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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
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werden angenommen in Darmſtadt.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dieustags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 149.
Mittwoch, den 29. Juni.
1910.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Aus der franzöſiſchen Kammer.
* Die franzöſiſche Kammer behandelte am
Montag die Interpellationen über die allgemeine
Politik der Regierung. Miniſterpräſident
Briand gab dabei eine Erklärung folgenden
In=
halts ab:
Niemand könne an ſeiner Abſicht zweifeln, mit einer
republikaniſchen Mehrheit zu regieren, denn
mit einer anderen Mehrheit könnte die Regierung weder
leben noch handeln. Die Regierung dürfe ſich in den
Dienſt keiner Partei ſtellen. Ihre Verwaltung diene allen
Republikanern ohne Unterſchied der Parteien. Die
Re=
publik gewähre allen Individuen die Freiheit, aber über
dieſer individuellen Freiheit ſtehe die große Freiheit der
Geſamtheit, die eine Kontrolle verlange. Deshalb ſei
in=
dividuelle Freiheit immer nur relativ, ſelbſt in dem
klei=
nen Kreis, wo man ſelbſt regiere.
Sodann ſprach der Miniſterpräſident über die
Wahl=
reform, die auch die Regierung als dringlich anſehe.
Ihre Diskuſſion müſſe bald beginnen, aber nicht im
In=
tereſſe einzelner Parteien geführt werden, ſondern in der
Abſicht, zu einem poſitiven Abſchluß zu gelangen. Briand
kündigte an, daß der Entwurf zur Verwaltungsreform in
Vorbereitung und die Vorlage betreffend das
Koalitions=
recht der Staatsdiener fertig ſei. Weiter ſprach Briand
über die Schulfrage. Auch das Problem des
Unter=
richts müſſe nicht nach perſönlichen Wünſchen, ſondern nach
den Intereſſen des Kindes behandelt werden, und die
Re=
gierung erfülle nur ihre Pflicht, wenn ſie ſtrenge Kontrolle
über den weltlichen Unterricht übe. Sie miſſe auch
ver=
langen, daß jeder die Lehrer und Lehrerinnen achte, wenn
er auch den rein weltlichen Unterricht haſſe. Briand
kün=
digte eine Schulvorlage an, die alle Republikaner
befrie=
digen werde. Sodann äußerte ſich Briand über die
Stel=
lung der Regierung gegenüber den
Arbeitskonflik=
ten. Sie ſchütze die Freiheit der Arbeiter, ſolange nicht
die öffentliche Sicherheit und die Freiheit anderer
be=
droht werden. Redner ſchildert die letzten Pariſer
Arbei=
terkundgebungen und übt an der Agitation der
Gewerk=
ſchaften ernſte Kritik. Auch den Einſpruch der Sozialiſten
gegen das Marineprogramm wies der
Miniſter=
präſident ſehr entſchieden zurück, indem er unter anderem
ſagte, Frankreich müſe im Intereſſe des internationalen
Friedens ſtark ſein. Wenn die Sozialiſten gegen dieſe
Kreditforderungen auftreten, dann wolle er ſie nur fragen,
ob ſie denn auch wiſſen, wieviel Arbeitslöhne in dieſen
Kreditforderungen enthalten ſeien. Es ſei leicht gegen
dieſe Vorlage zu proteſtieren unter dem Vorwande, daß
es ſich um verſchwenderiſche Militärausgaben handele,
aber wenn es der metallurgiſchen und anderen
Indu=
ſtrien an Arbeit fehle, dann dürfen ſich die ſozialiſtiſchen
Deputierten nicht an die Spitze von Arbeiterabordnungen
ſtellen, um über die Entlaſſung von Arbeitern Beſchwerde
zu führen.
Briand ſchließt, ſich an die Radikalen wendend: Die
Regierung will die Gewißheit haben, daß die
Mehr=
heit ihr ohne Zaudern mit ihrer Sympathie folgt. Es
geht nicht an, in eine Mehrheit einzutreten, um ſie im
Augenblick der Schwierigkeiten zu verlaſſen. Man darf
ſelbſt keine Unpopularität fürchten, wenn es nötig iſt, ſeine
Pflicht zu tun. Von einem Ruck nach rechts, den man
uns zutraut, kann keine Rede ſein. Ich bin allerdings aus
keiner Partei der Mehrheit hervorgegangen, und vielleicht
möchten mich deshalb manche disqualifizieren; aber dann
ſoll man es offen ſagen. Beſteht ein Zwieſpalt, ſo muß
er hervorbrechen und offen und loyal aufgeklärt werden.
Ich verlange von Ihnen alles oder nichts, ein volles,
ehr=
liches Vertrauen oder gar kein Vertrauen.
Die Rede Briands rief einen ſehr
bedeuten=
den Eindruck hervor und zielte ſichtlich darauf ab, dem
Miniſterium eine rein republikaniſche Mehrheit zu ſichern.
Beſonders wirkſam war die Erklärung, daß er keinerlei
Unterſtützung von Seiten der Konſervativen erwarte,
ſo=
wie die ſcharfe Kritik, die er an dem Vorgehen der
geeinigten Sozialiſten übte, die für ſich und ihre
Agitation uneingeſchränkte Freiheit verlangen, deren
An=
hänger aber, wie die Ruheſtörungen am Sonntag gezeigt
haben, vor der Freiheit der Anderen wenig Achtung haben
und ſich ſelbſt zu den ſchlimmſten
Gewalttätig=
keiten hinreißen laſſen.
Von der Preſſe wird die Rede Briands allgemein
günſtig beſprochen. Selbſt konſervative Blätter begnügen
ſich mit einer ziemlich maßvollen Kritik.
Der Figaro ſchreibt: Was dem Lande vor allem
ge=
fallen wird, das iſt die großherzige und lohale Art des
Redners, der ſeinen Gedanken einen ſo beruhigenden
Cha=
rakter verlieh. — Der Gaulois meint: Der
Miniſterprä=
ſident ſcheint ſeinen Willen nach dem des Landes richten
zu wollen und dadurch zeichnet ſich ſeine Rede vor der
ſeiner Vorgänger aus. — Die Republique Frangaiſe
meint: Briand hat nun mal den Parteimann abgelegt
und er hat geſtern wie ein großer Staatsmann geſprochen.
— Der Rappel, das Organ der Combiſten, ſagt: Wir
wollen die Waffen niederlegen und den Sieg nicht
miß=
brauchen, aber es iſt loyal, daß die Beliegten dies zuerſt
tun. Bis dahin wollen wir Gewehr bei Fuß bleiben.
Die radikale L’Action meint: Die republikaniſche
Mehr=
heit wird ſich jetzt auszuſprechen haben; ſie wird nicht
ſchwanken zwiſchen der Vernunft und dem Rückſchritt oder
der Politik der ſich mit dem Meiſtangebot begnügenden
oppoſitionellen Parteien. — Das nationaliſtiſch=
konſerva=
tive Echo de Paris ſagt: Miniſterpräſident Briand hat
den gebieteriſchen Aufforderungen der Combiſten
entſpro=
chen, aber weder Barthou noch Pelletan ſcheinen davon
entzückt zu ſein; ſie hatten eine Wendung nach links nicht
verlangt. Die Rede bedeutet eine Wendung nach der
äußerſten Linken. — Jaurss erklärt in ſeiner Humanits:
Wenn die radikale Partei durch ihre Abſtimmung die Rede
des Miniſterpräſidenten billigt, dann bedeutet ſie einen
politiſchen und moraliſchen Selbſtmord für den
Radikalis=
mus, denn in der Tat iſt eine Partei noch niemals härter
behandelt worden.
Die kretiſche Frage.
* In der italieniſchen Kammer beantragte
Gallio, Italien möge die Initiative ergreifen, um die
Kretafrage im nationalen Sinne zu regeln und ſo zur
Beruhigung des Orients beizutragen. Der Miniſter des
Aeußern di San Giuliano erklärte darauf:
Der Lauf der Ereigniſſe auf Kreta könnte, wenn man
nicht zur rechten Zeit Vorſorge treffe, eine Rückwirkung
haben auf die Beziehungen zwiſchen der Türkei und
Gtrie=
chenland und den Frieden im Orient gefährden. Die
Politik Italiens zielt vor allem auf die
Aufrechter=
haltung des Friedens und darauf hin, alles zu
vermeiden, was eine Rückwirkung auf die Lage auf dem
Balkan haben und Verwicklungen ſchaffen könnte, deren
Ausdehnung und direkten oder indirekten Folgen man
nicht überſehen könnte. Die Grundlage der italieniſchen
Politik iſt die Aufrechterhaltung des territorialen status
auo, der Unverletzlichkeit des Osmaniſchen Reiches und
der Balkanſtaaten. Folglich läßt ſich Italien bei ſeiner
Politik in der Kretafrage nur von der Notwendigkeit
lei=
ten, die Rechte des Sultans intakt zu halten, was
keines=
wegs die freie Inſtitution Kretas behindert. Es geht in
voller Eintracht mit den anderen Schutzmächten vor. Auch
dieſe haben, wie wir, als Ziel ihrer Politik die
Aufrecht=
erhaltung des Friedens und des territorialen status quo.
Man kann nicht dulden, daß der Frieden, das höchſte Gut
der Völker, durch die Haltung der Kreter gefährdet wird.
Die Kreter müßten ſich von der abſoluten Notwendigkeit
übezeugen, keine weiteren Provokationen gegen die Türkei
zu begehen, wenn ſie vermeiden wollen, daß die
Schutz=
mächte gegen ihren Willen gezwungen werden, Maßregeln
zu ergreifen, die zur Einführung eines Regimes auf der
Inſel führen könnten, das der Mehrheit der Bewohner
we=
niger angenehm ſei, als das gegenwärtige. Bisher
ha=
ben die Schutzmächte ſich darauf beſchränkt, jede ein zweites
Kriegsſchiff in die Sudabai zu ſchicken. Sie haben das
Vertrauen, daß die kretiſche Regierung nicht zögern wird,
die türkiſchen Beamten und Deputierten zu ihren
Funktio=
nen zuzulaſſen, ohne ſie zu nötigen, den augenſcheinlich
un=
geſetzlichen Eid zu leiſten.
Die Haltung Griechenlands, fuhr San Giuliano
fort, ſei in der kretiſchen Frage bis jetzt ſehr korrekt
gewe=
ſen und habe keinen Anlaß zu begründeten Klagen
gege=
ben. Der König der Hellenen habe in ſeinen
Unterredun=
gen mit ihm, dem Redner, und, ſoweit er wiſſe, auch in
ſeinen Unterredungen mit den Miniſtern des
Auswär=
tigen von anderen Ländern nichts geſagt, was im
Begen=
ſatz zu der Haltung Griechenlands ſtehe und was der
Türkei berechtigten Grund zur Klage gebe. Die vier
Mächte hätten der Türkei am 26. ds. Mts. eine Note
über=
ſandt (die bereits mitgeteilt worden iſt). Nachdem Gallio
erklärt hatte, daß ihn die Antwort von San Guiliano
nicht befriedige, antwortete dieſer nochmals und wies
darauf hin, daß die Türkei in der Note der vier
Schutz=
mächte aufgefordert worden ſei, der Agitation gegen
Grie=
chenland, deſſen Haltung eine ſolche nicht rechtfertige, ein
Ende zu machen.
Wie verlautet, wird die Pforte die letzte
Kretanote der Mächte dahin beantworten, daß ſie
die Zeit zur Beſtimmung des definitiven Regimes für
ge=
kommen erachtet. Das Miniſterium des Innern erließ
ein Zirkular, das den Provinzialbehörden die Note
mit=
teilt, und ſie auffordert, auf die Beruhigung der Gemüter
hinzuarbeiten. Die Polizeidirektion befahl den
Polizei=
organen, darauf zu achten, daß der Boykott gegen
Grie=
chenland nicht in Gewalttätigkeiten ausarte.
Deutſches Reich.
— Ueber die finanzielle Lage des
Rei=
ches, wie ſie ſich für die Aufſtellung des Reichsetats für
das nächſte Jahr darſtellt, wird mitgeteilt: Durch die
ver=
ſtärkte Tilgung und Verzinſung der Reichsſchuld, durch
das Verſiegen des Reichsinvalidenfonds, durch das
wei=
tere Anwachſen des Penſionsfonds und durch die
Abbür=
dung eines Drittels des Fehlbetrages aus dem Jahre
1909 ergibt ſich für das Jahr 1911 eine Mehrausgabe gegen
1910 von rund 115 Millionen. Hiervon gehen ab etwa
40 Millionen Mark infolge Wegfalls der einmaligen
Be=
amtenbeihilfen und der Erbſchaftsſteuer=Rückzahlungen.
1 Danach ſind alſo zu decken 75 Millionen Mark mehr. Nach
den ungünſtigen Erträgen der Einnahmen des Reiches an
Zöllen und Steuern kann man für das nächſte Jahr im
günſtigſten Fall 60 Millionen Mark Mehreinnahmen gegen
1910 an Zöllen und Steuern annehme.n Danach verbleibt
alſo ein Defizit von 15 Millionen Mark. Das
Flottengeſetz ſieht aber für das Jahr 1911 eine
Mehraus=
gabe von rund 23 Millionen Mark vor, ſodaß alſo 33
Mil=
lionen Mark mehr zu decken ſind. An der Balanzierung
des Etats mit 80 Pfg. Matrikularbeiträgen muß aber
un=
ter allen Umſtänden feſtgehalten werden. Und aus dieſem
Grunde wird es der größten Anſtrengung und der
vor=
ſichtigſten Verteilung der Ausgaben auf die kommenden
Jahre bedürfen, um den Etat zu balanzieren.
— Wie von einer Seite, die als gut unterrichtet gelten
kann, mitgeteilt wird, haben in den letzten Tagen zwiſchen
Mitgliedern der konſervativen Partei und des
Zentrums vertrauliche Beſprechungen ſtattgefunden,
die vorausſehen laſſen, daß Zentrum und Rechte bei der
zweiten Leſung der
Reichsverſicherungsord=
nung in der Kommiſſion zu einer Einigung unter ſich
und mit der Regierung kommen werden und daß das
Er=
gebnis die Annahme der Regierungsvorlage mit einigen
nicht erheblichen Aenderungen ſein dürfte. Insbeſondere
ſollen die in der erſten Leſung geſtrichenen
Verſicherungs=
ämter, auf die von der Regierung entſcheidender Wert
gelegt wird, in der zweiten Leſung angenommen werden,
wogegen die Regierung ſich noch zu einigen
Zugeſtänd=
niſſen, insbeſondere bezüglich Regelung der Beiträge für
die Krankenkaſſen verſtehen würde. Es heißt, daß das
Kompromiß auf dieſer Grundlage abgeſchloſſen werden
1 wird und daß demnach mit einem Zuſtandekommen des
umfangreichen Geſetzentwurfes trotz der bisherigen
ſchlech=
ten Ausſichten ſchließlich doch noch gerechnet werden muß.
— Der Bundesrat hat münzpolizeiliche
Vorſchriften beſchloſſen, deren Erlaß ihm durch das
Münzgeſetz vom Juni v. Js. übertragen iſt. Bekanntlich
werden an den 10 Pfennig=Automaten zahlreiche
Betrügereien durch Einwerfen wertloſer Stücke verübt.
Hierfür werden überwiegend Marken verwendet, wie ſie
als Speiſe=, Spiel=, Bier= und ſonſtige Marken im
Ge=
brauch ſind. Um deren Verwendung zum Einwurf in
Automaten zu verhindern, ſollen in Zukunft ſolche Marken
und minderwertige Medaillen nicht mehr in der Größe
von 20—22 Millimeter hergeſtellt werden. Um jedoch der
Induſtrie Zeit zu laſſen, ſich auf dieſe veränderte Prägung
einzurichten, ſoll die Beſtimmung des Bundesrats erſt am
1. April 1912 in Kraft treten. — Es wird fernerhin
verbo=
ten, außer Kurs geſetzte Münzen herzuſtellen und zu
ver=
treiben. Ausgenommen ſind jedoch ſolche Münzen, die
für induſtrielle Zwecke in feſter metalliſcher Verbindung
mit anderen Gegenſtänden ſtehen, wie z. B. bei
Schmuck=
ſachen. Talerhumpen uſw. — Schließlich iſt vorgeſchrieben,
daß Medaillen nicht mehr das Bild des Kaiſers
oder eines Bundesfürſten tragen und mit einer Randſchrift
verſehen werden dürfen. Dieſe Beſtimmung erſtreckt ſich
jedoch nicht auf Medaillen in ovaler oder drei= bis
acht=
eckiger Form, weil bei dieſen eine Verwechslung mit
Reichsmünzen ausgeſchloſſen iſt. Marken und Medaillen
dürfen auch in Zukunft nicht die Angabe eines Geldwertes
enthalten.
— Zur elſaß=lothringiſchen
Verfaſ=
ſungsfrage faßte eine am Montag abend in
Straß=
burg abgehaltene, von dem Liberalen Verein und dem
Demokratiſchen Verein der Stadt Straßburg einberufene
Verſammlung, in der der liberale
Landesausſchußabgeord=
nete Georg Wolf, ſowie die Rechtsanwälte Burger und
Fritz Meyer ſprachen, unter lebhafter Zuſtimmung
und in vollſtändiger Einmütigkeit folgende
Reſo=
lution:
Die im Sängerhaus tagende, von dem Liberalen und
dem Demokratiſchen Verein der Stadt Straßburg
einbe=
rufene, von über 1500 Perſonen beſuchte Verſammlung
er=
hebt ſchärfſten Proteſt gegen den kläglichen, lediglich
durch ſtark egoiſtiſche Gründe diktierten Umfall der
Ver=
treter des Zentrums und des lothringiſchen Blocks in der
Wahlrechtsvorlage. Durch dieſes, zu den einmütigen
Be=
ſchlüſſen des Landesausſchuſſes vom 24. Februar 1910 im.
ſchroffſten Gegenſatz ſtehende Verhalten haben dieſe
Par=
teien, die im Landesausſchuß eine Mehrheit bilden, das
Vertrauen verwirkt, daß ſie bei Schaffung eines den
gerech=
ten Wünſchen und Bedürfniſſen unſeres Volkes
entſpre=
chenden Wahlrechts mitzuwirken auch nur beſähigt ſind.
Die Verſammlung erwartet, daß die Reichsregierung,
un=
beeinflußt durch die auf Störung der geſunden
Entwicke=
lung des Landes gerichteten Beſtrebungen gewiſſer
Poli=
tiker, die Vorlage über die Verfaſſungsreform unter
Auf=
nahme des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen
Wahlrechts auf Grundlage des Proportionalwahlſuſtems
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Nummer 149.
ſo beſchleunigt, daß dieſe dem Reichstage bei ſeinem
Zu=
ſammentreten im Herbſt unterbreitet werden kann.
Der Vorſitzende teilte ferner mit, daß zu gleicher Zeit
in Kolmar der dortige Liberale Verein eine eigene
Ver=
ſammlung abhält, um eine ähnliche Kundgebung dort zu
veranlaſſen. Ferner erklärten auch Vertreter der Liberalen
Vereine von Mülhauſen, von Straßburg=Land und
Wei=
ßenburg ihre ausdrückliche Zuſtimmung zu der hier
ge=
faßten Reſolution.
Ausland.
— Die ungariſche Regierung wird noch im Sommer
den Geſetzentwurf über die Aufnahme einer Anleihe
von 600 Millionen Kronen erledigen laſſen. Das Geſetz
wird nur die Ermächtigung zum Abſchluß dieſer Anleihe
enthalten und wird erſt im Herbſt in Anſpruch genommen
werden. Mit Annahme dieſes Geſetzes werden alle älteren
Ermächtigungen zur Aufnahme von Anleihen außer Kraft
treten.
— Die antiklerikale Bewegung in Spanien nimmt
ihren Fortgang. Miniſterpräſident Canalejas erklärte in
ſeiner Antwort auf die letzte Proteſtkundgebung des
Epiſkopats, die Regierung habe ein Werk der
Tole=
ranz und des Friedens unternommen, für das ſich bei den
letzten Wahlen die Mehrheit erklärt habe. Das Dekret betr.
die Auslegung des Artikels 11 der Verfaſſung verletze in
keiner Weiſe das Konkordat, ſondern führe nur auch in
Spanien die Gewiſſensfreiheit ein.
— Der König von Portugal hat ein Dekret betr. die
Auflöſung der Deputiertenkammer
unter=
zeichnet. Das Datum für die Neuwahlen iſt noch nicht
feſtgeſetzt, doch ſollen die Cortes am 23. Oktober wieder
zuſammentreten. Der neue Miniſterpräſident Texeira
de Souza erklärte dem Liſſaboner Berichterſtatter des
Matin, der auf die außerordentliche Popularität der
repu=
blikaniſchen Führer hingewieſen und bemerkt hatte, daß der
König ſich nur unter Aufwendung der umfaſſendſten
Vor=
ſichtsmaßregeln auf die Straße wage, u. a. folgendes:
Das alles kann ſich unter einem von liberalem Geiſte
be=
ſeelten Miniſterium ändern. Die Neuwahlen werden
an=
fangs Auguſt ſtattfinden und mit dieſer neuen Kammer
wird dem Lande die Freiheit gegeben werden, die es
er=
wartet. Die klerikale Frage hat in Portugal nicht die
Be=
deutung wie in Spanien. Merry del Val hat umſonſt
ver=
ſucht, in Portugal eine katholiſche Partei zu gründen, denn
der politiſche Einfluß des Klerikalismus iſt ſehr gering.
— Der ruſſiſche Reichsrat nahm den Geſetzentwurf
betr. Finnland in der von der Reichsduma
geneh=
migten Faſſung an.
Der türkiſche Finanzminiſter wird, wie verlautet,
am Mittwoch nach Paris, London und Berlin abreiſen,
um Verhandlungen über eine türkiſche Anleihe von
min=
deſtens 5 Millionen türk. Pfd. einzuleiten. Der
Fehl=
betrag des Budgets beträgt 10½ Millionen, von denen
5½ Millionen auf andere Weiſe gedeckt werden.
Die chineſiſche Regierung verweigerte ihre
Zuſtim=
mung zu einer Denkſchrift, in der von Delegierten von den
Provinzen und den chineſiſchen überſeeiſchen Gemeinden
die Gewährung einer Konſtitution gefordert war.
Die Regierung erklärte in ihrer Antwort, es ſei
unmög=
lich, den von dem verſtorbenen Kaiſer feſtgeſetzten Zeit=
raum von neun Jahren abzukürzen, da die Bevölkerung
für die Erlangung konſtitutioneller Rechte noch nicht
reif ſei.
* Paris, 28. Juni. Die anläßlich der letzten
Pari=
ſer Ueberſchwemmungen eingeſetzte
Kommiſ=
ſion hat ihre Aufgabe beendet und ihr Obmann Alfred
Cicard wird der Regierung demnächſt ſeinen Bericht
unter=
breiten. Nach demſelben würden die Arbeiten zur
Siche=
rung der Hauptſtadt gegen Hochwaſſer ſieben Jahre lang
dauern und 222 Millionen koſten. Die Hälfte dieſer
Ausgabe würde von der Stadt Paris, die andere Hälfte
teils von Schiffahrtsgeſellſchaften, teils vom Staate
ge=
tragen werden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 29. Juni.
* Kirchliche Dienſtnachrichten. Ernannt wurden:
Pfarramtskandidat Schorlemmer zu Darmſtadt
zum Pfarrverwalter in Bensheim (zweite Pfarrſtelle);
Pfarramtskandidat Zentgraf zu Eberſtadt zum
Pfarrverwalter in Steinbach, Dekanat Offenbach;
Pfarr=
amtskandidat Herpel zu Auerbach a. d. B. zum
Pfarr=
aſſiſtenten in Langen; Pfarramtskandidat Deggau
zu Darmſtadt zum Pfarrverwalter in Wackernheim.
Die Schlußprüfung im Juni 1910 haben beſtanden:
Otto Adam von Rimbach zu Langwaden, Hans
Deg=
gau von Niendorf (Oldenburg) zu Darmſtadt, Georg
Göckel von Dietzenbach zu Langen, Otto Herpel
von Kelſterbach zu Auerbach a. d. B., Michael Rieder
von Laaber (Oberpfalz) zu Friedberg, Paul
Schor=
lemmer zu Darmſtadt, Ludwig Strack von
Obborn=
hofen zu Leihgeſtern, Rudolf Zentgraf von
Reichen=
bach zu Eberſtadt. Geſtorben ſind: der evangeliſche
Pfarrer Emil Bernhard zu Sandbach. Dekanat
Reinheim, am 27. Mai; der evangeliſche Pfarrer D.
Jo=
hannes Guyot zu Heppenheim a. d. B., Dekanat
Zwingenberg, am 2. Juni; der evangeliſche Pfarrer
i. P. Dr. Emil Hanſult von Lehrbach zu Marburg
a. d. L., am 12. Juni; der evangeliſche Pfarrer
Wil=
helm Hotz zu Dietzenbach, Dekanat Offenbach, am 14.
Juni.
* Ein Rechtsſtreit des Großherzogs. Zu dieſer
No=
tiz wird uns von zuſtändiger Stelle mitgeteilt, daß
der Satz: „Das Tier ſtand vor ſeinem Herrn, einem
dortigen Gutsbeſitzer, gehalten, am Rand der
Fahr=
ſtraße und wurde durch das Automobil, in dem ſich nur
der Chauffeur befand, am Kopf getroffen, ſodaß es
ein=
ging”, unrichtig iſt. Vielmehr habe das Tier hinter
ſeinem Herrn geſtanden und beim Vorbeifahren das
Automobil angeſprungen, wodurch die Verletzung
ent=
ſtand.
n. Die Strafkammer verhandelte geſtern eine
Aus=
ſchreitung, die ſich in der Holzſtraße und auf dem
Polizei=
revier in der Kirchſtraße abgeſpielt und einen großen
Auf=
lauf veranlaßt hatte. Der 26 Jahre alte Schloſſergehilfe
Georg Grenz aus Poſen war damals ſeiner
Vermie=
terin, der Lauffrau D., begegnet, hatte ſie aus Zorn über
ihre Kündigung zu Boden geworfen, getreten und mit der
Fauſt geſchlagen, worauf er ſich zwei Schutzleuten
gegen=
über des Widerſtands ſchuldig machte. Das Urteil
lau=
tete auf 2 Monate und 2 Wochen Gefängnis unter
Anrechnung 1 Monats Unterſuchungshaft. — Alsdann
wurden drei des Diebſtahls im Rückfall Geſtändige, der
Küfer Gottlieb Schiff von Meiſenheim, die Ehefrau
Wil=
helm Bender von Gernsheim und der Taglöhner
Jo=
hann Pichler von Graz zu 3, 4 und 6 Monaten
Gefäng=
nis verurteilt. Der erſtere hatte nachts aus einer
Wirt=
ſchaft zu Heubach i. O. verſchiedene Gegenſtände entwendet,
die Angeklagte Bender hatte als Lauffrau ihren hieſigen
Dienſtherrn um Kleider beſtohlen und Pichler eignete ſich
auf der Wanderſchaft in Bensheim aus einem Garten
Wäſche an. — In einem weiter verhandelten Fall war der
Forſtwart Schulz von Rohrbach i. O. der qualifizierten
Urkundenfälſchung, einer an die Redaktion der Odenwälder
Neueſten Nachrichten in Ober=Ramſtadt geſandten, Peter
Lantelme, Rohrbach, unterzeichneten Poſtkarte beſchuldigt,
welche Beſchuldignug er entſchieden beſtreitet. Jene
Poſt=
karte enthielt die Nachricht, daß Philipp Lantelme in
Rohr=
bach einen Selbſtmordverſuch durch Erhängen gemacht
habe, aber abgeſchnitten und ins Leben zurückgebracht
worden ſei, ſowie daß ihn Mißhandlung durch ſeinen
eigenen Sohn und Trunk zu dem Schritte getrieben habe.
Die Notiz wurde in jenem Blatte veröffentlicht. Es ſtellte
ſich heraus, daß der angebliche Verfaſſer, ein Bruder jenes
Ph. Lantelme, gar nichts von der Poſtkarte wußte. Der
Verdacht der Täterſchaft lenkte ſich auf Schulz, weil er mit
L. verfeindet ſein ſoll. Sachverſtändiger
Landgerichtsſekre=
tär Pühler=Frankfurt a. M. bezeichnet gutachtlich den
An=
geklagten als Verfaſſer, während der zweite
Sachverſtän=
dige, Gerichtschemiker Dr. Popp=Frankfurt a. M. auf
viel=
fache charakteriſtiſche Uebereinſtimmung der Schriftzüge
hinwies, den Angeklagten für den Schreiber hält, die
Ent=
ſcheidung aber dem Gericht überließ. Großh.
Gerichts=
aſſeſſor Cullmann beankragte Verurteilung im Sinne der
Anklage zu 14 Tagen Gefängnis. Der Vertreter des
Ne=
benklägers Lantelme, Rechtsanwalt Dr. Hoffmann,
plä=
dierte gleichfalls für Verurteilung, Verteidiger Dr. Oſann
für Freiſprechung. Das Gericht erlangte nicht die volle
Ueberzeugung von der Schuld des Angellagten trotz
ſchwerwiegenden Verdachts und ſprach ihn frei.
n. Schadenerſatzprozeß. Die ſeit einiger Zeit vor
der Zivilkammer I des hieſigen Landgerichts anhängige
Klage der hinterbliebenen Kinder Wolfſturm
gegen die Süddeutſche
Eiſenbahngeſell=
ſchaft auf Schadenerſatz iſt nunmehr in ein neues
Stadium getreten. Das geſtern verkündete Urteil
erkennt die Anſprüche, welche aus dem Ableben der bei
dem ſchweren Automobilunglück am Baſſin im Oktober
vorigen Jahres getöteten Frau Wolfſturm erhoben
wurden, dem Grunde nach an, erklärt alio die beklagte
Eiſenbahnverwaltung als in dieſer Richtung haftbar
und behält die nähere Feſtſtellung der Höhe des
Scha=
dens dem weiteren Verfahren vor. Vorerſt muß dieſe
Entſcheidung die Rechtskraft erlangen, indem ſich
ent=
weder die Beklagte dabei beruhigt, oder in den weiteren
Inſtanzen das Urteil Beſtätigung findet. Dann iſt
näher zu prüfen, inwieweit die verlangte Jahresrente
den Verhältniſſen uſw. entſpricht. Das jetzt ergangene
Urteil ſieht jenes Unglück als einen Betriebsunfall im
Sinne des Reichshaftpflichtgeſetzes an, woraus ſich die
Verantwortlichkeit der Eiſenbahngeſellſchaft für jede
Verletzung oder Tötung von Perſonen ergibt, falls ſie
ſelbſt nicht höhere Gewalt oder eigenes Verſchulden der
Betroffenen als Urſache zu beweiſen vermag. Sie
haftet an und für ſich kraft des Geſetzes bei Verſagen
fraglichen Beweiſes. Es war demgemäß hier nicht zu
prüfen, ob die Bahn ſelbſt ein Verſchulden (etwa wegen
mangelhafter Anlage, Verhalten des Zugperſonals oder
dergleichen) habe, oder ob ſolches Verſchulden
viel=
leicht auf Seite des Automobillenkers durch übermäßig
raſche Fahrt uſw. betätigt worden ſei; ſondern es
han=
delte ſich nur um eventuelles Verſchulden der Witwe
Wolfſturm. Dieſe nahm an der verhängnisvollen
Fahrt lediglich als eingeladener Gaſt in Geſellſchaft
dreier erprobter Fachleute (zweier Ingenieure und
eines Chauffeurs der Adlerwerke in Frankfurt a. M.)
teil, hatte keine Sachkunde, ſowie keinen Einfluß auf
deren Verhalten und durkte ſich nach Lage der
Verhält=
niſſe auf jene verlaſſen. Sie ſcheidet alſo für eine
fahr=
läſſige, ſchuldhafte Verurſachung des Unfalles aus und
damit greift die aus der Natur des Eiſenbahnbetriebs
geſetzlich der Bahnverwaltung auferlegte Haftpflicht
Platz. Der fraglichen Entſcheidung iſt bekanntlich eine
eingehende Beweiserhebung durch Augenſcheinnahme
und Zeugenvernehmung vorausgegangen. Als
Prozeß=
bevollmächtigter fungiert für die Kläger der Rechts=
Streifzüge durch die Brüſſeler
Weltausſtellung.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
VI.
Der Große Palaſt. — Sein bunter Inhalt. — Was
England bietet. — Die Franzöſiſche Abteilung. — Vom
Franzöſiſchen Kunſtgewerbe. — Ueberlieferung und
Schulung. — Der Pavillon der Stadt Paris. — Die
Belgiſche Abteilung.
Einen buntſcheckigen Inhalt birgt der Große
Palaſt, der ſich mit ſeiner hellen, langgeſtreckten
Faſſade oberhalb der Springbrunnenanlagen
gegen=
über dem Haupteingang erſtreckt und mit ſeinen
Nebenbauten und Ausläufern einen weſentlichen Teil
des Plateaus einnimmt. „Kommt alle hier herein, die
ihr obdachlos ſeid!” ſagte die Ausſtellungsleitung und
öffnete weit die Tore, keinerlei Kritik übend an den
in Maſſen herbeigeſchafften Sachen, ſondern die
Ver=
antwortung für das Einzelne wie Geſamte den
be=
treffenden Nationen überlaſſend. Und ſie kamen
her=
bei und herein von nah und fern, aus den
verſchieden=
ſten Teilen der alten und neuen Welt, eine
kunter=
bunte Geſellſchaft, Vornehm und Gering, Würdig und
Würdelos, hier mit einem ſtattlichen Troß, dort wie
die Vagabunden, da in erborgter Flitterpracht, daß
man ſich eines mitleidigen Lächelns nicht erwehren
kann, während man an anderen Stellen wieder gern
verharrt und ſich ehrlich an dem Gebotenen freut.
Dieſer Stellen ſind leider recht wenige! Eine nähere
Betrachtung lohnen nur die in ſich geſchloſſenen
Ab=
teilungen Englands, Frankreichs, Belgiens — was
darüber iſt, iſt, von ſehr wenigen Ausnahmen
abge=
ſehen, meiſt vom Uebel! Und von den genannten drei
Staaten tritt England am entſchiedenſten und beſten
auf! Alles Nebenſächliche, Billige, Schnellverkäufliche
und als ſolches gleich zum Mitnehmen Berechnete, wie
wir es gelegentlich auch in der franzöſiſchen und
bel=
giſchen Abteilung finden, iſt ſtreng verpönt, alles ward
ſorgſam ausgewählt, nur das Beſte vom Beſten, und
ſehr geſchickt zur Schau geſtellt, daß man ſich mit
ehr=
licher Hingebung der Beſichtigung widmet. Neben der
umſaſſenden chemiſchen Induſtrie kommt die Keramik
zu glänzender Geltung, mit farbenprächtigen
Majo=
liken, mit feinſten Porzellanen, mit ſchimmernden
Fayencen. Freilich, die Wedgwood=Sachen hat man
ſich, durch ihre billigen Nachahmungen, ein wenig über
geſehen und ſo wird’s noch ſchneller jenen plötzlich in
London beliebt gewordenen Vaſen, Schüſſeln, Tellern
uſw. mit grellem chineſiſchen Einſchlag ergehen. Von
gediegenem Reichtum berichten uns die Gold= und
Sil=
berwaren, die nichts von mühſam ausgeklügelten neuen
Formen bringen, ſondern ſich an alte Muſter anlehnen
oder ſie ein wenig moderniſieren, die aber gerad’
des=
halb von ſtarkem Eindruck ſind. Aehnlich geht’s mit
den Möbeln, von denen jedes Stück liebevolle Arbeit
aufweiſt, meiſt in dunkler Tönung, mit durchgeführter
Strengigkeit des gewählten Stils, nicht minder beim
Buchgewerbe, bei dem die Schale dem Kern entſpricht
und uns ſchon die gepreßten Ledereinbände locken,
Werk um Werk zur Hand zu nehmen. Die
verſchiede=
nen Sportzweige ſind natürlich auf das trefflichſte
ver=
treten, nicht minder Optik, Parfümerie,
Nahrungs=
mittel, bei welch' letzteren die Kolonien ihr Wörtlein
mitreden. Einen beſonderen Raum nehmen die
wich=
tigen Dampfſchiff= und Eiſenbahngeſellſchaften ein, die
in umfaſſenden Modellen ihre Bahnhofs= und
Hafen=
anlagen darſtellen, ergänzt durch Wandbilder,
Photo=
graphien, Tabellen; da ſpürt man gehörig das britiſche
Weltreich mit ſeinen über Land und Meer reichenden
Fäden!
In der ſehr umfaſſenden franzöſiſchen
Abteil=
ung feſſelt in erſter Linie das Kunſtgewerbe. Wer
die letzten internationalen Ausſtellungen beſucht, wer
des öfteren die Pariſer Boulevards entlanggeſchlendert
und dort die Auslagen der kunſtgewerblichen
Maga=
zine betrachtet, der wird kaum auf etwas Neues ſtoßen.
Und doch und doch hemmen wir ſo gern und immer
wieder unſere Schritte, das Gebotene mit aufrichtigem
Genuß betrachtend, voll Bewunderung über den
Reich=
tum des Landes, das dieſes Kunſtgewerbe derart zu
hätſcheln, zu pflegen, zu beſchäftigen vermag, wie es in
Frankreich noch immer der Fall.
Nicht daß wir, wie ſchon eben erwähnt, gerade viel
Beſonderes ſehen, denn dieſes von ſo vielen politiſchen
Umwälzungen heimgeſuchte und ſonſt die Abwechslung
liebende Land iſt ja in beſtimmten Beziehungen das
konſervativſte der Welt, aber was uns in
überraſchen=
der Fülle geboten wird, iſt meiſt erſten Ranges und
verdient wärmſte Anerkennung, billige, minderwertige
Sachen fehlen faſt gänzlich. Kein Wunder — wer
Ge=
legenheit hatte, ſich in Frankreich umzuſchauen, weiß,
daß ſelbſt der wohlhabende Mittelſtand weit weniger
behaglich und freundlich wohnt, als bei uns die ärmeren
Kreiſe, der Durchſchnitts=Franzoſe gibt mehr auf ein
zinstragendes Papier, wie auf ein gemütliches Heim.
In den wirklich begüterten und reichen Ständen findet
man dafür einen umſo größeren Luxus in den
Wohn=
ſtätten, wobei auf Vornehmheit, auf Gediegenheit
ge=
ſehen wird — nach Gipsfiguren, nach Farbendrucken,
nach Brüſſeler Teppichen, nach Gegenſtäuden aus
un=
echtem Porzellan, aus Zinkguß und Alfenide wird
man ſich vergeblich umblicken. Unſer Kunſtgewerbe
kann heute gewiß das Gleiche und zu denſelben
Prei=
ſen leiſten, wie das franzöſiſche, und daß es dazu
im=
ſtande iſt, beweiſt uns ja am beſten die deutſche
Ab=
teilung, aber um ſeine volle Leiſtungsfähigkeit
ent=
falten, um mit dem fxanzöſiſchen in jeder Beziehung
wetteifern zu können, dazu fehlt ihm noch immer die
genügende und andauernde Unterſtützung jener Klaſſen,
welche die Mittel dazu haben, aber nicht Luſt und
Trieb, ſie nach dieſer Richtung hin zu verwenden.
Zweierlei möchte man hier noch anführen. Im
franzöſiſchen Kunſtgewerbe iſt nichts oder ſo gut wie
nichts mehr von einer ſezeſſioniſtiſchen Strömung zu
entdecken. Die Kinderkrankheit ward ſchnell
überwun=
den. Nicht, wie bei uns, klebten Künſtler und
Kunſt=
gewerbler auf das zäheſte an den neuen Stilgattungen
feſt; als ſie ſahen, daß ihr Publikum nichts davon
wiſſen wollte, warfen ſie flugs alle Verſuche über Bord.
Ein van der Velde, den bei uns ſeine Anhänger in den
Himmel erheben und deſſen Werke wie jene ſeiner
„Schule” immer wieder als das Unübertrefflichſte und
Hehrſte auspoſaunt werden, iſt in Frankreich und auch
in ſeinem Heimatlande Belgien unmöglich. Deshalb
ſtößt auch der moderne Zug der durch die deutſche
Ab=
teilung geht, ſeitens vieler nichtdeutſcher Beſucher auf
Unverſtändnis und offene Ablehnung. Und dann die
glänzende franzöſiſche Schulung! Man betrachte die
geſonderten Ausſtellungen der ſtaatlichen und
ſtädti=
ſchen kunſtgewerblichen Induſtriellen= und
Handwer=
ker=Schulen im Pavillon der Stadt Paris und in der
Allgemeinen Franzöſiſchen Abteilung. Liebevoller Eiſer
vereint ſich mit hingebendem Fleiß und einem
erſtaun=
lichen Anpaſſungstalent. Viele dieſer Schülerarbeiten
ſind meiſterhaft. Aehnlich bei den weiblichen Zöglingen
der Handfertigkeitsſchulen in Punkto Putz und Mode
mit den eleganteſten und geſchmackvollſten Ergebniſſen.
Dieſe Reſultate ſind ja ſchließlich nicht verwunderlich
— dort ſprechen Jahrhunderte mit, bei uns Jahrzehnte!
Das tritt deutlich bei dem eben erwähnten
Pavil=
lon der Stadt Paris in die Erſcheinung. Er
bildet nur einen Teil der zum Großen Palais
gehören=
den Halle mit der Ausſtellung franzöſiſcher
Nahrungs=
mittel, iſt dekorativ ſehr hübſch geſtaltet und zeigt uns,
wie ernſthaft in der „Stadt der Freude und des Lichts”,
die uns in ihrer Schönheit und Großartigkeit in flotten
Panoramabildern an den oberen Wandflächen
ent=
gegentritt, gearbeitet wird. Das Schul= und
Bildungs=
weſen iſt knapp, aber gut vertreten, desgleichen die
ſtädtiſche Fürſorge, Krankenpflege uſw.; am meiſten
intereſſieren jedoch die hiſtoriſchen Erinnerungen mit
ihren Einblicken in die Kultur= und Sittengeſchichte
der einzigen Stadt, von der ſchon Karl V. ausgerufen:
„Die anderen Städte ſind Städte, Paris iſt eine Welt!”
Die belgiſche Abteilung ſchwimmt vielfach
im Fahrwaſſer der franzöſiſchen, zumal was Konfektion
und Kunſtgewerbe anbelangt. Sehr ſchön und
reich=
haltig ſind Teppiche und Spitzen ausgeſtellt, neben
Wohnungseinrichtungen, dieſe überwiegend von
har=
moniſcher Wirkung. Dem Schönheitsſinn der Frau
und ihrem Begehr nach einer „kuſchligen” Einrichtung
wird auch hier innig und ſinnig gehuldigt und es
ent=
ſtanden wahre Gedichte von Boudoirs und
Schlafge=
mächern. Da iſt ſo ein außerordentlich molliges
Ruhe=
gemach in goldſchimmernder Seide mit echten Spitzen,
am Baldachin des mit Szenen à la Boucher bemalten
Bettes aus Zedernholz zierlich geſchnitzte Amoretten
mit Lichthaltern in Fackelform. „Ach, Mama, in dem
Bett möcht’ ich mal krank ſein!” rief ein reizendes
Backfiſchchen aus — du ahnungsvoller Engel du!
Nummer 149.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Von den Lehrateliers der Künſtlerkolonie.
Nachdem die Großherzoglichen Lehrſtätten für
ange=
wandte Kunſt im vorletzten Semeſter nur 8 und in
dieſem Semeſter nur 5 Schüler hatten, ſollen im
näch=
ſten Semeſter keine Schüler angenommen
werden. Die Lehrverpflichtung der Künſtler bleibt Darmſtadt erteilt.
indeſſen beſtehen, um die Anſtalt eventuell unter
gün=
ſtigeren Verhältniſſen wieder aufleben zu laſſen. Ueber
die ſeitherigen Schülerräume ſoll in der Weiſe verfügt
werden, daß ſie neu in die Künſtlerkolonie zu
berufen=
den Künſtlern zur Verfügung geſtellt werden. Ueber
die Zeit der Neuberufung ſteht noch nichts feſt.
* Kirchenbeſuch der Schulkinder. Die Darmſt. Ztg.
ſchreibt: Die durch eine Notiz in der Frankf. Ztg.
her=
rorgerufene Meinung, eine Verfügung
Großherzog=
lichen Miniſteriums des Innern, Abteilung für
Schul=
angelegnheiten, betr. den Kirchenbeſuch der
Schulkinder unter Ausſchluß von Zwang und
Be=
gebracht, beruht auf Irrtum. Eine Verfügung
ge=
nannier Behörde vom 29. Dezember 1875 an die
Groß=
herzogliche Kreisſchulkommiſſion Offenbach, die den
Kreisſchulkommiſſionen zur Nachachtung mitgeteilt
Jahrgänge Wert und erwartet, daß durch Belehrung Ausblicke.
und Ermahnung darauf hingewirkt werde. Zwang und
Beſtrafung bezüglich des Gottesdienſtbeſuches ſollen
Wie eine Anmerkung in Greim=Müller: „Das Volks=
S. 110, erläutert, ſind dadurch Ermahnung am Samstag 31. Auguſt, 3., 5., 7., 10., 12. und 14. September, nach=
und Kontrolle am Montag nicht ausgeſchloſſen.
— Gedächtnisfeier für Geh. Medizinalrat Dr.
Lud=
wig. Der vor kurzem verſtorbene langjährige
Direk=
tor der Großh. Landesirrenanſtalt in Heppenheim, Geh.
Medizinalrat Dr. Ludwig, hat ſich um die Entwickel= nächſten Sonntag ſtattfindenden Hoherodskopf=Feſtes
ung der Irrenheilung und der Irrenpflege große, blei= unternimmt der hieſige Zweigverein eine Wanderung
bende Verdienſte erworben und weit über die Grenzen
Heſſens hinaus einen, in Wiſſenſchaft und Praxis
hoch=
geachteten Namen geſchaffen. Tauſenden von Unglück= der eigentlichen Wanderung, bringeu. Von dort führt
lichen hat er Rat, Pflege und Hilfe angedeihen laſſen.
Der von ihm gegründete „Hilfsverein für Geiſtes= ſtein, wo übernachtet werden wird, und dann am
Es iſt deshalb ein Akt der Dankbarkeit, wenn Mitt= (Niddaquelle), Geiſelſtein und Taufſtein nach dem
Hohe=
woch, den 29. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, in der von
dem Herrn Rektor zur Verfügung geſtellten Aula der
Techniſchen Hochſchule hier dieſem Manne, der eine
Zierde der Wiſſenſchaft und Praxis war, eine Stunde
des Gedächtniſſes geweiht wird. Der Direktor der
pſychiatriſchen Klinik der Univerſität Gießen, Profeſſor
Beginn und Schluß der Feier wird Fräulein Thea
Fey=Darmſtadt, begleitet von Fräulein Marie
Schwan=Darmſtadt, ein Lied ſingen. Profeſſoren
der Hochſchule in Gießen und auswärtiger Hochſchulen,
Mitglieder des Staatsminiſteriums, des Miniſteriums
Vertreter der Staatsanwaltſchaft und der Gerichte, die! 1901 mit 39,5 Millimeter. Im Sandboden unſerer
Um=
der Provinzial=Siechenanſtalten, Vertreter der
ärzt=
lichen Vereine des Großherzogtums, der
Krankenhäu=
ſer, Deputationen der Wärter und Wärterinnen der
Irrenanſtalten uſw. werden an der Feier Anteil
nehmen.
* Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes.
ſiſche Muſeum der bildenden Künſte in Breslau für (Siehe Anzeige.)
11000 Mark erworben.
U Deutſch=franzöſiſcher Fernſprechverkehr. Am 15 dem Kurkonzert der Kapelle des Leibgarde=Regiments
Juni iſt ein neues Uebereinkommen über den
deutſch=
franzöſiſchen Fernſprechverkehr in Kraft getreten,
wel=
ches in mehrfachen Beziehungen Verkehrserleichterungen 1 (Vergl. Inſerat.)
und für eine große Anzahl Orte
Gebührenermäßig=
ungen mit ſich gebracht hat. Deutſchland und
Frank=
reich ſind für die Gebührenberechnung in je 3 Zonen
eingeteilt worden. Die Orte des Ober=
Poſtdirektions=
bezirks Darmſtadt gehören ſämtlich zur 2. deutſchen lehrling hat ſich am Montag nachmittag gegen 5½ Uhr
3 Minuten während des Tages nach Frankreich 2,501 bahn ſtehenden Bank durch einen Revolverſchuß in die
Mark (1. Zone), 3 Mark (2. Zone) oder 5 Mark (3. Zone)
zu entrichten. Es beträgt demnach die Gebühr für ein iſt Furcht vor Strafe anzunehmen.
einfaches Geſpräch von Darmſtadt nach Charleville=
Méziéres, Chaumont, Dijon, Lille, Paris und Reims
3 Mark und nach den übrigen zum Sprechverkehr
zu=
mäßigt ſich die Gebühr auf Dreifünftel der
Tagesge=
bühren und im Abonnement auf die Hälfte, letzteres
viel zu entrichten iſt, wie für 3 Minuten eines
Tages=
geſprächs. Als Nachtzeit gilt die Zeit von 9 Uhr abends! den mußte.
bis 7 Uhr morgens im Sommer oder 8 Uhr morgens
im Winter (Pariſer Zeit). Abonnementsgeſpräche
dür=
fen nur perſönliche Angelegenheiten des Abonnenten
oder Angelegenheiten ſeines Geſchäfts betreffen. Die
Dauer eines Abonnements beträgt einen unteilbaren! voriger Woche vermißt wird. Jedoch iſt die Perſönlich=
Monat. Die Verbindung zwiſchen den beiden
Abon=
nenten wird regelmäßig zu der im voraus zu
verein=
barenden Zeit hergeſtellt, ſofern nicht ein Geſpräch
zwiſchen zwei anderen Perſonen im Gang iſt.
Teil=
nehmer, die auf Herſtellung ihrer
Nachtabonnements=
verbindungen an Sonntagen ein für allemal verzichtet
haben, werden an dieſen Tagen nicht zur Abwickelung
der Abonnementsgeſpräche angerufen. Nähere
Aus=
kunft wird auf Wunſch von dem Telegraphenamt in
— Der Heſſiſſche Landesverein für Innere Miſſion
gedenkt ſeine 46. Jahresverſammlung am Sonntag, den
25. und Montag, den 26. September, in Darmſtadt
abzuhalten. Die öffentliche Abendverſammlung am
Sonntag wird dem Gedächtnis Vater Bodelſchwinghs
geweiht ſein.
— Mozart=Verein. Der dauernd ungünſtigen
Wit=
terung wegen muß das für Samstag vorgeſehene
Som=
merfeſt ausfallen. Es wird nunmehr am Samstag,
den 9. n. Mts. abgehalten werden.
— Odenwaldklub. An der Einweihung des
Irene=
turms auf der Tromm am nächſten Sonntag beteiligt
ſich auch die Ortsgruppe Darmſtadt des Odenwaldklubs.
ſtrafung, ſei neuerdings erlaſſen oder in Erinnerung Es wird eine Wanderung nach der Tromm
unternom=
men. 6 Uhr 10 Min. wird hier abgefahren. Es. geht
mit der Bahn bis Laudenbach. Da beginnt die
Wan=
derung auf herrlichen Waldwegen über den
Kreuz=
berg, Ober=Liebersbach, Mörlenbach, nach der Tromm.
wurde, legt auf den Gottesdienſtbeſuch der vier älteren Ankunft dort 12 Uhr. Die Tour bietet vor allem weite
(*) Der Darmſtädter Lehrerverein veranſtaltet in
dieſem Jahre einen Fortbildungskurſus.
Pro=
ſeitens der Lehrer oder Schulbehörden nicht ſtattfinden. feſſor Dr. Goldfrein von der Techniſchen Hochſchule
wird über „Die Hauptfragen der Philoſophie der
Gegen=
ſchulweſen im Großherzogtum Heſſen” I. Aufl. 1891, wart” Vorträge halten. Dieſe finden ſtatt am 29. und
mittags, im Hörſaal der Techniſchen Hochſchule
Darm=
ſtadt. Die oberſte Schulbehörde iſt bereit, den
teil=
nehmenden Lehrern Urlaub zu erteilen.
— Vogelsberger Höhenklub. Gelegentlich des
durch den Vogelsberg. Die Bahn wird die Teilnehmer
Samstag mittag nach Grünberg, dem Ausgangspunkt
der Weg über Lardenbach und Sellnrod nach
Ulrich=
kranke” iſt für ganz Deutſchland vorbildlich geworden. Sonntag morgen über Selgenhof Landgrafenborn
rodskopf. Die Rückfahrt erfolgt Sonntag abend von
Schotten aus.
C. Niederſchlagsmeſſungen. Vom 22. bis 27. Juni
wurde in Darmſtadt die gewaltige Summe von 86,2
Millimeter Niederſchlag gemeſſen, während der
Betrag für den ganzen Monat Juni ſich hier durch=
Dr. Sommer, wird die Gedächtnisrede halten. Zu ſchnittlich nur auf 76,2 Millimeter ſtellt. Allein am 25.
lieferten die wolkenbruchartigen Regen eine Summe
von 41,5 Millimeter, alſo faſt ſo viel als in den beiden
Monaten März und April zuſammen aufgezeichnet
wurde. Dieſe Tagesſumme iſt die höchſte, die im
lau=
fenden Jahrzehnt hier vorkam. Am nächſten ſteht ihr
des Innern und der Provinzialdirektion Starkenburg, die vom 21. Juni 1908 mit 41,1 und die vom 2. Auguſt
Direktoren der heſſiſchen und auswärtigen Irren= und gebung hat der wolkenbruchartige Regen übrigens,
ab=
geſehen von der Lagerung einiger Felder, kaum
Scha=
den getan, vielmehr ſind die reichlichen Güſſe der
Som=
merfrucht und den Hackfrüchten zugute gekommen.
* Vortrag. Heute abend wird in der St.
Eliſabethenkirche von einem bedeutenden
Kanzel=
redner ein Vortrag gehalten für Männer und Jüng=
Bantzers „Familienbild” im Ehrenſaal hat das Schle= linge. Das Thema lautet: „Unfehlbarkeit des Papſtes”.
Ludwigshöhe. Heute Mittwoch wird nach
ein Abendkonzert ſtattfinden. Réunion und
Be=
leuchtung des Turmes ſollen den Abend verſchönern.
§ Feſtgenommen. Am Sonntag vormittag iſt hier
ein 22 Jahre altes Dienſtmädchen aus Stockſtadt a. Rh.
wegen Diebſtahl feſtgenommen worden.
§ Selbſtmord. Ein 16 Jahre alter Schuhmacher=
Zone und haben für gewöhnliche Ferngeſpräche von im Roßdörfer Walde auf einer weſtlich der
Odenwald=
rechte Schläfe ſelbſt entleibt. Als Beweggrund zur Tat
§ Unfall. Am Montag nachmittag gegen 3 Uhr
wurde ein älterer Mann in der Karlsſtraße von
Schwindelanfällen befallen und zog ſich hierbei
Ver=
gelaſſenen Orten 2,50 Mark. Für dringende Geſpräche letzungen am Kopfe zu. Der Mann iſt mittelſt
Kranken=
iſt die Gebühr dreimal ſo hoch. Für Nachtgeſpräche er= automobil in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht
worden.
* Der geſtrige ſtarke Sturm hat an der Allee
ein=
inſofern, als für 6 Minuten (Mindeſtdauer) gerade ſo gangs des Exerzierplatzes eine der ſchönen, wohl
hundertjährigen Linden geknickt, ſo daß ſie gefällt wer=
Gernsheim, 28. Juni. In der Nähe der hieſigen
Ueberfahrt wurde die Leiche eines 18jährigen
Mäd=
chens geländet. Es iſt wahrſcheinlich, daß es die
18jährige Kath. Reinhard aus Gimbsheim iſt, die ſeit
anwalt Dr. Hoffmann, für die Beklagte Juſtizrat
Hall=
wachs, für die Adlerwerke Rechtsanwalt Dr. Oſann.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Mainz, 28. Juni. In der geſtrigen geheimen
Stadtverordnetenverſammlung wurde anſtelle des
penſio=
nierten Hofrates Emil Steinbach der Dirigent des
Rühl=
ſchen Geſangvereins zu Frankfurt a. M., Karl Schurich,
unter 72 Bewerbern für fünf Jahre zum ſtädtiſchen
Kapellmeiſter gewählt.
* Hans Simrock, der bekannte Berliner
Muſika=
lienverleger, iſt nach kurzer Krankheit im Alter von etwa
50 Jahren in Berlin geſtorben. Hans Simrock iſt ein
Nachkomme von Nicolaus Simrock, der gegen Ende des
18. Jahrhunderts den Grundſtein zu der ſpäter ſo
berühm=
ten Firma legte. Simrock war der erſte, der Beethovens
Werke verlegt hat. Der Simrock=Verlag gab u. a. die
Werke von Brahms, Bruch, Dvoräk. Joh. Strauß u. a. m.
heraus. Der Verſtorbene war Mitbegründer der
Brahms=
geſellſchaft und ſtand auch der von der Genoſſenſchaft
deut=
ſcher Tonſetzer gegründeten Anſtalt für muſikaliſches
Auf=
führungsrecht nahe.
Kleines Feuilleton.
C. K. Ein Wettbewerb für
Soldatenlie=
der. Aus Paris wird berichtet: In Erkenntnis der
be=
lebenden Kraft, die ein friſcher, fröhlicher Marſchgeſang
auf den Geiſt und die Widerſtandsfähigkeit der Truppen
ausübt, hat das franzöſiſche Kriegsminiſterium die
Ini=
tiative zu einem großen Wettbewerb ergriffen, der den
Liederſchatz der franzöſiſchen Armee bereichern und
ver=
edeln ſoll. Eine Reihe von Preiſen und Prämien ſind
für neue Marſchlieder ausgeſetzt. Aber auch neue Texte
zu bekannten Melodien werden zur Konkurrenz
eingefor=
dert. Die genauen Bedingungen des Wettbewerbs, die
ſoeben bekannt gemacht werden, legen beſonderen Wert
auf Geſänge, deren Strophen mit einem Refrain ſchließen.
Ein oder zwei Soliſten in der marſchierenden Truppe
ſollen den Vers ſingen, während der ſtets wiederkehrende
Refrain dann von der Geſamtheit aufgenommen wird.
Bedingung iſt, daß alle Lieder patriotiſchen Charakter
tra=
gen oder fröhlich und heiter ſind, ohne grobe
Anſpielun=
gen zu enthalten, die das Schamgefühl verletzen. Der
Umſtand, daß viele Soldatenlieder ſo frei ſind, daß ſie
beim Durchmarſch durch Dörfer oder Städte die
Frauen=
welt in Verlegenheit bringen, war eine weſentliche
An=
regung zur Ausſchreibung des neuen Wettbewerbs.
* Am „Siebenſchläfer”=Tag (27. Juni) hat
es geregnet und müßte nun nach einem alten Volksglauben
7 Wochen lang regnen. Statiſtiſche Erhebungen langer
Jahre haben aber ergeben, daß eher das Gegenteil
einge=
treten iſt und auf einen regneriſchen Siebenſchläfer viele
ſchöne ſonnige Tage gefolgt ſind. Der Siebenſchläfer
ge=
hört zu den ſogenannten „Lostagen” denen der
Volks=
aberglaube eine beſtimmte Vorbedeutung beimißt.
* Ein Wortungeheuer. Ein badiſcher Richter
hat ſich das Verdienſt erworben, die deutſche Sprache um
ein funkelnagelneues, ebenſo ſchönes wie vielſeitiger
Ver=
wendung fähiges Wort bereichert zu haben. Es findet
ſich in einem ſchöffengerichtlichen Strafurteil vom 4. Mai
ds. Js. und zwar in folgenden ebenfalls überaus
leicht=
verſtändlichen Satzteilen:
.. . Speziell, inſoweit es inſonderheit wieder die (!)
Krahnenkettebahnflaggebahnmaterialien=(Petroleum=Zylin=
Seite 3.
keit der Leiche noch nicht feſtgeſtellt. Die gerichtliche
Augenſcheinnahme hat bereits ſtattgefunden.
Lampertheim, 28. Juni. Geſtern nachmittag gegen
5 Uhr wurde der etwa 46jährige Taglöhner und
Vieh=
wärter Wilhelm Kellermann im Altrhein
er=
trunken aufgefunden. Dem Vernehmen nach hat er
vom frühen Morgen, bis an den Oberkörper im Waſſer
ſtehend, gefiſcht, wurde dabei von einem Unwohlſein
befallen und fand den Tod in nächſter Nähe des Ufers.
Die Leiche, die etwa eine Stunde im Waſſer gelegen
haben mag, wurde nach dem Friedhof gebracht.
B. Aus dem Odenwald, 27. Juni. Im vergangenen
Herbſt brachte das Darmſtädter Tagblatt, anläßlich der
im Oktober vorigen Jahres geplanten
Grundſtein=
legung des neuen Tromm=Turmes einen
Aufſatz über die Tromm und den Ireneturm, auf den
nunmehr noch einmal hingewieſen werden darf, da am
kommenden Sonntag, den 3. Juli, die
Einweih=
ung des neuen Bauwerks ſtattfindet; die voriges Jahr
geplante Feier der Grundſteinlegung mußte damals
unterbleiben, weil heftige Regengüſſe die
Fundamen=
tierungsarbeiten geſtört hatten. Den Winter und das
Frühjahr über wurde der Neubau, ein ſteinerner
Unter=
bau mit einem darauf errichteten Holzgerüſt, vollendet;
wenn im Laufe der Jahre das letztere altersſchwach
ge=
worden, dann kann an ſeiner Stelle der ſteinerne Bau
fortgeſetzt werden, eine ſehr praktiſche, vor allem den
Intereſſen der Gegenwart dienende Maßnahme. Denn
hätte man gewartet, bis die Gelder für einen vollſtändig
aus Stein errichteten Turm zuſammengefloſſen waren,
ſo hätte man den Ausſichtsturm noch lange entbehren
müſſen. Jetzt ſchaut der Turm aus dem grünen
Laub=
wald des Wagenbergs hervor und grüßt in die Täler
hinunter, dem Touriſten die Orientierung erleichternd
und markant die Stelle der Tromm bezeichnend. Der
Neubau wird nach erteilter Genehmigung der Frau
Prinzeſſin Heinrich von Preußen wieder den Namen
Ireneturm tragen. Die Feier am kommenden
Sonn=
tag wird zahlreiche Sektionen des Odenwaldklubs—
die Darmſtädter verbinden damit einen
Programmaus=
flug — und andere Freunde der Touriſtik im Herzen
des Odenwaldes vereinigen, und darf eine weit über
das lokale Intereſſe hinausgehende Beachtung wohl
beanſpruchen. Die Uebergabe des Turmes an den
Ver=
kehr findet Sonntag mittag 12 Uhr ſtatt. Zu dem
ab=
geſperrten Feſtplatz wird ein Eintrittsgeld von 1 Mk.
erhoben, das zugleich aber zur Teilnahme an einem
einfachen kalten Frühſtück berechtigt. Eine Darmſtädter
Militärkapelle wird den muſikaliſchen Teil des Feſtes
beſtreiten. Mit der Turmweihe verbunden iſt das
dies=
jährige Frühjahrs=Trommfeſt. Eins tut nur not
gutes Wetter!
Offenbach, 28. Juni. Geſtern abend ereignete ſich
an dem Bahnübergange der Wilhelmſtraße ein Vorfall,
der ſehr leicht wieder ein großes Unglück hätte zeitigen
können. Als eine Lokomotive in den Oſtbahnhof
ein=
fuhr und gerade den Uebergang der Wilhelmſtraße
paſſiert hatte, fuhr gleichfalls eine ſolche nach der
ent=
gegengeſetzten Richtung. Der Schrankenwärter, der
anſcheinend die letztere nicht bemerkt hatte, öffnete zu
früh die kleinen Schranken, ſo daß die Frau eines
hieſigen Dachdeckers, die ein Kind auf dem Arme trug
und eines an der Hand hatte, gegen die Maſchine
rannte, die zum Glück ſofort zum Halten gebracht
wurde. Außer einem heftigen Schreck ſcheint ſie,
in=
deſſen ernſtlichen Schaden mit ihren Kindern nicht
er=
litten zu haben. Wäre ein raſches Bremſen durch
irgend ein plötzliches Verſagen nicht möglich geweſen,
ſo hätten wieder drei Menſchen den Tod unter den
Rädern finden können.
Mainz, 28. Juni. Die hieſige
Militärluft=
ſchifferabteilung, die alljährlich in Mainz und
Umgebung eine ſechswöchige Uebung zur Ausbildung
des neuen Perſonals abhält, hat im Laufe der letzten
Woche mit dieſer Uebung begonnen. Dieſe findet
zur=
zeit auf dem Uebungsplatz des Brandenb. Fußart.=
Regts. Nr. 3 vor dem Fort Marienborn ſtatt.
— Weiſenau, 27. Juni. Bei dem zu Pfingſten in
Schwanheim ſtattgehabten nationalen Geſangwettſtreit
errangen bekanntlich zwei Vereine mit gleicher
Höchſt=
punktzahl den Kaiſerpreis, nämlich „Polyhymnia”=
Bieber und „Liedertafel”=Weiſenau. Bei der
Loszieh=
ung entſchied das Glück zu Gunſten des erſteren
Ver=
eins. Um nun Weiſenau auch in den Beſitz der
Kaiſer=
medaille zu ſetzen, wandte ſich der feſtgebende Verein
an den Kaiſer um Verleihung einer zweiten Medaille
für Weiſenau. Nach einer aus Berlin jetzt
eingetrof=
fenen Mitteilung hat der Kaiſer die Bitte um
noch=
malige Verleihung der Kaiſermedaille abgelehnt.
B. Bingen, 28. Juni. Heute vormittag iſt auf dem
Rheine hier das Motorboot des Steuermanns Karl
Kühn untergegangen. Das Boot, das Steuerleute
nach den Schiffen bringt und Paſſagierfahrten unternimmt.
war an ein Winſchermannboot gefahren. Dabei muß das
Benzinbootchen wohl vor den Bugſpriet des Dampfers,
der voranfuhr, gekommen ſein; es kippte um, ſchöpfte
Waſſer und ging in außerordentlich ſchneller Zeit unter.
Der Beſitzer Kühn ſchwamm etwa hundert Meter weit und
wurde von einem vor Anker liegenden Kahn
aufgenom=
men, die anderen Inſaſſen des Bootchens, drei an der
der=Wein) entwendungs= und Falſchabwägungsfall
be=
rührt, konnte, wenn er ſich nicht ſelber verblendete, der
Angeklagte auch ſchon deshalb nicht eigentlich an die
Wahr=
heit der Anſchuldigungen glauben.” Soweit die deutſche
Zunge klingt, wird ſie wohl über dieſen Sprach=
Dinoſau=
rier ſtolpern.
* Stimmungsvolle Kritik. Folgende
Stil=
blüte findet ſich in dem Bericht über die diesjährige
Aus=
ſtellung der Sezeſſion in „Kunſt und Künſtler”: .. . „Im
Boheme Café, einem Bilde voll zarter, weißer
Differen=
ziertheiten und kluger, koloriſtiſcher Feinheiten, iſt das
Le=
ben auf dem Wege über die Kunſt wieder hergeſtellt. Ohne
perverſe Aufdringlichkeit kommt einem aus dieſem Bilde
fleur du mal-Stimmung entgegen und es iſt das Sujet
mit einer ſtellenweis Schuchſchen Delikateſſe ſtillebenhaft reich
gemacht worden. Die Arbeit iſt, was man beim
Schau=
ſpieler „ſtark chargiert” nennen würde, wenn auch wirkſam
in den ſzeniſch forzierten Kontraſten.”
* Schadenerſatz für ein Ohrläppchen. Der
wohl ziemlich ſeltene Fall, daß ein Barbier auf
Schaden=
erſatz verklagt wird, weil er einem Kunden einen Teil des
Ohres abgeſchnitten hat, ereignete ſich vor einem Londoner
Polizeigericht. Der Kläger, Mr. John Termayne, ſagte
aus, daß Mr. A. Verrico, der Barbier, ihm beim
Haar=
ſchneiden mit der Schere ein Stück aus einem
Ohrläpp=
chen geſchnitten habe. Der Beklagte legte darauf ein
ſau=
beres kleines Päckchen auf den Tiſch des Richters, der das
Päckchen öffnet und mit großem Intereſſe das Stück Ohr
betrachtete. Er verurteilte den Beklagten zur Zahlung
von 30 Mark Schadenerſatz. Man ſieht, die Fleiſchpreiſe
in England ſind immer noch im Steigen begriffen.
Seite 4
Nummer 149.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Junt 1910.
Zahl, konnten an Bord des Dampfers ſich retten, ſo daß
der Unfall, ohne Menſchenleben zu fordern, ablief. Die
Hebung des Bootchens, das einen Wert von 4000 Mark
hat, dürfte bei dem hohen Waſſerſtand ſeine
Schwierig=
leiten haben, zumal es auch vielleicht weitergetrieben
worden iſt.
Gießen, 27. Juni. Der Briefträger Georg Rockel
von hier, der ſich Briefunterſchlagungen zuſchulden
kommen ließ und die Flucht ergriff, als man ihn in
ſeiner Wohnung verhaften wollte, hat ſich der
Staats=
anwaltſchaft geſtellt.
(*) Stangenrod, 27. Juni. Eines der älteſten
Gotteshäuſer Heſſens beſitzt unſere Gemeinde im
Verein mit dem Nachbarort Lehnheim. Die beiden
Kirchenvorſtände und Gemeinderäte haben die
Wie=
derherſtellung der baufälligen Kirche beſchloſſen.
Die Arbeiten werden nach den Plänen des Baurats
Diehm=Gießen hergeſtellt; ſie ſind zu 14000 Mark
ver=
anſchlagt. Schon bis Herbſt ſoll die Wiederherſtellung
beendet ſein und die Einweihung erfolgen. Die Kirche
ſtammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert, das zeigt der
Rippenanſatz der Gewölbe im Chor und überhaupt der
frühgotiſche Bauſtil. Originell iſt der Einbau der
Kanzel, welcher von einer Erneuerung der Kirche
her=
rührt. Auf den Brüſtungen der Empore ſind alte
Ge=
mälde vorhanden; ſie ſollen vollſtändig aufgedeckt und
als Zierde der Kirche neu hergeſtellt werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Juni. Die Norddeutſche
Allgemeine Zeitung ſchreibt: Zum Fall Eulenburg
brachten in den letzten Tagen einige Blätter die
Mittei=
lung, daß Fürſt Eulenburg wieder verhandlungsfähig ſei
und daß die Staatsanwaltſchaft, um einer
parlamentari=
ſchen Interpellation über den Stand des
Meineidsverfah=
rens aus dem Wege zu gehen, den Prozeß im September
wieder aufnehmen wolle. Dieſe Nachrichten ſind völlig
unzutreffend. Auf Veranlaſſung der
Staatsanwalt=
ſchaft iſt der Fürſt nach eingeholten Gerichtsbeſchlüſſen
durch Medizinalrat Dr. Stoermer im April und Mai
un=
terſucht worden, und zwar beim zweiten Male auch mit
Röntgenapparat und Orthodiagraph. Die Unterſuchungen
haben erneut ergeben, daß der Fürſt nicht
verhandlungs=
fähig iſt und daß die Arterioſkleroſe und
Herzvergröße=
rung weiter fortbeſtehen. Die Staatsanwaltſchaft iſt daher
außerſtande, die Anberaumung eines neuen
Hauptver=
handlungstermins zu beantragen. — Der Direktor des
an=
organiſchen Inſtituts an der Techniſchen Hochſchule,
Ge=
heimrat Profeſſor Hugo Erdmann, hatte ſich am
Frei=
tag nach Waren in Mecklenburg begeben und unternahm
am Samstag auf einem kleinen Boot, einem ſogenannten
Seelenverkäufer, eine Fahrt auf dem Müritzſee. Das
Wetter war ſtürmiſch und der See bewegt. Profeſſor
Erd=
mann war wiederholt vor dieſer Fahrt gewarnt worden;
er iſt von derſelben nicht zurückgekehrt. — Heute
abend fand eine außerordentliche Verſammlung der
Innungsmeiſter ſtatt, in der ſämtliche Forderungen
der Schmiedegeſellen abgelehnt wurden. Geſellen, die
widerrechtlich von der Arbeit fernbleiben, ſollen in anderen
Betrieben keine Aufnahme finden.
Stuttgart, 27. Juni. Heute abend zwiſchen 8 und
9 Uhr wurde auf dem Schloßplatz ein Wirt namens
Krapf, als er auf die in raſcher Fahrt befindliche
Trambahn aufſpringen wollte, eine Strecke weit
geſchleift und ſchließlich unter die Räder gedrückt. Der
Mann war ſofort tot.
Stuttgart, 28. Juni. Die Zivilkammer des
Land=
gerichts Stuttgart verkündete heute den Beſchluß in
der Klage des Polarfahrers Theodor Lerner gegen
den Grafen Zeppelin und Geheimrat Hergeſell.
Es wird feſtgeſtellt, daß die Angeklagten verpflichtet
ſind, den Kläger an der von ihnen beabſichtigten Polar=
Expedition teilnehmen zu laſſen und zwar in der
Hauptſache in einer, den Polar=Erfahrungen des
Klä=
gers entſprechenden Stellung. Das Streitobjekt
wird=
auf 35000 Mark berechnet. Die Beklagten haben die
eigenen Koſten und die Hälfte der Gerichtskoſten zu
tragen.
Konſtanz, 27. Juni. Infolge anhaltenden Regens
iſt der Bodenſee ſtark geſtiegen; der
Pegel=
ſtand war nachmittags 5,58 Meter. Der Stadtpark, die
Seeſtraße und der Stadtteil Paradies ſind zum großen
Teil überſchwemmt. Der Regen hörte nachmittags auf.
Wilhelmshaven, 27. Juni. Die ſtädtiſchen
Kollegien lehnten die Beteiligung an der Feier des
erſten Spatenſtiches für die katholiſche Kirche
in=
folge der päpſtlichen Auslaſſungen ab.
Primkenau, 27. Juni. Unter allgemeiner
Teil=
nahme der Bevölkerung erfolgte heute nachmittag die
Zeiſetzung der Prinzeſſin Feodora.
Super=
intendent Jentſch=Primkenau hielt die Trauerrede.
Dann geleiteten die hohen Leidtragenden die Leiche zu
der Fürſtengruft, wo ſie an der Seite der Eltern
bei=
geſetzt wurde.
Görlitz, 28. Juni. Heute morgen 5½ Uhr iſt der
Hilfsgerichtsdiener Scholz, der am 28. Februar ſeine
Geliebte Alma Spengler ermordete und vom
Schwurgericht zum Tode verurteilt worden war, auf
dem Hofe des Landgerichtsgefängniſſes durch den
Scharfrichter Schwietz hingerichtet worden.
Wien, 27. Juni. Die Lloyd=Direktion teilt mit, daß
ſie trotz eifriger Nachforſchungen bis heute früh noch
keine Nachricht über das Schickſal des
überfäl=
ligen Dampfers „Trieſt” erhalten konnte. Man
hält das Schiff für verloren, wenn bis heute oder
mor=
gen keine Nachricht eintrifft. In den Reichshäfen iſt
man eifrig bemüht, Nachrichten über das Landen der
Beſatzung zu erhalten.
Petersburg, 27. Juni. Die Verhaftung des
Ver=
treters des Wiener k. k. Korreſpondenz=Bureaus und der
Wiener Politiſchen Korreſpondenz, Barons Ungern=
Sternberg, erregt in hieſigen diplomatiſchen und
mi=
litäriſchen Kreiſen großes Aufſehen. Sie wird mit dem
Verſchwinden wichtiger geheimer Aktenſtücke aus der
Bi=
bliothek der Kriegsakademie in Zuſammenhang gebracht,
das bereits die Verhaftung des Bibliothekars Maslowski
zur Folge gehabt hat. Das iſt in Petersburg der erſte Fall
dieſer Art. Ein paar Tage vor der Verhaftung wurde bei
Ungern eine Hausſuchung vorgenommen, die ergebnislos
blieb.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Na
Gehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vo
— Serafin Alſchausky, den zu hören wir im
7. Donnerstags=Konzert am 29. Juni im
Saal=
bau Gelegenheit haben werden, erhielt ſeinerzeit
folgen=
des Schreiben des Dirigenten des Wiesbadener
Kur=
orcheſters U. Afferni: Hochgeehrter Herr Alſchausky! Es
iſt mir unmöglich zu ſchweigen; ich muß Ihnen für die
große Freude, die Sie mir durch Ihre herrliche Kunſt
be=
reiteten, meinen beſten Dank abſtatten. Es war mir ein
Vergnügen, Sie neulich in unſerem Konzerte zu begleiten.
Ihr Spiel iſt kein Blaſen auf einem Inſtrument, ſondern
eine „vox humana. Ein ſolcher Ausdruck und warmes
Empfinden, ſowie ſchöne Phraſierung kann nur ein
Künſt=
ler wie Sie, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, fertig
bringen. Noch nie habe ich einen ſolch großen Virtuoſen
auf Zug=Poſaune wie Sie Herr Alſchausky gehört. Alles
vas Sie machen iſt ſchön und edel — und das haben Sie
hier im Kurhausſaal an dem warmen Empfang und
Applaus des Publikums und Orcheſters geſehen. Ich
verde mich freuen, Sie bald hier wieder begrüßen und
begleiten zu können uſw.
Zweite Kammer der Stände.
6 2. Sitzung.
St. Darmſtadt, 28. Juni.
Am Regierungstiſche: Finanzminiſter Braun
Exz., Miniſter des Innern von Hombergk zu
Vach Exz., die Geheimeräte Dr. Becker und Dr.
Beſt, Geh. Oberfinanzrat Dr. Knell.
Vizepräſident Korel I eröffnet die Sitzung um
10½ Uhr. Das Haus beginnt die
Spezialberat=
ung des Geſetzentwurfs, die
Gemeinde=
umlagen betreffend. Artikel 1 wird debattelos
an=
genommen. Zu Artikel 2 und 4 macht Abg. Weber
längere Ausführungen, in denen er im weſentlichen
eine Begründung ſeines Antrages, betreffend
Ermittel=
ung des Ertragswertes der dauernd landwirtſchaftlich
benützten Grundſtücke, gibt.
Der Ausſchuß einigte ſich mit der Regierung auf
die Annahme des Weber=Brauerſchen Antrages in
fol=
gender Faſſung des Art. 4: „Für Grundſtücke, die
dauernd landwirtſchaftlichen Zwecken zu dienen
be=
ſtimmt ſind, einſchließlich der zugehörigen Gebäude, kann
der Steuerpflichtige Beſteuerung nach einem
Mittel=
wert von Ertrags= und gemeinem Wert verlangen,
wenn er nachweiſt, daß der geſamte Ertragswert ſeiner
ſteuerpflichtigen Grundſtücke und Gebäude der
vorge=
nannten Art von deren geſamtem gemeinen Werte
er=
heblich abweicht. Eine erhebliche Abweichung liegt dann
vor, wenn der Ertragswert weniger als die Hälfte des
veranlagten gemeinen Werts beträgt. Der zu
be=
ſteuernde Mittelwert ſetzt ſich aus der Hälfte des
Er=
tragswerts und des gemeinen Werts zuſammen. Als
Ertragswert gilt der 33½fache Betrag des
Jahresrein=
ertrags, den die Grundſtücke nach ihrer bisherigen
wirtſchaftlichen Beſtimmung bei ordnungsmäßiger
Be=
wirtſchaftung nachhaltig gewähren können. Auf
un=
bebaute Grundſtücke, die innerhalb des genehmigten
Ortsbauplans liegen, finden ungeachtet ihrer
Zweck=
beſtimmung die vorſtehenden Vorſchriſten keine
An=
wendung.”
Abg. Wolf ſpricht ſich im Sinne des Antrages aus
und polemiſiert gegen einen Artikel des M. Tgbl., in
dem die Steuerfreiheit der landwirtſchaftlichen
Oekono=
miegebäude als Ungerechtigkeit gegenüber den Städten
bezeichnet wird. — Abg. Dr. Heidenreich tritt
eben=
falls für den Antrag Weber=Brauer ein.
Der Ausſchuß beantragt: a) in Abſ. 2 das Wort
„fünfundzwanzigfach” zu erſetzen durch das Wort
„zwanzigfach” (bei Ablöſung des Beſteuerungsrechts
einzelner Gemeinden), b) den Art. 2 im übrigen in der
Faſſung der Regierungsvorlage mit folgendem Abſatz 3
anzunehmen: „Eine Gemeinde, in deren Gemarkung
einzelne gemeindeſteuerfreie Grundſtücke des Staates,
des Großherzoglichen Hauſes=Familieneigentum oder
einer anderen Gemeinde liegen, kann dieſe
Gemeinde=
ſteuerfreiheit im Wege der Ablöſung aufheben. Die
Ablöſungsſumme beſteht in dem 20fachen des
Grund=
ſteuerbetrags, den der Grundeigentümer im
Durch=
ſchnitt der letzten drei Jahre vor dem Jahre der
Ab=
löſung nach dem tatſächlichen
Gemeindeumlagenaus=
ſchlag als Gemeindeſteuer zu entrichten gehabt hätte,
wenn die Steuerfreiheit nicht beſtanden hätte.” — Dieſer
Antrag wird angenommen.
Es tritt dann eine Pauſe ein.
Nach beinahe zweiſtündiger Pauſe, in der der
Fi=
nanzausſchuß die neu eingegangenen Anträge beraten
hat, wird die Sitzung kurz vor 1 Uhr wieder
aufge=
nommen. Abg. Bähr erklärt, es ſei eine
Rückſichts=
loſigkeit, das Plenum 2 Stunden untätig warten zu
laſſen. Er bittet, Beſchluß darüber herbeizuführen, ob
das in Zukunft weiter ſo gehandhabt werden ſoll, daß
eine Stunde das Plenum und zwei Stunden der
Aus=
ſchuß tagt. — Abg. Ulrich nimmt den Ausſchuß gegen
den Vorwurf in Schutz. Schuld ſeien die Herren, die
fortwährend neue Anträge einbringen.
Zu Artikel 3 beantragt der Abg. Bähr, die
Be=
ratung von der Tagesordnung abzuſetzen, bis die
Be=
ſchlüſſe des Ausſchuſſes gedruckt vorliegen. Der
An=
trag wird abgelehnt. — Darauf erſtattete der Abg.
Molthan Bericht über die Stellungnahme des
Aus=
ſchuſſes zu der Steuerfreiheit der landwirtſchaftlichen
Oekonomiegebäude. Der Ausſchuß beantragt:
Ein=
fügung einer Ziffer 6 mit folgendem Wortlaut: 6.
Die Gebäude, die zur Unterbringung des lebenden und
toten Inventars oder der rohen Erzeugniſſe einem
landwirtſchaftlichen Betrieb (einſchließlich der Viehzucht,
des Wein=, Obſt= und Gartenbaues) dienen; dient ein
Grundſtück oder Gebäude nur teilweiſe den unter 1
bis 6 angegebenen Zwecken, ſo bleibt es nur für dieſen
Teil von der Steuer befreit. — Der Abg. Dr.
Gut=
fleiſch hat hierzu beantragt, daß dieſe Beſtimmung
für Städte keine Anwendung finden möge. — Der
Ausſchuß kam nach eingehender Beratung zu dem
Beſchluß, den Städten zu geſtatten, daß ſie durch
Orts=
ſatzung für die ganze Gemarkung oder für einzelne
Teile der Gemarkung die Steuerfreiheit aufheben.
Abg. Reh beantragt. die Gebäude der
Gewerbe=
betriebe, die zur Unterbringung landwirtſchaftlichen
Rohmaterials dienen, ebenfalls ſteuerfrei zu laſſen.
Dem tritt Abg. Molthan entgegen.
Abg. Dr. Heidenreich beantragt hierauf, die
Beſchlüſſe hierüber auszuſetzen, bis die
Ausſchuß=
anträge gedruckt ſind. Dieſer Antrag wird
ange=
nommen.
Darauf wird die Sitzung um 1¼ Uhr geſchloſſen.
Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr.
Der Allenſteiner Mordprozeß.
— Allenſſtein, 27. Juni. Im Allenſteiner
Mordprozeß beginnt heute die vierte
Verhandlungs=
woche. Die Sachverſtändigen=Gutachten
werden fortgeſetzt. Sanitätsrat Dr. Stoltenhoff
wendet ſich zunächſt gegen die Entrüſtung, die zum
Ausdruck kam, als es hieß, die Angeklagte ſolle
pſy=
chiatriſch unterſucht werden. Man behauptet, die
An=
geklagte ſollie damit ihren Richtern entzogen werden.
Das ſei abſolut unrichtig. Wie die ganze Verhandlung
ergeben habe, wäre es eine nicht wieder gut zu
machende Unterlaſſung geweſen, wenn man die
Ange=
klagte nicht piychiatriſch unterſucht hätte. Der
Sach=
verſtändige beſpricht zunächſt den Geiſteszuſtand des
Herrn von Goeben. Dieſer war ein durchaus
intelli=
genter Menſch, der eine Frau wohl zu beherrſchen und
bei ihr ſeinen Willen durchzuſetzen verſtand. Was
eine etwaige Geiſteskrankheit des Herrn von Goeben
anlangt, ſo ſpricht ja ſehr viel für eine verminderte
Zurechnungsfähigkeit, die es ja aber nach dem
Straf=
geſetzbuch nicht gibt; eine eigentliche Geiſteskrankheit
beſtand nicht, ſondern die perverſen Züge können nur
als Erklärungsgründe für ſein abnormes Weſen
be=
wertet werden. Krankhafte Zuſtände, welche die freie
Willensbeſtimmung ausſchloſſen, ſind nicht zu finden
geweſen. Was die Angeklagte anlangt, ſo iſt ſie eine
hyſteriſch=pſychopathiſche Perſon, die an der Grenze der
Geiſteserkrankung im Sinne des § 51 ſteht, nach meiner
Meinung kann aber der § 51 nicht herangezogen
wer=
den. Die ganze Sachlage ergibt aber ein Bild, das die
Tat in einem milderen Lichte erſcheinen läßt.
Sach=
verſtändiger Oberarzt Dr. Falk äußert ſich über
Herrn von Goeben. Er war zweifellos pſychopathiſch
und Profeſſor von Schrenck=Notzing hat recht, wenn er
von der pseudologia phantastica geſprochen hat. Er
wollte wohl die Wahrheit ſagen, es iſt ihm aber nicht
zu Bewußtſein gekommen, wenn er das nicht tat. Nach
der Beobachtung des Herrn von Goeben ſind wir Aerzte
damals zu der Ueberzeugung gekommen, daß er nicht
aus § 51 für unzurechnungsfähig zu erklären ſei,
wenngleich ſich manche rein menſchliche und
pſycholo=
giſche Züge ergeben hatten, die für eine mildere
Auf=
faſſung ſeiner Tat ſprachen. Das Bild, das ich damals
von ihm bekommen habe, iſt durch die Beweisaufnahme
nicht verändert worden. Es iſt ja bei Perſonen, die auf
dem ſogenannten Grenzgebiet ſtehen, ſchwer zu ſagen,
inwieweit ſie geiſteskrank ſind. v. Goeben ſei zwar ein
pervers veranlagter Menſch, aber die Wohltaten des
Paragraphen 51 kann man ihm nicht zubilligen.
Sach=
verſtändiger Sanitätsrat Dr. Lullies hält die
An=
geklagte für eine degenerierte Perſönlichkeit, iſt aber
der Meinung, daß die Grenze, welche die
Schuldloſig=
keit der Angeklagten garantieren würde, noch nicht
er=
reicht ſei. Der letzte Sachverſtändige des heutigen
Ta=
ges iſt Gerichtsarzt Dr. Strauch (Berlin); er erklärt:
Ich lege das Ergebnis der Hauptverhandlung und
meine perſönlichen Unterſuchungen in Charlottenburg
hier meinem Gutachten zugrunde. Eine Unterſuchung
des Geiſteszuſtandes der Angeklagten genügt nicht.
Nach meinen wiſſenſchaftlichen Erfahrungen und
Ueber=
zeugungen bin ich zu der Anſicht gekommen, daß ſowohl
bei der Angeklagten wie bei von Goeben
Geiſteskrank=
heit vorlag, und zwar bei der Angeklagten ſowohl vor
der ihr zur Laſt gelegten Handlung als auch nach der
Tat, bei v. Goeben vor, während und nach der Tat,
ungefähr bis zum 5. oder 8. Januar 1908. Es handelt
ſich bei der Angeklagten um ein hyſteriſches Irreſein.
Die Angeklagte war bereits krank, als ſie das Geſchick
mit Herrn von Goeben zuſammenbrachte. Der
Sach=
verſtändige erklärt: ich habe keinen Zweifel, daß die
TTat des Herrn von Goeben als die Tat eines Mannes
zu charakteriſieren iſt, der unter dem Einfluß einer
Wahnidee ſtand und zwangsweiſe gehandelt hat. Eine
ſolche Tat, bei der die freie Willensbeſtimmung durch
Zwangsvorſtellungen ausgeſchloſſen iſt, iſt eine Tat, die
nach Paragraph 51 ſtraflos erſcheint. Ich freue mich,
daß ich zu dieſer Feſtſtellung gekommen bin, denn es
reſultiert daraus, daß dieſer preußiſche Offizier nicht
als ein gemeiner Mörder, ſondern als ein
bedauerns=
werter Geiſteskranker zu betrachten iſt.
Die Gutachten der Sachverſtändigen wurden häufig
durch Zwiſchenfragen der Verteidigung, der
Staatsan=
waltſchaft und des Vorſitzenden unterbrochen. —
Mor=
gen werden die Verhandlungen fortgeſetzt. Nach den
neueſten Dispoſitionen ſoll das Urteil nicht vor Freitag
zu erwarten ſein.
Bei der heutigen Verhandlung ereignete ſich
fol=
gender Zwiſchenfall: Der Sachverſtändige Dr.
Sttoltenhoff ſagte: Ich kann nicht ſagen, daß dieſe
Geiſteskrankheit am 16. Januar angefangen hat, aber
ich meine, daß von der Verhaftung an eine ſchwere
Ver=
wirrung eingetreten iſt. Es haben einmal dazu
bei=
getragen die gegen ſie erhobene ſchwere Anſchuldigung,
die dadurch hervorgerufene Erregung und weiter die
Verhaftung und Unterbringung in einem für eine
ge=
bildete Perſon ſo ungeeigneten Lokal, wie es die Zellen
des alten Gerichtsgebäudes hier ſind. Es muß einmal
ausgeſprochen werden, daß es für eine gebildete Dame
durchaus geſundheitsgefährdend iſt, wenn ſie in ein
derartiges Loch geſteckt wird. Wenn der Staat jemand
verhaftet, dann hat er auch die Pflicht, dafür zu ſorgen,
daß die Unterbringung in einer angemeſſenen Weiſe
geſchieht. — Vorſ. (unterbrechend): Darüber haben
Sie, Herr Sachverſtändiger, kein Urteil
abzu=
geben. Dieſe Erwägungen ſind Sache der
Juſtizver=
waltung. — Erſter Staatsanw.: Ich muß auch
gegen dieſe Ausführungen proteſtieren. — Geſchworener
Rittmeiſter a. D. Rittergutsbeſitzer Kern: Der Staat
iſt doch nicht dazu da, einen Unterſchied zu machen
Vorſ.: (unterbrechend): Herr Geſchworener, wenn Sie
Fragen ſtellen wollen, ſo iſt das Ihr Recht. Ich kann
es aber nicht dulden, daß Sie hier Ausführungen machen.
Ich ſelbſt aber weiſe nochmals darauf hin, daß derartige
Erwägungen nicht hier in den Saal gehören,
ſondern an eine andere Stelle. — Sachverſtändiger Dr.
Stoltenhoff: Es kommt hier doch die Frage der
Ent=
ſtehung der Geiſteskrankheit zur Erörterung, und da
muß ich das anführen. — Erſter Staatsanw.: Sie
können wohl die Momente anführen, die zur
Geiſtes=
krankheit geführt haben, Sie haben aber nicht das Recht,
Kritik an den beſtehenden Zuſtänden zu üben. — Vorſ.:
Ich verweiſe auch darauf, daß die Gefängniſſe da ſind
für alle und daß es nicht angängig iſt, einen Unterſchied
zwiſchen gebildeten und ungebildeten Leuten zu machen.
Die Kieler Woche.
* Kiel, 27. Juni. Der Kaiſer empfing heute
vormittag den Beſuch des Großherzogs von
Oldenburg und deſſen Kindern. Der Großherzog
war auf ſeiner Jacht „Lenſahn” eingetroffen. Hierauf
nahm der Kaiſer die Vorſtellung einiger
franzöſi=
ſcher Herren durch den franzöſiſchen Botſchafter
Cambon entgegen, nämlich des Beſitzers der
franzöſi=
ſchen Dampfjacht „Ariane” Senators Gaſton Meunier
und deſſen Gäſte, des ehemaligen Geſandten, Senators
Albert Decorais, der Deputierten Lucien Hubert, Paul
Bonceur und Guſtave Berardi.
* Kiel 27. Juni. Heute abend 8 Uhr wurde das
Feſteſſen des Kaiſerlichen Jachtklubs in
den Klubräumen abgehalten. Prinz Heinrich
präſi=
dierte der Tafel; rechts von dem Prinzen Heinrich
ſaßen zunächſt der franzöſiſche Botſchafter Cambon, der
Fürſt von Monaco, Großadmiral von Köſter; links von
ihm der amerikaniſche Botſchafter Hill, der türkiſche
Botſchafter Niſami Paſcha, Admiral von Prittwitz und
Gaffron, gegenüber dem Prinzen ſaß Prinz Waldemar,
zwiſchen Adolf Tietgens und Admiral von Arnim. Im
Verlaufe des Mahles brachte Prinz Heinrich den
Kaiſertoaſt mit folgenden Worten aus: „Seine
Majeſtät der Kaiſer hat mich allergnädigſt beauftragt,
Nummer 149.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 291 Juni 1910.
ihn zum heutigen Abend zu entſchuldigen. Ein
Trauer=
kall in der Familie iſt die Urſache des Nichterſcheinens
Seiner Majeſtät. Er hat mich ferner gebeten, die
ein=
heimiſchen und fremdländiſchen Gäſte aufs herzlichſte
willkommen zu heißen. Meine Herren! Wir alle
be=
dauern, unſeren ſportfreudigen und ritterlichen Herrn
und Kameraden am heutigen Abend nicht unter uns
zu ſehen. Wir freuen uns aber, daß er doch hier in Kiel
hat erſcheinen und an den ſportlichen Veranſtaltungen
teilnehmen können in alter Friſche und mit warmem
Herzen. Wir bedauern ſeine Abweſenheit am heutigen
Tage und gedenken wie immer in Treue ſeiner. Wir
gedenken des Kommodore des Kaiſerlichen Jachtklubs
und rufen: Seine Majeſtät der deutſche Kaiſer und
König von Preußen hurra, hurra, hurra!”
* Kiel, 27. Juni. Die heutige
Binnenwett=
fahrt des Kaiſerlichen Jachtklubs wurde bei einer
Windſtärke von ſieben bis acht Metern pro Sekunde
ausgeſegelt. Es erhielten in der Achtmeterklaſſe den
erſten Preis „Woge 4” den zweiten „Decima” den
dritten „Lilli 10” aufgegeben hatten „Toni 77 und
„Wildente”, nicht geſtartet waren „Hede 2” und
„Drache 3‟ In der Siebenmeterklaſſe erhielt den
erſten Preis „Meluſine 2‟, „Kismet” „Maria” und
„Florrie” waren nicht geſtartet; in der Sechsmeterklaſſe
den erſten Preis und den Ehrenpreis des Ingenieurs
Chr. Lange „Gypaetos”; Zweiter wurde „Vadrouillette‟
Dritter „Aſter”, Vierter „Agnes 2‟, Fünfter „Harald 4‟;
nicht geſtartet waren „Are=en=ciel” und „
Feinslieb=
chen 5‟ aufgegeben hat „Rara Avis”. In der
Sechs=
meter=Schwertklaſſe erhielt „Ariadne 2‟ den
Klaſſen=
preis in der Fünfmeterklaſſe den erſten Preis „
Els=
beth 3‟ Zweiter wurde „Nixe” dritter „Wum”;
auf=
gegeben hat „Vivat Sequens”
* Kiel 27. Juni. Während der heutigen
Wett=
fahrt der Sonderklaſſe des Kaiſerlichen Jachtklubs
des Norddeutſchen Regattavereins auf der Kieler Förde
herrſchte guter Segelwind. Erſter wurde „Käthe‟,
Zweiter „Tilly 13‟ Dritter „Margarethe”, Vierter
„Jubilar”, Fünfter „Angela 4‟. Sechſter „Tilly 10‟
aufgegeben hatten „Lunula”, „Irzewiſch 2‟ „Reſi 3‟
„Jugend” und „Betty‟. Nicht geſtartet iſt „
Sonder=
ling‟
* Kiel, 28. Juni. Der Kaiſer begab ſich heute
morgen 7¾ Uhr an Bord des „Meteor” um die Wettfahrt
nach Eckernförde mitzuſegeln. Als Gäſte ſind auf den
„Meteor” geladen der regierende Bürgermeiſter von
Ham=
burg, Dr. Predöhl, Vizeadmiral v. Uſedom, Vizeadmiral
D. v. Bodenhauſen, der engliſche Vizeadmiral Jellicoe,
Generalleutnant Burggraf zu Dohna=Schlobitten,
Flügel=
adjutant Hauptmann v. Caprivi, Mr. Armour,
General=
konſul Dr. v. Schwabach, Herrenhausmitglied Ludwig
Delbrück und Oberförſter Frhr. Speck von Sternburg.
* Eckernförde, 28. Juni. Unter fortwährenden
weſtlichen Böen und unter ſtrömendem Regen liefen
gegen 1 Uhr die erſten der mittleren Jachten ein.
Die amerikaniſche Jacht „Weſtward” ging als erſte von
den großen Jachten 1,35 Uhr durchs Ziel. Ihr folgten
die „Germania” „Hamburg” und der „Meteor” dieſer
iſt 1,50 Uhr bei der Hohenzollern eingetroffen, ferner
die Dampfjacht Oceana” mit dem „Meteor” und der
Jacht „Iduna‟
Luftſchiffahrt.
* Urfeld (Oberbayern), 27. Juni. Der Ballon
„Escapade” Führer und einziger Inſaſſe Georges
Blancet, der geſtern nachmittäg um 3 Uhr in Paris für
den Grand Prix des Aeroklub de France geſtartet war, iſt
mittags 11 Uhr mit beſchädigter Hülle mitten im
Wal=
chenſee niedergegangen. Der Inſaſſe wurde
wohlbehalten mit dem Korb geborgen.
* Düſſeldorf, 28. Juni. „L 2 VII” iſt heute
morgen um 8½ Uhr aufgeſtiegen und hat mit Vertretern
der Preſſe eine Fahrt nach dem Bergiſchen Lande
unter=
nommen.
* Eſſen, 28. Juni. Das Luftſchiff „L. 2 VII‟
kam hier um 11 Uhr vormittags in der Richtung von
Steele in Sicht und fuhr um 11 Uhr 20 Minuten in der
Richtung auf Gelſenkirchen davon. Das Schiff paſſierte
dann um 11,30 Uhr Gelſenkirchen, um 11,40 Uhr
Reck=
linghauſen, um 12,05 Uhr Lünen und um 12,15 Uhr
Lüdinghauſen in der Richtung auf Münſter.
* Osnabrück, 28. Juni. Das Luftſchiff
„Deutſchland” (L 2 7) der Luftſchiffahrts=Geſellſchaft
wurde durch widrige Winde bis nach Katten=Venne
abge=
trieben und kehrte von dort nach Münſter zurück. Von
hier aus ſoll es wieder in die Richtung auf Osnabrück
ab=
getrieben worden ſein. Bis 5 Uhr war das Luftſchiff in
Osnabrück noch nicht geſichtet worden.
Paſſagierſchiff „Deutſchland” geſtrandet!
* Berlin, 28. Juni. Die Frkf. Ztg. meldet: Das
Paſſagierluftſchiff L. 2 VII „Deutſchland” iſt im
Teuto=
burger Walde geſtrandet und liegt in der Nähe von
Wellendorf als Wrack zwiſchen den Bäumen.
Per=
ſonen ſind nicht verletzt.
* Wellendorf, 28. Juni. „L. 2 VII” landete
um 6½ Uhr, nachdem er von widrigen Winden aus
einer Höhe von 1500 Metern herabgedrückt worden war,
am kleinen Freden und brach kurz vor den hinteren
Propellern durch. Man iſt jetzt damit beſchäftigt, das
Luflſſchiff von den Bäumen zu befreien; der hintere
Teil desſelben iſt vollſtändig verloren, die Hülle weiſt
zaßlreiche Riſſe auf. Das Luftſchiff muß anſcheinend
vollſtängig jabmontiert werden. Militär iſt von
Osna=
brück zur Hilfe aufgeboten und iſt ſoeben, 8½ Uhr, an
der Unfallſtelle angekommen.
Handel und Verkehr.
H. Fran kfurt a. M., 28. Juni. (
Frucht=
marktbericht.) Am Wochenmarkte herrſchte
wie=
der eine feſtere Stimmung vor, indes zeigt ſich der
Konſum fortdauernd ſehr zurückhaltend; auch die
Müh=
len kaufen nur den eiligen Bedarf. Der Verkehr war
dementſprechend ganz geringfügig. Landweizen in
guter Ware war knapper vorhanden und bedang etwas
höhere Preiſe, ebenſo wurde Landroggen beſſer bezahlt.
Hafer bei größerer Nachfrage anziehend. Gerſte und
Mais blieben faſt geſchäftslos. Futterartikel und Mehl
ohne Veränderung.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſt
bei beſchränkten Umſätzen.
An der Berliner Produktenbörſe lag
Getreide feſt auf das höhere Amerika, bedeutende
Platz=
deckungen und den regneriſchen Siebenſchläfertag. Das
Inlandsangebot hielt ſich zurück. Ruſſiſche Offerten
waren knapp und hoch gehalten. Laplata=Weizen eine
Kleinigkeit teurer, amerikaniſcher Weizen blieb ganz
außer Rechnung. Hafer eher nachgebend.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ameri=
kaniſchen Getreidemärkten (Chicago und
New=York) war Weizen höher auf die Feſtigkeit der
inländiſchen Produktenmärkte, ſowie heißes und
trock=
nes Wetter in Minneapolis und Winnipeg. Beſſere
Nachfrage für Lokoware und ungünſtige Ernteberichte
aus Rußland im Verein mit der ſchwachen Fondsbörſe
forcierten die Aufwärtsbewegung; dazu trat noch die
Befürchtung weiterer Ernteverſchlechterung der
aus=
gedörrten Getreidefelder, ſo daß die Preiſe weiter
an=
ziehen konnten. Mais unterlag zum Teil dem Einfluß
der Weizenſteigerung, aber größeres Angebot der
Far=
mer und Nachrichten über günſtigere Ernteverhältniſſe
bewirkten nur mäßige Beſſerung. Die ſichtbaren
Wei=
zenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 15.10 Millionen
Buſhels auf 15.14 Millionen Buſhels zurückgegangen,
während die Maisvorräte eine Steigerung von 5.53
Millionen Buſhels auf 5.61 Millionen Buſhels
aufwei=
ſen. Die Weizenvorräte in Kanada ermäßigten ſich
in dieſer Woche von 5.24 Millionen Buſhels auf 4.93
Millionen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen hieſiger und Wetterauer, 19.75—20.10,
Kurheſſiſcher 19.75—20.10, Norddeutſcher 19.75—20.10,
Redwinter 20.50—21.50, Laplata 20.50—21.50, Kanſas
20.50—21.50, Rumäniſcher 21.00—22.00, Ruſſiſcher 21.00
bis 22.00, Donauweizen 21.00—22.00, Walla walla 20.75
bis 21.50; Roggen, hieſiger, 14.75—15.00, Bayriſcher
(Pfälzer) 14.80—15.00, Ruſſiſcher —.—, Rumäniſcher
— Amerikaniſcher —.—: Gerſte, Pfälzer,
hieſige und Wetterauer —.—, Riedgerſte —.—,
Frän=
kiſche —.—, Ungariſche —.—, Ruſſiſche Futtergerſte—
Hafer hieſiger, 15.00—16.00, Bayeriſcher 15.00—16.00,
Rumäniſcher
Ruſſiſcher ——, Amerikaniſcher
—: Mais mired 15.50—15.75, Weißer Mais 15.50
bis 15.75, Donaumais 15.50—15.75, Ruſſiſcher 15.50 bis
15.75, Laplata 15.50—15.75, Rumäniſcher 15.50—15.75;
Weizenſchalen 9.00—9.50, Weizenkleie 8.50—9.00,
Rog=
genkleie 9.00—9.50, Futtermehl 12.50—14.00, Biertreber,
getrocknet, 12.50—13.00; Weizenmehl (Baſis ab
Mannheim) Nr. 0 28.50—28.75, feinere Marken 29.00
bis 29.25, Nr. 1 26.50—26.75, feinere Marken 27.00—27.25,
Nr. 2 25.50—25.75, feinere Marken 26.00—26.25, Nr. 3
23.50—23.75, feinere Marken 24.25—24.50, Nr. 4 19.50
bis 19.75, feinere Marken 20.25—20.50;
Roggen=
mehl, hieſiges, Nr. 0 22.25—22.75, Nr. 1 21.75—22.00,
Nr. 2 19.50—20.00.
Literariſches.
* Reiſeliteratur. Im Verlag von Griebens
Reiſeführern (Albert Goldſchmidt, Berlin W. 35)
ſind ferner erſchienen: Band 76: Wiesbaden,
Schlan=
genbad und Langenſchwalbach. Preis 1 Mark.
Tauſende und Abertauſende von Kurgäſten und Touriſten
wählen alljährlich das glänzende Weltbad Wiesbaden zu
kürzerem oder längerem Aufenthalt. Allen dieſen Beſuchern
ſei das obige, ſoeben in neunter Auflage erſchienene, von
Meyer=Elbing bearbeitete Buch als zuverläſſiger Führer
empfohlen. Erſchöpfend iſt auf alles aufmerkſam gemacht,
was für den Kurgaſt in bezug auf die Badeeinrichtungen,
die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten wiſſenswert iſt.
Band 61: Ems und das Lahntal. Preis 1 Mark.
Der Führer gibt eine genaue Beſchreibung des Bades,
ſeiner Quellen, Bäder und ſonſtigen Kurmittel, ferner alle
für den Kurgaſt wichtigen Angaben über
Wohnungsver=
hältniſſe, Verpflegung, Kur= und Bädertaxen uſw. Zwei
gute Karten von Ems und ſeiner Umgebung
vervollſtän=
digen das Bändchen aufs beſte. — Band 43: Karlsbad
und Umgebung. Preis 1,50 Mark. Der Kurgaſt findet
in dieſem handlichen, von Karl Joh. Baier bearbeiteten und
in 18. Auflage vorliegenden Buche alles für ihn irgendwie
Wiſſenswerte, ferner Angaben über Vergnügungen, Sport
uſw., Theaterpreiſe, Tarife für Lohnfuhrwerke. Auch über
den Ort ſelbſt wird der Fremde durch den Führer ſehr
genau orientiert. — Band 22: Belgien (Preis 3 Mark)
und Band 84: Brüſſel, die Weltausſtellung und
Ant=
werpen (Preis 1,20 Mark). Die Zahl der Deutſchen, die
in dieſem Jahre Belgien anläßlich der Brüſſeler
Weltaus=
ſtellung beſuchen werden, wird eine ganz außerordentlich
große ſein. Ihnen allen kann der ſoeben in 12. Auflage
erſchienene Griebenſche Reiſeführer von Belgien als
zuver=
läſſiger Ratgeber beſonders empfohlen werden. Das Buch
iſt in allen ſeinen Teilen einer genauen Prüfung unterzogen
worden und alle ſeit Erſcheinen der letzten Auflage (1908)
eingetretenen Veränderungen ſind aufs genaueſte
berückſich=
tigt worden. Für Beſucher der Brüſſeler Weltausſtellung
dürfte als Beigabe zum Führer „Belgien” das für 40 Pfg.
erhältliche Bändchen „Die Weltausſtellung in Brüſſel”
empfohlen ſein. Dagegen wird Reiſenden, die nur Brüſſel
und vielleicht noch Antwerpen beſuchen wollen, Band 84
von Griebens Reiſeführern, „Brüſſel, die Weltausſtellung
1910 und Antwerpen” (Sonderabdruck aus Band 22) die
beſten Dienſte leiſten.
Muſik.
— Muſik für Alle. Donizettis heiteres graziöſes
Werk, „Die Regimentstochter” bringt das ſoeben im
Verlage Ullſtein & Co., Berlin SW. 68, erſchienene neueſte
Heft der „Muſik für Alle‟ Die markanteſten ſchönſten
Stellen ſind zum Abdruck gelangt, ſo die Trommelſzene,
der rührende Abſchied Mariens, das luſtige Rataplan
und Liebesduett zwiſchen Marie und Tonio. Im II. Teile
finden wir u. a. die altmodiſche Rokoko=Arie, den
Soldaten=
chor und die wunderbare Schlußſzene mit Solo und
Enſemble „Heil dir, mein Vaterland” mit der die Oper
ausklingt. Zwiſchen den einzelnen Muſikſtücken iſt
wiederum der Inhalt der Oper wiedergegeben. Ein
ein=
leitender Artikel mit reichem Bilderſchmuck vervollſtändigt
das Regimentstochterheft der „Muſik für Alle‟. Die
Hefte ſind zum Preiſe von 50 Pfennig in allen Buch=
und Muſikalienhandlungen, ſowie direkt vom Verlage
Ullſtein & Co., Berlin SW. 68, Kochſtraße 23=24, erhältlich.
Veränderungen im preußiſchen Miniſterinm
und im Reichsdienſt.
* Berlin, 28. Juni. Die Kreuzzeitung ſchreibt:
Wie wir erfahren, iſt dem Finanzminiſter
Frei=
herrn von Rheinbaben die erbetene
Ent=
laſſung aus ſeinem Amte in Gnaden bewilligt
wor=
den. Sein Scheiden aus dem Staatsdienſt dürfte jedoch
ganz vorübergehend ſein, da die große Begabung und
Arbeitskraft des Miniſters dem öffentlichen Dienſte
er=
halten bleiben ſoll, wozu die noch ausſtehende Beſetzung
des Koblenzer Oberpräſidiums die Gelegenbeit bieten
dürfte.
Seite 5.
* Berlin, 28. Juni. Der Staatsanzeiger ſchreibt:
Dem Finanzminiſter Freiherrn von
Rhein=
baben iſt die nachgeſuchte Entlaſſung erteilt worden,
Oberbürgermeiſter Lentze=Magdeburg iſt
zum Nachfolger ernannt worden. Dem deutſchen
Bot=
ſchafter Fürſten Radolin in Paris iſt der
ex=
betene Abſchied erteilt worden unter Verleihung der
Brillanten zum Kreuz des Groß=Komturs des
Hohen=
zollernhausordens, als Nachfolger iſt
Staatsſekre=
tär v. Schoen in Ausſicht genommen, der durch den
Bukareſter Geſandten v. Kiderlen=Waechter
er=
ſetzt wird.
Frhr. Georg v. Rheinbaben iſt 1855 in
Frank=
furt a. O. geboren. Nach Abſolvierung ſeines
juriſti=
ſchen Studiums wurde er als Regierungsaſſeſſor 1883
Hilfsarbeiter im preußiſchen Finanzminiſterium, 1889
vortragender Rat im Finanzminiſterium und 1896
Re=
gierungspräſident in Düſſeldorf, von wo er am 2.
Sep=
tember 1899 zum preußiſchen Miniſter des Innern
be=
rufen wurde. Am 6. Mai 1901 übernahm Frhr. v.
Rheinbaben als Nachfolger Miquels das
Finanz=
miniſterium. Zu dem Rücktritt v. Rheinbabens
ſchreibt die Kreuzzeitung: Inwieweit die vielfachen
öffentlichen Angriffe, die Rheinbaben als Nebenbuhler
des Reichskanzlers hinſtellten, zu dem Entſchluſſe des
Miniſters, ſeine Entlaſſung zu erbitten, beigetragen
haben, bleibt dahingeſtellt. Soviel iſt aber ſicher, daß
der Rücktritt dem eigenſten Wunſche Rheinbabens
ent=
ſpricht und daß ſein Entſchluß zu dem Entlaſſungsgeſuch
ohne Vorwiſſen des Reichskanzlers und
Miniſterpräſi=
denten gefaßt worden iſt. Frhr. v. Rheinbaben hat
bereits in früheren Jahren den Wunſch geäußert, daß
er ſich im Falle einer Vakanz einmal auf den Poſten
des rheiniſchen Oberpräſidenten zurückziehen dürfte.
Bei dem Bekanntwerden des letzten Miniſterwechſels
hat er, wie es in unterrichteten Kreiſen heißt, unter
Umgehung) des Miniſterpräſidenten den Wunſch
un=
mittelbar beim Kaiſer erneuert, der Nachfolger des
Herrn v. Schorlemer werden zu dürfen.
Der Nachfolger v. Rheinbabens, Dr. Auguſt
Lentze, iſt ſeit 1906 Oberbürgermeiſter von
Magde=
burg. Er vertritt ſeit vier Jahren die Stadt
Magde=
burg im preußiſchen Herrenhauſe und vertrat früher
ſchon Mühlhauſen in Thüringen und dann Barmen,
in welchen Städten er ebenfalls Oberbürgermeiſter war.
Herr Lentze iſt in den Verhandlungen des Herrenhauſes
ſeit mehreren Jahren in kommunalen Angelegenheiten,
bei der Beſoldungsregelung und auch in finanziellen
Fragen, zuletzt als Referent über den Etat,
hervorge=
treten und hat bei den letzten Etatsdebatten die
Finanz=
politik Rheinbabens verteidigt. Politiſch gilt er als
gemäßigt liberal.
Während der Rücktritt v. Rheinbabens immerhin
überraſchend gekommen iſt, war der des Staatsſekretärs
Frhr. v. Schoen ſchon länger vorausgeſehen worden.
Herr v. Schoen leitet ſeit dem 7. Oktober 1907 das
Aus=
wärtige Amt. Er wurde im Jahre 1851 in Worms als
Sohn eines Fabrikanten geboren, ſchlug, wie bekannt,
zuerſt die militäriſche Karriere ein und ging ſpäter vom
Poſten eines Militärattachés in den diplomatiſchen Dienſt
über. 1895, als er in Paris erſter Botſchaftsſekretär war,
unterbrach er die diplomatiſche Laufbahn und trat als
Oberhofmarſchall in die Hofhaltung des Herzogs Alfred
von Sachſen=Koburg=Gotha. 1900 wurde er Geſandter in
Dänemark und 1905 in Petersburg. Seine Ernennung
zum Staatsſekretär des Auswärtigen Amtes war eine
Ueberraſchung. Herr v. Schoen wird der Nachfolger des
Fürſten Radolin auf dem Pariſer Botſchafterpoſten,
auf dem er ſich heimiſch fühlen wird, da er dort, wie ſchon
bemerkt, lange Zeit als Botſchaftsrat tätig war. Er galt
ſchon lange als der präſumtive Nachfolger des Fürſten
Radolin und die neue Stellung ſoll ſeinen Wünſchen und
ſeiner Befähigung entſprechen. Fürſt Radolin iſt ſeit 1901
Botſchafter in Paris. Er hat eine erfolgreiche diplomatiſche
Karriere hinter ſich. Vorher war er Botſchafter in
Peters=
burg und Konſtantinopel, Oberhofmarſchall des Kaiſers
Friedrich, preußiſcher Geſandter in Weimar und
Bot=
ſchaftsſekretär an verſchiedenen Botſchaften. Er ſteht im
70. Lebensjahre.
Der neue Staatsſekretär des Auswärtigen v.
Kider=
len=Waechter iſt geboren am 10. Juli 1852 in
Stutt=
gart und ſeit 1879 in Dienſten des Auswärtigen Amtes.
Nachdem er in verſchiedenen Botſchaften tätig war, wurde
er 1888 vortragender Rat beim Auswärtigen Amt. Als
ſolcher begleitete er den Kaiſer auf ſeinen Reiſen nach
Petersburg, Stockholm und Kopenhagen. 1894 wurde er
Geſandter in Hamburg, 1895 in Kopenhagen und 1900 in
Bukareſt. In letzter Zeit wurde er mehrfach nach Berlin
zur Dienſtleiſtung im Auswärtigen Amt berufen. v.
Kider=
len=Waechter gilt als der berufenſte Nachfolger des Herrn
v. Schoen und als eine ſehr befähigte Perſönlichkeit. Er
hat in Stellvertretung des Herrn v. Schoen in den
Win=
termonaten 1909 das Abkommen mit Frankreich zuſtande
gebracht und unſere Balkanpolitik während des
öſter=
reichiſch=ſerbiſchen Konflikts geleitet. Schon Fürſt Bülow
ſoll verſucht haben, ſeine Ernennung zum Staatsſekretär
durchzuſetzen.
* Berlin, 28. Juni. Der Staatsanzeiger meldet:
Der König richtete an Herrn v. Rheinbaben bei
ſeinem Ausſcheiden aus ſeinem Amte folgendes
Hand=
ſchreiben: „Mein lieber Staatsminiſter Freiherr v.
Rhein=
baben! Nachdem Ihnen die nachgeſuchte Entlaſſung aus
dem Amte als Staats= und Finanzminiſter durch Erlaß
vom heutigen Tage in Gnaden erkannt worden iſt, kann
ich mir nicht verſagen, Ihnen für die hervorragenden und
treuen Dienſte, welche Sie in Ihren bisherigen Aemtern
mir und dem Vaterlande mit aufopferungsvoller Hingabe
geleiſtet haben, meinen beſonderen königlichen Dank
aus=
zuſprechen. Als Zeichen meiner Anerkennung und meines
Wohlwollens habe ich Ihnen mein Bild in Oel verliehen,
welches Ihnen demnächſt zugehen wird. Indem ich hoffe,
Ihre bewährte Kraft in einer Ihren Wünſchen
entſprechen=
den anderweitigen Stellung im Staatsdienſte noch lange
erhalten zu können, verbleibe ich Ihr wohlgeneigter König
Wilhelm.”
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 28. Juni. Die Kommiſſion des
Reichstages für die
Reichsverſicherungs=
ordnung erledigte eine Reihe von Paragraphen des
Buches Krankenverſicherung und nahm u. a. den
Ab=
ſchnitt betreffend die Aufbringung der Mittel an.
Hier=
nach haben die Arbeitgeber und die
Verſicherungspflich=
tigen je die Hälfte der Beitragslaſten zu tragen,
an=
ſtatt, wie bisher, ein Drittel bezw. zwei Drittel.
* Berlin, 28. Juni. In der heutigen Verhandlung
vor dem Landgericht I in der Schadenerſatzklage
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Inni 1910.
Nummer 149.
des Reiſebegleiters des Dr. Eook, Rudoff Frauke,
gegen den Nordpolfahrer Peary erklärte der Anwalt des
Nordpolfahrers Peary, daß das Landgericht nicht
zuſtän=
dig ſei und daß die Behauptung Frankes, daß Peary
ge=
waltſam Pelze und Walroſſe abgenommen habe, falſch ſei.
Außerdem gehöre die Hälfte dem Nordpolfahrer Peary.
Der Gerichtshof erklärte ſich für zuſtändig und er beſchloß
außerdem, den Dr. Cook als Zeugen zu laden.
* Osnabrück, 28. Juni. Der Lokomotivführer
Garbs, der das Eiſenbahnunglück bei
Mül=
heim verſchuldet haben ſoll, und gegen eine Kaution
von 20000 Mark vom Lokomotivführerverband auf
freien Fuß belaſſen wurde, iſt heute morgen
ge=
ſtorben.
* Kecskemet (Ungarn), 28. Juni. Bei der
Errich=
tung der Grundmauern des Inſtitutsgebäudes der
Kecskemeter Induſtrie=Kredit=Volksbank ſtürzte die
Nachbarmauer ein, wodurch von 160 arbeitenden
Maurern 10 verſchüttet wurden. Im Nebenhaus
be=
findet ſich eine Spezereihandlung; mit den Trümmern
fiel eine Menge gefüllter Petroleumfäſſer und mit
Kolonialwaren gefüllter Säcke auf die arbeitenden
Maurer. Ein Maurer wurde tot aus dem Schutt
ge=
zogen. Militär und Feuerwehr nehmen an den
Rettungsarbeiten teil. Man hofft, daß von den 10
ver=
ſchütteten Arbeitern einige am Leben geblieben ſind.
* Paris, 28. Juni. Der König und die
Köni=
gin von Bulgarien ſind heute mittag nach Brüſſel
abgereiſt. Präſident Falliéres und Madame Falliéres,
Miniſterpräſident Briand, ſowie die übrigen Miniſter
hatten ſich am Bahnhofe eingefunden.
* Kopenhagen, 28. Juni. Die außerordentliche
Seſ=
ſion des Reichstages wurde heute eröffnet.
* Waſhington, 28. Juni. Der Kongreß hat einen
Antrag angenommen, dem deutſchen Kaiſer als
Gegengabe für die von ihm geſchenkte Statue Friedrichs
des Großen eine Nachbildung des Steuben=Denkmals
zu überreichen.
* Buenos Aires, 28. Juni. Die Kammer nahm
aus Anlaß des Bombenanſchlags im Theater von Colon
in beſonderer Sitzung einen Geſetzentwurf an, der den
Anarchiſten den Aufenthalt im Lande vollkommen
unterſagt. Für die Urheber von Bombenanſchlägen,
denen Menſchen zum Opfer fallen, wurde die
Todes=
ſtrafe feſtgeſetzt.
H.B. Berlin, 28. Juni. Eine Korreſpondenz läßt
ſich aus Kiel melden: Staatsſekretär v. Tirpitz iſt
jetzt ſchon fünf oder ſechs Tage hier. In Marinekreiſen
wird es viel beſprochen, daß man ſeinen Namen
bis=
her im Hofbericht unter den zur kaiſerlichen Tafel
Zu=
gezogenen nicht gefunden hat. Heute z. B. war eine
Reihe von Admiralen zur Frühſtückstafel befohlen, Herr
v. Tirpitz war aber nicht darunter. Im Reichstage
hatte Herr v. Tirpitz, wie erinnerlich, auf mannigfaches
Drängen des Zentrums hin im Zuſammenhang mit der
Kieler Werft=Affäre ein Disziplinarverfahren gegen
den Verwaltungsdirektor Admiralitätsrat Anderſon in
Ausſicht geſtellt, obgleich, wie er ſagte, dabei nichts
her=
auskommen werde.
H. B. Allenſtein, 28. Juni. Während der Verleſung
des Gutachtens im Prozeß Schönebeck des
Provinzial=Medizinal=Kollegiums von Königsberg fiel die
Angeklagte plötzlich mit den Worten: „Ich halte es nicht
mehr aus!” faſt ohnmächtig auf ihrem Stuhl zuſammen
und brach dann in einen heftigen Weinkrampf aus. Sie
wurde in ein Nebenzimmer getragen, wo ſich die
medizini=
ſchen Sachverſtändigen um ſie bemühten. Wie von
autori=
tativer Seite behauptet wird, ſind die Sachverſtändigen
Profeſſor Dr. Puppe und Meyer der Anſicht, daß die
An=
geklagte zurzeit geiſtig geſtört ſei und in eine Heilanſtalt
gehöre.
H. B. Petersburg, 28. Juni. Die Affäre des
Ver=
treters des kaiſerlich=königlichen Korreſpondenz=Bureaus,
v. Sternberg, wird hier als ſehr ernſt bezeichnet.
Die=
ſer wird ſeit dreiviertel Jahren von Geheimagenten
über=
wacht. Er ſoll des Verkaufs von Geheimpapieren bereits
überführt ſein. Auch ſoll er Unteragenten beſchäftigt
ha=
ben. Heute wird ſeine Frau vor dem
Unterſuchungsrich=
ter vernommen werden.
H. B. Petersburg, 28. Juni. Nach einem Gerücht ſoll
der öſterreichiſche Militäragent. Major Spannoki, dieſer
Tage bereits Petersburg verlaſſen haben, da er ſpeziell die
Dienſte des verhafteten Maiors v. Sternberg
be=
nutzte. Dieſer galt als offizieller Angeſtellter der
öſter=
reichiſchen Botſchaft, und zwar als Referent, in welcher
Eigenſchaft er täglich über den Inhalt der Preſſe wie über
verſchiedene aktuelle politiſche Fragen Mitteilung zu
machen hatte. Dafür bezog er ein feſtes Honorar.
Viel lebendiger als sonst.
Hamburg, 15. Nov. 1909. Ich gebrauche Ihr „Bioſon”
für ein 9jähriges Mädchen, welches körperlich und geiſtig
etwas zurückgeblieben iſt. Ich bin jetzt beim 2. Paket und
das Kind trinkt jeden Morgen gern zum Frühſtück eine
Taſſe davon. Der Appetit iſt daraufhin viel beſſer geworden
und die Beſſerung im Allgemeinbefinden macht ſich ſchon
früh morgens beim Aufſtehen bemerkbar, denn das Kind
iſt in letzter Zeit viel lebendiger als ſonſt. Ich werde
„Bioſon” noch weiter verwenden und auch empfehlen.
Hochachtend! F. Honſel, Humboldtſtraße 17. Unterſchrift
beglaubigt: Dr. G. Remé, Notar. „Bioſon” iſt das
beſte und billigſte Kräftigungsmittel. Paket 3 Mark in
Apotheken, Drogerien. Man frage ſeinen Arzt. (13038D
Niemand versäume
in der heissen Jahreszeit sich rote Grütze,
Rhabarber-
oder Stachelbeergrützen, sowie andere Fruchtspeisen mit
Bei Kopfschmerz — Litrovanilie!
(31240,40
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Geſtern vormittag 2 Uhr verſchied ſanft
ach längerem, mit Geduld getragenem Leiden,
im 74. Lebensjahre, unſere innigſtgeliebte, treue
Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwä=
gerin und Tante
(12976
Frau
Hehrlette Schmiat Wde.
geborene Jung.
Um ſtille Teilnahme bitten
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Philipp Schmidt,
Familie Georg Koch.
Darmſtadt, den 28. Juni 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
30. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom
Trauer=
hauſe, Lauteſchlägerſtraße 18 aus, ſtatt.
Die Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Familiennachrichten.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß unſere liebe Mutter,
Großmutter und Schwiegermutter
(13028
Frau
Karoline Castan Wwe.
geb. Köhler
geſtern Nacht infolge eines Herzſchlages ſanft
verſchieden iſt.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Wilhelm Castan.
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Gattin, unſerer
guten Mutter
(B13032
Frau Anna Schott
geb. Grünewald
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden und die
troſtreiche Grabrede des Herrn Pfarrers, ſagen
wir hiermit Allen unſeren tiefgefühlteſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Schott.
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
hierdurch die traurige Mitteilung, daß geſtern
abend 9¼ Uhr mein lieber Gatte, unſer guter
Vater, Bruder, Schwager, Onkel und
Schwie=
gervater
(13029
Eugen Schäfer
Privatier
nach längerem, mit großer Geduld getragenem
Leiden, im nahezu vollendeten 52. Lebensjahre
ſanft entſchlafen iſt.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabethe Schäfer, geb. Kuhlmann,
Eugen Schäfer, Bautechn., u. Frau,
Wilhelm Schäfer, Finanz=Aſpirant,
Eliſabeth, Otto, Friedrich, Hermann und
Marie Schäfer.
Seeheim, den 28. Juni 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. Juni,
nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhauſe,
Eber=
ſtädterſtraße aus, ſtatt.
herstellen zu lassen. „Maizena” verleiht auch Kuchen,
Puddings und Flammeries einen besonderen
Wohlge-
schmack und hohen Nährwert. „Maizena” ist überhaupt
ein unentbehrliches Hilfsmittel in jeder Küche. (12977D
NanriC
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beim Heimgang unſeres lieben Entſchlafenen, für
die treue Anhänglichkeit und die ſchönen
Blumen=
ſpenden, ſage ich aufrichtigen Dank, auch im Namen
meiner Kinder.
(B12972
Frau Elisabeth Fehr,
geb. Müller.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das alte
Tiefdruckgebiet iſt oſtwärts abgezogen und hat
vorüber=
gehend eine Abnahme der Regenfälle gebracht. Raſch
aber iſt vom Ozean her ein neuer Wirbel vorgedrungen
und verbreitet überall neue Trübung und Regenfälle.
Auch der Südweſt friſcht auf.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 29. Juni:
Neue Regenfälle, kühl, ſtarker bis ſtürmiſcher Südweſt.
Tageskalender.
Gedächtnisfeier für den verſtorbenen Geh.
Medizinal=
rat Dr. Ludwig um 4 Uhr in der Aula der Techniſchen
Hochſchule.
Hauptverſammlung des Kunſtvereins um ½5 Uhr
in der Kunſthalle.
Generalverſammlung der Rentenanſtalt u.
Lebens=
verſicherungsbank um 5 Uhr Eliſabethenſtraße 60.
Vortrag für Männer und Jünglinge um ½9 Uhr in
der Eliſabethenkirche.
Konzert um 4 und 8 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 10—7 Uhr).
Aquarien= und Terrarien=Ausſtellung im
„Mathildenhöhſaal” (geöffnet von 9—8 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 30. Juni.
Hofreiten=Verſteigerung des Herm. Diehm (
Luiſen=
ſtraße 32, 34, 36 und 38) um 10 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Baumwoll= u. Wolldecken=Verſteigerung um
4 Uhr Rundeturmſtraße 16.
Grünfutter=Verſteigerung um 4½ Uhr von der
ſtädtiſchen Pallaswieſe.
feinste
Tdrer
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacſel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorärforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.
ilsnernu 6
MlanennerC)
Hell Export
1eP 6.
614a.
[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Seite 7.
Voranzeige!
Anser diesjähriger
beginnt am Monfag, den 4. Juli in allen Abteilungen.
arr Scharkann &
Ecke Elisabethenstrasse und Wilhelminenstrasse.
(13037mdf
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36 149.
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von Ewald Gerhard Seeliger.
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Zwei Stunden hielt Jaſper ſtand, dann wendete er,
um der ſteigenden Uebermacht zu entfliehen. Vor
ſeinem einzigen ſchmalen Segel ſchoß der Ewer wie ein
Pfeil dahin. Doch die Wogen liefen noch ſchneller.
Mit entfeſſelter Wut prankten ſie, ſich überſtürzend, auf
das niedrige Heck, um Jaſper herunterzureißen. Aber
er wich nicht von ſeinem Platze, band ſich mit einem
Tau feſt, klammerte alle zehn Finger um die glatte
Ruderpinne und hielt den Blick auf die ſchwankende
Kompaßſcheibe gerichtet, die ein kleines Lämpchen
ſchwach beleuchtete. Er hatte den Kurs nach
Bremer=
haven gewählt. Und er ließ ſich nicht von ſeinem
Platze vertreiben, bis eine Sturzwelle die
Kompaß=
lampe erſtickte, und der raſende Sturm ihm das morſche
Ruder unter den Händen zerbrach.
Da mußte er unter Deck flüchten, zog die Tür der
Kombüſe hinter ſich zu, ſetzte ſich zu den beiden
an=
deren an die Back und horchte. Jens Butenſchön, der
ſchon manchen Sturm hinter ſich hatte, ſah ihn mit
angſtvoll aufgeſperrten Augen an. Der Junge aber
ſchrie vor Furcht. Doch man hörte ihn nicht. Der
Sturm, der draußen gegen die Planken tatzte, und die
Wogen, die ſich das hilfloſe Fahrzeug wie ein
Spiel=
ball=zuwarfen, waren lauter.
Suchs n nachent wrah Fltern uns die beſhen en. mußten ihm die Worte von den Lippen leſen,
denn ohne Pauſe raſten die Brecher über das Deck.
Und dann ſaßen ſie fünf Stunden lang und
war=
teten auf den Tod. Manchmal wußten ſie nicht, was
oben und unten war. Jaſper ſah nach der Uhr, der
Morgen war nicht mehr weit. Plötzlich horchte er
ſchär=
fer auf. Ein ſtarker, tiefer, brauſender Ton, der das
donnernde Wüten der Wogen übertoſte, ſchwoll näher
und näher heran.
Drei Minuten ſpäter wurden ſie von einem
furcht=
baren Prall durcheinandergeſchleudert. Aber der Ewer
ſprang nicht in Stücke. So alt er war, er hielt den
Stoß aus und ruhte plötzlich. Ein greller Krach,
wil=
der als ein Kanonenſchuß, zerriß für einen Augenblick
das mächtige Gedröhn der Brandung, in der ſie ſaßen.
Das war der Maſt! ſagte der Beſtmann, und ſeine
Hände zitterten vor Furcht und Ermüdung.
Mit ſchiefgeneigtem Deck lag der Ewer feſt im
Sand und ſtreckte dem Sturm den Kiel entgegen. Jaſper
öffnete die Tür und ſpähte vorſichtig hinaus.
Das Deck, der Brandungf abgewandt, war frei.
Im hohen Bogen ſpritzten die Brecher darüber
hin=
weg. Nicht allzuweit reckte ſich durch das Morgengrau
ein dunkles, dreibeiniges Balkengerüſt. Jaſper
er=
kannte es auf den erſten Blick.
Wir ſitzen bei Scharnhörn feſt! ſagte er gelaſſen.
Da iſt die Bake, da müſſen wir hink
Der Beſtmann nickte und zog ſich die Stiefel aus.
Aber der Junge ſchrie heulend und wollte nicht vom
Ewer herunter.
Was? rief Jaſper zornig und ſchlug ihn hinter die
Ohren. Du haſt zu parieren!
Und Michel Schleef fügte ſich der Gewalt, wenn auch
mit Beben.
Hol’ das Tau! befahl Jaſper und warf die Jacke ab.
Dann band er ſich das eine Ende des langen Taues
um den Leib.
Halt’ feſt! ſchrie er. Wenn ich nicht durchkomme,
hievt mich zurück.
Dann ſprang er unerſchrocken) in die weißen,
ziſchenden Wirbel hinein und kam glücklich durch. Feſt
ſchlang er das Tau um den einen Fuß der Bake, an
deren ſteinernem Unterbau ſich die Wellen die Köpfe
einrannten. Das Tau ſtraffte ſich.
Jetzt mußte der Junge hinüber. Jens Butenſchön
ſprach ihm Mut zu und legte ihm eine Schlinge unter
die Arme, die gleichzeitig am ſtraffen Tau entlang lief.
Aber Michel Schleef fürchtete ſich noch immer. Da
ſtieß ihn der Beſtmann einfach über Bord. Nun mußte
er durch die Brandung, er mochte wollen oder nicht.
Jaſper hob den Erſchöpften aufs Trockene.
Endlich legte ſich der Beſtmann das andere Ende
des Taues um den Leib und wurde von Jaſper durch
die gärenden Wirbel gelotſt.
Als ſie alle drei in dem kleinen ſechsechigen
Ret=
tungshäuschen ſaßen, das in einer Höhe von zehn
Metern unterhalb der Balkenrauten angebracht war.
Feite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Inni 1910.
Nummer 149.
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ſahen ſie nach dem Ewer hinüber. Eben ging der
Achtermaſt über Bord. Eine halbe Stunde ſpäter
zer=
brach das Bugſpriet. Am Mittag aber, als der Sturm
am ärgſten tobte und das ganze Balkengerüſt über den
Haufen zu werfen drohte, als die Flut gleichzeitig ihren
höchſten Stand erreicht hatte, wurde der Ewer plötzlich
wie von Rieſenfäuſten in die Höhe geſtoßen, auf den
Sand geſchleudert und mitten entzwei gebrochen.
Unſere ſchönen Schollen! ſeufzte der Beſtmann, der
ſich inzwiſchen an Brot und Wein, die auf dem Tiſche
des Rettungshäuschens für die Schiffbrüchigen bereit
ſtanden, geſtärkt und ſeinen Mut wiedergefunden hatte.
Wie die ſich freuen! verſetzte Jaſper mit
Gleich=
mut und ſteckte eine der beiden Signalfahnen aus, um
die Lotſengaliot zu benachrichtigen, die draußen im
Fahrwaſſer der Elbmündung ſchwer mit den Wogen
kämpfte.
Doch erſt nach drei Tagen konnte ſich ein Boot
heranwagen. Mit einem kleinen Lotſendampfer
wur=
den die drei Blankeneſer Fahrensleute, die nichts als
das nackte Leben gerettet hatten, nach Kuxhaven
hin=
übergeſetzt und kamen noch an demſelben Tage
wohl=
behalten in Blankeneſe an. Den Ewer aber hatte die
Nordſee gefreſſen.
Jaſper erzählte ſeiner Schwägerin mit dürren
Worten, wo das Schiff geblieben war, und bemerkte
zum erſtenmal, daß ihr ſeinetwegen die Tränen in
die Augen traten. Aber er deutete es nicht richtig.
Sei man ſtill! tröſtete er ſie freundlich. So lange
ich noch einen Finger rühren kann, wirſt Du und Deine
Kinder nicht hungern. Ich laß’ bei Hinrich Schuldt
gleich einen neuen Kutter auf die Helgen legen.
Und ſchon ging er den Strandweg hinunter. Bei
Wilken Wobbe aber kam er nicht unbehelligt vorbei.
Hab’ ich Dirs nicht immer geſagt! rief der alte
Lotſe triumphierend. Das war bein Schiff mehr für
die hohe See. Aber ihr Jungen wollt alles beſſer
ver=
ſtehen!
Haſt recht! erwiderte Jaſper und klopfte zwei
Häuſer weiter bei Hinrich Schuldt, dem Bootbauer, an.
Der aber war mit Aufträgen ſo überhäuft, daß er
vor dem nächſten Herbſt nichts verſprechen konnte. Er
bot ihm einen gebrauchten Kutter an, der bei ihm zum
Verkauf aufgelegt war. Aber Jaſper wollte durchaus
einen neuen Kutter haben. Auch Auguſt Wriede auf
Finkenwärder, bei dem er am nächſten Tage anfragte,
gab ihm einen abſchlägigen Beſcheid. Da mußte er ſich
denn gedulden und fuhr einſtweilen mit ſeinem Boot
auf die Elbe hinaus und legte Buttgarne aus.
Doch ſchon am folgenden Morgen fing ihn Gorch
Holmqniſt dicht am Strande ab. Er ſchnaufte vor
Ver=
gnügen.
Haſt Deinen Ewer verloren? quarrte er
ſchaden=
froh. Haſt Luſt, für mich nach Oſtaſien zu fahren?
Hätt’ ich ſchon! erwiderte Jaſper nach einigem
Ueberlegen. Wenn’s lohnt? Was für ein Schiff?
Die „Eider” von Geſterling u. Co.! flüſterte der
Dicke. Feines Schiff.
Verkauft der? fragte Jaſper erſtaunt.
Er iſt ſoweit, grinſte Gorch Holmquiſt freundlich.
Ich hab’ das Schiff noch nicht, aber ich krieg’s. Kommſt
morgen früh auf mein Kontor?
Jaſper zögerte noch.
Schlag’ ein! rief der Reeder ſchnell und ſtreckte ihm
die feiſte Hand hin.
Wenn wir einig werden, behielt ſich Jaſper vor
und ſchlug ein.
Zwei Stunden ſpäter, kurz vor der Börſe, ließ ſich
Gorch Holmquiſt bei Geſterling und Co. melden.
Eie munſchanß ſiagte Dicdrih Geſerting ſaßhtund
wies auf einen Stuhl.
Nur eine kleine Anfrage, beuchte der Dicke und
ſetzte ſich. Sie haben zwei Schiffe aufliegen. Wollen
Sie eins verkaufen?
An Sie? fragte Diedrich Geſterling überraſcht.
Ach woher! wehrte Gorch Holmquiſt ab. Ich kann
für meine Küſtenfahrt keine Viertauſend=Tonsſchiffe
gebrauchen. Dreieinhalb Meter Tiefgang iſt das
Allerhöchſte. Die chineſiſchen Häfen ſind miſerabel.
Sie kommen alſo als Kommiſſionär? forſchte
Diedrich Geſterling. Wohl von Herrn Matthias
Harms?
Gott ſoll mich bewahren! verteidigte ſich der Dicke
mit beiden Handflächen. Würde ich dann zu Ihnen
kommen?
Nun gut, ſprach Diedrich Geſterling. Was bieten
Sie?
Auf der Stelle? rief Gorch Holmquiſt erſchreckt. Ich
muß mir die Schiffe doch erſt anſeh’n.
Wie Sie wollen, antwortete Diedrich Geſterling
und erhob ſich, um zur Börſe zu gehen. Morgen früh
erwarte ich Ihr Angebot. Ich bin nicht abgeneigt, der
Sache näherzutreten.
Gorch Holmquiſt verabſchiedete ſich, fuhr mit ſeiner
Barkaſſe zum Indiahafen, um die „Eider”, auf die er
es abgeſehen hatte, genau zu inſpizieren, und ſetzte ſich
noch denſelben Nachmittag an den Tiſch, um die
niedrigſte Kaufſumme herauszurechnen.
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Nummer 149.
Darmſtädter Taghlatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Seite 11.
Bekanntmachung.
Betreffend: Bebauungsplan für den
Gemarkungsteil zwiſchen Allee, dem
neuen Hauptbahnhof, dem neuen
Güter=
bahnhof, Weiterſtädter Weg,
Landwehr=
ſtraße und Feldbergſtraße.
Für vorbezeichneten Gemarkungsteil hat
die Stadtverordneten=Verſammlung einen
Bebauungsplan angenommen.
Der Plan liegt bei dem Stadtbauamte,
Grafenſtraße Nr. 30, vom 20. Juni bis
9. Juli ds. Js. (beide Tage einſchließlich)
zur Einſicht Beteiligter offen.
Einwen=
dungen gegen den Plan, ausgenommen die
Fluchtlinien der verlängerten Kirſchenallee,
die mit Rückſicht auf vorzuſehende
Gleis=
anlagen noch nicht feſtliegen, ſind bei
Mei=
dung des Ausſchluſſes innerhalb dieſer Friſt
bei dem Stadtbauamte vorzubringen.
Darmſtadt, den 17. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
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Bekanntmachung.
Das ſtädtiſche Gelände Ecke Müller=
und Pankratiusſtraße, mit einem
Flächen=
gehalt von 591% qm iſt zu verkaufen.
Näheres durch das Stadtbauamt,
Grafen=
ſtraße Nr. 30.
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Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt
J. V.: Jaeger.
Grünfutter=Verſteigerung.
Donnerstag, den 30. Ifd. Mts.,
nachmittags 4½ Uhr,
wird das Gras von 10 Morgen der
ſtädti=
ſchen Pallaswieſe, in 20 Loſen, und von
den beiden Rückſtaubecken daſelbſt zur
Grünfütterung öffentlich meiſtbietend an
Ort und Stelle verſteigert.
(12962md
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle.
Wegen Prüfung der Bücherbeſtände ſind
alle aus der ſtädtiſchen Bücherhalle
ent=
liehenen Bücher, mit Ausnahme der
Unter=
haltungsliteratur, bis ſpäteſtens
Samstag, den 16. Juli ds. Js.,
zurückzuliefern.
Vom 18. bis 30. Juli einſchließlich bleibt
die Bücherhalle geſchloſſen.
Von Montag, den 1. Auguſt an, können
wieder Bücher entliehen werden.
Der Verkehr in der Leſehalle erleidet
keine Unterbrechung.
(12859oim
Darmſtadt, den 23. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 10. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Ludwig Graulich dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 140 636 Hofreite
Gutenberg=
ſtraße 52,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K36/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 25. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D12964,1
Müller.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 13. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Karoline Diehm dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
*35 1579/100 360 Hofreite Innere
Ring=
ſtraße, jetzt
Rhön=
ring Nr. 129,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K77/10
werden.
Darmſtadt, den 26. Mai 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(L11179,69
Müller.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 13. Juli I. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll die den Bibliothekdiener Joſef
Gold=
bach Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
1035¼/10 213 Hofreite Beckſtraße 8,
1035¾/0 65 Grabgarten daſelbſt,
65 Grabgarten mit
II 10358
Gartenhaus,
II 103534/100 41 Grasgarten daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K43/10
werden.
Darmſtadt, den 26. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L11180,70
Müller.
Bekanntmachung.
Mittwoch den 13. Juli l. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Stukkateur Georg Gerlach
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 592/1000 153 Hofreite
Kahlert=
ſtraße Nr. 8,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K32/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D12583,1
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 goldener Damen=Trauring. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Riemchen.
1 goldene Halskette mit Anhänger. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 ſchwarzer Schirm=
Ueber=
zug. 1 gelbes Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 weißleinener Herren=Stehkragen.
1 Fünfzigpfennigſtück. 1 Pfandſchein, auf den Namen Grohmann lautend. 1
Regen=
ſchirm mit braunem gebogenen Griff. 1 Entlaſſungsſchein aus dem Krankenhaus, auf
den Namen Marie Arras lautend. 1 braunes Portemonnaie mit etwas Inhalt.
1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel. 1 Granatbroſche in Goldfaſſung. 1
Dividenden=
ſchein der Paketfahrt=Geſellſchaft. 1 Hundemarke mit der Nr. 707 VII. 1 kleines
Porte=
monnaie mit blauem Email=Ring.
Verloren: 1 Portemonnaie mit 1,60 Mk. Inhalt. 1 ſilberner Servietten=Ring.
1 goldener Damen=Ring mit hellem Opal. 1 Zwanzigmarkſtück. 3—4 Dutzend
Perlmutt=
knöpfchen. 1 ſilberne Fiſchgabel und 1 ſilberner Kaffeelöffel. 1 Häkelbeutel mit
Porte=
monnaie und 1 Mk. Inhalt und Muſter von Handarbeiten. 1 Milchkanne. 1 weißer
waſchlederner linker Damen=Handſchuh. 1 kleines rotledernes Portemonnaie mit etwa
4 Mk. Inhalt. 1 Damen=Zwicker mit Goldbügel. 1 Okular=Mikrometer von Leite in
Wetzlar. 1 hebräiſches Religionsbuch. 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit einem
Zwanzigmarkſtück. 1 grüne Knaben=Mütze. 1 Zweimarkſtück. 1 goldener Anhänger
mit 2 weißen Perlen und 2 blauen Steinchen. 1 Nickel=Brille. 1 Zwanzigmarkſchein.
1 dunkelgrünes halbrundes Portemonnaie mit Druckknopf und über 8 Mk. Inhalt.
1 Milchkanne. 1 ſchwarzer Sonnenſchirm mit gebogenem Griff. 1 goldene Damen=
Uhr mit langer goldener Kette. 1 goldene Broſche in Herzform mit einer Mädchen=
Photographie. 1 blonde Haarlocke. 1 Hundertmarkſchein. 1 Zwicker mit Futteral.
1 braunes Portemonnaie mit 3—5 Mk. Inhalt. 1 ſchwarze Stahl=Uhr. 1 Feldſtecher.
1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger. 1 Portemonnaie mit 170 Mk. Inhalt.
1 goldene Damen=Uhr. 1 ſilbernes Kollier mit lila Amethyſten als Anhänger. 1 Paar
weiße lange durchbrochene Damen=Handſchuhe. 1 grünkarierte Damen=Schirm. 1 gold.
Halskettchen.
Zugelaufen bei Privaten: 1 gelb und brauner Boxer. 1 Hahn. 1 junge
Dobermanhündin.
Entlaufen: 1 rotbrauner Daxhund. 1 Doberman (Rüde).
Zugeflogen bei Privaten: 1 Papagei. 2 Kanarienvögel. 1 roteKröpfertaube.
Entflogen: 1 Kanarienvogel. 1 weiße Kröpfertaube.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(12956
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Doberman, 1 Boxer. 1 Pinſcher, 1 Foxterrier,
1 Boxer (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Johann Heinrich Fuhr=Stiftung.
Am 24. Oktober d. Js. wird die Verteilung der diesjährigen Unterſtützungen
an Handwerksmeiſter ſtattfinden, die unverſchuldet in ihren Verhältniſſen zurückgekommen
ſind. Bezugsberechtigt ſind ſowohl hieſige Ortsbürger, wie auch ſolche Perſonen, die
hier den Unterſtützungswohnſitz erworben haben.
Es ſind vier Unterſtützungen mit je 400 Mark zu vergeben.
Formulare für die Bewerbungen werden auf unſerem Büro, Stadthaus,
Rhein=
ſtraße 18, Zimmer 11, an Wochentagen, vormittags von 10—12 Uhr, an Intereſſenten
ausgegeben, die auszufüllen und bis längſtens
Mittwoch den 20. Juli d. Js., vormittags 12 Uhr
einzureichen ſind. Genaueſte und wahrheitsgetreue Beantwortung der geſtellten Fragen
liegt im Intereſſe des Bewerbers. Eingaben, die nicht auf das bezeichnete Formular
geſchrieben ſind oder nach dem genannten Zeitpunkt einlaufen, können nicht
berück=
ſichtigt werden.
Eine perſönliche Vorſtellung der Bewerber findet nur auf vorgängige
Auf=
forderung ſtatt.
Darmſtadt, den 10. Juni 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
(12094a
Verſteigerungs-Anzeige.
Mitwoch, den 29. Inni 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden in dem Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe) verſchiedene Möbel,
darunter:
Kleiderſchränke, Vertikos, Sofas, Betten, Diwan, 1 Büfett, Waſchkommoden,
Spiegel, 1 Pianino, ferner: 1 dreiteiliger Ladenſchrank, 1 Ladentheke,
1 Ladenkaſſe, 1 Fahrrad, eine Partie Kunſtblätter, Bilderleiſten und
Ge=
ſchäftsbücher, Schränke mit Schloſſermaterialien, eine Partie Ziegel, Dielen
und Gerüſtſtangen, ca. 200 verſchiedene Schwämme, 41 Pakete Kakao,
mehrere Flaſchen Weiß= und Rotwein
(13051
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
in Darmſtadt, Georgenſtraße 11, I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 30. Juni 1910, nachmittags 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 öffentlich auf Grund des § 383
B. G. B. gegen Barzahlung:
100 Baumwolldecken 150/200, 6 Wolldecken 150200.
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
(12896im
Thüre. Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Versteigerungs=Anzeige.
Freitag, den 1. Juli I. Js., nachmittags 2½ Uhr, verſteigere ich
öffent=
lich meiſtbietend gegen Barzahlung im Pfandlokal Ludwigshöhſtraße 4:
1 Schreibtiſch, 1 Sofa, 1 Diwan, 1 runden Tiſch, 1
Kaſſen=
ſchrank und einen Bücherſchrank.
(*15822
Darmſtadt, den 27. Juni 1910. Böttcher, Gr. Pfandmeiſter.
rderungen
an den Nachlaß der Georg Hellmuth Eheleute,
Woogs=
platz 13 zu Darmſtadt, bittet man innerhalb einer Woche bei
dem unterzeichneten Nachlaßverwalter ſchriftlich anmelden zu wollen.
Darmſtadt, 25. Juni 1910.
Karl Dechert
Landgraf=Georgsſtraße 8, II.
12933)
Die nach den Vorſchriften der
Gewerbe=
ordnung in den Betrieben auszuhängenden
Formulare
ſind durch die Expedition des Tagblatt zu beziehen
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 27. Juli I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Hofchorſänger Friedrich Ed.
mund Göllnitz dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
IV 3604/100 39 Hofreite Kaupſtraße,
IV 36095/1000 234 Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K89/10
werden.
Darmſtadt, den 14. Juni 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (L12087,70
Forderungen
an den Nachlaß der am 15. Dezember 1909
verſtorbenen Philippine Jacoby, geb. Beſt,
zu Darmſtadt, bitte ich bis zum 15. Juli
(12983
1910 bei mir anzumelden.
Der Nachlaßverwalter:
Buss, Rechtsanwalt
in Darmſtadt, Bismarckſtraße 74, I.
Hilfe und Rat
erhalten alle, die ſich wenden an das
Hessische Bureau in Darmstadt, Kirchstr. 2 1,I. (111853
Ing. beeid. Sachverständig.
für den Landgerichtsbezirk
Hagen i. W. Reelle
sach-
gemäße
Beratunginschutz-
rechtsangelegenheit jeder
Art: Erwirkung und
Ver-
wertung. Auskunft und
Broschüre kostenfrei. Ia.
Referenzen. 12 eigene
Ge-
schäfte (u. a. Berlin).
Frankfurt a. M.
Neue Zeil 92
11187a
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1 einige Oeldruckbilder, ſowie Goethes
Werke in 18 kleinen Bänden, umzugshalber
billig abzug. Martinſtr. 11½, I. (*15782
hübſche Aquarien mit Geſtell, ſowie
ein guterhalt. ſtarkes Fahrrad ſpottbillig
abzug. Gutenbergſtr. 38, part. (*15786
din Sofa billig zu verkaufen
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Emailleschilder u. Gummistempel
in jeder Größe u. Ausführung liefert raſch
und billigſt F. W. Klespe, Graveur,
Schulſtraße 13, 2. Stock.
(12158a
Emailschilder
alle Größen, raſch und billig!
(4355a
Wilhelm Castan, Kirchſtraße 5.
Weißbinder= und Lackierarbeiten
werd. ſofort dauerhaft u. billigſt ausgeführt.
Off. unt. T 70 an die Exp. erbeten. (B12927
werden prompt und
Dachdeckerarbeiten billigſt ausgeführt
L. Christen, Dachdecker,
E Kaupſtraße 45. (*15693im
Credithaus
Adam Karn
Bleichstr. 30
Nach wie
vor=
erhalten meine Kunden
Herren-, Knaben- und
Kinder-Anzüge
Damenkostüme
Blousen Röcke
Jacketts
Manufakturwaren
Gardinen Portieren
Teppiche
Läuferstoffe
ohne jede
Anzahlung
auf bequemste
wöchent-
liche, 14tägliche oder
monatliche (11237a
Abzahlung.
Credithaus
Adam Karn
Bleichstr. 30
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Nummer 149.
Pru
von Wichtigkeit für jede Hausfrau ist der Einkauf ihres Kaffees.
Hierbei kommt es vor allem auf unbedingte Zuverlässigkeit des
Lieferanten an. Deshalb sollte Schade & Füllgrabe’s Kaffee
in keinem Haushalt fehlen, denn er ist seit Jahrzehnten bewährt,
von zahllosen Verbrauchern als vortrefflich erprobt und auffallend
preiswürdig. Nur in unseren Filialen erhältlich.
(12960
Filiale od. ſonſt. Vertrauenspoſten
wünſcht Fräulein, im Geſchäft tüchtig
und=
erfahren und mit gut. Zeugn., zu übernehmen.
Kaution kann geſtellt werden. Offert. unt.
2 9 an die Expedition ds. Bl. (*15544simf
welches lange Jahre auf einem
Frauleln Kontor tätig war, ſucht ähnliche
Stelle od. als Kaſſiererin, würde auch Filiale
übernehmen. Offerten unter 2 68 an die
Expedition dieſes Blattes.
(*15767
Fräulein
24 Jahre, Waiſe, mit dem Syſtem der
National=Regiſtrierkaſſe vertraut, ſucht
Stel=
lung als Kaſſiererin. Offerten unt. 2 90
an die Expedition ds. Bl.
(B13036
bw. in Stenographie,
Schreibmaſchine und
ſucht paſſende Anfangsſtelle. Gefl. Offert.
u. 2 81 an die Exped. ds. Bl. (*15810ms
Junge Dame ſonſt. kauf. Arbeiten
*15871) Eine Buchbinder=Arbeiterin ſucht
dauernde Beſchäftigung, auch in Druckerei.
Gefl. Off. unt. 2 96 an die Exp. erbeten.
*15833dfso) Schneiderin nimmt noch
Arbeit in und außer dem Hauſe an. Zu
erfragen in der Expedition ds. Bl.
zu haben iſt jeder Hausfrau dringendſter Wunſch. Eine prachtvoll ſchöne und reine
Wäſche erhält man bei dauerndem Gebrauch von Flammer’s Seife und
Seifen=
pulver. Beide ſind garantiert unſchädlich, das Waſchen geht leicht und mühelos
vor ſich, der Preis iſt billig. Gegen die Sammelmarken gibt es wertvolle Geſchenke.
Schneiderin
auch perfekt in Jacketts und beſtpaſſenden
Reformkleidern, ſucht noch Kundenannahme
für in und außer dem Hauſe. Näheres
Liebfrauenſtraße 103, I. r. (*15824mfo
*15658imd) Frau ſucht täglich 2—3 Std.
Beſchäftigung. Zu erfragen in d. Exped.
*15717im) Kinderloſe Frau ſucht Laufd.
von 10 Uhr ab Mühlſtr. 20. Schäfer.
*15669im) Unabh. Frau ſ. Beſchäft. im Waſch.
u. Putz. od. Aush. Schäfer, Ballonplatz 7, H. I.
ſucht Lauf=
Aelteres, beſſ. Mädchen dienſt. Näh.
Grafenſtraße 45, 2. Stock, links. (*15750
mit guten Zeugniſſen
Eine Stütze ſucht Stellung in
kleinem Haushalt. Näheres Frau Hahn,
Schuchardſtraße 13.
*15761md
ſucht Stelle als Stütze od.
Beſſ. Fräulem Kinderfräulein. Offerten
unter 2 67 an die Expedition. (*15762
15760) Aelt. Fräulein ſucht Stelle als
Haushälterin in frauenloſem Haushalt od.
zu einzelnem Herrn. Offerten unter 2 69
an die Expedition dieſes Blattes.
B13030) Saub. Mädchen ſucht morgens
2 Std. Laufdienſt Tannenſtraße 17.
Fräulein
ſucht Stelle zum Servieren in beſſ. ſoliden
Reſtaurant oder Café. Offert. unt. 2 88
an die Expedition ds. Bl.
(B13034
(B13035
Fräulein
24 Jahre, große Erſcheinung, ſucht Stelle
als Empfangsdame bei einem Arzt oder
Photograph. Offert. unt. 2 89 a. d. Exp.
Stellen ſuchen:
mehrere tüchtige Landmädchen in Privat=
und Geſchäftshäuſer ſofort und ſpäter durch
Arbeitsnachweis Frau Weißmantel,
Eliſabethenſtraße 37.
(*15859
15837) Jg. Frau ſucht Laufd., auch ½ Tg
Putzen Gr. Kaplaneigaſſe 1, 1. St.
ſucht ſofort
Junges Mädchen Stelle, wo
ſie unter Anleitung der Hausfrau kochen
und Hausarbeit erlernen kann. Näheres zu
erfahren morgens bis 11 Uhr bei Fräulein
de Weerth, Eichbergſtraße 10.
(*15803
Sehr nettes, tüchtiges Hausmädchen
mit prima Zeugniſſen ſucht Stelle Franks
Stellenbureau, Karlſtraße 31.
(*15799
die ſchon gedient und
Mädchen, nicht, ſuchen Stelle
*15869) Frau Scheid, Dieburgerſtraße 32.
(12913M
Gesucht
für nachmittags zuverläſſiges, älteres
Mädchen zu Kindern. Näheres Landgraf=
Philipp=Anlage 58, 1. Stock. (13027ms
*15820) Unabhäng. Frau oder Mädchen
für vormittags einige Stunden u. mittags
zum Spülen per 1. Juli geſucht
Nieder=Ramſtädterſtraße 34, I.
*15823) Saub. Lauffrau od. Mädchen auf
ein. Zeit zur Aushilfe in meinen Laufdienſt
geſucht. Zu erfragen morgens von 8 bis
10 Uhr Neckarſtraße 22, 2. Stock rechts.
*15827mdf) Eine ordentliche Lauffrau,
unabhängig, vom 1. Juli ab geſucht.
Näheres Beſſungerſtraße 97, II.
*15835) Waſchfrau und Flickfrau geſucht
Grafenſtraße 22 (Laden).
nstmädchen
Ordentliches
ſofort geſucht Luiſenſtr. 34, II. (*15836md
*15776) Tüchtiges Mädchen tagsüber
für kleinen Haushalt geſucht
Kirchſtraße 12, 3. Stock links.
*15783) Tüchtige Lauffrau von 1 Uhr ab
Schwanenſtraße 70, part.
geſucht
Anſtändige Lauffrau
ſauber und flink arbeitend, in der Nähe
der Kiesſtraße wohnend, geſucht. Näheres
(13039
in der Expedition.
*15815) Braves, williges Laufmädchen
oder Frau geſucht Taunusſtraße 24, II.
*15861) Suche in großer Anzahl
Kö=
chinnen, Hausmädchen, Alleinmädchen,
welches kochen und alle Hausarbeit
ver=
ſteht, zu 2 älteren Herren. Mehrere
Allein=
mädchen, welche kochen und nicht kochen, in
Privat= und Geſchäftshäuſer für ſofort und
1. Auguſt Bureau Frau Dingeldein,
Schützenſtraße 10½, Telephon 531.
zum Bröt=
Reinl. Frau od. Mädchen chentragen
(*15866
geſucht Viktoriaſtraße 96.
*15849) Ein Mädchen ſucht Laufſtelle
oder vielleicht auch andere Arbeit für
tags=
über Riedeſelſtraße 68, Hinterhaus part.
ſucht Beſchäftigung auf
Junger Maun einem Büro im Schreiben
oder Kaſſieren ꝛc. Offerten unter 2 65 an
die Expedition dieſes Blattes. (*15757md
Nebenbeſch.
Schreibgew., jg. Mann im
Büchernach=
tragen, Adreſſenſchr., Abſchr. auf
Schreib=
maſch. Off. u. W60 an die Exped. (*15398sms
*15697imd) Junger, intelligenter Mann,
26 Jahre, ledig, auch Radfahrer, ſucht
Stellung als Krankenpfleger od. beſſerer
Hausburſche. Kaution in jeder Höhe kann
geſtellt werden. Näheres bitte Kempe,
Kiesſtraße 55, Seitenbau 1. Etage.
*15635oim) Junger Mann, 22 J., intell.,
ſ. Stelle als Kaſſier od. ſonſt. Beſchäftig. b.
beſch. Anſpr. (Kaution kann evtl. geſtellt
werden.) Zu erfr. bei Brutſcher,
Markt=
platz 7, Hths. 1. Stock.
(gelernter Buchbinder)
Verheir. Mann ſucht Stelle als
Bureau=
diener, Kaſſenbote oder dergl. Kaution
kann geſtellt werden. Offerten unt. 2 75
an die Expedition ds. Bl. erbeten. (*15791
21 Jahre, kräftig, in
Ein Knecht, all. landwirtſchaftlichen
Arbeiten erfahren, ſucht Stelle, geht auch
als Fahrburſche, einerlei wohin auswärts
*15843) Jöckel, Eliſabethenſtraße 32.
Mehrere Verkäuferinnen
für größeres Kurz= u. Modewarengeſchäft
geſucht. Gefl. ſchriftl. Offerten nebſt Angabe
ſeitheriger Tätigkeit, ſowie Gehaltsanſprüche
unter 2 18 an die Expedition. (12838sm
12839sm) Per 1. Auguſt eventl. 1. Sept.
ſucht mehrere, möglichſt mit der Branche
vertraute
Verkäuferinnen.
Nur ſchriftliche Offerten mit Angaben der
Gehaltsanſprüche, ſowie bisherige Tätig=
Adolf
Geiger-
keit erwünſcht.
*15870) Stelle ſuchen zum 1. Juli 1 gute
Köchin, die alle Hausarbeit übern., hier od.
ausw., 1 älteres Mädchen in Wirtſch. und
2 Alleinmädchen in Privathaus Frau Elisab.
Frank, Stellenbüro, Saalbauſtraße 33.
*15846) Saub. Frau geht Waſch. u. Putz.
Arheilgerſtr.39, Mittelbauz=Frau Körner.
Eine zaarbeltern
für Putz geſucht.
(12651a
Helene Martin,
Ernſt=Ludwigſtraße 7.
Sofort geſucht
junges Mädchen
für leichte Beſchäftigung (Türöffnen,
Reini=
gen der Inſtrumente), tagsüber von 8½ bis
(*15773
12½ Uhr und 2—6½ Uhr
Dentist Faber, Ludwigsplatz.
Mehrere
Putzarbeiterinnen
für Herbſtſaiſon geſucht.
Schriftliche Offerten unter 2 93. Angabe
ſeitheriger Tätigkeit, ſomie Gehaltsanſprüche
an die Expd. d. Bl. erbeten.
(13040
Geſucht
Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen ſofortige
Vergütung.
(13026ms
M. Weygandt, Hoflieferantin,
Wilhelminenſtraße 9.
der Kurz= u. Wollwaren=
Lehrmädchen branche aus anſtändiger
Familie geſucht Landwehrſtr. 15. (12420a
13041) Wir ſuchen ſofort ein junges
Benrfrauiein
aus guter Familie für unſeren Laden
Rheinſtraße.
Hof-Färberei Reich.
raves Mädchen, welches kochen kann,
die Hausarbeit gründlich verſteht zu
einer Dame für gleich oder ſpäter geſucht
Wittmannſtraße 39, parterre. (B12831
*15538som) Ein ordentliches, zuverläſſiges
Laufmädchen tagsüber geſucht. Näheres
Beſſungerſtraße 97, II.
12687a) Suche zum baldigen Eintritt
tücht. Verkäuferin
ſolche mit Branchekenntniſſen bevorzugt
Adam Horn, Kirchſtraße 14
*15839) Für mein Papier= und
Schreib=
warengeſchäft ſuche ich eine jüngere
Verkäuferin
aus achtbar. Familie. Ang. m. Gehaltsanſpr.
unter 2 92 an die Expd. d. Bl.
Jüngeres Mädchen
das im Maſchinennähen bewandert iſ
wird auf lohnende Arbeit eingelernt. Näh.
in der Expedition.
(12959
as kochen kann
Aelt. Mädchen
d Hausarbeit
gründlich verſteht, zum 1. Aug. in kl. Haush.
geſucht. Näheres in der Exped. (*15606om
*15487sm) Ein tüchtiges Dienſtmädchen
per 1. Juli geſucht Mathildenplatz 13,
(altes Gerichtsgebäude).
*15241msms) Suche für ſofort oder ſpäter
ein kräftiges Mädchen, das alle
Haus=
arbeit beſorgen u. gut waſchen kann.
Vor=
ſtellung erbeten vormittags von 10—1 oder
nachmittags von 2—4 Uhr
Obere Liebfrauenſtraße 125, 1. Stock.
Ordentliche Lauffrau oder Mlädchen
für vormittags einige Stunden geſucht
12963)
Seitersweg 10, 1. Stock.
Für Fabrikkontor wird für
leichte, ſchriftl. Arbeiten ein
Kaufmann
jg.
mit ſchöner Handſchrift für ſofort
geſucht. Offerten unter Beifügung
v. Zeugnisabſchriften, Photographie
und Gehaltsangabe unter 2 41 an
die Expedition dieſes Blattes erbeten.
(12895im
*15854) Für Frankfurt w. e. jg., tücht. Manna
Filialleiter
geſucht. Fachkenntnis iſt nicht erf., deshalb
für jedermann. Bewerber müſſen Mk. 1000.−
beſitzen. Monatl. Verdienſt 250 — 350 Mk.
u. mehr. (Nur Schreibarbeit). Off. Germania,
Frankfurt a. I., Schillſtr. 5, Retourmarke erb
wir suchen einen nachweislich leistungs-
Wfähigen Fachmann mit Sitz in
Darm-
stadt unter besonders günstigen
Beding-
ungen zu engagieren. Demselben würde
neben der persönlichen Akquisition
ins-
besondere die Einarbeitung und
Ueber-
wachung der Agenten obliegen. Für
leissigen Herrn Gelegenheit zur
Erlang-
ung einer angenehmen und dauernden
Position. Angebote werden diskret
be-
handelt und sind zu richten an die
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in Mannheim. (12874H
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durch Herſtellung und Alleinvertrieb der
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Billardqueue-Ledern
für dortigen Bezirk zu vergeben. Kein
Leimen oder Schrauben mehr! Verblüffend
einfach! Fachkenntniſſe nicht erforderlich.
Nur ca. 100 Mk. für Apparate erforderlich.
Ang. fleiß. Herren erbeten
H. Witte, Koln a. Rh., Siebenburgen 18.
Zuverläſſiger, jüngerer
Kohlenknecht
im Tagelohn geſucht.
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„Glückauf‟
Darmstädter Kohlenverkaufs-Gesellschaft
mit beſchränkter Haftung
Heidelbergerſtraße 1.
Ehrlicher jüng. Hausburſche geſucht
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Georg Steiner, Rheinſtr. 4, II.
Stadtkundiger, tücht.
rſche
ſofort geſucht Magdalenenſtraß
847
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11465a)
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Engros-Haus
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Ex=
pedition d. Bl. erbeten.
(12849a
Eine
faſt neu, Preis 150 Mk.,
leichte Federrolle zu verkaufen
Adam Appel, Pfungſtadt.
*15800)
Nummer 149.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Seite 13.
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Darmſtädter Tagblatt,
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Nummer 149.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Seite 152
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do. unif. Ser. III
do. Spezial.
umänier v. 1903 . . 101,70
do. v. 1890 . . 96,10
do. v. 1905 . . 90,80
luſſen v. 1880 ₰ . . . —
InProz.
Bf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,25
4½ do. v. 1905 . . . . 100,10
96,80
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 88,00
4 do. unifiz. v. 1903 94,20
4 Ungar. Goldrente . . 95,50
4 do. Staatsrente 92,30
5 Argentinier . . . . . . 102,00
91,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe 92,80
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,50
98,80
do.
4½
. 97,60
4½ Japaner .
5 Innere Mexikaner . . 99,25
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,10
5 Gold=Mexikaner . . . 100,20
Aktien inländiſcher
Trausportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. . . . 143,10
4 Nordd. Lloyd . . . . 110,25
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 118,00
4 Baltimore & Ohio . . 109,10
4 Gotthardbahn . . . .
InProz.
31.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,75
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,20
4 Pennſylvania R. R. 132,60
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 215,00
Werger=Brauerei
. 82,00
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 477,40
Fabrik Griesheim . . . . 259,75
Farbwerk Höchſt . . . 483,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
.325,50
Lahmeyer .
113,60
Schuckert
. . . 204,50
Siemens & Halske . . . 243,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 415,20
Bochumer Bb. u. Guß . . 231,00
Gelſenkirchen .
.208,00
Harpener .
.193,00
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb .
. . 225,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,75
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,70
do.
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
do. ſteuerfrei . 99,10
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,50
do.
97,70
do.
alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,00
do.
81,25
do.
56,40
3 Raab=Oedenburger . . 75,10
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,80
4 Kronpr. Rudolfbahn . 98,70
In Proz.
3f.
2¾/10 Livorneſer . . . . . . 75,90
79,50
4 Miſſouri=Pacific
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,40
5 Anatoliſche Eiſenb.. .
5 Tehuantepec . . . . . 101,90
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 172,30
4 Darmſtädter Bank . . 130,20
250,20
4 Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank 127,50
4 Diskonto=Geſellſchaft . 186,70
4 Dresdner Bank 157,30
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,50
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 123,75
101,30
4 Pfälzer Bank.
144,80
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank . 139,25
4 Wiener Bank=Verein 136,60
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
do. S. 19. . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
31
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
do,
3½
100,20
92,40
99,60
100,50
91,00
101,60
92,20
101,00
91,10
100,00
91,00
100,30
92,80
InProz.
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt
.101,00
3½ do.
4 Frankfurt .
.100,80
93,00
3½ do.
4 Gießen
.100,20
3½ do.
4 Heidelberg
.100,00
3½ do.
91,60
4 Karlsruhe
99,70
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
101,80
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg .
100,30
*3½ do.
4 Offenbach.
3½ do.
4 Wiesbaden
103,00
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,90
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 167,50
3½ Cöln=Mindner „ 100 136,80
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl, Komm. „ 100 105,00
Bf.
In Proz.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe.
. 135,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe 173,50
3 Oldenburger
2½ Raab=Grazer fl. 150 115,10
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl. 7 38,00
Braunſchweiger Tlr. 20 210,50
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45 —
do.
Fs. 10 —
Meininger
fl. 7 39,00
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 567,00
do. v. 1858 „ 100 463,00
Ungar. Staats
100 388,00
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 182,20
Gold, Silber und
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Engl. Sovereigns . . . . 20,37
20 Franks=Stücke
16,24
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,18¾
Engliſche Noten . . . . . 20,41
Franzöſiſche Noten . . . . 81,10
Holländiſche Noten . . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . . 80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,10
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Nummer 149.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Seite 21.
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Heute Mittwoch, den 29. Juni, abends ½9 Uhr,
Religiös=wiſſenſchaftlicher Vortrag für Männer u. Jünglinge.
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Thema: Unfehlbarkeit des Papſtes.
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Darmſtadt.
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Sonntag, den 3. Juli ds. Js., findet der diesjährige
Familien-Ausflug mit Musik
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Mittwoch, den 29. Juni 1910,
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im Anschluss an das Kurkonzert
Abend-Konzert
einer größeren Kapelle vom Muſikkorps des Leibgarde=Regts.
unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juni 1910.
Nummer 149.
11224a
Sport.
sr. Der Schlußtag des Derbymeeting in
Hamburg=Horn wurde am Montag andauernd
durch Regen geſtört. Das Geläuf war dadurch ſehr
ſchlüpfrig und verurſachte verſchiedene Zwiſchenffälle.
Im Jenfelder=Rennen kamen Reiff auf Tileing und
Blades auf Ulk an der Einlaufsecke durch Ausrutſchen
zu Fall. Beide Reiter erhoben ſich anſcheinend
unver=
letzt, doch ſpürte Reiff Schmerzen und konnte dann im
Renard=Rennen Herrenmeiſter nicht reiten, der von
Miller geſteuert wurde. Für dieſe Hauptkonkurrenz
des Schlußtages wurden nur drei Pferde geſattelt.
Herrenmeiſter führte vor ſeinen beiden Gegnern, war
aber im Horner Bogen geſchlagen. Dann ging Anker
in Front vor Horizont II.; im Einlauf entſpann ſich
zwiſchen beiden ein heftiger Endkampf, der die ganze
Gerade herunter dauerte. Horizont II. biß dabei nach
ſeinem Gegner. Die Pferde endeten ſchließlich im toten
Rennen, vier Längen vor Herrenmeiſter. Dem Horner
Handicap ging ein langer Start voraus. Bullock wurde
bei einem falſchen Start von Gyges abgeworfen, erlitt
aber keine Verletzungen. Moslem führte in ſcharfer
Fahrt bis in den Einlauf, wo er geſchlagen war. Hock
rückte an der Außenſeite auf und gewann leicht gegen
Sideslip. Bajazzo rutſchte am 1600 Meter=Start aus
und wurde lahm angehalten. Mit einer großen
Ueber=
raſchung endete das Alte Hamburger Jagd=Rennen.
Peru und Kourgan kamen zu Fall. Quarto und Scotch
Moor verſagten und die beiden allein übrigbleibenden
Gegner Stormy=Ocean und Etaliere endeten im toten
Rennen.
sr. Kein Semmering=Rennen 1910. Die
Abhaltung des diesjährigen Bergrennens auf den
Semmering, das der Oeſterreichiſche Automobil=Klub
ſeit zehn Jahren alljährlich veranſtaltet, iſt von der
Niederöſterreichiſchen Statthalterei verboten worden.
Als Begründung wird „rückſichtsloſes Fahren
zahl=
reicher Automobile auf der Rennſtrecke Wien=
Semme=
ring vor und nach dem Rennen” angegeben.
Lt. Das Internationale Lawn=Tennis=
Turnier in Wien brachte im Herren=Einzelſpiel
um die Meiſterſchaft von Niederöſterreich den Sieg von
R. Kinzl=Wien, der O. Kreuzer=Frankfurt a. M.
6:1, 4:6, 6:1., 1:3 „zurückgezogen” abfertigte. H.
Klein=
ſchroth=München war ſchon vorher gegen den
ungari=
ſchen Meiſter Dr. Zſigmondo 6:4, 5:7, 8:6 unterlegen.
Dagegen ſchlug ſein Bruder R. Kleinſchroth in der
dritten Runde im Herren=Einzelſpiel um den Protektor=
Preis überraſchenderweiſe Dr. Zſigmondo 6:1, 6:3. Die
Meiſterſchaft im gemiſchten Doppelſpiel von Wien
ge=
wannen ebenfalls R. Kinzel=Wien mit Frau Amende=
Prag als Partnerin mit 6:2, 6:3, 2:6, 614 gegen das
Münchener Paar Frau Dr. Neresheimer=Kleinſchroth.
Die Kämpfe um die engliſchen Lawn=
Tennis=Meiſterſchaften in Wimbledon haben
im Herren=Einzelſpiel die Niederlage des
deut=
ſchen Champion O. Froitzheim gebracht, nachdem ſich
dieſer durch ſeine bereits gemeldeten Siege bis zur
fünften Runde durchgeſpielt hatte. Dort traf er mit
ſeinem alten Rivalen A. F. Wilding zuſammen und
unterlag glatt in drei Sätzen 1:6, 1:6, 2:6. Der
Ameri=
kaner Beals Wright ſiegte über R. B. Powell 6:3, 611,
611 und A. H. Lowe über S. N. Douſt 6:3. 6:4, 2:6, 6:1.
In der Damen=Meiſterſchaft ſiegte u. a. Mrs. Lambert
Chambers über Miß Aitchiſon 6:2, 611, Miß Johnſon
über Mrs. Parton 7.5, 6:4 und Mrs. Mv. Nair über
Mrs. Edgington 2:6, 6:3, 6:3.
Luftſchiffahrt.
Lf. Das Flugmeeting von Rouen hat bei
außerordentlich ſtarkem Andrang des Publikums ſeinen
Abſchluß gefunden! Infolge des heftigen Windes
wurde am letzten Tage wenig Bedeutendes geboten,
nur Latham, Kuller und Dubonnet unternahmen einige
Verſuche. Das Geſamtklaſſement der Flugwoche zeitigte
folgende Reſultate: Höhenpreis: 1. Morane (Blériot)
521 Meter. Preis der Totaldiſtanz: 1. Dickſon (
Far=
man) 747 Kilometer, 2. Cattaneo (Blériot) 735
Kilo=
meter, 3. Latham (Antoinette) 521 Kilometer, 4.
Dubonnet (Monoplan Tellier) 507 Kilometer, 5. Hanriot
(Monoplan) 489 Kilometer. Schnelligkeitspreis (9
Kilo=
meter): 1. Cattaneo (Blériot) 7117, 2. Latham (
Antoi=
nette) 7:26½, 3. Dubonnet (Tellier) 7159.
Dauerflug=
preis: 1. Dickſon (Farman) 141 Kilometer in 2:27:44.
Schwebeflugpreis: 1. Bathiat (Breguet) 426 Meter.
Paſſagierpreis: 1. Effimoff (Farman) 180 Kilometer.
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tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Uhr (Eintritt 30 Pfg.).
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 21. Juni: dem Schriftſetzer Ludwig
Schwarz, Schwanenſtr. 1, e. S. Georg. Am 19.: dem
Tapezier Peter Grein, Landwehrſtr. 31, e. T. Auguſte
Eliſabeth Lina. Am 23.: dem Former Karl Hübner,
Taunusſtr. 49, e. S. Karl Wilhelm. Am 21.: dem
Schreiner Karl Partzſch, Fuhrmannsſtr. 14, e. T.
Anna Martha. Am 26.: dem Fabrikarbeiter Ceſarius
Ehrhardt. Pankratiusſtr. 58, e. T. Eliſabeth. Am 25.:
dem Hausdiener Johann Georg Schad, e. T. Anna,
Neue Ireneſtr. 7. Dem Fabrikarbeiter Valentin
Böhmann, Schwanenſtr. 65, e. S. Willi.
Aufgebotene. Am 24. Juni: Schloſſer Philipp
Petri mit Katharina Reitz, beide in Braunshardt.
Schloſſer Johann Vogt mit Margar. Thereſia
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Allee 27. Am 25.: Tapezier Karl Herrmann in
Zürich mit Pauline Seipp in Zürich. Kellner Friedr.
Karl Hermann Amme mit Einlegerin Dorothea
Ströhl, beide in Mannheim. Landwirt Georg
Ehrhardt I. in Zell mit Marie Müller, hier.
Eheſchließungen. Am 21. Juni: Bäckereibeſitzer
Heinrich Spangenberger mit Eliſab. Heiland, beide
hier. Am 22.: Gaſtwirt Albert Rouſſel mit Sophie
Arheilger, beide hier. Am 25.: Poſtbote Heinrich
Lohner, hier, mit Eliſabethe Brunner in Fränkiſch=
Crumbach. Weichenſteller Johs. Wolf mit Anna
Schmidt, beide hier. Kutſcher Juſtus Weigel mit
Juliane Sax, beide hier. Ingenieur Johs Diehl
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aſſiſtent Adam Hofferberth mit Eliſabetha Prinz,
beide hier.
Geſtorbene. Am 23. Juni: Nora Krauſe, o. Gew.,
22 J., ev., Heinrichſtr. 10. Geſtütsdiener i. P. Fdch.
Sponagel, 73 J., ev., Roßdörfer Straße 33. Privatin
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Am 24.: Ingenieur Gg. Schultz, 72 J., ev.,
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Straße 51.
Verichtigung. In den in Nr. 134 d. Bl.
ver=
öffentlichten Nachrichten des Standesamts II muß es
bei „Aufgebotene” in der erſten Zeile heißen:
Oberbahn=
aſſiſtent (ſtatt Oberlehrer) Theodor Adam Huber zu
Mainz uſw.
Der Kampf gegen die Infektionskrankheiten.
Böſe Gnomen, die mit vergifteten Pfeilen aus dem
Hinterhalt auf ahnungsloſe Menſchen ſchießen oder ſich
zur Nachtzeit an den Schläfer heranſchleichen und ihm
das Blut aus den Adern ſaugen: — das ungefähr war
die Vorſtellung des Mittelalters und Altertums von
dem Weſen der Infektionskrankheiten. Zwar wiſſen
wir heute, daß es keine böſen Geiſter gibt, die die
Ge=
fundheit der Menſchen bedrohen; aber wenn wir auch
an die Macht einer böſen Gottheit nicht mehr glauben,
die Sache iſt dieſelbe wie früher: „Den Böſen ſind wir
los, die Böſen ſind geblieben.”
Ein Heer kleinſter, allerkleinſter, für das
unbe=
waffnete Auge völlig unſichtbarer Lebeweſen, die
ſoge=
nannten Bakterien, bedroht unſere Geſundheit auf
Schritt und Tritt. In der Luft, die wir atmen, in
unſeren Kleidern, auf unſerer Haut, in unſeren
Nahr=
ungsmitteln ſind ſie in ungeheurer Menge verbreitet,
und wir nehmen ſie tagtäglich auf alle mögliche Weiſe
in uns auf.
Naturgemäß iſt die Haupteingangspforte für die
Bakterien die Mundhöhle, die mit ihren zahlreichen
Winkeln und Falten und ihrer dauernden Feuchtigkeit
und Wärme einen geradezu idealen Nährboden für
ſie bietet.
Wenn es nun auch dem völlig geſunden
Organis=
mus möglich iſt, ſich eine Zeitlang der Bakterien zu
erwehren, ſo vermag dagegen der Körper bei einer auch
noch ſo geringfügigen Schwächung der Geſundheit den
Kampf nicht mehr erfolgreich aufzunehmen.
Aber wie in der Sage die guten Feen den
Men=
ſchen vor den böſen Gnomen ſchützten, ſo findet er
jetzt in den Mitteln, welche die moderne Wiſſenſchaft
zur Vernichtung der Bakterien aufgefunden hat, einen
ſtarken Bundesgenoſſen im Kampfe gegen dieſe kleinen
Lebeweſen.
Eines der allerwichtigſten Mittel dieſer Art ſind
die Formamint=Tabletten. Die Formamint=Tabletten
vernichten die giftigſten Krankheitserreger, z. B. die
Diphtherie=, die Typhus=, die Influenza=Bazillen uſw.
in allerkürzeſter Zeit. In der Mundhöhle ſcheiden die
Formamint=Tabletten ganz allmählich ein
keimtöten=
des Mittel ab, welches mit dem Speichel alle Winkel
und Falten derſelben durchdringt und überall die
Bak=
terien unſchädlich macht.
Daher bieten die Formamint=Tabletten einen
vor=
züglichen Schutz gegen alle die drohenden
Anſteckungs=
gefahren, denen wir jederzeit und überall auf der
Straße, auf der Eiſenbahn, im Bureau uſw. ausgeſetzt
ſind. Formamint=Tabletten haben einen ſehr
ange=
nehmen Geſchmack und ſind völlig unſchädlich, ſo daß
ſie ſelbſt Kindern ohne Bedenken gegeben werden
können.
Die günſtigen Erfolge, die mit Formamint=
Tabletten erzielt worden ſind, werden von mehr als
10000 Aerzten, unter denen ſich die bedeutendſten
Pro=
feſſoren befinden, in wiſſenſchaftlichen
Veröffentlichun=
gen, brieflichen und mündlichen Mitteilungen
be=
ſtätigt.
Gerade in der jetzigen Reiſezeit iſt ein Schutz gegen
die drohende Anſteckungsgefahr beſonders geboten.
Schon wiederholt hat man die ungeheure Menge von
Bakterien, die ſich in dem Staube der Eiſenbahn=
Coupés trotz aller hygieniſchen Maßnahmen immer noch
findet, nachweiſen können.
Eine neue Veröffentlichung über die große
Ver=
breitung der Bakterien in der Eiſenbahn, auf der
Straße uſw. und über ihre wirkſame Bekämpfung und
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29, Juni 1910.
Nummer 149.
aeru
Der Mißbrauch der Bezeichnung
Dier
kanenener
hat in den letzten Monaten einen auffallenden Umfang angenommen.
Als ſolches wird nicht nur einheimiſches, angeblich „nach Münchner Art” gebrautes Bier, ſondern in neuerer Zeit
beſonders vielfach auch nordbayeriſches Bier verkauft, deſſen Bezug je nach der Nähe der Grenze der billigeren Fracht
halber billiger zu ſtehen kommt.
Dieſe Mißbräuche bedeuten nicht nur eine Schädigung der Intereſſen der Münchener Brauereien, ſondern auch
eine gröbliche Täuſchung des Publikums und unterliegen ebenſo ſtrafrechtlicher Ahndung wie die Verabreichung von
nicht aus München ſtammenden Bieren in Gläſern und Krügen, welche die Firma einer Münchener Brauerei tragen.
Wir ſehen uns daher vor allem im Intereſſe des Publikums, dem dieſe Täuſchungen natürlich unbekannt ſind,
zu dem Hinweis veranlaßt, daß, wie durch eine Reihe oberſtrichterlicher Urteile des Inlandes und Auslandes feſtgeſtellt,
die Bezeichnung
„Münchener Bier” eine Herkunftsbezeichnung und keine
Beſchaffenheitsbezeichnung iſt und daß daher kein Bier als
Münchener Bier bezeichnet werden darf, das nicht in einer
Münchener Brauerei hergeſtellt iſt.
Mißbräuche müßten von Vereinswegen unnachſichtlich verfolgt werden.
München, im Juni 1910.
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Leckarsulmer Motorrad, 1½ P. S.,
leichtes Modell, wenig gefahren, ſehr
billig Grafenſtraße 26.
(11570a
in kl. Eisſchrank, 1. Jahr gebraucht,
E
wird zum halben Preis abgegeben
11917a)
Kirchſtraße 2.
lle vorkommenden Reparaturen an
Laherädern, Nähmaſch., Maſch. aller Art
werden gewiſſenhaft ausgeführt.
Jahrräder u. Zubehörteile biligſt.
Schloss-rei u. mech. Werkstätte
H. R. Ningier,
*15480sms) Landwehrſtr. 47.