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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden,
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
131.
Mittwoch, den 8. Juni.
1910.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Rücktritt Dernburgs.
*⁎* Die Nachricht, der Chef des Reichskolonialamts,
Staatsſekretär Dernburg, habe ſein Abſchiedsgeſuch
eingereicht, dürfte überall Aufſehen erregt haben, um ſo
mehr als beſtimmt verlautet, der Staatsſekretär werde
keine amtliche Stellung wieder einnehmen. Man hätte
alles andere vermutet, als ein ſo baldiges Aufhören der
Tätigkeit Dernburgs im Reichsdienſte, und wenn man
wirklich hie und da die Möglichkeit in Betracht zog, er
könne über kurz oder lang ſeinen Poſten als
Kolonial=
ſtaatsſekretär aufgeben, ſo hielt man es doch für feſtſtehend,
daß ihm dann ein anderes hohes Amt in Preußen oder
im Reich übertragen werden würde, und es iſt noch in
friſcher Erinnerung, wie Herr Dernburg ſchon im vorigen
Sommer bei dem großen Revirement als Nachfolger
Sydows im Reichsſchatzamt genannt wurde.
Wie die Meldung von ſeiner Demiſſion, ſo hatte auch
die Bekanntgabe ſeiner Berufung zum Leiter der
Kolonial=
abteilung an Stelle des Erbprinzen von Hohenlohe im
September 1906 große Ueberraſchung hervorgerufen. Und
doch brachte die öffentliche Meinung Herrn Dernburg von
Beginn an nahezu unbegrenztes Vertrauen entgegen,
trotz=
dem man von ihm nur wußte, daß er einen hervorragenden
Platz als Direktor der Darmſtädter Bank einnahm und ein
großes organiſatoriſches Talent an den Tag gelegt hatte.
Aber damals hatte unſere Kolonialverwaltung ſo völlig
abgewirtſchaftet, Militarismus und Aſſeſſorismus hatten
in den Kolonien ein ſolches Fiasko erlitten, daß man
er=
leichtert aufatmete, als die Berufung Dernburgs die
Ge=
wißheit brachte, es ſei der Anfang mit einer
Syſtemände=
rung in den Kolonien gemacht worden und der „
Kauf=
mann” ſolle dort mehr als bisher zur Geltung kommen.
In der Tat war für den Fürſten Bülow, der Dernburg
vorſchlug, bei dieſer Wahl entſcheidend geweſen, daß
zu=
nächſt eine Perſon auf den Poſten als Leiter der
Kolonial=
verwaltung gebracht werde, die geeignet ſei, in
kaufmänni=
ſcher und rechneriſcher Hinſicht Ordnung zu ſchaffen. Und
in dieſer Beziehung hatte Fürſt Bülow mit der Berufung
Dernburgs eine gute Hand gehabt, denn in der
Verwal=
tung der Kolonien herrſcht heute ein ganz anderer Geiſt,
und wenn auch die dreijährige Arbeit eines Mannes von
noch ſo hoher Begabung und Schaffenskraft natürlich nicht
ausreichte, um die ſchwierige Aufgabe, die ihm geſtellt
worden war, ganz zu löſen, ſo hat er ſie doch ihrer
glück=
lichen Löſung erheblich näher gebracht.
Wir wollen heute davon abſehen, auf die Wirkſamkeit
Dernburgs in ſeinem Amte näher einzugehen, denn in dem
Augenblick, da wir dieſes ſchreiben, liegt die offizielle
Be=
ſtätigung ſeines Rücktritts noch gar nicht vor, obgleich ſie
in unterrichteten Kreiſen als ſicher erwartet wird. Dagegen
möchten wir uns mit den Gründen beſchäftigen, die
Dern=
burg zu ſeinem Entſchluſſe veranlaßt haben können. Daß
er vor 3½ Jahren ein großes Opfer brachte, als er eine
hochdotierte, nahezu unabhängige Stelle aufgab, um ſich
für ein verhältnismäßig niedriges Gehalt den Plackereien
zu unterwerfen, die ſein Amt im Reichsdienſte mit ſich
bringen würden, muß anerkannt werden. Er konnte ſich
nicht im Unklaren darüber befinden, daß er als Mann, der
kein Examen abgelegt hatte, viel paſſiven Widerſtand
er=
fahren würde — oben und unten. Die Exzellenzen, die
Geheimen und die Obergeheimen Räte, die Stufen des
Staatsdienſtes nach der üblichen Zahl abgelegter Examen
erklommen hatten, ſahen den neuen Mann, der noch nicht
einmal das Abiturium gemacht hatte und ſomit nach
An=
ſicht des preußiſchen Abgeordnetenhauſes gar nicht den
„Kulturträgern” hätte zugezählt werden dürfen, wohl
kaum für voll an, und es mag Herrn Dernburg manchen
Kampf gekoſtet haben, ehe er feſt im Sattel ſaß. So lange
Fürſt Bülow Reichskanzler war und während des
Regie=
rens der Blockparteien empfand Dernburg, der außer den
anderen eben genannten Mängeln noch den hatte, kein
waſchechter konſervativer Mann zu ſein, ſondern im
Grunde ſeines Herzens wohl liberalen Regungen huldigte,
die Bürde ſeines Amtes weniger. Mit dem Wiedereinzuge
einer neuen parlamentariſchen Mehrheit nach der
Reichs=
finanzreform in Reich und Preußen mag es dem
Staats=
ſekretär ziemlich unheimlich geworden ſein, und vielleicht
hat er auch nicht mehr das frühere Verſtändnis und
Wohl=
wollen für ſeine Pläne gefunden. Wir erinnern an das
Verhalten der Lüderitzbuchter im Januar d. J. und an
die Rolle, welche dabei der Gouverneur Schuckmann ſpielte.
Was ſonſt noch hinter den Kuliſſen vorgegangen iſt und
Herrn Dernburg zur Demiſſion gezwungen hat, entzieht ſich
natürlich vorläufig der Kenntnis der Oeffentlichkeit. Wir
ſind geſpannt, wie die Kriſe im Reichskolonialamte gelöſt
werden wird — die nächſten Stunden müſſen ja ſchon
Ge=
wißheit bringen.
Kardinal Kopp zu Vorſtellungen in Rom veranlaßt. Wie
man ſieht, hat dieſer Schritt nichts gefruchtet.
Das Zentrum wird eine kurze Erklärung im
Abgeordnetenhauſe abgeben, worin es die Zuſtändigkeit
desſelben zur Beurteilung einer innerkirchlichen
Angelegen=
heit beſtreitet.
Die Blätter melden aus Berlin: Obgleich über das
Abſchiedsgeſuch Dernburgs noch nichts
entſchie=
den iſt, was angeblich erſt nach dem Schluß des preußiſchen
Landtages zu erwarten ſteht, wird als ſein Nachfolger der
Unterſtaatsſekretär im Reichskolonialamt v. Lindequiſt
genannt. Friedrich v. Lindequiſt iſt 1862 geboren. 1892
wurde er als Regierungsaſſeſſor in der Kolonialabteilung
des Auswärtigen Amtes beſchäftigt, 1894 wurde er
rechts=
kundiger Hilfsarbeiter beim Landeshauptmann in
Wind=
huk und 1896 deſſen Stellvertreter. 1900 betraute man ihn
auftragsweiſe mit dem Generalkonſulat in Kapſtadt, 1902
wurde er endgültig Generalkonſul daſelbſt. 1905 wurde
Lindequiſt zum Gouverneur von Südweſtafrika und 1907
zum Unterſtaatsſekretär im Reichskolonialamt ernannt.
Im Zuſammenhang mit dem Perſonenwechſel an
lei=
tender Stelle wird vermutlich auch das Abſchiedsgeſuch des
Gouverneurs v. Schuckmann endlich erledigt werden,
der ſeit vielen Wochen beurlaubt iſt. Ob das Geſuch
ge=
nehmigt wird oder ob Herr v. Schuckmann, der aus der
Unverträglichkeit ſeiner Anſchauungen mit denjenigen
Dernburgs keinen Hehl machte, unter den veränderten
Um=
ſtänden zur Rückkehr nach Südweſtafrika zu bewegen ſein
wird, dürfte ſich nunmehr bald zeigen.
Die Borromäus=Enzyklika und die preußiſche
Regierung.
* Die Interpellationen wegen der
Borro=
mäus=Enzyklika ſollen am Donnerstag oder am
Samstag dieſer Woche im preußiſchen
Abgeord=
netenhauſe beſprochen werden. Die Interpellation der
freikonſervativen Partei lautet: „In der
päpſt=
lichen Enzyklika vom 26. Mai 1910 ſind unerhörte
Be=
ſchimpfungen der Reformation, der Reformatoren und der
evangeliſchen Kirche enthalten. Iſt es der Königlichen
Re=
gierung bekannt, daß ein Teil der katholiſchen Preſſe
Preu=
ßens dieſe Enzyklika im Wortlaut abgedruckt hat, und daß
ſie zweifellos beſtimmt iſt, allen Katholiken bekannt zu
werden? Was gedenkt die Königliche Regierung zu tun,
um dieſem öffentlichen Aergernis zu ſteuern und um für
die Zukunft derartigen Störungen des konfeſſionellen
Frie=
dens innerhalb der preußiſchen Machtgrenzen
vorzu=
beugen?‟ Die „Freikonſervative Korreſpondenz” ſchreibt
zu dieſer Interpellation parteioffiziös: Die freikonſervative
Fraktion hat ſich entſchloſſen, dem Vorgange der
Konſer=
pativen und Nationalliberalen zu folgen, um auch innerlich
völlig klarzuſtellen, daß es ſich bei der Stellungnahme
gegenüber der Enzyklika nicht um eine Parteiangelegenheit,
ſondern um die gemeinſame Sache der geſamten
evange=
liſchen Bevölkerung Preußens handle. Dazu kommt, daß
ſowohl die konſervative wie die nationalliberale
Inter=
pellation einſeitig die Störung des konfeſſionellen Friedens
erwähnt, dagegen das durch die veröffentlichte Enzyklika
in deutſchen Blättern hervorgerufene Aergernis unbeachtet
läßt.
Die Beantwortung der Interpellationen wird,
wie verlautet, der Miniſterpräſident ſelbſt
überneh=
men. Wie weiter mitgeteilt wird, hat der Kaiſer
aus=
drücklich eine Unterredung mit dem Miniſterpräſidenten
über die Enzyklika=Interpellationen gewünſcht; auch ſind
Schritte eingeleitet worden, um mit der preußiſchen
Ge=
ſandtſchaft am Vatikan Fühlung zu nehmen, anſcheinend
um eine Meinungsäußerung des Vatikans herbeizuführen.
Den „Münch. Neueſt. Nachr.” wird aus Berlin hierzu
ge=
ſchrieben:
Die Antwort auf die Anfragen der Konſervativen und
Nationalliberalen im Abgeordnetenhauſe wegen der
Bor=
romäus=Enzyklika des Papſtes wird der Regierung, wie ſie
nun einmal iſt, nicht leicht fallen. Vermutlich wird ſie ſich
bemühen, dem politiſchen Charakter des Vorgangs die
Spitze abzubrechen und dem Streit der Konfeſſionen
aus=
zuweichen. An eine Abberufung des preußiſchen Geſandten
beim Vatikan wird ſchwerlich gedacht. Möglich iſt dagegen
die Ankündigung einer Proteſtnote. Schon früher
einmal, bei der Caniſius=Enzyklika Leos XIII., die
ähn=
liche, jedoch weitaus nicht ſo ſcharfe Angriffe gegen die
Reformation und die Evangeliſchen enthielt, hat die
preu=
ßiſche Regierung bei der Kurie Proteſt eingelegt und den
Deutſches Reich.
— Die Kommiſſion des Reichstags für
die Reichsverſicherungsordnung beſchäftigte
ſich mit den Beſtimmungen der Vorlage über die
Zuſam=
menſetzung und die Aufgaben der Oberverſicherungsämter
und des Reichsverſicherungsamtes. Bisher beſtand der
Große Senat des Reichsverſicherungsamtes aus elf
Mit=
gliedern, die Vorlage ſieht ſieben Mitglieder vor. Der
Senat ſoll beſtehen aus dem Präſidenten oder ſeinem
Stell=
vertreter, zwei vom Bundesrat gewählten Mitgliedern,
einem ſtändigen Mitglied, einem richterlichen Beamten,
einem Arbeitgeber und einem Verſicherten. Beſchloſſen
wurde, den Großen Senat mit neun Mitgliedern zu
be=
ſetzen; es kommen zwei Arbeitgeber und zwei Verſicherte
hinein. Nach § 118 ſoll jeder Bundesſtaat für ſein Gebiet
und auf ſeine Koſten ein Landesverſicherungsamt errichten
können, welches, ſoweit nichts anderes vorgeſchrieben iſt,
für dieſes Gebiet an die Stelle des
Reichsverſicherungs=
amtes tritt. Ein Zentrumsantrag will die Errichtung nur
zulaſſen für Bundesſtaaten, die mindeſtens drei
Oberver=
ſicherungsämter eingerichtet haben. Der Zentrumsantrag
wurde mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen, der ganze
§ 118 dann aber gegen 10 Stimmen abgelehnt. Die
Lan=
desverſicherungsämter ſind damit gefallen.
— Im Wahlkreiſe Jauer=Bolkenhain=
Landeshut haben im Gegenſatz zur Zentrumspartei,
die ihren Wählern Wahlenthaltung empfiehlt, die
Kon=
ſervativen beſchloſſen, bei der Stichwahl für
Ober=
bürgermeiſter Büchtemann, den Kandidaten der
Fortſchritt=
lichen Volkspartei, einzutreten; auch der Reichsverband
zur Bekämpfung der Sozialdemokratie hat einen
entſpre=
chenden Aufruf erlaſſen.
— Nachdem in dem Geſetzentwurf, betreffend die
Ein=
führung von Schiffahrtsabgaben, die neuen
For=
mulierungen vorgenommen worden ſind, iſt die neue
Vor=
lage nunmehr dem Bundesrat zugegangen. Deſſen
Ausſchüſſe dürften Mitte dieſes Monats ihre Beratungen
beginnen, und bald darauf wird der Bundesrat ſelbſt den
Geſetzentwurf verabſchieden, der dann im Herbſt dem
Reichstage ſofort nach deſſen Wiederzuſammentritt zugehen
wird.
— Die am Montag fällige Abſtimmung der
Ge=
werkſchaften und des Arbeitgeberbundes über die von der
unparteiiſchen Kommiſſion unter dem Vorſitz des Geh.
Regierungsrates Wiedfeldt vom Reichsamt des Innern
gemachten Vorſchläge zur Einigung im
Bauge=
wexbe ergab eine Annahme der Vorſchläge. Der
Be=
ſchluß der Gewerkſchaften erfolgte gegen eine
verſchwin=
dend kleine Minorität. Nunmehr beginnen die örtlichen
Verhandlungen, die kommenden Sonntag abend beendet
ſein müſſen.
— Nach telegraphiſchem Bericht des Gouverneurs von
Kamerun iſt Kaufmann Bretſchneider mit
ſieb=
zehn Trägern bei Sef an der Straße Jaunde-Dume von
den Makkas, einem von der Kultur faſt noch gänzlich
un=
berührt gebliebenen Kannibalenſtamm ermordet
wor=
den. Der ſtellvertretende Sektionschef von Dume,
Haupt=
mann Marſchner, iſt dorthin abgerückt und hat bereits
ſieben Makkahäuptlinge, darunter die von Gelemenduka
und Okang, in ſeiner Gewalt. Der Gouverneur beauftragte
den kürzlich ins Schutzgebiet zurückgekehrten Major
Do=
minik mit der Durchführung der weiteren Maßnahmen.
Ausland.
— Im franzöſiſchen Miniſterrate wurde der Wortlaut
der miniſteriellen Erklärung vereinbart, welche
am Donnerstag in der Kammer verleſen werden wird. Die
Erklärung wird ſich eingehend mit den von der Regierung
geplanten Reformen beſchäftigen. Eine Interpellation
über die allgemeine Politik wird hierauf an den
Kabinettschef gerichtet werden. Die Beratung über dieſe
Interpellation wird eine ſehr eingehende ſein. Vertreter
aller politiſchen Parteien haben ſich bereits entſchloſſen,
an der Debatte teilzunehmen. Der Abgeordnete Klotz,
wel=
cher früher dem Ausſchuß des Zollweſens präſidierte, wird
ebenfalls das Wort ergreifen. Klotz iſt in der Kammer
be=
kannt als großer Kenner des Budgets. Seine parlamen=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910.
Nummer 131.
tariſche Arbeitsmethode wird von ſeinen Freunden und
Gegnern anerkannt.
— Beim König Georg von England hatten Asquith
und der Kolonialminiſter Crewe am Montag Audienz.
Die „Daily News”, das Organ des Miniſteriums,
be=
merkt hierzu, es ſei die erſte Audienz Asquiths bei dem
neuen König, der man offenbar eine politiſche Bedeutung
zuſchreiben dürfe. Eine bedeutſame politiſche Entwicklung
ſei jetzt möglich und die Regierung ſchicke ſich an, den
Führer der Konſervativen zu einer Konferenz über die
Beilegung der konſtitutionellen Kriſis
einzuladen.
— Da das Kriegführen viel Geld koſtet, iſt Spanien,
deſſen Finanzen eigentlich niemals beſonders glänzend
be=
ſtellt waren, durch ſeine militäriſchen Operationen in
Ma=
rokko in eine äußerſt kritiſche Finanzlage geraten. Um
hier einigermaßen Abhilfe zu ſchaffen, ſoll die
Steuer=
ſchraube ſo feſt wie möglich angezogen werden, und ſpricht
man von einer erhöhten Einkommenſteuer der Geiſtlichen,
ſowie von einer Erhöhung der Steuer für Kapital und
Grundbeſitz. Außerdem ſollen für 80 Millionen Peſetas
neue Staatsſchuldſcheine ausgegeben werden und
ſchließ=
lich im Oktober ds. Js. der Plan zu einer
außerordent=
lichen Anleihe von 1500 Millionen Peſetas dem
Parla=
mente vorgelegt werden.
Eine republikaniſche
Proteſtverſamm=
lung auf den Zentral=Tennisplätzen in Madrid vereinigte
nach langer Zeit zum erſten Male wieder die Anhänger
der republikaniſchen Linken und der republikaniſchen
Rech=
ten. Beide Parteirichtungen hatten ſich geeinigt,
zuſam=
men die Proteſtverſammlung einzuberufen. Die Rede
Al=
varez’, des Führers der republikaniſchen Rechten, wurde
mit großem Ernſt und lautem Beifall aufgenommen. Auf
den Ideen des Republikanismus fußend, erklärte er, ſein
Zuſammengehen mit der monarchiſtiſchen Rechten als
ei=
nen großen Fehler erkannt zu haben. Eine wirkliche
li=
berale Regierung iſt ſeiner Anſicht nach in Spanien ſo
lange nicht möglich, als die Kurie ihre ſchwer laſtende
Hand auf der Iberiſchen Halbinſel ruhen hat. Nur eine
Republik könne wirkliche Freiheit bringen. Alvarez ſchlug
die Bildung zweier großer republikaniſcher Parteien —
einer rechten und einer linken — vor. Alle übrigen
Par=
teifraktionen ſollen ausgeſchaltet werden. Das
Zuſam=
mengehen mit den Sozialiſten hält er aus parlamentariſch
taktiſchen Gründen für unbedingt notwendig.
— Die Generalkonſuln der Schutzmächte Kretas
ließen dem Exekutivkomitee zwei Noten überreichen, wovon
die eine fordert, daß die muſelmaniſchen Beamten von
Kreta in die Lage verſetzt werden, ihr Amt auszuüben,
ohne dem König von Griechenland den Treueid geleiſtet
zu haben. In der anderen Note wird die Zulaſſung der
muſelmaniſchen Deputierten zur kretiſchen Kammer
gleich=
falls ohne Vereidigung gefordert.
— Es beſtätigt ſich, daß Muley Kebir in Taza
vom Stamme der Innauen zum Sultan von Marokko
ausgerufen worden iſt. Die Innauen überſandten ihm
den Krönungsmantel und die Waffen des Roghi Bu
Ha=
mara. Zahlreiche Mahalla=Soldaten ſind aus den
Ab=
teilungen des Djebalas deſertiert und zu Muley Kebir
übergegangen.
* Hamburg, 6. Juni. Die Mitglieder der
Turi=
ner Handelskammer folgten heute abend einer
Ein=
ladung der Hamburger Handelskammer zu
ei=
nem Feſtmahl im Uhlenhorſter Fährhauſe. Der Präſident
der Hamburger Handelskammer Max Schinkel begrüßte die
Gäſte und brachte ein Hoch auf den Kaiſer und ſeinen
Verbündeten, den König von Italien ans. Commendatore
Salla dankte für die erwieſene Gaſtfreundſchaft. Er gab
ſeiner Bewunderung für die Fortſchritte Deutſchlands
Ausdruck und trank auf das Wohl Deutſchlands und die
guten Beziehungen zwiſchen Deutſchland und Italien.
* Das Wolffſche Bureau berichtet aus Rom, 6. Juni:
Der Papſt empfing im Konſiſtoriumsſaal dreihundert
Pilger aus Berlin und anderen preußiſchen Orten. Auf
die von Pfarrer Scheidtweiler=Berlin verleſene
Hul=
digungsadreſſe antwortete der Papſt mit einer
Dank=
anſprache, in der er ſeine Freude über die Anweſenheit
ſeiner lieben Söhne aus Preußen mit dem Wunſche
aus=
drückte, daß ſie den vom heiligen Bonifazius gepredigten
lebendigen Glauben aufrecht erhalten möchten. Er ſei
glücklich darüber, was er von dem kürzlich in Rom
einge=
troffenen Patriarchen Jeruſalems gehört habe, wie das
Robert Schumann.
Zuſeinem 100. Geburtstag am 8. Juni 1910.
In eine Zeit fällt der 100. Geburtstag Robert
Schu=
anns, die anſcheinend ſo ganz andere muſikaliſche
deale hat als die Epoche, in der er das Licht der Welt
rblickt hat. Als er nach abſolviertem Rechtsſtudium
h ganz der Muſik hingegeben hatte, wirkten noch die
chönheitsprinzipien einer Kunſtauffaſſung, die aus
em Klaſſizismus ihre Nährſtoffe gezogen, und als dann
ine neue Strömung im Schrifttum des deutſchen
Vol=
s die romantiſche Poeſie mit ihren wunderſamen
lüten erſtehen ließ, da konnte der junge Muſiker,
urchgebildet an den Formen der großen Tonmeiſter
ſchult an der Tonſprache der Heroen der Kunſt, mit
lück den Weg betreten, den vor ihm Mendelsſohn zu
nem gangbaren gemacht hatte.
Allezeit hält die Tonkunſt mit der Literatur
womög=
h gleichen Schritt. Der innere Zuſammenhang aller
ünſte zeigt ſich kaum an einem anderen Verhältnis ſo
ar und ſinnfällig, als an der Erſcheinung, daß der
uſiker den Spuren des Dichters folgt, und eine große
eihe von Beiſpielen kann den Satz bekräftigen, daß
us der Muſik auch die Geiſtesſtrömungen der Zeit für
en Wiſſenden deutlich hervortreten. Wenn, wie dies
i Schumann der Fall iſt, eine eben aufkeimende
Ge=
hmacksrichtung im Schrifttum ſich mit den perſönlichen
tlagen eines Tonſetzers vereint, ſo erſtehen jene in
)abgerundeten künſtleriſchen Produkte, die dem
Auf=
hmenden als vollkommene Gebilde, als beweiskräftige
rgebniſſe einer aus eigener Kraft wirkenden
Kunſt=
ung ſich darſtellen. Darum iſt uns Robert Schumann
deutſche Volk unter der Führung ſeines Kaiſers und ſeiner
Fürſten den heiligſten Stätten der Chriſtenheit beredte
Huldigungen dargebracht habe. Der Papſt ſchloß, indem
er den Segen Gottes auf den deutſchen Kaiſer, die
kaiſer=
liche Familie, die Kardinäle Fiſcher und Kopp und das
deutſche Volk herabrief.
* Die Abreiſe des Prinzen Georg aus
Serbien ging nicht glatt vonſtatten; es gingen ihr ſehr
heftige Szenen, die ſich im Konak abſpielten, voran. Das
Blatt „Zwono” behauptet in ſeinem, mit „Prinz Georg
in der Verbannung” betitelten Artikel, der Prinz ſei auf
ſchriftlichen Beſchluß des Königs und der Regierung für
immer aus Serbien verbannt. Nach der Meldung des
„Zwono” habe der Kriegsminiſter Gojkovitſch perſönlich
dem Prinzen den Befehl mitgeteilt, das Land zu verlaſſen,
ſich zuerſt drei Monate in Vichy aufzuhalten und nachher,
weitere Anordnungen hinſichtlich ſeines zukünftigen
Aufenthaltsortes entgegenzunehmen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 8. Juni.
* Bei dem Kaiſerlich Ruſſiſchen Miniſterreſidenten
Wirklichen Staatsrat Baron von Knorring fand zur
Feier des Geburtsfeſtes Ihrer Majeſtät der Kaiſerin
Alexandra Feodorowna von Rußland am Montag mittag
eine Frühſtückstafel ſtatt, an der Ihre Königl.
Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin
teilnahmen. Außerdem waren u. a. der Einladung
ge=
folgt: Staatsminiſter Dr. Ewald nebſt Gemahlin, der
Königlich Preußiſche Geſandte Freiherr von Jeniſch, der
Königlich Großbritanniſche Geſchäftsträger Mr. Harford,
Oberſtallmeiſter Riedeſel Freiherr zu Eiſenbach,
Ober=
hofmeiſterin Freiin von Senarclens=Grancy,
General=
adjutant Hahn, Generalmajor à la suite Freiherr
von Heyl, Geheimerat Römheld, Kammerherr Freiherr
von Leonhardi, nebſt Gemahlinnen, Graf und Gräfin
Belewsky. (Darmſt. Ztg.)
* Der Provinzial=Ausſchuß der Provinz Starken=
burg hält am Samstag, den 11. Juni, vormittags 9½
Uhr, eine Sitzung mit folgender Tagesordnung
ab: 1. Erbauung einer Kreisſtraße von Schönnen über
Günterfürſt nach Heiſterbach; hier: Enteignungsantrag
der Gemeinde Günterfürſt. 2. Erbauung einer
Kreis=
ſtraße von Ober=Finkenbach nach Airlenbach; hier:
Antrag der Gemeinde Airlenbach auf Enteignung.
3. Enteignung von Gelände in der Gemarkung Ober=
Roden zum Zwecke der Errichtung eines
Dienſtgebäu=
des am Bahnhof Ober=Roden. 4. Beſchwerde des
Peter Anton Lang II. in Fehlheim.
Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Ingenieur Erich v. Willmann aus Darmſtadt hat
ſich am 4. d. M. an der hieſigen Techniſchen Hochſchule
der mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung
unter=
zogen und ſie „gut” beſtanden.
C Das Perſonalverzeichnis der Großh. Technſiſchen
Hochſchule für das Sommerſemeſter 1910 iſt
ſo=
eben erſchienen. Danach beträgt die Zahl der
Stu=
dierenden insgeſamt 1407 gegen 1682 im
Winter=
ſemeſter 1909/10 und 1366 im Sommer 1909. In der
Geſamtzahl ſind 119 Hörer und 85 Gäſte, darunter 43
Damen, einbegriffen. 365 der Studierenden ſind
Aus=
länder (490 Winter 1909/10), darunter Ruſſen 277 (335).
Dann folgt Oeſterreich=Ungarn mit 25, Norwegen mit
0, die Schweiz mit 8, England 7, Italien 5,
Frank=
reich, Niederlande, Rumänien und Spanien je 3,
Lu=
xemburg, Schweden und Türkei je 2, und Bulgarien,
Griechenland, Serbien, Nord=Amerika und Siam mit
je 1 Studierenden. Von den deutſchen Staatsangehö=
rigen ſind 503 Preußen, 337 Heſſen, 58 Bayern, 25
Elſaß=Lothringer, 23 Badener, während ſich die
übri=
gen in der Zahl von 1 bis 19 auf die übrigen
Bundes=
ſtaaten verteilen. Der Lehrkörper umfaßt 32
ordent=
liche Profeſſoren, 1 Honorarprofeſſor, 10
außerordent=
liche Profeſſoren, 37 Lehrer und Privatdozenten und
45 Aſſiſtenten. An der Hochſchule beſtehen 42
Studenten=
vereinigungen.
* Die Verkehrs=Einnahmen aus dem Perſonen=
und Güterverkehr betragen nach vorläufiger
Feſtſtel=
lung: 1. für die Eiſenbahndirektionsbezirke Frankfurt
am Main und Mainz: a) im Monat April 1910 10343000
Mark oder gegen das Vorjahr mehr 547000 Mark = 5,6
Prozent; b) in der Zeit vom Beginn des
Rechnungs=
jahres oder gegen das Vorjahr mehr (wie unter a);
2. für die Preußiſch=Heſſiſche Eiſenbahngemeinſchaft:
a) im Monat April 1910 157147000 Mark oder gegen
das Vorjahr mehr 8 323000 Mark — 5,6 Prozent; b) in
der Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres oder gegen
das Vorjahr mehr (wie unter a).
* Die Handwerkskammer Darmſtadt verſendet
ſo=
eben ihren Jahresbericht für 1909, aus dem wir bereits
in dem Bericht über die Plenar=Sitzung der
Hand=
werkskammer einen längeren Auszug wiedergegeben
haben. Folgendes ſei noch nachgetragen: Als Anlagen
ſind dem Jahresbericht u. a. ausführliche Mitteilungen
über die Heſſiſche Landeshypothekenbank und ihre
Be=
ziehungen zu dem Handwerk beigefügt. Ein Vergleich
zeigt, daß von den insgeſamt ausgegebenen Hypotheken
im Jahre 1908 allein 29,94 Prozent und im Jahre 1909
2,99 Prozent auf die an Handwerker abgegebenen Dar=
in erſter Linie der muſikaliſche Vertreter der Romantik,
der Künder von künſtleriſchen Gefühlsäußerungen, die
ihre Zeit als unmittelbar echt und wahr bewertete, und
die auch heute noch in ihrer urſprünglichen Kraft
fort=
wirken, weil ſie ſich den veränderlichen
Lebensbeding=
ungen des Menſchen anpaſſen, und auch unter anders
gearteten äußeren Verhältniſſen zur Geltung kommen
müſſen.
Die Lyrik und ihre Sprache iſt es, die Schumann
in allen ſeinen Werken beeinflußt und beherrſcht. Eine
zartgeſtimmte Natur, hat ihm das Leben mehr Nöte
ver=
urſacht als anderen robuſteren Naturen, denen Kriſen
kaum etwas anhaben können, die ſie vielmehr ſtählen
für den Kampf um das Daſein, ihnen die
Widerſtands=
kraft verleihen gegen alle Fährlichkeiten, die der Alltag
uns Sterblichen nun einmal in den Weg legt. Die
Muſiker mit dem ſtarken Herzen überdauern die
ſchlim=
men Tage des Lebens mit Geduld und Zähigkeit,
ſchöpfen aus ihnen vielleicht noch mehr Antrieb zu
energiſchem Schaffen und ringen ſich zu reſolutem Tun
hinan. Menſchen vom Schlage Schumanns aber, zarte
Seelen von überfeinerter Empfindſamkeit, verlieren
ſich in dem Ueberſchwang ihres eigenen Ich und
ſtim=
men ſich unbewußt auf eine einzige allein klingende
Note, die dann aus allem heraustritt, was ſie
hervor=
bringen. Im künſtleriſchen Schaffen drückt ſich der
Unterſchied der Lebensauffaſſung darin aus, daß die
härteren Naturen dramatiſchen Zug entwickeln und daß
die ſenſitiven Künſtler der individualiſierten Art des
Produzierens ſich zuwenden, unbewußt und abſichtslos,
immer unter dem Zwang des ſie beherrſchenden
Seelen=
lebens, das ſie unweigerlich ſo und nicht anders zu
ſchaffen veranlaßt.
lehen entfallen. Ueber die Hälfte aller
Hypothekdar=
lehen kommt auf Beträge bis zu 5000 Mark, über
auf ſolche bis zu 10000 Mark. Eine weitere Anlage
bringt eine Konkursſtatiſtik über gewerbliche Betriebe;
danach fanden im Jahre 1909 im Großherzogtum Heſſen
38 Konkurseröffnungen in Handwerksbetrieben ſtatt,
gegen 55, 47 und 57 in den vorhergehenden drei Jahren.
* Die Ziehung der Darmſtädter Schloßfreiheits=
Lotterie hat geſtern vormittag im Gartenſaale des
ſtädtiſchen Saalbaues in Gegenwart einer großen Zahl
von Zuſchauern begonnen. Bei der Ziehung war die
Kgl. Preuß. General=Lotterie=Direktion Darmſtadt
ver=
treten, und zwar durch den Kgl. Preuß. Lotteriedirektor
Gramms und durch Beauftragte vom Loſevertrieb der
Generaldirektion. Die Bürgermeiſterei iſt durch Herrn
Regierungsaſſeſſor Kröll vertreten und das Kreisamt
Darmſtadt durch Herrn Polizeikommiſſar Kowalke, und
ſchließlich fungiert noch als Notar Herr Juſtizrat
Gal=
lus. Ferner ſind noch zur Kontrolle anweſend die
Herren Petrenz=Darmſtadt und Dinckelmann=Worms,
die den Vertrieb der Loſe in Heſſen übernommen haben
Von größeren Gewinnen entfielen 5000 Mark auf Nr
75 720. Der Hauptgewinn von 20000 Mark fiel
auf Nr. 10 230.
* Der Elektrotechniſche Verein an der Techniſchen
Hochſchule feiert am 17. und 18. Juni ſein zehntes
Stiftungsfeſt. Aus dieſem Anlaß findet am
Frei=
tag, den 17. Juni, nachmittags 5 Uhr,
Experimentalvor=
trag des Herrn Privatdozenten Dr.=Ing. Peterſen über:
„Wert und Bedeutung von Hochſpannungsverſuchen”
im großen Hörſaal des Elektrotechniſchen Inſtituts ſtatt
Abends 8½ Uhr iſt Feſtkommers im Fürſtenſaal
Am Samstag, den 18., findet Exkurſion zur
Be=
ſichtigung des Elektrizitätswerks und Kurhauſes in
Wiesbaden und der Ozoneinrichtung des Waſſerwerks
in Schierſtein ſtatt. Abfahrt 8.12 Uhr vom
Lud=
wigsbahnhof.
— Landesverein heſſiſcher techniſcher Lehrerinnen
Man ſchreibt uns: Im heſſiſchen Lehrerinnenheim fand
eine Verſammlung techniſcher Lehrerinnen aus allen
Teilen des Landes ſtatt. Es wurde ein
Landes=
verein heſſiſcher techniſcher
Lehrerin=
nen gegründet, dem ſofort über 50 Mitglieder
bei=
traten. Der Sitz des neugegründeten Vereins iſt in
Darmſtadt; er ſchließt ſich dem Landesverein heſſiſcher
Lehrerinnen an.
* Brieftaubenklub Darmſtadt. Am Sonntag hiel
der Brieftaubenklub Darmſtadt ſeinen erſten
Wettflu=
für jährige Tauben mit Fußring 09 ab von Northeim
220,5 Kilometer Entfernung, wobei trotz des
Seiten=
windes eine ganz enorme Fluggeſchwindigkeit erziel:
wurde. Um 8,55 Uhr aufgelaſſen, erreichten die erſten
Tauben ſchon nach 3 Stunden die Heimat, mit einen
Fluggeſchwindigkeit von 1240 Meter pro Minute, eine
ſchöne Leiſtung für die Einjährigen. Die ausgefetzter
Preiſe wurden wie folgt gewonnen: 1. Preis Herr L
Beſt, 2. Preis Herr Heinr. Thierolf, 3. Preis Herr L
Stoll, 4. Preis Herr Ph. Deutſch, 5. Preis Herr Kar=
Heß. Den von dem nach Berlin verzogenen Mitgliede
Bloch geſtifteten Wanderpreis erhielt für dieſes Jahr
Herr L. Stoll für beſte Durchſchnittsgeſchwindigkei
von 3 vorher beſtimmten Tauben, ebenſo einen füredie
2 ſchnellſten Weibchen geſtifteten Ehrenpreis. Herr
Ph. Deutſch erhielt für das beſte Geſamtreſultat einer
von Herrn L. Beſt geſtifteten Ehrenpreis. Am
näch=
ſten Sonntag ſollen die Tierchen nach Hannover
ge=
ſetzt werden, um ihr Können in der Bewerbung un
die goldene Staatsmedaille, die alle 3 Jahre von
Kriegsminiſterium ausgeſetzt wird, zu zeigen.
* Von der Ludwigshöhe. Wie wir hören, ſtreb
Herr Emmel, der derzeitige Pächter der
Ludwigs=
höhe, aus Geſundheitsrückſichten die Löſung ſeines
Vertrages an, ſodaß die Reſtauration demnächſt in an
dere Hände übergehen wird. Um die Pacht der
Lud=
wigshöhe haben ſich bereits mehrere hieſige Wirte
be=
worben.
— Im Heſſiſchen Hof, Wilhelminenſtraße, wird
heute abend die Kapelle des Großh. Art.=Korps
konzer=
tieren. Herr Muſikmeiſter Mickley wird ein ſehe
unterhaltendes Programm aus der neueſten Operetten=
und Novitätenmuſik, ſowie Sokis auf dem Kornet und
Piſton, vorgetragen von Mitgliedern der Kapelle, zum
Vortrag bringen. (S. Anz.)
— Das 4. Donnerstagskonzert der Kapelle des
Leib=Garde=Regiments (Obermuſikmeiſter
Hauske) wird im Zeichen des unſterblichen Großmeiſters
Richard Wagner ſtehen. Die zweite Abteilung des
Abends wird ausſchließlich Werke dieſes Meiſters
brin=
gen und ſeien alle Verehrer desſelben ſchon jetzt hierauf
aufmerkſam gemacht.
— Im Rummelbräu (Allee 25) findet heute
Mitt=
woch das „Erſte große Nachtfeſt der Reſidenz” ſtatt.
Der Reſtaurateur, Herr Brück, hat die Kapelle des
Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter Leitung des
Herrn M. Weber hierfür engagiert. Der bequem zu
erreichende Garten wird illuminiert werden. Das
Programm ſieht im erſten Teil Opern, im zweiten
Teil Operetten und im dritten Teil, dem Charakter
des Feſtes entſprechend, italieniſche Muſik vor. Er
wähnt ſei noch, daß das Feſt ohne Bieraufſchlag ſtätt=
Schumann hat in ſeiner Auffaſſung von Welt und
Dingen nur zufälligerweiſe den Boden vorbereitet ge
funden für ſeine Art, für ſeine Weiſe, das Kunſtwerk zu
formen. Das Schickſal hat ihm, man darf wohl ſagen
das Glück beſchieden, daß er um die Geliebte ſchwer
kämpfen mußte, und dadurch fand ſeine Seele immer
den künſtleriſchen Anlaß, aus ihrem Sehnen, aus ihrem
Schmerze heraus zu produzieren. Das irdiſche Glück
iſt ja nicht immer der Förderer des Künſtlers. Nur
wer die himmliſchen Mächte der Kunſt mit
tränen=
feuchtem Auge erblicken darf, nur der, dem jeder Schritt
zum Glück ein Stück Seele koſtet, kann das Crescende
der Stimmung zum Kunſtwerk ausgeſtalten, nur ihn
iſt es beſchieden, was echt und wahr in ihm lebt zur
überzeugenden Tat auszugeſtalten. So erging es Schu
mann, und wer ihn und ſeinen Lebensweg kennt, wirt
aus ſeinen Werken das Gefühl weben und wirken füh
len, das ihn zwang, auf ſeine Art in der Sprache der
Töne ſich ſein Leid von der Seele zu ſtreifen. Darun
findet er zumal in ſeinen Liedern immer kräftige Re
ſonanz, darum iſt uns ſein Lebenswerk ein unvergäng
liches Denkmal lauteren Schaffens und darum erſchein
uns ſein Wort als das Wort eines ehrlichen Mannes
dem man glaubt, was er ausſpricht.
Auf manches, was Schumann hervorgebracht hat
hat ſich der Edelroſt der Vergangenheit gelegt. In den
großen Formen, zumal in der Sinfonie haben wir
ſeit=
her anders denken gelernt, als er zu denken vermochte,
und ſelbſt die liebevolle Anteilnahme an ſeiner Art wird
nicht darüber hinwegſehen können, daß er nicht dazu
berufen war, auf dieſem Felde Unvergängliches
her=
vorzubringen. Der heiße Atem des Gefühls iſt kurz
und ſchwer. Für den großen Zug der Sinfonie, für
Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Jun 1910.
Seite’3.
ſindet. Bei guter Witterung dürfte ein guter Beſuch
zu erwarten ſein. (S. Anz.)
Einen ulkigen Ausflug machten geſtern einige
Studentenverbindungen. Sie benutzten dazu eine
An=
zahl Leiterwagen, die mit Fähnchen und grünen Maien
geſchmückt waren. Vorneweg fuhr eine Muſikkapelle.
Der bunte Zug — die Muſenſöhne hatten ihre
Kneip=
jacken angelegt — erregte in den Straßen begreifliches
Aufſehen.
Offenbach, 6. Juni. Der dreißigjährige verheiratete
Kaufmann Heinrich Albert Wenzel hat ſich am
Samstag mit Zyankali vergiftet.
Oberroden, 7. Juni. Die 31 Jahre alte Frau des
Landwirts und Maklers Krauß erlitt ſchwere
Brandwunden beim Feueranmachen mit
Petro=
leum. Sie iſt noch in der Nacht nach furchtbaren
Schmerzen geſtorben. Sie hinterläßt ein Kind.
— Höchſt i. O., 6. Juni. Hell ſtrahlender
Sonnen=
ſchein, feſtlich geſchmückte Häuſer und gaſtlich
entgegen=
geſtreckte Hände waren der Gruß, mit dem am
ver=
gangenen Sonntag etwa 500 Mitglieder des „
Heſ=
ſenbundes”, aus allen Gauen unſeres engeren
Vaterlandes zuſammengeſtrömt, in dem freundlichen
Höchſt im Odenwald aufs herzlichſte empfangen
wur=
den. Mit klingendem Spiel zogen die Feſtteilnehmer
in geordnetem Zug zum Gotteshaus, das ſich jedoch als
zu klein erwies für den außerordentlich ſtarken
An=
drang der Freunde von fern und nah, von alt und
jung, die auch mitfeiern wollten. So mußte im
wei=
ten Pfarrhof ein zweiter Feſtgottesdienſt eingerichtet
werden. Dekan Scriba=Erbach und Pfarrer Glock=
Nieder=Ramſtadt hielten die Feſtpredigten. Zur
nach=
mittägigen Hauptverſammlung war die Schar der
Teilnehmer derart gewachſen, daß es keinen Raum
gab, der ſie alle faſſen konnte. Sie mußte deshalb
auch im Freien gehalten werden, wodurch leider die
Wirkung der einzelnen Reden etwas litt. Nach der
Begrüßungsanſprache des Bundespräſes, Pfarrer
Müller=Offenbach, überbrachten die Herren
Ober=
konſiſtorialpräſident D. Nebel und Dekan Keil die
Segenswünſche der kirchlichen Behörden. Im Namen
des Landesvereins für Innere Miſſion ſprach deſſen
Vereinsgeiſtlicher, im Namen des Evangeliſchen
Bun=
des Pfarrer Loos=Groß=Umſtadt. Auch der
Kirchen=
vorſtand und der Männer= und Jünglingsverein
Höchſt entboten dem Bunde ihre herzlichſten Grüße.
Die beiden Hauptanſprachen hielten Pfarrer
Mül=
ler=Offenbach über „Bilder aus der
Jugend=
arbeit in aller Welt” und Juſtizrat Dr.
Lu=
cius=Mainz über „Ernſt Moritz Arndt”
Muſi=
kaliſche Darbietungen der Poſaunenchöre,
Männer=
chöre und befreundeter Kirchengeſangvereine, ſowie
turneriſche Darbietungen der Höchſter Jugend boten
die nötige Abwechſelung zwiſchen den Reden. Um 4½
Uhr durchzog dann ein ſtattlicher Feſtzug
jugend=
friſcher Geſtalten wohl ſämtliche Straßen von Höchſt,
um den gaſtfreien Einwohnern den Dank für ihre
überaus freundliche Aufnahme auszuſprechen. Die
übliche patriotiſche Schlußfeier wurde zwar durch
einen plötzlich hereinbrechenden Gewitterregen in ihrem
programmäßigen Verlauf geſtört, hielt jedoch die
Feſt=
teilnehmer in fröhlicher Stimmung bis zum Abgang
der Züge in dem ſchönen Saale der „Burg Breuberg”
zuſammen. Ein Huldigungstelegramm an Seine
Kö=
nigliche Hoheit den Großherzog wurde aufs
liebens=
würdigſte beantwortet. — Der Heſſiſche
Jüng=
lingsbund zählt jetzt in 20 Vereinen mehr als 1000
Mitglieder und hat ſich gewiß auch durch ſein
Bundes=
feſt in Höchſt neue Sympathien erworben. Möge er
weiter wachſen und gedeihen!
Mainz, 7. Juni. Der Bahnarbeiter
Lämmers=
dorf aus Nauheim fuhr hier im Hauptbahnhof mit
einem Handwagen über das Gleis, dabei wurde er
von einer Rangiermaſchine erfaßt und ein Stück
mit=
geſchleift. Lämmersdorf erlitt einen Armbruch, und
ein Stück von der Ferſe des einen Fußes wurde ihm
abgequetſcht. Der Verunglückte kam ins
Rochus=
hoſpital. — Ein 8jähriger Knabe aus Dienheim
wurde dort von einem Automobil überfahren
und trug einen Beinbruch davon. Der Kleine kam
hierher ins Hoſpital.
* Mainz, 7. Juni. Ein Deutſch=Amerikaner,
der mit den amerikaniſchen Kriegerverbänden auf der
Deutſchlandreiſe iſt, vermißte bei ſeiner Ankunft in
Mainz ſeine Brieftaſche, die einen Kreditbrief
auf 10000 Mark und ſiebzehn Einhundertmarkſcheine
enthielt. Die Taſche wurde ihm wahrſcheinlich auf der
Fahrt von Hagen nach Köln im D=Zuge von D=
Zug=
dieben geſtohlen.
Ober=Flörsheim, 6. Juni. Eine Geſellſchaft junger
Burſchen hatte ſich in einem Privatgarten zum
Trin=
ken eines Faſſes Bieres vereinigt und ſaß bis zur
Mitternachtſtunde vergnügt beiſammen. Ein aus Gau=
Heppenheim ſtammender Dienſtknecht hatte einen
Re=
volver bei ſich und zeigte denſelben der Geſellſchaft.
Der dabei ſitzende 20jährige Tagarbeiter Johann Antz
nahm die Waffe in die Hand und, indem er ſie gegen
den Kopf hielt, ſagte er: „Ich ſchieße mich tot!” Ein
Schuß krachte und tot fiel der junge Mann zum Ent=
das Befreiende ihrer Form hatte er die innere Kraft
nicht. Aber dort, wo Empfindung, nichts als
Empfind=
ung in der Kunſt das Entſcheidende, das
Ausſchlag=
gebende iſt, dort iſt er Meiſter geworden, dort konnte er
ſich auf die höchſte Stufe der Vollkommenheit erheben.
Für die großen Kreiſe der Muſikfreunde iſt Robert
Schumann in erſter Linie der Sänger des Liedes, des
Kunſtwerkes, das mit uns geboren. Uns Lebenden gilt
nicht mehr das Wort von der „Reform” des deutſchen
Liedes durch Franz Schubert und ſeiner Ausgeſtaltung
durch Schumann. Uns iſt es ein Stück unſeres Selbſt
geworden, denn es gehört zu uns, wie alles, was uns
umgibt, es iſt die Umformung unſerer Empfindungen
und Gefühle in eine Geſtalt, die uns ſelbſt verkörpert.
Der Muſiker weiß, was es heißt, wenn es einem
Kom=
poniſten gelingt, den poetiſchen Gehalt einer Dichtung
ſo in Muſik zu überführen, daß ſich Wort und Ton zu
einer unlösbaren Einheit verſchmelzen. Der genießende
Laie aber fühlt nur unbewußt die Einheit, denn er
gleitet über die Verſchiedenheit der beiden
Wirkungs=
elemente hinweg, ohne die Kraft des einen oder des
anderen beſonders wahrzunehmen. Dies aber iſt die
große Tat des Muſikers, der ſie zuſtande bringt. So
iſt es bei den Liedern Schumanns. Sie wirken als
Ganzes, ſie verkörpern Poeſie und Muſik in natürlich
erſcheinender Wirkung, und Schumann hat dieſe
Ver=
ſchmelzung ſo weit durchzuführen vermocht, daß uns
viele Dichtungen, die er vertonte, kaum mehr als ſolche
zum Bewußtſein gelangen, ſondern daß wir ſie uns
losgelöſt vom klingenden Ton gar nicht mehr
vorzu=
ſtellen vermögen. Wer das kann, der hat die Poeſie mit
ſeiner Seele erfaßt. Der hat ſich verſenkt in das tiefe
Reich jener Gewalten, deren Urſprung wir nicht
ken=
nenzund die nur in vollbrachten Taten ſprechen. Soviel
ſetzen der Anweſenden zur Erde. Ob hier eine Abſicht
oder Leichtſinn vorlag, wird ſchwer feſtzuſtellen ſein.
Gießen, 6. Juni. Die zwei Fahrraddiebe,
denen hier am 27. v. M. zwei in Frankfurt a. M.
ge=
ſtohlene Fahrräder abgenommen wurden, denen es
aber gelang, zu entkommen, waren am verfloſſenen
Samstag in Frankfurt a. M. in der Wohnung einer
Frauensperſon ermittelt worden, und als ſie verhaftet
werden ſollten, ſtiegen ſie durch ein Dachfenſter und
entkamen ſo zum zweiten Male. In der
Wohn=
ung fanden ſich noch zwei Fahrräder, von denen das
eine in Gießen geſtohlen iſt. Die Frauensperſon
wurde wegen Hehlerei feſtgenommen. Jedenfalls ſind
die beiden Burſchen auch identiſch mit den zwei
Un=
bekannten, die vor einiger Zeit in Wöllſtadt zwei
ge=
ſtohlene Räder im Stiche ließen und das Weite ſuchten.
Dem einen wird auch der Einbruchsdiebſtahl in Klein=
Linden in der Nacht vom 27. auf den 28. v. M. zur Laſt
gelegt.
* Gießen, 7. Juni. Der Briefträger Rockel von
hier beging eine große Anzahl Briefdiebſtähle. Als
er dieſerhalb in ſeiner Wohnung verhaftet werden
ſollte, ſprang er aus dem Fenſter und flüchtete in den
Wald. Er iſt noch nicht ergriffen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 6. Juni. Einer der
heißeſten Tage war der verfloſſene Sonntag, nicht
bloß dieſes Jahres, ſondern aller Jahre ſeit 1848; ſeit
jener Zeit, als in Berlin die neueren
Wetterbeobacht=
ungen begannen. Schon früh morgens hatte Berlin
24 Grad Celſius, und nachmittags um 3 Uhr zeigte
das Thermometer im Schatten 32½ bis 33 Grad. In
der Friedrichſtraße und auf windgeſchützten, lange der
Sonne ausgeſetzt geweſenen Balkons ſtellte man ſogar
38 bis 41 Grad Celſius feſt. Da das ſehr kurze
Ge=
witter faſt gar keine Abkühlung brachte, ſo ward erſt
ſpät abends im Freien der Aufenthalt erträglich.
Bis=
her ſind als ganz ungewöhnlich heiße Tage verzeichnet
worden der 30. Juni 1905 mit einem Tagesmittel von
28,4 und der 1. Juli 1905. Nur am 20. und 21. Juli
1865 war es mit einem Tagesmittel von 29,5 Grad
noch wärmer geweſen. Dieſe letzteren Tage waren die
heißeſten, die Berlin ſeit 1848 überhaupt erlebt hatte.
— Generalintendant Graf v. Hülſen=Haeſeler,
der zurzeit nicht in Berlin weilt, erklärte, von
Wein=
gartners Erklärung in der „Neuen Freien Preſſe‟
verſtändigt, einer naheſtehenden Perſönlichkeit, er werde,
nach Berlin zurückgekehrt, bei dem zuſtändigen
Ber=
liner Gericht die Beleidigungsklage gegen
Weingartner erheben. Die Königliche Kapelle werde
ſich gewiß anſchließen. In den Kreiſen der
General=
intendanz herrſche Freude über die erwünſchte
Mög=
lichkeit, den Streit in vollſter Oeffentlichkeit vor den
Gerichten auszutragen. — Der am Samstag abend im
Schloſſe Weißenſee aufgeſtiegene Freiballon
„Deutſchland” verunglückte im Gewitter in
der Nähe von Nauen. Er ſtürzte von 200 Metern ab
und platzte. Die beiden Inſaſſen blieben unverletzt.
Der Leichenfund bei Sadowa beruht auf
einem Selbſtmord. Der Tote iſt als der 35 Jahre
alte Mechaniker Karl Reiſeke aus Ober=Schöneweide
ermittelt. Der Mechaniker hat ſich durch einen Schuß
in die Herzgegend getötet. Der Grund iſt
Schwer=
mut. Die Leiche wurde von Landſtreichern
ausge=
plündert.
Langenſchwalbach, 5. Juni. Der „Aarbote”
berich=
tet: Zwei Knaben von Ramſchied im Alter von 4 und
5 Jahren hatten am Mittwoch während der
Abweſen=
heit der Eltern auf der Wieſe Blumen gepflückt.
Hier=
bei haben ſie, ihrer Meinung nach, Sauerampfer
ge=
geſſen. Nach dem Genuß derſelben wurden die Kinder
unwohl und nach hier ins Krankenhaus gebracht. Der
behandelnde Arzt ſtellte alsbald Vergiftung der
Klei=
nen feſt. Was die Kinder anſtatt Sauerampfer
ge=
geſſen haben, iſt bis jetzt noch nicht ermittelt, doch iſt
es wahrſcheinlich, daß ſie von der giftigen
Herbſt=
zeitloſe gegeſſen haben. Der eine Knabe iſt
be=
reits am Donnerstag geſtorben. Sein Körper iſt
nach dem Tode blau geworden, woraus mit Sicherheit
geſchloſſen wird, daß er dem Genuß von Gift zum
Opfer gefallen iſt. Der andere Knabe befindet ſich auf
dem Wege der Beſſerung und iſt bereits aus dem
Krankenhauſe entlaſſen.
Meißen, 6. Juni. Die Königliche
Porzel=
lanmanufaktur beging heute in Anweſenheit des
Königs, des Prinzen und der Prinzeſſin Johann
Georg und der Prinzeſſin Mathilde, ſowie der Spitzen
der Staats= und ſtädtiſchen Behörden die Feier ihres
800jährigen Beſtehens.
Flensburg, 6. Juni. Der Redakteur Thomſen vom
„Apenrader Hejmdal” wurde von der hieſigen
Straf=
kammer wegen Beleidigung des
Landtagsabgeord=
neten Dr. Schifferer zu 500 Mark Geldſtrafe
ver=
urteilt. Die Beleidigung wurde in der Erwiderung
des Blattes auf eine von Schifferer im
Abgeordneten=
hauſe gehaltene Rede erblickt, in der ihm
Unzuver=
läſſigkeit und Leichtfertigkeit zum Vorwurf gemacht
wird.
Bielefeld, 7. Juni. Kommerzienrat Velhage
Inhaber der Verlagsfirma Velhagen u. Klaſing
in der vergangenen Nacht auf einer Geſchäftsreiſe
Bad Harzburg an einem Schlaganfall geſtorben.
Madrid, 7. Juni. Am vorgeſtrigen Sonntag ſint
bei den Stiergefechten in Madrid zahlreiche
Un=
fälle vorgekommen. Mehrere Stierfechter wurden
verletzt und einer aufgeſpießt. Ebenſo ſind in Sara
goſſa und Granada zahlreiche Unfälle von
Torrero=
vorgekommen. Der weitbekannte Torrero Sentogredo
verunglückte in Saragoſſa tödlich, indem er von einem
Stier gegen die Wand der Arena gedrückt wurde.
London, 6. Juni. Expräſident Rooſevelt
und Gemahlin nahmen heute an der Königlichen Früh
ſtückstafel im Malboroughhouſe teil.
Der heſſiſche Zentrumsführer über die Wahrung
des konfeſſionellen Friedens.
* Am Sonntag hat der Katholiſche Männerverein
zu Mainz ſein 25jähriges Beſtehen gefeiert.
Feſt=
redner war, wie das „Mainzer Journal” mitteilt, der
Führer des heſſiſchen Zentrums, Landtagsabgeordneter
Juſtizrat Dr. Adam Schmitt, der in ſeiner Rede
fol=
gendes ausführte: „Wir Mitglieder der
Männerver=
eine wollen unſere Religion frei und ohne
Menſchen=
furcht ausüben, wir fordern Achtung vor unſerer reli
giöſen Ueberzeugung, ſind uns aber auch bewußt, daß
dieſe Forderung die Verpflichtung mit ſich bringt, die
religiöſe Ueberzeugung unſerer
anders=
gläubigen Mitbürger gerade ſozu
reſpek=
tieren, gerade ſozu achten, wie wir wollen,
daß unſere religiöſe Ueberzeugung
ge=
achtet und reſpektiert werde. (Lebhafter
Bei=
fall.) Wir ſind nur einfache Laien, wir befaſſen uns
nicht mit kirchlichen Streitigkeiten und gelehrten Streit
fragen. Unſer Standpunkt baſiert auf dem
freund=
ſchaftlichen, vertrauensvollen, abſolut unentbehrliche:
Verkehr mit ſeinen tauſendfältigen Intereſſen, bei
denen wir auf wechſelſeitige Unterſtützung fortwährend
angewieſen ſind. Da wiſſen wir, daß unſerem
Vater=
lande nichts nötiger iſt als der vollkommenſte
Friede auf religiöſem Gebiete, namentlich
zwiſchen den beiden großen chriſtlichen Konfeſſionen
(Starker Beifall.) Das weiß jeder gute Deutſche, aber
auch jeder, der von den inneren Verhältniſſen unſeres
Vaterlandes nur einigermaßen Kenntnis hat. (
Bei=
fall.) Deshalb erhebt ſich aber auch ganz ſpontan au
dem Volke heraus ſofort Widerſpruch, wen
ein Ereignis eintritt, das dieſen Friede
wirklich oder vermeintlich zu ſtören g
eignet iſt. (Lebhafter Beifall.) Wir in den
Männer=
vereinen haben ſeit 25 Jahren immer darauf gehalten,
daß in unſeren Verſammlungen nie ein Wort gefallen
iſt, das die religiöſe Ueberzeugung unſerer Mitbürger
beeinträchtigen konnte (lebhafter Beifall) und wir waren
auch ſtets beſtrebt, im privaten Verkehr alles
auszu=
ſchließen, was als eine Kränkung hätte aufgefaßt
wer=
den können. (Beifall.) Heute an dieſem Iubelfeſte
wollen wir feierlich geloben, daß wir uns durch
nie=
mand und durch nichts von dieſem wohlbewährten
Prin=
zip abbringen laſſen. (Lebhafter, langanhaltender Be
fall.) Wir wollen immer nur das betonen, was un
eint, nie das, was uns trennt. (Beifall.) Wir wollen
voll Freude und Dank uns die herrlichen Worte vor
Augen halten, die unſer Kaiſer vor einigen Wocher
an den Erzabt von Beuron geſchrieben hat, als er ihr
ein Kruzifix überreichen ließ: Wir wollen uns tagtäg
lich daran erinnern, daß wir Katholiken und Proteſtau
ten doch gemeinſam nach dem aufſchauen, der uns g
meinſam durch ſeinen Kreuzestod erlöſt hat! Folgen
wir den Worten des Kaiſers, dann wird auch ſein
Wunſch erfüllt: dauernder Friede zwiſchen den Ange
hörigen der beiden chriſtlichen Konfeſſionen!” (Lebhafter
ſtürmiſcher Beifall.)
Der Allenſteiner Mordprozeß.
— Allenſtein, 6. Juni. Unter großem
An=
drange des Publikums begannen heute vor dem hi
ſigen Schwurgericht die Verhandlungen in dem
Mord=
prozeß gegen die Frau Toni v. Schönebeck=Weber,
die unter der Anklage ſteht, ihren Geliebten, den
Haupt=
mann v. Goeben, zur Ermordung ihres Mannes
an=
geſtiftet zu haben. Major v. Schönebeck wurde
bekannt=
lich in der Nacht zum 26. Dezember 1907 durch
Haupt=
mann v. Goeben erſchoſſen, der dann in der
Unterſuch=
ungshaft Selbſtmord beging, vorher aber noch geſtand,
daß er zu dem Verbrechen durch Frau v. Schönebeck
aufgefordert worden ſei.
Den Vorſitz im Gerichtshof führt
Landgericht=
direktor Geh. Juſtizrat Bröſe (Inſterburg), die An
klage vertreten die Staatsanwälte Poſchmann un
Schweitzer. Verteidigt wird die Angeklagte durch di
Rechtsanwälte Walter Bahn (Berlin), Inſtizrat Dr
Sello (Berlin) und Salzmann (Allenſtein). Sie
er=
ſcheint am Arme ihres jetzigen Gatten. Es wird ihr
mit Rückſicht auf ihre Erregbarkeit geſtattet, außerhalb
des Anklageraumes Platz zu nehmen. Bei der
Per=
ſonalfeſtſtellung gibt ſie an, daß ſie im Jahre 1876 in
Görlitz als Tochter des Patentanwalts Lüders geboren
aber wiſſen wir, daß nur eine völlig poetiſche Natur
dies zu erreichen vermag, daß es dazu einer
Anpaſſungs=
fähigkeit bedarf, die nicht künſtlich hervorgebracht
wer=
den kann, ſondern einer Intuition entſpringt, die es
zu ſein darum nicht aufhört, weil ſie ſcheinbar von
an=
deren Elementen beherrſcht iſt. Schumann der Muſiker
iſt in ſeinen Heineliedern nicht minder Dichter wie
Heine ſelbſt, denn auch er hat alles das empfunden und
gefühlt, was der Dichter uns mitteilt.
Doch auch auf anderem Gebiete iſt uns Schumann
der Begründer einer neuen Art in der Kunſt. Als
Bildner einer neuen Klaviertechnik hat er das
Inſtru=
ment zu ungeahnten Klangäußerungen geführt und
ihm, wenn man ſo ſagen darf, die Zunge gelöſt zu einer
Sprache, die es bis dahin zu produzieren nicht fähig
ge=
weſen war. Mit Schumann hat die Poeſie auch das
Klavier erobert, und es ſind ihm
Ausdrucksmöglich=
keiten erwachſen, die ſeinen Wert und ſeine Bedeutung
weſentlich erhöht haben. Der unglückliche Pianiſt, der
ſo unvernünftig war, durch unpraktiſches Ueben ſich
einen dauernden Schaden an einem Finger ſeiner Hand
zuzuziehen, hat in einer merkwürdigen Fügung des
Ge=
ſchickes ſich tief in das Weſen des Klaviers zu verſenken
vermocht, und was ihm ſelbſt nicht gegeben war, das
fand er für andere, die, auf ſeinen Wegen wandelnd,
das Klavier zum Ausdrucksmittel tiefſter Empfindung
zu gebrauchen lernten. Mit Chopin und Liſzt bildet
Robert Schumann das Dreigeſtirn, das wohltätig über
dem Klavier und ſeiner Zukunft leuchtete, es aus einer
nicht unangefochtenen Stellung in der Kunſtübung zum
bedeutungsvollen Faktor in der muſikaliſchen Kunſt
ge=
ſtaltete. In einer Reihe großer Klavierwerke und in
zahlreichen charakteriſtiſchen Stücken kleineren
Um=
fanges lebt der Geiſt Schumanns ebenſo wie in ſeinen
Liedern, — immer iſt es die Poeſie und ihre
Zauber=
kraft, die ſeine Sprache beſchwingt, die ſie erhebt aus den
Niederungen des Tages, ſie aufwärts ſtreben läßt
ewiger Schönheit.
Daß eine Künſtlernatur von dem Schlage
Schu=
manns dem dramatiſchen Elemente in der Muſik fremd
bleiben mußte, iſt klar. Aber auch ihn zog es mächtig
dahin, wo das künſtleriſche Leben ſich am ſinnfälligſten
äußern kann — zum muſikaliſchen Drama. Es war ihm
nicht beſchieden, dort Erfolge zu erringen. Eine ſo
aus=
geſprochene Eigenart, wie die Schumanns, geſtattet ein
Abirren von dem durch die Natur gegebenen Wege nicht,
und ſo wird uns Schumann, der begnadete Künſtler,
doch nur immer in jenen Werken als lebenſpendender
Quell des Schönen erſcheinen, in dem er, ſich ſelbſt ge
treu, uns aus ſeinem wahren Weſen entgegentritt. Und
auch alles andere, was er hervorgebracht, ſeine
Chor=
werke, ſeine Kammermuſik — all dies läßt uns der
Meiſter nur als den vom Geiſte der verinnerlichten
Poeſie durchwehten Menſchen erkennen, der ein Künſtler
war in jedem Betracht. Künſtler auch in ſeiner Eigen
ſchaft als Muſikſchriftſteller. Künſtler in der
Beherr=
ſchung des Wortes, wenn es galt, das Schöne zu künden
und die Welt auf den Weg zu führen, auf dem die
Er=
kenntnis des Schönen erreicht werden kann.
Unbe=
ſtritten und auch unberührt von den Tagesſtrömunge
des Geſchmackes bleibt Schumanns Bedeutung als
Komponiſt auch in ethiſcher Hinſicht, weil er ſtets nur
mit der Kraſt der ſittlichen Reinheit ſich zum
Schönheits=
ideal aufgerungen hat und weil vor allem die Wahrhe
der Empfindung und des Produzierens ſeinem Lebens
werke die höchſte Weihe gegeben hat.
J. C. Luszti
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Jnni 1910,
ſei und 1897 Major v. Schönebeck heiratete. Sie hat
zwei Kinder, die jetzt im Alter von 11 und 9 Jahren
ſtehen. Der Eröffnungsbeſchluß legt ihr zur
Laſt, den Hauptmann v. Goeben verleitet zu haben, den
Major v. Schönebeck zu erſchießen und ſich an einem
Vorgeſetzten zu vergreifen. Letzteres Vergehen fällt
unter das Militärſtrafgeſetz. Der Staatsanwalt
Poſch=
mann ſtellt hier den Antrag auf Ausſchluß der
Oeffent=
lichkeit.
In nichtöffentlicher Sitzung beſchließt der
Gerichts=
hof, die Oeffentlichkeit während der Vernehmung der
Angeklagten und des Lokaltermins, auch für die Preſſe,
auszuſchließen, dagegen den Vertretern des
Korreſpon=
denzbureaus „Deutſche Journalpoſt”. Schweder u. Hertzſch,
ſowie eines Allenſteiner Blattes die Anweſenheit im
Gerichtsſaale zu geſtatten Die Angeklagte bekennt ſich
bei ihrer Vernehmung auf Befragen durch den
Vor=
ſitzenden als nichtſchuldig und gibt dann weiter an, daß
ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt geſtorben ſei. Ihr
Vater habe ſich nicht viel um ſie kümmern können,
ſo=
daß bei ihr aus Mangel an Erziehung und aus
Natur=
anlage nur wenig Selbſtzucht vorhanden ſei. Bei ihrer
weiteren Vernehmung kommt zutage, daß die
Ange=
klagte ſchon als Backfiſch die Neigung hatte, ſich mit
jungen Leuten abzugeben. Zurzeit ihrer Konfirmation
hatte ſie einen unſittlichen Angriff auf ihre
Mädchen=
ehre durch den betreffenden Geiſtlichen zu erdulden.
Der Mann wurde in ein Verfahren verwickelt, ſtarb
aber während desſelben. Die Angeklagte gibt weiter
an, daß ſie ihren Mann aus Neigung geheiratet, bald
aber in ihren Gefühlen ihm gegenüber ſchwankend
wurde, da er ſie nach ihrer Meinung über ſeiner
Jagd=
paſſion vernachläſſigte. Während der Stunden des
Alleinſeins hat ſie ſich viel mit pikanter Lektüre
be=
ſchäftigt. Bereits ſechs Monate nach der Hochzeit hat
ſie einem Arzt erklärt, daß ſie zu ihrem Manne nicht
paſſe. Sie hat dann auch bald verſchiedene
Liebesver=
hältniſſe angefangen, von denen ihr Mann auch gewußt
habe; er habe aber nichts dagegen gehabt, weil er zu
bequem geweſen ſei. Ihren Liebhabern gab ſie Zeichen,
daß ihr Mann auf der Jagd ſei, durch das Herausſtecken
eines Taſchentuches aus einem Giebelfenſter.
Der Vorſitzende ſtellt dann feſt, daß es einen
ge=
wiſſen Reiz für die Angeklagte hatte, gekleidet wie ein
einfaches Mädchen, auf Abenteuer auszugehen. Herr
v. Goeben hat die Angeklagte auf einem Maskenball
kennen gelernt. Es hat ſich bald ein Verhältnis
zwi=
ſchen ihnen entwickelt. Parallel mit dieſem
Verhält=
nis unterhielt ſie noch ein zweites. Die Angeklagte
gibt zu, mit v. Goeben die intimſten Einzelheiten ihrer
Ehe beſprochen zu haben, und ferner, daß ſie einmal
von dem Regimentskommandeur wegen ihrer Liebeleien
verwarnt worden ſei. Rechtsanwalt Bahn erwähnt, daß
die Angeklagte einmal mit einem Liebhaber von ihrem
Manne in einem Breslauer Hotel ertappt wurde. Die
Angeklagte erklärt hierzu, ihr Mann habe genau
ge=
wußt, daß ſie eine „Dummheit” begangen hätte, habe
ſich aber nichts merken laſſen. Das habe bei ihr den
Eindruck hervorgerufen, als ob es kein Verbrechen ſei,
wenn ſie ſich mit anderen Männern einlaſſe. Da die
Angeklagte nicht mehr verhandlungsfähig iſt, wird die
Sitzung abgebrochen und die Weiterverhandlung auf
morgen vertagt.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Kaſſel, 6. Juni. Die Beratungen der 16.
Hauptverſammlung des Vereins
deut=
ſcher Zeitungs=Verleger fanden hier ſtatt.
Nach der Begrüßung durch den Bürgermeiſter Jochmus
erfolgte eine eingehende Beſprechung der
Vereinbar=
ung, die auf der letzten Hauptverſammlung des
Deut=
ſchen Buchdruckervereins in Stuttgart zwiſchen dieſem
Verein und dem Verein der deutſchen Zeitungs=
Ver=
leger angebahnt worden war. Dieſe Vereinbarung, die
unter ſcharfer Abgrenzung der verſchiedenen
Arbeits=
gebiete gleichzeitig die gemeinſame Arbeit in dieſer
wichtigen Frage des Druckerei= und Zeitungsgewerbes
ſicherſtellt, wurde von der Verſammlung genehmigt.
Hierauf nahm die Verſammlung einen Normalvertrag
für Redakteure an, der auf den gemeinſamen
Beratun=
gen mit den Organiſationen der Journaliſten beraten
worden war. Zum Schluß erfolgte die Wiederwahl
der ausſcheidenden Mitglieder des Vorſtandes. Als
nächſter Verſammlungsort wurde Berlin feſtgeſetzt.
* Marburg, 6. Juni. Unter dem Vorſitz des
Grafen Adalbert zu Erbach=Fürſtenau tagte geſtern hier
die Hauptverſammlung der Vereinigten Orts=
gruppen Großherzogtum Heſſen und Provinz Heſſen=
Naſſau der Anti=Duelliga. Aus dem
Geſchäfts=
bericht iſt zu erwähnen, daß die Ortsgruppen jetzt in
Heſſen=Naſſau 81 und im Großherzogtum Heſſen 157
Mitglieder zählen. Dem Vortrag des Rechtsanwalts
Sieger aus Darmſtadt über „Die Behandlung des
Zweikampfs im deutſchen Strafgeſetzbuch folgte eine
rege Diskuſſion, in welcher das Duellweſen ſcharfer
Kritik unterzogen und der Ergänzung der bereits
be=
ſtehenden beruflichen Ehrengerichte durch Schaffung
all=
gemeiner ſtaatlicher Ehrengerichte für weitere
Bevöl=
kerungskreiſe das Wort geredet wurde. Es gebe wohl
kein Staat, der auf die Dauer das ungeſetzliche Duell
erlauben und richterlich anders bewerten könne wie
jedes andere Vergehen. An der Tagung nahmen die
katholiſchen Studentenkorporationen Marburgs faſt
vollzählig teil.
* Auszeichnungen. Der letzte Sonntag
brachte dem Veloziped=Klub Darmſtadr
wiederum hübſche Erfolge, indem der Verein bei dem
großen ſüddeutſchen Wanderſportfeſt in Frankenthal
einen 1. Preis im Korſo=, ſowie einen 2. Preis im
Achterreigen gegen ſehr ſtarke Konkurrenz erringen
konnte. Dieſe Erfolge beweiſen aufs neue, daß der
Veloziped=Klub in ſportlicher Hinſicht ſchwer zu
über=
treffen iſt. Die beiden wertvollen Ehrenpreiſe ſind
einige Tage im Schaufenſter der Firma Hoflieferant
Heinrich Elbert, Ernſt=Ludwigſtraße, ausgeſtellt. Eine
weitere Auszeichnung iſt dem Veloziped=Klub dadurch
zuteil geworden, daß Seine Königliche Hoheit der
Großherzog für die anläßlich der Meiſterſchaft
von Deutſchland über 25 Kilometer am 26. Juni d. J.
ſtattfindenden großen Wettbewerbe im Preis= und
Blumen=Korſo einen Ehrenpreis ſtiftete, was ſicher
alle Anhänger der Radfahrſache mit Freude und
Ge=
nugtuung erfüllen wird.
Prinz. Heinrich=Fahrt.
K.A K. In Nürnberg ſtarteten am Montag, wie
kurz gemeldet, 106 Wagen. Prinz Heinrich trat wenige
Minuten vor 7 Uhr als Erſter die Fahrt an. Ihm folgten
in den Oberleitungswagen der Vizepräſident des
Baye=
riſchen Automobil=Klubs, Rittmeiſter d. R. Ezermak, in
deſſen Wagen Prinz Georg von Bayern die Fahrt
mit=
machte, Wilhelm Graf von Arco und Direktor Tiſchbein.
Außer Konkurrenz ſtarteten die Wagen Nr. 22 (Gerber,
Gaggenau), Nr. 68 (Schneider, Opel), Nr. 15 (Baron
Klinger, Raf) und Nr. 116 (Rings, Stöwer).
Disquali=
fiziert wurden Nr. 46 (von Baruch, Oeſt. Daimler), Nr. 72
(Leutſcher, Protos, wegen des wenn auch ohne ſein
Ver=
ſchulden veruſachten Unfalls in Nürnberg), Nr. 92 (Dreoſſi,
Fiat). Das Eintreffen der Wagen in Straßburg verzögerte
ſich ganz erheblich. Erſt kurz nach 5 Uhr, nachdem man
nahezu 3 Stunden vergeblich auf die Ankunft der Wagen
gewartet hatte, traf als Erſter Prinz Heinrich am Ziele
in Straßburg ein. Ihm folgten mehrere
Oberleitungs=
wagen und bald darauf, dicht hintereinander, eine Reihe
von Konkurrenten. Zum Empfange hatten ſich die Herren
Graf Sierſtorpff, Graf Arnim, Dr. Veit de
la Croix, Kontreadmiral Rampold, der Präſident
des Automobil=Klubs von Elſaß=Lothringen, Herr Leon
v. Schlumberger, mit den Mitgliedern des Klubs
und ein zahlreiches Publikum eingefunden. Unter den
An=
weſenden bemerkte man auch den Prinzen von
Bat=
tenberg. Nach den bisher vorliegenden Meldungen
ſind auf der 356 Kilometer langen Etappe Nürnberg=
Straßburg ausgeſchieden die Wagen Nr. 19 (Oskar
Buch=
loh, Opel), der auf dem Kniebispaß Achſenbruch erlitt und
nahe daran war, in den Abgrund zu ſtürzen, Nr. 99 (
Wal=
ter Reichſtein, Brennabor), der auf dem Kniebis in Brand
geriet und vollſtändig zerſtört wurde, Nr. 95 (Emil
Quaas, Fiat) wegen Kurbellagerdefekts. Der
Arbeitsaus=
ſchuß war abends vom Statthalter von Elſaß=Lothringen
Grafen Wedel zum Abendeſſen geladen, an dem auch
Prinz Heinrich teilnahm.
* Straßburg, 7. Juni. Zu den bereits gemeldeten
Unfällen iſt noch ein weiterer zu verzeichnen. Nr. 17
Kleines Feuilleton.
* Wie Miniſter Pichon um ſeine Uhr
lam. Miniſter Pichon hat ſich vor einigen Tagen in
ſehr ſeltſamer Weiſe ſeine ſchwere goldene Uhr, ein
altes Erbſtück, ſtehlen laſſen und nunmehr, nachdem die
Geſchichte ruchbar wurde, kommt zu dem Schaden noch
der Spott. Ueber die amüſante Affäre ſchreibt man aus
Paris: Pichon ging vor einigen Tagen mit einem
anderen Miniſterkollegen gerade zur Sitzung, und da ſie
beim Hauptportale eintreten wollen, fragt der andere
Pichon, wie ſpät es ſei. Dieſer greift in die Taſche und
erwiderte ärgerlich: „Ach Gott, wie vergeßlich ich bin,
ich habe meine Uhr ſchon wieder daheim auf dem
Nacht=
tiſche liegen laſſen. Nun, es macht nichts!” Als Pichon
drei Stunden ſpäter nach Hauſe zurückkehrte, fiel ihm
die vergeſſene Uhr wieder ein und er bat ſeine Frau,
ſie ihm doch zu bringen. „Deine Uhr?” erwiderte
Madame Pichon erſtaunt, „die habe ich doch dem Boten
mitgegeben, durch den Du ſie haſt holen laſſen.”
„Nun, dann ſind wir in der gemeinſten Weiſe beſtohlen
worden, denn ich habe bei Gott keinen Boten geſchickt.”
Voller Schrecken erzählte Madame Pichon, daß vor
zwei Stunden ein netter und gutgekleideter junger
Mann mit einer prachtvollen Gans auf dem Arm
er=
ſchienen ſei und ihr erklärte, Se. Exzellenz ſchicke die
Gans, Madame möge ſie gleich rupfen und braten
laſſen, denn er habe einen Amtskollegen zum Diner
ein=
geladen, außerdem möge man ihm ſeine Uhr, die er
vergeſſen habe, überſenden. Und ſo habe ſie denn
arglos und ohne Mißtrauen die Uhr ausgefolgt. Dem
Ehepaar Pichon blieb nun nichts übrig, als gute Miene
zum böſen Spiel zu machen, und es beſchloß, ſich nun
wenigſtens an der Gans ſchadlos zu halten, die für den
kommenden Tag einen appetitlichen Mittagsbraten
ab=
geben ſollte. Als Tags darauf Pichon nach der Sitzung
wiederum nach Hauſe zurückkehrte, empfing ihn
Madame mit den freundlichen Worten: „Nun, es iſt
doch gut, daß man den Gauner ſo ſchnell erwiſcht hat, der
Deine Uhr ſtahl!‟ — „Wen hat man erwiſcht?” ſchrie
Pichon auf, „ich verſtehe Dich nicht, was iſt denn
bereits ſeſtgenommen
habe und zur Ueberführung ſeiner
S=
als Bcw
ſtück nur noch der Gans bedürſe, ſie möge ihm ſofor
das Tier ausfolgen. „So habe ich denn uatürlich ſofort
dem Manne die Gans übergeben, obgleich ſie ſchon 3
rupft und geſpickt war und eben in die Bratenröhre
ge=
ſchoben werden ſollte, ich wollte mich doch dem Gerichte
nicht widerſetzen.‟ — „Nun iſt die Gans bei der Uhr”,
erwiderte Pichon apathiſch.
— Der Streik der Troubadours. Die
Troubadours ſind nicht ausgeſtorben. Die Welt iſt
frei=
lich nicht mehr erfüllt von ihrem Minneſang und nur
wenige Erdenbürger ſind es, die die Troubadours
dich=
tend und ſingend durchs Land ziehen ſehen, aber in
Sar=
dinien wirken ſie noch heute und ſind ſtolz auf ihren
Stand. Bauern und kleine Handwerker ſind es, die in
der ſtillen Kammer zuerſt im Dichten ſich erproben;
dann aber kommt der Tag, wo ſie die Handwerksgeräte
beiſeite ſtellen, die Familie ihrem Schickſal überlaſſen
und hinausziehen übers Land, um ihre Lieder zu ſingen,
zum Wohl und zum Ergötzen der Menſchheit. Auf
Sar=
dinien gibt es heute etwa zehn dieſer Troubadours, die
nur von ihrer „Dichtkunſt” leben. Gerade jetzt haben
ſie eine ſchwere Kriſis überwunden, denn eine zeitlang
war ihr Lebensunterhalt ſchwer gefährdet. Ueberall
tauchten Dilettanten auf, die es den bewährten
Be=
rufstroubadours gleich tun wollten; die Plage wurde
ſchließlich ſo groß, daß die Berufstroubadours einen
Boykott über die Dilettanten verhängten und einen
Streik begannen In den Landdiſtrikten, wo die
Dilet=
tanten auftraten, ließen die „richtigen Troubadours”
niemals mehr ihre ſüßen Weiſen erſchallen, ja ſo ſtreng
wurde dieſer Streik durchgeführt, daß ſelbſt zwei der
berühmteſten Berufstroubadours, Moretti und
Me=
ridda, wegen Uebertretung der Streikvorſchriften
boykottiert wurden. Eine Zeitlang drohte dieſer Kampf
der ſardiniſchen Minneſänger ein ſchlimmes Ende zu
nehmen, denn da die Sänger ſich weigerten, die
Menſch=
heit zu erbauen, beſchloſſen die Gemeinden, die
jähr=
lich ſtattfindenden Dichtertage wegen Mangel an
Dich=
tern aufzuheben. Wo ſie aber weiter gefeiert wurden,
da litten ſie unter der Eintönigkeit, denn ſtets traten
dieſelben Bewerber zum Sängerſtreit in die Schranken.
Sogar eine Dame gehört zu der Zunft der
Minne=
ſänger, ſie heißt Farina Antonina und ihre Lieder
wer=
den im Volke hochgeachtet. Schließlich entſtanden ſogar
Unruhen, denn der boykottierte Moretti hatte viele
Be=
wunderer und Anhänger, die darüber empört waren,
daß ſeine Muſe feiern ſollte, und den anderen
Minne=
ſängern mit Johlen und Pfeifen entgegentraten. Jetzt
endlich, ſo berichtet die „Nuova Sardegna”, iſt der
Kriegszuſtand beendet: die organiſierten Troubadours
haben mit den Dilettanten ein Abkommen geſchloſſen,
wonach künftig zu dem Sängerwettſtreit ein jeder Zu=
(Edmond Tiſſot=Mannheim) erlitt geſtern abend beim
Einfahren in die Garage einen Radbruch, ebenſo
Nr. 95. Emil Quaas=Meerane i. Sa. hat am ſpäten
Nach=
mittag wegen Kolbenlagerdefekts bei Schwäbiſch=Gmünd
die Fahrt aufgeben müſſen. Heute früh um 6 Uhr gingen
auf der Kolmarer Straße 101 konkurrierende
Wagen vom Start. Prinz Heinrich von
Preu=
ßen befindet ſich auch heute wieder mit der Oberleitung
an der Spitze der Fahrt. Dieſelbe geht zunächſt ſüdwärts
bis Kolmar=Maienheim, dann über Rufach,
Rappolts=
weiler, Saarunion, St. Avold nach Metz. Der heutige Tag
bringt die zweite Schnelligkeitsprüfung bei Heiligenkreuz=
Maienheim, deren Ergebnis den Rennfahrern doppelt
be=
wertet wird.
* Straßburg, 7. Juni. Als heute morgen bei der
Ausfahrt zum Start der Prinz Heinrich=Tour der Wagen
Nr. 71 (H. G. Heilmann. Toepchin), der eben die Garage
am alten Bahnhof verlaſſen hatte, ſich gezwungen ſah, zur
Einnahme von Benzin am Kleberſtaden Halt zu machen,
geriet der Wagen plötzlich in Brand und
brannt=
bis auf die Metallteile in wenigen
Minu=
ten nieder. Wie der Beſitzer verſichert, iſt der Brand,
bei dem glücklicherweiſe niemand verletzt wurde, durch
Un=
achtſamkeit eines der herumſtehenden Zuſchauer entſtanden,
der ein brennendes Zündholz auf das Benzin fallen ließ.
Der verbrannte Wagen war ein neuer Siemens=Schückert=
Wagen. Die Feuerwehr war ſofort zur Stelle und löſchte
die brennenden Reſte.
* Schlettſtadt, 7. Juni. Als heute morgen 6 Uhr
55 Min. bei der Weiterfahrt der Prinz Heinrich=
Tour drei Wagen zu nahe aneinander fuhren, fuhr der
Wagen Nr. 5 (Henry Ninaud=Mannheim), der einem
da=
ſtehenden Pferdefuhrwerk ausweichen wollte, gegen
einen Akazienbaum, welcher umbrach. Der
Renn=
wagen iſt ſchwer beſchädigt und mußte die weitere
Teilnahme an der Fahrt aufgeben. Wagen Nr. 25 (Otto
Roſe=Magdeburg) hatte an derſelben Stelle einen
Schlauch=
defekt. Nach Ausbeſſerung desſelben, die nach
viertelſtün=
diger Raſt beendet war, konnte der Wagen die Fahrt
fort=
ſetzen.
* Oberenzen, 7. Juni. Heute vormittag ereignete
ſich hier bei der Durchfahrt der Prinz Heinrich=
Tour ein beklagenswerter Unfall.
Gegen=
über der großen Tribüne des Automobil=Klubs Kolmar
ſprang von dem Wagen Nr. 57 (Franz Heine=
Han=
nover) ein Gummireifen ab. Der Fahrer verlor die
Steue=
rung und fuhr mit voller Wucht gegen einen
Baum. Der Wagen wurde vollſtändig
zertrüm=
mert. Zwei Inſaſſen ſind tot, der dritte iſt
ſchwer verletzt. Auch ein Zuſchauer wurde durch
herumfliegende Trümmerſtücke ſchwer verletzt. Das
Ren=
nen iſt vorläufig eingeſtellt.
* Kolmar, 7. Juni. Das Unglück ereignete ſich
während der Geſchwindigkeits=Konkurrenz
auf der Straße zwiſchen Heiligenkreuz und Maienheim,
während der bekannte Radrennfahrer Robl auf einem
Farman=Zweidecker Aufſtiege unternahm. Tot ſind der
Mitfahrer Brunner und der von der Kommiſſion
er=
nannte Kontrolleur, der Fahrer Heine iſt ſchwer
ver=
letzt. Auf Anordnung des Prinzen Heinrich wurde das
Rennen abgebrochen. Die Aufregung unter der
Zuſchauermenge, die ſich aus dem Sportpublikum des
ganzen Landes zuſammenſetzt, iſt ſehr groß.
Der Fahrer Heine iſt Leiter der Hannoveraner Filiale
der Adlerwerke. Er war früher Radrennfahrer und hat
ſich dann dem Automobilismus zugewandt. Er hat alle
drei Prinz Heinrich=Fahrten mitgemacht, im letzten Jahr
gehörte er zu den Preisträgern. Nach einer neueren
Mel=
dung iſt Heine ſchwer, aber nicht lebensgefährlich
verletzt. Der Mitfahrer Brunner, der auf der Stelle tot
blieb, war in der Frankfurter Fabrik in der Höchſter
Straße als Meiſter tätig. Er ſtand in den dreißiger
Jahren. (Frkf. Ztg.
* Metz, 7. Juni. Der erſte Wagen der Prinz
Hein=
rich=Fahrt (Nr. 45), ein Daimler=Wagen, mit Ingenieur
Bahlſen, iſt um 12 Uhr 15 Min. als Erſter hier
ange=
kommen.
* Metz, 7. Juni. Das Ziel der Prinz Heinrich=Fahrt
iſt das etwa drei Kilometer vor dem Deutſchen Tor gelegene
tritt haben ſoll, nun wird Moretti auch wieder durch
ſeine Dichtungen das Volk erbauen und ganz
Sar=
dinien atmet auf, daß der Krieg der Minneſänger
vor=
über iſt.
* Ein Perlenſchmuck als
Kinderſpiel=
zeug. Aus Prag wird den „Münch. N. Nachr.”
ge=
ſchrieben: Vor vier Wochen verlor die Baronin Lanna,
die Schwiegertochter des jüngſt verſtorbenen Barons
A. von Lanna, beim Ausſteigen auf dem Bahnhof in
Prag ein Perlenhalsband im Werte von 10000
Kro=
nen. Dem Finder wurde eine Belohnung von 2000
Kronen zugeſichert, aber niemand meldete ſich. Jetzt
iſt das Halsband wieder in die Hände ſeiner
Beſitze=
rin gelangt, es hat aber inzwiſchen Merkwürdiges
er=
lebt. Ein Arbeiter hatte es gefunden und dem
Bahn=
hofportier gezeigt, der es als wertloſes Zeug
bezeich=
nete. Der Arbeiter ſchenkte das Schmuckſtück einem
Kinde. Dieſes ſpielte damit. Der Schweſter, einer
Fabrikarbeiterin, gekiel das Geſchmeide und ſie
ſchmückte ſich damit bei der Arbeit in der Fabrik. Eine
andere Arbeiterin, die ſich der Verluſtanzeige
er=
innerte, machte die Polizei auf den angeblichen
Glas=
ſchmuck aufmerkſam und ſo gelangte Frau von Lanna
wieder zu ihren ſchon verloren gegebenen Perlen.
* Ein weiblicher Ahasver. Frau Marie
Grimardias, die mit ihrem Manne in der Pariſer Rue
Legandre wohnt, iſt in den letzten Tagen ſechsmal
dem Tode entronnen, den ſie ſelbſt geſucht hatte.
Am 2. Juni ſtürzte ſie ſich vom Pont Alexandre in die
Seine, wurde aber von Schiffern aufgefiſcht und ans
Land gebracht. Nach Hauſe zurückgekehrt, wollte ſie ſich
mit dem Revolver ihres Mannes erſchießen, doch kam
ihr Gatte noch rechtzeitig hinzu und entriß ihr die
Waffe, ebenſo wie eine Stunde ſpäter ein Raſiermeſſer.
Tags darauf ſuchte ſie ſich mit einer Sublimatlöſung
umzubringen, wurde aber auch diesmal durch das
recht=
zeitige Dazwiſchentreten ihres Mannes daran
gehin=
dert. Endlich ſtieg ſie in einen nach Verſailles
fahren=
den Zug, öffnete, als er in vollem Gange war, die Tür
und ſtürzte ſich hinaus. Sie brachte ſich aber nur eine
leichte Hautverletzung bei und wollte gerade aufſtehen,
als ein anderer Zug in entgegengeſetzter Richtung
an=
kam. Dieſer hätte ſie rettungslos überfahren, — aber
ſie legte ſich nun blitzſchnell platt zwiſchen die Schienen,
ſo daß der Zug über ſie hinwegging, ohne ihr auch nur
ein Haar zu krümmen. Frau Grimardigs iſt der
Ver=
zweiflung nahe.
Seite 5.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910.
Nummer 131
Fort Le Bordes, wo der Landesausſchußabgeordnete
We=
ber die Oberaufſicht übernommen hat. Die
Hauptkon=
trolle führt Konſul Dreyer. Von 3,35 Uhr ab trafen in
Abſtänden von je einer Minute ein: der Wagen der
Ober=
leitung, ſodann die Wagen Nr. 1, 2, 4, 3, 7, 9, 10, 14, 15,
13, 16 und 18. Auf dem Wege von Metz nach Les Bords
hatte ſich eine zahlreiche Menſchenmenge eingefunden, die
die eintreffenden Automobilfahrer lebhaft begrüßte. Prinz
Heinrich von Preußen hat um 3,15 Uhr Kurzel als fünfter
Wagen paſſiert. Weitere Meldungen über Unfälle ſind
bis=
her bei der Oberleitung hier nicht eingetroffen. Von Les
Bordes teilten ſich die eingelaufenen Wagen, um die drei
verſchiedenen, ihnen zur Verfügung geſtellten
Quartier=
hallen aufzuſuchen.
Die „B. Z.” meldet aus Oberenzen: Von dem
Wagen 57 der Prinz Heinrich=Tourenfahrt (Franz Heine=
Hannover), der gegen einen Baum rannte und völlig
zer=
trümmert wurde, wurde der Fahrer Heine nur verletzt,
während der Unparteiiſche Allenſtedt und der
Chauf=
feur Brunner getötet wurden.
Die Strecke für die zweite Schnelligkeitsprüfung wird
uns von einem Teilnehmer, der die Strecke vorher abfuhr,
als ſehr gefährlich geſchildert. Der Weg ſei ziemlich
ſchmal und zu beiden Seiten dicht mit Bäumen bewachſen,
ſodaß hier ſchon vorher Unglück befürchtet wurde. Leider
ſollten dieſe Befürchtungen nicht getäuſcht werden.
* Kolmar, 7. Juni. Prinz Heinrich ließ durch
den Grafen Sierſtorpff, einem Vertreter der „N. B. L.=Z.”
koffiziell erklären, daß der Unfall nicht auf einen
Pneu=
matikdefekt zurückzuführen ſei. Die genaue Unterſuchung
habe ergeben, daß ein Mangel an der Steuerung die
Ur=
ſache war. Der Wagen geriet in eine Waſſerrinne, dann
gegen einen Baum und zerſprang.
Luftſchiffahrt.
* Friedrichshafen, 6. Juni. Das
Luft=
ſcchiff 2 VI iſt heute früh ¾5 Uhr unter Führung des
Grafen Zeppelin aufgeſtiegen und über den Bodenſee
nach Lindau und Bregenz geflogen. Um 7 Uhr
manöve=
rierte es wieder über Friedrichshafen.
* Friedrichshafen, 7. Juni. Das Luft
ſchiff „2 Vl” war um ½9 Uhr wieder in ſeine Halle
eingebracht. Um 11 Uhr 25 Minuten iſt es zum zweiten
Male aufgeſtiegen. Graf Zeppelin führt das Luftſchiff
ſelbſt. Die Fahrten dienen zur Ausbildung des
Per=
ſonals für die Deutſche Luftſchiffahrt=Geſellſchaft.
* Friedrichshafen, 7. Juni. Obwohl die
Fahrten mit dem „E 2 VI” einen guten Verlauf
nah=
men und die verſchiedenen angebrachten Aenderungen
und Neuerungen ſich bewährten, erſcheint es dem Grafen
Zeppelin vorſichtiger, ſeine Fernfahrt nicht zu
unternehmen, bis noch eine gründlichere Erprobung
erfolgt iſt. Die Fernfahrt nach Wien und
Dresden mußte darum z. Zt. abgeſagt werden.
H.B. Wien, 7. Juni. Graf Zeppelin wird
während ſeines hieſigen Aufenthaltes als Gaſt des
Kaiſers in der Hofburg wohnen. Die Wiener und der
Kaiſer werden dem Grafen hohe Auszeichnungen zuteil
werden laſſen.
* Paris, 6. Juni. Das von Frankreich
aufge=
ſtellte Programm für die Arbeiten zur Regelung
der Luftſchiffahrt beſchränkt die Arbeiten auf
praktiſche Geſichtspunkte, um ſofort etwas Brauchbares
zu ſchaffen. Theoretiſche Erörterungen über Fragen
wie die des Eigentums der Luft ſind ausgeſchaltet. Die
wichtigſten Fragen ſind: Identifizierung der
Luftfahr=
zeuge, Maßnahmen zur Sicherung der Bewohner wie
der Luftfahrer, Befähigungsnachweis für die
Luftfah=
rer, Nachweis für die Brauchbarkeit der Motore,
Ver=
kehrsvorſchriften, Zollfragen, Verteidigung gegen
Spionage, Aſylrecht anglog dem Aſylrecht der Schiffe
in neutralen Häfen, ſchließlich die Frage der
Exterri=
toriglität für ſtaatliche Luftfahrzeuge.
Erdbeben.
** Jugenheim, Erdbebenwarte, 7. Juni.
Heute, in früher Morgenſtunde, von 3 Uhr 6 Minuten
37 Sekunden bis etwa 3 Uhr 25 Minuten, M. E. Z.,
wurde ein mittelſtarkes Erdbeben beobachtet. Die
Herdentfernung beträgt etwa 1300 Kilometer, der Herd
liegt in Süditalien.
* Neapel, 7. Juni. Ein wellenförmiger,
meh=
rere Sekunden anhaltender Erdſtoß wurde nachts
kurz nach 3 Uhr hier, namentlich in den höher
gelege=
nen Stadtteilen, verſpürt. Viele Einwohner
ver=
ließen die Häuſer. Auch in Benevento, Coſenza,
Ca=
ſtellamare di Stabia, Potenza und Catanzaro wurde
der Erdſtoß verſpürt. In Avellino war der Stoß
ſo ſtark, daß die geſamte Bevölkerung die Wohnungen
verließ. In der Gemeinde Calitri ſtürzten
meh=
rere Häuſer ein; neun Leichen ſollen aus den
Trüm=
mern geborgen worden ſein. Der Präfekt ſandte
mili=
täriſche Hilfe ab. Unbeglaubigte Nachrichten laſſen
be=
fürchten, daß der Erdſtoß auch in anderen Gemeinden
Schaden verurſacht und Opfer gefordert hat.
** Rom, 7. Juni. Zu dem Erdveben wird noch
ge=
meldet: In der Gemeinde Vallata ſind zahlreiche
Häufer eingeſtürzt, eine Perſon wurde getötet, mehrere
verletzt. In San Sizio ſind viel Häuſer ſehr beſchädigt,
auch die Kirche. In Lioni iſt der Schaden weniger groß.
* Rom, 7. Juni. Der Miniſterrat beſchloß, daß
der Miniſter der öffentlichen Arbeiten ſich unverzüglich
in die von dem Erdbeben betroffenen Bezirke
be=
gebe. In San Fels, Diſtrikt Melfi, wurde durch einen
Erdſtoß ein Haus zum Einſturz gebracht. Eine
An=
zahl Perſonen wurde verſchüttet. In der Gemeinde
Calitri wurden bis jetzt 20 Leichen geborgen. Das
Land zeigt faſt überall große Riſſe. Der
Miniſterpräſi=
dent ſpendete 50000 Lire für die von dem Erdbeben
Be=
troffenen.
* Foggia, 7. Juni. Ein heftiger Erdſtoß, dem
ein 19 Sekunden dauerndes Beben folgte, wurde gegen
3 Uhr nachts hier und in der Provinz verſpürt. Die
Bevölkerung übernachtete im Freien. Die Mauern des
alten Domes in Rovino weiſen Riſſe auf.
Darmſtadt, 8. Juni.
L. Die geſtrige Schwurgerichtsverhandlung richtete ſich
gegen den 44 Jahre alten Buchdrucker Mathäus Adolf
Leichum von Sachſenhauſen, wohnhaft in Neu=Iſenburg,
wegen betrügeriſchen Bankerotts, gegen ſeine 48 Jahre alte
Ehefrau Sophie und den 33 Jahre alten Notariatsgehilfen
Friedrich Willy Emmermann von Frankfurt wegen
Beihilfe hierzu. Leichum iſt beſchuldigt, daß er im
Som=
mer und Herbſt 1909 als Schuldner ſeine Zahlungen
eingeſtellt hat, über deſſen Vermögen das förmliche
Kon=
kursverfahren eröffnet war, Vermögensſtücke ganz oder
teilweiſe bei Seite geſchafft, Handelsbücher zu führen
un=
terlaſſen habe, deren Führung ihm geſetzlich oblag,
Ein=
tragungen in die Bücher ſo vollzogen oder geändert zu
ha=
ben, daß eine Ueberſicht des Vermögensſtandes unmöglich
war. Auch ſoll er im Oktober 1909 amtliche Siegel
rechts=
widrig entfernt haben. Seine Ehefrau ſowie Emmermann
ſind beſchuldigt, ihm mit Rat oder Tat Hilfe geleiſtet zu
haben. Zur Verhandlung ſind außer dem
Sachverſtän=
digen Regierungsrat Baſtian von hier ſo viele Zeugen
geladen, daß zwei Tage für die Sache vorgeſehen ſind und
ein Erſatzgeſchworener ausgeloſt wurde. Leichum erklärt,
daß er etwas geſpart und daß auch ſeine Frau Vermögen
in die Ehe eingebracht habe. Am 12. Oktober 1908 ſchloß
er mit dem Heinrich Schäfer einen Geſellſchaftsvertrag,
durch welchen er in die Druckerei eintrat. Er zahlte 18000
Mark ein und verſah die techniſchen Geſchäfte, während
Schäfer den kaufmänniſchen Teil vertrat. Das Geſchäft
ging ſchlecht und überzeugte ihn bald, daß er zu kurz
ge=
kommen ſei. Bereits am 18. März 1909 ſchloſſen die
Ge=
ſellſchafter einen Trennungsvertrag dahin ab daß Leichum
das ganze Geſchäft übernahm und dem Schäfer als ſein
Anteil 21000 Mark herauszahlte, 1000 Mark waren bar zu
leiſten, der Reſt mit 5 Prozent zu verzinſen. Durch beide
Verträge erachtete ſich Leichum übers Ohr gehauen, weil
bei der Eröffnungsbilanz die Maſchinenwerte viel zu hoch
in Anſatz gebracht worden ſeien. Er reichte daher eine
Klage ein, in der er beantragte, feſtzuſtellen, daß beide
Verträge nichtig ſeien und die eingezahlten 18000 Mark
herausverlangte. Schäfer beſtritt ſeine Behauptungen und
klagte die 20000 Mark ein, auch erhob er wegen
Belei=
digung gegen die Frau eine Privatklage. Am 7. Juni kam
zwiſchen den Streitteilen ein Vergleich dahin zuſtande, daß
das Geſchäft dem Leichum verblieb; er hatte dem Schäfer
einige Maſchinen zu überlaſſen und 4000 Mark
heraus=
zuzahlen. Davon waren 1000 Mark bar zu entrichten und
der Reſt in drei Oktoberzielen. Zur Sicherung der 3000
Mark verſprach die Frau Leichum, einen Hypothekeintrag
auf ihre Güterſtücke legen zu laſſen. Nunmehr entfernte
Leichum ſeine Maſchinen aus der Schäferſchen Hofreite, um
ſie in ſein Haus zu verbringen. Dies verwickelte ihn
aber=
mals in einen Prozeß, indem ein Herr Koch, der auf der
Hofreite des Schäfer eine Hypothek ſtehen hatte, auch die
Maſchinen zu ſeiner Sicherung in Anſpruch nahm. Die
Klage wurde abgewieſen, weil das Pfandrecht mit der
Trennung der Maſchinen erloſchen war. Das neue Geſchäft
ging denkbar ſchlecht, im Juni ſchon konnten Wechſel nicht
eingelöſt werden, im Juli war Leichum ſogar genötigt,
ſeinen Konkurs in Ausſicht zu ſtellen. Schon am 30. März
hatte er die mit ſeiner Frau beſtehende
Errungenſchafts=
gemeinſchaft aufgelöſt und Gütertrennung eingeführt. Mit=
Rückſicht auf die angeblich gemachten Zuwendungen hatte
er auf die ihm zuſtehende Hälfte verzichtet und die ganzen
Grundſtücke der Frau überwieſen. Am 23. Juni errichtete
die Frau auf den Grundſtücken eine Hypothek über 11000
Mark, von welchen 10000 Mark bezahlt worden ſein
ſol=
len. Davon bezogen die 5 Geſchwiſter ſeiner Frau nach
Leichums Ausſage die Hälfte, die andere Hälfte floß ins
Geſchäft. Am Tage darauf nahm die Frau, weil es nicht
langte, weitere 4000 Mark von dem Privatier Georg Horn
in Frankfurt auf. Der Privatier iſt ein Bäckergehilfe, der
früher ein eigenes Geſchäft hatte, dieſes aber mangels aller
Mittel aufgeben mußte. Erſt als Dritter im Bunde
er=
ſcheint Schäfer mit der ihm im Vergleich zugeſagten
Hypo=
thek über 3000 Mark. Am 2. Juli erwarb die Georg Horn
Ehefrau die Maſchinen für 6000 Mark, wobei dem Leichum
die verkauften Gegenſtände jedoch zum Gebrauch
über=
laſſen wurden. Nachdem ſo alles bis auf den Papiervorrat
und die Ausſtände verwertet worden war, kaufte die Frau
Leichum im September erſtere zu 301 und letztere für 777
Mark. Am 20. Oktober wurde alsdann auf Antrag eines
Gläubigers das förmliche Konkursverfahren eröffnet. Die
Frau Leichum beſtreitet, in irgend einer Form an der
Be=
nachteiligung von Gläubigern teilgenommen zu haben, die
Namen ihrer Geſchwiſter nannte ſie nicht, weil dieſe
in=
cognito bleiben wollen. Emmermann, der früher
Uhr=
macher, ſeit 1903 Bureauvorſteher bei dem Juſtizrat von
Brentano in Offenbach war, behauptet, durch ſeine
Dar=
lehensvermittelung, insbeſondere auf Immobilien, mit
Lei=
chum bekannt geworden zu ſein. Seiner Schweſter, der
Frau Horn, habe er die 2300 Mark beſorgt, 5000 Mark
habe er für dieſe aus ſeinen Mitteln bezahlt. Woher er
das Geld gehabt habe, gehe niemand etwas an.
Die Beweisaufnahme ergab, daß Leichum in
der kritiſchen Zeit in ſehr prekären Verhältniſſen ſich
be=
fand. Ein Kenner der Verhältniſſe beſtätigt, daß Schäfer
bei dem erſten Inventar viel zu hohe Anſätze zu ſeinen
Gunſten und zum Nachteil des Leichum machte. Der Wert
der Iſenburger Zeitung allein wurde auf 9000 Mark
ge=
ſchätzt. Sowohl gegen Schäfer als auch gegen Leichum
wurden Betrugsanzeigen gemacht, die Verfahren aber
wie=
der eingeſtellt. Sein Redakteur Bertz bezeichnet den
Lei=
chum zwar als einen tüchtigen und fleißigen Arbeiter, dem
übernommenen Geſchäft war er aber nicht gewachſen. Mit
Wechſeln verſtand er jedoch umzugehen. Auf Anregung
des Sachverſtändigen Baſtian wurde ermittelt, daß
man=
gels einer richtigen Rentabilität das Geſchäft monatlich
400 bis 600 Mark fraß. Bertz war der Anſicht, daß die
Ein=
tragungen und Verträge des Leichum Unſinn waren und
das Geld noch da ſei; er warnte auch beide, daß ſie ſich
noch unglücklich machen würden. Früher war dieſer
Beamter des Reichsverbandes zur Bekämpfung der
Sozial=
demokratie, es wurde ihm jedoch aus rein perſönlichen
Gründen wieder gekündigt. Nach Mitteilung des
Kon=
kursverwalters werden die Verträge mit der Frau Leichum
und der Frau Horn als ungültig angefochten. Die
Häu=
fung der Verträge und Eintragungen fiel dieſem ſofort auf.
Nach einer von ihm gefertigten Aufſtellung muß die Frau
Leichum in der Zeit von Juli bis Oktober im Beſitz von
17000 Mk. geweſen ſein. Als Leichum ſpäter gefragt wurde,
wo das Geld hingekommen ſei, gab er keine Auskunft. Die
Frau verließ auf die gleiche Frage kopfſchüttelnd das Bureau.
Dem Unterſuchungsrichter, welcher ſich die größte Mühe
gab, zu ermitteln, wohin das Geld gekommen ſei,
er=
zählte er zuerſt von einem Polen, dann von einem
Metzger, welchen er ſolches gegeben habe; beides war
unwahr. Ein Maurermeiſter, der 600 Mark bekommen
haben ſoll, wartet heute noch auf dieſes Geld. Was den
letzten Anklagepunkt gegen Leichum anlangt, behauptet
dieſer, die Siegel müßten abgefallen ſein; Bartz beharrt
jedoch dabei, daß er ihn herunterriß und dann ſagte,
der Wind habe ihn weggefegt. Der frühere Aſſocié
des Leichum, Heinrich Schäfer, nahm dieſen an, weil
er ſelbſt oft auswärts ſein mußte und dieſer ein
Fach=
mann und ſein Duzfreund war. Anfangs 1909 wurde
die Kuvertfabrik angegliedert und nunmehr
ver=
einbart, daß er dieſe behalten und Leichum die
Drucke=
rei übernehmen ſolle. Zuerſt habe beiderſeits volle
Klarheit geherrſcht; nach zwei Tagen ſei Leichum aber
wie umgewandelt geweſen. Der nach einigen Prozeſſen
am 7. Juni abgeſchloſſene Vergleich ſei nicht eingehalten
worden, indem er am 1. Oltober nichts bekam. Bei der
Aufſtellung der Eröffnungsbilanz habe Leichum
alles genau geprüft und genehmigt; ſpäter
habe er ihm 3000 Mark nachgelaſſen, weil eine Maſchine
zu hoch angeſetzt war. Daß die Maſchine dem Koch
mit=
verpfändet ſei, habe er dem Leichum geſagt, tratzdem
habe dieſer ſie entſernt. Nach dem Vergleich ſollte er am
1. Juli eine Hypothek erhalten, auch dieſe Bedingung
wurde nicht erfüllt.
J. Griesheim, 7. Juni. Bei der heutigen
Stich=
wahl wurde der bisherige Beigeordnete Feldmann
mit 581 Stimmen zum Beigeordneten
wiederge=
wählt. Der Gegenkandidat Maus erhielt 550 Stimmen.
Einige Stimmen waren zerſplittert.
Ss. Griesheim, 7. Juni. Am 1. Juli tritt Herr
Dekan Neuroth nach 30jähriger Wirkſamkeit in den
Ruheſtand. Er wird ſeinen Wohnſitz in
Darm=
ſtadt nehmen.
Ss. Griesheim, 7. Juni. Geſtern nachmittag
be=
nutzte die Frau des Maurers Eckart Petroleum
zum Feueranmachen und ſtellte die Kanne neben den
Herd. Das 2½jährige Kind kam ſpäter dem Feuer zu
nahe, ſodaß ſeine Kleider Feuer fingen.
Da=
durch explodierte auch die Petroleumkanne. Das Kind
erlitt ſo ſchwere Brandwunden, daß an ſeinem
Auf=
kommen gezweifelt wird.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 7. Juni. Im Beiſein des Kaiſers und
der Kaiſerin, der Prinzeſſinnen Auguſt Wilhelm und
Viktoria Luiſe, ſowie der Prinzen Auguſt Wilhelm und
Oskar, der Miniſter v. Moltke und Dr. Beſelex,
zahl=
keicher hoher Militärs, anderer bekannter
Perfönlich=
keiten aus der Gelehrten=, Finanz= und Künſtlerwelt
und von Parlamentariern wurde heute in der
Hoch=
ſchule für Muſik die Gedächtnisfeier anläßlich der
100. Wiederkehr des Todestages der Königin Luiſe
be=
gangen. Nach den einleitenden Muſikſtücken hielt
Pro=
feſſor Hintze die Gedächtnisrede, in welcher er
aus=
führte, das Bild der Königin als freundlicher
Schutz=
geiſt des Volkes und als guter Genius Preußens ſei
unſer geblieben über Tod und Grab hinaus. Zwei
Sätze aus Händels „Meſſias” ſchloſſen die
eindrucks=
volle Feier.
* Berlin, 7. Juni. Das preußiſche
Abgeord=
netenhaus verwies die Vorlage, betreffend die
Erhöhung der Zivilliſte, an die
Budgetkom=
miſſion, nachdem ſämtliche Redner, ausgenommen die
ſozialdemokratiſchen, die geforderte Summe als
berech=
tigt anerkannt und für die Vorlage geſtimmt hatten.
* Berlin, 7. Juni. Die Budgetkommiſſion
des Abgeordnetenhauſes bewilligte die
Mehr=
koſten für die Dampffährenverbindung Saßnitz-Trelleborg.
Nach Mitteilung des Eiſenbahnminiſters werden die
Zu=
ſchüſſe zur Eiſenbahnarbeiter=Penſionskaſſe ſchon vom
1. Juli 1910 und nicht erſt vom 1. April 1911 ab geleiſtet.
Die Eiſenbahneinnahme beträgt gegenüber dem
Voran=
ſchlag für 1910 100 Millionen mehr, 183 anſtatt 83
Mil=
lionen Mark.
* Berlin, 7. Juni. Die Subſkription auf die 5
pro=
zentige marokkaniſche Staatsanleihe von
1910 wurde ſofort nach Eröffnung geſchloſſen, da die
eingelaufenen Voranmeldungen eine ganz
außerge=
wöhnlich ſtarke Ueberzeichnung ergaben.
* Wiesbaden, 7. Juni. Der Zentralverband der
Deutſchen Veteranen= und Kriegerverbände von
Nordamerika traf heute vormittag zur
Beſichtig=
ung der ſtädtiſchen Sehenswürdigkeiten hier ein. Um
12 Uhr erfolgte die Weiterfahrt nach Biebrich; von dort
aus fahren die Teilnehmer per Dampfer bis Rüdesheim
zur Beſichtigung des Niederwald=Denkmals.
* Müuchen, 7. Juni. Der D=Zug München=
Berlin fuhr geſtern abend auf Station
Geimers=
heim bei Ingolſtadt auf eine Anzahl Güterwagen.
Mehrere Güterwagen entgleiſten und wurden
beſchä=
digt. Beide Gleiſe ſind geſperrt; ein Bremſer wurde
als verletzt gemeldet. Von den Reiſenden wurde
nie=
mand verletzt. Die Züge dieſer Linie mußten teils
umparkiert, teils über Augsburg geleitet werden.
* München, 7. Juni. Zu dem
Eiſenbahnun=
fall in Gaimersheim wird amtlich mitgeteilt:
Der geſtern nachmittag 4 Uhr 45 Minuten von
Mün=
chen abgehende D=Zug Nr. 105 überfuhr gegen 6¼ Uhr
abends auf der Station Gaimersheim das auf
Halte=
ſtellung befindliche Einfahrtsſignal und ſtieß mit der
Rangierabteilung des Güterzuges Nr. 1834 zuſammen.
Vier Wagen des Rangierzuges wurden aus dem Gleis
geworfen und zertrümmert. Sechs Güterwagen
wur=
den ſtark beſchädigt und die Lokomotive des D=Zuges
fahrunfähig. Der Wagenwärtergehilfe Alois Proell=
München erlitt leichte Verletzungen. Die Strecke nach
Treuchtlingen war bis gegen 10¼ Uhr nachts geſperrt.
Der Doppelbahnbetrieb wurde heute morgen 3 Uhr
ein=
geleitet; der D=Zug Nr. 40 von Berlin wurde über
Augsburg geführt.
* Dresden, 7. Juni. Beim Einmarſchieren des 177.
Infanterie=Regiments nach dem neuen Lager in der Nähe
des Steinborner Gutes bei Königsbrück traf ein
Blitz=
ſchlag die zweite und dritte Gruppe der 3. Kompagnie
und warf 18 Mann zu Boden. 3 Mann wurden
ge=
tötet, 10 ſchwer und 5 leicht verletzt. Tot ſind der
Gefreite Klintricht und die Soldaten Boden und
Hernickel. Verletzt wurde Leutnant der Reſerve
Weißwege, 3 Unteroffiziere und 11 Soldaten. Sieben
der Schwerverletzten wurden in das Königsbrücker
Gar=
niſonlazarett verbracht.
* Stendal, 7. Juni. In Langenſalzwedel
bei Tangermünde ertranken geſtern nachmittag,
dem „Intelligenzblatte” zufolge, beim Baden in dem
Dorfteiche ein 12jähriger Knabe und ein 13jähriges
Mädchen aus Tangermünde. Der Knabe hatte ein
an=
deres Mädchen, das in Lebensgefahr ſchwebte, gerettet
und ging bei dem Verſuche, das zweite zu retten, ſelbſt
unter.
* Stendal, 7. Juni. Bei dem Gewitter das
geſtern nachmittag über den Arendſee zog, kenterte dem
„Altmärkiſchen Intelligenzblatt” zufolge durch den
Sturm ein Boot; drei Inſaſſen ertranken.
* Köln, 7. Jnni. Die Karbonitfabrik in
Schlebuſch iſt heute nachmittag gegen halb 2 Uhr
in die Luft geflogen. Die Exploſion, welche auch
in Köln verſpürt wurde, war ſo heftig, daß in
Schle=
buſch vielſach Beſchädigungen an den Häuſern
ange=
richtet wurden. Die Kleinbahn=Zentrale wurde
beſon=
ders ſchwer heimgeſucht. Einige Perſonen ſollen als
ſchwerverletzt ins Hoſpital gebracht worden ſein.
Ein=
zelheiten fehlen noch. Wie weiter gemeldet wird, ſind
in der Kleinbahn=Zentrale ſämtliche Fenſterſcheihen
zertrümmert. Der Betrieb iſt unterbrochen worden.
Soweit bis jetzt feſtgeſtellt worden iſt, liegen z we
Perſonen ſchwer verletzt im Krankenhaus.
Außer=
dem ſollen noch mehrere Perſonen mehr oder weniger
ſchwere Verletzungen erlitten haben. Da die Exploſion
vor Arbeitsbeginn ſtattfand und die=Arbeiter ſich des=
Seite 6.
Darmſtädter Tagbkatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910
Nummer 131.
halb noch nicht in der Fabrik befanden, wurde ein
Maſ=
ſenunglück verhütet. Die Fabrik brennt noch und iſt
abgeſperrt, da weitere Exploſionen befürchtet werden.
* Zaragoza, 7. Juni. In der Schule in
Pueb=
lade Alfinden wurden anarchiſtiſche
Schrif=
ten beſchlagnahmt und die beiden Leiter der
Schule verhaftet. In derſelben Gemeinde
veranſtalte=
ten 200 Bauern leidenſchaftliche Proteſtkundgebungen
gegen die Verhaftung eines Mannes, der die Behörden
beleidigt haben ſoll. Ein Teil der Manifeſtanten
ver=
ſuchte, geführt von dem Abjunkt, das
Bürgermeiſter=
amt und ſpäter das Gefängnis zu ſtürmen, wurde
je=
doch von der Gendarmerie daran verhindert.
* Kriſtiania, 7. Juni. Als dem König das Geſetz
zur Sanktionierung vorgelegt wurde, das den Frauen für
die Kommunalwahlen ein erweitertes Stimmrecht
verleiht, riet ihm Handelsminiſter Arktander, die
Sank=
tionierung nicht zu vollziehen. Nachdem die
übrigen Mitglieder der Regierung ſich für die
Sanktionie=
rung ausgeſprochen hatten, vollzog der König ſie. Darauf
reichte Handelsminiſter Arktander ſeine Demiſſion ein,
die angenommen wurde. Der Miniſter der
öffent=
lichen Arbeiten Braenner übernimmt für Arktander das
Handelsminiſterium. Der Oberingenieur bei den
Staats=
bahnen Darre Jenſen wurde zum Miniſter der
öffent=
lichen Arbeiten ernannt. Der ſtattgefundene
Perſonenwech=
ſel bedeutet keinerlei Aenderung in der Politik der
Re=
gierung.
* London, 7. Juni. Expräſident Rooſevelt
hielt geſtern in einer Verſammlung der Londoner
Journaliſten eine Rede, in der er ausführte, eine
Nation ſolle ſoviel Stärke und Selbſtvertrauen
bewah=
ren, daß ſie wegen eingebildeter kleiner
Ungerechtig=
keiten nicht allzu empfindlich zu ſein brauche. Er
möchte ganz ernſthaft ſagen, daß, ſoweit das Wachstum
der Macht der Vereinigten Staaten eine Bedrohung
Englands bedeuten könnte, die Wahrſcheinlichkeit einer
Beunruhigung Englands durch die Vereinigten
Staa=
ten genau im umgekehrten Verhältnis zu dem
Wachs=
tüm ihrer Macht abgenommen habe. Man werde ihm
nicht vorwerfen, ein ignoranter Friedensfanatiker zu
ſein, aber eben deshalb könne man ſeine Worte zum
völlen Werte nehmen, wenn er ſage, daß die
Friedens=
beſtrebungen allgemein im Wachſen begriffen ſeien. Das
Wachſen vollziehe ſich naturgemäß langſam, jede
Be=
mühung, es zu beſchleunigen, könnte eine
entgegen=
geſetzte Wirkung haben, aber kein Werkzeug könne mehr
dazu beitragen, dieſe Fortſchritte zu beſchleunigen oder
aufzuhalten, als die Preſſe. Er wünſche, daß jede
ameri=
kaniſche und engliſche Zeitung als Motto trüge, nicht
was ſie angeblich geſagt haben ſolle, ſondern was ſie
wirklich geſagt habe, nämlich: Sanft ſprechen, aber einen
großen Stock tragen.
* Konſtantinopel, 7. Juni. Die Gerüchte über die
Demiſſion des Großweſirs wegen der Kretafrage
werden von dem Großweſir ſelber dementiert.
— Berlin, 6. Juni. Auf der Lichtenrader Chauſſee
rannte ein Automobil, in dem ſich ein
Sattler=
meiſter, ein Ingenieur mit ſeiner Frau und zwei
an=
dere Herren befanden, gegen einen Baum und flog in
den Chauſſeegraben, wo es ſchwer beſchädigt
lie=
gen blieb. Die Inſaſſen wurden herausgeſchleudert
und erheblich verletzt.
H. B. Lemberg, 7. Juni. Die Stadt Busk ſteht in
Flammen. Bisher ſind bereits 120 Wohnhäuſer und
viele Wirtſchaftsgebäude abgebrannt.
H. B. Belgrad, 7. Juni. Die hier auftretenden
Ge=
rüchte, Prinz Georg werde für immer aus Serbien
verbannt werden, werden von der Regierung als
vollſtändig erfunden bezeichnet.
— London, 6. Juni. Eine Anzahl ſchwerer
Ge=
witter richtete im ſüdlichen Teil Englands ſchweren
Schaden an. Ein Blitzſchlag traf ein Fiſcherboot und
ſpaltete den Maſt. Die ganze Mannſchaft wurde
be=
wußtlos, erholte ſich aber wieder.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das ſüdliche
Tiefdruckgebiet hat auch geſtern noch ſtrichweiſe
Wärme=
gewitter gebracht. Bei öſtlicher Luftſtrömung dauert das
ungewöhnlich warme Wetter an, bereits um 10 Uhr vorm.
werden 25 Grad und mehr erreicht. Die europäiſche
Druck=
verteilung zeigt auch heute keine beſondere Aenderung, ſo
daß Fortdauer der Hitzeperiode in Ausſicht ſteht.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 8. Juni:
Strichweiſe Gewitter, Fortdauer der Hitzeperiode,
Oſt=
wind.
Das Ausſehen beſſerte ſich erheblich.
Mainz, 11. Okt. 1909. Ichverbrauchte für einen
lungen=
kranken Patienten zwei Pakete „Bioſon” in ca. 4 Wochen
und erzielte damit eine Gewichtszunahme von 2¼ Pfund.
Auf mein Anraten nahm der Patient noch weitere zwei
Pakete und dieſes Geſamtquantum von 2 kg erzielte eine
erhebliche Beſſerung, da ſtarke Unterernährung vorlag.—
Die Gewichtszunahme betrugin den zwei Monaten, in denen
das „Bioſon” genommen wurde, insgeſamt 5½ Pfund.
Das Ausſehen beſſerte ſich erheblich; der müde, abgeſpannte
Ausdruck des bleichen Geſichts machte einer friſchen Farbe
Platz. Der Schlaf wurde bedeutend beſſer, Appetit und
Verdauung normal, und kann ich Ihr „Bioſon” jedem, der
einer Stärkung der Nerven und des Körpers bedarf, nur
ſtets empfehlen. Hochachtungsvoll! Julius Stern,
Oberpfleger, zur Zeit Inſpektor des Krankenhauſes
Neue Mühle b. Caſſel. Unterſchrift beglaubigt: Juſtizrat
Dr. Ernſt Arnthal, No. „Bioſon” iſt das beſte und
billigſte Kräftigungsmittel. Paket 3 Mk. in Apotheken,
Drogerien. Man frage ſeinen Arzt.
(117085
lupeten c. H. Stützer Nachf.
in grösster Auswahl Schützenstrasse.
Jetzt ist die Zeit
wo Fruchtpuddings und Flammeries
gegessen werden sollten. Dieselben er-
halten unter Verwendung von (116730
delikaten Geschmack und hohen Nährwert.
Kochbüch-
lein sind kostenfrei durch die Corn Products Co.,
Ham-
burg I, erhältlich. Man weise Nachahmungen zurück.
n 20 Tagen zum Orient und um Italien. Wer
ſeine Ferien in dieſem Sommer genußreich, wertvoll
und dabei billig verbringen will, dem bieten die
Mittel=
meerreiſe=Arrangements der privaten „Freien Deutſchen
Reiſevereinigung”, Reiſeleiter Redakteur Baumm in
Duisburg, empfehlenswerte Reiſegelegenheit. (Vergl.
(11665
Inſerat.)
Nein mein Lieber — geht nur allein!
Ich bin ſchon ein wenig erkältet und wenn ich nun
auch noch eine Bergtour mache, dann bin ich
über=
morgen einfach krank. — Unſinn! Gegen deine
Er=
kältung nimmſt du jetzt gleich ein paar Fays ächte
Sodener Mineral=Paſtillen; morgen nehmen wir
eine Schachtel unten aus der Apotheke mit und du
wirſt ſehen, wie brillant dir die Partie bekommt,
wenn du die Sodener nach Vorſchrift anwendeſt.
Die Schachtel koſtet nur 85 Pfg.
(116102I
Todes-Anzeige.
(Statt jeder besonderen Mitteilung.)
Heute Nacht um ½12 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem
Leiden-
infolge eines Schlaganfalles unser lieber Vater und Grossvater
(B11703
Miurcr Sehdefet
Generaloberarzt i. P.
Darmstadt, 7. Juni 1910.
In tiefer Trauer:
Marie Schaedel, geb. Schaefer,
Emmy Schaedel.
Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 9. Juni, um 5 Uhr nachmittags, vom Portale des
Friedhofes aus.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute Vormittag verſchied plötzlich unſere
liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,
Schweſter und Tante
(B11681
Frau
Wilhelmine Gaubatz
geb. Noll
Witwe des Großh. Hofmuſikers
im 75. Lebensjahre.
Darmſtadt, den 6. Juni 1910.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet in der Stille ſtatt.
Blumenſpenden und Trauerbeſuche ſind nicht
im Sinne der Entſchlafenen.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen
Ludwig Baumüller
ſprechen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
D. Waitz für ſeine troſtreichen Worte, der
Ma=
ſchinenfabrik Georg Göbel, dem Beamten= und
Werkſtättenperſonal derſelben, dem Chr. Verein
j. Männer „Wartburg” und dem Gabelsberger=
Stenographenverein 1861, für die warmen Worte
der Anerkennung und des Troſtes, wie auch für
die Kranzſpenden, unſeren herzlichen Dank aus.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Leonhard Baumüller. (*14154
Darmſtadt, den 7. Juni 1910.
Briefkaſten.
I. K. Die „Tiara” (die dreifache Krone) wurde dem
Papſt mit folgenden Worten überreicht: „Aeeipe tiaram,
tribus coronis ornatam, et scias, patrem te esse orbis
in terra, prinzipum et regum rectorem, vicarium
salvatoris nostri Jesu Christi, eui est honor in saecula
saeculorum”, zu deutſch: Nimm’ hin die Tiara, mit den
drei Kronen geſchmückt, und wiſſe, daß du der Vater des
Erdkreiſes biſt, der Lenker der Fürſten und
Könige und der Stellvertreter unſeres Erlöſers Jeſus
Chriſtus, dem Ehre zu teil wird von Ewigkeit zur
Ewigkeit.
V. Die „Frankf. Ztg.” macht ſelbſt darauf
aufmerk=
ſam, daß die kürzlich in Haſtings verſtorbene Frau Dr.
Eliſabeth Blackwill fälſchlicherweiſe als „erſte Aerztin”
be=
zeichnet war; dieſer Titel gebührt vielmehr, wie in
Darm=
ſtadt ja bekannt iſt, der Marianne Heidenreich, genannt
v. Siebold, zu Darmſtadt, der ihm Jahre 1817 von der
Univerſität Gießen die Doktorwürde verliehen wurde:
Tageskalender,
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 10—7 Uhr).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Heſſiſchen Hof”
Konzert um 8 Uhr auf Hugenſchütz! Felſenkeller.
Konzert um 8 Uhr im „Rummelbräu”
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 9. Juni.
Pferde=Verſteigerung um 11 Uhr in der Train=
Kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
Heugras=Verſteigerung um 8 Uhr von ſtädtiſchen
Wieſen (Zuſammenkunft am Woogsdamm, alsdann
hinter dem Schießhaus).
Hofreite=Verſteigerung des Philipp und Gg. Hotz
um? Uhr auf dem Ortsgericht Eberſtadt.
Kirſchenernte=Verſteigerung um 8 Uhr in
Ge=
markung Eberſtadt (Zuſammenkunft im Kirſchnersrech
vorm Lärchenwäldchen in der Hirtenbach).
Heugras=Verſteigerung um 9 Uhr in Gemarkung
Eberſtadt (Zuſammenkunft im Steckenborn vorm
Pflanz=
garten am Weiher).
O
Feilsve
Terer
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacſel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Skreeſez
für den Inſeratenteil: S. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.
Pilsnernu&
Münchner
Hell Exvort
Biere.
Café Union
Kühle Blonde
Mtahte
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Jeden Mittwoch von 9 Uhr ab:
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20)
Die Kunſt iſt mein Vermögen, trumpfte Kurt
Eg=
loff auf.
Ohne Namen! fuhr Diedrich Geſterling
umbe=
irrt fort.
Oho! begehrte der Maler auf.
Ich habe in den offiziellen Berichten Ihren Namen
noch nicht gefunden.
Dieſe offiziellen Kunſtberichte! ſprach Kurt Egloff
wegwerfend. Erſtände dieſer Welt ein neuer Raffael,
dieſe Zeitungsſchreiber würden ihn ſicher totſchweigen.
Alles alſo, was Sie noch nicht beſitzen, ſuchen Sie,
ein Fremder, bei mir, meinte Diedrich Geſterling, ohne
ſein höfliches Lächeln aufzugeben. Was berechtigt Sie
dazu?
Ich liebe Ihre Fräulein Tochter! behauptete der
Maler kühn.
Und mehr haben Sie nicht in die Wagſchale zu
werfen?
Ich glaube ſicher zu ſein, daß Fräulein Harriet
meine Neigung erwidert.
Diedrich Geſterling horchte auf.
Sie glauben ſicher zu ſein? wiederholte er, und ſein
Lächeln verſchwand. Sie wiſſen es alſo nicht ganz
genau?
Nein, erwiderte Kurt Egloff und ſpielte nun ſeinen
letzten und ſtärkſten Trumpf aus. Als Ehrenmann
hielt ich es für meine Pflicht, mich erſt mit dem Vater
auseinanderzuſetzen.
Ahl rief Dietrich Geſterling überraſcht und
ver=
lengnete zum erſten Male ſeine ſtraffe politiſche
Schul=
ung. Das vereinfacht allerdings die Sache ſehr
weſent=
lich. Ich muß geſtehen, daß Sie ſich mit dieſem
Geſtänd=
nis meine vollſte Sympathie errungen haben.
Na alſo! dachte der Maler und nahm die Poſe des
glücklichen Siegers an, die in der ſtrengen
Geſellſchafts=
toilette leider nicht ſo wirkungsvoll herauskam, wie er
das wünſchte.
Ich muß Ihren Antrag leider ablehnen, fuhr
Died=
rich Geſterling freundlich fort.
Die Siegerpoſe Kurt Egloffs brach in einem
Augen=
blick zuſammen, und vernichtet ließ er den Kopf hängen.
Faſſen Sie ſich, tröſtete ihn Diedrich Geſterling,
deſſen Mitleid ſich zu regen begann. Die Gründe, die
mich zu dieſer Ablehnung zwingen, kann ich Ihnen hier
leider nicht auseinanderſetzen. Das würde zu weit
führen. Nehmen Sie aber meine Verſicherung, daß
ich mir Ihre Förderung ſtets angelegen ſein laſſen
werde. Ich werde Sie nach Möglichkeit in meinem
Be=
kanntenkreiſe empfehlen, und hoffe beſtimmt, daß Sie
Aufträge erhalten werden.
Kurt Egloff, den dieſe rückſichtsvollen Worte wie
zermalmende Keulenſchläge trafen, hob abwehrend die
Hand.
öc emnie nir un öinen, ſraß Dichrs
Geſterling feſt und beſtimmt, und erhob ſich, zum
Zei=
chen, daß ſich die Audienz ihrem Ende näherte, daß Sie
unbedingt auf dem Standpunkt des Ehrenmannes
ver=
harren, und meiner Tochter niemals irgend welche
Avancen machen. Ich bedauere lebhaft, daß Sie durch
Ihren unüberlegten Schritt mich und meine Frau um
die Freude gebracht haben, Sie weiterhin als Gaſt
un=
ſeres Hauſes begrüßen zu können. Benötigen Sie aber
in der Folgezeit meinen freundſchaftlichen Rat und
irgend welche Hilfe, die ich zu leiſten imſtande bin,ſ
werden Sie mir auf meinem Hamburger Kontor
will=
kommen ſein.
Damit ſchüttelte er dem Künſtler, der den
kraft=
loſen, aber vergeblichen Verſuch machte, ſich zu erheben,
die Hand, und verließ das Zimmer.
Kurt Egloff blieb zerknickt im Seſſel ſitzen.
Vor=
läufig war er außerſtande, das ungaſtliche Haus zu
ver=
laſſen. Alle ſeine ſtolzen Hoffnungen, die er auf die
Verbindung mit dem Hauſe Geſterling u. Ko. gebaut
hatte, waren wie leichte Kartenhäuſer über den Haufen
geſtürzt. Und ſo hockte er denn, ein Bild der
vollende=
ten Trauer, im weichen Samtſeſſel, und keiner
küm=
merte ſich um ihn, weder Arno, ſein junger Freund,
der dicht unter dem Dache klexte, noch Frau Abel, ſeine
Gönnerin, die ſich noch in ihrem Bondoir aufhielt, noch
Harriet, die leſend unter dem bunten Leinwandzelte
ſaß, und nichts von ſeiner Anweſenheit wußte.
Nur Guſchi Heggbloom dachte an ihn, und ſtreckte
ihren zierlichen Kopf wieder durch die Tür,
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910.
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Reſt des Stückchens verwandte ich gegen
Bartflechte, die ebenfalls bald beſeitigt war.
Rob. Thomae, Bernau (Schwarzwald).
Obermeyers Herba=Seife zu haben in
allen Apoth. u. Drogerien à Stck. 50 Pfg.
(5199ff
½ verſtärkt Mk. 1.—.
Na? fragte ſie leiſe.
Aber ſie wartete ſeine Antwort nicht erſt ab,
ſchlüpfte herein, ſchlich ſich auf den Zehenſpitzen näher,
und tippte dem Zuſammengeſunkenen mitleidig an die
Schulter.
Da hob er den Kopf und ſah ſie ſtarr an. In ſeine
Augen kam das Entzücken des Künſtlers. Er vergaß
ſeinen Groll und ſein Leid. Stärker als alle
Geſter=
linge der Welt fühlte er ſich plötzlich. Eine Welt fühlte
er in ſeiner Fauſt. Ein Bild wollte er malen, das ihm
im Hui einen Namen machen, das ihm Ehre, Vermögen
und Ruhm einbringen ſollte. So hoch ſollte ihn dieſes
Bild heben, daß er auf Dierich Geſterling herabſchauen
konnte, wie der König auf ſeinen Kärrner.
Und das Bild ſtand lebendig vor ihm und lachte
ihn an.
Guſchi, ſprach er leiſe, und griff ihre Hand, die ſie
ihm willig ließ. Ich werde Dich malen. Willſt Du?
Ach gerne, lächelte ſie luſtig, nachdem ſie ſich
furcht=
ſam nach allen Türen umgeſehen hatte. Schenken Sie
mir dann das Bild?
Wann biſt Du frei? fragte er ſie, und drückte ſanft
ihre Finger. Weißt doch, wo ich wohne?
Ja, nickte ſie. Bei Eichholzens auf dem Süllberg.
Wirſt Du auch kommen? drängte er, als ſie
plötz=
lich zögerte. Wann biſt Du da?
Ach, meinte ſie beſtürzt. Wenn mich aber die Leute
ſehen. Und der alte Eichholz iſt ſo komiſch. Könnten
wir nicht lieber nach der Lühe fahren? Die Kirſchen
ſind gerade reif.
Wie Du willſt, entgegnete er haſtig. Um wie viel
Uhr?
Um zwei, rief ſie leiſe, riß ſich los, ſchlüpfte zur
Tür, drehte ſich noch einmal um, und legte den Finger
auf den Mund. Auf der großen Brücke.
Dann ſchoß ſie hinaus, und half ihm draußen in
den Ueberrock. Dabei kniff er ſie wieder in die Wange,
worüber ſie kicherte, als wenn er ſie gekitzelt hätte!
Pünktlich war er zur Stelle. Der große
Raddamp=
fer, deſſen Deck von Sonntagsausflüglern wimmelte,
kam mit der Ebbe eben von Hamburg herunter, machte
einen Bogen, und legte ſich, langſam gegen den Strom
ingehend, neben den Ponton. Die kleinen, ſchrägen
Landungsſtege wurden über Bord geſchoben. Viele
ſtiegen aus.
Da kam Guſchi über die lange Brücke gerannt.
Ihr weißes Waſchkleidchen flog ihr um die kleinen,
ſchnellen Füße. Sie hatte die durchbrochene Bluſe an,
denn es war heiß, und ein rundes, weißes,
ſchmuck=
loſes Strohhütchen mit breitem, blauem Bande auf dem
hellen Haar.
Kurt Egloff wollte ihr beim Einſteigen behilflich
ſein, aber ſie kümmerte ſich nicht um ihn, um die
Blan=
keneſer, die auf der Brücke ſaßen und über die
Paſſa=
giere ihre Witze riſſen, nicht zu reizen. Erſt als das
Schiff in voller Fahrt vom Ufer ſtrebte, ſchlängelte ſie
ſich zu ihm heran. Sie ſuchten ſich im dickſten Gedränge
einen Platz und ſetzten ſich dicht nebeneinander wie
zwei rechte Liebesleute. Auf ihren Rat ging er zur
Kaſſe, um zwei Billette zu löſen. Dazu war er
ver=
mögend genug, denn er hatte ſich kurz vorher beim
Oberkellner ſeines Hotels, bei dem er noch einigen
Kredit hatte, ein Zwanzigmarkſtück geliehen.
Dann nahm er wieder an ihrer Seite Platz und legte
den Arm um ihre Taille. Sie hatte nichts dagegen
ein=
zuwenden.
Du haſt mich gern? flüſterte er ihr ins Ohr.
Sie nickte und ſchämte ſich ein wenig.
Da preßte er ſie feſt an ſich, und ſie litt es ſchweigend.
Nun kam es wie ein tiefer Rauſch über die beiden. Beim
Ausſteigen küßte er ſie ſchon auf den weißen Nacken, und
als ſie, in ſeinem Arm geborgen, unter den fruchtſchweren
Zweigen des Deiches entlang ſchritt, hielt ſie ihm ſelbſt
den friſchen Mund hin.
Du küßt wohl gern? fragte er und faßte ſie unterm
Kinn.
Ja! ſeufzte ſie und ſchloß ſelig die Augen. Weil ich
ſo durſtig bin.
Bein Somfleth tranken ſie Kaffee. Guſchi aß drei
Portionen Sandtorte und hörte dann aus Beſcheidenheit
auf. Satt aber war ſie noch nicht. Dann ſetzten ſie ſich
abſeits vom belebten Deiche unter einen Kirſchbaum, von
deſſen Beſitzer der Maler für einen ganzen Groſchen einen
Fünfliterkorb voll Kirſchen kaufte. Und Guſchi aß, bis
ſie nicht mehr konnte. Als ſie aufſtand, hatte ſie in ihrem
blütenweißen Kleidchen einen talergroßen Fruchtfleck.
Kurt Egloff hatte ſich mit ſeiner hellen Hoſe ſogar in zwei
Kirſchen geſetzt.
Das macht nichts! meinte Guſchi und ſtrich ſich die
Falten glatt.
Gegen Abend kehrten ſie zum Fährhaus zurück und
ſetzten ſich im Gaſtzimmer in den dunkelſten Winkel, wo
ſie ungeſtört waren. Guſchi nämlich hatte nur eine einzige
Angſt, daß ſie mit einem Bekannten zuſammentreffen
könnte, ſonſt war ſie überglücklich.
(Fortſetzung folgt.)
m
en:
Neu
ternic
Inhaber
Gefrau
chniker in
Rudc
Tarmſtadt
ar
ſing
Neentonies
Beliebteste 2x &. 37 Pfg. Cigarette
Elaaretten-Fabrik, Kios‟O E. Robert Böhme, Dresden.
nen
13a
ten
Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910.
Seite 1I.
Ausführung von Gasaulagen im Jnnern
der Gebäude und Grundſtücke.
Im Anſchluß an unſere
Bekanntmach=
ung vom 12. April l. Js. teilen wir mit,
daß noch die Firma
Albert Klöpfer, Beſſungerſtraße 84,
ſeitens Großherzoglicher Bürgermeiſterei die
Erlaubnis zur Einrichtung von Gas=
Be=
leuchtungs=, Heiz= und Kraftanlagen im
Innern der Gebäude und Grundſtücke,
welche an das Rohrnetz des ſtädtiſchen
Gas=
werks angeſchloſſen werden ſollen, erhalten
hat, nachdem er ſich bei der unterzeichneten
Verwaltung verpflichtet hat, alle dieſe
Ein=
richtungen unter Zugrundelegung und
ge=
wiſſenhafter Beobachtung der hierfür
er=
laſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften
auszuführen.
(11672ms
Darmſtadt, den 3. Juni 1910.
Städt. Gaswerksverwaltung, Betriebsleitung.
Friedrich.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 20. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll das den Heinrich Gils Eheleuten
da=
hier zugeſchriebene Grundſtück:
Flur Nr.
qm
IIV 3116¼100 7 Hofreitegrund mit
Giebelmauer
Lich=
tenbergſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K81/10
Darmſtadt, den 4. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L11668,70
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 20. Juli I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Ludwig Graulich dahier
zu=
geſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 140 636 Hofreite
Gutenberg=
ſtraße Nr. 52,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K58/10
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 31. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (L11669,70
In unſer Handels=Regiſter A wurde unterm
a) 28. Mai 1910 folgender Eintrag
voll=
zogen:
Neu eingetragen die Firma:
Gar=
ternicht & Co., Darmſtadt:
Inhaber: Marie Garternicht, geb. Wenzel,
Ehefrau des Rudolf Garternicht,
Elektro=
techniker in Darmſtadt.
(11659
Rudolf Garternicht, Elektrotechniker in
Darmſtadt, iſt zum Prokuriſten beſtellt.
Darmſtadt, den 4. Juni 1910.
Großherzogliches Amtsgericht Darmſtadt I.
HHausverſteigerung.
Donnerstag, den 9. Inn I. Js.,
vor=
mittags 10 Uhr, laſſen die Erben der
verſt. Peter Demmler Eheleute auf dem
Rathaus zu Groß=Rohrheim ein Haus mit
Scheuer und Stallung für 6 Pferde
frei=
willig verſteigern. In dem Haus wurde
ſſeither eine Schankwirtſchaft und ein
Kolo=
nialwarengeſchäft betrieben. Das Anweſen
eignet ſich der Lage nach auch zum Betrieb
einer Bäckerei oder Metzgerei. (*14139
Groß=Rohrheim, den 6. Juni 1910.
Die Erben der verſt. Peter Demmler Eheleute.
zu verkaufen
Ca. 1 Morgen Hengras
(*14012im
Näh. Hohler Weg 11, bei Herrn Keller.
12 Morgen (11654imd
Heugras
beſtes Pferdefutter, ſind zu verkaufe: Näh.
bei Heinrich Burbaum, Pfungſtadt.
Porzellanöfen,
Kamine,
Wandverkleidungen
in jeder Ausführung.
Darmstädter Ofenfabrik
u. Kunst-Keramische Anstalt.
Carl Weiss
Heinrichſtraße 116.
Tel. 1700.
Einzige Fabrik für Porzellanöfen
(9738a
am Platze.
Günſtige Gelegenheit
gebr. Pianino 250.− Mk., zu verlaufen.
Karl Arnold, Ecke Erbacherstrasse
(10974a
Telephon 892.
Schiffsbericht.
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Herrn Adolf
Rady, Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Blücher” von New=York
kom=
mend, 5. Inni 1 Uhr nachts in Hamburg.
Dampfer „Cincinnati”, 5. Juni 7 Uhr morg
in New=York.
Schnelldampfer „Deutſchland” von New=
York kommend, 4. Juni 4 Uhr 35 Min.
nachm. auf der Elbe.
Dampfer „Graf Walderſee”, nach New=York,
5. Juni 11 Uhr 40 Min. morgens
Cux=
haven paſſiert.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Schrotleiter. 1 ſilbernes Armband mit Anhänger (Zeppelin).
1 Dreimarkſtück. 1 geblümter Damen=Silbergürtel. 1 Zwanzigmarkſtück. 1 goldene
Broſche, oval, mit ſchwarzem Stein, in der Mitte eine Reihe Perlen. 2 große einzelne
Schlüſſel. 1 Einpfund=Gewichtſtein. 1 Zuſchneider=Schere, 1 weißes Taſchentuch mit
Biedermeierkränzchen. 1 eine noch neue Peitſche. 1 Radfahrerkarte, auf den Namen
Anton Metzger ausgeſtellt. 1 Taſchentuch, gez. L. W. 1 Portemonnaie mit einigem
Inhalt. 1 Schloßfreiheitslos. 1 goldener Anhänger, auf beiden Seiten kleine weiße
Perlchen. 1 graue Weſte. 1 Stück gelbes Leinwandpapier. 4 einzelne große Schlüſſel.
1 brauner Rohrſtock, gez. 6. S. P. 1 grünes Handtäſchchen. 1 dunkelblaues Samt=
Handtäſchchen. 1 Zwicker mit zweierlei Gläſern in braunem Futteral. 1 Damen=
Gold=
gürtel mit 2 vergoldeten Schnallen. 1 goldene Broſche mit ſchwarzen Jettſteinen.
1 buntgeſtickter Damen=Gürtel mit Goldſchnalle. 1 Hutnadel mit grünem Stein. 1 kl.
Taſchentuch mit roſa Rand. 1 neue Reitpeiſche. 1 Kinder=Bluſe. 1 grauliches Damen=
Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 ſilbernes Armband. 1 Hundemarke mit Ring
und der Nr. 312 VII. 1 gelb= und braunkarierte Pferdedeck. 1 gelbes Rückenſtück von
einem Pferdegeſchirr.
Im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad im Monat Mai liegen geblieben und
von der Direktion abgeliefert: 1 Regenſchirm. 1 breiter brauner Gürtel. 1
Bruſt=
beutel. 1 Knaben=Stehkragen. 1 Heft mit ſchwarzer Decke. 1 kleine Schere.
Im Monat Mai im Großh. Hoftheater liegen geblieben und bei der
dortigen Verwaltung in Verwahr: 1 Opernglas. 1 Opernglas=Futteral. 1 Damen=
Regenſchirm. 1 Paar Gummiſchuhe. 1 Paar neue Glacé=Handſchuhe. 5 Taſchentücher,
gez. E., M. S., G. P., C., 1 ohne Zeichen.
Verloren: 1 goldene Damen=Uhr. 1 ſilbernes Spangen=Armband, ſchwarz
emailliert und Stern darauf. 1 lila Handtäſchchen mit Portemonnaie nebſt 20 Mk.
Inhalt und 1 Zwicker. 1 Portemonnaie mit 18,41 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Remontoir=
Uhr mit Goldrand und Bierzipfel mit ſchwarz=rot=goldenem Band und Silberbeſchlag
mit Eingravierung „H. Langford ſ. I. Willi Mayer. 1 Gummireif von einem
Kinder=
wagen. 1 ſchwarzer Damen=Samtgürtel mit viereckiger gelber Schnalle. 1 goldener
Ohrring in Filigranarbeit mit Brillanten. 1 gelbes Portemonnaie mit 1 Trauring, gez.
J. St. 25. 12. 09, 1 Ring mit rotem Stein und etwa 70 Pfennigen Inhalt. 1
Hand=
täſchchen mit 5 Pfennigen und 1 Monatskarte Ober=Ramſtadt-Darmſtadt. 1
Porte=
monnaie mit 1,50 Mk. Inhalt und 1 Wochenkarte Griesheim-Darmſtadt. 1
Füllfeder=
halter. 1 rote Brieftaſche mit einigen Fünfpfennigmarken. 1 Brieftaſche mit Studenten=
Legitimationskarte, auf den Namen Eugen Hahn ausgeſtellt. 1 braunes Damen=
Porte=
monnaie mit 3—4 Mk. Inhalt. 1 grünes Portemonnaie mit 70—80 Pfennigen Inhalt.
1 ſchwarzſeidener Regenſchirm mit braunem Griff und Silberbeſchlag. 1 ſchwarzes
Ridikül mit Inhalt. 1 Hunde=Halsband. 1 goldenes ſchweres Ketten=Armband mit
lila Stein. 1 gelbes Portemonnaie mit 17 Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzer
Seiden=
beutel mit grüner Geldbörſe und 2—3 Mk. Inhalt. 1 Samt=Portemonnaie mit 1 Mk.
Inhalt. 1 goldener Zwicker mit Kordel und Futteral. 1 Paar braune Glacé=
Hand=
ſchuhe. 1 ſilbernes Ketten=Portemonnaie mit 1—2 Mk. Inhalt. 1 Paar weiße
durch=
brochene Halb=Handſchuhe und 1 Paar däniſchlederne Handſchuhe. 1 goldene Broſche
(verſchlungene Nadel mit roten Granaten).
Zugeflogen bei Privaten: 1 Brieftaube mit Klubring und der Nr. 395. 1
grau=
grüner Kanarienvogel.
Entflogen: 1 gelber Kanarienvogel.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Rehpinſcher. 1 Hund (Meutehund) weiß mit braunen
Flecken. 1 Dobermanpinſcher.
(11657
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Spitzhunde. 1 Bulldogge, 1 Spitzhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revter ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Heugrasverſteigerung.
Donnerstag, den 9. Ifd. Mts., vormittags 8 Uhr beginnend,
wird das Heugras von der früher Kaus’ſchen Wieſe an der Beckſtraße, von der Alten
und der Neuen Nachtweide und den Loſen 68—76 der Viehweide ꝛc., ſodann
Freitag, den 10. Ifd. Mts., vormittags 8 Uhr beginnend,
die Futternutzung von dem ſtädtiſchen Gelände hinter dem Böllenfalltor, das Heugras
von den Loſen 1—12 der Viehweide, den Breit=, Speck= und Blümwieſen, ſowie von
den Wieſen öſtlich des Odenwaldbahndammes an Ort und Stelle öffentlich
meiſt=
bietend verſteigert.
Zuſammenkunft: Donnerstag am Woogsdamm, alsdann hinter dem
Schieß=
haus. Freitag am Böllenfalltor, ſodann an der Kreuzung
des Kirchen= und Böllenfalltorwegs.
Darmſtadt, den 6. Juni 1910.
(11597imd
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. B.: Jager.
Heugras=Verſteigerung.
Freitag, den 10. Juni d. Js., nachmittags 2 Uhr,
wird die Heugras=Ernte im Großherzoglichen Herrngarten dahier öffentlich
meiſt=
bietend verſteigert;
desgl. an demſelben Tage, nachmittags 4 Uhr,
im Großherzoglichen Schloßgarten zu Kranichſtein.
Darmſtadt, den 7. Juni 1910.
(11705
Großherzogliches Hofmarſchallamt.
J. A.: Meinhardt, Großherzoglicher Hofſekretär.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 8. Juni 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe) verſchiedene Möbel, darunter
Betten, Waſchkommode, Nachtſchränke, Schreibtiſche, Diwans, Schränke,
Kom=
mode, Tiſche, Stühle, Ladenſchränke, Ladentheke, Eisſchrank, Dezimalwage,
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Waſch=
maſchine, Schloſſermaterialien, 1 zwölfſ. Break, verſchiedene Landauer und
Breaks, 1 24pf. Opel=Tarack=Chaſſis=Motor, 1 Partie Dielen, Stangen und
Ziegel, 1 Partie Schwämme und 1 Bernhardiner
zwangsweiſe verſteigert.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Gegenſtände findet beſtimmt ſtatt.
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Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910.
Nummer 131.
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ſchreiben, ſucht ſich bis zum 1. Juli zu
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gew. Stenotypiſtin und Maſchinenſchreiberin,
ſucht Stellung als Korreſpondentin in gutem
Hauſe. Gehalt nach Uebereinkunft, prima
Zeugniſſe, Eintritt 1. Juli. Offerten unter
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1170) Mehrere Mädchen ſuchen Stelln
für ſofort, 15. Juni und 1. Juli Jöckel,
Eliſabethenſtraße 32.
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Kunden im Waſchen und Putzen an
Arheilgerſtraße 48, 3. Stock.
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welches längere Zeit in ein. hieſ. Geſchäft als
Buchhalterin, an der Kaſſe u. im Verkauf
tätig, wünſcht ſich zu verändern. Offert.
unter § 41 an die Expedition d. Bl.
Gebildete, junge Dame
wünſcht Filiale zu übernehmen, gleichviel
welcher Branche. Kaution kann geſtellt werd.
Offert. unter § 71 an die Exped. (*13966
welche
Tüchtige Verkäuferin längere
Zeit in einem Wurſtgeſchäft war, ſ. in Metzgerei
Stellung. Verſchiedene brave Dienſtmädch.
können den geehrten Herrſchaften empfohlen
werden Frau Neßling Ludwigſtr. 8. (*14104
*13937oim) Beſſ. Beamtentochtg, welche
ber. 2. J. bei Kind. w., ſ. auf 1. Juli Stelle zu
Kindern. Off. unt. § 65 an die Exp. ds. Bl.
geht nachm. m. Kindernſpazieren,
Frau evtl. auch mit in die Ferien. Off.
unter § 83 an d. Exp. erbeten. (*13992imd
*14169) Ein Mädchen, das 4½ Jahre in
einer Stelle war, ſucht St. in e. Geſchäftsh.,
nicht Wirtſch, ein 17=j., von Herrſch. ſehr gut
empf. Mädch. u. mehrere and. ſuch. Stelle
Stellenbureau Röſe, Karlſtraße 53, part.
B11721) Junge ſaubere Frau, welche koch.
kann, auch alle Hausarb. übernimmt, ſucht
tagsüber oder für ganz Stelle. Offert. unt.
T 26 an die Expedition ds. Bl.
B11722) Saub. Frau ſucht Laufdienſt,
2 Stund. vorm. Weinbergſtr. 4, Seitenbau.
Für 15jähr., norddentſches Mädchen
wird Stelle zu Kindern geſucht, zum 1. Juli.
Offerten unter T 17 an die Expedition
dieſes Blattes.
(*14103
*1410) Reinl. Frau geht waſchen und
putzen Arheilgerſtraße 39, Vorderhaus.
Tüchtige Frau
ſucht Beſchäftig. im Waſchen u. Putzen od.
Aushilfe in Reſtauration zum Spülen.
Näh. Frau Hahn, Schuchardſtr. 13. (*14140
*14141) Einige gutempfohlene Mädchen
ſuchen zum Ziel Stelle durch Frau Bickel,
Stiftſtraße 56.
Haushälterin,
Stellen ſuchen: zu Herr oder
Dame, Kindermädchen w. Hausarbeit mit
verſehen und Aushilfe tagsüber Bureau
Nöſinger, Magdalenenſtraße 21. (11738
Das Zentralſtellenbureau von
Frau Auguſte Schmitt,
Ballonplatz5, empfieh. 1Reſtaurationsköchin,
ſuche für ſofort u. ſpäter mehrere Mädchen
jeden Berufs ſowie tücht. Servierfrl. (*14183
*14186) 2 Schenkammen vom Lande
ſuchen Stellen Frau Dingeldein,
Schützen=
ſtraße 10½,
guten Zeugn. ſucht
Einf. Mädchen Stelle in kl.
Geſchäfts=
haus ſofort. Stellenbüro Debus,
Karl=
ſtraße 79. Teleſon 1737.
(*14192
Wer wünſcht
Entlastung:
Aelterer Kaufmann, dem ſein Geſchäft
noch freie Zeit läßt, ſucht geeignete
Beſchäftig=
ung. Selbiger iſt im Bank=und Kaſſenweſen,
Korreſpondenz, Bureauarbeiten ꝛc. vertraut,
ſprachenkundig, gewiſſenhaft und durchaus
vertrauenswürdig. Akquiſitionstätigkeit nicht
gewünſcht. — Offerten unter T 8 an die
Expedition dieſes Blattes erbeten. (*14089
Buchhalter
geſetzten Alters, firm in allen
Geſchäfts=
zweigen, wie Buchhaltung, Korreſpondenz,
engl. u. franzöſ., Reiſe, Stenograph und
Maſchinenſchreiber, genaue Kenntnis im
Hypothekenweſen und mit den hieſigen
Platz=
verhältniſſen, ſucht Stellung per 1. Julicr.,
event. früher. Auch kann Kaution geſtellt
werd. Gefl. Off. u. § 98 an d. Exp. (*14046im
Kaufmann, mit nachweislichen Erfolgen
der Acquiſition u. Reiſe, ſucht Engagement
Offerten unter § 52 an die Expediton ds.
Bl. erbeten.
(11546som
Vertretung
oder Reiſepoſten von größ. Firma geſucht.
Suchender iſt geſchäfts= und reiſegewandt.
Kaution kann geſtellt werden. Off. unter
P 80 an die Expedition ds. Bl. (11093a
weicher mit
Keſſelreparaturen vertraut, ſucht Stellung.
Offert. u. T 7 an die Expedition. (*14073
30 Marr Heiohnung
ſehr guten Zeugniſen eine — an
Stei=
lung (Vertrauenspoſten) verſchafft. Offerten
unter § 86 an die Expedition. (*14004mdfs
Tücht. Metzger
Anf 30er, ſeither ſelbſtänd., ſucht per
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bald Beſchäftigung irgendwelcher Art bei
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Gefl. 2
T32 an die Erpedition erb.
Tüchtige Verkäuferin
für Manufakturwaren
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Offerten mit Zeugnisabſchriften und
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Zwei Dutzmacherinnen
Stellen ſuchen:
2. Hausmädchen, in der Hausarb., nähen,
bügeln, ſervieren, perfekt, und beſitzen gute
Zeugniſſe, beſſeres Kindermädchen, wel
nähen und bügeln kann, zu größ. Kindern,
dasſelbe verſieht auch Hausarb. mit, ältere
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8f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche Reichsſchatzanw. 100,40
3½ Deutſche Reichsanl.: 2.20
5450
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,40
. 92,90
3½ do. Conſols
84,40
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,70
do.
93,80
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,40
92,10
do.
3½
83,00
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 101,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,40
91,90
do.
3½
do.
81,20
83,60
3 Sächſiſche Rente .
4 Württemberger v. 1907 102,30
93.30
do.
3½,
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,30
12, Griechen v. 187
3¾ Italiener Rente ..
4½ Oeſterr. Silberrente . 98,00
4 do. Goldrente . . 99,30
do. einheitl. Rente 94,10
3 Portug. unif. Serie I 65,60
do. uniſ. Ser. III 67,50
do. Spezial. 12,70
5 Rumänier v. 1903 . . 102,20
do. v. 1890 . . 94,90
do. v. 1905 . . 91,10
4920
4 Ruſſen=v. 1880 ₰. a. . ₰ 92,00₰
InProz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,90
.100,30
4½, do. v. 1905₰
. 9600
3½ Schweden. .
4 Serbier amort. v. 1895 85,50
4 Türk. Admin. v. 1903 88,40
4 do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 95,50
4 do. Staatsrente . 92,50
5 Argentinier . . . . . . 101,80
do.
4½ Chile Gold=Anleihe 93,10
5 Ehineſ. Staatsanleihe 101,50
do.
99,00
4½
4½ Japaner .
. . 97,70
Innere Mexikaner . . 100,00
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 97,00
5 Gold=Mexikaner . . . 100,30
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. . . 146,80
4 Nordd. Lloyd . . . 113,40
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 116,00
4 Baltimore & Ohio . . 111,90
4— Gotthardbahn . . .
InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,70
4 Heſt. Südbhn. (Lomb.) 23.,70
4 Pennſylvania R. R. 132,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 200,20
Werger=Brauerei
82,00
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 480,25
Fabrik Griesheim . . . . 261,00
Farbwerk Höchſt
. 478,75
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Mannheim: .
.325,90
Lahmeyer . . .
116,50
Schuckert
. . . . . . 164,25
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Gelſenkirchen .
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Harpener . .
196,80
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . .
224,60
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Std. Eiſenb.=Geſ. . 89,00
4 Pfälzer Prt. .
do.
3½
92,20
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,20
4 do. ſteuerfrei . —
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
98,00
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,10
do.
do.
26
56,80
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4 Ruſſ. Südweſt.
4 Kronpr. Rudolfbahn . 99.30.
In Proz.
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4 Bagdadbahn Mk. 408 87,40
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec .
. 102,00
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 174,00
4 Darmſtädter Bank . . 131,00
4 Deutſche Bant . . 251,20
4 Deutſche Vereinsbank 128,10
4 Diskonto=Geſellſchaft . 188,25
159,60
4 Dresdner Bank.
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,90
4 Nationalbl. f. Deutſchl. 124,50
4 Pfälzer Bank. .
144,20
4 Reichsbank
4 Rhein. Kredit=Bank
4 Wiener Bank=Verein 137,40
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17
do. S. 19. . . . .
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 1
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk.
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917)
do. (unk. 1914)
3½
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
do,
3½
101,20
92,40
99,60
100,50
91,00
101,60
92,20
101,00
91,10
100,00
91,00
. 100,60
92,80
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt.
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
3½ do.
4 Offenbach.
3½ do.
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms.
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886.
InProz.
.100,90
95,10
91,60
91,00
.100,50
91,60
91,50
. 101,00
92,00
.100,40
.100,30
91,40
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 164,60
3½ Cöln=Mindner . 100 137,00
5 Donau=Reg. fl. 100 144,50
3- Holl, Komm. ℳ100,104.90
In Proz.
8f.
3 Madrider Fs. 100 78,00
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe.
.. 136,00
4 beſterr. 1860er Loſe 17475
3 Oldenburger
2½ Raab=Grazer fl. 150 117,40
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 212,00
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Fs. 15
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Fs. 45 —
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Fs. 10 —
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Oeſterreicher v. 1864 „ 100
do. v. 1858 „ 100 465,00
Ungar. Staats „ 100 389,00
Benediger
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Türkiſche
„ 400 183,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,44
20 Franks=Stücke
16,21
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,191)
Engliſche Noten . . . . . 20,47
Franzöſiſche Noten . . . . 81,10
Holländiſche Noten . . . . 169,20
Italieniſche Noten .
.80,65
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto .
4ge
Reichsbauſ=Lomhard Zäf. 50
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910.
Nummer 131.
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Vlerru
Darmstadt. C
11224a
Vermiſchtes.
— Wie Prinz Lulu ſtarb. Ueber das tragiſche
Ende des Prinzen Lulu, des Sohnes Napoleons III.,
der im Jahre 1879 in Südafrika unter den Speeren
und Meſſern der Zulus den Heldentod fand, erzählt
der Miſſionar Rouſſet, der nach jahrzehntelanger
Miſ=
ſionsarbeit in Südafrika zum erſten Male wieder nach
Frankreich zurückgekehrt iſt, einige intereſſante
Einzel=
heiten. „Am erſten Morgen erhielt eine kleine
Abteil=
ung engliſcher Soldaten unter dem Kommando des
Leutnants Garoy den Befehl, einen Kundſchafterritt
anzutreten. Der junge Napoleon erhielt die
Erlaub=
nis, ſich dem Detachement anzuſchließen. Nach einem
Ritt von mehreren Stunden wurde in der Nähe eines
Sturzbaches Halt und Raſt gemacht. Als man dann
im Begriffe war, wieder aufzubrechen und gerade in
die Sättel ſteigen wollte, wurde der kleine Trupp
plötzlich von einer Schar von Zulukriegern überfallen,
die ſich unbemerkt herangeſchlichen hatte. Der
eng=
liſche Offizier war unbeſonnen genug, den Ruf
aus=
zuſtoßen: „Rette ſich wer kann”; dann ritt er im
Ga=
lopp davon und kümmerte ſich nicht weiter um das
Schickſal ſeiner Untergebenen. Er wurde auch ſpäter
vom Kriegsgericht zu einer langen Kerkerſtrafe
ver=
urteilt, verlor den Verſtand und ſtarb in einem
Irren=
hauſe. Das feurige Pferd des Prinzen bäumte ſich bei
dem plötzlichen Lärm auf, ſcheute und ſträubte ſich. Die
Soldaten waren inzwiſchen auf und davon. Der Prinz
riß den Säbel aus der Scheide und mit dem Revolver
in der Linken trat er den Zulus entgegen. Aber die
auf ihn geſchleuderten Speere und Schwerter waren zu
zahlreich; er brach ſterbend zuſammen, nachdem er
meh=
rere Feinde niedergeſtreckt hatte. Ein engliſches
Deta=
chement, das nachher ausgeſandt wurde, um die Leiche
zu bergen, fand den Körper des Prinzen von 18
töd=
lichen Wunden durchbohrt. Die Zulus glaubten in
dem Prinzen einen engliſchen Offizier zu töten. Als
ſie ſpäter die Wahrheit erfuhren, zeigten ſie Schmerz
und Trauer und einer ihrer Häuptlinge, der an dem
Ueberfall teilgenommen hatte, übernahm es, bis zu
ſeinem Tode das kleine Grabdenkmal zu überwachen,
das an der Stelle errichtet wurde, wo der Sohn des
letzten Kaiſers der Franzoſen fiel. .
Literariſches.
* Eine deutſche Akademie zu Weimar
von Profeſſor Wilhelm Schoelermann. In einer
feſſelnd geſchriebenen Broſchüre tritt der Verfaſſer für
die Gründung einer deutſchen Akademie zu Weimar
ein, die die Aufgabe haben ſoll, „das heimiſche
Geiſtes=
leben der Vergangenheit und Gegenwart zu pflegen,
die in Weimar bereits beſtehenden ſtaatlichen
Anſtal=
ten für Kunſt und Wiſſenſchaft einheitlich
zuſammen=
zuſchließen und die Geſamtheit der ihr zur Verfügung
ſtehenden Bildungsmöglichkeiten zu Lehr= und
Unter=
richtszwecken der Allgemeinheit zugänglich zu machen”
Der Verfaſſer begründet ſeine Forderung in
intereſ=
ſanter, aber ſachlicher Weiſe.
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Eliſab. Wilhelmine Racke, beide in Langen.
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Rohmann, beide hier. Milchhändler Ludwig
Wal=
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brikarbeiter Eduard Böſche mit Kathar. Weber,
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Geſtorbene. Am 2. Juni: Eliſ. Jakobi geb Roth,
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meiſters, 65 J., ev., Arheilger Straße 38. Am 5.: Anna
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gerichtsrat i. P. Gg. Aug. Ernſt Rohde, 79 J., ev.,
Heinrichſtraße 90.
Gewinnanszug
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222. Königlich Preußiſchen Klaſſenlotterie.
5. Klaſſe. 25. Ziehungstag. 6. Juni 1910.
(Nuchdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 30000 Mk. 184456 219323
1 Gewinn zu 15000 Mk. 248484
3 Gewinne zu 10000 Mk. 37047 227654 287765
6 Gewinne zu 5000 Mk. 2356 13653 100736 151491
215162 250479
42 Gewinne zu 3000 Mk. 1413 8588 28077 34428
44596 45212 67829 68893 74813 79777 85635 91908
93341 100560 106852 128437 132395 138818 140071
156631 167083 158491 169296 169718 183452 189517
190029 193853 202598 207963 210227 212918 214717
215698 218535 223797 243472 244492 249876 255882
287714 295948
67 Gewinne zu 1000 Mk. 2698 16325 24388 24437
25260 25506 28520 31181 40024 65008 56458 58507
59358 59573 65965 68735 71590 86521 88662 91632
98893 100954 103292 103606 111864 114505 117227
117675 118137 118648 119060 121527 125156 132096
139718 154228 162237 169431 175574 180316 183171
188333 196904 197462 202756 208435 217717 220108
222182 235307 236423 240405 246008 246968 247480
252034 256610 267067 270903 271620 276215 284901
286607 290156 298352 298884 299905
109 Gewinne zu 500 Mk. 1327 4640 8138 16897.
17576 18534 18694 22323 25929 25961 34059 38872
40773 40898 44430 49734 51085 54487 63077 63432
66398 66496 70132 73914 75729 76265 76361 83992
84691 85047 85434 86438 87317 91431 96455 101349
103054 113631 114253 117907 120561 121524 128017
131991 136139 137365 137665 138689 141539 141692
141926 143779 144329 144969 145831 150662 154110
155515 159671 161613 161645 168439 169151 176893
177426 180881 185830 193130 193304 194675 196056
198738 210804 211216 212042 215690 215757 217412
221571 221914 229913 233996 234362 239315 239963
241938 242571 250469 251254 257940 258507 260404
261663 261986 265591 268969 269259 273203 275172
276012 278016 278955 282152 286486 288716 295262
296563 301152 302162
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 15000 Mk. 291210
1 Gewinn zu 5000 Mk. 15377
38 Gewinne zu 3000 Mk. 7159 13142 16105 33561
39729 43666 46052 47320 63130 69470 67650 87556
92086 95119 95472 100122 106286 106878 112034
113551 136246 154871 160461 170906 185862 186167
189921 190667 192826 197379 200115 202795 209417
213526 227082 237693 241275 269577
60 Gewinne zu 1000 Mk. 15199 17553 31949 36030
39386 41703 43337 51413 64105 54725 55018 56420
64764 69627 70489 76785 76913 80572 83013 83538
86908 87272 89665 94362 106938 113470 114694 121357
127553 128137 128672 132636 133136 140927 142919
143514 143871 149888 162054 163991 180918 181339
188700 193446 201264 202961 212641 232893 235448
237672 251181 251842 262186 263955 268127 277660
278600 280480 287309 289542
105 Gewinne zu 600 Mk. 980 7720 9536 10601
14423 14829 26795 26805 32658 32817 33113 33257
38445 40545 44521 46955 48690 51020 53003 55970₰
68035 59277 60902 66999 68883 69035 76463 78562
79771 82203 84635 85960 87819 88717 92473 95207
95648 99626 103646 108223 108639 108695 118500a
114264 114715 120132 121739 126032 127006 127847
127930 138666 139622 141077 145063 145401 149771
153797 164784 161571 165253 165463 166857 169601
169919 172896 174584 177277 183952 188275 196899
196912 201755 204285 216941 217490 221070 221448
223253 224908 229752 231630 232504 236055 241547
243285 244566 246131 248458 249980 253693 264573
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Nummer 131.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juni 1910.
Seite 15.
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Pfandbriefverloſung am 3. Juni 1910.
Bei der am 3. Juni 1910 vor Notar ſtattgehabten Verloſung ſind von unſeren
3½% Pfandbriefen der Serien 12, 13, 15 und 19
die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1910, mit welchem Tage
die Verzinſung endigt, gekündigt worden. Es beziehen ſich dieſe Nummern auf
ſämt=
liche Literae, alſo auf alle Stücke, welche eine der Nummern tragen.
Nr. 208, 348, 457, 877, 1032, 1245, 1751, 1766, 1829, 2246, 2478, 2624, 2751, 2781,
2821, 3263, 3418, 4113, 4202, 4244, 4265, 4499, 4508, 4529, 4569 4931 4970, 5503, 5556,
5639, 5739, 5774, 5901, 5984, 6128, 6172, 6513, 6539, 6574, 6739, 6842, 6897, 7063, 7087, 7177,
7210, 7373, 7711, 7801, 7987 8039 8070, 8227, 8365, 8668 8840 8940, 9194, 9708, 9736,
9790, 9864, 9983, 10030, 10193, 10267, 10322, 10528, 10689, 10770, 11058, 11205, 11868,
12078, 12422, 12700, 12978, 13046, 13154, 13230, 13231, 13249, 13313, 13686, 13703, 14387,
16139, 16146, 16267, 16355, 16365, 16384, 16849, 16867, 16966, 17094, 17109, 17210, 17214,
17447, 17772, 17788, 17922, 17989, 18023, 18082, 18096, 18170, 18280, 18376, 18862, 19108,
19150, 19211, 19337, 19377, 19466, 20230, 20247, 20528, 20623, 20685, 20802, 20880, 21055,
21101, 21122, 21211, 21385, 21693, 21975, 22044, 22268, 22339, 22345, 22390, 22397, 22490,
22510, 22552, 22766, 22797, 22874, 22983, 23069, 23353, 23764, 24130, 24495, 24781, 25186,
25477, 25860, 25910, 25961, 25963, 26068, 26458, 26725, 26845, 26964, 26978, 27246, 27291,
27302, 27378, 27438, 27512, 27567, 27573, 27602, 27631, 27663, 27689, 27765, 27867, 27935,
28077, 28305, 28335, 28465, 28527, 28620, 28655, 29256, 29852, 29870, 30116, 30225, 30391,
30407, 30688, 60572, 61105, 61341, 62781, 62882, 63426, 63534, 63650, 64000, 64352, 64549.
64771, 65060, 65451, 65750, 65854, 66414, 66648, 67359, 67731, 67781, 68670, 68672, 69010,
69725, 69740, 69747, 69831, 70031, 70288, 70477, 70922, 71100, 71218, 71476, 71822, 72367,
72429, 72438, 72452, 72556, 72583, 72685, 72780, 72782, 72888, 72959, 73044, 73135, 73201,
73349, 74233, 74237, 74332, 74796, 75066, 75316, 75652, 76321, 76703, 76775, 77884, 78164,
78318, 78483, 78518, 78586, 78644, 78758, 78896, 79228, 79556, 79669, 80432, 80572, 81214,
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148600, 148836, 149465, 149521, 149934.
Die Rückzahlung dieſer heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom 1. Oktober
1910 ab. Auf ſolche Stücke, welche erſt nach dem 31. Oktober 1910 zur Einlöſung
ge=
langen, wird für die Zeit vom 1. Oktober 1910 ab bis auf weiteres ein 2%iger
Depoſital=
zins vergütet.
40 Pfandbriefe (Serien 14, 16—18) ſind bisher noch nicht verloſt worden.
Aus früheren Verloſungen ſind noch rückſtändig:
Ser. 12, Lit. P No. 16227.
„ „ „ R „ 3282.
16214.
C
Ser. 13, Lit. N No. 21155.
28456, 62963, 78387.
23141, 25291.
„
20331, 23558, 64972, 102208.
„ R
20419, 21317.
Ser. 15. Lit. G No. 82479.
Die Einlöſung erfolgt in Frankfurt a. M. an unſerer Kaſſe, auswärts bei
den=
jenigen Bankhäuſern, die ſich mit dem Verkauf unſerer Pfandbriefe und Kommunal=
Obligationen beſchäftigen, insbeſondere
in Darmſtadt bei der Bank für Handel und Indnſtrie.
Ebendaſelbſt wird auf Wunſch der Umtauſch der verloſten Pfandbriefe gegen
neue Stücke derjenigen Serien, die wir zur Zeit ausgeben, zum Tageskurs beſorgt.
Die Kontrolle über Verloſungen und Kündigungen unſerer Pfandbriefe
über=
nehmen wir auf Antrag koſtenfrei; Antragsformulare, aus welchen die Bedingungen
erſichtlich ſind, können an unſerer Kaſſe ſowie bei unſeren Einlöſungsſtellen bezogen
werden.
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Frankfurt a. M., den 3. Juni 1910.
Frankfurter Hypothekenbank.
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Mittwoch den 29. Juni I. Js., nachmittags ½5 Uhr
im Ausſtellungsſaale der Kunſthalle in Darmſtadt
ſtatt.
Tagesordnung: Erſtattung des Jahresberichts für 1909. — Vorlage der Rechnung
für 1909, ſowie des Voranſchlags für 1910. — Entlaſtung des
Rechners. — Antrag des Ausſchuſſes: Genehmigung der
ander=
weiten Verwendung der Reineinnahme nach § 6 der Statuten für
1910. Verwaltungsratswahl.
Nach § 14 der Statuten müſſen Anträge der Mitglieder dem Vorſitzenden des
Vereins 14 Tage vor der Hauptverſammlung ſchriftlich mitgeteilt werden, widrigenfalls
dieſelben in der berufenen Verſammlung keine Berückſichtigung finden können.
Den Mitgliedern gehen noch beſondere Einladungen zu.
Darmſtadt, den 6. Juni 1910.
Der Vorſitzende des Verwaltungsrats
Dr. Willy Merck.
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am 9. Juni 1910, abends 8 Uhr
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4. Donnerstags-Konzert
des vollſtändigen Muſikkorps des Leibgarde=Regiments
Leitung: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
2. Abteilung des Programms: Richard Wagner
Ouvertüre zu „Rienzi” Kriegsfanfaren und Königsgebet aus „Lohengrin”
be=
rühmtes Quintett aus „Die Meiſterſinger von Nürnberg”; Fantaſie aus „Die
Götterdämmerung”; außerdem ſeien genannt: D’Albert: Fantaſie aus „Tiefland”,
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Leitung Herr Obermuſikmeiſter F. Mickley.
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Anfang 8 Uhr. Programm 10 Pfg., berechtigt zum freien Eintritt.
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Mittwoch, den 8. Juni, abends 8 Uhr,
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verbunden mit Konzert der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
Leitung: M. Weber
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Grosses Streich-Konzert
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