Abonnementspreis
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des K
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und
„„ 108.
Mittwoch, den 11. Mai.
Inſerake
werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen, und
den Annoncen=Expeditionen. — Bes
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
reiſes und der andern Behörden.
Samstags nach Bedarf beigefügt.
1910.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Leauenarbeit und hauswirtſchaftliche Vorbildung.
Von Jahr zu Jahr werden immer größere Maſſen
von Frauen und Mädchen in die Erwerbsarbeit
hineingezogen. Die Frauenarbeit, die früher in den
mei=
ſten Familien nur als Notbehelf für eine Uebergangszeit
betrachtet wurde, wird jetzt in viel größerem Umfange als
Notwendigkeit und als dauernde Einrichtung angeſehen,
denn infolge der höheren Koſten für Lebensmittel und für
alle anderen Lebensbedürfniſſe ſind die weiblichen
Ange=
hörigen ſehr oft darauf angewieſen, eine berufliche
Tätig=
keit auszuüben. Auch die Frauenbewegung hat viel dazu
beigetragen, daß die Frauen und Mädchen ihre Zeit nicht
mehr nutzlos vergeuden, ſondern in irgend einer Tätigkeit
verwenden. Die Frauenarbeit iſt durchaus nicht auf die
Arbeiterbevölkerung beſchränkt geblieben, ſondern ſie hat
auch vielfach in anderen Bevölkerungsklaſſen, in den
Fami=
lien von unteren, mittleren und oberen Beamten, bei den
Privatangeſtellten der verſchiedenſten Kategorien, in den
Familien der Kaufleute, der Gewerbetreibenden und der
freien Berufe Eingang gefunden. Gleichzeitig macht ſich in
der Frauenarbeit vielfach eine große Umwandlung nach
der Richtung geltend, daß die Frauen qualifizierte Arbeit
verrichten. Es wird von vornherein mehr Gewicht auf
eine beſſere Ausbildung gelegt und die Frauen dringen
deshalb auch in Berufe ein, die ihnen früher verſchloſſen
waren, oder ſie beſetzen beſſer bezahlte Stellen, wo ihnen
früher nur die ſchlechteſt bezahlten Stellen offen waren.
So finden wir jetzt in Handel und Induſtrie, in Fabriken,
Werkſtätten, Laboratorien uſw. recht häufig Frauen und
Mädchen, die verhältnismäßig gut bezahlte Stellen inne
haben und denen oft eine ganze Anzahl männlicher
Per=
ſonen untergeordnet ſind. Durch dieſe wirtſchaftliche und
ſoziale Hebung der erwerbenden Frauen wird aber auch
wieder die Berufsfreudigkeit der Frauen gehoben und das
Beſtreben geſtärkt, die berufliche Arbeit dauernd
beizu=
behalten.
So wenig es verhindert werden kann, daß die
Frauen=
arbeit eine ſtetig ſteigende Ausbreitung gewinnt und daß
auf die Berufsbildung der Frau größere Aufmerkſamkeit
verwendet wird, ſo wenig darf aber auch verkannt
wer=
den, daß durch dieſe äußere und innere Erſtarkung der
weiblichen Erwerbsarbeit die hauswirtſchaftliche
Vorbildung der Frauen ſtark gelitten hat und
im=
mer ſchlechter wird. Infolge dieſer ſchlechten Vorbildung
für den Beruf als Hausfrau und Verwalterin der
Haus=
wirtſchaft werden aber oft ſo große Werte vergeudet, daß
der wirtſchaftliche Wert der beruflichen Frauenarbeit
we=
ſentlich verringert wird. Hunderttauſende von Frauen
haben heute gar keine Gelegenheit mehr, die Führung
eines Haushalts kennen zu lernen, ſie können ſich weder
im Kochen ausbilden, noch haben ſie Gelegenheit, alle die
kleinen Arbeiten auszuführen, die im Einzelhaushalt getan
werden müſſen. Auch über die Betätigung als
Verwal=
terin des Haushalts können ſie keine Erfahrungen
ſam=
meln. Das mangelnde Verſtändnis der Frauen für die
Hauswirtſchaft und für ein ſparſames Verwalten der
vor=
handenen Mittel zeigt ſich bereits in den meiſten
Volks=
klaſſen und führt zu ſchweren Schäden im Familienleben,
zu unrationeller Ernährung, zu unzweckmäßigem Aufwand,
zu einer ungenügenden Kinderpflege und zu anderen
un=
günſtigen Wirkungen.
Um die Lücke auszufüllen, die hier in der
Heran=
bildung zur Hausfrau liegt, iſt im letzten Jahrzehnt
viel=
fach in den Volksſchulen der hauswirtſchaftliche Unterricht
eingeführt worden. Durch dieſen Unterricht, der ſich
all=
gemein bewährt hat und deſſen Koſten nicht allzu groß ſind,
wird ſchon bei den Volksſchülerinnen eine gewiſſe
Grund=
lage hauswirtſchaftlicher Kenntniſſe gelegt. Und höher
noch als die Aneignung von poſitiven Kenntniſſen iſt
viel=
fach die Erweckung des Intereſſes für hauswirtſchaftliche
Fragen anzuſehen. Bisher iſt der hauswirtſchaftliche
Un=
terricht in Deutſchland in den Volksſchulen in ungefähr
700 Orten eingeführt worden. In Preußen war der
haus=
wirtſchaftliche Unterricht bis zum vorigen Jahre in
unge=
fähr der Hälfte der Städte, wo er beſteht, obligatoriſch.
Durch eine beſondere miniſterielle Verfügung iſt aber dann
der Haushaltungsunterricht überall dort, wo er überhaupt
eingeführt iſt, für obligatoriſch erklärt worden. Auch in
Heſſen und in Sachſen iſt der hauswirtſchaftliche
Unter=
richt in den Volksſchulen zu einem obligatoriſchen
Unter=
richtsfach gemacht worden, Gegenüber den ſonſtigen
Koſten für den Schulunterricht verurſacht der
Haushal=
tungsunterricht nur eine verhältnismäßig geringe
Aus=
gabe. Die Geſamtkoſten für den Unterricht einer
Volks=
ſchülerin ſind in den größeren Städten auf 400—500 Mark
einzuſchätzen, der hauswirtſchaftliche Unterricht verurſacht
für die einzelne Schülerin nur eine Mehrausgabe von 15
bis 20 Mark.
Die Erfolge, die bisher mit dem hauswirtſchaftlichen
Unterricht erzielt worden ſind, laſſen aber eine ſolche
Mehr=
ausgabe als zweckmäßig erſcheinen. Beſſere Kenntniſſe in
der Hauswirtſchaft müſſen auch als ſehr wünſchenswert
angeſehen werden, weil die Hausfrauen große Werte zu
verwalten haben. Nach der Zählung vom 1. Dezember
1905 beſtanden im Deutſchen Reiche rund 12½ Millionen
Haushalte mit zuſammen 57,8 Millionen Perſonen oder
95,3 Prozent der Geſamtbevölkerung. Wohl mindeſtens
10 Millionen dieſer Haushalte werden von den Ehefrauen
ſelbſt oder von Töchtern, Schweſtern und anderen
weib=
lichen Verwandten des Familienvorſtandes verwaltet.
Berechnen wir einen Haushalt im Durchſchnitt nur zu
2000 Mark Wert, ſo ſtellen dieſe 10 Millionen von Frauen
verwalteter Haushalte einen Wert von 20 Milliarden dar.
Schon rein volkswirtſchaftlich betrachtet, muß deshalb eine
beſſere Vorbildung der Hausfrauen angeſtrebt werden.
Zur Frage der Schiffahrtsabgaben.
* Der Arbeitsausſchuß der
Rheinſchiff=
fahrtsintereſſenten, vertreten durch die
Han=
delskammer Mainz, gibt in einer ſoeben
erſcheinen=
den inhaltreichen Denkſchrift einen zuſammenfaſſenden
Ueberblick über den derzeitigen Stand der Frage der
Schiff=
fahrtsabgaben, deren Einführung durch die bekannte
Ent=
ſcheidung in dem Ausſchuß des Bundesrats nunmehr
näherrückt. Der Arbeitsausſchuß, der an ſeiner
grund=
ſätzlichen Gegnerſchaft gegen die Schiffahrtsabgaben
feſt=
hält, betont in ſeiner Denkſchrift, daß von all den
Wün=
ſchen, die zu der Frage der Regelung der
Schiffahrtsabga=
ben von den Intereſſenten geäußert worden ſind, drei
be=
ſtimmt erfüllt ſind. Der eine, die Verwaltung der
Schiff=
fahrtsabgaben für jedes Stromgebiet getrennt in
beſon=
deren Stromkaſſen, war die Vorausſetzung, unter der auch
das Abgeordnetenhaus die Abgaben bewilligte. Die
Nicht=
berückſichtigung der Aufwendungen vergangener Zeiten
und die niedrige Bemeſſung der Tarifſätze für wichtige
Rohſtoffe der Induſtrie waren zwei der Forderungen, von
deren Erfüllung die beteiligten Gewerbetreibenden am
Rhein eine freundlichere Haltung gegenüber den
Schiff=
fahrtsabgaben abhängig machten Neben dieſen drei
For=
derungen ſtehen aber viele andere, zu denen Preußens und
anderer Bundesſtaaten Stellung noch nicht öffentlich
klar=
gelegt iſt. Der Ausſchuß gelangt dann ſeinerſeits dazu,
eine Reihe von Forderungen zu dem Geſetz über die
Schiffahrtsabgaben aufzuſtellen, die er eingehend
begrün=
det und durch umfangreiches Material unterſtützt. Es
er=
übrigt ſich indes vorläufig, auf dieſe Forderungen im
ein=
zelnen einzugehen, da ſich nicht überſehen läßt, inwieweit
ihnen etwa ſchon Rechnung getragen iſt. Die Denkſchrift
des Ausſchuſſes hebt in dieſer Beziehung hervor, daß die
bisher über die Einführung der Schiffahrtsabgaben auf
dem Rhein bekannt gegebenen Geſetzentwürfe und
Organi=
ſationspläne an ſich vollkommen ungenügend ſeien, um
ei=
nen klaren Ueberblick zu gewinnen. Sie ſeien auch, wie die
Denkſchrift meint, allem Anſchein nach längſt verlaſſen und
durch andere noch unbekannte Vorlagen erſetzt. Der
Aus=
ſchuß fordert daher, daß ihm vor jeder Entſcheidung die
Pläne über die Strombauarbeiten, die Erhebung der
Schiffahrtsabgaben und die Organiſation des
Zweckver=
bandes in einer geſchloſſenen, vollſtändigen und endgültigen
Vorlage zu einer Zeit unterbreitet werden, wo
Einwen=
dungen noch mit der Möglichkeit der Berückſichtigung
ge=
macht werden können. Das iſt eine Forderung, deren
Er=
füllung nicht nur vom Standpunkte der
Rheinſchiffahrts=
intereſſenten, ſondern im öffentlichen Intereſſe in der Tat
Berückſichtigung verdient.
— Am Sonntag haben in Frankreich nunmehr auch
die Stichwahlen ſtattgefunden; wenn ihre Zahl auch recht
bedeutend war, ſo iſt dadurch das Bild, das bereits die
Hauptwahlen lieferten, kaum weſentlich verändert worden.
Auch diesmal erzielten die Regierungsparteien einige
Er=
folge, im großen und ganzen aber wird die Kammer keine
weſentlichen Verſchiebungen aufzuweiſen haben. Die mei=
ſten bekannteren Perſönlichkeiten ſind wiedergewählt
wor=
den, ſo auch Briſſon und Millerand, deren Mandate ſtark
gefährdet waren, ebenſo auch Jaurés, dagegen iſt der
frühere bekannte Kammerpräſident Doumer gegenüber
ei=
nem Radikalen unterlegen.
Herr Briand wird alſo demnach vollauf Gelegenheit
haben, ſein gelegentlich der Wahlreden verkündetes
Pro=
gramm durchzuführen, ſpeziell ſeine Pläne auf
ſozialpoli=
tiſchem Gebiete. Ob er freilich dazu kommen wird, iſt
eine andere Frage, zumal insbeſondere die Steuerreform
dringend notwendig iſt, und wahrſcheinlich, wie in
an=
deren Ländern, die Gemüter in lebhafte Erregung verſetzt.
Dazu kommt, daß man in den nächſten Monaten vielleicht
der auswärtigen Politik infolge des Thronwechſels in
England wieder mehr Aufmerkſamkeit ſchenken wird.
König Eduard war Frankreich herzlich zugetan und im
Schatten der „Entente cordiale” beider Länder fühlte man
ſich jenſeits der Vogeſen ſicher. Es ſteht außer Frage, daß
die franzöſiſche Diplomatie der engliſchen während der
letz=
ten Jahre treue Gefolgſchaft geleiſtet hat, jedoch nur bis zu
einem gewiſſen Punkte. Sobald das Lebensintereſſe
Frank=
reichs auf dem Spiele ſtand und ein Konflikt drohte, bei
dem die Franzoſen wahrſcheinlich die Zeche hätten
bezah=
len müſſen, ſtoppte man zurück, wie beiſpielsweiſe bei der
Marokko=Affäre. Während England auf einen Krieg gegen
Deutſchland hinarbeitete, zuckte man in Frankreich zurück
und ließ Herrn Delcaſſé fallen, weil man vorausſah, daß
ein derartiger Krieg Frankreich nur Schaden bringen
könnte. Im übrigen aber ging man ſtets getreulich
zu=
ſammen vor, und es iſt daher begreiflich, wenn jetzt an der
Seine eine gewiſſe Sorge Platz greift, ob es auch unter
dem neuen König ſo ſein wird. Georg V. hielt ſich bisher
von der Oeffentlichkeit gefliſſentlich fern, man kennt in
kei=
ner Weiſe ſeine politiſchen Tendenzen, weiß aber auch
ſonſt über ſeine ganze Perſönlichkeit herzlich wenig.
Allem Anſchein fürchtet man an der Seine, daß unter
dem neuen Herrſcher die Intimität zwiſchen Frankreich un
England, die nicht in letzter Linie durch die Perſönlichkeit
König Eduards getragen wurde, nachlaſſen könnte, und
in dieſer Hinſicht iſt ein Ausſpruch Delcaſſés, der die
Ten=
denzen in England von früher wohl noch ziemlich kennt,
immerhin charakteriſtiſch. Der Exminiſter erklärte ſehr
problematiſch, daß es einem einigen ſtarken Frankreich
nie=
mals, was auch kommen möge, an Freunden fehlen werde.
So wird man in Frankreich einen ruhigen Gang der
inne=
ren Politik dringend wünſchen, um nicht durch innere
Zer=
würfniſſe in einer kräftigen Entfaltung nach außen
hemmt zu ſein.
Deutſches Reich.
— Zur Erörterung der deutſch=franzöſiſchen
Handels=
beziehungen iſt der Wirtſchaftliche Ausſchuß auf
den 20. Mai zuſammenberufen. Der Reichskanzler wird
den Wünſchen, die ſich ſeit längerer Zeit auf eine
Ver=
ſtärkung des Wirtſchaftlichen Ausſchuſſes richten,
nach=
kommen. Er hat zu dieſem Zweck an den Deutſchen
Han=
delstag folgendes Schreiben gerichtet:
„In letzter Zeit ſind aus den Kreiſen unſerer
Er=
werbsſtände mehrfach Wünſche nach einer anderweiten
Zu=
ſammenſetzung und Erweiterung des Wirtſchaftlichen
Aus=
ſchuſſes hervorgetreten. Soweit es ſich dabei um eine
Or=
ganiſationsänderung und eine anderweite
Zuſammen=
ſetzung handelt, vermag ich den Wünſchen nicht zu
ent=
ſprechen. Dagegen bin ich bereit, den Ausſchuß um einige
Mitglieder zu verſtärken. Zu dieſem Zwecke erſuche ich
er=
gebenſt um gefällige Vorſchläge von drei Sachverſtändigen
als Vertreter von ſolchen Zweigen, welche bisher im
Aus=
ſchuſſe eine beſondere Vertretung nicht gehabt haben. Bei
ihrer Auswahl bitte ich davon auszugehen, daß der
Wirt=
ſchaftliche Ausſchuß nicht ſowohl eine Vertretung der
ein=
zelnen Zweige unſeres Erwerbslebens als vielmehr ein
Organ ſein ſoll, das die Reichsleitung in den allgemeinen
Richtlinien der Handels=, Zoll= und Wirtſchaftspolitik
berät. Auch iſt auf eine tunlichſt gleichmäßige Vertretung
der verſchiedenen Wirtſchaftsgebiete des Reiches Rückſicht
zu nehmen. Wegen Benennung weiterer Vertreter bin ich
mit dem Zentralverband deutſcher Induſtrieller in
Ver=
bindung getreten.”
Der Ausſchuß des Deutſchen Handelstages hat
be=
ſchloſſen, folgende Herren vorzuſchlagen: Kommerzienrat
Karl Craemer=Sonneberg (Spielwarengroßhandel und
Porzellaninduſtrie), Hermann Hecht=Berlin (
Ausfuhrhan=
del) und Emil Wätjen=Bremen (Schiffahrt und Waren=
handel).
— Die Reiſe der Budgetkommiſſion des
Reichstages in das rheiniſch=weſtfäliſche
Induſtriege=
biet wurde abermals verſchoben. Nach den einſtweiligen
Dispoſitionen ſoll die Reiſe jetzt kurz vor dem
Wiederzu=
ſammentritt des Reichstags im Herbſt ſtattfinden.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
Nummer 108.
Die von linksliberalen Mätern mit dem Ausdruck,
vollſter Zuſtimmung veröffentlichte Erklärung des Organs
des Reichsverbandes der
Nationallibera=
len Jugend, der „Jungliberalen Blätter”, die zur
Ent=
ſcheidung über die Haltung der
Nationallibera=
len Fraktion die Berufung eines Vertretertages
befür=
worten, findet in den Kreiſen der Nationalliberalen
Frak=
tion des preußiſchen Abgeordnetenhauſes keineswegs die
gleiche Billigung. Dem Verlangen auf Einberufung eines
preußiſchen Vertretertages der Nationalliberalen wird
entgegengehalten, daß eine ſolche Maßnahme inmitten des
parlamentariſchen Kampfes nur Verwirrung und
Hem=
mung hervorrufen und die Lage erſchweren würde, ſtatt ſie
zu erleichtern. In einer Frage, bei der es ſich nicht nur
um grundſätzliche Stellungnahme handle, ſondern auch um
parteitaktiſche Erwägungen, ſei von der Einberufung eines
allgemeinen Vertretertages nichts Nützliches zu erwarten,
und es ſei daher anzunehmen, daß die Nationalliberale
Fraktion, wenn die Frage an ſie herantreten ſollte, ſich
durchaus ablehnend verhalten werde.
Nach einer Erklärung des Vorſitzenden des
Hanſa=
bundes in der Generalverſammlung der thüringiſchen
Induſtriellen in Weimar wird der genannte Bund
vor=
nehmlich bemüht ſein, agrariſche Kandidaturen
zu Falle zu bringen zugunſten ſolcher für Handel, Induſtrie
und Gewerbe.
Graf Khuen=Hedervary findet mit ſeinen
Beſtrebungen, Ungarn aus dem Streit der
Par=
teien heraus in geordnete Verhältniſſe zu führen, nicht
nur bei den gemäßigten Madjaren Zuſtimmung, ſondern
auch bei den anderen Nationalitäten und namentlich bei
den Deutſchen. Bei einem Bankett in Peſt führte der
Mi=
niſterpräſident aus, daß die Regierung im wohlerwogenen
Intereſſe des Landes die Reſtaurierung der
Siebenundſech=
ziger Grundlage ſich zum Ziele geſetzt habe. Die
Regie=
rung hoffe, einen Erfolg zu erreichen, und
ſollte dies nicht zum erſten Male gelingen, ſo werde ſie
ein zweites Mal und ein drittes Mal für ihr Ziel in den
Kampf gehen. Sodann polemiſierte er gegen die
Behaup=
tung, daß im Lager der neuen Verwaltung Gegenſätze
aufgetaucht ſeien, und bemerkte hierzu, daß es unter den
Mitgliedern der Regierung keine Differenzen bezüglich des
großen Zieles gebe, das ſie ſich geſetzt habe und von dem
alle Mitglieder des Kabinetts durchdrungen ſeien. Die
gegenſätzlichen Anſichten in der Nationalen Arbeitspartei
bezüglich der Wahlreform ſeien für das Ausreifen des
Pro=
blems von Nutzen. Bei der Reform des Wahlgeſetzes
müſſe das allgemeine Wahlrecht zur Grundlage genommen
werden. In dieſem Belange könne von Gegenſätzen in
der Nationalen Arbeitspartei nicht die Rede ſein. Es
handle ſich nur darum, den Grundſatz auf die beſonderen
Verhältniſſe in Ungarn anzuwenden. Redner ſeinerſeits
fürchte ſich nicht vor einer noch ſo breiten Ausdehnung des
beſtehenden Wahlrechtes. Doch müſſen die Vergangenheit
und die Fehler der Vergangenheit in Betracht gezogen
werden. Man müſſe die Ueberlieferung in Ehren halten.
Ausland.
— Eine vom Miniſterium des Innern in Frankreich
ausgegebene Mitteilung beziffert die Zahl der gewählten
Radikalen, Sozialiſtiſch=Radikalen, Links=Republikaner und
Unabhängigen Sozialiſten auf 370. Dieſe vier
Parteigrup=
pen werden offenbar als die künftige
Regierungs=
mehrheit angeſehen, der nach der amtlichen
Zuſammen=
ſtellung 222 oppoſitionelle Deputierte (74 Geeinigte
Sozia=
liſten, 71 Konſervative, 17 Nationaliſten und 59
Gemä=
ßigte Republikaner oder Progreſſiſten) gegenüberſtehen.
Damit würde die neue Kammer im großen und ganzen
einen ähnlichen politiſchen Charakter tragen wie die
bis=
herige.
Sofort beim Wiederzuſammentritt der
Kammer wird von zahlreichen neugewählten
Deputier=
ten der Antrag eingebracht werden, die Deputiertenbezüge
von 15000 Franken auf 9000 Franken zu ermäßigen. Man
ſieht darüber eine ſehr lebhafte Debatte voraus.
König Eduards letzte Ruheſtätte.
*⁎* In der Albert Memorial=Kapelle der St.
Georgskirche zu Windſor, in der ſein älteſter
Sohn, der Herzog von Clarence, ruht, wird die
Bei=
ſetzung König Eduards ſtattfinden. Auf dem alten
engliſchen Königsſitz, in dem Schloſſe ſeiner erlauchten
Väter wird nun auch dem gekrönten Enkel das Grab
bereitet. Als gewaltiges Wahrzeichen einer großen,
noch heute ungebrochenen Vergangenheit, von dem
Hauch ſtolzer Herrſcherwürde umwittert, ragt aus dem
üppigen Grün einer fruchtbaren Ebene, eingebettet
zwiſchen fernen Hügelreihen und Wäldern, das trotzige
Windſorſchloß, mit ſeinem Heer von Türmen und
Mauern eine Welt für ſich. Der Charakter echter
gotiſcher Wehrhaftigkeit iſt dem Bau erhalten geblieben,
als unter Georg IV. Altes und Neues zur mächtigen
Einheit zuſammengeſchweißt wurde. Das Grau der
alten weſtlichen Quadermauern, das ſo düſter unter dem
dunkelgrünen Efeu leuchtet, verſchmilzt mit den helleren
Tönen der ſpäteren Teile zu einem ernſten, gehaltenen
Farbenklang.
Auch heute noch iſt der Sitz der engliſchen Könige
ein mittelalterliches Kaſtell geblieben, deſſen ſcharf
ge=
zahnter Zinnenkranz drohend und ſteil über die hoben
Ulmenkronen des Parkes niederblickt, deſſen kräftige
Rundtürme die Wacht weithin über das flache Land
halten. Wunderbar maleriſch hebt ſich das
efeu=
umgrünte Grau des vielgetürmten Gemäuers von dem
tisfen, leuchtenden Ziegelrot der Dächer ab, unter denen
das Städtchen Windfor ſtill und beſcheiden liegt. Durch
die hohen Tore dieſer Königsburg, die Jugend, Glück
und Glanz ſeines Lebens geſehen, wird König Eduard
nun den letzten Einzug halten; aus ihren tiefen,
düſte=
ren Wölbungen wird er hinabgetragen werden nach dem
unteren Hof, den ſieben Türme ernſt umſchließen, und
— Die Ergebniſſe der Wahlen in Spanien ſind zwar
noch unvollſtändig, indeſſen nimmt die Regierung
folgen=
den Ausfall an: 230 Liberale, 104 Konſervative, 45
Re=
publikaner und 1 Sozialiſt. Der Reſt verteilt ſich auf
Ka=
tholiken, Karliſten, Regionaliſten und Integriſten. Die
miniſterielle Majorität ſoll die vereinigten
Oppoſitions=
parteien um etwa 60 Stimmen übertreffen. Die Zeitungen
heben mit Befriedigung den ruhigen Verlauf der Wahlen
hervor und konſtatieren das beträchtliche Anwachſen der
re=
publikaniſchen Stimmen, ſowie das erſte Erſcheinen eines
Sozialiſten in der Deputiertenkammer.
Die kretiſche Nationalverſammlung wurde am
Montag im Namen des Königs von Griechenland durch
den Präſidenten der proviſoriſchen Regierung Scouloudis
eröffnet. Bei der Nennung des Königs von
Griechen=
land brachen die chriſtlichen Mitglieder der Verſammlung
und die Zuſchauer in ſtürmiſche Beifalls= und Hochrufe
auf die Vereinigung Kretas mit Griechenland aus,
wäh=
rend die mohammedaniſchen Mitglieder einen
ſchrift=
lichen Proteſt einbrachten. Nachdem ſodann der
Prä=
ſident der Nationalverſammlung Michalidakis die
Ver=
ſammlung aufgefordert hatte, durch ihren Eid auf den
Kö=
nig von Griechenland ihren früheren Beſchluß über die
Einverleibung Kretas von neuem zu bekräftigen, erfolgte
unter ſtürmiſchen Beifallskundgebungen die Eidesleiſtung.
In China wurde ein Dekret veröffentlicht betreffend
die Eröffnung einer beratenden Kammer am
erſten Tage des neunten Monats. Dieſe Kammer wird
die Grundlage zu dem ſpäteren Parlament bilden und
aus 90 Mitgliedern, größtenteils Mitgliedern des
kaiſer=
lichen Hauſes, ferner Ariſtokraten und Beamten, beſtehen.
— Aerztliches Gutachten über den
frühe=
ren Reichstagsabgeordneten Schack. Die
Aerzte, in deren Behandlung ſich Herr Schack befindet,
nämlich der Privatdozent für Pſychiatrie an der Berliner
Univerſität Profeſſor Dr. Seiffer, der Direktor der
Ham=
burger ſtaatlichen Anſtalt Friedrichsberg Profeſſor Dr.
Weygandt und der Berliner Nervenarzt Dr. Warncke, haben
jetzt ein pſychiatriſches Gutachten fertiggeſtellt.
Die Begutachter kommen übereinſtimmend zu dem für
Herrn Schack und ſeine Familie wertvollen Ergebnis, daß
die ihm ſeinerzeit zur Laſt gelegten phantaſtiſchen
Schrei=
bereien in einem Zuſtand vorübergehender krankhafter
Stö=
rungen der Bewußtſeinstätigkeit begangen ſind, und daß
Herr Schack für den Inhalt der von ihm geſchriebenen
Briefe weder rechtlich noch moraliſch
verant=
wortlich gemacht werden kann. Der damals bei
Herrn Schack vorhanden geweſene Krankheitszuſtand iſt
dem Gutachten zufolge auf langdauernde berufliche
Ueber=
anſtrengung im Dienſt des von ihm geleiteten Verbandes
zurückzuführen und weiterhin eine Folge der mit den
Reichstagsarbeiten verbundenen Gemütsbewegungen und
Ueberanſtrengungen. Das außerordentlich gründliche, nach
ſorgfältigſter Durchforſchung aller in Betracht kommenden
Verhältniſſe und auf ein großes Aktenmaterial ſich ſtützende
Gutachten iſt der Verwaltung des Deutſchnationalen
Hand=
lungsgehilfen=Verbandes auf deren Erſuchen vom 3. März
1910 erſtattet worden.
Stadt und Land.
Lich und kehrten abends wieder hierher zurück. (Darmſt. Ztg.)
— Uebertragen wurde dem Lehrer Valentin
Trautwein in Betzenrod, Kreis Schotten, die
Lehrer=
ſtelle an der Gemeindeſchule zu Eckelsheim, Kreis Alzey.
*⁎* Staatsminiſter a. D. Karl v. Hofmann f. Der
am Montag in Berlin verſtorbene frühere heſſiſche
Staatsminiſter Karl von Hofmann war wohl ſchon
faſt der Vergeſſenheit anheimgefallen, die ältere
Generation, die einſt Zeuge ſeiner glänzenden
Lauf=
bahn war, wurde erſt durch die Todesnachricht daran
erinnert, daß er ſeither noch unter den Lebenden
ge=
weilt hat. Nun, da er aus dem Leben geſchieden, wird
exinnern, die er ſowohl um ſeine engere Heimat, unſer
Zeiten ſeiner Gründung, wie auch in den erſten beiden
in unſerer geſtrigen kurzen Mitteilung ſeines Ablebens
bereits angegeben, ein Darmſtädter Kind. Als Sohn
dann in der ehrwürdigen Grabkirche der engliſchen
Könige, der St. Georgskapelle, die letzte Ehrung
empfangen.
Dieſes feine Meiſterwerk zierlicher engliſcher
Gotik birgt eine der denkwürdigſten Stätten in ſich,
die die engliſche Geſchichte kennt: unter ſeinen
Spitz=
bogen ſind die Denkmale verſunkener Hoheit errichtet
und der Geiſt früherer Herrlichkeit webt um ſie ſeine
romantiſche Stimmung. In den kühlen Gewölben des
Chors ſind nicht nur die Grüfte engliſcher Herrſcher,
ſondern hier haben ſich auch einſt die Ritter des
Hoſen=
bandordens, den Eduard III. in Windſor ſtiftete,
ver=
ſammelt, um ihre feierliche Kapitelſitzung auf den alten,
geſchnitzten Chorſtühlen zu halten; hier hängen noch
ihre Schilde und Banner als Zeugen einſtigen
Ritter=
glanzes. Von den königlichen Vorfahren Eduards
ruhen hier Heinrich VIII. und der unglückliche, auf dem
Schafott geſtorbene Karl I., Georg III., Georg IV. und
Wilhelm IV. Dann ſchlummern da der Herzog von
Kent, der Herzog von York, die Prinzen Oktavius und
Alfred, Georgs III. Kinder, die aus der Weſtminſter=
Abtei hierher gebracht wurden; auch Georg V. von
Hannover liegt hier begraben und viele andere
Mit=
glieder des engliſchen Königshauſes.
In merkwürdiger Weiſe iſt König Eduards
Lebens=
ſchickſal mit dieſem Raum verknüpft geweſen. Hier iſt
der junge Erdenbürger in die Welt und ſeine Würde
gleichſam eingeführt worden, denn hier fand am
25. Januar 1842 ſeine Taufe ſtatt, die eine Fülle von
Prunk und Glanz in das ſtille Kirchlein trug. Und
noch für einen anderen wichtigſten Moment in ſeinem
Daſein bot die St. Georgskirche den Schauplatz, für
ſeine Vermählung. Seitdem ſieben Jahrhunderte
vor=
her Heinrich I. mit der Tochter Maleolms in dieſen
Mauern getraut worden war, hatte keine
Hochzeits=
feierlichkeit mehr dort ſtattgefunden; nun zog das junge
Paar, von den höchſten Würdenträgern Britanniens.
als 82 Jahren erreicht. Am 17. September 1858 erhielt
er ſeine erſte Anſtellung im heſſiſchen Staatsdienſt als
Sekretär im Miniſterium des Großh. Hauſes und des
Aeußeren, wo er bald die rechte Hand des damaligen
Miniſterpräſidenten von Dalwigk wurde und an
deſſen Seite auch die Regierung im Landtag in
ge=
wandter und erfolgreicher Weiſe vertrat. Am 6. März
1865 wurde er zum vortragenden Rat in dieſem
Mini=
ſterium ernannt. Nach dem unglücklichen Feldzug 1866
nahm er teil an den Friedensunterhandlungen mit
Preußen und lenkte dabei die Aufmerkſamkeit
Bis=
marcks auf ſich. Dem Einfluß des letzteren iſt es
jeden=
falls mit zu verdanken, daß er anfangs Oktober 1866,
nach=
bem der Friede geſchloſſen war, als Heſſens
Ge=
ſandter nach Berlin ging. Daß er dort die Geſchäfte
erfolgreich führte, iſt auch aus dem Umſtand zu erſehen,
daß ihm Preußens König ſchon am 14. Mai 1867 den
Roten Adlerorden 1. Klaſſe verlieh. An der Gründung
des Deutſchen Reiches, als heſſiſcher Bevollmächtigter
mit Dalwigk, in Verſailles hat er hervorragenden
Au=
teil genrmmen. Nachdem Dalwigk am 6. April 1871
zurückgetreten war, kam noch das Interims=Miniſterium
Lindelof=Bechtold. Im Jahre 1872 wurde Hofmann
von ſeinem Berliner Geſandtſchaftspoſten abberufen,
um die Führung des Miniſteriums in der
Heimat zu übernehmen. Für unſer Heſſenland
bedeu=
tete dies eine neue Aera freiheitlicher Entwickelung.
Inzwiſchen aber hatte Bismarck Hofmann nicht
ver=
geſſen. Anfangs Juni 1876 wurde er Präſident
des Reichskanzleramtes, unter gleichzeitiger
Ernennung zum preußiſchen Staatsminiſter. In
Ber=
lin blieb er bis zum Jahre 1880, wo er ſeine dortige
Stellung mit derjenigen des Staatsſekretärs in
Elſaß=Lothringen vertauſchte. Dieſes Amt
be=
kleidete er bis zum Jahre 1887. Im Jahre 1882 war er
vom Kaiſer geadelt worden. Seinen Ruheſtand hat der
Verſtorbene in Berlin verbracht. Seine Vaterſtadt
Darmſtadt wird dem Verſtorbenen als einem
Mitbe=
gründer des Deutſchen Reiches und als Leiter der
Ge=
ſchicke des Heſſenlandes in einer wichtigen Periode ein
dauerndes Andenken bewahren.
Hofmann war ein jüngerer Bruder des
Hiſtorien=
malers Heinrich Hofmann, deſſen bekannte
Chriſtus=
bilder „Jeſus im Tempel”, „Chriſtus predigt am See
Genezareth”, „Chriſtus in Gethſemane” „Hochzeit zu
Kana” uſw. ſich in der Dresdener und der Berliner
Nationalgalerie befinden. Auch die Darmſtädter
Ge=
mäldegalerie beſitzt ein Bild „Gefangennahme Chriſti”
von ihm. Ein Sohn des Verſtorbenen iſt der bekannte
Maler Ludwig von Hofmann, jetzt in Weimar lebend.
* Reorganiſation der Staftsverwaltung. Die
„Frankfurter Zeitung” vom Geſtrigen, Nr. 128, 1.
Mor=
genblatt, enthält eine Zuſchrift „Aus Heſſen, 8. Mai”
über die am gleichen Tage — richtiger 9. Mai — in
Frankfurt abgehaltene Tagung der Vorſtände der
heſ=
ſiſchen Finanzämter. In dieſer Zuſchrift iſt u. a.
ge=
ſagt: „Nun ſoll der neue Finanzminiſter in ſeinem
Streben, den Wünſchen des Landtags auf
Reorgani=
ſation der Staatsverwaltung möglichſt weitgehend zu
entſprechen, beabſichtigen, dieſe Beamten, die in
jahre=
langem Vorbereitungsdienſt zu ihrem ſchweren und
verantwortungsvollen Poſten herangebildet worden
ſind, den Kreisämtern zu unterſtellen” uſw. Die
„Darmſt. Ztg.” iſt ermächtigt, die Nachricht von einer
ſolchen Abſicht des Finanzminiſters als völlig aus
der Luft gegriffen zu bezeichnen.
L. Die Strafkammer hatte geſtern bei der
Ver=
handlung gegen den wegen Betrugs rückfälligen
Form=
ſtecher Friedrich Wilhelm Sauerbeck von
Lörrach=
mit gewiſſen Schwierigkeiten zu kämpfen, weil der
Angeklagte taubſtumm iſt und es erforderlich erſchien,
Darmſtadt, 11. Mai. den Sachverſtändigen, Herrn Hennes aus Bensheim,
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herr= zuzuziehen. Sauerbeck hat hier längere Zeit in
Ar=
ſchaften begaben ſich geſtern vormittag im Auto nach beit geſtanden; wenn er nüchtern war, war er fleißig
und tüchtig, ſodaß er wöchentlich 23 Mark verdiente,
unter der Wirkung des Alkohols, den er über
Ge=
bühr liebte, war er jedoch unausſtehlich. Im
vori=
gen Jahre erſchien er unter falſchem Namen bei einer
hieſigen Schuhmachersfamilie, richtete Grüße eines
guten Bekannten aus und mietete ein Zimmer, für
welches er eine Mark mehr bot, als Miete verlangt
wurde. Sein Auftreten gefiel und veranlaßte die
Vermieterin, ihm ohne Bedenken zwei Mark zu leihen,
damit er ſeine Sachen von der Bahn holen könne. In
Beſſungen ſprach er bei zwei Wirten vor und ließ ſich
Speiſe und Trank ſchmecken, obwohl er kein Geld in
der Taſche hatte. Die Zechen mit 93 Pfennigen und
man ſich auch in ſeiner Vaterſtadt an große Verdienſte 1,06 Mark wurden ihm geborgt, weil er ein Zimmer
für einen neu zu gründenden Verein Taubſtummer
Heſſenland, wie auch um das Deutſche Reich in den beſtellte. In Erwartung eines guten Geſchäftes heizte
man pünktlich die Räume, die Gründer blieben je=
Dezennien ſeines Beſtehens hatte. Hofmann war, wie doch aus. Als Anzeige erſtattet wurde, zahlte
Sauer=
beck die zwei Mark zurück, das andere ſteht heute noch
aus; er behauptet, dieſe Schulden vergeſſen zu haben.
des Hofgerichtsadvokaten Hofmann iſt er am 4. Novem= Er hat in einer Anſtalt bei Baſel leſen und ſchreiben
ber 1827 hier geboren, hat alſo ein Alter von mehr gelernt und iſt nach Anſicht des Anſtaltsarztes zu
geleitet, über die breite Terraſſe zum Traualtar. Von
den efeuumſponnenen Mauern herab hat er im jungen
Eheglück über die Wieſengründe geblickt, durch die ſich
das blinkende Band der Themſe ſchlängelt, über die
alren, herrlichen Bäume des Parkes hin, in dem er als
Kind geſpielt, nach den Türmen von Eton, wo er zur
Schule gegangen. Dieſen glücklichen Erinnerungen
an die St. Georgskirche folgten traurige. Seinen
älteſten Sohn begrub er in der königlichen Gruft, die
nun auch ſeinen Leichnam aufnehmen wird. Dieſe
Albert=Gedächtniskapelle, die eigentliche Könſgsgruft.
wurde von Georg III. errichtet; ihr gewölbtes Dach
wird von achteckigen Säulen geſtützt, die auch zugleich
ſteinerne Platten tragen, auf denen die Särge jetzt
aufgeſtellt ſind. Selten iſt wohl eine Begräbnisſtätte
ſo ſtreng von der Oeffentlichkeit abgeſchloſſen und vor
profanen Augen behütet worden. Nur Mitglieder der
Königsfamilie und ganz beſonders begünſtigte Beſucher
ſind in die düſteren Gewölbe herabgeſtiegen. Schwere
eiſerne Türen bewachten den Eintritt und verbargen den
Zugang zu dem engen ſteinernen Gang, der zu der
Gruft führte; eine undurchdringliche Finſternis
herrſchte, ſo daß man nur beim ungewiſſen Schein einer
trüben Laterne den Weg finden konnte. All dies gab
dem Mauſoleum ein beſonders trauriges und
unheim=
liches Ausſehen. Im Jahre 1889 iſt auf Befehl der
Königin Viktoria eine durchgreifende Veränderung
vorgenommen worden. Der Eingang des
Gruftge=
wölbes, der ſich am öſtlichen Ende der St. Georgskirche
befindet, wurde freundlicher geſtaltet, eine leicht zu
öffnende Tür angebracht und ſtatt der Lichter und
Handlaternen, die das Innere nur ſehr ſchlecht erhellen
konnten, wurde elektriſche Beleuchtung angelegt, ſo daß
die Gruft nun, wenn ſie geöffnet wird, von einem
blen=
denden Lichte durchflutet iſt.
Nummer 108,
Schwäbiſch=Hall, wo er Straſe verbüßte, zurechnungs
fähig. Unter Einbeziehung von 4 Monaten
Gefäng=
nis, die er in Rottweil erlitten hat, wurde gegen ihn
eine Geſamtgefängnisſtrafe von 10 Monaten
aus=
geſprochen. Nach Verkündigung des Urteils las er es
genau durch und erkannte die Strafe an.
* Der Provinzialausſchuß der Provinz Starkenburg
hält ſeine nächſte Sitzung am Samstag, den 14. Mai,
vor=
mittags 9½ Uhr, mit der Tagesordnung: „
Bürgermeiſter=
wahl in Bürſtadt” ab.
* Stiftung. Aus der Landrichter Dr.
Müller=
ſchen Stiftung zu Darmſtadt ſind durch die
unter=
zeichnete Behörde drei Unterſtützungslegate von jährlich
500 M. an bedürftige elternloſe Studierende der
Rechts=
wiſſenſchaft aus den Provinzen Starkenburg oder
Ober=
heſſen zu vergeben. Bewerbungen um dieſe Legate ſind
binnen vier Wochen bei Großh. Miniſterium der Finanzen,
Abteilung für Finanzwirtſchaft und Eiſenbahnweſen,
ein=
zureichen.
— Verkehrsverein. Von den vielen recht berechtigten
Eiſenbahnwünſchen hat der Verkehrsverein für
den Sommerfahrplan nur erreicht, daß der hier um
7,59 Uhr vormittags abgehende Perſonenzug endlich
in Worms Anſchluß nach Ludwigshafen, Speyer,
Straß=
burg hat, womit eine günſtige und billige Fahrgelegenheit
nach der Pfalz und dem Elſaß gegeben iſt. Leider ſind
verſchiedene recht dringende Wünſche wiederholt abgelehnt
worden unter Motiven, die der Verkehrsverein nicht
aner=
kennen kann, und wird der Verein unabläſſig für dieſe
Verkehrsverbeſſerungen eintreten.
— Verein Volksküche. Während des Monats April
d. J. war die Volksküche an den 26 Werktagen im
Be=
triebe und es wurden während dieſer Zeit täglich
verab=
reicht: 111 St. Brot (mit und ohne Butter), 83 Wecke, 116
Taſſen Kaffee (mit und ohne Zucker), 107 Taſſen Milch, 26
Portionen Wurſt und Fleiſch für ſich, 95 Portionen Suppe
(mittags und abends), 116 Portionen Beilagen (Gemüſe,
Salat, geröſtete Kartoffeln), 46 Portionen Suppe und
Ge=
müſe zuſammen, 10 Portionen Suppe und Fleiſch
zuſam=
men, 36 Portionen Gemüſe und Fleiſch zuſammen, 30
Por=
tionen Suppe, Gemüſe und Fleiſch zuſammen, 25
Por=
tionen Hering und Kartoffeln. Dabei kamen 849
Freikar=
ten, d. i. bereits bezahlte Gutſcheine à 10 Pfg., zur
Ablie=
ferung und Verwertung. Unter Außerachtlaſſen der Zahlen
für verabreichtes Brot, Wecke, Kaffee und Milch ergeben
die vorſtehenden Durchſchnittsberechnungen, daß während
des Monats April d. J. täglich 384 Koſtgänger (männlich
und weiblich) in der Volksküche ihr Mittag= und
Abend=
eſſen eingenommen haben, und zwar in der Mehrheit ſich
beſchränkend auf einen Teller Suppe (à 10 Pfg.) oder eine
Portion Beilage (Gemüſe oder geröſtete Kartoffeln
à 10 Pfg.). Letzteres iſt ein bemerkenswertes Zeichen
für die offenbare Mittelloſigkeit des größeren Teils der
Koſtgänger. Die Anzahl der im April d. J. vorerwähnt
verwerteten 849 Freikarten iſt gegenüber den ſonſt
durch=
ſchnittlich 300—400 Freikarten pro Monat außergewöhnlich
groß und die größte Anzahl ſeit Beſtehen der Volksküche.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 30. April I. J.
männ=
lich 9227, weiblich 5939, zuſ. 15 166, in Prozenten 60,84,
39,16: am 23. April I. J. männlich 9301, weiblich 5958,
zuſ. 15 259, in Prozenten 60,96, 39,04. Der
Kranken=
ſtand betrug am 30. April I. J. männlich 386, weiblich
163, in Prozenten 4,18, 2,74; am 23. April I. J.
männ=
lich 383, weiblich 172, in Prozenten 4,11, 2,88. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
25. April bis 30. April I. J. 5102,79 Mk., in der Woche
vom 18. April bis 23. April I. J. 5095,62 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 30. April
I. J. — 30, am 23. April I. J. — 28; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 25. April bis 30, April
I. J. — 4; vom 18. April bis 23. April I. J. — 3.
— Der Vogelsberger Höhenklub wird zu Pfingſten
ſeine Schritte in entferntere Gebiete lenken. Die Wanderung
beginnt in der ihrer reizenden Lage, ihrer altertümlichen
Schätze und Baudenkmäler wegen wohlbekannten
Heſ=
ſiſchen Enklave Wimpfen, führt dann über Neckarſulm
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
durch das Weinsberger Tal nach Weinsberg (mit Burg
Weibertreu und Kernerhaus) und Jägerhaus, Trappenſee
nach Heilbronn mit ſeinen vielen Sehenswürdigkeiten.
Von hier nach Stuttgart wird die Bahn benutzt, von
dort erfolgt die Rückreiſe anderen Tags. (Siehe auch
Anzeige.)
— Prämiiert. Bei der am 7. und 8. Mai in Worms
abgehaltenen großen internationalen Hunde=Ausſtellung
erhielten folgende Mitglieder des Vereins der
Hunde=
freunde von Darmſtadt und Umgebung Preiſe: G.
Degen für Deutſche Dogge einen I. Preis, A. R.
Müller für Deutſchen Schäferhund=Rüde einen I. und
und zwei II. Preiſe, O. Plier für Foxterrier=Rüde
einen I. und II. Preis, G. R. Petri für braunroten
Dobermann=Rüde und Hündin drei I. und zwei II. Preiſe,
S. Sobernheim für Dobermänn=Hündin einen
I. Preis und W. Straub für Dobermann=Rüde einen
III. Preis.
* Geſangverein „Harmonie‟ Die zum
Geſangs=
wettſtreit (I. Feiertag) geſtifteten Ehrenpreiſe
ſind bis enſchl. Donnerstag im Schaufenſter der Firma
Gg. Schubkegel, Ludwigsplatz 1, ausgeſtellt. Der
Kartenvorverkauf iſt recht rege und empfiehlt es ſich, jetzt
ſchon für Karten zu ſorgen.
W. Brieftaubenflug. Am Samstag abend kam
ein Extrazug von 7 Waggons mit ca. 8000
Brief=
tauben von Aachen hier an. Die Tauben wurden
Sonntag früh 7.45 Uhr unter Aſſiſtenz des Brieftauben=
Klubs „Gut Flug‟ Darmſtadt=Beſſungen an dem
Güter=
bahnhof zu gleicher Zeit aufgelaſſen. Es war ein
impo=
ſantes Schauſpiel, dieſe Tauſende Tauben in einem
Schwarm auffliegen zu ſehen. Mit wenigen Ausnahmen
ſchlugen ſämtliche Tiere ſofort die Richtung nach
Nord=
weſt ein, um auf dem ſchnellſten Weg wieder in ihre
Heimat zu gelangen.
C. Kath. caritative Vereine. Am Montag abend
fand eine gemeinſchaftliche Sitzung der Vorſtände der
hieſigen katholiſchen caritativen Vereine ſtatt, in
wel=
cher der geplante und vor einigen Wochen von dem
Vorſitzenden des Caritasverbands deutſcher Katholiken
Mſgr. Dr. Werthmann=Freiburg warm
befür=
wortete Zentralausſchuß konſtituiert wurde.
Dem=
ſelben traten auch Herren bei, die bisher keine
Mät=
glieder caritativer Vereine waren. Zum Vorſitzenden
wurde Herr Domkapitular Dr. Elz und zum
Stellver=
treter Dr. med. Kocks gewählt.
Gartenbauverein Darmſtadt. Morgen findet
eine Monatsverſammlung ſtatt. Näheres im
An=
zeigenteil.
Der Erſte Darmſtädter Kinematograph, Ecke
Rhein= und Grafenſtraße, zeigt in ſeinem neuen
Pro=
gramm den großartigen deutſchen Kunſtfilm „Zu
ſpät”, Szenen aus dem deutſch=franzöſiſchen Kriege
1870/71; ferner die kinematographiſche Zeitung „Perthe
Journal”, die ſtets die neueſten Weltereigniſſe im
lebenden Bilde zeigt. (Siehe Anzeige.)
— Abſchiedsvorſtellung des Wiener Operetten=
Enſembles im Saalbautheater. Heute, Mittwoch, abend
verabſchiedet ſich das beliebte Wiener Operetten=
Enſemble, das mit ſeinen vortrefflichen Aufführungen
während ſeines diesmaligen kurzen Gaſtſpieles ſo
großen Beifall fand, von dem hieſigen Publikum mit der
ſo überaus erfolgreichen Wiener Operetten=Novität
„Der fidele Bauer” von Leo Fall.
— Kgl. rumäniſcher Zirkus Eéſar Sidoli. Unſere
Leſer werden beſonders darauf aufmerkſam gemacht,
daß heute Mittwoch die letzte Ausnahme=Matinee
ſtatt=
findet, in der Groß und Klein halbe Preiſe zahlt. Am
Mittwoch und Donnerstag abend ſind Gala=Sport=
Vor=
ſtellungen zu Ehren des Direktors Sidoli. Dieſe
Vor=
ſtellungen ſind die glanzvollſten der Saiſon. An jedem
Abend fünfmaliges Auftreten des Direktors, und
wer=
den bis zu 100 Pferde vorgeführt. Allen Liebhabern
echter zirzenſiſcher Kunſt ſeien dieſe Abende warm
empfohlen. Aber auch alle anderen Künſtler und
Künſtlerinnen werden in ihren Glanznummern
auf=
treten und dazu beitragen, die Vorſtellungen zu den
Seite 3.
genußreichſten zu geſtalten. Der Schluß der
diesjäh=
rigen Saiſon iſt am 14. Mai.
In der Knabenarbeitsanſtalt werden am
Don=
nerstag Pflanzen abgegeben. Näheres ſiehe Anzeige.
Schwer verbrannt wurde Montag abend das
4 Monate alte Töchterchen des Hausdieners Saile,
Dem Kinde wurde von einem älteren Knaben Jodtinktur
in das Geſicht geſchüttet, die in das Auge lief. Herr
Dr. Appel leiſtete die erſte Hilfe.
n. Groß=Umſtadt, 10. Mai. Einem Raubmord
iſt in verfloſſener Nacht in dem etwa 1½ Stunden von
hier gelegenen Dorfe Dorndiel der dortige
Spezerei=
händler Bachmann zum Opfer gefallen. Er ſchlief
mit ſeiner Familie im Obergeſchoß des Hauſes, in
deſſen Erdgeſchoß ſich der Laden befindet. In dieſen
war durch ein eingedrücktes Fenſter ein Einbrecher
eingeſtiegen, hatte aus der erbrochenen Kaſſe einen
Geldbetrag von wenigen Mark weggenommen und ſah
ſich durch den infolge eines Geräuſches aufgewachten B.
überraſcht. Er war vorbereitet und ſtreckte ſofort durch
einen Schuß in die Bruſt den B. zu Boden, der nach
wenigen Minuten ſtarb. Seine herbeigeeilte Frau
nahm noch wahr, wie eine Geſtalt im Dunkel
ver=
ſchwand. Die Tat geſchah etwa um 3 Uhr nachts. Das
unverzüglich benachrichtigte hieſige Amtsgericht begab
ſich ſofort heute vormittag an Ort und Stelle; Großh.
Kreisarzt Dr. Schwan=Dieburg und Dr. Engel von
hier wurden zur Leichenſchau und event. Sektion
zuge=
zogen; von Darmſtadt erſchien ebenfalls ſofort im
Automobil Großh. Staatsanwalt Dr. Krug nebſt
Kriminalkommiſſar Repp, um in Gemeinſchaft mit dem
Gericht die erſten Feſtſtellungen und Nachforſchungen
nach dem entkommenen Täter vorzunehmen. Dieſelben
waren bisher erfolglos. Der Erſchoſſene pflegte abends
größere Barbeſtände in ſein Schlafzimmer
mitzu=
nehmen, weshalb der Einbrecher nur die geringe Beute
davongetragen hat.
Der Täter hat ſich beim Eindringen ins Haus an der
eingedrückten Fenſterſcheibe verletzt und am Fenſterrahmen
blutige Fingerabdrücke hinterlaſſen. Zu der Begutachtung
und weiteren Feſtſtellung wurde ſofort der bekannte Ge
richtschemiker Dr. Popp aus Frankfurt berufen. Die
Vermutung, daß der Täter mit den Verhältniſſen genau
vertraut ſein müſſe, findet in den Tatſachen keine
Beſtäti=
gung. Eher ſprechen die Umſtände, auch der Gebrauch der
Schußwaffe, dafür, daß ein Fremder die Tat verübt hat.
Bei den einfachen örtlichen Verhältniſſen war auch einem
Fremden die Orientierung leicht möglich.
Mainz, 10. Mai. Der Landesverband der
Bürgermeiſter im Großherzogtum Heſſen hielt geſtern
hier ſeine Hauptverſammlung unter dem Vorſitz des
Bür=
germeiſters Metzger=Langen ab; etwa 200 Vertreter
waren anweſend. Durch den Verband war eine
Eingab=
an das Juſtizminiſterium gerichtet worden über die
Be=
ſeitigung der Belobigungen im Standesamtsweſen und
die Regelung der Strafbeſtimmungen bei Vergehen der
Standesbeamten in Ausübung der Standesbuchführung.
Ferner eine Eingabe an die Regierung und die
Land=
ſtände über die Abänderung des Artikels 4 des Geſetzes
betreffend die allgemeine Einkommenſteuer vom 12. Auguſt
1899, wonach Angehörige ſowohl anderer deutſcher
Staa=
ten als auch Reichsausländer, die in Heſſen wohnen, im
Falle ſie nicht eine mit Erwerb verbundene Beſchäftigung
ausüben, erſt dann zur Einkommenſteuer herangezogen
werden können, wenn ſie bereits ein Jahr in Heſſen ge
wohnt haben. Der Verband hat weiter zu der
Regierungs=
vorlage, betreffend die Landgemeinde=Ordnung, Stellung
genommen. Nach dem Rechnungsbericht belaufen ſich im
vergangenen Geſchäftsjahr die Einnahmen auf 432,32 Mk,
die Ausgaben auf 350,86 Mark. Das Verbandsvermögen
beträgt 681,46 Mark. Nach Erledigung dieſer
geſchäft=
lichen Angelegenheiten referierte Landtagsabgeordneter
Juſtizrat v. Brentano=Offenbach a. M. über „Die
neuen heſſiſchen Verwaltungsgeſetze in der
Regierungsvor=
lage vom 1. Juni 1899‟. In der Diskuſſion wurde ein
An=
trag eingebracht, daß in die Wählerliſte auch diejenigen
Aufnahme finden, die das 24. Lebensjahr vollendet haben,
Gaſtſpiel des Wiener Operetten=Enſembles.
St. Das Wiener Operetten=Enſemble brachte uns als
zweite Novität am Montag die Aufführung der dreiaktigen
Operette „Der fidele Bauer” für die ebenfalls Viktor Léon
als Textdichter und Leo Fall als Komponiſt verantwortlich
zeichnen. Der Erfolg, den der „Fidele Bauer” zu
verzeich=
nen hatte, war unbeſchadet der Anerkennung, die der „
Ge=
ſchiedenen Frau” wurde, ungleich größer. Das iſt wohl
in erſter Linie der Aufführung zuzuſchreiben, die den
Mit=
gliedern des Enſembles hier in allen Rollen beſſer lag.
Keiner der Künſtler ſchien hier deplaciert, vielmehr jeder
an den richtigen Platz geſtellt, und man merkte es den
Dar=
ſtellern an, daß ihnen die Verkörperung der friſchen,
ur=
wüchſigen Bauerngeſtalten ſelbſt Vergnügen machte, und
da jeder ſein Beſtes gab, kann eine völlig abgerundete,
ſchöne Vorſtellung konſtatiert werden.
Aus den Kreiſen der Lebe= und Halbwelt, die die
„Geſchiedene Frau” beherrſchten, iſt der Librettiſt im
„Fidelen Bauer” hinabgeſtiegen oder auch hinaus, wenn
man will. aufs Land, in Dörfer Oberöſterreichs. Ganz auf
den Volkston iſt die Handlung geſtimmt; und wie die
Volksſtücke meiſt, bringt ſie trotz des fidelen Titels eine
ſtarke Doſis Sentimentalität, ſo daß wiederholt,
nament=
lich beim jüngeren weiblichen Publikum, verdächtiges
Manövrieren mit den Taſchentüchern ſich ſtörend
bemerk=
bar machte. Auch auf der Bühne wurde reichlich geweint
über die Trauer des guten alten Mannes, der alles
her=
gibt, um einen „g’ſchtudierten Herrn Sohn” zu haben, und
deſſen ſpäter dieſer Herr Sohn, der es tatſächlich bis zum
Doktor und Profeſſor bringt, ſich ſchämt. Immerhin hat
der Dichter ſich von Uebertreibungen ferngehalten. Da es
ſich um eine gut und bühnenwirkſam aufgebaute Handlung
in konſequenter Fortentwicklung dreht, iſt der Muſik
eigent=
lich eine untergeordnete Rolle zugewieſen, und ſo hat Leo
Fall ſich, abgeſehen von einigen recht netten, wenn auch
nicht gerade bedeutenden Tanzliedchen und
Couplet=
geſängen, darauf beſchränken müſſen, die Vorſpiele zu den
einzelnen Akten melodienreich zu geſtalten und im übrigen
ſeiner Muſik eine melodramatiſche Rolle zuzuweiſen, die dem
Dialog nicht gerade immer zum Vorteil gereicht. In der
Ou=
vertüre und dann im Vorſpiel zum 3. Akt, in dem das hübſche
und innige Leitmotiv aus dem Heinerle=Duett ſehr
ge=
ſchickt verarbeitet iſt, hat der Komponiſt eine Reihe ſehr
an=
ſprechender Melodien erfunden — oder auch
nachempfun=
den — und zu „duftendem Strauße” gewunden.
Die Aufführung war, wie ſchon geſagt, lobenswert.
Den Löwenanteil am Erfolg darf diesmal Herr Otto
Schiller für ſich in Anſpruch nehmen, der in ſeinem
Matthäus Scheichelroither, eben dem guten, alles
opfern=
den Vater des Herrn Sohnes, ein Meiſterſtück feiner
Cha=
rakteriſierungskunſt ſchuf und auch geſanglich recht gut
war. Wirkſam unterſtützt wurde er von ſeinem Freund
Lindoberer, dem Manne „voller Gutigkeit”, dem Herr
Heinrich Aſper eine prächtige, humorvolle und
lebens=
wahre Geſtalt lieh. Leider hielt er ſich gegen den Schluß
nicht frei von Uebertreibungen. Den Herrn Sohn gab
Herr Anton Auſim, der zu den beſten Geſangskräften
des Enſembles zählt und der auch im Spiel die Wandlung
des Bauernburſchen zum ſtolzen Profeſſor recht
glaubwür=
dig zu zeichnen verſtand. In die Darſtellung ſeiner
Schwe=
ſter Annamirl teilten ſich die Damen Elly Veſely, die
das jugendlich unberührte Bauernmädchen ebenſo
lebens=
wahr gab, und Dolly Esquero, die die um 11 Jahre
ältere Annamirl ihrem Temperament entſprechend mit
Rei=
zen ausſtattete, die jedenfalls ſehr wirkungsvoll waren,
wenn ſie auch der Bauerndirne nicht immer entſprachen.
Geſanglich war ſie ſehr gut. Die übrigen Rollen, in denen
ſich die Herren Anton Kohl (Vincenz), Otto
Pich=
ler (Raudaſchl), Hubert Paulitſchke (
Endletz=
hofer), EmilSchulze (Zopf), Norbert Innfelder
(Profeſſor von Grunow), Willy Vasko (Leutnant
Horſt v. G.) und die Damen Guſti Mühle, Agnes
Wolſchke und Helene Hofer teilten, ſind
untergeord=
neter Natur. Das bekannte Heinerle=Duett wurde von Frl.
Marie Zenker und der kleinen Elſe Schmidt ſehr
hübſch geſungen. Beſonderes Lob ſei der Kapelle
geſpen=
det, die unter Herrn Louis Lanzers Leitung
Hervor=
ragendes leiſtete und den beiden Operetten zum Erfolge
verhalf.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Von ſachverſtändiger Seite wird uns geſchrieben:
Der Halleyſche Komet iſt jetzt mit einem guten
Feldſtecher (achtfache Vergrößerung) morgens um 3 Uhr
am nordöſtlichen Himmel nahe dem Horizont gut zu
erkennen; er erſcheint als Nebelfleck mit hellem
Kern. Er ſteht jetzt etwa 4 Grad unter dem Stern
=Pegaſi (3. Größe), der am Morgenhimmel die untere
linke Ecke des großen Stern=Rechtecks des Pegaſus
bildet. Bei ſtärkerer Vergrößerung iſt der allerdings
kurze Schweif des Kometen zu ſehen. Am Sonntag
morgen konnte der Komet mit einem Fernrohr des
phyſikaliſchen Inſtituts der hieſigen Techniſchen
Hoch=
ſchule in der Morgendämmerung bis nach 4 Uhr
ver=
folgt werden, am Montag verſchwand er bald nach
ſeinem Aufgang um 3 Uhr 10 Minuten hinter einer
Wolkenbank. Er wird ſich jetzt mit zunehmender
Ge=
ſchwindigkeit durch die Sternbilder der Fiſche und des
Widders der Sonne zu bewegen. Am Morgen des
19. Mai um 4 Uhr ſtehen Erde, Komet und Sonne in
einer geraden Linie, die Entfernung des Kerns des
Kometen von der Erde wird dann 23 Millionen
Kilo=
meter betragen; von da an erſcheint der Komet am
Abendhimmel.
— Dreieichenhain, im Mai. Dank dem
Entgegenkommen der hieſigen Einwohnerſchaft war es
dem Geſchichts= und Verkehrsverein möglich, im Lauſe
des Winters ein Heimatmuſeum einzurichten.
Dem Verein iſt es, allerdings mit nicht geringer Mühe
und Unkoſten, gelungen, eine Sammlung von über
500 Gegenſtänden aller Art zuſammenzubringen und ſie
in hübſchem Arrangement zu ſehenswerten Gruppen
aufzuſtellen. Den Glanzpunkt der ganzen
Zuſammen=
ſtellung bildet das dem Muſeum angegliederte
Web=
zimmer, das alle auf die Webinduſtrie bezüglichen
Geräte und Werkzeuge enthält und inſofern eine
abge=
ſchloſſene Einheit für ſich bildet. Flachs= und Hanf
reff, Breſche, Schwingſtock mit Schwingmeſſer und
ver=
ſchiedene Hecheln zeigen die Behandlung des in unſerer
Gegend früher vielfach angebauten Hanfes und Flachſes
zur Gewinnung der darin enthaltenen feinen Fäden,
die dann auf dem aus alter Zeit am meiſten bekannten
Geräte, dem Spinnrade, zu Garn geſponnen und von
du auf Haſpeln zu webfertigen Strängen vereinigt
wurden. Ein aus dem Ende des 18. Jahrhunderts
ſtammender Webſtuhl mit allem Zubehör und
Neben=
geräten, wie Schragen, Spulrad, Zettelreiß,
Zettel=
rahmen, Leſebrett uſw., demonſtriert dann das
Vor=
arbeiten des Garnes zu Tuch. Aus einer Anzahl noch
am Platze vorhandener handgeſponnener Garnſtränge
konnte ein Stück Tuch, wie es nach alter Art gewebt
wurde, angefangen werden, ein intereſſantes Stückchen
Arbeit, das die älteren Einwohner unſeres Städtchens
lebhaft an die Zeiten erinnerte, in denen faſt aus jedem
Hauſe das Klappern des Webſtuhles zu vernehmen
war. Die Einrichtung des Webzimmers iſt einer der
beſten Zeugen aus der Vergangenheit Dreieichenhains,
da gerade das Webehandwerk hier am meiſten
ausge=
prägt war und zur Zeit der Zünfte und Innungen in
hoher Blüte ſtand, was die noch vorhandenen
Zunft=
bücher, Jahresrechnungen der Leinweberzunft, Gebild
bücher, handgewebte Tiſchdecken uſw. beweiſen. Alles
in allem zeigt die bis jetzt noch nicht abgeſchloſſene
Sammlung der Muſeumsgegenſtände, daß es ſich auch
in kleinen Orten lohnt, die Gründung von
Heimat=
muſeen in Angriff zu nehmen.
* Das Dortmunder. Regerfeſt iſt am
Samstag unter großer Beteiligung glänzend verlaufen.
Die Eröffnung fand im Rathaus durch eine Anſprache
des Oberbürgermeiſters ſtatt, dem Reger dankte. Es
folgte ein Liedervortrag und die großartige
Wieder=
gabe der Bach=Variationen durch Frau Kwaſt=Hodapp.
Abends war Kirchenkonzert unter Mitwirkung Heur=
Marteaus. Zahlreiche auswärtige Künſtler waren
an=
weſend.
— Die Pantomime „Der Schneemann” von Erich
Wolfgang Korngold, das Bühnenwerk eines
elfjäh=
rigen Knaben, wurde von der Wiener Hofoper
erwor=
ben und gelangt daſelbſt im Herbſt dieſes Jahres zur
Ur=
aufführung.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
der Annahme fand. Ein zweiter Antrag, daß die
Bürger=
meiſter und Gemeinde=Einnehmer kein
Gaſtwirtſchaftsge=
werbe treiben ſollen, wurde abgelehnt. Der Kreisverband
Bensheim hielt bei Abſchließen von Rechtsgeſchäften durch
den Bürgermeiſter einen diesbezüglichen
Gemeinderatsbe=
ſchluß für eine ausreichende Bevollmächtigung. Als
Bureau=
koſten ſchlug der Kreisverband vor die Gewährung von
4 Prozent der ordentlichen Einnahmen und Umlagen. Als
Ort der nächſtjährigen Hauptverſammlung wurde
einſtim=
mig Darmſtadt gewählt.
Offenbach, 10. Mai. Das Dienſtmädchen Regina
Lutz, das ſeit einiger Zeit vermißt wurde, iſt
nun=
mehr bei Eibelſtadt aus dem Main geländet
wor=
den. Weiter wurden zwei Kindesleichen, eine bei
Karlſtadt und eine zweite oberhalb Karlſtadts,
gelän=
det, und man nimmt an, daß die eine der beiden
Lei=
chen identiſch mit dem neugeborenen Kinde der Lutz iſt,
das dieſe, wie jetzt feſtſteht, oberhalb Würzburgs in den
Main warf.
Klein=Steinheim, 10. Mai. Der 17jährige Sohn
des Fabrikanten Rouſſelle iſt geſtern abend bei
einem Beſuche des in Hanau weilenden Zirkus auf
dem Nachhauſewege in der Nähe des Viadukts bei
Klein=Steinheim von drei Wegelagerern
überfal=
len, zu Boden geworfen und ſeiner Uhrkette im Werte
von 100 Mk., eines Siegelringes im Werte von 20 Mk.
und eines Barbetrages von 10,50 Mk. beraubt
wor=
den. Nach der Tat ſchlugen die Wegelagerer den Weg
nach Hanau ein. Der Vater des Ueberfallenen hat 100
Mark Belohnung auf die Ergreifung der Täter
ge=
ſetzt. (Off. Ztg.)
Gießen, 9. Mai. Die wiſſenſchaftliche
Tagesord=
nung der 17. Hauptverſammlung der
Deut=
ſchen Bunſengeſellſchaft wurde durch Geh.
Regierungsrat Profeſſor Dr. Nernſt=Berlin eröffnet,
der über die „Theorie der galvaniſchen Elemente‟
ſprach. Profeſſor Dr. Svante Arrhenius, der berühmte
Stockholmer Gelehrte, der „Ueber Veränderungen der
irdiſchen Atmoſphäre in geologiſchen Zeiten” einen
Vortrag halten wollte, war leider in letzter Stunde
verhindert worden. Von auswärtigen Gelehrten
ſpra=
chen noch Cohen=Utrecht, Bodenſtein=Hannover,
Stäh=
ler=Berlin und Cohen=Göttingen; von hieſigen
Ge=
lehrten ſprachen Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Elbs,
Pro=
feſſor Dr. H. W. Schmidt und Profeſſor Dr. Brand.
Am Samstag nachmittag ſtattete ein Teil der
Ver=
ſammlungsteilnehmer der Fabrik von E. Leitz in
Wetz=
lar einen Beſuch ab, während ſich ein anderer Teil zu
einer nochmaligen Sitzung im Phyſikaliſchen Inſtitut
zuſammenfand.
Gießen, 9. Mai. Am Juxplatz an der Lahn,
woſelbſt ein Karuſſell aufgeſtellt iſt, tummelten ſich
geſtern nachmittag, wie gewöhnlich, eine große Anzahl
Kinder. Hierbei fiel ein 5 Jahre alter Junge in
die Lahn. Ein junger Mann namens Reuſchling
aus Klein=Linden ſprang dem Kinde nach, allein er
vermochte es nicht ans Ufer zu bringen, ſondern
ge=
riet ſelbſt in Gefahr. Ein Sohn des Karuſſellbeſitzers
Walldorf ſprang daraufhin ins Waſſer und brachte
unter Mithilfe anderer Perſonen das Kind und den
Reuſchling ans Land. Weiteren Schaden hat das Kind
anſcheinend nicht erlitten.
Rebgeshain, 9. Mai. Der Segen der
Heim=
induſtrie unſerer fleißigen Einwohner macht ſich
immer mehr in einem größeren Wohlſtand bemerkbar.
So wurde ein größeres Gut hier verſteigert, wobei
zahlreiche Arbeiter und kleine Landwirte ihren
Beſitz=
ſtand zu vergrößern ſuchten. Infolgedeſſen wurde das
Gut in vielen Parzellen verſteigert und die ſchöne
Summe von 42000 Mark erzielt. Die Heiminduſtrie
beſteht im Herſtellen von Holzwaren, Rechen,
Senſen=
griffen, Schindelbrettern uſw.
C) Mücke (Oberheſſen), 9. Mai. Eine
außerordent=
liche Bautätigkeit hat ſich in dieſem Frühjahr in
der hieſigen Gegend entfaltet, die ſich auch auf unſerer
Bahnſtation dadurch bemerkbar macht, daß ein großer
Teil der benötigten Baumaterialien hier ausgeladen und
von hier aus in die Gemeinden des oberen Ohmtals, des
Ilsbach= und Streitbachtals abgefahren wird. Zu keiner
Zeit im Jahre iſt deshalb auch der Mangel einer
Bahnver=
bindung mit Ulrichſtein und den oberen Ohmtalgemeinden
ſo empfindlich wie gerade im Frühjahr. An eine
Verwirk=
lichung der ſo lang erſehnten Bahnverbindung Ulrichſtein=
Grünberg oder Ulrichſtein=Mücke durch den heſſiſchen Staat
Kleines Feuilleton.
— Vom Familienleben des neuen
eng=
liſchen Königspaares und der liebevollen
Strenge, mit der König Georg und Königin Mary die
Erziehung ihrer Kinder überwacht haben, weiß ein
Kenner der Verhältniſſe allerlei Intereſſantes zu
er=
zählen. Prinz Eduard, der älteſte Enkel König
Eduards, der bereits im 16. Lebensjahre ſteht und in
der Marineſchule war, wurde in ſeinen Kinderjahren
zu Hauſe faſt nie bei ſeinem Namen gerufen. Man
nannte den kleinen Prinzen David und dieſer
Namens=
gebung liegt eine Theorie zu Grunde, die ein Mitglied
des königlichen Hauſes aufgeſtellt hatte. Nach ihr
ſollte die engliſche Königsfamilie in direkter Linie von
König David abſtammen; auch die verſtorbene Königin
Viktoria hatte dieſe Meinung aufgenommen. Die ſechs
fröhlichen, geſunden Kinder, die das Glück der Eltern
edeuten und deren jüngſtes erſt wenige Jahre alt
iſt, wurden alle in derſelben einfachen und ſtrengen
Weiſe erzogen, wie Prinz Georg und Prinzeſſin Mary
in ihrer Jugend.
Die Eltern wachten eiferſüchtig darüber, daß von
ihren Kindern alle Standesvorurteile fern blieben,
einfach und ſchkicht iſt die Umgebung, in der ſie
heran=
wachſen, einfach und ſchlicht ihre Nahrung und auch
ihre Kleidung. Manche Bürgerfamilie des
Mittelſtan=
des würde über die anſpruchsloſe Sparſamkeit ſtaunen,
die in der Kinderſtube von Sandringham oder von
Yorkhouſe den Grundſatz der Erziehung bildet. Nur
hin und wieder, wenn die Kinder mit den Eltern in
London weilen, müſſen ſie bei
Repräſentationsgelegen=
heiten die läſtige Prozedur einer umſtändlichen
Staats=
toilette über ſich ergehen laſſen; die kleinen Prinzen
und die Prinzeſſin Mary, die im April freilich bereits
ihr 13. Jahr vollendet, haben nie für dieſe zeremoniellen
Pflichten eine große Vorliebe gezeigt; als fröhliche,
ge=
ſunde Kinder fühlten ſie ſich wohler, wenn ſie in den
Gärten von Sandringham oder in Osborne ungeſtört
nach Herzensluſt im Freien tummeln konnten und nach
der Spielzeit zur großen Bekümmernis der
Kinder=
frauen ſo herzhaft ſchmutzig und zerzauſt in die Stube
zurückkehrten, wie andere übermütige kleine
Menſchen=
kinder. Mit einem Ueberfluß an Spielſachen hat man
die engliſchen Prinzen nie verwöhnt; in regelmäßigen
Zwiſchenräumen unternahm die Mutter eine ſtrenge
Inſpektion der vorhandenen Spielgeräte; die Kleinen
wurden dann dazu angehalten, zu Gunſten der armen
Kinder in den Krankenhäuſern auf liebgewordene
iſt wohl in abſehbarer Zeit bei der derzeitigen ſchlechten
Finanzlage nicht zu denken; der Bahnbau kann deswegen
nur dann zur Ausführung kommen, wenn er von Privaten
auf eigene Rechnung übernommen wird. In erſter Linie
kommt dafür wohl die Berliner Bahnbaufirma Lenz & Ko.
in Betracht, die bereits mehrere Nebenbahnen in
Ober=
heſſen erbaut und in Betrieb genommen hat. Die
zweck=
mäßigſte Traſſe der Ohmtalbahn wird wohl diejenige ſein,
die von hier aus über Kirſchgarten, Wettſaaſen,
Rupper=
tenrod, Ober=Ohmen, Unter=Seibertenrod, Ober=
Seiberten=
rod nach Ulrichſtein führen wird. Wie wir hören, hat die
Firma Lenz & Ko. bereits einige generelle Vorarbeiten
zur Aufſtellung eines Projekts in Angriff genommen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 9. Mai. Der
Nordpol=
fahrer Peary hat ſeinen Aufenthalt in Berlin bis
zum Mittwoch verlängert, um Rooſevelt begrüßen zu
können. — Im Badezimmer ſeiner Wohnung hat ſich
der Bildhauer Karl Heſſe, der früher in den erſten
Ateliers tätig war, mit Leuchtgas vergiftet. — In
der Hauptkadettenanſtalt in Groß=Lichterfelde ſtürzte
beim Reitunterricht der Selektaner, Unteroffizier
Schmude, vom Pferde und zog ſich eine ſchwere
Ge=
hirnerſchütterung zu. die den Tod des 19jährigen
Kadetten zur Folge hatte. — Wie die „Bauwelt”
mel=
det, hat heute ein Konſortium unter Führung des
Kom=
merzienrates Jules Woog die Häuſer
Joachimstaler=
ſtraße 18/19 und Kurfürſtendamm 20/21 erworben. Auf
dem Grundſtück, auf dem bisher das namentlich in
Berliner Literatenkreiſen bekannte Café des Weſtens
domizilierte, ſoll ein neues großes Warenhaus
errichtet werden. Die Koſten für den Grund und Boden
ſowie für die Errichtung des neuen Warenhauſes wer=
Geſtern
den auf 8 Millionen Mark veranſchlagt.
abend riß während der Vorſtellung der Pantomime
„Sumurün” im Deutſchen Theater das Tau,
das einen Korb „auf die Zinnen des Palaſtes” hebt.
Der Korb ſtürzte ſamt ſeinem Inſaſſen, dem
Schau=
ſpieler John Gottowt, aus einer Höhe von etwa
4 Metern auf die Bühne, wobei G. eine Verſtauchung
der Halswirbelſäule ſowie einen Nervenchok erlitt.
Auf Veranlaſſung des Theaterarztes brachte man ihn
in einer Kraftdroſchke nach der königlichen Klinik in
der Ziegelſtraße, wo er Aufnahme fand. Nachdem man
das Publikum verſtändigt und beruhigt hatte, wurde
die Vorſtellung auf eine halbe Stunde unterbrochen.
Dann trat für den Verunglückten ein Kollege ein. Das
Tau, das über drei Rollen am Dachgebälk läuft, war in
der Höhe des letzteren auf etwa 14½ Meter Entfernung
vom Korb geriſſen. — Bei einem ſchrecklichen
Un=
glücksfall hat das vierjährige Töchterchen Alice
des Logendieners Freymann aus der Düppelſtraße den
Tod gefunden. Während ſich die Mutter auf kurze
Zeit aus der Wohnung entfernt hatte, um Einkäufe zu
beſorgen, kletterte die Kleine auf das Fenſterbrett, um
aus dem im Dachgeſchoß belegenen Fenſter auf die
Straße hinabzuſehen. Das Kind beugte ſich zu weit
nach vorn, verlor das Gleichgewicht, ſtürzte in die
Tiefe und blieb mit zerſchmetterten Gliedern auf dem
Bürgerſteig liegen. Der Schädel war beim Aufſchlagen
auf das Pflaſter vollſtändig zerſchmettert worden, ſo
daß der Tod auf der Stelle eintrat.
München, 9. Mai. Ein merkwürdiger
Selbſtmord wurde aus Liebe zur verſtorbenen
Frau von einem hieſigen wohlhabenden Privatmann
begangen, der ſeit dem Tode ſeiner Gattin
ſchwer=
mütig geworden war. Er verbrannte alle ſeine
Wert=
papiere in hohem Betrage, zahlte die Miete im
vor=
aus, ſteckte etwa 400 Mark zur Deckung der
Beerdig=
ungskoſten zu ſich und ließ ſich dann von einem
Eiſen=
bahnzug überfahren. Der Tod trat auf der Stelle ein.
Bonn, 10. Mai. Die Strafkammer
verhan=
delte heute in zweiter Inſtanz gegen die Mitglieder
des Korps Boruſſia, Graf Finck zu Finckenſtein
auf Schönberg bei Mariendorf und Hans Werner von
Quiſtorp auf Crenzow bei Stralſund, wegen
gemein=
ſchaftlichen Hausfriedensbruch nach § 123,3. Es handelt
ſich hierbei um den Ueberfall auf den einjährigen
Unteroffizier Feith in deſſen Wohnung in der Nacht
vom 26. zum 27. Juli vorigen Jahres. Der Fall war
der letzte Anlaß zur Suspendierung des Korps
Bo=
ruſſia. Vom Schöffengericht ſind die beiden Angeklag=
Spielſachen zu verzichten, und ſo zieht man in den
Kindern das Gefühl für die Pflichten groß, die ſie gegen
die Mitwelt und die Armen haben. In dem
Er=
ziehungsplan hat die Erlernung fremder Sprachen ſtets
eine bedeutende Rolle geſpielt. Die drei älteſten
Kin=
der ſprechen Franzöſiſch und Deutſch ſo fließend wie
ihre Mutterſprache. Insbeſondere dem Deutſchen iſt
von Anfang an die größte Sorgfalt zugewandt worden.
Eine Zeitlang ſprachen die Kinder bei Tiſch franzöſiſch,
weil eine der Kinderfrauen Franzöſin war; auf
beſon=
deren Wunſch der Urgroßmutter, der verſtorbenen
Königin Viktoria, wurde dann noch Deutſch geſprochen,
ſelbſt das „Dankeſchön” bei Tiſche mußte deutſch geſagt
werden. Geſchichte und Geographie waren den jungen
Prinzen ſtets das liebſte Lehrfach. Die bei der Mutter
ſtark ausgeprägte Vorliebe für Muſik ſcheint dagegen
nur auf den kleinen Henry übergegangen zu ſein. Er
war es auch, der bei der Taufe ſeines jüngeren Bruders
in der St. Georgskirche ſich öffentlich auszeichnete: als
er ſeinen Großvater, König Eduard, erblickte, rief er
mit ſeiner hellen Kinderſtimme laut und fröhlich in die
andächtig ſchweigende Verſammlung: „Ich ſehe Dich,
ich ſehe Dich!” König Eduard lächelte herzlich und es
koſtete viel Mühe, bis man den kleinen Prinzen ſo weit
beruhigt hatte, daß er den Gang der Zeremonie nicht
ſtörte. Von der Prinzeſſin Mary erzählt man, daß ſie
mit einer amüſanten Energie in der Kinderſtube das
Szepter führt und dafür ſorgt, daß ihre Brüderſchar im
kindlichen Uebermut nicht zu viel Unruhe ſtifte. Und
die Brüder laſſen ſich dieſe ſchweſterliche
Bevormun=
dung, von kleinen Rebellionen abgeſehen, als etwas
Naturnotwendiges gern gefallen. Selbſt der älteſte,
Prinz Eduard, der heutige Thronfolger, deſſen
ent=
ſchiedenes, klares und zielbewußtes Weſen ſchon in den
Knabenjahren der Umgebung auffiel, erduldete gern
die mütterliche Strenge, mit der ſeine kleinere
Schweſter ſich „ſeiner annahm”
** Das Einkommen des engliſchen
Thronfolgers. Die formelle Ernennung des
Erſt=
geborenen des Königspaares, des Prinzen Eduard, zum
Fürſten von Wales wird in kurzer Zeit erfolgen.
Einſt=
weilen iſt er durch den Tod ſeines Großvaters in den
Beſitz des bis dahin von ſeinem Vater verwalteten
Herzogtums Cornwall gelangt, zu dem auch ein großer
Teil wertvollen Londoner Grundbeſitzes gehört,
dar=
unter der weltberühmte Kricketſpielplatz Kenſington
Oval. Die Jahreseinkünfte des Herzogtums betragen
gegenwärtig rund 80000 Pfund Sterling (1600000
Mark); ſie werden während der Minderjähriakeit des
Nummer 108.
ten in der erſten Verhandlung zu je 14 Tagen
Gefäng=
nis verurteilt worden.
Leipzig, 10. Mai. Infolge des Todes König
Eduards hat ein Teil der ſächſiſchen Induſtrie
um=
fangreiche Aufträge erhalten. So wurden=bei den
Tuchfabriken in Gera große Poſten von ſchwarzen
Tuchſtoffen und Crèpe beſtellt.
Wien, 9. Maj. Als der Statthalter von Galizien
am Samstag abend von Lemberg nach Wien fuhr,
wurde ihm auf dem Lemberger Bahnhof eine der
Handtaſchen geſtohlen, die hochwichtige
poli=
tiſche chiffrierte Dokumente enthielt, ſowie eine Reihe
hoher Orden, die der Statthalter bei ſeiner Audienz
beim Kaiſer hatte anlegen wollen. In Lemberg glaubt
man, daß es ſich um einen politiſchen
Dieb=
ſtahl handelt, da ſich unter den Dokumenten
angeb=
lich die neuen Kompromißvorſchläge zwiſchen Polen
und Ruthenen befanden, die der Statthalter nach Wien
mitbringen ſollte. Ebenſo ſollen ſich in der Taſche die
bereits vollſtändig ausgearbeiteten Vorſchläge
betref=
fend die Auszeichnungen für das Land Galizien
an=
läßlich des 80. Geburtstages des Kaiſers am 18. Auguſt
befunden haben.
Rom, 9. Mai. Seit einiger Zeit befand ſich die in
der literariſchen Welt Italiens ſehr geſchätzte Dichterin
Vittoria Aganoor Pompili, die Gattin des früheren
Unterſtaatsſekretärs des Auswärtigen unter Tittoni,
Guido Pompili, in der Klinik eines römiſchen
Frauen=
arztes. Geſtern mußte ſich die Dichterin einer
ſchwe=
ren Operation unterziehen, der ſie nachtsterlag. Der
Gatte war über den Tod der heißgeliebten
Fraugun=
tröſtlich, raffte ſich dann aber auf und traf alle
Anord=
nungen für die Beſtattung. Dann ſchloß er ſich im
Zimmer, wo die Tote aufgebahrt war, ein und ſchoß
ſich eine Kugel durch den Kopf. Herbeieilende
Kranken=
wärter fanden ihn zwar noch lebend, aber nach wenigen
Augenblicken verſchied er. Der tragiſche Tod der
Ehe=
gatten hat in weiten Kreiſen erſchütternden Eindruckt
hinterlaſſen, da beide in Italien außerordentlich
be=
kannt und beliebt waren. Die Stadt Perugia, wo
Pom=
pili Ehrenämter bekleidete und auch begütert iſt,
be=
ſchloß öffentliche Trauer. Vittoria Aganvor, die Frau
Pompilis, war eine venezianiſche Armenierin. Ihre
yriſchen Dichtungen, die ſich durch glänzende Form
auszeichnen, wurden ſeit 1900 in weiten Kreiſen
be=
kannt. Guido Pompili war auch italieniſcher
Delegier=
ter bei der letzten Haager Konferenz.
Brüſſel, 9. Mai. Im deutſchen Hauſe fand am
Nachmittag ein Empfang der deutſchen
Ko=
lonie durch den Reichskommiſſar Albertsund den
Vorſitzenden des deutſchen Komitees, Geheimen
Kom=
merzienrat Ravené, ſtatt. Etwa 500 in Brüſſel
anſäſ=
ſige Deutſche hatten der Einladung Folge geleiſtet. In
allen Kreiſen des Deutſchtums herrſcht die äußerſte
und lebhafteſte Genugtuung über den großen=Erfolg
der deutſchen Abteilung.
Paris, 10. Mai. In der Gegend von Aix=en=
Pro=
vence werden ſeit einigen Tagen zahlreiche
Erd=
erſchütterungen verſpürt. Ein beſonders
hef=
tiges Beben erfolgte geſtern abend und rief,
nament=
lich unter den Einwohnern von Lambeſe, eine sſtarke
Panik hervor.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 10. Mai. Präſident Graf Schwerin=
Löwitz eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 20 Minuten. —
Zunächſt wird der Antrag der verbündeten Regierungen
auf
Vertagung des Reichstages
bis zum 8. November in einmaliger Beratung ohne
Debatte einſtimmig angenommen. —Es folgt die
zweite Leſung des Geſetzes über den
Abſatz von Kaliſalzen.
Abg. Dr. Heim (Zentr.): In dem urſprünglichen
Entwurf waren wohl die Intereſſen der Induſtrie, aber
nicht diejenigen der Konſumenten und Arbeiter
ge=
wahrt. Der Entwurf ſchlug auch eine
Betriebsgemein=
ſchaft, alſo ein Zwangsſyndikat, vor. Die Kommiſſion
konnte ſich aber nicht damit einverſtanden erklären, daß
die Auslandsverbraucher beſſergeſtellt würden, als die
Inlandsverbraucher. Zunächſt iſt Deutſchland das
ein=
zige Kali produzierende Land. Deshalb ſind Maß=
Prinzen auf Zinſeszins angelegt und ſichern ihm auf
dieſe Weiſe beim Eintritt in die Großjährigkeit ein
eigenes Vermögen von etwa 10 Millionen Mark. Aus
den erſparten Einkünften von Cornwall erwarb
ſeiner=
zeit der verſtorbene König das Schloßgut Sandringham
für 200000 Pfund (4 Millionen Mark) aus dem Beſitz
des Grafen Cowper und behielt noch die gleiche Summe
zur Neueinrichtung und Ausſtattung übrig.
* Eine hübſche Geſchichte wird Sanläßlich
des Todes des Königs Eduard erzählt. Zu den die
Königin Viktoria von England ſ. Zt. behandelnden Aerzten
gehörte Prof. Wilſon in Edinburg, der ſeinen
Stu=
denten durch Anſchlag an ſeiner Klinik pflichtſchuldig
mitteilte, daß das Kolleg ausfallen müſſe, er ſei zur
Königin berufen worden. Doch als die Schar ſeiner
Schüler davon Kenntnis nahm, fanden ſie ſchon ſeiner
Anzeige von anderer Hand die Worte hinzugefügt:
„God save the queen!‟
* Von den Wiesbadener Feſtſpielen
berichtet die „Mainbrücke” der die Verantwortung
da=
für überlaſſen bleiben muß: In Wiesbaden haben in
dieſen Tagen die alljährlichen Maifeſtſpiele in
An=
weſenheit Seiner Majeſtät des Kaiſers ſtattgefunden.
Der Andrang war groß, die Preiſe hoch, z. B. koſtete
ein Parkettplatz 20 Mark. Hatte man glücklich einen
ſolchen Feſtſpielplatz bekommen, der auf den Namen
verkauft wurde, ſo fand man — die Ankündigungen
enthielten davon nichts — auf der Rückſeite der
Ein=
trittskarten den lakoniſchen Vermerk, daß Herren im
Frack, Damen in Geſellſchaftstoilette mit rundem
Aus=
ſchnitt erſcheinen müßten. Manchen Feſtteilnehmer
hätte die vorherige Kenntnis dieſer mittelalterlichen
Beſtimmungen abgehalten, teilzunehmen. Welche
Wei=
terungen ſich aus ſolchen Verordnungen ergeben, ſei an
Hand eines Vorfalles erzählt, der ſich im Wiesbadener
Hoftheater ereignet hat: Ich ſah, wie eine alte Dame
über Siebzig im ſchwarzſeidenen geſchloſſenen Kleide
ihren teuer bezahlten Parkettplatz einnehmen wollte.
Der offenbar eigens zum Zwecke der Begutachtung der
Kleidung mit einem Kneifer ausgeſtattete Schließer
nahm eine gründliche Beſichtigung der Toilette der
alten Dame vor, um dann zu entſcheiden: „Is nicht!”
Es gab eine längere Auseinanderſetzung. Die alte
Dame entſchloß ſich, um den Kunſtgenuß nicht
entbeh=
ren zu müſſen, auf Rat anderer Damen
ihremsſchwarz=
ſeidenen geſchloſſenen Kleide durch Zurückſchlagen des
Kragens eine gewiſſe Offenheit zu geben. Sie wurde
nun zugelaſſen.
Nummer 108.
nahmen nötig, um der Verſchleuderung unſerer
Boden=
ſchätze einen Riegel vorzuſchieben. Ein Ausfuhrzoll iſt
nach Anſicht der Regierung nicht möglich, denn ein
Aus=
fuhrzoll auf Rohſtoffe ſoll eine beſonders gefährliche
Sache ſein. Die Drohung mit dem Ausfuhrzoll ſollte
jedenfalls nur ein Bluff ſein für die Erneuerung des
Syndikats. Dieſes Ziel iſt nicht erreicht worden. Dem
Gedanken, für das Ausland Minimal= und für das
In=
land Maximalpreiſe vorzuſchreiben, ſtimmen wir voll
zu. Die uns vom Kaliſyndikat gegebenen Unterlagen,
namentlich hinſichtlich der Preisvergleichungen, ſind
völlig falſch und verſchleiert; ſeine Rabattpolitik iſt im
höchſten Maße raffiniert. Die Zeiten der
Quotener=
preſſung, dieſe ſaueren Zeiten, haben ein Ende. (
Hei=
terkeit.) Sonderbar iſt es, daß ſich die induſtriellen
Kreiſe ſo ſtill verhalten. Sie haben jedenfalls ſchon ein
Hintertürchen entdeckt, das wir noch nicht geſehen haben.
Wir werden bald die hohlen Zähne des Geſetzes zu
plombieren haben. (Sehr gut!) Der billige Abſatz des
Kali an das Ausland iſt der ſchlimmſte Uebelſtand, und
wir hoffen, daß manchem ein Riegel vorgeſchoben
werde, was bisher unmöglich war. (Beifall im Zentr.)
Abg. Dove (Fortſchr. Vpt.): Der Vorredner
hat viel mehr gegen, als für das Geſetz geſprochen. In
der Kommiſſion iſt eine ganz neue Vorlage entſtanden,
die jetzt gleich ohne erſte Leſung die zweite paſſiert; das
iſt allerdings heutzutage keine Ausnahme mehr,
ſon=
dern die Regel. (Heiterkeit.) Wir halten eine derartige
Geſetzgebung zum Schutze des Kaliabſatzes für
bedenk=
lich. Denn wir wiſſen nicht, wie ſich die
Kaligewinn=
ung geſtalten wird; vielleicht finden ſich auch in anderen
Ländern als Deutſchland Kalilager. Selbſt in
Deutſch=
land ſind die Verhältniſſe verſchieden; das beweiſen die
Funde im Elſaß. Es fragt ſich auch, ob wir, wenn im
Auslande ſich große Lager finden, und wenn die
dor=
tige Technik ſich weiter entwickelt, dann auch bei uns
noch abbauwürdige Kalilager finden werden. In
ſozialer Hinſicht bringt dieſes Geſetz, von welchem
Ge=
ſetz an der Abgeordnete Hué die neue ſoziale Zeit
datie=
ren will, herzlich wenig. Eher erinnert das Geſetz au
die Vergangenheit, der bureaukratiſche Geiſt zieht in
die Induſtrie ein. Die freie wirtſchaftliche Betätigung
wird bureaukratiſiert. Die Vorlage iſt in vieler
Be=
ziehung für uns unannehmbar. Die Beunruhigung des
Handels wird durch die Vorlage nicht beſeitigt; recht
wohl iſt niemandem, auch den Vätern dieſer Vorlage
nicht. Niemand weiß, wie das Geſetz wirken wird.
Hin=
tertürchen können überall gefunden werden. Der
natio=
nale Gedanke des Geſetzes wird nur vorgeſchoben. Es
ſollte vielmehr der Induſtrie über kritiſche Zeiten
hin=
weggeholfen werden, und zwar iſt die Vorlage gemacht
unter Eingriff in wichtige Intereſſen und unter
Ver=
leugnung der Grundſätze, die bisher unſer
Wirtſchafts=
leben beherrſcht haben und hochgehalten wurden. Ich
warne vor den Konſequenzen, denn was der einen
In=
duſtrie recht iſt, iſt der anderen billig. (Beifall links.)
Handelsminiſter Sydow: Wollte man der Politik
des Vorredners folgen, dann würde erreicht werden,
daß eine Reihe kleiner Fabriken eingehen und die
großen Fabriken ſich des Geſchäftes bemächtigen
wür=
den. Dadurch würde erreicht werden, daß die Preiſe
hin= und hergeworfen würden, nicht nur für das
In=
land, ſondern auch für das Ausland. Faßte das
Aus=
land Fuß in der deutſchen Kaliproduktion, dann wäre
das Ausland beſſer geſtellt hinſichtlich der Kalipreiſe
als das Inland. Wie andere Länder mit Baumwolle,
Kupfer und Petroleum Naturmonopole haben, ſo hat
Deutſchland ein ſolches in Kali. Wir müſſen dieſe
Tatſachen ausnützen für die deutſche Volkswirtſchaft.
Dieſer Geſichtspunkt iſt bei der Ausarbeitung des
Ent=
wurfes maßgebend geweſen. Es handelt ſich alſo nicht
darum, in erſter Linie eine notleidende Induſtrie zu
ſchützen, ſondern das Inland ſoll ſo mäßige Preiſe
be=
kommen, daß auch das Ausland nicht beſſer geſtellt iſt
als das Inland. Die Betriebsgemeinſchaft wäre, das
iſt noch heute meine Meinung, der beſte Weg geweſen.
Die Kommiſſion erreichte auf anderem Wege das gleiche
Ziel und wenn auch die jetzige Vorlage etwas
bureau=
kratiſcher iſt, ſo ſtimmen wir dieſer bei. Wir ſtellen
die Sache über die Form. Konſequenzen für andere
Fabrikate ſoll das Geſetz nicht beſitzen. Vorkommniſſe,
wie ſie im vorigen Jahre den Kalimarkt beunruhigten,
ſind nach Inkrafttreten des Geſetzes unmöglich.
Miſch=
dünger, der den bisherigen Zuſatz von Kali enthält, Kontingentierung) erklärt Abg. Wiemer (fortſchr. Vp.):
fällt nicht unter das Geſetz. Die Regierung glaubt
zur Erreichung des Zieles, das alle Parteien, mit
Aus=
nahme von einer, als erſtrebenswert anſehen, einen
anderen Weg nicht vorſchlagen zu ſollen. Die
Kom=
miſſion hat einen parallelen Weg beſchritten und wir
treten deren Beſchlüſſen bei. (Beifall.)
Abg. v. Brockhauſen (konſ.): Wir treten dafür
ein, daß der nationale Schatz, der Deutſchland im Kali
gegeben iſt, unſerem Volke erhalten bleibt. Wir haben heute vormittag gegen 9 Uhr im Stettiner Bahnhofe
an=
niemals eigennützige Politik getrieben. (Lachen bei den
Soz.) Wir werden auch der Induſtrie und dem
Han=
del gerecht, die Landwirtſchaft iſt deren älterer, wenn
auch ärmerer Bruder. (Lachen links.) Die
Kommiſ=
ſion hat in fleißiger Arbeit das Ziel erreicht, etwas
Poſitives zu ſchaffen. Wir wollen einer in ſchwierigen
Verhältniſſen ſich befindender Induſtrie helfen.
Kon=
ſequenzen für andere Induſtriezweige ſind nicht zu
be=
fürchten. Wäre es gelungen, Tarifbeſtimmungen für
die Arbeiterſchaft in dieſes Geſetz hineinzubringen,
nahme des Geſetzes unmöglich geworden. In dieſem
zugung irgend eines Gewerbezweiges die Ausbeute
eines nationalen Schatzes geregelt werden. Rigoroſe
Maßnahmen gegen das Ausland ſollen damit nicht
ge=
geben werden. (Beifall rechts.)
Abg. Bärwinkel (natl.): Große Freude wird
die Kali=Induſtrie auch an dieſer Faſſung des Geſetzes
nicht haben. Beſitzen wir ein ſolches Naturmonopol,
dann bedeutet das ein Nationalvermögen, das zu
hüten, zu wahren und auch auszunutzen wir die Pflicht
und Schuldigkeit haben. Der Verſchleuderung des
nationalen Beſitzes muß entſchieden entgegengetreten
werden. Dazu gehört auch die Verhinderung des
Raubbaues. Da darf man vor einem Ausnahmegeſetz
nicht zurückſchrecken. Wir halten die
Regierungsvor=
lage für beſſer als die jetzige Faſſung. Dennoch
ſtim=
men wir den Kommiſſionsbeſchlüſſen bei, da etwas
Beſſeres zurzeit nicht zu erreichen ſein wird. Ein Teil
meiner Freunde ſieht in der Vorlage auch eine
Benach=
teiligung des hannoverſchen Grubenbeſitzes. Trotz
vie=
ler Bedenken werden wir der Kommiſſionsfaſſung
zu=
ſtimmen. (Beifall.)
Abg. Emmel (Soz.): Es hätte unter allen
Umſtän=
den für die völlig neue Vorlage eine erſte Leſung
ſtattfin=
den müſſen. Ein geſetzgeberiſches Vorgehen halten wir,
wie die Verhältniſſe heute liegen, für durchaus angebracht. geben wollten.
Daß das freie Spiel der Kräfte im Wirtſchaftsleben allein
kommen namentlich die Intereſſen der Konſumenten in
Be=
tracht. Ein geſetzgeberiſches Eingreifen hätte ich mir aber
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
doch noch anders vorgeſtellt, als es von der Kommiſſion
geſchehen iſt. Wir ſollten eine Verſtaatlichung des
Kali=
bergbaues eintreten laſſen. Nur dadurch hätte eine
wirk=
liche Geſundung der Verhältniſſe herbeigeführt werden
können. Dieſer Geſetzentwurf iſt dazu aber nicht geeignet.
Auch wäre der Bureaukratiſierung vorgebeugt worden.
(Lachen und Widerſpruch bei der Fortſchr. Vp.) Die Ver=
3.
ſtaatlichung wäre eine endgültige Löſung geweſen und die
Intereſſen der Geſamtheit wären in jeder Weiſe gewahrt
worden. Der Ausfuhrzoll war für uns ganz
unannehm=
bar aus prinzipiellen Gründen. Dafür wird nun die
Kon=
tingentierung mit feſtgelegten Preiſen vorgeſehen. Wir
ha=
ben uns der Majorität angeſchloſſen, weil wir ſo viel
ret=
ten wollten, wie zu retten war. Es hätte ja mehr erreicht
werden können für Konſumenten und Arbeiter. Wir
müſ=
ſen uns aber mit dem Erreichten begnügen und ſtimmen
der Vorlage bei. Der Geſetzentwurf enthält das
Aller=
mindeſte, was wir in ſozialer Hinſicht fordern müſſen. Jede
Verſchlechterung wird uns die Zuſtimmung unmöglich
machen.
Abg. Stubbendorff (Rp.): Wir ſtimmen der
Vorlage in der jetzigen Faſſung zu, wenn auch ein Teil
meiner Freunde ſchwere Bedenken dagegen trägt.
Maß=
gebend iſt für uns geweſen, daß ein Teil der Kali=
Intereſ=
ſenten das Geſetz verlangte. Anderenfalls wären große
Vermögen verloren gegangen. Ein kleinerer Teil meiner
Freunde wird auch jetzt noch das Geſetz ablehnen. — Abg.
Brandys (Pole): Mißſtände in der Kali=Induſtrie ſind
unleugbar vorhanden. Sowohl die Regierungsvorlage,
wie auch die Kommiſſionsfaſſung ſind für uns nicht
gang=
bar. Das jetzige Vorgehen hat prinzipielle Bedeutung. Die
Vorlage dehnt die ſtaatliche Kompetenz auf das Gebiet der
Wirtſchaftsorganiſationen aus. Wir können dieſen Weg
nicht mitgehen und lehnen die Vorlage ab. — Abg.
Kölle (Wirtſch. Vgg.): Wir haben gerne an dem
Zu=
ſtandekommen dieſer Vorlage mitgearbeitet. Unſer
natür=
liches Monopol müſſen wir nach Kräften im Intereſſe des
Reiches ausnützen. Die Spannung zwiſchen Auslands=
und Inlandspreiſen müßte größer ſein. Das Inland iſt
nicht genügend bevorzugt. — Abg. Ricklin (Elſ.): Wir
lehnen die Vorlage ab. Der vorliegende Beſchluß der
Kom=
miſſion iſt nur eine ſcheinbare Umarbeitung des
urſprüng=
lichen Entwurfes. Durch dieſes Geſetz ſoll lediglich den
jetzigen Kaliwerksbeſitzern eine hohe Rente geſichert und
ſchwache Werke ſollen vor dem Untergang bewahrt werden.
Der billigere Auslandsverkauf hätte auch auf viel
ein=
fachere Weiſe verhindert werden können. Weshalb wird
nicht ein Ausfuhrzoll eingeführt? Durch dieſes Geſetz wird
es den elſaß=lothringiſchen Intereſſenten unmöglich
ge=
macht, ihre Kaliſchätze zu heben und dadurch wirtſchaftliche
Vorteile zu erzielen. Die Elſäſſer ſind um ihre
Hoffnun=
gen betrogen worden. — Abg. Werner (Rfp.): Die
Vorlage iſt ein Fortſchritt für Handel, Induſtrie und
Ar=
beiterſchaft. Wir ſtimmen ihr daher zu. — Abg.
Got=
hein (Fortſchr. Vp.): Wir ſind in jeder Weiſe bemüht
geweſen, in der Kommiſſion an der Vorlage mitzuarbeiten.
Die Angriffe des Oberberghauvtmanns, die er bei der erſten
Leſung gegen mich richtete, als er bedauerte, daß Miniſter
Brefeld mich zu ſeinem Vertrauten gemacht habe, muß ich
entſchieden zurückweiſen. Die Regierungskommiſſare
werden hierher geſchickt, um tatſächliche Mitteilungen zu
machen, nicht aber, um Angriffe gegen Abgeordnete zu richten.
Die Angſt vor den Truſts iſt nicht berechtigt; ſchlimmer
wirken die Syndikate. Von einer Verſchleuderung an
das Ausland iſt keine Rede. (Beifall links.)
Handelsminiſter Sydow: Wenn auch zwiſchen der
Redefreiheit der Mitglieder des Bundesrats und der
Kom=
miſſare ein Unterſchied beſteht, ſo muß es einem ſo
ver=
dienſtvollen alten Beamten wie Oberberghauptmann von
Velſen doch freiſtehen, auf Angriffe aus dem Hauſe in
gleicher Weiſe zu antworten. (Lebhafter Beifall.)
Nach einer weiteren auf der Tribüne unverſtändlich
gebliebenen Erklärung des Oberberghauptmanns v.
Vel=
ſen wird § 1 angenommen. Einem Antrag Dr. Weber (nl.)
gemäß wird§ 4a in die Vorlage hineingenommen, nach
welchem Kali=Rohſalze nur von Kaliwerksbeſitzern und
von den Beſitzern der bei Inkrafttreten des Geſetzes
be=
ſtehenden Sonderfabriken hergeſtellt werden dürfen. Den
Beſitzern von Sonderfabriken ſoll dieſes Recht nur ſo llange
zuſtehen, als ſie dieſe Erzeugniſſe nicht in größerem
Um=
fange als bisher verarbeiten. Bei § 6 (Regelung der
Wir haben ſchwere Bedenken gerade gegen dieſen Teil des
Geſetzes. Findet ſich anderswo Kali, dann wäre dieſes
Geſetz für unſere Induſtrie eine große Gefahr.
Bei Schluß der Redaktion — nach 9 Uhr abends
dauern die Verhandlungen noch fort.
Rooſevelt in Berlin.
* Berlin, 10. Mai. Theodore Rooſevelt iſt
gekommen. Da die angekündigte Zugverſpätung wieder
eingeholt worden war, hatten ſich noch nicht alle zum
Emp=
fang beſtimmten Herren eingefunden. Zugegen waren
Staatsſekretär Frhr. v. Schön, das Perſonal der
ameri=
kaniſchen Botſchaft und zahlreiche Mitglieder der
ameri=
kaniſchen Kolonie mit ihren Damen, darunter das älteſte
Mitglied, der frühere Generalkonſul Reismann. Als
Rooſevelt den Wagen verließ, wurde er vom erſten
Sekre=
tär der Botſchaft, Laughlin, begrüßt. Darauf begrüßte ihn
dann wäre aus prinzipiellen Gründen für uns die An= Staatsſekretär Frhr. v. Schön, der längere Zeit mit
Rooſe=
velt im Geſpräch verweilte und dann ſeine Gattin und
Geſetz ſoll ohne Anſehen der Perſon und ohne Bevor= Kinder begrüßte. Rooſevelt dankte den zahlreichen
An=
weſenden für den Empfang und ſchritt dann den
geſchmück=
ten Bahnſteig zum Bahnhofsvorraume herab. Die
zahl=
reich erſchienene Polizei führte die Abſperrung ſtreng durch.
Auf dem Bahnhofe waren etwa 2000 bis 3000 Menſchen
anweſend, die Rooſevelt, als ſie ſeiner anſichtig wurden,
lebhafte Ovationen darbrachten. Rooſevelt und ſeine
Be=
gleitung beſtiegen ſodann die für ſie bereitſtehenden
Auto=
mobile und Equipagen und begaben ſich nach ihren
Quar=
tieren. Um 11½ Uhr begab ſich Rooſevelt auf Einladung
des Kaiſers nach Potsdam.
Zu einem Mitarbeiter der „B. Z. am Mittag” äußerte
Rooſevelt nach ſeiner Ankunft: Ich freue mich, Sie als
erſten deutſchen Preſſevertreter begrüßen zu können. Mein
Berliner Aufenthalt iſt ja auf volle ſechs Tage berechnet
und ich hoffe, daß ich noch öfter Gelegenheit haben werde,
mit Ihnen zu ſprechen. Es intereſſiert mich
außerordent=
lich. Deutſchland wieder zu ſehen, wo ich glückliche
Stu=
dienjahre verbracht habe. Auf das Zuſammentreffen mit
Ihrem Kaiſer, den ich außerordentlich verehre, bin ich ſehr
geſpannt. Die freundlichen Aufmerkſamkeiten, die mir von
den deutſchen Staatsbehörden bisher erwieſen wurden,
verpflichten mich außerordentlich, und es wäre mir
ange=
nehm, wenn Sie meinen Gefühlen der Dankbarkeit und
Be=
geiſterung für das deutſche Volk und Preußen Ausdruck
* Wildpark, 10. Mai. Rooſevelt nebſt
Gat=
maßgebend ſein ſoll, können wir nicht anerkennen. Für uns tin und Kindern trafen heute mittag 12 Uhr 52 Min.
mittels Sonderzuges auf der Station Wildpark ein
und begaben ſich nach dem Neuen=Palais.
2 Bildpark., 10. Mal. Mit dem Sonderzug
des früheren Präſidenten Rooſevelt trafen
der Reichskanzler und andere zum Frühſtück geladene
Gäſte ein. Die Fahrt von der Station nach dem Neuen
Palais erfolgte in Königlichen Wagen. Im erſten ſaßen
Rooſevelt mit ſeiner Frau und General von
Loewen=
feld, der vom Kaiſer mit der Begleitung Rooſevelts
be=
auftragt war. Der Kaiſer, der einen Ueberrock und den
Helm des Regiments des Gardekorps trug, erwartete
die Gäſte in dem Veſtibül vor dem Muſchelſaale und
trat bei der Ankunft der Wagen auf die Freitreppe
heraus. Er begrüßte Rooſevelt und ſeine Gattin auf
das herzlichſte und geleitete ſie durch den Muſchelſaal
nach dem Treſſenzimmer. Oberhofmarſchall v.
Eulen=
burg und Hausmarſchall Freiherr von Lyncker ſchritten
voran. In dem Treſſenzimmer wurde Rooſevelt und
ſeine Gattin von der Kaiſerin, ſowie den Prinzen und
Prinzeſſinnen des Königshauſes empfangen, während
die anderen Gäſte im Tamerlanzimmer verblieben. Auf
der Jaſpisgalerie fand Frühſtück an einzelnen Tiſchen
ſtatt. Die Herren erſchienen im Ueberrock, die Damen
in ſchwarzer Promenadetoilette mit Hut. An dem
Frühſtück nahmen die hier anweſenden Prinzen und
Prinzeſſinnen teil. Ferner waren geladen: Rooſevelt,
nebſt Frau, Sohn und Tochter, ſeine drei Sekretäre,
der amerikaniſche Botſchafter mit Gemahlin und
Toch=
ter, der amerikaniſche Marine= und Militärattachee, der
Reichskanzler, Oberſtkämmerer Fürſt zu Solms=
Ba=
ruth, der Staatsſekretär des Auswärtigen von Schön,
General von Loewenfeld, die drei Chefs der Kabinette,
ſowie die Damen und Herren der Umgebung. An ſechs
einzelnen Tiſchen wurde geſpeiſt; an dem einen der
mittleren Tiſche ſaßen der Kaiſer zwiſchen Mrs.
Rooſe=
relt und der Kronprinzeſſin, links von Mrs.
Rooſe=
velt der Reichskanzler, Generaloberſt von Pleſſen,
Kermit Rooſevelt, von Eulenburg, der amerikaniſche
Korvettenkapitän Belknap, von Loewenfeld und
Bot=
ſchafter Hill. An einem zweiten Tiſch ſaßen die
Kai=
ſerin zwiſchen dem Kronprinzen und Rooſevelt, links
von Rooſevelt ſaßen Prinzeſſin Viktoria Luiſe, der
amerikaniſche Hauptmann Shartle, Ethel Rooſevelt,
Staatsſekretär von Schön, die Hofſtaatsdame Gräfin
Keller, der Fürſt zu Solms=Baruth’und Mrs.=Hill.
Moltkes Einzug in Walhalla.
* Regensburg, 10. Mai. Die Büſte des
Ge=
neralfeldmarſchall Hellmuth Grafen von
Moltke wurde heute, am Jahrestage des Frankfurter
Friedens, in der Walhalla feierlich enthüllt. Der
bayeriſche Kriegsminiſter Frhr. v. Horn als Vertreter des
Prinzregenten, der Inſpekteur der 4. Armee=Inſpektion
Ge=
neralfeldmarſchall Prinz Leopold von Bayern, der
kommandierende General des bayeriſchen 1. Armeekorps,
Prinz Rupprecht mit den Kommandeuren der anderen
Ar=
meekorps, das Offizierkorps der Garniſon Regensburg,
zahlreiche Offiziere anderer Garniſonen, ſodann aus
Ber=
lin Kriegsminiſter von Heeringen, Generalſtabschef von
Moltke, ſowie mehrere Vertreter der Familie von Moltke,
ferner der ſächſiſche und der württembergiſche
Kriegsmini=
ſter als Vertreter ihrer Monarchen und Vertreter der
deutſchen Bundesſtaaten in München, der zweite
Vizeprä=
ſident des Reichstages, Erbprinz zu Hohenlohe=
Langen=
burg, der preuß. Miniſter v. Moltke, Staatsſekretär
Del=
brück, der bayer. Miniſter Frhr. v. Podewils, der Präſ. der
Kammer der Reichsräte Fürſt zu Löwenſtein, mehrere
Mit=
glieder der beiden Kammern des Landtages und noch
an=
dere hervorragende Perſönlichkeiten hatten ſich zu der Feier
eingefunden, die kurz nach 11 Uhr mit dem Einzug der!
geladenen Perſonen in die Walhalla begann.
Nachdem der Regensburger Liederkranz Theodor
Kör=
ners Schlachtenhymne geſungen hatte, gab Kriegsminiſter
v. Horn den Befehl, die Hülle von dem Denkmal
abzu=
nehmen. Die Muſik ſpielte den Fahnenmarſch und die
Artillerie, die auf dem anderen Donau=Ufer aufgeſtellt
war, feuerte den Salut. Dann hielt Kriegsminiſter von
Horn eine Anſprache, in der er u. a. ſagte: In dieſes
Heiligtum deutſchen Nationalgeiſtes, in dem ein echt
deut=
ſcher Fürſt, ein von hohen Idealen getragener,
kunſtbegei=
ſterter König, den großen Deutſchen eine Stätte der
Un=
ſterblichkeit bereitet hat, zieht heute Moltke ein. Der
Deut=
ſchen größter Feldmarſchall, deſſen Wirken die politiſche
Auferſtehung eines großen Volkes ſo machtvoll und
ent=
ſcheidend beeinflußt hat, um einen Platz zur Seite des
gro=
ßen Kaiſers einzunehmen auf der Ehrenbank, die der
Prinzregent als treuer Hüter des Vermächtniſſes ſeines
königlichen Vaters zur Erinnerung an die Gründung des
Deutſchen Reiches gewidmet hat. Mit Ehrfurcht und
freu=
digem Stolze blicken wir heute auf das erhabene
Drei=
geſtirn deutſcher Größe, die ſich uns offenbart in den
Mar=
morbüſten des großen Kaiſers, des großen Kanzlers und
des großen Feldherrn. Von Nord und Süd haben ſich mit
den Abgeſandten von den Reichs= und Staatsbehörden, mit
den Trägern des Namens Moltke Vertreter von Volk und
Heer, alte Mitkämpfer des großen Schlachtenlenkers und
die begeiſterte Jugend in und um dieſen Ruhmestempel
ge=
ſchart, dem Andenken Moltkes zu huldigen. Die Kenntnis
des Lebensganges und die Bedeutung Moltkes iſt
Gemein=
gut der deutſchen Nation. Bewundernswert ſind aber nicht
nur die ſeinem unermüdlichen Schaffen und ſeinem
genia=
len Wirken entſprungenen Erfolge, ſondern auch die
bei=
ſpielloſe erhabene Schlichtheit, mit der er ſie getragen hat.
Die Worte, die Bismarck auf ſeinen Grabſtein ſetzen ließ
— Ein treuer deutſcher Diener ſeines Herrn! — waren
auch der Leitſternein Moltkes Leben. Mit Zuverſicht blickt
das deutſche Volk, blickt das deutſche Heer, in dem Moltkes
Geiſt fortlebt, in die Zukunft. „Deutſchland. Deutſchland
über Alles” „Mit Gott, für Kaiſer und Reich”, bleibt
aller Deutſchen Wahlſpruch für ewige Zeit. Im
Aller=
höchſten Auftrage des Prinzregenten Luitpold von Bayern
lege ich den Lorbeer der Unſterblichkeit an die Büſte des
großen Deutſchen nieder!
Nun ergriff Generalſtabschef v. Moltke das Wort,
um namens des Generalſtabs die Dankbarkeit für die
gnä=
dige Einladung des Prinzregenten zum Ausdruck zu
brin=
gen. Dann fuhr er fort: „Tief bewegt in Erinnerung an
unſeren großen Schöpfer und einſtigen Chef ſind wir, die
Vertreter des Generalſtabs, in dieſen weihevollen Raum
eingetreten,öder eindringlicher als Worte es vermöchten.
von deutſcher Geiſteskraft und Größe zu uns ſpricht. Was
Männer geſchaffenehaben, deren Namen dieſer ſtolze Bau
geweiht iſt, das haben ſie uns, den jetzt Lebenden, als
ein heiliges Vermächtnis hinterlaſſen. Mit dem
General=
ſtab, in dem Angehörige aller deutſchen Kontingente
ver=
einigt ſind, feiert das geſamte deutſche Heer und in ihm
das deutſche Volk das Andenken ſeines unſterblichen
Füh=
rers und Lenkers. In reiner Größe ſteht ſein Bild vor
den Augen der Nation, das Bild eines Mannes, gleich
be=
wundernswert als Feldherr, wie als Menſch, ein Vorbild
jedem Strebenden und Kämpfenden, ſei er Soldat oder
Bürger. In harter Schule ſtählte er ſeinen Charakter,
lernte er Selbſtzucht und Verachtung alles äußeren Scheins,
lernte er ſein Leben beſiegen und beherrſchen, deſſen
Er=
ſcheinung ſein klarer und durchdringender=Perſtandznach
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
Nummer 108.
ihrem Vert und Unwert ſonderte. In der kriſtallaren
Erkenntnis der Dinge und der Verhältniſſe liegt die nur
einem Genie erreichbare Größe ſeines Feldherrntums. Und
dieſer Mann, der ſtill und beſcheiden den Ruhm trug, den
die bewundernde Welt ſeinen Taten zollte, blieb ſich ſelber
treu bis zum letzten Atemzug. Die Pflicht war ihm die
Richtſchnur ſeines langen Lebens, ſeine Begleiterin die
Arbeit, ſein Weſenskern die Treue, das ſind die idealen
Güter, die er uns hinterlaſſen hat, der von den Strahlen
ſeines Genius erhellte Weg, den er uns vorgezeichnet hat.”
Der Generalſtabschef legte nun ebenfalls einen mächtigen
Kranz an der Büſte nieder; ihm folgte Prinz Leppord
namens der bayeriſchen Armee, Miniſterpräſident v.
Pode=
wils namens des bayeriſchen Veteranen= und
Kriegerbun=
des. Regierungsrat Nolze richtete eine patriotiſche
Hul=
digungsanſprache an die Verſammelten, die ausklang in die
Wacht am Rhein”.
Der Thronwechſel in England.
* London, 9. Mai. König Georg hat eine
Botſchaft erlaſſen, in der er unter Berufung auf die
Denkart ſeines Vaters, in deſſen Sinne es ſicher nicht
gele=
gen haben würde, wenn durch ſeinen Tod der Bevölkerung
das Pfingſtfeſt verkümmert würde, die Hoffnung
aus=
ſpricht, daß die kommenden Feſttage wie immer zur
Aus=
ſpannung und Erholung benutzt würden.
Königin Alexandra hat den Wunſch geäußert.
anſtatt „Königin=Witwe” lieber „Königin=Mutter” genannt
zu werden, eine Titulatur, die ſeit den Tagen der
über=
lebenden Gemahlin des enthaupteten „Märtyrerkönigs”
Karl I. in England nicht gebräuchlich geweſen iſt. Ihr
Londoner Witwenſitz wird das dem St. Jamespalaſt
be=
nachbarte, Marlborough=Houſe genannte Palais ſein, das
ſie mit ihrem verſtorbenen Gemahl während deſſen langer
Kronprinzenzeit bewohnt hat. Man nimmt an, daß die
Königin Alexandra künftig einen großen Teil des Jahres
in ihrer däniſchen Heimat verbringen wird, wo ſie ſich in
dem unweit Kopenhagen am Sund gelegenen Badeort
Klampenborg vor einigen Jahren eine Sommerreſidenz
hat erbauen laſſen.
* London, 9. Mai. Das Oberhaus trat mittags
unter dem Vorſitz des Lordkanzlers wieder zu einer Sitzung
zuſammen, in der weitere Mitglieder dem neuen König
den Eid leiſteten. Das Unterhaus verſammelte ſich am
Nachmittag wieder. Der Sprecher, der zum Beſuche ſeines
Bruders, des Botſchafters in Konſtantinopel, geweilt
hatte, konnte heute in England noch nicht eintreffen: an
ſeine Stelle trat der ſtellvertretende Sprecher Emmott. Das
Haus war ſehr gut beſucht; ſämtliche Abgeordnete waren
in Trauerkleidern erſchienen und ſaßen entblößten Hauptes
da. Emmott leiſtete zunächſt dem Könige Georg und
ſei=
nem Erben und Nachfolger den Eid; darauf taten dies die
Mitglieder des Hauſes: unter den erſten befanden ſich die
Miniſter Grey, Lloyd George. Churchill und Burns.
* London, 9. Mai. Bei faſt allen
Polizeige=
richtshöfen wurde anläßlich der Thronbeſteigung des
Königs Georg das Verfahren gegen die Angeklagten
ein=
geſtellt.
* London, 9. Mai. Der Könia und die
Kö=
nigin von Norwegen mit dem Kronprinzen Olaf
ſind heute abend hier eingetroffen; ſie wurden vom König
und der Königin am Bahnhofe empfangen.
* Wien, 10. Mai. (Abgeordnetenhaus.)
Bei Beginn der Sitzung gedachte Präſident Pattai
des Hinſcheidens des Königs Eduard mit
folgenden Worten: „An dem Verluſt, welchen das durch
traditionelle Freundſchaft mit Oeſterreich verbundene
engliſche Volk und das engliſche Königshaus erlitten
hat, nehmen alle Völker Oeſterreichs teil. Ihre
Ge=
fühle vereinigen ſich mit dem Schmerze des
öſterreichi=
ſchen Kaiſers, welcher ſeiner tiefen Anteilnahme um
den mit ihm in verehrungsvoller Freundſchaft
verein=
ten König von England bereits Ausbruck gegeben hat.
Die Trauerkundgebung wurde ſtehend angehört und
der Präſident ermächtigt, das Beileid des Hauſes dem
Sprecher des Unterhauſes mitzuteilen. Das Haus
ſetzte dann die Verhandlung über die Reform der
Ge=
ſchäftsordnung fort.
* Rom, 9. Mai. Die Entſendung des Herzogs von
Aoſta nach London als Vertketer des Königs bei den Bei=
Mrereeten nenentenehenhene
gegeben.
* Petersburg, 9. Mai. Bei der Eröffnung der
heutigen Sitzung der Duma gedachte Präſident Gutſchkow
des ſchweren Verluſtes, den England durch den Tod Konig
Eduards erlitten habe. Den Schmerz Englands teile
Ruß=
land, das in König Eduard einen ſeinem Kaiſerhaus
nahe=
ſtehenden Monarchen verloren, der viel für die
An=
näherung der beiden großen Völker
ge=
wirkt habe. Alsdann ſchlug der Präſident vor, dem
König von England die Teilnahme des Hauſes
auszuſpre=
chen (Beifall) und ihn zu ermächtigen, auch dem engliſchen
Unterhauſe das Beileid des Hauſes auszudrücken. Der
Mi=
niſter des Aeußern ſchloß ſich namens der Regierung der
Erklärung des Präſidenten in vollem Umfange an und
be=
tonte, der ſchwere Kummer, der das engliſche Königshaus
und die befreundete engliſche Nation betroffen habe, rufe
die beſondere Teilnahme Rußlands hervor. Rußland
werde ſtets deſſen eingedenk bleiben, daß der entſchlafene
König mit der ganzen Kraft ſeiner hervorragenden
Per=
ſönlichkeit zur Beſeitigung langjähriger Mißverſtändniſſe
und zur Herſtellung vertrauensvoller und freundſchaftlicher
Beziehungen zwiſchen den beiden Ländern beigetragen, die
gegenwärtig eine feſte Grundlage des Weltfriedens
bil=
deten.
Luftſchiffahrt.
* Linz, 10. Mai. Der Oberöſterreichiſche
Verein für Luftſchiffahrt erſuchte den Grafen
Zeppelin, bei der Fahrt nach Wien eine
Zwi=
ſchenlandung in Linz vorzunehmen. Graf Zeppelin
antwortete telegraphiſch, er bedauere, dem Wunſche
nicht entſprechen zu können, da
Zwiſchenland=
ungen aus flugtechniſchen Gründen vermieden werden
ſollen.
* Paris, 10. Mai. Der frühere Berichterſtatter
über das Kriegsbudget im Senat, Gervais, teilt im
„Matin” mit, daß die Kriegsverwaltung bis Ende
die=
ſes Jahres ſieben Lenkballons beſitzen werde,
Im nächſten Jahre würden noch mindeſtens vier dazu
kommen. Vis Ende 1913 würden, entſprechend dem
vom Kriegsminiſterium ausgearbeiteten Programm,
mindeſtens 20 Ballonhallen fertiggeſtellt ſein. Ebenſo
eifrig beſchäftigt man ſich mit der Verwendung der
Aeroplane für Militärzwecke Von ſieben Offizieren,
die ſich zu Aviatikern ausbildeten, haben bereits vier
das Diplom als Flugmaſchinenlenker erhalten.
* Lyon, 9. Mai. Beim Wettfliegen erreichte
Paulhan eine Höhe von 1250 Metern; er machte
aus dieſer Höhe einen raſchen und ſteilen Abſtieg, der
großen Eindruck machte.
Landwirtſchaftliches.
Der Landwirtſchaftskammer=
Aus=
ſchuß für die Provinz Starkenburg
beab=
ſichtigt, eine Prämiierung von Obſtbaumpflanzungen
durchzuführen, die in Gemäßheit der in der
diesbezüg=
lichen Bekanntmachung veröffentlichen Beſtimmungen
in den Landwirtſchaftskammer=Wahlbezirken IV
(Darmſtadt), VIII (Groß=Umſtadt) und IX (Dieburg=
Reinheim) bezw. in den zu dieſen Wahlbezirken
gehö=
rigen Orten ſtattfinden wird. — Intereſſenten, die
ſich an vorſtehendem Wettbewerb beteiligen wollen,
werden nochmals darauf hingewieſen, etwaige
Anmeld=
ungen bis zum 15. d. M. an den
Landwirtſchafts=
kammer=Ausſchuß Darmſtadt, Bismarckſtraße 52,
ein=
zureichen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs tellegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 10. Mai. Nach einer Blättermeldung
wurde der Vertrag zwiſchen der
Kolonialver=
waltung und der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft für
Südweſtafrika unterzeichnet.
* Berlin, 10. Mai. Der Seniorenkonvent
des preußiſchen Abgeordneten hauſes
beſchloß, die Wahlrechtsvorlage nicht am 25., ſondern
am 27. Mai auf die Tagesordnung zu ſetzen.
* München, 10. Mai. Der wegen Verdachts des
Raubmordes an der Kaffeewirtin in der
Auen=
ſtraße verhaftete Infanteriſt Hoegerle legte ein Ge=
ſtändnis ab, nachdem er mit dem Schafnter konfrenien
wurde, in deſſen Wagen er nach der Tat blutbefleckt
ge=
fahren iſt.
* Altenburg, 10. Mai. Auf der Grube „Adelheid”
bei Haſelbach wurden geſtern nacht durch
Bruchnieder=
gang elf Arbeiter abgeſperrt. Man hofft, die Leute
heute in den erſten Nachmittagsſtunden befreien
können.
* Altenburg, 10. Mai. Wie die „Herzogin
Adel=
heid‟=Grubenverwaltung um 1 Uhr mittags
telegra=
phiert, wurden ſämtliche e 1f Arbeiter ſoeben
glück=
lich gerettet.
* Rom, 10. Mai. Das Senatsmitglied Stanislas
Cannizzaro, ein bekannter italieniſcher Chemiker,
iſt geſtorben.
Es bekommt dem Kinde vorzüglich.
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nahme ſagen hierdurch ihren tiefgefühlten Dank.
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Regen nachlaſſend und langſam aufheiternd, bereits etwas
wärmer
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (B) „Doktor Klaus”.
Saalbautheater, Anf. 8¾ Uhr: „Der fidele Bauer”.
Vorſtellung um 4 und 8½ Uhr im Zirkus Sidoll.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 12. Mai.
Hofreite=Verſteigerung des Heinrich Deſch (
Beſ=
ſungerſtraße 94) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Hofreite=Verſteigerung des Hch. Geigals (Grüner
Weg 17) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Wardaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen, nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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19)
Hiroſhima, drei Stunden ſpäter.
Wenn Du dieſen Brief zuerſt öffnen ſollteſt, ſo lies,
bitte, den anderen, der mit derſelben Poſt kommt, gar
nicht. Ich ſchrieb ihn heute nachmittag, und ich gäbe viel
darum, ihn zurückzuhaben. Als ich auf die Poſt ging, war
ich ſo ganz verzweifelt, daß mir das Gewitter und alles
übrige ganz gleich war. Ich ging immer weiter, bis ich
an den Steindamm kam, wo er einen großen Bogen ins
Meer hinaus macht. Als ich ſo weit als möglich
vorge=
drungen war, kletterte ich zu einer alten Steinlaterne
empor und ließ mir Meerwaſſer und Regen ins Geſicht
ſprühen. Der Wind peitſchte die Wellen mit einer wahren
Wut und ſtürzte ſie gegen den Damm zu meinen Füßen.
Der Donner rollte und brüllte, mächtige Blitze fuhren
mit ſcharfem Schnitt mitten durchs Waſſer. Grün und
violett ſpritzte der Giſcht. Es war der prächtigſte Anblick,
der ſich mir je geboten. Ich fühlte, daß der Wind, die
Tellen und das Gewitter meine Freunde ſeien, die meiner
Wut und meinem Zorn durch ihr Toben und Schreien
Ausdruck gaben.
Ich klammerte mich feſt an meine Laterne, bis das
Ge=
witter vorbei war. Die Kleider tropften, und mein Haar
hing in Strähnen ums Geſicht. Niemals in meinem
gan=
zen Leben fühlte ich mich Gott ſo nahe wie dort, als
plötzlich die Sonne in wunderbarſter Licht= und Farben=
pracht erſtrahlen ließ. Da war der Friede in mein Herz
gekommen, Kameradin. Ich wußte, daß ich nun mein
Kreuz wieder auf mich nehmen und tapfer tragen wollte.
Ich war ſo froh und dankbar, daß ich kaum ruhig
vor=
wärtsſchreiten konnte. In vollem Lauf jagte ich den
Steindamm entlang, immer weiter bis nach Hauſe.
Und nun, nach einem heißen Bad in trockenen
Klei=
dern und mit dem kleinen Teekeſſel, der neben mir
ſummt, möchte ich Dir mitteilen, daß ich mich zum Bleiben
entſchloſſen habe, vielleicht für fünf Monate, vielleicht für
fünf Jahre.
Aus dem Wrack meines alten Lebens iſt doch noch ein
ganz reſpektables Schifflein geworden. Gerade vier Jahre
habe ich gebraucht, um einzuſehen, daß es kein
Vergnü=
gungsboot iſt. Heute abend iſt mir ein für allemal klar
geworden, daß es ein ſehr beſcheidener kleiner Schlepper iſt,
und wo er irgend etwas oder irgend jemand in den Hafen
ziehen kann, da gehört er hin, und da bleibt er.
Sage allen, daß es mir ganz gut geht, und was Dich
betrifft, Liebe, ſo ſorge Dich, bitte, nicht im geringſten um
mich. Ich habe demütig meinen Platz auf der Mitte der
Wippe eingenommen und werde wahrſcheinlich niemals
wieder beſonders hoch oder beſonders tief gehen. Zum
erſtenmal ſeit vierzehn Tagen bin ich ſchläfrig.
Lebewohl, mein Kamerad, und Gott ſei mit Dir!
Hiroſhima, Februar 1905.
Es iſt mir nicht ganz wohl, bis ich Dir geſagt, daß
ich Dein Geheimnis erraten habe und von Anfang an
wußte, daß es Jack ſei. Ich habe es immer gewußt, daß
ihr füreinander geſchaffen ſeid, beide ſo prächtige, edle,
treue Menſchen.
Es iſt nicht Euer ſpezielles Verdienſt, daß Ihr gut
ſeid, es gab keine Wahl, Ihr konntet nicht ſchlecht ſein.
Wie vollkommen Du in all ſeine Pläne und Wünſche
hineinpaſſen wirſt! Ein herrliches neues Leben öffnet ſich
Dir ſo verheißungsvoll, mit großartigen Möglichkeiten,
für Dich und andere Gutes zu ſchaffen, ſodaß es wie ein
Stückchen Himmel ſcheint.
Sag ihm, wie ich mich freue, Kameradin! Ich komme
nicht viel zum Schreiben in dieſen Tagen, aber er ſoll
wiſ=
ſen, daß ich mich über ſein Glück freue.
Ich habe heute in Erinnerungen gelebt, in den alten
Zeiten auf den Bergen, am See und auf dem Gut. Wie
viele von uns ſind ſeit jenen Tagen zum ewigen Frieden
eingegangen! Es kommt mir vor, als ob ich jenen näher
wäre als Euch, die Ihr lebt. Obwohl ich noch auf der
belebten Landſtraße der Erde pilgere, bin ich doch von
ſonderbaren kalten Geſichtern umgeben, die nichts zu tun
haben mit den Freuden und Leiden der Vergangenheit.
Wie ſich der Ausblick ändert, während wir auf dem
Lebenswege dahinwandern! Zuerſt ſieht man nur die
Spitzen der Hügel, roſig und ſtrahlend erſcheinen ſie der
jugendlichen Begeiſterung. Dann kommen die Ebenen in
Sicht, überflutet von hellem Mittagslichte; endlich aber
gleiten wir langſam hinab in die Täler, wo die
Erin=
nerungen wie lange Schatten ins Herz fallen. Dennoch,
trotz aller Kämpfe und Leiden, bin ich doch froh, ſehr froh,
gelebt und gelacht zu haben. Und ich lache wieder, obwohl
meine Kurage vom Stengel fiel und im Straßengraben
lag.
Seite 10.
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Freiheit, war jung und ſtark, darum raſte er eine lange
eiſerne Treppe hinunter, ſprang in den Fluß, ſchwamm
eine Meile weit und gewann die Freiheit. Alles Suchen
war ohne Erfolg. Aber nach zwei Tagen kam er zurück
und übergab ſich ſelbſt der Polizei, um ſeine Zeit
abzu=
büßen. Auch ich tat den Sprung nach der Freiheit, aber
auch ich bin wieder zur Stelle und will meine Zeit
ab=
dienen.
Ich brauche Dir nicht erſt zu ſagen, daß ich mich
ſchäme, die Flinte ins Korn geworfen zu haben. Du wirſt
mir einen troſtreichen Brief ſchreiben und alles
beſchöni=
gen, aber mein Herz ſagt mir, daß Du enttäuſcht biſt, und
das drückt mich ſehr. Mit Anſtand unterzugehen iſt
augen=
blicklich mein höchſtes Streben, aber wie ich mich auch
anſtrenge, ich ſchlage doch immer wieder mit Armen und
Beinen um mich, ehe ich verſchwinde.
Bitte, ſorge Dich nicht um mich, ich verſpreche Dir,
wenn ich wirklich am Ende meiner Kräfte bin. zu
tele=
graphieren, damit Ihr einen Extradampfer für mich
ſchicken könnt. Aber ich habe nicht die Abſicht, an jenes
Ende zu kommen, ſondern vielmehr will ich hinüber auf
die andere Seite vom Ende, und damit iſt alle Gefahr
vorbei.
Zwei lange Monate werden vergehen, ehe ich eine
Antwort hierauf bekomme. Sie wird im April kommen
mit den Kirſchblüten und dem Frühling.
Hiroſhima, März 1905.
Du darfſt nicht zürnen, daß meine Briefe in der
letzten Zeit ſpärlich geweſen ſind. Nach dem Sturm im
Waſſerglaſe ſtürzte ich mich mit aller Macht in die
Ar=
beit, und ſo treibe ich es weiter, was das Zeug halten
will. Zuerſt war großes Reinemachen, und die allte
Bude hat ſich ſchön verwundert über die Verwandlung,
die mit ihr vorging. Neue Vorhänge, neue Tapeten,
gemütliche Fenſterplätzchen und hübſche Sofakiſſen
machten den ganzen Unterſchied. Dann kam der
Kin=
dergarten an die Reihe, und das Reſultat iſt wohl das
hübſcheſte, was es in Japan gibt. Der Raum wurde
weiß gemalt, die Wände orangefarben, an die Fenſter
kamen weiche Muſſelinvorhänge. Sein einziger Schmuck
ſind die bundert lieben Kleinen, die in bunten Kimo=
Was meine Uebungsklaſſe betrifft, ſo kann ich nicht
Worte finden für meine Anerkennung. Es iſt nicht zu
glauben, daß die feinen, tüchtigen, ernſthaften, jungen
Mädchen, die jetzt nach allen Teilen Japans gehen, um
neue Kindergärten zu gründen, dieſelben ſchüchternen,
unſelbſtändigen, albernen Dinger ſind, die vor vier
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Der Himmel weiß, daß ich für meine Arbeit
eben=
ſo unreif war als ſie für die ihre; aber weil Not an
Mann kam, ſchaffte ich beſſer, als ich dachte. Ich folgte
unbekümmert Deinem Rat und band meinen kleinen
Karren an einen Stern. Aber ſiehe! Der Stern
ver=
wandelte ſich in einen Meteor. Nun ſauſt er durch den
Raum und wird immer größer und prächtiger. Aber
ich bin feſt an ihn gebunden, unfähig, ihn oder mich
ſelbſt aufzuhalten.
Was hätte ich aber erſt ausrichten können, wenn
ich mehr Verſtand und Geſchick gehabt hätte!
Die ſchwere Lazarettarbeit dauert fort. Die Säle
ſind öde und abſtoßend und die Tage lang und
trüb=
ſelig für die Kranken. Wir tun, was wir irgend
kön=
nen, um ſie zu erheitern, geben phonographiſche
Kon=
zerte, Vorſtellungen mit der Zauberlaterne, bei denen
der Zauber fehlt, und Harmoniumvorträge. Was
da=
bei herauskommt, iſt meiſt lächerlich, aber die herzliche
Anerkennung, die unſere geringſten Anſtrengungen
bei den Leuten finden, belohnt uns reichlich.
Geſtern ſah ich einen, der geiſtesgeſtört vom
Schlacht=
felde zurückkam. Er ſah aus wie ein ſchreckensſtarres
Tier, fürchtete ſich vor jedermann und kroch unter ſein
Bettuch bei der geringſten Annäherung. Als ich
ein=
trat, kauerte er ſich gegen die Wand und zitterte von
oben bis unten. Ich legte einen großen Blumenſtrauß
auf ſein Bett, und wie der Wind griffen ſeine Hände
danach, und ein Lächeln trat auf ſeine Lippen. Nun
rief er jedesmal, wenn ich vorbeiging, ganz laut:
Arigato, arigato! Die Schweſter ſagt, das ſei das erſte
Zeichen von wiederkehrender Klarheit, was er bis jetzt
gezeigt hat.
Im nächſten Raume lag einer, der vom Maſt eines
Flaggenſchiffes heruntergefallen war. Er war direkt
aufs Geſicht geſtürzt, und ſein Zuſtand zu ſchrecklich,
als daß man ihn erzählen könnte. Die Schweſter ſagte
mir, er könne nicht bis zum Morgen leben, darum legte
ich meine Blumen ſtill auf ſein Bett und wollte eben
das Zimmer verlaſſen, als er mich rief. Sein ganzer
Kopf war mit Verbänden bedeckt, außer dem Mund
und einem Auge, und ich mußte mich ganz nahe zu ihm
hinunterbeugen, um ſeine Worte zu verſtehen. Was
glaubſt Du wohl, was er von mir wollte? Meinen Hut
ſehen! Er hatte noch nie einen geſehen und war
neu=
gierig wie ein Kind.
Als Ausländer veranlaſſen wir natürlich ſtets
Gloſſen. Man beobachtet, beſtaunt und beſpricht uns
fortwährend. Ich komme mir oft vor, wie ein wildes
Tier, das eben in ſeinem Käfig aus dem Herzen Afrikas
angelangt iſt.
Unſer nie verſagender Berührungspunkt ſind die
Blumen. Du glaubſt nicht, wie ſie ſie lieben. Ich habe
manche geſehen, die ſie zärtlich in den Händen hielten
und mit ihnen ſprachen wie mit Kindern. Stelle Dir
vor, daß Soldaten auf dem Rückzuge nach einem heißen
Kampfestage ſtillſtanden, um einen toten Kameraden
eine Blume in die Hand zu geben.
Ach, Gefährtin, die größte Komik und die größte
Tragik, das Schrecklichſte und das Schönſte, alles iſt
untereinander. Jedesmal, wenn ich nach dem Lazarett
gehe, klagen ſie mich an, die Jahre, die ich vergendet,
und die Gelegenheit, die ich verſäumt habe. Es bedarf
ſo wenig, um anderen Sonnenſchein und Freude zu
bringen. Und doch folgen Millionen von uns ihr
Leben lang nur den eigenen ſelbſtſüchtigen Zielen und
halten ſich nie damit auf, an jene zu denken, denen es
ſchlecht geht.
Freilich werde ich weder Miſſionarin noch
Heils=
armeemädchen werden, aber mit Gottes Hilfe werde
ich dienen, irgendwo, und meine Loſung ſoll ſein:
Glück=
auf den Einſamen!
Es geht mir ſehr viel beſſer jetzt, obwohl ich noch
immer mit SSchlafloſigkeit kämpfe. Meine dummen
Nerven ſpielen mir böſe Streiche, aber gottlob! bin ich
nun ruhiger geworden. Endlich habe ich eingeſehen,
daß Gott ſogar mich kleines, zerbrochenes Werkzeug der
Benutzung für wert gehalten hat, und ich erhebe täglich
mein Herz zu ihm, zerſchlagen und verwundet, wie es
iſt, mit tiefem, unausſprechlichem Danke. (Fortſ. folgt.)
Nummer 108.
Bekanntmachung.
Der auf dem Friedhofe an der Nieder=
Ramſtädter Straße gelegene
Erbbegräbnis=
platz: Abteilung II. Buchſtabe R, Nr. 10
(Kaſernenwärter Jung Witwe), auf dem
ſeit länger als 25 Jahren Beerdigungen
nicht ſtattgefunden haben, wird ſeit mehr
als zwei Jahren von dem Verpflichteten
nicht mehr unterhalten.
Gemäß § 28 der Friedhofsordnung vom
9. Juni 1909 fordern wir diejenigen, die
Rechte an den bezeichneten Platz zu beſitzen
glauben, hiermit auf, ſolche auf unſerem
Büro für Friedhofsangelegenheiten (
Wald=
ſtraße 6) vorzubringen, bei Vermeidung des
Rechtsnachteils, daß wir, wenn binnen drei
Monaten, vom Tage des erſtmaligen
Er=
ſcheinens dieſer Bekanntmachung an
ge=
rechnet, Rechte nicht geltend gemacht
wer=
den, zur Einziehung und Weitervergebung
des Platzes ſchreiten werden.
(9946md
Darmſtadt, den 7. Mai 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Mueller.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
Abgabe von Altmaterial.
Auf unſerem Lagerplatz an der
Pallas=
wieſenſtraße iſt eine Partie Alteiſen
abzu=
geben, welche dort eingeſehen werden kann.
Angebote hierauf werden innerhalb der
nächſten vierzehn Tage von uns
entgegen=
genommen.
(9927md
Darmſtadt, den 10. Mai 1910.
Städtiſches Tiefbauamt.
In unſer Handels=Regiſter 3 wurden
ſol=
a gende Einträge vollzogen:
Am 29. April 1910.
Neu eingetragen die Firma:
Darmſtädter Dampfwäſcherei
„Edelweiß”, Friedrich Crößmann,
Darmſtadt.
Inhaber: Friedrich Crößmann, Ingenieur
in Darmſtadt.
Am 9. Mai 1910.
Neu eingetragen die Firmen:
1. Hans Bergmüller, Darmſtadt.
Inhaber: Hans Bergmüller,
Reſtau=
rateur, Darmſtadt.
Hans Bergmüller Ehefrau, Johanna
geb. Rieberer in Darmſtadt, iſt zur
Prokuriſtin beſtellt.
2. Carl Naumann, jr., Darmſtadt.
Inhaber: Carl Georg Max Naumann,
Kaufmann in Darmſtadt.
Hinſichtlich der Firma:
Carl Naumann, Darmſtadt.
Geſchäft und Firma iſt auf Kaufmann
Carl Ferdinand Naumann in Darmſtadt
übergegangen.
Der Uebergang der in dem Betriebe des
Geſchäfts begründeten Verbindlichkeiten und
Forderungen iſt bei dem Erwerbe des
Ge=
ſchäfts durch Carl Ferdinand Naumann
ausgeſchloſſen.
Gelöſcht die Firma:
Carl Naumann sen., Darmſtadt.
Hinſichtlich der Firma:
Wilhelm Kleber, Darmſtadt.
Friedrich Walther, Kaufmann in
Darm=
ſtadt, iſt zum Prokuriſten beſtellt. (9920
Darmſtadt, den 9. Mai 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 25. Mai 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen 1. die den Bauunternehmer
Johan=
nes Grünig IV. Eheleuten in Pfungſtadt
in der Gemarkung Beſſungen
zugeſchriebe=
nen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
I 226¾/10 61 Grabgarten
Sand=
bergſtraße,
I 215¾/100 121 Hofraum mit
Maga=
zin, Beſſungerſtr.,
2. die dem Hermann Geyer II. in
Eber=
ſtadt in der Gemarkung Beſſungen
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 226 739 Hofreite
Sandberg=
ſtraße Nr. 43,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 8. April 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frautz. (L7978,66
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 25. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Bibliothekdiener Joſeph
Goldbach Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr.
qm
1035//10 213 Hofreite Beckſtraße,
II 1035¾/10 65 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K43/10
Darmſtadt, den 9. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L7979,66
Mzeger Ferde Lotterle.
Ziehung am 13. Mai er.
500 Gewinne i. W. von
12000 Mark (9632a
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Sämtliche Gewinne werden auf Wunsch
der Gewinner mit 80 Prozent ihres
Nennwertes in Bar ausbezahlt!
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11 Stück Mk. 10.00.
Porto und Liste 25 Pfennige.
Zu haben bei den Königl. Preuß.
Lotterie-Einnehmern, sowie bei
allen bekannten Verkaufsstellen.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 goldenes Ketten=Armband mit roten Steinchen. 1
Herrſchafts=
kutſcher=Peitſche. 2 Tennisſchläger. 1 Karton mit verſchiedenen Damen=Gürtelſchnallen.
1 noch neuer Damen=Zwicker in gelbem Futteral. 1 kleines graues Portemonnaie mit
1 Pfennig Inhalt und einer Quittung vom „Volksfreund” 1 brauner Damen=
Glacé=
handſchuh. 1 Damen=Viſitenkartentäſchchen mit Perlmuttdecke. 1 leeres ſchwarzledernes
Portemonnaie. 11 Pfund Margarinebutter. 1 blaue Brille mit Futteral. 1
Quittungs=
karte, auf den Namen L. Grünewald lautend. 1 Kontobuch, gez. Schwab. 1 bläuliche
Perlen=Halskette. 1 Kinder=Regenſchirm. 1 buntfarbiger Damen=Gürtel mit
Gold=
ſtreifen. 1 Gummiball. 1 Kinder=Spitzenkragen. 10 Paar verſchiedenfarbiger
Hand=
ſchuhe. 1 großer Schlüſſel. 1 Paar gelblederne Damen=Handſchuhe. 1 Taſchenmeſſer
mit weißem Stiel. 1 Zwicker, 1 weißes Taſchentuch, gez. M. 1 kleiner Schlüſſel.
3 Taſchentücher. 1 Brille. 2 mittelgroße Schlüſſel. 1 kleiner Hohlſchlüſſel. 1
Geld=
betrag in einem Taſchentuch eingebunden. 1 Portemonnaie mit einem größeren
Geld=
betrag. 1 Oelkännchen für Schloſſer. 1 kleines braunes Portemonnaie mit Inhalt.
1 roter Militär=Kragenſchoner.
Verloren: 1 grauer Herren=Handſchuh. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel mit
ſchwarzem Schloß. 1 ſilbernes Bleiſtift. 1 goldener Siegelring mit dunkelrotem Stein.
1 Zwicker ohne Faſſung. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel. 1 ſilberne eckige Broſche
mit 3 gelben Steinchen. 1 goldene Broſche mit Emailbild (Königin Luiſe). 1 Damen=
Regenſchirm mit Perlmuttgriff. 1 dreireihige Wachsperlen=Halskette. 1 großes farbiges
Taſchentuch. 1 kleines Portemonnaie mit 6—8 Mk. Inhalt. 1 Päckchen grauer Sutache
(15—16 Meter). 1 Damen=Regenſchirm mit bunter Borde und kleinen weißen Pünktchen.
1 rotes Portemonnaie mit 2,80 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche mit grünen und roten
Steinchen. 1 grünliches graues Kinder=Jäckchen mit weißem Stickerei=Kragen. 2
Zehn=
markſtücke. 1 Handtäſchchen mit 22 Mk. Inhalt, 1 Schlüſſel und 1 Paar Handſchuhe.
1 Radfahrer=Nummerplatte (ſchwarzes D und die Nr. 17896). 1 braune Brieftaſche.
1 Zwanzigmarkſtück. 1 Düte mit ſchwarz=rot=goldnen Roſetten. 1 weißer Schlips mit
einer Broſche in Form eines Spazierſtocks. 1 Portemonnaie mit 10,25 Mk. Inhalt.
1 goldene eckige Broſche mit Steinchen beſetzt. 1 weißes Taſchentuch, gez. A. S. 6.
1 goldener Ring mit ſchwarzem Stein. 1 Schneiderſchere. 1 Sektzipfel mit blau=
weiß=
gelbem Band und Gravierungen. 1 Invalidenkarte, auf den Namen Anton Reuß
lautend. 1 goldene längliche Broſche (geſchliffenes Gold) mit 2 roten und 1 weißen
Steinchen. 1 Goldgummigürtel mit grünen Fäden durchwirkt. 1 ſilbernes Perlen=
Armband. 1 Granatbroſche (Kreuz, Herz und Anker). 1 Abonnementskarte vom Rich.
Wagner=Verein. 1 gelbes Portemonnaie mit 1,56 Mk. Inhalt und 2 Trauringe, gez.
L. V. und D. A. 07. 1 Schulbibliotheksbuch (Freiheitskämpfe). 1 Double=Zwicker mit
Kettchen. 1 gold. Couleur=Ring (violett=weiß=gold).
Entlaufen: 1 brauner Jagdhund. 1 Dobermanpinſcher. 1 Kriegshund. 1 ſchwarz.
holländiſcher Spitz.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(9922
ſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 däniſche Dogge, 1 Dachshund.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Seite 11.
Bekanntmachung.
Die Lieferung des Brotes und der warmen Koſt ſowie die Beſorgung der
Leib=
wäſche für die Schüblinge und Polizeigefangenen während des Rechnungsjahres 1910
ſoll vergeben werden. Die Anerbieten ſind bis
Mittwoch, den 18. I. Mts., vormittags 10 Uhr,
bei Großh. Polizeiamt (Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 24) verſiegelt abzugeben,
wo=
ſelbſt auch die Bedingungen einzuſehen ſind.
Darmſtadt, den 7. Mai 1910.
(10009
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 11. Mai 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe)
verſchiedene Möbel, darunter Betten, Waſchkommode, Pianinos, Büfett,
Spiegelſchränke, Schreibtiſche, Schränke, Diwans, Nähmaſchinen, ferner
Wirts=
tiſche, Stühle, Gläſerſchrank, Büfett mit Preſſion und kupfernem
Ab=
laufbrett, 1 Eisſchrank, 1 Eckenausſtoßmaſchine, 1 Dezimalwage,
Waſch=
maſchine, 1 Gasherd, 1 Partie Tuſchendrell, Satin, Serge= und
Seiden=
ſtoffe, 1 Ladentheke, 1 Partie Geſchäftsbücher, Kunſtblätter, Diele und
Ge=
rüſtſtangen, Falzziegel, 1 24pf. Tarack Chaſſes=Motor, verſchiedene Wagen,
Landauer, Coupees, Motorrad, 1 Hund (Bernhardiner) zwangsweiſe,
auf freiwilligen Antrag
1 guterhaltenes Fahrrad
verſteigert werden.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Gegenſtände findet ſicher ſtatt.
(10002
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 12. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale „Zur Ludwigshalle” Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
Eine Partie Wein, 33 ½ und ½ Flaſchen Kognak und Likör, 30 Büchſen
Kindermehl, 27 Päckchen Tee, 2 Ladentheken, 1 Warenſchrank, 110
Geſchäfts=
bücher, eine Partie Gratulationskarten und Briefpapier, 2 Rollen
Zeichen=
papier, 1 Halbverdeck, 1 Wagen, 1 Ballen Hemdentuch, 1 Pianino, 1 Büfett,
1 Kaſſenſchrank, 2 Schreibtiſche, 1 Eisſchrank, 3 Kleiderſchränke, 1
Bücher=
ſchrank, 1 Kredenzſchrank, 1 Kommode, 2 Vertikos, 3 Diwans, 2 Sofas,
1 Tuba, 1 Geldkaſſette, 2 Fahrräder, 1 Nähmaſchine, 2 Seſſel, 1 Kopierpreſſe,
1 Blumentiſch, 1 Teeſervice, 1 Wage mit Gewichten, 1 Standuhr, 1
Waſch=
kommode, 1 Nachtſchränkchen, 1 Vogelkäfig, Tiſche, Stühle, Bilder, Spiegel
u. a m.
10016)
Darmſtadt, 10. Mai 1910.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
Versteigerungs=Anzeige.
Freitag, den 13. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im ſtädtiſchen Pfandlokale Ludwigshöhſtraße Nr. 4 dahier
zwangs=
weiſe gegen bare Zahlung folgende Gegenſtände:
2 Kleiderſchränke, 1 ruſſiſches Billard, 1 Ladentheke, 2 Spiegelſchränke,
(9902imf
1 Schreibtiſch, 1 Büfett, 2 Vertikos, 1 Diwan und 1 Kredenz.
Sämtliche Möbelſtücke ſind noch ſehr gut erhalten.
Darmſtadt, 9. Mai 1910.
Dörr, Pfandmeiſter,
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
Nummer 108.
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*11798) Sehr gute, ältere Köchin ſucht
Stell. in kl. Haush. zur ſelbſt. Führ., ein
jüng., fein bürgerl. Köchin und ein 26 jähr.
angeneh. Hausmädch., w. ſchneid., büg.,
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zum 15. Mai, ebenſo ein tücht. Hausmädch.,
weich. 6 Jahre bei ein. Herſch. war, nähen,
ſervier. u. perf. bügel. k., ſowie meh. j. beſſ.
Mädch., w. Lieb. z. Kind. h., ſ. Stell. z. 1. Juni
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwach, den 11. Mai 1910.
Nummer 108.
Was man auf der Reiſe trägt.”
Ueber die Kunſt zu reiſen ließe ſich ein langes Kapitel
ſchreiben. Sie iſt ein Sport geworden, der beſonders von
den Frauen recht oft mißverſtanden wird. Denn gerade
auf der Reiſe ſchießen die letzteren meiſt über das Ziel
hinaus. Entweder ſchleppen ſie eine Menge überflüſſiger
Garderobe mit, oder ſie verfallen ins Extrem, meinen
mit einem Minimum an Kleidung auszukommen und
machen dann im Hotel ein klägliches Figsko. Die
Spar=
ſamſten unter ihnen halten außerdem treu an der von
Großmutters Zeiten her geheiligten Tradition feſt, daß
man um himmelswillen auf der Reiſe nichts „Gutes”
anziehen dürfe, ſind aber empört, wenn ſie ihrer „
ver=
floſſenen‟ Toilette entſprechend taxiert und
behandelt werden. Und die Moral von der
Geſchicht? Hüte ſich jede vor dieſer falſchen
Sparſamkeit, denn gerade unterwegs wird
die Frau nur nach ihrem Aeußeren beurteilt.
Steht ihr kein einwandfreies Koſtüm zur
Verfügung, ſo tuts auch einer der leichten
halbloſen Reiſemäntel aus Alpakka, Panama,
Shantung oder Leinen, wie einen ſolchen
das elegante Modell Nr. 1973 veranſchaulicht.
Das Aparte dieſes Mantels liegt in den
großen übereinander fallenden Taſchenpatten
und den breiten aufgeſteppten Beſatzſtreifen,
die vorn und im Rücken gürtelartig wirken.
Den langen Schalkragen deckt dunklere
Seide bei Leinen und Shantung türkiſch
gemuſterter Foulard. Im allgemeinen wird
ſich der Reiſeanzug, will man praktiſch ſein,
ſtets nach dem Ziele richten. Für die heiße
Jahreszeit und zu Badereiſe iſt einer dieſer
leichten hellen Mäntel das
Empfehlens=
werteſte, weil er das Kleid vor Staub
ſchützt und auch als Brunnenmantel
ge=
tragen werden kann. Geht die Reiſe ins
Gebirgs, ſo iſt ihm der Bozener Mantel
(Modell Nr. 1962) vorzuziehen, der, leicht
und waſſerdicht, berufen iſt, die nicht
immer praktiſchen Wettercapes abzulöſen.
Am beſten aus leichtem, flauſchigem
Hima=
layaloden, iſt er loſe und bequem geſchnitten,
vorn durchgeknöpft und mit einer loſe über
Mode
den Aermelanſatz fallenden Paſſe gearbeitet,
die neben dem Riegel, der die Rückenfalten
zuſammenhält, das Charakteriſtiſche dieſer Mäntel
aus=
macht. Wer mehr Wert auf das Flotte, Jugendliche
legt, wählt beſſer eins der chiken Jackenkoſtüme. Beſonders
hübſch und zweckmäßig ſind dieſe aus den heuer
hoch=
beliebten ſtarkfädigen engliſchen melierten Stoffen in
ſchwarzeweiß, braun=weiß, grün=weiß, an denen Staub
und Flecken kaum zu ſehen ſind und die dabei ſo überaus
gediegen und ſolid wirken. Ihre einzige Garnitur beſteht
in ſchönen Knöpfen, ihr Chik liegt in der ſchlichten Form
und erſtklaſſiger Ausführung. Anders verhält es ſich mit
den für warme Tage beſtimmten Leinen= und
Shantung=
koſtümen, deren Eleganz noch durch türkiſche Beſätze und
reiche Verſchnürungen gehoben wird. Der ſtets füßfreie
Rock iſt hier nicht ſelten faltig oder doch öfters mit
Faltengruppen gearbeitet, die ſich dann am Rückenſchoß
der halblangen Jacke wiederholen. Die Form der letzteren
iſt, wie unſer Shantung=Modell. Nr. 1975 erkennen läßt,
immer ſchlank und ziemlich anliegend, ohne die
Körper=
form allzu ſehr zu betonen. Bemerkenswert iſt hier der
vorn in ein tiefes Revers auslaufende Matroſenkragen,
der teilweiſe mit glänzender Seide gedeckt iſt. Der
fuß=
freie Faltenrock fällt ſchlank herab. Ergänzt wird ein
ſolches Reiſekoſtüm gern durch eine kleingemuſterte
Foulardbluſe, die nicht allzu ſtark abſticht oder eine weiße
Batiſthemdbluſe. Einheitlicher noch macht ſich eine
be=
druckte Baſtſeidenbluſe, für die es reizende, mit türkiſchen
Vorten und kleinem Pleinmuſter bedruckte Stoffe gibt.
Weniger praktiſch, wenn auch hochmodern, ſind die mit
angeſchnittenen Aermeln verſehenen legeren türkiſchen
Seidenbluſen, die halsfrei und mit einer Pierrotkrauſe
umrandet, durch Seidenvoile oder Gaze in der Farbe des
Koſtüms verſchleiert werden. Billiger und praktiſcher ſind
dieſe Bluſen in buntbedrucktem Baumwollkrepp, der die
ſchätzenswerte Eigenſchaft beſitzt, des Plättens nach der
Wäſche entbehren zu können. Zum engliſchen Jackenkleid
und für kühlere Tage ſpielt die Hemdbluſe aus Flanell,
Kaſchmir, Rohſeide und Foulard, durch einen weißen
ſteifen Kragen oder feine Batiſtgarnituren mit pliſſiertem
Jabot vervollſtändigt, die Hauptrolle. Und da ſie korrekter
und adretter als die loſen, nur für volle Figuren
geeig=
neten japaniſchen Bluſen wirkt, wird ſie
von Vielen dieſer Modeneuheit vorgezogen.
Für das unter dem Mantel getragene
Reiſekleid erweiſen ſich die kleinkarierten
ſchwarz=weißen Stoffe als recht praktiſch,
da ſie bei aller Leichtigkeit warm genug
ſind, freundlich ausſehen und ſich gut tragen.
Man verarbeitet ſie mit Vorliebe zu
Ruſſen=
bluſenkleidern, garniert ſie mit farbigem
Seidenvorſtoß und vervollſtändigt ſie durch
einen roten oder grünen Lackledergürtel. Das
Reiſekleid aus glattem Stoff wird gleichfalls
bluſig, aber weniger ſchlicht und vielfach
mit angeſchnittenem Aermel gearbeitet
und mit Borten, Seidenlitze, Knöpfen
aus=
geputzt. Für längere Reiſen empfiehlt
es ſich, einen Schlafanzug mitzunehmen,
der aus langer Sackſacke und beguemem
Beinkleid beſtehend, in Rohſeide wie
engliſchem Flanell getragen wird. Unter
den Kopfbedeckungen hat ſich die große
flache Sportmütze aus dem Stoff des
Koſtüms oder Mantels oder aus
Stroh=
ſtoff am meiſten bewährt, wenn es auch
Damen gibt, die ihr aus Gründen der
Kleidſamkeit einen ſchützenden, nicht zu
umfangreichen Hut mit farbigem
Auts=
ſchleier vorziehen. Für ältere Damen
bleibt eine dunkle, leichte Strohtoque
mit Flügelgarnitur die paſſendſte
Kopf=
bedeckung, die meiſt einen zweiten Hut
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Monats-Versammlung
Donnerstag, den 12. Mai, abends 8 Uhr,
im Fürſtenſaal (Grafenſtraße).
Tages-Ordnung:
1. Geſchäftliche Mitteilungen.
2. Verſchiedene Referate über literariſche Neuigkeiten.
Der Vorstand.
NB. Die verehrl. Mitglieder wollen den der Monatsſchrift beigegebenen „
Gut=
ſchein” beachten.
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Blumenpflege in Arbeiterkamilien.
Die Abgabe der Pflanzen in Gruppen von je 3 Stück für 30 Pfg. findet am
Don=
nerstag, den 12. d. M., vormittags von 8 Uhr an, in der Knabenarbeitsanſtalt ſtatt.
Jeder Abnehmer hat auf nur eine Gruppe Anſpruch.
(3947
Darmſtadt, den 11. Mai 1910.
Der Ausſchuß.
Saalbauthenter.
Direktion: Willy Römheld.
Wiener
Operetten-Ensemble.
Abschieds-Abend!
Heute Mittwoch
11. Mai, 8¼ Uhr:
Der
bis zum Schluß.
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Tränen werden gelacht (*3
sowie die ürigen, sehenew. Aammern
Mienstage u. Jamstege Fregranwechet.
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Höhen-Club.
Auf Pfingſten:
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Näheres am 12. Mai,
abds. 9 Uhr, im „Prinz
Carl”. Gäſte ſind
will=
kommen.
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Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske (B1023
Eintritt 25 Pfg.
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200 Personen.
Mittwoch, 11. Mai 1910: 2 gr. Vorstellungen 2
um 4 Uhr: Letzte Ausnahme-Matinee bei halben Preisen für Gross
und Klein auf allen Plätzen.
Um 8¼ Uhr: Gala-Sport-Vorstellung
zu Ehren des Direktors César Sidoli.
5 maliges Auftreten des Direktors mit seinen unerreichten
Massen-Pferde-Dressuren. Bis zu 100 Pferde in der Manege.
Donnerstag: Wiederholung des Gala-Sport-Abends
zu jeder Vorstellung neues Programm!
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Mittwoch, den 11. Mai 1910.
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Szeniſche Leitung: Regiſſeur Hacker.
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Gatte.
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Emma, deren Tochter
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Hr. Jordan
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Auguſte, Dienſt=
Klaus
mädchen)
Frl. Wisthaler
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Anna
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. . . Hr. Holler
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Doktor Klaus . . . Hr. Max Kühne
vom Stadttheater in Chemnitz, als Gaſt
Nach dem 2. Akte findet eine längere
Pauſe ſtatt.
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(Kleine Preiſe)
Proſzeniumsloge 5 Mk., Fremdenloge 5 Mk.,
Balkonloge 4.50 Mk., 1. Rang 4 Mk., 2. Rang:
(1. bis 6. Reihe) 2.— Mk., (7. und 8. Reihe)
1.60 Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 3.50 Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.— Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.20 Mk., (6. bis 8. Reihe) 1.80 Mk.,
1. Galerie 1.— Mk., 2. Galerie 50 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende vor 10 Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 12. Mai. 173. Ab.=Vorſtell.
A 44. „Mignon.” Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Freitag, 13. Mai. Außer Abonnement.
Schüler= und Volks=Vorſtellung zu ermäß.
Preiſen: „Wallenſteins Tod”.
Wal=
lenſtein . . Herr Max Kühne vom
Stadt=
theater in Chemnitz, als Gaſt. Anf. 7 Uhr.
(Vergl. beſondere Anzeige.)
Sonntag, 15. Mai. (Keine Vorſtellung.)
Montag, 16. Mai. 174. Ab.=Vorſtellung.
B 44. „Lohengrin.” Lohengrin . Hr.
Alfred Goltz vom Königl Hoftheater in
Stuttgart. a. G. Große Pr. Anf. 6 Uhr.
Programm
zu dem am Mittwoch, den 11. Mai,
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Inf.=(Leibgarde) Regts. Nr. 115.
1. „Deutſch und furchtlos”, Marſch von H.
Saro. 2. Trauermuſik beim Tode Sieg=
„ von R.
frieds aus „Götterdämmeru (1947 von
Wagner. 3. Ouvertüre zu
Jon=
L. v. Beethoven. 4. Fantaſie
deliers” von A. Sullivan. Strengste
kinder”, Walzer von E. WalPlatz.
Marine”, Marſch von Th.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 11. Mai 1910.
Nummer 108.
ein S. Karl Reinhard. Am 1.: dem Schuhmacher Georg
Sport.
Gewinnauszug
Volk, Große Bachgaſſe 14, eine T. Lina. Am 30.
Pkr. Rennen zu Hoppegarten. Der am
Montag vor Beginn der Rennen niederſtrömende
Ge=
witterregen hatte das Geläuf auf der Hoppegartener
Bahn ſehr tief gemacht, wodurch verſchiedene
unerwar=
itete Reſultate hervorgerufen wurden. Nicht dadurch
zu erklären iſt die Niederlage von Fervor, der
im Charmant=Rennen, der Hauptkonkurrenz des Tages,
als Letzter das Ziel paſſierte. Wenn der Weinbergſche
Hengſt auch wahrſcheinlich nicht die ſo gut wie nie
zu=
vor auf dem Poſten befindliche Blauſtrumpf geſchlagen
lhätte, ſo iſt ſein vollſtändiges Verſagen doch
hauptſäch=
llich ſeinem Reiter Childs zuzuſchreiben, der ſich in der
Geraden erſt außen und dann innen völlig einklemmen
ließ, ſo daß dem Hengſt jede Möglichkeit, nach vorn zu
kommen, genommen war. Herrenmeiſter führte nach
dem Start mit großem Vorſprung vor Capella, der
wie=
derum nach Längen Fervor vor Blauſtrumpf und
Joſef I. folgte, bis in den Einlaufsbogen, wo ſich das
Feld mehr zuſammenſchob. Vor den Tribünen war
Herrenmeiſter geſchlagen, dagegen zog die von Miller
geſteuerte Blauſtrumpf leicht an Capella vorbei und
igewann überlegen. Mehr noch als bei Blauſtrumpf
war der Sieg von Germania I. im Jedfoot=Handikap
auf das Konto Miller zu ſetzen, der mit einem genau
berechneten Vorſtoß den etwas ſorglos nach Hauſe
ge=
rittenen Wanderfalke ſicher ſchlug. Die Weinbergſchen
Farben wurden im Strausberg=Rennen durch Camena
zu einem überlegenen Siege getragen. Eine große
Ueberraſchung bedeuteten die Erfolge von Syndikus
und Süßmaul.
Av. Das internationale Flugmeeting
von Lyon wurde am zweiten Tage mit zahlreichen
intereſſanten Flügen fortgeſetzt. Der Preis der beſten
Geſamtzeit wurde von Legagneux (Sommer) mit 2
Stunden 33 Minuten 46 Sekunden gewonnen. Im
übrigen flogen van den Born (Farman) 1141:49,
Cha=
vez (Farman) 39 Minuten 16 Sekunden, Metrot (
Voi=
ſſin) 25:55, Molon (Blériot) 25:39, Latham (Antoinette)
118:29 und Paulhan (Farman) 12:44. Den Preis für
den größten Dauerflug gewann gleichfalls Legagneuz
mit 75,6 Kilometern. Van den Born flog 45,3
Kilo=
meter, Chavez 41,6 Kilometer. Den
Geſchwindigkeits=
preis gewann Latham it 18:29,3 für 20 Kilometer vor
Legagneux und van den Born. Ebenſo holte ſich Latham
den Rundenpreis. Dagegen gewann Legagneux
wie=
derum den Paſſagierpreis mit 1,4 Kilometer. Latham
und Legagneux entgingen am Vormittag nur mit
knap=
per Not einem ernſten Unfall. Beide bewarben ſich um
den Höhenpreis, als plötzlich ein heftiger Windſtoß die
Apparate aus dem Gleichgewicht brachte. Latham
ver=
ſuchte ſchleunigſt zu landen, prallte jedoch ſo heftig auf
den Erdboden auf, daß der Apparat ſehr ſtark havariert
wurde. Legagneux wurde abgetrieben, landete dann
aber glatt auf freiem Felde und konnte ſpäter wieder
nach dem Aerodrom zurückfliegen.
Literariſches.
— Sexual=Probleme. Zeitſchrift für
Sexual=
wiſſenſchaft und Sexualpolitik. Herausgeber Dr. med. Max
Marcuſe, Berlin. Halbjährlich 6 Hefte, 8‟, 4 Mark.—
Frankfurt a. M., J. D. Sauerländers Verlag. Es hat
ſich ein Organ als notwendig erwieſen, das als
Sammel=
punkt für die verſchiedenen Stimmen dient, das die
einzel=
nen Fragen auf dem ſexuellen Gebiete objektiv erörtert
und die von den verſchiedenen Seiten geäußerten
Vor=
ſchläge und Argumente kritiſch beleuchtet. Dieſer Aufgabe
unterzieht ſich nun die Zeitſchrift „Serual=Probleme” von
der uns der 5. Jahrgang abgeſchloſſen vorliegt. Welch
eine Fülle von Material aus der Feder tüchtiger
Fach=
leute bietet uns der faſt 1000 Seiten umfaſſende Band.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
9—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
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Geborene. Am 1. Mai: dem Bezirksbeamten der
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dörfer Straße 11, ein S. Otto Karl Ernſt. Am 3.: dem
Privatier Dr.=phil. Ferd. Michel, Wendelſtadtſtr. 1,
April: dem Vizewachtmeiſter beim Garde=Drag.=Regt.
Nr. 23 Hermann Rühmann, Sandſtraße 42, eine T.
Elſa Agnes. Am 1. Mai: dem Badewärter im Städt.
Hallenſchwimmbad Karl Heinrich Auguſt gerufen
Lud=
wig Müller, Pallaswieſenſtraße 54, ein S. Willi. Am
5.: dem Metzger Gg. Bernius, Arheilger Straße 75,
eine T. Auguſte. Am 3.: dem Fabrikarbeiter Chriſtian
Lang, Karlſtraße 47, eine T. Erna. Am 4.: dem
Dach=
decker Ludwig Kroll, Hinkelsgaſſe 16, eine T. Martha.
Am 30. April: dem Reſtaurateur Karl Gerhardt,
Rhönring 79, ein S. Hermann. Am 5. Mai: dem
Tag=
löhner Julius Oppermann, Große Kaplaneigaſſe 37,
eine T. Dina Margareta. Am 2.: dem Gärtner Phil.
Metzger, Große Ochſengaſſe 12, eine T. Hildegard.
Am 5.: dem Bierbrauer Friedrich Stumptner,
Saal=
bauſtraße 37, eine T. Chriſtine Kätchen. Am 8.: dem
Stationsſchaffner Anton Scholl, Bleichſtraße 20, eine
T. Luiſe. Am 3.: dem Feldwebel im Leibgarde=Inf.=
Regt. Nr. 115 Heinrich Schott, Alexanderſtraße 22,
eine T. Kathar. Luiſe.
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2 Jahre, ev., Zwingenberg. Am 5.: Marie Weber
geb. Traiſer, Witwe des Schuhmachermeiſters, 89 J.,
ev., Liebigſtraße 4. Am 4.: Ph. Roth, S. des Zieglers,
2 Jahre, ev., Heinheimerſtraße 90. Rentner Mayer
Oppenheimer, 82 Jahre, iſrael., Schuchardſtraße 15.
Am 6.: Lademeiſter Valentin Schäfer, 55 J., ev.,
Feld=
bergſtraße 84. Am 5.: Dienſtmann Daniel Simrock,
67 Jahre, kath., Langegaſſe 14. Großh. Hauswärter i. P.
Friedr. Haun, 55 Jahre, ev., Kiesſtraße 93. Am 6.;
Aug. Bernius, T. des Metzgers, 12 Stunden, ev.,
Ar=
heilgerſtraße 75. Kaufmannslehrling Gg. Schmitt,
16 Jahre, ev., Schuchardſtraße 6. Sophie Weiſel geb.
Zimmer, Ehefrau des Werkmeiſters, 27 Jahre, ev.,
Frankfurter Straße 250. Kath. Maria Fauſt, T. des
Wirts, 2 Jahre, kath., Bensheim. Am 8.: Sophie
Walter geb. Vogel, Witwe des Schreiners, 67 Jahre,
ev., Arheilger Straße 25. Am 7.: Werkführer i. P. J.
Friedrich Diehl, 68 Jahre, ev., Wenckſtr. 52. Student
Erwin Bernhard Hilgendorf, 28 Jahre, ev.,
Guten=
bergſtraße 28. Am 8.: Eleonore Gelfius geb.
Petzin=
ger, Witwe des Zimmermeiſters, Mühlſtraße 20. Eliſ.
Dietrich geb. Benz, Witwe des Ziegeleibeſitzers, 83
Jahre, ev., Kranichſteiner Straße 46. Am 9.: Eliſ.
Neubert, T. des Fabrikarbeiters, 17 Tage, ev.,
Kies=
ſtraße 22.
der
500
ze2. Königlich Preußiſchen Flaſſenletterie.
6. Klaſſe. 2. Ziehungstag. 9. Mai 1910.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 15000 Mk. 299313
3 Gewinne zu 10000 Mk. 167830 206099 208027
4 Gewinne zu 5000 Mk. 45393 104564 230715
248237
35 Gewinne zu 8000 Mk. 13503 14414 14788 35671
39183 81271 89729 92715 113397 117047 121141 129846
132132 140425 142217 145445 148281 157646 168436
169540 174033 177101 189689 208004 212794 213678
221356 224336 240108 267628 268369 271244 293444
295251 301507
65 Gewinne zu 1000 Mk. 6371 5664 10127 11712
14761 16886 22314 27991 37550 44440 47596 48493
51197 56188 67641 69570 62438 64674 66194 83710
86636 89915 90021 91553 93164 103242 113517 119273
119626 123138 128139 133625 134866 134991 142360
143761 146019 158409 158535 159463 161465 163530
169120 190943 191504 201197 213649 217849 226314
232347 245341 245484 248319 249664 256590 259541
260267 261479 272661 278679 283128 288153 291580
303302 303996
106 Gewinne zu 500 Mk. 678 2425 4823 5476
13438 15135 15658 17350 28444 41366 41841 5038).
60803 51108 51852 53916 54577 62716 63922 6878s
77327 79415 79428 86380 91535 95788 97112 99814
102508 105799 112800 113198 114448 115594 117946
117963 120817 122070 126649 133459 144517 146667
147813 149077 149789 149942 151823 154060 155279
155741 158586 164728 167438 173772 174981 180186
180640 182522 186491 190126 192272 192885 193686
207598 207603 208535 210314 210547 222758 228522
232816 234223 234418 237068 238511. 244355 244393
244592 245059 246609 247938 249910 249948 253081
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In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 30000 Mk. 2216
2 Gewinne zu 15000 Mk. 56254 228718
2 Gewinne zu 10000 Mk. 138312 145033
1 Gewinn zu 5000 Mk. 94443
44 Gewinne zu 3000 Mk. 2227 13708 18149 22559
29884 43635 47562 48106 48631 49540 74223 87205
107289 116391 141127 141788 146131 146945 150332
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187799 194687 201710 203405 204592 218590 222675
223603 229853 231222 231614 239937 250112 262053
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