Darmstädter Tagblatt 1910


22. Juni 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
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Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.

Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 143.

Mittwoch, den 22. Juni.

1910.

Die heutige Nummer hat 24 Seiten.

Zum Miniſterwechſel in Preußen.
B. Der Rücktritt des ſeitherigen Landwirtſchaftsmini=
ſters
hat faſt allgemein überraſcht. An die offiziöſe Er=
klärung
dieſes Rücktritts, die in dem Hinweiſe auf Ge=
ſundheitsrückſichten
beſteht, wird man umſoweniger zu
glauben brauchen, als die Kreuzztg. für Herrn v. Arnims
Entlaſſungsgeſuch nur in erſter Linie die Rückſicht auf
ſein Befinden maßgebend ſein läßt. Bei dem neuen Mann
im Landwirtſchaftsminiſterium, dem bisherigen Ober=
präſidenten
v. Schorlemer, muß vor allem die Frage
intereſſieren, wie das Zentrum ſeine Beförderung aufge=
nommen
habe. Die Köln. Volksztg. iſt diplomatiſch ge=
nug
, den Katholiken im Staatsminiſterium unter dem
Geſichtspunkte der Parität nach außen hin ohne Vorbehalt
willkommen zu heißen. Dagegen fühlt ſich die Germania
eigentümlich durch die Ernennung eines katholiſchen
Zentrumsgegners zum Miniſter berührt, wenn ſie ihn auch
nicht ohne weiteres als politiſchen Feind behandeln will.
Vielleicht fällt für die Schonung, die das Zentrum Herrn
von Schorlemer einſtweilen in Ausſicht ſtellt, die Perſön=
lichkeit
ſeines Nachfolgers im Oberpräſidium des Rhein=
provinz
erheblich ins Gewicht. Einen Wink mit dem Zaun=
pfahl
hat die Köln. Volksztg. in dieſer Richtung gegeben,
wenn ſie ſich gegen die Annahme ſträubte, daß die poli=
tiſche
Gegnerſchaft gegen das Zentrum und damit gegen
die große Mehrheit der rheiniſchen Bevölkerung zu dem
Wunſche beigetragen habe, dem bisherigen Oberpräſiden=
ten
einen anderen Wirkungskreis anzuweiſen. Die po=
litiſche
Eigenſchaft des neuen Schorlemerſchen Wirkungs=
kreiſes
ſchätzt die Köln. Volksztg. wegen der kommenden
Erneuerung der Handelsverträge wohl etwas zu niedrig
ein. Dagegen hat das rheiniſche Zentrumsblatt ohne
Zweifel recht mit der Anſicht, daß die Staatsregierung
durch den Eintritt zweier ſo hervorragender Perſönlich=
keiten
, wie die Herren von Schorlemer und Dallwitz es
ſind, einen weſentlichen Zuwachs an Stärke und Anſehen
gewann.

Der Kölner Oberbürgermeiſter Wallraf ermäch=
tigt
die Blätter gegenüber der Meldung, daß er für die Be=
ſetzung
des rheiniſchen Oberpräſidiums in Frage
komme, zu der Erklärung, daß dieſe Nachricht völlig aus
der Luft gegriffen iſt. Wallraf ſtellt aufs entſchie=
denſte
auch weiter die verbreiteten Gerüchte in Abrede, daß
er die Abſicht hege, wieder in den Staatsdienſt zurückzu=
treten
. Er fühle ſich in der jetzigen Stelle wohl und zu=
frieden
.

Bismarck und Braunſchweig.
** Man ſchreibt uns: Das Organ der braunſchwei=
giſchen
Landes=Rechts=Partei hat die Errichtung eines
Bismarckdenkmals am Rhein ſo fanatiſch bekämpft, daß es
ein in der Unterprima des Blankenburger Gymnaſiums
geſtelltes Aufſatzthema Ein Bismarckdenkmal am Rhein
anſcheinend als eine ihm erteilte moraliſche Ohrfeige em=
pfindet
. Das Welfenblatt ſieht natürlich voraus, daß die
Blankenburger Unterprimaner die angeblichen Verdienſte
Bismarcks gefeiert und die Notwendigkeit eines National=
denkmals
für Bismarck nachgewieſen haben. Infolgedeſſen
ſchreibt das Welfenblatt voll Schmerz: Schade um die
ſchöne Zeit und die viele Arbeit, die eines Mannes wegen
aufgewandt iſt, der nicht allein die traurige Lage unſeres
Herzogtums herbeigeführt, ſondern der überhaupt die ganze
unbefriedigende Geſtaltung der Dinge im ganzen Reiche
in ihrer Urſache verſchuldet hat. Eine geſchichtliche Er=
wähnung
Bismarcks in den Schulen unſeres Herzogtums
iſt nicht zu umgehen, aber eine Verherrlichung Bismarcks
iſt für braunſchweigiſche Schulen ein Unding.
Daß Bismarck in braunſchweigiſchen Schulen beim Ge=
ſchichtsunterricht
auch nach welfiſcher Auffaſſung erwähnt
werden darf, iſt in der Tat ein rührendes Zugeſtändnis.
Das braunſchweigiſche Welfenblatt macht gleichzeitig Bis=
marck
noch ein zweites Zugeſtändnis, wenn es den Proteſt,
den deutſche Reichstagsabgeordnete wegen der Einverlei=
bung
Finnlands an die Duma gerichtet haben, in Vis=
marckſchem
Geiſte als eine unſtatthafte Einmiſchung in die
inneren Verhältniſſe Rußlands zurückweiſt. Leider ließ
ſich das braunſchweigiſche Welfenblatt nicht von demſel=
ben
Geiſte leiten, ſobald es ſich um den Verſuch einer aus=

ländiſchen Einmiſchung in die inneren Verhältniſſe Deutſch=
lands
handelte. Beiſpielsweiſe iſt die Frage der militäri=
ſchen
Rüſtungen zu Lande und zu Waſſer für das Organ
der braunſchweigiſchen Landes=Rechts=Partei keine Ange=
legenheit
, über die Deutſchland allein zu beſtimmen hat:
am 6. Februar 1909 hat ſich das Welfenblatt ganz im
Sinne früherer engliſcher Kundgebungen über die deutſche
Flottenrüſtung geäußert!

Deutſches Reich.
Die neue preußiſche Vorlage, betreffend die Er=
hebung
von Schiffahrtsabgaben auf regulier=
ten
Waſſerſtraßen, iſt von den Ausſchüſſen des Bundesrates
für Handel und Verkehr, ſowie das Juſtizweſen mit eini=
gen
geringen redaktionellen Aenderungen einſtimmig ange=
nommen
worden. Da in dieſen Ausſchüſſen ſämtliche Bun=
desſtaaten
vertreten ſind, ſo iſt hiernach die einſtimmige
Annahme der Vorlage auch im Plenum des Bundesrats
gewährleiſtet. Die Verabſchiedung im Plenum wird in der
letzten Sitzung des Bundesrats vor den Ferien erfolgen.
Der Gouvernementsrat in Deutſch=
Neuguinea hat in ſeiner letzten, unter dem Vorſitz
des Gouverneurs Dr. Hahl abgehaltenen Sitzung u. a.
den Entwurf einer Verordnung beraten, die die für die
Eingeborenen erlaſſenen ſtrafrechtlichen Beſtimmun=
gen
beſſer ausgeſtaltet. Dabei hat das außeramtliche Mit=
glied
des Gouvernementsrates Häsner Bedenken dagegen
geäußert, daß die Befugniſſe zur Beſtätigung von To=
desurteilen
auf die Bezirksamtmänner des Inſel=
gebiets
übertragen werden. Nach längerer Beratung faßte
der Gouvernementsrat folgenden, im Amtsblatt für
Deutſch=Neuguinea mitgeteilten Beſchluß: Iſt durch die
Hinausſchiebung der Vollſtreckung eines Todesurteils die
Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu beſorgen, ſo kön=
nen
die Bezirksamtmänner des Inſelgebietes das Todes=
urteil
ohne eine Beſtätigung vollſtrecken laſſen und haben
unter Vorlage der Akten hierüber Bericht zu erſtatten.
Die Regierungsſtation Käwieng iſt vom ſtellvertreten=
den
Gouverneur, Regierungsrat Dr. Oßwald, zum Bezirks=
amt
, der Polizeipoſten Morobezur zur Regierungsſtation er=
hoben
worden. Einige in Rabaul anſäſſige Proteſtanten
veröffentlichen im Amtsblatt des Schutzgebietes einen Auf=
ruf
zur Gründung einer evangeliſchen Kirchengemeinde in
Rabaul. Bisher ſind die Kultushandlungen von den dort
tätigen Miſſionaren, ſoweit es ihnen möglich war, voll=
zogen
worden.
Mit Rückſicht darauf, daß die Frage der Gewäh=
rung
von Kriegsteilnehmer=Beihilfen wieder=
holt
Gegenſtand von Verhandlungen im Reichstag und im
preußiſchen Abgeordnetenhauſe war, hat ſich als wün=
ſchenswert
herausgeſtellt, zuverläſfiges Material über die
Zahl der Kriegsteilnehmer von 1848, 1864, 1866 und
1870/71 zu erhalten. Wie verlautet, hat neuerdings das
Reichsamt des Innern angeordnet, daß eine dahinzielende
Frage bei der Volkszählung am 1. Dezember ds. Js.
geſtellt wird.
Am 1. Juli dieſes Jahres tritt für Helgoland
der Augenblick ein, wo ſeine Einwohner zum erſten
Male wehrpflichtig werden. Zwanzig Jahre ſind
an dieſem Tage verfloſſen, ſeit Helgoland zum Deutſchen
Reiche gekommen iſt, und dieſe zwanzig Jahre hindurch
ſollte es noch von der allgemeinen Wehrpflicht befreit ſein.
Unter keiner bisherigen Herrſchaft ſind die Bewohner übri=
gens
wehrpflichtig geweſen. Obwohl die Inſel ſchon im
14. Jahrhundert befeſtigt war, gab es dort keine Beſatzung.
Erſt als ſie bei der Teilung der ſchleswig=holſteiniſchen
Herzogtümer 1544 der Linie Holſtein=Gottorp zuſiel, erhielt
ſie eine ſtändige, aber auch nur ſchwache Wehrmacht, die
meiſt zwanzig Mann nicht überſchritt. Dies änderte ſich
auch nicht, als ſie zum erſten Male von den Dänen 1684
erobert wurde. Als ſie dann 1714 endgültig in däniſchen
Beſitz überging, wurde die Beſatzung zunächſt auf 100
Mann verſtärkt, bald aber auf dringende Vorſtellung der
Inſelbewohner wieder vermindert. Die Beſatzung war
dieſen deshalb ſo ſtörend, weil ſie ſie in ihren Häuſern
unterzubringen hatten, und da nach damaliger Sitte der
größte Teil der Soldaten verheiratet war und auch Kinder
hatte, ſo mußten auch dieſe mit aufgenommen werden. Den
Helgoländern war es daher nicht unangenehm, als die
Engländer die Inſel im Jahre 1807 mitten im Frieden
überrumpelten und ſie im Kieler Frieden 1814 dauernd in
ihren Beſitz brachten. Sie dachten nicht daran, eine Gar=
niſon
zu unterhalten. Ihre Flotte ſicherte ihnen den Beſitz
ja. Allerdings gab es auf Helgoland ſchon ſeit den älteſten
Zeiten eine gewiſſe Landesverteidigung durch die Einge=

borenen. Aber dieſe Landwehr diente urſprünglich nur
gegen Seeräuber. Eine Ausbildung dieſer Landwehr in
militäriſchem Sinne fand daher auch nie ſtatt. Nur wäh=
rend
der Gottorpſchen Herrſchaft hatte ſie eine beſcheidene
Wache von zwei Mann bei Tage und fünf bei der Nacht
zu ſtellen.
Ausland.
Die franzöſiſche Kammer ſetzte die Beratung der
Interpellationen fort. Als ein Mitglied der Rechten über
den Unterricht ſprach, und die Lehrer tadelte, daß ſie un=
patriotiſch
ſeien und den Profeſſor Thalamas heftig
angriff, überſchrien ihn die Linke und die äußerſte
Linke und klapperten mit den Pultdeckeln. Die Sitzung
wurde unter großem Lärm abgebrochen.
Die deutſche Zollerhöhung auf Cham=
pagner
, Kognak und Parfümerien wird in Frankreich
ſehr übel aufgenommen. Doumers Wochenblatt Opinion
zeichnet ſich durch ſeine Heftigkeit aus. Es ſchreibt: Seit
dem deutſchen Tarif von 1902 und den Handelsverträgen,
die ſich daran knüpften, iſt die öffentliche Meinung in
Frankreich ſehr erregt über das deutſche Verfahren. Durch
geſchickte Spezialiſierungen, die oft etwas Unlauteres hat=
ten
, umging dieſes Land die Klauſel der meiſtbegünſtigten
Nation. Man erinnert ſich in dieſer Beziehung an den be=
ſonderen
Platz, der den Marſalaweinen und dem Hornvieh
von beſtimmter Farbe, das den Sommer auf einer beſtimm=
ten
Höhe zugebracht hatte, eingeräumt wurde. Im Jahre
1909 brachte Deutſchland den franzöſiſchen Intereſſen zwei
neue Schädigungen ähnlicher Art durch das Geſetz über
die Weinunterſuchung und das Steuergeſetz. Etwas ſpäter
erfuhren wir, daß jene Unterſuchung nicht auf gewiſſe
Weine Oeſterreichs ausgedehnt wurde, und als wir uns
darüber beklagten, erhielten wir zur Antwort, es ſei das
ein alter Brauch und überhaupt beziehe ſich die Meiſtbegün=
ſtigung
des Frankfurter Friedens nur auf die Zolltarife
und nicht auf die geſundheitlichen Maßregeln. Heute ſchützt
nun Deutſchland Budgetnöte vor, um die vom Reichstag
bewilligten, aber dann vom Bundesrat ermäßigten Zölle
auf Weine und Liköre wieder zur urſprünglichen Höhe zu
erheben. Was Deutſchland vor allem will, iſt, uns zu
zwingen, einen Handelsvertrag mit ihm abzuſchließen, der
den vielgenannten Artikel vervollſtändigen würde. Deutſch=
land
täuſcht ſich aber vollkommen, denn es erreicht dadurch
nur, das allgemeine Mißtrauen Frankreichs gegen die
fides germanica zu vergrößern. Der Artikel ſchließt mit
der Drohung, daß ſich alle Franzoſen wie ein Mann er=
heben
werden, um den franzöſiſchen Weinbau, den Handel
und die Induſtrie zu verteidigen. Wie freilich dieſe Droh=
ung
ausgeführt werden ſoll, wird nicht angegeben, weil
jeder Zollkrieg gegen Deutſchland nach dem Frankfurter
Frieden auch zu einem Zollkrieg gegen alle übrigen Mächte
werden müßte.
In Weſt=Hartlepool fand die Erſatzwahl für den
Liberalen Sir Chriſtopher Furneß ſtatt, deſſen Mandat für
das engliſche Unterhaus wegen unlauterer Wahlmache für
ungültig erklärt worden war. Gewählt wurde mit 6159
Stimmen der Liberale Fureß, Sohn des früheren Man=
datsinhabers
, gegen den Unioniſten Gritten, der 5993
Stimmen erhielt. Die liberale Mehrheit hatte bei der
vorigen Wahl 777 Stimmen betragen.
Die Mitglieder der Arbeiterpartei des Un=
terhauſes
faßten einen Beſchluß, in dem ſie erklären,
daß die vom Unterhaus angenommenen Reſolutionen hin=
ſichtlich
der Reviſion des gegenſeitigen Verhältniſſes der
beiden Häuſer des Parlaments keine Modifikationen zu=
laſſen
. Sie legen gegen jede Autoritätsanmaßung der
Führer der Regierung Verwahrung ein und erklären, daß
die Oppoſition hinter den Beſchlüſſen ihrer Führer ſtehen
müſſe.
Der Petit Pariſien ſchreibt über die Kretafrage,
Frankreich habe die Vorſchläge Englands und Rußlands
betreffend die proviſoriſche Regelung der Kretafrage wohl
angenommen, werde aber ſeine Bemühungen, eine endgül=
tige
Regelung der Angelegenheit herbeizuführen, energiſch
fortſetzen.
In den Wandelgängen der türkiſchen Kammer ent=
ſtand
zwiſchen dem Miniſter des Innern Talaat Bey und
dem oppoſitionellen Deputierten Schefik ein heftiger
Wortwechſel, nachdem Schefik, auf die Ermordung
Amed Samans anſpielend, ſich weigerte, dem Miniſter die
Hand zu reichen. Der der Mehrheit angehörende Depu=
tierte
Dſchenani miſchte ſich ein, worauf Schefik ſagte, er
verkehre nicht mit blutbefleckten Leuten. Dſchenani forderte
hierauf Schefik zum Zweikampf=

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Nummer 143.

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910

König Ferdinand von Bulgarien wird erſt im
Herbſt nach Serbien kommen. Die Dnewni Liſti bedauert,
daß Oeſterreich die politiſche und wirtſchaftliche Annähe=
rung
zwiſchen Serbien und Rumänien zum Scheitern ge=
bracht
habe. Deshalb ſei auch der beabſichtigte Beſuch der
ſerbiſchen Politiker in Bukareſt unterblieben. In Belgrad
ſind 400 rumäniſche Gäſte eingetroffen und enthuſiaſtiſch
empfangen worden. Der Vorſchlag der Albaneſen bezüg=
lich
der Autonomie Albaniens iſt von den Jungtürken ab=
gelehnt
worden, ebenſo derjenige betreffend die mazedo=
niſche
Autonomie.
Die Abdankung des griechiſchen Kriegsminiſters
Zorbas iſt in den nächſten Tagen zu erwarten. König
Georg begrüßte ihn bei ſeiner Ankunft kühler als die
übrigen Miniſter und Zorbas blieb dann dem Hofeſſen
unter dem Vorwand eines Unwohlſeins fern. Sonntag er=
teilte
der König dem General Smolenski eine einſtün=
dige
Audienz. Da das Kabinett Dragumis das Schluß=
produkt
der Revolution iſt und bisher ſtets ſeine Soli=
darität
betont hat, iſt eine generelle Miniſterkriſis nicht aus=
geſchloſſen
. Gegen 200 Offiziere beabſichtigen eine demon=
ſtrative
Bekundung ihrer Dynaſtiefreundlichkeit durch eine
Vorſtellung in corpore vor dem König, von dem ſie gleich=
zeitig
den Rücktritt von Zorbas im Intereſſe der Dis=
ziplin
erbitten wollen.
Nach einer Meldung des New York Herald aus
Peking hat der Vizekönig von Hupe=Hunavier hohe
Offizi ere der achten Diviſion verhaften laſſen. Die Ver=
hafteten
werden beſchuldigt, ſich an der revolutionären
Propaganda beteiligt zu haben. Der Vizekönig glaubt, daß
durch dieſe Verhaftungen eine Bewegung im Keime erſtickt
iſt, die darauf gerichtet war, eine Militärliga ins Leben zu
rufen, um die Armee und durch dieſe die Regierung zu be=
herrſchen
. Die kritiſche Lage in Hunan wird durch
Ueberſchwemmungen noch verſchlimmert. In dem nörd=
lichen
Teile von Tſchangtefu ſoll der Verluſt an Menſchen=
leben
ungeheuer groß ſein. Die Bevölkerung leidet
große Not.
* Berlin, 20. Juni. Dem Staatsanzeiger zufolge
berief der König den Oberjägermeiſter vom Dienſt,
Frhrn. v. Heintze=Weißenrode zum Mitgliede des
Herrenhauſes auf Lebenszeit, er ernannte den Unterſtaats=
ſekretär
im Miniſterium der Landwirtſchaft Küſter zum
Vorſitzenden des am 1. Juli ins Leben tretenden Landes=
veterinäramtes
.
* Hamburg, 20. Juni. Der Kaiſer ſprach in
der Antwort auf das Telegramm des Präſidenten des
Hamburger Rennklubs, Max Schinkel, ſein lebhaftes
Bedauern aus, nicht anweſend ſein zu können. Es heißt
alsdann wörtlich: Ich freue Mich in Dankbarkeit des gu=
ten
Empfanges der Kaiſerin und Meines Kindes ſeitens
der lieben Hamburger. Meine Heilung ſchreitet gut fort,
ſodaß ich hoffe, auf der Fahrt zur Kieler Woche Hamburg
beſuchen zu können.
* Hamburg, 20. Juni. Wie hier verlautet, wird
der Kaiſer am Mittwoch nach der Ankunft in Altona
bei Generaldirektor Ballin das Frühſtück einnehmen.
* Paris, 21. Juni. Polizeipräfekt Lépine erklärte
geſtern in einer Sitzung des Gemeinderates infolge der
Interpellation eines Sozialiſten, daß er alles tun werde,
um die Stellung der Schutzleute zu verbeſſern,
daß er ihnen aber nicht geſtatten werde, eine Vereinigung
zu bilden, da dies geſetzwidrig ſei. Der Streik der Poſt=
bedienſteten
habe zur Genüge gezeigt, wie gefährlich es ſei,
Beamten eine derartige Erlaubnis zu erteilen. Der Mini=
ſter
des Innern ſei auch entſchloſſen, im Beamtenſtatut
ausdrücklich zu beſtimmen, daß den Schutzleuten das Recht
zur Vereinsbildung nicht gewährt werden könne.
* London, 20. Juni. Die neuerliche Unpäßlich=
keit
des Kaiſers erregt hier fortwährend in den wei=
teſten
Kreiſen herzlichſte Teilnahme und Bedauern. Die
ebenſo umſtändlichen wie offenbar haltloſen Angaben des
Berliner Lokalanzeigers haben von neuem ein lebhaftes

Gerede über den Gegenſtand verurſacht. Der deutſche Kai=
ſer
ſchreißt die Daily Mail, nimmt einen ſo auffallenden
Platz auf der Weltbühne ein, daß ſelbſt ſein zeitweiliges
Unwohlſein der Gegenſtand allgemeiner Beſorgnis wird.
Wir hierzulande haben noch beſondere und perſönliche
Gründe, ihm unſer aufrichtiges Mitgefühl zu ſchenken, denn
wir gedenken ſeiner nicht nur als Mitgliedes unſerer =
nigsfamilie
, ſondern auch als Teilnehmers an unſerm
nationalen Schmerze. Was immer für Streitfragen ſich
auch zwiſchen den beiden Nationen erheben mögen, wir
können nie unſere Bewunderung für Kaiſer Wilhelm ver=
geſſen
. Jedes Nachlaſſen ſeiner vielſeitigen Tätigkeit wäre
ein wirklicher Verluſt, nicht nur für Deutſchland, ſondern
für die ganze Welt. Denn wenn er auch gelegentlich eine
Urſache der Beunruhigung ſein mag, ſo beſitzt er doch an=
dererſeits
in unerreichtem Maße die kräftigende Eigen=
ſchaft
, die ſelbſt ſeine Widerſacher und Kritiker vor der
trägen Stockung bewahrt, die die Folge eines unberech=
tigten
Sicherheitsgefühls iſt. Als Nation verdanken wir
dem deutſchen Kaiſer viel. Er hat mehr als irgend ein
anderer Mann oder irgend ein Ereignis uns aus der
Schläfrigkeit eines langen, unbeſtrittenen Gedeihens auf=
gerüttelt
; er hat dazu geholfen, einen kräftigen Wettbewer=
ber
aufzuſtellen und uns wieder einmal zu ernſtem Sinnen
und tatkräftigem Handeln anzuſpornen. Wie Deutſchland,
bedürfen auch wir Kaiſer Wilhelms und hoffen, daß er
lange erhalten bleiben möge als Mahnung für uns, daß
die Welt weder dem Faulenzer noch dem Furchtſamen
gehört.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. Juni.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Pfand=
meiſter
Guſtav Schauermann zu Mainz auf ſein
Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen treu
geleiſteten Dienſte, und ihm aus dieſem Anlaß die Krone
zum Silbernen Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen verliehen.
* Militärdienſtnachrichten. Zu Leutnants der Re=
ſerve
befördert Vizewachtmeiſter Blohm (II Ham=
burg
) des Leib=Drag.=Regts. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24,
Vizefeldwebel Weber (Erfurt) des 5. Großh. Heſſ.
Inf.=Regts. Nr. 168, Vizewachtmeiſter Moninger
Karlsruhe) des Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ.
Feldart.=Regts. Nr. 25; zu Oberleutnants die Leut=
nants
Koch (Gießen) der Reſ. des Inf.=Regts. Kaiſer
Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, Bernhard ( Gie=
ßen
) der Landw.=Inf. 1. Aufgeb., v. Joeden (Mainz)
der Landw.=Feldart. 1. Aufgebots, letzterer zugleich zu
den Reſerveoffizieren des Großh. Art.=Korps, 1. Großh.
Heſſ. Feldart.=Regts. Nr. 25 verſetzt; zu Leutnants der
Reſerve: Vizefeldwebel Bullerdieck (Mainz) des
1. Hannov. Inf.=Regts. Nr. 74, Vizewachtmeiſter
Andrege (Frankfurt a. M.) des Großh. Art.=Korps,
1. Großh. Heſſ. Feldart.=Regts. Nr. 25. Der Abſchied
bewilligt: Bichmann (Rendsburg) Lt. der Reſ. des
Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115,
Roesler (Mainz), Rittm. der Landw.=Kav. 1. Auf=
gebots
, mit der Erlaubnis zum Tragen ſeiner bisheri=
gen
Uniform, Funcke (Mainz), Lt. der Landw.=
Feldart. 1. Aufgebots. Zum Stabsarzt befördert: Ober=
arzt
der Reſ. Dr. Münch (I Darmſtadt); zu Aſſiſtenz=
ärzten
der Reſ. befördert: die Unterärzte der Reſ. Dr.
Bernoulli (I Darmſtadt), Dr. Mayer (Mainz).
Zum 3. Informationskurſus vom 20. bis 29. Juni 1910
bei der Infanterie=Schießſchule kommandiert: Ober=
leutnant
Lorenz vom Inf.=Regt. Nr. 117.
A Von den ſtaatlichen Taubſtummen=Anſtalten.
In dem Beſtreben, den ſtaatlichen Aufwand für die
Taubſtummen=Anſtalten ſachgemäß zu mindern, hat
vom 1. April d. J. an eine Neuregelung der Unter=
richts
= und Verpflegungskoſten für die Zöglinge die=
ſer
Anſtalten und eine andere Verteilung der Koſten=
zahlung
ſtattgefunden. Die Unterrichtskoſten wurden
auf jährlich 150 Mark, die Verpflegungskoſten auf
jährlich 200 Mark, die Geſamtkoſten alſo auf 350 Mark
erhöht. Und während ſeither für ſolche Zöglinge, welche
von öffentlichen Verbänden zu unterhalten waren,
drei Viertel der Koſten vom Staate und ein Viertel von
den betreffenden Verbänden zu tragen waren, iſt nun
beſtimmt worden, daß die Koſten in gleicher Weiſe wie
die Koſten der Zwangserziehung und der Landarmen=
pflege
zu gleichen Teilen vom Staate und von den
pflichtigen Verbänden zu übernehmen ſind. In den
Fällen, in welchen die Koſten von den Eltern der Zög=
linge
oder deren Stellvertretern zu tragen ſind, iſt
ebenfalls einen Betrag von jährlich 350 Mark zu leiſten.

Die Jeutralantat für Arbeits= und Wohnungs=
nachweis
in Darmſtadt (Waldſtraße 6 I.) hält am Frei=
tag
, ben 24 Inni, abends im Saalbau ihre General=
verſammlung
mit folgender Tagesordnung ab:
1. Erſtattung des Jahresberichts für 1909; 2. Vorlage
der Rechnung für 1909; 3. Neuwahl des Ausſchuſſes=
4. Mitteilungen. Der Jahresbericht der Anſtalt,
der in einer Anzahl Tabellen eine Ueberſicht über die
Tätigkeit der Anſtalt ſeit ihrem Beſtehen, wie auch
im Berichtsjahre 1909 gibt, wird verſandt. Aus den
einleitenden Worten des Vorſitzenden, Oberbürger=
meiſters
Dr. Gläſſing, iſt zu entnehmen, daß ſowohl
in der gewerblichen, wie in der Dienſtbotenabteilung
Angebot und Nachfrage geſtiegen ſind. Von männ=
lichen
Arbeitſuchenden lagen 8921 Geſuche vor: 3608
offene Stellen waren vorhanden, 2291 Vermittelungen
wurden abgeſchloſſen. Für weibliche Stellungſuchende
wurden 1229 Stellen vermittelt. Das Angebot betrug
2595. die Nachfrage 2653. Der Wohnungsnachweis
wird ſeit Jahren faſt ausſchließlich durch die Tages=
zeitungen
bewirkt. So wird die Tätigkeit des Vereins
bei der Wohnungsvermittelung auf den Nachweis von
Schlafſtellen für Arbeiter beſchränkt. Die Rechnung
für das Jahr 1909 ergibt in Einnahme 3696,36 Mark,
in Ausgabe 3102,40 Mark, ſomit einen Kaſſevorrat von
593,96 Mark. Von Großh. Miniſterium des Innern
und der Provinzialdirektion Starkenburg ſind wieder=
um
namhafte Zuſchüſſe gewährt worden. Die Stadt
Darmſtadt überläßt der Anſtalt ſeit deren Beſtehen die
erforderlichen Geſchäftsräume einſchließlich Heizung
und Beleuchtung und gewährt, je nach Bedürfnis, noch
Barzuſchüſſe.
Im Frauenbund zur Ehrung rheinländiſcher
Dichter haben, wie man uns mitteilt, die Damen Frau
Geheimerat Elſa Römheld=Darmſtadt (bisher 1. Vor=
ſitzende
), Frau Exzellenz Anna Nicolai=Karlsruhe (3.
Vorſitzende), Baronin Selma v. d. Heydt=Elberfeld
(Schatzmeiſterin), Frl. L. v. Stülpnagel=Darmſtadt
(Schriftführerin) und die weiteren Vorſtandsdamen
Frl. Math. Ploch, Frau Exzellenz v. Hombergk zu Vach,
Frau Dr. Willy Merck und Frau Regierungsrat Rein=
hart
ihre Aemter niedergelegt.
Einweihung der neuen Kleinkinderſchule Kiesſtr. 50.
Die vom Frauen=Verein des Südoſtbezirks im Mai 1901
ins Leben gerufene Kleinkinderſchule war ſchon lange als
unzureichend erkannt. Nun iſt es gelungen, ein Ziel zu
erreichen, nach dem ſchon lange geſtrebt wurde. Jetzt iſt
die Kleinkinderſchule in ihr eigenes Heim, Kiesſtraße 50,
eingezogen. Die Räume ſind ſchön und äußerſt zweckmäßig
eingerichtet. Durch Herausnehmen von Zwiſchenwänden
ſind zwei hübſche Säle geſchäffen, die durch die freundliche
Ausſtattung, die hellen Fenſter ſehr wohltuenden Eindruck
machen. Es iſt jetzt die Möglichkeit gegeben, eine zwei=
klaſſige
Schule zu führen. Der Garten iſt planiert und
bildet einen prächtigen Spielplatz, während eine geräumige
Halle Schutz bietet gegen Regen. In der Manſarde befin=
det
ſich die Wohnung der Schweſter und deren Gehilfin.
Die Einweihung am Montag geſtaltete ſich zu einer
herzerhebenden Feier. Die Kleinen, 100 an der Zahl, zogen
ein unter Anführung der Schweſter und ihrer Gehilfin.
Den Willkommgruß an die Gäſte brachte ein kleiner Knabe,
worauf ein gemeinſamer Geſang folgte. Vier Kinder
ſprachen dann Segenswünſche für das neue Heim. Herr
Pfarrer Kleeberger begrüßte die Gäſte, insbeſondere
die Herren Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, Beigeordneten
Baurat Jäger, Finanzrat Balſer, Stadtbauinſpektor Kleng,
Rechnungsrat Göbel und Pfarrer Deggau und dankte
herzlich allen, die geholfen haben, das Ziel zu erreichen.
Er gedachte auch aller Arbeiter und Lieferanten mit dan=
kenden
Worten und erbat des Herren Segen für das fer=
nere
Gedeihen des Werkes. Herr Oberbürgermeiſter Dt.
Gläſſing ſprach die Grüße ſeitens der Bürgermeiſterei
und der Stadtverwaltung und deren Glückwünſche für den
frohen Tag aus. Herr Pfarrer Deggau ſprach im Namen
des Diakoniſſenhauſes und bat Gott um Segen für das
ſegensreiche Werk. Herr Pfarrer Kleeberger ſprach ein
Schlußgebet, dem noch ein gemeinſamer Geſang der Kinder
folgte. Dann erhielten die Kleinen noch jedes eine große
Brezel wohl das Verſtändlichſte für die kleinen Haupt=
perſonen
.
nn. Der Zweigverein des Evangeliſchen Bundes
in Darmſtadt hielt am Montag abend im Gartenſaal
des Reſtaurants Fink, Eliſabethenſtraße, unter dem
Vorſitz des Herrn Prof. Knoll ſeine ordentliche
Hauptverſammlung ab, die gut beſucht war. Nach er=
folgter
Begrüßung der Verſammlung und Ehrung der
verſtorbenen Mitglieder erſtattete der Vorſitzende einen

Streifzüge durch die Brüſſeler
Weltausſtellung.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
V.
Frankreichs Veteiligung. Die franzöſiſchen Kolonien.
Vom Kolonialbeſitz der Republik. Algier und
Tunis. Die übrigen kolonialen Pavillons. Kana=
das
Palaſt. Muſtergültig! Das Niederländiſche
Palais. Sein Aeußeres und Inneres. Allerhand
Exotiſches.
Seht her, wie ſtolz ich um mich ſchau, die Bruſt
geſchmückt mit Rot=weiß=blau der Anfang des einſt
ſo begeiſtert geſungenen Farbenliedes wollte mir nicht
aus dem Sinn beim Umherwandeln durch das Gelände
der Weltausſtellung. Denn überall grüßen uns die
Farben, nur in entgegengeſetzter Zuſammenſtellung.
Frankreich, das ſeit Errichtung des belgiſchen
Staates mit dieſem ja ſtets gute Nachbarſchaft gehal=
ten
, abgeſehen von gelegentlichen Zollplänkeleien
was ſich liebt, das neckt ſich! ließ ſich ſelbſtverſtänd=
lich
die gute Gelegenheit nicht entgehen, umfaſſend und
eindrucksvoll in Brüſſel aufzutreten. Ein etwas teu=
res
Vergnügen, das aber die Koſten ſchon lohnen wird!
Man weiß, in welch' geſchickter Weiſe die Franzoſen
die Aufmachung verſtehen und wie ſie alles dekora=
tiv
hübſch und in die Augen fallend zu geſtalten wiſſen,
vielleicht weniger methodiſch wie wir Deutſche, dafür
aber feſſelnder und mannigfaltiger. Mit famoſem Ge=
ſchick
haben ſie denn auch ihren gewaltigen Kolonial=
beſitz
in die Erſcheinung gebracht, wobei bedauernd
erwähnt ſein mag, daß Deutſchlands Kolonien auch
nicht mit einem Tipfelchen vertreten ſind. Unſer Kolo=
nialamt
fürchtete von Anfang an den franzöſiſchen, bel=
giſchen
, engliſchen Wettbewerb eine bei den letzten
beiden Staaten grundloſe Furcht, da Belgien ſehr un=
zureichend
und England überhaupt nicht ausgeſtellt
hat und ſchloß ſich bei dem Fehlen genügender ma=
terieller
Mittel gänzlich aus.
Den einzelnen Kolonien entſprechend, wurden die
verſchiedenen Pavillons im landesüblichen Stile er=
richtet
, bis auf das ſtattliche Ehrengebäude mit ſeiner

Säulenhalle an der Hauptfront, ſeinem vornehmen
Ludwig XIV.=Empfangsſaal ohne ſolchen geht’s bei
den Franzoſen nicht ab mit allerhand wichtigen
Ueberblicken und kolonialen Erzeugniſſen, unter denen
ſehr feine Madagaſſiſche Spitzen und ſilberſchimmernde
Perlmutterſachen hervorragen. Die Ausſtellung von
Tunis umſchließt ein weißleuchtender arabiſcher Pa=
laſt
mit palmenumgebenen Patio, jene von Algier
eine zierliche Moſchee mit ſchlankem Minaret und ſehr
ſchönen Dioramen an den inneren Wandflächen. Eine
der letzteren iſt mit Zahlen bedeckt, langweilig für
viele und ſehr lehrreich für andere. Danach hat Al=
gier
von Frankreich gekauft im Jahre 1884 für 466
Millionen Francs, im Jahre 1909 für 834 Millionen
Francs, d. h. in einem Vierteljahrhundert eine Stei=
gerung
von 79 Prozent! Frankreich entnahm 1909 von
dieſer einen Kolonie für 84 Millionen Francs Wein,
für 12½ Millionen Wolle, 8½ Millionen Tabak, 6¾
Millionen Franes Früchte. Die ſämtlichen franzöſi=
ſchen
Kolonien produzieren gegenwärtig jährlich für
2 Milliarden Francs. Welchen Nutzen ſie dem Mutter=
lande
bringen, wird uns ſehr überſichtlich auch in den
übrigen Pavillons veranſchaulicht. Jener von Indo=
China iſt in Form eines chineſiſchen Tempels mit
drachengekröntem Dach, der des Occidentalen
Afrikas in Geſtalt einer lehmbeworfenen, mit Ver=
teidigungsturm
und Schießſcharten verſehenen Boma,
der räumlich recht kleine von Madagaskar als
hölzernes Wohnhaus mit rundumgehender Veranda
aufgeführt. Neben den verſchiedenen Erzeugniſſen des
neueren Kolonialbetriebes ſind ſtets die altüberliefer=
ten
Arbeiten der eingeborenen Bevölkerung ausgeſtellt
und erhalten wir intereſſante Einblicke in das Leben
der letzteren, ihre Tätigkeit, ihre Entwickelung im letz=
ten
Jahrzehnt. Auffallend iſt, daß die religiöſen Miſ=
ſionen
faſt ganz ausgeſchaltet wurden, die franzöſiſche
Republik ſcheint auch jenſeits der Meere in dieſem
Punkt energiſch vorgegangen zu ſein. Die Bewachung
und Erklärung haben überall ſchwarze, medaillen=
geſchmückte
Kolonialſoldaten übernommen, die willig
Auskunft erteilen, meiſt in unterhaltender und er=
ſchöpfender
Art.
Es iſt ja nur ein Zufall, daß ſich unweit dieſer
kolonialen Niederlaſſung Frankreichs der ſtattliche
Bau Kanadas erhebt, aber ein Zufall, der zu aller=

hand Rückblicken Veranlaſſung bietet. Frankreich zer=
mürbte
ſeine Kraft in törichten dynaſtiſchen Kriegen auf
dem europäiſchen Feſtlande, ward politiſch und wirt=
ſchaftlich
geſchwächt und verlor dadurch ſeine wertvoll=
ſten
Kolonien an England. Wie groß dieſer Verluſt
war, zeigt jene Kanadiſche Ausſtellung, die uns auf
das glänzendſte das Europa an Größe gleichkommende,
aber nur von 7 Millionen Menſchen bewohnte Land
ſchildert, das ſeiner eigentlichen Erſchließung und
Ausnutzung noch harrt. Das Ganze iſt ſo meiſter=
haſt
, ſo packend, ſo praktiſch und künſtleriſch zugleich
arrangiert, daß ſelbſt der flüchtigſte Ausſtellungs=
bummler
, den vielleicht nur ein Zufall hergeführt, hier
mit Vergnügen länger verweilen wird. Der große,
luftige Raum, der in einem mittleren Aufbau der
Trauer der Kolonie um König Eduard ſehr ſtimmungs=
voll
Ausdruck gibt, iſt dämmrig gehalten; deſto kräfti=
ger
treten die die Seiten umgebenden, etwas zurück=
geſchobenen
Wandbilder mit ihrem plaſtiſchen Vorder=
grund
hervor. Da öffnen ſich vor uns die üppigen Ge=
treidefelder
mit der goldglänzenden Ernte, die end=
loſen
Prärien mit ihren Viehherden dehnen ſich aus,
die dichten Waldungen lichten ſich vor uns mit Bären
und Panthern, Elchen und Büffeln, der Fiſchreichtum
der Flüſſe und Seen wird uns offenbart, die unter=
irdiſchen
Schätze werden in Schmelzhütten von den
Schlacken geläutert und verlockend bauen ſich vor uns
die herrlichen Früchte wie Gemüſe der Plantagen
und Gärtnereien auf. Neben dem Land kommen die
Städte zu ihrem Recht mit ihren monumentalen ſtaat=
lichen
und ſtädtiſchen Bauten, ihren Parlamenten und
Unterrichtsanſtalten, umfaſſend iſt daneben das ſich
großartig entwickelnde Verkehrsweſen vertreten mit
Eiſenbahnen und Dampfſchiffen, Poſt und Telegraph.
England kann ſtolz ſein auf dieſe Kolonie, die zu den
beſten Abnehmern der britiſchen Waren gehört, und
die Kolonie ſtolz auf das Mutterland, das ihr in klu=
ger
Umſicht die weiteſte und erſprießlichſte Selbſtändig=
keit
überläßt.
Wie Frankreich, ließen es ſich auch die Nieder=
lande
nicht nehmen, in Brüſſel würdig aufzutreten.
In beherrſchender Lage erhebt ſich der außerordentlich
maleriſche, großartige Niederländiſche Palaſt im Stil
der Blütezeit der holländiſchen Renaiſſance mit ſeinem
prachtvoll entwickelten Hauptturm auf dem ſpitzen Dach,

[ ][  ][ ]

Seite 3.

Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

umfangreichen Tätigkeitsbericht über das verfloſſene
Vereinsjahr, aus dem hervorging, daß 193 neue Mit=
glieder
gewonnen wurden und der Verein zurzeit 1900
Mitglieder zählt. Das Michelſtädter Feſt und auch die
Lutherverſammlung nahmen einen erhebenden Ver=
lauf
, wofür den mitwirkenden Kirchengeſangvereinen
beſonderer Dank geſpendet wurde. Die Werbearbeit
zur Förderung des evangeliſchen Lebens in den öſter=
reichiſchen
Ländern wurde mit Erfolg gefördert und
unterſtützt. Die von dem Rechner, Herrn Regiſtrator
Wahl, erſtattete Rechnungsablage ergab eine Geſamt=
einnahme
von 5646,30 Mark und eine Ausgabe von
5512,30 Mark. Das Kapitalvermögen (der Fonds des
Philippſpiels beträgt rund 5000 Mark. Auch das
Rechnungsjahr 1910/11 wird ebenfalls günſtig ab=
ſchließen
, da angeſichts der neuerlichen evangeliſchen
Bewegung 114 Neubeitritte zum Bunde erfolgt ſind.
Die Rechnung iſt von der Oberrechnungskammer ge=
prüft
und richtig befunden worden. Dem Rechner
wurde der Dank des Vereins ausgeſprochen und Ent=
laſtung
erteilt. Bei der Vorſtandswahl wurden die
früheren Mitglieder per Akklamation wiedergewählt.
An Veranſtaltungen des Evangeliſchen Bundes für
das Jahr 1910/11 wurden in Ausſicht genommen am
C. November 5. J. eine Lutherfeier mit dem General=
ſekretär
des Evangeliſchen Bundes, Direktor Lizentiat
Everling als Feſtredner und unter Mitwirkung des
Stadtgemeinde= und Beſſunger Kirchenchors, und am
18. Januar 1911 ein deutſcher Familienabend, ſowie
zwei Männerverſammlungen mit aktuellen Thematas.
Die am 10. Juli in Mainz ſtattfindende Landesver=
ſammlung
des Evangeliſchen Bundes in Mainz ſoll,
gleich den anderen Städten des Landes, zahlreich be=
ſucht
und eventuell ein Extrazug dorthin abgelaſſen
werden. Eine längere Ausſprache veranlaßte die in
dieſem Jahre von der katholiſchen Eliſabethengemeinde
veranſtaltete und behördlich genehmigte Fronleich=
namsprozeſſion
in Darmſtadt. Die Verſammlung be=
ſchioß
einſtimmig, den Evangeliſchen Bundesvorſtand
zu veranlaſſen, dagegen Schritte zu tun und auch im
heſſiſchen Landtag Proteſt erheben zu laſſen. Mit
Worten des Dankes an die Mitglieder wurde die Ver=
ſammlung
um 11 Uhr geſchloſſen.
* Borromäus=Enzyklika. Die katholiſchen Vereine
Darmſtadts veröffentlichen in heutiger Nummer eine Er=
klärung
.
Geldſtrafen gegen Jugendliche. Um Jugendliche tun=
lichſt
vor Verbüßung einer an die Stelle uneinbringlicher
Geldſtrafen tretenden Freiheitsſtrafe zu bewahren, hat das
Juſtizminiſterium den Strafvollſtreckungsbehörden empfoh=
len
, die Beſtraften oder deren geſetzliche Vertreter zu veran=
laſſen
, entſprechende Anträge auf die Gewährung von
Zahlungsfriſten zu ſtellen. Die Erfahrung habe ge=
lehrt
, daß nicht ſelten die Dienſtherren jugendlicher Beſtraf=
ter
auf Wunſch der Vollſtreckungsbehörden erbötig ſeien, die
Ablieferung der Teilzahlungen an die zuſtändige Stelle zu
vermitteln.
* Unterlaſſungsſünden im Strafrecht. Man ſchreibt
uns: In Ihrer geſtrigen Nummer wird in dem Artikel:
Unterlaſſungsſünden im Strafrecht die Meinung
ausgeſprochen, ein Automobilfahrer könne nicht ſchon
deshalb beſtraft werden, weil er nach einem von ihm
verſchuldeten Unfall, unbekümmert um den Verletzten,
weiterfährt. Die Meinung iſt irrig. Gerade für dieſen
Fall enthält das ſeit 1. April in Geltung befindliche
Automobilgeſetz vom 3. Mai 1909 in ſeinem § 22 fol=
gende
Beſtimmung: Der Führer eines Kraftfahr=
zeugs
, der nach einem Unfall es unternimmt, ſich der
Feſtſtellung ſeiner Perſon durch die Flucht zu ent=
ziehen
, wird mit Geldſtrafe bis zu 300 Mark oder mit
Gefängnis bis zu zwei Monaten beſtraft. Verläßt
der Führer des Kraftfahrzeugs eine bei
dem Unfall verletzte Perſon vorſätzlich
in hilfloſer Lage, ſo wird er mit Gefäng=
nis
bis zu ſechs Monaten beſtraft. Sind
mildernde Umſtände vorhanden, ſo kann auf Geldſtrafe
bis zu 300 Mark erkannt werden.
* Der Bezirksverein Darmſtadt des Verbandes
der Deutſchen Buchdrucker feiert am Samstag, den
25. Juni, und Sonntag, den 26. Juni, ſein 75jähriges
Stiftungsfeſt, und zwar findet Samstag abend in der
Turnhalle am Woogsplatz ein Kommers mit Damen
ſtatt, wozu verſchiedene Künſtler und Künſtlerinnen
gewonnen ſind. Beſondere Freude wird es bereiten,
daß die unvergeſſene Primadonna unſeres Hof=
theaters
, Frau Morny, ihre Mitwirkung zuge=
ſagt
. Sonntag morgen iſt ein Ausflug mit
Muſik nach der Ludwigshöhe vorgeſehen, dem eine
Akademiſche Feier um 11 Uhr im Städtiſchen Saalbau
mit den zierlichen Türmchen in Eiſen, den kunſtvoll
bearbeiteten Faſſaden mit Bildwerken und Wappen
den Säulen, Altanen, Erkern, die, in Sandſtein ausge=
führt
, ſich freundlich abheben von den dunkleren Back=
ſteinflächen
der vier Fronten, deren zwei in Giebeln
enden von geſchickteſter Zuſammenraffung. Die
Mannigfaltigkeit des Ganzen wird erhöht durch zwei
Eingänge, einen niederen und hochgelegenen, dieſer
über einen burgähnlichen, von Löwen flankierten Zu=
gang
führend, von dem man einen wundervollen Aus=
blick
hat auf den langgeſtreckten Holländiſchen, ſowie den
ſich anſchließenden Franzöſiſchen Garten zu unſeren
Füßen, eine Reihe der prunkenden Ausſtellungspaläſte
und die tiefgelegene deutſche Abteilung mit ihren einen
kleinen, faſt kleinlichen Eindruck machenden Bauten,
hinter deren ſchlichter Außenſeite ſich ſo viel Gutes
verbirgt.
Reich, wenn auch teilweiſe im Wirrwarr darge=
boten
, iſt der Inhalt dieſes Palais, in dem natürlich
auch dem Meer ſeine weltbeherrſchende Stellung ange=
wieſen
ward. In einem mächtigen Aquarium wird uns
das Leben über und unter dem Waſſerſpiegel darge=
ſtellt
, in der Nähe finden wir die bedeutendſten hollän=
diſchen
Schiffahrtsgeſellſchaften vertreten, mit den deut=
ſchen
und engliſchen in Wettbewerb tretend. In gutem
Licht zeigt ſich die holländiſche Töpferei mit ihren ge=
ſunden
Ueberlieferungen, da iſt nichts künſtlich und
verzwickt Stiliſiertes, ebenſowenig bei den Möbeln und
Wohnungsausſtellungen mit ihren treuen Anlehnungen
an gediegene alte Vorbilder. Sehr Hübſches und Wert=
volles
lieferte die Spitzen= wie Gold= und Silber= Indu=
ſtrie
, in der Textilabteilung fallen uns die kleidſamen
Volkstrachten auf. Dem Kolonialbeſitz iſt beſondere
Aufmerkſamkeit gewidmet. Java mit ſeinen Tempel=
chen
, Metall= und Lackarbeiten, Geweben, Schnitzereien
nimmt den Mittelpunkt ein; umfaſſend an Erträgen
hundertfacher Art iſt die Ausbeute der Plantagen
Niederländiſch=Indiens im allgemeinen: Kaffee, Zucker,
Tee, Kakao, Gewürze, Tabak, Oel, Korken, Guttapercha
und ſo fort. Wann werden wir einmal Aehnliches den
Beſuchern einer Ausſtellung bieten können?
Dieſe koloniale Beteiligung der einzelnen Völker
könnte zu allerhand nachdenklichen Betrachtungen Ver=
anläſſung
bieren! Wo iſt beiſpielsweiſe Spaniens
kolonialer Beſitz bin! In dem an ſich architektoniſch

folgt. Nachmittags 4 Uhr verſammeln ſich die Feſtteil=
nehmer
zu einem Gartenfeſt mit den verſchiedenſten
Unterhaltungen, wie Preisquadräteln, Tanz uſw., im
Saalbau. Das Feſt, zu dem auch Fremde Zutritt
haben, verſpricht ein genußreiches zu werden.
Vortrag über den Bebauungsplan des neuen
Bahnhofsviertels. Auf den heute abend im Fürſten=
ſaal
ſtattfindenden Vortrag des Herrn Stadtv.
Sames über dieſes aktuelle Thema wird nochmals
hingewieſen. Jedermann iſt willkommen.
* Großes Sportfeſt am 26. Juni 1910. Für
das vom Veloziped=Klub Darmſtadt am 26. Juni a. c.
veranſtaltete große Sportfeſt macht ſich allenthalben das
größte Intereſſe bemerkbar. In den letzten Tagen ſind
dem Klub wiederum mehrere wertvolle Ehrenpreiſe ge=
ſtiftet
worden, u. a. von der Firma Opel in Rüſſels=
heim
, von einem hieſigen Ehrenmitglied des Gaues IX
des D. R. B., vom hieſigen Männergeſangverein, von
Herrn Georg Chriſt ꝛc. Auch der Ehrenfeſtausſchuß, der
ſich aus Mitgliedern der hieſigen erſren Kreiſe zuſammen=
ſetzt
, hat einen wertvollen Ehrenpreis geſtiftet. Der von
Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog dem Veloziped=
Klub für die Wettbewerbe gewidmete Ehrenpreis iſt dem
Klub die letzten Tage ausgehändigt worden und beſteht
aus einem prachtvollen Goldpokal. Dem Veranſtalter
des Sportfeſtes iſt es Dank der außerordentlichen Unter=
ſtützungen
möglich, die einzelnen Wettbewerbe mit durch=
weg
ſehr wertvollen Preiſen auszuſtatten, was angeſichts
der ſtarken Beſetzung, die alle ausgeſchriebenen Kon=
kurenzen
im Korſo und Bahnwettfahren erfahren haben,
aufs freudigſte zu begrüßen iſt. Die ſämtlichen, am
Sonntag zur Verteilung gelangenden Ehrenpreiſe werden
Ende der Woche öffentlich ausgeſtellt, worüber noch
nähere Angaben an dieſer Stelle erfolgen.
Saalbau. Im 6. Donnerstagskonzert
wird das Muſikkorps des Leibgarde=Regiments u. a.
ſpielen: die Ouvertüre zu Die verkaufte Braut von
Smetana, Szenen des erſten Aktes der Walküre von
R. Wagner (Bearbeitung von H. Hauske), F. Liszts
ſymphoniſchen Rakoczy=Marſch, Saint=Saéns Danſe
macäbre (Totentanz), eine dramatiſche Fantaſie aus
Meyerbeers Hugenotten und verſchiedene kleinere
Stücke mehr heiteren Gehaltes aus neueren Operetten
uſw. Anfangs Juli iſt ein Konzert mit einem
Wunſchprogramm in Ausſicht genommen, zu
welchem jeder Konzertbeſucher das Recht hat, ſeine
Wünſche zur Aufſtellung des Programms ſchriftlich zu
äußern. Am Eingange werden Zettel ausgegeben,
welche ausgefüllt in die an der Terraſſe aufgeſtellte
Urne zu werfen ſind. Ausgiebigſte Gebrauchmachung
hiervon iſt erwünſcht.
* Konzerte. Man ſchreibt uns: Die von der Kapelle
des Gardedragoner=Regiments abgehaltenen
erſten Konzerte auf der Ludwigshöhe und im Schützenhof
erfreuten ſich guten Beſuches. Im Schützenhof war der
Garten überfüllt. Die muſikaliſchen Darbietungen der Ka=
pelle
fanden durchaus den Beifall des Publikums, nament=
lich
im Schützenhof war der Beifall ſo groß, daß Herr
Muſikmeiſter Mittelſtädt bereits nach dem erſten
Muſikſtück mit Einlagen aufwarten mußte. Einen ſchö=
neren
Erfolg des Konzerts konnte ſich die Kapelle nicht
wünſchen. Herr Reſtaurateur Jungk hat die Gardedragoner
für den kommenden Freitag zu einem zweiten Konzert en=
gagiert
. Der von Herrn Kerfes komponierte Marſch fand
den ungeteilten Beifall des Publikums und wird jeden=
falls
auch in das Repertoire anderer Kapellen aufgenom=
men
werden.
Brauerei=Reſtaurant Heſſiſcher Hof. Heute,
Mittwoch, abend findet wieder ein Konzert, ausgeführt
von der Kapelle des Großh. Artilleriekorps unter Mick=
leys
Leitung, ſtatt. Herr Mickley wird auch diesmal
beſtrebt ſein, dem Publikum einen heiteren Abend zu
bereiten. Dafür garantiert ſchon die gelungene Pro=
graminzuſammenſtellung
, wonach einige ſlawiſche
Muſikſtücke, auch ſolche der neuen Operetten und Novi=
täten
, zu Gehör gebracht werden. (Näh. Anz.)
-sw- In Krämpfen. Geſtern nachmittag wurde ein
Mann am Bahnhof von Krämpfen befallen. Der Mann
wurde durch die Rettungswache mittels Kranken=
automobils
nach ſeiner Wohnung gebracht. Desgleichen
wurde ein Mann wegen Krämpfen vom Marktplatz nach
dem ſtädtiſchen Krankenhauſe gebracht.
§ Diebſtahl. In der Nacht von Sonntag auf Mon=
tag
ſind aus der Anlage am Wilhelminenplatz 30 bis
40 Blumenſtöcke geſtohlen worden.
§ Feſtgenommen. Ein Zwangszögling von hier,
welcher aus der Erziehungsanſtalt Wilhelmshof ent=
wichen
iſt, wurde am Dienstag hier aufgegriffen und
wird nach der Anſtalt zurückverbracht. Am Samstag

iſt ein 19 Jahre altes Dienſtmädchen aus Pfungſtadt
wegen Betruges hier feſtgenommen worden.
Jugenheim a. d. B., 21. Juni. Die Kurkonzerte im
Hotel Zur Krone finden regelmäßig an jedem Mitt=
woch
ſtatt und werden ausgeführt von der geſamten Ka=
pelle
des Gardedragoner=Regiments unter Lei=
tung
ihres Dirigenten, Herrn Mittelſtädt.
P. Erfelden, 21. Juni. Der Altrhein hat hier
um 11 Uhr vormittags die Höhe von 3,98 Meker er=
reicht
. Es iſt dadurch viel Schaden der Landwirtſchaft
erwachſen und das wird noch ſchlimmer werden, wenn
Gewitter am Oberrhein niedergehen.
m. Biebesheim, 21. Juni. Infolge Auftreten von
Diphtherie mußten die unteren Klaſſen der hieſi=
gen
Schule geſchloſſen werden. Dieſe Krankheit hat bis
jetzt keine Opfer gefordert, da nur leichtere Fälle kon=
ſtatiert
wurden.
Mainz, 20. Juni. Der Rhein iſt nunmehr über
ſeine Ufergetreten und hat die Ausladeſtellen ober=
halb
des Fiſchtors überflutet. Auch der Regattaplatz, auf
dem noch geſtern frei verkehrt werden konnte, iſt bei den
Tribünen überflutet.
Mainz, 21. Juni. Geſtern kurz vor Mittag ſprang von
der Kaimauer vor dem Biebricher Schloß eine junge
Frau, die ſich ſchon einige Zeit vorher in auffallender
Weiſe dort zu ſchaffen gemacht hatte, plötzlich in den
Rhein, nachdem ſie Jackett und Hut abgeworfen hatte.
Nachdem ſie mehrere Male untergetaucht war, wurde ſie
ſchließlich in bewußtloſem Zuſtande an der Ochſenbach=
Mündung, wohin ſie getrieben war, aus dem Waſſer ge=
zogen
. Sofort wurden Wiederbelebungsverſuche an ihr
angeſtellt. Es handelt ſich um eine 24jährige Frau aus
Wiesbaden, die Mutter zweier Kinder; ihr Mann befindet
ſich in Amerika. Die Frau wurde mit dem Krankenwagen
ins Krankenhaus gefahren, wo ſich ihr Befinden bis heute
ſo gebeſſert hat, daß die Hoffnung beſteht, ſie am Leben zu
erhalten.
Bingen, 21. Juni. Der Rhein ſtieg bis um 6 Uhr
früh auf 4,05 Meter. Anſcheinend iſt Stillſtand ein=
getreten
. Vom Oberrhein und Neckar wird fallendes Waſſer
gemeldet. Es iſt dies das dritte Hochwaſſer in dieſem
Jahre, bei dem eine Pegelhöhe von über 4 Metern verzeich=
net
wurde. Am 25. Januar betrug der Pegelſtand 4,42
Meter, am 13. Februar 4,20 Meter.
* Friedberg, 21. Juni. Der Wahlkreisausſchuß der
Fortſchrittlichen Volkspartei hat ein=
ſtimmig
beſchloſſen, die volksparteilichen Wähler
aufzufordern, in der Stichuhl für den ſozialdemo=
kratiſſchen
Kandidaten Buſold einzutreten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. Juni. Der chineſiſche
Prinz Tſai Tao hat geſtern mit den Mitgliedern der
Studienkommiſſion Berlin verlaſſen und ſich im Son=
derzug
nach Petersburg begeben. In ſeinem Lokal
wurde geſtern abend bei einbrechender Dunkelheit der
60jährige Reſtaurateur Milde von vier Strolchen
überfallen, die ſich der Kaſſe zu bemächtigen ver=
ſuchten
. Milde ſetzte ſich zur Wehr, während eine an=
weſende
Bekannte hilferufend auf die Straße eilte.
Die Verbrecher ſuchten zu entfliehen, wurden aber von
einem Kriminalbeamten geſtellt. Es entſpann ſich ein
Kampf, bei dem der Beamte den Kürzeren zog. In=
zwiſchen
hatte ſich ein Auflauf gebildet und es gelang,
zwei der Verbrecher feſtzuhalten; die beiden anderen
entkamen.
Heidelberg, 21. Juni. Aus Anlaß des 90jährigen Stif=
tungsfeſtes
des Korps Saxo=Boruſſia findet am 31. Juli,
einem Sonntage, die zweite diesjährige Schloß=
beleuchtung
ſtatt. Die erſte, aus Anlaß des Schwa=
benfeſtes
ſtattfindende Schloßbeleuchtung iſt bekanntlich auf
den 17. Juli angeſetzt.
Hanau, 21. Juni. Ein zugereiſtes Liebespaar, der Fri=
ſeur
Fehſe, zuletzt in Höchſt, und Marie Schmitz, zuletzt in
Frankfurt a. M. in Stellung, hat ſich im Main ertränkt.
Dresden, 20. Juni. Nach viertägiger Verhandlung
wurde heute der Heizungsinſpektor der Dresdener Oper,
Krumbiegel, der die Wohltätigkeitskaſſe der Platen=
Stiftung für techniſche Beamte der Oper und des Schau=
ſpiels
zu verwalten hatte, wegen Untreue in 12 und Unter=
ſchlagung
in 2 Fällen zu 3 Jahren Gefängnis und 5 Jahren
Ehrenrechtsverluſt verurteilt. Der Angeklagte fiel bei der
Verkündung des Urteils in Ohnmacht.
Breslau, 21. Juni. Hier wird das Gerücht ver=
breitet
, wonach Prinz Friedrich Wilhelm von
Preußen, der ſich jüngſt mit der Prinzeſſin Agathe

reizvollen Spaniſchen Pavillon, einen Teil der
Alhambra mit dem Löwenhofe darſtellend, iſt nicht ein=
mal
die Spur einer Erinnerung zu entdecken. Seltſam,
daß dieſes Reich, in dem einſt die Sonne nicht unter=
ging
, ſtets auf arabiſche Baumeiſter zurückgreift, wenn
es irgendwo repräſentieren will. Aber immer noch
beſſer, wie der Kitſch’ den ſich Braſilien mit ſeinem
Palazzo geleiſtet viel Geſchrei und wenig Wolle
während Mona ko eine kleine, ſehr maleriſche Nor=
mannenburg
mit ſüdlichem Vorgarten errichtet. Dann
trifft man hier und da noch auf allerhand exotiſche
Dinger, auf einen Chineſiſchen Tempel, auf Liberia,
Uruguay, Halti, Salvador und ähnliche intereſſante
Länder, die es für unumgänglich nötig gehalten, ſich
durch ſpezielle Bauten in Erinnerung zu bringen.
Schade um die ſchönen Plätze, es wäre beſſer geweſen,
wenn da Bäume und Sträucher ſtehen geblieben wären
und Schatten ſpendeten!

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Sommersanfang. Am 22. Juni, um
9 Uhr vormittags, erfolgt der kalendermäßige Ueber=
tritt
der Sonne aus dem Zeichen der Zwillinge in
das des Krebſes. Um den 22. Juni, wenn die Sonne
ihre größte Abweichung vom Aequator erreicht hat,
ſcheint ſie bei weniger genauer Betrachtung eine Zeit=
lang
ſtille zu ſtehen, man hat deshalb dieſen Zeitpunkt
Solſtitium genannt. In Wahrheit exiſtiert ſolcher
Stillſtand nicht, die Deklination der Sonne nimmt
vielmehr bis zu einem beſtimmten Augenblick fortge=
ſetzt
zu und dann ſogleich wieder ab. Für die nördliche
Halbkugel iſt der 22. Juni der längſte Tag und Som=
mersanfang
, für die ſüdliche der kürzeſte Tag und
Wintersanfang. Der Beginn des Sommers wurde
von unſeren Vorfahren mit großen Feſtlichkeiten, unter
Ausübung vieler alter Bräuche, gefeiert, und bis auf
den heutigen Tag hat ſich noch in den Gebirgen die
Sitte der Sonnwendfeuer erhalten, obwohl dieſe ſchon
ſeit Jahrhunderten zu Ehren Johannis des Täufers
entzündet werden. Der Termin, der 23. Juni, iſt wohl
derſelbe geblieben, an dem das Mittſommerfeſt ehemals
gefeiert wurde.
CK. Wie ein Miniſterpräſident arbei=
tet
. Die Arbeitsweiſe des franzöſiſchen Miniſterprä=

ſidenten Briand ſchildert Jean Mélia in einem feſſeln=
den
Aufſatze, den er in der Nouvelle Revue veröffent=
licht
. Der Leiter der franzöſiſchen Staatsgeſchäfte hat
eine Abneigung gegen das Schreiben. Er ſchreibt nicht,
er diktiert. Aber alles, was er diktiert, iſt vorher ſorg=
ſam
durchdacht, denn Briand iſt ein Denker. Seine
Gedanken, das iſt das einzige, von dem er ſich nicht
iſoliert; denn Briand lebt einſam, er iſt Junggeſelle
und hat keine Familie. In ſeiner Wohnung ſchreitet
er faſt unaufhörlich durch alle Zimmer. Der Uneinge=
weihte
könnte denken, daß er die Zeit totſchlägt. Aber
Briand arbeitet. Er geht auf und ab, und dabei formt
er ſeine Ideen, prüft ſie von allen Seiten, greift ſie an,
verteidigt ſie, kurz, er bildet ſich ſeine Meinung. Er
ſchöpft ſeine Anſichten nicht eigenſinnig aus der Tieſe
des eigenen Gemütes: Briand iſt klug und zugleich
beſcheiden, er bildet ſich vor allem eine Anſicht über die
Anſichten der anderen. Clemenceau ſchloß ſich faſt ſtets
von den Ratſchlägen und Meinungen der anderen ab.
Briand dagegen weiß zuzuhören, er weiß zu beobachten
und weiß Beobachtetes zu bewerten. Er befragt gern
andere um ihre Anſichten, er fragt die Abgeordneten in
den Couloirs der Kammer, und er informiert ſich mit
Vorliebe gerade bei denen, die ſeine Gegner ſind. Er
weiß ſeinen reformatoriſchen Ehrgeiz zu zügeln, denn
er iſt ſich klar, daß das Land nach dem Willen des
Volkes regiert werden ſoll und daß nur das geſchehen
kann, was die Allgemeinheit will. Darum ſucht er
ſtets perſönliche Fühlung mit den Perſönlichkeiten, in
denen ſich die Wünſche der Nation ſpiegeln; er hört
alle, lauſcht allen Argumenten und bildet ſich über alle
Geſichtspunkte ein Urteil. Sie benutzen die ſokratiſche
Methode ſo ſagte ihm kürzlich ein Freund, Sie hau=
deln
in der Art des Sokrates. Und lächelnd erwiderte
Briand: Aber ich hoffe, keinen Schierling zu trinken.
Briand trinkt die Gedanken ſeiner Zeitgenoſſen
darum ſind auch ſeine Plauderſtunden nie verloren.
Wenn der Tag abgelaufen iſt, zieht er aus den ge=
führten
Geſprächen die allgemeinen Ideen. Er hat
allen gelauſcht, hat in alle Herzen geſehen, nun ſtärkt
er ſeine eigenen Gedanken an den Gedanken der
anderen und bildet ſich ſo ſeine endgültige Meinung
Die Ideengänge werden geordnet, alle Argumente ein=
geteilt
und bereitgeſtellt. Darum kann er auch ſtets
ohne Notizen am Rednerpult erſcheinen, darum bedarf

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Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Jnni 1910.

Nummer 145.

von Ratibor vermählte, zum Nachfolger des Herrn
von Dallwitz als Oberpräſident auserſehen ſei.
Thorn, 21. Juni. Der Lehrer Schardt aus Os=
lowo
, der die Beſitzerstochter Rohlmann am 18. April
ermordet zu haben geſtändig war, wurde vom Schwur=
gericht
zum Tode verurteilt.
Lemberg, 20. Juni. Zu dem Hauseinſturz im
hieſigen Ghetto wird noch gemeldet, daß bis heute nach=
mittag
3 Uhr 15 Tote und 10 Schwerverletzte
aus den Trümmern hervorgezogen worden ſind. Es ſteht
leider feſt, daß über ein Dutzend Opfer noch unter den
Trümmern begraben liegen. So iſt zum Beiſpiel von einer
Familie bekannt, daß ſie ſtets 2025 Schlafburſchen beher=
bergte
, von denen bisher noch keine Spur gefunden werden
konnte. Auf der Unglücksſtätte, die von Gendarmerie und
Feuerwehr ſcharf abgeſperrt wird, ſpielen ſich herzzerrei=
ßende
Szenen ab. Eine aus Mann, Frau und 3 Kindern
beſtehende Familie, die gemeinſchaftlich in einem Zimmer
ſchlief, wurde in die Tiefe geriſſen und als ſchrecklich ver=
ſtümmelte
Leichen hervorgezogen.
Paris, 21. Juni. In der Pluvioſe wurde in
der Nähe des Periſkops das Notizbuch des Schiffs=
lentnants
Callot gefunden, das die Eintragungen
über die letzte Tauchübung, enthält. Um 1 Uhr 56 Mi=
nuten
brechen dieſe Eintragungen ab; es iſt dies der
Augenblick des Zuſammenſtoßes. Auch das Bordbuch
des Poſtdampfers Pas de Calais gibt als Zeitpunkt
des Zuſammenſtoßes 1 Uhr 56 Minuten an.
Paris, 20. Juni. Die Zahl der Toten und Ver=
wundeten
bei der Kataſtrophe von Villepreux hat ſich vor=
läufig
nicht verändert, doch bezweifelt man, daß alle Opfer
geborgen ſind. Unter den Trümmern fand man zerſtückelte
Leichen, deren Körper nicht wieder zuſammengebracht wer=
den
konnten. Von vier Leuten, die als vermißt gemeldet
ſind, wurden nur Schmuckſachen und Kleidungsſtücke rekog=
nosziert
. Die Leichen ſind bisher noch nicht entdeckt
worden.
Paris, 21. Juni. Die Pariſer erhielten erſt durch
die Morgenblätter Kunde von dem entſetzlichen
Eiſenbahnunglück, das den Bahnhof von
Villepreux=Les=Clayes, die erſte Halteſtelle
hinter Saint=Cyr, auf der Strecke von Paris nach
Dreux, zum Schauplatz hatte. Die Station liegt zwi=
ſchen
den Dörfern Villepreux und Clayes, von beiden
Ortſchaften ziemlich entfernt. Da überdies die Loko=
motive
beim Umſchlagen die Telegraphenleitung zer=
ſtört
hatte, war alle Verbindung mit den Nachbar=
ſtationen
abgeſchnitten. Es dauerke Stunden, bis der
Draht nach Verſailles wiederhergeſtellt werden konnte.
Um 10 Uhr abends hatten die Rettungsarbeiten noch
kaum begonnen. Um 1 Uhr morgens zählte man be=
reits
10 Tote und 25 Verwundete. Und leider ſteht zu
befürchten, daß die Liſte der Opfer damit noch nicht
erſchöpft iſt! Miniſter Millerand begab ſich, vom Prä=
fekten
und Unterſuchungsrichter begleitet, noch in der
Nacht mit Automobil an die Unglücksſtätte. Nach den
bisher vorliegenden Ergebniſſen des Ermittelungs=
verfahrens
, das bei der allgemeinen Kopfloſigkeit an
Ort und Stelle keine leichte Sache war, hat ſich die
Kataſtrophe folgendermaßen zugetragen: Der Vor=
ortszug
, der, wie immer, des Samstags abends voll
beſetzt wär, hielt ſeit etwa einer halben Stunde im
Bahnhof von Villepreux und konnte nicht weiter, da an
der Maſchine ein paar Schrauben gebrochen waren.
Zahlreiche Reiſende waren, ungeduldig geworden, auf
den Bahnſteig abgeſtiegen. Plötzlich ſahen ſie den
Schnellzug mit einer Geſchwindigkeit von 90 Kilo=
meter
heranbrauſen. Alle gaben Notſignale und ſtießen
laute Schreie aus; allein es war zu ſpät! Der Zug=
führer
vermochte nicht mehr, zu ſtoppen, ja, er hatte
nicht einmal die Zeit, Gegendampf zu geben. Im näch=
ſten
Augenblicke war der furchtbare Zuſammenſtoß ge=
ſchehen
. Die Unterſuchung ſcheint bewieſen zu haben,
daß die Signalzeichen, die das Geleiſe ſperrten, richtig
gegeben wurden. Unaufgeklärt aber bleibt noch, wie
der Führer des Schnellzuges ſie nicht hat bemerken
können. Die Lokomotive kippte um, und die nach=
folgenden
Wagen gerieten in Brand. Bald ſchlug eine
ungeheure Flamme zum Himmel auf, die auf zwei
Kilometer im Umkreis ſichtbar war. Die Feuerwehr
kam aus dem Dorfe angerückt, um zu löſchen; aber
auf ſolch eine Feuersbrunſt war ſie nicht eingerichtet.
Zu allem ſonſtigen Mißgeſchick fehlte auch noch das
Waſſer. Um Mitternacht war der Brand noch nicht ge=
löſcht
. Der Maſchiniſt des angefahrenen Zuges ſoll
plötzlich verrückt geworden ſein. Ebenſo hat man den
Stationsvorſteher von Villepreux einſperren und
binden müſſen, um ihn daran zu verhindern, daß er
Hand an ſich legte. Ein Augenzeuge, der in dem
Schnellzuge ſaß, macht über die Vorgänge im Figaro
E

nähere Angaben: Ich befand mich in einem der letzten
Wagen des Zuges und ſah durchs Fenſter. Vor uns
erblickte ich einen Mann, der ein rotes Tuch wie eine
Fahne ſchwenkte. Ich ſpürte gleichzeitig, daß die Bremſe
angezogen wurde. Und faſt im ſelben Augenblick er=
folgte
der Zuſammenſtoß. Ich ſtürzte zu Boden, erhob
mich aber ſofort wieder, ſprang aus dem Abteil hinaus
und bemerkte, daß unſere Lokomotive in den anderen
Zug hineingefahren war und die hinterſten Wagen
auf die Seite geworfen hatte. Danach fing der Oelbe=
hälter
des Speiſewagens Feuer. Die Flammen ſpran=
gen
in wenigen Minuten auf die übrigen ſieben Wag=
gons
unſeres Zuges über; aber zum Glück hatten alle
Mitreiſenden den Zug bereits verlaſſen und ſich auf
den Bahndamm geflüchtet. Die letzten Meldungen vom
Schauplatz des Unglücks, die gegen 2 Uhr morgens auf
dem hieſigen Invalidenhahnhof einliefen, berichten von
19 Toten bezw. Verſchwundenen und 32 Verletzten. Da
die meiſten Leichen verkohlt oder entſetzlich verſtümmelt
ſind, iſt ihre Identifizierung äußerſt ſchwer. Bisher
ſind nur erſt die Namen von Vieren bekannt, darunter
der Sportsmann Worms de Romilly und ſein ſechs=
jähriges
Söhnchen.
Paris, 21. Juni. Auf der Eiſenbahnlinie Paris=
Grandville wurden geſtern nachmittag drei auf dem
Gleiſe beſchäftigte Arbeiter von einem Schnellzug
überfahren; zwei Arbeiter wurden getötet, wäh=
rend
der dritte ſchwer verletzt wurde.
Calais, 21. Juni. Heute früh wurden die letzten
Leichen aus der Pluvioſe geborgen.
Mohilew, 21. Juni. Durch eine neue Feuers=
brunſt
wurden über 100 Häuſer eingeäſchert und mit
knapper Not die Regierungsgebäude gerettet.
New=York, 20. Jnni. Die Bundesſtaatsan=
waltſchaft
erhob am Samstag gegen die Milliardäre
Morgan, Aſtor und Vanderbilt die Anklage
wegen Betruges und betrügeriſcher Börſenmanöver
zum Schaden des Aktien kaufenden Publikums.
New=York, 21. Juni. Hier fand geſtern nachmittag
die Trauung des jungen Theodore Rooſevelt mit
Miß Eleonore Butler ſtatt. 1500 Gäſte aus den ver=
ſchiedenen
Schichten der Geſellſchaft wohnten dem Akte
bei. Die Zahl der Neugierigen war ſehr groß.
Milwankee, 20. Juni. Der deutſche Bot=
ſchafter
wohnte heute der Schlußfeier des hieſigen
deutſch=amerikaniſchen Lehrer=Seminars,
der bedeutendſten Lehranſtalt in Amerika zur Ausbil=
dung
deutſcher Lehrer hierzulande, bei. Bei dieſer Ge=
legenheit
hielt er einen Vortrag über die deutſche
Schulbildung‟ Dem Botſchafter ſind während ſeines
Aufenthaltes in den verſchiedenen Univerſitätsſtädten
die größten Aufmerkſamkeiten ſeitens des Profeſſoren=
kollegiums
und der Studentenſchaft zuteil geworden,
ſowie aller Kreiſe, mit denen er auf ſeiner Vortrags=
reiſe
in Berührung kam. Seine Vorträge,
welche zur Förderune des Verſtändniſſes für deutſch=
ländiſche
Verhältniſſe in Amerika weſentlich beitrugen,
ſind mit größtem Beifall aufgenommen worden. Er iſt der
erſte Botſchafter, welchem innerhalb ſo kurzer Zeit
ſoviele Auszeichnungen ſeitens amerikaniſcher Univer=
ſitäten
zuteil wurden.
Ernſt=Ludwig=Verein.
St. Darmſtadt, 21. Juni.
Der Ernſt=Ludwig=Verein, Heſſiſcher Zentralverein
für Errichtung billiger Wohnungen, hielt heute unter
zahlreicher Beteiligung ſeine Hauptverſammlung ab.
In Verhinderung des erſten Vorſitzenden, Herrn Frei=
herrn
von Heyl zu Herrnsheim, eröffnete Herr
Oberbürgermeiſter Köhler=Worms
die Verſammlung. Er führte aus:
Die beiden Vorſitzenden, Frhr. v. Heyl zu Herrns=
heim
u. Herr Geh. Regierungsrat Dr. Dietz, ſind leider
verhindert, in der heutigen Sitzung zu erſcheinen bezw.
den Vorſitz zu führen. Es hat mich der Vorſtand
darum beauftragt, an deren Stelle die Verſammlung
zu leiten. Ich geſtatte mir daher, die Verſammlung
zu eröffnen und Sie alle herzlichſt zu begrüßen, die
Sie in ſo großer Zahl auch der heutigen Einladung ge=
folgt
ſind. Insbeſondere begrüße ich Se. Durchlaucht
den Prinzen zu Solms=Braunfels, der uns die
hohe Ehre zuteil werden läßt, unſeren Verhandlungen
beizuwohnen. Ferner begrüße ich den Herrn Miniſte=
rialrat
Hölzinger und die übrigen Herren des Mi=
niſteriums
. Ich möchte dabei die Mitteilung machen,
daß die Herren Staatsminiſter Ewald Exz. und Fi=
nanzminiſter
Braun Exz. Schreiben an den Vorſtand
gerichtet haben, in denen ſie ihr Nichterſcheinen zu ent=
ſchuldigen
bitten, da ſie dienſtlich verhindert ſind, den

Verhandlungen beizuwohnen. Ferner habe ich die
Ehre, die Herren von den Kreisämtern, die Herren
Kreisräte und Kreisamtmänner, bei uns zu begrüßen.
Auch in dieſem Jahre zeigt die große Zahl der Er=
ſchienenen
, daß das Intereſſe für unſere Beſtrebungen
nicht erlahmt, ſondern daß Sie immer bereit ſind, den
Verhandlungen, die wir im Intereſſe des Wohnungs=
weſens
für Heſſen ſtattfinden laſſen, beizuwohnen. Wir
können nun wohl alsbald in den Punkt 2 der Tages=
ordnung
eintreten und ich bitte den Herrn Landes=
wohnungsinſpektor
Gretzſchel, den Geſchäftsbericht zu
erſtatten. Darauf erſtattete Herr Landeswohnungs=
inſpektor
Gretzſchel den
Geſchäftsbericht,
aus dem ſchon viel in dem amtlichen Jahresbericht
mitgeteilt worden iſt. Es liegt in der Natur der Sache,
daß die Geſchäftsführung des Ernſt=Ludwig=Vereins
und die Landeswohnungsinſpektion ganz abgeſehen
von der beſtehenden Perſonalunion Hand in Hand
arbeiten und dem gleichen Ziele zuſtreben. Dabei er=
gibt
ſich ganz von ſelbſt eine Scheidung der Aufgaben.
Während die Tätigkeit der Landeswohnungsinſpektion
ſich auf die Ausführung der heſſiſchen Wohnungsgeſetze
beſchränken muß, kann diejenige des Zentralwohnungs=
vereins
ſich in freier Weiſe entfalten und erforder=
lichenfalls
auch Einfluß auf die Geſetzgebung ſelbſt neh=
men
, wie dies im Laufe der Jahre auch wiederholt ge=
ſchehen
iſt.
Bautätigkeit in größerem Umfange haben im Be=
richtsjahre
ausgeübt: der Bauverein Daheim in
Darmſtadt, Bauverein Eigenheim in Offenbach
und die gemeinnützige Baugenoſſenſchaft in Vilbel.
Ueber die Baukoſten der neuen Häuſer des Darm=
ſtädter
Vereins liegen nähere Angaben vor. Es han=
delt
ſich um Zwillingshäuſer. Jede Hälfte hat ein=
ſchließlich
Wohnküche 6 ſehr ſchöne Räume. Es iſt
beſtes Material verwendet worden. Die Baukoſten be=
tragen
rund je 6500 Mark, gewiß ein Beweis dafür,
daß mit größter Sparſamkeit gebaut worden iſt, und
trotzdem wurde etwas Muſtergültiges geſchaffen. Neu
entſtanden ſind im Berichtsjahre drei Bauvereine: in
Neckar=Steinach, Grünberg und Roßdorf.
Von Gemeinden haben nur Worms und König i. O.
Häuſer mit kleinen Wohnungen in eigener Regie ge=
baut
. Ferner iſt von mehreren heſſiſchen Arbeitgebern
wiederum Wohnungsfürſorge im Intereſſe ihrer Ar=
beiter
betrieben worden. Was die Unterſtützung der
Bauvereine durch die Gemeinden anbelangt, ſo iſt hier
trotz mancher ſchönen Fortſchritte doch noch nicht alles
ſo, wie es ſein müßte und wie es vom Wohnungsfür=
ſorgegeſetz
beabſichtigt iſt. Es herrſchen da noch man=
cherlei
Vorurteile und unrichtige Anſchauungen, auch
wird das Riſilo, das die Gemeinden z. B. mit der
Bürgſchaft für Darlehen der Bauvereine übernehmen,
nicht ſelten weit überſchätzt. Die Geldmittel für die
gemeinnützige Bautätigkeit ſind im Berichtsjahre faſt
ganz allein von der Landesverſicherungsanſtalt bereit=
geſtellt
worden. Wir ſind ihr deshalb zu ganz beſon=
derem
Danke verpflichtet. In unſerem Lande iſt die
Möglichkeit, kleine Eigenhäuſer zu errichten, noch
in großem Umfange vorhanden, man bedenke, daß in
Berichtsjahre ſelbſt in Städten wie Darmſtadt und
Offenbach kleine Häuſer zum Verkauf gebaut wurden.
Ich halte das aller Theorie zum Trotz für eine ſehr er=
freuliche
Tatſache. Man hält dem das Geſpenſt der
Spekulation entgegen. Gewiß, die Gefahr beſteht. Aber
durch den von unſekem Verein ausgearbeiteten Nor=
mal
=Kaufvertrag wird der Spekulation für lange Zeit
vorgebeugt. Eine Kontrolle für ewig iſt natürlich nicht
angängig, aber auch nicht nötig. Sollte ſpäter alſo
von den Erben der erſten Käufer das eine oder
andere Haus wirklich einmal mit Nutzen weiter ver=
kauft
werden, ſo wird dadurch ja niemand geſchädigt,
während doch andererſeits die Tatſache feſtſteht, daß
das Haus eine ſoziale Funktion erfüllt hat, indem es
das Wohnungsangebot vermehrte. Die Wohnungs=
reform
umſchließt aber auch ein Stück Erziehungs=
arbeit
. Als ein ſchweres Hindernis hängt an allen
ihren Beſtrebungen die vielfach herrſchende Verſtänd=
nisloſigkeit
für die Bedeutung einer guten und geſun=
den
Wohnung, oder der Mangel an gutem Willen, eine
ſolche zu bezahlen. In den Fällen der letzteren Art
wird freilich in der Regel auch ein Aufklären oder Be=
lehren
wenig nützen, während da, wo nur Mängel in
der ordnungsgemäßen Benutzung der Wohnung herr=
ſchen
, noch eher auf Beſſerung gerechnet werden kann.
Das von dem Verein für dieſe Fälle ausgearbeitete
Merkblatt Regeln für gutes und geſundes Wohnen
hat bereits große Verbreitung gefunden. Ein weiteres

er auch keiner Phraſen. Seine Reden ſind ſchon vor=
her
mit anderen bedacht und beſprochen worden, er
braucht ſich nicht der Inſpiration zu überlaſſen, er
braucht keine Methode und keine Technik. Sein Geiſt
iſt zu ſehr auf die Wirklichkeit gerichtet, um ſich vom
Temperament oder von rhetoriſchen Abſtraktionen
irreführen zu laſſen. Er hat die Gabe, vorauszuſehen.
und Vorausſehen heißt regieren können.
** Eine einzigartige Bücherſamm=
lung
beſitzt der Amerikaner James Carleton Young
aus Minneapolis, der nun in Paris eingetroffen iſt,
um Verhandlungen zu führen, die auf den Ausbau
ſeiner Bücherſammlung abzielen. Die Arbeit eines
ganzen Lebens und einen großen Teil ſeines anſehn=
lichen
Vermögens hat Mr. Young ſeinem Plane ge=
widmet
, der Errichtung einer Bibliothek, in der die
Werke aller lebenden Schriftſteller aller Völker ge=
ſammelt
werden ſollen. Aber die Bibliothek Youngs
iſt mehr als eine einfache Zuſammenhäufung von
Büchern, die Grundbedingung für die Aufnahme eines
Werkes iſt, daß der Autor in das Exemplar eine hand=
ſchriftliche
Eintragung macht, nicht etwa nur ein Auto=
gramm
, ſondern einige beſondere Bemerkungen, die
ſich auf das Werk oder auf den Verfaſſer beziehen. Von
Jugend auf hat ſich Young mit dieſem Plane beſchäf=
tigt
. Er iſt viel gereiſt, hat faſt alle großen Biblio=
theken
Europas beſucht und dabei gefunden, daß in den
meiſten Bücherſammlungen der Ehrgeiz in dem
Wunſche gipfelt, möglichſt viele Bände zu beſitzen. Im
Gegenſatz dazu wollte er eine Bibliothek begründen,
deren Endziel nicht in einer großen Zahl, ſondern in
einem möglichſt hohen Werte der einzelnen Bücher be=
ſtehen
ſollte, und daraus entſtand auch der Gedanke,
von jedem Autor eine handſchriftliche Eintragung in
das Buch zu verlangen. Erſt im Jahre 1891, ſo be=
richtet
Marie Anne de Bovet in einem engliſchen
Blatte, konnte Young dazu ſchreiten, ſeine Abſicht in
die Wirklichkeit umzuſetzen. Er ſtieß anfangs auf
große Schwierigkeiten, man hielt ihn für einen Auto=
graphenjäger
. Mit der Zeit aber begann ſich eine
Reihe von Gelehrten und von berühmten Schrift=
ſtellern
für die Sammlung zu intereſſieren, die Biblio=
thek
wuchs an, ſchließlich mußte Young den Büchern
ein ganzes Haus in=Minneapolis einräumen, und

heute iſt die Arbeit bereits ſo gewaltig angewachſen,
daß der Bibliothekar mit ſeinen acht Aſſiſtenten ihr
kaum gerecht werden kann. In den Hauptſtädten
aller Länder hat Young ſeine Agenten, und unter der
Förderung der akademiſchen Kreiſe Amerikas iſt heute
eine Weltbibliothek von vielen hunderttauſend Bänden
zuſammen. Die Autoren, die in die Bibliothek aufge=
nommen
werden ſollen, erhalten zunächſt ein Zirkular,
in dem ihnen Zweck und Weſen des Unternehmens
dargelegt wird. Stimmt der Verfaſſer zu, ſo kauft der
Agent der Bibliothek die Bände, gewöhnlich wird die
erſte Ausgabe geſucht, wenn möglich eine Luxusaus=
gabe
. Die Bücher gehen an den Autor, der ſeine Ein=
tragung
macht, worauf die Werke der Sammlung ein=
verleibt
werden. Die Eintragung muß charakteriſtiſch
ſein und durch irgend eine Art mit der Perſönlichkeit
des Verfaſſers verknüpft ſein. Am beſten ſind Be=
merkungen
über das betreffende Werk. Young wird
vorausſichtlich ſeine Bücherſammlung einer der großen
amerikaniſchen Univerſitäten vermachen. Man hat ihm
bereits vorgeſchlagen, die Kollektion der Kongreß=
bibliothek
in Waſhington zu überweiſen, wo ſie mit an=
gemeſſenen
Beſchränkungen der Wiſſenſchaft und der
Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden ſoll.

Kleines Feuilleton.
Die Inſpiration des Muſikers. Das
oft zitierte Wort Es bildet ein Talent ſich in der
Stille ſcheint bei den Muſikern nicht ſo allgemein
zuzutreffen, wie bei anderen ſchaffenden Geiſtern.
Amerigo Scarlatti weiſt in einem intereſſanten Aufſatz
in Ars et Labor auf die merkwürdige Vorliebe hin, die
eine Reihe großer Muſiker für eine lärmende Um=
gebung
haben. Im Gegenſatz zu anderen Geiſtes=
arbeitern
ſuchen ſie gern eine lebhafte Umgebung auf,
Geſpräche, Trubel und Geräuſche ſind ihnen will=
kommen
, und eine große Reihe noch heute bewunderter
Meiſterwerke der Tonkunſt ſind unter Umſtänden ent=
ſtanden
, die von jeder Ruhe des Schaffens und von
weltabgeſchiedener einſamer Selbſtverſenkung weit
entfernt ſind. Wenn Cimaroſa komponierte, ſo ver=
langte
er, Lärm um ſich zu haben, am liebſten war es
ihm, wenn er ſeine Inſpirationen inmitten eines

Kreiſes plaudernder und ſcherzender Freunde auf das
Papier bringen konnte. Berlioz komponierte ſeine
herrliche Orgelſonate Der Abſchied der Schäfer im
Hauſe des Architekten Due, inmitten einer Geſellſchaft,
die voll Eifer und durchaus nicht geräuſchlos am Whiſt=
ſpiel
ſich ergötzte. Als Gluck in ſeiner Heimatſtadt
Weidenwang weilte, ließ er ſein Spinett ins Freie
tragen; in unmittelbarer Nachbarſchaft des Vieh=
marktes
wurde das Inſtrument aufgeſtellt, und hier
komponierte Gluck beim Gebrüll der Ochſen und beim
Geſchrei der Verkäufer. Paér ſchuf ſeine beſten Kom=
poſitionen
, während er mit Freunden ſcherzte oder
disputierte, mit ſeinen Kindern ſpielte oder mit der
Köchin und mit ſeiner Frau allerlei häusliche Diffe=
renzen
ordnete. Gounod ſchrieb mit Vorliebe während
ſeiner Reiſen, in der Poſtkutſche oder in der Eiſenbahn.
Das berühmte Gebet des Moſes von Roſſini entſtand
in einer Viertelſtunde im Kreiſe einer luſtig ſcherzen=
den
, lärmenden Geſellſchaft von Freunden, die im
Hauſe des Dichters Trottola zuſammen gekommen
waren. Trottola brachte Roſſini die Verſe, Roſſini be=
gann
zu leſen, der Dichter fürchtete eine allzu ſtrenge
Kritik und ſagte zu Roſſini: Meiſter, ich habe daran
mehr als eine Stunde gearbeitet. Und ich werde Dir
die Muſik in einer Viertelſtunde ſchreiben antwortete
Roſſini. Er hielt ſein Wort: eine Viertelſtunde ſpäter
war das Gebet des Moſes komponiert.
ck. Das Baby auf der Flugmaſchine. Der
jüngſte Held der Flugkunſt iſt ein vierjähriger kleiner
Amerikaner, den nur ein Zufall zum Aviatiker gemacht
hat. Mit ſeinem neu erfundenen Aeroplan unternahm
Charles Abergaſty zuſammen mit ſeiner Frau bei
ſtürmiſchem Winde einen verwegenen Aufſtieg. Als
der Apparat 200 Fuß hoch in den Lüften ſchwebte, ſahen
die Eltern mit Entſetzen vom oberen Rande der Flug=
maſchine
ihren Jungen herabblicken. Das Kind hatte
ſich auf der Maſchine verkrochen und war beim Auf=
ſtieg
nicht geſehen worden. Bei dem furchtbaren Sturme
war an eine Wendung nicht zu denken, weil das Kind
dabei herabfallen mußte. Schließlich gelang die Um=
kehr
, aber bei 10 Meter Höhe legte ſich der Apparat
auf die Seite, ſodaß der Junge abſtürzte. Zum Glück
fiel er in ein Gebüſch und kam mit einicen Kratzwun=
den
davon.

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Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Inni 1910.

Seite 5.

Hindernis für Wohnungsverbeſſerungen iſt die ſchlechte
Vermögenslage mancher Hausbeſitzer.
In der letzten Vorſtandsſitzung des Vereins iſt
zu. a. beſchloſſen worden, an die Sparkaſſen, Berufsge=
noſſenſchaften
und Krankenkaſſen heranzutreten, damit
dieſe für den Kleinwohnungsbau ebenfalls Mittel zu
günſtigen Bedingungen bereitſtellen. Namentlich von
den Sparkaſſen wird erhofft, daß ſie dieſem Wunſche
nachkommen. Wie bekannt, haben bisher ſchon mehrere
heſſiſche Sparkaſſen ſich in dieſer Richtung betätigt. In
derſelben Sitzung wurde ferner beſchloſſen, an die
Regierung eine Eingabe zu richten, um eine andere
Auslegung des Wohnungsfürſorgegeſetzes hinſichtlich
der von mir vorhin ſchon erwähnten Darlehenshergabe
aus der Landeskreditkaſſe zu erreichen. Endlich be=
ſchäftigte
ſich der Vorſtand erneut mit der in der vor=
jährigen
Hauptverſammlung angeſchnittenen Frage der
ſtaatlichen Bodenpreispolitik. Es ſoll auch in dieſer
Richtung mit der Regierung Fühlung genommen wer=
den
. Uebrigens möchte ich nicht unterlaſſen, hervor=
Zuheben, daß vor kurzem die Forſtverwaltung einer
Baugenoſſenſchaft bei Erwerb fiskaliſchen Geländes
ſehr entgegengekommen iſt. Der im vorigen Jahre
von Herrn Profeſſor Dr. Biermer gehaltene Vor=
trag
über die Geldbeſchaffung hat in Fachkreiſen große
BBeächtung gefunden. Die Vorſchläge des Herrn
Biermer ſind ſoweit ich überſéhen kann als durch=
aus
brauchbar bezeichnet worden. Ich bin überzeugt,
daß ſie noch weitere Kreiſe ziehen und auch noch prak=
tiſche
Folgen haben werden. In der ſeit der letzten
Hauptverſammlung verfloſſenen Zeit iſt die Wohnungs=
frage
wiederum Gegenſtand der Beratung in einer
großen Anzahl von Verbänden und Vereinen geweſen,
beſonders zu erwähnen iſt der Internationale Woh=
nungskongreß
in Wien. Ueberall beſtand Ueberein=
ſtimmung
darüber, daß die Wohnungsfrage in erſter
Linie eine Aufgabe der Gemeinden ſei, wie denn auch
die kommunale Wohnungspolitik im Mittelpunkt der
Verhandlungen ſtand. Allgemein wurde dem Klein=
haus
gegenüber dem Großhaus und der Mietskaſerne
der Vorzug gegeben. Beſonders begrüßt es Redner,
daß man einen Referenten von der Bedeutung des
Herrn Profeſſors Eberſtadt für den Vortrag gewonnen
habe. Er gehört zu den beſten Kennern der in der
Wohnungsfrage liegenden Aufgaben, und er iſt auch
Träger eines Preiſes in dem großen Wettbewerb zur
Erlangung eines General=Bebauungsplanes für Ber=
lin
. Auch das zweite Thema darf als aktuell bezeichnet
werden und hierfür habe man in Herrn Regierungsrat
Piſtor den beſten Sachverſtändigen gefunden. Redner
ſchließt: Alles in allem kann man ſagen, daß es bei uns
vorwärts geht, wenn auch langſam. Aber das iſt ja
ganz natürlich und eigentlich auch notwendig. Denn
die aus einer langjährigen Entwicklung hervorge=
gangenen
Zuſtände können eben nur in langjähriger
ununterbrochener Arbeit normalen Verhältniſſen
nähergebracht werden. Zum Schluß ſei wiederum dank=
bar
der Unterſtützung gedacht, die der Verein im ver=
gangenen
Jahre, ebenſo wie früher, von Behörden,
Vereinen, Genoſſenſchaften und Privatperſonen erhal=
ten
hat. Auch die Preſſe iſt zum weitaus größten Teil
für unſere Beſtrebungen eingetreten, ihr ſei deshalb
gleichfalls wärmſtens gedankt. Ich ſchließe mit der
Bitte, daß ſie uns alle das bisherige Wohlwollen auch
in Zukunft bewahren möchten. (Lebhafter Beifall.)
Oberbürgermeiſter Köhler ſprach dem Redner
wärmſten Dank für den Bericht und überhaupt für
die dem Verein geleiſteten erſprießlichen Dienſte aus.
Darauf erſtattete Herr Direktor Doering=
Gießen den
Kaſſenbericht.
Das Vermögen betrug Ende 1908: 3251,61 Mark. Die
Einnahmen in 1909 betrugen für Mitgliederbeiträge
4571 Mark, für verkaufte Druckſachen 6119 Mark, in
Summa 10691 Mark. Die Ausgaben ſtellten ſich auf
10 479 Mark. Zu dem Mehr von 211 Mark kommen
noch die kapitaliſierten Zinſen für 1908/09 mit
253 Mark, ſo daß ſich=Ende 1909 ein Vermögensſtand
von 3716 Mark ergibt.
Der Vorſitzende ſprach dem Berichtenden, ſowie
dem Rechner, Herrn Wohnungsinſpektor Gretzſchel,
für ſeine umſichtige Geſchäftsführung Dank aus.
Bei der darauf vorgenommenen
Neuwahl von Vorſtandsmitgliedern
wurden die drei ausſcheidenden Herren:Geh. Reg.=Rat Dr.
Dietz=Darmſtadt, Oberbürgermeiſter Dr. Göttelmann=
Mainz und Pfarrer Loos=Butzbach durch Akklamation
wiedergewählt.
Daran ſchloſſen ſich
Vorträge.
Zuerſt ſprach Prof. Dr. Rudolf Eberſtadt=
Berlin über: Die Ausgeſtaltung der Bebauungspläne
in großen und kleinen Gemeinden wobei er eine
Reihe intereſſanter Streiflichter auf das Wohnungs=
weſen
in Heſſen warf. In Heſſen verlangt die Haupt=
maſſe
der Bevölkerung (92 Prozent) die kleinen und
kleineren Mittelwohnungen. Unſer Wohnungsbau
müſſe daher im weſentlichen Kleinwohnungsbau ſein.
Dieſer müſſe dem Städtebau das Gepräge
geben. Der Zuwachs der Bevölkerung ſei allerdings
in den fünf größten Städten am bemerkbarſten, die
größte Zahl der Anwachſenden hätte ſich aber den
kleinen Orten zugewandt. Es ſei vor allem notwendig,
mit dem Gedankenkreis zu brechen, aus dem das Bau=
fluchtliniengeſetz
hervorging. Man verlange Ordnung
im Straßenbau, aber keine Schablone. Die drei Ziele,
die man dafür aufſtellte: Verkehr, Feuerſicherheit und
öffentliche Geſundheitspflege ſeien gänzlich ungeeignet,
um eine richtige Grundlage für das Wohnungsweſen
zu ſchaffen. Die Kunſt der Gebäudeaufteilung ſei der
vornehmſte Zweck des Bebauungsplanes, und dieſe
Kunſt ſei leider faſt ganz abhanden gekommen. Das
neuzeitliche Bauweſen müſſe auf dem bewußten Zweck
der Straße beruhen, die ſich ſcheide in Verkehrs= und
Wohnſtraße. Letztere ſolle lediglich Wohngelände auf=
ſchließen
, es für die Bebauung bereit ſtellen auf die
billigſte und vorteilhafteſte Weiſe unter Berückſich=
tigung
des Wohnbedürfniſſes und der Häuslichkeit der
Anwohner. Die Sackgaſſe müſſe im modernſten Städte=
bau
wieder aufleben. Der Redner wies in ſeinen
anderthalbſtündigen Ausführungen beſonders auf die
vielfach günſtigeren Verhältniſſe in England hin und
erläuterte dann an der Hand von Illuſtrationen die
praktiſche Art des Kleinwohnungsbaues.
Danach ſprach Herr Regierungsrat Piſtor= Darm=
ſtadt
über Wohnungsfrage und Säuglings=
fürſorge‟
Redner wies an Hand von Statiſtiken
nach, daß die Säuglingsſterblichkeit am größten (80%)
dort iſt, wo ſchlechte Wohnungsverhältniſſe die Daſeins=
bedingungen
erſchweren. Schon daraus ergebe ſich der
enge Zuſammenhang zwiſchen beiden Wohlfahrtsbe=
ſtrebungen
. Eine Beſſerung der hygieniſchen Verhält=
niſſe
ſei die beſte Waffe gegen die Säuglingsſterblich=
keit
. Das vorbildliche Beiſpiel des Kreiſes Worms, der

eine Wohnungsinſpektorin angeſtellt hat, die in der
Säuglingspflege ausgebildet iſt, ſei zur Nachahmung
zu empfehlen. Vorſchläge über ein gemeinſames Ar=
beiten
will Redner ſich, der vorgerückten Zeit wegen,
für eine ſpätere Gelegenheit vorbehalten.
Beide Vorträge wurden mit lebhaftem Beifall auf=
genommen
. Da eine Diskuſſion nicht folgte, war die
Tagesordnung damit erledigt.

Parlamentariſches.
* Der Hanſabund ſendet an die Mitglieder
der Zweiten Kammer folgende Erklärung: Der
Landesverband Heſſen des Hanſabundes entnimmt mit
Bedauern dem Bericht des Erſten Ausſchuſſes der Zwei=
ten
Kammer der Landſtände über den Geſetzentwurf
betreffend die Gemeindeumlagen, daß die Großherzogl.
Regierung erklärt hat, einem Beſchluſſe des Landtages,
durch welchen die landwirtſchaftlichen Oekonomiege=
bäude
von der Grundſteuer freigelaſſen werden, ihre
Zuſtimmung nicht zu verſagen. Er muß dieſer von dem
Landtagsausſchuß inzwiſchen beſchloſſenen, einſeitigen
und unberechtigten Bevorzugung der Landwirtſchaft
umſomehr auf das entſchiedenſte widerſprechen, als
einerſeits die Landwirtſchaft durch die ſeitherige Art der
Beſteuerung, die die geſteigerten Erträge unberückſich=
tigt
ließ, bereits weſentlich bevorzugt war, und als
andererſeits die Gründe, welche für die Freilaſſung der
Oekonomiegebäude von der Grundſteuer angeführt
werden, auch bei zahlreichen Gebäuden von Handel, Ge=
werbe
und Induſtrie vorliegen; weshalb nicht einzu=
ſehen
iſt, daß in ſolchen Fällen nur die Landwirtſchaft
ſteuerfrei ausgehen, Handel, Gewerbe und Induſtrie
aber beſteuert werden ſollen. Der Landesverband
des Hanſabundes erwartet daher, daß der der Gleich=
berechtigung
aller Erwerbsſtände nicht entſprechende
Beſchluß des Erſten Ausſchuſſes der Zweiten Stände=
kammer
bei der weiteren geſetzgeberiſchen Behandlung
vom Landtage und der Großherzoglichen Staatsregier=
ung
wieder aufgehoben wird. In der Frage der Ge=
ſtaltung
der Gewerbeſteuer erklärt der Landesver=
band
Heſſen des Hanſabundes ſeine volle Zuſtimmung
zu den Vorſchlägen der heſſiſchen Handelskammern.
* Die Abgg. Reh und Genoſſen haben zur Maß=
regelung
des Oberlehrers Dr. Strecker zu Bad
Nauheim folgende Anfrage an die Regierung gerichtet:
Iſt es wahr, daß der Großh. Oberlehrer Dr. Strecker
zu Bad Nauheim wegen eines in einer heſſiſchen politi=
ſchen
Zeitung veröffentlichten Artikels gemaßregelt
worden iſt? Welche Gründe haben Großh. Regierung
zu dieſer Maßregel veranlaßt?

Der Allenſteiner Mordprozeß.
Allenſtein, 20. Juni. Der Prozeß gegen
Frau v. Schönebeck=Weber geht heute in die
dritte Woche. Infolge eines ſchweren Krampfanfalles
der Angeklagten muß die Sitzung, die um 10 Uhr mor=
gens
beginnen ſollte, bis mittags 1 Uhr verſchoben
werden. Als nächſter Leumundszeuge für Herrn von
Goeben erſcheint Hauptmann von Ehlern= Hanno=
ver
. Er hat mit dieſem die Kriegsſchule in Neiſſe be=
ſucht
und alle Dummheiten mitgemacht, wie ſie junge
Leutnants begehen. Nur in einem Punkt machte von
Goeben nicht mit, und der betraf die Frauen. Er hul=
digte
mehr dem Waffen= und Reitſport. Bei ſeinen
Kameraden war er eine Art Vertrauensmann. Den
Kameraden imponierte vor allem ſeine abſolute Todes=
verachtung
und ſeine ſtete Hilfsbereitſchaft. Herr von
Goeben ſoll einmal einen Herrn v. B., der die Gat=
tin
eines Kameraden beläſtigt hatte, zum Duell ge=
fordert
haben, da die Frau nicht wagte, ſich ihrem
Gatten anzuvertrauen, da ſie fürchtete, dieſer werde
dann in das Duell verwickelt werden. Herr von
Goeben habe ihm davon erzählt und hinzugefügt, Herr
v. B. habe ſich nach dem erſten Schuß überſchlagen wie
ein Haſe. Der Vorſitzende ſtellt feſt, daß von Goeben
bei ſeiner Vernehmung angab, von einem Duell könne
keine Rede ſein, es habe nur eine Auseinanderſetzung
ſtattgefunden. Herr von Goeben habe auch einmal mit
ihm, dem Zeugen, eine Szene gehabt, er ſei eiferſüchtig
auf ihn geweſen und habe erklärt, die Sache müſſe ſo=
fort
mit der Waffe in der Hand ausgetragen werden
Der Zeuge hat ihn darauf gefragt, ob er verrückt wäre.
Als er dann von dem Morde hörte, hat er ſofort die
Empfindung gehabt, daß es ſich wieder um die unglück=
ſelige
Idee eines zeugenloſen Duells handeln könne.
Er hat ſich dem Herrn von Goeben als militäriſcher
Verteidiger zur Verfügung geſtellt, iſt aber nicht zu=
gelaſſen
worden. Zeuge Fabrikbeſitzer Ebhardt=
Hannover gibt Herrn von Goeben ebenfalls das beſte
Zeugnis. Er war ſchneidig, zuverläſſig und ritterlich.
In den Burenkrieg zog er, weil er etwas erleben
wollte. Der Zeuge hat zwei Briefe von Herrn von
Goeben erhalten. In dem erſten, vom 30. Dezember,
deutet Herr von Goeben an, daß Einbrecher als Mör=
der
des Majors in Frage kommen können. Im zwei=
ten
teilt er mit, daß er der Täter ſei und bereits ge=
ſtanden
habe. Der nächſte Zeuge iſt der Schriftſteller
Otto v. Loßberg=Berlin, der ebenfalls am Buren=
kriege
teilgenommen hat. von Goeben wurde ſeiner
Batterie attachiert, nachdem er vom Präſidenten der
Republik die Erlaubnis erhalten hatte, am Kriege teil=
zunehmen
. Herr von Goeben war im Gefecht ein
außerordentlich tapferer Mann und ſcheute keine Ge=
fahr
. Freilich beugte er ſich nicht immer den Anfor=
derungen
der Vorgeſetzten, weil er ſeine Meinung für
die richtigere hielt, und verſtand auch nicht, mit den
Buren umzugehen. Daß er einmal einen Unteroffi=
zier
erſchoſſen hätte, hält der Zeuge für ausgeſchloſſen.
von Goeben hatte keine Disziplinargewalt. Wenn er
einen Buren erſchoſſen hätte, hätte er riskieren müſſen,
ſofort eine Kugel von hinten zu erhalten. Auch bei
dem kleinen deutſchen Korps war das ausgeſchloſſen.
Es waren das Leute, mit denen man den Teufel aus
der Hölle hätte holen können, aber ſie folgten gern dem
ſchneidigen Offizier. Der Zeuge hat Herrn von Goeben
zuletzt fieberkrank in einer holländiſchen Ambulanz
geſehen und ihn dann erſt 1902, beim Empfang der
Burengenerale in Berlin, wiedergeſehen; auch in der
Folgezeit noch freundſchaftlich mit ihm verkehrt. Die
Verteidiger ſtellen feſt, daß von Goeben an etwa fünf
Gefechten teilgenommen habe, während er ſelbſt be=
hauptete
an fünfzehn. Der Zeuge bekundet weiter,
daß Herr von Goeben einem Hauptmann von Haffken
Material zu einer kriegsgeſchichtlichen Schrift geliefert
habe, und zwar Einzelheiten aus der Schlacht am
Spionskop, an der er gar nicht teilgenommen haben
kann, weil er erſt zwei Monate ſpäter nach Südafrika
kam. Als er, Zeuge, Herrn von Goeben darüber zur
Rede ſtellte, ſoll er geantwortet haben: Wenn man den
Leuten nicht erzählt, daß man überall mit dabei ge=
weſen
iſt, glauben ſie einem überhaupt nichts. Im all=
gemeinen
reſumiert ſich der Zeuge dahin, daß Herr

von Goeben der glänzendſte Feldfoldat war, den er= ge=
ſchen
habe. Er habe dieſe Ueberzeugung auch in einer
Schrift über den Burenkrieg zum Ausdruck gebracht.
Da die Angeklagte ſehr erſchöpft iſt, wird die Weiter=
verhandlung
auf morgen vertagt.

Luftſchiffahrt.
Deutſchland in der Luft voran!
(Nachdruck verboten.)
Am Donnerstag wird das Luftſchiff,L. ZVII‟,das
als erſtes Paſſagierfahrſchiff auf den Namen Deutſch=
land
getauft iſt, unter der Aegide der Hamburg-
Amerika=Linie und der Deutſchen Luftſchiffahrt=Aktien=
Geſellſchaft ſeine regelmäßigen Fahrten be=
ginnen
. Es mag vorausgeſchickt werden, daß die H. A. L.
inſofern in eine ſehr nahe Verbindung zu dieſen Fahr=
ten
getreten iſt, als die Paſſagierannahme für die
Fahrten des Luftſchiffs Deutſchland und der ſpäteren,
dieſem nachfolgenden von ihrer Paſſage=Abteilung in
Hamburg und Düſſeldorf übernommen worden iſt.
Die erſte Fahrt wird von Friedrichshafen
über Stuttgart, Mannheim, Köln nach Düſſeldorf gehen.
Die erſte Fahrt, ſowie die erſten Probefahrten über dem
Vodenſee werden von der Ulmer Karnevalgeſellſchaft
gemacht, die ſich bereits vor Pfingſten für dieſe Fahrt
einſchreiben ließ. Auf den Zwiſchenſtrecken von Fried=
richshafen
nach Düſſeldorf werden ebenfalls Paſſagiere
aufgenommen werden. Außer dieſen Fahrten mit der
Ulmer Karnevalgeſellſchaft ſind bereits jetzt von Paſſa=
gieren
Fahrten nach Dortmund und nach Berlin belegt
worden. Als Abfahrtsorte werden Düſſeldorf und
Köln in Frage kommen; Köln hat ſich vertraglich etwa
75 Prozent der Abfahrten von ihm aus geſichert.
Mit dem Fahrtbeginn am 22. Juni iſt die Epoche
der regelmäßigen Zielfernfahrten begonnen. Die tech=
niſche
Einrichtung des Luftſchiffes, über die ſogleich
Näheres ausgeführt werden ſoll, ſowie auch der Bau
der von Brauer u. Wirth in Stuttgart entworfenen
und ausgeführten Paſſagierkabine ſind für die regel=
mäßigen
Fahrten eingerichtet. Die Beziehung der
H. A. L., die die Vororganiſation der Fahrten von Ham=
burg
aus geleitet hat und nun von Düſſeldorf aus wei=
terführt
, ſpricht auch für die Regelmäßigkeit des Unter=
nehmens
.
Das Luftſchiff Deutſchland hat eine Länge von
148 Metern bei einem Durchmeſſer von 14 Metern und
einem Rauminhalt von rund 19000 Kubikmetern. Un=
terhalb
des Luftſchiffes ſind die beiden Maſchinengon=
deln
und zwiſchen dieſen die Paſſagierkabine eingebaut.
In der vorderen Gondel iſt ein Motor von 130 Ps.,
ſowie die geſamten Steuerräder, Ballaſt und Ventil=
züge
, da das Luftſchiff ſtets von der vorderen Gondel
aus gelenkt werden muß. In der hinteren Gondel ſind
zwei Motoren von je 100 Ps. Alle Steuer= und maſchi=
nellen
Organe ſind zwei= und mehrfach angeordnet, ſo
daß eine außerordentliche Betriebsſicherheit vorhanden
iſt. Die geſamten Maſchinen entwickeln etwa 390 Ps.
und geben dem Luftſchiffe eine Reiſegeſchwindigkeit von
etwa 14 Sekundenmetern, das ſind rund 50 Kilometer
in der Stunde und eine Höchſtgeſchwindigkeit von etwa
16 Sekundenmetern oder 57 Kilometern in der Stunde:
Die Tragkraft des Luftſchiffes beträgt rund insgeſamt
20000 Kilogramm in Meereshöhe, von der nach Abzug
des Eigengewichts des Luftſchiffes und ſeiner Motoren
eine nutzbare Tragkraft von 45000 Kilogramm bleibt.
Die Benzin= und Oelvorräte geſtatten, eine 12 bis 15=
und unter Umſtänden auch eine 20=ſtündige Fahrt, das
ſind etwa rund 1000 Kilometer, zurückzulegen.
Zur Führung des Luftſchiffes gehören etwa acht bis
neun Perſonen: 1 Führer, 1 Fahringenieur, 2 Steuer=
leute
, 4 oder 5 Monteure.
Da nun das Luftſchiff Deutſchland in den regel=
mäßigen
Paſſagierdienſt geſtellt iſt, ſo mußte es erſtmals
auch in der Kabine mit einem Reſtaurationsbetrieb
verſehen werden, der ſich allerdings nur auf Kaffee,
Tee, Sekt und kalte Platte beſchränkt. Letzthin ging ja
auch das Inſerat nach einem leichten Luftſchiffkellner
durch die Preſſe. Er ſoll übrigens nicht über 60 Kilo=
gramm
ſchwer ſein.
Die Kabine der Deutſchland vereinigt Zweck=
mäßigkeit
und Eleganz. Sie iſt ſo in das Luftſchiff ein=
gebaut
, daß Längsträger des Luftſchiffes zugleich Träger
der Kabine ſind und außerdem iſt ſie an 12 Stahldrähten
doppelt in ihrer Lage ſo geſichert, daß ſie unter allen
Umſtänden unverrückt hängt, auch wenn einmal aus
einem unwahrſcheinlichen Zufall ein paar Streben ſich
verbiegen oder brechen ſollten. Alle Metallteile des
Kabinengerüſtes ſind mit Mahagoni bekleidet, ebenſo
beſtehen die Decken und Füllungen aus Mahagoni=
furnieren
. An den Deckenbalken und Säulen ſchaffen
reiche Einlegearbeiten in Perlmutter der Kabine ein
außerordentlich komfortables und elegantes Ausſehen.
Der Fußboden, der in außerordentlich ſicherer Weiſe
mit fünffacher Holzlage verleimt wurde, iſt mit Tep=
pichen
belegt. Große Schiebefenſter geſtatten nach allen
Seiten einen ungehinderten Ausblick von den leichten,
bequemen Korbſitzen. Was nun die Fahrtbeteiligung
betrifft, ſo hören wir, daß die Belegung der Plätze in
der Art der Schlafwagen und Dampfſchiffe gehandhabt
wird, das heißt in einlaufender Reihenfolge. Ueber
die Fahrpreiſe iſt ſoviel feſtgeſetzt, daß eine dreiſtündige
Tour etwa 200 Mark und eine kürzere Fahrt 100 Mark
koſten dürfte. Die Fahrpläne ſollen immer wochenweiſe
vorher feſtgeſetzt und veröffentlicht werden. Die Be=
dingungen
, unter denen die Fahrkarten ausgeſtellt
werden, ſind natürlich der Beſonderheit angepaßt. Die
Teilnahme an der Fahrt erfolgt unter alleiniger Ver=
antwortung
des Paſſagiers. Ueber die Ausführbarkeit
einer Abfahrt entſcheidet ausſchließlich die Fahrtleit=
ung
u. a. m.
Abſeits von allem prinzipiellen Streit hat ſo die
D. L. A. G. und die H. A. L. das beſte Mittel angewandt,
um durch die Praxis den hohen Stand der deutſchen
Luftſchiffahrt zu beweiſen.
G.

* Friedrichshafen, 21. Juni. Wie die Frft.
Ztg. hört, iſt es ſicher, daß die Abfahrt des LZ VII‟
nach Düſſeldorf heute um Mitternacht erfolgen
wird. Das Luftſchiff fährt vorausſichtlich den Rhein
entlang. Führer iſt Luftſchiffkapitän Lau. Es findet
noch eine kurze Probefahrt ſtatt.
H. B. Köln, 21. Juni. Das Eintreffen des
Luftſchiffes L 2 VII wird hier am Donnerstag
erwartet. Die Fahrt geht von Friedrichshafen über
Stuttgart, Mannheim, Köln nach Düſſeldorf. Die
Paſſagierfahrten von Düſſeldorf ab ſind bereits ſtark
belegt. Die Fahrpläne werden wöchentlich feſtgeſetzt
und veröffentlicht.
H.B. Berlin, 21. Juni. Das Militärluft=
ſchiff
P II unternahm heute vormittag vom Tege=
ler
Schießplatze aus eine kurze Fahrt. Nachdem das
Luftſchiff von ſeinem erſten Aufſtieg glücklich gelandet

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Inmi 1910.

Seite 6.

war, unternahm es gegen 12 Uhr einen zweiten
Aufſtieg, bei dem es von einem Unfall betroffen
wurde. Als der Luftkreuzex nach dem Tegeler Schieß=
platz
zurückkehrte und dort landen wollte, ſenkte er
ſich ſehr ſchnell zur Erde nieder. Den Mannſchaften
gelang es nicht, das Schlepptau zu ergreifen und der
Ballon wurde plötzlich nach dem ſüdöſtlichen Rande
des Geländes abgetrieben. Dort verſing ſich die Gon=
del
in den Kieferwipfeln. Nach einiger Zeit gelang
es dann den herbeigeeilten Mannſchaften, das Luft=
ſchiff
wieder flott zu machen und dasſelbe konnte gegen
1 Uhr geborgen werden. Es hat einige leichte Beſchä=
digungen
am Steuer und an den Stabiliſationsflächen
erlitten. Die Hülle blieb unbeſchädigt.
* Kiel, 20. Juni. Die Vorexpedition nach
Spitzbergen, welche die Aufgabe hat, die Möglichkeit
einer ſpäteren arktiſchen Expedition mit Zeppelin= Luft=
ſchiffen
feſtzuſtellen, wird am 2. Juli Kiel mit dem Dampfer
Mainz des Norddeutſchen Lloyd verlaſſen. Bei Spitz=
bergen
liegt der große norwegiſche Eisdampfer Phönix
bereit, auf dem Vorſtöße in die Eisregion unternommen
werden ſollen.
* Brüſſel, 20. Juni. Die Ankunft des Lenk=
ballons
Clouth in Brüſſel iſt vollkommen unerwar=
tet
erfolgt, da die Luftſchiffer niemand von der Abſicht
der Reiſe verſtändigt hatten. Die Fahrt vollzog ſich bei
günſtigen Windverhältniſſen glatt und ohne jeden
Zwiſchenfall in der Richtung über Aachen, Maſtricht,
Tongern auf Brüſſel, wo das Luftſchiff um 4 Uhr
30 Minuten morgens nach etwa fünfſtündiger Reiſe
eintraf. Es machte eine kurze Rundfahrt über der
Stadt und landete ſodann auf dem Uebungsplatz Etter=
beek
, nachdem es durch Auswerfen eines Briefes über
der Gendarmeriekaſerne Hilfsmannſchaften erbeten
hatte, die bereitwilligſt zur Verfügung geſtellt wurden.
Das Luftſchiff wurde dann in der Halle der Luftſchiff=
geſellſchaft
Avia ohne Schwierigkeit untergebracht. Die
Dauer des Aufenthaltes hängt von den Verhältniſſen
der Gasverſorgung ab. Der Ballon macht vorausſicht=
lich
morgen eine Rundfahrt über Brüſſel. Das Clouth=
ſche
Luftſchiff iſt der erſte fremde Lenkballon, der auf
dem Luftwege nach Belgien gekommen iſt.

Sport.
Schlittſchuhklub-Sportverein Darm=
ſtadt
. Am vergangenen Sonntag fand in Mannheim
auf den Spielplätzen des Lawn=Tennis=Klubs ein
Trei Städte Tennis=Wettſpiel‟ Darm=
ſtadt
, Mannheim, Heidelberg, ſtatt. Für
Darmſtadt und Mannheim ſpielten je drei Damen
und ſechs Herren, und zwar für Darmſtadt:
Fräulein von Enckevort, Fräulein Hildegard‟.
Frau Dr. Callmann und die Herren Fitting,
Hans, Landmann, Koch, von Nariſchkin, Leutnant
Daub, während Heidelberg nur ſechs Herren
entſandt hatte. Beim prächtigſten Wetter nahmen die
Spiele einen ſportlich ausgezeichneten, bis zum letzten
Augenblick ſpannenden Verlauf und endeten mit einem
ſchönen Siege der Darmſtädter über Mannheim und
Heidelberg, zu dem nicht zum wenigſten das ausgezeich=
nete
Spiel unſerer drei Damen beigetragen hat. Darm=
ſtadt
gewann gegen Mannheim mit 8:7 Wettſpielen
und gegen Heidelberg mit 811. Mannheim beſiegte
Heidelberg 6:3. Das Ergebnis der einzelnen Spiele
wird durch Anſchlag auf dem Sportplatze des Schlitt=
ſchuhklub
-Sportvereins bekannt gemacht. Die Mann=
heimer
Freunde hatten alles aufgeboten, um ihren
Gäſten einen freundlichen Empfang zu bereiten, und
der Aufenthalt in dem ſchönen Klubhauſe, von dem man
die Spielplätze beſtens überſehen kann, war während
des ganzen Tages ein ſehr angenehmer. Gegenwett=
ſpiele
werden in kurzer Zeit hier ſtattfinden.
Die internen Wettſpiele, die der Schlittſchuhklub-
Sportverein veranſtaltet, haben ſich ſchnell die Gunſt
unſerer Spieler erobert und ſcheinen ihren Zweck, das
ſportliche Intereſſe zu fördern und zu tüchtiger Fort=
bildung
Gelegenheit zu geben, aufs beſte zu erfüllen.
Am kommenden Sonntag wird ein Damen=Einzelſpiel
mit Vorgabe ſtattfinden.
* Frankfurt, 21. Juni. Vom Concours
Hippique. Der letzte Tag des internationalen
Concours Hippique bringt noch fünf internationale
Konkurrenzen, ſo eine Springkonkurrenz für Jagd=
pferde
im Beſitze von Händlern, zu der 22 Nennungen
ergangen ſind, ferner ein Konkurrenz=Hochſpringen mit
17 Nennungen. Zu einer Troſtſpring=Konkurrenz ſind
80 Meldungen eingegangen. Der Fahrſport iſt durch
zwei Konkurrenzen vertreten, einmal eine ſolche für
Zweiſpänner im Beſitze von Händlern und dann eine
ſolche für Zweiſpänner im Privatbeſitz, die von Kut=
ſchern
vorgeführt werden. Schülerwettſpiele.
An den Schülerwettſpielen am Freitag, die um 4 Uhr
nachmittags beginnen, nehmen folgende Schulen teil:
Klinger=Oberrealſchule gegen Leſſinggymnaſium (Ober=
und Unter=Abteilung); Philanthropin, Bahlmann=
ſchule
, Domſchule, Brentanoſchule, Souchay= Mittel=
ſchule
; Gutleutſchule I gegen Merionſchule, Günthers=
burgſchule
gegen Peſtalozziſchule. Muſterſchule, Deutſch=
herren
=Mittelſchule, Souchay=Mittelſchule gegen aus=
geloſte
Sieger vom vorhergehenden Tage, (Mittelſchule),
Fröbelſchule, Bahlmannſchule gegen Schwarzburgſchule,
Domſchule gegen Willemerſchule, Brentanoſchule gegen
Mühlbergſchule, Varrentrappſchule, Kirchnerſchule gegen
Günthersburgſchule, Günderrodeſchule (Mädchen=) und
Glauburgſchule gegen Weißfrauenſchule. Die Kämpfe
zeigen in der Hauptſache Ballſpiele, Geräteturnen und
ſchulhygieniſche Uebungen.

Handel und Verkehr.
* Bahninduſtrie=Aktiengeſellſchaft
Harnover (Fabrikation, ſowie Bau und Lieferung
von Induſtrie=, Feld= und Kleinbahnen). Die Aktien=
geſellſchaft
verteilt bei einem Bruttogewinn von
929664,95 Mark nach Abſchreibungen von 48 197,50
Mark und Reſerveſtellung und Gewinnvortrag von

insgeſamt 58 860,21 Mark eine Dividende von 8 Pro=
zent
. Neben den beſtehenden Filialen in Berlin,
Breslau, Frankfurt a. M., München, Straßburg, Wien
wurden neue Filialen in Danzig, Dortmund, Düſſel=
dorf
, Leipzig und in Peſt eine Tochtergeſellſchaft
unter der Firma Vaſutipar reszvenytarſaſag es tarſa
gegründet. Der Auftrags=Beſtand pro 1910 hat be=
reits
nach Ablauf von 5 Monaten ungefähr die Höhe
des geſamten Umſatzes von 1909 erreicht.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des§ 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Das Beſchmieren der Häuſer.
Schon verſchiedentlich wurde auf das häßliche Be=
ſchreiben
und Beſchmieren der Häuſer und Wände hin=
gewieſen
, aber die Mahnrufe verhallen allem Anſchein
nach ungehört. In keiner Stadt trifft man dieſes Laſter
des Beſchmierens ſo ſtark wie in Darmſtadt. Hier iſt
kein Haus, keine Wand, die nicht verſchmiert iſt. Mei=
ſtens
wird dies jedoch nur von ſchulpflichtigen Kindern
verübt. Den Eltern und Lehrern kann daher nicht ge=
nug
empfohlen werden, die Kinder von dieſem Unfug
abzubringen. Einſender Dieſes mußte dieſe Woche
wahrnehmen, daß der Unſinn nun auch bei Erwachſenen
platzgreift und noch zum größten Erſtaunen bei Mäd=
chen
und Frauen; erſtere im Alter von 18 bis 19 Jah=
ren
. Dieſe bemalten die Wände einer Gartenumfaſſung
im Rößlerweg mit Wörtern, die jeder Scham entbehren.
Leider war es noch nicht möglich, die Perſonen mit ihren
Namen ausfindig zu machen. An einen jeden Mit=
menſchen
, der Zeuge einer derartigen Beſchmierung ſein
ſollte, iſt daher nur die wiederholte Bitte zu richten,
nach Möglichkeit die Perſonalien dieſer Menſchen feſt=
zuſtellen
und ſie alsdann zur Anzeige zu bringen.
Sp.

Literariſches.
Sie war des andern Roman, Deutſches
Verlagshaus Bong & Co., Berlin W 57. Aus dieſem
letzten und zugleich reifſten Werk des zu früh verſtorbenen
Guſtav Klitſcher erkennt man aufs neue, wieviel unſere
erzählende Dichtung an ihm verloren hat. Mit un=
mittelbarer
Friſche greift er in das Leben hinein und
zeichnet in breiten, ſtets feſſelnden Zügen das Milieu
des Berliner Lebens, wie es ſo viele verſucht haben, wie
es aber nur wenigen geglückt iſt. Aus dieſem farbigen
Hintergrunde läßt Guſtav Klitſcher eine ernſte, reifere
Frauengeſtalt hervortreten, wobei er zu Honoré Balzacs
berühmter Romanſchöpfung Die Frau von dreißig
Jahren ein deutſches Gegenſtück ſchafft, in dem zahlreiche
Frauen ihr Schickſal wiederfinden werden. Das Er=
zählungswerk
, das durchaus kein Tendenzroman im Geiſte
der Frauenemanzipation iſt, ſchöpft dennoch tief aus dem
Frauenleben unſerer Zeit, das als ein Glied des ganzen
modernen Lebens im Zuſammenhang mit ihm geſchildert
wird.
Karlchen, Das kommt vom Sekt! Eine
unglaubliche Geſchichte. Verlag von Dr. P. Langen=
ſcheidt
, Berlin=Groß=Lichterfelde. Preis 1 Mk., geb.
2,50 Mk. Wer kennt Karlchen, den übermütigen
Mitarbeiter im Stabe der Jugend nicht? Hier hat
er ſein Meiſterſtück geliefert. Nichts, was vor des
Dichters loſem Mundwerk ſicher wäre! Gottloſigkeit
über Gottloſigkeit, Reſpektwidrigkeiten über Reſpekt=
wvidrigkeiten
! Und doch, trotz ſeiner diaboliſch ſpitzen
Zunge übt dieſes Meiſterwerk mutigen und zugleich
ſeingeſchliffenen Humors ſeine Kritik in vornehmer,
geiſtvoller und amüſanter Form aus.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Karlsruhe, 21. Juni. Prinzeſſin Feodora zu
Schleswig=Holſtein, die jüngſte Schweſter der Kaiſerin, iſt
heute vormittag in Oberfasbach bei Achern, wo ſie zum
Beſuche der Freifrau von Röder weilte, geſtorben.
* Berlin, 21. Juni. Der Kaiſer ſtattete heute
nachmittag 5 Uhr dem Reichskanzler einen Beſuch ab.
Der Kaiſer gedenkt morgen früh um 8 Uhr nach
Aliona und Hamburg abzureiſen. Die
Kaiſer in hat ſich mit der Prinzeſſin Friedrich
Leopold anläßlich des Ablebens der Prinzeſſin Feo=
dora
zu Schleswig=Holſtein nach Oberſasbach bei Achern
in Baden begeben, wo die Ankunft morgen früh um
6¼ Uhr erfolgt.
* Berlin, 21. Juni. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Der Reichskanzler begibt ſich
am Mittwoch nach Schloß Bebenhauſen, um dem
König von Württemberg ſeine Aufwartung zu
machen.
* Stuttgart, 21. Juni. Die Maurer und die
Bauhilfsarbeiter haben beſchloſſen, die Arbeit
noch nicht wieder aufzunehmen. Eine heute
im Gewerkſchaftshaus ſtattgehabte Verſammlung be=
ſchäftigte
ſich mit dem Dresdener Schiedsſpruch. Die
Aufnahme der Arbeit in Groß=Stuttgart hängt von
dem Beſchluß des gegenwärtig in Charlottenburg
tagenden Verbandstag der Maurer ab.
* Konſtanz, 21. Inni. Bei Beuren ſind bei einer
Kahnſahrt auf der Donau zwei Perſonen ertrunken.
Der Bodenſee fällt langſam; ſeit Samstag iſt der
Pegel auf 544 Zentimeter zurückgegangen.
* Koblenz, 21. Juni. Amtlich. Ab heute früh iſt
zwiſchen Remagen und Adenau die Perſonenbeförder=
ung
in vollem Umfang aufgenommen wor=
den
; bei Nieder=Adenau, zwiſchen Dümpelfeld und
Leimbach, wird eine ſolche bis auf weiteres durch Um=
ſteigen
vermittelt.
* Trier, 21. Inni. Wie die Trierſche Zeitung er=
fährt
, hat der 26jährige Zimmergeſelle Dooſt aus Zur=
lauben
, auf deſſen Spur ein Polizeihund geführt hatte,
eingeſtanden, den am Montag früh aufgefun=
denen
Sergeanten Seemann nach kurzem Streit

Nummer 143.

durch einen Stich in den Hals get ötet zu haber
Er will in Notwehr gehandelt haben. Die Tat geſchah
nach einer Vereinsfeſtlichkeit, an der ſowohl Seemann
wie auch Dooſt teilgenommen hatten. Seemann iſt der
Sohn eines Förſters aus dem Hunsrück.
* Kaiſerslautern, 21. Juni. Die hieſigen Bauhand=
werker
haben in einer geſtern abgehaltenen Verſamm=
lung
beſchloſſen, den Spruch des Dresdener Schiedsgerich=
tes
anzunehmen und die Arbeit wieder aufzunehmen.
* Köln, 21. Juni. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Koblenz: Vom Kaiſer iſt dem Oberpräſidium
folgendes Telegramm zugegangen: Voll innigem Mit=
gefühl
mit den von der entſetzlichen Wetterkataſtrophe
betroffenen Perſonen im ſchönen Ahrtale, deren Scha=
den
an Blut und Gut in ſeinem ganzen, ſo traurigen
Umfange jetzt zu überſehen iſt, iſt es auch mir ein Be=
dürfnis
des Herzens, zur Linderung der größten Not
auch meinerſeits ein Scherflein beizutragen. Ich habe
daher eine Summe von 10000 Mark zu Ihrer Ver=
fügung
geſtellt und meiner Schatulle zu Ihrer Ver=
fügung
an Sie angewieſen.
* Hannover, 21. Juni. Eine außerordentliche
Generalverſammlung des Zweigvereins Hannover des
Zentralverbandes der Maurer Deutſchlands beſchloß
einſtimmig, den Dresdener Schiedsſpruch abzu=
lehnen
.
* St. Pölten, 21. Juni. Kaiſer Franz Joſef
iſt heute früh hier eingetroffen. Er wurde am Bahn=
hofe
von dem Bürgermeiſter und den Spitzen der Be=
hörden
begrüßt. Der Kaiſer wohnte auf dem Zivil=
ſchießplatze
dem Feſtſchießen und auf dem Militärſchieß=
platze
dem Mannſchafts=Beſtſchießen bei. Der Kaiſer
nahm dann auf dem Rathausplatze die Huldigung der
Schuljugend und der Sängerſchaft entgegen und kehrte
um 10 Uhr nach Wien zurück. Der Aufenthalt in St.
Pölten geſtaltete ſich zu einer herzlichen patriotiſchen
Kundgebung.
* Paris, 21. Juni. Aus Oran wird gemeldet, daß
ebenſo wie kürzlich in der Gegend von Metarke nunmehr
auch im Norden des Mulujafluſſes eine militäriſche Expe=
dition
zwecks. Herſtellung geſicherter Zuſtände in der fran=
zöſiſchen
Einflußſphäre unternommen werden ſoll. Zu die=
ſem
Zwecke werden in Udſchda mehrere Reiterſchwadronen,
einige Kompagnien algeriſcher Schützen und Fremden=
legionäre
, ſowie einige Abteilungen Gebirgsartillerie, im
ganzen etwa 1100 Mann, zuſammengezogen. Die Truppen
werden nach Taurier marſchieren, wo wahrſcheinlich, ent=
ſprechend
den franzöſiſch=marokkaniſchen Vereinbarungen,
ein ſtändiger Poſten errichtet werden wird.
* London, 21. Juni. Der Premierminiſter As= empfing zwei Abordnungen von Frauen; die
eine gehörte dem Verbande des Vereins für Frauen=
ſtimmrecht
an, während die andre aus Vertreterinnen der
Frauenliga gegen das Frauenſtimmrecht beſtand. Be=
kanntlich
hat die bisherige Weigerung Asquiths die
Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts zu empfangen,
im vergangenen Jahre Anlaß gegeben zu Unruhen in
der Nachbarſchaft des Parlaments.
* London, 21. Juni. Der vierte internatio=
nale
Kongreß der Handelskammern und
ſonſtiger Handels= und Induſtrievereinigungen wurde
heute mit einer Anſprache des Handelsminiſters Bux=
ton
eröffnet. Die Zahl der Teilnehmer beträgt 450;
unter ihnen befinden ſich 14 Vertreter aus Deutſchland.
* Sofia, 21. Juni. Das Königspaar wird
heute abend in Begleitung des Miniſterpräſidenten und
der Miniſter des Aeußeren und des öffentlichen Unter=
richts
ſowie des Generalſtabs=Chefs nach Paris ab=
reiſen
.

Berlin, 21. Juni. Es ſcheint nunmehr erwieſen,
daß der Fabrikant Kohlmetz ſich durch Zyankali
getötet hat; dagegen bleiben noch die beiden Schrot=
ſchüſſe
und die Würgmerkmale am Hals unaufgeklärt.
Die Gattin des Rittergutsbeſitzers von Haake auf
Klein=Machnow wurde geſtern während einer Wagen=
fahrt
von einem Unwohlſein betroffen, fiel von dem
Wagen und erlitt ſo ſchwere Verletzungen, daß ſie bald
darauf ſtarb. Geſtern ſpät abends entflohen
fünf Sträflinge aus der Strafanſtalt Rummelsburg,
doch gelang es, ſie wieder einzufangen.
H.B. Karlsruhe, 21. Juni. Prinzeſſin Feodora
zu Schleswig=Holſtein litt ſeit längerer Zeit
an einem Fußleiden, für das ſie im Taunus vergeblich
Heilung ſuchte. Zu dieſem veralteten Leiden trat daun
eine Herzkrankheit, an deren Folgen die Prinzeſſin
heute geſtorben iſt. Die Beiſetzung der Prinzeſſin fin=
det
vorausſichtlich in Primkenau ſtatt. Die Kaiſerin
und die Prinzeſſin Friedrich Leopold von Preus
ßen wurden ſofort von dem Ableben der Prinzeſſin be=
nachrichtigt
. Wie verlautet, wird die Kaiſerin infolge
des Todesfalles ihre Teilnahme an der Kieler Woche
und ihren Beſuch in Flensburg abſagen.
H. Mannheim, 21. Inni. Heute nachmittag hat ein
junger Kaufmann namens Wernz von Mannheim
die 17jährige Artiſtin Elſe Schmitt aus Mainz, Mit=
glied
einer Damenkavelle, aus Eiferſucht durch mehrere
Stiche in die Bruſt und in den Rücken getötet. Der
Täter wurde verhaftet.
H. B. London, 21.=Juni. Der Daily Mail zufolge wird
König Georg anläßlich ſeines Geburtstages dem Herzog
von Cornwallis am nächſten Donnerstag den Titel eines
Fürſten von Wales verleihen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Von dem
nördlichen Hochdruckgebiet iſt ein Teil unter Lostrennung
nach Oſtdeutſchland gezogen. Bei heiterem Himmel und
nach Oſten drehendem Winde ſteigt die Tageswärme
jetzt ſtärker an; in der Nacht war es kühl und die
Temperatur ſank in vielen Eegenden. bis 8. Von
England her iſt ein Luftwirbel im Anrücken, der morgen
Südwind und bereits Gewitterneigung bringt.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 22. Juni:
Vielfach heiter, doch ſpäter ſtrichweiſe Gewitterregen,
Südwind, ſehr heiß.

Derrse
Derer

PilsnerDSC
MünchnerC
Hell Exvort
eP 6.

614a

[ ][  ][ ]

Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

Seite 7.

Ein ſportliches Urteil!
Memel, 24. Okt. 1909. Um meinen Körper recht kräftig
u. widerſtandsfähig zu geſtalten, trinke ich ſchon ſeit einiger
Zeit Bioſon. Ich habe bis jetzt 15 Pakete verbraucht und
kann Ihnen mitteilen, daß bei meiner Ringer=Laufbahn Ihr
Präparat von größtem Nutzen für mich ſein wird. Ich
fühle mich auf das Bioſongetränk ſehrgekräftigt und immer
friſch und tut es mir hauptſächlich beim Trainieren ausge=
zeichnete
Dienſte. Bitte einige Gratis=Muſter zu ſenden,
damit ich dieſe an meine Freunde verteilen und ihnen die
gute Kraftnahrung empfehlen kann. Hochachtend! Wilhelm
Rydau, Bommels=Vitte 86. Unterſchrift beglaubigt! Ernſt
Borchert, Notar. Bioſon iſt das beſte u. billigſte Kräf=
tigungsmittel
. Paket 3 Mk. in Apothek., Drog. (12612D

Geſchäftliches.
Die kleine Erika. So heißt die neue Schreib=
maſchine
der weltberühmten Nähmaſchinen=, Fahrrad=
und Schreibmaſchinenfabrik Seidel & Naumann, Dresden,
deren Bekanntſchaft Hoflieferant Heinrich Elbert G. m.
b. H. Darmſtadt, vermittelt. Das aparte Maſchinchen
wiegt in elegantem Lederkoffer kaum 9 Pfund und
koſtet nur 185 Mk. exkluſive Koffer. Das iſt ein Rekord
der Solidität und Billigkeit, welche die kleine Erika
zum Reiſebegleiter vieler Geſchäftsleute und anderer
machen wird, die auf der Reiſe ſich nicht von ihrer
Maſchine trennen wollen. Die Seidel & Naumannſchen
Maſchinen erfreuen ſich im allgemeinen des beſten
Renommees; mit der kleinen Erika wird dem Mangel
einer vollwertigen, unbegrenzt brauchbaren, billigen und
bequem transportablen Schreibmaſchine abgeholfen, die
bisher gefehlt hat.
(12581

lich
Schne
Puddings usw.,
sind Milch-Flammer
ind

wenn man bei der Zubereitung

gebraucht. Rezepte für schmackhafte Speisen befinden
sich auf den bekannten gelben Paketen. (114205)

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und bei der Beerdigung
unſerer unvergeßlichen guten Frau und Mutter
Frau Maria Vautz
geb. Jakob
und für die aufopfernde Pflege der Barmherzigen
Schweſtern, ſowie für die überaus zahlreichen
Blumenſpenden, ſagen wir Allen auf dieſem Wege
unſeren tiefgefühlten Dank.
(12622
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Vautz und Tochter.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.

Tageskalender.
Vortrag des Stadtverordneten Sames um 8½ Uhr
im Fürſtenſaal.
Ausflug des Gartenbauvereins nach Weinheim ( Ab=
fahrt
um 1.20 Uhr).
Konzert um 4 und 8 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um ½ 8 Uhr im Reſtaurant Schmitt (Bahnhof).
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Heſſiſchen Hof
Konzert um 8 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Konzert im Hotel Zur Krone zu Jugenheim.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 107 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 23. Inni.
Hofreite=Verſteigerung des Jakob Jockel (Neue
Ireneſtraße 71) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Küchengeſchirr= ꝛc. Verſteigerung um 9 und 3 Uhr
Rheinſtraße 29.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um ½10 Uhr Karl=
ſtraße
52.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Anzeigenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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Entgegennahme weiterer Gaben ſind wir
gern bereit.
Die Expedition des Tagblatt.

Kurſe vom 21. Juni 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,30
3½ Deutſche Reichsanl. . 93,10
84,60
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,30
3½ do. Conſols . . . . 93,10
84,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,60
93,70
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,60
92,00
do.
½
83,30
do.
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,30
91,60
do.
3½
80,80
do.
3 Sächſiſche Rente . . . 83,60
4 Württembergerv. 1907 102,00
do.
93,40
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 48,30
3¾ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 98,10
4 do. Goldrente . . 99,25
do. einheitl. Rente 94,20
Portug. unif. Serie I 66,50
do. unif. Ser. III 67,60
Spezial . 12,50
do.
Rumänier v. 1903 . .
do. v. 1890 . . 95,40
do. v. 1905 . 90.60
A Ruſlen z. 1880 a. A. 8.9 ML. 80,

Zf.

InProz.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,50
z do. v. 1905 . . . . 100,20
. 93,50
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 88,00
do. unifiz. v. 1903 94,40
4 Ungar. Goldrente . . 95,00
do. Staatsrente . 92,40
5 Argentinier . . . . . . 101,70
91,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,20
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,00
98,90
do.
4½,
4½ Japaner . . . . . . . 97,70
5 Innere Mexikaner . . 100,00
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,90
5 Gold=Mexikaner . . . 100,20
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt

. . . . 144,20
4 Nordd. Lloyd . . . . 111,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 118,80
4 Baltimore & Obie . . 111,50
4 Hotthardbahn .

InProt.
8f.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,80
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 24,10
4 Pennſylvania R. R. 133,50
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 209,90
Werger=Brauerei . . . . 82,80
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 480,50
Fabrik Griesheim . . . . 260,25
Jarbwerk Höchſt.
.477,25
Verein chem. Fabriken
Mannheim.
. . . 325,00
Lahmeyer .
.113,90
Schuckert.
. 163,50
Siemens & Halske . . . 245,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 418,25
Bochumer Bb. u. Guß . . 232,10
Gelſenkirchen.
.210,00
Harpener .
.195,80
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
. .
. .224,25
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . .
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,70
do.
3½
91,90

Eliſabeth., ſteuerpfl.
do. ſteuerfrei . 99,10
Oeſterr. Staatsbahn. 105,30

do.
do.
alte
Oeſterr. Südbahn .
do.
do.
Raab=Oedenburger .

4 Ruſſ. Südweſt..
4 Kronpr. Rudolfbahn

97,70
98,80
56,40
75,25
90,10
98,00

In Proz.
St.
. . 76,10
2¾0 Livorneſet .
4 Miſſouri=Paciſie . . . 79,40
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,40
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuaniepec . . . . . 101,80
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 117,00
4 Darmſtädter Bank 130,50
250,80
4 Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank 127,90
4 Diskonto=Geſellſchaft . 187,30
4 Dresdner Bank . . . . 157,90
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,75
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 124,10
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,20
144,60
4 Reichsbank
4 Rhein, Kredit=Bank . 139,40
4 Wiener Bank=Verein 137,00
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
do. S. 19. . . . . 92,40
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
91,00
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,20
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,10
½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,15
do. (unk. 1914) 91,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
3½
92.80

In Proz.
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . . . . .
3½ do.
4 Frankfurt.
.101,00
3½ do.
95,60
4 Gießen
. . 100,20
3½ do.
4 Heidelberg
. . 100,00
3½ do.
91,00
4 Karlsruhe
. . 100,50
3½ do.
91,60
.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
91,30
4 Mannheim
3½ do.
91,50
4 München
.101,00
3½ Nauheim
92,00
Nürnberg.
. 100,40
3½ do.
4 Offenbach.
3½ do.
92,20
4 Wiesbaden .
103,00
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 83,25
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 171,50
3½ Cöln=Mindner 100 137,00
5 Donau=Reg. fl. 100 149,00
3 Holl. Samm, . 100 195.00

In Proz.
Zf.
3 Madrider Fs. 100 78,00
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. .
.135,10
4 Oeſterr. 1860er Loſe
3 Oldenburger
2½ Raab=Grazer fl. 150 173,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 210,00
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45
do,
Fs. 10
Meininger
fl.
Oeſterreicher v. 1864 100
do. v. 1858 100 465,00
Ungar. Staats 100 338,00
Venediger
Frs. 30 41,70
Türkiſche
400 184,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,24
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,15½
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten . . . . 81,10
Holländiſche Noten . . . . 169,25
Italieniſche Noten . . . . 80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto
Reichsbaus=Kombard Auf. 5.

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910,

Nummer 143;

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32)

Riſfe der Liebe.
Ein Blankeneſer Roman
von Ewald Gerhard Seeliger.
(Nachdruck verboten.)
Harriet war betroffen ſitzen geblieben. Sie wußte,
ohne hinzuſehen, daß Mathias Harms noch immer un=
verwandt
herüberſtarrte. Schwer rang ſie mit ihrem
Stolz. Und dann war ſie entſchloſſen, in den Kampf
einzugreifen, um Frieden zu ſtiften. Scheu ſchaute ſie
ſich nach Kurt Egloff um, der ſchon wieder unterwegs
war. Er ſtand in einem Kreiſe junger Mädchen in
weißen und roſa Kleidern und brachte ſie mit leichter
Mühe zum Lachen. Sie erhob ſich, ſchritt langſam bei
Mathias Harms vorbei und fing ſeinen Blick ruhig und
voll auf. Er wurde ſo rot, daß ſein kahlgeſchorener
Schädel bläßlich dagegen abſtach. Harriet nickte ihm zu,
ging weiter und hörte, daß er folgte. Bei der ſtillen
Buchenhecke, wohin die glänzenden Lampen nicht mehr
drangen, wandte ſie ſich plötzlich um.
Herr Harms! ſagte ſie ſchroff. Weshalb ſtarren Sie
mir unausgeſetzt ins Geſicht?
Weil ich Sie liebe! gab er zurück, und ſeine Stimme
zitterte vor innerer Erregung.
Sie ſchwieg, denn ſie konnte keine Antwort darauf
finden. Mit geſenktem Kopf ſtand er vor ihr.
Sie haben mit unſerer Firma einen Ratenkampf
begonnen? ſtieß ſie nach einer Weile heraus. Was be=
zwecken
Sie damit?

Ich kämpfe um Sie, Fräulein Harriet! verſetzte er
ruhig, und ſeine Stimme ſchwankte nicht mehr. Ihr
Herr Vater hat mir Verſprechungen gemacht, zu deren
Einlöſung ich ihn nur mit Gewalt zwingen kann.
Sie verdächtigen meinen Vater zu Unrecht, wies
ſie ihn entſchieden zurück.
Das tut mir leid, ſprach er höflich. Ich hege gegen
Ihren Vater noch immer die aufrichtigſten Gefühle, und
es tut mir doppelt leid, daß ich gegen ihn vorgehen
muß.
So geben Sie den Kampf auf, ſchlug ſie vor.
Nicht ohne Ihre Hand!
Sie wiſſen, daß ich darüber nicht mehr verfügen
kann, rief ſie und raffte ärgerlich ihr Kleid.
Es liegt nur an Ihnen, dieſe Verbindung zu löſen,
verſetzte er eigenſinnig.
Nein, rief ſie empört. Dies ſteht hier nicht zur
Diskuſſion. Geben Sie den Kampf bedingungslos auf.
Dafür iſt es zu ſpät, ich kann nicht mehr zurück.
Sie werden ſich ruinieren, warnte ſie ihn, doch das
Mitleid, das wieden bei ihr erwachte, milderte die Hef=
tigkeit
dieſes Vorwurfes.
Es iſt möglich, gab er zu. Es iſt möglich, daß noch
einige andere darunter zu leiden haben. Aber ich hoffe,
vorher die Firma Geſterling u. Ko. ruiniert zu haben.
Das wird niemals geſchehen, erwiderte ſie ſtolz.
Und wenn es mir doch gelänge? fuhr er fort, ohne
ſeinen ſtarren Blick von ihr zu laſſen. Wenn es mir
gelänge, dieſe Firma zur Liquidation zu briagen2

Sie ſind ein furchtbarer Menſch, rief ſie und wich
vor ihm zurück.
Nein, antwortete er ſchlicht und ſenkte die Augen.
Ich bin nur ein unglücklicher Menſch.
Sie werden ſich noch unglücklicher machen.
Sie täuſchen ſich, lächelte er diskret. Mehr als un=
glücklich
kann der Menſch nicht werden. Ich gebe die=
ſen
Kampf nicht eher auf, als bis ich Ihre Hand er=
rungen
habe, oder bis ich mir eine Kugel durch den
Kopf ſchießen muß.
Herr Harms! ſchrie ſie entſetzt auf und hielt ſich un=
willkürlich
die Ohren zu. Sie ſind von Sinnen.
Vielleicht, erwiderte er ruhig. Mein Leben hat ohne
Sie keinen Wert, alſo ſetze ich es ein, um Sie zu ge=
winnen
. Das iſt ein ſehr einfaches Rechenexempel.
Ich werde Sie niemals lieben! ſtieß ſie heraus.
Dieſe Hoffnung habe ich längſt aufgegeben, fuhr
er reſigniert fort, während ſeine kleinen unſcheinbaren
Augen flackernd leuchteten. Aber ich werde niemals
erlauben, daß Sie Ihre Liebe einem anderen zuwen=
den
. Ich werde die Firma Geſterling u. Ko. ruinieren,
und wenn ich deshalb Himmel und Hölle in Bewegung
ſetzen müßte. Sie werden in zwei Jahren ein armes
Mädchen ſein, Fräulein Harriet. Und ich wage, zu be=
zweifeln
, daß Sie dadurch für Herrn Egloff an An=
ziehungskraft
gewinnen können.
Pfui! rief ſie außer ſich. Dieſe Verdächtigung iſt
Riedrig.

[ ][  ][ ]

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

Nummer 143.

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Ich bin nur ein Kaufmann, entſchuldigſe ſich
Mathias Harms achſelzuckend. Mir fehlen die Allüren
eines Künſtlers.
Sie beneiden ihn, rief ſie triumphierend.
Ich bedauere ihn, gab Mathias Harms zurück, und
ſeine Sicherheit wuchs bei jedem Worte. Er iſt für mich
nur ein Handwerker, der ſich nicht einmal von ſeiner
Hände Arbeit ernähren kann. Ich mache einen Strich,
und es fließen mir Hunderttauſende zu. In ſpäteſtens
zwei Jahren wird die Firma Geſterling u. Ko. auf=
gehört
haben, zu exiſtieren, und die Firma Mathias
Harms wird an ihrer Stelle ſtehen.
Und Sie meinen, mein Vater wird die Hände in
den Schoß legen? fragte Harriet, aufgebracht über ſeine
Sicherheit. Sie kennen ihn nicht.
Ich kenne ihn genau, erwiderte Mathias Harms
kaltblütig. Und ich unterſchätze ihn nicht. Aber er be=
findet
ſich in der Verteidigung. Ich bin überzeugt, daß
er es nicht zum Aeußerſten kommen laſſen wird. Ich
weiß, daß er, bevor er liquidiert, ſtärker ſein wird als
die Ereigniſſe, die ihn zur Annahme meiner Kündigung
bewogen haben.
Welche Greigniſſe, forſchte ſie, von der Dunkelheit
ſeiner Rede überraſcht.
Es handelt ſich hier nur um Ihre Hand, Fräulein
Harriet, ſprach er feſt und ließ ſeine heißen, flackernden
Augen auf ihrer ſchmalen, weißen Hand ruhen, die in
den Falten ihres Kleides zuckte.
Und Sie würden eine Frau an Ihrer Seite dul=
den
, die Sie nicht liebt? rief ſie, bebend vor Zorn. Die
Sie niemals lieben wird?
Jawohl! ſtieß er mit einem Seufzer hervor. Ich
könnte das. Schon um Sie keinem anderen zu laſſen

In dieſem Augenblick trat Kurt Egloff, der Har=
riet
ſchon lange geſucht hatte, herein und prallte ver=
blüfft
zurück. Mathias Harms machte vor Harriet eine
höfliche Verbeugung und empfahl ſich.
Kurt Egloff hielt mit ſeiner grenzenloſen Verwun=
derung
nicht hinterm Berge und fragte nach der Ur=
ſache
dieſer merkwürdigen Begegnung.
Komm! flüſterte ſie zitternd, ſchmiegte ſich dicht an
ihn und drängte nach den hellen Lampen hin. Komm
ſchnell, ich fürchte mich!
Da gab er ihr nach und drang nicht weiter in ſie.
Noch immer ſchwebten die Paare über das Parkett.
So glatt wie beim erſten Tanz war es nicht mehr.
Längſt hatte ſich der dunkle, fette Strich im Süd=
weſten
verdickt und nahm nun den halben Himmel ein.
Den erſten Donner hatte die Muſik noch übertönen
können. Kurz vor elf Uhr rollte der zweite von der
Elbe herauf. Kurt Egloff lief ſchnell zum Ausſichts=
tempel
, um dem Feuerwerker einen Wink zu geben.
Als Antwort auf die erſte Rakete flammte ein weißer,
blendender Blitz durch die dicke, ſchwarze Wolkenwand,
die ſich nun mit unheimlicher Geſchwindigkeit herauf=
ſchob
. Rauſchend griff ein heftiger Sturmſtoß in die
Bäume. Die zweite Rakete erſtickte ſchon ziſchend im
wütenden Platzregen, der den weiten Park in wenigen
Augenblicken rein von Menſchen fegte. Doch den wohl=
tätigen
Kaſſen des Frauenvereins konnte das Gewitter,
das ſich krachend entlud, nicht mehr ſchaden. Die Ein=
nahmen
hatten eine reſpektable Höhe erreicht. Und im
Verlauf der folgenden Monate konnten fünfzehn Ver=
lobungen
gefeiert werden, von denen nur die Hälfte
zurückging. Dafür hielt die andere Hälfte um ſo feſter.

Schon am nächſten Morgen trat Harriet ins Zim=
mer
ihres Vaters, der ſich für den Sonntag einen gan=
zen
Packen Arbeit mit nach Hauſe gebracht hatte und
eifrig rechnete.
Ich habe geſtern mit Herrn Harms geſprochen! be=
gann
ſie zögernd.
Ueberraſcht hob er den Kopf.
Er hofft, die Firma Geſterling u. Ko. in zwei Jah=
ren
ruiniert zu haben!
Er hofft! erwiderte Diedrich Geſterling, und ballte
kampfluſtig die Fauſt. Er wird ſich täuſchen. Ich weiß,
daß er es kein ganzes Jahr mehr aushält.
Nun gut! ſprach ſie, beruhigt durch ſeine Sicher=
heit
. Ich bitte Dich, unſere Verlobung zu veröffent=
lichen
. Der jetzige Zuſtand iſt mir unerträglich.
Du wirſt Dich gedulden müſſen, ſprach er beſtimmt.
Ich habe mir damals zur Bedingung gemacht, daß dieſe
Verbindung nicht eher veröffentlicht wird, bis ich es
für nötig finde!
Wann alſo? rief ſie ärgerlich.
Bis Herr Egloff etwas erreicht hat, antwortete der
Vater. Weshalb beſchickt er keine Ausſtellung? Ver=
anlaſſe
ihn dazu. Sobald er mir eine nennenswerte
Auszeichnung aufweiſen kann, bin ich bereit, Deinen
Wunſch zu erfüllen.

(Fortſetzung folgt.)

Cigaretten-Fabrik, Kios‟o E. Robert Böhme, Dresden.

Oieferant der französischen Tabak-Regie.

[ ][  ][ ]

Seite 11.

Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Jnni 1910.

Bekanntmachung.
Das Schulgeld für das Großh. Real=
gymnaſium
und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere Mäd=
chenſchule
(früher Reineck’ſches Inſtitut)
und die Mittelſchulen für das II. Kalen=
der
=Vierteljahr 1910 iſt, bei Meidung
der Mahnung, bis Ende I. Mts. an den
Werktagen, vormittags von 8 bis 12½ Uhr,
hierher zu entrichten.
(12328a
Darmſtadt, den 15. Juni 1910.
Die Stadtkaſſe.
J. V.: Hahn.
Städtiſches Hallenſchwimmbad.
Durch Beſchluß der Stadtverordneten=
Verſammlung vom 16. I. Mts. iſt die Be=
nutzungszeit
im Hundebad des ſtädtiſchen
Hallenſchwimmbades verſuchsweiſe wie
folgt feſtgeſetzt worden:
1. Sonntags und Montags bleibt das
Hundebad geſchloſſen an den übrigen
5 Wochentagen iſt dasſelbe nur 4 Stun=
den
lang geöffnet und zwar vormittags
von 911 Uhr und nachmittags von
½3½5 Uhr.
2. Ferner wurden die Preiſe für das
Waſchen langhaariger Hunde neu feſt=
geſetzt
und zwar:
Je nach der Größe des Hundes auf
75 Pfg., 1 Mark und 1,50 Mark ſtatt
der bisherigen Preiſe.
3. Es wird an die Beſtimmung der Bade=
ordnung
erinnert, wonach Hunde, welche
nicht mit Maulkorb verſehen ſind, nicht
angenommen werden können.
Darmſtadt, den 18. Juni 1910.
Die Betriebsleitung.
Klein.
(12476om
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 20. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll das den Heinrich Gils Eheleuten da=
hier
zugeſchriebene Grundſtück:
Flur Nr.
qm
IV 3116/100 7 Hofreitegrund mit
Giebelmauer Lich=
tenbergſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K81/10
Darmſtadt, den 4. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I
Müller.
(L11668,70

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 20. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Ludwig Graulich dahier zu=
geſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 140 636 Hofreite Gutenberg=
ſtraße
Nr. 52,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K58/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 31. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L11669,70
Müller.

Bekanntmachung.
Mittwoch den 13. Juli I. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Stukkateur Georg Gerlach Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 5951//1000 153 Hofreite Kahlert=
ſtraße
Nr. 8,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K32/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D12583,1
Müller.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über den
Nachlaß des Immobilienagenten Abraham
Guthmann in Darmſtadt iſt zur Abnahme
der Schlußrechnung, zur Erhebung von
Einwendungen gegen das Schlußverzeich=
nis
und zur Beſchlußfaſſung der Gläubiger
über die nicht verwertbaren Vermögens=
(12559
ſtücke Schlußtermin auf
Samstag, den 16. Juli 1910,
vormittags 9 Uhr,
Zimmer 219
anberaumt worden.
Darmſtadt, den 17. Juni 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.

Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das Ver=
mögen
des Schreinermeiſters und Möbel=
fabrikanten
Eduard Frei in Darmſtadt
iſt nach Abhaltunß des Schlußtermins auf=
(12558
gehoben worden.
Darmſtadt, den 18. Juni 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.

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Schmitt & Wildenhayn,
Televhon 1587. (C10793.56) Darmſtadt.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 goldene Halskette mit Anhänger und 1 roten und weißen Steinchen.
1 Sack Kartoffeln. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger.
1 Dreimarkſtück. 1 Zwanzigmarkſtück. 1 brauner Spazierſtock mit ſchwarzem Horn=
griff
. 1 großer Schlüſſel. 1 Peitſche. 1 Hundemarke mit der Nr. 141 VII. 1 großer
Schlüſſel. 1 Muſchelaufſatz von einer Uhr oder einem Spiegel. 1 Broſche in Form
von Herz und Anker. 1½ Dutzend Perlmuttknöpfe. 1 Gummireif von einem Kinder=
wagen
. 1 Milchkanne. 1 vergoldeter Manſchettenknopf mit Opal. 1 Paar Baſt= Bade=
ſchuhe
. 1 Herren=Regenſchirm. 2 große Schlüſſel. 1 Trauring, gez. G. R. 10. 9. 05.
1 ſchwarzer Spazierſtock. 1 kleines weißes Handtäſchchen mit gelbem Bügel. 1 Porte=
monnaie
mit Inhalt.
Verloren: 1 blaue Broſche (2 Stiefmütterchen darſtellend). 1 Feldſtecher.
1 ſchwarze Stahl=Uhr, im Rückdeckel eine Photographie. 1 ſilbernes Ketten=Armband
mit Anhänger (Herzchen). 1 brauner Kinder=Spazierſtock. 1 Taſchentuch. 1 rotbraunes
Portemonnaie mit etwa 14 Mk. Inhalt. 1 grünledernes Damen=Portemonnaie mit
etwa 6 Mk. Inhalt. 1 ſchwarze Broſche mit Silbereinfaſſung. 1 braunes Zigarren=
Etui mit Namen und Wappen verſehen. 1 ſilberne Geldbörſe mit 5 Mk. Inhalt.
1 Damen=Gürtel, grün mit Goldſtickereien und weißer Seide gefüttert. 1 ſeidener
Herren=Regenſchirm. 1 goldene Brille. 2 Krawatten, blaue Selbſtbinder mit roten
Streifen und blaugrün mit Punkten. 1 weißes Kinder=Käppchen. 1 buntfarbiger
Damen=Gürtel mit Goldſchloß. 1 goldenes Halskettchen mit Herzchen, in demſelben
2 Photographien. 1 ſchwarzſeidener Regenſchirm mit Silbergriff. 1 lilaſeidener Band=
gürtel
. 1 grünes Damen=Portemonnaie mit etwa 14 Mk. Inhalt. 1 Zwicker mit. Nickel=
geſtell
. 1 dunkles Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 weiße Kinderwagen=J
1 Portemonnaie mit 16 Mk. Inhalt. 1 Schulatlas. 1 ſchwarzes Portemonna mit
Druckknopf und 1,301,80 Mk. oder 3,303,80 Mk. Inhalt und ein Gutſchein uf
2,40 Mk. nebſt 2 kleinen Schlüſſeln. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand und einfunt
ſilberner Kette. 1 Bund Schlüſſel.
Zugeflogen bei Privaten: 1 roter Brenner=Kröpfertaube mit C. R. 06 a. d.
180. IV. 1 gelblich=grauer Kanarienvogel. 1 Kanarienvogel.
Entflogen: 2 Kanarienvögel.
Entlaufen: ſchwarzer Spitzhund mit Marke und der Nr. 731. 1 Wolfsſpitz.
1 Rattenpinſcher.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(12571
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Bulldogge, 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Impftermin.
Donnerstag, den 23. d. Mts., ſowie an den beiden folgenden Donnerstagen,
nachmittags 4 Uhr beginnend, finden in dem Mädchenſchulhauſe, Beſſungerſtraße 67,
öffentliche und unentgeltliche Impf= und Nachſchautermine für die Kinder des
Beſſunger Stadtbezirks ſtatt.
Impfpflichtig ſind alle im vorigen Jahre geborenen, ſowie die aus früheren
Jahrgängen mit der Impfung im Rückſtande verbliebenen Kinder.
Aus einem Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten, wie Scharlach, Maſern,
Diphtherie, Krupp, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſenartige Entzündungen oder die natür=
lichen
Pocken herrſchen, dürfen Impflinge zum allgemeinen Termine nicht gebracht
werden. Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem Körper und mit
reinen Kleidern gebracht werden.
Darmſtadt, den 18. Juni 1910.
(12587mm
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Egenolf.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 23. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale Zur Ludwigshalle‟ Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend
gegen Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
311 Herren=Steh= und Umlegkragen, 1000 Zigarren, 27½ und ½ Flaſchen
Kognak und Likör, 30 Büchſen Kindermehl, 24 Päckchen Tee, 1 Pianino,
1 Tafelklavier, 1 Heftmaſchine, 1 Kaſſenſchrank, 1 Ladentheke, 1 Warenſchrank,
60 Geſchäftsbücher, 2 Glasſchränke, 1 Bett, 3 Vertikos, 2 Kommoden, 3 Diwans,
2 Sofas, 4 Seſſel, 1 Waſchkommode, 3 Schreibtiſche, 2 Kleiderſchränke, 1 Fahr=
rad
, 1 Ziege, 1 Hund, Tiſche, Stühle, Bilder, Spiegel u. a. m.
Ferner auf freiwilligen Antrag:
eine Raſenmähmaſchine.
Die fettgedruckten Gegenſtände kommen vorausſichtlich beſtimmt zur Verſteigerung.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
12640)

Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, den 24. Juni 1910, vormittags 10 Uhr und nach=
mittags
3 Uhr beginnend,
werden im Auftrage des Konkursverwalters im Hauſe Gutenbergſtraße 54 die Ein=
richtung
einer Bäckerei und Konditorei, beſtehend in
1 vernickeltem Brotgeſtell, 1 Ladentheke mit Marmorpl., 1 Brotſchrank,
1 noch nicht gebrauchte Anſchlagmaſchine, 1 Teigteilmaſchine, 32 Kuchen=
bleche
, 1 eiſ. und 1 hölz. Backmulde, 6 Brot= und 6 Brötchen=Diele,
1 Dezimalwaage, 1 Tafelwaage mit Gewichten, 2 Kupfer= und 2 Zink=
keſſel
, 1 Eiskiſte, 2 Arbeitstiſche, Anisformen, ferner 3 Sack Mehl,
2 vollſt. Betten, 1 Kleiderſchrank, 1 Küchenſchrank mit Drahtnetz,
Vanille=Creme, 1 Kleidergeſtell, 1 Waſchmaſchine u. a. m.
durch den Unterzeichneten gegen Barzahlung beſtimmt verſteigert.
(12626
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11.

Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 22. Inni 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden in dem Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe) verſchiedene Möbel,
darunter:
vollſtänd. Betten, Waſchkommoden mit Marmorpl., Nachtſchränkchen,
Tiſche, Sekretäre, Schreibtiſche, Diwans, Büfetts, Kommode, Spiegelſchränke,
Vertikos, Kleiderſchränke, Nähmaſchine, Pianino, Spiegel, Stühle, Laden=
ſchrank
, Ladentheke, verſchiedene Landauer und Breaks, 80 Bilderleiſten,
80 Geſchäftsbücher, Herren= und Damenfahrrad, Fournierpreſſe (neues
Syſtem), verſchiedene Nachtſchränke, Werkholz, Bretter, Pfoſten, Four=
niere
, 1 Rund=, Abkant= und Wulſtmaſchine, 1 Gaspumpe, 1 Polyphon,
1 grauer Anzug (vollſt.), 2 Weſten, 1 Gehrock mit Weſte und grauer
Hoſe und eine Partie Zigarren
zwangsweiſe verſteigert.
(12625
Die Verſteigerung der fettgedruckten Gegenſtände findet beſtimmt ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher.
Georgenſtraße 11, I.
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Bekanntmachung.
In dem Konkurs über das Vermögen
der Odenwälder Kammfabrik, vorm. Hch.
Rochholz, Inhaber: Bernhard Sander
zu Ober=Ramſtadt, wird zur Erklärung über
den vom Konkursverwalter geſtellten An=
trag
auf Einſtellung des Konkursverfahrens
wegen mangelnder Maſſe Termin zur
Gläubigerverſammlung auf
(12567
Dienstag, den 28. Juni 1910,
vormittags 10 Uhr,
vor Großh. Amtsgericht Darmſtadt, Zim=
mer
Nr. 118, beſtimmt.
Darmſtadt, den 18. Juni 1910.
Großherzogliches Amtsgericht II.
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Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Jnni 1910.

Nummer 148.

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von 121 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Inf.=(Leibgarde) Regts. Nr. 115.
1. Hamburg=Amerika, Marſch von F.
Bauer. 2. Ouvertüre zu Die luſtigen Weiber
von Windſor von O. Nicolai. 3. Fantaſie
aus Der Troubadour von G. Verdi. 4. Ein
Albumblatt von R. Wagner. 5. Zwei
elſäſſiſche Bauerntänze von G. Merkling,
6. Zwei hiſtoriſche italieniſche Märſche: a) J‟
Pifferi, b) Marſch von Sardinien, bearbeitet
von Grauert.
Woog, am 21. Juni 1910.
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Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Iini 1910.

Seite 13.

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Mannschafts-, Vorgabe-, Zwei- und Dreisitzer-Rennen.
Veranstalter: Velociped-Club Darmstadt.

Einladung
zur Generalverſammlung der Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis
in Darmſtadt auf
Freitag, den 24. Juni 1910, abends 8½ Uhr,
im ſtädtiſchen Saalbau (Vorzimmer des Gartenſaales, Eingang: Riedeſelſtraße).
Tagesordnung:
1. Erſtattung des Jahresberichts für 1909,
2. Vorlage der Rechnung für 1909,
3. Neuwahl des Ausſchuſſes,
4. Mitteilungen.
Darmſtadt, den 18. Juni 1910.
(12564
Der Ausſchuß:
Dr. Gläſſing, Vorſitzender.

crlegener rerendermehelte

Ludwigshöhe.
Mittwoch, den 22. Juni,
(B12575
im Anschluss an das Kurkonzert
Abend-Konzert
einer größeren Kapelle vom Muſikkorps des Leibgarde=Regts.
Leitung: Obermusikmeister H. Hauske.
Réunion.
Turmbeleuchtung.

Sonntag, den 26. Juni 1910:
Familienſpaziergang nach Groß=Zimmern.
Zuſammenkunft an den Hirſchköpfen nachmittags pünktlich 2 Uhr. Ankunft
in Groß=Zimmern 5 Uhr. Einkehr im Löwenbräu, daſelbſt
(12549ms
Gemütliches Zusammensein mit Tanz.
Rückfahrt 84 Uhr.
Die Ausflugskommiſſion.
Wilhelminen=
Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein, E. V., ſtraße 19, I.
Zu dem heute, am 22. Juni, abends 8½ Uhr, in dem Fürſtenſaal ſtattfindenden
Vortrag des Herrn Stadtverordneten Sames über
den Bebauungsplan im neuen Bahnhofsviertel
ſind unſere Mitglieder freundlichſt eingeladen.
(12621
Der Vorſtand.

NB. ¾11 Uhr gemeinſamer Spaziergang nach Böllenfalltor und Landskrone.

Brauerei Erker, Bleichetrasse 47.
Donnerstag, 23. Juni,
Garten-Konzert
Uhle
einer Abteilung des Muſikkorps 23er Dragoner.
Eintritt frei.
Eintritt frei.
Freundl. ladet ein
B. Bux.
(*15266)

Täglich
Hoter HnsS Kunstier-Nonzeet.

(10114a

Uugenschütz Felsenkeller.
Heute Mittwoch
Großes Militär-Streich-Konzert
einer größeren Kapelle vom Muſikkorps des Leibgarde=Regiments Nr. 115.
Leitung: Herr Toni Czaschke.
(*15221
Eintritt frei.
Eintritt frei.
Holeryzur krene Jagennenn u. u. D.
Jeden Mittwoch Kurkonzert
der vollzähligen Kapelle des Garde-Drag.-Regts. Nr. 23
Leitung: Musikmeister Mittelstädt.
(12637

Vereinigte Gesellschaft.
Freitag, den 24. Juni, abends 7½ Uhr,
(nicht Donnerstag, den 23.)

Gartehkonzert

ausgeführt von der Kapelle des Großh. Artillerie=Korps.
Bei ungünſtiger Witterung findet das Konzert in den oberen Räumen ſtatt.
12580)
Der Ausschuss.
Brauerei-Restaurant Hessischer Hof‟
Heute Mittwoch, den 22. Juni:
Grosses Militär=Extra=Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Großherzoglichen Artillerie=Korps
Leitung: Herr Obermuſikmeiſter F. Mickley.
(12579
Heiteres Programm.
Unter anderem: Ein Abend in Toledo, ſpaniſche Serenade. Süße Küſſe.
Charakterſtück von Eilenberg. Mädel klein, Mädel fein aus Der Graf von Luxemburg
Anfang 8 Uhr. Frogramm à 10 Pfg. berechtigt zum freien Eintritt.

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Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

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Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

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[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

Nummer 143.

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[ ][  ][ ]

Nummer 143

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

Seite 21.

Erdbeeren ſind jetzt reichlich auf dem Markt.
Friſche Erdbeeren und Flammeri, gekocht
mit Elcenectilk und Vollmilch.
geben eine köſtliche Nachſpeiſe.
Es iſt nötig, Mondamin gut 10 Minuten lang
kochen zu laſſen, um den ſchönen, nußartigen Ge=
ſchmack
und die volle Nährkraft des Mondamin zu
erzielen. Nur gute Vollmilch verwenden.
Rezepte gratis und franco von Brown & Polſon, Berlin C. 2.
K11492,58
Sport.
sr. Concours hippique in Frankfurt
a. M. Die beiden erſten Tage des viertägigen Inter=
nationalen
Concours hippique in der Frankfurter Aus=
ſtellung
für Sport u. Spiel gingen mit beſtem Erfolge
vor ſich. Zu der internationalen Springkonkurrenz
hatten nicht weniger als 68 Offiziere aus Deutſchland,
Oeſterreich und Argentinien gemeldet, von denen Ober=
leutnant
Freyer (23. Art.), der Beſitzer des bekannten
Rennpferdes Gay, Paris, auf ſeiner braunen Stute
Impatience gegen Oberleutn. Sommerhoff (21. Drag.)
auf Stella und Leutn. Teſſmar (F.=Art. 23.) auf Lupus,
als Sieger hervorging. Der argentiniſche Offizier,
Oberleutn. de Oliveira=Cazar, beſetzte mit Viczacha und
Cazador den vierten und fünften Platz, der öſterreichi=
ſche
Huſaren=Oberleutn. Vidos de Kolta auf Fancy den
ſechſten Platz. Den Mittelpunkt der Veranſtaltungen
am Sonntag bildete wiederum eine Prüfung über
Sprünge, und zwar die Internationale Ausſtellungs=
Springkonkurrenz, an der 54 Ofiziere teilnahmeen. Als
Sieger ging der bekannte Rennreiter Leutn. Graf Holck
(3. Garde=Ul.) gegen den belgiſchen Leutn. Chevalier
de Sellier de Moranville auf Cake Walk und Oberleutn.
de Oliveira=Cazar (Argentinien) auf Viezacha hervor.
An der Weitſprung=Konkurrenz nahmen acht Herren=
reiter
teil, von denen Leutn. Graf v. Schaeßberg (5. UI.)
auf Paſcha und Lump gegen Oberleutn. Oliveira=Cazar
(Argentinien) auf Viczacha ſiegreich blieb.
Rennen zu Strausberg. Vogelsdorfer
Flachrennen. 2000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn.
Orbergs Salve (Erdmann), 2. Wiederum (Jentzſch),
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1700 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Rittmeiſter von
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Lg. Preis von Pilz. 2500 Mark, Diſtanz 4000 Meter:
1. Geſtüt Brandwerders F. Y. (Printen), 2. Forward II
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39, 51:10. Unpl.: Eceington, Blitzmädel, Sageſſe ( an=
geh
.), Lady Whiſper, Fotlars Fortune, Mac Garvy,
Homaton, Rothtraut, Beaulieu, Imker, Hubert. Kampf,
1/ Lg. Johanni=Jagd=Rennen. 2000 Mk., Diſtanz
3500 Meter: 1. Hrn. W. von Kalckreuths Alpha (Hr. von
Weſternhagen), 2. Boabdil (Leutn. Graf Schmettow),
3. Stern (Dr. Rieſe). Tot. 36:10; Pl. 13, 14, 14:10. Un=

plaziert: Topſtone (4), Lutz, Criſpette II, Muſe (gef.).
Lricht 1½ Lg.-Kopf. Waldſchlößchen=Hürden=Rennen.
2000 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1. Hrn. W. Derhams
Grouſebox (Wurſt), 2. Suhogo (Jentzſch), 3. Redleap
(Gagelmann). Tot. 25.10; Pl. 15, 25:10. Unpl.: Ritter=
ſchlag
(4), Wieſentheid, Chie. Ueberlegen, 4 Lg.-Kopf.
* Kiel, 20. Juni. In der heutigen achten Re=
gatta
um den franzöſiſchen Eintonner=Pokal ſiegte
die ſchwediſche Jacht Agnes II‟; ſie gewann damit
das dritte Rennen und errang den Pokal. Zweiter
wurde Windſpiel= Deutſchland, Dritter Alba=
tros‟
=Dänemark, Vierter Ola‟=Norwegen. Corren=
zia‟
=England gab das Rennen auf, während Arc= en=
ciel
=Frankreich und Neerlandia III‟ Holland nicht
ſtarteten.
* London, 21. Juni. Daily Chronicle zufolge
ſtifteten der König von England und der
deutſche Kaiſer für die Regatta in Cowes einen
Pokal.

Literariſches.
Gleich Dem letzten Komödianten führen uns
auch Die Vagabunden in ein eigenartiges, uns
völlig neues Milieu. Das Völkchen der Schaubnden,
der Menagerien, der Kunſtreiter=Arenen, der wandern=
den
Theatergeſellſchaften läßt uns in die Geheimniſſe
ſeiner bunten Welt blicken. Paul Barſch, der viel ge=
feierte
Schöpfer des Romans Von einem der auszog,
hat die vor kurzem erſchienene 10. Auflage der aga=
bunden
mit Verſtändnis und Pietät bearbeitet und
von allen ſtörenden Breiten gereinigt, ſo daß ſie ver=
jüngt
und verſchönt vor uns liegen. Der gut ausge=
ſtattete
ſtarke Band erſchien bei L. Heege, Schweidnitz,
und koſtet geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.
Ueber die Entwicklung der 200jähr. Kunſtſtätte
der Meißener Porzellanmanufaktur berichtet ein hoch=
intereſſanter
Aufſatz unter dem Titel Meißner Por=
zellan
von Dr. A. Stiehler in Heft 23 der Zeitſchrift
Zur Guten Stunde (Deutſches Verlagshaus Bong
u. Ko., Berlin W. 57, Preis des Heftes 40 Pfg.). In
demſelben Heft finden wir eine feſſelnde naturwiſſen=
ſchaftliche
Plauderei Aus der Welt des Unbegreif=
lichen
von Bruno H. Bürgel, ſowie eine anſchauliche,
künſtleriſche Darſtellung und Beſchreibung des Kometen
Halley während der Sonnenſinſternis vom 9. Mai.
Das Heft enthält außer den beiden Romanen eine große
Menge ausgezeichneter Textilluſtrationen, eine vorzüg=
lich
reproduzierte Kunſtbeilage von Margarete Wedel
Frauengaſſe in Danzig‟ Erwähnt ſei noch die ſpan=
nende
Erzählung Dorina von A. Nalli=Ruthenberg,
ferner ein Artikel Zur Erinnerung an den 100. Ge=
burtstag
Ferdinand Freiligraths und ein neuer =
dagogiſcher
Brief aus der Feder der beliebten Schrift=
ſtellerin
Felizitas Roſe. Die Rubrik Erfindungen
und Entdeckungen gewährt einen vorzüglichen Ueber=
blick
über die techniſchen und naturwiſſenſchaftlichen
Neuheiten und Erfindungen, während die Abteilung
Für unſere Frauen auch diesmal der deutſchen Haus=
frau
viele nützliche Winke und praktiſche Anregungen
vermittelt.
Die Wiener Feſtlichkeiten ſtellen in dieſem Jahre
ſo große Anforderungen punkto Toilettenauswahl an
unſere Frauenwelt, daß es wirklich ſchwer wird, ihnen
gerecht zu werden. Da heißt es nun ebenſo praktiſch
wie ſchick bei der Wahl der jeweiligen Toilette vorzu=
gehen
, und wie dies am beſten zu bewerbſtelligen iſt,
zeigt das ſoeben erſchienene Heft 18 der Wiener
Mode in deſſen Spalten eine Fülle reizender und
einfach herzuſtellender Sommertoiletten veranſchaulicht!
ſind, die alle dieſen Zwecken dienen können und dabei!
doch auch denjenigen Frauen, die derlei Veranſtalt=

ungen fern bleiben, als praktiſche Sommerkleider zu
empfehlen wären. In demſelben Blatt ſind auch Sporl=
toiletten
und beſonders leicht anzufertigende Sommer=
umhüllen
aus türkiſchen Seidentüchern zu finden, rei=
zende
Handarbeiten, zum Teil auch Vorlagen der in
der Handarbeitsausſtellung prämierten Stücke, ſowie
ein intereſſant zuſammengeſtelltes Boudoir, das eben=
ſoviel
Neues wie Unterhaltendes bringt.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 16. Juni: dem Bauhilfsarbeiter Phil.
Marguard, Gr. Kaplaneigaſſe 16, e. T. Luiſe. Dem
Fabrikarbeiter Auguſt Krieger, Arheilgerſtr. 54, e. T.
Maria Anna. Am 14.: dem Kaufmann Georg Aberle,
Hochſtr. 4, e. S. Heinrich Georg. Am 13.: dem Sergeanten
im Gardedragoner=Regiment Nr. 23 Adam Bleſſing,
Sandſtr. 38, e. T. Margareta. Am 18.: dem Dachdecker
Phil. Schuchmann, Langgaſſe 17, e. S. Georg Heinrich.
Am 14.: dem Schriftſetzer Georg Weimer, Viktoriaſtr. 26,
c. T. Babette Elſa. Am 19.: dem Maſchinenarbeiter Auguſt
Dörr, Feldbergſtr. 80, e. S. Friedrich. Am 14.: dem Buch=
binder
Otto Tiefenthaler, Liebfrauenſtr. 100, e. T. Fran=
ziska
Katharina Aloiſia. Dem Eiſendreher Heinrich
Wamboldt, Lagerhausſtr. 30, e. S. Karl. Am 15.: dem
Kaufmann Jakob Steiner, Neckarſtr. 26, e. T. Lilli
Renata Charlotte. Am 19.: dem Fabrikarbeiter Wilhelm
Jäger, Karlſtr. 6, e. T. Paula.
Aufgebotene. Am 17. Juni: Landwirt Johs. Wilh.
Emanuel Voges mit Aloiſe Aug. Eliſab. Grodhaus,
beide in Repente. Am 18.: Bäcker Hrch. Mühlbach mit
Eliſe Wolf, beide in Frankfurt a. M. Hilfsweichenſteller
Hrch. Gerbig mit Marie Luiſe Krieger, beide in
Schöllenbach. Fabrikarbeiter Adam Dieter IV. mit
Maria Thereſia Brunner, beide in Waſchenbach. Am 20.:
Bäcker Adam Schader III. in Bensheim mit Katharina
Mohr in Heppenheim a. d. Bergſtr. Friſeur Paul Albert
Schöberlein mit Katharina Schlitt, beide in Landau.
Eheſchließungen. Am 16. Juni: Pfarrer Guſtav
Lenz in Rohrbach mit Auguſte Meiſel, hier. Monteur
Johs. Weber mit Helene Spengler, beide in Dorn=
heim
. Am 17.: Kaufmann Wilh. Schiele in Frank=
furt
a. M. mit Wilhelmina Rautenbuſch hier. Am 18.
Inſtallateur Phil. Brunner mit Margar. Diefenbach.
Architekt Adelbert * Hohmann mit Eliſabetha Müßig,
beide hier. Buchdruckereibeſitzer Friedr. Gebhardt in
Münſtermaifeld mit Maria Miſchler, hier. Zuſchneider
Jakob Kumpf mit Eliſe Bernius, beide hier. Schloſſer
Ludwig Körner mit Anna Ruppert, beide hier. Litho=
graph
Otto Schwabe mit Margar. Sterlepper, beide
hier. Redakteur Emil Behre mit Berta Hacker, beide
hier. Am 20.: Küchenchef Karl Feßner mit Küchenmam=
ſelle
Katharina Scheugenpflug, beide hier.
Geſtorbene. Am 16. Juni: Dienſtmagd Anna Gig=
ling
, 30 J., kath., Pallaswieſenſtr. 60. Am 17.: Marie
Siegriſt, T. d. Lithographen, 7 Mon., kath., Gardiſtenſtr. 34.
Peter Kurt Huppert, S. d. Kellners, 4 Tage, Magda=
lenenſtr
. 5. Rohrleger Joſeph Selzam, 54 J., ev., Hei=
delbergerſtr
. 84. Maria Vautz geb. Jakob, Ehefrau des
Oberbahnaſſiſtenten, 36 J., kath., Heinheimerſtr. 94. Wilh.
Herm. Franz Treiber, S. d. Poſtſchaffners, 10 J., ev.,
Martinsſtr. 22. Am 18.: Privatier Joh. Engeldrum,
44 J., kath., Liebfrauenſtr. 95. Am 19.: Mechaniker Hch.
Hoffmann, 33 J., ev., Magdalenenſtr. 11. Am 20.: Kath.
Fries geb. Götz, Wwe, des Güterbodenarbeiters, 80 J.,
ev., Beckerſtr. 2. Friedr. Wilh. Vogel, S. d. Kaufmanns,
5 Mon., ev., Mollerſtr. 42. Am 19.: Eliſe Koch geb. Bütt=
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

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Nummer 143.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910

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Zum Beſuche der Proteſtverſammlung gegen die Borromäus=Enzyklika, die am Freitag, 17. ds. Mts. vom Goethe=Bund
im Kaiſerſaal veranſtaltet wurde, ſind von dem Einberufer dieſer Verſammlung, Prof. Dr. W. Nagel, auch die hieſigen katholiſchen
Vereine aufgefordert worden.
Zuerſt ſchien es, als ob nur der eine oder andere Verein eingeladen worden ſei, und man konnte an einen Irrtum, an ein
Verſehen denken. Nachdem es ſich aber herausgeſtellt hat, daß faſt alle katholiſchen Vereine, ſogar der Lehrlings= und Dienſtmädchen=
Verein, mit Einladungen bedacht worden ſind, glauben wir gegen ein ſolches Vorgehen, und zwar gerade im Intereſſe des religiöſen
Friedens, dem die vielen in letzter Zeit abgehaltenen Proteſt=Verſammlungen angeblich dienen ſollten, auf das allerentſchiedenſte
Verwahrung einlegen zu müſſen.
Die Mitglieder der katholiſchen Vereine ſind ſich bewußt, daß von katholiſcher Seite in der hieſigen Stadt der religiöſe
Friede niemals geſtört und die bürgerliche Toleranz nicht nur nicht verletzt, ſondern ſtets in weitherzigſter Weiſe geübt worden iſt.
Mit dem Kardinal=Erzbiſchof Fiſcher von Köln erachten ſie es als ein Verbrechen am deutſchen Volke, die religiöſe Kluft, die leider
Gottes nun einmal vorhanden iſt, durch Uebertragung derſelben auf die Verhältniſſe des bürgerlichen Lebens noch zu vertiefen.
Wollte man das Beiſpiel nicht nachahmen, das unſere Nachbarſtadt Heidelberg gegeben, indem man dort eine bereits ein=
berufene
Proteſtverſammlung im Hinblick auf die vom päpſtlichen Stuhle ausgegangene Erklärung wieder abſagte, ſo brauchte man
deshalb die Mitglieder der hieſigen katholiſchen Vereine doch nicht zu kränken und zu beleidigen durch die Einladung zu einer Ver=
ſammlung
, bei der als Redner Oberlehrer Dr. Strecker auftrat, der erſt kürzlich wegen ſeiner Ausfälle gegen die katholiſche Religion
vom Großh. Miniſterium des Innern eine Verwarnung erhalten hat, und bei der eine Reſolution verleſen und zur Annahme
empfohlen wurde, in welcher der für uns Katholiken höchſten kirchlichen Stellen bornierter Haß und bewußte Entſtellung zum
Vorwurf gemacht wird.
Darmſtadt, den 19. Juni 1910.
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Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. Juni 1910.

Nummer 143.

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