Inſerate
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173. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Der politiſche Maſſenſtreik.
— Freiherr v. Zedlitz ſchreibt im „Tag” über die
zialdemokratiſche Drohung mit dem politiſchen
Maſſen=
eik: „Bei dem politiſchen Streik wird man vornehmlich
if die Stillegung derjenigen Räder des nationalen
Wirt=
aftsbetriebes Bedacht nehmen, deren Betrieb ſowohl für
n öffentlichen Dienſt wie für die Geſamtheit der
nicht=
oletariſchen Bevölkerung von beſonderem Werte iſt, deren
tillſtand mithin hier beſonders ſchwer empfunden
wer=
n müßte. Iſt der wirtſchaftliche Streik daher auf
Lahm=
gung der beteiligten Gütererzeugung gerichtet, ſo
be=
veckt der politiſche Maſſenſtreik, jenen Kreiſen der
bür=
rlichen Geſellſchaft die Mittel zur Befriedigung der
täg=
chen leiblichen und geiſtigen Bedürfniſſe zu ſperren.
Be=
uchtung, Heizung, ſelbſt Waſſer und Nahrung, Briefe,
elegramme, Zeitungen, Lokal= und Fernverkehr ſollen
m Bürger unterbunden werden, his er ſich dem
prole=
riſchen Machtgebot unterwirft.
Es leuchtet alsbald ein, daß es für die Ausſicht eines
dlitiſchen Maſſenſtreiks von ausſchlaggebender
Bedeu=
ng iſt, ob die Verkehrsanſtalten in Mitleidenſchaft
ge=
gen werden oder nicht. Der Erfolg des ruſſiſchen
Maſ=
nſtreiks iſt weſentlich auf die Stillegung des
Eiſenbahn=
rd Poſtverkehrs zurückzuführen, umgekehrt iſt dem
ſchwe=
ſchen Generalſtreik die Aufrechterhaltung des Poſt= und
iſenbahndienſtes verhängnisvoll geworden. Die
krampf=
rften Verſuche unſerer Sozialdemokratie, mittels der von
r beherrſchten Organiſation auch entſcheidenden Ein= auf das untere Perſonal der Poſt= und namentlich
r Eiſenbahnverwaltung zu gewinnen, ſind daher nur zu
klärlich und ebenſo der Aerger über die
Erfolgloſig=
it dieſer Bemühungen. Umgekehrt wird man es den
rantwortlichen Leitern unſerer großen Verkehrsanſtalten
im hohen Verdienſte anrechnen müſſen, daß ſie ungeachtet
ler Angriffe ihre Betriebe mit planmäßiger Energie vor
zialdemokratiſcher Verſeuchung bewahrt haben. Ihre
eſtigkeit hat auf die privaten und kommunalen
Verkehrs=
nternehmungen günſtig eingewirkt. Erhebliche
Verkehrs=
örungen ſind daher von einem politiſchen Maſſenſtreike
ohl nicht zu befürchten. Dieſe Ueberzeugung muß bei
rhiger Ueberlegung ſicher als Bremſe gegenüber der
In=
enierung des politiſchen Maſſenſtreiks wirken.
Keines=
egs ſicher aber iſt es, daß die Sozialdemokratie ſich die
thige Ueberlegung bewahren wird. Ihr Maſſenanhang
t bereits planmäßig und mit großem Geſchick in
leiden=
haftliche Erregung verſetzt; im Waldenburger Revier
roht er ſchon offen mit dem politiſchen Generalſtreik. Es
t aber auch ſehr möglich, daß den Führern der
organiſa=
driſche Erfolg der Demonſtrationsübungen zu Kopf ſteigt.
atſächlich iſt das ſozialdemokratiſche Maſſenaufgebot durch
Jahlrechtsexerzitien beinahe ebenſo gut gedrillt wie das
iderizianiſche Heer. Das hat der letzte Sonntag deutlich
ezeigt. Dieſe weitgehende Beherrſchung der Maſſen iſt
ber nur zu geeignet, die ohnehin vorhandene Neigung
um Größenwahn ſo zu ſteigern, daß die ruhige
Ueber=
gung verloren geht. Der politiſche Maſſenſtreik liegt
da=
er in der Luft, und wir könnten, wenn es an der nötigen
Jachſamkeit fehlt, leicht durch deſſen Ausbruch ebenſo
berraſcht werden wie die Berliner Polizei von der
onntagsdemonſtration im Tiergarten. Aus dieſer Lage
er Dinge ergibt ſich für alle, die es angeht, die dringende
Nahnung, ohne Vorzug zu prüfen, ob wir für die neueſte
form der Revolntion, den politiſchen Maſſenſtreik,
ausrei=
ſend gerüſtet ſind, und, ſoweit ſich dabei Lücken in unſerer
lichtung zeigen ſollten, dieſe möglichſt bald auszufüllen.
Die römiſche Duellaffäre.
* Parlament, Preſſe und öffentliche Meinung in Rom
itereſſieren ſich ausſchließlich für „das vierfache
uell”. Man weiß, daß der republikaniſche Abgeordnete
hieſa im Parlament eine der ſchönſten Damen der
wigen Stadt, die verwitwete Frau von Siemens, in
Frem Privatleben, ohne den Schein eines Beweiſes
bei=
ubringen, angegriffen hat und mit ihr, die er als Spionin
inzuſtellen beliebte, auch einen ihrer Bekannten, den
9jährigen ehemaligen Korpskommandeur Feccia di
oſſato, in ſeiner Ehre beſchmutzt hat. Bei dieſer
Gelegen=
eit hatte der unerzogene Abgeordnete den General
Pru=
ente, Unterſtaatsſekretär im Kriegsminiſterium, weil er
hm nicht antworten wollte, in grober Weiſe beleidigt und
hne irgend welchen anderen Beweggrund als
Skandal=
ucht gleichfalls eine zweite Dame, die noch lebende Her=
zogin Litta, eine alte Freundin König Humberts I., in
widerwärtiger Weiſe in die Debatte gezogen.
Eine ſo wüſte Szene hatte die italieniſche
Deputierten=
kammer ſeit Jahren nicht geſehen. Da die Herzogin
Litta-
einen Neffen in der Deputiertenkammer hat, nämlich den
Abgeordneten Grafen Morando, war es
ſelbſtverſtänd=
lich, daß dieſer den ungezogenen Republikaner zur Rede
ſtellte und ihm einige wohlſitzende Ohrfeigen applizierte.
Damit war das erſte Duell gegeben. Der Sohn der
Her=
zogin kam ſofort nach Rom gefahren und überbrachte
Herrn Chieſa eine zweite Forderung. Der
Unterſtaats=
ſekretär General Prudente überſchickte dem Ungezogenen
eine dritte Forderung. Die vierte Hauptforderung hatte
der General Feccia di Coſſato, der Bekannte der Frau von
Siemens, überbracht. Da dieſer alte verdiente Soldat
51 Jahre ſeinem Lande treu gedient und alle
Befreiungs=
kämpfe in dieſer Zeit mit großer Tapferkeit mitgemacht
hatte, konnte er den Verdacht, Geheimniſſe an eine
Aus=
länderin verraten zu haben, nicht auf ſich ſitzen laſſen. Er
verlangte daher den Vortritt vor allen anderen Duellen
und beantragte, die Angelegenheit auf Piſtolen
auszutra=
gen, unter Avancieren und Zielen bis zur Abfuhr. Dieſe
Bedingungen ſtellte der General in Anbetracht ſeines
Al=
ters und des Umſtandes, daß er erſt kürzlich einen Arm=
und Beinbruch gehabt hat, mithin auf Säbel ſeinem
Geg=
ner inferior ſei. Solch ernſte Bedingungen wollten aber
die Gegner nicht zugeſtehen, und da ſie ſich nur zu einem
Ulk=Duell mit Diſtanz von 20 Schritt ohne Zielen und mit
einmaligem gleichzeitigen Kugelwechſel hergeben wollten,
hielten die Sekundanten des Generals die Duellaffäre mit
Recht für erledigt. Viele glauben aber, daß damit die
An=
gelegenheit ſelbſt noch lange nicht aus der Welt geſchafft
iſt. Es darf doch nicht zugelaſſen werden, daß ein
Abge=
ordneter in dieſer Weiſe ungeſtraft das Heer in den Kot
zieht.
Inzwiſchen hat das erſte Duell zwiſchen dem General
Prudente und dem Abgeordneten Chieſa ſtattgefunden.
Letz=
terer wurde leicht verwundet. Mehrere Mitglieder des
Ehrenrates erklärten nach Beendigung dieſes Duells und
angeſichts der Tatſache, daß infolge der außerordentlich
leichten Verwundung Chieſas dieſer ſich dennoch weigerte,
das Duell fortzuſetzen und die Gegner doch unverſöhnt
auseinandergingen, daß General Feccia recht hatte, kein
Duell mit dem Abgeordneten Chieſa einzugehen unter ſo
milden Bedingungen. Da inzwiſchen der Ehrenhandel
Chieſas mit dem Herzog Litta durch eine Ehrenerklärung
Chieſas beigelegt wurde, wird dem Duell mit General
Feccia nur noch das mit dem Grafen Morando wegen der
Ohrfeigen folgen. Letzteres wurde verſchoben, da der Abg.
Chieſa am Fieber erkrankt iſt.
Gäſe des Sultaus.
** Die Reiſe des Königs Ferdinand von
Bulgarien nach Petersburg und im
Zuſammen=
hang damit der ebenfalls angekündigte Beſuch des
ſerbi=
ſchen Königs beim ruſſiſchen Hof haben zuerſt in der
Tür=
kei gewiſſe Bedenklichkeiten hervorgerufen, zumal immer
wieder von einem Balkanbunde die Rede war, der, wenn
er etwas bedeuten ſollte, ſeine Spitze doch nur gegen die
Türkei richten könnte. Inzwiſchen iſt eine ruhigere
Auf=
faſſung der Lage eingetreten, die ſich vorausſichtlich noch
verſtärken wird, wenn die Könige von Bulgarien
und von Serbien nach ihren Reiſen nach Rußland
auch dem Sultan in Konſtantinopel ihren Beſuch
abſtatten werden, eine Abſicht, die, wie verlautet,
beſchloſ=
ſene Sache iſt. Nach authentiſchen Nachrichten aus
Kon=
ſtantinopel wird nämlich der Beſuch des Königs von
Ser=
bien während der Abweſenheit des Miniſters des Aeußern
Milowanowitſch in Konſtantinopel erfolgen. Der König
wird ſich direkt von Rußland nach Konſtantinopel begeben.
Die türkiſche Regierung ſtellt dem König ein Schiff zur
Verfügung. Es iſt bereits ein Jrade zur Vorbereitung
des Empfanges des Königs erlaſſen. Wie auf der Pforte
verlautet, gewinnt auch ein Beſuch des Königs von
Bul=
garien in Konſtantinopel an Wahrſcheinlichkeit.
Die bulgariſchen Blätter veröffentlichen ein Interview
mit dem in Sofia weilenden ſerbiſchen Miniſter des
Aeu=
ßern Milowanowitſch, der unter anderem erklärte,
er ſei von ſeinem Beſuche in Konſtantinopel ſehr befriedigt.
Das Ergebnis des dort gepflogenen Meinungsaustauſches
ſei die Herbeiführung einer engeren Freundſchaft auf
wirt=
ſchaftlichem Gebiete in Erwartung einer günſtigen
Rege=
lung des Handelsvertragsverhältniſſes zwiſchen der
Tür=
kei und Serbien und der Frage der Adriabahn. Dieſe
Aus=
ſicht berechtige auch zu der Hoffnung auf eine Entente=
auf politiſchem Gebiet. In Konſtantinopel habe er
kein Protokoll unterzeichnet, für ſeinen Beſuch in Sofia
beſitze er keine Miſſion.
Deutſches Reich.
— Der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg
wird, wie ſchon mitgeteilt, die Reiſe nach Rom am
19. März antreten. Die Eiſenbahnverwaltung ſtellt dem
Reichskanzler einen Salonwagen zur Verfügung. In der
Begleitung des Reichskanzlers werden ſich der Geſandte
am belgiſchen Hofe v. Flotow und ein Bureaubeamter
be=
finden. Herr v. Bethmann Hollweg wird in Rom in der
deutſchen Botſchaft, im Palazzo Caffarelli, wohnen.
Ueber ſeinen Aufenthalt in Rom iſt bisher nur
beſtimmt, daß er ſowohl vom König von Italien wie vom
Papſt empfangen werden wird. Wahrſcheinlich wird zu
ſeinen Ehren eine Galatafel im Quirinal ſtattfinden. Die
Rückkehr des Reichskanzlers wird ſo rechtzeitig erfolgen,
daß er zur Wiederaufnahme der parlamentariſchen
Ar=
beiten nach den Oſterſerien in Berlin iſt.
— Das Ergebnis der Beratungen über die
Schiffahrtsabgaben, die während der letzten drei
Tage in Koblenz ſtattgefunden haben, läßt ſich kurz dahin
zuſammenfaſſen, daß die notwendigen Strombauarbeiten
durch Betriebsgemeinſchaft der Beteiligten ausgeführt
werden ſollen. Auf dieſer Grundlage müßte alsdann ein
Tarif feſtgeſtellt werden, wöbei die Souveränität der
Staa=
ten gewahrt bleiben ſoll. Da Preußen jetzt mit einer
Ab=
ſtufung der Sätze nach der Tiefe des Fahrwaſſers
einver=
ſtanden iſt, iſt die Möglichkeit einer leichteren Einigung
der Staaten vorhanden. So wird ſich auch eine
Ueberein=
ſtimmung über die Erhebung von Schiffahrtsabgaben und
den damit verbundenen Ausbau der zum Rheingebiete
ge=
hörigen größeren Waſſerſtraßen erzielen laſſen. Die
Ver=
handlungen ſind Donnerstag zu Ende gegangen.
— Man ſchreibt uns: In der Kommiſſion des
Reichs=
tags für das Arbeitskammergeſetz machen ſich
Be=
ſtrebungen geltend, die Handlungsgehilfen in den
Geltungsbereich der Arbeitskammern einzubeziehen. Es
liegen dazu Anträge von Freiſinnigen und
Zentrumsmit=
gliedern der Kommiſſion vor. Die Regierung lehnt dieſe
Forderung aber ab. In dieſem Falle ſcheinen die
Hand=
lungsgehilfen hinter der Regierung zu ſtehen; ſie
wider=
ſprechen in zahlreichen Zuſchriften an den Reichstag und
an die Kommiſſion der Verkoppelung ihrer
Intereſſenver=
tretung mit derjenigen der gewerblichen Arbeiter.
— Die Fraktionen des preußiſchen
Abgeord=
netenhauſes nahmen am Donnerstag Stellung zu
den Beſchlüſſen der Wahlrechtskommiſſion. Die
Sachlage hat ſich nicht geändert. Konſervative und
Zen=
trum werden den Kommiſſionsbeſchluß unterſtützen, die
geſamte Linke lehnt ihn ab. Die Freikonſervativen
dürf=
ten bei der Schlußabſtimmung gegen das Geſetz ſtimmen.
In dieſem Falle wäre das Stimmenverhältnis bei
voll=
ſtändiger Beſetzung 270 Stimmen für, 170 gegen die
Vorlage.
— Der Senat der Stadt Bremen entließ
wegen des Telegramms der „ſozialdemokratiſchen Lehrer
Bremens” an Bebel den Lehrer Döhring und ordnete
gegen vier ſeiner Kollegen die Vorunterſuchung an. Zwei
davon ſind vorläufig vom Amt ſuspendiert, darunter der
Volksſchullehrer Sonnemann, ein bekannter Radikaler.
Ausland.
— Wie verlautet, wird die öſterreichiſche Regierung
ihre Anleihe von 182 Millionen Kronen trotz des
Widerſtandes der Slawiſchen Union doch noch vor Oſtern
bewilligt erhalten. Die Drohung des Finanzminiſters,
daß die nötige Geldbeſchaffung ſonſt viel koſtſpieliger
wer=
den würde, hat auf die Parteien Eindruck gemacht.
In der franzöſiſchen Kammer machte bei der
Bera=
tung des Geſetzentwurfes zum Schutze der Laienſchule
Denys Cochin (konſ.) der Regierung den Vorwurf, daß ſie
ein Geſetz gegen die Familienväter und gegen die Freiheit
der Preſſe und freie Meinungsäußerung mache. Grouſſeau
(konſ.) betonte das Recht der Katholiken, gegen die
athe=
iſtiſche Lehre, welche die Geſellſchaften bedrohe, Einſpruch
zu erheben. Im weiteren Verlaufe der Debatte über den
Geſetzentwurf zum Schutze der Laienſchulen erklärte Pion
(lib.), wenn die Radikalen verſuchen würden, die Rechte
der Familienväter zu beeinträchtigen, würden ſie
entſchloſ=
ſene Gegner vor ſich finden. Nachdem noch Lefas (fortſchr.
Rep.) empfohlen hatte, den Kampf gegen die
Familien=
väter einzuſtellen, wurde die Sitzung aufgehoben. Auf der
nächſten Tagesordnung ſtehen Interpellationen über
die Geſchäftsführung der Liquidatoren.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Nummer 60.
Im Senat führte bei der allgemeinen Beratung der
Zolltarifreviſion Sculfort aus, die vorgeſchlagene
Reviſion ſei eine Folge der Erhöhung der Tarife, die man
in verſchiedenen Ländern vollzogen habe. Redner
unter=
uchte die Lage Frankreichs in bezug auf die ausländiſchen
Märkte und ſtellte feſt, daß die Ausfuhr Frankreichs nach
Deutſchland ſich vermehrt habe, aber die Zunahme
laſſe jetzt nach. Die Deutſchen hätten eine beſſere Methode,
indem ſie die Ausfuhr der ſubventionierten Kartellbildung
begünſtigten, um die Preiſe zu erhöhen und zu regeln.
Frankreich habe ohne Proteſt ſich vor der Erhöhung der
Tarife anderer Länder gebeugt. Er glaube nicht, daß
Frankreich Repreſſalien zu fürchten habe.
Jaurés, der über die Veruntreuungen des
Li=
quidators Duez in der Kammer interpellieren
wird, ſchreibt in ſeiner „Humanité‟: Das Volk iſt mit
Recht über die Skandale der Liquidatoren erbittert, es iſt
empört, daß die widerwärtigen Machenſchaften die großen
Geſetze über die Verweltlichung bloßgeſtellt haben. Wir
werden von den unvorſichtigen und nachläſſigen
Regie=
rungsmännern, ſowie von der hochmütigen und
habgieri=
gen Richterkaſte Rechenſchaft fordern. — Der Liquidator
Duez hat vor dem Unterſuchungsrichter eingeſtanden, daß
er dem Liquidator Isbert, deſſen Sekretär er vor Jahren
geweſen iſt, eine halbe Million Franken veruntreute, um
ſeine durch unglückliche Börſenſpekulationen erlittenen
Ver=
luſte zu decken; er habe dieſe Veruntreuungen durch
Fäl=
ſchung der Bücher verheimlichen können und da er Isberts
Nachfolger geworden ſei, ſo ſei es ihm natürlich ein
Leich=
tes geweſen, die Entdeckung dieſes Verbrechens zu
verhin=
dern. — Der Unterſuchungrichter ſandte einen
Polizei=
beamten in die Wohnung einer Frau, zu der Duez ſeit
Jahren Beziehungen unterhielt. Der Polizeibeamte ſtellte
feſt, daß die Frau Schmuckgegenſtände und Wertpapiere
im Werte von mehr als 200000 Franken und außerdem
beträchtliche Bankeinlagen beſitzt. Die Frau erklärt aber,
daß ſie dies alles ſchon beſeſſen habe, noch ehe ſie die
Be=
kanntſchaft von Duez machte.
— Bei der Beratung des engliſchen Unterhauſes über
das Proviſorium von 8 Millionen Pfund Sterling für
den Zivildienſt für ſechs Wochen vom 1. April ab fragte
Auſten Chamberlain, warum das Proviſorium in dieſem
Jahre einen ſo geringen Betrag aufweiſe und für eine ſo
kurze Zeit beſtimmt ſei; der von der Regierung
eingeſchla=
gene Weg werde ſpäter in der Seſſion ein anderes
Provi=
forium nötig machen. Lloyd George führte aus, daß die
Regierung zu der Praxis zurückkehre, die vor dem Jahre
1896 geherrſcht habe; die finanzielle Lage ſei ſehr
unge=
wöhnlich. Er glaube, daß das Haus eine andere
Gelegen=
heit haben werde, beſonders nach Ablauf der ſechs Wochen,
ſeine Anſicht über das Miniſterium auszuſprechen, welcher
Partei es auch angehören möge. Es ſei ſehr wichtig, daß
das Haus eine volle Kontrolle über die Exekutive habe,
beſonders über jene Zeit. (Beifall.) Chamberlain
ent=
gegnete, das einzige Ziel, das die Regierung beharrlich
verfolgt, ſei, daß ſie die finanziellen Verhältniſſe ihren
Nachfolgern in der größten Verwirrung hinterlaſſe.
Nach=
dem die Generaldiskuſſion über das Rechnungsweſen zu
Ende geführt war, ging das Haus zur Kongofrage
über. Der Staatsſekretär des Auswärtigen Sir Edward
Grey wiederholte ſeine Erklärungen, das belgiſche
Reform=
programm ſei nicht völlig befriedigend, obgleich man ſich
auf dem Papier Mühe gegeben habe, den engliſchen
An=
ſchauungen gerecht zu werden; aber es hänge viel von dem
Perſonal der Kongoverwaltung ab. Die britiſche
Regie=
rung werde die Annexion des Kongoſtaates
nicht anerkennen, bevor ſie nicht dem Parlament britiſche
Konſularberichte vorlegen könne, aus denen zu erſehen ſei,
daß in dem Syſtem der Kongoverwältung ein tatſächlicher
Wandel Platz gegriffen habe.
— Die innerpolitiſche Lage in Griechenland
über die in der letzten Zeit nur beruhigende Nachrichten
kamen, ſcheint ſich plötzlich wieder zu verwickeln und das
Kabinett Dragumis in Mitleidenſchaft zu ziehen. Der lei=
tende Ausſchuß der Militärliga trat wiederholt zuſammen
und faßte den Entſchluß, ihre Forderungen ſchriftlich zu
formulieren und Dragumis zu überreichen. Die
Forderun=
gen verlangen eine Säuberung des Standes der
Staats=
beamten, eine Reinigung der Univerſität, eine Abänderung
des Wahlſyſtems und Löſung der ländlichen Frage in
Theſ=
ſalien. Die Verhandlungen zwiſchen Dragumis und den
Liga=Vertretern waren lang. Dragumis erklärte das
Durchbringen aller Forderungen en bloc für unmöglich im
Laufe einer Woche; daher könne er ſie nicht akzeptieren, wie
es die Liga wünſche. Der gleichen Anſicht waren
Theo=
tokis und Rhallis. Welche Stellung die Liga nehmen wird,
ob ſie die Forderungen modifizieren wird oder darauf
unverändert beharrt, ſteht noch nicht feſt. In letzterem
Falle iſt eine Demiſſion des Kabinetts nicht
un=
wahrſcheinlich.
— Ein in der bulgariſchen Sobranje eingebrachter
An=
trag auf Einſetzung einer parlamentariſchen Kommiſſion
zur Unterſuchung der Tätigkeit einiger Miniſter der
Stam=
bulowiſtiſchen Kabinette unter den Präſidenten Petkow,
Petrow und Gudew wurden ohne Debatte
angenom=
men. In die Kommiſſion wurden mit Akklamation 15
De=
putierte gewählt, die verſchiedenen Parteien angehören.
* Um Luegers Nachfolge. Ueber die
Nach=
folgerſchaft Luegers als Bürgermeiſter und
chriſtlich=
ſoziales Parteihaupt war innerhalb der Partei ſchon vor
ſeinem Tode ein Kampf hinter den Kuliſſen ausgebrochen,
der nach dem Bekanntwerden des Todes offen in die
Er=
ſcheinung trat. Geßmann, Luegers älteſter Kampfgenoſſe
und nächſt ihm der hitzigſte Agitator der Partei, hatte es
verſtanden, eine letzte Unterredung, die er mit Lueger im
Krankenzimmer hatte, ſo wiederzugeben, als ob es
Lue=
gers Wunſch geweſen wäre, er ſolle ſein Nachfolger ſein.
Geßmann glaubte dadurch die Nachfolge für ſich geſichert
zu haben. Das „Deutſche Volksblatt”, das Organ des
Geßmann feindlichen Flügels, veröffentlichte nun aber in
einem Sonderblatt Luegers politiſches Teſtament,
wvorin der frühere Magiſtratsdirektor und jetzige
Handelsminiſter Weiskirchner von Lueger als
Nach=
olger empfohlen wird. Es war der letzte Verſuch dieſes
Flügels, Geßmanns Kandidatur zu ſtürzen. Indeſſen zeigt
nach dem „Fremdenblatt” Weiskirchner, der übrigens ſchon
früher — das Teſtament ſtammt von 1907, als er noch
Ma=
giſtratsdirektor war — gebeten hatte, von ihm abzuſehen,
heute keine Neigung mehr, von der neuen Karriere, die
ſich ihm durch Eintritt ins Kabinett eröffnet hat.
zurück=
zutreten, und er begründet das auch mit den
Schwierig=
keiten, die er durch ſeinen Austritt aus dem Kabinett
Bie=
nerth bereiten werde und die die ganze politiſche Lage
umſtürzen würden. Geßmanns Nachfolge iſt daher ſicher.
In ſeinem Privatteſtament ſetzt Lueger, da er
un=
verheiratet geblieben iſt, ſeine ebenfalls unverheirateten
beiden Schweſtern, die ihm während ſeiner Krankheit
auf=
opfernde Pflegerinnen geweſen ſind, als Erbinnen ſeines
auf 100000 bis 120000 Kronen geſchätzten Vermögens ein.
Hugo Wolf und Richard Waguer.
(Zum 50. Geburtstage Wolfs, 13. März).
*⁎* Am 13. März begehen wir den 50. Geburtstag
Hugo Wolfs, aber es iſt die Erinnerung an einen
To=
ten, die dieſer Gedenktag des großen Komponiſten des
mo=
dernen Liedes wachruft. Am 22. Februar 1903 iſt er zur
ewigen Ruhe eingegangen, nachdem ſein Geiſt ſchon vorher
fünf Jahre lang umnachtet, ſeine Schaffenskraft gebrochen
war. Sein unſterblich Teil jedoch lebt und wirkt weiter
in dem unerſchöpflichen Schatz melodiſcher Schönheit, den
er uns hinterlaſſen; die Geſchichte ſeiner allgemeinen
An=
erkennung hat eigentlich erſt nach ſeinem Tode begonnen
und ſteht heute noch in ihren Anfängen. Wolfs höchſte
Gabe lag in dem genialen künſtleriſchen Durchleben eines
dichteriſchen Textes, den er durch den Zauber der Töne
herrlicher und leuchtender neu erſtehen ließ: eine
enthuſia=
ſtiſche Hingabe an die Werke unſerer großen Lyriker,
Goe=
thes, Mörickes, Eichendorffs, Lenaus und vieler anderer,
erfüllte ihn; bis zur Selbſtvergeſſenheit konnte er ſich in eine
fremde Individualität verſenken, bevor er ſich zum eigenen
Schaffen aufſchwang. In der Muſik hat er dieſe tiefe
Treue und Verehrung keinem Meiſter ſtärker
entgegenge=
bracht als Richard Wagner, von deſſen Werk er
ent=
ſcheidende Anregung empfing. Den „Wagner des Liedes”
hat man ihn genannt, weil er die gleiche innige
Verſchmel=
zung dichteriſcher und muſikaliſcher Schönheiten, wie ſie
Wagner im Drama vollbrachte, im Liede durchführte. Die
rührende Naivetät, die unendliche Begeiſterungsfähigkeit,
die Hugo Wolfs ganzes Erdenlebn mit einem poetiſchen
Dufte verklären, treten in ſeinem Verhältnis zu Wagner
beſonders deutlich hervor. Er iſt ihm nie perſönlich nahe
gekommen; er hat kaum ein flüchtiges Geſpräch von ihm
erhaſcht und doch iſt er ſein ganzes Leben lang mit heiligem
Eifer für ihn eingetreten, hat in ſeinen Kritiken mit
feu=
rigem Mut für ihn gekämpft und den Haß aller Brahms=
Verehrer, die in Wien ſo mächtig waren, freudig ertragen,
weil er für ein zweites Idol in ſeinem Herzen keinen
Platz hatte, weil er Brahms ablehnen mußte, da er
Wag=
ner ſo über alles liebte.
In ſeinem ſchönen ausführlichen Lebensbilde hat Dr.
Ernſt Deoſey der Stellung Hugo Wolfs zu Wagner ein
beſonderes Kapitel gewidmet. Richard Wagners Geſtalt
ſteht als leuchtendes Vorbild an der Pforte zu Wolfs
Künſtlerlaufbahn. Dem eben nach Wien gekommenen, im
dunklen Drang hin und her irrenden Knaben war das
leuchtende Ziel ſeines Lebens geſteckt, als der Meiſter der
Zukunftsmuſik 1875 in Wien jene bedeutſame Tannhäuſer=
Aufführung leitete, die ein Markſtein im Siegeslauf ſeiner
Werke war. Dieſen „erſten Opernkompoſiteur unter allen
Künſtlern” in der Nähe zu ſehen, vielleicht gar zu ſprechen,
das war des jungen Wolf ſehnlichſter Wunſch. Vor der
Aufführung ſtellt er ſich ſchon vier Stunden früher an, um
ſich einen guten Platz auf der vierten Galerie zu erkämpfen;
er applaudiert, daß ihm die Hände wund werden und
ſchreit in ſeiner Verzückung ſo laut Bravo, daß er heiſer
wird und die Leute mehr auf ihn als auf Wagner ſchauen.
Im jubelnden Aufſchrei ſeiner Seele fühlt er: „Ich bin
ein Wagnerianer geworden!” In Froſt und Kälte faßt
er dann ſtundenlang vor dem Hotel Imperial Poſto, wo
der Meiſter eine herrliche Wohnung von ſieben Zimmern
bewohnt. Er wartet, bis er zur Probe nach der Oper
fährt, grüßt ihn tief, reißt ihm den Kutſchenſchlag auf und
rennt dann, ſo ſchnell er laufen kann, dem Fiaker voraus,
um an der Oper die Tür wieder zu öffnen. Aber nichts
hilft: ein ſtarrer Blick, eine Erwiderung ſeines Grußes—
ſonſt nichts. Da macht den Knaben die Not erfinderiſch;
er ſteckt ſich hinter das Kammermädchen, freundet ſich mit
dem Hoteldirektor an und ſchließlich wird er in das
Hei=
ligtum des Unſterblichen eingelaſſen; er ſteht ihm von
An=
geſicht zu Angeſicht gegenüber. Den Eltern hat er in einem
Briefe erzählt, was dann vor ſich ging: „Wagner ging,
ohne mich zu beachten, in ſein Zimmer, als die
Kammer=
zofe zu ihm in einem bittenden Ton ſagte: „Ach, Herr
Wagner, ein junger Künſtler, der ſchon ſo oft auf Sie
war=
tete, um mit Ihnen zuſammen zu kommen, wünſcht mit
Sie zu ſprechen.‟ Er kam heraus, blickte mich an und
ſagte: „Ich habe Sie ſchon einmal geſehen, ich glaube, Sie
ſind —‟ (wahrſcheinlich wollte er ſagen, Sie ſind ein Narr.)
Hierauf ging er hinein und öffnete mir die Tür zum
Em=
pfangsſalon, wo eine wahrhaft königliche Pracht berrſcht.
In der Mitte ſtand ein Ruhebett, ganz aus Samt und
Seide. Wagner ſelbſt war in einen langen Samtmantel
mnit Pelzverbrämung eingehüllt. Als ich hineintrat, fragte
er nach meinem Begehren.” Wolf ſtammelte nun einge
verlegene Worte, reichte Wagner auch eine Rolle mit
eige=
nen Kompoſitionen und bat um ein Urteil. Wagner war
einen Blick hinein und ſagte: „Lieber Freund — Klavier
muſik? Sehen Sie, davon verſtehe ich nun gar nichts
Wenn Sie mal Lieder ſchreiben, dann kommen Sie zu
mir.” Worauf Wolf herausplatzte: „O, Meiſter ſind zu
beſcheiden!” Als der Anfänger dann bemerkte, daß er
noch nicht ſelbſtändig ſei, meinte der Meiſter lachend
„Nun, ja, das iſt ja recht, man kann nicht gleich Origina
ſein.”
Damit war der große Moment zu Ende, der an und fü
ich wohl ein „nicht eben ſehr bedeutſamer Vorfall” war
wie ein intimer Freund Wagners, Guſtav Schönaich, de
ihn miterlebte, ſpäter berichtete. Aber für die innere Ent
wickelung Wolfs war er von höchſtem Werte, denn für ih
wurde Wagner nun der große „abweſende Freund” dem e
ſich als Menſch und Künſtler mit ganzer Seele weiht=
Das ging ſogar ſo weit, daß er gewiſſe perſönliche Eigen
tümlichkeiten Wagners annahm. So ſchrieb er ſeine Kon
poſitionen gern mit einer goldenen Feder, weil er wußt
daß ſich auch der Meiſter einer ſolchen Feder bediente, de
ihm Mathilde Weſendonck einſt geſchenkt hatte. Ja, ſoge
eine Handſchrift erhielt einen Duktus, der an den graziöſe
eingeſchwungenen Charakter der Schriftzüge Wagners
g=
mahnt. Als Kritiker rügte er jede Abweichung von der
Willen Wagners, jeden „Strich”, der die Geſamtwirkun
ſeiner Muſikdramen ſchädigte, aufs ſtrengſte. Selbſt in ſe
nen Träumen fühlte er ſich dem Meiſter nahe, beſuch
ihn in Gedanken in Wahnfried und ſprach ſich ſo in de
Phantaſie mit ſeinem hohen Vorbild über wichtige Frage
der Kunſt aus, auch als der Meiſter ſchon geſtorben wa
So konnte er kurz nach Wagners Tode an Felix Mot
ſchreiben: „Noch heute kann ich kaum glauben, daß d
Mann tot iſt, der uns elende Lehmpatzen erſt zu Menſche
gemacht hat.”
Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. März.
* Verleihung des Goldenen Kreuzes an Dienſtboten.
Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin hat
am 11. März, als am Geburtstage weiland Ihrer
Großh. Hoheit der Prinzeſſin Eliſabeth,
folgende Ehrenzeichen für langjährige tren geleiſtete
Dienſte in ein und derſelben Familie an folgende
Dienſtboten verliehen: A. Das Goldene Kreuz
mit Brillanten: 1. Dorothea Frieß von
Würz=
burg, 46 Jahre bei der Familie des Herrn Otto
Stock=
hauſen in Darmſtadt. 2. Franziska Kohler von
Offen=
bach, 58 Jahre bei Frau Rentner Gottfried Schwab in
Darmſtadt. 3. Regina Münzinger von Nördlingen, 40
Jahre bei Herrn Baumeiſter Eduard Harres in
Darm=
ſtadt. 4. Eliſe Schneider von Darmſtadt, 41 Jahre bei
Freifrau von Dalwigk in Darmſtadt. 5. Eliſabeth
Stern von Düdelsheim, 40 Jahre bei Frau Moritz Bial
Witwe in Offenbach. 6. Karoline Benner von Neuſtadt
i. O., 40 Jahre bei Fräulein Sofie Sartorins in Mainz.
7. Katharina Keck von Groß=Karlbach, 41 Jahxe bei
Frau Geh. Kommerzienrat Friedrich Feldheim Witwe
in Mainz. — B. Das Goldene Kreuz. I. Provinz
Starkenburg: 1. Sidonie Alt von Lauterbach, 25
Jahre bei Herrn Ludwig Trapp in Darmſtadt.
2.
Margarete Bauer von Blitzenrod, 25 Jahre bei Herrn
Ludwig Trapp in Darmſtadt. 3. Juliane Bender von
Mainz, 25 Jahre bei Frau Eva Rathgeber Witwe in
Darmſtadt. 4. Chriſtine Eifert von Angersbach, 2
Jahre bei Herrn Geh. Regierungsrat Bichmann i
Darmſtadt. 5. Anna Martha Metzger von Schrecksback
25 Jahre in der Familie des Herrn Zahnarzt O. Köhle
in Darmſtadt. 6. Eliſabethe Bangert Witwe von Groß
Bieberan, 25 Jahre bei Herrn Landwirt Karl. Albrech
in Groß=Bieberau. 7. Eliſabeth Porzel von Darmſtadt
25 Jahre bei Fräulein Anna von Werner in Bensheim
8. Marie Vollhardt von Reichenbach, 34 Jahre be
Herrn Peter Dingeldein II. in Gronau. — II. Provin
Oberheſſen: 1. Marie Ehrmann von Wallhauſen
25 Jahre bei Herrn Proſeſſor Dr. Karl Groos ir
Gießen. 2. Emilie Wehn von Biedenkopf, 25 Jahre be
der Familie des Herrn Rechtsanwalt Homberger i=
Gießen. 3. Johannette Dörr von Münſter, 25 Jahre be
der Familie Joh. Georg Hahn in Bellersheim.
Karoline Lepper von Alten=Buſeck, 30 Jahre bei Herrt
Friedrich Klug in Alten=Buſeck. 5. Marie Rau vor
Berſtadt, 25 Jahre bei Herrn Auguſt Wolf III. i
Berſtadt. — III. Provinz Rheinheſſen: 1. Marga
rete Engroff von Ginsheim, 25 Jahre bei Frau Antor
Wagner Witwe in Mainz. 2. Eva Eliſabetha
Knap=
von Unter=Schönmattenwag, 25 Jahre bei Herrn Fabri
kant Franz Gaſtell in Mainz. 3. Margarete Koſtolitzk
von Lindenfels i. Odw., 25 Jahre bei Frau Eliſ
Schiffmacher in Mainz. 4. Barbara Müller von Neu
Leiningen i. d. Pfalz, 25 Jahre bei Frau Sophie Neu
in Mainz. 5. Barbara Seemann von Oggersheim i.!
Pfalz, 25 Jahre bei Frau Sophie Neus in Mainz.
Eliſabeth Schick von Raunheim, 25 Jahre bei Frau E
Grünert in Mainz. 7. Henriette Stamm von Staffel
25 Jahre bei Frau Geh. Kommerzienrat Friedrich Feld
heim Witwe in Mainz. 8. Katharina Karoline Vol
von Windiſchbuch, 25 Jahre bei der Familie des Buch
druckereibeſitzers Auguſt Falk in Mainz. 9. Katharin
Räder Witwe von Gau=Heppenheim. 37 Jahre bei de
Familie des Herrn Georg Becker I. in Gau=Heppen
heim. 10. Margarete Wagner von Gaugrehweiler it
der Pfalz, 25 Jahre bei Herrn Joh. Zimmer in Flon
beim. 11. Katharina Wendel von Ober=Finkenbach, 2
Jahre bei der Familie des Herrn Kommerzienrats W
Koelſch in Worms.
— Uebertragung. Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog haben dem Pfarrer Peter Schweickert zu
Schwickartshauſen die evangeliſche Pfarrſtelle zu Kriegs
heim, Dekanat Worms, übertragen.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit de=
Großherzog haben dem Forſtwart der Forſtwarte
Wahlen, Oberförſterei Lörzenbach, Förſter Valentir
Bayerer zu Wahlen das Silberne Kreuz des Ver
dienſtordens Vhilipps des Großmütigen verliehen.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Gemeindeſchule zu Lauterbach Georg Conté au
ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen
treuen Dienſte, vom 1. April 1910 an.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 3 enthält:
1. Verordnung, den Anſatz, die Erhebung und die
Bei=
treibung der Gerichtskoſten betreffend. 2.
Bekannt=
machung, die Beſchäftigung von Arbeiterinnen und
ugendlichen Arbeitern in Ziegeleien betreffend. 3.
Be=
kanntmachung, den Verkehr mit Diphtherieheilſerum
betreffend.
* Großh. Hoftheater. Wegen plötzlicher Abſage
des Fräulein Suchanek ſang die Partie der Lady Harriet
Durham in der Vorſtellung „Martha” am Donnerstag
Fräulein Martha Bommer vom Stadtthegter in
Mainz als Gaſt.
n. Vor dem Schwurgericht wurde geſtern die Anflage
gegen zwei Offenbacher Arbeiter, den 27 Jahre alten,
viel=
fach (darunter dreimal wegen Diebſtahls) vorbeſtraften
Gürtler Anton Ullrich und den 19 Jahre alten, einnal
vorbeſtraften Portefeuiller Wilhelm Burkhardt wegen
Straßenraubes verhandelt. In der Nacht vom 20
auf 21. Dezember vorigen Jahres war in der
Bismarck=
ſtraße zu Offenbach der auf dem Wege zum Bahnhof
be=
griffene Schuhmacher Kempf von Mühlheim unvermute
von hinten angefallen und zu Boden geriſſen worden
worauf nach ſeinen Wahrnehmungen die beiden Angreife
ihn auszuplündern ſuchten und ihm trotz kräftiger Gegen
wehr die ſilberne Taſchenuhr wegnahmen. Durch das Hin
zukommen eines Zeugen und den entſtandenen Lärm wur
den ſie anſcheinend vor weiteren räuberiſchen Handlunger
abgeſchreckt und entflohen. K. hatte vorher einige Zeit i
einer, nicht weit vom Tatorte entfernten Wirtſchaft ver
weilt und beim Bezahlen ſeiner Zeche auch einige Glas
Bier zum Beſten gegeben, woraus die ebenfalls anweſen
den Angeklagten wohl auf den Beſitz größerer Geldmitte
bei ihm ſchloſſen und ihn aufs Korn nahmen. U.
hatt=
dicht hinter ihm eilig das Lokal verlaſſen, nachdem vorher
im Laufe des Abends wiederholt von ihm verdächtige
drohende Aeußerungen, er werde noch etwas am Abenk
Nummer 60.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910₰
Seite 3.
chen und wenn er auch ins „Kittchen” komme; er
er=
ge Geld, wenn er auch einem den Kopf zerſchlagen
ſſe uſw., getan worden waren. B. hatte ſich ruhig
ver=
ten, war aber, von U. herausgerufen, mit deſſen Schippe
olgt, worauf beide nach einiger Zeit wieder im Lokal
hienen und der vorher nicht im Beſitz einer Uhr
befind=
e I. eine ſolche mit Sprungdeckel bei ſich ſehen
z. Das raſche Verſchwinden nach K.s Weggang in
rbindung mit U.s erwähnten Aeußerungen war anderen
ſten aufgefallen; ebenſo beobachteten dieſe, daß die
bei=
bei K.s Rückkehr verlegen wurden und von jenem
offen=
tlich nicht bemerkt ſein wollten. Obwohl K. ſie nicht
nte, führten die Ermittelungen auf ihre Spur und
er=
den, daß U. die Uhr mit dem Sprungdeckel noch
Abend in einer anderen Wirtſchaft zum Kauf angebo=
und auch abgeſetzt hatte, und ferner ſtimmte die von dem
ſtohlenen gegebene Schilderung der Täter genau auf
de (auch hinſichtlich der Schippe). Sie leugneten zwar
h gab B. bald den Vorfall zu, wollte aber nur
dabei=
tanden und ſich ſonſt nicht daran beteiligt haben,
wäh=
d U. alles leugnete. Letzterer hatte ſchon vor der Tat
ußert, es geſchehe ihm doch nichts; er ſei ſchon einmal
Irrenhaus geweſen und dann freigeſprochen worden.
ihrend ſeiner Militärzeit war nämlich in einem
Straf=
fahren auf Grund einer Anſtaltsbeobachtung allerdings
te Zurechnungsfähigkeit bezweifelt worden und deshalb
nals Freiſprechung erfolgt. Das Gutachten der beiden
chverſtändigen, Großh. Kreisarzt Medizinalrat Dr.
annmüller=Offenbach und des Direktors der Irrenanſtalt
ilippshoſpital, Dr. Oswald, ging übereinſtimmend
da=
daß U. voll zurechnungsfähig ſei. Die Anklage war
ch Staatsanwalt Hoos, die Verteidigung durch den
htsanwalt Geißner und Juſtizrat Hallwachs vertreten.
wurde des Straßenraubs ohne mildernde Umſtände,
nur der Beihilfe dazu mit mildernden Umſtänden
ſchul=
befunden und erſterer zu 5 Jahren 6 Monaten
Zucht=
ts nebſt zehnjährigem Ehrverluſt, letzterer zu 10
Mo=
en Gefängnis verurteilt. Nur B. erkannte ſofort das
eil an. Die Tagung wurde alsdann geſchloſſen.
K.V. Kunſtverein. Die Kollektion des Malers
Pro=
or E. Liebermann zu München bleibt nur noch bis
ſchließlich Sonntag, den 13. Ifd. Monats, in der
inſthalle dahier ausgeſtellt. Verkauft wurden die
mälde „Frühlingslied” und „Blick auf das
Wetter=
ngebirge”, ſowie die Farbſtiftzeichnung „Waldweg
Runkel”
— Denkſtein für die Gefallenen bei Frohnhofen. Seit
len Jahren iſt es von den Mitkämpfern ſchmerzlich
pfunden worden, daß den am 13. Juli 1866
Gefalle=
des Leibgarde=Infanterie=Regiments auf den
abdenkmälern bei Frohnhofen keinerlei Erwähnung
an iſt. Deswegen wird das Offizierkorps des
Leib=
de=Infanterie=Regiments ſeinen dort den Heldentod
orbenen Angehörigen — 5 Unteroffizieren und 20
nn — einen einfachen, würdigen Gedenkſtein ſetzen.
Königl. Hoheit der Großherzog hat bereits zu dieſem
rhaben ſeine Genehmigung erteilt; auch ſind die
rarbeiten ſoweit gediehen, daß die Einweihung des
denkſteins, welcher der Firma Ludwig Beſt in
Auf=
g gegeben worden iſt, vorausſichtlich am 13. Juli
J. erfolgen kann. Seinerzeit wird weiteres
hier=
er berichtet werden.
* Evangeliſche Landesſynode. Der heutige Bericht
r die Evangeliſche Landesſynode befindet ſich auf
ite 34 dieſes Blattes.
— Martinskirche. Der
Martinskirchenge=
ngverein wird mit der Chorſchule morgen, Sonn=
13. d. M., abends 8 Uhr, eine liturgiſche
Paſſions=
r mit nachfolgenden Chorgeſängen veranſtalten:
ör: „Jeſu deine Paſſion” Tonſatz von A.
Mendels=
n; „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld” von
Pfannſchmidt; „O bone Jeſu” von Paleſtrina; „Da
u in den Garten ging” von F. Woyrſch; „Herr, deine
ten Worte” geſetzt von Max Reger; „Wer Gottes
arter in Ehren hat” von H. Schütz, 1672; „Ehre
dir, Chriſte” von demſelben. Chorſchule: „Der
ſſionsgang” von Paleſtrina; „Du großer Schmer=
Smann” von Gottfried Vopelius; „Hohes, heil’ges
rrterbild‟ Die Emporen ſowie die fünf vorderſten
nke im Schiff der Kirche ſind für die inaktiven
Mit=
eder des Vereins reſerviert.
— Chriſtliche Volkskunſt. Nächſten Sonntag iſt in den
umen des hieſigen „Wartburgvereins”, „Karlſtraße 21,
e vom Karlsruher Künſtlerbund zuſammengeſtellte
mmlung guter Wandbilder, religiöſen wie auch anderen
arakters zu ſehen, die zeigen ſoll, wie man für wenig
d ſein Heim mit guten Kunſtwerken ſchmücken kann. Es
rd noch immer ſo viel Geld für ebenſo teure, wie ſchlechte
Idrucke und andere Wertloſigkeiten ausgegeben. Hier
Pfg.
ange=
rden nun ſchöne Blätter im Preis von 2.
gt, unter ihnen auch ſolche der beſten chriſtlichen Kunſt=
Spfungen deutſcher Meiſter aller Zeiten. Jedermann iſt
geladen, die kleine Sammlung anzuſehen. Sie iſt von
2 Uhr an bis zum Dunkelwerden unentgeltlich zugänglich.
— Abends findet ein Vortrag über J. S. Bach und ſeine
Matthäuspaſſion ſtatt als Vorbereitung für deren
dem=
nächſtige Aufführung in der hieſigen Stadtkirche. Der
Vortrag wird durch Geſang, Klavier und Harmonium
er=
läutert. Auch hierzu werden Freunde des Vereins
hier=
mit eingeladen.
— Handarbeitsausſtellung. Es wird auf die
Hand=
arbeitsausſtellung des Hoffmänniſchen Inſtituts im
Wer für die
Gewerbemuſeum aufmerkſam gemacht.
notwendige Reform des Handarbeitsunterrichts
Inter=
eſſe hat, wird reiche Anregung finden.
— Der Verband der Detailliſten=Vereine im
Groß=
herzogtum Heſſen hält am Donnerstag, den 17. d. M.,
nachmittags, im Reſtaurant „Kaiſerkeller” in
Frank=
furt a. M. eine Ausſchußſitzung mit nachſtehender
Tagesordnung ab: 1. Bericht des Vorſitzenden.
2. Beitritt des Verbandes zum Hanſa=Bund. 3. Der
neue Gemeindeſteuergeſetz=Entwurſ. 4. Anſchluß an
die Intereſſengemeinſchaft. 5. Regelung des
Ausver=
kaufsweſens im Großherzogtum Heſſen. 6. Vergebung
ſtaatlicher Lieferungen unter Umgehung des
Zwiſchen=
handels. 7. Kaufmänniſche Fortbildungsſchulen. 8.
Offenhalten der Poſtſchalter und
Zollabfertigungs=
ſtellen an Großherzogs und Kaiſers Geburtstag.
9. Verbandsorgan. 10. Verbandstag 1910.
— Das Damenſchwimmbad bleibt wegen
vorzuneh=
mender Reparatur Sonntag und Montag
ge=
ſchloſſen.
— Verſendung von Paketen während der Oſterzeit.
Die Verſendung mehrerer Pakete mit einer
Poſt=
paketadreſſe iſt für die Zeit vom 20. bis einſchließlich
27
März weder im inneren deutſchen Verkehr noch im
Verkehr mit dem Ausland — ausgenommen
Argenti=
nien — geſtattet. Nach Argentinien können auch in
dieſer Zeit mehrere, jedoch höchſtens drei Pakete; mit
einer Poſtpaletadreſſe verſandt werden.
* Einziehung der Zeitungsgelder. Es wird
dar=
auf hingewieſen, daß die Einziehung der
Zeitungs=
gelder durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis
einſchließlich 25. des letzten Monats im Vierteljahr
koſtenlos erfolgt, ſowie daß die Briefträger uſw. zur
vollgültigen Quittungsleiſtung über die erhobenen
Zeitungsgelder berechtigt ſind. Die Vorteile, die die
Einrichtung für das Publikum bietet, ſpringen in die
Augen, wenn man berückſichtigt, daß der regelmäßige
Fortbezug der Zeitungen geſichert, der Gang zur Poſt
und das Warten an den Schaltern, die am
Viertel=
jahrsſchluß beſonders ſtark in Anſpruch genommen ſind,
erſpart wird.
— Die Unterſtützungskaſſe „Einigkeit”=Darmſtadt
gibt im heutigen Anzeigenteil Leiſtungen.
Vermögens=
beſtand und Monatsbeiträge bekannt und ladet zum
Beitritt ein.
* Ansflug. Das Meiſingerſche Tanzlehrinſtitut
Darmſtadt arrangiert mit ſeinen Schülern am
Sonn=
tag, den 13. März, einen Ausflug nach Traiſa. Einkehr
im Saal „Zum goldenen Löwen” (Seibert).
(Siehe Anzeige in heutiger Nummer.)
— Olympia=Kinematograph, Ernſt=Ludwigſtraße.
Das Programm bringt wieder eine Reihe
hoch=
intereſſanter, ſchöner Photographien. Die dramatiſche
Abteilung zeigt: „Eine amerikaniſche
Weizenſpekula=
tion” (Vorführungsdauer dieſes Bildes eine halbe
Stunde), „Die Närrin der Ruinen” und „Die Rache
des Wildſchützen‟ Der humoriſtiſche Teil zeigt u. a.
den humorvollen Schlager: „Beim Photographen”
Be=
ſonders großes Intereſſe dürften die beiden Original=
Aufnahmen: „Aus der Wahlkampagne in England‟
ſowie die Naturaufnahme „Aus deutſchen Landen”
fin=
den. Es ſei darauf hingewieſen, daß dieſes Programm
Montag abend zum letzten Male zur Vorführung
ge=
langt. (Siehe Anzeige.)
** F. Cnmberland, der bekannte Antiſpiritiſt,
unter=
nimmt nach mehrjähriger Pauſe zurzeit wieder eine
Tournee durch Deutſchland und wird auch in unſerer
Stadt einige Experimentalvorträge über das Thema:
„Die Macht der Suggeſtion” halten. F. Cumberland,
der ſich in früheren Jahren durch ſeine energiſche
Be=
kämpfung des Medium=Schwindels einen Namen
ge=
macht hat, wird durch eine Reihe von höchſt
eigenarti=
gen Experimenten den Nachweis führen, daß die
über=
raſchende Wirkung ſo mancher der geheimnisvollen
De=
monſtrationen der ſpiritiſtiſchen Medien, Gedankenleſer
und Hellſeher vor allem auf der „Macht der Suggeſtion”
beruht. Der erſte hieſige Experimentalvortrag
Cum=
berlands wird am Samstag, den 19. dieſes Monats, im
„Kaiſerſaal” ſtattfinden. Vorverkauf bei Gg. Thies
Nachfolger.
— Orpheum. Wie üblich, findet heute Samstag
wiederum ein Familienabend ſtatt. Gleichzeitig
wird heute die intereſſante Schützenwette
ausge=
tragen. Kapitän Slema und ſeine Partnerin Miß Alice,
deren fabelhafte Fertigkeiten im Kunſtſchießen ange=
zweifelt worden waren, werden, wie bereits bemerkt,
heute alle Kunſtſchüſſe mit hieſigen Waffen ausführen.
Das dem übrigen vornehmen Programm allſeitig
zu=
erkannte Lob kann nur nochmals unterſtrichen werden,
alle Leiſtungen ſind erſtklaſſig. — Morgen Sonntag
fin=
den zwei Vorſtellungen ſtatt; nachmittags und abends
das gleiche Programm. (Siehe Anzeige.)
Ein Kindesleben gerettet hat, ſo ſchreibt man
uns, die Schuhmachermeiſterstochter Eva Koltgen
dadurch, daß ſie das Kind, welches von einem
Motor=
fahrer auf die Schienen der Süddeutſchen Eiſenbahn
am Mathildenplatz vor die Maſchine geſchleudert
wurde, noch ſchnell an den Beinen heruntergeriſſen hat
und dadurch ein größeres Unglück verhütete.
Im Schützenhof konzertiert morgen Sonntag, den
13. März, abends 8 Uhr, die Kapelle des Großh. Heſf.
Artillerie=Regiments Nr. 61 unter Leitung des
Muſikmei=
ſters Herrn M. Weber. Es iſt dieſes das letzte Konzert
vor Oſtern. Das Programm enthält im dritten Teil auf
Wunſch Darmſtädter Komponiſten. (Siehe Anzeige.)
* Das Kaiſerpanorama führt noch einſchließlich
mor=
gen Sonntag nach Thüringen zur Beſichtigung der
Wart=
burg, Eiſenachs, des Annatals, der Drachenſchlucht,
Friedrichrodas uſw.
t. Lindenfels, 10. März. Geſtern abend fand in der
„Harfe” die Generalverſammlung der
hie=
igen Ortsgruppe des Odenwaldklubs
ſtatt. Der Vorſitzende, Herr Dr. Weißmann, berichtete
über die Tätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahre.
Es wurden acht planmäßige und vier außerordentliche
Wanderungen unternommen und zählten ſie
durch=
ſchnittlich 22, im ganzen 258 Teilnehmer. Zu den dahier
vorhandenen vier Schülerherbergen konnte noch eine
dazu gewonnen werden. Sie wurden von insgeſamt
160 Schülern in Anſpruch genommen. Der ſeitherige
Vorſtand wurde durch Akklamation wiedergewählt. Es
ſind dies die Herren Dr. Weißmann, Lehrer Schmitt,
Bürgermeiſter Schnellbächer, Kirchenrat Freienſehner
und Direktor Jans. Die Auskunftſtelle des
Oden=
waldklubs wurde von den Herren Zinßer und
Weiß=
mann mit übernommen. Auf der diesjährigen
Hauptver=
ſammlung ſoll wieder um einen Zuſchuß zur
Bismarck=
warte nachgeſucht und der Antrag geſtellt werden, daß
die Schülerherbergen im Bereiche des Odenwaldklubs
durch Schilder kenntlich gemacht werden.
Offenbach, 10. März. Aus der Unterſuchungshaft
entlaſſen wurde nunmehr auch der ſeit Ende
Januar verhaftet geweſene Kaufmann Michael Hu= aus Frankfurt, der, gleich ſeinem bereits vorige
Woche wieder auf freien Fuß geſetzten Chef, dem
Schuhwarenfabrikanten Chriſtian Kaufmann von hier,
beſchuldigt wird, dem wegen betrügeriſchen Bankrotts
unter Anklage ſtehenden Schuhwarenhändler Obſt von
Neu=Iſenburg Beihilfe geleiſtet zu haben. Das
Ver=
fahren geht jedoch weiter.
— Rüſſelsheim, 10. März. Gegenwärtig findet die
Abſchätzung der in der Gemarkung liegenden
Grundſtücke ſtatt, um eine Unterlage für die am
10. Oktober 1909 hier in Kraft getretene
Wertzuwachs=
ſteuer zu ſchaffen. Nach Beendigung dieſer
Feſtſetzun=
gen wird den Grundbeſitzern die von der
Abſchätzungs=
kommiſſion vorgenommene Schätzung zum Zwecke
etwaiger Reklamationen mitgeteilt. Die Gemeinde
Rüſſelsheim iſt die einzige Gemeinde im Kreiſe Groß=
Gerau, welche die Wertzuwachsſteuer eingeführt hat.
Mainz, 10. März. Die Stadtverordneten haben
aus den Anſammlungen der Sparkaſſe für den Bau
der neuen Bibliothek 600000 Mark bewilligt.
B. Bingen, 10. März. Eine heiße Ausſprache
er=
forderte in der heutigen Stadtverordnetenſitzung die
„Garantie=Uebernahme für eine
Kapi=
talaufnahme der katholiſchen Gemeinde‟
Es handelt ſich darum, daß die genannte Gemeinde,
bezw. der Kirchenvorſtand, die Abſicht hat, auf das auf
dem Rochusberg erbaute Prieſterheim, Aecker,
Weinberge, Gärten uſw. im Werte von 140371 Mark
eine Anleihe von 120000 Mark aufzunehmen, die von
der Hypothekenbank in Darmſtadt gegeben wird und
für die von der Stadt Bürgſchaft geleiſtet werden ſoll.
Es ſollte in dieſer Angelegenheit vor kurzem ein
Be=
ſchluß durch Rundſchreiben herbeigeführt werden, doch
ſtellte ein Stadtverordneter den Antrag, dieſe
Ange=
egenheit in öffentlicher Sitzung zu verhandeln. In
erſter Linie erklärte der Stadtverordnete May ſein
Befremden, daß man in einer ſo wichtigen Sache zu
einem Zirkularbeſchluß greife, Bürgermeiſter Neff
be=
tonte, daß es ſich hier um eine ganz formale Sache
han=
dele. Die Kirchengemeinde ſei für die Summe gut,
doch werde die Garantie von der Bank verlangt, und
die politiſche Gemeinde könne ſie ruhig geben. Die
materielle Seite der Sache ſei Sache der
Kirchen=
gemeinde. Der Beigeordnete Schneider erklärte, das
Prieſterheim ſei der Schlußſtein der Rochuskapelle.
Vorträge.
— Die Erinnerungsfeier an den vor 100 Jahren
olgten Tod der Königin Luiſe durch den Verein
r Verbreitung von Volksbildung, der
rtrag des Herrn Profeſſor Dr. K. Bader hier, war
re ſinnige und würdige Ehrung jener edlen Fürſtin,
en Name gerade mit Darmſtadt in enger Beziehung
ht. Verfloſſen ihr doch hier, wie bekannt, im Hauſe
Großeltern, dem Prinz Georg=Palais am Markte
Gt teilweiſe durch das Warenhaus Rothſchild erſetzt)
rnige Kinderjahre, und war ihr doch unſere Reſidenz
ch der Ueberſiedelung von Mecklenburg=Strelitz
hier=
zur eigentlichen Heimat geworden. Am 16. März
6 als Tochter der heſſiſchen Prinzeſſin Friederike und
* Prinzen von Mecklenburg geboren, wurde ſie hier
ogen, wobei unter anderem Pfarrer Lichthammer
d Präzeptor Frei ihre Lehrer waren; in der
Schloß=
che fand 1793 ihre Konfirmation ſtatt, und zwei
Aus=
ge nach Frankfurt a. M. ſollten bedeutungsvoll wer=
1. Der eine, zur Kaiſerkrönung, führte ſie und ihre
Zweſter Friederike als Gäſte zu Goethes Eltern, bei
n zweiten, als während des Feldzuges gegen
Frank=
ch König Friedrich Wilhelm II. dort weilte, lernten
und der Kronprinz das liebliche Geſchwiſterpaar
inen, ſo daß bald die Werbung erfolgte. Glückliche
gendjahre waren die hieſigen; Natürlichkeit,
Froh=
n und warmes Gemüt beſeelten die wegen ihrer
Shaftigkeit Prinzeſſin Huſch Genannte; aus
Darm=
dts Mauern zog ſie 1794 zur Hochzeit als
Kronprin=
ſin Preußens, zu deſſen Königin ſie ſchon 1797
be=
fen ward. Sie behielt Darmſtadt mit den traulichen
ätten froher Stunden, den Herrngarten,
Fürſten=
er, Braunshardt uſw. in treueſtem Gedenken und
inte es noch zweimal (1799 und 1803) freudig bewegt
uchen. Stets verband ſie ein inniger Briefwechſel
t den geliebten Großeltern, und die hieſigen
Ein=
icke blieben ihr lebendig.
Das Lebensbild, das der Vortragende als Frucht
gehender Studien des Quellenmaterials unter
war=
r Empfehlung des Buches des Berliner Forſchers
Paul Baillieu entwarf, war ebenſo anſchaulich wie
ab=
geklärt; die in Form und Gedankeninhalt gleich
treff=
lichen Ausführungen würdigten alle jene
herzgewin=
nenden guten Eigenſchaften einer echten, wahren Frau
auf dem Königsthron, die von ſich ſelbſt einmal
bezeich=
nend äußerte, die Nachwelt werde ſie nicht zu den
hoch=
verdienten Franen zählen, aber ſagen, ſie habe viel
erduldet und im Erdulden ausgeharrt. Als Fürſtin,
Gattin und Mutter fand ſie durch ihre Frauentugenden
Milde, Aufopferung, Selbſtloſigkeit, Gottvertrauen
u. a.) viel Liebe, Verehrung und Bewunderung; die
Geſchichte reiht ſie unter die Beſten als wirklich
könig=
liche Königin, als echt weibliche Frau. Ihr Pfad war
teilweiſe ein Dornenpfad (Niederlage Preußens, Flucht,
Demütigung von Napoleon, Krankheit), doch all die
ſchweren Heimſuchungen ihres Landes und Hauſes
läu=
terten nur dieſen hochſinnigen Charakter, der ſich dem
nicht leicht zu behandelnden Gatten anſchmiegte, den
Kindern eine treubeſorgte Mutter und ihrem Volk ein
Vorbild war. Als ſie, erſt 24 Jahre alt, im Juli 1810,
auf einer Beſuchsreiſe in Hohen=Zieritz in
Mecklen=
burg die Augen zur letzten Ruhe ſchloß, ging ein tiefes
Trauern durch die Lande, und die Dichter jener Zeit
haben dem Gefühl herben Verluſtes beredten Ausdruck
verliehen. Ihr Andenken beſeelte die Freiheitskriege
und wird in Deutſchland nie verlöſchen.
— In der Ortsgruppe Darmſtadt der
Freien Landeskirchlichen Vereinigung für
das Großherzogtum Heſſen einſchließlich des
ehemaligen Darmſtädter Proteſtantenvereins
eröffnete Herr Profeſſor D. Bouſſet aus Göttingen am
Mittwoch abend im Saale des Muſikvereins einen auf
drei Abende berechneten Vortragszyklus über den
„Chriſtusglauben” mit dem Thema „Die Entſtehung
des Chriſtusglaubens‟ Der Glaube an Jeſus
beginnt erſt nach ſeinem Tode und hat ſeinen Urſprung
in dem Oſtererlebnis. Was im einzelnen geſchah, bleibt
irrelevant. Die Grundtatſache iſt: der Herr iſt lebendig.
Grund dieſer Ueberzeugung iſt: wir haben ihn geſehen.
Es erfolgt die Gründung der Gemeinde zunächſt in Galiläa,
wohin die Jünger Jeſu geflohen waren, und bald darauf
auch in Jeruſalem. Der Glaube der Urgemeinde läßt ſich
auf Grund der drei erſten Evangelien in den Satz
zuſam=
menfaſſen: Jeſus iſt der Meſſias, der Chriſtus. Und zwar
bezeichnet ihn die Urgemeinde mit Vorliebe als den „
Men=
ſchenſohn‟ Dieſer Ausdruck, der auf das Buch Daniel und
die Bilderreden des Henoch zurückgeht, bezeichnet den
prä=
exiſtenten, vom Himmel kommenden Meſſias, der auch der
Weltrichter iſt. Alle dieſe Prädikate gehen nun auch auf
Jeſus von Nazareth über. Jeſus iſt eine himmliſche
Er=
ſcheinung, die dereinſt wiederkommen wird auf die Erde,
ereiſt präexiſtent, d. h. vorweltlich geboren, und er iſt der
Weltrichter. Auf Grund unſerer Evangelien können wir
noch verfolgen, wie das jüdiſche Meſſiasbild des
Menſchen=
ſohnes allmählich immer mehr auf den hiſtoriſchen Jeſus
von Nazareth übertragen wird. Die Folge war, daß das
Leben Jeſu immer mehr ins Wunderbare getaucht und
unter den Geſichtspunkt der erfüllten Weisſagung geſtellt
wurde. Nun erhob ſich aber die Frage: Warum haben
dann die Juden nicht an ihn geglaubt? Hierauf
antwor=
tete man: Jeſus hat zwar Wundertaten gean, aber er hat
verboten, ſie zu verkünden; ja er hat in Gleichniſſen
zum Volk geſprochen, um es noch mehr zu verſtocken.
Dieſe Theorie, die weder dem Charakter Jeſu noch dem
ſeiner Gleichniſſe entſpricht, iſt viel ſpäter hinzugefügt und
will erklären, warum Jeſus trotz all ſeiner Wunder nicht
als Meſſias anerkannt wurde. So verſtand man auch jetzt
den Kreuzestod Chriſti, der das größte Aergernis war, als
den notwendigen Durchgangspunkt zum dereinſtigen
Kom=
men des Meſſias in Herrlichkeit. Daneben aber vergaß
man den irdiſchen Jeſus nicht und ſammelte vor allem
ſeine Worte und gruppierte ſie nach den Hauptintereſſen
der Gemeinde, z. B. denen des ſittlichen Lebens der
Miſ=
ſion, des Kampfes gegen die Phariſäer, der ewigen
Hoff=
nung uſw.
Eine ganz andere Wendung nimmt der
Chriſtusglau=
ben mit ſeinem Uebertritt auf heidenchriſtliches
Ge=
biet, mit der Gründung der erſten heidenchriſtlichen
Ge=
meinde in Antiochia, an deren Spitze zuerſt Barnabas.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Nummer 60.
Es ſeien noch Koſten für dieſe Kapelle zu bezahlen und
dazu ſolle die Hypothek dienen. Er richte die Bitte an
ſämtliche Herren, aus Toleranz dem Antrag
zuzu=
ſtimmen. Der Stadtverordnete Landau war dafür,
weil die Stadt auch der israelitiſchen Gemeinde
ſeiner=
zeit die erbetene Garantie nicht verſagt habe, auch biete
die Sache keine Gefahr. Dagegen waren die
Stadt=
verordneten Rich. Pennrich und Racke, die ſich auf den
Standpunkt ſtellten, das Prieſterheim, in dem eine
Wirtſchaft betrieben werde, habe mit dem Kultus der
katholiſchen Gemeinde nichts zu tun. Beigeordneter
Fiſcher bezeichnete das Prieſterheim als ein
Danger=
geſchenk, das der katholiſchen Gemeinde gemacht
wor=
den ſei. Ein Wirtſchaftsunternehmen, wie dieſes es
darſtelle, ſtehe in keiner Weiſe mit dem Kultus in
Ver=
bindung. Dabei liege die Rentabilität des Gebäudes
ſehr im argen. Die Kirchenſteuer ſei ſchon mit 17,87
Prozent ſehr hoch und eine weitere Erhöhung ſei nicht
zu wünſchen. Die Stadtverordneten Brück und
Dul=
cius waren der Anſicht, daß die Bürgſchaft zu
ge=
währen ſei. Nach langer Debatte, in der die Gegner
immer wieder ihren Standpunkt betonten und ſich
dar=
auf ſtützten, daß die Einrichtung des Prieſterheims mit
dem Kultus nichts zu tun habe, die Freunde aber
er=
klärten, zu einer Kirche müſſe auch ein Pfarrhaus
ge=
hören, wurde die Gewährung der Bürgſchaft gegen
fünf Stimmen (May, Racke, Pennrich, Hummel und
Fiſcher) beſchloſſen.
B. Bingen, 10. März. In den gegenwärtig zu
Koblenz ſtattfindenden Sitzungen der Vertreter der
Rheinuferſtaaten zu der Frage der
Schleuſen=
änlage im Bingerloch hatte der Vertreter der
Handelskammer Bingen, Kommerzienrat Vogt, ſich
da=
für intereſſiert, wie es ſich mit den am Rheine
lie=
genden Städten mit Hafenanlagen bei einer
Vertief=
ung der Fahrrinne um 50 Zentimeter wohl verhalten
würde. Es ſei bei einer ſolchen Vertiefung zu
erwar=
ten, daß das Waſſer von beiden Ufern ſich nach der
Fahrrinne, alſo nach der Mitte, hinziehe und demnach
die Hafen= und Uferanlagen der Stadt Bingen z. B
trocken gelegt würden. Zur Vertiefung und weiteren
Fundamentierung dieſer Anlagen ſeien aber große
Summen erforderlich, die doch wohl aus den
Strom=
haukoſten gedeckt werden müßten. Der Vertreter von
Preußen, Miniſterialdirektor Peters, erklärte darauf,
daß die ganze Sache ſie nichts angehe, es ſei dies Sache
der beteiligten Gemeinden. Die beiden Vertreter von
Heſſen aber ſprachen ſich bei Herrn Vogt dahin aus,
daß Heſſen ſeine Zuſtimmung zu der Sache von der
Gewährung entſprechender Entſchädigung an die Stadt
Bingen, bezw. Mainz und Worms abhängig mache.
Die Handelskammer Bingen brachte bei der
Stadt nun eine diesbezügliche Eingabe ein, die heute
erledigt wurde. Es wurde in der
Stadtverordneten=
ſitzung betont, daß die Stadt von der Sache einen
Scha=
den von etwa einer Million zu erwarten habe, denn
ſo viel hätten die Anlagen am Rhein erfordert. Nun
wünſchte die Handelskammer eine ausdrückliche
Be=
ſtädtigung von Seiten der heſſiſchen Regierung, daß ſie
mit dem Verſprechen der beiden Vertreter in Koblenz
einverſtanden ſei, da ſolche Vertreter wechſeln würden
und eine ſichere Zuſage in einem ſolchen Falle, in dem
die Lebensintereſſen der Stadt auf dem Spiele ſteher
würden, erforderlich ſei. Die Verſammlung beſchloß
demgemäß.
dann Paulus tritt. Auf Grund der pauliniſchen Briefe
ſehen wir, daß der Name „Chriſtus” bereits zurücktritt
und zum Eigennamen wird; auch den Namen „
Menſchen=
ſohn” gebraucht Paulus nicht mehr, weil er ſchon nicht
mehr verſtanden wird. Dagegen erſcheint bei ihm als
Haupttitel Jeſu „der Herr” Als ſolcher aber wird er
bezeichnet, weil er kultiſche Verehrung im Gottesdienſt
neben Gott genießt. Der Ausdruck „der Herr” erſcheint
nämlich in den Miſchreligionen der damaligen Zeit als
Be=
zeichnung eines beſonderen Kultheros, der neben der
höch=
ſten Gottheit verehrt wird und der Mittler iſt zwiſchen
Gott und Menſch. Daneben tritt er beſonders im
Kaiſer=
kult auf. Hier finden wir auch ſchon die Ausdrücke
„Heiland”, „der ſichtbare Gott” „Herr und Gott”, „Gott
von Gott” z. B. auf den berühmten Zuſchriften von
Roſette und Priene. Alle dieſe Prädikate haben nun die
Chriſten wiederum auf ihren Jeſus von Nazareth
über=
tragen.
Von hier aus erklärt ſich die Entſtehung des Glaubens
an die Gottheit Chriſti. Dem naiven Glauben des
Heidenchriſtentums erſchien Chriſtus als der zweite Gott
neben Gott. Von Anfang an aber ſuchte man einen
Mit=
telbegriff zwiſchen Gott und Menſch, zunächſt den des
„Sohnes Gottes‟ Dieſer Ausdruck bedeutet
ur=
ſprünglich nichts als „Meſſias” Bei Paulus iſt er das
himmliſche Weſen, das ſchon vor der Welt bei Gott iſt
und auf Erden herabkommt, ein gottgleiches Weſen, aber
doch nicht Gott ſelbſt. Auch die heidniſche Theologie kannte
„Gottesſöhne‟. Der Begriff „Gottesſohn” war aber ein
un=
klarer Mittelbegriff und man ſuchte deshalb nach einem
paſſenderen. Dieſen fand man in dem Begriff des
„Logos‟. Der Logos iſt eine Hypoſtaſe, d. h. eine
Figur, die neben der Gottheit ſteht, halb perſönlicher, halb
abſtrakter Herkunft, die überall da auftritt, wo
poly=
theiſtiſche Religionen ſich im Uebergang zum
Monotheis=
mus befinden. Die Heimat dieſes „Logos” iſt der
ſpät=
griechiſche, theoſophiſche Synkretismus. Der griechiſche
Gott Hermes, der Götterbote, der zwiſchen Göttern und
Menſchen vermittelt, wird zum „Wort”, das die Gottheit
an die Menſchen richtet, und er verbindet ſich mit dem
ägyptiſchen Thoth. Von da her übernimmt den Begriff der
jüdiſche Philoſoph Philo in Alexandrien, und endlich er
ſcheint er auch im Johannes=Evangelium übertragen auf
die Perſon Jeſu. Damit hatte man einen neuen
Mittel=
begriff für Chriſtus gefunden, den „Logos”. Zugleich aber
wandte man ſich energiſch gegen die, die behaupteten, daß
Jeſus nur ein Scheinweſen geweſen ſei. Ihnen hielt
man entgegen: „das Wort ward Fleiſch”. So bildete
ſich allmählich das Dogma von der Gottheit Chriſti, das
unendliche Schwierigkeiten im Gefolge hatte und noch
heute unſer Denken beſchäftigt.
Dies waren die Grundgedanken, die Herr Profeſſor
Bouſſet in überaus klarer und prägnanter Weiſe
aus=
führte, ſo daß er die zahlreiche Zuhörerſchaft in beinahe
zweiſtündiger Rede von Anfang bis zu Ende zu feſſeln
wußte. Weitere Vorträge werden die „Entwicklung
des Chriſtusglaubens” und ſeine „Bedeutung
für die Gegenwart” behandeln.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Leipzig, 11. März. Geſtern nachmittag
ver=
ſtarb der Neſtor der deutſchen Muſiker, Karl Reinecke
im 86. Lebensjahre. Seit 1860 in Leipzig anſäſſig, wirkte
der Verſtorbene 40 Jahre lang als Dirigent der
Gewand=
hauskonzerte, erſter Lehrer und Chordirgent des
Konſer=
vatoriums. Karl Reinecke wurde 1824 in Altona geboren
Seinem Vater, dem Muſiklehrer Rudolf Reinecke, verdankte
er allein ſeine muſikaliſche Bildung. Nach den erſten
Kon=
zertreiſen wurde er 1846 zum Hofpianiſten des Königs
Chriſtian VIII. von Dänemark ernannt, wurde dann nach
einem kürzeren Aufenthalt in Paris 1851 Lehrer am Kölner
Konſervatorium und darauf Muſikdirektor in Barmen.
Nach einer kurzen Tätigkeit als Leiter der Singakademie
in Breslau wurde er im Jahre 1860 an das Leipziger
Kon=
ſervatorium und zum Dirigenten der Gewandhauskonzerte
berufen. Erſt im Jahre 1895 trat er in den Ruheſtand und
machte ſeinem Nachfolger Nikiſch am Dirigentenpult Platz
In ſeinen zahlreichen Kompoſitionen hat er uns u. a. drei
Sinfonien, mehrere Opern, darunter den König Manfred,
ein Oratorium Balſazar und viele Chorſtücke und Konzerte
hinterlaſſen.
* Die ſächſiſche Regierung fordert für den Umbau
der Bühne der Dresdener Hofoper 1735000 Mark.
Davon ſollen 1528000 Mark vom ſächſiſchen Staat und
208000 Mark von der königlichen Zivilliſte aufgebracht
werden. Der Landtag dürfte die Forderung bewilligen,
aber als Gegenleiſtung die Aufführung von billigen
Volks=
vorſtellungen im Opernhauſe verlangen.
* Ein Rieſenbär. Vor ungefähr 15 Jahren
meldete, wie „La Nature” mitteilt, ein amerikaniſcher
Naturforſcher namens L. Dyche, Profeſſor an der
Uni=
verſität Kanſas, daß er auf ſeiner Rückkehr von einer
Forſchungsreiſe in die Felſengebirge der Halbinſel
Alaska einen Bären von koloſſaler Größe entdeckt habe
den er Ursus Gyas, den Rieſenbären, taufte. Aber ſeine
Mitteilung wurde von verſchiedenen Zoologen ange
zweifelt; deshalb machten ſich im verfloſſenen Somme
zwei Freunde des Entdeckers, Dr. Anderſon und A
Williams, auf, um womöglich ein Fell und ein Skelet
des Rieſenbären zu erbeuten und als Beleg für die
Wahrheit der Meldung heimzubringen. Seit kurzen
liegt ihr Jagdbericht vor, den ſie in dem zu Denver er
ſcheinenden „Outdoor=Life” veröffentlichten; es gelang
ihnen, auf der Inſel Unimak, die zur Reihe der Aléu
ten gehört, einen ſolchen Bären zu erlegen, und di
Maßzahlen, die ſie angeben, laſſen in der Tat erkennen
daß es ſich um ein Tier von ganz außerordentliche
Größe handelt. Die Geſamtlänge betrug 3,44 Meter
der Bruſtumfang, unter den Schulterblättern gemei
ſen, über 3 Meter, die Höhe 1,20 Meter; das Gewich
des ausgebluteten Körpers wurde mit 610 Kilogramn
das der Haut mit 62 Kilogramm feſtgeſtellt. Hinter die
ſen Zahlen bleibt der größte amerikaniſche Bär, de
Grislybär, bedeutend zurück, da er höchſtens 2,40 Mete
lang und 450 Kilogramm ſchwer wird. Als die Jäge
das Tier mit vier Kugeln erlegt hatten, waren ſie nich
imſtande, es fortzuſchleppen; das gelang erſt mit Hilf
von mehreren Eingeborenen. Ob es ſich bei der Beut
wirklich um eine neue Art handelt oder um ein Rieſer
exemplar des Grislybären, der auch bis zu 61 Gra
nördlicher Breite vordringt, muß die Unterſuchung ze
gen. Das Haar weiſt noch die Eigentümlichkeit au
daß es an der Spitze ſilberweiß, am Grunde dunke!
braun iſt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 10. März. Die
ſozial=
bemokratiſche Fraktion der
Stadtverordnetenverſamm=
lung hat zum Polizeietat den Antrag geſtellt, gegen die
vom Polizeipräſidenten am 6. März vorgenommene
Abſperrung des Treptower Parkes und
die Behinderung der Bürgerſchaft in der Benutzung
von Berliner Straßen, Parks und Plätzen zu
pro=
teſtieren. — Unter dem Verdacht der
Wechſelfäl=
ſchung wurde auf Anordnung des
Unterſuchungsrich=
ters vom Landgericht I in Berlin durch die
Charlotten=
burger Kriminalpolizei heute vormittag der
öſterreichi=
ſche Reichsgraf Emmerich Arz von Vaſſeg in
einem Privatlogis in Charlottenburg verhaftet und in
das Unterſuchungsgefängnis eingeliefert.
In der
Angelegenheit der früheren Frau von Schönebeck
hatte ſich der jetzige Ehemann der Verhafteten mit dem
Verteidiger Rechtsanwalt Bahn geſtern nach Allenſtein
begeben, um mit dem dortigen Verteidiger,
Rechtsan=
walt Salzmann, zu ſprechen und ſchriftlich formulierte
Anträge auf Haftentlaſſung dem Gericht zu überreichen.
Gleichzeitig mit dieſem Antrage wurde das Gutachten
des Gerichtsarztes Dr. Strauch übergeben, daß ein
ſerneres Verweilen der Frau von Schönebeck in der
Unterſuchungshaft eine Lebensgefahr für dieſe in ſich
ſchließen würde und daß eine angehende Geiſteskrank=
heit (!) bei ihr ſich zeige, die im Gefängnis, wie
anzu=
nehmen ſei, ausarten würde. Die längere Beſprechung
mit dem Vorſitzenden und dem Staatsanwalt endete
aber damit, daß eine Aufhebung des
Haftbe=
fehls nicht zu erreichen war. Die ſämtlichen Akten,
ſowohl die kriegsgerichtlichen als auch die
Pflegſchafts=
akten, ſind geſtern an das Oberlandesgericht Königsberg
i. Pr. gegangen, das nun über die gegen die
Verhaf=
tung erhobene Beſchwerde zu entſcheiden hat. — Heute
abend verſuchte die 24jährige Lehrerin Juſt in
Char=
lottenburg ihrem Leben dadurch ein Ende zu machen,
daß ſie ſich in den Landwehrkanal ſtürzte. Ein
Unteroffizier des 2. Garderegiments brachte die
Lebens=
müde an das Ufer. In der Charité gelang es den
Aerzten, das junge Mädchen ins Leben zurückzurufen.
— Frankfurt, 11. März. Die Bewohner warmer
Zonen haben ihre Winterquartiere im Zoologiſchen
Garten größtenteils verlaſſen und tummeln ſich nach
Herzensluſt in ihren Freiparks. Die empfindlicheren
Raubvögel ſind wieder in ihre Volieren eingezogen
und breiten ihre Schwingen in der Frühlingsſonne
aus. Die geringe nächtliche Kälte kann ihnen nichts
anhaben. Sehr lebhaft geht es bereits auf der
Stelz=
vogelwieſe her. Hier tragen die Störche emſig
Niſt=
material zuſammen und auch die Reiher denken an
das Brutgeſchäft. Die ſchwarzen Schwäne brüten
ſchon ſeit längerer Zeit und auch die Höckergänſe
haben bereits Eier. Außerſt anmutig ſind die
Liebes=
ſpiele der im Prachtkleid prangenden
nordamerikani=
ſchen Brautenten auf dem großen Weiher. Die
Strau=
ßenvögel führen unter Flügelſchlagen und grotesken
Sprüngen ihre merkwürdigen Balztänze aus. In den
Reptilienhäuſern ſind die erſten Frühjahrsimporte
ein=
getroffen. Als Seltenheit ſei die prächtige
Königs=
python erwähnt.
München, 10. März. Vor der Jugend=
Straf=
kammer des Landgerichts München wurde heute
nach=
mittag gegen den 18jährigen Monteurgehilfen Kellner
verhandelt, welcher im Oktober v. J. einen Sprengſtoff
entwendet und einen Teil in der Nähe des Rathauſes zur
Exploſion gebracht, den andern nahe beim Juſtizpalaſt
nie=
dergelegt hatte. Gleichzeitig wurde gegen drei weitere
Mit=
angeklagte, welche Kellner zur Flucht verhalfen,
verhan=
delt. Das Urteil lautete für Kellner auf 15 Monate
Gefängnis, wovon 4 Monate Unterſuchungshaft
an=
gerechnet wurden. Die übrigen Angeklagten wurden zu
Gefängnisſtrafen von 1—4 Wochen verurteilt.
München, 11. März. Die Staatsanwaltſchaft erließ
Steckbriefe gegen den Pfarrer Münſterer von
Pondorf und wegen Anſtiftung zum Meineid gegen den
Pfarrer Scheuer von Kolbermoor. Scheuer ſoll eine
Portierstochter zu der Ausſage veranlaßt haben, er, der
Pfarrer, ſei nicht der Vater ihres Kindes. Dem „Baye
riſchen Vaterland” zufolge war Pfarrer Münſterer an
die=
ſem Blatte finanziell nicht beteiligt, war aber wegen
Kränklichkeit des Beſitzers, des Geiſtlichen Rates Sturm,
bevollmächtigt, als verantwortlicher Inhaber zu zeichnen.
Wie der „Bayeriſche Kurier” berichtet, fand man in der
geleerten Kaſſe einen Zettel mit den höhniſchen Worten:
„Wenn ſo viel Geld da iſt, wie in den Büchern angeführt,
dann ſtimmt’s. Münſterer.
Leipzig, 11. März. In dem hieſigen
Weinreſtau=
rant HHohenzollern”, einem bekannten Studenten=
Lokal, kam es in der vergangenen Nacht zwiſchen zwei
Studenten und einem Meßfremden zu einem
bluti=
gen Zuſammenſtoß. Der Meßfremde, der ein
auswärtiger Fabrikdirektor und Reſerve=Offizier ſein
ſoll, wurde von zwei Studenten gehänſelt. Er
ver=
bat ſich dies und drohte, im anderen Falle von ſeiner
Waffe Gebrauch zu machen. Der Student
Zimmer=
mann reizte den Fremden jedoch immer mehr und
ſchlug ihn ſchließlich ins Geſicht. Der Fremde zog nun
ſeinen Revolver und feuerte zwei Schüſſe auf
Zim=
mermann ab, die dieſen am Halſe und der Bruſt ſchwer
verletzten. Zimmermann brach blutüberſtrömt
zuſam=
men und wurde ins Krankenhaus gebracht. Er iſt
Ju=
riſt und gehört einem hieſigen Korps an. Der Täter
wurde verhaftet.
Chemnitz, 11. März. Der Leiter der hieſigen
öffent=
lichen Handelslehranſtalt, Profeſſor Alſchweig, wurde heute
früh in der Nähe von Helbersdorf im Chemnitzfluſſe
er=
trunken aufgefunden. Ob ein Selbſtmord oder
ein Unglücksfall vorliegt, iſt noch nicht ermittelt. Alſchweig
war 66 Jahre alt und ſeit 36 Jahren in der Anſtalt tätig.
Fürſtentum Ratzeburg, 10. März. Zu den vielen hier
im Lande noch beſtehenden, aus früheren Jahrhunderten
überkommenen Eigentümlichkeiten gehört auch die, daß
jeder Einwohner der Stadt Schönberg, ſobald er
Hausbeſitzer wird, zwei Jahre hindurch alle 14 Tage
Sonntags mit dem Klingelbeutel in der
Kirche umhergehen und Almoſen einſammeln
muß. Kommt er dieſer Verpflichtung nicht nach, ſo hat
er eine Ablöſungsſumme zu zahlen. Mit dem Amte ſind
allerdings auch Annehmlichkeiten verbunden. Der
Klingel=
beutelträger hat die Berechtigung, während ſeiner
Amts=
tätigkeit an einem Sonntag im Jahre an dem
Klingel=
beutelſchmaus teilnehmen zu dürfen, und für ſeine
Mühe=
waltung erhält er jedes Jahr einen „Schuh” in Geſtalt
von fünf Schillingen. Vor einigen Jahren weigerten ſich
einige neue Hausbeſitzer in Schönberg nicht allein, den
Klingelbeutel umherzutragen, ſondern auch die Zahlung
der Ablöſungsſumme zu leiſten. Die Kirche ſtrengte einen
Rechtsſtreit an, der alle Inſtanzen durchlief und jetzt vom
Oberlandesgericht in Roſtock entſchieden worden iſt. Vor
einigen Wochen hatte dieſes einen Lokaltermin in
Schön=
berg anberaumt und über 50 Hausbeſitzer als Zeugen
ver=
nehmen laſſen. Daraufhin hat das Oberlandesgericht jetzt
entſchieden, daß die Kirche im Recht iſt. Wer alſo in dem
Städtchen Schönberg ſich ein Haus kauft, nimmt damit
auch gleichzeitig die Verpflichtung in Kauf, zwei Jahre den
Klingelbeutel in der Kirche umhertragen zu müſſen.
Paris, 11. März. Der „New York Herald”
meldet=
aus Ajaccio auf Korſika: In Ajaccio haben ſich geſtern
außerordentlich heftige Zwiſchenfälle ereignet, in
deren Verlauf es zu einer regelrechten Schießerei kam.
Ueber die Urſachen der Vorfälle wird folgendes bekannt:
Eine große Volksmenge wohnte einer Truppenparade bei.
Dabei wurde die Truppenkolonne durch die vordringenden
Zivilperſonen unterbrochen. Ein Offizier verſuchte
mehr=
mals vergeblich, die Menge zurückzudrängen. Schließlich
rief er mit halblauter Stimme: Man kann mit dieſen
er=
bärmlichen Korſen nichts machen! Dieſe Aeußerung
ver=
breitete ſich ſchnell unter der Menge und brachte dieſe in
große Wut. Abends rottete ſich ein großer Volkshaufen
zuſammen, etwa 10000 Perſonen durchzogen die Straßen
der Stadt und riefen: Es lebe Korſika, nieder mit
Gou=
velot! Gouvelot iſt der franzöſiſche Kommandant von
Ajaccio. Das Gebäude, in dem dieſer wohnt, wurde
militäriſch bewacht. Die Menge, die ſich vor dem Gebäude
angeſammelt hatte, johlte und ſchrie und ſtieß
Verwün=
ſchungen gegen den Kommandanten aus. Schließlich fielen
aus der Menge Schüſſe, die auch erwidert wurden. Indes
wurde von der Bevölkerung niemand verletzt. Dagegen
er=
litten einige Gendarmen Verletzungen. Dann zog die
Menge nach der Präfektur und verlangte die ſofortige De
miſſion des Kommandanten. Der Präfekt zeigte ſich nicht.
Petersburg, 10. März. Der Zar entging mit großer
Mühe einer ſchweren Lebensgefahr. Der Vorgang ſpielte
ſich folgendermaßen ab: Die Equipage des Zaren ſollte,
aus dem Anitſchkowpalais kommend, den Newsky=Proſpekt
durchqueren, um in die Karawanenſtraße einzubiegen.
Plötzlich brauſte mit voller Kraft eine Tramway heran.
Der Führer der Straßenbahn bremſte ſofort, die Paſſagiere
des Wagens wurden durcheinandergeworfen, einige, die
ſtanden, erhielten leichte Verletzungen. Die Equipage des
Zaren fuhr haarſcharf an der Tramway vorüber. Der Zar
ſchien ſehr erregt. Bald erſchien am Ort der
Stadthaupt=
mann General Dratſchewskv. Der wachthabende
Revier=
aufſeher wurde ſofort des Dienſtes enthoben, während der
Wagenführer der Trambahn eine große Belohnung erhielt.
Mentone, 10. März. Ein ſchweres Unglück hat
hier ein deutſches Ehepaar betroffen. Ein Ehepaar Schmidt
aus Bremen, das ſeit 14 Tagen im Riviera=Palaſt=Hotel
abgeſtiegen war, unternahm geſtern nachmittag einen
Aus=
flug im Zweiſpänner. Als das Gefährt die Rivieraſtraße
dahinfuhr, ſcheuten plötzlich die Pferde. Der Kutſcher
ver=
lor die Herrſchaft über die Tiere, die wie toll dahinraſten.
Der Wagen wurde gegen die Straßenmauer geſchleudert
und ſtürzte den felſigen Küſtenabhang hinabe Frau
Schmidt war auf der Stelle tot; ihr Gatte wude
ſchwer verletzt.
Parlamentariſches.
* Darmſtadt, 11. März. Auf der
Tagesord=
nung der am 16. März ſtattfindenden Plenarſitzung
der Erſten Kammer ſtehen verſchiedene
Geſetzent=
würfe, wie über die Erhebung einer Gebühr für die
Reviſion nicht ſtaatlicher Rechnungen durch die
Ober=
rechnungskammer, die Abänderung geſetzlicher
Beſtim=
mungen über das Notariats= und Koſtenweſen, ſowie
über die Abänderung des Urkundenſtempelgeſetzes. Weiter
kommt die Novelle zum Fiſchereigeſetz und der
Geſetz=
entwurf über die Erhebung einer Billettſteuer zur
Be=
ratung. Als letzter und wohl wichtigſter Punkt ſteht
auf der Tagesordnung ein Antrag von ſechs Mitgliedern
der Erſten Kammer auf Abänderung des Geſetzes über
die Vermögensſteuer. In dieſem Antrag iſt vorgeſehen,
an die Großh. Regierung das Erſuchen zu richten, worin
um die Vorlage eines Geſetzentwurfs erſucht wird, der
für die Einſchätzung des Wertes land= und
forſtwirt=
ſchaftlicher Grundſtücke den Ertragswert feſtſetzt. Des
ferneren ſoll die Regierung erſucht werden, dieſe Vorlage
Nummer 60.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Seite 5.
ſo zu beſchleunigen, daß nach den hier vorgeſchlagenen
Grundſätzen bereits für das Jahr 1911 die Veranlagung
der Vermögensſteuer erfolgen kann.
Zweite Kammer der Stände.
56. Sitzung.
St. Darmſtadt, 11. Mkirz.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach Exz., Geheimerat Dr.
Becker, Miniſterialräte Pückel, Süffert,
Lor=
bacher, Beſt, Geh. Oberbaurat Klingelhöffer.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um
9½ Uhr. Das Haus erledigt zunächſt das wiederholt
zurückgeſtellte Kapitel 65 der 7. Hauptabteilung: Fonds
für öffentliche und gemeinnützige Zwecke.
Abg. Reinhart legt die geſchichtliche Entwickelung
dieſes Fonds dar und teilt mit, daß 40000 Mark für
Provinzialſiechenanſtalten dieſem Fonds entnommen
werden ſollen. Die Mittel dieſes Fonds richten ſich
nach den jeweiligen Beiträgen der
Feuerverſicherungs=
geſellſchaften, Zinſen uſw. und belaufen ſich auf 158 490
Mark in Einnahme und Ausgabe. Das Miniſterium
des Innern hat bisher über dieſen Fonds frei verfügt;
derſelbe iſt zurzeit auf 1099 300 Mark angewachſen.
Im Ausſchuß wurden darüber Zweifel geäußert, daß
der Regierung das alleinige Verfügungsrecht über
die=
ſen Fonds zuſtehe, worauf die Regierung, entſprechend
dem Wunſche des Ausſchuſſes, in Ausſicht ſtellte,
feſtzu=
ſtellen, wie es tatſächlich mit dem Verfügungsrecht über
den Fonds ausſehe. Dieſem Anſinnen wurde
entſpro=
chen. Die Regierung teilte dem Ausſchuß mit, daß es
in dem in Frage kommenden Geſetz heißt: „Von dem
Ertrrag dieſer Steuer wird Unſer Miniſterium des
In=
nern ein Dritteil zu Zwecken des Fenerlöſchweſens
und zwei Dritteile für öffentliche und gemeinnützige
Zwecke verwenden.
Der Ausſchuß beſchloß eine
aktenmäßige Darſtellung der Entwickelung
dieſes Fonds und deſſen Verwendung zu veranlaſſen,
um das ſich daraus Ergebende zu prüfen und
entſpre=
chende Beſchlüſſe vorzubereiten. Er beantragt: 1.
Be=
willigung der in Einnahme und Ausgabe vorgeſehenen
158 490 Mark, 2. die Regierung zu erſuchen, aus dieſen
Mitteln die für das Kapitel 58a vorgeſehenen 40000
Mark zu entnehmen. Das Haus ſtimmt dem zu.
Es wird dann die Spezialdebatte zum
Juſtiz=
etat fortgeſetzt. Zu Kapitel 89: Gerichte, Titel 2:
Land= und Amtsgerichte, hatte Abg. Lutz beantragt
8 Landrichter und 25 Amtsrichter bloß au
den Inhaber der Stellen zu genehmigen.
Die Regierung widerſetzt ſich dieſem Verlangen mit
Rückſicht auf ihre allgemeinen Bemerkungen zu den
vorhergehenden allgemeinen Anträgen und im Hinblick
auf die beſondere Rechtslage der Juſtizbehörden
ange=
ſichts der beſtehenden, insbeſondere reichsrechtlichen
Vorſchriften und der Ausſchuß lehnte dieſen
An=
trag ab. — Abg. Lutz beantragte daher heute, 15.
Amtsrichter nur auf den Inhaber zu bewilligen.
Er tritt eingehend für dieſen Antrag ein, den
Abg. Brauer unterſtützt, der aber von den Abgg
Dr. Schmitt und Dr. Gutfleiſch ſcharf bekämpft
wird. Auch Staatsminiſter Ewald Exz. bittet
drin=
gend, den Antrag abzulehnen; desgl. Abg. Dr. Oſann.
Abg. Leun hingegen tritt für den Antrag Lutz ein
weil durch die Erledigung der Grundbücher eine
An=
hahl Richterſtellen überflüſſig werden. Nach längerer
Debatte wird der Antrag Lutz angenommen
Dagegen ſtimmten die Nationalliberalen, Zentrum
und Abg. Dr. Gutfleiſch, während die
Sozial=
demokraten mit den Bauernbündlern für den
Antrag ſtimmten. Debattelos wird der Reſt des
Juſtizetats und der ganze Juſtizetat aus dem
Ver=
mögensteil nach den Ausſchußanträgen
er=
ledigt.
Es folgt Beratung der 10. Hauptabteilung:
„Miniſterium der Finanzen”.
Vor der Generaldebatte bittet Finanzminiſter
Braun Exz. unter Darlegung der Geſchäftslage
dringend, ſich möglichſt kurz zu faſſen und bei der Sache
zu bleiben, da der Etat unter allen Umſtänden heute
fertig werden muß. — Vizepräſident Korell ſchließt
ſich dem an.
Abg. Dr. Schmitt führt hierbei Beſchwerde über
die preußiſchen Eiſenbahnverwaltungen, die
neuer=
dings bei Eiſenbahnbauten die Eiſenſchwellen ſehr
be=
vorzugen gegenüber den Holzſchwellen, wodurch unſere
Walderträgniſſe bedeutend geſchmälert werden. Die
Verwendung der Eiſenſchwelle komme einzig einigen
preußiſchen Eiſenhütten zugute, von denen Heſſen gar
nichts habe. Der Schaden für die Rentabilität unſerer
Wälder ſei ganz bedeutend. Er bittet die Regierung
dringend, darauf hinzuwirken, daß durch dieſes
Ge=
baren der preußiſchen Eiſenbahndirektionen Heſſen nicht
noch mehr geſchädigt werde, als es durch die nach Aller
Meinung zu geringe Gewinnanteilquote ohnehin ſchon
geſchieht. Unter dieſen Umſtänden halte Redner auch
eine Reviſion des Vertrages für dringend notwendig.
Weiter bittet Redner, den Arbeitern zu den hohen
Feſten wenigſtens einen Feiertag freizugeben.
Miniſterialrat Süffert erwidert, was die
Ver=
wendung von Eiſenſchwellen betrifft, ſo ſei der
Rück=
gang der Verwendung von Holzſchwellen in erſter Linie
darauf zurückzuführen, daß die alten Holzſchwellen, die
da erübrigt wurden, wo durch die Notwendigkeit eines
ſchwereren Oberbaues auf ſtark befahrenen Strecken
Eiſenſchwellen eingeſetzt werden mußten, anderweit
verwendet wurden. Zugegeben müſſe werden, daß die
Eiſenſchwelle in letzter Zeit bevorzugt wird, jedoch ſei
ſchon im vorigen Jahre vom Miniſter der öffentlichen
Arbeiten ein Rundſchreiben erlaſſen an die Direktionen
Frankfurt und Mainz, möglichſt Schwellen aus den
heſſiſchen Staatsforſten zu verwenden. Tatſächlich ſei
auch jüngſt ein umfangreicher Auftrag dieſer Art
er=
teilt worden. (Bravö!) — Damit iſt die
General=
debatte geſchloſſen.
Die Kapitel 98 bis 102 werden öhne Debatte
an=
genommen. — Zu Kapitel 103: Bauweſen uſw.,
klagt Abg. Dr. Oſann über die nach
Zeitungsmeld=
ungen erfolgte Kündigung von 40 Bauführern uſw.
und fragt, ob und inwieweit die Regierung für dieſe
Leute geſorgt habe, die man doch nicht einfach auf die
Straße ſetzen könne. — Abg. Ulrich meint, eine Reihe
höherer Baubeamter habe ganz erkleckliche
Nebenein=
nahmen. Man ſollte hier eingreifen und dafür ſo die
von der Kündigung betroffenen Leute zu beſchäftigen
ſuchen.
Geheimerat Frhr. v. Biegeleben ſtellt feſt, daß
es der Regierung ſelbſt ſchmerzlich war, in ſo großer
Zahl Perſonalentlaſſungen vornehmen zu müſſen. Sie
war aber durch die Forderung zur Sparſamkeit dazu
gezwungen. Es handle ſich bei den Entlaſſungen nur
um Hilfskräfte, die nur angeſtellt waren, um die
Ar=
beitslaſt durch die erhöhte Bautätigkeit zu bewältigen
Dieſe Bautätigkeit ſei nun ganz erheblich eingeſchränkt
Darum mußten die Entlaſſungen erfolgen. Ein
Vor=
wurf könne der Regierung nicht gemacht werden, die
Entlaſſungen ſeien erſt nach eingehendſter Prüfung der
Verhältniſſe erfolgt. Weitere Entlaſſungen werden
vor=
ausſichtlich nicht erfolgen. Wenn die in Frage
kom=
menden Aſpiranten am 1. April noch kein
anderwei=
tiges Unterkommen gefunden haben, werde man
natür=
lich ſuchen, ſie noch länger zu beſchäftigen. Uebrigens
haben jetzt ſchon 28 Aſpiranten anderweit Stellung
ge=
funden. — Abg. Molthan meint, es ſei ſittliche
Pflicht des Staates, bei derartig notwendig werdenden
Entlaſſungen auf die Kreis= und Kommunalbehörden
einzuwirken, daß ſie in erſter Linie dieſe Leute
an=
ſtellen. — Das Kapitel wird dann angenommen nach
dem Ausſchußantrage: a) die Einnahmen mit 186 316,50
Mark, b) die Ausgaben mit 797704 Mark zu bewilligen,
e) den Antrag Bähr, die Bautätigkeit künftighin auf
das allernotwendigſte zu beſchränken, für erledigt
zu erklären, d) dem Antrag Beſt, bei Titel 1, 9 die
für Reiſeunterſtützung an das Bauperſonal zu
wiſſen=
ſchaftlichen Studien angeforderten 1500 Mark nicht zu
bewilligen, keine Folge zu geben.
Eine Reihe weiterer Artikel wird ohne Debatte
angenommen. Zu Kapitel 115: Penſionen, ſind die
Ausgaben und Einnahmen wiederum geſtiegen. Die
Einnahmen um 68 138 Mark, die Ausgaben aber um
175 460 Mark. Die frühere Annahme, daß wir mit
den Penſionen den Beharrungszuſtand erreicht hätten,
iſt alſo falſch geweſen. Es bleibt beim alten: unſere
Penſionsverpflichtungen wachſen fort. Der
Aus=
ſchuß beantragt: in Einnahme 889240 Mark, in
Aus=
gabe 4 481970 Mark zu bewilligen.
Abg. Leun
wünſcht die Aufnahme der Hebammen in die
Gemeinde=
fürſorgekaſſen. — Geheimerat Beſt äußert Bedenken
dagegen, zumal die Fürſorgekaſſe ſchon 2700 Mitglieder
zählt.— Der Ausſchußantrag wird angenommen.
Eben=
ſo ohne Debatte eine Reihe weiterer Kapitel.
Nach der Pauſe teilt der Vizepräſident mit, daß der
Etat heute erledigt werden ſoll. In der
nächſten Woche ſoll keine Sitzung ſtattfinden. Wohl
aber wird das Haus am Dienstag in der
Kar=
woche wieder zuſammentreten.
Es wird dann in der Beratung fortgefahren. Zum
Kapitel 124: Staatseiſenbahnen, Titel I, 1.
Um=
geſtaltung der Bahnhofsanlagen zu
Darmſtadt, werden für 1910 als fünfte Rate
2000000 Mark angefordert. Die Regierung will
ermächtigt ſein, die durch den Bau des
Inſpek=
tionsgebäudes entſtehenden Koſten im Anſchlage
von 250000 Mark vorlagsweiſe zu verausgaben und
ſolche ſpäter aus dem Erlös der ihr von der
Eiſenbahn=
gemeinſchaft überwieſen werdenden, zur Veräußerung
zu bringenden Grundſtücke zu decken. Der Ausſchuß
beantragt: a) Bewilligung der angeforderten
2000000 Mark, b) Erteilung der Ermächtigung zu
ge=
nannter Maßnahme. — Abg. Raab rügt hierbei, daß
Ende Februar wieder 40 Polen beim Bahnbau
einge=
ſtellt und am gleichen Tage 36 Arbeiter hieſiger Gegend
entlaſſen wurden. — Der Ausſchußantrag wird
be=
willigt.
Zu Ziffer 2: Erbauung einer Hauptwerkſtätte
(Lokomotivwerkſtätte) zu Darmſtadt,
wer=
den für 1910 angefordert 200000 Mark. Außerdem will
die Regierung ermächtigt ſein, die am Schluſſe des
Etatsjahres 1909 noch unverwendeten Beträge in das
Rechnungsweſen von 1910 zu übertragen. Der
Aus=
ſchuß beantragt Erteilung der Ermächtigung und
Be=
willigung der angeforderten 200000 Mark. Wird
an=
genommen. Für Erbauung einer Fettgasanſtalt
auf Bahnhof Darmſtadt werden als letzte Rate
für 1910 60000 Mark verlangt. Der Ausſchuß
bean=
tragt: Bewilligung der 60000 Mark. Der Antrag wird
angenommen.
Zu Kapitel 140: Bauweſen, beantragt der
Aus=
ſchuß, die zur Erweiterung des Finanzamtes in
Oppenheim geforderten 34950 Mark zu ſtreichen.
Abg. Winkler und Geheimerat Dr. Becker bitten
hingegen dringend, dem Ausſchußantrag nicht zu
fol=
gen, da die Verhältniſſe dort tatſächlich unhaltbar
ſind. Der Ausſchußantrag wird aber angenommen.
Zum Titel 2: Territorial=, Fluß= und
Dammbau, hält Abg. Winkler eine lange Rede
gegen Dammverlegungen bei Oppenheim.
Er hat zum Beweiſe ſeiner Behauptung, daß dieſe
Dammbauten nicht nötig ſind, ein Gutachten beigebracht.
Da die Beweiskraft des Gutachtens für den Ausſchuß
keine ausſchlaggebende Bedeutung haben konnte, einigte
man ſich unter Zuſtimmung der Regierung und des
Antragſtellers dahin, daß ein Obergutachten von aner
kannten Autoritäten auf dem Gebiete des Waſſerbaues
eingeholt werde. Der Abg. Winkler zog infolge deſſen
ſeinen erſten Antrag zurück und beantragt: 1. ein
Ober=
gutachten einzuholen, 2. die Regierung zu erſuchen, daß
ſie trotz Bewilligung der 2. Rate mit 400000 Mark für
Erhöhung, Verſtärkung und teilweiſe Erhöhung des
Landdammes Oppenheim-Guntersblum von
Verwen=
dung ſowohl der 1. als der 2. Rate Abſtand nimmt bis
zum Einlauf des Obergutachtens, das in einem für den
Standpunkt der Regierung günſtigen Sinne
auszu=
fallen hätte. — Der Ausſchuß beantragt: 1.
Be=
willigung der unter Ziffer a und b als 2. Rate
ange=
forderten Beträge von zuſammen 514000 Mark, 2.
Be=
willigung der unter Ziffer e angeforderten 2. Rate von
400000 Mark mit der Maßgabe, erſt mit dem Bau zu
beginnen, wenn das einzuholende Gutachten das
Pro=
jekt der Regierung als die beſte Löſung anerkennt. 3.
Den Antrag Winkler für erledigt zu erklären. — Abg.
Winkler beantragt heute, die geforderten 400000
Mark zu ſtreichen und die Regierung zu erſuchen, eine
beſondere Vorlage einzübringev.
Abg. Reinhart tritt auch dieſem Antrag
eut=
gegen. Der Dammbau ſei nötig zum Schutze der
Be=
wohner. Das zu unterlaſſen, könne der Ausſchuß die
Verantwortung nicht übernehmen. —— Abg. Molthan
ſpricht ſich im gleichen Sinne aus. — Finanzminiſter
Braun Exz. ſtellt feſt, daß er den gleichen Standpunkt
zu der Vorlage einnehme wie ſein Vorgänger, und der
Vorlage zuſtimme, umſomehr, als er auch ſchon als
Miniſter des Innern mit der Vorlage einverſtanden
war. Er bittet ebenfalls, den Ausſchußantrag
anzu=
nehmen und den Antrag Winkler abzulehnen. — Der
Ausſchußantrag wird dann nach weiteren
Aus=
führungen der Abgg. Winkler und Brauer
an=
genommen. Der Antrag Winkler wird
abge=
lehnt. Der Reſt des Etats wird ohne
Debatte erledigt.
Der Entwurf eines Finanzgeſetzes mit der
Endſumme von 6404227 Mark wird ebenfalls ohne
Debatte angenommen. Damit iſt die
Tagesord=
nung erſchöpft. Nächſte Sitzung 22. März, 10. Uhr.
Schluß 1¾ Uhr.
Kleines Feuilleton.
* Der galante Chef im Dunkeln. Eine
Verhandlung mit heiterem Einſchlag gab es in der letzten
Sitzung der 1. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts.
Als Klägerin erſchien dort die knapp 16jährige Kontoriſtin
Charlotte K. gegen ihren Chef, den Beſitzer einer
Kunſt=
druckerei. Der Grund ihres freiwilligen Verlaſſens der
Stellung war, wie ſie erzählte, folgender: Am Abend vor
ihrem Abgange, als das übrige Perſonal ſchon fort und ſie
mit ihrem Prinzipal allein war, ſei plötzlich das Gaslicht
erloſchen, und ihr Chef habe ſie umgefaßt, um ihr einen
Kuß zu geben. Am nächſten Morgen hätte er ſich zwar
entſchuldigt, aber auf Anraten ihrer Mutter ſei ſie dann
doch nicht mehr ins Geſchäft gegangen. Das beſtreitet der
beklagte Chef entſchieden und ſchildert den Vorfall
ſeiner=
ſeits wie folgt: Das Fräulein hätte ſelber das Gas
aus=
gedreht, weil ſie an den Hebel des Gaſometers ſtieß. Da
es ganz dunkel war, faßte er die Klägerin am Arme, damit
ſie ſich nicht an der Preſſe ſtoße. Angeſichts der ſich
wider=
ſprechenden Darſtellungen fragte der Vorſitzende die
Klä=
gerin, woraus ſie denn entnehme, daß ſie der Chef küſſen
wollte, da ſie doch im Dunkeln nichts ſehen konnte, worauf
die Sechzehnjährige ſchlagfertig antwortete: „Aber, Herr
Richter! Das braucht man doch nicht zu ſehen. das fühlt
man doch! — Ein Vergleich in Höhe von 60 Mark —
ge=
fordert waren 120 Mark — brachte die dunkle Kußaffäre
zu verſöhnlichem Ende. Der Vorſitzende gab aber doch
dem Beklagten den wohlmeinenden Rat mit auf den Weg:
„Ein andermal faſſen Sie ein Mädchen im Dunkeln nicht
an. Laſſen Sie es lieber ſich ſtoßen!
C. K Die „Chanteclerette‟ Der Präſident
der franzöſiſchen Akademie der Tanzkünſtler, M. Lefort, hat
nach langen Stunden ſtillen Grübelns endlich der Welt den
neuen Tanz geſchenkt, der den Geiſt von Roſtands Chante=
cler auf das Parkett des Ballſaales verpflanzen ſoll. Die
Akademie, die anknüpfend an den Chantecler eine
Kom=
miſſion eingeſetzt hat, die nur die Bewegungen der Tiere
ſtudieren ſoll, hat die Schöpfung ihres Präſidenten mit
ungeteilter Begeiſterung aufgenommen. In einem
fran=
zöſiſchen Blatte werden einige Bewegungen der
Chante=
clerette verraten. Die erſte Bewegung iſt ein kreiſender
Spaziergang des Hahnes und der Henne, der als „
fried=
licher Marſch” bezeichnet wird. Dann folgt eine
Nach=
ahmung der Bewegungen des Hahns, der bei
Sonnenauf=
gang mit ſchlagenden und die Erde aufwirbelnden
Flü=
geln die Henne umkreiſt. Durch Chantecler aufgeſtachelt,
erwidert die Henne dieſen Morgengruß mit den gleichen
Schritten. Schließlich endet der Tanz mit der Nachahmung
der Bewegung des Hahnes, der die Henne verfolgt. Die
Mimik des Federviehs ſoll in dieſem Tanze ſehr geſchickt
der menſchlichen Bewegung angepaßt ſein und die Pariſer
Tanzlehrer ſind überzeugt, daß die Chanteclerette in
we=
nigen Wochen alle Ballſäle erobert haben wird. . . . Uns
ſcheint die Sache ſehr geſchmacklos zu ſein.
* Helden der Berufspflicht. Ein wahrhaft
erſchütterndes Drama iſt in einer kurzen Depeſche von
ei=
nem Unfalle auf der Lokomotive des Blitzzuges Paris=
Bordeaux, der am Montag ſich ereignete, enthalten. Gleich
hinter Tours wurde der Lokomotivführer durch eine
her=
ausſchlagende Flamme ſchwer verbrannt und ſein Heizer
ebenfalls verletzt. Trotz der Brandwundenſchmerzen
er=
füllte dieſer ſeine Pflicht, ohne einen Augenblick zu
über=
legen. Der Zug durfte erſt in Poitiers halten, alſo nach
einer Stunde Fahrt. Was die Unglücklichen während
die=
ſer aushielten, iſt unbeſchreiblich. Sie blieben bis zum
Einlaufen in den Bahnhof aufrecht. In Poitiers war es
ſchon zu ſpät, um den Lokomotivführer zu retten. Er ſtarb,
als man ihn kaum ins Krankenhaus eingeliefert hatte.
Der Heizer, für den eine Auszeichnung verlangt wird,
wird auch mehrere Monate nötig haben, um ſeinen
Dienſt=
wieder verſehen zu können.
* Automatiſche Straßenbeleuchtung in
Dörfern. Vor einiger Zeit wurde die Abſicht des
Dor=
fes Zarkau bei Glogau bekannt, das eine automatiſche
Straßenbeleuchtung einführen wollte. Es beſteht dabei
die Abſicht, eine längere Straße, die als Hauptſtraße des
Dorfes in Betracht kommt, vom Eintritt der Dunkelheit
bis 10 Uhr abends auf Koſten der Gemeinde elektriſch
beleuchten zu laſſen, während für die ſpätere Zeit ein
Au=
tomatenbetrieb in Betracht kommt. An beiden Enden der
Hauptſtraße befinden ſich Automaten, durch die nach
Ein=
wurf eines Zehnpfennigſtückes die Straßenbeleuchtung in
Tätigkeit geſetzt wird, die die Straße 12 Minuten lang in
genügender Beleuchtung paſſieren läßt. Nach dieſem
Bei=
ſpiel ſcheinen auch andere Gemeinden jetzt verfahren zu
wollen, ſodaß das Syſtem der automatiſchen
Straßenbe=
leuchtung anſcheinend weitere Verbreitung gewinnt.
* Mädchen leider in allen Größen. Vor
dem Schaufenſter eines Berliner Mädchenmodegeſchäftes
befand ſich in der vergangenen Woche eine kleine
Menſchen=
anſammlung, die unter Lachen und Entzücken das
Schau=
fenſter betrachtete. Dort waren Mädchenkleider in allen
Größen ausgeſtellt. Eine Aufſchrift, die dieſes verraten
ſollte, prangte in weithin ſichtbaren Lettern auf dem
Fen=
ſterglaſe ſelbſt. Aber, da hatte ein unglücklicher Zufall
ſeine Hand im Spiele gehabt. Die Buchſtaben, die dieſen
Satz verrieten, waren aus weißem Emaille, und der eine,
das „k” wollte abſolut nicht auf dem Glaſe haften, dieſes
„k‟fiel herunter, und ſo verkündete die Aufſchrift, daß es
hier „Mädchen leider in allen Größen” zu kaufen gäbe. Der
Inhaber des Geſchäftes, ein Mann, deſſen Ehe mit acht
Töchtern geſegnet iſt, hat über dieſen unfreiwilligen
Scherz am meiſten zu lachen gehabt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 11. März. Zunächſt ſteht auf der
Tägesordnung die
Interpellation der Sozialdemokraten,
betreffend die Verweigerung zur Abhaltung einer im
Treptower Park bei Berlin am Sonntag, den 6. März
beabſichtigten öffentlichen Verſammlung unter freiem
Himmel. Auf die Anfrage des Präſidenten erklärt ſich
Staatsſekretär Dr. Delbrück bereit, die
Interpella=
tion ſofort zu beantworten. In Begründung der
Interpellation führt Abg. Ledebour (Soz.) aus:
Durch das Dazwiſchentreten der Berliner Polizei iſt
es uns unmöglich geweſen, die beabſichtigte
Verſamm=
lung unter freiem Himmel abzuhalten; die
Haupt=
ſchuld an dieſem Syſtem polizeilicher Willkür hat der
Polizeipräſident ſelber, der in dem Bewußtſein, daß
er zur Verteidigung ſeines Verhaltens notwendig
Ma=
tertals bedarf, fortgeſetzt ſogenanntes
Entlaſtungs=
material in fieberhafter Eile produziert, das geradezit
zu einer Ueberführung der polizeilichen Willkür führt
und uns die günſtigſte Handhabe für die Agitation
bietet. Das Verbot des Polizeipräſidenten iſt
un=
geſetzlich, weil es nur bei Gefährdung der öffentlichen
Sicherheit zuläſſig geweſen wäre. Eine ſolche iſt aber
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910=
Nummer 60.
niemals vorgekommen, wenn nicht die Polizei
ein=
griff. Der Polizeipräſident hat ſich nur geärgert, weil
es ihm in Berlin nicht gelungen iſt, das zu erreichen.
Er ſagte: Die öffentliche Kritik kann ſich übrig genug
in den Parlamenten betätigen. Das iſt eine
Anmaß=
ung. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Von
Rechts wegen hätte er für dieſe Unverſchämtheit ſofort
entlaſſen werden müſſen. (Unruhe rechts und
zuſtim=
mende Rufe links.)
Präſident Graf v. Schwerin=Löwitz: Sie
dür=
fen dem Polizeipräſidenten nicht Unverſchämtheit
vor=
werfen. (Bravo rechts, Lärm und Unruhe links.)
Abg. Ledebour (fortfahrend): Darauf begaben
wir uns, etwa Hunderttauſend an der Zahl, in
voll=
kommen geſetzlichem Spaziergange nach dem
Tier=
garten. Die eilig herbeigerufene Polizei fand ſich
ſo=
fort ein und fing an, auf die Spaziergänger
einzu=
hauen. (Gelächter rechts.) Ihr Gelächter zeigt, daß
Sie ein böſes Gewiſſen haben, wie der
Polizeipräſi=
dent. Die Vorfälle waren ſkandalös. Der Befehl zum
Auseinandergehen konnte gar nicht befolgt werden.
Auf wehrloſe Frauen wurde eingehauen. An der
Störung der öffentlichen Ruhe war das brutale
Vor=
gehen der Polizei ſchuld. Auch am Schleſiſchen Tor
iſt es nach bürgerlichen Blättern ähnlich zugegangen.
Lachen rechts und Zurufe links.) Wenn Sie (nach
rechts) derartiges nicht billigen, ſo ſollten Sie doch
ſondern
nicht die Schamloſigkeit haben und lachen,
menſchliches Mitgefühl mit den Opfern haben. (Lachen
rechts und Lärm, Zuſtimmung links.)
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Sie haben
den Mitgliedern auf einer Seite des Hauſes
Scham=
loſigkeit vorgeworfen.
Abg. Ledebour: Jawohl, das habe ich getan.
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Das iſt
un=
zuläſſig und ich rufe Sie deshalb zur Ordnung. Ich
habe Sie ſchon einmal zur Ordnung gerufen und
werde Ihnen, wenn ſich das wiederholt, das Wort
ent=
ziehen. (Lärm links.)
Abg. Ledebour: Herr Präſident! Sie haben mir
das erſte Mal keinen Ordnungsruf, ſondern nur eine
Rüge erteilt. (Sehr richtig! links.)
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Ich habe
der Rüge den Ordnungsruf hinzufügen müſſen.
Abg. Ledebour: Ich habe das nicht gehört und
ich berufe mich auf das Stenogramm. (Sehr gut!
links.) Bei ſeinen Rechtfertigungen fußte der
Polizei=
präſident auf anonyme Anzeigen. Dieſe ſchluckte er
ohne weiteres herunter und gab ſie in Form von
ſol=
chen Erlaſſen wieder von ſich. (Große Heiterkeit.) Ein
ſchlagenderer Beweis für ſein böſes Gewiſſen iſt nicht
denkbar, als dieſe blamable Kundgebung.
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Auch den
Ausdruck „Blamabel” kann ich nicht dulden. Heine
Soz.) ruft: Was darf man denn noch ſagen? Präſident
Graf Schwerin=Löwitz: Herr Abgeordneter
Heine! Das iſt meiner perſönlichen Beurteilung
über=
laſſen, was ich für zuläſſig zu halten habe oder nicht.
Abg. Ledebour: Ich ſagte nicht, daß der
Aus=
druck die ſubjektive Abſicht des Betreffenden enthalte,
etwas zu blamieren, ſondern daß ſeine Handlung
bla=
mierend wirken könne. (Große Heiterkeit.) Das kann
jedem paſſieren, ſogar dem Präſidenten des
Reichs=
tages. (Schallende Heiterkeit.)
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Ich bitte,
ſolche Ausdrücke nicht zu gebrauchen.
Abg. Ledebour fortfahrend: Wenn die
Regier=
ung den Polizeipräſidenten deckt, haben wir es alſo mit
dieſer — mit dem ganzen Syſtem der Regierung — zu
tun. Wir werden unter allen Umſtänden die
notwen=
dig gewordene Aufgabe, in Preußen das freie, gleiche
Wahlrecht zu fordern, weiter verfolgen. (Beifall links.)
Wenn die Regierungsorgane ſo weiter fortfahren,
bann wird der Zuſammenbruch des elendeſten
Wahl=
ſyſtems nicht aufgehalten, die Volksbewegung wird
nicht niederzuſäbeln ſein, ſie wird weiter um ſich
grei=
fen und das gute Recht des Volkes verteidigen. Je
mehr Sie (zum Staatsſekretär) ſich auch dagegen
ſträu=
ben, deſto mehr reißen Sie nieder und noch mehr
hiſto=
riſches Gerümpel als das Dreiklaſſen=Wahlrecht wird
alsdann in die Rumpelkammer der Weltgeſchichte
ver=
ſchwinden. (Lebhafter Beifall bei den
Sozialdemo=
kraten.)
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Ein Eingreifen in
die Exekutive der Einzelſtaten ſteht dem Reiche nicht
zu, nur wenn es feſtſteht, daß die Zentralbehörden
der Bundesſtaaten ſich mit den Grundſätzen der
Reichs=
geſetze in Widerſpruch ſetzen. Der ablehnende Beſcheid
des Polizeipräſidenten iſt ordnungsmäßig erfolgt. Für
den Treptower Park iſt die dortige Polizeibehörde
ver=
antwortlich; dieſelbe verhielt ſich ebenfalls ablehnend
underſuchte das Berliner Polizeipräſidium um
Unter=
ſtützung zur Aufrechterhaltung der Ordnung. (
Un=
ruhe links.) Gegen den ablehnenden Beſcheid des
Po=
lizeipräſidenten ſchwebt ein
Verwaltungsſtreitver=
fahren. In eine Kritik trete ich deshalb nicht ein.
Der preußiſche Miniſter des Innern hat mit vollem
Recht angeordnet, daß eine allgemeine Vorſchrift über
die Genehmigung ſolcher Verſammlungen nicht
ge=
geben werden kann, und dies gilt namentlich auch für
Umzüge dieſer Art. Hier iſt die Entſcheidung des
Oberverwaltungsgerichtes abzuwarten. Wenn das
Verbot des Polizeipräſidenten zu Recht beſtand, ſo war
er auch ermächtigt, für die Durchführung desſelben zu
ſorgen. Er war alſo nur konſequent, wenn er darauf
aufmerkſam machte, er ſei genötigt, den Spaziergang
zu verhindern. In dieſem Punkte hat der Gang der
Ereigniſſe dem Polizeipräſidenten recht gegeben. Ich
bin auch im Tiergarten geweſen (große, ſtürmiſche
Hei=
terkeit im ganzen Hauſe), es waren große Mengen
ge=
ſchloſſener Kolonnen, die unter Führung nach
be=
ſtimmten Plätzen und nach einem einheitlichen Plane
dirigiert wurden. Wenn dazu äußerliche
Kund=
gebungen kamen, z. B. das Tragen roter Fahnen und
Hochrufe auf das Wahlrecht, ſo konnte man daraus
eutnehmen, daß man nicht ſpazieren ging im
Früh=
lingsſonnenſchein. In Preußen haben die Behörden
das Recht, bei drohenden Anſammlungen die Menſchen
zu zerſtreuen und abzudrängen; dieſer Auftrag ſoll
nicht immer zweckentſprechend ausgeführt worden ſein.
Beamte ſollen ſcharf vorgegangen ſein, Frauen und
Kinder geſchädigt haben. Solche Vorgänge ſind nur
aufs äußerſte zu beklagen, nicht bloß im Intereſſe der
Opfer, ſondern auch im Intereſſe der Polizei, die
wochenlang den ſchwerſten Dienſt gehabt hat, ſodaß
ihre Nerven. wohl nachlaſſen konnten. (Großer Lärm
links, lebhaſtes Sehr richtig! rechts.) Den Beamten
iſt die Erfüllung ihrer Pflicht in den letzten Monaten
ſehr ſchwer gemacht worden. Wenn man aber für dieſe
Vörgänge die Reichsregierung verantwortlich machen
will, ſo möchte ich darauf aufmerkſam machen, daß die
Verantwortung in erſter Linie diejenigen trifft, die
ohne Genehmigung den Umzug veranſtaltet haben
(Sehr richtig! rechts) und damit es den Beamten in
gewiſſen Grenzen zur Pflicht machten, einzuſchreiten.
(Lebhafter, anhältender Beifall rechts, Lärm links.)
Auf Antrag Bebels wird die Beſprechung der
Interpellation ziemlich einſtimmig beſchloſſen.
Abg. Frhr. v. Hertling (Ztr.): Die Sache liegt
vor den Gerichten und bei dieſem Stadium iſt eine
Stellungnahme des Reichstages unangebracht. (Beifall
im Zentrum.) — Abg. Junck (natl.): Ob der § 7 des
Reichsvereinsgeſetzes verletzt worden iſt oder nicht,
unterliegt dem Rechtsſtreit. — Abg. Frhr. v.
Richt=
hofen=Damsdorf (konſ.): Es iſt ſubjektiv begreiflich,
wenn der Polizeipräſident glaubte, dieſes Verbot
er=
laſſen zu können. Der Polizei ſpreche ich meine
An=
erkennung aus, zumal der Abg. Ledebour für die Folge
noch ſchärfere Mittel angekündigt hat. — Abg.
Müller=Meiningen (Fortſchr. Volkspt.): Vor noch
nicht langer Zeit hat ſich Frhr. v. Hertling über die
Faſſung des § 7 des Reichsvereinsgeſetzes anders
aus=
geſprochen als heute. Karlchen, haſt Du Dich
ver=
ändert! (Schallende Heiterkeit.) Die Haltung der
Demonſtranten war tadellos. Ihre Disziplin iſt
an=
zuerkennen. Der Polizeipräſident ſollte ſich um die
Berliner Kriminalpolizei kümmern. Wir verlangen,
daß das Vereinsgeſetz vernünftig angewandt werde.
Je mehr dies erkannt wird, deſto beſſer für
Deutſch=
lands Ehre und Anſehen und für Deutſchlands
Kraft=
bewußtſein. — Abg. v. Dirkſen (Rpt.): Wenn die
bürgerlichen Parteien ihrerſeits eine Interpellation
über das Verhalten der Sozialdemokraten in dieſer
Frage eingebracht hätten, ſo wäre das nicht wunderbar.
Seit einem Jahre wird dieſe Unruhe ſyſtematiſch
ge=
ſchürt, durch Demonſtrieren um ein beſtimmtes
poli=
tiſches Ziel. In das ſchwebende Verfahren kann man
nicht eingreifen. Der freie Sonntag ſollte nicht dazu
mißbraucht werden, um die Politik auf die Straße zu
bringen. Solche Dinge bringen ſchwere Bedenken für
die Zukunft. Die Regierung ſoll die Ordnung weiter
aufrecht erhalten und die Bevölkerung möge bedenken,
daß man politiſche und Volksrechte nicht durch
Straßen=
kundgebungen, ſondern durch politiſche Reife erhält.
(Beifall rechts.) — Abg. v. Czarlinski (Pole)
bleibt auf der Tribüne unverſtändlich und ſchließt mit
den Worten: Wir verurteilen die Uebergriffe der
Poli=
zei auf das ſchärfſte.
Abg. Liebermann von Sonnenberg
(Wirtſch. Vag.): Wir warten die Entſcheidung der
Ge=
richte ab. Die Behörden haben ganz recht gehandelt,
um einem ſolchen volksfeindlichen Treiben
entgegen=
zutreten. — Abg. Werner (Reſpt.): Wir nehmen vor
der gerichtlichen Entſcheidung keine Stellung. Wir
ver=
urteilen Maſſenanſammlungen, die den
Straßenver=
kehr unmöglich machen. Die Polizei hat nicht nur das
Recht, ſondern auch die Pflicht, dem ruhigen Bürger
ſeinen ruhigen Sonntag zu ſichern. — Abg. Heine
(Soz.): Nicht nur Berlin, ſondern die ganze Welt iſt
über dieſen Vorfall erregt. (Lachen rechts.)
Deutſch=
land iſt wieder einmal in der beneidenswerten Lage,
daß die ganze Welt über es lacht, wie beim Hauptmann
von Köpenick. Vom Janhagel wiſſen wir uns ſehr
wohl frei zu halten. Die Störungen hat nur die
Poli=
zei veranlaßt. Juriſtiſch ſtehen wir glänzend da und
ebenſo moraliſch, denn wir haben die Lacher auf
unſerer Seite. Die Polizei hat nicht bloß falſch,
ſon=
dern geſetzwidrig gehandelt. (Beifall b. d.
Sozialdemo=
kraten.)
Damit ſchließt die Beſprechung. Der Gegenſtand
wird verlaſſen. Es wird darauf ein ſchleuniger Antrag
Geck (Soz.) angenommen, ein gegen ihn ſchwebendes
Privatklageverfahren zu genehmigen. Es folgt die
Fortſetzung der
zweiten Beratung des Poſtetats.
Abg. Carſtens (Fortſch. Volkspt.): Zu bedauern
iſt die Verlegung des Telephonamtes von Altona nach
Hamburg. — Abg. Geck (Soz.): Bei unbeſtellbaren
Sendungen ſollten die großen Poſtämter die
Ermäch=
tigung erhalten, die Briefſendungen zu öffnen, um den
Adreſſaten zu ermitteln. — Staatsſekretär Krätke:
Der Vorſchlag des Vorredners wird geprüft merden.
In Hamburg=Altona müſſen wir im Intereſſe des
beſſeren telephoniſchen und telegraphiſchen Verkehrs
an dem Plane der Vereinigung der dortigen Aemter
feſthalten.
Nach unerheblicher Debatte wird über die
Oſt=
markenzulage für die mittleren Kanzlei= und
Unterbe=
amten abgeſtimmt. Die Abſtimmung bleibt zweifelhaft;
es erfolgt Hammelſprung. Mit Ja ſtimmen 94, mit
Nein 103; das Haus iſt alſo beſchlußunfähig.
Vizeprä=
ſident Prinz zu Hohenlohe ſchlägt vor, die nächſte
Sitzung in einer Viertelſtunde mit dem Reſt der
heu=
tigen Tagesordnung abzuhalten. Das Haus vertagt ſich
Der Präſident eröffnet die neue Sitzung um 6,10
Uhr. Die Abſtimmung wird ausgeſetzt. Die Beratung
der zweiten Leſung des Poſtetats wird fortgeſetzt. Die
Abgg. Behrens (Wirtſch. Vgg.) und Vogel (natl.)
wünſchen, daß die Landbevölkerung mehr berückſichtigt
werde.— Unterſtaatsſekretär Francke: Hoffentlich iſt
es im nächſten Jahre möglich, dieſe Wünſche zu erfüllen.
Abg. Albrecht (Soz.): Es ſollte darauf geſehen
werden, daß die Bekleidungsunternehmer der
Poſtver=
waltung ihren Arbeitern die tarifmäßigen Löhne
zahlen.
Darauf werden die dauernden Ausgaben bewilligt.
Nach kurzer Debatte auch die einmaligen Ausgaben
und der Reſt des Etats. Der Etat der
Reichs=
druckerei wird ohne Debatte erledigt.
Nächſte Sitzung Samstag 1 Uhr. Schluß gegen
8 Uhr.
* Berlin, 11. März. In der heutigen Sitzung der
Budgetkommiſſion des Reichstages gab
Staatsſekretär v. Schön im Auftrage des Reichskanzlers
folgende Erklärung ab: Das Auswärtige Amt hält
an der Rechtsauffaſſung feſt, die ſeiner (bisherigen)
Be=
handlung der deutſchen Bergwerksintereſſen in Marokko
zugrunde lag. Dieſen Intereſſen wird innerhalb des durch
internationale Verträge und Abmachungen gegebenen
Rahmens um ſo ausdrücklicher Schutz und Förderung
ge=
währt werden können, je mehr die deutſchen Intereſſenten
mit der Reichsregierung bei deren weiteren Bemühungen
Hand in Hand gehen.
* Berlin, 11. März. In der Sitzung der
Bud=
getkommiſſion des Reichstages wies
Unter=
ſtaatsſekretär Dr. Stemrich wiederum verſchiedene
Einwände zurück, die gegen die Politik der Regierung
in Sachen der Mannesman=Konzeſſion
ei=
hoben worden waren. Die Regierung hielt an der
Er=
fordernis der Publikation für die Rechtsgültigkeit des
Geſetzes immer feſt und zwar komme die Publikation
für die Europäer in Frage. Die Mannesmannſche
Ur=
kunde mit dem Bagdadbahnvertrage zu vergleichen, der
allen rechtlichen Anforderungen entſpreche, gehe nicht
an. Die franzöſiſche Regierung beobachte gegenüber
den Monopolbeſtrebungen dieſelbe Haltung, wie die
deutſche, auch Spanien fügte ſich bezüglich der Riffminen
dem deutſchen Standpunkte. Die Anſichten über den
ert der marokkaniſchen Minenſchätze gingen diame=
tral auseinander, aber eine Geſellſchaft, die 60000
Quadratkilometer beanſpruche, würde jedenfalls das
Recht auf freien Wettbewerb illuſoriſch machen. — Die
Verhandlungen über das Berggeſetz würden nach
Oſtern wieder aufgenommen. — Alsdann gab
Staats=
ſekretär Frhr. von Schoen die ſchon gemeldete
Erklä=
rung ab.
Nach der Erklärung des Staatsſekretärs wurde aus
der Mitte der Kommiſſion erklärt, man ſolle jetzt mit
der Sache zu Ende kommen. Der Reichstag und die
Budgetkommiſſion dürften ſich nicht für irgend eine
Intereſſentengruppe engagieren. Die Frage ſei lediglich
die, ob das Auswärtige Amt ſeine Pflicht getan habe.
Dann äußerte ſich der Staatsſekretär noch zu der von
mehreren Seiten erwhnten Zeitungsnachricht, die
öſterreichiſche und ſpaniſche Regierung hätten ſich der
deutſchen gegenüber bereit erklärt, für die
Unanfecht=
barkeit der Mannesmannkonzeſſion einzutreten, ſobald
die deutſche Regierung die Sache der Gebrüder
Man=
nesmann zu der Ihrigen mache. Der Staatsſekretär
erklärte dieſe Nachricht für unbegründet. Der
Vor=
ſitzende Frhr. von Gamp konſtatierte hierauf zum
Schluß, daß eine Einigung erzielt worden ſei und daß
die Kommiſſion die Erwartung hege, daß das
Auswär=
tige Amt die großen wirtſchaftlichen Intereſſen, die in
Frage ſtehen, nachdrücklich wahren wird. Damit iſt die
Mannesmann=Angelegenheit erledigt.
Die Kommiſſion ging ſodann zur Beratung
des Etats des Auswärtigen Amts über. An
Reiſekoſten wurden 13000 Mark geſtrichen: Bei dem
Kapitel „Geſandtſchaften und Konſulate” wurden von
Tagegeldern und Fuhrkoſten 20000 Mark geſtrichen.
Die weiteren der Kommiſſion überwieſenen Titel
wur=
den genehmigt. Der Vorſitzende erklärte noch, die
Preſſemeldungen, daß infolge der Abſtriche der
Budget=
kommiſſion am Marineetat Arbeiterentlaſſungen in
Kiel nötig würden, ſeien durchaus unbegründet. Nur
an perſönlichen Ausgaben ſeien Abſtriche vorgenommen
worden. Dagegen hat die Marineverwaltung tatſächlich
noch eine Million Mark mehr zur Verfügung als im
Vorjahre.
Von der Darmſtädter Studentenſchaft,
r. Man ſchreibt uns: Da über die letzten
Vor=
gänge in der Studentenſchaft bereits
unzuſam=
menhängende und teilweiſe den Tatſachen nicht
entſpre=
chende Darſtellungen in die Oeffentlichkeit gedrungen ſind,
ſo erſcheint es als das gegebenſte, eine zuſammenhängende
und durchaus den Tatſachen entſprechende Darſtellung der
Angelegenheit zu geben:
Auf der am 19. Februar tagenden Ordentlichen
Studentenverſammlung ſiegte bei der Wahl
zum 1. Vorſitzenden der Studentenſchaft der Kandidat der
Nichtinkorporierten mit 346 gegen 313 Stimmen, während
26 ungültige (größtenteils ausländiſche) Stimmzettel=
ab=
gegeben wurden. Von den 346 Stimmen waren rund 140
ausländiſche (größtenteils ruſſiſche). Als hierauf die Wahl
der beiden inkorporierten Ausſchußmitglieder
vorgenom=
men werden ſollte, erklärten mehrere inkorporierte Redner
unter dem Beifall der Korporationen, daß ihre Korporation
unter den gegebenen Umſtänden” ihre in
Ausſicht genommenen Kandidaten zurückzöge. Als die
„gegebenen Umſtände” wurde ausdrücklich angeführt, daß
ein Nichtinkorporierter zum 1. Vorſitzenden gewählt ſei.
Erſt ſpäter legte man die gegebenen Umſtände dahin aus,
daß der 1. Vorſitzende durch eine vorwiegendraus
Ausländern (Ruſſen) beſtehende Mehrheit gewähſtsſei.
Dieſe Behauptung iſt, wie bemerkt, unrichtig.
Darauf wurde die Wahl der beiden nichtinkorporierten
Ausſchußmitglieder vorgenommen. Auch hier erklärte ein
Kandidat, der ſich allerdings vorher zur Annahme ſeiner
Kandidatur bereit erklärt hatte, „unter den gegebenen
Um=
ſtänden” zurückzutreten. Alsdann wurde ein anderer
Kan=
didat aufgeſtellt und mit dem bereits vorgeſchlagenen durch
Akklamation gewählt.
Kurz zuſammengefaßt, hatte alſo die Wahl den
Aus=
gang, daß der 1. Vorſitzende und die beiden
nichtinkorpo=
rierten Ausſchußmitglieder gewählt wurden, während die
Wahl der inkorporierten Mitglieder verſchoben wurde.
Be=
anſtandet wurde die Wahl innerhalb der ſatzungsgemäß
vorgeſchriebenen 8 Tage nicht. Somit wurde ſie
rechts=
gültig. Nach einigen Tagen riefen 5 Studierende der
Techniſchen Hochſchule, und zwar die Mitglieder des
Aus=
ſchuſſes vom Winterſemeſter 1909/10, eine Verſammlung
deutſcher Studierender ein. Auf dieſer Verſammlung
wurde beſchloſſen, auf der nächſten Studentenverſammlung
den Antrag zu ſtellen, den Ausländern das Wahlrecht zu
nehmen. Ausgenommen ſollten diejenigen Ausländer ſein,
die ihre deutſche Geſinnung durch eine Unterſchrift
beſtä=
tigen würden. Nach der allgemeinen Anſchauung hatte
dieſe Reſolution wie überhaupt die Verſammlung den
Zweck, auf den gewählten 1. Vorſitzenden einen moraliſchen
Druck auszuüben und ihn zur Niederlegung ſeines Amtes
zu bewegen. Dieſer aber erklärte, er würde nur dann ſein
Amt niederlegen, wenn die Hauptverſammlung der Freien
Studentenſchaft, die ihn als Kandidaten aufgeſtellt habe,
ihm ſeine Abdankung nahelegen würde; jedoch geſchah dies
nicht, vielmehr wurde ihm auf der freiſtudentiſchen
Haupt=
verſammlung vom 2. März, die von ungefähr 150,
über=
wiegend deutſchen Studierenden beſucht war, ein
einſtim=
miges Vertrauensvotum ausgeſtellt. Gleich nach dieſer
Verſammlung legten einige Studierende, unter ihnen
Ver=
kehrsgäſte von Korporationen, eine Liſte auf, in die ſich,
ſoviel uns bekannt wurde, 65 Herren eintrugen, die ihre
Intereſſen nicht mehr vom Vorſtand der Wildenſchaft
(Freie Studentenſchaft) wahrnehmen laſſen wollten. Dieſe
Liſte hat alſo den Zweck, die Wildenſchaft zu ſprengen und
auf dieſe Weiſe das Ziel zu erreichen, nämlich die
gewähl=
ten Nichtinkorporierten ihres Amtes zu entſetzen. Der
Er=
folg der Einreichung dieſer Liſte beim Rektorat iſt noch
nicht bekannt.
Inzwiſchen fand eine allgemeine
Studentenverſamm=
lung im „Kaiſerſaal” ſtatt, und zwar am 4. März. Auf
dieſer Verſammlung wurde die von der Verſammlung
deutſcher Studierender gefaßte Reſolution als Antrag auf
Satzungsänderung in veränderter Form (es ſollte den
Ausländern nicht nur das Wahl=, ſondern auch das
Stimm=
recht genommen werden) eingebracht, jedoch abgelehnt.
Zu Punkt 3 der Tagesordnung: „Erſatzwahl für den
Aus=
ſchuß der Studierenden” (Wahl der beiden Vertreter der
Korporationen) wurde der Antrag eingebracht, die 3
Ge=
wählten ihres Amtes zu entſetzen, da ſie ſich der
Haupt=
verſammlung der Freien Studentenſchaft gegenüber
ver=
pflichtet hätten, die in der Stimmung der jeweiligen
Hauptverſammlung der Freien Studentenſchaft zum
Aus=
druck gebrachten Anſicht der Nichtinkorporierten als für
ſich bindend zu betrachten. Da dieſer Antrag, der nicht
nur auf der falſchen Vorausſetzung beruhte, daß die
3 Herren dieſe Verpflichtung eingegangen wären, ſondern
der auch ſatzungswidrig war, weil die oben erwähnte
achttägige Friſt bereits verſtrichen war, der fernerhin
ge=
mäß der Geſchäftsordnung nicht zu Punkt 3 der
Tagesord=
nung gehörte, trotzdem zur Abſtimmung kommen ſollte,
verließ die Wildenſchaft (Freie Studentenſchaft) um
Nummer 60.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Seite 7.
1 Uhr nachts unter Proteſt den Saal. Darauf wurde
von den Zurückgebliebenen der Antrag mit allen gegen
swei Stimmen angenommen. Als Antwort darauf legten
Einige Tage ſpäter mehrere Herren eine Liſte auf, in die
ſich diejenigen Studierenden eintragen konnten, die Proteſt
gegen die erwähnten Vorgänge einlegen wollten. Dieſe
Liſte, die bis jetzt ungefähr 130 Unterſchriften trägt, wurde
Geſtern dem Rektorat vorgelegt. So ſind alſo, falls die
gkademiſchen Behörden nicht eingreifen, für das
Som=
merſemeſter neue Kämpfe zu erwarten.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 11. März. Im Abgeordnetenhauſe
wurde der konſervative Antrag, an Stelle der in der
Kom=
miſſion beſchloſſenen geheimen Wahl die öffentliche
Lahl zu ſetzen, mit 124 gegen 62 Stimmen abgelehnt,
39 Abgeordnete enthielten ſich der Abſtimmung.
* München, 11. März. Dem Schriftſteller Dr.
Jaul Heyſe=München wurde das Großkomthur=
Freuz des Verdienſtordens der bayeriſchen Krone
ver=
iehen. Mit der Verleihung dieſes Ordens iſt der
per=
ſönliche Adel verbunden.
* Leipzig, 11. März. Das Landgericht Berlin I
verurteilte am 5. Oktober 1909 den Redakteur Hermann
Dahſel wegen vollendeter und verſuchter Erpreſſung
zu einem Jahr und ſechs Monaten Gefängnis,
außer=
em die mitangeklagte Frau Emma Schubach wegen
verſuchter Erpreſſung zu acht Monaten Gefängnis. Die
von beiden eingelegte Reviſion wurde heute vom
Reichsgericht als unbegründet verworfen.
* Wien, 11. März. Das Abgeordnetenhaus
ſetzte die erſte Leſung der Finanzvorlagen fort. Forſcht
verwies auf die mißliche Lage der Staatsfinanzen und
bemängelte, daß der vorliegende Finanzplan die
Frage der ſo dringenden Sanierung der Finanzen der
einzelnen Kronländer fallen ließ. Die Debatte wurde
barauf geſchloſſen und die Generalredner gewählt.
Paris, 11. März. Die Nieter von Chambon bei
St. Etienne, die ſich im Ausſtande befinden, rotteten
fich trotz des Abratens ihrer Führer zuſammen, drangen
vor die Beſſonſche Fabrik, zertrümmerten ſämtliche
Fenſter=
ſcheiben, drangen in das Innere, wo alles kurz und klein
geſchlagen wurde, und ſuchten dann die Privatwohnung
Beſſons auf und verwüſteten dieſe. Den Gendarmen
ge=
lang es nach hartem Kampfe, die wilde Horde
zurückzu=
treiben, doch manifeſtierten die Arbeiter nun gegen die
Gendarmen.
* Pau, 11. März. Im Verlauf des geſtrigen Tages
ereigneten ſich auf dem Fluggelände von Pau
mehrere Unfälle. Der Engländer Lorraine ſtürzte
mit ſeinem Apparat, das Gleichgewicht verlierend, aus
be=
trächtlicher Höhe herab, wobei der Propeller vollſtändig
zertrümmert wurde. Er ſelbſt wurde gering verletzt. Zwei
lndere Aviatiker verunglückten mit ihrem Aeroplan bei
Der Landung, wobei die Maſchine ſchwer beſchädigt wurde.
* Ottawa, 11. März. Das Unterhaus nahm die
Geſetzesvorlage der Regierung betreffend Schaffung einer
gnadiſchen Flotte an.
* San Franzisko, 11. März. Geſtern abend um
10 Uhr 30 Minuten wurde ein ſtarkes Erdbeben
nit lange andauernden Bewegungen verſpürt; auch
in anderen Teilen des Staates war das Erdbeben nach
telegraphiſchen Meldungen fühlbar.
H. B. Wien, 11. März. Die Leiche Dr. Luegers
wurde geſtern in der Volkshalle des Rathauſes
aufge=
bahrt und von heute früh an erhält das Publikum
Zutritt zum Sarge. Eine Kommiſſion der Stadt= und
Gemeindevertreter wird zur beſonderen Ehrung des
verſtorbenen Bürgermeiſters folgenden Antrag
ein=
bringen: Errichtung eines Lueger=Denkmals vor dem
Rathauſe, Umtauſung der Schönſtraße in Dr. Karl
Luegerſtraße, Benennung der neu zu erbauenden
Donaubrücke als Dr. Karl Lueger=Brücke. Die Volizei
ſchätzt die Zahl der Teilnehmer an dem bevorſtehenden
Leichenbegängnis auf eine Million. Zur
Aufrechter=
haltung der Ordnung ſoll Militär Spalier bilden.
Der deutſche Botſchafter von Tſchirſchky erſchien geſtern
im Rathauſe, um anläßlich des Hinſcheidens Dr.
Luegers ſein Beileid auszudrücken. Er teilte
gleich=
eitig dem erſten Vizebürgermeiſter mit, daß er von
Kaiſer Wilhelm beauftragt ſei, ihn bei der Leichenfeier
u vertreten.
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Familiennachrichten.
Statt besonderer Anzeige.
Franziska Rath
Carl Ritsert
VERLOBTE.
Pfungstadt
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März 1910.
Darmstadt
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(*6142
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute vormittag ¾12 Uhr entſchlief ſanft
nach langem, ſchwerem Leiden im 67.
Lebens=
jahre unſere liebe, gute Mutter
Frau Bertha Dietzsch
geb. Momberger, Witwe des Pfarrers.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Gustav Dietzsch, Apotheker.
Bertha Dietzsch.
Lisa Dietzsch, geb. Heinemann.
Darmſtadt, den 11. März 1910.
Die Beerdigung findet Montag, den 14. d. M.,
vormittags 11 Uhr, vom Portale des
Darm=
ſtädter Friedhofes aus, ſtatt. (B5609
Bankſagung.
Für die überaus zahlreichen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Hinſcheiden meines teuren
unvergeßlichen Gatten, unſeres Vaters,
Schwieger=
vaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und
Onkels
(5561
Herrn Ludwig Schäfer
Werkführer
ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank.
Beſon=
ders Herrn Pfarraſſiſtent Lautenſchläger für die
tröſtenden Worte am Grabe, den Herren der
Werk=
ſtätten Inſpektion 1 für die Niederlegung der
Kränze, der Sanitätskolonne Darmſtadt für die
zahlreiche Erweiſung der letzten Ehre, und
insbe=
ſondere Herrn Oberleutnant Lotheißen für den
ehrenden Nachruf, unſeren herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Schäfer nebſt Kinder.
Darmſtadt, den 10. März 1910.
S.
Todes-Anzeige.
In Gottvertrauen entſchlief heute morgen
1½ Uhr unſere innigſtgeliebte Mutter,
Groß=
mutter, Schwiegermutter, Schwägerin u. Tante
Frau Elisabeth Metz
Witwe des Schneiders Johannes Metz.
Familie L. Metz,
Schuknechtſtraße 50, (*6310
Familie Augo Machalett
Neu=Iſenburg.
Darmſtadt, 11. März 1910.
Beerdigung: Sonntag, 13. März, nachmittags
2 Uhr, vom Portale des Friedhofes aus.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Dre
europäiſche Druckverteilung iſt in ſtarker Aenderung
be=
griffen; über Nordweſteuropa dringt hoher Druck vor,
der Tiefdruckgebiete vor ſich her ſchiebt und kühle
Nord=
weſtwinde im Gefolge hat. Vorderhand herrſcht noch
trockenes Wetter; die Nachmittagstemperaturen erreichten
geſtern 16, im Rheintal (Worms) 17‟. Auch die Nacht
war mild. Die Regenfälle ſind heute morgen bereits
zur weſtdeutſchen Grenze vorgedrungen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 12. März:
Meiſt wolkig und in vielen Gegenden Regen; ſpäter
kühler und Winddrehung nach Nordweſt.
Tageskalender.
Samstag, 12. März.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Vortrag von Profeſſor Dr. Bouſſet um 8 Uhr im
Muſikvereinsſaal (Freie landeskirchliche Vereinigung).
Dekorierungsfeſt des Odenwaldtlubs um 8 Uhr im
aalbau.
Prüfung im Konſervatorium für Muſik um 5 Uhr
(Mühlſtraße 70).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 6 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
Münchner Bierfeſt um 5 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz.
Konzert im Chauſſeehaus.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Thüringen).
Sonntag, 13. März.
Großh. Hoftheater, Anfang ½7 Uhr: „Die Legende
von der heiligen Eliſabeth”
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Prüfungskonzert im Konſervatorium für Muſik um
11 Uhr (Mühlſtraße 70).
Vortrag (Hat der Menſch eine unſterbliche Seele?) um
4¼ Uhr Neckarſtraße 22.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurank „Metropol”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im „Bürgerkeller”.
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”.
Konzert im Chauſſeehaus.
Münchner Bierfeſt um 4 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (T üringen).
Verſteigerungskalender.
Montag, 14. März.
Hofreite=Verſteigerung des W. Steinfeld (
Lichten=
bergſtraße 26) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Adam Walter (
Kaup=
ſtraße 46) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Holzverſteigerung um 9 Uhr in der Güntherſchen
Gaſtwirtſchaft zu Roßdorf.
Holzverſteigerung um 10 Uhr im Zeilharder
Ge=
meindewald; Zuſammenkunft bei Gaſtwirt Schneider
(Station Meſſel).
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Gaſt=
haus „Zur Krone” zu Erfelden.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 11—1 Uhr.
Handarbeits=Ausſtellung des Hoffmänniſchen
Inſtituts im Gewerbemuſeum; geöffnet von 11—1 und
3—5 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſiße Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Oito Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaigs
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.
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Nummer 60
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hohe Preiſe. Flamm, Soderſtr. 47, I. (4260a
Guterh. Kinderwagen billig abzugeben.
(*6060fs
Wenckſtraße 40.
Der ſchmale Weg.
Roman von Paul Bliß.
(Nachdruck verboten.)
Da fragte er ſchalkhaft: Lebenswahr? Ja, kennen
Sie denn die Liebe ſo genau, daß Sie das beurteilen
önnen?
Wieder lachte der Alte laut. Siehſt Du, das
ge=
chieht Dir recht! Bravo, Herr Stark, mir aus der
Seele geſprochen! Auf ſolche Frage gehört auch ſolche
Intwort.
Elsbeth ſaß in reizend lieblicher Verlegenheit da
und konnte kein Wort erwidern.
Da ſagte Fritz bittend zu ihr: Zürnen Sie mir
richt, bitte, es war wohl vorſchnell von mir, verzeihen
Sie mir! Und dabei ſah er ſie an, lange und
unausge=
etzt — er konnte ſie gar nicht wieder aus den Augen
aſſen — jetzt zum erſten Male ſah er, wie ſchön, wie
iebreizend ſie war.
Inzwiſchen hatte ſie ſich auch ſchon wieder erholt
ind erwiderte nun: Aber bitte, ich habe es durchaus
richt übel genommen. — Und dann fügte ſie ſchnell mit
reizender Schelmerei hinzu: Indeſſen, meine Frage
aben Sie mir doch nicht beantwortet.
Still lächelnd und in verhaltener Bewunderung
ah er ſie an. Nein, ich habe keine einzige all der
Novellen erlebt, alles iſt freie Erfindung.
Nun war die Kleine ſtarr. Wie iſt das nur
mög=
ich? So etwas faſſe ich nicht! Ich kann es auch gar
nicht glauben. Sie wollen ſich mit mir gewiß wieder
einen Scherz machen.
Sehr ruhig verneinte er. — Es war durchaus ernſt
gemeint. Ja, ich kann ſogar noch mehr hinzufügen.
Ich kann Ihnen verraten, daß ich mich, ſo alt ich auch
bin, noch niemals ernſtlich verliebt habe, noch niemals.
Als er ſchwieg, ſah er auf ſeinen Teller, aber er
fühlte, daß aller Augen auf ihn gerichtet waren. Keiner
ſagte etwas.
Da blickte er auf, ſah der Reihe nach ſeine Gaſtgeber
an und ſagte dann leiſe mit wehmutsvollem Lächeln:
Das darf Sie auch nicht wundern. Mein Leben war
bisher nur der Arbeit gewidmet, und wer immer
wirk=
lich ernſthaft arbeitet, der findet gar keine Zeit, an
Liebe zu denken.
Nun proteſtierte Papachen lächelnd: Wenn das bei
Ihnen ſo war, junger Freund, ſo liegt es eben nur
daran, daß Sie dann bis dato noch nicht die Richtige
gefunden haben; glauben Sie mir, einzig nur daran
liegt es! Tritt Ihnen die Richtige erſt mal in den Weg,
dann wird auch Ihr ſo arbeitsfrohes Herz in Liebe
er=
glühen! Wenn einer im Leben ernſthaft gearbeitet hat,
ſo war ich es gewiß; als ich aber meine ſelige Frau vor
nunmehr bald vierzig Jahren zum erſten Male ſah, ja,
da war es eben ſofort um meine Ruhe geſchehen, und
obgleich ich bis über beide Ohren in der Arbeit ſaß, ich
verliebte mich doch, unrettbar, ſo unrettbar, daß ich in
ſechs Wochen den Ring am Finger hatte. — Sehen Sie,
mein Lieber, ſo wird es Ihnen auch noch mal ergehen.
Fritz lächelte ſtill vor ſich hin, als er wieder aufſah,
traf ſein Blick die kleine Elsbeth — nun ſah auch ſie
auf, und nun trafen ſich ihre Blicke —
wohl eine
Sekunde lang ſahen ſie ſich an.
Dann erhob man ſich von der Tafel. Malwine, die
ſo lange faſt ſchweigend dageſeſſen hatte, ſah nach dem
Kaffee.
Während der alte Herr die Zigarren holte, blieben
Elsbeth und Fritz allein.
Sie ſtanden ſich gegenüber und ſahen ſich an.
Plötzlich ſagte ſie, beinahe leiſe: Ihre Novellen
haben mir ſehr gefallen!
Er nickte nur und ſah ſie ſtumm an.
Wirklich ausgezeichnet! Ich freue mich, das Buch
geleſen zu haben — ich werde es nie vergeſſen! Und ſie
reichte ihm die Hand hin.
Da leuchtete es auf in ſeinen Augen, ein
Freuden=
ſchimmer lag auf ſeinem Geſicht, ſchnell neigte er den
Kopf und küßte ihr die Hand, heiß und voll junger
Leidenſchaft.
Als der alte Herr zurückkam, ſtanden ſie wieder
ruhig gegenüber und plauderten lachend.
Während der Kaffee genommen wurde, kam Fritz
auch mit Fräulein Malwine in Unterhaltung.
Darf man erfahren, ob Sie etwas Neues unter der
Feder haben? fragte ſie mit ganz leicht erzitternder
Stimme.
Ein wenig erſtannt ſah er ſie an. Etwas in ihrer
Stimme, ein leiſer Unterton, machte ihn ſtutzig; da er
aber ihr ruhig=ernſtes Geſicht ſah, erkannte er ſofort,
daß er ſich getäuſcht haben mußte, und dann erwiderte
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Nummer 60.
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er höflich: Ja, ich machte die Vorarbeit zu einem großen
Roman.
Gott, wie intereſſant! jubelte Elsbeth auf. Wenn
man bedenkt, da im Zimmer nebenan, da entſteht jetzt
ſo ein Roman, der nachher ſolch Aufſehen erregt, daß
alle Welt ihn lieſt und bewundert! Rieſig intereſſant
finde ich das! Und wir alle werden dann noch berühmt
werden!
Sie lächelten alle dazu.
Papachen aber ſagte: Dummkopf, Du! Marſch, hin,
ans Inſtrument, mach ein bißchen Muſik.
Sofort gehorchte die Kleine. Stumm lauſchten alle.
Und dann erklang aus dem andern Raume, leiſe,
gedämpft, unter langſamen, klagenden, wehmütigen
Tönen, das herrliche Mignon=Lied „Kennſt du das Land,
wo die Zitronen blüh’n”.
Meiſterhaft und mit tiefer Empfindung wurde es
geſpielt und geſungen.
Und ſtumm lauſchend, wie weltentrückt, ſaß Fritz
da — fort trug ihn ſeine Sehnſucht, weit, weit fort —
nicht nach dem ſonnigen Süden, nein, nach dem Norden
trug ſie ihn, nach dem verſchneiten, einſamen Stückchen
Welt da oben, nach ſeiner verlorenen und nie
ver=
geſſenen Heimat — — und zu ſeiner alternden Mutter
trug ſie ihn, zu ihr, die ihn verlaſſen hatte, zu ihr, die
ihm die Jugend vergiftet hatte, zu ihr, die er trotz
alle=
dem noch immer liebte und liebte. —
Als er aufſah, ſaß Fräulein Malwine ihm
gegen=
üher. Er ſah ſie ſtumm an. Und plötzlich war es ihm,
als ſchimmere in ihrem Auge eine Träne.
Aber nein, er mußte ſich wohl getäuſcht haben. —
5. Kapitel.
Langſam, langſam ſchmolz der Schnee dahin, und
behutſam, wie taſtend, fand ſich nach und nach der
Frühling ein. Zuerſt kam er nur ſo gegen Mittag,
brachte ein bißchen heiteren, warmen Sonnenſchein,
auch ein laues Lüftchen und ein Stück blauen Himmel.
Länger aber als ein paar Stündchen blieb er noch nicht;
ſowie der erſte Nordweſt blies, huſch, war er wieder
fort, und dann trat der graue, ſtarre Winter noch
ein=
mal ſein Recht an. Als aber die Tage nach und nach
länger wurden, da ſtellte er ſich doch ein, der muntere
Geſelle, — im Tiergarten lockte er die erſten kleinen
Sänger hervor, und die Weiden am Waſſer
überzau=
berte er mit einem gelblich leuchtenden Blütenhauch—
ach und die Wieſen, wie bunt ſchimmernd: Tauſende
und Abertauſende von kleinen, weißen, gelben und roſa
Blümchen — und dazu eine Luft, ſo weich und lieblich,
und ſchmeichelnde, laue Winde und ein Sprießen und
Knoſpen, ein Werden und Entſtehen, ſoweit das Auge
ſabt
Frühling, Frühling kommt in das Land!
Jubelnd ſprang Elsbeth mitten hinein; ihr
er=
blühten mit jedem neuen Lenz tauſend neue
Hoff=
nungen; mit offenen Armen umfing ſie die neue
leuch=
tende Gegenwart.
Malwine aber ging langſam vorwärts; ſtill und
verſonnen ſtand ſie und ſah in den lachenden,
jauchzen=
den Frühlingstrubel — ſtill und verſonnen ſtand ſie
und gedachte all der Hoffnungen, die ſie ſchon zu Grabe
getragen hatte. Was konnte ihr ſo ein Frühling noch
für Ueberraſchungen bringen? Nein, ſie wußte, daß ſie
nichts mehr vom Leben zu erwarten hatte.
und dennoch war oine Veränderung mit ihr
vorge=
gangen.
Nicht etwa, daß ſie geſprächiger geworden wäle,
nein, eher noch wortkarger ſchien ſie jetzt; aber etwas,
was ihr ſonſt nie geſchehen war, das kam jetzt häufiger
vor — ſie träumte offenen Auges. Wenn ſie im Hauſe
hantierte oder bei einer Näharbeit ſaß, dann kam es
vor, daß ſie die Hände ſinken ließ, daß die Gedanken in
die Ferne ſchweiften, in märchenweite und
märchen=
ſchöne Fernen, daß ſie träumte, wie ſie nie im Leben
geträumt hatte — ſchön war das, einzig, einzig ſchön
Und wie weltentrückt, wie verzückt ſaß ſie dann da und
wartete, daß nun irgend etwas geſchähe, irgend etwas
das ſie forttrug, fort aus dieſer grauen Wirklichkeit
fort in jenes Märchenland hinein — fort, nur fort!
Dann aber klappte eine Tür, oder ein lautes Wor
fiel, und dann fuhr ſie empor und ſchrak zuſammen
als hätte man ſie auf unrechten Wegen ertappt.
Was iſt Dir denn, Malwine? Du biſt jetzt jaſ
nervös, daß Du bei dem geringſten Geräuſch zuſammen
fährſt, ſagte eines Tages der Vater zu ihr.
Sofort war ſie wieder ſtarr und ernſt, und mit ſa
harter Stimme entgegnete ſie: „Was ſoll mir denn ſein
Nichts iſt mir! Ich hab’ über den Haushalt nachgedach
Meinſt Du, daß mir der nichts zu denken gibt?
Und dann nahm ſie ſich zuſammen, damit man ib
um Gottes willen nicht anmerkte, was ſie ſo in Ban
geſchlagen hatte.
Der alte Herr aber ging kopfſchüttelnd vo
dannen und dachte: Sie wird doch wirklich imme
ſchrulliger.
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
38 25.
12. März.
Bekanntmachung.
etreffend: Die Erhebung des Stempels für Fahrräder pro 1910.
Unter Hinweis auf die nachſtehend abgedruckten §§ 3, 15—27 der Verordnung
im 6. Mai 1907, den Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die
gleich=
lls abgedruckten, im Falle einer Verſäumnis platzgreifenden Strafbeſtimmungen wird
ermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des Stempels für
Fahr=
der für das Rechnungsjahr 1910, ſowie das Aufkleben und die vorſchriftsmäßige
itwertung desſelben
von heute ab bis 31. März 1910 an jedem Wochentage,
vormittags von 9 bis 12 Uhr,
ei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9
attfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, die dieſelben auf öffentlichen
zegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der obenerwähnten
eit zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen hierzu vorliegen, während derſelben
eit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf Befreiung von der Abgabe zu ſtellen
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizei=Revier,
2. für den Landkreis Darmſtadt bei der betreffenden Großherzoglichen
Bürger=
meiſterei
rzubringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.
Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3. 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll.
rt der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
ündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifs zum
Urkundenſtempel=
ſetz in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene
Stem=
labgabe für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
utende Radſahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen
em zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
ormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reichs.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
aben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
ihren und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
is 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in
r Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen
eitraum nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unterfortlaufenden Nummern in
n Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
nitrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die
Rad=
rhrkarten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19. .
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
oher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
usgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern
ie Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von
iner Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt
vorden ſind, in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den
Land=
ezirk eines Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in
er Farbe der Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes
agegen in ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Num=
rerplatte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
erden muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet
erart zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die
Num=
rerplatte wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen
ahrrädern unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die
roſten der Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
ur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel
es Fahrrads, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal,
nd zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrads und ſodann alljährlich im
Nonat März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der
Radfahr=
arte bei dem Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
on der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden
An=
rag zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
ufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
ängſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der
Num=
nerplatte anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Slätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter
Rück=
rabe der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und
em Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſein
Wohn=
ider Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das
ie Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden;
las letztere erteilt eine neue Nummerplätte und zieht die bisher geführte
Nummer=
blatte behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen,
zie nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
indere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur
vorüber=
jehend überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Ar=
beitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mk. nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum
Be=
ſuche der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der
Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen;
Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten;
5. Pexſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. J).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
An=
ſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſtbehörde
dahingehend, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken
ver=
wendet wird.
Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Vor=
ausſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Be=
ſcheinigung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder
Poli=
zeibehörde beſtätigt ſein muß:
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das
Miniſte=
rium des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mitführen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Perſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecken beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graphenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907,
Zuwiderhand=
lungen gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin
vor=
behaltenen allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in
Gemäß=
heit des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
--
Arkikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geldſtrafe verwirkt welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleichkommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt Jede zuwiderhandelnde Perſon
trifft die ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1800.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 34, 40, 47, 48, 51, 58, 86 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vor=
ſchriften des Artikels 31 Abſ. 3, 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit
tritt nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt
hat oder daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt
ſein würde. Die Beſtimmung des Abſ. 2 Satz 2 findet Anwendung.
Betreffend: wie oben.
Darmſtadt, 15. Februar 1910.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereiſſnten Ihrer Gemeinde zubringen
J. E.: von Starck.
(3749a
Bekanntmachung.
Betr.: Polizei=Verordnung über die Sicherheit des Verkehrs auf der Landſtraße.
Wir bringen die nachſtehende Polizei=Verordnung wiederholt zur öffentlichen
Kenntnis und erwarten, daß die Vorſchrift des § 1 befolgt wird, damit die Sicherheit
des Verkehrs auf den Straßen zur Nachtzeit erhalten bleibt.
Die Großh. Gendarmerie und das Polizeiperſonal ſind beauftragt, den Befolg zu
überwachen und Zuwiderhandlungen anzuzeigen.
Darmſtadt, den 9. März 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Polizei=Verordnung.
Betreffend: Wie oben.
Auf Grund der Art. 78 und 48, V. 1. des Geſetzes vom 12. Juni 1874, die innere
Verwaltung und die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen betrefſnd, ſowie des
§ 366 pos. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuchs wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes
und mit Ermächtigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom
13. Juni l. J. (zu Nr. M. J. 15622) unter Aufhebung der Polizei=Verordnung vom
4. Dezember 1884 verordnet, was folgt!.
§ 1. Alle auf den innerhalb des Kreiſes Darmſtadt belegenen Staats= und
Kreis=
ſtraßen, ſowie den in dieſe Straßenzüge fallenden Ortsdurchfahrten nach Eintritt der
Dunkelheit verkehrenden Fuhrwerke müſſen mit einer, an gut ſichtbarer Stelle
ange=
brachten brennenden Laterne verſehen ſein. Perſonenfuhrwerke, welche auf den erwähnten
Straßen während der genannten Zeit verkehren, müſen durch zwei hell brennende
Laternen, welche zu beiden Seiten des Bocks anzubringen ſind, beleuchtet ſein.
§ 2. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Beſtimmungen unterliegen der Beſtrafung
nach § 366 des Reichsſtrafgeſetzbuchs (Geldſtrafe bis zu 60 Mk. oder Haft bis 14 Tagen).
§ 3. Vorſtehende Polizei=Verordnung tritt 14 Tage nach ihrer Publikation im
Darmſtädter Tagblatt in Kraft.
Darmſtadt, den 19. Juni 1890.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
v. Marquard.
Betreffend: Wie oben.
Darmſtadt, den 9. März 1910.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden und die Großh. Gendarmerie
des Kreiſes.
Wir beauftragen Sie, dem Befolg der Vorſchriften der obigen Polizei=Verordnung
beſondere Aufmerkſamkeit zuzuwenden und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen.
Den Großh. Bürgermeiſtereien empfehlen wir, den Inhalt der Polizei=Verordnung
wiederholt ortsüblich bekannt machen zu laſſen und das Polizeiperſonal mit entſprechen:
der Weiſung zu verſehen.
(5456sid
Fey.
Bekanntmachung.
Betreffend: Erweiterung der Bahnſteige auf dem Bahnhof Eberſtadt.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß auf dem Bahnhof Eberſtadt
eine Erweiterung der Bahnſteige beabſichtigt iſt.
Der Plan nebſt Beſchreibung über die beabſichtigten Aenderungen und über die
in Ausſicht genommenen Veränderungen an Wegen und Vorflutanlagen liegt in der
Zeit vom Montag, den 14. März 1910 bis Montag, den 21. März 1910
ein=
ſchließlich auf der Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt und von Mittwoch, den
23. März 1910 bis Mittwoch, den 30. März 1910 einſchließlich auf der Großh.
Bürgermeiſterei Pfungſtadt zu jedermanns Einſicht offen.
Nummer 28₰
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Samstag, den 12. März 1910.
Termin zur landesvolzeilichen Prüſung des Proiekts wird auf Dienstag, den
5. April 1910, nachmittags 3¼ Uhr, auf Bahnhof Eberſtadt anberaumt. In
dieſem Termin ſind etwaige Einwendungen geltend zu machen.
Darmſtadt, den 9. März 1910.
(545ya
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Betreffend: Schießübungen des Leibgarde=Regiments Nr. 115 auf dem
Schieß=
platz Meſſel.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß das Leibgarde=Regiment
Nr. 115 am
c. 14. und 15. März von 9 Uhr vormittags bis 3 nachmittags
d. 18.
„ 9 abends
„11 „
„
9
e. 21. und 22.
„ 5 nachmittags
„
k. 1., 4., 5.
April „
9 „
,
„
„
g. 14. und 15.
„ 5
, , 9 „
„
,
h. 18., 19. und 21.
9
ein Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schießplatz Meſſel abhalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel c. 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſch=Bach.
Die Abſperrung des Geländes zu den genannten Zeiten wird erforderlich gegen
Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchl., gegen Weſten: Dammweg=
Brunnersweg ausſchl., gegen Süden: Forſthaus Steinacker=Steinhügel ausſchließl.,
gegen Oſten: alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=Wieſe,
Sau=Wieſe, Schreiberts=Wieſe, Geishecke einſchl.
(4301a
Vor Betreten des Geländes während der Schießzeit wird gewarnt.
Darmſtadt, den 18. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.
Großh. Miniſterium des Innern hat dem landwirtſchaftlichen Bezirksverein Mann=
heim und dem Badiſchen Rennverein die Erlaubnis erteilt, 10000 Loſe einer mit dem
Mannheimer Maimarkt verbundenen und am 4. Mai 1910 auszuſpielenden Verloſung
von Pferden, Rindvieh und ſonſtigen Sachgegenſtänden innerhalb des Großherzogtums
zu vertreiben. Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan
dürfen bis zu 100000 Loſe à 1 Mk. ausgegeben werden.
Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel
ver=
ſehene Loſe gelangen.
(5441
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Zurückſtellung von Reſerviſten, Wehrleuten I. und II. Aufgebots, Erſatz=
Reſerviſten und ausgebildeten Landſturmpflichtigen infolge häuslicher ꝛc.
Verhältniſſe,
Diejenigen Reſerviſten, Wehrleute I. und II. Aufgebots, Erſatz=Reſerviſten,
und ausgebildete Landſturmpflichtige, welche auf Grund der nachſtehend abgedruckten
Beſtimmungen des § 122 der Wehr=Ordnung vom 22. November 1888 eine
Zurück=
ſtellung hinter den älteſten Jahrgang der Reſerve, der Landwehr I. bezw. II. Aufgebots,
Erſatz=Reſerve und des Landſturms in Anſpruch nehmen zu können glauben, werden
hiermit aufgeſordert, ihre bezüglichen Geſuche baldigſt und ſpäteſtens bis zu
25. März I. Js. bei den betreffenden Großherzoglichen Bürgermeiſtereien einzureiche
Die nach dieſer Zeit eingehenden Geſuche können für das laufende Jahr (d. h. bis zur
nächſtjährigen Zurückſtellungstermin) keine Berückſichtigung mehr finden.
Die eingereichten Geſuche unterliegen der Entſcheidung der verſtärkten Erſat
Kommiſſion gelegentlich des Muſterungsgeſchäfts. Dieſe Entſcheidungen behalten ihl
Gültigkeit nur bis zum nächſten Zurückſtellungstermin. Im Falle des Bedürfniſſes ſin
die Anträge auf weitere Zurückſtellung zu erneuern.
Außerterminlich kann Geſuchen um Zurückſtellung durch ſchriftliches Ueberein
kommen der ſtändigen Mitglieder der Erſatz=Kommiſſion nach § 124, 2 der Wehr=Ordnun
nur dann ſtattgegeben werden, wenn nach dem allgemeinen Entlaſſungs=Termin de
Reſerven dringende Verhältniſſe die ſofortige Zurückſtellung einzelner der entlaſſene
Mannſchaften gerechtfertigt erſcheinen laſſen.
Darmſtadt, am 28. Februar 1910.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez. v. Werner, Reg.=Rat.
Abdruck.
§ 122 der Wehrordnung.
1. Zurückſtellung im Sinne der in § 118, 3 und 120, 5 enthaltenen Feſtſetzunge
dürfen aus folgenden Gründen (Zurückſtellungsgründe) eintreten:
a) wenn ein Mann als der einzige Ernährer ſeines arbeitsunfähigen Vaters oder ſeine
Mutter bezw. ſeines Großvaters oder ſeiner Großmutter, mit denen er dieſelb
Feuerſtelle bewohnt, zu betrachten iſt und ein Knecht oder Geſelle nicht gehalte
werden kann, auch durch die der Familie bei der Einberufung geſetzlich zuſtehend
Unterſtützung der dauernde Niedergang des elterlichen Hausſtandes nicht abgewende
werden könnte;
b) wenn die Einberufung eines Mannes, der das dreißigſte Lebensjahr vollendet ha
und Grundbeſitzer, Pächter oder Gewerbetreibender oder Ernährer einer zahlreiche
Familie iſt, den gänzlichen Verfall des Hausſtandes zur Folge haben und die Ar
gehörigen ſelbſt bei dem Genuſſe der geſetzlichen Unterſtützung dem Elend preis
gegeben würden;
c) wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückſtellung eines Mannes, deſſen ge
eignete Vertretung auf keine Weiſe zu ermöglichen iſt, im Intereſſe der allgemeine
Landeskultur und der Volkswirtſchaft für unabweislich notwendig erachtet wirk
2. Mannſchaften, welche wegen Kontrollentziehung nachdienen müſſen, haben jedoc
auch in den vorgenannten Fällen keinerlei Anſpruch auf Zurückſtellüng.
(4947ss
Darmſtadt, den 8. März 1910.
Betreffend: Die Führung der Rekrutierungsſtammrollen; hier Zu= und Abgäng
Militärpflichtiger.
Der Zivil=Vorſitzende der Großh. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
au die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf die Beſtimmungen des § 46 Poſ. 13 der Wehr=Ordnung von
22. November 1888 (Neuabdruck im Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901) hinweiſe, nach welche
von jeder An= und Abmeldung eines Militärpflichtigen zur bezw. von der
Stammroll=
infolge Aufenthaltswechſels, behufs Berichtigung der alphabetiſchen und Reſtanten
Liſten, hierher Mitteilung zu machen iſt, empfehle ich Ihnen die entſprechenden Anzeigen
— bei Anmeldungen unter Vorlage des Loſungsſcheins — für jeden Mann getrennt
alsbald zu erſtatten.
(5446s
v. Werner, Regierungsrat.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 dunkelbraunes Zigarren=Etui. 1 goldener
Kneifer. 1 braunes Portemonnaie mit Inhalt. 1 goldener Ring mit hellen und blauen
Steinchen. 1 goldener Siegelring mit rotem Stein. 1 goldener Ring mit hellem Opal
und 2 Steinchen. 1 Pferde=Haarſchneidemaſchine. 1 Stück dunkelblaue Seide. 1 Damen=
Goldgürtel mit farbigen Blumen und gelber Schnalle. 1 ſehr großer und 3 kleine
Schlüſſel an einem Ring. 1 vergoldete Broſche (Johannisbeerblätter und Beeren
dar=
ſtellend). 1 Türdrücker und 1 kleiner Schlüſſel an einem Ring. 1 Paar weiße wollene
Damen=Handſchuhe. 1 weißes Taſchentuch, gez. F. 2 Türdrücker und 3 kleine Schlüſſel
(zuſammengebunden). 1 Nickel=Uhrkette mit Kompaß. 1 graue Kinder=Mütze. 1 Paar
dunkelgelbe Handſchuhe. 1 Dienſtbuch, auf den Namen Anna Wehner lautend
1 doppelte Korallen=Halskette. 1 breiter brauner Haarpfeil. 2 Kaſſenſchlüſſel. 1 Revolver
mit 6 Patronen. 1 Hunde=Kettenhalsband mit Marke und der Nr. 9471.
Verloren: 1 Hunde=Halsband mit Marke. 1 Stück ſilberne Treſſe. 1 goldene
Broſche mit rotem Stein. 2 Stücke Aermel. 1 Päckchen mit 7,20 m Spitzen. 1
Geld=
täſchchen (imitiertes Krokodilleder) mit 4—5 Mk. Inhalt. 1 kleines braunes Portemonnaie
mit 2 Mk. Inhalt. 1 grünledernes Portemonnaie mit etwa 2 Mk. Inhalt. 2 Zwanzig
markſtücke. 1 goldene Damen=Uhr mit glattem Deckel. 1 Herren=Regenſchirm mi
ſchwarzem gebogenen Holzgriff. 1 dreireihiges Korallen=Armband. 1 goldener Kneifer.
1 ſilberne Hutnadel. 1 goldene Broſche in Viereckform. 1 goldene Broſche in
Schnecken=
form mit 3 blauen Steinchen. 1 goldener runder Anhänger mit roten Steinchen. 1
rot=
braunes Portemonnaie mit 2,48 Mk. Inhalt. 1 ſilbernes Glieder=Armband mit
An=
hänger (Frauenkopf). 1 weiße Rodelkappe. 1 rotbraunes Portemonnaie mit 25—26 Mk.
Inhalt. 1 goldenes, feingliedriges Ketten=Armband mit lila Amethyſt in oval. Faſſung.
1 rotes Portemonnaie mit 2,65 Mk. Inhalt. 1 hellbraunes glanzledernes Portemonnaie
mit 23 Mk. Inhalt. 1 Granat=Broſche mit Goldfaſſung in Schleifeform. 1 grauer
Damen=Glacéhandſchuh. 1 Double=Broſche mit 3 ſchwarzen Steinen. 1 goldener Ring
mit roten und weißen Steinen. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einigen Nickeln. 1gold
Manſchettenknopf mit ſchwarzem Ring. 1 braunes Portemonnaie mit 1
Hundertmark=
ſchein und über 5 Mk. Kleingeld. 1 Zehnmarkſtück. 1 Notizbuch mit Geſchäftspapieren
und Reiſe=Legitimationskarte, auf den Namen Schnabel lautend. 1 Monatsfahrkarte
3. Klaſſe (Buchſchlag-Frankfurt). 1 Paar weiße Knaben=Turnſchuhe. 1 ſchwarzer
Herren=Regenſchirm. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 7 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche
mit Hornbildnis. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1
Damen=Regenſchirm mit
Naturſtock und lila Borde. 1 braunes Portemonnaie mit 11 Mk. Inhalt.
Entlaufen:
ſchwarzer Dackel. 1 brauner Dackel. 1 brauner Jagdhund.
1 deutſche Dogge. 1 ſchwarze Katze mit weißer Bruſt und Schnauze (gute Belohnung
dem Wiederbringer).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(5505
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
lag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 13. März, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Polizei=Verordnung bringen wir erneut zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Polizei=Verordnung,
betreffend den Betrieb der elektriſchen Straßenbahn in der Kirchſtraße zu Darmſtadt.
Um Unglücksfälle und Verkehrsſtörungen beim Betrieb der elektriſchen
Straßen=
bahn in der Kirchſtraße zu Darmſtadt zu verhüten, wird nach Anhören der
Stadt=
verordneten=Verſammlung mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern
vom 9. Oktober 1909 zu Nr. M. d. J. III, 11075 auf Grund des Art. 56 der
Städte=
ordnung verordnet, was folgt:
§ 1. Das Aufſtellen von Fuhrwerken jeglicher Art, von Handwagen, Tieren und
ſonſtigen den Verkehr hindernden Gegenſtänden iſt in dem Teil der Kirchſtraße zwiſchen
der Ludwigſtraße und der Pädagogſtraße während der Zeit des Betriebes der
elektri=
ſchen Straßenbahn (gegenwärtig zwiſchen 54 morgens und 114 nachts) im allgemeinen
verboten.
§ 2. Während der Zeit des Betriebes der elektriſchen Straßenbahn kann in Fällen
dringenden Bedürfniſſes ausnahmsweiſe vom Polizeiamt nach Benehmen mit der
ſtädtiſchen Straßenbahnverwaltung geſtattet werden, auf dem ſüdlichen (zunächſt der
Stadtkirche und des erſten Polizeireviers gelegenen) Straßenbahngleis der in § 1
ge=
nannten Straßenſtrecke Gegenſtände der erwähnten Art aufzuſtellen. Dabei darf der
zwiſchen den Weichenſpitzen der Gleiswechſel liegende, zur größeren Deutlichkeit durch
Marken im Pflaſter und an den angrenzenden Häuſern bezeichnete Teil der
Straßen=
fläche nicht überſchritten und der Straßenverkehr auf dem anderen Gleis in keiner Weiſe
beeinträchtigt werden.
Geſuche um Gewährung von Ausnahmen der vorgenannten Art ſind möglichſt=
24 Stunden vorher beim Polizeiamt oder bei der ſtädtiſchen Straßenbahnverwaltung
anzubringen. Bei der Genehmigung ſolcher Ausnahmen iſt der Zeitraum, worauf ſie
ſich beziehen, jedesmal genau nach der Tageszeit zu beſtimmen.
§ 3. Fuhrwerke und Handwagen, die aus geſchäftlichen und anderen Gründen
in der Nähe der Kirchſtraße aufgeſtellt werden ſollen, können außerhalb der
Straßen=
bahngleiſe auf dem Straßengelände zu beiden Seiten der Stadtkirche aufgeſtellt werden.
Dabei dürfen die durch Marken im Pflaſter bezeichneten Straßenflächen nicht
über=
ſchritten werden. Die Ausfahrt für die Geräte der Feuerwehr aus dem Geräteraum
hinter der Stadtkirche muß in genügender Breite dauernd freigehalten werden.
§ 4. Alle in Bewegung befindlichen Fuhrwerke, insbeſondere auch Automobile
und Motorfahrräder, haben auf der genannten Straßenſtrecke die rechte Seite der
Fahr=
bahn in der Fahrtrichtung einzuhalten. Findet ausnahmsweiſe eingleiſiger Betrieb
ſtatt (§ 2), ſo iſt, ſobald ein Straßenbahnwagen naht, nach der Seite des betriebsfreien
Gleiſes auszuweichen.
Das Vorfahren, ſowie der Verſuch des Vorfahrens vor Fuhrwerke oder vor
Straßenbahnwagen iſt verboten.
Kurzes Halten der Fuhrwerke (zum ſofortigen Auf= und Einſteigen, Ab= oder
Ausſteigen und dergl.) iſt geſtattet, ſofern dadurch keine nennenswerte Hemmung des
Fahrverkehrs eintritt.
Unter allen Umſtänden müſſen die Lenker ihre Fahrzeuge dauernd unter Aufſicht
halten und jederzeit bereit ſein, den Straßenbahnwagen Platz zu machen oder
aus=
zuweichen.
§ 5. Für den durchgehenden Verkehr von beladenen Laſtfuhrwerken, von
Auto=
mobilen und Motorfahrrädern, ſowie von ſolchen Fuhrwerken, die wegen ihrer
Beſchaffen=
heit oder Ladung ſchwer lenkbar ſind oder die Breite der Fahrbahn auf mehr als die
Hälfte in Anſpruch nehmen, wird der in § 1 genannte Teil der Kirchſtraße geſperrt.
§ 6. Fußgänger, die nicht ein beſtimmtes einzelnes Haus der genannten
Straßen=
ſtrecke beſuchen wollen, haben während der Zeit des Betriebs der Straßenbahn ſtets
den in der Fahrtrichtung rechts gelegenen Fußſteig zu benutzen.
Das unnütze Stehenbleiben von Fußgängern auf den Fußſteigen oder der
Fahr=
bahn, insbeſondere an den Straßenecken, iſt verboten.
§ 7. Für den in § 1 genannten Straßenteil werden die mit den vorſtehenden
Beſtimmungen nicht in Einklang ſtehenden Vorſchriften der Polizeiverordnung vom
15. Auguſt 1899, betr. Maßregeln zur Verhütung von Unglücksfällen und
Verkehrs=
ſtörungen aus Anlaß des Betriebs der Straßenbahnen in der Stadt Darmſtadt,
auf=
gehoben.
§ 8. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der §§ 1—6 werden, ſofern nicht
nach anderen Strafbeſtimmungen eine höhere Strafe verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis
zu 30 Mark beſtraft.
§ 9. Dieſe Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Betriebseröffnung auf dem
in der Kirchſtraße neugelegten zweiten Gleis der elektriſchen Straßenbahn in Kraft.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1909.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Verkauſspreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Keüdenzſadt Darmkalſ.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch . . . . per ½ kg 86 Pfg.
Rindfleiſch
. . . . „ ½ „ 80 „
Kalbfleiſch
... „ ℳ „ 80 „
Hammelfleiſch
„ 90 „
,
Bruſt.
* 7, „ 60
Schweinefleiſch (Bratenſt.) „ 72 „ 96 „
Bauchläppchen.
½ 72 „ 90 „
2 „ 100
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „
Speck, geräuchert
½ „ 110 „
per ½ kg 110 Pfg.
Dörrfleiſch
„ 110
Schinken m. Bein . . „
½ „ 130
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
½ „ 90 „
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „ ½ „ 72 „
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 16. März I. J., vormittags 9 Uhr und
nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich in dem Hauſe Lichtenbergſtraße 18, Ecke Gutenbergſtraße, aus einem
Nachlaß folgende Mobilien und Hausrat, als:
Pianino, faſt neu, wenig geſpielt und ſehr gut erhalten, 1 Sofa mit grünem
Plüſchbezug nebſt 6 Stühlen, 1 Spiegelſchrank, 1 Damenſchreibtiſch, 1
Auszieh=
tiſch und mehrere andere Tiſche und Stühle, 1 Diwan, 1 Sofa, 1 Sekretär
(alt), 2 zweitürige große Kleiderſchränke mit Abteil. für Weißzeug, 2 komplette
Betten, 2 Waſchtiſche, 3 Nachttiſche, 1 Nähtiſch, 1 Toilettenſpiegel, 2 Spiegel
in Goldrahmen, mehrere Bilder, 1 Handnähmaſchine, 1 Badewanne,
Por=
zellan, Gläſer, 1 Gasheizofen, 1 Opernglas, 1 Küchenſchrank, Küchenmöbel
und Geſchirr, ſowie ſonſtigen Hausrat, Vorhänge, Teppiche, Vorlagen uſw.,
(5491si
eine Partie Weißzeug und Kleider.
Die Verſteigerung findet meiſtbietend gegen ſofortige Barzahlung ſtatt,
Darmſtadt, den 12. März 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstarator.
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Nummer 60₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910₰
Seite 13.
Darmſtädter Frühjahrsmeſſe 1910.
Die Plätze für die am 17. und 19. April 1910 beginnende Frühjahrsmeſſe
werden wie folgt im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz öffentlich
ver=
ſttägert:
I. Dienstag, den 22. März, vormittags 9 Uhr beginnend: 5
Schaubuden=
plätze von 8, 10, 12, 14 und 16—18 X 8—10 m, 4 Schießbudenplätze von 8 X 6—8m,
1 Photographiebudenplatz von 8 X 6—7 m, 3 Plätze für Waffelbuden von 8 X 3u
und 9 X 4 m, 4 Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m, ſowie die Plätze für
Geſchirr, Glas und Porzellan.
II. Mittwoch, den 23. März, vormittags 9 Uhr beginnend: die ſämtlichen
Plätze für Verkaufsbuden, für Stände und Schuhſtände.
Die Meſſe wird auf dem ſtädtiſchen Gelände, gegenüber dem
Hallenſchwimm=
bad, an der Mühlſtraße und Landgraf=Georg=Straße abgehalten. Plan und
Be=
dingungen liegen bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Bureau im Rathaus auf dem
Marktplatz) zur Einſicht offen. Intereſſenten können ſich vor der Verſteigerung an
Ort und Stelle über die Lage der Plätze unterrichten; der ſtädtiſche Marktmeiſter iſt zu
mündlicher Auskunftserteilung eine Stunde vor der Verſteigerung auf dem Platze
anweſend..
Die Steigerer der Plätze für Schaubuden ꝛc. haben bei der Verſteigerung über
die Art der Darbietungen, ſowie über die Größe der Buden ꝛc. unter Vorlage von
Plänen, gedruckten Beſchreibungen ꝛc. genaue Angaben zu machen.
Menagerien und Glücksſpiele, ferner alle Schauſtellungen, die nach Art und
Anpreiſung auf die Lüſternheit der Menge abzielen und als unſittlich zu bezeichnen
ſind (z. B. tätowierte Damen, Darbietungen mit der Aufſchrift „Nur für Herren”, „Nur
für Erwachſene” ꝛc.) dürfen auf den erſteigerten Plätzen nicht betrieben oder geboten
werden. Es wird den Unternehmern empfohlen, bereits vor der Verſteigerung und
dem Zuſchlag der Plätze eine Entſcheidung des Großh. Polizeiamts Darmſtadt
herbeizuführen über die Frage, ob ihre Darbietungen zugelaſſen werden oder nicht.
Ferner werden die folgenden 5 Plätze für die beiden Messen des
Jahres 1910 (Frühjahrs= und Herbſtmeſſe) auf dem Wege öffentlichen Angebots
vergeben: für ein Dampfkaruſſell von 16—18 m Durchmeſſer, für zwei Karuſſells oder
Schaukeln von 15 und 12 m Durchmeſſer, für ein Hippodrom von 20—22 m
Durch=
meſſer und für einen Kinematographen von 20—25 X 8—10 m.
Bedingungen mit Angebotſchein und Plan können von uns gegen Einſendung
einer Gebühr von 1 Mark bezogen werden.
Angebote ſind, mit der Aufſchrift „Angebot auf Meßplätze” verſehen, bis ſpäteſtens
Freitag, den 18. März, vormittags 11 Uhr
an uns einzuſenden.
Sollte ein Platz auf Grund der eingegangenen Angebote nicht vergeben werden,
dann kann er bei der am Dienstag, den 22. März, ſtattfindenden Verſteigerung zum
Ausgebot gelangen.
Darmſtadt, den 1. März 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
(4890sss
J. V.: Schmitt.
Holz-Verſteigerung (letzte).
Freitag, 18. März I. J., morgens 10 Uhr ab, werden bei Wirt Heberer in
Meſſel verſtergert aus Dieburger Mark Abt. 10 (Durchforſtung), ſowie das Dürr= und
Windfallholz aus Dieburger und Röder Mark, und zwar:
Stamme: 2 Kiefern — 0,77 fm, 8 Lärche = 2,40 fm, 38 Fichte — 8,13 fm;
Derbſtangen: 22 Fichte — 2,18 fm: Scheiter, rm: 2 Buche, 1 Eiche, 206 Kiefer,
2 Fichte; Knüppel, rm: 10 Buche, 15 Eiche, 392 Kiefer, 3 Fichte; Reiſig, Wellen:
560 Buche, 380 Eiche, 2720 Kiefer; Stöcke, rm: 1 Fiche, 111 Kiefer (davon 4 zerkleinert)
7 Fichte. Ferner wird verſteigert: mehrere beim Pflanzgarten in Dieburger Mark
liegende Haufen Zaun= und Abfallholz, ſowie in 4 Loſen auf den Abbruch der Zaun
in Dieburger Mark, Abt. 8. — Sämtliches Holz iſt vorher einzuſehen. Auskunft
erteilt Forſtwart Engel zu Meſſel.
(5586
Meſſeler Forſthaus, 10. März 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
Schlag.
Stamm=, Stangen= und Brennholz=Verſteigerung.
Mittwoch, den 16., Donnerstag, den 17. und Freitag,
den 18. März l. Js.,
werden im Ober=Ramſtädter Gemeindewald in den Diſtrikten Buchwald, Kaiſersberg
und Tannacker nachſtehende Holzſortimente verſteigert:
15 Lärchen=Stämme von 14—17 cm mittl. Durch., 8—12 m Länge,
8—18 „
„ 13—24
97 Fichten=
,
N
5—7 „
19 Buchen=Derbſtangen „ 10—12 „
„
„
36 Lärchen=
„ 8—11 „
„ 10—14 „
8—12 „
10—15 „
108 Fichten=
122 rm Buchen, 4 Eichen, 2 Birken, 2 Erlen, 37 Kiefern, 3 Lärchen und
2 Fichten; Scheiter, rm: 435 Buchen, 46 Eichen, 4 Birken, 26 Akazien,
Erlen, 102 Kiefern, 10 Lärchen, 30 Fichten und 31 Schwarzkiefern; Knüppel:
1800 Fichten= und Schwarzkiefern; Wellen, 153 rm Buchen, 31 Kiefern und
11 Fichten=Stöcke.
Bemerkt wird, daß am erſten Tage nur Stamm= und Stangenholz, am zweiten
und dritten Tage das Brennholz verſteigert wird. Das in den Diſtrikten Kaiſersberg
und Tannacker zerſtreut ſitzende Dürrholz kommt am zweiten Tag (Donnerstag) gleich
am Anfang der Verſteigerung zum Ausgebot.
Zuſammenkunft an den drei Tagen, jedesmal vormittags 9 Uhr, am Diſtrikt
Buchwald oberhalb dem Gemeinde=Steinbruch.
(5482so
Ober=Ramſtadt, den 9. März 1910
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Fritſch.
Holzverſteigerung.
Montag, den 14. und Mittwoch, den 16. I. M., von vormittags 10 Uhr an,
werden in dem Zeilharder Gemeindewald, Diſtrikt Mark, verſteigert:
Stämme: 1 Hainbuche — 0,29 fm, 2 Lärchen — O,47fm, 167 Fichten = 56,15fm;
Derbſtangen: 381 Fichten — 31 fm, 11 rm Fichten=Bohnenſtangen;
Scheiter, rm: 3 Buchen, 5 Erlen, 49 Kiefern, 6 Fichten;
76
26
36
Knüppel,
60 Eichen, 100 Erlen, 550 Kiefern, 1160 Fichten
Reiſig, Wellen: 310
Stöcke, rm: 4 Erlen, 48 Kiefern, 39 Fichten.
Bemerkt wird, daß das Stammholz am 14. zur Verſteigerung kommt. Die
Zu=
ſammenkunft iſt bei Gaſtwirt Schneider, Station Meſſer.
Zeilhard, den 5. März 1910.
(5376fs
Großherzogliche Burgermeiſterei Zeilhard.
Kühn.
Gewerbeſchule Darmſtadt.
Das neue Schuljahr beginnt Sonntag, den 3. April ds. Js. Die Aufnahme
neuer Schüler in die Handwerker=Sonntagszeichenſchule und die gewerbliche
Fort=
bildungsſchule der Hauptanſtalt und der Handwerkerſchule „Annaſtift” im
Stadt=
bezirk Beſſungen findet am
21. und 22. März ds. Js., vormittags von 9—12 Uhr,
im Schulgebäude, Ecke der Nieder=Ramſtädter= und Karlſtraße, ſtatt. In die
Abend=
zeichenklaſſe, die Modellierklaſſe und den offenen Zeichenſaal werden jederzeit neue
Schüler aufgenommen, in den offenen Zeichenſaal jedoch nur junge Leute, die im
Zeichnen ſchon vorgeſchritten ſind.
Bei der Anmeldung zur Sonntags= und Abendſchule iſt das
Schulabgangs=
zeugnis und der Lehrvertrag vorzulegen.
(4300a
Nur Schüler, die mindeſtens die 2. Klaſſe einer Volksſchule oder die 3. Klaſſe
einer Mittelſchule durchlaufen haben, können auf Aufnahme rechnen. Früher
vor=
gemerkte, bisher nicht aufgenommene Lehrlinge ſind von neuem anzumelden.
Zugleich wird ausdrücklich darauf hingewieſen, daß der Direktor in
Angelegenheiten der Schüleraufnahme nur in der Schule zu ſprechen iſt.
Darmſtadt, im Februar 1910.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrats:
Der Großh. Direktor:
Jäger.
Prof. Dr. Meiſel.
Holz-Verſteigerung.
Freitag, den 18. März I. Js., vormittags ½9 Uhr,
wird bei Wirt Brücher zu Arheilgen das Brennholz von dem Abtrieb äus Diſtrikt
Altes Jagen 12b, Forſtwartei Kranichſtein, ſowie das Durchforſtungsholz aus
Kleen=
eck 41 und Mörsbacher Grund 3, Forſtwartei Kleeneck, verſteigert:
Derbſtangen: 5 Fichten.
Reisſtangen: 640 Fichten (Bohnenſtangen) im Mörsbacher Grund.
Scheiter, rm: 173 Buchen I. Kl., 192 Buchen II. Kl., 14 Eichen II. Kl.,
4 Erlen; Knüppel, rm: 82 Buchen, 1 Eiche, 8 Birken, 1 Erle, 90 Kiefern
Reiſig, Wellen: 2970 Buchen, 200 Birken (Stammreiſig), 2410 Kiefern (
hier=
von 550 Wellen Stammreiſig in Kleeneck); Stöcke, rm: 88 Buchen (hiervon
9 fein), 7 Eichen.
Das Holz ſitzt größtenteils in nächſter Nähe der Meſſeler Chauſſee. Blau
unter=
ſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Auskunft erteilen Forſtwart Karn zu
Kranichſtein und Forſtwart Lang zu Meſſeler Falltorhaus (Poſt Meſſel).
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
(5464
van der Hoop.
Fec
Bohlenbezugs=Verein „Glum=An) Gberſtaer v. H.
Vergebung von Kohlen und Briketts.
Der Bedarf von ca. 15 Waggon Kohlen Nuß II, 3 Waggon Fettſchrot, 3 Waggon
Briketts „Union” des betreffenden Vereins für das Geſchäftsjahr 1910/11 ſoll
ver=
geben werden.
Angebote mit Bezeichnung „Anlieferung von Kohlen” ſind verſchloſſen bis
Samstag, den 19. März 1910 bei dem Vorſitzenden, Bernhard Dewald,
(5343ds
Luiſenſtraße 16, einzureichen.
Lieferungsbedingungen ſind bei Genanntem in deſſen Wohnung oder gegen
Der Vorstand.
Einſendung von 30 Pfg. zu erhalten.
Vilttorlaschule u. Eenrerninen Schnhat
zu Darmſtadt.
Anmeldungen für das Schuljahr 1910 werden Samstag,
den 2. April 1910, von ½9—½1 Uhr in der Viktoriaſchule
(Hochſtraße Nr. 44) entgegengenommen.
(Geburtsſchein, Impfſchein, letztes Schulzeugnis.)
Der Unterricht beginnt Montag, den 4. April, 8½ Uhr.
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Die Großherzogliche Direktion.
2881a)
Dr. Otto.
Höhere Mädchenſchule vorm. Jnſtitut Reineck.
Anmeldungen für die Klaſſe X, Kx, VIII und VII werden
Samstag, den 2. April 1910 im Schulhauſe, Zimmerſtraße 5,
von ½10—1 Uhr entgegengenommen.
(Geburtsſchein, Impfſchein, letztes Schulzeugnis.)
Der Unterricht beginnt Montag, 4. April, um 8½ Uhr.
Die Direktion: Dr. Otto.
2882a)
Darmstädter Faddgogian
58 Heerdweg 58
ſtaatlich konzeſſionierte und beaufſichtigte Privatſchule mit Real= und Gymnaſial=
Abteilungen und den Klaſſen Sexta bis Oberprima.
Sorgfältige und gewiſſenhafte Vorbereitung zum Einjährigen=, Primaner= und
Abiturienten=Examen, auch für Damen.
(B4534
An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer.
Im Jahr 1909 beſtanden 16, im Frühjahr 1910 11 Einjährige.
Näheres durch den Leiter
M. Elias.
Statl. konzess, und benutsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
Darmstadt
Rheinstrasse 1
am Ernst-Ludwigsplatz.
Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Sommersemester beginnt Dienstag den 12. April, 8 Uhr.
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
(2492a
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
Bonere Pribatschule, Darmsladt
Heinrichstrasse 70 1s
Telephon 1512.
Gründliche und schnelle Vorbereitung zum Einj.-, Pim.-, Fähnrich- u.
Abit.-Examen in durchaus individuellem Unterricht. Anerkannt sehr gute Erfolge.
Mit der Anstalt ist ein kleines Familienpensionat verbunden; Pensionat und Schule
sind von den besten Kreisen vorzüglich empfohlen.
Prospekte und nähere Auskunft durch den Vorsteher
(4786a
H. Rupp.
HumAee
Kaufmanmische Ferrondungsschule
MOrNE
der Grossh. Handelskamer Darmstaut.
Das neue Schuljahr beginnt am Montag, den 4. April d. J. nachmittags 1 Uhr.
Der Unterricht iſt auf 1—3 Uhr und an einzelnen Tagen auf 1—4 Uhr nachmittags feſteſetzt.
Die Aufnahme der neu eintretenden Schülerffindet am 21. und 22. März nachmittags von
1—3 Uhr im Schullokale, Schulſtraße 9 (Hinterbau) durch Herrn Lehrer Speckhardt
ſtatt. Bei der Anmeldung, bei welcher die Aufnahmebedingungen bezogen werden
können, iſt die Vorlage des letzten Schulzeugniſſes notwendig. Anmeldungen, nach
obigem Termine müſſen ſchriftlich unter Beilage des Zeugniſſes bis ſpäteſtens
den 29. März bei der Großh. Handelskammer eingereicht werden, doch können dieſe
nur Berückſichtigung finden, ſoweit noch Platz vorhanden iſt.
Das Schulgeld beträgt für das ganze Jahr 28 M. und bei Teilnahme am
franzö=
ſiſchen Unterricht, der fakultativ iſt, 36 M. Hierzu kommen noch etwa 5 M. für neu
anzuſchaffende Bücher.
Den ſich Anmeldenden wird ein Formular übergeben werden, auf welchem ſich ihr
Prinzipal perpflichtet, das Schulgeld der Kaufm. Fortbildungsſchule, welches
viertel=
jährlich pränumerando zur Erhebung gelangt, für ſeinen Lehrling während deſſen
Lehr=
zeit vorzulegen. Dieſes Formular iſt ausgefüllt und unterſchrieben beim Schulbeginn
am 4. April mitzubringen.
Der Beſuch der Schule verpflichtet auf 3 Jahre und entbindet die Schüler vom
Unterricht in der allgemeinen Fortbildungsſchule.
(5483sd
Das Kuratorium:
Dr. Human.
Kommerzienrat L. Frölich.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
„Hells von schönster Bernsteinfarbe
„Dunkel‟ klar, mild u. vollmundig
(5392a
können sich nicht nur den teueren fremden Bieren ebenbürtig zur Seite stellen, sondern
gelten allgemein als die besten Marken. Jeder Versuch führt zur dauernden Kundschaft.
Kohlenanfuhr für das
ſtädtiſche Hallenſchwimmbad.
Die Kohlenanfuhr für das ſtädtiſche
Hallenſchwimmbad für das Geſchäftsjahr
1910 ſoll verdungen werden.
Bedingungen liegen in dem
Geſchäfts=
zimmer der unterzeichneten Verwaltung,
Waldſtraße Nr. 19, während der
Dienſt=
ſtunden zur Einſicht offen. Auch werden
dieſelben dort gegen vorherige Einſendung
von 50 Pfg. in Briefmarken abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, den 18. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Städtiſche Waſſerwerk=Verwaltung.
(5438som
Rudolph.
4 h.
E4
S
Städtiſche Schutzahnalimn
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
(1508a
Mittags von 2—5.
In unſer Handelsregiſter, Abteilung B,
a wurde heute eingetragen hinſichtlich der
Firma:
Gebrüder Trier, Geſellſchaft mit
beſchränkter Haftung, zu Darmſtadt.
Das Stammkapital iſt durch Beſchluß
der Geſellſchafter vom 25. Februar 1910 um
250000 Mark erhöht und beträgt jetzt
(5481
850 000 Mark.
Kaufmann Hermann Heymach in
Frank=
furt a. M. iſt zum weiteren Geſchäftsführer
beſtellt.
Der Geſellſchafter Adolph Trier in
Darm=
ſtadt bringt das von ihm unter der Firma:
Gebrüder Fleſch & Co. in Frankfurt a. M.
betriebene Handelsgeſchäft nebſt Zubehör
mit allen Aktiven, aber ohne Paſſiven, nach
dem Stande vom 31. Dezember 1909
der=
geſtalt in die Geſellſchaft ein, daß das
Ge=
ſchäft vom 1. Januar 1910 ab als für ihre
Rechnung geführt anzuſehen iſt, wofür ihm
auf ſeine Stammeinlage 230000 Mk.
ange=
rechnet werden.,
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
Montag, den 14. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
oll die dem Wilhelm Steinfeld dahier
zuſtehende Hofreite:
qm
Flur Nr.
180 Lichtenbergſtraße 26,
III 1475
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K160/09
werden.
Falls keine anderen rechtlichen Hinderniſſe
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 24. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4340,63
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 31. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Friedrich Müller Eheleuten
da=
hier zuſtehende Liegenſchaft:
qm
Nr.
Flur
be1
22 6551/1000 214 Hofreite
Viktoria=
platz 8,
22 65525/1000 128 Grasgarten (
Vor=
garten) daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K132/09
werden.
Falls keine anderen rechtlichen Hinderniſſe
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 25. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4862,64
Britente
Samstag, den 2. April 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Nikolaus Merkel Eheleuten
in Darmſtadt zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur
r.
qm
Ah
IV 78405/1000 335 Hofreite Kiesſtraße
(Beckſtraße 78),
IV 78½%0g
157 Grabgarten daſ.,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße Nr. 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht
ein=
gelegt wird und andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 28. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
(L4860,64
Frantz.
Konservateriam fur-Muei
Mühlstrasse 70
Gegründet 1872.
Direktor W. Süss.
Die öffentlichen Hauptprüfungen der Anstalt finden vom 12. bis
21. März, nachmittags 5 Uhr ab, die Prüfungs-Konzerte, Sonntag, den
13. ds. um 11 Uhr, Mittwoch, den 16., Freitag, den 18. und Montag, den 21. ds.,
8 Uhr abends, statt. Näheres im Programm, das käuflich in der
Hofmusikalien-
handlung Gg. Thies Nachfolger zu haben ist und zu freiem Eintritt für
sämtliche Aufführungen berechtigt.
Das Sommerhalbjahr beginnt mit 4. April, Anmeldungen
vor-
mittags erbeten. Prospekte in oben genannter Musikalienhandlung und auf
der Direktion kostenlos zu haben.
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Klavier, Violine, Theorie, etc. Einzelunterricht. Prospektkostenlos, Gutachten.
2
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Am Montag, den 14. d. Mts. von 11—1 und von 2—7 Uhr findet
in Darmstadt, Hotel Prinz Karl
eine Sprechstunde statt, in der Auskunft über mein neues radikales
Heil-
verfahren erteilt wird.
Praktische Aerzte und Lehrer, die zurzeit selbst Stotternde unterrichten, sind
zuerst von mir geheilt. (Manche hatten vorher bis zu 8 Anstalten ohne den
er-
wünschten Erfolg besucht) diesbezügliche Originalzeugnisse stehen zur Verfügung.
Leidende können sich mit Hilfe meiner sehr einfachen Methode
durch Selbstunterricht in kurzer Zeit von dem Uebel befreien (ohne
Medikamente).
Bei Kindern kann das Uebel von den Eltern beseitigt werden. Versäume es
im eigenen Interesse kein Leidender, meine Sprechstunde zu besuchen.
Im letzten Jahre gingen bei mir über 500 Danksagebriefe von Personen ein,
die sich in kurzer Zeit mit meiner Methode selbst geheilt haben. Diese Briefe
liegen in der. Sprechstunde zur gefälligen Einsicht aus.
Früher war ich selbst sehr starker Stotterer und habe mich, nach vielen
erfolglosen Kuren in den besten Anstalten, selbst geheilt, Mein Verfahren wird
sogar von Behörden erworben und in Schulen angewandt.
Für die Auskunftserteilung ist eine Gebühr von 1 Mark zu entrichten.
Internationale Sprachheil-Anstalt
Direktor Warnecke.
Hannover, Brühlstr. 11.
Fernsprecher 5371.
(5477
M
Seiorischde
Blaubeuren.
(Württemberg)
(5313D
Vorbereitung für alle Militär- und Schulprüfungen
Vorzügliche Verpflegung, gewiſſenhafte Erziehung.
Glänz. Erfolge. In vielen Terminen beſtanden ſämtliche
Kandidaten, 53 Schüler, 7 Lehrer, alſo weiteſtgehende
Indi=
vidualiſierung. Proſp. u. Ref. koſtenl. v. Begr. u. Leiter K. Stracke.
Anterſtagungstaſſe „einigner Brmſtadt,
hervorgegangen aus der vor 5 Jahren aufgelöſten freien Hilfskaſſe
„Einigkeit” zahlte bei einem Beſtand von 190 Mitgliedern in dieſen
5 Jahren 9619 Mk. 50 Pfg. an Krankengeld, 1200 Mk. an
Sterbe=
rente für Mitglieder, ſowie 780 Mk. an Sterberente für Ehefrauen.
Sie hat einen Reſervefond von 7137 Mk. 94 Pfg. Bei einem
monatlichen Beitrag von 1,60 Mk. wird geleiſtet: im
Erkrankungs=
falle täglich, außer Sonntags, 1,50 Mk., 52 Wochen lang, jedes
Jahr 13 Wochen, dann jedes Jahr 6 Wochen in unbegrenzter Dauer.
Im Sterbefalle für Mitglieder eine Sterberente von 80 Mk., für
Ehefrauen 60 Mk. Die ärztliche Unterſuchung bei Herrn Dr. Göring,
Kapellplatz, iſt koſtenlos, jedoch bindend. Jeder Arbeiter, jeder
Ge=
ſchäftsmann ſollte ſich beizeiten in einer hieſigen, nicht auswärtigen
Kaſſe verſichern. — Anmeldungen nehmen entgegen und ſind zu
näherer Auskunft gerne bereit die Herren:
Patzelt, 1. Vorſitzender, Liebigſtr. 15: Krichbaum, 2. Vorſitzender,
Lauteſchlägerſtr. 23; Holzſchuh, Schriftführer, Pallaswieſenſtr. 39
und Sellwig, Rechner, Nieder=Ramſtädterſtr. 58.
(5555
Bekanntmachung.
Samstag, den 9. April I. Js.
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Emil Werner dahier zuſtehende
Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
II 9425/100 91¾10 Grasgarten (
Bleich=
platz) Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße,
II 94235/100 167
Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K13/10
Darmſtadt, den 22. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4342.63
Bekanntmachung.
Samstag, den 9. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Reſtaurateur Wilhelm
Fried=
rich dahier zuſtehende Hofreite:
qm
Flur
Nr.
IV 456//10 208
Schloßgarten=
ſtraße 11,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteiger
werden.
(K24/10
Darmſtadt, den 21. Februar 1910
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4341,63
Bekanntmachung.
Die am 7. und 8. ds. Mts. in
Rohr=
bach abgehaltene Holzverſteigerung iſt
genehmigt. Die Al fuhrſcheine können vom
16. März an bei den Kaſſen abgeholt
werden.
(5490
Ober=Ramſtadt, den 9. März 1910.=
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Seite 15.
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3½ Deutſche Reichsanl. . (3,60
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4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,70
3½ do. Conſols . . . . 93,70
3
84,60
do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,80
do.
93,20
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,00
93,20
do.
3½
3
do.
83,50
4 Hamburger Staatsanl. 101,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,70
do.
3½
92,25
3
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3 Sächſiſche Rente
84,20
4 Württembergerv. 1907 101,70
3½
do.
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5 Bulgaren=Tabak=Anl
¾/ Griechen v. 1887 . . 49,60
3¾ Italiener Rente . . . 105,10
4½ Oeſterr. Silberrente . 98,75
do. Goldrente . . 99,80
4
do. einheitl. Rente 95,10
Portug. unif Serie I 65,30
do. unif. Ser. III
Spezial .
do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,30
4 do. v. 1890 . . 94,60
do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 91,50
In Proz.
Zf.
Ruſſen v. 1902 . . . . 91,00
4,
4½ do. v. 1905 . . . . 100,25
93,70
3½ Schweden . . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 83,50
4 Türk. Admin. v. 1903 88,75
4 do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 95,70
do. Staatsrente . 92,75
5 Argentinier . . . . .
do.
91,60
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,20
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,70
100,00
do.
4½
4½ Japaner
98,50
Innere Mexikaner . . 101,60
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,70
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5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,50
do.
99,20
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5 Oeſterr. Südbahn . . 102,80
do.
85,25
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Berliner Handelsgeſ. 181,10
4 Darmſtädter Bank . . 136,00
4 Deutſche Bank . . . . 258,50
4 Deutſche Vereinsbank 128,80
4 Diskonto=Geſellſchaft . 196,60
4 Dresdner Bank . . . . 165,60
Mitteldeut. Kreditbk. 120,60
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 128,00
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,70
4 Reichsbank . . . . . . 144,50
Rhein. Kredit=Bank . 137,75
4 Wiener Bank=Verein 141,00
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
31
do. S. 19. . . . . 92,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
91,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,60
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
3½
91,50
4 Rhein. Hypoth.=Ban
(unk. 1917) 100,20
do. (unk. 1914) 91,60
3½
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
93,80
do,
3½
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Obligationen
Darmſtadt . . . . . . 100,80
do.
3½
Frankfurt . . . . . . . 101,00
do.
95,50
3½
4 Gießen . . . . . . . . 101,00
3½ do.
Heidelberg . . . . . . 100,50.
3½ do.
4 Karlsruhe . . . . . . 101,20
31
do.
92,10
Magdeburg . . . .
.
4 Mainz . . . . . .. . —
3½ do.
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3½ do.
4 München . . . . . . . 101,40
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg . . . . . . . 101,60
3½ do.
-
Offenbach . . . . . .
3½
do.
*91,10
4 Wiesbaden . . . . . . 101,60
do.
3½
4 Worms . . . . . . . . —
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,90
Verzinsliche
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Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,10
5 Donau=Reg. fl. 100 144,00
3 Holl, Komm, „ 100
Jaßen
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3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=Pfand= 77,10
briefe. . . . . . . . 137,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174,60
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20 Franks=Stücke . . . . 16,20
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Holländiſche Noten . . . . 168,50
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Seite 21.
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Firma Georg Frz. Frank, Hoffriseur, Inh.
Theodor Frank, Elisabethenstrasse 9, sowie in
den durch Schaufensterdekoration kenntlichen
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nichts anderesals ebensogut”aufreden, sondern
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Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
iſer Tiergarten! — Eine moderne Völkerwanderung.
Der Sonntagsbummel. — Zur Erinnerung. — Die
doute Friedericiana. — Der Alte Fritz in
Neu=
erlin. — Schluß der Feſt=Saiſon. — Weite Intereſſen.
Deutſche Nordpol= und Südpol=Expeditionen.
aturkunde und Reiſen. — Wilhelm Bölſche und Eugen
Zabel als Vortragende.
Unſer Tiergarten! — Der Berliner ſagt dieſe Worte
it berechtigtem Stolz, und glücklich fühlt er ſich, wenn
einen Fremden zum erſten Male nach dem heimiſchen
ark geleiten kann; mit gelaſſenem Lächeln nimmt er
ſſen Lobreden entgegen, in ſeinen Mienen iſt
aus=
drückt: nun ja, ich wußte es ja, daß er dir gefallen
üirde, wem gefiele er nicht, unſer Tiergarten!—
erlin und der Tiergarten, das iſt ein untrennbarer
egriff geworden, man kann ſich die Stadt ohne
letzte=
n und dieſen ohne die Stadt gar nicht vorſtellen, was
äre Berlin ohne den Tiergarten, was der Tiergarten
Ine Berlin! Das fröhliche Lächeln der Weltſtadt, ein
tückchen Poeſie im rauſchenden Trubel des
nimmer=
rüden Treibens und Kreiſens, ſo erſcheint uns ſtets
ieſer ſchöne Park, welcher in ſeinem Umfang und
einen Anlagen nicht ſo leicht ſeinesgleichen findet und
eſſen unſchätzbaren Wert ein großer Teil der
Ein=
vohnerſchaft wohl zu würdigen weiß. Aber ſcheinbar
och niemals ſo gewürdigt hat, wie am letzten
Sonn=
ag! Gerade um die Mittagsſtunde war’s, als ſich von
Ien Seiten der gewaltigen Stadt her die moderne
Zölkerwanderung in Bewegung ſetzte und bei
dealem Vorfühlingswetter „unſerem Tiergarten”
zu=
rebte. Immer einzelne Züge, ſtets von mehreren
Jundert Menſchen gebildet, Männer, auch Frauen,
elbſt Kinder, die meiſten in feiertäglicher Gewandung,
n gelaſſener Ruhe einhermarſchierend, manche ein
ge=
viſſes Lächeln in den Mienen, ſo mit dem Ausdruck:
„Es iſt ein guter Spaß!” Und viele von denen, die
durch einen Zufall dieſen Anmarſch ſahen und ſofort
pußten, daß der für den Treptower Park verſagte
ozialdemokratiſche Wahlrechtsſpaziergang ſich nun nach
zem Tiergarten richtete, teilten das Lächeln und ſagten
Fleichfalls: „Es iſt ein guter Spaß!‟ Denn ſie ſtellten
ſich im Geiſte vor, wie ein mächtiges Polizeiaufgebot
fenen Park ängſtlich hütete, während ſich unterdeſſen
die Szenerie gänzlich verändert hatte, und der „
Spa=
ziergang” ganz gemächlich und gemütlich im Tiergarten
ausgeführt wurde. Und da Schadenfreude bekanntlich
die reinſte Freude ſein ſoll, ſah man an jenem beſagten
Mittag zahlreiche vergnügte und ſchmunzelnde
Geſich=
ter! Daß ſie ſich ſpäter in ſehr unmutige und zornige
umwandelten, als man von den polizeilichen Ein= und
Angriffen erfuhr, hatte man nicht erwartet, denn auch
der Schreiber dieſes konnte ſich an verſchiedenen
Stellen durch den Augenſchein überzeugen, mit welcher
erſtaunlichen Disziplin und merkwürdigen
Gelaſſen=
heit ſich die Völkerwanderung vollzog, bei deren
ein=
zelnen, ſich ſo harmlos gebärdenden Teilen man nicht
an die leicht gefährlich werdende Suggeſtion der
Maſſen dachte.
Uebrigens wird wohl kaum einer der ungezählten
das Wort paßt hier wirklich, denn die Angaben über
die Zahl der „Spaziergänger” ſchwanken zwiſchen 20000
und 200000! — Teilnehmer jenes noch nie dageweſenen
Bummels daran gedacht haben, daß ſie es einem
Ber=
liner zu verdanken haben, wenn ſie ihr eigenartiges
Sonntagsvergnügen im lenzdurchwehten Tiergarten
ausführen konnten — Friedrich dem Großen! Denn
ſein Vater, der geſtrenge Friedrich Wilhelm I., hatte
den ernſtlichen Plan gehegt, den geſamten Parl
ab=
holzen zu laſſen, um das Holz zu verkaufen. Das
wurde durch die Thronbeſteigung Friedrichs verhindert,
der auch am Tiergarten ſeinen Schönheitsſinn erproben
konnte, indem er ihn durch den Freiherrn von
Knrbels=
dorff völlig umgeſtalten und zu dem machen ließ, was
der Tiergarten noch heute iſt — zu einem anheimelnden,
einem ſchönheits= und friedvollen Park. Von
Knobels=
dorff rühren übrigens auch die „Labyrinthwege” her,
die uns noch immer das Zurechtfinden erſchweren, und
er hatte ferner überall die zahlloſen Götter= und
Göttinnenſtatuen aufſtellen laſſen, zwölf von ihnen
allein auf dem „Großen Stern” den deshalb die
Ber=
liner nie anders wie Puppenplatz nannten, woher das
bekannte Wort „bis in die Puppen” ſtammt.
Die kleine Erinnerung an den Alten Fritz iſt wohl
in dieſen Tagen geſtattet, in denen ſein Bild uns auf
der Bühne — in dem beifällig aufgenommenen „
Philo=
ſophen von Sansſouci” — und im Ballſaal in getreuer
Verkörperung gegenübertrat. Es war eine glückliche
und glänzend durchgeführte Idee, zu wohltätigem Zweck
eine „Redoute Friedericiana” zu veranſtalten
und in den gewaltigen Ausſtellungshallen am Zoo von
begabten und emſigen Künſtlerhänden den
entſprechen=
den dekorativen Rahmen aus dem Friedericianiſchen
Berlin ſchaffen zu laſſen: hier der Pariſer Platz mit
ſeinen beiden kleinen, altersgrauen Wach= und
Akziſe=
häuschen (die an der Stelle des heutigen
Brandenbur=
ger Tores ſtanden), dort der Tiergarten mit den „
Zel=
mit lauſchigen Gebüſchen, freundlichen
Ruhe=
ten
plätzen unter Nadelholz= und Laubdächern, mit
Raſen=
flächen und Promenadenbänken, all’ das künſtleriſch
fein empfunden und ebenſo ausgeführt. Und belebt
von Hunderten und Aberhunderten, im Stile der Zeit
koſtümierter Damen und Herren, zu denen ſich freilich
noch weit mehr in moderner Feſttracht geſellten. Nach
dem Erſcheinen des Kronprinzenpaares und des
Prin=
zen Auguſt Wilhelm mit ſeiner Gemahlin, die, von der
unermüdlichen Vorſitzenden und um das Feſt ſo
ver=
dienten Frl. Betty von Ravenſtein und
Generalleut=
nant Freiherrn von Dincklage begrüßt, in dem
Fürſten=
zelt ihre Plätze einnahmen, verkündeten ſchallende
Fanfaren das Nahen des Feſtzuges, den zwölf
be=
rittene Trompeter, den Hohenfriedberger Marſch
bla=
ſend, eröffneten. Ihnen folgte Friedrich der Große
auf ſeinem Schimmel Condé, umgeben von ſeinen
ge=
treuen Feldherren Zieten, Schwerin, Seidlitz, und
ge=
folgt von einem bunten Schwarm ſeiner Kerntruppen,
Küraſſieren vom Regiment Gensdarme, Infanteriſten,
Trommlern, Pfeifern, denen ſich der Hofſtaat des
Königs anſchloß, eine ganz beſonders maleriſche,
reiz=
volle Gruppe: in einer vierſpännigen goldenen
Staats=
karoſſe die beiden Schweſtern des Königs, Sophie
Friederike, Markgräfin von Bayreuth — reizend
dar=
geſtellt von der jugendlich=ſchönen Frau Profeſſor Alice
Manzel — und Sophie Dorothee, Markgräfin ron
Schwedt, mit den begleitenden Damen, Gräfin Zieten=
Schwerin, Gräfin Dohna und Gräfin Renard, in einer
Sänfte die Tänzerin Barbarina, in einem Reiſewagen
Voltaire. Hinterher zog würdevoll die aus zwanzig
Perſonen beſtehende tatariſche Geſellſchaft in
prunkei=
den vrientaliſchen Gewandungen, denen lich die
Mit=
glieder des Magiſtrats von Berlin in roten Talaren
wie der Bürgerſchaft und der Zünfte anſchloſſen, und
jetzt ſchwirrte und ſurrte jauchzend das fahrende Volk
heran mit fiedelnden Zigeunern, luſtigen Tänzerinnen
und Springern, Bärenführern, Quackſalbern,
Hans=
würſten, Marketenderinnen, ein buntfarbig=frohes Ge=
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des
wühl.
Zuges bildeten vor dem Fürſtenzelt einen weiten Kreis,
in den nun feierlichen Schrittes ſechzehn Offiziere
einſtiger Friedericianiſcher Reiterregimenter in ihren
mannigfachen Uniformen und ebenſo viele Damen in
koketten Rokokotrachten traten, zu altertümlich=ſteifen
Weiſen eine Gavotte tanzend, an die ſich ein kunſtvoller
Solotanz der Barbarina reihte. Und dann ertönten
lockende Walzerklänge und es ging mit Verliner Luſt
und Ausdauer hinein ins Vergnügen, in den Jubel
und Trubel, und aus dem Abend wurde eine Nacht und
aus der Nacht ein Morgen, ein ziemlich länglicher —
was tut man nicht alles wohltätiger Beſtrebungen
wegen!
Mit dieſem glänzend verlaufenen Feſt hat die
Ber=
liner winterliche Feſtſaiſon ihren würdigen Abſchluß
Kialde, Ainr ſeh ues heneter enen etr
robe und Frack, Lack und Claque können ſich ausruhen
und dito ihre Trägerinnen und Träger. Doch nein,
ſie nicht, wann gibt’s in Berlin Ruhe, in dieſer Stadt
mit ihren vielſeitigen Intereſſen, mit der Anſpannung
ſämtlicher Kräfte, mit der Raſtloſigkeit in allem. Jeder
Tag bringt neue Anforderungen, jeder Tag zeitigt neue
Wechſelbeziehungen zwiſchen all dem, was den
menſch=
lichen Geiſt bewegt und feſſelt. Mit regſter Teilnahme
verfolgt man hier die aus Hamburg herüber gelangten
Mitteilungen über die Zeppelinſche Nordpol=
Expedition, deren nähere Aufgaben und Ziele in
der Sitzung des Arbeitsausſchuſſes erörtert worden
waren, und vernahm mit lebhafter Genugtuung von
einer neuen deutſchen Südpol=Expedition,
die der mutige und kundige Forſchungsreiſende
Leut=
nant Filchner führen wird und deren Einzelheilen
dieſer Tage hier in einer Sitzung der Deutſchen
Geſell=
ſchaft für Erdkunde dargelegt und beſprochen wurden.
An jenem Abend konnte bereits zu allgemeiner Freude
verkündet werden, daß die Hälfte der auf 800000 Mark
bezifferten Koſten bereits durch ungenannte Förderer
gedeckt ſei.
Naturkunde und Reiſen begegnen auf Berliner
Boden ſtets emſigſter Teilnahme in allen Kreiſen der
Bevölkerung. Man konnte dies recht erſehen bei
ver=
ſchiedenen Vorträgen, die Wilhelm Bölſche in
der Sing=Akademie gehalten und die ſich mit ernſten
naturwiſſenſchaftlichen Problemen, mit dem Leben auf
anderen Weltkörpern, mit den Revolutionen in der
Erdgeſchichte und kosmiſchen Zuſammenſtößen, mit dem
Halleyſchen Kometen uſw., beſchäftigten. Jeder der
Vorträge hatte den Saal bis in ſeinen letzten Winkel
hinein gefüllt mit einer aufmerkſam, faſt andächtig
lauſchenden Zuhörerſchaft, die mit ſichtlichem
Verſtänd=
nis den anſchaulichen und anmutigen Ausführungen
des Redners folgte, der die Gründlichkeit des
Gelehr=
ten mit der Schilderungskraft des Dichters zu
ver=
einen weiß.
Großen Zuſpruch fand auch ein im
wiſſenſchaft=
lichen Theater der Urania” gehaltener Vortrag von
Eugen Zabel: „Vom Kreml zur Newa‟. Der
hervorragende Schriftſteller und genaue Kenner des
ruſſiſchen Reiches wußte in vorzüglicher Form von
„Mütterchen” Moskau und dem aus einſamem
Sumpf=
boden durch ein Fürſtenwort geſtampften St.
Peters=
burg zu plaudern. Denkwürdige hiſtoriſche Ereigniſſe,
glänzende Bauten und Monumente, charakteriſtiſche
Geſtalten aus der Geſchichte und Literatur, der Kunſt,
des Volkslebens wurden knapp und doch hell beleuchtet
und ergaben, unterſtützt von trefflichen Lichtbildern,
eine Reihe packender Kultur= und Sittenbilder Alt=
und Neu=Rußlands, mit manch’ wichtigen Schlaglichtern
auf deutſchen Einſchlag und Einfluß. Wußte der
Vor=
tragende hier tief zu feſſeln durch ſeine feinſinnige Art
und Weiſe in der Behandlung des ſchwierigen Themas,
ſo verſtand er an anderen Stellen frohe Heiterkeit zu
erwecken durch witzige, treffende und ironiſche
Bemerk=
ungen, die ein verſtändnisvolles Echo fanden.
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Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr.
Karten zur Hauptprobe à Mk. 1.50 an der Hoftheater=Tageskaſſe 9½ —10½ Uhr
nd im Vorverkauf in der Muſikalienhandlung L. Schutter, Eliſabethenſtraße 12.
NB. In dieſer Hauptprobe werden alle Nummern des Programms zu Gehör
(5184ms
ebracht.
Odenwaldielub.,
5057)
Dekorierungsfest
im feſtlich geſchmückten großen Saale des
— Städtischen Saalbaues
Samstag, den 12. März, abends 8 Uhr:
Prolog, Theater, muſik.
und deklamat. Vorträge.
Mitglieder des Klubs und Freunde unſerer Beſtrebungen
ſind freundlichſt eingeladen.
Touriſtenanzug erwünſcht.
Der Vorstand.
4f.
MM
Verein der Künstler u. Kaustrreunde
gessasese Wiesbaden. (E.C.) Sasesesee
Montag den 11., Dienstag den 12., Mittwoch den 13.. Freitag den 15.
und Sonnabend den 16. April 1910, abends 7½ UIhr
werden im Saale des Civil-Casinos, Friedrichstrasse 22, zu Wiesbaden
Sämtliche Streichquartette Beethovens
durch das KLINGLER-OUARTETT aufgeführt.
Karten für den ganzen Cyelus (alle numeriert) zu 25, 15 und 10 Mk.
durch die Buchhandlung von Moritz & Münzel, Wilhelmstrasse 52, Wiesbaden.
Bereitwillige Auskunft erteilt, wenn der Anfrage Rückporto beigefügt wird,
der Direktor des Vereins, Justizrat Dr. Fleischer, Wiesbaden, Oranienstrasse 13.
4935M)
Der Vorstand.
Goffentlicher Vortras
Hat der Menſch eine unſterbl. Seele?
Sonntag nachm. 415 Uhr.
(*6341)
Neckarſtraße 22 (Hinterb.).
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Waldiiede
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Schönſter Ausflugsort.—
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*6311)
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Neuheiten!
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910
Nummer 60.
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mit und ohne Lackkappen . . . . .
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schnitt, in vielen modernen Fagons .
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mit u. ohne Lackkappen, auch Derby-
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Donnerstag, den 17. März 1910, abends 8 Uhr,
im Festsaale der Turngemeinde:
Uh
GeHenMhnn
e
Schsserr Schansann-, Hadge Wolf-Abend.
Mitwirkende: Klaviervirtuosin Frl. Hedwig Schoell aus München
und Herr Konzertsänger Dr. Piet Deutsch aus Berlin.
Klavierbegleitung: Frl. Wilhelmine Heiss von hier.
Der Blüthner-Konzertflügel ist aus dem Lager des Hoflieferanten
A. W. Zimmermann (Ludwig Schweissgut) hier.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 M., Saal zu 3 M. und
Galerie zu 1.50 M. in Arnold Bergstraessers Hofbuchhandlung und im Verkehrsbüro;
Studentenkarten zu 1 M. und Schülerkarten zu 50 Pfg bei Georg Thies Nachfolger
und abends an der Kasse. — Beitrittserklärungen für das Vereinsjahr welche
noch vor dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zum freien Besuche
desselben. Der Jahresbeitrag (15 Konzerte und Vorträge) beträgt 12 M.
Der Vorstand.
5579)
Meisinger’sche Tanzlehrschule
Darmstadt, Heidelbergerstrasse 108½.
Hans Todt
Restaurateur.
Sonntag, den 13. März, nachmittags 3 Uhr:
Schüler- und Familien-Ausflug nach Traisa,
Einkehr bei Herrn Seibert (Gasthaus zum goldenen Löwen) mit darauffolgendem
Tanzkränzchen
wozu höflichst einladet
Fr. Meisinger, Tanzlehrer.
(B5566
NB. Gäste, Freunde und Gönner sind willkommen.
Hägenschutz Teisenkener.
Einem verehrlichen Publikum, Vereinen und
Gesell-
schaften, zeige hiermit an, dass
Sonntag, den 13. März
meine der Neuzeit entsprechend hergerichtete
Lokalſtäten und Saal
dem Verkehr übergebe, und sehe geneigtem Wohlwollen
gerne entgegen; gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam,
dass zu dieser Eröffnung das beliebte
Doppel-Quartett Rheingold
seine Nachfeier, bestehend in Gesang und Tanz, abhält.
Eintritt frei.
In Fässerz Flaschen-Haupf-Oepor:
Breuerei leuis Hess Darmstadf. lelefon 187 à 197
Mittagstiſch à 70 Pfg. und 1 Mk., im Abonnement billiger.
— Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
Mlünchen in Darmstadt.
Turnhalle Woogsplatz (GrosserFestsaal)
Vom 5. März ab, bis einschliesslich 14. März, täglich
Wochentags 5 Uhr.
Sonntags 4 Uhr.
(4526a
Grosses
2
E
Bierfest
Münchner
Arrangeur: Der populäre bayer. Festwirt
Baron Muckl jr.
mit seiner urfidelen Original bayer. Hollertauer Bauern-Kapelle.
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Tagesgespräch!
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Off. unter V 16 a. d. Exped. d. Bl. (*62.
Nummer 60.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910
Seite 29,
Man beachte in meinen Schaufenstern ausgestellten
Neuheiten. Das denkbar Schönste Beste und Billigste!
(5608
1
1
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1 Ernst-Ludwigsplatz 1
Einziges Spezialgeschäft erstklassiger Herrengarderobe am Platze.
8lZZe
Ieeue
ertere ererer. e
nur 3 Tage
heute Samstag, Sonntag, Montag,
zur Vorführung gelangende
Programm ſich wiederum
voll=
ſtändig aus nur erſtklaſſigen
hervorragenden Neuheiten
zuſammen= G
ſetzt. (5551 Als Muſter
unſeres Programms ſei u. a.
hierdurch beſonders erwähnt:
Amerikaniſcher Senſationsſchlager!
Eine amerikanische
Weizenspekulation
Dieſer Film zeigt uns eine
hoch=
intereſſante, realiſtiſche Handlung.
Vorführungsdauer dieſes Bildes
eine halbe Stunde
Aeuſert wpannendt ven
K-
Die Rache des Wildschurzen
In dieſem Drama werden eine
Reihe ſpannender Szenen aus dem
Jägerleben, wie ſie in ſolcher
Wieder=
gabe ſelten gezeigt werden, vorgeführt
Aus der Wahlkampagne
i bnsient
Auf dieſes hochintereſſante Bild ſei
beſonders aufmerkſam gemacht
Beim Photographen
Alles wälzt ſich vor lachen!
Fer er unr eit un lgie
Diesteet d. Jattegs Fraenusnechet
Chriſtlicher Verein junger Männer
„Wartburg‟.
Lokal: Karlſtraße 21.
Protektor Se. Kgl. Hoheit der Großherzog.
Sonntag, vormittags 8¾ Uhr: Weiß=
Kreuz=Stunde.
Mittwoch, 9 Uhr: Bibelſtunde.
Samstag, 9 Uhr: Wochenſchluß.
Guten Mittagstiſch
zu 50 Pfg. bei Arheilger, Grafenſtraße 2,
(5355a
gegenüber der Bleichſtraße.
Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske
(B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert.
n geegee eene
Eiterarischer Zrker
Unſer nächſter Vereinsabend fin=
27.
det Montag, 14. d. M., abends 7
8 Uhr pünktlich, im Hotel Prinz
Carl, Ecke Schul= und Kirchſtraße, 7
ſtatt.
(5607 44
Thema:
Lustige Stunden.
(Rudolf Presber=Abend.
Damen und Herren, die ſich
unſe=
rem Zirkel anſchließen wollen, ſind
willkommen.
Zu der am Dienstag, 15. d. M.,
abends 8½ Uhr, im Hotel Heß von
der Freien lit. künſtl. Geſellſchaft
veranſtalteten Paul Heyſe=Feier
haben unſere Mitglieder freien
Zu=
tritt. (Eintrittskarten werden
Mon=
tag abend verausgabt.)
Sreineneant 62
Stadtgemeinde.
Lokal: Karlſtraße 21.
Montag: Zuſammenkunft bei Herrn Pfr.
Schloſſer.
Mittwoch, 8½ Uhr: Bibelſtunde.
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ORPHEUM
Tel.
389.
März
älen Samstag 12.
Familien-Abende
37 Austrag einer 2a
Schützen-Wette
Der Buren-Capitän Slema wird
an diesem Abend in Folge einer
Privat- Wette sämtliche
Kunst-
schüsse mit
Whiesigen Waffen
ausführen.
März
KMorgen
Sonntag 13.−
Grosse
Vorstellungen
nachm. 4 Uhr
2
be
Volks-Vorstellung
bei kleinen Preisen
mit ungekürztem Pragramm
Nur noch 3 Tage
Das grosse, sensationelle
Frühjahrs-Programm.
205
1 Er
4 Jansly4
Miss Alice und Capt. Slema
Die unübertreffl. Buren-Scharfschützen
5
en
Dle Wunderstolfe
XN SERENA NNK (
Elektr. Leucht-Fontänen.
und 6 weitere günsende bebuts:
Rob. Nesemann Bros. O'Kirk
Minnie Renée Chas Cherber Co.
Georgette van Dyk Biograf
etc. etc.
(5476
Das gesamte Programm
gelangt auch in der Sonntag-
Nachmittag-Vorstellung
ungekürzt 55
I zur Darstellung. 11
onerkau wit hekannt
Chriſtliche Gemeinſchaft
„Immanuel‟, E. V.
Rheinſtraße 2.
Sonntag, vormittags 9 Uhr:
Bibelbe=
ſprechſtunde.
Vormittags 11 Uhr:
Sonntagsſchule. — Nachmittags 4 Uhr:
Jugendbund. — Abends 8¼ Uhr:
Evan=
geliſation.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Blaukreuz.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Vibelſtunde.
Freitag, abends 8½ Uhr: Gebetſtunde.
Kaiſer=5 Panorama.
1 LuiſenplatzLuiſenplatz 1
(200
Aien
Chüringen.
Die Wartburg, Eisenach Annatal,
Drachen-
schlucht, Priedrichsroda, Liebenstein. (5486
(9 Vorſt.), 5. Reihe,
erre
2 Sp
isitze, B, abzugeben
*6059fso)
Hochſtraße 66, 1. Stock
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 13. März 1910.
137. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement C 35.
Neu einſtudiert:
Die Legende von der heiligen
Eliſabeth.
Dichtung von Otto Roquette.
Muſik von Franz Liſzt.
Muſikal. Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Eliſabeth, als Kind . Hedwig Jungkurth
Ludwig, als Kind . . Alfred Schulz
Eliſabeth
„ „
Landgraf Ludwig . . .
Landgraf Hermann . . .
Landgräfin Sofie
Ein ungariſcher Magnat
Der Seneſchall
Katſer Friedrich II. von
Hohenſtaufen . . . . .
Frl. Geyersbach
Hr. Weber
Hr. Stephani
Frl. Howard
Hr. Dramſch
Hr. Hoff
Hr. Hönel
Erſter Teil.
1. Bild: Ankunft der Eliſabeth auf
Wart=
burg.
2. Bild: Das Roſenwunder.
3. Bild: Die Kreuzritter.
4. Bild: Die Kreuzritter auf dem Marſche.
Zweiter Teil.
5. Bild: Vertreibung Eliſabeths von der
Wartburg.
6. Bild: Eliſabeths Tod.
7. Bild: Kaiſer Friedrich.
Feierliche Beſtattung Eliſabeths.
Rach dem 2. und 4. Bilde findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe,
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 6½ Uhr. — Ende nach 9½ Uhr.
Kartenverkauf von 11—1 Uhr und von
5½ Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Dienstag, 15. März. 138. Ab.=Vorſtell.
34. „Fauſt” (Oper). Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 16. März. 139. Ab.=Vorſtell.
B 36. Zum erſten Male: „Der dunkle
Punkt”. Luſtſpiel in 3 Akten von Guſtav
Kadelburg und Rudolf Presber. Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 17. März. 140. Ab.=Vorſt.
„Die Dollarprinzeſſin”.
36.
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Montag, den 14. März 1910.
[ ← ][ ][ → ]Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Nummer 60.
VTer Qualität der Arbeit, Zweckmäßigkeit
Wu. Gediegenheit bei
Einrichtungsgegen-
ständen schätzt, sollte nicht versäumen, sich
unsre Fabrikate anzusehen. Eine interessante
Abwechslung bietet auch die gleichzeitige
Be-
sichtigung unsrer, bei dem Ausstellungshaus:
36 FELDBERGSTRASSE 36
gelegenen, in vollem Betriebe befindlichen,
modernen Fabrikanlage mit allen dazu
ge-
hörigen Nebenbetrieben, wozu wir alle
In-
teressenten ergebenst einladen.
1,
Gg. Lnrhardt & Sonne
— Möbelfabrik
Darmstädter Werkstätten
für Handwerkskunst e
Feldbergstr. 36 (n. d. Bahnübergang Rheinstr.)
(4804a
Vom grünen Tiſch am blauen Meer.
(Eigenbericht.)
hys. Nizza, Anfangs März 1910.
Weſſen Sinne von den Zukunftsplänen und
Träu=
men nach dem ſicheren Einſchlagen „ſeines Syſtems”
in Monte Carlo noch nicht vollſtändig befangen,
der kann anſtatt den raſenden Schnellzug mit nur
erſter Klaſſe die Trambahn nehmen. Sie wird ihn
von Nizza auf dicht am Meer hinziehender Straße mit
abwechſelnd ſchönen Meer= und Landſchaftsbildern
voll ſüdlicher Reize, nach dem erſehnten Ziele
brin=
gen. Viele der Fahrgäſte haben keinen Sinn für all
dieſe Herrlichkeiten, ſie ſehen weder nach rechts noch
nach links, ſie ſind mit anderem beſchäftigt, rechnen
und rechnen und bedenken nicht, was Buſch geſagt:
„Oftmals ja und überhaupt, kommt es anders, wie
man glaubt!“
Bei der Ankunft lohnt es ſich, dem thronenden
Monaco einen Beſuch abzuſtatten. Seine Straßen
ſind eng und machen in ihrer Reinlichkeit einen
ſonn=
täglichen Eindruck. Von dieſem erhöhten Punkte kann
man ſich in Gemütsruhe den gegenüberliegenden Fels,
auf den das Kaſino gebaut, betrachten, auf dem ſchon
ſo viele Portemonnaies zerſchellten. Dahinter lagert
ſich Monte Carlo. Vor fünfzig Jahren war es
hier noch öde und leer, wo heute ein Kurort von
Welt=
ruf und ein internationaler Rendezvousplatz der
Gro=
ßen und der großen Halbwelt erſtanden. Um alle zu
beherbergen, ſind immer mehr Hotels nötig, die ſchon
jetzt zum Teil die ſteilen Felſenwände erklimmen
Einigen dieſer Häuſer geht ein „großer” Ruf
vor=
aus. So z. B. dem Hotel de Paris und ſeinem
Reſtau=
rant. Hier wie im Café de Paris hört man faſt nur
deutſch reden und erſt wenn der Kellner die „Addition”
bringt, gewahrt man, daß man ſich in Monte Carlo
be=
findet. Ein Diner zu 50 und mehr Franken iſt etwas
alltägliches.
Um das Kaſino herum ſchwärmt es wie vor einem
Bienenkorb. Mit dem goldenen Honig, den die
fleißi=
gen — oder auch dummen — Bienen ſammeln,
ver=
ſteht es, das muß man ihr laſſen, die Société des Bains
de Mer Monte Carlo als ein ſtändiges Paradies zu
erhalten. Und ſo ſuchen ſchon die um und vor dem
Kaſino ſich befindlichen Anlagen ihresgleichen in der
ganzen Welt. Sie ſind ein öffentlicher Botaniſcher
Gar=
ten, zu dem alle Zonen ſteuerten. Dieſe bunte und
duftende Flora entzückt das Auge des Beſchauers; er
erfreut ſich daran und vergißt, daß er es iſt, der alles
indirekt bezahlt. Ein Teil der Anlagen iſt mit
Heiz=
ungsröhren durchzogen, um ſelbſt den empfindlichſten
Tropengewächſen den Aufenthalt und das Gedeihen zu
ermöglichen. Die Hauptallee, ausgeſucht ſchöne
Pal=
men und andere ſeltene Bäume, wird würdig von dem
Eingang des Kaſinos abgeſchloſſen. Dieſer Prachtbau
wurde nach den Plänen des genialen Architekten
Gar=
nier — Schöpfer der Großen Oper in Paris — errichtet.
Beſonders ſchön iſt die ſüdliche Faſſade mit zwei
elegan=
ten Türmen, großem Balkon und Marmorgruppen.
Davor liegt die reichgeſchmückte Terraſſe und der ins
Meer gebaute Taubenſchießſtand. Hin und wieder
fallen zwei Schüſſe. Zu ſonderbar, da ſtehen die
Men=
ſchen und bejubeln den Schützen, der einer unſchuldigen
Taube den Garaus machte, die eben der goldenen
Frei=
heit zuſteuern wollte. Vor einer halben Stunde haben
ſie noch mitleidig das Symbol der Liebe und Unſchu
vor dem Café de Paris gefüttert. Man ſollte gla:
ben, daß derjenige, der da nicht ſelbſt mitmacht, ſchwe
davon zu überzeugen ſei, daß dieſe Tierquälerei e=
„Sport” ſei. Wieviele Tauben daran glauben müſſe
geht daraus hervor, daß Herr Sigano allein 20 mo
dete, um als „Erſter” im Großen Preis erklärt
werden. Die italieniſchen Schützen holen ſehr oft d
erſten Preiſe; wer ſchon einmal in Italien war, find
die Reſultate nicht verwunderlich, denn man kennt
Fertigkeit, mit der man dort zu Lande alles erbart
ungslos wegknallt, was gefiedert in den Lüften flie
— Vom Schießſtand und der Terraſſe hat man eine
wunderbaren Fernblick über die monegaskiſche ur
die italieniſche Riviera. Wer dagegen am Abend
e=
unvergeßliches Bild genießen will, braucht nur de
Berg gegen die franzöſiſche Gemeinde Beauſoleil
beſteigen. Ueber ihm thront ein dunkelblauer klar
Sternenteppich, unten der Hafen und auf dem
gege=
überliegenden Felſen Monaco mit ſeinen zahlreiche
Lichtern, und aus dem nächtlichen Halbdunkel zwiſche
Bäumen ſtrahlt das hellerleuchtete Kaſino wie ein Zau
berſchloß, deſſen Lichtſtrahlen auf Spielluſtige den gle
chen Einfluß ausüben, wie die brennende Bogenlamz
auf Nachtfalter.
Man kann über das Glücksſpiel, über Monte Car
und das Fürſtentum Monaco ſeine eigenen Gedank
haben; damit wird nichts geändert. Die Spielbanki
und bleibt der Hauptlebensnerv des Fürſten und de
ganzen Landes. Und für moraliſche Bedenken iſt d
Herr C. Blane, der dem gewöhnlichen Sterblichen ur
erreichbare Herrſcher im kleinen Staate, den das Kaſt
im Fürſtentum Monaco bildet, nicht zugänglich.
würde vielleicht auf ſolche Bedenken antworten: „
wir zwingen ja niemand, zu kommen, um ſein Ge
zu verlieren; alle kommen freiwillig, und es ſind der
ſo viele, daß wir ſo manchen zurückweiſen — und daft
natürlich auch Undank ernten. Hin und wieder e
Selbſtmord, Poſtkarten mit dem Fürſten von Monal
als Straßenräuber oder die Spielenden mit Eſelskö
fen ſind keine Abſchreckungsmittel, wie die fortgeſe
ſteigende Frequenz der Spielſäle lehrt. Die Ausſichte
für die Zukunft ſind ſo günſtig, daß die Geſellſchaft ihr
Konzeſſion vor kurzem um ein Menſchenalter verlär
gerte und das Kaſino, den Bedürfniſſen entſprechen
fortwährend durch Anbauten vergrößert; ſie wird dabe
nichts riskieren und kann — auf eine Eigenſchaft de
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Nummer 60₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Seite 31.
Menſchen bauend — vertrauensvoll in die Zukunft
blicken.
Das Leben und Treiben im Kaſino bietet des
In=
tereſſanten viel. Bevor man das Recht zugeſprochen
be=
tommt, ſein Geld zu verlieren, begibt man ſich in das
Sekretariat, um ſich eine Karte zu löſen. Hier ſitzen
ein Dutzend Beamte, die den Geſuchſtellenden durch
Fragen und Blicke prüfen, ob er würdig iſt, dem großen
Haufen auch ſeinen Teil beizuſteuern. Hat man den
nötigen „guten Eindruck” gemacht, dann bekommt man
eine Karte. Um ſelbige zu erreichen, wird nicht ſelten
zu einer Notlüge gegriffen, und vor dieſer
Muſterungs=
kommiſſion iſt ſchon mancher vorübergehend zum
Dok=
tor, Rentner oder Fabrikanten avanciert. Vom
Sekre=
tariat geht’s nach der Garderobe, die die ſo ſeltene
Eigenſchaft beſitzt, daß ſie nichts koſtet. Dann eilt man
durch große Flügeltüren in den Promenadenſaal, das
ſogenannte Atrium. Von der Decke her klingen die
Töne eines Orcheſters. Die Wände tragen
Bronzever=
zierungen, verziert mit Malerei; zwiſchen den
Mar=
morſäulen wogt’s auf und ab; Herren im Smoking und
Damen in großer Toilette. Eine Telegraphenagentur
ſchlägt die letzten Neuigkeiten an. Auf der anderen
Seite ſind die Eingänge zur Oper. Es ſoll dies ein
prunkvoller Konzertſaal ſein, deſſen Decke und Wände
mit allegoriſchen Gruppen und Bronzezierat überladen
ſind. Um den Beſucher nicht zuviel mit Kleingeld zu
beſchweren, hat man einen „runden” Preis für alle
Plätze gemacht. Bei gewöhnlichen Vorſtellungen 20
Franken, bei Galavorſtellungen 100, 80, 60 und 40
Fran=
ken. Vielleicht iſt dieſes Entgegenkommen des Kaſinos
chuld, daß nie Eintrittskarten zu erhalten ſind. Wenn
das Theater — wie faſt in der Regel — ausverkauft,
dann macht’s für die Saiſon ein . . .
vorüber=
ehendes Deſizit” von ungefähr einer Million!
Die Künſtler beziehen fürſtliche Salaire und . . . eine
Karte zum freien Eintritt in das Kaſino. Für den
nöti=
gen Kreislauf des Geldes iſt dann ſchon geſorgt. —
Bis man zum Atrium gelangt, hat man ſchon ein
halbes Dutzend ziemlich beleibte Diener paſſiert, die
jeden mit ernſtem Blick muſtern. Der Eintritt zum
„Allerheiligſten” den Spielſälen, iſt beſonders bewacht.
Vier ſchwarzgekleidete Beamte ſind damtt beſchäftigt,
die Karten zu revidieren und zu knipſen wie auf einem
Bahnhofe. Im erſten Spielſaal ſieht man im Moment
nichts wie links und rechts zwei Haufen Menſchen, die
ich recken und die Köpfe ſtrecken, ähnlich wie auf der
Straße, wenn was „los” iſt. Erſt wenn man näher
2
tritt, merkt man, daß vor den Stehenden eine Reihe
um einen grünen Tiſch ſitzt und ſpielt. Das Surren
der Roulettekugel, das Geräuſch des Geldes und das
ewige: „Faites votre zeu, Messeurs‟. Der Croupiers
wird hörbar. Auch im zweiten, mehr prunkhaften Saal,
ſind, wie in allen anderen, alle Spieltiſche überlagert.
Die ſich da befindlichen prächtigen Deckenverzierungen
und Wandmalereien finden nur zufälligerweiſe
Beacht=
ung, wenn ſich jemand ermüdet auf ein Sofa ſetzt und
die Blicke nach oben ſchweifen. Hat man aufgepaßt und
die nötige Geſchicklichkeit, ſo kann man durch das
Hin=
werfen eines Geldſtückes einen leer werdenden Stuhl
erhaſchen. Im Spielſaale ſcheint der „Zukunftsſtaat‟
ſchon inſoweit erreicht, daß die Klaſſenunterſchiede
auf=
gehoben ſind. Der Ariſtokrat im Geſellſchaftsanzuge
ſitzt neben dem Provinzler im Reiſekoſtüm, und ſie
lie=
gen beide mit dem gleichen Eifer dem Schreiben und
Notieren ob, als ob’s gelte, die Roulettekugel oder die
Karte zu beſchwören. Viele kommen mit Tabellen und
Notizblöcken; ſie haben ſich ein „eigenes Syſtem”
ausgearbeitet . . . Es ſteht natürlich jedem frei, auf
ſeine Art zu verlieren.
Es gibt eine ganze Reihe von Autoren von „
Ge=
winnſyſtemen” die nach dem Spruche leben: „Du ſollſt
andere mehr lieben, wie dich ſelbſt!” Sie haben „ihr
Syſtem” in ein Buch vereinigt und verſuchen ſo ihr
Glück, indem ſie das Exemplar zu 5 bis 10 Franken
verkaufen, anſtatt es praktiſch anzuwenden im Kaſino.
Man kann dieſem „Syſtem” nicht jeden Erfolg
ab=
ſprechen. Aber es gibt noch ein unfehlbareres
Syſtem, zu gewinnen, das dem Leſer nicht
vorenthal=
ten ſei, und das iſt . .. Aktionär der Bank zu werden.
Die Aktien ſind daran, 6000 Franken zu erreichen, und
die Dividende läßt nichts zu wünſchen übrig.
Die anderen Säle bieten das gleiche Bild.
Ver=
gebens ſucht man verzweiſelte und verſtörte Mienen
der Spielenden, wie man es ſo oft in Romanen lieſt;
im Gegenteil, das Geld ſcheint jeden Wertes beraubt,
und ohne zu wollen, kommt man ſelbſt in die „
Geldmiß=
achtungsſtimmung”. Am Roulettetiſch gehts ja noch,
da kann, wer die nötige Geduld hat, fünffrankenweiſe
verlieren. Aber es wird da oſt ſehr hoch und viel mit
Gold geſpielt. Ich ſah, wie eine Halbweltdame einen
befmokingten Herrn tändelnd an den Tiſch zog; er ließ
ſich willig einen Tauſendfrankenſchein wechſeln, und ſie
ſetzte mit kindlicher Freude die zehn Goldſtücke, ſo groß
wie deutſche Taler. Mechaniſch ſchaufelt der Croupier
die Füchſe ein; das Paar zieht lächelnd und kichernd
erleichtert um den ungefähren Jahresverdienſt
man=
ches Arbeiters, an einen anderen Tiſch.
Eine gerechte Entrüſtung rief ein Herr hervor, der
ſo viel und ſo umſtändlich ſetzte, daß die anderen
Spie=
ler um die günſtige Gelegenheit kamen, etwas ſchneller
ihren Draht los zu werden. Der ganze Tiſch
prote=
ſtierte murmelnd; nur einige Schmetterlinge in
duf=
tender Toilette, die hinter dem Spieler Aufſtellung
ge=
nommen, teilten nicht die Entrüſtung, wenigſtens nicht,
ſo lange er gewann.
Am „Trente-et-quarante‟=Tiſch iſt das Silber
ver=
pönt. Hier treten neben dem Gold öfters zwei= und
dreiſtellige Scheine in Aktion. Da ſaß eine alte Frau,
die ſehr ſchlecht durch ihr Aeußeres in ihre Umgebung
paßte; in einer Ledertaſche hatte ſie ihre Tauſender.
Aus zwei Scheinen wurden nach dreimaligem Spiel
ſechzehn. Weniger hold war Frau Fortuna ihrer
hüb=
chen Nachbarin; ſie hielt ſie für reich genug... ſie war
jung und ſchön!
Durch ſeine poetiſche Veranlagung in ſo
materia=
liſtiſcher Umgebung fiel ein Pärchen, auf der
Hochzeits=
reiſe, auf. Es ging, eng umſchlungen und
traumver=
loren, von einem Tiſch zum andern. Kann es etwas
Schöneres geben, als an der vom Sonnengold
durch=
leuchteten Riviera den Lenz der Liebe und des Lebens
zu durchkoſten? Der Honigmonat ſcheint außerdem die
praktiſchſte Zeit zu ſein, um Monte Carlo zu beſuchen;
die Roulette iſt nur halb ſo gefährlich.
Je weiter die Stunde vorrückt, deſto prächtiger
wir=
ken die Toiletten; die glänzendſten kommen erſt gegen
den Schluß. Allenthalben ſieht man Dämchen Angeln
nach ſprichwörtlichen „Goldfiſchen” auslegen. EinigeTiſche
fangen an, ihre Rechnung zu machen; Diener führen
die Schätze unter guter Aufſicht in den ſicheren Hafen;
die Säle leeren ſich langſam. Mancher mag um eine
Enttäuſchung reicher und um ein ſchönes Stück Geld
ärmer die „Hölle” verlaſſen; jene ſind beſtimmt
zahl=
reicher wie die, die umgekehrt die Nacht des Glückes
wegen, beim Souper im Café de Paris beſchließen.
Im Bahnhof ſteht der Zug bereit; die Franzoſen
ver=
geſſen nicht, ſich Streichhölzer von der Frau am
Bahn=
hof zu kaufen, ſie koſten die Hälfte, wie in der Patrie;
für viele iſt das der einzige Profit von dem Beſuche
in Monte Carlo. Dann kann man beim gleichmäßigen
Geräuſche des in der Nacht dahinſauſenden Zuges
noch=
mals träumen vom Klirren des Goldes und der
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loſigkeit des Geldes in den bekanntlich ſo ſchlechten
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Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Nummer 60.
8. ordentliche evangeliſche Landesſynode.
Zweiter Tag.
Die vierte Sitzung der Landesſynode wurde geſtern
Morgen gleich nach 9 Uhr vom Präſidenten D. Stamm
eröffnet. Das Eröffnungsgebet wurde vom Syn.=Abg.
Brill=Ober=Widdersheim geſprochen. Die Beratung
des Voranſchlags wurde bei Rubrik 11: „Koſten für
die Verſehung des Pfarrdienſtes”
fortge=
ſetzt, wobei der Bericht des Ausſchuſſes auf die
Schwie=
rigkeit der Aufſtellung des fünfjährigen Budgets
hin=
weiſt. Die Diskuſſion drehte ſich in der Hauptſache um
die Frage der perſönlichen Zulagen (Poſ. 2).
Auch der Streit um die beſonderen Leiſtungen der
Stadt= und der Landpfarrer, der ſchon die vorjährige
Synode in Anſpruch genommen hatte, kam wieder auf.
Der Ausſchußbericht ſagt über die Zulagen, daß im
Staatsdienſt dieſe Einrichtung nicht beſteht, ſondern daß
für Beamte mit gleicher Vorbildung und gleichem Rang
derſelbe Gehalt bezahlt wird, ohne Rückſicht auf die
be=
ſonderen Schwierigkeiten ihres Dienſtes oder die
be=
ſonderen örtlichen Verhältniſſe. Wenn auch
zugegeben=
werden müſſe, daß die Geiſtlichen in der Stadt
einen beſonders die Nerven aufreibenden Dienſt
hät=
ten, ſo gäbe es doch auch wieder für den
Landpfar=
rer beſondere Schwierigkeiten des Dienſtes, die an
Schädlichkeit für die Geſundheit den Schwierigkeiten in
der Stadt in nichts nachgeben. Auch hätten die
ſtädti=
ſchen Stellen bei ihren namentlich für einen Pfarrer
mit Familie unſchätzbaren Vorzügen die ihnen durch
die Zulagen gewährte Anziehungskraft nicht ſo nötig,
wie die entlegenen Landpfarreien, für die es heute oft
ſchwer, ja unmöglich ſei, einen Pfarrer aus Heſſen zu
finden. Der Ausſchuß beantragt, 13300 Mark zu
be=
willigen, da er die Erwartung hegt, daß auf eine
mög=
lichſt gerecht zwiſchen Stadt und Land ausgleichende
Gewährung dieſer Zulagen Bedacht genommen wird.
Eine Minderheit beantragt, dieſen Betrag zu ſtreichen.
Gegen die Form des Ausſchußantrags ſprach beſonders
Syn.=Abg. Eck; er ſprach ſich lediglich für die
Bewillig=
ung der 13 300 Mark aus. Verſchiedene Redner traten
teils für die Streichung, teils für die
Aufrechterhalt=
ung der Zulagen für die Stadtpfarrer, teils für
Be=
willigung auf den Inhaber ein. Poſition 1 (Gehälter
der Pfarrer), Poſ. 3 (Transportkoſten), Poſ. 4 (
Pfarr=
verwalter) und Poſ. 5 (Pfarrvikare) wurden nach
längerer Debatte angenommen; ebenſo Poſ. 6 (
Pfarr=
aſſiſtenten). In der Vorlage zu dieſem Punkte weiſt
das Oberkonſiſtorium auf die ſtarke Steigerung der
Ausgaben für Pfarraſſiſtenten hin. Der Ausſchuß
ſpricht den Wunſch aus, daß man die Verwandlung von
ſtändigen Aſſiſtentenſtellen in definitive Pfarrſtellen
mit allem Nachdruck betreiben werde. Aus der Debatte
iſt erwähnenswert, daß, wie Oberkonſiſtorialpräſident
Nebel mitteilte, geplant ſei, das Heiratsverbot
für die Aſſiſtenten aufzuheben. — Syn.=Abg.
Widmann beſprach die Aſſiſtentenverhältniſſe an der
Martinsgemeinde in Darmſtadt, wo ſogar Arbeit für
einen zweiten Aſſiſtenten vorhanden ſei, aber große
finanzielle Schwierigkeiten beſtänden. Prälat D. Dr.
Flöring bezeichnete das Aſſiſtentenweſen als den
wunden Punkt in der Kirchenverwaltung; er ſtehe
der Anregung, die Aſſiſtenten möglichſt in Stellen auf
dem Lande auszubilden, ſympathiſch gegenüber.
Schließ=
lich trat noch Syn.=Abg. D. Eck für die Beſchäftigung
der Aſſiſtenten mit regelmäßiger Arbeit anſtelle der
bis=
herigen Aushilfsarbeiten ein. — Es folgte eine längere
Pauſe.
Der Ausſchuß hatte während der Pauſe beſchloſſen,
den Satz ſeines Antrages: „in der Erwartung uſw.‟
(ſiehe oben) fallen zu laſſen und lediglich die
Bewillig=
ung der 13300 Mark zu befürworten. Dieſer Antrag
wurde angenommen. Die Poſitionen 2. (Sonſtige
Ver=
waltungskoſten), 8 (Umzugskoſten) und 9 (
Wohnungs=
vergütungen) derſelben Rubrik 11 wurden ohne
weſentliche Debatte angenommen. Die
Geſamtaus=
gabe für dieſe Rubrik beträgt 2013 325 Mark. — Bei
Rubrik 12 (Ruhegehalte) teilt der Berichterſtatter
Wagner mit, daß die vorgeſehenen 235000 Mark
vor=
ausſichtlich nicht ganz aufgebraucht werden würden, da
in der Folgezeit weniger Penſionierungen
vorkom=
men würden. Rubrik 13 (Kirchlicher
Dispoſi=
tionsfonds für perſönliche Zwecke: 4800
Mark) und Rubrik 14 (
Studienunterſtützun=
gen und Reiſeſtipendien: 9000 Mark) werden
angenommen. Bei dem letzten Punkt erwähnt Syn.=
Abg. D. Eck=Gießen den geringen Ertrag der an der
Landesuniverſität vorhandenen Stipendien für
Theo=
logieſtudierende. Es ſeien tatſächlich einige
vorhan=
den, die ſage und ſchreibe 70 Pfennige für den Tag
ab=
würfen. Die Unterſtützungen aus dem
Zentralkirchen=
fönds kämen daher in erſter Linie den Mittelſtänden
zugute.
Rubrik 15 (Koſten für
Disziplinarunter=
uchungen: 350 Mark), Rubrik 16 (Koſten der
Verwaltung des Zentralkirchenfonds:
11884,37 Mark) und Rubrik 17 (Koſten der
Veran=
lagung und Erhebung der Umlagen: 51717
Mark 44 Pfg.) werden antragsgemäß erledigt. Bei
Rubrik 18 (Portoauslagen: 3100 Mark)
befür=
wortet der Ausſchuß die Inangriffnahme des
Poſtaver=
ſums und Benutzung des Poſtſcheckverkehrs. Die letzten
Rubriken 19 (Abgaben aus dem
Staatszu=
ſchuß: 850,55 Mark) und 20 (Uneinbringliche
Poſten und Nachläſſe: 77576,66 Mark) werk
erledigt. Zu dem letzten Punkt bemerkt Oberkonſif
rialpräſident Nebel, daß dieſe Rubrik eine der 1
erfreulichſten des ganzen Voranſchlages ſei. Die (
fahrungen der letzten Jahre hätten ergeben, daß et
6 Prozent der geſamten Kirchenſteuerſumme une
bringlich ſei. — Der Vorſitzende ſchließt um 1 Uhr
Sitzung. Nächſte Sitzung: Samstag vormittag 9 11
Tagesordnung: Witwen= und Waiſengeld
Sport.
— Fußball. Am Sonntag findet auf dem hieſig
Exerzierplatz zwiſchen der B=Mannſchaft „Sportluf
Frankfurt a. M. und der B=Mannſchaf! „Germani=
Darmſtadt ein Pokalwettſpiel außer Konkurrenz ſtatt.
Sr. Das Internationale Lawn=Tenni
Turnier von Mentone hat bei ſchönſtem Wet
ſeinen Abſchluß gefunden. Der franzöſiſche Meiſter
Decugis zeigte ſich wieder in glänzender Form und
wann die Rivierameiſterſchaft im Herren=Einzelſp
gegen den bekannten Engländer M. J. G. Ritch
Nachdem das Spiel der Schlußrunde im erſten Sag 4 Decugis ſtand, zog Ritchie infolge einer Verletzu
des Franzoſen zurück. Das Gemiſchte Doppelſpiel
die Rivierameiſterſchaft fiel dagegen an Ritchie Salt
bury, da ihre Gegner M. Decugis=Mme.=Decugis ni
zum Kampf antraten. Die Damenmeiſterſchaft gewa
die vorjährige Siegerin Miß Salusbury, die in i
Schlußrunde Mrs. Nutcombe Quicke 6—3, 6—2 ſchlug.
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Nikolaus=Fahrt durch Rußland, die der Kaiſerl
Ruſſiſche Automobil=Klub. für die Zeit vom 22. Ju
bis 5. Juli ausgeſchrieben hat, iſt jetzt feſtgelegt worde
Die einzelnen Etappen ſind folgende: 22. Juni:
Petersburg=Pſkow 285 km, 23. Juni: Pſkow=Witeb
370 km, 24. Juni: Witebsk=Hommel 340 km, 25. Jur
Hommel=Kiew 250 km, 26.—27. Juni: Ruhetage
Kiew, 28. Juni: Kiew=Hommel 250 km, 29. Jun
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Seite 56.
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dem Spülen, oder Aushilfsmädchen für
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das nähen kann und Liebe zu Kindern hat.
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das etwas kochen kann und auch Liebe zu
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Zu erfragen in der Expedition ds. Bl.
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(*6633
handeln verstehen, werden angenommen.
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nähen und bügeln können, tüchtige Allein=
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das gut kocht baldigſt geſucht. Näh. in
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Näheres Frau Frank, Schulſtraße 9. *6237so) Mädchen für Hausarbeit u. zu
Kinder, d. ſchon in beſſ. Hauſe gedient hat,
zum 1. April geſucht Stiftſtraße 9, I. 5478) Suche junges Mädchen für den
Haushalt. Off. unter U 95 a. d. Exped. B5529) Per 1. April fleißiges, ſauberes
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(*6249
Näheres in der Expedition. *6245) Braves Mädchen per 1. April
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braves, erfahrenes Mädchen für Küche u.
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zu dem am Samstag, den 12. März
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
ſindenden Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. Parademarſch (Armeemarſch 63) von
Böhr. 2. Angereihte Stücke aus der Oper
„Tannhäuſer” von R. Wagner. 3. Große
Fantaſie aus Gg. Bizets Oper „Carmen”
von A. Schreiner. 4. „Kind, du kannſt
tanzen”, Walzer aus „Die geſchiedene Frau”
von L. Fall. 5. „Noch ſind die Tage der
Roſen”, Lied von Baumgartner. 6. Zwei
Märſche: a. „Unſere Marine” von H. Thiele;
b. „Unſere Garde” von A. Förſter.
Sonntag, den 13. März.
Von 115 Uhr ab Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts Nr 61.
1. „Hohenzollern=Ruhm‟, Marſch von
Unrath. 2. Fantaſie aus der Oper „Fauſt
und Margarethe” von Ch. Gounod. 3.
An=
gereihte Stücke aus der Oper „Mignon”
von A. Thomas. 4. „Morgenblätter‟,
Walzer von Joh. Strauß. 5. Große
Fan=
taſie aus dem Drama „Bajazzo” von R.
Leoncavallo. 6. „Ob du mich liebſt”, Lied
aus „Nakiris Hochzeit” von P. Linke.
7. „Auf zur Ludwigshöhe‟, Marſch von
25
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 60.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
Seite 89,
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Seöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. März: dem Schaffner und
Wagen=
ührer bei der elektr. Straßenbahn Heinrich Lutz,
Roßdörfer Straße 46, eine T. Frieda Anna. Am 2.:
em Zahntechniker Hugo Thümmel, Ludwigſtr. 10,
ine T. Sophie Albine Auguſte Hildegard. Am 7.: dem
Fabrikarbeiter Wilhelm Hartmann,
Wendelſtadt=
traße 44, ein S. Georg. Am 4.: dem Kaufmann Otto
Gerloff, Frankfurterſtr. 90, ein S. Otto Karl Heinrich
Am 9.: dem Bankkaſſierer Auguſt Wolf, Dieburger
Straße 78, eine T. Gertrude Chriſtina Margareta. Am
2.: dem Lokomotivheizer Friedrich Nothnagel,
Blu=
menthalſtraße 64, ein S. Philipp. Am 9.: dem Prokuriſt
Wilhelm Seipp, Blumenthalſtr. 36, eine T. Karolina
Margarete. Am 10.: dem Eiſendreher Adam
Flech=
enhar, Neue Ireneſtr. 61, eine T. Elſa. Am 4.: dem
Sergeant im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 Karl Strack,
Stiftſtr. 38, ein S. Heinrich Theodor Karl Rudolf
Alfred.
Anfgebotene. Am 7. März: Ackerer Chriſtian Klein,
Hoerdt, mit Karolina Beyl, ebendaſelbſt. Maſſeur
Friedrich Nippel, Berlin, mit Maſſeuſe Katharina
Kaebcke, ebendaſelbſt. Poſtbote Wilhelm Meuer
hier, mit Marie Frieda Späth, Rodau. Sergeant in
der 4. Eskadron des Garde=Drag.=Regts. Nr. 23 Adolf=
Schade, Marienplatz 1, mit Marie Meyer,
Michel=
ſtadt. Bäcker Karl Wilhelm Schmidt,
Alexander=
ſtraße 19, mit Hausmädchen Luiſe Margarete Holm,
Heidenreichſtr. 41. Inſtallateur Anton Franz
Vonder=
ſchmitt, Düſſeldorf, mit Schneiderin Anna Sabina
Johanna Sautier, Heinheimerſtr. 74. Friſeur Al=
Hert Franz Schönberg, Landwehrſtr. 1, mit Katharina
Franziska Küchler, Groß=Gerau. Kaufmann Wilh.
Loeber, Kranichſteiner Straße 41½, mit Verkäuferin
Anna Maria Helene Georgi, Lichtenbergſtr. 21.
Oktroiaufſeher i. P. Johannes Weigel,
Lichtenberg=
ſtraße 54, mit Haushälterin Emma Eliſe Wilhelmine
Wendel, ebendaſelbſt. Am 9.: Spengler Eugen Lutz,
Frankfurt a. M., mit Anna Margareta Möſer,
eben=
daſelbſt. Diener Karl Wilhelm Johann Kaiſer, Hei=
Helberger Straße 21, mit Maria Mollenhauer in
Droyſſig. Am 10.: Tapezier Karl Mann, Emilſtr. 32,
mit Köchin Liſette Rebenich, Ohlyſtr. 38.
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ſchmied Peter Höbel, Neue Ireneſtr. 59, mit
Dienſt=
bote Eva Katharina Trautmann, Georgenſtr. 8.
Fri=
ſeur Markus Valentin Raupp in Arnſtein (
Unter=
franken) mit Anna Katharina Schäfer hier. Schloſſer
Oskar Junker hier mit Emilie Margareta Hendrich
in Bielen. Poſtanwärter Paul Otto Hermann Wuttig
in Laukwitz mit Maria Wolf, ebendaſelbſt.
Schmiede=
meiſter Heinrich Wilhelm Schäfer in Nidda mit
Emilie Luft, geb. Kölſch, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 5. März: Weißbindermeiſter
Gott=
lieb Klotz, 69 J., ev., Lauteſchlägerſtr. 27.
Am 7.:
Johannes Leonh. Rudolf Heiſt, S. des Bierfahrers,
3 Mte., ev., Saalbauſtr. 14. Am 6.: Karoline Beär,
geb. Levy, Witwe des Privatiers, 87 J., isr.,
Wendel=
ſtadtſtr. 8. Hermann Bernhard, S. des
Tapezier=
meiſters, 11 Mte., ev., Schützenſtr. 12. Karoline
Bar=
bara Wagner, T. des Schreiners, 3 Mte., kath.,
Ar=
heilger Straße 37. Am 7.: Werkführer Ldg. Schäfer,
58 J., ev., Neue Ireneſtr. 68. Am 8.: Straßenwart i. P.
Michgel Judith, 67 J., kath., Liebfrauenſtr. 78. Am
9.: Privatier Hch. Fdch. Stein, 65 J., ev.,
Müller=
ſtraße 7. Marie Kath. Mathilde B., T. des
Okroi=
aufſehers, 1 J., ev., Mauerſtr. 23. Eva Kath. Ihrig,
T. des Tagl., 7 Tage, Rundeturmſtr. 13. Handarbeiter
Joh. Ph. Gunkel, 69 J., ev., Große Kaplaneigaſſe 30.
Ph. Jakob Kunkel, S. des Wirts, 10 Mte., ev.,
Wen=
delſtadtſtr. 30. Privatier Ldg. Molter, 64 J., ev.,
Lagerhausſtr. 30. Anna Marg. Gerbig, geb. Gerbig,
Witwe des Heizers, 76 J., ev., Rhönring 131.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Judica, den 13. März 1910
Hofkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
— Mittwoch, den 16. März, abends 6 Uhr: 6.
Paſſions=
andacht.
Stadtkirche: Vormittags um 9 Uhr: Konfirmation
der Konfirmanden des Schloßbezirks und Feier des
heil. Abendmahls. Pfarrer Weißgerber. —
Vormit=
tags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Nachmittags 6 Uhr: Profeſſor Pfannmüller.
Stadtkapelle: Samstag, den 12. März, nachmittags
6 Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. Pfarrer
Weiß=
gerber. — Sonntag, den 13. März, vorm.: Kein
Gottes=
dienſt.
Mittwoch, den 16. März, abends 6 Uhr:
Paſſionsandacht. Pfarrer D. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkapelle): Vormittags 10 Uhr:
Konfirmation mit anſchließendem Abendmahl. — Vorm.
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für das ſyriſche Waiſenhaus
in Jeruſalem. — Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm.
um 2½ Uhr: Vorſtellung und Prüfung der
Konfir=
manden des Südbezirks. Pfarrer Dingeldey.
Mittwoch, den 16. März, abends 8 Uhr: 6.
Paſſions=
andacht. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Wid=
mann. Kollekte für das ſyriſche Waiſenhaus in Jeruſalem.
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmel=
dung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. — Vorm. um
1¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt=Bezirk.
Pfarrer D. Waitz. — Abends um 8 Uhr: Liturgiſche
Feier unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins und
der Chorſchule. Pfarrer Widmann. Kollekte für die
Chorſchule.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Knöpp. —
Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, den 17. März, nachmittags
3 Uhr: 6. Paſſionsandacht. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. 10 Uhr:
Profeſſor Lic. Matthes. —
Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Walz.
Nachm. 6 Uhr
Paſſionsandacht mit Miſſionsbetrachtung. Miſſionar
Ruhland. Kollekte für die Heidenmiſſion.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Mittwoch,
den 16. März, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Geheimerat
D. Walz.
Panluskirche: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Profeſſor Trümpert. — Vormittags 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt (Entlaſſung der Konfirmanden). Pfarrer
Rückert. — Nachm. 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung
der Konfirmanden. Pfarrer Rückert. — Abends 8 Uhr
im Gemeindeſaal‟ Paſſionsſpiel. — Montag und
Dienstag, abends 8 Uhr: Wiederholung des
Paſſions=
ſpieles
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Judica, den 13. März,
nachmit=
tags 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtraße 47: Pfarrer
Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 13. März,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
—
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Donnerstag, den 17. März, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr.—
Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 13. März, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule.
Nach=
mittags 4 Uhr: Predigt. Eintritt jedermann geſtattet.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 12. März,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Paſſions=Sonntag, den 13. März 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
— Um 11 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr:
Katechetiſche Predigt und Faſtenandacht.
An allen
Werktagen vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
Mittwoch, abends um 6 Uhr:
Kreuzweg=
andacht. — Freitag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte. — Um 6 Uhr: Predigt und Andacht zu
Ehren der Schmerzen Mariä. — Samstag, vorm. um
9 Uhr: Levitiertes Hochamt.
Kapelle der Warmherzigen Schweſfern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. — Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim. — Um 5 Uhr: Verſammlung des Vereins
chriſtlicher Mütter. — Am Samstag, vorm. um ½7 Uhr:
Segenamt mit Generalkommunion der Jungfrauen=
Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakramentaliſche Betſtunde.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 12. März, nach
mittags um 3 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 13. März 1910
Feier des Großen Gebetes
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: Feierliche Eröffnung des Großen Gebetes,
erſte Betſtunde und hl. Meſſe. — Um ½7 Uhr: Zweite
Meſſe.
Um 8 Uhr: Dritte hl. Meſſe. — Um ½10 Uhr:
Vierte hl. Meſſe. — Nachmittags von 5—6 Uhr: Letzte
Betſtunde und feierlicher Schluß des Großen Gebetes.
Donnerstag, nachmittags um 6 Uhr: Faſtenandacht. —
Freitag um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
12. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
Paſſions=Sonntag, den 13. März 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
— Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Paſſions=Andacht.
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag nachmittag von
6—7 Uhr. — Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 12. März,
nach=
mittags um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
Paſſions=Sonntag, den 13. März 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr: Hochamt
und Predigt.
Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
Während der Woche um ¾8 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: Paſſions=Sonntag, den
13. März, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
The English Church (Hefkirche)
Divine Service
on Sunday, the 13th of March 1910
at 3,15 p. m.
Reverend Dr. Mac Donald Chaplain at Heidelberg.
Gelaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 13. Febr.: Dem Schmied Adam
Schmitt T. Minna, geb. 24. Dez. 09. Dem Kaufmann
Kari Friedrich Wilhelm Hillert Zwillingsſöhne Hermann
Wilhelm und Kurt Karl, geb. 9. Jan. Dem
Finanz=
amtmann Chriſtian Karl Weiſel S. Walter Georg
Hermann Heinrich, geb. 29. Sept. 09. Dem Kaufmann
Karl Johannes Wilhelm Werner Weygandt T. Anita,
geb. 30. Auguſt 09. 21. Febr.: Dem Schriftſetzer Albert=
Auguſt Sack S. Albert Erwin, geb. 4. Febr. 24. Febr.:
Dem Schutzmann Karl Jakobi S. Georg, geb. 10. Jan.
6. März: Dem Poſtſchaffner Friedrich Landau S. Hans,
geb. 10. Febr. 5. März: Dem Kunſt= u. Handelsgärtner
Georg Ludwig Adam Weicker T. Irmgard, geb. 22. Febr.
6. März: Dem Schuhmacher Adam Göttmann S. Adam
Friedrich, geb. 2. Febr. Dem Geſchäftsführer Richard
Soldan T. Erika Wilhelmine, geb. 27. Sept. 7. März:
Dem Mechaniker Anton Ganß S. Anton, geb. 17. Dez. 09.
Johannesgemeinde: 6. März: Dem
Schutz=
mann Friedrich Günther T. Marie, geb. 2. Jan. Dem
Einleger Ernſt Menges S. Adam, geb. 18. Jan. Dem
Metzger Konrad Laux T. Luiſe Suſanne, geb. 11. Febr.
Dem Poſtillon Philipp Riedel S. Heinrich, geb. 18. Jan.
Dem Poſtbote Johs. Philipp Schneider S. Adam, geb.
21. Februar.
Martinsgemeinde: 5. März: Dem
Lokomotiv=
heizer Philipp Ludwig Ferdinand Lepper S. Karl Emil
Hans Philipp, geb. 14. Febr. 8. März: Dem Schloſſer
Karl Friedrich Stahl S. Karl Walter, geb. 27. Februar.
3. März: unehel. S. Karl Alfons, geb. 17. Juli. 6. März:
Dem Bäckereibeſitzer Johann Heinrich Jöſt S. Heinrich,
geb. 24. Nov. Dem Schneider Karl Jakob Stein T.
Margarete Olga Katharine Eliſabeth, geb. 13. Februar.
9. März: Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm July S.
Kurt Wilhelm, geb. 28. Dez. Dem Schriftſetzer Hermann
Eduard Frommann S. Kurt Friedrich Otto, geb. 13. Febr.
Petrusgemeinde: 4. März: Unehelicher S.
Heinrich Adolf, geb. 17. Febr. 6. März: Dem
Bureau=
aſſiſtenten Heil T. Lina Eliſabeth u. S. Friedrich
Wil=
helm, geb. 11. Febr. Dem Bankprokuriſten Oskar Schütze
T. Erna Ruth, geb. 23. Dez.
Paulusgemeinde: 6. März: Dem
Friedhofs=
arbeiter Georg Otto Landzettel S. Georg Otto Franz,
geb. 17. Febr. Dem Metzgermeiſter Johann Philipp=
Jung S. Adolf Friedrich Ludwig, geb. 10. Febr. 7. März:
Dem Legationsrat Dr. Wilhelm Neidhart S. Karl
Guſtav Jacob Paul, geb. 15. Dez.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 5. März: Friedrich Wilhelm
Robert Rathgeber, Monteur, und Marie Alice Koenig.
Johannesgemeinde: 10. März: Wilhelm Neff,
Krankenwärter, Witwer, und Alwine Hermes von hier.
Martinsgemeinde: 9. März: Franz Paul Joſef
Sobzhak, Wächter, und Emma Emilie Körber.
Petrusgemeinde: 8. März: Wilhelm Köpel.
Kutſchereibeſitzer, und Marie Jung.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Febr.: Dorothee
Landau=
geb. Nau, Witwe des Maſchinenmeiſters Wilhelm Landau=
90 J., ſtarb 8. Febr. Eliſe Schlößmann T. des Lehrers
Philipp Jakob Schlößmann, 67 J., ſtarb 9. Febr. zu
Frankfurt a. M. 12. Febr.: Oberzahlmeiſter Auguſt Karl
Ferdinand Saeger, 68 J., ſtarb 10. Febr. 23. Febr.:
Zivilingenieur Carl Friedrich Auguſt Langhans 73 J.,
ſtarb 19. Febr. zu Cöln. 25. Febr.: Otto Krauſe, S. des
Rentners Ernſt Krauſe, 18 J., ſtarb 23. Fehr.
Amtsgerichts=
rat i. P. Otto Oſann, 42 J., ſtarb 22. Febr. 9. März;
Johs. Leonhard Rudolf Heiſt, S. des Bierfuhrmanns Johs.
Heiſt, 8 Mt., ſtarb 7. März. 3. März: Margarete Graf,
geb. Merz, Witwe des Stadtſchullehrers Wilhelm Graf,
79 J., ſtarb 28. Febr, 8. März: Hermann Bernhard, S.
des Tapeziermeiſters Alexander Bernhard, 11 Mt., ſtarb
6. März. 3. März: Anna Katharina Weimar, 4 W.,
ſtarb 2. März, 5. März: Schuhmacher Karl Böhm,
76 J. 8 Mt., ſtürb 2. März.
Johannesgemeinde: 11. März: Privatier
Ludwig Molter, 64 J., ſtarb 9. März.
Martinsgemeinde: 3. März: Mechaniker Theodor
Anton Götz, 65 J., ſtarb 1. März. 6. März: Adolf Will,
S. des Formers Philipp Will, 6 J., ſtarb 4. März.
Privatin Barbara Eliſabeth Daube, 66 J., ſtarb 4. März.
7. März: Bohrer Adam Dechert 61 J., ſtarb 5. März.
9. März: Werkführer Ludwig Schäfer, 59 J., ſtarb 7. Mäcz.
8. März: Weißbindermeiſter Gottlieb Klotz, 69 J., ſtard
5. März.
Petrusgemeinde: 4. März: Margarete Beck, T.
der Witwe des Fabrikarbeiters Georg Beck, 10 J., ſtarb
2. März.
Paulusgemeinde: 2. März: Henriette Dörlam
geb. Bohland, Witwe des Oekonomen Emil Dörlam
79 J., ſtarb 28. Febr. 3. März: Rentner Georg Dingeldei,
73 J., ſtarb 1. März. 5. März: Eliſabeth Hauf, T. des
Bäckermeiſters Heinrich Hauf, 22 J., ſtarb 3. März.
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