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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
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werden angenommen in Darmſtadt.
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ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 140.
Samstag, den 18. Juni.
1910.
Die heutige Nummer hat 30 Seiten.
Die Reichsverſicherungsordnung in der Kommiſſion.
* Die Abänderungen der Kommiſſion in Bezug auf
die Verſicherungsämter ſind vielfach ſo aufgefaßt, als ob
die Kommiſſion die Verſicherungsämter im Gegenſatz zu
den Wünſchen der Regierung als ſelbſtändige Behörden
abgelehnt, und dafür ihre Angliederung an die unteren
Verwaltungsbehörden beſchloſſen hätte. Dieſe Auffaſſung
iſt nicht zutreffend. Der Entwurf der
Reichsverſiche=
rungsordnung ſieht vielmehr in erſter Linie die
Anglie=
derung der Verſicherungsämter an ſtaatliche oder
gemeind=
liche Behörden vor. Dieſe Stellen ſollen das
Verſicherungs=
amt nach Anordnung der oberſten Verwaltungsbehörde
er=
richten, ſofern nicht nach Landesrecht dieſe ſelbſt dafür
zu=
ſtändig iſt. Außerdem ſieht der Entwurf an zweiter Stelle
vor, daß die oberſte Verwaltungsbehörde die
Verſiche=
rungsämter auch als ſelbſtändige Behörden errichten kann.
Beide Möglichkeiten waren alſo in dem
Verſicherungs=
entwurf bereits enthalten, und die Kommiſſion hat ſich für
den an erſter Stelle ſtehenden Vorſchlag ausgeſprochen.
Eine weſentliche Aenderung wurde bei den
Verſicherungs=
ämtern nur in Bezug auf die Leitung des Amtes
vorge=
nommen. Denn der Entwurf beſtimmt, daß, falls das
Verſicherungsamt an eine andere Behörde angegliedert iſt,
ihr Leiter zugleich der Vorſitzende des Amtes ſein ſoll. Zu
ſeiner Entlaſtung ſollte jedoch ein ſtändiger Stellvertreter
mit dem Titel „Verſicherungsamtmann” beſtellt werden.
Dieſen ſtändigen Stellvertreter hat nun die Kommiſſion
geſtrichen. Man hält es jedoch nicht für ausgeſchloſſen,
daß in der zweiten Leſung noch ein Wandel in der
Auf=
faſſung eintreten wird, nachdem die Aufgaben der
Ver=
ſicherungsämter genau feſtgelegt ſind und nachdem eine
genaue Koſtenberechnung vorgelegt iſt. Denn der für zwei
ſpreußiſche Provinzen, Rheinprovinz und Pommern,
auf=
geſtellte Organiſationsplan, aus dem die Koſten der
Ver=
ſicherungsämter berechnet werden ſollen, iſt auch heute noch
nicht abgeſchloſſen. Dieſes für die ganzen Entſchließungen
der Kommiſſion über die Verſicherungsämter grundlegende
Material liegt alſo vorläufig noch nicht vor.
Unzweifelhaft aber haben die Beratungen der
Kom=
miſſion bisher den ernſten Willen faſe aller Parteien
doku=
mentiert, etwas Poſitives zuſtande zu bringen und die
Verſicherungsordnung in der nächſten Seſſion zu
verab=
ſchieden. Ob die Kommiſſion die umfangreiche Aufgabe
im Rahmen des aufgeſtellten Arbeitsplanes zu erledigen
imſtande ſein wird, läßt ſich zurzeit noch nicht überſehen.
Zur Verfaſſungsreform in Elſaß=Lothringen
ſchreibt die Südd. Reichskorr.: Die weit
verbrei=
tete Annahme, daß die Reform nunmehr bald
dem Bun desrat und dann dem
Reichs=
tage zur Beſchlußfaſſung zugehen werde, hat
ſich im Laufe der Zeit als irrig herausgeſtellt.
Ehe der Bundesrat damit befaßt werden ſoll, hat es ſich
als wünſchenswert erwieſen, zuvor mit den
verbün=
deten Regierungen und auch mit der
elſaß=
lothringiſchen Regierung ſelbſt darüber eine
Ausſprache herbeizuführen. Zu dieſem Zweck iſt der
Staatsſekretär Dr. Delbrück in Straßburg eingetroffen.
An den Verhandlungen können bei deren
gouverne=
mentalem Charakter begreiflicherweiſe andere Perſonen
als Regierungsvertreter nicht teilnehmen. Da aber im
Lande der Wunſch laut wurde, man möge dem Bundesrat
keine anderen Forderungen in Vorſchlag bringen, als ſie
im Einklange mit den Wünſchen des Landes ſtehen, ſo
hatte der kaiſerliche Statthalter Graf v. Wedel Anlaß
ge=
nommen, 10 Angehörige des
Landesaus=
ſchuſſes, die allen Parteien angehören, zu
einem Eſſen zu laden, an dem auch der Staatsſelretär Dr.
Delbrück teilnahm, wobei ſie Gelegenheit hatten, ihre und
des Landes Wünſche mitteilen zu können. Was ſchon im
Landesausſchuß immer zutage getreten war, wird ſich
wohl auch jetzt zeigen, daß nämlich die reichsländiſchen
Abgeordneten über die Grundlinien einer
Verfaſſungs=
änderung ſich ſelbſt nicht einig ſind. Vor einigen
Jahren erklärte der Abg. Wetterls, die Regierung könne
auf eine Einigung der Abgeordneten auf ein Programm
in dieſer Richtung auch nicht rechnen. Man mag das
hin=
ſichtlich der Regierungsform zugeben, wobei vom Reich
gemäß ſeiner hiſtoriſchen Entwickelung und der
Machtver=
teilung unter den Bundesſtagten ganz audere Anfor=
derungen geſtellt werden, als von der Bevölkerung Elſaß=
Lothringens, die ehemals dem Einheitsſtaate Frankreich
angehörte, aber es muß doch alle Vorſchläge, die aus dem
Landesausſchuß herauskommen, von vornherein
des=
avouieren, wenn am 22. Februar ds. Is. von 52
Abgeord=
neten 50 einen Antrag bei der Regterung ſtellen, ſie möge
darauf hinwirken, daß der Landesausſchuß für Elſaß=
Lothringen oder die bei der Erhebung zum Bundesſtaat
zu ſchaffende Volksvertretung aus dem allgemeinen,
glei=
chen, geheimen und direkten Wahlrecht unter Anwendung
des Proportionalwahlverfahrens hervorgehen, und wenn
jetzt der aus 19 Mitgliedern beſtehende Lothringer Block
beſchließt, ein Proportionalwahlverfahren ſoll nicht
einge=
führt werden. Der Februar=Antrag war dabei von den
Führern des Blocks, Herrn Ditſch noch dazu an erſter
Stelle unterzeichnet worden. Die Stellungnahme des
Lothringer Blocks iſt am Ende begreiflich. Bei
Anwen=
dung des Proportionalwahlſyſtems würde er vielleicht
nur 8 Sitze im Landesausſchuß erhalten, aber das konnte
er ſchon im Februar wiſſen, und es muß doch immer
einen eigentümlichen Eindruck machen, wenn man Anträge,
die man vor kurzer Zeit allen Ernſtes geſtellt hat, in kurzer
Zeit wieder umſtößt, weil die Möglichkeit herantritt, ſie
könnten durch Zuſtimmung der Regierung Geſetzeskraft
erhalten. Man braucht die Konſequenz der
Anſchauun=
gen nicht gerade für das Zeichen ſtaatsmänniſcher Einſicht
zu halten, aber das Gegenteil, der Wandel der
Anſchauun=
gen muß doch erklärlich werden und darf nicht durch
ein=
ſeitige Partei=Intereſſen bedingt ſcheinen, wenn derartigen
Beſchlüſſen eine größere Bedeutung für das
Landesinter=
eſſe zuerkannt werden ſoll.
Staatsſekretär Delbrück hat inzwiſchen die Rückreiſe
nach Berlin angetreten.
Deutſches Reich.
— Zu der Wahl in Friedberg=Büdingen
wird der Kölniſchen Zeitung aus Friedberg geſchrieben:
Für die Stichwahl ſcheint es zweifellos zu ſein, daß die
nationalliberale Partei für den bürgerlichen Kandidaten
v. Helmolt eintritt. Juſtizrat Windecker hat ſich in der
öffentlichen Verſammlung ſchon entſchieden dafür
ausge=
ſprochen. Daß die Freiſinnige Volkspartei dasſelbe tut,
iſt nach der Stimmung im Wahlkreiſe nicht anzunehmen.
Und deshalb erſcheint es recht zweifelhaft, ob v. Helmolt
gewählt wird. Die Erbitterung gegen die Bündler iſt
in=
folge der maßloſen Verhetzung durch die bekannten
Agi=
tatoren des Bundes in den Wählermaſſen dazu viel zu
groß und zu tiefgreifend. Der nationalliberale
Wahlausſchuß und die Vertrauensmänner der
natio=
nalliberalen Partei im Wahlkreis Friedberg=Büdingen
be=
ſchloſſen in einer am Donnerstag nachmittag abgehaltenen
Verſammlung einſtimmig, für die Kandidatur v. Helmolt
einzutreten; ſie fordern in einem in der Butzbacher
Zei=
tung veröffentlichten Aufruf die Anhänger der
national=
liberalen Partei auf, einſtimmig für Helmolt einzutreten.
— Der Reichs= und Landtagsabgeordnete Schmidt=
Warburg (Zentr.) iſt in Berlin geſtorben.
— Das Dresdener Schiedsgericht im
Bau=
gewerbe fällte bezüglich der
Arbeitszeitver=
kürzung und Teuerungszulage folgenden
Spruch: Die Arbeitszeitverkürzung in den Orten mit
mehr als zehnſtündiger Arbeitszeit wird dahin geregelt,
daß in den Orten, wo eine mehr als 10½ſtündige
Arbeits=
zeit beſteht, dieſe vom 1. April 1911 auf 10½ und vom
1. April 1912 auf 10 Stunden zu verkürzen iſt. In den
Orten, wo ſie nicht mehr als 10½ Stunden beträgt, hat ſie
vom 1. April 1911 ab 10 Stunden zu betragen; in
Frank=
furt a. M., Offenbach, Mannheim,
Ludwigs=
hafen und Wiesbaden wird die Arbeitszeit auf 9½
Stunden ab 1. April 1911 herabgeſetzt. Für alle übrigen
Orte der Lohngebiete wird eine Verkürzung der
Arbeits=
zeit abgelehnt. In den genannten Städten tritt die
Lohn=
ſteigerung in folgender Weiſe ein: ſofort um 2 Pfg., am
1. April 1911 um 4 Pfg. und am 1. April 1912 um 2 Pfg.;
nur in Offenbach und in Wiesbaden ſofort um 2 Pfg., am
1. April 1911 um 3½ Pfg. und am 1. April 1912 um 2 Pfg.
Soweit in dieſen Städten die Lohnerhöhung mehr
be=
trägt als der Lohnausgleich, gilt ſie als Entſchädigung
für die Teuerungsverhältniſſe. Im übrigen iſt die
Teue=
rungszulage abgelehnt worden. Die Nebenbedingungen
des Vertrages werden zur Verhandlung an die örtlichen
Inſtanzen verwieſen werden und endgültig entſchieden
durch die bisherige zweite Inſtanz. Die Verhandlungen
müſſen bis zum 8. Juli zu Ende geführt ſein. Die zweite
Inſtanz hat bis zum 15. Juli endgültig zu=eutſcheiben.
Wo die Differenz zwiſchen dem Lohn der Maurer und dem
tariflichen Höchſtlohn der Bauhilfsarbeiter über 13 Pfg.
beträgt, ſoll ſie im zweiten Vertragsjahr durch Erhöhung
des Bau= und Hilfsarbeiterlohnes um 1 Pfg. ausgeglichen
werden. In den Orten unter 10000 Einwohnern, in denen
die Verkürzung der Arbeitszeit während der
Vertrags=
dauer eine Stunde beträgt, tritt der volle Lohnausgleich
nur zur Hälfte ein.
— Der neue Staatsſekretär des Reichskolonialamtes
v. Lindequiſt beabſichtigt, eine Informationsreiſe
durch die deutſchen Schutzgebiete zu unternehmen. Im
Ge=
genſatz zu ſeinem Vorgänger Dernburg will Herr von
Lindequiſt ſich auf ſeiner Informationsreiſe in erſter
Linie der Mitarbeit der Farmer und Anſiedler verſichern.
— Der frühere Staatsſekretär Dernburg hat eine
ihm von den Nationalliberalen angetragene
Reichstags=
kandidatur für Zſchopau=Marienberg abgelehnt, da er,
ob=
wohl ihm ein ſächſiſches Mandat ſympathiſch ſei, ſich nicht
politiſch betätigen wolle.
Baron von Lanken=Wakenitz, der augenblicklich den
deutſchen Botſchafter in Paris, Fürſten Radolin, vertritt,
überreichte dem Miniſter des Aeußern Pichon eine
Note der deutſchen Regierung, in der die
deutſche Regierung die Erhöhung des Zolltarifes auf
mouſſierende Weine, Champagner und Kognak zum 1. Juli
dieſes Jahres ankündigt. Baron von Lanken erklärte
dem Miniſter Pichon, daß dieſe Zollerhöhung von der
deutſchen Regierung beſchloſſen worden ſei, um ein Defizit
von 14 Millionen, das ſich in den beiden letzten Monaten
ergeben hätte, auszugleichen. Der Matin ſchreibt, daß man
in Paris über dieſen Entſchluß der deutſchen Regierung
um ſo mehr erſtaunt ſei, als Deutſchland erſt kürzlich durch
die franzöſiſche Kammer in Bezug auf die Einführung von
Spielwaren bedeutende Zugeſtändniſſe gemacht worden
ſind.
— Am Dienstag, den 14. Juni, fand in Stettin eine
Sitzung des Ausſchuſſes des Deutſchen
Han=
delstages ſtatt.
Der Ausſchuß verhandelte über die Errichtung eines
Poſtbeirats und ſprach ſich nach einem Bericht des
Herrn Kommerzienrat Vogelſang=Recklinghauſen=Münſter
für die Errichtung eines Poſtbeirats aus, bei deſſen
Zu=
ſammenſetzung Induſtrie und Handel in einem ihrer
Be=
nutzung des Poſtverkehrs entſprechenden Maße zu
berück=
ſichtigen ſeien. Die Wahl der Mitglieder müſſe den zur
Vertretung von Induſtrie und Handel, Landwirtſchaft und
Handwerk berufenen Körperſchaften zuſtehen. Beſtehe die
Poſtverwaltung darauf, einen Teil der Mitglieder ſelbſt
zu wählen, ſo dürften das nicht mehr als ein Drittel der
Vertreter der einzelnen Erwerbszweige ſein. — Herk
Dimpker=Lübeck erſtattete Bericht über den Entwurf eines
Zuwachsſteuergeſetzes. Auf ſeinen Vorſchlag
nahm der Ausſchuß folgende Reſolution an: „Der
Ausſchuß des Deutſchen Handelstages ſpricht ſich nach wie
vor grundſätzlich gegen die Einführung einer
Reichszu=
wachsſteuer auf Grundſtücke aus. Die Wertzuwachsſteuer
gebührt ihrem Weſen nach und aus Billigkeitsgründen den
Gemeinden. Für die Zwecke des Reiches iſt ſie namentlich
deshalb ungeeignet, weil ſie in ihren Erträgen zu
ſchwan=
kend iſt und weil ferner der Verſchiedenheit der örtlichen
Verhältniſſe und den in Stadt und Land
auseinander=
gehenden Bedürfniſſen des Erwerbslebens in einer für das
ganze Reichsgebiet einheitlichen Regelung unmöglich
Rechnung getragen werden kann. Auch erſcheint das
Pro=
blem der Wertzuwachsbeſteuerung überhaupt in
Wiſſen=
ſchaft und Praris noch nicht hinreichend geklärt. Die
praktiſche Durchführung der Steuer iſt ferner mit ſo
erheb=
lichen ſteuertechniſchen Schwierigkeiten verbunden, daß die
Koſten der Steuererhebung einen unverhältnismäßigen
Prozentſatz der ohnehin außerordentlich ſchwankenden
Steuererträge in Anſpruch nehmen werden. Sollte der
Reichstag ſich dennoch für die Annahme der
Reichszu=
wachsſteuer entſcheiden, ſo iſt Vorſorge zu treffen, daß die
berechtigten Intereſſen des Grundſtückhandels und des
Baugewerbes berückſichtigt werden und daß dem
Mittel=
ſtand nicht die Möglichkeit zum Grunderwerb und zur
Er=
richtung von Wohngebäuden durch zu große Verteuerung
in einem wirtſchaftlich unerwünſchten Grade beſchränkt
wird. Zu dieſem Zweck iſt die Steuer ſtreng auf den ohne
Zutun des Eigentümers entſtandenen Wertzuwachs zu
be=
ſchränken und dieſer Grundſatz in den Beſtimmungen über
die Art der Berechnung des Wertzuwachſes ſowie über
die Anrechnungsfähigkeit tatſächlicher Aufwendungen und
1 Zinsverluſte ſorgfältig zu wahren. Der Steuertarif iſt
ſo zu bemeſſen, daß der Grundſtücksverkehr nicht erſchwert
wird; die in Ausſicht genommene übermäßige Höhe der
Steuerſätze, ſowie das Zurückdatieren der Wertermittelung
auf 40 Jahre iſt daher ebenſo zu verwerfen wie der
Ge=
danke, den Gemeinden das Recht zur Erhebung von
Zu=
ſchlägen zur Reichszuwachsſteuer einzuräumen. Auch
er=
ſcheint es unter anderem nicht gerechtfertigt, den nur bis
zum Inkrafttreten eines Zuwachsſteuergeſetzes beſchloſſenen
Zuſchlag von 100 Prozent zu der in Tarifnummer 11 des
Reichsſtempelgeſetzes v. 15. Juli 1901 vorgeſehenen Abgabe
neben der Zuwachsſteuer bis zum1. Juli 1914 aufrecht zu er=
Kalten.=Entſchiedener Widerſpruch iſt gegen denemit der
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Inni 1910.
Nummer 140.
Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Rechtſprechung
unverträglichen Gedanken zu erheben, den Bundesrat zu
ermächtigen, den Kreis der ſteuerpflichtigen Geſchäfte und
die Berechnung der Steuer in einer für die Gerichte
bin=
denden Weiſe abweichend feſtzuſetzen.” — Außerdem wurde
beſchloſſen, zur weiteren Beratung der Einzelheiten des
Geſetzentwurfes und der Beſchlüſſe der
Reichstagskommiſ=
ion eine Sonderkommiſſion einzuſetzen.
Ausland.
— Der deutſche Nationalverband in
Oeſter=
reich hat mit überwiegender Mehrheit beſchloſſen, der
Re=
gierung mitzuteilen, daß der Verband dem Plane
zu=
ſtimmt, auf vier Jahre (bis zum Winterſemeſter 1914/15)
proviſoriſch eine italieniſche Rechtsfakultät in
Wien ins Leben zu rufen. Der deutſche
Nationalver=
band hat ferner beſchloſſen, die Regierung eindringlich
auf=
zufordern, an die Ausgeſtaltung der deutſchen
Hoch=
ſchulen mit allem Nachdruck zu gehen. Alsdann wurde
einſtimmig der Beſchluß gefaßt, die Regierung und die
Mehrheitsparteien aufzufordern, für die baldige
Vor=
nahme der erſten Leſung der nationalpolitiſchen Vorlagen
und deren Ueberweiſung an einen Ausſchuß zu ſorgen.
— Die franzöſiſche Kammer ſetzte die Beratung der
Interpellationen fort. Manger (Soz.) ſprach den Wunſch
aus, daß auch die landwirtſchaftlichen Arbeiter unter die
Arbeiterfürſorgegeſetze geſtellt werden.
Arbeits=
miniſter Viviani erklärte, die Fürſorgegeſetze würden in
gerechter Weiſe angewendet; wenn er einigen, übrigens
durch die Geſetze geſtatteten Abweichungen zugeſtimmt
habe, ſei das geſchehen, weil die wirtſchaftlichen
Notwen=
digkeiten zuweilen ſtärker ſind als der menſchliche Wille.
Der Miniſter erhob Widerſpruch gegen die Schmähungen,
mit denen gewiſſe Fürſorgegeſetze, beſonders das
Alters=
verſorgungsgeſetz, bekämpft werden und ſagte, wenn
ſo=
ziale Reformen nur eingeführt würden, um ihrer
Anwen=
dung außerhalb des Parlaments Schwierigkeiten zu
berei=
ten, wäre es beſſer, ſoziale Reformen überhaupt nicht
ein=
zuführen. Buiſſon (Soz.=Rad.) verlangte Geſetze,
wo=
durch unter Achtung vor den Ueberzeugungen der Eltern
und vor dem Gewiſſen der Kinder die Laienſchule geſtützt
werde. Der Redner trat ferner für eine ſtrenge
Durchfüh=
rung der Schulpflicht ein und ſagte, Frankreich müſſe dem
Beiſpiele Deutſchlands folgen. Deutſchlands
Pflichtfort=
bildungsſchulen bildeten die Jugend heran, die den
wirt=
ſchaftlichen und politiſchen Einfluß Deutſchlands weit
hinaustrage.
— Asquith und der Lordkanzler haben eine
Beſpre=
chung mit Balfour und Lord Lansdowne im
Privatzim=
mer des Premierminiſters im engliſchen Unterhauſe
abge=
halten. Die Preß Aſſociated teilt mit, daß man ſich für
eine förmliche Konferenz zwiſchen den Vertretern
bei=
der Parteien über die konſtitutionelle Kriſis
ge=
einigt hat. Die erſte Sitzung ſoll in der nächſten Woche
abgehalten werden. Lord Knollys und einer der Sekretäre
des Königs begaben ſich nach der Downing Street und
darauf nach dem Unterhauſe.
Die türkiſche Kammer begann die Verhandlungen
des Kriegsbudgets, das vom Kriegsausſchuß auf 9 786 714
Streifzüge durch die Brüſſeler
Weltausſtellung.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
IV.
Die belgiſchen Städte. — Der Palaſt Brüſſels. —
Ein=
blicke und Ausblicke. — Antwerpen. — Das Rubens=
Haus. — Die Schaffensſtätte des Unſterblichen. — Die
Pavillons von Lüttich und Gent. — Das induſtrielle
und maritime Belgien.
Schon gelegentlich unſeres erſten Streifzuges war
erwähnt worden, daß der äußere Eindruck der Welt=
Ausſtellung ein recht kunterbunter iſt. Die bauliche
Leitung des Ganzen ſcheint im Laufe der Zeit mehr
und mehr von der Durchführung der erſten
einheit=
lichen Anlage abgewichen zu ſein und aus allerhand,
wahrſcheinlich materiellen Gründen, ſich ſehr nachgiebig
gegenüber den Geſuchen um Errichtung von
Durſtſtill=
ſtationen, Speiſewirtſchaften und Muſikhallen verhalten
zu haben, die ſich keck und anmaßend zwiſchen die
eigentlichen Ausſtellungsbauten ſchoben. So miſchte ſich
in das anmutvolle Bild viel vom Wurſtlprater,
ſelbſt=
verſtändlich ſtörend und verwirrend. Glücklicher Weiſe
fehlt es nicht an erfreulichen Einzelheiten. Wie aus
einem Unkrautfelde einzelne edle Blumen
herausſprie=
ßen und königlich das Grünzeug rings herum
über=
ragen, ſo ziehen die hier und da und dort ſich
erheben=
zen mittelalterlichen Gebäude der großen belgiſchen
Städte Brüſſel, Antwerpen, Lüttich, Gent, die
Aufmerk=
ſamkeit ſofort auf ſich, jedes einzelne von ihnen uns
aber auch den Stoßſeufzer erpreſſend: „es tut mir in
der Seele weh, daß ich dich in der Geſellſchaft ſeh’!”
Am monumentalſten wirkt der Pavillon
Brüſ=
ſels. Im palaſtartigen Stil der Renaiſſance des 17.
Jahrhunderts aufgeführt, iſt er von edelſtem und
reich=
ſtem Eindruck. Harmoniſch vereint ſich hier
Backſtein=
bau mit Sandſtein, gewählte Skulpturen und goldene
Verzierungen ſorgen für Mannigfaltigkeit; ſeitlich des
Säulenportals mit ſeinem güldenen heiligen Michael
ſtehen in den Niſchen vergoldete Standbilder, mit
fla=
chen Ornamenten ſind die Pilaſter bedeckt, kühn erhebt
ſich bis zu 50 Meter Höhe der ſchlanke Eckturm mit
ſeiner durchbrochenen Spitze. Auch die innere
Ausſtat=
tung iſt von vornehmer Gediegenheit. Von einem hohen,
kühlen Vorraum gelangt man rechts in einen hellen,
eichengetäfelten Empfangsſaal — wie wir ihn ähnlich
im Brüſſeler Rathauſe finden — mit Gobelins,
hiſtori=
ſchen Gemälden, Büſten, Wappen und geſchnitzten
Mö=
beln; links in einen Raum mit Anſichten aus dem
alten Brüſſel, als die Stadt noch mit Wällen, Gräben,
Ringmauern umſchloſſen war.
Im feſſelnden Gegenſatz hierzu ſtehen die in dem
Hauptſaal untergebrachten Modelle und Pläne der
bis=
her durchgeführten und noch geplanten
Verſchönerun=
gen der belgiſchen Hauptſtadt. Da hat man bereits
gründlich mit allerhand baulichem Gerümpel
aufge=
räumt, in den oberen Quartieren großartige
Terraſſen=
anlagen und Durchblicke, Parks, Squares und Boule=
Pfund feſtgeſetzt worden iſt, während die Regierung
14071 435 Pfund verlangte. Der Kriegsminiſter
begrün=
dete die geforderten Kredite und verlangte, die Türkei
müſſe ihre Stellung als fünfte Wehrmacht in
Europa wegen ihrer geographiſchen Lage und wegen
der inneren Verhältniſſe ſowie wegen der Fortſchritte der
Kriegsorganiſationen in den Balkanſtaaten beibehalten.
Der Miniſter brachte einen außerordentlichen Kriegsetat
von 4800000 Pfund ein, die auf zwei Jahre verteilt
wer=
den und hauptſächlich für die Anſchaffung von 66000
Ge=
wehren, 100 Feld= und 60 Berggeſchütze, und weiter für
Feſtungsgeſchütze und die Vervollkommnung der
Vertei=
digungswerke in Adrianopel, Kirkiliſſſe, Dimotika,
Ja=
nina uſw. beſtimmt ſind.
— Das Komitee des Repräſentantenhauſes
der Vereinigten Staaten für auswärtige Angelegenheiten
hat beſchloſſen, über zwei Reſolutionen befürwortend zu
berichten, die den Präſidenten ermächtigen, die fremden
Nationen zur Teilnahme an Ausſtellungen in San
Fran=
cisco und New=Orleans einzuladen, die zur Feier der
Vollendung des Panama=Kanals in beiden Städten
abgehalten werden ſollen, vorausgeſetzt, daß eine jede
7½ Millionen Doll. für dieſen Zweck aufbringt.
* Schutzarbeiten an den Nordſeeinſeln.
Wie die Magdeburg. Zeitung hört, ſind die
Uferbefeſtig=
ungsarbeiten auf der Inſel Borkum jetzt
fertig=
geſtellt worden. Sie erforderten die Summe von etwa
600000 Mark, die ſich auf drei Jahre verteilen. Ganz
beſonders wichtig iſt der Schutz der bekanntlich
beſon=
ders gefährdeten Halligen, von denen die größten
Inſeln, mit Ausnahme der Hallig Hooge, bereits
be=
feſtigt ſind. Für dieſe Inſel iſt im Miniſterium ein
Bedeichungsplan ausgearbeitet worden, nach welchem
die auszuführenden Bauten eine Summe von 980000
Mark beanſpruchen. Nach längeren Verhandlungen
mit den Intereſſenten iſt jetzt zu erwarten, daß die
Ge=
meinde Hallig 50000 Mark hierzu beiſteuert mit der
Verpflichtung, die Unterhaltungskoſten des Deiches zu
übernehmen. Die Bedeutung der in Ausſicht
genom=
menen Arbeiten wird am beſten dadurch vor Augen
geführt, daß nicht weniger als 500 Hektar
hervorragen=
der Marſchboden dem Meere und dem Abbruch entzogen
und der Kultivierung geſichert werden kann. In dem
nächſten Etat ſollen die erwähnten Mittel gefordert
werden. Wenn die Schutzarbeiten dieſer Inſel
aus=
geführt ſind, und ſomit alle größeren Halligen ihre
Be=
feſtigung erhalten haben, ſollen die
Landfeſtmachungs=
arbeiten der Halligen, die dieſe durch Deiche mit dem
Feſtlande verbinden, wieder aufgenommen werden. In
dieſem Sommer ſoll ferner mit der Anlegung einer
Schutzmauer um Helgoland begonnen werden.
Dieſe Arbeit unterſteht dem Miniſterium der
öffent=
lichen Arbeiten, während die Marineverwaltung die
Hafenanlagen ausführen läßt.
* Petersburg, 16. Juni. Die Jacht Standart”
mit der kaiſerlichen Familie an Bord iſt in
Bal=
tiſch=Port eingetroffen.
* Athen, 17. Juni. Der König iſt geſtern abend
eingetroffen und am Bahnhof von den Miniſtern, dem
diplomatiſchen Korps, dem Metropoliten von Athen und
dem Generaliſſimus empfangen worden. Vom Volke
wurde der König durch herzliche Zurufe begrüßt.
Nament=
lich auf dem Platze vor dem Palais hatte ſich eine große
Menge eingefunden, die dem König freundliche
Kund=
gebungen bereitete, wofür dieſer, auf die Freitreppe
her=
austretend, dankte.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 18. Jum.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Rentner Georg Neidlinger
zu Hamburg=Uhlenhorſt das Ritterkreuz 1. Klaſſe des
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
D In der nichtöffentlichen Sitzung der
Stadtverord=
neten=Verſammlung am 16. ds. Mts. wurde die Anſtellung
des Schutzmanns Adam Holl genehmigt. Hinſichtlich der
vorliegenden Geſuche um Erteilung der Erlaubnis zum
Betriebe von Schankwirtſchaften oder zum Kleinhandel
mit Branntwein wurde die Bedürfnisfrage bejaht für
Kirchſtraße 21, Obergaſſe 2 und Bleichſtraße 45.
— Der Ausſchuß der Vereinigten Bezirksvereine
ver=
anſtaltet am 22. Juni ds. Js. eine öffentliche
Verſamm=
lung im Fürſtenſaale, bei der Herr Stadtv. Sames an
der Hand der endgültig feſtgelegten Pläne, die die
Bür=
germeiſterei zu dieſem Zwecke gütigſt zur Verfügung
ge=
ſtellt hat, einen Vortrag über den Bebauungsplan nach
dem neuen Bahnhof zu halten wird. Die Wichtigkeit des
Gegenſtandes, bei dem ſo viele Intereſſenten berührt
wer=
den, und die Perſönlichkeit des ſachkundigen Redners
ſichern dem Vortrag trotz der vorgeſchrittenen Jahreszeit
eine zahlreiche Zuhörerſchaft.
m. Die Arbeiten an den beiden neuen Schulhäuſern
auf dem alten Gaswerksplatz haben in den letzten
Wochen nur geringe Fortſchritte gemacht. Es wurden
nur Betonarbeiten von wenigen Arbeitern ausgeführt.
Beſſere Fortſchritte hat der Bau der Turnhalle
ge=
macht. Ihr eiſernes Dachgerüſt iſt bereits fertig
mon=
tiert, und zur Zeit werden die hölzernen Dachbalken
auf dem Eiſengerüſte angebracht. Der Fortgang der
Maurerarbeiten an allen Gebäuden der neuen Schulen
dürfte wahrſcheinlich durch die Beendigung des
Arbei=
terausſtandes am Montag beginnen.
m. Auf dem Gebiete des Städtiſchen Krankenhauſes
ſind die Hintergebäude der an der Bismarckſtraße und
Fuchsſtraße von der Stadt erworbenen Häuſer vom
Erdboden verſchwunden. Die Verebnung des Platzes
iſt bald vollendet. Ueber den Platz führt eine
gepfla=
ſterte neue Straße, die innerhalb des
Krankenhaus=
gebietes die Fuchsſtraße und die Grafenſtraße verbindet.
Dieſe Straße dient aber nicht dem öffentlichen Verkehr.
m. Backes=Denkmal. Der Vorſtand des
heſſi=
ſchen Landes=Lehrervereins wendet ſich an
Bildhauer und Vertreter der Grabmalkunſt
mit der Aufforderung, Entwürfe zu einem Grabdenkmal,
vielleicht mit Medaillon, für den verſtorbenen früheren
Obmann des Landeslehrervereins Rektor Backes
einzu=
reichen. Es ſind etwa 2000 Mark für das Denkmal
vor=
geſehen.
— Odenwaldklub. Mit großer Freude werden die
Beſucher des Kaiſerturmes auf der Neunkircher
Höhe die Nachricht begrüßen, daß auf der Plattform
nunmehr 4 Orientierungstafeln angebracht
worden ſind, die jeden Wanderer in die Lage verſetzen,
ſich über die Umgebung aufs genaueſte zu orientieren.
Die ſehr ſchön und zweckmäßig ausgeführten Tafeln
verdankt die Ortsgruppe Darmſtadt, die bekanntlich
Eigentümerin des Turmes iſt, einer Stiftung der
Her=
ren Bauinſpektor Heuſel und Hofſchloſſermeiſter
Emmel.
— Ein achtzigjähriger Blinder. Am Freitag, den 24.
Juni, begeht der ſchon ſeit 34 Jahren erblindete Konrad
Heß ſeinen 80. Geburtstag. Früher war er
Schuh=
macher und Schaftenwalker, von 1871—1877 im Poſtdienſt.
vards geſchaffen. Jetzt bereits erkennt man dankbar
an, was in dieſer Hinſicht König Leopold für ſeine
Re=
ſidenz getan. Und viel Großartigeres plante er noch;
hunderte von Millionen dieſen Zwecken zur Verfügung
ſtellend. Das ward durch ſeinen Tod vernichtet. Und
es iſt ſehr fraglich, ob ſeine Ideen jetzt noch
Verwirk=
lichung finden; die Mittel, die der Herrſcher hierfür
mit offenſten Händen geſpendet, dürften fehlen.
Wür=
den ſich ſeine Wünſche erfüllen, dann hätte Brüſſel Recht
zu dem ſtolzen Ausſpruch, der uns in dem Hauptſaal
mit Goldſchrift entgegenleuchtet: „Bruxella nobilissima
eivitas‟. — Was ſonſt hier noch ſtädtiſcherſeits
ausge=
ſtellt iſt, erſtreckt ſich auf Einzelheiten der kommunalen
Verwaltung, unter anderem die Schaffung von
zuträg=
lichen Arbeiterwohnungen, die Schülerarbeiten
ver=
ſchiedener Lehranſtalten, der Königlichen Akademie uſw.
Ein emſiges Streben macht ſich überall bemerkbar mit
guten Erfolgen für Kunſtgewerbe, Technik, Handwerk.
Ein ſehr glücklicher Gedanke der Stadt
Antwer=
pen war es, das ehemalige Haus Rubens’ in
mög=
lichſt getreuer Nachbildung erſtehen zu laſſen. Rubens
hatte ſich nach ſeiner Rückkehr von Italien und kurz
nach ſeiner erſten Vermählung 1610 in Antwerpen ein
ſtattliches Heim errichtet, das er drei Jahrzehnte, bis
zu ſeinem Tode, bewohnte. Leider blieben von dem
Gebäude nur ein Portikus mit Skulpturen und der
Reſt eines Gartenpavillons erhalten. Nach einem aus
dem Jahre 1680 ſtammenden Stich konnte man das
Haus des großen Meiſters, das 1763 einem anderen
weichen mußte, nebſt ſeinem Atelier genau konſtruieren
und führte dies hier liebevoll mit Aufwendung
erheb=
licher Mittel durch. Die Straßenſeite des im
Backſtein=
bau errichteten Hauſes mit ſchwerem Eichenvortal und
bleigefaßten Fenſtern, ſowie ſtattlichem Giebelaufbau
weicht in nichts von den niederländiſchen
Patrizierhäu=
ſern des 17. Jahrhunderts ab. Anders der Eindruck,
ſobald man den Flur durchſchritten. Da öffnet ſich vor
uns ein weiter Hof der durch den oben erwähnten
Por=
tikus im üppigen Stil der italieniſchen Spätrenaiſſance
ſeinen Abſchluß erhält, gleichzeitig den Eingang zu dem
im gleichen Geſchmack durchgeführten lauſchigen Garten
und zierlichen Pavillon bildend. Wem käme da nicht des
Meiſters in der Münchener Galerie befindliches Bild,
das ihn an der Seite ſeiner zweiten Gattin, der ſchönen,
von ihm ſo okt gemalten Helena Fourment und mit
ſeinem Söhnchen in ſeinem Garten wandelnd darſtellt,
in Erinnerung?
Die ganze rechte Seite des Hofes nimmt die auf
das reichſte ausgeführte Faſſade des Ateliers in
An=
ſpruch; hier ließ Rubens ſeine friſchen italieniſchen
Erinnerungen in Stein ausführen und konnte manch'
wertvolles antikes Werk dekorativ verwerten, Hermen
und Büſten römiſcher Kaiſer in den Niſchen und Reliefs
mit lockeren Szenen aus der griechiſchen Mythologie
zwiſchen Fenſtern und Türen. In einer Ecke öffnet ſich
eine Grotte mit plätſcherndem Springbrunnen, das
Rauſchen des Waſſers, der Geſang der Vögel, der Duft
der Blumen drangen hinein in das zur ebenen Erde
gelegene Atelier, das in ſeiner Ausdehnung und
Aus=
ſchmückung des gekeierten Fürſten der Kunſt würdig
war. Dem Hauvteingang gegenüber ein mächtiger
Marmorkamin mit Karyatiden, von der
holzkaſſettier=
ten Decke werden broneene Beleuchtungskörper
herab=
hängend, über den ſteinernen Fußboden weiche
orienta=
liſche Teppiche gebreitet, auf Poſtamenten
Majolika=
köpfe weinlaubbekränzter Römerinnen, die Möbel
kunſtvoll geſchnitzt, auf den Truhen köſtliche Stoffe, auf
den Tiſchen Bücher und Stiche, an den Wänden
Rüſt=
ungen, Waffen, Gemälde, letztere auch auf Staffeleien.
Die Staffelei des Künſtlers aber in der Mitte des
Rau=
mes, auf einem benachbarten Tiſchchen ſeine Palette
und ſein Farbenkaſten . . . geweihte, ehrfurchtgebietende
Erinnerungen, ſtille Zeugen einer ebenſo
ſchaffens=
frohen wie feſtfreudigen Zeit des unſterblichen Wirkens
eines unſterblichen Meiſters! Die ſchmalere Südſeite
des Ateliers ſchließt eine von Marmorſäulen getragene
und mit einer marmornen Baluſtrade, auf der antike
Figuren ihren Platz erhalten, verſehene Galerie ab, zu
der eine von holzgeſchnitzten Löwen flankierte Treppe
hinaufführt. Hier lagen die Gemächer, in denen
Ru=
bens ſeine Beſucher empfing und manch’ wichtigen
diplomatiſchen Auftrag — nach ſeiner eigenen
Aeußer=
ung hatte er Jahre hindurch den Fuß ſtets im
Steig=
bügel — entgegennahm; hier die Ateliers ſeiner
Schü=
ler, aus denen manch' von Rubens nur flüchtig
korri=
giertes Werk hervorgegangen, das heute ſtolz ſeinen
hoheitsvollen Namen trägt.
Antwerpen begnügte ſich nicht damit, das Heim
ſeines berühmteſten Bewohners neu erſtehen zu laſſen,
in einem ſehr ſtattlichen Anbau zeigt es in
muſtergül=
tiger Weiſe, welch’ gewaltigen Aufſchwung ſein Handel
und Wandel genommen und was Stadt und Staat für
die Erweiterung des Hafens und die Regulierung der
Schelde während der letzten Jahre getan und in den
nächſten zu tun gedenken. 150 Millionen Franken ſind
dafür ausgeſetzt und dürften ſich gut verzinſen!
Der enorme Aufſchwung, den das moderne
Bel=
gien genommen, tritt uns eindringlich auch in den
maleriſch ausgeſtalteten Pavillons von Lüttich und
Gent entgegen, und zwar in verſchiedenartigſter
Weiſe. Lüttich zeigt uns, wie ſehr die Stadt beſtrebt
iſt, durch trefflich eingerichtete und rege beſuchte
Indu=
ſtrie= und Handwerkerſchulen für tüchtige Kräfte auf
den Gebieten induſtriellen und gewerblichen Lebens zu
ſorgen und daß darüber auch nicht die Kunſt zu kurz
kommt. Gent iſt durch das köſtliche architektoniſche
Schmuckſtück eines kleinen Rathauſes des 16.
Jahrhun=
derts vertreten, Gotik und Renaiſſance in merkwürdig
feſſelndem Gemiſch. Der Schale entſpricht der Kern;
mit blumengeſchmückten Räumen, deren Wandflächen
bedeckt ſind mit ausgezeichneten Gemälden, uns die
herrliche, ſchon im 7. Jahrhundert blühende Stadt
ſchil=
dernd mit ihren trutzigen Fürſten= und Patrizierſitzen,
ihren Gilde= und Bürgerhäuſern, ihren Kirchen,
Tür=
men, Brücken, vom Edelroſt des Alters gefärbt, aber
auch mit den neuen Hafen= und Kanalbauten, die einen
vielverſprechenden Aufſchwung Gents herbeigeführt.
Wer Zeit hat, der ſetze ſich ſchleunigſt auf die Eiſenbahn,
und vergleiche an Ort und Stelle, ob ſich Bild und
Wirklichkeit decken, er wird es nicht bereuen!
Nummer 140.
Darmſtädter Tagblatt,=Samstag, den 18. Juni 1910.
als Unterbedienſteter tätig. Dann hat er als blinder
Mann 21 Jahre als Vogelzüchter gearbeitet. Hoffentlich
wird es dem alten Greis an Verehrungen und
Glück=
wünſchen nicht fehlen, da ſich dieſer jederzeit eines guten
Rufes erfreut.
* Die Darmſtädter Dekanatsſynode, die am Mittwoch
hier tagte, wählte zum Nachfolger des in den Ruheſtand
tretenden ſeitherigen Dekans, Kirchenrats Neuroth in
Griesheim, den ſeitherigen Dekanſtellvertreter, Pfarrer
Schneider in Weiterſtadt. Dekanſtellvertreter wurde
Pfarrer Velte in Darmſtadt. Zum weltlichen
Abgeord=
neten für die Landesſynode wurde (an Stelle des
verſtor=
benen Rektors Backes) Kreisrat Dr. Kratz in Dieburg,
zu deſſen Stellvertreter Hauptlehrer Kaßlick in
Darm=
ſtadt gewählt.
* Ein treuer Mieter. In dem Hauſe des Herrn
Wilh. Rahn, Aliceſtraße 9, wohnt Herr Geh.
Rechnungs=
rat Lud. Petry ſchon über 30 Jahre. Dem treuen
Mie=
ter wurde von dem Darmſtädter Hausbeſitzerverein E. V.
eine Blumenſpende überreicht. Bemerkenswert iſt, daß
in dieſen 30 Jahren die Miete immer gleich blieb.
— Der Gartenbanverein veranſtaltet nächſten
Mitt=
woch nachmittag einen Ausflug nach Weinheim. Außer
der Beſichtigung des von Berckheimſchen Schloßgartens
iſt noch ein Gang durch die Gräflich von Berckheimſchen
Waldungen vorgeſehen, welche bekanntlich herrliche
Beſtände ausländiſcher Koniferen aufweiſen. (Näheres
ſiehe im Anzeigenteil.)
* Geſangverein Liederzweig. Der
Familienaus=
flug des Liederzweigs findet Sonntag, den 26. Juni,
nach Miltenberg ſtatt (ſiehe Anzeige). Für das am 17.
Juli ſtattfindende Sommerfeſt wurde der Garten und
Gartenſaal des Städtiſchen Saalbaues gemietet.
— Schützenhof. Wie aus der Anzeige erſichtlich,
kon=
zertiert am kommenden Sonntag zum erſten Male die
Kapelle des Großh. Heſſ. Gardedragoner=Regiments
Nr. 23 unter Leitung ihres Dirigenten Herrn
Mittel=
ſtädt. Herr Reſtaurateur Jungk beabſichtigt, die Kapelle
in ſeinem Etabliſſement wieder einzuführen, um ſomit
dem muſikliebenden Publikum eine angenehme
Abwechs=
lung zu verſchaffen. Das aufgeſtellte Muſikprogramm iſt
reichhaltig und verſpricht einen angenehmen Abend im
Schützenhof. U. a. wird ein hier noch unbekannter
Darm=
ſtädter Komponiſt, Herr Kerfens, mit einem neuen Marſch
hervortreten und eventuell perſönlich dirigieren.
— Rummelbräu. Im Garten des Rummelbräus, der
mit zu den ſchönſten Garten=Etabliſſements am hieſigen
Platze zählt, ſpielt heute abend und Sonntag von 4 bis
abends 11 Uhr eine Abteilung der Kapelle des 61.
Artil=
lerie=Regiments. Bei gutem Wetter dürften beide
Kon=
zerte, zu denen ein hübſches Programm aufgeſtellt iſt,
einen guten Beſuch aufweiſen. (Siehe Anzeige.)
— Ludwigshöhe. Am Sonntag, den 19. Juni,
nach=
mittags 4 Uhr, konzertiert zum erſten Male die Kapelle
des Großh. Heſſ. Gardedragoner=Regiments Nr. 23 unter
Leitung ihres Dirigenten Herrn Mittelſtädt. Der
ge=
nannte Dirigent iſt beſtrebt, der Kapelle ihren alten guten
Ruf wieder zurückzuerobern und ſich in muſikaliſcher
Be=
ziehung dem Namen ſeines Regiments anzupaſſen. Herr
Reſtaurateur Emmel wird nun mit der Kapelle den
An=
fang machen und das muſikliebende Publikum wird
Ge=
legenheit finden, die Leiſtungen unſerer Gardedragoner ſo
einzuſchätzen, wie ſie es verdienen. Das Programm iſt
reichhaltig und bietet für jedermann angenehme
Abwechs=
lung, u. a. auch einen neuen Marſch von Kerfens, ein
hier noch unbekannter Darmſtädter Komponiſt. (N. ſ. A.)
n. 24000 Mark Belohnung. Eine in der Vorhalle des
hieſigen neuen Juſtizgebäudes ausgehängte
Veröffent=
lichung der Polizeibehörde in Louisville (Ver. Staaten
von Nordamerika) ſetzt jenen Preis auf die Ermittelung
eines wahrſcheinlich nach Deutſchland entflohenen
Ver=
brechers aus. Der in Frankreich geborene und vor
Jah=
ren dort deſertierte, 27 Jahre alte Joſeph Wendling,
der als Taglöhner zu arbeiten pflegt, hat in Louisville
einen Luſtmord an einem kleinen Mädchen verübt. Er iſt
5 Fuß, 6 Zoll (engliſch) groß, von mittlerer Statur, beſitzt
blaue zwinkernde Augen, ſchwarze Augenbrauen, gleiches
Haar und ſchwarzen Schnurrbart, dunklen Teint, friſche
Wangen, macht große Schritte, ſteht aufrecht mit
ange=
ſetztem rechten Fuß, hat blaue Tätowierung am
Vorder=
arm und eine Schußnarbe an der Hand (wahrſcheinlich an
der linken). Sein Bild nebſtUlnterſchrift=Fakſimile iſt auf der
Veröffentlichung zu ſehen. Nachricht kann an die hieſige
Staatsanwaltſchaft gerichtet werden.
gs. Schwere Verletzungen zog ſich geſtern vormittag
in einer Dampfſchreinerei ein Schreiner zu, indem er mit
der rechten Hand in die Kreisſäge geriet. Nach Anlegung
eines Notverbandes durch die Rettungswache wurde der
Verunglückte mittels Kranken=Automobils in das
Städtiſche Krankenhaus gebracht.
Pfungſtadt, 16. Juni. Am 14. ds. Mts. feierte der
hieſige Beigeordnete Georg Nungeſſer IV. mit ſeiner
Ehefrau Eliſabeth, geb. Scherer, in körperlicher und
gei=
ſtiger Friſche das Feſt der goldenen Hochzeit. Vom
Großherzog erhielt das Jubelpaar das Bild des
Groß=
herzogs mit eigenhändiger Namensunterſchrift. Pfarrer
Römheld überreichte es im Auftrage des Landesfürſten
und verlas ein Schreiben der Großh. Kabinettsdirektion,
das die Glückwünſche des Großherzogs zum Ausdruck
brachte.
Vom ſüdlichen Odenwald, 17. Juni. Früher als
gewöhnlich nimmt dieſes Jahr die
Heidelbeer=
ernte ihren Anfang. Geſtern abend begannen die
Aufkäufer ihre Tätigkeit und bezahlten pro Pfund
20 Pfg. Dieſer ſcheinbar hohe Preis — für den
An=
fang übrigens nicht ſo bedeutend — führt aber doch
nicht zu übermäßigem Stundenlohn, da die Ausbeute
vorerſt noch ſehr gering iſt, die Töpfe der Sammler
zeigen mehr rote als ſchwarze Beeren. Zur Ausfuhr
iſt aber ſolches Material beſſer geeignet als vollreife
Früchte, die bei längerem Transport breiig werden.
Es iſt im Intereſſe der Sammler erfreulich, daß eine
ſehr reiche Ernte des Einheimſens harrt.
Mainz, 17. Juni. Geſtern übergab der
Reiſeſchrift=
führer Jaffee dem geſchäftsführenden Vorſtande des
Mainzer Kriegervereins unter nochmaliger dankbarer
An=
erkennung der den Amerikaner=Kriegern
berei=
teten Vergnügungen ein Geſchenk von 200 Mark.
Mainz, 17. Juni. Der 19jährige Adam Krenzer
ſtammt aus einer achtbaren Familie aus Dienheim. Zuerſt
war er Winzer, dann bekam er im Jahre 1907 eine
Frei=
ſtelle als Weinbauſchüler in Oppenheim. Ein Jahr tat
er dort gut, dann arbeitete er aber nichts mehr, ſondern
trieb ſich überall umher. Zuletzt wohnte er in Weiſenau in
einer Wirtſchaft bei einer Witwe, wo er vielfache Diebſtähle
und Einbrüche verübte. Der Wirtin ſtahl er eine goldene
Uhr mit Kette und goldene Ringe im Werte von 250 Mark
uſw. Weiter wurde feſtgeſtellt, daß Krenzer in Dienheim
bei einem Landwirt zweimal eingeſtiegen war und 23 Mk.
geſtohlen hatte. Bei einem Winzer brach er eine Schublade
auf und ſtahl 8 Mark, einem Landwirt 4,50 Mark und in
Nierſtein einem Landwirt 47 Mark. In Gau=Odernheim
beſtahl er einen Landwirt um 1,65 Mark. Da ihm die
Beute zu gering war, ſtieg er am gleichen Tage in das
Haus eines anderen Landwirts ein; dort fielen ihm
50 Mark in die Hände. Jedesmal brach er die Schränke
und Schubladen auf. Im Oktober kam er nach
Köngern=
heim, wo er bei einem Maurermeiſter einſtieg und 140 Mk.
ſtahl. Dann brach er in Darmſtadt in einen
Spezerei=
laden ein und ſtahl 240 Mark und einige Tage ſpäter einer
Frau eine Damenuhr und 20 Mark. Am 6. Februar kam
er wieder nach Dienheim, brach in derſelben Nacht bei
einem Spezereihändler ein und ſtahl 270 Mark und eine
goldene Damenuhr. Von Weiſenau aus unternahm er
dann einen Raubzug nach Nierſtein, wo er einer Witwe
200 Mark ſtahl. Im März ging er nochmals nach
Darm=
ſtadt und brach bei einem Bäckermeiſter ein, dem er drei
Damenuhren und Ketten, Trauringe, Armbänder und
gol=
dene Broſchen von bedeutendem Werte ſtahl. In
Wei=
ſenau wurde er ſchließlich abgefaßt und verhaftet.
Wäh=
rend ſeiner Raubzüge lebte er in Saus und Braus, die
Schmuckſachen verſetzte oder verkaufte er. Der bisher
un=
beſcholtene Burſche, der einen recht harmloſen Eindruck
macht, wurde lt. Tgbl. wegen zehn ſchwerer und zwei
leich=
ter Diebſtähle zu 3½ Jahren Zuchthaus, Ehrverluſt und
Polizeiaufſicht verurteilt.
— Bad=Nauheim, 17. Juni. Bis zum 16. Juni ſind
12685 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem
Tage noch 6902 anweſend waren. Bäder wurden bis zum
16. Juni 133 150 abgegeben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Juni. Eine
Eis=
alamität iſt über Berlin hereingebrochen, die Eis=
preiſe ſind von Tag zu Tag wie das Thermometer
ge=
ſtiegen und haben eine bisher nicht gekannte Höhe
er=
reicht. Im vorigen Jahre zahlte man für den Zentner
Natureis 1—1,30 Mk. Jetzt werden 2—3 Mk.
ver=
langt, ja, es ſollen ſogar noch höhere Preiſe gefordert
und bezahlt werden. Bei der tropiſchen Hitze wird viel
Eis konſumiert; die Eisvorräte ſind nicht groß, und
die Produktion von Kunſteis iſt bei wenig
leiſtungs=
fähigen Maſchinen in den ohnehin heißen Räumen
un=
genügend und wenig ergiebig. Der verfloſſene
Win=
ter war eisarm, es konnte nur in wenigen Tagen Eis
eingebracht werden; größere Eisvorräte wurden
frei=
lich aus Schweden und Norwegen herangeſchafft, aber
der Preis für den Zentner ſtellte ſich oft über 1 Mk.
Bei dem Eismangel iſt beſonders das Fleiſch leicht
dem Verderben ausgeſetzt, und die Fleiſcher können
die Vorräte kaum noch konſervieren. In ähnlicher
un=
angenehmer Lage befinden ſich die Milchhändler, da
bei der Hitze die Milch leicht ungenießbar wird.
Heute konnten acht der am Sonntag in der
Jung=
fernheide vom Blitz verletzten Perſonen
als geheilt aus dem Rudolf=Virchow=Krankenhaus
ent=
laſſen werden, ſo daß jetzt im Krankenhaus noch drei
Verletzte verblieben ſind, die ſich aber ſämtlich auf dem
Wege der Beſſerung befinden. Auch bei der am
ſchwer=
ſten Verletzten beſteht keine Lebensgefahr mehr, ſie
wird allerdings noch einige Wochen im Krankenhaus
zubringen müſſen. Der Füſilier de Werth, der ſich
ſeit geſtern im Garniſonlazarett I befindet, wird noch
in dieſer Woche als geſund entlaſſen werden. Die
Be=
erdigung der fünf Getöteten iſt für morgen angeſetzt.
— Die heutige Generalverſammlung der Berliner
Elektromobil=Droſchken=Akt.=Geſ. (
Be=
dag) beſchloß, den Verluſt von 575 262 Mark auf neue
Rechnung vorzutragen. Der Vorſitzende, Bankier Karl
Neuburger, wies auf die bekannten Kalamitäten hin,
die das Berliner Autodroſchkengewerbe im
abgelaufe=
nen Jahre behinderten, und teilte ſchließlich mit, daß
jetzt die polizeiliche Nummernſperre zu
wirken beginne. Es würden für Nummern jetzt 2000
bis 3000 Mark gezahlt. — In der 9. Berliner
Gemeinde=
ſchule erkrankten 45 Knaben an der neuerdings häufig
auftretenden Haarkrankheit.
Frankfurt, 17. Juni. Die hier eingetroffenen
Mit=
glieder des „Schwäbiſchen Sängerbunds
Brooklyn” haben heute früh kurz nach 9 Uhr die
Weiterfahrt nach Heidelberg angetreten, von wo aus
ſie ſich in ihre einzelnen Heimatsorte begeben, um
dann ſpäter in Stuttgart ſich wieder zur
gemein=
ſamen Heimfahrt zuſammenzufinden.
Immendingen, 16. Juni. Beim Schachtausbau iſt
durch Zerbrechn eines Hauptlagers die Arbeitsbühne äuf
die darunter liegende Sicherheitsbühne
herab=
geſtürzt. Hierbei wurden ein Mann getötet und
zehn verletzt. Die Verletzten wurden dem Krankenhaus
„Bergmannstroſt” in Halle zugeführt.
Würzburg, 17. Juni. Auf den Glacis=Anlagen
erſchoß ſich aus Liebeskummer die Schauſpielerin
Huckauf aus Wien.
Koburg, 16. Juni. Am 18. und 19. Juni findet hier
eine Erinnerungsfeier an das 1860 hier
abgehal=
tene erſte deutſche Turnfeſt ſtatt. Die Feier beginnt
am Samstag abend mit einem Feſtkommers, zu dem
der Herzog ſein Erſcheinen mit Familie zugeſagt hat. Am
Sonntag wird eine Huldigungsfeier vor dem Denkmal
des Herzogs Ernſt, des Schirmherrn des erſten deutſchen
Turnfeſtes, veranſtaltet. Der regierende Herzog, der der
Feier ein lebhaftes Intereſſe entgegenbringt, hat den
84 Jahre alten Vorſitzenden der Deutſchen Turnerſchaft,
Geh. Sanitätsrat Dr. Götz=Leipzig, den einzigen
Ueber=
lebenden der fünf Einberufer des erſten Turnfeſtes, als
Gaſt in Ehrenburg geladen.
Allenſtein, 17. Juni. Wie gemeldet, iſt Frau
v. Schönebeck=Weber geſtern während der
Ver=
nehmung des Oberſtleutnant Tupſchewski plötzlich
zu=
ſammengebrochen und erlitt einen Ohnmachtsanfall.
Nachdem Frau Weber zu ihrem Hotel zurückgebracht
worden war, erholte ſie ſich bald etwas, klagte jedoch
über Schwächezuſtände. Gegen 6 Uhr nachmittags
be=
gab ſich Frau Weber ins Bad und hier bekam ſie
plötz=
lich einen Tobſuchtsanfall. Sie ſchrie, daß es
auf weite Entfernung hin vernehmbar war und die
Menſchen zuſammenliefen. Ihrem Ehemann und ihrer
Friſeuſe gelang es nicht, ſie auch nur ſtill zu halten.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Berlin, 16. Juni. Der Loge der Bayreuther
Feſtſpiele, der Tenoriſt Dr. Otto Brieſemeiſter
iſt heute mittag 1 Uhr in ſeiner Wohnung in
Wilmers=
dorf nach kurzer ſchwerer Krankheit geſtorben. Der
Künſtler hatte ſich an ſeinem einzigen Töchterchen, das
ſeit ein paar Wochen an einer Kinderkrankheit litt,
an=
geſteckt.
* Buchsweiler, 16. Juni. Im vorigen
Som=
mer wurde damit begonnen, das hieſige Stadthaus,
die ehemalige Kanzlei der Heſſen=Hanau=
Lich=
tenbergiſchen Regierung, gründlich zu
er=
neuern. Jetzt iſt dieſe ſo gut wie beendet. Die
Sand=
ſteinportale der Front= und der Rückſeite ſind durch
Bernasconi aus Neuweiler vollkommen erneuert,
die ſauber ausgehauenen Wappen ſind mit Farben
ge=
ziert. Ueber dem Portale der Vorderſeite prangen jetzt
auf geteiltem Schild der goldene Adler und der ſilberne
Löwe des Stadtwappens, über dem Eingang in der
Kanzleigaſſe das gräflich Hanau=Lichtenbergiſche
Wap=
pen. Die untere und die obere Halle und die Steintreppe
ſind renoviert worden. Außerdem hat man oben einige
Zwiſchenwände aus ſpäterer Zeit niedergeriſſen und ſo
einen ſchönen hellen Saal, das neue
Gemeinderats=
immer, gewonnen; wundervolle alte Türen ſamt ihrem
ſtilvollen Rahmen ſind vom Speicher herunter geholt,
reſtauriert und eingeſetzt worden. In der unteren
Halle fällt noch in die Augen eine in der alten Poſt
letztes Jahr aufgefundene und jetzt in die Wand
ein=
gelaſſene Ofenplatte, die unter der Grafenkrone die
Wappen von Hanau, Zweibrücken, Rieneck,
Münzen=
berg, Lichtenberg, Ochſenſtein und Bitſch zeigt und
da=
durch ihre Herkunft aus der Zeit zwiſchen 1642 und 1736
beweiſt, wo die beiden Grafſchaften Hanau=Lichtenberg
und Hanau=Münzenberg das gleiche Wappen in obiger
Zuſammenſtellung führten.
Kleines Fenilleton.
** Fünfzig Jahre deutſchen
Turn=
weſens. Am 17. Juni waren 50 Jahre verfloſſen
ſeit dem erſten allgemeinen Deutſchen Turnfeſt, welches
am 17. Juni 1860 in Koburg eröffnet wurde. Ueber
700 Turner aus 80 Vereinen Deutſchlands waren in
der thüringiſchen Reſidenzſtadt erſchienen, um über
ver=
ſchiedene turneriſche Angelegenheiten zu beſchließen.
Wie an anderer Stelle mitgeteilt iſt, wird heute und
morgen eine Erinnerungsfeier in Koburg ſtatt=
finden. Das erſte Deutſche Turnfeſt verlief in beſter
Weiſe; Herzog Ernſt II., von der Fürſtenverſammlung
in Baden=Baden zurückgekehrt, empfing eine
Deputa=
tion der Turner und wohnte auch mit ſeiner Gemahlin
dem Balle bei, mit dem das Turnfeſt ſeinen Abſchluß
fand. Die damals an das deutſche Volk ergangene
Mahnung, die Leibesübung als ſicherſte Gewähr für
die Wehrhaftigkeit zu Nutz und Frommen des
Vater=
landes zu hegen und zu pflegen, fiel auf fruchtbaren
Boden. Dem erſten Turnfeſte in Koburg folgten ſolche
in Berlin, Leipzig, und von da ab wurden noch
beſon=
dere Turntage abgehalten, deren letzter 1907 in Worms
ſtattfand, während das letzte Deutſche Turnfeſt 1908 in
Frankfurt a. M. begangen wurde. Die Beteiligung am
turneriſchen Leben iſt in dieſen 50 Jahren mächtig
ge=
tiegen. Schon 1864 betrug die Zahl der deutſchen
Ver=
eine 1934 mit 200000 Mitgliedern, und wenn auch die
folgende Kriegszeit hemmend auf die Vereinstätigkeit
wirkte, ſo hat ſich doch ein fortgeſetztes Wachstum der
Deutſchen Turnerſchaft gezeigt, und eine am 1. Januar
1907 vorgenommene Zählung ergab 7787 Vereine mit
808000 Angehörigen im Alter von über 14 Jahren, ſo
daß einſchließlich der Frauen= und Jugendabteilungen
die Zahl aller Angehörigen der Deutſchen Turnvereine
mit einer Million nicht zu hoch geſchätzt ſein wird. Man
ſieht, der vor 50 Jahren von Koburg aus ergangene
Appell hat einen gewaltigen Erfolg gehabt, und alle
Freunde der deutſchen Turnerei werden ſich heute
dank=
bar der Männer erinnern, die vor einem halben
Jahr=
hundert den Grund legten zur feſten Organiſation der
Deutſchen Turnerſchaft und damit gleichzeitig ein Band
ſchmiedeten um die politiſch getrennten deutſchen
Volks=
ſtämme.
C.K. Rooſevelts Heimkehr. Aus New=
York wird berichtet: Der große Tag von Rooſevelts
Heimkehr ſteht bevor; am Samstag wird die „Kaiſerin
Auguſta Viktoria” in den New=Yorker Hafen einlaufen
und ganz Amerika kann dem zurückkehrenden Jäger
und Staatsmann die pomphafte Ovation darbringen.
an deren Vorbereitungen man Wochen und Monate
lang mit wildem Eifer gearbeitet hat. Das
Empfangs=
programm, das bisher ſo vielen Aenderungen
unter=
worfen war, ſteht nun endgültig feſt. In der unteren
Bai werden ſich 12 Diviſionen Dampfer, Jachten und
Flußboote verſammeln, um Rooſevelt bereits
zuzuju=
beln, ehe ſein Fuß wieder amerikaniſchen Boden betritt
Während der Bürgermeiſter in Begleitung von 300
Vertretern der amerikaniſchen Nation an Bord der
„Kaiſerin Auguſta Viktoria” geht, um Rooſeveltzu. be=
grüßen, werden die zahlloſen Dampfer und Jachten um
Rooſevelts Schiff einen großen Kreis bilden.
Rooſe=
velt beſteigt den Kutter „Androscoggin”; das Fahrzeug
ſetzt ſich an die Spitze der ganzen Flotte. Später wird
eine Parade aller Schiffe abgenommen. Die Landung
am Battery=Park ſoll programmäßig um 11 Uhr
erfol=
gen. Hier ſind bereits mächtige Tribünen aufgeſchlagen.
Mr. Gaymor, der Bürgermeiſter von New=York, wird
hier eine offizielle Begrüßungsrede halten, Rooſevelt
wird antworten, und dann formiert ſich ſofort die große
Parade, die bereits Tauſende von Fremden aus allen
Teilen der Vereinigten Staaten nach New=York gelockt
hat. Die Spitze des endloſen Zuges bilden die
berühmten Rough Riders unter ihrem Oberſt
Hunter. Ihnen folgt die berittene Polizei.
6000 Veteranen aus dem Kuba=Kriege marſchieren in
dem Zuge mit. Nach dem erſten Vorbeimarſch nimmt
Rooſevelts Wagen innerhalb der Prozeſſion,
unmittel=
bar vor den Kriegsveteranen, Stellung. Rooſevelt,
Cornelius Vanderbilt und Bürgermeiſter Gaymor
werden in der Equipage Platz nehmen, und dann
ge=
leitet die Rieſenmenge den wiedergekehrten Teddy im
Triumphzuge durch die Stadt.
* Ein merkwürdiges Urteil. Der
Ge=
richtshof von Comte fällte ein ſehr intereſſantes Urteil,
dem folgende Affäre zugrunde lag: Am 18. März dieſes
Jahres war ein gewiſſer Nisbet, der eine größere
Geld=
ſumme bei ſich trug, im Eiſenbahnzug ermordet
wor=
den, und die Mörder hatten das Geld, das er bei ſich
führte, geraubt. Der Gerichtshof erklärte, daß der
Mord als gleichbedeutend mit einem — Unfall bei der
Arbeit anzuſehen ſei, denn Nisbet habe nur auf Befehl
ſeiner Geſchäftsherren den Sack mit dem Gelde bei ſich
getragen. Das Gericht verurteilte infolgedeſſen die
Geſchäftsherren des Ermordeten zur Zahlung von 6000
Mark Entſchädigung an die Witwe.
* Schwere Rache hat ein junger Mann in
Braunſchweig an ſeinem Schneider genommen, der
ihm einen ſchlechtſitzenden Anzug geliefert hatte und
ſich weigerte, ihn zurückzunehmen. Um dem Publikum
zu zeigen, wie ſehr er hereingefallen ſei, zog der junge
Mann den Anzug an und heftete ſich ein großes Plakat
auf den Rücken, auf dem geſchrieben ſtand: „Dieſer
ſchlecht ſitzende Anzug iſt für 88 Mk. von der Firma
N. N. ... ſtraße geliefert.‟ Damit ging er dann auf
den belebteſten Straßen der Stadt einher, wobei er
natürlich großes Aufſehen erregte.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
Nummer 140,
Beide konnten nicht verhindern, daß Frau Weber ſich
beträchtliche Bißwunden an Händen und Armen
bei=
brachte. Nach längerer Zeit beruhigte ſich die Kranke
wieder, fiel aber aus einer Ohnmacht in die andere.
Hohenſalza, 16. Juni. Während des Ausfluges
einer hieſigen Knaben=Mittelſchulklaſſe nach Argenau
er=
tranken geſtern nachmittag beim Baden drei
neunjäh=
rige Schüler. Ein vierter Schüler wurde von dem
be=
gleitenden Klaſſenlehrer mit eigener Lebensgefahr
ge=
rettet.
Innsbruck, 16. Juni. In Bozen hat heute ein
Prozeß gegen Albert Hornſchuh und Genoſſen,
eine internationale Diebesbande, die ſeit
Jahren Hoteldiebſtähle in Deutſchland, Frankreich, der
Schweiz, Italien und Oeſterreich verübte, und etwa 3
Millionen zuſammengeſtohlen hat, ſein Ende gefunden
Hornſchuh ſtammt aus Thüringen; bei ſeinen
Dieb=
ſtählen kamen ihm die Erfahrungen aus ſeiner
frühe=
ren Tätigkeit zuſtatten: er war erſt Kaminfeger, ſpäter
Herrſchaftsdiener und Hotelangeſtellter geweſen,—
kletterte ausgezeichnet und verſtand, die günſtigſte
Stunde und Gelegenheit zum Einbrechen
herauszufin=
den. Das Urteil lautete gegen ihn auf 7 Jahre
Ge=
fängnis, gegen ſeine Mitſchuldigen, den Ruſſen
Leub=
ner, den Buchhalter Wilhelm Starke aus Heiligenſtadt,
den Kellner Karl Sandner aus Wien und den
Frem=
denführer Alfons Dejoſſe aus Belgien, auf
Gefängnis=
ſtrafen von 5 Jahren bis zu 13 Monaten. Die 17
jäh=
rige Nichte Hornſchuhs wurde freigeſprochen, wird
aber in ihre Heimat abgeſchoben; die anderen werden
nach Verbüßung ihrer Strafen zur weiteren
Beſtraf=
ung nach Deutſchland und Frankreich ausgeliefert
werden.
Rotterdam, 16. Juni. Eine amtliche Depeſche
beſtä=
tigt den Untergang des Staatsſchoners „
Gou=
verneur van Heerdt‟ Das Schiff iſt auf der Reiſe
von Willemſtad in der Sonntagnacht an dem Felſen der
Inſel Curacao zerſchellt. 9 Perſonen, unter ihnen der
Gouverneur der Inſel Bonaire, van den Brandhoff,
fan=
den ihren Tod in den Wellen.
Rom, 17. Juni. Geſtern früh ſtarben kurz
hinter=
einander die beiden Löwen, die Kaiſer Menelik
vor einigen Jahren dem Papſte zum Geſchenk machte.
New=York, 16. Juni. Ein intereſſanter
Pro=
zeß, in deſſen Verlauf mehrere Dollarprinzeſſinnen als
Angeklagte vor den Schranken des Gerichts zu erſcheinen
haben, hat geſtern hier begonnen. S. Sitomer, der
In=
haber einer großen Bluſenfabrik, hat die bekannte
Frauen=
ſtimmrechtlerin H. P. Belmont und Miß Ines Milholland
auf Zahlung eines Schadenerſatzes von 150000 Dollar
ver=
klagt. Die Klage iſt eine Folge des Streiks der
Bluſenarbeiterinnen. Damen der amerikaniſchen
Geſellſchaft, unter ihnen Frau Belmont und Miß Anna
Morgan, die Tochter des bekannten Milliardärs, hatten
dieſen Streik begünſtigt. Sie hatten den ausſtändigen
Arbeiterinnen ihre Automobile bei der Organiſation des
Streiks zur Verfügung geſtellt und waren ſelbſt
Mitglie=
der der Genoſſenſchaft der Bluſenarbeiterinnen geworden
und hatten in Gemeinſchaft mit einer Anzahl
Frauen=
ſtimmrechtlerinnen die Schaffung einer auf Teilung
arbei=
tenden Bluſenfabrik der Arbeiterinnen gefördert. Herr
Si=
tomer behauptet, daß durch dieſes Vorgehen ſein
Unter=
nehmen um 50000 Dollars geſchädigt worden
ſei, ohne die ermunternde Beihilfe der Angeklagten
wür=
den ſeine Bluſenarbeiterinnen bald zur Arbeit
zurückge=
kehrt ſein. Nach Abſatz u des Shermanſchen Geſetzes ſteht
ihm der dreifache Betrag des erlittenen Schadens als
klagbarer Schadenerſatz zu. Frau Belmont wird ſich alſo
mit ihren Freundinnen, die an der Unterſtützung des
Ausſtandes beteiligt waren, wegen ihrer Teilnahme am
Bluſenmacherinnenſtreik zu verantworten und zu
vertei=
digen haben.
Lahore, 16. Juni. Im Zentralgefängnis von
Fattigarh kam es am 9. Juni zu einem Aufruhr,
der nach den jetzt erhaltenen Einzelheiten ernſter war, als
es zuerſt den Anſchein hatte. 300 bis 400 Verbrecher
ver=
ſuchten das Haupttor zu ſtürmen und ſchleuderten
Ziegel=
ſtücke auf die Wachen, die darauf zu feuern begannen.
Sieben Aufrührer wurden getötet und fünfzig verwundet.
Parlamentariſches.
* Der Antrag der Abgeordneten Dr. Oſann und
Genoſſen, betreffend die Enzyklika „Editae saepe dei‟
vom 26. Mai 1910, iſt unterzeichnet von den Abgeordneten
Dr. Oſann, Auler, Bach, Beſt, Büchner, Diehl, Finger, Dr.
Heidenreich, Kredel, Lang, Noack, Reinhart, Schönberger,
Stöpler, Ullmann, Dr. Winkler.
*X* Darmſtadt, 17. Juni. Der
Sonder=
ausſchuß für die
Verwaltungsgeſetz=
reviſion ſetzte heute die Beratung über die
Land=
gemeindeordnung fort und erledigte eine
An=
zahl weiterer Artikel des Geſetzes. Die Sitzung war
jedoch nur von kurzer Dauer und der Ausſchuß behielt
ſich bei den wichtigeren Punkten, wie der Bildung von
Ausſchüſſen in den Landgemeinden, den Anſtellungs=
und Beſoldungsverhältniſſen uſw., die Entſcheidung
vor. Die nächſte Sitzung iſt wegen des am nächſten
Mittwoch erfolgenden Zuſammentritts des
Kammer=
plenums noch unbeſtimmt.
*X* Darmſtadt, 17. Juni. Der
Geſetz=
gebungsausſchuß der Zweiten Kammer
ſollte heute zuſammentreten, um die Beratung der
Wahlkreiseinteilung zu beginnen. Da jedoch
in letzter Stunde noch mehrere neue Anträge hierzu
eingegangen ſind, wurde beſchloſſen, erſt Ende nächſter
Woche in die Beratung der Wahlkreiseinteilung
ein=
zutreten.
*X* Darmſtadt, 17. Juni. Der
Finanz=
ausſchuß der Zweiten Kammer war heute
vormittag zu einer Sitzung zuſammen, an welcher auch
als Regierungsvertreter die Herren Finanzminiſter
Braun und Geheimerat Dr. Becker teilnahmen. Es
wurde zunächſt der Bericht des Abg. Dr. Oſann über
die von der Regierung vorgeſchlagene Abänderung des
Fürſorgekaſſengeſetzes verleſen und
geneh=
migt. Der Ausſchuß nahm dann zwei beſondere
Mit=
teilungen des Finanzminiſters entgegen. Die eine
be=
trifft die rechtzeitige Erledigung des Staatsbudgets.
Die Regierung gedenkt, die einzelnen Teile des
Staatsvoranſchlages, die ſchon frühzeitig fertiggeſtellt
werden können, wie Juſtizetat uſw., von jetzt ab der
Zweiten Kammer ſchon früher als ſeither zur Beratung
vorzulegen, dagegen andere Teile, wie den
Eiſen=
bahnetat, erſt etwa Ende Dezember einzubringen,
wenn das vorausſichtliche Ergebnis für das neue
Etats=
jahr beſſer überblickt werden kann. Bekanntlich war
das Erträgnis der Staatseiſenbahnen im vorigen Etat
nur auf 12 Millionen Mark eingeſchätzt worden,
wäh=
rend es in Wirklichkeit ſich weit über 13 Millionen
beziffert wird. Der Finanzminiſter teilte ferner mit,
daß zur Bewältigung der wachſenden
Steuerge=
ſchäffte ein weiterer vortragender Rat notwendig
geworden iſt; die Regierung beabſichtigt jedoch, dafür
keine neue Kraft einzuſtellen, ſondern eine Ratsſtelle in
der Forſtabteilung eingehen zu laſſen und dafür in der
Steuerabteilung einen weiteren vortragenden Rat
anzuſtellen.
Der Allenſteiner Mordprozeß.
— Allenſtein, 16. Juni. In der heutigen
fort=
geſetzten Zeugenvernehmung wird zunächſt das weibliche
Perſonal des Schönebeckſchen Hauſes noch einmal
vernom=
men. Die Verhandlung dreht ſich um die
Herrenbekannt=
ſchaften der Angeklagten und es ſoll feſtgeſtellt werden, ob
dieſe in der Nacht Beſuche auf ihrem Zimmer empfangen
hat. Die Zeuginnen ſagen aus, daß ſie davon nichts
wiſſen. Daß ſie für ihre Gefälligkeitsdienſte je von
Haupt=
mann von Göben oder der Angeklagten Geldgeſchenke
be=
kommen habe, beſtreitet die Zeugin Frl. Eue entſchieden.
Die weitere Verhandlung dreht ſich um die Strümpfe des
Erſchoſſenen. Hauptmann von Göben hat bekanntlich
an=
gegeben, daß ihm Frau von Schönebeck ein Paar Strümpfe
ihres Gatten gegeben habe, die er überziehen ſollte, um
die Hunde nicht auf ſeine Spur zu bringen. Bei der
Hausſuchung wurden in der v. Göbenſchen Wohnung auch
ein Paar Strümpfe mit herausgeſchnittenen Initialen
ge=
funden. Es kann aber nicht feſtgeſtellt werden, ob die
Strümpfe wirklich dem Erſchoſſenen gehörten. Die
Zeu=
gin Eue bekundet noch, daß das Verhältnis zwiſchen den
Eheleuten in der letzten Zeit ein gutes war. Als die
Zeu=
gin das zweite Mal als Angeſtellte in das Schönebeckſche
Haus kam, war Göben der Bevorzugte bei der
Angeklag=
ten. Sie hat von dieſem oft Briefe für die Angeklagte in
Empfang genommen und auch zwei bis drei Mal Briefe
an ihn von der Angeklagten beſorgt. Das Mißverhältnis
ihrer geſtrigen Ausſagen zu denen in der Unterſuchung
will die Zeugin damit erklären, daß ſie nicht richtig
ver=
ſtanden worden ſei. Der Staatsanwalt beantragt, die
Zeugin wegen Verdachts der Begünſtigung nicht zu
ver=
eidigen, der Gerichtshof beſchließt aber ihre Vereidigung.
Der Zeuge Apothekenbeſitzer Deus gibt an, daß Herr
von Göben zweimal auf Giftſchein Arſenik bei ihm
ge=
kauft habe, angeblich, um es ſeinem Bruder in Tirol zur
Vergiftung von Füchſen zu ſchicken. Der Staatsanwalt
ſtellt feſt, daß v. Göben ſpäter ſelbſt zugab, daß die Sache
mit dem Gift nicht ernſthaft gemeint, ſondern nur
Spie=
lerei war. Zeuge Friſeur Sikorski hat dem
Haupt=
mann von Göben am Weihnachtsfeſte die Maske verkauft.
Es war eine weiße Seidenmaske, mit grellen Farben
be=
malt und ſcheußlich anzuſehen. Der Zeuge zeigt eine
Kopie der Maske. Der Vorſitzende bemerkt, daß es ſich nicht
um eine Maske für einen Weihnachtsmann handeln könne,
wenn jemand mit einer ſolchen Maske zu ihm kommen
würde, würde er dieſen hinauswerfen. Zeuge türkiſcher
Oberſtleutnant Tupſchewski war früher Major im
hieſigen Feldartillerie=Regiment. Er ſtellt v. Göben als
Menſch und Soldat das beſte Zeugnis aus, wenn es auch
zu manchen Differenzen kam, weil v. Göben die
Erfahrun=
gen aus dem Burenkrieg für die anders liegenden
deut=
ſchen Verhältniſſe verwerten wollte. Der Zeuge erfuhr
zufällig von dem Verhältnis zwiſchen Frau v. Schönebeck
und v. Göben und warnte ihn. Der Hauptmann ſagte
aber: Mir kann eine Frau nichts anhaben. Im Laufe
der Unterſuchung, an der der Zeuge als Beiſitzer
teil=
nahm, hatte der Zeuge eine Unterredung mit Herrn von
Göben, an deren Schluß er ihm ins Geſicht ſagte: Herr
von Göben, Sie ſind der Mörder. Herr v. Göben
antwor=
tete, er könne nicht eher ſprechen, bevor nicht Frau von
Schönebeck geſprochen habe. Am nächſten Tage begann die
Vernehmung des Herrn von Göben durch den
Unter=
ſuchungsrichter und den Berliner Kriminalkommiſſar von
Wannowski. v. Göben ſchilderte die Tat ſo, daß der
Major ihm mit erhobenem Revolver entgegengetreten ſei
und den Revolver abgedrückt habe, der aber verſagte.
Hier=
auf habe er geſchoſſen. Der Zeuge hat dieſe Darſtellung
des Herrn v. Göben als wenn auch nicht entlaſtend für
ihn, ſo doch einigermaßen entſchuldigend angeſehen. Bei
der Vernehmung war Herr von Göben ſehr unruhig, ging
auf und ab und bat, eine Zigarre rauchen zu dürfen, die
er aber bald wieder wegwarf. Seine Schlußworte waren:
Ich bin der Schuldige, Frau von Schönebeck iſt unſchuldig.
laſſen Sie mir die Frau unter allen Umſtänden aus dem
Spiel.
Da man bei der Angeklagten einen Ohnmachtsanfall
befürchtet, wird die Verhandlung auf 10 Minuten
unter=
brochen. Ihr Zuſtand beſſert ſich aber nicht und mit
Rück=
icht darauf, ſowie auf die drückende Hitze, wird die
wei=
tere Verhandlung auf morgen früh vertagt.
Luftſchiffahrt.
sr. Ein neuer deutſchen Flieger=Preis
in Höhe von 50000 Mark wird von dem Deutſchen
Fliegerbund für einen Ueberlandflug Frankfurt am
Main-Mainz-Wiesbaden-Mannheim in Ausſicht
ge=
ſtellt. Konkurrenzberechtigt ſollen deutſche Flieger mit
in Deutſchland hergeſtellten Apparaten ſein. Die
näheren Beſtimmungen ſollen durch eine aus aktiven
Aviatikern beſtehende Kommiſſion ausgearbeitet werden.
sr. Das Internationale Flug=Meeting
von Peſt brachte am neunten Tage eine Reihe
in=
tereſſanter Paſſagierflüge, ſo von Kinet, Effimof und
Piſchoff. Den beſten Paſſagierflug erzielte der deutſche
Wrightpilot Kapitän Engelhardt mit 1 Stunde 5 Min.
Im Wettbewerb um den Höhenpreis erreichte Latham
eine Höhe von 860 Meter.
Sport.
* Zur Prinz Heinrich=Fahrt 1910. Die
Neue Badiſche Landes=Zeitung, Mannheim, die
ſeiner=
zeit über den Unfall beim 2. Flachrennen der Prinz
Heinrich=Fahrt berichtet hat, bringt in ihrer Mittags=
Ausgabe Nr. 270 vom 15. Juni 1910 folgende Mitteilung:
„Zur Prinz Heinrich=Fahrt 1910. Herr Graf von
Sier=
ſtorpff, Vizepräſident des Kaiſerlichen Automobil=
Klubs, hat die Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer,
A.=G., Frankfurt a. M., zu der Erklärung ermächtigt,
daß die vielfach verbreitete Nachricht, das beim zweiten
Flachrennen der Prinz Heinrich=Fahrt verunglückte
Adler=Automobil habe nach genauer Unterſuchung
einen Mangel an der Steuerung aufgewieſen und
zu=
viel toten Gang gehabt, in keiner Weiſe erwieſen iſt.
Weder hat die Unterſuchung durch den Kaiſerlichen
Automobil=Klub einen ſolchen Befund ergeben, noch
hat Herr Graf von Sierſtorpff eine derartige
Aeußer=
ung getan. Die Nachricht iſt von Anfang bis zu Ende
erfunden. Eine Reviſion des verunglückten Chaſſis
durch die zuſtändige, amtliche Prüfungsſtelle hat
er=
geben, daß die Steuerung und deren einzelne Teile
vor dem Unfall keine Fehler beſeſſen haben und auch
heute noch in Ordnung ſind, insbeſondere, daß ein
toter Gang in der Steuerungseinrichtung nicht
ge=
herrſcht hat und auch heute noch nicht herrſcht.”
sr. Das Bor=Match um die Welt=
Mei=
ſterſchaft zwiſchen Iim Jeffries und John=
ſon iſt nach Meldungen aus Amerika vom
Gouver=
neur Gillet verboten worden. Falls es nicht noch
ge=
lingen ſollte, den für den 4. Juli in Ausſicht
genomme=
nen großen Kampf durchzuſetzen, würden enorme
Sum=
men für die Unternehmer verloren gehen. Denn die
Vorbereitungen und die durch den Vorverkauf erzielten
Eintrittsgelder, ſowie die abgeſchloſſenen Wetten
be=
ziffern ſich bereits auf Millionen.
Drei Erdbeben.
— Jugenheim, Erdbebenwarte, 17. Juni,
½ Uhr nachmittags. Geſtern, am 16. Juni, ereignete
ſich der ſeltene Fall, daß an einem Tage drei ſtarke
Erdbeben regiſtriert wurden. Außer den beiden
bereits gemeldeten Beben, früh 5 Uhr 20 Min.
mittel=
europäiſche Zeit, bei Granada (4 Uhr 16 Minuten
veſteuropäiſche Zeit dort beobachtet), und 7 Uhr 50 Min.
vorm. mitteleuropäiſche Zeit aus einem Epizentrum
nahe bei Japan, erfolgte nachm. 5 Uhr 31 Min.
eine dritte kräftige Aufzeichnung, die etwa
eine Viertelſtunde dauerte. Der Herd ſcheint in Europa
gelegen zu ſein. Die Einſätze ſind unſcharf und
verhin=
dern die genaue Ableſung. Andere Erdbebenwarten
ſcheinen auf dieſelben Schwierigkeiten zu ſtoßen; ſie
haben bis jetzt noch keine Beobachtungen hierher ge
ſandt.
Landwirtſchaftliches.
L. K. In den Tagen vom 22. bis 27. Juni 1911 findet
in Kaſſel die Ausſtellung der Deutſchen
Landwirtſchafts=Geſellſchaft ſtatt und ſind
an derſelben hauptſächlich die Landwirte der Provinz
Heſſen=Naſſau, ſowie des Großherzogtums Heſſen (
Aus=
ſtellungsgau) intereſſiert. Außer Tieren können in
Kaſſel auch landwirtſchaftliche Erzeugniſſe und
Hilfs=
mittel ausgeſtellt werden, ſo unter anderem Sämereien,
Handelsgewächſe, Getreide und Hackfrüchte, Obſtwein,
Milch, Butter, Käſe, friſches Obſt uſw. Die
Anmeldun=
gen haben auf beſonderen Anmeldebogen an die
Deutſche Landwirtſchafts=Geſellſchaft in Berlin bis 28.
Februar 1911 zu geſchehen und erteilt der
Landwirt=
ſchaftskammer=Ausſchuß für Starkenburg in
Darm=
ſtadt (Bismarckſtraße 52) über die Beſchickung nähere
Auskunft.
Unwetter und Hochwaſſer.
* Augsburg, 17. Juni. Dieſe Nacht erreichte
die Ueberflutung des Lech ihren Höhepunkt.
Die bei Augsburg gelegene kleine Ortſchaft Hochablaß
hat unter dem Waſſer ſtark gelitten. Der Miniſter von
Breitenbach iſt heute früh zur Beſichtigung des
Ueber=
ſchwemmungsgebietes eingetroffen. Von der auf dem
rechten Lechufer befindlichen Häuſerkolonie ſind zwei
Häuſer eingeſtürzt. Die Lechbrücke bei Gerſthofen iſt
zum Teil eingeſtürzt.
* Konſtanz, 17. Juni. Während der
Ober=
ſee nachts nur 4 Zentimeter ſtieg, wächſt der
Unter=
ſee und der Rhein rapid. Nahezu ſämtliche
Ufer=
gemeinden ſind überflutet.
* Köln, 16. Juni. Wie der Korreſpondent der
Kölniſchen Zeitung aus Altenahr vom Landratsamte
Ahrweiler erfährt, hat die Abſchätzung der
Waſ=
ſerſchäden bisher ergeben: an den Gemeindeanlagen
in Altenahr 125000 Mark, in den privaten Anlagen
740000 Mark; in Ahrweiler beträgt der
Gemeinde=
ſchaden 100000 Mark, der Schaden an Privatbeſitzeiſt
noch nicht feſtgeſtellt und ſtellt ſich auf etwa 140000 Mk.
Der Schaden in Neuenahr wird auf etwa 200000 Mark,
in Bodendorf auf 50000 Mark beziffert.
* Adenau, 16. Juni. Soweit bis jetzt amtlich
feſtgeſtellt worden iſt, beträgt der durch das
Hoch=
waſſer angerichtete Schaden im Kreiſe Adenau
1 200 000 Mark.
* Ahrweiler, 17. Juni. Nach neuerlichen
Feſt=
ſtellungen überſchreitet die Geſamtſumme des
Schadens 3 Millionen Mark bedeutend. Unter den
Vermißten befinden ſich auch ſolche, die nach der
Kata=
ſtrophe weggezogen ſind, ohne ſich abgemeldet zu haben,
was namentlich bei vielen Kroaten zutreffen dürfte, welche
den Verunglückten und den Leichen Wertgegenſtände,
Uhren, Geld uſw. geraubt und dann ſich aus dem Staube
gemacht haben. Bis jetzt ſind amtlich 53 Leichen feſtgeſtellt
worden; davon wurden angeſchwemmt im Kreiſe Adenau
47, im Kreiſe Ahrweiler 4 und 2 im Rhein. Der Kreis
Ahrweiler hat keine Verluſte an Menſchenleben zu
ber=
zeichnen. Die Eiſenbahn verkehrt ab heute bis Altenahr
und dürfte bis ſpäteſtens Mitte nächſter Woche bis
Düm=
pelfeld wieder in Betrieb ſein.
* Diebolzheim, 17. Juni. 200 Meter
ober=
halb des Dorfes iſt der äußere Rheindamm nach
einer ſoeben eingetroffenen Nachricht in einer Breite
von 20 Meter durchbrochen. Der Riß entſtand
wahrſcheinlich infolge des Druckes des Waſſers, das
heute früh durch den ſogenannten Riedledamm drang.
Das Dorf iſt gefährdet. Militäriſche Hilfe iſt von
Straßburg unterwegs. Der Kreisdirektor iſt nach der
Unfallſtelle abgereiſt.
H. B. Augsburg, 17. Juni. Von der auf dem
rechten Lechufer befindlichen Häuſerkolonie ſind weiter
zwei Häuſer eingeſtürzt. Auch die Lechbrücke bei
Gerſthofen iſt zum Teil eingeſtürzt. Die Ufer ſind auf
etwa 60 Meter weit fortgeriſſen. Die Allee an der unteren
Lechſteinſtraße iſt weggeſpült worden.
* Bunzlau, 16. Juni. Der Blitz ſchlug in die
Kabine des Fiſchers Kornitſchky und betäubte eine
An=
zahl Perſonen. Ein 8jähriges Töchterchen des Fiſchers
wurde getötet.
* Innsbruck, 16. Juni. Statthalter Freiherr
von Spiegelfeld begibt ſich heute in das vom Hochwaſſer
heimgeſuchte Gebiet, um eine ſtaatliche
Hilfs=
aktion einzuleiten. Der angerichtete Schaden, ſoweit
er ſich bis heute überſehen läßt, iſt enorm. Im
Vor=
arlberg iſt die Wiederaufnahme des Zugverkehrs
vor=
läufig unmöglich, da der Bahndamm ſtellenweiſe
zer=
ſtört und mehrere Brücken weggeriſſen ſind. Das
Hoch=
waſſer nimmt ſeit geſtern ab.
* Innsbruck, 17. Juni. Das Hochwaſſer iſt
überall im Rückgang. Nur im Bludenz=Gebiet iſt
die Lage ſehr bedrohlich. — Der Statthalter, Freiherr
von Spiegelfeld, beſuchte heute vormittag das
Ueber=
ſchwemmungsgebiet.
* Peſt 16. Juni. Ein heftiges Unwetter
hat durch Ueberſchwemmungen ungeheueren Schaden,
angerichtet. Allein in den Kellern ſind Waren im
Werte von 500000 Krouen vernichtet worden. Das
Waſſer ſtand an einzelnen Stellen einen Meter hoch.
Der Straßenbahnverkehr war anderthalb Stunden lang
vollſtändig unterbrochen. Zwei Perſonen wurden vom
Blitzſchlag getötet; viele andere Perſonen, die vom
Ge=
witter im Freien überraſcht wurden, ſtürzten
ohn=
mächtig zu Boden. Die griechiſch=orientaliſche, Kirche
wurde von einem kalten Blitzſchlage getroffen,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
Seite 5.
2 Peſt., 10. Zunt. Im Komitat Kraſſe Szoeren)
iſt ein Wolkenbruch niedergegangen. Mehrere Orte
wurden von der Flut buchſtäblich fortgeſchwemmt.
In zahlreichen Ortſchaften ſtürzten die meiſten Häuſer
ein. Bisher wurden 259 Tote gefunden; in Berzaska
und Lynokow allein über 100. Straßen, Brücken,
Tele=
graph und Telephon ſind zerſtört. Die Saaten und
Wieſen haben den größten Schaden erlitten.
* Bern, 16. Juni. In den bedrohten Ortſchaften
geht das Hochwaſſer faſt überall zurück. Aus Luzern,
Schaffhauſen und Baſel wird ein Steigen des Waſſers
gemeldet. Geſtern ertranken im Kanton Thurgan bei
dem Einbruch eines Stauweihers drei Männer und
zwei Frauen; auch anderswo ſind infolge von
Ueber=
ſchwemmungen Menſchen ums Leben gekommen.
* Die Sammlungen für die
Ueber=
ſchwemmten, für die unſere Expedition Beiträge
ent=
gegennimmt, ſollen ſich nicht nur auf die Bewohner des
Ahrtals beſchränken, ſondern allen durch das Hochwaſſer
Geſchädigten zugute kommen. Beſondere Wünſche werden
ſelbſtverſtändlich berückſichtigt.
Darmſtädter Tagblatt.
Die Enzyklika.
H. B. Berlin, 17. Juni. Wie der Lokal=Anzeiger
hört hat Kardinal Kopp dem Reichskanzler
bei ſeinen Verhandlungen mit dem Vatikan als Vermittler
gedient. Auf den Vorſchlag des Kardinals Kopp dürfte es
auch zurückzuführen ſein, daß die auf den Monat Juli
an=
beraumte Konferenz der deutſchen Biſchöfe in Fulda nicht
erſt im Hochſommer, ſondern bereits in der nächſten Zeit
abgehalten werden wird.
* Weimar, 16. Juni. Wie die Weimariſche
Zei=
tung hört, iſt die Großherzogliche
Staats=
regierung infolge der Veröffentlichung der
Bor=
romäus=Enzyklika in den Zeitungen bei der
biſchöflichen Behörde in Fulda unter Hinweis auf die
in dem päpſtlichen Schriftſtück enthaltenen
Beſchimpf=
ungen, Herabſetzungen der Reformatoren und ihres
Werkes und der beteiligten Fürſten vorſtellig
ge=
worden, um die amtliche Bekanntgabe des
Rund=
ſchreibens im Großherzogtum zu verhindern. Darauf
hat das biſchöfliche Generalvikariat zwar bereits unterm
9. Juni mitgeteilt, daß eine amtliche Veröffentlichung
der Enzyklika dort nicht in Ausſicht genommen ſei,
ſo=
daß ſich weitere Schritte der Großherzoglichen
Staats=
regierung erübrigen.
** Dresden, 17. Juni. Der König von
Sachſen ſandte, wie von hier gemeldet wird, geſtern
zwei Handſchreiben an den P apſt und an den
Kardinal Merry del Val ab. Der König erhielt
über tauſend Glückwunſchdepeſchen aus allen Teilen
des Inlandes und auch aus dem Auslande.
Proteſtverſammlung des Heſſiſchen
Goethebundes.
St. Der Heſſiſche Goethebund hatte für geſtern
abend zu einer Proteſtverſammlung im Kaiſerſaal
ein=
geladen, die ebenfalls äußerſt zahlreich beſucht war,
Herr Profeſſor Dr. W. Nagel hieß die zahlreich
Er=
ſchienenen, inſonderheit die Studierenden, herzlichſt
willkommen. In ſeiner einleitenden Anſprache führte
Redner aus, die Entſchuldigung des Papſtes ſei
eigent=
lich noch viel ſchlimmer, als die vorangegangene
Be=
ſchimpfung, denn ſie bezeichne das ganze Volk als eine
Herde von Dummköpfen. Und wenn in einigen
Preſſe=
ſtimmen alsbald geſagt wurde, man ſolle nun auch
ruhig und friedlich ſein, ſo ſei dem aufs ſchärfſte zu
widerſprechen. Der Kampf müſſe jetzt erſt los gehen.
In äußerſt ſcharfer, von der Verſammlung zum Teil
mit ſtürmiſchem Beifall aufgenommener Weiſe
kriti=
ſierte Redner dann die „Kleriſei” in Rom, forderte die
Trennung von Kirche und Staat und die Aufhebung
des § 166 R.=Str.=G.=B., der dem Volke die Möglichkeit
nehme, an den Handlungen des unfehlbaren Papſtes
Kritik zu üben.
Redner des Abends war Herr Oberlehrer Dr.
Strecker=Bad=Nauheim. Nach einer eingehenden
ge=
ſchichtlichen Darlegung der Perſon und des Wirkens
des heiligen Borromäo, Luthers und ſonſtiger
her=
vorragender Perſönlichkeiten jener Zeiten, beleuchtete
Redner die jüngſten Ereigniſſe. Sehr ſcharf wurde die
Auslaſung der Germania kritiſiert, die von den
Proteſtverſammlungen als von Beſchimpfungen der
katboliſchen Religion ſprach (ſtürmiſcher Widerſpruchf
und die ſelbſt das Wort Genugtuung, die der Papſt
ge=
geben, in Anführungsſtriche geſetzt hat. Dasſelbe
möchten auch wir tun, denn die Genugtnung ſei zum
Teil eine weitere Beſchimpfung, weil ſie das deutſche
Volk ſehr niedrig einſchätze und weil kein Wort des
Bedauerns über die Schmähungen ſelbſt geſagt wird,
viel weniger noch dieſe zurückgenommen werden. Eine
Zurücknahme ſei keineswegs in dem Befehl zu ſehen,
die Enzyklika in Deutſchland nicht zu verkündigen
oder zu veröffentlichen. Für jeden Katholiken ſei das,
was das unfehlbare Oberhaupt ausgeſprochen, Geſetz
und unumſtößliche Wahrheit. Redner ſchließt ſeine
oſt von Beifall unterbrochenen Ausführungen, wir
wollen nichts, als daß die Katholiken auch uns
Gerech=
tigkeit widerfahren laſſen, wir wollen keinen
Kultur=
kampf, wir wollen nur Kulturarbeit. Wir proteſtieren
gegen die Anſchauungen dieſer Enzyklika im Namen
der Wiſſenſchaft, im Namen der Gerechtigkeit und im
Namen der wahren Toleranz! (Langanhaltender
Beifall.)
Herr Profeſſor Dr. W. Nagel ſprach dem
Red=
ner warmen Dank aus und empfahl dann zur
An=
nahme folgende
Reſolution:
„Der Heſſiſche Goethebund ſieht in der Borromäus=
Enzyklika des Papſtes mit ihren Angriffen auf die
Re=
formation eine ſchwerſte Beleidigung des deutſchen
Volkes. Unſere Schulbildung und Geiſteskultur
ſchrei=
ben ſich von den Tagen der Reformation her. Ihre
renenenetene eretetentie eter
Volkles allein.
Indem der Heſſiſche Goethebund den Verſuch der
Jeſuiten des Vatikans, die deutſche Kultur zu
be=
ſadeln und das Andenken der Männer zu beſchimpfen,
die Vorkämpfer geiſtiger Freiheit waren, als einen
Ausfluß bornierten Haſſes und bewußter Entſtellung
der hiſtoriſchen Vorgänge und Verhältniſſe mit
Ent=
rüſtung und Verachtung zurückweiſt, erklärt er es für
eine im Intereſſe der Würde des deutſchen Volkes
lie=
gende Notwendigkeit, in den rückhaltslos zu
führen=
den Kampf für die Aufhebung des § 166 des=
R.=Str.=G.=B. und für die völlige Trennung der Kirche
vom Staate einzutreten, die, wie ſich in Frankreich
ge=
zeigt hat, allein einen wirkſamen Schutz gegenüber den
gegen die Kultur gerichteten Beſtrebungen der
römi=
ſchen Kurie ermöglicht.”
In der Diskuſſion vertrat Herr Reallehrer Kahl
in längerer Rede den Standpunkt, daß in der
Proteſt=
bewegung das Laienelement in dem Vordergrund ſtehe,
und daß es falſch ſei, wenn von ultramontaner Seite
geſagt werde, der Proteſt ſei nur eine Hetze des
Evan=
geliſchen Bundes und evangeliſcher Pfarrer. Unſer
Proteſt ſoll und kann ſich nicht gegen die katholiſchen
Mitbürger richten, ſondern nur gegen den Papſt und
den politiſchen Katholizismus, gegen den
Ultramonta=
nismus. Redner tritt ebenfalls Energiſch für die
Auf=
hebung des § 166 ein. Bei der Schwere der
Beleidig=
ung hätte der preußiſche Staat ſofort den Geſandten
alberufen müſſen. In der Erklärung des Papſtes
liege keinerlei Gewähr dafür, daß ſich die
Beleidig=
ungen von zwei Dritteln des preußiſchen Volkes nicht
wiederholen. Der Redner ſchloß mit dem Wunſche,
daß die gegenwärtige heilige Erregung anhalten möge
mindeſtens bis zur nächſten Reichstagswahl. (Lebh.
Beifall.)
Darauf wurde die Reſolution einſtimmig
an=
genommen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 17. Juni. Das Staatsminiſterium
trat heute früh zu einer Sitzung zuſammen. Der
Bundesrat ſtimmt der Vorlage wegen Zulaſſung
von Aktien in geſtriger Sitzung zum
Börſentermin=
handel zu, ſowie der Vorlage betreffend die
Bewilli=
gung von erhöhten Gehältern an Reichsbeamte.
* Berlin, 17. Juni. In Kiel wurde heute zur
Erinnerung an die vor 10 Jahren erfolgte
Nieder=
kämpfung des Takuforts ein Appell über die
dama=
lige Iltisbeſatzung abgehalten. 70 Mitglieder
waren größtenteils mit Damen erſchienen, außer dem
damaligen Kommandanten des „Iltis” und jetzigen
Kontreadmiral Lans wohnte der Feier auch Prinz
Heinrich von Preußen bei.
* Berlin, 17. Juni. Aus Deutſch=Oſtafrika
berichtet der ſtellvertretende Gouverneur, daß die
an=
fangs Mai gemeldeten Unruhen in der Landſchaft
Süd=Ujungu infolge des Erſcheinens der Truppen unter
Hauptmann Brentzel auf ein kleines Gebiet beſchränkt
geblieben ſind. Die Groß=Sultane ſtehen treu zur
Verwaltung. — Auf die Einlieferung der bis jetzt noch
nicht gefaßten Rädelsführer ſind Preiſe ausgeſetzt
worden. — Die halbe 6. Kompagnie iſt nach Udjidji
zurückgekehrt. Die weiteren Operationen werden von
der 10. Kompagnie allein durchgeführt.
* Potsdam, 17. Juni. Das
Kronprinzen=
paar hat heute vormittag im Automobil die Reiſe
nach Küek angetreten.
* Köln, 17. Juni. Die Evangeliſche Miſſion im
Heiligen Lande zu Köln erhielt anläßlich des
Bran=
des des Syriſchen Waiſenhauſes in
Jeruſa=
lem folgendes Telegramm: „Berlin Schloß, 15. Juni.
Paſtor Schneller, Köln! Die Majeſtäten ſind tief
er=
ſchüttert über das ſchwere Brandunglück, welches das
Syriſche Waiſenhaus betroffen hat. Sie ſprechen Ihnen
ihre herzlichſte Teilnahme aus und geben der Hoffnung
Ausdruck, daß ſich weite Kreiſe an dem ſchnellen
Wie=
deraufbau Ihres Hauſes beteiligen und daß es bald
noch ſchöner als bisher wieder erſtehen wird. Die
Stiftung auf dem Oelberg iſt von den Majeſtäten
an=
gewieſen, nach Möglichkeit bei der Unterbringung der
Obdachloſen zu helfen. Gez. Freiherr von Mirbach.=;
* Kürten (Kreis Wipperfürth), 17. Junt. Geſtern
abend gegen 6 Uhr iſt die Pulverfabrik Junkermühle
durch Exploſion in die Luft geflogen. Hierbei wurde
ein Arbeiter getötet, ein anderer ſchwer verletzt. Der
Ge=
tötete hinterläßt Frau und 7 Kinder. Die Mühle iſt
nach=
her vollſtändig abgebrannt. Man vermutet, daß die Achſe
einer Maſchine heißgelaufen iſt und das Pulver
ent=
zündet hat.
* Schlebuſch, 17. Juni. Die Sprengſtoff=
Aktiengeſellſchaft Karbonit in Schlebuſch
hat der Bürgermeiſterei Schlebuſch bis zur endgültigen
Feſtſtellung des bei der Exploſion am 7. Juni
ent=
ſtandenen Schadens zur Verteilung an unbemittelte
Geſchädigte 10 000 Mark zur Verfügung geſtellt.
* Madrid, 17. Juni. Der Erlaß des Königs
betreffend die Freiheit der Religionsübung,
der jüngſt von der ſpaniſchen Regierung veröffentlicht
wurde, bezieht ſich im Gegenſatz zu den von den
aus=
wärtigen Korreſpondenten in Madrid verbreiteten
Nachrichten nicht nur auf die Proteſtanten, ſondern auf
alle Religionsgeſellſchaften, die ſich nicht zur
Staats=
religion bekennen, ſomit auch auf die Juden und
Mufelmanen. Richtig iſt, daß der Erlaß von 1976,
der=
außer Kraft geſetzt iſt, nur von Diſidenten ſpricht.
Der jüngſte Erlaß ſchließt alle Religionsgeſellſchaften
ein, die ſich von der Staatsreligion unterſcheiden.
Infolgedeſſen werden alle Zeichen und
Religions=
übungen dieſer Religionsgeſellſchaften zugelaſſen, mit
Ausnahme von Verſammlungen unter freiem Himmel,
da öffentliche nichtkatholiſche Kundgebungen durch die
Konſtitution verboten ſind. Die Propaganda und
die Diskuſſion religiöſer Angelegenheiten genießen
ſonſt in Spanien die größtmöglichſte Freiheit.
2 Bukareſt, 1I. Zum. Die Kömigim iſt an
einem leichten Anfall von
Blinddarmentzünd=
ung erkrankt.
H. B. Berlin, 17. Juni. Das Befinden des
Kaiſers gibt zu keinerlei Beſorgniſſen Anlaß. Die
Un=
päßlichkeit iſt unbedeutender Natur. Nur die Tatſache,
daß den Monarchen während der Kieler Woche
Repräſen=
tationspflichten mannigfaltigſter Art erwarten, denen ſich
der Kaiſer nicht entziehen möchte, zumal dabei
diploma=
tiſche und internationale Intereſſen oft eine nicht zu
unter=
ſchätzende Rolle ſpielen, hat den Monarchen veranlaßt,
ſich auf ärztlichen Rat über die nächſten Tage völlige
Scho=
nung aufzuerlegen. Bei der Indispoſition handelt es ſich
um eine leichte Schwellung im rechten Kniegelenk, unter
der ſich eine Stauung gebildet hat, die die Blutzirkulation
beeinträchtigt. Dem Kaiſer iſt von den behandelnden
Aerzten nur Schonung in körperlicher Beziehung auferlegt
worden, aber auch nur inſoweit, als er nicht ausreiten ſoll.
Bettruhe iſt nicht verordnet worden. Beim Präſidenten
des Senats in Hamburg iſt vom Oberhofmarſchall Grafen
Eulenburg die telegraphiſche Mitteilung eingegangen, daß
infolge der Erkrankung des Kaiſers auch die Kaiſerin und
die Prinzeſſin Luiſe die Reiſe nach Hamburg aufgegeben
haben. Aus der nächſten Umgebung des Kaiſers werden
folgende authentiſche Mitteilungen gemacht: Der Kaiſer
unternahm Mittwoch einen Spazierritt, der ſich länger
ausdehnte, als die Umgebung vermutete. Der Monarch
fühlte ſich in der abgekühlten Atmoſphäre ſehr friſch und
ſo wurde aus dem beabſichtigten kleinen Spazierritt ein
Ritt von zwei Stunden. Nach der Rückkehr wurde beim
Ankleiden an der Knieſcheibe eine kleine ſchmerzhafte
Ab=
ſchürfung bemerkt, die wohl, wie es beim Reiten oft zu
beobachten iſt, lediglich durch Reibung entſtanden war.
Der Kaiſer ruht auf einer Chaiſelongue, empfängt Beſuche
und iſt ſonſt guter Laune. In maßgebenden Kreiſen wird
mit Sicherheit darauf gerechnet, daß die neue Unpäßlichkeit
in 8 Tagen überſtanden ſein wird. Von der Möglichkeit,
daß der Kaiſer an der Kieler Woche nicht teilnehmen kann
oder von einer Hinausſchiebung der Nordlandreiſe iſt
bis=
her nicht die Rede.
H. B. Berlin, 17. Juni. Die Kaiſerin wird nach
einer neueren Entſchließung am Sonntag mit der
Prin=
zeſſin Auguſta Viktoria dem Rennen in Hamburg=Horn
beiwohnen.
— Köln, 17. Juni. Der Bureaugehilfe Kierſtein der
Baufirma Breuer iſt mit etwa 3000 Mark Lohngeldern
unterwegs geſtern im Walde bei Dotlar von Kroaten
überfallen, beraubt und ſchrecklich zugerichtet worden;
er konnte ſich aber ſpäter in ein Dorf ſchleppen. Die
Räu=
ber wurden im Walde verhaftet.
—Dortmund, 17. Juni. Zwei Fremde, anſcheinend
Ausländer, erſchienen geſtern vor dem Schaufenſter des
Juweliers Wagner; während der Geſchäftsinhaber mit
ihnen auf der Straße über einen Ankauf verhandelte,
drangen Diebe, wahrſcheinlich Komplizen der Beiden,
in den Laden und raubten Uhren und Ringe im
Geſamt=
werte von 8000 Mark.
H. B. Rom, 17. Juni. Die Gerüchte von dem
bevor=
ſtehenden Rücktritt Merry del Vals wollen nicht
verſtummen. Von vatikaniſcher Seite wird eine ſolche
Möglichkeit nicht direkt beſtritten.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Jnni 1910.
Nummer 140.
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Protos=Wagen. Unter Berückſichtigung der
Tatſache, daß Rennwagen für den Bedarf des kaufenden
Publikums überhaupt nicht in Frage kommen, hatte
ſich das Automobilwerk Nonnendamm der
Siemens=Schuckertwerke entſchloſſen, die Prinz
Heinrich=Fahrt nicht mit Rennwagen, wie die
übrigen 24 teilnehmenden Firmen, ſondern mit normalen
Tourenwagen zu beſtreiten. Das Vertrauen, daß die
der gewöhnlichen Serienfabrikation entnommenen Wagen
die ſchwere Prüfung der Prinz Heinrich=Fahrt
anſtands=
los beſtehen würden, wurde durch den Verlauf der Fahrt
glänzend gerechtfertigt. Leider mußten zwei Wagen, die
keine Defekte erlitten hatten und ohne Strafpunkte waren,
ausſcheiden, der eine verbrannte infolge verbrecheriſcher
Brandſtiftung und der andere hatte das Unglück, in
Nürnberg ein Kind, welches direkt in die Räder des
Wagens hineinlief, zu überfahren. Die übrigen drei
Wagen beendeten die Fahrt in tadelloſer Verfaſſung und
ohne jeden Maſchinendefekt. Sie legten damit Zeugnis
von ihrer großen Zuverläſſigkeit und Leiſtungsfähigkeit
bei Ueberwindung ſchwierigen Geländes ab und
er=
brachten den Beweis, daß Protos in der vorderſten
Reihe der internationalen Automobilinduſtrie ſteht. —
Außer den in der Konkurrenz geſtarteten 5 Wagen
nahmen weitere 2 Protos an der Fahrt teil, und zwar
einer als Oberleitungs=, der andere als Preſſewagen.
Auch dieſe beiden Wagen hatten nicht den geringſten
(12374fl
Defekt während der Fahrt.
Lamiliennachrichten.
Am 13. ds. Mts. verſchied zu Wiesbaden
nach ſchwerem Leiden unſere liebe Freundin
Frau Geheimerat Schmidtke
Marie geb. Gilbert.
Dies zeigen tiefbetrübt an
(*15061
L. u. F. Supp.
Todes-Anzeige.
Heute Morgen verſchied nach langer
Krank=
heit infolge eines Unglücksfalles mein lieber
Mann, unſer guter Vater, Schwager u. Onkel
Herr Joseph Selzam
Rohrleger beim ſtädt. Gaswerk.
Um ſtille Teilnahme bittet
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Margarete Selzam, geb. Schmidt, u. Kinder.
Darmſtadt, 17. Juni 1910. (12442
Die Beerdigung findet Sonntag, 19. Juni,
nachmittags 3 Uhr, vom ſtädt. Krankenhauſe
aus, auf dem Beſſunger Friedhofe ſtatt.
Dankſagung.
Für die Beweiſe herzlicher Teilnahme bei dem
uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſeres lieben
Kindes ſagen wir Allen unſeren herzlichen Dank.
Balthasar Ningler u. Frau.
Darmſtadt, den 16. Juni 1910.
(12437
Danklagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte meiner
lieben Frau, unſerer guten unvergeßlichen Mutter,
Schwiegertochter, Schweſter, Schwägerin u. Jante
Dina Schmidt
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Diehl
für die troſtreiche Grabrede, ſowie für die
zahl=
reichen Blumenſpenden unſeren tiefempfundenen
innigſten Dank.
(12342
Wilhelm Schmidt, Gaſtwirt,
und Kinder.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das weſt.
liche Hochdruckgebiet hat ſich oſtwärts ausgedehnt, ſodaß
bereits am geſtrigen Nachmittag die Bewölkung ſich
lichtete. Doch haben in Oſtdeutſchland flache Luftwirbel
noch Regenſchauer gebracht. Bei heiterem Himmel
ſteigen in Mitteldeutſchland die Temperaturen wieder
an. — Da das Zentrum des Nordweſthochs nach Norden
zurückweicht, wird bei Nordwind neuerdings Neigung zu
Regen auftreten.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 18. Juni:
Wolkig, ſtrichweiſe Regen, vereinzelt Gewitter, etwas
kühler.
Tageskalender.
Samstag, 18. Juni.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Heſſiſchen Hof”.
Konzert um 8½ Uhr im „Rummelbräu”
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Sonntag, 19. Juni.
Probeſchießen des Kriegervereins um 3 Uhr auf
Stand 5 und 6 der Militärſchießſtände.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr im „Rummelbräu”
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant Schmitt (Bahnhof).
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”
Ausflug des deutſchen und öſterr. Alpenvereins nach
Michelſtadt (Abfahrt um 6.50 Uhr).
Ausflug des Vereins für Vogel= und Geflügelzucht
nach Oberrad (Abfahrt um 1.44 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 20. Juni.
Heugras=Verſteigerung von ſtädtiſchen Wieſen
(Zuſammenkunft um 3½ Uhr auf der
Oppermanns=
wieſenſchneiſe ſüdlich vom Oberwaldhaus, um 4 Uhr
auf dem Scheftheimerweg am Waldausgang).
Heugras=Verſteigerung um 10 Uhr der Gemeinde
Traiſa (Zuſammenkunft an dem Eiſenbahnübergang
des Eberſtädter Wegs).
Heugras=Verſteigerung um 1 Uhr der Gemeinde
Eſchollbrücken (Zuſammenkunft auf der Straße nach
Crumſtadt am Ortsausgang).
Torf=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus zu
Pfungſtadt.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: S. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaigs
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
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29)
Riffe der Liebe.
Ein Blankeneſer Roman
von Ewald Gerhard Seeliger.
(Nachdruck verboten.)
Frau Dora Fedderſen vergewiſſerte ſich zunächſt
durch einen Blick aus dem hochgelegenen Küchenfenſter,
daß es kein Einbrecher war, der da Einlaß verlangte,
öffnete zuerſt das Vexierſchloß über dem Türdrücker,
dann das gewöhnliche Schloß unter dem Türdrücker,
entfernte ſchließlich die beiden Sicherheitsketten und
ließ Guſchi eintreten. Sie half ihr ſogar die Kommode
hereintragen. Dann wurde die Tür wieder feſt
ver=
rammelt.
Alſo Du biſt Guſchi Heggbloom? fragte Frau Dora
Fedderſen und muſterte ſie ſcharf.
Guſchi ſchlug die Augen nieder und nickte. Dann
vurde ihr eins von den neun Zimmern angewieſen.
Es war fein möbliert, hell und freundlich und lag
gleich neben dem der furchtſamen Witwe. Während
Guſchi ihre Sachen auspackte, ſtand Frau Dora dabei
und erkundigte ſich eingehend nach dem kleinen Karl,
aber mehr aus Neugierde als aus Mitgefühl.
Wie alt iſt er denn? fragte ſie eifrig.
Zehn Wochen, erwiderte Guſchi, ohne den Blick zu
heben.
Zehn Wochen erſt, rief die Witwe enttäuſcht, denn
ganz kleine Kinder mochte ſie nicht leiden. Wenn Du
ehrlich biſt und Dich hältſt, darfſt Du ihn nächſtes Jahr
am Sonntag mitbringen. Aber erſt, wenn er laufen
kann.
Da hob Guſchi dankbar die Augen, in denen ein
paar große Tränenperlen der Freude glänzten.
Frau Dora Fedderſens Freundlichkeit hielt jedoch
in dieſem Umfange nicht lange an.. Sie war durchaus
nicht bösartig, aber die Langeweile plagte ſie zu oft,
ſo daß ſie Guſchi bald zu erziehen begann. Bevyr die
neun Zimmer nicht blitzblank waren, durfte ſie nicht
ans Heimgehen denken. Manchmal blieben ihr für
den kleinen Karl nicht mehr als zwei Stunden. Aber
ſie ſchickte ſich drein. Der neue Dienſt hatte immerhin
ſeine Aunehmlichkeiten, denn Frau Dora half mit und
kochte ſelbſt. Und aufs Eſſen hielt ſie große Stücke.
Wenn Guſchi das Menü reichlich lobte, hatte ſie einen
guten Tag.
Nur die Nacht war etwas unruhig. Denn wenn
ſich draußen im Garten auch nur ein Blättchen bewegte,
gleich fuhr Frau Dora entſetzt aus dem Schlafe und
ſchrie um Hilfe. Auch hatte ſie immer ſolch ängſtliche
Träume von Räubern und Dieben. Dann mußte
Guſchi aus dem Bett, und Frau Dora beruhigte ſich
nicht eher, bis nicht alle neun Zimmer und ſämtliche
Nebengelaſſe vergeblich nach Einbrechern abgeleuchtet
worden waren.
Sonſt kam Guſchi mit ihrer neuen Herrin ganz gut
aus, denn Frau Dora beſaß bei all ihren Eigenheiten ein
gutes Herz und tat nicht leicht einem Menſchen wiſſentlich
ein Unrecht an. Nur Widerſpruch konnte ſie nicht
ver=
tragen. Aber Guſchi hatte das Schweigen ſchon gelernt.
Und ſo blieb ſie bei Frau Dora Fedderſen auf der
Wedeler Chauſſee und kam jeden Nachmittag auf ein paax
Stunden zu ihrem kleinen Karl, den Frau Karoline aber
niemals freiwillig hergab.
Noch ehe die beiden Kirſchbäume auf dem Abhang des
Süllbergs verblüht waren und noch ehe die „Eider” den
Kanal erreicht hatte — die „Stör” war in Hamburg ſchon
eingetroffen —, mußte Kurt Egloff Wilken Wobbes noch
immer nicht vollendetes Porträt in die Ecke ſtellen, denn
der alte Lotſe wurde plötzlich ſchwer krank. Und die
Krank=
heit packte ihn ſchärfer an, weil ſie ihn einundſiebzig Jahre
lang in Frieden gelaſſen hatte. Nur einer freute ſich
dar=
über — Gorch Holmquiſt. Aber er zeigte es nicht.
Ob Wilken Wobbe ſich nun von dem ſtarken Portwein
oder von dem noch ſtärkeren Stinkkanaſter hatte über den
Haufen werfen laſſen, genug, er lag zu Bett und bereitete
ſich mit Hilfe des Doktors auf den Tod vor. Doch der ließ
auf ſich warten. Der Doktor verbot zunächſt jeden
Kran=
kenbeſuch, und auch Ewe wurde, als ſie ſich am zweiten
Tage nach Wilken Wobbes Befinden erkundigen kam, von
Meta, ſeiner Nichte, abgewieſen. Kurt Egloff dagegen,
der infolge der Vorbereitungen zum Sommerfeſt des
Frauenvereins keine Zeit erübrigen konnte und dem die
Krankheit des Alten nicht ganz ungelegen kam, begnügte
ſich mit einem Briefe, in dem er ihm baldige Beſſerung
wünſchte.
Wilken Wobbe lag feſt und wagte ſich nicht zu rühren.
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heit nicht genau erkennen und zog ſich mit einem langen
lateiniſchen Wort aus der Schlinge. Nicht einmal die
Schiffsnachrichten aus dem „Hamburger Fremdenblatt”
durfte ſich Wilken Wobbe vorleſen laſſen. Ja, ſelbſt den
Kopf konnte er nicht wenden, um die Schiffe, die draußen
vorbeifuhren, zu kontrollieren. Das wurmte ihn am
meiſten.
Gorch Holmquiſt aber kam trotzdem nicht auf ſeine
Rechnung. Ewe hatte keine Ruhe mehr, denn Martin Fock
ſteuerte ſchon mit der „Eider” durch die Straße von Dover
in die Nordſee hinein.
Nur bei Frau Geſche wuchſen Gorch Holmquiſts Aktien
ſtetig. Er hatte ſie ſo ganz allmählich in einen ordentlichen
Haß auf ihren zukünftigen Schwiegerſohn hineingehetzt
und ſchürte ihn auf jede Weiſe.
In vier Tagen iſt er wieder hier! quarrte er ärgerlich.
Er ſoll mir nur kommen! drohte Frau Geſche
kampf=
luſtig. Ich werd’ ihm ſchon die Wache anſagen!
Geſterling läßt die Schiffe ſicher aufliegen, meinte
Gorch Holmquiſt und ſchnaufte. Er hat keine Fahrt für ſie.
Und dann haben Sie ihn wieder auf dem Halſe. Was iſt
denn auch ſo ein Steuermann!
Wenn er wenigſtens Kapitän wäre! murrte Frau
Geſche.
Zehn Jahre muß er warten, behauptete der dicke
Reeder. Die Zeiten ſind ſchlecht und werden immer
ſchlech=
ter. Viele Kapitäne liegen auf. Und daraufhin wird
Hoch=
zeit gemacht!
Na! rief Frau Geſche und klopfte mit den Knöcheln
auf die Toonbank. Ich bin ja auch noch da. Bevor er
nicht Kapitän iſt, geb’ ich meine Einwilligung nicht, und
wenn er ſich auf den Kopf ſtellt.
Bleiben Sie dabei, Frau Surdorf! beſtärkte er ſie.
Sonſt haben Sie am Ende für die ganze Familie zu ſorgen.
Und Frau Geſche blieb dabei. Sie ſprach auch mit
Ewe darüber, doch die ſagte nichts und wartete auf
Martin.
„verlopte:
Bevor Sie Ihre Einrichtung
kaufen, besichtigen Sie bitte
meine permanente
Aus-
stellung kompl.
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Mit Wilken Wobbe aber wurde es langſam ein wenig
beſſer. Nach einiger Zeit konnte er den Nacken ſo weit
drehen, daß er imſtande war, die Elbe zu überblicken. Nun
hatte er ſeinen Zeitvertreib. Und das dritte Schiff, das
er ſichtete, war die „Eider” von Geſterling & Ko., die
Franz Müſſigbrot als Kapitän und Martin Fock als erſter
Offizier ohne Havarie von der Weſtküſte zurückbrachten.
Der Dampfer ſah ſauber aus, war gut in Farbe gehalten,
führte im Großtopp die rotweiße Hausflagge und
ver=
ſchwand ſchnell auf Hamburg zu, nachdem er bei Geſche
Suxdorfs Häuschen einen kurzen, tiefen Ton ausgeſtoßen
hatte. Denn das überflüſſige Lärmen mit der
Dampf=
ſchiffsflöte hatte der Landrat bei Strafe verboten. Das
erlaubte man ſich nur abends oder nachts, wenn die
Dun=
kelheit vor dem Erkanntwerden ſchützte.
Ewe aber ſtand am Strande und ließ freudig ihr
Tüch=
lein flattern. Sie hatte Martin erkannt, der ſich, wie bei
der Ausreiſe, weit über das Geländer der Brücke lehnte
und jauchzend die Mütze ſchwang.
Aber ſie mußte ſich noch ein paar Tage gedulden, erſt
ging Franz Müſſigbrot für ein paar Nächte an Land.
Wilken Wobbe ſah noch an demſelben Tage Jaſper
Dunt mit ſeinem Ewer „S. B. 7‟ in See gehen, zählte alle
Schiffe, die mit der Flut heraufkamen und mit der Ebbe
hinabgingen, und freute ſich, daß er ſie alle kannte.
Als er aber am dritten Tage bei Nummer
ſiebenund=
neunzig war, ſtutzte er auf einmal. Da kam ein kleiner,
unſauberer Dampfer von etwa achthundert Tons die Elbe
herauf, ſchlecht in Farbe gehalten, dicke Roſtflecke an den
Flanken, den kannte er nicht. Und doch war es ein
Ham=
burger Schiff, denn er führte im Heck die deutſchen Farben
und im Göſch die drei Türme. Aber wie ſahen die
Flag=
gen aus!
Meta! rief der alte Lotſe, und richtete ſich trotz der
heftigen Schmerzen zum erſten Male auf. Reich’ mir ſchnell
das Glas. Ich kann den Namen nicht leſen.
Sofort ſprang ſeine Nichte mit dem Fernrohr herbei,
und mit zittrigen Händen richtete er es auf den kleinen,
ſchmutzigen Dampfer.
OLLENHOP! buchſtabierte er, legte das Glas hin
und ſank erſchöpft in die Kiſſen zurück. Er hatte ſich zuviel
zugetraut.
Das iſt einer von Holmquiſt ſeinen Kähnen, ſtöhnte er.
Fünf Jahre hat er ihn draußen laufen laſſen. So ein
Schinder!
Am Abend ſtellte ſich bei Wilken Wobbe Fieber ein.
Der Doktor verbot ihm auf das ſtrengſte, die Schiffe zu
zählen, ließ die Fenſter verhängen und ſchärfte der Nichte
aufs neue ein, jeden Beſuch abzuweiſen.
So wurde es mit Wilken Wobbe wieder ſchlimmer,
und es war noch gar nicht abzuſehen, wann er wieder
weiterzählen durfte.
Was Gorch Holmquiſt prophezeit hatte, traf ein.
Diedrich Geſterling, der noch immer mit Matthias Harms
im harten Ratenkampfe lag, ließ die beiden Dampfer
„Stör” und „Eider”, die von der= Weſtküſte zurückgekehrt
waren, aufliegen, weil er keine rentable Fahrt für ſie
aus=
findig machen konnte und weil er ſie zur Hand haben
wollte, um ſie ſofort in die alte regelmäßige Route
einzu=
ſchieben, ſobald Matthias Harms das Rennen aufgeben
würde. Und er ſchien es nicht mehr lange aushalten zu
können, denn er wagte nicht, die Frachtſätze noch tiefer
her=
unterzudrücken.
Die beiden Schiffe wurden im Indiahafen vertäut und
die geſamte Beſatzung mit Ausnahme von Franz
Müſſig=
brot und den beiden Bootsleuten abgelöſt und entlaſſen.
Es war dies eine Härte, doch das ſtrenge Sparſyſtem, zu
dem ſich Diedrich Geſterling hatte entſchließen müſſen,
recht=
fertigte ſie.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
Nummer 140.
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[ ← ][ ][ → ]„§ 66.
Samstag, 18. Inni.
1910.
Großh. Miniſterium des Innern hat dem Kirchen= und Schulvorſtand in
Arn=
ſtadt die Erlaubnis erteilt, 15000 Loſe der II., am 8., 10. und 11. Oktober 1910
auszu=
ſpielenden Serie einer Geldlotterie zum Beſten der Bonifaciuskirche in Arnſtadt
inner=
halb des Großherzogtums zu vertreiben. Nach dem von der zuſtändigen Behörde
ge=
nehmigten Verloſungsplan dürfen 120000 Loſe à 1 Mk. ausgegeben werden.
Zum Vertrieb in Heſſen, der vom 10. Juli bis zu dem oben genannten
Ziehungs=
termin geſtattet iſt, dürfen nur mit dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe
gelangen.
(12312
Der Kreisbienenzüchterverein des Kreiſes Groß=Gerau beabſichtigt, mit einer vom
27. bis 29. Auguſt d. Js. gelegentlich der Generalverſammlung des Starkenburger
Bienenzüchtervereins ſtattfindenden Ausſtellung eine Verloſung von Honig zu verbinden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Veran=
ſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 4000 Loſe zu 0,50 Mk.
das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60% des Bruttoerlöſes aus dem
Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind. Der
Ver=
trieb der Loſe iſt in der Provinz Starkenburg geſtattet.
Der Gemeindevorſtand von Alsfeld beabſichtigt mit dem am 25. Zuli d. Js.
da=
ſelbſt ſtattfindenden Prämien= und Pferdemarkt eine Verloſung von Vieh und
land=
wirtſchaftlichen Maſchinen und Geräten zu verbinden.
Großh. Miniſterium hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veranſtaltung dieſer
Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 20000 Loſe zu 0,50 Mk. das Stück
ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60% des Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe
der Loſe zurs Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind. Der Vertrieb der
Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.
(12311
Nr. II 1 oder 2 der Gebührenordnung angegebenen Beträge fällig; für die
Fortſetzung einer derart unterbrochenen Prüfung ſtehen dem Sachverſtändigen
die Gebührenſätze nach Nr. II3 der Gebührenordnung mit der Maßgabe zu,
daß bei einer Prüfung außerhalb des Wohnſitzes des Sachverſtändigen ein
Zuſchlag von 5 Mark zur Erhebung gelangt.
4. Iſt die Prüfung mehrerer Kraftfahrzeuge desſelben Eigentümers für einen
Tag vereinbart und kann dieſe Prüfung ohne Verſchulden des Sachverſtändigen
an dem vereinbarten Tage nicht beendet werden, ſo finden für die Berechnung
der Gebühren die Vorſchriften unter Nr. 3 der allgemeinen Beſtimmungen
entſprechende Anwendung.
5. Kann an einem vereinbarten Tage ohne Verſchulden des Sachverſtändigen
die Prüfung überhaupt nicht begonnen werden, ſo ſind die unter Nr. II 1
oder 2 der Gebührenordnung für ein Kraftfahrzeug angegebenen Beträge
fällig.
Für die Prüfung von Führern ſtehen den amtlich anerkannten Sachverſtändigen
Gebühren nach folgender Gebührenordnung zu:
Nr.
Die nachſtehende Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom 31. v.
Mts. bringen wir hiermit wiederholt zur öffentlichen Kenntnis. Zugleich machen wir
auf die im Anhang zur Bundesratsverordnung vom 3. Februar d. Js. enthaltenen
Vorſchriften über die Gebühren aufmerkſam.
Darmſtadt, den 12. Juni 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(12423
Bekanntmachung,
betreffend: Ausführung der Bundesratsverordnung vom 3. Februar 1910 über den
Ver=
kehr mit Kraftfahrzeugen
Auf Grund der §§ 5 und 14 der Bundesratsverordnung vom 3. Februar 1910
über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen beſtimmen wir hiermit folgendes:
§ 1.
Zur Prüfung der für den Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen beſtimmten
Kraftfahrzeuge (Kraftwagen und Krafträder) ſind bis auf weiteres folgende
Per=
ſonen als Sachverſtändige beſtellt:
1. die Beamten der Großherzoglichen Dampfkeſſelinſpektion zu Darmſtadt,
2. Profeſſor Hoepke, Direktor des Rheiniſchen Technikums zu Bingen.
Zur Prüfung von Führern von Kraftfahrzeugen (Kraftwagen und Krafträder)
ſind bis auf weiteres folgende Perſonen als Sachverſtändige beſtellt:
1. die in § 1 genannten Perſonen,
2. Ingenieur W. Schoeller, Inhaber des gleichnamigen elektrotechniſchen Bureaus
zu Darmſtadt.
§ 3.
Die Erhebung von Prüfungsgebühren bemißt ſich nach den vom Bundesrat
er=
laſſenen Vorſchriften.
§ 4
Die Bekanntmachungen vom 1. Oktober 1906 und 23. September 1907, betreffend
die Ausführung der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 24.
Sep=
tember 1906, werden aufgehoben.
Darmſtadt, den 31. Mai 1910.
Großherzogliches Miniſterium des Innern
v. Hombergk.
Weber.
Auszug aus der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen
vom 3. Februar 1910. (R. G. Bl. 1910 Nr. 5.)
Gebühren.
Für die Prüfung von Kraftfahrzeugen ſtehen den amtlich anerkannten
Sach=
verſtändigen Gebühren nach folgender Gebührenordnung zu:
Nr.
II
Angabe des Prüfungsgeſchäfts
Für die Typenprüfung
a) eines Kraftwagens
b) eines Kraftrads . .
Für die Prüfung einzelner Kraftfahrzeuge:
1. am Wohnſitz des Sachverſtändigen
a) für einen Kraftwagen .
b) für ein Kraftrad.
.. . . .
2. außerhalb des Wohnſitzes des Sachverſtändigen
a) für einen Kraftwagen .
b) für ein Kraftrad
3. für weitere an dem gleichen Tage geprüfte Kraftfahrzeuge
desſelben Eigentümers in dem nämlichen
Gemeinde=
oder Gutsbezirke
a) für jeden Kraftwagen
b) für jedes Kraftrad . .
Gebühren=
ſatz
Mk.
100
50
20
15
25
20
10
7,50
Im übrigen gelten folgende allgemeine Beſtimmungen:
1. Reiſekoſten oder andere Entſchädigungen ſtehen den Sachverſtändigen nicht zu.
2. Bei Typenprüfungen — Nr. 1 der Gebührenordnung — iſt es gleichgültig,
ob die Prüfung am Wohnſitz oder außerhalb des Wohnſitzes des
Sachver=
ſtändigen ſtattfindet, oder ob ſie in einem oder mehreren Prüfungsterminen
erledigt wirt=
3. Kann die Prüfung eines einzelnen Kraftfahrzeugs ohne Verſchulden des
Sach=
verſtändigen an dem feſtgeſetzten Tage nicht beendet werden, ſo ſind die unter
Angabe des Prüfungsgeſchäfts
Gebührenſatz bei Prüfung
der Führer von
Kraft=
wagen
rädern
ℳ
ℳ
Für die erſte Prüfung von Führern am
Wohnſitz des Sachverſtändigen . . . .
15
10
außerhalb des Wohnſitzes des
Sach=
verſtändigen . . . . . . . . . . . .
20
15
Für jede weitere in dem gleichen
Prüfungs=
termine mit demſelben Prüfling abgehaltene
Prüfung für ein Kraftfahrzeug einer anderen
Betriebsart oder Klaſſe . .
7,50
Im übrigen gelten folgende Beſtimmungen:
1. Reiſekoſten oder andere Entſchädigungen ſtehen den Sachverſtändigen nicht zu.
2. Iſt der Prüfling bereits im Beſitze der Fahrerlaubnis für eine beſtimmte
Betriebsart und Klaſſe von Fahrzeugen und findet die Prüfung zwecks
Aus=
dehnung der Fahrerlaubnis auf eine andere Betriebsart oder Klaſſe ſtatt, ſo
ſtehen dem Sachverſtändigen für dieſe Ergänzungsprüfung die Gebührenſätze
nach Nr. II der Gebührenordnung mit der Maßgabe zu, daß bei einer
Prüfung außerhalb des Wohnſitzes des Sachverſtändigen ein Zuſchlag von
5 Mark zur Hebung gelangt.
Bekanntmachung.
Im Juni d. Js. beginnen die Scharfſchießübungen der Feld=Artillerie auf
dem Truppenübungsplatz Darmſtadt. Es wird deshalb das Nachſtehende hierdurch
zur allgemeinen Kenntnis gebracht:
1. Nach der Polizei=Verordnung vom 10. März 1908 iſt das Betreten des
Truppenübungsplatzes für Zivilperſonen ohne Erlaubnisſchein der Kommandantur
verboten.
2. Wer die bei den Uebungen der Artillerie verſchoſſene Munition ſich
wider=
rechtlich zueignet, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre beſtraft (§ 291 des
Reichs=
ſtrafgeſetzbuches).
3. Die Erlaubnis zum Suchen verſchoſſener Munition auf dem
Truppenübungs=
platze Darmſtadt wird keiner Zivilperſon erteilt.
4. Die auf dem Uebungsplatze gelegentlich gefundenen und die im
Aus=
laufgelände aufgehobenen Munitionsteile müſſen an die im Lager eingerichtete
Abnahmeſtelle abgeliefert werden, welche dafür entſprechende Geldvergütung zahlt.
5. Zünder mit Zündladungen, einzelne Zündladungen oder blind gegangene
Geſchoſſe dürfen unter keinen Umſtänden berührt werden, weil dies mit
Lebens=
gefahr verbunden iſt. Ein Nachgraben oder Freilegen von tiefer in die Erde
einge=
drungenen Geſchoſſen iſt ſtreng verboten. Dabei iſt es gleichgültig, ob das Geſchoß
eine Granate oder Schrapnel, ob es mit Zünder verſehen iſt oder nicht, ob der Finder
von der Ungefährlichkeit überzeugt iſt oder nicht. Der Finder hat zunächſt weiter nichts
zu tun, als den Fund zu melden und nötigenfalls die Stelle kenntlich zu machen.
Die Zertrümmerung der Blindgänger uſw. iſt lediglich durch die von dem
Funde in Kenntnis zu ſetzende Kommandantur zu veranlaſſen. Der Finder erhält
als Findegeld für ein blind gegangenes Geſchoß mit Zünder 1 Mk., für einen einzelnen
ſcharfen Zünder oder für ein Geſchoß ohne Zünder 50 Pfg.
6. Das Betreten des Uebungsplatzes gleich nach dem Abſchießen iſt auch den
Zivilperſonen, die Erlaubnisſchein beſitzen, verboten. Es wird dies erſt 2 Stunden
nach Beendigung des Schießens geſtattet. Perſonen, welche gegen dieſes Verbot
ver=
ſtoßen, wird der Erlaubnisſchein zum Betreten des Platzes entzogen.
Darmſtadt, den 20. Mai 1910.
(10705a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(11854a
Bekanntmachung.
Nachſtehend bringen wir die Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppen=
übungsplatz bei Darmſtadt für die Zeit bis 1. Juli ds. Js. zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 7. Juli 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 14. Juni bis 1. Juli 1910.
der Ab
von uer
ſperrung
bis Die Abſperrung
erſtreckt ſich 18. Zum
20. „
21. „
22.
23.
24.
25.
27.
28.
29.
30.
1. Juli Samstag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag Feldartillerie
Regimenter
Nr. 14 und 50 700 V. N. Ueber das ganze
Abſperrgelände
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Sack Kartoffeln. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 ſilbernes Ketten=
Arm=
band mit Anhängſel (Zeppelin). 1 Dreimarkſtück. 1 geblümter Silbergürtel. 1
Zwanzig=
markſtück. 1 rote Leder=Handtaſche. 1 Schrankſchlüſſel. 1½ Dutzend Perlmuttknöpfe.
1 Gummireif von einem Kinderwagen. 1 Milchkanne. 1 vergoldeter
Manſchettenknop=
mit Opal. 1 Paar neue Baſt=Badeſchuhe. 1 Herren=Regenſchirm. 2 große Schlüſſel.
1 Trauring, gez. G. R. 10. 9. 05. 1 Zwicker ohne Faſſung mit Goldbügel. 1
Hunde=
marke mit der Nr. 6988. 1 lila Glasperlen=Halskette mit 3 weißen Perlen als An=
Sprache mit Einzeichnung Erich Zimmermann. 1 Hundemarke mit der Nr. 141 VII.
1 Hutnadel mit lila Stein.
Verloren: 1 weißes Kinder=Käppen mit farbigem Rand. 1 buntfarbiger
Damen=Gürtel mit Goldſchloß. 1 goldenes Halskettchen mit Herzchen und 2 Mädchen=
Photographien. 1 ſchwarzſeidener Regenſchirm mit Silbergriff. 1 grünes Damen=
Portemonnaie mit etwa 14 Mk. Inhalt. 1 Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 dunkles
Porte=
monnaie mit 2. Mk. Inhalt, 1 weiße Kinder=Wagendecke. 1 Portemonnaie mit etwa
16 Mk. Inhalt und 1 Friſeur=Abonnementskarte. 1 Schulatlas. 1 ſchwarzes
Porte=
monnaie mit 1,30—1,80 Mk. oder 3,30—3,80 Mk. Inhalt und 1 Gutſchein auf 2,40 Mk.
nebſt 2 Schlüſſeln. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand und einfacher ſilberner Kette.
1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt. 2 Paar ſchwarze Damen=
Strümpfe. 1 ledernes Schirm=Futteral. 1 rot und weißer Kinder=Stoffhut. 1 rot und
weißer Kinder=Strohhut. 1 ſchwarzſeidener Damen=Schirm mit Opalgriff und Gold=
einfaſſung. 1 bläulich=gelbes Klapp=Portemonnaie mit 170 Mk. Inhalt (1 Hundert= und
1 Fünfzigmarkſchein). 1 Damen=Schirm mit Silbergriff. 1 goldenes Kollier mit
Hals=
kette. 1 kleiner grüner Ruckſack. 1 ſilberne Broſche (eine Kantarre vorſtellend) mit
goldenen Ringen. 1 goldenes Ketten=Armband mit rotem Stein. 1 Damen=Schirm
mit kleinem ſilbernen Griff. 1 graue Metallbroſche mit rotem Stein. 1 Weinzipfel
mit violett=weiß=grünem Band. 1 gehämmertes goldenes Medaillon mit 1 Herren=Bild.
1 Päckchen, enthaltend 1 grüne Herren=Krawatte.
Entlaufen: 1 Wolfsſpitz. 1 rehbrauner Dackel. 1 gelber Schäferhund. 1
Ratten=
pinſcher.
Zugeflogen bei Privaten: 3 Kanarienvögel.
Entflogen: 4 Kanarienvögel.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(12338
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 ſchott. Schäferhund, 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 2 Boxer.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 19. Juni, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Jani 1910.
Nummer 140.
Bekanntmachung.
Betreffend: Bebauungsplan für den
Gemarkungsteil zwiſchen Allee, dem
neuen Hauptbahnhof, dem neuen
Güter=
bahnhof, Weiterſtädter Weg,
Landwehr=
ſtraße und Feldbergſtraße.
Für vorbezeichneten Gemarkungsteil hat
die Stadtverordneten=Verſammlung einen
Bebauungsplan angenommen.
Der Plan liegt bei dem Stadtbauamte,
Grafenſtraße Nr. 30, vom 20. Juni bis
9. Juli ds. Js. (beide Tage einſchließlich)
zur Einſicht Beteiligter offen.
Einwen=
dungen gegen den Plan, ausgenommen die
Fluchtlinien der verlängerten Kirſchenallee,
die mit Rückſicht auf vorzuſehende
Gleis=
anlagen noch nicht feſtliegen, ſind bei
Mei=
dung des Ausſchluſſes innerhalb dieſer Friſt
bei dem Stadtbauamte vorzubringen.
Darmſtadt, den 17. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger. (12403a
Die Vertilgung der Blutlaus.
Infolge der anhaltend wärmeren
Witte=
eung hat ſich die Blutlaus an den
Apfel=
bäumen raſch und ſtark verbreitet, ſodaß
eine öftere gründliche Reinigung der mit
dieſem ſchädlichen Ungeziefer behafteten
Bäume dringend erforderlich iſt.
Auf Grund der Polizeiverordnung vom
5. April 1905 fordern wir die Baumbeſitzer
oder die Nutzungsberechtigten, bezw. deren
Vertreter hiermit auf, alsbald beim
Er=
ſcheinen der Blutlaus ihre Bäume
gründ=
lich zu reinigen. Das Feldſchutzperſonal
iſt angewieſen, die Baumanlagen und
ins=
beſondere auch die Hausgärten öfteren
Be=
ſichtigungen zu unterziehen und die Beſitzer
zur Reinigung der Bäume aufzufordern
(12404so
und anzuhalten.
Säumige werden auf Grund der
Poli=
zeiverordnung zur Anzeige gebracht und
beſtraft.
Darmſtadt, den 15. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt
J. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Das Schulgeld für das Großh.
Real=
gymnaſium und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere
Mäd=
chenſchule (früher Reineck’ſches Inſtitut)
und die Mittelſchulen für das II.
Kalen=
der=Vierteljahr 1910 iſt, bei Meidung
der Mahnung, bis Ende I. Mts. an den
Werktagen, vormittags von 8 bis 12½ Uhr,
hierher zu entrichten.
(12328a
Darmſtadt, den 15. Juni 1910.
Die Stadtkaſſe.
I. V.: Hahn.
Weißbinderarbeiten.
Die bei Erbauung einer höheren Knaben=
und Mädchenſchule nebſt Turnhallen und
Dienerwohnhaus vorkommenden äußeren
Weißbinderarbeiten ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte,
Grafen=
ſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9, während der
Dienſtſtunden offen, woſelbſt auch die
An=
gebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 30. Jnni 1910,
vormittags 10 Uhr
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 15. Juni 1910.
Stadtbauamt
Buxbaum.
(12430so
Weißbinderarbeiten.
Das Ausweißen ꝛc. von Lehrſälen in
den verſchiedenen ſtädtiſchen Schulen und
Zimmer im Pfründnerhauſe, ſowie die
Er=
neuerung des äußeren Verputzes an dem
Oktroierhebegebäude Lagerhausſtraße ſollen
vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte,
Grafen=
ſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9, während der
Dienſtſtunden offen, woſelbſt auch die
An=
gebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis Freitag, den 24. Juni
1910, vormittags 10 Uhr, bei
unter=
zeichneter Stelle einzureichen.
(12261fs
Darmſtadt, am 16. Juni 1910.
Stadtbauamt.
Burbaum.
Tür das ſtädtiſche Krankenhaus in Darm=
7ſtadt ſollen 15 Liegeſtühle aus
Metall=
röhren mit Doppelſpiralfederboden und
verſtellbarem Rücken und Armlehnen nach
dem im Krankenhaus einzuſehenden Muſter
bezogen werden. Wir laden diejenigen,
welche ſich um die Lieferung bewerben
wollen, ein, ihre Angebote bis ſpäteſtens
am 26. ds. Mts., vormittags 11 Uhr,
bei dem Oberverwalter des ſtädtiſchen
Krankenhauſes vorzulegen. Nur hieſige
Geſchäftsleute können Berückſichtigung
finden.
(12427
Die Genehmigung der Vergebung bleibt
Großh. Bürgermeiſterei vorbehalten.
Darmſtadt, den 17. Juni 1910.
Die Krankenhausdirektion.
Dr. Fiſcher.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß
der Armenarzt, Herr Sanitätsrat Dr.
Buch=
hold, auf vier Wochen verreiſt iſt und
während dieſer Zeit in der Armenpraxis
durch Herrn Dr. med. L. Orth,
Landwehr=
ſtraße 12 wohnhaft, vertreten wird.
Darmſtadt, den 14. Juni 1910.
Städtiſches Pflegeamt.
Krapp.
(12403
Bebrauchter Kinderwagen geſucht. Off
unter V 21. an die Exped. (*14901
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſtdenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
. per ½ kg 100 Pfg.
per ½ kg 86 Pfg.Dörrfleiſch
Schinken m. Bein .
90 „ Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.
½
„ „ 130 „
90
Ochſenfleiſch
½ „ 110
Rindfleiſch
80
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
„ „ 90
60 „
Bruſt.
Schweinefleiſch (Bratenſt.) . ½ „ 92 „ 1 Schwartenmagen, Fleiſch=
90
„ 86
Bauchläppchen.
½, „ 72 „
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „
Speck, geräuchert
(3 „ 110 „
Bekanntmachung,
betr. Maßnahme zur Verminderung der Säuglingsſterblichkeit.
In den heißen Sommermonaten nimmt die Sterblichkeit unter den Säuglingen.
beſonders den künſtlich genährten, regelmäßig in erheblicher Weiſe zu.
Nach dem übereinſtimmenden Urteil der Aerzte iſt die Haupturſache dieſer
Er=
ſcheinung in dem Genuſſe verdorbener Milch zu ſuchen, die Darm= und
Magenerkrank=
ungen bei den Kindern hervorruft.
Wir haben deshalb mit Zuſtimmung der Stadtverordneten=Verſammlung unter
Zuhilfenahme eines Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe eine Einrichtung getkoffen, durch die
denienigen Einwohnern Darmſtadts, die nur über geringe Mittel verfügen, der Bezug
einwandfreier Milch in den heißen Sommermonaten erleichtert werden ſoll.
Es kann ſowohl ſteriliſierte Milch, wie auch gekochte und rohe Vollmilch,
be=
zogen werden.
Die ſteriliſierte Milch wird in 4 Sorten hergeſtellt:
I. Sorte, für Säuglinge im Alter von 1 Monat: ½ Milch, ½ Waſſer,
„ 2—4 Monaten: ½ Milch, ½ Waſſer,
II.
4—6 Monaten: ¾ Milch, ½ Waſſer,
III.
„ über 6 Monaten: Milch ohne Waſſerzuſatz
IV.
Die Milch iſt ſteriliſiert, trinkfertig gemiſcht in Fläſchchen von ½ Liter und von
beſter Qualität. Zum Zwecke der Verabreichung braucht die Milch nur in dem
Fläſch=
chen entſprechend erwärmt und ſodann nach Entfernung des Verſchluſſes der — vorher
ſorgfältig gereinigte — Gummi=Sauger aufgeſetzt zu werden. Die Erwärmung der
Milch erfolgt am zweckmäßigſten durch Einſtellen des Fläſchchens in warmes Waſſer.
Umgießen der Milch in ein anderes Gefäß zwecks Erwärmung iſt unzuläſſig, weil ſchädlich.
Durch den ſtädtiſchen Zuſchuß konnte der Verkaufspreis eines Fläſchchens von
½ Liter Inhalt, wie folgt, feſtgeſetzt werden:
IV. Sorte:
III. Sorte:
I. Sorte:
II. Sorte:
4 Pfg.
3 Pfg.
6 Pfg.
2 Pfg.
Die abgekochte, gereinigte Vollmilch wird in
1 Liter=, ½ Liter= und ½ Liter=Flaſchen
6 Pfg.
zum Preiſe von 24 Pfg. 12 Pfg.
verkauft.
Die rohe, gereinigte Vollmilch wird nur in 1 Liter= und ½ Liter=Flaſchen zum
Preiſe von 23 Pfg. (½ Liter 12 Pfg.) verkauft.
Der ſtädtiſche Zuſchuß wird nur geleiſtet:
beim Bezug ſteriliſierter Milch: für eine Höchſtzahl von täglich 6 Flaſchen,
„ abgekochter Milch in ½ Liter=Fläſchchen: für eine Höchſtzahl von täglich Flur Nr. qm
6 Flaſchen,
gekochter und roher Milch: für eine Höchſtmenge von täglich 1½ Liter.
Für über dieſes Maß hinaus täglich bezogene Mikch beträgt der Verkaufspreis für
das Fläſchchen ſteriliſierter oder gekochter Milch 2 Pfg.
„ Liter gekochter Milch 6 Pfg. und
„ roher
2 „ mehr.
Die Gewährung des ſtädtiſchen Zuſchuſſes iſt auf eine Längſtdauer von 4 Monaten
beſchränkt. Eine frühere Einziehung der Zuſchußleiſtung bleibt vorbehalten.
Die Milch wird den Abnehmern ins Haus gebracht. Jedoch wird, auf Wunſch
der Abnehmer, die Milch auch in den Geſchäftsräumen des Lieferanten, der Firma
Chriſtoph Reich, Wienersſtraße 61, jederzeit — außer Sonntag nachmittag — abgegeben.
Die Abgabe der Milch beginnt am 1. Juni.
Beſtellungen werden in unſerem Bureau, Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 2, in den
Geſchäftsſtunden von 8 bis 12½ Uhr vormittags und 2½ bis 5 Uhr nachmittags, mit
Ausnahme des Samstag nachmittag, entgegengenommen. Die nach dem 1. Juni
er=
gehenden Beſtellungen werden vom folgenden Tag ab ausgeführt. Bei der Beſtellung
werden dem Beſteller auf ſeinen Namen lautende und für je einen Monat beſtimmte
Lieferſcheine ausgehändigt, die als Ausweis über die Berechtigung zum Bezug der
Milch dienen und am Schluſſe des Monats oder am Schluſſe des Milchbezugs, nach
Eintrag der gelieferten Menge dem Bedienſteten der Firma Chriſtoph Reich als
Aus=
weis über die erfolgte Lieferung zu übergeben ſind.
Der Zeitpunkt, von dem ab eine andere Sorte Milch oder eine kleinere oder
größere Menge geliefert werden ſoll, iſt von dem Abnehmer dem Milchfahrer bekannt
zu geben.
Die Milch iſt bei der Ablieferung dem Milchfahrer ſofort zu bezahlen.
Beſchwerden über etwaige Unregelmäßigkeiten können auf unſerem oben bezeichneten
Bureau vorgebracht werden.
Die Firma Chriſtoph Reich iſt berechtigt, von den Abnehmern für jede nicht
zurückgelieferte Flaſche und für jeden nicht zurückgelieferten oder beſchädigten
Verſchluß=
teil Entſchädigung zu verlangen.
(10876a
Darmſtadt, den 24. Mai 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
Hengras=Verſteigerung.
Montag, den 20. Ifd. Mts., nachmittags 3½ Uhr beginnend, wird das
Heu=
gras von 1.25 ha der Teichwieſen, ſüdlich des Steinbrückerteichs, den Scheftheimer= und
den ſtädt. Wieſen am Heuweg im Oberwald, ſowie die Futternutzung von den
Wald=
wieſenwegen an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Zuſammenkunft um 3½ Uhr auf der Oppermannswieſenſchneiſe, ſüdlich des
Ober=
waldhauſes, um 4 Uhr auf dem Scheftheimerweg am Waldausgang.
Darmſtadt, den 15. Juni 1910.
(12219dfs
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt
I. V.: Jäger.
Bekanntmachung.
Diejenigen Schuldner, welche noch mit Domanialgefällen (Holzgeld,
Zeit=
pacht ꝛc.) in Rückſtande ſind, werden hiermit aufgefordert, bis längſtens 30. Juni 1. J.
auf Großh. Bezirkskaſſe Darmſtadt II, Wittmannſtraße 16, Zahlung zu leiſten,
andern=
falls die Pfänder abgeholt und verſteigert werden.
(*14940
Darmſtadt, den 17. Juni 1910.
Böttcher, Großh. Pfandmeiſter.
Heugras=Verſteigerung.
Montag, den 20. ds. Mts., nachmittags 1 Uhr, wird das gemeinheitliche
Heugras, etwa 50 Loſe, an Ort und Stelle öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert.
Die Zuſammenkunft iſt auf der Kreisſtraße nach Crumſtadt am Ausgang
des Orts.
Eſchollbrücken, am 13. Juni 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eſchollbrücken.
Leichtweiß.
(12191ds
Torf-Verſteigerung.
Montag, den 20. Juni 1910, vormittags 10 Uhr anfangend, werden auf
dem Rathauſe zu Pfungſtadt
ca. 284000 Stück Torf
meiſtbietend verſteigert.
Pfungſtadt, den 15. Juni 1910.
(12245fs
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
zwei Z.flam. Gaslüſter,
Wegen Umzug 1 Ausziehtiſch u. verſch.
Guter Kattenfänger
Oeldruckbilder billig zu verkaufen
billig abzugeben. Offerten unter V 4 an
(*14905so)
Martinsſtraße 11½, 1. Stock. die Expedition ds. Blattes.
(12273fs
Wegen Umzug ſofort zu verkaufen einen
Eskimohund
großen Gas=Backofen (8 Mark), einen
3=flam. Gasherd (3 Mk.), weg. Platzmangel.raſſerein, prämiiert, zu verkaufen
(*14872
Zu erfragen Riedlingerſtr. 20, II.— (*14907
Schuchardſtraße 16, III.
275
Bekanntmachung.
Montag, den 27. Juni 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Heinrich Konrad Stein
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
I
11 Grabgarten Sandſtraße
274
(Sandbergſtraße),
45 Grabgarten daſelbſt,
276 22 Hofreite (Haus)
daſelbſt
277 34 Hofreite (Haus) (Nr. 19,
daſelbſt
½ v. 278 32 Gem. Hof und Gang
daſelbſt,
I ½ v. 278 33 Gem. Hof und Gang
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 18. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
(L10533,69
Frantz.
Bekanntmachung.
Montag, den 4. Juli 1910.
vormittags 9 Uhr,
ſollen die der Bierbrauereibeſitzer Georg
Breidenbach Witwe, Katharine, geb. Braun,
dahier zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
II 1816/100 151 Hofreite Martinſtr.,
II 1816/100 47 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 24. Mai 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz.
(L11418,70
Bekanntmachung.
Samstag, den 30. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Reſtaurateur Wilhelm
Fried=
richs Eheleuten dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
IV 456¼/10 208 Hofreite
Schloß=
gartenſtraße 11,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K24/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 17. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D12323,1
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 18. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Otto Stier dahier
zuge=
ſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. qm
II 88 72 Hofreite Große
Ochſengaſſe,
II 89¾/10 166 Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K87/10
werden.
Darmſtadt, den 16. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D12322,1
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 18. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und deſſen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 331/100 244 Hofreite Stiftſtraße,
III 331/100 54 Bleichplatz daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K90/10
werden.
Darmſtadt, den 16. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D12321,1
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 18. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und deſſen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 223 143 Hofreite
Holz=
hofſtraße, (jetzt Laute=
IV 222 528 Grabgarten ſchlägerſtr.,
daſelbſt,
in unſerem Büro zwangsweiſe verſteigert
(K91/10
werden.
Darmſtadt, den 16. Juni 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(D12320,1
Müller.
Stadtiſche Schußzaynklimk
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
(1508a
Mittags von 2—5.
Das im Einſchnitt der neuen Odenwald=
2 bahn lagernde
Dauffolz
(ca. 12 cbm Rund= und Kanthölzer in Längen
bis 12.00 m, ca. 350 Stück Dielen 5 cm ſt.,
4.50 m lg.) iſt billig abzugeben. Näheres
Baubüro Frankfurterſtr. Nr. 125. (12317
ſehr gut erhalt.
ſehr feiner Frackanzug
für m. Fig. zu verkaufen. Preis 15 Mark.
Näheres Expedition.
*14897)
Hilfe und Rat
erhalten alle, die ſich wenden an das
Hessische Bureau in Darmstadt, Kirchstr. 21, I. (11185a
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
Seite 13.
Ltſſavoner atte uno neue Stadtanleihen.
Die am 1. Juli a. c. fälligen Coupons und verloſten Stücke obiger Anleihen
werden bei der Bank für Handel und Industrie in Berlin und Darmstadt,
ſowie bei der Filiale der Bank für Handel und Induſtrie in Frankfurt a. M. vom
Ver=
falltage ab eingelöſt.
(12383P
rſteigerungs=Anzeige.
Die zum Nachlaß des Rentners Herm. Petſch gehörigen Mobilien kommen auf
Antrag des Teſtamentsvollſtreckers, Herrn Juſtizrat Dr. Kleinſchmidt, durch mich zur
Verſteigerung, und zwar in der Wohnung Rheinſtraße 29, 1. Etage, in folgender
Einteilung. Es kommen zum Ausgebot
am Donnerstag, den 23. Jnni l. Js., vormittags 9 und
nachmittags 3 Uhr:
Sämtliches Küchengeſchirr und kleiner Hausrat, als auch Tafelgeräte, Kriſtall,
Glas, Porzellan, Nippſachen und kleine Gebrauchsgegenſtände aller Art;
am Samstag, den 25. Jnni l. Js., vormittags 9 und
nachmittags 3 Uhr:
Herren= und Frauenkleider, Leib=, Tiſch= und Bettwäſche, Deckchen, Schoner
uſw. in großer Anzahl, darunter befinden ſich zwei Herrenpelze, Frauenpelze
und Garnituren, eine Partie ſeidene Tücher, Spitzen und Stickereien, farbige
und geſtickte Kaffeedecken und Servietten aller Art, Tiſchläufer, ganze
Garni=
turen in Deckchen, eine große Partie Handtücher, Tiſch= und Bettücher;
am Montag, den 27. Juni l. Js., vormittags 9 und
nachmittags 3 Uhr:
Gold=, Silber= und Schmuckſachen, darunter eine Genfer Remontoir=Herrenuhr
mit Schlagwerk, eine Damen=Remontoiruhr mit Kette, ein Paar
Brillant=
ohrringe, ferner eine große Partie ſilberne Tafelgeräte, Löffel, Meſſer und
Gabeln uſw.;
am Dienstag, den 28. Juni I. Js., vormittags 9 und
nachmittags 3 Uhr:
Zigarren, faſt ausſchließlich Importe, Weinvorräte, darunter ein Faß 175,5 Liter
Bernkaſtler, und 150 Flaſchen Bernkaſtler, viele Partien hochfeine Marken,
als Oppenheimer, Felſenberg und Goldberg, Piesporter Ausleſe, Winkler
Haſenſprung, Braunberger und Johannesberger Ausleſe, 44 Flaſchen
ver=
ſchiedene ganz alte feine Weine, 22 Flaſchen alte Rotweine, ca. 80 ¼ und ½
Flaſchen Champagner, Burgeff rot und Kupferberg Gold;
am Mittwoch, den 29. Jnni l. Js., vormittags 9 und
nachmittags 3 Uhr:
Sämtliche Bilder, Oelgemälde und Stiche, Vorhänge, Lüſter und
Beleuch=
tungskörper, ſowie größere Möbel, darunter eine ſehr hübſche Speiſezimmer=
Einrichtung, geſchnitzt in Eichen, 1 Saloneinrichtung, Herrenzimmer mit
Schreibtiſch, 2 polierte Bücherſchränke, 1 Pianino, 1 Krankenfahrſtuhl, 1
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ſchrank, ſodann ſämtliche ſehr gute Betten, 10 verſchiedene Kleiderſchränke,
Kommode, Waſchtiſche, Nachttiſche, Stühle, Küchenmöbel, 1
Bade=
wanne u. a. m.
Abänderungen dieſer Einteilung bleiben vorbehalten.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden und nur gegen
Bar=
zahlung ſtatt.
(12319si
Die Einſichtnahme der Möbel kann früheſtens Dienstag, den 28. Juni, geſtattet
werden.
Darmſtadt, den 18. Juni 1910.
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Darmstadt verſteigere ich auf Antrag in genanntem Hauſe ſämtliche zum
Wirtſchafts=
betriebe nötigen Wirtſchaftsgerätſchaften und Möbel, und zwar:
1. Tiſchbeſtecke und Tiſchgeräte, Porzellan und Gläſer (ca. 400 Henkelgläſer 0,3 1,
400 Perlgläſer 0,4 I)
2. Küchen= und Büfetteinrichtung, als: Gasherd, Küchentiſche, Hackklotz,
Geſchirr=
ſchränke, 2 Eisſchränke, 2 Eiskaſten, 200 kg kupfernes Geſchirr; große
Büfett=
theke mit 2 Schankſäulen, 2 große Gläſerſchränke, Schwenktiſch u. a. m.
3. Wirtſchaftsmöbel, 50 Saaltiſche, 10 desgl. auf Marmorplatte, mehrere 100
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nier= und Wienerſtühle, Gartentiſche und Stühle, 6 ſchwere eiſerne Bänke,
Beleuchtungskörper, 1 großer Bühnenvorhang.
4. die Einrichtung von etwa 20 Fremdenzimmern mit Vorhängen, 75 Meter
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5. Bett= und Tiſchwäſche, darunter 100 bunte Decken, 1.65 und 2.00 Meter lang.
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Bemerkt wird, daß ſich ſämtliche Gegenſtände in gutem Zuſtande befinden;
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Die Verſteigerung der Zimmereinrichtungen findet Mittwoch
den 6. Juli, jene der übrigen Wirtſchaftsgegenſtände
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tag den 11. Juli, von vormittags 9 Uhr ab ſtatt.
Ernst Wolf
Amtsgerichtstaxator.
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Nummer 140.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Jnni 1910.
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Nummer 140.
Seite 15.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
Nachrihlen des Standesamts Darmſtadt 1.
Geöffnet au Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. Juni: dem Mechaniker Wilhelm
Liſemer, Blumenthalſtr. 105, e. S. Georg Ernſt
Wil=
helm. Am 11.: dem Kaufmann Leonhard Spatz,
Woogsſtr. 3, e. S. Georg. Am 12.: dem Bäckereibeſitzer
Wilhelm Quenzer, Viktoriaſtr. 76, e. T. Katharina
Eliſabetha. Am 10.: dem Milchkuranſtaltsbeſitzer Joh.
Broger, Kaſtanienallee 20, e. S. Joſeph Hermann.
Am 14.: dem Schreiner Guſtav Krüſchet,
Wendelſtadt=
ſtraße 45½, e. S. Friedrich Wilhelm. Am 15.: dem
Schmelzer Phil. Wolf, Feldbergſtr. 74, e. T. Anna
Katharina. Dem Filialleiter Rudolf Ringler,
Wald=
ſtraße 54, e. T. Berta Luiſe Maria Lilly. Am 14.: dem
Metzgermeiſter Friedr. Emrich, Hügelſtr. 18, e. S.
Auguſt. Am 13.: dem Kellner Georg Huppert,
Magdalenenſtr. 5, e. S. Peter Kurt. Am 16.: dem
Tag=
löhner Jakob Scheffel, Gr. Kaplaneigaſſe 16, e. S.
Hugo. Am 15.: dem preußiſchen Geſandten Martin
Johann Rücker Freiherr von Jeniſch, Erbacher
Straße 50, ein Sohn. Am 12.: dem Schloſſermeiſter
Emil Jacobi, Schützenſtr. 21, e. T. Hildegard Emilie.
Aufgebotene. Am 13. Juni: Lackierer Gg. Vetter
in Rüſſelsheim mit Martha Fiſcher,
Alexandra=
weg 6. Konditor Johann Arzberger, Georgenſtr. 9,
mit Hulda Görts in Cronenberg. Am 14.:
Oberrech=
nungsreviſor Hrch. Fritzger, Erbacher Straße 67, mit
Ferdinande Chriſt, Heinrichſtr. 76. Kaufm. Eduard
Röhler, Friedrichſtr. 9, mit Margar. Weber,
Grüner Weg 7. Dreher Johann Ferdinand
Mill=
mann mit Anna Seitz, beide in Offenbach a. M.
Maurer Konrad Fröhner III. mit Anna Kunkel,
beide in Dieburg. Am 15.: Lehrer Jakob Simon,
Grafenſtr. 24, mit Klara Kneip in Fulda. Ingenieur
Max Friedr. Wilh. Guilleaume mit Hedwig
Naemi Blaum geb. Schulz, beide in Deutſch=
Wil=
mersdorf. Kutſcher Hrch. Friedr. Geldner in
Wies=
baden mit Karol. Roſine Schäfer in Winzerhauſen.
Handelskommis Albert Julius Egloff in Baſel mit
Glätterin Johanna Maria Karolina Endner in
Baſel. Am 16.: Kaufmann Johs. Gaedicke in Lübben
mit Helene Koſtagk in Dobrilugk.
Geſtorbene. Am 14. Juni: Eliſ. Klein, T. d.
Tagl., 1 Tag, Ballonplatz 9. Wilhelm Adam
Tau=
torius, S. d. Fuhrmanns, 7 Mon., ev., Ballonplatz 7.
Suſanna Tüncher, T. d. Maurers, 6 J., kath.,
Die=
burg. Am 13.: Schreinermeiſter Konr. Stein, 63 J.,
ev., Friedrichſtr. 20. Am 14.: Chriſtine Schmidt geb.
Knöll, Ehefrau des Wirts, 37 J., ev., Mühlſtr. 46. Am
16.: Maria Joſepha Matt geb. Sänger, Ehefrau des
Schleifers, 41 J., kath., Arheilgerſtr. 19.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
4. Sonntag nach Trinitatis, den 19. Juni 1910
Hofkirche: Kein Gottesdienſt.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Pfarrer Vogel.
— Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger. — Nachmittags um 6 Uhr: Pfarrer
Weiß=
gerber.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
19. Juni, vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Kaplanei=
bezirk. Pfarrer D. Diehl. — Vorm. 11 Uhr:
Chriſten=
lehre für den Südweſt bezirk. Pfarrer Velte. —
Eben=
falls um 11 Uhr: Chriſtenlehre für den Schloßbezirk.
Pfarrer Weißgerber. — Ebenfalls um 11 Uhr:
Chriſten=
lehre für den Oſt bezirk. Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler. — Vorm. 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
— Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Vormittags
9 Uhr: Chriſtenlehre für den Südbezirk im
Gemeinde=
haus. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Wid=
mann. — Um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Oſt=
bezirk. Pfarrer Widmann. — Nachmittags um 2 Uhr:
Chriſtenlehre für den Oſtbezirk in der Kirche, für den
Weſt bezirk im Gemeindehaus.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Veller. — Donnerstag, den 23. Juni,
nachmittags 3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Deggau.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. 8½ Uhr:
Chriſtenlehre. Pfarrer Walz. — Vormittags 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
Pauluskirche: Vormittags 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. — Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit anſchließender Feier des heil. Abendmahls.
Pfarrer Rückert. — Vormittags 11½ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 19. Juni,
vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. um
4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Miſſionar
Oeſter=
ling. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Donnerstag, den 23. Juni, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 19. Juni, vormittags 10 Uhr: Predigt. —
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt herzlich eingeladen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Warmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
18. Juni, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
5. Sonntag nach Pfingſten, den 19. Juni 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe. — Um
½ 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte
hl. Meſſe. — Nachm. um 3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruder=
ſchaftsandacht. — Um 4 Uhr: Vortrag und
Verſamm=
lung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr: Verſammlung
des 3. Ordens. — Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhauſe auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 18. Juni,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 19. Juni 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe
mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
18. Juni, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
5. Sonntag nach Pfingſten, den 19. Juni 1910.
Kollekte für den Kirchenbau
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Katechetiſche
Pre=
digt und ſakramentaliſche Bruderſchaftsandacht —
Biblio=
thek (Heerdweg 28): Dienstag, nachm. von 6—7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 18. Juni, abends
um 5 Uhr: Beichte.
5. Sonntag nach Pfingſten, den 19. Juni 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½ Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vorm. um ¼7 Uhr:
hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 5. Sonntag nach Pfingſten,
den 19. Juni, vormittags um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. Juni: Dem Straßenreiniger
Leonhard Ehmig T. Mathilde Katharina, geb. 30. Mai.
12. Juni: Dem Schneider Reinhard Auguſt Gutbrod T.
Anna Eliſabeth, geb. 20. Mai. Dem Gaſtwirt Karl
Möller S. Friedrich Wilhelm Marie, geb. 13. Mai.
16. Juni: Dem Kaſſediener Johann Konrad Nold S.
Otto Heinrich, geb. 20. April. Dem Schloſſer Adolf
Schäfer S. Ludwig, geb. 3. April.
Johannesgemeinde: 10. Juni: Dem
Betriebs=
leiter Ludwig Wicht T. Johanna Dorothea, geb. 26. April.
12. Juni: Dem Kutſcher Karl Grau S. Hermann Karl,
geb. 28. Mai. Dem Dipl.=Ing. Max Anton Mittermeyer
T. Eliſabeth Johanna Karolina, geb. 8. März.
Martinsgemeinde: 2. Juni: Dem Taglöhner
1Jakob Korty S. Auguſt Jakoh, geb. 7. Mai. 12. Juni:
Dem Maſchiniſt Karl Konrad Gumbel S. Otto, geb.
17. Mai. 15. Juni: Dem Schmied Adam Ludwig
Witters=
heim T. Roſa, geb. 25. April. 9. Juni: Dem verſtorbenen
Schneidermeiſter Adam Jakob Scheid S. Karl Georg,
geb. 23. Juli 1909. 10. Juni: Dem Majoratsherr Auguſt
Joſef Ludwig Ritter und Edler von Oetinger T. Eliſabeth
Margarete Anni Emma Elsbeth Gabriele, geb. 23. April.
12. Juni: Dem Poſtſchaffner Philipp Sommerlad T.
Martha, geb. 28. Mai. 13. Juni: Dem Tapezierer
Ludwig Büttner T. Erna Alwine, geb. 24. Dezember.
Petrusgemeinde: 12. Juni: Dem Bahnarbeiter
Philipp Weigand S. Johann Wilhelm, geb. 21. April.
Dem Küfer Gottlieb Friedrich Stuber T. Roſa Pauline
Gertrude, geb. 16. Mai. Dem Kutſcher Georg Ludwig
Beutel T. Berta Chriſtine, geb. 13. April.
Paulusgemeinde: 10. Juni: Dem
Lokomotiv=
führer Ludwig Ruppel S. Arthur Karl, geb. 4. Mai.
12. Juni: Dem Kammacher Otto Hugo Schiller T.
Margarete Marie Martha, geb. 10. Mai. 14. Juni:
Dem Oberbahnaſſiſtenten Karl Friedrich Wilhelm Will
S. Friedrich Wilhelm Otto, geb. 28. April.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 16. Juni: Monteur Johannes
Kurt Marcus Ludwig Weber von Dornheim und Marie
Helene Springler.
Johannesgemeinde: 11. Juni:
Regierungs=
baumeiſter Conſtantin Wulff in Mannheim und Marie
Dörffer von hier.
Martinsgemeinde: 12. Juni: Fuhrmann Johann
Georg Stork und Anna Barbara Winkler.
Petrusgemeinde: 11. Juni: Schreibgehilfe Georg
Konrad Jakob Rühl in Höchſt i. Od. und Eliſe Pilger
von dort.
Paulusgemeinde: 11. Juni: Architekt Heinrich
Auguſt Waldner in Mettenheim und Anna Eliſabethe
Finke zu Wiesbaden. 12. Juni: Kaufmann Normann
Friedrich Emil Fiſcher und Luiſe Schorn.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Juni: Philipp Jährling,
S. des Schuhmachers Philipp Jährling, 34 J., ſtarb
8. Juni. 12. Juni: Regina Wittich, Witwe des
Rechnungs=
rats Ludwig Heinrich Wittich, 80 J., ſtarb 10. Juni.
Auguſte Korbus, geb. Berthold, Ehefrau des Wirts Philipp
Korbus, 34 J., ſtarb 9. Juni. Taglöhner Konrad
Hein=
rich Karl Schwab, 38 J., ſtarb 9. Juni. 15. Juni: Luiſe
Fiſcher, T. des Zimmermanns Friedrich Fiſcher, 13 J.,
ſtarb 12. Juni. 16. Juni: Chriſtine Schmidt, geb. Knöll,
Ehefrau des Gaſtwirts Wilhelm Schmidt, 37 J., ſtarb
14. Juni.
Johannesgemeinde: 13. Juni: Bertha Kunze,
geb. Heintz, Ehefrau des Eiſenbahnoberſekretärs Reinhold
Kunze, 49 J., ſtarb 10. Juni. 15. Juni: Schreinermeiſter
Konrad Stein, 64 J., ſtarb 12. Juni.
Martinsgemeinde: 12. Juni: Anna Marie
Philipp, geb. Raab, Ehefrau des Hofkutſchers i. P. Jakob
Philipp, 75 J., ſtarb 10. Juni. 13. Juni: Eliſabeth Tilli,
T. des Kutſchers Adam Tilli, 4 J., ſtarb 11. Juni.
11. Juni: Anna Hiſſerich, T. des verſtorbenen
Metzger=
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Michelstadt).
Abfahrt: Hauptbahnhof 6 Uhr 50 Minuten.
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Sonntag, den 19. d. M.:
Ausflug nach Oberrad
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Abfahrt: Hauptbahnhof 1.44 Uhr.
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Sonntag, den 19. Jnni, abends 8 Uhr:
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Eintritt 25 Pfg.
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Lindwurm
Den eroberten Schatz
opfert Siegfried der
schönen Krimhilde
Zusammentreffen
Brun-
hildes mit Siegfried
Brunhilde befiehlt Hagen,
Siegfried zu töten
Der Tod Siegfrieds
Gunther und Hagen
begegnen Attila
Attila bewirbt sich um
die Hand der Witwe Krimhilde
8. Szene: Krimhilde nimmt die
LiebeAttilas scheinbar an
9. „ Attilas Tod durch die
Hand Krimhildes.
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niſche Nationalmelodien” von Waldteufel.
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von Meyerbeer. 5. Melodien aus der Oper
„Der Evangelimann” von Kienzl. 6. „Auf
hoher Warte‟, Marſch von Gageur.
Sonntag, den 19. Juni.
Von ½12—¼1 Uhr Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der
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pelle des Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
1. Florenza=Marſch von Cavalliani.
2. Ouvertüre zur Operette „Die
Fleder=
maus” von Strauß. 3. Walzer aus der
Operette „Der Graf von Luxemburg” von
Lehar. 4. Melodien aus der Oper „
Rigo=
letto” von Verdi. 5. Potpourri aus der
Operette „Der fidele Bauer” von Fall.
6. „In Regimentskolonne‟, Marſch von
Blankenberg.
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.. 101,70
5 Argentinier .
91,60
do.
4
4½ Chile Gold=Anleihe 92,90
5 Chineſ. Staatsanleihe 101,70
99,10
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 97,90
5 Innere Mexikaner . . 99,90
do.
3
Gold=Mexikan. v. 1904 96,50
5 Gold=Mexikaner . . . 100,30
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.144,50
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. .111,20
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Aktien ausländiſcher
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4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 117,00
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InProz.
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4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 24,25
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Mainzer Aktienbrauerei . 210,00
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258,00
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.210,50
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. . . . 195,25
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Hütten=
betrieb .
224,20
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 89,90
4 Pfälzer Prt.
.. . 100,70
do.
91,80
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
do. ſteuerfrei .
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
97,80
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 98,50
do.
82,10
do.
56,60
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4 Ruſſ. Südweſt.
. 90,00
*4 Kronpr. Rudolfhahn . 99,10
In Proz.
Bf.
76,20
2¾10 Livorneſer . .
4 Miſſouri=Pacific
79,10
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,30
5 Anatoliſche Eiſenb. .
5 Tehuantepec . . . . . 101,75
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 173,60
4 Darmſtädter Bank . . 130,50
250,50
Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank 127,90
4 Diskonto=Geſellſchaft 186,90
158,40
4 Dresdner Bank
Mitteldeut. Kreditbk. 119,80
Nationalbk. f. Deutſchl. 123,90
101,20
Pfälzer Bank.
144,60
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank 139,40
4 Wiener Bank=Verein 137,10
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
3½ do. S. 19. . . . . 92,40
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
3½
91,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 100,90
do.
92,20
Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
*91,10
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,10
3½
do. (unk. 1914) 91,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
3½
d9,
92,80
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt.
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
3½
do.
4 Offenbach.
3½ do.
4 Wiesbaden.
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
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InProz.
91,50
. 100,90
95,30
.100,00
.100,00
91,10
.100,50
91,60
91,80
91,50
101,00
92,20
100,40
103,00
100,00
91,00
83,25
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 170,30
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,20
5 Donau=Reg. fl. 100 146,50
3 Holl, Komm, ℳ 100 105.00
3f.
In Proz.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. .
.. . 135,10
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3 Oldenburger
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,10
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80,65
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(12379ff
Seite 22₰
Nummer 140.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
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Briehinkels Ausflug in die Bergſtroß.
Von Robert Schneider.
Deß ſag ich Eich, hott de Herr Rentner Briehinkel
zu ſeine Familch geſagt, deß ſag ich Eich, wann mer
widder en Ausflug mache — bleibe mer dehaam!
Und es hott niemand widderſproche, noch net emal
deß klaane Fritzche, deß doch ſunſt in de Familch die
Obbeſitzion mit Erfolg vertrete hat.
Ja, wann’s aam awer aach ſo geh tut, wies des
Briehinkels gange is, da kann aam die Luſt und Lieb
zum Ausfliege vergeh. Ei da dabbt mer liewer
Sunn=
dagsmitdags ſein gewohnte Gang uff’s Owerwaldhaus
enaus. Do laaft mer ſich net mied, krickt kaa Blooſe
an die Fieß un ſei Hiehneraage net abgedrete,
ver=
ſäumt kaa Zieg un brauch ſich net dorch allerhand
un=
needige Ausgawe in Unkoſte zu renne.
Dann deß muß im Voraus geſagt ſei', de Herr
Briehinkel war aaner vun dene Rentner, die in
Darm=
ſtadt unner der Bezeichnung „Dannebbelrentner”
be=
kannt un gefercht ſin. Es hott em nemlich grad ſo
ge=
langt! Deß haaßt, er hott mit ſeine drei Drumbel mit
Vorſicht obberiert un ſich net in gewalttägige Schbekela=
tzione eigelaſſe, die dazu agedha ſin, ſo ere beſcheidene
Rentnerherrlichkeit e vorzeitig End zu bereite.
Seim Geſchäft war er mit Eifer zugedha, deß
be=
weiſt ſchun der Umſtand, daß er finf lewendige Döchter
hatt; erſt wie er ſich zur Ruh geſetzt hott, hott er ſich die
needig Zeit genumme, ſeit Familje durch en
Stammhal=
ter zu vergrößern.
Beſagte finf Döchter hawe im awer ſchwer uff em
Gewiſſe gelege, un ſei Fraa, e Bröckelche vun zwaa
Zentner, hat ſich noch mit dezu gelegt, dann ſie hawe ’m
alle Dag vorgeſchmiſſe, er dhet nix, um en for e geſichert
Zukunft zu ſorje — deß haaßt, for en Mann.
Nu ſchiddel emal aaner bei dene ſchlechte Zeite finf
Brauteriche aus em Aermel! — De Herr Rentner
Brie=
hinkel hott ſich ja alle Mieh gewe; in drei Vereine war
er „inakdiev” und hott, vorerſt die drei älteren
Jahr=
gäng, im Winter uff alle Vereinsbäll, un im Summer
uff die ordsüblich verregente Summerfeſte gefiehrt.
Lei=
der ohne Erfolg, obgleich die Fraa Briehinkel bei ſolche
Gelegenheite ihr Mailche in dauſend liewenswerdige
Pliſſeefältcher gelegt hott. Es hott ſich awer kaaner
dranexe laſſe.
Nu ſin ſe neilich gewohr worn, daß e Verein
wid=
der ſei Stiftungsfeſt in Auerbach abhalte dhet in Geſtalt
vun eme Herrnausflug, ohne Dame. Ewe der Verein
—, awer deß fiehrt zu weit un gehört aach net doher.
Die Fraa Briehinkel war alſo mit ihre Döchter
der Maanung, daß mer ſich dem Herrnausflug aſchließe
kennt — ſo ganz zufellig. Erſtens wär da jedenfalls
jede Konkurrenz ausgeſchloſſe, un in Auerbach kennt
aam kaa Vorſtand verwehre, im ſelwige Hotel
eizu=
kehrn. Un wann mer da in dem Gorde ſchbaziern geh
dhet un da kennt mer ja net wiſſe — iwwerhaubt un
ſo . . . .
Korz un gut, ſie hawe ihrm Haiptling ſo lang
zu=
geſetzt, bis er mit dem Feldzugsplan eiverſtanne war.
Nu gings vor alle Dinge an die „Ausriſtung” dann
es geniegt net nor, daß mer zu ſo eme Ausflug liſchehr
agezoge is, ſundern des Koſtiem muß aach en
odewalt=
klubmeßige Aſtrich hawe. Die holde Weiblichkeit hat
ſich ja ſchnell durngerecht erausſtaffiert. In ihre
ang=
kehre Weſchbliescher un de Röck von ihrne blaue
Ko=
ſtieme hawe ſe goldig ausgeſehe; dodezu hatte ſe ſich
noch als Bedachung vun dene neimodige Bierfils
ge=
kaaft, die mit mächtige Spielhahnfeddern geſchmickt
warn. Welcher Gickel werd dodezu wohl ſein Schmuck
hergewe hawe miſſe?!
Aach for die Mama hatt mer en fußfreie
Schwimm=
gertel, wollt ſage Durnrock in die Reih gemacht; nor
beim Briehinkel ſenjor war die Sach net ſo eifach. Awer
weibliche Schläue hilft iwwer alles. Er hott eifach ſei
hellgeſtreifte Hoſe mit Korddel unnerm Knie abgebunne,
dann hatt er noch en guterhaltene Hausjobbel, der mit
einiger Fantaſie immerhin mit eme Duriſteklifftche
vergleichbar war. Uff em Deetz hatt er en Strohdeckel,
wie en die Scheeſegail uffhawe, mit eme ſcheene
Kuche=
benſel als Gamsbart. Selbſtverſtendlich hatt mer ſich
gach for jed Familjemitglied aus de Nachbarſchaft en
Ruckſack ausgebitt. Dann was is en Ausflug ohne
Ruckſack? Der verleiht erſt dem Duriſtekoſtiem den
needige Glanz.
E alt Odenwaldmarkierunskart vun anno Duwack,
die de Herr Briehinkel emol unnerm Eiwickelsbabbier
gefunne un uffgehowe hatt, hott zur Feſtlegung der
Dur jetzt gute Dienſte gedha. Acht Dag lang is alle
Owend Familierat gehalte worn, wo die Dur
enaus=
geh ſollt, un die blaue, rote, griene und gelwe Strich,
Kreiz, Dibbel un Kreis ſin dem arme Briehinkel de
ganze Dag vor de Aaage erum gedanzt. Morjends im
Kaffee, mittags in de Flaaſchbrieh un awends im
Kar=
doffelſalaad — iwwerall hott er die Ooſedinger gefunne,
un es war die höchſte Zeit, daß es Sunndag worn is,
ſunſt wär er unrettbar dem
Odenwaldmarkierungs=
wahnſinn verfalle.
Nadierlich war mer, wie viele Amadehrduriſte, der
Aſicht, daß es aach de Wert ſei muß, wann mer ſo en
koſtſpielige Ausflug unnernimmt, un ſo is beſchloſſe
worn, mit em erſte Zug fort= un mit em letzte Zug
haam zu fahren —, ſunſt rentiert ſich’s iwwerhaupt net.
Seim Raſierer hatt de Herr Briehinkel deshalb
heilig un deier uff die Seel gebunne, daß er’n ja am
Samsdag awend net vergißt, dann er wollt net mit
ere unraſierte Faſaad in de Bergſtroß erum dabbe.
Wer awer am Samsdag awend net kumme is, war ewe
der Raſierer. Aach am Sunndagmorjend hott er ſich
net ſehe laſſe, obgleich mer geword hatt, bis es die
höchſte Eiſebah war. No, wann dem
Verſchönerungs=
kinſtler deß alles baſſiert wär, wos em de Herr
Brie=
hinkel in die Knoche gewunſche hot, er hett im Lewe
kaan mer geſchnitte.
Deß ſin die Folge vun dere äbſche Sunndagsruh, hott
er gebrummt, wie er ſeine Fraa die Druckknöbcher an
de Blus zugemacht hott; deshalb bringe ’s aach die
Ge=
ſchäftsleit zu nix mehr, weil ſe vor lauter „Ruh” ihr
Kundſchaft vernachläſſige!
Nachdem er mit größter Vorſicht alles verriegelt
un verſchloſſe hott, hott er noch e Zettelche wedder die
Glasdhier gebabbt mit de Uffſchrift: Mir ſind verreiſt!
Damit kaans unneediger Weiſ’ die Vorplatzſchell
ab=
dreht. — Dann ſin ſe losgegondelt, ausgeriſt mit ſiwwe
Ruckſäck voll Freſſalie, deß mer geglaabt hot, ſie wollte
e Raaſ’ mache in die unerforſchte Gebiete Tibets.
Wie ſe awer grad um’s Eck erum gehe, richtig, wer
kimmt? — de Raſierer! Des war ihne ihr Glick, hot de
Herr Briehinkel freideſtrahlend gerufe, auf, ich ſetz mich
uff den Eckſtaa, mache Se net lang Fiſſemadende, es
ſieht’s niemand.
Un eh’ mer ſichs verguckt hott, hot ſich’s de Herr
Briehinkel uff dem Eckſtaa bequem gemocht; ſei
Ehe=
hälft hot em des Gnick gehalte, un die annern ſin
einſt=
weile vorausgange. — Wie e Gewidder war er
eige=
ſaaft; doch wie der Raſierer in ſei Daſch greift, um ſei
Meſſer erauszuhole, fehrt er mit de Hand zurück, als
hett en e Schmaßert geſtoche.
Ach awer naa, jetzt hab ich in de Eil mei
Raſier=
meſſer dehaam leije laſſe! —
Des war awer dem Herrn Briehinkel e bische
zu=
viel. Mit unſerer Freundſchaft is es aus, ſeegt er, un
hott ſich de Saafeſchaum widder obgebutzt; Sie kumme
mer in mei Haus net mehr, un in mei Geſicht gor net,
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 140
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Jmn 1910.
Seite 23₰
Reg Dich nur net uff, hot ſei Fraa zu em geſagt;
Du gefellſt mer doch. Vielleicht kannſt De Dich aach in
Jugendheim raſieren loſſe!
Jawohl, hott er geſagt, deß kennt mer grad ſo baſſe;
Jugenheim is e deier Plaſter, do loß ich mer liewer en
Vollbart ſteh.
Da, do ſchlegt’s ſchun Dreiviertel, in finf Minute
geht der Zug, jetzt kenne mer awer laafe.
Ach du liewer Gottche, hott die Fraa Briehinkelſen
gejammert, wie ſe ſo e Weil geloffe worn; ich glaab, de
Herzbennel platzt mer!
Es war awer nor de Schuhbennel, der ihr geplatzt
is, weil ſe druff gedrete hott, un batſchdig, do hott ſe
gelege. — Awer was erdregt e Mutter net, wann ſe ihr
Döchter unner de Haub bringe will. Nor weiter, daß
mer de Zug net verſäume, ſeegt ſe, den Ooſebennel
dhun mer in de Bahn verknibbele.
Wie ſe awer an die Bahn kumme ſin, richtig, da war
der Zug fort. Alſo mußte ſe warte uff de nechſte, un
der hate halb Stund Verſpätung. Wer konnts awer
unner dehne Umſtende des Briehinkels verdenke, wann
ſe ſtatt in Jugenheim in Darmſtadt gefriehſtickt hawe?
Setz ſich emal e annerer mit eme leere Mage
annert=
halb Stund in en Warteſaal.
Natierlich war aach dodorch de Raaſerutt iwwern
Haufe geworfe. An Hand der Markierungskart hot mer
deshalb de Dur um annerthalb Stund gekerzt un de
„Melibokes” hott dro glawwe miſſe — er is afach
ge=
ſtriche worn. In dem Moment is grad de Zug
eige=
fahrn; jetzt nix wie nei, daß mer wenigſtens noch en
Sitzplatz krickt.
Ja — Eſſig! Die Wäge worn ſchun vun Frankfort
aus ſo voll geſtobbt, daß mer froh ſei’ konnt, wann mer
iwwerhäupt noch mitgenumme is worn. E Glick
wor’s, daß ſich wenigſtens e Duriſt erbarmt hot und
hot de Fraa Briehinkel ſein Platz abgetrete. Schee
wor’s ja allerdings net, daß er ſich nachher uff ihrn
Schooß ſetze wollt, awer da hat er die Rechnung ohne
de Herr Briehinkel gemacht.
Ich verbitt mer die Beläſtigunge vun meine Fraa,
hott er mit Wirde geſogt.
Beläſtigunge, hott em der erwidert, liewer Mann,
dodezu ſuch ich mer e anner Objekt aus, awer ich maan,
a Ehr wär die anner wert!
Kallche, wo hoßte dann dein Ruckſack? hott uff
amal die Fraa Briehinkel ihr Söh’che gefrogt.
Ei, dehaam hott ich en noch!
Freilich, du Dabbes, ſeegt de Alte, den hoſt de im
Bahnhof liege loſſe.
Ach du Herrjeſſes Herein! hott die Briehinkelſen
gerufe. Die zwaa Serwelaadwerſcht un die Eier wern
ſchlecht bis heit Awend und der Radonekuche, den mer
uns for de Kaffee in Auerbach mitgenumm hawe,
ſpachert ganz aus.
Dreeſte ſe ſich, Fraache, hott der Sachſehäuſer
Ebbelweiduriſt gemaant, bis um zwelf Uhr is alles
ge=
friehſtickt un der ehrliche Finder werd ſich zum Aldenke
den Ruckſack eikrahme laſſe.
Aach deß noch — un es war ſogar e gelehnter! hott
die Fraa Briehinkel gejammert.
Helſt de de Schna . . „hott ere ihr Ehehälft mit eme
ſamfte Ribbeſtumber zugefliſtert, un zu dem
vor=
ſchnäbbige Duriſt ſeegt er: unſer Kuche, unſer
Serwe=
laadwerſcht un unſer Eier un unſer Ruckſäck gehe ihne
gar nix al. Verſtanne! —
Aach recht, gibt em der zurick, wann ich widder was
ſag, bin ich ruhig.
Unner derart a’genehme Unnerhaltunge is mer
endlich nooch Bickebach kumme. Wißt derr was, ſeegt
de Herr Briehinkel zu ſeine Sibbe, mir fahre net bis
nooch Jugenheim, des ſin blos e paar Minute zu geh
un zudem hab ich en mordsmeßige Hunger.
Alſo word in Bickebach des zweite Frihſtick
ei’ge=
numme. Nachdem mer ſich dann for den bevorſtehende
Marſch gehörig bräbariert hatt, is mer dann
los=
geſchowe.
Soll ich awer jetzt die Irrfahrte all beſchreiwe, die
die Familie Briehinkel iwwerwinde muß, da ſe ſich
ewe ſo wenig uff die alt Markierungskart wie uff em
alte Briehinkel ſei ganz alte Manewererinnerunge
verloße konnt.
Dodezu gehört die Fedder eines Homer.
Jeden=
falls ſoviel ſteht feſt, dem Odyſſeus ſeelig ſein beriehmte
Ausflug wor dodegege en Schbaziergang. Kreiz un
quwer, uff un ab ſind ſe geſtolwert un der Herr
Brie=
hinkel is mehr wie uff ſei Koſte kumme, dann er hott
uff Grund ſeiner mangelhaften Ortskenntnis un
unner zu Hilfnahme der ausgezeichnet ungiltigen
Markierungskart ſeine Familch net nor die Bergſtroß,
ſundern aach e große Stebbel Odewald gezeigt. Da
Awend um ſechs Uhr hawe ſe an de „Neu Ausſichte” uff
die Ausſichte gepiffe un hawe das letztemal gefriehſtickt.
Die arme Mädercher ware ſo verſchwitzt und die ſcheene
Naturlocke hawen in aanslinge Strehne um die
Köbb=
cher gehonke. Ganz zu ſchweige vun de Fraa
Brie=
hinkel, die hat ausgeſehe wie aus de Bach gezoge.
Im Stille hott ſe ſich geſchworn, daß ſe uff die Ort
un Weiſ’ net mehr verſucht, ihr Döchter an de Mann
zu bringe, liewer leßt ſe ſe haamlich in die Zeitung
ricke. Un wanns Gedankeiwwertragunge gibt, ſo hott
in dem Moment die Fraa Briehinkel ihrn Mann „
be=
ei’flußt”, dann der hott daſelwe gedacht, nor es bische
draſtiſcher: Liewer uff Abbruch verſteigert!
Mied, verſtimmt, verſtaabt un verſchwitzt ſin ſe
endlich de Awend um acht Uhr noch Auerbach kumme,
nach dem ſe des Ferſtenlagers keines Blickes
gewer=
digt hawe.
Ich peif uf e Ferſtenlager, wann mer ſich net
druff lege kann! hott de Herr Briehinkel gebrummt.
In dem Hotel, in dem der Verein ſei
Stiftungs=
feſt abhalte wollt, war kaum noch e Plätzche zu krieje
un mit Mieh hot en der Kellner noch e Diſchje in e
Eckelche gerickt, des kaum Raum für drei Perſone
ge=
botte hott un des Briehinkel warn immer noch zu acht.
Kellner, bringe ſe uns e Flaſch Auerbacher Rott
un drei Flaſchjer Waſſer! — Nachdem mehr ſich dann
orndlich de Dorſch gelöſcht hatt, hott ſich de Herr
Brie=
hinkel erkundigt, ob er noch Mitdageſſe hawe kennt.
Sofort! hott der Kellner geſagt un wie de Blitz
war er verſchwunne. Ganz verduzt hott em die Fa=
milie Briehinkel noochgeguckt. Ei, der waaß jo noch
gornet, was mer eſſe wolle! hott der alt Briehinkel
geſagt.
Eh’ ſe ſich nor vun ihrm Staune erholt hatte, hott
en der Kellner de Beſcheid gebracht, daß es noch
„Diner” geb, pro Perſon zwaa Mak un Fuffzig.
Meintwege, da bringe ſe vier mal, hott de Herr
Briehinkel nowelich geſogt, wobei er im Stille
aus=
gerechnet hott, daß ſe da zu acht dra genug hette.
Ich muß Sie darauf aufmerkſam machen, ſeegt do
der Kellner, daß, wenn Erwachſene miteſſen, pro
Ge=
deck zwei Mark fünfzig in Anrechnung kommt und für
Kinder eine Mark fünfzig.
Sie bringe mer, wos ich beſtell, wer aus meim
Deller ißt, geht Ihne gornix a!
Es tut mir leid, ſeegt der Kellner, ich muß mich an
die Hotelbeſtimmungen halten.
Was wollt er mache, de Herr Briehinkel, in knabbs
ere halwe Stund hott er zwanzig Mak for Mitdageſſe
am Baa, ohne die drei Flaſche Auerbacher Rott, die er
in Gedanke vor lauter Rooches ganz allaa gedruncke
hott. Dodefor war er auch ſatt bis zum uffſtoße un
en klaane Spitz hatt er aach. Die Fraa Briehinkel hott
ſich dann emol ſo hinnerum nooch dem Verein
erkun=
digt un do mußt ſe heern, daß des Stiftungsfeſt uff de
nechſte Sunndag verlegt wär worn.
Deß hott nu’ dem ganze Aerjer die Kron uffgeſetzt.
Alſo worn de ganze Unkoſte und die Strabbazze for die
Gens, hott ſe entdeicht geſogt.
Maderlich! ſeegt der Herr Briehinkel mit eme
omi=
neſe Seiteblick uff ſei Döchter.
Iwwer die Haamfahrt decke mer den Schleier
chriſtlicher Nächſtenliewe, dann wer jemals mit em
letzte Zug aus de Bergſtroß haamgefahrn is, kennt die
Anehmlichkeite, die damit verbunne ſin. Der bekannte
Dichder Dante hott jedenfalls ſo e Fahrt noch net
mit=
gemacht, ſunſt hett er ſe ſicher in ſeim „Inferno”
feſt=
gehalte.
Aans derfe mer awer net unerwehnt loſſe. Uf
em Auerbacher Bahnhof hott de Herr Briehinkel mit
ſtoiſcher Ruhe ſeiner Sibbe erklert, es ſollt em net ſo
geh wie am Morjend, er hett richtig bezahlt un wollt
gach richtig befördert werrn. Da awer der Zug ſchun
abgepiffe hatt, is er im letzte Moment noch in e
unbe=
leicht Kubbee erſter Klaß redderiert. Da ſind ſe, wann
gach ohne Beleichtung, ſehr bequwem haamgegondelt,
awer in Ewerſcht hott ſe e Schaffner unſamft aus em
Duſel gerittelt, un was war das End vum Lied?
Zwaa Dag de nach ſin em acht Strofzettel
bräſſen=
diert worn wegen Benutzung eines unbeleichteten
Kubbes erſter Klaß mit vierter Klaß Billetter. Un
wos werd erſt die Straf macha, die er wege „
Beamte=
beleidigung” vun dem Schaffner zu gewerdige hatt? —
Wann deß iwwerhaupt nor noch mit Geld abzuweſche
is!
Und da gibt’s noch Leit, die ſo Durn zum Vergniege
mache! — Naa, de Herr Briehinkel hat ſich en Eid druff
gelegt: Wann er widder e Dur macht, bleibt er
de=
haam!
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Emanuel Fuld.
Seite24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910.
Nummer 140.
I
1 2s 20 1. . 1. . 2
26
umungs
Um meine großen Lagervorräte zu verkleinern, habe ich alle Waren bedeutend im Preise reduziert; außerdem hatte ich Gelegenheit, bei meiner
letzten Einkaufsreise große Posten Konfektion als: Batist- und Stickereiblusen, wollene und seidene Kleider, Jackenkleider und Kostümröcke etc.
ganz bedeutend unter dem regulären Wert einzukaufen, Ich werde diese Posten mit den vorhandenen Waren, ohne Rücksicht auf den
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[ ← ][ ][ → ] 3. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
2
„ 140.
Samstag, 18. Jnni.
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Juni 1910
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Donnerwetter! — Die Schäden des Unwetters. — O
dieſe Hitze! — Unangenehme Folgen. — Vom Sport.
— An der Spree. — Die Grünauer Kaiſer=Regatta. —
Im Grunewald. — Das Große Armee=Jagdrennen. —
Allerhand Beſucher. — Tipps und Gewinne.
Donnerwetter! Das Wort wendet der
Ber=
liner ſehr gern bei allen paſſenden und unpaſſenden
— meiſt bei letzteren — Gelegenheiten an. Als ein
Dachdecker mal einen unfreiwilligen Rutſch in die
Tiefe unternahm, von dem er ziemlich unverletzt
da=
vonkam, antwortete er auf die Frage, ob und was er
bei dem Sturz gedacht: „Mein erſter Gedanke war:
Donnerwetter!” In jüngſter Zeit hatten wir
begrün=
dete Gelegenheit zu dieſem beliebten Ausruf, denn
Gewitter von wahrhaft tragiſcher Wucht und
Schwere raſten faſt täglich über Berlin hinweg und
hernieder und richteten mit Feuers= und Waſſernot
er=
heblichen Schaden an; mancherlei Menſchenleben
gin=
gen jäh zugrunde, wie am letzten Sonntag, an dem ſo
furchtbar das Feiertagsvergnügen vieler Ausflügler
geſtört ward, in deren Scharen der Blitz Tod und
Ver=
nichtung anrichtete. Auch aus verſchiedenen Gegenden
unſeres Vaterlandes, vor allem dem Ahrtale und der
Eifel, laufen ja die betrübendſten Nachrichten ein von
gewaltigen Unwettern, welche die ſchrecklichſten
Ver=
heerungen zur Folge gehabt und ſchnelle ſtaatliche wie
private Hilfe erheiſchen dürften.
Die ſo lange anhaltende drückende Hitze hat
üb=
rigens für Berlin und einzelne ſeiner Vororte auch
noch andere ſehr unangenehme Begleiterſcheinungen
gezeitigt. In Charlottenburg und an anderen Stellen
trat empfindlicher Waſſermangel ein, der nur langſam
behoben ward, und immer lauter werden die Klagen
über ungenügende Eisverſorgung bei ſtets
zunehmen=
den Preiſen. Und dabei verſagte gerade während der
ſchwülſten Tage die Eismaſchinenanlage auf dem
Städtiſchen Schlachthofe und ſetzte die Kühlanlagen
des=
ſelben außer Betrieb, wodurch den Schlächtereien die
erheblichſten Verluſte entſtanden. Natürlich trägt den
Schaden das liebe Publikum, das ja geduldig alles auf
ſich nehmen muß, wenn auch mit Murren und Knurren.
Fragt nur mal bei unſeren Hausfrauen an, die
wer=
den Euch ſchon einweihen in ihre Sorgen, daß alles ſo
zunerſchwinglich” teuer geworden und daß unbedingt
.das Wirtſchaftsgeld erhöht werden muß!
Ja, jetzt kommen wieder jene Wochen, von denen
man ſagt, ſie gefallen uns nicht! Wer’s kann, entflieht
ihnen und ſchaut ſich die Welt außerhalb des Berliner
Häuſermeeres an. Vorher gab’s aber noch zwei große
ſportliche Ereigniſſe, die vor dem Auseinanderfluten
alles vereinigten, was Intereſſe für das blaue Waſſer
und den grünen Raſen hegt oder dabei ſein muß, wenn
etwas Beſonderes los iſt. Letzteres wurde ſchon durch
die Anweſenheit des Kaiſerpaares ausgeprägt, das dem
Großen Armee=Jagd=Rennen wie der
Grünauer Ruderregatta beiwohnte.
Gar frohgemut und abwechslungsvoll ging’s bei
beiden Gelegenheiten zu, die trotz einer gewiſſen
Vor=
nehmheit doch auch von volkstümlich=feſtlichem Cha=
rakter ſind, beide diesmal vom Wetter ſehr begünſtigt.
Einen wundervollen Anblick bot wiederum am letzten
Sonntag die Spree dart: hoch oben blauer Himmel,
von dem goldener Sonnenſchein herniederſtrahlt, hier
die bewaldeten Ufer, dort die plätſchernden Wellen des
Stromes, der froh belebt iſt von menſchenüberfüllten
Dampfern, von buntbewimpelten Seglern, von
Ruder=
booten aller Art, die die weißleuchtende Kaiſerjacht
„Alexandria” mit der weithin ſichtbaren Purpurflagge
umſchwirren. Und durch dies Gewirr ſchießen
blitz=
ſchnell die ſchlanken, ſpitzförmigen Vier= und
Achtrie=
mer mit ihrer leicht koſtümierten Bemannung, denn
das Zeichen zum Sammeln am Start iſt ſoeben
gege=
ben worden. Ganz fern ſieht man in einer Linie die
Kette der zur Wettfahrt erſchienenen Boote, die nur
an den verſchiedenfarbigen Trachten der Ruderer zu
unterſcheiden ſind, — jetzt ein Signal, und die Reihe
der Vierer ſetzt ſich in Bewegung, über das Waſſer faſt
fliegend, daß Schaum und Wellen hoch aufſpritzen.
Fieberhaft verfolgen die dichtgedrängten
Zuſchauer=
maſſen den Kampf: Stettin iſt vor, nun Magdeburg,
dann Hamburg, o weh, Berlin bleibt im Hintertreffen,
aber plötzlich holen die Berliner aus, die Armmuskeln
der Ruderer ſcheinen zu zerſpringen und die langen
Riemen zu zerſplittern, raſend ſchnell durchſchneidet das
Boot die Flut, jetzt hat es Stettin überholt, dann
Magdeburg und Leipzig, aber Mainz iſt noch vorauf
und dem Ziele gleich nahe; eine kurze, bange, ſchwüle
Pauſe tritt ein, eine Stille wie vor dem Sturm, alle
Augen, alle Gläſer ſind auf die beiden Boote gerichtet,
und nun: „Mainz! Mainz! Mainz!” geht es immer
lauter und dröhnender durch die Reihen, glatt flog
das Mainzer Boot durch das Ziel, zum zweiten Male
den Berliner „Hellas” beſiegend und den Kaiſer
Fried=
rich=Pokal gewinnend. Dafür ſiegte Berlin beim
Wan=
derpreis der Akademiſchen und beim Verbands=Achter
während Stettin, Hannover und HHamburg ihre Preiſe
holten.
Einer noch größeren Anhängerſchaft erfreut ſich in
Berlin der Rennſport, für den bekanntlich eine
prächtige neue Bahn im Grunewald geſchaffen
worden. Eine wahre Völkerwanderung ergoß ſich
dort=
hin gelegentlich des oben erwähnten Armee=
Jagdren=
nens, nach vielen Tauſenden zählten die Beſucher, für
deren Beförderung zahlloſe Extrazüge der Stadt=,
wie Untergrundbahn ſorgten. Ein buntfarbig=
maleri=
ſcher Anblick iſt es dann ſtets, von einem der
Tribünen=
plätze das von den dunklen Waldlinien umrahmte weite
Feld zu überſchauen. Wohin man ſieht, heitere
Men=
ſchenſcharen, vergnügte Gruppen, hier das Opernglas
prüfend und putzend, da das Rennprogramm
aufmerk=
ſam ſtudierend, dort ſich ſchnell noch an einem der
Büſetts ſtärkend, Viele nach der Uhr ſchauend mit der
ſtillen Frage, ob nicht bald das Rennen beginne. Durch
eine leichte Erregung der Ungeduld, des Erwartens,
all’ die Tauſende aber, die hier verſammelt ſind, ſcheint
der Ungewißheit, oft auch der Unſicherheit zu gehen
ein Geſprächsthema faſt überall, das der
bevorſtehen=
den Rennen, mit hunderterlei Meinungen darüber,
mit den tollſten Anſichten und Ausſprüchen, den
merk=
würdigſten Ratſchlägen und Vermutungen, ganz
be=
ſonders auf dem letzten Platze, der die überwiegende
Mehrzahl von Beſuchern zählt.
Hier iſt das eigentliche Berlinertum vertreten mit
einer Fülle von Witz und Spott, Ironie und Hohn,
hier kann man das echteſte „Berliniſch” hören mit
launigen Fragen und ſchlagfertigen Antworten. Die
zunteren” Volkskreiſe ſind zumeiſt hier zu finden,
Handwerker, kleine Beamte und Kaufleute,
Kontor=
diener, Feldwebel und Unteroffiziere, ſie ſind häufig
mit Frau und Kindern hier herausgepilgert und haben
die innigſte Freude an dem freien Nachmittage, ſie
fühlen ſich hier unendlich behaglich, denn hier gibt’s
immer etwas zu hören und zu ſehen, hier kann man
ſein Bier, auf dem Raſen gelagert, trinken und kann
nach Herzensluſt „klug ſchnappen” und ſchließlich
noch=
ein paar Nickel oder gar Mark, wenn einem das Glück
hold iſt, gewinnen. Denn die Mehrzahl dieſer
Be=
ſucher bildet ſich viel auf ihre „Pferdewiſſenſchaft” ein,
ſie führen oft Geſpräche daß die unbeteiligten
Um=
ſtehenden glauben müſſen, ſie wären von Jugend auf
Sportsmänner in des Wortes vollſter Bedeutung, ſie
wetten untereinander auf dies und jenes Pferd, auf
dieſen und jenen Reiter, und „Mutter” blickt mit Stolz
auf ihren Karl, wenn er Recht behalten hat und „
Blü=
cher” als Erſter durch’s Ziel geht. Karl aber ſagt
ſelbſt=
bewußt: „Na, Olle, det kannſt Du Dir doch jleich
ab=
klavieren, det der „Blücher” gewinnt — immer druff,
wie der olle Marſchall dunnemals, und denn, Du weeßt
doch, ick ſtand früher bei de Blücher=Huſaren” und er
reckt ſich dabei und ſtreicht ſich den Schnurrbart, als
ob ihn noch die Attila ziere und der Czako ſein Haupt
bedecke.
Einen anderen Teil unter den Beſuchern bilden
beſtimmte jüngere Elemente, richtige Großſtadttypen,
allen möglichen, gelegentlich unmöglichen Berufsklaſſen
angehörig, ihr einzigſtes Intereſſe der Rennſport
bil=
dend. Sie ſind denn auch bei jedem Rennen zu
fin=
den, kennen jeden Reiter und jedes Pferd dem Namen
nach, werfen mit Sportbezeichnungen um ſich, ſind
glücklich, wenn ſie jemand um irgend eine Auskunft
befragt, machen ſich mit wichtiger Miene Notizen in
ihren Taſchenbüchern, leſen immer von neuem die
Sportzeitungen, kurz, ſpielen ſich in jeder Weiſe als
die Gentlemen des letzten Platzes auf. Sie ſind
zu=
weilen ſehr unternehmungsluſtig, indem ſie einen
Ge=
fährten „auf gemeinſame Koſten” nach dem Sattelplatz
ſenden, wo dieſer für ſie beim Totaliſator wetten muß;
haben ſie weniger Zutrauen und Geld, ſo wagen ſie
einen Einſatz bei den ſich unter das Publikum des
billigſten Platzes miſchenden Buchmachern —
unheim=
ichen Geſtalten mit lauernden Blicken und
ſchleichen=
den Bewegungen, die raſch in der Menge
verſchwin=
den, wenn ein Gendarm oder ein Geheimpoliziſt, den
ſie faſt immer von früheren Berührungen her kennen,
naht, die ſofort aber wieder auftauchen, wenn jener
nicht mehr in Sehweite iſt, und dann
unternehmungs=
luſtig mit dem loſen Gelde in den Hoſentaſchen
klap=
ern, als Zeichen, daß ſie noch gerne Wetten „unter der
Hand” annehmen wollen, den danach Begehrenden
zu=
flüſternd, daß ſie „totſichere‟ Tipps hätten. Wer
üb=
rigens diesmal eine „Ahnung” gehabt, konnte einen
guten Gewinn einſtreichen, gab doch der Totaliſator
einmal auf zehn Emmchen 240 und das andere mal
ſogar über 500 heraus. Da lohnt ſchon ſo’n
Vergnü=
gen und ſo’n freier Nachmittag im Grunewald! „
Don=
terwetter” ſagt Schlächtermeiſter Kulicke, „hätt’ ich doch
davon ne Neeſe jehabt, Donnerwetter! Na, ’s nächſte
mal bin ick ſchlauer!“
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