Darmstädter Tagblatt 1910


30. April 1910

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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

100.

Samstag, den 30. April.

1910.

Die heutige Nummer hat 36 Seiten.

Der Antrag Erzberger und das Zeutrum.
* Die Kölniſche Volkszeitung ſtellte allen Ausreden
des Abgeordneten Erzberger gegenüber feſt, der Antrag
Erzberger habe niemals der Fraktion vorgelegen, keine
Fraktionsſitzung habe ſich mit dem Antrag, der von maß=
gebenden
Herren der Fraktion mißbilligt werde, befaßt,
und alles, was der Abgeordnete Erzberger dagegen ſage,
ſeien nichts als Ausflüchte. Es ſei unzuläſſig, wenn Erz=
berger
es ſo darzuſtellen ſuche, als ob ſämtliche Zentrums=
mitglieder
der Kommiſſion mit dem Antrag einverſtanden
geweſen ſeien. Sicherlich hätten z. B., um nur zwei
Namen zu nennen, Freiherr v. Hertling und Dr. Spahn
nicht dafür geſtimmt, wovon auch Erzberger frühzeitig
genug ausdrücklich unterrichtet worden ſei. Mehrere Mit=
glieder
hätten bei der Abſtimmung in der Kommiſſion ge=
fehlt
. Hieran knüpft die Kölniſche Volkszeitung den
dringenden Wunſch, daß die Preſſe nicht ſo bald
wieder mit einem Fall Erzberger über=
raſcht
werde. Es ſeien der Fälle nun gerade genug.
Herr Erzberger ſelber ſcheine leider jetzt noch nicht das
volle Verſtändnis für ſeinen letzten Fall und alle die Fälle
vor und nach dem 13. Dezember 1906 zu haben. Fraktion
und Parteileitung hätten ein Intereſſe daran, daß Herr
Erzberger nicht als der Führer der Fraktion und der
Partei erſcheine, ſondern innerhalb angemeſſener Grenzen
ſich betätige. Der Außenſtehende müſſe es als einen unge=
ſunden
Zuſtand empfinden, wenn in einer Fraktion von
104 Mitgliedern mit ſo vielen erfahrenen Parlamentariern
faſt in jeder Kommiſſion und faſt in jeder Plenarſitzung
der Name Erzberger genannt werde, nicht bloß einmal,
oft ein halb Dutzende Mal als Redner zu Gegenſtänden,
die andere Herren ebenſo behandeln könnten. Wer ſoviel
rede, ſchreibe und treibe, der könne nicht alles mit der glei=
chen
Sorgfalt und Gründlichkeit behandeln, ſelbſt wenn er
ein Genie erſten Ranges wäre.
Weniger ſcharf, aber ebenſo entſchieden wandte ſich die
Zentrums=Parlaments=Korreſpondenz gegen Erzberger, in=
dem
ſie ſchrieb:
Der Antrag iſt weder in der Fraktion noch mit den
maßgebenden Perſönlichkeiten der Fraktion beſprochen
worden. Er ſtellt eine private Arbeit des Abg. Erz=
berger
dar, und dieſer trägt auch allein die Verantwortung
für ihn. Wie groß dieſe ſein wird, läßt ſich zurzeit noch
nicht überſehen, iſt dem Antragſteller vielleicht ſelber nicht
bekannt. Jedenfalls aber wird er ſich ſelbſt allein die
Schuld zuzuſchreiben haben, wenn die Fraktion nicht in
der Lage ſein wird, den Antrag zu unterſtützen.
Nach dieſer kräftigen Abſchüttelung hätte man anneh=
men
dürfen, daß ſchon in der Budgetkommiſſion, die am
Dienstag den Antrag Erzbergers ablehnte, auch die Mit=
glieder
der Zentrumspartei gegen ihr Fraktionsmitglied
geſtimmt hätten. Das iſt aber keineswegs geſchehen. Der
Abgeordnete Erzberger kann vielmehr in einer Erklärung
gegen die Kölniſche Volkszeitung ausdrücklich feſtſtellen,
daß alle in der Kommiſſion anweſenden Zentrumsabge=
ordneten
für ſeinen Antrag geſtimmt haben. Es wird ge=
ſagt
, daß der Antrag von maßgebender Seite in der Frak=
tion
mißbilligt werde. In der Budgetkommiſſion ſitzen
neben Herrn Erzberger u. a. die Herren Gröber, Spahn,
Schaedler und Frhr. v. Hertling. Sollten dieſe Herren in
der Fraktion nicht mehr maßgebend ſein, da ſie den An=
trag
Erzberger doch offenbar gebilligt und für ihn geſtimmt
haben?

Die Ausweiſungsmaßregeln im preußiſchen
Abgeordnetenhauſe.
* Dem Abgeordnetenhaus iſt der Bericht der Ge=
ſchäftsordnungskommiſſion
über den Antrag
der Abgg. Ahrens=Klein=Flöthe u. Gen. (konſ.) zugegangen,
betrefſend die Aenderung der Geſchäftsordnung in bezug
auf die Aufrechterhaltung der Ordnung und die Einſchrän=
kung
von langen Reden. Nach dieſem Bericht führte Prä=
ſident
v. Kröcher in der Sitzung aus, daß die infolge
des unparlamentariſchen Verhaltens der Sozialdemokraten
beſchloſſene Verſchärfung wohl genügen würde, um
die Ordnung im Hauſe aufrecht zu erhalten, daß ihm aber
die Mittel zur Durchführung dieſer Beſchlüſſe
fehlen.
Die Diener des Hauſes könnten nicht dazu heran=
gezogen
werden, Gewalt gegen Abgeordnete zu gebrau=
chen
, da ſie dieſe als ihre Vorgeſetzten anzuſehen hätten.
Es würde eine vollſtändige Untergrabung der Autorität

der Abgeordneten bei den Angeſtellten des Hauſes damit
eintreten. Beſondere Beamte für ſolche Möglichkeiten an=
zuſtellen
, empfehle ſich auch nicht, es ſei zu beachten, daß
ein ſich widerſetzender Abgeordneter von ſeiten ſeiner
Freunde leicht Unterſtützung finden könnte, ſo daß zur
Brechung des Widerſtandes mehrere Beamte hinzugezogen
werden müßten. Womit aber ſollten dieſe Beamten, die
doch hoffentlich niemals in Tätigkeit treten würden, ſonſt
beſchäftigt werden? Sie hätten höchſtwahrſcheinlich wäh=
rend
der ganzen Zeit ihrer Anſtellung nichts zu tun und
würden ſo nur ein Anlaß zur Unzufriedenheit der anderen
beſchäftigten Beamten ſein. Es müßte daher daran gedacht
werden, von auswärts Organe heranzuziehen. Ueber
dieſe Frage wurden, wie ſchon kurz erwähnt iſt, als Kom=
miſſare
des Juſtizminiſters Geh. Juſtizrat Dr. Frenken
und des Miniſters des Innern Geh. Oberregierungsrat
v. Falkenhayn zugezogen. Geh. Oberjuſtizrat Dr. Frenken
führte hierzu aus, daß die Frage, ob der Präſident mit
der Anwendung dieſer Beſchküſſe ſich des Verbrechens
gegen die §§ 105 und 106 St6 B. ſchuldig machen würde,
ohne weiteres zu verneinen ſei. Zum Tatbeſtande eines
jeden Verbrechens ſei ein widerrechtliches rechtswidriges
Handeln erforderlich. Die Umſtände, auf Grund deren die
Rechtswidrigkeit als ausgeſchloſſen gelten müſſe, ſeien
mannigfacher Art: Unzurechnungsfähigkeit, Notwehr und
Notſtand. Daneben gebe es anerkannten Rechts viele
Fälle, in denen eine Handlung zwar alle Merkmale einer
Straftat aufweiſe, und doch ſtraflos ſei Ein ſolcher Fall
ſei gegeben, wenn das Haus auf Grund der Geſchäftsord=
nung
die Ausweiſung eines Mitgliedes beſchließe und
der Präſident die Ausweiſung geſchäftsordnungsmäßig in
Vollzug ſetze. Auch daran könne nicht gezweifelt werden,
daß der ſich widerſetzende Abgeordnete ſich ſowohl des
Hausfriedensbruchs wie des Widerſtands gegen die
Staatsgewalt ſchuldig mache. Geheimer Oberregierungs=
rat
Falkenhayn erklärte zur Frage, welche Organe die
Staatsregierung dem Präſidenten zur Verfügung ſtellen
wolle, daß das für das Abgeordnetenhaus zuſtändige Po=
lizeirevier
ſich bereit zu halten habe, auf Anſuchen des
Präſidenten einzugreifen. Das Bewachen der Eingänge
des Sitzungsfaales, um ein widerrechtliches Eindringen
zu verhüten, überlaſſe man lieber den Dienern des Hauſes.
Die polizeiliche Hilfe ſollte man hierzu erſt gegen
tatſächliche Widerſetzlichkeiten in Anſpruch nehmen, damit,
was ſich wohl aus allgemeinen Geſichtspunkten empfehlen
dürſte, Polizeibeamte immer nur möglichſt kurze Zeit im
Hauſe verweilten.
Nach dieſen Erklärungen der Regierungsvertreter
nahm die Kommiſſion auch in der Schlußabſtimmung die
Aenderung des § 64 der Geſchäftsordnung mit 10 gegen
4 Stimmen an.
Das Programm des neuen italieniſchen Kabinetts.
* In ſeiner Programmrede führte Miniſter=
präſident
Luzzatti in der italieniſchen Kammer aus:
Die neue Regierung halte an einer Reihe von Plänen
und Maßnahmen des früheren Kabinetts feſt, ſo an der
Schaffung eines Verkehrsminiſteriums, dem au=
ßer
den Eiſenbahnen auch das Seeweſen unterſtellt wer=
den
ſoll, ferner an den finanziellen Maßnahmen zu Gun=
ſten
der Gemeinden und Provinzen, wie zur Verbeſſerung
des Volksſchulunterrichtes. Die Mittel zur Beſſerſtellung
der ärmeren Gemeinden, Lehrer uſw. ſollen durch eine
Aenderung der Tabalſteuer gewonnen werden.
Die Vorſchläge über die Zuckergeſetzgebung ſollen
eine Milderung hauptſächlich zugunſten der Landwirt=
ſchaft
erfahren. Die Dringlichkeit einer wirtſchaftlichen
Reform des Steuerſyſtems bedinge die ſtufen=
weiſe
Reviſion der Finanzgeſetze, damit Italien durch die
Kraft ſeiner Initiative auf dem Gebiet der landwirtſchaft=
lichen
wie induſtriellen Produktion zu einem Freihafen
für das einheimiſche und auswärtige Kapital werde, das
in Italien eine ſichere Gaſtfreundſchaft finden ſoll. Man
werde verſuchen, ohne ſtaatliche Hilfe eine Induſtrie=
hank
und eine Exportbank zu ſchaffen, die zwiſchen
den alten Kreditinſtituten und der neuen Arbeits= und
Genoſſenſchaftsbank ſtehen würden. Den größeren und
kleineren ſozialen Einrichtungen, die den Wucher mit Geld,
Produktionsmitteln. mit Wohnungsmieten, Lebensmitteln
uſw. bekämpfen, ſolle jede Ermutigung zuteil werden.
Die Staatsmänner und die verſchiedenen Kammer=
parteien
, aus denen das Kabinett gebildet iſt, hätten ſich
über das Ziel verſtändigt. Das gegenſeitige Vertrauen
ſchaffe eine ſtarke liberale Majorität. Die Re=
gierung
ſei ſich ihrer hiſtoriſchen Miſſion Italiens auf
dem Gebiet der Gerechtigkeit. Freiheit und Kultur bewußt.
Von der Verteidigung des Vaterlandes zu Lande wie zur
See zu ſprechen, ſei nicht notwendig: ſie ſei jedermann
heilig und werde von dem Wechſel der Miniſterien nicht
beeinflußt. Ebenſo werde die Regierung den Beweis der
Stetigkeit geben, die, unbeirrt durch den Wechſel der Mi=
niſter
, den Kammern das Anſehen und die Geltung der
auswärtigen Politik Italiens ſichere. Die
Feſtigkeit des Dreibundes, die ſoeben ſowohl bei dem
freudig begrüßten Beſuch des deutſchen Reichs=
kanzlers
, des willkommenen Gaſtes in Rom. wie durch
den herzlichen Austauſch der gemeinſamen Anſchauungen
zwiſchen den auswärtigen Miniſtern Italtens und Oeſter=
reich
=Ungarns neu bekräftigt wurde, die aufrichtige
Freundſchaft mit Frankreich. Großbritan=
nien
und Rußland und die ausgezeichneten Be=
ziehungen
zu allen anderen Staaten laſſen Italien immer
deutlicher als einen tätigen Faktor der Eintracht erſchei=

nen, der unter allen Umſtänden bemüht iſt, Löſungen vor=
zuſchlagen
oder zu unterſtützen, die geeignet ſind, die Re=
gierungen
einander immer näher zu bringen und die
Völker zu verbrüdern.
Der Miniſterpräſident gab der Hoffnung Ausdruck,
daß man im Jahre 1911 gelegentlich der Jubelfeier
der nationalen Wiedergeburt Italiens in
Rom eine Konferenz zuſammentreten ſehen werde zur
Vorbereitung von allgemeinen feſten Leitſätzen über Ar=
beitsverträge
, Auswanderung und Verluſt, bezw. Er=
haltung
der Staatsangehörigkeit. Die Kirchen=
politik
ſo fuhr der Miniſterpräſident fort werde
darin beſtehen, allen Religionen die Freiheit der Ent=
wickelung
innerhalb der ſtaatlichen Hoheitsgrenzen zu
ſichern. Was die politiſchen Reformen betreffe,
ſo ſolle vor allem die politiſche Energie der beiden Häuſer
geſtärkt werden. Es ſolle von der nächſten Tagung ab der
Senat ſeinen Präſidenten und ſeine Vizepräſidenten ſelbſt
ernennen. Für die Wahlen zur Deputiertenkammer ſolle
eine Aenderung der Wahlkreiseinteilung in den großen
Städten angeſtrebt werden, die den Verſuch geſtatten
würde, ob das Proportionalſyſtem den ſozialen und poli=
tiſchen
Verhältniſſen Italiens entſpreche. Später ſolle die
Frage unterſucht werden, ob es möglich ſei, die Teilnahme
des Volkes am Staatsleben dadurch auf eine breitere Baſis
zu ſtellen, daß allen großjährigen Bürgern, die
leſen oder ſchreiben können, das Wahlrecht bewilligt
werde. Der Winiſterpräſident berührte die Frage der
Schiffahrtsſubventionen und ſchlug vor, daß durch ein Ge=
ſetz
eine parlamentariſche Kommiſion geſchafen werde
mit dem Auftrage, die Frage zu prüfen und möglichſt bald
endgültige Maßregeln vorzuſchlagen. Schließlich erſuchte
der Miniſterpräſident die Kammer um ein klares und offe=
nes
Urteil, da die Wichtigkeit der ihrer Löſung harrenden
Probleme eine ſchwache oder nur geduldete Regierung
nicht geſtatte.

Deutſches Reich.
Dem Reichstag iſt ein Geſetzentwurf zugegan=
gen
, wonach den Mitgliedern der vom Reichstag zur Vor=
beratung
der neuen Strafprozeßordnung, ſowie
des Entwurfes einer Reichsverſicherungsord=
nung
eingeſetzten Kommiſſionen für die Teilnahme an
den Sitzungen, die während der Unterbrechung der Plenar=
verhandlungen
des Reichstages ſtattfinden, ein Betrag von
je 1500 Mark aus der Reichskaſſe gewährt werden ſoll. In
der Begründung des Geſetzentwurfes heißt es, daß die ge=
nannten
Geſetzentwürfe ſo umfaſſende und zeitraubende
Erörterungen innerhalb der Kommiſſionen des Reichs=
tages
erfordern, daß es nur recht und billig iſt, den Mit=
gliedern
eine Entſchädigung dafür zu gewähren.
Die verſtärkte Geſchäftsordnungskom=
miſſion
des Reichstags verhandelte in zweiter
Leſung über die Anträge betreffend die Behandlung=
der
Interpellationen. Eine Aenderung wurde
hinſichtlich des § 33a beſchloſſen, der nunmehr entſprechend
einem Antrage der Konſervativen und des Zentrums fol=
gendermaßen
gefaßt wurde: Bei der Beſprechung von
Interpellationen iſt die Stellung von Anträgen unzu=
läſſig
. Es bleibt aber jedem Mitgliede des Reichstags
überlaſſen, den Gegenſtand in Form eines Antrags weiter
zu verfolgen. Bei der Beſprechung von Interpellationen
über die Tätigkeit des Reichskanzlers, für welche dieſer
dem Reichstage verfaſſungsrechtlich verantwortlich iſt, kön=
nen
Anträge geſtellt werden, die dahin gehen, daß der
Reichstag ſich über die Billigung des Verhaltens des
Reichskanzlers ausſprechen möge. Dieſe Anträge müſſen
von mindeſtens 30 Mitgliedern unterzeichnet ſein. Die
Kommiſſion des Reichstages zur Vorberatung
der Reichsverſicherungsordnung hielt ihre
erſte Sitzung ab und beſchloß, daß mit Rückſicht auf die
gegenwärtige Belaſtung des Reichstages die Beratungen
am 27. Mai beim erſten Buch beginnen ſollen. Etwa
Mitte Juli ſoll eine Pauſe eintreten bis zum Herbſt.
Die Juſtizkommiſſion des Reichstags be=
riet
den § 47 der Strafprozeßnovelle. Die Diskuſſion und
Abſtimmung führten zur Ablehnung eines Zentrums=
antrags
und Annahme der Regierungsvorlage, die folgen=
des
beſagt: Ein Geiſtlicher darf nicht über ſolche Tat=
ſachen
vernommen werden, über die er nach Annahme des
Gerichts oder nach ſeiner ausdrücklichen Verſicherung nicht
ausſagen kann, ohne die ihm als Seelſorger obliegende
Pflicht zur Verſchwiegenheit zu verletzen. (Die bisher gel=
tende
Beſtimmung lautet: Zur Verweigerung des Zeug=
niſſes
ſind berechtigt Geiſtliche in Anſehung desjenigen,
was ihnen bei Ausübung der Seelſorge anvertraut iſt. Die
Tatſache, auf welche der Zeuge die Verweigerung des
Zeugniſſes ſtützt, iſt auf Verlangen glaubhaft zu machen.
Es genügt die eidliche Verſicherung des Zeugen.)
Nach längeren Verhandlungen zwiſchen der preu
ßiſchen und der ſächſiſchen Regierung über den Entwurf
betreffend die Einführung der Schiffahrtsabs

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Seite 2.

Nummer 100.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

gaben iſt, Blättermeldungen zufolge, durch das Entge=
genkommen
der preußiſchen Regierung gegenüber den ſäch=
ſiſchen
Wünſchen eine Einigung erzielt worden, die ſich in
der Hauptſache auf die Ermäßigung gewiſſer, für das =
nigreich
Sachſen in Betracht kommender Gütertarife, auf
die Staffelung der Schiffahrtsabgaben und auf den dem=
nächſtigen
Ausbau der oberen Saale durch den Elbſtrom=
bauverband
bezieht. Infolge dieſer Zugeſtändniſſe hat die
ſächſiſche Regierung ſich bereit erklärt, für den ſolcherart
abgeänderten Geſetzentwurf im Bundesrat zu ſtimmen.
In der Sitzung des Bundesrats wurde dem
Entwurf eines Geſetzes betreffend Aenderung des Poſttax=
geſetzes
die Zuſtimmung erteilt.
Das preußiſche Herrenhaus nahm die
§§ 13 der Wahlrechtsvorlage debattelos an.
Profeſſor Reinke begründete ſeinen Antrag auf Einfüh=
rung
der direkten und geheimen Wahl. Der Antrag wurde
abgelehnt, ebenſo der Antrag Hillebrand auf Wiederein=
führung
der öffentlichen Wahl. § 4 wurde in der Kom=
miſſionsfaſſung
angenommen. Darauf wurde die Weiter=
beratung
auf Freitag vertagt.
Der Große Ausſchuß des Schutzverbandes der
Norddeutſchen Brauſteuergemeinſchaft, der
unter Leitung ſeines Vorſitzenden, des Kommerzienrats
Dr. W. Sobernheim, in Berlin tagte, hat beſchloſſen, dem
Hanſa=Bund beizutreten. Dem Beitritt muß inſo=
fern
beſondere Bedeutung beigemeſſen werden, als der
Schutzverband die größte derzeit beſtehende wirtſchaftliche
Vereinigung des deutſchen Braugewerbes iſt; er umfaßt
neben ſeinen zahlreichen ſonſtigen Mitgliedern über 70 der
bedeutendſten Vereinigungen des Braugewerbes, ferner
den Reichsverband deutſcher Gaſtwirtsverbände, den Deut=
ſchen
Gaſtwirtsverband und den Bund deutſcher Gaſt=
wirte
. Die Mitgliederzahl des Schutzverbandes beläuft
ſich auf etwa 140000 Perſonen.
Im Herzogtum Meiningen ſind poli=
tiſche
Umzüge zum 1. Mai allenthalben genehmigt
worden.
Dr. Becker=Sprendlingen, der vom Bund der Land=
wirte
bedingungsweiſe als Kandidat für die Reichs=
tagserſatzwahl
Friedberg=Büdingen auſge=
ſtellt
war, hat an die nationalliberale Fraktion des Reichs=
tages
ein Telegramm des Inhaltes gerichtet, daß er nicht
kandidieren werde.
Ausland.
Im Budgetausſchuß des öſterreichiſchen Abgeord=
netenhauſes
erklärte der Abgeordnete Wolf, ehe die Tſche=
chen
den Gedanken an die Verwirklichung des tſchechiſchen
Staatsrechtes nicht aufgäben, ſei die Herſtellung des Frie=
dens
zwiſchen Deutſchen und Tſchechen auf geſetzlicher
Baſis unmöglich. Der Redner verlangte die ſofortige Wie=
derbeſetzung
des Poſtens des deutſchen Landsmannmini=
ſters
ohne Rückſicht auf die eventuelle Ernennung eines
tſchechiſchen Landsmannminiſters. Abg. Kramarſch er=
klärte
, die Tſchechen wichen keineswegs einer Erörterung
der Nationalitätenfrage im Nationalitätenausſchuſſe aus,
wenn nur nicht die Nationalitätenfrage dieſem Ausſchuſſe
überwieſen würde; denn in dieſer Ueberweiſung müßte
man einen Kriegsfall erblicken, weil ſie nicht zulaſſen könn=
ten
, daß die Sprachenfrage, die Kreiseinteilung und die
Nationalitätenbegrenzung ausſchließlich für Böhmen im
Reichsrate verhandelt würde. Die Nationalitätenfrage ſei!
ein Problem aller Nationalitäten Oeſterreich=Ungarns und
könne nur auf der Grundlage vollſter Gleichberechtigung
gelöſt werden.
Als die Beratung des Finanzgeſetzes
am Donnerstag nachmittag im engliſchen Oberhauſe be=
gann
, bot das Haus einen merklichen Kontraſt gegen das
Ausſehen im vergangenen Jahre, als dieſelbe Bill zur
Beratung ſtand. Die Galerien, die damals von den Ge=
mahlinnen
der Peers dicht beſetzt waren, waren heute faſt

leer; auch die Peers waren nicht in großer Zahl anwe=
ſend
. Lord Crewe erſuchte das Haus, die Bill, die ſchon
einmal die Genehmigung des Unterhauſes in allen Sta=
dien
erhalten habe, anzunehmen und trat der Be=
hauptung
kategoriſch entgegen, daß die Vil von dem Un=
terhauſe
infolge eines Handels angenommen worden ſei;
es habe durchaus keinen Handel irgend einer Art hinſicht=
lich
dieſes oder des zukünftigen Budgets gegeben oder
in Bezug auf einen Schritt, der unternommen worden ſei
oder unternommen werden ſollte hinſichtlich des Streites
zwiſchen den beiden Häuſern. Lord Lansdowne er=
klärte
, daß die Peers der Bill im letzten Jahre nur des=
halb
die Zuſtimmung verweigert hätten, weil ſie an die
Wähler hätten appellieren wollen. Da ſich die Wähler für
die Bill erklärt hätten, wären die Peers jetzt gebunden
und müßten ſich mit der Annahme der Vill abfinden; ſie
wären aber berechtigt, auf das außerordentliche Zögern
der Regierung bei dem Einbringen der Finanzbill im Par=
lament
hinzuweiſen. Wenn zwiſchen der Regierung und
den Nationaliſten kein Handel ſtattgefunden habe, ſo liege
eine Kapitulation der Regierung auf das Geheiß der
Partei vor, der gegenüber die Regierung ihre Bereitwil=
ligkeit
zu erkennen gegeben habe, die Konſtitution durch
verfaſſungswidrige Mittel umzuſtoßen. Das Oberhaus
ſei durchaus in ſeinem Rechte geweſen; es handelte pflicht=
gemäß
, wegen des Budgets an das Volk zu appellieren;
die Oppoſition habe in den letzten Monaten reines Gewiſ=
ſen
und reine Hände bewahrt. Das Oberhaus nahm ſo=
dann
das Finanzgeſetz in allen drei Leſungen an.
Das Ober= und das Unterhaus vertagten
ſich bis zum 26. Mai.
Infolge der von den kretiſchen Deputierten ange=
kündigten
Abſicht, dem König von Griechenland den Hul=
digungseid
zu leiſten, hat die türkiſche Regierung
die Schutzmächte Kretas verſtändigt, daß ſie eine derartige
Verletzung ihrer Souveränitätsrechte nicht dulden werde.
Nach einer zweifellos vom Quai d’Orſay ſtammenden
Mitteilung haben nunmehr die vier Schutzmächte beſchloſ=
ſen
, durch ihre Konſuln bei der kretiſchen Regierung Vor=
ſtellungen
zu erheben, und um dieſen Vorſtellungen ent=
ſprechenden
Nachdruck zu verleihen, Kriegsſchiffe nach
Kanea zu entſenden. Der dem Panzerkreuzer Jules
Michelet erteilte Auftrag hängt zweifellos mit dieſer Maß=
nahme
zuſammen.

* Friedrichshafen, 29. April. Zu der Blätter=
meldung
, daß der Bürgermeiſter von Prag den
Grafen Zeppelin eingeladen habe, auf der Fahrt von
Wien nach Dresden Prag zu beſuchen und dort eine Hul=
digung
in tſchechiſcher Sprache entgegenzunehmen, erfahren
wir von der Luftſchiffbau=Geſellſchaft Zeppelin, G. m. b. H.,
daß es noch keineswegs feſtſteht, ob die Fahrt von Wien
nach Dresden überhaupt durch Böhmen geht. Vielleicht
wird mit Rückſicht auf die auf dieſem Wege zu überwin=
denden
Höhen beſchloſſen, anſtatt über Böhmen den Weg
über Oderberg und Breslau zu nehmen und damit zugleich
dem Oſten Deutſchlands, der noch nie von einem Zeppelin=
Schiff beſucht wurde, dieſes Schauſpiel zu bietsn.
* Brüſſel, 28. April. Rooſevelt hielt heute
nachmittag in Gegenwart des Königs im großen Feſt=
ſaale
einen Vortrag. Er wurde vom Puhlikum leh=
haft
begrüßt und zunächſt von dem Deputierten Carton
als Förderer des Weltfriedens und würdiger Nachfolger
Waſhingtons gefeiert. Rooſevelt ſprach über Bürger=
tugend
, Bürgerpflicht und ſozialen Ausgleich. Er ging in
ſeinen Betrachtungen von Belgien aus, deſſen Rührigkeit
er die höchſte Anerkennung zolle. Der beſte Beweis hierfür
ſei die Weltausſtellung. Pflicht eines jeden Volkes ſei es,
ſich ſelbſt zu erheben. Rooſevelt ſprach von dem Verkehr
der Völker untereinander und erklärte, daß die Willens=
kraft
in allen Lagen die höchſte Bürgertugend ſei. Dem
Redner wurde großer Beifall zuteil, dem ſich der König
anſchloß. Heute mittag empfing Rooſevelt die amerikaniſche
Kolonie. Abends findet ihm zu Ehren ein Diner ſtatt
im Schloſſe zu Laeken beim König und dann ein Empfang
im Rathauſe.

Aus Defreggers Jugendtagen.
Zu ſeinem 75. Geburtstag.
* * Wie ein Märchen klingt die Erzählung von
den Lebensſchickſalen des großen Banernmalers
Franz von Defregger; vom Ziegenjungen zum berühm=
ten
, mit Ehren überſchütteten Maler, führt der Weg
aus ſtiller Bergeinſamkeit zu Anſehen, Reichtum und
Weltruf. Von dem Begründer der italieniſchen Ma=
lerei
, von Giotto, hat uns Vaſari erzählt, daß er als
armer Hirtenjunge aus Kindheitsträumen zu dem
ſcharfſichtigen Geſtalter der Umwelt erwacht ſei und
erſte Proben ſeines Könnens im unſicheren Abzeichnen
ſeiner Schützlinge gegeben habe.
Auf der Weide, im trauten Verein mit den väter=
lichen
Ziegen, hat ſich auch in dem kleinen Defregger=
Franzl der dunkle Drang zum Geſtalten geregt. Am
30. April 1835 auf dem Ederhof zu Stronach in
der Gemeinde Dölſach war er geboren worden als der
einzige Sohn, der dem Vater als Erbe des ſtattlichen
Beſitztumes nachfolgen ſollte. So war ihm ſein Weg
durch das Geſchick vorgezeichnet: auf dem angeſtamm=
ten
Hofe ſeiner Vorfahren ſollte auch er walten und
mühſelig dem Heimatboden den kargen Nutzen ab=
ringen
. Aber andere Sterne lockten ihn von früh an
und aus der eng vorgeſchriebenen Lebensbahn trieb
es ihn hinaus auf das pfadloſe Meer einer dunklen
Zukunft. Ein ſonderbarer Hang zeigte ſich an dem
Knaben, der bei Vater und Verwandten die Mutter
war ſehr früh geſtorben viel Kopfſchütteln erregte.
Ein inſtinktiver Formtrieb lebte in ſeinen ewig regen
Fingern, ließ ihn aus dem Teig, aus dem die Krapfen
gebacken wurden, allerlei Figuren und Tiere kneten,
aus Rüben und Kartoffeln wunderliche Umriſſe
ſchnitzen. Dann verſuchte er mit Pavier und Schere
Figuren herzuſtellen, und es gelang ihm trefflich. Der
Ederhof lag ganz einſam und ein Bleiſtift war eine
Seltenheit. Als aber dann der erſte Bleiſtift in die
Hände des Knaben kam, da wurde das zu einem Er=
eignis
, das ſeinem Denken und Tun eine ganz neue
Richtung gab. Nun mußte er zeichnen und immer
wieder zeichnen. Ging ihm der Bleiſtift aus, dann
kritzelte er mit Kreide auf Tiſche, Wände und Ge=

ſtein, und bald waren die Taten des Franzl ſo bekannt,
daß jedermann die überall im Dorfe befindlichen Spu=
ren
ſeines ſonderbaren Kunſtwillens kannte und das
krauſe Zeug mit verwundertem Staunen betrachtete.
Der Vater jedoch war ſtolz auf das Talent des
Buben und erprobte ſein Können einmal auf eine
ziemlich gefährliche Weiſe. Er fragte den Franzl
eines Tages, ob er ſich wohl getrauen würde, einen
Fünfzigguldenzettel genau nachzuzeichnen. Das ge=
lang
dem jungen Künſtler ſo gut, daß der Vater die
Zeichnung ein paar befreundeten Nachbarn zeigte. Auch
die lobten die Nachahmung außerordentlich und einer
war von dem falſchen Guldenzettel ſo begeiſtert, daß
er den anderen eine Wette antrug, auf den Schein
würde jeder reinfallen. Die Zeichnung wird alſo
einem anderen ſpaßhalber in Zahlung gegeben und
der nimmt ſie als gutes Geld an, worauf er über die
Sache äufgeklärt wird. Die Kunde aber, daß der
Defregger=Franzl, deſſen Gekritzel man ſowieſo ſchon
für Teufelszeug hielt, Geld machen könne, hat ſich wie
ein Lauffeuer im Dorfe verbreitet; der Vorfall wird
beim Amte angezeigt und der Junge ſoll nun wegen
Fälſchung vor Gericht. Zum Glück war der Vater
Defregger Gemeindevorſteher und konnte daher durch
ſeine Ausſage den harmloſen Hergang der ganzen
Sache klarlegen. Dem Sohne aber war ein gewaltiger
Schrecken in die Glieder gefahren und ſeine Lieblings=
beſchäftigung
arg verleidet.
Die harte Wirklichkeit tritt zudem mit ihrem un=
erbittlichen
Zwang bald an ihn heran; er muß als
Knecht den ganzen Tag auf dem Hofe des Vaters ar=
beiten
; er wird ſtumpf und müde in der alltäglichen
Tretmühle und die ſo früh und ſo deutlich hervor=
getretene
Begabung ſcheint vergeſſen, verloren, ver=
nichtet
. Sie erwacht auch nicht ſogleich wieder in ihm,
als der Vater ſtirbt und er nun Herr des Ederhofes
wird. Da ſitzt er nun in Amt und Würden, als Amts=
vorſteher
auf ſtattlichem Sitz, mit 12 Dienſtleuten um
ſich; er iſt eine gute Partie, nach der die Dorfſchönen
ausſchauen. Aber in all dem fühlt ſich der junge
Bauer nicht wohl. Er iſt nicht heimiſch in dieſer ein=
fachen
, engen Umgebung, in der ſeine Vorfahren ge=
waltet
; er paßt nicht hinein in das ewige Wirtſchaf=
ten
, Markten und Rechnen. Der melancholiſche Träu=

Der Erbprinz von Monaco, von deſſen
Gegenſätzlichkeit mit ſeinem Vater wir berichtet haben,
verzichtete nach dem Amtsblatt in Monaco, wie aus
Paris gemeldet wird, auf ſeine Anrechte auf den Thron.
Danach würde die von uns bereits angedeutete Thron=
folgefrage
des Herzogs von Urach, eines Enkels Karl
Theodors in Bayern, praktiſch werden.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 30. April.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Forſtwart Förſter Johannes
Frank zu Alsfeld aus Anlaß ſeiner Verſetzung in den
Ruheſtand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift
Für treue Dienſte verliehen.
* Großherzoglich Heſſiſches Regierungsblatt. Die
Beilage Nr. 12 vom 29. April hat folgenden Inhalt:
1. Bekanntmachung, die Genehmigung von Schenkun=
gen
betreffend. 2. Summariſche Ueberſicht der Rech=
nung
der Großh. Landeswaiſenkaſſe zu Darmſtadt für
das Rechnungsjahr 1908. 3. Ueberſicht der in der Stadt
Darmſtadt im Rechnungsjahre 1910 zur Erhebung kom=
menden
Umlagen. 4. Ueberſicht der von Großh. Mis
niſterium des Innern für das Rechnungsjahr 1910 zur
Beſtreitung der Kommunalbedürfniſſe der israeliti=
ſchen
Religionsgemeinden des Kreiſes Offenbach ge=
nehmigten
Umlagen. 5. Ueberſicht der von Großh. Mi=
niſterium
des Innern genehmigten Umlagen zur Be=
ſtreitung
der Kommunalbedürfniſſe der Stadt Bens=
heim
im Rechnungsjahr 1910. 6. Namensveränderungen.
7. Zulaſſung zur Rechtsanwaltſchaft. 8. Chgraktererteil=
ungen
.
* Schenkungen. Im Laufe des 4. Vierteljahres
1909 und des 1. Vierteljahres 1910 ſind von Sr. Königl.
Hoheit dem Großherzog u. a. nachſtehende Schenkungen
genehmigt worden: Letztwillige Zuwendung des Rent=
ners
Philipp Renn in Darmſtadt an ſeine Vater=
ſtadt
Kempten im Algäu, mit der Beſtimmung, daß aus
den Zinſen bedürftige Einwohner von Kempten ohne
Unterſchied der Konfeſſion unterſtützt werden ſollen,
im Betrage von 10000 Mark. Vermächtnis des Geh.
Juſtizrates Ignaz Metz zu Darmſtadt an die Tech=
niſche
Hochſchule daſelbſt zur Unterſtützung begabter
Studierender aus dem Zinsertrag, im Betrage von
10000 Mark. Schenkung eines Ungenannten an
Großh. Miniſterium des Innern zu Darmſtadt für
Zwecke der Gewerbepflege in Heſſen, im Betrage von
25000 Mark. Schenkung des Kommerzienrats Adolph
Thomae zu Mainz an die Bürgermeiſterei Mainz
zugunſten des Römiſch=Germaniſchen Zentralmuſeums
daſelbſt, im Betrage von 10000 Mark. Schenkung der
Firma Henckell u. Ko. in Biebrich an die Stadt Mainz=
zur
Vermehrung der Kunſtſammlungen im Muſeum
daſelbſt, im Betrage von 25000 Mark.
Von der Techniſchen Hochſchule. Wie ſchon vonf
uns mitgeteilt wurde, iſt die ordentliche Profeſſur für
Geodäſie an der Techniſchen Hochſchule dem Profeſſor
Dr. Hohenner von der Techniſchen Hochſchule in
Braunſchweig mit Wirkung vom 1. Oktober über=
tragen
worden und wird im Sommerſemeſter vertre=
tungsweiſe
durch den Privatdozenten Dr. Gaſt ver=
waltet
. Dr. Gaſt iſt erſt vor einigen Monaten von
Argentinien zurückgekehrt, wo er als Chef der militä=
riſchen
Landesvermeſſung mehrere Jahre tätig war=
In dieſer Stellung hat er ſich namentlich durch die
Reorganiſation der Landestriangulierung und die Lel=
tung
umfangreicher Aufnahmen an der braſilianiſchen
Grenze um die Kartographie Südamerikas
nennenswerte, nicht nur von den argentiniſchen Be=
hörden
, ſondern auch von der deutſchen Reichsregierung
ſehr warm anerkannte Verdienſte erworben.
* Die Benutzung des Staatsſchuldbuchs im Jahre
1909. Der Nachweiſung über die Geſchäftsergebniſſe
bei dem Staatsſchuldbuchbureau bis zum Schluſſe des
Rechnungsjahres 1909 zufolge hat die Benutzung des
Staatsſchuldbuches einen weiteren erheblſichen
Aufſchwung genommen; für das abgelaufene Ge=
ſchäftsjahr
beträgt der Zugang nahezu 10 Millionen
Mark. Es ſei darum hier wiederholt auf die beſonderen
Vorteile hingewieſen, die das Staatsſchuldbuch allen
denjenigen Beſitzern Heſſiſcher Staatsſchuldverſchrei=
bungen
Vermögensverwaltungen wie Privaten
in der Erleichterung der Verwaltung und der Sicher=
heit
der Aufbewahrung bietet, die die Vermögensanlage
in Heſſiſchen Staatsſchuldverſchreibungen als eine
dauernde oder doch als eine langfriſtige anſehen. Be=
ſonders
erleichtert iſt die Benutzung des Staatsſchuld=
buches
dadurch, daß ſowohl die Eintragungen ſelbſt als
auch alle zum Gebrauch beim Staatsſchuldbuchbureau he=
mer
wird von den Viehhändlern übervorteilt, von den
Nachbarn mißachtet. Sein Anweſen bringt ihm keinen
Segen, die Wohlhabenheit hört auf, und in ſeiner Ver=
bitterung
, gründlich angeekelt von ſeinem Leben, will
er nach Amerika auswandern. Aber auch darin har
er kein Glück, denn die, die mit ihm nach der neuen
Welt ziehen wollten, laſſen ſich zum Bleiben bewegen,
und allein mag er die Fahrt nicht wagen. Da endlicht
dämmert ihm in dem Labyrinth ſeiner inneren Unraſt,
ſeiner dumpf gärenden Kräfte ein Ausweg; in der
Nacht ſeines Unglücks leuchtet ein ferner Hoffnungs=
ſchein
auf aus längſt vergeſſenen Kindheitstagen. Blitz=
artig
reift in ihm der Entſchluß: er will Bildhauer
werden. Mit 24 Jahren verkauft er den Hof ſeiner
Väter und zieht nach Innsbruck, der Landeshauptſtadt,
um bei Profeſſor Stolz das Zeichnen zu lernen. Der
hält den kräftigen jungen Tiroler, der in Lederhoſen,
Joppe, Gurt und Wadenſtrümpfen bei ihm eintritt, zu=
nächſt
für einen Maurergeſellen und iſt höchlichſt er=
ſtaunt
, als der linkiſche, ſchüchterne Geſelle ihn drin=
gend
anfleht, ihm doch das Zeichnen beizubringen, er
werde alles zahlen. Er ſucht ihn von ſeinem Entſchluß
abzubringen, hält ihm all die Schwierigkeiten por, die
einem ſchon ſo alten Menſchen entgegenſtänden, aber
auf weiteres Bitten und Drängen verſpricht er, es mit
ihm zu verſuchen.
Während der Studien bei Stolz reift nun in
Defregger der Entſchluß, Maler zu werden, und er=
macht
ſo glänzende Fortſchritte, daß ſchließlich der Pro=
feſſor
den bereits zu einem tüchtigen Zeichner heran=
gediehenen
Gewerbeſchüler dem großen Piloti in Mün=
chen
perſönlich vorſtellt. Defregger arbeitet dann in
München erſt auf der Kunſtgewerbeſchule und wird
endlich in die Akademie aufgenommen. Von ent=
ſcheidender
Wichtigkeit für die Entfaltung ſeiner Kunſt
iſt ein 15 Monate langer Aufenthalt in Paris. Aber
erſt die Berührung mit dem Boden der Heimat bringt
ſeine Begabung zur vollen Blüte. Der Zufall führt
ihn im Sommer 1864 nach ſeinen Tiroler Bergen und
hier, in der alten Bergeinſamkeit, offenbart ſich ihm die
Eigenart ſeiner Kunſt. Sein Von einem Wilderer
angeſchoſſener Förſter bildet die Grundlage ſeines
Ruhmes.

[ ][  ][ ]

Nummer 100.

ſtimmten, von heſſiſchen Behörden ausgeſtellten Urkun=
den
, Beſcheinigungen nſw. völlig gebühren= und ſtempel=
frei
ſind. Statt der Schuldverſchreibungen werden auch
Barbeträge zur Umwandlung in Buchſchulden von den
Annahmeſtellen entgegengenommen. Annahmeſtellen
ſind für Darmſtadt das Großherzogliche Staatsſchuld=
buchbureau
(Luiſenſtraße 1) und die Heſſiſche Landes=
Bypothekenbank; außerhalb Darmſtadts: ſämtliche
Reichsbankanſtalten, die Großh. Bezirkskaſſen (mit
Ausnahme der Bezirkskaſſen Gießen I und Mainz I
und II), ſowie das Steueramt Gernsheim. (Darmſt. Ztg.)
D In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverord=
neten
=Verſammlung wurde die definitive Anſtellung des
Schutzmanns Georg Kohlbacher genehmigt.
* Stadtverordneten=Verſammlung. Herr Stadtverord=
neter
Dr.=Ing. Heyd ſchreibt uns: Der Bericht Ihrer
Zeitung über meine Einwendungen in der Stadtverord=
neten
=Verſammlung gegen den Bebauungsplan am neuen
Hauptbahnhof iſt in weſentlichen Punkten unrichtig:
1. Nach meinem Vorſchlag ſollte eine Verkehrsſtraße vom
Hauptbahnhof nach dem Nordviertel geführt werden. Dieſe
Diagonalſtraße führt nicht durch bebautes Gelände.
2. Herr Baurat Jäger hat nicht klar bewieſen, daß mein
Vorſchlag unvorteilhaft iſt. Herr Baurat Jäger hat ledig=
lich
nachzuweiſen verſucht, daß bei dem vorge=
ſchrittenen
Bau des Güterbahnhofs eine Aenderung koſt=
ſpielig
und nicht mehr möglich ſei. Man hätte die Aen=
derung
früher machen müſſen. Ich ſtimme dem letzten Satz
vollſtändig zu. (Unſer Berichterſtatter bemerkt hierzu fol=
gendes
: Die ganze Debatte, in der es wiederholt zu ſcharfen
Auseinanderſetzungen zwiſchen Herrn Baurat Jäger und
Herrn Stadtv. Heyd kam, wurde am Tiſch des Hauſes ge=
führt
, und zwar derart, daß Herr Dr.=Ing. Heyd wiederholt
von Herrn Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing darauf auf=
merkſam
gemacht werden mußte, daß nicht er, ſondern Herr
Beig. Jäger das Wort habe. Herr Beig. Jäger hat u. a.
ausgeführt, daß der Plan des Hrn. Dr.=Ing. Heyd tatſächlich
durch das bereits im Bebauen begriffene Gelände des
neuen Güterbahnhofes führt. U. a. ſei an fraglicher Stelle
eine Rampe faſt vollendet. Ganz abgeſehen davon, daß es
ſich um ein miniſteriell längſt genehmigtes Bauprojekt an
fraglicher Stelle handelt. Nach unſerer Meinung hat Herr
Baurat Jäger alſo die Undurchführbarkeit des Heyd=
ſchen
Projektes klar erwieſen. Was natürlich nicht aus=
ſchließt
, daß Herr Dr.=Ing. Heyd anderer Meinung ſein kann.
Daß das Projekt durchführbar geweſen wäre, wenn man
es früher angenommen hätte, iſt von uns nicht beſtritten
worden. In dem Bericht war nur behandelt, was jetzt
zur Beratung ſtand, nicht was früher hätte geſchehen
können. D. Red.)
* Tuberkuloſe=Ausſtellung. In der letzten Zeit befand
ſich die Tuberkuloſe=Ausſtellung in dem über=
wiegend
Landwirtſchaft treibenden Kreiſe Büdingen,
in dem erfreulicherweiſe die Tuberkuloſe nicht ſo ſehr ver=
breitet
iſt. Die Ausſtellung fand auch dort den ungeteilten
Beifall der Beſucher, die recht zahlreich waren. In Alten=
ſtadt
wurden 1200, in Stockheim und Nidda je 1100 und
in Echzell 1200 Beſucher gezählt; auch wurden zahlreiche
Vorträge gehalten, die allerdings notwendig ſind, um den
Zweck und den Wert der Ausſtellung ermeſſen zu können.
Die Wanderung geht nunmehr zunächſt nach Paſſau,
Straubing und Landshut in Niederbayern.
40jähriges Berufsjubiläum. Fräulein Eliſe
Eſcher kann am 1. Mai ihr 40jähriges Jubiläum als
Verkäuferin bei der Firma Kaſpar Schloſſer (Inh.
Heinr. Günther) begehen.
* Abgeſtiegen ſind im Hotel Zur Traube‟ Ihre
Erl. Erbgraf und Erbgräfin Karl von Schlitz, gen. von
Görtz.
Im Britannia=Hotel abgeſtiegen iſt Ba=
ron
v. Bioncourt, Kammerherr Sr. Majeſtät des
Kaiſers von Rußland.
Geſellen=Prüfung. Wie uns mitgeteilt wird,
ſollen diesmal ſehr vorzüglich gearbeitete Geſellenſtück:
zur Ausſtellung gelangen. Da die Stücke Samstag
nachmittag von 4 Uhr ab erſt eingeſtellt werden können
und Montag früh von 7 Uhr an wieder entfernt ſein
müſſen, ſo empfiehlt es ſich, die Beſichtigung Sonntag
vorzunehmen.
Jungliberaler Verein. Am Samstag, den 7. Mai,
findet eine öffentliche Verſammlung des hieſigen Jung=
liberalen
Vereins ſtatt. In dieſer wird Herr Dr.
Fiſcher=Köln, der Vorſitzende des Reichsverbands
der Vereine der nationalliberalen Jugend, über: Der
Jungliberalismus und die politiſche Lage im Reiche‟
ſprechen. In der Beſprechung werden noch andere
jungliberale Führer aus dem Reiche das Wort ergrei=
fen
. Am darauffolgenden Sonntag findet hier die
Frühjahrs=Vorſtandsſitzung des Reichsverbands der
nationalliberalen Jugend ſtatt. Der jungliberale

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April=1910.

Seiter3.

Landesverband für das Großherzogtum Heſſen hält an
demſelben Tage ſeine ordentliche Vertreterverſamm=
lung
ab.
Not=Gottes=Feſt. Auch in dieſem Jahre wird
wieder am Nachmittag des Himmelfahrtsfeſtes, 3 Uhr,
das Not=Gottes=Feſt im Auerbacher Kirchwald an der
bekannten Stätte ſtattfinden. Feſtprediger iſt Herr
Pfarrer Meerwein aus Mosbach in Baden; außerdem
werden mitwirken der Wormſer Poſaunenchor und die
vereinigten Kirchengeſangvereine von Jugenheim und
Auerbach.
*) Lehrerkonferenzen in Starkenburg. Der Darm=
ſtädter
Lehrerverein hält Mittwoch ſeine Verſammlung im
Prinz Karl ab. Lehrer Jung II. ſpricht über das hoch=
wichtige
Thema Die Grundlagen der Volksſchulgeſetz=
gebung‟
Der Bezirk Modautal tagt am 30. April in
Ober=Modau, der Bezirk Lindenfels am 4. Mai in Linden=
fels
, der Bezirk Ober=Cent am 7. Mai in der Marbach
der Bezirk Mörfelden am 11. Mai in Walldorf, der Bezirk
Groß=Steinheim am 7. Mai in Groß=Steinheim mit dem
Vortragsthema Schulaufſicht.
Heſſens Lehrerfrauen haben zu Ehren des im Herbſt
verſtorbenen ehemaligen Obmannes des Heſſiſchen Landes=
Lehrervereins, des Oberlehrers Karl Backes=Darmſtadt,
über 1000 Mark geſammelt, welcher Betrag dem Heſſiſchen
Lehrerheim im Vogelsberg unter dem Namen Lehrer=
frauendank
an Vater Backes als Stiftung über=
wieſen
werden ſoll.
m. Der Allgemeine Deutſche Turnlehrertag wird in
dieſem Jahre in Darmſtadt vom 12.15. Mai abgehalten.
Aus allen Teilen Deutſchlands ſenden die Turnlehrerver=
eine
Vertreter nach unſerer Reſidenz. Herr Schulrat
Schmuck wird über Adolf Spieß, den Begründer des
deutſchen Schulturnens, einen Vortrag halten. An wei=
teren
Vorträgen ſind vorgeſehen: Mittel zur Einſchränkung
der Befreiung vom Turnunterricht (Oberlehrer Pietzker=
Stettin), Inwieweit bedürfen volkstümliche Uebungen,
Spiele und Wanderungen für die körperliche Erziehung der
weiblichen Jugend der Berückſichtigung? (Seminarlehrer
Kunath=Bremen). Sodann ſpricht Oberturnlehrer Echter=
nach
=Hagen über Orthopädiſches Turnen Außer dieſen
Vorträgen finden turneriſche Vorführungen in Darmſtadt,
Groß=Gerau, Reichenbach, Reinheim, Nieder=Ramſtadt und
eine Schwimmvorführung im ſtädtiſchen Hallenſchwimm=
bad
ſtatt. Die Vorträge werden im Kaiſerſaale gehalten.
C. Aſtronomiſches. Der nur ſelten mit bloßem
Auge ſichtbare Merkur, bekanntlich der der Sonne
zunächſtſtehende Planet, befindet ſich zurzeit in ſehr
günſtiger Stellung. Am Donnerstag konnte er bequem
von 8½ bis 9 Uhr abends, allerdings ziemlich tief, am
nordweſtlichen Himmel beobachtet werden. Merkur
ſtellt ſich als Stern erſter Größe dar und wird am
2. Mai, wo er nahezu 21 Grad öſtlich von der Sonne
ſteht, am längſten beobachtet werden können.
Sektion Darmſtadt des Deutſchen und Oeſter=
reichiſchen
Alpenvereins. Montag, den 2. Mai, wird
Herr Erwin von Paska aus Wien, der Sekretär des
Oeſterreichiſchen Lloyd, einen Lichtbildervortrag halten,
der Ins Sonnenland Dalmatien führt, ein land=
ſchaftlich
ſehr intereſſantes Gebiet.
Allgemeiner Verein für deutſchen Gruß. Wohltätig=
keitsverein
zum Beſten der deutſchen Reichswaiſenhäuſer.
Die Mitgliederzahl der Ortsgruppe Darmſtadt iſt auf über
1400 geſtiegen. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder
(darin enthalten) beträgt jetzt ſchon über 200 mehr wie im
Vorjahre. Eine neue Ortsgruppe mit eigener Verkaufs=
ſtelle
gründete ſich in Heidelberg.
Der Rhein= und Taunusklub von Wiesbaden unter=
nimmt
Sonntag, den 1. Mai, einen Ausflug durch Darm=
ſtadts
Wälder. Die Wanderung beginnt 7 Uhr 15 Min.
von den Hirſchköpfen aus und geht über Kranichſtein, Ein=
ſidel
uſw. Ein gemütliches Zuſammenſein iſt von 5 bis
8 Uhr im ſtädtiſchen Saalbau. Die Mitglieder der Orts=
gruppe
Darmſtadt des Odenwaldklubs werden zu
recht zahlreicher Beteiligung, hauptſächlich auch im Saal=
bau
, gebeten.
Orpheum. Heute, Samstag, den 30. April, geht
als dritte Novität der diesmaligen Spielfolge der aller=
orts
mit durchſchlagendem Lacherfolg geſpielte franzöſiſche
Schlager: Eine Hochzeitsnacht (Nuit de noces)
von Kéroul und Barré zum erſtenmal in Szene. Wer
einmal herzlich über die Irrungen und Wirrungen dieſes
an tollen Verwechslungen reichen, echten Pariſer Schwanks
lachen will, verſäume es nicht, ſich dieſes durch die Kräfte
des Berliner Vaudeville=Enſembles zur Darſtellung ge=
brachte
Stück anzuſehen. Am Sonntag, den 1. Mai, nach=
mittags
4 und abends 8 Uhr, finden Wiederholungen
dieſes Schwanks ſtatt. Am nächſten Montag wird auf
vielſeitigen Wunſch der bekannte erfolgreiche franzöſiſche
Schwank: Haben Sie nichts zu verzollen?

gegeben, der Dienstag und Mittwoch in zwei Abſchieds=
vorſtellungen
wiederholt wird.
Der Olympia=Kinematograph, Ernſt=Ludwig=

Ludwigshöhe. Das Kurkonzert am Samstat
und das Militärkonzert am Sonntag werden von der
Kapelle des Leibgarde=Regiments unter Herrn Haus=
kes
Leitung ausgeführt. Bei milder Witterung wer=
den
beide Konzerte im Freien, andernfalls in den Sälen
ſtattfinden. (Vergl. Anzeige.)
Bürger=Keller. Das Damen=Orcheſter Walzer=
traum
konzertiert heute Samstag zum letztenmal im
Bürgerkeller. Die Kapelle, die mit ihren muſikaliſchen Dar=
bietungen
ähnliche Truppen weit überragt, hat zu ihrem
Abſchiedsabend ein extra ausgewähltes Programm zuſam=
mengeſtellt
. Für den Monat Mai iſt das Salon=Damen=
Orcheſter des Herrn Direktor A. Rauſcher verpflichtet.
(Siehe Anzeige.)
Schützenhof. Ein hochintereſſantes Programm
liegt dem morgen abend im Schützenhof ſtattfindenden
Konzert (Streichmuſik im Saal) der Kapelle des Großh.
Art.=Regts. Nr. 61 unter Leitung des Herrn Muſik=
meiſters
Weber zu Grunde. Der erſte Teil des Pro=
gramms
enthält populäre Opernmuſik, der zweite Teil
die neueſten Operetten, während der dritte Teil eine
Abteilung gewählter Walzer von Joh. Strauß vorſieht.
(Siehe Anzeige.)
Hohmanns Taſchenfahrplan, Ausgabe Sommer
1910, erſchien ſoeben und iſt in den bekannten Verkaufs=
ſtellen
zum Preiſe von 10 Pfg. erhältlich.
§ Ein Heißblütiger. Ein in der Altſtadt wohn=
hafter
Taglöhner iſt vorvergangene Nacht gegen 3 Uhr
vollſtändig entkleidet in dem Baſſin des Bis=
marckbrunnens
am Ludwigsplatz aufgefunden
worden. Er wurde nach der Polizeirevierwache in der
Kirchſtraße und von da mittelſt Räderbahre nach dem
ſtädtiſchen Krankenhauſe gebracht
§ Fahrraddiebſtahl. Ein 19 Jahre alter Haus=
burſche
aus Neuſtadt a. R. iſt wegen Fahrraddiebſtahr
feſtgenommen worden.
Verbrannt. Die 15jährige Tochter der in der
Rheinſtraße wohnhaften Familie B. zerbrach eine Petro=
leumlampe
, wobei ihre Kleider Feuer fingen, ſo daß das
Mädchen im Nu lichterloh brannte. Durch die Geiſtes=
gegenwart
des Vaters wurden die Flammen raſch erſtickt,
jedoch hat das Mädchen beträchtliche Brandwunden am
Körper erlitten. Ein ſofort zugezogener Arzt erachtete die
Ueberführung des Mädchens in eine Klinik für erforderlich.
Bensheim, 28. April. Der Großherzog hat dem
Fürſtlich Erbach=Schönbergiſchen Schloßhauptmann und
Kammerdirektor Baur die Erlaubnis erteilt, in Zu=
kunft
den Namen Baur=Betaz zu führen. Die vor
Jahresfriſt in Lindenfels geſtorbene Mutter des
Schloßhauptmanns, Frau Generalſuperintendent Meta
Baur, war die letzte der im Jahre 1786 aus dem Waadi=
land
eingewanderten Familie von Betaz.
n. Bensheim, 29. April. Von der Staatsan=
waltſchaft
wird zurzeit ein Unbekannter verfolgt,
der kürzlich aus einem hieſigen Hotel unter ſehr ver=
dächtigen
Umſtänden das Weite ſuchte. Er hatte ſich abends
vorher dort als Fritz Brügner, Kaufmann aus Mann=
heim
(ein fälſchlich beigelegter Name), einlogiert und
wurde nachts von der Frau des Hotelbeſitzers beim
Erwachen in deren Schlafzimmer geſehen, worauf er
frühmorgens, ehe man ſich näher mit ihm befaſſen
konnte, ſchleunigſt und ohne weitere Aufklärung ver=
ſchwand
. Man vermutet, daß er einen Diebſtahl be=
abſichtigt
hatte, und als verdächtiges Moment ergab ſich,
daß er in der Taſche ſeines graugrünlichen Gummi=
mantels
mehrere Wertſachen, die merkwürdigerweiſe
auf Plüſchunterlagen (wie in Geſchäftsauslagen) be=
feſtigt
waren, bei ſich trug. Er konnte bis jetzt auch
nicht ermittelt werden und iſt in dem hinter ihm er=
laſſenen
Fahndungsausſchreiben als etwa 1,75 Meter
groß, mittelbreit, mit ſchwarzem, kurzgeſchnittenem
Schnurrbart, ſchwarzem Haar, dunkler Geſichtsfarbe,
mit blauem Rockanzug und ſchwarzem weichen Filz=
hut
näher gekennzeichnet.
n. Bickenbach, 29. April. Ein bei dem hieſigen
Pfarrer Göhrs verübter nächtlicher Einbruch iſt
offenſichtlich auf einen höchſt gewandten, gemeingefähr=
lichen
Täter zurückzuführen. Bis jetzt fehlt es trotz
ſofortiger, eingehender amtlicher Ermittelungen an
jedem Anhaltspunkt bezüglich ſeiner Perſönlichkeit, und
vielleicht gelangt man erſt durch gleichartige Verbrechen
von ihm auf die Spur, wie dies früher bei dem Ein=
brecher
Hudde der Fall war. Gleich dieſem ſcheint
ſich der jetzige Dieb Geiſtliche zu wählen, denn in der=

Konzerte.
* Das Konzert, das das Wiener Konzert=
vereins
=Orcheſter unter Leitung des Herrn
Kapellmeiſters Martin Spörr am Donnerstag abend
im Richard Wagner=Verein gab, war zugleich
ein Novitätenabend, in Berückſichtigung deſſen man ge=
neigt
ſein wird, die Bedenken zu unterdrücken, die
man ſonſt wegen der Aufſtellung des Programms äu=
ßern
möchte. Jedenfalls war der künſtleriſche
Erfolg des Abends bedeutend, und man darf an=
nehmen
, daß dieſer auf Koſten des finanziellen Er=
folges
erzielt worden iſt und der Verein den idealen
Intereſſen nicht unbedeutende Opfer gebracht hat. Daß
es Vereine gibt, die das können, iſt erfreulich und für
das Kunſtleben förderlich.
Das Programm umfaßte 4 Nummern; den An=
fang
machte Hans Pfitzners Ouvertüre zu Kleiſts
Käthchen von Heilbronn‟ Der Komponiſt wandelt
hier in den Bahnen der modernen Symphoniker; es
iſt vorwiegend konſtruierte Verſtandesarbeit, die durch
das hohe Maß techniſchen Könnens imponiert. Ein
leichtflüſſiges und gefälliges Werk iſt das Scherzo in
E-molh op. 19, von Karl Goldmark, ein Jugendwerk
des bald 80jährigen Komponiſten. Das ſtärkſte Inter=
eſſe
dürfte die dritte Programmnummer, Ouvertüre
und Bacchanale zu Richard Wagners Tannhäuſer
in der Pariſer Bearbeitung erweckt haben. Der Kom=
poniſt
hat mit ihr dem Pariſer Geſchmack eine Kon=
zeſſion
gemacht, der wir dieſe hochintereſſante muſika=
liſche
Illuſtration der Venusbergſzene, an deren Mo=
tiv
in der Ouvertüre ſich das Bacchanale anſchließt,
verdanken. Die Architektonik dieſes Muſikſtückes iſt
bewundernswert und die Klangpracht dieſer kompli=
zierten
Muſik faszinierend und zugleich ein ſchlagen=
der
Beweis für die Verirrungen der Epigonen Ri=
chard
Wagners, die nur die Aeußerlichkeiten ſeiner
Technik nachahmen und übertrumpfen, während ihnen
die Inſpiration des Genius fehlt. Den zweiten Teil
und den Beſchluß des Programms bildete Anton
Bruckners fünfte Sinfonie, deren Vortrag eine Stunde
weniger fünf Minuten in Anſpruch nahm. Das Rieſen=
werk
dieſes Meiſters des Kontrapunktes einem

zyklopiſchen Bauwerk vergleichbar wird man nur an
der Hand eingehender muſikaliſcher Analyſe verſtehen
und würdigen können. Das Verſtändnis erſchließt ſich
nur dem Studium, nicht einem Konzertpublikum, dem
es einmal und zum erſten Male vorgeführt wird; es
enthält eine Ueberfülle von muſikaliſchen Themen,
kontrapunktiſchen Berechnungen und Raffinements
und klanglichen Kombinationen, die, gleich einem Rie=
ſenmoſaik
zu einem Ganzen zuſammengefügt, aber
innerlich nicht miteinander verbunden und ver=
ſchmolzen
ſind. So bleibt der Eindruck ein unbefrie=
digender
und der rieſigen Anſpannung, die die Auf=
nahme
des Werkes erfordert, entſprechen der Genuß
und der Gewinn nicht.
Die Leiſtungen des Orcheſters unter der ziel=
bewußten
Führung ſeines genialen, nur von rein
künſtleriſchen, allen äußeren Effekten abholden Prin=
zipien
geleiteten Dirigenten waren grandios und lie=
ßen
keinen Wunſch unbefriedigt. Die Klangpracht und
Fülle, die es in dem Bacchanale von Richard Wagner
und der Brucknerſchen Sinfonie entfaltete, waren über=
wältigend
, die techniſche Behandlung, Anpaſſung und
Abtönung der Einzelinſtrumente muſtergültig und die
künſtleriſche Löſung der dem Orcheſter im allgemeinen
wie im einzelnen geſtellten Aufgaben bewunderns=
wert
.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Nochmals die Florabüſte im preußi=
ſchen
Abgeordnetenhauſe. Bei der Beratung des Kul=
tusetats
im preußiſchen Abgeordnetenhauſe am Don=
nerstag
kam nochmals der Ankauf der Florabüſte zur
Sprache. Der Kultusminiſter von Trott zu Solz
führte aus: Niemand zweifelte daran, daß es ſich um
ein wertvolles Werk der Hochrenaiſſance,
vielleicht gar von Leonardo da Vinci, handele. Da er=
ſchien
auf einmal in London ein Zeitungsartikel in
der Times, der die Echtheit der Büſte beſtritt und
behauptete, ſie ſei von einem gewiſſen Lucas um die
Mitte des vorigen Jahrhunderts angefertigt worden.
Im Anſchluß daran entſtand dann die bekannte Preß=
polemik
, die bald auf das perſönliche Gebiet geſpielt
wurde. Im weiteren Verlaufe dieſer Polemik wurde

verſucht, Beweiſe vorzubringen, daß dieſe Büſte tat=
ſächlich
von dem Maler Lucas angefertigt worden
ſei. Daß demgegenüber die Muſeumsverwaltung ver=
ſuchte
, dieſen Behauptungen nachzugehen und feſtzu=
ſtellen
, ob dieſen Angriffen auch tatſächliche Momente
zugrunde liegen, das kann man ihr doch nicht ver=
argen
. Es ſei zunächſt feſtgeſtellt, daß Herr Lucas, der
Sohn des angeblichen Verfertigers der Büſte, der aus=
geſagt
haben ſollte, er ſelbſt habe ſeinen Vater dieſe
Büſte anfertigen ſehen, für niemanden von unſerer
Seite zu ſprechen war. Es iſt verſucht worden, auch
mit Anwendung einer gewiſſen Liſt, dieſem Herrn Lu=
cas
einmal in die Augen zu ſehen und ihn zu fragen,
wie es denn eigentlich mit der Anfertigung der Büſte
geweſen ſei. Es hat ſich aber nicht ermöglichen laſſen.
Der Beweis, daß Lucas dieſe Büſte angefertigt habe,
entweder nach einem Vorbilde oder als eigene Er=
findung
, iſt nicht im entfernteſten erbracht worden.
Ich bin heute in der Lage, Ihnen noch einen ſchlagen=
den
Beweis dagegen anzuführen. Einer der berühm=
teſten
Kunſtkenner, der Maler Herkomer, hat noch
Lucas, der dieſe Büſte angefertigt haben ſoll, gekannt,
hat ihn bei ſeiner Arbeit geſehen und mit ihm in per=
ſönlichen
Verkehr geſtanden. Dieſer Maler Herkomer
hat ausgeſprochen mit dem Auftrage, daß mir das mit=
geteilt
werde, er ſei der feſten Ueberzeugung, daß Lu=
cas
ein ſolches Kunſtwerk niemals habe ſchaffen können.
Danach wird man alſo ſagen können: die Büſte iſt mit
an Beſtimmtheit grenzender Wahrſcheinlichkeit von
Lucas nicht gemacht. Dagegen haben Autoritäten auf
dieſem Gebiete ausgeſprochen, daß die Büſte aus der
Hochrenaiſſance ſtamme und ein Werk jener Zeit ſein
müſſe. Ich kann als Laie den Streit nicht entſcheiden,
glaube aber, wie die Dinge liegen, wird man einen=
Vorwurf wegen des Erwerbes dieſer Büſte gegen den
Generaldirektor Bode nicht herleiten können. Er iſt
unzweifelhaft ein Kunſtkenner erſten Ranges. Er
hatte die perſönliche Ueberzeugung, daß es ſich um ein
Werk Leonardo da Vineis handele und hat es unter
den geſetzlichen Formen angekauft. Der Preis der
Florabüſte betrug 160000 Mank.
* Göttingen, 28. April. Die hieſige Stern=
warte
beobachtete heute früh um 4 Uhr 15 Minuten den
Halleyſchen Kometen als Stern vierter Größe.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Nummer 100.

ſelben Nacht ſtattete er auch einem Hauſe in Zwingen=
berg
, wo der katholiſche Kaplan wohnt, einen Beſuch
ab. Er kam zwar nicht in die Räume desſelben, ent=
wendete
aber dem Hausbeſitzer Nickels ein Portemonnaie
mit einigen Mart Inhalt, das ſich nachher leer im
Garten fand. Was den hieſigen Einbruch betrifft, ſo
ſtieg der Täter über das Gitter des am Ortsausgang
gelegenen Pfarrhauſes ein, reinigte mit einem in der
Waſchküche gefundenen Handtuch zur Vermeidung ver=
räteriſcher
Spuren ſeine Schuhe, fertigte aus dem Hand=
tuch
eine ſpäter zurückgelaſſene Geſichtsmaske und ſtieg
mittels einer Leiter in den Abort des Obergeſchoſſes
ein. Geräuſchlos, gründlich und ſachkundig öffnete er
alsdann mit Werkzeugen verſchiedene Möbel (auch im
Erdgeſchoß) und eignete ſich verſchiedene Geldbeträge
in Geſamthöhe von 523 Mark (davon 400 Mark in Gold)
an, während er ſonſtige Gegenſtände, ſo Silbergerät,
unberührt ließ. Auch dieſe Tatſache deutet auf einen
routinierten und alle etwaigen Ueberführungsſtücke
nach Möglichkeit meidenden Dieb hin. Außer dem Geld
fehlt noch ein naturledernes Portemonnaie mit Me=
tallbügel
und ein rot und weiß gewürfeltes, M. G. ge=
zeichnetes
, aus einem Mehlſäckchen gefertigtes Hand=
tuch
. Erſt am Morgen wurde die Tat entdeckt. Ein
Polizeihund verfolgte die Spur von hier bis zum Nickels=
ſchen
Hauſe in Zwingenberg, ſo daß für beide Fälle der=
ſelbe
Täter feſtſteht.
G. H. Wembach, 29. April. Der im Jahre 1840 von
Ober=Beerbach nach Amerika ausgewanderte Peter
Mink ſtarb im Alter von 91 Jahren. Er erwarb ſich
große Beſitzungen und bekleidete hohe Aemter. Seinen
Erben in Darmſtadt, Ober=Modau, Alsbach und Wembach
hinterläßt er ein großes Vermögen.
Offenbach, 29. April. In einer hieſigen Ledex=
warenfabrik
neckten ſich geſtern zwei Porte=
feuiller
. Bei dieſer Gelegenheit wurden aus gering=
fügigem
Anlaß auch Schimpfworte gewechſelt. Plötzlich
ergriff der Portefeuiller H. ſeine Schere und warf mit
ihr, mehr in der Abſicht, ſeinen Gegner zur Ruhe zu
bringen, als ihn zu verletzen, nach ſeinem Genoſſen.
Bedauerlicherweiſe wurde dieſer durch den Wurf ſo
unglücklich getroffen, daß ihm die Schere mit den
Spitzen tief in den Oberſchenkel des rechten
Beines eindrang und die Schlagader durchſtieß, ſowie
ſämtliche Nervenſtränge zerſtörte. Schwer verletzt
mußte der Bedauernswerte nach dem ſtädtiſchen Kran=
kenhauſe
gebracht werden, wo er in hoffnungsloſem
Zuſtande daniederliegt.
Mainz, 28. April. In der geſtrigen geheimen Stadt=
verordneten
=Verſammlung wurde nach zweiſtündiger De=
batte
mit allen gegen drei Stimmen beſchloſſen, die Wei=
terarbeiten
beim Theaterumbau in ſtädtiſcher Regie
auszuführen. Mit den Arbeiten ſoll heute ſchon begonnen
werden. Die Bauarbeiter werden zu den ſeitherigen Lohn=
und Arbeitsbedingungen angenommen. Von einem Stadt=
verordneten
wurde angeregt, auch den Schulhausneubau
in Kaſtel in ſtädtiſche Regie zu übernehmen; das wurde
aber allgemein bekämpft und erklärt, daß der Schulhaus=
bau
nicht ſo preſſiere und ruhig abgewartet werden könne,
bis der Kampf im Baugewerbe beendigt ſei.
Mainz, 28. April. Als geſtern morgen am Rhein
ein Herr ſeiner Dogge das Apportieren lehren
wollte, wurde er von dem Hunde ins Waſſer geriſſen.
Er wurde von einem Schiffer mit großer Mühe ge=
rettet
, der wertvolle Hund ertrank. Am Mainufer
bei Koſtheim ſpielten geſtern mehrere Kinder, als der
elfjährige Georg Panzer ins Waſſer fiel. Der in
der Nähe mit Kohlenausladen beſchäftigte Anton
Anſpach holte ihn noch rechtzeitig heraus. Anſpach hat
damit bereits das 15. Kind aus dem Waſſer ge=
rettet
. Eine vorteilhafte Bezahlung mit
Pferdeloſen erhielt, obgleich er ſich dagegen
ſträubte, ein hieſiger Schuhmacher von einem Kunden,
als er ihm ein Paar neue Stiefel ablieferte. Er mußte
nämlich zwei Pferdeloſe mit in Zahlung nehmen, von
denen eines dann einen Gewinn von 200 Mark hatte.
So meldet wenigſtens dem Tgbl. ein Berichterſtatter.
Nieder=Ingelheim, 28. April. Ein ſchweres
Au tomobilunglück ereignete ſich heute morgen
auf der Staatsſtraße zwiſchen Nieder=Ingelheim und
Gau=Algesheim. Das mit drei Aerzten beſetzte Auto=
mobil
des praktiſchen Arztes Dr. Marx ſin Nieder=
Ingelheim wollte einem Fuhrwerk ausweichen und
geriet infolge falſcher Steuerung auf den Fußſteig.
Dabei erfaßte das Auto eine Frau und ſchleuderte dieſe
in den Straßengraben. Die Frau wurde lebens=
gefährlich
verletzt, ebenſo die Inſaſſen, die
herausgeſchleudert wurden.
Klein=Eichen, 28. April. Das dreijährige Kind des
Landwirts Högy lief unbeachtet in der Stube herum und
fiel dabei in ein vom Dienſtmädchen mit kochendem
Waſſer gefülltes Gefäß, wodurch es ſich ſo verbrannte,
daß es bald darauf ſtarb.
Gießen, 28. April. Der Kaufmann Paul Mode=
roff
, der von Rußland nach Bad Nauheim zur Kur
* Auch ein Jubiläum. Wie wir in Berliner
Blättern leſen, wird dort morgen Harry Walden im
Friedrich Wilhelmſtädtiſchen Schauſpielhaus zum 650.
Male den Karl Heinz in Alt=Heidelberg ſpielen.
Chanteelers Niedergang. Aus Paris
wird berichtet: Die Glanzzeit von Chantecler iſt an=
ſcheinend
ſchon vorüber; das Stück hat zwar ſeine hun=
dertſte
Aufführung in Paris bereits hinter ſich, aber
die Einnahmen ſind gegen früher bedeutend geſunken.
In den erſten Wochen erzielte das Porte St. Martin=
Theater durchſchnittlich 910000 Mark Abendeinnahme.
Jetzt werden gewöhnlich rund 6400 Mark eingenvm=
men
und ſelbſt am Sonntag iſt das Haus nicht aus=
verkauft
. Damit offenbart ſich, daß Roſtands Werk in
bürgerlichen Kreiſen nicht die Popularität gefunden
hat, die erwünſcht und erwartet wurde.

Kleines Feuilleton.
* Der falſche Zeppelin. Die Kunde, daß
Graf Zeppelin in Weilburg eingetroffen ſei, hatte ſich
in Limburg und Umgebung mit großer Schnelligkeit
verbreitet und bewirkt, daß erneut Tauſende von Per=
ſonen
zur Unfallſtelle hineilten, um den Grafen zu
ſehen. In Wirklichkeit handelte es ſich um einen Dop=
pelgänger
Zeppelins, der, in blauer Joppe mit Luft=
ſchiffermütze
, eine getreue Kopie des alten Grafen ab=
gab
. Er entſtieg elaſtiſchen Schrittes dem Zuge und
begab ſich unter ſtändigen Hochrufen der Menge
von Limburg nach Weilburg zur Unfallſtätte. Das Hoch=
rufen
wollte kein Ende nehmen, nur reagierte der ver=
meintliche
Graf nicht darauf. Als aber der Bürger=
meiſter
von Weilburg anhub, ihn offiziell zu begrüßen,
trat er raſch vor und ſagte dem verblüfft dreinſchauen=
den
Stadtoberhaupt, er ſei ein Realſchuldirektor aus
Wiesbaden! Die Menge verharrte unterdeſſen dabei,
daß ſie Graf Zeppelin vor ſich habe, der inkognito unter
hnen weile und nicht erkannt ſein wolle. Man be=

reiſen wollte, ſtarb am Mittwoch abend auf der Fahrt
zwiſchen Marburg und hier, nachdem er bereits in
Kaſſel über ſchweres Unwohlſein geklagt hatte. Auf
Zureden des Fahrperſonals, lieber in Kaſſel ſich in
ärztliche Behandlung zu begeben, als weiterzufahren,
meinte er, es bis Nauheim noch bringen zu können, es
ſei ſein altes Herzleiden, das ihm Störungen verur=
ſache
. Die Leiche wurde auf behördliche Anordnung in
Gießen aus dem Zuge genommen.
* Bad=Nauheim, 29. April. Der Erzbiſchof von
San Franzisko, Riodan, iſt zum Kurgebrauch hier
eingetroffen und hat im Parkhotel Wohnung ge=
nommen
.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 28. April. An den General
Verdy du Vernois, der am Mittwoch in Stockholm
bei ſeinem Sohn, der Legationsrat iſt, ſein 60jähriges
Militärjubiläum feierte, ſandte der Kaiſer ein Glück=
wunſchtelegramm
. Nach einer Mitteilung des Profeſſors
Münſterberg hat der New=Yorker Bankier Schiff für die
Handbibliothek des in Berlin geplanten Amerikani=
ſchen
Inſtituts 25000 Dollars geſtiftet. Der in der
Kriminalgeſchichte ungewöhnliche Fall einer nächt=
lichen
Schwurgerichtsſitzung am Tatorte eines
Kriminalverbrechens ereignete ſich heute an der Stelle des
Mordes der Verkäuferin Rakowski durch den Friſeur
Jünemann. Um 11 Uhr abends fanden ſich in dem
Bäckerladen, in dem die Rakowski ermordet wurde, der
Vorſitzende des Schwurgerichts, der Staatsanwalt, ſowie
die Geſchworenen, der Verteidiger des Angeklagten, der
Gerichtsarzt und verſchiedene Kriminalkommiſſare ein. Der
Angeklagte erſchien gefeſſelt, von zwei Kriminalbeamten
geführt. Er mußte den Hergang der Bluttat ſchildern. Um
die gleiche Beleuchtung, die in der Nacht des Mordes ge=
herrſcht
hatte, herzuſtellen, wurden zeitweiſe die Gasflam=
men
ausgedreht. Das Gericht beſichtigte auch die Wohn=
räume
des Hauſes, um feſtzuſtellen, ob der Todesſchrei der
Rakowski in ihnen gehört werden konnte. Unter Hinter=
laſſung
einer Schuldenlaſt von über 100000 Mark iſt der
Bauunternehmer Georg Koch aus Südende flüchtig ge=
worden
.
Nürnberg, 29. April. Wegen der Ermordung
des Dr. Herberich durch ſeine Gattin wurde auch
der älteſte Stiefſohn, der Student Dillinger,
wegen Verdachts zur Anſtiftung zum Morde verhaftet.
Dadurch gewinnt die Annahme an Wahrſcheinlichkeit,
das Motiv der ehelichen Zwiſtigkeiten ſeien Geldfor=
derungen
des Studenten geweſen, denen ſich der Stief=
vater
widerſetzte, die aber die Mutter begünſtigte.
Ueber den Fall ſelbſt wird dem Frankf. General=
Anzeiger noch geſchrieben: Dr. Herberich, der Mitte
der 40er Jahre ſtand, gehörte zu den führenden Gei=
ſtern
Nürnbergs; ſeine Tätigkeit, ſowohl im öffentlichen
Leben, als hauptſächlich an der ihm unterſtellten An=
ſtalt
, fand in weiteſten Kreiſen Anerkennung und Be=
wunderung
. Seine Frau iſt als ein ſehr entſchiedener
und extremer Charakter bekannt. Sie ſpielte auch in
der Frauenbewegung eine Rolle. Unter anderem iſt
ſie Vorſitzende des Nürnberger Vereins für Frauen=
ſtimmrecht
. Sie ſoll ihrem Mann, mit dem ſie in zwei=
ter
Ehe verheiratet war ſie ließ ſich ſeinethalben von
ihrem erſten Gatten ſcheiden in letzter Zeit das Le=
ben
durch ihre Heftigkeit und Eiferſüchteleien ſehr er=
ſchwert
haben. Frau Dr. Herberich entſtammt einer im
alten Frankfurt ſehr bekannt geweſenen Familie. Das
Haus des öſterreichiſchen Majors Berna in der
Eſchenheimer Straße war bekannt als eines der vor=
nehmſten
und gaſtlichſten Häuſer der Stadt, und die
Familie ſelbſt zählte zu den angeſehenſten der damali=
gen
Zeit. Eine gewiſſe Tragik ſcheint aber die Glieder
der Familie verfolgt zu haben. Ein Sohn des Majors
und Bruder der Frau Dr. Herberich zum Beiſpiel war
Student am Polytechnikum in Darmſtadt und hatte
das Unglück, in einem aus nichtiger Urſache hervorge=
rufenen
Zweikampf ſeinen Gegner, einen Studenten
aus Grünſtadt, zu töten. Der Fall, der ſich in den
70er Jahren zutrug, hat damals wegen der Perſon der
Beteiligten rieſiges Aufſehen hervorgerufen, zumal der
junge Berna als ein vornehmer Charakter und ein
lebensluſtiger junger Menſch bekannt war. Nun iſt auch
ſeine Schweſter zum Mittelpunkt einer Tragödie ge=
worden
, deren Einzelheiten wohl erſt noch aufgeklärt
werden müſſen. Ueber die Tat ſelbſt erfährt man fol=
gendes
: Dr. Herberich kehrte in beſter Stimmung von
einem Spaziergange zurück und betrat ahnungslos
ſeine im Parterre gelegene Wohnung, als ihm die Frau
entgegentrat und ſofort fünf Schüſſe auf ihn abfeuerte,
wvovon drei den Unglücklichen trafen. Er wollte flüch=
ten
, brach aber im Hausflur zuſammen und ſtarb in
den Armen eines zufällig des Weges kommenden
Freundes. Der ärztliche Beiſtand, der bald zur Stelle
war, konnte nicht mehr helfen, ſondern nur das Ende
feſtſtellen. Die drei Kugeln waren tief in den Rücken
eingedrungen. Die Mörderin, die angeblich Selbſt=
mord
verüben wollte, wurde verhaftet und ins Gefäng=
Ke

ſtürmte ihn mit Fragen und brachte ihm unaufhörlich
Ovationen dar, um ſo mehr, als der Bürgermeiſter ihn
herumführte und ihm den Verlauf der Bergungsarbei=
ten
zeigte.
* Vom Felſen in die Tiefe geweht. Am
Donnerstag fuhr ein Liebespaar von London nach Do=
ver
zum Caſt Cliff hinaus ſpazieren und wurde einige
Stunden ſpäter am meerumſpülten Fuße des hohen
Felſens bewußtlos aufgefunden. Sie hatten einander
feſt in die Arme geſchloſſen und waren bewußtlos. Der
Mann erholte ſich zuerſt. Er ſagte, er und die Dame
ſeien zwar ein Liebespaar, aber einen Selbſtmord hät=
ten
ſie nicht beabſichtigt. Ein heftiger Windſtoß habe
ſie erfaßt und ſie in den Abgrund geriſſen, aber der=
ſelbe
Wind, der ihr Unglück geweſen, hätte ihnen auch
wieder das Leben gerettet. Als das Paar in feſter
Verſchlingung die 200 Fuß hinabſtürzte, ſcheint ein
Windſtoß es plötzlich von unten gefaßt zu haben, wo=
durch
der Fall gemildert und das Leben der beiden
jungen Leute gerettet worden iſt. Beide dürften ſich
bald erholen.
* Ein telephonierender Hund. Eine
luſtige Geſchichte ereignete ſich angeblich kürzlich im
Telephonamt in Grimsby. Am Sonntagmorgen früh
läutete plötzlich andauernd das Telephon der Herren
J. M. Thurney Ltd., Zigarren=Engroshändler. Auf
die übliche Frage: Welche Nummer, bitte? erfolgte
keine Antwort und alles, was zu hören war, war ein
lautes Hundegebell. Der Beamte konnte ſich den Vor=
gang
nur damit erklären, daß Einbrecher in dem Bu=
reau
ſeien und benachrichtigte die Polizei. Inzwi=
ſchen
hatte der Herr des Hundes, der am Samstag den
Köter verſehentlich eingeſperrt hatte, das Tier ver=
mißt
und kam, es wieder zu befreien. An der Türe
ſeines Bureaus traf er zu ſeinem Erſtaunen ein paar
Poliziſten, die gerade dabei waren, die Türe einzu=
brechen
. Als ſie gemeinſam eintraten, ſahen ſie, daß

nis abgeführt; die herbeigeeilte Menge ſtieß wilde Ver=
wünſchungen
und Drohungen gegen ſie aus.
Schwerin, 28. April. Ein Zeppelin=Denkmal
wollen die Erbpächter des Dorfes Zeppelin bei Bützow
dem Grafen Zeppelin errichten. Die Genehmigung des
Miniſteriums iſt erteilt, auch mit den Vorarbeiten iſt ſchon
begonnen. Das Denkmal ſoll auf einer künſtlich geſchaffe=
nen
Anhöhe nach folgendem Entwurf errichtet werden: Auf
einem Felſenfundament 3 größere Felsblöcke, die gekrönt
ſind von einem 3 Meter langen, mit Inſchrift verſehenen
Block. Umgrenzt wird das Denkmal in geſchloſſenem Kreis
von 21 größeren Steinen. Jeder der 21 Erbpächter des
Dorfes wird einen dieſer Steine anfahren, in den dann
der Name des Betreffenden gemeißelt wird. Das Dorf
Zeppelin bei Bützow iſt der Urſprungsort der Familie
des Grafen.
Wien, 29. April. In dem Schlußverhör mit dem des
Giftmordanſchlages gegen die Generalſtabsoffi=
ziere
verdächtigten, ſeit dem 12. November 1909 in Haft
befindlichen Oberleutnant Adolf Hofrichter erhielt
dieſer Gelegenheit, das geſamte Beweismaterial, das für
ihn erdrückend war, kennen zu lernen. Hofrichter mußte
ſelbſt zur Einſicht kommen, daß das Beweismaterial nicht
umgeſtoßen werden kann. Hierin wurde er auch zum Teil
durch die Militärärzte, die ihn im Arreſt wiederholt auf
ſeinen Geiſteszuſtand unterſucht hatten, beſtärkt. Hofrich=
ter
ließ ſich infolgedeſſen geſtern dem Unterſuchngsrichter
vorführen, dem er unter ſichtlichen ſeeliſchen Kampfen das
Geſtänönisablegte, daß er tatſächlich die Giftpil=
len
an Generalſtabsoffiziere geſandt habe, um dieſe aus
dem Wege zu räumen, um wieder in den Generalſtab auf=
genommen
zu werden. Dieſen Plan hat er hauptſächlich
aus Liebe zu ſeiner Gattin erdacht, um ihre Zukunft ſicher
zu ſtellen. Da durch dieſe geänderte Prozeßlage das Vor=
gehen
der Frau nicht ganz einwandfrei iſt, wurde dieſe
heute dem Sicherheitsbureau vorgeführt und einem Ver=
hör
unterzogen, das am Mittag noch nicht beendet war.
Paris, 28. April. Auf dem Nordbahnhofe fand anläß=
lich
der Ueberführung der Leiche Björnſons
eine Trauerfeier ſtatt, der die Familie des Verſtorbenen,
ſowie zahlreiche Mitglieder der norwegiſchen Kolonie mit
dem Geſandten Baron Wedel=Jarlsberg an der Spitze und
der däniſche Geſandte beiwohnten. Nach einem Choral=
vortrag
des ſkandinaviſchen Vereins hielt Baron Wedel=
Jarlsberg eine Anſprache. Die Leiche wurde abends, be=
gleitet
von der Familie des verſtorbenen Dichters, über
Köln und Hamburg nach Chriſtiania übergeführt.
Paris, 29. April. Aus einer Menagerie auf dem
Breteuilplatz im 7. Pariſer Bezirk entwiſchte geſtern abend
beim Reinigen eines Käfigs ein ſibiriſcher Wolf.
Obgleich ſofort eine allgemeine Jagd auf das Tier unter=
nommen
wurde, gelang es dieſem in der Richtung auf das
Boulogner Wäldchen zu entkommen. Alle Nachſtellungen
blieben bisher erfolglos.
Paris, 28. April. Aus Nancy wird dem Matin ge=
meldet
, daß aus der Kaſerne des 20. Infanterie=Regiments
mehrere Mitrailleuſenbeſtandteile entwen=
det
worden ſeien. Mit den geſtohlenen Stücken konnte
beinahe eines von den neuen Maſchinengewehren vollſtän=
dig
zuſammengeſetzt werden. Die Unterſuchung habe er=
geben
, daß dieſe Diebſtähle bereits ſeit einem Monat=
dauern
. Bisher ſei keinerlei Verhaftung vorgenommen=
worden
.
Marſeille, 28. April. Das Seegericht hat 14 Seg=
leute
, die geſtern verhaftet worden waren, weil ſie von
ihrem Schiffe, das in See gehen ſollte, deſertiert waren,
zu je zehntägigem Gefäsgnis ohne Strafaufſchub verur=
teilt
.
London, 27. April. Ein Artikel in der Mainummer
des Cornhill Magazine beſchäftigt ſich mit den Betrü=
gereien
, die verübt werden, um in den Beſitz der
Alterspenſionen zu kommen. Da England keine
polizeiliche Eintragung kennt, ſo iſt es auf Kirchenpapiere
oder Volkszählungsangaben angewieſen und dies haben
ſich viele Leute zunutze gemacht, um ihr Alter höher anzu=
geben
, als es in Wirklichkeit iſt. Jetzt jedoch wird eine
Naprüfung vorgenommen und, falls keine Beweiſe für
das tatſächliche Alter erbracht werden können, greift man
zu dem recht unſicheren Mittel, das Alter nach dem Aus=
ſehen
zu beſtimmen und infolgedeſſen werden ſehr viele
Penſionen verringert, wenn die nachprüfenden Beamten
die Ueberzeugung gewinnen, daß das Alter zu hoch ange=
geben
worden iſt. Die Schwierigkeit der Altersbeſtimmung
wird freilich bald ſchwinden, ſobald die amtliche Eintra=
gung
des Geburtsdatums für alle über 70 Jahre Alte in
Kraft tritt, aber eine noch ernſthaftere Schwierigkeit, die
weit öfter zu Schwindelverſuchen führt, betrifft die Be=
dürftigkeit
der Antragſteller. Recht oft hat man die Er=
fahrung
gemacht, daß alte Leute ihr Geſchäft ihrem Sohn
oder ihrer Tochter vermacht haben, um als bedürftig in
den Beſitz der Alterspenſionen gelangen zu können. Hin
und wieder ſind Rechnungsbücher gefälſcht worden oder,
in deren Abweſenheit, ſind die Geſchäftseinkünfte erheblich
zu niedrig angegeben worden. Nur in Ausnahmefällen
kann eine ſehr ſcharfe Unterſuchung derartige Betrügereien

der Foxterrier auf ein 5 Fuß hohes Pult geſprungen
war und das Hörrohr vom Apparat heruntergeſchmiſſen
hatte. Der Herr war auf das äußerſte überraſcht und
meinte, der kleine ſchlaue Kerl, der oft ſeines Herrn=
Stimme am Apparat vernommen hatte, habe es ab=
ſichtlich
getan, um aufmerkſam auf ſeine Gefangen=
ſchaft
zu machen.
* Eine merkwürdige Begründung. Bür=
germeiſter
Rautenſtrauch, Oberhaupt des Landſtädtchens=
Genthin in der Provinz Sachſen, hat den Maiumzug
mit folgender Begründung verboten: Erſt vor kur=
zem
ſind in einer Nachbarſtadt bei den Wahldemonſtra=
tionsaufzügen
aus den Häuſern Töpfe, Teller, Schüſ=
ſeln
uſw. auf die Demonſtranten nach den Straßen ge=
worfen
worden, wodurch nicht nur die Demonſtranten
ſelbſt, ſondern auch ſämtliche Fuß= und Fahrweg=
paſſanten
gefährdet worden. Ein gleiches Verhalten
der hieſigen loyalen Bürgerſchaft ſteht eventuell zu er=
warten
und dürfte es in Ihrem eigenen Intereſſe lie=
gen
und um Ihrer eigenen Sicherheit willen angebracht
erſcheinen, daß dieſer Umzug nicht geſtattet wird. Das
iſt doch einmal etwas Neues.
* Das Wrack des Zeppelin II als
Schauſtück. Bei den Offizieren der Luftſchifferab=
teilung
, die am Montag abend in einem Hotel zu Weil=
burg
ſpeiſten, meldete ſich ein Schauſteller, der für das
Gerippe des Luftſchiffes ohne Gondeln und Maſchinen,
wie es am Webersberg hing, 100000 Mark bot. Auf die
Frage, was er denn eigentlich mit dem Wrack anfangen
wolle, erklärte der Mann, er verſpreche ſich ein Bom=
bengeſchäft
davon, daß er den zerſthrten Ballon in gro=
ßen
Städten, auf Meſſen und Märkten gegen Eintritts=
geld
zur Schau ſtelle. Die Offiziere bedauerten ſehr.
das Geſchäft nicht machen zu können und erklärten, daß
ſich das Reich auf einen ſolchen Handel nicht einlaſſen
werde.

[ ][  ][ ]

Nummer 100.

enkarden und zweiſelles glbt es viele Verſonen, für die
das Geſetz der Alterspenſionen niemals berechnet war, die
ſich ſeine Wohltaten aber zunutze gemacht haben.
Saloniki, 29. April. Ganze Bezirke Albaniens
ſtehen unter Waſſer. In Mitrowitza ſind nach den
letzten Berichten über hundert Häuſer eingeſtürzt. Alle
Gebäude, in denen die bosniſchen Einwanderer unter=
gebracht
werden, ſind zerſtört. Hier verlautet, daß
das öſterreichiſche Panzerſchiff Erzherzog Ferdinand
Max und ein Torpedoboot Ordre erhalten haben, nach
der albaniſchen Küſte abzudampfen.
C. K. New=York, 29., April. Die Bepölkerung
New=Yorks iſt in den letzten zehn Jahren um nicht
weniger als eine Million Seelen angewachſen. Die größte
Zunahme zeigt die Vorſtadt Bronx. Hundert Volkszähler
haben jetzt begonnen, auch die Obdachloſen von New=York
für die Statiſtik zu zählen, es iſt zum erſten Male, daß
dieſes unterſte Proletariat bei der Volkszählung mit be=
rückſichtigt
wird. Man nimmt an, daß die gegen värtige
Volkszählung eine Seelenzahl von rund 5 Millionen für
New=York ergeben wird. Noch im Jahre 1900 zählte
New=York insgeſamt 3 437202 Bewohner. Abgenommen
hat nur die Bevölkerung von Manhattan durch die Frei=
legungen
.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc. deren im Nach
ßehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Konzert zum Beſten der Errichtung
eines Orth= Grabdenkmals. In Lehrer= wie
in Sängerkreiſen gibt ſich für das Konzert zum Beſten
der Errichtung eines Grabdenkmals für Philipp Orth
am 7. Mai im Konkordiaſaale beſonderes Intereſſe kund.
Der Leiter des Orthſchen Männerquartetts, Herr Karl
Grim, hat einige recht friſche Chöre des heimgegangenen
Komponiſten auf das Programm geſetzt, ſo den Waldſee,
Liebesgruß, Ob ich dich liebe, Der Sennenhirr uſw.
Herr Großh. Muſikdirektor Klaſſert wird ſeine Verehrer
u. a. durch den Vortrag der Fantaſie in D-moll von
Mozart erfreuen, während Fräulein Hanna Orth ge=
nannt
Orten Lieder von Wolf, Richard Strauß, Wein=
gartner
und Grieg zum Vortrag bringen wird.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Seite 5.

Sport.
Schlittſchuhklub-Sportverein. Am
Sonntag findet auf dem Sportplatz am Böllenfalltor
ein internes Herren=Einzelſpiel mit Vorgaben ſtatt,
worauf Intereſſenten aufmerkſam gemacht ſeien.
* Sportfeſt. Das vom Veloziped=Klub
Darmſtadt für den 26. Juni a. c. geplante Sport=
feſt
verſpricht eine großartige Veranſtaltung zu werden.
Beſonderes Intereſſe beanſprucht der große Blumen=
Preis=Korſo, der in acht Abteilungen für Vereine,
Einzelgruppen und Fahrer, ſowie Automobile durch die
Straßen der Stadt gefahren und ein farbenprächtiges
Bild bieten wird. Es ſind nämlich vom Veloziped=Klub
Darmſtadt Sonderpreiſe ausgeſetzt für Blumenſchmuck
der Räder, reſp. Automobile, ein Umſtand, der ſicher zu
ſcharfem Wettbewerb herausfordern wird. Hieſige In=
tereſſenten
, die ſich hieran zu beteiligen wünſchen, ſeien
auf dieſen Wettbewerb beſonders aufmerkſam gemacht.
Es wird ohne Zweifel vom hieſigen Publikum freudig
begrüßt werden, daß nach langen Jahren wieder einmal
ein Radfahrer=Korſo durch Darmſtadt gefahren wird.
Die Beteiligung auswärtiger Vereine dürfte beſonders
gut ausfallen, da die am gleichen Tage vom Veloziped=
Klub Darmſtadt auf der hieſigen Radrennbahn veran=
ſtalteten
Rad= und Motor=Rennen, insbeſondere
die 25 km=Meiſterſchaft von Deutſchland,
ihre Anziehungskraft auf die Jünger des Radſportes
nicht verfehlen wird.
Zu den Rennen, die außer genannter Meiſterſchaft
aus je einem Eröffnungs=, Vorgabe= und Mehrſitzer=
Fahren, ſowie aus zwei Motorrennen beſtehen werden,
erwartet man die beſten Fahrer, die der Deutſche Rad=
fahrer
=Bund in ſeinen Reihen aufweiſt. Jedenfalls
wird es am 26. Junj auf der hieſigen Rennbahn erſt=
klaſſigen
Sport geben, der an die Zeiten erinnert, als
Auguſt Lehr, Herty, Gebr. Verheyen, Haun, Lauter=
mann
ꝛc. ihre Triumphe in Darmſtadt feierten.
Fußball. Auf dem Olympia=Sportplatz an
der Heidelberger Straße ſpielen morgen, Sonntag nach=
mittag
, die beiden I. Mannſchaften des Darmſtädter
Sportklubs 1905 und des F.=K. Olympia 1898.
sr. Die Berliner Ringkämpfe brachten am
letzten Abend dem Rennfahrer Otto Meyer= Ludwigs=
hafen
die dritte Niederlage, da er von dem Münchener
Schwarz in 22:14 geworfen wurde. Ferner ſiegte
Markuſſen=Dänemark über Waſhington=Amerika im Ent=
ſcheidungskampf
mit einer Geſamtzeit von 1:37:40.
Luppa=Böhmen und Cazeaux=Frankreich rangen 30 Min.
unentſchieden.
Luftſchiffahrt.
* Weilburg, 29. April. Die Aufräumungsarbei=
ten
an der Unfallſtätte des Z. II‟ ſind geſtern
abend beendet worden. Die Ueberreſte des Luftſchiffes
wurden in ſechs Eiſenbahnwagen von der Station Gun=
tersau
unter Begleitung, nach Köln abgeſandt. Die Be=
wachungsmannſchaft
der erſten Kompagnie des 160. In=
fanterieregiments
von Diez kehrte geſtern abend noch
nach ihrer Garniſon zurück, die übrigen Mannſchaften
folgten heute morgen nach. Die Abſchätzungsarbeiten
des verurſachten Schadens erfolgen noch heute.

Vermiſchte?.
Sonntagsruhe in Wiesbaden. Der Ma=
giſtrat
der Stadt Wiesbaden und die ſozialpolitiſche De=
putation
haben auf eine von der dortigen Ortsgruppe des
Deutſchnationalen Handlungsgehilfenverbandes veranlaßte
und von mehr als 600 Ladeninhabern unterſchriebenen
Eingabe hin, die Einführung der völligen Sonntagsruhe
beſchloſſen. Es iſt bemerkenswert, daß gerade in der Um=
gebung
der Stadt Frankfurt ſich ein Kranz von Plätzen
bildet, die dem großen Vorbild Frankfurts nachahmen.
Man kann daraus ſchließen, daß die Erfahrungen mit der
völligen Sonntagsruhe recht günſtige ſein müſſen.
In den deutſchen Schutzgebieten ( ab=
geſehen
von den Karolinen) ſind im ganzen 430 evan=
geliſche
und 842 katholiſche Miſſionare tätig. Im ein=
zelnen
ſtehen in Deutſch=Oſtafrika 172 gegen 395, in
Deutſch=Südweſtafrika 58 gegen 68, in Kamerun 90
gegen 66, in Togo 20 gegen 66, in Neu=Guinea 47 gegen
67, in Bismarck=Archipel 14 gegen 116, in Samoa 13
gegen 39, in Kiautſchou 16 gegen 25.
Die älteſte Turmuhr dürfte nach einer
Mitteilung des Buch für Alle die Uhr der Kathedrale
von Petersborough in England ſein. Im Jahre 1320
wurde das Werk vollendet, und noch heute verſieht die
alte Uhr getreulich ihren Dienſt. Sie iſt die Arbeit

eines Mbuchs. Das Werk iſt übrigens ſehr einlach ges Koloniapoli des Staatsſekrelärs nicht einverſlanden
arbeitet. Der Gang wird durch zwei 300 Pfund ſchwere ſind. Es wurden angegriffen der Bürgermeiſter vor
Bleigewichte geregelt, die an einem 90 Meter langen Lüderitzbucht, der Gouverneur, die ſüdweſtafrikaniſchen Be
Seil herabhängen, das ſich um eine Holzrolle aufwickelt. amten, die dortige Preſſe und die Urheber der Petition,
Sie ſchlägt die Stunden an den großen Kirchenglocken; für die auch ich verantwortlich gemacht wurde. Parteipoli=
dann
dröhnt ein 72 Pfund ſchwerer Hammer gegen die tiſche Beſtrebungen, wie der Sturz des Staatsſekretärs.
gewaltigen Glockenwände. Das Gangwerk und das haben meinem in der Kommiſſion geſtellten Antrage nicht
Schlagwerk ſind ſehr einfach und ſinnreich durch eine innegewohnt. Zu einem parlamentariſchen Mamelucken
kurze Schnur verbunden. Die alte Uhr beſitzt übrigens für den Staatsſekretär gebe ich mich allerdings nicht her. Be=
keinen
Stundenzeiger. Trotz des einfachen Werkes und ſonders habe ich zu proteſtieren dagegen, wie es in der
der rohen Arbeit hat die ehrwürdige Turmuhr ſechs Kommiſſion vom Staatsſekretär geſchehen iſt, daß man die
Jahrhunderte lang getreulich ihre Pflicht erfüllt.
Perſon des Kaiſers zum Prügeljungen für Verfehlungen
* Belgiſcher Schulbetrieb. Im Türmer und Mißgriffe von Verwaltung und Bureaukratie macht.
(Herausgeber Frhr. v. Grotthuß) leſen wir folgende Notiz: (Bewegung.) Auch der Herzog=Regent von Braunſchweig
Das belgiſche Journal des Inſtutiteurs teilte in Nr. 48 hat vor längerer Zeit den Gedanken der Geſellſchafts=
die
befremdliche Tatſache mit, daß in Flandern (genau wie beſteuerung ausgeſprochen. Es ſoll nach meinem Antrage
in Portugal) Orte mit 70 Prozent Analphabeten und nach dem Antrage Lattmann eine einmalige außer=
vorkommen
. Nach den Gründen dieſer Erſcheinung braucht ordentliche Vermögensſteuer erhoben werden. In dem
man nicht lange zu ſuchen, wenn man Nr. 49 desſelben ! Schutzgebiete gibt es weder eine Einkommenſteuer noch
Blattes zur Hand nimmt, das folgenden Stundenplan eine Vermögensſteuer. Wenn die Lüderitzbucht=Petition
bringt: Montag, 3. Januar 1910, vormittag (5., 6. und eine Petition von Millionären iſt, dann ſtammt ſie eben
7. Schuljahr). 1. Morgengebet, Gebote, gute Meinung, von Leuten, die keinen Pfennig Vermögens= oder Ein=
drei
Geſetzchen Roſenkranz, Evangelium. 2. Rechnen. kommenſteuer zahlen. Durch den Krieg iſt erſt der Anſtoß
3. Drei Geſetzchen Roſenkranz. 4. Pauſe. 5. Zwei Geſetz= für Handel und Wandel und ſomit für die Bereicherung
chen Roſenkranz. 6. Geographie. 7. Litanei zur hl. Jung= der Geſellſchaften gegeben worden. Der Antrag wird au=
frau
. 8. Zwei Geſetzchen Roſenkranz. Schluß: 11 Uhr ßerdem in der Oeffentlichkeit unrichtig ausgelegt, ſelbſt die
30 Minuten.
hanſeatiſchen Kaufleute beurteilen ihn falſch. Von einer
Konfiskation des Eigentums kann keine Rede ſein. Hier
Literariſches.
ſollen Leute getroffen werden, die durch den Krieg nicht
arm, ſondern reich geworden ſind. Wäre der Aufſtand nicht
Anſelm Feuerbach=Werk. 10 Lieferun=
gen
in gr. 4' mit je 8 Blatt Abbildungen in Kunſtdruck= geweſen, dann hätten wir keine Zündholzſteuer nötig ge=
ausſtattung
einzeln auf Rupfenkarton geheftet in ele= habt. Der Einwand, der Reichstag überſchreite ſeine Be=
fugniſſe
, wenn er in das Beſteuerungsrecht des Kaiſers ein=
gantem
Umſchlag. Die einleitenden Worte und eine
der letzten Lieferung beizugebende biographiſche Wür= greift, iſt hinfällig, wir haben ein Kolonialetatsgeſetz, da=
durch
iſt auch das Steuerbewilligungsrecht dem Reichstage
digung ſchreibt Dr. Herm. Uhde=Bernays. Preis
für die Schutzgebiete gegeben. Das Beiſpiel Englands
der Lieferung 2,50 Mk. Es wird die Zeit nicht mehr
fern ſein, wo wir nur den Namen Feuerbach zu nennen der energiſchen Heranziehung der Kolonien zu ihren eige=
nen
Koſten ſollte von uns nachgeahmt werden. Das
brauchen, um wie mit einer beſchwörenden Formel die
Hoheitsrecht ſollte baldigſt abgelöſt werden. Das Berg=
klaſſiſchen
und hoheitsvollen Geſtalten im Geiſte eines
jeden Gebildeten erſtehen zu laſſen, die das vornehme werksrecht in Südweſtafrika iſt reformbedürftig. Auf
meine Frage nach dem Grundgedanken des Bergrezeſſes
und edle Merkmal ſeiner Kunſt bedeuten. Und iſt nicht
gerade unſere Zeit mit ihren ſehnſüchtigen Anſprüchen der Kolonialgeſellſchaft antwortete mir der Staatsſekretär,
auf Idealismus und Kulturtat auserſehen, das Schaffen die Geſellſchaft habe auf alle ihre Rechte verzichtet, nur nicht
dieſes Meiſters verſtändnisvoll zu betrachten und ein= auf die pekuniären. (Große Heiterkeit.) Der Staatsſekre=
zuſchätzen
, und iſt nicht unſere Generation infolge ihrer tär verneinte auch die Frage, ob der Fiskus das Recht
Erziehung berufen, dem künſtleriſchen Werk Feuer= habe, in dem großen Gebiete der Kolonie Bergbau zu trei=
bachs
das entſprechende Verſtändnis entgegenzubringen? ben. Die Sperrung des Bergbaues zu Gunſten der Kolo=
Der göttliche Hauch der Antike haftet an allem, was er nialgeſellſchaft erachte ich für den ſchwerſten Fehler unſerer
geſchaffen und eine Sehnſucht nach idealer Schönheit! Kolonialpolitik. Auch das Abkommen für das dauernde
offenbart ſich in allen ſeinen Schöpfungen. Ueberall zu Schürfen der Diamanten hätte uns leicht um jeden Vorteil
begrüßen iſt es daher, daß ſich die Kunſtanſtalt Franz bringen können. Die Konzeſſionen und Privilegierungen
Hanfſtaengl in München nunmehr zur Heraus= ſollten nicht fortgeſetzt verlängert werden. Der Abbau der
gabe einer Publikation entſchloß, die in einheitlicher Diamanten und ihre Verwertung bedarf der geſetzlichen
Weiſe der edlen klaſſiſchen Kunſt Anſelm Feuerbachs, Regelung. Beſonders notwendig iſt eine Kontingentie=
wie
ſie aus ſeinen beſten Gemälden und Handzeich= rung. Auch eine Aenderung des grundlegenden Geſetzes
nungen zu uns ſpricht, ein volkstümliches Denkmali über die Kolonialverfaſſung iſt dringend notwendig, in der
ſetzen ſoll. Die durchaus vornehme und eigenartige die Intereſſen des Reiches mehr als bisher berückſichtigt
Ausſtattung der ſoeben erſchienenen erſten Lieferung werden. Es iſt erforderlich, daß ein gewiſſes Maß von
verleiht den einzelnen Wiedergaben eine antike und Selbſtverwaltung auch dem ſüdweſtafrikaniſchen Schutzge=
feierliche
Wirkung. Mit der letzten (10.) Lieferung iſt biete geſichert wird. Wenn dies erreicht iſt, dann werden
die Beilage einer biographiſchen Abhandlung aus der wir auch die Verantwortung für die dem deutſchen Volke
Feder des bekannten Feuerbachforſchers Hermann auferlegten großen Laſten tragen. (Beifall im Zentrum.)
Präſident Graf Schwerin=Löwitz rügt auf
Uhde=Bernays in Ausſicht geſtellt, der auch die einlei=
tenden
Worte in der erſten Lieferung ſchrieb. Das Grund des Stenogramms die Ausführungen Erzbergers
Ganze verſpricht jedenfalls eine durchaus würdige wegen der Hereinbeziehung des Kaiſers in die Debatte, die
Publikation zu werden, die beſonders auch der heran= Bezeichnung als Prügeljungen und den damit gegen den
wachſenden Jugend einen großen Bildungs=Schatz be= Staatsſekretär erhobenen Vorwurf.
Staatsſekretär Dernburg: Mit den Kriegskoſten
deuten ſollte.
Deutſche Reichsgeſetze in Einzel=i hat die eben gehörte Rede wenig zu tun. (Sehr richtig!)
abdrucken. 423 Nummern à 20 Pfg. pro Nummer. Weder im Plenum, noch in der Kommiſſion ſind Angriffe
Textausgabe mit Vorwort, Einleitung, erläuternden auf die Beamten im Schutzgebiete, den Gouverneur und
Anmerkungen und ausführlichem alphabetiſchen Sach= die Preſſe erhoben worden. Die Perſon des Kaiſers, dem
regiſter. Herausgegeben von Geh. Juſtizrat Univerſi=i das Verordnungsrecht zuſteht, iſt nicht von mir, ſondern
täts=Profeſſor Dr. Karl Gareis in München. Verlag! vom Abg. Erzberger in die Debatte gezogen worden. Um
von Emil Roth in Gießen. Nr. 419423. Verord= hunderte von Millionen handelt es ſich bei dem dort inve=

zeugen und Anweiſung über die Prüfung von
Kraftfahrzeugen mit den vorgeſchriebenen Formu=
iſt
beſtens zu empfehlen.
aus dem Storchleben von Richard Hilbert, Rathenow, es
ſantes aus der ausländiſchen photographiſchen Preſſe 1 zogen werden.
bringen, ſowie ein ſehr lehrreicher und ſachkundig geleiteter
Guſtav Schmidt, Berin W 10 koſtenlos.

Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 29. April. Erſter Gegenſtand der Tages=
ordnung
iſt die erſte Leſung eines Zuſatzabkommens zu dem
Handelsabkommen mit Aegypten.
fort auch in zweiter Leſung angenommen.
Es folgt die erſte Leſung eines
Geſetzentwurfes betr. die geſchäftliche Be= entrichten.
handlung der Novelle zum Gerichtsver=
und der Reichsverſicherungsordnung.
zweiter Nachtragsetat.
Es folgt die zweite Leſung des
Geſetzentwurfes betr. die Aufſtandsaus=
gaben
für Südweſtgfrika.
lich in der Preſſe. Leider iſt ein ſcharfer perſönlicher Ton reicht worden iſt.
in die Debatte getragen worden gegen alle, die mit der

matande alle Abaaden, dehalb darf man ſie in Schutz=
gebiete
nicht auch noch heranziehen. Die Staffelung, wie

laren und Buchungstabellen. Vom 5. Februar 1910. ſie der Abg. Erzberger vorgeſchlagen hat, war ganz ver=
Preis broſchiert 1 Mark, flexibel gebunden 1,30 Mark. fehlt. Der größte Fehler der jetzigen Debatte iſt es, die
Auch dieſe neue Ausgabe der Gareisſchen Sammlung Zuſtände in Südweſtafrika als in Permanenz beſtehend
anzuſehen. Gelingt es, Diamanten zu machen, dann ſind
Von der vortrefflichen Halbmonatsſchrift Photo= alle Abmachungen wertlos. Die Grundlage dieſes Ge=
graphiſche
Mitteilungen liegen die erſten 6 Hefte! winnes iſt alſo recht ſchwankend. Hätten wir die Schürf=
dieſes
Jahres vor und erfreuen wiederum durch ihre ſperre nicht ausgeſprochen, dann hätten wir weniger be=
Gediegenheit des textlichen Inhaltes ſowie durch den kommen als jetzt. Das Budgetrecht iſt ein untergeord=
Reichtum und die Schönheit der Reproduktionen. Es netes, nicht ein übergeordnetes Recht. Kein beſtehendes
würde zu weit führen, hier den Inhalt vollſtändig aufzu= Geſetz kann dadurch beſeitigt werden. Das jetzt beſtehende
zählen, es möge nur hingewieſen ſein auf die meiſter= Bergrecht iſt ein großer Erfolg. In mehreren Depeſchen
haften Aufnahmen von E. Lichtenberg, Osnabrück, Herr= iſt die Abreiſe der Lüderitzbuchter in Ausſicht geſtellt wor=
mann
Bähr, Dresden, Dr. O. Kröhnke, Berlin=Wilmers= den, bisher iſt ſie aber noch nicht erfolgt. In dieſem De=
dorf
, A. Höchheimer, München=Feldkirchen, Rudolf peſchenwechſel liegt auch ein Mißbrauch des Reichstages.
Kaliſcher, Harburg, ſowie insbeſondere auf die ſehr Die Belaſtung der Kolonien mit den Kriegskoſten lehne
intereſſanten Aufnahmen ruſſiſcher Amateure, die in ihrer ich ab. Ich werde aber beſtrebt ſein, von den 14 Millionen
Eigenart das nationale Gepräge ohne weiteres verraten. Militärlaſten einen Teil den tragfähigen Schultern unter
Von größtem Intereſſe ſind die vortrefflichen Aufnahmen dem Schutz der wirtſchaftlich Schwachen aufzuerlegen.
Abg. Dr. Dröſcher (konſ.): Wir halten es für zu=
ſind
wahre Meiſterſtücke photographiſcher Natur=Urkunden. läſſig, die leiſtungsfähigen Schultern in den Kolonien zu
Intereſſant und feſſelnd ſind auch die Aufnahmen aus einem nachträglichen einmaligen Kriegsbeitrag heranzu=
Japan von Herbert C. Ponting, London. Im Text ziehen. Wir empfehlen daher in einer Reſolution, die Be=
finden
ſich wertvolle Aufſätze aus den verſchiedenſten ſteuerung in die Wege zu leiten. Angeſichts der außer=
Gebieten der photographiſchen Kunſt und Technick. Eine1 ordentlich hohen Belaſtung des Hauptetats, namentlich mit
Fülle von kleinen Mitteilungen, die auch viel Intereſ= Militärkoſten, ſollten die Kolonien zu Beiträgen herange=
Nach kurzen Bemerkungen des Abg. Semler (nl.),
Fragekaſten rundet das Bild der Zeitſchrift auf das vor= der ſich mit der Abrechnungsvorlage einverſtanden erklärt,
teilhafteſte ab. Ein Probeheft verſendet der Verlag von vertagt ſich das Haus auf Samstag mittag 1 Uhr:
Fortſetzung der heutigen Beratung, nationalliberale In=
terpellation
betr. die franzöſiſchen Zollerhöhungen auf
Schaumweine, Liköre uſw. und Stellenvermittelungsgeſetz.
Schluß 6¾ Uhr.
* Berlin, 29. April. Die Kalikommiſſion
des Reichstags nahm den Abſatz 1 des § 29b in
folgender Faſſung mit großer Mehrheit an: Soweit der
Ohne Debatte wird dieſer Gegenſtand erledigt und ſo= Kalibeſitzer die ihm zuſtehende Abſatzmenge von Kali=
ſalzen
überſchreitet, hat er für die darüber hinausgehen=
den
Mengen eine in die Reichskaſſe ſließende Abgabe
von 16 Mark für den Doppelzentner reines Kali zu
* Berlin, 29. April. Die Reichstagsko m=
faſſungsgeſetz
, der Strafprozeßordnung miſſion für das Wert zu wachsſteuer=
geſetz
nahm debattelos den Paragraphen 50 an. Für
Die Vorlage geht auf Antrag des Abg. Schultz= diejenigen Gebietsteile eines Bundesſtaates, in denen
Bromberg (Rp.) an die Budgetkommiſſion, ebenſo ein eine beſondere Gemeindeverfaſſung nicht vorhanden iſt,
finden die in den Paragraphen 12 und 49 für die Ge=
meinden
getroffenen Vorſchriften auf den Bundesſtaat
Anwendung. Der Paragraph 51 erhält folgenden Zu=
ſatz
: Doch unterbleibt eine Verſteuerung, wenn das Ver=
äußerungsgeſchäft
, das zu dem Eigentumsübergang
Abg. Erzberger (Zentr.): Die Verhandlungen in führte, vor dem 11. April 1910 in öffentlich beglaubig=
der
Kommiſſion haben lebhafte Debatten gezeitigt, nament= ter Form abgeſchloſſen oder bei einer Behörde einge=

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Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, 6

dex 30. April 1910.

Nummer 100.

Das Kaiſerpaar in Lothringen.
* Urville, 29. April. Der Kaiſer begab ſich
heute vormittag im Automobil nach Sainte=Barbe und
nahm eine Beſichtigung der Oſtfront vor.
* Schloß Urville 28. April. Als der Kaiſer
an der Spitze der Fahnenkompagnie und der Standar=
teneskadron
vom Exerzierplatze nach dem Kaſernemeni
des Königs=Infanterieregiments Nr. 145 ritt, wurde er
vom Publikum, das aus Metz und Umgebung überaus
zahlreich herbeigeſtrömt war, herzlich begrüßt. Der
Kaiſer traf um 6 Uhr 45 Minuten wieder in Schloß
Urville ein. Die Kaiſerin und die Prinzeſſin
Viktoria Luiſe haben heute morgen das Kaiſerin
Auguſte Viktoria=Stift in Kurzel beſichtigt. Die Kai=
ferin
mit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe trafen gegen
3 Uhr wieder in Schloß Urville ein.
* Metz, 29. April. Der Kaiſer und die Kai=
ſerin
, ſowie die Prinzeſſin Viktoria Luiſe folgten
heute mittag um 1 Uhr einer Einladung des Bezirks=
präſidenten
und der Gräfin Zeppelin=Aſchhauſen zur
Tafel; außer den Damen und Herren der Umgebungen
waren unter anderem geladen: der kommandierende
General v. Prittwitz und Gaffron, General v. Beſeler,
der Präſident des Landesausſchuſſes v. Jaunez, Biſchof
Benzler, Konſiſtorialratpräſident Hoffet, Bürgermeiſter
Dr. Boehmer. Die Kaiſerin war um halb 12 Uhr
im Automobil aus Urville abgefahren und hat in Metz
das Johannisſtift beſucht; ferner das katholiſche Sie=
chenhaus
Les petites Soeurs des pauvres und das
Mathildenſtift. Die Prinzeſſin Viktoria Luiſe hatte ſich
direkt von Urville zum Bezirkspräſidenten begeben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Frankfurt, 29. April. Die Strafkammer des
hieſigen Landgerichts verurteilte den 38jährigen Bank=
beamten
Heinrich Willhardt, der zum Nachteil der
Mitteldeutſchen Kreditbank durch Fälſchung von Unter=
ſchriften
im Laufe der letzten neun Jahre 600000 Mark
unterſchlagen hatte, zu 3½ Jahren Zuchthaus
und zum Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf die
Dauer von zehn Jahren.
** Amſterdam, 29. April. Rooſevelt iſt heute
vormittag auf der erſten holländiſchen Station Roozen=
daal
von dem amerikaniſchen Geſandten im Haag,
Beaupre, empfangen und im Sonderzug nach Arnheim
geleitet worden. Am dortigen Bahnhof erwartete die
Herren ein königliches Automobil, das ſie nach Schloß
Hetloo brachte. Dort wure Rooſevelt von der Köni=
gin
empfangen und zum Frühſtück geladen, an welchem
auch ſeine Gattin, ſeine Tochter und ſein Sohn teil=
nahmen
.
* Paris, 29. April. Wie der Agence Havas aus
Rom gemeldet wird, ſcheinen die aus Kanea einge=
troffenen
Nachrichten darauf hinzuweiſen, daß die pro=
viſoriſche
Regierung gegenwärtig nicht geneigt iſt, den
Wünſchen der Schutzmächte darin nachzukom=
men
, daß ſie die Deputierten der Nationalverſammlung
veranlaßt, auf die Eidesleiſtung an den König von
Griechenland zu verzichten. Dieſe Haltung, die dem
unter den Schutzmächten herrſchenden Geiſte der Ver=
ſöhnung
nicht entſpricht, macht in den politiſchen Krei=
ſen
einen ſchlechten Eindruck, in denen man glaubt, daß
es notwendig werden könnte, den Willen, keine Quelle
zu neuen Schwierigkeiten in der Kretafrage zu dulden,
deutlich zum Ausdruck zu bringen.
* Paris, 29. April. Mit Rückſicht auf die Kund=
gebungen
der Sozialiſten am 1. Mai in dem
Bois Boulogne ſind alle Vorbereitungen getroffen, um
die Ordnung und die Achtung vor dem Geſetz aufrecht
zu erhalten. Die Regierung wird die Bürger nicht
hindern, ins Bois zu gehen, zerſtreut aber jeden Zug
im Bois oder in Paris gewaltſam.
* Berlin, 29. April. Die Wahlrechtsvorlage
wurde im Herrenhaus in der Schlußabſtimmung
mit 140 gegen 94 Stimmen angenommen.
Paragraph 6, welcher die Drittelung feſtſetzt, war in der
Faſſung des Antrags Schorlemer angenommen worden.
Die Privilegierung der ſogenannten Kulturträger
wurde mit unweſentlicher Abänderung nach den Kom=
miſſionsbeſchlüſſen
angenommen.
H. B. Berlin, 29. April. Ein folgenſchwerer
Unfall wird aus Thorn gemeldet. Dort ſtürzte
heute vormittag bei einem Uebungsritt infolge Durch=
gehens
des Pferdes ein Einjähriger des 4. Ulanen=
Regiments kopfüber vom Pferde. Er fiel auf ein am
Wege ſpielendes, etwa 4jähriges Kind. Der Einjährige
brach das Genick und war ſofort tot. Das Kind erlitt
eine ſchwere Rückgratverletzung und wurde in hoff=
nungsloſem
Zuſtande nach dem Krankenhauſe trans=
portiert
.
H. B. Wien, 29. April. Aus dem Geſtändnis
Hofrichters geht hervor, daß er am 14. November
vor. Jahres, um 6 Uhr morgens, die Giftbriefe es
waren 12 in den Poſtkaſten beim Café Weſtend in
Mariahilf geworfen habe. Das Zyankali hat er nach
ſeiner Angabe ſich ſchon vor längerer Zeit von einem
Verwandten in Schleſien unauffällig verſchafft. Hof=
richter
bat geſtern nachmittag, vor den die Unterſuch=
ung
führenden Major=Auditor Kuntz geführt zu wer=
den
, wo er in ſehr aufgeregtem Zuſtande das Geſtänd=
nis
nur ſtoßweiſe hervorbringen konnte. Nach dem Ge=
ſtändnis
war Hofrichter aufs tiefſte erſchüttert, und es
wurde ihm Ruhe vergönnt und er wieder in ſeine Zelle
geführt. Von dem Geſtändnis Hofrichters wurde ſofort
der Kaiſer in Kenntnis geſetzt. Bekanntlich hätte Hof=
richter
, wenn er nicht geſtanden hätte, nach dem noch=
jetzt
geltenden alten Militärſtrafprozeß=Geſetz nicht
zum Tode verurteilt werden können. Dagegen kann
jetzt, nachdem er das Geſtändnis abgelegt hat, eine Ver=
urteilung
zum Tode erfolgen. Frau Hofrichter wurde
erſt vor Beginn ihres Verhörs von dem Geſtändnis
ihres Gatten in Kenntnis geſetzt. Sie nahm dieſe Mit=
teilung
mit einer ziemlichen Ruhe und ohne ſonder=
liche
Ueberraſchung auf, als ob ſie mit dieſem Geſtänd=
tis
ſchon ſeit längerer Zeit gerechnet hätte.

H. B. Paris, 29. April. Während man die Geliebte
des in der Garniſon Lafere verhafteten Soldaten, namens
Landa, die gleichfalls verhaftet worden war, wieder
freilaſſen mußte, da ſie ihre Unſchuld an der Spionage
nachzuweiſen vermochte, glaubt die Polizei mit der Ver=
haftung
der Geliebten des zweiten Soldaten, der dem
21. Infanterie=Regiment angehört, einen guten Fang ge=
macht
zu haben, denn nach dem Verhör, dem ſie ſofort
nach ihrer Verhaftung unterworfen wurde, wurde ſie
ins Unterſuchungsgefängnis abgeführt. Die Verhaftete
iſt eine junge Witwe namens Taillander aus Paris
und hat ſchon früher der Polizei in einer ähnlichen
Sache zu ſchaffen gemacht.
H. B. Brüſſel, 29. April. Geſtern abend fand bei
König Albert, der in Waſhington als Thronfolger
die Gaſtfreundſchaft des Präſidenten Rooſevelt
genoſſen hatte, zu Ehren Rooſevelts im Schloß von
Laeken ein Diner ſtatt. Um 10 Uhr abends fand im
Rathauſe ein Empfang ſtatt, zu dem auch die Familie
des Expräſidenten erſchienen war. Nach einer knappen
Stunde verließ Rooſevelt das Rathaus und begab ſich
in ſein Hotel. Morgen erfolgt die Abreiſe nach Holland.
H. B. Chriſtiania, 29. April. Der deutſche Geſchäfts=
träger
in Chriſtiania überreichte geſtern dem Miniſter des
Aeußern ein Schreiben der deutſchen Regie=
rung
, worin dieſe ihr innigſtes Mitgefühl und die Teil=
nahme
anläßlich des ſchmerzlichen Verluſtes ausdrückte,
den das norwegiſche Volk durch Björnſons Tod
erlitten hat.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das nord=
weſtliche
Tiefdruckgebiet iſt unter Verſtärkung und Aus=
dehnung
nach Süden oſtwärts gezogen und hat nach
einem heiteren und warmen Tage wieder Trübung und
geringen Regen gebracht. Dabei ſind lebhafte Weſt=
winde
eingetreten, die Abkühlung bringen. Die Zyklone
zieht nach Nordweſten, das weſtliche Hochdruckgebiet rückt
nach unſerem Gebiet.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 30. April:
Langſam aufheiternd, nachts kalt, am Tage wärmer als
heute, friſcher Nord.

Dr. Hommel’s Haematogen

WARNUNG! Man verlange ausdrücklich
den Namen Dr. Hommel.
Siehe das hochbedeutsame Werk:
Das Altern von Dr. Lorand Cap. X, 3. (1494a

für Spezial-Auskünfte, Er-
Defektlv-mstltut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,2

in Kauf, Tausch, Miete, Raten. Stimmen.
Reparatur-Werkstätte. Hauptl.: I. Stock.
Darmstadt, Elisabethenstr. 12. Fernspr. 815.
C. Thies
Nachfolz.
Hoflieferant Leopold Schaffer

14348a

amiliennachrichten.

Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß heute vormittag
kurz vor 12 Uhr nach langem, ſchweren Leiden
meine innigſtgeliebte Gattin, unſere gute
Mutter, Schweſter, Schwägerin und Tante

geb. Heuſel
im Alter von 54 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
(9299
die trauernden Hinterbliebenen:
Clemens Nörpel, Obergärtner,
nebſt Kinder.
Darmſtadt, Berlin, 28. April 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Samstag, den
30. April, nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Friedhofes aus.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte ſagen
wir Allen hiermit innigſten Dank.
(9361

Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
anläßlich des Ablebens unſerer lieben, guten

ſagen wir auch auf dieſem Wege unſeren tief=
gefühlten
Dank.
(B9336
Darmſtadt, den 27. April 1910.
Johannes Gompf und Frau Elisabeih,

Danklagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Ableben unſeres lieben Vaters

ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Köbler.
Darmſtadt, 28. April 1910.
(9259

Tageskalender.
Samstag, 30. April.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
Die Fledermaus
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Lichtbilder=Vortrag von L. Geiſt um 8¾ Uhr Saal=
bauſtraße
67 (Bürgerverein und Fechtklub).
Verſammlung des Vereins ſtädtiſcher Beamten um
8 Uhr im Saalbau.
Hauptverſammlung der Turngemeinde Darmſtadt
um 9 Uhr.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Sonntag, 1. Mai.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (A): Prima Ballerina
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Geſellenbriefe=Ueberreichung um ½11 Uhr in
der Turnhalle am Woogsplatz.
Familienabend des Kath. Männer= und Arbeiter=
Vereins um 7½ Uhr im Konkordiaſaal
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 4 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof
Herrenausflug des Mozartvereins in die Bergſtraße;
Abfahrt um 8.59 Uhr.
Familienausflug des Heſſ. Odenwaldvereins nach
Traiſa; Abmarſch um 2½ Uhr vom Kapellplatz.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt‟
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Verſteigerungskalender.
Montag, 2. Mai.
Hofreite=Verſteigerung des Ludw. Simon ( Müller=
ſtraße
15) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Hugo Stieſi ( Moller=
ſtraße
35) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Werkſtätte= und Hofraum=Verſteigerung des
K. Fr. Geyer (Moosbergſtraße) um 10 Uhr auf dem
Ortsgericht II.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 10 Uhr zu Eber=
ſtadt
, Darmſtädterſtraße 42.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffne:
von 111 Uhr.
Ausſtellung von Handarbeiten der Schülerinnen von
L. und F. Supp, Nieder=Ramſtädterſtraße 14.
Kunſtverein. Täglich geöffnet von 111 Uhr,
Sonntags von 101 Uhr, Mittwochs von 35 Uhr.

en

auf das

werden in der Expedition, ſowie von allen
Poſtanſtalten entgegengenommen.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerek,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldackel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaigs
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.

614a

[ ][  ][ ]

9267f)

Houssedy & Schwarz, ROTTI-Gesellschaft m b. H., München.
Vertreter: Cajetan Rechenmacher, Rossdörferstrasse Nr. 87. Tel. 517.

häsk
Vrzflich empfohlanes
uragendes Miſtel bei allen
Mwagen HerKhmwnsergen
Taegsposis
rwachsang 6- Thaeſöffel.
Un
12 Pdosöfsſt.
F besinunis venonptlke

Wer will gute Bouillon haben,
Der muss haben viererlei.
Tasse, Löffel, Rotti-Würfe
Kochend Wasser auch dabei.
Wirf den Würfel in die Tasse
Giesse heisses Wasser drauf.
Mit dem Löffel rühre um
Und sofort löst sich der ROTI‟ auf.

Nummer 100.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Bouillon-Rezebt.

Seite 7.
Seeee
Bitte notieren Siel
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Kurſe vom 29. April 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

3f. Staatspapiere. In Proz.

Dſche. Reichsſchatzanw. 100,30
Deutſche Reichsanl. . *3,10
84,60
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,40
93,00
3½ do. Conſols .
84,60
3 do, do,
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,70
93,80
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,75
93,00
do.
½
83,40
do.
4 Hamburger Staatsanl. 102,10
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,40
91,90
do.
3½
do.
81,20
84,00
3 Sächſiſche Rente
Württemberger v. 1907 101,90
93,40
do.
Bulgaren=Tabak=Anl. 101,40
¼Griechen v. 1887 . . 49,50
4 Italiener Rente

Oeſterr. Silberrente . 98,50 do. Goldrente . . 99,80 do. einheitl. Rente 94,40 Portug, unif Serie I 66,30 do. unif. Ser. III 67,0c Spezial .
do. Rumänier v. 1903 . . 102,00 do. p. 1890 . . 95,00 4 do. p. 1905 . . 91,40 4 Ruſſen v. 1880 . . 91,80

InProz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 92,00
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
96,00
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895 86,40
4 Türk. Admin, v. 1903 89,00
4 do. unifiz, v. 1903 95,00
4 Ungar. Goldrente . . 95,60
do. Staatsrente . 92,60

5 Argentinier . . . . . . 101,40
91,50
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,25
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,30
99,80
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 94,50
5 Innere Mexikaner . . 100 25
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,50
5 Gold=Mexikaner . . . 100,40

Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
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. . . 138,90
4 Nordd. Lloyd . . . . 102,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalren.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 120,00
Baltimore & Ohio . . 107,10
4 Gotthardhahn . . .

InProz.
3f.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 159,20
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21,00
4 Pennſylvania R. R. 130,00
Induſtrie=Aktien,
Mainzer Aktienbrauerei , 195,10
. 82,50
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 480,00
Fabrik Griesheim . . . . 265,00
.. 468,50
Farbwerk Höchſt
Verein chem. Fabriken

Mannheim . .
.. 323,00
..115,20
Lahmeyer . . .
Schuckert.
. . . . 160,80
Siemens & Halske . . . 246,50
Adlerfahrradwerke Kleyer 389,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 237,50
Gelſenkirchen .
.200,50
Harpener . . .
. 193,30
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
. .
.217,80
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,40
..101,30
4 Pfälzer Prt.
do,
93,40
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 100,00
do. ſteuerfrei
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,30
do.
98,20
do. alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,30
do.
89,90
do.
83,40
3 Raab=Oedenburger . . 76,00
Ruſſ. Südweſt..
89,50
4 Kronpr. Rudolfbahn

In Proz.
3f.
.. 7600
2¼0 Livorneſer .
98,50
4 Miſſouri=Paciſic .
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,00
5 Anatoliſche Eiſenb..
5 Tehuantepec . . . . . 101,80
Bank=Aktien.
1 Berliner Handelsgeſ. 175,00
Darmſtädter Bank 132,20
251,75
Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank 127,50
Diskonto=Geſellſchaft 187,80
158,75
Dresdner Bank.
Mitteldeut. Kreditbk. 119,50
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 123,40
101,30
Pfälzer Bank.
145,20
4 Reichsbank
4 Rhein. Kredit=Bank 139,20
4 Wiener Bank=Verein 137,40
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,30
. 92,50
3½ do. S. 19.
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
91,00
do.
½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
92,60
do.
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
91,20
do.
Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,30
do. (unk. 1914) 91,70
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,30
93,40
do,
3½

InProz.
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
.101,70
4 Frankfurt .
92,50
3½ do.
4 Gießen
. 100,10
3½ do.
. 100,10
4 Heidelberg
91,40
3½ do.
.. 100,20
4 Karlsruhe
91,30
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
.100,20
3½ do,
4 München .
.101,20
92,00
3½ Nauheim
4 Nürnberg
.101,50
3
do.
4 Offenbach.
3½ do.
92,60
4 Wiesbaden .
100,30
3½ do.
4 Worms . . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886, . 83,00
Verzinsliche
Anlehensloſe,
Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 137,50
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl, Komm. 100

In Proz.
3 Madrider Fs. 100 76,80
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. .
.. . 135,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174,204
3 Oldenburger
. . . 125,25
2½ Raab=Grazer fi. 150 102,30
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl. 7 39,25
Braunſchweiger Tlr. 20 214,30a
Freiburger
Fs. 15.
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10
Meininger
fl. 7 39,10
Oeſterreicher v. 1864 100 571,00
do. p. 1858 100 463,00
Ungar. Staats 100 393,00
Venediger Frs. 30
Türkiſche
400 178,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,44
20 Franks=Stücke . . . . 16,21
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,47
Franzöſiſche Noten , . . . 81,15
Holländiſche Noten . . . . 169,35
. 80,80
Italieniſche Noten
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto .
Reichsbank=Lombard Zäf. 5½

[ ][  ][ ]

Seite 8.

r Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Nummer 100.

für Herren und Damen
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Joppen
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(9324

Brillante Nummern
enthält das heutige, nur bis Montag
abend zur Vorführung gelangende
Programm. Es ſei als beſonders
ſehenswert u. a. erwähnt:
Der Extrazug
des Präsidenten‟!
Ein außergewöhnlich ſpannendes
Drama.
Stärkeprüfung von
Stahlpanzerplatten‟.
Dieſer Film iſt mit ganz be=
ſonderen
Schwierigkeiten aufgenom=
men
worden, da wegen der damit
verbundenen Lebensgefahr; die
zuſtändigen Behörden die Erlaubnis
zu kinematographiſchen Aufnahmen
ſchwer erteilen wollten. Man wird
die Gefahr, in welcher der Photograph
bei der Aufnahme ſich befand, er=
meſſen
können, wenn man erfährt,
daß ein Geſchoßſplitter direkt in die
Aufnahmekamera flog und ein anderer
das Geſtell der letzteren beſchädigte.
Als Extra-Einlage
Die Parade der 3 Luft-
kreuzer
vor dem
Kaiserpaar
in Homburg v. d. Höhe.
Die Zerstörung
Zey
velin I

bei Weilburg
nebst d. übrigen Programmnummern.
Mit Heutigem mache ich das ge=
ehrte
Publikum darauf aufmerkſam,
daß ich jede marktſchreieriſche, unwahre,
das Publikum irreführende Reklame
vermeide, da mein Prinzip iſt:
Vom Besten das Beste‟‟!
und erſuche, ſich gefälligſt ſelbſt von
der Leiſtungsfähigkeit meiner Dar=
bietungen
überzeugen zu wollen. (9330
Mienstag u. Samsiag Frogrannnechel

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re ſelbſt ganz
und Emaillegeſc
iegelblank,
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Erfolg iſt geradezu überraſchend.
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(*10920
Gutenbergſtraße 38, part.

[ ][  ][ ]

Samstag, 30. April.

unser gut sortiertes Lager in Frühjahrs-Damen-,
Backfisch- und Kinder-Konfektion möglichst
rasch abzustoßen, gewähren wir auf die ohne-
hin
schon sehr billig angesetzten Preise bei

Prozent
in Dar

zwar auf sämtliche

Ludwigs
platz 9

Jelefon
1177

Mitglied des Rabatt-Sparveins

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u
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billigſt, da keine Speſen zu tragen habe.
Gleichzeitig empfehle mein gutes Maßge=
ſchäft
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Jakob Eidemüller
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Die Dame mik dem Orden.
Von Little.
Ueberſetzt aus dem Engliſchen.
(Nachdruck verboten.)
11)
Wladiwoſtok (Sibirien), Juli 1903.
Freilich hatte ich nicht beabſichtigt, Dir ſo ewig nicht
zu ſchreiben, aber der Schulſchluß und die Vorbereitungen
zur Abreiſe machten mich ganz kaput. Beſinnſt Du Dich
auf das alte Negerlied: Wünſcht, ich wär’ im Himmel,
wo man ſitzen kann! Danach ging auch mein ganzes
Streben, und es wurde mir erſt recht klar, als ich zu
Mrs. Haeth kam, die mich in eine Hängematte in der ſtill=
ſten
Ecke der Veranda legte und zwei Tage lang in ſeligſter
Ruhe hielt.
Die Luft iſt ebenſo erfriſchend wie früher und die
Hügel ebenſo grün, und die Lichter und Schatten tanzen
über die Bucht gerade wie früher. Wir ſpielen Tennis
und Golf, machen Picknicks und Segelbootsausflüge und
haben beſtändig was Luſtiges vor, aber es dünkt mich nicht
mehr ſo luſtig wie letztes Jahr. Es iſt nicht eigentlich
Heimweh, obwohl dieſes chroniſch iſt, es iſt ein beſtändiges
Sehnen nach ich weiß nicht was. Objektiv betrachtet, iſt
die Welt eine lärmende, luſtige Schauſtellung, aber an=
ſtatt
ſie vom Balkon des erſten Ranges zu belächeln, paſ=
ſiert
es mir ſtets, Mitſpielerin zu werden.
Wir ſind alle ſehr intereſſiert an dem Bau eines
Forts, das die Ruſſen nicht weit von hier auf einer Inſel
errichten. Sie beſtehen darauf, daß es keinen Krieg geben
wird, und doch unterminieren ſie den Hafen und bauen

Sternmoll-Sportkleidung
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Interessante Beschäftigung.
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Wo nicht erhältlich weist die Fabrik Grossisten und
Handlungnn nach. Norddeutsche Wollkämmorei & Kammgarnspinnerei, Altona-Bahrenfeld

Tag und Nacht an Befeſtigungen. Sobald es dunkelt, ſieht
man, wie die Wachtlichter den Hafen abſuchen nach allem,
was nicht gut ruſſiſch iſt. Hoffentlich komme ich ebenſo
gut zurück, wie ich herkam.
Erzählte ich Dir ſchon, daß ich reichlich zwei Tage in
Korea war? Ich hatte ſchon viel von dieſem Erdbeben=
lande
gehört, aber ich hatte nie gehofft, es wirklich zu
ſehen. Die Leute wohnen in ganz ſchrecklichen kleinen
Erdhäuſern, ihre Armut iſt herzbewegend. Keine Stra=
ßen
, keine Pfade, nichts als ein Nebel von Troſtloſigkeit,
der alles einhüllt. Die Hilfloſigkeit der Leute, ihre Un=
wiſſenheit
und Einſamkeit iſt entſetzlich.
Die Kiſte von zu Hauſe war mehr als befriedigend.
Ich habe all die hübſchen Sachen mit Wonne getragen.
Der Hut, den die Schweſter ſchickte, war ſo groß wie ein
Drehrad; eine ſtarke Hutnadel und Windſtille ſind alles,
was ich brauche, um damit ins Schlaraffenland zu ge=
langen
. Sie ſchrieb, er ſei mäßig groß; jedenfalls iſt er
hübſch, und wenn ich ihn aufſetze, ſieht mein Geſicht aus
wie ein roſiger Vollmond, der hinter einer wolligen,
ſchwarzen Wolke hervorkommt. Ich habe mich erſt im
Stillen üben müſſen, bis ich ihn richtig balancieren
konnte.
Bis Ende Juli werde ich hier oben bleiben und dann
gehe ich vielleicht nach Schanghai mit der Schweſter von
Mrs. Heath, die dort wohnt. Ich habe ſie ſehr gern, und
ich weiß, ich würde es dort rieſig gut haben. Freilich
komme ich mir wie eine Subſkriptionsliſte vor, wenn ich
mich ſo herumſchicken laſſe, aber ich muß etwas vorhaben,
wenn ich ohne Arbeit bin. Jetzt rufen ſie mich vom Ten=

nisplatz her, alſo muß ich aufhören.

(K22954,28

C Ruhr-Kohlen
Fettſſchrot mit Nuß per Ctr. Mk. 1.20,
Anthr.=Eiformbriketts per Ctr. Mk. 1.35,
Union=Briketts
per Ctr. Mk. 1.10,
Per Kaſſe in Fuhren von 25 Ctr. an.
Sackzentner billigſt.
Sowie alle anderen Sorten Kohlen u. Holz.
Georg Schött,
Teleph. 1503. (B906) Karlſtraße 54.
Wer zahlt den höchsten Preis
für getragene Kleider, Schuhe, Stiefel,,
Uniformen, Möbel, Bettwerk ꝛc.?
905a)
C. Strudel, Langegaſſe.
Heyl &John, Manufakturwaren. (273a

Schanghai (China), Auguſt 1903.
Heute früh geht die Poſt ab und ich will dieſen Brief
auf alle Fälle ſchreiben, und wenn ich zehnmal das Spiel
dadurch verderbe. Wie Du ſiehſt, bin ich in Schanghai,
dieſer wunderbaren, großen Vorſtudie von Chicago, die
ſich ungefähr ebenſo ſonderbar in ihrer Umgebung aus=
nimmt
wie ein ſeidener Hut auf einem Heuhaufen. Hier
gibt’s wundervolle Boulevards, rieſige Häuſer, feine Häu=
ſer
, und alle belebt von einer Menge gelber Orientalen.
Jede Nationalität iſt hier vertreten, und man trifft ſich,
vermiſcht ſich und trennt ſich in einem ſtets wechſelnden
Gedränge. An jeder Ecke ſteht ein großer, majeſtätiſcher
Scheik ſein Kopf iſt mit vielen Metern dunkelroten
Tuchs umwunden , der den Verkehr und die Menge
dirigiert. Die Straße hinunter kommt ein Regiment eng=
liſcher
Soldaten, ſo großartig, ſo energiſch, daß man ihre
Siege wohl begreift. Den allgegenwärtigen Ruſſen kennt
man an jeder Bewegung, ſtumm und ernſt, aber ſelbſt im
Geringſten ebenſo unbarmherzig und gierig wie das Land,
das er repräſentiert. Franzoſen und Deutſche, und vor
allen Dingen der unbezwungene Amerikaner, vervollſtän=
digen
das Panorama, und die Wirkung iſt derartig, wie
man ſie wohl nirgends ſonſt auf dem Globus findet.
Ich glaube, wenn meine lieben Miſſionsbrüder
wüßten, wieviel Theater, Bälle und Diners ich beſuche,
ſie würden meinen, ich befände mich auf der Schlitten=
bahn
in die Hölle. Dem iſt nicht ſo, aber ich laſſe
meinem Pendel einen guten Schwung geben, damit
ich huldvoller, als ich ging, zurück ins Feld und zu den
Kinderharmonikas und dem Choralſingen komme. Es
iſt merkwürdig, denk nur, als tägliches Brot kann ich
die Heiligen beſſer vertragen als die Sünder,

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Nummer 100

Menio Cehaufelster
50weison

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ist, sowohl in Schnitt u. Arbeit,
als in geschmackvollster Wahl der
Stoffe, Herrengarderobe zu liefern,
die der allerbesten Maß-Arbeit
gleich kommt, ja sie vielfach über-
trifft
. Sie finden bei mir nur
das Vollkommenste, was auf
diesem Gebiete in Deutsch-
land
geliefert wird.

don
Maxke
Hoflieferant
(9253
1. Ernst-Ludwigsplatz 1.
Einziges Spezialgeschäft erstklass. Herrengarderobe am Platze.

jano

(Arnold)

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Meine Freunde, die Carters, wohnen mitten auf
dem Kai, dem Meere gegenüber. Sie halten viele
Pferde und Perſonal und treiben einen Luxus, wie ihn
nur der Orient bieten kann. Jeden Morgen, ehe ich
aufſtehe, kommt ein bepantoffelter Chineſe in ſeiner
vollen Lipree an mein Zimmer und verkündet feierlich:
Miſſy, Bad iſt bereit! Schöner Morgen! Guten Tag!
Von dieſem Augenblick an erlaubt man mir kaum, mein
Taſchentuch ſelbſt zu tragen.
Die Straßen in dieſer Gegend ſind prachtvoll, und
wir fahren ſtundenlang an großen Landhäuſern vorbei,
die alle in engliſchem Stil gebaut ſind. Aber es gibt
einen grauſigen Zug in der Landſchaft, das ſind die
chineſiſchen Gräber. Auf dem Felde, in den Vor= und
Hinterhöfen, auf den Landſtraßen dient jede kahle
Stelle, die groß genug iſt, einen Kaſten aufzunehmen
und ihn mit ein wenig Erde zu bedecken, als Begräb=
nisſtätte
.
Es intereſſiert mich das alles, und ich genieße es
in einer gewiſſen Weiſe, aber, Gefährtin, es nutzt
nichts, Dir vorzuflunkern; in meinem Herzen iſt einee
Unruhe, die mich manchmal faſt verrückt macht. Es gibt
eben nichts unter Gottes Sonne, das eine Frau für
verlorene Liebe und Heimat entſchädigen kann. Es iſt
ganz ſchön, die Menſchheit zu lieben, aber ich bin halt
zur Spezigliſtin geboren. Das Vergangene iſt zwar
mit der Wurzel ausgeriſſen, aber die ſchreckliche Leere
bleibt. Nicht, was geweſen iſt, ſchmerzt mich, ſondern
das, was nicht iſt.
Dieſer Satz klingt malariaverdächtig ich gehe
ſtracks auf mein Zimmer und nehme eine Chininpille.
Soochvw, Auguſt 1903.
Alſo, Kameradin, dies iſt der erſte Brief, den ich
Dir wirklich aus China ſchreibe, Schanghai zählt nicht.
Soochow iſt erſt das Richtige. Die unausſprechliche
Quantität und Qualität von Schmutz überſteigt alles
Dageweſene. Schmutz und kleine Kinder hier gibt’s
Millionen kleine Kinder unter den Füßen und an
den Ferſen, jeder Winkel, jede Ecke iſt voll davon.

In Schandei uich Sonhen iſt ur eie Nah=
eiſe
, und da ich eine Einladung für über den Sonntag
hatte, entſchloß ich mich, es zu benützen. Du ſollteſt das
Boot ſehen, worin ich herkam. Sie nennen es ein
Hausboot, aber es iſt eine mir ganz neue Konſtruktion.
Unten ſind Zimmer, jedes mit einem Brett, auf dem
man ſchlafen ſoll. Jeder Paſſagier bringt ſein eigenes
Bettzeug und ſeine Nahrung mit. Im oberen Teil des
Bootes iſt eine Art Verdeck, hoch genug, daß ein Mann
darin ſitzen kann, und dorthin drängen ſich Hunderte
aus der niederen Klaſſe. Ein Schlepper zieht ſieben
oder acht ſolcher Boote zugleich. Ich will Dich lieber
nicht bitten, Dir die Verfaſſung der Boote auszudenken.
Ich mußte es aushalten, weil ich darin war, aber Du
biſt es nicht.
Wir verließen Schanghai bei Sonnenuntergang.
Ich zog mich, ſoweit ich konnte, von der Menge zurück
und verſuchte, meine niedrige Umgebung zu vergeſſen.
Die Segel der tauſend chineſiſchen Fahrzeuge hoben ſich
ſchwarz und grock von dem roten Himmel ab, während
ſie lautlos vorbeiglitten. Im dämmerigen Lichte aber
las ich an einem mächtigen Schoner: The Mary, Boston,
U. S. A. O wie mein Herz hinüberjauchzte zu der
Mary, Boston, U. S. A.! Es war das einzige in dieſer
ganzen unbekannten Welt, das meine Sprache ſprach.
Als ich in mein Zimmerchen ging, fand ich, daß ein
nettes, kleines Chineſenmädchen in einer langen Jacke
und in glänzenden, ſchwarzen Hoſen es mit mir zu
teilen hatte. Das war eine wahre Erleichterung, denn
ich fühlte mich einſam und ein wenig bange. Und als
ich entdeckte, daß ſie etwas Engliſch konnte, hätte ich ſie
am liebſten umarmt. Wir breiteten unſer kaltes
Abendbrot auf meiner Kleiderſchachtel aus, ſtellten
unſere einzige Kerze in die Mitte und begannen das
Mahl. Die kleine Miß Izy war gar nicht ſo ſchen, wie
ſie ausſah, und was ihr an Vokabeln fehlte, das machte
ſie au lebhaften Gebärden wieder wett. Wir gerieten
in ein ſchallendes Gelächter über unſere Anſtrengungen.
einander zu verſtehen, und ſie war ebenſo wißbegierig

bezüglich meiner Kleidung als ich bezüglich der ihrigen.
Sie ſah mir mit ungeheucheltem Vergnügen zu, wie ich
mich auszog, indem ſie den langwierigen Prozeß ſorg=
fältig
verfolgte. Dann erhob ſie ſich, löſte ein einziges
Band, ſtieg aus ihrer Jacke und Hoſe heraus, ſtand für
einen Augenblick in einem weißen Anzug da, der ge=
rade
wie die äußeren Gewänder gemacht war, warf=
luſtig
ihre winzigen Pantoffeln in die Luft und rollte
in ihr Bett. Freilich weiß ich nicht, ob es ſo allgemein
in China Sitte iſt, aber jedenfalls wird es der kleinen
Miß Izy niemals ergehen wie jener alten Dame, die
Selbſtmord beging, weil ſie des vielen Auf= und Zu=
knöpfens
überdrüſſig war.
Am nächſten Morgen landetn wir in Soochow,
draußen vor der Stadtmauer. Man ſagt, die Mauer
ſei mehr als zweitauſend Jahre alt; ſie ſieht auch ſo
aus, und die Kanonenlöcher am oberen Rande geben
ihr das Ausſehen, als oh ſie alle ihre Zähne verloren
hätte. Alles iſt hier ſo alt, daß ich mir wie ein neu=
geborenes
Kind porkomme. Ich habe mir faſt die Beine
abgelaufen, um alles zu beſichtigen: große Pagoden und
kleine Pagoden, Mamabuddhas und Papabuddhas und
Babybuddhas, die alle ihren Vettern und Baſen in
Japan ſehr ähnlich ſehen.
Soochow iſt eine Anſammlung von engen Gaſſen,
über denen ſich die Dächer faſt berühren, und in denen
die Leute zu Millionen herumſchwärmen, die Händler
ihre Waren ausſchreien, die Kaufherreneinem ihre
Vergünſtigungen aufdrängen, die Kinder quieken, die
Bettler ihre kranken Glieder zur Schau ſtellen und
mitten hindurch die Kulis ihre Chaiſen tragen und die
Menge vor ſich her auseinandertreiben.
In vielen Tempeln hängen die Prieſter Glocken
auf, die der Wind läutet, die ſollen die böſen Geiſter
verjagen. Ich finde, das iſt eine unnötige Vorſichts=
maßregel
; denn das müßte ein blöder Geiſt ſein, der
nach China zurückkehrte, nachdem er einmal ent=
kommen
iſt.

(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

ℳ§ 49.

Samstag, 30. April.

1910.

(9300a

Bekanntmachung.
Betreffend: Schießübungen auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz
für die Zeit vom 3. bis 27. Mai ds. Js. bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 28. April 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Karton mit 7 neuen verſchiedenfarbigen Damengürtel=Schnallen.
1 goldene Broſche mit 4 blauen Steinchen. 1 ſilbernes Kinder=Armband. 1 goldener
Damen=Ring. 1 Hundemarke mit der Nr. 4698. Legitimationspapiere, auf den Namen
Heinrich Otto lautend. 1 rotes Etui mit Zeichenutenſilien. 1 Zwicker. 1 Eureka=
Kinderpiſtole. 1 kleines ſchwarzes Wachstuch=Futteral mit Feder und Bleiſtiften.
1 Anzahl Schippen. 1 weißſeidener Damen=Gürtel mit gelber Schnalle. 1 großer
Schlüſſel. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 weißes Taſchentuch mit Monogramm und 1 kl.
Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 kleines Portemonnaie mit einigen
Pfennigen Inhalt. 1 Zwicker, 1 weißes Batiſttaſchentuch mit blauem Rand und
Punkten. 1 einzelne weiße Manſchette mit Perlmuttknopf. 1 alter Kuhteppich. 1 alter
Regenſchirm. 1 Türdrücker und 1 kl. Patent=Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 Schlüſſel
und 1 Hohlſchlüſſel mit 1 Meſſingplättchen und der Nr. 9. 1 weißes Stück Tuch
(Handarbeitsmuſter).
Verloren: 1 blaues Portemonnaie mit 1 kleinen Kalender und Münzen. 1 Ehe=
ring
, geſtempelt 585 ohne Gravierung. 1 dunkler Mantel. 1 ſilberne Damen=Uhr mit
Goldrand. 1 ſilbernes Kettchen mit 3 Amethyſten. 1 ſchwarzer Damen=Ripsgürtel mit
Silberſchnalle. 1 rotledernes Portemonnaie mit 9 Mk. Inhalt. 1 rotledernes Hand=
täſchchen
mit 1 Brille, 2 Scheren und Zentimeter, 1 weißes Taſchentuch, gez. E. M.
1 Rolle Zinkblech. 1 Damen=Regenſchirm mit hellem Horngriff. 1 goldene Halskette
mit kleinem Herzchen. 1 Päckchen, enthaltend 2 Meter ſchwarzen Seidentüll. 1 dunkles
Portemonnaie mit 2,35 Mk. Inhalt. 1 goldener Ring mit rotem Stein und einer Löt=
ſtelle
. 1 dunkelgraue Kapuze von einem Kinder=Capes. 1 kleines Hämmerchen mit Gold=
ſtiel
als Anhänger. 1 ſilberne Broſche (Kaiſer Friedrich=Zweimarkſtück in Faſſung).
1 ſchwarzer Damenſchirm mit gelbem Griff. 1 ſchwarzer Samt=Gummigürtel. 1 gelbes
Handtäſchchen mit Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt und 1 Schlüſſel. 1 Handtäſchchen
mit Schlüſſelbund, Taſchentuch und 2 Viſitenkarten. 1 Double=Broſche in Jugendſtiel
mit Opal. 1 gelbe Theater=Abonnementskarte (Sperrſitz Nr. 160). 1 kleines rundes
Spitzentüchelchen. 1 ſilbernes Bröſchchen mit Amethyſt. 1 ſchwarz und roter Gummi=
ball
für einen Photographenapparat. 1 Damen=Zwicker mit Horngeſtell. 1 goldener
Damen=Ring mit rotem länglichen Stein. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit Portemonnaie
und 1 Mk. Inhalt nebſt 2 Schlüſſeln. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1 braunes
Portemonuaie mit 6 Mk. Inhalt. 1 rotledernes Portemonnaie mit 3,804 Mk. Inhalt.
1 Monatsfahrkarte 3. Klaſſe Darmſtadt- Langen. 1 kleines ſchwarzes Damen= Porte=
monnaie
mit etwa 3 Mk. Inhalt und 1 Viſitenkarte, auf den Namen Wolf lautend.
1 graues Täſchchen mit Geldinhalt. 4 Kliſchees, Apfel ꝛc. darſtellend.
Zugelaufen bei Privaten: 1 dunkelgraue Katze.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Dackel mit braunen Abzeichen. 1 braun= und weißge=
ſcheckter
Jagdhund. 1 junger Dachshund. 1 ſchwarzer Spitz mit weißer Schnauze.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Kanarienvogel.
Entflogen: 1 kleiner dreifarbiger Vogel (Nonne).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(9250
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3 be=
finden
ſich: 1 Bulldogge, 1 Spitzhund, 2 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 1. Mai, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Bekanntmachung.
Die nachſtehenden Vorſchriften bringen wir hierdurch in Erinnerung.
Darmſtadt, den 27. April 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Verordnung,
die Herſtellung, Aufbewahrung und Verwendung von Azetylen betreffend.
(Vom 2. Oktober 1905.)
Auf Grund des Artikel 290 des Polizeiſtrafgeſetzes, ſowie des § 2 der Ver=
ordnung
vom 30. Oktober 1851, die Anlage und den Betrieb von Gasfabriken und
die Anlage von Gaſometern betreffend, wird folgendes beſtimmt:
§ 1. Wer Azetylen herſtellen oder verwenden will, hat dies, unbeſchadet der
Beſtimmungen im § 20, ſpäteſtens bei der Inbetriebſetzung der Apparate der Orts=
polizeibehörde
anzuzeigen.
Je eine genaue Beſchreibung und Schnittzeichnung der Apparate und je eine
Anweiſung über ihre Behandlung ſind der Ortspolizeibehörde vorzulegen und im
Apparatenraum an einer in die Augen fallenden Stelle anzuſchlagen. Das gleiche
gilt von einer weſentlichen Veränderung der Apparate und ihrer Behandlung.
§ 2. Die Herſtellung und Aufbewahrung von Azetylengas darf nicht in oder
unter Räumen erfolgen, die zum Aufenthalte von Menſchen beſtimmt ſind; die Gas=
entwickeler
und Gasbehälter dürfen nur in Räumen aufgeſtellt werden, welche mit
leichter Bedachung verſehen und von Wohnräumen, von Scheunen oder von Ställen
durch eine Brandmaner (öffnungsloſe, maſſipe Mauer) oder einen Abſtand von
wenigſtens 5 Meter getrennt ſind. Die Einziehung einer leichten, mit Hilfe ſchlechter
Wärmeleiter hergeſtellten Zwiſchendecke iſt geſtattet.
Im Freien aufgeſtellte Apparate müſſen wenigſtens 5 Meter von zum Aufent=
halte
von Menſchen beſtimmten Baulichkeiten, von Scheunen und Ställen entfernt
ſein.
Feſtſtehende Azetylengasentwickelungsapparate dürfen nicht im Freien auf=
geſtellt
werden, ſofern ſie nicht nur für den Sommerbetrieb dienen.
§ 3. Die Apparatenräume (§ 2 Abſ. 1) müſſen nach außen aufſchlagende
Türen beſitzen, welche entweder unmittelbar ins Freie oder in ſolche Räume
führen, in denen ſich kein offenes Feuer befindet und die nicht mit Licht betreten
werden; ſie müſſen hell, geräumig, gut gelüftet und froſtfrei ſein.
Die Heizung darf nur durch Dampf oder Waſſer oder durch andere Einricht=
ungen
geſchehen, bei denen auch im Falle der Beſchädigung die Bildung von
Funken oder das Glühendwerden, ſowie der Zutritt von Azetylen zu offenem Feuer
oder hocherhitzten Gegenſtänden ausgeſchloſſen iſt.
Von der Feuerſtätte für die Heizung müſſen die Apparatenräume durch Brand=
mauern
getrennt ſein.
§ 4. Die künſtliche Beleuchtung der Apparatenräume darf nur von außen er=
folgen
. Sie iſt vor einem dicht ſchließenden Fenſter, das nicht geöffnet werden
kann, wenn möglich in einer türfreien Wand anzubringen. Befindet ſich in der=
ſelben
Wand mit dieſem Fenſter eine Tür oder ein zu öffnendes Fenſter, ſo iſt
elektriſches Glühlicht in doppelten, durch ein Drahtnetz geſchützten Birnen mit
Außenſchaltung und guter Iſolierung der Leitung anzuwenden. Wird zur Be=
leuchtung
Azetylen verwendet, ſo muß daneben eine andere, den vorſtehenden Be=
ſtimmungen
entſprechende Beleuchtung betriebsbereit vorhanden ſein.
§ 5. Die Apparatenräume dürfen für andere Zwecke nicht verwendet und von
Unbefugten nicht betreten werden. Das Betreten dieſer Räume mit Licht, ſowie das
Rauchen in ihnen iſt verboten. Dieſe Verbote ſind an den Türen deutlich ſichtbar
zu machen.
§ 6. Die Entlüftung der Apparatenräume hat durch genügend weite, im
höchſten Punkte dieſer Räume aufzuſetzende Rohre zu geſchehen. Die Entlüftungs=

Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz Darmſtad

Datum Tag Truppenteil Dauer
der Abſperrung
von bis Die Abſperrung
erſtreckt ſich 3. Mat
25.
27. Denstag
Mittwoch
Freitag Feldartillerie 750 N.
200 N. Ueber das ganze
Abſperrgelände

rohre der Räume ſind bis über das Dach derart ins Freie zu führen, daß die ab=
ziehenden
Gaſe und Dünſte weder in geſchloſſene Räume, noch in Kamine gelangen
können.
§ 7. Die Apparate müſſen in allen Teilen ſo hergeſtellt ſein, daß ſie gegen
Formveränderung und Durchroſten widerſtandsfähig ſind und dauernd gasdicht
bleiben.
§ 8. In den Apparaten und Gasleitungen dürfen keine aus Kupfer beſtehen=
den
Teile angebracht ſein. Die Verwendung von Meſſing iſt zuläſſig.
§ 9. Die Apparate müſſen ſo eingerichtet ſein, daß ſie entweder eine voll=
ſtändige
Entlüftung geſtatten, oder das Entweichen des Gasluftgemiſches in aus=
reichendem
Maße ermöglichen. Sie müſſen ferner ſo eingerichtet ſein, daß ein
Ueberdruck von mehr als einer halben Atmoſphäre und im Entwickler eine Erhitz=
ung
über 100 Grad Celſius ausgeſchloſſen bleibt, ſofern nicht für fabrikmäßige Be=
triebe
in der Genehmigung nach § 16 der Gewerbeordnung etwas anderes beſtimmt
iſt. Ferner müſſen Vorrichtungen zur Entfernung von Verunreinigungen ( Phos=
phorwaſſerſtoff
, Ammoniak und dergleichen) vorhanden ſein.
Das Zurücktreten von Gas aus dem Gasbehälter in den Entwickler muß durch
einen Waſſerabſchluß verhindert ſein.
§ 10. Die Leitungen müſſen bis zu einem Ueberdrucke von ½ Atmoſphäre
vollkommen dicht und im übrigen unter Beobachtung derſelben Vorſichtsmaßregeln
wie die Steinkohlengasleitungen gelegt ſein.
§ 11. Der Gasbehälter muß mit einem Abzugsrohre verſehen ſein, welches
das Abſtrömen des ſich nachentwickelten Gaſes geſtattet, ſobald der Gasbehälter nicht
mehr aufnahmefähig iſt.
Dieſes Abzugsrohr muß von mindeſtens gleicher Weite wie das Gaszuführ=
ungsrohr
ſein und iſt bis über das Dach derart ins Freie zu führen, daß die ab=
ziehenden
Gaſe und Dünſte weder in geſchloſſene Räume, noch in Kamine gelangen
können.
§ 12. Die Ueberwachung und Bedienung dex Apparate darf nur durch zuver=
läſſige
, mit der Einrichtung und dem Betriebe vertraute Perſonen erfolgen.
§ 13. Die bei der Herſtellung von Azetylen verbleibenden Carbidrückſtände
müſſen in gefahrloſer Weiſe entfernt werden.
§ 14. Die Aufbewahrung von Caleiumcarbid und anderen durch Waſſer zer=
ſetzbaren
Carbiden darf nur in waſſerdicht verſchloſſenen Gefäßen und in trockenen,
hellen, gut gelüfteten Räumen, welche gegen den Zutritt von Waſſer unter allen
Umſtänden geſchützt ſind, erfolgen.
Eine etwaige Heizung darf nur durch Einrichtungen geſchehen, bei denen auch
im Falle der Beſchädigung der Eintritt von Waſſer in den Lagerraum und der Zu=
tritt
etwa entwickelten Azetylens zu offenem Feuer oder hoch erhitzten Gegenſtänden
ausgeſchloſſen iſt.
Geöffnete Carbidgefäße ſind mit waſſerdicht ſchließenden oder übergreifenden,
waſſerundurchläſſigen Deckeln verdeckt zu halten.
Die Anwendung von Entlötungsapparaten zum Oeffnen verlöteter Büchſen
iſt verboten.
Die Lagerung in Kellern iſt unterſagt.
Die Gefäße müſſen die Aufſchrit tragen: Carbid, gefährlich, wenn nicht
trocken gehalten
§ 15. Im Apparatenraume ſelbſt dürfen nicht mehr als 500 Kilogramm Carbid
aufbewahrt werden.
§ 16. Denjenigen, welche beim Inkraftreten dieſer Verordnung Azetylenent=
wickelungsapparate
bereits in Betrieb genommen haben, kann von der Ortspolizei=
behörde
zur Erfüllung der Vorſchriften dieſer Verordnung eine Friſt von 12 Mo=
naten
, vom Tage des Inkrafttretens dieſer Verordnung ab, bewilligt werden.
§ 17. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Vorſchriften werden nach Artikel
290 ds Polizeiſtrafgeſetzes beſtraft, ſoweit nicht nach anderen Beſtimmungen
ſchwerere Strafen verwirkt ſind.
§ 18. Vorſtehende Beſtimmungen finden keine Anwendung:
1. auf ſtaatliche wiſſenſchaftliche Inſtitute, ſoweit ſie Azetylen zu Lehrzwecken
herſtellen oder verwenden, ſowie auf Laboratorien der Staatseiſenbahn=
verwaltung
;
2. auf bewegliche Apparate bis zu 2 Kilogramm Carbidfüllung, jedoch un=
beſchadet
der Beſtimmungen im § 8 und § 9 Abſatz 1 Satz 2.
§ 19. Die Kreisämter ſind ermächtigt, in einzelnen Fällen beim Vorliegen
beſonderer Verhältniſſe Ausnahmen von einzelnen Beſtimmungen dieſer Verord=
nung
zuzulaſſen.
§ 20. Die Beſtimmungen dieſer Verordnung finden auch auf die Anlagen
zur fabrikmäßigen Herſtellung von gasförmigem oder flüſſigem Azetylen Anwend=
ung
, welche als chemiſche Fabriken einer Genehmigung nach § 16 der Gewerbeord=
nung
bedürfen. Bei der Herſtellung von flüſſigem Azetylen ſind außerdem die
Beſtimmungen des Geſetzes vom 9. Juni 1884 gegen den verbrecheriſchen und ge=
meingefährlichen
Gebrauch von Sprengſtoffen (Reichs=Geſetzblatt S. 61) zu beachten.
§ 21. Die Verordnung, die nicht fabrikmäßige Herſtellung und die Verwend=
ung
von Azetylen betreffend, vom 22. Februar 1898 (Regierungsblatt S. 9) wird
aufgehoben.
§ 22. Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tag ihrer Veröffentlichung
im Regierungsblatt in Kraft.
Darmſtadt, den 2. Oktober 1905.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
Rothe.
Dr. Neidhardt.
II.

für den Kreis Darmſtadt, die Carbidlager betreffend.
(Vom 12. März 1906.)
Auf Grund des Artikel 78 des Deſetzes, betreffend die innere Verwaltung
und die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen, vom 12. Juni 1874 wird unter
Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großh. Miniſteriums
des Innern vom 1. März 1906 zu Nr. M. d. J. 37991 von 1905 für den Kreis
Darmſtadt das Folgende verordnet.
§ 1. Die Vorſchriften der §§ 4, 5 und 14 der Verordnung Großh. Miniſteriums
des Innern, die Herſtellung, Aufbewahrung und Verwendung von Azetylen be=
treffend
, vom 2. Oktober 1905 (Regierungsblatt S. 268) finden auf Karbidlager
entſprechende Anwendung.
§ 2. Mengen von mehr als 1000 Kilogramm Karbid dürfen nur in Räumen
gelagert werden, die von anderen Räumen durch maſſive, mindeſtens 30 Zentimeter
überragende Brandmauern oder maſſive, öffnungsloſe Gewölbe getrennt ſind.
Die Brandmauer darf durch feuerfeſte Türen durchbrochen und durch eine
Wellblechwand erſetzt werden, wenn der Abſtand bis zum nächſten Gebäude mindeſtens
5 Meter beträgt. Eine Brandmauer iſt nicht erforderlich, wenn der Abſtand minde=
ſtens
10 Meter beträgt.
Die Türen müſſen nach außen aufſchlagen. Die Mitlagerung leicht brenn=
barer
oder exploſiver Gegenſtände iſt verboten.
§ 3. Die Lagerung von Karbid im Freien iſt in waſſerdicht verſchloſſenen
Gefäßen in einer Entfernung von mindeſtens 10 Meter von Gebäuden geſtattet.
Die Lagerſtätte iſt auf allen Seiten in einem Abſtande von mindeſtens 4 Meter mit
einem Zaune oder Drahtgitter zu verſehen. Der Raum zwiſchen Lager und Um=
wehrung
iſt von brennbaren Gegenſtänden frei zu halten.
Das Karbid iſt auf einer Bühne zu lagern, von deren Unterkante bis zum
Erdboden ein freier Zwiſchenraum von mindeſtens 20 Zentimeter vorhanden iſt.
Das Karbid iſt durch ein Schutzdach oder durch waſſerdichte Planen zu ſchützen.

tafel verſel
gehalten.

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Nummer 100.

§ 4. Zuwiberhandlungen gegen vorſtehende Vorſchriſten werden mit Gerld.;
ſtrafe bis zu 30 Mk. beſtraft, ſoweit nicht nach anderen Beſtimmungen ſchwerere
Strafen verwirkt ſind.
§ 5. Vorſtehende Beſtimmungen finden keine Anwendung:
1. auf die Lagerung von Karbid in Mengen von weniger als 10 Kilogramm,
2. auf die Lagerung von Karbid in Fabriken, in denen Karbid herge=
ſtellt
wird.
§ 6. Das Kreisamt kann in einzelnen Fällen beim Vorliegen beſonderer
Verhältniſſe Ausnahmen von einzelnen Beſtimmungen dieſer Verordnung zulaſſen.
§ 7. Vorſtehende Polizeiverordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung
im Kreisblatt in Kraft.
Darmſtadt, den 12. März 1908.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(9279so
J. V.: von Starck.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch .
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

per ½ kg 86 Pfg.

½
7

80
90
90
60
96
90
100
110

,per
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.

*

kg 110 Pfg.
110
130
90
2

Verſteigerungs=Anzeige.
Dienstag den 3. Mai, nachmittags 3 Uhr, verſteigere ich an Ort und Stelle
Hügelſtraße Nr. 354 dahier meiſtbietend gegen gleich bare Zahlung:
einen Eisſchrank und einen Eiskühler.
(9192fsi
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, 27. April 1910.
Nelle, Pfandmeiſter.

Verſteigerungs=Anzeigr.
Montag, den 2. Mai, vormittags 10 Uhr,
verſteigere ich in meinem Hauſe, Darmſtädterſtraße 42, wegen Geſchäftsveränderung
meine ſämtlichen Möbelvorräte, als:
1 Salon, mag. pol., 2 kompl. Schlafzimmer, ca. 35 Bettſtellen, z. T. mit Ma=
tratzen
, mehrere Diwans und Sofas, Kleiderſchränke, Tiſche, Stühle, 1 Büfett,
1 Schreibtiſch, Vertikos, Trumeaux, Spiegel, Bilder, Kücheneinrichtungen ꝛc.:
ferner ca. 200 Pfund Bettfedern.
(*10789
Eberſtadt, 27. April 1910.
Georg Rossmann.

Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur Kenntnis der Intereſſenten gebracht, daß wegen Umpflaſte=
rung
der Ortsſtraße in Eſchollbrücken die Straße durch Eſchollbrücken von Montag,
den 2. Mai d. Js. an geſperrt iſt. Der Verkehr von und nach Darmſtadt hat über
Pfungſtadt zu erfolgen.
(9345si
Eſchollbrücken, am 28. April 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eſchollbrücken.
Leichtweiß.
Direktor:
Meienen
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Den Fortschritt wesentlich erleichternde Methode. Eingeführt seit 1901.
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Nur Einzelunterricht, durchaus individuelle Behandlung z: Aus-
bildung
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täten
und Fachleuten. Man verlange kostenlos Prospekt und unsere
Schrift: Wie lassen wir unseren Kindern Musikunterricht ertei-
(*10784
len25 Beides erhältlich nur im Institut: Hoffmannsstr. 5½.

Herzogl. Baugewerkschule Holzminden
Errichte
Direktar
Uerpflegungs-
1831: Hochbau Hnstal Tiefbau u. Haarmann
Sommerunterricht 2. Hpril. Reifeprüfung. Winterunterricht 18. Oktober.
Die Herzogl. Eaugewerkschule ist den Königl. preuß. Schulen gleichgestellt.

ſnsſtaigen er Feintpeſgen
in ir Zltietetiet.
Diejenigen Militärpflichtigen, die ſich im
laufenden Jahre dahier zur Muſterung ge=
ſtellt
haben und in der Stadt Darmſtadt
wohnhaft ſind, werden hierdurch aufgefpr=
dert
, ihre Loſungsſcheine in der Zeit von
Montag, den 2. Mai bis einſchließlich
Samstag, den 7. Mai ds. Js., vorm.
von 912 Uhr, auf dem Stadthauſe,
Rheinſtraße 13, Zimmer Nr. 21 abzuholen
oder gegen vorzulegende Empfangsbeſchei=
nigung
abholen zu laſſen.
Nach Ablauf dieſer Friſt erfolgt Zu=
ſtellung
auf Koſten der Säumigen.
Darmſtadt, den 27. April 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt
9208soms) J. V.: Egenolf.

Schreinerarbeiten.
Die bei der Herrichtung von Aktenräumen
im Stadthauſe erforderlich. Regale (ca. 135 qm)
ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte,
Grafenſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9,
während der Dienſtſtunden offen, woſelbſt
auch die Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Mittwoch, den 4. Mai 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt. am 28. April 1910.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
(9216fs

Bauarbeiten.
Die bei Herrichtung der Feuerwehrſtation
hinter der Stadtkirche vorkommenden Erd=,
Maurer=, Steinhauer=(ca. 7 cbm Baſaltlava),
Zimmer=, Dachdecker=, Spengler= und Grob=
ſchloſſerarbeiten
, ſowie die Trägerlieferung
ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte
Grafenſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9
während der Dienſtſtunden offen, woſelbſt
auch die Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Montag, den 9. Mai 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 29. April 1910.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
(9247so

Städtiſche Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 1012
Mittags von 25.
(1508a

Bekanntmachung.
Montag, den 9. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die zur Konkursmaſſe der Leopold Rein=
hard
Witwe, Helene, geb. Kahn, dahier
gehörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 8418) 392 Grabgarten ) N.= Ram=
ſtädter
=
8412/10 202 Bauplatz
II 84165½ 1729 Hofreite ſtraße 28,
zwecks Teilung und Aufhebung einer Ge=
meinſchaft
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K50/10
verſteigert werden.
Darmſtadt den 29. März 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L7018,66

Dünger=Verſteigerung.
Am Mittwoch, den 4. Mai 1910, um
gs vormittags wird die außerhalb der Ka=
ſerne
befindliche Wechſelſtreu aus 2 Batterie=
ſtällen
öffentlich und meiſtbietend verſteigert.
Zuſammenkunft an der Artilleriekaſerne am
Beſſungerweg.
(6260so
Darmſtadt, den 30. April 1910.
I. Abteilung Feldartillerie=Regts. Nr. 61.

Bekanntmachung.
Montag, den 6. Inni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Peter Franz Schweitzer Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 150556/1000 278 Hofreite Liebfrauen=
ſtraße
66,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K12/10
Darmſtadt, den 26. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L.9237,68
Bekanntnachung.
Mittwoch, den 4. Mai I. Js.
vormittags 9 Uhr,
ſoll das zum Nachlaß der Lohnkutſcher
Chriſtoph Petri Eheleuten dahier gehörige
Grundſtück:
Flur
Nr.
qm
23 183
1494 Acker im Schneppen=
zahl
.
in unſerem Bureau öffentlich meiſtbietend
verſteigert werden.
(L9236,68
Darmſtadt, den 27. April 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.

Bekanntmachung.
Montag, den 23. Mai 1.J
vormittags 10 Uhr.

areeete hehte Flur Nr. am III 33½/0 321 Hofreite Stifts= ſtraße 3 III 33*/100 141 Grabgarten da= ſelbſt, in unſerem Büro zwangsweiſe verſteigert werden. (K17409

Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
(L9316,68
Darmſtadt, den 28. April 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.

Bekanntmachung.
Mittwoch den 25. Mai I. Js.
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Kaufmann Georg Merz Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur
Nr. qm
V 179 269 Hofreite Pankratius=
ſtraße
, in unſerem Bureau zwangsweiſe ver=
(K31/10
ſteigert werden.
Darmſtadt, den 13. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt
Müller.
(I.8343,67

Arbeitsvergebung
(Stadtwald.)
Montag, den 2. Mai l. J. ſoll das
Brechen, Schlagen und Aufſetzen von 200 cbm
Steine in den Steinbrüchen: Scheftheimer=
und Dachsberg=Bruch wenigſtnehmend ver=
geben
werden.
Zuſammenkunft um 9 Uhr im Scheft=
heimer
Bruch.
(9113ds
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

Holzabfuhr.
Sämtliches im Domanialwald nochliegende
Holz iſt bei Meidung forſtgerichtlicher Anzeige
bis 20. Mai 1. J. abzufahren.
Meſſeler Forſthaus, 28. April 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
Schlag.
(9256

gut erhalten, billig zu
Ein Jahrrad, verkaufen bei Obſtfeld,
(*10803
Kleine Bachgaſſe 5.
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Bruteier Dtd. 6.00 Mk. (B7019
Heidelbergerſtraße 81¾0=

Fahrplan der Städtiſchen Straßenbahn Darmſtadt.

Dieſlachtzeiten v. SLhabende bisdal frih ſind.
Unterſtreichuna der Minutenziffer gekennzeichnet.

Gültig vom 1. Mai 1910.
I. Böllenfalltor-Herdweg-Hauptbahnhöfe (Signalfarbe weiß).

525 618 625 690 638 657 645
522 624 631 636 639 643 651

dann alle
15 Minuten
bis

100010g
1096 1018

an 615629657 712 alle 15 Minuten 987101s
ab 607628 651 706 bis
951 1006

alle

hoshat get ges ged gtsGblund ſo fort in 95l 10him und ſg ſort 1100
600 630 637642645 649 657 Abſtänden von
665 642 647 650 654 70g 7½ Minuten 98 § 10 12 Minuten 11m
bis
10028 102 bis 112.
bl. Linie bl.

an

Herdweg
Ernſt=Ludwigsplatz
Hauptbahnhöfe

an 6 Glgs7.c und ſo pert in 9os 10 und ſo ſort 112 Um 113
alle
600 645 652700 Abſtänden von
ab 655 ½½ Minuten 9m Fi 10½ 12 Minuten 11gs 11ms 11
9275 992
bis
bis 1125. 112.

gr. 2. bl. L.

Ab Wagenhalle

II. Schloßgartenplatz-Hauptbahnhöfe-Ernſt=Ludwigsplatz-Landskronſtraße (Signalfarbe blau).

66
6n ois 9ut
und ſo fort
Mik 1.
ab
651 in Abſtänden 944 9511001
und ſo fort 1125s 1125
alle
von
634641640 656 7½ Minuten 949 5 9551006 12 Minuten 1120 1142
bis
bis
647 654702709
1142
1002 10081018
an
III. Heidelbergerſtraße- Schlofgartewiaß 4.
Hauptbahnhöfe
Ernſt=Ludwigsplatz
* Landskronſtraße
Taunusſtraße-Faſ= an 6agobs7o 71)
lfarbe
112
1015
635 642650 657705 und ſo fort in
und ſo fort
1125.
§ 10.
Abſtänden von
alle
680687645652700 7½ Minuten 952 § 1006 12 Minuten 1118 1130
bis
bis
Fab. 647
1106 111811301142
938 954
ſanerie (Signalfarbe grün). und ſo fert in
Zeen het abi
9aa
645652700 Abſtänden von
ate 12 Min. 115
652700 707 7½ Minuten 952 § 10910g 1.
bis
bis
10.6 § 1006 10s 1050
1130 an Heibelbergerſtraße
Ernſt=Ludwigsplatz
Taunusſtraße 170 Pmsennn r etien
4 an 6u79 7 719 2n und ſo fot in 102
64 652700707715 Abſtänden von
1025 10 ale 12 Mimuten 11g
7½ Minuten 92
bis 11m
ab 652700707
bis
952 100s 62
hetrtantch
1n Post enetr 38
ab
Abſtig
659
150 ſtündlich bis 925
an Taunusſtraße
4
Faſanerie beuhtimntich
2 ban wienet. 8310
an
M.
bis
200 ſtündlich bis 945 1005
ab

2 Dieſe Wagen ſahren nach der Bageſhall am Ooleſaltlr.
Diejenigen Wagen, welche fahrplanmäßig 1112, 1123u. 1125 abends an den Hauptbahnhöfen abfahren ſollen, warten, wenn der Schnellzug aus Frankfurt Verſpätung hat, erforderlichenfalls bis 119.
§ Dieſer Wagen wartet den Wagen 112 (ab Bahnhof) ab.
An Sonn= und Feiertagen wird abends auf allen Linien, mit Ausn
nſtrecken (Herdweg-Böllenfalltor und Taunusſtraße-Faſanerie), der
=Minutenbetrieb bis Betriebsſchluß durchgeführt.
(9183fs

[ ][  ][ ]

Nummer 100,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Seite 13.

Die Kunde von dem Zuſammenbruch des Vorſchuß= und Kredit=Vereins Ober=
Mockſtadt im Februar 1908 iſt längſt in weite Kreiſe gedrungen. Im Dezember v. J.
hat ſich ein Komitee mit einem Aufruf an die Oeffentlichkeit gewandt, um Mittel zur
Hilfe für die zahlreichen gefährdeten Exiſtenzen zu gewinnen. Der geſammelte Fonds
reicht aber bei weitem nicht aus, um der Not zu ſteuern. Deshalb erſcheint ein noch=
maliger
Aufruf, diesmal an das ganze Land, geboten.
Der Vorſchuß= und Kredit=Verein war eine Genoſſenſchaft mit unbeſchränkter
Haftpflicht. Durch Geſchäfte der bedenklichſten Art, die der frühere Vorſtand mit dem
Bankier Rothſchild von Büdingen gemacht hat, iſt der Zuſammenbruch der Kaſſe in wenigen
Monaten herbeigeführt worden. Die Kaſſenmitglieder ſind daran unſchuldig. Gleich=
wohl
müſſen ſie nach dem Geſetze den Fehlbetrag von etwa 702000 Mark als Vorſchuß
nach Kopfteilen aufbringen. Der Kopfteil iſt, da von 423 Mitgliedern etwa 118 völlig
oder doch teilweiſe leiſtungsunfähig ſind, auf 2300 Mark berechnet. Dieſen Betrag muß
der Konkursverwalter von ſämtlichen beteiligten Mitgliedern, erforderlichen Falles im
Wege der Zwangsvollſtreckung beitreiben. Da die Mitglieder aber großenteils aus tief=
verſchuldeten
Kleinbauern, Dorfhandwerkern, Arbeitern und Taglöhnern beſtehen, werden,
trotz dankenswerter Unterſtützung durch beteiligte Gemeinden, zahlreiche Familien wirt=
ſchaftlich
zugrunde gerichtet werden. Die Hilfsfonds ſollen deshalb dazu dienen, die
drohenden Konkurſe und Zwangsvollſtreckungen dadurch abzuwenden, daß beſonders
ſchwer Gefährdeten die Aufbringung des Vorſchuſſes erleichtert und ſo ihr Zuſammen=
bruch
verhütet wird. Eine vom Kreisausſchuß Büdingen beſtellte Kommiſſion wird die
Verhältniſſe aufs ſorgfältigſte prüfen und die Unterſtützungen direkt an die Gläubiger
abführen. Die geſammelten Gelder ſtehen lediglich zur Verfügung dieſer Kommiſſion
und ſind dem Zugriff der Konkursverwaltung entzogen.
Möge durch raſche und reichliche Hilfe der Ruin vieler ſchuldloſer Familien ver=
hütet
werden.
Hauptſammelſtelle iſt die Kreiskaſſe des Kreiſes Büdingen. Geld=
ſpenden
nehmen außerdem entgegen: die Kreiskaſſen der übrigen Kreiſe, die Großher=
zoglichen
Bezirkskaſſen, die ſtaatlichen Untererheber, ſowie die Fürſtlich Yſenburg=
Büdingiſche Rentkammer in Büdingen.
Auskunft erteilt das Großherzogliche Kreisamt Büdingen und das Sekretariat
des Großherzoglichen Staatsminiſteriums in Darmſtadt (Neckarſtraße 7).
April 1910.
Auler, Landtagsabgeordneter, Bensheim. Leun, Bürgermeiſter u. Landtagsabgeord.,
Bähr, Landtagsabgeordneter, Rohrbach.
Großen=Linden.
Dr. Bendix, Domkapitular, Mainz.
Dr. Lippold, Wirkl. Geheimerat und Mit=
Beſt, Landtagsabgeordneter, Oſthofen.
glied der Erſten Kammer, Darmſtadt.
Birkenſtock, Bürgermeiſter, Ranſtadt.
Lutz, Landtagsabgeordneter, Elpenrod.
Boeckmann, Kreisrat, Büdingen.
Meiski, Landtagsabgeordneter, Ulrichſtein.
Brauer, Landtagsabgeord., Ober=Ofleiden. Dr. Merck, Geh. Kommerzienrat und Mit=
Dr. Braun, Finanzminiſter, Darmſtadt. glied der Erſten Kammer, Darmſtadt.
Braun, Bürgermeiſter, Staden.
Mickel, Bürgermeiſter, Ober=Mockſtadt.
Breidenbach, Landtagsabgeord. Dorheim. Molthan, Kommerzienrat und Landtags=
von
Brentano di Tremezzo, Juſtizrat und abgeordneter, Mainz.
Landtagsabgeordneter, Offenbach.
Noack, Geh. Regierungsrat und Landtags=
Büchner, Landtagsabgeord., König i. O. abgeordneter, Darmſtadt.
Conradi, Wirkl. Geheimerat und Mitglied Orb, Landtagsabgeordneter, Offenbach.
der Erſten Kammer, Darmſtadt.
Dr. Oſann, Landtagsabgeord., Darmſtadt.
Damm, Landtagsabgeordneter, Friedberg, Pareus, Bankdirektor und Mitglied der
Diehl, Bürgermeiſter u. Landtagsabgeord., Erſten Kammer, Darmſtadt.
Gau=Odernheim.
Pennrich, Landtagsabgeordneter, Bingen.
Ellenberger, Kirchenrat, Ortenberg.
Raab, Landtagsabgeordneter, Pfungſtadt.
Graf zu Erbach=Fürſtenau.
Reh, Juſtizrat und Landtagsabg., Alsfeld.
Fürſt und Graf zu Erbach=Schönberg. Reinhart, Landtagsabgeordneter Worms.
Erk, Landtagsabgeordneter, Nidda.
Moritz Riedeſel Freiherr zu Eiſenbach,
Dr. Ewald, Stautsminiſter und Miniſter Oberſtallmeiſter und Mitglied der Erſten
der Juſtiz, Darmſtadt.
Kammer, Darmſtadt.
Finger, Bürgermeiſter u. Landtagsabgeord., Römheld, Oberamtsrichter, Nidda.
Pfeddersheim.
Graf von Schlitz gen. von Görtz, Erſter
D. Dr. Floring, Prälat, Darmſtadt.
Präſident der Erſten Kammer, Schlitz.
Dr. Fulda, Landtagsabgeord. Darmſtadt. Dr. Schmidt, Geh. Juſtizrat und Mitglied
Gail, Geh. Kommerzienrat und Mitglied! der Erſten Kammer, Gießen.
der Erſten Kammer, Gießen.
Dr. Schmitt, Juſtizrat und Dritter Präſi=
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter u. Land= dent der Zweiten Kammer, Mainz.
tagsabgeordneter, Darmſtadt.
Seelinger, Landtagsabg., Lampertheim.
Dr. Gutfleiſch, Geh. Juſtizrat und Land=Senßfelder, Bürgermeiſter und Landtags=
tagsabgeordneter
, Gießen.
abgeordneter, Büttelborn.
Hauck, Landtagsabgeordneter, Schaafheim. Fürſt zu Solms=Hohenſolms=Lich, Zwei=
Dr. Heidenreich, Oekonomierat und Land= ter Präſident der Erſten Kammer.
tagsabgeordneter, Darmſtadt.
Graf Wilhelm zu Solms=Laubach.
von Hombergk zu Vach, Miniſter des Graf zu Solms=Rödelheim, Aſſenheim.
Innern, Darmſtadt.
Stöpler, Bürgermeiſter und Landtags=
Horn, Landtagsabgeordneter, Seligenſtadt abgeordneter, Lauterbach.
Joutz, Landtagsabgeordneter, Butzbach. Graf Kuno zu Stolberg=Roßla, Ortenberg.
Fürſt zu Iſenburg u. Büdingen, Birſtein. Fürſt zu Stolberg=Wernigerode.
Stroh, Geh. Kommerzienrat und Mitglied
Jung, Lehrer, Ober=Mockſtadt.
der Erſten Kammer, Offenbach.
Kalbhenn, Pfarrer, Ober=Mockſtadt.
Dr. Kittler, Geheimerat und Mitglied der Uebel, Landtagsabgeordneter Dieburg.
Ullmann, Bürgermeiſter und Landtags=
Erſten Kammer, Darmſtadt.
Dr. Kleinſchmidt, Juſtizrat und Mitglied abgeordneter, Nieder=Erlenbach.
Valckenberg, Geh. Kommerzienrat und
der Erſten Kammer, Darmſtadt.
Köhler, Landtagsabgeordneter, Langsdorf. Mitglied der Erſten Kammer, Worms.
Korell, Zweiter Präſident der Zweiten Dr. Weber, Forſtmeiſter und Landtags=
Kammer, Angenrod.
abgeordneter, Konradsdorf.
Kredel, Bürgermeiſter und Landtagsabg. Wolf, Landtagsabgeordneter, Stadecken.
Airlenbach.
Fürſt zu Yſenburg u. Büdingen, Büdingen.
Lang, Landtagsabgeordneter, Michelſtadt. Graf zu Yſenburg u. Büdingen, Meerholz.
Freiherr von Leonhardi, Mitgl. der Erſten Fürſt zu Yſenburg und Büdingen,
Kammer, Groß=Karben.
Wächtersbach.

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[ ][  ][ ]

Seite 14.

amstag, den 30. April 1910.
Darmſtädter Tagblatt,

Nummer 100.

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B8995) Junges Mädchen ſucht Tages=
ſtelle
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unter J 17 an die Exped. d. Bl.

nimmt Saſſonſtelle an,
Aeltere Köchin geht auch zur Aushilfe

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Karlſtraße 101.

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(noch nicht gedient), zum 1. Mai, 15. Mai
und 1. Juni, tüchtiges Mädchen in Wirt=
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Frau Weißmantel, Arbeitsnachweis
nur Eliſabethenſtraße 37.

*10799) Unabhäng. Frau ſucht Laufdienſt
Geſchäftsh. bevorz. Gardiſtenſtr. 33, 3. St.
*10806) Mädchen mit Empfehlungen aus
erſten Häuſern, ſucht Aushilfe
Donnersbergring 34, 2. Stock, am Beſſunger
Bahnhof. Karte genügt.

*10891) Tücht. erf. Frau h. n. Tage i. Waſch.
frei Fr. Maul, Kirchſtr. 8, Hth. II. (*10891
Tücht. Mädchen das
Stelle ſuchen: koch. k. an die Berg=
ſtraße
, ein 18 jähr. braves Mädch., ſchon ged.
u. ein ſchulentlaſſenes Mädch. Näh. Frau
Frank, Schulſtraße 9.
(*10890
*10886) Eine junge Frau geht Waſchen
u. Putzen Kranichſteinerſtr. 14½, Stb. (*10886
*10911) 17jähr. Mädchen ſucht Stelle zu
Kinder Stellenbüro Röſe, Karlſtr. 53, part.

B9340) Saub., fleißig. Mädchen m. gut.
Zeugniſſen ſucht Stelle 2 Stunden vor= u.
nachm. Heidelbergerſtraße 110, Manſarde.

B9339) Junge Frau ſucht Laufdienſt
Weinbergſtraße 4, Seitenbau.

Haushälterin, Allein=
ztellen
ſuchen: mädchen, Kindermädch.,
ausmädchen, Mädchen für nachmittags.
Stellenbureau Fr. Scheid
Dieburgerſtraße 32. (*10945

*10848) Tücht. Frau ſucht Waſchen und
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Waſchen u. Putzen Karlſtr. 53, Hinterhs.

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Laufdienſt. Soderviertel bevorz. Zu erfr.
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[ ][  ][ ]

Nummer 100.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Seite 15.

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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Nummer 100.

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Nummer 100

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Seite 19.
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Einladung zur
öffentlichen Versammlung
des Hanſa=Bundes und der Darmſtädter Privatangeſtellten auf
Dienstag, den 3. Mai, abends 9 Uhr, im Kaisersaal.
VoRTRAG
des Herrn Dr. rer. pol, Bichmann:
Der Hansa-Bund und die Privatangestellten‟.
Nach dem Vortrage: Freie Ausſprache.
Alle Privatangeſtellten, aber auch Prinzipale und Freunde des Hanſa=Bundes,
ſind höflichſt eingeladen.
(9227
Der Vorstand der Ortsgruppe Darmstadt des Hansa-Bundes für
Gewerbe, Handel und Industrie.
Sozialer Ausschuss verbündeter Vereine kaufmännischer und
technischer Angestellten.
Verein für Handlungskommis von 1858, Bezirk Darmstadt.
Deutscher Bankbeamten-Verein (Zweigverein Darmstadt).
Verband reisender Kaufleute Deutschlands (Sektion Darmstadt).

Mittwoch, 4. Mai 1910, abends s Uhr,
im grossen Saale des Hotels Zur Traube‟:

von Frl. Wilhelmine Heiß (Klavier), unter freundlicher Mitwirkung von
Freifrau Elsa Laura von Wolzogen, sowie der Herren Konzertmeister
Bornemann (Violine), Hofmusiker Delp (Viola) und Hofmusiker Andra
(Violincello).
Programm: Klavierquartett in Es-dur von Schumann; Stücke für Klavier
von Schumann, Chopin, Brahms, Foerster, Liszt; Balladen und Scherzlieder.
Eintrittskarten: Sperrsitz zu 3 Mk., Saal zu 2 Mk., Vorsaal zu 1 Mk.,
Galerie zu 50 Pfg., im Verkehrsbüro und an der Abendkasse.
(9328

Feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe
des Orisgewerhvereins Darmstadt
Sonntag, den 1. Mai, vormittags ½11 Uhr,
im Feſtſaal der Turngemeinde, Woogsplatz 5.
Zur Feier der Ueberreichung der Geſellenbriefe an die in dieſem Jahr beſtandenen
Lehrlinge laden wir die Eltern, Lehrmeiſter, Prüfungsmeiſter und Prüfungsgeſellen
und ſonſtige Intereſſenten ergebenſt ein.
Mit dieſer Feier iſt eine Ausſtellung der Geſellenſtücke verbunden, deren Be=
ſichtigung
von 9 Uhr an ſtattfindet.
Darmſtadt, den 28. April 1910.
(9226
Der Vorſtand des Ortsgewerbvereins.

Liedertafel * Darmstadt.
Hierdurch laden wir unſere verehrlichen Mitglieder nebſt Freunden des Vereins zu
unſerem diesjährigen
Himmelfahrttag-Ausflug nach Messel
ergehenſt ein. Abmarſch präzis 2 Uhr am Ballonplatz.
Einkehr bei Gaſtwirt Gerrmann, woſelbſt gemütliches Bei=
ſammenſein
, Tanz, Geſangsvorträge ꝛc.
Wir bitten unſere Mitglieder und Freunde um recht zahlreiche Beteiligung und
pünktliches Erſcheinen.

5310)

Der Vorstand.

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Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.

Morgen Sonntag verschiedenes Geflügel, Fische, Braten, Ragout
und sonst noch reichhaltige Speisekarte. Die meisten Speisen werden sofort serviert.
Von 4 Uhr ab Tanzkränzchen im weissen Saale.
Ein großes Vereinslokal noch einige Tage in der Woche frei. Dienstbach.

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Sonntag, den 1. Mai

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Ab Sonntag, den 1. Mai konzertiert das erstklassige
Saion-Damen-Orchester.
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Stets freien Eintritt.
Stets freien Eintritt.



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Sonntag, den 1. Mai, abends 8 Uhr:
Großes Militär=Konzert
(Streichmuſik)
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61.
Leitung: M. Weber.
Abwechslungsreiches Programm.
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I. Teil: Opernmuſik. II. Teil: Operettenmuſik. III. Teil: Walzer von Joh. Strauß.
Eintritt 20 Pfg.

Ludwigshöhe
Sonntag, den 1. Mai 1910:

Inkarkonzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
unter Leitung des Obermuſikmeiſters Hauske.
Aus dem Programm: Ouvertüre z. Athalia v. Mendelsſohn=Bartholdy; Fantaſie
aus Launhäuſer= v. R. Wagner; Sähe aus,La Traviatal u., Zigennerbaron‟; Verliner
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Anfang 4 Uhr.
NB. Das Konzert findet bei warmer Witterung im Freien, ſonſt im Saale ſtatt.

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Nummer 100.

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Geöffnet am 5. Mai, von mittags 12 Uhr, an den übrigen Tagen von
vormittags 9 Uhr bis nachmittags 8 Uhr.
An allen Ausstellungstagen
von nachmittags 3 Uhr ab: Militär-Konzert
veranstaltet von der Kapelle des 1. Kurhess. Infant.-Regiments
No. 81, unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusik-
meisters
Fehling.
Den 5. und 8. Mai:
der vorgenannten Kapelle und der
Doppel-Konzert Kapelle des Magdebursischen
Dragoner-Regts. Nr. 6, unter persönlicher Leitung des Herrn
Musikmeisters Barche.

Sonntag, den 8. Mai:
Militär-Konzert

Von 111 Uhr.

Ochsenbraten am Spiess nach Münchner Art.
Ausstellung geschlachteter Masttiere.

Eintrittspreise:
Donnerstag, 5. Mai, bis 3 Uhr nachm. Mk. 2., von 3 Uhr ab Mk. 1.
Freitag, 6. Mai, Mk. 1., Samstag, 7. und Sonntag, 8. Mai, Mk. .50.
Dauerkarten für alle 4 Tage giltig Mk. 3..

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Zu dem am Sonntag, den 1. Mai, abends 7½ Uhr, im Concordia=Saale
(Waldſtraße 30) ſtattfindenden
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deren Angehörige, ſowie Freunde und Gönner des Vereins höflichſt ein
Der Vorstand.

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gebung
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früheren Jahren erwiesene Wohlwollen auch in meinem neuen
Unternehmen zuteil werden zu lassen, und werde ich durch Ver-
abfolgung
von nur prima Speisen und Getränken, sowie aufmerk-
same
Bedienung meine verehrten Gäste in jeder Weise zu befriedigen

suchen.

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Nummer 100.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

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von G. Verdi. 2. Ouvertüre zur Oper
Aleſſandro Stradella von Fr. v. Flotow.
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rusticanae von P. Mascagni. 4. Wiener
Bürger, Walzer von M. Ziehrer. 5. Das
Herz am Rhein, Lied von E. Hill. 6. Zwei
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Fabiani, b) Florentiner von Noventini.

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Samstag, den 30. April 1910.
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Muſikaliſche Leitung: Kapellmeiſter Kittel.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
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Roſalinde, ſeine Frau . . Frl. Suchanek
Frank, Gefängnisdirektor . Hr. Jürgas

Seite 21.
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Froſch, Gerichtsdiener . . Hr. Jordan
Murray, Amerikaner.
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Sabine . . .

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längere Pauſe ſtatt.
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4. Mk., Balkonloge 3.50 Mk., 1. Rang
3. Mk., 2 Rang 1.50 Mk., Sperrſitz
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1. Mk., 2. Galerie 50 Pfg.
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6 Uhr an.
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in Stuttgart, als Gaſt. Große Preiſe. An=
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Sonntag, den 1. Mai 1910.
168. Abonnements=Vorſtellung.
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Muſik von Dr. Otto Schwartz.
Muſikal. Leitung: Kapellmeiſter Kittel.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Signorina Barbarina, erſte
Tänzerin der Kgl. Hof=
. Frl. Suchanek
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Roderich, Graf Stieglitz
Hr. Jordan
von Stiegenſteig
Ulrike von Schmettau, Hof=
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dame.
Rudolf v. Strehlen, Huſaren=
Hr. Hans Hacker
Leutnant .
Der Müller von Sansſouci Hr. Schwarze
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Peter, ſein Sohn
Karoline, ſein Mündel . . Frl. Grünberg
Lautenſack, Wachtmeiſter . Hr. Riechmann
Tourbillet, Ballettmeiſter . Hr. Jürgas
Frau Wolff, Garderobiére Fr. Hartig
Biedermann, Inſpizient Hr. Holler
Ein alter Diener . . . . Hr. Feder
Nach dem 1. und 2. Akte findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe,
2. Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4. Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
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6 Uhr an.
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Montag, 2. Mai. Außer Abonnement.
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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Nummer 100.

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Zirkus C. Sidoli iſt in die Bahnhofshalle ein=
gefahren
. Tauſende von Menſchen erwarten in den
erſten Morgenſtunden das intereſſante Schauſpiel der
Ankunft einer Zirkusſtadt, die noch geſtern abend,
man kann ſagen um Mitternacht, voll exiſtierte, in der
ein luſtiges Getriebe herrſchte und in der alle Lebens=
nerven
kräftig funktionierten, die aber in wenigen
Stunden mit der Kraft der Lokomotive an einen
anderen, viele Kilometer weit enkfernten Ort transpor=
tiert
wurde und bald ſich ſo lebensfähig erweiſen wird,
wie mehrmals der Woche, da und dort, im Süden und
im Norden Europas überall von denſelben Begleit=
erſcheinungen
umgeben, die einmal einer kurzen Schil=
derung
würdig ſind. Koloſſal! ertönt es aus hunder=
ten
Kehlen, Koloſſal! noch ein= und tauſendmal, wenn
der rieſenlange Sonderzug mit den roten Waggous
und den zierlichen Auffchriften Lirque Sidoli die
Front der Reugierigen abfährt. Selbſt der ſchnoddrigſte
und verbiſſenſte Philiſter bleibt erfreut ſtehen und mißt
mit mißtrauiſchen Blicken die modernen Erfolge der
neuen Zeit, die jede Minute teuer mißt und keine,
Sekunde unnütz verſtreichen laſſen will. Die Bahnan=
geſtellten
und Bahnhofsarbeiter! Ei, was die für
Augen machen, die Jungen wie die Alten, groß und
klein, alles rennt und ſtürzt zur Ausladerampe, um die
bald beginnende Ausladung des ans 123 Pferden, Ele=
fanten
, Hunden, Zebras, Kamelen uſw. beſtehenden
Tierparks und der aus 25 Waggons beſtehenden Einrich=
tung
des geſamten Zeltzirkus, unter der die großen
Zirkuszelte, die 4000 Perſonen faſſen, die Garderobe=,
Kaſſa=, Reſtaurations= und Stallzelte, ferner ſämtliche
25 eigene Wagen mit der geſamten Zirkuseinrichtung
und die Bureau=, Kaſſa=, Garderoben=, Stuhl= und
Regniſitenwagen wie zwei elektriſche Lanzſche Lokomo=
bilen
und die Lichtwagen ſich befinden, mitanzuſehen.
Bei der Kompliziertheit des Betriebes denkt der Zu=
ſchauer
an ein Wirrwarr der Geſchehniſſe. Heute
äbend noch ſpielen? fragt ungläubig der Laie. Dieſe
Ruhe, dieſe eiskalte Ruhe, die immer beängſtigender
wirkt, macht ihn kopfſcheu. Kein Lärm, kein Durchein=
ander
, kein Geſchrei. Nur einen lauten Kommandoruf
des Betriebsinſpektors vernehmen wir.f Er hatte ſich
kurz vorher mit dem Bahnvorſtande übür die Details
der Ausladung auseinandergeſetzt. Wie der Draht=
zieher
die Puppen, ſo dirigiert der Zeltmeiſter ſeine
große Mannſchaft. Ein jeder ſteht auf ſeinem Platze,
er fragt nichts, redet nichts, ſtill verrichtet er ſeine Ar=
beit
. Ruhe, Ruhe und nichts mehr als Ruhe beherr=
ſchen
den Apparat, der vorzüglich klappt und der Anlaß
zu lobenden Bemerkungen gibt. So rollt Wagen auf
Wagen dem Spielplatze zu. Auch hier Tauſende von
Zuſchauern, die die Entſtehung der Zeltſtadt miter=
leben
wollen. Noch ſieht man die bloße Ebene, aber
gerade kommen Zelt=, Maſt= und Gerätewagen heran=
gefahren
. Die Arbeit beginnt. Ein intereſſantes, pitto=
reskes
Bild der Arbeit entwickelt ſich. Was die
Organiſation alles vermag! Gemeint iſt ſelbſtverſtänd=
lich
die minutiös berechnete Organiſation, die alle Teile
des Organismus umfaßt, und erkrankt, wenn nicht
adminiſtrativ oder techniſch alles bis aufs letzte i= Tipfel=
chen
klappt. Deshalb auch die nervenangeſtrengte
Tätigkeit jedes Beſchäftigten, das große verantwortliche
Verhalten, das beiſpielgebend iſt. Die Pflöcke ſind ein=
geſchlagen
, die Seile geſpannt, die Flaſchenzüge ange=
legt
, und in wenigen Sekunden, noch bevor man recht
hinſehen konnte, ſieht man das Skelett des Baues.
Rechts und lints erheben ſich die kleineren Zelte, die

Maſchine dampft bereits, in der Reſtauration ſitzen die
Artiſten bei den dampfenden Schüſſeln, überall die
emſige Tätigkeit, die das Feld des Unternehmens größer
erſcheinen läßt. Da hört man plötzlich großen Straßen=
lärm
. Ein Gelaufe und ein Gequietſche der Straßen=
jugend
, daß es in die Ohren gellt. Fenſter auf! Alles
blickt nach dem oberen Teile der Straße, wo ein dichter
Menſchenknäuel die Paſſage verſperrt. Polizei tritt in
Aktion, ſchafft raſch Ordnung, und man erkennt die
Urſache des Auflaufs: Die Pferde und Elefanten
kommen!
Jetzt wiſſen wir’s, jetzt können wir die Aufregung
der Bevölkerung begreifen. Es ſcheint, als ob die
Tagesarbeit der Bewohner eine Unterbrechung erleiden:
ſollte, ſo fieberhaft verfolgen die Leute die Ereigniſſe
beim Zirkus. Der lange Pferdezug naht. Zu zweien
kommen ſie heran. Von Soldaten werden ſie geführt.
Man erkennt ſchon jetzt, warum der Zirkus Sidoli einen
ällererſten Rang unter dergleichen Unternehmen in
Europa einnimmt. Lauter ſtattliche Pferde, jung und
friſch, daß Kenner und Laien ihre Freude haben. Dann
die indiſchen und afrikaniſchen Elefanten. Koloſſe, die
um halbe Mannshöhe den Zug an Größe überragem.
In ſtarkem Kontraſt dazu wirkt der Aufmarſch der
Ponys; ſchließlich kommen die anderen dreſſierten
Tiere und zuletzt die liebe Straßenjugend. Das Schau=
ſpiel
iſt ergötzlich. 8 Minuten hat es gedauert. So er=
reicht
der Zug den Zirkus, wo die mit Stroh und
Futtervorräten gefüllten Zeltſtälle zur Aufnahme der
Tiere bereit ſtehen.
Inzwiſchen war das Perſonal am Zirkusplatz nicht
müßig geweſen. Ein Netz von Drähten umſpannt alle
Einrichtungen des Unternehmens, aus den Bureau=
wagen
hört man das Klappern der Schreibmaſchinen
und vor den eigenen Kaſſen drängt ſich das Publikum
zum Kauf von Billetts. Die Zeit verſtreicht; die Mit=
tagsglocke
ſchlägt. Mit einem Schlage verhallt das
Hämmern, Klopfen, Kommen und Gehen es folgt die
Mittagspauſe. Nach geuau einer Stunde, um 1 Uhr,
ertönt ein ſchriller Pfiff, der Zeltmeiſter leitet die Ar=
beit
wieder ein; ſo geht’s weiter. Gegen 5 Uhr iſt ſchon
alles fix und fertig aufgebaut. Es erſcheinen nun
mehrere Herren in Uniform und Zivil; der Geſchäfts=
führer
des Unternehmens empfängt dieſelben, es iſt
die zuſtändige Lokalkommiſſion, die die baupolizeiliche
Abnahme des Zirkus übernimmt, ob derſelbe auch den
an ihn geſtellten Vorſchriften entſpricht. Im Eingange
erfolgt eine kurze gegenſeitige Vorſtellung der Herren
mit dem Herrn Direktor Sidoli, und gleich darauf be=
ginnt
die Abnahme; nach 25 Minuten, nachdem alles in
tadelloſer Sicherheit vorgefunden iſt, erteilt die Kom=
miſſion
die Erlanbnis zum Spielen und zum Einlaß
des Publikums. Inzwiſchen iſt es dunkel geworden,
die Bogenlampen vor dem Zirkus und im Innenraum
lenchten auf, das Publikum erhält Einlaß in das ge=
räumige
Zirkuszelt, und nach kurzer Zeit kann man
nach den toſenden Beifallskundgebungen der Menge
ſchließen, daß die Zirkusvorſtellung begonnen hat.
O. E.
Vermiſchtes.
Eine Schönheitsärztin. Vor den Londoner Ge=
richten
gelangte vor kurzem ein Prozeß zur Entſcheidung,
der namentlich die Damenwelt lange Zeit in Aufregung
und Spannung verſetzte. Die Klägerin war eine Dame
aus der engliſchen Ariſtokratie, während die Beklagte, eine
Madame Lavie, ſich Schönheitsärztin nannte und ſich
als ſolche einer großen Praxis im reichen Weſten der eng=
liſchen
Metropole erfreute. Keine ſollte es wie ſie ver=
ſtehen
, das Geſicht von Runzeln und anderen Schönheits=
fehlern
zu befreien. Die Gerichtsverhandlung hatte eine
zahlreiche Schar von Zuhörerinnen herbeigelockt, die mit
dem größten Eifer ihrem intereſſanten Gang folgten. Die
Klägerin klagte gegen Madame Lavie auf Schadenerſatz.
Sie hatte auf der Naſe zwei unbedeutende Flecke gehabt,
von denen ſie befreit ſein wollte. Madame Lavie hatte
erklärt, daß ſich dies leicht machen laſſe, daß die Kur aber
50 Pfund Sterling koſte; billiger könne ſie die Behandlung
nicht übernehmen. Die Patientin ging hierauf ein. Dar=
auf
beſtrich die Künſtlerin ihr die Naſe mit einer Flüſſig=
keit
, die, wie ſie behauptete, eine erſtaunliche Wirkung habe.
Das ſtimmte auch. Denn die Naſe ſchwoll zu entſetzlichen
Dimenſionen an und wurde gleichzeitig feuerrot. Madame
Lavie erklärte, daß dies nichts zu ſagen habe, daß das
Rot bald ſchwinden würde. Auch darin hatte ſie recht.

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Das Unangenehme war aber nur, daß es ſich in lieſes
Schwarz verwandelte und daß dies ſich durch leine Kunſt
der Welt vertreiben ließ. Jedenfalls ſah die Naſe weit
ſchlimmer aus als vor Beginn der Behandlung. Deshalb
tlagte ihre Beſitzerin gegen die ſogenannte Aerztin auf
Schadenerſatz, und mit Erfolg. Denn der Richter verur=
teilte
Madame Lavie zur Zahlung einer Entſchädigung
von 500 Pfund Sterling 10000 Mark.
Wem gehört das Geld?
Anfragen ſind unter Beilegung von 50 Pfg. in Marken für Schrei
Portoſpefen und mit Angabe der voranſtehenden Nummer an die Reda
dieſes Blattes zur Weiterbeförderung, jedoch ohne Verbindlichkeit, zu
268. In der großen amerikaniſchen Erbſchaftsſache
Kron (vielleicht auch Krohn?). ſiehe Nr.
werden uns noch ſolgende Angaben
251
gemacht. Der Profeſſor Franzis Kron, der aus Deutſch=
land
ſtammt und deſſen Erben geſucht werden, war ver=
heiratet
mit einer Franzöſin Adele geborene Dela=
mouth
. Deren Bruder, ein Heury Delamouth, hat
ſeinerzeit die fraglichen 3000 Acker Land erworben und=
nach
Gold durchſucht. Er ſtarb vor ſeiner Schweſter=
und hinterließ dieſelbe als alleinige Erbin. Aus deren
Ehe mit Profeſſor Kron ſtammen zwei Töchter; Eliſa=
beth
Kron, dſe vor 8 Jahren unverheiratet ſtarb, und
Adelaide Kron, die, wie berichtet, im Dezember 1909
ebenfalls unverheiratet ſtarb, und zwar im Alter von=
70 Jahren. Der Profeſſor Kron wie auch ſeine Frau=
ſind
vor ihr geſtorben.
269. Unbekannt ſind die Erben eines ledig verſtor=
benen
Schneidermeiſters Chriſtian Friedr. Oelmann, aus
Stenn gebürtig. Der Vater war Johann Gottfried
Oelmann, 1843 in Stenn geſtorben, die Mutter eine=
Johanne Chriſtiane Oelmann geb. Böhm, ebenda 1877
geſtorben. Geſchwiſter oder Abkömmlinge von ſolchen
ſind nicht vorhanden. Somit ſind weitere Abkömmlinge
der Großeltern erbberechtigt. Dieſe waren väterlicher=
ſeits
Gottlieb Oelmann in Stangengrün und Roſine
geb. Gläſer, und mütterlicherſeits Johann Georg
Boehm, 1817 in Schönfels geſtorben, und Chriſtiane
Sophie geb. Müller, 1837 in Stenn geſtorben.
ſtammt von dieſen ab?
270. Für den Nachlaß einer im Ausland geſtor=
benen
Ida Glen geb. Wulf (oder Wolf?) werden die
Erben geſucht.
271. Als Erbe wird geſucht ein Alfred Michler,
Neffe eines Joſeph Ratter.
272. Im März 1910 ſtarb der Oberlandesgerichts=
rat
a. D. Geheimer Juſtizrat Johann Ludwig Stiefel.
Er iſt 1830 zu Bendorf a. Rhein geboren als Sohn
des Dr. Johann Ernſt Heinrich Stiefel und deſſen Ehe=
frau
Marie Karoline Juliane Stiefel geb. Hübner. Für
ſeinen Nachlaß werden Erbberechtigte geſucht.
273. Louiſe Sülau, aus Hamburg ſtammend, ver=
witwet
geweſene Waltern, jetzt wieder verheiratet an
einen Arbeiter unbekannten Namens, der mit ihr in
der Umgegend von Nürnberg oder auch von Erfurt
auf einem Gute wohnen ſoll, wird als Erbin geſucht.
274. Der in Neumarkt in Schleſien verſtorbene Dach=
deckermeiſter
Auguſt Pietſch hat in ſeinem Teſtament
eine Maria Wirth bedacht, die um das Jahr 1849 in
Schönau im Kreiſe Neumarkt in Schleſien geboren
wurde. Ihre gegenwärtige Adreſſe iſt gänzlich unbe=
kannt

275. In Oeſterreich ſtarb eine nach Budapeſt in Un=
garn
zuſtändige Privata Frau Emilie Bernatſche
ohne Hinterlaſſung einer letztwilligen Anordnung. Die
in Deutſchland befindlichen, noch unbekannten Erben
werden aufgefordert, ſich zu melden.
276. In Wien ſtarb im Januar der Verläufer
Heinrich Markwardt, der mutmaßlich nach Mainz
ſtändig iſt. Seine Erben ſind unbekannt.
277. Im Jahre 1905 ſtarb in Hamburg eine Al=
wine
Sophie Henriette Schartau, geboren daſelbſt 1843.
In ihrem Teſtament aus dem Jahre 1885 hat, ſie ihre
Tante Hanna Mathilde Antvinette Wieſe als Univer=
ſalerbin
eingeſetzt; dieſe Tante iſt aber ſchon 1868, alio
17 Jahre vor ihr, geſtorben! Das Teſtament iſt daher
gegenſtandslos und es tritt nunmehr geſetzliche Erb=
folge
ein. Nun iſt aber bisher ermittelt, daß Erben
1., 2. und 3. Ordnung jedenfalls nicht vorhanden ſind,
ſodaß nur Erben 4. Ordnung, d. h. Abkömmlinge der
Urgroßeltern, in Frage kommen. (1. Schartan
und geb. Wieſemeyer, 2. Becker und geb. Hillermann,
3. Wieſe und geb. Müller, 4. Dabelſtein und geb. Grie=
ben
.) Wer gehört zu dieſen Abkömmlingen?
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Seite 26.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Seite 29,

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Mitteln unstreitig den ersten Rang ein.
Es besitzt zwar nicht die Eigenschaft, an Stellen, wo
überhaupt keine Haarwurzeln vorhanden sind, Haare zu
erzeugen (denn ein solches Mittel gibt es nicht, wennschon
dies von manchen anderen Tinkturen in den Zeitungen
fälschlich behauptet wird) wohl aber stärkt es die Kopf-
haut
und die Haarwurzeln derartig, dass das Ausfallen des
Haares in kurzer Zeit aufhört und sich aus den Wurzeln,
so lange diese eben noch nicht abgestorben sind, neues
Haar entwickelt, wie dies bereits durch zahlreiche praktische
Versuche festgestellt ist.
Auf die Farbe des Haares hat dieses Mittel keinen
Einfluss, auch enthält es keinerlei der Gesundheit irgendwie
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.
Nummer 100.
Seite 30.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. April: dem Steinmetz Joſeph
Stahl, Alexanderſtr. 9, e. T. Karoline. Am 20.: dem
Gerichtsſchreibergehilfen Wilhelm Oſt, Inſelſtr. 21,
e. S. Wilhelm Ludwig. Am 21.: dem Lehrer Wilhelm
Fay, Ireneſtr. 11, e. S. Georg Otto. Am 25.: dem
Poſtillon Johann Kellner, Grafenſtr. 20, e. T. Paula
Elfriede Elſa. Am 26.: dem Diplom=Ingenieur Georg
Hinkel, Wilhelminenſtr. 17½, e. T. Berta Eliſabeth
Chriſtine. Dem Bücherreviſor Georg Bertele, Mühl=
ſtraße
66, e. S. Ludwig Ernſt. Am 21.: dem Elektro=
monteur
Phil. Schwinn, Kaupſtr. 45, e. S. Philipp.
Am 25.: dem Schmied Adam Wittersheim, Pankra=
tiusſtr
. 37, e. T. Roſa. Am 23.: dem Majoratsherrn
und Großh. Heſſ. Kammerherrn Ritter und Edler
Auguſt von Oetinger, Kranichſteiner Straße 61, e. T.
Eliſabeth Emma Anni Gabriele. Am 28.: dem Fabrik=
arbeiter
Heinrich Keßler, Lauteſchlägerſtr. 8, e. S.
Heinrich Karl. Am 27.: dem Friſeur Jakob Volk,
Langegaſſe 27, e. S. Heinrich Wilhelm. Dem Ingenieur
Robert Naville, Hügelſtr. 67, e. T. Hortenſe Olga.
Aufgebotene. Am 25. April: Fabrikarbeiter Wen=
delin
Eppel in Groß=Gerau mit Stepperin Emma
gerufen Eleonore Vock, Eliſabethenſtr. 49. Kaufmann
Friedrich Wilhelm Schiele in Frankfurt a. M. mit
Wilhelmina Karolina Rautenbuſch, Wienersſtr. 97.
Stein t Georg Schnauber, Heinheimerſtr. 90, mit
Schneiserin Margar. Ball, Kranichſteiner Straße 9.
Fabritarbeiter Wilhelm Eduard Böſche, Rhönring 9,
mit Katharina Marie Weber, ebendaſelbſt. Am 26.:
Landwirt Karl Ernſt Emil Blitz in Lengfeld mit
Anna Margar. Katharina Langheintz in Groß= Um=
ſtadt
. Weißbinder Johann Auguſt Ludwig Chriſt,
Langegaſſe 29, mit Laufmädchen Margar. Kunſt, eben=
daſelbſt
. Am 27.: Schreiner Konrad Göhrig, Kranich=
ſteiner
Straße 37, mit Dienſtmädchen Eliſabetha Seu=
bert
in Frankfurt a. M. Oberaſſiſtent bei der Großh.

Bürgermeiſterei Därmſtadt Eruſt Bohländer, Frau=
kenſteinſtraße
7, mit Erna Julie Kathinkn Saeng,
Kirchſtr. 20. Bureaugehilfe Georg Müller in Semd
mit Katharina Weiß in Wiebelsbach. Am 28.: Weiß=
binder
Heinrich Weber VII. in Ober=Ramſtadt mit
Dienſtmagd Roſina Lina Dürr, dahier. Sattler
Chriſtian Ritſert in Auerbach mit Eliſabetha Dehus
in Wilmshauſen.
Geſtorbene. Am 25. April: Luiſe Franziska Hei=
lig
, T. d. Wagenmeiſters, 3 J., ev., Taunusſtr. 51. Hof=
gartenarbeiter
i. P. Ph. Fdch. Riedel, 79 J., ev., Neue
Ireneſtr. 13. Poſamentiergehilfin Margar. Hörr,
53 J., ev., Kirchſtr. 4. Förſter i. P. Fdch. Wilh. Anſelm
Wolf, 90 J., ev., Wienersſtr. 44. Am 26.: Bureau=
beamter
i P. Ldg. Hch. Köbler, 84 J., ev., Dieburger
Straße 10. Lina Helene Sophie Scherer, T. d. Kauf=
manns
, 9 J., ev., Kranichſteiner Straße 52. Ph.
Schwinn, S. d. Elektromonteurs, 5 T., ev., Kaup=
ſtraße
45. Am 27.: Dienſtmagd Magar. Braun, 30 J.,
kath., Dieburger Straße 52. Schloſſer Gg. Hch. Kick,
50 J., ev., Kaupſtr. 5. Schreiner und Bauunternehmer
Peter Bayer, 41 J., ev., Nieder=Ramſtadt. Eliſ.
Dörr, v. B., 17 J., ev., Pfründnerhausſtr. 14. Am 28.:
Poſtverwalter i. P. Gg. Schmidt, 82 J., ev., Inſel=
ſtraße
32.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. April: dem Vizewachtmeiſtereim
Großh. Feld=Art.=Regt. Nr. 25 Friedrich Amandus
Clemens, Donnersbergring 32, e. S. Kurt Adolf.
Am 13.: dem Kutſcher Georg Ludwig Beutel, Neue
Niederſtr. 11, e. T. Berta Chriſtine. Am 21.: dem Bahn=
arbeiter
Philipp Weigand, Tannenſtr. 30, e. S.
Johann Wilhelm. Am 22.: dem Schriftſetzer Julius
Adolf Stutz, Heerdweg 10, e. S. Julius Adolf. Am
24.: dem Taglöhner Philipp Reimund, Beſſunger
Straße 88, e. S. Heinrich. Dem Vizewachtmeiſter
Friedrich Merſchroth, Donnersbergring 36, e. S.

Ernſt Friedrich. Am 23.: dem Küfer Jakob Löſch.
Sandbergſtr. 6, e. T. Lina Margareta. Am 25.: dem
Schreiner Adam Karg zu Sandbach i. Od., e. S
Heinrich.
Aufgebotene. Am 20. April: Hofgartenarbeiter
Ludwig Kraft, Neue Niederſtr. 5, mit Auguſte Eliſab
Lipp, Klappacherſtr. 78. Weißbinder Georg Friedrich
Vonderſchmidt, Forſtmeiſterſtr. 6, mit Emilie
Schnorr Tannenſtr. 27. Am 28.: Diplom=Ingenieur
Hauptlehrer a. d. Großh. Landesbangewerkſchule Rudolf
Georg Ernſt Blaum, Grünerweg 20, mit Paula
Elſaſſer, im Geiſenſee 11.
Eheſchließungen. Am 16. April: Schreiner Georg
Adam Kartſcher, Kiesbergſtr. 8, mit Katharina Witt
mann, Wingertsgäßchen 12. Proviantamtsarbeiter
Konrad Falter in Eberſtadt mit Friederike Berta=
Wedler, Beſſunger Straße 29. Am 23.: Sergeant
Heinrich Wendel Reuling, Beſſunger Weg 125, mit
Maria Eliſabethe Kramer, Hofgartenſtr. 7. Haus=
burſche
Franz Keil, Ahaſtr. 20, mit Marie Reimund
geb. Nungeſſer, Witwe, daſelbſt. Großh. Miniſterial=
regiſtrator
Karl Jockel, Mathildenſtr. 23, mit Maxgar.
Einſiedel zu Nauheim. Sergeant Eduard Wilhelm
Auguſt Oskar Pfeng, Beſſunger Weg 125, mit Marie
Seibel, Sandbergſtr. 67.
Geſtorbene. Am 15. April: Eliſabeth Arnold geb.
Rühl, Ehefrau des Schneidermeiſters, 55 J., ev., Heidel=
berger
Straße 115. Am 16.: Eliſabethe Waldſchmidt
geb. Braig, Witwe des Maſchinenarbeiters, 70 J., kath.
Weinbergſtr. 17. Am 12.: Suſanna Darmſtädter geb.
Schuchmann, Ehefrau des Kaufmanns, 26 J., ev., Heide
berger Straße 28. Am 25.: Katharina Eliſabethe Maria
Gompf, v. B., ledig, 18 J., ev., Heidelberger Straße
119. Am 24.: Hauptmann a. D. Heinrich von Ernſt,
59 J., kath., Mathildenſtr. 36. Margar. Leiſt geb.
Katzenmeier, Witwe des Taglöhners, 56 J., ev., Gadern=
heim
. Am 25.: Anna Marie Diehl, 5 Jahre, ev.
Dorothea Hindel geb. Kunz, Witwe de
Bäckermeiſters, 61 J., ev., Karlſtraße 52. Am 26s
Kutſcher Jakob Friedrich Bräuning, 43 J., ev.,
Waldſtraße 32.

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[ ][  ][ ]

Nummer 100.

Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Rogate, den 1. Mai 1910
Hofkirche: Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Mitt=
woch
, den 4. Mai, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Diehl.
Stadtkapelle: Vorm. um ½10 Uhr: Miſſionar Ruh=
land
. Kollekte für die Heidenmiſſion. Vorm. um
11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel. Nach=
mittags
um 6 Uhr: Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
1. Mai, vormittags ½9 Uhr: Chriſtenlehre für den Oſt=
bezirk
. Pfarrer Vogel. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre
für die konfirmierte Jugend des Kaplaneibezirks.
Pfarrer D. Diehl. Vorm. 11 Uhr: Chriſtenlehre
für den Südoſtbezirk. Pfarrer Kleberger.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. Vormittags
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt Vormit=
tags
9 Uhr: Chriſtenlehre für den Nordbezirk im
Gemeindehaus. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Kollekte für die Evangeliſchen im Aus=
land
. Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Widmann. Feier
des hl. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung von
½10 Uhr an in der Sakriſtei. Um ½12 Uhr: Kinder=
gottesdienſt
für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann.
Nachmittags um 2 Uhr: Chriſtenlehre für den Oſt bezirk
in der Kirche, für den Weſt bezirk im Gemeindehaus.
Eliſabethenſtiſt: Samstag, den 30. April, nachmittags
3 Uhr: Beichte. Sonntag, den 4. Mai, vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt mit Abendmahl. Pfarrer Deggau.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Profeſſor Weimar. Vormittags 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarrer Walz.
Pauluskirche: Vormittags 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Profeſſor Trümpert. Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Montag, den 2. Mai, nachmittags 5½ Uhr: Monats=
verſammlung
des Frauenvereins.
Lutheriſcher Hottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Rogate, den 1. Mai, nachmittags
um 5 Uhr, im Feierabend, Stiftſtraße 47: Pfarrer
Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 1. Mai,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Reiſe=
prediger
Schmid=Mannheim. Abends 8 Uhr: Blau=
kreuzverſammlung
. Donnerstag ( Himmelfahrts=
tag
), 5. Mai: Keine Verſammlung.
Hottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr. Donners=
tag
(Himmelfahrtstag), nachmittags 4 Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmit=
tags
4 Uhr: Predigt. Herzlich willkommen iſt jedermann.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 30. April, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
5. Sonntag nach Oſtern, den 1. Mai 1910
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe mit gemeinſchaftlicher Kom=
munion
für den Mädchen=Schutz=Verein und den Dienſt=
mädchen
=Verein. Um 7 Uhr: Austeilung der hl. Kom=
munion
. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt mit Predigt.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um
11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. Nachm. um 3 Uhr:
Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit Predigt und Pro=
zeſſion
. Montag, Dienstag. und Mittwoch, vorm. um
6 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Abends um
8 Uhr: Maiandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vor=
mittags
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Nachmittags um
4 Uhr: Vortrag und Verſammlung im Mädchenheim.
Um 6 Uhr: Andacht zu Ehren des hl. Geiſtes.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 30. April, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.

Sonntag, den 1. Mai 1910
Stiftungsfeſt des kathol. Männer= und
Arbeitervereins
Vorm. von ¾6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: hl. Meſſe

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.
mit Predigt. Um ½, 10 Uhr.= Hochamt mit Feſtpredigt. Arthur Phein S. Julius Jakob Arthur, geb. 7. März.

Nachmittags um 2 Uhr: Maiandacht mit Segen.
Dienstag um 6 Uhr: Maiandacht mit Segen.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
30. April, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
5. Sonntag nach Oſtern, den 1. Mai 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Herz Jeſu=Andacht.
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von
67 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 30. April, abends
um 5 Uhr: Beichte.
5. Sonntag nach Oſtern, den 1. Mai 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſten=
lehre
und Andacht. Während der Woche vorm. um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſladt: 5. Sonntag nach Oſtern, den
1. Mai, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.

The English Church (Hofkirche)
Divine Service
on Sunday, the ist of May 1910
at 4,00 p. m.
Reverend Canon MacLulich, Chaplain at Homburgv. d. H.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. April: Dem Bürodiener
Chriſtof Hartmann S. Heinrich, geb. 20. Februar=
17. April: Dem Taglöhner Adam Dölp T. Erna Käthe=
geb
. 6. März. 24. April: Dem Hilfsarbeiter Georg Fiſcher
T. Margarethe Marie, geb. 15. April. 26. April: Dem
Silberarbeiter Heinrich Lich T. Karoline Luiſe Katharine,
geb. 27. Januar: 27. April: Dem Fabrikarbeiter Joh.
Spieß S. Heinrich, geb. 16. April. 3. April: Dem
Maſchiniſt Otto Albert Auguſt Schubert S. Ernſt Otto
Jakob, geb. 9. März. Dem Elektromonteur Heinrich
Wilhelm Schmidt T. Katharina, geb. 2. Dezember 1909.
Dem Reichsbeamten i. P. Peter Anton Chriſtian Her=
mann
Otto Stockhauſen Zwillingstöchter Felicitas
Eleonore und Ingeborg. Liſelotte, geb. 24. Februar.
Dem Diener Jakob Meitzler T. Irmgard Frieda Marie,
geb. 19. März. 10. April: Dem Gaſtwirt Karl Egner T.
Frieda, geb. 22. März. 17. April: Dem Heizer Hermann
Hausmann S. Ernſt Wilhelm, geb. 9. April. Dem Buch=
bindermeiſter
Johann Herwig T. Marie, geb. 17. April.
Dem Fuhrmann Philipp Adam Heinrich Müller S.
Willi Heinrich. Dem Herrſchaftskutſcher Johannes Jank
S. Guſtav Edmund Heinz, geb. 6. November 1909.
23. April: Dem Dienſtmann Joſeph Neiſt S. Adolf,
geb. 4. April. 24. April: Dem Fabrikarbeiter Johannes
Stauder T. Charlotte, geb. 26. März. 17. April: Dem
Obſthändler Auguſt Döderlein T. Johanna, geb. 4. April.
Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Korb. S. Wilhelm, geb.
4. April. 22. April: Dem Dienſtmann Adam Vock S.
Julius, geb. 16. Februar. Dem Schloſſer Franz Recke T.
Helene Anna, geb. 17. März. Dem Taglöhner Friedrich
Wilhelm Zimmer S. Ernſt, geb. 24. Januar. 24. April:
Dem Kaufmann Johannes Hugenſchutz S. Johannes
Philipp, geb. 6. April. 26. April: Unehel. T. Anna Maria,
geb. 12. November. 27. April: Dem Hausvater Heinrich
Wilhelm Huhn S. Arthur, geb. 17. März. 24. April:
Dem Bildhauer Peter Germann S. Peter, geb. 19. März.
16. April: Dem Bahnwärter Johann Konrad Dörner
T. Anna Marie, geb. 2. April. 17. April: Dem Fabrik=
arbeiter
Johann Georg Adam Katzenmeier S. Ludwig
Wilhelm, geb. 19. Februar. Dem Redakteur Ludwig
von Touſſaint S. Karl, geb. 24. Januar.
Johannesgemeinde: 24. April: Dem Schloſſer
Ludwig Jockel T. Helene Mathilde, geb. 3. März.
Martinsgemeinde: 21. April: Dem Polierer
Friedrich Paul Grau T. Katharine Emma, geb. 1. Febr.
Dem Ingenieur Heinrich Franz Gregor Geßner S.
Heinrich Karl Wilhelm, geb. 20. März. 24. April: Dem
Veamten an der Rentenanſtalt Georg Philipp Jakob
Schuchmann T. Martha, geb. 7. Januar. Dem Fein=
mechaniker
Fritz Ferdinand Otto Lamprecht S. Willi
Eduard Georg, geb. 29. März. 25. April: Dem Fuhr=
mann
Georg Lautner S. Ludwig, geb. 21. März.
26. April: Dem Erdarbeiter Philipp Friedrich Lutz T.
Ottilie, geb. 27. Februar. 21. April: Erhard Willi Becker,
S. des verſtorbenen Regiſtrators Ehrhard Becker.
23. April: Dem Gärtner Johannes Reußler T. Elsbeth.
Sophie Wilhelmine, geb. 16. März. Dem Finanzaſpirant
Adolf Bauſcher S. Otto Heinrich, geb. 6. April. 24. April:
Dem Kaufmann Friedrich Johann Jakob Karl Wilhelm
Feix S. Friedrich Wilhelm, geb. 19. März. Dem Fuhr=
mann
Philipp Michael Krämer T. Anna Marie, geb.
5. April. 26. April: Dem Zimmermaler Julius Jakob

Seite 31,

Unehel. S. Ludwig, geb. 14. Auguſt 1909.
Petrusgemeinde: 12. April: Dem Schloſſer
Johann Heinrich Nöller T. Anna, geb. 4. Oktober.
24. April: Dem Bäckermeiſter Leonhard Heid T. Marg.,
geb. 21. Februar. Dem Buchbinder Johann Michael
Schock S. Hans Hermann, geb. 31. März. Dem Hand=
arbeiter
Johann Peter Müller T. Sophie Eliſabeth, geb.
20. Februar.
Paulusgemeinde: 24. April: Dem Telegraphen=
arbeiter
Karl Johann Creter S. Heinrich Valentin, geb.
22. September. Dem Maſchinenſchloſſer Johann Dieter
Georg Schäfer T. Kätchen Lina, geb. 4. April.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 20. April: Kaufmann Alexander
Friedrich, Robert in Limburg und Marie Katharine
Neiter, T. des Großh. Hofſilberverwalters Neiter dahier.
Stadtgemeinde: 14. April: Wagner Johann
Jakob Veith II. in Dornheim und Eva Eliſabetha
Altendorf. 31. März: Landwirt Georg Eck II. in Groß=
Zimmern und Margaretha Kreiſel. 2. April: Schloſſer
Kaſpar Fiſcher und Julie Babette Marie Hirder. Kauf=
mann
Jakob Steiner und Marie Helene Wilhelmine
Tandſy. 9. April: Kutſcher Georg Spuck und Eliſabethe
Pühler. 12. April: Kaufmann Karl Friedrich Nees und
Lydia Thekla Alma Rauſch. 16. April: Aſſiſtenzarzt
Dr. med. Theodor Hermann Georg Ludwig Wilhelm
Pöllot an der Augenklinik in Heidelberg und Eliſabeth
Bertha Louiſe Suſanna Hallwachs. 24. April: Grund=
buchs
=Zeichengehilfe Johann Georg Karl Gunder und
Margaretha Traſer. Arbeiter Adolf Heinrich Goll und
Friederike Johanna Ida Schippel. 10. April: Poſtaſſiſtent
Joſef May und Anna Heß, geb. Geiſt.
Johannesgemeinde: 23. April: Wirt Auguſt
Benz, Witwer und Marie Frank von hier. Schreiner
Karl Wieſenhütter und Emma Schmidt von hier.
Martinsgemeinde: 20. April: Kaufmann
Alexander Wilhelm Klein aus Limburg und Marie
Katharine, geb. Neiter hier. 23. April: Former Julius
Eckert und Margarethe Eliſabeth Ullmann, beide hier.
Dachdecker Georg Möſer und Sophie Koch, beide hier.
23. April: Briefträger zu Gadernheim Julius Götz und
Dorothea Vollrath.
Paulusgemeinde: 23. April: Miniſterial=
regiſtrator
Karl Jockel und Margarethe Einſiedel.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 8. April: Witwe Katharina
Nickel, geb. Kraft, 76 J., ſtarb 6. April. 16. April: Kauf=
mann
Karl Ritterhaus, 57 J., ſtarb 14. April. 19. April:
Anna Miſchlich, 1 J., ſtarb 18. April (eingeſegnet).
20. April: Lehrer Wilhelm Friedrich von Eich, Kreis
Worms, 64 J., ſtarb 18. April. 28. April: Margarethe
Hörr, ledig, 53 J., ſtarb 25. April. 8. April: Friſeur
Ernſt Auguſt Möller, 20 J., ſtarb 5. April. 13. April:
Charlotte Luiſe Henriette Bender, T. des zu Philippseich
verſtorbenen Pfarrers Karl Bender, 89 J., ſtarb 11. April.
18. April: Marie Hofmann, Ehefrau des Schmiede=
meiſters
Jakob. Hofmann, 66 J., ſtarb 16. April.
14. April: Annelieſe Netz, T. des Technikers Adolf Netz,
2 J., ſtarb 11. April zu Frankfurt a. M. Witwe Katharine
Heyl, geb. Petry, 64 J., ſtarb 12. April. 24. April:
Rentner Hermann Petſch, 80 J., ſtarb 22. April.
22. April: Schloſſer Bonifacius Bernhardt, 39 J., ſtarb
20. April. 23. April: Hofſäcklermeiſter Konrad Creter,
75 J., ſtarb 20. April. 12. April: Baurat i. P. Adalbert
Schneller, 68 J., ſtarb 10. April. 22. April: Charlotte
Hahn, geb. Guntrum, 52 J., ſtarb 20. April. 27. April:
Großherzogl. Förſter i. P. Friedrich Wilhelm Anſelm
Wolf, ſtarb 25. April.
Johannesgemeinde: 26. April: Schuhmacher
Johannes Luft, 57 J., ſtarb 23. April.
Martinsgemeinde: 22. April: Steinſetzer Karl
Martin Treß, 70 J., ſtarb 20. April. 26. April: Anna
Hartmann, T. des Fabrikarbeiters Peter Hartmann,
6½ J., ſtarb 22. April. 27. April: Hofgartenarbeiter i. P.
Friedrich Philipp Riedel, 80 J., ſtarb 25. April. 22. April:
Privatier Chriſtian Diez, 70 J., ſtarb 19. April.
Petrusgemeinde: 7. März: Stadttaglöhner
Guſtav Adolf Riſt, ſtarb 5. April. Kätha Gompf, T. des
Buchführers Johannes Gompf, 18 J. 8 Mon., ſtarb
25. April. 28. April: Anna Diehl, 5½ J., ſtarb 28. April.
Paulusgemeinde: 24. April: Großh. Amts=
richter
i. P. Ludwig Pfeiffer, 39 J., ſtarb 22. April in
Schömberg im Schwarzwald. 26. April: Margarethe Leiſt,
geb. Katzenmeyer, Witwe, des Arbeiters Adam Leiſt aus
Gedernheim, ſtarb 24. April.
Beerdigte aus Anſtalten:
21. April: Bahnarbeiter Heinrich Henzel von Kranichſtein,
28 J., ſtarb 18. April.

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Nummer 100.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 30. April 1910.

Seite 35.

Me
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Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.
Zweifacher Kampf. Ueber und auf der Erde. Die
Zerſtörung des Zeppelin II‟. Vor der Eröffnung
unſerer Großen Kunſt=Ausſtellung. Oppoſition!
Ein Wiedererweckter. Die Werke Ferdinand Kobells
im Künſtlerheim. Der Ankauf unſeres Opernhauſes.
Eine gute Idee. Aus früherer Zeit. Die Auf=
nahme
der Indianeroper Pola.
Kampf in den Lüften und Kampf auf
der Erde! Nur daß die Elemente, wie wir es bei der
Zerſtörung des Zeppelin II nahe Weilburg erfahren,
meiſt raſcher und energiſcher vorgehen als die Men=
ſchen
, wie es die jüngſten politiſchen Fehden in unſeren
Parlamenten bewieſen. Die Vernichtung des ſtolzen
Lüftſchiffes hat hier großes Bedauern erweckt, das frei=
lich
nicht zu vergleichen iſt mit jener tiefen, ganz per=
ſönlichen
Teilnahme, die man ſeinerzeit gelegentlich des
Echterdinger Uvglücks für den Grafen Zeppelin und
ſein Werk empfunden. Damals war’s wie eine natio=
nale
Trauer über uns gekommen, heute fehlt’s nicht
an Stimmen, die behaupten, daß diesmal beim Lan=
den
und Verankern des gewaltigen Durchſeglers der
Wolken Fehler gemacht ſeien, die man hätte vermeiden
können. Hoffentlich zieht man gute Lehren aus dem
Unfall, denn gerad weil wir ſo ſtolz ſind auf den hohen
Stand unſerer Luftſchiffahrt und unſere Erfölge im
internationalen Wettbewerb, ſind wir beſto empfind=
licher
über die Schlappen, die wir auf dieſem Gebiet
erleiden. Ach, wir wünſchten, daß wir uns ſolche Emp=
findlichkeit
auch für politiſche Dinge bewahrt hätten,
die iſt uns aber ſchon längſt verloren gegangen. Der
Wiederbringer dürfte einer hohen Belohnung ſicher
ſein!
Wie immer, geht’s nicht ohne Empfindlichkeit bei
den Eröffnungs=Präludien unſerer Großen Kunſt=
Ausſtellung ab, deren Tore ſich am Samstag
einem geladenen Publikum auftun werden. Allerhand
Froſchmäuſekrieg wird jetzt ſchon in den Blättern aus=
gefochten
, ob der Rückſichtsloſigkeit und des Unverſtänd=
niſſes
der Jury. Mit ſichtbarer Freude traten einzelne
Künſtler die be.. rühmte Flucht in die Oeffentlichkeit
an, iſt’s doch die heißerwünſchte Gelegenheit, ſich ge=
nannt
und beachtet zu ſehen, für manche der Herren
zum erſten und letzten Male. Und alles Geſchrei hilft
recht wenig, denn was einmal in die Leichenkammer
der Ausſtellung geſchafft worden, in einen jener viel=
umfaſſenden
dunklen Stadtbahnbögen, feiert ſelten ein
rühmliches Auferſtehen. Selbſt in den Kreiſen der
Sezeſſion, deren Aufnahme=Kommiſſion man wahr=
lich
keinerlei Engherzigkeit vorwerfen kann, rumort
es voll lärmenden Unwillens. Die dort Zurückgewie=
ſenen
haben ſich zu einem Verband Neue Sezeſſion

1910 zuſammengetan und wollen eine Ausſtellung
von Zurückgewieſenen der Sezeſſion veranſtalten. Das
kann luſtig werden!
Im Gegenſatz zu einer gewiſſen aufdringlichen
modernen Kunſt berührt die beſcheidene und zurückhal=
tende
eines Meiſters aus der zweiten Hälfte des vor=
vergangenen
Jahrhunderts, Ferdinand Kobells,
außerordentlich ſympathiſch. Im Heim des Vereins
Berliner Künſtler iſt gegenwärtig eine beträchtliche
Zahl von Werken des Genannten ausgeſtellt, der lange
zu den Verſchollenen gehört, bis er jetzt wieder von
überzeugten Apoſteln aus dem Dunkel der Vergeſſen=
heit
gezogen ward. Kann man nun auch nicht in das
laute Hallelujah jener übereifrigen Bewunderer des
Künſtlers, den ſie zu einem der Größten des letzten
Säkulums ſtempeln möchten, einſtimmen, ſo darf man
ſich doch ehrlich freuen über die Wiedererweckung. Ein
liebenswürdiges, kerndeutſches Können und ernſtes,
nach innerer Vollendung zielendes Streben zeigt ſich
in den meiſten dieſer überwiegend dunkel gehaltenen
Landſchaften, die vielfach in Ton und Stimmung an
die beſten holländiſchen Vorbilder gemahnen. Mit freu=
digem
Sinn iſt ſtets die Natur erfaßt, mit liebevoller
Vertiefung, gelegentlich mit einem Zug ins Heroiſche.
Wie ernſt es Kobell, der in Mannheim gewirkt und
deſſen Werke dort ſo lange in der Verborgenheit ge=
ſchlummert
, mit ſeiner Kunſt gemeint, zeigen ſeine
Skizzenbücher mit einer Fülle ſcharfer und charakte=
riſtiſcher
Studien, dasſelbe Motiv immer wieder und
wieder behandelnd, in verſchiedenſter Auffaſſung, bis
das Bildmäßige erreicht ward.
Zu ſolcher Gründlichkeit nehmen ſich die wenigſten
unſerer heutigen Künſtler Zeit. Alles, nicht nur auf
künſtleriſchem Felde, ſoll ſchnell gehen, von heut’ auf
morgen. Iſt man doch ſchon an einzelnen Stellen recht
ungeduldig geworden, daß die gerad’ erſt angeknüpften
Verhandlungen zwiſchen den Vertretern der Krone und
des Finanzminiſteriums einer= wie jenen unſeres
Magiſtrats andererſeits bezüglich des Ankaufs
unſeres Königlichen Opernhauſes für
die Stadt noch zu keinem Ergebnis geführt. Schon
vor einigen Jahren tauchte der Plan auf, das Opern=
haus
in ſtädtiſchen Beſitz übergehen zu laſſen, um Ver=
wendung
bei feſtlichen und repräſentativen Zwecken zu
finden, da derartigen Anſprüchen unſer Rathaus bei
weitem nicht mehr genügt. Die Idee fand damals in
unſeren Bürgerkreiſen eine ſehr beifällige Aufnahme,
wie auch jetzt wieder, wo neue und eingehende Berat=
ungen
ſtattgefunden und fortgeſetzt ſtattfinden. Ver=
langt
wird ein Preis von zirka 6 Millionen Mark, der,
nur wenn man den Grundſtückwert in Betracht zieht,
nicht zu hoch iſt. Kommt die Sache zum Abſchluß, ſo
iſt beiden Teilen gedient: der Krone und dem Staat,
welche die Summe für den Ban der neuen Oper ver=
wenden
und die jetzt geplanten Umbaukoſten von einer
Million Mark ſparen können, dann der Stadt, die ein
geſchichtlich denkwürdiges Haus erwirbt, das es ausge=
zeichnet
verwerten kann.
Auf dieſe Weiſe würde uns auch der Bau als ſolcher
erhalten bleiben, was ſonſt fraglich wäre, da, nach Fer=
tigſtellung
der neuen Oper, die Krone kaum in der
Lage ſein dürfte, die Koſten für zwei derartige Theater
zu decken. Und private Erwerber etwa eine unſerer
großen Banken kümmerten ſich gewiß wenig um
hiſtoriſche Ueberlieferungen und um das maleriſche
Bild der Linden‟ Denn ſtammt das gegenwärtige
Opernhaus auch nicht mehr aus der Zeit des Alten
Fritz, ſo ward es doch nach dem im Auguſt 1843 ſtatt=
gefundenen
Brande, dem die bauliche Schöpfung
Friedrichs des Großen zum Opfer gefallen, in ſeinem
Aeußeren genau ſo wieder errichtet, wie es dereinſt der
große König veranlaßt hatte.
Jener erſte Ban des Opernhauſes iſt
eng verknüpft mit der Epoche des kühnen Aufſchwungs,

die damals für Preußen und für Berlin angebrochen
war; große unvergeßliche Taten wurden eingeleitet und
begangen, und während ſich der Kriegsruhm an die
Herrſcherbahn des jungen Königs heftete, ſtrebte er zu=
gleich
nach den Lorbeeren des Friedens. Aus dem böh=
miſchen
Feldlager ließ er die Gelder für den Bau des
Opernhauſes anweiſen, und dieſer wurde nach den
Plänen des Freiherrn v. Knobelsdorff trotz der Kriegs=
ereigniſſe
ſo ſchnell gefördert, daß die feierliche Ein=
weihung
bereits am 7. Dezember 1742 begangen wer=
den
konnte. Sehr feſtlich ſah das Haus allerdings noch
nicht aus, Baumaterialien lagen in der nächſten Um=
gebung
wüſt umher, die Treppe und Treppenlaube
waren noch gar nicht angefangen, und um das ganze
Opernhaus erhoben ſich noch die Baugerüſte, ſo daß das
Hofmarſchallamt Plakate hatte anſchlagen laſſen, nach
welchen den Beſuchern, ſowie deren Bedienten allen
Ernſtes anbefohlen, ſich wegen der noch darum ſtehenden
hölzernen Gerüſte und daher zu beſorgenden Feuer=
Schadens keineswegs mit brennenden Fackeln gedachtem
Opernhauſe zu nähern, viel weniger aber mit ihnen
in dasſelbe zu gehen, oder mit Kohlen angefüllte
Feuer=Stübgens, oder andere dergleichen Feuer fan=
gende
Sachen auf einige Art in ſelbiges zu bringen,
widrigenfalls ſolche, nebſt Abnehmung der Fackel, ſofort
in Arreſt gebracht zu werden, und einer nachdrücklichen
Beahndung zu gewärtigen haben Trotz der Unfertig=
keit
des Baues, die ſoweit ging, daß die noch nlcht
vollendete Decke mit einer zeltartigen Verhüllung ver=
ſehen
war und in den Logen ſtatt der Seſſel rohge=
zimmerte
Bänke ſtanden, wurde die Einweihung mit
großem Pomp vollzogen: Friedrich, von einem Tuſch
der in den äußerſten Logen des dritten Ranges aufge=
ſtellten
Trompeter und Panker der Gardedukorps und
des Regiments Gensd’armes begrüßt, nahm mit den
Mitgliedern des Hofes auf den Seſſeln der erſten Par=
kettreihen
Platz, die übrigen Perſonen im Parterre
mußten der Vorſtellung ſtehend beiwohnen, in den
Parterrelogen ſaßen die in Berlin anweſenden Frem=
den
, denen königliche Hoffuriere die Billetts zugeſtellt
hatten, denn ein Eintrittsgeld wurde nicht erhoben.
Ein Eintrittsgeld wurde nicht erhoben! Was waren
das für ideale Zeiten wenigſtens in dieſer Be=
ziehung
! Vor kurzem ward ſogar im Abgeordneten=
hauſe
von der Rednertribüne geklagt, daß die Preiſe in
unſerer Königlichen Oper viel zu hoch ſeien und daß
man nicht einmal für dieſen hohen Betrag Billetts er=
halten
könne oder doch nur nach Ueberwindung erheb=
licher
Schwierigkeiten. Na, bei den Wiederholungen
der Oper Pola ſtimmt das nicht, da kann man die
Karten ohne Mühe zu Dutzenden noch an der Abend=
kaſſe
bekommen. Auf welche Weiſe, durch welche Ver=
mittelung
oder welchen Einfluß mag dieſe Dilettanten=
leiſtung
zweier Amerikaner, des Komponiſten
Arthur Nevin und des Dichters R. Hartley,
an dieſe bevorzugte Stelle gelangt ſein? Eine vorher
geheimnisvoll angekündigte Indianeroper Text und
Melodien ſollen muſikaliſchen und ſagenhaften Ueber=
lieferungen
eines Eingeborenenſtammes im Weſten der
Vereinigten Staaten entnommen ſein wurde mit
beſten Kräften beſetzt, geſchickt inſzeniert und von Dr.
Muck an der Spitze des ſorgſam geſchulten Orcheſters
geleitet und erlebte einen Durchfall, wie er an
der Stätte der Wohlgeſittetheit noch gar nicht dageweſen.
Ein Teil des Publikums, herausgefordert durch den
demonſtrativen Beifall der zahlreichen amerikaniſchen
Beſucher und Beſucherinnen, tobte und johlte ſich aus
ſeinerſeits muſikaliſche‟ Talente entwickelnd, die auf
indianiſche Inſtinkte zurückzuführen zu ſein ſcheinen.
Iſt dies Benehmen auch durchaus zu verurteilen, ſo
mag es für die Verantwortlichen eine Lehre ſein, dem
geduldigſten aller Publikümmer nicht zuviel zuzu=
muten
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