V
Abonnementspreis
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden,
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dieustags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und.
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
114.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Der Bund der Induſtriellen und die preußiſche
Wahlrechtsvorlage.
* Der Generalſekretär des Bundes der
Indu=
ſtriellen, Dr. Wendlandt, Mitglied der
nationallibera=
len Fraktion des preußiſchen Abgeordnetenhauſes, teilt
den Blättern folgendes mit:
Zur preußiſchen Wahlrechtsvorlage
wer=
den durch die „Berliner Politiſchen Nachrichten”
Anſchau=
ungen über die Stellungnahme der „geſamten” Induſtrie
verbreitet, die nicht zutreffend ſind Es handelt ſich im
weſentlichen um Anſchauungen der rheiniſch=weſtfäliſchen
Großinduſtrie, die zum Teil ſogar für die Beibehaltung
der öffentlichen Wahl eingetreten war. Demgegenüber
herrſcht in den Kreiſen des Bundes der
Induſtriel=
len, der als die weitaus größte Vereinigung der
ver=
arbeitenden und Fertig=Induſtrie angeſehen werden muß,
die Auffaſſung, die auch vom Hanſabunde vertreten
worden iſt, daß die Beſeitigung der indirekten
Wahl zu fordern ſei. Es beſtehen ſchwere Bedenken
gegen die Verbindung der geheimen mit der indirekten
Wahl, die auch durch eine Drittelung der Urwahlbezirke
in den Gemeinden nicht behoben werden können. Nach
wie vor vertritt der überwiegende Teil der deutſchen
In=
duſtrie den Standpunkt, daß die geheime und direkte Wahl
nach dem Vorgang faſt ſämtlicher Bundesſtaaten auch in
Preußen einzuführen ſei. Sie befürchtet daher, daß durch
die Annahme der gegenwärtigen unklaren Vorlage eine
Verſchlechterung gegen den früheren Zuſtand eintritt und
obendrein einer wirklich zweckentſprechenden Wahlreform
in Preußen auf lange Jahre hinaus die Wege verlegt
wer=
den. Sie erwartet daher von den ihr naheſtehenden
Par=
teien eine Ablehnung der Wahlrechtsvorlage auch in der
Faſſung des Herrenhauſes, zumal die bisherige
Wahlkreis=
einteilung beibehalten werden ſoll, die der agrariſchen
Be=
völkerung ein der gegenwärtigen Bedeutung von Handel,
Induſtrie und Gewerbe nicht entſprechendes Uebergewicht
in der preußiſchen Volksvertretung auch für die Zukunft
ſichert
Dieſe Erklärung dürfte eine Entgegnung auf eine
Auslaſſung der „Köln. Ztg.” ſein, die der nationalliberalen
Fraktion empfahl, für die Herrenhausbeſchlüſſe zu
ſtim=
men. Das Blatt ſchrieb:
„Nehmen wir einmal an, die Fraktion ſtimme den
Aenderungen des Herrenhauſes zu. was wäre die Folge
für die Partei? Die geſamte Induſtrie würde ihr
Dank wiſſen und würde für die nationalliberale Partei
bei Neuwahlen ſo kräftig eintretn, daß unter dem neuen
Wahlſyſtem dank der Drittelung in größeren Bezirken eher
ein Gewinn als ein Verluſt an Mandaten zu erwarten
wäre. Auch würden alle diejenigen Wähler der Partei
wieder näher gebracht werden, die in einer fruchtbaren
Mitarbeit der nationalliberalen Partei an den
Staats=
geſchäften eine erſprießlichere Tätigkeit ſehen, als in einer
negativen Oppoſition, die dazu dienen könnte,
Konſer=
pative und Zentrum feſter aneinander zu ketten und der
Regierung zu beweiſen, daß Schwarzblau die einzige für
ſie mögliche Mehrheit ſei.”
Ein Zuſammengehen der Nationalliberalen mit der
Fortſchrittlichen Volkspartei im Reiche, namentlich bei den
kommenden Reichstagswahlen, würde jedenfalls ſehr
er=
ſchwert, wenn nicht unmöglich gemacht werden, wenn die
Nationalliberalen in der preußiſchen Wahlrechtsfrage auf
den Boden der Herrenhausbeſchlüſſe treten würden.
Kunſt und Partei.
C Man ſchreibt uns: Die Sozialdemokratie
beſtrei=
tet gewöhnlich, daß die Arbeitergeſangvereine ebenſo wie
die zahlreichen Geſelligkeitsvereine Agitationsſchulen der
Partei ſind. Der „Feſtgruß” den das Mannheimer
So=
zialiſtenblatt der „organiſierten” Sängerſchaft
Süddeutſch=
lands zum Heidelberger und zum Mannheimer
Sängertage widmet, entzieht derartigen
Ableugnun=
gen den Boden. Denn die „Mannheimer Volksſtimme‟
ſchreibt darin u. a. wörtlich:
„Man hat in der letzten Zeit den bürgerlichen
Ver=
einen den Vorwurf gemacht, daß ſie nichts Altuelles zu
beſingen haben, und in der Tat bieten die Programme
un=
ſerer erſten Männerchöre aus den bürgerlichen Kreiſen
we=
nig Packendes und Begeiſterndes. Das iſt in den
Ver=
einen der Arbeiterſchaft anders. Eine geradezu reiche
Zahl von „herrlichen Tendenzliedern” iſt entſtanden .
Den Arbeiterſängern iſt die Geſangskunſt nicht
Selbſtzweck, ſondern auch Mittel zum Zweck. Durch
Donnerstag, den 19. Mai.
die holde Tonkunſt ſieht der Arbeiter das Endziel
ver=
klärt, nicht mehr in allzu weiter Ferne.”
Offener kann nicht zugeſtanden werden, daß die
Ge=
ſangskunſt von den Arbeitergeſangvereinen in den Dienſt
der ſozialdemokratiſchen Partei geſtellt wird. Das
End=
ziel zu verklären und perſpektiviſch näher zu rücken, iſt nach
dem Bekenntnis der „Volksſtimme” die Aufgabe der
Ar=
beitergeſangvereine. Aus reviſioniſtiſchem Munde klingt
ein ſolches Bekenntnis doppelt bedeutſam: warnt es doch
davor, die reviſioniſtiſche „Mauſerung” zu überſchätzen.
Zugleich aber lehrt es, was die Kunſt von der
Sozial=
demokratie zu erwarten hat. Kunſt ohne „herrliche
Ten=
denz packt und begeiſtert wenig”, ſie wird deshalb zum
alten Eiſen der Bourgeoiſie geworfen! In der Tat, man
begreift, daß „Genoſſe” Radlof in den „Sozialiſtiſchen
Monatsheften” für die Arbeiter „auch eine gewiſſe
künſt=
leriſche Kultur” als notwendig bezeichnet.
Vam Balkan.
— Der Balkan ſcheint nun einmal in dieſem Jahre das
Sorgenkind der Diplomatie bleiben zu wollen, denn kaum
ſcheint eine Schwierigkeit beſeitigt, ſo taucht ſchon wieder
eine andere auf. Mit der Niederwerfung des
maze=
doniſchen Aufſtandes hat die Pforte mehr als
genug zu tun und allem Anſchein nach wird es noch recht
lange dauern, bis man dort zum Ziele kommt; den
offi=
ziöſen Berichten über die Vorgänge in den albaniſchen
Bergen iſt nicht recht zu trauen, denn ſie ſind zweifellos
günſtig gefärbt und die verſchiedenen Truppennachſchübe
ſprechen gerade nicht dafür, daß die Dinge allzu günſtig
ſtänden. Es ſcheint dort drunter und drüber zu gehen, die
Arnauten ſengen und brennen nach wie vor und wenn ſie
auch einmal aufs Haupt geſchlagen werden, ſo ſammeln
ſie ſich, mit dem Gelände auf das innigſte vertraut, bald
wieder an einem anderen Orte, um erneute Ueberfälle auf
die türkiſchen Truppen zu unternehmen. Dazu kommt,
daß auch unter den Oberführern nicht die rechte Einigkeit
herrſcht, daß es vielmehr zu ſcharfen Differenzen
gekom=
men iſt, die das Einſchreiten des Kriegsminiſters und eine
Reiſe desſelben nach dem Schauplatze der Operationen
er=
forderlich machten.
Die mazedoniſche Frage iſt diesmal vielleicht
ernſter als ſonſt, verſchiedene weitere Stämme haben ſich
den Aufſtändiſchen angeſchloſſen und man hat in der
gan=
zen Bewegung ſicherlich nicht in letzter Linie ein Vorgehen
gegen das jungtürkiſche Regime vor ſich. Ein gutes liegt
wenigſtens noch in dem Umſtand, daß augenblicklich die
Beziehungen der Türkei mit den meiſten
Balkanmäch=
ten ſich gebeſſert haben und eine Annäherung zum
min=
deſten auf wirtſchaftlichem Gebiete zu verzeichnen iſt. Nur
mit Griechenland ſcheinen ſich die Dinge wieder
zuzu=
ſpitzen und zwar iſt es hier die kretiſche Frage, die
erneut in den Vordergrund tritt. In Kanea iſt die
Natio=
nalverſammlung zuſammengetreten und man hatte nichts
eiligeres zu tun, als dieſe mit einem Akte zu eröffnen, der
demonſtrieren ſollte, daß man ſich nicht als Kreter,
ſon=
dern als Grieche fühle, indem man den Treueid auf den
Namen des Hellenenkönigs leiſtete; aber damit begnügte
man ſich nicht, man wollte auch die Türken zwingen, ein
Gleiches zu tun und als dieſe ſich weigerten, warf man
ſie ſchließlich aus dem Parlament hinaus. Dadurch iſt
ein neuer Zwiſchenfall geſchaffen, der keineswegs ſo ganz
leicht zu nehmen iſt. Die Türkei hat ſofort auf das
ent=
ſchiedenſte Proteſt eingelegt und die Schutzmächte
benach=
richtigt, daß ſie derartige Vorfälle unter keinen
Umſtän=
den dulden werde. Die Konſuln der Schutzmächte haben
denn auch bereits interveniert, mit welchem Erfolge, läßt
ſich jedoch vorläufig noch nicht überſehen und im
allgemei=
nen pflegen die Kreter derartige Mahnungen in den Wind
zu ſchlagen. Ueberhaupt ſcheint den Griechen wieder
einmal der Kamm geſchwollen zu ſein, das
Zuſtandekom=
men der Nationalverſammlung ſcheint ihren Mut geſtärkt
zu haben und ſie fühlen ſich als Herren der Situation. Die
Dyngſtie ſpielt nach wie vor augenblicklich eine wenig
be=
neidenswerte Rolle und den Ausgang dieſer Kriſis vermag
niemand vorauszuſehen. Erſchwerend kommen eventuelle
äußere Verwickelungen hinzu, die die Kretafrage
gegen=
über der Türkei im Gefolge haben kann, denn es iſt nicht
anzunehmen, daß die Pforte ſich ein eventuelles
Zuſam=
mengehen der Griechen mit den Kretern gefallen laſſen
würde, und es heißt denn auch bereits, daß die türkiſche
Regierung beträchtliche Truppenmaſſen zuſammenzieht, um
ſie nach der griechiſchen Grenze zu dirigieren. Vielleicht
mag dies nur ein Schreckſchuß ſein, jedenfalls aber beweiſt
1910.
die Maßnahme, daß die Situation den Herd neuer
Kom=
plikationen in ſich bergen kann.
Deutſches Reich.
— Der Kandidat der Nationalliberalen und der
Fortſchrittlichen Volkspartei in Friedberg=
Büdin=
gen, Profeſſor van Calker, iſt im Wahlkreiſe eingetroffen
und hat in gut beſuchten Wählerverſammlungen ſich den
Wählern vorgeſtellt. Der Generalſekretär der
National=
liberalen Partei Breithaupt iſt von Berlin in den
Wahl=
kreis geſandt worden, um das ſtarke Intereſſe zu
bekun=
den, das die Nationalliberale Partei im Reiche der
Wahl=
bewegung in Friedberg=Büdingen entgegenbringt.
— Die „Norddeutſche Allgemeine Zeitung” ſchreibt:
Der Miniſter der öffentlichen Arbeiten ſetzte eine aus
höheren Beamten beſtehende Kommiſſion ein, die ſich
bei neuzeitlich eingerichteten privaten induſtriellen
An=
lagen und bei Staats= oder Reichsbetrieben darüber
unter=
richten ſoll, inwieweit die dort getroffenen wirtſchaftlichen
Einrichtungen, insbeſondere die Behandlung der Kontrolle
über die Materialien, das Lohn= und Rechnungsweſen, die
Wohlfahrtseinrichtungen und die Korreſpondenzerledigung
zur Einführung bei der preußiſch=heſſiſchen
Staatseiſenbahn geeignet ſind.
— Wie die „Süddeutſche Tabakzeitung” meldet, wird
ſich jetzt der Bundesrat mit der künftigen Geſtaltung der
Unterſtützung der durch das Tabakſteuergeſetz arbeitslos
gewordenen Tabakarbeiter und der durch das neue
Geſetz etwas ſtark geſchädigten kleineren
Zigarrenfabri=
kanten befaſſen. Vorher wird im Reichsſchatzamt am 19.
und 20. Mai eine Konferenz mit den Vertretern der
Tabak=
induſtrie und der Tabakarbeiterorganiſationen ſtattfinden.
Aller Wahrſcheinlichkeit nach wird der 434 Millionen=
Fonds noch weiter erhöht werden müſſen, um ſo mehr als
man ſich in Regierungskreiſen jetzt doch dazu entſchloſſen
hat, auch diejenigen Tabakarbeiter zu unterſtützen, die vom
Militär entlaſſen wurden und keine Poſition finden
konn=
ten. In dieſem Sinne iſt ſoeben folgender Erlaß ergangen:
„Es iſt angeordnet worden, daß den im Herbſt 1908 und
1909 vom Militär entlaſſenen Tabakarbeitern, denen
zur=
zeit die Unterſtützung verweigert worden iſt, dieſe
Unter=
ſtützung auf Anſuchen aus Billigkeitsgründen nachträglich
gewährt wird. Dabei wird angenommen, daß dieſe
Ar=
beiter bei der Wiederaufnahme ihrer alten Berufstätigkeit
nach der Entlaſſung vom Militär zu der Erwartung
be=
rechtigt waren, daß die Beſchäftigung eine dauernde ſein
werde, und daß ſie bereits wieder einige Zeit beſchäftigt
waren, bevor die Arbeitsloſigkeit eingetreten iſt.”
Ausland.
— Nach Informationen aus Wiener diplomatiſchen
Kreiſen wird der Abſchluß des Abkommens zwiſchen
Rußland und Japan für unmittelbar bevorſtehend gehalten.
Die mündlichen Abmachungen ſind bereits zu Ende geführt
und beziehen ſich hauptſächlich auf die wirtſchaftlichen
An=
gelegenheiten. Wie verlautet, beabſichtigt Japan, die
No=
tifizierung der Annexion Koreas in der Form
vor=
zunehmen, daß den Mächten mitgeteilt wird, daß die mit
Japan abgeſchloſſenen Handelsverträge auch für Koreg
gelten. Eine feierliche Proklamation ſei nicht geplant.
Was mit der koreaniſchen Dynaſtie geſchehe, ſei noch nicht
beſtimmt, man will ihr jedoch eine Art von
Scheinregie=
rung ſichern.
— Die türkiſche Kammer ſtimmte dem zwiſchen der
Pforte und der ruſſiſchen Regierung abgeſchloſſenen
Kom=
promiß zu, nach dem der alte Streitfall wegen Zahlung
der Verzugszinſen für die an ruſſiſche Privatleute aus dem
Kriege von 1877 verſpätet entrichteten Indemnitäten dem
Haager Schiedsgericht unterbreitet werden ſoll. Die von
den Ruſſen verlangten Zinſen betragen 950000 Franken.
— Nach den letzten Nachrichten aus Kreta hat
Veni=
zelos den Konſuln der Schutzmächte auf ihre Vorſtellungen
mitgeteilt, daß die augenblickliche gefährliche Situation
von den Muſelmanen geſchaffen ſei. Er wies auf die
Möglichkeit von Verwickelungen hin, die durch die
Teilnahme von Muſelmanen an den Sitzungen der
Na=
tionalverſammlung entſtehen könnten, da erwieſen ſei, daß
ſie von Konſtantinopel geradezu beauftragt ſeien, Unruhen
zu ſtiften. Die Konſuln begnügten ſich mit der
Erwi=
derung, daß ſie dies ihren Regierungen mitteilen würden.
Die Kammer trat zuſammen und übertrag Venizelos, dem
Führer der Majoritätspartei, die Bildung der kretiſchen
Regierung. Venizelos nahm den Auftrag an. Die
Kam=
mer wird für längere Zeit, wahrſcheinlich auf 40 Tage,
vertagt werden, was man ſchon im Intereſſe der Be=
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Mai 1910.
Nummer H14.
ruhigung für nötig hält. Wie ſich das Blatt „Eſtiä” aus
London melden läßt, ſind die Schutzmächte feſt entſchloſſen,
die Kretafrage ſofort nach der Beiſetzung König Eduards
definitiv zu regeln. Uebrigens verſpricht man ſich von
der Londoner Fürſtenzuſammenkunft, wo auch König
Georg den türkiſchen Thronfolger treffen wird, eine
we=
ſentliche Mithilfe zu einer befriedigenden Löſung der
ſchwebenden Fragen.
Der Vertreter der Deutſchen Bank iſt
aus Teheran abgereiſt, um in Berlin Bericht zu erſtatten
über die Möglichkeiten der wirtſchaftlichen
Er=
ſchließung Perſiens. Perſiſche freiheitlich geſinnte
Kreiſe erhoffen, wie der „Frankf. Ztg.” gemeldet wird, von
den Berliner Verhandlungen günſtige Erfolge für das
Land, haben aber Befürchtungen, da von ruſſiſcher Seite
verbreitet wird, Deutſchland habe zwar ein diplomatiſches
Spiel begonnen, ſei jedoch bereits zurückgetreten. Ohne
die kräftigſte diplomatiſche Unterſtützung iſt aber jede nicht
ruſſiſch=engliſche Unternehmung ausſichtslos.
— Wie verlautet, beabſichtigt Staatsſekretär Knox
ſo=
fort Schritte zu tun, um die freundſchaftlichen
Beziehun=
gen zwiſchen Peru und Ecuador wieder herzuſtellen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. Mai.
Empfang. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin empfing am Dienstag vormittag 11 Uhr im
Neuen Palais Frau Sohn=Rethel.
— Uebertragung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben dem Pfarrverwalter Guſtav Lenz zu
Rohrbach, Dekanat Büdingen, die evangeliſche Pfarrſtelle
daſelbſt übertragen.
— Ernennung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Oberlehrer an der Oberrealſchule zu
Worms Fritz Textor zum Oberlehrer an der
Real=
ſchule zu Wimpfen ernannt.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Lehrer an der
Unterrichts=
anſtalt der israelitiſchen Religionsgeſellſchaft zu Mainz
Joſeph Kahn, genannt Kahn=Hut, daſelbſt das
Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen mit der Krone verliehen.
L. Der Kreisausſchuß verhandelte geſtern unter
dem Vorſitz des Regierungsrats von Werner
öffent=
lich zuerſt über die Beſchwerde der Lorenz
Strohmenger Ehefrau von hier wegen
Verweiger=
ung einer Armenunterſtützung. Die 25 Jahre alte
Tochter der Beſchwerdeführerin bedarf eines
Zahn=
gebiſſes, zu deſſen Anſchaffung die Armenverwaltung
20 Mark beiſteuern ſoll, was dieſe ablehnte. Wie der
Bürgermeiſterſeiſekretär Liſt darlegte, bezieht die
Strohmenger bereits wöchentlich 5,10 Mark bar und der
Ehemann erhält monatlich 11,50 Mark
Invaliden=
rente; die älteſte Tochter verdient ſich durch einen
klei=
nen Laufdienſt nur 10 Mark monatlich. Dieſe und
ihre jüngere Schweſter würden ſehr wohl in der Lage
ſein, den verlangten Betrag aufzubringen, wenn ſie
ihre Arbeitskraft beſſer ausnützten. In dem Hauſe
der Strohmenger verkehrten, wie erzählt werde, viele
Perſonen, von der Dame bis zum Dienſtmädchen, um
ſich Karten ſchlagen zu laſſen. Auch hierdurch werde
Geld verdient. Die Beſchwerdeführerin war nicht
er=
ſchienen, ihre Beſchwerde wurde koſtenpflichtig
ver=
worfen. 2. Adam Köppel von Erzhauſen hat
eben=
falls wegen verweigerter Armenunterſtützung
Be=
ſchwerde eingelegt, weil die Gemeinde es ablehnt,
3,50 Mark mehr als ſeither zu ſeiner Hausmiete zu
zahlen. Bis jetzt bezog er 7 Mark, mußte ſeine
Wohn=
ung aber räumen und eine teurere mieten.
Monat=
lich werden ihm 17,45 Mark Invalidenrente bezahlt.
Er behauptet, ſeine Familie ſei groß und der Verdienſt
durch Haarſchneiden ſo gering, daß er nicht
be=
ſtehen könne. Wegen Krankheit eines Kindes ſei
ſeine Frau 3 Wochen lang außerſtande geweſen, der
Arbeit nachzugehen. Der Bürgermeiſter vertrat die
Anſicht, daß eine Familie, die 22 Mark monatlich
ver=
diene, keine Steuern bezahle und die Miete
größten=
teils bezahlt erhalte, zurecht kommen müſſe. Die
Ent=
ſcheidung lautete dahin, daß eine erhöhte
Mietentſchä=
digung nicht zu gewähren ſei; wegen einer
Unterſtütz=
ung wegen der Krankheit ſeines Kindes habe ſich
Köp=
pel an die Bürgermeiſterei zu wenden. 3. Ludwig
und Wilhelm Hering dahier haben um die
Er=
laubnis nachgeſucht, auf ihren Anweſen,
Sandberg=
ſtraße 16, 18 und 20 eine Dampfwäſcherei in Betrieb
zu ſetzen. Die Dampfkeſſelinſpektion hat
nichts gegen das Geſuch einzuwenden, auch das
Kreisgeſundheitsamt hegt keine Bedenken,
wenn die notwendigen Einrichtungen zur Verhütung
von Beläſtigungen durch Rauch und Ruß getroffen
werden. Das Polizeiamt ſchließt ſich dieſer Auffaſſung
an. Da eine Keſſelanlage mit in Frage ſtehe, iſt das
Geſuch genehmigungspflichtig. Mehrere Nachbarn
haben entſchieden Einſpruch gegen den Plan erhoben,
weil ſie fürchten, ihre Mieter zu verlieren und
ſchwe=
ren Schaden zu leiden. Dabei wird auf die
Miß=
ſtände hingewieſen, welche durch eine Wäſcherei in der
Beſſungerſtraße verurſacht wurden. Der
Sachverſtän=
dige, Baurat Pöhlmann, iſt der Anſicht, daß der
Schornſtein, wie er hier geplant ſei, bei richtiger
Hand=
habung die Nachbarſchaft weniger beläſtige, als dies
durch gewöhnliche Wohnhäuſer geſchehe. Gewerberat
Lößer glaubt, daß die Wäſcherei ſo eingerichtet
werden könne, daß die Nachbarn gar nichts von ihr
merken. Der Vertreter der Geſuchſteller, Juſtizrat
Dr. Löb, trat den erhobenen Beſchwerden entgegen
und hielt insbeſondere die Lage der nach den neueſten
Errungenſchaften zu erbauenden Anlage für geeignet;
es handle ſich nicht um ein Villenviertel, ſondern um
ein Stück Altbeſſungen, in welchem Landwirtſchaft und
Gewerbe betrieben werden. Der
Revierkommiſ=
ſar erklärte, daß gegen die Wäſcherei in der
Beſſun=
gerſtraße während ſeiner 12jährigen Dienſtzeit keine
Beſchwerden erhoben worden ſeien. Das Urteil
lautete dahin, daß die nachgeſuchte Konzeſſion unter
einer Reihe Bedingungen zum Schutze des Betriebs
und der Nachbarſchaft zu erteilen ſei. Die
Reklaman=
ten haben die Koſten und je 3 Mark Gebühr unter
Solidarhaft zu zahlen.
js. Unfallrente trotz Fortbeziehen des früheren
Lohnes. Das Reichsgericht beſtätigt ein Urteil
des Oberlandesgerichts Darmſtadt, das ſich
für Zubilligung einer Unfallrente auch in dem Falle
erklärt, wo der Verunglückte den früheren Lohn
fort=
bezieht und dieſe Weiterzahlung aus Loyalität geſchieht.
Es handelt ſich prozeßgeſchichtlich um Anſprüche eines
Arbeiters M. in Mainz=Mombach gegen die Stafdt
Mainz. Der M. hat am 21. Juli 1906 im Betriebe der
der Stadt gehörigen elektriſchen Straßenbahn zu
Mom=
bach einen Unfall erlitten. Der von ihm erhobene
Schadenserſatzanſpruch iſt zur Hälfte dem Grunde nach
für gerechtfertigt erklärt worden. Dieſes Urteil wurde
rechtkräftig. In dem Verfahren über den Betrag hat
das Oberlandesgericht Darmſtadt die Beklagte
ver=
urteilt, dem Kläger täglich 1 Mark bis zur Vollendung
des 30. Lebensjahres zu zahlen, und von da bis zur
Vollendung des 60. Lebensjahres täglich 1,20 Mark, dann
bis zum 70. Lebensjahre wieder 1. Mark täglich. Das
Urteil des Oberlandesgerichts hat die beklagte
Stadt=
gemeinde im Wege der Reviſion beſonders mit dem
Hinweiſe angefochten, daß der Berufungsrichter die
Rothenburg und die Pfingſtfeſtſpiele.
„Von Fritz H. Chelius.
„Ich ſeh’, wie rings von Bergen eingeſchloſſen ein
Städtchen liegt” ſo heißt eine Stelle des
Pfingſt=
eſtſpiels, und dieſes Städtchen iſt Rothenburg
4b der Tauber, das ſich heute zum Empfange
vie=
ler Tauſende gerüſtet hat, die von nah und fern, von
Nord und Süd herbeiſtrömen, um die alten, hiſtoriſchen
Tatſachen von neuem zu ſehen, die ſich hier vor einigen
hundert Jahren abgeſpielt haben. Selbſt übers Meer,
über den Kanal kommen unſere engliſchen Nachbarn
herüber, um das alte Städtchen zu bewundern und
längſt vergangene Zeiten von neuem im Spiele
auf=
leben zu ſehen. International iſt überhaupt die ganze
Schar der Beſucher, die ſich hier an Pfingſten
zuſam=
menfindet. „Wer zählt die Völker, nennt die Namen,
die gaſtlich hier zuſammen kamen”; ihre Zahl ſchwankt
zwiſchen 30000 und 40 000.
Am Vorabend des Pfingſtfeſtſpiels findet ſich ſchon
ein großer Teil der Fremden ein, um die prächtige
Illumination zu ſehen, die alljährlich am
Pfingſtſonn=
tage ſtattfindet. Es iſt ein farbenprächtiges Bild, das
die alte Stadt, vom Taubergrunde aus, bietet. Wenn
die Dunkelheit hereingebrochen iſt, wird die ganze
Stadtmauer nach dem Taubertale zu, alle Türme und
Häuſer feſtlich illuminiert, ein märchenhafter
An=
blick! Während der kurzen Zeit werden dann
Hun=
derte von Raketen und Leuchtkugeln abgefeuert, ſodaß
man den Eindruck gewinnt, Rothenburg werde in
Brand geſchoſſen. Taghell iſt dieſe Seite der Stadt
er=
leuchtet und hell heben ſich die alten Gebäude, Türme
und Türmchen von dem nächtlichen Sternenhimmel ab
— ein Bild, das niemand, der es je geſehen hat,
ver=
geſſen wird.
Schon in der Frühe des nächſten Morgens beginnt
von neuem das maleriſche Treiben in dem alten
Städtchen. Um 6 Uhr ziehen die Wachen auf, die Tore
werden von „frumben Landsknechten” beſetzt, die
ge=
treulich Wache halten, daß der Verkehr an den
Ein=
gängen des Städtleins nicht geſtört werde. Die
ein=
zelnen Piketts werden in der ganzen Stadt verteilt,
vor dem altehrwürdigen Rathauſe, in dem ſpäter auch
die Feſtſpiele ſtattfinden, auf der Stadtmauer und an
anderen verſchiedenen Punkten. Von auswärts
raſ=
ſelt nun bald Zug um Zug heran und bringt die
Feſtgäſte der Umgegend in hellen Scharen. Der
Ver=
kehr erreicht gegen nachmittag ſeinen Höhepunkt.
Ueberall trifft man Fremde, die Sprachen aller
Na=
tionen kann man hören, kurz, es iſt ein ganz
inter=
nationales Getriebe, das ſich dem Auge des Beſchauers
hier darbietet. Nur eins ſtört das maleriſche
Bild=
chen, und das ſind die zahlreichen Automobile, die mit
vielem Lärm und — Geruch durch die alten Straßen
eilen. Es ſind eben Verkehrsmittel, die wohl unſerer
modernen Zeit entſprechen, aber in dieſes alte Bild
abſolut nicht hineinpaſſen und, ich möchte faſt ſagen,
das Auge verletzen.
Der Höhepunkt des Tages ſind natürlich die
Pfingſtfeſtſpiele ſelbſt. Genau an der gleichen
Stelle, an der ſich die hiſtoriſchen Vorgänge in
Wirk=
lichkeit vollzogen haben, finden auch heute noch die
Feſtſpiele ſtatt, im großen Saale des alten Rathauſes,
das aus dem 13. Jahrhundert ſtammt. Dem Spiele
ſelbſt liegen Ereigniſſe zugrunde, die in trefflicher
Weiſe von einem Rothenburger Bürger, dem
Glaſer=
meiſter A. Hörber, dramatiſiert wurden. Das Bild
des Dichters, deſſen Feſtſpiel einen Weltruf erlangt
hat, hängt neben anderen im großen Sitzungsfaale des
Rathauſes, in Oel gemalt, über dem Seſſel des
Bür=
germeiſters der Stadt.
Die hiſtoriſche Begebenheit, die dem Stücke
zu=
grunde liegt und zugleich die Haupthandlung des
Feſt=
ſpiels bildet, war folgende: Im 30jährigen Kriege hielt
Rothenburg zu Schweden. Der Hauptmann
Brinken=
berg lag als Beſatzung mit ſeinen Leuten in der
Stadt, um dieſe zu halten. Tilly mit ſeinen Scharen
war im Anzuge und die Not der Rothenburger
Bür=
ger ſtieg von Tag zu Tag. Zwar war es glänzend
be=
feſtigt und verteidigt, aber der Uebermacht konnten ſie
nicht lange ſtandhalten. Es gelang Tilly auch nach
ſchwerem Kampfe, die Stadt vom Johanniterhofe her
einzunehmen (die Stelle iſt noch ſehr gut erhalten und
heute noch zu ſehen), und nach 30ſtündigem,
helden=
haftem Kampfe mußte ſich die Stadt ergeben.
Tzer=
klas, Graf von Tilly, ſowie Herzog Karl von
Lothrin=
gen, der Graf von Pappenheim und andere, die in
ſei=
ner Umgebung waren, wollten die Stadt der
Plün=
derung preisgeben. Schon war der Untergang der
Stadt ſo gut wie beſiegelt. Die Frauen und Kinder
flehten Tilly um Gnade. Der Rat aber ſollte gehenkt
werden und der Bürgermeiſter ſelbſt mußte den
Hen=
ker holen. Dieſe Verzögerung in der
Urteilsvoll=
ſtreckung benutzte nun der Kellermeiſter und deſſen
Töchterlein, um dem grauſamen Feldherrn einen
Will=
kommentrunk anzubieten, wozu der alte Kaiſerpokal
mit edlem Rebenſafte gefüllt wurde. Der Feldmarſchall
wollte ſich erſt weigern und nippte dann nur. Aber
der Wein mundete ihm, ſodaß er wiederholt den edlen
Trank ſchlürfte. Der Becher ging im Kreiſe ſeiner
Umgebung um und Tilly wurde friedfertiger geſtimmt.
Er verſprach Gnade, wenn einer der Ratsherren
imſtande ſei, den Pokal, der 13 bayeriſche Schoppen
enthielt, auf einen Zug zu leeren. Der
Altbürger=
meiſter Nuſch unternahm das Wagnis, von dem
Leben und Tod des Rates abhing. Und es gelang
tat=
ſächlich. Tilly hielt ſein Wort und hob das
Todes=
urteil auf.
So weit die Handlung des Feſtſpiels und die dem
Stücke zugrunde liegenden Tatſachen. Was das
Feſt=
ſpiel vor allem intereſſant macht, iſt, wie ſchon bemerkt
der Umſtand, daß es genau an der Stelle in Szene
geht, an der die hiſtoriſch beglaubigten Tatſachen ſich
abgeſpielt haben, im alten Rathausſaale. An der
Südſeite dieſes Saales ebefinden ſich ſchön verzierte
Steinſchranken und dahinter, etwas erhöht, der
Stein=
ſitz der ehemaligen Richter und Schöffen. Und hier
wird das Feſtſpiel geſpielt. Die Wände des Saales
ſind durch reichsſtädtiſche Fahnen und Gemälde reich
geſchmückte. Eben gerade das Fehlen jeder künſtlichen
Szenerie, jeder Kuliſſe uſw. verleiht dem Ganzen
Tatſache nicht berückſichtigt habe, daß der Kläger nach
Wiederaufnahme der Arbeit denſelben Lohn
weiterebe=
ziehe. Das Reichsgericht erkannte auf Zurückweiſung
der Reviſion, indem es erklärt: Der Berufungsrichter
hat die Tatſache, daß der Kläger jetzt denſelben Lohn
wie vor dem Unfall bezieht, nicht überſehen, ſondern
ausdrücklich in den Gründen ſeiner Entſcheidung
er=
wähnt. Auf Grund des Zeugniſſesades Werkmeiſters
T., der bekundet hat, daß der Kläger nur noch als
Kolonnenarbeiter und zu ganz leichten Arbeiten
brauch=
bar ſei, daß er von einem anderen Werkergar nicht mehr
als Arbeiter eingeſtellt werden würde, und daß der
Wert ſeiner jetzigen Arbeitsleiſtung nur etwa täglich
2,80 Mark betrage, während der Ueberbetrag des ihm
gewährten Lohnes ein Gnadengeſchenk ſei, und auf=
Grund des Gutachtens des Sachverſtändigen Dr. C., der
den=Kläger als zu=50 Prozent durch den Unfall in=der
Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt erachtet, iſt er aber zu
der Ueberzeugung gekommen, daß dem Kläger ein
Schaden in Höhe ungefähr der Hälfte ſeines ohne den=
Unfall anzunehmenden Arbeitsverdienſtes in der Tat
erwachſen ſei, dem nach Maßgabe des rechtskräftigen
Zwiſchenurteils über den Grund des Schadens, das ihm
die Hälfte des entſtandenen Schadens zugeſprochen habe,
die Zuerkennung einer Rente in Höhe von ½ des vollen
Arbeitsverdienſtes entſpreche. Das Berufungsgericht geht
alſo davon aus, daß trotz der augenblicklichen günſtigen
Stellung des Klägers auf die Dauer die zukünftige Ges
ſtaltung ſeines Erwerbes dennoch um die angenommene
Quote herabgemindert iſt, und daß er das gegenwärtigg
Mehr nicht als Entgelt ſeiner Arbeit, ſondern als
Uebergeſchenk aus Wohlwollen der Fabrikleiter beziehe
So verſtößt die Entſcheidung des Berufungsgerichts
weder gegen den materiellen Rechtsgrundſatz, daß der
Schadenserſatzanſpruch ſich notwendigerweiſe in den=
Grenzen des wirklichen Schadens halten müſſe
(Juriſtiſche Wochenſchrift 1908, Seite 451, Nr. 17), noch
gegen prozeſſuale Rechtsnormen, von denen aber
über=
haupt nicht § 286, ſondern § 287 Z.=P.=O. in Frage
kommt, der den Richter freier ſtellt und die Schätzung
der Höhe eines Schadens ſeinem Ermeſſen überlüßk.
(Akt. Z. VI. 183/09.)
— Die Verſammlung mittelrheiniſcher Aerzte, die im
rorigen Jahre unter ſehr zahlreicher Beteiligung in
Darm=
ſtadt getagt hat, wird dieſes Jahr am Sonntag, den
22. Mai, in Frankfurt a. M. abgehalten werden
Für den Vormittag ſind Beſichtigungen der Krankene
anſtalten und ſonſtiger Sehenswürdigkeiten vorgeſehen,
Nach der wiſſenſchaftlichen Sitzung iſt gemeinſames
Mits=
tageſſen im Frankfurter Hof.
— Nach der Waſſerkante! Als erſte der
diesjäh=
rigen Fahrten aus Südweſtdeutſchland nach der
Waſſer=
kante hat geſtern Mittwoch früh eine zum erſten Male
vom Deutſchen Flottenverein, Landesverband
für das Großherzogtum Heſſen, veranſtaltete Schulfahrt
unter ſehr zahlreicher Beteiligung von Schülern
aus=
den oberen Klaſſen der höheren Lehranſtalten ihren
Anfang genommen. Die Fahrt geht unter der
beſtbe=
währten Leitung des Schatzmeiſters des
Landesverbau=
des, Herrn Hauptmann Vollmar, nach Hamburg,
Kiel=
uſw. und wird neben der Beſichtigung eines
Ozeam=
dampfers und eines deutſchen Kriegsſchiffes auch eine
Fahrt durch den Kriegshafen in den Kaiſer Wilhelms=
Kanal, ſowie Beſichtigungen des Torpedobootshafeus,
der Levensauer Hochbrücke und der hauptſächlichſten=
Sehenswürdigkeiten in Hamburg und Kiel bieten. Die
diesjährige, vom Landesverband veranſtaltete
Geſell=
ſchaftsfahrt nach Hamburg, Helgoland, Kiel, mit.
An=
ſchluß nach Kopenhagen uſw., findet, wie ſchönt
früher erwähnt, vom 16. bis 23. Juli d. J. unter
der=
ſelber Führung ſtatt.
* Vom Geſangswettſtreit. Man ſchreibt uns: Beim
nationalen Geſangswettſtreit des Geſangvereins „Har=
den eigenen Reiz der Urſprünglichkeit, der
Wirklich=
keit. Die Mitwirkenden ſetzen ſich nur aus
Dilettan=
ten zuſammen. Die begleitende Muſik, ſowie die
Chöre ſind ebenfalls von Rothenburger Bürgern
ge=
ſchrieben, nämlich von Oberlehrer Kohler
und Muſikmeiſter Fürſt. Das Drama ſelbſt iſt ein
Meiſterſtück, das beredtes Zeugnis von der
Schöpfer=
kraft des Dichters ablegt. Die Hauptrollen ſind durch
Tilly, Johann Bezold und Georg Nuſch
ver=
treten. Auch die Beſetzung ließ im großen Ganzen
nichts zu wünſchen übrig. Der Vertreter des Grafen
Tilly bot eine Glanzleiſtung, die ſtürmiſch bejubelt
wurde. Ebenſo ſtand die Leiſtung des Altbürgers
meiſters Nuſch völlig auf der Höhe. Sein beſtes
Kön=
nen ſetzte auch der Vertreter des Bürgermeiſters
Bezold ein.
Die ſpannendſte Szene iſt der Meiſtertrunk ſelbſt
Tilly wendet ſich nach der Bitte der Frauen und
Kin=
der um Gnade an die Bürger und ſpricht:
„Das kann ich nicht, das Urteil iſt geſprochen,
Und die Vollſtreckung folgt, ſo wahr ich lebe;
Nur einen Ausweg laſſ’ ich Euch noch offen,
Nur einen Hoffnungsſtrahl. Geh’, fülle den Pokal!”
Und dann, zum Rate gewandt:
„Dem ſichern Tode ſeid Ihr all’ verfallen,
Wenn einer nicht die Buße jetzt vollbringt,
Die ich verlange
Der Humpen hier iſt bis zum Rand gefüllt,
Ein überfließend Maß mit edlem Wein
Iſt wer von Euch imſtande, ihn zu leeren
Auf einen Zug? — Dann ſoll Euch Gnade ſein!”
Dann folgt der Meiſtertrunk. Aber dieſe=Szene
wirkt!
Nur eine der Frauenrollen ſei beſonders lobend
erwähnt. Es iſt die der Magdalena Hirſching, der
Nichte des Bürgermeiſters, deren Vertreterin
ſicherei=
zend ihrer Rolle anpaßte. Ihre Schlußworte machten
einen tiefen Eindruck auf die Zuhörer. Mit einem
Schlußchor des Dankes ſchließt dann das Spiel.
Das Feſtſpiel war glänzend beſucht; beide
Vor=
ſtellungen waren ſchon lange vorher ausverkauft.
An=
ſchließend daran fand am Nachmittag dann noch der
große Feſtzug ſtatt, an dem 400 Perſonen, die
Mit=
wirkenden am Feſtſpiel einbegriffen, teilnahmen. Alle
Teilnehmer trugen die alten hiſtoriſchen Ausrüſtungen
und boten ein farbenprächtiges Bild, das ſich auf dem
alten Hintergrunde des Tauberſtädtchens wie ein
Mär=
chen ausnahm. Im Burggraben wurde bald danach ein
Lager aufgeſchlagen und die Landsknechte zeigten den
erſtaunten Zuſchauern das getreue Bild eines
Lager=
lebens aus dem 17. Jahrhundert. Lange hielt noch
die Feſtſtimmung an, dann verſchwand allmählich der
Märchenſpuk und die nüchterne Wirklichkeit trat
wie=
der in ihre Rechte. Die Beſucher verließen nach und
nach das alte Tauberſtädtchen, in dem ſie ſo ſchöne.
Stunden verlebt hatten
di
Grün
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ſchen Landes
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Nummer 114.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Mai 1910.
Seiter3.
Zeernhe unrin ider 60 Soner dis
beſan=
vereins „Liederbund=, E. V., Mannheim=Käferthal,
im Hotel=Reſtaurant zur Ludwigshalle, dem
Vereins=
lokal des Geſangvereins „Liederhort'=Darmſtadt,
einqugrtiert. Hier geſtaltete ſich der Abend des erſten
Pfingſtfeiertages zu einer recht gemütlichen
Geſangs=
bruderfeier bis ſpät in die Nacht hinein durch
beider=
ſeitige Begrüßung, dargebrachte Chöre und Anſprachen.
Da in der Ludwigshalle alle Zimmer reichlich belegt
waren, ſo erboten ſich mehrere Mitglieder des
Geſang=
vereins „Liederhort”, den noch ohne Quartier
befind=
lichen Sangesbrüdern ein ſolches in ihrem eigenen
Heim zu bieten, was mit großem Danke angenommen
wurde. Am Vormittag des zweiten Pfingſttages ließ
es ſich der Geſangverein „Liederhort” nicht nehmen, mit
den Sangesbrüdern von Käferthal einen Rundgang
durch die Stadt zu machen, um die Sehenswürdigkeiten
zu beſichtigen. Erſt am Nachmittag trennte man ſich
nach recht herzlichem Abſchied=
— Gründung eines Heſſiſchen Lehrerinnenvereins.
Man ſchreibt uns: Dem Vernehmen nach beabſichtigen
die Lehrerinnen Heſſens, am 28. Mai in Frankfurt am
Main zuſammenzukommen, um nach dem Vorbild der
anderen deutſchen Staaten die Gründung eines
Heſſi=
ſchen Landeslehrerinnenvereins in die Wege zu leiten.
Durch den Zuſammenſchluß ſämtlicher heſſiſcher
Leh=
rerinnen in Stadt und Land an höheren und
Volks=
ſchulen ſoll eine Berufsorganiſation geſchaffen
wer=
den, deren Hauptaufgabe darin beſteht, durch
zielbe=
wußte Arbeit die Beſtrebungen der Lehrerinnen nach
verſchiedenen Richtungen zu unterſtützen.
— Handelsverein in Darmſtadt. Auf die 45.
ordent=
liche Hauptverſammlung, die heute, Donnerstag, im
„Kaiſerſaal” ſtattfindet, wird hierdurch nochmals
hin=
gewieſen.
Der Männergeſangverein „Konkordia‟,
Darm=
ſtadt, errang bei dem am Sonntag in Schwanheim
a. M. abgehaltenen Geſangs=Wettſtreit in der zweiten
Stadtklaſſe mit 235 Punkten den 2. Preis (200 Mark
in bar).
— Ortsgruppe Darmſtadt des Odenwaldklubs.
Auf die ordentliche Hauptverſammlung des
Ge=
ſamtvereins, die am nächſten= Sonntag in
Weinheim ſtattfindet, ſei nochmals hingewieſen.
Gleichzeitig ſei darauf aufmerkſam gemacht,
daß, ſtatt des urſprünglich vorgeſehenen
Aus=
fluges nach Heppenheim die Fahrt nach Hemsbach mit
der Bahn unternommen und von dort aus die
Wande=
rung nach dem Waldnerturm angetreten wird, die dann
über die Hirſchköpfe führt und in Weinheim endigt.
— Darmſtädter Schloßfreiheit=Geld=Lotterie. Von
dieſer Lotterie ſind der Stadt Darmſtadt insgeſamt acht
Serien von je 120000 Loſen und je 3329 baren
Geld=
gewinnen im Betrage von je 45000 Mark genehmigt
worden, welche je eine abgeſchloſſene Lotterie darſtellen.
Die Ziehung der erſten Serie findet beſtimmt am
7. Juni d. J. ſtatt, Haupttreffer 20000 Mark bar. Die
Loſe ſind durch die Königl. Preuß. Lotterie=
Einnehmer oder die durch Plakate erkenntlichen
Loſeverkaufsſtellen zu beziehen. Wie wir
hören, finden die Loſe ſehr flotten Abſatz.
— Radrennen. Die am nächſten Sonntag, den 22.
Mai auf der Radrennbahn an der Heidelberger Straße
ſtattfindenden Flieger=Rennen erhalten ein ganz
beſon=
deres Intereſſe durch den Start Otto Meyers, des
be=
ſten deutſchen Fliegers. Otto Meyer iſt dieſes Jahr in
ganz vorzüglicher Form und verfügt über einen überaus
ſchnellen Endſpurt. Er hat in letzter Zeit den Sieger in
dem Sechstagerennen, Walter Rütt, wiederholt beſiegt.
(Näheres ſiehe Anzeige.)
nn. Fahrpreisermäßigung für Veteranen. Auf
den deutſchen Eiſenbahnen werden während der Monate
Mai bis Dezember 1910 einſchließlich den Veteranen
aus dem Feldzug 1870/71 zum Beſuch der Schlachtfelder
von Sankt=Johann-Saarbrücken, Weißenburg und
Wörth, Sauer, Straßburg und Metz folgende
Vergün=
ſtigungen gewährt: a) Hin= und Rückfahrt in der
Wagenklaſſe aller Züge je zum Militärfahrpreis (1 Pfg.
pro km); b) Hin= und Rückfahrt in der 2.
Wagen=
klaſſe aller Züge je zum doppelten Militärfahrpreis
anderen Rückweg zu nehmen wünſchen. Die Vergün= Kinematograph.
ſtigungen werden nicht gewährt für den Fall, daß die
Veteranen von dem tarifmäßig zugelaſſenen Hin= und Tage.
Rückweg auf der Hin= und Rückreiſe abzuweichen
Ausweis der Veteranen iſt das Beſitzeugnis der Hoffentlich iſt es vom Wetterglück begünſtigt.
Kriegsdenkmünze für Kombattanten und Nichtkombat=
heimatlichen Bezirlskommandos über die Deilnahme
an dem Feldzuge 1870/71. — Näheres iſt aus
Bekannt=
machungen erſichtlich.
Sammelſchiffchen. Nachſtehend veröffentlichen wir
das Ergebnis der Sammelſchiffchen der Deutſchen
Geſellſchaft zur Rettung Schiffbrüchiger
(vom 1. April 1909/10): Vereinigte Geſellſchaft 22,06 Mk.,
Freimaurerloge 19 Mk., Sitte (Geſellſchaft „U. K.‟
13,39 Mk., Renten= und Lebensverſicherungs=Anſtalt
9,59 Mk., Reſtauration Baumgarten 8,30 Mk., Drogerie
Schäfer Nachf. 6,93 Mk., Bockshaut 5,24 Mk., Reſtaur.
Preuſch 4,78 Mk. Darmſtädter Volksbank 4,52 Mk.,
Billardzimmer des Herrn Dr. Louis Merck 3,69 Mk.,
beſondere Zuwendung 3,31 Mk., Brauerei Fay 2,50 Mk.,
Hotel Rindfuß=Jugenheim 2,05 Mk., Eberſtadt (früher
Nippchen) 1,66 Mk., Kaiſerſaal 1,50 Mk., Reſtaur.
Schuh=
macher=Gernsheim 1,47 Mk., Reſtaur. Schott 1,34, von
Herrn Kirchenrat Fuchs=Rimbach 1,33 Mk., Reſtaur.
Doll 1,15 Mk., ſowie in weiteren ſieben
Sammelſchiff=
chen 2,37 Mk., zuſammen 116,18 Mk.
St. Orpheum. Noch einmal hat das Orpheum ſeine
gaſtlichen Hallen geöffnet, um vor der Sommerpauſe den
Darmſtädtern Gelegenheit zu geben, einen der populärſten
Künſtler des Varietés, den berühmten Humoriſten Otto
Reutter, kennen zu lernen. Sehr oft ſchon haben Stars
dieſer Art, deren Ruhm jahrelang von der Tagespreſſe
verkündet wird und an deren Auftreten im Publikum dann
aufs höchſte geſteigerte Erwartungen geknüpft werden,
Ent=
täuſchung bereitet. Wenn Otto Reutter vielleicht auch
manchem, der ihn noch nicht gehört, eine Enttäuſchung
brachte, dann war es ſicher nur eine angenehme, derart,
daß ſelbſt die höchſten Erwartungen noch übertroffen
wur=
den. Er faſziniert geradezu ſein Publikum und ſteigert
den Eindruck ſeiner Perſönlichkeit und ſeiner Kunſt von
Vortrag zu Vortrag, deren ſein Repertoire in ſchier
uner=
ſchöpflicher Fülle und Vielſeitigkeit enthält, und die er auch
allabendlich in reichſtem Maße dem Publikum bietet. Was
an Otto Reutter eigentlich beſonders zu loben iſt, was ihm
ſeinen Weltruf und ſeine Rieſengagen verſchafft hat; es iſt
nicht leicht, dieſe Frage zu beantworten. Er dichtet felbſt,
das können andere auch: er ſingt ganz gut, das tun andere
ebenfalls, und er trägt gut und eindrucksvoll in Humor und
Ernſt vor; auch das können andere. Und wie andere hat
Reutter auch ſeine Fehler. Er iſt z. B. oft ſehr ſchwer ver=
Seiiente, 30 Pfte, eh, Mertene nanr
eanat uſtw.
— Zum Mord in Dorndiel. Des Mordes verdächtig
iſt ein Landſtreicher, der am 9. Mai 1910, dem Tage
vor dem Morde, ſich in Groß=Umſtadt in Wirtſchaften
um=
hertrieb und in der Nacht vom 8. auf 9. Mai
wahrſchein=
lich in Richen übernachtete. Am Abend des 9. Mai etwa
um 7 Uhr ging er durch Raibach durch. Die Beſchreibung
lautet: Alter zwiſchen 30 bis 40 Jahre, gewöhnliches, vom
Alkoholgenuß gerötetes Geſicht und Naſe,
blon=
des Haar, mehr hellroten Schnurrbart mit ſogenannten
Stützen. Er trug Sackrock in kleinem Tuchmuſter, grau
und ſchwarz geſtreift, mit abſtehenden Taſchen, Hoſe von
gleichem Stoff, dunkelbraune Weſte mit glatten ſchwarzen
Knöpfen, ſchwarzen, tief in das Geſicht gezogenen
Schlapp=
hut, alte gerüſterte Stiefel, weiß geſtreiftes Hemd mit
ro=
ten Würfeln, weißgeringelten, jedenfalls geſchälten
Natur=
ſtock mit kleinem, gebogenem, am Ende dicker zulaufendem
Griff. Möglicherweiſe ſtößt er beim Sprechen mit der
Zunge etwas an. Er ſagte zu verſchiedenen Perſonen, er
ſei Küfer, ſtamme aus der Gegend von Worms und zwar
aus dem Kreiſe Bensheim. Vielleicht iſt es derſelbe, der
in Dorndiel ſelbſt auch bekannt iſt und dort der „
Bür=
ſtädter Küfer” heißt. Es wird jedermann, der irgend
et=
was über dieſe Perſon weiß, gebeten dies der Großh.
Staatsanwaltſchaft Darmſtadt unverzüglich mitzuteilen.
Es wäre namentlich von großer Wichtigkeit, zu erfahren.
ob der Beſchriebene vor oder nach der Tat (Nacht vom
auf 10. Mai 1910) in der Umgegend geſehen wurde, in
Wirtshäuſern bettelte, in Herbergen übernachtete und
der=
gleichen.
Auerbach, 17. Mai. Der Verkehrsausſchuh
der Bergſtraße ſchreibt uns: Pfingſten, das liebliche
Feſt, iſt vorüber Herrliche Tage waren uns beſchert und
alle, die es in der Wunderweit der Vergſtraße mit uns
verlebt haben, werden die Schönheiten unſerer Berge und
Täler nie mehr vergeſſen. Und es waren ihrer nicht
we=
nige! Die Hotels in unſeren Luftkurorten und
Land=
ſtädten waren bis unter das Dach gefüllt mit Gäſten aus
den nahen Großſtädten, den Induſtrieplätzen am Rhein
und Weſtfalen, ſelbſt aus dem Auslande, die angezogen
waren von unſerem milden Klima und dem Zauber
un=
ſerer Frühlingslandſchaft. Alle vorhandenen
Privatwoh=
nungen waren gleichfalls vollſtändig beſetzt und die Züge
ſtändlich. Und doch kann Otto Reutter mehr als andere. prachten unzählige Mengen von Touriſten und Ausflüg=
Er vereinigt alle die höchſten Vorzüge ſeiner Kollegen vom lern, die unſere Höhen und den nahen Odenwald durch=
Fach in ſeiner Perſon zu glücklicher Einheit und er verſteht
es vor allem, die leichte Art der Vortragskunſt, wie ſie das
Pariets erfordert, zur wahren K unſt individueller Art
zu erheben. und dann mag ſeine glückliche Veranlagung,
die alles leicht und ſcheinbar mühelos gibt, unter Verzicht
auf äußere Mittel, mag ſeine gewinnende, ſchlichte und
gemütvolle Perſönlichkeit ſeine Erfolge begründen, denn ſie
entſpricht dem Grundcharakter deutſchen Weſens.
Jeden=
falls kann alſo konſtatiert werden, daß der größte deutſche
Humoriſt, wie überall, ſo auch hier beiſpielloſe Erfolge zu
verzeichnen hat, daß die allabendlichen Hervorrufe kein
Ende nehmen.
Auch das übrige Programm iſt noch einmal ein in
der Geſamtheit vorzügliches und würdig, den Rahmen
zum Auftreten des großen Gaſtes abzugeben. Die Siſters
Noranas bringen in ihrem Dreſſurakt, einer Sonder=
wandern wollten. Sie haben alle voll und ganz gefunden,
was ſie geſucht haben: Erholung in der reinen Natur, und
bei manchem mag der Wunſch rege geworden ſein, ſich
hier anzuſiedeln. Kaum wohl werden ſie ſich gewunderi
haben über den Aufſchwung in den Verhältniſſen an der
Bergſtraße in den letzten zehn Jahren. In allen Orten
beſtehen ausgedehnte moderne Villenkolonien mit allen
ſtädtiſchen Einrichtungen, Gas in allen Orten, elektriſches
Licht hier und dort, dabei niedrige Gemeindeſteuern. Reges,
geiſtiges Leben durch Vorträge und Künſtlerkonzerte in
den Hauptorten, angenehmer geſelliger Verkehr, was bleibt
da noch zu wünſchen übrig? Und das iſt die Erklärung für
die erſtaunliche Entwickelung, die unſere Bergſtraße
ge=
nommen hat. Der große Zug aufs Land hat begonnen
und die Klugen ſind ihm bereits gefolgt. Es gibt keine
vorſtellung von Kakadus, Araras und Tauben, die ſämtlich andere Gegend in Deutſchland, die ſo ausgezeichnet von
als Artiſten „auftreten”, eine ganz reizende Nummer, beii der Natur iſt wie die Bergſtraße, durch ihr mildes Klimg.
der man nicht weiß, was man mehr bewundern ſoll: die günſtige geographiſche Lage, umgeben von einem Kranz
Intelligenz der hübſchen Tierchen oder die Kunſt ihrer von Großſtädten uſw. Man wende ſich um Auskunft an
liebenswürdigen beiden Meiſterinnen, die ihnen das alles den Verkehrsausſchuß der Bergſtraße, Sitz Auerbach=
gelehrt haben. — The Annettys ſind ein ſehr
elegan=
tes, dabei mit erſtaunlicher Kraft und Gewandtheit
arbei=
tendes Equilibriſtenpaar, und auch Heros, der
Herkules=
jongleur, vereiniat in ſeltener Weiſe Eleganz mit
herkuli=
ſcher Kraft und Gewandtheit. Das Gleiche darf von The
4 Charles geſagt werden, die in ihrem „
Transfor=
mationsakt” eine hübſche Ueberraſchung bringen, wenn ner
mit einem Knalleffekt das luſtig hauſende Kückonperſonal
Zwei
in eine elegante Künſtlertruppe verwandelt.
draſtiſch wirkungsvolle Tiroler Sänger und Jodler ſind
Winter und Reiſer, das fidele Wildſchützenpaar, und
auch The Namruys bringen in ihrem Muſical Act viel
gegen Löſung von zwei Militärfahrkarten 3. Klaße; 1 Humoriſtiſches. Ihre Vorträge auf dem eigenartigen,i verurteilt wurde, wurde im Gnadenwege der Reſt ſei=
Heſſen. (Siehe auch Anzeigen in dieſer Zeitung.)
Offenbach, 17. Mai. Die Kriminalpolizei
ver=
haftete den 22jährigen Michgel Großkopf aus
Nürnberg, der im Februar dieſes Jahres von ſeinem
Regiment in Bamberg deſertiert iſt; er lebte
ſeit=
her von Einbruchsdiebſtählen, die er in Bamberg,
Nürnberg und auch hier und in der Umgegend verübte.
u. Offenbach, 18. Mai. Dem früheren hieſigen
Stadt=
rechner Grebe, der im Oktober 1908 durch das
Schwur=
i gericht der Provinz Starkenburg in Darmſtadt wegen
Veruntreuungen und Buchfälſchungen zu 2 Jahren 9
Mo=
naten Gefängnis abzüglich 7 Monate Unterſuchungshaft
c) bei Benutzung von Schnell= und D=Zügen iſt ſelbſterfundenen und erbauten Bambusapparat ſind ſehri ner Strafe erlaſſen. Er ſteht in den 60er Jahren.
bisher auf freiem Fuß Geweſene jetzt durch Landgerichts=
Offenbach, 18. Mai. Geſtern abend gegen 7 Uhr
* Saalbaukonzert. Es ſei nochmals auf das heutige ſpielten drei Jungen im Alter von ſechs bis neun
der einen mit einem Köder verſehenen Faden in das
Waſſer hielt, um Fiſche zu fangen, das Uebergewicht
— Schützenhof. Heute konzertiert die vollzählige Ka= bekam und in den Main ſtürzte. Der etwa 50
mehr vorhanden iſt, die Beſcheinigung des Dienſt= M. Weber wird den Gäſten des Schützenhofes an dieſemi fiſchende Peter Eſchmann ſuchte, durch einen der
Kna=
truppenteils, oder, wenn dieſer nicht mehr beſteht, desi Abend ein beſonders ſchönes Programm aufſtellen, u. a.: ben auf das Unglück aufmerkſam gemacht, darauf ſofort
kein Zuſchlag zu entrichten; d) 25 Kilögramm intereſſant und finden vielen Beifall. — Blieben noch zui Der Schuhwarenfabrikant Catta von hier iſt nach län=
Freigepäck auf jede Fahrkarte. Dieſe Vergünſtigungen nennen die 10 Tranſylvanias, das ungariſche Da= gerer Unterſuchung wegen Konkursverbrechens angeklagt
werden auch dann gewährt, wenn die Veteranen mehrere menenſemble, das namentlich im Vogelidyll reizende Bil= und wird ſich in der Junitagung des Darmſtädter
Schlachtfelder beſuchen und die Rückreiſe von einem 1 der auf die Bühne zaubert und auch geſanglich recht aut Schwurgerichts deshalb zu verantworten haben. Nach
anderen Punkt als dem Endziel anzutreten oder einen iſt. Den Schluß des Programms bildet, wie immer, der: Abſchluß der Unterſuchung und Anklageerhebung iſt der
Das Gaſtſpiel Otto Reutters dauert nur noch fünf beſchluß in Haft genommen worden.
wünſchen, um bei dieſer Gelegenheit auch andere Orte jerſte Konzert im Saalbaugarten hingewieſen.i Jahren am Mainufer, etwas oberhalb der
Gerber=
zu beſuchen: für dieſe Um= und Seitenwege. Der Das Konzert findet bei Illumination des Gartens ſtatt.; ſtraße, als plötzlich der neunjährige Otto Wingenfeld,
tanten des Feldzuges 1870/71, und falls dieſes nicht pelle des Artillerie=Regiments Nr. 61. Herr Muſikmeiſter Meter unterhalb der Unglücksſtelle in einem Kahn
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— 100 Jahre Darmſtädter Hoftheater.
Ende dieſer Woche erſcheint im Verlage der Joh. Conr.
Herbertſchen Hofbuchdruckerei Nachſ. Dr. Adolf Koch in
Darmſtadt das mit Spannung erwartete Werl=
„Hundert Jahre Darmſtädter Hoftheater”
von Hermann Knispel. Das 247 Seiten
umfaſ=
ſende Buch, deſſen Widmung Großherzoa Ernſt Ludwig
angenommen hat, erhielt, in Behrens=Schrift gedruckt,
eine vorzügliche techniſche Ausſtattung. Eine Reihe
äußerſt intereſſanter Illuſtrationen, die zum größten
Teile von der Kunſtanſtalt Zedler u. Vogel hier
her=
geſtellt wurden, bilden einen beſonderen Schmuck der
umfangreichen Schrift. Auch die Vignette für den
Um=
ſchlag (Anſicht des jetzigen Hoftheaters) iſt aus der
letzt=
genannten Anſtalt hervorgegangen. Alles in allem ein
vornehm ausgeſtattetes Buch, deſſen Beſitz jedem
Freunde des Theaters, nicht nur in Darmſtadt, ſondern
im ganzen Heſſenlande, von Wert ſein dürfte. Die
„100 Jahre Darmſtädter Hoftheater” wirken in
Knis=
pels vorzüglicher Darſtelluing oft wie eine intereſſante
Erzählung. Bringen doch auch 100 Jahre im Leben
der Kunſt eine Fülle von Geſchehniſſen auf perſönlichem
wie theatraliſchem Gebiete. Der Preis des Buches
ſtellt ſich nach nunmehrigem Abſchluß der
Subſtrip=
tionsliſte auf 4 Mark 50 Pfg.
— Drittes Kammermuſik=Feſt
Darm=
ſtadt 1910. Die Sopraniſtin Frau
Lauprecht=
v. Lammen ſingt: 1. Tag: „Du meine heiße Liebe‟
von Gluck, Schäferlied von Haydn, „Das Veilchen” und
„Die kleine Spinnerin” von Mozart; 2. Tag: Drei
Lieder von Schubert: a) „Todesmuſik”, b) „Die Unter=
ſcheidung” c) „Auflöſung”; 3. Tag: Romanze und
„Payſage ſentimental” von Debuſſy. „Sonſt” und „Wie
Frühlingsahnung weht es” von Pfitzner. Die
Sän=
gerin hatte einen durchſchlagenden Erfolg im erſten
Muſikvereins=Konzert dieſes Winters (Schöpfung) Sie
hat hier in Darmſtadt als „Mientie von
Lam=
men” in dem Penſionat Kirſchbaum ihre
Schul=
bildung genoſſen. Die Altiſtin Frau Ilona K.
Durigo aus Peſt, hier noch unbekannt, ſingt:
1. Tag: 4 Lieder von R. Schumann: a) „Du biſt vom
Schlaf erſtanden”. b) „Aufträge”, e) Intermezzo,
d) „Waldesgeſpräch”: 2 Tag: 4 Lieder von Hugo
Wolf: a) „Zur Ruh, zur Ruh”, b) „Zitronenfalter im
April”, e) „Wenn du mich mit den Augen
ſtreifſt=
d) „In dem Schatten meiner Locken”; 3. Tag: „
Abend=
rot” und „Nachtigallen” von Pfitzner, „Schlecht Wetter‟
und „Waldeinſamkeit” von Reger, „Julinacht” von
Schillings.Ueberall, wo FrauDurigo aufgetreten iſt,wird
einſtimmig ihr herrliches Stimmaterial gerühmt. Seit
einer Saiſon erſt ſteht die Künſtlerin in der
Oeffent=
lichkeit, und ſchon rechnet man ſie zu den erſten
Grö=
ßen. Die bedeutendſten deutſchen Konzertſäle haben ſich
ihr ſchnell geöffnet; in Wien und Peſt iſt ſie ebenſo
bekannt, wie in Berlin, Dresden, Leipzig oder
Frank=
furt. Ilona Durigo ſtammt aus Ungarn. Zuerſt
ge=
dachte ſie Pianiſtin zu werden; ſie beſuchte die Königl.
ungariſche Muſikakademie in Peſt und abſolvierte ſie
mit Auszeichnung. Ihre geſangstechniſche Ausbildung
erhielt ſie, nachdem ihre Stimme entdeckt worden war,
bei Profeſſor Jorſten am Wiener Konſervatorium. Der
Geſangsmeiſter Stockhauſen und die Berliner
Geſangs=
pädagogin Etelka Gerſter haben die letzten Verdienſte
um die Ausbildung ihrer Stimme, deren Schulung
als abſolut vollendet bezeichnet wird.
Die Begleitung der Lieder am erſten und zweiten
Tag hat Hofrat de Haan übernommen; am dritten
Tag begleiten die Komponiſten ſelbſt ihre Lieder.
— Die Tagung 1910 des Verbandes der
Kunſtfreunde in den Ländern am Rhein
ſchloß mit einer Beſichtigung der Stadt Mainz und des
Domes, der ein Beſuch in der Sektkellerei Kupferberg
u. Co. folgte, wo die Verbandsmitglieder reich und
feucht bewirtet wurden. Als Ort der nächſten Tagung
des Verbandes wurde Zürich beſtimmt, wohin die
Schweizer Kommiſſion die Verbandsmitglieder
einge=
laden hat. Mit dieſer Tagung 1911 ſoll eine große
Ausſtellung von Kunſtwerken verbunden ſein. In der
Generalverſammlung konnte mitgeteilt werden, daß
das Wachstum des Verbandes erfreulich zunehme, jo
daß, während die allgemeine ſchlechte Geſchäftslage des
vorigen Jahres auch hier ihren Einfluß ausübte, im
erſten Vierteljahr 1910 ſchon ein Zuwachs von etwa
300 neuen Mitgliedern zu verzeichnen ſei. Als
Ver=
bandsgabe für 1910 iſt ein Originalholzſchnitt von Ernſt
Würtenberger vorgeſehen, dem Schweizer Maler,
deſ=
ſen Bilder bei einer kürzlich vom Verband
veranſtalte=
ten Wanderausſtellung berechtigtes Aufſehen erregten.
* Der Halleyſche Komet iſt heute in den
frühen Morgenſtunden mit ſeinem Schweif über die
Erde hinweggeſtrichen, ohne Schaden für uns. Am 19.
iſt der Komet wegen ſeiner ſcheinbaren Sonnennähe
unſichtbar, wird vielleicht ſchon am 20. wieder zu ſehen
ſein, und zwar nach Erlöſchen der Abenddämmerung
am weſtlichen Himmel. Seinen größten Glanz
dürfte er in den Tagen vom 20. bis 25. Mai eutfalten:
am letzteren Tage geht er etwa drei Stunden nach der
Sonne unter, nimmt aber dann bald ſehr an Hellig=
keit ab.
[ ← ][ ][ → ]Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donuerstag, den 19. Mai 1910.
Nummer 114.
mit einem ſogenanten „Wolf das Baſſer ab, und
es gelang ihm auch, den Jungen nach etwa einer
Viertelſtunde aufs Trockene zu bringen. Eſchmann
nahm ſofort Wiederbelebungsverſuche an dem Knaben
vor, die durch einen ſchnell herbeigerufenen Arzt noch
unterſtützt wurden, aber leider ohne Erfolg waren.
Klein=Steinheim, 17. Mai. Der Oberrealſchüler
Rouſ=
ſelle in Klein=Steinheim erdichtete, wie mitgeteilt, vor
einiger Zeit einen Raubanfall, deſſen Opfer er
ge=
worden ſein wollte. Nun hat Rouſſelle Gift genommen.
Er liegt bedenklich krank im Hanauer Krankenhaus.
Mainz, 17. Mai. Vor der zweiten Zivilkammer
wurde heute unter dem Vorſitz des Herrn
Landgerichts=
direktor Dr. Bockenheimer weiter über die Klage
des Herrn Hauswald gegen die Stadt auf
Her=
ausgabe ſeiner Maſchinen und Werkzeuge verhandelt.
Der Vorſitzende erklärte, das Gericht habe den
Ein=
druck, daß der Stadt vom Kläger keine bindende
Er=
klärungen über Zurücklaſſung und Benutzung von
Ge=
räten geworden ſeien. Zunächſt wurde Herr
Sanitäts=
rat Dr. Müller über die letzte Sitzung der
Theaterbau=
kommiſſion, die nach der Ausſperrung ſtattfand,
ver=
nommen. Er bekundete, daß Herr Hauswald der
Sitz=
ung beiwohnte und wegen der Fortführung der
Arbei=
ten in ſtädtiſcher Regie poſitive Zuſagen gemacht habe.
Das ſei ganz gewiß. Auf ſeine Frage, ob der Kläger
der Stadt die Gerüſte und Maſchinen überlaſſe, habe
er erklärt: jawohl; nur ſeine Poliere könne die Stadt
nicht erhalten. Auf ihn habe es den Eindruck gemacht,
als wenn Hauswald gemeint hätte, ohne ſeine Poliere
könne nichts gemacht werden. Es wurde darauf
hinge=
wieſen, daß auf Grund des Paragraphen 23 des
Ver=
trages der Kläger nur verpflichtet ſei, das Gerüſt ſtehen
zu laſſen, jedoch nicht die Geräte und Werkzeuge. Herr
Bürgermeiſter Kuhn war gleichfalls der Meinung, daß
der Benutzung von Gerüſten und Maſchinen und der
übrigen Werkzeuge keine Schwierigkeiten gemacht
würden. Nach den Bemerkungen des Herrn Hauswald
habe er angenommen, daß eine Beſchäftigung ſeines
Perſonals ausgeſchloſſen ſei; ferner könne er kein
Ma=
terial zuführen. Herr Baurat Gelius erklärte, daß die
Werkzeuge in einem Verzeichnis aufgenommen und
den ſtädtiſchen Beamten übergeben worden ſeien.
Dar=
unter ſei auch ein Kran geweſen. Auch die Benutzung
der Bauhütte ſei zugeſtanden worden, nur ein Raum
ſei verſchloſſen und vernagelt. Es wurden noch eine
Reihe von Zeugen vernommen und der Wert der
Werk=
zeuge und Maſchinen ohne Gerüſte auf etwa 20000 M.
bewertet. Darauf ſprachen die beiderſeitigen
Rechts=
vertreter. Das Urteil wird am 27. Mai verkündet.
(Tgbl.)
Mainz, 17. Mai. Vor einiger Zeit erregte der
Dieb=
ſtahl einer teueren Platinaſchale in der Darmſtädter
Techniſchen Hochſchule Aufſehen. Bis heute aber
hatte man von dem Dieb keine Spur. Nun hat ein
Ar=
beiter, der hier in Unterſuchungshaft ſitzt, weil er im
Tech=
nikum zu Bingen ein wertvolles Reißzeug geſtohlen hat,
den dringenden Verdacht auf ſich gelenkt, auch der Dieb
der in Darmſtadt geſtohlenen Gegenſtände zu ſein.
Ne=
ben der Platinaſchale wurden damals auch Reißzeuge
ge=
ſtohlen.
Mainz, 17. Mai. Vor zwei Jahren hatte ſich das
alleinſtehende, nahezu 70 Jahre alte Fräulein D. gegen
Abtretung ihres Vermögens von 12000 Mark im
Vin=
zenzhöſpital eingekauft und führte dort ein
beſchau=
liches Leben, bis ſich in letzter Zeit Zeichen von
Lebens=
überdruß und Geiſtesſtörung bei ihr bemerkbar
machten. Geſtern ging ſie in die Stadt und kaufte ſich
drei Raſiermeſſer. Wieder daheim, ſtellte ſie ſich vor
den Spiegel und ſchnitt ſich mit dem einen
haar=
ſcharfen Meſſer den Hals durch. Als man wenige
Minuten nach ihrer Rückkehr das Zimmer betrat, fand
man ſie in einer Blutlache als Leiche.
Dienheim, 17. Mai. Man ſchreibt dem „M. Tabl.”
Der 30jährige Sohn Karl des Wingertsmanns Jakob
Steinfurth kam auf der Arbeitſuche im vorigen
Sommer nach Luxemburg. Bei ihm war noch ein
jun=
ger Mann aus Trier. Hier wurden ſie von zwei
Fremden betrunken gemacht und mit einem Wagen
fortgebracht. Als beide erwachten, waren ſie in einer
Grenzfeſtung in Frankreich. Dann kamen ſie in die
Fremdenlegion. Mit drei Leidensgenoſſen floh
Steinfurth von 14 Tagen und iſt wohlbehalten in dem
elterlichen Hauſe angekommen. Seine Freunde
wur=
den leider in Algier wieder ergriffen, ſodaß nur er
allein in die Heimat zurückehren konnte. Nach ſeinem
Erzählen ſind noch 25 deutſche Soldaten in ſeinem
Re=
giment geweſen.
Gießen, 17. Mai. In der Spielzeit 1909/10 hat
Di=
rektor Hermann Steingötter an Pacht für das
Stadttheater 18840 Mk. (20 Prozent der Einnahme)
abgeliefert. Die Bilanz des Theaterbauvereins G. m. b. H.
ſchließt für dieſes Rechnungsjahr bei 18800 Mark
Ab=
ſchreibungen mit einem buchmäßigen Fehlbetrag von
15700 Mark ab. Die Einnahmen überſteigen die
wirk=
lichen Ausgaben ohne Berückſichtigung der
Abſchreibun=
gen um 3880 Mark.
(*) Bad=Nauheim, 18. Mai. Funde aus der Zeit
des Römerkaiſers Auguſtus hat man dieſer
Tage am Johannisberg gemacht. Sie beſtanden in
Krü=
gen, Töpfen, Urnen, die bei Waſſerleitungsbauten
aufge=
deckt wurden. Der römiſche Wartturm wird jetzt
ausge=
baut und durch Anlagen verſchönert.
(*) Nieder=Florſtadt, 18. Mai. Erhängt hat ſich
im Gefängnis zu Altenſtadt der Wilderer Roth, der
mit ſeinem Sohn bei Stammheim von Gendarmen beim
Wildern ertappt wurde und bei der Verfolgung auf einen
Gendarmen ſchoß. Der Sohn befindet ſich im Gefängnis
zu Friedberg.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Mai. Durch einen
unglücklichen Zufall hat geſtern früh der
ſtellver=
tretende Direktor des Berliner Kaſſenvereins Adolf
Har=
precht ſeinen Tod gefunden. Der am Ende der 60er Jahre
ſtehende Herr ſtürzte — wahrſcheinlich infolge eines
Schlaganfalles — vom Fenſter des dritten Stockes in den
Hof hinab und ſtarb nach wenigen Minuten. Direktor
Adolf Harprecht war ſeit längerer Zeit leidend und nahm
vor etwa 6 Wochen Urlaub. Der Verunglückte, der in der
jüngſten Zeit unter Ohnmachtsanfällen zu leiden hatte,
wollte die Schnur an der Jalouſie in Ordnung bringen
und trat zu dieſem Zweck auf einen am offenen Fenſter
ſtehenden Stuhl. Dabei muß er von einer neuen
Ohn=
macht oder von einem Schlaganfall betroffen worden ſein,
denn er brach bewußtlos zuſammen und ſtürzte in die
Tiefe. — Die 20jährige Eliſabeth Porutki aus Hannover,
die bei ihrem Onkel, dem Beſitzer eines Etabliſſements in
Papenberge bei Spandau zu Beſuch weilte, unternahm mit
einem Kellner und einem anderen Mädchen eine
Kahn=
fahrt. Beim Wechſeln der Plätze ſchlug der Kahn um
und die beiden Mädchen ertranken. Der Kellner
konnte gerettet werden. — Unter Hinterlaſſung
bedeuten=
der Schulden — es heißt von mehr als ¼ Mill. Mark — iſt
der Architekt Sekerl aus Charlottenburg flüchtig.
— Der Unfall des Sterndampfers „Leopold
von Ranke”, der am erſten Pfingſtfeiertage durch einen
Zuſammenſtoß mit der Eiſenbahn=Drehbrücke in Spandau
herbeigeführt wurde ſcheint, entgegen der bisherigen
An=
nahme, doch ein Opfer gefordert zu haben. Die 18jährige
Tochter des Bureauvorſtehers Viehn aus Charlottenburg,
die ſich an Bord des Dampfers befand, wird ſeit dem
Un=
fall vermißt.
München, 18. Mai. Ein ſchweres
Automo=
bilunglück ereignete ſich heute nacht in der
Wil=
helmshöhe bei München. Ein mit ſieben Perſonen
be=
ſetztes Privatautomobil, das von einem Ausflug
zu=
rückkehrte, fuhr in der Dunkelheit in eine
Straßenböſch=
ung und ſtürzte um. Ein Fräulein kam unter das
Auto zu liegen und wurde auf der Stelle
ge=
tötet, die anderen fünf Inſaſſen wurden
herausge=
ſchleudert und erlitten meiſt Verletzungen an
Armen und Beinen. Das Antomobil wurde
vollſtän=
dig zertrümmert.
Beuron, 17. Mai. Heute mittag fand die Uebergabe
des von Kaiſer Wilhelm der Erzabtei
geſchenk=
ten Bronzekreuzes durch den Fürſten Max Egon zu
Fürſtenberg ſtatt. Nach der Uebergabe durch den Fürſten
und nach der Enthüllung des Kreuzes hielt Erzabt von
Fürſtenberg Schober im Namen des Konventes eine
Dan=
kesanſprache. Das Kreuz, modelliert von Prof. Weierich=
Rom, iſt drei Meter lang, zwei Meter breit und ruht auf
einem ſchwarzen. 1.08 Meter hohen Syenitſockel; der
letz=
tere trägt die Inſchrift: Consumatum est, die dem
Künſt=
ler als Motiv diente. Das Kreuz iſt ausgeführt von der
Gladenbeckſchen Großgießerei in Friedrichshagen bei
Berlin.
Aachen, 18. Mal. Aus dem Gelbſchran der Minchen=
Aachener Feuerverſicherungsgeſellſchaft ſind in den
Pfingſt=
feiertagen 438000 Mark, wahrſcheinlich von
internatio=
nalen Einbrechern, geſtohlen worden.
Hannover, 18. Mai. Ein ſchwerer
Automo=
bilunfall ereignete ſich in der geſtrigen Nacht bei
Brackede. Ein Automobil durchbrach die Barriere und
fuhr über den Damm hinweg in den Straßengraben,
wo es ſchwer beſchädigt liegen blieb. Die 3 Inſaſſen
wurden herausgeſchleudert; zwei ſind ſchwer
ver=
letzt.
Breslau, 18. Mai. Die Mitglieder eines
Königs=
hütter Stenographenvereins, die mit ihren Angehörigen
einen Ausflug nach dem Gaſthauſe in Hieſchewald
unternahmen, wurden auf dem Rückwege von einem
Manne, der ſich im Gebüſch verſteckt hatte, aus einem
Revolver beſchoſſen. Zwei Damen wurden
ſchwer verletzt; zwei Damen und zwei Herren erhielten
Streifſchüſſe. Der Täter iſt unerkannt entflohen.
Wien, 17. Mai. Hofſchauſpieler Kainz unterzog ſich
im Sanatorium Löw der Operation eines hochſitzenden
Darmpolypen. Die Operation war recht ſchwierig.
Es=
beſteht die beſte Hoffnung auf vollſtändige
Wiederher=
ſtellung.
Wien, 17. Mai. Der Termin der Schlußverhandlung
gegen den Oberleutnant Hofrichter, der auf heute
an=
geſetzt war, iſt verſchoben worden, weil wegen des
Geiſteszuſtandes des Angeklagten noch eine Unterſuchung
ſchwebt.
Peſt, 17. Mai. In der Ortſchaft Zemplin=Vaſarhely
im Zempliner Komitat ſind 67 Wohnhäuſer ſamt den
Nebengebäuden niedergebrannt.
Paris, 18. Mai. Ein heftiges Gewitter ging
geſtern abend zwiſchen 6 und 8 Uhr in der Gegend von=
Lille nieder und zog dann nördlich weiter. Der
Blitz=
ſchlug mehrere Male in das Irrenhaus von Bailleul
ein, wodurch zwei Pavillons in Flammen geſetzt wurs
den. Da die Löſchverſuche mit unzureichenden Mittelng
unternommen wurden, ſprang das Feuer auch auf
andere Pavillons über. Während der Löſch= und Rets
tungsverſuche ſpielten ſich in den verſchiedenen
Pavil=
lons, in denen die Irren untergebracht waren, ſchauers
liche Szenen ab. Mehrere Geiſteskranke ergriffen die
Flucht und ſind bisher nicht wiedergefunden worden.
Beirut, 17. Mai. Eine Feuersbrunſt hat mehrere
Stadtviertel eingeäſchert. Einige Bewohner
ſind verbrannt.
New=York. 17. Mai. In einem Kohlenbergwerk in
Centreville (Alabama) ſind 36 gefangene
Neger=
verbrannt. Die Leute waren Staatsgefangene, hatten
als ſolche auf dem Bergwerk zu arbeiten und wurden in
einem hölzernen Gebäude bewacht. Dieſes wurde von
ei=
nem der Gefangenen angezündet, der während der dann
entſtehenden Panik entfliehen wollte.
Canton (Ohio), 17. Mai. In den Fabrikräumen der
American Sheet and Tinplate Company wurden
durch=
eine Exploſion etwa 20 Arbeiter getötet. Von
den übrigen in der Fabrik beſchäftigten Arbeitern blieb
kaum einer ohne Verletzung.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
Gehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor,
— Die hieſige Kammermuſikvereinigung
der Herren de Haan, Schmidt, Bornemann, Delp und
Andrae beabſichtigt, in ihren vier Matinéen der
kommen=
den Winterſaiſon ein erſchöpfendes Bild der klaſſiſchen
Kammermuſik zu geben, umfaſſend die Zeit von J. S. Bach
bis R. Schumann. Dabei ſollen Mozart und
Beethoven=
als die beiden bedeutendſten Meiſter mit je einer ganzen
Matinée bedacht werden, um Gelegenheit zu bieten, deren
Bedeutung für die Entwickelung der Kammermuſik an
mehreren Werken richtig würdigen zu können. — Dieſe
Programmeinteilung dürfte nicht nur bei den Freunden
der Vereinigung, ſondern der Kammermuſik überhaupt
wärmſtes Intereſſe finden.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 18. Mai. Im
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer wurden heute die
Be=
ratungen über die Gemeindeumlagenreform
wieder aufgenommen; als Regierungsvertreter wohnten
Finanzminiſter Braun und Miniſter des Innern von
Kleines Feuilleton.
CK. König Georg V. als
Briefmarken=
ſammler. In den Kreiſen der Briefmarkenfreunde
genießt der neue König von England als Autorität
gro=
ßes Anſehen. Jahre lang hat er in ſeiner
Thronfol=
gerzeit das Präſidium der Königlichen Philateliſtiſchen
Geſellſchaft geführt. Das war kein leerer Ehrenpoſten,
denn der König iſt, wie ſchon mehrfach mitgeteilt.
wurde, ein leidenſchaftlicher
Briefmarkenſamm=
ler. Seine Sammlung wird von Fachleuten, ſo weiß
eine engliſche Wochenſchrift zu erzählen, auf einen Wert
von über 2 Millionen Mark geſchätzt und ihre
Reich=
haltigkeit hat oft dazu beigetragen, wiſſenſchaftliche
Streitfragen der Philateliſten zu klären. Wenn die
Briefmarkenſammler in London zuſammenkommen,
um ihren Kongreß abzuhalten, werden die meiſten von
ihnen zu dem königlichen Sammler eingeladen, um
ſeine Schätze beſichtigen zu können. 1906 bei der
gro=
ßen Ausſtellung erregten die wundervoll erhaltenen
lückenloſen Serien älteſter britiſcher Freimarken in
Fachkreiſen die größte Bewunderung. Damals ſtellte
der König auch die berühmte blaue Twopenny=Marke
ung nicht weniger als 29000 Mark gezahlt hatte. Die
Marke gilt als außerordentliche Seltenheit, denn nur
1000 Exemplare davon wurden im Jahre 1847 gedruckt; mächtigem, feurigem Schweife; er ſtößt auf die Erde
das Markenfeld zeigt das Profil der Königin Viktoria,
Der Grund war, daß es damals auf Mauritius keinen
gelernten Graveur gab; man übertrug die Arbeit einem
Uhrmacher, der ſich ihrer ſo ſchlecht entledigte, daß man
die Marken ſofort nach dem Druck des erſten Bogens über die Wahrſcheinlichkeit des Weltunterganges
bit=
einzog. Noch im März dieſes Jahres hat König Georg
der Königlichen Philateliſtiſchen Geſellſchaft ein
koſt=
bares Geſchenk gemacht: eine wundervolle Sammlung
von Ganzſachen, Poſtkarten, Streifbändern und
Brief=
umſchlägen Englands und ſeiner Kolonien. Darunter
waren einige große Seltenheiten, ſo das Kuvert mit bekommen; hinter einem dichten Wolkenvorhang
ver=
der gelben Ein=Schilling=Marke von Mauritius, das
zu den ſechs ſeltenſten und koſtbarſten Briefumſchlägen
der Welt gehört. Auch die erſte Ausgabe von
Umſchlä=
gen mit eingedruckten Marken von Ceylon gehört heute
nen ſich heiße Kämpfe zwiſchen dem Beauftragten des
königlichen Sammlers und den Händlern. Denn wenn.
es gilt, irgend eine Lücke in der Sammlung auszufül=
len, dann zahlt der König jeden Preis. Aber es iſt
nicht der Wunſch, eine vielbeſtaunte Seltenheit zu
be=
ſitzen, der den König zum Sammler gemacht hat. Es
ſind künſtleriſche und hiſtoriſche Intereſſen, die ihn
reizen; er ſieht in den Marken lehrreiche Symbole für
den Wandel des Geſchmacks, der Moden und der
geiſti=
gen Kultur. Darum hat er auch alle Anerbieten, ſeine
Sammlung zu verkaufen, lächelnd abgelehnt. „Ich
liebe ſie zu ſehr, um mich von ihr trennen zu können.”
Auch ſein älteſter Sohn iſt ein eifriger
Briefmarken=
ſammler; er hat die Leidenſchaft vom Vater geerbt und
in London bei verſchiedenen Ausſtellungen ſeine
koſt=
bare Kollektion von ungebrauchten Marken der
fran=
zöſiſchen Kolonien gezeigt.
** Amerika in Erwartung des
Kome=
ten. In ganz Amerika ſprach man in letzter Zeit nur
noch von dem Halleyſchen Kometen. Die Zeitungen
veröffentlichten von Tag zu Tag ungezählte Spalten,
und überall wurden die Worte von Halley abgedruckt,
der einſt ſchrieb: „Er iſt ein großer Körper und bewegt
ſich ſo ſchnell, daß in dem unwahrſcheinlichen Falle, daß
er die Erde berührt, das Ergebnis ſein würde, daß
unſere Welt in das Urſchaos zurückgeſchleudert wird.‟
von Mauritius aus, für die er auf einer Verſteiger= Die Sonntagszeitungen ſchmückten ihre Titelſeite mit
Zeichnungen, die dem Leſer die Haare zu Berge trieben.
Da ſah man einen gewaltigen, blutigroten Stern mit
genau an der Stelle, wo Peary das Sternenbanner
die Zeichnung iſt jedoch fehlerhaft und unvollkommen. aufgepflanzt hat und man ſieht, wie unſere Erdkugel
ſich ſpaltet und dabei in Stücke auflöſt. Die bekannten
Aſtronomen und Meteorologen empfingen tauſende von
Briefen, in denen furchtſame Gemüter um Aufſchluß
ten. Die „Comet parties” waren überall an der
Ta=
gesordnung. Man traf ſich ſpät in der Nacht und
ver=
brachte auf den Dächern der großen Hotels die
Stun=
den bis zur Morgenröte. Freilich haben dieſe
fröh=
lichen Geſellſchaften nur wenig vom Kometen zu ſehen
barg er ſich vor der Neugier der Senſationshungrigen.
Aber man amüſierte ſich auch ohne Kometen, und die
Hoteliers machten ein glänzendes Geſchäft. In
ein=
zelnen Hotels und Reſtaurants erhielt jeder Gaſt ein
zu den Raritäten, die mit hohen Preiſen bezahlt wer= kleines ſilbernes Fernrohr als Erinnerungsgeſchenk,
den. König Georg pflegt zu jeder Briefmarkenverſtei= In den erſten Morgenſtunden, kurz vor Tagesgrauen,
gerung einen Vertreter zu eutſenden, und oft entſpin= wurde es im Zentralpark lebendig; dort verſammelten
ſich die Lehrer mit ihren Klaſſen, um ihren Schülern
die Sternenwelt zu erklären und womöglich den
Kome=
ten zu zeigen. Der Bürgermeiſter von Liddletown in
Connecticut hatte befohlen, daß in den Morgenſtunden,
in denen der Komet ſichtbar wurde, alle Glocken läuten
ſollten — vorausgeſetzt, daß der Himmel klar war
und=
man den Kometen auch ſehen konnte. Ein großes New=
Yorker Blatt war auf den Einfall gekommen, bei
be=
rühmten Zeitgenoſſen eine Enquete zu veranſtalten
über die wichtige Frage, was die Berühmtheiten tun
würden, wenn der Komet die Erde zerſtörte. Ein
be=
kannter Schriftſteller antwortete, er würde ſich einen
Aeroplan kaufen und die Sache aus den Wolken
an=
ſehen. Eine ſehr populäre amerikaniſche
Schriftſtelle=
rin, die verſchiedene Theaterſtücke verfaßt hat, ſchrieb
der Zeitung: „Ich werde meinen Mann ganz feſt
um=
armen und dann wird es mir gleich ſein, zu ſterben,
und ich bin ſicher, auch er wird ſich nicht beklagen.”
Kürzer und etwas zweideutig antwortete einer der
be=
kannteſten Reſtaurantbeſitzer: „Dann werde ich
ver=
rückt werden wie die anderen.‟ Die Tochter des
kürz=
lich verſtorbenen Millionärs Moreſini wollte drei
Tage=
lang vor der Kataſtrophe unaufhörlich beten, und die
Schauſpielerin Barriſon teilte den Zeitungen mit: „Ich
werde die Kameliendame ſpielen und die Stunde
ſo=
ausſuchen, daß der Tod der Heldin auf der Bühne
ge=
nau zuſammenfällt mit dem Augenblick, in dem der
Schweif des Kometen das Dach des Theaters
ein=
ſchlägt”.
* Eine Beerdigung nach 50 Jahren.
Eine ſeltſame Feier fand Mitte voriger Woche in
Loughmoe, Tipperary, Irland, ſtatt. Ueber 10000 Leute
und 600 ſogenannte Jaunting Cars, die eigenartigen
nationalen Droſchken Irlands, 50 Geiſtliche und 20
Muſikapellen nahmen daran teil. Die Urſache der
Pro=
zeſſion war die Beerdigung von William und Daniel=
MeCormack, die am 11. Mai 1858 wegen Mordes
ge=
henkt wurden, deren Unſchuld ſich aber ſpäter
heraus=
geſtellt hat. Der Mord, für den ſie den Tod erlitten,
wurde an einem Aufſeher namens Ellis begangen, der
ſich den allgemeinen Haß der Bevölkerung durch die
rückſichtsloſe Austreibung armer Leute von Haus und
Hof zugezogen hatte. Er wurde auf der Landſtraße
er=
ſchoſſen, als er am 22. Oktober 1857 nach ſeinem Hauſe
zurückkehrte. Die MeCormacks wurden angeklagt,
ver=
urteilt und hingerichtet; ſpäter jedoch bekannte ein
ge=
wiſſer Michael Gleeſen, die Tat begangen zu haben. Es
var dies einer der Exmittierten, und ſein Sohn nahm
an der Prozeſſion teil. Der Richter, der die
MeCor=
macks verurteilte, beging Selbſtmord. Die
Ueberführ=
ung der beiden Leichen in geweihte Erde wurde als
ein Feiertag im ganzen Diſtrikt gehalten.
Nummer 114.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Mai 1910₰
Seite 5.
Hombergl der Sizung bei. Der
Ausſchufberichterſtat=
ter gab zuerſt einen orientierenden Ueberblick über die
Vor=
lage und beſonders über die Gewerbeſteuer. Die heſſiſchen
Handelskammern hatten entgegen dem von der Regierung
vorgelegten Gewerbeſteuertarif einen anderen Aufbau der
Gewerbeſteuer in Vorſchlag gebracht; der Ausſchuß gab den
letzteren Vorſchlägen nicht ſeine Zuſtimmung, man
geſtal=
tete aber den Tarif in einer den Wünſchen der
Handelskam=
mern entgegenkommenden Weiſe um, indem man z. B.
mehrere weitere Klaſſen einſchob. Durch dieſe Abänderung
des Tarifs und beſonders dadurch, daß auch die größeyn
Betriebe in billigerer Weiſe, als dies in der Vorlage
ge=
ſchehen, zur Gewerbeſteuer herangezogen werden ſollen,
hofft man zu verhüten, daß die Induſtrie aus dem Lande
abwandert und ſich z. B. am Frankfurter Oſthafen
nieder=
läßt, wo ihr weſentlich günſtigere Bedingungen geboten
werden. Es wurden im Ausſchuß Bedenken dagegen
gel=
tend gemacht, daß die vorgeſchlagene Progreſſion der
Ge=
werbeſteuer bei einem Ertragswert von 10000 Mark nicht
weiter gehen ſolle. Seitens der Regierung wurde jedoch
darauf hingewieſen, daß ja eine Progreſſion auch dadurch
ſtattfinde, daß der Mehrertrag zur Steuer herangezogen
werde und in dieſem Mehrertrag ja die Progreſſion
be=
ſteuert werde. Die über die Umgeſtaltung des
Gewerbe=
ſteuertarifs von der Regierung gemachten Vorſchläge
wer=
den vorausſichtlich die Grundlage zu den weiteren
Ver=
handlungen über die Gewerbeſteuer bilden. Bezüglich der
Warenhaus= und Filialſteuer kam im Ausſchuß beſonders
der Gedanke zum Ausdruck, daß der Umſatz entſcheidend
ſein und es in die Hand der Gemeinde gelegt ſein müſſe.
dieſe Steuer nach Maßgabe des Umſatzes zu geſtalten. Die
heutigen Ausſchußverhandlungen haben die Erwartung
befeſtigt, daß es gelingen wird, die ganze
Regierungsvor=
lage noch vor der Sommerpauſe im Ausſchuß
fertigzu=
ſtellen, damit ſie alsdann in einer Herbſttagung von der
Zweiten Kammer erledigt werden kann.
Kongreſſe und Verbandstage.
Deutſcher Lehrertag in Straßburg.
— Straßburg, 17. Mai. Nach dem Vortrage des
Lehrers Schubert=Augsburg referierte Rektor Höhne=
Berlin über das Thema Jugendfürſorge. Er
begründete folgende Leitſätze: 1. Die wirtſchaftlichen
und ſozialen Verhältniſſe unſerer Zeit nötigen dazu,
eine rechtzeitige, umfaſſende und planmäßig geordnete
Jugendfürſorge als eine der dringendſten
Kulturauf=
gaben anzuerkennen. 2. Die Jugendfürſorge begreift
alle Maßnahmen in ſich, die ſich auf Schutz und
Be=
wahrung, Pflege und Erziehung des heranwachſenden
Geſchlechts beziehen. Sie muß ſich auf die geſamte
Jugend des Volkes erſtrecken, ſoweit für deren geſunde
Entwickelung nicht bereits in den häuslichen
Verhält=
niſſen und in der Familienerziehung die im ſozialen
Intereſſe notwendige Sicherheit gegeben iſt. 3.
Jugend=
fürſorge iſt eine Aufgabe der Geſamtheit, in erſter
Linie des Staates und der Gemeinden. Die private
Beteiligung an ihren Beſtrebungen muß als Ausfluß
ſozialen Pflichtgefühls auftreten. 4. Der deutſche
Leh=
rerſtand betrachtet die Jugendfürſorge als eine
not=
wendige Ergänzung und Förderung ſeiner
pädago=
giſchen Tätigkeit. Vermöge ſeiner erzieheriſchen Pflicht
fühlt er ſich berufen, auf dieſem Arbeitsgebiete ſich in
Gemeinſchaft mit anderen Ständen beſonders zu
be=
tätigen. 5. Die Deutſche Lehrerverſammlung empfiehlt
darum den Verbänden des Deutſchen Lehrervereins
und ihren Mitgliedern: a) die Durchführung der zu
Schutz und Pflege der Jugend erlaſſenen Geſetze und
Beſtimmungen mit allen Kräften zu fördern und da,
wo es nötig erſcheint, deren Erweiterung anzuſtrebem;
b) ſich an der Arbeit der vorhandenen öffentlichen und
privaten Fürſorgeorganiſationen tatkräftig zu
beteili=
gen und, wo ſolche Körperſchaften noch fehlen, ihre
Begründung und zweckmäßige Einrichtung anzuregen.
Der Referent Rektor Höhne führte aus: Die Statiſtil
weiſt die Not von Tauſenden von Kindern nach. Starke
Sterblichkeit, Verwachſungen, Blutarmut und
Tuber=
kuloſe finden ſich in hohem Maße im ſchulpflichtigen
Alter. Die Schule muß daher den ſozialen
Anforder=
ungen der Jetztzeit gerecht werden. Die
Fürſorge=
anſtalten und ähnliche Inſtitute bedürfen einer
gründ=
lichen Reform. Eine ſolche wird aber nur möglich ſein,
wenn die Leitung der Anſtalten, die heute meiſt in den
Händen von Geiſtlichen liegt, im pädagogiſchen Sinne
geführt wird. Nach weiterer Debatte wurden die
Leit=
ſätze des Referenten angenommen. Damit war die
heutige Tagesordnung erledigt und die Beratungen
wurden auf morgen vertagt.
* Straßburg, 18. Mai. In der zweiten
Haupt=
verſammlung des Deutſchen Lehrervereins wurde das
auf die geſtrige Huldigungsdepeſche aus dem
Zivil=
kabinett des Kaiſers eingetroffene
Antworttele=
gramm bekannt gegeben, welches beſagt, daß Se.
Maje=
ſtät der Kaiſer und König den hier verſammelten
Volks=
ſchullehrern für das erneute Gelöbnis treuer
Anhäng=
lichkeit danken laſſe. Auch der Statthalter Graf
We=
del, der geſtern die beiden Vorſitzenden der
Verſamm=
lung, Röhl=Berlin und Löſchner=Stuttgart, empfing und
ſich mit dieſen ſehr eingehend über die
Lehrervereins=
tagung unterhalten hatte, hat der Verſammlung
fol=
gende Dankdepeſche geſandt: „Der zur diesjährigen
Tagung im Schatten des alten ehrwürdigen Münſters,
eines herrlichen Denkmals deutſcher Baukunſt,
verein=
ten Lehrerverſammlung ſage ich wärmſten Dank für
ihre freundliche Begrüßung. Ich verbinde damit den
Wunſch, daß ihr Wirken von reichen Erfolgen begleitet
ſein und daß ihre gemeinſchaftlichen Beſtrebungen der
ihnen anvertrauten deutſchen Jugend auf
wiſſenſchaft=
lichem, religiöſem und methodiſchem Gebiet zum Nutzen
und Segen gereichen möchten. Graf Wedel.”
In der heutigen Hauptverſammlung proteſtierte
der erſte Vorſitzende, Röhl=Berlin, entſchieden
da=
gegen, daß auch geſtern wieder, wie ſeinerzeit in
Mün=
chen, tendenziös gefärbte Berichte über die
Lehrerver=
eins=Tagung verbreitet wurden und zwar, wie feſtſteht,
von dem Vertreter eines bekannten Berliner
Korrk=
ſpondenz=Bureaus. In jenem Berichte wurde u. a.
ge=
ſagt, die Staatsminiſter für Kirchen= und
Schulange=
legenheiten von Bayern und Baden ſeien geſtern zur
Lehrervereins=Tagung erſchienen geweſen, was nicht
wahr iſt. Ferner heißt es in jenem Tendenzbericht:
Die Vertreter der Bremer Lehrerſchaft, die ſich jüngſt
für Bebel erklärt hätten, erregten allgemeines
In=
tereſſe bei der gegenwärtigen Tagung. Von ſolchem
all=
gemeinem Intereſſe konnte hier gar keine Rede ſein.
Ebenſo unrichtig ſei es aber auch, daß der geſtrigen
Vertreterverſammlung ein Antrag auf Ausſchluß der
Bremer Lehrer vorgelegen hat. Der Vorſitzende
ex=
klärte, daß ſich die Vorſtandſchaft gerichtliche Schritte
gegen dieſe Firma vorbehalte. Hieran ſchloß ſich ein
Fachvortrag von O. Salchow=Charlottenburg über
Schulleitung und Schulaufſicht,
Später wurden die Theſen des Reſerenten Salchow=
Charlottenburg von der Verſammlung angenommen. Es
wurde dann der Beſchluß der Vertreterverſammlung
mit=
geteilt, daß die nächſte Verſammlung im Jahre 1912 in
Berlin ſtattfinden ſoll. — Weil trotz mannigfacher
Auf=
beſſerungen die Gehälter in allen deutſchen Staaten den
berechtigten Forderungen der Lehrerſchaft immer noch nicht
entſprechen, ſo iſt in der Vertreterverſammlung beſchloſſen
worden, den Ausſchuß zu beauftragen, hierfür die nötigen
Schritte zu tun.
Der 17. Verbandstag der Deutſchen Gewerkvereine
(H.=D.)
wurde am Dienstag in Berlin eröffnet. In ſeiner
Be=
grüßungsanſprache forderte der Verbandsvorſitzende
Goldſchmidt (Berlin) ſtrenge Fernhaltung von
politi=
ſchen und religiöſen Fragen als Vorbedingung des
wahren Gedeihens der Arbeiterbewegung. In
Eng=
land und Amerika mache die Bewegung ihre großen
Fortſchritte, weil ſie ſich auf dem Wege bewegt, den hier
in Deutſchland die Hirſch=Dunckerſchen Gewerkvereine
gehen. Dieſe Wahrnehmung ſei geeignet, den Mut und
die Zukunftszuverſicht der Gewerkvereine zu ſtählen.
Landtagsabgeordneter Fleſch (Frankfurt a. M.)
berich=
tete über „Die Reform des Arbeiterrechtes‟ Er prüfte
die Stellung der Unvermögenden als Staatsbürger,
ſo=
wie die Stellung des Arbeiters im Arbeitsvertrag, und
ſormulierte zur Wahrung der Perſönlichkeit der
Unver=
mögenden eine Reihe von Forderungen, die in der
Diskuſſion von mehreren Seiten als zu weitgehend
bezeichnet wurden.
Der 20. Verbandstag des Deutſchen Techniker=
Verbandes zu Stuttgart.
— Am dritten Verhandlungstage beſchäftigten ſich
die Abgeordneten mit der Reorganiſation der
Verbands=
ſatzung. Für den Unbeteiligten war es ein
intereſſan=
tes Bild, innerhalb einer Organiſation, die ſchon über
25 Jahre beſteht, das Ringen von alter und neuer
Richtung zu beobachten. Die Minderheit trat für die
paritätiſche Verfaſſung des Verbandes ein, während
faſt Zweidrittel aller vertretenen Stimmen ſich dafür
ausſprachen, Arbeitgeber künftig nicht mehr
aufzu=
nehmen. Es wurde beſchloſſen, Stellenvermittlung und
Stellenloſenunterſtützung noch beſſer auszubauen. Zur
Verbeſſerung des techniſchen Schulweſens wurden
Ent=
ſchließungen gefaßt, ebenſo zum Patentrecht. Der
Ver=
band gliedert ſich künftig in vier Gruppen:
Bautech=
niker, Maſchinentechniker, Staatstechniker,
Gemeinde=
techniker. Die Debatten zeigten, wie tatkräftig alle
Teilnehmer bemüht waren, einen Organismus zu
ſchaffen, der am beſten geeignet iſt, dem Anſehen des
techniſchen Berufsſtandes zu entſprechen. In einer
Entſchließung erklärte der Verbandstag zur
Bauarbei=
terausſperrung: „Das Reichsamt des Innern möge in
eine Vermittlungsaktion zwiſchen den Arbeitgeber=
und Arbeitnehmer=Organiſationen im Baugewerbe in
tunlichſter Bälde eintreten. Es handelt ſich für ihn
neben der Förderung der Geſamtwohlfahrt um die
Intereſſen ſeiner Mitglieder, von denen immer weitere
Kreiſe durch die Ausſperrungen in Mitleidenſchaft
ge=
zogen werden, während in einzelnen Fällen auch
ver=
ſucht worden iſt, Techniker als Streikbrecher
heranzu=
ziehen.” Wie ſehr ſich die Verhältniſſe auch im
Bauge=
werbe für die techniſchen Angeſtellten verſchärfen,
be=
wies ein Telegramm aus Weſel, in dem mitgeteilt
wurde, daß dort ein Bautechniker wegen ſeiner
Zuge=
hörigkeit zum Verbande entlaſſen worden ſei. Mit
Entrüſtung verurteilte der Verbandstag dieſe
Verletz=
ung des Koalitionsrechtes.
Nach den Wahlen wurde beſtimmt, 1912 nach Köln
den 21. Verbandstag einzuberufen. Der Deutſche
Tech=
niker=Verband kann mit Befriedigung auf die
arbeits=
reiche Tagung zurückblicken.
Tagung der „Guttempler”
— Heidelberg, 15./16. Mai. Als Vertreter von
über 1000 ſüddeutſchen „Internationalen
Guttemplern” waren am 1. und 2. Pfingſtfeiertag
im Hotel Tannhäuſer über 100 Abgeordnete der
Orts=
gruppen aus Baden, Bayern, Heſſen, Pfalz, Elſaß=
Lothringen, Württemberg und aus dem Saargebiete zu
einer „1. Süddeutſchen Arbeitsſitzung”
zu=
ſammengekommen, um im Anſchluß an eine Sitzung
des Diſtrikts Baden über die Ordensarbeit im Süden
zu beraten. Geleitet wurden die Beratungen vom
erſten Vorſitzenden des jetzt in Deutſchland ca. 50000
erwachſene Mitglieder umfaſſenden „Internationalen
Guttemplerordens” Herrn H. Blume=Hamburg. Der
Erfolg war die Schaffung eines beſonderen
Arbeits=
ausſchuſſes für Süddeutſchland, zu deſſen Vorſitzenden
Herr Dr. med. Karl Briegleb=Worms
ein=
ſtimmig gewählt wurde, und der Beſchluß, nunmehr
alljährlich eine ſolche „ſüddeutſche Arbeitsſitzung”
abzu=
halten.
* Chemnitz, 18. Mai. Heute vormittag fand im
kaufmänniſchen Vereinshauſe die erſte
Hauptver=
ſammlungdes Evangeliſch=Sozialen
Kon=
greſſes ſtatt, der aus allen Teilen Deutſchlands
zahl=
reich beſucht iſt. Der Vorſitzende, Geheimrat Proſeſſor
Harnack=Berlin, eröffnete die Tagung mit einer Rede,
in der er alle Erſchienenen aufs wärmſte begrüßte und
um lebendige, wirkſame Teilnahme bat. Der Redner
gedachte zum Schluſſe der Häupter der deutſchen Staaten
und brachte ein begeiſtert aufgenommenes Hoch auf den abend um 7 Uhr nach Vliſſingen abgereiſt.
König von Sachſen und den deutſchen Kaiſer aus.
Der Thronwechſel in England.
Die Ueberführung der Leiche König
Eduards.
* London, 17. Mai. Der Trauerzug langte
um 12 Uhr an der Weſtminſterhalle unter den
Klängen des Finales des Totenmarſches aus der Oper
„Saul” an, der von 400 Inſtrumenten geſpielt wurde, unter
den dröhnenden Wirbeln der Trommeln, dem Donnern
der Geſchütze vom Hydepark her und den mächtigen
Tö=
nen der großen Glocke auf dem Weſtminſterturm. Der
Platz vor dem Parlament war ringsum von Seeleuten
beſetzt, während die Goldſtream Garden in der Mitte des
Hofes des Parlamentsgebäudes mit aufgepflanzten
Bajo=
netten die Ehrenwache bildeten. Die Lafette hielt vor dem
Eingange der Weſtminſterhalle. Das Bahrtuch wurde
ab=
genommen und die Gardegrenadiere trugen den Sarg in
die Halle.
Die Zeremonie war von wahrhafter Feierlichkeit
und erhabener Einfachheit. Die Prozeſſion, in der
die Größten und Edelſten des Reiches einherſchritten,
ver=
ließ den Buckinghampalaſt um 11,30 Uhr in feierlicher
Stille. Dem Sarge gingen die hervorragendſten Männer
des Heeres und der Flotte vorauf. Unter den
Feldmar=
ſchällen bemerkte man beſonders Lord Roberts und Lord
Kitchener. Ihnen folgten die Flügeladiutauten desac
ſtorbenen Königs, die zuſammengezogenen Muſikkorps der
Garde und eine von der Garde geſtellte Eskorte. Dann
kam eine den Sarg tragende Lafette, eskortiert von den
königlichen Leibgardiſten in den maleriſchen Uniformen
aus der Zeit der Königin Eliſabeth. Der Sarg war
be=
deckt von einem Bahrtuch in erémefarbener Seide, worauf
die königliche Standarte gelegt war und die Krone, das
Szepter ſowie die Inſignien des Hoſenbandordens
darauf=
lagen. Die fürſtlichen Leidtragenden folgten, wie bereits
gemeldet, hinter dem Sarge. König Georg trug
Ad=
miraluniform, ſeine zwei Söhne, die hinter ihm ſchritten,
die Uniform der Seekadetten. Der König von
Däne=
mark trug die Uniform ſeines engliſchen Regiments, der
König von Norwegen die eines Admirals der
bri=
tiſchen Flotte. Ein langer Zug von Hof= und
Staatswür=
denträgern folgte den Fürſtlichkeiten. Den Schluß
bil=
deten neun geſchloſſene Equipagen, deren Pferde mit
Trauerſchabracken bedeckt waren. Die Klänge der
altbe=
kannten ſchottiſchen Trauerweiſe, geſpielt von den
Pfei=
fern der Scots Guards, unterbrachen das Schweigen, als
die Prozeſſion am Marlboroughouſe vorüberkam. Darauf
ſpielten die Gardekapellen eine Reihe Trauermärſche. Tiefe
Bewegung begleitete den Trauerzug auf ſeinem Wege
durch die dichten Reihen der Zuſchauer. Jedes Haupt
ent=
blößte ſich in ehrfurchtsvoller Teilnahme vor den Söhnen
und Enkeln des toten Monarchen, die geſenkten Hauptes
der Schar erlauchter Leidtragender voranſchritten.
Offi=
ziere der Armee und Marine, darunter Lord Kitchener
und Lord Roberts, ſtellten ſich nebeneinander an die
un=
teren Stufen der großen Treppe auf. Einen beſonders
feſſelnden Anblick boten die indiſchen Ordonnanzen des
verſtorbenen Königs in ihren ſchimmernden Uniformen.
Hierauf wurde der Sarg, dem der Erzbiſchof von
Canter=
bury voranſchritt, in die Halle getragen, und unmittelbar
hinter ihm auf Kiſſen die Krone, das Szepter und der
Reichsapfel. Dann kam die Königin Alexandra,
geſtützt auf den Arm des Königs Georg. Zur Linken der
Königin Alexandra ſchritt die Kaiſerin=Mutter
von Rußland; unmittelbar hinter ihnen die Königin
Mary mit dem jungen Herzog von Cornwall und der
Prinzeſſin Viktoria. Hierauf folgten die anderen
fürſt=
lichen Damen, die Könige von Norwegen und Dänemark
mit dem Herzog von Connaught und den übrigen hohen
Leidtragenden. Die Prozeſſion ſtockte einen Augenblick,
während deſſen der Sarg auf den Katafalk geſetzt und die
Kroninſignien auf ihn niedergelegt wurden. Dann nahm
der König, die Königin Mary und die Kaiſerin=Mutter
gegenüber dem Sarge Platz, die Königin Alexandra zur
Seite des Sarges, die anderen Fürſtlichkeiten gruppierten
ſich hinter dem Katafalk. Der Erzbiſchof von
Can=
terbury hob in ſeiner Trauerrede hervor, was König
Eduard für das britiſche Reich getan hat. Nach Schluß
des Gottesdienſtes kniete die Königin Alexandra in
ſtil=
lem Gebete vor dem Sarge nieder, dann hob der König
ſeine Mutter auf und führte ſie und die Kaiſerin=Mutter
hinaus. Alle fürſtlichen Leidtragenden fuhren in den
Pa=
laſt zurück.
Von 3 bis 4 Uhr nachmittags herrſchte in der
Weſt=
minſterhalle feierliches Schweigen. Der Sarg ruht
auf dem Katafalk unter einer reich verbrämten Atlasdecke.
An ſeinen vier Ecken ſtehen königliche Leibgardiſten, die
Hellebarde in der Hand. Zu Häupten der Bahre haben
vier Gentlemen at Arms Aufſtellung genommen. Zu
bei=
den Seiten des Sarges halten zwei Offiziere der
Grena=
dier=Garde mit gezogenem Säbel die Wache. Zu Füßen
ſteht ein Offizier des indiſchen Ghurka=Regiments, das
des verewigten Königs eingeborenes Leibregiment war.
Am Kopfende des Sarges brennen in vier Kandelabern
16 große Kerzen. Nur ein einziger Lorberkranz ſchmückt
den Sarg. Sonſt iſt von Blumen nur der prächtige Kranz
des deutſchen Kaiſers zurückgeblieben, der an einem der
vielen Denkmäler in der Halle niedergelegt iſt. Von 4 Uhr
an begann der Vorübergang des Publikums,
das in Reihen bis zu je vier und vier zugelaſſen wird.
Gegen 3 Uhr ſtanden wenigſtens 30000 Wartende vor
der Halle und noch viel mehr ſtanden bei der Weſtminſter=
Abtei, auf der Weſtminſterbrücke und am Themſekai.
* London, 18. Mai. Um die Aufbahrung in
der Weſtminſterkapelle zu ſehen, begannen ſchon
nachmittags 7 Uhr große Menſchenmengen ſich reihenweiſe
aufzuſtellen und warteten trotz ſtrömenden Regens
ſtun=
denlang. Mit Beginn des Bahn= uſw.=Verkehrs ſtrömten
neue Maſſen, hauptſächlich Arbeiter, herbei. Als die Halle
um 6 Uhr geöffnet wurde, waren etwa 10000 Menſchen
verſammelt. Um 8 Uhr war die Zahl der Wartenden auf
100 000 geſtiegen.
* London, 18. Mai. Vier Torpedobootszerſtörer
erhielten den Befehl, morgen dem deutſchen Kaiſer
entgegenzufahren und die „Hohenzollern” in den Hafen
von Sheerneß zu geleiten.
* London, 17. Mai. Prinz Heinrich von
Preußen iſt heute abend hier eingetroffen; er begab ſich
nach dem Marlboroughouſe, wo er Wohnung nimmt.
* London, 17. Mai. Die Abordnungen des
deutſchen Heeres und der Flotte, die zu den
Beiſetzungsfeierlichkeiten hier eingetroffen ſind, wurden
von Armee= und Marineoffizieren, die ihnen während ihres
Aufenthaltes zuerteilt ſind, am Bahnhofe empfangen.
* Neues Palais, 17. Mai. Der Kaiſer iſt heute
* Berlin, 18. Mai. Auf Befehl des Kaiſers wird
die deutſche Marine bei den Beiſetzungsfeierlichkeiten
für den verewigten König Eduard VII. von
Groß=
britannien und Irland durch eine Deputation, beſtehend
aus dem Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen,
Kapi=
tän zur See Hopman, Kommandant S. M. S. „Rheinland”
und Fregattenkapitän v. Egidy von der Marineſtation der
Oſtſee vertreten ſein.
* Dresden, 18. Mai. Prinz Johann Georg
von Sachſen iſt heute vormittag nach London abge
reiſt, um als Vertreter des Königs von Sachſen der
Beiſetzung König Eduards beizuwohnen.
* Wien, 18. Mai. Erzherzog Franz Fer
dinand iſt nach London abgereiſt, um den
Kai=
ſer bei der Leichenfeier zu vertreten.
* Vliſſingen, 18. Mai. Kaiſer Wilhelm iſt
heute vormittag kurz nach 10 Uhr hier eingetroffen und
begab ſich ſofort an Bord der „Hohenzollern”.
* Vliſſingen, 18. Mai. Die Kaiſerjacht
„Hohenzollern” mit dem Kaiſer iſt um 11 Uhr
in See gegangen.
* Paris, 18. Mai. Die franzöſiſche
Abord=
nung zu den Leichenfeierlichkeiten in London iſt unter
der Führung von Miniſter Pichon heute vormittag nach
London abgereiſt.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Mai 1910.
Nummer 114.
Sport.
— Bei dem in Offenbach a. M. abgehaltenen
Ath=
leten=Wettſtreit erhielten neun Mitglieder des „Kraft=
Sport=Vereins‟=Darmſtadt folgende Preiſe. Im
Stem=
men der Schwergewichtsklaſſe: 1. Michael
Hauffenmeyer den 2. Preis im Meiſterſchaftsſtemmen
und den 3. Preis im Klaſſenſtemmen, 2. Gg. Kollmer
den 5. Preis im Meiſterſchaftsſtemmen und den 9. Preis
im Klaſſenſtemmen. — Im Stemmen der
Mittel=
gewichtsklaſſe: 1. Ph. Hauff den 3. Preis im
Dauerſtemmen und den 7. Preis im Klaſſenſtemmen,
Ph. Gries den 13. Preis im Klaſſenſtemmen. — Im
Stemmen der Leichtgewichtsklaſſe: 1. Georg
Fiſcher den 6. Preis im Meiſterſchaftsſtemmen und den
6 Preis im Klaſſenſtemmen, 2. Heinr. Fiſcher den 1.
Preis im Dauerſtemmen und den 9. Preis im
Klaſſen=
ſtemmen. — Im Stemmen der
Federgewichts=
klaſſe: 1. Heinr. Merker den 6. Preis im
Meiſter=
ſchaftsſtemmen und den 14. Preis im Klaſſenſtemmen,
2. Friedr. Thiermann den 25. Preis im Klaſſenſtemmen.
Im Ringen (Mittelgewicht): Matth. Eckerl den 2.
Preis im Meiſterſchaftsringen und den 10. Preis im
Klaſſenringen; im Ringen (Leichtgewicht): Friedr.
Thiermann den 25. Preis im Klaſſenringen. Die acht
Mann, die ſich am Klaſſenſtemmen beteiligten, erreichten
eine Geſamtpunktzahl von 263½ Punkten und haben
den erſten Vereinspreis errungen, welcher aus einem
45 Zentimeter hohen ſilbernen Pokal beſteht. Die neun
Konkurrenten errangen außer dem Vereinspreis einen
Ehrenpreis, zwei Meiſterſchaftsſterne und 17 Preiſe.
Darmſtadt, 19. Mal.
Ein Luftballon überflog geſtern abend um die 9.
Stunde, aus der Richtung von Frankfurt kommend,
unſere Stadt. Der Ballon flog ziemlich tief, ſodaß In
ſaſſen, Flaggen uſw. ganz deutlich zu erkennen waren
In ſüdlicher Richtung entſchwand er gegen ¾9 Uhr den
Blicken.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. Mai. Die Betriebseinnahmen der
preußiſch=heſſiſchen Staatseiſenbahnen
betrugen der „Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung” zufolge
im April 1910 im Perſonenverkehr 2,6 Millionen Mark
gleich 5,35 Prozent weniger, im Güterverkehr 10,9
Millio=
nen Mark gleich 10,77 Prozent mehr, insgeſamt
einſchließ=
lich der ſonſtigen Einnahmen 8,5 Millionen Mark gleich
5,34 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des
Vorjah=
res Zu berückſichtigen iſt hierbei, daß das Oſterfeſt im
Jahre 1910 in den März fiel und der April 1910 daher
zwei Feſttage weniger und zwei Werktage mehr hatte als
im Vorjahre.
* Berlin, 18. Mai. Der Hiſtorien= und Genremaler
Profeſſor Franz Skarbina iſt heute vormittag
ge=
ſtorben.
* Berlin, 18. Mai. Der „Lokalanzeiger” meldet aus
Peſt: Der Rechtsanwalt der ruſſiſchen Geſandtſchaft
Petrowitſch wurde bei einem Spaziergang von einem
Auto überfahren und ſchwer verletzt.
* Petersburg, 18. Mai. Nach der Eröffnung der
heu=
tigen Sitzung der Reichsduma legte das Mitglied der
extremen Rechten Graf Bobrinski entſchiedenen Proteſt ein
gegen ein ihm zugegangenes Memoire engliſcher und
iri=
ſcher Parlamentarier in der finnländiſchen Angelegenheit.
Bobrinski ſchloß ſeine Ausführungen mit den Worten:
Was würden die Engländer ſagen, wenn ihnen ſeitens
Rußlands Ratſchläge erteilt würden, wie ſie ſich gegenüber
Irland oder Indien zu verhalten hätten? Mag die uns
befreundete engliſche Nation wiſſen, daß auch in Rußland
und ſpeziell in der Duma Leute vorhanden ſind, die
jeg=
liche Einmiſchung von Ausländern energiſch zurückweiſen.
* Alexandrowsk (Gouvernement Jekaterinoslaw),
18. Mai. Auf dem Dnipr geriet ein von 94 Arbeitern
beſetztes Fahrzeug gegen ein Riff; 47 Perſonen ſind
ertrunken.
* Buenos=Aires, 18. Mai. Die deutſchen
Kreu=
zer „Emden” und „Bremen” und der
öſterreichi=
ſche Kreuzer „Kaiſer Karl” ſowie der holländiſche
Kreuzer „Utrecht” trafen anläßlich der
Zentenar=
feier hier ein. Der japaniſche Kreuzer „Ikoma”
bleibt wegen ſeines Tiefganges im Hafen von Bahia
Blanca. Er wird zu der internationalen
Truppen=
ſchau am 25. Mai 200 Mann der Beſatzung entſenden.
— Berlin, 18. Mai. Zwei Mädchen, die bei dem
Gärtner Vogel in Potsdam in Stellung waren, ſuchten
gemeinſam den Tod in der Havel. Die eine, die
18jährige Blumenbinderin Arnhold, wurde bei der
Freundſchaftsinſel, die andere, ein Dienſtmädchen
Wege=
witz aus Wiesken, wurde bei den Potsdamer
Lauben=
kolonien ans Ufer geſchwemmt.
— Berlin, 18. Mai. Beim Baden an verbotenen
Stellen ſind geſtern drei junge Leute ertrunken.
Zwei kamen im Müggelſee um, wo ſie zu weit in den
Sce hinausgeſchwommen waren, ſo daß ſie auf dem
Rückwege verſanken. Beim Schwanenweiher ertrank
ein Ausflügler, der in erhitztem Zuſtande ins Waſſer
gegangen war, infolge eines Schlaganfalles.
— Spandau, 18. Mai. Der Unfall des
Stern=
dampfers „Leopold von Ranke” forderte neben
dem 18jährigen Fräulein Wiehn vermutlich ein
zwei=
tes Opfer; es iſt auf der Polizei Anzeige erſtattet
worden, daß noch ein junges Mädchen vermißt wird.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 19. Mai:
Meiſt heiter und warm; ſtrichweiſe ſchwache Gewitter.
Ain ihns ngenſcht. Srncht.
ward keinem Sterblichen zu teil. Das erfährt
jeder, der nach einem Spaziergang, nach einem
Aus=
flug ſchwer erkältet heimkommt. Aber man kann
ſich dann wenigſtens leicht helfen, wenn man
ſchleunigſt Fays ächte Sodener Mineral=Paſtillen in
der nächſten Apotheke oder Drogerie kauft. Fays
Sodener laſſen eine Erkältung nicht hochkommen u.
ihre Anwendung iſt dabei außerordentlich bequem
u. angenehm. Preis 85 Pfg. pro Schachtel. (10399Mf
Das Uebermäßige an Eſſigſäure, das
ſonſt etwa ſchadet, iſt bei Citrovin=Eſſig
durch die geſündeſte und bekömmlichſte
Fruchtſäure, die Citronenſäure, erſetzt.
(10397))
Ein täglicher Begleiter.
Nicht nur bei Husten und Katarrh als Folge der
schlimmen Herbst- und Winterwitterung schätzen
Tausende in den berühmten Wybert-Tabletten ein
vorzügliches Linderungsmittel, das wie kein anderes
geeignet ist, als wahres Hausmittel zu dienen. Beinahe
noch grösser ist die Zahl derjenigen Personen, bei
welchen Wybert-Tabletten im täglichen Gebrauch
stehen als ausserordentlich angenehme Bonbon, das
bei anhaltendem Sprechen den Mund feucht erhält,
das beim Singen der Stimme Wohlklang und Kraft
verleiht, kurz das Unzähligen von Menschen zum
un-
entbehrlichen täglichen Begleiter und Beschützer
ge-
worden ist. Sie finden Wybert-Tabletten in Schachteln
à Mk. 1.— in allen Apotheken. Depots in
Darm-
stadt: In sämtlichen Apotheken; Germania-Drogerie,
Mühlstr. 78; Minerva-Drogerie, Ecke Karl- u. Hügelstr.;
Medizinal-Drogerie von Fr. Beckenhaub, Ecke Schul-
und Kirchstrasse, und Drogerie von C. Watzinger,
Wilhelminenstrasse 11.
(9800f
Kluge Frauen
verwenden bei der Zubereitung von Kuchen, Puddings
und Flammeries nur Duryeas
(10402D
M.AIZEMA.
Kochbücher werden von der Corn Products Co.,
Hamburg 1, kostenfrei versendet.
Pei Magenkatarrhen der Erwachſenen muß eine
2 leicht verdauliche Nahrung gegeben werden, welche
dem Körper außerdem recht viele Nährſtoffe zuführt.
Als ſolche Nahrung iſt „Kufeke”, welches ſehr
zuträg=
lich iſt u. durch ſeinen Gehalt an Eiweiß= u. Mineralſtoffen
eine kräftige Nahrung darſtellt, zu empfehlen. 10398Ml
Der heutigen Geſamtauflage liegt ein Proſpekt der
Firma Carl Heintze, Berlin W8 betreffend
54. Geldlotterie des Rennvereins für
Mitteldeutſch=
land zu Gotha bei.
(10389
Unſere Stadtauflage enthält eine Einladung zum
Eis=Abonnement der Firmen Fr. Stumpf,
Hof=
lieferant, Frankfurterſtr. 85, Fr. Schubkegel,
Land=
wehrſtr. 19, Ludw. Fiſcher, Neckarſtr. 10, B. M.
Hachen=
burger, Wilhelminenſtr. 31, als Beilage.
(10431
Familiennachrichten.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
hierdurch die traurige Mitteilung, daß es Gott
dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe,
gute, unvergeßliche Gattin, unſere treubeſorgte
gute Mutter, Großmutter, Schwägerin u. Tante
Frau
Karoline Weicker
geb. Launhard
nach langem, ſchwerem, mit großer Geduld
ertragenem Leiden, im 66. Lebensjahre geſtern
abend ½9 Uhr zu ſich abzurufen. (10443B
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Peter Weicker.
Darmſtadt, den 18. Mai 1910.
Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag
um ½4 Uhr, vom Trauerhauſe,
Sandberg=
ſtraße 40 aus, auf dem Beſſunger Friedhofe
ſtatt.
Nachruf.
Nach einem arbeitsreichen Leben ſtarb am
1. Pfingſtfeiertage unſere treue Mitarbeiterin
FräuleinHermine Heß.
Ein langwieriges, ſchweres Leiden raffte
die ſtets unermüdliche und treue Kraft allzufrüh
dahin.
(10375
Wir und mit uns Alle, die Fräulein Heß
kannten, werden ihr ein treues und liebevolles
Andenken bewahren.
F. Stephani und Frau
in Firma Gg. Heckmann=Schmidt.
Nachruf.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
in der Nacht zum 1. Pfingſtfeiertag unſere treue
Mitarbeiterin
(*12267
Fräulein Hermine Hess
in ein beſſeres Jenſeits abzurufen.
Wir verlieren in derſelben eine Kollegin,
die uns, ſowie jedermann ſtets gerne mit Liebe
und Aufopferung durch Rat und Tat
beigeſtan=
den und ſich dadurch überall größter
Beliebt=
heit zu erfreuen hatte.
Wir werden der Verſtorbenen ſtets ein
treues Andenken bewahren.
Personal
der Firma Gg. Heckmann-Schmidt.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beimHinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer Mutter,
Schweſter, Schwiegermutter und Großmutter
Katharine Appelmann
ſagen wir Allen herzlichen Dank.
(10367
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Appelmann.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (D): „Der dunkle Punkt”.
Gaſtſpiel von Otto Reutter um 8 Uhr im Orpheum.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geöffnet
von 10—7 Uhr).
Hauptverſammlung des Handelsvereins um 8½ Uhr
im „Kaiſerſaal”.
Konzert um 8 Uhr im Saalbau.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß und im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo”.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Gewerbe=Bibktothek u.
Vorbilderfamm=
lung. Der Leſeſaal iſt geöffnet: an allen
Wochen=
tagen von 8½—12½ u. 2½—5½ Uhr (Samstag=Mittag
ausgenommen). — Leſeabende: Dienstags und
Frei=
tags, abends von 8—10 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeffel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: S. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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sind hochfeine Qualitätsbiere.
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(Nachdruck verboten.)
4)
Henning ſchaute ihm eine Weile zu; dann fiel ſein
Blick auf einen ſchadhaften Stiefelſchaft, der aufrecht unter
dem niedrigen Schuſtertiſche ſtand. Er griff hinein und
holten aus dieſem Verſteck eine Flaſche hervor — und ſie
war leer. Schweigend ſteckte er ſie ein und ging hinaus,
um ſie bei Daniel Jipp an der Elbſtraßenecke mit einem
guten Tropfen füllen zu laſſen. Jürgen Heggbloom
unter=
brach einen Augenblick ſein eifriges Pochen und ſah ihm
über die Brillengläſer gerührt und dankbar nach.
Ehe aber Henning zurück war, ſchoß Karoline
Hegg=
bloom, die kleine, runde Schuſtersfrau, herein. Ihre
Be=
wegungen waren flink und hurtig, obſchon ſie bei ihrer
niedrigen Statur gut volle zwei Zentner wog. Sie
wirt=
ſchaftete haſtig in der Stube umher, daß Töpfe und Teller
nur ſo flogen. Jürgen duckte ſich tiefer auf ſeine Arbeit;
er fühlte, daß ein Gewitter im Anzug war.
Und ſchon ſchlug es ein. Mit einem groben Kochlöffel
bewaffnet, fuhr ſie auf ihn los und hieb erſchrecklich auf
den Schuſtertiſch.
Henning war wieder da! rief ſie wütend.
Jürgen hob den Kopf und ſah ſie an, als ſei er ſoeben
aus den Wolken gefallen.
Und das leid’ ich nicht, fuhr ſie fort, jeden Satz mit
erte er er r eren
feine Stellung verſchafft, daß ſie ſich an einen gewöhnlichen
Seemann wegwirft? Das ſollte mir paſſen! Sie ſoll nur
morgen heimkommen; ich will ihr den Kopf ſchon
zurecht=
rücken. Die ſoll mir mal ihr Glück machen!
Glück? fragte Jürgen beſcheiden. Was iſt Glück?
Leben wir nicht glücklich? Wir ſind geſund, wir haben
uns lieb, und Arbeit iſt auch genug da!
Aber ich bin nicht glücklich! behauptete Frau Karoline,
von der unerſchütterlichen Sanftmut ihres Gatten etwas
beruhigt. Den ganzen Tag ſchinden und rackern, bis an
mein ſeliges Ende, das paßt mir nicht! Guſchi ſoll’s mal
beſſer haben als ich. Sie ſoll eine feine Partie machen!
Henning iſt ein ganz tüchtiger Kerl! wagte Jürgen
einzuwerfen, wobei er ängſtlich nach der Tür ſchaute. Er
kann mal Kapitän werden.
Aber gerade damit hatte er ſeine liebe Frau ſchnell
zur alten Höhe ihrer Wut hinaufgereizt.
Was? rief ſie außer ſich und ſetzte wieder den
Koch=
löffel in ſchwingende Bewegungen, daß Pfriemen und
Hammer auf die Dielen polterten. Der und Kapitän!
Schon vor zwei Jahren hätte er die Prüfung machen
kön=
nen. Aber er iſt zu dumm dazu!
Wart’s ab! beſänftigte er ſie. Er hat einen guten
Kopf. Bei ihm geht alles langſam, aber ſicher.
Und wenn er ſchon zehntauſendmal Kapitän wird!
ſchrie ſie erboſt, und ihr kreisrundes Geſicht wurde
krebs=
rot. Und wenn er bis an den Hals im Golde ſitzt, meine
Guſchi kriegt er nicht. Das würde der hochmütigen Perſon
de oden ſchet daſen. De dats ſich uir unch boige nist
gut genug. Und läßt er ſich wieder hier ſehen, dann ſetze
ich ihn an die Luft.
Jürgen ſah das Vergebliche jeder Widerrede ein,
wandte ſich wieder zu ſeiner Sohle und bearbeitete ſie mit
wuchtigen Schlägen.
In dieſem Augenblick trat Henning mit der gefüllten
Flaſche herein. Wie ein Geier ſtürzte ſich Frau Karoline
Heggbloom auf den Verhaßten, entriß ihm die Flaſche,
warf ſie durch das hintere Fenſter, das offen ſtand, auf
den kleinen gepflaſterten Hof hinaus, daß ſie in tauſend
Stücke zerſplitterte, und wies dem Verblüfften wortlos und
mit ausdrucksvoller Handbewegung die Tür, daß ihm
nichts anderes übrig blieb, als ſich lautlos zurückzuziehen.
Jürgen, deſſen Schuſterſchläge an Heftigkeit und
Schall=
kraft ſtetig zugenommen hatten, hatte von dem ganzen
Auf=
tritt nicht das Geringſte bemerkt.
Henning ſetzte ſich bei Daniel Jipp hinter den Tiſch
und ließ ſich ein Glas Bier geben. Bald war ſein Aerger
verſchwunden. Er dachte fortwährend an Guſchi und ſah
alle Minuten nach der Uhr. Um neun brach er auf, ſchlich
ſich in den großen, ſtillen Park, der ſich am hohen Elbufer
bis nach Mühlenberg hinzog, und ſuchte beim ſchwachen
Schein der Sterne die heimliche Bank, auf der er ſchon
manchen Abend mit Guſchi geſeſſen hatte. Er war ihrer
ſicher: Und wenn die Alte noch ſo tobte und wütete, Guſchi
konnte ſie ihm nicht abſpenſtig machen!
Leiſe griff der Wind in die ſchwarzen Wipſel der
Bäume. Zuweilen blinkten durch das.Dunkel der
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Büſche die weißen, roten und grünen Laternen der
Dampfer, die ſich tief unter ihm ſtromauf und ſtromab
den Weg ſuchten. Seltener ſchwangen ſich die dumpfen,
zornigen Töne ihrer Flöten herauf. Im welken Laub
raſchelte eine Maus. Ein Igel ſpazierte gemächlich über
den ſauber geharkten Kiesweg. Fern gurrte eine
Wild=
taube, eine Droſſel lockte näher und erhielt Antworti
Das alles ſah und hörte Henning, aber er nahm
es nicht in ſich auf. Er war unfähig, einen Gedanken
feſtzuhalten, ſie flatterten alle zu Guſchi hin. Der
Wunſch, daß ſie bald kommen möchte, wuchs in ihm
und ſchwoll und wurde übermächtig.
Und ſie kam auch, zeitiger ſogar, als ſie es
ver=
ſprochen hatte. Ihr helles Kattunkleidchen leuchtete
ſchon von weitem. Er lief ihr entgegen und umfing
ſie innig. Sie ſaugte ſich an ſeinem Munde feſt, und
ließ ihn nicht los. Da hob er ſie wie eine leichte Puppe
auf den Arm, und trug ſie zur Bank. Dentlich fühlte
er ihr kleines Herzchen hüpfen. Ganz nahe ſchlug eine
Nachtigall.
Endlich gab ſie ihn mit einem leichten Seufzer frei.
Ich hab’ nur fünf Minuten Zeit!” flüſterte ſie
eilig. Aber morgen iſt Sonntag!
Ich geh’ morgen früh an Bord.
Ach, richtig! rief ſie und tippte ſich an die Stirn.
Aber Du kommſt ja bald wieder.
Vierzehn Tage kann’s dauern!
So lange? meinte ſie kleinlaut und verzog den
Mund.
Ich bin doch vorher noch viel länger fortgeblieben.
Ja, damals! rief ſie gedehnt. Aber jetzt ſind wir
doch ſo gut wie verlobt.
Guſchi? fragte er zärtlich und preßte ſie an ſich.
Willſt Du mir was in die Hand verſprechen?
Aber gewiß! Alles, was Du willſt!
Daß Du mir immer treu bleiben wirſt!
Aber Henning! ſprach ſie beleidigt und wollte ſich
von ihm losmachen. Wie kannſt Du nur ſo ſchlecht von
mir denken?
Doch er gab ſie nicht frei und verſchloß ihr den
ſchmollenden Mund mit einem langen Kuſſe.
Nämlich! ſagte er, als ob er ſich entſchuldigen wollte.
Deine Mutter hat mir eben das Haus verboten.
Was macht das? lachte ſie ihn aus. Wir treffen
uns doch hier!
Sie wird Dich gewiß beſchwatzen wollen! warnte
er ſie. Aber hör' Du nur auf Deinen Vater.
Hab’ nur keine Angſt, mein lieber Henning! meinte
ſie tröſtend und preßte ihre kühlen Hände gegen ſeine
heißen Wangen.
Da gab er ſich zufrieden und küßte ſie wieder.
Wenn Du aber nicht wiederkommſt! rief ſie
plötzlich.
Ach was! lachte er. Ich kann ſchwimmen.
Und wenn Dich ein Walfiſch verſchluckt!
Dummer Schnack! beruhigte er ſie. So ein
Wal=
fiſch hat einen ſo kleinen Schlund, daß er nicht mal
einen Hering runterkriegt.
Da ergab ſie ſich drein und erwiderte ſeine Küſſe.
Auf einmal riß ſie ſich von ihm los und ſprang
auf. Sie mußte fort. Er begleitete ſie bis zur
Park=
pforte. Hier nahmen ſie dreimal voneinander Abſchied.
Dann brachte er ſie bis an die Hausecke.
Wie ſchade! flüſterte ſie. Morgen bin ich ſchon
mittags frei.
Da komm’ doch auf die Brücke, bat er drängend.
Um drei Uhr fahr’ ich vorbei. Der Dampfer iſt grün
und gelb in Farbe. Wilken Wobbe nennt ihn
Laubfroſch.
Wie komiſch! kicherte ſie leiſe.
Kommſt Du?
Ich komme! verſprach ſie ihm feſt, ließ ſich noch
einen Kuß rauben und war verſchwunden.
Als Henning gegen elf Uhr heimkam, ſaß ſeine
Mutter noch auf und wartete mit dem Abendbrot. Sie
gab ihm kein einziges böſes Wort, fragte ihn nicht
nach Guſchi und freute ſich über ſeinen geſunden
Appetit.
Ich muß morgen um fünf aufſtehen! ſagte er, als
er ſich den Mund wiſchte.
Geh’ nur ſchlafen! antwortete die Mutter. Ich
weck' Dich ſchon zur rechten Zeit.
Da wünſchte er ihr eine gute Nacht und ſuchte ſein
Lager auf.
(Fortſetzung folgt.)
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ſaal zu Darmſtadt (Marktplatz 8) der Provinzialtag der Provinz Starkenburg zu
einer öffentlichen Sitzung zuſammen.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Vorlage des Verwaltungsberichts des Provinzial=Ausſchuſſes und der
Provinzial=
pflegeanſtalt vom Jahr 1908 — Ri.
2. Prüfung der Rechnung der Provinzialkaſſe und der
Provinzialpflegeanſtalts=
kaſſe für 1908 — Ri.
3. Feſtſtellung des Voranſchlags der Provinzialkaſſe und der
Provinzialpflege=
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4. Die Umpflaſterung der Ortsdurchfahrt zu Radheim; hier Antrag der
Ge=
meinde Radheim auf Bewilligung eines Beitrags zu den Koſten derſelben
aus Provinzmitteln.
5. Wahl eines Mitgliedes des Provinzial=Ausſchuſſes an Stelle des verſtorbenen
Herrn Kommerzienrat Wecker von Offenbach, für den Reſt deſſen Dienſtzeit,
Ende 1912; desgleichen eines Erſatzmitglieds an Stelle des verſtorbenen Herrn
Oberbürgermeiſters Morneweg von Darmſtadt, für den Reſt deſſen Dienſtzeit
Ende 1912.
Darmſtadt, den 2. Mai 1910.
(9807a
Der Vorſitzende des Provinzialtages:
Fey.
Bekanntmachung.
Betreffend: Sitzungen des Kreistags des Kreiſes Darmſtadt.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß eine Sitzung des Kreistags
Samstag, den 28. Mai 1910, vormittags 11 Uhr,
in dem Rathausſaale dahier (Marktplatz 8) ſtattfindet.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Vorlage der Verwaltungsberichte des Kreisausſchuſſes pro 1908 für die Kreiskaſſe
und die Kreisabdeckereikaſſe.
2. Prüfung und Begutachtung der Kreiskaſſerechnung und der Rechnung der
Kreis=
abdeckereikaſſe für 1908.
3. Feſtſetzung der Voranſchläge über Einnahmen und Ausgaben der Kreiskaſſe und
der Kreisabdeckereikaſſe für 1910.
4. Wahl eines Mitgliedes der Veranlagungs=Kommiſſion für die Einkommenſteuer
I. Abteilung an Stelle des verſtorbenen Großh. Bürgermeiſters Pons zu
Gräfen=
hauſen, für den Reſt der laufenden Wahlperiode, d. i. bis Ende März 1912.
Darmſtadt, den 14. Mai 1910.
(10381dd
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Betreffend: Straßenſperre zwiſchen Arheilgen und Egelsbach.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß laut Mitteilung des Großh.
Kreisamts Offenbach im Anſchluß an die am 18. d. Mts. beginnenden Walzarbeiten
bei Langen auf der Kreisſtraße „Frankfurt-Darmſtadt” an der Kreisgrenze bei
Beyerseich und am Ortseingang von Egelsbach Walzarbeiten vorgenommen
werden. Für die Dauer dieſer Arbeiten bleiben genannte Straßenſtrecken für den
Durchgangsverkehr geſperrt. Leichtere Fuhrwerke haben den Anweiſungen des
Straßen=
perſonals Folge zu leiſten.
Darmſtadt, den 18. Mai 1910.
(10414
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Darmſtadt, 12. Mai 1910.
Betreffend: Die Aufbewahrung der Wertpapiere und Urkunden der Gemeinden und
Gemeindekrankenverſicherungen.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir machen Sie wiederholt darauf aufmerkſam, daß die Aufbewahrung der
Wertpapiere und Urkunden der Gemeinden ſowie der Gemeindekrankenverſicherungen
in der vorgeſchriebenen Weiſe — unter doppeltem Verſchluß und Aufbewahrung des
einen Schlüſſels durch den Bürgermeiſter und des andern Schlüſſels durch das als
Kontrolleur beſtellte Gemeinderatsmitglied — erfolgen muß und empfehlen Ihnen
dringend, für ordnungsmäßige Aufbewahrung beſorgt zu ſein.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 2 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung,
die Dauer des Geſindedienſtverhältniſſes betreffend.
Nach den Beſtimmungen der Artikel 6 und 7 des Geſetzes, die Geſindeordnung
betreffend, vom 28. April 1877, in der Faſſung vom 3. Auguſt 1899 und des Ortsſtatuts
für die Stadt Darmſtadt vom 12. Februar 1900 gelten ſämtliche Dienſtbotenverträge,
für welche nicht ausdrücklich eine beſtimmte Dienſtdauer vereinbart oder aus den
Um=
ſtänden zweifellos zu entnehmen iſt, als auf die Dauer eines Kalendervierteljahrs
abgeſchloſſen.
Wird ein ſolcher Dienſtvertrag nicht vier Wochen vor dem Ablauf des
Kalendervierteljahres aufgekündigt, ſo iſt er ſtillſchweigend auf ein weiteres
Kalendervierteljahr als erneut anzuſehen.
Es ergibt ſich hieraus, daß in der Stadt Darmſtadt Dienſtbotenverträge nur
auf den 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober aufgekündigt werden können,
und daß die Kündigung ſpäteſtens vier Wochen vor dem jeweiligen Termin
er=
folgt ſein muß, es ſei denn, daß ausdrücklich etwas anderes zwiſchen den Parteien
vereinbart oder mit Sicherheit aus den obwaltenden Umſtänden zu entnehmen iſt.
Dies gilt auch dann, wenn der Lohn nach Monaten bemeſſen iſt, da der
von monatlicher Lohnzahlung handelnde Abſatz 4 des Art. 6 der Geſindeordnung mit
den übrigen Beſtimmungen des Art. 6 durch das erwähnte Ortsſtatut außer Kraft
geſetzt iſt.
Ebenſo macht es keinen Unterſchied, ob ein Dienſtverhältnis am Anfang
nder erſt im Laufe eines Kalendervierteljahrs eingegangen worden iſt, da ein
im Laufe des Kalendervierteljahres eingegangenes Dienſtverhältnis zunächſt bis zum
Ende des Kalendervierteljahres und dann in der oben bezeichneten Weiſe von
Viertel=
jahr zu Vierteljahr weiterläuft.
Das Kalendervierteljahr beginnt mit dem erſten Werktag eines Vierteljahres und
endigt mit dem Beginn des folgenden Kalendervierteljahres (Ortsſtatut vom 12. Februar
(10382df
1900, Abſatz 2).
Darmſtadt, den 17 Mai 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
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II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
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Ganz beſonders wolln Sie Ihr Angenmerl auf Inhaberpapiere und andere
Wertpapiere richten, die ſich im Falle eines Verluſtes nicht erſetzen laſſen, und für die
daher eine feuer= und diebesſichere Aufbewahrung dringend geboten erſcheint.
Ferner wollen Sie darauf bedacht ſein, daß auch die Kautionsurkunden der
Rechner in gleicher. Weiſe wie die Wertpapiere verwahrt werden. Die Kautionen
müſſen außerdem ſtets auf der erforderlichen Höhe gehalten werden, damit die
Sicher=
heit für die Gemeinde ausreicht. Nötigenfalls wollen Sie die Ergänzung derſelben
veranlaſſen.
Fey.
Darmſtadt, am 12. Mai 1910.
Betreffend: Die Aufbewahrung der Wertpapiere und Urkunden der Kirchen, Stiftungen
und ſonſtigen öffentlichen Fonds=
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Kirchenvorſtände und die Verwaltungen der Stiftungen und
ſonſtigen öffentlichen Fonds des Kreiſes.
Wir machen Sie wiederholt darauf aufmerkſam, daß die Aufbewahrung der
Wertpapiere und Urkunden der Kirchengemeinden, Stiftungen und ſonſtigen
öffentlichen Fonds in der vorgeſchriebenen Weiſe — das iſt unter doppeltem
Ver=
ſchluß und Aufbewahrung des einen Schlüſſels durch den Vorſitzenden und des
andern Schlüſſels durch das als Kontrolleur beſtellte Vorſtandsmitglied — erfolgen
mußz und empfehlen Ihnen dringend, für ordnungsmäßige Aufbewahrung beſorgt zu
ſein.
Ganz beſonders wollen Sie Ihr Augenmerk auf Inhaberpapiere und andere
Wertpapiere richten, die ſich im Falle eines Verluſtes nicht erſetzen laſſen, und für die
daher eine feuer= und diebesſichere Aufbewahrung dringend geboten erſcheint.
Ferner wollen Sie darauf bedacht ſein, daß auch die Kautionsurkunden der
Rechner in gleicher Weiſe wie die Wertpapiere verwahrt werden. Die Kautionen
müſſen außerdem ſtets auf der erforderlichen Höhe gehalten werden, damit die
Sicher=
heit ausreicht. Nötigenfalls wollen Sie die Ergänzung derſelben veranlaſſen.
Fey.
Darmſtadt, den 12. Mai 1910.
Betreffend: Die Aufbewahrung der Wertpapiere und Urkunden der Ortskrankenkaſſen
und eingeſchriebenen Hilfskaſſen.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Vorſtände der Ortskrankenkaſſen und eingeſchriebenen Hilfskaſſen
in den Landgemeinden des Kreiſes.
Wir machen Sie wiederholt darauf aufmerkſam, daß die Aufbewahrung der
Wertpapiere und Urkunden der Ortskrankenkaſſen und eingeſchriebenen Hilfskaſſen
in der vorgeſchriebenen Weiſe — das iſt unter doppeltem Verſchlußz und Aufbewahrung
des einen Schlüſſels durch den Vorſitzenden und des andern Schlüſſels durch das als
Kontrolleur beſtellte Vorſtandsmitglied — erfolgen muß und empfehlen Ihnen
dringend, für ordnungsmäßige Aufbewahrung beſorgt zu ſein.
Ganz beſonders wollen Sie Ihr Augenmerk auf Inhaberpapiere,
Sparkaſſen=
bücher und andere Wertpapiere richten, die ſich im Falle eines Verluſtes nicht erſetzen
laſſen und für die daher eine ſeuer= und diebesſichere Aufbewahrung dringend gebolen
erſcheint.
Ferner wollen Sie darauf bedacht ſein, daß auch die Kautionsurkunden der
Rechner in gleicher Weiſe wie die Wertpapiere verwahrt werden. Die Kautionen
müſſen außerdem ſtets auf der erforderlichen Höhe gehalten werden, damit die
Sicher=
heit ausreicht. Rötigenfalls wollen Sie die Ergänzung derſelben veranlaſſen.
(10379
Fey.
Betreffend: Errichtung einer Zwangsinnung für das Friſeur= Barbier= und
Perücken=
macher=Handwerk im Bezirk der Gemeinde Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Hierdurch mache ich bekannt, daß die Liſte über die Abſtimmung in obiger
An=
gelegenheit in der Zeit vom 23. Mai l. Js. bis einſchließlich 4. Juni I. Js., von
vormittags 9 bis 12 Uhr, zur Einſicht und Erhebung etwaiger Einſprüche der
Be=
teiligten auf dem Bureau Großh. Kreisamts dahier (Neckarſtr. 3), Zimmer 19, offen liegt.
Die nach Ablauf der Friſt angebrachten Einſprüche bleiben unberückſichtigt.
Darmſtadt, den 17. Mai 1910.
(10376
Der Kommiſſar:
Herling, Kreisamtsgehilfe.
Philpp Beilſtein von Griesheim wurde am 14. d. Mts, als Nachtſchutzmann
der Gemeinde Griesheim eidlich verpflichtet.
(19385
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 19. Mai 1910, nachmittags 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 öffentlich zwangsweiſe gegen
Barzahlung:
a) für beſtimmt:
2 Kleiderſchränke, 1 Bett, 1 Nachtſchränkchen, 1 Büfett, 1 Sofa,
1 Nähtiſchchen, 1 Läufer und 1 Handtuchgeſtell.
b) ferner vorausſichtlich:
3 Büfetts, 3 Pianino, 3 Tafelklaviere, 8 Diwans, 10 Sofas, 12 Vertikos,
4 Schreibtiſche 3 Schreibſekretäre, 3 Eisſchränke, 15 Kleiderſchränke, 4 Waſch=
und 3 Nachtſchränkchen, 4 Kommoden, 1 Papierſchneid=, 1 Heft= und 1
Aus=
ſtoßmaſchine, 4 Wagen, 70 Hüte, eine Partie Futterſtoff, Samt, Satin, Lüſter,
Roßhaarſtoff, 4 Kommoden, 5 Betten, 10 Stühle, 1 Anzug uſw.
(10374
An Ort und Stelle: 1 vollſtändige Ladeneinrichtung.
Darmſtadt, den 18. Mai 1910.
Whüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Bauarbeiten.
Die bei Erbauung einer höheren Knaben=
und Mädchenſchule nebſt Turnhallen auf
dem alten Gaswerksplatze vorkommenden
Schloſſerarbeiten (Geländer), ſowie die
Lino=
leumlieferung (400 qm Inleid= und 640 qm
Korklinoleum) und das Liefern und
Ver=
legen der Plattenfußböden (4200 am) ſollen
vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte:
Grafenſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9
während der Dienſtſtunden offen, woſelbſt
auch die Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Dienstag, den 31. Mai 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt am 18. Mai 1910.
Stadtbauamt.
(10434df
Buxbaum.
Steuer=Reklamationen
werden unter Diskretion angefertigt.
An=
fragen unter N 44 an die Expedition
dieſes Blattes erbeten.
(*12281
u verkaufen
Gut erhaltenes Bettwerk
(*12262
Hoffmannſtraße 4, Manſarde.
illig abzugeben: 1 Wanduhr, 1
Bett=
ſtelle mit Sprungfedermatratze, 1 Sofa,
1 Herrenanzug (mittl. Größe), Volks=Lexikon
(18 Bände) Mühlſtr. 26, 3. St. (*12261dfs
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 30. Juni I. Js.,
pormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Kaufmann Hermann Diehm
dahier zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr. am
I 9891/10 2116 Hofreite
Louiſen=
ſtraße 32 und 34,
I 997½/0, 1379 Hofreite daſelbſt
Nr. 36 und 38,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K3/10
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 13. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt!
Müller. (L10390,69
Dünger=Verſteigerung.
Samstag, den 21. Mai 1910,
vormittags 9 Uhr,
wird auf dem Pferdemarktplatz,
Holzhoſ=
allee 32, eine Partie Pferdedünger
öffent=
lich meiſtbietend gegen gleich bare Zahlung
(10406
verſteigert.
Darmſtadt, den 18. Mai 1910.
Pferdemarkt Darmſtadt.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Mai 1910.
Nummer 114.
Gardnnerrreiter mexmamischer Blaten Hoig, Mlarkes Zapatere Anerkanhe der Boste.
Zu haben bei: M. W. Prassel, Grafenstrasse 25, Telefon 71, per Pfundglas Mk. 1.10 (Gläser werden mit 10 Pfg. wiederl zurückgenomien).
Wilhelm Beck, Saalbaustr. 29, Lina Darmstadt, Elisabethenstr. 17, Ludwig, Ad. Fertig, Karlstr. 47, Wilhelm Hill, Hoflieferant, Saalbaustr. 63, Ad. Reichard, Kasinostr. 12.
Wilhelm Ritsert, jun., Grüner Weg 30 Herm. Stephan, Stiftstrasse 29, Jakob Streb, Bismarck-Drogerie, Bismarckstrasse 27, A. J. Supp, Marktplatz, B. Held, Karlstr. 27
H. Rossmann, Inselstrasse 29, Adolf Hensel, Nieder-Ramstädterstrasse 29, Gg. Feid. Frankfurterstrasse 21, Oscar Brachat, Rheinstrasse 20, H. Brandstätter,
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strasse 1, Otto Erb, Alexanderstrasse 17½.
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putzen Gardiſtenſtraße 16, 1. Stock.
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Laufd. Neue Niederſtraße 11, Manſ.
*12318) Saubere Frau geht ganze Tage
waſchen und putzen Luiſenſtraße 38, part.
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warm empfohlen, im Kochen, allen feinen
Haus= und Handarbeiten bewandert, ſucht
Stelle als Stütze in einer Familie oder bei
ält. Ehepaar mit Familienanſchl., wo Mädch.
vorhanden iſt, in der Stadt oder auf dem
Lande. Off. u. N 58 an die Exp. (*12357
*12356) Frl., 19 Jhr., guter Familie, welch,
a. ſchneid. k., ſ. Stell. a. Kinderfrl. geg. geringe
Vergütg. Büro Beck, Eliſabethenſtr. 45.
*12355) Mädchen, welche kochen I., ſ. z.
1. Juni Stellung Beck, Eliſabethenſtr. 45.
*12342) Stellen ſuchen: Hausmädchen,
2 ältere Alleinmädchen zu einzel. Damen,
mehrere Alleinmädch., welche koch. u. etwas
v. kochen verſtehen, beſſeres Kindermädchen,
Kinderfräulein für nachmittags durch
Fr. Dingeldein, Stellenbureau,
Schützen=
ſtraße 10½ Telephon 531.
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Ende Mai ſeine Lehrzeit, beendet, ſucht
Anfangsſtellung. Offerten unter N15 an
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langjähriger Aushilfskellner, ſucht für
Sonntags Stellung. Auch würde derſ. ein
Büfett für Rechnung des Sonntags übern.
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erfahrener Mann, ſucht paſſende Stellung.
Offerten u. N 34 an die Exped. (*12270
*12348) Junger verheirater Mann,
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invalide, gel. Schreiner ſucht St. a. Ausl.,
Hausburſche oder Packer bei ſehr beſcheid.
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Rückertſtraße 14.
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ſowie jugendl. Arbeiterinnen
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(10307mds
dieſes Blattes.
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und Haushaltungsgeſchäften ſichert die Alleinanſertigung reſp. der Vertrieb meines
patent. geſchützten Haushaltungsartikels, welcher von jeder beſſeren Haushaltung gerne
gekauft wird. Die Alleinausnutzung dieſes Artikels für einzeine Städte oder Bezirke
wird auf die Dauer der Schutzrechte gegen eine einmalige geringe
Abfindungs=
ſumme vergeben. Maſchinenbetrieb nicht nötig, Riſiko ausgeſchloſſen.
Ernſte, raſch entſchlofſene Bewerber wollen ihre Adreſſe unter N 37 an die
(10368ds
Expedition dieſes Blattes ſenden.
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per 1. Junt, eventuell auch früher geſucht.
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ſundes, ſauberes
H. Hausmädchen
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20 Jahren. Nur ſolche mit allerbeſten
Zeugniſſen mögen ſich vormittags zwiſchen
10 und 11 Uhr melden bei
Freifrau von Jenisch,
Roſenhöhe,
Preußiſche Geſandtſchaft.
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gärtnerin z. 3 größ. Kind. geſucht. Näheres
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und etwas nähen kann, zu zwei Leuten,
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pfohler für 2 Kinder 6 u. 3 Jahre, Vorm.
geſ. Moſerſtraße 3, II., 4—5 Uhr. *12320) Mädchen erhalt. ſehr gute Stell,
hoher Lohn. gute Behandlung Steilen=
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Küchenmädchen in erſtes Herſchaftshaus,
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lein für Badeort, Büfettfräulein ( Anfänge=
rin für hier u. auswärts.
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Stellen Ammenvermittlung Frau Dingeldein,
Schützenſtraße 10½. Telephon 531. *12333df) Reinliche Frau v. Mädchen
zum Brötchentragen geſucht. — Näheres
Kaupſtraße 48. Tüchtiges Mädchen
welches gut kochen kann u. alle Hausarbeit
verſteht, für kleinen Haushalt geſucht
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fräuleins, Köchinnen, Haus=u. Küchenmäd.
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Dingeldein, Schützenſtr. 10½, II. (*12339 12347) Geſucht für 1. Juni brave Mäd=
chen, die kochen und ſolche die nicht kochen,
für hier und Wiesbaden.
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ſucht Rückertſtraße 23.
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Kurſe vom 18. Mai 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 93,00
84,60
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,60
93,20
3½ do. Conſols .
84,50
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,60
93,80
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,70
92,40
do.
3½
83,40
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 101,90
4 Heſſ. Staatsanleihe
91,90
do.
3½
do.
81,40
3 Sächſiſche Rente . . . 83,50
4 Württembergerv. 1907 101,90
93,70
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 49,00
3¾ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 98,10
4 do. Goldrente . . 99,40
do, einheitl. Rente 99,40
3 Portug. unif. Serie I 66,40
3 do. unif. Ser. III 67,80
Spezial . 13,40
3 do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,40
do. v. 1890 . . 94,60
do. v. 1905 . . 91,00
4— Ruſſen v. 1880 a. ₰ 8. ₰ 92,20
InProz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,90
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
3½ Schweden.
. 92,50
4 Serbier amort. v. 1895 85,60
4 Türk. Admin. v. 1903 88,30
4 do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 95,60
4 do. Staatsrente . 92,60
5 Argentinier .
.. 101,90
do.
99,00
4½ Chile Gold=Anleihe 93,30
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,40
do.
4½
100,00
4½ Japaner . . . . . . . 98,10
5 Innere Mexikaner . . 100,60
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 97,10
5 Gold=Mexikaner
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. .145,10
4 Nordd. Lloyd . . . . 113,10
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 121,50
4 Baltimore & Ohio . . 111,50
4 Gotthardbahn . . . .
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4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 162,80
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 20,50
4 Pennſylvania R. R. 135,00
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. 83,00
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Fabrik Griesheim . . . . 263,25
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118,25
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. . . 208,30
Harpener . .
. . 198,10
Phönix, Bergb. u.
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. . . 222,80
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Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ..
4 Pfälzer Prt. .
.101,60
do.
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,80
do. ſteuerfrei . 99,60
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,30
do.
do. alte
5 Oeſterr. Südbahn . . 101,75
do.
83,40
do.
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Ruſſ. Südweſt.
90,40
4 Kronpr. Rudolfbahn .
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2/10 Livorneſer . . . . . . 76,00
4 Miſſouri=Pacific . . . 98,50
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,20
5 Anatoliſche Eiſenb. .
5 Tehuantepec . . . . . 102,10
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 175,50
4 Darmſtädter Bank 132,10
252,40
1 Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank 128,00
Diskonto=Geſellſchaft 188,90
159,20
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk. 119,80
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 123,50
101,20
4 Pfälzer Bank .
145,50
4 Reichsbank
4 Rhein. Kredit=Bank 139,00
4 Wiener Bank=Verein 137,50
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,30
do. S. 19 . . . . . 92,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
91,00
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,50
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,00
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
do. (unk. 1914) 91,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
do,
3½
92,80
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt:
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
4 München .
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden . . . . . .
3½ do.
4 Worms . . . . . . .
3½ do.
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91,50
100,90
93,30
91,40
.100,50
91,60
.100,80
.100,50
92,00
.100,50
94,10
100,40
100,10
. 83,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 160,80
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,50
5 Donau=Reg. fl. 100 144,40
3 Holl. Komm. ℳ 160 105,40
Sf.
In Proz
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe.
. . 136,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe 175,00
3 Oldenburger .
.. 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
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Braunſchweiger Tlr.
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Mailänder
Fs.
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100 388,50
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Franzöſiſche Noten . . . . 81,15
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Montag, 23. Mai. Außer Abonnement.
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der Präſide
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S. Beilage zum Darmſtadter Tagblatt.
N5 114.
Donnerstag, 19. Mai.
1910.
Kriegsveterdnen-Appel
1910
Vierzig Jahre ſind im Sommer dieſes Jahres verfloſſen, daß die deutſchen
Krieger auf den Ruf ihrer Fürſten an die Grenze eilten, um für die Ehre des
Vater=
landes einzutreten und den heimiſchen Herd zu ſchützen. Alldeutſchland dankte dem
Herrn, daß er unſere Truppen von Sieg zu Sieg führte, ſodaß der Opfer Lohn die
Wiedererrichtung des Deutſchen Reiches war. Auch die Soldaten unſeres Heſſenlandes
traten in dem Kriege von 1870/71 für die Unabhängigkeit, Wohlfahrt, Macht und Größe
unſeres Vaterlandes ein, indem ſie auf blutigen Schlachtfeldern ihr Leben einſetzten
und dem alten heſſiſchen Kriegsruhm zu neuem Anſehen verhalfen. Am 14. Auguſt
dieſes Jahres werden ſich, auf Veranlaſſung der Kriegerkameradſchaft Haſſia, die dem
Verbande angehörenden Kriegsveteranen in Darmſtadt zu einem Appell zuſammenfinden,
nicht um Triumphe zu feiern, ſondern um noch einmal die alten Waffengefährten, mit
denen ſie vor 40 Jahren Mühſale und Strapazen geteilt haben, begrüßen zu können,
ehe ſie der Allmächtige zur großen Armee abruft. Mehr wie 5000 Veteranen aus den
Feldzügen 1864, 1866 und 1870/71 haben ſich zu dieſem Appell angemeldet, etwa 2000
Veteranen werden ſchon am 13. Auguſt in Darmſtadt eintreffen und die Gaſtfreundſchaft
der Einwohner Darmſtadts in Anſpruch nehmen. Um dieſe Zuſammenkunft zu einer
dieſer Männer würdigen zu geſtalten, hoffen wir, daß uns die hieſige Einwohnerſchaft,
insbeſondere auch bei der Quartierfrage, ihre Unterſtützung zu Teil werden läßt, damit
den greiſen Veteranen aus der großen Zeit von 1870/71 der Aufenthalt in Darmſtadt
in angenehmer Erinnerung bleibe.
(10418dd
Darmſtadt, den 18. Mai 1910.
Der Ehrenausſchuß:
Dr. Braun, Finanzminiſter, Exzellenz. Buchner, Oberkonſiſtorialpräſident i. P.,
Exzellenz. Beck, 2. Präſident der „Haſſia” Major a. D. Breidert,
Provinzial=
direktor in Mainz. Dr. Ewald, Staatsminiſter, Exzellenz. v. Eckenbrecher,
Generalmajor z. D. Fey, Provinzialdirektor. v. Francois, Generalmajor und
Brigadekommandeur. Feldpuſch, Güterverwalter a. D. Dr. Gläſſing,
Ober=
bürgermeiſter. Hahn, Oberſt, beauſtragt mit den Geſchäften des Generaladiutanten
S. K. H. des Großherzogs. Freiherr v. Heyl, Generalmajor à la suite. Hof,
1. Präſident der „Haſſia‟, Generalleutnant z. D., Exzellenz. von Hombergk zu
Vach, Miniſter des Innern, Exzellenz. Kobelt, Oberpoſtdirektor. Dr.
Kranz=
bühler. Vorſtand des Polizeiamts, Regierungsrat. Dr. Lahr, Geh. Juſtizrat.
Dr. W. Merck, Fabrikant. Noeldechen, Oberſt und Brigadekommandeur. von
Oertzen, Oberſt und Brigadekommandeur. Ritter und Edler v. Oetinger,
Kam=
merherr. v. Randow, Oberſt und Stadtkommandant. Freiherr Riedeſel zu
Eiſenbach, Oberſtallmeiſter, Exzellenz. Roemheld, Geheimerat. v. Strantz,
Generalleutnant und Diviſionskommandeur, Exzellenz. Schäfer, Oberbürgermeiſter
a. D. Freiherr von Ungern=Sternberg, Hofmarſchall S. K. H. des
Groß=
herzogs. Dr. Uſinger, Provinzialdirektor in Gießen. Dr. Vogt, 2.
ſtellvertreten=
der Präſident der „Haſſia”, Medizinalrat in Butzbach. v. Zangen, Geheimer Re=?
gierungsrat. Wenzlau, Privatier.
Für den Arbeitsausſchuß:
Waldecker, Vorſitzender, Hauptmann a. D. Fink, Kanzleirat, 1. Schriftführer.
Neurohr, Kaufmann, 2. Schriftführer. Bruchhäuſer, Miniſterialreviſor, Rechner.
Handelsverein in Darmstadt.
Einladung.
Die 45. ordentliche Hauptverſammlung findet nach § 7 der Satzungen
Donnerstag, den 19. Mai 1910, abends 8½ Uhr,
im „Kaiſerſaal” (Grünes Zimmer) ſtatt, wozu die Mitglieder hiermit ergebenſt
eingeladen werden.
Tagesordnung: 1. Geſchäftsbericht.
2. Rechnungsablage.
3. Erſatzwahl des Vorſtandes.
4. Statutenänderung.
5. Anträge und Beratungen.
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Am 19. Mai, 8 Uhr abends:
I. Donnerstags=Konzert
der Kapelle des Leibgarde=Regiments.
Leitung: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Programm. Mozart: Ouvertüre zu „Die Zauberflöte‟; Puceini: Fantaſie
aus „La Bohéme” Tſchaikowsky: Valse des kleurs aus „Nußknacker”: R. Wagner:
Meiſterſinger=Vorſpiel; Sabathil: „Morgenſtändchen” Solo für Kornet à Piſton;
Ponchielli: Tanz der Stunden aus „La Gioconda”; Meyerbeer: Fantaſie aus „Der
Prophet‟, 2 hiſtoriſche italieniſche Märſche; Schwartz: Stücke aus „Prima Ballerina”.
Eintrittspreis 50 Pfg., für Studierende 30 Pfg., Dutzendkarten à 4 Mk.
(10330md
im Verkehrsbüro und an der Kasse.
NB. Bei ungünſtiger Witterung Konzert im Grossen Saale nach demſelben Programm
Konzertsaal PERKEO.
Täglich
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Jakob Schnauber.
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Sonntag, den 22. Mai, nachmittags präcis 3½ Uhr,
mit Motorführung.
In dem Flieger-Rennen
startet u. a.:
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Otto Mever
Deutschlands bester Flieger.
Während der Rennen Militär-Konzert.
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Heute Donnerstag den 19. Mai, abends 8 Uhr
Grosses Militär-Konzert
der vollzähligen Kapelle des Art.-Regiments Nr. 61
Leitung: M. Weber.
Aus dem Programm: „Wilhelm Tell”, „Tannhäuser‟,
„Cavalleria rusticana‟ usw.
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Wilh. Kraetzinger.
10412a)
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Mai 1910.
Nummer 114.
Pfr. Rennen zu Karlshorſt (Dienstag).
Fan=
taska=Jagd=Rennen. 3000 Mark, Diſt. 3000 Meter: 1.
Hrn. M. Fels Gregorius (Sandmann), 2. Sandgräfin
(Adolf), 3. — Magenta (Streit), 3. — A=tont (Wiſchek);
Tot. 22:10. Pf. 13, 17, 9, 7.10. Unpl. Sea Sick, Harald II,
Harald I (angeh.), Acquila. Leicht 1½—3 Lg. — Preis
von Bamberg. Ehrenpreis, 2800 Mark, Diſt. 3000 Meter:
1. Lt. Graf Hardenberg und Lt. Graf Gröbens Alkohol
(Lt. Graf Gröben), 2. Doppelgänger (Lt. Braune), 3.
La Superba (Rittm. v. Roſenberg). Tot. 99110. Pl. 19,
12, 13:10. Unpl. Natalie (4), Bajo, Haſenfuß, Geck,
Trou=
badvur I. Sehr ſicher 4—3 Lg. — Poſeidon=Hürden=
Rennen. 4000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn. K.
v. Tepper=Laskis Hans (Müller), 2. Calvello (Wiſchek),
3. Pamina (Printen). Tot. 14:10. Pl. 15, 13:10. Unpl.
Terxes. Sicher ¾—3 Lg. Berliner
Internativ=
nale Steeple=Chaſe=Ehrenpreis und 31000 Mark, Diſt.
5000 Meter: 1. Lt. Stahlknechts Lootſe (Lt. Gr. Holck),
2. Tu mir nix (Rittm. v. Roſenberg), 3. Vitellius (Dr.
Rieſe). Tot. 162:10. Pl. 43, 22, 16:10. Unpl. Stormy,
Ozean, Turandot (5), Corbais (6), Forefather (gef.),
Pomerol (ref.), Nordpol (angeh.), Lochlee igef.), Iſolani
(gef.). Sehr ſicher ¾—1—1½ Lg. — Handicap der
Vier=
jährigen. 4500 Mark, Diſt. 3200 Meter: 1. Hrn. K. von
Tepper=Laskis Haarkünſtler (Brown), 2. Tugela (
Ra=
ſtenberger), 3. Moſes (Torke). Tot. 24:10. Pl. 13, 17,
17110. Unpl. Grünſpecht, May, Berolina, Muſe,
Lin=
denwirtin (4). Verhaltend 2½—½ Lg. — Lankwitzer
Jagd=Rennen. Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſt. 3000
Meter: 1. Hrn. K. v. Tepper=Laskis Mumklas (Lt. von
Hohberg), 2. Dennoch (Lt. v. Zobeltitz), 3. Ganges (Lt.
Graf Bethuſy Huc). Tot. 21:10. Pl. 15, 17:10. Unpl.
Little Tich (4), Quaterno, Aſchenbrödel II. Leicht 1—1
Lg. — Preis von Rangsdorf. 3300 Mark, Diſt. 1690
Meter: 1. Hauptm. Kleinſchmidts Ganges (C. Aylidt)
Neckar (Raſtenberger), 3. Kikeriki II (Lommatſch).
Tot. 45:10. Pl. 16, 15, 29110. Unpl. Arioviſt (4), Grane,
Ali Baba, Darlin. Leicht 1½—½ Lg.
sr. Im Berliner Lawn=Tennis=
Tur=
nier wurden am Dienstag die erſten Schlußrunden
geſpielt. Die Meiſterſchaft der Norddeutſchen gewann
Kreutzer=Frankfurt a. M. gegen Henry Clay — 6—4,
6—2. Otto= und K. Lange erhielten dritte Preiſe.
In der Meiſterſchaft von Preußen ſiegte der deutſche
Meiſter Elſaß — 6—2, 6—2, 7—5 über Otto. Dritte
Preiſe erhielten Kreutzer und Zimla. In der
Vor=
ſchlußrunde hatte Elſaß — über Kreutzer 6—3, 6—3 leicht
geſiegt. Im Herren=Doppelſpiel ohne Vorgabe ſiegte
Windels-v. Kowalewski nach Kampf über Kreutzer=
Bergmann 6—3, 3—6, 6—2, 6—4.
* Frankfurt a. M., 17. Mai. Radrennen.
Dritter Tag: Troſtfahren für Amateure, 1500
Meter: Erſter: Rote=Mainz, 2 Min. 25½ Sek.; zweiter:
Möller=Frankfurt a. M. —
Entſchädigungsfah=
ren für Berufsfahrer, 1000 Meter: Erſter: Uttenthal=
Kopenhagen, 1 Min. 43½ Sek.; zweiter: Tſchirpe=
Ber=
lin; dritter: Ritzenthaler=Kolmar. —
Prämienfah=
ren: Erſter: Schürmann=Münſter i. W., 14 Min. 4½
Sekunden; zweiter: Trinks=Berlin; dritter: Rohmer=
Straßburg. — Großer Pfingſtpreis. Diſtanz
100 Kilometer; 2000, 1200, 800 und 500 Mark. Erſter:
Theile=Berlin, 1 Std. 14 Min. 51½ Sek.; zweiter:
Guignard=Paris 2240 Meter zurück; dritter: Stellbrink=
Berlin 2740 Meter zurück; vierter: Ryſer=Zürich weit
zurück.
* Wien, 17. Mai. Nach dem Eintreffen der
Teil=
nehmer an der Uebungsfahrt des deutſchen
freiwilligen und öſterreich.
Automobil=
korps ſandte der Uebungsleiter, Generälleutnant von
Luncker, eine Huldigungsdepeſche an Kaiſer Franz Joſef
nach Budapeſt. Der Kaiſer erwiderte mit folgendem
Telegramm an Generalleutnant von Lyncker: „
Wärm=
ſtens danke ich für die Meldung von der Beendigung
der gemeinſamen militäriſchen Automöbil=
Uebungs=
fahrt, deren befriedigender Verlauf mich ſehr erfreute.
Ich entbiete den Teilnehmern an dieſer anregenden
Veranſtaltung meinen Gruß und den Ausdruck vollſter
Anerkennung.”
Luftſchiffahrt.
sr. Das Internationale Flugmeeting
von Lyon fand jetzt ſeinen Abſchluß. Den
1. Preis für die erzielten beſten Geſamtzeiten in Höhe
von 30000 Fr. gewann van den Born (Farman) mit
einer Geſamtflugzeit von 14 Stunden 12 Minuten;
2. (10000 Fr.) Legagneux (Sommer) mit 12117112;
(8000 Fr.) Chavez (Farman) mit 5:17119; 4. Paulhan
(Farmän) mit 4:55:43. Ebenſo fiel der 1. Preis für den
größten Dauerflug in Höhe von. 15000 Fr. an van den
Born, der 75,6 Kilometer in 1:22:58 zurücklegte; 2. Preis
(7000 Fr.) Legagneux mit 74,6 Kilometer, 3. Preis (3000
Francs) Chavez mit 41,6 Kilometer. Paulhan gewann
nicht weniger als fünf weitere Preiſe, und zwar den
Geſchwindigkeitspreis über 20 Kilometer in 19118, den
Höhenpreis mit einem Fluge von 920 Meter, den
Paſſagierpreis mit einem Fluge von 34,4 Kilömeter,
den Gewichtspreis mit einer Belaſtung von 73
Kilo=
meter und den erſten Startpreis mit einem Stari von
59,4 Meter. Der ſogenannte Fünf=Runden=Preis wurde
von Latham gewonnen.
Literariſches.
Photographiſches
Unterhaltungs=
buch. Anleitungen zu intereſſanten und leicht
aus=
zuführenden photographiſchen Arbeiten von A.
Par=
zer=Mühlbacher. Dritte, umgearbeitete und
er=
weiterte Auflage. Mit 185 Abbildungen im Text und
auf 20 Tafeln. Geh. 3,60 Mk., in Leinenband 4,50 Mk.
Verlag von Guſtav Schmidt in Berlin W. 10. Welche
Fülle von Anwendungsmöglichkeiten der
Photo=
graphie auf den verſchiedenſten Gebieten der Technik,
Wiſſenſchaft und Unterhaltung innewohnt, zeigt in
überraſchender Weiſe ſchon ein flüchtiger Blick in
die=
ſes nun ſchon in dritter Auflage vorliegende Buch, das
beſcheiden den Namen Unterhaltungsbuch führt. Es
iſt in Wirklichkeit viel mehr. Es erhebt ſich zu einem
nützlichen Hand= und Nachſchlagebuch. Die neue
Auf=
läge iſt ganz weſentlich erweitert, manche Themata ſind
ganz neu hinzugefügt, andere den Fortſchritten der
Technik entſprechend neu bearbeitet. Der
Illuſtra=
tionsſchmuck des Buches iſt weſentlich vermehrt und
bietet eine Fülle guter, anſchaulicher Beiſpiele. Auch
Anfängern und jugendlichen Amateuren kann das
Bluch empfohlen werden.
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gende Band erſcheint in geſchmackvoller Ausſtattung
als dritte Buchbeilage zur „Natur” Zeitſchrift der
Deutſchen Naturwiſſenſchaftlichen Geſellſchaft (Preis
vierteljährlich 1,50 Mk.). Der in weiteſten Kreiſen
durch ſeine ſchriftſtelleriſche Tätigkeit rühmlichſt
be=
kannte Verfaſſer ſtellt in dem leichtverſtändlich
ge=
ſchriebenen Buche die Forderung nach größerer
Er=
forſchung der Menſchen= und Tierpſychologie auf und
ſucht den Beweis zu erbringen, daß die
wiſſenſchaft=
liche Forſchung nur dann Ausſicht auf Erfolg haben
wird, wenn ſie von der biologiſchen Baſis ausgeht. Das
intereſſant und anregend geſchriebene Buch, dem 10
ſchön ausgeführte Kunſtbeilagen beigegeben ſind, kann
jedermann zur Anſchaffung empfohlen werden.
Gewinnanszug
der
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5. Klaſſe. 8. Ziehungstag. 17. Mai 1910.
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
(Nachdruck verboten.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
1. Gewinn zu 15000 Mk. 121098
1 Gewinn zu 6000 Mk. 6486
38 Gewinne zu 3000 Mk. 7407 12304 13544 16598
26793 34066 49603 51937 62537 71058 73150½ 76447
91827 95501 126935 127959 128207 139440 157091
164653 175508 202418 202867 204832 211496 216726
221080 231921 233791 243487 248750 253830 253879
257716 263488 271951 279333 300166
75 Gewinne zu 1000 Mk. 19051. 20704 24613 26204
30329 32493 35397 41263 45774 52943 54999 69461.
69673 65223 68509 68997 71777 77114 91059 91678
99575 102544 105615 109423 111172 111770 123767
124165 126735 127555 134191 136655 144774 148088
158446 158698 158766 160368 161201 168642 164172
165328 165858 172430 174174 176189177175 179111
179992 180409 121512 187775 190035 193455 195779
199227 201714 201899 210197 212653 212768 215055
218436 233946 238627 245590 246151 250433 252485
257627 260889 280806 286919 297679 301647
98 Gewinne zu 600 Mk. 6799 7307 7825 19633
26945 28218 28521 32166 32336 36279 36538 36561
36705 88617 49461 61183 63047 56817 60664 64023
67686 69469 71894 78321 76004 75973 76817 82425
83942 86230 89391 90506 91066 94628 95499 107251
108483 108642 112517 112609 117330 118693 121777
124472 124794 126346 127767 128058 132210 136270
136549 139782 139888 141994 143881 144381. 146467
147332 158360 165452 170709 1.70775 179088 182374
183150 183514 184952 192074 192554 196400 204022
206227 206379 208261. 216603 215377 216113 218359
221986 225767 227812 228214 228579 228694 237253
240725 240791 241154 246956 264595 273232 277245
282062 287072 289956 290448 297878 300219
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 15000 Mk. 41810
1 Gewinn zu 10000 Mk. 66944
2 Gewinne zu 5000 Mk. 67523 167327
41 Gewinne zu 3000 Mk. 378 6174 31892537332
40943 68888 67414 85526 90869 106875 118244
119586 121944 124330 131836 139683 147272 163376
185955 187074 197056 200894 207119 207371 213361
213841 215269 215315 216391 221785 224462 226870
232336 235699 238768 250336 259688 268717 286213
287405 287706
70 Gewinn: zu 1000 Mk. 7630 10335 11811 15139
17725 246201124 49508 50929 58182 60726 66782
68511 72071 77991 82769 84936 85800 86602 86868
95948 389715 101332 102679 104348 108972 114059
117219 120186 121401 125649 129737 131786 140694
144108 144a50 166145 166218 188505 194538 199137
203023 203283 204290 205596 209631 213849 214393
215811 216654 224759 233802 233995 247073 251278
252202 252831 265820 267709 270197 272744 272761
276154 279011 281994 289239 290697 290961. 294057
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124 Gewinne zu 500 Mk. 338 1173 5719 6364
7790 9669 11041 11315 11366 15040 18648 19175
19780 26715 26730 27898 29459 29683 30195 39191
42046 42404 42959 43234 43519 4911351302 551388
51797 61311 65836 67181 76595 77021à77322 79312
79876 85751 86327 86457 86632 89062 90464 90897.
91973 96245 99819 100926 101096 1018422109278 110919
113591 115326 116472 120039 120668 122166 127015
127051 127233 129916 145532 145592 148569 148981
150212 151144 154765 155175 155248 156082s158512
159473 162153 165316 166447 177986 181368 184683
187508 195978 197043 204020 204962 211246 216960
220631 225002 228185 232773 235080 235323 238742
239870 240308 241610 245276 247458 247650 249029
249578 251127 151781 253390 261777 262831 263201
263361 264884 272720 274421 275877 276222 276955
281165 282239 284743 285273 286592 290753 297705
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