Darmstädter Tagblatt 1910


22. März 1910

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173. Jahrgang
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
wärts
nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
A
1910.
Dienstag, den 22. März=
N 68.

Nche;
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.


Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Die Romreiſe des Reichskanzlers.
* Die italieniſchen Blätter begrüßen den Reichs=
kanzler
mit herzlichſten Worten. Giornale d’Italia‟
ſchreibt: Wir heißen den Reichskanzler, der morgen hier
eintrifft, um dem König zu huldigen und unſere Regie=
rungsvertreter
perſönlich kennen zu lernen, herzlich will=
kommen
. Wir ſind ſicher, damit die Gefühle des Landes
auszudrücken, welches die Gefühle der Sympathie kennt,
die der hervorragende Staatsmann für unſer Land hegt.
Der Reichskanzler, welcher die Politik einer großen Na=
tion
leitet, die mit unſerem Lande durch Bande eines
feſten Bündniſſes und alter Freundſchaft
verbunden iſt, hat das Verdienſt, die italieniſch=deutſchen
Beziehungen wie ſein Vorgänger gepflegt zu haben.
v. Bethmann Hollweg hat daher ein volles Recht, zu un=
ſeren
Freunden gezählt zu werden, und als ſolchen be=
grüßen
wir ihn. Corriere d’Italia führt die Auslaſ=
ſungen
des Grafen Kanitz im Reichstag über den Drei=
bund
an und fügt hinzu: Dieſe Worte des Grafen
Kanitz wurden vom Reichstag mit allgemeinem Beifall
aufgenommen. Wir ſchließen uns dem Beifall ſeiner
Landsleute an und begrüßen den Reichskanzler als will=
kommenen
Gaſt und Vertreter einer großen Nation, mit
der uns vielfache Bande der Kultur und politiſchen Le=
bens
verbinden. Vita ſchreibt, der Reichskanzler ent=
ſpreche
mit ſeinem Beſuche di. bhafteſten Wunſche Ita=
liens
. Jeder italieniſche Maskr des Auswärtigen, wer
es auch ſein möge, wünſchit aufrichtig das Bündnis
der Freundſchaft mik Deutſchland aufrecht zu
erhalten. Die auswärtige Politik Italiens könne nie=
mals
von der Tatſache abſehen, daß ein ſtarkes Gefühl der
Sympathie das italieniſche und das deutſche Volk mitein=
ander
verbinde. Unrichtig ſei, daß die italieniſche aus=
wärtige
Politik nicht von der öffentlichen Meinung getra=
gen
werde; dafür ſeien die Sympathien zwiſchen beiden
Ländern zu groß. Früher hätte der ſtarke Aufſchwung
Deutſchlands vorübergehend wohl das Gefühl unbehag=
lichen
Staunens in Italien geweckt, dies aber ſei ehrlicher
Bewunderung gewichen. Meinungsverſchiedenheiten hät=
ten
eigentlich nicht exiſtiert, nur hätten oft einige deutſche
leitende Perſonen eine Anwandlung, Italiens Aktions=
freiheit
zu beſchränken. Auch habe mancher ungeſchickte
italieniſche Miniſter vergeſſen, daß der Kernpunkt der ita=
lieniſchen
auswärtigen Politik gute Beziehungen zu
Deutſchland ſeien. Heute wolle das italieniſche Volk ſolche
Irrtümer vermeiden und zur guten alten Politik der
Freundſchaft Deutſchlands zurückkehren. Wenn des Reichs=
kanzlers
Beſuch das Ende des früheren Mißtrauens be=
deute
, ſo ſei er herzlich willkommen.

Die Auflöſung des ungariſchen Reichstages.
* Heute Dienstag wird in der Ofener Hofburg eine
kaiſerliche Thronrede verleſen werden, durch die das un=
gariſche
Abgeordnetenhaus aufgelöſt wird.
Die Thronrede wird einen Rückblick auf die verfloſſenen
vier Jahre werfen. Als Grund des Appells an die Na=
tion
ſoll die Thronrede nur mangelnde Uebereinſtimmung
zwiſchen den Faktoren der Geſetzgebung bezeichnen. Dem
eigentlichen Auflöſungsakt ſollte am Montag noch eine
letzte Sitzung des Abgeordnetenhauſes vorausgehen, die
eigentlich nur als eine formale gedacht war. Trotzdem
erwartete man von dieſer letzten Sitzung des Abgeord=
netenhauſes
einen ſehr ſtürmiſchen Verlauf. Der Exprä=
dent
Juſth beabſichtigte, wie er ſchon vor zwei Wochen
in einer Rede in Galantha angekündigt hat, einen Antrag
auf Verſetzung der Regierung in Anklagezuſtand einzu=
bringen
, weil ſie die bosniſche Verfaſſung durchgeführt
hat, obgleich ihr dies durch den nach der jüngſten Verta=
gung
gefaßten Beſchluß des Abgeordnetenhauſes aus=
drücklich
verboten worden war. Ein Beſchluß des Abge=
ordnetenhauſes
auf Erhebung der Miniſteranklage könnte
dem Kabinett Khuen=Hedervary verhängnisvoll werden,
wenn es aus der Wahlſchlacht als Beſiegter heimkehren
ſollte. Auch die Koſſuth=Partei plant eine Demonſtration.
Der ihr angehörige Abgeordnete Hody hat an die Regie=
rung
eine dringende Interpellation wegen der Haltung
des Hofes aus Anlaß des Ablebens und des Leichen=
begängniſſes
Dr. Luegers gerichtet.
Das gegenwärtige Abgeordnetenhaus war nach dem
Rücktritt des Kabinetts Fejervary im Mai 1906 unter der
Aegide des Koalitionskabinetts Wekerle=Koſſuth gewählt

worden und hatte eine kaum je dageweſene Regierungs=
mehrheit
ergeben, wobei die Unabhängigkeitspartei allein
ſchon über die abſolute Mehrheit des Abgeordnetenhauſes
verfügte. Eine Oppoſition gab es beinahe überhaupt nichr
mehr. Aber damals lagen die Verhältniſſe ganz anders,
als heute. Der ſtärkſte Gegner, die alte liberale Partei
unter Führung des Grafen Stefan Tisza, war freiwillig
vom Schauplatz abgetreten und hatte der Koalition das
Feld überlaſſen. Auch der in Ungarn ſo mächtige Wahl=
einfluß
der Regierung arbeitete zugunſten der Koalition.
Endlich war die durch das Regime Fejervary erregte
Stimmung im Lande für die Koalition. Jetzt liegen alle
Chancen gerade umgekehrt. Die Regierungsmacht arbeitet
gegen die Unabhängigkeitspartei, Stefan Tisza ſteht wie=
der
als Kämpfer in der vorderſten Reihe und die alt=
liberale
Partei hat ſich unter der Flagge der Nationalen
Arbeitspartei neu verjüngt unter ſeine Führung geſtellt.
Das Land iſt über die Nichterfüllung der von der Koalition
gemachten Verſprechungen bitter enttäuſcht. Die Unab=
hängigkeitspartei
iſt in zwei Hälften geſpalten, die ſich als
Koſſuth= und als Juſthpartei bis aufs Meſſer befehden.
Was die geſetzlichen Termine der Neuwahlen an=
betrifft
, ſo iſt der äußerſte Termin, zu dem der neue
Reichstag zuſammentreten muß, der 22. Juni, alſo drei
Monate nach der Auflöſung. Der neue Reichstag aber
darf erſt zehn Tage nach dem letzten Wahltage zuſammen=
treten
. Am 12. Juni müſſen alſo die Wahlen beendet
ſein. Das Verfahren iſt folgendes: Der Miniſter des
Innern erläßt eine Verordnung, in der er eine zehntägige
Friſt beſtimmt, innerhalb welcher ſämtliche Wahlen zu
vollziehen ſind. Den Wahltag für das einzelne Munizi=
pium
beſtimmt deſſen Zentralausſchuß innerhalb der vom
Miniſter feſtgeſetzten Friſt. Vom Tage der Kundmachung
der Verordnung des Miniſters über die zehn Wahltage
bis zum letzten Wahltag muß ein wenigſtens dreißig=
tägiger
Zeitraum verſtreichen. Wenn die Regierung mit
ihren Vorbereitungen für die Wahlen fertig iſt kann der
neue Reichstag 40 Tage nach der Ausſchreibung der Wah=
len
wieder zuſammentreten. Wenn beiſpielsweiſe die
Kundmachung des Miniſters des Innern am 1. April im
Amtsblatte erfolgt, dann können die Wahlen zwiſchen dem
21. und 30. April vollzogen werden, und der neue Reichs=
tag
könnte bereits auf den 10. Mai einberufen werden.
Es gilt als wahrſcheinlich, daß Graf Khuen nicht die
äußerſten Termine abwarten, ſondern die Wahlen bereits
im Laufe des April vornehmen laſſen wird.

Die Beſſerung der ruſſiſch=öſterreichiſchen
Beziehungen.
* Die Petersburger Telegraphen=Agentur meldet aus
Petersburg: Die in letzter Zeit zwiſchen dem Peters=
burger
und dem Wiener Kabinett gepflogenen
Verhandlungen haben ein befriedigendes
Reſultat ergeben. Nachdem bei dieſem Meinungsaus=
tauſch
klargeſtellt worden iſt, daß in den Balkanangelegen=
heiten
zwiſchen Rußland und Oeſterreich=Ungarn volle
Uebereinſtimmung in den politiſchen Grundſätzen beſteht,
ſind zwiſchen den beiden Regierungen wieder normale
diplomatiſche Beziehungen hergeſtellt. Die
kaiſerliche Regierung hat von vorſtehendem die anderen
Kabinette durch ein Memorandum vom 20. März
1910 in Kenntnis geſetzt, dem ſieben Dokumente beigefügt
ſind, nämlich:
1. Die Depeſche Iswolskis vom 13. Januar 1910
an den ruſſiſchen Geſchäftsträger in Wien, in welcher ſeine
Unterredung mit dem öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafter
in Petersburg wiedergegeben iſt. 2. Die Depeſche Is=
wolskis
vom 5. Februar 1910 an den Geſchäftsträger
in Wien. Die Depeſche gibt die mündliche Mitteilung des
öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafters in Petersburg wie=
der
, die vom Miniſter nach deſſen Worten nachgeſchrieben
und von dem Botſchafter geprüft worden iſt. 3. Ein von
Iswolski dem Grafen Berchtold am 9. Februar 1910 über=
gebenes
Memoire. Dieſes Dokument beſagt, die ruſ=
ſiſche
Regierung akzeptiere gern den Gedanken eines Mei=
nungsaustauſches
mit Oeſterreich=Ungarn über die leiten=
den
Grundſätze der Politik der beiden Regierungen auf
dem Balkan, iſt aber der Meinung, daß mit Rückſicht auf
die beſtehenden Verhältniſſe ein derartiger Meinungsaus=
tauſch
ſchon nicht mehr den Charakter des Abkommens
vom Jahre 1897 haben könne, ſondern im Gegenteil in
eine Form gekleidet werden müſſe, die noch andere in=
tereſſierende
Mächte hinzuzuziehen geſtattete; andererſeits
ſei es notwendig, bei der Formulierung der Grundſätze
die neuen Bedingungen der politiſchen Lage in der Türkei
ſelbſt zu berückſichtigen. Daher bringe die ruſſiſche Regie=
rung
die Aufſtellung nachſtehender Punkte in Vorſchlag,
die ſodann den übrigen Mächten zur Kenntnis gebracht
werden könnten: a) Wahrung des Status quo auf der
Balkanhalbinſel; b) da dem neuen Regime in der Türkei

die Gleichberechtigung aller Nationalitäten zu Grunde ge=
legt
ſei, die Wahrung und Feſtigung dieſer Neuordnung;
e) Unabhängigkeit, Feſtigung und friedliche Entwickelung
der kleinen Balkanſtaaten.
4. Das Memoire, das der öſterreichiſch=ungariſche
Botſchafter am 20. Februar 1910 Iswolski übergab. Das
Wiener Kabinett teilt hierin mit, es habe nicht die Ab=
ſicht
gehabt, durch die zur Zeit geführten Verhandlungen
zum Abkommen vom Jahre 1897 zurückzukehren, ſondern
es habe nur beſtätigt, daß ſeine politiſchen Grundſätze die
ſeit dem Jahre 1897 unverändert fortbeſtänden, zu jeder
beliebigen Zeit die Wiederaufnahme der Verhandlungen
zuließen. Gegenwärtig genige die Veröfſentlichung einer
Mitteilung, in der beibe Regierungen erklären, ein Gedan=
kenaustauſch
zwiſchen ihnen habe zu einem günſtigen
Reſultat geführt, und daß beide Kabinette, nachdem
ſie einander mit den Grundſätzen ihrer Politik bekannt ge=
macht
haben, anerkennten, daß dieſe Grundſätze ihnen je=
desmal
, wenn die Lage auf dem Balkan es nutzbringend
erſcheinen laſſe, geſtatteten, in Beziehungen zueinander zu
treten,
5. Das Memoire, das Iswolski am 24. Februar
1910 dem öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafter übergal.
Der Inhalt des Memoires iſt kurz folgender: Die ruf=
ſiſche
Regiernne het mit ſeßbaſteſter Genngtnung in= Er=
fahrung
gebracht, daß die öſterreichiſch=ungariſche Regie
rung den von der raſſiſchen Regierung formulierten drei
Punkten nichts entgegnet. Indem das Petersburger Ka=
binett
ſomit anerkennt, daß zwiſchen beiden Kabinetten
volle Uebereinſtimmung in den politiſchen Grundſätzen
für die Balkanangelegenheiten beſtehe, iſt es der Meinung,

Me enter itr nt eteteit
einer Mitteilung nach dem Entwurf des Wiener Kabinets
ungenügend ſei, und daß es im Intereſſe des allgemeinen
Friedens nützlich wäre, wenn auch andere Mächte ſich jetzt
den politiſchen Grundſätzen anſchließen könnten, die Ruß=
land
wie Oeſterreich ſich angeeignet hätten, damit beim
Eintreten irgend welcher Zufälligkeiten, die den Status
quo bedrohen, zwiſchen allen intereſſierenden Mächten
ſchnell ein Meinungsaustauſch zuſtande kommen könnte.
Daher macht die ruſſiſche Regierung wiederum den Vor=
ſchlag
. den anderen Mächten die Punkte mitzuteilen, be=
züglich
welcher beide Kabinette ein Einvernehmen bereits
erzielten.
6. Das Memoire, das der öſterreichiſch= un=
gariſche
Botſchafter am 14. März 1910 Iswolski
übergab. Das Dokument weiſt darauf hin, daß die offi=
zielle
Benachrichtigung der übeigen Mächte über das Be=
fültat
des Meinungsaustauſches mit der gleichzeitigen
Aufforderung ſich ihm anzuſchließen wie die ruſſiſche
Regierung es vorſchlage zu der Annahme veranlaſſen
würde, zwiſchen Rußland und Oeſterreich=Ungarn beſtehe
ein formelles Abkommen. Das entſpreche nicht
der Abſicht der beiden Kabinette. Die anderen Mächte
hätten wiederholt beſtätigt, daß ſie den Grundſatz der
Wahrung des Status quo auf dem Balkan anerkennen.
Folglich liege gegenwärtig keine Notwendigkeit vor für
irgend eine feierliche Erklärung in dieſem Sinne. Das
Wiener Kabinett ſtellt feſt, daß die Verhandlungen zu
einem glücklichen und befriedigenden Er
gebnis geführt hätten. Die normalen diplomatiſchen
Beziehungen zwiſchen beiden Kabinetten ſeien wieder her=
geſtellt
und es ſei nun klargelegt, daß in den Balkanange=
legenheiten
volle Uebereinſtimmung der politiſchen Grund=
ſätze
Oeſterreich=Ungarns und Rußlands beſtehe. Das
Wiener Kabinett beſtehe nicht darauf, daß eine Mittei=
lung
von beiden Kabinetten gleichzeitig veröffentlicht
werde und behalte ſich vor, die öffentliche Meinung über
die Wiederherſtellung des diplomatiſchen
Kontakts mit dem Petersburger Kabinett in Kenntnis
zu ſetzen.
7. Das Telegramm Iswolskis vom 20. März
1910 an den ruſſiſchen Geſchäftsträger in Wien. Durch
dieſes Telegramm wird Sverwejew benachrichtigt. der Mi=
niſter
habe dem öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafter in
mündlicher Form mitgeteilt, daß die kaiſerliche Regierung
von dem günſtigen Reſultat der Verhandlungen über das
Weſen der beſprochenen Fragen ſehr befriedigt ſei. Er
beabſichtige ſeinerſeits, dieſes Reſultat den übrigen Ka=
binetten
zur Kenntnis zu bringen und ihnen den aus die=
ſem
Anlaß mit dem Wiener Kabinett geführten Schrift=
wechſel
mitzuteilen.
Deutſches Reich.
* Man ſchreibt uns aus Berlin: Eine römiſche Mel=
dung
des Figaro beſchäftigt ſich in eigenartiger Weiſe
mit dem bevorſtehenden Beſuch des Reichskanz=
lers
v. Bethmann Hollweg in Rom. Jene Mel=
dung
lautet nämlich: In gut unterrichteten Kreiſen geht
die beſtbeglaubigte Meinung über den Beſuch des Herrn
v. Bethmann Hollweg dahin, daß die wichtigen volitiſch==
Fragen bei dieſer Gelegenheit nicht werden erörtert ver=
den
und daß es ſich um einen Akt der Höflichkeit handelt,
der für den leitenden Staatsmann des einen der beiden
verbündeten Kaiſerreiche faſt unerläßlich ſei. Die Auf=
faſſung
, die in dieſer Meldung des Figaro zum Aus=
druck
gelangt, ſpiegelt ſelbſtverſtändlich nur franzöſiſche
Wünſche wider, wie ſie vielleicht vorzugsweiſe den fran=
zöſiſchen
Botſchafter beim Quirinal, Herrn Barerc,qam

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Seite 2.

lich des Kanzlerbeſuches in Rom, auch wenn beſtimmte
Abmachungen nicht zu treffen ſind, politiſche Fragen zur
Erörterung gelangen werden.
Nach dem Wiener Vaterland ſoll auch in dieſem
Jahre eine Begegnung des Kaiſers Wilhelm
mit dem Kaiſer Franz Joſef ſtattfinden und
zwar in der zweiten Hälfte des Mai in Schönbrunn. Bei
dieſer Gelegenheit ſei auch eine Beſichtigung der Jagdaus=
ſtellung
in Ausſicht genommen. Kaiſer Wilhelm habe
bereits gelegentlich der letzten Anweſenheit des Erzherzogs
Franz Ferdinand in Berlin dieſem ſeine Abſicht, den Kai=
ſer
Franz Joſef anläßlich ſeines 80. Geburtstages zu be=
ſuchen
, mitgeteilt, worauf eine herzliche Einladung des
Kaiſers Franz Joſef erfolgt ſei.
Die erſte Leſung der Reichsverſiche=
rungsordnung
wird im Reichstage in der erſten
Woche nach der Beendigung der Oſterferien begin=
nen
, nachdem die Fraktionen vorher Beſprechungen ab=
gehalten
haben. Es iſt beabſichtigt, die Kommiſſion ihre
Arbeiten noch vor der Vertagung beginnen zu laſſen. Von
der Kommiſſion allein wird es abhängen, ob ſie während
der Vertagung arbeiten will. Ueber dieſe Frage ſoll mit
der Regierung verhandelt werden, da die Kommiſſion
ohne Sonderdiäten ſicherlich nicht arbeiten wird. Der Re=
gierung
ſoll vorgeſchlagen werden, jedem der 28 Abgeord=
neten
pro Tag 15 Mark Diäten zu zahlen, dies macht pro
Tag die Summe von 420 Mark. Unter dieſen Umſtänden
wären Abgeordnete bereit, einige Wochen nach Pfingſten
und einige Wochen vor dem Wiederzuſammentritt des
Reichstages an dem großen Werke zu arbeiten. Dieſe Ar=
beit
bedarf aber auch der Beſchränkung, da es bei vielen
Fragen notwendig ſein wird, für die Beſchlüſſe die Mei=
nung
der Fraktionen zu hören. Man dürfte den Abgeord=
neten
ſchwerlich zumuten, weittragende Beſchlüſſe auf
eigene Verantwortung zu faſſen. Den Abgeordneten
würde ſelbſt bei einer Geldentſchädigung ein Opfer damit
zugemutet werden. Ein anderes Mittel, das Werk ſpä=
teſtens
bis April 1911 unter Dach zu bringen, beſteht aber
nicht. Dem Reiche würde dieſe Kommiſſionstagung rund
25000 Mark Sonderdiäten koſten. Die Kommiſſion zur
Vorberatung der Strafprozeßordnung und der Straf=
geſetznovelle
wird während der Vertagung keine Sitzungen
abhalten.
In Halle fand am Sonntag ein zahlreich beſuchter
Mitteldeutſcher Privatbeamten=Tag ſtatt.
Die nach einer Rede des Reichstagsabgeordneten Streſe=
mann
einſtimmig angenommene Reſolution betont, daß
die Erklärung des Staatsſekretärs Dr. Delbrück große Be=
unruhigung
unter die Privatbeamten getragen habe, und
fordert, daß das Reichsamt des Innern ein Privat=
beamten
=Verſicherungsgeſetz auf der Grundlage der zwei=
ten
Regierungsdenkſchrift noch in dieſer Seſſion einbringe.
Der Seniorenkonvent des preußiſchen Abge=
ordnetenhauſes
einigte ſich dahin, die wiederholte
Abſtimmung über die Wahlrechtsvorlage am 12. April
ſtattfinden zu laſſen.
Ausland.
In der italieniſchen Kammer behauptete der Ab=
geordnete
Aprile, daß ein Abgeordneter gegen die
Gültigkeitserklärung der Wahl des Abgeordneten Ruſpoli
geſtimmt habe, weil er auf eine Geldforderung ablehnend
geantwortet hätte. Barzilai forderte Aprile auf, den

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.
Gerzen liegen. Im übrigen iſt es zweiſelles, daß anläß.= 1. Ramen des Abgeordneten zu neunen, auf den er angeſpielt

Nummer

habe. Aprile erwiderte, er ſei dazu bereit, aber die Kam=
mer
könne hier nicht als Unterſuchungskommiſſion auf=
treten
. Er fragte darauf, wem er den Namen mitteilen
ſolle. Barzilai ſchlug den Präſidenten vor; dieſer behielt
ſich vor, Aprile anzuhören. Das Haus ſetzte darauf die
Beratung über den Geſetzentwurf betr. die Schiffahrtsſub=
ventionen
fort. Der Marineminiſter befürwortete ein=
gehend
die Vorlage und erntete mit ſeinen Ausführungen,
namentlich am Schluſſe ſeiner Rede, im Zentrum und auf
der rechten Seite des Hauſes lebhaften Beifall, an dem
ſich die Beſucher der Tribüne beteiligten. Die Beifalls=
bezeugungen
erneuerten ſich, als der Miniſter den Saal
verließ.
Die Blätter aller Parteien in England erwarten
neue allgemeine Wahlen faſt unmittelbar, d. h.
innerhalb der nächſten Wochen. Es heißt, daß zwiſchen
Redmond Birell und Lloyd George Verhandlungen ſtatt=
finden
, die bisher zu keinem Reſultat geführt haben.
Churchill erklärte in einer Rede in Mancheſter, er werde
vielleicht innerhalb der nächſten Wochen zur Wiederwahl
vor ſeinen Zuhörern ſtehen. Im Departement des Haupt=
einpeitſchers
in Downingſtreet herrſcht fieberhafte Tätig=
keit
zur Vorbereitung der Neuwahlen.
Nach einer Meldung aus Kopenhagen iſt mit Be=
ſtimmtheit
vorauszuſehen, daß das däniſche Kabinett
Zahle, deſſen parlamentariſche Stellung äußerſt ſchwach iſt,
in naher Zeit zur Auflöſung der Zweiten Kam=
mer
ſchreiten werde. Der Schluß der jetzigen Parla=
mentstagung
könnte bald nach Ablauf des März erfolgen;
die Kammerauflöſung dürfte, wie man meint, ſpäteſtens
im Mai ſtattfinden. Es wird jedoch vielfach bezweifelt,
ob es der Regierung gelingen wird, durch dieſes Mittel
eine günſtigere Geſtaltung ihrer Lage herbeizuführen.
Die griechiſche Kammer genehmigte debattelos die
Geſetzesvorſchläge betreffend eine Anleihe von 240 Millio=
nen
Francs, Aufhebung des Zwangskurſes und Konver=
ſion
der durch die internationale Finanzkontrolle geſicher=
ten
alten Goldanleihen.
Wie die Blätter aus Madrid melden, wird die
ſpaniſche Regierung eine Anleihe von 50 bis 60 Mil=
lionen
zur Deckung der Ausgaben der Marokkoexpedition
aufnehmen.

Neunter internationaler Wohnungs=
kongreß
. Vom 30. Mai bis 2. Juni 1910 findet in
Wien der 9. internationale Wohnungskongreß ſtatt, der
zum erſten Male auf öſterreichiſchem Boden tagt. Die
Diskuſſion der auf dem Kongreß zu erörternden Woh=
nungsfragen
wird in der ſorgfältigſten Weiſe vorbereitet.
Für die ſchriftlichen Referate wurden die bekannteſten
Fachmänner in allen Kulturländern gewonnen. Außer=
dem
wird für jeden Staat ein Bericht erſtattet, der in gro=
ßen
Zügen die Fortſchritte der Wohnungsreform während
der letzten fünf Jahre zur Darſtellung bringt. An den
Kongreß wird ſich eine Ausſtellung von Plänen und Mo=
dellen
muſtergültiger Kleinwohnungen des In= und Aus=
landes
anſchließen. Dieſe Fachausſtellung ſoll eine innige
Verbindung zwiſchen der theoretiſchen Erörterung der bau=
techniſchen
Probleme und ihrer praktiſchen Löſung her=
ſtellen
, ſie ſoll den Kongreßteilnehmern ein überſichtliches
Studienmaterial bieten, das ſeine Ergänzung durch Ex=
kurſionen
in gemeinnützige Wohnungsanlagen erhalten
wird. Die Verhandlungen des Kongreſſes, der eine rege
Beteiligung erwarten läßt, verſprechen wertvolle Anre=
gungen
zur Löſung des Wohnungsproblems für alle In=
tereſſenten
.

2 Die Reiſe des Königs Peter. Der
für die Fahrt König Peters von Petersburg nach
ſtantinopel iſt neuerdings dahin abgeändert u
daß ſich der König nicht über Belgrad, ſondern über
kau, Kiew. und Reni donauaufwärts bis Somov
ſodann über Sofia nach Konſtantinopel begeben wir
der urſprünglich gewählten Route über Belgrad
deshalb Abſtand genommen, weil die für die Dare
Aufenthaltes des Königs Peter außerhalb des
verfaſſungsmäßig dem Kronprinzen Alexee
zu übertragende Königsgewalt bei der Durchreiſe d
nigs durch Belgrad für dieſe kurze Zeit wieder vicn
ſelbſt ausgeübt werden müßte. (!) So wurde de
Weg über Reni gewählt, um der Erlaſſung mehrere
klamationen vorzubeugen. Der Thronfolger Al
legte am Freitag den Eid auf die ſerbiſche Verfaſſt ab
da er, wie bemerkt, die königlichen Rechte währe
Auslandsreiſe des Königs Peter ausüben wird. A au
gen aus Rußland beſtätigen, daß im Volkes groß e
tereſſe für den ſerbiſchen Königsbeſuch beſteht. He=
haupt
iſt die Sympathie für Serbien infolge vonſient
Haltung in der Annektionskriſe dort ſehr geſtiegera
Moskauer Bürgermeiſter kommt eigens nach Pete urg,
um den König zu einem Beſuch feiner Stadt eins geſ.
* Sofia, 20. März. Der König und die
gin ſind heute abend mit Gefolge nach Konſtar pe
abgereiſt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. 2
* Vom Hofe: Prinz Sigismund von Preuiſt
Sonntag vormittag 10 Uhr 3 Min. im Neuen lais
eingetroffen und hat daſelbſt Wohnung genom
* Entlaſſung. Se. Königl. Hoheit der Großh og
haben den ordentlichen Profeſſor an der mediziniſch a=
kultät
der Landesuniverſität Dr. med. Ernſt Le Skt
in Gießen auf ſein Nachſuchen aus dem Staatsdie En=
laſſen
.
* Ernennungen. Se. Königl. Hoheit der ( ß=
herzog
haben den evangeliſchen Pfarrer Heinric el
ler zu Neunkirchen, Kreis Dieburg, zum Oberlel an
der höheren Mädchenſchule zu Offenbach mit 2ng
vom 1. April 1910 an ernannt; den Stellenar Oter
Friedrich Dehlitſch zu Mainz zum Pedellen am bſ
gymnaſium zu Mainz ernannt; den Oberlehrer De
Realſchule zu Oppenheim Auguſt Hirſch zum Ob äter
an der Oberrealſchule zu Worms, den Oberlehrer Dem
Realgymnaſium und der Oberrealſchule zu Gieße Pf.
Hermann Oßwald zum Oberlehrer an dem L graf
Ludwigs=Gymnaſium zu Gießen, den Oberlehrer der
Oberrealſchule zu Worms Julius Schulze zun ber=
lehrer
an dem Realgymnaſium zu Mainz, den Her=
lehrer
an der Oberrealſchule zu Worms Dr. Fe and
Werner zum Oberlehrer an der Realſchule zu ?
den Oberlehrer an dem Gymnaſium zu Worms T Deg
Zimmermann zum Oberlehrer an dem Rehm
ſämt -Mit
naſium und der Oberrealſchule zu Gießen
Wirkung vom 1. April 1910 ernannt.
S
Der
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hohe
Großherzog haben dem Lehrer an der Gemein bule
zu Lauterbach Georg Conté aus Anlaß ſeiner Ve ihig
in den Ruheſtand das Ritterkreuz zweiter Klaſſe d Sei=
dienſtordens
Philipps ? SGroßmütigen verlieher
* Gerichtsperſonalien.‟e. Königl. Hoheit der 5 haben den Landreaiter bei dem Landgerer
Provinz Rheinheſſen Oskar Wörckel zum Landichs
rat bei dieſem Gericht und den Amtsrichter b Em
Amtsgericht Wöllſtein Philipp Bonhard zun
amtsrichter bei dieſem Gericht, den Gerichtsaſſeſſ=i
helm Schmidt aus Reichelsheim (Wetterau) un Sek=
leihung
des Amtstitels Finanzamtmann zum jur en
Hilfsarbeiter bei der Heſſiſchen Landes=Hypoth dan
mit Wirkung vom 1. April 1910 an ernannt.
* Die Großh. Baubehörde für die Erweit Egs=
bauten
der Techniſchen Hochſchule zu Darmſta Hird
mit Wirkung vom 1. April d. J. an aufgeho

Armenfürſorge in Darmſtadt
vor 200 Jahren.
Von Stadtpfarrer D. Dr. Diehl.
Morgen feiert eines der beachtenswerteſten Werke
der Armenfürſorge in unſerer Stadt, die Heiden=
reich
=Siebold=Stiftung, das Gedächtnis ſei=
nes
50jährigen Beſtehens. Aus dieſem Anlaß möchte
ich die Blicke der Freunde der Darmſtädter Lokal=
geſchichte
einmal auf die Zeit vor 200 Jahren lenken
und zeigen, wie man damals an Fremden und Ein=
heimiſchen
in Darmſtadt Armenfürſorge übte.
Im Jahre 1716 ſtand man in unſerer Stadt unter
dem Zeichen einer Reform des geſamten Armen=
fürſorgeweſens
. Die Veranlaſſung dazu hatte die Be=
obachtung
gegeben, daß das unordentliche Gaſſen=
Betteln ſowohl frembder als einheimiſcher Bettler eine
Zeit her dergeſtalt überhand genommen, daß viele ſol=
ches
zum höchſten mißbrauchet, durch ungeſtümmes An=
lauffen
, ſowohl die Einheimiſche in denen Häuſer, als
auch die Frembde auf öffentlicher Gaſſen, früh und
ſpath ſehr beſchwehret, denen wahrhafften einheimi=
ſchen
Hauß=Armen die Chriſtliche Almoſen dadurch ent=
zogen
, unter dem Praetext des Bettelns offters Dieb=
ſtähle
begangen, viele aber dardurch zu einem höchſt=
ſchädlichen
Müßiggang und liederlichen Leben ſambt
ihren Kindern gebracht worden.
Die Reform ging von Landgraf Ernſt Ludwig aus.
Das erſte Schriftſtück, das uns von ſeiner Abſicht, das
Darmſtädter Armenweſen zu reformieren, Kunde gibt,
iſt ein Befehlſchreiben an den Geheimen Rat von Ka=
metzky
, datiert vom 18. Juli 1716. Der Landgraf er=
teilt
in ihm dem genannten hohen Herrn Commiſ=
ſion
und befiehlt ihm, ſich derſelben gebührend zu
unterziehen, forters mit dem hieſigen Ober=Ambt, Su=
perintendenten
, wie auch Statt=Raht aus der Sach zu
communiciren, mithin die Erreichung der landgräf=
lichen
Intention ſich allen Fleißes angelegen ſeyn zu
laſſen Kametzky unterzog ſich ſeiner Aufgabe mit
Hingebung. Bereits am 8. Auguſt waren die Berat=
ungen
ſo weit gediehen, daß eine Reihe von Verfüg=
ungen
erlaſſen werden konnte, die darauf ausgingen,
der Armenkaſſe feſte Einkünfte zu ſichern. Es wurden
am 10. Auguſt an die fürſtliche Regierung, das Konſi=
forium
, die Rentkammer, den Kriegsrat, ferner den
Hofmarſchall von Bobenhauſen, Oberjägermeiſter von
Utttrod, Kammerjunker von Geismar, Stallmeiſter
Münch und Jägermeiſter von Minnigerode Aus=
ſchreiben
erlaſſen, die ihnen geboten, alle unter ihrer
Inſpeetion ſtehenden Bedienten vorzufordern, ihnen
von ter landgräflichen Verordnung gehörige Eröff=
nung
zu thun, darauff einen jeden, keinen ausgenom=
men
, dasjenige, was er zu bemeldtem Behuff monat=
lich
rhnfehlbar zu erlegen ſich erklähre, eigenhändig

auff= oder unterſchreiben zu laſſen, mit angehengter
Verſicherung, daß im Fall ihres freywilligen Erbietens
dergleichen geſchärfte Verordnungen ergehen würden,
daß hinführo niemand von Bettelleuten mehr mole=
ſtiret
werden möge, hingegen denen renitirenden ein
proportionirtes quantum ex otſicio angeſetzet und das=
ſelbe
quovis modlo eingebracht werden würde Am 29.
Auguſt erging dann noch eine ähnliche Aufforderung
an den Generallieutenant von Schrautenbach, damit er
dieſelben Erhebungen bei allen in der Reſidenz be=
findlichen
Oberoffieiers ſowohl zu Fuß als zu Pferd‟.
anſtellen möge. Gleichzeitig wurden alle in Betracht
kommenden öffentlichen Kaſſen zur Berichterſtattung
über die Summen, die aus ihnen für Armenzwecke bis=
her
verwandt worden ſeien, aufgefordert. Weitere
Aufforderungen zu Beiſteuern ergingen im Oktober an
die Offiziere der Gardereuter (durch Vermittelung
des Generalmajors von Prettlack), und im November
an die Mitglieder der Hofkapelle, die fürſtlichen Ko=
mödianten
, ſowie alle unter keiner Oberbehörde ſtehen=
den
Perſonen, wie Advokaten, Adelige, Aerzte uſw.
Die angeſtellten Erhebungen waren von Erfolg be=
gleitet
. Der Landgraf deputierte zur Armenkaſſe,
außer denen bis anhero in das Hoſpital jährlich deſti=
nirten
52 Malter Korn noch 350 fl. aus der Rent=
kammer
, die dafür in Zukunft aller Gaben an Arme
entledigt ſein ſollte. Unter den gleichen Bedingungen
ſtiftete er aus der Kriegskaſſe die jährlich zu leiſtende
Summe von 350 fl. Dem Stadtkirchenkaſten wurde die
Lieferung von jährlich 80 fl. auferlegt. Ferner ver=
pflichteten
ſich die um einen Beitrag angegangenen
fürſtlichen Bedienten zu z. T. bedeutenden Bei=
trägen
, ſo das Offizierkorps zu etwa 180 fl., die Mar=
ſtallsbedienten
zu 56 fl., die Jagdbedienten zu 24 fl.
Nach dieſen Vorarbeiten wurde eine Armen=
Ordnung in der Fürſtlichen Reſidentz
Darmbſtadt im Druck veröffentlicht. Sie erſchien
unter dem Datum des 15. Dezember.
Aus dem Inhalt dieſer Ordnung wollen wir das
Weſentliche mitteilen.
Zuerſt ſei auf die Beſtimmungen hingewieſen, die
ſich auf die Geldquellen für die Armenkaſſe
beziehen. Die Einnahmen dieſer Kaſſe ſetzen ſich zu=
ſammen
aus den oben erwähnten geſtifteten Geldern,
ſowie aus Sammlungen, die alle Montag, Dienstag
und Mittwoch unter den Darmſtädter Bürgern vor=
genommen
werden ſollen. Von den letzteren ſchreibt
die Armenordnung: Damit denenjenigen Hauß= und
andern Armen, Nothleidenden, Gebrechlichen, und
welche ihr tägliches Brod nicht verdienen können, die
Nothdurfft gereicht werden möge, ſoll der darzu be=
ſtellte
Burger alle Montags, Dienstags und Mitt=
wochs
, und ſo lang es nöthig, die verſchloſſene Armen=
Büchſe von Hauß zu Hauß bey jedem Einwohner und
Hauß=Genoſſen allhier, ſambt dem darzu haltenden

Buch, herumtragen, die Collecten einſammelt Was
jeder giebt, ſich vorzehlen, in die Armer ächſe
werffen, und was, auch wie weit jeder bezahlt, das
Buch durch denjenigen, der bezahlt, einſchreiberiſſen,
die Büchſe aber ſambt dem geſammelten Geld, 1en
Superindenten lieffern. Das bei dieſen allleit=
lichen
Sammlungen eingegangene Geld ſollte al Flei=
tag
Nachmittag in der Superintendantur in ASſen=
heit
des Superintendenten (oder, in deſſen ASſen=
heit
, des älteren Stadtpfarrers), eines hierzu lepn=
tierten
vom Rat und eines Deputierten von d Bür=
gerſchaft
aus der Armenbüchſe genommen, geze und
gebucht werden.
Da zu erwarten war, daß etliche von de ölen
Stiftern zur Armenkaſſe ſich ihren Verpflit ugen
entzögen, oder auch etliche Bürger ſich weigert älle=
mal
in die Büchſe etwas einzuwerfen, wurdenPi
Uebeltäter ſcharfe Maßnahmen von vornhere
5
Auge gefaßt. Es heißt in der Ordnung: Dak gie
Almoſen=Sammler ein und andern antreffe
welcher entweder gar nichts in die Arme=
Amm
geben, oder von der darzu freywillig benannten
abbrechen wolte, ſo ſoll derſelbe eine Specificat de=
ſer
unbarmhertzigen Leuthe an das hierzu ve dnete
Collegium übergeben, welche Anfangs von ihrer Licht=
Vättern vorgenommen, und zu mehrerer Liel kegen
ihren nothleidenden Nächſten angemahnet, we äber
ſolches nichts verfangen will, exeeutive darzu Ehal=
ten
werden. Da ſich jemand unterſtehen ſo ſein
entweder monatlich oder wochentlich zu gebe Vyer=
ab
ab=
ſprochenes
Quantum, er ſey gegenwärtig vi
weſend, nicht zu rechter Zeit oder wohl gar nit ehr
zu bezahlen, ſo ſollten auf ſolchen Fall die un dem
Fürſtlichen Ober=Ambt ſtehende Perſonen ohnege=
ringſte
Nachſicht von demſelben exequirt, dene Unter
dem Fürſtlichen Hof=Staat, Collegiis und Närte=
ments
ſtehenden Civil=Hof= und Militär= w Mauch
Jagd=Bedienten aber, ſie ſeyen wes Standes ſie Hllen,
von denjenigen Einnehmern, welche ihnen die Sſold=
ungen
auszuzahlen haben, auf beſchehende An Jung,
auf
as ſchuldige Quantum ſo gleich ohne Nachſe:
Begehren und Gegen=Schein des in dieſer Ss an=
eordneten
Collegii, von ihrer Beſoldung einl Alten,
an gehörige Orte gelieffert, und denen morof Süge=
Geder
rechnet; wegen derjenigen Perſonen aber,
inter allhieſigen Ober=Ambt noch in herrſchaftli Be=
dienung
und Beſoldung ſtehen, in ihre Güther Sgrif=
fen
, oder da ſie deren keine hätten, nach GelMheit
der Umbſtänden andere Mittel, bey ereugnend Sall.
zur Hand genommen werden.
Soviel von den Geldquellen und der A hrer
Sammlung! Gehen wir nunmehr auf die Pe Blich=
zu
zu=
eiten
ein, denen die Wohltat einer Unterſtütz
Erſter
teil werden ſoll, ſo kommen für die Ordnung
Linie die von Auswärts kommenden tt=

[ ][  ][ ]

Nummer 68.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

Seite 3.

9

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Ausſtellung in der Aliceſchule. Man ſchreibt
rs: Das hauptſächlichſte Intereſſe der diesjährigen
usſtellung bilden die Arbeiten der Schülerinnen aus
m Kurſus zur Ausbildung von Handarbeitslehre=
nnen
, welcher ſeit dem Sommerſemeſter 1909 auf die
auer eines Jahres ausgedehut wurde. Einundzwanzig
chülerinnen beſuchten dieſen Kurſus, eine Externe
ahm an der Prüfung teil, und beſtanden im Examen
mtliche Schülerinnen. Zu den bisherigen Lehr=
chern
wurden Geſundheitslehre und Bürgerkunde,
achmethodik und Stofflehre hinzugenommen; das
ebiet der Handarbeiten wurde weſentlich erweitert,
eues aufgenommen, was die hübſch gearbeiteten
auskleider beweiſen. Auch Stickereien nach eignem
ntwurfe finden wir. Die Arbeiten der übrigen Kurſe
rid, wie immer, tadellos ausgeführt und zeugen von
roßem Fleiße der Schülerinnen und von ernſtem
Streben der Lehrerinnen. Im Winterſemeſter beſuch=
en
148 Schülerinnen die Alice=Schule. Auch der
andelskurſus iſt auf die Dauer eines ganzen Jahres
eſtimmt, den Erfolg ſieht man deutlich an den
eiſtungen in Stenographie und Maſchinenſchreiben.
Sehr beachtenswert ſind die hübſchen, geſchmackvöllen
rbeiten im Kurſus für Holzbrand, Tiefbrand und
verbſchnitt. Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin
und Ihre Durchlaucht Prinzeſſin Marie zu Solms=
zich
beehrten am Montag vormittag die Ausſtellung
mit ihrem Beſuche.
Poſtlagerkarten und anhängende Poſtan=
weiſungen
. Der Staatsſekretär des Reichspoſtamtes
rläßt folgende Bekanntmachung: Um die ohne perſön=
iche
Adreſſe zur Verſendung kommenden Briefſendungen,
ie ſogenannten Chiffrebriefe, vor der Abholung
durch Unbefugte zu ſchützen, werden vom 1. April ab die
Poſtanſtalten, die ſich mit der Ausgabe von Briefen be
aſſen, auf Wunſch Poſtlagerkarten ausſtellen. Die
Ausfertigung der Poſtlagerkarte iſt am Schalter der
Poſtanſtalt, wo die Abholung der Briefe ſtattfinden ſoll,
zu beantragen. Die Poſtlagerkarten weiſen eine vorge=
Druckte Nummer auf. Briefe, die unter dieſer Nummer
mit dem Zuſatze Poſtlagerkarte und dem Namen der
Die Poſtlagerkarte ausſtellenden Poſtanſtalt eingehen,
3. B. Poſtlagerkarte Nr. 47, Berlin W. 8, werden nur
Demjenigen verabfolgt, der die vom Poſtamte Berlin
W. 8 ausgeſtellte Poſtlagerkarte Nr. 47 vorzeigt. Die
Poſtlagerkarte hat Gültigkeit für die Dauer eines Monats
vom Tage der Ausſtellung ab bis ausſchließlich desſelben
Tages des nächſten Monats alſo z. B. vom 16. Februar
bis einſchließlich 15. März ; ihre Gültigkeit kann immer
um je einen Monatszeitraum verlängert werden. Für
Die Ausfertigung einer Karte, ferner für jede Verlängerung
Der Gültigkeitsdauer wird je eine Gebühr von 25 Pfg.
erhoben. Eine Verpflichtung zur Löſung von Poſtlager=
karten
beſteht nicht; es können alſo auch Chiffrebriefe in
ſeitheriger Weiſe ohne jeden Ausweis bei den Poſt=
anſtalten
abgefordert werden. Ferner wird im inneren
deutſchen Verkehr für die Verſendung von Karten und
Paketen mit Nachnahme die Benutzung von Nach=
nahmekarten
und Paketadreſſen mit an=
hängender
, vom Abſender vorzuſchreiben=
der
Poſtanweiſung zugelaſſen. Derartige For=
mulare
werden zum Preiſe von 5 Pfg. für 10 Stück bei
den Poſtanſtalten vom 1. Juli ab zum Verkauf bereit=
gehalten
werden. . . . . Die Benutzung der neuen For=
mulare
iſt vorläufig in das Belieben des Publikums ge=
ſtellt
. Vom 1. Januar 1911 ab werden zur Verſendung
von Paketen und Karten mit Nachnahme aber nur noch
die Formulare mit anhängender, vom Abſender vorge=
ſchriebener
Poſtanweiſung zugelaſſen werden.
C. Grundſtücksverkauf. Die Herren Gebr. Ludwig
und Wilhelm Hering in Beſſungen haben die Hofreiten
Nr. 16, 18 und 20 der Sandbergſtraße angekauft, um
daſelbſt eine Dampfwäſcherei zu errichten. Der Kauf
erfolgte vorbehältlich der behördlichen Genehmigung der
Anlage.
Reuter=Abend. In dieſem Jahre wird der Ge=
burtstag
Fritz Reuters,
des größten deutſchen
Humoriſten, ſich zum 100. Male jähren. Aus dieſem
Anlaſſe veranſtaltet der Vortragsverband, mehrfachen an
ihn ergangenen Anregungen folgend, am 31. März im
Kaiſerſaal einen Fritz=Reuter=Abend, für den der be=
kannte
Reuterinterpret Herr Hans Brandt aus Berlin

gewonnen worden iſt. Nähere Mitteilungen über den
Abend erfolgen demnächſt.
Soiree Fly=Cumberlaud. Die Mächt der Sug=
geſtion
und ihre Beziehung zu den Phänomen der
Spiritiſten, Gedankenleſer, Hellſeher uſw. lautete der
Titel einer Veranſtaltung, die F. Cumberland am
Samstag und Sonntag im Kaiſerſaal arrangierte.
In einer ſehr gewandten Weiſe wurde von Cumber=
land
u. a. auf die Macht der Suggeſtion im gewöhn=
lichen
Leben, in der Heilkunde und bei hypnotiſchen
und ſpiritiſtiſchen Experimenten hingewieſen. Die in=
tereſſanten
Darbietungen des Abends waren Rechen=
künſte
, wobei Fly=Cumberland Zahlen unter 100 in
die dritte und vierte Potenz erhob, die Kubikwurzeln
aus neunziffrigen Zahlen einzog uſw. Ferner wur=
den
behandelt: Sinnestäuſchungen, Gedankenahnen,
Gedanken=Beeinfluſſung uſw. Starkes Intereſſe wurde
dem weiteren Programm, namentlich den antiſpi=
ritiſtiſchen
Experimenten, entgegengebracht. Die Ver=
anſtaltungen
waren gut beſucht.
Der Olympia=Kinematograph, Ernſt=Ludwigſtr.
macht hierdurch beſonders auf die in heutiger Nummer
enthaltene Anzeige aufmerkſam.
Das Kaiſerpanorama zeigt dieſe Woche die
ſchönſten Partien des Rheins von Köln bis Mainz=
Es ſind reizvolle Städtebilder und maleriſche Land=
ſchaften
, überragt von ſtolzen Schlöſſern und den vom
Zahn der Zeit noch verſchonten altersgrauen Reſten
ſagenumwobener Burgen, von denen ſo manche in der
Geſchichte des deutſchen Volkes eine Rolle geſpielt.
Wer eine billige Rheinreiſe machen will, ſollte die
gegenwärtige Ausſtellung im Kaiſerpanorama nicht
unbeachtet laſſen.
Bickenbach, 20. März. Auf dem Bahnhofe erfolgte
eine Gasexploſion, bei welcher der Vorſteher der
Station und 2 Mann beträchtliche Brandwunden am
Körper davontrugen. Zwei Aerzte waren alsbald zur
Stelle, welche den Verwundeten, von denen 2 ſchwerer,
1 leichter verbrannte, die erſten Verbände anlegten.
t. Aus dem Odenwald, 20. März. Für Reichelsheim
und Umgegend iſt ein Zuchtverband für Oden=
wälder
Rotvieh gegründet worden, dem bereits eine
große Zahl Züchter aus hieſiger Gegend beigetreten iſt.
Der Verband ſucht zunächſt für die kommenden Jahre ſie
einen guten Viehexport zu ſichern. Der Vorſitzende des
Verbandes iſt der Hofgutspächter Siefert=Fronhof.
Mainz, 20. März. Als Geſchenk des Großherzogs
iſt für den hieſigen Stadtpark, einem Geſuch des Ver=
ſchönerungsvereins
entſprechend, ein prächtiger Dam=
hirſch
aus dem Groß=Gerauer Tierpark des Groß=
herzogs
eingetroffen. Später ſollen einige junge Tiere
nachfolgen. Die durch die Blätter gegangene Nachricht,
ſämtliche Rehe im Stadtpark ſeien eingegangen, war
unrichtig; nur vier Tiere ſind verendet, eines infolge
Ueberfütterung durch die Parkbeſucher. Mehrere Rehe
werden demnächſt auch aus Bosnien eintreffen, da der
dortige Schlag widerſtandsfähiger iſt.
Mainz, 21. März. Ein Ueberſchuß von etwa
10000 Mark dürfte das angenehme Ergebnis des
Frühlingsfeſtes in der Stadthalle ſein. Ueber 13000
Mark ſollen die Einnahmen betragen, während man
mit 3500 Mark Unkoſten zu rechnen hat. Von dem Er=
trägnis
erhält der Journaliſten= und Schriftſteller=
Verein 10 Prozent, das übrige fließt den Bühnenmit=
gliedern
für ihre Penſions= und Unterſtützungseinrich=
tungen
zu. (Tgbl.)
Mainz=Mombach, 21. März. Ein frecher Ein
bruchsdiebſtahl wurde geſtern vormittag zwiſchen
11 und 12 Uhr in der hieſigen katholiſchen Pfarrkirche aus=
geführt
. Der unbekannte Spitzbube wußte wohl, daß nach
Beendigung des ſonntäglichen Hauptgottesdienſtes die
Kirche für einige Zeit von Beſuchern frei, der Opferſtock
aber beſonders gut mit Geldſtücken angefüllt iſt. Er
raubte den letzteren völlig aus. Dabei wandte der Gauner
große Gewalt an, denn Schloß und Eiſenbänder des ſehr
feſten Opferkaſtens waren vollſtändig verbogen. Der hier
gemeldete Kirchenraub iſt bereits der fünfte, der innerhalb
weniger Jahre in der hieſigen katholiſchen Pfarrkirche
unternommen wurde. Erſt vor zwei Jahren erbrach ein
bis jetzt noch nicht ermittelter Spitzbube den Tabernakel
und raubte eine ſehr wertvolle Monſtranz. Alle Nach=

forſchungen nach dem frechen Räuber blieben damals er=
folglos
, und auch diesmal fehlt jede Spur von dem Ein=
brecher
. Wahrſcheinlich hat man es mit demſelben verwe=
genen
Burſchen zu tun.
Worms, 21. März. Heute früh traf die traurige
Nachricht hier ein, daß Herr Geheimer Schulrat Schä=
del
geſtern nachmittag plötzlich infolge eines Schlag=
anfalles
verſchieden iſt. Alle, die ihn kannten
werden tief erſchüttert ſein; beſonders trifft ſein Schei=
den
ſein Lehrerkollegium und ſeine zahlreichen Schüle=
rinnen
, die einen unerſetzlichen Verluſt zu beklagen
haben.
Nieder=Olm, 20. März. Eine für den Vogel=
ſchutz
ſehr lobenswerte Einrichtung hat die hieſige Ge=
meinde
durch Errichtung eines großen Vogelſchutzgehölzes
geſchaffen. Der Obſt= und Gartenbauverein legte in den
letzten Tagen auf einem von der Gemeinde zur Verfügung
geſtellten Gelände die geeigneten Gehölzpflanzen an. Zur
Verwendung kamen als erſtmalige Verzaunung 500
Stämmchen Wildroſen. Das Gelände ſelbſt iſt mit Grup=
pen
Fichten, wilden Stachelbeeren, Taxus, Liguſter, Weiß=
buchen
und Weißborn bepflanzt. Dazwiſchen ſtehen alte
Zwetſchenbäume als Hochſtämme und Zwetſchenbaum=
hecken
, die ſämtlich auf Quirl geſchnitten wurden. Die
ganze Anlage erhält ſpäter noch eine Drahtumzäunung.
Das Betreten des Vogelſchutzgehölzes iſt aufs ſtrengſte
unterſagt. Der Obſt= und Gartenbauverein, der ſich um
die Anlage beſonders verdient gemacht hat, hofft von der
nachahmenswerten Einrichtung eine bedeutende Vermeh=
rung
der einheimiſchen Singvögel zum Nutzen des Obſt=
und Gartenbaues.
(*) Gießen, 20. März. In der Wieſeck ertrunken
iſt ein Soldat aus dem 3. Bataillon. Da er aus dem
Elſaß ſtammt, ſo glaubte man anfangs an Fahnenflucht.
Nun hat ſich herausgeſtellt, daß er abends von einer Wirt=
ſchaft
heimkehrend, einen kürzeren Weg durchs Feld ſuchte,
dabei aber in die angeſchwollene Wieſeck ſtürzte und er=
trank
.
(*) Aus dem Kreiſe Gießen, 20. März. Eine ſchul=
feindliche
Gemeinde iſt das kleine Dorf Bers
rod bei Grünberg. 89 Schüler ſind in dem alten, engen
Schulhaus zuſammengepfercht, und dieſe Zahl ſteigt in den
nächſten drei Jahren auf über 100. Zwecks Errichtun=
einer
zweiten Klaſſe und eines Schulhausneubaues weil=
ten
nun vier Herren des Kreisamtes Gießen hier, um mit
dem Gemeinde= und Schulvorſtand zu unterhandeln. Die
Gemeinde iſt vermögend und erhebt nur 13 Prozent Um=
lagen
. Obwohl die Behörde nun noch eine außerordent=
liche
Holzfällung bewilligte, lehnten der Gemeinde= und
Schulvorſtand den Bau eines Schulhauſes in Höhe von
22000 Mark und die Errichtung einer zweiten Lehrer=
ſtelle
ab.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. März. Geſtern ver=
anſtaltete
der Verein der ausländiſchen
Preſſe im Hotel Kaiſerhof wieder einen ſeiner Emp=
fangsabende
. Die geſamte Diplomatie, Botſchafter und
Geſandte, waren vertreten und von hohen Staatsbeam=
ten
des Reichs und Preußens eine größere Zahl,
namentlich aus dem Auswärtigen Amt, dem Marine=
und Militärkabinett und dem Reichsamt des Innern.
Auch das Präſidium des Reichstags und des Herren
hauſes waren vertreten. Aus Handel, Induſtrie, Fi=
nanzwelt
und Kunſt folgten gleichfalls viele Vertreter
der Einladung. Ein Kranz ſchöner Frauen vollendete
das Feſtbild und der Abend nahm einen glänzenden
Verlauf. Das Gründungskonſortium für die Große
Oper in Berlin beabſichtigte, kurz vor dem Inkrafttre=
ten
der Charlottenburger Wertzuwachsſteuer die
erforderlichen Terrains am Kurfürſtendamm zu erwer=
ben
. Indeſſen verzögerten ſich die Verhandlungen ſo
lange, daß die Umſchreibung der Grundſtücke erſt am
Tage vor der Einführung der Steuer hätte erfolgen
können. An dieſem Tage erſchienen, wie die Bauwelt
meldet, die Intereſſenten auf dem Amtsgericht eine
halbe Stunde, nachdem der Amtsrichter bereits
fortgegangen war, ſo daß nunmehr die Steuer bezahlt
werden muß. Die verſpätete halbe Stunde bedeutet
einen Verluſt von 125000 Mark. Glück im
Unglück hatte der Kohlenhändler Lindloff, Lohmeyer=

ler in Betracht. Um zu verhüten, daß die Wohltätig=
keit
der Darmſtädter von dieſen auswärtigen Bettlern
mißbraucht würde, wurde eine ſcharfe Kontrolle aller
Zugereiſten eingeführt. Es wurde beſtimmt, daß
fremde Paſſagiere nur durch das Neue Thor, das
damals am Ausgang des Marktplatzes nach der jetzigen
Rheinſtraße zu (in der Nähe des Schwabſchen Hauſes)
lag, eingelaſſen werden dürften. Kam ein Fremder an
einem der übrigen Tore, dem Beſſunger=, Jäger= und
Sporertor, an, ſo war er nach dem Neuen Tor zu
weiſen und ihm der Einlaß zu verſagen. Alle heim=
lichen
Eingänge in die Stadt ſollten wohlverwahret
werden damit das Eindringen durch ſie in die Stadt
unmöglich wäre.
Am Neuen Tor fand dann eine Sichtung der Ein=
laßbegehrenden
ſtatt. Alle Gaſſen=Bettler und alle die=
jenige
, welche wegen des Bettelns nur verdächtig waren,
oder was ſie hier zu verrichten, nicht darzeigen konn=
ten
, wurden ſogleich abgewieſen und keineswegs ein=
gelaſſen
; ſo vor allem alle frembden Collectanten und
Bettler, welche keine Päſſe, Patenta, Atteſta oder Ab=
ſchiede
hatten, alle herumſchweiffenden Schüler, arme
Studenten, welche keine glaubhaffte Zeugnüſſen hatten
abgedankte Soldaten, welche keine Päſſe oder Abſchiede
hatten, alle Bettler und Collectanten, welche in den
Aemtern des Fürſtenthums und Obern=Grafſchafft zu
Hauß und keine Patenta oder Zeugnüß hatten, die Bet=
tel
=Juden und alles übrige herumbvagirende Geſind=
lein
.
Gnade ſollten nur diejenigen frembden Collectan=
ten
und Bettler finden und zu dieſem Zweck in das
am Wacht=Hauß hierzu expreſſe verfertigte Zimmer
gebracht werden, ſo von abgebrandte und baufällige Kir=
chen
, Pfarr= und Schul=Häuſer, item vor abgebrandte
Städte, Dörffer und Wohn=Häuſer colleetirten; die, ſo
umb der Religion willen vertrieben, zur Evangeliſchen
Religion getretten oder noch tretten wollten, ferner ab=
gedankte
Officiers und Soldaten, arme Studioſi, arme
Wittwen und Wayſen, und getauffte Juden, wann ſie
nemlich glaubhaffte Patenten, Päſſe, Abſchiede oder
Atteſtata hatten.
Sobald ein Collectant oder Bettler in das Zim=
mer
neben der Wacht=Stube gebracht war, wurden ſeine
Perſonalien aufgenommen. Der Torſchreiber ſchrieb
nach denen vorzeigenden Päſſen oder Atteſtaten nicht
aber nach des Collectanten Angaben des Colleetanten
Vor= und Zuname, Geburts=Ort und Vatterland in
ein apartes Buch, notierte auch dabei ſeinen Paß,
Atteſtat, Patent oder Abſchied ſambt dem Dato und
Jahr, und von wem ſolche gegeben. Dann ſchrieb er
des Collectanten oder Bettlers Namen auf einen Zettel.
Alle ſolche Zettel wurden zweimal täglich morgens

um halb 8 Uhr und nachmittags um halb 2 Uhr durch
einen Gefreiten ſambt denen Patenten, Päſſen, Ab=
ſchieden
oder Atteſtaten dem commandierenden General
oder Ober=Offizier vorgelegt und von dieſem, wann er
ſolche geſehen, ſchleunig dem Oberamtmann oder in deſ=
en
Abweſenheit dem Amtsverwalter geliefert. Fan=
den
beide Inſtanzen an den Einzulaſſenden aus ihren
Papieren nichts Verdächtiges, dann wurden die Zet=
tel
, mit einem gewiſſen Zeichen verſehen, dem
Superintendenten oder in deſſen Abweſenheit dem älte=
ſten
Stadtpfarrer durch den Armenvogt vom Dienſt
mitgeteilt. Der Superintendent oder auch der ältere
Stadtpfarrer hatte die Aufgabe, auf den Zettel zu ſchrei=
ben
, wieviel der Colleetant oder Bettler nach der Ord=
nung
erhalten ſolle. Dieſe Summe holte der Armen=
vogt
bei dem Einnehmer und ſtellte ſie dem Bittſteller
in Anweſenhei: des Torſchreibers zu. Letzterer buchte
die Summe in ſeinem Ausgabejournal. Dieſe Maß=
nahme
hielt man für nötig, um ſpäter feſtſtellen zu kön=
nen
, ob ein Bettler nicht ſchon einmal dageweſen ſei.
Ferner wurde allen Wirthen und Einwohnern bei
2 Thaler Strafe verbotten, keinen Collectanten zu be=
herbergen
, es wäre dann, dann jemand hierzu einen
Permiſſions=Schein vorzuweiſen hätte. Endlich wur=
den
, da auch das Fechten derer Handwercks=Purſchen
verboten ſein ſollte, alle Thor=Schreiber und Unter=
Officiers, die Zunfft= und andere Meiſter, wie auch die
Vätter in denen Herbergen nachdrücklich erinnert, denen
Handwercks=Purſchen, ſo hieher kommen, von dieſer Ver=
ordnung
ſofort Nachricht zu geben. Weil denen, ſo
kein geſchenckt Handwerck haben und keine Arbeit be=
kommen
, wann ſie gantz arm ſeynd, etwas Gewiſſes nach
der Verordnung gegeben werden ſollte, ſo ſollte ſolche
der Zunftmeiſter ſogleich an den Thor=Schreiber des
Neuen Thores weißen, daſelbſt ſie ſolang, biß ſie das
Ihrige bekommen, in der Neben=Stube verbleiben und
alsdann entlaſſen, da ſie aber auf dem Fechten ertapt
oder deſſen überwieſen wurden, gleich andern Bettlern
abgeſtrafft würden.
Den in Darmſtadt anſäſſigen Armen
war das Betteln ſtreng unterſagt, ſowohl vor denen
Thüren, in denen Häuſern und auf denen Straſſen, als
auch auſſerhalb vor denen Thoren und auf denen Land=
ſtraſſen
. Auf der Uebertretung dieſer Anordnung
ſtand beim erſten Falle Gefängnisſtrafe, im
Wiederholungsfalle Ausweiſung aus der Stadt.
Ueber die Verſorgung dieſer Stadtarmen wurde
folgendes feſtgeſetzt: Die allhier in der Stadt
wohnhaffte Hauß=Armen, Nothleidende, Gebrechliche
und Arme, ſo ihr Brod nicht verdienen können, ſollen,
wann ſie unter der Armen=Rolle ſtehen, und ihr Zeichen
empfangen, ſich alle Donnerstag, nach geendigter Pre=

dig, in der Kirch oder an demjenigen Orth, der ihnen
wird angewieſen werden, einfinden, und daſelbſt das
ihnen verordnete Geld, in praeſenz des Deputirten vom
Rath und der Bürgerſchafft empfangen, und werden
dieſe Deputierte ſämtlich erinnert, ſich praeciſe umb die
Stund einzufinden, um die Arme nicht lang warten zu
laſſen oder aufzuhalten. Sollten ſich Hauß=Arme allhier
finden, welche durch Unglücks=Fälle ohne ihr Verſchul=
den
ins Armuth gerathen, ihres Herkommens halber
aber Scheu tragen, offentlich unter die Arme gerechnet
zu werden, haben dieſelbe ſich Unſerm Superintendenten
anzugeben, da ihnen dann nach Befinden etwas gewiſſes
wochentlich oder monatlich gereicht werden ſoll.
Die Aufſicht über alle Armen, die Hauß=Armen und
die Bettler, war Sache der Armenvögte. Es waren
dies vier Männer, rüſtig und fleißig, die ihres Wan=
dels
halber gutes Zeugniß hatten. Ihre Hauptaufgabe
beſtand darin, in dem einem jeden aſſignirten Vierthel
und angewieſenen Gaſſen, von der Zeit an, da das Thor
geöffnet wurde, biß zu deſſen Beſchluß umher, auch zu=
weilen
vor die Thore zu gehen und diejenige, welche ſie
auf denen Gaſſen, vor denen Thüren und in denen Häu=
ern
, auch vor denen Thoren bettlen fanden an zu greif=
fen
, die Manns=Perſonen und ſtarcke Jungen, ſo in der
Stadt erdapt werden, jedoch ohne ſie zu ſchlagen, es ſeye
bann, daß ſie ſich zur Wehr ſtellen, der nächſten Wacht,
die Weibs=Leuthe aber, Buben und Mägdgen ins Ho=
ſpital
denen Beitel=Vögten zur Verwahrung lieffern
und es ſofort dem Ober=Ambtmann oder in deſſen Ab=
weſenheit
dem Ambts=Verwalter anzuzeigen.
Das
hierauf einzuleitende Verfahren ſollte folgenden Vex=
lauf
nehmen: Vor dem Oberamtmann begann zuerſt
gegen den arreſtierten Bettler im Beiſein des hierzu
erforderten, in dem Schloß auf der Wacht ſtehenden
Ober=Officiers eine ſcharffe Examination, um feſt=
zuſtellen
, zu welchem Thor er hereingekommen.
Stellte ſich bei der darauf folgenden Konfrontation des
Bettlers mit dem an dem Tor poſtierten Unteroffizier
heraus, daß der Letztere ſich ein Verſehen oder eine
Schuld hatte zu Laſten kommen laſſen, dann wurde der
Unteroffizier das erſtemal an den Pfahl geſtellt, das
zweitemal ſogleich caſſirt‟. Dem Arreſtanten aber
blühte die Strafe von dreytägiger Arbeit, wann er da=
zu
capable war, ſonſt 24ſtündiges Gefängnüß und
darauffolgende Ausweiſung aus der Stadt, die der
Armenvogt zu beſorgen hatte. Die Bürger waren an=
gewieſen
, die Armenvögte nach Kräften zu unterſtützen.
Es war ihnen verboten, den fremden Bettlern etwas zu
geben; doch war es jedermann unbenommen, dem Wans
En=Hauß oder denen in der Stadt beſindlichen offenf=
lichen
und heimlichen Hauß=Armen und Nothleidenden,
die ihm bekandt ſeyn, etwas zu ſchicken; hierzu würde

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

ſrete in Sharteſtenſturg, Dar. älſlte 2 ahenge 1 oehenenen den an eneneht der 2 . Zrit. der Küche ſein Geld. Als er plötzlich geſchäftlich ab= wendeten dort Schmuckſachen und Teppiche, ſowie an=
berufen
wurde, bedeckte er das Geld im Betrage von
4600 Mark mit einer Zeitung, die er mit einem Salz=türkiſchen Pfund haben. Man fragt ſich, wie es möglich
abberufen. Als dieſe zurückkehrte, fand ſie keinen Ein=
laß
. Sie benachrichtigte nun ihren Mann, der dann forttragen konnten, ohne bemerkt zu werden.
die Wohnungstüre öffnen ließ. Es ſtellte ſich nun her=
aus
, daß Einbrecher ihnen in der Zwiſchenzeit einen ſtörte 500 Häuſer. 3000 Menſchen ſind obdachlos.
Beſuch abgeſtattet hatten. Eine Kommode war erbro=
chen
und daraus 200 Mark entwendet. Schon glaubten
die Eheleute, auch die große Summe von 4600 Mark ſei
verloren und betraten nur zögernd die Küche. Zu ihrer
Ireude fanden ſie aber den ganzen Betrag unberührt
vor. Die Einbrecher hatten das Geld nicht unter dem Gunſt des Publikums in ſolchem Maße errungen, als die
Papier vermutet.
Frankfurt, 21. März. Wie der Polizeibericht mel=
det
, wurde geſtern vormittag an der Offenbacher
Schleuſe die Leiche eines etwa 55 Jahre alten unbe=
kannten
Mannes geländet und nach dem Friedhof Süd kungsvollen Werbearbeit für die deutſchen Mittelgebirge,
verbracht.
Metz, 21. März. In Tiercelet bei Longwy wurde
der ſehr ſchwere Geldſchrank der Eiſenbahnſtation
erbrochen und beraubt. Den Tätern kielen nur 23
Franks in die Hände. Mehrere in dem Geldſchranke
aufbewahrte Behältniſſe mit Mobiliſierungsplänen
wurden geöffnet, die Pläne aber am Tatorte liegen
gelaſſen. Nach Anſicht der franzöſiſchen Behörden hau=
delr
es ſich um eine italieniſche Einbrecherbande, die ihr
Weſen an der deutſch=franzöſiſchen Grenze treibt.
Bei Longwy wurde geſtern ein italienticher Hütten=
arbeiter
von einem Kameraden nach kurzem Wort=
wechſel
auf der Stelle erſtochen
Leipzig, 21. März. Der bekannte 38 Jahre alte Kon=
zertſänger
und Lehrer am Konſervatorium zu Leipzig, Os=
kar
Noe, wurde heute in ſeiner Wohnung tot aufge=
funden
. Es liegt Gasvergiftung vor. Ob es ſich um
einen Unglücksfall oder Selbſtmord handelt, iſt noch nicht
feſtgeſtellt.
Bremen, 20. März. Der Oberrealſchüler, der
ſich geſtern wegen ſeiner Nichtverſetzung eine Kugel in den
Kopf geſchoſſen hat, iſt im Städtiſchen Krankenhaus ſeinen
Verletzungen erlegen.
Peſt, 20. März. Von dem zwiſchen Parkany=Nana
und Peſt verkehrenden Lokalzug entgleiſten heute vor
der Einfahrt in den Weſtbahnhof vier Wagen, wobei eine
Frau getötet und mehrere andere Fahrgäſte leicht ver=
letzt
wurden.
London, 20. März. Eine lebhafte Darſtellung von
dem, was für die kleinen Singvögel innerhalb
der Londoner Vororte getan werden kann, wurde
von dem Sekretär der Selborne Society einer Verſamm=
lung
in Fulham gegeben. An der Grenze des Londoner
Poſtbezirks im Brennttale befindet ſich ein Gehölz von
etwa 77 Ar, das ein wahres Vogelparadies iſt. Es iſt
mit allen Arten von Vogelneſtern ausgeſtattzt, von ein=
fachen
Konſervenbüchſen aufwärts, und ſteht unter dem
beſonderen Schutze eines Vogelvoliziſten der zur ſelben
Zeit eine Vogel=Trockenamme iſt, die beſchädigte Neſter
ausbeſſert und junge herausgefallene Vögel auffüttert.
Faſt alle kleineren Abarten der Vogelneſter ſind hier vor=
handen
und ausgezeichnete Photographien von vielen Ne=
ſtern
mit Eiern und jungen Vögeln wurden von dem Vor=
leſer
vorgezeigt. Sogar der Kuckuck, dieſer ſcheue Vogel,
legt ſeine Eier in die Neſter fremder Vögel. Für Vogel=
liebhaber
wird es von Intereſſe ſein, zu erfahren, daß ein
Zaunkönig ſein Neſt in einer Zinnbüchſe aufſchlägt, nach=
dem
dieſe nur ein oder zwei Tage zwiſchen zwei Haſel=
nußſträuchern
aufgehängt war. Der Vorleſer, Webb, er=
zählte
von einem anderen kleinen gefiederten Sänger, der
einen regelrechten Niſtkaſten austapezierte und zu dieſem
Zweck 2700 Federn von einem eine halbe engliſche Meile
entfernten Gutshofe herbeiſchleppte.
Konſtantinopel, 20. März. In der Nacht vom
Samstag zu Sonntag iſt in dem Palais des Kron=
prinzen
ein großer Einbruchsdiebſtahl ver=
übt
worden. Die Einbrecher haben die Fenſter auf
einer Seite des Palais zertrümmert und ſind in die
vielmehr ein jeder angemahnet und ſeiner Schuldig=
keit
erinnert.
Soviel von der Armenordnung. Es ſei ihr noch
eine Liſte angeſügt, aus der erſehen werden kann, in
welcher Höhe Gaben an die Kollektanten zu verabreichen
waren. Sie hat folgenden Wortlaut:
Regiſter,
was denen frembden vorbeyreiſenden
Collectanten zu geben iſt:
Einem von Adel
3 fl.
Einer Adelichen verheuratheten Frauens=
Perſohn
3 fl.
Einer Adelichen Wittib
3 fl.
3 fl.
Einer Fräulein
Eines Geiſtlichen oder Beamtens Wittib 1 fl. 15 alb.
Einem Capitain
3 fl.
Einem Lieutenant
2 fl.
Einem Fendrich
1fl.
Einem Unter=Officier
Einem gemeinen Soldaten
10 alb.
Einem Studioſo Theologige, juris oder,
Medieinge
fl.
Einem Collectanten zu einer abgebrandten
luth. Kirch
6 fl.
zu einer abgebrandten reformirten Kirch 4 fl.
zu einer abgebrandten eatholiſchen Kirch 2 fl.
zu einer baufälligen luth. Kirch
3 fl.
zu einer baufälligen reformirten Kirch
fl.
fl.
zu einer baufälligen catholiſchen Kirch
zu Auferbauung einer neuen Schul
2 fl.
fl.
zu Neparirung einer baufälligen, Schul 1.
vor eine abgebrandte Statt
9 fl.
vor ein abgebrandtes Dorff
4 fl. 15 alb.
vor ein abgebrandtes Haus
Einem vertriebenen wegen der Religion
oder Proſelpten
fl. 15 alb.
Einem getaufften Juden
1 fl. 15 alb.
Denen Handwercks=Geſellen, ſo keine ge=
ſchenckte
Handwercker haben, einem jeden 4 alb.
Unter demſelben Datum, an dem die Armenord=
nung
erſchien, wurden dann noch einige Ausführungs=
beſtimmungen
erlaſſen, nämlich: 1. eine Inſtruction,
halten:
4. eine Inſtruetion, nach welcher ſich der! heims führten.
Almoſen=Sammker Sumpff zu richten hat, 5. In=
ſtruction
, vor den Allmoſen=Einnehmer oder Rechnungs=
führer
Johann Juſtus Pfifferling. Weiter Armen zu unterhalten und alle fremden Bett=
wurde
am 1öten Dezember eine Armendeputation ler auszuweiſen hatte, in vielen Gegenden einfach un=
ernannt
, ein Collegium, das aus dem Oberamtmann durchführbar war. Schon im Januar 1717 berichtete der

dere wertvolle Gegenſtände, die einen Wert von 37000
napf beſchwerte. Gleich darauf wurde auch ſeine Frau iſt, daß die Polizei von dieſem Einbruch nichts geſehen
hat, da die Diebe unmöglich derartig große Mengen
Yokohama, 21. März. Eine Feuersbrunſt zer=
Die Ingendherbergen des Odenwaldklubs.
Keine Einrichtung der Wandervereine hat in kurzer
Zeit einen ſo hohen Aufſchwung genommen und ſich die
Einrichtung der Jugendherbergen. Schon die Beſuchszif=
fer
im Jahre 1909 waren es 37000 , redet eine ein=
drucksvolle
Sprache von Jugendluſt und Wandermut, von
Stärkung an Körper und Geiſt, aber auch von einer wir=
wie
ſie nicht beſſer gedacht werden kann. Immer mehr
Wandervereine ſchließen ſich an, und es wird nicht lange
dauern, ſo iſt das Netz ſo geſchloſſen, daß es ganz Deutſch=
land
durchzieht. Allerdings bringen dabei viele Vereine
große Mittel zur Gewährung von Freiquartieren auf.
So leiſtete z. B. der Sauerländiſche Gebirgsverein im
letzten Jahre dafür 3900 Mark, die ſämtlich aus freiwilli=
gen
Spenden aufgebracht wurden. Dem Odenwaldklub
ſtehen leider ſolche Summen und ſo viel reiche Freunde
nicht zur Seite; er konnte und kann daher in ſeinem Ge=
biet
den jugendlichen Wanderern kein freies Quartier ge=
währen
. Er muß ſich damit begnügen, der wandernden
Jugend billige Unterkunft in anſtändigen Gaſthäuſern zu
verſchaffen: doch hat auch die von ihm getroffene Einrich=
tung
in einzelnen Ortsgruppen von Anfang an eifrige
Förderer gefunden. Jedenfalls lehrt ein Rückblick auf das
abgelaufene Wanderjahr, daß auch mit der vom Oden=
waldklub
gegebenen Anregung den jungen Wandergeſellen
eine Wohltat erwieſen wurde. Das Netz der Quartiere
kann freilich immer noch mehr ausgebreitet werden und
wird es, wenn überall die Ortsgruppen ſich dieſer noch
jungen Sache annehmen und mit Rat und Tat zu ihrer
weiteren Pflege beitragen.
An 45 Orten des Klubgebietes ſind die Jugendherber=
gen
nun eingerichtet; die jugendlichen Wanderer haben
dort nicht nur Gelegenheit zum Uebernachten in guten
Häuſern zu ermäßigtem Preis, ſondern ſie finden auch
vielfach Klubmitglieder bereit, ihnen in allen Fällen Rat
und Hilfe zu geben. Auf der Ausweiskarte iſt die Adreſſe
der Herren bemerkt, bei denen ſie ſich Auskunft holen kön=
nen
. Die Eltern dürfen daher ihre Söhne ohne beſondere
Sorge wandern laſſen, überall ſind ſie gut aufgehoben und
väterlich beraten. Für etwaige Beſchwerden aber hat der
Vorſtand des Odenwaldklubs ein offenes Ohr; ſind ſie be=
gründet
, ſo wird er gerne Abhilfe ſchaffen und unter Um=
ſtänden
, wie er es in einem Falle getan, den betreffenden
Gaſthausbeſitzer von der Liſte der Jugendherbergen ſtrei=
chen
. Wie ſchon der Name Jugendherbergen ſtatt der
ſonſt üblichen Bezeichnung Schülerherbergen zeigt, will
der Odenwaldklub nicht einſeitig vorgehen. Er will nicht
nur den Schülern, ſondern auch anderen jungen Leuten
Gelegenheit zu billiger Unterkunft geben. Seine Karten
ſtehen koſtenlos allen anſtändigen Jugendlichen auch aus
den Kreiſen der Kaufmannslehrlinge, der Gewerbeſchüler
uſw. zur Verfügung. Wie die Univerſitäten Gießen, Hei=
delberg
. Straßburg Hunderte von Karten erhalten haben,
ſo werden ſie auch anderweitig zur Verteilung gebracht.
Es wäre nur wünſchenswert, daß auch die einzelnen Orts=
gruppen
in den ihnen zugänglichen Lokalblättern wir
gedenken gerne dankbar der Unterſtützung, die wir ſtets
auch für dieſen Zweig unſeres Arbeitsfeldes bei der Preſſe
gefunden haben von Zeit zu Zeit auf die dort befind=
lichen
Jugendherbergen aufmerkſam machten. Ebenſo müſſen, da ſich dort rechts kein Trottoir befindet=
ſollte
man bei der ſonſt üblichen Anzeige der Sommer=
friſchen
dieſe Einrichtung nicht vergeſſen. So ſind ja auch
in dem großen Verzeichnis, das der Verein für billigen
Sommeraufenthalt mit Unterſtützung des Odenwaldklubs kommt.
von Riedeſel, dem Superintendenten Gebhard, dem
Amtsverwalter Pettenkover, einem Deputierten aus
dem Stadtrat und einem aus der Bürgerſchaft beſtand,
und beſtimmt, daß ſofort der Almoſenſammler, Thor=
ſchreiber
, Rechnungsführer und die Armenvögte in
Pflichten genommen und nach vorausgegangener An=
kündigung
in der Hof= und Stadtkirche ſofort nechſt=
künftigen
4. Januarii mittelſt Herumbſchickung der
Armenbüchs mit Colligirung der Gelder der Anfang
gemacht werden ſolle. Ferner wurde am 15ten De=
zember
1716 an alle Ober= und Unterbeamte in der
Obergrafſchaft. Herrſchaft Eppſtein und dem Amt Brau=
bach
ein Befehl erlaſſen, daß, um den Anlauff derer
Bettler vor den Thoren und umb die Reſidenz herumb
ſpviel immer möglich zu verhindern, jede Gemeinde der ; angefragt wurde, ob man in Heſſen nicht auch, v
Obergrafſchaft für ihre in jeder Statt und Dorff ein= eben in der Pfalz geſchehen, Bejehl ergehen laſſen
heimiſche Bettler ſorgen, und ihnen das Betteln außer=
halb
der Statt oder Dorffs verbotten ſeyn, die frembden
aber, ſo keine Patenten oder Päſſe haben, an denen
15 alb. Gränzen nicht eingelaſſen, ſondern zurückgewieſen wer= Benachbarten communicirt werden ſolke. Man
den ſollten. Dieſer Befehl wurde ſpäter noch einmal
beſonders den Pfarrern des ganzen Landes, einſchließ= Hanau und Frankfurt in Verbindung und erließ
lich Oberheſſens, eingeſchärft und die Erteilung von 19ten Mai 1719 in alle Aemter des Landes, einſch=
Sammelpatenten für Bettler, wie ſie manche Pfarrer lich des Oberfürſtentums, eine Verfügung, die gan
herkömmlicherweiſe ausſtellten, ſtrengſtens unterſagt.
Endlich wurde im letzten Viertel des Jahres 1716 in mainz und Hanan traten ſofort, Frankfurt und H
aller Eile an das Wachthaus vor dem Neuen Tor ein Kaſſel etwas ſpäter dem Vorgehen gegen den Bette L.
Bäulein angehängt, und in ſeinen beiden Stockwer= Die Verfügung vom 19ten Mai 1719 erhielt am
ken derart eingerichtet, daß die Kollektanten ſich im Auguſt 1720 noch eine Zuſatzbeſtimmung; es 1
unteren Stockwerk ſo lange aufhalten konnten, bis ſie verordnet, daß die Verſorgung derer einheim
abgefertigt waren, und etwa zu ſpät ankommende in Armen an einem jeden Orth durch die aldaſige 14 oberen Kammer über Nacht bleiben konnten.
Fragen wir nunmehr danach, wie die Durchführung
der Armenordnung ſich geſtaltete, ſo iſt zuerſt feſtzu= im Auguſt 1719. Durch eine Verfügung vom
1 fl. 15 alb. ſtellen, daß von einem regelrechten Einlaufen aller zur 1 Auguſt d. J. wurde nämlich verkügt, daß die B
Armenkaſſe deſtinierten Gelder nicht die Rede war. mungen der Armenordnung auch auf die Bet
Von den Hof=, Haus= und Stallbedienten, den Mit=
gliedern
der Hofcapelle und den Comoedianten ging auch ſie nicht mehr in die Stadt eingelaſſen. ſo
in den beiden erſten Jahren nicht ein Kreuzer ein; gleich übrigen armen Leuthen an das Neue Tho
ebenſo ließen es die Rechner der Rentkammer und der wieſen werden, damit der daſelbſt Wacht haltende
Kriegskaſſe an der richtigen Lieferung ihres Deputats eier ſie behörig examinire und nach Befinden von ſi
mitunter ſehr fehlen. Es bedurkte in den Jahren 1716 Daſeyn durch den Armenvogt einem von der Juder
bis 1724 öfters ſcharfer Befehle, bis dieſe das ganze aus ihrem Mittel zu beſtellenden Collectori Na
wornach ſich der am neuen Thor beſtellte Thorſchreiber i Armenweſen ſchwer ſchädigenden Mißſtände einiger= geben könne. Die Darmſtädter Juden wurden i
Johann Chriſtoph Oſtheim zu Abwend= und maßen beſeitigt waren. Außerdem erwies es ſich als wieſen, einen Mann zu ernennen, der Almoſe a
Verhütung des bißhero allhier eingeriſſenen Gaſſenbett= nötig, das Regiſter derer frembden Collectanten zu dieſe Glaubensgenoſſen ſammle und nach Be
lens zu verhalten. 2. eine Inſtruction, wornach ſich moderieren und die Taxe der den Kollekteuren zu rei= unter würdige Betteljuden verteile, und ihnen
der an das neue Thor beſtelte Armenvogt Andreas! chenden Gaben etwas herunterzuſetzen. Ferner kamen Reichsthaler Strafe verboten, einen reiſenden Jud
Klunck zu verhalten, 3. eine Inſtruetion, wornach ſchon im März 1717 Unredlichkeiten des Torſchreibers beherbergen oder zu verköſtigen. Dieſe Erweitg
ſich der zum Beſſunger Viertel, zum Arheilger Viertel, Oſtheim und des Armenvogts Klunck vor, die zur der Armenordnung ſtieß bei der Judenſchaft auf gn
zum Hundſtaller Viertel beſtellte Armenvogt zu ver= Abſetzung des letzteren und zu harter Beſtrafung Oſt= Widerſtand. Immer und immer wieder begegners
Als ſchlimmſter Mißſtand erwies es ſich aber, daß
die Beſtimmungen, nach denen jede Gemeinde ihre Aufhebung der geſetzlichen Beſtimmungen erſiotg=

Nummer 6

und des Dogelsberger Höhentubs herausglbt, unſer
gendherbergen mitverzeichnet, was gewiß geeignet i
noch bekannter zu machen. Jedenfalls dürfen aber
die Gaſthausbeſitzer es nicht unterlaſſen, ſich die Aus
karten vorzeigen zu laſſen und den jungen Wandergt
die vom Klub ihnen koſtenlos überlaſſenen Fremden!
vorzulegen, damit dieſe ſich darin einzeichnen. Leit
dies nicht überall geſchehen, und doch iſt es nötig, r
wir einen klaren Ueberblick über den Beſuch der Herk
gewinnen.
Intereſſant dürfte es auch ſein, einmal feſtzuſ
aus welchen Orten die Wanderer ſtammen; diesm
dies leider überſehen worden, doch hoffen wir am
des Wanderjahres 1910 auch darüber Aufklärung
zu können. Ueber einen Punkt hat der Odenwaldkl.
klagen, daß immer noch einige Wirte die gewiß nicht ſu
große Mühe ſcheuen, auf eine Umfrage mit einer Po ſe
zu melden, welche Beſucher dageweſen ſind. Trotzde=
ben
ſich im abgelaufenen Wanderjahre 1078 Wandere
gezeichnet. und dieſe Zahl läßt ſicherlich den Schluß 3 4
daß ſich die Jugendherbergen des Odenwaldklubs be ſü
haben und weitere Förderung verdienen.
Sport.
Fußball. Wie letzthin mitgeteilt wurde, e
ſich der F.=K. Olympia für Karfreitag den ſ
Zürich nach Darmſtadt verpflichtet; das Engag nt
zerſchlug ſich leider, weil Zürichs dritter Gegner 8
lich abſagte. Doch iſt es Olympia noch in
Stunde gelungen, einen tüchtigen Gegner hierher r=
men
zu laſſen, und zwar den F.=K. Franken's? n=
berg
. Dieſer Verein ſpielt ſeit Jahren in der 1. ſe
des Oſtkreiſes und hat ſich durch ſeine äußerſt
nehme und faire Spielweiſe in Sportskreiſen
guten Ruf erworben. Man darf mit Recht daral=
ſpannt
ſein, wie Olympia gegen den bayeriſchen
ner abſchneidet; der Ausgang erſcheint im Hinbli uuſ
die gute Klaſſe, die Nürnberg in der A=Liga rep= (
tiert, ſehr fraglich. Bei den Hieſigen macht ſich eis=
licherweiſe
wieder eine Verbeſſerung in ihrer For E=
merkbar
; vermochte doch Olympia am letzten Ein=
tag
mit Erſatz aus der 2. und 3. Mannſchaft für
Gebr. Haas in Hanau gegen den langjährigen
kreismeiſter F.=K. 1893 mit einer knappen Niede xe
(1:2) abzuſchneiden.
Luftſchiffahrt.
* Leipzig, 20. März. Heute nachmittag führtk
Aviatiker Hans Grade auf dem Leipziger Spon
zwei wohlgelungene Flüge von etwa vier 9
ten Dauer aus; bald darauf ſtieg Grade von neu
Nach 45 Sekunden ſenkte ſich der Apparat plötzlich s
blieb in den Baumkronen eines Gehölzes hängen. (
blieb unverletzt. Der Apparat, der erheblich beſch *
wurde, iſt nach kurzer Zeit geborgen worden.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröfſentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Red
b.
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Wf.
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Schon wieder ereignete ſich am Sonntag me
in der vorderen Pankratiusſtraße ein Unfall
wurde daſelbſt ein Mädchen von einem Radfahrer
gefahren und durch einen Poſtbeamten in ohnr
tigem Zuſtande in die elterliche Wohnung verbr
Es iſt dies in letzter Zeit der dritte Fall. Einſe
dieſes möchte bitten, daſelbſt ein Schild aubringe=
laſſen
, mit dem Hinweis, daß Radfahrer nur die ?
der Straße befahren dürfen und links auswe
jeder, der dort aus einer Hofreite tritt, in Gefah=
rät
, überfahren zu werden; jedoch müßte das E=
bald
angebracht werden, ehe weiteres Unglück =
Einer für Vil
Amtmann von Wallau, daß nicht nur einige T*
ſeines Bezirks völlig außer Stand ſeien, ihre ei m
Armen zu ernähren, ſondern die meiſten dera 11
fremden Gebieten drin lägen, daß ein Fernhalter n
fremden Bettlern ſolana unmöglich ſei, als mar
dieſen Umliegern kein Abkommen wegen gegenſe x
Ausweiſungen getroffen habe. Aehnliche Klagen

den auch von anderer Seite laut. Sie führten
daß man in heſſiſchen Regierungskreiſen beſchloß, mit den umliegenden Staaten wegen g
ſeitiger Unterſtützung bei dem Kampf gegen den ?

daß eine jede Gemeinde ihre Armen unterhalter
fremden Bettler aber zur Erleichterung der Untert
nicht allein fortgewieſen, ſondern des Endts mit d
dieſer Anregung Folge, ſetzte ſich ſofort mit Kurm
Sinne des pfälziſchen Vorſchlags gehalten war. S

(N
lichen mitveranſtaltet werden ſolle.
Eine andere Verbeſſerung der Armenordnung An
en
juden ausgedehnt ſein ſollten. Von nun an

in den nächſten zehn Jahren Bittgeſuche der
ſtädter Judenſchaft, die aus religiöſen Gründe
wurde ihnen aber nicht Folge gegeben.

[ ][  ][ ]

Nummer 68.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

Seite 5.

Vermiſchtes.
Wandervogel, deutſcher Bund für
Jugendwanderungen, ſo nennt ſich ein über
ganz Deutſchland verbreiteter Verein von Eltern, Leh=
rern
und Freunden der Jugend. Er hat ſich die Auf=
gabe
geſtellt, angeſichts der unſerer deutſchen Jugend
namentlich in Großſtädten drohenden Gefahren in ihr
ſelbſt die Kräfte zur Ueberwindung dieſer Gefahren zu
wecken und ein wehr= und mannhaftes Geſchlecht heran=
bilden
zu helfen. Dieſem Zweck dienen zwangloſe,
alkoholfreie Wanderfahrten einfachſter Art
an ſchulfreien Tagen und in den Ferien, unter Führ=
ung
zuverläſſiger Freunde und älterer Kameraden der
Jugend. Abkochen auf der Waldwieſe am Bach, Nacht=
tager
auf Stroh oder Heu im einfachen Dorfkrug oder
beim freundlichen Bquer vermindern die Reiſekoſten
für jeden auf etwa 1 Mark täglich. Solche Wanderfahr=
ten
ſtählen den Körper, üben das Auge, ſtärken den
Willen. Die erhebenden Eindrücke der reinen Natur,
die kleinen und großen Erlebniſſe und Taten auf der
Fahrt bekämpfen wirkſam das ſchleichende Eift der durch
Schundſchriften oder ſchlechte Kameraden irregeleiteten
überreizten Phantaſie und erfüllen das Gemüt mit echten
dauernden Werten: Es erwacht in der Jugend der
Sinn für das Schöne in Natur und Menſchenwerk, Ver=
ſtändnis
und Liebe für Heimat und Tierwelt, mann=
haftes
deutſches Empfinden. In reichem Maße bieten
ſich Gelegenheiten, ſelbſtändig zu beobachien, zu denken
und zu händeln in hilfsbereiter Kameradſchaft. Kurz,
Wanderfahrten ſolcher Art gewähren unſerer Jugend
die Möglichkeit vielſeitiger Selbſterzieh=
ung
zu ſittlich tüchtigen, ſozial empfindenden Perſön=
lichkeiten
. Die geſundheitlichen und erzieheriſchen Be=
ſtrebungen
dieſes Bundes, der zur Zeit in etwa 40 deut=
ſchen
Städten durch Ortsgruppen vertreten iſt, verdie=
nen
gewiß die freudige Unterſtützung aller einſichtigen
Eltern, Lehrer und Freunde der Jugend. Beſonders
wertvoll im Intereſſe des heranwachſenden Geſchlechts
erſcheint uns auch, im Sinne und Geiſte Friedrich Lud=
wig
Jahns, der Ausſchluß des Alkohols auf allen Fahr=
ten
des Bundes und ſeiner Ortsgruppen: Durch das
perſönliche Beiſpiel der Führer tritt dieſer Grundſatz
der Jugend nicht als ein zu Uebertretungen reizendes
Verbot, ſondern als eine zwangloſe gute Sitte entgegen
Bis jetzt ſind es meiſt Schüler höherer Lehranſtalten,
die ſo in jugendfriſchem Mute mit fröhlichem Sang bei
dem Klang der Zupfgeige als Wandervögel hin=
ausfliegen
zu freudigem Schauen und Erleben in freier
Natur. Doch ſind bereits an mehreren Orten, in der
Regel in beſonderen Abteilungen, auch Mädchen, ſowie
Volksſchüler und Lehrlinge zu frohen Wandervogel=
Fahrten ausgezogen. Es wäre ſehr zu wünſchen, daß
ſich auch für dieſe mehr als bisher aufopferungsfreudige
Führer und Führerinnen fänden. Unbemittelten Wan=
dervögeln
gewährt der Bund, ſoweit möglich, Beihilfen
aus der hierzu errichteten Reiſekaſſe, die durch freiwil=
lige
Spenden gefüllt wird.
Jede nähere Auskunft
wird gerne erteilt von der Bundes= Geſchäfts=
ſtelle
Darmſtadt, Waldſtraße 32; ebendaſelbſt ſind
Probenummern der Monatsſchrift Wander=
vogel
(2 Mark jährlich) erhältlich.
Die Alkoholfrage ſteht im Vordergrund
des öffentlichen Intereſſes. Kein Einſichtiger leugnet
mehr, daß ſchwere Mißſtände, welche in den Statiſtiken
der Irrenhäuſer und Gefängniſſe, der Armen= und
Polizeiverwaltungen, der Anſtalten für Nervenkranke
und körperlich und geiſtig Gebrochene, der Kranken=
und Unfallkaſſen und in anderen Unterſuchungen und
Feſtſtellungen zum Ausdruck kommen, mit dem Al=
koholismus
in urſächlichem Zuſammenhang ſtehen.
Dieſe Mißſtände greifen ſo tief hinein in das Er=
werbs
= und Erholungsleben, in die Verhältniſſe der

Gemeinden und des Staats, in die ſoziale und natio=
nale
Entwickelung unſeres Volkes, daß ſie nicht nur
den einzelnen Alkoholiker und deſſen Angehörige an=
gehen
, ſondern jeden, der ſich ſeiner ſozialen Verant=
wortlichkeit
für das Geſamtwohl bewußt iſt, zur Mit=
hilfe
bei ihrer Beſeitigung herausfordern. Wer den
Wirkungen vorbeugen will, muß die Urſachen be=
kämpfen
.
Dieſe Erkenntnis bricht ſich in der Gegenwart
immer mehr Bahn; dagegen ſind die Kenntniſſe des
Tatſachenmaterials aus dem Gebiet des Alkoholismus
und die Anſichten über die geeigneten Mittel und Wege
der Bekämpfung des Alkoholismus in weiten Kreiſen
noch wenig geklärt. Gerade diejenigen, die, ſei es in=
nerhalb
oder außerhalb ihres Berufes, ſei es durch
Mitarbeit in Vereinen, an der Löſung dieſer ſozialen
Aufgabe mithelfen wollen, empfinden das Bedürfnis,
von Vertretern der Wiſſenſchaft und der Praxis Be=
reicherung
für das Wiſſen und Anregung für den Willen
zu empfangen.
Dieſem Zwecke dienen die wiſſenſchaftlichen
Vorleſungen zum Studium des Alkoho
lismus, die ſich bereits vortrefflich bewährt haben
und in dieſem Jahre zum ſiebenten Male, und zwar
im Univerſitätsgebäude zu Berlin, Hörſaal des Hygie=
niſchen
Inſtituts, Dorotheenſtraße 35, veranſtaltet wer=
den
. Anträge auf Teilnehmerkarten (5 Mk. für den
Geſamtkurſus von 18 Stunden, 50 Pfg. für die ein=
zelne
, 75 Pfg. für die Doppelſtunde) und Programme
Anfragen oder Anmeldungen ſind zu richten an die
Geſchäftsſtelle des Zentralverbandes zur Bekämpfung
des Alkoholismus, z. H. von Frau Liska Gerken= Leit=
gebel
, Berlin=Friedenau, Rubensſtraße 37, oder an die
Geſchäftsſtelle des Deutſchen Vereins gegen den Miß=
brauch
geiſtiger Getränke, Berlin W. 15. An die Vor=
träge
werden ſich Führungen durch ſozial=hygieniſche
Einrichtungen anſchließen. Der Kurſus beginnt am
29. März und endet am 2. April d. J.

Literariſches.
Ernſt Moritz Arndts Geiſtliche Lieder.
Nebſt ſeiner Abhandlung von dem Wort und dem Kirchen=
liede
. Herausgegeben von Rudolf Eckart. Verlag von
Julius Abel, Greifswald. 151 S. 8. Broſch. 2 Mark, geb.
3 Mark. Vorangeſtellt iſt die ſehr leſenswerte und gut ein=
führende
Abhandlung Arndts von 1819: Vom Wort und
vom Kirchenliede. Die Sammlung iſt außerordentlich
reichhaltig. Neben dem allbekannten: Ich weiß, woran
ich glaube und Der heilge Chriſt iſt kommen und Geht
nun hin und grabt mein Grab enthält ſie etwa 100 geiſt=
liche
Lieder aus mannigfachſter Stimmung, von zarteſten
religiös=lyriſchen Klängen bis zu kräftigſtem, machtvollem
Glaubenston. Das würdig ausgeſtattete Buch wäre auch
recht etwas für Konfirmanden. An der ſchlichten, warm=
herzigen
, glaubenstrotzigen Poeſie würde gerade die
deutſche Jugend Freude und inneren Gewinn haben.
* Neu erſchienene Broſchüren. Der prak=
tiſche
Ratgeber für Prüflinge. Winke für Studenten, Re=
ferendare
, Abiturienten, Seminariſten und alle anderen
Arten von Examinanden. Von Dr. Albert Ziller. Ber=
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Die Romreiſe des Reichskanzlers.
H.B. Mailand, 21. März. Reichskanzler v. Beth=
mann
Hollweg iſt in Begleitung des Geſandten v. Flo=
tow
, ſowie einiger anderer Herren mit der Gotthard=
Bahn geſtern hier eingetroffen. Der Zug hatte nur 20
Minuten Aufenthalt, die von dem Präfekten und dem
deutſchen Konſul benutzt wurden, dem Reichskanzler
ihre Aufwartung zu machen. Die Weiterfahrt nach Rom
erfolgte 10 Uhr 45 Minuten.
* Rom, 21. März. Popolo Romano ſchreibt:
Der Beſuch des Reichskanzlers iſt für uns
die willkommenſte Beſtätigung der Unveränderlichkeit
der herzlichen Beziehungen und Gefühle zwiſchen den
beiden Dynaſtien, Regierungen und Nationen. Der
Reichskanzler wird in Rom die ſympathiſchſte Auf=
nahme
finden. El Meſſagero ſchreibt: Die Reiſe
des Reichskanzlers habe eine bemerkenswerte poli=
tiſche
Bedeutung, weil ſie beſtätigte, welch enge Bande
des Bündniſſes und der Freundſchaft Deutſchland und
Italien verknüpfen und den Beweis liefere, daß die
Beziehungen der beiden Regierungen ausgezeichnet
ſind.
Skandalſzenen im ungariſchensAbgeordneten=
hauſe
.
* Peſt, 21. März. Als in der heutigen Sitzung des
Abgeordnetenhauſes der Miniſterpräſident Graf
Khuen=Hedervary nach der Verleſung des könig=
lichen
Handſchreibens betreffend die Auflöſung des
Parlaments zu reden begann, um mit den Rednern
der Oppoſition Graf Matthyanyi und Franz Koſſuth,
welche die Auflöſung des Abgeordnetenhauſes als unge=
ſetzlich
hinſtellten, zu polemiſieren, wurde er unabläſſig
durch lärmende Zwiſchenrufe ſeitens der Unabhängigkeits=
partei
unterbrochen. Nach zehn Minuten mußte die
Sitzung wegen der immer ſtürmiſcher werdenden Zwi=
ſchenrufe
unterbrochen werden. Als nach Wieder=
aufnahme
der Sitzung der Miniſterpräſident mit erhobener
Stimme ſich auf die Redefreiheit berief und ſich darauf
gegen die Stenographen wendete, um ſeine im Tumult
unverſtändliche Rede zu beenden, wurde vom Abgeord=
neten
Zacharias ein Buch gegen ihn geſchleu=
dert
, deſſen Deckel ihm Stirn und Geſicht verletzte. Einige
Oppoſitionelle ſtürmten gegen den Miniſterpräſidenten, an=
dere
ſchleuderten Bücher und Tintenzeuge. Auch
der Ackerbauminiſter Serenyi wurde durch ein Tintenfaß
ziemlich erheblich verletzt. Der Präſident forderte die
Schuldigen auf, ſich zu melden, worauf Bitner und Zacha=
rias
erklärten, daß ſie Bücher geſchleudert hätten. Die
Sitzung endete unter großer Erregung.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Frankfurter Theater=Spielplan.
. Opernhaus. Dienstag, 22. März: Guntram
Nittwoch, 23. März: Aleſſandro Stradella‟. Don=
verstag
, 24. März: Der Troubadour. Freitag, 25.
Närz: Geſchloſſen. Samstag, 26. März: Izeyl. Sonn=
tag
, 27. März, 3½ Uhr: Prima=Ballerina: 7 Uhr:
Oberon Montag, 28. März, 3½ Uhr: Hänſel und
Gretel 7 Uhr: Die geſchiedene Frau. Dienstag,
29. März: Mignon. 2. Schauſpielhaus. Diens=
tag
, 22. März: Zum Beſten der Großen Penſionsanſtalt
der beiden ſtädtiſchen Theater. Zum erſten Male:
Niniche Poſſe mit Geſang in 3 Akten von A. Henne=
quin
und A. Millaud. Mittwoch, 23. März: Hans
Lange‟. Donnerstag, 24. März: Die Räuber. Frei=
tag
, 25. März: Geſchloſſen. Samstag, 26. März: Maria
Stuart. Sonntag, 27. März, 3½ Uhr: Die fremde
Frau; 7 Uhr: Tantris der Narr. Montag, 28. März,
3½ Uhr: Der dunkle Punkt; 7 Uhr: Niniche‟. Diens=
tag
, 29. März: Hamlet.
* Gegen die Lieferung der Toiletten
durch die Bühnenleiter, wie ſie jüngſt ſo ener=
giſch
gefordert wurde, ſpricht ſich Annie Dirkens,
die bekannte Operettendiva, in einem Schreiben aus,
das dem Börſen=Courier zugegangen iſt. Der Direk=
tor
, meinte Frau Dirkens, würde oft unmögliche Toi=
letten
ſtellen Toiletten, in denen wir lächerlich ſein
müßten. Wir müſſen uns kleiden können, wie wir
wollen. Die einen koſtſpieliger, die anderen billiger,
wie es eben geht. Wäre ich zu der Verſammlung ge=
gangen
, ich hätte entſchieden gegen die Toilettenbeſchaff=
ung
durch die Direktoren geſprochen, erſtens, weil 1zir
ſie doch nicht erhalten hätten und zweitens, weil jede
Künſtlerin ſich dennoch ihre eigene Toilette anſchaffen
würde, wie es ihr eben paßte.
* Dashöchſtbezahlte Bild der Welt. Nach
einem Telegramm aus New=York hat der Bankier
Otto Kahn das Bild Frans Hals und ſeine Familie‟
gemalt von dem Künſtler ſelbſt, für den rieſigen Preis
von 2060000 Mark erworben. Es iſt dies der höchſte
Preis, der je für ein Bild bezahlt worden iſt. Nur
Pierpont Morgan kann ſich rühmen, es Herrn Kahn
annähernd gleichgetan zu haben, indem er für einen
Raffael 2000000 Mark bezahlte. Das Bild von Frans
Hals war noch vor kurzem im Beſitze des Oberſten
Warde in London, der es der Kunſthandlung Duveen
für etwa die Hälfte des Preiſes, den dieſe jetzt dafür
erhalten hat, verkaufte. Erſt kürzlich war von Europa
das berühmte Gemälde von Frans Hals nach den Ver=
einigten
Staaten gebracht worden, und zwar war es
eins der erſten großen Kunſtwerke, das auf Grund des
nenen Zolltarifs ſteuerfrei eingeführt werden konnte.
Der jetzige Beſitzer des Bildes beabſichtigt, es dem
Metropolitan=Muſeum leihweiſe zu überlaſſen und es
außerdem auf mehrere Ausſtellungen zu ſchicken.
* Juriſtendeutſch. Das Reichsgericht bildet,
nach der Köln. Ztg. folgendes Satzungeheuer ( abge=
druckt
in den Entſcheidungen in Zivilſachen, Band 65
Seite 171), nachdem es geſchrieben hat, daß es keiner=

Entſcheidung darüber, ob der Klageanſpruch auch auf
§ 419 B6B. geſtützt werden konnte, bedürfe: Es mag
indes nicht unbemerkt bleiben, daß, wenn dies, wie die
Vorinſtanzen angenommen haben, deshalb zu ver=
neinen
wäre, weil die zweite der am 13. November 1902
aufgenommenen Urkunden der Formvorſchrift in § 311
B6B. nicht entſpricht, die Beſtimmung in § 419 Abſ. 3,
wonach die Haftung deſſen, der das Vermögen eines
andern durch Vertrag übernimmt, gegenüber den
Gläubigern durch eine Vereinbarung zwiſchen dem
Schuldner und dem Uebernehmer nicht ausgeſchloſſen
werden kann, dieſe Haftung alſo inſoweit zwingenden
Rechtes ſein ſoll, in allen Fällen verſagen müßte, wo
der Schuldner und der Uebernehmer es aus irgend=
einem
Grunde für gut befinden, die Vermögensüber=
tragung
durch mehrere, je auf beſtimmte Vermögens=
beſtandteile
beſchränkte, in an ſich rechtsgültiger Form
abgeſchloſſene Einzelverträge zur Ausführung zu
bringen.
Das ſind wir haben uns die kleine
Mühe des Zählens gemacht einhundertund=
zehn
Worte, die zuſammengeſetzten nur einmal ge=
rechnet
, fünf Zahlenangaben und fünf Abkürzungs=
zeichen
(§ und B. G. B.).

Kleines Feuilleton.
Was die Einbildung tut. Einen amüſan=
ten
Beweis für die Macht der Einbildung über die Ge=
ſundheit
berichtet ein amerikaniſcher Arzt, Dr. Charles
K. Mills aus Philadelphia, in einer engliſchen Wochen=
ſchrift
. Ein junger Bankbeamter, der ſich überanſtrengt
hatte und unter der Sommerhitze litt, wandte ſich an
einen Arzt. Der Mediziner unterſuchte ihn, prüfte die
Lungen und ſagte dann ernſt: Ich werde Ihnen mor=
gen
ſchreiben. Am nächſten Tage erhielt er einen
Brief, in dem der Arzt ihm riet, ſeine irdiſchen Ge=
ſchäfte
in Ordnung zu bringen, er habe keine Zeit mehr
zu verlieren. Natürlich können Sie vielleicht noch
wöchenlang leben, aber Sie tun gut, wenn Sie ihre
Angelegenheiten ordnen. Die rechte Lunge ſei ver=
loren
und das Herz von einem ſchweren Leiden be=
fallen
. Der junge Patient war über dieſen Brief, der
ſozuſagen ſchon ein Todenſchein war, aufs tiefſte be=
ſtürzt
. Er ging nicht in ſein Bureau; ſchon am Mittag
hatte er Atembeſchwerden und Herzſchmerzen. Er
hütete das Bett und um Mitternacht mußte eiligſt nach
dem Arzt geſchickt werden. Der Doktor war aufs
höchſte erſtaunt. Er wußte nichts von einem Herzlei=
den
. Der Patient zeigte dem Arzt den empfangenen
Brief und nun klärte ſich alles auf: der Brief hatte
einem anderen Patienten gegolten, die Sekretärin
hatte die Adreſſen verwechſelt. Der Patient lachte und
war bald wieder kerngeſund. Aber was geſchah mit
dem ſterbenden Schwindſüchtigen, der den Brief eigent=
lich
erhalten ſollte? Der hatte einen tröſtlichen Brief
bekommen vier Wochen an die See und alles iſt in
Ordnung , er war fröhlich abgereiſt und ſofort ins
Seebad gegangen. Das ſind zehn Jahre her: der Todes=
kandidat
lebt noch heute in beſter Geſundheit. Se non
é vero . . . .
C.K. Das Orcheſter der Linkshändigen.
Aus New=York wird berichtet: Ein eigenaxtiges Or=

cheſter hat ſich in Patchogue auf Long Jsland gebildet
und entzückt ſein Auditorium: es iſt das Orcheſter
der Linkshändigen. Der Gründer und Dirigent, Mar=
temus
Smith, ein begabter Violinvirtuoſe, der nur
linkshändig ſpielen kann, will damit den Beweis er=
bringen
, daß linkshändige Muſiker ebenſo große Künſt=
ler
ſein können, wie andere. Das Orcheſter beſteht bis
jetzt aus ſieben Mitgliedern, einer Gitarre, einer
Mandoline, drei Violinen und zwei Banjos. Alle
Saiteninſtrumente werden umgekehrt geſpannt, dort,
wo bei der gewöhnlichen Violine die G=Saite iſt, haben
die linkshändigen Muſiker die E=Saite aufgeſpannt,
die Spieler führen den Bogen mit der Linken und hal=
ten
die Geige mit der Rechten. Linkshändige Horn=
virtuoſen
, Trommler, Violen= und Violoncellvirtuoſen
werden noch geſucht. . .

* Glückliche Bürger! Das durch ſein Römer=
ſchätze
bergendes Altertumsmuſeum und durch ſtändige
Ausgrabungen bekannte Städtchen Haltern (Weſtfalen)
hat in ſeinen Mauern glückliche Bürger, die nicht nur
keine ſtädtiſchen Steuern zahlen, ſondern noch alljähr=
lich
aus dem ſogen. Bürgervermögen ein hübſches
Stück Geld ausgezahlt erhalten. Nach langwierigen
Verhandlungen es mußten 415 berechtigte Bürger
(und deren Frauen!) unter einen Hut gebracht werden
iſt nun dieſes Bürgervermögen von der Stadt ange=
kauft
worden und die Löſchung beim Amtsgerichte er=
folgt
. Dieſer Tage wurde auf dem Rathauſe der
größte Teil der Kaufſumme (360000 Mark) in der
Weiſe ausgezahlt, daß jeder dieſer Bürger 750 Mark
in geſchloſſenem Briefumſchlag erhielt. Einem freilich,
der ſchon freudig die Hand nach dieſem Oſterei aus=
ſtreckte
, widerfuhr ein betrübendes Schickfal: ihm wurde
bedeutet, daß auf ſeine 750 Mark ein Gläubiger die Be=
ſchlagnahme
erwirkt habe.
R
* Eine Annonce, dierniedriger gehängt
zu werden verdient. Die Bühnengenoſſen=
ſchafts
=Zeitung ſchreibt: Im Theater=Courier Nr.
846 vom 10. März 1910, S. 156 findet ſich folgende, den
Schauſpielerſtand ſchwer beleidigende und herabwür=
digende
Annonce, die an Deutlichkeit nichts zu wün=
ſchen
übrig läßt: Für Lüben b. Liegnitz (Dragoner=
Garniſon) ab Oſtern: 1. Liebhaberin, Soubr., jg. Dam.,
f. kl. Roll. u. Chargenſp. geſ. Off. m. niedr, Gag. a. d.
Dir. Lüben (Schleſ.).
1
* Die Unſchuld vom Lande. Im Stadt=
theater
in Bremen wird Lohengrin aufgeführt. Auf
der Galerie ſitzt eine Unſchuld vom Lande; ſie iſt zum
erſten Male im Theater. Als der Vorhang hochge=
gangen
iſt und der Geſang eingeſetzt hat, fragt die Un=
ſchuld
ihre Nachbarin: Weshalb ſchrieen de ſich immer
ſo an, das können ſe ſich doch orendlich ſeggen.
* Der falſche Don. In ihrem Sitzungsbericht
über die letzte animierte Sitzung im Reichstag bringen
die Leipz. N. N. zum Schluß die Aeußerung des Ab=
geordneten
Haußmann, der den Herrn v. Oldenburg
einen Don Quichotte nannte. In den Leipz. N. N. komiſcherweiſe ein Don Carlos daraus geworden.
Herr von Oldenburg hat Glück!

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

Rußland und Oeſterreich.
* Wien, 21. März. Die Politiſche Korreſpondenz
veröffentlicht folgendes Communiqué: Wir hatten
wiederholt Gelegenheit, uns mit den zwiſchen Oeſter=
reich
=Ungarn und Rußland ſchwebenden Verhandlungen
zu befaſſen und waren ſchon vor einiger Zeit in der
Lage, mitzuteilen, daß letztere einen günſtigen Verlauf
nehmen. Wir ſahen uns jedoch genötigt, darauf auf=
merkfam
zu machen, daß die zahlreichen, in der Preſſe
des In= und Auslandes erſchienenen Nachrichten über
Einzelheiten dieſer diplomatiſchen Aktion ſelbſtver=
ſtändlich
keinen Anſpruch auf Authentizität erheben
können. In dieſer Hinſicht muß beſonders feſtgeſtellt
werden, daß weder ſeitens Oeſterreich=Ungarns, noch
Rußlands je die Abſicht beſtanden hat, zu einem förm=
lichen
Abkommen zu gelangen. Gegenſtand und Zweck
des Pourparlers bildete ausſchließlich die Frage der
Wiederaufnahme normaler diplomatiſcher Beziehungen
zwiſchen den beiden Mächten, durch die es ermöglicht
wird, jederzeit in einen freundſchaftlichen Gedanken=
austauſch
einzutreten. Wir können mit Befriedigung
mitteilen, daß der angeſtrebte Zweck vollkommen er=
reicht
worden iſt. Die Herſtellung eines normalen
Verhältniſſes zwiſchen den beiden Kabinetten, wodurch
Oeſterreich=Ungarn in die gleichen vertrauensvollen
Beziehungen zu Rußland tritt, wie zu den anderen
Mächten, wird nicht verfehlen, die Lage auf dem Bal=
kan
, wo alle Großmächte einmütig auf die Erhaltung
des Status quo hinwirken, beruhigend zu beeinfluſſen.
Zu einer Mitteilung über die zwiſchen den Kabinetten
von Wien und Petersburg geführten Pourparlers an
die Großmächte hatte das Wiener Kabinett keine Ver=
anlaſſung
; nachdem die bekannten Prinzipien der
Politik Oeſterreich=Ungarns auf dem Balkan unver=
ändert
geblieben ſind, liegt diesbezüglich keine neue
Tatſache vor, die Anlaß zu einer Mitteilung geben
würde.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Berlin, 21. März. Dem Kaiſer wurde von
dem bisherigen deutſchen Geſandten in Buenos=Aires,
Herrn von Waldthauſen, ein Kapital von 200000
Mk. zur Verfügung geſtellt, deſſen Zinſen zur Förder=
ung
deutſcher Bildungs= und Wohlfahrtseinrichtungen
in den drei La Plata=Staaten, Argentinien, Uruguay
und Paraquay, insbeſondere zur Förderung der deut=
ſchen
Schulen, verwendet werden ſollen. Der Kaiſer
hat das Kapital dankend angenommen und es zur
weiteren Veranlaſſung der Schatullverwaltung über=
wieſen
.
* Berlin, 21. März.
Der Zentralausſchuß der
Reichsbank hat für Dienstag vormittag 10½ Uhr eine
Sitzung einberufen.
* Köln, 21. März. Kommerzienrat Eugen van dier
Zypen, Mitinhaber der Firma van der Zypen und
Charlier, iſt heute vormittag geſtorben.
* Paris, 21. März. Das Abkommen über die ma=
rokkaniſche
Anleihe wurde heute vormittag von
dem Miniſter des Aeußern, Pichon, und dem marok=
kaniſchen
Geſandten unterzeichnet.
* Paris, 21. März. Aus Breſt wird gemeldet, daß
kürzlich an der Küſte bei Euilvinee verſchiedene
Schiffstrümmer aufgefunden wurden. Man ver=
mutet
, daß dieſe von dem ſeit einiger Zeit verſchollenen
belgiſchen Dampfer Bulgaria und dem holländiſchen
Dampfer Prinz Wilhelm II. herrühren, welche in
der Nähe von Pentmarch bei der Inſel Houat unter=
gegangen
ſein dürften. Die Bulgaria iſt am 19. Ja=
nuar
von Warna nach Antwerpen und =Prinz Wil=
helm
II. am 21. Februar nach Paramaribo abge=
gangen
.
* Philadelphia, 21. März. Heute fand eine Kon=
ſerenz
zwiſchen der Straßenbahngeſell=
ſchaft
, den Ausſtändigen und den Vermittlern ſtatt.
Die Ausſtändigen lehnten die Angebote der Geſellſchaft ab
und erklärten, im Ausſtand verharren zu wollen.

H. B. Berlin, 21. März. Vor dem Schöffengericht
Berlin=Mitte ſteht heute der erſte Prozeß wegen des
Wahlrechts=Spazierganges zur Verhandlung.
In der nächſten Zeit werden noch eine ganze Anzahl der=
artiger
Prozeſſe zur Verhandlung gelangen, da gegen eine
große Anzahl Perſonen Anklage erhoben worden iſt. Es
handelt ſich heute nur um die Vorgänge am Schleſiſchen
Tor. Die Demonſtrationen am Tiergarten werden erſt
ſpäter zur Erörterung gelangen. Die heutige Anklage
richtet ſich gegen den Muſterzeichner Scheffler, der ſich we=
gen
Beamtenbeleidigung zu verantworten hat. Er ſoll ſich
an den gegen die Schutzleute ausgeſtoßenen Schimpfruſen,
wie Bluthund uſw., beteiligt haben.
H. B. Kopenhagen, 21. März. Eine neue Korrup=
tionsaffäre
erregt hier großes Aufſehen. Der Mi=
niſter
des Innern hat vor kurzem angeordnet, daß die 1700
Krankenkaſſen des Landes einer Reviſion unterzogen wer=
den
ſollen. Nun liegt bereits ein Teilergebnis vor, das
die erregte Stimmung gegen die frühere Regierung noch
ſteigert. Unter 170 Krankenkaſſen, die man bisher prüfte,

wurden nicht weniger als 1.10 geſunden, bei denen man
große Defraudationen feſtgeſtellt hat. Die Höhe der unter=
ſchlagenen
Summe läßt ſich noch nicht ermeſſen.

Nummer 68.

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(6344

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Schmerzerfüllt teilen wir Freunden und
Bekannten mit, daß uns unſer liebes Töchter=
chen
und Schweſterchen
(*7184
Elsa
im Alter von einem Jahre durch den Tod ent=
riſſen
wurde.
Die trauernden Eltern:
A. Jacobi u. Frau.
Darmſtadt (Schulſtr. 3), 21. März 1910.
Die Beerdigung findet Dienstaa Nachmittag
um 2 Uhr, von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
lieben Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Anna Grab
(6319
ſagt innigſten Dank
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Jakob Grab.
Darmſtadt, 21. März 1910.

(Statt beſonderer Anzeige.)
Todes-Anzeige.
Tief betrübt teilen wir allen Freunden und
Bekannten mit, daß heute früh unſere liebe
Schweſter, Schwägerin und Tante
(B6350

nach längerem Leiden ſanft entſchlafen iſt.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 21. März 1910.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. März,
nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des
ſtädt. Friedhofs aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Ableben unſeres unvergeßlichen Vaters,
Schwiegervaters, Großvaters, Schwagers u. Onkels
Herrn
Christoph Weimar
Ortsgerichtsvorsteher und Standes
beamter i. P.
ſagen Allen innigſten Dank
(B6304
die trauernden Hinterbliebenen:
Kaufmann Ludwig Weimar u. Familie,
Revisor Friedrich Weimar u. Familie.
Darmſtadt, den 21. März 1910.


Tageskalender.
Vortrag von Schriftſteller Jaskowski um 8½ Uhr
Saale des Mozartvereins.
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verein um 6 Uhr im Kaiſerſaal.
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Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr. ,
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Kaiſerpanorama Luſſenplatz 1 (Die Sehenswirdi
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Mittwoch, 23. März.
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ſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des K. Fr. Geyer (Lani
kronſtraße 43) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Verkaufsbudenplätze= ꝛc. Verſteigerung für
Frühjahrsmeſſe um 9 Uhr in der Turnhalle am Woo,
platz.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 3 Uhr in 1
Ludwigshalle‟.
Dünger=Verſteigerung um 10½ Uhr in der Tra
Kaſerne (Heidelbergerſtraße).
Brennholz=Verſteigerung um ½9 Uhr bei A
Brücher zu Arheilgen.
Beſichtigung des Großh. Reſidenzſchkt.
ſes: Dienstags und Freitags von 34 Uhr, Son
tags von 111 Uhr. Eintrittskarten werden be
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdrucker
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuileto
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtels für den übrige
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Stree)
für den Inſeratenteil: F. Kroßt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſir
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſieren. Eiwalt
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Wurst- und Aufschnittwaren
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3½ do. Conſols . . . . 93,25
84,60
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do.
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94,20
do.
3½
.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,20
92,90
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3½
83,60
do.
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4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,40
92,2
do.
3½
81,10
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Württemberger v. 1907 101,50
93,40
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¾/ Griechen v. 1887 . . 49,50
3¾/ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 98,60
do. Goldrente . . 100,00
do. einheitl. Rente 94,60
3 Portug. unif Serie I 65,25
do. unif. Ser. III 66,30
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Spezial .
5 Rumänier v. 1903 . . 101,90
do. p. 1890 . . 94,60
do.
v. 1905 . . 91,60
4 Ruſſen v. 1880 2. 8. , 91,40

In Proz.
Zf.
Ruſſen v. 1902 . . . . 90,90
½ do. v. 1905 . . . . 100,25
3½ Schweden . . . . . . . 93,50
95,50
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 89,60
do. unifiz. v. 1903 94,80
4 Ungar. Goldrente . . 95,20
do. Staatsrente . 92,70
5 Argentinier . . . . . .
91,70
do.
4
4½ Chile Gold=Anleihe 93,60
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,90
do.
4½
100,00
Japaner .
98,20
Innere Mexikaner . . 101,80
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5 Gold=Mexikaner . . .
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Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . . 142,80
4 Nordd. Lloyd . . . . 104,70
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,40
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Transportanſtalten.
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InProz.
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4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,40
4 Pennſylvania R. R. 135,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 199,50
Werger=Brauerei
. . . 83,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 436,00
Fabrik Griesheim . . . . 264,00
Farbwerk Höchſt . . . . . 449,50
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 327,50
Lahmeyer . . . . . . . . . 106,75
Schuckert . . . . . . . . . 139,50
Siemens & Halske . . . 236,30
Adlerfahrradwerke Kleyer 373,80
Bochumer Bb. u. Guß . . 242,00
Gelſenkirchen . . . . . . . 214,75
Harpener . . . . . . . . . 199,25
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
. . . . . . . . . 223,10
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,80
Pfälzer Prt. . . . . . 101,90
do.
3),
92,60
Eliſabeth., ſteuerpfl. . 100,60
do.
ſteuerfrei . 99,40
Oeſterr. Staatsbahn.
do.
98,50
do.
alte
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,90
do.
84,70
do.
25
58,30
3 Raab=Oedenburger . . 76,00
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,00
4 Kronpr. Rudolfbahn .

Zf.
In Proz.
24
Livorneſer . . . . . . 75,.90
4 Miſſouri=Paciſic . . . 98,50
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,20
Anatoliſche Eiſenb. . . .
5 Tehuantepec . . . . . 102,50
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 180,60
Darmſtädter Bank 136,00
4 Deutſche Bank . . . . 259,30
4 Deutſche Vereinsbank 128,25
Diskonto=Geſellſchaft . 196,40
4 Dresdner Bank . . . . 165,30
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,00
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 125,60
Pfälzer Bank . . . . . 101,40
145,75
Reichsbank . . . .
4 Rhein. Kredit=Bank . 137,80
4 Wiener Bank=Verein 140,90
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . .
92,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
½
91,30
Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,60
Meining. Hyp.=Bank 101,00
3u
do.
91,10
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
3½
do. (unk. 1914) 91,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
3½
do,
93,40

InProz.

Zf.
Städte=
Obligationen
Darmſtadt . . . . . . 100,80
3½ do.
4 Frankfurt . . . . .. . 101,00
do.
3½
1 Gießen . . . . . . . . 101,00
3½ do.
Heidelberg . . . . . . 100,50
.
do.
4 Karlsruhe . . . . . . 101,00
3½ do.
4 Magdeburg. . . . . .
3½ do.
-
4 Mainz . . . . . . . .
do.
3½
4,, Mannheim . . . . . . 100,60
do.
München . . . . . . . 101,00
3
Nauheim
92,00
Nürnberg . . . . . . . 101,80
3½
do.
92,60
Offenbach . . . . . . . 100,50
do.
92,50
Wiesbaden . . . . . . 101,20
3u
do.
Worms . . . . . . . . 100,20
3½
do.
4 Liſſaboner p. 1886. .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 159,10
3½ Cöln=Mindner 100 137,00
Donau=Reg. fl. 100
3
Holl, Komm. 100 104,90

92,00
95,50
91,25
92,10

Zf.
In Pro z.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . . 136,90
Oeſterr. 1860er Loſe 174,60
3 Oldenburger . . . . . 126,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 116,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl. 75 39,00
Braunſchweiger Tlr. 20 216,00
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10
Meininger
fl.
Oeſterreicher v. 1864 100 574,00
do. v. 1858 100
Ungar. Staats
100
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
400 181,80
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Banknoten.
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20 Franks=Stücke . . . . 16,25
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Engliſche Noten . . . . . 2143
Franzöſiſche Noten . . . . 81, 15
Holländiſche Noten . . . . 168,25
Italieniſche Noten . . . . 81,75
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%

[ ][  ][ ]

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Der ſchmale Weg.
Roman von Paul Bliß.
(Nachdruck verboten.)
16)
Als man am nächſten Tage bei Tiſche ſaß, fragte Els=
beth
, die heiterer als ſonſt war, ſehr lebhaft: Weshalb
wohl Herr Sieberg gar nichts von ſich hören läßt!
Sowohl Papachen wie Malwine ſahen erſtaunt auf.
Na, wundert Euch das nicht auch? fragte die Kleine
weiter und ſah naiv lächelnd von einem zum andern.
Malwine ſah ſie nur groß an, ſie antwortete nichts.
Aber der alte Herr meinte gutmütig: Das dürfte
Dich doch eigentlich nicht wundern; allzu nett haſt Du
ihn doch nicht behandelt.
Nun tat die Kleine erſtaunt. Wirklich? Habe ich
das in der Tat getan? O, das iſt mir leid! Bewußt
oder in böſer Abſicht geſchah es gewiß nicht!
Niemand ſagte etwas, man verſtand ſie nicht.
Von dem Augenblick an erwähnte Elsbeth nichts
mehr davon.
Gleich nach Tiſch aber bat ſie den alten Herrn: Der
Tag iſt ja ſo ſchön, komm, Vati, laß uns nach Potsdam
fahren! Du haſt mir’s ſchon lange verſprochen!
Lächelnd willigte der alte Herr ein, und man
fuhr ab.
Malwine blieb daheim.
Es war ein prachtvoller Tag, ganz geſchaffen für
ſlch eine Tour,

Papachen wurde ganz luſtig. Die Idee von Dir
war gut, Kleine, ſagte er behaglich.
Wie gewöhnlich! rief ſie heiter .
Sie ſtreiften dann im Wald umher, kletterten auf
den Pfingſtberg und kehrten endlich in der Meierei ein,
wo ſie Kaffee tranken.
Sieh nur dies entzückende Bilig jubelte ſie und
wies nach dem Waſſer hin.
Still und verſonnen nickte er nur, ganz vertieft in
den prachtvollen Ausblick, von dem er ſich nicht trennen
konnte.
Plötzlich ſagte ſie: Jetzt ſchreiben wir mal an Herrn
Sieberg eine Anſichtskarte. Was meinſt Du dazu, Vati?
Wieder erſtaunte er, zeigte es aber nicht, ſondern
zeigte ſich einverſtanden. Bei ſich aber dachte er: Was
bedeutet das nun eigentlich?
Inzwiſchen ſchrieb ſie die Karte; allerhand drollige
Dummheiten kritzelte ſie hin, ſo daß ſelbſt Papachen
darüber herzlich lachen mußte; ſchließlich unterſchrieben
ſie beide.
Als ſie heimfuhren, dachte die Kleine immerzu:
Was er wohl zu der Karte ſagen wird?
Und Herr Sieberg ſagte nichts, er dachte ſich aber
deſto mehr, denn er verſtand es, zwiſchen den Zeilen
zu leſen und er kannte ſich gut aus bei den Frauen.
Ja, dachte er, deine Zeit iſt da, avanti!
Schon am nächſten Mittag erſchien er beim Pro=
feſſor
und brachte den Damen die erſten Roſenſträuße.

De eriſch uie ausntenit abeie Gickeſ. S.,
her haben Sie denn dieſe Prachtexemplare?
Sehr wichtig ſagte er: Das raten Sie nie!
Von Bock oder von Schmitt ſie müſſen ja ein
kleines Vermögen gekoſtet haben! entgegnete Elsbeth.
Er lächelte. Fehl geraten! Auf meinem Grund
und Boden ſind ſie gewachſen!
Nun waren alle erſtaunt.
Er aber berichtete: Ja, meine Herrſchaften, wie Sie
mich hier ſehen, bin ich ein ſogenannter Notleidender
geworden, ja, bin unter die Agrarier gegangen, ich
habe vor vierzehn Tagen die Herrſchaft Klaushöhe ge=
kauft
.
Was? rief der alte Herr. Dies Gut mit dem
prachtvollen Schloß und Park, das gehört Ihnen jetzt?
Sieberg neigte den Kopf. Aufzuwarten! Ich bin
der Schloßherr von Klaushöhe leider fehlt mir
noch immer eine würdige Schloßherrin.
Die drei andern waren ſo erſtaunt, daß keiner et=
was
zu ſagen wußte.
Endlich meinte Elsbeth: Von dem Schloß und Park
erzählt man ja wahre Wunderdinge.
Das beſtätigte Papachen: Ja, es iſt ein Juwel.
Der Beſitzer aber ſagte höflich: Wenn ich mir die
Ehre geben darf, die Herrſchaften zu mir zu bitten,
wäre ich ſehr erfreut. Sie könnten dann ja alles
kennen lernen.
Sie ſind ſehr liebenswürdig, Herr Sieberg, er=
widerte
Papachen.

[ ][  ][ ]

Seckk 29)

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. Murz 1910.

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*:

Der Scteider nder ſch von den Damer zi den
alten Herrn und fragte: Alſo ja, wollen die Herrſchaf=
ten
mir die Ehre erweiſen? Ich wäre ſehr beglückt
darüber!
Schweſtern und Vater ſahen einander an.
Und endlich antwortete Papachen: In der Tat, ich
ſähe das Schloß und den Park ganz gern mal wieder
bin lange nicht mehr drinnen geweſen.
Famos! rief Sieberg lebhaft. Alſo wann iſt es
den Herrſchaften genehm? Uebermorgen iſt Sonntag
darf ich Sie da zu Tiſch erwarten?
Wieder ſah der alte Herr die Töchter an, dann
ſagte er zu.
Sieberg dankte herzlich, plauderte dann noch ein
wenig über Tagesereigniſſe und empfahl ſich bald
darauf.
Als er ging, küßte er beiden Damen die Hände.
Kaum war er fort, da umhalſte Elsbeth den Vater,
tanzte jubelnd ein paarmal um ihn herum und lief
dann ſingend in ihr Zimmer.
Mit großem Erſtaunen ſah er ihr nach.
Endlich ſagte, er zu Malwine, die ſinnend abſeits
ſtand: Es ſcheint, Dein Wunſch erfüllt ſich.
Die fuhr bebend zuſammen und ſtarrte ihn er=
ſchrocken
au. Mein Wunſch? Wie kommſt Du darauf?
Nun ja, Du warſt doch vor drei Monaten ſo ſehr
für dieſe Partie.
Da ward ſie ruhiger. Und ſcheinbar gleichgültig
erwiderte ſie: Ja, es ſcheint ja, als ſei Elsbeth jetzt der
gleichen Meinung. Damit ging ſie hinaus.
Erſtaunt ſah er ihr nach; was hieß das nun mal
wieder? Werde einer aus den Weibern klug!
**
*
Der Sonntag kam.
Ein heller, duftiger, lachender Maientag.
Papachen und Elsbeth waren allein gefahren, da
Malwine über Nacht ſich eine Erkältung zugezogen
hatte.

Kohrt der öhne wig, deie ſe leiht tenſch wein=
für
mich intereſſiert ſich der Schloßherr nicht.
Und man vermißte ſie auch wirklich nicht; ja, es
war ſogar beſſer, daß ſie nicht da war, denn in dieſe
prangende, duftende Pracht paßten keine ſo ernſten,
finſteren Geſichter hinein.
Das Schloß und der Park, Treibhäuſer und Oran=
gerie
, es war wirklich ein Juwel.
Elsbeth kam aus dem Staunen gar nicht mehr her=
aus
, von einem Entzücken geriet ſie ins andere. Wie
vornehm das alles war! Wie ein Fürſtenſitz ſah es aus
nie hatte ſie derartige Pracht und Schönheit vereint
geſehen.
Und Herr Sieberg ſah mit freudigem Stolz, welch!
guten Eindruck alles auf ſeine Gäſte machte.
Als ſie beim Rundgang durch die Treibhäuſer
waren, verweilte Papachen längere Zeit bei den herr=
lichen
Kakteen, die ihn ſehr intereſſierten.
Dieſe Minuten nutzte Sieberg aus.
Er ſchnitt Elsbeth eine halb offene La France=Roſe
ab und fragte leiſe: Nun, Fräulein Elsbeth, wie ge=
fällt
es Ihnen bei mir?
Errötend dankte ſie.
Es iſt herrlich bei Ihnen!
O, nur herrlich? Nicht mehr? bat er leiſe.
Schelmiſch fragte ſie: Iſt das nicht genug?
Nein, mir nicht!
Ja, was wollen Sie denn mehr? Es iſt wirklich
herrlich! Ich bin direkt entzückt!
Na, und finden Sie es denn nicht auch ein wenig
träulich und anheimelnd hier? bat er leiſe weiter:.
Da ſagte ſie denn mit lieblicher Grazie, aber auch
ganz leiſe: Ich bin doch heute das erſtemal hier, ich
muß mich erſt an all das Schöne hier gewöhnen.
Schnell und ſtürmiſch griff er nach ihrer Hand.
Sie werden wiederkommen? Und bald, ſehr bald
ja!? flüſterte er.
Innig lächelnd nickte ſie ihm zu.
Da küßte er ſtürmiſch ihre ſchmale Hand.

Dann doen Parahin e öiren Sie ſicht 8
berg, Sie haben da wahre Prachtexemplare!
Der Schloßherr nickte ihm glückſelig zu.
Und dann gingen ſie weiter.
Als man abends heimfuhr, lehnte ſich der alte He=
behaglich
ins Polſter und ſagte: Es war doch ein gat
herrlicher Tag.
Elsbeth fuhr aus ihrem Sinnen empor ſi
hatte an die Zukunft gedacht.
Ja, ja, ſehr ſchön, erwiderte ſie.
Dann wieder langes Schweigen.
Langſam ſank die Sonne, und in herrlichem Viole
ſtieg die Dämmerung herauf.
Von fernher trug der Lufthauch leiſe, verſchwor
mene Töne von ländlicher Tanzmuſik heran.
Und am Wegrain zirpten leiſe die Grillen.
Plötzlich ſagte Papachen: So gut wie heute hat m
der Sieberg noch nie gefallen.
Ja, er war wirklich ſehr ſcharmant, kaum
bar brachte ſie es heraus.
Aber der Alte verneinte ſchalkhaft. Heuke w
er mehr als ſcharmant; haſt Du das nicht gemerkt?
Sie nickte leicht. Ja, ich habe es gemerkt. 1.
ſinnend ſah ſie in die Dämmerung.
Es ſcheint, Du magſt ihn jetzt leiden, wie? Ga

art und zögernd kam es heraus.
Da erwiderte ſie ruhig und beſtimmt: Ja, ich wer
hn heiraten. Ich bin mir jetzt klar darüber.
Elsbeth! rief er freudig.
Doch ſie bat: Ja, Papa, ſo iſt es. Aber nun I
uns heute, bitte, nicht mehr davon reden.
Und ſchweigend fuhren ſie weiter.
Mit einmal dachte er an Fritz.
Da erſchrak er ſehr. Aber er beruhigte ſich wiede
Er ſagte ſich: Ich muß mich damals doch wohl g
äuſcht haben es war doch wohl nur ein harmloſ
flirt und wer weiß, vielleicht iſt es auch ſo beſſe
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

J

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

N5 32.

Dieneiag, 22. März.

1910.

Bekanntmachung.
betreffend: Die Erhebung des Stempels für Fahrräder pro 1910.
Unter Hinweis auf die nachſtehend abgedruckten §§ 3, 1527 der Verordnung
om 6. Mai 1907, den Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die gleich=
ills
abgedruckten, im Falle einer Verſäumnis platzgreifenden Strafbeſtimmungen wird
iermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des Stempels für Fahr=
Tder für das Rechnungsjahr 1910, ſowie das Aufkleben und die vorſchriftsmäßige
ntwertung desſelben
von heute ab bis 31. März 1910 an jedem Wochentage,
vormittags von 9 bis 12 Uhr,
ei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9
attfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, die dieſelben auf öffentlichen
Begen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der obenerwähnten
zeit zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen hierzu vorliegen, während derſelben
Zeit (ſ.
§ 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf Befreiung von der Abgabe zu ſtellen
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizei=Revier,
2. für den Landkreis Darmſtadt bei der betreffenden Großherzoglichen Bürger=
meiſterei

orzubringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.
Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 1527 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll.
at der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
nündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifs zum Urkundenſtempel=
eſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stem=
elabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten:
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
autende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen
em zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reichs=
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
zaben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
ühren und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.

Mhireneheetene ehte
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unterfortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
Entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die Rad=
fahrkarten
auf der Rückſeite den Vermerk Stempelfrei bis 31. März 19.. .
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
Hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern
Die Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von
einer Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt
worden ſind, in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Land=
bezirk
eines Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in
der Farbe der Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes
dagegen in ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der Num=
anerplatte
verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
werden muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet
derart zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Num=
ierplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen
Fahrrädern unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die
Koſten der Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel
des Fahrrads, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal,
und zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrads und ſodann alljährlich im
Monat März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahr=
karte
bei dem Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden An=
trag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
längſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Num=
merplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rück=
gabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und
dem Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſein Wohn=
oder
Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das
die Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden;
das letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummer=
platte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen,
die nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorüber=
gehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Dienſt=
geſchäfte
benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur Ar=
beitsſtelle
oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mk. nicht erreicht:
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Be=
ſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der
Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen:
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im Groß=
herzogtum
aufhalten;
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).

eine Befreiung von der Sienwelakaabe in An=
ſpruch
genommen, ſo iſt vorzulegen:
1. in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſtbehörde
dahingehend, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken ver=
wendet
wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren Vor=
ausſetzung
. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine Be=
ſcheinigung
des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Poli=
zeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſte=
rium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mitführen einer Radfahrkärte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Perſonen, wenn:
1 dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecken beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und Tele=
graphenverwaltung
und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den Urkunden=
ſtempel
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907, Zuwiderhand=
lungen
gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin vor=
behaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäß=
heit
des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels zuwider=
handeln
, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geldſtrafe verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleichkommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon
trifft die ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 34, 40, 47, 48, 51, 58, 86 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die Vor=
ſchriften
des Artikels 31 Abſ. 3, 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit
tritt nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt
hat oder daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt
ſein würde. Die Beſtimmung des Abſ. 2 Satz 2 findet Anwendung.
Betreffend: wie oben.
Darmſtadt, 15. Februar 1910.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
ehe enteneten venenenete en nene
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zubringen
J. E.: von Starck.
(3749a
Bekanntmachung.
Wir machen die Beſitzer derjenigen Pferde und Fahrzeuge, welche bei der Aus=
hebung
im Falle einer Mobilmachung zu geſtellen ſind, bereits im Frieden ausdrücklich
auf folgende geſetzlichen Beſtimmungen aufmerkſam:
1. Uebertretungen der hinſichtlich der Stellung der Pferde zur Aushebung getroffenen
Anordnungen werden nach § 27 des Kriegsleiſtungsgeſetzes vom 13. Juni 1873
mit Geldſtrafe bis zu 150 Mark geahndet.
2. Pferdebeſitzer, welche ihre geſtellungspflichtigen Pferde nicht ungeſäumt und voll=
ſtändig
vorführen, haben außer der geſetzlichen Strafe zu gewärtigen, daß auf
ihre Koſten eine zwangsweiſe Herbeiſchaffung der nicht geſtellten Pferde vorge=
genommen
wird.
3. Der Verkauf eines Pferdes vor erhaltener Geſtellungsaufforderung entbindet nicht
von deſſen Geſtellung, ſofern die Ablieſerung an den neuen Erwerber noch nicht
erfolat iſt. Eine Ausnahme findet nur ſtatt. wenn nachweislich der Verkauf an
die Militärbehörde, an Ofiziere, Sanitätsoffiziere oder Miltärbeamte, welche ſich
ihre Pferde für die Mobilmachung ſelbſt beſchaffen, erfolgt war.
4. Von Bekanntgabe des Mobilmachungsbefehls bis nach Beendigung der Pferde=
aushebung
iſt jede Ausführung von Pferden in andere Kreiſe oder Ortſchaften
verboten. Zuwiderhandlungen werden für jeden einzelnen Fall mit der in § 5;
des Kriegsleiſtungsgeſetzes vom 13. Juni 1873 vorgeſehenen Strafe geahndet Eine
Ausnahme von dem Verbote findet nur ſtatt, wenn nachweislich der Verkauf an
Militärbehörden des Aushebungsbezirks oder an ſolche Offiziere, Sanitätsoffiziere
oder Militärbeamte, welche ſich die Pferde für die Mobilmachung ſelbſt beſchaffen,
geſchehen iſt.
5. Bei der Vorführung müſſen die Pferde durch den Beſitzer verſehen ſein mit:
Halfter, Trenſe, zwei mindeſtens zwei Meter langen Stricken und gutem
Hufbeſchlag.
Der Wert dieſer Stücke iſt in der Taxe mitenthalten. Fehlt eines derſelben,
ſo werden die dadurch entſtehenden Koſten bei der Taxſumme in Abzug gebracht.
6. Pferde, welche als brauchbar ausgewählt, aber zunächſt nicht abgenommen wer=
den
, ſind von den Beſitzern, bei Meidung der unter 1 erwähnten Strafe, auf
drei Wochen, vom Tage der Aushebung an gerechnet, zur Verfügung der Milt=
tärbehörde
zu halten. Bis zur förmlichen Abnahme haben die Beſitzer oder
deren Beauſtragte die Pferde zu beaufſichtigen und auf eigene Koſten zu ver=
pflegen
. Wenn die Beſitzer dieſer Verpflichtung nicht genügen, werden die dadurch
entſtandenen Koſten bei Auszahlung der Taxſumme in Abzug gebracht.
7. Bei den bereits früher gemuſterten Pferden ſind an den Halftern an der linken
Seite die Beſtimmungstäfelchen, welche die Deſignation der letzten Muſterung
aufweiſen, zu befeſtigen
8. Schläger und biſſige Pferde ſollen ausdrücklich als ſolche bezeichnet werden, um
Unfällen vorzubeugen.
(6291
Darmſtadt, den 15. März 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.

Der Vertrieb der Loſe zur I. Klaſſe der 223. Königlich Preußiſchen Klaſſen=
Lotterie wird am 8. Juni 1910 beginnen und die Ziehung der I. Klaſſe dieſer Lotteri=
wird
am 8. und 9. Juli 1910 ſtattfinden.

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

Nummer 68

Die Frühjahrs=Kontrollverſammlungen1910
im Kreiſe Darmſtadt, beſtehend aus dem Hauptmeldeamt I Darmſtadt, des Landwehr=
bezirks
I Darmſtadt, werden in nachſtehender Weiſe abgehalten.

Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkannten Ma)
ſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſowie
Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909 aus den=Or
Eberſtadt, Malchen und Nieder=Beerbach.

I. In dem Exerzierhauſe auf dem ſüdöſtlichen Teile des Infanterie=Exerzierplatzes
zu Darmſtadt.
Montag, 4. April 1910, vormittags 8 Uhr: Sämtliche Wehrleute I. Auf=
gebots
aller Waffen, einſchl. der Halb= und zeitig Ganzinvaliden der Jahresklaſſe 1897
und der als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften, ausſchl.
der Offizier=Aſpiranten und der Offizier=Stellvertreter aus Darmſtadt. Aus Brauns=
hardt
und Weiterſtadt: Sämtliche Reſerviſten, Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Auf=
gebots
aller Waffen (mit Ausnahme derjenigen, welche in der Zeit vom 1. April bis
30. September 1898 eingetreten ſind), Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als zeitig
eld= und garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften, die zur Dispoſition der
Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſowie die Erſatzreſerviſten aller Waffen der
Jahresklaſſen 1897 bis einſchließlich 1909.
Montag, 4. April 1910, vormittags halb 10 Uhr: Sämtliche Wehrleute I. Auf=
gebots
aller Waffen einſchließlich der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als
zeitig feld= und garniſondienſtunfä hig anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1898
mit Ausnahme derjenigen, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898
eingetreten ſind und der Offizier=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt
Darmſtadt.
Montag, 4. April 1910, vormittags 11 Uhr: Sämtliche Wehrleute I. Auf=
gebots
aller Waffen einſchließlich der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als
zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1899,
ausſchließlich der Offizier=Aſpiranten u. Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Dienstag, 5. April 1910, vormittags 8 Uhr: Sämtliche Wehrleute I. Auf=
gebots
aller Waffen einſchließlich der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als zeitig
feld= und garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1900, aus=
ſchließlich
der Offizier=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Dienstag, 5. April 1910, vormittags halb 10 Uhr: Sämtliche Wehrleute
I. Aufgebots aller Waffen einſchließlich der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der
als zeitig feld= u. garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1901,
ausſchließlich der Offizier=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Dienstag, 5. April 1910, vormittags 11 Uhr: Sämtliche Wehrleute I. Auf=
gebots
und Reſerviſten aller Waffen, einſchließlich der Halb= und zeitig Ganzinvaliden
und der als zeitig feld= u. garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften dey Jahres=
klaſſen
1902, ausſchließlich der Offizier=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der
Stadt Darmſtadt.
Mittwoch, 6. April 1910, vormittags 8 Uhr: Sämtliche Reſerviſten aller
Waffen, einſchl. der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als zeitig feld= und
garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1903, ausſchl. der
Offizier=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Mittwoch 6. April 1910, vormittags halb 10 Uhr: Sämtliche Reſerviſten aller
Waffen, einſchl. der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als zeitig feld= und gar=
niſondienſtunfähig
anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1904, ausſchl. der Offi=
zier
=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Mittwoch, 6. April 1910, vormittags 11 Uhr: Sämtliche Reſerviſten aller
Waffen, einſchl. den Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als zeitig feld= und
garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1905, ausſchl. der
Offizier=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Donnerstag, 7. April 1910, vormittags 8 Uhr: Sämtliche Reſerviſten aller
Waffen, einſchl. der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als zeitig feld= und
garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften der Jahresklaſſe 1906, ausſchl. der
Offizier=Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Donnerstag, 7. April 1910, vormittags halb 10 Uhr: Sämtliche Reſerviſten der
Infanterie der Jahresklaſſen 1907, 1908, 1909, einſchl. der Halbinvaliden und der als
zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften, ausſchl. der Offizier=
Aſpiranten und Offizier=Stellvertreter aus der Stadt Darmſtadt.
Donnerstag, 7. April 1910, vormittags 11 Uhr: Sämtliche Reſerviſten
der Spezialwaffen (Garde, Jäger, Maſchinengewehrtruppen, Kavallerie, Feld= und
Fußartillerie, Pioniere, Eiſenbahn, Telegraphen= und Luftſchiffer=Perſonal, Train,
Krankenträger, Militärbäcker, Sanitätsperſonal, Zahlmeiſter=Aſpiranten, Büchſenmacher=
gehilfen
, Oekonomiehandwerker, Arbeitsſoldaten und Marine) der Jahresklaſſen 1907,
1908 und 1909, einſchl. der Halb= und zeitig Ganzinvaliden und der als zeitig feld= und
garniſondienſtunfähig anerkannten Mannſchaften, ſämtliche zur Dispoſition der Erſatz=
behörden
entlaſſenen Mannſchaften, ausſchl. der Offizier=Aſpiranten und Offizier= Stell=
vertreter
aus der Stadt Darmſtadt.
Freitag, 8. April 1910, vormittags 8 Uhr: Sämtliche Offizier=Aſpiranten
und Offizier=Stellvertreter der Reſerve und Landwehr I. Aufgebots aller Waffen und
Jahresklaſſen mit Ausnahme derjenigen, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. Sep=
tember
1898 eingetreten ſind, aus der Stadt Darmſtadt.
Freitag, 8. April 1910, vormittags halb 10 Uhr: Sämtliche Erſatzreſerviſten
aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 und 1898 aus der Stadt Darmſtadt.
Freitag, 8. April 1910, vormittags 11 Uhr: Sämtliche Erſatzreſerviſten
aller Waffen der Jahresklaſſen 1899 und 1900 aus der Stadt Darmſtadt.
Sonnabend, 9. April 1910, vormittags 8 Uhr: Sämtliche Erſatzreſerviſten
aller Waffen der Jahresklaſſen 1901 und 1902 aus der Stadt Darmſtadt.
Sonnabend, 9. April 1910, vormittags halb 10 Uhr: Sämtliche Erſatz=
reſerviſten
aller Waffen der Jahresklaſſen 1903 und 1904 aus der Stadt Darmſtadt.
Montag, 11. April 1910, vormittags 8 Uhr: Sämtliche Erſatzreſerviſten
aller Waffen der Jahresklaſſen 1905 und 1906 aus der Stadt Darmſtadt.
Montag, 11. April 1910, vormittags halb 10 Uhr: Sämtliche Erſatz=
reſerviſten
aller Waffen der Jahresklaſſen 1907, 1908, 1909 aus der Stadt Darmſtadt.
II. Im Hofe der neuen Schule zu Arheilgen.
Montag, 4. April 1910, nachmittags 3½ Uhr: Sämtliche Reſerviſten,
Dispoſitions=Urlauber, Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjenigen,
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb=
und zeitig Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkannten
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſowie
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909 aus Arheilgen.
III. Im Hofe der Eleonorenſchule zu Eberſtadt.
Dienstag, 5. April 1910, nachmittags 4¾ Uhr: Sämtliche Reſerviſten,
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjenigen,
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb= und zeitig

IV. Auf dem Platz vor dem neuen Schulhauſe zu Griesheim.
Mittwoch, 6. April 1910, nachmittags 4 Uhr: Sämtliche Reſerviſ
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjeni
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb=
zeitig
Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkani
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſo
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis 1909 aus Griesheim.
V. Am Bahnhof zu Wirhauſen.
Donnerstag, 7. April 1910, nachmittags 3½ Uhr: Sämtliche Reſerviſ
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjeni
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb=
zeitig
Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkan
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſe
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909 aus
hauſen und Schneppenhauſen.
Donnerstag, 7. April 1910, nachmitags 4 Uhr: Sämtliche Reſerviſ
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjeni,
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb=
zeitig
Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkant
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſo
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909 aus Erzhau
und Gräfenhauſen.
VI. Im Schulhofe zu Nieder=Ramſtadt.
Freitag, 8. April 1910, nachmittags 3¼ Uhr: Sämtliche Reſervi
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjeni
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb=
zeitig
Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkan
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſo
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909 aus Nie
Ramſtadt, Traiſa, Waſchenbach.

VII. Im Hofe des neuen Schulhauſes zu Ober=Ramſtadt.
Samstag, 9. April 1910, nachmittags 3½ Uhr: Sämtliche Reſerviſ
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjeni,
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb=
zeitig
Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkann
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſo
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909 aus O
Ramſtadt.

VIIl. Im Schulhofe zu Pfungſtadt.
Montag, 11. April 1910, nachmittags 3¼ Uhr: Sämtliche Reſerviſ
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjenig
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1897 eingetreten ſind), Halb= 1
zeitig Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkann
Mannſchaften und die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaf
aus Pfungſtadt.
Montag, 11. April 1910, nachmittags 4½ Uhr: Sämtliche Reſerviſt=
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjenig
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb= u
zeitig Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkann
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſo:
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909 aus
Orten Hahn, Eich und Eſchollbrücken, ſowie aus Pfungſtadt ſämtliche Erſatzreſerviſ
der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1909.

II. Vor dem Gaſthaus Laumann zu Meſſel.
Dienstag, 12. April 1910, nachmittags 5 Uhr: Sämtliche Reſerviſten, T
poſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjenig
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb= u
zeitig Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkannt
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſon
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1897 bis einſchl. 1999 aus Meſſel.
I. Am Bahnhof zu Roßdorf.
Mittwoch, 13. April 1910, nachmittags 4 Uhr: Sämtliche Reſerviſt
Dispoſitionsurlauber, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen (mit Ausnahme derjenig
welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1898 eingetreten ſind), Halb= u
zeitig Ganzinvaliden und die als zeitig feld= und garniſondienſtunfähig anerkann
Mannſchaften, die zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſenen Mannſchaften, ſot
die Erſatzreſerviſten aller Waffen der Jahresklaſſen 1898 bis einſchl. 1909 aus Roßde
Anmerkung: Sämtliche genannten Mannſchaften ſind zur Teilnahme an die
Kontrollverſammlungen verpflichtet und werden hierzu mit dem Bemerken aufgeforde
daß die ohne Entſchuldigung fehlenden oder zu ſpät kommenden Leute die geſetzli
Strafe zu gewärtigen haben. Die Militärpapiere ſind mitzubringen.
Jeder Geſtellungspflichtige hat ausnahmslos bei dem Appell zu erſchein
zu welchem er nach der Bekanntmachung befohlen iſt.
Die Offiziere, Marine=Ingenieure, Sanitätsoffiziere und oberen Militär=(Marin
Beamten der Reſerve und Landwehr I. Aufgebots erſcheinen, ſoweit ſie gemäß We
ordnung § 115 Ziffer 1 und 5 und Heerordnung § 39 Ziffer 5 und § 51 Ziffer 10
Teilnahme verpflichtet ſind, bei der Kontrollverſammlung derjenigen Gemeinde, in
ſie ihren Wohnſitz haben. Kleiner Dienſtanzug mit Mütze.
Geſuche um Befreiung von der Kontrollverſammlung ſind, amtlich beglaubi
nur in dringenden Fällen und mindeſtens 8 Tage vor der Kontrollverſammlung d
Hauptmeldeamt I Darmſtadt einzureichen.
Nachträgliche Entſchuldigungen an Ort und Stelle von Arbeitgebern uſw. könn
als ſolche nicht gelten und ſchützen nicht vor der geſetzlichen Strafe.
Lehrer, Polizeibeamte und Angeſtellte der Straßenbahnen können an einem 1
liebigen Appell teilnehmen.
Darmſtadt, den 15. März 1910

6281)

Fink,
Major und Bezirksoffizier.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3 be=
finden
ſich: 2 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Bekanntmachung,
die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen, hier: Ausnahmetage betreffend.
Als Ausnahmetage im Sinne des § 139 d Ziffer 3 der Reichsgewerbeordnung
(Ueberbeſchäftigung von Gehilfen ꝛc.), ſowie im Sinne des § 139e Abſatz 2 Ziffer 2
der Reichsgewerbeordnung (Verlängerung der Feierabendſtunde für offene Verkaufs=
ſtellen
bis 10 Uhr abends) werden hiermit beſtimmt:
1. die zwei letzten Werktage vor Oſtern,
2. die zwei letzten Werktage vor Pfingſten.
Hiernach dürfen am 24. und 26. März l. Js., ſowie am 13. und 14. Mai I. Js
ſämtliche offene Verkaufsſtellen in hieſiger Stadt bis 10 Uhr abends für den geſchäft=
lichen
Verkehr geöffnet ſein. An den gleichen Tagen finden die Beſtimmungen über
die Mindeſtruhezeit und Mittagspauſen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen
Verkaufsſtellen keine Anwendung.
Darmſtadt, den 16. März 1910.
(6052soi
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.

Die bei Herſtellung der Pflaſterung in der Ludwigsſtraße zu Wirhauſen vorkom=
menden
Erd= und Pflaſterarbeiten ſollen mittels ſchriftlichen Angebots ver=
geben
werden.
Voranſchlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau der unterzeichneten Stelle
offen, woſelbſt ſchriftliche Angebote bis ſpäteſtens Samstag, den 26. l. Mts., vormittags
10 Uhr, einzureichen ſind.
(6284
Wixhauſen, den 19. März 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Wixhauſen.
Pfaff.


Verſteiher Angs-Aenzeihe.
Dienstag, den 22. März 1910, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 zwangsweiſe gegen Barzahlung:
Billard, 100 Dutzend Servietten, 5 Stück Bettzeug, 1 Stück Bettdrell, 5
Bettuchleinen, 1 Sofa, 2 Kleiderſchränke, 1 Tafelklavier und 1 Mange.

St
(6:

Darmſtadt, den 21. März 1910.
Rollenhagen, Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.

Nachſtehender Verein beabſichtigt ſeine diesjährige Lieferung vo:
ca. 1500 Zeutner Kohlen, ſowie Briketts
anderweitig zu vergeben. Bewerber hierfür werden gebeten, ihre Offerten mit gena
Preisangabe an
H. Ad. Ackermann,
Vorſitzender des Kohlenvereins in Nieder=Modau i. O.,
(*710
zu richten.
Schreibmaſchinen- und Stenographie=
Unterricht (Gabelsberger).
Neue Kurſe beginnen Donnerstag, den 31. März.
(62921
Frau Hedwig Opel,
12 Soderstrasse 12.
12 Soderstrasse 12.

[ ][  ][ ]

Nummer 68a

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

Seite 13.

Einnahmen

Frankfurter Hypothekenbank.
47ſtes Geſchäftsjahr, Abſchluß per 31. Dezember 1909.
Jahresrechnung.

Ausgaben

Gewinn=Vortrag vom Jahre 1908 .

Zinſen aus:
Hypotheken
M. 20,527,821.74
Kommunal=Darlehen .
360,345.19
,,
Lombard=Darlehen, diskontierten Wech=
512,578.85
ſeln, Konto=Korrent u. Staatspapieren
Darlehensproviſionen

Zinſen von:
Pfandbriefen
Kommunal=Obligationen .
Verwaltungskoſten . .
Steuern und Stempel .
Reingewinn, beſchloſſene Verwendung:
9½ % Dividende .
Ueberweiſung an den geſetzlichen Reſerve=
ſonds

Ueberweiſung an die Penſionsanſtalt
Tantiémen und Gratifikationen
Vortrag auf 1910 ... .

. M. 17,634,391.45
148,935.26

M. 1,900,000.
500,000,
50,000.
,
336,165.08
205,064.74

M.
17,783,326
336,626
576,515

71
74
54

2,991,2291 82

Aktiva

21,697, 395 15t.
Paſſiva

M. Pf. Hypotheken (ſämtlich in das Deckungsregiſter eingetragen) 490,922,620 23 Hypothekenzinſen (rückſtändig M. 83,613.15) 4,320,237 49 Kommunal=Darlehen
Preußiſche (ſämtlich in das Deckungs=
. M. 9,183,123.07
regiſter eingetragen)
Außerpreußiſche
353,689,79
,

99,367.16
Zinſen
9,636,180 02 Kaſſe, einſchließlich Giroguthaben bei der Reichsbank und
Frankfurter Bank 2,364,760 09 Wertpapiere
M. 6,000,000. 3% Deutſche Staats=
M. 4,200,000.
papiere
M. 1,903,500. 3,3½ und 4 % dergl. 1,817,398.
Eigene Pfandbriefe und Kommunal=
969,252.
Obligationen
6,986,650 Lombard=Forderungen 1,043,540 Guthaben bei Bankhäuſern 2,000,000 Diskonto=Wechſel 1.,294,171 ot Kontokorrent: Debitoren . 1,521,282 06 Immobilien:
M. 500,000.
Bankgebäude
5,884.66
Sonſtiger Grundbeſitz . 505,884 66 520595, 26 40

M. 13,110,000.
1,400,000.
1,035,000.

M. 1,749,910.12
1,150,860.03
205,064.74

Aktienkapital
Reſervefonds
geſetzlicher
außerordentlicher
Immobilienreſerve

Vortragspoſten
Pfandbrief=Agio
Zinſen und Darlehens=Proviſionen
Gewinn=Vortrag

Pfandbriefe
40/ige
, , ,
3½%ige . . . . . . .
Verloſte Stücke

Kommunal=Obligationen, 3½%ige
Zinſen von Pfandbriefen und Kommunal=Obligationen:
fällige Coupons und Zinsanteile pro 1909 der Coupons
per 1. April 1910
Unerhobene Dividende
4
Kontokorrent: Kreditoren . .

Depoſiten
Talonſteuer=Konto
Dividende für 1909 .
Tantiémen und Gratifikationen
Ueberweiſung an die Penſionsanſtalt

. M. 302,433,600.-
.. . 168,403,900.

M.
20,000,000

15,545,000

3,105,834

470,837,500
25,100
4,384,900

3,455,649
540
277,670
501,966
175,000
1,900,000
336,165
50,000

520,595,325

Sf.

89

29
60
63

08

49

Der Dividendencoupon pro 1909 gelangt von heute ab mit M. 95.
Frankfurt a. M., den 19. März 1910.

9½ % zur Einlöſung.

Die Direktion.

(6290

Steuer-Erhebung.
Das 5. und 6. Ziel der Gemeinde=
ſteuern
für das Rechnungsjahr 1909 iſt,
bei Vermeidung der Mahnung, bis Ende
dieſes Monats hierher zu entrichten.
Zahlſtunden an allen Werktagen, vor=
mittags
von 8½ bis 12½ Uhr. Vom
1. April ab Beginn der Zahlſtunden um
(5679a
8 Uhr.
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.

Bekanntmachung.
Dienstag, den 3. Mai 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den 1. Geyer, Heinrich Ludwig;
2. Rühl, Marie Magdalene, geb. Geyer:
3. Geyer, Heinrich: 4. Geyer, Friedrich
Daniel; 5. Geyer, Friedrich Daniel;
6. Geyer, Georg; 7. Hofmann, Charlotte,
geb. Geyer; 8. Geyer, Anna Maria, geb.
Eckel, dahier zugeſchriebenen Liegenſchaften:
qm
Nr.
Flur
18 306 Hofreite Niedergaſſe
Nr. 13,
155 Grabgarten daſelbſt,
19
in unſerem Geſchäftszimmer Wittmann=
ſtraße
1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 17. März 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
(L6293,65
Frantz.

Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das Ver=
mögen
der Firma Friedrich Rein, Oden=
wälder
Feldbahn= und Maſchinenfabrik in
Ober=Ramſtadt, Inhaber Friedrich Rein
daſelbſt, wird nach erfolgter Abhaltung des
Schlußtermins hierdurch aufgehoben.
Darmſtadt, den 17. März 1910. (6316
Großherzogliches Amtsgericht II.

Zu beachten!
Wollen Sie getr. Kleider, Schuhe, Feder=
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Schreiben Sie nur an mich,
Ich komme ſchnell gelaufen,
Wegen dringenden Bedarfs bezahle ſehr
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J. Wallach, Schloßgaſſe 10,
Telephon 1754.
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Tiſchzeug, Drell und Segeltuch, mehrere Packe Futterſtoffe, verſch. Rollen
Wattierleinen, mehrere Stück Seidenfutter, 1 Stück Samt, 70 Zentner Packſtoff,
1 Landauer, 1 Pferd, 1 Hund (deutſcher Schäferhund), 2 Fahrräder,
20 Bände Zeitſchrift Deutſcher Ingenieure, 1 Pianino, 1 Büfett, 2 Kleider=
ſchränke
, 2 Sofas, 1 Kommode, 1 Waſchkommode, 1 Nachttiſch, 1 Wirt=
ſchaftseinrichtung
, 1 Divan und verſch. andere Hausmobilien.
Ferner hieran anſchließend auf freiwilligen Antrag gegen Bar=
zahlung
:
1 Waſchtiſch mit Spiegel, 1 Nachtſchränkchen, 1 Schreibtiſch, 1 Vertiko,
ſonſtige Hausmobilien u. a. m.
Die Verſteigerung der in Fettdruck aufgeführten Gegenſtände
findet vorausſichtlich beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, am 21. März 1910.
(6335
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.

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[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

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*7113) Für junges Fräulein wird Stel=
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& 50 an die Expedition ds. Bl.

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ſucht per 1. April oder ſpäter Stelle als
Stütze, oder zu 12 Kindern in feinem
Hauſe. Gefl. Offerten unter 255 an die
Expedition ds. Bl. erbeten.
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*7050) Saub. Frau empfiehlt ſich im
Waſchen u. Putzen. Traisa, Ludwigſtr. 52,
Frau Rindfrey.

*7112) Ein aus der Schule entl. Mädchen
ſucht leichte Stellung bis 15. April oder
1. Mai. Zu erfragen in der Expedition.

*7212) Nettes 18jährig. Mädchen, welches
ſchon gedient, ſucht Stelle zum 1. oder
15. April. Stellenbur. Schulz, Schulſtr. 3.

*7149) Beſſeres Fräulein ſucht Stellung
als Stütze in einem kl. beſſ. Haushalt od.
ſonſtige annehmbare Stellung. Eintritt
könnte ſofort, ev. am 1. April erfolgen, würde
auch ſchriftl. Heimarbeiten übernehmen. Off.
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Stützen, franzöſiſche Kinderfräulein, ital.
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junger Mädchen‟ Gervinusſtr. 68.
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*7210) Solides Mädchen, 26 Jahre alt,
ſucht Stelle per 1. April zu älterem Ehe=
paar
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auf gute Behandlung. Stellenbüro
Debus, Karlſtraße 79. Teleph. 1737.

*7185) Ein beſſeres Mädchen v. Lande,
das Liebe zu Kindern hat, nähen und
bügeln kann, ſucht Stelle. Stellenbureau
Röſe, Karlſtraße 53, parterre.

6958si) Junger Kaufmann ſucht Stellung
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welcher etwas Kenntnis in Stenogr. u.
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Stellung bei ger. Verg. Offerten unter
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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

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Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

Sport.

sr. Berliner Ringkämpfe. Im Zirkus
Sarraſani ſiegte am letzten Abend Michailoff=Rußland
in 16 Min. 20 Sek. über Schwarz=Berlin, während
Koch=Deutſchland und Laſſarteſſe=Frankreich, ſowie
Cazeaux=Frankreich und Strenge=Berlin unentſchie=
den
rangen. Im Palaſt=Theater warf der Deutſche
Pohl im Entſcheidungskampfe den Franzoſen Aimable
de la Calmette in 1 Std. 20 Min. 58 Sek., Vervet=
Frankreich ſiegte in 9 Min. über Winzer=Hamburg und
der Neger Zipps triumphierte in 26 Min. 5 Sek. über
Charles d’Anvers=Belgien.
sr. Der zweite Treptower Renntag
brachte als Hauptnummer wiederum die Begegnung
von Demke, Schipke und Roſenlöcher, diesmal in einem
20= und 30=Kilometer=Rennen. Genau wie am Er=
öffnungstage
zeigte ſich Demke bei weitem über=
legen
. In dem 20=Kilometer=Rennen führte zunachſt
Roſenlöcher vor Demke und Schulze, mußte aber ſchon
in der 5. Runde die Beiden vorbeilaſſen. Demke ge=
wann
unangefochten in 19 Min. 5,4 Sek., Schulze 1150
Meter, Roſenlöcher 1750 Meter zurück. In dem 30=
Kilometer=Rennen verlor Demke gleich nach dem Start
eine gute halbe Runde. Roſenlöcher führte hart be=
drängt
von Schulze, der ihn in der 30. Runde nach
ſcharfem Kampf paſſierte. Dabei hatte ſich aber Schulze
derart verausgabt, daß er 9 Runden ſpäter Demke
widerſtandslos die Spitze überließ. Demke ſiegte in
29 Min. 38,2 Sek., Schulze 670 Meter, Roſenlöcher 680
Meter zurück. Das Hauptfahren gewann Otto
Meyer leicht mit einer Länge gegen Schwab, zwei
Längen zurück Pawke vor Hoffmann. Im Handikap
vermochten die beſſeren Fahrer die reichlichen Vor=
gaben
nicht aufzuholen. Münzner (170 Meter Vör=
gabe
) ſiegte knapp gegen Saldow (50 Meter), Stell=
brink
(40 Meter), Linſener (170 Meter), Hamann (70
Meter), wurde aber dann ganz ungerechtfertigter Weiſe
wegen zu großer Vorgabe disqualifiziert.g Das Prä=
mienfahren
landete Pawke vor Trincks und Hoffmann,
Otto Meyer war im Vorlauf infolge eines Irrtums
ausgeſchieden.
sr. Das Internationale Lawn=Tennis=
Turnier zu Nizza ſah am letzten Spieltage den
Deutſchen H. Kleinſchroth ſowie Gräfin von der Schu=
lenburg
ſiegreich. Letztere ſiegte im offenen Damen=
Einzelſpiel um die Meiſterſchaft von Süd=Frankreich
über Frau Dr. Neresheimer 6161 und feierte einen
zweiten Erfolg im gemiſchten Doppelſpiel, wo ſie mit
dem franzöſiſchen Meiſter Deeugis zuſammen über
Frau Dr. Neresheimer-Kleinſchroth 108, 68, 62
triumphierte. H. Kleinſchroth errang einen ſchönen
Sieg, indem er im offenen Herren=Einzelſpiel M.
Decugis 61, 86 abfertigte. R. Kleinſchroth unter=
lag
dagegen gegen den Engländer Ritchie 16, 16
und beide zuſammen wurden im Herren=Doppelſpiel
von Ritchie-Decugis 63, 86 geſchlagen. Das
Internationale Turnier von Cannes brachte gleich
am erſten Tage einen Sieg des Deutſchen Dr. Böl=
ling
, der im offenen Herren=Einzelſpiel den Englän=
der
Walſh 60, 61 ſchlug und mit Frau Popp als
Partnerin im gemiſchten Doppelſpiel mit Vorgabe über
Ganzoni-Miß Roſe triumphierte.

Luftſchiffahrt.
Av. Ein Unfall des Aviatikers Grade
treignete ſich am Sonntag nachmittag in Leipzig, wo

Grade zu Zeit Schauſtige veranialtet. Nach mehre=
ren
Flügen von kürzerer Dauer verſuchte Grade einen
Höhenflug. Infolge Verſagens des Motors ſtürzte je=
boch
der Apparat ab, blieb aber glücklicherweiſe in den
Baumkrouen hängen. Grade, der unverletzt blieb,
konnte an einem Baumſtamm herabklettern und die
Bergung des Apparates leiten. Es ſtellte ſich heraus,
daß bei dem Sturze das Seitenſtener beſchädigt wurde.
Die notwendigen Reparaturen werden nur wenige
Tage beanſpruchen.
sr. Zum Aviatiſchen Meeting in Nizza,
das vom 14. bis 25. April abgehalten wird und mit
250000 Francs ausgeſtattet iſt, liegen jetzt 14 Nennun=
gen
vor. Das Meeting wird eine ſelten internatio=
nale
Beteiligung tragen, da ſowohl Frankreich, Deutſch=
land
, England, Amerika, Belgien, Rußland und Pern
vertreten ſind. Auf Farman=Aparaten ſtarten van
den Born, Duray, Effimow und Chaves, auf Voiſin=
Apparaten Rougier, Metrot, Swenſon, auf Curtis=
Apparaten Riemsdyck, auf Antoinette=Apparaten
Latham und Sands, auf Bleriot=Apparaten Olieslagers
und Le Blon, während der Deutſche Grade auf einem
Apparat eigener Konſtruktion ſtarten wird.

Nummer 68.

Vermiſchtes.

* Von den Zigennern. Die Wandernatur der Zi=
geuner
hat ſeit ihrem Auftreten im Beginn des 15.
Jahrhunderts in Europa nicht nachgelaſſen; das weite
Gebiet vom nordweſtlichen Indien bis nach Norwegen,
welches ſie längſt durchſtreiften, hat ihnen nicht mehr
genügt, und nun iſt, wie die Umſchau zu erzählen
weiß, die weſtliche Erdhälfte auch ſchon zum Schau=
platz
ihrer Wanderzüge geworden. Hierdurch wird
abermals beſtätigt, wie ihre Raſſenanlage die Seßhaf=
tigkeit
trotz aller wohlwollenden Verſuche ausſchließt,
ſie dabei aber, gleichviel, in welchem Lände ſie auch
leben, ihre heimiſche Sprache beibehalten. Ein, be=
langreiches
Beiſpiel einer Zigeunerwanderung in
Amerika, das das oben Geſagte beſtätigt, iſt, daß im
Auguſt 1908 plötzlich in Boſton eine 300 Köpfe ſtarke
Zigeunerband auftauchte, welche neben ihrer eigenen
Romſprache etwas Portugieſiſch und wenig Engliſch
ſprach. Längſt wiſſen wir, daß die Wanderzüge der Zi=
geuner
nach den Fremdwörtern und Sprachbrocken
konſtruiert werden können, die ſie auf ihren Kreuz=
und Querfahrten angenommen haben. Woher nun das
Portugieſiſch bei jenen Boſtoner Zigeunern? In Por=
tugal
, das konnte feſtgeſtellt werden, waren ſie nicht ge=
weſen
. Da ergab ſich dann als Quelle Braſilien. Ur=
ſprünglich
aus Rußland und Serbien ſtammend, wie
der ſlawiſche Teil ihrer Sprache bewies, war die
Bande nach Braſilien geraten, wo ſie einige Jahre
blieb, dann nach Mexiko fuhr und, dieſes auf dem
Landwege durchziehend, nach den Vereinigten Staaten
kam und auf dem weiten Wege über Chicago nach
Boſton. So vieler Herren Länder ſie auch durchzogen
hatten, ſie waren echte Zigeuner geblieben, und die
Schilderungen, welche ein amerikaniſcher Beobachter
von ihnen entwirft, erinnern vollſtändig an das, was
wir von unſeren umherziehenden Zigeunerbanden
wiſſen. Er beſchreibt ihr Zeltlager vor der Stadt, die
mit kleinen Pferden beſpannten Wagen, die zudring=
lichen
, ſchmutzigen Weiber, deren Wahrſagekünſte, auf=
geputzte
Kleidung mit Gehängen aus braſiliſchen Mün=
zen
, ihre Geſänge und Muſikinſtrumenke und ſchließlich
das Eingreifen der Polizei gegen die läſtig werdenden
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Sie haben eine Erbſchaft gemacht.
167. Die Erbberechtigten an dem Nachlaß
Witwe Marie Framheim, geb. Frantzky, aus P.
werden aufgefordert, ſich zu melden.
168. Unbekannt ſind die Erben eines Arbei
Heinrich Frieske aus Schwerſenz. Der Mann iſt
tot erklärt worden, es iſt aber noch ein Vermögen
ihn vorhanden.
169. In der Nachlaßſache der Witwe Hüſig, v.
geweſenen Gretemann, geb. Fricke, werden in e:
Linie als Erben geſucht die nachgenannten Abkör

linge ihrer Mutter aus deren Ehe mit dem Drecßht
meiſter Chriſtian Friedrich Kruckenberg, nämlich
Geſchwiſter: 1. Auguſte Erneſtine Juliane Kruckenk
1844 geb. 2. Karl Friedrich K., 1845 geb. 3. Wil

mine Karoline Adolphine K., 1847 geb. 4. Chrif
Auguſt K., 1849 geb. 5. Karl Ludwig K., 1851
6. Dorothea Maria K., 1853 geb. Sämtlich aus Al
Oder ihre Abkömmlinge.
170. Ein beträchtliches Vermögen iſt vorhanden
ein Fräulein Johanna Ziegler, die Anſang 1905
Mainz gewohnt hat. Es wird dringend gebeten
auf das Geſuch aufmerkſam zu machen. Vielleicht
ſie inzwiſchen geheiratet und führt jetzt einen and
Namen.
171. Erben werden geſucht für den Nachlaß de:
Stöcken bei Rethem a. Aller unverehelicht geſtorbe
Johanne Marie Emma Grußendorf. Sie iſt 1884
Graſſel, Kreis Gifhorn, als Tochter eines Fritz E
ßendorf geboren.
172. Wer kann Erbrechte geltend machen an
Nachlaß des Kunſtmalers Fedor Poppe, 1850 in N.
geboren als Sohn des Aktuars Kerl Poppe und de
Ehefrau Magdalena, geb. Moſcher?
173. 2100 Mark ſind für einen Kaufmann Jo
Prochownik aus Bromberg vorhanden. Dieſer iſt
ſchollen und für tot erklärt worden. Jetzt werden
ſeine Erben geſucht, die ebenfalls unbekannt ſind.
174. 250 Mark ſind für einen Steinhauer Gott
Friedrich Schmid vorhanden oder ſeine Abkömmli:
Er iſt 1861 in Schmie, Oberamt Maulbronn, gebo=
175. Für den Nachlaß eines Lehrers Schierme
in Hagen iſt ſeit 1879 ein Geldbetrag hinterlegt. 2
kann Anſprüche geltend machen?
176. Unbekannt ſind die Erben der am 10. reſp.
Dezember 1909 in Danzig geſtorbenen Eheleute G.
wirt Karl Plötz und Henriette, geb. Dietrich.
177. Erben werden geſucht für den Nachlaß des
Jerichow geſtorbenen Häuslers Gottlob Eduard §
1839 in Beersdorf geboren als Sohn eines Ferdin=
Viktor Leo und deſſen Ehefrau Henriette Wilhelmi
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Nummer 68.

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 22. März 1910.

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