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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
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werden angenommen in Darmſtadt.
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ſowie von unſeren Agenturen und
den Annonen=Expeditionen, — Bet
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
X 90.
Dienstag, den 19. April.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Der deutſche Aerztetag und die
Reichs=
verſicherungsordnung.
** Unter überaus zahlreicher Beteiligung trat, wie
ſchon kurz gemeldet, am Sonntag in Berlin ein
außer=
ordentlicher Deutſcher Aerztetag zuſammen,
um zu dem Entwurfe einer
Reichsverſicherungs=
ord nung nochmals Stellung zu nehmen. Es waren
350 ärztliche Vereine durch 491 Delegierte mit 23 710
Stim=
men vertreten. Dr. Streffer=Leipzig referierte über
den neuen Entwurf einer Reichsverſicherungsordnung.
Hierzu lag folgender Antrag des
Geſchäftsausſchuſ=
ſes vor:
„Der am 17. April in Berlin verſammelte
außer=
ordentliche Deutſche Aerztetag ſtellt feſt, daß der dem
Reichstag vorgelegte Entwurf einer
Reichsverſicherungs=
ordnung in ſeinen Beſtimmungen über die Ordnung des
kaſſenärztlichen Dienſtes die ſeit langen Jahren immer
wieder einmütig erhobenen Forderungen der im Deutſchen
Aerztevereinsbunde organiſierten 24000 Arezte
unberück=
ſichtigt läßt. Er erkennt in der geplanten Errichtung
ge=
trennter Vertragsausſchüſſe für jedes kaſſenärztliche Syſtem
die Gefahr, daß in die Einigkeit der Aerzteſchaft Breſche
gelegt, die ärztliche Organiſation ausgeſchaltet und
ver=
nichtet wird und ſo die Aerzte wehrlos gemacht und der
unbeſchränkten Herrſchaft der Kaſſenvorſtände ausgeliefert
werden. Eine Ordnung der Arztfrage, die ſelbſtſüchtigen
Sonderbündlern ihre Fürſorge zuwendet und ſogar
Wort=
brüchige den vom Staate eingeſetzten Ehrengerichten
ent=
zieht, dafür aber das jedem freien Berufe zuſtehende
Koa=
litionsrecht beſeitigt, lehnt der Aerztetag entſchieden ab.
Eine ſolche Ordnung iſt nicht geeignet, den von allen Seiten
und nicht zuletzt von der deutſchen Aerzteſchaft im Intereſſe
aller ſozialen Fürſorgeeinrichtungen als unbedingt
not=
wendig erkannten Frieden zwiſchen Aerzten und
Kranken=
kaſſen herbeizuführen, ſondern nur allzu ſehr dazu
ange=
tan, den Krieg zwiſchen Kaſſen und Aerzten zu verſchärfen
und zu verewigen und dazu noch Kampf und Streit der
Aerzte untereinander zu entfachen. Immer und immer
wieder hat der Deutſche Aerztetag ſeine maßvollen und
gut durchführbaren Forderungen einmütig aufgeſtellt. Sie
ſind ein untrennbares Ganzes und müſſen es bleiben.
Immer und immer wieder hat der Deutſche Aerztetag
ge=
zeigt, wie leicht man durch ihre Erfüllung im Rahmen des
Geſetzes eine glückliche Löſung der Kaſſenarztfrage und
dauernden Frieden zwiſchen Aerzten und
Verſicherungs=
trägern herbeiführen kann. Er will auch lis in die letzte
Stunde an dem Verſuche einer friedlichen Regelung
feſt=
halten und beauftragt deshalb ſeinen Geſchäftsausſchuß,
dem Reichstage ſofort die von ihm als unbedingt
not=
wendig erkannten Abänderungen des Entwurfes mit
Be=
gründung zur Berückſichtigung zu unterbreiten; und er
er=
wartet, daß die Geſetzgebung, nachdem ſie den Aerzteſtand
mit ſeinen Berufsnotwendigkeiten ſeit Beginn der ſozialen
Geſetzgebung als unbeachtlich beiſeite gelaſſen hat,
nun=
mehr endlich ſeinen Forderungen die geſetzliche
Anerken=
nug verſchafft. Der Deutſche Aerztevereinsbund erklärt
nochmals feierlich, daß er jedem Verſuche, die Einigkeit der
Aerzte zu untergraben, ihre Koalitionsfreiheit anzutaſten
und Schutzmaßregeln für Schädlinge des Standes zu
tref=
fen, den äußerſten Widerſtand entgegenſetzen wird. Leiden
dann Sozialverſicherung und Verſicherte Not, fällt allein
der Geſetzgebung die Verantwortung dafür zu. So ruft
heute in der Stunde der Not und Gefahr der Deutſche
Aerztetag von neuem die Aerzteſchaft auf, in feſtem
Zu=
ſammenſchluß die Waffen der Selbſthilbe bereit zu halten,
und er beauſtragt ſeine wirtſchaftliche Abteilung, den
Leipziger Verband, diejenigen Maßnahmen ſchleunigſt zu
ergreifen und durchzuführen, die dem ärztlichen Stande die
Freiheit ſeiner Berufsübung auf jeden Fall zu
gewähr=
leiſten und die ihm gebührende Stellung den Krankenkaſſen
gegenüber zu ſichern geeignet ſind.”
Der Referent Dr. Streffer konſtatierte, daß über
den Entwurf keine allgemeine Freude aufkomme, und
führte weiter aus: Wundernehmen kann das nicht, denn er
trägt in den entſcheidenden Punkten die Weſenszüge ſeiner
vielbekämpften Vorgänger. Von vornherein iſt gegenüber
allen Deutungen feierlich zu erklären, daß unſere
Lübecker Beſchlüſſe in ihrer Geſamtheit, und ſie
ausſchließlich, die Grundlage unſerer Forderungen bilden.
Mit Teilzahlungen können wir uns nicht zufrieden geben.
Die Lübecker Beſchlüſſe ſtellen das Mindeſtmaß deſſen dar,
was unſer Beruf notwendig erheiſcht. Nur mit
Beküm=
mernis können wir feſtſtellen, daß auch der zweite
Ent=
wurf trotz mancher Anläufe ſich nicht frei macht von
Miß=
trauen gegen einen Stand, das dieſer durch ſeine Leiſtungen
nicht verdient zu haben glaubt. Wir können unſere
Lübecker Forderungen nicht aufgeben, ſolange wir
uns nicht ſelbſt aufgeben wollen. Die Zulaſſung jedes
Arztes zur Krankenkaſſentätigkeit muß die Regel ſein.
Nie=
mals iſt man gegen die Angehörigen eines freien Berufes
ſo rückſichtslos vorgegangen, wie der Entwurf in dieſer
Frage. Die von uns vorgeſchlagenen Abänderungen des
Entwurfes enthalten jede erdenkliche Sicherung aller Be=
teiligten. Wir wollen nicht angewieſen ſein auf das
Wohl=
wollen der Behörden, die ſich durch Verſtändnis für unſere
Lebensbedingungen unſer Vertrauen in nur ſehr geringem
Umfange erworben haben. Unſere Einigkeit gibt uns die
Zuverſicht, daß es uns gelingen wird, wenn es ſein muß,
auch im erbittertſten Kampfe, für die geſamte Aerzteſchaft
cin Gebäude aufzuführen, in dem ſie ſich wohlfühlen wird.
Daher lehnen wir alle Beſtimmungen, nach
de=
nen die Verwaltungsbehörden aus dem Geſetze machen
können, was ſie wollen, mit Entſchiedenheit ab.
Solchem Vorgehen gegenüber befindet ſich die Aerzteſchaft
in der Notwehr. Die Angriffe auf unſere Organiſation
bedeuten eine Gefährdung des Friedens zwiſchen Kaſſen
und Aerzten, den wir erſtreben zum Heile des Vaterlandes.
Möge eine gerechte Geſetzgebung uns hierin unterſtützen,
möge ſie durchdringen zu dem klaren Verſtändnis eines
freien akademiſchen Berufes, der ſeine Intereſſen vertreten
muß kraft ſeiner ſittlichen Würde. In der folgenden
Dis=
kuſſion wurde den Ausführungen des Redners allgemein
zugeſtimmt. Schließlich wurde die oben mitgeteilte
Reſo=
lution mit allen gegen drei Stimmen
angenom=
men und hierauf der Aerztetag geſchloſſen.
Materialſperre und Arbeitskampf.
Während auf der einen Seite die ſogenannten
friedlichen Lohnbewegungen immer mehr zunehmen,
Lohn=
bewegungen, bei denen es gelingt, in den
Intereſſengegen=
ſätzen von Arbeitgebern und Arbeitern ohne
Arbeitsnie=
derlegung einen Ausgleich zu finden, zeigen doch auch oft
die ausbrechenden Arbeitskämpfe gegen früher eine viel
größere Schärfe. Das liegt in der Hauptſache daran, daß
jetzt bei den Arbeitskämpfen oft Fragen von prinzipieller
Bedeutung entſchieden werden und auch daran, daß jetzt
in die Arbeitskämpfe viel größere Maſſen von Arbeitgebern
und Arbeitern einbezogen werden. Es werden nicht nur
ſchärfere Mittel angewandt, ſondern auch ganz neue. Ein
derartiges neues Mittel iſt die Materialſperre. Bei einem
Arbeitskampf müſſen ſich die Lieferanten verpflichten, nicht
an ſolche Unternehmer zu liefern, die ſich mit ihren
Ar=
beitern geeinigt haben, die alſo ihre Betriebe nicht
ſtill=
ſtehen laſſen wollen. Dadurch werden auch Unternehmer
und Arbeiter in die Arbeitskämpfe hineingezogen, die ſich
freiwillig nicht daran beteiligen wollen. Dieſe Methode
der Beeinfluſſung der Arbeitskämpfe wird ſeit vier bis
fünf Jahren verſucht. Beſonders traten die Beſtrebungen
auf Sperrung des Materials beim Berliner Bäckerſtreik
im Jahre 1907 hervor. Damals kam in Berlin ein
Be=
ſchluß zuſtande, wonach den Bäckermeiſtern, die die
For=
derungen der Geſellen anerkannt hatten, die Lieferung von
Hefe verweigert wurde und es entſtand bei den nicht vom
Streik betroffenen Berliner Bäckermeiſtern auch wirklich
ein ſolcher Mangel an Hefe, daß bei ihnen die beliebteſten
Sorten des Weißbrotes nicht gebacken werden könnten. Auch
eine Mehlſperre war eingeleitet worden. Ebenſo hatten
die Berliner Bauunternehmer ſchon beim letzten
Arbeits=
kampf durchgeſetzt, daß den Unternehmern, die ſich nicht
an der Ausſperrung beteiligten, die Lieferung von Mörtel
unterbunden wurde.
Diesmal aber wollen die an den Ausſperrungen
be=
teiligten Baunternehmer die Materialſperre in viel
grö=
ßerem Umfange durchführen. Ueberall, wo die
Ausſper=
rung durchgeführt iſt, ſollen die Lieferanten bei
Boykott=
androhungen für ſpätere Zeiten gezwungen werden, die
Lieferung von Baumaterialien jeder Art an ſolche
Unter=
nehmer einzuſtellen, die ſich nicht an der Ausſperrung
be=
teiligen. Dadurch aber wird der Arbeitskampf im
Bau=
gewerbe zu einer noch größeren wirtſchaftlichen
Kalami=
tät als er es jetzt ſchon iſt.
Rooſevelt und die Politik.
— Von beſtunterrichteter Seite wird zur vorgeſtrigen
Unterredung Rooſevelts mit dem öſterreichiſchen
Miniſter des Aeußern Grafen Aehrenthal und zu
ſei=
ner Audienz beim Kaiſer Franz Joſef beſtätigt, daß
die Reiſe Rooſevelts politiſche Zwecke verfolge und die
Baſis für eine neue Präſidentſchaft bilden ſoll.
Unmittel=
bar nach der fünfviertelſtündigen Beſprechung, die
Rooſe=
velt mit dem Grafen Aehrenthal hatte, wurde dieſer in
einer gleichfalls fünfviertel Stunden währenden
Audienz vom Kaiſer Franz Joſef empfangen. Es
iſt bekannt, daß der Kaiſer hierauf mit Rooſevelt in
ſei=
nem Arbeitszimmer eine Unterredung hatte, die mehr
als eine halbe Stunde währte. Dieſe drei Unterredungen
ſtehen, wie der Korreſpondent des „Berl. Lok.=Anz.”
1910.
hört, in einem urſächlichen Zuſammenhang. Man muß,
um die Rolle zu begreifen, die Rooſevelt nunmehr zu
ſpielen gedenkt, an ſeine Mitwirkung beim Friedensſchluß
in Portsmouth erinnern. Damals hatte auch Kaiſer
Franz Joſef, was bisher nicht bekannt war, ſich um den
Abſchluß des Friedens bemüht, und auf Veranlaſſung
Rooſevelts wurde dem Kaiſer von Oeſterreich nach
dem Zuſtandekommen des Friedens von beiden Seiten
eine Dankdepeſche geſandt. Dieſe beſondere Stellung
Rooſevelts zum öſterreichiſchen Hofe ſcheint ihm die
Mög=
lichkeit geboten zu haben, als Privatmann gewiſſe heikle
Fragen internationaler Art zur Diskuſſion zu ſtellen, an
die er als aktiver Präſident der Vereinigten Staaten nicht
hätte rühren können. Rooſevelt ſoll ſeine Unterredung mit
Graf Aehrenthal benutzt haben, um wegen ſeiner
Pläne, ſowohl in der Friedensfrage, wie in der Frage der
Abrüſtung und Einführung von Schiedsgerichten bei
Strei=
tigkeiten zwiſchen zwei Staaten mit den maßgebenden
Perſönlichkeiten Fühlung zu nehmen und deren Meinung
über eine internationale Aktion in dieſem Sinne kennen
zu lernen.
Aus Wien wird weiter gemeldet: „Während des Diners,
das der neue amerikaniſche Botſchafter in Wien zu Ehren
Rooſevelts im Hotel Briſtol gab, fiel es auf, daß
Rooſe=
velt weggerufen wurde und er dreiviertel Stunden vom
Diner wegblieb. Der Sachverhalt iſt folgender: Der
päpſtliche Nuntius, Monſignore Granito die
Bel=
monte hatte bereits den ganzen Vormittag und Mittag
Verſuche gemacht, Rooſevelt zu treffen. Endlich ließ er
ſich im Hotel Briſtol Rooſevelt vom Diner herausrufen.
Rooſevelt zog ſich mit dem päpſtlichen Nuntius auf etwa
eine halbe Stunde zum Geſpräch zurück. Die Beſprechung
nahm, wie aus Aeußerungen der beiden nach der
Unter=
redung hervorging, einen befriedigenden Verlauf. Der
Nuntius führte den Zwiſchenfall auf ein bedauerliches
Mißverſtändnis zurück und verließ Rooſevelt mit dem
Eindruck: daß der Vorfall aus der Welt geſchafft ſei.‟
Dem=
gegenüber meldet die „Agenzia Stefani” aus Rom: Ueber
den Beſuch des Wiener apoſtoliſchen Nuntius
bei Rooſevelt wird von zuſtändiger Seite im Vatikan
er=
klärt, daß der Nuntius keime Inſtruktionen vom
Päpſtlichen Stuhl eingeholt und dieſer auch keine
erteilt habe. Daher entbehrt nicht nur die Annahme, daß
der Nuntius dem früheren Präſidenten Rooſevelt irgend
welche Mitteilung gemacht habe, der Begründung,
ſon=
dern der Beſuch ſelbſt kann ebenfalls keinerlei für den
Päpſtlichen Stuhl in Betracht kommende Bedeutung
be=
ſitzen. — Jedenfalls aber hat der Beſuch ſtattgefunden.
Europäerhetze in China.
* Die engliſche Morgenpreſſe redet ſehr beſorgt von
den Unruhen in Tſchangſcha, der Hauptſtadt
von Hunan, und vergleicht ſie mit dem Beginn der Boxer=
Revolution von 1900. Tſchangſcha iſt eine Stadt von etwa
300000 Einwohnern und liegt an der projektierten
Kan=
ton-Hankau=Bahn, um deren Bau ſich bekanntlich ſeit
vielen Monaten deutſche, franzöſiſche, engliſche und
ame=
rikaniſche Finanzgruppen ſtreiten. In der Provinz Hunan
befinden ſich etwa 18 proteſtantiſche Miſſionen,
zumeiſt ſind es Amerikaner und Engländer, die hier das
Evangelium zu verbreiten ſuchen, und ihre Zahl ſoll
mehr als 50 betragen.
Das Reuterſche Bureau meldet aus Tſchangſcha: Der
Gouverneur und ſein Sohn wurden getötet; der Yemen
iſt zerſtört worden. 24000 Plünderer ſuchen die Stadt
heim, die in Brand ſteht. Die norwegiſche und die
katho=
liſche Miſſion ſind verbrannt, die übrigen zerſtört. Eine
allgemeine Vernichtung fremden
Eigen=
tums, darunter des japaniſchen Konſulates, folgt. Eine
zur Nachtzeit ohne Lichter fahrende Dſchunke wurde von
dem nach Tſchangſcha eilenden engliſchen Kanonenboot
„Thiſtle” überrannt. Drei deutſche Miſſionare ſollen ſich
an Bord befunden haben und ertrunken ſein. Man weiß
indeſſen nur von acht Deutſchen, die ſich in Tſchangſcha
be=
funden haben und die alle in Sicherheit ſein ſollen.
Spä=
tere Berichte beſagen, daß drei Amerikaner vermißt
wer=
den und daß dieſe möglicherweiſe mit der Dſchunke
unter=
gegangen ſind.
Der Oberbefehlshaber der engliſchen Seeſtreitkräfte
in Oſtaſien, Admiral Winsloe, ſprach dem deutſchen
Ge=
neralkonſul ſein Bedauern darüber aus, daß durch das
engliſche Kanonenboot „Thiſtle” eine Dſchunke mit drei
deutſchen Miſſionaren zum Sinken gebracht worden ſei.
Eine ſpätere Meldung aus Hankau beſagt: Alle
Aus=
urden in Brand geſteckt,
aus=
ländern gehörige Gebe
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
Nummer 90.
genommen das engliſche Konſulat. Wenn auch das Gerücht
geht, der Gouverneur ſei ermordet worden, ſo glaubt
man doch, daß er ſich verborgen hält. Die Truppen
ſchrit=
ten gegen die Aufſtändiſchen ein. Es iſt der Befehl
er=
gangen, daß die Miſſionen die ganze Provinz räumen, da
die Beamten einen allgemeinen Aufſtand fürchten
und ſich außer Stande erklärten, die Fremden zu ſchützen.
Der Vizekönig ſandte Truppen in Stärke von 2000
Mann ab.
Deutſches Reich.
* Der bisher vom Grafen Oriola vertreten geweſene
2. heſſiſche Reichstagswahlkreis (Friedberg=
Büdingen) iſt ſeit dem Jahre 1893 im Beſitz der
National=
liberalen geweſen, aber bei den letzten Wahlen immer erſt
in der Stichwahl behauptet worden, da er durch die
So=
zialdemokraten und Antiſemiten gefährdet iſt. Bei der
Wahl im Jahre 1903 erhielt der nationalliberale
Kandi=
dat 8583, der ſozialdemokratiſche 6783, der
Zentrumskan=
didat 1926 und der freiſinnige 314 Stimmen. In der
Stichwahl ſiegte der nationalliberale mit 11496 gegen
6817, die der Sozialdemokrat erhielt. Ungünſtiger für die
Nationalliberalen war das Reſultat bei der Wahl im
Jahre 1907, bei welcher der nationalliberale Kandidat
8492, der ſozialdemokratiſche 7234, der antiſemitiſche 3299
und der freiſinnige 1472 Stimmen erhielt. In der
Stich=
wahl ſiegte der Nationalliberale mit 11515 Stimmen gegen
8524 Stimmen.
Nach den letzten Verhandlungen in der Kommiſſion
kann mit einem Scheitern des
Arbeitskammer=
geſetzes gerechnet werden. Die Reichstagskommiſſion
für den Geſetzentwurf eines Arbeitskammergeſetzes hat
den Beſchluß gefaßt, die Wählbarkeit zur Arbeitskammer
auch auf die Sekretäre der Arbeitgeber= und
Arbeit=
nehmervereinigungen auszudehnen. Der gleiche Beſchluß
iſt bereits von der Kommiſſion gefaßt worden, die in der
vorigen Seſſion den Geſetzentwurf durchberaten hatte.
Die=
ſer Beſchluß geht davon aus, daß die im Berufe tätigen
Arbeiter nicht genügend in der Lage ſeien, ſich in das
aus=
gedehnte Gebiet der ſozialen Geſetzgebung einzuarbeiten.
Außerdem fehle ihnen die erforderliche Unabhängigkeit.
Dahingegen hätten die Beamten und Vorſtandsmitglieder
der Organiſation Zeit und Gelegenheit, ſich über alle
Be=
ſtimmungen der Geſetzgebung zu unterrichten und
Aus=
kunft darüber zu erteilen. Auch ihre völlige
Unabhängig=
keit ſpräche für ihre Zulaſſung zur Wahl. Demgegenüber
ſtand die Minderheit der Kommiſſion auf dem Standpunkt,
daß die Wählbarkeit der Gewerkſchaftsbeamten und
Arbei=
terſekretäre in direktem Widerſpruch mit dem
Geiſt des ganzen Geſetzes ſtände. Der Zweck
der Arbeitskammer wäre die Annäherung und
Verſtändi=
gung zwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die
Ar=
beiterſekretäre wären jedoch berufsmäßige Agitatoren, die
Politik in die Arbeitskammern hineintrügen, wodurch eine
Verſtändigung unmöglich würde. Die
Reichsregie=
rung lehnte ebenfalls die Wählbarkeit der
Arbeiterſekre=
täre ab, da grundſätzlich eine unmittelbare Verhandlung
zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmern durch die
Kam=
mern erreicht werden ſolle. Für die Wirkſamkeit der
Kam=
mern als Einigungsamt können die Arbeiterſekretäre
ohne=
hin herangezogen werden; und für gutachtliche und ſonſtige
Tätigkeit den Behörden gegenüber erſcheinen die
Arbeiter=
ſekretäre durchaus entbehrlich. Denn hierbei kommen nur
ſachkundige Leute in Frage, und nicht ſolche, die vielleicht
ſchon jahrelang aus dem Gewerbe ausgeſchieden ſind. Da
die Reichsregierung an dieſem Standpunkte unzweifelhaft
feſthält, müßte man mit einem Scheitern des
Ar=
beitskammergeſetzes rechnen, falls der
Kommiſ=
ſionsbeſchluß vom Plenum des Reichstags aufrecht
erhal=
ten werden ſollte.
— Auch die deutſchen
Betriebskranken=
kaſſen haben ſoeben in Berlin Stellung zur
Reichsverſicherungsordnung genommen. Nach
einem Referat des Juſtizrats Wandel von der Firma
Krupp und eingehender Ausſprache nahm die
Verſamm=
lung der Betriebskrankenkaſſenvertreter eine Reſolution
an, in der eine Anzahl Vorſchriften für die
Krankenver=
ſicherung der Hausgewerbetreibenden als kaum
durchführ=
bar bezeichnet werden, gegen die Exiſtenz von
Verſiche=
rungsämtern und gegen die freie Apothekenwahl Front
ge=
macht wird und noch andere Mängel des neuen Entwurfs,
namentlich in der Regelung der Arztfrage, aufgezählt
werden. Die Reſolution geht an den Reichstag.
Zur Reichstagswahl in Oletzko=Lyck
ſchreibt die „Nationalliberale Korreſpondenz” aus Lyck:
Die konſervative Preſſe verſucht, es ſo darzuſtellen, als
wenn die Nationalliberalen künſtlich eine Bewegung in
den Oſten hineingetragen hätten; das iſt unwahr. Die
Bewegung iſt im Oſten und aus dem Oſten entſtanden.
Nach den Tagen der Reichsfinanzreform erging von hier
der Ruf an die Nationalliberale Partei, und als dem Rufe
folgend der Abgeordnete Fuhrmann in einer glänzenden
Verſammlung in Lyck ſprach, gründete ſich eine Reihe
nationalliberaler Vereine, die dort ſpontan entſtanden, da
das Bürgertum gewahr wurde, wie ſchmählich ſein
Ver=
trauen auf eine Blockpolitik der konſervativen Partei
ge=
täuſcht wurde. Das ganze gebildete Bürgertum des
Oſtens ſtand hinter der Blockpolitik und dem Fürſten
Bülow, und alle Verſuche der konſervativen Preſſe, die
Schuld an dem Sturze des Kanzlers hinwegzuleugnen und
das Bündnis mit dem Zentrum zu beſchönigen, waren
wirkungslos gegenüber der Wucht der Tatſachen. Aus
dieſen örtlichen Zuſammenſchlüſſen zu neuen Vereinen auf
nationalliberaler Grundlage erwuchs den
Nationallibe=
ralen die erſte Organiſation im dortigen Kreiſe. Es
er=
ſchien trotzdem höchſt vermeſſen, den Kampf zu wagen.
Was bedeuteten die 4000 bis 5000 ſtädtiſchen Stimmen
gegenüber den mehr als 23000 Wählern in ländlichen
Be=
zirken. Aber es zeigte ſich, daß die Unzufriedenheit mit
der konſervativen Herrſchaft bis weit in die Landkreiſe
hineinging. Die Zahl der Gutsbeſitzer und Landwirte,
die den nationalliberalen Organiſationen beitraten, ſtieg
ſtändig, und als der Kampf begann, da war auch der
Zu=
ſammenhang zwiſchen Stadt und Land im
nationallibe=
ralen Lager bereits hergeſtellt. Zu der demagogiſchen
Kampfesweiſe der Konſervativen, bei denen Geld übrigens
keine Rolle zu ſpielen ſchien, trat ein Terrorismus
ohne=
gleichen. Wenn nicht jedes einzelne der 188 Wahllokale in
dem 533 Dörfer und Gutsbezirke zählenden Wahlkreiſe von
nationalliberalen Vertrauensmännern, die übrigens
ſämt=
lich ehrenamtlich ihre Aufgaben erfüllten, kontrolliert
wor=
den wäre, ſo würde eine freie Wahl überhaupt nicht
mög=
lich geweſen ſein. Auf dieſen Terrorismus vertrauten die
Konſervativen eben, als ſie bis zum letzten Augenblick auf
den Sieg hofften. Je größer aber ihre Hoffnung war, um
ſo bedeutungsvoller iſt die Niederlage, die ſie erlitten
haben. Hier im Oſten ſieht man in dieſem Sieg nach all
dem Vorhergegangenen keineswegs eine
Zufallserſchei=
nung. Bisher wirkte die Tradition lähmend auf alle
Ener=
gie. Man hielt es für ausgeſchloſſen, daß der
Konſervati=
vismus beſiegt werden könne. Nicht nur in den Städten,
ſondern weit ins Land hinein geht ein ſtarker Drang nach
Liberalismus und Selbſtbewußtſein. Das politiſch
träu=
mende Maſuren iſt aus ſeinem Dornröschenſchlaf
aufgerüt=
telt worden. Andere Gebiete werden folgen. Allerorten
regt es ſich und nationalliberale Vereine entſtehen. Das
Ereignis der Nachwahl in Lyck wird wie ein
Flammen=
zeichen wirken im ganzen deutſchen Oſten. Lyck=Oletzko iſt
nicht eine Zufallserſcheinung und nicht das
Ende einer Bewegung, ſondern der Anfang.
— Der polniſche Wahlausſchuß in Poſen hat
fol=
gende Entſchließung angenommen: „Bei der
Reichs=
tagsſtichwahl am nächſten Donnerstag ſind die
pol=
niſchen Wähler verpflichtet, ihre Stimme für Stanislaus
Nowicki abzugeben. Herr Nowicki iſt jedoch nicht unſer
legaler Kandidat und verflichtet, im Falle ſeiner Wahl
unverzüglich ſein Mandat niederzulegen oder ſich dem
Be=
ſchluß einer neuen Verſammlung des Provinzial=
Wahl=
ausſchuſſes zu unterwerfen.”
— Gegen die „wilden” Ausſtellungen, deren
weſentlicher Zweck darin beſteht, Medaillen, Diplome und
ſonſtige Auszeichnungen gegen Entgelt ohne
voraufgegan=
genen ernſthaften Wettbewerb zu erteilen, tritt nunmehr
auch der preußiſche Juſtizminiſter mit Energie auf. Er
hat die Staatsanwaltſchaften angewieſen, in ſolchen
Fäl=
len, in denen gegen den reklamehaften Gebrauch dieſer
Me=
daillen und Diplome ſtrafrechtliches Einſchreiten beantragt
wird, die Antragſteller nicht etwa auf den Weg der
Pri=
vatklage zu verweiſen, ſondern geeignetenfalls öffentliche
Klage zu erheben. Von etwaigen Verurteilungen wegen
Benutzung ſolcher Scheinauszeichnungen oder wegen
Ver=
anſtaltung von Winkelausſtellungen haben die
Staats=
anwaltſchaften dem Oberſtaatsanwalt im Kammergericht
Mitteilung zu machen.
Ausland.
— Während der Beſprechung gewiſſer Finanzgeſchäfte
brachte im portugieſiſchen Unterhauſe die Oppoſition einen
Antrag auf Ernennung einer Unterſuchungskommiſſion
zur Feſtſtellung der Verantwortlichkeit den
früheren Regierungen ein. Die Mehrheit
befür=
wortete die Wahl. Bei der Abſtimmung gelang es der
Oppoſition, eine geringe Stimmenmehrheit zu erlangen,
während die Vorſchläge der Mehrheit trotz der
Stimm=
abgabe zweier Miniſter abgelehnt wurden. Unter
betäu=
bendem Lärm der Oppoſition erklärte der Miniſterpräck
ſident Beirao, er könne die Regierung nicht für beſiegt
er=
klären, ſondern verlange die Beantwortung der
Ver=
trauensfrage. Darauf geſchah eine Abſtimmung, die
nur wenige Stimmen Mehrheit für die Regierung ergab,
und unter Nieder= und Pfuirufen verließ das geſamte
Mi=
niſterium den Sitzungsſaal, worauf unter anhaltendem
Lärm die Sitzung geſchloſſen wurde. Die Stellung der
Regierung ſcheint erſchüttert. Die Lage iſt unklar.
Das Rücktrittsgeſuch des alten perſiſchen
Ka=
binetts, das an den Schwierigkeiten der inneren Anleihe
und der Verhandlungen mit Rußland und England
ſchei=
terte, wurde diesmal angenommen.
— Da einige Blätter offenbar, von gewiſſer Seite
be=
einflußt, die Lage in Marokko als kritiſch hitzuſtellen
ſuchen, ſieht ſich das Miniſterium des Aeußern veranlaßt,
eine Note zu veröffentlichen, die feſtſtellt, daß die amtlichen
Nachrichten mit den beunruhigenden Gerüchten nicht
über=
einſtimmen, vielmehr beſtätigen, daß ſich nichts
Ungesöhn=
liches ereignet habe und daß die Sicherheit
derAus=
länder vollſtändig ſei.
— Das Abgeordnetenhaus des neuen
auſtra=
liſchen Bundesparlaments ſetzt ſich aus 30 Antiſozialiſten
und Schutzzöllnern unter der Führerſchaft des
Premier=
miniſters Deakin, 41 Mitgliedern der Arbeiterpartei und
4 Unabhängigen zuſammen.
* London, 17. April. In einer Verſammlung vim
Kolonialfreunden der deutſchen Kolonie,
zu der auch Botſchaftsrat von Kühlmann und
Generalkon=
ſul Dr. Johannes erſchienen waren, hielt der
Forſchungs=
reiſende und Vizepräſident der Königlichen Geographiſchen
Geſellſchaft, Sir Harry Hamilton Johnſton einen
Vor=
trag über das Thema: „Die Deutſchen als
kolo=
niſierende Nation‟. Er rühmte darin die koloniale
Expanſion Deutſchlands, die ſich nicht nur über Afrika,
Oſtaſien und Ozeanien, ſondern auch über die Vereinigten
Staaten erſteckt hätte, hob den für die Paſſagiere ſehr
wohltätigen Einfluß hervor, den die deutſchen
Schiffahrts=
geſellſchaften in Bezug auf Komfort und Schnelligkeit auf
ihre Konkurrenten ausgeübt hätten, und ſprach zum Schluß
den Wunſch aus, daß England ein Abkommen mit
Deutſchland und ſeinem verbündeten Oeſterreich=
Un=
garn treffen möge, wie es ſolche bereits mit den
Vereinig=
ten Staaten, Frankreich, Rußland und Japan getroffen
hätte. Die Staatsmänner in beiden Ländern, die dieſes
Meiſterwerk der Diplomatie vollbringen würden, würden
des höchſten Lohnes würdig ſein.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. April.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften, der Erbgroßherzog und Prinz Ludwig ſindt
von Lich wieder im Neuen Palais eingetroffen.
— Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 9,
enthält: 1. Bekanntmachung, die Organiſation der
Ver=
waltung der Staatsſchuld betreffend. 2. Bekanntmachung,
den Steuerausſchlag für den Rabbinatsgehalt zu
Offen=
bach für 1910 betreffend. 3. Ueberſicht der für das
Rech=
nungsjahr 1910 zur Beſtreitung der Kommunalbedürfniſſe‟
der israelitiſchen Gemeinden des Kreiſes Schotten
ge=
nehmigten Umlagen. 4. Ueberſicht über die von Großh.
Miniſterium des Innern für das Rechnungsjahr 1910
genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der
Kommunal=
bedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Heppenheim.
Das Sterbehaus Johann Heinrich
Mercks.
Von Hermann Bräuning (H. F. Oktavio).
Ich muß hier zurückgreifen auf meine in Nr. 213
und Nr. 214 dieſer Zeitung veröffentlichte Abhandlung:
„Einiges über J. H. Merck” in der ich mich näher mit
der Frage nach dem Merckſchen Geburts= und
Sterbe=
haus befaßt hatte. Was ich damals (September 1909)
über Mercks Landgut in Arheilgen feſtgeſtellt
habe, bleibt beſtehen; auch iſt unwiderruflich erwieſen,
daß das Haus „Schillerplatz Nr 8” ſein
Ge=
burtshaus iſt.
Wo er in den erſten Jahren nach ſeiner Rückkehr
aus der Schweiz wohnte, läßt ſich nicht mit voller
Ge=
wißheit ſagen; wahrſcheinlich in dem Hauſe ſeines
Schwagers, des Regierungsrates und Geheimen
Sekre=
tärs Hoffmann Ecke Rheinſtraße und
Louiſenplatz, heute Rheinſtraße Nr. 9, in dem
ſich ſeit 1819 die „Merckſche Apotheke” befindet. Doch
hat er, wie aus einem Briefe von Karoline Flachsland
an Herder hervorgeht (vergl. H. Düntzer: „Aus
Her=
ders Nachlaß”, Bd. III, S. 202/03), im Dezember 1772
ſeine Wohnung gewechſelt, um eine andere zu mieten;
es läßt ſich deshalb nicht ſagen, ob er vor oder nach
dieſem Zeitpunkte das Haus Rheinſtraße Nr. 9
inne=
gehabt hat. Erſt Ende 1773 kaufte er ein Haus in der
„Neuen Vorſtadt” Nr. 582, heute
Luiſen=
ſtraße Nr. 8, das er Anfang 1774 bezog und —
was ebenſo ſicher iſt — im Sommer 1781 an den
ihm befreundeten Geheimen Tribunalrat Hoepfner
verkaufte.
Die Frage, welches Haus hat Merck nachher
be=
ſeſſen, hatte ich in meiner Abhandlung: „Einiges
über J. H. Merck” zu beantworten geſucht und auch
eine Löſung, die zu befriedigen ſchien, gefunden. Wie
aus einem, wahrſcheinlich zu Steuerzwecken um 1785
an=
gelegten Häuſerverzeichnis (unvollſtändig) zu entnehmen
iſt, iſt Merck für das Haus Nr. 106, heute Magda=
lenenſtraße Nr. 21, als Beſitzer eingetragen.
Da aus den Briefen von wie an Merck nicht
hervor=
ging, daß er vor ſeinem Tode noch ein anderes Haus
gekauft habe, ſo ſchloß ich, zumal auch die lückenhaften
Flurbücher, ſoweit ſie überhaupt für dieſe Zeit (nach
1781) vorhanden ſind, nicht widerſprachen, Merck ſei in
dieſem Hauſe geſtorben. Dieſer Schluß hat ſich nun
als falſch erwieſen.
Einmal gab mir die Bemerkung in dem „isum
repertum” zu denken, wo es heißt: „Die Section
ge=
ſchahe in dem Wohnhaus des Verblichenen, in der
geräumigen und hellen Hinterſtube über
dem Thor Haus” denn das Haus in der
Magda=
lenenſtraße Nr. 21 beſitzt und beſaß kein Torhaus, wie
aus dem Weißſchen Plan der Stadt Darmſtadt hervor=
beigemeſſen; Walther erzählt dort von verſchiedenen
beabſichtigten Fabrikanlagen und ſagt von Merck: „1788
beabſichtigte Kriegsrath Merck, eine Kattunfabrik
anzu=
legen, und zwar in dem von ihm erkauften ſogenannten
Perſiusſchen Hauſe. Im Intereſſe dieſer Anlage
hatte er den hinter ſeinem Hauſe liegenden Zwinger,
ſowie ein Stück der alten erſten Stadtmauer, mit dem
in dieſem Mauerſtück liegendem „Schlangenthurm”
er=
kauft und die Erlaubnis erhalten, an dem Thurme
Veränderungen vorzunehmen, aber unter der
Beding=
ung, den Thurm wieder in den urſprünglichen Stand
zu ſetzen, ſobald derſelbe je wieder als Gefängnis
die=
nen ſollte.‟
Seit Veröffentlichung meiner Arbeit: „Einiges
über J. H. Merck” habe ich mich bemüht, dieſe Zweifel
aus dem Wege zu räumen, und ging der Frage nach
den Häuſern nochmals nach. Die fehlenden Flurbücher
haben ſich in dieſem halben Jahre nicht gefunden, weder
auf dem Rathauſe noch in den Räumen des
Stadthan=
ſes, noch auf dem Ortsgericht; andere
Häuſerverzeich=
niſſe waren auch nicht im „Städtiſchen Muſeum” (
An=
tonſcher Nachlaß), noch „Kataſteramt” zu finden, ſolche
im Großherzoglichen Haus und Staatsarchiv
verſag=
ten.‟) Da ich mit den Flurbüchern nicht zum Ziele
ge=
langen konnte, hoffte ich mit den vielleicht vorhandenen
„Brandkataſtern” weiter zu kommen; glücklicherweiſe
fanden ſich dieſe auch noch vor und zwar in der
Re=
giſtratur der Großherzoglichen
Brandver=
ſicherungs=Kammer, Darmſtadt. Das älteſte
„Feuer Aſſecurations Cataſter der fürſtlichen Reſidenz
Darmſtadt” iſt ao. 1777 aufgeſtellt und reicht mit ſeinen
Einträgen über den Wechſel der Beſitzer bis Ende der
1790er Jahre.
Gibt dies Kataſter zugleich mit anderen Akten eine
Löſung der Frage nach Mercks Sterbehaus, ſo ſchafft es
aber gleichzeitig Zweifel, ob Merck das Haus
Magda=
lenenſtraße Nr. 21 (alt Nr. 106) beſeſſen hat. Nach dem
zu Steuerzwecken angelegten Häuſerverzeichnis von
1785 (im Beſitze des hieſigen Vermeſſungsamtes), deſſen
Numerierung der Häuſer ſonſt mit der auf dem
Weiß=
ſchen Plan übereinſtimmt, iſt Merck der Beſitzer; nach
dem „Feuer Aſſecurations Cataſter 1777‟ iſt als
Be=
ſitzer ao. 1777 genannt: „Th. Büttner Wtw. u. Fr. W.
Schnaubers Frau” als Nachfolgender: „Hof Comm.
Wenck” von dem es 1791 der „Zehndenverwalter
Eberhard” kaufte. Eigentümlich iſt die Schreibweife
des Namens „Wenck” (in deutſchen Buchſtaben), den
man ebenſo gut für „Merck” leſen kann; ich möchte
mich für „Wenck” entſcheiden, weil ein „Hof Commiſſar
Wenck” an anderer Stelle genannt wird. Dieſen
Zwie=
ſpalt” zu erklären, maße ich mir nicht an; die „
Flur=
bücher” allein, wenn ſie einmal, vielleicht jetzt bei der
Einrichtung des „Stadtarchivs” — ich hoffe auf die
glückliche Hand von Herrn Dr. Fritſch — gefunden
werden, können die richtige Antwort geben.
Gelöſt dagegen iſt die Frage nach Mercks
Ster=
behaus; es kann hier nicht mehr das Haus in der
Magdalenenſtraße (alt Nr. 106) in Betracht kommen
*) Allen Behörden, die mich hierbei freundlichſt
unterſtützt haben, ſage ich meinen beſten Dank auch
an dieſer Stelle.
Nummer 90.
5. Ueberſicht der von Großh. Miniſterium des Zumern
für das Jahr 1910 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung
der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden
des Kreiſes Bensheim.
L. Die Strafkammer trat geſtern abermals wegen
eines ſchweren Unglücksfalls in Tätigkeit. Während
des Baues einer Waſſerleitung in Zotzenbach geſtattete
der dortige Landwirt und Barbier Georg Klein, daß
aus ſeiner unbenutzt am Wald gelegenen Sandgrube
Sand entnommen werde. Durch das Ausgraben
bil=
dete ſich nach und nach ein aus Steinmaſſen beſtehender
Ueberhang, der ſo gefahrdrohend ausſah, daß der
Feld=
ſchütze Eckert im Auftrag des Gemeinderats den
Eigen=
tümer und die Fuhrleute warnte. Klein ergriff
trotz=
dem keine Vorſichtsmaßregeln, geſtattete vielmehr den
Nachbarn aus Gefälligkeit weiterhin die Benutzung der
Grube. Am 17. November trat die Kataſtrophe ein,
als ſich gerade die Arbeiter Hörr und Schmidt in der
Grube befanden. Erſterem wurden außer anderen
Verletzungen das Becken und der linke Arm
zerſchmet=
tert, daß er alsbald eine Leiche war; Schmidt erlitt
Beinverletzungen, die wieder heilten. Der Unfall trug
dem Klein eine Anklage wegen fahrläſſiger Tötung und
Körperverletzung ein, wegen deren die Staatsbehörte
annahm, daß eine Berufspflicht als Landwirt außer
Acht gelaſſen worden ſei und 4 Monate Gefängnis
be=
antragte. Das Gericht erachtete dieſe Erſchwerung nicht
für erwieſen, weil die Grube nicht in Betrieb war und
Klein keinerlei Geſchäft gemacht hatte, und erkannte
lediglich wegen der fahrläſſigen Tötung auf 3 Wochen
Gefängnis.
Vom Hoftheater. Glucks Oper „Orpheus
und Eurydice” wird heute (Dienstag) über unſere
Bühne gehen mit Fräulein Howard als „Orpheus” und
Fräulein Geyersbach als „Eurydice‟. Die Parkie des
„Amor” ſingt, wie bei der letzetn Aufführung (1908,
7. Dezember), Fräulein Zeiller.
— Muſeumsführungen. Auf Anſuchen des
Ver=
eins für Verbreitung von Volksbildung hat ſich Herr
Profeſſor Dr. Liſt, wie früher, bereit erklärt zu
eini=
gen „Führungen” in den verſchiedenen Zweigen der
naturwiſſenſchaftlichen Abteilung unſeres
Landes=
muſeums. Durch die diesmaligen Führungen ſollen
die Teilnehmer einen Ueberblick erhalten über die
Ge=
ſamtſchätze genannter Abteilung und die Grundſätze
kennen lernen, die bei der Gruppierung und
eigen=
lartigen Aufſtellung der reichen Sammlungen
maß=
zgebend waren. Zweifellos wird jedem, der ſich einer
ſolchen Führung anſchließt, erhöhtes Intereſſe und neue
Freude an den Darmſtädter Muſeumsſchätzen erwachſen
und die Möglichkeit erleichtern, jeden Muſeumsbeſuch
zu dem werden zu laſſen, was er ſein ſoll, nicht ein
Mittel zu vorübergehender Befriedigung der
Schau=
luſt, ſondern zu einem Gang wirklicher Belehrung.
Die Führungen finden ſtatt zunächſt Donnerstag, den
21. April, nachmittags 3 Uhr, und am Sonntag, den
24. April, vormittags 8½ Uhr. Da die Zahl der
Teil=
nehmer vorſchriftsmäßig auf 35 beſchränkt iſt, muß
von der Zulaſſung der ſchulbeſuchenden Jugend
abge=
ſehen werden. Eintrittskarten für beide Tage ſind
er=
hältlich im Verkehrsbureau für Mitglieder und
ange=
ſchloſſene Vereine des Volksbildungsvereins.
* Muſikyorträge für die Jugend. Am Sonntag
vormittag fanden im Gartenſaal des Städtiſchen
Saal=
baues Muſikvorträge für die Jugend ſtatt, veranſtaltet
von den Damen Edith Weiß und Anna Müller aus
HHamburg. Die Matinee war von der Jugend beiderlei
Geſchlechts ſehr zahlreich beſucht und nahm einen
animierten, auf annehmbar künſtleriſchen Rahmen
ge=
ſtimmten Verlauf. Das Programm, das eine hübſche
und ſorgſam getroffene Auswahl aus der muſikaliſchen
„Kinderliteratur” enthielt, brachte abwechſelnd
Klavier=
ſtücke und Lieder für Sopran, welch erſteren die
Pianiſtin Fräulein Edith Weiß ſtets einige kurze
ein=
leitende Worte vorausſchickte, die allerdings ganz gut
etwas mehr in die Tiefe hätten gehen können. An
Klaviervorträgen kamen, von Fräulein Weiß mit
feinem muſikaliſchen Empfinden, ſauberer Technik und
viel rhythmiſcher Präziſion geſpielt, zum Vortrag:
Trompeterſtücklein von Adolf Jenſen, Tyrolienne mit
Variationen von J. N. Hummel, Gavotte G=dur,
Prä=
ludium E-moll und Invention F=dur von Joh. Seb.
Bach, Andante C=dur, Allegro F=dur von Joſeph Haydn,
Rondo C=dur von W. A. Mozart, Erntelied, Reiterlied,
Knecht Rupprecht, Jägerlied von Robert Schumann,
Soldatenmarſch von Peter Tſchaikowsky, Zwei
Uebungs=
ſtücke von Karl Ezerny, Elfen von Mar Lauriſchkus und
Puppentanz, Brummkreiſel von Fini Henriques.
Nicht minder nett waren die Lieder für Sopran
ausge=
wählt worden: neben „Der Mai iſt gekommen” dem
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
Seite 3.
Tal” ſtanden Mozart, Mendelsſohn, Schubert, Brahms, 1 Herbſt das offizielle Organ der Meßfieranten als den
Loewengard, Grieg und Reinecke mit ausnahmslos ſchönſten auf weit und breit bezeichnet und der
jeden=
ganz reizenden Sachen. Anſprechende Neuheiten waren falls gegen den ſeitherigen Zuſtand den Vorzug der
die beiden graziöſen Lieder von Armin Knab: Einheitlichkeit hat. Die Meſſe war ja in den letzten
drucks. Die begeiſterte Zuhörerſchar ſpendete lebhaften 1 zogen, teils wieder aufgegeben. Jetzt hat die Meſſe ihr
Beifall.
ſchon mitgeteilt, bei der auf allerhöchſten Befehl im Kur= immer noch Anziehungskraft, das hat der vorgeſtrige
theater zu Homburg in voriger Woche veranſtalteten! Sonntag bewieſen. Hoffentlich iſt ihr gutes Wetter
Wohltätigkeits=Vorſtellung eine heſſiſche und damit ein guter Verlauf beſchieden.
Bauernhochzeit, Tänze und Geſänge heſſiſcher Volkslieder,
Kaiſerin ein Anerkennungsſchreiben zugegan= 1 „Konkordiaſaale” einen theatraliſch=
humori=
gen, in dem geſagt wird, „wie außerordentlich der Kaiſerin ſſtiſchen Unterhaltungsabend. Das reichhal=
Gruppen gefallen haben und wie ſehr geſchmackvoll und wurde es mit dem Fechtheilmarſch von M. Weber,
vor=
ſchön alles ausgedacht und durchgefuhtt ier
gliedern beigetreten iſt.
Turnhalle der Turngemeinde Hanau ſtatt; ſie umfaßt
Frankfurt einige ſchöne Spiele zeigte. Nach dem Tur= 1 lich, wie vorgeſehen, war das Endziel gegen 6 Uhr
nen fand gemeinſames Mittageſſen im Hauſe der Turn= erreicht.
gemeinde Hanau ſtatt, wobei die Berichterſtattung über
Riege war der Leiter der Vorturnervereinigung ſelbſt
ſammlung um 3 Uhr 30 Minuten nachmittags
ge=
ſchloſſen.
traf geſtern aus Gießen hier ein und marſchierte mit 1 Beſprechung folgt.
klingendem Spiel durch die Stadt nach dem
Truppen=
übungsplatz Griesheim.
gebrachter Weiſe ſchon der Juxplatz begonnen, heute Armee”. (Siehe Anzeige.)
fängt die Warenmeſſe an. Zum zweitenmale wird die
„Jäger aus Kurpfalz” und „Zwiſchen Berg und tiefem ſchwimmbad abgehalten, ein Meßplatz, den im vorigen
„Aurikelchen” und „Tanzliedchen”, ſowie das tief beiden Jahrzehnten hinſichtlich ihrer Unterbrkngung
empfundene „Um Mitternacht” von Max Loewengard. mancherlei Veränderungen unterworfen. Während der
Fräulein Anna Müller ſang ſämtliche Lieder mit Marktplatz immer den Mittelpunkt bildete, wurden
ſympathiſcher, wohlklingender Sopranſtimme und 1 Ernſt=Ludwigsplatz, Ludwigsplatz, Schillerplatz und
ſchlichter, zu Herzen gehender Natürlichkeit des Aus= Schlachthofplatz zu ihrer Ergänzung teils
herange=
eigenes Heim, auf dem ſie hoffentlich gedeihen wird,
* Frau Hofballettmeiſterin Thiele=Leonhardt hat, wie zur Freude von Jung und Alt. Denn die Meſſe hat
„Waiſenſchutz”. Die Theatergeſellſchaft „
Fecht=
ausgeführt von Damen, Herren und Kindern Homburgs, heil” Abteilung des Zweigvereins Darmſtadt des
einſtudiert und geleitet. Jetzt iſt ihr im Auftrage der Heſſiſchen Fechtvereins „Waiſenſchutz” veranſtaltete im
die von Frau Thiele=Leonhardt einſtudierten Tänze und 1 tige Programm wickelte ſich recht flott ab. Eröffnet
getragen von Herrn Lahl. Ferner ſeien aus dem Pro=
— Hauſa=Bund. Am Samstag, den 16. d. M., hat gramm folgende Nummern erwähnt: „Am Stammtiſch
in Neckarſteinach eine vom dortigen Ortsgewerbe=oder die beiden Lügner” Duoſzene, vorgetragen von
verein und Schifferverein einberufene Intereſſen= Herren Helfmann und Sahm. „Madame Hutzenblutz”
tenverſammlung ſtattgefunden, gelegentlich welcherf Soloſzene, vorgetragen von Frl. Geſinger. Geſaygs=
Herr Handelskammerſyndikus Dr. Human aus vorträge des Hern Lehn. „Spottvogel in der Schlinge‟,
Darmſtadt einen Vortrag über „Entwicklung und 1 Luſtſpiel in einem Akt, dargeſtellt von den Damen
Ziele des Hanſa=Bundes” hielt. Im Anſchluß Kutſcher, Burggraf, Haußner, ſowie den Herren Delp
an dieſen Vortag ſowie die nachfolgende an= und Lehn. Humoriſtiſche Vorträge des Herrn Mechler.
regende Diskuſſion wurde die Gründung einer 1 „Kammerdiener und Kammerzofe‟ Duoſzene, vorge=
Ortsgruppe Neckarſteinach des Hanſa=Bundes be=1 tragen von Frl. Günther und Burggraf. „Der grobe
ſchloſſen, welcher ſofort eine größere Anzahl von Mit= Wirt”, humoriſtiſches Enſemble, dargeſtellt von den
Damen Geſinger und Haußner, ſowie den Herren
— Die 18. Zuſammenkunft der Mittelrheiniſchen Delp, Ober, Heiner, Helfmann, Sahm und Färber.
Vorturner=Vereinigung fand am Sonntag in der Den Schluß der Veranſtaltung bildete ein Tanz.
— Vogelsberger Höhenklub. Man ſchreibt uns:
die Vorturnerſchaften ſolcher Vereine, die durch ge= 1 Zu der Wanderung am 17. April hatten ſich ein Dutzend
gebene Verhältniſſe in der Lage ſind, infolge guter, f Teilnehmer eingefunden. Der Regen am Samstag abend
eigenartiger Vorführungen turneriſche Anregung zu hatte wohl manchem die Wanderluſt genommen, dafür
geben. Der Turnplan war folgender: 1. Keulenübun= aber herrliches Wanderwetter gebracht. Von
Ober=
gen (die Uebungen für das Kreisfeſt in Kreuznach). 2. Ramſtadt aus war Neunkirchen in 2½ Stunden er=
Turnen der Muſterriegen. 3. Allgemeines Riegen= 1 reicht. Nach einer einſtündigen Raſt ging es zum
Kai=
turnen. 4. Kürturnen. 5. Neckſpiele. Das Turnen ſerturm, wo man guten Fernblick hatte. Als Punkte
ſelbſt begann um 9 Uhr 30 Minuten vormittags mit der weiteren Wanderung ſeien genannt:
Eleonoren=
den Keulenübungen für das diesjährige Kreisturnfeſt heilſtätte, Winterkaſten, Bismarckwarte, Lindenſels,
in Kreuznach. Alsdann folgte das Muſterriegenturnen die Perle des Odenwalds. Wer an der Berechtigung
der Turngeſellſchaft Wiesbaden, Turngemeinde Bocken= dieſer Bezeichnung zweifelt, muß Lindenfels zur
Blü=
heim, Turnverein Offenbach, Turngeſellſchaft Offen= tenzeit von der Burg aus ſehen. Die Raſt in
Linden=
bach, Turngemeinde Darmſtadt, Turngemeinde Worms ſels wurde denn auch auf 2½ Stunden ausgedehnt; die
und Turnverein Kaſtel, ſowie allgemeines Riegentur=1 Wanderung dann fortgeſetzt, um über Erlenbach,
Mit=
nen an Reck, Barren, Pferd, ſowie Kürturnen an die= tershauſen nach Heppenheim zu gelangen. Auch dieſer
ſen 3 Geräten und Neckſpiele, wobei Turnlehrer Braun= 1 Teil des Weges bot herrliche Landſchaftsbilder. Pünkt=
* Proteſtverſammlung. Auf die
Proteſtverſamm=
die einzelnen Muſterriegen vorgenommen wurde. Die lung am 21. April, im Saalbau, d. i. eine Bekenntnis=
Turngemeinde Darmſtadt turnte eine Riege’ verſammlung, veranſtaltet von bibelgläubigen Chriſten,
am Querpferd mit 9 Teilnehmern unter Leitung von gegenüber den feindlichen Angriffen auf die Perſon
Turnwart Herbert. Als Berichterſtatter für dieſe Chriſti, ſei hierdurch hingewieſen. (Siehe Anz.)
* Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
(Engel=Wiesbaden) beſtimmt, welcher ſich folgender= 1 Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats März
maßen ausſprach: „Wir können dem Leiter, ſowie der 1 im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 165
Turngemeinde Darmſtadt nur gratulieren für die gute Ochſen 9 Bullen, 355 Kühe, 9 Jungrinder, 1492 Kälber,
Entwickelung der Uebungsgruppe, ſowohl als auch für 2343 Schweine, 230 Schafe, 3 Ziegen und 18 Pferde. —
die vorzügliche Ausführung der einzelnen Uebungen.” Beanſtandet wurden: 88 Ochſen, 2 Bullen, 218 Kühe,
Auch wurde noch von Turnlehrer Braun=Frankfurt 2 Jungrinder, 18 Kälber, 547 Schweine, 8 Schafe, 1 Ziege
die tadelloſe Ausführung der Scheren von einzelnen und 7 Pferde. — Minderwertig wurde erklärt das
Teilnehmern ganz beſonders hervorgehoben. Auf Fleiſch von: ¾ Ochſen, 9½ Kühen, 1‟ Kälbern und
dieſe Beurteilungen kann die Turngemeinde nur ſtolz 5 Schweinen. — Bedingt tauglich war das Fleiſch
ſein, da dieſes auch von ſämtlichen Anweſenden auer= von: ¼ Ochſen,? Kühen, 2¼ Kälbern und ¾
Schwei=
kannt wurde. Die nächſtjährige Zuſammenkunft der nen. — Untauglich waren: 2 Kühe, 1 Pferd, 1548 Or=
Vereinigung wurde dem Turnverein Sachſenhauſen 1 gane, 208,5kg Fett und 88,5 kg Fleiſch von 891 Tieren.
übertragen. Nachdem noch der Vorſitzende für das 1 Auf Trichinen unterſucht wurden: 2343 im
Schlacht=
fernere gute Gelingen und die gedeihliche Entwickel= haus geſchlachtete Schweine, ſowie 7674,5 kg für hieſige
ung ein kräftiges „Gut Heil” gewidmet, wurde die Ver= Metzger eingeführtes friſches Fleiſch von 335 Schweinen.
* Orpheum. Die erſten Vorſtellungen der Mün=
* Militäriſches. Das Infanterie=Regi=chener Scharfrichter am Samstag und Sonntag hatten
ment Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ. Nr. 116) 1 durchſchlagenden Erfolg zu verzeichnen. Ausführlichere
— Der „Erſte Darmſtädter Kinematograph” wartet
auch in dieſer Woche mit einem guten Programm auf.
Frühjahrsmeſſe. Wir ſtehen jetzt im Zeichen 1 Erwähnt ſei beſonders die großes Intereſſe erweckende
der Frühjahrsmeſſe. Am Sonntag hat in her= Naturaufnahme: „Die Radfahrertruppe der belgiſchen
Der Olympia=Kinematograph, Ernſt=Ludwig=
Meſſe diesmal auf dem großen Platze vor dem Hallen= ſtraße 23, bringt von heute ab wieder ein neues Pro=
— Gott ſei Dank, daß noch keine Gedenktafel
ange=
bracht iſt! —, ſondern nur das Perſiusſche Haus
((alt Nr. 128), nach dem „Feuer Aſſecurations Cataſter
1777‟ beſtehend aus einem „Wohnhaus (4000 fl.),
Neben=
bau (2000 fl.), Küchenbau (150 fl.), Scheuer und
Pferde=
ſtall (1000 fl.), Hühnerſtall (75 fl.), Waſchhaus und
Holz=
ſchuppen (150 fl.) und Kuh= und Schweineſtall” (75 fl.)
— im Geſamtwert alſo von 7450 Gulden. — Es wird
darin aufgeführt als das „Herrſchaftlich
Per=
ſiusſche Haus” — heute die Häuſer
Ober=
gaſſe Nr. 2 und Alexanderſtraße Nr. 19—
und Merck als ſpäterer Beſitzer genannt, jedoch ohne
Angabe des Jahres der Uebernahme.
Konnte ich auch über die Zeit des Kaufs nichts
er=
mitteln, ſo läßt ſich doch aus Aktenſtücken eine Angabe
machen, wann Merck zum erſtenmal als Beſitzer
auf=
tritt. Schon aus dem Jahre 1787 beſitzen wir Akten,
die Errichtung der Baumwollſpinnerei betreffend, und
und eine ſolche vom 13. September 1788, aus dem ganz
deutlich hervorgeht, daß Merck das Perſiusſche Haus
beſeſſen hat. Dieſe Aktenſtücke (aus dem Großherzogl.
Heſſiſchen Haus= und Staatsarchiv), haben ſich erſt jetzt
vorgefunden und beſtätigen ſomit die Bemerkungen
Walthers in den „Darmſtädter Hiſtoriſchen
Kleinig=
keiten” (ſ. o.). Da er ſie ohne beſondere
Quellenan=
gabe mitteilte, durften ſie ohne weiteres für meine
frü=
here Unterſuchung nicht maßgebend ſein; wußte ich
doch nicht, ob ſeine Angaben der Wahrheit entſprachen.
Merck hatte, wie ich früher feſtgeſtellt habe, eine
Baumwollſpinnerei errichtet und 1788 auch in ſeinem
eigenen Hauſe (Obergaſſe Nr. 2 und Alexanderſtraße
Nr. 19) Veränderungen vorgenommen, um eine
Kat=
tunfabrik anzugliedern. Folgendes Dekret, ſchon des
Stiles wegen intereſſant, vom 13. September 1788, durch
die Fürſtlich Heſſiſche Regierungskanzlei ausgeſtellt,
be=
faßt ſich mit den baulichen Veränderungen, die Merck
vorgenommen hatte; es heißt da:
„Nachdeme in Anſehung der von dem Fürſtl.
Kriegsrath Merck dahier zum Behuf ſeiner
anzulegen=
den Cattun Fabrique an der an ſeiner Behauſung
her=
ziehenden Stadtmauer und dem damit verbundenen
Schlangenthurm vorgenommenen Bauweſens
verord=
net worden, daß derſelbe nicht nur das in dem untern
Stock ſeines neuaufgeführten Baues angebrachte, in den
herrſchaftlichen Zwinger gehende Fenſter zur
Verhüt=
ung des Einſteigens oder auch des Deſertierens
als=
balden mit einem eiſernen Gitter wohl und hinlänglich
verwahren, ſondern auch wegen des ehedem zu
Ge=
fängniſſen gebrauchten — von ihm aber zum Behuf
ſeines vorgedachten neuen Baues ſich angemaßten,
vor=
bemeldeten Schlangenthurms, er ſowohl, als die
jedes=
malige künftige Eigentümer ſeines Hauſes jederzeit
verbunden und gehalten bleiben ſollen, ſothanen
Thurm, wenn er etwa über kurz oder lang wieder zu
Gefängniſſen erfordert werden ſollte, nicht nur ſogleich
wieder abzutretten und einzuräumen, ſondern auch
alles in und an demſelben in ebendenjenigen Stand,
worinnen er ſolchen zum Gebrauch übernommen,
wie=
derherzuſtellen und einzurichten, als wird erſagtem
Fürſtl. Kriegsrath Merck zu ſeiner gebührenden
Hoch=
achtung und reſpie, ohneverlangten Befolgung
hier=
durch bekannt gemacht.”
Merck hatte um Befreiung von dieſem Befehl
ge=
beten; augenſcheinlich hatte das in dieſer Sache
abge=
gebene Urteil des Kriegsrats Herff: — „Wenn
ein Soldat dermahlen deſertieren will, ſo kann er
allenthalben zur Stadt hinaus. Er hat daher nicht
nötig, ſich des Merckiſchen Fenſters, als einem
Schlupf=
winkel, zu bedienen. In dieſer Rückſicht wäre daher
ein eiſernes Gitter überflüſſig. Der Kriegsrath Merck
iſt jezo ein kranker, melancholiſcher Mann, der unter
der allgewaltigen Hand des Schickſals ſeufzet. (Vergl.
meine Abhandlung: „Einiges über J. H. Merck”.)
Eben deswegen hat er ein bekröntes Recht auf Schonung
und Nachſicht. — Es hängt indeſſen bloß von höchſter
Gnade ab, ob der Regierungsbefehl vollzogen werden
ſoll‟ — den Erbprinzen Ludewig (ſpäteren
Großherzog Ludewig I.) nicht unbeeinflußt gelaſſen, der
die Sache am 26. September 1788 mit folgenden kurzeu,
deutlichen Worten entſchied: „Wenn vor Deſertieren
geſorgt werden ſoll, ſo iſt es meine Sache. Die
Re=
gierung geht es nichts an und hat ſich nichts darum zu
bekümmern. Alſo bleibt es, wie es dermalen iſt.”
Die Erwähnung des „Schlangenturms” iſt ein
wei=
terer Beweis für die Feſtſtellung des Hauſes; es dürfte
nun jeder Zweifel benommen ſein, daß die Häuſer
Allexanderſtraße Nr. 19 un d Obergaſſe
Nr. 2, die früher ein Haus (Nr. 128 alt) das ſogen.
Perſiusſche, bildeten, das J. H. Merckſche
Sterbe=
haus ſind. Früher war, wie aus dem Weißſchen Plan
der Stadt Darmſtadt noch zu erſehen iſt, eine Torfahrt
vorhanden, die im Laufe der folgenden Jahnzehnte
ge=
ſchwunden iſt. So ſind es zwei Häuſer geworden, die
den Kritiker in ſeinen letzten Lebensjahren beherbergt
haben; in welchem iſt er geſtorben? — Soll das
Sterbe=
haus vielleicht einmal mit einer Gedenktafel geſchmückt
werden, ſo wird man gut daran tun, ſie gerade an der
Stelle zu befeſtigen, an der beide Häuſer
zuſammen=
ſtoßen.
Wie ich oben ſchon erwähnte, hatte Merck 1787 eine
Baumwollſpinnerei errichtet, die er ſpäter durch eine
Kattundruckerei erweiterte; da mir jetzt ein großer Teil
ſeiner Korreſpondenz mit dem Prinzen Georg d. J.
vorliegt, die ſich mit der Errichtung der Fabrik befaßt,
teile ich einige ungedruckte Stellen daraus mit, da ſie
einmal für Mercks großzügiges und uneigennütziges
Wollen und Wirken, das leider durch manche
Hinder=
niſſe, Schikane, Spott und Verkennung gelähmt war,
ſprechen und dann ein herrliches Urteil des ihm
be=
freundeten Prinzen enthalten.
Aus einem Briefe Mercks vom 10. Juli 1787 an
den Prinzen Georg d. J.:
Durchlauchtigſter Fürſt,
Gnädigſter Herr,
Ich bin ſeit meiner vorigen Reiſe in die Schweiz
(1786) mit dem Gedanken beſchäftigt geweſen, ob es
nicht möglich ſeye, dem Elend der hieſigen Soldaten=
und Anderer Kinder dadurch abzuhelfen, daß man
irgend eine Art von Induſtrie unter ihnen verbreitete.
Das Baumwollſpinnen hat mir vor allem andern als
das einfachſte Mittel hierzu geſchienen, und ich habe
einen Fabricanten und eine Spinnerin hierzu
enga=
giert und ins Land gebracht. Um mich nicht bei
meinem guten Willen durch die Vota ſämtlicher Hohen
Landes Collegien chieaniren zu laſſen, bin ich einen
kürzern Weg gegangen, und habe den Vorſchlag gethan,
ich wollte in Geſellſchaft des Invaliden Inſtituts
Scha=
den und Nuzen von dem Unternehmen zugleich tragen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
Nummer 90.
gramm zur Vorführung, und zwar nur bis Freitag
abend. (Näheres ſiehe Anzeige.)
§ Milchreviſionen. Während des Monats März
ſind durch die hieſige Polizei 3200 Milchreviſionen
vor=
genommen worden. Hierbei wurden elf Proben teils
wegen zu geringem Fettgehalt und teils wegen
Waſſer=
zuſatzes beanſtandet und dem chemiſchen
Unterſuchungs=
amt zur Unterſuchung überwieſen. Ferner war die
Erhebung von ſechs Liefer= und fünf Stallproben
er=
forderlich. Außer den fünf Stallproben, welche zur
Aufklärung der einzelnen Beanſtandungen notwendig
waren, würde in einem Falle und auf beſonderen
An=
trag des betreffenden Produzenten eine beſondere
Stallprobe entnommen. Wegen Waſſerzuſatz ſind, 48
Liter Milch konfisziert worden.
§ Feſtgenommen wurde ein 23 Jahre alter
Haus=
burſche aus Hüttenbach wegen Fahrraddiebſtahl.
— Kellerbrand. Am Samstag ereignete ſich in der
Eichbergſtraße ein Kellerbrand. Der Brandbericht
des Feuerwehrkommandos hierüber lautet: „Samstag
mittag 12 Uhr 54 Min, wurde der Feuerwache
gemel=
det: „Kellerbrand, Eichbergſtraße 7.‟ In dem Keller
des Vorderhauſes war Feuer entſtanden und dichter
Rauch durchzog bald das ganze Treppenhaus, wodurch
die Bewohner ſehr geängſtigt wurden. Bei Ankunft
der Feuerwache zeigte ſich im Keller ſtarker Rauch und
Feverſchein. Unter Anwendung der Rauchhaube und
Msidſchwämme wurde mit einer Leitung von der
Gäsſpritze vorgegangen, der Herd des Feuers ſofort
gefunden, und das Feuer ſelbſt in kurzer Zeit gelöſcht,
wonach jede Gefahr beſeitigt war. Die Feuerwehr war
1 Uhr 44 Min. wieder zurück. In dem Keller befanden
ſich verſchiedene Brennmaterialien und verſchiedene
andere Gegenſtände. Der Schaden iſt unbedeutend.
Die Entſtehungsurſache iſt vermutlich Gebrauch von
offenem Licht. Es wird weiter bemerkt: Der Gebrauch
von offenem Licht oder Petroleumlampen zur
Beleuch=
tung von Kellern, Bodenräumen uſw. ſollte ganz
He=
ſtimmt vermieden werden. Man benutze hierzu eine
geſchloſſene Scheibenlaterne mit Kerzenbeleuchtung.”
n. Traiſa, 18. April. In der Nacht zum Montag
wurde der Metzgergeſelle Friedrich Daub, Sohn des
hieſigen Landwirts Karl Daub III., in der elterlichen
Hofreite bei einem Streit mit ſeinem Vater durch
mehrere Schüſſe am Kopf verletzt; ein weiterer
Schuß ging knapp an dem gerade die Straße
paſſieren=
den Nachtwächter vorüber. Der fragliche Auftritt
ſpielte ſich etwa um 1 Uhr nachts ab. Die
Staatsan=
waltſchaft Darmſtadt nahm geſtern nähere
Ermittelun=
gen an Ort und Stelle vor. Der Verletzte war am
Sonntag nachmittag von Darmſtadt, wo er in Stellung
iſt, zur Abholung einiger ihm gehöriger Gegenſtände
nach Hauſe gekommen und es ſollen ſich zwiſchen ihm
und ſeinem Vater Differenzen ergeben haben.
Nach=
dem er die Wunde erhalten hatte, konnte er noch zu
Fuß in Begleitung eines hieſigen Mitglieds der
Sani=
tätskolonne, des Schreinermeiſters Spieß, ſich in das
ſtädtiſche Krankenhaus in Darmſtadt begeben, wo er
ſich geſtern in bewußtloſem, vernehmungsunfähigen
Zuſtande befand. Dem Vernehmen nach beruft ſich der
Täter auf Notwehr; er ſoll jedoch ſchon wiederholt mit
ſeinen Kindern Zwiſtigkeiten gehabt haben.
n. Bensheim, 18. April. Durch einen Schuß in
den Kopf wurde am Sonntag nachmittag das
vier=
jährige Töchterchen des Peter Fauſt von hier, als es
in den Anlagen ſpielte, lebensgefährlich vere
wundet. Der kaum 18jährige Lehrling Franz Wahlig
hatte mit einem zum Spatzenſchießen vor kurzem
ge=
kauften Teſching unbeſonnener Weiſe nach einer Taube
gezielt und das Kind getroffen. Die eingeleitete
Unter=
ſuchung wird ergeben, ob ihn ein ſtrafbares Verſchulden
trifft. Der Zuſtand des Kindes, dem das Geſchoß in
den Kopf drang, ſoll ſehr bedenklich ſein.
*§ Auerbach, 17. April. Heute wurde im
Fürſten=
lager die Kaffeewirtſchaft eröffnet. — Sehr belebt war
heute unſer Ort von Touriſten und Ausflüglern. Eine
große Anzahl Schüler aus Darmſtadt traten von hier
aus ihre Wanderung an und frohen Mutes marſchierten
die Jungens unter der Führung ihrer Lehrer durch das
romantiſche Mühltal. Auch einige Studentenkorps waren
zugegen.
A Beerfelden, 17. April. Ein mit vier Herren
be=
mannter, die Inſchrift „Württemberg” tragender
Bal=
lon landete geſtern nachmittag auf der Hirſchhorner Höhe.
Zwiſchen Kiefern, mitten im Wald, vollzog ſich der
un=
freiwillige Niedergang. Die vergeblichen
Ver=
ſuche der Inſaſſen, den Ballon durch Ballaſtentleerung
wie=
der hoch zu bringen, war von vielen bemerkt worden. Bald
ſtanden Pflüge und Eggen verlaſſen auf den Aeckern, alles
Dieſer Socius aber iſt nicht allein lahm, ſondern
auch ſtätig, und zwar durch die Jalouſie meines Mit
Commiſſarii, der Faulheit unſers Herrn
Vorgeſetz=
ten u. der Ohnmacht unſerer ganzen Verfaſſung.
Ob=
gleich wenig noch geſchehen iſt, ſo habe ich doch dabey
halbe Wunder thun müſſen, um nicht alles Gute in der
Geburt erſticken zu laſſen. Da ich nun nicht allein die
Hälfte der Fonds trage, ſondern auch allen meinen
guten Willen, und meine Kenntniſſe mit hinzulege und
dabey immer fußfällig um die Erlaubnis betteln muß,
ob das, was ich dabey für gut halte, geſchehen dürfe,
und das zwar bey Leuten, die wenigſtens halb blind
ſind, ſo iſt mir der Mut vergangen, weiter an dieſem
ungeſchickten Karren zu ziehen. Um tauſend Spinner
und vielleicht 50 Weber zu beſchäftigen, bedarf ich
kei=
nes Größeren lebendigen Fonds als ohngefähr 1000
Neue Louisdor, die dreimal des Jahres umlaufen, und
wozu ich die Hälfte ſogleich baar zuſchieße. Die andere
Hälfte kann ich nie bei dem Invaliden Inſtitute
fin=
den, weil es keine parate Fonds hat, und Geld auf
Unternehmungen aufzunehmen, keinem Pio Corpori
zuſteht.
Ich zweifle im geringſten nicht an dem Erfolge
der Unternehmung, wenn ſie raſch angegriffen, der
obengenannte Fonds herbeigeſchafft und mir
hauptſäch=
lich ein anderer Socius zugegeben wird. In der
Zu=
verſicht, daß Ew. Hochfürſtliche Durchlaucht bey allen
Dero Unternehmungen hauptſächlich das Beſte des
Landes in Erwägung ziehen, unterſtehe ich mich
unter=
thänigſt anzufragen, ob es höchſt Denſelben gefällig ſein
dürfte, mit mir hierüber in Societät einzugehen,
nach=
dem ich vorher höchſt Denenſelben über das Thunliche
der ganzen Sache und dem dabey mit Gewißheit zu
er=
wartenden Nuzen die ſchuldige Erläuterungen gegeben
haben werde.
Die Haupt Abſicht dabey iſt, nichts als die feinſte
Berbice (Süd=Amerika) und Inſeln Baumwolle zu
verarbeiten, lauter keines Geſpinſte hervorzubringen,
und es auf eigne Rechnung weben zu laſſen. Das
Fein=
ſpinnen beruht auf nichts als der Güte des Materials,
der Einrichtungen, der Räder, der Karten und der
Spindeln. . .
Die Spinner finden wir zu unſern Befehlen ſtetig
im Oberfürſtenthum, wo in Einem Amte 1200 Spinner
ſtrömte nach dem Landungsplatz. Der Korb ſchwebte etwa
1 Meter über dem Boden, der Ballon ruhte ſanft zwiſchen
Kiefern. Nachdem ſich die Herren durch Karte und
Ge=
ſpräch orientiert hatten, hoben die Zuſchauer an der
Gon=
del, die Inſaſſen halfen durch Ziehen an denTannenzweigen
nach, und ein flotter Aufſtieg brachte den Ballon aus
der gefährlichen Nähe der Tannen in hindernisfreie Höhen,
und ſtolz ſchwebte der Befreite weiter nach unbekannter
Landungsſtelle.
Offenbach, 19. April. Ueber Nacht iſt unſere
Garniſon ausgerückt. Kurz nach Mitternacht zogen
die Söhne des Mars nach dem Truppenübungsplatz
Griesheim bei Darmſtadt zum
Bataillons=
exerzieren. Nach einem ſechsſtündigen Marſche langte
das Bataillon dort an und hatte ſofort eine
Gefechts=
übung. Der Aufenthalt auf dem Uebungsplatze iſt auf
vier bis fünf Wochen feſtgeſetzt.
Mainz, 18. April. Der Polizeibericht meldet: In
der verfloſſenen Nacht iſt in einem hieſigen Gaſthauſe
ein Mädchenhändler ſeſtgenommen worden.
Wie das „Tgbl.” hierzu noch erfährt, gehört der Kerl
zu jener Bande, über die bereits berichtet wurde und
von der ſchon einige Männer und eine Frau hinter
Schloß und Riegel ſitzen. Die Frau verſchleppte
Mäd=
chen aus Rußland nach Deutſchland, indem ſie ihnen
vorſchwindelte, ihr Brnder ſuche eine Frau. Nach
einer Scheintrauung mußten die Mädchen dann betteln
und hauſieren gehen und wurden der Unzucht in die
Arme geführt. Eines der gequälten Geſchöpfe hatte
kürzlich Anzeige erſtattet, worauf die verſchiedenen
Mitglieder der Bande in Frankfurt und Worms
ver=
haftet wurden. Nun war geſtern hierher gemeldet
worden, daß ein weiteres Mitglied dieſer
verbrecheri=
ſchen Geſellſchaft hier in einem kleinen Gaſthof
abge=
ſtiegen ſei, worauf ſofort ſeine Verhaftung erfolgte.
— Die Malzkaffee=Fabrik von C. Kempenich iſt in
den Beſitz der Kathreiner=Malzfabriken
übergegangen, die das Anweſen bedeutend erweitern
werden. — Ein Einwohner des Hauſes
Dreikronen=
ſtraße 5 wurde in letzter Nacht im Hofe dieſes Hauſes
tot aufgefunden. Durch einen herbeigerufenen
Arzt wurde als Todesurſache Herzlähmung feſtgeſtellt.
Die Leiche wurde nach dem Friedhof gebracht.
Koſtheim, 18. April. Der elfjährige Sohn des
Korbmachers Joſeph Schäfer glitt am Floßhafen auf
einem Floß aus, fiel ins Waſſer und ertrank.
Bechtheim, 18. April. Das Pferd des Landwirts
Friedrich Müller I. ſcheute in der Gewann „Auf dem
Knopf” vor dem Perſonenzug und galoppierte mit
dem Pflugkarren in den Ort. Während der tollen
Fahrt wurde die Ehefrau Friedrich Müller I.
her=
ausgeſchleudert und blieb mit gebrochenem
Bein liegen. Vor dem Ort gelang es, das Pferd zu
bändigen.
Worms, 18. April. Vermißt wird ſeit dem 12.
d. M. ein 18 Jahre alter, zuletzt bei ſeinen Eltern
in der Aliceſtraße wohnhaft geweſener Fabrikarbeiter
von hier. Die Eltern befürchten, daß ihm ein Leid
zugeſtoßen ſein könnte, da ein Grund zu heimlicher
Entfernung nicht vorliege.
A Gießen, 16. April. Nachdem in den letzten
Jah=
ren der Waſſerverbrauch unſerer
Ein=
wohnerſchaft ſich nahezu verdoppelt und im
ver=
gangenen Jahre eine Höhe von 3900 Kubikmeter pro
Tag erreicht hat, mußte die ſtädtiſche
Waſſerwerksver=
waltung darauf bedacht ſein, bei Zeiten für die
Er=
ſchließung neuer Waſſerquellen Sorge zu
tragen, umſomehr, als ſeit Einführung der
Kanaliſa=
tion, ſowie durch den Anſchluß der neuen Univerſitäts=
Inſtitute und der noch im Bau begriffenen, aus 20
Ge=
bäuden beſtehenden Irrenanſtalt Waldhof eine
aber=
malige Steigerung des Waſſerkonſums eintreten
mußte. Dieſe Aufgabe hat die Stadtverwaltung gelöſt,
ohne daß ein neues Quellgebiet mit erheblichen Koſten
erworben zu werden brauchte. Bekanntlich beziehen
wir den größten Teil des hier konſumierten Waſſers
aus dem außerordentlich waſſerreichen Quellengebiet
bei Queckborn, auf das die Stadt durch den im
vori=
gen Jahre aus dem heſſiſchen Staatsdienſt
ausgeſchie=
denen Geh. Oberbaurat Schmick aufmerkſam gemacht
worden war. Die urſprünglich aus einem
Brun=
ten beſtehende Waſſergewinnungsanlage iſt im Laufe
der Zeit auf drei Brunnen erweitert, und jetzt iſt
die Anlage abermals um einen Brunnen vergrößert
worden. In entſprechender Weiſe mußte auch die
Leiſtungsfähigkeit des bei Queckborn befindlichen
ſtädtiſchen Pumpwerks erhöht werden und zu den
vor=
handenen drei Dampfmaſchinen und Pumpen noch ein
viertes Aggregat aufgeſtellt werden, das imſtande iſt,
weitere 90 Sekundenliter Waſſer nach der Stadt zu
u. in dem andern 700 bereits im Gange ſind. Dieſe
ſpinnen jetzt für Rechnung der Elberfelder Kaufleute
grobes Garn, das aus dem Lande geht. Sobald wir
ſelbſt weben, muß jeder Fremde weichen, kraft der
Lan=
des=Geſetze. . .
Das Geheimnis des Nuzens bei der Fabrication
ſelbſt iſt eine Sache, die ich nicht willens bin, dem
gro=
ßen Cakfee Hauſe unſerer Canzley anzuvertrauen,
allein ich werde ihn Ew. Hochfürſtlichen Durchlaucht in
geziemendem Respect durch Beweiſe und
Caleulatio=
nen darzuthun mich bemühen, ſobald ich nur weiß, daß
Ew. Hochfürſtliche Durchlaucht meinen Vorſchlag nicht
ganz in das Gebiet der Feenſchlöſſer verweiſen.
Ich bin mit dem tiefſten Respect
Ew. Hochfürſtlichen Durchlaucht,
meines gnädigſten Herrn
unterthänigſter Diener
J. H. Merck.
Aus dem Antwortſchreiben des Prinzen Georg d. J.
an Merck vom Mittwoch, den 11. Juli 1787:
Ich habe geſtern Abend, mein lieber Herr Kriegsrath,
Ihr höfliches Anerbieten, die Baumwollſpinnerei
betref=
fend, erhalten, und um Ihnen nicht auch ſtätig und lahm
zu ſcheinen wie Ihr alter Socius, ſo ermangle nicht, Ihnen
ſogleich darüber meine gegen Erklärung zu geben.
Um kurz zu ſeyn, ſchweige ich vom Vergnügen, welches
dero mit Laune verfaßtes Schreiben ſowohl als auch die
Gerechtigkeit, die Sie meinen Grundſätzen widerfahren
laſſen, mir machte.
Ganz in Ihre Laage kann ich mich denken und
wun=
dere mich Ihres Entſchluſſes nicht.
Ihre Scizze der hieſigen Verfaſſung, je treffender je
omiſcher die carricatur derſelben iſt, je trauriger iſt ſie
mir aber auch auf der andern Seite, da ich ſehe, daß es
gleichſam ein unverbrüchlich Geſetz im lieben Vaterlande
iſt, jeden tätigen Unternehmer durch die mehr denn
Feuer=
probe quälende Geduldsſpinnerei wo möglich kraftlos und
mürbe zu machen, und wer hier bey dem Heer von blinden
und myopen und beſonders bey der faſt allgemein
werden=
den Herzens= und Geiſt Paralyſie nicht ſo etwas von der
ganz kleinen Kunſt verſteht, die blinden ſehend, die lahmen
gehend zu machen, dem iſts übel geſagt, je allgemeiner nütz=
befördern. Die Montage des neuen Dampfkeſſels
iſt=
bereits erfolgt, die neue Dampfmaſchine wird in der
allernächſten Zeit zur Aufſtellung kommen. Nach=
Vollendung der Erweiterungsbauten wird das
Pump=
werk Queckborn in der Lage ſein, täglich über 7000
Kubikmeter Waſſer nach der Stadt fördern zu können,
es wird alſo imſtande ſein, auf Jahrzehnte hinaus
ſelbſt den weitgehendſten Anſprüchen unſerer
Bevöl=
kerung zu genügen. Die Erweiterung wird einen
Koſtenaufwand von etwa 300000 Mark verurſachen;
Gleichzeitig ſoll auf dem höchſten Punkt des
Selters=
bergs, in der Nähe der Schönen Ausſicht, ein
Waſſer=
turm von 40 Meter Höhe errichtet werden, der eine
Waſſerreſerve von 1500 Kubikmetern aufſpeichern ſoll
Er wird in erſter Linie zur Verſorgung des
hoch=
gelegenen Staditeils und der Kliniken auf dem
Sel=
tersberg dienen, wo ſich gerade in den letzten Jahren
eine außerordentliche Bautätigkeit entwickelt hatz
Außerdem werden dadurch die Druckverhältniſſe in
die=
ſem Stadtteil verbeſſert und für die Stadt die
Mög=
lichkeit geſchaffen, Waſſer an das benachbarte Klein=
Linden abgeben zu können.
(*) Lich, 17. April. Der Großherzog, die
Groß=
herzogin und die beiden Prinzen verließen heute
wie=
der unſere Stadt, in der ſie ſeit Dienstag zum Beſuch der
fürſtlichen Familie weilten. Um ½3 Uhr beſtiegen dier
hohen Gäſte den Extrazug und fuhren über Gießen,
Butz=
bach, Frankfurt nach Darmſtadt. Täglich konnte man die
großherzogliche Familie im Schloßgarten ſehen. Der
Großherzog intereſſierte ſich beſonders für die Erbauung
einer Veranda im Schloßgarten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. April. Ein ſeltener
Kongreß wird am 18. Mai in Berlin beginnen:
Aus=
der ganzen Welt werden junge Damen zur
Weltkonferenz=
der evangeliſchen Jungfrauenvereine hier
zuſammenſtrö=
men. Im Reichskanzlerpalais wird die Ehrenvorſitzender
Frau v. Bethmann Hollweg die ſtimmberechtigten Damen
empfangen. Zu Anſprachen ſind bereits viele angemeldet,
ſogar eine Japanerin, ein Fräulein Kawai. Zahlreich
wer=
den auch Engländerinnen und Amerikanerinnen erſcheinen.
Die Länder franzöſiſcher Zunge ſchicken gleichfalls viele=
Damen. Geſprochen wird auf dem Kongreß deutſch.
fran=
zöſiſch und engliſch. Neben vielen anderen Veranſtaltungen
iſt auch eine Verſammlung im Zirkus Buſch vorgeſehen=
— Der Ballon „Hewald” der am Samstag in Berlin
aufgeſtiegen war, hatte infolge des Gewitters in der
Nacht=
zum Sonntag eine ziemlich bedrohliche Fahrt, konnte aber
in der Choriner Heide glatt landen. Die Inſaſſen, ein Herr=
und zwei Damen, ſind bereits wieder in Berlin eingetrofs
fen. — Der 25jährige Kaufmann Erich Gieſe wollte geſtern,
nachmittag mit ſeinem Freunde Kerſten ſein neues
Segelboot erproben. An der Strombiegung zwiſchen
dem Reſtaurant „Sadowa” und der Mündung der Wuhle
kam das Boot bei einer Wendung infolge einer plötzlich
einſetzenden Boe zum Kentern. Die Inſaſſen ſtürzten ins
Waſſer; Kerſten konnte gerettet werden, während Gieſe
ertrank. — Auf ſchreckliche Weiſe iſt geſtern die 50 Jahre
alte Beſitzerin Luiſe Kerſten aus Fürſtenwalde ums
Leben gekommen. Frau K. war in einem Break durch
die Eiſenbahnſtraße gefahren, als das Pferd mit einem
Male vor einem vorüberſauſenden Automobil ſcheute und
durchging. Plötzlich wurde das leichte Gefährt ſo heftig
gegen die Bordſchwelle geſchleudert, daß es in Trümmer
ging. Frau K. ſowohl, als auch der 80 Jahre alte Kutſcher
Leonhardt wurden mit ſolcher Gewalt aus dem Fuhrwerk
geſchleudert, daß ſie beide beſinnungslos liegen blieben.
Sie wurden ſchleunigſt nach dem Lazarus=Krankenhaus
ge=
bracht, wo bei Frau K. aber nur noch der inzwiſchen
ein=
getretene Tod konſtatiert werden konnte. Auch der alte L.
iſt äußerſt ſchwer verletzt worden, doch dürfte er
voraus=
ſichtlich mit dem Leben davonkommen.
Frankfurt, 18. April. Wie der, „Finanz=Herold”
meldet, beabſichtigt ein Privatkkonſortium, auf dem der=
Kommerz= und Diskontobank gehörigen Grundſtücke
am Theaterplatz ein neues großes
Volks=
theater mit 1300 Sitzplätzen zuverrichten. Die Pläne
ſind von Architekt Paul Parravieini hier entworfen.
Der Neubau ſoll außer dem Theater noch
Geſchäfts=
lokalitäten, Cafés uſw. enthalten. Die Koſten betragen
2750000 Mark. — Am letzten Samstag abend
gegen 11¾ Uhr ereignete ſich Ecke Moſel= und
Kaiſerſtraße ein tödlicher Automobil=Unfall.
Eine Frau wollte einer Trambahn ausweichen und trat
deshalb zurück, als in demſelben Augenblick eine Freb=
Automobildroſche vorbeifuhr und ſie umrannte. Die
Frau kam unter das Auto zu liegen, ſo daß die Räder
licher ſeine Abſichten ſind. . . . . . Die Abſicht der
Un=
ternehmung und die mir vorgeſchlagene Art der
Teilneh=
mung gefällt mir, und da Erſtere ſoviel ähnliches mit
meinem Steckenpferd hat, daß ich glaube, es werde ein
gu=
tes Geſpann geben, ſo bin ich nicht abgeneigt, wenn ich
mehr belehrt und in meiner Erwartung beſtärkt ſeyn
werde, mich damit einzulaſſen. Vorläufig muß ich nur
bemerken, daß wenn man, ſo wie ich, nicht reich iſt und
den=
noch mit wenigem viel thun will und ſoll, auf den
unauf=
hörlichen Umlauf und freye Disposition des Geldes,
mithin auch auf eine gewiſſe Art von Unzertrennlichkeit,
wenn ich mich ſo ausdrücken darf, bey und in allen
Unter=
nehmungen Rückſicht genommen werden muß . . . . .
Die weitere nöthigen Belehrungen über pro und
contra und was die eigentlichen Societäts=Tractaten
betrifft, davon iſt hier nicht der Ort zureden, und ich
ver=
ſpare ſolches auf fernere gelegenere Zeit.
Auch in der Rückſicht iſt mir das Anerbieten
ange=
nehm, da ich durch nähern Umgang hoffe, neue Belehrung
und nützliche Unterhaltung in Ihren anmutigen und
geiſt=
vollen Unterredungen zu finden.
Uebrigens habe die Ehre mit beſonderer Wertſchätzung
zu ſeyn des Herrn Kriegsraths
ſehr ergebener Freund und Diener.
Beide Schreiben ſind im Beſitz des Großherzogl. Heſſ.
Geheim. Haus= und Staatsarchivs. — der Direktion danke
ich für die Güte, mit der ſie mir die Einſicht in dieſe
wich=
tigen Dokumente geſtattete — und geben mit den anderen
Briefen ein ziemlich anſchauliches Bild dieſer
merkan=
tilen Unternehmung J. H. Mercks. (Ich verweiſe auf mein
in Buchform Ende des Jahres erſcheinendes Werk über
Merck.) Doch der Ausgang dieſer groß gedachten, an
klein=
lichen Kleinigkeiten geſcheiterten und wohl auch durch die
Revolution ungünſtig beeinflußten Unternehmung ſtimmt
ebenſo traurig, wie das Ende des Mannes ſelbſt. Je
tie=
fer man in ſein durch Leid und Unglück, Enttäuſchung, Lug
und Trug, Krankheit verbittertes Leben eindringt, um ſo
mehr bedauert man ihn, und verwünſcht die kleinen,
be=
ſchränkten Geiſter, die das Schaffen und Wollen eines
ſol=
chen Menſchen zerſtörten!
Nummer 90.
ihr über die Bruſt und den Leib aingen. Die
Retungs=
wache Münzgaſſe brachte die Schwerverletzte nach dem
ſtädtiſchen Krankenhauſe, wo ſie kurz nach der
Ein=
lieferung verſtarb.
Ems, 18. April. In Berg bei Naſtätten wurde,
wie die „Emſer Zeitung” meldet, der 35 Jahre alte
Gemeinderechner Thomas auf dem Felde mit ſeinem
Geſpann vom Blitz getroffen. Man fand ihn
bewußtlos und am ganzen Körper mit Brandwunden
bedeckt; man zweifelt, daß Thomas mit dem Leben
davon kommen wird.
Domſtetten (Oberamt Freudenſtadt, Schwarzwald),
18. April. Geſtern vormittag iſt hier während des
Gottesdienſtes Feuer ausgebrochen, das fünf
Wohnhäuſer einäſcherte; es konnte faſt nur das
Vieh gerettet werden.
Laibach, 16. April. Eine dem Fall Hofrichter
ähnliche Angelegenheit beſchäftigt zurzeit die hieſigen
Behörden. Eine Frau in Loiſch,
Bezirkshauptmann=
ſchaft Adelsberg, erhielt letzthin mit der Poſt eine
Arzneimittelſendung ſamt einem ärztlichen
Begleit=
ſchreiben. Darin wurde mitgeteilt, der der
Empfän=
gerin bekannte Arzt empfehle ihr nach Rückſprache mit
einem Kollegen den Gebrauch des Mittels. Der Frau
kam die Angelegenheit von Anfang an verdächtig vor.
Sie wandte ſich an den als Abſender angegebenen
Arzt, dem von der Sendung nichts bekannt war. Das
Präparat erwies ſich bei der Unterſuchung als Gift.
Die Polizei forſcht nun in den Apotheken und
Droge=
rien nach dem Giftkäufer.
Paris, 18. April. Die Bewohner von Villeneuve
le Roi bei Paris, die ſeit Jahren vergeblich die
Er=
richtung eines Bahnhofes fordern,
veranſtal=
teten geſtern unter der Führung des Deputierten
Ar=
gelies eine Kundgebung, indem ſie das Bahngleis
be=
ſetzten und zwei Schnellzüge durch Schwenken von
roten Tüchern zwangen, anzuhalten. Die
Mani=
feſtanten überreichten ſodann dem Lokomotivführer
Schriftſtücke in denen die Notwendigkeit der
Erricht=
ung eines Bahnhofes begründet wird, und erſuchten ſie,
dieſe Petitionen dem Direktor der Orleansbahn zu
übergeben.
Petersburg, 18. April. Großfürſt Nikolaus
Nikolajewitſch fuhr geſtern von Petersburg nach
Mos=
kau. Gleich nach der Abfahrt begannen ſämtliche Achſen
des Sonderzuges zu brennen. Sie wurden ſofort
ge=
kühlt, trotzdem wiederholte ſich der Vorfall noch
mehr=
mals, ſo daß die Wagen ſchließlich außer Betrieb geſetzt
werden mußten. Der Großfürſt traf mit großer
Ver=
ſpätung in Moskau ein. Man glaubt hier an einen
Racheakt. Der Wegebauminiſter hat eine ſtrenge
Unterſuchung angeordnet.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Willy Loehr=Abend. Zum erſten Male
wieder ſeit ſeinem Scheiden von Darmſtadt tritt Herr
Willy Loehr am 21. d. M. vor das hieſige Publikum.
Zu einem Vortragsabend hat die freie literariſch=
künſt=
leriſche Geſellſchaft den einſtigen, vielgefeierten
jugend=
lichen Helden unſerer Hofbühne gewonnen, und es dürfte
von Intereſſe ſein, über das feſſelnde, literariſch=reizvolle
Programm des Abends im voraus Näheres zu erfahren:
Um die Großen der Literatur Goethe, Schiller, Hebbel,
Heine, gruppieren ſich ihre Epigonen. Manch wertvolles,
ſelten gehörtes Stück aus der nachklaſſiſchen Zeit wird
durch Herrn Loehrs feinſinnige Interpretation zu neuem
Leben erſtehen. Auch die modernen und modernſten
unſerer Dichter gelangen zu Wort. Und nicht die letzte
Stelle ſoll dem Humor in der Dichtung eingeräumt
werden. Es verſteht ſich eigentlich von ſelbſt, daß die
kunſt= und theatergetreue Gemeinde unſerer Stadt die
Gelegenheit nicht verſäumen wird, ihren einſtigen
Lieb=
ling zu feiern und ihm zu zeigen, wie unvergeſſen er
im Herzen der Darmſtädter, vor allem der Darmſtädter
Jugend lebt, die dankbar die Idealgeſtalten ihrer
Klaſſiker in der Erinnerung bewahrt, wie ſie ihr durch
Willy Loehrs Verkörperung während des letzten
Jahr=
zehntes zu Fleiſch und Blut geworden ſind. Den
Karten=
verkauf für den Abend hat (vergl. heutiges Inſerat) die
Hofbuchhandlung von A. Bergſtraeßer (W. Kleinſchmidt)
übernommen.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 18. April. Präſident Graf
Schwe=
rin=Löwitz eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 20
Mi=
nuten und widmet dem verſtorbenen Abgeordneten
Grafen Oriola folgenden Nachruf: Bevor wir in
die Tagesordnung eintreten, habe ich leider dem
Hauſe abermals eine ſchmerzliche Mitteilung zu
machen. (Die Anweſenden erheben ſich.) Der dem
Darmſtädter Tagblätt, Dienstag, den 19. April 1910.
Hauſe ſeit 1893 angehörige Abgeordnete Graf Oriola
iſt, nachdem er vor wenigen Tagen hier unmittelbar
vor den Türen des Reichstages einen
Straßenbahn=
unſall erlitten hatte, geſtern in aller Frühe an einem
Schlaganfall verſtorben. Graf Oriola hat hier im
Hauſe ſich namentlich immer die Fürſorge für alle
Be=
dürftigen, in ganz beſonderem Maße vor allem die
Fürſorge für die alten Kriegsveteranen angelegen ſein
laſſen. Er hat ſich dadurch in hohem Maße die Liebe
und Dankbarkeit aller dieſer alten Kriegsteilnehmer,
aber er hat ſich auch nicht nur durch ſeine perſönliche
Lie=
benswürdigkeit, ſondern auch durch ſeine überall
hervor=
tretendes ſtarkes Nationalgefühl, durch ſeine Liebe
zum Vaterlande die Liebe und Verehrung aller
Kolle=
gen hier im Hauſe erworben. Sie haben ſich zum
Ge=
dächtnis des Verſtorbenen von Ihren Plätzen erhoben,
ich ſtelle dies feſt. Ich habe mir bereits geſtattet, den
Angehörigen die Teilnahme des Hauſes auszuſprechen.
Der Präſident teilte dann ferner mit, daß
Staats=
ſekretär Dr. Delbrück erkrankt iſt.
Auf der Tagesordnung ſteht die
erſte Leſung der
Reichsverſicherungs=
ordnung.
Abg. Spahn (Ztr.) (ſehr ſchwer verſtändlich):
Die Tragweite der neuen Verſicherungsordnung,
namentlich auf ſozialem und wirtſchaftlichem Gebiete,
iſt ſo groß, daß wir verpflichtet ſind, ſie noch vor dem
1. Januar nächſten Jahres zu verabſchieden. Vor allem
iſt zu begrüßen, daß ein einheitlicher Unterbau für die
drei großen Verſicherungsarten geſchaffen werden ſoll.
Ich erkläre, daß wir dem Entwurf, vorbehaltlich von
Einzelheiten betreffend die Verſicherungsämter,
ſym=
pathiſch gegenüberſtehen. In der Kommiſſion wird zu
prüfen ſein, ob nicht bezüglich der Verſicherungsämter
die im früheren Entwurfe geplante Regelung getroffen
werden muß. (Zuſtimmung im Ztr.) Dazu gehört auch
die Frage, ob die Verſicherungsamtmänner die
Qualifikation zum Richteramt oder zur höheren
Ver=
waltung haben müſſen. Bei der Zuſammenſetzung des
Krankenkaſſenvorſtandes, für die der neue Entwurf
eine weſentlich günſtigere Stellung für die
Arbeit=
geber vorſieht, würde ich wünſchen, daß es bei dem
bis=
herigen Zuſtande bleibt. Ohne Not ſollte man die
Rechte der Arbeiter nicht beſchränken. Wie ſteht es mit
der Privatbeamtenverſicherung? Der Entwurf läßt
unerörtert, welche Qualifikation die Kaſſenbeamten
haben ſollen, ferner vermiſſen wir für dieſe eine neue
Dienſtordnung. Die Regelung des Verhältniſſes
zwi=
ſchen Aerzten und Kaſſen erfordert eine eingehende
Beratung in der Kommiſſion. Der Entwurf bedeutet
einen bedeutſamen Schritt vorwärts. Hoffentlich wird
die Kommiſſion, die ich einzuſetzen beantrage, das
Beſte zum Wohle der deutſchen Verſicherungsnehmer
finden. (Beifall im Zentrum.) — Abg. Dröſcher
(konſ.): Wir werden ernſtlich mitarbeiten, um das
Verſprechen der Vereinfachung des
Verſicherungs=
weſens einzulöſen. Beſondere Schwierigkeiten wird
die Einbeziehung der Seeunfallverſicherung und die
Verſicherung der ländlichen Arbeiter bereiten. Sofern
die ländlichen Krankenkaſſen nicht in die allgemeine
Schablone gedrängt werden, werden wir ihrer
Schaffung nicht entgegentreten. Von der Kommiſſion
muß geprüft werden, ob namentlich bei der freien
Arztwahl den Kaſſen die Erfüllung ihrer geſetzlichen
Verpflichtungen möglich ſein wird. Die
Invaliden=
verſicherungspflicht für Hausgewerbetreibende iſt
drin=
gend zu verlangen. Hoffentlich wird es der
Kommiſ=
ſion gelingen, die beſtehenden Bedenken zu beſeitigen,
ſodaß wir dieſem Geſetze beiſtimmen und damit zum
Wohle der minderbemittelten Bevölkerungsklaſſen zum
Ausbau der vom Begründer des Reiches geſchaffenen
ſozialen Verſicherungen beitragen können. (Beifall
rechts. — Abg. Horn=Reuß (natl.): Dieſes große
Geſetzgebungswerk hat auf Seiten der Intereſſenten
eine ſelten ſcharfe, ablehnende Kritik gefunden. Mit
der Ausdehnung der Krankenverſicherungspflicht auf
die ländlichen Arbeiter ſind wir einverſtanden, ebenſo
mit der auf die Hausgewerbetreibenden. Die
Forder=
ung, daß Perſonen mit mehr als 2000 Mark
Jahres=
verdienſt von der Verſicherung ausgeſchloſſen werden
ſollen, halten wir nicht für ſozial. Mit den Aerzten
dürfte eine Vereinbarung auf Behandlung ſolcher
frei=
willig verſicherter Perſonen leicht zu treffen ſein. Daß
ſich im Laufe der Zeit ein unwürdiges
Abhängigkeits=
verhältnis der Aerzte von den Kaſſen herausgebildet
hat, iſt nicht zu leugnen. Ueber die in dem Entwurf
vorgeſchlagene Regelung der Aerztefrage hat ſich auf
beiden Seiten, bei den Aerzten und bei den Kaſſen,
ein Sturm der Entrüſtung ergeben. Bei der
Ein=
ſchränkung der Tätigkeit von Zahntechnikern ſollte
man nicht zu weit gehen. Wir hoffen, daß die
Kom=
miſſion zugunſten unſerer Arbeiterſchaft und zugunſten
unſeres geſamten Volkes ein brauchbares Geſetz zu=
Seite 5.
ſtande bringen wird. (Beiſall) — Abg. Mugdan
(Fortſchr. Vpt.): Zwei Richtungen ſcheinen bei dem
Entwurfe mitgearbeitet zu haben, die eine drängt, die
andere hemmt. Reine Freude kann der Entwurf
nir=
gends auslöſen. Zu beklagen iſt, daß der Kreis der
Verſicherungspflichtigen erweitert wird, namentlich
hinſichtlich der Dienſtboten und landwirtſchaftlichen
Arbeiter. Für uns ſind die Landkrankenkaſſen
unan=
nehmbar. Sie ſollten mit Entrüſtung abgelehnt
wer=
den. Die Landarbeiter bekommen keinerlei
Selbſtver=
waltung und ihre Entrechtung wird die Landflucht
weiter fördern. Nötig iſt, daß durch ſofortiges
Ein=
greifen eines Arztes größeres Uebel verhindert wird.
Das iſt nur möglich durch große Kaſſen, und deshalb
wurde die Zuſammenlegung der Krankenkaſſen für
einen Stadt= oder Landkreis erwartet, um
leiſtungs=
fähige große Kaſſen zu ſchaffen. Das iſt in der
Vor=
lage nicht geſchehen. Die Maßnahmen des Entwurfes
gegen die freien Hilfskaſſen kommen einer
Erdroſſel=
ung dieſer Kaſſen gleich. Dazu können wir unſere
Zuſtimmung nicht geben. Ebenſo können wir nicht
der Halbierung der Beiträge beipflichten.
Einverſtan=
den ſind wir mit dem Proportionalwahlſyſtem zu dem
Ausſchuß. Die Aerzte ſollten das Recht haben, aus
freier Wahl Mitglieder in den einheitlichen
Vertrags=
ausſchuß zu ſchicken. Noch kraſſer tritt die
Bevormundung ſeitens der Regierung in den
Beſtimmungen für die Apotheker hervor. Der
ſeit Jahren angeſtrebte gemeinſame Unterbau iſt
gar nicht denkbar. Dazu ſind die Verſicherungsarten
zu verſchieden. Das Studium der ſozialpolitiſchen
Ge=
ſetze müßte auf den Univerſitäten viel intenſiver
be=
trieben werden. Bei der Feſtſtellung der Unfallreuten
ſollten auch die Arbeiter gehört werden. In
Verſiche=
rungsſachen iſt eine ſchnelle Rechtſprechung dringend
notwendig, noch mehr als in den Kaufmannsgerichten.
Das Reichsverſicherungsamt muß für die einzelnen
Verſicherungsarten die einzige Aufſichtsbehörde bleiben.
Wenn die Hinterbliebenenverſicherung ſo enttäuſcht, ſo
trifft der Vorwurf die Regierung, das Zeutrum und
auch die Sozialdemokraten, die der Lex Trimborn
zu=
ſtimmten, durch welche unter Hinweis auf die Witwen=
und Waiſenverſicherung die exorbitant hohen
Getreide=
zölle beſchloſſen wurden. Es iſt leider feſtzuſtellen, daß
die Arbeit der Vereinfachung des Verſicherungsweſens
nicht geglückt iſt. Auch wir werden uns rege an der
Kommiſſionsberatung beteiligen und haben den Wunſch,
dem Volke das zu bieten, was unſere
Arbeiterverſiche=
rung auf Jahre ſichert. (Lebhafter Beifall links.)
Abg. Molkenbuhr (Soz.): Der Entwurf iſt völlig
unüberſichtlich ausgearbeitet. Es wird den Arbeitern
nichts Neues geboten. Es hätte ein einheitliches
Volks=
verſicherungsgeſetz geſchaffen werden müſſen.
Nach weiteren Ausführungen Molkenbuhrs wird
die Debatte geſchloſſen. Weiterberatung Dienstag
12 Uhr. Schluß 6½ Uhr.
Die Ausſperrung im Baugewerbe.
** Darmſtadt, 18. April. Am Samstag abend
haben ſämtliche dem Deutſchen Arbeitgeberbund angehörige
Maurer= und Zimmergeſchäfte von Darmſtadt und
Umgegend (Eberſtadt, Griesheim und Traiſa) ihre
Ge=
ſchäfte geſchloſſen. Zur Entlaſſung kamen 330
Mau=
rer, 170 Taglöhner und 60 Zimmerer, zuſammen 560
orga=
niſierte und nichtorganiſierte Leute. 50 Poliere und eine
entſprechende Anzahl Lehrlinge werden weiterbeſchäftigt.
Die Bautätigkeit liegt zurzeit ſehr danieder, da in
Darm=
ſtadt ſoeben nur 12 Wohnhäuſer in Angriff genommen ſind.
* Wiesbaden, 18. April. Die nunmehr
vorliegen=
den genauen Zahlen über den Umfang der
Bauarbei=
terausſperrung im hieſigen Bezirk ſind nicht
ſo hoch, wie die am Samstag ſchätzungsweiſe gemachten
Angaben. Während von der Arbeitgeberorganiſation
bis=
her genauere Ziffern nicht zu erlangen waren, haben ſich
nach Mitteilung des Gewerkſchaftsbureaus von insgeſamt
66 Unternehmern, welche Bauarbeiter beſchäftigen, nur 43
an der Ausſperrung beteiligt. Ausgeſperrt ſind 361
Mau=
rer, 41 Bauhilfsarbeiter und 30 Zimmerer. 53 Poliere,
326 Maurer und 310 Bauhilfsarbeiter ſind nicht ausgeſperrt.
Von den unverheirateten Ausgeſperrten geht ein großer
Teil nach Limburg und dem Dillgebiet, wo eine
Ausſper=
rung bisher nicht ſtattgefunden hat.
Luftſchiffahrt.
* Leipzig, 17. April. Das Luftſchiff „P. IV‟,
das um 2 Uhr 40 Minuten nachmittags in
Alten=
burg zur Rückfahrt nach Bitterfeld aufgeſtiegen war
und um 3 Uhr 30 Borna paſſierte, mußte gegen 5 Uhr
wegen eines Schadens an der Propellerwelle bei
Sommerfeld, öſtlich von Leipzig, landen. Die Land=
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
einmal rechnen. Die Beſetzung der übrigen Partien bleibt.
war die bekannte und bewährte. Die Titelpartie
führte Frau Morny mit dramatiſcher Leidenſchaft
und ſtimmlicher Kraft durch; prachtvoll ſang Herr
Weber die des Amonasro, eine intereſſante und
intelligente Vertreterin der Amneris war Fräulein
Howard.
* Berichtigung. In dem geſtrigen erſten
Kon=
zertbericht war Sp. 1, Z. 9 v. u. zu leſen: „letztgenannte
mit ſo prächtiger Kunſt des Vortrags”.
— Vortrag Drews. Am Samstag abend hielt
Herr Profeſſor Drews im ſtädtiſchen Saalbau einen
Vor=
trag über das Thema „Hat Jeſus gelebt?‟ Dem Redner,
der die Perſönlichkeit des hiſtoriſchen Jeſu leugnet, traten
entgegen die Herren Pfarrer Waitz=Darmſtadt, Prof. Dr.
Gunkel=Gießen, der des Redners unwiſſenſchaftliche und
dilettantiſche Methode klarlegte, Geh. Kirchenrat Prof. D.
Krüger, Profeſſor D. Eck=Gießen u. a. Die Diskuſſion
dauerte mehrere Stunden, und es iſt anzuerkennen, daß die
genannten Herren ſich einer ausführlichen Diskuſſion der
Frage in einer öffentlichen Verſammlung unterzogen und
den Redner nicht unwiderlegt ließen. Im übrigen ſtehen
wir auf dem Standpunkt, daß dergleichen Fragen vor das
Forum der Wiſſenſchaft und nicht vor die Oeffentlichkeit
* Großh. Hoftheater. Am Sonntag ſang und in Volksverſammlungen gehören. Wir ſtimmen den
bei der Wiederaufführung von Verdis prunkvoller! evangeliſchen Geiſtlichen Badens bei, die dem Veranſtalter
Oper „Alda” Herr Kammerſänger Oskar Bolz aus dieſer Vorträge gegen Eintrittsgeld auf eine Einladung er=
Stuttgart die Partie des Rhadamés. Der Sänger hat widern ließen: „Wir können uns des Eindrucks nicht
er=
hier im Januar dieſes Jahres ſchon den „Tannhäuſer” wehren, daß die an uns ergangene Einladung und die
und „Siegmund” geſungen, er iſt deshalb hier kein ſchon vorher erfolgte Ankündigung derſelben in der Oef=
Unbekannter mehr. Heute imponierte er beſonders fentlichkeit nur dem Senſationsbedürfnis und der Reklame
durch den rieſigen ſtimmlichen Aufwand; das Duett dienen ſollen. Wir ſehen uns deshalb nicht in der Lage,
mit Arda im 3. Akte war eine phänomenale ſtimmliche durch Teilnahme an der Verſammlung für dieſelbe Pro=
Leiſtung, die das Publikum faszinierte und ihm fünf= paganda zu machen. Wir ſind dazu um ſo weniger geneigt,
bis ſechsmaligen Hervorruf einbrachte. Ob aber die als uns in einer öffentlichen Verſammlung,
künſtleriſche Behandlung der Partie mit dem ſtimm= die auf Maſſen rechnet, eine ruhige,
wiſſenſchaft=
lichen Aufwand immer auf gleicher Höhe ſteht, iſt eine liche Erörterung nicht möglich erſcheint.” Allerdings —
andere Frage: mit der breiten Ausſprache muß man das geben wir zu — bleibt es bedenklich, wenn der Redner
als mit einer Eigentümlichkeit ſeiner Tongebung nun in einer ſolchen öffentlichen Verſammlung unwiderlegt
„Der Rhein im Bild”. Unter dieſem
Namen ſoll am 8. Mai d. J. im Kurfürſtlichen Schloß
zu Mainz eine Ausſtellung des Verbandes
der Kunſtfreunde in den Ländern am Rhein durch
den Protektor des Verbandes, den Großherzog Ernſt
Ludwig von Heſſen, eröffnet werden. Die Ausſtellung
will eine Anſchauung geben, wie ſich die
Rheinland=
ſchaft von der Quelle bis zum Niederrhein in der
modernen Kunſt darſtellt; und zwar in der
ausgeſpro=
chenen Abſicht, der überlieferten und überlebten
roman=
tiſchen Auffaſſung der Rheinlandſchaft im Publikum
eine modernere entgegenzuſtellen, darin die
Rheinland=
ſchaft aus ſich ſelber ſchön iſt ohne Ruinen= und
Mond=
ſchein=Romantik. Obwohl alſo die Ausſtellung nach
den „Motiven” ausgewählt und geographiſch geordnet
iſt, wird ſie doch nur ausgeſuchte Werke enthalten und
eine Kunſtausſtellung von guter Qualität ſein. Die
bedeutendſten Künſtler Weſtdeutſchlands, Thoma wie
Trübner, Schönleber wie Steinhauſen, Haueiſen,
Gat=
tiker, von Volkmann, Kampmann, von Seebach, Hoelzel,
Clarenbach, Pankok, E. R. Weiß und andere ſind mit
feinen Werken darin vertreten, ſo daß die Ausſtellung
— unter der Leitung von Wilhelm Schäfer — zugleich
eine Ausſtellung rheinländiſcher Künſtler von gutem
Rang ſein wird.
C Eine neue Gartenſtadt in der
Pro=
vinz Brandenburg. Zu den verſchiedenen
Gar=
tenſtädten, die ſchon jetzt in Deutſchland beſtehen, wird
in den nächſten Jahren eine neue kommen. Dieſe
Gar=
tenſtadt wird in nächſter Nähe von Spandau auf einem
bisher unbebauten und günſtig gelegenen Terrain
ent=
ſtehen. Das Terrain gehört zur Ortſchaft
Seege=
feld, doch würde vielleicht nach Errichtung der
Gar=
tenſtadt um Beilegung eines anderen Namens
nach=
geſucht werden. Bei vollſtändigem Ausbau würde ein
Städtchen von 10000 bis 15000 Einwohnern entſtehen.
Hauptſächlich ſollen Häuſer mit kleineren und
mitt=
leren Wohnungen gebaut werden.
* Frankfurter Theater=Spielplan.
1. Opernhaus: Dienstag, 19. April: „Tiefland‟
Mittwoch, 20. April: Geſchloſſen. Donnerstag, 21.
April: „Carmen”. Freitag, 22. April: Richard Strauß=
Zyklus: 1. Abend „Guntram” Samstag, 23. April:
„Hoffmanns Erzählungen”. Sonntag, 24. April:
„Aida‟. Montag, 25. April: Richard Strauß=Zyklus:
„Feuersnot” (Kunrad: Herr Kammerſänger Feinhals
aus München a. G.). Dienstag, 26. April: „Fra
Dia=
volo”. 2 Schauſpielhaus: Dienstag, 19. April:
„Die ſchöne Mirjam” „Heiße Liebe‟ „Der ſchlechte
Ruf”, „Der Arzt ſeiner Ehre‟ Mittwoch, 20. April:
„Johannisfeuer”, „Der Arzt ſeiner Ehre‟
Donners=
tag, 21. April: „Die Jungfrau von Orleans”. Freitag,
22. April: „Kabale und Liebe‟ Samstag, 23. April:
„Der dunkle Punkt” Sonntag, 24. April, 3½ Uhr:
„Der dunkle Punkt”; 7 Uhr: „Die ſchöne Mirjam”,
„Heiße Liebe” „Der ſchlechte Ruf” „Der Arzt ſeiner
Ehre‟. Montag, 25. April: „Des Pfarrers Tochter von
Streladorf‟. Dienstag, 26. April: „Die Rampe”,
Schau=
ſpiel in 4 Akten von Henry de Rothſchild.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19.=April 1910.
Nummer 90.
ung erfolgte glatt, ohne daß jemand verletzt wurde.
Die Hülle, die durch die Reißvorrichtung entleert
wurde, wird per Bahn nach Bitterfeld weiterbefördert.
* Paris, 17. April. Das Präſidium des
inter=
nationalen juriſtiſchen Komitees für
Luftſchiffahrt hielt heute eine Sitzung ab, an
welcher als Vertreter der deutſchen Mitglieder Aſſeſſor
Dr.„Meyer aus Homburg v. d. H., teilnahm.
Haupt=
gegenſtand der Beratung bildete die Frage der
recht=
lichen Natur des Luftraumes im
öffent=
lichen Recht. Man war ſich einig darüber, daß
der Luftraum über offenem Meer und ſtaatenloſen
Ge=
bieten die gleiche rechtliche Natur beſitze, alſo
als frei zu erachten ſei. Bezüglich des Luftraumes
über Staatsgebieten wurde beſchloſſen, eine
vermit=
telnde Formel zu finden zwiſchen dem Standpunkte
der deutſchen Komiteemitglieder, welche die
Ausdehn=
ung der Staatsſouveränität auch auf den Luftraum
als Grundſatz wünſchen, und dem Standpunkte der
anderen Mitglieder, welche die Freiheit der ganzen
Atmoſphäre anerkannt ſehen möchten.
* Paris, 18. April. Henry Farman
unter=
nahm geſtern mit ſeinem Zweiflächer mit einem
Paſſa=
gier an Bord einen Flug von Stampes nach Orleans;
er legte die etwa 50 Kilometer lange Strecke in
unge=
fähr 40 Minuten zurück. Farman hat damit einen
neuen Weltrekord für den Flug zu Zweien geſchaffen.
Das Ballonunglück bei Reichenſachſen.
* Ueber das ſchon berichtete furchtbare
Ballon=
unglück bei Reichenſachſen wird noch folgendes
gemel=
det: In der Nacht vom 16. auf den 17. April entlud ſich
gegen 12 Uhr im Werratal ein außerordentlich heftiges
Gewitter, in das der Ballon „Delitzſch” vom Verein für
Luftſchiffahrt in Bitterfeld geriet. Der Ballon, der
von Karl Luft aus Bitterfeld geführt wurde, war dort
abends 6 Uhr 10 Min. mit vier Inſaſſen aufgeſtiegen.
Bis Eiſenach, das gegen 12 Uhr paſſiert wurde, hatte
der Ballon glatte Fahrt. Dann geriet er ins Unwetter
und wurde von einem heftigen Winde nach Südweſt
abgetrieben. Gegen 1 Uhr nachts überflog er das
be=
nachbarte Dorf Oetmannshauſen. Um dem immer
heftiger auftretenden Gewitter zu entgehen, verſuchten
die Luftſchiffer, hier zu landen. Sie warfen Ballaſt
aus und riefen um Hilfe. Leider konnte ihnen dieſe
hier nicht gewährt werden, weil der Wind den
immer=
hin noch in beträchtlicher Höhe ſchwebenden Ballon
abtrieb. Kurz darauf, etwa gegen 1½ Uhr, erfolgte die
Kataſtrophe. Man hörte um dieſe Zeit einen
hef=
tigen Donnerſchlag, dem ein gewehrfeuerähnliches
Knattern folgte. Erſt am Morgen gegen 6 Uhr nahm
man deſſen Urſache wahr, als man den zerſchmetterten
Ballon liegen ſah. Der Blitz hatte die Hülle getroffen
und ſie in Stücke geriſſen. Das Gas explodierte und
brachte die Gondel mit raſender Geſchwindigkeit zu
Falle, die dabei noch einen ſtarken Baum zerſchmetterte.
Heftig prallte ſie am Boden auf. Der Wind trug den
größten Teil der zerfetzten Hülle etwa einen Kilometer
weſtwärts von Reichenſachſen, nach dem Trimberg.
Auf welche Weiſe die vier Inſaſſen, die zum
Teil entſetzlich zugerichtet wurden, den Tod fanden, ob
durch den Blitz, ob durch die Exploſion des Gaſes
oder durch das heftige Aufprallen auf den Boden,
konnte bis jetzt noch nicht genau feſtgeſtellt werden. Es
ſteht jedoch feſt, daß wenigſtens einer von ihnen durch
den Blitzſtrahl getötet wurde. Ihm waren die
Bein=
kleider zum Teil verbrannt, und am Oberſchenkel
waren die ſchwarzblauen Streifen deutlich zu erkennen,
ebenſo an der Hand, an der ihm der Blitz auch den
Daumen vollſtändig abriß. Zwei der Inſaſſen wurken
bei dem Anprall mit furchtbarer Vehemenz aus der
Gondel herausgeſchleudert, dabei brach der eine von
ihnen ein Bein, der andere vergrub ſich mit dem Kopf
ſo tief in der Erde, daß man ihn herausgraben mußte.
Es iſt möglich, daß die drei Luftſchiffer, an denen bis
jetzt Spuren vom Blitzſtrahl nicht nachgewieſen werden
konnten, ihren Tod durch die Exploſion des Gaſes
fanden. Andererſeits erſcheint es aber auch nicht
aus=
geſchloſſen, daß ſie durch den heftigen Stoß, mit dem die
Gondel zur Erde fuhr, getötet wurden.
In der Gondel befanden ſich Inſtrumente zu
wiſſenſchaftlichen Zwecken, die man völlig zerſtört
auf=
fand. Die Luftſchiffer hatten genaue Aufzeichnungen
über ihre Fahrt gemacht, die bis zur Ankunft in
Oet=
mannshauſen reichten. Außerdem fand man in der
Gondel einen Frachtbrief für die Rückbeförderung des
Ballons an die Verwaltung des Luftſchifferbataillons
in Bitterſeld.
Der Führer des Ballons war, wie ſchon berichtet,
Kaufmann Karl Luft aus Bitterfeld; die Namen der
übrigen drei Inſaſſen, die ebenfalls Kaufleute ſind,
waren noch nicht mit Sicherheit feſtzuſtellen. Die
Leichen der Verunglückten wurden vorläufig im
Siechenhaus aufgebahrt.
* Eſchwege, 18. April. Die Unterſuchung
der Hülle des verunglückten Ballons
„Delitzſch”, welche geſtern in Reichenſachſen
eingetrof=
fene Herren vom Verein für Luftſchiffahrt in Bitterfeld
vorgenommen haben, läßt mit Sicherheit erkennen, daß
das Unglück nicht durch einen Blitzſchlag
herbei=
geführt wurde. Der Ballon iſt infolge der in der Nacht
zum Sonntag herrſchenden Gewitter in eine ſtarke
Luftſtrömung geraten und nach unten gedrückt
wor=
den. Die Inſaſſen verſuchten durch Auswerfen von Ballaſt
aus dem Bereich des Gewitters zu kommen, dem ſtarken
Widerſtand der Luftſtrömungen hat der Ballon anſcheinend
nicht ſtandgehalten und iſt geplatzt. Für dieſe Annahme
ſcheint auch das Fehlen des Ventildeckes zu ſprechen. Erſt
wenn dieſer gefunden iſt, glaubt man die genaue Urſache
des Unglücks feſtſtellen zu können. Als die Kataſtrophe
eintrat, befand ſich der Ballon nach Aufzeichnungen des in
der Gondel aufgefundenen Apparates in 2600 Metern
Höhe. Die Hülle ſoll heute nochmals unterſucht werden.
Die Leichen wurden zur Beſtattung freigegeben.
Vermiſchtes.
** Das Arbeiterhotel von New=York.
Eines der wichtigſten Probleme der Arbeiterwohnſtätten
iſt die Notwendigkeit, den weniger bemittelten Arbeitern
der Großſtädte, die die Koſten eines eigenen Heims nicht
aufbringen können, eine Möglichkeit zu bieten, zu billigen
Preiſen ein gutes und ſauberes Nachtquartier zu erhalten.
Ein lehrreiches Beiſpiel, wie dieſe Frage gelöſt werden
kann, gibt das große Arbeiterhotel, das der amerikaniſche
Philanthrop Mill im Arbeiterviertel der amerikaniſchen
Metropole, in der Altſtadt New=Yorks, errichtet hat.
In=
mitten der alten, rußigen Häuſer, ſo berichtet die „
Bau=
welt” erhebt ſich ein zehnſtöckiger Palaſt aus ganz hellem,
faſt weißem Ziegelſtein. Hell und licht ſind alle Räume,
die Empfangshalle, der Lichthof, der große Leſeſaal mit
der Bibliothek ſind in ſchönen großen Dimenſionen
ange=
legt, nirgends empfängt man den Eindruck eines
Arbeiter=
aſyls, man glaubt eher irgend ein großes Staatsinſtitut
zu betreten. Bis 7 Uhr abends kann hier jeder obdachloſe
Arbeiter eintreten und für 20 Cents ein freundliches,
ſau=
beres, bequemes Nachtquartier mieten. Die Zimmer ſind
freilich klein, eigentlich nur Zellen, nicht größer, als dem
Bette und einem Stuhle Raum zu geben, aber das kleine
Gelaß empfängt durch ein großes vergittertes Fenſter von
dem mächtigen Lichthofe ſo viel Luft und Licht, als man
wünſchen kann. Ueber dem Fußende des Bettes, an der
Wand iſt ein Schrank für die Garderobe und das kleine
Gepäck angebracht. Aber alles blitzt von Sauberkeit, auf
dem blankgeputzten Meſſingbett liegt friſches Waſchzeug
und die Ventilation iſt vorzüglich angeordnet. Morgens
begibt ſich der Gaſt in die großen ſchönen gemeinſamen
Waſch= und Baderäume, an geräumigen
Marmorwaſch=
becken, in Wannenbädern oder in Duſchzellen kann er ſeinen
äußeren Menſchen reſtaurieren, Wichszeug ſteht bereit;
unten im Hotel kann er zu entſprechend billigem Preiſe
frühſtücken, ein Barbier ſteht ihm zur Verfügung: kurz, er
genießt alle Bequemlichkeiten zu ganz ungewöhnlich
billi=
gen Preiſen. Wer länger wohnt, zahlt eine billigere
Wochenmiete von 1 Dollar 20 Cents für die Woche. Und
dabei iſt dieſes Arbeiterhotel keine Stiftung, die jährlich
Tauſende verſchlingt, die Einnahmen des Unternehmens
decken die Koſten, ja die Aktionäre erhalten ſogar eine
ſichere, wenn auch mäßige Dividende.
Literariſches.
— Eine der reichhaltigſten und beſten Wochenſchriften
der Gegenwart iſt zweifellos die „Deutſche Roman=
Zeitung” von der uns jetzt die Hefte 17/21 vorliegen.
Dieſe intereſſante Zeitſchrift bietet ſehr viel Schönes und
ſind wir der Ueberzeugung, daß die jetzt zum Abdruck
gelangenden Romane Hermann Bang, „Zuſammenbruch”
und Oswald Bergener, „Die Heidemühle” zu den beſten
der Gegenwart gehören. Intereſſenten, die dieſe
Familien=
wochenſchrift noch nicht kennen, erhalten Probenummern
von dem Verlage Otto Janke, Berlin SW 11,
Anhalt=
ſtraße 11, gern koſtenlos zugeſandt.
— Die Damenröcke ſollen dieſes Frühjahr ſo eng
getragen werden, daß das Gehen nur ſchwer möglich
ſein wird; ſo verlangt es die Tyrannin Pariſer Mode.
Die wahre Eleganz wird nicht gehen, ſondern, wie in
China, trippeln müſſen. Der geſunde Sinn unſerer Frauen
wird dieſe Torheit gewiß nicht mitmachen. Die „Wiener
Mode” wird, wie ſo oft, auch hier eine eigene Wiener
Mode ſchaffen. Daß dies möglich iſt, zeigt das ſoeben
Kleines Feuilleton.
* Taft als Gegner des
Frauenſtimm=
rechts. Präſident Taft empfing eine Abordnung der
national=amerikaniſchen Frauenſtimmrechts=Liga. In
ſei=
ner Begrüßungsrede führte er in freimütiger Weiſe aus,
daß er ein Gegner des Frauenſtimmrechts ſei. Er erklärte,
daß die Gewährungen des Stimmrechts an die Frau eine
große Gefahr in ſich bergen. Die Frau ſieht nur auf den
Erfolg, nicht aber auf die einzelnen Schwierigkeiten, die
im politiſchen Leben oft überwunden werden müſſen. Wir
würden Wähler erhalten, die nach politiſchen
Schlagwör=
tern, nicht aber nach der wirklichen Lage der Dinge
urtei=
len. Lauter Mißfall, Pfeifen und Ziſchen tönten dem
Prä=
ſidenten nach dieſen Worten entgegen. Doch unbeirrt fuhr
er fort: „Erſt müſſen Sie zeigen, daß Sie des
Stimm=
rechts würdig ſind. Sie müſſen fähig ſein, an einer
poli=
tiſchen Debatte teilzunehmen, und ſich nicht, wie es jetzt
geſchehen iſt, von ihren Gefühlen zu ſehr hinreißen laſſen.”
Am Schluß ſeiner Rede wurde Taft lebhaft applaudiert.
* Der abeſſiniſche Prinzenbeſuch auf
dem „Dreadnought” Unſere Leſer erignern ſich
wohl noch des luſtigen Beſuches, den ein pikar junge
Herren und eine junge Dame, als abeſſiniſche
Standes=
perſonen verkleidet, dem „Dreadnought” abſtatteten,
um an Bord alle ihnen als „Prinzen” erwieſenen
Ehren mit Vergnügen entgegenzunehmen. Aus
Lon=
don wird nun das Nachſpiel gemeldet: Die Offiziere
des genannten Schiffes ſtellten feſt, wer diejenigen
waren, die ſich den Scherz erlaubt hatten. Es fiel das
nicht ſchwer. Wie ſeinerzeit ſchon erzählt, waren es
junge Leute der beſten Geſellſchaftskreiſe, einige waren
ſogar mit den Offizieren verwandt. Zunächſt hoffte
man, daß die Admiralität die Sache in die Hand
neh=
men würde, weil die Spötter ein gefälſchtes
Tele=
gramm im Namen eines hohen Staatsbeamten
ge=
ſchickt hatten. Aber die Strafverfolgung unterblieb,
und die Offiziere beſchloſſen, das Geſetz ſelber in die
Hand zu nehmen. Mit Ausnahme der jungen Dame
erhielten daher die Herren Briefe, in denen ſie
aufge=
fordert wurden, nach London zu kommen und ſich an
einer beſtimmten Stelle einzufinden, widrigenfalls ſie
einen unangenehmen Beſuch daheim zu erwarten haben
würden. Einer bekam außerdem die Aufforderung,
ſich ſofort nach der Admiralität zu begeben, um ſich bei
dem Kommandanten der Heimflotte, Admiral Sir
Wil=
liam May, perſönlich zu entſchuldigen. Er tat das auch
und mußte in der Admiralität eine halbe Stunde
war=
ten, worauf ihm der Admiral ſagen ließ, er habe keine
Luſt, ihn zu ſehen. Die drei anderen jungen Leute
aber begaben ſich an die ihnen gegebene Adreſſe und
wurden dort von einer Anzahl Marineoffiziere
emp=
fangen und — tüchtig verprügelt, was freilich weniger
witzig als begreiflich iſt.
C. K. Eine Turnhalle für 4 Millionen. An
der amerikaniſchen Harvard=Univerſität wird nun eine
Turnhalle entſtehen, die eher den Namen eines
Turnpala=
ſtes verdient und nach ihrer Vollendung wohl das
voll=
kommenſte „Gymnaſium” der Welt ſein wird. Die Pläne,
die bereits ausgearbeitet ſind, ſehen einen Koſtenaufwand
von mehr als 4 Millionen Mark vor. Das Gebäude wird
eine große künſtliche Eisbahn aufweiſen, ein koloſſales
Schwimmbaſſin, zwei kleinere Badebaſſins, über hundert
Baderäume, mehrere große Duſchenhallen, ausgedehnte
Schießſtände, eine Rennbahn für Dauerläufer, Plätze für
die verſchiedenen Arten von Ballſpielen, Box=, Ring= und
Fechträume, einen großen Trophäenſaal und drei reich
ausgeſtattete Leſehallen. Der neue Bau wird ſich am
Harvard=Square in Cambridge, Maſſachuſetts, erheben;
ein großer Teil der erforderlichen Mittel ſteht bereits zur
Verfügung, der Reſt wird durch Subſkription aufgebracht
werden.
Wahres Geſchichtchen. In die Sprechſtunde
eines Arztes kommt eine junge Frau, die über Schmerzen
im linken Fuß klagt. Auf die Aufforderung des Arztes
hin zieht ſie Schuh und Strumpf aus und zeigt das
blitz=
ſaubere Füßchen vor. Der Arzt glaubt daran eine kleine
Schwellung zu bemerken. Um dies durch einen Vergleich
mit dem anderen Fuß ſicher konſtatieren zu können, ſagt er:
„Entblößen Sie doch mal den rechten Fuß.‟ — Die
Pa=
tientin wird rot. zögert und ſtottert ſchließlich: „Ach. Herr
Doktor. Darauf — bin ich nicht vorbereitet.” (Jugend.)
erſchienene 14. Heft des XXIII. Jahrganges, das auch
ſonſt das erfreulichſte Bild der wahren, praktiſchen
Eleganz bietet.
— A. Hartlebens Kleines Statiſtiſches=
Taſchenbuch über alle Länder der Erde. 17. Jahrgang
1910. Nach den neueſten Angaben bearbeitet von Profeſſor
Dr. Friedrich Umlauft. 8 Bogen. Duodez.
Gebun=
den 1,50 Mark. Nirgends findet man alle wichtigen
poli=
tiſchen und ſtatiſtiſchen Angaben über ſämtliche Länder der
Erde in ſo handlicher und bequemer Form vereint, wie in
„A. Hartlebens Kleinem Statiſtiſchen Taſchenbuch” deſſen
17. Jahrgang ſoeben in gründlichſter Neubearbeitung
er=
ſchienen iſt, ſodaß ſeine Angaben vollkommen zuverläſſig
ſind und dem jüngſten Stande ſtatiſtiſcher Erhebung
ent=
ſprechen. Von beſonderem Intereſſe ſind die zahlreichen
vergleichenden Ueberſichten über die bedeutſamſten
ſtatiſti=
ſchen Verhältniſſe ſämtlicher europäiſcher Staaten, die wir
dem „Anhang” entnehmen, welcher eine faſt unerſchöpfliche
Reihe ſehr intereſſanter, vergleichender
Zuſammenſtellun=
gen bietet. A. Hartlebens Verlag in Wien.
Verſchönerungsverein.
St. Der Verſchönerungsverein hielt geſtern nachmittag
im Reſtaurant Sitte ſeine Generalverſammlung ab, die
vom Vorſitzenden, Herrn Geheimerat Wilbrand, mit
Worten herzlicher Begrüßung eröffnet wurde. Die
Rech=
nung, die geprüft und für richtig befunden war, wurde
ge=
nehmigt. Den Jahresbericht verlas Herr Rechnungsrat
Lang. Wir geben daraus folgendes als von allgemeinem
Intereſſe wieder: Die Anlage eines Fußpfads nach dem
Bordenberg — von der Nieder=Ramſtädter Straße aus
erforderte einen Aufwand von 347,18 Mk. In 1909 wurden
55 Naturbänke aufgeſtellt. Ferner ſind die
vorgeſehe=
nen 2 Sockelbänke am Friedhof an der Nieder=Ramſtädter
Straße aufgeſtellt worden. Der Geſamtaufwand für die
bezeichneten Bänke beläuft ſich auf 68250 Mk. Für
Unter=
haltungsarbeiten an dem Tempel auf dem Lindenberg und
an dem Mathildentempel, einſchließlich Herſtellung von
Bänken, ſind 175,97 Mk. verausgabt worden. Die Anlage
verſchiedener Pfade im Oberfeld verurſachte eine Ausgabe
von 361,47 Mk. Der dem Komitee „Darmſtadt im
Blu=
menſchmuck” für 1909 verwilligte Beitrag von 100 Mk. iſt
im Mai 1909 zur Auszahlung gekommen. Nach
Erricht=
tung des Bismarckturms auf dem Dommerberg hat ſich das
Bedürfnis ergeben, einen Fußpfad dahin von der Nieder=
Ramſtädter Straße aus anzulegen; die Koſten hierfür
be=
laufen ſich auf 79,98 Mk. und ſind aus dem Reſervefonds
entnommen worden. In der letzten Generalverſammlung
war der Wunſch vorgetragen worden, die Goetheſtraße
zwiſchen Beſſungen und dem Wald mit einer
Baumpflan=
zung zu verſehen; der Bezirksverein Beſſungen hat ſich
dabei bereit erklärt, zu den Koſten einen Beitrag von
50 Mk. zu leiſten. Da die Goetheſtraße Kreisſtraße iſt,
wurde an Großh. Kreisamt Darmſtadt die Bitte gerichtet,
dem bezeichneten Wunſche ſtattgeben zu wollen.
Für die laufende Unterhaltung der beſtehenden
An=
lagen ſind im Jahre 1909 aufgewendet worden rund
1859 Mk., die Koſten der Neuanlagen ſtellen ſich auf
1764 Mk., die Verwaltungskoſten betragen 429 Mk., ſomit
Geſamtausgabe 4052 Mk. Die Einnahmen des Jahres 1409
ſtellen ſich auf 7482 Mk. Verglichen mit der Ausgabe von
4052 Mk. bleibt Vorrat 3430 Mk. Der verfügbare Reſt
be=
trägt 3350 Mk.
Für 1910 ſind die Einnahmen aus
Mitgliederbeiträ=
gen veranſchlagt zu 2360 Mk. An ſonſtigen Einnahmen
werden erwartet — Beiträge zur Unterhaltung der
An=
lagen am Böllenfalltor 300 Mk. An Zinſen können
ein=
gehen 90 Mk. Es ſtehen ſomit für 1910 zur Verfügung
6100 Mk.
Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1908 925. In
1909 ſind abgegangen 59, dagegen zugegangen 3. mithin
Stand Ende 1909 869. Zum Schluſſe liegt dem Vorſtand
die angenehme Pflicht ob, herzlichſten Dank zu ſagen dem
bekannten Ungenannten für die Zuwendung von 10 Mk.,
Herrn v. Gall für den außerordentlichen Beitrag von
15 Mk., Herrn Rechnungsrat Scharmann für die
nnent=
geltliche Prüfung der Rechnung, Herrn Hofbuchbinder
Greſſer für die unentgeltliche Beſorgung der
Buchbinder=
arbeiten.
Neue Anlagen ſind vorgeſehen: a) Errichten
eines Tempels auf dem Bordenberg 900 Mk., b) Anlage
eines Fußpfades von Dommerbergſchneiſe nach
Atz=
winkelweg 100 Mk., e) Bänke 400 Mk., d) Anlage eines
Fußpfades von der Branntweinbuche am Waldſaum
nach der Hent e) ſtraße 50 Mk., e) Anlage eines
Fuß=
pfades im Oberfeld 50 Mk., t) Anlage bezw.
Verbeſſe=
rung des Fußpfades nach Groß=Zimmern (weiße Mar
kierung) 150 Mk., g) Beitrag dem Komitee Darmſtadt
im Blumenſchmuck 100 Mk., h) Errichten eines Tempels
an der Dieburger Schneiſe in der Nähe der
Teich=
ſchneiſe 750 Mk., i) Errichten eines Tempels am
Brunnersweg 750 Mk., zuſammen 3250 Mk. Der
Reſervefonds beträgt 330 Mk.
Der Vorſitzende berichtet über die ſchon im
Vor=
jahre beſchloſſene Errichtung eines Tempels auf.
dem Bordenberg. Es wird beſchloſſen, anſtelle eines
ſeinerzeit projektierten erhöhten Holztempels eine
An=
ſchüttung, gewiſſermaßen als Podeſt, 3 Meter hoch,
an=
zulegen und darauf ein dauerhaftes, leicht zu
erſteigen=
des Holzgerüſt zu errichten, das eine ſchöne Ausſicht
ermöglicht. Die Koſten belaufen ſich auf 900 Mark, die
genehmigt werden. Herr Architekt Becker beantragt,
zwei Tempel und Bänke zu errichten, einen auf der Höhe
Dieburger Straße und Teichſchneiſe und einen am
Brunnersweg. Der Vorſitzende bemerkt dazu, daß zu
zwei Tempeln die Mittel nicht ausreichen dürften und
empfiehlt, zunächſt nur einen Tempel zu erbauen am
Brunnersweg, in der Nähe der Bismarckeiche. Man
beſchließt nach längerer Debatte, da am Brunnersweg
ein guter, ſchützender Fichtenbeſtand vorhanden iſt, den
Tempel an der Kreisſtraße (Dieburger Straße und
Teichſchneiſe) zuerſt zu errichten, den zweiten Tempel
aber auch alsbald vorzuſehen. Mit der Erbauung ſoll
alsbald nach der nächſten Holzernte begonnen werden.
— Auf Anregung des Stadtv. Stemmer wird beſchloſſen,
das dem Hofpächter Herrn Schwarz gehörige Stück
Land am Wege von der Roſenhöhe nach der Roßdörfer
Straße zu pachten und da einen Weg anzulegen, für
den dringendes Bedürfnis vorhanden iſt.
Oberfinanz=
rat Balſer regt an, Schritte zu tun, damit in der
Südmauer des Friedhofes ein Tor gebrochen wird reſp.
das vorhandene Tor für des Publikum freizugeben.
Herr Stemmer referiert über die Stellungnahme der
Stadt zu dieſem Wunſche, die ſich ablehnend verhält.
Man will anſtreben, Schlüſſel an einzelne Intereſſenten
abzugeben, die, wenn ſich Mißſtände ergeben, wieder
eingezogen werden könnten. Herr Geh. Oberforſtrat
Walther referiert über die angeregte Beſchaffung von
Karten für Vereinsmitglieder, in denen die Wege uſw.
eingezeichnet ſind. Nach den herrſchenden Verhältniſſen
empfiehlt ſich die Anfertigung beſonderer Karten nicht.
Es ſoll nun auf Vorſchlag des Stadtv. Stemmer
verſucht werden, einfache Karten billiger herzuſtellen.
Nummer 90.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
Daran ſchlieſt ſich die Vorſtandswahl. Der
alte Vorſtand wird wiedergewählt, für den
ausſcheiden=
den Herrn Oberlandesgerichtsrat Rohde wird Herr
Stadtgärtner Stapel neugewählt.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
„Im Herbſt vergangenen Jahres ſtand auf der
Tagesordnung einer Stadtverordnetenſitzung das Geſuch
der Bewohner der Niederſtraße und der Hofgartenſtraße
um Durchführung der Niederſtraße auf die
Heidelberger=
ſtraße. Die Sache konnte aber damals noch nicht
be=
raten werden, weil ſie im Ausſchuß nicht erledigt war.
Nun hoffen aber die ſeinerzeitigen Geſuchſteller, daß
unſere maßgebenden ſtädtiſchen Körperſchaften dem
Projekt bald näher treten, damit endlich der ſeit langen
Jahren als höchſt läſtig empfundene Mißſtand beſeitigt
wird, der darin beſteht, daß die Bewohner der beiden
genannten Straßen vom Verkehr mit dem weſtlichen
Stadtteil geradezu abgeſchnitten ſind. Da nun vielleicht
der eine oder andere unſerer verehrlichen Stadtväter mit
den Verhältniſſen an Ort und Stelle nicht genau
ver=
traut iſt, ſo möchten wir hierdurch die betreffenden
Herren höflichſt bitten, ſich einmal hierher zu bemühen
und ſich durch den Augenſchein davon zu überzeugen,
daß es nicht zu viel geſagt iſt, wenn wir behaupten, daß
es eine unwürdige, unhaltbare Situation iſt, in der ſich
die meiſten Bewohner der beiden Straßen befinden, und
daß dieſer Mißſtand baldigſt beſeitigt werden muß. T. R.
Das Kaiſerpaar in Homburg.
* Homburg, 18. April. Der Kaiſer unterzog
heute vormittag 9¾ Uhr den Entwurf der Supraporta auf
dem hieſigen Bahnhofe einer erneuten Beſichtigung und
ſah darauf das Modell des Ausſichtsturmes, den der
Hom=
burger Taunusklub in Geſtalt eines altrömiſchen
Wacht=
turmes auf dem Herzberg zu errichten beabſichtigt. Der
Kaiſer kehrte dann in Begleitung des Chefs des
Zivilkabi=
netts und des Geheimen Baurates Jacobi durch den
Kur=
park nach dem Königlichen Schloſſe zurück. Um 11 Uhr
unternahmen das Kaiſerpaar, Prinz Oskar und Prinzeſſin
Viktoria Luiſe mit Gefolge einen Spazierritt. Zur
Früh=
ſtückstafel bei den Majeſtäten ſind geladen Profeſſor Dr.
Spieß und Dr. Spielhagen.
Darmſtadt, 19. April.
R.W. Unfall. Geſtern abend 7 Uhr verunglückte ein
Bahnbedienſteter in Arheilgen dadurch, daß ſich ſein
Flobertgewehr beim Schießen nach Spatzen nach hinten
entlud und die Ladung ihm in den Kopf drang. Der
Verunglückte, der verheiratet und Vater dreier Kinder
iſt, wurde bewußtlos und in hoffnungsloſem Zuſtande
mittels Krankenautomobils ins Krankenhaus verbracht.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. April. Staatsſekretär Dr.
Del=
brück leidet an rheumatiſchen Schmerzen an einem
Fuß und hütet auf ärztlichen Rat das Zimmer. Es
iſt begründete Ausſicht vorhanden, daß die Krankheit,
die nur leichter Natur iſt, in einigen Tagen
be=
hoben iſt.
* Schweidnitz, 18. April. In Rudolfswaldau
im Kreiſe Waldenburg erſchlug am Samstag abend
der 20jährige Arbeiter Tatzeld ſeinen 61jährigen Vater,
beraubte ihn ſeines Wochenlohnes von 11,50 Mark und
brachte das Geld bei Vergnügen in der folgenden Nacht
durch. Der Staatsanwalt ſchickte einen
Kriminal=
ſchutzmann mit einem Polizeihund an die Mordſtelle.
Der Hund ſtellte den Täter in ſeiner eigenen Wohnung.
Tatzeld iſt geſtändig.
* Wilhelmshaven, 18. April. Der Dampfer „
Pa=
tricia” trat heute mit einer 1100 Köpfe ſtarken Beſatzung
für das Kreuzergeſchwader die Ausreiſe nach
Oſt=
aſien an.
* Peſt, 18. April. Rooſevelt beſuchte heute
vormittag den Erzherzog Joſeph und den
Mäniſterpräſi=
denten Khuen=Hedervary. Er erſchien mittags im
Parlament, wo die ungariſche Gruppe der
interparla=
mentariſchen Konferenz eine Sitzung abhielt. Graf
Albert Apponyi überreichte ihm namens der Gruppe
eine Adreſſe. Rooſevelt nahm an dem Dejeuner bei
dem Erzherzog Joſeph teil.
* Peſt, 17. April. Rooſevelt iſt heute abend hier
eingetroffen; er wurde am Bahnhofe von dem Vertreter
des Miniſterpräſidenten, dem Ober=Stadthauptmann und
ſämtlichen Mitgliedern des Munizipalausſchuſſes
emp=
fangen. Von der vor dem Bahnhofe angeſammelten
Men=
ſchenmenge wurde Rooſevelt mit ſtürmiſchen Hurra= und
Eljenrufen begrüßt.
* Peſt, 18. April. In der Ortſchaft Felſoefalva im
Udvarhelyer Komitat ſind 192 Häuſer ſamt den
Nebengebäuden niedergebrannt. Der Schaden
iſt ſehr bedeutend. Das Feuer entſtand infolge
Un=
vorſichtigkeit ſpielender Kinder.
* Belgrad, 18. April. Kronprinz Alexander iſt
zum Beſuch ſeines erkrankten Onkels, des Prinzen
Arſen, nach Paris abgereiſt. Er begibt ſich von dort
über die Riviera nach Rom. Er reiſt inkognito und
wird etwa drei Wochen von Belgrad abweſend ſein.
* London, 18. April. In einer Verſammlung der
iri=
ſchen Partei wurde beſchloſſen, die Budgetvorlage der
Regierung in allen Leſungen zu unterſtützen.
2 London, 18. April. Wiedas Reiterſche Buren aus
Hankau meldet, herrſcht nunmehr in Tſchangſcha
Ruhe. Der Schatzmeiſter der Provinz übernahm die
Lei=
tung der Geſchäfte.
** Kopenhagen, 18. April. Durch Königliches Dekret
wird das Folkething am 19. Mai aufgelöſt; die
Neu=
wahlen ſind auf den 20. Mai feſtgeſetzt.
Beim Kauchen.
— Peſt, 18. April. Rooſevelts Empfang auf
ungariſchem Boden war von großer Begeiſterung
getragen. Rooſevelt traf geſtern früh in Preßburg ein, wo
er von der Bürgerſchaft bei ſeiner Fahrt durch die beflaggte
Stadt jubelnd begrüßt wurde. Den Tag verbrachte er,
wie inzwiſchen mitgeteilt, als Gaſt des Exminiſters Grafen
Apponyi auf Schloß Eberhard, von wo er am Abend die
Reiſe nach Peſt antrat. Auf allen größeren Stationen
wurden Rooſevelt begeiſterte Huldigungen dargebracht, für
die er in kurzen Reden dankte. Unbeſchreiblicher Jubel
herrſchte bei ſeiner Ankunft in Peſt, wo viele Zehntauſende
trotz ſtarken Regens auf dem Bahnhof und auf den
Stra=
ßen warteten. Am Bahnhof begrüßte der Bürgermeiſter
Barczy an der Spitze der= Stadtvertretung den Gaſt in
eng=
liſcher Sprache, worauf Rooſevelt dankte und erklärte, daß
er herzlich gern nach Ungarn gekommen ſei, wo ein
frei=
heitliebendes, gerechtes, ritterliches Volk lebe, deſſen
Ver=
treter er von Amerika her ſo vorteilhaft kenne. Auch ein
Vertreter des erkrankten Miniſterpräſidenten wohnte dem
Empfang bei.
H.B. Paris, 18. April. Der „Matin” veröffentlicht
ein Telegramm des Sekretärs des früheren
Präſi=
denten Rooſevelt, OLaughlin, worin dieſer die
Gerüchte über eine Verſtändigung mit dem Grafen von
Aehrenthal bezüglich eines Abkommens zwiſchen den
verſchiedenen Mächten über eine teilweiſe
Abriſt=
ung vollſtändig in Abrede ſtellt. Von einer
allgemei=
nen Abrüſtung ſei überhaupt nicht die Rede geweſen
und am allerwenigſten würde ſich Rooſevelt mit dem
Grade der Verteidigungsſtärke der einzelnen Länder
befaſſen.
— London, 18. April. In dem Kohlenrevier
Dudley, wo ſeit Jahren unter der Erde Kohlen
bren=
nen, brach geſtern das Feuer plötzlich durch; es konnte
ſchnell gelöſcht werden. Es entwickelten ſich giftige
Gaſe, durch die zwei Arbeiter in Gefahr gerieten. Mit
großen Schwierigkeiten wurde ihre Rettung ins Werk
ge=
ſetzt, ſo daß eine größere Zahl von Arbeitern ohnmächtig
wurde. Auch die beiden gefährdeten Arbeiter wurden als
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unverständlich, dass so viele Männer am Rauchen
Gefallen finden können. Und doch muss ein eigener
Genuss darin liegen, den sogar manche Frau nicht
gerne mehr missen möchte.
Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach
dem grösseren oder kleineren Genusse derselben im
Munde und Rachen des Rauchers jedesmal ein
un-
angenehmes kratzendes Gefühl, das nur zu leicht sich
festsetzen und in hartnäckigen Rachenkatarrh ausarten
kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und
zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach
be-
endeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-
Tabletten im Munde langsam zergehen zu lassen.
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Rauchens, der Mund und Atem werden wieder frisch
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Darmstadt, 17. April 1910.
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Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die Zyklone
über Deutſchland iſt raſch oſtwärts gezogen und hat in
Nord= und Süddeutſchland ſtrichweiſe Gewitter gebracht.
An ihrer Stelle iſt heute morgen von Weſten her ein
Hochdruckgebiet herangezogen, das trockenes und langſam
aufheiterndes Wetter bringt. Dabei wird morgen wieder
Erwärmung eintreten. Ein über den britiſchen Inſeln
lagerndes Tiefdruckgebiet wird vorderhand unſere
Witterung nicht beeinfluſſen.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 19. April:
Vorwiegend heiter, trocken, wärmer, ſchwach Südweſt.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereis
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſer
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nich?
zurückgeſandt.
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Seite S.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
Nummer 90.
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Die Dame mit dem Orden.
Von Little.
Ueberſetzt aus dem Engliſchen.
(Nachdruck verboten.)
1)
San Francisco, den 30. Juni 1901.
Mein lieber Kamerad!
Welch eine Heldin am Abend vor der Schlacht! Ich
ſchreibe dies in einem kleinen, dumpfen Hotelzimmer, und
ich wage nicht, für eine Minute mit Pfeifen aufzuhören.
Man könnte meine Courage mit einer Briefmarke bedecken.
Morgen früh ſegle ich nach dem Königreich der Blumen,
und wenn die Roſen etwa ſchon darauf warten, auf
mei=
nem Pfade zu ſprießen, ſo iſt das mehr, als ſie in den
letzten paar Jahren hier getan haben.
Als der Zug aus dem heimatlichen Bahnhof dampfte
und ich die vielen lieben traurigen Geſichter verſchwinden
ſah, da empfand ich wohl für einige Augenblicke die
Bitter=
keit des Todes. Alles ließ ich zurück, was mir teuer auf
Erden war; vorwärts gings in die dunkle, unbekannte
Zukunft — allein.
Natürlich iſt es zu meinem Beſten; das Unangenehme
iſt immer zum Beſten. Du biſt verantwortlich dafür, meine
geliebte Couſine, und Du magſt die Folgen tragen. Du
glaubſt, meine Rettung ſei, Kentucky zu verlaſſen und
mein Glück in der Fremde zu ſuchen. Dein zärtliches
Fein=
gefühl ſchrak davor zurück, mich der Welt preisgegeben zu
ſehen als eine junge Witwe, die nicht trauert. So ſchiffteſt
Zu mch ein uach iegand einen del bſlich ven Siez und
bandeſt mich an einen vierjährigen Kontrakt.
Aber Kameradin, Hand aufs Herz! ich glaube nicht,
daß Du mich in Deinem Innern darum tadeln kannſt, daß
ich nicht traure. Ich hielt aus bis zum Ende und trotzte
den Vernachläſſigungen, den Demütigungen, den
angſtvol=
len Tagen und Nächten und verlor in der Anſtrengung,
meine Pflicht zu tun, faſt die Achtung vor mir ſelbſt. Als
aber der Tod alledem plötzlich ein Ende machte — Gott
allein weiß, was das für eine Erlöſung war.
Und wie wunderbar hat ſich alles gefügt! Erſt den
Kindergartenkurſus, den ich beſuchte, Dir zu Gefallen, und
um meine Gedanken von Dingen abzulenken, die nie hätten
ſein ſollen. Dann meine unerwartete Befreiung von den
Feſſeln, die entſetzliche Weiſe, wie alles ſtattfand, meine
unangenehme Stellung und Abhängigkeit — dann, mitten
in alles hinein dieſes unerwartete Anerbieten, nach Japan
zu gehen und in einer Miſſionsſchule zu unterrichten!
Iſt es nicht lächerlich, Gefährtin? Gab es je etwas
ſo Abſurdes als mein Los bei den Miſſionaren? Ich, die
ich nie ein einziges Kentuckyrennen verpaßt habe, ſeit ich
alt genug war, einen Schimmel von einem Fuchs zu
unter=
ſcheiden! Es ſcheint, daß mich die alte Parzendame nicht
zu einem einſeitigen Theaterſtern ausbilden will. Denn
achtzehn Jahre lang habe ich reine Komödie geſpielt,
dann Tragödie ſieben lange Jahre, und nun ſoll ich eine
Charakterrolle geben.
Niemand ſoll je wiſſen, was es mich gekoſtet hat, zu
gehen. Alle waren ſo ſehr dagegen, aber es ſcheint mir,
daß ich mein ganzes Leben lang den Wünſchen meiner
Familie entgegengehandelt habe. Und doch würde ich mein
Leben hingeben für jedes Glied unſerer Familie. Wie
haben ſie mir doch beigeſtanden und mich geliebt durch alle
meine blinden Dummheiten hindurch! Sicherlich waren
meine Fehler ebenſo groß wie die anderer Leute.
Und nun noch die Geſchichte mit Jack. Du weißt,
wie es immer mit ihm geweſen iſt, ſchon als ich ein kleines
Mädchen war, bis zum Tage, wo ich mich verheiratete.
Von da an hat er mich nicht mehr angeſehen, aber er ſtand
mir bei und half, ſtumm und feſt. Wenn es nicht um
Deinet= und um ſeinetwillen geweſen wäre, ſo hätte ich
ſchon längſt ein Ende mit mir gemacht. Aber nun ich frei
wurde, fing Jack gerade da wieder an, wo er vor ſieben
Jahren aufgehört hatte. Es iſt mehr als nutzlos: ich bin
für immer und ewig fertig mit Liebe und jeglichem
Gefühl. Natürlich wiſſen wir alle, daß Jack das Salz
der Erde iſt, und es bringt mich beinahe um, ihm
Schmer=
zen zu bereiten, aber er wird ſich darüber hinwegſetzen
das tun ſie alle —, und es wird beſſer für ihn ſein, ohne
mein Dabeiſein zu geneſen. Ich habe ihm das Verſprechen
abgenommen, mir nie eine Zeile zu ſchreiben. Da guckte
er mich bloß an in ſeiner ruhigen, kritiſchen Art und ſagte:
Gut, aber bitte, vergiß nicht, daß ich warte, bis Du bereit
biſt, das Leben mit mir noch einmal von vorn anzufangen.
Ich bitte Dich, es würde ja der Todesſtoß all ſeiner
Hoffnungen ſein, wenn er mich heiratete. Mein
Witwen=
ſcherflein beſteht in einem verkrachten Leben, einigen
Schul=
den und dem menſchlichen Bewußtſein, daß ein prächtiger,
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
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junger Arzt wie er nicht das Recht hat, all ſeine Chancen
wegzuwerfen, um ein kleines Hoſpital für unheilbare
Kinder zu gründen. Ich knirſche mit den Zähnen, wenn
ich daran denke, daß er ſeinen langgehegten Traum, in
Deutſchland zu ſtudieren, aufgeben will, um Land für das
Krankenhaus kaufen zu können.
Ach, ich weiß, daß Du es für groß und edel hältſt, und
daß es ſchrecklich von mir iſt, ſo anders zu fühlen. Mag
wohl ſein! Jedenfalls wirſt Du zugeben, daß ich, indem
ich Euch verlaſſe, endlich einmal das Rechte getan habe.
Es iſt, als ob ein Klecks in der Landſchaft geweſen ſei,
der nun mit Deiner Hilfe entfernt iſt. Inzwiſchen flehe
ich zum Himmel, mein Herz möchte verknöchern.
Die einzige Kraft, die mich nun noch in Schwung
er=
hält, das iſt Dein Glaube an mich. Du haſt immer
be=
hauptet, daß ich doch etwas wert ſei, trotzdem ich
hart=
näckig das Gegenteil bewieſen habe. Graut Dir nicht vor
dem Wagnis? Denke an die Verantwortlichkeit, die Du
übernimmſt, etwa als Bürge für mich vor einer
Miſſions=
verſammlung ſtehen zu müſſen. Ich will ſo ſtramm
zuge=
korkt daſtehen, als ich nur irgend kann, aber geſetzt den
Fall, der Pfropfen knallte doch los!
Arme Gefährtin, es war nicht freundlich von Gott,
mich Dir als Couſine zu geben.
Schwamm drüber! Es iſt geſchehen, und wenn Du
dies erhältſt, bin ich ſchon weit auf meiner ſeekranken
Reiſe. Ich getraue mir nicht, Dir Grüße an die Familie
aufzutragen. Kaum wage ich, Dir ſelbſt einen Gruß zu
ſenden. Ich bin ein Soldat und ſalutiere meinem
vor=
geſetzten Offizier!
An Bord, den 8. Auguſt 1901.
Es iſt ſo windig, daß ich kaum mein Papier
nieder=
halten kann, doch will ich einen Verſuch machen. In der
erſten Nacht an Bord war ich für mich allein. Wir waren
achtzehn Kabinenpaſſagiere an Bord. Sehr ſtürmiſch war
es, aber ich blieb oben, ſolange ich konnte. Die Geiſter der
Niedergeſchlagenheit ſchwärmten ſo dicht um mich herum,
daß ich ſie nicht in dem engen Quartier meines
Staats=
zimmers bekämpfen mochte. Aber endlich mußte ich doch
hinunter und es folgte eine Schreckensnacht. Ein
entſetz=
licher Sturm raſte, das Schiff ſchaukelte, ſtöhnte, das
Waſſer brauſte gegen die Luken, mein Koffer ſpielte Haſch
mit meinen Schuhen und meine Kiſte rannte um das
Zim=
mer herum wie eine Ratte, die ihr Loch ſucht. Ich hörte,
wie oben die Befehle des Kapitäns die Antwortrufe der
Matroſen übertönten, wie Männer und Frauen in
pani=
ſchem Schrecken durch die Gänge eilten.
So lag ich die Nacht hindurch in der oberen Koje und
rief mir die unglücklichen Nächte der ſieben letzten Jahre
ins Gedächtnis zurück. Enttäuſchung, Herzeleid,
grau=
ſames Erwachen, Abſcheu: ſo kam eins nach dem andern
in ſchweigender Folge. Jede zärtliche Erinnerung, jedes
frohe Gefühl, das noch in meinem Herzen verweilt haben
mag, wurde unbarmherzig hingemordet durch die ſtärkere
Erinnerung an die Leiden. Der Sturm draußen war
nichts gegen den Sturm in meinem Herzen. Das Schickſal
des Schiffes war mir gleichgültig, mochte es ſegeln oder
ſtranden: einerlei für mich.
Als der Morgen kam, war etwas mit mir geſchehen.
Ich weiß nicht, was es war; meine Vergangenheit ſchien
in gewiſſer Weiſe jemand anderem anzugehören. Ich hatte
endlich die alte Laſt abgeworfen und war ein neuer Menſch
in einer neuen Welt.
Ich ſetzte meine hübſcheſte Mütze auf, zog den langen
Mantel an und begab mich auf Deck. O, meine Beſte,
wenn Du bloß den Anblick geſehen hätteſt, der ſich mir
darbot! Eine Schar lahmer, elender Menſchen!
Erbſen=
grün ſahen ſie aus mit Gelb dazwiſchen und einer
ſchwar=
zen Linie unter den Augen, bleich um die Lippen und
ſchwach in den Knien. Es gab nur ein weibliches Weſen
außer mir, das nicht ſeekrank war, und das war eine
Miſſionarin mit kurzen Haaren und einer Rieſennaſe. Sie
ging auf Deck umher, verteilte Traktate und fragte die
Leute, ob ſie Chriſten ſeien.
Als ich herauskam, probierte ſie es gerade mit einem
großen, niedergeſchlagen ausſehenden Fremden, der in
einer Ecke kauerte: Bruder, biſt Du ein Chriſt?
Nein, nein, murmelte jener ungeduldig. Ich bin
Nor=
weger. Was dem Mann aber fehlte, war ein Schnaps;
jedoch war es nicht an mir, dies vorzuſchlagen.
Ich ſchäme mich faſt, zu geſtehen, daß ich täglich drei
tüchtige Mahlzeiten mache, und zwiſchendrein knurrt mir
dennoch der Magen, gerade wie Mark Twains kleinem
gelben Hunde. Nicht weit von mir bei Tiſch ſitzen vier
ältere Herren und ein junger Deutſcher. Sie ſind groß im
Geſchichtenerzählen, und ich ſelbſt habe ſchon alle meine,
alle Deine und einige, die ich improviſierte, zum Beſten
gegeben. Einer der alten Herren iſt Miſſionar; und als er
herausfand, daß ich weitläufige Konnexionen mit der
„Herde” habe, nannte er mich ſofort „Liebe Schweſter”.
Wäre ich zu Hauſe, ſo würde ich ihn „Lieber Pa” nennen,
aber hier trage ich mein beſtes Betragen zur Schau.
Die Speiſen ſind ziemlich gut, nur manchmal ſo ſcharf
gewürzt und gepfeffert, daß es mir den Atem benimmt.
Mein kleiner chineſiſcher Kellner iſt ein wenig zu ſehr um
mein Wohl beſorgt. Alles Proteſtieren bringt ihn nicht
dazu, mir meinen Teller zu laſſen, bis ich aufgegeſſen
habe. Nach ein paar Biſſen entreißt er ihn mir und bringt
den nächſten Gang. Er nötigt zu Speiſen aller Art und
beſteht darauf, daß ich alle Spalten und Löcher mit Nüſſen
und Roſinen ausfülle. Und nachdem ich gegeſſen und
ge=
ſtopft habe, ſieht er mich an und ſagt bedauernd: Miſſy
krank, nicht ißt!
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des
py. Bereidumtg Darmſtabt
N§ 45.
Dienstag, 19. April.
1910
Darmſtadt, den 9. April 1910.
Betreffend: Meldung von Funden.
Das Großh. Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Von dem Gr. Denkmalpfleger für die Altertümer iſt wiederholt feſtgeſtellt worden,
daß gelegentliche Funde bei Erdarbeiten entgegen den geſetzlichen Beſtimmungen
ent=
weder gar nicht, oder verſpätet zur Anzeige gekommen ſind. Wir laſſen deshalb
nach=
ſtehend den Art. 25, 26 und 37 des Denkmalſchutzgeſetzes vom 16. Juli 1902 erneut zum
Abdruck bringen und bemerken hierzu:
Vor allem wollen Sie dafür beſorgt ſein, daß bei allen Erdarbeiten in Ihrer
Gemarkung bei Neubauten, Waſſerleitungen, Weganlagen, Rodungen, ſowie in
Kies=
oder Lehmgruben ſowohl Unternehmer wie Arbeiter dahin belehrt werden, daß in der
Erde verborgene Gegenſtände, wie Tongefäße, Scherben, bearbeitete Steine, Waffen,
Werkzeuge und Schmuckſachen aus Stein, Knochen oder Metall, Gerippe,
Gebäude=
trümmer, Reſte verſchollener Straßen (Pflaſter oder Schotterung), verſteinerte Knochen
von Tieren ꝛc., die bei den Arbeiten zum Vorſchein kommen und für Geſchichte,
Kultur=
geſchichte, Menſchenkunde und Naturgeſchichte von großer Bedeutung ſein können, uns
ſofort direkt oder durch Ihre Vermittlung zur Anzeige gebracht werden. Wir verweiſen
hierbei ausdrücklich auf den Schlußſatz des Art. 26 des Denkmalſchutzgeſetzes.
Die Anzeigen können kurzer Hand mit Poſtkarte oder auch telephoniſch gemacht
werden.
Wichtig iſt, daß ſolche Funde bis zur Ankunft eines berufenen Sachverſtändigen
in der Erde in urſprünglicher Lage gelaſſen werden, damit ſie möglichſt vor Zerſtörung
bewahrt bleiben; vielleicht kann durch die Begleitumſtände noch feſtgeſte t werden, ob
ges ſich um eine Wohn= oder Grabſtätte, oder nur um einen Einzelfund handelt und ob
weitere Unterſuchungen erforderlich ſind. Sollte hierdurch dem Beteiligten Schaden
entſtehen, ſo wird er nach Art. 28 des Geſetzes vergütet. Trifft die Meldung
recht=
zeitig ein, ſo wird der Denkmalpfleger oder ſein Stellvertreter ſofort zur
Be=
ſichtigung erſcheinen.
Es ſind auch ſchon Meldungen durch den viel verbreiteten Irrtum unterlaſſen
worden, daß derartige Funde dem Muſeum abzuliefern ſeien. Dies iſt aber nicht der
Fall, denn das Eigentumsrecht wird durch die geſetzliche Meldepflicht nicht
be=
rührt. Nur müſſen die Funde und die Fundſtellen dem Gr. Denkmalpfleger zur
wiſſenſchaftlichen Beurteilung zur Verfügung geſtellt und zugänglich gemacht werden.
Für die Abtretung eines Fundes an den Denkmalpfleger oder ein Muſeum wird auf
Verlangen jederzeit entſprechende Vergütung gewährt. Vor dem Verkauf von
Fund=
gegenſtänden an Händler wird gewarnt, da dieſe in keinem Fall die Preiſe bezahlen
werden, wie die öffentlichen Sammlungen.
Den Gemeindebedienſteten, beſonders den Totengräbern, Flurſchützen und
Forſtwarten wollen Sie von dieſer Verfügung beſonders Kenntnis geben mit der
Aufforderung, gewiſſenhaft dafür beſorgt zu ſein, daß über alle Bodenfunde ſofort die
vorgeſchriebene Meldung gemacht wird.
Fey.
Art. 25. Ausgrabungen.
Wer eine Ausgrabung nach verborgenen unbeweglichen oder beweglichen
Gegen=
ſtänden von kulturgeſchichtlicher oder ſonſt geſchichtlicher Bedeutung vorzunehmen
be=
abſichtigt, hat hiervon dem Kreisamt oder einer anderen ſeitens des Miniſteriums des
Innern zu bezeichnenden Behörde Anzeige zu erſtatten und den ſeitens der zuſtändigen
Behörde ergehenden Anordnungen hinſichtlich der Ausführung der Ausgrabung, der
Verwahrung und ſonſtigen Sicherung, ſowie der Behandlung etwa aufzufindender
Gegenſtände nachzukommen.
Das Gleiche gilt, wenn die beabſichtigte Grabung zwar nicht auf die Auffindung
von Gegenſtänden der in Abſ. 1 bezeichneten Art gerichtet, dem Grabenden aber
be=
kannt iſt, daß gelegentlich der Grabung wahrſcheinlich die Entdeckung ſolcher Gegenſtände
ſtattfinden wird.
Die beabſichtigte Ausgrabung oder Grabung darf nicht vor Ablauf von zwei
Wochen von Erſtattung der Anzeige ab beginnen, inſofern nicht bereits vorher die nach
Abſ. 1, 2 zu erlaſſenden Anordnungen getroffen worden ſind.
Art. 26. Funde.
Werden in einem Grundſtück verborgene und unbewegliche oder bewegliche
Gegen=
fſtände von kulturgeſchichtlicher oder ſonſt geſchichtlicher Bedeutung bei Ausgrabungen
nach ſolchen oder gelegentlich aufgefunden, ſo hat der Eigentümer des Grundſtücks oder
der ſonſt Verfügungsberechtigte von dieſem Fund ſpäteſtens am folgenden Tage der
Bürgermeiſterei oder dem Kreisamt des Fundorts Anzeige zu erſtatten und den
An=
ordnungen Folge zu leiſten, welche entſprechend der Beſtimmung in Art. 25, Abſ. 1,
getroffen werden. Die gleiche Verpflichtung liegt dem Leiter der Arbeiten, bei denen
der Fund gemacht worden iſt, ob. Zur Erfüllung der Anzeigepflicht genügt die
Er=
ſtattung der Anzeige ſeitens eines von mehreren Anzeigepflichtigen.
Handelt es ſich um gelegentliche Funde, bezüglich deren behördliche Anordnungen
auf Grund des Abſ. 1 oder des Art. 25, Abſ. 2 noch nicht ergangen ſind, ſo
darf der Anzeigepflichtige die begonnenen Arbeiten nicht vor Ablauf von drei Tagen
von Erſtattung der Anzeige ab fortſetzen. Der Anzeigepflichtige darf jedoch die begonnenen
Arbeiten weiter führen, ſofern ihre Fortſetzung die bereits gefundenen Gegenſtände oder
noch zu erwartende Funde nicht gefährdet und ſofern ihm die Unterbrechung der
Arbeiten nur mit unverhältnismäßigem Nachteil möglich iſt.
(8160dsi
Art. 37. Strafbeſtimmungen.
Wer den Vorſchriften der Artikel 1, 2, 3, 11, 15, 17 Abſatz 1, 2, des Artikels 20
Abſatz 3, der Artikel 25, 26, 29, 34 Abſatz 1, des Artikels 35 zuwiderhandelt, wird mit
Geldſtrafe bis zu 300 Mark und, wenn die Zuwiderhandlung vorſätzlich geſchieht, mit
Geldſtrafe bis zu 1000 Mark oder mit Haft beſtraft. Eine uneinbringliche Geldſtrafe iſt
nach Maßgabe der Vorſchriften des Strafgeſetzbuchs in Freiheitsſtrafe umzuwandeln.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Unterhaltung der Kreisſtraßen im Kreiſe Darmſtadt; hier die Sperrung
der Kreisſtraße Nieder=Ramſtadt-Ober=Ramſtadt behufs Einwalzens der
Fahrbahn.
Es wird hiermit zur Kenntnis der Intereſſenten gebracht, daß die Kreisſtraße
von Nieder=Ramſtadt bis Ober=Ramſtadt von Freitag, den 22. I. Mts., für
Fuhr=
werke, Automobile, Motorräder und dergleichen auf ca. 14 Tage wegen Einwalzens
der Fahrbahn geſperrt iſt.
Der Verkehr nach Ober=Ramſtadt hat über Roßdorf Bahnhof-Ober=Ramſtadt
zu erfolgen.
(8454im
Darmſtadt, den 13. April 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
§ 3. Dieſe Polizeiverordnung tritt am Tage ihrer Verkündigung im Darmſtädter
Taglatt in Kraft.
Darmſtadt, am 17. Dezember 1908.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Radfahren auf öffentlichen Wegen im Kreiſe Darmſtadt.
Da neuerdings wiederholt Klagen über das Radfahren auf Fußſteigen, auf denen
nach nachſtehend abgedruckter Polizeiverordnung das Radfahren verboten iſt, bei uns
vorggbracht wurden, ſehen wir uns veranlaßt, die nachſtehenden Beſtimmungen erneut
in Erinnerung zu bringen.
(8455id
Darmſtadt, den 15. April 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Polizei=Verordnung.
Betreffend: Das Radfahren auf öffentlichen Wegen im Kreiſe Darmſtadt.
Unter Aufhebung der Polizei=Verordnung vom 4. Oktober 1907 wird auf Grund
des § 13 der Verordnung, den Radfahr=Verkehr betreffend, vom 6. Mai 1907 und des
Art. 78 der Kreis= und Provinzial=Ordnung vom 12. Junt 1874 nach Zuſtimmung des
Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern vom
14. Dezember 1908 zu Nr. M. d. J. 21048 hierdurch verordnet, was folgt:
§ 1. Das Radfahren iſt verboten:
I. in der Gemarkung Darmſtadt:
a) auf dem Fußſteige längs der Nieder=Ramſtädterſtraße bis zum
Böllenfalltor,
b) auf dem nördlichen Fußſteige der Eſchollbrückerſtraße zwiſchen Main=
Neckarbahn und Beſſungerweg;
II. in der Gemarkung Eberſtadt auf dem ſüdlichen Fußſteige der
Mühltal=
ſtraße vom Ortsausgang bis zum Felſenkeller.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmung werden nach § 366,
Ziffer 10 des R.=St.=G.=B. mit Geldſtraſe bis zu 60 Mark oder mit Haft
bis zu 14 Tagen beſtraft.
Bekanntmachung.
Betreffend: Abhaltung eines Prämiierungs=Zuchtviehmarktes zu Bensheim am
26. April 1910.
Die nachſtehende Bekanntmachung des Vorſitzenden des landwirtſchaftlichen
Be=
zirksvereins Bensheim bringen wir hiermit zur Kenntnis der Intereſſenten.
Darmſtadt, den 9. April 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Dienstag, den 26. April ds. Js. findet in Bensheim auf der ſtädtiſchen
Bleiche an der Straße nach Schönberg (mit Zugang von der Platanen=Allee aus)
ein Prämiierungs=Zuchtviehmarkt für Rinder, Schweine und Ziegen, verbunden
mit Ferkelmarkt, ſtatt. Der Auftrieb des Viehes beginnt vormittags um 8 Uhr und
ſoll möglichſt 9 Uhr beendet ſein. Alle Landwirte des Kreiſes Bensheim und ſeiner
Nachbarkreiſe ſind zur Beſchickung des Marktes hiermit freundlichſt eingeladen. Zur
Prämiierung gelangen nur Zuchttiere, die vom Beſitzer, der Landwirt ſein muß, ſelbſt
gezüchtet wurden oder ſich nachweislich bereits ½ Jahr in deſſen Beſitz befinden. Am
Auftrieb und der Prämiierung können ſich auch Tiere ſolcher Landwirte beteiligen, welche
nicht Mitglieder des landw. Bezirksvereins Bensheim ſind.
Bezüglich des Auftriebs von Bullen finden die nachſtehend abgedruckten
Beſtim=
mungen des Landwirtſchaftskammerausſchuſſes Anwendung.
Dem landw. Bezirksverein Bensheim, der den Zuchtviehmarkt veranſtaltet, ſtehen
auch diesmal wieder reichliche Mittel zur Preisverteilung zur Verfügung und weiſt
derſelbe des Näheren auf ſeine nachſtehend abgedruckten Prämiierungsgrundſätze hin.
Anmeldungen zur Beſchickung des Marktes haben ſeitens der Landwirte bei den
Großh. Bürgermeiſtereien ihres Wohnortes zu erfolgen. Hierbei iſt anzugeben: Gattung,
Zahl, Alter und Geſchlecht der zum Auftrieb gelangenden Tiere. Die Großh.
Bürger=
meiſtereien müſſen die Anmeldungen bis ſpäteſtens den 15. April I. Js. an den
Unterzeichneten einſenden. Verſpatete Anmeldungen können nur dann berückſichtigt
werden, wenn ſich kein Platzmangel einſtellt.
Auch alle diejenigen Landwirte, welche den Markt nicht beſchicken können, ſind
zu deſſen Beſuch freundlichſt eingeladen. Beſonders wird ſich den Gemeinden mit der
Einführung des Zuchtviehmarktes eine paſſende und angenehme Gelegenheit ergeben,
ihre Faſelviehbeſtände zu ergänzen. Zu dieſem Zweck tritt auch die Kreis=
Körkom=
miſſion an dieſem Tage in Tätigkeit und findet das Ankören junger Faſeltiere
koſten=
los ſtatt.
Bensheim, den 30. März 1910.
Der Vorſitzende des landw. Bezirks=Vereins Bensheim.
Eckſtein.
Grundſätze
für die Gewährung von Prämien bei Zuchtviehmärkten
in Bensheim.
Für die Gewährung von Prämien gelegentlich des Zuchtviehmarktes in
Bens=
heim gelten folgende Grundſätze:
1. Am Preisbewerb können ſich Tiere von Landwirten (und nicht Händler) des
Kreiſes Bensheim und ſeiner benachbarten Kreiſe beteiligen, einerlei, ob der
Land=
wirt Mitglied des landw. Bezirksvereins Bensheim iſt oder nicht.
2. Es können nur Tiere Preiſe erhalten, die
a) bei den Rindern der Simmentaler Raſſe und deren Kreuzungen, ſowie der
Odenwälder Raſſe und deren Kreuzungen angehören;
b) bei den Schweinen der Yorkſhireraſſe oder deren Kreuzungen mit dem
Land=
ſchweine angehören;
c) bei den Ziegen der reinen Saanenraſſe angehören.
3. Die Preiſe werden nur für gutgezüchtete Zuchttiere vergeben, von deren
Eigen=
ſchaften ſich eine günſtige Einwirkung auf Verbeſſerung der Zucht erwarten läßt
und dementſprechend weiter zur Zucht verwandt werden.
Bei der Beurteilung der vorgeführten Tiere wird in erſter Linie deren
Zuchtwert, ſodann aber auch deren Haltung berückſichtigt. Tiere deren
hervor=
ragende Leiſtungen glaubhaft nachgewieſen ſind, haben den Vorzug vor denen,
bei welchen der Nachweis fehlt. Reinraſſige Tiere ſind bei gleicher Güte höher
zu bewerten, wie Kreuzungstiere.
4. Kreuzungstiere V.—VI. Grades, die aus anerkannt planmäßig durchgeführten
Zuchten ſtammen, ſind als reinraſſig anzuſehen und demgemäß bei dem
Preis=
bewerb zu bewerten.
5. Tiere, die aus fremden Zuchten eingeführt worden ſind, konkurrieren nicht mit
den Tieren der einheimiſchen Zucht, ſondern unter ſich allein, wenn
Einzelkon=
kurrenz in Betracht kommt.
6. Die Prämiierung erſtreckt ſich auf:
A. Bei Rindern:
a) Bullen, die als Zuchttiere eingeſtellt werden ſollen,
b) Kühe,
c) Kalbinnen;
B. Schweinen:
a) Eber, die als Zuchttiere eingeſtellt werden ſollen,
b) Zuchtſauen;
C. Ziegen:
a) Zuchtböcke, nicht unter einem Jahr alt,
b) Ziegen, nicht unter einem Jahr,
c) Lämmer.
7. Die Preiſe beſtehen in I., II. und III. Preiſen, welche bar in Geld verliehen werden.
Tiere, welche bei einer früheren Ausſtellung Preiſe erhalten haben, erhalten
den Preis nur ausbezahlt, wenn er höher iſt als der frühere.
Die Zahl und Höhe der Preiſe wird nach dem Verhältnis der aufgetriebenen
und für prämiierungswürdig befundenen Tiere feſtgeſtellt.
Die Höhe der Preiſe richtet ſich nach dem Stande der Zucht, bezw. nach
der Güte des ausgeſtellten Tieres; ſie hat ſich infolgedeſſen ungefähr in folgenden
Grenzen zu bewegen:
Rindvieh Schweine Ziegen
30
a) bei Bullen: die I. Preiſe
12—18 M. 6—8 M.
3
20
bezw. Böcken „ II.
4—8
10
und Ebern „ III.
2—3
4—6
„ zwiſch. 15 u. 20 „ 10—15
b) bei Kühen: „
10 „ 15 „
10
bezw. Ziegen „ II.
5 „ 10 „
und Sauen „ III.
c) bei Kalbinnen: die I. Preiſe zwiſchen 12 und 15 M.
8 „ 12 „
„II.
8 „
„III.
8. Niemand kann mehr als je einen Preis für Bullen, Kühe, Kalbinnen, Eber,
Sauen, Böcke und Ziegen ausbezahlt erhalten. Weiter zuerkannte Preiſe werden
jedoch bei der Preisverteilung öffentlich bekannt gegeben.
9. Das Richten der Tiere hat auf einem vollſtändig ebenen abgegrenzten Stande
zu geſchehen.
10. Das Richten der Tiere wird von den hierzu beſtellten Kommiſſionen vorgenommen.
11. Niemand darf in einer Abteilung richten, in welcher er ſelbſt Ausſteller iſt.
12. Der Zuchtviehmarkt findet alljährlich an einem vorher bekannt zu gebenden Tag
im Monat April in der Kreisſtadt Bensheim ſtatt.
Die Gemeinde übernimmt die koſtenloſe Stellung des Platzes zur Abhaltung
des Marktes, trägt Sorge für die hierzu nötigen Einrichtungen. Sie übernimmt
weiter die Sorge für Herſtellung eines abgegrenzten, die Prämiierung
ermög=
lichenden Vorführungsplatzes für Rinder.
Beſchloſſen in der Generalverſammlung des landwirtſchaftlichen Bezirksvereins
Bensheim am 8. April 1905.
Bensheim den 8. April 1905.
Der Vorſitzende des landwirtſchaftlichen Bezirksvereins Bensheim.
Eckſtein, Großh. Kreisrat.
Nummer 45.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Dienstag, den 19. April 1910.
Beſtimmungen
des Landwirtſchaftskammerausſchuſſes
für die
Abhaltung von Faſel= und Zuchtviehmärkten.
1. Die Beſchickung des Marktes iſt offen für jeden Züchter von Simmentaler und
Odenwälder Rotvieh in der Provinz Starkenburg.
2. Den Marktplatz nebſt den erforderlichen Zurüſtungen (Anbindevorrichtungen für
das aufgetriebene Zuchtvieh) hat die Gemeinde, in welcher der Markt ſtattfindet,
zu ſtellen.
3. Der Auftrieb zum Markt findet am Markttage vormittags von 8—9 Uhr ſtatt.
4. Standgeld wird nicht erhoben.
5. Beim Auftrieb findet eine tierärzliche Unterſuchung durch den zuſtändigen
be=
amteten Tierarzt ſtatt.
6. Mit dem Markt findet gleichzeitig eine unentgeltliche Körung der aufgetriebenen
männlichen Zuchttiere durch die zuſtändige Kreiskörkommiſſion ſtatt.
7. Die Leitung des Marktes unterſteht einer vom landwirtſchaftlichen Bezirksverein
Bensheim beſtellten Marktkommiſſion, der auch ein Vertreter des
Landwirtſchafts=
kammerausſchuſſes anzugehören hat.
8. Mit dem Markt ſoll gleichzeitig eine Prämiierung von reinraſſigen männlichen
Zuchttieren verbunden werden.
9. Den Markt beſuchende Händler werden nur mit nachweisbar aus der Schweiz
importierten männlichen Zuchttieren zur Prämiierung zugelaſſen und können
hierbei nur einen Geldpreis erhalten.
10. Die Prämiierung der männlichen Zuchttiere ſoll, unter Beachtung der für die
Bezirks= und Ortsſchauen maßgebenden Prämiierungsgrundſätzen und in
Rück=
ſicht auf die in der Provinz Starkenburg zu erſtrebenden Zuchtziele, durch die
die Körung bewirkende Kreiskörkommiſſion vorgenommen werden.
11. Das Kör= und Prämiierungsgeſchäft beginnt unmittelbar nach erfolgtem Auftrieb.
12. Zur Prämiierung werden nur angekörte männliche und, ſoweit dieſelben
Zucht=
vereinsmitgliedern gehören, den Vorſchriften der Herdbuchkörordnung entſprechend
gekennzeichnete (Ohrmarke) Zuchttiere zugelaſſen. Im Falle gleicher Qualität
erhalten bei der Prämiierung die von Herdbuchtieren abſtammenden
männ=
lichen Zuchttieren gegenüber anderen den Vorzug.
13. Für die Prämiierung der männlichen Zuchttiere werden folgende Preiſe
vor=
geſehen:
1. Preiſe à Mk. 30.—
2. Preiſe à Mk. 20.−
3. Preiſe à Mk. 10.—
Weggelder à Mk. 5.—
14. Die Zahl der zu vergebenden Preiſe richtet ſich nach der Zahl der aufgetriebenen
zulaſſungsfähigen Rindviehfaſel und können pro Markt für Prämiierungszwecke
bis zu Mk. 300 verwendet werden.
(7902ii
15. Eine Prämiierung von weiblichem Zuchtvieh findet ſeitens des
Landwirtſchaft=
kammer=Ausſchuſſes nicht ſtatt.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Muſterungs=Geſchäft im Kreiſe Darmſtadt im Jahre 1910.
Für den Kreis Darmſtadt wird das Muſterungs=Geſchäft vom 6. bis inkl. 23. April
lfd. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 dahier, vorgenommen werden.
Die Muſterung findet in folgender Weiſe ſtatt:
Mittwoch, den 6. April: der Militärpflichtigen aus der Stadt Darmſtadt,
deren Namen mit den Buchſtaben A bis C beginnen.
Donnerstag, den 7. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe D bis F,
2. ſämtliche Militärpflichtige der Gemeinde Erzhauſen.
Freitag, den 8. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe G, 2.
Ge=
meinden Malchen und 3. Roßdorf,
Samstag, den 9. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben H und J.
2. Gemeinde Eich.
Montag, den 11. April: desgleichen 1. Darmſtadt, Buchſtabe K, 2. Gemeinde
Gräfenhauſen.
Dienſtag, den 12. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben L. und M,
2. Gemeinde Braunshardt.
Mittwoch, den 13. April: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben N bis R.
Donnerstag, den 14. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe S, jedoch
nur die in den Jahren 1888 und 1889 geborenen Militärpflichtigen.
Freitag, den 15. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe 8, die im
Jahre 1890 geborenen Militärpflichtigen, 2. Gemeinde Nieder=Ramſtadt
mit Waſchenbach, 3. Gemeinde Weiterſtadt.
Samstag, den 16. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben T bis Z,
2. Gemeinde Meſſel.
Montag, den 18. April: desgleichen 1. Gemeinde Arheilgen, 2. Wixhauſen.
Dienstag, den 19. April: desgleichen 1. Gemeinde Eberſtadt, 2. Traiſa.
Mittwoch, den 20. April: desgleichen 1. Gemeinde Eſchollbrücken, 2. Griesheim.
Donnerstag, den 21. April: desgleichen 1. Gemeinde Hahn, 2. Nieder=Beerbach,
3. Ober=Ramſtadt, 4. Schneppenhauſen.
Freitaa, den 22. April: desgleichen Pfungſtadt.
Sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1890 geboren und im Kreiſe
Darmſtadt geſtellungspflichtig ſind, die Ueberzähligen (dienſttaugliche Leute aus
früheren Jahren, welche infolge hoher Losnummer nicht eingeſtellt worden ſind und
über die noch nicht definitiv entſchieden iſt, die alſo keine andere Militär=Legitimation
haben, als ihre Loſungs= und Geſtellungsſcheine), ſowie die Zurückgeſtellten aus
früheren Jahren (im Jahre 1888 und 1889 Geborene) werden hiermit aufgefordert,
ſich an den vorbezeichneten Tagen jedesmal pünktlich 7¼ Uhr vormittags zur
Muſterung einzufinden.
Die Militärpflichtigen aus früheren Jahren haben ihre Loſungsſcheine, ſofern
dieſelben nicht ſchon bei der Anmeldung zur Stammrolle abgegeben worden ſind, bei
der Muſterung vorzulegen, damit ſie ergänzt und berichtigt werden können.
Auch werden unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 1. Januar I. Js.
(Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 6 von 1909) die im Jahre 1890 geborenen, im Beſitz
des Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Dienſt befindlichen
Militär=
pflichtigen, welche bis jetzt ihre Zurückſtellung vom Militärdienſt noch nicht
bean=
tragt haben, wiederholt aufgefordert, dies alsbald und ſpäteſtens im
Muſterungs=
termin zu tun.
Samstag, den 23. April findet die Loſung ſtatt, und zwar von vormittags
8 Uhr ab für die Militärpflichtigen aus der Stadt Darmſtadt, von 10 Uhr ab für
die Militärpflichtigen aus den Landgemeinden.
Von der perſönlichen Geſtellung vor der Erſatz=Kommiſſion ſind nur entbunden:
1. Diejenigen im Beſitz des Berechtigungsſcheins zum einjährig=freiwilligen
Dienſt befindlichen Leute, welche vorſchriftsmäßig ihre Zurückſtellung bei
der Erſatz=Kommiſſion beantragt haben.
2. Diejenigen, welche ſich als Freiwillige bei einem Truppenteil gemeldet und
Annahmeſchein für die Einſtellung im Herbſt l. Js. erhalten haben.
3. Diejenigen, welche wegen ihres Geſundheitszuſtandes, z. B. Blödſinn,
Ver=
krüppelung ꝛc. nicht perſönlich ſich ſtellen können, was durch ein ärztliches
Zeugnis und eine Beſcheinigung der betreffenden Bürgermeiſterei beſtätigt
ſein muß.
Wer an Epilepſie zu leiden behauptet, hat auf eigene Koſten drei
glaubhafte Zeugen hierfür zu ſtellen oder ein Zeugnis eines beamteten
Arztes beizubringen.
Die Militärpflichtigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich zur=
Muſterung nicht ſtellen oder nicht pünktlich zu derſelben erſcheinen, haben die Nachteile
zu erwarten, welche für dieſen Fall in der Wehrordnung feſtgeſetzt ſind. Dieſelben
ver=
lieren unter Umſtänden die Berechtigung, an der Loſung teilzunehmen, ſowie die aus
Reklamationsgründen erwachſenen Anſprüche und werden, neben Verurteilung in eine
Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder 3 Tagen Gefängnisſtrafe, vorweg zum Militärdienſt
herangezogen.
Das perſönliche Erſcheinen bei der Loſung bleibt den Militärpflichtigen überlaſſen.
Bezüglich der Geſuche um Zurückſtellung und Befreiung vom Militärdienſt
in Berückſichtigung häuslicher, gewerblicher und Familienverhältniſſe ꝛc. wird auf
die §§ 32 u. 33 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901),
das Reglement vom 12. Mai 1868 (Reg.=Bl. Nr. 26 von 1868) und die diesſeitige
Bekannt=
machung vom 28. Februar l. Js. (Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 27) mit dem Anfügen
aufmerkſam gemacht, daß diejenigen Perſonen, zu deren Gunſten wegen Arbeits= und
Aufſichtsunfähigkeit die Zurückſtellung eines Militärpflichtigen in Anſpruch genommen
wird (Eltern und Geſchwiſter ꝛc. derſelben), vor der Erſatz=Kommiſſion an dem Tage
zu erſcheinen haben, an welchem die Muſterung der betreffenden Militärpflichtigen
ſtatt=
findet. Die Geſuche ſind alsbald, ſoweit noch nicht geſchehen, bei den Großherzoglichen
Bürgermeiſtereien vorzubringen.
Ebenſo haben diejenigen Reklamanten, deren Söhne 1908 und 1909 wegen
häus=
licher ꝛc. Verhältniſſe zurückgeſtellt worden ſind, inſofern ſie eine weitere Zurückſtellung
bezw. die Befreiung vom Militärdienſt für die Friedenszeit glauben in Anſpruch
nehmen zu können, ihre Geſuche bei den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien zu erneuern
und mit ihren Söhnen vor der Erſatzkommiſſion zu erſcheinen, gegenfalls die
Reklama=
tionen unberückſichtigt bleiben.
Ferner wird darauf hingewieſen, daß ſpätere Geſuche um Zuweiſung zu einem
anderen Truppenteil unberückſichtigt bleiben; denen, die beſondere Wünſche für einen
Truppenteil oder Standort haben, wird empfohlen, ſich rechtzeitig zum freiwilligen
Dienſt zu melden.
Zugleich wird bekannt gemacht, daß über etwaige von Reſerve= und
Landwehr=
mannſchaften, ſowie Erſatz=Reſerviſten eingereichten Geſuche um Zurückſtellung wegen
häuslicher, gewerblicher oder Familienverhältniſſe an den Tagen verhandelt wird, an
welchen die Muſterung der betreffenden Ortsangehörigen angeſetzt iſt.
Darmſtadt, am 11. März 1910.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
(5675a
v. Werner, Reg.=Rat.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 4 Pinſcher, 1 Jagdhund, 1 Kriegshund.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Beſchäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien.
Nach der Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 15. November 1903 iſt
in Ziegeleien ein Auszug aus den Beſtimmungen über die Beſchäftigung von Arbeiterinnen
und jugendlichen Arbeitern zum Aushang zu bringen.
Den Wortlaut dieſes Auszugs, der laut Bekanntmachung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 21. Februar 1910 (Regierungsblatt S. 17ff) eine neue Faſſung erhalten
hat, bringen wir hiermit zur Kenntnis der Beteiligten unter Hinweis auf die in § 149,
Ziffer 7, der Gewerbeordnung enthaltenen Strafbeſtimmungen.
Darmſtadt, den 14. April 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Auszug.
I. Kinder unter 13 Jahren dürfen nicht beſchäftigt werden. (§ 135, Abſ. 1.)
II. Kinder über 13 Jahren dürfen nur beſchäftigt werden, wenn ſie nicht mehr zum
Beſuch der Volksſchule verpflichtet ſind. (§ 35, Abſ. 1.)
III. Minderjährige dürfen nur beſchäftigt werden, wenn ſie mit einem durch die
Polizeibehörde ihres letzten dauernden Aufenthaltsortes oder ihres erſten deutſchen
Arbeitsortes ausgeſtellten Arbeitsbuche verſehen ſind, das von dem Arbeitgeber
einzufordern, zu verwahren und auf amtliches Verlangen jederzeit vorzulegen iſt.
(§§ 107 und 108.) (Vergl. auch die in jedem Arbeitsbuche abgedruckten §§ 111
und 112 der Gewerbeordnung.)
IV. Wer Kinder unter 14 Jahren, junge Leute (beiderlei Geſchlechts) zwiſchen 14 und
16 Jahren oder Arbeiterinnen über 16 Jahren beſchäftigen will, muß hiervon
der Ortspolizeibehörde vorher ſchriftliche Anzeige machen.
In der Anzeige ſind anzugeben: der Betrieb, die Wochentage, an denen
die Beſchäftigung ſtattfinden ſoll, Beginn und Ende der Arbeitszeit und der
Pauſen, Art der Beſchäftigung. — Soll hierin eine Aenderung eintreten, ſo muß
davon vorher der Behörde weitere Anzeige gemacht werden. (§ 138, Abſ. 1.)
V. In jedem Arbeitsraume, in dem jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren beſchäftigt
werden, muß an einer in die Augen fallenden Stelle ein Verzeichnis der darin
beſchäftigten jugendlichen Arbeiter unter Angabe der Arbeitstage, des Beginns
und Endes der Arbeitszeit, des Beginns und Endes der Pauſen ausgehängt
ſein. (§ 138, Abſ. 2.)
VI. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht länger als 6 Stunden, junge Leute (
beider=
lei Geſchlechts) zwiſchen 14 und 16 Jahren und Arbeiterinnen über 16 Jahre
dürfen nicht länger als 10 Stunden, Arbeiterinnen an den Vorabenden der
Sonn= und Feſttage nicht länger als 8 Stunden täglich beſchäftigt werden.
(§ 135, Abſ. 2 und 3, § 137, Abſ. 2.)
Die Arbeitsſtunden dürfen nicht vor 6 Uhr morgens beginnen und nicht
über 8 Uhr abends dauern. (§ 136, Abſ. 1 und § 137, Abſ. 1.)
Arbeiterinnen dürfen überdies am Sonnabend, ſowie an den Vorabenden
der Feſttage nicht nach 5 Uhr nachmittags beſchäftigt werden. (§ 137, Abſ. 1.)
VII. Zwiſchen den Arbeitsſtunden müſſen an jedem Arbeitstage regelmäßige Pauſen
gewährt werden.
Für jugendliche Arbeiter,
die nur 6 Stunden täglich beſchäftigt werden, muß die Pauſe mindeſtens
eine halbe Stunde betragen;
den übrigen muß mindeſtens mittags eine einſtündige, ſowie vor= und
nachmittags je eine halbſtündige Pauſe dann gewährt werdev. wenn
ſie täglich länger als 8 Stunden beſchäftigt werden und die Dauer
ihrer durch eine Pauſe nicht unterbrochenen Arbeitszeit am Vor=
und Nachmittag je vier Stunden überſteigt. (§ 136, Abſ. 1.)
Den Arbeiterinnen über 16 Jahre iſt eine mindeſtens einſtündige
Mittags=
pauſe zu gewähen. (§ 137, Abſ. 3.)
Arbeiterinnen, die ein Hausweſen zu beſorgen haben, ſind auf ihren
An=
trag eine halbe Stunde vor der Mittagspauſe zu entlaſſen, ſofern dieſe nicht
mindeſtens ein und eine halbe Stunde beträgt. (§ 137, Abſ. 5.)
VIII. Während der Pauſen darf den jugendlichen Arbeitern eine Beſchäftigung im
Betriebe überhaupt nicht geſtattet werden.
Der Aufenthalt in den Arbeitsräumen darf nur dann erlaubt werden,
a) wenn in ihnen die Teile des Betriebs, in denen jugendliche Arbeiter
beſchäftigt ſind, für die Zeit der Pauſen völlig eingeſtellt werden, oder
b) wenn der Aufenthalt im Freien nicht tunlich iſt und andere geeignete
Aufenthaltsräume ohne unverhältnismäßige Schwierigkeiten nicht
beſchafft werden können. (§ 136, Abſ. 2.)
IX. Nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit iſt den Arbeiterinnen und den
jugend=
lichen Arbeitern eine ununterbrochene Ruhezeit von mindeſtens 11 Stunden zu
gewähren. (§§ 136, Abſ. 3, und 137, Abſ. 4.)
X. Arbeiterinnen dürfen vor und nach ihrer Niederkunft im ganzen während 8
Wo=
chen nicht beſchäftigt werden. Ihr Wiedereintritt iſt an den Ausweis geknüpft,
daß ſeit ihrer Niederkunft wenigſtens 6 Wochen verfloſſen ſind. (§ 137, Abſ. 6.)
XI. An Sonn= und Feſttagen, ſowie während der vom ordentlichen Seelſorger für
den Katechumenen= und Konfirmanden=, Beicht= und Kommunionunterricht
be=
ſtimmten Stunden dürfen jugenliche Arbeiter nicht beſchäftigt werden. (§ 136,
Abſ. 4.)
XII. Kinder von 13—14 Jahren, junge Leute beiderlei Geſchlechts von 14—16 Jahren
und Arbeiterinnen über 16 Jahre dürfen nicht verwendet werden:
a) zur Gewinnung und zum Transport der Rohmaterialien (einſchließlich des
eingeſumpften Lehms),
b) zur Handformerei (Streichen oder Schlagen) der Steine, mit Ausnahme
von Dachziegeln (Dachpfannen) und Bimsſandſteinen (Schwemmſteinen),
c) zu Arbeiten in den Oefen und zum Befeuern der Oefen, mit Ausnahme
des Füllens und Entleerens oben offener Schmauchöfen,
d) zum Transport geformter (auch getrockneter und gebrannter) Steine, ſoweit
die Steine in Schiebkarren oder ähnlichen Transportmitteln befördert
werden und hierbei ein feſtverlegtes Gleis oder eine harte ebene Fahrbahn
nicht benutzt werden kann.
In Ziegeleien, einſchließlich Schamottefabriken, iſt an einer in die Augen fallenden
Stelle der Arbeitsſtätte eine Tafel, welche dieſen Auszug in deutlicher Schrift enthält,
und, wenn jugendliche Arbeiter beſchäftigt werden, ein Verzeichnis aufzuhängen, welches
die Namen dieſer jugendlichen Arbeiter, die Arbeitstage, Beginn und Ende der Arbeits=
(8419
zeit, ſowie der Pauſen enthält.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Frühjahrsmeſſe 1910.
Unter Bezugnahme auf § 366 Ziffer 10 St. G. B., Art. 264 Pbl. St. G. und Art. 56
Abſ. 2 der Städteordnung wird für die Dauer der diesjährigen auf dem ſtädtiſchen Gelände
gegenüber dem Hallenſchwimmbad ſtattfindenden Frühjahrsmeſſe folgendes angeordnet:
1. Es iſt verboten, durch die Reihen der Schau= und Verkaufsbuden zu reiten
oder mit Fuhrwerken irgend welcher Art, namentlich auch mit Fahrrädern zu
fahren.
2. Ueber die an das vorerwähnte Gelände grenzenden Straßen (Lindenhof=, Mühl=
und Landgraf=Georg=Straße) darf nur im Schritt gefahren oder geritten werden.
Darmſtadt, den 16. April 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
(8479imd
Nummer 90.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
Bekanntmachung.
Betreffend: Vorkehrungen zur Verhütung von Ueberſchwemmungen kanaliſierter
Grundſtücke.
Im Hinblick auf die bei heftigen Regenfällen eintretenden Ueberſchwemmungen
kanaliſierter Grundſtücke innerhalb der Stadt erſcheint es angezeigt, nachſtehend einige
Schutzmaßregeln bekannt zu geben, durch deren Beachtung ſolchen Ueberſchwemmungen
vorzubeugen iſt.
Nach unſeren Feſtſtellungen ſind die Ueberſchwemmungen meiſtenteils
zurückzu=
führen auf eine unſachgemäße Anordnung oder mangelhafte Unterhaltung und
Be=
dienung der Hausentwäſſerungsanlagen und der in dieſe eingeſchalteten Rückſtauverſchlüſſe.
Wir empfehlen den Hausbeſitzern, deren Grundſtücke ſeither infolge
unzu=
reichender Ausbildung der Entwäſſerungsanlagen durch Ueberſchwemmungen zu
leiden hatten, ſich mit dem Tiefbauamte ins Benehmen zu ſetzen, das dann durch
eine genaue Unterſuchung feſtſtellen wird, in welcher Weiſe mit nicht zu hohen Koſten
Abhilfe zu ſchaffen iſt.
Die Hofſinkkaſten ſind möglichſt rein von Sand und Schlamm zu halten und iſt
beſonders darauf zu achten, daß der Einfluß des Waſſers nicht durch die Ueberdeckung
der Einfallgitter mit Laub, Papier, Stroh ꝛc. erſchwert wird.
Zur Verhütung des Eindringens von Waſſer in die Gebäude ſind die
Hofſink=
kaſten von dieſen mindeſtens 2 Meter entfernt, am beſten im mittleren Teile des Hofes,
zu verſetzen. Aus gleichem Grunde ſollen Kellerfenſter, Lichtſchachte, Keller= und
Haus=
eingänge mit ihren Schwellen erhöht gegen die anſchließenden Hof= und
Straßen=
flächen ſitzen.
Iſt ſolches nicht zu ermöglichen, ſo müſſen Schutzvorkehrungen gegen den Eintritt
des Waſſeks in tiefgelegene Räume geſchaffen werden, wie die Abdeckung der
Licht=
ſchachte durch Glasplatten, Anbringung von Kellerkränzen an den Kellerfenſtern, von
Falzen und dichtſchließenden Schutzbrettern an tiefgelegenen Eingängen.
Die in die Hausentwäſſerungen eingeſchalteten Vorrichtungen gegen Rückſtau ſind
während der Zeit der heftigen Regenfälle, alſo von Mitte März bis Mitte September,
in betriebsfähigem Zuſtande zu erhalten. Es empfiehlt ſich, dieſe Vorrichtungen mit
Beginn genannter Periode und auch nach jedem heftigen Regenfalle in allen Teilen
vom Schmutze zu reinigen und bei Klappvorrichtungen die Scharniere, bei Hähnen die
Gleitflächen des Konus und bei Schiebern die Schieberſcheibe, die Gleitflächen und
Schrauben gründlich einzufetten. Um ſolches bequem ausführen zu können, ſollen die
Vorrichtungen an einem leicht zugänglichen Orte verſetzt ſein.
Selbſtverſtändlich hängt die richtige Wirkung der Rückſtau=Vorrichtungen auch
von einer zweckentſprechenden Einfügung derſelben in die Hausleitungen ab.
Nicht ſelten werden ſolche derart in den Hauptſtrang eingefügt, daß durch ſie
allerdings der Rückſtau aus dem angeſtauten Straßenkanal verhütet, dabei aber auch
der Abfluß des Regenwaſſers vom Grundſtück nach dem Straßenkanal unmöglich
gemacht wird. Ueberſchwemmungen der Grundſtücke durch die ſich allmählich
anſammeln=
den Regenmengen ſind die Folge hiervon. Um ſolches zu verhüten, dürfen daher
Rückſtau=Vorrichtungen nur in Zweigleitungen eingeſetzt werden, in die
Regen=
abfallrohre und Regeneinläufe oberhalb der Rückſtau=Vorrichtung nicht einmunden.
Die im Keller verſetzten Eingüſſe und Reviſionsſchachte ſind durch geeignete
Verſchlußvorrichtungen gegen den Rückſtau zu ſichern. Die von Hand bedienbaren
Vorrichtungen ſind während der Periode der heftigen Regenfälle geſchloſſen zu halten,
und ſollen dieſelben jedenfalls nicht über Nacht offen ſtehen.
Die an die Kanäle angeſchloſſenen Regenrohre ſind bei Eintritt des Frühjahrs
zu unterſuchen, ob ſolche nicht unter der Einwirkung des Froſtes gelitten haben und
ſind etwa vorgefundene Mängel zu beſeitigen.
Nächſt den Fundamentmauern ſollen die Regenrohranſchlüſſe nur aus ſoliden
eiſernen Rohren gebildet werden, da die Tonröhren eine zu geringe
Widerſtands=
fähigkeit gegen den Froſt beſitzen und auch bei Setzungen des Straßenuntergrundes
leicht Beſchädigungen ausgeſetzt ſind.
Häufig wird auch der Abfluß des Dachwaſſers durch die Anſammlung von
Feſt=
körpern in den Regenrohrkanälen erſchwert. Derartige Verſtopfungen werden verhütet
durch die Einfügung kleiner eiſerner Sinkkaſten mit feſtſtehendem Gitter.
Bei manchen älteren Hausentwäſſerungsanlagen finden ſich noch in den
Keller=
räumen ſchlecht gedichtete Tonrohre, die infolge ihrer undichten Stellen die Veranlaſſung
zu Ueberſchwemmungen geben. Da die hierdurch veranlaßten Mißſtände von
nach=
teiligſter Einwirkung auf den Geſundheitszuſtand der Hausbewohner ſind, ſo ſollten
derartige undichte Tonrohrleitungen durch ſolide eiſerne, mit Blei zu dichtende
Rohr=
ſtränge erſetzt werden; zum mindeſten müßten aber die mit Letten gedichteten Muffen
ſolcher Tonrohr=Stränge nachträglich gut ummauert werden, um dem Austritt des
Schmutzwaſſers und der Kanalgaſe vorzubeugen.
Nicht ſelten tritt auch das Regenwaſſer von Straßen und Höfen durch undichte
Stellen der Grundmauern in die Keller ein, beſonders dort wo die
Verſorgungs=
leitungen und die Kanalanſchlüſſe durch dieſe Mauer geführt ſind. Die hierdurch
ver=
anlaßten Auswaſchungen der Mauerfugen ſind von nachteiligſter Einwirkung auf den
Beſtand der Grundmauern, und es ſollte dem Tiefbauamt unverzüglich Mitteilung von
derartigen Mängeln gemacht werden, damit dasſelbe eine genaue Feſtſtellung der
Urſache veranlaſſen kann.
Eine ſorgfältige Ausbeſſerung und Dichtung der Grundmauern iſt in ſolchen
Fällen dringend geboten.
Darmſtadt, den 15. April 1910.
Städtiſches Tiefbauamt.
Keller.
(8318si
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1 Pferd, 1 Federrolle, 1 Kaſſenſchrank und photograph. Apparat;
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gende Einträge vollzogen:
Am 6. April 1910.
Hinſichtlich der Firma:
Georg Schneider, Darmſtadt.
Kaufmann Theodor Schneider in
Darmſtadt iſt in das Geſchäft als
perſönlich haftender Geſellſchafter
ein=
getreten.
Die offene Handelsgeſellſchaft hat am
1. April 1910 begonnen.
Die Prokura des Theodor Schneider jr.
in Darmſtadt iſt erloſchen.
Am 8. April 1910.
Gelöſcht die Firmen:
1. Karl Seckler, Darmſtadt.
2. Julius Wüſt Nachfolger, Darmſtadt.
Am 13. April 1910.
Hinſichtlich der Firma:
Louis Noack, Darmſtadt.
Julie Rachel, Handlungsgehilfin in
Darmſtadt, iſt zur Prokuriſtin beſtellt.
Gelöſcht die Firma:
Möbelfabrik Jakob Dick, Darmſtadt.
Am 14. April 1910.
Hinſichtlich der Firmen:
1. Peter Pfadler, Darmſtadt.
Geſchäft und Firma iſt auf
Uhr=
macher Peter Pfadler Witwe Helene,
geb. Schuchmann und Kinder:
1. Richard Pfadler, geb. 24. Januar
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1889
2. Helene Pfadler, geb. 29. Juli 1890
3. Olga Pfadler, geb. 20. Mai 1897
ad. 2. und 3. während ihrer
Minder=
jährigkeit vertreten durch ihre
vor=
genannte Mutter, alle in Darmſtadt,
übergegangen.
2. Wilhelm Krätzinger, Darmſtadt.
Wilhelm Nold, Kaufmann in
Darm=
ſtadt, iſt zum Prokuriſten beſtellt.
Darmſtadt, den 15. April 1910.
Großherzogl. Amtsgericht Darmſtadt I.
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B M
[ ← ][ ][ → ]Seite 16,
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
Nummer 90.
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Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,50
3½ Deutſche Reichsanl. . 93,30
85,00
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 101,00
3½ do. Conſols . . . . 93,40
84,75
3 do, do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 102,00
do.
24,10
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,30
do.
93,10
3½
do.
3
83,70
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,50
do.
92,30
do.
81,60
3 Sächſiſche Rente . . . 84,20
4 Württembergerv. 1907 101,90
do.
93,60
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 49,40
3¾/ Italiener Rente . . . 103,00
4½ Oeſterr. Silberrente . 98,60
4 do. Goldrente . . 100,20
do, einheitl. Rente
3 Portug. unif. Serie I 65,10
3 do. unif. Ser. III 66,50
do. Spezial . 13,00
5 Rumänier v. 1903 . . 102,50
4 do. v. 1890 . . 94,80
do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 91,50
3
InProz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,20
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
. 93,60
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,70
4 Türk. Admin. v. 1903 88,75
4 do. unifiz. v. 1903 95,00
4 Ungar. Goldrente . . 95,70
4 do. Staatsrente . 92,70
5 Argentinier . . . . . . 101,50
91,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,90
99,90
do.
4½
95,00
4½ Japaner . . . .
5 Innere Mexikaner . . 101,20
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,60
5 Gold=Mexikaner . . . 102,70
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
.141,70
4 Nordd. Lloyd . . . 104,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,10
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſeub. 60%
Einz. Mk. 408 117,75
4 Baltimore & Ohio . . 136,50
4 Gotthardbahn . . . .
InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 159,30
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21,50
4 Pennſylvania R. R. 135,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 194,00
Werger=Brauerei
. 82,50
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 472,50
Fabrik Griesheim . . . . 262,50
Farbwerk Höchſt . . . . . 464,75
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 327,50
Lahmeyer . . .
..113,00
Schuckert
.156,10
Siemens & Halske
245,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 381,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 238,25
Gelſenkirchen . . . . . . . 207,10
Harpener . . . .
.197,75
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 222,20
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,40
4 Pfälzer Prt. . . . . . 101,50
do.
92,70
3½
Eliſabeth., ſteuerpfl. . 100,40
do. ſteuerfrei .
Oeſterr. Staatsbahn. 106,60
do.
98,25
do. alte .
Oeſterr. Südbahn . . 102,60
do.
84,50
do.
58,50
3 Raab=Oedenburger. . 76,00
4 Ruſſ. Südweſt.:
89,00
4. Kronpr. Rudolfbahn . 76,10
In Proz.
5f.
24) Livorneſer . . . . . . 76,10
4 Miſſouri=Paciſic . . . 98,50
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,10
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 103,00
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 175,20
Darmſtädter Bank . . 133,50
Deutſche Bank . 250,60
4 Deutſche Vereinsbank 127,30
4 Diskonto=Geſellſchaft 188,25
159,50
4 Dresdner Bank.
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,40
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 123,30
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,30
145,30
4 Reichsbank .
4 Rhein. Kredit=Bank 139,00
4 Wiener Bank=Verein 137,40
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . . . 92,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
91,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
*92,50
do.
3½,
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
91,10
do.
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,80
do. (unk. 1914) 91,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,30
do.
93,40
3½
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt
3½ do.
4 Frankfurt .
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
Mannheim
3½ do.
4 München
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
3½ do.
4 Offenbach.
3½ do.
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886.
InProz.
. 100,60
100,90
95,70
91,70
101,00
92,10
100,50
92,00
100,70
92,00
101,50
100,50
92,30
102,20
91,80
82,60
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 137,30
5 Donau=Reg. fl. 100 143,80
3 Hall, Komm. „ 100
InPro;
Zf.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=Pfand= 77,90
briefe.
.. 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174,40
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150 117,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 215,00
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10.
Meininger
fl. 7 39,10
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 571,00
do. v. 1858 „ 100 463,00
Ungar. Staats „100 389,00
Venediger Frs. 30 40,90
Türkiſche
„ 400 180,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
.20,43
20 Franks=Stücke . . . . 16,23
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,47
Franzöſiſche Noten . . . . 81,10
Holländiſche Noten . . . . 168,80
Italieniſche Noten . . . . 80,75
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,10
Reichsbank=Diskonto . . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 50
2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
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Dienstag, 19. April.
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(3095a
Telephon 71. :: *2
Jeſus lebt! Jeſus hat gelebt!
Jeſus lebt in Ewigkeit!
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Donnerstag, den 21. April, abends 8¼ Uhr,
veranstaltet von bibelgläubigen Christen gegenüber
den feindlichen Angriffen auf die
Person des Sohnes Gottes.
Mehrere Redner werden Ansprachen halten.
Zutritt frei für jedermann.
(8451id
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— Goldſtein=Hürden=Rennen. Preis
2500 Mark, Diſtanz 2500 Meter. 1. Herrn F. Noethers
Diana (Lt. von Moßner), 2. Barrikade I. (Dr. Rieſe),
3. Schönburg (Lt. von Platen). Tot. 30:10, Pl. 15,
15110. Unpl.: Eiſen, Ans Dietrich, Bora. Ueberlegen
10—3 Lg. — Preis von St. Georgen. Ehrenpreis und
2500 Mark, Diſtanz 3500 Meter. 1. Lt. Frhrn. von
Roſens Hofuarr (Lt. Braun), 2. Myrthe (Lt. Braune),
3. Rajah (Lt. Lahuſen). Tot. 110:10, Pl. 23, 15, 33:10.
Unpl.: Angelique, Dependence, Wild Hawk, Gemme.
Rodenſtein=Jagd=Rennen. Preis 2500 Mark,
Di=
ſtanz 3000 Meter. 1. Lt. Lahuſens Baby II. (Beſ.),
2. Sonntagsfreude (Lt. von Görne), 3. Hahnepampel
(Lt. von Moßner). Tot. 54:10, Pl. 17, 12110. Unpl.:
Patina. — Offiziers=Jagd=Rennen. Ehrenpreis und
3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter. 1. Lt. de Oſas’ The
Minch (Lt. von Moßner), 2. Maghzen II. (Lt. Loß),
3. On Guard (Lt. Braune). Tot. 14:10, Pl. 26, 17110.
Unpl. Le Catalan, Saint Mihiel, Bolted. —
Johannis=
berg=Jagd=Rennen. Ehrenpreis und 4000 Mark,
Diſtanz 4000 Meter. 1. Herrn J. Kieners Kaſſaba
(Frhr. Zorn von Bulach), 2. Kilruddery (Dr. Rieſe),
3. Margiana (Lt. Braune). Tot. 52110, Pl. 14, 13,
14:10. Unpl.: Wire Puller, Rogerville, Raſper,
Kings=
way, Paneſolo. 1—2½ Lg.
Rennen zu Köln, den 17. April. Maſha=
Ren=
nen. Preis 5000 Mark, Diſtanz 1000 Meter. 1. Kgl.
Hauptgeſtüt Graditz’ Rune II. (Bullock), 2. Pakt (J.
Childs), 3. Onorio (Shaw). Unpl.: Hadrian,
Sieben=
ſchläfer. Sicher ¾—3 Lg. — Frühjahrs=Jagd=Rennen.
Preis 2500 Mark, Diſtanz 3000 Meter. 1. Herrn C.
Coſacks Sklavin (Kalff), 2. Ruhm (Brederecke), 3.
Phry=
gia (Gaedicke). Unpl.; Barkarole (gef.), Spes,
Con=
tar. Sicher ½—1½ Lg. — Großes Kölner Frühjahrs=
Handicap. Preis 20000 Mark, Diſtanz 1600 Meter.
Herrn R. Haniels Adjunkt (Miller), 2. Kohinor
(Shaw), 3. Radium (Shurgold). Unpl.: Major Fife
(4.), Tauſendſchön, Illo, Peking, Rubica, Kriegsbruder,
Piatra, Oos, Gernot, Germania I., Emſig II. Sicher,
Kopf, ¾ Lg. — Preis von Gürzenich. 2500 Mark,
Diſtanz 3200 Meter. 1. Herrn E. Brummes Schlemihl
(Gaedicke), 2. Ophelia (Brown), 3. Migrenine (Schütz).
Unpl.: Pont d’Eragny, Gold Ore, Piece d’Or, Poigny.
Fels=Handikap. Preis 4000 Mark, Diſtanz 1400
Me=
ter. 1. Kgl. Württ. Priv.=Geſt. Weils Witch Finder
(Shaw), 2. Couſine (Warne), 3. Gyges (Reiff). Unpl.:
Venetian Lad, Murat, Orſini, Porcelaine. Sicher ¾
bis 1 Lg. — Maiden=Rennen. 5000 Mk. Diſtanz 1400
Meter. 1. Königl. Württ. Priv.=Geſt. Weils Blauer
Dunſt (Shaw), 2. Germanieus (Bullock), 3. Eſto (J.
Childs). Unpl.: Pax, Syndikus, Darling. Leicht
ℳ Lg. — Preis von Dahlhauſen. 3500 Mk. Diſtanz
3200 Meter. 1. Herrn H. Suermondts Prometheus
(Brederecke), 2. Palü (Brown), 3. Two Ran (Krieg).
Unpl.: Lenore, Myrrha, Pelta. Leicht 1—4 Lg.
Pfr. Rennen zu Grunewald. Preis von
Gatow. 4000 Mark. Diſtanz 3500 Meter: 1. Hrn. A.
Brieſes Sageſſe (Printen), 2. Mumelas (Wiſchek), 3.
Prinzeß of Wales (Charvat). Tot.: 16:10. Platz 11,
12:10. Unpl.: Ladziza, Kanter. 7—½ Lg. — Maſſai=
Rennen. 3800 Mark. Diſtanz 1200 Meter: 1. Mr. F.
Solloways Herbert (Leiß), 2. Salve (Wurſt), 3. Ria
(Erdmann). Tot.: 34:10. Pl.: 13, 22, 12:10. Unpl.:
Cara (4.), Grandezza, Abendſonne, Goldgräber,
Brö=
ſen, Solo. Verhalten 4—½ Lg. — Preis von
Pader=
born. Ehrenpreis. 3000 Mark. Diſtanz 3500 Meter:
1. Leutn. G. Wiedesheim=Pauls Ward of Court (Beſ.),
2. Politeſſe (Leutn. Graf Holck), 3. Fighting Pat (Leutn.
v. Hohberg). Tot.: 64:10. Pl.: 14, 13, 17:10. Unpl.:
Concord (4.), Ruſſel Sage, Annies Joy, Tenequa, Tura,
Kampf, ½ Lg.-Kopf. — Elbe=Hürden=Rennen. 3500
Mark. Diſtanz 2400 Meter: 1. Stall Herrenkrugs
Süd=
ring (Scholz), 2. Picador (Baſtiau), 3. Haarkünſtler
(Müller). Tot.: 18:10. Pl.: 11, 11;10. Unpl.: Oran
Preis vom
(falſche Bahn). Leicht 5. Lg.-Weile.
Kilimandſcharv. 6200 Mark. Diſtanz 1600 Meter: 1.
Hrn. A. v. Schmieders Regina (Caſtra (O. Müller), 2
Eſther (Torke), 3. Manila (Raſtenberger). Tot.: 183:10,
Pl.: 77, 31:10. Unpl.: Wandersmann (4.), Puzzi. Leicht.
2 Lg.-Hals. — Stern=Jagd=Rennen. Ehrenpreis und
7000 Mark. Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn. G. Nettes
Kann doll (Hr. W. Dodel), 2. Turandot (Leutn. Graf
Holck), 3. Haus (Leutn. von Raven). Tot.: 35:10. Pl.:
20, 28:10. Unpl.: Herzogin (4.), Tu mir nix, Bocskoros.
Kampf, ½—1½ Lg. — Vitellius=Handikap. 4000 Mark.
Diſtanz 3000 Meter: 1. Herren G. Hartmann und A.
Brieſes Viceober (Winkler), 2. Gala (Weißhaupt),
3. Sandgräfin (Baſtian). Tot.: 48:10. Pl.: 17, 16, 26:10.
Unpl.: Mondſichel (4.), Stern, Rottraut, Wieſentheid,
Cato II., Vorwärts. Sehr leicht, 3—1½ Lg.
Das Preisreiten des Militär= Reit=
Inſtituts zu Han nover hat nach
dreitägi=
ger Dauer ſeinen Abſchluß gefunden. Die
Hauptkon=
kurrenz, den Kaiſerpreis, beſtehend aus vier
Prüfnn=
gen im ſchulmäßigen Reiten, Gelände=Prüfung über
50 Kilometer, Jagd=Spring=Konkurrenz und
Kondi=
tionprüfung, gewann Leutn. Graf Lehndorff (
Garde=
dutorps) vor Leutn. v. Goßler (5. Jäger zu Pferde)
und Oberleutn. Braun (3. Jäger zu Pferde). In der
Schweren Jagd=Spring=Konkurrenz um den
Ehren=
preis des Kronprinzen ſiegte Leutn. Freyr (23. Feld=
Artillerie), und in der Chargen=Pferdekonkurrenz um
den Ehrenpreis des Prinzen Friedrich Leopold Leutn.
v. Platen (2. Kür.).
Der Preis von Marchfeld bildete am
Sonntag das Hauptereignis der Rennen in der
Wie=
ner Frendenau. Das mit 23000 Kronen ausgeſtattete
Flieger=Rennen endete mit dem überlegenen Siege
des dreijährigen Granvillo des Barons G. Springer,
drei Längen zurück folgte Ikaria (Korb) vor dem
Przedſwit=Sieger Dinon Danom (Hewitt). Tot. 27:10,
Pl. 52, 41, 47:20. Unpl.: Ridolfi, Dieſö, Gonvernante.
Rr. Radrennen in Chemnitz. Großer
Früh=
jahrspreis. 1. Lauf 30 Kilometer: 1. Huybrechts, 25:29,
2. A. Schulze, 5 Rd., 3. Samſon, weit zurück. 2. Lauf
50 Kilometer: 1. Huybrechts, 38:56; 2. A. Schulze, 14
Runden; 3. Samſon, 28 Runden zurück. Guignard
war durch Sturz ausgeſchieden. — Im kleinen
Früh=
jahrspreis zeichnete ſich Hugo Przyrembel durch gutes
Fahren aus. Er gewann über 15 Kilometer in 12
Min. 3 Sekunden; Schenke=Magdeburg 1700 Meter,
Damm=Leipzig 1800 Meter und Eilenberger=Leipzig
3500 Meter zurück. Ueber 25 Kilometer gewann
Przy=
rembel in 21:21: Schenke 2 Runden 300 Meter, Damm
6 Runden 400 Meter und Eilenberger weit zurück.
Radrennen in Straßburg i. Elſ. Großer
Eröffnungspreis: 1. Lauf 15 Kilometer: 1. Bardonnean,
14:06,3; 2. di Majo, 14:43,3; 3. Humann, 15.03,3.
2. Lauf 25 Kilometer: 1. Bardonneau, 21:38,21; 2.
Hu=
mann, 24:29,2; 3. di Majo, 14 Rd. zurück (Motordefekt).
— 3. Lauf: 1. Bardonneau, 26:19,4; 2. di Majo, 28:40,4;
3. Humann, 30:10,0.
Rennen in Steglitz. Großer
Frühjahrs=
preis, 100 Kilometer: 1. Theile, 1:24:16, 2. Salzmann,
2280 Meter, 3. Ryſer, 5700 Meter, 4. Stellbrink, 6200
Meter zurück. Dickentmann aufgegeben. — Preis von
Steglitz: 1. Otto Meyer, 2. Rütt, 3. Wegener. — Preis
von Friedenau: 1. Peter, 2, Schürmann, Handbreite.
zurück, 3. Stabe, Handbreite zurück, —
Entſchädigungs=
fahren: 1. Pawke, 2. Fr. Hoffmann, ½ Länge zurück,
3. Techmer, ½ Länge zurück. — Prämienfahren: 1.
Rudel, 2. Saldow, 1½ Lg. zurück, 3. Sonntag, 3. Lg.
zurück. — Tandem=Hauptfahren: 1. Rütt=Stabe, 2. Otto
Meyer=Schürmann, ½ Lg. zurück, 3. Peter=Schwab,
Lg. zurück. — Tandem=Entſchädigungsfahren: 1.
Hoff=
mann=Fr. Stellbrink, 2. Großmann=Saldow, 2 Lg.
zu=
rück, 3. Cgrapezzi=Rudel, 1 Lg. zurück.
Rg. Bei den Berliner Ringkämpfen im
Palaſt=Theater errang Otto Meyer einen ſchönen
Et=
folg, da er den Nordamerikaner Paxon nach 20
Minu=
ten 55 Selunden warf. Ferner ſiegte Schwarz=
Mün=
chen über Bordel=Oſtpreußen in 2 Minuten 59
Sekun=
den, während Hoffmann=Berlin und Camillotti=Italien
30 Minnten unentſchieden rangen.
Luftſchiffahrt.
Av. Die internationale Flugwoche in
Nizza hat bei ſchönſtem Wetter ihren Anfang
genom=
men. Außer einem zahlreichen Publikum wohnten dem
erſten Tage der Veranſtaltung der König von
Schwe=
den, der Prinz und die Prinzeſſin von Meiningen und
Großfürſt Kyrill von Rußland bei. Am erfolgreichſten
war der Ruſſe Efimoff, der mit einem Farman=
Appa=
rat den Totaldiſtanz=Preis des Tages mit 130
Kilo=
meter, den Geſchwindigkeits=Preis mit 5 Minuten 58
Sekunden für 5 Kilometer und den Preis für den
kür=
zeſten Anlauf gewann, da ſich ſein Apparat bereits nach
80 Meter, mit Paſſagier nach 100 Meter, vom Erdboden
erhob. Im Dauerfliegen ſiegte der ehemalige
Renn=
fahrer Van den Born. Er blieb 1 Stunde 58 Minuten
18 Sekunden in der Luft und legte dabei 87,508
Kilo=
meter zurück.
„Ein kerniger Stammhalter‟
Vortreffliche Dienſte leiſtet Scotts Emulſion allen
Kindern. Beſonders angebracht iſt es, recht frühzeitig
mit ihrem Gebrauche zu beginnen, weil ſie dann den
jungen Organismus derart kräftigt, daß die Kleinen
meiſtens unbemerkt über die Zahnzeit hinwegkommen,
dabei prächtig gedeihen, friſch und munter ſind.
Nach=
ſtehende Zeilen geben den beſten Beweis für dieſe
Be=
hauptung:
(84670I
Dresden=N., Böhmiſcheſtr. 16/III., 3. September 1908.
„Mein Söhnchen Willy hat Scotts Emulſion von der
10. Woche an regelmäßig bekommen. Das Präparat hat ihm
ganz vortreffliche Dienſte getan, der Kleine iſt ſtark und kräftig
geworden, überſteht die Zahnzeit gut und ſchläft ruhig die ganze
Nacht hindurch. Wenn er morgens aufwacht, iſt er voll
Ver=
gnügen, Luſt und Freude; ſobald ich mit der Flaſche Scotts
Emulſion an ſein Bettchen komme, beginnt er mit den Händchen
und Füßchen zu zappeln, wobei die helle Freude aus ſeinen
blauen Augen lacht. Jetzt iſt er 7 Monate alt und vermag ſich
allein emporzurichten und am Stuhl aufzuſtehen, ſo daß wir auf
unſeren kernigen Stammhalter richtig
ſtolz=
ſind.”
(gez.) Frau Elſe Schreiber.
Die Tatſache, daß ein 10 Wochen alter
Junge regelmäßig Scotts Emulſion
be=
kam und gut vertrug, ſpricht gewiß mehr
als alles andere für deren ungewöhnlich
leichte Verdaulichkeit. Dieſer Vorzug iſt
auf das langerprobte und beſtens
be=
währte Scottſche Verfahren zurückzuführen,
vermittelſt deſſen der Lebertran — nur
ur echt mit dieſer der ausgeſucht beſte kommt dabei zur
arke-demFiſcher Verwendung — in allerkleinſte Tröpfchen
dem Garanties
chen des Scott= zerteilt und dadurch ſelbſt für den
Säug=
ſchen Verfahrens! ling leicht bekömmlich gemacht iſt.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verkauft
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur in verſiegelten
Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke (Fiſcher mit dem Dorſch).
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Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 19. April 1910.
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Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
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Kartenverkauf von 11—1 Uhr und von
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Mittwoch, 20. April. 159. Ab.=Vorſt. A 40.
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Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 21. April. 160. Ab.=Vorſt.
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Der Kartenverkauf zu dieſer Vorſtellung
findet Mittwoch, den 20. April, von
3½ bis 5 Uhr, ſowie an den
darauffolgen=
den Tagen, vormittags von 11 bis 1 Uhr,
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ichriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt.
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annonen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
„ 91.
Mittwoch, den 20. April.
1910.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Der Kampf um die Verkürzung der Arbeitszeit.
C Bei den Kämpfen zwiſchen Unternehmern und
Arbeitern um die Feſtſetzung der Arbeitsbedingungen ſind
die ſtrittigen Punkte jetzt ſehr häufig nicht Lohnfragen,
ſondern die Auseinanderſetzungen drehen ſich in vielen
Fällen um die Dauer der täglichen Arbeitszeit. Auch bei
dem jetzigen Kampf im Baugewerbe wie bei vielen
Lohn=
bewegungen in anderen Berufen ſpielt die Frage der
Herabſetzung der täglichen Arbeitszeit eine große Rolle.
Das Beſtreben auf Herabſetzung ihrer Arbeitszeit iſt
zwei=
fellos eine kulturelle Forderung; mag es im einzelnen, ja
mag es ſehr oft vorkommen, daß die durch die
Verrin=
gerung der Arbeitszeit gewonnene Zeit unnütz vergeudet
wird, ſo liegen aber auch ſehr viele vollgültige Beweiſe
dafür vor, daß der Arbeiter ſeine vermehrte freie Zeit ſehr
wohl anzuwenden weiß. Die Benutzung von
Volksbiblio=
theken und Leſehallen, die berufliche und allgemeine
Wei=
terbildung ſind nur bei einer nicht übermäßig langen
Ar=
beitszeit möglich, außerdem muß in Betracht gezogen
wer=
den, daß in den letzten Jahren die Arbeit allgemein eine
viel intenſivere geworden iſt, daß jetzt weſentlich
ange=
ſtrengter gearbeitet werden muß und daß die Arbeitswege
viel weiter geworden ſind. Das letzte Moment kommt
nicht nur für die Großſtädte in Betracht, es trifft auch
viel=
fall ſchon auf kleinere Orte zu, denn die Induſtrie hat ſehr
viele halbländliche Arbeiter in ihren Wirkungskreis
ein=
bezogen, die oft weite Wege bis zu ihrer Arbeitsſtelle
ma=
chen müſſen und denen dabei nicht die günſtigen
Verkehrs=
verhältniſſe der Großſtädte zur Verfügung ſtehen.
Zahlreiche Induſtrielle haben gefunden, daß mit der
Verkürzung der Arbeitszeit ein ſchnelleres Arbeitstempo
eintritt, daß die Arbeiter friſcher bleiben, Arbeitszeit und
Pauſen pünktlicher einhalten und weniger oft von
Krank=
heiten befallen werden. Die gleichen Erfahrungen wurden
auch von allen den zahlreichen ſtädtiſchen Gasanſtalten
ge=
macht, die ſeit einigen Jahren für die Innenarbeiter die
Achtſtundenſchicht eingeführt haben.
Selbſtverſtändlich hat aber die durch die
Arbeitszeitver=
kürzung erreichte Arbeitsintenſität auch eine Grenze; wenn
die Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden herabgeſetzt wird, ſo
mag vielleicht die frühere Arbeitsleiſtung noch erreicht
wer=
den, würde dann aber die Arbeitszeit weiter von 10 auf
8 Stunden herabgeſetzt, ſo würde gewiß ein Defizit von
Ar=
beitsleiſtung entſtehen. Es kann deshalb nur eine
allmäh=
liche Herabſetzung der Arbeitszeit durchgeführt werden. So
lange in dem gleichen Gewerbe noch Arbeitszeiten beſtehen,
bei denen die höchſten beinahe um das Doppelte höher
ſind als die niedrigſten, iſt kaum daran zu denken, daß die
Arbeitgeber mit den kürzeſten Arbeitszeiten noch einer
wei=
teren Verringerung der Arbeitszeiten zuſtimmen.
Außer=
dem kommt beſonders in der Induſtrie noch in Betracht,
daß bei Verringerung der Arbeitszeit ein Ausgleich in der
Leiſtungsfähigkeit vielfach nur durch koſtſpielige techniſche
Verbeſſerungen, durch Aufſtellung neuer Maſchinen uſw.
erreicht werden kann. Der Verkürzung der Arbeitszeit
ſtehen alſo auch wirtſchaftliche Hemmniſſe entgegen.
Die Abrüſtungsfrage.
— Der frühere Präſident der Vereinigten Staaten
Rooſevelt macht augenblicklich eine Art Tournee durch
die europäiſchen Hauptſtädte und allenthalben bereitet man
ihm einen Empfang, als ob er nicht Privatmann, ſondern
noch das Staatsoberhaupt der nordamerikaniſchen Union
wäre. Es iſt ja ein bischen viel Tamtam dabei, echt
ameri=
kaniſch, gleichwohl darf man aber nicht überſehen, daß
Rooſevelt keine alltägliche Perſon darſtellt und es
viel=
leicht nicht ganz ausgeſchloſſen iſt, daß er das nächſte Mal
doch wieder bei der Präſidentſchaft kandidiert und bei
ſei=
ner großen Popularität abermals ſeinen Einzug im
Weißen Hauſe in Waſhington hält. Es liegt auf der
Hand, daß bei den Begegnungen, die der Expräſident hat,
trotz ſeiner privaten Eigenſchaft, ſowie den Beſprechungen,
die er auch mit den leitenden Außenminiſtern hat.
Rooſe=
velt ſich mit dieſen wohl ſchwerlich über ſeine Jagdbeute
unterhalten wird.
Aus dieſem Grunde iſt es auch begreiflich, daß ſich an
ſeine Rundreiſe allerlei Gerüchte anknüpfen und daß man
ihm neuerdings die Abſicht unterſchob, namentlich in
Ber=
lin und London für die Abrüſtungsidee Propaganda zu
machen, um einen internationalen Kongreß zuſtande zu
bringen. Obwohl dieſe Nachricht nicht allzu wahrſchein=
lich klang, fand ſie doch weite Verbreitung und
entſpre=
chende Kommentare. Man erinnerte daran, daß einſt im
ruſſiſch=japaniſchen Kriege der damalige Präſident
Rooſe=
velt die Vermittelung übernommen und auf das
Glück=
lichſte durchgeführt hatte. Die Legende iſt aber
glück=
licherweiſe ſehr ſchnell zerſtört worden und zwar noch,
be=
vor Herr Rooſevelt Berlin und London beſucht hat. Der
„Matin” veröffentlicht ein Telegramm des Sekretärs
Rooſe=
velts, worin dieſer die Gerüchte über eine Verſtändigung mit
Graf Aehrenthal bezüglich eines Abkommens zu
ver=
ſchiedenen Mächten über eine teilweiſe Abrüſtung
vollſtän=
dig in Abrede ſtellt. Von einer allgemeinen Abrüſtung
ſei überhaupt nicht die Rede geweſen und am wenigſten
dürfte ſich Rooſevelt mit dem Grade der
Verteidigungs=
ſtärke der einzelnen Länder befaſſen.
Dieſes Dementi läßt an Deutlichkeit nichts zu
wün=
ſchen übrig und das iſt gut, denn dieſer fortwährend
auf=
tauchenden Abrüſtungsmeldung kann nicht entſchieden
ge=
nug entgegengetreten werden. Rooſevelt kann ſchon
ſei=
ner ganzen Natur nach kaum für eine derartige Idee
ſchwärmen, denn gerade er iſt es geweſen, der trotz aller
friedlichen Abſichten mit aller Entſchiedenheit für eine
Ver=
ſtärkung der amerikaniſchen Verteidigung zu Waſſer und
zu Lande eingetreten iſt. Im übrigen iſt es bezeichnend,
daß gerade engliſche Blätter es geweſen ſind, die
die Gerüchte zuerſt ausgeſprengt haben, und dieſe Quelle
beſagt genug. Man wollte das alte Spiel wiederholen,
den Abrüſtungsgedanken erneut auf das Tapet zu bringen,
um Deutſchland wieder einmal als den Friedensſtörer, der
nichts von Abrüſtung wiſſen will, hinſtellen zu können.
Freilich wäre den engliſchen Politikern nichts lieber, als
eine Verſtändigung über die Rüſtungen, einmal, weil man
jetzt die ſtärkſte Poſition noch immer inne hat und dann
in die angenehme Lage kommen würde, die Millionen und
Abermillionen, die man trotz der ungünſtigen Finanzen
Englands für die Marine aufwenden muß, ſich zu ſparen.
Daß ein ſolcher Vorſchlag bei Deutſchland je Gegenliebe
ſinden könnte, darf als ausgeſchloſſen gelten, denn wir
werden uns niemals darin hineinreden laſſen, was wir für
die Verteidigung unſeres Landes für notwendig erachten
und werden uns hüten, auf eine Maßregel einzugehen, die
nur anderen nützen und uns auf das ſchwerſte ſchädigen
könnte.
50 Millionen für eine Volkszählung.
(3 Die große amerikaniſche Volkszählung,
die vor kurzem begonnen hat, wird in einem ſehr
bedeu=
tenden Maßſtabe durchgeführt. 330 Aufſeher und 65000
Zähler ſind dabei beſchäftigt; die Koſten werden mehr als
50 Millionen Mark betragen und ganz detaillierte
Stati=
ſtiken ſollen aufgeſtellt werden. So werden wir genaueſte
Auskünfte nicht nur über die Bevölkerung, ſondern auch
über Handel, Ackerbau und Bergwerke in den Vereinigten
Staaten, Alaska, Porto Rico und Hawaii erhalten. Die
Zählung muß innerhalb 30 Tagen beendigt ſein,
wäh=
rend für die Durchführung des ganzen Unternehmens, auch
für die Veröffentlichung der Berichte als Endtermin der
1. Juli 1912 feſtgeſetzt iſt. Man nimmt an, daß die Zahlen
eine Geſamtbevölkerung der Vereinigten
Staaten von einigen 90 Millionen ergeben werden
ge=
gen 76 Millionen im Jahre 1900. Zum erſten Male
wer=
den die Zählbogen auch Fragen enthalten, nach denen jede
verheiratete Perſon angeben muß, wie viele Mal ſie
ver=
heiratet geweſen iſt, jede verwitwete Perſon, wie viel Mal
ſie Witwer oder Witwe geworden, jede geſchiedene, wie
viel Mal ſie geſchieden worden iſt. 55000 von den 65000
Zählern werden damit beſchäftigt, Erhebungen über den
Ackerbau anzuſtellen. Durch ein vielfältiges Syſtem von
Fragen wird man feſtzuſtellen ſuchen, ob der in Amerika
geborene Farmer ſein Eigentum gegen den fremden
An=
ſiedler behauptet, wie viele Farmer ihr Land ſelbſt
bewirt=
ſchaften und wie viele es verpachten, wie viel Grundbeſitz
hypothekariſch belaſtet iſt. Ebenſo ſoll ein genauer
Ueber=
blick gewonnen werden über den Wert der Gebäude und
ihrer Einrichtungen, über die Größe der angebauten
Land=
ſtrecken, über den Wert und die Qualität der Ernte, über
den Wert des lebenden Inventars, ſein Alter, Geſchlecht
und ſeine Verwendung. Auch der Beſtand von
Waldun=
gen auf den Gütern, die Zahl und Züchtung der
Vollblut=
tiere ſollen bei der Zählung mit aufgenommen werden.
Der Aufruhr in China.
* Die 6000 Mann chineſiſcher Truppen, die
in Tſchangſcha ſtehen, ſchloſſen ſich den
Auf=
ſtändiſchen an und beteiligten ſich an den Plünde=
rungen. Von den neun Miſſionsgebäuden wurden ſechs
zerſtört, nämlich die chineſiſche Inlandmiſſion, die
ver=
einigte evangeliſche, die anglikaniſche, die Londoner, die
Wesleyaniſche und die katholiſche Miſſion, ferner die
Lagerhäuſer der beiden engliſchen Firmen Butterfield u.
Jardine, ſowie das japaniſche Konſulat. Die
Re=
gierungsbank wurde ausgeplündert. Das Zollhaus und
das ruſſiſche Konſulat blieben unverſehrt. Glücklicherweiſe
befanden ſich in Tſchangſcha gerade zwei Dampfer der
Firma Butterfield, und auf dieſe flüchteten ſich die
Euro=
päer, welche alle mit dem Leben davonkamen.
Der Berichterſtatter der „Times” telegraphiert ſeinem
Blatte, daß der Mangel an Reis die Haupturſache
des Aufſtandes geweſen ſei, ein weiterer Grund ſei
das Sinken des Wertes der Kupfermünzen. Die letzten
Meldungen aus dem in Aufruhr geratenen Diſtrikt beſagen,
die Not ſei dort ſo groß, daß die armen Chineſen
gezwun=
gen ſeien, ihre Töchter an den Erſtbeſten zu verkaufen, um
Geld für Nahrungsmittel zu erhalten. Die allgemeine
Notlage werde noch durch die Anweſenheit einer größeren
Anzahl entlaſſener Soldaten in dem Diſtrikte vergrößert.
Endlich müſſen auch noch Gerüchte verzeichnet werden, die
in der letzten Zeit in China umgehen und denen zufolge,
das chineſiſche Reich aufgeteilt und von verſchiedenen
Mächten beſetzt werden ſoll. Tſchangſcha habe einen
be=
ſonderen Ruf wegen ſeiner Feindſeligkeit gegen Ausländer,
und es ſei daher nur natürlich, daß der Fremdenhaß, der
ſich im Laufe der Jahre in weiten Kreiſen Chinas wieder
immer mehr aufgeſpeichert hat, zuerſt in Tſchangſcha zu ſo
ſchweren Unruhen führte. Auch in Hangkau wurde
neuer=
dings ein japaniſcher Laden geplündert, und die
Aus=
länder werden dort zurzeit hart verfolgt. Die Beamten
ſollen auch in dieſem Falle nicht ganz frei von Schuld
ſein. Der genannte Berichterſtatter hebt zum Schluſſe
her=
vor, daß ſich gegenwärtig ein neuer patriotiſcher Geiſt in
China bemerkbar mache, der insbeſondere in Bezug auf
die Haltung den Ausländern gegenüber einer ſorgfältigen
Leitung bedürfe. Später eingetroffene Telegramme
berich=
ten noch, daß die chineſiſchen Beamten am zweiten und
dritten Tage des Aufruhrs den Konſuln erklärten, ſie
könn=
ten für Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung keine
Gewähr übernehmen. Darauf erfolgte die allgemeine
Flucht der Europäer, nur der britiſche Konſul blieb auf
ſeinem Poſten.
Das engliſche Kanonenboot „Thiſtle”, das nach
Tſchangſcha abgefahren iſt, mußte bei Yocheu anhalten,
weil der Waſſerſtand des Fluſſes ein weiteres Vorgehen
unmöglich machte. Ein ſpäterer Verſuch am anderen Tage
blieb ebenſo erfolglos.
Deutſches Reich.
— Der Bundesrat ſtimmte dem Entwurf eines
Geſetzes über die Errichtung eines Kolonial=
Konſular=
gerichtshofes zu.
In der Angelegenheit der
Reichswertzu=
wachsſteuer haben die Aelteſten der Kaufmannſchaft
von Berlin an die zu ihrer Beratung eingeſetzte
Kommiſ=
ſion des Reichstags die Bitte gerichtet, bei der
außer=
ordentlichen Wichtigkeit der Vorlage für das geſamte
Grundſtücks= und Baugewerbe bei ihren Verhandlungen
Sachverſtändige anhören zu wollen. Die Aelteſten haben
der Reichstagskommiſſion eine Anzahl ſolcher
Sachver=
ſtändiger aus ihrem Bezirk vorgeſchlagen und außerdem
den Deutſchen Handelstag erſucht, aus dem Kreiſe der
übrigen deutſchen Handelsvertretungen gleichfalls
Sachver=
ſtändige zu dieſem Zweck benennen zu wollen.
— Die Wahlrechtskommiſſion des
preu=
ßiſchen Herrenhauſes nahm den § 5 betreffend
die Bildung der Stimmbezirke unverändert an. Zu § 6
wurde die Vergrößerung der Steuerdrittelungsbezirke
an=
genommen, zu § 8 wurden ſowohl der ’Beſchluß des
Ab=
geordnetenhauſes (Privilegierung der Abiturienten), ſowie
ſämtliche dazu geſtellten Abänderungsanträge abgelehnt,
dieſe Lücke ſoll in der zweiten Leſung ausgefüllt werden.
In der Dienstags=Sitzung der
Wahlrechts=
kommiſſion des preußiſchen Herrenhauſes
ergriff gleich zu Anfang Miniſterpräſident v.
Beth=
mann Hollweg das Wort, um ſich ſehr beſtimmt
ge=
gen den Vorſchlag auszuſprechen, wonach künftighin
Ab=
änderungen des Wahlrechts nur mit Zweidrittel=Mehrheit
in beiden Häuſern möglich ſein ſoll. Ferner erklärte der
Miniſterpräſident, die Beſchränkung der Steuerdrittelung
auf Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern ſei nicht
erwünſcht. Dies gehe nicht weit genug.
— In der bayeriſchen
Abgeordnetenkam=
mer erklärte der Miniſterpräſident Frhr. v. Podewils auf
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Nummer 91.
eine Anfrage aus dem Hauſe, daß das Befinden des
er=
krankten Königs Otto von Bayern nach wie vor
un=
verändert ſei.
— Die königlich bayeriſche Regierung begab
eine 4prozentige bis 1920 unkündbare
Staatsanleihe im Betrage von 75 Millionen Mark,
und zwar 40 Millionen Eiſenbahnanleihe und 35
Millio=
nen allgemeine Anleihe an das ſeitherige bayeriſche
Kon=
ſortium zum Kurſe von 101 Prozent. Es iſt beabſichtigt,
die Anleihe demnächſt zur Zeichnung aufzulegen.
— Auch die badiſche Regierung hat mit ihrer
beabſichtigten Vermittelung im Baugewerbekampf
nichts erreicht. Nach dem Scheitern der vom Reichsamt des
Innern veranlaßten Einigungsverhandlungen im
Bau=
gewerbe hat das badiſche Miniſterium des Innern ſich über
eine etwa unter ſeiner Vermittelung mögliche
Sonder=
einigung für Baden orientiert, jedoch ergab ſich, laut
„Karlsruher Zeitung” daß Vermittelungsverſuche zurzeit
ausſichtslos ſind, ſo daß wenigſtens vorläufig von
weiteren Verhandlungen abgeſehen wurde.
Ausland.
— Der Budgetausſchuß des öſterreichiſchen
Abgeord=
netenhauſes beſchloß mit 25 gegen 21 Stimmen gemäß dem
Antrag Steinwender, die Regierung zu ermächtigen, zur
Deckung der außerordentlichen Militärausgaben eine
An=
leihe von 220 Millionen ſtatt der von der Regierung
be=
antragten 182 Millionen aufzunehmen.
Im engliſchen Unterhauſe brachte Premierminiſter
Asquith bei dichtbeſetztem Hauſe ſeine Guillotine=
Reſolution ein, welche die Debatte über das
vorjäh=
rige Budget auf fünf Tage beſchränkt. Er erklärte, daß die
einzubringende Finanzbill im weſentlichen dieſelbe ſei wie
diejenige des vorigen Jahres und eine rückwirkende Kraft
beſitzen würde, wie wenn ſie im vorigen Jahre
angenom=
men wäre. Einige Amendements von techniſchem
Charak=
ter würden hinzugefügt werden, welche die Abſicht der
Re=
gierung bezüglich gewiſſer Punkte klar machen ſollen. Im
weiteren Verlaufe der Sitzung trat Redmond unter
lautem Beifall der Miniſteriellen und der Nationaliſten
für die Regierung ein und führte aus: Von den
Nationaliſten würden alle Budgets für Irland als
unge=
nügend angeſehen. Dieſer finanziellen Ungerechtigkeit aber
könnte nur durch Homerule abgeholfen werden und dieſe
würde erlangt werden durch Abſchaffung des Vetorechts
des Oberhauſes. Er ſehe die Erklärung des
Premiermini=
ſters vom 14. April als eine genügende Garantie dafür an,
daß die Homerule=Bewegung jetzt ſchnell vorwärts gehen
werde, und die Nationaliſten würden deshalb die
Poli=
tik der Regierung mit Begeiſterung
unter=
ſtützen. Er beſtreite, daß zwiſchen der Regierung und
ihm irgend ein Handel ſtattgefunden habe. Balfour
er=
klärte: Die Regierung habe die Unterſtützung der Iren mit
der Preisgabe von Traditionen bezahlt, deren Beobachtung
ihre Pflicht geweſen wäre. Die Regierung habe
den Namen ihres Herrſchers in einer Weiſe in
den politiſchen Streit gezogen, wie es ſeit
Gene=
rationen nicht geſchehen ſei. Niemals habe eine engliſche
Regierung ſich in einer Lage befunden, wie die ſei, in die
Redmond die jetzige Regierung hineingedrängt habe, und
er hoffe, daß niemals wieder eine engliſche Regierung ſich
in einer ſolchen Lage befinden werde. — Premierminiſter
Asquith beſtritt hierauf in beſtimmteſter Weiſe, daß
irgend ein Handel ſtattgefunden habe, und ſtellte feſt, daß
ſeine Erklärung vom 14. April von dem Kabinett
feſt=
geſtellt worden ſei, ohne daß man Redmond zu Rate
ge=
zogen oder beauftragt habe. Dieſe Erklärung ſtelle die
wohlüberlegte unabhängige Anſicht des Kabinetts dar; ob
Redmond ihr zuſtimmt oder nicht, er (Asquith) würde
die=
ſelbe Meinung haben. — Die von Asquith eingebrachte
Guillotine=Reſolution wurde ſchließlich mit 345 gegen
252 Stimmen angenommen.
— Durch königliches Dekret wird das däniſche
Folke=
thing am 19. Mai aufgelöſt; die Neuwahlen ſind auf
den 20. Mai feſtgeſtzt.
— Die ruſſiſche Duma ſprach ſich für die Ausarbeitung
eines Geſetzentwurfs aus, nach welchem die Privatperſonen
oder Aktiengeſellſchaften gehörenden, unter ruſſiſcher Flagge
gehenden Schiffe, ſowie deren Mannſchaften im Falle einer
Mobilmachung ähnlich wie in Deutſchland, Oeſterreich=
Ungarn und Frankreich der Kriegsmarine zur Verfügung
geſtellt werden müſſen. Ein Regierungsvertreter erklärte,
ein ſolcher Geſetzentwurf ſei bereits im Miniſterium
aus=
gearbeitet worden und werde demnächſt den
geſetzgeberi=
ſchen Inſtitutionen vorgelegt werden.
— Die rumäniſche Kammer hat dem Handelsvertrag
mit Dänemark und einer Handelsanleihe im Betrage von
15 Millionen zugeſtimmt.
— Die türkiſche Kammer beſchloß mit 146 gegen 43
Stimmen, die Dauer des Dienſtes im Heere auf 25
Jahre feſtzuſetzen, wovon drei Jahre bei der Fahne
abzu=
leiſten ſind. Die Dienſtzeit bei der Marine wurde auf 18
Jahre feſtgeſetzt.
* Zum Tode des Grafen Oriola ſchreibt der
Gießener Anzeiger” das maßgebende Organ in
Ober=
heſſen: Mit dem Dahingeſchiedenen verliert Heſſen einen
Mann, wie es deren nur wenige beſitzt. Er war ſchon
in=
folge ſeiner ganzen Ausbildung und Entwickelung von
ſogen. modernen Geiſt erfüllt und jedem engherzigen
Par=
teiſtandpunkt abhold. Mit Recht galt er als ein Freund
des ſozialen und wirtſchaftlichen Fortſchritts, der ſich aber
auch einen klaren Blick für die Intereſſen der einzelnen
Be=
rufsſtände bewahrte und ſich redlich bemühte, die dabei
mannigfach zutage getretenen Gegenſätze auszugleichen. Er
darf für ſich das Verdienſt in Anſpruch nehmen, mit
ſei=
nem ganzen Einfluß dafür gewirkt zu haben, daß ſich die
heſſiſche Politik der beiden letzten Jahrzehnte auf
einer geſunden, mittleren Linie bewegte und der liberale
Gedanke keinen Schaden erlitt. Im Sommer vorigen
Jahres war bekanntlich beim Abſchluß der
Reichs=
finanzreform eine ſtarke Mißſtimmung darüber
aus=
gebrochen, daß ſowohl Graf Oriola, wie ſein Freund und
Fraktionsgenoſſe Frhr. v. Heyl im Reichstag gegen die
Erbanfallſteuer geſtimmt hatten. Es kam darüber zu
ſchar=
fen Auseinanderſetzungen in der Preſſe wie in der Partei,
und dann beſchäftigte ſich im September als oberſte Inſtanz
für Heſſen auch der nationalliberale
Landes=
ausſchuß ſehr eingehend mit der Sache, wobei von
ver=
ſchiedenen Seiten eine „reinliche Scheidung” ein
vollſtän=
diger Ausſchluß der Beiden aus der Partei verlangt wurde.
Es darf jetzt, nachdem der Eine ſo frühzeitig und
uner=
wartet im noch nicht vollendeten 56. Lebensjahre mitten
aus ſeiner parlamentariſchen Tätigkeit abberufen worden
iſt, ausdrücklich feſtgeſtellt werden, daß in erſter Linie durch
ſeine offenherzige Ausſprache und die Schilderung der
näheren Vorgänge im Schoße der Reichstagsfraktion die
Stimmung im Landesausſchuß umgewandelt und eine
friedliche Verſtändigung erzielt wurde. Ein Bruch
zwi=
ſchen den ſtreitenden Geiſtern hätte damals nichts weniger
als eine Zerſchneidung des Tiſchtuchs mit der ländlichen
Bevölkerung bedeutet und damit gerade die vornehmſte
Aufgabe des Grafen, das einmütige Zuſammengehen der
liberalen Elemente in Stadt und Land, zunichte gemacht.
Der Ausgang des Konflikts war deshalb, auch
wenn es weder Sieger noch Beſiegte dabei gab, für ihn
ein ſchöner Erfolg ſeiner auf Zuſammenfaſſung aller
libera=
len und nationalen Elemente gerichteten Beſtrebungen.
Und wie vor dem Politiker Oriola, ſo werden Freund und
Gegner auch vor der Perſönlichkeit des Verewigten ein
hohes Maß von Wertſchätzung und Hochachtung beſitzen,
deſſen offenherziger, gerader Charakter, verbunden mit der
ganzen Schlichtheit und Leutſeligkeit ſeines Weſens, ſeinem
unermüdlichen Pflichteifer und ſeinem reichen Schatz von
Wiſſen und Erfahrung ihm ein dauerndes, ehrenvolles
An=
denken in der politiſchen Geſchichte Heſſens und des Reiches
ſichern!
Die „Nationallib. Korreſp.” hebt hervor, daß Graf
Oriola namentlich dem Marineetat, für den er
ver=
ſchiedene Seſſionen hindurch Berichterſtatter der
Budget=
kommiſſion war, ſowie den Fragen der Veteranen= und
Invalidenfürſorge ſein lebendiges Intereſſe zugewandt hat.
Was er auf dieſen Gebieten geleiſtet hat, werde in den
Reihen der Fraktion und Partei nicht nur, ſondern in den
weiteſten vaterländiſch geſinnten Kreiſen unvergeſſen ſein.
Die Kämpfe um die Reichsfinanzreform hätten ihn bei der
Frage der Erbanfallſteuer, die in den Mittelpunkt der
Ent=
ſcheidung gerückt war, leider in einen Konflikt mit der
ge=
ſchloſſenen Haltung der Fraktion gebracht, den er nur durch
Austritt aus der Fraktion löſen zu können glaubte. Die
Fraktion werde ihrem langjährigen Mitglied und Freunde,
dem allezeit liebenswürdigen und dienſtbereiten Kollegen
ſtets ein dankbares und freundliches Andenken bewahren.
* Straßburg, 17. April. Während des
diesjähri=
gen Beſuchs des Kaiſerpaares und der
Prin=
zeſſin Viktoria im Reichslande, der vom kommenden
Samstag abend bis Dienstag in Straßburg und daran
anſchließend in Urville und Metz ſtattfinden wird, iſt auch
ein Beſuch der Hohkönigsburg vorgeſehen, gelegentlich
deſſen über die fernere Beſtimmung und Verwendung der
Burg für archäologiſche und hiſtoriſche Zwecke entſchieden
werden ſoll.
* Rom, 19. April. Der Wienerpäpſtliche
Nun=
tius Fürſt Belmonte hat vom Kardinal=
Staats=
ſekretär wegen ſeines Beſuches bei Rooſevelt eine
ſcharfe Rüge erhalten. Der Nuntius hat ſich dagegen
ver=
wahrt und erklärt, er habe nicht Rooſevelt beſucht, ſondern
einen Beſuch des amerikaniſchen Botſchafters erwidert.
Als ſpezieller Freund Rooſevelts und als Katholik glaubte
dieſer die Anweſenheit benutzen zu ſollen, um Rooſevelt
über die römiſchen Zwiſchenfälle zu einer Erklärung zu
veranlaſſen, die er, der Nuntius, als Vertreter des
Hei=
ligen Stuhles und als Prieſter nur billigen und mit
Freu=
den begrüßen müſſe.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 20. April.
— Ernennungen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzoa haben den Oberlehrer an dem Ludwig Georgs=
Gymnaſium zu Darmſtadt Profeſſor Guſtav
Laute=
ſchläger zum Direktor der Eleonorenſchule zu Worms
und den Oberlehrer an dem Realgymnaſium zu
Darm=
ſtadt Dr. Eugen Köſer zum Oberlehrer an dem Ludwig
Georgs=Gymnaſium zu Darmſtadt ernannt. — Durch
Entſchließuna Großh. Miniſteriums der Finanzen wurden
zu Forſtaſſeſſoren ernannt die Forſtreferendare Wilhelm
Brückner, Neuſtadt i. Odw.; Karl Härter,
Lauter=
bach; Wilhelm Henzel, Büdingen; Otto Löber,
Gießen; Otto Rumpf, Ockſtadt; Eugen Seeger,
Gießen; Emil Vogt, Butzbach.
Kirchliche Dienſtnachrichten. Ernannt wurden:
Pfarramtskandidat Steiner zu Berlin zum Verwalter
der Pfarrgehilfenſtelle in Deckenbach, Dekanat Grünberg;
Pfarrvikar Korell zu Wingershauſen zum Pfarrverwalter
in Dauernheim, Dekanat Nidda; Pfarrverwalter Rühl
zu Kriegsheim zum Pfarrvikar in Wingershauſen,
Dekanat Schotten. Geſtorben ſind: der evangeliſche
Pfarrer i. P. Ferdinand Briegleb von Wingershauſen
zu Darmſtadt am 25. März; der evangeliſche Pfarrer
Karl Eckſtein zu Lengfeld, Dekanat Groß=Umſtadt, am
4. April.
* Aus der Landrichter Dr. Müllerſchen Stiftung
zu Darmſtadt ſind drei Unterſtützungslegate
von jährlich 500 Mk. an bedürftige elternloſe Studierende
der Rechtswiſſenſchaft aus den Provinzen Starkenburg
oder Oberheſſen zu vergeben. Bewerbungen um dieſe
Legate ſind binnen vier Wochen beim Finanzminiſterium
einzureichen.
O Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes zu
Darmſtadt. Am 21., 22. und 23. d. Mts. wird die
Jury des Deutſchen Künſtlerbundes zur Vorbereitung
der Ausſtellung in Darmſtadt tagen. Nach den bis jetzt
vorliegenden Nachrichten wird die Jury beſtehen aus:
Adolf Beyer=Darmſtadt, Profeſſor Hermann Hahn=
München, Profeſſor Graf von Kalckreuth=Eddelſen, Ge=
Zur Erinnerung an Guſtav Nachtigal.
C) Am 20. April iſt ein Vierteljahrhundert
ver=
ſtrichen, ſeit einer der Größten der deutſchen
Afrika=
forſchung, Guſtav Nachtigal, an Bord des
Kreu=
zers „Möwe” verſchied. Fern von ſeiner Heimat, doch
im Dienſt ſeines Vaterlandes und auf dem
heimat=
lichen Boden eines deutſchen Schiffes hat er ſeinen
ſtarken und großen Geiſt aufgegeben und auch ſeine
Gebeine, die zunächſt am Kap Palmas, in deſſen Nähe
die „Möwe” gerade ſegelte, beſtattet wurden, ſind ſpäter
nach der Kamerunkolonie überführt worden und ruhen
in deutſcher Scholle. Mitten im reichſten Wirken jäh
abgeriſſen, hatte dies Leben doch einen Aufſchwung zu
den Höhen des Daſeins und zum Weltruhm
genom=
men, nachdem es ſo ſchlicht am 23. Februar 1834 unter
dem Strohdach des Paſtorhauſes im Dorf Eichſtedt bei
Stendal begonnen.
Dem friſchen, abenteuerluſtigen Jungen ſpuken
ſchon während der Schulzeit große Pläne von Reiſen
nach fernen unbekannten Ländern im Kopfe herum.
Er ſelbſt hat erzählt, wie ſich bereits ſeit der erſten
Geographieſtunde durch den Anblick einer ſehr
unvoll=
kommenen Karte von Afrika mit dem unförmlich
ge=
zeichneten Tſadſee die Idee in ihm feſtgeſetzt habe, er
müſſe dieſen See einſtmals mit eigenen Augen ſchauen.
Der luſtige, trinkfrohe, zu allen tollen Streichen
auf=
gelegte Student hielt an dieſen kindlichen Träumen
feſt. Wenn auf der Kneipe die Ausgelaſſenheit ihren
Höhepunkt erreicht hatte, dann ſchwang Nachtigal eine
ſeiner berühmten „Bierreden” deren Thema ſtets
phan=
taſtiſche Reiſen nach Afrika waren und in denen er
ſeine Kommilitonen als Häuptlinge eines wilden
Stammes in höchſt ſachkundiger Weiſe und mit
aller=
lei ethnographiſchen Einzelheiten anzureden wußte.
Nachdem er ſein mediziniſches Staatsexamen gemacht
hatte und einige Zeit als Militärarzt tätig geweſen
war, wurde er von einer ſchweren Lungenkrankheit
be=
fallen, die ihn zwang, zur Heilung zunächſt nach Algier
und dann nach Tunis zu gehen. Aber dieſer träurige
Anlaß brachte ihn nun endlich auf das heißerſehnte
Feld ſeiner ſpäteren Taten. Am Rande des
märchen=
haften Kontinentes entzündete ſich ſeine Phantaſie
ſtärker;zimmer näher trat ihm die handgreifliche
Ver=
wirklichung ſeiner Pläne vor Augen. Er ſtudierte nun
ſieben Jahre lang Nordafrika, lernte arabiſch und machte
ſich in den Verhältniſſen heimiſch, ſodaß man mit Recht
von ihm ſagen konnte, er habe um den ſchwarzen
Kon=
tinent mit derſelben Inbrunſt geworben wie einſt
Jakob um Rahel. Durch ſeine mediziniſche Tätigkeit
und ſeine tatkräftige Haltung während einer tuneſiſchen
Revolution erwarb er ſich Einfluß und wurde
ſchließ=
lich Leibarzt des Beys von Tunis.
1868 kehrte er auf kurze Zeit nach Europa zurück;
aber als eine Epidemie von Hungertyphus in Tunis
ausbrach, lockte es ihn wieder zurück, nicht ſo ſeiner
ärztlichen Wirkſamkeit wegen, als weil ihn die
Vor=
ahnung ſeiner eigenen Größe nun endlich zur Tat
drängte. Den Anlaß zu Nachtigals Reiſen gab ein
Auftrag König Wilhelms I., der in ſeiner Fürſorge
an=
geordnet hatte, dem Scheich Omar von Bornu ſollten
für ſein menſchenfreundliches Verhalten deutſchen
Rei=
ſenden gegenüber verſchiedene Geſchenke überbracht
werden. Die Miſſion übernahm Nachtigal im Anfang
1869 und ſie war ihm der Ausgangspunkt für
ſechs=
jährige Reiſen im innerſten Afrika, die ihn du ch ein
zehnmal ſo großes Gebiet wie Deutſchland, über 24
Breite= und durch 20 Längengrade hinführten. Die
energiſch planvolle und beſcheiden humoriſtiſche Art, mit
der er alle unbeſchreiblichen Mühen und Entbehrungen
ertrug, kommt perſönlicher und ergreifender in den
prächtigen Briefen zum Ausdruck, die Dorothea
Ber=
lin in ihrem ſchönen Erinnerungsbuche veröffentlicht
hat, als in dem großen grundlegenden,
wiſſenſchaft=
lichen Werke „Sahara und Sudan”, deſſen letzter Band
erſt aus Nachtigals Nachlaß hervortrat. Dieſe ironiſch
geſättigte Heiterkeit, die beſtrickende Lebendigkeit ſeines
Stils, das ſouveräne Darüberſtehen und die nie
ver=
ſagende Beobachtungsgabe auch während der
ſchauder=
hafteſten Qualen, all das gibt ſeinen Aeußerungen
einen literariſchen Charakter, der etwas durchaus
Dich=
teriſches hat, und etwa an die Kunſt Wilhelm Raabes
im „Abu Telfan” erinnert. Sein denkwürdiger Zug
nach Tibeſti, der ihn mehrere Male dem
Verdurſtungs=
tod preisgab, dem wilden Fanatismus der grauſamen
Bewohner auslieferte und nur durch ſeine tollkühne
Flucht noch glücklich endete, erſcheint in ſeinen
Schil=
derungen in komiſcher Verklärung, ſo wenn er B.
ſeinen eigenen Aufzug ſchildert: „Ich ſelbſt, barfuß, die
Beine mit einigen leinenen Fetzen umwickelt, doch die
obere Körperhälfte in einen Pariſer Sommerpaletot
gehüllt und das Haupt bedeckt mit einem pilzförmigen
Gebäude, das die Engländer für ihre indiſchen Oft.
ziere gegen den Sonnenſtich erfunden haben . . . So
irrte Edris=Effendi=et=Tebib, wie er ſich ſelbſt arabiſch
nennt, einen Monat lang durch die nackteſte Wüſte,
wobei ihm nichts als eine Handvoll Datteln zur
Ver=
längerung ſeines gequälten Daſeins diente.
Im Juli 1870 erreicht er ſein vorläufiges Ziel
Kuka, die Hauptſtadt Bornus, und wird vom Scheich
empfangen. Von hier aus macht er dann ſeine
gewal=
tigen Züge um den Tſadſee bis in das gefürchtete Land
der Wadai, deſſen Sultan er durch ſeine Kühnheit
im=
poniert, als er ihm zuruft, während alle anderen vor
ihm auf der Erde rutſchen: „In meinem Lande kniet
man nur vor Gott, nicht vor Menſchen.‟ Dieſe
Freund=
ſchaft des entſetzlichen, blutdürſtigen Sultans Ali macht
für ihn dieſes „Grab der Europäer” zum Garten ſeines
Ruhmes und verhilft ihm zu den großartigſten
Ent=
deckungen. Ueber die unerträgliche Langweile weiterer
Märſche hilft ſeine rührende Liebe zu Tieren hinweg;
ſeine Hunde, Affen und Papageien ſind ſeine liebſten
Gefährten, deren Tod er ſchmerzlich beklagt. Durch
engliſche Zeitungen erfährt er 1872 von dem
deutſch=
franzöſiſchen Kriege und folgt mit ergriffener
Spann=
ung den Heldentaten ſeiner Landsleute. Wie klein
er=
ſcheint ihm, was er geleiſtet, wenn er dieſe Großtaten
der deutſchen Waffen betrachtet. In Berlin hat er
dann ſelbſt die erſte Mitteilung von ſeinen Reiſen mit
den Worten beſchloſſen: „Wenn ich hier ſehe, was in
meiner Abweſenheit von beſſeren Männern dem
Vater=
lande geleiſtet wurde, ſo blicke ich beſchämt auf meine
Reiſen zurück. Wie wenig es aber auch immer ſei,
was ich der geographiſchen Forſchung geleiſtet, ſo darf
ich doch ſagen, ich ſuchte auch in dieſen fernen Ländern
dem deutſchen Namen, der deutſchen Wiſſenſchaft und
deutſchem Mute Ehre zu machen!”
Als er 1875 nach Deutſchland zurückkam, glich ſeine
Heimkehr einem Triumphzug. So gewaltig war die
Menge der weißgekleideten Jungfrauen, Ehrenpforten,
Fackelzüge, Volksanſprachen, daß ſie ihm den Seufzer
entlockten: „Es iſt bisweilen ſchwerer, aus Afrika
zu=
rückgekehrt zu ſein, als daſelbſt zu reiſen. Unter den
Anſtrengungen hatte ſich ſein Ausſehen ſehr verändert.
Wohl zeugte das dunkle, gelockte, üppige Haar noch
von Jugendfriſche, aber von ihm ſtach der fahlgraue
Ton ſeines durchfurchten Geſichts und der ergraute
Bart grell ab. In den 10 Jahren, die ihm noch zu
leben vergönnt waren, hat er Deutſchland Großes
ge=
leiſtet, beſonders als Generalkonſul in Tunis und als
Kaiſerlicher Kommiſſar in Oberquinea; hier ſtellte er
1884 das Togogebiet unter deutſchen Schutz und hißte
die deutſche Flagge in Kamerun. Aber ſeine
Geſund=
heit war ſchon untergraben und ſo ward ibm ein früher
Tod.
Nummer 91.
heimerat Dr. Max Klinger=Leipzig, Profeſſor Sterl=
Dresden, Lovis Corinth=Berlin, Profeſſor v. Hofmann=
Weimar, Profeſſor Rohlfs=Hagen, Profeſſor Trübner=
Karlsruhe, eventuell Profeſſor Carlos Grethe=Stuttgart
und Profeſſor L. Tuaillon=Berlin. Samstag, den 23.
d. Mts. findet eine Sitzung des Geſamtvorſtandes des
Deutſchen Künſtlerbundes in einem von Sr. Königl.
Hoheit dem Großherzog zur Verfügung geſtellten Saal
des Alten Palais zu Darmſtadt ſtatt. Die Jury wird
ein beträchtliches Stück Aebeit zu bewältigen haben, da
die Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes ſehr
reich=
lich beſchickt worden iſt. Freitag, den 22. d. Mts. wird
Se. Königl. Hoheit der Großherzog im Reſidenzſchloß
einen Herrenabend zu Ehren der Jury des Deutſchen
Künſtlerbundes geben.
* Der frühere Finanzminiſter Gnanth, jetzt
Ge=
neraldirektor der Felten=Guilleaume=Lahmeyer=Werke
in Mülheim am Rhein, hat, wie man uns mitteilt,
ſicherem Vernehmen nach auf ſeine 12000 Mark
be=
tragende Penſion zugunſten des heſſiſchen Staates
unter gewiſſen Bedingungen Verzicht geleiſtet.
Muſeumsführungen. Die Notiz, betreffend
„Muſeumsführungen” iſt dahin zu berichtigen,
daß die Führungen auch Nichtmitgliedern
zu=
gänglich ſind.
— Der Willy Loehr=Abend der freien liter.=künſtl.
Geſellſchaft mußte Hinderniſſe wegen auf Freitag,
O
22. April (8 Uhr, Hotel zur Traube) verſchoben
werden.
— Rheinebene-Bergſtraße-Odenwald. Die
präch=
tigen Waldungen der Rheinebene vom Jägersburger
bis zum Viernheimer Wald ſind nunmehr durch
far=
bige Wegbezeichnung mit der Bergſtraße und dem
Oden=
wald verbunden. Dieſe Wegbezeichnung iſt von der
Ortsgruppe Worms des Odenwaldklubs angeregt und
wird auch von ihr unterhalten. Die Anlage erfolgte
am vorigen Sonntag durch verſchiedene Mitglieder des
Wegebezeichnungsausſchuſſes des Odenwaldklubs.
Weg=
beſchreibung und Karte für die verſchiedenen Linien
befinden ſich als Anhang bei der vom Odenwaldklub
herausgegebenen elften Auflage der Karte mit
Erläu=
terung der farbig bezeichneten Touriſtenwege in den
Odenwald, Bergſtraße, Main= und Neckartal. Dieſe
Karte iſt vor kurzem im Bergſträßerſchen Verlag, hier,
erſchienen und in allen Buchhandlungen zu haben.
Durch ihre gediegene und deutliche Ausführung und die
begleitenden, ſorgfältig bearbeiteten Erläuterungen iſt
ſie für ein ſicheres und damit genußreiches Wandern
vorzugsweiſe geeignet. Dieſe Karte iſt die einzige, von
dem Odenwaldklub herausgegebene und deshalb
authen=
tiſche.
— Das Iubiläum ſeiner 25jährigen Tätigkeit im
Hauſe der J. C. Herbertſchen Hofbuchdruckerei Nachf.
feierte geſtern der Korrektor dieſer Druckerei, Herr
Philipp Klöß, welche vor 25 Jahren als Schriftſetzer in
das Geſchäft eintrat. In althergebrachter Weiſe
ver=
ſammelten ſich am Morgen Geſchäftsleitung und
Per=
ſonal zu gemeinſamer Feier, um Herrn Klöß durch
an=
erkennende und beglückwünſchende Worte auszuzeichnen
und ihn durch Geſchenke zu erfreuen.
— Hundeausſtellung. Zu unſerem Bericht über
die Hundeausſtellung iſt folgendes nachzutragen: Nr. 423
Gg. Rob. Petri, Darmſtadt, erhielt für ſeinen
braun=
roten Dobermann=Rüden 3 erſte und 1 zweiten, ſowie
3 Ehrenpreiſe, darunter den von der Firma Spratt A. G.
Berlin geſtifteten ſilbernen Becher für den beſten
Dober=
mann im Beſitz eines Mitgliedes.
— Schlittſchuhklub=Sportverein. Der
Schlittſchuh=
klub=Sportverein hat für dieſes Frühjahr wieder drei
neue Tennisplätze angelegt und bereitet die Anlage
dreier weiterer vor. Nach der Fertigſtellung derſelben
wird er im ganzen 25 beſitzen, eine Zahl, die wohl von
wenigen Sportvereinen erreicht iſt. Es herrſcht daher
reges Leben auf den beiden Sportplätzen am
Böllenfall=
tor und an der Eſchollbrücker Straße. Man hat die
Einrichtung getroffen, daß jeden Sonntag ein kleines
Turnier auf dem Sportplatz am Böllenfalltor
ſtatt=
findet. Das vom vorigen Sonntag war ſehr zahlreich
beſucht und verlief zu allgemeiner Befriedigung.
— Die Eſperanto=Gruppe Frankfurt a. M. (E. V.)
wird demnächſt in Darmſtadt einen Kurſus eröffnen
und einen Verein gründen wollen, wofür
Anmeldun=
gen von Damen und Herren entgegengenommen
werden.
— Der Evangeliſche Jünglingsbund im
Großher=
zogtum Heſſen gedenkt, wie wir hören, ſein diesjähriges
(8.) Bundesfeſt am Sonntag, den 5. Juni, in Höchſt
im Odenwald abzuhalten.
St. Orpheum. Mit dem Gaſtſpiel der Schriftſteller=
und Künſtlervereinigung „Münchener Scharfrichter”
und „Wiener Nachtlicht” ſichert die Direktion unſeres
Varieté=Etabliſſements der Spielzeit 1909/10 einen
Ab=
ſchluß, wie er beſſer und ſchöner tatſächlich kaum ſein
konnte. Die Darbietungen dieſer Künſtler ſind ohne
AAusnahme auf einen vornehmen, durchaus
künſtleri=
ſchen Ton geſtimmt und ſie bewegen ſich in den Grenzen
künſtleriſcher Freiheit, die von E. von Wolzogen zuerſt
ſeinem Bunten Theater gezogen wurden, das dann als
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Seite 3.
Ueberbrettl ſeinen Siegeszug durch die Welt
angetre=
ten und das ſich in der Idee überall da behauptet
hat, wo ernſt zu nehmende Künſtler ſich dieſer
eigen=
artig reizvollen leichten Kunſt gewidmet haben. Unter
ben zahlloſen bunten Theatern, die im Laufe der Jahre
kamen und gingen, nahmen und nehmen die „
Mün=
chener Scharfrichter” nach Wolzogen zweifelsohne die
erſte Stelle ein, weil es ſich eben hier um eine
Ver=
einigung von Künſtlern, Künſtlerinnen und Schrift=
ſtändnis entgegenbringt, beweiſt allabendlich der
rau=
ſchende Beifall, mit dem die Künſtler geradezu über=
ſchüttet werden.
Gründer und Leiter des Enſembles iſt Mare
Henry, der ſeine vielſeitige Begabung, inſonderheit
ſein brillantes Vortragstalent, auch als Conferencier
und Sangeskünſtler offenbart, und deſſen Duettgeſänge
mir Marya Delvard zu den beſten und
wirkſam=
ſten Programm=Nummern zählen. Auch Marya
Del=
rard deren von Künſtlerhand trefflich karikiertes
Bildnis an den Plalattafeln praugt, iſt eine
hervor=
ragende Vortragskünſtlerin, die den meiſt modernen
Dichtungen von L. Thoma, Haus Hyan, Hans Adler,
Thekla Lingen, Peter Schlemihl, Frank Wedekind,
Roda=Roda uſw. eine ebenſo feinſinnige Interpretin
iſt, wie ſie die Kompoſitionen von K. Scherber, H. Ruch
und anderen geſanglich reſtlos erſchöpft.
Glanznum=
mern der beiden aber ſind die franzöſiſchen Chanſons
und die Bretoniſchen Duette, die in intereſſanter
Bauerntracht aus Pont=Labbe (Finiſtére) und die
alten franzöſiſchen Duette, die zur Gitarre und Laute
geſungen werden. — Dann mag Miß Gertrude
Barriſon genannt ſein, die mit ihren in
entzücken=
den, ebenfalls von Künſtlerhand entworfenen Koſtümen
ausgeführten Tänzen alles entzückt. Auch als
Vor=
tragskünſtlerin iſt die Trägerin des berühmten Namens
wirkungsvoll, wenn auch ihre mit ſeltener Grazie und
in freier natürlicher Bewegung ausgeführten Tänze ihre
Hauptſtärke bilden. Beſonders eine im Rokokokoſtüm
(Entwurf von K. Hollitzer) getanzte Gavotte Louis
IIII. und der Biedermeiertanz gefielen ſehr, und die
Gavotte et Craquette wurde ſtürmiſch da capo verlangt.
Der verkörperte Gegenſatz zu dieſer Grazie iſt der
Kunſtmaler Fritz Quidam, ein ſeriöſer Sänger, der
mit „ſeines Baſſes Grundgewalt” Lieder von H. Ruch,
H. von Gumpenberg, O. J. Bierbaum, Dehmel,
Bul=
mans uſw. ſingt und ebenfalls ungewöhnliche Wirkung
zu erzielen weiß. — Robert Koppel bringt Gedichte
von Heine und die Lausbubengeſchichten von Ludwig
Thoma, die er in meiſterhafter Weiſe vorträgt, und
Leonhardt Bulmans ſingt nach eigenen
Kom=
poſitionen Lieder von R. Dehmel und ſelbſtkomponierte
Gitarrenlieder, welch letztere ſich durch Originalität
auszeichnen. Einen ausgezeichneten Abſchluß findet
der Abend in dem ungemein ſtimmungsvoll
vorgetra=
genen Gedicht „Lebensläufe” von Guſtav Falke,
kom=
poniert von Hannes Ruch, das die Herren Quidam,
Koppel und Bulmans ſingen. — Man ſieht, das
Pro=
gramm iſt ſehr reichhaltig und bietet ſicher ein paar
Stunden gediegener Unterhaltung.
Vorſicht, Oelfarbe! In den nächſten Tagen
wird mit dem Neuanſtrich der Straßenbriefkaſten
begonnen. Es iſt deshalb Vorſicht bei ihrer Benutzung
geboten.
gs- Todesfall. Der Bahnbedienſtete in Arheilgen,
deſ=
ſen Flobertgewehr beim Schießen nach Spatzen ſich nach
hinten entlud und ihn ſchwer verletzte, iſt im Krankenhauſe
geſtorben.
— Anerbach, 18. April. Der Vorſtand des
Kam=
mermuſikvereins hatte ſeine Mitglieder und
deren Freunde zu Sonntag, den 17. April, zu einem
Fünf=Uhr=Tee in den Feſtſaal des Hotels „Zur Krone‟
eingeladen. Dieſer Einladung hatten zirka 200
Per=
ſonen entſprochen, ſo daß der große Saal bis auf den
letzten Platz gefüllt war. Der Saal prangte in
herr=
lichem Narziſſenſchmuck, auch wurde jeder Dame ein
Narziſſenſtrauß überreicht, ſo daß der Veranſtaltung
tatſächlich die Bezeichnung „Narziſſenfeſt” beigelegt
wer=
den konnte. In Anweſenheit unſerer hohen
Protek=
torin, J. D. Fürſtin zu Erbach=Schönberg,
Prinzeſſin von Battenberg begannen die Vorträge
pünktlich um 5 Uhr, und wechſelten Geſang, Rezitation,
Cello=, Geigen= und Klaviervorträge von Viertelſtunde
zu Viertelſtunde in munterer Reihenfolge ab. Den
Künſtlerinnen und Künſtlern: Frau Apotheker Lang=
Bensheim, Frl. Toni und Frl. Manuela Rehn=
Auerbach, Herrn Hofmuſiker Andrae und Herrn
Fiſcher=Darmſtadt, Hrn. Pianiſt Noah Steinberg=
Frankfurt und Herrn Rezitator Neumann=Hanau,
wurde durch reichen Beifall Dank ausgeſprochen. Nach
Schluß der Vorträge kam auch die Jugend zu ihrem
Recht. Es entwickelte ſich bis zum Abgang der letzten
Züge ein lebhafter Tanz.
n. Bensheim, 19. April. Die näheren Umſtände,
unter denen die vierjährige Tochter des hieſigen Wirts
Fauſt eine ſchwere Schußverletzung erlitt, ſind
nunmehr feſtgeſtellt und ſprechen für recht große Unbe=
ſonnenheit des Verurſachers. Der Lehrling Franz
Wahlig wollte angeblich eine ſtets zum Wegfliegen
geneigte Taube ſeines Vaters abſchießen, hatte ſich
des=
halb die kleine Taſchenpiſtole vor zwei Wochen gekauft
und bemerkte, als er durch die betreffende Gaſſe ging,
jene Taube auf dem Boden ſitzen. Angeblich ſah er di
nicht weit davon ſpielenden Kinder überhaupt nicht.
Das Geſchoß, das in die Schläfe eindrang, ſcheint direkt
oder durch Abprallen auf dem Pflaſter getroffen zu
haben. Man fand die Kleine blutend vor dem
elter=
lichen Hauſe. W., der den Unfall nicht wahrgenommen
haben will, war ruhig weggegangen.
Offenbach, 19. April. Der hieſige Zweigverein des
Logelsberger Höhenklubs veröffentlicht einen
Aufruf zu Gunſten der unverſchuldet in bitterſte Not
geratenen Mitglieder der Vorſchußkaſſe in Ober=
Mockſtadt in Oberheſſen.
Klein=Krotzenburg a. M., 18. April. Bei der
Wahl eines Beigeordneten wurde der von dem
ſozialdemokratiſchen Wahlverein aufgeſtellte
Arbeiter Kilian Schwab mit 210 von 398
abge=
gebenen Stimmen gewählt.
* Mainz, 19. April. In Klein=Winternheim ſchlug
heute vormittag der Landwirt Alois Buchner ſeine fünf
Kinder und ſeine Frau mit einem Beile nieder. Die
Kinder mußten nach Mainz ins Spital gebracht werden.
Der Mann erſchoß ſich dann mit ſeinem Jagdgewehr.
VBntzbach, 19. April. Anfangs Dezember vor. Jahres
entwich ein Gefangener aus der hieſigen
Zel=
lenſtrafanſtalt und blieb bis vor kurzem unermittelt.
Wie ſich jetzt herausſtellt, hat er die Freiheit nur zwei
Tage genoſſen. Nachdem er nämlich bis nach Neuwied
gelangt war, wurde er dort wegen Bettelns verhaftet
und auf einen falſchen Namen zu vier Wochen Haft
und Ueberweiſung an die Landespolizeibehörde
ver=
urteilt. Er hatte nämlich mit der falſchen
Namensan=
gabe Unglück gehabt, denn der Mann, deſſen Namen er
ſich beilegte, hatte erhebliche Vorſtrafen wegen Bettelns.
die die Verurteilung zu Arbeitshaus nach ſich zogen.
Als ſeine Berufung gegen das erſtinſtanzliche
Urteil=
verworfen worden war, bequemte er ſich endlich zur
richtigen Angabe ſeiner Perſonalien, und hierdurch
ent=
puppte er ſich als der entwichene Sträfling Georg
Wagner. Nachdem er nun wegen intellektueller
Ur=
kundenfälſchung zu zwei Monaten Gefängnis
abgeur=
teilt worden war, wurde er dieſer Tage zur Verbüßung
des Reſtes der gegen ihn erkannten Gefängnisſtrafe in
die hieſige Strafanſtalt eingeliefert. Hier hat er zunächſt
eine verſchärfte Arreſtſtrafe zu erwarten. — Der vor
zwei Jahren entwichene Trauntſchnig ſoll im
Oktober vorigen Jahres wieder einmal bei ſeiner Frau
in Fauerbach bei Butzbach vorgeſprochen haben. T. iſt
aus Oeſterreich gebürtig und ein äußerſt geriebener
Verbrecher.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. April. Dem
öſterrei=
chiſch=ungariſchen Botſchafter v. Szögyeny=Marich
iſt vom Kaiſer Franz Joſef wegen ſeiner langjährigen
ausgezeichneten und erſprießlichen Dienſte der erbliche
Grafenſtand verliehen worden. — Durch einen
nichts=
würdigen Bubenſtreich ſind am Sonntag die
Fahrgäſte eines Ausflugsdampfers in Lebensgefahr
ge=
bracht worden; eine Perſon wurde verletzt. Als gegen
91 Uhr abends der Dampfer „Leopold Wilhelm” der
auf der Rückfahrt von Zwiebuſch war, etwa einen
Kilo=
meter zurückgelegt hatte, wurden plötzlich vom Ufer aus
zwei Revolverſchüſſe auf das Fahrzeug abgegeben.
Während die eine Kugel an der Bordwand des
Damp=
fers abprallte, drang das andere Geſchoß dem 28jährigen
Fräulein Eliſe Nelte aus der Waiſenſtraße in den Kopf.
Nur dem Umſtande, daß die Wucht der Kugel durch den
Hut und die Friſur ſtark abgeſchwächt worden war, iſt
es zu danken, daß die Dame mit einer nicht erheblichen
Verletzung davonkam. Glücklicherweiſe war der ganze
Vorfall von den Fahrgäſten des dicht beſetzten
Damp=
fers gar nicht bemerkt worden, ſo daß eine Panik
ver=
mieden wurde. Die Verwundete ſetzte die Fahrt nach
Berlin fort, erhielt auf der Unfallſtation am Grünen
Weg die erſte ärztliche Hilfe und konnte ſich dann nach
ihrer Wohnung begeben. Die polizeilichen
Nachforſch=
ungen nach dem Revolverhelden ſind bisher ohne
Er=
gebnis geweſen. — Der 19 Jahre alte Schloſſer G. aus
Rixdorf wandte ſich kürzlich an das hieſige
franzö=
ſiſche Konſulat um Aufnahme in die
Fremden=
legion. Das Konſulat wies ihn an das nächſte
fran=
zöſiſche Rekrutierungsbureau, und dieſes ſchaffte ihn
nach Nancy, wo G. zwei Verträge unterſchrieb und
einſtweilen in der Kaſerne blieb. Unterdeſſen hörte er
aber über die Fremdenlegion ſo viel Schlimmes, daß
ihm ſein Entſchluß leid ward. Mit großer Liſt entkam
er aus der Kaſerne und wanderte nach der deutſchen
Grenze zurück. Auf dem Schlachtfelde von Gravelotte
fiel er einem franzöſiſchen Gendarmen auf. Dieſer
wollte ihn feſtnehmen, erwiſchte ihn aber nicht, obwohl er
zweimal hinter ihm herſchoß. An der deutſchen Grenze
hielt man G. für einen Deſerteur vom 16. Ulanen=
Regiment in Metz und brachte ihn dort hin. Nach
Auf=
klärung des Irrtums wanderte der junge Mann zu Fuß
Ein verloren geglaubtes Gedicht
Friedrich Schillers.
Ottomar Keindl, ein Prager Literaturfreund,
teilt mit, daß er ein verloren geglaubtes Gedicht
Schillers gefunden, und veröffentlicht ſeinen Fund in
der Sonntagsnummer des „Prager Tagblatts”
Er ſchreibt darüber: Richard Weltrich ſchreibt in
ſeiner großangelegten Schillerbiographie auf Seite 798
des erſten Bandes: „Das Gedicht (Carmen auf
Wilt=
meiſter) iſt, aller Nachforſchungen ungeachtet, bis heute
verloren geblieben.” Und Eduard Boas in „Schillers
Jugendjahre” ſagt im zweiten Teil, Seite 242: „Das
Gedicht ſcheint rettungslos verſchwunden. — — Wir
müſſen abwarten, ob nicht etwa ein glücklicher Zufgll
das verlorene Carmen ans Licht bringt.” — Durch
einen glücklichen Zufall gelangte ich nun in den Beſitz
eines alten Manuſkriptbandes „Sammlung witziger
Einfälle in Gedichten und proſa”.
Von Franz Anton von Herrſchenſchwand d. Jüng.
bei ſeiner Abreiſe zum Geſchenk bekommen. Scholl,
1781, d. 6. April.” (G. G. Scholl.)
In dem zweiten Teil: „Philoſophiſche und andere
Gedichte” S. 20—22, findet ſich die folgende, etwas
ſchwer leſerliche Eintragung, deren Prüfung auf
Schtheit ich berufenen Literaturhiſtorikern
über=
laſſen muß:
Trauer=Ode auf den Todt des Hauptm. Wildmaiſter.
Grimmig wirgt der Todt durch unſre Glieder!
Dumpfig heult die . . . . . drum es wieder
Schon ein neuer iſt hinweggerafft;
Mit geſenktem Schießgewehre wanken
Graue Krieger nach des Kirchhofs Schranken,
Wo der tapfre, brave Miles ſchlaft.
Brüder, kommt! — erblaſſet! — ſchauert! zittert!
Bebe jetzt, den niemahls nichts erſchittert,
Grabgefühle ſchauern durch ſein Mark!
Sehet! alles, was wir Leben hießen,
Was wir liebten, was wir . . . grüßen,
Ligt vereitelt in dem ſchmalen Sarg.
Von dem Antlitz alles Rot geſunken,
Aus den Augen alle Lebensfunken
Weggelöſchet in Chaotſche Nacht
Seine Mienen, ſein holdſeelig Lächeln
Weggeblaſen mit dem . . . . . Röcheln
Ewig, ewig nimmer angefacht.
Nie vom Sturm der Leidenſchaft durchwühlet
Wie ein Bach durch Blumenbette ſtiehlet
Floß ſein Leben hin in Melodie
Ha! was iſt nun, was am ſchönſten Schmeichelt,
Nichts als Larve die der Todt uns heuchelt,
Und dann auf dem Sarg zerreißt er ſie.
Auf des Menſchen kaltem ſtarrem Rumpfe
Sterben ſeine wirbelnden Triumphe
Röcheln alle in ein Gewimmer aus
Glück und Ruhm zerflattern auf dem Sarge
Könige und Bettler, feige, ſtarke,
Ziehn hinunder in des Todten Hauß.
Aber frei erhoben über Grüfte
Fliegt der Geiſt in des Olympus Lüfte
Triumphierend wie ein Adler ſteigt.
Tanne,
Wenn ſein Wohnſitz, die
Niederkracht im tobenden Orkane
Und der Nordſturm Wälder niederbeugt.
Zieh auch du geliebter theurer Streiter
Auf den Flügeln unſres Donners weiter=
Keine Tränen ſchicken wir dir mit.
Mit Geheulen und mit Weiber Klagen
Mag man andre zu dem Grabe tragen,
Pulverdonner iſt der Krieger Wiegenlied.
Weinend geht man deinen Sarg vorüber
Selbſt des Mannes Auge wird jetzt trüber
Und die Helden Carls betrauren dich
Geh dahin mit dieſer ſtolzen Ehre
Strahle dort in der Verklärten Heere
Sie, die Helden Carls betrauren mich!
Sie, die Helden eilen dir entgegen
Uinter Donner und der Kugeln Regen,
Krieger zittern vor dem Tode nicht
Ihm entgegen gehen wir mit Hohne
Unterm Dampf der brüllenden Kanone
Wenn er reißend durch die Glieder bricht —
Und dann droben finden wir dich wieder
Legen dort das müde Eiſen nieder,
Drücken dich an unſre warme Bruſt.
Dann wird alles wie von Morgenwinden
Weggeweht im leichten Traum verſchwinden
Und nichts bleibet als die Luft.
Schiller
Von dem Vorhandenſein eines „Carmen auf
Wiltmeiſter” hatte man bisher nur Nachricht durch
einen Briefwechſel Schillers mit ſeinem Vater; der
alte Herr konnte dem Wunſch des Sohnes nicht
ent=
ſprechen und trotz aller Mühe weder den Abdruck noch
das Manuſkript auftreiben. Jedenfalls kann es ſich
nur um ein Jugendgedicht Schillers handeln.
Nummer 91
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
nach Mainz. Dort mußte er das Krankenhaus
auf=
ſuchen. Nach ſeiner Wiederherſtellung hat ihn jetzt ſein
Vater, ein Inpalide, nach Rixdorf zurückgeholt.
Wiesbaden, 19. April. Der Schüler Heinrich Bruſch,
10½ Jahre alt, wird ſeit Sonntag, den 17. dieſes Mon.,
vormittags halb 10 Uhr, vermißt. Er beſuchte die
Kirche am Marktplatz und iſt von ſeinen Mitſchülern
nach Schluß des Jugendgottesdienſtes geſehen worden,
wie er nach der Marktſtraße zu ging. Von dort fehlt
jede Spur. Es wird angenommen, daß dem Kind ein
Unglück zugeſtoßen iſt.
München, 18. April. Der hier zum Beſuch weilende
Poſtſekretär Marx aus Pirmaſens ſtürzte heute nacht
in einem Reſtaurant eine Kellertreppe hinab.
Er brach bei dem Sturz das Genick und war auf der
Stelle tot.
Heilbronn, 18. April. Der Schultheiß Boſch von
Stockheim (Oberamt Brackenheim) iſt geſtern wegen
Uuterſchlagungen und
Urkundenfälſch=
ung in Höhe von 700000 Mark verhaftet und in das
hieſige Amtsgericht eingeliefert worden. Boſch iſt in
voliem Umfange geſtändig. Geſchädigt ſind
hauptſäch=
lich der Vorſchußverein und die Sparkaſſe Bretten in
Baden. Die Unterſchlagungen gehen nach Boſchs
eige=
nem Geſtändnis auf Jahrzehnte zurück.
Stettin, 18. April. Der mit dem Ballon „Pommern”
verunglückte Reichstagsabgeordnete Dr. Delbrück
hatte zu Lebzeiten den Wunſch geäußert, falls er auf
einer ſeiner Fahrten verunglücken ſollte, dort, wo ſeine
Leiche aufgefunden würde, beſtattet zu werden.
Nachdem nun erſt am Samstag die Leiche ans Land
geſpült worden war, wurde ſie in einen Zinkſarg gelegt
und dieſer verlötet. Geſtern morgen um 9 Uhr wurde
der Sarg an Bord des Dampfers „Moltke” nach
Saß=
nitz übergeführt. Hier fanden ſich die Gemahlin und
die Tochter des Verunglückten ein, außerdem erſchien
eine Deputation des Stettiner Luftſchiffervereins. Der
Sarg wurde am Achterdeck aufgeſtellt, der Dampfer
machte ſofort los und fuhr vier Seemeilen ſüdöſtlich
von Saßnitz in See. Die Angehörigen und die
Mann=
ſchaften des Schiffes verrichteten ein ſtilles Gebet, dann
wurde der Sarg auf Bretter geſtellt, dieſe in die Höhe
gehoben und dann glitt der Sarg von den Brettern
durch die Oeffnung der Reeling ins Meer.
Kiel, 19. April. Prinzeſſin Heinrich von
Preußen iſt heute vormittag nach Berlin abgereiſt;
ſie begibt ſich von dort nach Zarskoje=Sſelo zum
Beſuch der Kaiſerlichen Familie.
Bern, 18. April. Auf dem St. Gotthard liegt der
Schnee gegenwärtig vier Meter hoch. Seit zehn
Jahren hat man um dieſe Zeit nicht ſo viel Schnee
ge=
habt. Von Mittwoch bis Sonntag abend hat es auf dem
Gotthard ununterbrochen geſchneit.
Wien, 18. April. Der geſtern hier eingetretene
plötzliche Wetterſturz hält weiter an. Die
Tem=
peratur iſt nachts bis unter 5 Grad geſunken. Ueber
den Alpen herrſcht ſtarker Schneefall bei ſcharfem Froſt
und orkanartigem Sturm.
Prag, 18. April. Ein eigenartiges
Ereig=
nis wird von hier berichtet: Die von verſchiedenen
Schauſtellungen her bekannten
zuſammengewach=
ſenen Schweſtern Blaſchek, die den Beinamen
„die ſiameſiſchen Zwillinge” führen, wurden heute in
das Prager Krankenhaus gebracht. Dort ſollte ein
Mädchen einer Gallenſtein=Operation unterzogen
wer=
den. Sie war früher bereits aus gleicher Urſache
operiert worden und litt neuerdings Schmerzen. Der
unterſuchende Arzt ſah aber gleich, daß die Schmerzen
wohl einen anderen Grund hätten, und zog den
Gynä=
kologen Profeſſor Pitha zu. Ehe aber eine neue
Unter=
ſuchung ſtattfinden konnte, wurde Roſa Blaſchek von
einem Knaben entbunden. Das Kind wurde dem
Fin=
delhaus übergeben. Der Geſundheitszuſtand beider
Schweſtern iſt vorzüglich, und auch der neue Weltbürger
erfreut ſich der beſten Geſundheit. Die Schweſter Joſefa
war ganz überraſcht und war auf die Roſa böſe, weil
ſie ihr das Herzensgeheimnis nicht mitgeteilt hatte. Die
Schweſtern ſtehen jetzt im Alter von 28 Jahren. Sie
ſind in der Hüftengegend zuſammengewachſen, führen
aber geiſtig ein vollkommenes Doppelleben, und auch im
Gefühlsleben ſind beide völlig unabhängig voneinander.
Während die eine luſtig iſt, kann die andere traurig
ſein und umgekehrt.
Antwerpen, 19. April. Die Polizei drang geſtern
in das Moderne Theater ein, wo augenblicklich
ein Stück aufgeführt wird, welches reich an ſehr
freien Ausdrücken und Szenen iſt. Der Saal war
voll=
gepfropft und der erſte Akt hatte bereits ſein Ende
er=
reicht, als der Unterſuchungsrichter und der Polizei=
Kommiſſar mit 20 Poliziſten in den Saal eindrangen
und drei Schauſpielerinnen verhafteten. Dieſe wurden
einem Verhör unterzogen und werden ſich wegen
Ver=
gehen gegen die guten Sitten zu verantworten haben.
Der Vorfall rief im Theater große Aufregung hervor.
Brüſſel, 19. April. Die Prinzeſſin Luiſe iſt
jetzt in den Beſitz der Juwelen gelangt, die aus dem
Nachlaß ihrer Mutter ſtammen. Unter ihnen befindet
ſich als ein Hauptſtück ein Brillant=Diadem im Werte
Kleines Feuilleton.
— „Es muß doch Frühling werden
(Mit dem 1. Preis bewerteter Artikel des
Preisaus=
ſchreibens des Verkehrsausſchuſſes der Bergſtraße. Sitz
in Auerbach.) Frühling, überall lachender, ſonniger
Frühling! Wir wollen hinaus in die ſchöne
Gottes=
welt, in Sonnenſchein und Blütenpracht, wir wollen
an die Bergſtraße zur Zeit der Baumblüte! Ein
gro=
ßes, blendendweißes Meer von Blüten breitet ſich vor
unſeren Augen aus, nur manchmal durch ein zartes
Roſa maleriſch unterbrochen. Zitternd gleiten die
Sonnenſtrahlen darüber hin, und ein warmer
Früh=
lingswind ſchaukelt die knoſpenden Zweige, von denen
einige Blütenblätter leiſe herabfallen. Bewaldete
Berge, gekrönt von altersgrauen Burgen, bilden den
Hintergrund zu dieſer Pracht. Das tiefdunkle Grün
der Nadelbäume tritt ſcharf hervor von den Bäumen,
die eben erſt ihre jungen Frühlingskleider angelegt
haben. Fröhliche Menſchen wandeln auf den Wegen,
die ſich durch den Wald ſchlängeln. Sie blicken hinab
ins Tal und ſehen tief unter ſich die Dächer eines
Städtchens, das am Fuße des Berges liegt, umgeben
von blühenden Gärten, vom Sonnenſchein überflutet.
Hinüber ſchweift ihr Blick über die weite, dunſtige
Ebene, bis zu den ſchimmernden Waſſern des Rheins,
die in der Sonne funkeln und blitzen. Dieſe Menſchen
ſind hinausgezogen in die friſche Natur, damit der
Frühling auch in ihre Herzen einziehe, und um die
lieblichſte Gegend Deutſchlands zu ſehen in ihrer
gan=
zen Schönheit und Pracht. Deshalb hinaus in den
lachenden, ſonnigen Frühling, hinaus an die
Berg=
ſtraße zur Zeit der Baumblüte!
* Die Rieſenhonorare der Sänger in
Amerika werden am beſten durch eine kleine Liſte
erläutert, die die durchſchnittlichen Jahresbezüge von
von 200000 Francs. Die Gläubiger der Prinzeſſin
ſind abgefunden worden aus dem bis jetzt freigegebenen
Nachlaß des Königs. Die Prinzeſſin ſoll, wie das Blatt
„Patriot” andeutet, das Diadem nacheinander den
Prin=
zeſſinnen Stephanie und Klementine zum Geſchenk
an=
geboten haben unter der Bedingung, daß die früher
guten Beziehungen zu ihr wieder aufgenommen
wer=
den. Beide Prinzeſſinnen haben jedoch ihre
Beding=
ungen zu einer Verſtändigung geſtellt und dieſe ſind
bisher von der Prinzeſſin Luiſe nicht erfüllt worden.
Petersburg, 18. April. Gegenüber der Nachricht
auswärtiger Blätter von einem Attentat auf den
Großfürſten Nikolai Nikolajewitſch
be=
richtet die „Petersburger Telegraphen=Agentur”: Am
14. April wurde in einem Zuge, in dem der Großfürſt
fuhr, einige Stationen vor Petersburg feſtgeſtellt, daß
an mehreren Wagen die Oelbüchſen brannten. Der
Vor=
fall wiederholte ſich während der Weiterfahrt noch
eini=
gemale. Man vermutet, daß die Büchſen von einem
Unterbeamten mutwillig in Brand geſetzt
wurden, der ſich an ſeinem unmittelbaren Vorgeſetzten
rächen und ihm dienſtliche Unanehmlichkeiten bereiten
wollte. Ein Anſchlag auf den Großfürſten iſt jedoch
ganz und gar ausgeſchloſſen.
Satoralja=Ujhely, 18. April. Siebzehn Frauen
der Ortſchaften Felſoe=Berecki und Katos begaben ſich
zum Jahrmarkt hierher. Als ſie auf einer Fähre
über den Bodrog fuhren, ſchlug dieſe um. 15 Frauen
ertranken.
Waſhington, 19. April. Ein großer Zug von
Suffragettes in Automobilen bewegte ſich geſtern
durch die Straßen der Stadt nach dem Senat und der
Kammer, um daſelbſt zu manifeſtieren. Sie wollten
dem Senat ein Schreiben unterbreiten, das mit 400000
Unterſchriften bedeckt war. Die Frauen hatten zwei
Tribünen aufgeſchlagen. Ein Senator beantragte für
die Frauen das gleiche Recht wie für die Männer, und
die Suffragettes applaudierten dem Senator. Die
Polizei mußte Ruhe gebieten und ſchließlich die
Tri=
bünen räumen.
Quebec, 18. April. In der Nähe von Lataque ging
auf einen Arbeiterzug der National
Trauscon=
tinental Railway ein Bergſturz nieder. 25.
Ar=
beiter wurden getötet,
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc,, deren im Nach
ſehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Der Richard Wagner=Verein wird
ſeine diesjährige Wintertätigkeit am 28. April
beſchlie=
ßen. In ſeinem Beſtreben, das Darmſtädter Publikum
nach und nach auch mit allen namhaften auswärtigen
Orcheſtern bekannt zu machen, hat der Verein diesmal
das Orcheſter des Wiener Konzertvereins
ge=
wonnen, das unter Kapellmeiſter Martin Spörres
Lei=
tung hier zum erſtenmale auftreten wird. Das
Pro=
gramm des Abends bringt ausſchließlich
Erſtauf=
führungen für Darmſtadt: Hans Pfitzners
Ouver=
türe zum „Kätchen von Heilbronn” Karl Goldmarks
Scherzo in E=moll, Opus 19 (zur Feier des 80jährigen
Geburtstages des Komponiſten), Ouvertüre und
Bacchanale aus der Pariſer Bearbeitung von Richard
Wagners „Tannhäuſer” und Anton Bruckners 5.
Sym=
phonie in B-dur.
— Der Königlich Rumäniſche Zirkuss
Céſar Sidoli wird Ende Mai in Darmſtadt
eintref=
fen, um eine Reihe von Vorſtellungen zu veranſtalten. Das
artiſtiſche Perſonal verkörpert eine geradezu glänzende
Revue vieler Nationen, als da ſind Ural=Koſaken,
dunkel=
gebräunte Südamerikaner, Italiener, Engländer, Chineſen,
Araber, Ungarn, Deutſche uſw. Der große Zirkus Sidoli
iſt imſtande, während ſeines hieſigen Gaſtſpiels täglich ein
neues Programm ſeinen Zuſchauern zeigen zu können,
denn das Repertoire desſelben beſteht aus 230 Nummern,
ein Rekord, den noch kein Zeltzirkus erzielte. Die Sidoli=
Zirkus=Show iſt kein Reklameunternehmen, ſondern ein
durch 55jähriges Beſtehen bei jedermann bekannter Zirkus
erſten Ranges. Im Zirkus Sidoli ſpielt das edle Pferd
die Hauptrolle und nur dadurch war es möglich, daß der
Zirkus ſich eines derartig guten Rufes erfreuen kann, wie
er ihn heute beſitzt. Von den Rieſenzelten des Zirkus faßt
das größte nahezu 6000 Perſonen.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 19. April. Der
Finanz=
ausſchuß der Zweiten Kammer hat heute
vor=
mittag ſeine Beratungen nach der Oſterpauſe wieder
ufgenommen. Nach dem Bericht des Abg. Reinhart
wurden die beiden Regierungsvorlagen, betr. die
Lan=
deskreditkaſſe 1904 und 1905, angenommen. Den Antrag
Pagenſtecher u. Gen., betr. die Gehalte der
Volksſchul=
lehrer in den Städten, beantragte Abg. Dr. Oſann, der
Regierung zur Erwägung zu überweiſen. Dieſer
An=
trag wurde jedoch mit Stimmengleichheit abgelehnt, die
Vorſtellung der ſeminariſtiſch gebildeten Lehrer auf
Antrag des Abg. Dr. Oſann der Regierung zur Er=
18 der bedeutendſten Sänger und Sängerinnen an den
New=Yorker Opern zeigt. An der Spitze marſchiert
natürlich der unvermeidliche Caruſo mit einer
Jahres=
gage von rund 650000 Mark. Bonei bekommt 320000
Mark, die Tetrazzini verdient 300000 Mark. Die
Farar (Berlin), Mary Garden und Slezak (Wien)
ſtreichen jährlich das hübſche Sümmchen von je 240000
Mark ein. Es folgen Lina Cavalieri, die einſtige
Brettlkönigin, die Deſtinn und Scoti mit je 120000
Mark, dann Clement, Jörn, Burrian und Sammarco,
deren Jahresgage je rund 100000 Mark beträgt, und
am Schluß dieſer Liſte ſteht Homer mit 80000 Mark.
Dieſe 18 Künſtler und Künſtlerinnen werden alſo
zu=
ſammen im Jahre mit über 3½ Millionen Mark
bezahlt.
* Eine Froben=Anekdote. Von dem ſoeben
verſtorbenen General v. Froben, für den der Kaiſer
Regimentstrauer befohlen hat, weiß die „B. Z.”
fol=
gende, amüſante Anekdote zu erzählen: Froben war
badiſcher Flügeladjutant geweſen und manche hatten
ſich gewundert, ob dieſe offene, dabei derbe und
rück=
ſichtsloſe Natur, in eine Hofſtellung paſſen würde. Die
Gradheit und Schlichtheit ſeines Charakters, die
Offen=
heit ſeiner Geſinnung hatten ihm aber bald einen
großen Kreis von Freunden gewonnen. Wie er ſelber
darüber dachte, zeigt am beſten die viel erzählte und
belachte Geſchichte: Bald nach ſeiner Ernennung zum
Flügeladjutanten fragte ihn einer ſeiner Freunde:
„Sag mal, Froben, wie kommſt Du denn dazu,
Flügel=
adjutant zu werden, was willſt Du denn am Hofe?‟
worauf er in unverfälſchtem badiſchen Dialekt
er=
wviderte: „Weißt Du, der Großherzog braucht zwei
Adjutanten, einen, der die Leute hineinläßt, das iſt
der Herr von F., und einen, der die Leute wieder
her=
ausſchmeißt. — und das bin. ich.”
vägung überwieſen. Der Antrag Noack, betr. die
Beſſerſtellung der Handarbeitslehrerinnen, und die
Vorſtellung der letzteren hierzu wurden angenommen,
die Vorſtellung der Bureaugehilfen bei den
Kultur=
inſpektionen der Regierung zur Prüfung überwieſen.
Weiter wurde die Vorſtellung der mittleren
Baube=
amten nach der jüngſt von der Regierung abgegebenen
Erklärung, daß die Wünſche der zum 1. April
aus=
tretenden Baubeamten möglichſte Berückſichtigung
fin=
den würden, für erledigt erklärt, ebenſo einige
Vor=
ſtellungen einzelner Geſuchſteller um
Gehaltsverbeſſe=
rung. Einige Geſuche von Gemeinden um Erbauung
von Nebenbahnen (Hanau=Büdingen und Klein=
Steinau=Bieber) wurden abgelehnt. Die Beratungen
werden am Mittwoch fortgeſetzt.
Die preußiſche Wahlrechtsvorkage.
* Berlin, 19. April. Zu Beginn der heutigen
Sitz=
ung der Wahlrechtskommiſſion des
Herren=
hauſes gab der Miniſterpräſident v. Bethmann
Hollweg folgende Erklärung ab:
„Die Königliche Staatsregierung hält es für ihre
Pflicht, zu den für das Schickſal der Vorlage wichtigen
Beſchlüſſen, die St. geſtern gefaßt haben, Stellung zu
neh=
men, einmal um darzulegen, welche Tragweite ſie Ihren
Beſchlüſſen beimißt, andererſeits will ſie nichts verſäumen,
was dazu dienen kann, die Beratungen des Hohen Hauſes
zu einem befriedigenden Ergebnis zu führen. Ich habe
ſchon im Plenum die Gründe angedeutet, die die
Regie=
rung zu dem Entſchluſſe beſtimmten, ſich zurückzuhalten,
bis die Mitarbeit des Hohen Hauſes an der
Wahlrechts=
vorlage geſichert ſei. Dabei wurde darauf gerechnet, daß
ihr die Annahme des durch das Abgeordnetenhaus ſo
weſentlich veränderten Geſetzentwurfes durch Beſeitigung
der ihm anhaftenden Mängel ermöglicht, nicht aber etwa
noch durch Hinzufügung neuer Belaſtungen erſchwert
wer=
den würde. Eine ſolche Belaſtung des Geſetzes iſt der
An=
trag, welcher Beſtimmungen über künftige Abänderungen
der Verfaſſung bezw. dieſes Geſetzes mit der
Wahlrechts=
reform verkoppeln will. Der Miniſter des Innern hat
be=
reits geſtern keinen Zweifel darüber gelaſſen, daß eine
ſolche Beſtimmung für die Königliche Staatsregierung
un=
annehmbar iſt.
Bei der Beſeitigung der Mängel des Geſetzes handelt
es ſich vor allen Dingen darum, die in dem
Abgeordneten=
hauſe wiederhergeſtellte indirekte Wahl tunlichſt von den
Fehlern zu befreien, die man an ihr mit Recht tadeln kann.
Gerade weil die Regierung dieſen Wahlmodus auch für
die Zukunft beizubehalten ſich bereit erklärte, muß ſie den
größten Wert darauf legen, durch ſeine Verbeſſerung dafür
zu ſorgen, daß mit ihm nun auch für lange Zeit noch
aus=
zukommen iſt. Für eine ſolche Verbeſſerung haben auch
Sie andere Wege als die Aenderung der Drittelung und
die Vorſchriften über die Kulturträger nicht gefunden. Die
Abhilfe wird daher, wie ich ſchon im Plenum andeutete,
in dieſen beiden Richtungen geſucht werden müſſen. Daß
die Schwierigkeiten in der Frage der Kulturträger groß
ſind, verkenne ich nicht. Ihre Ueberwindung wird nicht
an=
ders möglich ſein als durch Beſchlüſſe, die ſich an Anträge
anſchließen, die entſprechend der Ankündigung der
Thron=
rede eine ſtärkere Berückſichtigung der Bildung und des
durch Erfahrungen in der Selbſtverwaltung geſchärften
politiſchen Verantwortlichkeitsgefühles gewährleiſten, etwa
in der Weiſe, wie ſie geſtern hier beraten worden ſind. Für
die Drittelung bietet allein der Antrag Nr. 4 in ſeiner
ur=
ſprünglichen Faſſung (Gemeindedrittelung in Orten bis zu
20000 Einwohnern, in größeren Orten Drittelungsbezirke
von 10—20000 Einwohnern), von kleineren
Zahlenände=
rungen abgeſehen, eine geeignete Grundlage. Der
An=
trag 4a (Stimmbezirksdrittelung in Orten bis zu 10000
Einwohnern, in Orten von 10—20000 Einwohnern
Dritte=
lungsbezirke von 1749 bis 3499, in Orten von mehr als
20000 Einwohnern Bezirke von 3499 bis 5249) bleibt ſogar
noch hinter dem zurück, was im Abgeordnetenhauſe vor
der dritten Leſung, allerdings in unverbindlicher Form,
zur Herbeiführung einer Verſtändigung ernſtlich diskutiert
wurde, und genügt nicht zur Schaffung der erforderlichen
breiteren Grundlage für die Drittelungsbezirke. Wenn ich
mich ſchon in dieſem Stadium hierüber mit ſolcher
Be=
ſtimmtheit ausſpreche, ſo entnehme ich die Berechtigung
dazu dem von dem Herrenhauſe im Plenum und in der
Kommiſſion gleichmäßig bekundeten feſten Entſchluß, die
Erreichung eines poſitiven, mit den Staatsintereſſen
ver=
einbaren Ergebniſſes zu ermöglichen, eine Aufgabe, an der
mitzuarbeiten auch für die Königliche Staatsregierung eine
verantwortungsvolle Pflicht iſt.”
* Berlin, 19. April. Die
Wahlrechtskom=
miſſion des Herrenhauſes ſetzte die Beratung
der Vorlage von § 9 an fort. Der Kreis für die Auswahl
ländlicher Wahlmänner (§ 15) wurde weiter gezogen und
zu einem § 16 (Zuläſſigkeit der Terminwahl) über die
Be=
ſchlüſſe des Abgeordnetenhauſes hinaus erweitert. Im
übrigen wurde der Reſt der Vorlage unverändert
ange=
nommen. Um für die Faſſung des § 8 (Kulturträger) die
Beſchlüſſe zweiter Leſung vorzubereiten, wurde eine
Sub=
kommiſſion eingeſetzt. Die zweite Leſung in der
Kommiſſion erfolgt am Donnerstag.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 19. April. Die
erſte Leſung der
Reichsverſicherungs=
ordnung
wird fortgeſetzt. — Abg. Frhr. v. Gamp (Rpt.):
Gegen=
über dem Abgeordneten Molkenbuhr bemerke ich, daß
unſere Leiſtungen auf dem Gebiet der ſozialen
Geſetz=
gebung ſich jährlich auf 2000 Millionen Mark belaufen,
täglich alſo 3 Millionen Mark. Der Zentralverband
deutſcher Induſtrieller hat ſich niemals geweigert, die
ihm auferlegten ſchweren Laſten zu übernehmen. Der=
Entwurf will für die Zwecke der Verſicherung
einheit=
liche Behörden ſchaffen. Er ſchafft dreierlei
Verſiche=
rungsämter, ſtaatliche, an ſtaatliche Behörden
ange=
lehnte und an kommunale Behörden angelehnte
Aem=
ter. Ich bin mit dieſer Regelung einverſtanden. Die
Betriebskrankenkaſſen hätten in der Vorlage beſſer
be=
handelt werden müſſen. Ich wundere mich, daß Dr.
Mugdan über die Teroriſierung der Aerzte durch die
Krankenkaſſen ſo leicht hinweggegangen iſt. Ich
be=
dauere, daß die Vorlage darüber ſo kümmerliches
Material enthält. Die Halbierung der Beiträge
be=
grüße ich. Die Hausgewerbetreibenden ſollten den
Ortskrankenkaſſen angegliedert werden. Durch den
Entwurf wird der Krieg zwiſchen Aerzten und Kaſſen
ein ewiger. Die ganze Vorlage iſt ein großer Erfolg
für die ſozialdemokratiſch verwalteten Kaſſen, während
die Arbeitgeber die benachteiligten ſind. Die
gewerb=
lichen Berufsgenoſſenſchaften ſollten in lokale
Organi=
ſationen zuſammengefaßt werden. Weitere Befugniſſe
für die Verwaltungsorgane verwerfen auch wir,
Hoffentlich kommt bald ein geeignetes Geſetz zuſtande=
Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Seite 5.
(Beifall.) — Direktor im Reichsamt des Innern
Caſpar: Zunächſt habe ich das Bedauern des
Staats=
ſekretärs darüber auszuſprechen, daß er nicht anweſend
ſein kann; er hofft aber, noch rechtzeitig in die Debatten
eingreifen zu können. In vielen Punkten hat ſich eine
erfreuliche Zuſtimmung gezeigt, wenn auch an
Einzel=
heiten, über die in der Kommiſſion zu reden ſein wird,
Kritik geübt wurde. Die Penſionsverſicherung für die
Privatbeamten iſt in der Ausarbeitung begriffen und
dürfte im Herbſt fertiggeſtellt werden. Rückwirkende
Kraft kann der Vorlage nicht gegeben werden; das
würde Millionen an Ausgaben erfordern, denen keine
Beitragsleiſtung gegenüberſtände. Es würde eine
Ein=
ſchränkung der Selbſtverwaltung bedeuten, wenn man
nur noch große zentrale Krankenkaſſen zulaſſen würde.
Herr Molkenbuhr findet es merkwürdig, daß bei der
Unfallverſicherung die zuläſſige Einkommensgrenze
nicht auf 3000 Mark erhöht wird. Eine ſolche Erhöhung
würde für die Aerzte Gegenſtand ernſter Sorge ſein
und eine erhebliche Mehrbelaſtung bedeuten. Die
bei=
den Syſteme der Krankenkaſſenärzte= und freien
Aerzte=
wahl müſſen aufrecht erhalten werden. Der
Kommiſſi=
onsverhandlung ſehen wir mit Ruhe entgegen und
glauben, daß ſich dort manche von den vielen Vorzügen
in der Vorlage überzeugen werden. (Beifall.) — Abg.
Kulerski (Pole): Der Entwurf hat einen rein
reaktionären Charakter, denn die Selbſtverwaltung
wird erheblich beſchnitten und der Bureaukratismus in
die gewerblichen Organiſationen hineingetragen.
Dieſem Beſtreben können wir nicht folgen. Wir
ver=
miſſen beſonders, daß die Altersgrenze für die
Alters=
verforgung nicht auf 65 Jahre herabgeſetzt wird. Hier
wären die Millionen beſſer angelegt, als in anderen
Reſſorts. Wir ſind enttäuſcht, daß nur invaliden
Witwen eine Rente gewährt werden ſoll und nicht
durchweg den erwerbsunfähigen Witwen. Auch die
Waiſenrente iſt völlig unzureichend. Wir haben wenig
Hoffnung, wir werden uns aber bemühen, etwas
Schaffenswertes zu erreichen. — Abg. Behrens
(Wirtſch. Vgg.): Der Widerſtand gegen dieſe
Arbeiter=
verſicherung iſt völlig zurückgetreten; die Arbeiter
er=
kennen den Segen ihrer Fürſorge an. Die
Selbſtver=
waltung der Kaſſen muß möglichſt gewahrt werden. Wir
ſind einverſtanden damit, daß die
Handwerkerverſiche=
rung an die Invalidenverſicherung angeſchloſſen werde
und dadurch der Kreis der Verſicherten erheblich erweitert
wird. Wir wünſchen möglichſte Angliederung der
Ver=
ſicherungsämter an die Gemeindebehörden; dadurch
würde einer erheblichen Beamtenvermehrung
entgegen=
gewirkt und die Koſten ermäßigt werden. Den meiſten=
Hilfskaſſen würde die Exiſtenz unterbunden. Der
Halbie=
rung der Beiträge und des Stimmrechts ſtehen wir
nicht ganz ſympathiſch gegenüber, wenn wir auch den
von den Beamtenkaſſen getriebenen politiſchen
Miß=
brauch vermieden wiſſen wollen. Den
Knappſchafts=
kaſſen ſollte endlich das geheime Wahlrecht gegeben
wer=
den. Wir werden uns bemühen, der Vorlage in der
Kommiſſion eine annehmbare Geſtalk zu geben. — Abg.
Gräfe=Sachſen (Reformpt.): Mit der Vorlage ſind
wir in dieſer Geſtalt nicht einverſtanden. Für den
ganzen Mittelſtand, der ſchwere ſoziale Laſten zu tragen
hat, bedeutet die Vorlage eine neue enorme Belaſtung.
Gegen einzelne Beſtimmungen der Vorlage, ſo auch
gegen die Halbierung der Beiträge, haben wir die
ſchwerſten Bedenken. Wir werden ſehen, daß wir dem
Entwurfe die unberechtigten Härten nehmen können,
um ſo doch noch ein brauchbares Geſetz zu ſchaffen.
Abg. Becker=Arnsberg (Ztr.): Bezüglich der
Verſiche=
rungsämter werden wir unſere Haltung von dem
Aus=
fall der Kommiſſionsberatungen abhängig machen.
Gegen die zu große Konzentration der Krankenkaſſem
werden mancherlei Bedenken laut. Dieſe
Kon=
zentration liegt nicht im Intereſſe der
Ver=
ſicherten. Der Halbierung der Beiträge und
des Stimmrechts ſtimmen wir nicht zu. Wenn auch
vereinzelte Mißbräuche von ſozialdemokratiſcher Seite
vorgekommen ſind, ſo ſollte man daraus doch nicht den
Anlaß zu derartigen Maßnahmen nehmen. Die
Zahn=
techniker aſollten nicht vollſtändig von der
zahnärzt=
lichen Pkäxis ausgeſchloſſen werden. Daß die
Heim=
arbeiter in die Verſicherung aufgenommen werden,
freut uns. Die Hinterbliebenenverſicherung ſollte
nicht nur Invalidenwitwen zuteil werden.
Hoffent=
lich iſt es möglich, die beabſichtigten Renten zu
er=
höhen. Wir werden die Sozialpolitik, in die wir
ein=
getreten ſind, weiter verfolgen. (Beifall im Zentrum.)
— Abg. Pauli=Potsdam (konſ.): Große Bedenken
haben wir gegen die Verſicherungsdauer. Die
Aus=
dehnung der Verſicherungspflicht auf Land= und
Haus=
arbeiter begrüßen wir. Den Betriebskaſſen wird die
Exiſtenzmöglichkeit durch die Vorlage nahezu
genom=
men. Gegen die Halbierung der Beiträge haben wir
ſchwere Bedenken, ebenſo gegen die Mehrbelaſtung der
Induſtrie, weil dadurch die Konkurrenzfähigkeit
gegen=
über dem Auslande gefährdet wird. — Abg. Dr.
Ar=
ning (natl.): Der Entwurf iſt geeignet, den größten
Widerſtand der Aerzteſchaft hervorzurufen. Die Zahl
der zu verſichernden Volkskreiſe ſteigt durch die
Vor=
lage auf 30 Millionen. Dadurch fühlen ſich die Aerzte
benachteiligt. Die Heranziehung der Zahntechniker zur
Hilfeleiſtung iſt berechtigt, wenn ein Zahnarzt nicht
am Orte iſt. Nicht berechtigt iſt aber die
Rückſicht=
nahme auf die Freiſtellung. Dadurch wird die Stellung
der Zahnärzte verſchlechtert. Die weitaus größte Zahl
der Aerzte verlangt die freie Aerztewahl. (Beifall bei
den Nationalliberalen.)
Miniſterialdirektor Caſpar: Der Entwurf will
natürlich auch den Aerzteſtand berückſichtigen. Wenn
man ſich darüber gewundert hat, daß die in
Württem=
berg beſtehende Organiſation der freien Aerzteſchaft
nicht in das Geſetz aufgenommen worden iſt, muß
andererſeits betont werden, daß die Aerzteſchaft dieſe
Beſtimmung in der Vorlage geſtrichen hat. (Hört,
hört!)
Darauf wird die Weiterberatung auf Mittwoch
1 Uhr vertagt. Schluß nach 6¼ Uhr.
Vorlage betreffend die Stellenvermittelung kann nach
allgemeiner Anſicht der Senioren noch nicht erledigt
werden. Dagegen ſtehen wiederum große Zweifel der
Erledigung der Strafgeſetzbuchvorlage entgegen. Die
Reichsbeſteuerungsvorlage gilt ſchon durch die eine
Tatſache als hinausgeſchoben, daß in der heutigen
Sitz=
ung der Budgetkommiſſion die Vorlegung weiteren
Materials verlangt wurde.
* Berlin, 19. April. Der
Seniorenkon=
vent des Reichstages hielt in ſeiner heutigen
Sitzung einſtimmig an dem Wunſche feſt, nicht über den
4. Mai hinaus zu tagen. Es ſoll in dieſer Hinſicht
geſchehen, was möglich iſt. Erhebliche Zweifel
mach=
ten ſich geltend, ob es möglich ſein werde, die Vorlage
betreffend die Entlaſtung des Reichsgerichts zu
erledi=
gen, obſchon der Reichskanzler den größten Wert auf
Erledigung dieſer Materie legt. Bezüglich der
Wert=
zuwachsſteuer hegen alle Parteien die Abſicht, die
Vor=
lage noch zu erledigen. Ob das Kaligeſetz noch vor der
Vertagung zur Erledigung kommt, hängt davon ab, ob
in der Kommiſſion eine Einigung zu erzielen ſein
wird. Beſtimmt erledigt werden ſollen der
Handels=
vertrag mit Schweden, die Vorlage betreffend die
Ber=
ner Konvention, ſowje das Reichsſchuldbuch.
Zweifel=
haft dagegen iſt das Zuſtandekommen der neuen
Vor=
lage betreffend, die Ausgaben für Südweſtafrika. Die
Das Kaiſerpaar in Homburg.
* Homburg, 18. April. Um 4,30 Uhr nachmittags
fuhren das Kaiſerpaar, Prinz Oskar und Prinzeſſin
Viktoria Luiſe nebſt Gefolge auf die Saalburg, gingen
von hier auf den Marmorſtein, wo der Tee genommen
wurde und dann weiter nach Goldgrube, von wo die
Rück=
fahrt erfolgte.
** Homburg v. d. H., 19. April. Zur heutigen
Frühſtückstafel bei dem Kaiſerpaar waren
geladen: Forſtmeiſter Freiherr von Loewenſtern,
Gym=
naſialdirektor Dr. Schulze und
Stadtverordnetenvor=
ſteher Dr. Rüdiger.
Luftſchiffahrt.
B Mannheim, 19. April. Der in der Lanzſchen
Luftſchiffhalle erbaute Schütteſche Luftkreuzer
iſt vollendet und wurde mit der Füllung begonnen.
Der Probeaufſtieg ſteht unmittelbar bevor.
Mili=
täriſche Bedienung iſt zugezogen. Die Funkenſtation
und Scheinwerferanlage auf der Luftſchiffhalle ſind
ſchon ausprobiert und kunktionieren tadellos.
* Köln, 18. April. Die lenkbaren
Luft=
ſchiffe „M III” und „P II” ſtiegen heute vormittag um
10,40 Uhr auf, machten einen Abſtecher in die Eifel bis
Euskirchen und kehrten nach ſchöner Fahrt um 2,30 Uhr
nachmittags zurück. „Z II” ſtieg um 10,55 Uhr auf, war
um 1,35 Uhr über Düren, fuhr nach Aachen, wo er eine
halbe Stunde kreuzte, beſuchte Vaals in Holland, kehrte
dort um, war um 3,25 Uhr über Jülich und kreuzte gegen
5 Uhr in großer Höhe über Köln.
* Köln, 18. April. „Z II” landete nach längerem
Manöverieren um 7,30 Uhr vor der Halle.
* Erfurt, 18. April. Wie jetzt bekannt wird, hatte
der Ballon „Erfurt”, der geſtern in Arnſtadt
aufge=
ſtiegen war, geſtern nachmittag in der Nähe von
Bitter=
feld eine ſehr ſchwierige Landung. Zwei Inſaſſen
des Ballons wurden aus der Gondel geſchleudert, ohne,
ſoweit bekannt, nennenswerte Verletzungen davonzutragen.
Der Führer des Ballons, Direktor Hermann=Erfurt,
er=
litt einen doppelten Beinbruch.
* Paris, 19. April. Der Aviatiker Paulhan flog
geſtern nachmittag mit ſeinem Zweiflächer von Cheville bei
Orleans nach Pouan bei Nogent=ſur=Seine; er legte die 190
Kilometer lange Strecke in ungefähr dreieinhalb Stunden
zurück. Während des Fluges hielt ſich Paulhan, der nur
wegen Mangels an Benzin landen mußte, beſtändig in
einer Höhe von 500 bis 600 Metern. Der Aviatiker hat
da=
mit einen neuen Rekord für einen direkten Dauerflug
ge=
ſchaffen.
* Nizza, 18. April. Rougier iſt bei einem Fluge
über das Meer in einer Höhe von 15 Metern abgeſtürzt.
Der Aviatiker wurde bei dem Abſturze im Geſicht verletzt.
Der Flugapparat iſt verloren.
* Douai, 19. April. Geſtern nachmittag ſtürzte der
Aviatiker Breguet dadurch, daß ſein Flugapparat
umkippte, aus zwanzig Meter Höhe herab und trug ſchwere
Wunden am Kopfe und ſonſtige Verletzungen davon. Der
Unfall iſt auf das Verſagen des Motors zurückzuführen.
Das Ballonunglück bei Reichenſachſen.
* Reichenſachſen, 19. April. Nach dem Gutachten
der Unterſuchungskommiſſion für die Kataſtrophe am
Sonntag beſtätigt ſich nun doch die Annahme, daß der
Ballon durch Blitzſchlag zerſtört wurde. Die
Leiche des Kaufmanns Luft zeigt an der linken Wange
unzweifelhafte Spuren von einem Blitzſchlage. Geſtern
abend wurden noch Kleidungsſtücke Lufts und
Leichſen=
rings gefunden, die zahlreiche Brandſpuren trugen.
Au=
ßerdem wurde ein Teil des durch einen Blitzſchlag vom
Ballon abgetrennten Ventils gefunden. Der
Ventil=
deckel wird noch immer vermißt. In ſpäter Abendſtunde
wurde auch der Ballonring entdeckt, der zeigte, daß ein
Blitzſchlag in ihn hineinfuhr. Die geſtern nachmittag
ab=
gehaltene Trauerfeier für die Opfer der Kataſtrophe war
ſchlicht und ernſt. Der franzöſiſche Aeroklub ſandte an den
Vorſitzenden des deutſchen Luftſchifferverbandes ein
Bei=
leidsſchreiben und drückte den Wunſch aus, von dem
Er=
gebnis der Unterſuchung, die bezüglich dieſes ebenſo
ſel=
tenen, wie entſetzlichen Unfalles eingeleitet würde,
verſtän=
digt zu werden.
* Landau, 19. April. Die Leiche des bei der
Bal=
lonfahrt des „Delitzſch” verunglückten Luftſchiffers
Leuchſenring wird nach Landau übergeführt
wer=
den, woſelbſt der Vater des Verunglückten
Ober=
förſter iſt.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 19. April.
Fruchtmarkt=
bericht. Trotz des knappen Angebotes in Landweizen
machte ſich am Wochenmarkt dafür flauere Tendenz
gel=
tend, die auch ſchließlich bei Landroggen zum Ausdruck
kam. Die Käufer blieben zurückhaltend, da man doch auf
eine baldige weitere Abſchwächung hoffen kann. Gerſte war
geſchäftslos. Hafer wurde in reichlichem Maße angeboten
und mußte, ebenfalls bei ſchwacher Nachfrage, im Preiſe
nachgeben. Ausländiſche Brotfrüchte, ſpeziell die ruſſiſchen,
halten ſich noch feſt, wobei indes nur die Ware bei
effek=
tiver Lieferung in Frage kommt. Mais preishaltend.
Futterartikel mäßig gehandelt und ſchwach behauptet. Die
Forderungen für Mehl ſind herabgeſetzt, doch bleibt die
Kaufluſt bisher gering.
Am Mannheimer Getreidemarkt hat ſich die
rückläufige Bewegung fortgeſetzt; Käufer ſind äußerſt
zu=
rückhaltend.
An der Berliner Produktenbörſe lag
Ge=
treide ſchwach auf die wiederum matten amerikaniſchen
Kurſe und auf die Meldungen über erwünſchte Regenfälle
in der Provinz. Auch die ausländiſchen Offerten waren
ziemlich bedeutend und billiger geſtellt. Der Konſum iſt
belanglos und die Mühlen kaufen wenig; das Geſchäft
bleibt daher klein.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (Chicago
und New=York) war Weizen anfangs matt auf
umfang=
reiche Verſchiffungen, enttäuſchende Exportnachfrage und
Abgaben, dann befeſtigt auf gebeſſerte Exportnachfrage und
die Unterſtützung der Hauſſiers per Juli und September.
Mais anfangs abgeſchwächt, ſpäter ebenfalls anziehend
infolge von Käufen ſeitens der Kommiſſionshäuſer. Die
ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von
29,21 Mill. Buſh. auf 29,49 Mill. Buſh. geſtiegen, dagegen
die Maisvorräte von 13,44 Mill. Buſh. auf 12,77 Mill.
Buſh. zurückgegangen. In Peſt herrſchte geſtern auf
be=
trächtliche Kundigungen eine recht flaue Stimmung, ſodaß
Weizen bis 12,21 und zeitweiſe bis 12,11 gewichen iſt. Hier
ſtellten ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen hieſ. und Wett. 23,25—22,75, Kurheſſiſcher
23,25—23—, Redwinter 23,25—24,25, Laplata 23,25—24,25,
Kanſas 23,25—24,25, Nordd. 23—23,25, Rumäniſcher 23,75
bis 24,25, Donauweizen 23,75—24,50, Walla Walla 23,75
bis 24,25. Roggen hieſ. 16—16,30, Ruſſiſcher —,
Rumä=
niſcher —, Bayeriſcher (Pfälzer) 16,10—16,30.
Amerikani=
ſcher —. Gerſte Pfälzer, Riedgerſte, Fränkiſche, hieſ.
Wetterauer, Ungariſche und ruſſiſche Futtergerſte
unverän=
dert. Hafer hieſ. 16,25—17,25, Ruſſiſcher 16,75—17,50,
Rumäniſcher 16,75—17,25, Bayeriſcher 16,25—17,25,
Ame=
rikaniſcher —. Mais mixed 16—16,25, weißer Mais 16,10
bis 16,30, Donaumais 16,20—16,40, Ruſſiſcher 16,40—16,60,
Rumäniſcher 16,30—16,50, Laplata 16,25—16,50,
Weizen=
ſchalen 10,50—10,75, Weizenkleie 10—10,25, Roggenkleie
10—10,50, Futtermehl 12,50—14, Biertreber getrocknet 13
bis 13,60. Weizenmehl hieſ. Nr. 0 31—31,25, feinere
Mar=
ken 31,50—31,75, Nr. 1 29,50—29,75, feinere Marken 30 bis
30,25, Nr. 2 28,50—28,75, feinere Marken 29—29,25, Nr. 3
27,50—27,75, feinere Marken 28—28,25, Nr. 4 26,75—27,
ſei=
nere Marken 27,25—27,50; Roggenmehl hieſ. Nr. 0 23,50
bis 23,75, Nr. 1 20,50—20,75, Nr. 2 16,50—16,75.
Stimmen aus dem Publikum.
Zur Aufhebung der Oktroiabgaben.
Be=
kanntlich war in weiten Kreiſen die Meinung verbreitet,
daß mit dem 1. April ds. Js. jede Oktroiabgabe wegfällt.
Hat es ſchon enttäuſcht, daß die Oktroiaufhebung ſich nur
auf einen Teil der bisher abgabepflichtigen
Verbrauchs=
gegenſtände bezog, ſo erregte die Tatſache beſonderes
Er=
ſtaunen, daß die bisherigen Sätze für Wild in nicht recht
verſtändlicher Weiſe erhöht worden ſind und daß ein
Grundfehler des alten Tarifs, Rehe nur ſtückweiſe, ſtatt
nach dem Gewicht, zu beſteuern, beibehalten worden iſt; daß
ein Reh von nur 18 Pfund Gewicht und 9 Mark Wert den
gleichen Oktroiſatz bezahlt wie das 36pfündige von mehr
als 18 Mark Wert, erſcheint mindeſtens ungerecht. Der
Vergleich mit den Abgabeverhältniſſen in unſeren
Nach=
barſtädten hätte beweiſen ſollen, daß das Wild in
Darm=
ſtadt ſchon bisher reichlich hoch mit Oktroi bedacht war und
daß es eine wohl ſehr verfehlte Spekulation iſt, aus der
nunmehr in Kraft getretenen Oktroierhöhung andere
Aus=
fälle etwa decken zu wollen. Die Jäger und das
konſumie=
rende Publikum werden ſich zu letzterem nicht herbeilaſſen,
der Händler erſt recht nicht. In den preußiſchen
Nachbar=
ſtädten (z. B. Frankfurt und Wiesbaden) beſteht keinerlei
Oktroiabgabe; in Mainz wurde ſie ab 1. April erhöht
für: 1 Haſen von 20 Pfg. auf 30 Pfg.. 1 Stück Rehwild von
1 Mark auf 1,50 Mark, für Wildgeflügel beträgt ſie dort
per Kg. 12 Pfg. Darmſtadt erhöhte den Oktroiſatz für:
1 Haſen von 30 Pfg. auf 50 Pfg., 1 Stück Rehwild von
2 Mark auf 3 Mark, für Wildgeflügel von 12 Pfg. per
Kg. auf 20 Pfg.
Was liegt da näher, als daß der Jäger ſein Wild, das
ihn bei den hohen Jagdpachten und Jagdunkoſten ohnehin
ſchon teuer kommt, in der Regel nicht nach Darmſtadt
ver=
wertet, was ihm bei der in den letzten Jahren großen
Nach=
frage danach zu ſeinem Glück nicht allzu ſchwer fallen
dürfte. Das hieſige Publikum andererſeits wird bei den
durch den neuen Abgabeſatz allzu ſehr hinaufgeſchraubten
Preiſen ſeinen Wildkonſum weiter einſchränken. Da die
Urheber des neuen Oktroitarifs vermutlich auch nur
aus=
nahmsweiſe den Haſen für 4 und mehr Mark eſſen und
bei ſonſtigem Wild die weitere Verteuerung durch die
neueſte Oktroierhöhung vermutlich auch nur ſelten
bezah=
len wollen, dürfte der wohl erhoffte Gewinn für die
Stadt=
kaſſe ausbleiben. Sollte es nicht richtiger geweſen ſein,
ſtatt durch den erhöhten Tarif hier die Wildeinfuhr zu
un=
terbinden und den Wildkonſum einzuſchränken, das
Ge=
genteil zu erſtreben durch Verzicht auf derart mit den
Ver=
hältniſſen der Nachbarſtädte im Mißverhältnis ſtehende
Oktroi=Erhöhung? Vermutlich hätte die Stadtkaſſe dabei
mehr gewonnen, außerdem hätte ſie ſich doch gewiß kein
geringes Verdienſt dadurch erworben, daß ſie hier einem
ſchmackhaften, geſunden Nahrungsmittel vermehrten
Ver=
brauch in den Haushaltungen geſichert hätte. Daß mit
dieſem Nahrungsmittel tatſächlich zu rechnen iſt, beweiſt
der jährliche Abſchuß an Nutzwild, deſſen Geſamtgewicht
für das Großherzogtum mit 1¼ Mill. Pfund „Fleiſch”
wohl nicht zu hoch angeſetzt iſt und deſſen Verkaufswert
ſich nach der Statiſtik für 1908 auf über 900000 Mark
aller=
mindeſtens beläuft.
H.
In der am 18. ds. Mts. ſtattgehabten
Generalver=
ſammlung des Verſchönerungsvereins iſt für das laufende
Jahr u. a. auch die Anlage eines Fußpfades im Oberfeld
beſchloſſen worden. Hoffentlich iſt damit der
Verbindungs=
weg zwiſchen Judenpfad und Dieburgerſtraße gemeint, für
den ſchon lange ein dringendes Bedürfnis vorliegt.
Ge=
dacht iſt derſelbe von einer geeigneten Stelle des
Juden=
pfades auf den Weg oberhalb des Parkhotels, oder
weſt=
lich vom Molkenbrunnen nach dem Seitersweg. Hr.
Literariſches.
Krupkes Konverſations=Lexikon der
Börſe und des Handels (Praktiſcher Führer für
Kapitaliſten). Fünfte, gänzlich neu bearbeitete und ſtark
erweiterte Auflage. Mehr als 17000 Originalartikel,
No=
tizen und Verweiſungen, ſowie zahlreiche tabellariſche
Ueberſichten. 6 Bände eleg. geb. zu je 3,50 Mark,
Vor=
zugspreis für alle 6 Bände komplett nur 14 Mark. (
Ver=
lag Krupkes Konverſations=Lexikon, Berlin W. 15,
Kur=
fürſtendamm 48—49). Die fünfte Auflage dieſes
vorzüg=
lich eingeführten Nachſchlagewerkes liegt nunmehr in ſechs
Bänden komplett vor. Alle ſechs Bände zeichnen ſich aus
durch große Ueberſichtlichkeit, Reichhaltigkeit und
Vollſtän=
digkeit, und bieten in der praktiſchen Anordnung des
gan=
zen Stoffes die gründlichſte, raſcheſte und bequemſte
Orien=
tierung über jede einſchlägige Frage. Die überſichtliche
Darſtellung des geſamten wertvollen Materials und die
Handlichkeit ſind beſondere Vorzüge des Werkes, das als
zuverläſſiger Führer durch das ganze Gebiet allen
Inter=
eſſenten unentbehrlich iſt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Diedenhofen, 19. April. Die Arbeitgeber
für das Baugewerbe haben beſchloſſen, von heute,
Dienstag, abend ab ſämtliche Zimmerer, organiſierte
und unorganiſierte, auszuſperren. Von den übrigen
Kategorien der Bauhandwerker, Maurer, Steinhauer
und Bauhilfsarbeiter, werden nur die Organiſierten
ausgeſperrt. Der Verband der Baumaterialienhändler
verhängte gleichfalls die Materialſperre. In acht Tagen
tritt der Verband wieder zuſammen, um Beſchlüſſe dare
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910
Nummer 91.
über zu faſſen, ob der Ausſchluß ſich auch auf die
Nicht=
organiſierten erſtrecken ſoll. In dieſem Falle werden
davon 6000 Mann betroffen, während die Zahl der
heute Ausgeſperrten etwas über 300 beträgt.
* Szegedin, 19. April. In der Palffyſchen
Streich=
holzfabrik erfolgte heute vormittag eine
Keſſel=
exploſion, durch die zehn Mädchen und ein Mann
getötet und ſiebzehn Mädchen und ein Mann ſchwer
verwundet wurden.
* Paris, 19. April. Der Aſtronom der hieſigen
Sternwarte Giacobini erblickte geſtern früh mit
blo=
ßem Auge den Halleyſchen Kometen, deſſen
Kern, welcher, als er im Monat März geſehen wurde,
den Glanz eines Sternes neunter Größe hatte, geſtern
den Eindruck eines Sternes zweiter Größe machte.
— Paris, 19. April. Aus Furcht vor dem
Er=
ſcheinen des neuen Kometen hat ſich geſtern
ein Beamter des Pariſer Verſatzamtes, namens
Gor=
nell, in ſeiner Wohnung erhängt.
H. B. Belgrad, 19. April. Oberſt Maſchin, der
an der Verſchwörung gegen den König
Alexan=
der und die Königin Draga im Jahre 1903
her=
vorragenden Anteil nahm, iſt geſtorben. Er war ein
naher Verwandter der Königin und das Haupt der
Verſchwörung vom 11. Juni 1903, der das Königspaar
zum Opfer fiel. Unter König Peter wurde Maſchin
an die Spitze des Generalſtabes berufen. Vor drei
Jahren veröffentlichte er eine gegen den König Peter
und ſeine Miniſter gerichtete Denkſchrift über das
ſer=
biſche Heer, in der er an der Unfähigkeit und der
Kor=
ruption der Regierenden ſchärfſte Kritik übte.
Ebenſo erfreut wie überraſcht.
Sturtgart, Reinsburgſtraße 127, 8. Aug. 1909. Teile
Ihnen gerne mit, daß ſich Ihr „Bioſon” meine vollſte
Zufriedenheit erworben hat. Mein jüngſter, 10 jähriger
Sohn, der lange Zeit die engliſche Krankheit hatte,
klagte fortwährend über Appetitloſigkeit und Kopfſchmerz
ꝛc. Nachdem er nun beim Beſuch der Schule dadurch
ſeinen Anforderungen nicht nachkommen konnte, machte
ich einen Verſuch mit „Bioſon” und war von deſſen
Er=
folg ebenſo erfreut als überraſcht. Appetit und Lernluſt
wurden weſentlich gehoben und ſchon nach kurzer Zeit
bemerkte ich an meinem Sohne ein ganz auffallend beſſeres
Ausſehen. Er wurde von da an weit munterer und
lebensfreudiger und konnte namentlich ſeinen
Schulpflich=
ten viel beſſer nachkommen. Mit Geſchmack und
Bekömm=
lichkeit des „Bioſon” bin ich ſehr zufrieden, denn mein Sohn
nahm es mit Vorliebe. Das „Bioſon” kann und werde
ich überall, wo ich Gelegenheit habe, aufs Wärmſte
em=
pfehlen. Ich wünſchte, daß ſich jedermann von den
her=
vorragenden Eigenſchaften und Wirkungen dieſes
Präpa=
rates überzeugen könnte. Ich ſelbſt bin zu jeder Auskunft
gerne bereit. Hochachtend! Marie Flaig. Unterſchrift
beglaubigt; Dr. Auguſt Daur, Notar. Bioſon iſt das
beſte und billigſte Kräftigungsmittel. Paket 3 Mk. in
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Jamiliennachrichten.
Die glückliche Geburt eines (8507
Sohnes
beehren sich anzuzeigen
Wilhelm Jdel & Frau
Marie, geb. Rummel.
ELBERFELD, den 18. April 1910.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute morgen 9 Uhr entſchlief nach ſchwerem
Leiden unſere liebe Mutter
(B8594
Frau
Barbara Kunz Wwe.
im 88. Lebensjahr.
Darmſtadt, 19. April 1910.
Prof. Dr. Wilhelm Kunz,
Frau Anna Kunz.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
21. ds. Mts., um 11 Uhr vormittags, in aller
Stille von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.
Blumenſpenden und Trauerbeſuche dankend
abgelehnt.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute Nachmittag entſchlief ſanft mein
lieber Vater
(*9982
Ernst Krenzien
Rechnungsrat i. P.
Darmſtadt, den 19. April 1910.
Für die Hinterbliebenen:
Günther Krenzien,
Großh. Regierungsbaumeiſter.
Bankſagung.
Für die Beweiſe inniger Teilnahme bei dem
Tode unſerer lieben Mutter
Frau
Elisabetha Waldschmilt Wwe.
ſagen wir allen Teilnehmern, insbeſondere dem
Herrn Pfarrer und den Schweſtern für ihre
liebe=
volle Pflege, unſeren innigſten Dank. (B8593
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Waldschmidt.
Antlicher Weltlebericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das
mitteleuropäiſche Hochdruckgebiet, das geſtern heiteres
und wärmeres Wetter brachte, hat ſich bei raſchem
Vor=
rücken der weſtlichen Zyklone ganz nach dem Süden
zu=
rückgezogen. Daher iſt über Nacht wieder Trübung bei
ſüdweſtlichem Winde eingetreten. In Norddeutſchland
fällt geringer Regen. Die vor Norwegen lagernde
Zyklone zieht oſtwärts und bringt vorübergehend bei
milder Witterung etwas Regen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 20.
April: Meiſt wolkig und ſtrichweiſe, beſonders im
Norden, geringer Regen, mild, windig.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Im weißen
Rößl”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 21. April.
Hofreite=Verſteigerung der Friedrich Fey Witwe
(Grafenſtraße 4) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Georg Haller (
Ober=
gaſſe 6) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Weißzeug=, Kleidungsſtücke=, Fahrräder und
Nähmaſchinen=Verſteigerung um 9 und 2 Uhr
im ſtädtiſchen Pfandhaus.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 10 Uhr
Magda=
lenenſtraße 7.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hoſönchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroß, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaigs
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Irer
Pilsnern&0
Münchner
Hell Export
Veilsterererbtere
614a
Kurſe vom 19. April 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,50
3½ Deutſche Reichsanl. . 93,40
84,90
do.
4. Preuß. Schatzanweiſg. 100,90
. 93,30
3½ do. Conſols .
84,70
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 102,00
94,00
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,10
3½
3½
3½
do.
do.
93,10
83,70
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,50
do.
92,30
do.
81,40
3 Sächſiſche Rente . . . 84,20
4. Württemberger v. 1907 101,90
93,60
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,10
1¾ Griechen v. 1887 . .
3¾/ Italiener Rente . . . 105,30
4½ Oeſterr. Silberrente . 98,60
4 do. Goldrente . . 100,20
4 do. einheitl. Rente 94,60
3 Portug. unif. Serie I 65,60
3 do. unif. Ser. III 66,90
3 do. Spezial . 12,60
5 Rumänier v. 1903 . . 102,60
4 do. v. 1890 . . 94,90
4 do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 91,50
InProz.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,10
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
3½ Schweden . . . . . . . 96,00
4 Serbier amort. v. 1895 86,00
4 Türk. Admin. v. 1903 88,60
4 do. uniſiz. v. 1903 94,80
4 Ungar. Goldrente . . 95,60
4 do. Staatsrente . 92,70
5 Argentinier . . . . . . 101,50
91,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 106,80
99,90
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 98,50
5 Innere Mexikaner . . 101,30
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,60
5 Gold=Mexikaner . . . 102,75
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . .
. . . 141,50
4 Nordd. Lloyd . . . . 104,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,10
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 600
Einz. Mk. 408 117,75
4 Baltimore & Ohio . . 111,20
4 Gotthardbahn . . . .
InProz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 159,70
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 21,40
4 Pennſylvania R. R. 135,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 194,25
Werger=Brauerei
. 82,50
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 477,00
Fabrik Griesheim . . . . 260,10
Farbwerk Höchſt . . . . . 465,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 327,00
Lahmeyer . . . . . . . . . 114,50
Schuckert .
. . 156,00
Siemens & Halske . . . 246,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 385,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 236,60
Gelſenkirchen . . . . . . . 207,20
Harpener . .
. . . . 197,10
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb ..
. 221,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,40
4 Pfälzer Prt. . . . . . 101,50
do.
92,90
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 100,30
do. ſteuerfrei .
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,60
do.
98,40
do.
alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,60
do.
84,40
do.
20/1
3. Raab=Oedenburger . . 76,20
4 Ruſſ. Südweſt.
88,60
4 Kronpr. Rudolfbahn .
In Proz.
2410 Livorneſer . . . . . . 76,40
4 Miſſouri=Pacific . . . 98,50
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,20
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 103,00
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 174,70
4 Darmſtädter Bank 133,00
4 Deutſche Bank . 249,75
4 Deutſche Vereinsbank 127,30
4 Diskonto=Geſellſchaft . 187,90
4 Dresdner Bank. 158,50
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,60
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 123,00
4 Pfälzer Bank . . . . . 101, 40
145,00
4 Reichsbank .
4 Rhein. Kredit=Bank 139,10
4 Wiener Bank=Verein 137,10
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
3½ do. S. 19. . . . . 92,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
* Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
91,00
3½,
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,90
(2
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,00
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,60
do. (unk. 1914) 91,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,30
93,40
3½
do,
InProz.
Zf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
. 100,80
3½ do.
4 Frankfurt . .
. 100,90
95,70
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
.100,10
4 Heidelberg
3½ do.
91,70
4 Karlsruhe
.100,50
3½ do.
92,10
4 Magdeburg. .
3½ do.
4 Mainz .
.. 100,20
3½ do.
4 Mannheim .
3½ do.
4 München .
. 100,70
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg .
.101,50
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden .
102,20
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
91,80
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,70
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 161,70
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,60
5 Donau=Reg. fl. 100 144,25
3 Holl, Komm, „ 100 104.90
InPro
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe.
.. 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe 173,80
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150 102,90
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
.7 39,50
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 215,29
Freiburger
Fs. 15 59,00
Mailänder
Fs. 45 154,50
do.
Fs. 10
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 571,00
do. p. 1858 „ 100 462,00
Ungar. Staats „100 390,00
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 179,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
. 20,43
20 Franks=Stücke .
16,22
Oeſterr. 20=Kronen .
16,90
Amerikaniſche Noten .
4,19
Engliſche Noten .
20,47
Franzöſiſche Noten .
81,25
Holländiſche Noten . . . . 169,05
Italieniſche Noten .
. 80,75
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,10
Reichsbank=Diskonto .
4%
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%
Nummer 91
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Abholen und Ablieferung gratis.
Oglänzendes Zeugnis
über Obermeyers Herba=Seife bei
Hautausſchlat
gibt J. Kimm in Gelnhauſen, indem
er ſchreibt:
„Auf Ihre gefl. Anfrage vom 14. d. M.
teile Ihnen mit, daß die von Ihnen bezogene
Obermeyers Herba=Seife einen günſtigen
Erfolg erzielt hat, nach vierwöchentlichem
Gebrauch der Seife war der Ausſchlag
voll=
ſtändig verſchwunden.”
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Ueberſetzt aus dem Engliſchen.
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2)
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Der kleine Deutſche beobachtet jeden meiner Biſſen mit
großen, feierlichen Augen und beſteht darauf, mir
vor=
zulegen. Er ſieht verdutzt aus, wenn jemand eine
luſtige Geſchichte erzählt, und verlangt manchmal nach
einer Erklärung. Er iſt zweimal um die Welt gefahren
und geht nun auf drei Jahre nach China zur
Geſell=
ſchaft für wiſſenſchaftliche Forſchung. Ich glaube, er
hält mich für die größte Kurioſität, die er bis jetzt auf
ſeinen Reiſen getroffen hat.
Das größte, aufregendſte Erlebnis unſerer Fahrt
war ein Tag in Honolulu. Ich hätte vor Freuden
jauchzen mögen, als wir Land erblickten. Die Bäume
und das Gras erſchienen mir nie ſo wunderſchön, wie
an jenem Morgen in ſtrahlendem Sonnenſchein. Das
Landen nahm ein paar Stunden in Anſpruch wegen der
vielen Formalitäten und Umſtände, die gemacht
wur=
den. Außerdem gab es noch eine Extraverzögerung,
deren unſchuldige Urſache ich ſelbſt war. Der
Quaran=
tänearzt inſpizierte das Schiff. Ich ſah ihm zu, wie
er die Auswanderer unterſuchte, und fühlte inniges
Pitleid mit den armen, kleinen, elenden Kindern, die
da unten herumwimmelten. Nachher fand ich eine ſtille
Ecke auf dem Schutzdeck, in die ich mich verkroch, und von
wo aus ich die eingeborenen Knaben beim Schwimmen
beobachtete. Ihre bronzebraunen Körper glänzten im
Soiterſchlt unten Saſer Sie initen derit herten
wie ein Haufen Delphine. Ich muß wohl eine Stunde
lang dort geweſen ſein; denn als ich herunterkam,
herrſchte große Aufregung an Bord. Ein Paſſagier
wurde vermißt, und alle mußten warten, während man Das Mädchen aus Süddakota iſt ein wenig beſſer, aber,
das Schiff durchſuchte. Schon wollte ich mich mit auf= denk nur, auch ſie trägt eine Jerſeyjacke!
regen, als plötzlich der Zahlmeiſter heraufkam, ein
ernſter, eleganter Mann, und auf mich losſtürzte: Sind
Sie unterſucht worden? fragte er ſtrenge, mich vom
Kopf bis zum Fuß meſſend. Nicht mehr, als Sie es würde, ſo wäre ich ſicher verloren. Hab keine Angſt,
eben tun, antwortete ich beſcheiden. Kommen Sie mit!
ſagte er.
Ich bat ihn, mir doch zu ſagen, ob er mich über
Bord werfen wolle, aber er war zu ſehr erfüllt von
die Verzögerung veranlaßte. Frau! Ich danke! Aber lehrt mich ſtricken, die kurzhaarige Miſſionarin lieſt mir
ich ſollte noch mehr zerknirſcht werden; denn der Doktor vor, das Dakotamädchen hält meine Füße warm
zuge=
ſah über ſeine Brillengläſer weg und ſagte: Nanu! Wie deckt, und der „liebe Pa” und „Klein=Deutſchland”
be=
konnte man bloß ſo was überſehen!
Aber nun Honolulu! Es wundert mich gar nicht,
daß die Leute darüber in Ekſtaſe geraten. Es iſt, als die Damen aufſtellen laſſen, und ſo kann ich jeden
ob die Künſtler aller Welt ihre Farben auf dieſen einen Morgen ein kaltes Bad nehmen. Das erinnert mich an
Fleck verſchwendet hätten, und als ob die Natur ſie dann die alten Zeiten im Landhauſe droben am Kap. Was
zuſammengeſtellt hätte nach ihrem eigenſten ſüßen hatten wir doch für eine fürſtliche Zeit jenen Sommer,
Willen. Ich überlegte mir lange, ob ich nicht etwa und was waren wir jung und albern! Es waren die
volle Palmen und tropiſche Ranken und Reben, nieder= davon.
hängend in ſanſt träumender Stille, die mir wie Wein
zu Kopfe ſtieg.
machte ich mich auf den Weg zur Stadt, aber der glicße i und as zu geßen. Nach einigen Rundgängen ſetzten wir
er und lein Deniſchans inn und nr. 2
Gr=
fährtin, wie ich mich nach dir ſehnte! Am liebſten hätte
ich alle dieſe wunderlichen alten Kreaturen in einen
Knäuel zuſammengebunden und ins Meer geworfen!
Es gibt wirklich auch elegante Leute an Bord, aber
ich wage es nicht, mich an ſie heranzumachen. Sie ſpielen
immerzu Karten, und wenn ich in ihrer Nähe verweilen
ich will meine Rolle ſchon ſpielen, aber eins ſchwöre ich
hiermit: danach anziehen werde ich mich nicht!
Immer noch an Bord, den 18. Auguſt.
Dieſen Brief ſchreibe ich in meiner Koje hinter
zu=
ſeiner Wichtigkeit, um auch nur zu lächeln. Er übergab gezogenen Vorhängen. Nein, ich bin nicht ein bißchen
mich dem Arzt mit den Worten: Hier iſt die Frau, die ſeekrank, nur ſehr populär. Eine der alten Damen
dienen mich beim Eſſen.
Der Kapitän hat ein großes Waſſerbehältnis für
geſtorben und in den Himmel gekommen ſei. Wunder= letzten guten Tage für lange Zeit — aber lieber nichts
Geſtern abend hatte ich ein Abenteuer oder
wenig=
ſtens ſo was Aehnliches. Ich ſaß oben auf Deck, als der
Mit zwei alten Damen und einem Dakotamädchen „ließe Pa” vorbeikam und mich aufforderte, mit ihm auf
Seite 10.
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gelten allgemein als die besten Marken. Jeder Versuch führt zur dauernden Kundschaft.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Nummer 91.
uns auf die Stufen am Lotſenhaus. Der Mond war ſo
groß wie ein Wagenrad, das Meer glänzte wie flüſſiges
Silber, und der fliegende Fiſch ſpielte im Schatten
Ver=
ſteckens. Ich hatte den „lieben Pa” ganz vergeſſen und
ließ meine Gedanken wandern, wohin ſie wollten, als
er ſich auf einmal nach mir umwandte und ſagte: Ich
hoffe, es iſt Ihnen nicht läſtig, mit mir zu reden. Ich
bin ſehr, ſehr einſam. Da glaubte ich gefährliche
Symptome zu erkennen, und als er gar anfing, mir
von ſeinen lieben Heimgegangenen zu erzählen, wußte
ich, daß es Zeit ſei, mich davonzumachen.
Sie haben es ja auch durchgemacht, ſagte er, Sie
können mir nachfühlen.
Ich faltete meine Hände im Dunkeln. Wir ſuchen
beide eine Lebensarbeit im fremden Lande . . . fing er
von neuem an, aber eben kam der Zahlmeiſter vorbei.
Beinahe ſtolperte er über uns in der Dunkelheit, und
als er mich und meinen ältlichen Freund erkannte,
lächelte er tatſächlich! Daß Du es nicht etwa wagſt,
Jack dieſe Geſchichte zu erzählen; ich würde endlos
damit geneckt werden.
Kannſt Du es ausdenken, daß ich drei ganze
Wochen von zu Hauſe weg bin? Ich kann’s, jede
Sekunde davon! Manchmal, wenn ich ſtillſtehe, um
darüber nachzudenken, was ich vorhabe, zerſpringt mir
faſt das Herz. Aber wer weiß, ich bin das Herzweh
nun ſchon ſo gewohnt, daß ich mich ohne es vielleicht
einſam fühlen würde.
Wenn ich nur dem entſpreche, was man von mir
erwartet, wenn ich nur die Stücke meines verkrachten
Lebens aufleſen und zuſammenflicken kann zu einem
anſtändigen Ganzen, ſo daß Du Dich nicht mit mir zu
ſchämen brauchſt, ſo will ich ganz zufrieden ſein.
Das erſte Fremdwort, was ich gelernt habe, iſt
Alohave! das heißt „meine innigſten Grüße!” Ich ſende
es Dir voll zärtlichſter Bedeutung. Gott ſegne und
er=
halte Euch alle und führe mich zurück zu Euch als ein
weiſeres und beſſeres Geſchöpf.
Kobe, den 18. Auguſt 1901.
Tatſächlich in Japan! Ich kann es kaum glauben,
obgleich alles um mich her fremdartig iſt. Heute
morgen kam ein Boot an den Dampfer heran und
brachte Miß Leſſing und Miß Dixon, die beiden
Miſſio=
narinnen, in deren Schule ich unterrichten ſoll. Ich muß
geſtehen, als ich ſie ſah, rutſchte mir das Herz in die
Stiefel. Ihres hat gewiß dasſelbe getan; denn wir
ſtanden da und ſahen einander dermaßen perplex an,
als ob wir von verſchiedenen Planeten kämen. Der
Unterſchied begann bei unſern Stiefeln und erſtreckte
ſich bis hinauf zum Hute. Sogar die Sprache, die wir
gebrauchen, ſchien verſchieden, und als ich mir die
Aus=
ſicht, mit ſolchen abſoluten Fremdlingen zu leben, klar
machte, fühlte ich die größte Luſt, über Bord zu
ſpringen.
Auf einmal erſchienen mir meine Mitreiſenden ſehr
liebenswert, und ich hing an allem, was der alte, gute
Dampfer trug, als an dem letzten Band, das mich an
Amerika knüpfte.
Als wir die Laufplanke hinuntergingen, wurden
mir Bruder Maſon und Bruder Coleman porgeſtellt,
und wir landeten alle zuſammen. Ich fühlte mich der
ganzen Welt gegenüber wie ein Verbrecher, der zu vier
Jahren Verbannung verurteilt iſt. Sobald wir das
Hotel erreichten, flüchtete ich auf mein Zimmer und
warf mich auf mein Bett. Ich heulte zwei Stunden
fünfunddreißig Minuten, dann ſtand ich auf, wuſch mein
Geſicht und guckte zum Fenſter hinaus.
Draußen war alles ſo fremdartig und maleriſch,
daß ich intereſſiert war, ehe ich mich’s verſah. Nach
einer Weile kam Miß Leſſing herein. Jetzt, wo ſie ohne
Hut war, ſah ich, daß ſie ein ſehr liebes Geſicht hatte,
hübſches dunkles Haar und ein luſtiges Zwinkern. im
Augenwinkel, was mich ſofort an Dich erinnerte. Sie
erzählte mir, wie ſie als junges Mädchen nach Japan
gekommen und die Schule gegründet hätte, und was ſie
alles gern dafür tun möchte. Dann fuhr ſie fort: Ihr
Kommen iſt die direkte Erhörung meiner Gebete. Es
ſner dis ich nein ahter Trann, eiſen Aidergatien
für die Kleinen zu haben; es iſt faſt zu ſchön, um wahr
zu ſein, daß ſich mein Traum nun erfüllt. Dabei ſah
ſie mich mit ihren hübſchen, glänzenden Augen ſo
dank=
bar und begeiſtert an, daß ich mich meiner voreiligen
Gefühle ſchämte.
Später kam auch Miß Dixon herauf, und ſie ſaßen
beide da und guckten mir zu, wie ich meinen Koffer
auspackte. Schon nach zwei Minuten hatte ich heraus,
daß ſie gerade wie alle andereſ Frauen Putz und hübſche
Sachen gern hatten, und daß ſie auf Neuigkeiten aus
der Welt begierig waren. Sie examinierten all die
zierliche Wäſche, die meine Schweſter für mich genäht
hatte, beſtannten die Schühchen mit hohen Abſätzen und
lachten über meine weiten Aermel.
Wann wollen Sie bloß all dieſe entzückenden
Sachen anziehen? fragte Miß Dixon. Und wieder ſank
mir das Herz; denn ſogar mein einfacher Kleidervorrat,
fürs Schulleben berechnet, ſchien merkwürdig
ver=
ſchwenderiſch und hier nicht am Platze.
Aber das muß ich Dir noch einmal verſichern,
Kameradin, daß ich — und wenn ich tauſend Jahre hier
bliebe — nie auf Jerſeyjacken und achtjährige Hüte
herunterkommen will! Ich habe vor, auf eine gute
Modenzeitung zu abonnieren, damit ich wenigſtens in
Rufweite der Mode bleibe.
Es iſt noch zu heiß, zur Schule hinunter zu fahren.
Darum gehen wir noch eine Woche in die Berge, ehe
wir für das Herbſtvierteljahr aufbrechen.
Der „liebe Pa” und „Klein=Deutſchland” waren
zweimal hier innerhalb drei Stunden, aber ich ſah ſie
kommen und entſchlüpfte. Briefe von daheim werden
nicht vor der nächſten Woche ankommen, und ich kann die
Zeit kaum abwarten. Ich bilde mir immer wieder ein,
daß ich auf Beſuch bin und bald zurückkehre. Ich lege
Sachen beiſeite, um ſie Dir zu zeigen, und fange ſchon
an, Geſchenke für die Heimkehr zu kaufen. Hab’ noch
ein gut Teil zu lernen, nicht wahr?
(Fortſetzung folgt.)
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Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſilbernes Kinder=Armband (gedrehtes Reiſchen mit 3 Knöpfchen).
1 Double=Zwicker. 1 Netz mit 6 Tennisbällen. 1 goldener Damen=Ring. 1
Zwanzig=
markſtück. 1 goldene Damen=Uhr mit Kette. 1 goldener Ring mit rotem Stein und
1 weißer Ring mit gelbem Totenkopf. 1 älteres Portemonnaie mit einigem Inhalt.
1 große Wagenkette. 1 rot= und weißkariertes Ueberdecktuch. 1 gelbes Portemonnaie
mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel. 1 Kinder=
Spitzen=
kragen mit kleinem gelben Bröſchen und Emaileinlage. 1 Hundehalsband mit Marke
und der Nr. 1051 VII. 1 Päckchen, enthaltend 2 Zahnbürſten und 1 Päckchen
Zahn=
pulver. 1 graues Knaben=Capes, 1 weißer Umlegekragen und 1 Eurekapiſtole. 1
mittel=
großer Schlüſſel. 1 Einmarkſtück, 1 weißer wollener und 1 weißer ſeidener Damen=
Gürtel. 1 Lieferſchein=Heft (Störger Söhne). 1 großer Schlüſſel. 1 Bäcker=Kontobuch,
auf den Namen Gilbert lautend. 1 doppelſeitige Mundharmonika. 1 ſilb. Anhänger
in Herzform mit der Aufſchrift „Neues Palais 3. 2. 10‟ 1 brauner Glacéhandſchuh.
1 Paket mit Schul=, Flick= und Näharbeiten. 1 weißes Körbchen mit Wurſt und
Feld=
ſalat. 1 Taſchenmeſſer mit Perlmuttſtiel. 1 Einmarkſtück, 1 weißes Herzchen mit
Kettchen. 1 dunkles Portemonnaie mit Inhalt. 2 Scheine über Benutzung von Büchern
im Leſeſaal.
Verloren: 1 ſchwarzes Portemonnaie mit etwa 2 Mk. Inhalt und 1
Schreib=
tiſchſchlüſſel. 1 Paket, enthaltend 1 grünliches Kinder=Kleidchen und 1 Kinderwagen=
Einlage. 1 Zehnmarkſtück. 1 goldener Herren=Ring mit hellblauem Stein. 1 ſilbernes
Ketten=Armband. 1 goldene Damen=Uhr (25 Mk. Belohnung dem Finder). 1 grünes
Portemonnaie mit Meſſingſchloß und etwa 1 Mk. Inhalt nebſt Schülerkarte der elektr.
Straßenbahn. 3 kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 goldener Siegelring mit grünem
Stein. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit bunter Borde und gebogenem Naturgriff.
1 gelbes Portemonnaie mit 1,34 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche (achterförmig
ver=
ſchlungen) mit Anhängſel und 1 Opal. 1 einreihige Korallen=Kette, 2 Schlüſſel an
einem Ring. 1 großes Taſchenmeſſer mit Perlmuttſtiel, 2 Klingen, Korkzieher und
und Schere in grauem Etui. 1 Double=Damen=Uhr mit roten Zeigern, auf dem
Rück=
deckel 3 weiße Perlchen. 1 dunkles Herren=Portemonnaie mit etwa 4 Mk. Inhalt.
1 weißes Tuch mit lila Blumen an den Ecken. 1 mattgoldene Broſche in
Schlangen=
form mit einem roten Steinchen am Kopf. 1 Hundehalsband mit Marke und kleiner
Schelle. 1 braune Segeltuch=Wagendeck. 1 ſchwarzledernes Portemonnaie mit 65 Pfg.
Inhalt und 1 Trauring, gez. S. M. 4. 1901. 1 lange ſilberne Buſennadel mit
Email=
einlage. 1 goldene Damen=Uhr mit verziertem Rückdeckel (Inſtrumente eingraviert).
1 ovales goldenes Medaillon mit einer oder zwei Damen=Photographien. 1 ſchwarze
Ledertaſche mit Legitimationspapieren (Militärpaß und Geſellenbrief), auf den Namen
Heinrich Breitwieſer lautend. 1 grüner Damen=Regenſchirm mit gebogenem grünen
Naturgriff. 1 dunkles Portemonnaie mit 6—7 Mk. Inhalt. 1 ſchwarze Baſttaſche mit
Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt und 1 Deſſertmeſſer. 1 graues Knaben=Capes. 1
ferti=
ger und 1 angefangener brauner Strumpf. 1 vierreihiges ſilbernes Perlen=Armband.
1 ſchwarzer Spazierſtock mit Silbergriff. 1 goldener Ring mit 3 Opalen und 1 grünen
Stein. 1 dunkelblauer Samtgürtel mit gelber Schnalle. 1 graues Loden=Käppchen.
1 Oayd=Damen=Uhr mit goldenen Zeigern und Ring. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit
4,91 Mk. Inhalt. 1 goldene Zylinder=Uhr (von Auerbach bis Darmſtadt). 1 ſilbernes
viereckiges Medaillon mit rotem Steinchen. 1 dunkelblauer Samtgürtel mit
Stahl=
ſchnalle. 1 Paket mit 28 Meter Spitzen. 1 ſchwarzſeidener Sonnenſchirm. 1 goldene,
länglichgeſchweifte Broſche ohne Nadel. 1 Radfahrer=Nummerplatte mit ſchwarzem D
und der Nr. 10265. 1 goldenes Medaillon in Form eines Büchelchens mit
Familien=
bildern (dem Finder gute Belohnung). 1 Damen=Schirm mit gebogenem Silbergriff.
1 goldene runde Broſche mit weißen Steinchen. 1 braunes Portemonnaie mit 1,50 Mk.
Inhalt. 1 noch neuer Regenſchirm. 1 rotes Portemonnaie mit 1 Radſchlüſſel. 1
weiß=
leinenes Taſchentuch, gez. A. v. W. 1 braunes altes Portemonnaie mit etwa 7 Mk.
Inhalt. 1 italieniſches Gebetbuch. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand.
Zugelaufen bei Privaten: 1 gelber Dackel. 1 junger Hund mit Marke und
der Nr. 274 VII.
Entlaufen: 1 ſchottiſcher Schäferhund. 1 Foxterrier. 1 langhaariger Foxterrier.
1 langhaariger Jagdhund.
Zugeflogen bei Privaten: 1 grünlicher Kanarienvogel. 1 Papagei.
Entflogen: 1 grünlicher Kanarienvogel.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(8515
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 2 Pinſcher, 1 Kriegshund.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten wird die weſtliche Fahrbahn der
Landgraf=Philipp=Anlage zwiſchen der Eliſabethenſtraße und der Holzhofallee vom
(8529
20. bis 26. Ifd. Ms. für den Fuhrwerksverkehr geſperrt.
Seite 11.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Frühjahrsmeſſe 1910.
Unter Bezugnahme auf § 366 Ziffer 10 St. G. B., Art. 264 Pbl. St. G. und Art. 56
Abſ. 2 der Städteordnung wird für die Dauer der diesjährigen auf dem ſtädtiſchen Gelände
gegenüber dem Hallenſchwimmbad ſtattfindenden Frühjahrsmeſſe folgendes angeordnet:
1. Es iſt verboten, durch die Reihen der Schau= und Verkaufsbuden zu reiten
oder mit Fuhrwerken irgend welcher Art, namentlich auch mit Fahrrädern zu
fahren.
2. Ueber die an das vorerwähnte Gelände grenzenden Straßen (Lindenhof=, Mühl=
und Landgraf=Georg=Straße) darf nur im Schritt gefahren oder geritten werden.
Darmſtadt, den 16. April 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
(8479imd
Dr. Kranzbühler.
Bekanntmachung,
betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in der Haupt= und Reſidenzſtadt
Darmſtadt.
Da aus Anlaß der Meſſe am Sonntag, den 24. April 1910, für die Stadt
ein geſteigerter örtlicher Geſchäftsverkehr zu erwarten iſt, wird hiermit auf Grund des
§ 105 b Abſatz 2 der Reichsgewerbeordnung und des § 37 der Ausführungsanweiſung
für dieſen Tag die Offenhaltung ſämtlicher offenen Verkaufsſtellen einſchließlich der
Verkaufsſtände der Meſſe in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends
zugelaſſen.
Während dieſer Stunden iſt die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und
Arbeitern in allen offenen Verkaufsſtellen geſtattet.
(8564mdf
Darmſtadt, den 16. April 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
m wiederholt geäußerten Wünſchen des Publikums entgegen zu kommen, haben
wir mit Wirkung vom Monat April d. Js. die gemeinſame Aufnahme der
Gas=, Waſſer= und Elektrizitätsmeſſer und die gemeinſame Erhebung des
Gas=, Waſſer= und Stromgeldes angeordnet.
Von dem bezeichneten Monat ab werden alle in einem Anweſen angeſchloſſenen
Meſſer durch einen Bedienſteten monatlich aufgenommen; ein Erheber wird die
Ver=
brauchsabgaben — auch das Waſſergeld — monatlich gegen Ueberreichung einer
quit=
tierten Rechnung einziehen.
Die Verbrauchszettel fallen weg. Dagegen werden die Meſſerſtände auf der
Rechnung verzeichnet.
Die Aufnahme=Tätigkeit wird je am 27. eines Monats beginnen und etwa am
8, des folgenden Monats beendet ſein. Die Erhebung des Geldes beginnt einige Tage
nach Aufnahme des Verbrauchs.
Die Berechnung und Erhebung der Verbrauchsabgaben — alſo auch des Gas=
Geldes — iſt der Stadtkaſſe übertragen.
In der Bedienung der Gas=Automaten tritt eine Aenderung nicht ein.
Wir bitten die Gas=, Waſſer= und Stromabnehmer, in der Uebergangszeit
Nach=
ſicht zu üben und die Einrichtung durch Entgegenkommen in jeder Weiſe zu fördern.
(8526msi
Darmſtadt, den 7. April 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Dr. Gläſſing.
2 quterhaltene Sprungiedermatratzen
Größe 200/100, bill. abzug. Frankfurterſtr. 48.
Anzuſehen 9—12 Uhr.
(*9851msm
terh. Kinderwag. f. 15 M. z. vk. Näh.
N.=Ramſtädterſtr. 16, II. I., V. (*9853mc
Inoaliden un Kriesstellnehmer
erhalten Auskunft, ſowie Hilfe und Rat.
Hess. Bureau, Darmstadt, Kirchstr. 21. (6071a
iderwagen, faſt neu, billig zu verkaufen
K *9806im) Rheinſtraße 47, V., III, I.
Bekanntmachung.
Die auf Grund der unten abgedruckten Geſetzesvorſchrift vorzunehmende Reviſion
von Mietwohnungen und Schlafſtellen findet z. Zt. im 5. Polizei=Revier ſtatt.
Darmſtadt, den 8. April 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei (Baupolizei).
Mueller.
Artikel 1 des Geſetzes, betreffend die polizeiliche Beaufſichtigung von
Miet=
wohnungen.
„Die Geſundheitsbeamten des Staates und die Ortspolizeibehörden, ſowie die
von den letzteren Beauftragten ſind befugt, die zum Vermieten beſtimmten Wohnungen
und Schlafſtellen einer Unterſuchung in der Richtung zu unterwerfen, ob aus deren
Benutzung zum Wohnen oder Schlafen Nachteile für die Geſundheit oder Sittlichkeit
nicht zu beſorgen ſind.
Gleiche Befugnis ſteht den genannten Organen bezüglich der Schlafräume zu,
welche von Arbeitgebern ihren Arbeitern (Lehrlingen, Geſellen, Gehilfen, Dienſtboten uſw.)
zugewieſen werden.”
(8008mmm
Ausführung von Gasanlagen im Innern
der Gebäude und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=Anlagen im
Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das Rohrnetz des ſtädtiſchen
Gas=
werks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie alle Erweiterungen, Veränderungen und
Reparaturen darf nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen, die von Großherzoglicher
Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und gewiſſenhafter Beobachtung der
hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
135. Philipp Kraus Nachf. (Inh. Adam
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
Bender), Karlſtraße 51.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
36. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
4. Karl Bohl, Blumenthalſtr. 107.
37. Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
5. Lud. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 54. 138. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
6. Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33. 139. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
7. Karl Darmſtädter, Sandbergſtr. 66. 40. Ludw. Luck, Gutenbergſtr. 27.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11. 141. V. Marquardt u. Ph. Wamſer,
9. Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz) Soder=
Dieburgerſtraße 54.
ſtraße 49 und 54.
142. Philipp Maul, Eliſabethenſtraße 29.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a. )43. Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
11. Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
44. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
12. Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
145. Aug. Neumeyer Wwe., Gr. Ochſen=
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
gaſſe 22.
14. Franz Geiger, Karlſtraße 36.
46. Heinrich Ningler, Landwehrſtr. 47.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6. 47. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
16. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
148. Heinrich Pauli, Orangerie=Allee 7.
17. Guſtav Göckel, Karlſtr. 12.
49. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
18. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
50. F. W. Preußner, Bleichſtraße 40.
19. Philipp Handſchuch, Schloßgarten= 51. Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
ſtraße 37.
Momberger), Schützenſtr. 4.
20. Ludwig Heppenheimer, Luiſenſtr. 2. 152. G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
21. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80. 153. J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
22. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
54. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
23. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
55. Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7.
24. Balthaſar Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.56. Franz Schulz, Karlſtr. 104½:
157. Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
25. Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
58. Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
26. Karl Jung, Kaplane gaſſe 17.
59. Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
27. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
(60. Michael Vollrath, Nieder=Ramſtädter=
28. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
ſtraße 51.
29. Gg. Kaiſer, Inh.: Marg. Haun,
61. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
Rheinſtr. 5.
30. Robert Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.162. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
63. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
31. Georg Keil, Kirchſtr. 17.
64. Val. Wedel, Beckerſtraße 7.
32. Auguſt Keller, Hohler Weg 11.
33. Adolf Kling Nachf. (Inh. A. u. L. 165. Karl Wenz, Wendelſtadtſtraße 39.
66. Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Kling), Rheinſtr. 17.
34. Klink & Rettberg, Ludwigsplatz 8½
Darmſtadt, den 12. April 1910.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung. Betriebsleitung.
Friedrich.
(8228sms
Verſteigerungs=Anzeige.
Freitag, den 22. April 1910, nachmittags 2½ Uhr,
verſteigere ich am Bahnhof in Pfungſtadt auf Grund des § 373 des
Handelsgeſetz=
buches öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung
2 Waggon Stroh.
(8604
Darmſtadt, den 19. April 1910.
Rollenhagen, Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 20. April 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe) verſchiedene Möbel, darunter
komplette Betten, Waſchkommoden, Wirtstiſche, Stühle, Spiegel, Vertikos,
Sofas, Schreibtiſche, Kleiderſchränke, Sekretäre, 1 Cauſeuſe mit 2 Seſſel,
1 Büfett, Sekretäre, Pianinos; ferner: 1 Tiſch mit Kopierpreſſe, 1 Eisſchrank,
1 Dezimalwage, 1 Fleiſchmühle, 1 Fahrrad, 1 Motorrad, 17 Bände Brockhaus
Lexikon, 1 Partie Futterleinen, Satin, Serge und Seidenſtoffe, 4 Anzüge,
verſchiedene Wagen und Coupees und Zigarren, zwangsweiſe;
auf freiwilligen Antrag
1 gut erhaltener photographiſcher Apparat mit Kaſſetten
verſteigert.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Gegenſtände findet beſtimmt ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
8595)
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 21. d. Mts., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
1 Partie Zigarren, 180 Flaſchen Wein, 33 ½ u. ½ Flaſchen Kognak und
Liköre, 30 Büchſen Kindermehl, 27 Päckchen Tee, 20 Paar
Boxealf=
ſchnürſtiefel, 1 Halbverdeck, 1 Bett, 2 Diwans, 2 Sofas, 2 Schreibtiſche,
2 Büfetts, 1 Kredenzſchrank, 2 Kleiderſchränke, 2 Vertikos, 1 Kommode,
1 Küchenbüfett, 1 Eisſchrank, 1 Fleiſchklotz, 2 Ladentheken, 1 Regulator,
1 Fahrrad, 1 Nähmaſchine, 5 Bücher (Handbuch der Architektur,
Baukonſtruktions=
lehre und Bauſtile), 1 Nachtſchränkchen, 1 Schreibtiſchuhr, 1 Rauchſervice,
1 Lüſter, 3 Spiegel, Bilder u. a. m.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
8605)
Versteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 21. April I. J., von vormittags 10 Uhr an, verſteigere ich
auf freiwilligen Antrag im Verſteigerungslokal Magdalenenſtraße 7 meiſtbietend
gegen bare Zahlung:
3 vollſt. gute Betten, 1 Trumeau für Salon, 1 Vertiko, ovale und runde Tiſche
mit Schublade, 3 Diwans, 4 Sofas, Nachttiſche, Küchenſchränke, Stühle,
ſon=
ſtiger Hausrat uſw. Ferner: 1 Flaſchenzug mit Seil und Werkzeuge, für
Glaſer und Zimmerleute geeignet.
Darmſtadt, den 19. April 1910.
Johannes Krummeck, Auktionator und Taxator.
Wohnung: Gutenbergſtraße 66.
3602)
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Nummer 91.
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von folgenden
Früchten und Verbrauchsgegenſtänden in
der Zeit vom 1. bis 15. April 1910:
Weizen p. Sackà 100 Ko. v. Mk. 22.50 bis 26.25
Korn „ „ „ „ „ „ „ 16.50 „ 17.50
Gerſte „ „ „ „ „ „ „ 16.− „ 18.—
Hafer
17.— „ 17.50
Butter ½ Kilo Mk. 1.40
Butter in Partien Mk. 1.30
Eier per Stück 7 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück Mk. 1.45
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 7.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 2.—
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 4.50
Heu per 50 Kilo Mk. 6.50
Darmſtadt, den 19. April 1910.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Lieferung von deutſchen
Nor=
mal=Abflußröhren 1903 (D.N.A).
Die Lieferung von ca 1200 Ifdm. deutſche
Normal=Abflußröhren und von ca. 800
Form=
ſtücken für die Entwäſſerungsanlage der
Höheren Knaben= und Mädchenſchule ſoll
verdungen werden.
Bedingungen liegen in dem
Geſchäfts=
zimmer der unterzeichneten Verwaltung,
Waldſtraße 19, während der Dienſtſtunden
zur Einſicht offen, woſelbſt auch die
Ange=
botſcheine gegen Zahlung von 50 Pfg.
ab=
gegeben werden. Eine Abgabe der Angebote
nach auswärts findet nicht ſtatt.
Angebote ſind bis Freitag, den 29. April
1910, vormittags 10 Uhr, bei unter=
(8586ms
zeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 19. April 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über das
Ver=
mögen des Weißbindermeiſters Friedrich
Diehl in Darmſtadt iſt auf Antrag des
Konkursverwalters eine
Gläubigerverſamm=
lung auf
Samstag, den 30. April 1910,
vormittags 10½ Uhr,
Zimmer Nr. 104 des Gerichtsgebäudes
be=
rufen worden.
Gegenſtand der Beſchlußfaſſung:
Ver=
äußerung der zur Konkursmaſſe gehörigen
Immobilien aus freier Hand und der
Warenvorräte und des Geſchäftsinventars
(8601
im Ganzen.
Darmſtadt, den 16. April 1910.
Der Gerichtsſchreiber Großh. Amtsgerichts I.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 1. Juni I. Js.
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Tapeziers Friedrich
Fey, Katharine geb. Kraft und dem
Bau=
ingenieur Ludwig Fey dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I
260 741 Hofreite
Grafen=
ſtraße 4,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K175/09
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 13. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L8528,67
Müller.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 18. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Brauereibeſitzer Georg Friedrich
Diehl Eheleuten dahier zugeſchriebene Lie
genſchaft:
Flur Nr. qm
35 149//10 212 Hofreite hinterm
Ban=
gert, jetzt
Heinhei=
merſtraße 77,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K52/10
werden.
Darmſtadt, den 1. April 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(L7401,66
Müller.
Bekanntmachung.
Mitwoch, den 18. Mai 1910,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die den Johann Friedrich
Traut=
wein Eheleuten dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr.
qm
TV 6392/100
233/10 Hofreite
Schwa=
nenſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K56/10
Darmſtadt, den 4. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L7483,66
Verſteigerung van Wegbau=Arbeiten.
(Stadtwald.)
Samstag, den 23. I. M., morgens
9 Uhr, werden Herſtellungsarbeiten an
Gräben und Banketten der Teich= und
Neu=Schneiſe in zwei Loſen verſteigert.
Zuſammenkunft an der Kreuzung von
Dieburger Straße und Teichſchneiſe.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann. (8510mf
Sorderungen an den Nachlaß des zu
2 Darmſtadt verſtorbenen Privatiers
Ludwig Molter ſind bei Meidung der
Nichtberückſichtigung bei dem Unterzeichneten
bis ſpäteſtens den 15. Mai 1910 unter
Beifügung einer ſpezifizierten Rechnung
ſchriftlich anzumelden.
8517mdf
Darmſtadt, 19. April 1910.
Der Nachlaßverwalter
Rechtsanwalt Sartorius,
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Hie ich erfahre, macht bereits ſeit Weihnachten eine Frauensperſon unter
Be=
rufung darauf, daß ſie erſt ſpäter Gage bekäme, auf meinen Namen
Schulden, die natürlich nicht bezahlt werden. Da mir daraus nicht nur
Un=
annehmlichkeiten erwachſen ſind, ſondern auch mein Anſehen in der Offentlichkeit
ſchwer geſchädigt wird, ſo teile ich der Geſchäftswelt mit, daß ich niemals ohne
ſofortige Barzahlung Waren entnommen habe und entnehmen werde und bitte im
Betretungsfalle die Betrügerin ſofort dem nächſten Schutzmanne zu übergeben.
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für das Nadelholz den 25. I. M. und für
das Laubholz den 2. Mai I. J. (8089dm
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Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
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Aprikoſen, halbe Frucht . . ¼ Doſe
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Kolonial=
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alsb. Stellg., eventl. auch in and. Branche.
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aus guter Familie mit guter Schulbildung,
muſikaliſch ausgebildet, ſucht ſof. Stellung
als Geſellſchafterin oder Reiſebegleiterin.
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morgens von 8— 10 Uhr Lindenhofſtr. 3.
*9763ms) Junges Mädchen ſucht
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über Stellung. Näh. Lauteſchlägerſtr. 14,
Seitenbau rechts.
*9859) Junges Mädchen ſucht Bureau
oder Laden zu reinigen. Offerten unter
& 59 an die Expedition ds. Bl.
*9862) Frau ſucht Laufdienſt vormittags
Landwehrſtraße 21.
*9863) Unabhängiges Mädchen ſucht
Beſchäftigung für vor= und nachmitags
Gardiſtenſtraße 33, parterre.
Einige Mädchen
ſuchen per 1. Mai u. ſpäter Stellungen durch
Stellenbüro Arzt, Michelſtadt. (*9871
Melend, ſhlädten Mhn
mit nur guten Zeugniſſen, im Kochen u.
Schneidern bewandert, ſucht Stellung im
Haushalt von ein oder zwei Perſonen auf
1. Junt event. auch früher. Näheres in der
Expedition dieſes Blattes.
(*9852mdf
*9829) Junge ſaubere Frau ſucht
Lauf=
dienſt Müller, Hochſtraße 20.
*9855) Stellen ſuchen zum 1. Mai
an=
gehende junge Köchin in beſſ. Haus, und
2 Mädch, die ſchon gedient, und nicht unerf.
i. Koch., Fr. Elisab. Frank, Saalbauſtr. 33.
*9948) Ein älteres Mädchen, das
ſelbſt=
ſtändig koch, kann, ſucht bis 1. Mai
Stel=
lung, geht auch zu älterem Herrn.
Offert. unter 6 75 an die Exp. ds. Bl.
*9953) Fl. Mädchen, d. alle Hausarb.
u. kochen k. ſ. Aushilfe Kiesſtr. 47, Manſ.
*9923) Aelt. Mädchen empf. ſich im
Waſchen und Putzen, näh. Arheiligerſtr. 83.
Das Zeutral-
Stollenbur. v. Fr. A. Schmmt empfiehlt
Hausmädchen, was Nähen und
Bügeln kann, ſowie Köchin u.
mehrere Alleinmädch. mit guten
Zeugniſſen, junge Mädch., noch
nicht gedient, für kl. Haushalt
od. zu Kindern. Suche f. nach
Erfurt Köchin für ein gutes Herrſchaftshaus
bei hohem Salär.
(*9857
*9028) Eine fl. Frau ſucht Laufdienſt
Schwanenſtraße 23, 2. Stock.
*9946) Gut empfohl. unabh. Frau, die im
Kochen, ſowie im Haushalt perfekt iſt, ſucht
Stelle zu einzeln. Herrn oder Dame, geht
event. auch als Haushälterin in größeres
Haus, wo noch etwas Hilfe vorhanden
Frau Eliſab. Frank, Stellenbureau,
Saalbauſtraße 33.
Tüchtiger Bürogehilfe
der bis jetzt auf einem Bureau einer größ.
Landgemeinde beſchäftigt iſt, ſucht alsbald
anderweit Stellung. Offerten unt. G 63
an die Expedition ds. Bi.
(8513md
welcher über 6 Jahre
Junger Mann in einer ſtaatlichen
Irrenanſtalt als Wärter tätig war, ſucht
geſtützt auf gute Zeugniſſe, Stellung als
Bureaudiener, Portier oder ſonſtigen
Ver=
trauenspoſten. Kaution von 500 bis 1000
Mark kann geſtellt werden. Offerten unt.
G 46 an die Expedition
(*9786im
Ein Geſchäftsmann
mit den hieſigen Verhältniſſen vertraut,
ſucht Vertrauenspoſten, als Hausverwalter,
Kaſſierer oder ſonſt dergleichen, Kaution in
jeder Höhe. Offerten unter E 53 an die
(7993a
Expedition dieſes Blattes
Junger Mann
verheir., 26 J. alt, welch. ſein. Beruf (Schloſſer)
auf ärztl. Rat aufgibt, ſucht Vertrauensſtelle
(Kaſſier, Magazinier od. dgl. Kaution vorh.
Off. u. & 25 an die Exp. ds. Bl. (*9702oim
*9908) Ein braver junger Mann ſucht
tagsüber leichte Beſchäftigung. Näheres
in der Expedition ds. Bl.
Einige Hilfsarbeiterinnen
ſowie 1 Lehrmädchen geſucht, Konfektion
Bayer-Haack, Kapellplatz 14. (8489imd
für Laden= und
Bureau=Arbeit geſucht. (*9861
Hof-
N. Sohthiat, kunsthandig. ſofort geſucht Plora
Arbeiterin wenzel, Schnei=
derin, Kirchſtraße 12, 3. Stock. (*9868md Redegewandte Damen
als Reiſende zum Beſuch von Privat=
kundſchaft verlangt. Dauernde Beſchäftig.
Adreſſen u. & 68 an die Exped. (*9885 mit kleinem, feinem
Schneiderin Geſchäft ſucht ein
Mädchen, das Nähen gelernt hat, ſowie 1 bis
Lehrmädchen Rheinſtr. 41, Stb. I. (*9925 Angehende Arbeiterin
und Lehrmädchen geſ. Konfektion Emma
Ruhl, Lauteſchlägerſtr. 32, I. St. (*9916 per ſofort geſucht,
Lehrmädchen
(*9724im
Konfektion, Kaſinoſtraße 14, 1. Stock.
Mädchen
aus guter Familie als Lehrmädchen
geſucht
(*9554sm
Damen=Konfektion, Kranichſteinerſtr. 57.
Lehrmädchen
1
mit guter Schulbildung zum baldigen Ein=
tritt gegen ſofortige Vergätung geſucht.
Luis Noack, Inh. Adolf Riehl,
Hoflieferant (7644a) Eliſabethenſtr. 12. 6960a) Mädch., die ihre Lehre beendet hab.,
als Anfäng. geſ. Konfektion, Saalbauſtr. 26, I. Lehrmädchen geſucht
Modes, Ludwigſtraße 17, I.
4303a *9938md) Nettes Mädchen, das Weiß=
zeugnähen gelernt, kann das Kleidermachen
gründl. erlernen. Damenkonfektion Hocke,
Martinſtraße 25, Manſarde. Ein in Kiche u. Haus erfah. Määchen
in kl. Haushalt zum 1. Mai geſucht. Zu:
ſprechen bis 11 und abends von 6— 8 Uhr
(8412a
Hügelſtraße 7, 2 Treppe.
Zeitungsträgerin
nur für abends geſucht. — Näheres bei
Chr. Kullmann, Zigarren=Handlung,
Wilhelminenſtraße.
(8498im
Gesucht
ein Mädchen, welches einfache Küche
ver=
ſteht für ein Erholungsheim, Eliſabethen=
(8462im
ſtift, Darmſtadt.
zum 1.Mat ein geb. Fräulein,
Gesucht als Stütze, die gewandt im
Nähen iſt. Kochen nicht Bedingung.
Offer=
ten unter G 44 an die Expedition dieſes
Blattes erbeten.
(*9777im
8366sms) Gew., zuverläiſiges
Zimmermädchen
welches ſchon in größerem Hauſe tätig war,
zum ſofortigen Eintritt bei hohem Lohn,
für dauernd. Stellg. geſucht. Bewerberinnen
mit guten Zeugniſſen wollen ſich melden.
Kurhaus Schloßberg, Alsbach (
Berg=
ſtraße). Reiſe wird vergütet.
*9580som) Köchin für beſſeren Haushalt,
welche auch Hausarbeit übernimmt, zum
15. Mai geſucht Hügelſtraße 53, part.
SOforl
in kl. Haushalt mit 1 Kind
(*9879
ein Mädchen
geſucht Martinſtraße 54, 3. Stock.
abends von
Eine Putzfrau geſucht ½7—8 Uhr
Wilhelminenſtraße 4.
(*9864
Gesucht
in ein gutes Haus hier zu 3 Perſonen eine
gediegene, ſelbſtſtändige
Köchin
die in der feinbürgerlichen Küche perfekt iſt,
und etwas Hausarbeit mit übernimmt, Lohn
nach Uebereinkunft, Hausmädchen vorhanden.
Mädchen, die auf angenehme, ſelbſtſtändige,
dauernde Stellung reflektieren, wollen
Zeug=
niſſe ſenden unter En 58 an die Expedition
dieſes Blattes.
(9356
*9847md) Beſſeres Mädchen, das etwas
Nähen kann, als Stütze in kl. Haushalt geſ.
per 1. Mai Mollerſtraße 42, 1. Stock.
*9842) Einfaches Mädchen für mittags
geſucht Beſſungerſtraße 66, 3 Stock.
1 beſſ. Mädchen, w. koch. k.,
Geſucht zu einz. Dame, ferner ſuche
Hausmädchen, Mädch., welche koch. u. nicht
(*9915
kochen, in ſehr gute Stelle.
Frau Roth, Alexanderſtr 13, I.
weiches ohne Hausfrau
Mädchen, kleinem Haushalt
vor=
ſtehen kann, bürgerliche Köchinnen, Mädchen,
mit guten Zeugniſſen, zu 2 Leuten geſucht.
*9914md Frau Neßling, Ludwigſtr. 8.
für Hausarbeit, das auch
Mädch
nähen kann, neben Haus=
(*9941
mädchen tagsüber geſucht
Kiesſtraße 90, 1. Stock.
Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910,
Seite 15.
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bei Eberſtadt.
*9021) Saubere Lauffrau geſucht. Zu
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Neckarſtraße 22, 2. Stock, rechts.
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Mädchen, welche kochen und nicht kochen
können, Alleinmädchen, Hausmädchen,
Mädchen in Geſchäftshäuſer,
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mädchen, Büfettfräulein,
Servierfräu=
lein, Zimmermädchen, Köchinnen in
Reſtaurant geſucht
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Telephon=Ruf 531.
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Annaſtraße 61, part.
Lauffrau geſucht
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Haus=
mädchen, die im Nähen Bügeln u. Serv.
bewandert, für feinen Offiziershaushalt bei
Metz. Hoher Lohn. Frau Eliſab. Frank,
Stellenbureau, Saalbauſtraße 33.
oder Mädchen für nach=
Lauffrau mittags geſucht (*9947
Heinrichſtraße 70½, 2. Stock.
Gutempfohlener, junger Mann
für das Comptoir einer Maſchinenfabrik
geſucht. Selbſtgeſchriebene Angebote mit
kurzem Lebenslauf unter G 27 an die
Expedition ds. Blattes erbeten. (*8436omd
Ioher Verdient.
Eine renommierte Moſtkonſerven=Fabrik ſucht in Bälde einen
tüchtigen Reiſe=Vertreter (auch Nichtkaufmann), der über die
Sommer=
monate hauptſächlich die Küfermeiſter auf den Landorten in Heſſen zu
beſuchen hat, gegen Tagesſpeſen und Proviſion.
Ein fleißiger Mann, der Geſchicklichkeit für das Verkaufen hat,
kann ſich über den Sommer 3—500 Mark verdienen.
Bewerbungen, unter kurzer Angabe der bisherigen Tätigkeit, werden
erbeten unter G 64 an die Expedition ds. Bl.
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Jüng. ehrlicher Hausburſche
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Saalbauſtraße 63.
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von hieſiger Brauerei
Fahrburſchen für Faß und Flaſchenbier.
Nur erſte Leute belieben ſich zu melden,
Donnerstag 21. April, abends von 6 Uhr
ab. Zu erfragen Expedition.
(8471im
(R=
onen Rieſen=Eiuten, Minorka=Bruteier
zu verk. Grüngr.=Weg.9. (9916
Arbeiter
im Alter von 16 Jahren zum Anlernen
geſucht. W. Müller, Schuhfabrik,
Gartenſtraße 5.
(8588
Uniform=Schneider
ehrling gesucht
der im Beſetzen flott iſt, wird auf dauernd
geſucht. Woche oder Stück.
(*8423oim
Carl Zerbe, Worms.
K, Hoffmann, Spenglerei und
In-
stallationsgesch., Wienersſtr. 44. (*9544si
Schneider
in oder außer dem Hauſe für Groß=Stück
geſucht. Ad. Chr. Rosskopf, Nieder=
Ramſtädterſtraße 34.
(*9775im
Gesucht
ein tüchtiger Uniformſchneider gegen hoh.
Lohn und dauernde Stelling nach auau.
Umzug wird vergütet.
(7727a
G. Gilbert, Hanau, Langsſtraße 50.
Werkmeiſter geſucht!
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Speziali=
tät keinen Haarſchmuck und Friſierkämme
in Celluloid u. Schildpatt herſtellt, ſucht
zum ſofortigen Eintritt einen tüchtigen,
energiſchen Werkmeiſter, der in allen
Zweigen der Fabrikation vollſtändig
be=
wandert iſt.
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Servierburſchen, für Hotel und Reſtaur.
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Riesling . . . . . Mk. 1.20
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 91
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Vermiſchtes.
*⁎* Eine nächtliche Löwenjagd mit der Kamera. Der
engliſche Tierphotograph Dugmore, der kürzlich nach
einem abenteuerreichen Jagdzuge auf Photographien
wil=
der Tiere aus Afrika zurückgekehrt iſt, hat nun einen Teil
ſeiner originellen Beute in einem ſtattlichen Bande
ver=
öffentlicht, in dem er auch eine farbenreiche Schilderung
bſeiner Jagderlebniſſe im Innern des dunklen Weltteils
ſchildert. In einer Nacht iſt es ihm gelungen, nicht
weni=
ger als zehn Löwenphotographien aufzunehmen, aber
welche Aurefungen und Anſpannung der Nerven damit
verknüpft ſind, davon gibt die Beſchreibung dieſer
glück=
flichen Nacht intereſſantes Zeugnis. In der Nähe des
Thikafluſſes ſtieß Dugmore mit ſeinen Gefährten auf den
toten Körper eines Zebras, das von Löwen erlegt und
angefreſſen war. Der Platz war günſtig, ſofort errichtete
man inmitten einer Umfriedung von Dornbüſchen, die
die Karawane mit ſich führte, die Blitzlichtapparate und
ſtellte die Kameras auf. „Die Kameras ſtanden in einer
Linie, je etwa 8 Fuß voneinander entfernt, etwa drei
Me=
ter von dem toten Zebra. Alles war bereit und wir aßen
unſer Abendbrot; wir wollten eben eine Schale heißen
Kaffee genießen, als zu unſerer Ueberraſchung in dem
hohen Graſe ein leiſes Geräuſch hörbar wurde. Meine
kleine elektriſche Taſchenlampe verriet mir bald die
Ur=
ſache: in dem matten Lichte ſahen wir dicht vor uns eine
mächtige Löwin, ihre Augen leuchteten wie ſtrahlende
Ju=
welen. Der Anblick war ſo herrlich und zugleich ſo
auf=
regend, daß ich im erſten Augenblick vergaß, auf den
elek=
triſchen Knopf zu drücken. Als dann mit einem
ſchußarti=
gen Knall das Blitzlicht aufleuchtete und die Dunkelheit
jäh in ein grelles bläulich=blitzendes Licht tauchte, zog ſich
die Löwin erſchreckt in großer Haſt zurück und noch lange
hörten wir ihr zorniges Brüllen und Knurren.‟ Einige
Stunden verſtrichen. Es war gegen neun, als Dugmore,
der Wache hielt, wieder ein ſeltſames Geräuſch hörte. Er
weckte ſeinen Gefährten. Es war abermals eine Löwin,
die ſich langſam dem Zebra näherte. Sie hatte ihre Beute
faſt erreicht, als von neuem das Blitzlicht aufleuchtete: „es
wurde eine der beſten Aufnahmen, die mir von Löwen
ge=
lungen ſind. Sie war kaum 8 Meter von uns entfernt, als
ſie mit einem zornigen Brüllen den Rückzug antrat. Lange
Zeit ſahen wir dann nichts mehr, aber überall in der
Nach=
barſchaft erklang das Brüllen von Löwen; nach meiner
Schätzung waren wenigſtens ein Dutzend der Raubtiere
in unſerer Nähe. Um zwei Uhr nachts ertönte das
Ge=
brüll ganz nahe: aber ſehen konnten wir nichts. Es
wa=
ren unſagbar aufregende Stunden. Gegen drei bemerkten
wir zu gleicher Zeit drei Löwen, die lautlos zwiſchen den
Gräſern umherſtrichen. Das Gebrüll hörte trotzdem nicht
auf. Dann erſchien noch ein vierter Löwe unmittelbar
hinter uns. Er kam bis auf 3 Meter an uns heran. Wir
thielten unſere Waffen bereit, aber wir wußten, daß ſie im
Falle eines Angriffs bei dieſer geringen Entfernung nichts
mehr nützen konnten. In dieſem Augenblick höchſter
Span=
nung näherte ſich vorne eine Löwin dem Köder.
Nach der langen Pauſe regungsloſen Wartens wirkte
die Entladung des Blitzlichtes auf uns wie ein
Kanonen=
ſchlag. Die Löwen aber wichen nur langſam und zögernd
zurück. Ihr Brüllen wurde immer zorniger; ſie waren
wütend, daß ſie beim Mahle geſtört wurden.‟ Erſt gegen
5 Uhr morgens kam der letzte Beſuch. „Diesmal waren
es nur zwei, aber ihr Knurren und Brüllen verriet, daß ſie
gereizt waren. Hin und her ſchlichen ſie, aber keiner kam
in den Bereich unſerer Apparate. Wohl eine Stunde lang
ſaßen wir regungslos in unmittelbarer Nähe der beiden
Beſtien. Sie waren niedergekauert und ſtarrten gerade
auf uns. Plötzlich hörten wir wieder die Halme knacken;
diesmal kamen ſie gerade auf uns zu. Unſere Lage war
mehr als gefährlich; zum Glück änderten die Löwen im
letzten Augenblick ihren Entſchluß, ſie kehrten um und
verſchwanden haſtig im Dickicht. Wir atmeten erleichtert
auf. Denn ſelbſt für geſunde Nerven iſt eine ſolche Nae
eine qualvolle Marter. Die geringſte Bewegung kann die
Möglichkeit der Aufnahme zerſtören, man muß ganz ſtill
und ſtarr ſitzen, während die grauſamen Beſtien einem
gegenüber ſtehen und einen oft Minuten lang anſtarren.
Und dabei würde ein einziger Sprung genügen, bis an
uns heranzukommen.
Wenn der Mond ſcheint, iſt eine ſolche Nacht ſchon eher
erträglich. Aber wenn überall ſchwarze, undurchdringliche
Finſternis gähnt, wenn man nichts ſieht als die in
nächt=
ſter Nähe funkelnden Augen der Beſtien, ohne daß man
ihre Bewegungen oder ihren Körper erkennt, dann wird
dies bange atemloſe Stillſitzen zu einer Nervenqual, die
man nicht oft wiederholen möchte und doch immer von
neuem wiederholt
Literariſches.
— Koch, Prof. Dr. Max, Auguſt Graf von
Pla=
tens Leben und Schaffen. Mit zwei Bildniſſen und
einem Brief als Handſchriftprobe. 8‟ (XI u. 480 S.).
Leipzig, Max Heſſes Verlag. 2,50 Mk. Dieſe weitaus
umfangreichſte aller bisherigen Platen=Biographien
bildet einen Sonderabdruck aus der demnächſt bei Heſſe
erſcheinenden großen hiſtoriſch=kritiſchen Platen=
Aus=
gabe, die gemeinſchaftlich von Prof. Dr. Max Koch und
Bibliothekar Dr. Erich Petzet herausgegeben wird, und
die zum erſten Male auch den geſamten
handſchrift=
lichen Nachlaß des Dichters berückſichtigt. Der
wohl=
bekannte Breslauer Literarhiſtoriker gibt auf Grund
jahrelanger Studien und unter Verwertung des
ge=
ſamten umfangreichen Materials eine ebenſo
liebe=
volle wie eingehende Darſtellung von Platens
Lebens=
gang, die vielfach ganz neue Geſichtspunkte aufſtellt
und wohl auf längere Zeit hinaus maßgebend bleiben wird.
Briefe eines Bankdirektors an
ſeinen Sohn. Der ſittliche Ernſt der Briefe und
das Beſtreben, den Leſer in gefälliger Form über die
Dinge zu belehren, von denen er ſonſt nur in der
Ver=
zerrung offiziöſer Waſchzettel oder oberflächlicher
Bör=
ſenreferate erfährt, verleihen dem äußerlich humoriſtiſch
wirkenden Buche einen über den Augenblickswert weit
hinausgehenden Gehalt, ſtempeln es geradezu zu einem
Lehrbuch des Bank= und Börſenweſens.
— Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. (Neue
Zu=
gänge. In der Leſehalle liegen neu auf: Eltern und
Schule, Erziehungsfragen, Junge Geiſter, Kürſchners
Jahrbuch 1910, Statiſtiſches Jahrbuch 1910,
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ſches Jahrbuch Deutſcher Städte 1909. Bücherhalle:
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a 105, Der Plauderer an der Jahrhundertwende, a 126,
Aus der Mappe eines Idealiſten, a 139, Die Giſellis
à 140, Randgloſſen zum Buche des Lebens, P 140
Aſter, Immanuel Kant, Lk 40. Benecke, Hamburgiſche
Geſchichten und Sagen, Bd. 140. *Biedenkapp, Aus
Deutſchlands Urzeit, Bd. 66. Blüthgen, Neue
Jugend=
novellen, I 570, *Der Märchenquell, J 483. Bräeß, Die
Tiere unſerer Heimat, Dz 122. Brick, Drähte und
Kabel, El 84. Carow, Die Zähne des Menſchen und
ihre Pflege, Dh 137. Dahlmann, Lüttjendörp, d 104.
Dellbrück, Die Jugend des Königs Friedrich Wil
helm IV. von Preußen und des Kaiſers und Königs
Wilhelm I. Pa. 108/—4. Eberl, Lach a bißl,
e 82. Erdmann, Aus den Papieren eines ſchleſiſchen
Landedelmannes, e 87. =Eynatten, Rheinſagen, Bd 408.
Feldhaus, Deutſche Erfinder, J 571. Franzoſenzeit,
die — in deutſchen Landen 1806—15, herausgegeben
von F. Schulze, Bd 102/1—2. Gildemeiſter, aus den
Tagen Bismarcks, Ed 440. Girod, Tierſtaaten und=
Tiergeſellſchaften, Dz 140. Goeben, Reiſe= und
Lager=
briefe aus Spanien, Bk 246/1—2. Greinz, Das Haus
Michael Senn, g 136. =Heimes, Von der Schulbank
ins Feld, Bd 386. Hell, Die Kultur der Araber, B 209.
Herre, Der Kampf um die Herrſchaft im Mittelmeer,
B 166. Hörſtel, Die Napoleoninſeln Korſika und Elba,
Ce 191. Jaeger, Die Bakteriologie des täglichen
Le=
bens, Dh 135. Kaemmel, Herbſtbilder aus Italien und=
Sizilien, Ce 199. Koch, Aus alten Sylter Tagen,
Cd 156. Kottmeier, Das Holz, Eg 175. Küchler, Unter
der Mitternachtsſonne durch die Vulkan= und
Gletſcherwelt Islands, Ce 182. Kuropatkin, Memoiren,
B4 89/1. Lehrbuch der Handelswiſſenſchaften,
heraus=
gegeben von Manes, Eh 010. Lexis, Allgemeine
Volks=
wirtſchaftslehre, Ke 012/21. Maſpero, Aegypten und
Aſſyrien, B 208. Meisner, Der Bildhauer von Worms,
m 166/1—2. Miris, Der letzte Sonntagsjäger, Dz 751.
Münch, die pälziſche Weltgeſchicht, Ad 714. Quittungen,
Unter der Sonne Homers, Ce 147. Pflugk=Harttung,
Splitter und Späne, B 167. =Pröhle, Harzſagen,
Bd 425. Radbruch, Einführung in die
Rechtswiſſen=
ſchaft, Fr 71. Rumpler, Die Flugmaſchine, Ev 58.
Sang u. Spruch, der Deutſchen, hrs. v. Schiele,
Ad 136. 3Sagenbuch, Badiſches, hrsg. v. Waibel, Bd
418/1—2. SSchäffer, Natur=Paradoxe, D 153. Schmidt,
Frankfurt a. M., Cd 161. Schwindratzheim, Hamburg,
Cd 154. Shackleton, 21 Meilen vom Südpol, C 116.
Soltau, Deutſche Hiſtoriſche Volkslieder, Ad. 1119.
Som=
merfeld, Milch und Molkereiprodukte, Eo 87. Staby,
Aus Natur und Leben, D 161. SStern, Vom Stift zum
Handelsherrn, Eh 48. =Stöber, Sagen des Elſaß, Bd
409. Stratz, Die Februar=Revolution und ihre
Fol=
gen, Bd 430. Strecker, Sonntagsgedanken eines
Poli=
tikers, P 143. *Tanera, Raſtlos vorwärts, J 562.
Tri=
nius, Auf märkiſcher Erde, Cd 126. Valentin, V.
Frankfurt a. M. und die Revolution 1848, Bd 412.
Va=
lentin, Dr. W., in Braſilien, Cm 109., Paraguay, Cm
110. Wilbrandt, Opus 23, w 115. Ungeflügelte Worte,
S 325, Wundt, Völkerpſychologie, Ph 158/4—5. — Die
mit * bezeichneten Werke ſind auch für die Jugend
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eignet. Ferner machen wir darauf aufmerkſam, daß
die Werke in den nächſten 14 Tagen in der Leſehalle
ausgeſtellt und vom 25. April ab verleihbar ſind. Die
hinter dem Buchtitel angegebenen Nummern bedeuten
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
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Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. April 1910.
Nummer 91.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Militäriſche Jugenderziehung.
— Die in mehreren fremden Staaten ſeit Jahren
vorhandenen Beſtrebungen, die männliche Jugend ſchon
vom Knabenalter an für militäriſche Zwecke
auszubil=
den, erfahren eine ausführliche Aufzählung in einem
Aufſatze der „Vierteljahrshefte für Heereskunde und
Truppenführung”, die der Große Generalſtab im
Ver=
lage von S. Mittler u. Sohn in Berlin herausgibt. In
Frankreich beſtehen ſeit einer Reihe von Jahren
vier große Vereinigungen, die ſich der militäriſchen
Ingendausbildung widmen: die Vereinigung der
fran=
zöſiſchen Schießvereine, deren Zahl 2000 beträgt und
mehr als 300000 Mitglieder umfaßt, der Verband der
Turngeſellſchaften mit 1100 einzelnen Vereinen und
300000 Mitgliedern, die Vereinigung der Verbände zur
Vorbereitung für den Militärdienſt mit 650 Vereinen
und die Vereinigung zur militäriſchen Vorbereitung
der berittenen Waffen. Alle dieſe Geſellſchaften
wer=
den vom Staat durch Geldmittel und Vergünſtigungen
aller Art unterſtützt.
Noch eifriger betreibt England, das keine
all=
gemeine Wehrpflicht beſitzt, die militäriſche Erziehung
der Jugend, um hierdurch den Boden für die
allge=
meine Wehrpflicht vorzubereiten. Die Regierung hat
einen Teil der „Ingendwehren” bereits als militäriſche
Organiſationen anerkannt. Es ſind dies das
Offizier=
ausbildungskorps, durch das in zwei Abteilungen
Knaben von 14 bis 17 Jahren und Jünglinge von 17
bis 20 Jahren für den Offiziersberuf vorgebildet
wer=
den und dem 16000 junge Leute angehören, und dann
die Kadettenbataillone, aus denen geeignete
Mannſchaf=
ten für die Territorialarmee hervorgehen ſollen.
Da=
neben beſtehen private Jugendorganiſationen in den
etwa 50000 Mitglieder zählenden Knabenverbänden,
den Knabenſchützenvereinen, denen 150000 junge Leute
angehören, und den Knabenkundſchaftern (Boy Scouts),
deren Mitgliederzahl 300000 beträgt. In den
engli=
ſchen Kolonien beſtanden bisher ſtaatliche
Jugendorga=
niſationen noch nicht, ſie werden 1911 durch das neue
Wehrgeſetz in Auſtralien eingeführt und ſind auch für
Neuſeeland in Ausſicht genommen. Private
Jugend=
organiſationen beſtehen in allen engliſchen Kolonien
mit zahlreicherer weißer Bevölkerung; beſonders die
Boy=Scout=Bewegung macht große Fortſchritte.
In den Vereinigten Staaten gibt es eine
Anzahl von Military Colleges mit rund 22000
Schü=
lern im Alter von 17 bis 20 Jahren, die ihren
Zöglin=
gen neben allgemeinem Unterricht auch eine
militäri=
ſche Ausbildung erteilen. In der Veröffentlichung des
Generalſtabes wird jedoch betont, daß militäriſche
Jugenderziehung niemals als ein vollwertiger Erſatz
für wirkliche militäriſche Ausbildung angeſehen
wer=
den kann. Eine wie immer geartete Jugenderziehung
könnte niemals erſetzen, was etwa der aktiven
Dienſt=
zeit genommen wird. Sie kann nur in mancher
Hin=
ſicht vorbereiten, indem ſie vor allem moraliſche Werte
ſchafft. Sie muß die Liebe zum Vaterland pflegen und
das Bewußtſein der Pflicht wecken, Körper und Geiſt
zu ſeiner Verteidigung zu ſchulen. Für die
körper=
liche Ausbildung unſerer Jugend bietet dieſe
militä=
riſche Erziehung auch bei uns „ein noch herzlich wenig
erſchloſſenes Feld der Tätigkeit, dem Staat, Gemeinden
und wohlmeinende Private ihre volle Aufmerkſamkeit
zuwenden ſollten. Neben der Schule würde hier eine
organiſierte Ausgeſtaltung der Jugendſpiele von hohem
Werte ſein. Nicht eingeengt in die änßerlichen Formen
militäriſcher Erziehung, ſondern möglichſt frei und
un=
gebunden ſoll ſich unſere Jugend unter ſachkundiger
Leitung in Wald und Feld und auch auf Spiel= und
Sportplätzen tummeln und ſo den Körper ſtählen und
Geiſt und Herz friſch erhalten. Das iſt die beſte
Vor=
bereitung für den Dienſt im Heere, wenigſtens für
unſere deutſchen Verhältniſſe.”
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2½—4 Lg.
Rg. Die Berliner Ringkämpfe ergaben
am letzten Abend eine Reihe von intereſſanten
Kämpfen. Luppa=Böhmen ſiegte in 6:42 über Schill=
Berlin, Waſhington=Amerika warf in 12:35 Germann=
Sachſen und Hoffmann=Dortmund triumphierte im
Entſcheidungskampf über den Italiener Camilotti in
53:40. Van Dem=Belgien und Schwarz=München
ran=
gen 30 Minuten unentſchieden.
sr. Die Nizzaer Flugwoche iſt vom Wetter
nicht allzu begünſtigt. Trotz ſtarken Windes wurden
aber die Flüge an den beiden Tagen nicht unterbrochen.
Der Ruſſe Efimoff behauptete wieder das Feld. Er
legte am zweiten Tage mit ſeinem Farman=Apparat
81,2 Kilometer zurück, während Van den Born 41,7
Kilometer und Rawlinſon 11 Kilometer abſolvierte.
Der Geſchindigkeitspreis fiel mit einer Fahrzeit von
6 Minuten 40¾ Sekunden für 6 Kilometer in
Efi=
moff und ebenſo der Startpreis. Am dritten Tage
holte ſich Efimoff den Geſchwindigkeitspreis mit 6
Mi=
nuten 47½ Sekunden und den Startpreis. Den.
Dauerpreis gewann Chavez mit 76,5 Kilometer vor
Eſimoff mit 57,2 Kilometer und Van den Born mit
6,5 Kilometer. An beiden Tagen ereigneten ſich
auf=
regende Zwiſchenfälle. Am zweiten Tage kollidierte
Efimoff mit dem Engländer Rawlinſon, der ins Meer
ſtürzte, aber, ohne Schaden zu nehmen, gerettet werden
konnte. Am dritten Tage teilte Chavez das Schickſal;
als er ſich gerade über dem Meer befand, ſetzte ſein
Motor aus und der Apparat fiel in die See, wo er
jedoch gleichfalls mit ſamt ſeinem Führer wieder
auf=
gefiſcht werden konnte.
Ein intereſſanter Ueberlandflug Henry
Farmans wird aus Paris gemeldet. Der kühne
Aviatiker flog von Etampes aus in 40 Minuten nach
dem 50 Kilometer entfernt liegenden Orleans, wo er
übernachtete. Bei günſtiger Witterung beabſichtigt
Farman, ſeinen Flug noch weiter fortzuſetzen.
Ein Match zwiſchen einem Aeroplan und
einem Motorboot wird demnächſt in England
aus=
gefahren werden. Der engliſche Motor=Jacht=Klub hat
nämlich eine diesbezügliche Herausforderung an den
Königlichen Aero=Klub von England erlaſſen. Das
Match ſoll in der Bucht von Bouremouth in der
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ſchaft Hampfhire ſtattfinden.
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Klöppel- gestickte Schweizer Gardinen Penster 65.- 50.-, 45.- 40.- 35.- Leinen-Vorhänge, p. Garn.- 2 Flügel u. I Behang 45.-, 36.-, 27. „ 24.- Moderne kleingemusterte Tüllstoffe in allen Preislagen. (7351smsm
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Josebh Trier
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Es kommen zum Verkauf
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500 Paar farbige und weisse Glacé-Handschuhe
Damen- u. Herren-Handschuhe à Paar 2 M. netto
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Wilhelminenstrasse 4.