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6
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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 75.
Freitag, den 1. April.
1910.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Dem Gedächtnis Bismarcks.
*⁎? Wäre der unvergeßliche erſte deutſche
Reichskanz=
ker noch am Leben, er würde an dieſem 1. April ſein
95. Lebensjahr vollenden. Wem iſt nicht in der letzten Zeit
angeſichts der mancherlei inneren Kriſen, die wir zu
über=
ſtehen hatten, die Erinnerung an den großen genialen
Staatsmann lebendiger geworden, der das Reich” zu feſt
fügte, als daß es durch noch ſo ſchwere Erſchütterungen
ernſtlich gefährdet werden könnte, und wer hat nicht bei
dem 30jährigen Jubiläum des deutſch=öſterreichiſchen
Bünd=
niſſes, das im letzten Jahre ſeine Feuerprobe ablegte,
auch Bismarcks gedacht, der in jener Allianz, welche ſich
ſpäter zum Dreibund entwickelte, ein unvergleichliches
Werk ſchuf, das der Miſſion, dem europäiſchen Kontinente
den Frieden zu erhalten, bisher gerecht werden konnte!
An dem diesmaligen Geburtstage Bismarcks iſt
ge=
rade ein Vierteljahrhundert verſtrichen, ſeit dem großen
Manne zur Vollendung ſeines 70. Lebensjahres vom
deut=
ſchen Volke eine Nationalſpende, die Bismarck=Spende,
ge=
widmet ward. Niemand glaubte damals, daß der Kanzler
am Abend ſeines amtlichen Wirkens angelangt war, daß
nach drei Jahren dem erſten deutſchen Kaiſer im raſchen
Aufeinander der zweite und dritte folgen, daß nach
wei=
teren zwei Jahren Bismarck aus dem Amte ſcheiden
würde. Seine ſiegreiche Perſönlichkeit ſtand noch kraftvoll
da, und das Vertrauen, welches der Fürſt genoß, wird am
beſten dadurch dokumentiert, daß die Maſſe des Volks ſich
gar nicht vorzuſtellen vermochte, wie man einmal ohne
Bismarck fertig werden könnte. Nun, daß dies möglich
war, iſt auch ein Verdienſt des erſten Kanzlers, der das
Reich auf eine feſte Baſis geſtellt und dabei alle
Eventuali=
täten in Betracht gezogen hat. Immer von neuem tritt
uns die Solidität des Fundaments, auf welchem das
Reich ruht, vor die Augen und immer von neuem erinnert
uns das an den großen Meiſter, welcher nun ſchon ein
Dutzend Jahre von dem Lebenswerke, das er vollbracht,
ausruht, deſſen Wirken wir aber fort und fort verſpüren
und deſſen Gedächtnis nie verlöſchen wird. Eine
Ehren=
pflicht iſt es für jeden Deutſchen, in den Kindern und
Kin=
deskindern die Verehrung für den gewaltigen Mann, der
Deutſchlands Macht begründet hat, zu wecken und ihnen
Kunde zu geben von ſeinen Taten zur Einigung unſeres
Vaterlands. Voll Wehmut, aber voll Stolz richten ſich die
Blicke Alldeutſchlands nach dem Sachſenwalde, in welchem
der Recke, welcher den gordiſchen Knoten der inneren
Zer=
fahrenheit des deutſchen Volkes durchſchlug, zum ewigen
Schlaf ſich niedergelegt hat.
Die Vorgeſchichte der griechiſchen
National=
verſammlung.
(* Wieder ſteht das griechiſche Volk vor einem
bedeu=
tenden Ereignis, vor der Einberufung einer
Na=
tionalverſammlung, in der aufs neue die
Grund=
lagen des Staates einer Aenderung unterzogen werden
ſollen. Beim Schluß der Kammerſitzung am Mittwoch
erfolgte die Verleſung des Erlaſſes über die Einberufung
der Nationalverſammlung. Der Feierlichkeit ging eine
öffentliche Erklärung über die Auflöſung des
Bun=
des voraus, ſo daß das von dem Druck befreite Volk ſich
zu großem Jubel hinreißen ließ, wie ſich denn auch dieſe
Schlußſitzung zu einer bedeutenden Kundgebung geſtältete.
Verfehlungen verſchiedener Art, die Unzulänglichkeit
der Verwaltung, Verwirrungen, Mißbräuche und
zuneh=
mende Mißwirtſchaft überhaupt werden als die großen
Uebel bezeichnet, die die Volksverſammlung abſtellen
ſoll. In Wirklichkeit jedoch haben dieſe Uebel viel
tiefer liegende Wurzeln: einestelis in der Verfaſſung
ſelbſt, dann aber und in der Hauptſache im Charakter des
Volkes. Dasmoderne Griechenland, das aus einerfurchtbaren
Knechtung durch einen heldenhaften Freiheitskampf
her=
vorgegangen war, wurde zu einem Staate mit einer
abendländiſchen Gewandung, die dem wenig geſitteten,
kulturell noch nicht entwickelten Volke weder zuſagen noch
paſſen konnte. Statt einer kraftvollen Gewalt, die, mit
genügender Macht ausgerüſtet, imſtande geweſen wäre,
das Volk zu einem geordneten Staatsweſen zu erziehen,
wurde ihm eine Verfaſſung gegeben, die in ihren
Grund=
lagen die demokratiſche Geſinnung zur Schau trug, im
äußeren Kleide aber durchaus monarchiſch ausgefallen
war. War ſchon damals der Fehler begangen worden,
in keiner Weiſe einen Ausgleich der Intereſſen und
Macht=
elemente, die ſich überall in verſchiedenſter, oft
entgegen=
geſetzter Weiſe äußerten. herbeizuführen, ſo hatte die neue
Staatsform nur dazu beigetragen, den Partikularismus.
das große, aus dem Altertum ererbte Uebel der Griechen,
die beſtändige Urſache der alle Entwicklung hemmenden
Gegenſätze auf allen Gebieten des politiſchen und
wirt=
ſchaftlichen Lebens, ſyſtematiſch auszubilden und
großzu=
ziehen. An dieſem Uebel wird nun ſeit faſt acht
Jahr=
zehnten gezehrt; die empfundenen, aber kaum in ihrer
ganzen Tragweite erfaßten Mängel ſind, von den durch
Eifer und Temperament berauſchten Volksmaſſen
getra=
gen, vergrößert und aufgebauſcht, immer wieder zu
Quel=
len von Mißfallensbezeugungen, von Revolten,
Reform=
abſichten und Verfaſſungsänderungen geworden, denen
gegenüber ſich die Krone als machtlos erwies. Nicht
we=
niger als acht Nationalverſammlungen ſind in
dieſer kurzen Spanne Zeit der jetzt geforderten neunten
Vollszuſammentunſt vorangegangen. Keine hat die ihr
geſtellten Aufgaben gelöſt.
Schon in den jungen Tagen der griechiſchen
Freiheits=
regung, die mit der Losſagung von dem türkiſchen Joche
einen gewiſſen Höhepunkt erreicht hatte, war, um dem
jungen Staate Form und Leitung zu geben, die
Einberu=
fung einer Nationalverſammlung geplant worden, die erſt
zuſammentreten konnte, als die Freiheitshelden durch
Ein=
nahme der hohen Feſte Akrokorinth einen ſicheren
Stütz=
punkt gewonnen hatten. Damals fanden die erſten „
Volks=
wahlen” ſtatt. Wo die Abgeordneten nicht etwa unter dem
ſtarken Einfluſſe der Primaten beſtimmt wurden, waren es
die lokalen Behörden, der Areopag und die Geruſia, die
die Wahl vollzogen. Immerhin waren auf dieſe Weiſe
59 Abgeordnete aufgebracht worden, die zuerſt in Argos
am 21. Dezember 1821 zuſammentraten, dann aber durch
äußere Verhältniſſe beſtimmt wurden, ihren Sitz nach
Biadha, bei den Ruinen von Epidauros, zu verlegen, wo
die Verhandlungen in einem Orangengarten, unter
Ge=
ſchützdonner und durch kirchliche Feierlichkeiten eröffnet,
ihren Verlauf nahmen. Hier kam das ſogenannte
Orga=
niſche. Statut von Epidauros zuſtande, eine Verfaſſung,
die auf die freieſten Grundſätze des Repräſentativſyſtems
aufgebaut war und in ſich ſchon die weſentlichen Eleiente
der ſpäteren monarchiſchen Verfaſſung barg. An die Sritze
des jungen Staatsweſens kam als Präſident Aler.
Muuro=
kordatos; zur Hauptſtadt wurde Korinth auserſehen. Die
bis dahin gebietende und mächtige „Hetärie” wurde
auf=
gelöſt, Hellblau und Weiß wurden zu den Nationalfarben
und die Eule der Athene zum Staatsſiegel erklärt.
So verheißungsvoll die Wiedergeburt Griechenlands
erſchienen ſein mag, ſo ſehr zeigten ſich alsbald die Mängel
der Regierung und jene noch heute ſaſt unverändert
ſort=
beſtehenden Schwierigkeiten, die ſich aus der Zügelloſigkeit
eines Volkes ergeben, das aus einer jahrhundertelangen
Knechtſchaft befreit, ſoeben die Wohltaten und Vorteile
einer unbeſchränkten Freiheit in vollem Maße genießt. Die
Regierung war zu einem Schattenbild
zuſammenge=
ſchrumpft und unter den Parteien erhob ſich die
Mili=
tärgewalt, namentlich unter Kolokotronis zu einer
bedeutenden Macht empor, ſo daß die aus den Gegenſätzen
erwachſenden Schwierigkeiten ſich ſchon zu ungeahnter
Höhe auftürmten. Da ward, um den Ausgleich
anzubah=
nen, ein Nationalkongreß einberufen, der Ende
März 1823 in Argos, wohin ſich die vor den Türken aus
Korinth geflüchtete Regierung hatte zurückziehen müſſen,
zuſammentrat. Nicht weniger als 315 Perſonen, nicht alle
mit der gleichen Berechtigung, waren erſchienen; die
Mili=
tärpartei erlitt eine ſchwere Niederlage, die ſich in geringen
Aenderungen fühlbar machte, denen ſich das Organiſche
Statut von Epidauros unterziehen mußte. An die Spitze
der Regierung trat Petrobei und ihr Sitz wurde nunmehr
nach Tripolitza verlegt. Die Tage von Argos hatten aber
im übrigen keine weſentlichen Vorteile gebracht, im
Gegen=
teil verſchärfte ſich die Lage ſehr bald, als Kolokotronis
gegen die Regierung ins Feld zog. Jetzt gelangte
Kon=
duriotis ans Ruder, aber auch dieſer konnte es nicht
ver=
hindern, daß ſchon 1824 im Peloponnes der Bürgerkrieg
ausbrach, der nur durch die Energie der Regierung ſchon
nach kurzem beigelegt werden konnte. Kaum hatten die
Gemüter begonnen, ſich zu beruhigen, da tauchte drohend
am Horizont das Geſpenſt des türkiſchen Halbmondes auf.
Mahmud II hatte ſich die Hilfe des Mehmed=Ali von
Aegypten geſichert, und ſo hatte deſſen Feldherr Ibrahim=
Paſcha begonnen, die Inſeln und den Peloponnes mit
einem mörderiſchen Krieg zu überziehen. Die blutigen
Er=
eigniſſe, die ſchließlich zur Folge hatten, daß ſich die
euro=
päiſche Diplomatie der bedrängten Griechen annahm, ja
das Land unter engliſchen Schutz geſtellt wurde,
hat=
ten eine gänzliche Umwälzung der Verhältniſſe
herbei=
geführt. Die Notlage drängte abermals zu einer
Na=
tionalverſammlung, die im April 1826, diesmal
wjeder in Piadha, mit 127 Abgeordneten zuſammentrat.
Wieder erfolgten Aenderungen im Verwaltungskörper und
eine neue Regierung unter dem trefflichen Zaimis wurde
an Stelle der früheren als unfähig und unwürdig
bezeich=
neten eingeſetzt. Sie ſchlug ihren Sitz in Nauplia im
Meresſchloß Burzi auf, mußte aber, als ſich die Lage noch
verwickelter geſtaltete, nach Aegina überſiedeln, wo auch
die in Piadha vertagte Nationalverſammlung am 23.
No=
vember 1826 zuſammentrat. Da ereignete ſich das
Uner=
hörte, daß der wieder zu Macht gelangte Kolokotronis, der
in dieſer kritiſchen Zeit der auswärtigen Anlehnungen die
ruſſiſche Partei, im Gegenſatz zu der zu England ſich
be=
kennenden Regierung, unterſtützte, eigenmächtig eine
Na=
tionalverſammlung nach Kaſtri=Hermione (am Feſtland
gegenüber von Hydray) einberief. Während dieſe „ruſſiſche‟
Verſammlung am 23. Februar 1827 eröffnet wurde, hatte
es ſich die „engliſche” auf Aeging nicht nehmen laſſen. ihre
Situngen demonſtratb ſortzuſetzen. Daß dieſe ſeliſamen
parallelen Landesverſammlungen keinerlei praktiſchen
Wert hatten, ſahen ſelbſt die Griechen bald ein; es iſt aber
ein beſonderes Verdienſt der damals gerade in Griechen=
land eingetroffenen engliſchen Philhellenen, die ſich in den
Dienſt der griechiſchen Sache ſtellten, daß ſie die
Aus=
ſöhnung der feindlichen Lager durchſetzten. Aus dieſer
Uebereinkunft erwuchs eine gemeinſame
Nationalverſamm=
lung, die dritte ſeit den Freiheitsbeſtrebungen der
Grie=
chen, die dieſes Mal zu Damala am 1. April 1827 in einem
Zitronengarten tagte und die Abgeordneten der beiden
Parteien, etwa 200 Männer, vereinigte. In dieſer
denk=
würdigen Verſammlung nun wurde die Kandidatur eines
Kyberniten, eines Regenten, aufgeſtellt, die durch die Wahl
des ioniſch=ruſſiſchen Grafen Giovanni Kapodiſtrias erledigt
wurde. Eine neue, weſentlich umgearbeitete Verfaſſung, aus
150 Artikeln beſtehend, ſollte die frühere, kaum 5 Jahre alte,
über den Haufen geworfene erſetzen. Was in ihr mit
be=
ſonderem Nachdruck ausgeſprochen wurde, war die
Um=
grenzung der griechiſchen Staatsangehörigkeit, allgemeine
Gleichheit, Freiheit der Preſſe, Abſchaffung des Adels und
der Titel. Bedeutungsvoll war ferner die Einſetzung eines
Parlamentariſchen Senats, der Wuli, deſſen weitgehendſte
Befugniſſe die Macht des Regenten auf das engſte
ein=
ſchränkte. Vorübergehend war der Sitz der Regierung in
Paros, von wo er wieder nach Nauplia verlegt wurde, um
ſchließlich bei einer daſelbſt ausgebrochenen wüſten
An=
archie nach Aegina überzuſiedeln.
Mit dem Auftreten Kapodiſtrias” begann eine neue
Aera in der Entwicklung des angehenden Staates, um ſo
mehr als durch die berühmte Seeſchlacht bei Navarin am
20. Oktober 1827 den Verwüſtungen der Aegupter ein Ziel
geſetzt worden war. Die Epoche der griechiſchen
Revolu=
tion hatte ihr Ende erreicht, aber nun wandte man ſich mit
um ſo größerem Eifer dem inneren Aufbau, der
Organi=
ſation des Staatskörpers zu. Zunächſt ſchaffte Kapodiſtrias
durch einfache Proklamation vom 1. Februar 1828 die
Ein=
richtungen ab, die die konſtituierenden
Nationalverſamm=
lungen geſchaffen hatten. Die Wuli wurde aufgelöſt und
an ihrer Stelle ein Staatsrat das Panhellenion, von 27
Männern geſchaffen, der die Funktionen der
verantwort=
lichen Regierung übernahm. Als nun bald darauf durch
die Londoner Konferenz vom 22. März 1829 die
Exiſtenz=
frage Griechenlands geregelt, ſeine Grenzen beſtimmt und
die Berufung eines erblichen Fürſten
ſtipu=
liert wurden und durch die Annahme dieſer Bedingungen
durch die Pforte der Staat eine feſte Form und Grundlage
erhielt, war es klar, daß wieder neue konſtitutionelle
Nor=
men Eingang finden mußten. Aber ſchon hatte
Kapo=
diſtrias eine unter veränderten, von der Regierung auf
das ſtärkſte beeinflußten Wahlbedingungen beſchickte
Na=
tionalverſammlung nach Argos, dem neuen Sitze der
Re=
gentſchaft, einberufen laſſen. Sie tratz von 236
Abgeord=
neten beſchickt, am 23. Juli 1829 in den Ruinen des
Thea=
ters von Argos zuſammen Kapodiſtrias legte hier ſeine
abſolutiſtiſchen Gedanken dar. An Stelle des
Panhelle=
nions trat nunmehr ein Senat (Geruſia) ebenfalls wie jener
aus 27 Mitgliedern beſtehend. Kapodiſtrias dornenvolle
Laufbahn hatte bald den Sturm der Oppoſition gegen ihn
entfeſſelt. Zahlreiche unglückliche Vorkommniſſe hatten die
Lage bis zu einer bedenklichen Kriſe geſteigert, die nur
durch die Ermordung des verdienten Kyberniten eine
traurige Löſung ſand (9. Oktober 1831). Als nun bald
ein neuer Nationalkongreß, der fünſte, zuſammentreten
mußte, um eine neue Regierung zu konſtituieren, hatte es
die proviſoriſche Regierung von Kapodiſtrias Bruder
zu=
wege gebracht, durch Anwendung von Gewalt etwa 70
Ab=
geordnete der ſyntagmatiſchen Oppoſtion auszuſchließen.
Während ſich nun am 17. Dezember 1831 die
Nationalver=
ſammlung in Argos mit 146 Vollsvertretern konſtituierte,
tagte hier, wie ſchon einmal im Jahre 1827, ein
Gegen=
kongreß, der der kybertiniſchen Verſammlung die
Beſchluß=
fähigkeit abſprach und ihre Beſchlüſſe für ungültig erklärte.
Der zum Präſidenten von Griechenland gewählte Graf
Auguſtin Kapodiſtrias ließ ſich dazu hinreißen, gegen die
leidenſchaftlichen Gegner der Regierung mit bewaffneter
Gewalt zu ziehen, rief aber durch ſeine Unverſöhnlichkeit
einen neuen Bürgerkrieg hervor.
Es war ein Glück, daß gerade zu jener Zeit die auf der
Londoner Konſerenz zur Verhandlung gekommene
grie=
chiſche Frage eine Erledigung fand. Auguſtin wurde zur
Abdankung genötigt und nun reiſte die ſchon längſt
ſtrit=
tige Frage der griechiſchen Königskrone, als
deren Kandidat Otto von Bayern aufgeſtellt
wor=
den war, heran. So trat die fünfte
Nationalver=
ſammlung am 26. Juli 1832 nochmals zuſammen,
dies=
mal in einer elenden Bretterbude zu Pronia, einer
Vor=
ſtadt von Nauplia, wo ſich anfangs 180, ſpäter 224
Abge=
ordnete zuſammenfanden. Hier nun wurde die Wahl des
Königs Otto beſtätigt, aber gleichzeitig der Senat
abge=
ſchafft und an ſeiner Stelle abermals eine legislative Wuli,
ein Parlament, eingeſetzt, die Regierung aber einer
Siebe=
nerkommiſſion überwieſen.
Allein die bayeriſche Regentſchaft, die jetzt mit Otto
in Griechenland einzog, hielt es nicht mehr für nötig, ſich
an die gegebenen Staatsformen zu halten. Geradezu
ver=
hängnisvoll iſt es geworden, daß für die Schöpfung
ver=
faſſungsmäßiger Einrichtungen die Volksvertretung gar
nicht mehr herangezogen wurde Die ſteigenden Unruhen,
die die Regierung Ottos charakteriſierten, die einer Reihe
von Aufſtänden und Verſchwörungen das Leben gaben,
erreichten ihren Höhepunkt in der September=
Revo=
lution vom Jahre 1843. Der Sturm war
unaus=
bleiblich, Otto mußte ſeiner abſolutiſtiſchen Regkerung
er=
liegen. Militär und Volk hatten ſich. von den Parteien
getrieben, die Hand zu der Sache gereicht, die zum Glück
friedlicher verlief, als es ſonſt bei dieſen Anläſſen der Fall
war. Der König mußte ſich zur Berufung einer
National=
verſammlung verſtehen, deren Aufgabe die Feſtſtellung
einer Verfaſſung ſein ſollte; er mußte ferner zuſehen,
wie die Vollswut ſich in dem. angeborenen Fremdenhaß
Seite 2.
Nummer 75.
wandte, die ſämtlich aus dem Lande vertrieben wurden.
Die aus dieſen Verhältniſſen hervorgegangene
Na=
tionalverſammlung, die ſechſte in der Reihe,
trat am 20. November 1843 in Athen mit 230 Abgeord= wiedergibt, und zwar, wie ſie ſagt, „um ſo lieber, als es
neten zuſammen. Ihre Entſcheidungen regelten das Bür= 1 über die Richtlinien der deutſchen Politik gegenüber
Däne=
gerrecht und die Kirchenfrage. In der Verfaſſungsfrage mark und das Verhältnis beider Staaten zueinander
hatte man ſich an die gültigen modernen Muſter
ange=
lehnt; die geſetzgebende Gewalt ſollte gemeinſchaftlich mit
der Krone, der Deputiertenkammer und einem Senate
aus=
fortan blühen ſollte. 19 dornenvolle Jahre, eine endloſe
Kette von Qualen und Enttäuſchungen waren dem Für=
Revolution genötigt ſah, der Krone zu entſagen und
Hellas den Rücken zu kehren.
Ein Jahr darauf beſtieg des däniſchen Königs
Chri=
ſtian IX. Sohn als Georg I. den griechiſchen Thron.
ſiebente ſeit der Erhebung der Griechen, konſtituiert. Seine 1 Dänemarks ſtets reſpektieren und in Dänemark gewinne die
Jahre 1863/64. Der Senat wurde abgeſchafft und an ſeiner
Stelle wieder ein Staatsrat eingeſetzt. Im übrigen aber
hielt man ſich an den Wortlaut der älteren Verfaſſung, ſah
indeſſen ein, daß dieſe einer gründlichen Umarbeitung
be=
durfte, wozu aber ein tieferes Eingehen in die Grundlagen
des politiſchen und munizipalen Lebens unausbleiblich
war. Am 28. November 1864 wurde der Vorbehalt einer
Reviſion der Verfaſſung beſchworen, aber 46 Jahre ſind
darüber hinweggegangen, ohne daß es zu dieſem Schritte
gekommen wäre. Die Abgeordnetenkammer iſt ſeitdem der
einzige Körper geblieben, der das Volk vertritt; nur die
Verantwortlichkeit der Miniſter iſt 1876 geſetzlich geregelt
worden. Die Verfaſſung iſt deshalb der Tummelplatz
un=
aufhörlicher, heftiger Parteikämpfe geblieben, und aus
ihnen ſind die Mißhelligkeiten erwachſen, die jetzt ein
Zurückareifen auf jenen Vorbehalt ermöglichen, ein
ewi=
ges Hin= und Herſchieben der konſtitutionellen
Grund=
begriffe, denen der König, durch die trüben Erfahrungen
ſeines Vorgängers belehrt, willenlos folgt.
Deutſches Reich.
* Pariſer Blätter berichten, es gehe in vatikaniſchen
Kreiſen das Gerücht, daß der Beſuch des
Reichs=
kanzlers beim Papſt das Ergebnis gehabt hätte,
es ſolle demnächſt in Berlin eine Nuntiatur
errich=
tet werden. Aehnliche Gerüchte ſind bei gleichem Anlaß
auch in früheren Jahren aufgetaucht, haben jedoch durch
Tatſachen keine Beſtätigung erfahren. So wird es
ver=
mutlich auch jetzt nicht zu der Errichtung einer päpſtlichen
Geſandtſchaft am Berliner Hofe kommen; die „Nordd.
Allg. Ztg.” hätte ſonſt kaum gemeldet, daß „zu
Abmachun=
gen irgendwelcher Art” beim Empfang des Reichskanzlers
durch den Papſt „kein Anlaß vorlag‟. Die eingangs
er=
wähnte Pariſer Nachricht geht alſo wohl nur auf die
Ab=
ſicht zurück, die deutſch=vatikaniſchen Beziehungen den
Franzoſen im günſtigſten Lichte zu zeigen und dieſes
Ver=
hältnis der Entfremdung gegenüber feſtzuſtellen, die
zwi=
ſchen Frankreich und dem Vatikan infolge der franzöſiſchen
Kirchenpolitik eingetreten iſt.
— Zum Rücktritt des deutſchen Geſandten in
Kopen=
hagen, Grafen Henckel v. Donnersmarck, hatte die
„Voſſiſche Zeitung” am 22. März eine Zuſchrift ihres
Kopenhagener Mitarbeiters veröffentlicht, die dem Grafen
Henckel v. Donnersmarck die Schuld an dem Scheitern
der deutſch=däniſchen Handelsvertragsver=
Himmelserſcheinungen im April.
In ihrer Nordwärtsbewegung ſteigt die Sonne im
April von 4 17 35.‟6 am 1. bis auf 140
34‟ 23.‟5 nördlicher Deklination empor, ſie hat
in=
folgedeſſen ſeit ihrem tiefſten Stande im Süden am
22. Dezember 1909 ſchon 38' zurückgelegt und wird ſich bis
zu ihrem höchſten Stande am 22. Juni nur noch kaum
9 weiter nördlich bewegen. Die Mittagshöhe der
Sonne vergrößert ſich in demſelben Sinne: für das mittlere
Deutſchland von 41½ Grad am 1. bis auf 52 Grad am
30. April. Die Tagesdauer wächſt im nördlichen
Deutſchland von 13 auf 15, im mittleren Deutſchland von
12¾ auf 14¾ und im ſüdlichen Deutſchland, in der
Schweiz und Oeſterreich von 12¾ auf 14½ Stunden.
Der Mond zeigt im April nachſtehenden
Geſtalt=
wechſel: Letztes Viertel am 3. um 1 Uhr 48 Min. vorm.,
Neumond am 9. um 10 Uhr 25 Min. nachm., Erſtes Viertel
am 16. um 3 Uhr 4 Min. nachm. und Vollmond am 24.
um 2 Uhr 23 Min. nachm. Er befindet ſich am 10. April
um 10 Uhr vorm. in Erdnähe bei einem Abſtande von
56.05 Erdhalbmeſſern und am 24. April um 3 Uhr nachm.
in Erdferne bei einem Abſtande von 63.71 Erdhalbmeſſern
à 6378 Kilometer. — Am 13. April gegen Mitternacht
wird der im Zunehmen begriffene ſichelförmige Mond den
Planeten Mars für kurze Zeit bedecken, und zwar
er=
folgt für Berlin der Eintritt des Mars um 11 Uhr 35.4
Min. und der Austritt um 11 Uhr 45.4 Min. abends;
etwa eine halbe Stunde ſpäter ſinkt der Mond mit dem
ihm unmittelbar folgenden rötlichen Planeten unter den
Horizont.
Die Hauptplaneten ſind im April alle bis auf einen,
den Saturn, kürzere oder längere Zeit zu beobachten, am
beſten der Jupiter. Merkur, der am 5. April, 11 Uhr
nachm., in obere Sonnenkonjunktion kommt, tritt vermöge
ſeiner ſchnellen Bewegung ſchon nach Monatsmitte wieder
aus dem Bereiche der Sonnenſtrahlen hervor und wird
am Abendhimmel im Weſten ſichtbar, am Schluſſe des
Monats ungefähr eine Stunde lang. Da er dann nahe
unterhalb des Siebengeſtirns ſteht, iſt er mit dieſem
zu=
gleich im Geſichtsfelde eines ſchwach vergrößernden
In=
ſtrumentes (Opernglaſes uſw.) zu ſehen. Am 11. April,
7 Uhr morgens, hat er eine (unſichtbare) Konjunktion mit
dem Planeten Saturn, an dem er 2‟ 21’ nördlich
vorbei=
zieht. — Venus, die als Morgenſtern im Bilde des
„Waſſermanns” weiterſchreitet und am Monatsende in
das der „Fiſche” übertritt, bleibt rund eine Stunde lang
als glänzendes Geſtirn vor Sonnenaufgang im Oſten
ſichtbar. Am 23. April, 4 Uhr nachm., erreicht ſie ihre
größte weſtliche Ausweichung von 46‟ 13‟. Da ihre
Ent=
fernung von der Erde von 0.52 bis auf 0.75
Erdbahnhalb=
meſſer à 149.48 Millionen Kilometer zunimmt, verringert
ſich der ſcheinbare Durchmeſſer ihrer Scheibe von 32"6 auf
62
22.‟4. — Mars durchläuft noch das Sternbild des
„Stiers”, gelangt aber am Schluſſe des Monats in das
Bild der „Zwillinge‟. Er iſt noch immer bis kurz nach
Mitternacht am ſüdweſtlichen und weſtlichen Himmel zu
iſehen. Sein Erdabſtand wächſt jedoch fortgeſetzt, im
Wrß bogz. 1.85 bis 2.09 Erdbahnhalbmeſſer, ſein ſchein=
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
und dem rohen Reide gegen die deutſchen Beamten fhandlungen beimnaß. Hiergegen verwahrt ſich Eraf
Henckel v. Donnersmarck in einem an die „Voſſiſche
Zei=
tung” gerichteten Schreiben, das dieſe auf ſeinen Wunſch
entgegengetreten, daß eine Verſchlechterung der
deutſch=
geübt werden. Es iſt zu bekannt, wie gering das Glück däniſchen Beziehungen eingetreten ſei. Demgegenüber
war, das der bayeriſchen Dynaſtie auf griechiſchem Boden müſſe geſagt werden, daß Tatſachen nicht bekannt
gewor=
den ſind, die den Schluß zuließen, daß Dänemark auf die
ſten beſchieden, bis er ſich 1862 durch die Oktober= Freundſchaft Deutſchlands jetzt geringeres Gewicht legen
ſollte als früher. Trotz der vielen Miniſterwechſel in den
letzten Jahren habe Dänemark doch ſtets wieder und
wie=
der ſein volles Vertrauen auf die deutſche Friedenspolitik
Schon wieder hatte ſich ein Nationalkongreß, der erklärt. Deutſchland werde die ſtaatliche Selbſtändigkeit
Hauptaufgabe betraf die „Reviſion” der Verfaſſung vom Anſicht der Regierung mehr und mehr Raum, daß die
nordſchleswigſche Angelegenheit lediglich Preußen anginge.
— Die Einnahmen aus Zöllen, Steuern und
Gebühren in den erſten elf Monaten des Finanzjahres
1909 betragen 1250,8 Millionen Mark und überſchreiten
damit den Etatsanſchlag einſchließlich der Einnahmen aus
dem Nachtragsetat für 1909 um 69,4 Millionen Mark.
Da=
gegen ſind die Einnahmen der Poſtverwaltung und der
Reichseiſenbahnverwaltung um 13,5 Millionen Mark
hin=
ter dem Etatsanſchlag zurückgeblieben. Es bleibt ſomit
im ganzen ein Ueberſchuß über den
Etatsan=
ſchlag der erſten elf Monate in Höhe von rund 55
Mil=
lionen Mark. So günſtig dies Ergebnis an ſich iſt, ſo darf
doch bei Beurteilung des laufenden Finanzjahres nicht
un=
berückſichtigt bleiben, daß der Etat für 1909 nur durch die
Einſtellung einer ungedeckten Matrikularumlage von 288,5
Millionen Mark balanciert werden konnte, wovon 240,5
Millionen Mark in den nächſten drei Finanzjahren
abge=
bürdet werden müſſen.
Ausland.
— Man hält es für gewiß, daß ſich das neue
italie=
niſchen Kabinett wie folgt zuſammenſetzt: Luzzatti:
Mi=
niſterpräſident und Inneres; di San Giuliana:
Aeuße=
res; Fani: Juſtiz; Tedesco: Schatz; Facta: Finanzen;
General Spingardi: Krieg; Kontreadmiral Leonardi:
Ma=
rine; Credaro: Unterricht; Sacchi: Oeffentliche Arbeiten
und Ciuffelli: Poſt.
— Die franzöſiſche Kammer bewilligte ein viertes
pro=
viſoriſches Budgetzwölftel und ſetzte die Beratung der
Vorlage betreffend die Altersverſorgung der
Arbeiter fort. Arbeitsminiſter Viviani gab die
be=
ſtimmte Verſicherung ab, daß das Geſetz von 1911 ab zur
Anwendung gelangen werde. Eine große Anzahl
Red=
ner erklärte, daß ſie für die Vorlage ſtimmen würde, trotz
deren Mängel. Hierauf wurde die Generaldiskuſſion
ge=
ſchloſſen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde der
Artikel 1 des Altersverſorgungsgeſetzes angenommen. Die
von Guesde (Soz.) beantragte Streichung des Artikels 2
wurde mit 486 gegen 32 Stimmen abgelehnt. Guesde
hatte heftig gegen das Syſtem Einſpruch erhoben,
Kapi=
talien in Händen der Regierung anzuhäufen. — Darauf
wurde die Weiterberatung vertagt.
barer Durchmeſſer verkleinert ſich deshalb von 5."1 auf 4.‟5;
der Mars hat alſo bereits aufgehört, ſich unter den
übri=
gen Sternen ſonderlich hervorzutun, nur ſein rötliches
Licht macht ihn noch leicht kenntlich. Der Bedeckung des
Planeten durch den Mond am 13. April haben wir bereits
oben gedacht. — Jupiter ſtrahlt während der ganzen
Nacht im Sternbilde der „Jungfrau”; da er am 31. März
in Oppoſitionsſtellung iſt, kulminiert er am 1. April noch
um Mitternacht, Ende April aber ſchon um 10 Uhr abends.
Auch dieſer Planet entfernt ſich von uns, und zwar beträgt
ſein Abſtand am 1. April 4.45, am 30. April 4.59
Erdbahn=
halbmeſſer, ſein ſcheinbarer Durchmeſſer verkleinert ſich
da=
her von 44.‟8 auf 43.‟5. In der Frühe des 22. April hat
der nahezu volle Mond mit Jupiter Konjunktion, die um
6 Uhr (nach Untergang) am engſten, 3‟, iſt; der Mond
zieht nördlich vom Planeten hin. Fernrohrbeobachtungen
ſind beim Jupiter jetzt ſehr bequem und lohnend, denn
ſchon ein kleines Inſtrument gewährt ein höchſt
anziehen=
des Bild von dieſem fernen gewaltigen Syſtem. —
Sa=
turn, der ſich am 17. April, 5 Uhr vorm., in
Sonnen=
konjunktion befindet, bleibt unſichtbar, folglich auch ſeine
Konjunktion mit Merkur am 11. April (ſ. oben). —
Ura=
nus, im „Schützen” weilt in tieſer Stellung am
ſüdöſt=
lichen Morgenhimmel und iſt am 16. April, 1 Uhr vorm.,
in Quadraturſtellung zur Sonne. Seine Entfernung von
der Erde nimmt von 1987 auf 19.37 Erdbahnradien ab,
ſein ſcheinbarer Durchmeſſer von 4.‟1 auf 4.‟2 zu; ſeine
Hel=
ligkeit gleicht aber nur den Sternen 5. Größe. —
Nep=
tun hält ſich im Sternbild der „Zwillinge” am
Abend=
himmel auf; er ſteht am 7. April, 7 Uhr vorm., in
Qua=
dratur zur Sonne. Seine Entfernung von der Erde iſt
am 1. gleich 2984, am 30. gleich 30.34 Erdbahnradien. d. h.
gleich 4535 Millionen Kilometer. Bei einem ſcheinbaren
Durchmeſſer von zuerſt 2."6, bald darauf von 2.‟5
ſchim=
mert Neptun, der nur 0.001 von dem der Erde
zugeſtrahl=
ten Sonnenlichte empfängt, als Sternchen 8. Größe. Den
Aſtronomen iſt es bisher noch nicht gelungen, den aus
Kometenſtörungen vermuteten, ſchon berechneten und
ge=
ſuchten transneptuniſchen Planeten aufzuſtöbern — der
Neptun bleibt alſo vorläufig noch der Grenzkörper unſeres
Sonnenſyſtems.
Eine Betrachtung des abendlichen
Fixſtern=
himmels lehrt uns, daß im April die Zeit der
gro=
ßen Winterſternenpracht zu Ende gegangen iſt. Nicht
nur die tiefe Dunkelheit, die in klaren Winternächten
die alitzernden Punkte der unendlich fernen Sonnen
ſo ſcharf hervortreten ließ, iſt verſchwunden oder doch
im günſtigſten Falle auf wenige Stunden um
Mitter=
nacht beſchränkt, ſondern auch die an glänzenden
Ster=
nen ſo reichen Bilder ſind unter dem Horizonte
ver=
ſunken, um eine geraume Zeit unſeren Blicken
ver=
borgen zu bleiben. Nur noch ein paar Wochen gewahrt
man den „Orion” mit ſeinen drei leuchtenden
Gürtel=
ſternen und ſeinem Schwert nahe dem Weſthorizont,
ſein Untergang erfolgt täglich früher, und das ſeinen
Glanz auslöſchende Tagesgeſtirn rückt ihm immer
näher. Sehr bald verſchwinden auch die Bilder des
„Stiers” und „Fuhrmannes” in den Strahlen der
Dämmerung; ebenſo verſinkt der „Sirius” im „Großen
Der Senat bewiligte ein viertes proiſoriſches
Budgetzwölftel und nahm die Budgets der Kolonien, der
Juſtiz und des Unterrichts an.
— Im engliſchen Unterhauſe fragte Middlemore
(konſ.) den erſten Lord der Admiralität Mac Kenna unter
Bezugnahme auf die Tatſache, daß nur zwei gepanzerte
authentiſch Aufſchluß gibt‟. Es wird darin der Anſicht Schiffe während des kommenden Etatsjahres in Dienſt
geſtellt würden, wie viel gepanzerte Schiffe vom 1. April
1910 bis 31. März 1911 von Deutſchland fertiggeſtellt
würden. Mac Kenna erwiderte, nach der amtlichen
Mit=
teilung, die von den deutſchen Marinebehörden ſtamme,
ſei der Kreuzer „von der Tann” das einzige gepanzerte
Schiff, deſſen Bau zur angegebenen Zeit vollendet werde.
— Darauf ſetzte das Haus die allgemeine Beratung über
die Reſolutionen betreffend das Oberhaus fort.
— Im finniſchen Senat wurde das kaiſerliche
Mani=
feſt vom 27. März verleſen; der Senat beſchloß
einſtim=
mig, das Manifeſt zu veröffentlichen und die
Geſetzes=
vorlage über die Abgrenzung der finniſchen und der
Reichsgeſetzgebung ſogleich dem Landtage zur
Begut=
achtung zu übergeben. Der ſtellvertretende Prokureur legte
Proteſt gegen den Beſchluß des Senats ein und erklärte,
das Manifeſt widerſpreche den finniſchen Grundgeſetzen.
— Bei der Beratung des Geſetzentwurfes
über Finnland in der ruſſiſchen Duma erklärte der
Führer der Kadetten, Miljukow, die Regierung verlange
von der Duma eine unrechtmäßige Handlung.
Ein ſolches Geſetz könne lediglich durch Annahme von
ſei=
ten der geſetzgebenden Inſtitutionen Finnlands geſchaffen
werden, da nach den Landtagsſtatuten von 1869 eine
Um=
änderung der Grundgeſetze nur auf den Vorſchlag des
Kaiſers und nur im Einverſtändnis mit dem Landtage
er=
folgen könne. Nikolaus I. habe im Jahre 1894
verſpro=
chen, dieſe Geſetze unverbrüchkich zu wahren. Für die
Ver=
letzung dieſes Monarchenworts ſeien die verantwortlich,
die den Monarchen irreführten. Namens des Zentrums
ſprach Graf Bennigſen und ſagte, auf Grund des § 2 der
Grundgeſetze habe die Reichsduma und der Reichsrat
un=
zweifelhafte Rechte in den Fragen der das Geſamtreich
be=
rührenden Geſetzgebung; das Gleiche ginge aus den
Ma=
nifeſten von 1905 und 1906 hervor. Die finniſchen
Land=
tagsſtatuten gäben alſo keinerlei Recht zu der Erklärung,
daß die vorliegende Frage auf dem Wege der finniſchen
Geſetzgebung zu erledigen ſei, da ſie das Geſamtreich
be=
rühre; Finnland habe die innere Autonomie erhalten.
Miljukow jedoch habe Finnlands Autonomie als Staat
verlangt. Die Duma werde den Ruf des Kaiſers dankbar
aufnehmen.
— Ein von dem Komitee der griechiſchen
Militärliga unterzeichnetes Protokoll erklärt
aus=
drücklich die Liga für aufgelöſt und
entbindet die Mitglieder von ihren aus dem
von ihnen am 15. Auguſt gegebenen Ehrenwort
herrüh=
renden Verpflichtungen. In einer langen Veröffentlichung
in den Blättern wirft die Liga einen Rückblick auf das von
ihr geleiſtete Werk, beklagt die Hinderniſſe, die ſie gefunden,
und ſagt, das oberſte Intereſſe des Landes fordere, daß
die Armee zu ihrer gewohnten Tätigkeit zurückkehre. Nach
der Botſchaft über die Einberufung der Nationalverſamm=
Hunde” nun für einige Monate im tiefen Südweſten;
ſein Frühaufgang vor der Sonne im Südoſten erfolgt
Ende Juli, er war es, der bei den alten Aegyptern die
1460jährige Scthisperiode (griechiſch Sothis, ägyptiſch
Sopdet, bedeutet Sirius) beſtimmte, denn nach dieſer
Zeit fiel ihr bürgerliches Wandeljahr mit dem feſten
aſtronomiſchen wieder zuſammen. Verfolgen wir die mit
dem „Stier” im Weſten aufſteigende Ekliptik weiter, ſo
treffen wir auf die „Zwillinge” und hoch oben im
Sü=
den auf den „Löwen”. Die Alten hielten ihn, nach
Ide=
ler, für den von Herkules bei Nemea getöteten und
unter die Sterne verſetzten Löwen Er fällt beſonders
auf durch den Fixſtern erſter Größe Regulus, von dem
einſt Geminus ſagte: „Der Stern am Herzen (des
Lö=
wen) wird nach dem Ort, wo er ſteht, Kardia léontos,
Löwenherz, von einigen Basiliskos genannt, weil die in
ſeiner Gegend Geborenen von königlicher Geburt zu
ſein ſcheinen.” Im Arabiſchen hieß dieſer Stern
ent=
ſprechend Kalb el-ased, „Herz des Löwen”, aber auch
Melikhi, „der Königliche” welcher Ausdruck neben dem
in den alphonſiniſchen Tafeln und im arabiſch=
lateini=
ſchen Almageſt vorkommenden Namen Rex nur eine
Ueberſetzung von Basiliskos iſt. Kopernikus brauchte
dann in ſeinem Hauptwerke das Deminutiv davon:
Regulus. Dem „Löwen” folgt in der Ekliptik nach
Süd=
oſten herab die „Jungfrau” mit dem hellſten Sterne
Spica. Neben dem gemeinen Namen Parthénos bei
den Griechen und Virgo bei den Römern hieß ſie wohl
ſchon in mythiſcher Zeit Aſtraea und Erigone. Von
der Aſtraea (Dike, Justitia, die „Gerechtigkeit”) ſagt
Aratus, ſie habe im goldenen Zeitalter unter den
Men=
ſchen gelebt, im ſilbernen ſich von ihnen zurückgezogen
und im ehernen ſie ganz verlaſſen, um unter den
Ster=
nen zu wohnen. Die Göttin der Gerechtigkeit trägt
eine Kornähre in der linken Hand die Araber
nann=
ten deshalb das ganze Bild teils El-adsrä, „die
Jung=
frau” teils El-sumbela, „die Aehre”, und das letzte
bedeutet auch der ſpätere Name Spica, der dem hellſten
an der Aehre ſtehenden Sterne noch heute eigen iſt.
Mit der Erigone hatte es folgende Bewandtnis: Die
Alten hielten den über der „Jungfrau” ſtehenden
„Bootes” auch für Jcarus. Dieſer nämlich, vom
Bac=
chus in der Kultur des Weinſtockes unterrichtet, machte
von dem neuen Getränk einigen Landleuten
Mitteil=
ung, die ihn aber, davon berauſcht, erſchlugen und in
einen Brunnen warfen. Seine Tochter Erigone, von
ihrem treuen Hunde Maera geleitet, entdeckte ſeinen
Körper und brachte ſich aus Verzweifkung ums Leben.
Jupiter verſetzte hierauf Vater und Tochter an den
Himmel, wo ſie in den Geſtirnen des „Bootes” und der
„Jungfrau” glänzen. Doch auch der Hund erhielt eine
Stelle am Himmel; nach Hygin iſt er der Prokyon, der
„Kleine Hund”, nach anderen der „Große Hund”, den
Ovid daher Canis lcarius nennt. — Wenden wir unſer
Auge nach Nordoſten, ſo ſtrahlt uns hier Wega in der
„Leier” entgegen, daneben weiter nördlich in der
Milch=
ſtraße Deneb im „Schwan” und im Norden, ebenfalls
in der Milchſtraße, die „Caſſiopeja‟. Im Zenith
end=
lich breitet ſich das Bild des „Großen Bären” aus.
Nummer 75.
Seite 3.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
Publikum tut in ſeinem eigenen Intereſſe gut daran,
dieſen Umſtänden ſeine Aufmerkſamkeit zuzuwenden.
Wer von auswärts ſeither ſchon Fleiſch und Brot
bezogen hat, ſollte von nun an von vornherein die
Minderung der Preiſe um die vorſtehend angegebenen
Oktroibeträge verlangen.
* Vom Hofe. Prinz Ernſt zu Stolberg=Roßla
nahm geſtern an der Frühſtückstafel im Neuen Palais
teil. (Darmſt. Ztg.)
— Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den Hofgartenaufſeher Chriſtian
Zubrod in Auerbach a. d. B. auf ſein Nachſuchen mit
Wirkung vom 1. April d. J. in den Ruheſtand verſetzt
und ihm aus dieſem Anlaß das Silberne Kreuz des
Ver=
dienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
— Verſetzungen in den Ruheſtand. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben den Oberlehrer an
dem Realgymnaſium zu Darmſtadt Profeſſor Wilhelm
Sammet und den Oberlehrer an der Oberrealſchule zu
Offenbach Profeſſor Ludwig Roth auf ihr Nachſuchen
bis zur Wiederherſtellung ihrer Geſundheit in den
Ruhe=
ſtand verſetzt. In den Ruheſtand verſetzt wurde ferner
der Weichenſteller in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahn=
gemeinſchaft Karl Kraft zu Rüſſelsheim.
— Ernennung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Hauptlehrer und Dirigenten der
Fachſchule für Elfenbeinſchnitzerei und verwandte
Ge=
werbe in Erbach Emil Klein zum Hauptlehrer an den
Techniſchen Lehranſtalten in Offenbach mit Wirkung vom
1. April 1910 an ernannt. — Ernannt wurde der
Ge=
fangenwärter am Landeszuchthaus Marienſchloß Johann
Anton Sauer zum Gefangenaufſeher an dieſer Anſtalt
mit Wirkung vom 25. April 1910.
— Das Großh. Regierungsblatt Nr. 6 enthält:
Be=
kanntmachung des Textes des Geſetzes über den
Ur=
kundenſtempel vom 12. Auguſt 1899 in der vom 1. April
1910 an geltenden Faſſung.
L. Die Strafkammer verhandelte geſtern gegen
mehrere ungetreue Arbeiter. Der Bäcker Karl
Lud=
wig Caſtritius von Bernburg ſchlich ſich hier in
eine Geſchäftsfiliale ein und nahm, als die Luft rein
war, die vorhandenen 55 Mk. bares Geld weg. Da er
trotz ſeines ſpäteren Geſtändniſſes durch die Tat um ein
Haar einen Verwandten in große Unannehmlichkeiten
brachte, wurde er zu 8 Monaten Gefängnis
verurteilt; 3 Wochen ſind durch die Unterſuchungshaft
verbüßt. — Der Metzger Chr. Ernſt Waick von
Lüb=
benau unterſchlug hier ſeinem Dienſtherrn etwa 20
Mark Kundengelder; auch nahm er einem
Neben=
kollegen mehrere Gegenſtände weg. Er wurde zu 4
Monaten 2 Wochen Gefängnis verurteilt; 2 Wochen
ſind durch die Unterſuchungshaft verbüßt. — Der
Schuhmacher Georg Geiſt von Klein=Zimmern nahm
in Dieburg ſeinem Meiſter eine Uhr, ſowie mehrere
Sparmarken weg. Er wurde unter Einbeziehung einer
noch zu verbüßenden Gefängnisſtrafe von 1 Monat zu
4 Monaten 2 Wochen verurteilt. — Der 16 Jahre alte
Hausburſche Friedrich Grötzinger von Wiesbaden
arbeitete hier bei einem Kalbs= und Hammelsmetzger Die ſtatutenmäßig ausſcheidenden Aufſichtsratsmitglie=
und unterſchlug nach und nach etwa 48 Mark
Kunden=
gelder. Er iſt geſtändig und wurde zu 2 Wochen
Ge=
fängnis verurteilt. — Der in gutem Rufe ſtehende,
nicht beſtrafte Fuhrmann Chriſtoph Katſch von
Bür=
ſtadt iſt vom Schöffengericht zu 1 Monat Gefängnis
verurteilt worden, weil er von dem Polizeidiener Ille
während der Bürgermeiſterwahlſchlacht, bei der auch
ein Bruder des angeblich Beleidigten Kandidat war,
in einer Wirtſchaft geäußert habe, in Bürſtadt könne
keiner eine Charge bekommen, wenn er kein Spitzbube
ſei, der Polizeidiener ruhe nicht, bis er den Rock
aus=
ziehen müſſe. Der Beſtrafte legte dagegen Berufung
ein und beſtreitet entſchieden, die Aeußerung getan zu
haben. Dieſe wird durch eine einzige, allerdings
eid=
liche, Ausſage unterſtützt. Das Gericht hegte
Beden=
ken, auf dieſe allein eine Verurteilung erfolgen zu
laſſen, hob das angefochtene Urteil auf und ſprach
den Katſch frei.
* Direkte Staatsſtenern für 1910. Nach dem
Fi=
nanzgeſetz vom 24. März d. J. iſt an direkten
Staats=
ſteuern für das Etatsjahr 1910 insgeſamt der Betrag
von 17552615,25 Mk. veranlagt worden, der ſich mit
4 368 816,30 Mk. auf die Vermögensſteuer und mit
13 183 798,95 Mk. auf die Einkommenſteuer verteilt.
Von den 37 Finanzämtern des Landes haben die
höch=
ſten Veranlagungen zur Vermögensſteuer: Darm= marſch 6 Uhr vom Botaniſchen Garten.
ſtadt I mit 553 968,75 Mk., Mainz I mit 455 742,55 Mk.
und Offenbach I mit 283 100 Mk.; die
Einkommen=
ſteuerveranlagung beträgt u. a. in den Finanzämtern
Darmſtadt I 1932031,63 Mk., Mainz I 1996653 Mk.,
Offenbach I 1501 300,85 Mk., Gießen 917081,70 Mk. und
Worms I 937573,15 Mk.
Hoher Beſuch. Der Fürſt Altred von
Mo=
naco, bekanntlich ein großer Freund der deutſchen
Kunſt und Literatur, wird heute mittag 3 Uhr 39 Min.,
von Frankfurt kommend, mit großem Gefolge hier
ein=
treffen, um der „Fauſt”=Aufführung
beizuwoh=
nen. Er wird im „Darmſtädter Hof” abſteigen und von
dort aus ins Theater fahren.
— Die Heſſiſche Handwerker=Zentral=Genoſſenſchaft,
A.=G. in Darmſtadt hielt ihre ſechſte ordentliche
Gene=
ralverſammlung am Mittwoch nachmittag im Neuen
Gerichtsgebäude ab. Aus dem ſechſten Geſchäftsbericht
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1909 ſei
folgendes mitgeteilt: Die Entwickelung der Heſſiſchen
Handwerker=Zentralgenoſſenſchaft in Darmſtadt hat in
dem abgelaufenen ſechſten Geſchäftsjahr zu einem in
jeder Hinſicht befriedigenden Ergebniſſe geführt.
Ob=
wohl die ungünſtige Lage im Bau= und Möbelgeſchäft
durchaus noch nicht behoben war, konnte dank des neu
aufgenommenen Benzin= und Bäcker=
Brennmateria=
lienbezuges ein Geſamtumſatz von 214627 Mark 33 Pfg.
erzielt werden; der höchſte Umſatz, welcher ſeit
Erricht=
ung des Inſtituts überhaupt erreicht worden iſt. Das
Bruttverträgnis aus dem Warengeſchäft beträgt 14596
Mark 33 Pfg., das ſind 6,78 Prozent des Umſatzes, ein
außergewöhnlich niedriger Prozentſatz, der das
Be=
mühen des Inſtituts, die erreichten günſtigen
Einkaufs=
bedingungen möglichſt unverkürzt dem Handwerker
zu=
gute kommen zu laſſen, ins hellſte Licht ſtellt. Die
Zin=
ſeneinnahmen aus unſeren Ausſtänden (etwa 170000
Mark im Durchſchnitt), ſowie aus unſeren ſonſtigen
Guthaben (etwa 30000 bis 40 000 Mark) betragen 9077
Mark 20 Pfg. Die Zinſenausgaben für das ſtaatliche
Darlehen (zurzeit noch 73 694,56 Mark) belaufen ſich auf
2954,39 Mark. Es ergibt ſich ſomit ein Zinſenüberſchuß
von 6122,81 Mark. Einſchließlich des Gewinnvortrags
aus 1908 von 600 Mark ergibt ſich alſo ein
Geſamtbrut=
togewinn von 21319,14 Mark. Dieſen Einnahmen
ſtehen Ausgaben im Betrage von 15180,18 Mark
gegen=
über. Beſonders iſt darauf zu verweiſen, daß im
ab=
gelaufenen Jahre wieder 1717,88 Mark zu
Rückvergüt=
ungen bereitgeſtellt werden konnten. Das
Nettverträg=
nis beläuft ſich auf 6138,96 Mark. Die Verteilung des
Reingewinns wird gemäß Paragraph 30 der Statuten
wie folgt beſchloſſen: 4 Prozent Dividende auf das
eingezahlte Stammkapital — 3610,96 Mark,
Ueberweiſ=
ung an den ordentlichen Reſervefonds — 1470,00 Mark,
Ueberweiſung an den außerordentlichen Reſervefonds
— 1058,00 Mark. Der ordentliche Reſervefonds beträgt
13720,00 Mark, der außerordentliche Reſervefonds
be=
trägt 13 308,00 Mark, zuſammen 27028,00 Mark, iſt gleich
27 Prozent des Stammkapitals. Das neue
Geſchäfts=
jahr 1910 verſpricht eine günſtige Entwickelung. Für
den Vorſtand der Heſſiſchen Handwerker=Zentral=
Ge=
noſſenſchaft zeichnen die Herren Direktor Otto Paech
und B. Gottron. Der Aufſichtsrat, für welchen Herr
Stadtverordneter Rockel zeichnete, hatte zu dem
Ge=
ſchäftsberichte des Vorſtandes und der aufgeſtellten
Bilanz und Gewinn= und Verluſtrechnung keine
Be=
merkungen zu machen und ſchließt ſich dem
Gewinn=
verteilungsvorſchlage an. Die Gewinnverteilung
wurde gemäß Antrag im Geſchäftsberichte gutgeheißen.
Ebenſo die Entlaſtung von Vorſtand und Aufſichtsrat.
der Herren Karl Rockel und Karl Lautz wurden
wie=
dergewählt. Sämtliche Beſchlüſſe erfolgten einſtimmig.
Vertreten waren 32800 M. Kapital mit 164 Stimmen.
— Der Feuerverſicherungsverband heſſ. Lehrer hielt
ſeine diesjährige Generalverſammlung in Bad
Nau=
heim am 30. März ab. Der Beſuch war recht gut.
Die Mitglieder des Vereins wurden inſofern
ange=
nehm überraſcht, als durch den Vorſtand mitgeteilt
wurde, das Kaiſerliche Aufſichtsamt in Berlin habe auf
eine Anfrage hin kürzlich ſeine Zuſtimmung gegeben,
bis zu 10 Prozent des Reingewinnes für
Wohltätig=
keitszwecke verwenden zu dürfen. Auf Antrag des
Aufſichtsrats wurden daraufhin vom diesjährigen
Reingewinn 500 Mark für die Ludwig= und
Aliceſtift=
ung einſtimmig bewilligt. Auch wurde eine notwendig
gewordene Statutenänderung beſchloſſen. Ueber die
günſtige Entwickelung und den guten Abſchluß wurde
ſchon früher berichtet.
— Odenwald=Klub. Die Ortsgruppe Ober=
Ram=
ſtadt hat die Mitglieder der hieſigen Ortsgruppe zu
dem am Samstag, den 2. April, abends im Gaſthauſe
von Schneider zu Ober=Ramſtadt ſtattfindenden
Deko=
rierungsfeſte eingeladen. Hoffentlich nehmen recht viele
der hieſigen Odenwaldklubmitglieder an dieſer
Veran=
ſtaltung der ſehr rührigen Schweſterſektion teil. Ab=
— Der Ortsgewerbeverein macht darauf
aufmerk=
ſam, daß in der Zeit vom 4. bis einſchl. 9. April iim
Phyſikaliſchen Verein zu Frankfurt a. M. ein
Blitz=
ableiterkurſus ſtattfindet. Da dieſer Kurſus in
erſter Linie dazu dient, alle Handwerker, welche ſich mit
dem Bau von Blitzableiteranlagen beſchäftigen, mit den
ſung halte ſe ihre Tätigkeit für beendet, aber ſie kene
die Aufmerkſamkeit des Volkes auf ſein Schickſal in der
Zukunft. Schließlich wird die Ueberzeugung ausgedrückt,
daß auch nach der Auflöſung der Liga die Armee die
Hüte=
rin der Ehre und des Ideals der Nation bleiben wird.
— Die türkiſche Kammer verhandelte über eine
No=
velle zum Beamtengeſetz. Die Novelle ermächtigt die
Re=
gierung, außer Dienſt geſtellte Beamte wieder einzuſtellen
oder ihre Penſionen zu erhöhen. Nach heftigen Angriffen
von Seiten der Oppoſition wurde beſchloſſen, in die
Spe=
zialdebatte über die Novelle einzutreten.
— Der kanadiſche Finanzminiſter Fielding erklärte im
Hauſe der Gemeinen, das Ergebnis des
Zollabkom=
mens zwiſchen Kanada und den Vereinigten Staaten ſei
eine Anerkennung des Rechts der engliſchen Kolonien, ſich
Vorzugszölle einzuräumen. Kanada lehnte es ab, den
Ver=
einigten Staaten für eine ganze Reihe der im Zollvertrag
mit Frankreich enthaltenen Artikel ermäßigte Zollſätze
ein=
zuräumen, und behielt ſich das Recht vor,
Gegenſeitigkeits=
verträge mit anderen Ländern ohne Berückſichtigung der
amerikaniſchen Zollgeſetze abzuſchließen. Präſident Taft
drückte den dringenden Wunſch aus, Verhandlungen zwecks
weiterer gegenſeitiger Handelsabmachungen zu
er=
öffnen, und verſprach, dem Kongreß dieſe Politik zu
emp=
fehlen. Fielding betonte ſchließlich, daß im Intereſſe eines
guten Einvernehmens zwiſchen Kanada und den
Vereinig=
ten Staaten es beſſer geweſen wäre, eine Konzeſſion zu
ge=
währen, ſelbſt wenn in Waſhington die Drohung der
Auf=
erlegung des Maximaltarifs nicht ausgeführt würde.
* Der neue Negus Negeſti, der nach dem
Willen des Kaiſers Menelik nunmehr unter der
Regentſchaft des Ras Taſſama den Thron beſteigt, iſt
der Lidſch (Prinz) Jeaſſu, Meneliks Enkel. Er iſt der
Sohn von Meneliks Tochter Schoargaſch und eines der
Großen des Reiches, des Ras Mikael von Wollo. Der
Negus, der 1896 geboren iſt, ſteht im 14. Lebensjahre
und wird als ein lebhafter und aufgeweckter Knabe
ge=
ſchildert. Seit dem 16. Mai 1909, dem Tage, an dem
Menelik feierlich die Großen ſeines Reiches auf den
Thronfolger vereidigte, iſt Jeaſſu auch verheiratet. Die
jetzige Kaiſerin, Romanie Work, iſt acht Jahre alt. Sie
iſt eine Nichte der Kaiſerin Taitu und eine Enkelin
des früheren Kaiſers Johannes.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 1. April.
Die Aufhebung des Oktrois.
A Der heutige Tag iſt ein bedeutungsvoller in der
Geſchichte aller der Gemeinden, welche noch Oktroi
erheben, denn, wie bekannt, und in der letzten Zeit ſchon
oft beſprochen, iſt von heute an auf Grund
Reichsge=
ſetzes der Oktroi auf Hülſenfrüchte, Mehl und andere
Mühlenfabrikate, desgleichen auf Backwaren (Brot
uſw.), Vieh, Fleiſch und Fleiſchwaren (Wild und
Ge=
flügel ausgenommen), aufgehoben.
Das fragliche Reichsgeſetz entſtand gelegentlich der
Einführung des letzten Zolltarifs und bezweckt, der
Be=
völkerung, der man erhöhte Zölle auf die
notwendig=
ſten Lebensbedürfniſſe auferlegte, dieſe Mehrbelaſtung
durch Aufhebung des den Gemeinden zugeſtandenen
Oktrois, ſoweit möglich, wieder auszugleichen. Es
han=
delt ſich da um bedeutende Summen, denn im Jahre
1908 betrug für Darmſtadt der Oktroi für
Schlacht=
vieh, Fleiſch und Fleiſchwaren nahezu 270000 Mark,
der Oktroi für Mehl, Backwaren und Hülſenfrüchte rund
112000 Mark. Die nächſte Zeit muß lehren, inwiefern
die Abſicht des Geſetzgebers durch eine entſprechende
Herabſetzung der Fleiſch= und Brotpreiſe erreicht wird.
Das einheimiſche Publikum hat da auch alle Urſache,
von der Konkurrenz der Landorte einen günſtigen
Einfluß auf die Preisgeſtaltung zu erwarten, denn der
Oktroi, welchen die auswärtigen Bäcker und Metzger
bei Einbringung ihrer Waren in die Stadt ſeither zu
entrichten hatten, war verhältnismäßig höher, als der
den einheimiſchen Metzgern und Bäckern auferlegte
Oktroi. Es betrug nämlich ſeither der Oktroi für
Zu=
fuhren von auswärts für das Pfund friſches Fleiſch
und friſche Wurſt 3 Pfennig, getrocknetes, geräuchertes
und geſalzenes Fleiſch und Wurſt 5 Pfennig, für 5
Pfund Brot 3 Pfennig und für Wecke und Weißbrot
im Werte von 60 Pfennig ebenfalls 3 Pfennig. Das
Heue
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Der Halleyſche Komet wird
vorausſicht=
lich während des April noch unſichtbar bleiben, da er,
von der Erde aus geſehen, hinter der Sonne
vorüber=
zieht. Am 20. April wird der Komet vermutlich ſeine
größte Sonnennähe erreichen und bald danach auch die
intenſivſte Schweifentwicklung zeigen. Deshalb wird
er dann vielleicht bereits Ende April vor
Sonnenauf=
gang am öſtlichen Himmel als glänzende Erſcheinung
beobachtet werden. Er ſteht zu dieſer Zeit, ſich ſcheinbar
nur langſam bewegend, im ſüdlichen Teile des
Pegaſus.
CK. Aus der deutſchen
Univerſitäts=
ſtatiſtik. Im vorigen Jahre hat die zweitälteſte
Univerſität des Deutſchen Reiches, Leipzig, ihr 500
jäh=
riges Beſtehen glanzvoll gefeiert, in dieſem Jahre
rüſtet eine der jüngſten, deren Errichtung zur
Wieder=
erweckung deutſchen Mutes und deutſcher Kraft
bei=
tragen ſollte, Berlin, ſich zum Feſte des hundertſten
Ge=
burtstages. Aus dieſem Anlaſſe werden auch einige
Zahlen über den heutigen Stand der 21 Univerſitäten
unſeres Vaterlandes nicht unwillkommen ſein. Wie
ſchon angeführt, iſt Leipzig die zweitälteſte Univerſität
in Deutſchland; ihre erſten Studenten wanderten zum
großen Teil aus der 1348 gegründeten Univerſität
Prag ein, als dort nationale Streitigkeiten ausgebrochen
waren. — Heute — wir führen nach K. Knabes
Büch=
lein „Das deutſche Unterrichtsweſen der Gegenwart“
die Zahlen vom Sommer=Semeſter 1909 an — ſteht
Leipzig, der Zahl der Studierenden und der Dozenten
nach, an dritter Stelle; es zählt 4581 Studierende und
(233 Dozenten. An erſter Stelle iſt natürlich Berlin,
das, als Reichshauptſtadt, auch auf die Ausländer eine
bedeutende Anziehungskraft ausübt, wie auch die Zahl
der ſtudierenden Frauen recht ſtattlich iſt; die Geſamt=
Zahl der Studierenden beläuft ſich auf 7194, zu deren
Unterweiſung 488 Dozenten vorhanden ſind, ſo daß
un=
gefähr auf 15 Studenten ein Dozent kommt. München,
1826 gegründet und die jüngſte deutſche Univerſität, ab=
geſehen von dem erſt 1902 zur vollen Univerſität
er=
hobenen Münſter, deſſen Hochſchule aber bis 1786
zurück=
reicht, ſtand mit 6547 Studenten Berlin nur um etwa
ein halbes Tauſend nach; dagegen betrug die Zahl der
Dozenten nur 250. Mehr als 3000, nämlich 3801
Stu=
dierende hat die zweitjüngſte Univerſität Bonn, deren
Lehrerſchaft ſich auf 196 beläuft. Sechs Univerſitäten
zählen mehr als 2000 Studenten: Freiburg i. B. 2760,
Breslau 2347, Halle 2310, Göttingen 2239, Heidelberg,
1385 gegründet und die älteſte deutſche Univerſität, 2171
und Marburg 2134. Straßburg, deſſen Hochſchule ſchon
im Jahre 1621 begründet worden iſt, die aber als
deutſche Univerſität jetzt erſt 38 Jahre zählt, hatte im
vorigen Jahre 1935 Studierende; faſt ebenſoviel, 1921,
wies Tübingen auf; ein ziemlich ſchnelles Wachstum
zeigt Münſter mit 1760 Studenten; auffällig iſt die
Verſchiedenheit in der Zahl der Dozenten bei dieſen
drei Hochſchulen; den 1700 Straßburgern ſtehen 112
Tübinger und nur 92 Münſterer gegenüber. Die
ge=
ringſte Frequenz weiſt noch immer die 10 Jahre nach
Leipzig begründete mecklenburgiſche alma mater Roſtock
auf: hier werden 743 Studierende von 67 Dozenten
be=
treut. Greifswald, das auch ſchon das ehrwürdige
Alter von 454 Jahren hat, zählte wenigſtens 967
Stu=
denten und 106 Dozenten. Es ſind die beiden einzigen
deutſchen Hochſchulen, deren Studentenſchaft ſich auf
weniger als 1000 Häupter beläuft. Die Geſamtheit der
Dozenten betrug 3403; unter ihnen waren 1229
ordent=
liche, 119 Honorarprofeſſoren, 741 außerordentliche
Pro=
feſſoren und 1097 Privatdozenten.
— Wie am Aetna ein neuer Berg
ent=
ſteht, ſchildert Luigi Barzini im „Corriere della Sera”.
In Begleitung eines Bergführers iſt er unter großen
Anſtrengungen bis nahe an den Rand der tätigen
Krater vorgedrungen. „Das Getöſe iſt gewaltig, es
ſchweigt nicht einen Augenblick. Von den Kratern kann
man nur die unteren ſehen, die die mächtigſten ſind.
Doch es ſcheint, als ob die Unruhe des Berges
zurück=
geht. Bis auf 200 Meter kann man ungefährdet an den
großen Krater herankommen. Der Ausbruch beſteht
aus einer ungeheuren Lavafontäne, die gegen 100
Meter hoch iſt. In der Luft teilt ſich die flüſſige Maſſe,
bricht und formt ihre großen Tropfen. Das ſind rieſige
Feuertropfen, die auf ihrem Wege unaufhörlich die
Farbe und das Ausſehen wechſeln, die ſich drehen,
ver=
längern und mit einer ätheriſchen Leichtigkeit ſtrahlende
Feuerlinien an das Firmament zeichnen. Man will
erſt nicht glauben, daß dies Steine ſind. Wie ein
Regen fallen ſie nieder, platten dabei ab, häufen ſich
übereinander und bilden ſo aus friſcher Lava einen
immer höher ſich auftürmenden Lavakegel, an dem der
Lavaſtrom ſich zerteilt. Wir erleben das wunderbare
Entſtehen eines Berges: der Anblick iſt von
grauen=
hafter Größe. Nichts in der Welt kann dem an
Herr=
lichkeit oder an Schrecken gleichen; hier vereinigen ſich
das Feuer, der Blitz, der Donner, die Dunkelheit und
das Unerklärliche, kurz alles, vor dem der Menſch
immer gebebt hat. Die Wut und der Zorn der
ent=
feſſelten Elemente ſcheinen immer wilder und
drohen=
der zu werden, weil ſie unerklärlich bleiben. Wenn der
Wind auf Augenblicke die mächtigen Rauchwolken von
den fließenden Lavaſtrömen fortſchleudert, ſieht man
einen unbeſchreiblichen Tumult; rote und roſige
Wider=
ſcheine baden alle Felſen und Klüfte, unzählige glühende
Meteore werden gen Himmel geſchleudert. Und tiefer
unten zieht majeſtätiſch breit und unaufhaltſam der
Lavaſtrom dahin; die erſten Aſchenbildungen hüllen
den Strom in einen leichten, ungleichmäßigen, grauen
Schleier. Die Hitze in der Nähe des Kraters iſt faſt
unerträglich; nach einer Stunde verlaſſen wir dann
halb betäubt die Stätte, um zurückzukehren in tieſere
Regionen, wo es ſtiller iſt und kühl. Im ganzen ſcheint
der Ausbruch viel kleiner zu ſein, wie die berühmten
Ergießungen von 1886 und 1892. Aber die Lava hat
tiefe, ſteile Schluchten gefunden, ſie hat ſich nicht in die
Breite verloren, Strombette haben ihr den Weg
ge=
zeigt, und darum hat ſie in zwei Tagen ſo gewaltige
Strecken zurücklegen können.”
Nummer 75.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
neueſten Erfahrungen und Arbeitsmethoden bekannt zu
machen, ſo kann den dafür in Betracht kommenden
Handwerkern, z. B. Blitzableiterſetzern, Dachdeckern,
Spenglern, Schloſſern und Inſtallateuren, die
Teil=
nahme nur empfohlen werden.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 26. März l. J.
männ=
lich 9089, weiblich 5816, zuſ. 14 905, in Prozenten 60,98,
39,02; am 19. März I. J. männlich 9098, weiblich 5821,
zuſ. 14919, in Prozenten 60,91, 39,09. Der
Kranken=
ſtand betrug am 26. März l. J. männlich 432, weiblich
182, in Prozenten 4,75, 3,13; am 19. März l. J.
männ=
lich 414, weiblich 189, in Prozenten 4,55, 3,24. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
21. März bis 26. März I. J. 5620,46 Mk., in der Woche
vom 14. März bis 19. März I. J. 5160,68 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 26. März
I. J. — 30, am 19. März I. J. — 25: Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 21. März bis 26. März
I. J. — 1; vom 14. März bis 19. März l. J. — 1.
* Der Darmſtädter Hof, der morgen wieder eröffnet
wird, iſt durch ſeinen Erbauer, Herrn Architekt J. Chr.
Gewin, durchgreifend renoviert worden und präſentiert
ſich auch äußerlich in freundlichem neuen Gewande. An
Stelle der Bar iſt ein Weinreſtaurant eingerichtet, der
Ein=
gang iſt umgeändert und verſchönert worden, desgleichen
das Frühſtücks= und Geſellſchaftszimmer u. dgl. mehr.
— Orphenm. Der heutige Programm=
Wech=
ſel bringt das für die erſte Hälfte des April
vor=
geſehene glänzende Varieté=Programm, welches den
letzten Spielplan vor Saiſon=Schluß bildet und daher
nach beſonderer Wahl nochmals eine Serie
hochinter=
eſſanter Debüts vereinigt. Auf die einzelnen
Dar=
bietungen kommen wir noch zurück. (S. Anz.)
Abſchiedsfeier. Das Meiſingerſche Tanzlehr=
Inſtitut arrangiert am Sonntag, den 3. April, eine
Abſchiedsfeier im Gaſthaus „Zum Ochſen”
Beſſunger=
ſtraße 28. (Näh. ſ. Anz.)
— Rüſſelsheim, 30. März. Infolge der
Nichtbe=
ſtätigung des zum Beigeordneten gewählten
ſozial=
demokratiſchen Gemeinderats Gg. Jung VI. von hier
findet nunmehr am 6. April d. J. eine Neuwahl
ſtatt. Wie verlautet, ſoll Herr Jung wieder kandidieren,
und es dürfte alsdann dieſelbe Sache in erneuter
Auf=
lage vor ſich gehen.
Mainz, 31. März. Eine hieſige große Firma hatte
im Laufe des vorigen Jahres größere Arbeiten in
ver=
ſchiedenen Städten ausgeführt und beauftragte den
Zimmermann Koch, dort Außenſtände einzukaſſieren.
Koch lieferte auch 5000 Mark ab unter der Angabe,
mehr nicht eingenommen zu haben. Als aber Koch nach
den Oſterfeiertagen nicht mehr in das Geſchäft
zurück=
kehrte und man auch in ſeiner Wohnung über ſeinen
Verbleib nichts wußte, ſchöpfte die Firma Verdacht, der
ſich raſch als nur zu begründet erwies. Eine
telepho=
niſche Anfrage bei dem Geſchäft, wo Koch 5000 Mark
eingenommen haben wollte, ergab, daß dort 12000
Markgezahlt und von Koch ſomit 7000 Mark
unter=
ſchlagen worden waren. Durch eine Anfrage bei einer
weiteren auswärtigen Firma ſtellte man ferner feſt,
daß Koch auch dort 1500 Mark einkaſſiert, aber in dieſem
Falle das ganze Geld behalten hatte. Koch iſt etwas
über 30 Jahre alt und eine elegante Erſcheinung. Er
iſt mit der Tochter angeſehener Leute von hier
verhei=
ratet und wohnte auf dem Frauenlobplatz. Er
vernach=
läſſigte aber ſeine Frau und ſeine drei kleinen Kinder,
von denen das jüngſte kaum ein halbes Jahr alt iſt, in
der unerhörteſten Weiſe und zog mit einer Kellnerin
herum, mit der er auch wahrſcheinlich durchgebrannt iſt.
Bis jetzt iſt es noch nicht gelungen, eine Spur von ihm
aufzufinden, doch iſt bereits ſein Steckbrief in alle Welt
hinausgegangen, ſo daß es nicht allzu lange dauern
dürfte, bis man ſeiner habhaft wird.
— Mainz, 31. März. Der in der 7. Kompagnie
des Inf.=Regts. Nr. 88 zu Kaſſel dienende Musketier
Ferner, der bereits mit Feſtungshaft vorbeſtraft iſt
und in die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes verſetzt
wurde, deſertierte um die Weihnachtszeit und trieb ſich,
nachdem er ſeinen Militärmantel in Mainz zu Geld
gemacht hatte, unerkannt in der Welt herum. Geſtern
traf nun die Nachricht hier ein, daß der Ausreißer in
Limburg a. L. feſtgenommen wurde. Durch einen
Unteroffizier und einen Gemeinen wurde der Burſche
heute hierher nach dem Militärgefängnis verbracht. —
Aufſehen erregte geſtern nachmittag die Flucht eines
anderen Soldaten desſelben Regiments. Von
einem Unteroffizier verfolgt, jagte der Mann durch die
alte Mombacher Straße. Einige Straßenkehrer, die den
Durchbrenner mit ihren Veſen aufhalten wollten,
be=
drohte er mit dem herausgeriſſenen Seitengewehr, ſo
daß die Leute erſchrocken zur Seite ſprangen. Der
Flüchtige wurde indes ſpäter eingeholt und zur Kaſerne
verbracht.
(*) Bad Nauheim, 31. März. Etwa 600 bis 700
Lehrer hatten ſich am 30. März zu der
Hauptver=
treterverſammlung des Landeslehrer
vereins eingefunden. Gleichzeitig tagten noch
der Feuerverſicherungsverband heſſiſcher
Lehrer und der Unterſtützungsverein für
proviſoriſch angeſtellte Schulverwalter und =
Ver=
walterinnen. Die Eröffnung der Verſammlung
im Sprudel=Hotel bildete eine Trauer=
Kund=
gebung für „Vater Backes”, den
Ehren=
obmann des Landeslehrervereins. Dann gelangte die
vom Vorſtand entworfene Geſchäftsordnung zur
An=
nahme. Aus dem Jahresbericht des Vereins ſei
ent=
nommen, daß die Mitgliederzahl auf 3430 geſtiegen iſt.
Die Rechnungsablage für 1909 zeigt kein erfreuliches
Bild, ſo daß eine Beitragserhöhung bald kommen
dürfte, zumal mit dem 1. Juli 1911 der Deutſche
Lehrerverein die Haftpflicht übernimmt.
Der Unterſtützungsverein zeigt ein Vermögen von
18076 Mark. An erkrankte Schulverwalter wurden
3005 Mark bezahlt. Dem Rechner Heck=Zwingenberg
wurde Entlaſtung erteilt. Der
Feuerverſicherungsver=
band hat dem Hauptverein 100 Mark bewilligt. Eine
längere Debatte entſpinnt ſich über einen Wunſch des
Bezirksvereins Hungen, betreffend die Schriftleitung
des „Schulboten”. Schließlich gelangt folgender
Dringlichkeitsantrag zur Annahme: „Die
Vertreterverſammlung iſt der Meinung, daß der
Vor=
ſtand ſatzungsgemäß gehalten iſt, jeden Antrag
recht=
zeitig in geeigneter Weiſe zur Kenntnis zu bringen.”
Die Satzungsänderung des Unterſtützungsvereins
wurde genehmigt, ebenſo zwei Unterſtützungen für
dauernd erkrankte Schulverwalter. Der
Bezirks=
verein Darmſtadt beantragt eine zeitgemäße
Umgeſtaltung des Vorſtandes, er ſtehe zu der
jetzigen Größe des Vereins und der ſtets wachſenden
Arbeit in keinem Verhältnis mehr. Es wird beſchloſſen,
den Vorſtand zu beauftragen, Vorſchläge über
Satzungs=
änderungen und Erweiterung des Vorſtandes
auszu=
arbeiten und der nächſtjährigen Vertreterverſammlung
vorzulegen. Der Antrag Michelbach, welcher die
Unter=
ſtützung des Antrages Köhler und des Gießener
Bür=
gervereins, betreffs Ferienordnung, fordert, wird
an=
genommen. Nach dem Antrag Oſthofen wird beſchloſſen,
dem Titelblatt des „Schulboten” zum Andenken an
Johann Schmitt beizufügen: „gegründet von Johann
Schmitt‟ Der Antrag des Bezirks Friedbera=
Bad Nauheim, betreffend Gewährung der früheren
Ortszulagen, findet die Sympachie der
Verſamm=
lung. Dem Antrag der Landtagsabgg. Pagenſtecher und
Schmitt, betreffend Witwen= und Waiſenverſorgung,
ſteht der Vorſtand vorläufig abwartend gegenüber. Der
Antrag des Vereins Gonſenheim, Weiſenau und Nieder=
Olm, welcher die Regelung der Lehrerwohnungsfrage
fordert, findet einſtimmige Annahme. Gegen 4 Uhr
waren die 5½ſtündigen Verhandlungen beendet. Es
ſchloß ſich ein gemeinſames Eſſen und die Beſichtigung
der neuen Werke und Anlagen, die zum Bade= und
Salinenbetrieb gehören, an.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. März. Für den
Großſchiffahrtsweg Berlin-Stettin ſind
jetzt die Erdarbeiten auf der ganzen Länge des Kanals
in Angriff genommen, mit Ausnahme der Strecke
Kreuzbuch=Hohenwerder Brücke, wofür die Pläne jetzt
auch endgültig feſtſtehen. Beſondere Schwierigkeiten
waren, nach der Zeitſchrift des Vereins deutſcher
Eiſen=
bahnverwaltungen, in den Moorwieſen bei Malz und
den Pechteichwieſen bei Zerpenſchleuſe zu überwinden,
wo der Kanal durch Sand= und Kiesdämme von dem
übrigen Gelände getrennt werden mußte. Erſt im
Schutze dieſer Dämme konnten die Moor= und
Schlammaſſen entfernt und die Kanalprofile
ausgear=
beitet werden. Mit den Erdarbeiten halten die
Kunſt=
bauten gleichen Schritt. Die Schleuſen, Wehre und
Brücken ſind zum großen Teil in ihrem Unterbau
fer=
tig, bei einzelnen Brücken iſt bereits mit dem
Auf=
ſtellen der eiſernen Oberbauten begonnen worden. Auch
die Herſtellung des Brückenkanals über die
vier=
gleiſige Berlin=Stettiner Eiſenbahn bei Eberswalde
iſt in Angriff genommen, während die Arbeiten am
Durchſtich Criewen=Schwedt bis auf geringfügige
Klei=
nigkeiten vollendet ſind. — In einem
Kinemato=
graphen=Theater, das ſich in einem drei Stufen
hoch gelegenen Laden des vierſtöckigen Hauſes an der
Ecke der Liebig= und Rathausſtraße zu Rummelsburg
befindet, entſtand geſtern abend in einem Apparat
Kurzſchluß. Infolgedeſſen ſchlug eine lange
Stich=
flamme von der Bühne in den Zuſchauerraum, ſo daß
ſich des Publikums große Aufregung bemächtigte. Da
viele Perſonen die beiden Türen nicht ſofort fanden,
ſtiegen etwa zwanzig Frauen und Männer durch die
aufgeriſſenen Fenſter ins Freie, wobei ſie die
Kin=
der im Theaterraum zurückließen. Die alarmierte
Feuerwehr ſtellte feſt, daß die vorgeſchriebenen
Sicher=
ungen ſogleich automatiſch gewirkt und das Feuer in
dem Apparat gelöſcht hätten, ſodaß ſich nur ein ſtarker
Rauch entwickelte. Dem Theaterbeſitzer wurde deshalb
geſtattet, ſeine Vorführungen fortzuſetzen.
Frankfurt, 1. April. Die „Frankf. Ztg.” teilt mit:
Das Polizeipräſidium hat auf Antrag des hieſigen
türkiſchen Generalkonſuls das weitere Auftreten der
Kleines Feuilleton.
* Das Ende einer berühmten
Schön=
heit. Wie aus New=York berichtet wird, ſtarb dort
dieſer Tage in einem armſeligen Stübchen völlig
ver=
einſamt und verarmt eine Frau, die vor etwa drei
Dezennien als die ſchönſte Frau der Vereinigten
Staaten geprieſen wurde. Luiſe Montague verdankte
ihren einſtigen „Weltruf” dem berühmten Barnumſchen
Zirkusreiter Adam Forepaugh, der zuerſt auf ihre
wunderbare Schönheit aufmerkſam geworden war und,
um dem mittelloſen, unbekannten jungen Mädchen
ſchnell zu Ruhm und Gold zu verhelfen, eine
Schön=
heits=Konkurrenz veranſtaltete, an der ſich zahlreiche
ſchöne Frauen und Mädchen Amerikas beteiligten. Wie
es der geniale Manegeheld nicht anders erwartet hatte,
wurde Miß Montague der Preis in Höhe von 10000
Dollar (40000 Mark) einſtimmig zuerkannt. Jahrelang
war die Schöne die Hauptattraktion der großen
„Show” bei deren Straßenumzügen ſie in einem
gol=
denen Triumphwagen, wie eine Göttin koſtümiert, in
ſchwellenden Seidenpolſtern ruhte. Auch in den
Zirkus=
vorſtellungen figurierte die Montague nur als das
Urbild vollendeter weiblicher Schönheit. Und die
kühlen Amerikaner gerieten außer ſich vor Entzücken
bei ihrem Anblick. Später ging Luiſe Montaque zur
Bühne, für die ſie nicht nur ungewöhnliche dramatiſche
Befähigung, ſondern auch einen ſehr ſchönen Sopran
mitbrachte. Nachdem ſie viele Jahre hindurch auf den
weltbedeutenden Brettern außerordentliche Triumphe
gefeiert hatte, zog ſie ſich ins Privatleben zurück, um
nun vergeſſen und verarmt zu enden.
** Einen Prozeß um das eigene Skelett
führt, wie aus Kopenhagen berichtet wird, ein reicher
Bürger aus Stockholm, Herr Albert Vyſtröm. gegen
das Königlich Däniſche Inſtitut für Anatomie. Vor
twa 20 Jahren unterzeichnete Vyſtröm einen Kontrakt
mit dem Inſtitute, in dem er ſich gegen Auszahlung
einer beſtimmten Summe verpflichtete, nach ſeinem
Tode ſeinen Körper dem Anatomiſchen Inſtitut zu
überweiſen. Mit den Jahren haben ſich die
Verhält=
niſſe Vyſtröms verändert, er iſt heute ein reicher Mann
und möchte um jeden Preis jenen Kontrakt auſheben
und ſich die Ruhe nach dem Tode ſichern. Als alle
Verhundlungen ſcheiterten, wurde das Gericht
ange=
rufen. Aber die Juriſten konnten den ſeltſamen
Ver=
trag nicht aufheben, er beſteht zu Recht. Das Gericht
wies Vyſtröm nicht nur ab, ſondern verurteilte ihn zur
Zahlung eines Schadenerſatzes an das Inſtitut, weil
er in Uebertretung des geſchloſſenen Vertrages ſich zwei
Zähne hatte ziehen laſſen, wozu er nur im
Einverſtänd=
nis mit dem Inſtitut für Anatomie berechtigt geweſen
wäre.
* Zehn Gebote für angehende Kompr
niſten. Leo Fall, der erfolgreiche Komponiſt d
„Dollarprinzeſſin” der „Geſchiedenen Frau” und de
„Fidelen Bauern” hat dem Wiener Mitarbeiter de
„Münchener N. N.” nachſtehende humorvolle Operette
muſiker=Regeln übergeben: Wenn du lange Haare haf
dann laſſe ſie dir ſchneiden. Mache nur Noten, di
Kurswert haben. Mit Verlegern verkehre nur au
Vorſchußweite. Studiere die alten Meiſter, laſſe di
aber nicht erwiſchen. Inſtrumentiere manchmal aue
ſelbſt. Wenn dein Konkurrent durchgefallen iſt, dan
bedauere ihn laut und überall. Merke dir: durchfalle
kann nur das Libretto. Trachte, daß bei deine
Premiere kein intimer Feind zugegen iſt. Schließ
keine Verträge, aber halte ſie ein. Gerecht iſt nur jen
Kritik, die lobt.
Harems=Truppe unterſagt und die
Auswei=
ſungaus Preußen gegen den Impreſario und die
Mitglieder der Truppe verfügt. Beſtimmend hierzu
war, daß das ganze Unternehmen ſich als ein
betrü=
geriſcher Unfug herausſtellte, und daß es ſich
ins=
beſondere weder um echte Haremsdamen noch um
Eunuchen handelte, vielmehr um Dienſtperſonal, ds
in keinerlei Beziehung zum Harem des früheren
Sul=
tans zu bringen iſt. Bedeutend erleichtert wurde dieſe
Feſtſtellung dadurch, daß der Impreſario Sarkany im
Dezember vorigen Jahres bereits in Berlin mit
ähn=
lichem Perſonal zu operieren verſuchte, aber durch das
Eingreifen des dortigen türkiſchen Generalkonſuls
ver=
hindert worden war. Die damals geſprengte Truppe
wurde durch das Perſonal einer anderen in Oeſterreich
wirkenden Truppe und durch deutſche Mädchen ergänzt
und trat dann in Sachſen, Baden und Heſſen und
ſchließlich auch in Frankfurt auf. Die türkiſche
Bot=
ſchaft in Berlin hatte Veranlaſſung genommen, die
Schritte des hieſigen Generalkonſuls durch einen
hier=
her beorderten türkiſchen Sekretär und durch die dort
befindlichen Akten zu unterſtützen. Der in der Truppe
die Hauptrolle ſpielende Major Bertrand gehört
üb=
rigens nicht mehr zur türkiſchen Armee. Nun wird es
wohl mit dem Schwindel der Harems=Schauſtellungen
in mehr oder weniger intimen Theatern endgültig
vorbei ſein.
Einer ſpäteren Meldung zufolge ſind die
ausge=
wieſenen ſogenannten Haremsdamen auf Koſten des
türkiſchen Generalkonſulats mit dem Schnellzug über
Wien nach Konſtantinopel abgereiſt. — Die Direktion
des Intimen Theaters teilt mit, daß ſie ſelbſt, wie ſie
der Behörde beweiſen konnte, über die Echtheit der
Truppe getäuſcht worden iſt.
Frankfurt, 31. März. Gegen das Urteil des
hieſigen Kriegsgerichts, durch welches der
Haupt=
mann Malotki von Hrzebiatowski vom 81.
Infanterie=
ment wegen unerlaubter Entfernung zu drei Monaten
Feſtungshaft verurteilt worden war, hatte der
Ge=
richtsherr Berufung eingelegt. Das Oberkriegsgericht
des 18. Armeekorps erhöhte heute die Strafe auf ein
Jahr und einen Monat unter Anrechnung der
Unter=
ſuchungshaft und erkannte außerdem auf
Dienſt=
entlaſſung.
Frankfurt, 31. März. Auf dem Ausſtellungsplatze
der Internationalen Ausſtellung für Sport und Spiel
ſtürzte heute vormittag ein Gerüſt zuſammen
und begrub den Zimmermann Franz Krüger unter ſich.
Krüger erlitt einen ſchweren Schädelbruch und mußte
ins Krankenhaus gebracht werden.
Mannheim, 31. März. In der verfloſſenen Nacht
iſt, dem „Mannheimer Generalanzeiger” zufolge, der
langjährige Direktor der Rheiniſchen Kreditbank in
Mannheim, Iſidor Haas, nach längerem Leiden im
Alter von 60 Jahren geſtorben.
Gelſenkirchen, 31. März. Heute nacht gegen 2½ Uhr
ereignete ſich auf dem Wetterſchacht des Schachtes I der
Zeche „Dahlbuſch” in Rotthauſen bei
Reparaturarbei=
ten eine Schlagwetterexploſion, von der fünf
Leute betroffen wurden. Von dieſen ſind bis jetzt einer
tot und zwei ſchwerverletzt zu Tage gebracht worden.
Zwei Schachthauer ſind in den Schacht geſtürzt und
dabei vermutlich zu Tode gekommen. Man hofft, ſie
noch im Laufe des Tages zu bergen. Der Betrieb der
Zeche iſt nicht geſtört.
Kopenhagen, 30. März. Im Gefängnis zu
Hol=
baek auf Island brach unter den Geſangenen eine
große Meuterei aus. Etwa 30 Sträflinge hatten
ſich über das Mittageſſen beklagt und ſich geſtern
nach=
mittag geweigert, an die Arbeit zu gehen. Gegen
Abend verſuchten einige Gefangene auszubrechen. Als
der Inſpektor und die Aufſichtsbeamten ſie daran
hin=
dern wollten, wurden ſie von den übrigen Gefangenen
mit allerlei Gerätſchaften tätlich angegriffen, während
andere verſuchten, mit ſchweren Hämmern die
Eiſen=
ſtangen der Fenſter zu zertrümmern. Inzwiſchen war
die Polizei alarmiert worden, der es nach hartem
Kampfe gelang, die Gefangenen in ihre Zellen
zurück=
zutreiben. Fünf Gefangene ſind ausgebrochen und
konnten bisher nicht ergriffen werden.
Paris, 31. März. In Nimes wurde geſtern abend
der Arzt Dr. Brenges unter dem Verdachte
verhaf=
tet, ſeinen Schwager, den Aſtronomen Charlois in
Nizza ermordet zu haben. Bei einer Durchſuchung
wurde im Ueberrock des Dr. Brenges ein Revolver,
ſo=
wie ein Blatt blaues Papier gefunden, welches
durch=
aus demjenigen gleicht, deſſen ſich der Mörder bediente,
als er Charlois unter der Vorſpiegelung, daß ein
Tele=
gramm für ihn eingetroffen ſei, auf die Straße lockte.
Dr. Brenges beteuert, daß er unſchuldig und das Opfer
eines ſchweren Irrtums ſei.
Paris, 31. März. In Luzarches bei Point=Oiſe
(Departement Seine=Oiſe) ging geſtern ein mit vier
Perſonen bemannter Luftballon nieder.
Zahl=
reiche Dorfbewohner eilten herbei, um den Luftſchiffern
bei der Landung behilflich zu ſein, als der Ballon
plötzlich explodierte. Drei der Luftſchiffer, ſowie
vier andere Perſonen erlitten ſchwere Brandwunden.
Es heißt, daß die Exploſion dadurch entſtanden ſei, daß
ein Radfahrer in böswilliger Abſicht ein brennendes
Zündholz auf den Ballon geſchleudert habe.
Paris, 31. März. In Nizza wurde der Mörder
des Hauptmanns Chupin verhaſtet. Es iſt dies ein
Soldat des 111. Infanterieregiments namens Gardais,
welcher ſein Verbrechen bereits eingeſtanden hat. Als
ſein Mitſchuldiger wurde ein zweiter Soldat namens
Vanhoure feſtgenommen. — Aus Chambery wird
ge=
meldet: Der Großrabbiner von Mancheſter Dr.
Co=
hen wurde in einem Eilzuge zwiſchen Baroneechia
und Modane von einem Mitreiſenden, der ihn durch
eine narkotiſche Zigarre betäubt hatte, vollſtändig
aus=
geplündert. Dr. Cohen konnte nur mit Mühe von
einem Arzt aus ſeinem lethargiſchen Zuſtande
aufge=
weckt werden.
Monte Carlo, 30. März. Fürſt Albert von
Monaco gab im Feſtſaale des Ozeanographiſchen
Muſeums ein Frühſtück zu 600 Gedecken. Zur
Rechten des Fürſten ſaßen der Herzog von Urach und
Großadmiral Köſter, zu ſeiner Linken Miniſter Pichon
und Profeſſor Princk. Bei dem Frühſtück brachte Fürſt
Albert einen Trinkſpruch auf die Staatsoberhäupter
aus, indem er ausführte, er ſchätze ſich glücklich, daß die
heutige Feier Zeugnis ablege für den Geiſt der
Ein=
mütigkeit im Fortſchritt der Ideen und Sitten, der
einen weiteren Schritt in der Annäherung der Nationen
unter der Aegide der Wiſſenſchaft bedeute. Der frühere
Präſident von Frankreich, Loubet, erwiderte namens
des Verwaltungsrates des Ozeanographiſchen Inſtituts
und pries das Werk des Fürſten, das die Gelehrten der
ganzen Welt anziehe und ein immer größeres
Unter=
pfand der Fortentwickelung der Friedensideen durch
die Wiſſenſchaft bilden werde.
Katanig. 30. März. Die Tätigkeit des Aetna
nimmt zu. Der Lavaſtrom bewegt ſich auf die Oxtſchaft
Beite 5.
Nummer 75.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
Borello zu, der er auf zwei Kilometer
nahegekom=
men iſt.
Alexandrien, 30. März. Prinz und
Prinzeſ=
ſin Eitel Friedrich traten an Bord der „
Schles=
wig” vom Norddeutſchen Lloyd die Reiſe nach Jaffa
zur Teilnahme an den Einweihungsfeierlichkeiten in
Jeruſalem an. — Rooſevelt ſetzte auf dem Dampfer
„Prinz Heinrich” des Norddeutſchen Lloyd die Reiſe
nach Neapel fort, wo die Ankunft fahrplanmäßig am
Samstag erfolgt.
der 7. Kompagnie des 135. Infanterie=Regiments und
der Huſar Gerkſen von der 5. Schwadron des 13.
Huſa=
ren=Regiments als Verletzte vom Garniſonlazarett in
Köln gemeldet worden ſind, nunmehr 55.
* Mülheim a. Rh., 31. März. Die Zahl der in
dem verunglückten Militärzuge befindlichen
Per=
ſonen ſoll 460 betragen haben.
Der Lokomotivführer des Luxuszuges,
wel=
cher geſtern auf den Militärzug auffuhr, iſt verhaftet
worden.
Luftſchiffahrt.
* Düſſeldorf, 30. März. Die
Stadtverordne=
tenſitzung ſtimmte heute einem Vertrage mit der
Deut=
ſchen Luftſchiffahrtsgeſellſchaft über die
Veranſtaltung von Flügen von Düſſeldorf aus in der
Zeit vom 18. Juni bis 31. Juli und vom 1. Oktober
1910 bis 31. Mai 1911 zu, in dem ſich die Stadt
verpflich=
tet, außer entſprechender Herrichtung des
Landungs=
platzes eine Ballonhalle zu bauen. Die der Stadt
ent=
ſtehenden Koſten werden 109000 Mark betragen.
Außerdem wurde beſchloſſen, der Düſſeldorfer
Orts=
gruppe des Deutſchen Luſtflottenvereins für
Veranſtalt=
ung von Schauflügen eine Beihilfe von 3000 Mark zu
gewähren.
Sport.
— Radſport. Sonntag, den 3. April, findet die
erſte diesjährige Gaufahrt des Gaues 9 (Frankfurt) des
Deutſchen Radfahrerbundes ſtatt. Sammelpunkt iſt
mittags 12 Uhr im „Adler” zu Groß=Gerau.
Da=
ſelbſt um 1 Uhr Abfahrt über Biſchofsheim, Koſtheim,
Kaſtel, Mainz, nach dem „Schützengarten” in
Gonſen=
heim. Die Rückfahrt erfolgt 6 Uhr abends über
Hoch=
heim.
sr. Die Berliner Ringkämpfe brachten
am letzten Abend im Palaſt=Theater die erſte
Begeg=
nung zwiſchen dem Dänen Pederſen und dem
deut=
ſchen Meiſterringer Pohl, die nach intereſſantem
Kampfe nach 30 Minuten unentſchieden verlief. Dagegen
ſiegte Bahn=Bremen über Maſſetti=Italien in 16 Min.
40 Sek. und Clement d’Angers=Belgien über den Neger
Zippes in 56 Min. 46 Sek. — Im Zirkus Sarraſani
warf Koch=Deutſchland nach 50 Minuten van der Berg=
Holland und Michailoff=Rußland triumphierte über
den Franzoſen Cazeau in 38 Min. 20 Sek.
Das Eiſenbahnunglück bei Mülheim.
* Mülheim (Rhein), 31. März. Das
Eiſen=
bahnunglück ereignete ſich in der Nähe der
Ueber=
führung an der Gladbacher Straße, 700 bis 800 Meter
vom Bahnhoſ entfernt. Der von Düſſeldorf kommende
Militärzug hatte Halteſignal und durfte in den
Bahn=
hof nicht einfahren. Die Lokomotive des Expreßzuges
fuhr bis in die Hälfte des letzten Wagens des
Mlitär=
zuges und bildete mit dieſem eine kompakte Maſſe, die
nur mit Mühe von Lokomotiven auseinandergezogen
werden konnte. Der letzte Wagen iſt zur Hälfte
zer=
trümmert. Die darin befindlichen Militärperſonen
mußten durch das Dach, das abgehauen werden mußte,
herausgezogen werden. Der zweitletzte Wagen blieb
ziemlich unverletzt. Der dritte Wagen fuhr durch den
vierten durch und durch und raſierte ihn zu Trümmern
und Splittern von dem Wagengeſtell herab. In dieſem
Wagen konnte kaum einer mit dem Leben
davon=
kommen. Der fünſte bis ſiebente Wagen ſind nur zum
kleinen Teil beſchädigt. Die Wagen waren ſämtlich
dritter Klaſſe. Der Expreßzug blieb faſt ganz
un=
beſchädigt und konnte nach Köln weiterſahren. Einige
Paſſagiere haben leichte Verletzungen erlitten. Bei
dem Zuſammenprall haben ſich die fünf großen,
vier=
achſigen Vierzig=Tonnen=Wagen der Internationalen
Eiſenbahnen=Schlafwagengeſellſchaft voll bewährt. Nur
an einem waren die Puffer ſo ſtark beſchädigt und
ver=
bogen, daß der Wagen in Köln vor der Weiterfahrt des
Zuges nach Genua ausgeſetzt werden mußte. Von den
von Altona aus gekommenen zwölf Fahrgäſten des
Lloydexpreßzuges iſt glücklicherweiſe niemand verletzt
worden. Dieſe haben in Mülheim den Llondexpreß
verlaſſen und mit anderen Zügen die Weiterreiſe
ſort=
geſetzt. Im Speiſewagen des Lloydexpreß war bei dem
Zuſammenſtoß alles durcheinander geworfen. Der
Oberkellner des Speiſewagens erlitt einen Stoß an den
Kopf; er war aber doch in der Lage, nach ſeiner Heimat
Hamburg gleich wieder weiterzureiſen. Der
Küchen=
chef erlitt einen Nervenchock und mußte in ärztliche
Behandlung gegeben werden.
Eiſenbahnminiſter v. Breitenbach, der zur
Be=
ſichtigung der neuen Bahnſtrecke Köln=Südbrücke=Kalk
zufällig ſich hier befand, iſt ſofort an der Unfallſtelle
er=
ſchienen. Die Angaben über die Zahl der
Verwunde=
ten ſchwanken beſtändig, weil ſich nachträglich noch
Leichtverletzte melden, die im Vahnhofsreſtaurant
ver=
bunden worden ſind. Ihre Zahl ſoll ſich auf gegen 100
belaufen. Die Zahl der Toten wird neuerdings mit
19 angegeben, die der Schwerverletzten mit 50. Die
Soldaten gehören dem in Straßburg i. E. bezw. Metz
garniſonierenden 130. und 144. Infanterieregiment
an. Sie wollten ſich aus Wanne, Hamm und Soeſt in
ihre Garniſonen begeben.
Nach amtlicher Feſtſtellung wurden bei dem
geſt=
rigen Zuſammenſtoß des Luxuszuges 174 mit dem
Militärurlauberzug 40 von den Militärperſonen 19
getötet und 43 mehr oder weniger ſchwer
verletzt. Auf Anfrage wird vom
Eiſenbahnmini=
ſterium folgendes über das Unglück mitgeteilt: Die
Schuld an dem Unglück trifft höchſtwahrſcheinlich den
Führer des Expreßzuges, der das Halteſignal
über=
fuhr und dadurch ſeinen Zug auf den Militärzug
ſteuerte. Von Berlin aus iſt Geheimer Oberbaurat
Breuſing vom Eiſenbahnminiſterium nach Mülheim
abgereiſt. Die Bergung der Toten und Verletzten
ge=
ſtaltete ſich äußerſt ſchwierig. Beſonders bei den
in=
einandergeſchobenen Wagen machten die Verſuche, in
das Innere der Wagen zu dringen, anſänglich
unüber=
windliche Schwierigkeiten. Es bedurfte ſtundenlanger
Arbeit, ehe die anſtrengenden Arbeiten von Erfolg
be=
gleitet waren. In den Abendſtunden trafen bereits
aus Weſtfalen zahlreiche Familien in Mülheim ein
und erkundigten ſich nach ihren Angehörigen. Der
Gouverneur von Köln weilte an der Unglücksſtelle und
beſuchte auch die im Hoſpital liegenden ſchwer
verwun=
deten Soldaten.
* Mülheim a. Rh., 31. März. (Amtlich.) Vo
den bei dem Mülheimer Eiſenbahnunfall am geſtrige
Tagen verletzten Soldaten iſt der Musketier Oſterlan
von der 8. Kompagnie des Infanterie=Regiments 18
im Städtiſchen Krankenhauſe zu Mülheim geſtorbe
Dadurch erhöht ſich die Zahl der Toten auf 2C
Die Zahl der verletzten Soldaten beträgt, nachde
noch die Musketiere Schmalz von der 11. Kompagni
des 131. Infanterie=Regiments, Sperling von der
Kompagnie des 135. Inſanterie=Regiments, Epl vot
Schwere Gasexploſion in Breslau.
* Breslau, 30. März. Im Hauſe
Einbaum=
ſtraße Nr. 4 erfolgte heute abend gegen 8 Uhr eine
ſchwere Gasexploſion. Sämtliche Türen und
Fenſter wurden herausgeriſſen. Einem am Hauſe
vor=
übergehenden Herrn wurde von der herausſtürzenden
Haustüre der Kopf zerſchmettert. Das Haus iſt
ein=
geſtürzt. Die Feuerwehr arbeitet an der Rettung
der Verſchütteten. Bis um 10 Uhr wurden acht Tote
und Schwerverwundete geborgen.
* Breslau, 30. März. Die ſchwere
Gasexplo=
ſion, durch die drei Menſchen getötet und
fünf ſchwer verletzt worden ſind und die einen
enormen Materialſchaden zur Folge hatte, entſtand
dadurch, daß ein im erſten Stock wohnender Lehrer,
dem ein intenſiver Gasgeruch auffiel, den Hausmeiſter
veranlaßte, ſich in eine zur Zeit leerſtehende Wohnung
im Erdgeſchoß zu begeben. Unvorſichtigerweiſe betrat
der Hausmeiſter trotz der Warnung des Lehrers die
leerſtehende Wohnung mit einem brennenden Lichte.
In demſelben Augenblicke erfolgte eine heftige
Detona=
tion. Sämtliche Fenſterſcheiben flogen heraus und der
hintere Teil des Hauſes ſtürzte krachend zuſammen.
In allen Etagen wurden Schreckensrufe laut. Auch in
der weiteren Umgebung wurden Scheiben zertrümmert
und Fenſterkreuze herausgeriſſen. Den Lehrer fanden
die alsbald herbeigeeilten Polizei= und
Feuerwehr=
mannſchaften in einer Ecke der Parterrewohnung zwar
noch lebend auf, doch ſtarb er auf dem Wege nach dem
Krankenhauſe. Der Hausverwalter iſt
merkwürdiger=
weiſe mit leichteren Verletzungen davongekommen;
ſein Sohn und ſeine drei Töchter wurden ſchwer
ver=
letzt unter den Trümmern hervorgezogen. Ein
ande=
res Kind des Lehrers konnte noch nicht geborgen
werden.
* Breslau, 31. März. Bei der geſtrigen
Explo=
ſion in der Einbaumſtraße wurden drei Perſonen
getötet und neun mehr oder weniger
ſchwer=
verletzt. Die Toten ſind: Lehrer Platzek und ſein
ſechs Monate altes Kind, das heute früh aus den
Trüm=
mern geborgen wurde; der Elektrotechniker Reinberger,
der geſtern beim Vorbeigehen an dem Hauſe einen
ſchweren Schädelbruch erlitten hat und den
Verletzun=
gen heute früh im Krankenhaus erlegen iſt. Die
Ver=
letzten ſind alle außer Lebensgefahr. Die Exploſion
wurde dadurch herbeigeführt, daß aus den Gasröhren,
von denen die Meſſingverſchlußmuffen geſtohlen waren,
aus der leerſtehenden Wohnung im Parterre Gas
aus=
ſtrömte, das explodierte, als die Wohnung mit einer
Laterne betreten wurde.
Das Brandunglück in Ungarn.
* Peſt, 29. März. Miniſterpräſident Graf Khuen
richtete an den Szartmarer Obergeſpan eine Depeſche,
worin er ſeiner großen Beſtürzung und ſeinem tieſen
Schmerz über die niederſchmetternde Kataſtrophe von
Oekörito Ausdruck gibt, die 300 Menſchen grauenvoll
dahingerafft und das ganze Land in Trauer verſetzt hat.
Der öſterreichiſche Miniſterpräſident Baron Bienerth
ſprach in einem Telegramm an Khuen das wärmſte
Bei=
leid der öſterreichiſchen Regierung aus. An der
Unglücks=
ſtätte in Oekörito ſuchen die Leidtragenden ſeit 36 Stunden
nach den Körperteilen ihrer Angehörigen, doch ſind viele
Leichen nicht erkennbar. Mit der Wegſchaffung der Leichen
wurde ſchon geſtern begonnen. 125 unerkannt
ge=
bliebene Leichen wurden noch nachts in ein
gemein=
ſames Grab beſtattet. Gendarmen mußten die Leute
ge=
waltſam zum Friedhof treiben und ſie nötigen, das
Maſ=
ſengrab fertigzuſtellen. Die Leichen wurden in zwei Reihen
übereinander beigeſetzt. Die Glocken läuteten
ununterbro=
chen. Der Seelſorger der reformierten Gemeinde geht von
Haus zu Haus mit einer ſchwarzen Fahne und verrichtet
Gebete. 139 Leichen wurden bisher erkannt. Von den 70
ſchwerverletzten Perſonen ſind bisher 3 den Verletzungen
erlegen. Faſt jede Familie der Ortſchaft betrauert einen
oder mehrere Tote. Es gibt Häuſer, von wo vier bis
fünf Särge zum Friedhof getragen wurden. Den ganzen
Tag fanden Leichenbegängniſſe ſtatt. Die Hinterbliebenen
ſind zumeiſt alte Leute, die ihre jungen, blühenden
Kin=
der beweinen. Von der Scheune, in der ſo viele Menſchen
ihr Leben verloren haben, iſt nur ein einziger
Trümmer=
haufen übrig geblieben.
* Peſt, 30. März. Erſt heute läßt ſich der ganze
Um=
fang der Kataſtrophe von Oetkörito
über=
ſehen. Die Zahl der Toten beläuft ſich auf 325, doch
dürfte ſich dieſe Zahl infolge des mehr als bedenklichen
Zuſtandes vieler Verletzten auf 330 bis 335 erhöhen. Im
Laufe des heutigen Tages werden die agnoszierten
Lei=
chen in Oetkörito und den Nachbardörfern beſtattet
wer=
den.
* Peſt, 30. März. Kaiſer Wilhelm richtete an
Kaiſer Franz Joſef anläßlich der Brandkataſtrophe in
Oekörito ein in den herzlichſten Ausdrücken gehaltenes
Beileidstelegramm, in dem er ſeine innigſte Teilnahme
ausſprach. Kaiſer Franz Joſef dankte telegraphiſch für
die Beileidskundgebung.
Handel und Verkehr.
H. Frank furt a. M., 31. März. (
Frucht=
marktbericht.) Am Wochenmarkte war nur ein
mäßiger Verkehr vorhanden, aber die veränderliche
Witterung zeitigte wieder höhere Forderungen.
Land=
weizen und Landroggen wurden beſſer bezahlt; doch der
Konſum nahm nur das Aeußerſte auf. Gerſte ohne
weſentliche Veränderung, hingegen Haſer ebenfalls
an=
ziehend, wobei trotzdem etwas mehr Nachfrage
vor=
herrſchte. Mais preishaltend. Futterartikel ruhig
und zu vorwöchigen Preiſen erhältlich. In Mehl war
der Bedarf ſehr ſchwach, aber die Preiſe nicht billiger.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
ruhig und die Verkäufer ſind etwas nachgiebiger.
An der Berliner Produktenbörſe war
Getreide anfangs ſchwächer auf Realiſationen, dann
befeſtigt auf die Meldungen von Schneefällen und Froſt
in den Provinzen. Hafer ruhig, das Angebot war nicht
zu ſtark, aber der Konſum iſt kleiner geworden.
Nach den letzen Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (New=
York und Chicago) verkehrte anfangs Weizen, auf die
ungünſtigen Witterungsberichte und ungenügenden
Regen in Kanſas, im Verein mit Käuſen der
Kom=
miſſionshäuſer in feſter Haltung. Später trat Ab=
ſchwächung ein, auf beſſeres Wetter im Weſten und
Abgaben Armours. Mais variierte in
Uebereinſtim=
mung mit Weizen. Kleinere Ankünfte im Innern
führten zu Meinungskäufen; auf Realiſationen
er=
folgte gleichfalls kleinere Ermattung. Die ſichtbaren
Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 26,80 Mill.
Buſhels auf 27,62 Mill. Buſhels geſtiegen, dagegen die
Maisvorräte von 14,46 Mill. Buſhels auf 14,18 Mill.
Buſhels zurückgegangen. In Kanada ermäßigten ſich
die Weizenvorräte in dieſer Woche von 10,38 Mill.,
Buſhels auf 10,10 Mill. Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 22,70—22,75, nordd.
22,70—22,75, kurheſſiſcher 22,70—22,75, rumäniſcher
23,75—24,25, Redwinter 23,75—24,50, ruſſiſcher 23,75 bis
24,50, Laplata 23,75—24,50, Donauweizen 23,75—24,25,
Kanſas 23,75—24,50, Walla Walla 23,75—24.50 Mk.;
Roggen, hieſiger 16,50—16,60, bayeriſcher (Pfälzer)
16,50—16,60, ruſſiſcher ——, amerikaniſcher
rumäniſcher —— Mk:; Gerſte Pfälzer 16,50—17,
hieſige und Wetterauer 16—16,50, Riedgerſte 16,50—17,
ungariſche 23—23,75, fränkiſche 16,50—17, ruſſiſche
Futtergerſte 12,75—13,50 Mk.; Hafer, hieſiger 16,25
bis 17, bayeriſcher 16,25—17, ruſſiſcher 16,50—17,25,
amerikaniſcher
rumäniſcher 16,50—17,25 Mk.;
Mais, mixed 16—16,25, ruſſiſcher 16,30—16,40,
Donau=
mais 16 40—16,60, rumäniſcher 16,30—16,40, weißer
Mais 16,30—16,40, Laplata 16,25—16,50 Mk.;
Weizen=
ſchalen 10,50—10,75 Mk.; Weizenkleie 10—10,25 Mk.;
Roggenkleie 10—10,50 Mk.; Futtermehl 12,50—13 Mk.;
Biertreber, getrocknete 13,10—13,60 Mk.; Weizenmehl,
hieſiges Nr. 0 31,50—31,75, feinere Marken 32—32,25,
Nr. 1 30—30,25, feinere Marken 30,50—30,75, Nr. 2
29—29,25, feinere Marken 29,50—29,75, Nr. 3 28—28,25,
feinere Marken 28,50—28,75. Nr. 4 27,50—27,75, feinere
Marken 28—28,25 Mk.; Roggenmehl, hieſiges Nrzed
23,75—24, Nr. 1 20,75—21, Nr. 2 16,75—17 Mk.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktioh
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Mit lebhaftem Bedauern haben in dieſen Tagen
viele von der Stellungnahme der Bürgermeiſterei und
einer Mehrheit der Stadtverordneten=Verſammlung zu
dem Geſuch des Allgemeinen Deutſchen Frauenvereins
bezüglich Ueberlaſſung von Schulräumen und eines
Zuſchuſſes zur Errichtung eines zweiten Mädchenhortes
Kenntnis genommen. Der Einſender fühlt ſich
ver=
pflichtet, die Frage, die ihm im Intereſſe unſerer
Ju=
gend und weiter Kreiſe der Einwohnerſchaft am Herzen
liegt, über die er ſich auch immer eingehend unterrichtet
hielt, vor der Oeffentlichkeit nochmals zu erörtern.
Während, ſo lange er ſich erinnern kann, die
Knaben=
arbeitsanſtalt in Darmſtadt von der Bürgermeiſterei
in jeder Weiſe gefördert und bei vielen Gelegenheiten
in den Mittelpunkt des öffentlichen Intereſſes und der
allgemeinen Aufmerkſamkeit geſtellt wurde, ſchien man
es ganz zu überſehen, daß auch weibliche Jugend
vor=
handen iſt, die einer ſittlichen Gefährdung und
Ver=
wahrloſung in den unbeaufſichtigten Stunden nach der
Schule bis zum Abend in weit höherem Grade als
Knaben ausgeſetzt iſt. Die Verrohung und
Verwahr=
loſung der Mädchen als zukünftige Mütter dürfte ſich
viel einſchneidender ſpäter im Familienleben und im
Volk bemerkbar machen. Nehmen wir an, daß
Zwangs=
erziehungskoſten trotz Fürſorge auch für Knaben nötig
werden, ſo ſind für den Stadtſäckel ein großer Teil
Armenkoſten an verwahrloſte Familien, Alimente für
uneheliche Kinder und dergleichen mehr die Buße für
Unterlaſſungsſünden in der Erziehung und Bewahrung
der weiblichen Jugend.
Mit vielem Verſtändnis, großer Energie und unter
mannigfachen Opfern an perſönlicher Hingabe, an Zeit
und Geld haben endlich dieſe Frauen in Darmſtadt
Beſſerung zu ſchaffen geſucht durch Einführung der
Horte, die etwas ganz anderes ſind und ſein wollen
als die Strickſchulen, die ſchon beſtanden und noch
beſtehen. Von den Erfolgen der zwei Jahre können
nicht nur die Eltern, ſondern auch die Lehrer und
Lehrerinnen berichten; ebenſo ſpricht für dieſe Erfolge
der Umſtand, daß nahezu 100 Kinder dringend um
Auf=
nahme bitten, die man ihnen zu gewähren außerſtande
iſt. Mit großem Erſtaunen vernimmt man da die
Kunde von der Verweigerung des Allernötigſten, der
Räume. Daß der Finanzausſchuß zurzeit zu negativen
Reſultaten kommen muß, iſt verſtähidlich, wenn auch
nicht unbedingt notwendig. Der Herr
Oberbürger=
meiſter meinte ſehr richtig, Vereine müßten für ihre
Aufgaben ſelbſt ſtehen und dürften die Stadt erſt ſin
zweiter Linie zur Hilfe heranziehen. Doch darf dem
entgegengehalten werden, daß der Frauenverein zu dem
Hort 15—20 Arbeitskräfte ſtellt, 50 Kinder täglich mit
Milch und Brot ſpeiſt, eine ausgebildete Lehrerin zahlt
und das Arbeitsmaterial für die Kinder liefert, ſo daß
er nach unſerer Rechnung bei einem ſtädtiſchen Zuſchuß
von 500 Mark mindeſtens noch 1500 Mark jährlich
da=
zulegen muß, und das Häuflein Frauen, das den Mut hat,
für die Zukunft noch das Doppelte leiſten zu wollen.
verdient da ſicher Anerkennung. Ein zweiter Hort
ſcheint dringend nötig, und wir möchten die Großh.
Bürgermeiſterei und Herren Stadtverordneten, recht
dringend um nochmalige Erwägung wenigſtens
bezüg=
lich der Räume bitten.
K.
Vermiſchtes.
* Falſche Informierung eines
Redak=
teurs. Ein ſehr beachtenswertes Urteil hat das
Schöf=
fengericht Augsburg ausgeſprochen. Eine Zeitung muß
ſich in ihren Berichten vielſach auf Gewährsmänner
ſtützen. In nicht wenig Fällen aber werden die Zeitungen
falſch informiert, manchmal auch wiſſentlich falſch, und der
verantwortliche Redakteur muß dann dafür büßen, daß
ein anderer es unternommen hat, unter dem Schutze des
Redaktionsgeheimniſſes unwahre Behauptungen in die
Welt zu ſetzen. Ein ſolcher Gewährsmann wurde vom
Schöffengericht Augsburg wegen „Beleidigung” zu 14
Ta=
gen Gefängnis verurteilt. Der Beſtrafte hatte den Redakteur
ſchon in einem früheren Falle falſch informiert, was
die=
ſem eine Geldſtrafe eintrug. Das Gericht bemerkte
aus=
drücklich, die Handlungsweiſe des Verurteilten müſſe umſo
ſchärfer geahndet werden, weil ſich ein Redakteur unbedingt
auf ſeine Gewährsmänner verlaſſen müſſe!
Literariſches.
Erlebniſſe eines Feldbeamken im
deutſch=franzöſiſchen Kriege 1870/71. Nach
ſeinen Erinnerungen niedergeſchrieben von Hermann
Freyer. Verlag von H. L. Schlapp. Darmſtadt.
1.50 Mk. broſchiert, 2 Mk. gebunden. In hübſcher,
ge=
fälliger Ausſtattung legt uns der Verfaſſer mit dieſem
173 Seiten ſtarken Buche eine Erinnerungsgabe an den
großen Feldzug auf den Tiſch, wie ſie in ihrer Eigenartz
Seite G,
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 4. April 1910.
Nummer *25.
wohl noch nirgends im Buchhandel erſchienen iſt. Wir
haben hier unſeres Wiſſens zum erſten Male die Berichte
eines Feldbeamten vor uns, der als Unteroffizier und
Zahlmeiſter=Aſpirant des XI. Armeekorps das Ulanen=
Regiment Nr. 6 von Mühlhauſen i. Thär. aus begleitete,
wo es damals in Garniſon ſtand, ehe es nach Hanau
verlegt wurde. In lebenswahrer Treue, wobei der
trockene Beamtenſtil durch Humor und ſichere
Beob=
achtungsgabe wirkſam in den Schatten geſtellt wird,
führt uns der Verfaſſer ſeine tragiſchen und heiteren
Er=
lebniſſe, wie ſie der Krieg eben in buntem Wechſel
durch=
einanderwürfelt, greifbar vor Augen. Nicht bloß der
älteren Generation in unſerem Leſerkreiſe, die jene
glor=
reiche Zeit noch ſelbſt mit erlebt hat, nein, auch der
jüngeren wird das Buch eine intereſſante und belehrende
Lektüre ſein, in erſter Linie natürlich für alle, welche den
ſchweren Beruf eines Militärbeamten erwählen und
unter Umſtänden auch einmal in die Lage des
Ver=
faſſers kommen können. Dieſe werden beſonders aus
dem Verhalten des Verfaſſers lernen können, wie ſie in
den ſchwierigſten Lebenslagen mit Geſchick, Mutterwitz,
Unerſchrockenheit und Geiſtesgegenwart doch immer Herr
der Lage ſein können.
— Chantecler, der Held in Roſtands Tierdrama,
iſt dank einer ungeheueren Reklame noch immer an
der Tagesordnung, und von der Seineſtadt aus
ver=
breitet ſich in der europäiſchen Damenwelt eine wahre
Chanteclermode=Epidemie. Glücklicherweiſe iſt aber
auch für Abwechſelung geſorgt, wie uns ein Blick in
die neueſte, prachtvolle Nummer des tonangebenden
Weltmodenblattes „Große Modenwelt” mit
bun=
ter Fächervignette, Verlag John Henry Schwerin,
Berlin W. 57, zeigt, die einen Ueberblick über das
ganze Gebiet der gegenwärtig herrſchenden Mode
ge=
währt und zugleich die äußerſt billige
Selbſtanfertig=
ung jedes Koſtüms ſelbſt der Unerfahrenſten auf
ein=
fache Weiſe lehrt. Ebenſo iſt ein anderes Blatt aus
demſelben rührigen Verlag zu erwähnen, das in
kei=
nem mit Kindern geſegneten Hauſe fehlen dürfte: es
iſt dies das erſte und älteſte Blatt dieſer Art: Die
Mo=
natsſchrift „Kindergarderobe”, die die
Selbſt=
anfertigung der Mädchen= und Knabenkleider lehrt
und daneben den Müttern und Erziehern ein wahrer
Mentor iſt, ſowie den Kleinen jede Art von
Zeitver=
treib verſchafft. „Kindergarderobe” mit den 6
illu=
ſtrierten Gratis=Beilagen: „Im Reiche der Kinder”,
„Für die Jugend”, „Praktiſche Hausfrau”, „
Kinder=
arzt” „Winke für Mütter” und „großer Schnittbogen”
bezieht man für nur 60 Pfg. pro Quartal von allen
Buchhandlungen und Poſtanſtalten. Gratis=
Probe=
nummern durch erſtere und den Verlag John Henry
Schwerin, Berlin W. 57.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Halle a. S., 31. März. Heute nacht wurde auf dem
hieſigen Güterbahnhofe ein Getreideſpeicher der Firma
H. Windesheim u. Ko. vollſtändig durch Feuer
zerſtört.
* Chemnitz, 31. März. Der Arbeiter Max Mann
aus Mittweida tötete heute mittag, wie die „Allgem.
Zeitung” meldet, ſeine beiden Kinder im Alter von 2
und 4 Jahren und dann durch Meſſerſtiche die 14jährige
Tochter der abweſenden Wirtin. Die Wirtin ſelbſt
wurde, als ſie nach Hauſe zurückkehrte, ebenfalls von
Mann überfallen und getötet. Der Mörder legte
hier=
auf Feuer auf dem Boden des Hauſes an und
er=
hängte ſich. Herbeieilende Hausbewohner ſchnitten ihn
noch rechtzeitig ab, ſo daß er ins Leben zurückgerufen
werden konte. Die Urſache der Tat iſt unbekannt.
* Wien, 31. März. Das „Fremdenblatt” ſchreibt: Die
Politik guter Nachbarſchaft zwiſchen der Türkei und
Bulgarien erfuhr durch König Ferdinands Beſuch in
Konſtantinopel eine wertvolle Bekräftigung und
För=
derung. Das zwiſchen dem türkiſchen und bulgariſchen
Miniſter des Auswärtigen vereinbarte Communiqué
enthält die bündige Erklärung, daß ſowohl die Türkei wie
Bulgarien von den Vorteilen der Politik der Eintracht
und Freundſchaft aufrichtig durchdrungen und weit
ent=
fernt von aggreſſiven Abſichten ſind. Das ſei eine
Feſt=
ſtellung, die ſchwerlich angezweifelt werden könne. Indem
König Ferdinand ſeine Reiſe nach Konſtantinopel
an=
trat, bekundete er zur Genüge, daß er ſich für eine Politik
des guten Einvernehmens mit der Türkei entſcheidet und
ſich der Gefahr einer latenten oder offenen Spannung
zwi=
ſchen dem osmaniſchen Staat und Bulgarien vollauf
be=
wußt iſt. In Europa, namentlich in unſerer Monarchie,
würde die Herſtellung aufrichtiger freundlicher Beziehungen
zwiſchen der Türkei und Bulgarien überall als eine
wei=
tere Bürgſchaft des Status quo auf dem Balkan, den
alle Mächte erhalten wollen, mit vollſter Zuſtimmung
be=
grüßt werden. Darum iſt auch der Beſuch des
bulgari=
ſchen Zaren in der Hauptſtadt des osmaniſchen Reiches
überall auf das günſtigſte beurteilt worden. Es mußte
und konnte nicht darauf ankommen, wichtige, unmittelbar
praktiſche Reſultate zuſtande zu bringen. Die Hauptſache
iſt unzweifelhaft erreicht: eine Détente zwiſchen den
bei=
den Nachbarſtaaten, zwiſchen denen noch kürzlich eine nicht
unbedrohliche Spannung beſtanden hat.
* Paris, 31. März. Juſtizminiſter Barthon gab
zu Ehren der Mitglieder des Inſtituts für
Internatio=
nales Recht ein Frühſtück, an dem Miniſterpräſident
Briand teilnahm.
* London, 31. März. Der Dampfer „
Perie=
les” der Aberdeen=Linie, welcher ſich auf der Fahrt
von Auſtralien via Kap der guten Hoffnung nach
Eng=
land befand, iſt ſüdlich vom Kap Leenwin an der
Süd=
weſtſpitze von Auſtralien aufgelaufen. Sämtliche
Paſſagiere, ſowie die Mannſchaften vermochten zu
lan=
den. „Pericles” iſt geſunken.
* Sugdidy (Gouvernement Kutais, Transkaukaſien),
31. März. Eine Feuersbrunſt die noch nicht
unterdrückt iſt, hat einen großen Teil der Stadt
einge=
äſchert.
Briefkaſten.
Stammtiſch Preuſch. U. W. ſteht das ganz
im Belieben deſſen, der die Koſten trägt.
für Kranke wie Gesunde sind
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rüfet alles und behaltet das Beſte. Während der
Nachſatz jederzeit unbedingte Gültigkeit behält,
dürfte es unſeren Hausfrauen im=Zeitalter der
Nach=
ahmungen doch ein großes Loch in die Wirtſchaftskaſſe
reißen, wollten ſie jede Neuheit, die in der Regel mit
angeblich billigerem Preiſe zu locken verſucht,
durch=
proben. So werden z. B. neuerdings Küchenhilfsmittel
unter allen möglichen Namen angeboten. Gerade aber,
weil die Zeiten teuer ſind, wird die praktifche Hausfrau
ſich nur an die bekannte Marke halten, deren bewährter
Name, wie z. B. der von Maggi, ihr von vornherein
(K6972,19
echte, beſte Qualität verbürgt.
Die Gas=Beleuchtung behauptet ſich auf den
Straßen Berlins ſiegreich gegen das elektriſche
Bogenlicht. Die Städtiſchen Gaswerke Berlin haben
wiederum eine große Anzahl Preßgas=Lampen von
1000, 2000 und 4000 Kerzenſtärke an die Auergeſellſchaft
für die Straßen=Beleuchtung vergeben. Es handelt ſich
um einen ganz neuen Lampen=Typ, der für 1000 Kerzen
Lichtſtärke nur 370—400 Liter Gas verbraucht. (69660l
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Nachricht, daß es Gott dem
All=
mächtigen gefallen hat, meine liebe treubeſorgte
Gattin, unſere gute Mutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
(B7000
Frau
heute früh 11½ Uhr nach langem, ſchwerem
Leiden, im 51. Lebensjahre durch einen ſanften
Tod zu erlöſen.
Darmſtadt, den 31. März 1910.
Wittmannſtraße 26.
Im Namen
der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
und Kinder.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. April,
nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhauſe,
Witt=
mannſtraße 26 aus, auf dem Beſſunger
Fried=
hofe ſtatt.
Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Heute Nacht verſchied plötzlich mein lieber
Gatte, unſer treubeſorgter Vater,
Schwieger=
vater, Großvater, Bruder und Onkel
im 66. Lebensjahre, was wir Freunden und
Bekannten hiermit ſchmerzerfüllt mitteilen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 31. März 1910.
Die Beerdigung findet Freitag, 1. April,
nach=
mittags 2 Uhr, vom Sterbehauſe, Aliceſtr. 14
aus, ſtatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne des
Ent=
ſchlafenen.
(6994
Geſtern abend entſchlief ſanft und
uner=
wartet unſere gute, treubeſorgte Mutter,
Groß=
mutter, Schwiegermutter, Schweſter, Schwägerin
und Tante
(7025
Witwe des Kaufmanns C. W. Loeber
geb. Bergstraesser
im Alter von 65 Jahren.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Nürnberg, Cöln, Offenbach,
Quinſi, Ill., 31. März 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Samstag, den
2. April, vormittags 11 Uhr, die Einſegnung
¼ Stunde vorher im Sterbehauſe,
Lichten=
bergſtraße 21, II.
Dankſagung.
Für die uns bewieſene Teilnahme bei der
Beerdigung unſeres nun in Gott ruhenden
Herrn
Kaufmann
ſagen wir innigſten Dank.
(6930
Beſonderen Dank Herrn Pfarrer Widmann für
ſeine troſtreiche Worte am Grabe, den Herren
I. G. Kahlert & Söhne, den Angeſtellten der
Firma, der Freiw. Feuerwehr und dem Darmſt.
Bicycle=Club.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Germanie Frank Witwe.
Darmſtadt, den 31. März 1910.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer innigſtgeliebten
Mutter und Großmutter
(6926
Frau
l
geb. Rothermel
ſagen herzlichen Dank
ten.
Darmſtadt, den 30. März 1910.
Für die wohltuenden Beweiſe der Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſrer lieben Schweſter,
Schwägerin und Tante
(6945
Frautcin Mathnde Stogmuyer
ſagen wir allen Freunden und Bekannten
herz=
lichen Dank.
Die trauernd Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 30. März 1910.
Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden unſerer lieben Mutter
ſagen wir insbeſondere Herrn Pfarrer Walz
für die troſtreiche Grabrede, den Schweſtern der
Petrus= und Paulusgemeinden, für die zahlreichen
Blumenſpenden, ſowie Allen, welche ihr die letzte
Ehre erwieſen, unſeren tiefgefühlten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
M. Opel.
Darmſtadt, Chicago, 30. März 1910. (B6955
Gottesdienſt bei der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Hauptſynagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 1. April 1910.
Vorabendgottesdienſt 6 Uhr 30 Min.
Samstag, den 2. April 1910.
Morgengottesdienſt 8 Uhr 45 Min.
Sabbat=
ausgang 7 Uhr 50 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 2. April 1910.
Vorabend 6 Uhr 25 Min. Morgens 8 Uhr — Min.
Nachmittags 4 Uhr 30 Min. Sabbatausgang 7 Uhr
45 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 3. Apvil
an: Morgens 6 Uhr 15 Min. Nachmittags 6 Uhr 30 Min.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Fauſt”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
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Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinema tograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Verſteigerungskalender.
Samstag, 2. April.
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Beck=
ſtraße 78) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der Drag.=
Kaſerne (Regt. Nr. 23).
Druck und Verlag: L. C. Wiktich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: J. Kroß, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgelandt.
Nummer 75.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
Nummer 75.
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(Nachdruck verboten.)
23)
Plötzlich ſtand er vor einem Tiſchchen ſtill und hob
ein Buch auf.
Sie ſah es. Sie freute ſich heimlich. Sie wußte,
was nun kommen würde.
Ganz harmlos ſagte er: Sonderbar, wohin man
jetzt auch kommen mag, immer findet man dieſen
Roman von Fritz Stark.
Nun ja, warum denn auch nicht? Es iſt doch nur
erfreulich, wenn gute Bücher viel Verbreitung finden.
Iſt es denn wirklich ſo gut?
Ja, haben Sie es denn noch nicht geleſen!?
Ach nee! Gnädigſte, das können Sie nicht von mir
verlangen. Zum Romanleſen habe ich wirklich keine
Zeit.
So ſo — ich wußte nicht, daß Sit=ſo beſchäftigt ſind.
Eine Pauſe entſtand.
Dann legte er das Buch hin und ſagte:
Sonder=
bar, daß man durch einen ſo’n Roman ſo ſchnell
vor=
wärts kommen kann.
Leicht ſpöttelnd, erwiderte ſie: Ja, ſo iſt die Welt.
Man kann heute ſo billig vorwärts kommen; gilt man
doch ſchon als ein anſtändiger Kerl, wenn man nur
ſeine Pflicht und Schuldigkeit tut. Die Menſchheit iſt
eben nicht verwöhnt. Man iſt ſehr beſcheiden geworden.
Er ſchwieg. Er wußte nichts darauf zu ſagen.
Stumm ſah er ſie an. Wie ſonderbar ſie ſich jetzt oft
ausdrückte! Er verſtand ſie nicht.
Inzwiſchen hatte ſie nach dem Diener geſchellt, und
als er kam, ſagte ſie: Servieren Sie heute den Tee
hier. Drei Gedecke.
Fragend ſah Graf Bracht ſie an.
Ich erwarte noch einen Gaſt. — Lächelnd nickte ſie
ihm zu.
Ach richtig! rief er harmlos. Entſinne mich ja,
geſtern gehört zu haben — der berühmte Mann wird
ja heute ſeinen Einzug hier halten.
Wieder nickte ſie heiter. — Und Sie werden doch
hier bleiben, den Triumphwagen ziehen zu helfen, nicht
wahr?
Diesmal dankte er. — Gnädigſte überſchätzen meine
Opferkraft.
Aber, mein lieber Graf!
Nee, nee! Das iſt nichts zu machen! Künſtler und
Dichter, leichtes Gelichter! — Nee, lieber nicht! —
Wäre übrigens auch gar kein Geſellſchafter für ſon
großes Licht, könnte doch nicht mitſprechen — alſo
lie=
ber nicht.
Nun, wenn Sie durchaus nicht wollen
Er rüſtete ſich zum Gehen. Plötzlich fiel ihm ein,
daß er dieſen Kerl doch wenigſtens mal ſehen möchte
um zu wiſſen, ob er ihm auch wirklich nicht gefährlich
werden könnte. Da kam ihm eine glorioſe Idee. Er
würde wiederkommen — nachher, wenn ſie beide beim
Tee ſaßen — er würde ſie dann überraſchen. — — Und
plötzlich ließ er lautlos und heimlich ein kleines
Kar=
tentäſchchen in den tiefen Seſſel gleiten.
Dann nahm er Abſchied.
Alſo adieu, lieber Graf, rief ſie luſtig, ſo luſtig, daß
er ſie beängſtigt anſah.
Und als er beinahe ſchon an der Tür war, rief ſie
noch einmal: Aber halt, Sie haben ja etwas verloren!
O, o! ſtotterte er nur.
Natürlich! Sehen Sie doch hier! Es wäre doch
ſchade, wenn Sie deshalb noch einmal hätten
zurück=
kommen müſſen! Bitte ſehr! — Mit ſchalkhaftem
Ge=
ſicht reichte ſie ihm das Täſchchen hin.
Er dankte und ſchlich beſchämt davon,
Lächelnd ſah ſie ihm nach.
Und ſie dachte: Alter Fuchs, dir bin ich noch
ge=
wachſen!
Eine Stunde ſpäter kam Fritz Stark.
Die Zofe führte ihn in den Salon, dort ſetzte er
ſich und wartete.
Behaglich lehnte er in einen der bequemen Seſſel
und ſah ſich um.
Wie traulich und lauſchig das alles war!
Alles vornehmſter, aber gediegen einfacher Luxus,
und alles ſo intim, ſo zum Verweilen einladend.
Es kam ihm vor, als könne die Umgebung dieſer
ſeltenen Frau nur ſo und keinen Deut anders
aus=
ſehen.
Und es war ihm wieder, als wäre er hier kein
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
Nummer 75.
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Neuling, es war ihm, als ſei er auch in dieſen Räumen
längſt ſchon ein alter, lieber Bekannter.
Da ging die Tür auf, und Frau Juliane erſchien.
Froh und glücklich eilte er ihr entgegen und
be=
grüßte ſie.
Kommen Sie hier herein, da iſt es gemütlicher,
bat ſie.
Stumm folgte er ihr in den Nebenraum.
Dort brannten die Lampen, aber alle hatten rote
Seidenſchleier, und ſo ſchwamm der ganze Raum im
magiſchen Dämmerlicht.
Auf dem Tiſch ſummte die Teemaſchine.
Sie ſaßen vor dem Kamin im Licht der
rotleuchten=
den Glut.
Es iſt ſehr traulich bei Ihnen, ſagte er und ſah ſie
mit dem treuherzigen Lachen eines großen Kindes an.
Heiter und glücklich nickte ſie ihm zu. — Alſo gut,
ſo kommen Sie recht oft zu mir.
Ja, das tue ich auch wirklich! rief er.
So oft Sie wollen!
Na, na, das würde Ihnen ſchließlich doch wohl
be=
ſchwerlich fallen!
O nein, mir gewiß nicht. Aber ich weiß ja, daß Sie
doch nicht oft kommen werden.
Nun ſtaunte er. — Oho, woher wiſſen Sie denn das?
Weil Sie ein Mann der Einſamkeit ſind.
Er lächelte einen Augenblick ſtill vor ſich hin, dann
ſagte er ſcherzend: Nur für die anderen, für Sie bin
ich es nicht.
Ein Sonnenblick der Freude lag auf ihrem Geſicht.
— Dafür danke ich Ihnen.
Lange und treuherzig ſah er ſie an.
Es war ihm ſo wohl zumute, ſo frei und fröhlich,
und all dies Glücksempfinden lag frei und offen in
ſeinem Blick.
Das gewahrte ſie, und es machte ſie über die
Maßen glücklich.
Um das aber nicht zu zeigen, ſtand ſie auf und ſah
nach dem Tee. In ſtiller Fröhlichkeit ſah er zu.
Und mit vollem Blick folgte er jeder ihrer
Be=
wegungen — — wie ſchön gewachſen ſie war! Dieſe
Linie vom Nacken zur Taille, einfach vollendet war das!
— Und wie ſie alles handhabte, wie abgerundet, ruhig
und würdevoll jede ihrer Bewegurgen war — er fand
immer Neues an ihr zu bewundern.
Da fragte ſie: Wie trinken Sie den Tee? Mit Rum
oder mit Zitrone?
Er lächelte. — Wie Sie ihn mir bereiten.
Auch ſie machte ein luſtiges Geſicht. — Alſo frage
ich, wie trinken Sie ihn lieber?
Nun ſah er ſie mit großen, heiteren Augen an und
ſagte: Wenn ich Ihnen jetzt erzähle, daß ich das nicht
zu beurteilen weiß, und daß ich in meinem Leben
bis=
her noch keine hundert Taſſen Tee getrunken habe, ſo
werden Sie mich ſicher für einen Geſchmacks=Varbaren
halten.
Sie ſtaunte auch wirklich. — Aber weshalb denn
nicht?
Und ganz offenherzig antwortete er: Weil ich mir
den Luxus erſt gönnen kann, ſeit ich einigermaßen
wohlhabend bin.
Luxus nennen Sie das?
Nennen Sie es Geſchmacksverfeinerung —
jeden=
falls kannte ich es früher nicht.
Iſt es Ihnen denn ſo ſchlecht ergangen?
Er lachte. — Schlecht? Nun beurteilen Sie es
ſelber. Ich habe einmal acht Tage von Pfefferkuchen
gelebt.
Nicht möglich!
Doch, es iſt ſo. Und es ging ganz gut. Die Sache
hat nur einen Nachteil gehabt: ich kann ſeither keinen
Pfefferkuchen mehr eſſen, er will mir nicht mehr
ſchmecken.
Halb entſetzt ſah ſie ihn an. — Sie Aermſter!
Er eher iehtei n=Wechalhf Sit ſchen ie ichſchme
mich meiner Vergangenheit nicht! Ich habe ja alles
glücklich überſtanden.
Was müſſen Sie gelitten haben!
Ganz ruhig ſagte er: Wer ſich an den Erfolgen,
die einem das Leben beſchert, noch wirklich freuen will,
der muß auch das Leid kennen gelernt haben.
Stumm nickte ſie nur.
Und dann ein langes Schweigen.
Als ſie ihm den Tee reichte, ſagte ſie: Nun liegt ja
alles das weit hinter Ihnen, nun liegt ja eine ſonnige
Zukunft vor Ihnen.
Er aber entgegnete: Die iſt gar nicht ſo ſonnig, wie
ſie erſcheint. Um ſich auf der Höhe des Erfolges zu
halten, muß man nun erſt recht tüchtig arbeiten. Sie
wiſſen ja, Talent verpflichtet. — Da hat man nicht Zeit,
ſich im ſogenannten Ruhm zu ſonnen, da heißt es
ar=
beiten und immer wieder nur arbeiten. Aber das iſt
mir auch gerade recht. Arbeit iſt mein Lebenselement.
Das iſt mein einziges Vergnügen auf der Welt.
Sie lächelte. — Wirklich, das einzige?
Heiter nickte er. — Das einzige! Weshalb
zwei=
feln Sie daran?
Sie rührte den Tee und ſah in ihre Taſſe. — Nun,
ich glaubte, daß ein Mann wie Sie, der doch jetzt enorm
viel genannt und bekannt iſt, doch auch noch andere
Zer=
ſtreuungen genugshaben kann.
Wenn er es will, gewiß, haben kann er mehr als
genug, aber er will es eben nicht.
Das dauert ſeine Zeit, aber nicht ewig.
Sondern? Wie lange?.
Nun, ſo lange, bis — bis — nun ſagen wir, bis
irgend ein hüſcher Goldfiſch kommt und ſich von dem
berühmten Mann einſangen läßt.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 75.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910,
Seite 1B
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten wird die Frankfurterſtraße zwiſchen
der Bismarck= und Emilſtraße vom 1. bis zum 16. April ds. Js. für den Fuhrwerks=
(6929
und Fahrradverkehr ſtreckenweiſe geſperrt.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir wiederholt zur allgemeinenKenntnis.
Darmſtadt, den 26. März 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Polizeiverordnung,
betreffend Maßregeln zur Verhütung von Unglücksfällen und Verkehrsſtörungen aus
Anlaß des Betriebs der Straßenbahnen in der Stadt Darmſtadt.
Zur Verhütung von Unglücksfällen und Verkehrsſtörungen aus Anlaß des
Be=
triebs der Dampfſtraßenbahn und der Elektriſchen Bahn auf den öffentlichen Straßen,
Wegen und Plätzen der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt wird für deren Bezirk
nach Anhörung der Stadtverordneten=Verſammlung und mit Genehmigung des
Groß=
herzoglichen Miniſteriums des Innern d. d. 31. Juli 1899 zu Nr. M. J. 21958 auf
Grund des Art. 56 Abſ. 2 Ziff. 1 der Städte=Ordnung hierdurch verordnet, was folgt:
§ 1. Beladenen Laſtfuhrwerken, ſowie ſolchen, welche wegen ihrer Beſchaffenheit
oder Ladung ſchwer lenkbar ſind, iſt das Befahren der Schienen der Straßenbahnen
in ihrer Längsrichtung, ſoweit der Fahrdamm neben dem Geleiſe genügende Breite hat,
um den Bahnkörper vermeiden zu laſſen, verboten.
§ 2. Soweit die Geleiſe der Straßenbahnen in der Mitte der Straße liegen,
haben die in der Bewegung befindlichen Reiter, Radfahrer, Fuhrwerke, Handwagen
und ſonſtigen Fahrzeuge, ſowie Viehtransporte ſich ſtets rechts zu halten, es ſei denn,
daß die rechte Seite des Fahrdamms auf irgend eine Art geſperrt iſt.
§ 3. Bei dem Ertönen der Signalglocke haben Fußgänger, Fuhrwerke, Reiter,
Radfaher und Viehtransporte ſich rechtzeitig von den Geleiſen zu entfernen und den
Straßenbahnwagen vollſtändig auszuweichen.
Solange ein Zug bezw. ein elektriſcher Straßenbahnwagen ſich in Bewegung
be=
findet, iſt das Ein= und Ausſteigen und der Verſuch dazu verboten.
Es iſt verboten, Fuhrwerke oder Vieh in denjenigen Straßen, durch welche die
Straßenbahnen fahren, ohne Aufſicht oder unter Aufſicht unerwachſener Perſonen frei
ſtehen zu laſſen. Fuhrwerke oder Vieh dürfen auch bei gehöriger Aufſicht nur dicht an
der Kante des Fußſteiges und müſſen mindeſtens ſoweit von dem Geleiſe der
Straßen=
bahn ſtehen bleiben, daß der Betrieb der letzteren nicht geſtört wird. Andernfalls iſt
das Anhalten in der Straße überhaupt unzuläſſig.
Es iſt ferner unterſagt, Vieh frei auf dem Bahnkörper laufen zu laſſen, und es
ſind Perſonen, welchen die Aufſicht über die auf der Straße oder ſonſt in der Nähe der
Bahn befindlichen Tiere obliegt, dafür verantwortlich, daß der Bahnkörper von den
Tieren nicht betreten wird, ſowie daß dieſelben vorkommenden Falls alsbald wieder
von jenen weggetrieben werden.
Die Polizeibeamten, ſowie die Bahnbedienſteten ſind befugt, aufſichtslos
da=
ſtehendes Fuhrwerk und Vieh, ſowie ſonſtige Gegenſtände, welche die Geleiſe verſperren,
zu entfernen.
§ 4. Das Hinüberſchaffen von Pflügen, Eggen und anderen Geräten, ſowie von
Baumſtämmen, Bauholz und anderen ſchweren Gegenſtänden über die Schienen der
Straßenbahnen darf, ſofern jene Gegenſtände nicht getragen werden, nur auf Wagen
oder untergelegten Walzen erfolgen.
Es iſt verboten, die Bahnanlagen, ſowie die Betriebmittel zu beſchädigen, feſte
Gegenſtände auf die Fahrbahn zu legen oder ſonſtige Fahrthinderniſſe anzubringen,
Weichen umzuſtellen, falſchen Alarm zu erregen, Signale nachzuahmen oder andere
betriebsſtörende Handlungen (wie insbeſondere auch das Anhäufen oder Abwerfen von
Schnee, Eis uſw. auf das Bahnplanum) vorzunehmen.
Der Gebrauch ähnlicher Signalglocken, wie diejenigen der Straßenbahnen, iſt
verboten. Perſonen, welche beim Herumfahren von Verkaufswagen ſich durch beſondere
Signale dem Publikum bemerklich machen, haben hierzu vorher polizeiliche Genehmigung
zu erwirken und die dabei geſtellten Bedingungen einzuhalten.
§ 5. Das Klettern auf die für die elektriſche Bahn aufgeſtellten Maſten, das
Behängen der zu dieſer Bahn gehörigen Drähte mit irgend welchen Gegenſtänden, ſowie
das Anfaſſen der elektriſchen Leitung iſt verboten.
§ 6. Fahnen dürfen an Gebäuden oder an Maſten nur ſo angebracht werden,
daß ſie die Drähte der elektriſchen Bahn oder der Telegraphen= und Telefonleitungen
nicht berühren können.
§ 7. An Straßenkreuzungen oder Abzweigungen haben Perſonen, Fuhrwerke,
Handwagen und ſonſtige Fahrzeuge, Reiter, Radfahrer, Viehtransporte uſw welche
das Geleiſe überſchreiten wollen, ſo rechtzeitig zu halten, daß die Wagen der
Straßen=
bahnen in ihrer Fahrt nicht gehindert werden.
Fuhrwerke, Fahrzeuge, Reiter, Radfahrer, Viehtransporte uſw. haben, ſobald
das Signal der Straßenbahn ertönt, wenn nicht beſondere Tafeln den Haltepunkt
bezeichnen, mindeſtens 5 Meter vor der Straßenkreuzung bezw. Abzweigung Halt zu
machen.
§ 8. Bei dem Einfahren in alle von den Straßenbahnen befahrenen Straßen
iſt ſtets mindeſtens 10 Meter vor der Straßenkreuzung im Schritt zu fahren, damit
beim Ertönen der Signale rechtzeitig Halt gemacht werden kann.
§ 9. Es iſt verboten, Kinder in oder unmittelbar neben den Geleiſen der
Straßen=
bahnen ſpielen zu laſſen. Ebenſo iſt es verboten, zwiſchen dem Bahngeleiſe mit
Kinder=
wagen entlang zu fahren.
§ 10. Entſtehen Verkehrsſtörungen oder Gefährdungen durch Zuſammentreffen
der Straßenbahnen mit Fuhrwerk, größeren Menſchenanſammlungen oder dergleichen,
ſo iſt jedermann, insbeſondere auch das Bahnperſonal gehalten, ſich den Anweiſungen
der einſchreitenden Polizeibeamten unverzüglich zu fügen.
§ 11. Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden Vorſchriften werden, ſofern
nicht im gegebenen Fall Strafvorſchriften des Reichs=Straf=Geſetz=Buchs, des Polizei=
Straf=Geſetz=Buchs oder der Bahn=Ordnung für die Nebeneiſenbahnen Deutſchlands
Anwendung zu finden haben, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 12. Gegenwärtige Polizei=Verordnung tritt am Tag ihrer Verkündigung in
Kraft. Gleichzeitig wird die Polizei=Verordnung gleichen Betreffs d. d. 23. Dezember 1897
aufgehoben.
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1899.
(6846dfs
Großherzogliches Polizeiamt.
Schulgeld=Erhohung.
Auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung vom 17. Februar und mit
Ge=
nehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 19. März 1910, zu Nr. M. d. J. I
2256, wurden die Schulgeldſätze für die Viktoriaſchule und das Lehrerinnenſeminar mit
Wirkung vom 1. April 1910 ab wie folgt feſtgeſetzt:
I. Viktoriaschule.
a) für Schülerinnen, deren Eltern oder an ihre Stelle getretene
Unterhaltungs=
pflichtige ihren Hauptwohnſitz im Bezirk der Stadt Darmſtadt haben, jährlich:
in den Klaſſen
5—10
140 M. 130 M.
b) für alle anderen Schülerinnen jährlich:
160 M. 150 M.
II. Frühere Reineck’sche Schule
jährlich
130 M.
III. Seminar.
a) für Seminariſtinnen, deren Eltern oder an deren Stelle getretene
Unterhaltungs=
pflichtige, oder die ſelbſt, inſofern ſie großjährig ſind, zur Zeit des Eintritts in das
Seminar mindeſtens ſeit 2 Jahren die heſſiſche Staatsangehörigkeit beſitzen oder ſeit
mindeſtens 2 Jahren im Großherzogtum Heſſen ihren Hauptwohnſitz haben, jährlich:
in den Klaſſen
2—4
1.
200 M. 150 M.
Bei Töchtern von Beamten und Militärperſonen, die nach Heſſen verſetzt worden
ſind, ſoll von dem Erfordernis des zweijährigen Zeitablaufs abgeſehen werden.
b) für alle nicht unter die Beſtimmungen unter a fallenden Seminariſtinnen
jährlich:
in den Klaſſen
1 *2—4
220 M. 170 M.
c) für Hoſpitantinnen halbjährlich für jede Wochenſtunde 6 Mk.
für Geſchwiſter in der Viktoriaſchule und in den Mittelſchulen bleibt die
bisherige Schulgeldermäßigung beſtehen. Hiernach iſt zu zahlen: für das
1. Kind das vokle Schulgeld, für das 2. Kind ¾ des Schulgeldes, für das 3.
und jedes folgende Kind die Hälfte des Schulgeldes derjenigen Anſtalt und
Klaſſe, die ſie beſuchen.
Darmſtadt, den 22. März 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
(6606sid
Abänderung des Oktroitarifs.
Auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung und mit Genehmigung Großh.
Miniſteriums des Innern iſt, in teilweiſer Abänderung des Oktroitarifs vom 30.
No=
vember 1903, die Oktroiabgabe für die nachverzeichneten Gegenſtände wie folgt
er=
höht worden:
1. Obſtwein von 85 Pfg. auf 1 Mk. für das Hektoliter,
2. Schaumwein von 3 Pfg. auf 20 Pfg. für die Flaſche,
3. Bier in der Stadtgemarkung gebraut, von 2 Mk. auf 3.25 Mk. für den
Doppel=
zentner ungeſchroteten Malzes,
4. Rehe von 2 Mk. auf 3 Mk. für das Stück,
5. Haſen und Gänſe von 30 Pfg. auf 50 Pfg. für das Stück und
6. Wildbret aller Art und Geflügel, ſoweit nicht beſonders bezeichnet, von 12 Pfg.
auf 20 Pfg. für das Kilogramm.
Die erhöhten Sätze treten am 1. April ds. Js. in Kraft.
Vom gleichen Tage an wird, wie bereits an anderer Stelle bekannt gemacht,
Oktroi auf Schlachtvieh, Fleiſchwaren, Hülſenfrüchte, Mühlenfabrikate und
Backwaren nicht mehr erhoben.
Darmſtadt, den 31. März 1910.
(6992fso
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Ausführung der an die ſtädtiſche
Waſſerleitung anzuſchließenden Waſſerverſorgungs=Einrichtungen im Innern der
Gebäude und Grundſtücke nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen darf, die ſich bei
der unterzeichneten Verwaltung verpflichtet haben, alle vorkommenden einſchlägigen
Arbeiten auf Grund der Satzungen über Abgabe von Waſſer aus dem ſtädtiſchen
Waſſerwerk und unter gewiſſenhafter Beachtung der beſonders erlaſſenen Beſtimmungen
auszuführen.
Zurzeit ſind folgende Firmen berechtigt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. L. Breitwieſer, R.=Ramſtädterſtr. 52.
5. Heinrich Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
6. Karl Darmſtädter, Kiesbergſtr. 9.
7. Theodor Dilling, Kaſinoſtr. 27.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11.
9. Friedr. Ewald Nachf., Soderſtr. 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8½
11. Gg. Aug. Fink, Lauteſchlägerſtr. 8.
12. Hch. Frick, Kahlertſtr. 31.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
14. Franz Geiger, Karlſtr. 36.
15. Wilh. Gelfins, Fuhrmannſtr. 6.
16. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
17. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
18. Philipp Handſchuh,
Schloßgarten=
ſtraße 37.
19. Ludw. Heppenheimer, Luiſenſtr. 2.
20. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
21. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
22. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
23. Balthaſer Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.
24. Heinrich Jung, Bleichſtr. 11.
25. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
26. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
27. Adolf Kling, Rheinſtr. 17.
28. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
29. Phil. Kraus Nachf., Karlſtr. 51.
30. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
31. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
32. Ludw. Luck, Lichtenbergſtr. 26.
33. Val. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtr. 54.
34. Ph. Maul, Eliſabethenſtr. 29.
35. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
36. Aug. Neumeyer Witwe, Große
Ochſengaſſe 22.
37. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
38. Heinrich Pauli, Orangerieſtr. 7.
39. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15
40. Wilhelm Preußner, Bleichſtr. 4).
41. Karl Rockel Nachf., Schützenſtr. 4.
42. G. W. Roth, Moosbergſtr. 32 u. 97.
43. Jean Rühl, Saalbauſtr. 24.
44. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
45. Friedrich Schiller, Tannenſtraße 7.
46. Franz Schulz, Karlſtr. 104½
47. Heinrich Schwarz, Hochſtr. 20.
48. Leonh. Sommer, Mühlſtr. 20.
49. Karl Tänzer, Marktplatz 7.
50. Mich. Vollrath, N.=Ramſtädterſtr. 51.
51. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21
52. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
53. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
54. Karl Wenz, Wendelſtadtſtr. 46.
55. Karl Zahrt, Hofſtallſtr. 10.
Die ſämtlichen Firmen haben ihre Preis=Tarife auf dem Geſchäftszimmer der
unterzeichneten Verwaltung, „Waldſtraße 19‟, eingereicht, wo dieſelben von Intereſſenten
(6986fdi
eingeſehen werden können.
Darmſtadt, den 31. März 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Verſtergerungs=
Freitag, den 1. April I. Js., vormittags 9 Uhr und
nach=
mittags 3 Uhr beginnend, wird im Geſchäftslokal
4 Louisenplatz 4
Bul
der Reſt der Irmer’ſchen Warenvorräte, als:
Hemden, Krawatten, Unter=Kleider,
Kragen, Tücher uſw.
ferner:
1 Kontrollkaſſe, 2 Gaslüſter, 1 Stehpult, große und
kleine Ladentiſche, Regale, Schaufenſtergeſtelle, 1
zwei=
rädiger Karren mit verſchließbarem Kaſten u. a. m.
öffentlich gegen Barzahlung verſteigert.
Darmſtadt, den 29. März 1910.
(6867df
Karl Dechert, Konkursverwalter.
am Luisenplatz Luisenstr. 10 am Luisenplatz
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ſtraße, und in dem Inſtitute, Soderſtraße 6, zu haben.
Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. Wiederbeginn des Unter=
(6672mdfs
richtes am 4. April.
Der Direktor: M. Vogel.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910
Nummer 75.
Das Konkursverfahren über das
Ver=
mögen des Elektrotechnikers und
Mecha=
nikers Rudolf Garternicht in Darmſtadt
iſt aufgehoben, da der in dem Termin vom
12. Februar 1910 angenommene
Zwangs=
vergleich rechtskräftig beſtätigt iſt.
Termin zur Vorbringung von
Einwen=
dungen gegen die Schlußrechnung iſt auf
Mittwoch, den 13. April 1910,
vormittags 9 Uhr,
Zimmer 219,
anberaumt worden.
(6944
Darmſtadt, den 26. März 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
In unſer Genoſſenſchafts=Regiſter wurde
heute eingetragen hinſichtlich der Firma:
Landwirtſchaftliche Darlehenskaſſe
Darmſtadt, eingetragene
Genoſſen=
ſchaft mit unbeſchränkter
Haft=
pflicht, Darmſtadt.
Privatier Wilhelm Andreß iſt aus dem
Vorſtand ausgeſchieden; an ſeiner Stelle
iſt Landwirt Heinrich Vogel in Darmſtadt
(6935
in den Vorſtand gewählt.
Darmſtadt, den 29. März 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Deutſche Vereinsbank, Filiale
Darmſtadt.
Nach dem Beſchluß der
Generalver=
ſammlung vom 9. März 1910 ſoll das
Grundkapital um 6000000 Mark erhöht
werden. Dieſe Erhöhung iſt erfolgt. Das
Grundkapital beträgt nunmehr 30000000
Mark.
Durch Beſchluß der
Generalverſamm=
lung vom 9. März 1910 ſind die
Beſtim=
mungen über Grundkapital, Aktien und
Stimmberechtigung — §§ 5, 8 und 26 des
Geſellſchaftsvertrags — geändert worden.
Die neuen 5000 Aktien im Nennwerte
von 1200 Mark wurden zu 1380 Mark
aus=
gegeben.
(6932
Darmſtadt, den 29. März 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Bank für Handel und Induſtrie,
Darmſtadt.
Die Prokura des Paul Seiler in Berlin
(6931
iſt erloſchen.
Darmſtadt, den 30. März 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Heinrich Elbert, Geſellſchaft mit
beſchränkter Haftung, Darmſtadt.
Die Prokura des Kaufmanns Willy
Loeber in Darmſtadt iſt erloſchen. (6923
Darmſtadt, den 30. März 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
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Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
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Der Direktor
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Theaterdichter
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Prolog im Himmel.
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Der Herr .
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Fauſt
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Mephiſtopheles .
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Die Hexe .
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Erſter
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Erſtes
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Vierter
Hr. Waigandt
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„Goethe’s Fauſt=Tragödie”.
Zwei=
ter Abend: Der Tragödie erſter Teil,
zweite Abteilung. Große Preiſe. Anfang
7 Uhr.
Sonntag, 3. April. 146. Ab.=Vorſt. A 36.
Zum erſten Male wiederholt: „Der Graf
von Luxemburg.” Große Preiſe.
An=
fang 7 Uhr.
Montag, 4. April. Außer Ahonnement.
„Goethe’s Fauſt=Tragödie‟.
Drit=
ter Abend: Der Tragödie zweiter Teil,
erſte Abteilung. Gr. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Dienstag, 5. April. Außer Abonnement.
„Goethe’s Fauſt=Tragödie.”
Vier=
er Abend: Der Tragödie zweiter Teil,
zweite Abteilung. Gr. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Freitäg, den 1. April 1910.
Nummer 75₰
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Kurſe vom 31. März 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,50
3½ Deutſche Reichsanl. . (3,60
65,10
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,80
93,60
3½ do. Conſols .
85,10
3 do. do,
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,90
do.
94,00
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,00
do.
92,90
3½
do.
83,90
4 Hamburger Staatsanl. 102,0
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,80
do.
92,50
3½
do.
81,80
3 Sächſiſche Rente . . . 84,20
4 Württemberger v. 1907 101,60
do.
93,25
3½,
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 .
3¾/ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente 98,75
4 do. Goldrente . 100,00
4 do. einheitl. Rente 94,70
3 Portug. unif Serie I 65,25
3 do. unif. Ser. III 66,40
3. do. Spezial . 12,40
5 Rumänier v. 1903 . . 101,80
4 do. v. 1890 . . 94,80
4 do. v. 1905 . . 91,60
4 Ruſſen v. 1880 ₰ . . . 91,40
InProz.
3f.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,30
4½ do. v. 1905 . . . . 100,20
93,70
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 81,60
4 Türk. Admin. v. 1903 89,90
4 do. unifiz. v. 1903 94,50
4 Ungar. Goldrente . . 95,10
do. Staatsrente . 92,70
5 Argentinier .
do.
91,75
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 103,00
do.
99,80
4½ Japaner . .
. . 98,60
5 Innere Mexikaner . . 101,60
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,90
5 Gold=Mexikaner . . . 102,60
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
.144,00
4 Nordd. Lloyd . . . 105,10
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,60
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 110,90
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In Proy
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160.50
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,10
4 Pennſylvania R. R. 133,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 195,00
Werger=Brauerei
.83,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 446,00
Fabrik Griesheim . . . . 265,00
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Gelſenkirchen
216,00
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Hütten=
betrieb .
. .224,10
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . .
4 Pfälzer Prt.
.100,80
do.
3½
92,70
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
do. ſteuerfrei . 99,60
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,50
do.
98,30
do.
alte
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,25
do.
85,00
26/
do.
58,30
3 Raab=Oedenburger . . 75,80
Ruſſ. Südweſt, . . . . 89,30
Kronpr. Rudolfbahn . 99.25
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4 Miſſouri=Pacific . . . 98,50
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,00
5 Anatoliſche Eiſenb..
5 Tehuantepec .
.102,50
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 182,00
4 Darmſtädter Bank 137,40
252,80
Deutſche Bank
4 Deutſche Vereinsbank 127,50
Diskonto=Geſellſchaft 191,50
162,40
Dresdner Bank .
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,20
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 125,50
101,40
4 Pfälzer Bank.
146,00
4 Reichsbank .
4 Rhein. Kredit=Bank 138,00
4 Wiener Bank=Verein 140,60
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . . . 92,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
91,00
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
92,60
do,
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,00
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,10
3½
do. (unf. 1914) 91,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
3½
do,
93,40
InProz.
Zf.
Städte=
Obligationen
4. Darmſtadt.
.101,25
3½ do.
.101,50
4 Frankfurt .
95,70
3½ do.
4 Gießen
100,10
3½ do.
4 Heidelberg
91,30
3½ do.
4 Karlsruhe
100,40
do.
92,10
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
100,25
3½ do.
4 Mannheim
3½ do.
91,40
4 München .
.100,50
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg
.101,50
3½ do.
4 Offenbach.
.100,50
3½ do.
4 Wiesbaden
100,60
3½ do.
92,30
4 Worms.
.100,20
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,10
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 158,50
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,10
5 Donau=Reg. fl. 100 142,75
3 Holl, Komm. „ 100 103.75
InProz.
3f.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=Pfand=
.137,00
briefe.
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174,50
3 Oldenburger
2½ Raab=Grazer fl. 150 116,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger
Freiburger
Mailänder
do.
Meininger
Tlr.
Fs.
Fs.
Fs.
fl.
20 216.00
15 57,00
45
10 31,00
7
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 574,00
do, p. 1858 „ 100
Ungar. Staats
„100
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
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Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . . . .20,43½,
Franzöſiſche Noten . . . . 81,30
Holländiſche Noten . . . . 168,40
Italieniſche Noten . . . 80,90
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,05
Ruſſiſche Noten . . .
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Einladung
zur ordentlichen Hauptverſammlung
auf Freitag, den 15. April 1910, abends 8½ Uhr,
im Reſtaurant „Kaisersaal‟, Grafenſtr. 18.
Tagesordnung: 1. Bericht des Vorſitzenden.
2. Rechenſchaftsbericht.
3. Wahl von Vorſtandsmitgliedern.
4. Erledigung der Anträge von Mitgliedern.
Anträge ſind bis zum 8. April bei dem Vorſitzenden, Herrn Rechtsanwalt Dr.
Stein, Annaſtr. 20, einzureichen. Die Rechnung liegt zur Einſicht der Vereinsmitglieder
vom 8. April an bei Herrn Rechner Sulzmann, Gräfenhäuſerweg 11, auf.
Darmſtadt, den 1. April 1910.
Der Vorstand.
6947ff)
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Tanz-Anstitut Meisinger
Heidelbergerſtraße 108½.
Einladung
zu der Sonntag, 3. April, nachmittags 4 Uhr, im Saale (Gaſthaus zum Ochſen hier)
Beſſungerſtraße 28 ſtattfindenden
Schüler-Abſchiedsfeier mit Tanzkränzchen.
Hierzu ladet alle Tanzluſtigen freundlichſt ein und zeichnet hochachtend
Friedrich Meisinges Tanzlehrer.
NB. Die Nachfeier findet Sonntag, 10. April, in Traiſa (Saal zum goldnen
Löwen) von 4 Uhr nachmittags ab ſtatt.
(B6978.
Zum Schulanfang.
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Die Sektion Darmſtadt des Deutſch. und Oeſterr.
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z Vereins hat die Mitglieder des Odenwald=Klubs zu dem am
Dienstag, den 5. April 1910, abends 8½ Uhr
Se
im Kaiſerſaal ſtattfindenden Vortrag mit
Licht=
bildervorführungen des Herrn Profeſſor Dr. C. Maurer
über Reiseeindrücke aus der Türkei u. Konstantinopel eingeladen.
Wir bitten um zahlreiche Beteilizung. Der Vorstand,
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 1. April 1910.
Seite 18.
Der echte Champignon (Agaricus
campestris) und deſſen Kultur.
Außer im Gewächshauſe kann man ſich auch eine
Champignon=Anlage im Keller, Stallungen oder
an=
deren Räumen, wo eine Temperatur von 10 bis 15 Grad
Reaumur vorhanden iſt und ſie vor Zugluft geſchützt
wer=
den kann, herſtellen. Man macht die Anlage auf dem
flachen Boden oder auf Stellagen, überhaupt jeder
Be=
hälter als Kiſten, Körbe, Zementfäſſer, Schubladen von
alten Kommoden, größere Blumentöpfe können an
paſſenden Plätzen verwendet werden. Hauptſache aber
iſt ein richtig präparierter Dung, ein genügend warmer
Raum und gute, mit Schwammweiß durchzogene Brut.
Wenn dieſe drei Artikel nicht zuſammen
harmonie=
ren, dann iſt die Enttäuſchung ſicher. Die Präparation
des Dunges geſchieht folgendermaßen: Friſcher
Pferde=
oder Eſelsdung (Pferdeäpfel) ſchüttet man auf einen
Haufen, tritt ihn feſt zuſammen und läßt ihn drei Tage
liegen; er darf nicht zum Brennen kommen und keinen
Schimmel bilden; um beides zu vermeiden, ſetzt man
den Dung am dritten Tag um, das heißt das Unterſte
nach oben wenden und wieder feſttreten oder=klopfen.
Dies wiederholt man ſo oft, bis der Dung keine
Dämpfe mehr erzeugt und ſich lauwarm anfühlt, was
nach drei= bis viermaligem Wenden der Fall iſt, dann
kann man mit dem Anlegen der Beete und Füllen der
Gefäße beginnen. 30 bis 40 Zentimeter hoch
aufgeſchich=
tet und gut feſtgeklopft genügt; nach weiteren drei
Tagen kann man mit dem Spicken der Brut beginnen,
das heißt alle 25 Zentimeter ſteckt man ein Stück Brut
von Hühnereigröße in den ſo präparierten Dung und
drückt das Brutſtück feſt an. Gut iſt es, wenn man alle
Bodenflächen, wo man Beete anzulegen gedenkt,
vor=
her mit Kalkmilch anſtreicht und trocken werden läßt.
Nach Verlauf von 2 bis 3 Wochen bedeckt man ſeine
Beete und Gefäße mit Erde, 2 Zentimeter hoch (man
kann dazu jede Art Erde verwenden), drückt ſie etwas
an und überbrauſt ſie tüchtig mit lauwarmem Waſſer.
Alle trockenen Stellen, die ſich in den nächſten 6 Wochen
zeigen, müſſen befeuchtet werden. Nach dieſer Zeit
werden ſich die erſten Pilze zeigen, und trägt dann die
Anlage drei Monate lang. Die großen Pilze drehe
man behutſam ab; ſollten ſich die kleinen daneben
ge=
lockert haben, ſo drückt man ſie vorſichtig an, etwa
ent=
ſtehende Unebenheiten füllt man mit Erde aus und
drückt ſie mäßig an. Spritzen mit lauem Waſſer
jedes=
mal nach dem Abnehmen der Pilze. Damit die Pilze
ſchön zart und weiß werden, hält man das Tageslicht
fern. Hat die Anlage abgetragen, ſo iſt dieſe nur noch
als Gartendung zu verwenden. Will man aber an
derſelben Stelle die Anlage wieder erneuern, ſo lüfte
man den Raum gründlich und beſtreiche Boden und
Wände wieder mit Kalkmilch. Der Champignon iſt ein
eigener Kauz und muß der Züchter ſeine
Eigentümlich=
keiten ſelbſt ablauſchen. Gerade dort, wo man ihn nicht
haben will, erſcheint er am eheſten. Joh. Wenz.
(Nachdruck nur mit Quellenangabe geſtattet.)
Vermiſchtes.
CK. Beim Robespierre von Monte Caulo.
Eine amüſante Schilderung der großen
Revo=
lution von Monaco, die vor kurzem den Frieden
Europas bedrohte, gibt John N. Raphael in einem
Londoner Blatt. Er ſchildert, wie ein Drittel der
Be=
völkerung von Monte Carlo, beinahe mehr als 200
Mann, zum Schloſſe zog und vom Fürſten auch
empfan=
gen wurde, er ſchildert, wie Fürſt Albert lächelnd den
wohlgenährten „Revolutionären” ein Geſchenk von
1200000 Mark für Alterspenſionen gewährte und wie
die Deputation nun zufrieden abzog. Aber der
Frei=
heitsdurſt der Monegaſſen iſt nur einſtweilen
befrie=
digt, ſie möchten gern noch mehr von dieſer klingenden
Freiheit. Raphael erzählt von dem Beſuche, den er
dem grimmen Führer der „Revoluzzer” abſtattete.
„Ueberall in der kleinen Stadt ſuchte ich nach einem
Revolutionär. Ich brauchte viel Zeit, bis ich endlich
einen fand; denn 75 Prozent aller Monegaſſen ſind im
Kaſino angeſtellt, und die übrigen hielten Mittagsſchlaf.
Aber ſchließlich fand ich doch meinen Revolutionär, den
Führer der Verſchwörung. Er heißt Duodeeimo, ein
braunhäutiger Geſelle mit buſchigen Angenbrauen und
ſchwarzem Schnurrbart. Er trug keine revolutionären
Farben, ſchwarzweiß war er gekleidet, nicht aus Trauer
über die Knechtung ſeines Vaterlandes, ſondern weil
ſchwarzweiß ſeine Uniform iſt; er iſt Croupier am
Kaſino. Am Handgelenk packte er mich und zog mich in
ein Hinterzimmer. Dann blieb er ſtehen und lauſchte.
„Der Tyrann hat überall ſeine Spione”, flüſterte er mir
ins Ohr. Von oben bis unten muſterte er mich. „Sind
Sie wirklich kein Spion?” fragte er argwöhniſch. Aber
ich beruhigte ihn, er nahm eine Flaſche Bier aus dem
Wandſchrank, ſtellte zwei Gläſer vor uns hin und fuhr
dann mit der Geſte eines echten Revolutionärs
groß=
zügig durch ſein Haar. „Freunde!” ſagte er und
ſchüttelte meine Hand. Hinter dem Schrank zog er eine
Nummer des revolutionären Organs „Leveil” hervor.
„Wir ſind der Tyrannei müde” ſagte er, „und der
Tyrann weiß es.” „Was erſtreben Sie?” fragte ich.
„Freiheit!” antwortete Duodeeimo. Aber ſchließlich
er=
läuterte er ſeinen Freiheitsbegriff: „Wir wollen, daß
nur Monegaſſen im Kaſino angeſtellt werden, wir
wollen einen Fonds von 1 oder 2 Millionen Fres. im
Jahr, von dem wir leben können in dem Falle, daß das
Kaſino eines Tages verſchwindet. Wir wollen uns
ſelbſt regieren, wir wollen” und dabei trank er ein
neues Glas Bier, „wir wollen Freiheit.‟ Dann gab er
mir eine Nummer des Revolutionsorgans. „Aber
verbergen Sie es ſorgſam, bis Sie die Grenze paſſiert
haben.” Sieben Minuten ſpäter hatte ich in einem
Straßenbahnwagen die „Grenze” paſſiert. Aber nun,
da ich den Führer der Revolution geſehen hatte, wollte
ich auch den Führer der Antirevolutionäre ſehen Das
iſt ein Geflügelhändler, ein Halbitaliener. „Ich bin
Gegenrevolutionär” erklärte er mir, „denn jedermann
hat hier, was er braucht.” Triumphierend zeigte er
auf die hundert Hühnerkörper, die im Laden lagen.
„Sie koſten keinen Zoll”, und dabei kreuzte er ſtolz die
Arme und ſah mich an, „ich verkaufe tauſende, viele
tauſende Hühner. In Frankreich müßte ich rund 2000
Fres. Steuer bezahlen. Hier zahle ich nichts, nichts,
gar nichts. Kein Menſch bezahlt Steuern, der Wein iſt
frei, die Hühner frei, die Miete niedrig und dazu der
Sonnenſchein. . . . Die Revolutionäre ſind jene, die
reden wollen und nicht arbeiten.”
— Die Errötungsfurcht. Seltſam und wunderſam
iſt das Erröten. Trotz eifriger Forſchung iſt ſein Zweck
ebenſo rätſelhaft geblieben wie die Urſachen ſeines
Auf=
tretens. So viel aber ſteht feſt, daß das Erröten ein
Ausdruck der Gemütsbewegung iſt, dem wir nur beim
Menſchen begegnen; hin und wieder mag ein Tier in
Zorn und Wut die Farbe der Haut wechſeln und auch
rot werden; keins aber vermag wirklich zu erröten. Kein
Wunder, denn es handelt ſich hier um eine Erſcheinung,
die mit geiſtigen Regungen auf das innigſte verbunden
iſt. M. Hagenau behandelt in der „Gartenlaube‟
die Errötungsfurcht in einem ſehr intereſſanten Aufſatz,
der ſpeziell für Eltern und Erzieher beachtenswert iſt.
Er führt zwei beachtenswerte, von Profeſſor Pelman in
ſeinen „Pſychiſchen Grenzzuſtänden” berichtete Fälle an,
die zeigen, in welch krankhafter Weiſe ſich die
Errötungs=
furcht bei manchen Menſchen einniſten kann. „Bald
nacheinander” ſchreibt er, „kamen ein Herr und eine
Dame zu mir. Die Dame war jung und unverheiratet.
Wurde nun in einem Kreis, in dem ſie ſich gerade
be=
fand, von einer Liebſchaft oder dergleichen geſprochen,
dann merkte ſie, wie ſie errötete. Es war ihr klar, daß
ihre Umgebung hieraus Schlüſſe ziehen müſſe, die ihre
Perſon betrafen. Hierdurch vermehrte Verwirrung, die
ſie zwang, die Geſellſchaft plötzlich zu verlaſſen, und es
ihr unmöglich machte, fernerhin mit anderen zu
ver=
kehren. — Der Herr war ein Richter, und er merkte bei
Verhandlungen über beſtimmte Vergehen, wie er errötete.
Natürlich mußte das die Umgebung zu der Vermutung
bringen, daß er ähnliche Vergehen begangen habe, und
ſeine Verwirrtheit ſteigerte ſich derart, daß er kein
ver=
nünftiges Wort mehr reden konnte und gezwungen war,
die Sitzung zu verlaſſen.‟ Das Leiden iſt ſchwerer zu
heilen als zu verhüten. Der ſorgſamen Mutter wird es
nicht entgehen können, ob ihre Tochter oder ihr Sohn
mit zunehmenden Jahren in ungewöhnlich ſtarker Weiſe
erröten. Ihre Aufgabe wird es dann ſein, ohne die
Kinder auf das Erröten ſelbſt beſonders aufmerkſam zu
machen, nach den Mängeln des Charakters zu forſchen.
Schüchternheit, Eitelkeit, zu hohe Wertſchätzung der
eigenen Perſon werden je nach Umſtänden zu bekämpfen
ſein. So wird das Leiden in den Anfängen beſeitigt
und dem Kinde manche ſchlimme Stunde im künftigen
Leben erſpart. Das Gartenlaube‟=Heft, dem wir
Vor=
ſtehendes auszugsweiſe entnehmen, bringt auch den
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