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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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173. Jahrgans
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dieustags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 146.
Samstag, den 25. Juni.
1910.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Stellenvermittlergeſetz.
Kn. Die gewerbsmäßige private Stellenvermittlung,
über die ſich bereits in der Reichsgewerbeordnung zerſtreut
einzelne Beſtimmungen vorfanden, wird durch das neue
Reichsgeſetz, das am 1. Oktober d. J. in Kraft tritt, einer
eingehenderen Regelung unterzogen.
Wie bisher bleibt die private gewerbsmäßige
Stellenvermittlung von einer Erlaubnis der
Ver=
waltungsbehörde abhängig: nur macht das neue Geſetz
die Erteilung der Erlaubnis, außer von den erforderlichen
geſchäftlichen und perſönlichen Qualitäten, noch von der
Bedürfnisfrage abhängig. Ein Bedürfnis für die
Zulaſſung privater Stellenvermittlung iſt insbeſondere
nicht anzuerkennen, wenn an dem Orte oder in dem
wirt=
ſchaftlichen Bezirke bereits ein öffentlicher gemeinnütziger
Arbeitsnachweis für die betreffenden Gewerbe in
zurei=
chendem Umfange beſteht.
Aus Gründen ſozialer Fürſorge ſind gewiſſe
Gewerbe=
betriebe als mit dem Vermittlergewerbe unvereinbar
er=
klärt worden, ſo das Gaſt= und Schankwirtsgewerbe,
die gewerbsmäßige Wohnungsvermietung, der Handel mit
Kleidungs=, Gebrauchs=, Genuß=, Verzehrungsgegenſtänden
und Lotterieloſen, ferner das Gewerbe eines Friſeurs,
Geldwechslers, Pfandleihers und Pfandvermittlers. Zur
Bekämpfung der Gefahren des Mädchenhandels überwacht
die Polizeibehörde die Vermittlung weiblicher Stellen
nach dem Auslande. Auf ſeiten der Arbeitnehmer oder
Arbeitgeber verpflichtende Verträge, ſich eines beſtimmten
Vermittlers dauernd in Zukunft bedienen zu wollen, ſind
nichtig. Der Vermittler kann ein Pfandrecht oder
Zurück=
behaltungsrecht an den Lohn=, Dienſt= oder Arbeitsbüchern,
Zeugniſſen uſw. der Stelleſuchenden nicht ausüben.
An die Stelle der ſeitherigen privaten, von den
Vermittlern ſelbſt normierten Taxe tritt eine
öffent=
liche, von der Behörde feſtzuſetzende Taxe, an die ſich der
Vermittler zu halten hat.
Weitere Beſtimmungen über die Befugniſſe, Pflichten
und den Geſchäftsbetrieb der gewerbsmäßigen Vermittler
zu treffen, bleibt ebenſo wie die etwaige nähere Regelung
der nichtgewerbsmäßigen privaten Stellenvermittlung
(z. B. durch wohltätige Vereine) der Landeszentralbehörde
überlaſſen. Durch Geldſtrafen bis zu 600 Mark oder Haft
wird der gewerbsmäßige Vermittler zur Befolgung der
geſetzlichen Vorſchriften angehalten. Die Erlaubnis zu
ſeinem Gewerbebetrieb kann ihm entzogen werden, wenn
er ſich als unzuverläſſig in bezug auf ſeinen
Gewerbe=
betrieb oder auf ſeine perſönlichen Verhältniſſe erweiſt.
Rußland und die dentſchen Koloniſten.
C Nach einer Meldung der Deutſchen Tageszeitung
hat die ruſſiſche Regierung in der Duma einen
Geſetz=
entwurf eingebracht, der naturaliſierten Ausländern
Landerwerb im Weſtgebiete verbietet. Die
Begründung zu dieſem Entwurf beſagt, daß die fragliche
Maßnahme in erſter Linie gegen die Einwanderung
deutſcher Koloniſten gerichtet ſei, die trotz ihrer
Naturaliſation nur deutſchen ſtrategiſchen Zwecken
dienten, nicht aſſimilierfähig ſeien und deshalb die ſeit
1763 begünſtigte Einwanderung unerwünſcht geſtalteten.
Es bedurfte nicht des Jubels der Nowoje Wremja über
dieſen Geſetzentwurf, um daraus die ſtreng nationaliſtiſche
Richtung des Syſtems Stolypin zu erkennen. Daß dieſes
Syſtem mittelbar gegen Deutſchland zur Anwendung
ge=
langt, kann bei uns um ſo weniger angenehme
Empfin=
dungen erwecken, je ſeltſamer die militäriſche Begründung
des geplanten Vorgehens anmutet. Zwiſchen Deutſchland
und dem ruſſiſchen Weſtgebiet liegt ganz Ruſſiſch=Polen;
von deutſchen Landwirten, die in ſo weiter Entfernung
von ihrem verlaſſenen Heimatlande dem Ackerbau als
ruſſiſche Untertanen obliegen, zu behaupten, daß ſie nur
deutſchen ſtrategiſchen Zwecken dienten, klingt geradezu
abenteuerlich. Man denkt angeſichts ſolcher Behauptungen
unwillkürlich an die japaniſchen Torpedoboote, die bei der
Doggerbank von der Flotte des Admirals Rojeſtwenski
bemerkt worden ſind. Gewiſſe deutſche Zeitungen, die
ge=
wohnheitsmäßig die ruſſiſche Politik um jeden Preis
ver=
teidigen, ſollten den vorliegenden Beweis eines
deutſch=
feindlichen Verhaltens der ruſſiſchen Regierung als einen
zwingenden Anlaß zur Prüfung der Frage betrachten, ob
die bedingungsloſe Verteidigung der ruſſiſchen Politik
noch ſtatthaft ſei.
Für Rußland ſelbſt wird das Vorgehen gegen die
deutſchen Koloniſten jedenfalls von wirtſchaftlichen
Nachteilen begleitet ſein. Denn es trifft wohl für ſie
dasſelbe zu, was Profeſſor v. Schulze=Gävernitz
über die deutſchen Koloniſten des Gouvernements
Char=
kow geſagt hat. In ſeinen Volkswirtſchaftlichen Studien
aus Rußland (Leipzig, Duncker & Humblot) ſchreibt er
auf Grund eigener Anſchauung:
„In dieſer Gegend erſcheinen in neueſter Zeit deutſche
Koloniſten, worauf nach allgemeinem Urteil die
tech=
niſchen Fortſchritte der ruſſiſchen
Bauern=
wirtſchaft zurückzuführen ſind. So wenig nämlich die
Wirtſchaft der benachbarten Gutsbetriebe auf den
ruſſi=
ſchen Bauern von Einfluß iſt, ebenſo eifrig beobachtet er
das Tun der deutſchen Einwanderer, und ebenſo willig iſt
er, es nachzuahmen. Ich fand keinerlei Spur von
nationalen Gegenſätzen. Im Gegenteil wurde
mir in der beſuchten Kolonie verſichert, daß in mehreren
Fällen, wo ruſſiſche Bauern mit deutſchen Minoritäten in
demſelben Woloſt (unterer Verwaltungsbezirk)
zuſammen=
leben, ſie den Vorſteher (Starſchina) aus den der Schrift
kundigeren Deutſchen gewählt hätten. Dieſes Verhältnis
iſt verſtändlich, wenn man bedenkt, daß die Koloniſten
alle=
zeit getreue Untertanen der Zaren geweſen ſind, deren
große Vorfahren ihre Voreltern einſt in das Land
ge=
rufen haben.”
Deutſches Reich.
— Die Gerüchte über eine Kanzlerkriſis
wer=
den in einer Zuſchrift an das Hamb. Fremdenblatt
zu=
rückgewieſen, dann aber heißt es: Herr von Bethmann
Hollweg iſt feſt entſchloſſen, auf ſeinem Poſten
auszuhar=
fren, wie ja überhaupt an ſeiner ehrlichen Ueberzeugung,
daß er ſich mit der von ihm bisher eingeſchlagenen
Po=
litik auf dem rechten Wege befindet, nicht zu zweifeln iſt.
Aber gerade der Umſtand, daß die Ehrlichkeit ſeines
Wollens in ſo gar keinem Verhältnis ſteht zu den äußeren
politiſchen Erfolgen, hat den Geſundheitszuſtand des
Kanzlers in einer Weiſe beeinflußt, die ſeinem weiteren
Verbleiben im Amte vielleicht eher ein Ende ſetzen dürfte
als alle Erwägungen rein politiſcher Natur. Es iſt in
eingeweihten Kreiſen durchaus kein Geheimnis, und man
kann es offen ausſprechen, daß der Kanzler durch Aerger
und Ueberarbeitung derart angegriffen iſt, daß die Aerzte
ihm dringend Schonung anraten. Man ſpricht von einem
nervöſen Magenübel, das dem Kanzler ſehr zu ſchaffen
mache.
— Die endgültige Abſtimmung über den Entwurf
einer Schiffahrtsabgabenvorlage im
Bundes=
rate ſoll am 30. Juni ſtattfinden. Der Bundesrat will
ſo=
dann in die Sommerferien eintreten. Man nimmt in
Bundesratskreiſen an, daß der Widerſtand von Oeſterreich
und Holland gegen das Geſetz im Laufe des Sommers
be=
ſeitigt werden kann und die Vorlage dem Reichstage im
November zugehen wird.
— Der neue preußiſche Miniſter des Innern v.
Dall=
witz hat ſein Amt angetreten. In einer Unterredung
er=
klärte Herr v. Dallwitz: Die Berufung in dieſes Amt hat
mich ganz unvorbereitet getroffen und ich habe es auch erſt
eben angetreten. Man hat mich zum Reaktionär
geſtem=
pelt. Ich bin der Anſicht, daß im öffentlichen Leben doch
nicht die Beleuchtung, die jemand wegen ſeiner politiſchen
Anſchauung erfährt, den Maßſtab abgeben ſoll für die
Lei=
ſtungen, die man von ihm zu gewärtigen hat, ſondern daß
die Art ſeines Wirkens das Entſcheidende iſt und daß
man daraus ſeine Schlüſſe ziehen ſollte. Ich habe eine
lange Tätigkeit hinter mir und glaube nicht, daß in dieſer
ganzen Zeit meine Haltung Anlaß gegeben hat zu der Be=1
urteilung, wie ſie in den parteipolitiſchen Anſchauungen
zum Ausdruck gebracht wurde.
— Der Vorſtand des Deutſchen Städtetages 1
beſchloß unter dem Vorſitz des Oberbürgermeiſters
Kirſch=
ner, die Frage der Arbeitsloſenverſicherung auf die
Ta=
gesordnung des nächſten Städtetages zu ſetzen und wegen!
der Wertzuwachsſteuer eine neue, ausführlich begründete
1
Eingabe an den Reichskanzler zu machen.
Ausland.
— Premierminiſter Asquith zeigte im engliſchen
Un=
terhauſe an, daß er am 28. Juni einen Geſetzentwurf
ein=
bringen werde, durch den gewiſſe Wendungen in der Er=1
klärung des Königs bei der
Thronbeſtei=
gung geändert werden ſollen, Asguith erklärte ferner,
die Regierung habe beſchloſſen, Gelegenheit zu geben, über
einen Geſetzentwurf betreffend die Ausdehnung des
parlamentariſchen Wahlrechts auf die
Frauen in zweiter Leſung zu beraten und abzuſtimmen,
jedoch auf die weiteren Beratungsſtadien zu verzichten.
Bei der Beratung des Poſtetats erklärte der
Generar=
poſtmeiſter, er hoffe, daß in nicht allzu ferner Zeit es einen
vollſtändigen Ring von Stationen für drahtloſe
Tele=
graphie um das britiſche Reich geben werde. In Betreff
der vorgeſchlagenen Penny=Portotaxe mit Frankreich wies
der Redner darauf hin, daß die Frage nicht als ſolche
be=
trachtet werden könne, die ſich nur auf ein Abkommen
mit Frankreich beziehe. Die Korreſpondenz Englands
mit Deutſchland ſei ebenſo groß, wie die mit Frankreich.
Ueberdies ſei die franzöſiſche Regierung zurzeit nicht in
der Lage, eine weitere Herabſetzung der ausländtſchen
Portoſätze in Erwägung zu ziehen. Dieſe Reform, die
übrigens einen Ausfall von 95000 Pfund zur Folge
ha=
ben würde, müſſe daher vorläufig in der Schwebe bleiben.
— Wie das Reuterſche Bureau erfährt, kann die Lage
auf Kreta als gebeſſert angeſehen werden, da die.
Kreter ihre Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben haben, den
Ratſchlägen der vier Schutzmächte, die gegenwärtig über
die Entſendung einer gemeinſamen Note an Kreta
unterhandeln, Folge zu leiſten. In der Note werde die
Forderung aufrecht erhalten, die muſelmaniſchen
Depu=
tierten ohne Eidesleiſtung auf den König der Hellenen zur
Nationalverſammlung zuzulaſſen. Sodann werden die
Rechte des Sultans von neuem beſtätigt. Die Mächte
ſeien ſich über den Inhalt der Note vollſtändig
ei=
nig. Die gegenwärtigen gemeinſamen Unterhandlungen
bezögen ſich lediglich auf die Faſſung der Note. Ueber
die Entſendung von weiteren Kriegsſchiffen in die
kre=
tiſchen Gewäſſer vor Eröffnung der kretiſchen
National=
verſammlung ſei unter den vier Schutzmächten ebenfalls
eine Einigung erzielt worden.
— Die ſerbiſche Regierung hat den ſerbiſchen
Ge=
ſandten in Konſtantinopel beauftragt, neuerdings bei der
Pforte energiſche Schritte zu unternehmen, damit den
ſeit einiger Zeit ſeitens türkiſcher Soldaten und einzelner
Behörden an der ſerbiſchen Bevölkerung im Wilajet
Koſ=
ſovo verübten Grauſamkeiten Einhalt getan werde. Die
neueſten Nachrichten aus Ueskueb bezeichnen die Lage der
Serben im ganzen Wilajet Koſſovo als im höchſten Maße
beunruhigend.
— Im bosniſchen Landtag brachte eine Anzahl
Abge=
ordneter namens der Arbeitsparteien eine Reſolution ein.
in der dem Herrſcher die Dankbarkeit für die
Gewäh=
rung der Verfaſſung ausgedrückt wird und
Modi=
fikationen der Verfaſſung verlangt werden, damit dieſe
dem Zeitgeiſt und den Bedürfniſſen des Landes entſpreche.
Sodann wurde die Debatte über die Reſolution eröffnet.
— Das Repräſentantenhaus der Vereinigten.
Staaten hat nach lebhafter Debatte einen Antrag
abge=
lehnt, nach welchem das Antitruſtgeſetz und die Geſetze
über den zwiſchenſtaatlichen Handel auf Gewerkvereine
nicht angewendet werden ſollen.
— Einer New=Yorker Depeſche des Herald zufolge
deuten zahlreiche Anzeichen darauf hin, daß in Venezuela
eine neue Revolution bevorſteht. Präſident Gomez
und ſeine Miniſter ſtimmen nicht mehr in allen Dingen
überein und die Gegner des Präſidenten ſind mit einer
franzöſiſchen Schiffahrts=Geſellſchaft wegen Ankaufes eines
Dampfers in Verbindung getreten, der armiert und in
einen Kreuzer umgewandelt werden ſoll.
* Stuttgart, 24. Juni. Geſtern abend fand zu
Ehren des Herrn von Bethmann Hollweg ein
größeres Eſſen beim württembergiſchen
Miniſterpräſiden=
ten ſtatt, an dem ſämtliche Staatsminiſter und die
Prä=
ſidenten der beiden württembergiſchen Kammern
teilnah=
men; daran ſchloß ſich ein Bierabend beim preußiſchen
Geſandten. Heute früh 2 Uhr reiſte der Reichskanzler
nach Berlin zurück.
* Paris, 23. Juni. Der König und die
Köni=
gin der Bulgaren ſind hier eingetroffen und vom
Präſidenten der Republik, dem Miniſterpräſidenten, dem
Miniſter des Aeußern, den Präſidenten der Kammer und
des Senats und anderen Regierungsvertretern
empfan=
gen worden. Das Königspaar, das während ſeines
hie=
ſigen Aufenthaltes im Miniſterium des Aeußern wohnt,
ſtattete heute nachmittag dem Präſidenten und der
Ma=
dame Fallisres einen Beſuch ab, der eine halbe Stunde
währte. Später beſuchte der König den
Miniſterpräſiden=
ten, ſowie die Präſidenten des Senats und der Kammer.
Präſident Falliéres gab zu Ehren des Königs und der
Königin der Bulgaren ein Diner, an dem der
Miniſter=
vräſident, die Miniſter, die Präſidenten der Hemmer und
Seite 2.
Nummer 146.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910₰
des Senats, das diplomatiſche Korps, ſowie zahlreiche
andere Perſönlichkeiten teilnahmen. Bei dem Diner brachte
der Präſident Falliéres einen Trinkſpruch aus,
in dem er die hohe Weisheit, den politiſchen Sinn und
die Friedensliebe des Königs Ferdinand rühmte und der
Sympathie Frankreichs für Bulgarien Ausdruck gab, das
unter der Aegide des Königs fortfahren werde, ſeine
Stimme zu erheben für Gerechtigkeit, ſozialen Fortſchritt
und friedliche Entwickelung. Der König antwortete mit
einem Trinkſpruch, indem er daran erinnerte, daß
Frank=
reich Bulgarien unter ſchwierigen Umſtänden eine
weit=
gehende moraliſche Unterſtützung habe zuteil werden laſſen
und daß Frankreich in glücklicher Weiſe im Orient den
Ideen der Beruhigung und des Gleichgewichts, die ſeine
Macht in der Welt bildeten, gedient habe. Beide
Län=
der ſeien vereint in ihrer großen Liebe zur Freiheit und
Frankreich werde die Beſtrebungen des neuen Bulgarien
für wirtſchaftliche Entwickelung und Aufrechterhaltung des
politiſchen Gleichgewichts auf dem Balkan unterſtützen.
Auf die wirtſchaftlichen Beziehungen der beiden Länder
würden ſich die Bande der Freundſchaft, die ſie
umſchlin=
gen, noch mehr befeſtigen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 25. Juni.
n. Die Strafkammer hatte ſich in der geſtrigen
Ver=
handlung mit einem abſonderlichen Dienſtherrn, dem
Preſſer Daniel Späth in Offenbach, zu beſchäftigen, weil
ſeine Haushälterin R. von ihm mißhandelt worden war.
Die Tat ſelbſt ſtellte er trotz aller Beweiſe (darunter die
Ausſage einer Zeugin über die bei der Verletzten
wahrge=
nommenen Striemen) dreiſt in Abrede und wollte nur dem
Unmut über Abweſenheit ſeines achtjährigen Kindes durch
Worte Ausdruck verliehen haben. Dieſer ſo beſorgte Vater
war aber damals erſt um 3 Uhr nachts aus dem
Wirts=
haus heimgekehrt und fand das Kind nicht vor, weil die
R. es nach ihm am Abend ausgeſchickt hatte und eine
be=
freundete Familie es bis zum anderen Morgen bei ſich
behielt. Als Blitzableiter für den väterlichen Zorn und
Sorge mußte die R. herhalten und erhielt mit einer
Stock=
flinte tüchtige Schläge auf den Rücken, wurde auch am
nächſten Tag vor die Tür geſetzt. Das Berufungsgericht
pflichtete der in erſter Inſtanz für dieſe Roheit erkannten
Geldſtrafe von 50 Mark bei und verwarf Sp.s Berufung.
— Nach einem kräftigen Haſenbraten hatten drei Arbeiter
von Mühlheim, Gerhard Zahn, Peter Hunß und
An=
dreas Dietz, Appetit, und ſie ſtahlen deshalb
nächtlicher=
weile mittels Aufbrechens des Stalles aus einer
verſchloſ=
ſenen Hofreite ein Paar belgiſche Rieſenkaninchen nebſt
ihren Jungen im Geſamtwert von 50 Mark. Der Jungen
entäußerten ſie ſich durch Werfen in den Main, das
Eltern=
paar (Wert 30 Mark) wurde gemeinſchaftlich verſpeiſt. Mit
je 4 Wochen Gefängnis müſſen ſie jetzt das leckere Mahl
büßen.
n. Schöffengericht. Eine
Preßbeleidigungs=
klage von allgemeinem Intereſſe wurde geſtern vor dem
Schöffengericht I hier gegen den verantwortlichen
Redak=
teur des Täglichen Anzeigers verhandelt und endigte, wie
nach Lage des Falles zu erwarten war, mit Freiſprechung
nebſt Verurteilung des Privatklägers in ſämtliche Koſten.
Letzterer, Kaufmann Winkelmann in Viſſelhövede
(Hannover) betreibt einen ausgedehnten Handel mit
Bie=
nenhonig unter der Marke reinen Naturprodukts ohne jede
Beimiſchung, war aber (außer zwei Vorbeſtrafungen wegen
Nahrungsmittelfälſchung und einer wegen
Patentverletz=
ung von 300, 600 und 800 Mark aus den Jahren 1895,
1898 und 1906) in mehrere Verfahren wegen
Honigver=
fälſchung verwickelt. Eines dieſer Verfahren, das 1907
be=
gonnen und zuerſt zu verſchiedenen belaſtenden Gutachten
geführt hatte, wurde im vorigen Herbſt auf Grund eines
die Fälſchung verneinenden, auf einer neuen
Unterſuch=
ungsmethöde beruhenden Gutachtens eingeſtellt bezw. W.
außer Verfolgung geſetzt. Zwei andere Verfahren,
dar=
unter ein durch die Redaktion der Imkerzeitung in
Konſtanz veranlaßtes, ſchwebte noch bei der
Staatsanwalt=
ſchaft Verden, als der hieſige Tägliche Anzeiger am 18.
No=
vember v. J. eine auch in andern Blättern veröffentlichte
Notiz hierüber brachte. Es war genau den Tatſachen
ent=
ſprechend darin mitgeteilt, es ſei ein Verfahren gegen
Winkelmann anhängig, und die Beſchuldigung gehe dahin,
daß er bei ſeiner großen Produktion Honig verfälſcht habe.
Daran war noch eine Bemerkung über
Nahrungsmittel=
fälſchung geknüpft und geſagt, daß die Intereſſenten dem
Ausgang des Verfahrens geſpannt entgegenſähen. W.
er=
blickte in dieſer Notiz eine Beleidigung und behauptete
ſogar in ſeiner Klage, jene ſei wider beſſeres Wiſſen
er=
folgt, weil die Redaktion von der Einſtellung dieſes Ver=
fahrens Kenntnis gehabt habe. Die Einſtellung geſchah
aber erſt Mitte Dezember v. J., was W. erfuhr. Außer
der Beleidigungsklage hat er noch eine Klage auf
Schaden=
erſatz von 3000 Mark wegen der Notiz an der Zivilkammer
des Landgerichts hier erhoben, die bis zur Entſcheidung
der Privatklage ausgeſetzt iſt. Das Schöffengericht wies,
nachdem der klägeriſche Vertreter ſelbſt die Behauptung
der Veröffentlichung wider beſſeres Wiſſen nicht äufrecht
erhalten hatte, die Privatklage ab, da der
Wahrheits=
beweis geführt und keine Beleidigungsabſicht zu
entdecken ſei.
— Gedenkfeier für Frohnhofen. Wie wir ſeinerzeit
berichteten, beabſichtigte das Offizierkorps des hieſigen
Leibgarde=Regiments ſeinen bei Frohnhofen am 13. Juli
1866 gebliebenen Angehörigenen an Ort und Stelle einen
Gedenkſtein zu ſetzen. Dieſer iſt nunmehr aufgeſtellt und
ſoll durch eine kleine Feier am 13. Juli eingeweiht werden.
Mitkämpfer des Regiments werden hierbei
hochwillkom=
men ſein. Diejenigen ehemaligen Unteroffiziere und
Mannſchaften, die den Feldzug 1866 in den Reihen des
Regiments mitgemacht haben und die am 13. Juli an der
Einweihung des Gedenkſteins teilzunehmen gedenken,
wer=
den gebeten, umgehend ihre Adreſſe an das Regiments=
Geſchäftszimmer einzuſenden, von wo aus ihnen das
Nähere mitgeteilt werden wird.
— Hanſa=Bund in Darmſtadt. Am 21. Juni d. J.
hat, wie uns jetzt erſt mitgeteilt wird, in Darmſtadr
eine gemeinſame Sitzung des Geſamt= und
geſchäfts=
führenden Ausſchuſſes der Bezirksgruppe Darmſtadt
des Hanſa=Bundes ſtattgefunden. Zunächſt erſtattete
Herr Geh. Kommerzienrat Dr. L. Merck, welcher der
Hanſa=Bund=Tagung in Berlin am 15. Juni
ange=
wohnt hat, Bericht über den durchaus harmoniſchen
Verlauf dieſer Verſammlung, welche von etwa 500
Her=
ren aus allen Teilen Deutſchlands beſucht war.
Nach=
dem eine eindrucksvolle Begrüßung durch den
Vor=
ſitzenden des Hanſa=Bundes, Herrn Geh. Juſtizrat
Profeſſor Dr. Rießer, ſtattgefunden hatte, wobei
gleich=
zeitig die vielfach gegen den Hanſa=Bund geäußerten
Verdächtigungen und Schmähungen gebührend
zurück=
gewieſen wurden, ſprach Herr Pröfeſſor Dr. Duisberg
aus Elberfeld über die Beziehungen zwiſchen
In=
duſtrie und Hanſa=Bund, während Herr Obermeiſter
C. Rahardt aus Berlin über Mittelſtand und Hanſa=
Bund und in Stellvertretung des erkrankten
Verwalt=
ungsdirektors Dr. Thieſſen aus Hamburg=Herr Lißke
aus Düſſeldorf über Angeſtellte und Hanſa=Bund
ſprach. Von ſämtlichen Rednern wurdesckuf Grund der
vorliegenden Verhältniſſe immer wieder betont, wie
ſehr wünſchenswert es ſei, daß die verſchiedenen
Er=
werbsſtände an einer unentwegten Zuſammenarbeit im
Hanſa=Bund feſthalten möchten: Herr Syndikus Dr.
Human, welcher auch der Vorverſammlung am
Diens=
tiig, den 14. Juni, beigewohnt hatte, erſtattete Bericht
über die hierbei gepflogenen Verhandlungen. Es hat
ein allgemeiner Austauſch der Erfahrungen bezüglich
ler Organiſation und Agitation für den Hanſa=Bund
in ganz Deutſchland und eine eingehende Ausſprache
über die weiterhin einzuſchlagenden Wege ſtattgefunden.
Von verſchiedenen Seiten war in letzter Zeit
ge=
wünſcht worden, es möchté eine allgemeine
Verſamm=
lung der Mitglieder der Bezirksgruppe Darmſtadt des
Hanſa=Bundes baldmöglichſt ſtattfinden. Die
Mehr=
heit der Verſammlung war jedoch der Anſicht, die
gegenwärtige warme Jahreszeit eigne ſich wenig für
eine derartige Verſammlung. Infolgedeſſen wurde
beſchloſſen, etwa Ende September oder Anfang
Okto=
ber eine allgemeine Verſammlung einzuberufen, für
welche, wenn irgend möglich, der Präſident des Hanſa=
Bundes in Berlin, Herr Geh. Juſtizrat Profeſſor Dr.
Rießer, als Redner gewonnen werden ſoll.
Satzungs=
gemäß wird im Laufe des Winters auch noch eine
Mit=
gliederverſammlung der Bezirksgruppe Darmſtadt des
Hanſa=Bundes ſtattfinden. Herr Bankbeamter Alfred
Müller, welcher als Vertreter der Angeſtellten bisher
einer der ſtellvertretenden Vorſitzenden der
Bezirks=
gruppe Darmſtadt war, iſt an die Niederlaſſung der
Bank für Handel und Induſtrie in Freiburg i. B.
ver=
ſetzt worden. An ſeiner Stelle wurde Herr Georg
Engelhard, Vorſitzender des Verbandes reiſender
Kauf=
leute Deutſchlands, Sektion Darmſtadt, zum
ſtellver=
tretenden Vorſitzenden der Bezirksgruppe Darmſtadt
des Hanſa=Bundes gewählt. Beſchloſſen wurde, an die
auswärtigen Ortsgruppen Eberſtadt, Michelſtadt,
Neckar=Steinach, Pfungſtadt und Rüſſelsheim die Bitte
zu richten, ſie möchten mindeſtens einen Herrn als
Vertreter für den Geſamt= und eventuell auch
geſchäfts=
führenden Ausſchuß der Bezirksgruppe benennen. Herr
Heinrich Müller, in Firma C. Ph. Müller, wurde zum
Der Erfinder des Luftballons.
Zu Montgolfiers 100. Todestage, 26. Juni.
i Die ſtolze Fahrt des „L 2 VII‟ nach Düſſeldorf
führt uns die großartige Entwickelung, die die
Luft=
ſchiffahrt in den letzten Jahren genommen hat, deutlich
vor Augen. Da wenden wir gern den Blick zurück zu
den geringen Anfängen dieſer Entwickelung, mit denen
auf immer der Name des genialen Joſeph
Montgol=
fier verknüpft iſt, deſſen Todestag am 26. Juni zum
100. Male wiederkehrt. Er iſt der Erſte geweſen, der
einen Luftballon in die Höhe ſteigen ließ.
Montgolfier war der Sohn eines
Papierfabrikan=
ten, der ſeinen beiden Söhnen Joſeph und Etienne eine
ſorgfältige Erziehung zuteil werden ließ. Aber der
jüngere Joſeph mochte auf der Schule nichts lernen,
denn ſein unruhiger Erfindungsgeiſt gab ihm
abenteuer=
liche Pläne und Ideen ein. Mit 13 Jahren floh er
heimlich aus dem Collége von Tournon, mit der
phan=
kaſtiſchen Abſchr, ſich an der Küſte verborgen zu halten
und von Muſcheln zu leben. Halb verhungert ward er
zurückgebracht; doch bald glückte es ihm wieder, zu
ent=
weichen, und nun ſchuf er ſich wirklich einen
unzugäng=
lichen Schlupfwinkel, in dem er unter großen
Entbehr=
ungen, nür von Fiſchen ſich nährend, lebte und ſeinen
vielfachen Ideen und Plänen ungeſtört nächging. Er
beſchäftigte ſich damals mit der Herſtellung chemiſcher
Subſtanzen und gedieh ſchließlich in ſeinen Arbeiten ſo
weit, daß er ſich nach Paris wagte. Hier wußte er einige
angeſehene Gelehrte für ſich zu gewinnen; döch ſein
bizarrer, ſtets Neues ſuchender Geiſt ließ ihn bei ſeinen
wiſſenſchaftlichen Plänen nicht ausharren; er folgte
da=
her den Bitten ſeines Vaters und trat in ſeine
Papier=
fabrik ein, wo er bald eine ganze Reihe von
Verbeſſer=
ungen und Reformen vorzunehmen begann. Der Vater,
der an ſeiner alten Methode feſthielt, widerſetzte ſich
dieſem Streben; Joſeph verließ deshalb das väterliche
Unternehmen und gründete mit ſeinem Bruder Etienne
zuſammen zwei neue Fabriken, die eine in Voiron, die
andere in Beaujeu. Seiner ſinnreichen Erfindungsgabe
gelang es, die Herſtellung des gewöhnlichen Papiers zu
vereinfachen, die des bunten Papiers zu vervollkomm=
nen; er erfand einen ausgezeichneten Apparat, um die
Luft in den Papiermühlen zu verdünnen, und mächte
die erſten, noch ziemlich unbeholfenen Verſuche, den
Sterebtypdruck einzüführen.
Da wurde ſeine Aufmerkſamkeit durch ſeinen
Bru=
der auf ein neues Feld gelenkt, auf dem er ſeiner
un=
abläſſigen Kombinationsgabe freien Lauf laſſen könnte.
Die Ideen der Luftſchiffahrt beſchäftigten
da=
mals viele Köpfe, und einige Geléhrte waren bereits
mit theoretiſchen Plänen und Vorſchlägen
hervor=
getreten. Erienne hatte das intereſſante Buch des
Do=
minikaners Joſeph Galien über „Die Kunſt, in den
Lüften zu ſchiffen” geleſen und brachte von einer Reiſe
auch das Buch des Engländers Prieſtley mit: „Ueber
die verſchiedenen Arten von Luft” Joſeph aber war
es wohl, der nun den genialen Gedanken hatte, den
Rauch, der ja ſtets nach aufwärts ſtrebt, zur
Ueber=
windung der Schwerkraft zu verwenden. Man erzählt,
daß er einmäl in tiefem Nachdenken vör dem Kamin
geſeſſen habe und der aufſteigende Rauch habe in ihm
plötzlich die Idee entzündet, ihn in eine Umhüllung
einzuſchließen und zum Luftfahrzeug des Menſchen zu
machen. Eine andere Geſchichte weiß zu berichten, daß
ihm der Gedanke beim Anblick eines Hemdes
gekom=
men ſei, das vor dem Feuer herumflatterte. Vielleicht
iſt den beiden Brüdern auch bei einem gemeinſamen
Späziergang der erſte Einfall gekommen, als ſie die
leicht und hoch in den Lüften thronenden Wolken
be=
trachteten und ſich mühten, etwas dieſen
Himmels=
ſeglern Aehnliches zu erfinden. Jedenfalls ſpielten
die Wolken bei ihren Ueberlegungen eine größe Rolle,
und ſie erkannten, daß es ihnen nur gelingen würde,
ihren Ballon für länge Zeit in der Luft zu erhalten,
wenn ſie ihn mit einer leichteren Subſtanz, als die
atmoſphäriſche Luft, füllen würden.
Am 5. Juni 1783 war ihre Erfindung bereits ſo
weit gediehen, daß ſie mit ihr in ihrem Wohnort
Anno=
nay zum erſten Mal vor die Oeffentlichkeit traten. Der
erſte Ballon, den ſie mit Glück in die Luft ſteigen
ließen, war kugelförmig, von 34 Meter Umfang, und
beſtand aus mit Papier gefütterter Leinwand. Die
Brüder traten vör die zahlreich verſammelte Menge
und begännen den Sack mit ihrem geheimnisvöllen
Mitglied des Geſamt= und geſchäftsführenden
Aus=
ſchuſſes neu gewählt.
Durch geeignete Maßregeln ſoll dafür Sorge
ge=
tragen werden, daß bei den im November d. J.
ſtattfin=
denden Stadtverordnetenwahlen in Darmſtadt eine
angemeſſene Vertretung der im Hanſa=Bund
zuſam=
mengeſchloſſenen Erwerbsſtände in der
Stadtverord=
netenverſammlung eventuell in Verbindung mit den
hierfür maßgebenden Vereinen herbeigeführt wird. Zur
weiteren Verfolgung dieſer Angelegenheit wurde ein
beſonderer Wahlausſchuß eingeſetzt.
Da der Hanſa=Bund eine Beſeitigung der
gegen=
wärtig im Submiſſionsweſen leider vielfach
beſtehen=
den Mißſtände anſtrebt, iſt auch die Bezirksgruppe
Darmſtadt in eine Unterſuchung dieſer Angelegenheit
eingetreten. Ein Teil des wünſchenswerten
Materials=
liegt bereits vor, ſodaß demnächſt die bereits in
Aus=
ſicht genommene Sitzung zur Beratung dieſer
Ange=
legenheit ſtattfinden kann. Mit Befriedigung wurde
wiederum davon Kenntnis genommen, daß die
Be=
zirksgruppe Darmſtädt während der letzten Zeit eine
Anzahl weiterer Mitglieder gewonnen hat.
Branntweinerzengung im Großherzogtum im
Betriebsjahr 1998/09. Der wichtigſte Stoff zur
Branntweinerzeugung iſt die Kartoffel, denn es wurden
175833 Doppelzentner verwendet, weiter 11699 Dz.
Gerſte, 486 Dz. Roggen, 8341 Dz. Mais und Dari und
926 Dz. Malzkeime. Von ſonſtigen Stoffen, Obſt, Wein,
Brauereiabfällen uſw. wurden 23 576 Hektoliter verbraucht.
Der Kleinverkaufspreis des vollſtändig vergällten
Brannt=
weins betrug im Durchſchnitt für die Literflaſche bei
einem Alkoholgehalt von 90 Raumprozenten 30 Pf. und
bei 95 Raumprozenten 33 Pf., d. h. dieſe Preiſe erhielt
der Brenner für das fertige Produkt.
— Sportfeſt. Es ſei nochmals auf das am
26. Juni a. c. ſtattfindende große Sportfeſt des
Velo=
ziped=Klubs Darmſtadt hingewieſen. Eine impoſante
Kundgebung für die Radfahrſache verſpricht der große
Preis= und Blumen=Korſo zu werden, zu dem über
35 Vereine gemeldet haben. Die Aufſtellung des
Korſos erfolgt ab ½1 Uhr an der Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße (am Friedhof). Um ½2 Uhr ſetzt ſich der Zug,
den drei Muſikkapellen begleiten, in Bewegung und
führt durch folgende Straßen der Stadt:
Roßdörfer=
ſtraße, Stifts=, Dieburger=, Alexanderſtraße, Paradeplatz,
Rhein=, Kaſino=, Bleichſtraße, Bahnhofplatz, Rhein=,
Wil=
helminen=. Eliſabethen=, Schützen=, Hügel=,
Heidelberger=
ſtraße, um ſich an der Radrennbahn aufzulöſen. Hier
beginnen um 3 Uhr die großen Rad= und
Motor=
rennen, u. a. 25 km=Meiſterſchaft von Deutſchland,
Mannſchafts=, Vorgabe=, Zwei= und Dreiſitzer= und
Motorrennen, die durch ihre vorzügliche Beſetzung
hin=
ſichtlich Qualität und Quantität hervorragenden Sport
verſprechen. Während der Rennen konzertiert die
ge=
ſamte Kapelle der 23. Garde=Dragoner unter Leitung
ihres Muſikmeiſters, Herrn Mittelſtädt. Die für die
Wettbewerbe zur Verteilung gelangenden Preiſe ſind bei
der Firma Benz & Cie., Grafenſtraße, ausgeſtellt. Um
unſerer Stadt zu Ehren der zahlreich aus allen Gauen
Deutſchlands hier eintreffenden Radler ein feſtliches
Gepräge zu geben, ſei die Bitte des Veloziped=Klubs
an die hieſige Einwohnerſchaft wiederholt, die er
des öftern im Inſeratenteil dieſer Zeitung veröffentlicht
hat, nämlich durch Beflaggen der Häuſer zur
Verſchönerung des Feſtes beizutragen.
Friede im Baugewerbe. In geſtern vormittag
ab=
gehaltenen, zahlreich beſuchten Verſammlungen der
Bau=
arbeiter wurde mit Majorität beſchloſſen, daß die
Maurer, Zimmerer und
Bauhilfsarbeiter=
die Arbeit ſofort wieder aufnehmen. Damit
iſt in Darmſtadt der Friede im Baugewerbe nach dem
wochenlangen erbitterten Kampfe wieder hergeſtellt
wor=
den. Der Entſchluß iſt im Intereſſe der zahlreichen
Ar=
beitsloſen, die ohnehin in gegenwärtiger Zeit ſchwer zu
ringen haben, wie auch in dem der Arbeitgeber zu
begrü=
ßen. Mögen die anderen Gewerbszweige, die noch im
Lohnkampf liegen, recht bald zum gleichen Ergebnis
kommen.
— Aus der Beſſunger Bücherhalle (Beſſunger Straße
Nr. 48) wurden im Monat Mai 762 Bücher entliehen;
eingeſchriebene Leſer wurden ſeit 1. April 292 gezählt.
Ge=
ſchenke gingen ein von Frl. Baumhard 45 Bände; von
Un=
genannt 2 Bände. Den gütigen Gebern herzlichen Dank!
Anmeldungen weiterer Spenden von Büchern und guten
Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen zum Verein für
Dunſt zu füllen. In kurzer Zeit entwickelte ſich aus
der unſcheinbaren Hülle eine Kugel von 10 Meter
Durchmeſſer, die acht Männer kaum zu halten imſtande
waren. Auf ein Zeichen hin wurde der Sack
losge=
laſſen und ſtieg mit großer Geſchwindigkeit bis zu einer
Höhe von 300 Metern. Dann ſenkte er ſich wieder
langſam, da die eingeſchloſſene erhitzte Luft allmählich
erkältete. Ungeheuer war der Enthuſiasmus in ganz
Frankreich. Die Brüder mußten ihre Erfindung auch
in Paris und Verſailles vorführen. Die Akademie der
Wiſſenſchaften in Paris nahm die beiden Brüder unter
ihre Mitglieder auf; Ludwig XVI. ſetzte Joſeph eine
Penſion von 1000 Livres aus, gab Etienne einen
Or=
den und verlieh dem Vater den erblichen Adel.
Joſeph Montgolfier wandte nun ſeine ganze Kraft
der Aufgabe zu, einen größeren Ballon zu ſchaffen, der
auch Menſchen mit in die Luft nehmen könnte. Pilätre
de Rozier war der erſte, der nach einigen
fehlgeſchlage=
nen Verſuchen mit dieſem Montgölfierſchen Ballon am
19. Oktober 1783 aufſtieg. Andere=glückliche Aufſtiege
folgten; für die neue Kunſt war die Bahn gebrochen;
an der dritten dieſer Luftreiſen, die am 19. Januar
1784 erfolgte, nahm Joſeph ſelbſt teil. Unermüdlich
ar=
beitete der Erfinder nun an der Verbeſſerung ſeites
Werkes; Ludwig XVI. hatte ihm zu dieſem Zweck eine
Sümme von 40000 Francs ausgeſetzt. Aber die
Schrecken der Revolution ſetzten ſeinen Bemühungen
ein jähes Ende, über der Revolution auf Erden wurde
die Revolution der Luft vergeſſen; erſt Bonaparte
nahm ſich des einſt ſo gefeierten Mannes wieder an.
Er wurde nun in dem Bureau der Künſte und
Hand=
werke angeſtellt; der Konſul verlieh ihm mehrere
Aus=
zeichnungen und das Inſtitut wählte ihn 1807 zum
Mitglied der phyſikaliſchen Abteilung. Außer dem
Luft=
ballon hat JoſephMontgolfier 1784 auch den
Fall=
ſchirm erfunden, den er an mehreren ſeiner Ballons
anbrachte, dann zuſammen mit ſeinem Bruder Etienne
und mit Argand den Stoßheber, einen Wärmemeſſer,
eine neue hydrauliſche Preſſe, einen Apparat zur
Aus=
rrocknung von Früchten, einen Ventilator u. a. Er
ſtarb in dem Bade Balaruc, wo er Heilung für
begin=
nende Lähmungserſcheinungen geſucht hatte.
Seite 3.
Nummer 146.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
Verbreitung von Volksbildung (Mindeſtbeitrag 2 Mark
werden vom Vorſtand des Vereins gerne
entgegengenom=
men. Unentgeltliche Bücherausgabe: Dienstag,
Don=
nerstag und Samstag, abends von 7½ bis 9 Uhr.
Erfolg Darmſtädter Baukünſtler. Bei einem unter
deutſchen Architekten ausgeſchriebenen Wettbewerbe über
ein Verwaltungsgebäude für die Generaldirektion
derwürttembergiſchen Staatseiſenbahnen
(Baukoſten dreieinhalb Millionen) iſt ein Entwurf, den
Herr Eugen Seibert hier gemeinſam mit der Firma
Mahr und Marckwort ausgearbeitet hat, mit 1000
Mark angekauft worden. Es waren 82 Entwürfe
eingereicht worden. Erſt vor kurzem hat Herr Seibert
einen 1. Preis bei einem Wettbewreb in Gießen
er=
rungen.
Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats Mai
im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 196
Ochſen, 5 Bullen, 320 Kühe, 9 Jungrinder, 1340 Kälber,
2340 Schweine, 182 Schafe, 4 Ziegen und 12 Pferde. —
Beanſtandet wurden: 118 Ochſen, 3 Bullen, 206 Kühe,
2 Jungrinder, 21 Kälber, 713 Schweine, 16 Schafe und
3 Pferde. — Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch
von: 1¾ Ochſen, 5¾ Kühen, /4 Jungrindern, 2¾ Kälbern
u. 5¾/ Schweinen. — Bedingt tauglich war das Fleiſch
von: 1¾ Ochſen, ¾ Kühen, ¾ Jungrindern, ¼ Kalb
und 1¾ Schweinen. — Untauglich waren: 1 Kuh und
1 Kalb, 1728 Organe, 182 kg Fett und 133 kg Fleiſch
von 1082 Tieren. — Auf Trichinen unterſucht wurden:
2340 im Schlachthaus geſchlachtete Schweine, ſowie 5001½ kg
für hieſige Metzger eingeführtes friſches Fleiſch von 252
Schweinen. — Der Nachunterſuchung wurden
unter=
zogen: 1119 Sendungen, enthaltend: 18 490 kg
Rind=
fleiſch, 5686 kg Schweinefleiſch, 433 kg Kalbfleiſch, 49 kg
Hammelfleiſch, 159 kg Ziegenfleiſch u. 99 kg Pferdefleiſch.
— Der Ortsgewerbeverein macht ſeine Mitglieder
nochmals auf den morgen Sonntag nachmittag
ſtatt=
findenden Familienſpaziergang nach Groß=
Zimmern aufmerkſam und läßt dieſerhalb auf dte
im Anzeigenteil der heutigen Nummer erſchienene
Ein=
ladung hinweiſen. Für genußreiche Stunden in Groß=
Zimmern iſt Sorge getragen.
— Ludwigshöhe. Morgen Sonntag, konzertiert
die Kapelle des Leibgarde=Regiments unter Leitung des
Herrn Hauske. Das Programm bringt vieles
In=
tereſſante und Schöne. Bei ungünſtigem Wetter wird
Streichkonzert im Saale ſtattfinden. (Vergl. Anzeige.)
— Saalbau. Man ſchreibt uns: Serafini
Al=
ſchansky, der unſtreitig bedeutendſte Poſaunenvirtuos
der Gegenwart, iſt zur Mitwirkung beim 7. Donnerstags=
Konzert gewonnen worden. Alſchansky, der hier kein
Fremder iſt, war vor ca. 6 Jahren zum letzten Male
hier und hat inzwiſchen die höchſten Gipfel ſeiner Kunſt
erklommen. (Näheres in den betr. Anzeigen.)
— Der erſte Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein= und Grafenſtraße) bietet ſeinen Beſuchern ein
hochintereſſantes reichhaltiges Programm. (S. Anzeige.)
J. Ein Fahrrad aus dem Jahre 1865 iſt gegenwärtig
im Schaufenſter des Hauſes Schulſtraße 1 ausgeſtellt. Es
iſt Eigentum des Herrn Kaufmann Klink und wurde von
deſſen Großvater, dem damaligen Modellſchreiner bei der
Main-Neckar=Bahn, ſelbſt erbaut und auch gefahren. Es
war dies das erſte Zweirad, das Darmſtadt zu
ſehen bekam. Das Rad iſt noch ſehr gut erhalten und
dürfte ſeiner eigenartigen Konſtruktion wegen lebhaftes
Intereſſe in allen Kreiſen erregen.
§ Ertrunken. Geſtern vormittag 8 Uhr iſt der
Rheinſtraße 10 wohnhafte Student Heinrich Schmidt
im Woog beim Baden ertrunken. Der Ertrunkene war
früh 7 Uhr vor dem Beſuche der Techniſchen Hochſchule
zum Baden gegangen. Kurz nach 8 Uhr bemerkte der
Pächter, Herr Gunder, daß auf der Nordſeite der
Inſel ein Schwimmer mit ſeinen Bewegungen immer
langſamer wurde, und es eilte ſofort ein Badewärter
mit dem dienſttuenden Schutzmann mit dem Nachen an
die Stelle. Der Körper lag bewegungslos im Waſſer
und verſank, als ſie dicht herankamen. Nun ſprangen
Leute der Militärſchwimmſchule unter dem Kommando
des Herrn Leutnant de Neufville in das Waſſer und
ſchwammen nach der Inſel, um die Stelle nach dem
Verſchwundenen abzuſuchen. Nach wenigen Minuten
hatte die Mannſchaft den lebloſen Körper gefunden.
Man brachte ihn nach dem Badehauſe und Herr Dr.
Hof ſtellte Belebungsverſuche an, die aber ohne Erfolg
blieben.
§ Diebſtahl. In der Nacht von Dienstag auf
Mittwoch wurde ein an der Fenſterbank des
Parterre=
ſtocks eines Hauſes in der Heinrichſtraße angebracht
geweſener Fenſterſpiegel gewaltſam abgeriſſen und
entwendet.
Birkenau, 24. Juni. Der frühere Ziegeleibſitzer Jakob
Stief ſollte durch den Gerichtsvollzieher aus ſeiner
ver=
ſteigerten Behauſung geſchafft werden. Da der Mann den
Beamten mit Schießen bedrohte, erſchienen heute zehn
Gendarmen, die von dem Widerſpenſtigen mit einer
Lachſalve empfangen wurden, d. h. er machte ſich über
das ſtarke Aufgebot weidlich luſtig.
* Mainz, 24. Juni. Geſtern ſind hier 56 japaniſche
Herren eingetroffen. Ihre Reiſe um die Welt wurde
von der größten japaniſchen Zeitung, Aſahi Shimbun,
(Morgenſonne), veranſtaltet. Herr Tſuchiga iſt der
Re=
dakteur und der Führer der Geſellſchaft. Es ſind wichtige
Perſönlichkeiten und Geſchäftsleute unter ihnen, unter
an=
deren die Herren Ando und Cſuno Parlamentsmitglieder.
Die Geſellſchaft beſuchte bereits Amerika, England,
Frank=
reich, Italien und die Schweiz und wird über Köln,
Ber=
lin, Petersburg, Moskau und Wladiwoſtock nach Japan
zurückkehren. Die Geſellſchaft hat Wohnung im „
Hollän=
diſchen Hof” genommen.
Gimbsheim, 24. Juni. Die 18 Jahre alte Katharine
Reinhard, Tochter von Philipp Reinhard IV., hat
ſich am 18. ds. Mts., abends 10 Uhr, aus ihrer elterlichen
Wohnung entfernt und iſt ſeitdem ſpurlos
verſchwun=
den. Von ihren Angehörigen wird befürchtet, daß ſie
ihren Tod im Rhein geſucht hat. Die Genannte iſt
von kleiner Statur, hat dunkelbraunes Haar
und trug um den Zeigefinger der rechten Hand einen
Ver=
band. Bei ihrem Weggang war ſie bekleidet mit einer
Bluſe (weiß mit blauen Blumen), einem dunkelgrünen
Rock und ſchwarzen Schnürſtiefeln.
A Glashütten (Kreis Schotten), 24. Juni. Nachdem
die derzeitigen Schulräumlichkeiten nicht mehr allen
An=
ſprüchen genügen können, hat unſer Ortsvorſtand kürzlich
beſchloſſen, ein neues zweiklaſſiges
Schul=
haus mit Lehrerwohnung zu erbauen. Die Pläne
ſind von dem Großh. Kreisbauinſpektor Witzler in Schotten
entworfen, der auch die Ausführungsarbeiten überwachen
wird. Die Geſamtbaukoſten des Schulhausneubaues
wer=
den ſich auf 36000 bis 40000 Mark belaufen. Die Arbeiten
und Lieferungen ſind zurzeit öffentlich ausgeſchrieben; mit
dem Bau wird ſobald als möglich begonnen werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 23. Juni. Die
Stadtver=
ordnetenverſammlung in Charlottenburg hat
geſtern den bisherigen Oberbürgermeiſter Schuſtehrus
auf weitere zwölf Jahre wiedergewählt. — Wegen der
Schadenerſatzklage, die Dr. Cooks Begleiter,
Rudolf Ranke, gegen Robert Peary angeſtrengt hat,
findet am 28. dieſes Monats vor dem Landgericht I
in Berlin Verhandlungstermin ſtatt. — Der
Bankbe=
amte Stock der in der letzten Nacht vom Schleſiſchen
Bahnhof abfuhr in der Meinung, der Zug werde in
Lichtenberg halten, dies jedoch nicht der Fall war,
ſprang, als er ſeinen Irrtum einſah, aus dem Zug und
verunglückte tödlich. Er war den erlittenen
Verletzungen bereits erlegen, als man ihn auffand.
Ein Großfeuer im Jakobshof hat heute erheblichen
Schaden angerichtet. Das Feuer hat ſich als eines der
größten Schadenfeuer herausgeſtellt, das Berlin je
er=
lebt hat. Der herrſchende Wind entfachte die Flammen
immer von neuem, ſo daß die Löſcharbeiten, die ſchon
durch die große Hitze und durch den Rauch bedeutend
erſchwert wurden, nur ſehr langſam vonſtatten gingen.
Eine große Anzahl der in dem Gebäude befindlichen
Be=
triebe hatte beträchtlichen Schaden erlitten, insbeſondere
die Gaſtſche Teppichfabrik. Der Warenſchaden beläuft
ſich auf nahezu eine halbe Million Mark. Die
Feuer=
wehrmänner Lüttich und Hammann erkrankten ſehr
ſchwer, ſo daß ſie ins Krankenhaus übergeführt werden
mußten.
— Frankfurt, 24. Juni. Von dem braunen Volk der
Samoaner, das gegenwärtig im Zoologiſchen
Garten ſein ergötzliches Weſen treibt, kann man
man=
cherlei lernen. Dazu gehört unter anderem die
Zuberei=
tung der Speiſen, und unſere Frauen werfen neidiſche
Blicke auf die ſamoaniſchen Evastöchter, wenn ſie ſehen,
daß dieſe ſich damit gar nicht abzuplagen brauchen. Da
gibt es keine angebrannten Suppen junger Hausfrauen,
wie ſie bei uns — natürlich nur in den Fliegenden
Blät=
tern — vorkommen, keine darüber unwirſchen Männer,
denn dieſe ſelbſt beſorgen die Küche, und ſie müſſen es
recht gut machen, denn es ſind nur zufriedene Blicke, die
man aus den ſchönen ſamoaniſchen Frauenaugen auf die
primitive Küche gerichtet ſieht, die am Ufer des Weihers
in unſerem Zoologiſchen Garten errichtet worden iſt. Auf
loderndem Holzfeuer ſtehen dort die Töpfe, deren Inhalt
das Mittagsmahl und ſpäter das Abendeſſen bildet,
da=
neben Pfannen, in denen Fiſche brodeln, und dabei die
kräftigen Männergeſtalten, die in ſorgſamer Ruhe, ihre
melodiſchen Weiſen ſingend oder ſich in ihrer vokalreichen
Sprache unterhaltend, bald ſchüren, bald rühren und
Zu=
taten in die Töpfe tun. Ein lebhafteres Bild bietet die
Zubereitung eines ganzen Schweines, von deren Art wir
ſchon berichteten. Ein ſolches Schweinebratfeſt iſt für
heute, Samstag, wieder in Ausſicht genommen und
wie=
derum ſollen dabei auch Koſtproben an das Publikum
ver=
teilt werden.
Schlangenbad, 23. Juni. Ein ſchwerer Unfall
trug ſich hier heute, wie ſchon gemeldet, zu. Ein der Frau
v. Kroſeck gehöriger ſtarker Dobermannpinſcher
warf ſich ohne jegliche Veranlaſſung auf ſeine Herrin und
zerfleiſchte ſie an der Schulter und Bruſt. Als die
Schwe=
ſter der (Ueberfallenen, Frau v. Knebel, ihr zu Hilfe eilte,
wandte ſich das wütende Tier ihr zu und zerfleiſchte ſie
gleichfalls am ganzen Körper in der furchtbarſten Weiſe.
Erſt als der Sohn der Frau v. Knebel zu Hilfe kam, ließ
das Tier ab und wurde in ein Zimmer eingeſchloſſen. Auf
Veranlaſſung des Arztes wurde das Tier ſofort getötet
und der Kopf nach Schwalbach zur Unterſuchung auf
Toll=
wut geſchickt. Die beiden Damen liegen ſchwer verletzt
danieder. Frau v. Kroſeck, eine geborene Freiin Helene
v. Seckendorff, iſt die Gattin des in Wiesbaden im
Ruhe=
ſtand lebenden Generalleutnants z. D. Rudolf v. Kroſeck.
München, 23. Juni. Der Polizeibericht meldet:
Ver=
gangene Nacht kamen 150 bis 200
Verbindungs=
ſtudenten in Couleur mit der Eiſenbahn von Groß=
Heſſelohe hier an. Während der Fahrt benahmen ſie ſich
höchſt ungebührlich. Ein studk. ing. kletterte auf die
Loko=
motive, machte ſich dann am Stellhebel zu ſchaffen und
ſetzte wiederholt die Dampfpfeife in Tätigkeit. Die
Bahn=
beamten hatten Mühe, den Zug ordnungsgemäß zu
fah=
ren. Im Münchener Hauptbahnhof, wo der betreffende
Student durch einen Schutzmann angehalten wurde,
ver=
ſuchten die übrigen Studenten, ſeine Feſtnahme zu
ver=
hindern. Die Ruhe konnte erſt durch das Eintreffen
meh=
rerer Schutzleute hergeſtellt werden, wobei eine größere
Anzahl Studenten zur Perſonalienfeſtſtellung verhaftet
wurde.
Villa Hochfeld, 23. Juni. Heute nachmittag 5¼ Uhr
fand für die Prinzeſſin Feodora zu
Schles=
wig=Holſtein in dem zur Kapelle umgewandelten
Sterbezimmer eine Trauerfeier ſtatt, der die Kaiſerin
mit den übrigen Verwandten der verſtorbenen Prinzeſſin,
ſowie die nächſte Umgebung beiwohnten. Darauf erfolgte
die Ueberführung der Leiche nach dem Bahnhofe Achern.
Am Bahnhofe angelangt, wurde der Sarg in den zur
Ver=
fügung ſtehenden preußiſchen Salonwagen geſtellt, mit dem
die Leiche nachts, wie bereits gemeldet, nach Primkenau
überführt wird. Gegen ½8 Uhr trafen die Kaiſerin und
die übrigen fürſtlichen Damen aus Oberſaßbach ein und
fuhren dann ſofort mit dem Hofzuge, der inzwiſchen
vor=
gefahren war, nach Karlsruhe weiter.
Duisburg, 24. Juni. Ein ungewöhnlicher
Eiſenbahnunfall ereignete ſich heute auf dem
Gleis=Bahnhof der Friedrich Alfred=Hütte. Durch den
andauernden Regen der letzten Tage war der
Bahn=
damm, der das Gleis von einem Teiche trennt, ſtart
unterſpült. Als heute morgen eine Lokomotive mit 6
mit Schlacken beladenen Wagen darüberfuhr, gab der
Damm nach und der ganze Zug ſtürzte in den Teich, in
dem er vollſtändig verſchwand. Das Bahnperſonal
konnte ſich durch Abſpringen rechtzeitig retten, ſo daß
Verluſte an Menſchenleben nicht zu beklagen ſind. Die
Bergungsarbeiten wurden ſofort in Angriff genommen.
Der Schaden iſt ſehr bedeutend.
Dresden, 24. Juni. In den ſächſiſchen
Staatswal=
dungen wird ſeit 1905 ein nachdrücklicher Kampf gegen die
Nonne geführt mit dem Erfolg, daß die meiſte Gefahr
jetzt überwunden iſt. Seit dem genannten Jahre hat die
ſächſiſche Finanzverwaltung 560000 Mark für die
Bekämp=
fung der Nonne ausgegeben, wozu noch 112000 Mark
kom=
men, die für 1910 vorgeſehen wurden. Im vorigen Jahre
ſind nicht weniger als 55 Millionen Raupen, Puppen und
Falter in den ſächſiſchen Staatswaldungen geſammelt und
getötet worden. Als wirkſamſtes Mittel gegen die Nonnen
erkannte man in Sachſen jedoch die Leimung der Bäume.
Emden, 24. Juni. Als geſtern abend 8½ Uhr die
Kut=
ſcher eines hieſigen Spediteurs zwei Pferde zur Weide
bringen wollten, übergaben ſie die Pferde zwei Knaben.
Unterwegs wurden die Pferde aus bisher unaufgeklärter
Urſache wild; der eine Knabe ſprang rechtzeitig ab und
wurde nur leicht verletzt, während der andere ſich beim
Abſpringen in die Leine verfing und vom Pferd zu Tode
geſchleift wurde.
Gersheim bei Blieskaſtel, 24. Juni. Die beiden
Kalk=
arbeiter Urban Servio und Paolo Caſagrande, zwei
Ita=
liener, gerieten in einen Wortwechſel, in deſſen Verlauf
Caſagrande gegen den 26jährigen, ledigen Servio losging
und ihm mit einem zweiſchneidigen Dolchmeſſer einen
Stich in die linke Bruſtſeite beibrachte. Servio brach ſofort
tot zuſammen. Der Täter ging flüchtig und konnte noch
nicht verhaftet werden.
Prag, 22. Juni. In einem Prager Bankgebäude hat
geſtern ein bisher noch nicht bekannter Gauner einen
Streich ausgeführt, der trotz der plumpen Art ſeiner
An=
lage von vollem Erfolge begleitet war. Um ¾1 Uhr
mit=
tags kam der Diener eines Prager Großhandlungshauſes
in das erwähnte Bankinſtitut, um hier einen Betrag von
mehreren hundert Kronen einzulegen. Auf der Stiege
zählte der Mann das Geld nach, als plötzlich ein elegant
gekleideter Herr auf ihn zutrat und ihn folgendermaßen
anſprach: Wollen Sie noch Geld einlegen?‟ Der Diener
bejahte. Der Fremde: „Die Kaſſe iſt bereits geſchloſſen.
Sie müſſen zurückgehen! Doch warten Sie, geben Sie mir
das Geld, ich werde es übernehmen und holen Sie ſich um
¼3 Uhr nachmittags die Empfangsbeſcheinigung.‟ Der
ahnungsloſe Diener folgte dem „Herrn” vertrauensvoll
das Geld aus, bedankte ſich höflichſt und kehrte um,
wäh=
rend der Fremde in die Bankräume zurückging. Als nun
der Diener nachmittags zur angegebenen Stunde am
Schal=
ter erſchien und die Beſtätigung verlangte, erfuhr er zu
ſeinem Entſetzen, daß es kein Angeſtellter der Bank war,
der das Geld übernommen hatte. Es wurde ſofort die
Anzeige erſtattet, doch war es bisher nicht möglich, den
Gauner auszuforſchen.
Kleines Feuilleton.
C.K. Die elektriſche Angel. Es iſt eine
be=
nnte Erſcheinung, daß das Licht, die Wärme, die
ktrizität auf gewiſſe Tierarten ſtarke Einflüſſe
aus=
en. Die Tiere werden angezogen oder abgeſtoßen
d geraten in manchen Fällen in große
Erregungs=
ſtände. Die Erſcheinung hat nahe Verwandtſchaft
der Eigenſchaft der Pflanzen, ſtets dem Licht und
Sonne zuzuſtreben. Der franzöſiſche Gelehrte
ſe hat ſeine Unterſuchungen über dieſe
geheimnis=
lle Kraft auf eine ganze Anzahl niederer Tierweſen
sgedehnt. Insbeſondere waren es Schaltiere und
ißfiſche. Die Experimente haben ein merkwürdiges
ſultat ergeben: es zeigte ſich, daß die Elektrizität
B. auf die Weißfiſche eine unwiderſtehliche
Anzieh=
gskraft ausübt. Wenn man durch einen
Waſſer=
älter einen elektriſche Strom hindurchgehen läßt,
ſchnellen ſich die Fiſche mit größter Geſchwindigkeit
f den poſitiven Pol zu. Die Bewegung geſchieht mit
chem Ungeſtüm, daß die Fiſche ſich aufſpießen
wür=
t, wenn an der betreffenden Stelle Stacheln oder
ken angebracht würden. Die Verſuche werden
fort=
ſetzt und beleuchten die Möglichkeit, die Elektrizität
den Dienſt der Fiſcherei zu ſtellen.
— Was eine Volkszählung in Amerika
deutet. Wohl eine der gewaltigſten ſtatiſtiſchen
ternehmungen iſt die große Volkszählung, die
gegen=
rtig in Amerika ſtattfindet. Schon vor zwei Jahren
rden die Ankündigungen in allen amerikaniſchen
ſtämtern ausgehängt; das Schriftſtück iſt in nicht
we=
er als 24 verſchiedenen Sprachen abgefaßt, darunter
Hebräiſch, Syriſch, Chineſiſch und Arabiſch, und ſoll den
niederen Volksſtänden darlegen, daß die Volkszählung
ohne ſteuerpolitiſche Hintergedanken geſchieht. Am 15.
April begann eine Armee von nicht weniger als 70000
Volkszählern ihre Arbeit. Da in den Vereinigten
Staaten mehr als 90 Millionen Menſchen leben,
kom=
men auf jeden Zähler rund 1300 Einwohner. Von
jedem Einwohner muß er ſich ein Formular ausfüllen
laſſen, das gegen 30 Fragen ſtellt. Nach 4 Wochen
waren bei dem großen ſtatiſtiſchen Amt in Waſhington
bereits 125 Tonnen ſolcher ausgefüllter Formulare
eingelaufen. 3500 Beamte haben ſofort mit der
Rieſen=
arbeit begonnen, dieſe beantworteten Fragezettel nach
Klaſſen zu ordnen. Alles in allem wird die
Volks=
zählung einen Koſtenaufwand von weit über 50
Mil=
lionen Mark verurſachen.
** Muß der Lehrer ſeinen Landrat
grüßen? Hierüber iſt es kürzlich zu einer
gericht=
lichen Entſcheidung gekommen. In Berleburg grüßte
ein Lehrer den Landrat nach deſſen Anſicht nicht „gut”
genug. Der Landrat ſtellte den Lehrer zur Rede und
ſagte, wenn er ſeinen Landrat nicht ordentlich
grü=
ßen könne, ſolle er es lieber ganz laſſen. Der Lehrer
befolgte den Rat und ließ es ganz. Darauf wurde er
wegen „Nichtgrüßens” auf das Landratsamt beſtellt.
— Hierüber kam es jetzt, gelegentlich eines
Beleidig=
ungsprozeſſes des Landrats gegen eine Zeitung, zur
gerichtlichen Verhandlung. Das Gericht entſchied, daß
der Landrat kein Recht hatte, den Lehrer wegen des
Grüßens anzureden. Er habe ſeine
Amtsbefug=
nis überſchritten, als er den Lehrer wegen des
angeblichen Nicht=gut=grüßens zur Rede ſtellte und alz
er ihn wegen des Nichtgrüßens auf das Landratsamt
laden ließ und ihm eine Rüge erteilte. Nach
Anſchau=
ung des Gerichts gibt es demnach beim Zivil keinen
erzwungenen Gruß, keine vorgeſchriebenen
Ehren=
bezeugungen, wie beim Militär, eine Entſcheidung, der
man prinzipielle Bedeutung gewiß nicht abſprechen
kann.
* Ein Storchenneſt von ungewöhnlicher
Größe iſt von einem Kamin in Blankenloch bei
Karls=
ruhe, wo es jahrzehntelang weithin ſichtbar war,
her=
untergeſtürzt. Die alten Störche flohen bei der
Kata=
ſtrophe, während die vier Jungen im herabfallenden
Neſt erſchlagen wurden. Das Neſt hat 7½ Zentner
ge=
wogen; ſeine Trümmer wurden auf einen Wagen
ver=
laden und weggefahren.
* „Judith — Herr Graetz‟ Es iſt doch
rich=
tig, daß Herr Graetz die Judith ſpielte. Man teilt uns
zu unſerer geſtrigen Notiz mit, daß es ſich bei der Auf
führung des Stückes „Judith und Holofernes” um eine
wohl ſchon längſt vergeſſene Traveſtie von Joh.
Neſtroy handelt, was aus der Mitteilung nicht zu
er=
kennen war. In dieſer Traveſtie verkleidet ſich Joab,
der Sohn des Jojakim, als Judith, worauf der Ulk
be=
ruht. So kam es, daß Herr Paul Biensfeld und Herr
Paul Graetz am Deutſchen Theater die Judith ſpielten.
Die Tatſache iſt ebenſo komiſch wie der Irrtum.
* Aus den „Fliegenden” Auch ein Beruf.
„Wovon lebt den eigentlich Herr Lepinsky?‟ — „Von
Mangel an Beweiſen.”
Nummer 146.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Jun 1910.
Petersburg, 24. Inni. In Minsk wurde unter der
Anklage des Giftmordes ein Dr. Rawitſch
ver=
haftet. Er hatte vor Jahren zu Gunſten eines
ge=
wiſſen Baitmann eine Verſicherung von 50000 Mark
abgeſchloſſen und die Prämie regelmäßig entrichtet.
Un=
längſt gab Rawitſch einen ſeiner Patienten für
Bait=
mann aus und vergiktete ihn, um die
Verſicherungs=
ſumme für Baitmann zu erſchwindeln. Die
Verſicher=
ung bezweifelte die Richtigkeit der Angaben und ſtellte
Erhebungen an, die ergaben, daß Baitmann ſich der
beſten Geſundheit erfreue und in Witebsk lebt.
New=York, 23. Juni. Die Polizei hatte die Spur
Porter Charltons, des Ehemannes der im
Comerſeeertränkten amerikaniſchen
Schau=
ſpielerin Miß Mary Charlton, entdeckt. Porter
Charlton iſt mit dem Dampfer „Prinzeſſin Irene” von
Palermo hier eingetroffen und verhaftet worden. Er
geſtand den Frauenmord am Comerſee ein. Was mit ihm
geſchehen wird, iſt noch unbeſtimmt, da die Auslieferung
beanſtandet wird.
New=York, 24. Juni. In dem Prozeß des jungen
Grafen Hochberg gegen ſeinen Adoptivvater
Bar=
nes auf Herausgabe einer größeren Summe Geldes
wurde geſtern das Urteil gefällt. Graf Hochberg ward
mit ſeiner Klage abgewieſen. In dem Anfangs April
erledigten Strafprozeß war Barnes wegen
Unterſchlag=
ung von 120000 Mark zu mehreren Jahren
Staatsge=
fängnis verurteilt worden.
Zweite Kammer der Stände.
61. Sitzung.
St. Darmſtadt, 24. Juni.
Am Regierungstiſche: Finanzminiſter Braun
Exz., Miniſter des Innern von Hombergk zu
Vach Exz., die Geheimeräte Dr. Becker und Dr.
Beſt, Geh. Oberfinanzrat Dr. Knell.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um
9½ Uhr. Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung
ein und ſetzt die Generaldebatte über die
Gemeinde=
ſteuergeſetze fort.
Abg. Brauer
tritt zunächſt den beiden Gegnern der Vorlage, den
Abgg. Schönberger und Ulrich, entgegen. Es ſei ſehr
leicht, den Grundſatz aufzuſtellen, daß der
Leiſtungs=
fähige mehr und der minder Leiſtungsfähige weniger
oder gar keine Steuer bezahlen ſoll. Und es iſt auch
einleuchtend, daß dieſer Grundſatz alsbald als gerecht
empfunden wird. Aber die Durchführbarkeit dieſes
Grundſatzes ſtößt auf unüberwindliche Schwierigkeiten.
Die Vorſchläge des Abg. Ulrich könnten keinen
An=
ſpruch auf Gründlichkeit machen und ſind in der Praxis
undurchführbar. Den Schuldenabzug zu geſtatten, ſei
ebenfalls praktiſch nicht zu befürworten, was Redner
weiter begründet. Mit der ſtärkeren Heranziehung
der Kapitalien zur Steuer würde ſich Heſſen ins eigene
Fleiſch ſchneiden, denn bei der Lage Heſſens iſt es
un=
abhängigen Leuten ſehr leicht, aus Heſſen zu verziehen.
Eingehender beſpricht Redner die Grundſteuer. Der
Antrag Weber ſei wohl das Mindeſte, was man hätte
verlangen können. Im liberalen Lande Baden habe
man der Landwirtſchaft noch weitergehendes
Ent=
gegenkommen erwieſen. Die Steuerfreiheit ſtaatlichen
Geländes ſei dankenswerterweiſe beſeitigt worden.
Die Steuerfreiheit der landwirtſchaftlichen
Oekonomie=
gebäude ſei nur die Feſtlegung eines ſchon beſtehenden
Zuſtandes, der lediglich einer Forderung der
Gerech=
tigkeit entſpricht. Einer ſtärkeren Heranziehung des
Einkommens würde ſeine Partei zuſtimmen, jedoch
werde ſie daraus dem Zuſtandekommen des Geſetzes
keine Schwierigkeiten machen. In dem Artikel 42, der
eine Vermögensdeklarationspflicht innerhalb der
Ge=
meinden zuläßt, liegt eine Verbeſſerung gegen früher.
Scharf kritiſiert Redner die Eingabe des Hanſabundes
gegen die Steuerfreiheit landwirtſchaftlicher
Oekono=
miegebäude. Die Begründung verrate nur große
Un=
kenntnis der Verhältniſſe oder böſen Willen. Er hoffe,
daß die Kammer die rechte Antwort darauf finden
werde.
Geheimerat Dr. Becker
hält es für notwendig, daß die Ausführungen der Abgg.
Schönberger und Ulrich nicht unwiderſprochen bleiben.
Zum größten Teil gehörten die Ausführungen in die
Spezialdebatte. Nicht unwiderſprochen darf die
Aeuße=
rung des Abg. Ulrich bleiben, daß die Regierung in
der Vorlage nichts anderes zu tun habe, als die
Kapi=
talrentner zu ſchützen. Man dürfe nicht überſehen, daß
die in Frage ſtehenden Steuerzahler auch Laſten zu
tragen haben, die höher ſind, wie in anderen
Bundes=
ſtaaten. Die Kommunalbedürfniſſe der Städte ſeien in
den letzten Jahrzehnten ſehr erheblich geſtiegen, z. B.
ſeit 1890 in Darmſtadt auf über 200 Prozent, in
Offen=
bach von 440000 Mark auf 1038000, alſo um den
drei=
fachen Betrag, in Mainz hat ſich die Steuer mehr als
verdoppelt, in Worms vervierfacht. Redner wolle mit
keinem Wort Kritik daran üben, ob der Mehrbedarf in
dieſem Umfange unbedingt notwendig ſei, er wolle
einzig darlegen, wie Induſtrie und Handel in dem
Zeitraum belaſtet wurden und die Städte belaſten. Für
alle aber, die in Kommunaldingen mitzuſprechen haben,
reden dieſe Zahlen eine ſehr ernſte Sprache. Wenn
das ſo weiter geht, brauchen wir in
zwan=
zig Jahren nicht nach ſüdlichen Staaten
zu gehen, um bankrotte Städte und
ban=
krotte Steuerzahler zu finden. (Beifall.
Unruhe.) Eingehend widerlegt Redner dann die
Aus=
führungen des Abg. Schönberger und weiſt beſonders
den Vorwurf zurück, daß die Regierung in der Sache
nichts getan habe. Zwei Miniſterien und ein ganzer
Stab von Beamten werden ſeit Jahren in Atem
ge=
halten, und die Verhandlungsakten und Druckſachen
ſind zu dicken Bänden angewachſen. Wenn der Abg.
Schönberger geſtern Miquel und Kichler als
Autori=
täten angeführt hat, ſo hat er dabei überſehen, daß
ge=
rade der oberſte Grundſatz dieſer beiden Finanzminiſter
war, die Realſteuern zur freieſten Ausnutzung den
Ge=
meinden zu überlaſſen, alſo das, was Schönberger ſo
ſcharf bekämpft.
Dem Abg. Ulrich entgegenzutreten, ſei für jeden
ſchwer, denn man könne ihn nie ſo recht fangen. Er
ſpricht ſtets ſo problematiſch, daß kein Menſch weiß,
was er eigentlich will, und wenn man dann das, was
man aus ſeiner Rede herauszuverſtehen glaubt,
be=
kämpft, dann hat Ulrich das immer nicht gemeint, und
wenn man dann das bekämpft, was er gemeint hat,
dann hat er wieder etwas anderes gemeint. Redner
habe dem Abg. Ulrich vorgeſchlagen, doch einmal mit
ihm allein ſeine Vorſchläge zu beſprechen, um zu
er=
reichen, daß man ſich gegenſeitig verſteht, aber Ulrich
ſei dem aus dem Wege gegangen. Was die Frage des
Schuldenabzuges betrifft, ſo werde von den Gegnern
der Vorlage überſehen, daß die Schuldzinſen von der
Einkommenſteuer ja frei ſind. Das hat aber noch
keiner nachweiſen können, daß die Gemeindeaufgaben
für den verſchuldeten Beſitz geringer ſind, als für den
unverſchuldeten. Redner führt eine Reihe treffender=
Beiſpiele dafür an, daß von großen Betrieben, auch
von Aktiengeſellſchaften, wenn man Schuldenabzug
ge=
ſtattet, kein Pfennig Steuern gezahlt werden würde.
Der Art. 15, den der Abg. Ulrich ins Treffen führt, hat
eine ganz andere Aufgabe, er ſoll Ermäßigungen der
Steuern zulaſſen, um Induſtrien heranzuziehen, da,
wo die Gemeinden ſich Vorteile davon verſprechen. Zurzeit
werde ſoviel die Vereinfachung der Staatsbetriebe
ge=
fordert. Wenn man aber ſo kompliziertes Arbeiten von
der Regierung verlange, wenn man dem Steuerzahler,
der um 2 bis 10 Mark zu hoch eingeſchätzt zu ſein glaubt,
vier Inſtanzen zugeſteht, dann würde es dadurch
un=
möglich gemacht, den Beamtenapparat zu vereinfachen.
Wenn die Vorſchläge des Abg. Ulrich durchgingen,
würde die Vexmögensſteuer verzehnfacht. Die
Forde=
rung des Abzüges ſämtlicher Schulden hätte als erſte
Folge die hypothekariſche Belaſtung der Betriebe. Dem
Kapitalvermögen nachzugehen, ſei vielfach eine
unlös=
liche Aufgabe. Auch in allen anderen Staaten, ganz
neuerdings in Baden, habe man auf den Schuldenabzug
verzichtet. Redner verlieſt zum Schluß Stellen aus den
letzten Verhandlungen in Baden, wo die
Sozialdemo=
kraten das Gegenteil von dem vertreten, was Abg.
Ulrich fordert. (Lebh. Beifall.)
Abg. Dr. Oſann:
Eine größere ſachliche Niederlage wie
heute durch den Vorredner, hat der Abg. Ulrich ſich
noch nie geholt. (Sehr richtig!) Man müſſe es
dem Herrn Regierungsvertreter Dank wiſſen, daß er in
ſo trefflicher, offener und ehrlicher Weiſe die Tendenz
der Vorlage und der Vorſchläge Ulrichs beleuchtet hat.
Die Gemeindeſteuer muß ſich an die gegebene
Geſetz=
gebung anſchließen; eine radikale Veränderung dahin,
daß auch dieſe Steuern auf Einkommen und Vermögen
aufgebaut werden, iſt unmöglich. Die Prinzipien haben
ſich im Laufe der Zeit herausgeſtellt und bewährt:
Leiſtung und Gegenleiſtung, Leiſtungsfähigkeit. Unſer
Prinzip war: gerechte Verteilung der Steuerlaſt in dem
Rahmen der ſeitherigen Erhebungen:=Einkommenſteuer
einerſeits. Grund=, Gewerbe= und
Kapitalvermögens=
ſteuer ſollen jede für ſich ſo viel aufbringen, als nach
der ſeitherigen Geſetzgebung. Demgemäß für 1 Pfg.
Steuerausſchlag auf Grundbeſitz, Gewerbe und
Kapital=
vermögen Einkommenſteuerzuſchläge von 3,5 Pfg.
8 Prozent. Ob dieſe Sätze die richtigen auch im
Ver=
hältnis zueinander ſein werden, kann erſt ſpäter bei
Anwendung des Geſetzes ſich herausſtellen. Einſtweilen
müſſen wir uns darauf verlaſſen, daß die
ſämt=
lichen Steuerkommiſſariate im Sommer 1903
Berech=
nungen aufgeſtellt haben und die Regierung darauf zu
dem Vorſchlage in Artikel 53 des Geſetzes gekommen
iſt. Gerade dieſer Artikel iſt in ſeiner praktiſchen
An=
wendung faſt der wichtigſte des ganzen Geſetzes. Will
man aber die ſeitherigen Steuerbeträge für die
ein=
zelnen Steuern zugrunde legen, ſo kann in deren
Ge=
bieten nur eine größere Ausgeſtaltung beabſichtigt ſein.
So zunächſt bei der Grundſteuer. Die alten
Grund=
ſteuerkataſter vom Jahre 1824 müſſen erſetzt werden.
Der gemeine Wert iſt die Grundlage der neuen
Be=
ſteuerung. Ein Blick in die Probeveranlagung der
Ge=
werbeſteuer ergibt, daß die großen Gewerbe, die
leiſtungsfähigen Gewerbetreibenden, weit ſtärker
be=
laſtet werden als ſeither. Wenn die Gewerbeſteuer im
ganzen den bisherigen Stand beibehalten ſoll, die
großen Betriebe aber gegen früher ſtark belaſtet
wer=
den, ſo muß eine Entlaſtung der kleinen Betriebe
ein=
treten.
Die Heranziehung der
Kapitalvermögens=
ſteuer — wenn auch nur zur Hälfte — iſt weiter ein
Beweis dafür, daß keineswegs die Steuer zugunſten
der Gemeinden auf die ſchwachen Schultern abgewälzt
werden ſoll. In anderen Staaten, insbeſondere
Preußen, kennt man eine Heranziehung des
Kapital=
vermögens zur Kommunalſteuer überhaupt nicht. Und
dann muß ſchließlich die Leiſtungsfähigkeit getroffen
werden durch die Einkommenſtener, die auch hier den
numeriſch ausſchlaggebenden Faktor bezeichnet. Zwei
Einwände werden gegen die Verteilung der Steuer
gemacht unter der Behauptung, man wolle den Beſitz
ſchonen: die Kapitalvermögen ſeien nur zur Hälfte
zur Steuer herangezogen und es ſei der Schuldenabzug
ausgeſchloſſen. Zunächſt das Kapitalvermögen: Ich
habe ſchon darauf hingewieſen, daß andere Staaten
dieſes völlig frei laſſen. Der reine Kapitaliſt
bean=
ſprucht aber auch für ſich von der Gemeinde keine
be=
ſondere Leiſtung; der Haus= der Grundbeſitzer, der
Ge=
werbetreibende erheben Anſprüche an die Gemeinde.
Der Schuldenabzug wird nirgends
ge=
ſtattet, läßt ſich auch nicht rechtfertigen, wenn man
die Leiſtungen der Gemeinde in Betracht zieht, die
ge=
währt werden für verſchuldeten und unverſchuldeten
Beſitz. Eine ungeheuere Veränderung der Steuern
würde die Geſtaltung des Schuldenabzuges mit ſich
bringen.
Aber auch in anderer Richtung will die
Geſetzes=
vorlage eine Schonung der wirtſchaftlich Schwachen.,
und es ſind manche Vorſchläge gerade in dieſer
Rich=
tung vom Finanzausſchuſſe noch weiter ausgebaut
worden. Wir wollen zunächſt einen
Gewerbeſteuerzu=
ſchlaa nicht erhehen, wenn der Gewerbetreibende mehr
als 1300 Mark Einkommen nicht hat; wir wollen den
Gemeinden in Art. 56 die Möglichkeit geben, die
Ein=
kommen bis 900 Mark von der Steuer zu befreien,
Vermögen bis zu 3000 Mark von der Steuer zu befreien,
elternloſe Minderjährige und andere wirtſchaftlich
ſchwache Perſonen von Steuer zu befreien. Wir ſind
aber auch, um eine gerechte Beſteuerung
herbeizu=
führen, dafür eingetreten, daß Konſumvereine zur
Ge=
werbeſteuer, Warenhäuſer und Filialgeſchäfte zur
Sonderſteuer herangezogen werden ſollen. Die
Kon=
ſumvereine ſollen nach Art. 8 ſteuerfrei ſein, wenn ihr
Geſchäftsbetrieb nicht über den Kreis ihrer Mitglieder
hinausgeht; ſie ſollen aber dennoch zur Steuer
heran=
gezogen werden, wenn ſie Lebensmittel oder
Gegen=
ſtände des hauswirtſchaftlichen Bedarfes ankaufen,
ähnlich dem Kleinhandelsbetrieb. Wir können uns
dabei auf andere Staaten berufen, die längſt derartige
Vereine beſteuern: Preußen, Baden, Bayern, Sachſen,
Württemberg. Für die Beſteuerung hat ſich auch der
heſſiſche Handelskammertag einmütig ausgeſprochen.
Sodann die Warenhausſteuer: an dieſe
ſcheint man in dem Miniſterium ſehr zögernd
herange=
gangen zu ſein. Bei der ablehnenden Haltung des
Finanzminiſters noch im Jahre 1903 iſt dieſe Steuer
wohl auf Schwierigkeiten geſtoßen und aus dem
Finanz=
miniſterium iſt dieſe Steuer von demſelben in das
Miniſterium des Innern übergegangen. Wir ſind auch
für die Beſteuerung der Filialgeſchäfte
einge=
treten. Die Steuer iſt durchaus berechtigt und hat
Auf=
nahme in einer ganzen Reihe deutſcher Staaten
gefun=
den, ſo z. B. in Preußen, Württemberg, Baden, Anhalt,
Braunſchweig, Elſaß=Lothringen, und neuerdings in
einer beſonders ſcharfen Weiſe in Bayern. Bezüglich
der Form der Steuer ſchlug die Regierung Zuſchläge
zur Gewerbeſteuer vor; der Ausſan
Möglichkeit der Beſteuerung nach dem Umſatze für
abſolut notwendig. Dieſer iſt maßgebend für den
wirk=
lichen Gewinn, während leicht ein Nichtgewinn ſich
be=
rechnen läßt.
Wir ſind auch für Beſteuerung der
Filialge=
ſchäfte; der Verkauf eigener Produkte und im
Maſſeneinkauf billig bezogener Waren ſtellt ein
lukratives Geſchäft dar, dazu die Möglichkeit,
verluſtbringende Geſchäfte alsbald eingehen zu
laſſen, ſie in beſſere Gegenden leicht zu verlegen.
Auch hier iſt die Umſatzſteuer die richtige, nicht die
Steuer nach dem Gewinn, der ſich manchmal gar nicht
berechnen läßt. Mit allen dieſen Konſumvereins= und
Sonderſteuern verfolgen wir aber keineswegs den
Zweck der Unterbindung, der Erdroſſelung dieſer
Be=
triebe; wir ſind viel zu ſchwach, ſolche Rieſen zu töten.
Wir wollen nur eine gerechte Verteilung der Laſten.
Wir wollen ſoziale Gerechtigkeit. Wir wollen aber
durch ſie die Konkurrenz mit dem Mittelſtand auf eine
gemeſſene Baſis ſtellen, des Mittelſtandes, der heute
ſchwerer denn je um ſeine Exiſtenz zu ringen hat. Die
Erhaltung des kaufmänniſchen und gewerblichen
Mit=
telſtandes liegt aber in höchſtem ſtaatlichen Intereſſe.
Bei dem großen Vorteil, den Rieſengeſchäfte, wie
Warenhäuſer, Filialgeſchäfte, durch den Umſatz,
insbe=
ſondere aber durch Barzahlung, vor den
Detailgeſchäf=
ten vorans haben, erſcheint es durchaus gerechtfertigt,
ſie mit einer höheren Steuer zu belaſten und damit
den Steuerausfall wieder wett zu machen,
den die Detailgeſchäfte gerade wegen ihres durch die
Warenhäuſer geſchmälerten Verdienſtes dem Staate
zuführen. (Sehr richtig!) Auf dieſe Tendenz iſt nach
unſerer Anſicht das ganze Geſetz geſtimmt. Dieſe
Ten=
denz wollen wir verfechten und durchführen. Wir
würden uns ſchämen, wollten wir ein Geſetz zur
An=
nahme empfehlen, in denen andere als dieſe Grundſätze
ausgeſprochen ſind. (Sehr richtig!) Finden wir dies
verwirklicht, auch nur in dem relativen Maße, daß es
eine unbedingte Beſſerung gegenüber den jetzigen
Zu=
ſtänden bedeutet, ſo iſt es ein Gebot für jeden praktiſch
denkenden Politiker, einer ſolchen Verbeſſerung ſeine
Zuſtimmung zu erteilen. (Lebh. Bravo!)
Abg. Wolf:
Der Mann, der die erſte Vorlage 1904 zu Fall
ge=
bracht hat, hat ſich ganz zweifellos ein Verdienſt
er=
worben, denn das neue Geſetz bringt viele und große
Vorteile. Die Ausführungen der Abgg. Ulrich und
Schönberger müſſen bekämpft werden. Redner
er=
örtert dann eine Reihe von Einzelheiten. Er ſteht
im=
weſentlichen auf dem Boden der Vorlage.
Abg. Dr. Gutfleiſch:
Wenn einige Vorredner ihre Freude darüber
aus=
geſprochen haben, daß der vorige Entwurf zu Fall
ge=
kommen iſt, ſo teile er dieſe Freude nicht, denn auch
der damalige Entwurf habe neben Schatten= auch
Licht=
ſeiten gehabt. Fehlerlos ſei auch der neue Entwurf nicht,
der, wie jeder Entwurf, ein Experiment ſei. Daß in der=
Gewerbeſteuer die Vorlage das Richtige treffe, glaube
die Regierung wohl ſelbſt nicht. Der Steuerfreiheit
landwirtſchaftlicher Oekonomiegebäude könne er nicht
ohne weiteres zuſtimmen. Man hat hier verſäumt den
Unterſchied zu machen zwiſchen den Verhältniſſen in
der Stadt und denen auf dem Lande. Es muß
Unzu=
friedenheit in der Stadt erregen, daß jeder kleine
Be=
trieb zur Steuer herangezogen wird, während große
Stallungen und Scheunen uſw. völlig frei bleiben. Die
Warenhäuſer haben den unſtreitbar großen Vorteil der
Barzahlung und damit eine Beſſerung unſerer
Kredit=
verhältniſſe gebracht. Mit der Beſteuerung der
Waren=
häuſer kann er nicht einverſtanden ſein, zum mindeſten
befürworte er den Antrag auf Reduzierung dieſer
Steuer.
Abg. Ulrich
verteidigt ſich gegen die Ausführungen der Herren
Ge=
heimerat Dr. Becker und Abg. Dr. Oſann und führt eine
Anzahl Beiſpiele dafür an, daß ſeine Vorſchläge wohl
durchführbar ſind. Der Regierungsvertreter habe ihn
ſehr wohl verſtanden, ſeine weiteren Ausführungen
bewieſen das.
Nach einer Rede des Geheimerat Dr. Becker gegen
den Vorredner wird die Generaldebatte
ge=
ſchloſſen.
Darauf wird die Sitzung auf Dienstag, 10 Uhr,
vertagt. Schluß nach 1½ Uhr.
Kongreſſe und Verbandstage.
Deutſch=Evangeliſcher Frauenbund.
Die 8. Generalverſammlung des
Deutſch=Erangeliſchen Frauenbundes in
Koblenz wurde Dienstag abend, wie ſchon kurz
ge=
meldet, eingeleitet, und zwar durch einen
Feſtgottes=
dienſt in der Chriſtuskirche. Zur
Ausſchuß=
ſitzung am Dienstag vormittag hatten ſich die
Ab=
geſandten der Ortsgruppen des Bundes zahlreich
ein=
gefunden. Die Wahl von Gräfin Selma von der
Groeben=Hannover zur 2. Vorſitzenden des Bundes
wurde durch Zuruf vollzogen, da Fräulein A. von
Bennigſen von dieſem Amte aus
Geſundheitsrückſich=
ten zurücktreten mußte. Von der Rechtskommiſſion des
Bundes ſind Anträge geſtellt, welche die Ausübung der
Kirchenzucht bei Aufgeboten und Aenderungen zur
Strafrechts= und zur Zivilprozeßordnung betreffen. Die
Anträge wurden einer Kommiſſion zur nochmaligen
Beratung überwieſen. Am Mittwoch, den 22. Juni,
begannen die öffentlichen
Mitgliederver=
ſammlungen im Gemeindehaus. Frl. Paula
Müller, die Vorſitzende des Bundes, begrüßte die
Anweſenden. Die Generalverſammlung beſchloß,
fol=
gendes Huldigungstelegramm der Kaiſerin zu ſenden:
Die achte Generalverſammlung des Deutſch=
Evangeli=
ſchen Frauenbundes zu Koblenz bittet Euer Majeſtät,
den Ausdruck unwandelbarer Treue und Hingebung=
und den Huldigungsgruß der hier verſammelten
deutſch=evangeliſchen Frauen allergnädigſt
entgegen=
nehmen zu wollen. J. A.: Paula Müller. Den nun
folgenden Geſchäftsbericht erſtattete die zweite
Bundesvorſitzende, Gräfin S. von der Groeben. 4390
Eingänge und 4130 Ausgänge ſind in der letzten
Ge=
ſchäftsperiode erledigt worden. Zahlreiche Petitionen
an die zuſtändigen Behörden, Miniſterien und an den
Reichstag wurden eingereicht. Sie betrafen: die
An=
ſtellung von Fabrikpflegerinnen; das aktive und
paſ=
ſive Wahlrecht der Frauen zu den Arbeitskammern;
die Hinzuziehung von Frauen bei der Einrichtung von
Jugendgerichtshöfen und Fürſorgeausſchüſſen; die
Zu=
laſſung von Frauen zum Amt eines Schöffen oder
Ge=
ſchworenen in den Fällen, wo es ſich um weibliche
An=
geklagte und Kinder handelt; die Anſtellung von
Frauen als Krankenkontrolleurinnen; die Aenderung
des § 33 der R.=G.=O. zur Bekämpfung der
Animier=
kneipen und Bars, ſowie mehrere Paragraphen der
R.=V.=O.; die Einaliederung der Frau in die ver=
Nummer 146.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
Seite 5.
faſſungsmäßige Geſtaltung der Kirche, und ſchließlich
war gebeten worden um Erlaß zeitgemäßer
Vorſchrif=
ten für das Dienſtbotenweſen. Der Bund umfaßt
zurzeit 97 Ortsgruppen, über ganz Deutſchland
ver=
teilt, mit 10700 Mitgliedern.
Es folgten nun einige Berichte über beſondere
Arbeitsgebiete des Bundes. Frl. H. Buſch gab einen
Ueberblick über den Verlauf des 4. und 5. Kurſus der
chriſtlich=ſozialen Frauenſchule in Hannover. Zur
Ab=
grenzung von den ſogenannten Frauenſchulklaſſen der
höheren Mädchenſchulen und zur Wahrung ihres
Cha=
rakters als Fachſchule wird die Frauenſchule in ein
chriſtlich=ſoziales Frauen=Seminar umgewandelt und
der bisherige einjährige Lehrgang auf 1½ Jahre
aus=
gedehnt. Dem Geſchäftsbericht der
Stellenver=
mittelung und Auskun ftsſtelle für gebildete
Frauen und Mädchen zufolge erfreute ſich dieſe
Ver=
mittelung auch in der letzten Geſchäftsperiode reger
In=
anſpruchnahme.
Nach einer kurzen Pauſe wurde folgende
Reſo=
lution zu einem Proteſt gegen die jüngſte
Enzy=
klika des Papſtes gefaßt: Wir zur 8.
General=
verſammlung des Deutſch=Evangeliſchen Frauenbundes
vereinigten Frauen erheben Proteſt gegen die
Schmäh=
ungen der Reformatoren, der Reformation und der
ge=
ſamten Weltanſchauung, zu der auch wir uns bekennen.
Wir leben im Licht, welches die Männer der
Reforma=
tion mit Einſetzung ihres Lebens aus der Nacht des
Irrtums hervorholten. Das Gefühl tiefſter
Dankbar=
keit läßt uns nicht ſchweigen, wo ihre Geſinnungen und
ihr Tun in unerhörter Weiſe verunglimpft werden.
Die Borromäiſche Enzyklika überlaſſen wir dem
Ur=
teil der Geſchichte. — Aber auch jeder Schein ſoll
ver=
mieden werden, als könnten deutſch=evangeliſche
Frauen ruhig zuſehen, wenn ihr Heiligſtes angetaſtet
wird.
Die Verleſung des Wortlautes löſte eine ſpontane
Kundgebung der Verſammlung aus, die in dem
begei=
ſterten Geſang des alten lutheriſchen Kraftliedes „Ein
feſte Burg iſt unſer Gott” zum Ausdruck kam.
Es folgte der Antrag der Ortsgruppe
Göttingen: „Die Generalverſammlung möge den
Bundesvorſtand veranlaſſen, dafür einzutreten, daß
ein Arbeitszwang für arbeitsſcheue Perſonen geſetzlich
feſtgelegt werde.‟ Er wurde nach Beſprechung der
Kommiſſion überwieſen. Den Schluß der
Vormittags=
ſitzung machte das Referat über das
Gemeinde=
beſtimmungsrecht von Frl. W. Lohmann=
Biele=
feld. Die Verſammlung faßte ihre Anſchauung in
fol=
gende Reſolution zuſammen: Von den
Erwäg=
ungen ausgehend, daß das Gemeindebeſtimmungsrecht
bei unſerer monarchiſchen Verfaſſung in Deutſchland
in abſehbarer Zeit ſchwerlich auf die Frauen
aus=
gedehnt wird und daß ohne dieſe Mitwirkung der
Frauen die erwarteten Erfolge wohl kaum eintreffen
dürften, ſieht ſich der Deutſch=Evangeliſche Frauenbund
außerſtande, ſchon jetzt in ſeiner Geſamtheit für die
Einführung einzutreten. Dagegen erſtrebt er die auch
auf andere Weiſe möglichſt weiteſte Einſchränkung der
Schankkonzeſſion als eines der wichtigſten Mittel im
Kampfe gegen die Schäden des Alkoholismus.
Militäriſches.
Von der neuen Felduniform.
C.K. Man ſchreibt uns: Die letzten großen Kriege,
namentlich der Burenfeldzug und der ruſſiſch=japaniſche
Krieg, haben einen großen Einfluß auf die Ausrüſtung
und die Ausbildung unſeres Heeres ausgeübt. So
er=
hielten wir das weſentlich vereinfachte
Exerzierregle=
ment von 1906, in dem mit den unnötigen und
über=
flüſſigen Bewegungen, Griffen uſw. aufgeräumt
wurde, ſowie die neue Felddienſtordnung und vor
allem die neue Uniform. Das iſt der größte Erfolg,
den die moderne Kriegstechnik der altpreußiſchen
Ueberlieferung abgerungen hat, denn das blaue Tuch
ſchien unausrottbar zu ſein. Zwar hatte man ſich
ſchon lange vorher dazu entſchließen müſſen, unſere
Kolonialarmee den Verhältniſſen entſprechend zu
klei=
den, aber zu einer Aenderung in unſerem Landheer
hat das nicht geführt, obwohl man wußte, daß
Napo=
leons ruſſiſcher Feldzug allein an der ungünſtigen
Ausrüſtung ſeiner Truppen geſcheitert war. Zwar,
der Korſe hatte an alles gedacht, ſogar an
Schnee=
brillen, nur nicht an eine Aenderung der Kleidung,
die für das ruſſiſche Klima vollſtändig ungeeignet war.
In dieſer Beziehung hat erſt der
Burenfeld=
zug eine Aenderung geſchaffen, und es war die
eng=
liſche Armee, die hier bahnbrechend wirkte und
ſchlank=
weg eine neue, den ſüdafrikaniſchen Verhältniſſen
an=
gepaßte Uniform einführte, deren Farbe ein Gemiſch
aus Graubraun und Gelb darſtellt und unter dem
Na=
men Khaki bekannt iſt. Auch in den anderen
euro=
päiſchen Staaten trug man ſich ſeitdem mit dem
Ge=
danken an eine Aenderung der Kleidung, aber man
war ſich bewußt, daß das „Khaki” für unſere
Verhält=
niſſe nicht geeignet iſt, weil die vorherrſchende Farbe
unſerer Landſchaften grün iſt. Langwierige
Verſuch=
führten dann zu der Ueberzeugung, daß eine
Miſch=
farbe von Grau und Grün — „feldgrau” — die für
unſere Anforderungen günſtigſte Farbe ſei. Mit
Uni=
formen dieſer Farbe wurden dann zuerſt die
Maſchi=
nengewehrabteilungen ausgerüſtet, und es geſchah nicht
ſelten, daß die „Blauen” im Gefecht dicht bis an die
„Grauen” herankamen, ohne ſie überhaupt zu
bemer=
ken. Gleichzeitig mit der Aenderung der Farbe erwog
man auch eine Aenderung des Schnittes und einigte
ſich auf einen der heute noch gebräuchlichen Litewka
ähnlichen Rock mit verſchließbaren Taſchen und
brü=
nierten Knöpfen. Anſtelle der Stehkragen kam der
Klappkragen, anſtelle der Halsbinde ein graues
Hals=
tuch. Behalten wurde allerdings der läſtige Helm, den
man mit einem ſchilffarbenen Ueberzug verſieht, und
behalten wurde auch zum größten Teil die große
Be=
laſtung des einzelnen Mannes, die bei einem
moder=
nen Feldzug mit ſeinen ungeheuren Entfernungen die
Beweglichkeit der Truppe in hohem Grade behindert.
Was man ſeither zur Erleichterung des Gepäcks getan
hat, iſt noch lange nicht genug, wenn man ſich auch nicht
verhehlen kann, daß es ungemein ſchwierig iſt, die an
ſich ſchon aufs Notwendigſte beſchränkte Ausrüſtung zu
vermindern. Ob ſich dieſe neue Kleidung aber in allen
Fällen bewährt, das iſt eine andere Frage. Ich habe
es ſtets als ſehr ſtörend und ſchädlich empfunden, daß
uns unſere Uniformen ganz und gar nicht vor der
Näſſe ſchützen. So haben wir das letzte Manöver faſt
von Anfang bis zu Ende in naſſen Kleidern
mit=
gemacht. Schon nach dem erſten Vorpoſtenbiwak
er=
krankten uns mehrere Unteroffiziere und Leute. Wenn
es dann noch der Himmel will, daß man mit
durch=
näßten und dadurch undurchläfſigen Kleidern in der
Sonne marſchieren muß, dann iſt kaum noch ein
Vor=
wärtskommen. Das Umhängen der Zeltbahnen iſt
völlig unzureichende da es auf dem Marſche de Aus=
dünſtung erſchwert und die Körperwärme noch mehr
ſteigert. Es müßte deshalb die Kleidung ſelbſt
waſſer=
dicht ſein, ohne aber die Ausdünſtung zu hindern,
denn nur dadurch wäre ein wirklicher Erfolg zu
ver=
zeichnen.
So wurde kürzlich ein öffentlicher Wettbewerb
vorgeſchlagen zu dem Zweck, ein Verfahren zu
erfin=
den, das den Stoff der militäriſchen Uniform für
Waſſer undurchläſſig macht, für Luft dagegen
durch=
läſſig beläßt. Ob dieſes Mittel allerdings zum Ziele
führt, iſt ſehr fraglich, wenn es auch in hohem Grade
erwünſcht wäre. Die ſeit Jahren unter verſchiedenen
Namen bekannten Mittel haben noch zu keinem
brauch=
baren und zuverläſſigen Ergebnis geführt. Für
Erfin=
der wäre aber hier ein Weg, der ihnen nicht nur viel
Dank, ſondern auch viel Geld einbringen könnte. Es
würde dadurch manches Leben weniger durch
Gelenk=
rheumatismus bedrückt, ein Uebel, das den meiſten
Soldaten im ſpäteren Leben häufig zu ſchaffen macht
und damit hätte auch der Staat viel gewonnen. Wer
ſelbſt einmal in der Näſſe biwakierte und am anderen
Tage im Sonnenbrand marſchieren mußte, oder gar
bei bedecktem Himmel, der wird ermeſſen, was eine
waſſerdichte Uniform zu bedeuten hätte. Hand in Hand
müßte damit aber eine weitere Geväckerleichterung
an=
geſtrebt werden, um alle Kräfte für das Gefecht bereit
zu haben. Denn darauf kommt es an, daß man die
Kräfte der Mannſchaft nach Möglichkeit ſchont, um im
entſcheidenden Augenblick mit Einſatz allen Könnens
den „letzten Atemzug” hergeben zu können. Darüber
darf man ſich wohl nicht hinwegtäuſchen, daß im Falle
eines Krieges die Reſerven unter der übergroßen Laſt
ſehr leiden werden, und den Marſchleiſtungen, die von
ihnen verlangt werden, nur in den ſeltenſten Fällen
gewachſen ſind, weil ihnen inzwiſchen jede Uebung
ge=
fehlt hat. So können wir uns des bisher Erreichten
wohl herzlich freuen, es darf uns aber über die
Män=
gel, die ihm noch anhaften, nicht hinwegtäuſchen.
Das Friedberger Attentat.
* Friedberg, 24. Juni. Das Wanderziel
zahl=
loſer Schauluſtiger und Neugieriger aus nah und fern
bildete geſtern der zerſtörte Rathausbau, der im Innern
troſtlos ausſieht. Namentlich viele Kurgäſte aus Bad
Nauheim kamen herüber und beſahen ſich die
Exploſions=
ſtätte, in der frühzeitig mit den Aufräumngsarbeiten
be=
gonnen worden war. Alle Holzteile, die am Boden lagen,
wurden ſorgfältig geprüft und wo ſich Eiſenteile oder
Me=
tallſtücke in Balken, Dielen oder Holzſplitter fanden,
wur=
den dieſe Stücke beiſeite gelegt. Man bemühte ſich auch,
alle Metallteile zu ſammeln, die umherlagen, um möglichſt
viel Material zu erhalten, das zu dem Sprengkörper
ge=
hörte. Aus den oberen Räumen wurden die Akten
ent=
fernt und in einem anderen Amtsgebäude untergebracht.
Das Rathaus wird die Exploſion „überleben”, da die
Er=
richtung eines Neubaues nicht erforderlich erſcheint und
das Innere wieder hergerichtet werden kann. Der
Bür=
germeiſter von Friedberg, der in Urlaub weilte, kehrte
geſtern nachmittag auf die Nachricht von dem
verbrecheri=
ſchen Anſchlag ſchleunigſt zurück und beſichtigte das
demo=
lierte Gebäude, in dem auch die Wahlakten lagerten. Das
Rathaus iſt polizeilich abgeſperrt.
Urſprünglich neigte man zu der Annahme, Barkenſtein
bezw. die Perſon, die den Raubverſuch machte, habe in
dem Burghotel mehrere Tage logiert. Es hat ſich aber,
wie ſchon bemerkt, herausgeſtellt, daß der Täter nicht in
dem Hotel abgeſtiegen iſt, ſondern daß dort ein junger
Mann wohnte, der mit dem Verbrecher gemeinſam
operiert hat. Gäſte des Hotels, die jenen Logiergaſt
kann=
ten und zur Agnoſzierung des Toten nach Nauheim
beru=
fen wurden, erklären, der Tote ſei nicht identiſch mit dem
Fremden, der ſich am 15. Juni in dem Hotel einlogierte.
Wie die Tochter des Hoteliers bekundet, iſt am 15. Juni
ein etwa 19 Jahre alter Herr vor das Hotel gekommen
und habe ſich erkundigt, ob er ein Zimmer mit einem
ver=
ſchließbaren Schrank haben könne, was bejaht wurde. Der
Fremde führte ein unſcheinbares Paketchen bei ſich, in dem
unmöglich Kleidungsſtücke enthalten ſein konnten. Er
be=
zahlte die Miete bis zum 19. Juni im voraus und wählte
ſich in dem Hotel das beſte Zimmer aus. Das Hotel liegt
an der Allee nach Nauheim, gegenüber der Burg, etwas
abſeits der Stadt. Der Täter konnte hier alſo in Ruhe
ſeine Pläne ausarbeiten. Bald nach dem Empfang ſeines
Logis kam er — der ſich ſpäter als Reiſender Schmitt aus
Darmſtadt eintrug — in modernem blauen Anzug, roter
Krawatte und Panamahut aus ſeinem Zimmer. Ein Gaſt
und die Tochter des Hoteliers wunderten ſich noch über den
ſo raſch vollzogenen Wechſel der Kleidung, da der Fremde
kein Gepäck mitgebracht hatte. Der ſonderbare Gaſt pflegte
ſchon früh morgens das Hotel zu verlaſſen, um angeblich
Geſchäften nachzugehen. In der Nacht zum 16. Juni war
er nicht anweſend. Man glaubt, daß er in Homburg weilte,
denn an dieſem Tag ſoll der dort zur Kur weilende
Ban=
kier Majer aus Frankfurt einen Erpreſſerbrief empfangen
haben, der ihm von einem Dienſtmann überbracht wurde.
Dieſer Dienſtmann wurde ermittelt. Briefe hat der
an=
gebliche Schmitt im Hotel nicht bekommen. Es fiel aber
auf, daß ihm am Samstag ein hünenhafter Menſch, der
25 Jahre alt ſein mochte, von der Straße zum
Hotelzim=
mer hinaufpfiff. Dieſer Pfiff wurde in einer
charakteriſti=
ſchen Tonart abgegeben. Schmitt lief herunter und
hän=
digte dem auffallend ſtarken reckenhaften Menſchen eine
Rolle ein, worauf der Mann auf dem Rad davonfuhr.
Zehn Minuten nach der Exploſion am Mittwoch mittag
kam Schmitt ins Hotel und hätte die Wirtstochter beinahe
über den Haufen gerannt. Er verließ eiligſt das Hotel
und wurde nicht wieder geſehen.
Am geſtrigen Nachmittag lief in Friedberg die
Nach=
richt von Homburg ein, dort habe man den Komplizen
erwiſcht, der mit dem um 4.43 Uhr in Friedberg fälligen
Perſonenzug eintreffen würde. In der Tat wurde ein
junger Mann unter ſcharfer Bewachung nach Friedberg
transportiert und nach eingehendem Verhör im
Amts=
gerichts ebenfalls freigelaſſen. Somit iſt die geſtrige
Mel=
dung des Berliner Tageblattes falſch. Die Polizei wird
nun heute Ausſchreiben erlaſſen, in denen der Flüchtige
genaue Beſchreibung finden dürfte. Die Behörde mißt
dem Bombenattentat viel Bedeutung bei, denn ſogar der
Berliner Polizeipräſident hat in einer Depeſche an die
Friedberger Behörde angekündigt, es treffe heute ein
Ber=
liner Kriminalbeamter zur Unterſuchung ein. Von
Ham=
burg kam bereits ein Kriminalbeamter an. Wie man
hört, iſt in Hamburg vor kurzem ein ähnlicher
Bomben=
anſchlag ausgeführt worden. Die Bomben werden nach
der Pulverfabrik bei Hanau transportiert und dort
geöff=
et werden. Die an dem Fahrrad entdeckten Bomben
tru=
gen die Nummern 3 und 4. Es iſt anzunehmen, daß die
Nummern 1 und 2 in Frankfurt bezw. Friedberg
ge=
braucht worden ſind. Die Frankfurter Kriminalpolizei,
die geſtern auch wieder in Friedberg vertreten war,
be=
jaßt ſich damit, das Drama aktenmäßig und urkundlich
feſtzulegen und iſt mit anderen Polizeibehörden in
tele=
graphiſchen Kontakt getreten, um über die Perſönlichkeiten
etwas zu erfahren. Die beiden Täter haben jüngſt in
Frankfurt gewohnt. Den richtigen Namen des
Flücht=
lings weiß man aber noch nicht.
Der Allenſteiner Mordprozeß.
— Allenſtein, 23. Juni. Unter Ausſchluß der
Oeffent=
lichkeit auch für die Preſſe wird zunächſt der Waldwärter
Matenia vernommen, der eine Szene zwiſchen Frau
v. Schönebeck und einer hochgeſtellten Perſönlichkeit im
Jagdſchloſſe des Majors beobachtet haben will. Der Zeuge
nennt den Namen der Perſönlichkeit, ſeine Bekundungen
decken ſich aber nicht ganz mit dem Beweisthema. Der
Gerichtshof beſchließt, den betreffenden Herrn nicht zu
laden. Auch Fräulein Neugebauer, die ſich als
Ge=
ſellſchafterin bezeichnet, wird unter Ausſchluß der
Oeffent=
lichkeit vernommen. Sie bekundet, daß ſie Herrn v. Göben
in Hannover kennen gelernt und ein Verhältnis mit ihm
unterhalten habe. Nach einer kurzen Pauſe wird die
Oef=
fentlichkeit wieder hergeſtellt und Zeuge Poſtaſſiſtent
Vogt=Reichenbach vernommen, der früher Wachtmeiſter
in der Eskadron des Herrn v. Schönebeck war. Als dieſer
von Bernſtadt nach Allenſtein verſetzt wurde, hat der Zeuge
ſeine Kapitulation gelöſt und iſt dem Offizier nach
Allen=
ſtein gefolgt. Ueber das Eheleben der Angeklagten
bekun=
det der Zeuge, daß es manchmal zu Zwiſtigkeiten
gekom=
men ſei. Ein Burſche hat ihm einmal erzählt, daß die
Angeklagte ſich mit einem fremden Offizier eingeſchloſſen
hätte. Er habe Herrn v. Schönebeck hiervon nichts geſagt,
da er nichts Poſitives wußte. Der Zeuge ſtand zu Herrn
v. Schönebeck in einem Vertrauensverhältnis und hat ihm
ſpäter einmal Andeutungen über die Liebſchaften ſeiner
Frau gemacht. Der Major habe erwidert: Beweiſe,
Be=
weiſe, was ſoll ich ſonſt damit anfangen? Zeuge
Gefäng=
nisinſpektor Rollmann war ſeinerzeit in Allenſtein im
Amte und macht Bekundungen über die Einlieferung der
Angeklagten in der Silveſternacht 1907. Die Frau hatte in
der Unterſuchungshaft verſchiedene Anfälle. Aehnliche
Be=
kundungen macht der Gefängnisinſpektor Duſch über die
Einlieferung der Angeklagten in das Charlottenburger
Unterſuchungsgefängnis.
Es werden dann die Niederſchriften verleſen, die die
Angeklagte auf Veranlaſſung des Verteidigers
Rechtsan=
walts Salzmann in der Unterſuchungshaft verfaßt hat.
Sie ſchließen folgendermaßen: Sie wiſſen, daß in Ihnen
der Gedanke des zeugenloſen Duells ſchon im September
entſtanden war, Sie ſagten mir, das ſei eine ehrliche Sache.
Durch das Fenſterſchließen wollte ich jede Gefahr
beſeiti=
gen; glauben Sie, ich wäre ſonſt ruhig zu Bett gegangen?
Daß ich Sie grenzenlos liebte, wiſſen Sie, und meine Liebe
iſt feſt geblieben bis zu dem Augenblick, wo mir nach
langem Sträuben der Gedanke und die Gewißheit
gekom=
men iſt, daß Sie mich hineingezogen haben, um vor Ihrer
Mutter, vor Ihren Freunden, vor der Welt als der
Ver=
führte, der vor Liebe Sinnloſe dazuſtehen. Daß Sie
mei=
nen Mann nicht meuchlings niedergeſchoſſen haben, davon
in ich überzeugt, aber daß Sie jetzt nicht den Mut haben,
das, was Sie getan haben, auf ſich zu nehmen, dafür
ver=
achte ich Sie aus tiefſter Seele und meine Verachtung iſt
genau ſo tief wie früher meine Liebe war. (!) Morgen
vormittag 9¼ Uhr werden die Verhandlungen fortgeſetzt.
Die Kieler Woche.
* Kiel 23. Juni. Die heutige
Binnenwetk=
fahrt des Kaiſerl. Jachtklubs im Kieler Hafen wurde
bei regneriſchem Wetter, aber guter Briſe ausgeſegelt.
In der Achtmeterklaſſe erhielt Nr. 13 „Decima” den
Ehrenpreis der Stadt Kiel, Nr. 70 „Meluſine 2” den
1. Preis, Nr. 88 „Woge” den 2. Preis, Nr. 81 „Toni 7‟
den 3. Preis, Nr. 72 „Kismet” iſt nicht geſtartet. In
der Sechsmeterklaſſe erhielt Nr. 62 „Gypäton” den
1. Preis, Nr. 63 „Agnes 2‟ den 2. Preis, Nr. 66 „Aſter”
den 3. Preis, Nr. 69 „Herald” den 4. Preis, Nr. 67 „
Ba=
jazzo” den 5. Preis, Nr. 65 „Vadrouilletts” hat
auf=
gegeben und Proteſt erhoben, Nr. 6a „Feinsliebchen 5"
iſt nicht geſtartet, Nr. 6b „Rara Avis” nicht gezeitet,
Proteſt erhoben. — In der Sechs=Meter=Schwert=Klaſſe
erhielt Nr. 6 „Ariadne 2‟ den 1. Preis, in der
Fünf=
meterklaſſe erhielt Nr. 5 „Nixe” den 1. Preis, „
Els=
beth 3‟ den 2. Preis, Nr. 9 „Wum” den 3. Preis.
Bei den Wettfahrten der Sonderklaſſe auf der Kieler
Förde erhielt Nr. 36 „Piply 10‟ den 1. Preis, Nr. 39
„Reſi 3‟ den 2. Preis, Nr. 35 „Margarethe” den 3. Preis.
Nr 36 „Jenny” den 4. Preis, Nr. 45 „Malepartus” den
5. Preis, Nr. 38 „Lunula” den 6. Preis. Nr. 37 „
Son=
derling 40‟ Nr. 6 „Wittelsbach”, Nr. 41 „Skipper 25‟
gaben das Rennen auf.
* Kiel, 24. Juni. Der Kaiſer nahm an Bord
der „Meteor” an der heutigen Wettfahrt des
Kaiſer=
lichen Jachtklubs in der Kieler Förde teil.
Luftſchiffahrt.
H. B. Düſſeldorf, 24. Juni. Das Luftſchiff
„Deutſchland” unternahm heute ſeine erſte
Paſſagierfahrt. Es ſchwebte um 9 Uhr 30 Min.
über Eſſen, 9 Uhr 40 Min. über Bochum und traf gegen
10 Uhr ganz unerwartet über Dortmund ein. Hier
führte es verſchiedene Manöver und eine Schleife in
langſamer Fahrt aus. Dann flog es in der Richtung
auf Hagen weiter.
H.B. Düſſeldorf, 24. Junk. Das Luftſchiff
„Deutſchland” kehrte heute mittag gegen 11¾ Uhr
von ſeiner erſten Paſſagierfahrt zurück, die es nach
Bochum und Dortmund geführt hatte. Dortmund ward
zweimal umkreiſt und dann die Rückfahrt angetreten.
Auf der Hinfahrt fuhr das Schiff mit dem Winde und
legte infolgedeſſen die Strecke nach Dortmund in etwa
einer halben Stunde zurück mit einer Geſchwindigkeit
von etwa 90 Kilometern die Stunde. Der Rückweg war
ſchwieriger, da die Windſtrömung gegen das Schiff
ging. Die Fahrt von Dortmund nach Düſſeldorf nahm
bei teilweiſe Regen und bedecktem Himmel etwa zwei
Stunden in Anſpruch. Die Motoren, die Steuer,
Pro=
peller, alles funktionierte wieder tadellos. Die Landung
in Düſſeldorf verlief glatt und ſicher, ohne jeden Unfall.
An der Fahrt haben im ganzen 32 Perſonen
teilgenom=
men, darunter etwa zehn Damen. Wie einige der
letz=
teren verſicherten, war es eine wundervolle Fahrt.
Nie=
mand von den Teilnehmern hatte auch nur das geringſte
Unbehagen.
* Alderſhot, 23. Inni. Der Aviatiker
Cody iſt bei einem Flug mit einem von ihm ſelbſt
konſtruierten Flugapparat abgeſtürzt. Cody wurde
unter den Trümmern des Apparats bewußtlos mit
ſchweren Kopfverletzungen hervorgezogen.
* Mannheim, 24. Juni. Auf dem hieſigen.=
Flugplatze machten heute früh die Apigtike
Nummer 146.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
und Schlegel Flugverſuche. Hierbei wurde der
Apparat vollſtändig zerſtört. Die beiden Aviatiker
kamen mit leichten Verletzungen davon, während der
hinzueilende Monteur Buchner ſchwer verletzt wurde.
Sport.
sr. Das Sechsſtunden=Radrennen in
Breslau, das am Mittwoch anläßlich der dortigen
Sportwoche nach amerikaniſchem Muſter zum Austrag
kam, endete mit dem erwarteten Siege der Mannſchaft
Rütt-Stol, die 230 Kilometer zurücklegten. Als
Zweite endeten nur eine halbe Länge zurück Otto
Meyer-Kawke vor Rudel-Tadewald, zwei Längen
zurück, und Thomas-Dräsner vier Längen zurück.
Schürmann-Peter, Großmann-Saldow, Conrad-
Alt=
hoff und Ganzevoort-Kendelbacher waren einmal
über=
rundet worden.
sr. Die engliſchen Lawn=Tennis=
Mei=
ſterſchaftskämpfe in Wimbledon brachten dem
deutſchen Champion O. Froitzheim neue Erfolge,
da er ſich durch ſeinen Sieg über W. V. Eaves in der
Herren=Meiſterſchaft bis zur vierten Runde
durch=
ſpielte. Auf die Teilnahme im Herren=Doppelſpiel
muß Froitzheim leider verzichten, da ſein Partner
O. Kreuzer=Frankfurt a. M. nicht erſchienen iſt. In
der Damen=Meiſterſchaft erlitt die auch in Deutſchland
bekannte Spielerin Miß Salusbury eine unerwartete
Niederlage, da ſie von Mrs. Mc. Nair 1—6, 6—4, 6—1
geſchlagen wurde.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Mit Bezug auf das Eingeſandt in Nr. 145 des
Tagblatts geſtatte ich mir zu bemerken, daß nicht nur
in der Hochſchulſtraße ich das übermäßig raſche Radeln
der Radfahrer unangenehm bemerkt habe, auch in der
Gutenbergſtraße ſauſt faſt täglich ein Radfahrer auf
einem Motorzweirad mit einer wahnſinnigen
Schnellig=
keit durch die Straße. Es dürfte ebenfalls an der Polizei
ſein, auf dieſen Unfug ihr Augenmerk zu richten; beſſer
gleich ſcharf eingeſchritten, als gewartet, bis ein Unglück
paſſiert iſt, was bei den vielen Paſſanten und
be=
ſonders auf der Straße ſpielenden Kindern leicht vor=
E.
kommen kann.
(Wir bitten, weitere Beſchwerden nunmehr der
Polizei direkt zu übermitteln. Die Red.)
Vermiſchtes.
— Zweiter Internationaler
Jagdkon=
greß Wien 1910. Se. k. u. k. Hoheit der Erzherzog
Friedrich, der bekanntlich einer der beſten Weidmänner
Oeſterreich=Ungarns iſt, hat das Protektorat über den
vom 5. bis 7. September I. J. in Wien tagenden
zweiten Internationalen Jagdkongreß übernommen.
Als Ehrenpräſident des Kongreſſes wird der Leiter des
k. k. Ackerbau=Miniſteriums und Geheimer Rat, Ritter
von Pop, fungieren, der dieſer Veranſtaltung das regſte
Intereſſe entgegenbringt und derſelben die
weiteſt=
gehende Förderung zuteil werden läßt. Das
Organi=
ſationskomitee iſt in folgender Weiſe zuſammengeſetzt:
Als Präſident fungiert Se. Durchlaucht Karl Fürſt
Kinsky von Wchinitz und Tettau, dem als
Vizepräſi=
denten Oberſtjägermeiſter Exzellenz Graf Maximilian
von Thun=Hohenſtein und Miniſterialrat im k. k.
Acker=
bau=Miniſterium, Anton Wiltſch, zur Seite ſtehen.
Zum Generalkommiſſär wurde Profeſſor Ferdinand
Wang, Miniſterialrat im k. k. Ackerbau=Miniſterium,
gewählt. Die bedeutſamſten Korporationen der
öſter=
reichiſch=ungariſchen Monarchie haben ihre Teilnahme
an dem Jagdkongreß zugeſagt, ſo daß eine äußerſt rege
Beteiligung zu erwarten iſt. Unter den zur Beratung
kommenden Referaten ſind beſonders hervorzuheben:
Volkswirtſchaftliche Bedeutung der Jagd;
gegenwär=
tiger Stand der Jagdſtatiſtik überhaupt und der
inter=
nationalen Jagdſtatiſtik im beſonderen;
internationa=
les Uebereinkommen wegen Vereinheitlichung der
Jagdgewehrkaliber, Pulverſorten, Patronenhülſen und
Schrotnummern; internationaler Schutz der für die
Jagd bedeutſamen Zugvögel zum Zwecke der
Verhin=
derung ihres gänzlichen Verſchwindens und zwar der
Wachtel, der Schnepfen, der Wildenten und Wildgänſe;
internationale Vorſchriften, abzielend auf die
Hint=
anhaltung der Vernichtung der nicht als Nahrung
die=
nenden Seevögel; Verſicherung des Jagdperſonales,
die Grundbegriffe des Jagdrechtes. Das
Organiſations=
komitee iſt gegenwärtig mit der Feſtſtellung des
Kon=
greßprogramms, welches verſchiedene Empfänge und
Exkurſionen enthalten wird, beſchäftigt. Die Bureaus
des Generalkommiſſariats des Zweiten
Internationa=
len Jagdkongreſſes befinden ſich in Wien, I.,
Wieſin=
gerſtraße 8, wohin alle, den Kongreß betreffenden
Zu=
ſchriften zu richten ſind.
nge. Die kleinſte Republik von Europa.
Auf die Frage nach dem kleinſten europäiſchen
Staats=
weſen mit republikaniſcher Verfaſſung würden die
meiſten Menſchen, der Geographieſtunde auf der Schule
gedenkend, gewiß antworten: San Marino und
An=
dorra. Tatſächlich aber ſind Marino mit ſeinen 61
Quadratkilometern und 10316 Einwohnern und
An=
dorra mit ſeinen 452 Quadratkilometern, aber nur 5231
Einwohnern geradezu Großmächte im Vergleiche zu
der Republik Tavolara. Man tritt der Bildung und
dem Wiſſen des geehrten Leſers wohl kaum zu nahe,
wenn man annimmt, daß der Name dieſes nach den
Grundſätzen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit
verwalteten Ländchens noch niemals zu ſeinen Ohren
drang. Denn kein Schulbuch gibt von ihm Kunde, und
auf keiner der bei uns gebräuchlichen Karten findet man
es. Dazu iſt es zu klein. Die Republik Tavolara iſt
eine Inſel. Sie liegt etwa acht bis neun Seemeilen
vor der Oſtküſte von Sardinien und hat einen Umfang
von nicht mehr als achtzehn Quadratkilometern, auf
denen 50 bis 60 Menſchen leben. Im Jahre 1830
über=
trug König Karl Albert von Sardinien das
unbe=
ſchränkte, ſouveräne Eigentum der Inſel der Familie
Bartoloni. Dieſe erklärte die Inſel alſogleich zum
Königreiche, und eins ihrer Mitglieder beſtieg als
„König Paul I.” den Thron von Tavolara. Paul I.
regierte nicht weniger als fünfzig Jahre lang zu voller
Zufriedenheit ſeiner Untertanen. Er ſtarb 1882 und
ſprach auf dem Totenbette den Wunſch aus, man möchte
ihm keinen Nachfolger geben. Ja, dieſer König war
eigentlich ein Anarchiſt, denn er erklärte es für das
beſte, daß Tavolara ſich ohne jegliche Regierung hehelfe.
Und ſo geſchah es. Ein Thronprätendent trat nicht auf,
und vier Jahre lang, bis 1886, lebten die Tavolaraner
ohne alle Obrigkeit. Auf die Dauer ſcheinen ſie indeſſen
doch die Schattenſeiten dieſes Zuſtandes empfunden zu
haben. Es gab Streitigkeiten, die zur Proklamierung
der Repuhlik führten. Italien erkannte 1891 Se Re=
publik Tavolara als ſelbſtändiges Staatsweſen an, was
wohl mit Rückſicht auf die „Kleinheit des Objektes”
politiſch das klügſte und das bequemſte war. An der
Spitze der Verwaltung von Tavolara ſteht ein
Präſi=
dent der Republik, der ſich aber von ſeinen Kollegen,
den Herren Falliéres und Taft, dadurch unterſcheidet,
daß er keinen Pfennig Gehalt bezieht. — Vielleicht holen
ſich unſere Operetten= und Schwankdichter einmal ihren
Stoff, ſtatt aus Karlsbad und Marienbad — aus
Ta=
volara!
Literariſches.
„Die Glückskuh” Luſtſpiel in fünf Aufzügen.
von Hermann Eſſig. Preis broſch. 2,50 Mk. Paul
Caſſirers Verlag, Berlin W. 10. Hier iſt ein neuer Dichter.
Ein großer, ernſter, ſchwer ringender Künſtler. Als ein
noch ganz Unbekannter veröffentlichte er im vorigen Jahre
zwei Dramen: die Tragödie „Mariä Heimſuchung” und
das an einen modernen Ariſtophanes gemahnende
Luſt=
ſpiel: „Die Weiber von Weinsberg”, Werke — ſo ſchroff in
ihrer Originalität, ſo eigenwillig in der Sprache, ſo kühn
in ihren Vorausſetzungen, daß es uns nicht wundert, wenn
bis heute die Bühnen, die am Konventionellen kleben,
achtlos daran vorübergegangen ſind. Dieſer Dichter
braucht — wie Hauptmann einſt — eine Freie Bühne, die
ihn durchſetzt. Es iſt ein von allen Humoren übermütig
durchtolltes Luſtſpiel, geſchrieben von einem
ſprunghaft=
genialen Kopf; bizarr und grotesk und von einer heiteren,
mit ſich ſelbſt vergnügten Sinnlichkeit.
— Heilige Not. Ein Gedichtbuch von Karl
Buſſe. 1. und 2. Auflage. Verlag der J. G. Cottaſchen
Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin. Geheftet
2 Mark, elegant gebunden 3 Mark. Nach 9jähriger Pauſe
tritt Karl Buſſe mit einem neuen Gedichtbuch hervor
einem menſchlich ſo reichen und tiefen Buche des Erlebens
und der Entwicklung, wie er bisher noch keines geſchaffen
hat. In einer großen Linie und ſtarken Steigerung geht
das von einer leidenſchaftlichen und männlichen
Perſön=
lichkeit getragene Buch vorwärts, und da es aus fühlbaren
Notwendigkeiten geboren iſt, hat es auch das menſchlich
und künſtleriſch Bezwingende: die Blutwärme des
Leben=
digen. — Es wird für viele eine freudige Ueberraſchung
ſein.
Das Myſterium des Menſchen im Lichte
der pſychiſchen Forſchung. Eine Einführung in den
Okkultismus von Ludwig Deinhard. Mit einem
Beitrag von Dr. Hübbe=Schleiden über das Problem
der Wiederverkörperung. Verlag von Reichl u. Co. in
Berlin W 9. Preis 5 Mk., gebunden 6,50 Mk. — Wenn
einer unſerer beſten Kenner des Okkultismus, der
deſſen letzte Wandlungen großenteils ſelbſt miterlebt
hat, nun den Verſuch macht, in kurzer, leicht
verſtänd=
licher Darſtellung eine objektive Ueberſicht über das
ganze Gebiet zu geben, die wichtigſten Tatſachen und
die verſchiedenen wiſſenſchaftlichen
Erklärungsver=
ſuche zu charakteriſieren, ſo hat er ſich damit ein
zweifel=
loſes Verdienſt erworben. Beſonders wertvoll iſt, daß
er außer der experimentellen pſychiſchen Forſchung auch
die ſogenannte eſoteriſche in den Kreis ſeiner
Betrach=
tungen zieht. Die überall im Buche gegebenen
Quellen=
nachweiſe ermöglichen jedem, der noch tiefer gehen will,
eine raſche und leichte Orientierung auf dieſem dunklen
Gebiete.
Darmſtadt, 25. Juni.
St. Die Zentralanſtalt für Arbeits= und
Wohnungs=
nachweis hielt geſtern abend im Saalbau ihre
General=
verſammlung ab. Den Vorſitz führte Herr
Oberbür=
germeiſter Dr. Gläſſing, der nach herzlicher Begrüßung
der Erſchienenen die Mitteilung machte, daß es ihm wegen
Arbeitsüberlaſtung leider nicht mehr möglich ſei, den
Vor=
itz, den er nunmehr ſeit 8 Jahren innehabe, zu
überneh=
men; er ſchlage ſeinen Amtsnachfolger, Herrn
Beigeord=
neter Mueller, als Ausſchußvorſitzenden vor. Der
Vorſchlag findet allgemeine Zuſtimmung, ſodaß Herr Beig.
Mueller einſtimmig zum Vorſitzenden gewählt wird.
Er erſtattet ſodann den Jahresbericht, aus dem wir das
Weſentlichſte bereits im Auszuge mitgeteilt haben.
Nach=
getragen ſei noch folgendes: Auf dem Gebiete der
Dienſtbotenvermittelung ſind außer den
zahl=
reichen gewerblichen Verdingerinnen zwei konfeſſionelle
Organiſationen, das Diakoniſſenhaus „Eliſabethenſtift”
und das „Barmherzige Schweſternhaus” tätig. Die von
ihnen zu dieſem Zwecke errichteten beſonderen Anſtalten,
das „Marthahaus” und das „Marienheim” dienen
zu=
gleich der Beherbergung vorübergehend ſtellenloſer
Mäd=
chen und haben ſich gerade auch hierdurch als ſehr
ſegens=
reich erwieſen, auch die Vermittelung von Stellen mit
gutem Erfolg bewirken laſſen. Im Jahre 1909 wurden
durch das Marthahaus 485 Mädchen beherbergt und 1459
Stellen vermittelt, durch das Marienheim 130 Mädchen
beherbergt und 70 Stellen vermittelt. Dieſe Zahlen laſſen
ſchon erkennen, daß für die Verbindung von
Stellennach=
weis und Mägdeherberge auch in unſerer Stadt ein
drin=
gendes Bedürfnis vorliegt. Der Jahresbericht wird
gut=
geheißen.
Es folgt Vorlage der Rechnung, die in Verhinderung
des Rechners Obermeiſters Karl Lautz Herr Müller
ver=
lieſt. Die Einnahmen betragen 3587 Mark, die Ausgaben
3349 Mark. der Kaſſenbeſtand 237 Mark. Dem Rechner
wird mit Dank Entlaſtung erteilt. — Daran ſchloſſen ſich
Neuwahlen des Ausſchuſſes. Da Herr Karl Lautz von
ſeiner Wiederwahl abzuſehen bittet, wird dafür Herr
Obermeiſter Dintelmann gewählt. Im übrigen
er=
folgt Wiederwahl per Akklamation. Zum letzten Punkte
der Tagesordnung macht Herr Beig. Mueller
intereſ=
ſante Mitteilungen über die Verwalterkonferenzen des
Mitteldeutſchen Arbetisnachweisverbandes und erörtert
des längeren die Schwierigkeiten, die der von Herrn von
Heyl angeregten Arbeitsloſenverſicherung entgegenſtehen.
Reichstagsſtichwahl in Friedberg=Büdingen.
* Friedberg, 24. Juni. Bei der heutigen
Stich=
wahl erhielten Buſold (Soz.) 11766, v. Helmolt (B. d. L.)
9565 Stimmen. Buſold iſt ſomit gewählt.
Bei der erſten Wahl am 14. Juni hatten erhalten:
Buſold (Soz.) 9551, v. Helmolt (B. d. L.) 6396, v. Calker
(lib.) 4397 Stimmen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Worms, 24. Juni. Seit heute mittag ſteht die
Dampfpappenfabrik Zollhaus, zwiſchen Weinsheim und
Klein=Niedesheim, in Flammen. Die große Fabrik
und das umfangreiche Lager ſind vollſtändig
abge=
brannt; das von der Fabrik etwas entfernt liegende
Wohngebäude iſt bisher unverſehrt geblieben, doch iſt
es ſtark gefährdet. Die Entſtehungsurſache iſt noch
un=
bekannt.
Potsdam, 24. Juni. Die Kaiſerin und das
Prinzenpaar Auguſt Wilhelm ſind heute vormittag
gegen 10 Uhr auf der Station Wildpark eingetroffen.
Die Kaiſerin begab ſich nach dem Neuen Palais, das
Prinzenpaar nach der Villa Liegnitz.
* Karlsruhe, 24. Juni. Nach Mitteilung des
Prä=
ſidenten in der heutigen Sitzung der Zweiten
Kam=
mer ſind dem Miniſter des Großherzoglichen Hauſes und
der Auswärtigen Angelegenheiten, Frhrn. v. Marſchall,
folgende Telegramme zugegangen: „Achern, 23. Juni. Für
die wohltuende Teilnahme an meinem ſchweren Verluſt,
welche Sie mir im Namen des badiſchen Volkes und der
Zweiten Kammer übermittelt haben, ſage ich meinen
herz=
lichſten Dank. Die Prinzeſſin hat im badiſchen Lande
viel Liebe empfangen und ſtets mit beſonderer Freude
hier geweilt. gez. Auguſte Viktoria I. R.”
„Achern, 23. Juni. Ich bitte, dem Präſidium des
badi=
ſchen Landtages im Namen meiner Familienmitglieder
unſeren tiefgefühlten Dank anläßlich der wohltuenden
Trauerkundgebung des Landtages beim Hinſcheiden
mei=
ner Schweſter auszuſprechen, die in dem ſchönen badiſchen
Lande ſich ſtets ſo heimiſch fühlte. gez. Ernſt Günther,
Herzog zu Schleswig=Holſtein.”
* Kiel, 24. Juni. Auf dem Motorboot „Matz”
Hagen=Berlin gehörig, erfolgte heute vormittag eine
Exploſion, durch die drei Perſonen verletzt
wur=
den; die Urſache der Exploſion iſt noch nicht feſtgeſtellt.
* Wien, 24. Juni. Das Abgeordnetenhaus
nahm den Staatsvoranſchlag für das Jahr 1910 in
drit=
ter Leſung an.
* Paris, 24. Juni. Das bulgariſche
Königs=
paar gab im Miniſterium des Aeußeren ein
Früh=
ſtück, an dem Loubet, Briand und Pichon teilnahmen.
* Paris, 24. Juni. Die Tribune Officielle teilt mit,
Miniſter Pichon habe eine Anfrage des Deputierten
Brouſſe, betr. die deutſchen Zollerhöhungen
uf Champagner, Schaumweine und Lilöre
ſchriftlich dahin beantwortet, daß der Botſchafter in
Ber=
lin beauftragt worden ſei, über dieſe Maßnahme Klage
zu führen, die in Frankreich Beunruhigung hervorgerufen
habe. Frankreich würde ebenſo genötigt ſein, entſprechende
Maßnahmen zu ergreifen. Es wäre bedauerlich, wenn
ein ſolcher Fall von Zollrepreſſalien zwiſchen beiden
Ländern eintrete. Das Auswärtige Amt hat geantwortet,
indem es auf die budgetliche Notwendigkeit hinweiſe, neue
Hilfsmittel zu ſchaffen, daß die deutſche Regierung
durch=
aus keine übelwollende Abſicht gehabt habe. Oeſterreich=
Ungarn und Italien würden von den Zollerhöhungen auch
betroffen werden. Am Schluſſe ſeiner Antwort ſchreibt der
Botſchafter, er werde alles tun, um die freundſchaftlichen
Intereſſen zu ſchützen, Deutſchland und Frankreich die
Ge=
genſeitigkeit der guten Behandlung zu ſichern, die es in
ſei=
nen wirtſchaftlichen Beziehungen zu ſeinem großen
Nach=
barlande beanſpruchen dürfe.
* Konſtautinopel, 24. Juni. Der Boykott gegen
die Griechen wird auf das ſtrengſte gehandhabt.
Mehrere griechiſche Kaufleute wurden gezwungen, ihre
Läden zu ſchließen. Das Boykottkomitee beabſichtigt,
den Boykott bis zur definitiven, für die Türkei
günſti=
gen Löſung der kretiſchen Frage fortzuſetzen. Zahlreiche
Wechſel griechiſcher Kaufleute wurden nicht eingelöſt.
* Athen, 24. Juni. Wie verlautet, ſind die
Wah=
len zur National=Verſammlung auf den
14. Auguſt feſtgeſetzt.
* Mexiko=City, 24. Juni. Ein Eiſenbahnuns
fall, bei dem 37 Perſonen getötet oder verletzt
wur=
den, ereignete ſich auf der Linie nach Manzanillo bei
einem Militärzug dadurch, daß auf einem ſteilen
Ab=
hang ſich vier Wagen von den anderen loslöſten und
zertrümmert wurden. Unter den Toten ſind fünf
Offiziere mit ihren Familien.
H.B. Berlin, 24. Juni. In Berliner juriſtiſchen
Kreiſen rechnet man damit, daß die unterbrochene
Meineids=Verhandlung gegen den Fürſten
Philipp Eulenburg nach den Sommerferien im
September in der erſten Schwurgerichtsperiode wieder
aufgenommen wird. Der Geſundheitszuſtand des
Für=
ſten hat ſich derart gebeſſert, daß von einem Krankſein
nicht mehr die Rede ſein kann.
H. B. Berlin, 24. Juni. Der Berliner
Kriminal=
polizei iſt es heute vormittag gelungen, einen der
Heh=
ler, der mit dem am 20. Januar im Kunſtgewerbe=
Muſeum begangenen Diebſtahl im
Zuſammen=
hang ſteht, zu verhaften. Der Verhaftete iſt der 21
Jahre alte Hans Kehr, der ſich während der ganzen Zeit
in Berlin aufgehalten hat und unter dem Namen eines
Barons Hans von Kehr Schwindeleien begangen hat.
Er iſt überführt worden, das geſtohlene Kupferrelief
des Großen Kurfürſten im April dieſes Jahres in
ſei=
nen Beſitz gebracht zu haben. Dem wirklichen Dieb iſt
man auf der Spur.
H.B. Kiel, 24. Juni. Der frühere Kolonialſekretär
Dernburg iſt heute nachmittag über Lübeck in Kiel
eingetroffen und hat auf dem für Gäſte des Kaiſers
be=
reitliegenden Dampfer „Ozeana” der Hamburg-
Ame=
rika=Linie Wohnung genommen.
— London, 24. Juni. Die Daily Mail meldet aus
Taganrog, daß in den drei letzten Tagen in Roſtow
Gouvernement Jekaterinoslaw) täglich gegen
drei=
hundert Perſonen an der Cholera erkrankt ſind
und ein ſehr ſtarker Prozentſatz geſtorben iſt. Die
Be=
völkerung flieht aus der Stadt.
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Nummer 146.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
Seite 7.
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Tamiliennachrichten.
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Verwandten, Freunden und Bekannten
hierdurch die ſchmerzliche Mitteilung, daß unſere
liebe Tochter, Schweſter und Schwägerin
Nora Krause
nach kurzem Leiden im 22. Lebensjahre ſanft
entſchlafen iſt.
(*15537
Familie Ernst Krause.
Darmſtadt, Heinrichſtraße 10.
Die Einſegnung und Beiſetzung findet
Sonn=
tag Vormittag ½12 Uhr, von der
Friedhofs=
kapelle aus, ſtatt.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Todes-=Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten
hierdurch die traurige Nachricht, daß unſer lieber
höffnungsvoller braver Sohn und Bruder
Heinrich Schmidt
cand. ing.
heute Vormittag infolge eines Herzſchlages
beim Baden ſanft dem Herrn entſchlafen iſt.
Darmſtadt, den 24. Juni 1910.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Schmidt,
Ständehaus=Verwalter.
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag
½5 Uhr, vom Trauerhauſe, Rheinſtraße 10
(12812
aus, ſtatt.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Geſtern abend 7 Uhr verſchied ſanft nach
längerem Leiden meine liebe, gute Couſine
Elise Wimmenauer
im 69. Lebensjahre, was ich tiefbetrübt
Ver=
wandten, Freunden und Bekannten hiermit
(12803
mitteile.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Katharine Wimmenauer.
Darmſtadt, den 24. Juni 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. Juni,
nachmittags 3¼ Uhr, vom Eliſabethenſtift aus,
ſtatt. Einſegnung um 3 Uhr.
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht,
unſere Alten Herren, Auswärtigen Mitglieder,
Bundesbrüder und Freunde von dem am
24. Juni infolge Herzſchlages erfolgten
Hin=
ſcheiden unſeres lieben Verbindungsbruders
Heinrich Schmidt
geziemend in Kenntnis zu ſetzen. (12824
Darmſtadt, den 24. Juni 1910.
Die A. T. V. Ghibellinia
i. A.:
Heinrich Hüttenhain X.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. Juni,
nachm. 4½ Uhr, vom Trauerhauſe, Rheinſtr. 10
(Ständehaus) aus, ſtätt.
Beſtellungen
auf das
„Darmſtädter Tagblatt”
werden in der Expedition, ſowie von allen
Poſtanſtalten entgegengenommen.
OC
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das nach
Oſten abziehende Tiefdruckgebiet brachte geſtern noch
wiederholte ſtarke Regenfälle mit ſtrichweiſen Gewittern,
nur im Süden Heſſens waren die Niederſchläge gering.
Ein neuer Luftwirbel zieht von England heran und iſt
von dem Wirbel über der Oſtſeeküſte durch einen Rücken
hohen Druckes getrennt, daher ließ über Nacht der Regen
vorübergehend nach. Der weſtliche Luftwirbel bringt
neue Regenfälle bei auffriſchenden Südweſtwinden.
Ausſichten in Heſſen am Samstag, den 25. Juni:
Regenfälle bei ſtarkem Südweſt, kühler.
Tagestalender.
Samstag, 25. Juni.
75jährige Jubelfeier des Verbandes der deutſchen
Buchdrücker (Kommers um 8½ Uhr in der Turnhalle
am Woogsplatz).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Sonntag, 26. Junf.
75jährige Jubelfeier des Verbandes der deutſchen
Buchdrucker (Ausflug um 8 Uhr nach der
Ludwigs=
höhe, Feſtakt um 11½ Uhr und Gartenfeſt um 4 Uhr
im Saalbau).
Preis= und Blumenkorſo um ½2 Uhr; Rad=
und Motorrennen um 3 Uhr auf der Rennbahn
an der Heidelbergerſtraße (Velocipedklub).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert im Reſtaurant „Zum Krokodil”,
Ausflug des Geſangvereins Liederzweig nach
Milten=
berg (Abfahrt um 6.41 Uhr).
Spaziergang des Ortsgewerbevereins nach Groß=
Zimmern (Zuſammenkunft um 2 Uhr an den
Hirſch=
köpfen).
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt”.
Tanzkränzchen des Konditorgehilfen=Vereins um
4 Uhr im „Schwanen” zu Eberſtadt.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 27. Juni.
Hofreite= ꝛc. Verſteigerung des Georg Schwab
(Weinbergſtr. 46) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Hofreiten= ꝛc. Verſteigerung des Hch. Konr. Stein
(Sandbergſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Gold= und Silberſachen= ꝛc. Verſteigerung um
9 und 3 Uhr Rheinſtraße 29.
Ackergeräte=, Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um
8 Uhr bei Jakob Klink V. zu Worfelden.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 10—7 Uhr).
Aquarien= und Terrarien=Ausſtellung im
„Mathildenhöhſaal” (geöffnet von 9—8 Uhr).
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 11—1 Uhr.
Hochzeitstürm. Turmzimmer und
Ausſtellungs=
räume, täglich geöffnet von 9—12 und 3—6 Uhr.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchloſ=
ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: Z. Krofl, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
PilsnernS0
Münchner
Hell Export
Veilsterdrerbrere
Kurſe vom 24. Juni 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
8f. Staatspapiere. In Proz.
4 Oſche. Reichsſchatzanw. 100,40
Deutſche Reichsanl. . 93,00
84,70
do.
Preuß. Schatzanweiſg. 100,40
93,00
3½ do. Conſols .
84,60
do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,70
93,60
do.
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,40
92,00
do.
3½
83,30
do.
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,90
91,70
do.
3½
80,80
do.
3 Sächſiſche Renke . . . 83,60
4 Württembergerv. 1907 101,90
93,00
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 48,30
3¾ Italiener Rente . . . 104,80
Oeſterr. Silberrente . 97,90
o. Goldrente . . 99,20
do, einheitl. Rente 94,30
Portug, unif. Serie I 81,60
do. unif. Ser. III 67,60
do. Spezial.
Rumänier v. 1903 . . 101,80
do. v. 1890 . . 95,60
o. v. 1905 . . 91,20
Ruſſen v. 1880 ₰ . . „ 91,75
InProz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,50
4½ do. v. 1905 . . . . 100,20
93,70
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 88,20
4 do. unifiz. v. 1903 94,40
4 Ungar. Goldrente . . 95,20
do. Staatsrente . 92,30
.. 101,30
5 Argentinier . .
do.
91,40
4½ Chile Gold=Anleihe .
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,70
do.
98,90
4½
4½ Japaner . . . . . . . 97,70
Innere Mexikaner . . 99,90
do.
5
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,10
5 Gold=Mexikaner . . . 100,20
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. . . . 144,00
4 Nordd. Lloyd . . . 111,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 6007
Einz. Mk. 408 118,6)
4 Baltimore & Ohiö . . 111,20
4 Gotthardbahn . a
InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,00
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 24,00
4 Pennſylvania R. R. 134,00
Induſtrie=Aktien,
Mainzer Aktienbrauerei . 210,50
. 82,80
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 485,00
Fabrik Griesheim . . .. 260,00.
Farbwerk Höchſt .
. 483,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim .
. . 325,00
Lahmeyer . . .
114,00
Schuckert.
. . . 163,20
Siemens & Halske . . . 244,50
Adlerfahrradwerke Kleyer 417,50
Bochumer Bb. u. Guß . . 232,00
Gelſenkirchen . . . . . . . 210,00
Harpener . . . . . . . . . 194,80
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 225,30
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,90
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,70
do.
3½
91,80
4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
do. ſteuerfrei . 99,10
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,50
do.
97,50
do. alte .
Oeſterr. Südbahn . . 99,10
do.
81,90
do.
56,70
3 Raab=Oedenburger . . 75,00
4 Ruſſ. Südweſt.
.
90,10
4 Kronpr. Rudoljbahn . 98,80
Sſ.
24) Livörneſer . . . . . .
4 Miſſouri=Pacific
4 Bagdadbahn Mk. 408
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec
. .
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ.
4 Darmſtädter Bank..
4 Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank
Diskonto=Geſellſchäft
Dresdner Bank . .
Mitteldeut. Kreditbk.
Nationalbk. f. Deutſchl.
1 Pfälzer Bank.
4 Reichsbank
Rhein. Kredit=Bänk
4 Wiener Bank=Verein
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
3½ do. S. 19. . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bink.
do,
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bak=
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
3½
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
3½
do.
In Proz.
76,.20
80,00
87,50
101,90
173,00
130,30
250,20
127,60
186,60
157,80
119,30
124,00
101,20
144,80
139,30
137,00
100,20
92,40
99,60
100,50
191a0
15, Nu.
Bf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt.
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden . . . . .
3½ do.
4 Worms . . . .
do.
4 Liſſaboner v. 1886.
128 Md
InProz.
.100,80
95,60
.100,20
.100,00
91,00
. 100,00
91,60
100,00
100,90
92,00
.100,80
83,00
614a
In Proz.
Zf.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . . . . . . 135,80
4 Oeſterr. 1860er Loſe 173,50
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150 117,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl.
Braunſchweiger Tlr. 20 210,40
Freiburger
Fs. 15 59,60
Mailänder
Fs. 45
do,
Fs. 10
Meininger
39,00
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 567,00
do. p. 1858 „ 100 464,00
Ungar. Staats „ 100 338,00
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 183,60
Verzinsliche
Anlehensloſe.
10achlaz4 Badiſche Tlr. 106.
91,d d83½ Cöin=Mindner „ 100 136,00
100,60-15 Donau=Reg. ſl. 100s
3 Holl, Komm. „ 10 404,80
92,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,24
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . .
4,19
Engliſche Noten .
20,44
Franzöſiſche Noten . . . . 81,10
Holländiſche Noten . . . . 169,35
Italieniſche Noten .
80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . .
Schweizer Noten . . . . . 81,10
Reichsbank=Diskonto
Reichsbanenhard Zal. 5½
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
Nummer 146,
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1 Posten Waschblusen jetzt zum Aussuchen 75 Pf.
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Die „Ollenhop” war beſſer als ihr Ruf. Gorch
Holmquiſt hatte die ganze Mannſchaft abgemuſtert und
nur den zweiten Steuermann, Harro Bruhus, zur
Wache zurückbehalten. Er mußte wenigſtens einen an
Bord haben, der die Fahrt genau kannte. Harro
Bru=
hus gab an Körperumfang ſeinem Reeder nichts nach,
nur an Jahren war er ſtark hinter ihm zurück. Er war
ſogar jünger als Martin Fock.
Ich bin der neue Kapitän, ſagte der, als er an
Bord ſtieg.
Schön, verſetzte Harro Bruhus kaltblütig und gab
ihm die Hand. Ich will hoffen, daß Du Dich mit mir
verträgſt.
Das wirdeganz auf=Dich ankommen, lachte Martin
Fock ſchlagfertig und gab ihm einen herzhaften Schlag
auf die fette Schulter. Dann ließ er ſich in die
Geheim=
niſſe der „Ollenhop” einführen. Die Ausſtattung der
Brücke ließ manches zu wünſchen übrig. Die Karten
waren alt, einige ſogar über dreißig Jahre.
Wir brauchen keine Karten, verſetzte Harro Bruhus
gemütlich, als Martin Fock auf die Notwendigkeit
hin=
wies, beſſeres Material an Bord zu haben. Bis Canton
kommen wir ſchon ſo, und dann kriechen wir immer an
der Küſte hin. Gib Dir keine Mühe, Gorch Holmquiſt
kauft doch keine neuen.
De ſieh es Ratin Goß dahe benerden, Die
Ver=
änderungen konnte man ſchließlich aus den Annalen
nachtragen. Aber der lahme Chronometer, der drei
Stunden hinter Greenwicher Zeit herhinkte, mußte
er=
ſetzt werden. Harro Bruhus bekam den kurzen Befehl,
den Klapperkaſten an Land zu bringen, ebenſo das
Barometer, deſſen Röhre geſprungen war.
Du biſt ſo einer von den Neumodiſchen, knurrte
Harro Bruhus ärgerlich, weil er ſich anſtrengen mußte.
Ich hab’ mein Lebtag noch nicht mit dem Barometer
geſteuert.
Schieb’ los, ſonſt mach ich Dir Beine! rief Martin
Fock lachend und bot ihm in aller Freundlichkeit einen
Fußtritt an.
Zwei Stunden ſpäter war Harro Bruhus wieder
zurück mit einem neuen Chronometer und einem
nagel=
neuen Barometer. Er hatte mit Gorch Holmquiſt
ſchwer darum kämpfen müſſen. Neue Seekarten aber
gäbe es auf keinen Fall.
Jetzt ging Martin Fock an Land, um einen erſten
Offizier aufzuſtöbern! Er forſchte zuerſt nach Habbe
Frark, der die Fahrt auf der „Eider” nach der Weſtküſte
mitgemacht hatte, dem jungen, hageren Frieſen aus
Emden, der den Mund nur beim Eſſen auftat, und trieb
ihn auch glücklich auf. Er hatte noch keinen paſſenden
Platz finden können. Habbe Frark nickte ruhig, nahm
die Mütze und ging an Bord.
Die übrige Mannſchaft anzuheuern, überließ
Mar=
tin Fock ſeinem Reeder.
Inzwiſchen hatte ſich Frau Geſche mit der Sachlage
abgefunden und ſtellte ſich vor den Backtrog, um den
Hochzeitskuchen zu kneten.
Da trat Gorch Holmquiſt herein.
Na! ſagte er freundlich zu Ewe, die mit heißen
Wangen hinter dem Ladentiſche ſtand. Haſt Dich ſchon
getröſtet?
Ach was! rief Frau Geſche wütend durch die Tür
und ſtieß beide Fäuſte in den weichen Mehlbrei, als
wäre er der Schuldige. Was haben Sie ihm das Schiff
gegeben. In vier Tagen iſt Hochzeit!
Da fiel Gorch Holmquiſt vor Schreck der Hut aus
der Hand. Ewe hob ihn auf und ſtellte ihn auf die
Toonbank.
Und daß ich mich jetzt hierherſtellen muß, das hab'
ich Ihnen zu verdanken! ſchrie Frau Geſche zornig.
So hab’ ich das gar nicht gemeint! ſtöhnte der dicke
Reeder ratlos. Und das erlauben Sie, Frau Suxdorf?
Wo er doch am ſechzehnten in See muß!
Nun erkannte Frau Geſche, daß ſie ſchmählich
über=
rumpelt worden war, und fuhr mit teigbewehrten
Fin=
gern auf Ewe los, ſchalt ſie eine Lügnerin und belegte
den abweſenden Martin mit noch viel kräftigeren
Titeln.
Läßt ſich das nicht mehr rückgängig machen? fragte
Gorch Holmquiſt unſicher, nachdem ſich Frau Geſche von
ihrer Wut einigermaßen befreit hatte.
Nein! ſprach Ewe entſchloſſen. Wir heiraten!
Na! meinte Gorch Holmquiſt ergeben und ſetzte den
Hut auf. Da muß man ſich ja ums Hochzeitsgeſchenk
kümmern!
Dann verſchwand er, und Frau Geſche kehrte
murrend zu ihremHochzeitskuchen zurück.
Als Martindam Abend heimkam, ſchrieb er mit
Ewes Hilfe die Einladungskarten aus. Gorch Holm=
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quiſt bekam die erſte. Auch Wilken Wobbe wurde nicht
vergeſſen.
Der ſaß aufrecht im Bett und befand ſich auf dem
Wege der Beſſerung, als er die Karte in Händen hielt.
Nicht nur Beſuch durfte er jetzt empfangen, auch das
Fenſter war nicht mehr verhängt, ſogar mit allen Zehen
konnte er wackeln.
Metta! rief er freudig: Leg’ mir den ſchwarzen
An=
zug zurecht. Bei der Hochzeit darf ich nicht fehlen und
wenn ich auf allen Vieren den Strandweg
hinunter=
kriechen muß.
Wann iſt die Hochzeit? fragte die Nichte neugierig.
Schon übermorgen! ſprach er verdutzt.
Donner=
wetter, haben die’s aber eilig!
Sie werden ſchon wiſſen warum! erwiderte ſie
ſpitzig. Bleib‟ Du lieber weg. Die Leute brauchen
Dich nicht. Den Tod kannſt Du Dir holen!
Uebermorgen ſteh’ ich auf! entſchied er kurz und
ſchaute wieder auf den Strom hinaus. Schon vor einer
Woche hatte ihm der Doktor den alten Zeitvertreib
wieder geſtattet, und Wilken Wobbe war inzwiſchen
hart an die Nummer 500 gekommen.
Jungedi! rief er plötzlich, als er eine Dreimaſtbark
gewahrte, die im günſtigen Wind mit vollen Segeln
und ohne Schlepper die Elbe aufwärts fuhr. Das iſt
ja ein verteufelter Kerl. Der hat Mut. Hab’ ich doch
ſchon ſeit vier Jahren nicht geſehen, daß einer die Elbe
heraufſeilt. Damals war’s ein ſchwediſcher Schooner,
der bei Finkenwärder auf dem Schlick ſitzen blieb. Hat
ihm aber nichts geſchadet. Gib mal ſchnell das Glas her!
Metta reichte ihm das Fernrohr!
LuIsé, buchſtabierte er. Das ein Hamburger
Schiff. Der Kapitän heißt Wiggelgepacht ein feines
Geſchäft, braucht keine Schleppkoſten zu bezahlen. Dieſe
Bark iſt vor dreizehn Monaten nach Gorontalo auf
Celebes in See gegangen. Iſt da nicht Henning
Breck=
woldt an Bord?
Metta wußte das nicht und ſchüttelte daher mit dem
Kopfe.
Jawohl, da iſt Henning Breckwoldt an Bord! rief
der Alte ſchnell. Schick gleich zu ſeiner Mutter und laß
ihr Beſcheid ſagen!
Metta lief hinaus, fand aber keinen von ihren
zahlreichen Sprößlingen. Da rannte ſie ſelbſt den
Süllberg hinan. Aber ſie hätte es ſich erſparen können.
Unter den beiden Kirſchbäumen, die voll von dunklen
Früchten hingen, ſtand Frau Pauline Breckwoldt und
winkte hinunter. Schon drei Wochen wartete ſie auf
das Schiff. Nun war es zurückgekommen und zog ſtolz
und ruhig wie ein grauer Rieſenſchwan mit
ausge=
breiteten Flügeln den Strom hinauf.
So kam Henning Breckwoldt nach Hamburg zurück,
muſterte ab und traf am nächſten Abend bei ſeiner
Mutter ein. Sie hatte den Tiſch mit allen nur
denk=
baren Speiſen und Leckerbiſſen vollgepackt; nur
Salz=
fleiſch und Stockfiſch, Hartbrot, Erbſen, Linſen, Bohnen
und Speck fehlten. Die hätte Henning auch nicht
ange=
rührt. Davon hatte er ſich dreizehn Monate nähren
müſſen.
Die Mutter ſaß ihm gegenüber, und ſchaute ihn
glücklich an. Er war groß und breit geworden, und
trug einen hellen Kinnbart. Sie wartete, daß er nach
Guſchi fragen würde. Dann wollte ſie ihm alles, was
ſie von ihr wußte, ganz langſam und vorſichtig
ein=
flößen, wie eine ſchlimme Medizin. Aber er fragte
nicht, ſprach ein paar Worte von ſeiner Reiſe, griff
plötzlich zur Mütze.
Ich komme gleich wieder, ſagte er, und aing hinaus
Sie nickte nur, weil ſie ihn doch nicht halten konnte.
Schnurſtracks ſchritt er zum Weſterweg hinunter,
und machte vor dem kleinen Häuschen Jürgen
Hegg=
blooms Halt. Kräftige Hammerſchläge dröhnten aus
dem offenen Fenſter.
Guten Abend, Jürgen! ſprach Henning und trat
heran.
Der erkannte ihn nicht gleich, ſchielte eine Weile
verdutzt über die Brillengläſer, und zog dann mit
einem Griff die Arbeitsſchürze vom Leib.
Henning, biſt Dus? rief er, und packte auch die Brille
weg. Warte, ich komme raus!
Dann gingen ſie zu Daniel Jipp an der Elbſtraße,
ſetzten ſich in die ſtillſte Ecke und tranken.
Und hier erfuhr Henning alles, wie es um Guſchi
ſtand. Der grundehrliche Jürgen unterſchlug und erſparte
ihm nichts, auch nicht den kleinen Karl.
Henning ſagte zuerſt nichts. Dann ſtützte er den Kopf
in beide Hände, und dann hieb er die harte Fauſt
dröh=
nend auf den Tiſch.
Den Kerl ſchlage ich tot! ſtieß er höhnend heraus.
Tu das nicht! rief Jürgen dringend. Hilft es was?
Es tut ihm ſelber leid.
Wie heißt der Kerl mit Namen? keuchte Henning, der
ſeine Wut nicht mehr meiſtern konnte.
Du biſt der einzige Menſch, der ein Recht dazu hat!
meinte Jürgen beklommen. Dir will ichs ſagen. Aber
Du mußt mir in die Hand verſprechen, daß Du ihm
nichts tuſt.
(Fortſetzung folgt.)
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Nummer 146.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 goldener Trauring. 1 ſilberne Damen=Uhr mit kleinem Riemchen.
1 goldene Halskette mit Anhänger. 1 Sack Kartoffeln. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 braunes
Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 Hundemarke mit der Nr. 9424. 1 ſchwarzer
Damen=Gummigürtel. 1 Dividendenſchein der Paketfahrtgeſellſchaft. 1 Hundemarke
mit der Nr. 707 VII. 1 kleines Portemonnaie mit blauem Emailring. 1 rot= und
grüngeſtreiftes Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſchwarzer Spazierſtock. 1 brauner
Spazier=
ſtock mit ſchwarzem Horngriff. 1 Peitſche. 1 Muſchelaufſatz von einem Schrank oder
Spiegel. 1 Broſche in Form von Herz und Anker. 1 Rechenbuch und 1 Rechenheft,
mit dem Namen Ludwig Schneider verſehen.
Verloren: 1 Zweimarkſtück. 1 goldener Anhänger mit 2 Perlen und 2 blauen
Steinchen. 1 kleines Portemonnaie mit 90 Pfennigen Inhalt. 1 Nickel=Brille. 1
Zwanzig=
markſchein. 1 dunkelgrünes halbrundes Portemonnaie mit Druckknopf mit 1
Fünfmark=
ſchein und 3 Mk. Silbergeld. 1 Milchkanne. 1 ſchwarzer Sonnenſchirm mit gebogenem
Griff. 1 ſilberne Damen Uhr mit langer ſilberner Kette und Anhänger mit Aufſchrift
„Gott ſchütze Dich”. 1 goldene Damen=Uhr mit langer goldener Kette. 1 blonde
Haar=
locke. 1 Hundertmarkſchein. 1 Zwicker mit Futteral. 1 braunes Portemonnaie mit
3—5 Mk. Inhalt. 1 Bund Schlüſſel. 2 Regenſchirme. 1 lilaſeidener Bandgürtel.
1 brauner Kinder=Spazierſtock. 1 ſibernes Ketten=Armband mit Anhänger (Herzchen).
Mehrere Quittungen von der Firma Friedrich Schäfer. 1 Feldſtecher. 1 ſchwarze
Stahl=Uhr, im Rückdeckel 1 Photographie. 1 rotbraunes Portemonnaie mit etwa 14 Mk.
Inhalt. 1 grünledernes Damen=Portemonnaie mit etwa 6 Mk. Inhalt. 1 ſchwarze
Broſche mit Silbereinfaſſung. 1 braunes Zigarren=Etui mit Namen und Wappen
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ſehen. 1 ſilberne Geldbörſe mit 5 Mk. Inhatt. 1 Damengürtel, grün, mit Goldſtickerei
und mit weißer Seide gefüttert. 1 ſeidener Herren=Regenſchirm. 1 goldene Brille.
2 Krawatten=Selbſtbinder. 1 goldenes Ketten=Armband mit blauem Stein. 1 hebräiſches
Religionsbuch. 1 goldenes Halskettchen mit Herzchen, innen 2 Photographien.
Zugelaufen bei Privaten: 1 gelbbrauner Boxer. 1 Hahn. 1 junge
Dober=
manhündin.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Spitz mit Marke und der Nr. 731. 1 Wolfsſpitz.
1 Rattenpinſcher.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Papagei. 2 Kanarienvögel. 1 rote Bremer=
Kröpfertaube.
Entflogen: 1 weiße Kröpfertaube. 2 Kanarienvögel.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(12758
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Hofhund, 1 Boxer. 1 Foxterrier (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 26. Juni, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizgebäude, Bismarckſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Rohrverlegungsarbeiten wird der Hohle Weg zwiſchen
der neuen Bahnbrücke und der erſten Querſtraße, ſowie dieſe Querſtraße vom 27. Juni
bis zum 6. Juli lfd. Js. für den Fuhrwerksverkehr geſperrt.
(12777
Oktroi für Wein.
Der in der Stadt=Gemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein (auch Johannis=
und Stachelbeerwein) unterliegt der Oktroiabgabe.
Die Wein= und Obſtweinproduzenten haben vor Beginn der Kelterung der
Oktroi=
verwaltung ſchriftlich oder mündlich Anzeige zu erſtatten unter gleichzeitiger Angabe,
an welchen Tagen die Kelterung begonnen und ſie beendet werden ſoll. Sie erhalten
hierüber eine Beſcheinigung, die ſie im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der
Aufſicht beauftragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen haben.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem zu jeder Zeit
bereit=
willig zu geſtatten iſt, die Menge des produzierten Moſtes, ſowohl im Kelterhaus, als
im Keller feſtzuſtellen. Solange dieſe Feſtſtellung nicht ſtattgefunden hat, darf von dem
gewonnenen Moſt nichts in Verbrauch genommen oder entfernt werden.
Nach beendigter Kelterung wird der Oktroi von dem hergeſtellten Moſt nach den
Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben. Hierbei werden von der durch die
Auf=
nahme ermittelten Geſamtmenge 5% für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrollmaßregeln ſind diejenigen
Wein=
händler im großen, denen die im § 2 der Bekanntmachung vom 30. November 1903,
betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene Erleichterung für den Weingroßhandel
zugeſtan=
den iſt. Sie haben nach Anleitung der Verwaltung ein beſonderes Kelterregifter zu
führen, in das die Menge des hergeſtellten Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben
iſt. Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen durch eigene Unterſchrift beglaubigten
Auszug aus dieſem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen, auf Grund deſſen die
Berech=
nung und Erhebung des Oktrois erfolgt.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben vorgeſchriebenen
Kelter=
regiſter Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden entweder nach § 15
des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als Defraudation zur Strafe gezogen,
oder, falls der Betrag des defraudierten Oktrois nicht feſtgeſtellt werden kann, mit
Ordnungsſtrafen von 2 Mark bis 30 Mark geahndet.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
(12808a
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.
Bekanntmachung.
Bei der demnächſt abzuhaltenden Mitgliederverſammlung ſollen, wie ſeikher, ſo
auch diesmal wieder Prämien an Dienſtboten verteilt werden. Unſere Statuten
be=
ſtimmen hierüber das Folgende:
„Eine Belohnung von Dienſtboten kann nur für ſolche Bedienſtete, die Koſt
bei ihrer Herrſchaft haben, und ferner nur dann bewilligt werden, wenn der
Dienſtbote innerhalb des Vereinsbezirks 4 Jahre lang ununterbrochen bei
der=
ſelben Dienſtherrſchaft gedient, während dieſer Zeit in 3 verſchiedenen Jahren
Erſparniſſe in die Kaſſe eingelegt oder ſeine Angehörigen unterſtützt, ſich auckh
während ſeiner Dienſtzeit durch treue und ſittſame Aufführung ausgezeichnet hat.”
Es ergeht deshalb an alle, welche Prämien beanſpruchen zu können glauben, die
Aufforderung, ſich unter Vorlage der Zeugniſſe ihrer Dienſtherrſchaften, welche beglaubigt
ſein müſſen, bis zum 30. Juli 1910 bei unſerem Rechner anzumelden.
Die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Sparkaſſenbezirks werden erſucht,
dieſer Bekanntmachung die tunlichſte Verbreitung zu geben.
Nach dem 30. Juli 1910 einlaufende Zeugniſſe und Bewerbungen müſſen
unbe=
rückſichtigt bleiben.
(12703fs
Reinheim, den 22. Juni 1910.
Die Direktion der Bezirksſparkaſſe Reinheim.
Mobiliar-Verſteigerung.
Montag, den 27. d. Mts., vormittags 8 Uhr beginnend,
werden die zum Nachlaß der verlebten Jakob Klink V. Eheleute in deren Behauſung
zu Worfelden gehörigen Mobiliargegenſtände, als:
1 Pferd, 2 junge Kühe, 1 Zuchtrindchen, 1 Ziege, 2 fette Schweine, 4
Einleg=
ſchweine, 12 Hühner, 1 Zweiſpänner= und 2 Einſpänner=Wagen mit Zubehör,
1 Paar Einſpänner=Spangen= und 1 Paar Ernteleitern, 2 Vorder= u. 2
Hinter=
pflüge, 1 Hack= mit Häufelpflug, 1 eiſerne und 1 hölzerne Egge, 1 Schubkarren,
1 Häkſelmaſchine, 1 Waſchmaſchine, 1 Buttermaſchine, 1 Butterfaß, 1
Rüben=
ſchneider, 1 Futtermühle, 2 Stoßtröge, 2 vollſtändige Pferdegeſchirre, 2 lederne
Pferdedecken, 2 Pfuhlfäſſer, eine größere Partie Holz, 4 Betten, 3
Kleider=
ſchränke, 4 Käſten, 1 Lehnbank, 2 Tiſche, mehrere Stühle, 1 Seſſel, 1 Kommode,
1 Küchenſchrank, 1 Wagentuch, mehrere Säcke, eine Partie Korn, Hafer, Heu,
Stroh, Kartoffeln, 1 Kaute Miſt und ſonſt noch verſchiedene Oekonomie=,
Haus= und Küchengeräte
öffentlich gegen gleich bare Zahlung verſteigert.
(12740
Worfelden, den 23. Juni 1910.
J. A.:
Großherzogliches Ortsgericht Worfelden.
Bauſch.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.),
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen .
ottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
per ½ kg 86 Pfg.
½.
80
90
90
60
92
86
96
110
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.
per ½ kg 100=Pfg.
2
110
130
90
90
72
Bekanntmachung,
betr. Maßnahme zur Verminderung der Säuglingsſterblichkeit.
In den heißen Sommermonaten nimmt die Sterblichkeit unter den Säuglingen,
beſonders den künſtlich genährten, regelmäßig in erheblicher Weiſe zu.
Nach dem übereinſtimmenden Urteil der Aerzte iſt die Haupturſache dieſer
Er=
ſcheinung in dem Genuſſe verdorbener Milch zu ſuchen, die Darm= und
Magenerkrank=
ungen bei den Kindern hervorruft.
Wir haben deshalb mit Zuſtimmung der Stadtverordneten=Verſammlung unter
Zuhilfenahme eines Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe eine Einrichtung getroffen, durch die
denjenigen Einwohnern Darmſtadts, die nur über geringe Mittel verfügen, der Bezug
einwandfreier Milch in den heißen Sommermonaten erleichtert werden ſoll.
Es kann ſowohl ſteriliſierte Milch, wie auch gekochte und rohe Vollmilch,
be=
zogen werden.
Die ſteriliſierte Milch wird in 4 Sorten hergeſtellt:
I. Sorte, für Säuglinge im Alter von 1 Monat: ½ Milch, ½ Waſſer,
II.
„ 2—4 Monaten: ½ Milch, ½ Waſſer,
III.
„ 4—6 Monaten: ½ Milch, ½ Waſſer,
IV.
„ über 6 Monaten: Milch ohne Waſſerzuſatz.
Die Milch iſt ſteriliſiert, trinkfertig gemiſcht in Fläſchchen von ½ Liter und von
beſter Qualität. Zum Zwecke der Verabreichung braucht die Milch nur in dem
Fläſch=
chen entſprechend erwärmt und ſodann nach Entfernung des Verſchluſſes der — vorher
ſorgfältig gereinigte — Gummi=Sauger aufgeſetzt zu werden. Die Erwärmung der
Milch erfolgt am zweckmäßigſten durch Einſtellen des Fläſchchens in warmes Waſſer.
Umgießen der Milch in ein anderes Gefäß zwecks Erwärmung iſt unzuläſſig, weil ſchädlich.
Durch den ſtädtiſchen Zuſchuß konnte der Verkaufspreis eines Fläſchchens von
½ Liter Inhalt, wie folgt, feſtgeſetzt werden:
I. Sorte: II. Sorte: III. Sorte:
IV. Sorte:
3 Pfg.
4 Pfg.
2 Pfg.
6 Pfg.
Die abgekochte, gereinigte Vollmilch wird in
1 Liter=, ½ Liter= und ½ Liter=Flaſchen
6 Pfg.
zum Preiſe von 24 Pfg. 12 Pfg.
verkauft.
Die rohe, gereinigte Vollmilch wird nur in 1 Liter= und ½ Liter=Flaſchen zum
Preiſe von 23 Pfg. (½ Liter 12 Pfg.) verkauft.
Der ſtädtiſche Zuſchuß wird nur geleiſtet:
beim Bezug ſteriliſierter Milch: für eine Höchſtzahl von täglich 6 Flaſchen,
abgekochter Milch in ½ Liter=Fläſchchen: für eine Höchſtzahl von täglich
6 Flaſchen,
gekochter und roher Milch: für eine Höchſtmenge von täglich 1½ Liter.
Für über dieſes Maß hinaus täglich bezogene Milch beträgt der Verkaufspreis für
das Fläſchchen ſteriliſierter oder gekochter Milch 2 Pfg.
„ Liter gekochter Milch 6 Pfg. und
„ roher
„ mehr.
Die Gewährung des ſtädtiſchen Zuſchuſſes iſt auf eine Längſtdauer von 4 Monaten
beſchränkt. Eine frühere Einziehung der Zuſchußleiſtung bleibt vorbehalten.
Die Milch wird den Abnehmern ins Haus gebracht. Jedoch wird, auf Wunſch
der Abnehmer, die Milch auch in den Geſchäftsräumen des Lieferanten, der Firma
Chriſtoph Reich, Wienersſtraße 61, jederzeit — außer Sonntag nachmittag — abgegeben.
Die Abgabe der Milch beginnt am 1. Juni.
Beſtellungen werden in unſerem Bureau, Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 2, in den
Geſchäftsſtunden von 8 bis 12½ Uhr vormittags und 2½ bis 5 Uhr nachmittags, mit
Ausnahme des Samstag nachmittag, entgegengenommen. Die nach dem 1. Juni
er=
gehenden Beſtellungen werden vom folgenden Tag ab ausgeführt. Bei der Beſtellung
werden dem Beſteller auf ſeinen Namen lautende und für je einen Monat beſtimmte
Lieferſcheine ausgehändigt, die als Ausweis über die Berechtigung zum Bezug der
Milch dienen und am Schluſſe des Monats oder am Schluſſe des Milchbezugs, nach
Eintrag der gelieferten Menge dem Bedienſteten der Firma Chriſtoph Reich als
Aus=
weis über die erfolgte Lieferung zu übergeben ſind.
Der Zeitpunkt, von dem ab eine andere Sorte Milch oder eine kleinere oder
größere Menge geliefert werden ſoll, iſt von dem Abnehmer dem Milchfahrer bekannt
zu geben.
Die Milch iſt bei der Ablieferung dem Milchfahrer ſofort zu bezahlen.
Beſchwerden über etwaige Unregelmäßigkeiten können auf unſerem oben bezeichneten
Bureau vorgebracht werden.
Die Firma Chriſtoph Reich iſt berechtigt, von den Abnehmern für jede nicht
zurückgelieferte Flaſche und für jeden nicht zurückgelieferten oder beſchädigten
Verſchluß=
teil Entſchädigung zu verlangen.
(10876a
Darmſtadt, den 24. Mai 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
Hengras=Verſteigerung.
Freitag, den 1. Juli, wird auf der Mönchbruchmühle von morgens 7 Uhr
an das Gras von
15,20 ha der großen Horſtwieſe,
1,29 „ der Markwaldwieſe,
8,35 „ der Zinswieſe,
„ der großen Lindenſeewieſe,
der kleinen Lindenſeewieſe,
ſodann von morgens 10 Uhr an das Gras von 72,67 ha der Mönchbruchwieſe
verſteigert.
(12853
Mönchbruch, den 24. Juni 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Mönchbruch.
Schäfer.
Staatl. konzess. und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
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I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Neue Kurse beginnen Dienstag, den 5. Juli, 8 Uhr.
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Beginn des nächſten Bluſenkurſus am 1. Juli.
Dauer 2 Monate, wöchentlich 8 Stunden, Schulgeld 15 Mark. Anmeldungen
werden Mittwochs, nachmittags von 2—6 Uhr, und Freitags von 2—4 Uhr, in der
Schule entgegengenommen.
(11967sss
Der Vorstand.
Herzogl. Baugewerkschule Holzminden
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Die Herzogl. Baugewerkschule ist den Königl. preuß. Schulen gleichgestellt.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Jum 1910.
Nummer 140.
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von folgenden
Früchten und Verbrauchsgegenſtänden in
der Zeit vom 1. bis 15. Juni 1910:
Weizen p. Sackà 100 Ko. v. Mk. 20.— bis 24.50
Korn „ „ , , „ „ „ 15.− „ 17.
Gerſte „ „ „ „ „ „ „ 15.50 „ 18.-
17.—
„ 19.25
Hafer „
Butter ½ Kilo Mk. 1.30
Butter in Partien Mk. 1.20
Eier per Stück 7 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück Mk. 1.45
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 7.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 2.—
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 4.—
Heu per 50 Kilo Mk. 5.—
Darmſtadt, den 23. Juni 1910.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Heugras=Verſteigerung.
Dienstag, den 28. Ifd. Mts.,
nachmittags 4 Uhr,
wird das Heugras von der Fürſtenwieſe
in der Gemarkung Griesheim, unweit der
Pumpſtation des ſtädtiſchen Waſſerwerks,
in 21 Loſen an Ort und Stelle öffentlich
meiſtbietend verſteigert. Nähere Auskunft
wird auf der Pumpſtation erteilt. (12722fs
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Ekert.
Heugras=Verſteigerung.
Die Verſteigerung des Heugraſes von
den ſtädtiſchen Wieſen im Oberwald vom
20. ds. Mts. iſt genehmigt. Die
Mäh=
ſcheine ſind bei der Stadtkaſſe erhältlich
und müſſen bis zum 10. k. M. abgeholt ſein.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
(12805so
J. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Das Schulgeld für das Großh.
Real=
vymnaſium und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere
Mäd=
chenſchule (früher Reineckſches Inſtitut)
und die Mittelſchulen für das II.
Kalen=
der=Vierteljahr 1910 iſt, bei Meidung
der Mahnung, bis Ende I. Mts. an den
Werktagen, vormittags von 8 bis 12½ Uhr,
hierher zu entrichten.
(12328a
Darmſtadt, den 15. Juni 1910.
Die Stadtkaſſe.
I. V.: Hahn.
Städtiſche Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
(1508a
Mittags von 2—5.
Geſfentliche Beſtauntmachung.
Durch Beſchluß des unterzeichneten
Ge=
richts vom Heutigen iſt bezüglich des
Nach=
laſſes der am 26. Mai I. Js. verſtorbenen
Kaufmann Georg Hellmuth Eheleute in
Darmſtadt die Nachlaßverwaltung
ange=
ordnet und der Kaufmann Karl Dechert
zum Nachlaßverwalter ernannt worden.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910. (12809
Großherzogliches Amtsgericht I.
Dörr.
Bekanntmachung.
Betreffend: Konkurs über das Vermögen
der Odenwälder Barytwerke,
Geſellſchaft mit beſchränkter
Haf=
tung, in Darmſtadt.
Die Bekanntmachung vom 9. Juni 1910
wird dahin berichtigt, daß das
Konkurs=
verfahren nicht vormittags, ſondern
nach=
mittags 12¾ Uhr eröffnet wurde. (12764
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Bekanntmachung.
Montag, den 25. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Franziska Reinhard zu
Jüges=
heim im Grundbuch der Gemarkung
Darm=
ſtadt zugeſchriebene Liegenſchaft:
Nr.
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Flur
(5611
74—/1000 275 Hofreite
Liebig=
ſtraße
74585/1000 155 Grabgarten mit
Gartenhaus
daſelbſt,
in unſerem Büro zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K92/10
Darmſtadt, den 23. Juni 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L12747,1
Bekanntmachung.
Montag, den 27. Juni 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Georg Schwab Eheleuten
dahier zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
XIII 308¾/10 114 Teil von Werkſtätte
und Maſchinenhaus
mit Hofraum,
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bergſtraße,
XIII 308/10 385%10 Hofreite daſelbſt
Nr. 46,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 26. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
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vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Johannes Krummeck Ehefrau,
Margarete, geb. Krämer, dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
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Flur Nr.
I 112 174 Hofreite Kirchſtraße
(Beſſungerſtraße 30),
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 31. Mai 1910.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 146.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 146.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
Seite 15,
Schwedenfahrt.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Vor mir auf dem Tiſch in dem behaglichen Zimmer
des neuen, anheimelnden Hotels „Regina” in
Stock=
holm ein Sträußchen Feldblumen in Blau und Gelb,
den ſchwediſchen Farben, voll ſchlichter Anmut und
inniger Freundlichkeit. Liebenswürdige Töchter des
ſchönen Landes ſpendeten ſie uns jüngſthin bei einer
Dampferfahrt nach Saltsjöbaden: blau die Wellen des
reizenden Skuruſund, blau der Himmel mit goldigem
Sonnenſchein, unſer Schiff geſchmückt mit friſchem
Grün und bunten Wimpeln, frohe Menſchen nicht nur
an Bord, ſondern auch an beiden Uferſeiten vor den
zierlichen, aus dunklem Wald ſich hell abhebenden
Land=
häuschen. Und überall wehten grüßend die Tücher,
überall wurden grüßend die ſchwarz=weiß=roten
Fah=
nen gehißt, überall erſchollen die viermaligen
jubeln=
den Hurras. Und da löſte ſich aus einer ſchmalen
Bucht ein zierlicher Kahn los, der auf uns zuhielt, weiß
ſchimmerten die Gewänder der jugendlichen, ſchlanken
Damen, die voll franker Sicherheit in dem
ſchwan=
kenden Schifflein ſtanden, die Sonne ſpielte in den
blonden Haaren und aus den blauen Augen ſtrahlte die
Lebensfreude, die Sträußchen flogen herauf und „
Will=
kommen! Willkommen!” tönte es uns auf deutſch
ent=
gegen mit warmer Herzlichkeit, „Willkommen in
Schweden!”
Oft haben wir in dieſen letzten Tagen das Wort
und den Ruf vernommen, ſtets mit derſelben ehrlichen
Freundſchaft, mit der gleichen Aufrichtigkeit und
Hin=
gebung, mit demſelben Verſtändnis, wie ſehr Schweden
die deutſche Freundſchaft zu ſchätzen weiß und wie ſehr
es dieſelbe erwidert. Um dieſe Annäherung immer
enger zu geſtalten, um zu zeigen, daß Schweden nicht
bloß, wie es in der Nationalhymne heißt, das „ſtille,
freudenreiche, ſchöne Land” iſt, ſondern daß es in
Han=
del und Wandel gewaltige Fortſchritte gemacht hat und
ſeine Induſtrie voll zielbewußter Energie voranſtrebt,
hatte der Stockholmer „Publiciſtklubten” Einladungen
an eine kleine Zahl der Vertreter des deutſchen
Zeitungsweſens und Schrifttums aus Nord und Süd
und Oſt und Weſt unſeres Vaterlandes ergehen laſſen.
Und gern ſind wir dem Rufe zu dieſem nachbarlichen
Beſuche gefolgt.
Mit vollem Recht kann man jetzt von einer ſolchen
Nachbarſchaft ſprechen, ſeitdem die großartige
Verbin=
dung zwiſchen den beiden Ländern mittels der
Dampffähre Saßnitz=Trelleborg hergeſtellt
ward. Noch nicht ein Jahr beſtehend, hat ſie einen zwar
gehofften, aber in dieſem Umfange nicht erwarteten
Aufſchwung des Verkehrs und des Güteraustauſches
zur Folge gehabt. Fähre — — unwillkürlich denkt man
an jene plumpen, hölzernen Dinger, auf die behutſam
Wagen und Tiere gebracht werden, um mit
ſchnecken=
hafter Geduld und Aengſtlichkeit ihre Beförderung über
das naſſe Element vorzunehmen. Oho, dieſe modernſte
und größte Fähre in ganz Europa iſt denn doch von
anderer Art Einen ganzen Eiſenbahnzug mit dem
fauchenden Dampfroß nimmt ſie auf, wie in einen
eiſernen Tunnel rollen die gewaltigen Waggons
hin=
ein und verbleiben darin, bis man wieder das Land
erreicht hat, woſelbſt die Maſchine abermals ihre
keuchende Tätigkeit beginnt. So kann man jetzt in
24ſtündiger direkter Fahrt von Berlin nach Stockholm
im ſelben Wagen ſaufen ohne ihn ein einziges Mal
verlaſſen zu brauchen, falls man es nicht wünſcht. Wem
aber das Wetter ſo hold iſt, wie uns, und wer bei Tag
die Oſtſee kreuzt, der wird gewiß freudig die Kopf und
Lunge vom Bücherſtaub befreiende Seeluft ſchnuppern
und auf dem ſtolzen Dampfer umhertummeln, um
be=
wundernd deſſen glänzende Einrichtungen kennen zu
lernen. Daß er einen vollſtändigen Eiſenbahnzug
birgt, merkt man gar nicht, groß und licht ſind
Speiſe=
räume und Salons, es ſtrahlt alles ordentlich vor
Sauberkeit und Nettigkeit, die Einrichtungen ſind
ebenſo geſchmackvoll wie bequem, lauſchige Plätzchen
gibt’s in Menge auf dem breiten Promenadendeck, das
ſich faſt 100 Meter lang erſtreckt. Selbſt wenn Neptun
ungemütlicher Laune iſt und mit vollen Backen in die
Wellen puſtet, daß ſie rauſchend übereinander purzeln
und eine der anderen das weiße Häubchen zu entreißen
trachtet, ſollen dieſe gewaltigen Schiffe, von denen vier
im Betrieb ſind, voll ſicherer Eile ihren feuchten Weg
nehmen, ohne ins Schwanken zu geraten. —
Stockholm! Oft Nordlands Venedig genannt.
Ach, ein recht hinkender Vergleich! Denn dieſe Stadt
hat ihre Eigenart voll ſeltener Reize in quellender
Jugendfriſche. Waſſer und Wald und Wald und
Waſſer ringsum, und dazwiſchen dieſe königliche Stadt,
die ſich in den letzten Jahrzehnten voll Saft und Kraft
entwickelt hat in ſchönheitsvoller, moderner Geſtaltung.
Und die in ihrem grauen Kern ſo vieles noch birgt von
altertümlich=maleriſchen Bauten, uns manches
berich=
tend von großen Männern und großen Taten, freilich
auch von Schuld und Sühne, von Kampf und Blut!
Was uns vom erſten Augenblick an hier ſo ſehr
anheimelt, das iſt, daß uns dieſe Fremde nicht fremd
erſcheint. O nein, denn kein anderes Volk germaniſcher
Abſtammung iſt uns im Weſen, im Fühlen und
Han=
deln ſo vertraut, wie das ſchwediſche, zu dem ſtets die
deutſchen Beziehungen gute und enge waren. Gerade
in Stockholm. Ein kleiner, waſſerumſchloſſener Platz
mit hübſchen Gartenanlagen unterhalb des maſſigen
Reichstagsgebäudes erzählt uns davon. Schon im
14. Jahrhundert beſtand Stockholms Bürgerſchaft zum
großen Teil aus eingewanderten deutſchen
Handels=
leuten und Gewerbetreibenden, deren Tüchtigkeit als
Lehrmeiſter des ſchwediſchen Bauern= und
Krieger=
volkes noch heute willig anerkannt wird. Die halbe
Anzahl der Stadträte war damals deutſcher
Ab=
ſtammung. Die Schweden ſcheinen aber von ihren.
Lehrmeiſtern raſch und viel gelernt zu haben, wodurch
ſie denſelben läſtig wurden, denn die Deutſchen
ſchlepp=
ten eines Tages etwa neunzig ſchwediſche Bürger auf
jenen Platz und verbrannten ſie. So wurden in jenen
Zeiten Konkurrenzfragen gelöſt und ein „unlauterer”
Wettbewerb beſeitigt, meint humorvoll der Verfaſſer
eines allerliebſten Büchleins über Hauptſtadt und
Land. Und er erwähnt das als eine Parade gegen die
Ueberlieferungen von dem etwas unzarten Verfahren
der Schweden während der letzten Periode des 30
jäh=
rigen Krieges auf deutſchem Boden. „Man ſtand ja
damals auch nicht unter dem guten Einfluß der Preſſe‟
ſetzt er entſchuldigend hinzu.
Von dieſem guten Einfluß war jetzt hier häufig die
Rede. Immer wieder wurde nachdrücklich betont, wie
tief und aufrichtig die Sympathien Schwedens für
Deutſchland ſind und mit welch liebevoller
Bereit=
willigkeit alles getan wird und fernerhin getan werden
ſoll, um die freundſchaftliche Brücke von Land zu Land
ſtets feſter zu bauen. Im kunſtgeſchmückten, gaſtlichen
Heim unſeres deutſchen Geſandten, des Grafen
Pückler, der ſich hier einer allgemeinen und
verdien=
ten Wertſchätzung erfreut, ſprach der ſchwediſche Miniſter
des Aeußern, Graf Taube, zu uns Worte von
großer politiſcher Bedeutung, indem er hervorhob, wie
gern Schweden Hand in Hand mit Deutſchland wandle=
und welch hohen Wert es auf die deutſche Freundſchaft
und deutſche Anerkennung lege. Auch König
Guſtav=
brachte dies in liebenswürdiger Weiſe zum Ausdruck,
indem er uns im erinnerungsreichen Herrſcherſitz
ober=
halb des brauſend dahinſchießenden Norrſtröms gleich
am erſten Tage unſeres Hierſeins empfing, mit jedem
von uns plaudernd, anregend fragend und mitteilend.
Und ganz offiziell ward dieſes Freundſchaftsgefühl=
und Freundſchaftsverlangen verkündet gelegentlich des
vom „Publiciſtenklubten” uns zu Ehren gegebenen
glänzenden Banketts, das die Miniſter und
Würden=
träger vereinte mit den Männern der Wiſſenſchaft,
Kunſt und Literatur wie den Spitzen des Deutſchtums
im Rahmen einer wahrhaft erleſenen Geſelligkeit.
Bei ſolchen Gelegenheiten ſind Worte denn doch
mehr wie Schall und Rauch! Aber nicht nur aus dieſen
Worten weht uns ein ſo treuer und inniger Ton
ent=
gegen, auch bei allen perſönlichen Begegnungen, die
uns jede neue Stunde neu bringt, fühlen wir es warm
und herzlich heraus, wie willig man die deutſche Hand
ergreift und ſie mit kernigem Drucke umſchließt.
Ueber=
reich iſt die Gaſtfreundſchaft, aber ſie ſoll uns zu unſerer
eigenen Genugtuung mehr gewähren, als Feſte mit
Becherklang und Volksgeſang. Denn ſie wird uns
Eindrücke geben des Lebens und Webens fern von
Stockholm, des regſamen Schaffens unter und über der
Erde, der friſchen Kräfte die ſich allerorten regen im
Gären und Klären emſiger wirtſchaftlicher Tätigkeit
des fleißigen, ſtrebenden Schwedenvolkes, das wir bei
ſeiner Arbeit aufſuchen wollen im buntbewegten
Werk=
tagsgetriebe.
Literariſches.
— Die „Neue Muſik=Zeitung” erbringt in
ihren neueſten uns vorliegenden Heften (13—15 des 31.
Jahrganges) wieder einen vollen Beweis ihrer
Vielſeitig=
keit, Gediegenheit und intereſſanten Ausgeſtaltung. Von
Steinitzer finden wir einen aktuellen Artikel in
Fortſetz=
ungen „Die Kunſt der Kritik” Max Chop ſteuert eine
bio=
graphiſch=kritiſche Studie (mit Abbildungen) von Frederick
Delius bei, ein weiterer Artikel in Heft 15 beſpricht eine
neue Erfindung: Auxetophon, die es ermöglicht, der Harſe
z. B. eine bedeutende Verſtärkung des Tones zu verleihen.
Ein ſehr intereſſanter Artikel iſt der „Zarathuſtra als
Muſik” von Dr. Eckertz. Mancherlei bringt außerdem das
14. Heft aus Wien. Der „Führer durch die
Klavierlitera=
tur” von Otto Urbach behandelt in dieſem Kapitel
alteng=
liſche Muſik (mit Notenbeilagen). Aus Heft 13 ſei ein
beachtenswerter Artikel zur Frage der
Schutzfriſtverlänge=
rung über 30 Jahre nach dem Tode des Autors erwähnt.
Zwei prächtige Reproduktionen der neuen Seffnerſchen
Büſten von Schumann und Mendelsſohn für die
Ham=
burger Muſikhalle gereichen dem Hefte zur Zierde. Berichte
über das Muſikleben des In= und Auslandes, kleine
aktuelle Beiträge, Beſprechungen von neuerſchienenen
Muſi=
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Nummer 146.
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Nummer 146.
Seite 22.
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Von Kirſchen und Kirſchenfeſten.
Von R. Otballer.
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E Die Kirſche iſt die eigentliche und beliebteſte Frucht
des Sommers in Deutſchland. Wenn wir es auch den
guten Verkehrsmitteln, Kühlräumen, Eismaſchinen uſw.
zu danken haben, daß jetzt zu jeder Jahreszeit Kinder des
Südens, Apfelſinen, Bananen und andere Früchte, ſelbſt in
die kleinſten Orte gelangen, die erſten Kirſchen werden
doch von allen froh begrüßt, die Kinder hängen ſich die
erſten Kirſchenzwillingspärchen über die Ohren, und manch
Blondköpfen erhält dadurch einen Schmuck, wie kein
koſt=
barer Schmuckgegenſtand vom Juwelier ſchöner ſein
könnte.
Und im kleinſten deutſchen Dorfe gibt es Kirſchbäume,
und überall, ſobald die erſten Früchte gereift ſind und auf den
Markt gebracht werden, werden an Stäbchen ein paar
Kir=
ſchen gebunden und dazwiſchen Schoten und ſo die „erſten”
Kirſchen verkauft. Das iſt im Norden Deutſchlands ebenſo
Sitte wie im Süden. Und wenn auch dieſe erſten Kirſchen
noch recht gehaltlos im Geſchmack ſind — ſie ſchmecken
wäſ=
ſerig, ſagt man —, ſo iſt doch alle Welt erfreut über ſie,
und manchem ſchmecken ſie beſſer als die Kirſchen, die es
einige Wochen ſpäter gibt in vielen Kübeln, wenn man ein
paar Pfund für das gleiche Geld bekommt, was jetzt ſolch
Stäbchen mit Kirſchen und Schoten koſtet.
Die Geſchichte der Kirſche iſt uralt. Bis in die graueſte
Vorzeit hinein ragt ſie. In Kleinaſien, am Idagebirge
und Milet hat man wohl kultivierte Süßkirſchen ſchon zur
Zeit des Königs Lytimachos gekannt. Der
Sauerkirſchen=
baum iſt dann ſpäter erſt aufgetreten. Der römiſche
Feld=
herr Lucullus gilt wohl mit Recht als derjenige, welcher
nach ſeinem Siege über Mithridates den Kirſchbaum zuerſt
nach Europa, d. h. nach Italien verpflanzte. Und der Name
der ſinopiſchen Kolonie Keraſos deutet darauf hin, daß
dort Kirſchen zu den hauptſächlichſten Anpflanzungen
ge=
hörten; iſt doch dieſer griechiſche Name in faſt alle
Spra=
chen, auch in die deutſche, für dieſen Baum übergegangen,
der von Italien aus dann weitere Verbreitung ſand.
Schon zu Plinius’ Zeiten erſtreckte ſich dieſe Verbreitung
über Britannien, den Rhein und Belgien.
In Deutſchland machte ſich dann Karl der Große, wie
um die Obſtbaumzucht im allgemeinen, um die Verbreitung
Mee
des Kirſchbaumes im beſonderen verdient. In ſpäteren
Jahrhunderten war es dann die „Mutter Anna”, die
be=
rühmte, ungemein volkstümliche Kurfürſtin von Sachſen,
deren Lebensjahre durch die Jahreszahlen 1532 und 1585
begrenzt werden, die für die Verbreitung des Kirſchbaumes
Sorge trug. Die weiten Kirſchbaumkulturen in Sachſen
ſind ihr zu danken. Sie veranſtaltete auch zur Zeit der
Kirſchreife Kirſchenfeſte, die wohl urſprünglich den Zweck
hatten, die nützliche Frucht beliebt zu machen. Noch bis
in unſere Zeit haben ſich in der Dresdener Gegend
Nach=
klänge dieſer Kirſchenfeſte erhalten, die Schriftſtellerin Anna
Löhn=Siegel beſchrieb einmal in einer humorvollen Skizze
„Wenn die Dresdener in die Kirſchen machen” die luſtigen
Kirſch=Ausflüge der Dresdener, die dann in der Umgegend
in Kirſchbuden fröhlich und guter Dinge leben.
Das berühmteſte Kirſchfeſt iſt freilich dasjenige, das am
28. Juli in Naumburg gefeiert zu werden pflegt, das
frei=
lich weniger in der Verehrung der lieblichen Kirſchfrucht
ſeine Begründung hat, als vielmehr in einem hiſtoriſchen
Vorgang, der in das Jahr 1432 zurückreicht. Damals war
die Stadt Naumburg von den Huſſiten lange und hart
mit einer ſchweren Belagerung bedrängt worden, bis die
Kinder der Stadt den Ort retteten, indem ſie den
Huſſiten=
führer Procopius anflehten, daß er mit ſeinem Heere
ab=
ziehe. Der ſonſt ſo harte Kriegsmann ſoll, gerührt durch
die abgehärmten Geſichter der Kleinen, dieſe zuerſt mit
Kirſchen bewirtet haben und dann ihrer Bitte gefolgt ſein.
Wieviel bei dieſer rührſamen Geſchichte ſich Sage und
wirklicher Vorgang vermählen, iſt heute kaum noch
feſtſtell=
bar, die Gelehrten ſind ſich keineswegs einig, und man
kommt immer mehr zu dem Schluß, daß wohl das
Naum=
burger Kirſchfeſt nichts anderes iſt, als eines jener
Som=
mer= oder Erntefeſte, die in allen deutſchen Landen, da auf
dieſe, dort auf jene Weiſe gefeiert werden und hier
viel=
leicht auf den 28. Juli verlegt worden iſt, weil wirklich
an dieſem Tage ein freudiges Ereignis in den an
kriegeri=
ſchen Geſchehniſſen ſo reichen Zeiten paſſierte. Jedenfalls
iſt noch heute der 28. Juli in Naumburg für die weiteſte
Umgegend des Ortes bedeutſam, und es wird nicht nur auf
dem Feſtplatz geſchoſſen, getanzt, gewürfelt und ſonſt in
mannigfacher Weiſe Scherz und Spiel getrieben, ſondern
vor allem auch werden von den Kindern Naumburgs
Kir=
ſchen gegeſſen.
Die Naumburger Kirſchfeſt=Geſchichte iſt indeſſen nicht
die einzige Legende, die ſich um dieſen Baum rankt. Die
Kirſchbaum=Legenden beginnen mit Chriſti Geburt. Mit
dieſer war der Winter des Heidentums vorüber; „dann
kommt” nach dem Ausdruck eines alten Hymnus, „auf
Erden die Blume, deren Duft uns heilt.‟ Die Legende
ver=
ſtand es, dieſe bildlichen Vorſtellungen ſich anzueignen; ſie
erzählt, daß, als die Engel vom Himmel herabſtiegen, um
das neugeborene göttliche Kind mit allerlei lieblichen
Ge=
ſängen zu verehren, der tiefe Schnee des Winters
augen=
blicklich verſchwand, Kirſchen= und Apfelbäume in
Blät=
tern und Blüten erſchienen und das Feld mit den ſchönſten
Blumen ſich ſchmückte. In Deutſchland war man
über=
zeugt, daß ein Kirſchenzweig, den man in der St.
Andreas=
nacht, — am Anfang des Advents, — in Waſſer ſetzte, in
der heiligen Nacht blühe. Bereits in den Tagen der
hei=
ligen Hildegard ſoll, nach der Sage, ein ſolcher Baum in
der Chriſtnacht ſeinen Blütenſchmuck entfaltet haben, und
ſollen, weil ſich die meiſten Blüten am unteren Teile des
Baumes befanden, ums Jahr 1190 ſo viele arme Leute
ge=
ſtorben ſein.
Noch jetzt holt man an vielen Orten, beſonders in
Süddeutſchland, am Tage der heiligen Barbara (4.
Dezem=
ber) Zweige von Kirſchbäumen und ſtellt ſie im Zimmer in
ein mit Waſſer gefülltes Gefäß; entwickeln ſie raſch ihre
Knoſpen und kommen ſierbald zum Blühen, ſo prophezeit
dies ein fruchtbares Jahr. Naturwiſſenſchaftlich hat dieſer
Brauch auch gewiſſermaßen einen tatſächlichen
Hinter=
grund, denn da ſich ſowohl die Blatt= als Blütenknoſpen
für das nächſte Jahr ſchon im Herbſt anſetzen, ſo kann
man aus der größeren Anzahl der einen oder anderen auf
mehr oder weniger Obſt ſchließen.
Eine hübſche Kirſchbaumſage iſt in Tirol verbreitet.
Eine arme Witwe in Thaur hatte vier unerzogene Kinder.
Der ältere Bub war während des Sommers Hirt auf
der Thaureralm; man kann ſich leicht vorſtellen, wie
küm=
merlich ſie da lebten. Ein eiskalter Winter hatte den
ge=
ringen Vorrat von Brennholz, das ſie bei der Hütte
auf=
bewahrte, vollſtändig aufgezehrt; in der höchſten Not ſagte
die Witwe zum älteſten Jungen: „Jörgl. geh in Gottes
Namen auf die Berg’ und ſuche altes Holz zuſammen.”
Jörgl ging ſogleich — es war im Januar — hinauf auf
den Haſelberg, klaubte Holz zuſammen, und wie er denn
eilig am Schloßbauernhof vorbeilief, ſah er beim
Wieſen=
zaun auf dem Schnee einen grünenden Kirſchbaum ſtehen,
der voller Blüten war. Das kam ihm abſonderlich
merk=
würdig vor, er pflückte vom Baum einen Zweig und ſteckte
ihn an den Hut. Als er dann aber mit dem Holz in die
Stube trat, liefen ihm die Mutter und die Geſchwiſter
ent=
gegen und fragten ihn, woher er die Silberblumen habe.
Er nahm den Hut vom Kopf und wollte von dem Baume
erzählen, aber er verſtummte beinahe, als er das neue
Wunder, das geſchehen, wahrnahm; denn ſtatt der
Kirſch=
blüten, die er mit dem Zweige vom Baum gebrochen, war
der Zweig voll ſilberner, funkelnder Liebfrauentaler, und
die Not im Hauſe der Witwe hatte ein Ende. Als
gleich=
wohl der ſchlaue Jörgl noch einmal hinausging, um einen
Zweig mit den koſtbaren Kirſchblüten zu holen und die
habgierigen Nachbarn der Witwe, deren wunderbares
Er=
lebnis natürlich ſchnell weit und breit bekannt geworden
war, ein gleiches tun wollten, ſtand der Kirſchbaum nicht
mehr an der Stelle. Sie gruben dort das Erdreich um
und um, aber auch kein Liebfrauentaler=Samen fiel ihnen
in die Hände. Gleichwohl hoffen die armen Jungen in
Tirol, wenn ſie im Januar in den Wald am frühen
Mor=
gen gehen, um Holz zu ſammeln, daß ſie dem blühenden
Wunderbaum begegnen könnten. Aber die Zeit der
Wun=
der iſt vorbei.
In vielen Gegenden von Mittel= und Süddeutſchland
iſt der Aberglaube verbreitet, wenn der Kirſchbaum
zwei=
mal im Jahre blüht, ſo ſteht Krieg bevor. Und die
Sta=
dinger glauben, wenn man einen blühenden Kirſchbaum
im Traume ſehe, ſo bedeute das Unglück.
In anderen Gegenden wieder wie z. B. am
Nieder=
rhein, iſt der Kirſchbaum für die Mädchenwelt das Symbol
eines keineswegs tadelloſen Lebenswandels. Auch in
deut=
ſchen Gegenden Oeſterreichs werden den Mädchen, denen
die Beteiligung am Maifeſt wegen ihres unkeuſchen
Le=
benswandels verſagt ſein ſoll, Kirſchbaumzweige an das
Fenſter geſteckt. Und manch einer, der dieſen Brauch wie
überhaupt dieſe Bedeutung des Kirſchbaumes nicht kennt,
hat ſich ſchon Tadel und Grobheiten zugezogen, wenn er
in einer Gegend, wo ſolch Glauben verbreitet iſt, einem
Mädchen einen Strauß verehrte, in dem Kirſchblüten
ver=
treten waren.
Und wie die Legende für die Volkstümlichkeit und
Be=
liebtheit des Kirſchbaumes zeugt, ſo die Volkspoeſie. Die
Dichter, die im Volkston ſchrieben, ſind nicht an dem
ſchönen Kirſchbaum vorbeigegangen, ſo J. P. Hebel, der
in ſeinem ſchönen „Liedlein vom Kirſchbaum” erzählt, wie
der liebe Gott mit dem Kirſchbaum dem Getier den Tiſch
deckt:
„Der Liebgott het zum Früehlig gſeit:
„Gang deck im Würmli au ſi Tiſch!”
Druf hat der Chriesbaum Blätter treit,
Viel tuuſig Blätter grün und friſch.”
Den Würmern bieten die Blätter im Frühling ein
prächtiges Gemüſe, den Bienlein die Blüten einen
herr=
lichen Saft und endlich im Sommer die Früchte den
Spatzen einen köſtlichen Genuß.
Die Volkspoeſie, die ſich vor allem gern mit
Rätſelauf=
gaben beſchäftigt, hat vor allem die Frucht ſelbſt ins Auge
gefaßt. Die Entwickelung der Frucht aus der Blüte iſt in
einem Rätſel behandelt, das ſich in verſchiedenen Formen
in ganz Deutſchland vorfindet. In der Schweiz ſagt man:
„Wiß wie Schnee,
Grün wie Glee,
Roet wie Bluet,
Goldſchwarz wie en Filzhuet.”
Im Plattdeutſchen heißts kurz: „Z’erſt witt, denn
grön, denn rot — ſmeckt et alle Kinner got.”
Aehnliche Formen kommen in verſchiedenen Gegenden
vor, nur daß z. B. in einigen Gegenden der Schluß lautet:
„Rot wie Blut, nichts gut’s in ſeiner Hut!” womit
natür=
lich der harte Kern gemeint iſt, deſſen Inneres bitter und
giftig iſt, weshalb in den italieniſchen Gegenden Tirols
ein Rätſel exiſtiert, deſſen deutſche Ueberſetzung lautet:
„Süß wie Honig und in der Mitte bitter wie Galle.”
Dieſer kleine Kirſchkern diente übrigens in früheren
Jahrhunderten vielfach Künſtlern dazu, ihre Kleinkunſt zu
zeigen. In dem grünen Gewölbe in Dresden und anderen
Kurioſitäten=Kabinetten ſind noch Kirſchkerne dieſer Art
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[ ← ][ ][ → ]Seite 26.
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3. Das Leben im Teiche
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 25. Juni 1910.
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Luiſe Schorn, Sandbergſtr. 8. Am 16.: Hausdiener
Max Oſter, Steinackerſtr. 19, und Karoline Friederike
Luiſe Hillebrecht, ebendaſelbſt.
Sterbefälle. Am 20. Juni: Auguſte Brand, geb.
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Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Nach der Predigt: Feier des heil. Abendmahls mit
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mittelbar vorausgehender Vorbereitung. — Vormittags
um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel. —
Nach=
mittags um 6 Uhr: Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
26. Juni, vormittags um 8¼ Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk. Pfarrer Vogel. — Vorm. 11 Uhr:
Chriſten=
lehre für den Südoſtbezirk. Pfarrer Kleberger.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vormittags
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Rehwald.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
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bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Degyau. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, den 30. Juni, nachmittags
3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für den
Kirchbau in Helpershain. — Vormittags 10 Uhr: Pfarrer
Walz. — Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Walz.
Pauluskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Römhelt.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 26. Juni,
vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. um
4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Miſſionar
Oeſter=
ling. — Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſammlung.
— Donnerstag, den 30. Juni, abends 8½ Uhr:
Bibel=
ſtunde. Pfarrer Veller.
Aktkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 26. Juni,
nach=
mittags 3 Uhr, in dem Gemeindehaus der evangeliſchen
Johannesgemeinde, Kahlertſtr. 26, Andacht mit Predigt.
Herr Pfarrer Ullmann aus Heßloch.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 26. Juni, vormittags 10 Uhr: Predigt. —
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt freundlichſt eingeladen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Warmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. 30): Samstag, den
25. Juni, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
6. Sonntag nach Pfingſten, den 26. Juni 1910
Großes Gebet
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: Eröffnung des Großen Gebetes und erſte
hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 8 Uhr: hl.
Meſſe. — Generalkommunion des Geſellenvereins.
Um ½10 Uhr: heil. Meſſe. — Um 11 Uhr: letzte heil.
Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim. — Um 5 Uhr: letzte Betſtunde und darauf
Schluß des Großen Gebetes. — Donnerstag, nachmittags
um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Sonntag, vormittags= um ½6 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½ 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur
hl. Beichte. — Freitag, vorm. um ¼9 Uhr: Segenamt
zu Ehren des Herzens Jeſu.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 9 Uhr: Auf
dem Uebungsplatz bei Darmſtadt Sing=Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 25. Juni,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 26. Juni 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt
des hochw. Herrn Prof. Laufer. — Nachmittags um
2 Uhr: Andacht; darauf Verſammlung der marianiſchen
Jungfrauen=Sodalität. — Mittwoch, den 29. Juni, abends
8½ Uhr: Apologetiſcher Vortrag des hochw. Herrn Prof.
Schwarz.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
25. Juni, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
6. Sonntag nach Pfingſten, den 26. Juni 1910
Feſt des hl. Johannes des Täufers
Kollekte für den St. Martinus=Verein
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Andacht zu Ehren
des hl. Aloyſius. — Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag,
nachm. von 6—7 Uhr. — Donnerstag, nachmittags um
5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 25. Juni, abends
um 5 Uhr: Beichte.
6. Sonntag nach Pfingſten, den 26. Juni 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr: Aus
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vorm, um ¾7 Uhr:
hl. Meſſe.
Kapeſle zu Pfungſtadt: 6. Sonntag nach Pfingſten,
den 26. Juni, vormittags um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 2. Juni: Dem Taglöhner Karl
Jakob Seeger T. Emma, geb. 10. Mai. 19. Juni: Dem
Bankdiener Wilhelm Göriſch T. Anna Marie, geb.
25. Mai. 22. Juni: Dem Maſſeur Adam Daab S.
Johann Friedrich, geb. 31. März. 12. Juni: Dem
Piano=
fortefabrikanten Heinrich Arnold S. Erich Fritz Rudolf
Auguſt, geb. 19. März. 16. Juni: Dem Fahrburſchen
Paul Birn S. Paul, geb. 13. Okt. 19. Juni: Dem
Kauf=
mann Karl Albin Anton Bruno Krebs S. Karl Hugo
Kurt, geb. 24. Mai. Dem Weißbinder Heinrich Stappel
S. Emil, geb. 21. April. 12. Juni: Dem Kaufmann
Johann Georg Wolf T. Anna Emilie Eliſabeth, geb.
21. Mai. 19. Juni: Dem Gerichtsſchreibergehilfen Wilhelm
Ludwig Oſt S. Wilhelm Ludwig, geb. 20. April.
20. Juni: Dem Taglöhner Auguſt Metzger T. Philippine
Auguſte, geb. 9. Febr. 21. Juni: Dem Maler u. Lackierer
Friedrich Franz Michael Löchel T. Katharina Friederike,
geb. 15. Mai.
Johannesgemeinde: 19. Juni: Dem Schmied
Wilhelm Weinmann T. Marie, geb. 27. April. Dem
Bierbrauer Joſeph Fiſch S. Guſtav, geb. 14. Mai. Dem
Maler und Lackierer Johann Geog Hummer T. Auguſte
Karoline, geb. 22. Mai. Dem Stationsſchaffner Anton
Scholl T. Luiſe, geb. 8. Mai. 20. Juni: Dem Schreiner
Johann Trumpfheller T. Katharine Sbphie, geb. 16. April.
22. Juni: Dem Maſchiniſt Georg Gehbauer T. Berta
Margarete, geb. 16. März.
Martinsgemeinde: 19. Juni: Dem
Werkſtätten=
arbeiter Daniel Geibel T. Eliſabeth, geb. 30. April. Dem
Schloſſer Heinrich Mattheß T. Eliſabeth, geb. 23. Mai.
Dem Fabrikarbeiter Gottfried Joſeph Huther S. Helmut
Adolf, geb. 24. Mai. Dem Bauaſpirant Philipp Heinrich
Schramm S. Johann Philipp, geb. 11. Mai. Dem
Tage=
löhner Georg Leonhard Kleinſchmidt T. Anna Marie,
geb. 4. Juni. Dem Finanzaſpirant Johann Heinrich
Erb S. Karl Walter, geb. 6. Juni. 20. Juni: Dem
Fuhrmann Chriſtian Borger S. Wilhelm, geb. 15. Mai.
19. Juni: Dem Buchbinder Heinrich Lauber S. Heinrich
Ludwig, geb. 18. Mai. Dem Bürgermeiſterei=Bureauaſſ.
Friedrich Biedenkapp S. Friedrich Wilhelm Georg, geb.
18. Mai. Dem Glaſer Arno Otto Müller T. Martha
Konſtanze Marie Sophie, geb. 25. Mai. Dem
Lokomotiv=
führer Max Ernſt Streckhardt T. Elfriede, geb. 14. Sept.
21. Juni: Dem Zimmermann Franz Hermann Schneider
T. Klara Martha, geb. 2. Juni.
Petrusgemeinde: 19. Juni: Dem Kaufmann
und Buchhalter Friedrich Eckhard S. Werner Friedrich
Wilhelm, geb. 3. Juni. Dem Lackierermeiſter Wilhelm
Eduard Beyer S. Georg, geb. 5. Juni.
Paulusgemeinde: 19. Juni: Dem
Lokomotiv=
führer Friedrich Gerhardt S. Heinrich Hermann, geb.
12. Mai.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 16. Juni: Pfarrer Guſtav Benz
zu Rohrbach, Kreis Büdingen, und Auguſte Wilhelmine
Helene Antonie Meiſel. 21. Juni: Bäckereibeſitzer Heinrich
Spangenberger und Eliſabethe Heiland. 18. Juni:
Kaufmann Friedrich Wilhelm Schiele in Frankfurt und
Wilhelmine Karoline Rautenbuſch. 11. Juni: Apotheker
Heinrich Gottlob Chriſtian König und Marie Nispel.
16. Juni: Apotheker Wilhelm Rudolph Horn und Elſe
Steingötter.
Johannesgemeinde: 19. Juni: Zuſchneider
Jakob Kumpf und Eliſe Bernius von hier. Lithograph
Otto Schwabe und Margarete Sterlepper von hier.
Martinsgemeinde: 19. Juni: Schloſſer Ludwig
Körnes und Anna Marie Eliſabeth Ruppert, beide hier.
18. Juni: Inſtallateur Philipp Nikolaus Brunner und
Margarete Diefenbach.
Paulusgemeinde: 19. Juni: Hausdiener Max
Oſter und Karoline Friederike Luiſe Hillebrecht. 22. Juni:
Ober=Rechnungsreviſor Emil Schlitt u. Johanna Eliſabethe
Hofmann, geb. Stark. Hilfsbremſer i. P. Peter Colmar
und Eliſabeth Auguſte Bianka Dietz, geb. Leuritz.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 21. Juni: Mechaniker Heinrich
Hoffmann, 34 J., ſtarb 19. Juni. Eliſe Koch geb. Büttner
Witwe, 62 J., ſtarb 19. Juni. 11. Juni: Auguſte Schäffer
geb. Preußner, 49 J. 10 Mt., ſtarb 8. Juni.
Martinsgemeinde: 22. Juni: Katharine Fries
geb. Götz, Witwe des Güterbodenarbeiters Peter Fries,
80 J., ſtarb 20. Juni. Eliſabeth Vogel T. des
Kauf=
manns Leonhard Vogel, 5 Mt., ſtarb 20. Juni.
Petrusgemeinde: 19. Juni: Rohrleger Joſeph
Selzam, 55 J., ſtarb 17. Juni. 24. Juni: Mechaniker
Hermann Eduard Beyer, 43 J., ſtarb 22. Juni.
Paulusgemeinde: 19. Juni: Hermann Treiber
S. des Poſtſchaffners Karl Treiber, 10 J., ſtarb 17. Juni.
22. Juni: Auguſte Brand, geb. Wirbatz, Ehefrau des
Schneiders Jakob Brand, 55 J., ſtarb 20. Juni.
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