paſſieren, wo Hauptkontrolle
ſtattfindet. Das Lokal befindet ſich im Reſtaurant
Rummelbräu und die Leitung der Kontrolle hat
Herr Karl Schmitt, Hauptfahrwart, dahier, in lie=
benswürdiger
Weiſe übernommen. Da ſich an dem
Rennen ſämtliche Kanonen des Deutſchen Radfahrer=,

[ ][  ][ ]

Nummer 155.

Darmſtädter Tagblatt, Mittttoch, lden 6. Juli 1910.

Seite 5.

Bundes, ſowie einige Ausländer beteiligen, ſo dürfte
jedenfalls ein hervorragender Wettſtreit zu erwarten
ſein, der die größten Anforderungen an Fahrer und
Rad ſtellen wird. Die hieſige Kontrolle wird Sonntag
früh um 5 Uhr eröffnet und erwartet man die erſten
Fahrer gegen 6 Uhr.
Ar. Kaiſer Nikolaus=Fahrt. Mit der
vierten Etappe von Homel nach Kiew hat der erſte Teil
der ruſſiſchen Automobiltourenfahrt Petersburg-
Kiew-Moskau-Petersburg ſeinen Abſchluß gefunden.
Die Fahrt verlief, bis auf einen unbedeutenden Un=
fall
des Oberleitungswagens, in dem der Präſident der
Veranſtaltung, Oberſt Swetſchine, mitfuhr, glatt.
Sämtliche Teilnehmer trafen am Ziel in Kiew ein, die
deutſchen Wagen ſind faſt alle noch ohne Strafpunkte.
Am Sonntag war Ruhetag in Kiew, der mit Empfän=
gen
, Dampferfahrten und anderen feſtlichen Veran=
ſtaltungen
ausgefüllt wurde.
sr. Bei den engliſchen Lawn=Tennis=
Meiſterſchaften in Wimbledon ſind faſt ſämtliche
Schlußrunden erledigt. Nach engliſchem Modus hat
nunmehr der Sieger der Schlußrunde gegen den vor=
jährigen
Gewinner des Championtitels noch eine ſo=
genannte
Herausforderungsrunde um die endgültige
Entſcheidung zu ſpielen. In der Herrenmeiſterſchaft
ſtanden ſich A. F. Wilding=Auſtralien als diesjähriger
Sieger und A. W. Gore=Amerika als Verteidiger der
Meiſterſchaft gegenüber. Der Auſtralier, der ſich
gegenwärtig in glänzender Form befindet, ſchlug Gore
64, 75, 46, 62.
* Reno (Nevada), 4. Juli. Im Boxerwett=
kampf
zwiſchen dem Weißen Jeffries und dem
Neger Johnſon ſiegte letzterer in der 16. Runde.
* New=York, 5. Juli. Infolge des Sieges
des ſchwarzen Preisboxers Johnſon über den Weißen
Jeffries zu Reno in Newada iſt es geſtern abend
in vielen Städten im ganzen Lande zu ernſten Zu=
ſammenſtößen
zwiſchen Negern und Weißen gekommen.
Zahlreiche Neger wurden ſchwer verletzt. Hier wurde
ein Neger totgeſchlagen und ein von Negern bewohn=
tes
Haus in Brand geſetzt. In New=Orleans wurden
zwei Neger erſchoſſen. In Mounds (Illinois) wurde
ein ſchwarzer Konſtabler erſchlagen, ein anderer tödlich
verwundet. Auch in Pittsburg, Philadelphia, St. Louis
und anderen Städten fanden Ruheſtörungen ſtatt; die
Weißen waren überall die Angreifer.

Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 5. Juli. Fruchtmarkt=
bericht
. Am Wochenmarkt war es ſehr ſtill und die
Stimmung ohne Animo. In Landweizen wurde faſt
nichts gehandelt, dagegen beſtand für Landroggen einige
Nachfrage, die ohne Preisveränderung Befriedigung fand.
Der Konſum und die Mühlen verhalten ſich weiter zurück=
haltend
. Hafer bei mäßigen Umſätzen unverändert. Gerſte
ohne Handel. Mais in prompter Ware knapp und hoch
gehalten. Mehl preishaltend. Futterartikel reichlich offe=
riert
und flau.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt unver=
ändert
und ſehr ruhig.
An der Berliner Produktenbörſe war Ge=
treide
anfangs feſt, beſonders Roggen, da die für Juli an=
gediente
Ware größtenteils nicht kontraktlich war und für
dieſen Lieferungstermin Deckungen erfolgten. Dann waren
Weizen und Roggen abgeſchwächt auf den günſtigen Saa=
tenſtandsbericht
des Deutſchen Landwirtſchaftsrats. Die
ausländiſchen Offerten ſind im allgemeinen unverändert.
Hafer in effektiver Ware behauptet, per September billiger
erhältlich.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 19,50, Norddeutſcher
19,50, Kurheſſiſcher 19,50, Rumäniſcher 2021,25, Red=
winter
2021, Ruſſiſcher 2021,25, Laplata 2021,
Donauweizen 20,2521.25, Kanſas 2021, Walla Walla
2021; Roggen, hieſiger 14,7515, Bayeriſcher ( Pfäl=
zer
) 14,8015, Ruſſiſcher , Amerikaniſcher , Rumäni=
ſcher
: Gerſte, Pfälzer , hieſige und Wetterauer ,
Riedgerſte Ungariſche , Fränkiſche , Ruſſiſche Fut=
tergerſte
; Hafer, hieſiger 1515,75, Bayeriſcher 15 bis
15.75. Ruſſiſcher , Amerikaniſcher , Rumäniſcher ;
Mais mixed 15,2515,50, Ruſſiſcher , Donaumais 15,50
bis 15,75. Rumäniſcher , Weißer Mais 15,5015,75,
Laplata 15,5015,75, Weizenſchalen 99,50, Weizenkleie
8.509, Roggenkleie 8,509, Futtermehl 12,5013,50,
Biertreber getrocknet 12,4012,80: Weizenmehl Nr. 0 Baſis
ab Mannheim 28.75, feinere Marken 2929,25, Nr, 1
27,7528, feinere Marken 28,2528,50, Nr. 2 26,2526,50,
ſeinere Marken 26,7527, Nr. 3 24,7525, feinere Marken
25,2525,50, Nr. 4 20,7521, feinere Marken 21,2521,50;
Roggenmehl, hieſiges Nr. 0 22,7523, Nr. 1 21,7522,
Nr. 2 1919,25.
Literariſches.
* Im Verlage von Klinkhardt und Biermann in
Leipzig erſchien: Ins innerſte Afrika von
Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg.
Das ſplendid ausgeſtattete Buch umfaßt 476 Seiten und
iſt mit zahlreichen ſchönen Illuſtrationen verſehen.
Die Reiſeerinnerungen, die in dieſen Blättern aufge=
zeichnet
ſind, ſtellen den erſten Band eines größeren
Werkes dar, das über den Verlauf einer wiſſenſchaft=
lichen
Expedition Rechenſchaft geben ſoll, die unter des
Verfaſſers Leitung in den Jahren 1907/08 weite Ge=
biete
Zentralafrikas durchwandert hat. Außer der hier
vorliegenden allgemeinen Reiſeſchilderung iſt noch die
Veröffentlichung von ſechs Bänden ins Auge gefaßt,
welche die poſitiven Ergebniſſe der Expedition behan=
deln
ſollen. In dem vorliegenden Bande iſt ein Ein=
gehen
auf Spezialthemata ſtreng vermieden worden.
Die Abbildungen in Text und Tafeln ſind aus etwa
5000 Aufnahmen ausgewählt worden, die von den
Expeditionsmitgliedern gemacht worden ſind. Beiträge
einzelner Herren der Expedition ſind in Form der Er=
zählung
einzelner Epiſoden bis ganzer Kapitel aufge=

nommen worden. Das Buch enthält folgende Kapitel:
1. Einleitung. Vorbereitungen. 2. Am Viktoria=See
und im Kagera=Becken. 3. Auf unbetretenen Pfaden.
4. Durch Ruanda zum Kiwu=See. 5. Der Kiwu=See
und ſeine Inſeln. 6. Im Vulkangebiet. 7. Zum
Albert=Eduard=See. 8. Durch das Semliki=Tal zu den
Goldfeldern von Kilo. 9. Im Schatten des Urwaldes.
10. Heimwärts. 11. Die Ergebniſſe der Expedition.
Das hochintereſſante und bedeutende Werk, das einen
überaus wertvollen Beitrag zur Kenntnis Inner=
afrikas
bildet, beanſprucht ein allgemeines Intereſſe und
dürfte viel geleſen werden.
Heldenringen. Die Schlachten des 19. Jahr=
hunderts
. Von Karl Bleibtreu. In farbigem
Umſchlag geh. 2 Mk., eleg. geb. 3 Mk. Karl Krabbe
Verlag Erich Gußmann in Stuttgart. Bleibtreu
bietet hier eine erweiterte und verbeſſerte Neubearbei=
tung
ſeiner Heroica, alle Kämpfe des 19. Jahrhun=
derts
von Marengo bis zu Gordons Tod in Chartum
gneinanderreihend. Die Darſtellung iſt eine rein
dichteriſche, und wohl nie ſind Kriegshandlungen in ſo
ſchwungvoller und doch durchaus realiſtiſcher Proſa ge=
malt
worden. Bei dramatiſcher Zeichnung der Haupt=
figuren
tritt nächſt Napoleon diesmal Nelſon beſonders
hervor. Erſterer iſt ganz neu in der furchtbaren
Winterſchlacht von Eylau, letzterer in genauer Schil=
derung
des Trafalgarringens vorgeführt. Schon dies
Gemälde der größten Seeſchlacht wird allgemeine Teil=
nahme
erregen. Jedes einzelne Stück wirkt ſymbo=
liſtiſch
, es ſind hiſtoriſche Hieroglyphen in wunderbar
poetiſcher Faſſung.

Eiſenbahn=Zuſammenſtoß.
* Cleveland (Ohio), 4. Juli. Heute nachmittag
ſtießen 25 Meilen ſüdlich von Dayton ein Schnell=
zug
und ein Güterzug zuſammen. Dem Ver=
nehmen
nach wurden 25 Perſonen getötet und 75 ver=
wundet
.
* Cleveland, 4. Juli. Die Zahl der bei dem
Eiſenbahnzuſammenſtoß in der Nähe von Dayton ge=
töteten
Perſonen iſt höher, als zuerſt angenommen
wurde. 36 Leichen ſind bereits geborgen worden.
* Cleveland, 4. Juli. Bei dem Eiſenbahn=
unglück
in der Nähe von Dayton bohrte ſich die
Maſchine des Güterzuges durch einen dicht mit Frauen
und Kinder beſetzten Wagen des Schnellzuges. Mehrere
Wagen entgleiſten. Bis jetzt ſind 31 Tote und 87
Verwundete geborgen worden.
* Cleveland (Ohio), 5. Juli. Nach den letzten
Meldungen wurden bei dem Eiſenbahnzuſammenſtoß bei
Dayton 19 Perſonen getötet, drei tödlich und ſechs
ſchwer verletzt.
H. B. New=York, 5. Juli. Zu dem ſchweren
Eiſenbahn=Unfall bei der Station Dayton wird
berichtet: Ein Expreßzug, der auf der Station Sharon
in Pennſylvania die Gleiſe wechſelte, ſtieß dort mit
einem Güterzuge 40 Kilometer von der Station Dayton
zuſammen. Der Zuſammenſtoß erfolgte bei voller
Fahrt. Der Expreßzug wurde faſt völlſtändig zertrüm=
mert
. Die Lokomotive ſtürzte einen Abhang hinunter.
Maſchinenführer und Heizer ſind tot. Kurz nach dem
Zuſammenſtoß gerieten die Wagentrümmer in Brand,
was das Unglück noch vergrößerte. Man glaubt, daß
mehr als 70 Perſonen verletzt worden ſind. Bis zum
Abend waren 36 Leichen geborgen. Aus Hamilton und
Dayton wurden ſofort Hilfszüge nach dem Platze der
Kataſtrophe abgeſandt. Da die Gegend, in der ſich das
Unglück ereignete, ziemlich unbewohnt iſt, ſo hatten die
Verletzten große Qualen auszuſtehen, ehe ihnen Hilfe
gebracht werden konnte. Die Wagen haben ſich vollſtän=
dig
ineinandergeſchoben. Beſonders hat der Speiſe=
wagen
gelitten, der ſich zweimal überſchlug und dann
einen Abhang hinunter rollte.

2 Wien, 3. Zut. Bndgetausſchußz. Rach Bie=
deraufnahme
der Sitzung wollte der ſtellvertretende
Vorſitzende Maſtalka, die Sitzung ſchließen. Hieran
knüpfte ſich eine längere ſtürmiſche Geſchäfts=
ordnungsdebatte
. In der namentlichen Ab=
ſtimmung
wurde die Fortſetzung der Verhandlung mit
29 gegen 1 Stimme beſchloſſen.
* Rom, 5. Juli. Die chineſſiſche Militär=
miſſion
unter dem Prinzen Tſai Tao iſt hier ein=
getroffen
und offiziell empfangen worden; ſie verweilt
als Gaſt des Königs drei Tage hier.

H. B. Berlin, 5. Juli. Die Meldung des Konſtan=
tinopeler
Blattes Jeni Gazetta, wonach die Militär=
Attachees der Türkei in Berlin und Wien,
Enver Bei und Hakki Bei, abberufen werden ſollten,
da ihnen der Poſten von Generalſtabschefs zugedacht
ſei, beruht nach einer Mitteilung von Enver Bei auf
einem Irrtum. Die beiden Militärattachees werden
ihre Poſten nur vorübergehend verlaſſen, da ſie zur
Teilnahme an den türkiſchen Herbſtmanövern des 1.
und 2. Armeekorps kommandiert ſind. Dieſe Manöver
finden Anfangs Oktober ſtatt, und zwar zwiſchen
Adrianopel und Stambul.
H. B. Paris, 5. Juli. Von der Suda=Bei werden
ſich morgen vier Kreuzer nach Kanea begeben.
Sollte die Nationalverſammlung in ihrer Intoleranz
gegen die muhammedaniſchen Abgeordneten verharren,
ſo wird die Verſammlung mit Militärgewalt aufge=
löſt
werden und eine Militärverwaltung bis auf wei=
teres
eingeführt.
H.B. Paris, 5. Juli. Ueber das zwiſchen Ruß=
land
und Japan getroffene Uebereinkom=
men
wird in Ergänzung der bisherigen Nachrichten
von zuverläſſiger Seite bekannt gegeben, das Ab=
kommen
ſtelle feſt, daß die beiden Vertragsteile ſich
verpflichten, ihren gegenſeitigen Beſitzſtand zu reſpek=
tieren
, und zwar ſo, daß Rußland ſich jeden Eingriffes
in die japaniſche Einflußſphäre und Japan ſeinerſeits
ſich jeder Störung des ruſſiſchen Machtgebietes in der
Mandſchurei enthält. Zugleich verbürgen ſich beide
Vertragsteile, dieſen Status in der Mandſchurei mit
allen Mitteln aufrecht zu erhalten und einander, falls
von irgend einer Seite daran gerüttelt werde, mit
allen Kräften Beiſtand zu leiſten. Damit iſt der Cha=
rakter
eines Defenſiv=Bündniſſes gegeben und in der
unzweideutigſten Weiſe den Vereinigten Staaten die
Antwort auf einen Vorſchlag erteilt, die Eiſenbahn,
ſowie alle ehedem von China verwalteten Staats= Do=
mänen
in der Mandſchurei von einer internationalen
Kommiſſion bewirtſchaften zu laſſen. Japan wird,
wie aus dem Vertrag weiter hervorgeht, jede Beein=
trächtigung
der ruſſiſchen Intereſſen in der Mongolei
unterlaſſen und erhält dafür das Zugeſtändnis, ſeine!
Pläne in Korea völlig ungeſtört ausführen zu können.
H. B. Belgrad, 5. Juli. In der an der türkiſch=
montenegriniſchen
Grenze gelegenen Ort=
ſchaft
Berane herrſcht infolge von Mißhandlungen
ſeitens der türkiſchen Soldaten allgemeine Panik.
Die Bevölkerung flieht ins Gebirge nach Montenegro.
Die montenegriniſche Regierung erſuchte den ruſſiſchen
und den ſerbiſchen Geſandten, bei der Pforte gemein=
ſam
gegen ſolches Verfahren des türkiſchen Militärs
Proteſt zu erheben. Der Beraner Bezirk befindet ſich
im Belagerungszuſtand.
H. B. Santiago de Chile, 5. Juli. Die Hinricht=
ung
des Raubmörders Beckert wurde auf
morgen feſtgeſetzt. Beckert war Sekretär der deut=
ſchen
Geſandtſchaft in Chile und wurde zum Tode ver=
urteilt
, weil er, um Unterſchlagungen zu verheim=
lichen
, den Geſandtſchafts=Portier ermordet und das
Geſandtſchafts=Palais in Brand geſteckt hatte.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 5. Juli. Die Reichstagskommiſ=
ſion
für die Reichsverſicherungsordnung
ſetzte die Beratung über die Aerztefrage fort. Staats=
ſekretär
Dr. Delbrück erklärte, er halte die freie Aerztewahl
in vielen Fällen für nützlich und zweckmäßig; wo ſie durch=
geführt
werden ſolle, müſſen die Kaſſenverwaltungen mit
entſcheiden; geſetzlich könne ſie nicht vorgeſchrieben werden.
An vielen Orten ſtänden die Kaſſen den Aerzte= Organi=
ſationen
wehrlps gegenüber. Der Leipziger Verband
brachte durch ehrenwörtliche Verpflichtung ſeiner Mitglie=
der
die wirtſchaftlichen Verhältniſſe der Aerzte in unzu=
läſſiger
Weiſe vor die ärztlichen Ehrengerichte. Die nicht
beitretenden Aerzte wurden vom Verbande boykottiert.
Die Regierungsvorlage ſchaffe deshalb auch einen Schutz
gegen den Terrorismus. An den in der Vorlage vorge=
ſchlagenen
Bedingungen ſolle feſtgehalten werden.
* Wien, 5. Juli. Der Nationalitäten= Aus=
ſchuß
hielt heute ſeine erſte Sitzung zur Beratung des
Antrages über die Minoritätsſchulen ab. Der
Abgeordnete Stransky (parteiloſer Tſcheche) beantragte
Vertagung der Sitzung, da er aus zuverläſſiger Quelle
erfahren habe, daß ſich die Regierung in einem Zuſtande
der Kriſis befinde. Für die Vertagung traten die Chriſt=
lich
=Sozialen ein, die erklärten, die Komödie nicht mit=
machen
zu wollen. Die Deutſchen mit Rückſicht auf die
parlamentariſche Kriſis, insbeſondere auf die Vorgänge im
Budgetausſchuſſe und die Polen, die Kompetenzbedenken
vorbrachten, waren gegen eine Vertagung. Dann ſprachen
ſich die Sozialdemokraten aus, die es als eine Frivolität
erklärten, wenn man den Ausſchuß an der Aufnahme der
Arbeit verhindern wolle. DerVertagungsantragwurde mit 22
gegen 15 Stimmen angenommen und der Budgetausſchuß
ſetzte die Beratung über die italieniſche Rechtsfakultät fort.
Da der Abgeordnete Hoovar trotz des Einſpruches des
Vorſitzenden ſloveniſch ſprach, erklärte der Vorſitzende
Chiari, daß er den Vorſitz niederlege. Die Sitzung
wurde darauf unterbrochen.

Kluge Frauen
verwenden bei der Zubereitung von Kuchen, Pud-
dings
und Flammeries nur Duryeas

Kochbücher werden von der Corn Products Co.,
Hamburg I., kostenfrei versendet.
(13606D
Maniet, Sril. chetrunt hit
wird jede verſtändige Dame auf die Autofahrt mit=
nehmen
, dazu aber auch noch eine hochwichtige Klei=
nigkeit
: eine Schachtel Fays ächter Sodener Mineral=
paſtillen
. In der ſtaubigen Luft und in demſcharfen
Zugwind ſind die kleinen Sodener unſchätzbare Helfer
gegen die Gefahr der Erkältung und gegen Reizungen
der Schleimhäute des Halſes. Die Schachtel koſtet
85 Pfg. und iſt überall zu haben.
(13609)f

PilsnernSO
Münchner
Hell Exvort

FeisveFdrersrerer

614a

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Taghlatt,=Mittwoch, den, 6. Juli 1910.

Nummer 155.

Bannusanannaanannnanunnnnnaunnannnann

E STANDIGE AUssTELLUNC E
KUNSTL. GRABDENKMALE
NAcH ElGENEN ENTWÜRFEN UND MODELLEN
* NIEDERRAMSTADTERSTRASSE 28.

Halhalnhinann

IE

E

RlCHARD PAUL, DARMSTADT
ATELIER FUR GRABMALKUNSTUND KUNSTGEWERBE.

Ihn!
(13555a)

Ii

Nach kurzem Krankenlager verſchied am
3. Juli
(13529
Herr Prokurist
JoserWbckbach.
Wir verlieren in dem Entſchlafenen einen
lieben Kollegen, einen wohlwollenden und ent=
gegenkommenden
Vorgeſetzten; ſeine ausge=
zeichnete
Tüchtigkeit und Pflichttreue wird uns
ſtets vorbildlich ſein. Das Andenken an ihn
wird immer in Ehren gehalten werden.
Das Personal der Firma
F. ScHMITT,
Seifenfabrik, Darmstadt.

Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Gatten
Herrn Arnold Devers
ſage ich Allen, insbeſondere auch Herrn Pfarrer
Rückert für ſeine troſtreiche Grabrede, Herrn Doktor
Degen, ſowie den Schweſtern der Paulusgemeinde
für die liebevolle Pflege während des Kranken=
lagers
, den Patienten der Walderholungsſtätte
und für die zahlreichen Blumenſpenden meinen
innigſten Dank.
(B13668
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Katharina Devers, geb. Kumpf,
nebſt Kindern u. Angehörigen.

Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe herzlicher Teil=
nahme
an dem ſchweren Verluſt, der uns be=
troffen
, ſprechen wir Allen, insbeſondere Herrn
Pfarrer D. Waitz für die troſtreichen Worte am
Grabe und für die vielen Blumenſpenden, unſeren
(13538
herzlichſten Dank aus.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Frau M. Schäfer, Ratsdiener Wwe.
Darmſtadt, den 5. Juli 1910.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Auch geſtern ſind in unſerem Bezirk wieder ſtrichweiſe
Regenböen niedergegangen. Der hohe Druck über Weſt=
europa
rückt nur ſehr langſam vor, ſo daß wir immer
noch unter dem Einfluß des öſtlichen Tiefdruckgebietes
und ſeiner Randwirbel ſtehen.
Ausſichten in Heſſen am Mittwoch, den 6. Juli:
Fortdauernd kühl und regneriſch.
Tageskalender.
Konzert um 4 und 8 Uhr auf der Ludwigshöhr.
Konzert um 7½ Uhr im Garten der Vereinigten
Geſellſchaft.
Johann Strauß=Konzert um 8 Uhr im Saalbau.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 107 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 7. Juli.
Hofreite=Verſteigerung des Karl L. Hennemann
(Heinrichſtraße 126) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle, Louiſen=
ſtraße
20. Die Leſehalle iſt geöffnet an Wochen=
tagen
von 102 und von 69 Uhr, Sonntags von
111 und von 69 Uhr. Bücherausgabe findet
ſtatt an jedem Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und
abends von 6 bis 9½ Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nich?
zurückgeſandt.

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(F. Gaydoul)
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in und außer dem Hauſe, ſowie Nachhilfe=
Stunden für Schüler u. Schülerinnen, ev.
Beaufſichtigung der Schularbeiten wird
gründlich und gewiſſenhaft erteilt. Auch
werden Ueberſetzungen ſauber mit der
Maſchine ausgeführt. Dortſelbſt iſt auch
Gelegenheit geboten z. gründlichen Erlernung
der Schreibmaſchine. Näheres Emil=
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alles umſonſt, bis ich 1904 in der
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Ich kaufte mir 2 Doſen und die
Flechte iſt ſeitdem verſchwunden.
Ich ſage Ihnen meinen beſten Dank
ſo ſpät, weil ich erſt wiſſen wollte,
ob der Erfolg ein dauernder iſt, was
ich jetzt nach 2 Jahren wohl annehmen
darf.
Em. Marx.
Görlitz, den 14./2. 06.
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Kurſe vom 5. Juli 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

8f. Staatspapiere.
4 Dſche. Reichsſchatzanw.
3½ Deutſche Reichsanl..
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg.
3½ do. Conſols .
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . .
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl
4 Heſſ. Staatsanleihe . .
do.
3½
do.
3
3. Sächſiſche Renre
4 Württemberger v. 1907
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl
1¾ Griechen v. 1887 .
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente .

In Proz.
100,40
93,10
85,00
100,90
93,10
84,80
101,70
93,90
85,00
101,40
91,90
83,30
101,80
101,40
91,60
80,80
83,60
102,00
92,80
100,40
47,50
97,90
99,10
94,30
66,70
67,70
11,40
101,80

Zf.

InProz.
. 100,00

4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,50
4½ do. v. 1905
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,30
4 Türk. Admin. v. 1903 87,60
4 do. unifiz. v. 1903 93,50
4 Ungar. Goldrente . . 95,20
4 do. Staatsrente . 92,30
5 Argentinier . . . . . . 101,80
do.
90,90
4½ Chile Gold=Anleihe 95,60
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,70
4½
do.
4½ Japaner . .
97,90
5 Innere Mexikaner . . 99,50
.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904
5 Gold=Mexikaner . . . 100,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
.
142,90
4 Nordd. Lloyd . . . . 109,90
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%)
Einz. Mk. 408 117,25
4 Baltimore & Ohio . . 107,90
4 Gotthardbahn . . . .

In Proz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 158,00
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21,%
4 Pennſylvania R. R. 131,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 209,00
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 479,75
Fabrik Griesheim .
.259,75
Farbwerk Höchſt .
.488,75
Verein chem. Fabriken
Mannheim .
325,00
Lahmeyer .
112,50
Schuckert
. . 158,25
Siemens & Halske . . . 242,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 414,50
Bochumer Bb. u. Guß . . 229,75
Gelſenkirchen .
. . 206,50
Harpener .
. . . 188,25
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
.
. . . 221,75
Prioritäts=
Obligationen.
½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,50
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,70
3½ do.
91,90

4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
do. ſteuerfrei . 98,30
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,60
do.
98,20
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,00
do.
do.
56,00
Raab=Oedenburger . .

4 Ruſſ. Südweſt. . .
4 Kronpr. Rudolfbahn

89,90

In Proz.
2¾/10 Livorneſer.
. 75,80
4 Miſſouri=Pacific
Bagdadbahn Mk. 408 87,30
5 Anatoliſche Eiſenb..
5 Tehuantepec . . . . . 102,00

Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ.
Darmſtädter Bank . .
Deutſche Bank .
Deutſche Vereinsbank
Diskonto=Geſellſchaft
Dresdner Bank. .
Mitteldeut. Kreditbk.
Nationalbk. f. Deutſchl.
Pfälzer Bank.

Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank
Wiener Bank=Verein

Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
do. S. 19. . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
3½ do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank
3½
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 19171
do. (unk. 1914)
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
3½
do,

171,70
30,40
251,25
127,90
186,70
58,00
119,75
123,90
101,40
44,60
39,10
136,50

100,20
92,30
99,60
100,50
90,50
101,60
92,20
101,00
91,10
100,20
91,00
100,40
92.50

InProz.
Städte=
Obligationen
Darmſtadt .
91,60
3½ do.
.100,90
Frankfurt.
do.
96,20
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
.100,00
3½ do.
4 Karlsruhe
.100,40
3½ do.
91,00
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
.100,10
3½ do.
4 München .
. 101,00
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg .
. 100,30
3½ do.
4 Offenbach
3½ do.
4 Wiesbaden .
.100,40
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886.
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 168,50
3½ Cöln=Mindner 100 105,00
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl, Komm. 100 105.00

In Proz.
Zf.
3 Madrider Fs. 100 78,50
4 Meining. Pr.=Pfand=
135,80
briefe. . . .
Oeſterr. 1860er Loſe 173,75
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl. 7 39,00
Braunſchweiger Tlr. 20 209,80
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10
Meininger
fl. 7 39,00
Oeſterreicher v. 1864 100 569,00
do. v. 1858 100
Ungar. Staats 100 385,00
Venediger
Frs. 30 42,10
Türkiſche
400 183,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,39
20 Franks=Stücke .
16,26
Oeſterr. 20=Kronen .
16,90
Umerikaniſche Noten . . . 4,185/
Engliſche Noten . . . . . 20,42
Franzöſiſche Noten.
81,20
Holländiſche Noten . . . . 169,30
Italieniſche Noten .
80,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,20
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto .
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%

[ ][  ][ ]

ummer 155.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

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Gebrüder Bauer, Eberstadt
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Lieferung direkt oder durch Plakate erkenntliche Verkaufsstellen.
Telephon Nr. 256.
Telephon Nr. 256.

(13672a

manmischer Verem barmstadr 2. V.
Samstag, den 9. Juli,
abends 9 Uhr, auf dem heiligen Kreuzberg
großes Sommerfest
6.

Geſchäfts=Empfehlung.
Einem verehrl. Publikum, werter Nachbarſchaft, Bekannten un
Gönnern die Nachricht, daß ich die
Restadrarion Wzam Hessischen-Haus

beſtehend in

großenr Konzert

Ecke Grafen= und Waldſtraße
mit dem heutigen Tag übernommen habe. Gleichzeitig empfehle
ich meine Bürgerliche Küche ſowie ff. Export-Biere aus der Brauerei
Ostertag, ſowie prima Apfelweine und Weine.
Um geneigten Zuſpruch bittend,
zeichnet hochachtend
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Friedrich Rummel
früher Reſtaurateur der Färberiſchen Reſtauration, Holzhofallee 2.

ausgeführt von der Kapelle des Inf.=Leib=Garde=Regts. Nr. 115 unter perſönlicher
Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters H. Hauske und dem Männerchor Doppel=
quartett
Rheingold unter der bewährten Leitung ſeines Dirigenten Herrn Damm,
Grosse Illumination des Gartens und

Derſelbe wird mit einer impoſanten Fackelpolonaiſe bei feenhafter Beleuchtung der
Laubgänge pp. eröffnet.
(13666
Wir bitten unſere Mitglieder und geladenen Gäſte nochmals um recht zahlreichen
Beſuch
Der Vorstand.

3Ates Gaufest des Main-Rhein-Gaues und (13528
Goldenes Jnbiläum des Turnvereins Erbach i. O.
am 9., 10. und 11. Juli ds. Js.
IrIIT!
Den Führer und
Nordseebad Langeoog
monet eisert nach

Kotel Ress

Hervor-
Gelegen-
ragende
112!
heit!
In jeder Beziehung hervorragend dürfen sich wiederum die nächsten Reisen der
bekannten Freien Deutschen Reise-Vereini- gung nennen. Für einen erstaunlich
billigen Preis macht man auf erstklassigen, grossen und modernen Salonozean-
dampfern
eine unübertrefflich schöne Reise rund durchs blaue Mittelmeer nach den
herrlichsten u. geschichtlich hervorragendsten Stätten desselben in Italien,
Griechenland, Nordafrika und Frankreich. Da schlechtes Reisewetter ausge-
schlossen
, empfehlen sich die Reisen ganz M besonders. Die Reisen führen ab Marseille
und Montecarlo nach Ajaccio, Rom, Neapel, Pompeji, Capri, Palermo, Messina, Taormina,
Tunis, Carthago, Malta, Athen und Corfu, den schönsten Stätten der Welt und der
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Stemmer, Verkehrsverein, Elisabethenstr. 14, Auskunfts-
stellen
des Verbandes Deutscher Nordseebäder.

Programm
zu dem am Mittwoch, den 6. Juli,
von 121 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle des Großh.
Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
1. Die Ehrenkompagnie, Marſch von P.
Kairus. 2. Ouvertüre zur Oper Die
Italiener in Algier von G. Roſſini. 3. Die
luſtigen Heidelberger, Walzer aus dem
gleichnamigen Ausſtattungsſtück von A.
Siems. 4. Feſtmarſch aus dem Es=dur=
Konzert von L. v. Beethoven. 5. Intro=
duktion
und Chor der Friedensboten aus
der Oper Rienzi von Richard Wagner.
6. Flaggenſalut, Marſch von A. Ruſt.

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[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910

Nummer 155.

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Riſfe der Liebe.
Ein Blankeneſer Roman
von Ewald Gerhard Seeliger.
(Nachdruck verboten.)
43)
Mit Morgengrauen ſtach die Ollenhop in die
breite Mündung des Cantonfluſſes hinein, und näherte
ſich kurz nach dem Frühſtück der befeſtigten Inſel
Tai=kok=tau, die das Fahrwaſſer ſcharf verengte.
Martin Fock nahm das Glas und ſichtete vier
Striche achtern auf Backbordſeite einen größeren mit=
laufenden
Dampfer, der ihm ſehr bekannt vorkam und
der auf dem Kurſe Hongkong=Whampoa lag.
Das iſt die Eider! ſtieß er plötzlich heraus. Was
will die denn hier?
Konkurrenz machen, meinte Habbe Frark, der
immer die Morgenwache hatte.
Wird nicht arg werden, ſprach Martin Fock und
legte das Glas wieder hin. Er kann mit dem großen
Kahn doch nicht nach Canton hinauf, muß nach Wham=
poa
hinüber. Da ſoll er erſt Paſſagiere finden.
Aber Fracht! warf der Steuermann ein und ſchaute
wieder hinüber.
Die Fracht laß ich ihm gern, erwiderte Martin
Fock verächtlich. Davon wird er nicht reich werden.
Vor Franz Müſſigbrot hab’ ich noch lange keine Angſt.
Er hat die Geſterlingſche Flagge in Schau, ſprach
Habbe Frark, ohne das Glas von den Augen zu laſſen.
An der Weſtküſte war’s nichts geweſen. Da wird
er’s jetzt hier verſuchen wollen.

Jetzt dippt er.
Können wir auch, rief Martin Fock und ſetzte die
Flöte an die Lippen.
Henning Breckwoldt, der die Deckswache hatte,
ſprang zum Heck und ließ die deutſchen Farben drei=
mal
auf= und abſteigen. Jetzt kam auch Harro Bruhus
auf die Brücke.
Allmählich ſchrumpfte die Eider zuſammen und
verſchwand.
Läuft ſchneller als wir, meinte Harro Bruhus mit
einem höhniſchen Seitenblick auf Habbe Frark.
Halt’s Maul! ſchrie der Kapitän wütend, der eben
ganz genau dasſelbe gedacht hatte, und Harro Bruhus
drückte ſich, ſo ſchnell er konnte. Die Ladepapiere waren
immer noch nicht fertig.
Keine halbe Meile, ſagte Habbe Frark ruhig.
Nicht mal eine halbe, erwiderte der Kapitän.
Dann bog die Ollenhop zwiſchen den halbver=
fallenen
Forts in das enge Fahrwaſſer des Perlfluſſes
ein, kämpfte herzhaft gegen die Strömung an, nahm
glücklich die zweite und die erſte Barre und näherte
ſich langſam der Rieſenſtadt Canton. Dſchunken und
Kähne aller Formen belebten den Strom und erſchwer=
ten
Habbe Frark, der ſich zum erſten Male ohne Lotſen
behalf, die Navigation. Die Ufer waren flach und
ſumpfig, von zahlreichen Kanälen durchzogen, zwiſchen
denen ſich endloſe Reis= und Zuckerrohrfelder dehnten.
Nur ſelten zeigten ſich Erhöhungen.
Henning Breckwoldt ſtand mit Gert Heemſoth,
ſeinem Freunde, auf der Bak, wohin die Kulis nicht

kommen durften, ſchmauchte ſeine Pfeife und beſchaute
ſich die Gegend.
Beinahe wie die Elbe, meinte der Bootsmann, und
wies mit dem Mundſtück der Pfeife über Steuerbord,
wo ſich an einigen Hügeln die bunten, zierlichen Häu=
ſer
eines Dörfchens aufbauten. Akkurat wie Blan=
keneſe
.
Haſt Du eine Ahnung von Blankeneſe, lachte ihn
Henning aus.
Na, ſprach Gert Heemſoth achſelzuckend, kannſt Du
von dieſen Kulis mehr verlangen?
Fortwährend mußte die Ollenhop ihre tiefe,
drohende Stimme erheben, um die Boote zum Aus=
weichen
aufzufordern. Sie fuhr noch immer mit voller
Kraft, ſchob ſich aber nur langſam vorwärts, da der
Strom, je mehr er ſich verengte, um ſo größere Kraft
entwickelte. Endlich ſahen ſie die Dächer von Canton
in der Nachmittagsſonne vor ſich liegen, mit ihren
Spitzen, Schnörkeln und Schnäbeln, die Klöſter und
Paläſte, die fünfſtufige Pagode und die franzöſiſche
Kathedrale mit den beiden ſtolzen Glockentürmen.
Das Merkwürdigſte aber waren die unzähligen Boote
und Dſchunken, die dicht aneinander verankert den
halben Strom bedeckten, die Waſſerſtadt Cantons.
Das haben die Hamburger nicht! ſprach der Boots=
mann
.
Sind auch keine Chineſen, verſetzte Henning
trocken.
Anker klar zum Fall! ſchrie der Kapitän von der
Brücke herunter.

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

Nummer 155.

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Man beachte meine Schaufenster!
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Iſt klar, gab Gert Heemſoth zurück und ſtellte ſich
ans Spill.
Aber die Ollenhop konnte in dem Gewimmel
der Boote nicht den rechten Platz finden und ſchob ſich
noch weiter hinauf zur Inſel Schamien, der Nieder=
laſſung
der Fremden. Auf dem gegenüberliegenden
Ufer bargen ſich unter dichten Wolken blühender Obſt=
bäume
die Hütten des Dorfes Honan.
Da, ſiehſt Du! ſprach Henning Breckwoldt plötzlich
und wies hinüber. Das ſieht akkurat aus wie das alte
Land an der Lühe.
Ach was! knurrte der Bootsmann, der mehr für’s
Praktiſche war. Dieſe verdammten Kulis ſollten da
lieber einen Hafen ausbuddeln, daß wir hier nicht
mitten im Strom liegen müſſen.
Die Ollenhop arbeitete nur noch mit halber Kraft.
Aus dem Gewühl, das ſie im weiten Bogen um=
gab
, ſchob ſich ein breiter Kahn, deſſen flacher Aufbau
mit Papierlaternen und Blütenkränzen geſchmückt war.
Das iſt ein Blumenboot, erklärte Gert Heemſoth,
wies mit dem Finger hinüber und machte ein ſo ver=
ſchmitztes
Geſicht, als ſei ihm eben das Waſſer im
Munde zuſammengelaufen. Da wohnen die niedlichen
Blumendeerns drin. So was haben ſie in Hamburg
nicht.
Und es ſtimmte auch. Ein paar buntgekleidete
Mädchen ſprangen aus dem Aufbau und warfen Hen=
ning
Breckwoldt Kußhände zu. Doch der drehte ſich
weg.
In dieſem Augenblick kam von der Brücke her=
unter
das ſcharfe Kommando: Fall Anker!
Gert Heemſoth löſte die Sperrſchraube. Die beiden
Ketten raſſelten aus den Klüſen, daß der Roſt in roten
Wolken wirbelte, ſtrafften ſich bald, und die Ollenhop
lag feſt.
Die neugierigen Fragen des chineſiſchen Zoll=
beamten
, der zuerſt an Bord ſtieg, beantwortete Harro

Bruhus mit einer einladenden Handbewegung. Wur=
den
die vier Kürbiſſe entdeckt, was ſcherte es ihn. Der
bezopfte Herr folgte der Aufforderung grändlich, viſi=
tierte
alle Räume, nur in die Rettungsboote ſchaute er
nicht. Dann wurde die lebendige und die tote Ladung
in Kähne und Dſchunken verſtaut, und die vier Opium=
behälter
verſchwanden ſpurlos, ohne daß Harro Bru=
hus
ſah, wie, wann und wohin.
Martin Fock ließ ſich gegen abend mit ſeinem
zweiten Steuermann, dem dicken Mecklenburger, der
die Ladepapiere glücklich fertiggemacht hatte, nach der
Inſel Schamien überſetzen, um von dem Agenten die
neuen Aufträge entgegenzunehmen. Außerdem gab
ihm der ein paar Wohnungsadreſſen, um die er ihn
das letzte Mal gebeten hatte. Friſchwaſſer, Kohlen und
Proviant wurden erſt in Hongkong eingenommen.
Habbe Frark blieb wie immer an Bord, er hätte an
Land ſeiner geliebten Navigation doch nicht obliegen
können.
Briefe waren nicht da. Die letzte Poſt hatten ſie
in Singapore erhalten, die nächſte kam erſt in Schang=
hai
an Bord.
Gert Heemſoth nahm ſich bei Habbe Frark Land=
urlaub
und fragte gleich für Henning Breckwoldt mit,
um einen Begleiter zu haben. Der hatte nicht viel
Luſt, ließ ſich aber doch beſchwatzen und ging mit.
Von den Blumenmädchen ließen ſie ſich nicht ver=
locken
; der Bootsmann, der als alter Oſtindien= und
Chinafahrer Canton wie ſeine Hoſentaſche kannte, in
der ihm ſchon ſeit Singapore die Dollars juckten, wußte
gleich an der Grenze der Neuſtadt ein feines Teehaus,
wo ſogar deutſches Bier vom Faß verſchenkt wurde.
Dieſe umfangreiche Niederlaſſung war von einem ſehr
findigen Amerikaner gegründet worden und vereinigte
in ſich alle Genüſſe der alten und der neuen Welt. Da
gab es geräumige Spielſäle, wo man ſein Geld los
werden konnte, und dunkle Kellergewölbe, wo man

Opium ſchmauchen durfte, Bartſchönheiten aus Canton
und Blumenmädchen aus Europa.
Henning wollte zuerſt nicht hineingehen, aber er
mochte auch nicht den Bootsmann allein laſſen und
ſetzte ſich mit ihm dicht neben die Bar an einen der
vielen runden kleinen Marmortiſche. Gert Heemſoth,
der graue Sünder, begann ſofort mit einer kleinen
Chineſin anzubandeln. Henning aber ließ ſich keine
nahe kommen, trank wenig und mußte immer an Guſchi
Heggbloom denken und an den kleinen Karl.
Dabei packte ihn wieder der alte Grimm, und er
trank ſchärfer.
Nicht lange darauf ſah er Martin Fock und Harro
Bruhus hereintreten.
Sie kamen ſofort heran und ſetzten ſich zu den
beiden. Der dicke Mecklenburger, der in dieſem Lokal
bekannt war, wurde bald von einer der Barſchönheiten
abgelenkt. Eine andere hatte es auf Martin Fock ab=
geſehen
.
Doch der ſchob ſie verächtlich zur Seite.
So ſaßen ſich Henning Breckwoldt und ſein Kapitän
gegenüber.
Haſt wohl auch keine Luſt? fragte er ihn.
Nein! antwortete Henning und ſchüttelte den Kopf.
Dann gingen ſie bald zuſammen an Bord, ohne
noch ein Wort zu wechſeln.
Beide waren mit ihren Gedanken in Blankeneſe,
Martin Fock bei ſeiner jungen Frau, Henning bei
Guſchi.
(Fortſetzung folgt.)

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O

[ ][  ][ ]

Nummer 155.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. Granatbroſche in Goldfaſſung. 1 gold.
Damen=Trauring ohne Gravierung. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Riemchen. 1 leerer
Butterkorb mit weißleinenem Tuch. 1 Damen=Regenſchirm mit gelbem Griff und
Silberverzierung. 2 blaue Kinder=Capes. 1 Damen=Regenſchirm mit dunklem Griff.
1 kleines Perlmutt=Taſchenmeſſer und Bleiſtift in grauem Lederfutteral. 7 kleine
Schlüſſel an einem Ring. 1 dicker ſchwarzer Gummiring. 1 altes Portemonnaie mit
Inhalt. 1 Hundehalsband mit Marke und der Nr. 8553. 1 ſchwarzer Damen=Hut und
Damen=Gürtel. 1 evangeliſches Geſangbuch mit dem Namen Lina Lang verſehen.
1 farbiger Damen=Gürtel mit gelbem Schloß. 1 goldene ältere Brille. 1 mittelgroßer
Schlüſſel. 1 Schüler=Reißzeug. 1 Kundenbuch mit grüner Decke. 1 großer Schlüſſel.
1 Bartbürſte mit Futteral. 1 mittelgroßer Schlüſſel mit der Nr. 24. 1 Teil von einem
Photographen=Apparat. 1 Zwicker, ſchwarzgerändert mit Goldbügel. 1 Portemonnaie
mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 Stück weißleinen Tuch (Handarbeit). 1 goldenes
Halskettchen mit rundem Anhänger. 1 Warenbuch. 1 Päckchen, enth. ſchwarzes Ein=
faßband
, 1 Stück Gummi und 1 Stern Seide.
Im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad im Monat Juni liegen geblieben und
von der Direktion abgeliefert: 4 Paar weiße Manſchetten. 1 ſchwarzer Spazierſtock
mit weißem Griff. 1 Damen=Regenſchirm, der Griff einen Papageikopf darſtellend.
1 Paar graue Handſchuhe. 1 einzelner grauer Handſchuh. 1 Kamm. 1 Schuhknöpfer.
1 Bartburſte mit Futteral. 1 Paar weiße durchbrochene Damen=Handſchuhe.
Verloren: 1 Damen=Regenſchirm mit grünlichem Griff. 1 künſtlicher Unter=
kiefer
mit 12 Zähnen. 1 Sektzipfel mit grün=weiß=rotem Band. 1 brauner Rock mit
Kundenbuch der Rheiniſchen Brauerei. 1 rotbraunes altes Portemonnaie mit etwa
15 Mk. Inhalt nebſt verſchiedenen Schlüſſeln. 2 weiße Kinderkragen. 1 älteres braunes
Portemonnaie mit etwa 55 Mk. Inhalt. 1 braunes Portemonnaie mit 8 Mk. 1 ſilbernes
Armband mit Sicherheitskette. 1 gelb= und braunkariertes Portemonnaie mit 5,12 Mk.
Inhalt. 1 goldenes Halskettchen mit ovalem Email=Anhänger. 1 goldene Broſche in
Herzform. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1 Zweimarkſtück. 1 ſchwarzes Knaben=Capes
mit Kapuze. 1 Paket, enthaltend 5 große Tranchiermeſſer und 2 Tranchiergabeln.
1 kleine goldene Krawattennadel. 1 Zehnmarkſtück. 1 halbrundes dunkelgelbes Porte=
monnaie
mit etwa 48 Pfennigen Inhalt. 1 Portemonnaie mit 79 Mk. Inhalt. 1 gold.
Damen=Uhr mit langer goldener ſchwerer Kette. 1 Taſchenmeſſer mit 2 Klingen und
braunem Stiel. 1 Damen=Trauring, gez. 4. 4. 09 und einem Namen. 1 mattgoldenes
Halskettchen mit rundem goldenen Anhänger. 1 Damen=Trauring, gez. 30. 5. 09.
1 ſilb. Zylinder=Uhr mit Double=Kette. 1 bl. Portemonnaie mit 2 Karten vom Schwimm=
bad
und einigen Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel mit Silber=
ſchnalle
. 1 goldene Broſche, ein Kreis mit einem Stab durch die Mitte und blau= weiß=
rotem
Steinchen. 1 Damen=Regenſchirm mit dunkelgrünem Knopf. 1 goldenes Hals=
kettchen
mit Herzchen, in dem Innern eine Kinder=Photographie. 1 goldenes Hals=
kettchen
. 1 Granatbroſche in Goldfaſſung und Sternform. 1 blauſeidene Damen=Bluſe.
1 Invalidenkarte, auf den Namen Georg Schmelzer lautend.
Zugeflogen bei Privaten: 2 Kanarienvögel. 1 Papagei.
Entlaufen: 1 Daxhund mit fremder Marke. 1 glatthaariger Rehpinſcher. 1 kl.
braune deutſche Dogge mit heller Bruſt.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(13526
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher. 1 Dachshund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Da in letzter Zeit wiederholt über Beläſtigungen des Publikums durch Ball=
und andere Spiele auf der Straße Beſchwerde geführt worden iſt, ſehen wir uns
veranlaßt, darauf hinzuweiſen, daß nach Art. 292 des Polizeiſtrafgeſetzbuches und
§ 366,7 des Reichsſtrafgeſetzbuches derjenige mit Geldſtrafe bis zu 60 Mk. oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft wird, der auf Straßen oder öffentlichen Plätzen
mit Steinen oder anderen Gegenſtänden wirft, wodurch Menſchen beſchädigt oder
verunreinigt werden können. Unter dieſen Tatbeſtand fallen insbeſondere auch Spiele
mit Hartgummibällen.
Iſt die mit Strafe bedrohte Handlung von Kindern begangen worden, ſo werden,
nach Art. 44 des Polizeiſtrafgeſetzbuches die Eltern oder andere aufſichtspflichtige
Perſonen, die es an der erforderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen, beim erſten
Fall polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfalle mit Geldſtrafe bis zu einem
Drittel der auf die Uebertretung ſelbſt angedrohten Strafe belegt.
Bei eintretenden Körperverletzungen können außerdem nach §§ 823 ff., 832 des
Bürgerlichen Geſetzbuches für den Täter und aufſichtspflichtige dritte Perſonen
(Eltern uſw.), weitgehende zivilrechtliche Schadenerſatzverpflichtungen entſtehen.
Darmſtadt, den 2. Juli 1910.
(13535md
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Vekanntmachung.
Die hauptſächlich unter der Schuljugend vielfach verbreitete, nicht ſcharf genug zu
verurteilende Unſitte, Gebäude, Einfriedigungen ꝛc., namentlich ſolche mit friſchem
Anſtrich, durch Beſchmieren mit Kreide, Schmutz uſw. zu verunreinigen, hat in letzter
Zeit wieder überhand genommen.
Wir ſehen uns daher veranlaßt, vor ſolchen Ausſchreitungen erneut eindringlichſt
zu warnen, ſowie an Lehrer, Eltern, Vormünder uſw. das dringende Erſuchen zu richten,
die ihrer Obhut unterſtellten Kinder mit allen ihnen zu Gebote ſtehenden Mitteln von
derartigem Unfug abzuhalten.
Das Aufſichtsperſonal iſt angewieſen, die Schuldigen im Betretungsfalle unnach=
ſichtlich
zur Anzeige zu bringen, im Falle der Strafunmündigkeit der betreffenden Kin=
der
aber die Beſtrafung ihrer Eltern, Vormünder uſw. nach § 44 des Polizeiſtrafgeſetzes
herbeizuführen.
(13536md
Darmſtadt, den 1. Juli 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.

Oktroi für Wein.

Der in der Stadt=Gemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein (auch Johannis=
und Stachelbeerwein) unterliegt der Oktroiabgabe.
Die Wein= und Obſtweinproduzenten haben vor Beginn der Kelterung der Oktroi=
verwaltung
ſchriftlich oder mündlich Anzeige zu erſtatten unter gleichzeitiger Angabe,
an welchen Tagen die Kelterung begonnen und ſie beendet werden ſoll. Sie erhalten
hierüber eine Beſcheinigung, die ſie im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der
Aufſicht beauftragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen haben.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem zu jeder Zeit bereit=
willig
zu geſtatten iſt, die Menge des produzierten Moſtes, ſowohl im Kelterhaus, als
im Keller feſtzuſtellen. Solange dieſe Feſtſtellung nicht ſtattgefunden hat, darf von dem
gewonnenen Moſt nichts in Verbrauch genommen oder entfernt werden.
Nach beendigter Kelterung wird der Oktroi von dem hergeſtellten Moſt nach den
Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben. Hierbei werden von der durch die Auf=
nahme
ermittelten Geſamtmenge 5% für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrollmaßregeln ſind diejenigen Wein=
händler
im großen, denen die im § 2 der Bekanntmachung vom 30. November 1903,
betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene Erleichterung für den Weingroßhandel zugeſtan=
den
iſt. Sie haben nach Anleitung der Verwaltung ein beſonderes Kelterregiſter zu
führen, in das die Menge des hergeſtellten Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben
iſt. Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen durch eigene Unterſchrift beglaubigten
Auszug aus dieſem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen, auf Grund deſſen die Berech=
nung
und Erhebung des Oktrois erfolgt.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben vorgeſchriebenen Kelter=
regiſter
Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden entweder nach § 15
des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als Defraudation zur Strafe gezogen,
oder, falls der Betrag des defraudierten Oktrois nicht feſtgeſtellt werden kann, mit
Ordnungsſtrafen von 2 Mark bis 30 Mark geahndet.
(12808a
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.

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Das Beſchneiden der Heiken.
Nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir zur Kenntnis der Beteiligten. Unſer
Feldſchutzperſonal iſt angewieſen, diejenigen, die ſich der fraglichen Arbeit bis Ende
Auguſt d. Js. nicht unterzogen haben, zur Anzeige zu bringen, worauf Beſtrafung der
Säumigen mit 1 bis 30 Mark und Ausführung des Zurückſchneidens auf deren Koſten
von Amts wegen eintritt.
Darmſtadt, den 2. Juli 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V: Jaeger.
Polizei=Verordnung.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom 13. Juli 1904, der
Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 wird
mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1336 für den Kreis Darmſtadt
nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, die auf dem Grundſtücke be=
findlichen
Hecken und Sträuche, ſoweit ſie an öffentliche Fahr= und Fußwege oder
Plätze angrenzen, alljährlich und zwar in der Zeit zwiſchen dem 1. Auguſt des einen
und dem 1. März des folgenden Jahres ſoweit zurückzuſchneiden und jederzeit ſoweit
zurückzubinden, daß ſie nicht über die Nachbar= und Weggrenze hinausragen.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten, die zu demſelben
gehörigen Garten=Einfriedigungen, ſoweit ſie an öffentliche Wege oder Plätze angrenzen,
ſtets in ordnungsmäßigem Zuſtande zu erhalten und etwaige Lücken in ihnen aus=
zubeſſern
.
§ 3. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Geldſtrafe von einer bis dreißig Mark,
außerdem wird das Zurückſchneiden der Hecken und Sträuche, Zurückbinden der Schöß=
linge
und die Ergänzung der mangelhaften Garteneinfriedigung erforderlichenfalls auf
Koſten der Säumigen von Amts wegen ausgeführt.
13623mm
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Aenderung des § 24 Abſ. 1 des Ortsbau=
ſtatuts
für die Stadt Darmſtadt.
Auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung vom 28. April d. Js. ſoll der
§ 24 Abſ. 1 des Ortsbauſtatuts an Stelle des nachſtehend abgedruckten Wortlauts
die untenfolgende Faſſung erhalten.
Einwendungen gegen die Statutänderung ſind bei Meidung des Ausſchluſſes in
der Zeit vom 23. Jum bis einſchl. 9. Juli d. Js. (beide Tage einſchließlich) bei dem
Stadtbauamte, Grafenſtraße Nr. 30, vorzubringen.
Darmſtadt, den 22. Juni 1910.
(12678mmm
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.

Frühere Faſſung:
Die dem § 16 der deutſchen Gewerbe=
ordnung
unterliegenden Anlagen ſollen
in der Regel auf das nördlich des Gries=
heimer
Wegs, weſtlich der Main=Neckar=
Bahn, nordweſtlich der Odenwaldbahn
und weſtlich der Frankfurter Straße be=
findliche
Stadtquartier beſchränkt bleiben.
Ausgenommen hiervon ſind Vergrößer=
ungen
beſtehender Anlagen.

Jetzige Faſſung:
Die dem § 16 der deutſchen, Gewerbe=
ordnung
unterliegenden Anlagen ſollen
in der Regel auf diejenigen Stadtquartiere
beſchränkt bleiben, die weſtlich der ver=
längerten
Kirſchenallee zwiſchen Dorn=
heimer
Weg und Landwehrſtraße, nörd=
lich
der Landwehrſtraße zwiſchen Kirſchen=
allee
und Blumenthalſtraße und weſtlich
bezw. nördlich der Blumenthalſtraße
zwiſchen Landwehrſtraße und Frankfurter
Straßeliegen. Ausgenommen hiervonſind
Vergrößerungen beſtehender Anlagen.

Heugras-Verſteigerung.
Samstag, den 9. Juli ds. Js., ½9 Uhr vormittags,
wird in Darmſtadt bei Wirt Strohmenger (Heiliges Kreuz) das Heugras von der
Kernwieſe bei Einſiedel, ausgenommen die Loſe 9, 10, 35, 36, in einzelnen Loſen von
je zwei Morgen wiederholt verſteigert. Auskunft bei Förſter Vöglin Einſiedel.
Darmſtadt, den 4. Juli 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
Frhr. v. d. Hoop.
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[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

Nummer 155.

V 595½½

153 Hofreite Kahlert=

ſtraße Nr. 8,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K32/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D12583,1
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 17. Auguſt 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Weißbinder Heinrich Geyer
und Genoſſen in Darmſtadt zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
18 306 Hofreite Niedergaſſe
I
(Niederſtraße 13),
19 155 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittmann=
ſtraße
1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 4. Juli 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frgntz.
(D13545,2.

Bekanntmachung.
Betreffend: Bebanungsplan für den
Gemarkungsteil zwiſchen Allee, dem
neuen Hauptbahnhof, dem neuen Güter=
bahnhof
, Weiterſtädter Weg, Landwehr=
ſtraße
und Feldbergſtraße.
Für vorbezeichneten Gemarkungsteil hat
die Stadtverordneten=Verſammlung einen
Bebauungsplan angenommen.
Der Plan liegt bei dem Stadtbauamte,
Grafenſtraße Nr. 30, vom 20. Juni bis
2. Juli ds. Js. (beide Tage einſchließlich)
zur Einſicht Beteiligter offen. Einwen=
dungen
gegen den Plan, ausgenommen die
Fluchtlinien der verlängerten Kirſchenallee,
die mit Rückſicht auf vorzuſehende Gleis=
anlagen
noch nicht feſtliegen, ſind bei Mei=
dung
des Ausſchluſſes innerhalb dieſer Friſt
bei dem Stadtbauamte vorzubringen.
Darmſtadt, den 17. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger. (12403a
Fuhrleiſtungen.
Die Anfuhr von Schienen, Weichen uſw.
vom Güterbahnhof Main=Neckar=Bahn nach
verſchiedenen Ablageſtellen ſoll verdungen!
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen im techniſchen Büro der unterzeich=
neten
Verwaltung während der Dienſt=
ſtunden
zur Einſicht offen. Auch werden
dort die Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 14. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 4. Juli 1910. (13440im
Städtiſche Straßenbahn=Verwaltung.
Grundbauarbeiten.
Die Grundbauarbeiten für den zwei=
gleiſigen
Ausbau einiger Strecken der elek=
triſchen
Straßenbahn ſollen verdungen ſollen die dem Stukkateur Georg Gerlach
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen Flur Nr. qm
liegen im techniſchen Buro der unterzeich=
neten
Verwaltung während der Dienſt=
ſtunden
zur Einſicht offen. Auch werden
dort die Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 14. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 4. Juli 1910. (13441im in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
Städtiſche Straßenbahn=Verwaltung, werden.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 20. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll das den Heinrich Gils Eheleuten da=unter der Firma:
hier zugeſchriebene Grundſtück:
Flur Nr. qm
IV 311%/100 7 Hofreitegrund mit
Giebelmauer Lich=
tenbergſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert eingetragen.
werden.
(K81/10
Darmſtadt, den 4. Juni 1910.
geſtellt.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (I11668,70
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 20. Juli l. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Ludwig Graulich dahier zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 140 636 Hofreite Gutenberg=ſchaft erfolgen unter der Firma der Ge=
ſtraße
Nr. 52,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert den und einem zweiten Vorſtandsmitgliede,
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht unter Nennung derſelben unterzeichnet von
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=dem Vorſitzenden in dem Darmſtädter Tag=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das blatt, Darmſtädter Täglichen Anzeiger und
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht den Neuen Heſſiſchen Volksblättern.
erreicht.
Darmſtadt, den 31. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (L11669,70
Bekanntmachung.
Mittwoch den 13. Juli I. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Stukkateur Georg Gerlach Ehe=ſind gültig, wenn der Vorſitzende und ein
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft: Die Einſicht der Liſte der Genoſſen iſt wäh=
Flur Nr. qm

Für die Reisezeit

Dankfürr landelund maustrie, Darmstadt
Landgraf Philipp-Anlage 6 und Wilhelminenstraße 14
empfzehlt:
Ausländisches Geld,
Kreditbriefe aller Art, Circular-Kreditbriefe (für die ganze Welt gültig)
Feuer- und diebessichere Gewölbe zur dauernden und vorübergehenden Aufnahme von Koffern,
Silbergeräten und sonstigen Wertobjekten jeden Umfangs (sog. geschlossene Depots),
Stahlkammer-Einrichtung (Safes) zur Aufbewahrung von Wertpapferen und Wertgegenständen
aller Art unter Mitverschluß des Besitzers.

jede nähere Auskunft an unseren Schaltern!

(7170P

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 17. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
dahier zuſtehenden Grundſtücke:
IV 64897/1/10000 159 Grabgarten Pfründ=
hausſtraße
,
9775)
IV 648½ /10000 505 Hofreite daſelbſt,
V 59911/1000 339 Hofreite Viktoria
ſtraße,
V 59315)
/1000 252 Hofreite daſelbſt,
V 592½/1000 153 Hofreite Kahlert=
ſtraße
,
(K15/09
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D13544,2
In unſer Genoſſenſchafts=Regiſter wurde
heute unter Nr. 17 die Genoſſenſchaft
Gemeinnützige Gartenſtadt= Ge=
noſſenſchaft
zu Darmſtadt, einge=
tragene
Genoſſenſchaft mit be=
ſchränkter
Haftpflicht, mit dem Sitz
in Darmſtadt,
Das Statut iſt am 22. Juni 1910 feſt=
Gegenſtand des Unternehmens iſt:
Errichtung von Wohnhäuſern, insbe=
ſondere
für Minderbemittelte, in garten=
ſtadtmäßigem
Ausbau und Ueberlaſſung
derſelben an die Mitglieder zum Eigentum
oder zur Miete.
Die Haftſumme beträgt: 300 Mark, die
höchſte Zahl der Geſchäftsanteile 200.
Die Bekanntmachungen der Genoſſen=
noſſenſchaft
, gezeichnet von dem Vorſitzen=
(K58/10 (die von dem Aufſichtsrate ausgehenden
Vorſtandsmitglieder ſind:
Rechtsanwalt Hermann Kalbhenn,
Miniſterialregiſtrator Ludwig Keppel,
Lehrer Philipp Stepp, Oberlehrer
Hans Hüthwohl, Miniſterialſekre=
tariatsaſſiſtent
Adolf Schäfer,
ſämtlich in Darmſtadt.
Die Willenserklärungen des Vorſtandes
zweites Vorſtandsmitglied ſie abgeben.
rend der Dienſtſtunden des Gerichts jedem
geſtattet.
(13543
Darmſtadt, den 1. Juli 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Genoſſenſchafts=Regiſter wurde
heute eingetragen hinſichtlich der Firma:
Darmſtädter Genoſſenſchaftsbuch=
druckerei
, eingetragene Genoſſen=
ſchaft
mit beſchränkter Haftpflicht,
Darmſtadt.
Kaufmann Wilhelm Stephan iſt aus dem
Vorſtand ausgeſchieden und an ſeiner Stelle
der Geſchäftsführer Auguſt Stork in Darm=
ſtadt
in den Vorſtand gewählt. (13542
Darmſtadt, den 30. Juni 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter B wurde heute
a eingetragen hinſichtlich der Firma:
ElektrotechniſcheWerke Darmſtadt,
Geſellſchaft mit beſchränkter Haf=
tung
in Liquid., Darmſtadt.
Conrad Heſſe iſt als Liquidator ausge=
ſchieden
und Carl Weygandt alleiniger Li=
quidator
.
(13541
Darmſtadt, den 1. Juli 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

Iel
8

En unſer Handeiereaſr 4. wurden ſol.
gende Einträge vollzogen:
Am 23. Juni 1910.
Aenderung hinſichtlich der Firma:
Bavaria=Drogerie Inh. H. Wagen=
brenner
und V. Kötzner, Darmſtadt,
Die offene Handelsgeſellſchaft iſt mit
Wirkung vom 22. Juni 1910 aufgelöſt. Ge=
ſchäft
und Firma ſind auf den ſeitherigen
Geſellſchafter Hans Wagenbrenner als Ein=
zelkaufmann
übergegangen.
Die Firma iſt geändert in:
Hans Wagenbrenner, Bavaria=
Drogerie.
Am 27. Juni 1910.
Aenderung hinſichtlich der Firma:
Bergſträßer & Schulz, Darmſtadt.
Die offene Handelsgeſellſchaft iſt mit
Wirkung vom 1. Juni 1910 aufgelöſt. Ge=
ſchäft
und Firma ſind auf den ſeitherigen
Geſellſchafter Ludwig Bergſträßer in Darm=
ſtadt
als Einzelkaufmann übergegangen.
Die Firma iſt geändert in:
Ludwig Bergſträßer.
Am 1. Juli 1910.
Hinſichtlich der Firma: (13540
Strauß & Mayer, Darmſtadt.
Geſchäft ſamt Firma iſt auf Kaufmann
Siegfried May in Darmſtadt übergegangen.
Die Prokura des Eduard Strauß, Kauf=
mann
in Frankfurt a. M., iſt erloſchen.
Darmſtadt, den 2. Juli 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
er Neudruck unſerer Miet=
verträge
iſt erſchienen und
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Nummer 155

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6.=Jnli 1910.

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[ ][  ][ ]

Seite 14.

Nummer 155.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Fuli 1910.

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Nummer 155.

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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

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2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.

155.

Mittwoch, 6. Juli.

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Seite 18

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

Nummer 155.

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Nummer 155.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

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155.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. Juli 1910.

Nummer 155.

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Von der Balkongärtnerei.?)
So mancher Blumenfreund ſucht das Heil der Zim=
merpflanzen
auf dem Balkon und ſchaut recht trübſelig
drein, wenn es ſeinen Lieblingen dort noch ſchlechter als
im Zimmer ergeht. Tatſächlich ſind für Balkons in Durch=
ſchnittslagen
nur recht wenige Pflanzen wirklich geeignet!
Luft und Licht genießen die Balkonpflanzen freilich
in Hülle und Fülle. Dafür hapert’s bei ihnen aber in an=
derer
Beziehung, nämlich mit der Waſſerverſorgung.
Sonne und Wind entziehen ihnen zeitweiſe ſo viel Waſſer,
daß aus dem kleinen Wurzelballen nicht raſch genug Er=
ſatz
kommen kann. Wie ſtark der Wind die Verdunſtung
befördert, das weiß jede Hausfrau, die im Freien ihre
Wäſche trocknet. Recht eindringlich kann auch folgender
Verſuch belehren: Man ſtellt an einem warmen, windigen
Tage einen Blumentopf mittlerer Größe mit Erde gefüllt
morgens auf den Balkonrand, nachdem man ihn tüchtig
gegoſſen hat. Schon nach wenigen Stunden kann man ſich
davon überzeugen, daß die Erde völlig ausgetrocknet iſt.
Sonne und Wind nehmen eben nicht nur von der Ober=
fläche
her, ſondern auch durch die poröſen Topfwände
hindurch die Feuchtigkeit raſch weg, auch wenn keine
Pflanze davon zehrt! Dabei iſt gerade die Austrocknung
von den Seiten her die gefährlichſte. Rings an der Topf=
wand
liegen nämlich als dichter Filz die eigentlichen
Saugwurzeln. Es nützt alſo ſelbſt ſumpfartige Feuchtig=
keit
in der Mitte des Ballens der Pflanze ſo gut wie
nichts, wenn die Saugwurzeln trocken liegen.
Nun wird ja nicht durch jedes Austrocknen der Erde
und durch jedes Welken das Leben der Pflanze in Frage
geſtellt. Die Gewächſe leiden aber dabei und werden vor
allem nicht ſchöner dadurch. In der Durſtnot ſchreiten
viele von ihnen dazu, ſich wie der Fuchs in der Falle der
gefährdeten Glieder ſelbſt zu entäußern. Sie werfen näm=
lich
von unten her die Blätter ab und ſtehen dann als
hochbeinige Jammergeſtalten mit kleinem grünen Schopf
da; wahrlich nicht als Zierden des Balkons.
Wir müſſen deshalb danach trachten, ein Austrocknen
der Erde zu verhindern. Das iſt in Einzeltöpfen ſchwer
möglich. Man iſt deshalb in der Praxis der Balkongärt=
nerei
dazu übergegangen, die Pflanzen in geräumigen
Holzkäſten zu kultivieren. Tonkäſten bringen wenig Vor=
teile
, weil ihre Wände ebenſo wie die der Blumentöpfe
vom Winde durchblaſen werden.
Durch die Verwendung von Holzkäſten gewinnt un=
ſere
Balkonbepflanzung auch an Anſehen; denn die maſ=
ſigen
Käſten wirken beſſer als die unruhigen Topfreihen,
*) Entnommen aus dem ſoeben erſchienenen hoch=
intereſſanten
Werke Häusliche Blumenpflege von Paul
F. F. Schulz. (Naturwiſſenſchaftliche Bibliothek für Ju=
gend
und Volk.) In Originalleinenband geb. 1,80 Mark.
Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.

die bei Stürmen ſogar im wahren Sinne des Wortes
ſehr unruhig werden können. Wir nutzen durch die
Käſten ferner den Raum gut aus, können z. B. die Be=
pflanzung
in doppelter Reihe vornehmen, nach außen zu
mit hängenden, nach innen zu mit aufrechten Pflanzen.
Selbſt in den geräumigſten Käſten und bei beſter
Pflege laſſen ſich aber, wie ſchon geſagt, durchaus nicht
alle Pflanzen auf Balkons ziehen! Viele werden durch
den Wind mechaniſch beſchädigt; er dreht ihnen die
Blätter ab, reißt die Blätter vom Rande her ein, knickt
ſie in der Mittelrippe oder bringt das Laub durch das
fortgeſetzte Schütteln und Zauſen zum Abſterben. Bei
vielen Pflanzen tritt noch etwas anderes hinzu: ſie ſter=
ben
auf den Balkons an Selbſtvergiftung! Das geht ſo
zu: mit dem Waſſer werden durch die Wurzeln fortgeſetzt
ſalzartige Stoffe, die ſogenannten Nährſalze, in den
Pflanzenkörper gebracht. Wird nun durch Sonne und
Wind die Waſſerverdunſtung ſehr gefördert, ſo werden
mehr Salze aufgenommen, als durch das Wachstum ver=
braucht
werden können. Es kommt zu Anhäufungen von
Salzen im Pflanzenſaft und zu richtigen Vergiftungs=
erſcheinungen
.
Die Hauptſache bleibt deshalb eine geeignete Aus=
wahl
der Pflanzen. Es kommen vor allem Gewächſe in
Betracht, die mit Schutzmitteln gegen übermäßige Ver=
dunſtung
ausgeſtattet ſind. Dabei iſt es ganz gleichgültig,
ob die Anpaſſungen in dicken, fleiſchigen oder in leder=
artig
derben Blättern liegen, ob Haarüberzüge oder lack=
artige
, fettige oder flüchtige Ausſcheidungen die Pflanze
ſchützen.
Hier mögen dem Neuling für die Auswahl einige
Fingerzeige gegeben werden.
Wir empfehlen: A. Für die laubenartige Geſtaltung
eines Balkons: von holzigen Kletterpflanzen: 1. den
wilden Wein, 2. den Efeu; von krautigen Kletter=
pflanzen
: 1. den japaniſchen Hopfen, 2. die Feuerbohne,
3. die kanariſche Kapuziner=Kreſſe, 4. die kletternde Glocke,
5. die Trichterwinde. B. Für die Bekleidung eines halb=
hohen
Spaliers: die wohlriechende Wicke. C. Als Behang
für die Balkonbrüſtung: 1. die Efeupelargonie, 2. die
große Kapuziner=Kreſſe und Lobbs Kapuziner=Kreſſe, 3. die
Petunie. D. Als ſtehende Randbepflanzung: vor allem
die Gürtelpelargonie.
Vermiſchtes.
C.K. Ein demokratiſcher König im dunklen Afrika
Der afrikaniſche König Lewanika, der an den Ufern des
Sambeſi thront und das Schickſal des Barotſelandes
leitet, iſt ein Monarch, der den Ehrgeiz hat, an der
Spitze afrikaniſcher Ziviliſation zu marſchieren, und
der modernen europäiſchen Ideen in ſeinem Reiche eine
neue Stätte ſchaffen will. Er hat ſoeben eine bedeut=
ſame
Verfügung erlaſſen, die in den Annalen des
ſchwarzen Weltteils einſtweilen ohne Gegenſtück iſt.
Bisher hatte er allein das Recht auf den Sitz in der
Khotla, das iſt in der Regierung, die über Wohl und
Wehe der Untertanen verfügt. Die übrigen Ratgeber
nußten ſtehen, und nur ſtehend durften ſie dem
lauſchen, was König Lewanika verordnete. Von, nun
ab haben alle Bartſes das Recht, in der Khotla zu
ſitzen, und ſie brauchen nicht mehr zum Zeichen ihrer
Unterwürfigkeit auf der Erde zu knien. Freilich iſt den
Mitgliedern der Regierungsverſammlung anbefohlen
worden, ſich ihre Sitzgelegenheiten ſelbſt mitzubringen,
da der Staatsſchatz außerſtande ſei, ihnen Stühle oder
Schemel zu liefern. Aber König Lewanika hat ſich nicht
mit der Verordnung allein begnügt; er will auch, daß
die europäiſche Welt, daß die ganze Kulturwelt von
der einſchneidenden Neuerung erfahre, die er im
Barotſeland eingeführt hat. Und darum hat er dem
Miſſionar Coiſſon eine eigenhändige Abſchrift des be=
deutſamen
Erlaſſes übermittelt, mit dem Auftrage, die
übrigen Bewohner der Erde von der ſtattgehabten Um=
vandlung
zu unterrichten.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
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Am 1. Juli: dem Laborant Peter Meerſtetter, Neue
Ireneſtraße 62, ein S. Hermann Friedrich. Am 29.
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