Darmstädter Tagblatt 1910


12. März 1910

[  ][ ]

Inſerate
Abonnementspreis
173. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt
nonatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
gärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
verbunden
mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenfüren und
aren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
den Annoncen=Expeditionen. Bei
. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ür Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsbiatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Hriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 40 Seiten.

Der politiſche Maſſenſtreik.

Freiherr v. Zedlitz ſchreibt im Tag über die
zialdemokratiſche Drohung mit dem politiſchen Maſſen=
eik
: Bei dem politiſchen Streik wird man vornehmlich
if die Stillegung derjenigen Räder des nationalen Wirt=
aftsbetriebes
Bedacht nehmen, deren Betrieb ſowohl für
n öffentlichen Dienſt wie für die Geſamtheit der nicht=
oletariſchen
Bevölkerung von beſonderem Werte iſt, deren
tillſtand mithin hier beſonders ſchwer empfunden wer=
n
müßte. Iſt der wirtſchaftliche Streik daher auf Lahm=
gung
der beteiligten Gütererzeugung gerichtet, ſo be=
veckt
der politiſche Maſſenſtreik, jenen Kreiſen der bür=
rlichen
Geſellſchaft die Mittel zur Befriedigung der täg=
chen
leiblichen und geiſtigen Bedürfniſſe zu ſperren. Be=
uchtung
, Heizung, ſelbſt Waſſer und Nahrung, Briefe,
elegramme, Zeitungen, Lokal= und Fernverkehr ſollen
m Bürger unterbunden werden, his er ſich dem prole=
riſchen
Machtgebot unterwirft.
Es leuchtet alsbald ein, daß es für die Ausſicht eines
dlitiſchen Maſſenſtreiks von ausſchlaggebender Bedeu=
ng
iſt, ob die Verkehrsanſtalten in Mitleidenſchaft ge=
gen
werden oder nicht. Der Erfolg des ruſſiſchen Maſ=
nſtreiks
iſt weſentlich auf die Stillegung des Eiſenbahn=
rd
Poſtverkehrs zurückzuführen, umgekehrt iſt dem ſchwe=
ſchen
Generalſtreik die Aufrechterhaltung des Poſt= und
iſenbahndienſtes verhängnisvoll geworden. Die krampf=
rften
Verſuche unſerer Sozialdemokratie, mittels der von
r beherrſchten Organiſation auch entſcheidenden Ein= auf das untere Perſonal der Poſt= und namentlich
r Eiſenbahnverwaltung zu gewinnen, ſind daher nur zu
klärlich und ebenſo der Aerger über die Erfolgloſig=
it
dieſer Bemühungen. Umgekehrt wird man es den
rantwortlichen Leitern unſerer großen Verkehrsanſtalten
im hohen Verdienſte anrechnen müſſen, daß ſie ungeachtet
ler Angriffe ihre Betriebe mit planmäßiger Energie vor
zialdemokratiſcher Verſeuchung bewahrt haben. Ihre
eſtigkeit hat auf die privaten und kommunalen Verkehrs=
nternehmungen
günſtig eingewirkt. Erhebliche Verkehrs=
örungen
ſind daher von einem politiſchen Maſſenſtreike
ohl nicht zu befürchten. Dieſe Ueberzeugung muß bei
rhiger Ueberlegung ſicher als Bremſe gegenüber der In=
enierung
des politiſchen Maſſenſtreiks wirken. Keines=
egs
ſicher aber iſt es, daß die Sozialdemokratie ſich die
thige Ueberlegung bewahren wird. Ihr Maſſenanhang
t bereits planmäßig und mit großem Geſchick in leiden=
haftliche
Erregung verſetzt; im Waldenburger Revier
roht er ſchon offen mit dem politiſchen Generalſtreik. Es
t aber auch ſehr möglich, daß den Führern der organiſa=
driſche
Erfolg der Demonſtrationsübungen zu Kopf ſteigt.
atſächlich iſt das ſozialdemokratiſche Maſſenaufgebot durch
Jahlrechtsexerzitien beinahe ebenſo gut gedrillt wie das
iderizianiſche Heer. Das hat der letzte Sonntag deutlich
ezeigt. Dieſe weitgehende Beherrſchung der Maſſen iſt
ber nur zu geeignet, die ohnehin vorhandene Neigung
um Größenwahn ſo zu ſteigern, daß die ruhige Ueber=
gung
verloren geht. Der politiſche Maſſenſtreik liegt da=
er
in der Luft, und wir könnten, wenn es an der nötigen
Jachſamkeit fehlt, leicht durch deſſen Ausbruch ebenſo
berraſcht werden wie die Berliner Polizei von der
onntagsdemonſtration im Tiergarten. Aus dieſer Lage
er Dinge ergibt ſich für alle, die es angeht, die dringende
Nahnung, ohne Vorzug zu prüfen, ob wir für die neueſte
form der Revolntion, den politiſchen Maſſenſtreik, ausrei=
ſend
gerüſtet ſind, und, ſoweit ſich dabei Lücken in unſerer
lichtung zeigen ſollten, dieſe möglichſt bald auszufüllen.

Die römiſche Duellaffäre.

* Parlament, Preſſe und öffentliche Meinung in Rom
itereſſieren ſich ausſchließlich für das vierfache
uell. Man weiß, daß der republikaniſche Abgeordnete
hieſa im Parlament eine der ſchönſten Damen der
wigen Stadt, die verwitwete Frau von Siemens, in
Frem Privatleben, ohne den Schein eines Beweiſes bei=
ubringen
, angegriffen hat und mit ihr, die er als Spionin
inzuſtellen beliebte, auch einen ihrer Bekannten, den
9jährigen ehemaligen Korpskommandeur Feccia di
oſſato, in ſeiner Ehre beſchmutzt hat. Bei dieſer Gelegen=
eit
hatte der unerzogene Abgeordnete den General Pru=
ente
, Unterſtaatsſekretär im Kriegsminiſterium, weil er
hm nicht antworten wollte, in grober Weiſe beleidigt und
hne irgend welchen anderen Beweggrund als Skandal=
ucht
gleichfalls eine zweite Dame, die noch lebende Her=

zogin Litta, eine alte Freundin König Humberts I., in
widerwärtiger Weiſe in die Debatte gezogen.
Eine ſo wüſte Szene hatte die italieniſche Deputierten=
kammer
ſeit Jahren nicht geſehen. Da die Herzogin Litta-
einen
Neffen in der Deputiertenkammer hat, nämlich den
Abgeordneten Grafen Morando, war es ſelbſtverſtänd=
lich
, daß dieſer den ungezogenen Republikaner zur Rede
ſtellte und ihm einige wohlſitzende Ohrfeigen applizierte.
Damit war das erſte Duell gegeben. Der Sohn der Her=
zogin
kam ſofort nach Rom gefahren und überbrachte
Herrn Chieſa eine zweite Forderung. Der Unterſtaats=
ſekretär
General Prudente überſchickte dem Ungezogenen
eine dritte Forderung. Die vierte Hauptforderung hatte
der General Feccia di Coſſato, der Bekannte der Frau von
Siemens, überbracht. Da dieſer alte verdiente Soldat
51 Jahre ſeinem Lande treu gedient und alle Befreiungs=
kämpfe
in dieſer Zeit mit großer Tapferkeit mitgemacht
hatte, konnte er den Verdacht, Geheimniſſe an eine Aus=
länderin
verraten zu haben, nicht auf ſich ſitzen laſſen. Er
verlangte daher den Vortritt vor allen anderen Duellen
und beantragte, die Angelegenheit auf Piſtolen auszutra=
gen
, unter Avancieren und Zielen bis zur Abfuhr. Dieſe
Bedingungen ſtellte der General in Anbetracht ſeines Al=
ters
und des Umſtandes, daß er erſt kürzlich einen Arm=
und Beinbruch gehabt hat, mithin auf Säbel ſeinem Geg=
ner
inferior ſei. Solch ernſte Bedingungen wollten aber
die Gegner nicht zugeſtehen, und da ſie ſich nur zu einem
Ulk=Duell mit Diſtanz von 20 Schritt ohne Zielen und mit
einmaligem gleichzeitigen Kugelwechſel hergeben wollten,
hielten die Sekundanten des Generals die Duellaffäre mit
Recht für erledigt. Viele glauben aber, daß damit die An=
gelegenheit
ſelbſt noch lange nicht aus der Welt geſchafft
iſt. Es darf doch nicht zugelaſſen werden, daß ein Abge=
ordneter
in dieſer Weiſe ungeſtraft das Heer in den Kot
zieht.
Inzwiſchen hat das erſte Duell zwiſchen dem General
Prudente und dem Abgeordneten Chieſa ſtattgefunden. Letz=
terer
wurde leicht verwundet. Mehrere Mitglieder des
Ehrenrates erklärten nach Beendigung dieſes Duells und
angeſichts der Tatſache, daß infolge der außerordentlich
leichten Verwundung Chieſas dieſer ſich dennoch weigerte,
das Duell fortzuſetzen und die Gegner doch unverſöhnt
auseinandergingen, daß General Feccia recht hatte, kein
Duell mit dem Abgeordneten Chieſa einzugehen unter ſo
milden Bedingungen. Da inzwiſchen der Ehrenhandel
Chieſas mit dem Herzog Litta durch eine Ehrenerklärung
Chieſas beigelegt wurde, wird dem Duell mit General
Feccia nur noch das mit dem Grafen Morando wegen der
Ohrfeigen folgen. Letzteres wurde verſchoben, da der Abg.
Chieſa am Fieber erkrankt iſt.

Gäſe des Sultaus.

** Die Reiſe des Königs Ferdinand von
Bulgarien nach Petersburg und im Zuſammen=
hang
damit der ebenfalls angekündigte Beſuch des ſerbi=
ſchen
Königs beim ruſſiſchen Hof haben zuerſt in der Tür=
kei
gewiſſe Bedenklichkeiten hervorgerufen, zumal immer
wieder von einem Balkanbunde die Rede war, der, wenn
er etwas bedeuten ſollte, ſeine Spitze doch nur gegen die
Türkei richten könnte. Inzwiſchen iſt eine ruhigere Auf=
faſſung
der Lage eingetreten, die ſich vorausſichtlich noch
verſtärken wird, wenn die Könige von Bulgarien
und von Serbien nach ihren Reiſen nach Rußland
auch dem Sultan in Konſtantinopel ihren Beſuch
abſtatten werden, eine Abſicht, die, wie verlautet, beſchloſ=
ſene
Sache iſt. Nach authentiſchen Nachrichten aus Kon=
ſtantinopel
wird nämlich der Beſuch des Königs von Ser=
bien
während der Abweſenheit des Miniſters des Aeußern
Milowanowitſch in Konſtantinopel erfolgen. Der König
wird ſich direkt von Rußland nach Konſtantinopel begeben.
Die türkiſche Regierung ſtellt dem König ein Schiff zur
Verfügung. Es iſt bereits ein Jrade zur Vorbereitung
des Empfanges des Königs erlaſſen. Wie auf der Pforte
verlautet, gewinnt auch ein Beſuch des Königs von Bul=
garien
in Konſtantinopel an Wahrſcheinlichkeit.
Die bulgariſchen Blätter veröffentlichen ein Interview
mit dem in Sofia weilenden ſerbiſchen Miniſter des Aeu=
ßern
Milowanowitſch, der unter anderem erklärte,
er ſei von ſeinem Beſuche in Konſtantinopel ſehr befriedigt.
Das Ergebnis des dort gepflogenen Meinungsaustauſches
ſei die Herbeiführung einer engeren Freundſchaft auf wirt=
ſchaftlichem
Gebiete in Erwartung einer günſtigen Rege=
lung
des Handelsvertragsverhältniſſes zwiſchen der Tür=
kei
und Serbien und der Frage der Adriabahn. Dieſe Aus=
ſicht
berechtige auch zu der Hoffnung auf eine Entente=

auf politiſchem Gebiet. In Konſtantinopel habe er
kein Protokoll unterzeichnet, für ſeinen Beſuch in Sofia
beſitze er keine Miſſion.

Deutſches Reich.

Der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg
wird, wie ſchon mitgeteilt, die Reiſe nach Rom am
19. März antreten. Die Eiſenbahnverwaltung ſtellt dem
Reichskanzler einen Salonwagen zur Verfügung. In der
Begleitung des Reichskanzlers werden ſich der Geſandte
am belgiſchen Hofe v. Flotow und ein Bureaubeamter be=
finden
. Herr v. Bethmann Hollweg wird in Rom in der
deutſchen Botſchaft, im Palazzo Caffarelli, wohnen.
Ueber ſeinen Aufenthalt in Rom iſt bisher nur
beſtimmt, daß er ſowohl vom König von Italien wie vom
Papſt empfangen werden wird. Wahrſcheinlich wird zu
ſeinen Ehren eine Galatafel im Quirinal ſtattfinden. Die
Rückkehr des Reichskanzlers wird ſo rechtzeitig erfolgen,
daß er zur Wiederaufnahme der parlamentariſchen Ar=
beiten
nach den Oſterſerien in Berlin iſt.
Das Ergebnis der Beratungen über die
Schiffahrtsabgaben, die während der letzten drei
Tage in Koblenz ſtattgefunden haben, läßt ſich kurz dahin
zuſammenfaſſen, daß die notwendigen Strombauarbeiten
durch Betriebsgemeinſchaft der Beteiligten ausgeführt
werden ſollen. Auf dieſer Grundlage müßte alsdann ein
Tarif feſtgeſtellt werden, wöbei die Souveränität der Staa=
ten
gewahrt bleiben ſoll. Da Preußen jetzt mit einer Ab=
ſtufung
der Sätze nach der Tiefe des Fahrwaſſers einver=
ſtanden
iſt, iſt die Möglichkeit einer leichteren Einigung
der Staaten vorhanden. So wird ſich auch eine Ueberein=
ſtimmung
über die Erhebung von Schiffahrtsabgaben und
den damit verbundenen Ausbau der zum Rheingebiete ge=
hörigen
größeren Waſſerſtraßen erzielen laſſen. Die Ver=
handlungen
ſind Donnerstag zu Ende gegangen.
Man ſchreibt uns: In der Kommiſſion des Reichs=
tags
für das Arbeitskammergeſetz machen ſich Be=
ſtrebungen
geltend, die Handlungsgehilfen in den
Geltungsbereich der Arbeitskammern einzubeziehen. Es
liegen dazu Anträge von Freiſinnigen und Zentrumsmit=
gliedern
der Kommiſſion vor. Die Regierung lehnt dieſe
Forderung aber ab. In dieſem Falle ſcheinen die Hand=
lungsgehilfen
hinter der Regierung zu ſtehen; ſie wider=
ſprechen
in zahlreichen Zuſchriften an den Reichstag und
an die Kommiſſion der Verkoppelung ihrer Intereſſenver=
tretung
mit derjenigen der gewerblichen Arbeiter.
Die Fraktionen des preußiſchen Abgeord=
netenhauſes
nahmen am Donnerstag Stellung zu
den Beſchlüſſen der Wahlrechtskommiſſion. Die
Sachlage hat ſich nicht geändert. Konſervative und Zen=
trum
werden den Kommiſſionsbeſchluß unterſtützen, die
geſamte Linke lehnt ihn ab. Die Freikonſervativen dürf=
ten
bei der Schlußabſtimmung gegen das Geſetz ſtimmen.
In dieſem Falle wäre das Stimmenverhältnis bei voll=
ſtändiger
Beſetzung 270 Stimmen für, 170 gegen die
Vorlage.
Der Senat der Stadt Bremen entließ
wegen des Telegramms der ſozialdemokratiſchen Lehrer
Bremens an Bebel den Lehrer Döhring und ordnete
gegen vier ſeiner Kollegen die Vorunterſuchung an. Zwei
davon ſind vorläufig vom Amt ſuspendiert, darunter der
Volksſchullehrer Sonnemann, ein bekannter Radikaler.

Ausland.

Wie verlautet, wird die öſterreichiſche Regierung
ihre Anleihe von 182 Millionen Kronen trotz des
Widerſtandes der Slawiſchen Union doch noch vor Oſtern
bewilligt erhalten. Die Drohung des Finanzminiſters,
daß die nötige Geldbeſchaffung ſonſt viel koſtſpieliger wer=
den
würde, hat auf die Parteien Eindruck gemacht.
In der franzöſiſchen Kammer machte bei der Bera=
tung
des Geſetzentwurfes zum Schutze der Laienſchule
Denys Cochin (konſ.) der Regierung den Vorwurf, daß ſie
ein Geſetz gegen die Familienväter und gegen die Freiheit
der Preſſe und freie Meinungsäußerung mache. Grouſſeau
(konſ.) betonte das Recht der Katholiken, gegen die athe=
iſtiſche
Lehre, welche die Geſellſchaften bedrohe, Einſpruch
zu erheben. Im weiteren Verlaufe der Debatte über den
Geſetzentwurf zum Schutze der Laienſchulen erklärte Pion
(lib.), wenn die Radikalen verſuchen würden, die Rechte
der Familienväter zu beeinträchtigen, würden ſie entſchloſ=
ſene
Gegner vor ſich finden. Nachdem noch Lefas (fortſchr.
Rep.) empfohlen hatte, den Kampf gegen die Familien=
väter
einzuſtellen, wurde die Sitzung aufgehoben. Auf der
nächſten Tagesordnung ſtehen Interpellationen über
die Geſchäftsführung der Liquidatoren.

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

Im Senat führte bei der allgemeinen Beratung der
Zolltarifreviſion Sculfort aus, die vorgeſchlagene
Reviſion ſei eine Folge der Erhöhung der Tarife, die man
in verſchiedenen Ländern vollzogen habe. Redner unter=
uchte
die Lage Frankreichs in bezug auf die ausländiſchen
Märkte und ſtellte feſt, daß die Ausfuhr Frankreichs nach
Deutſchland ſich vermehrt habe, aber die Zunahme
laſſe jetzt nach. Die Deutſchen hätten eine beſſere Methode,
indem ſie die Ausfuhr der ſubventionierten Kartellbildung
begünſtigten, um die Preiſe zu erhöhen und zu regeln.
Frankreich habe ohne Proteſt ſich vor der Erhöhung der
Tarife anderer Länder gebeugt. Er glaube nicht, daß
Frankreich Repreſſalien zu fürchten habe.
Jaurés, der über die Veruntreuungen des Li=
quidators
Duez in der Kammer interpellieren
wird, ſchreibt in ſeiner Humanité‟: Das Volk iſt mit
Recht über die Skandale der Liquidatoren erbittert, es iſt
empört, daß die widerwärtigen Machenſchaften die großen
Geſetze über die Verweltlichung bloßgeſtellt haben. Wir
werden von den unvorſichtigen und nachläſſigen Regie=
rungsmännern
, ſowie von der hochmütigen und habgieri=
gen
Richterkaſte Rechenſchaft fordern. Der Liquidator
Duez hat vor dem Unterſuchungsrichter eingeſtanden, daß
er dem Liquidator Isbert, deſſen Sekretär er vor Jahren
geweſen iſt, eine halbe Million Franken veruntreute, um
ſeine durch unglückliche Börſenſpekulationen erlittenen Ver=
luſte
zu decken; er habe dieſe Veruntreuungen durch Fäl=
ſchung
der Bücher verheimlichen können und da er Isberts
Nachfolger geworden ſei, ſo ſei es ihm natürlich ein Leich=
tes
geweſen, die Entdeckung dieſes Verbrechens zu verhin=
dern
. Der Unterſuchungrichter ſandte einen Polizei=
beamten
in die Wohnung einer Frau, zu der Duez ſeit
Jahren Beziehungen unterhielt. Der Polizeibeamte ſtellte
feſt, daß die Frau Schmuckgegenſtände und Wertpapiere
im Werte von mehr als 200000 Franken und außerdem
beträchtliche Bankeinlagen beſitzt. Die Frau erklärt aber,
daß ſie dies alles ſchon beſeſſen habe, noch ehe ſie die Be=
kanntſchaft
von Duez machte.
Bei der Beratung des engliſchen Unterhauſes über
das Proviſorium von 8 Millionen Pfund Sterling für
den Zivildienſt für ſechs Wochen vom 1. April ab fragte
Auſten Chamberlain, warum das Proviſorium in dieſem
Jahre einen ſo geringen Betrag aufweiſe und für eine ſo
kurze Zeit beſtimmt ſei; der von der Regierung eingeſchla=
gene
Weg werde ſpäter in der Seſſion ein anderes Provi=
forium
nötig machen. Lloyd George führte aus, daß die
Regierung zu der Praxis zurückkehre, die vor dem Jahre
1896 geherrſcht habe; die finanzielle Lage ſei ſehr unge=
wöhnlich
. Er glaube, daß das Haus eine andere Gelegen=
heit
haben werde, beſonders nach Ablauf der ſechs Wochen,
ſeine Anſicht über das Miniſterium auszuſprechen, welcher
Partei es auch angehören möge. Es ſei ſehr wichtig, daß
das Haus eine volle Kontrolle über die Exekutive habe,
beſonders über jene Zeit. (Beifall.) Chamberlain ent=
gegnete
, das einzige Ziel, das die Regierung beharrlich
verfolgt, ſei, daß ſie die finanziellen Verhältniſſe ihren
Nachfolgern in der größten Verwirrung hinterlaſſe. Nach=
dem
die Generaldiskuſſion über das Rechnungsweſen zu
Ende geführt war, ging das Haus zur Kongofrage
über. Der Staatsſekretär des Auswärtigen Sir Edward
Grey wiederholte ſeine Erklärungen, das belgiſche Reform=
programm
ſei nicht völlig befriedigend, obgleich man ſich
auf dem Papier Mühe gegeben habe, den engliſchen An=
ſchauungen
gerecht zu werden; aber es hänge viel von dem
Perſonal der Kongoverwaltung ab. Die britiſche Regie=
rung
werde die Annexion des Kongoſtaates
nicht anerkennen, bevor ſie nicht dem Parlament britiſche
Konſularberichte vorlegen könne, aus denen zu erſehen ſei,
daß in dem Syſtem der Kongoverwältung ein tatſächlicher
Wandel Platz gegriffen habe.
Die innerpolitiſche Lage in Griechenland
über die in der letzten Zeit nur beruhigende Nachrichten
kamen, ſcheint ſich plötzlich wieder zu verwickeln und das
Kabinett Dragumis in Mitleidenſchaft zu ziehen. Der lei=

tende Ausſchuß der Militärliga trat wiederholt zuſammen
und faßte den Entſchluß, ihre Forderungen ſchriftlich zu
formulieren und Dragumis zu überreichen. Die Forderun=
gen
verlangen eine Säuberung des Standes der Staats=
beamten
, eine Reinigung der Univerſität, eine Abänderung
des Wahlſyſtems und Löſung der ländlichen Frage in Theſ=
ſalien
. Die Verhandlungen zwiſchen Dragumis und den
Liga=Vertretern waren lang. Dragumis erklärte das
Durchbringen aller Forderungen en bloc für unmöglich im
Laufe einer Woche; daher könne er ſie nicht akzeptieren, wie
es die Liga wünſche. Der gleichen Anſicht waren Theo=
tokis
und Rhallis. Welche Stellung die Liga nehmen wird,
ob ſie die Forderungen modifizieren wird oder darauf
unverändert beharrt, ſteht noch nicht feſt. In letzterem
Falle iſt eine Demiſſion des Kabinetts nicht un=
wahrſcheinlich
.
Ein in der bulgariſchen Sobranje eingebrachter An=
trag
auf Einſetzung einer parlamentariſchen Kommiſſion
zur Unterſuchung der Tätigkeit einiger Miniſter der Stam=
bulowiſtiſchen
Kabinette unter den Präſidenten Petkow,
Petrow und Gudew wurden ohne Debatte angenom=
men
. In die Kommiſſion wurden mit Akklamation 15 De=
putierte
gewählt, die verſchiedenen Parteien angehören.

* Um Luegers Nachfolge. Ueber die Nach=
folgerſchaft
Luegers als Bürgermeiſter und chriſtlich=
ſoziales
Parteihaupt war innerhalb der Partei ſchon vor
ſeinem Tode ein Kampf hinter den Kuliſſen ausgebrochen,
der nach dem Bekanntwerden des Todes offen in die Er=
ſcheinung
trat. Geßmann, Luegers älteſter Kampfgenoſſe
und nächſt ihm der hitzigſte Agitator der Partei, hatte es
verſtanden, eine letzte Unterredung, die er mit Lueger im
Krankenzimmer hatte, ſo wiederzugeben, als ob es Lue=
gers
Wunſch geweſen wäre, er ſolle ſein Nachfolger ſein.
Geßmann glaubte dadurch die Nachfolge für ſich geſichert
zu haben. Das Deutſche Volksblatt, das Organ des
Geßmann feindlichen Flügels, veröffentlichte nun aber in
einem Sonderblatt Luegers politiſches Teſtament,
wvorin der frühere Magiſtratsdirektor und jetzige
Handelsminiſter Weiskirchner von Lueger als Nach=
olger
empfohlen wird. Es war der letzte Verſuch dieſes
Flügels, Geßmanns Kandidatur zu ſtürzen. Indeſſen zeigt
nach dem Fremdenblatt Weiskirchner, der übrigens ſchon
früher das Teſtament ſtammt von 1907, als er noch Ma=
giſtratsdirektor
war gebeten hatte, von ihm abzuſehen,
heute keine Neigung mehr, von der neuen Karriere, die
ſich ihm durch Eintritt ins Kabinett eröffnet hat. zurück=
zutreten
, und er begründet das auch mit den Schwierig=
keiten
, die er durch ſeinen Austritt aus dem Kabinett Bie=
nerth
bereiten werde und die die ganze politiſche Lage
umſtürzen würden. Geßmanns Nachfolge iſt daher ſicher.
In ſeinem Privatteſtament ſetzt Lueger, da er un=
verheiratet
geblieben iſt, ſeine ebenfalls unverheirateten
beiden Schweſtern, die ihm während ſeiner Krankheit auf=
opfernde
Pflegerinnen geweſen ſind, als Erbinnen ſeines
auf 100000 bis 120000 Kronen geſchätzten Vermögens ein.

Hugo Wolf und Richard Waguer.

(Zum 50. Geburtstage Wolfs, 13. März).
** Am 13. März begehen wir den 50. Geburtstag
Hugo Wolfs, aber es iſt die Erinnerung an einen To=
ten
, die dieſer Gedenktag des großen Komponiſten des mo=
dernen
Liedes wachruft. Am 22. Februar 1903 iſt er zur
ewigen Ruhe eingegangen, nachdem ſein Geiſt ſchon vorher
fünf Jahre lang umnachtet, ſeine Schaffenskraft gebrochen
war. Sein unſterblich Teil jedoch lebt und wirkt weiter
in dem unerſchöpflichen Schatz melodiſcher Schönheit, den
er uns hinterlaſſen; die Geſchichte ſeiner allgemeinen An=
erkennung
hat eigentlich erſt nach ſeinem Tode begonnen
und ſteht heute noch in ihren Anfängen. Wolfs höchſte
Gabe lag in dem genialen künſtleriſchen Durchleben eines
dichteriſchen Textes, den er durch den Zauber der Töne
herrlicher und leuchtender neu erſtehen ließ: eine enthuſia=
ſtiſche
Hingabe an die Werke unſerer großen Lyriker, Goe=
thes
, Mörickes, Eichendorffs, Lenaus und vieler anderer,
erfüllte ihn; bis zur Selbſtvergeſſenheit konnte er ſich in eine
fremde Individualität verſenken, bevor er ſich zum eigenen
Schaffen aufſchwang. In der Muſik hat er dieſe tiefe
Treue und Verehrung keinem Meiſter ſtärker entgegenge=
bracht
als Richard Wagner, von deſſen Werk er ent=
ſcheidende
Anregung empfing. Den Wagner des Liedes
hat man ihn genannt, weil er die gleiche innige Verſchmel=
zung
dichteriſcher und muſikaliſcher Schönheiten, wie ſie
Wagner im Drama vollbrachte, im Liede durchführte. Die
rührende Naivetät, die unendliche Begeiſterungsfähigkeit,
die Hugo Wolfs ganzes Erdenlebn mit einem poetiſchen
Dufte verklären, treten in ſeinem Verhältnis zu Wagner
beſonders deutlich hervor. Er iſt ihm nie perſönlich nahe
gekommen; er hat kaum ein flüchtiges Geſpräch von ihm
erhaſcht und doch iſt er ſein ganzes Leben lang mit heiligem
Eifer für ihn eingetreten, hat in ſeinen Kritiken mit feu=
rigem
Mut für ihn gekämpft und den Haß aller Brahms=
Verehrer, die in Wien ſo mächtig waren, freudig ertragen,
weil er für ein zweites Idol in ſeinem Herzen keinen
Platz hatte, weil er Brahms ablehnen mußte, da er Wag=
ner
ſo über alles liebte.

In ſeinem ſchönen ausführlichen Lebensbilde hat Dr.
Ernſt Deoſey der Stellung Hugo Wolfs zu Wagner ein
beſonderes Kapitel gewidmet. Richard Wagners Geſtalt
ſteht als leuchtendes Vorbild an der Pforte zu Wolfs
Künſtlerlaufbahn. Dem eben nach Wien gekommenen, im
dunklen Drang hin und her irrenden Knaben war das
leuchtende Ziel ſeines Lebens geſteckt, als der Meiſter der
Zukunftsmuſik 1875 in Wien jene bedeutſame Tannhäuſer=
Aufführung leitete, die ein Markſtein im Siegeslauf ſeiner
Werke war. Dieſen erſten Opernkompoſiteur unter allen
Künſtlern in der Nähe zu ſehen, vielleicht gar zu ſprechen,
das war des jungen Wolf ſehnlichſter Wunſch. Vor der
Aufführung ſtellt er ſich ſchon vier Stunden früher an, um
ſich einen guten Platz auf der vierten Galerie zu erkämpfen;
er applaudiert, daß ihm die Hände wund werden und
ſchreit in ſeiner Verzückung ſo laut Bravo, daß er heiſer
wird und die Leute mehr auf ihn als auf Wagner ſchauen.
Im jubelnden Aufſchrei ſeiner Seele fühlt er: Ich bin
ein Wagnerianer geworden! In Froſt und Kälte faßt
er dann ſtundenlang vor dem Hotel Imperial Poſto, wo
der Meiſter eine herrliche Wohnung von ſieben Zimmern
bewohnt. Er wartet, bis er zur Probe nach der Oper
fährt, grüßt ihn tief, reißt ihm den Kutſchenſchlag auf und
rennt dann, ſo ſchnell er laufen kann, dem Fiaker voraus,
um an der Oper die Tür wieder zu öffnen. Aber nichts
hilft: ein ſtarrer Blick, eine Erwiderung ſeines Grußes
ſonſt nichts. Da macht den Knaben die Not erfinderiſch;
er ſteckt ſich hinter das Kammermädchen, freundet ſich mit
dem Hoteldirektor an und ſchließlich wird er in das Hei=
ligtum
des Unſterblichen eingelaſſen; er ſteht ihm von An=
geſicht
zu Angeſicht gegenüber. Den Eltern hat er in einem
Briefe erzählt, was dann vor ſich ging: Wagner ging,
ohne mich zu beachten, in ſein Zimmer, als die Kammer=
zofe
zu ihm in einem bittenden Ton ſagte: Ach, Herr
Wagner, ein junger Künſtler, der ſchon ſo oft auf Sie war=
tete
, um mit Ihnen zuſammen zu kommen, wünſcht mit
Sie zu ſprechen. Er kam heraus, blickte mich an und
ſagte: Ich habe Sie ſchon einmal geſehen, ich glaube, Sie
ſind (wahrſcheinlich wollte er ſagen, Sie ſind ein Narr.)
Hierauf ging er hinein und öffnete mir die Tür zum Em=
pfangsſalon
, wo eine wahrhaft königliche Pracht berrſcht.

In der Mitte ſtand ein Ruhebett, ganz aus Samt und
Seide. Wagner ſelbſt war in einen langen Samtmantel
mnit Pelzverbrämung eingehüllt. Als ich hineintrat, fragte
er nach meinem Begehren. Wolf ſtammelte nun einge
verlegene Worte, reichte Wagner auch eine Rolle mit eige=
nen
Kompoſitionen und bat um ein Urteil. Wagner war
einen Blick hinein und ſagte: Lieber Freund Klavier
muſik? Sehen Sie, davon verſtehe ich nun gar nichts
Wenn Sie mal Lieder ſchreiben, dann kommen Sie zu
mir. Worauf Wolf herausplatzte: O, Meiſter ſind zu
beſcheiden! Als der Anfänger dann bemerkte, daß er
noch nicht ſelbſtändig ſei, meinte der Meiſter lachend
Nun, ja, das iſt ja recht, man kann nicht gleich Origina
ſein.
Damit war der große Moment zu Ende, der an und
ich wohl ein nicht eben ſehr bedeutſamer Vorfall war
wie ein intimer Freund Wagners, Guſtav Schönaich, de
ihn miterlebte, ſpäter berichtete. Aber für die innere Ent
wickelung Wolfs war er von höchſtem Werte, denn für ih
wurde Wagner nun der große abweſende Freund dem e
ſich als Menſch und Künſtler mit ganzer Seele weiht=
Das ging ſogar ſo weit, daß er gewiſſe perſönliche Eigen
tümlichkeiten Wagners annahm. So ſchrieb er ſeine Kon
poſitionen gern mit einer goldenen Feder, weil er wußt
daß ſich auch der Meiſter einer ſolchen Feder bediente, de
ihm Mathilde Weſendonck einſt geſchenkt hatte. Ja, ſoge
eine Handſchrift erhielt einen Duktus, der an den graziöſe
eingeſchwungenen Charakter der Schriftzüge Wagners g=
mahnt
. Als Kritiker rügte er jede Abweichung von der
Willen Wagners, jeden Strich, der die Geſamtwirkun
ſeiner Muſikdramen ſchädigte, aufs ſtrengſte. Selbſt in ſe
nen Träumen fühlte er ſich dem Meiſter nahe, beſuch
ihn in Gedanken in Wahnfried und ſprach ſich ſo in de
Phantaſie mit ſeinem hohen Vorbild über wichtige Frage
der Kunſt aus, auch als der Meiſter ſchon geſtorben wa
So konnte er kurz nach Wagners Tode an Felix Mot
ſchreiben: Noch heute kann ich kaum glauben, daß d
Mann tot iſt, der uns elende Lehmpatzen erſt zu Menſche
gemacht hat.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. März.

* Verleihung des Goldenen Kreuzes an Dienſtboten.
Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin hat
am 11. März, als am Geburtstage weiland Ihrer
Großh. Hoheit der Prinzeſſin Eliſabeth,
folgende Ehrenzeichen für langjährige tren geleiſtete
Dienſte in ein und derſelben Familie an folgende
Dienſtboten verliehen: A. Das Goldene Kreuz
mit Brillanten: 1. Dorothea Frieß von Würz=
burg
, 46 Jahre bei der Familie des Herrn Otto Stock=
hauſen
in Darmſtadt. 2. Franziska Kohler von Offen=
bach
, 58 Jahre bei Frau Rentner Gottfried Schwab in
Darmſtadt. 3. Regina Münzinger von Nördlingen, 40
Jahre bei Herrn Baumeiſter Eduard Harres in Darm=
ſtadt
. 4. Eliſe Schneider von Darmſtadt, 41 Jahre bei
Freifrau von Dalwigk in Darmſtadt. 5. Eliſabeth
Stern von Düdelsheim, 40 Jahre bei Frau Moritz Bial
Witwe in Offenbach. 6. Karoline Benner von Neuſtadt
i. O., 40 Jahre bei Fräulein Sofie Sartorins in Mainz.
7. Katharina Keck von Groß=Karlbach, 41 Jahxe bei
Frau Geh. Kommerzienrat Friedrich Feldheim Witwe
in Mainz. B. Das Goldene Kreuz. I. Provinz
Starkenburg: 1. Sidonie Alt von Lauterbach, 25
Jahre bei Herrn Ludwig Trapp in Darmſtadt.
2.
Margarete Bauer von Blitzenrod, 25 Jahre bei Herrn
Ludwig Trapp in Darmſtadt. 3. Juliane Bender von

Mainz, 25 Jahre bei Frau Eva Rathgeber Witwe in
Darmſtadt. 4. Chriſtine Eifert von Angersbach, 2
Jahre bei Herrn Geh. Regierungsrat Bichmann i
Darmſtadt. 5. Anna Martha Metzger von Schrecksback
25 Jahre in der Familie des Herrn Zahnarzt O. Köhle
in Darmſtadt. 6. Eliſabethe Bangert Witwe von Groß
Bieberan, 25 Jahre bei Herrn Landwirt Karl. Albrech
in Groß=Bieberau. 7. Eliſabeth Porzel von Darmſtadt
25 Jahre bei Fräulein Anna von Werner in Bensheim
8. Marie Vollhardt von Reichenbach, 34 Jahre be
Herrn Peter Dingeldein II. in Gronau. II. Provin
Oberheſſen: 1. Marie Ehrmann von Wallhauſen
25 Jahre bei Herrn Proſeſſor Dr. Karl Groos ir
Gießen. 2. Emilie Wehn von Biedenkopf, 25 Jahre be
der Familie des Herrn Rechtsanwalt Homberger i=
Gießen. 3. Johannette Dörr von Münſter, 25 Jahre be
der Familie Joh. Georg Hahn in Bellersheim.
Karoline Lepper von Alten=Buſeck, 30 Jahre bei Herrt
Friedrich Klug in Alten=Buſeck. 5. Marie Rau vor
Berſtadt, 25 Jahre bei Herrn Auguſt Wolf III. i
Berſtadt. III. Provinz Rheinheſſen: 1. Marga
rete Engroff von Ginsheim, 25 Jahre bei Frau Antor
Wagner Witwe in Mainz. 2. Eva Eliſabetha Knap=
von
Unter=Schönmattenwag, 25 Jahre bei Herrn Fabri
kant Franz Gaſtell in Mainz. 3. Margarete Koſtolitzk
von Lindenfels i. Odw., 25 Jahre bei Frau Eliſ
Schiffmacher in Mainz. 4. Barbara Müller von Neu
Leiningen i. d. Pfalz, 25 Jahre bei Frau Sophie Neu
in Mainz. 5. Barbara Seemann von Oggersheim i.!
Pfalz, 25 Jahre bei Frau Sophie Neus in Mainz.
Eliſabeth Schick von Raunheim, 25 Jahre bei Frau E
Grünert in Mainz. 7. Henriette Stamm von Staffel
25 Jahre bei Frau Geh. Kommerzienrat Friedrich Feld
heim Witwe in Mainz. 8. Katharina Karoline Vol
von Windiſchbuch, 25 Jahre bei der Familie des Buch
druckereibeſitzers Auguſt Falk in Mainz. 9. Katharin
Räder Witwe von Gau=Heppenheim. 37 Jahre bei de
Familie des Herrn Georg Becker I. in Gau=Heppen
heim. 10. Margarete Wagner von Gaugrehweiler it
der Pfalz, 25 Jahre bei Herrn Joh. Zimmer in Flon
beim. 11. Katharina Wendel von Ober=Finkenbach, 2
Jahre bei der Familie des Herrn Kommerzienrats W
Koelſch in Worms.
Uebertragung. Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog haben dem Pfarrer Peter Schweickert zu
Schwickartshauſen die evangeliſche Pfarrſtelle zu Kriegs
heim, Dekanat Worms, übertragen.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit de=
Großherzog haben dem Forſtwart der Forſtwarte
Wahlen, Oberförſterei Lörzenbach, Förſter Valentir
Bayerer zu Wahlen das Silberne Kreuz des Ver
dienſtordens Vhilipps des Großmütigen verliehen.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Gemeindeſchule zu Lauterbach Georg Conté au
ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen
treuen Dienſte, vom 1. April 1910 an.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 3 enthält:
1. Verordnung, den Anſatz, die Erhebung und die Bei=
treibung
der Gerichtskoſten betreffend. 2. Bekannt=
machung
, die Beſchäftigung von Arbeiterinnen und
ugendlichen Arbeitern in Ziegeleien betreffend. 3. Be=
kanntmachung
, den Verkehr mit Diphtherieheilſerum
betreffend.
* Großh. Hoftheater. Wegen plötzlicher Abſage
des Fräulein Suchanek ſang die Partie der Lady Harriet
Durham in der Vorſtellung Martha am Donnerstag
Fräulein Martha Bommer vom Stadtthegter in
Mainz als Gaſt.
n. Vor dem Schwurgericht wurde geſtern die Anflage
gegen zwei Offenbacher Arbeiter, den 27 Jahre alten, viel=
fach
(darunter dreimal wegen Diebſtahls) vorbeſtraften
Gürtler Anton Ullrich und den 19 Jahre alten, einnal
vorbeſtraften Portefeuiller Wilhelm Burkhardt wegen
Straßenraubes verhandelt. In der Nacht vom 20
auf 21. Dezember vorigen Jahres war in der Bismarck=
ſtraße
zu Offenbach der auf dem Wege zum Bahnhof be=
griffene
Schuhmacher Kempf von Mühlheim unvermute
von hinten angefallen und zu Boden geriſſen worden
worauf nach ſeinen Wahrnehmungen die beiden Angreife
ihn auszuplündern ſuchten und ihm trotz kräftiger Gegen
wehr die ſilberne Taſchenuhr wegnahmen. Durch das Hin
zukommen eines Zeugen und den entſtandenen Lärm wur
den ſie anſcheinend vor weiteren räuberiſchen Handlunger
abgeſchreckt und entflohen. K. hatte vorher einige Zeit i
einer, nicht weit vom Tatorte entfernten Wirtſchaft ver
weilt und beim Bezahlen ſeiner Zeche auch einige Glas
Bier zum Beſten gegeben, woraus die ebenfalls anweſen
den Angeklagten wohl auf den Beſitz größerer Geldmitte
bei ihm ſchloſſen und ihn aufs Korn nahmen. U. hatt=
dicht
hinter ihm eilig das Lokal verlaſſen, nachdem vorher
im Laufe des Abends wiederholt von ihm verdächtige
drohende Aeußerungen, er werde noch etwas am Abenk

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910

Seite 3.

chen und wenn er auch ins Kittchen komme; er er=
ge
Geld, wenn er auch einem den Kopf zerſchlagen
ſſe uſw., getan worden waren. B. hatte ſich ruhig ver=
ten
, war aber, von U. herausgerufen, mit deſſen Schippe
olgt, worauf beide nach einiger Zeit wieder im Lokal
hienen und der vorher nicht im Beſitz einer Uhr befind=
e
I. eine ſolche mit Sprungdeckel bei ſich ſehen
z. Das raſche Verſchwinden nach K.s Weggang in
rbindung mit U.s erwähnten Aeußerungen war anderen
ſten aufgefallen; ebenſo beobachteten dieſe, daß die bei=
bei
K.s Rückkehr verlegen wurden und von jenem offen=
tlich
nicht bemerkt ſein wollten. Obwohl K. ſie nicht
nte, führten die Ermittelungen auf ihre Spur und er=
den
, daß U. die Uhr mit dem Sprungdeckel noch
Abend in einer anderen Wirtſchaft zum Kauf angebo=
und auch abgeſetzt hatte, und ferner ſtimmte die von dem
ſtohlenen gegebene Schilderung der Täter genau auf
de (auch hinſichtlich der Schippe). Sie leugneten zwar
h gab B. bald den Vorfall zu, wollte aber nur dabei=
tanden
und ſich ſonſt nicht daran beteiligt haben, wäh=
d
U. alles leugnete. Letzterer hatte ſchon vor der Tat
ußert, es geſchehe ihm doch nichts; er ſei ſchon einmal
Irrenhaus geweſen und dann freigeſprochen worden.
ihrend ſeiner Militärzeit war nämlich in einem Straf=
fahren
auf Grund einer Anſtaltsbeobachtung allerdings
te Zurechnungsfähigkeit bezweifelt worden und deshalb
nals Freiſprechung erfolgt. Das Gutachten der beiden
chverſtändigen, Großh. Kreisarzt Medizinalrat Dr.
annmüller=Offenbach und des Direktors der Irrenanſtalt
ilippshoſpital, Dr. Oswald, ging übereinſtimmend da=
daß
U. voll zurechnungsfähig ſei. Die Anklage war
ch Staatsanwalt Hoos, die Verteidigung durch den
htsanwalt Geißner und Juſtizrat Hallwachs vertreten.
wurde des Straßenraubs ohne mildernde Umſtände,
nur der Beihilfe dazu mit mildernden Umſtänden ſchul=
befunden
und erſterer zu 5 Jahren 6 Monaten Zucht=
ts
nebſt zehnjährigem Ehrverluſt, letzterer zu 10 Mo=
en
Gefängnis verurteilt. Nur B. erkannte ſofort das
eil an. Die Tagung wurde alsdann geſchloſſen.
K.V. Kunſtverein. Die Kollektion des Malers Pro=
or
E. Liebermann zu München bleibt nur noch bis
ſchließlich Sonntag, den 13. Ifd. Monats, in der
inſthalle dahier ausgeſtellt. Verkauft wurden die
mälde Frühlingslied und Blick auf das Wetter=
ngebirge
, ſowie die Farbſtiftzeichnung Waldweg
Runkel
Denkſtein für die Gefallenen bei Frohnhofen. Seit
len Jahren iſt es von den Mitkämpfern ſchmerzlich
pfunden worden, daß den am 13. Juli 1866 Gefalle=
des
Leibgarde=Infanterie=Regiments auf den
abdenkmälern bei Frohnhofen keinerlei Erwähnung
an iſt. Deswegen wird das Offizierkorps des Leib=
de
=Infanterie=Regiments ſeinen dort den Heldentod
orbenen Angehörigen 5 Unteroffizieren und 20
nn einen einfachen, würdigen Gedenkſtein ſetzen.
Königl. Hoheit der Großherzog hat bereits zu dieſem
rhaben ſeine Genehmigung erteilt; auch ſind die
rarbeiten ſoweit gediehen, daß die Einweihung des
denkſteins, welcher der Firma Ludwig Beſt in Auf=
g
gegeben worden iſt, vorausſichtlich am 13. Juli
J. erfolgen kann. Seinerzeit wird weiteres hier=
er
berichtet werden.
* Evangeliſche Landesſynode. Der heutige Bericht
r die Evangeliſche Landesſynode befindet ſich auf
ite 34 dieſes Blattes.
Martinskirche. Der Martinskirchenge=
ngverein
wird mit der Chorſchule morgen, Sonn=
13. d. M., abends 8 Uhr, eine liturgiſche Paſſions=
r
mit nachfolgenden Chorgeſängen veranſtalten:
ör: Jeſu deine Paſſion Tonſatz von A. Mendels=
n
; Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld von
Pfannſchmidt; O bone Jeſu von Paleſtrina; Da
u in den Garten ging von F. Woyrſch; Herr, deine
ten Worte geſetzt von Max Reger; Wer Gottes
arter in Ehren hat von H. Schütz, 1672; Ehre
dir, Chriſte von demſelben. Chorſchule: Der
ſſionsgang von Paleſtrina; Du großer Schmer=
Smann von Gottfried Vopelius; Hohes, heil’ges
rrterbild‟ Die Emporen ſowie die fünf vorderſten
nke im Schiff der Kirche ſind für die inaktiven Mit=
eder
des Vereins reſerviert.
Chriſtliche Volkskunſt. Nächſten Sonntag iſt in den
umen des hieſigen Wartburgvereins, Karlſtraße 21,
e vom Karlsruher Künſtlerbund zuſammengeſtellte
mmlung guter Wandbilder, religiöſen wie auch anderen
arakters zu ſehen, die zeigen ſoll, wie man für wenig
d ſein Heim mit guten Kunſtwerken ſchmücken kann. Es
rd noch immer ſo viel Geld für ebenſo teure, wie ſchlechte
Idrucke und andere Wertloſigkeiten ausgegeben. Hier
Pfg. ange=
rden
nun ſchöne Blätter im Preis von 2.
gt, unter ihnen auch ſolche der beſten chriſtlichen Kunſt=
Spfungen deutſcher Meiſter aller Zeiten. Jedermann iſt
geladen, die kleine Sammlung anzuſehen. Sie iſt von

2 Uhr an bis zum Dunkelwerden unentgeltlich zugänglich.
Abends findet ein Vortrag über J. S. Bach und ſeine
Matthäuspaſſion ſtatt als Vorbereitung für deren dem=
nächſtige
Aufführung in der hieſigen Stadtkirche. Der
Vortrag wird durch Geſang, Klavier und Harmonium er=
läutert
. Auch hierzu werden Freunde des Vereins hier=
mit
eingeladen.
Handarbeitsausſtellung. Es wird auf die Hand=
arbeitsausſtellung
des Hoffmänniſchen Inſtituts im
Wer für die
Gewerbemuſeum aufmerkſam gemacht.
notwendige Reform des Handarbeitsunterrichts Inter=
eſſe
hat, wird reiche Anregung finden.
Der Verband der Detailliſten=Vereine im Groß=
herzogtum
Heſſen hält am Donnerstag, den 17. d. M.,
nachmittags, im Reſtaurant Kaiſerkeller in Frank=
furt
a. M. eine Ausſchußſitzung mit nachſtehender
Tagesordnung ab: 1. Bericht des Vorſitzenden.
2. Beitritt des Verbandes zum Hanſa=Bund. 3. Der
neue Gemeindeſteuergeſetz=Entwurſ. 4. Anſchluß an
die Intereſſengemeinſchaft. 5. Regelung des Ausver=
kaufsweſens
im Großherzogtum Heſſen. 6. Vergebung
ſtaatlicher Lieferungen unter Umgehung des Zwiſchen=
handels
. 7. Kaufmänniſche Fortbildungsſchulen. 8.
Offenhalten der Poſtſchalter und Zollabfertigungs=
ſtellen
an Großherzogs und Kaiſers Geburtstag.
9. Verbandsorgan. 10. Verbandstag 1910.
Das Damenſchwimmbad bleibt wegen vorzuneh=
mender
Reparatur Sonntag und Montag ge=
ſchloſſen
.
Verſendung von Paketen während der Oſterzeit.
Die Verſendung mehrerer Pakete mit einer Poſt=
paketadreſſe
iſt für die Zeit vom 20. bis einſchließlich
27
März weder im inneren deutſchen Verkehr noch im
Verkehr mit dem Ausland ausgenommen Argenti=
nien
geſtattet. Nach Argentinien können auch in
dieſer Zeit mehrere, jedoch höchſtens drei Pakete; mit
einer Poſtpaletadreſſe verſandt werden.
* Einziehung der Zeitungsgelder. Es wird dar=
auf
hingewieſen, daß die Einziehung der Zeitungs=
gelder
durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis
einſchließlich 25. des letzten Monats im Vierteljahr
koſtenlos erfolgt, ſowie daß die Briefträger uſw. zur
vollgültigen Quittungsleiſtung über die erhobenen
Zeitungsgelder berechtigt ſind. Die Vorteile, die die
Einrichtung für das Publikum bietet, ſpringen in die
Augen, wenn man berückſichtigt, daß der regelmäßige
Fortbezug der Zeitungen geſichert, der Gang zur Poſt
und das Warten an den Schaltern, die am Viertel=
jahrsſchluß
beſonders ſtark in Anſpruch genommen ſind,
erſpart wird.
Die Unterſtützungskaſſe Einigkeit=Darmſtadt
gibt im heutigen Anzeigenteil Leiſtungen. Vermögens=
beſtand
und Monatsbeiträge bekannt und ladet zum
Beitritt ein.
* Ansflug. Das Meiſingerſche Tanzlehrinſtitut
Darmſtadt arrangiert mit ſeinen Schülern am Sonn=
tag
, den 13. März, einen Ausflug nach Traiſa. Einkehr
im Saal Zum goldenen Löwen (Seibert).
(Siehe Anzeige in heutiger Nummer.)
Olympia=Kinematograph, Ernſt=Ludwigſtraße.
Das Programm bringt wieder eine Reihe hoch=
intereſſanter
, ſchöner Photographien. Die dramatiſche
Abteilung zeigt: Eine amerikaniſche Weizenſpekula=
tion
(Vorführungsdauer dieſes Bildes eine halbe
Stunde), Die Närrin der Ruinen und Die Rache
des Wildſchützen‟ Der humoriſtiſche Teil zeigt u. a.
den humorvollen Schlager: Beim Photographen Be=
ſonders
großes Intereſſe dürften die beiden Original=
Aufnahmen: Aus der Wahlkampagne in England‟
ſowie die Naturaufnahme Aus deutſchen Landen fin=
den
. Es ſei darauf hingewieſen, daß dieſes Programm
Montag abend zum letzten Male zur Vorführung ge=
langt
. (Siehe Anzeige.)
** F. Cnmberland, der bekannte Antiſpiritiſt, unter=
nimmt
nach mehrjähriger Pauſe zurzeit wieder eine
Tournee durch Deutſchland und wird auch in unſerer
Stadt einige Experimentalvorträge über das Thema:
Die Macht der Suggeſtion halten. F. Cumberland,
der ſich in früheren Jahren durch ſeine energiſche Be=
kämpfung
des Medium=Schwindels einen Namen ge=
macht
hat, wird durch eine Reihe von höchſt eigenarti=
gen
Experimenten den Nachweis führen, daß die über=
raſchende
Wirkung ſo mancher der geheimnisvollen De=
monſtrationen
der ſpiritiſtiſchen Medien, Gedankenleſer
und Hellſeher vor allem auf der Macht der Suggeſtion
beruht. Der erſte hieſige Experimentalvortrag Cum=
berlands
wird am Samstag, den 19. dieſes Monats, im
Kaiſerſaal ſtattfinden. Vorverkauf bei Gg. Thies
Nachfolger.
Orpheum. Wie üblich, findet heute Samstag
wiederum ein Familienabend ſtatt. Gleichzeitig
wird heute die intereſſante Schützenwette ausge=
tragen
. Kapitän Slema und ſeine Partnerin Miß Alice,
deren fabelhafte Fertigkeiten im Kunſtſchießen ange=

zweifelt worden waren, werden, wie bereits bemerkt,
heute alle Kunſtſchüſſe mit hieſigen Waffen ausführen.
Das dem übrigen vornehmen Programm allſeitig zu=
erkannte
Lob kann nur nochmals unterſtrichen werden,
alle Leiſtungen ſind erſtklaſſig. Morgen Sonntag fin=
den
zwei Vorſtellungen ſtatt; nachmittags und abends
das gleiche Programm. (Siehe Anzeige.)
Ein Kindesleben gerettet hat, ſo ſchreibt man
uns, die Schuhmachermeiſterstochter Eva Koltgen
dadurch, daß ſie das Kind, welches von einem Motor=
fahrer
auf die Schienen der Süddeutſchen Eiſenbahn
am Mathildenplatz vor die Maſchine geſchleudert
wurde, noch ſchnell an den Beinen heruntergeriſſen hat
und dadurch ein größeres Unglück verhütete.
Im Schützenhof konzertiert morgen Sonntag, den
13. März, abends 8 Uhr, die Kapelle des Großh. Heſf.
Artillerie=Regiments Nr. 61 unter Leitung des Muſikmei=
ſters
Herrn M. Weber. Es iſt dieſes das letzte Konzert
vor Oſtern. Das Programm enthält im dritten Teil auf
Wunſch Darmſtädter Komponiſten. (Siehe Anzeige.)
* Das Kaiſerpanorama führt noch einſchließlich mor=
gen
Sonntag nach Thüringen zur Beſichtigung der Wart=
burg
, Eiſenachs, des Annatals, der Drachenſchlucht,
Friedrichrodas uſw.
t. Lindenfels, 10. März. Geſtern abend fand in der
Harfe die Generalverſammlung der hie=
igen
Ortsgruppe des Odenwaldklubs
ſtatt. Der Vorſitzende, Herr Dr. Weißmann, berichtete
über die Tätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahre.
Es wurden acht planmäßige und vier außerordentliche
Wanderungen unternommen und zählten ſie durch=
ſchnittlich
22, im ganzen 258 Teilnehmer. Zu den dahier
vorhandenen vier Schülerherbergen konnte noch eine
dazu gewonnen werden. Sie wurden von insgeſamt
160 Schülern in Anſpruch genommen. Der ſeitherige
Vorſtand wurde durch Akklamation wiedergewählt. Es
ſind dies die Herren Dr. Weißmann, Lehrer Schmitt,
Bürgermeiſter Schnellbächer, Kirchenrat Freienſehner
und Direktor Jans. Die Auskunftſtelle des Oden=
waldklubs
wurde von den Herren Zinßer und Weiß=
mann
mit übernommen. Auf der diesjährigen Hauptver=
ſammlung
ſoll wieder um einen Zuſchuß zur Bismarck=
warte
nachgeſucht und der Antrag geſtellt werden, daß
die Schülerherbergen im Bereiche des Odenwaldklubs
durch Schilder kenntlich gemacht werden.
Offenbach, 10. März. Aus der Unterſuchungshaft
entlaſſen wurde nunmehr auch der ſeit Ende
Januar verhaftet geweſene Kaufmann Michael Hu= aus Frankfurt, der, gleich ſeinem bereits vorige
Woche wieder auf freien Fuß geſetzten Chef, dem
Schuhwarenfabrikanten Chriſtian Kaufmann von hier,
beſchuldigt wird, dem wegen betrügeriſchen Bankrotts
unter Anklage ſtehenden Schuhwarenhändler Obſt von
Neu=Iſenburg Beihilfe geleiſtet zu haben. Das Ver=
fahren
geht jedoch weiter.
Rüſſelsheim, 10. März. Gegenwärtig findet die
Abſchätzung der in der Gemarkung liegenden
Grundſtücke ſtatt, um eine Unterlage für die am
10. Oktober 1909 hier in Kraft getretene Wertzuwachs=
ſteuer
zu ſchaffen. Nach Beendigung dieſer Feſtſetzun=
gen
wird den Grundbeſitzern die von der Abſchätzungs=
kommiſſion
vorgenommene Schätzung zum Zwecke
etwaiger Reklamationen mitgeteilt. Die Gemeinde
Rüſſelsheim iſt die einzige Gemeinde im Kreiſe Groß=
Gerau, welche die Wertzuwachsſteuer eingeführt hat.
Mainz, 10. März. Die Stadtverordneten haben
aus den Anſammlungen der Sparkaſſe für den Bau
der neuen Bibliothek 600000 Mark bewilligt.
B. Bingen, 10. März. Eine heiße Ausſprache er=
forderte
in der heutigen Stadtverordnetenſitzung die
Garantie=Uebernahme für eine Kapi=
talaufnahme
der katholiſchen Gemeinde‟
Es handelt ſich darum, daß die genannte Gemeinde,
bezw. der Kirchenvorſtand, die Abſicht hat, auf das auf
dem Rochusberg erbaute Prieſterheim, Aecker,
Weinberge, Gärten uſw. im Werte von 140371 Mark
eine Anleihe von 120000 Mark aufzunehmen, die von
der Hypothekenbank in Darmſtadt gegeben wird und
für die von der Stadt Bürgſchaft geleiſtet werden ſoll.
Es ſollte in dieſer Angelegenheit vor kurzem ein Be=
ſchluß
durch Rundſchreiben herbeigeführt werden, doch
ſtellte ein Stadtverordneter den Antrag, dieſe Ange=
egenheit
in öffentlicher Sitzung zu verhandeln. In
erſter Linie erklärte der Stadtverordnete May ſein
Befremden, daß man in einer ſo wichtigen Sache zu
einem Zirkularbeſchluß greife, Bürgermeiſter Neff be=
tonte
, daß es ſich hier um eine ganz formale Sache han=
dele
. Die Kirchengemeinde ſei für die Summe gut,
doch werde die Garantie von der Bank verlangt, und
die politiſche Gemeinde könne ſie ruhig geben. Die
materielle Seite der Sache ſei Sache der Kirchen=
gemeinde
. Der Beigeordnete Schneider erklärte, das
Prieſterheim ſei der Schlußſtein der Rochuskapelle.

Vorträge.

Die Erinnerungsfeier an den vor 100 Jahren
olgten Tod der Königin Luiſe durch den Verein
r Verbreitung von Volksbildung, der
rtrag des Herrn Profeſſor Dr. K. Bader hier, war
re ſinnige und würdige Ehrung jener edlen Fürſtin,
en Name gerade mit Darmſtadt in enger Beziehung
ht. Verfloſſen ihr doch hier, wie bekannt, im Hauſe
Großeltern, dem Prinz Georg=Palais am Markte
Gt teilweiſe durch das Warenhaus Rothſchild erſetzt)
rnige Kinderjahre, und war ihr doch unſere Reſidenz
ch der Ueberſiedelung von Mecklenburg=Strelitz hier=
zur
eigentlichen Heimat geworden. Am 16. März
6 als Tochter der heſſiſchen Prinzeſſin Friederike und
* Prinzen von Mecklenburg geboren, wurde ſie hier
ogen, wobei unter anderem Pfarrer Lichthammer
d Präzeptor Frei ihre Lehrer waren; in der Schloß=
che
fand 1793 ihre Konfirmation ſtatt, und zwei Aus=
ge
nach Frankfurt a. M. ſollten bedeutungsvoll wer=
1. Der eine, zur Kaiſerkrönung, führte ſie und ihre
Zweſter Friederike als Gäſte zu Goethes Eltern, bei
n zweiten, als während des Feldzuges gegen Frank=
ch
König Friedrich Wilhelm II. dort weilte, lernten
und der Kronprinz das liebliche Geſchwiſterpaar
inen, ſo daß bald die Werbung erfolgte. Glückliche
gendjahre waren die hieſigen; Natürlichkeit, Froh=
n
und warmes Gemüt beſeelten die wegen ihrer
Shaftigkeit Prinzeſſin Huſch Genannte; aus Darm=
dts
Mauern zog ſie 1794 zur Hochzeit als Kronprin=
ſin
Preußens, zu deſſen Königin ſie ſchon 1797 be=
fen
ward. Sie behielt Darmſtadt mit den traulichen
ätten froher Stunden, den Herrngarten, Fürſten=
er
, Braunshardt uſw. in treueſtem Gedenken und
inte es noch zweimal (1799 und 1803) freudig bewegt
uchen. Stets verband ſie ein inniger Briefwechſel
t den geliebten Großeltern, und die hieſigen Ein=
icke
blieben ihr lebendig.
Das Lebensbild, das der Vortragende als Frucht
gehender Studien des Quellenmaterials unter war=
r
Empfehlung des Buches des Berliner Forſchers

Paul Baillieu entwarf, war ebenſo anſchaulich wie ab=
geklärt
; die in Form und Gedankeninhalt gleich treff=
lichen
Ausführungen würdigten alle jene herzgewin=
nenden
guten Eigenſchaften einer echten, wahren Frau
auf dem Königsthron, die von ſich ſelbſt einmal bezeich=
nend
äußerte, die Nachwelt werde ſie nicht zu den hoch=
verdienten
Franen zählen, aber ſagen, ſie habe viel
erduldet und im Erdulden ausgeharrt. Als Fürſtin,
Gattin und Mutter fand ſie durch ihre Frauentugenden
Milde, Aufopferung, Selbſtloſigkeit, Gottvertrauen
u. a.) viel Liebe, Verehrung und Bewunderung; die
Geſchichte reiht ſie unter die Beſten als wirklich könig=
liche
Königin, als echt weibliche Frau. Ihr Pfad war
teilweiſe ein Dornenpfad (Niederlage Preußens, Flucht,
Demütigung von Napoleon, Krankheit), doch all die
ſchweren Heimſuchungen ihres Landes und Hauſes läu=
terten
nur dieſen hochſinnigen Charakter, der ſich dem
nicht leicht zu behandelnden Gatten anſchmiegte, den
Kindern eine treubeſorgte Mutter und ihrem Volk ein
Vorbild war. Als ſie, erſt 24 Jahre alt, im Juli 1810,
auf einer Beſuchsreiſe in Hohen=Zieritz in Mecklen=
burg
die Augen zur letzten Ruhe ſchloß, ging ein tiefes
Trauern durch die Lande, und die Dichter jener Zeit
haben dem Gefühl herben Verluſtes beredten Ausdruck
verliehen. Ihr Andenken beſeelte die Freiheitskriege
und wird in Deutſchland nie verlöſchen.

In der Ortsgruppe Darmſtadt der
Freien Landeskirchlichen Vereinigung für
das Großherzogtum Heſſen einſchließlich des
ehemaligen Darmſtädter Proteſtantenvereins
eröffnete Herr Profeſſor D. Bouſſet aus Göttingen am
Mittwoch abend im Saale des Muſikvereins einen auf
drei Abende berechneten Vortragszyklus über den
Chriſtusglauben mit dem Thema Die Entſtehung
des Chriſtusglaubens‟ Der Glaube an Jeſus
beginnt erſt nach ſeinem Tode und hat ſeinen Urſprung
in dem Oſtererlebnis. Was im einzelnen geſchah, bleibt
irrelevant. Die Grundtatſache iſt: der Herr iſt lebendig.
Grund dieſer Ueberzeugung iſt: wir haben ihn geſehen.

Es erfolgt die Gründung der Gemeinde zunächſt in Galiläa,
wohin die Jünger Jeſu geflohen waren, und bald darauf
auch in Jeruſalem. Der Glaube der Urgemeinde läßt ſich
auf Grund der drei erſten Evangelien in den Satz zuſam=
menfaſſen
: Jeſus iſt der Meſſias, der Chriſtus. Und zwar
bezeichnet ihn die Urgemeinde mit Vorliebe als den Men=
ſchenſohn‟
Dieſer Ausdruck, der auf das Buch Daniel und
die Bilderreden des Henoch zurückgeht, bezeichnet den prä=
exiſtenten
, vom Himmel kommenden Meſſias, der auch der
Weltrichter iſt. Alle dieſe Prädikate gehen nun auch auf
Jeſus von Nazareth über. Jeſus iſt eine himmliſche Er=
ſcheinung
, die dereinſt wiederkommen wird auf die Erde,
ereiſt präexiſtent, d. h. vorweltlich geboren, und er iſt der
Weltrichter. Auf Grund unſerer Evangelien können wir
noch verfolgen, wie das jüdiſche Meſſiasbild des Menſchen=
ſohnes
allmählich immer mehr auf den hiſtoriſchen Jeſus
von Nazareth übertragen wird. Die Folge war, daß das
Leben Jeſu immer mehr ins Wunderbare getaucht und
unter den Geſichtspunkt der erfüllten Weisſagung geſtellt
wurde. Nun erhob ſich aber die Frage: Warum haben
dann die Juden nicht an ihn geglaubt? Hierauf antwor=
tete
man: Jeſus hat zwar Wundertaten gean, aber er hat
verboten, ſie zu verkünden; ja er hat in Gleichniſſen
zum Volk geſprochen, um es noch mehr zu verſtocken.
Dieſe Theorie, die weder dem Charakter Jeſu noch dem
ſeiner Gleichniſſe entſpricht, iſt viel ſpäter hinzugefügt und
will erklären, warum Jeſus trotz all ſeiner Wunder nicht
als Meſſias anerkannt wurde. So verſtand man auch jetzt
den Kreuzestod Chriſti, der das größte Aergernis war, als
den notwendigen Durchgangspunkt zum dereinſtigen Kom=
men
des Meſſias in Herrlichkeit. Daneben aber vergaß
man den irdiſchen Jeſus nicht und ſammelte vor allem
ſeine Worte und gruppierte ſie nach den Hauptintereſſen
der Gemeinde, z. B. denen des ſittlichen Lebens der Miſ=
ſion
, des Kampfes gegen die Phariſäer, der ewigen Hoff=
nung
uſw.
Eine ganz andere Wendung nimmt der Chriſtusglau=
ben
mit ſeinem Uebertritt auf heidenchriſtliches Ge=
biet
, mit der Gründung der erſten heidenchriſtlichen Ge=
meinde
in Antiochia, an deren Spitze zuerſt Barnabas.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

Es ſeien noch Koſten für dieſe Kapelle zu bezahlen und
dazu ſolle die Hypothek dienen. Er richte die Bitte an
ſämtliche Herren, aus Toleranz dem Antrag zuzu=
ſtimmen
. Der Stadtverordnete Landau war dafür,
weil die Stadt auch der israelitiſchen Gemeinde ſeiner=
zeit
die erbetene Garantie nicht verſagt habe, auch biete
die Sache keine Gefahr. Dagegen waren die Stadt=
verordneten
Rich. Pennrich und Racke, die ſich auf den
Standpunkt ſtellten, das Prieſterheim, in dem eine
Wirtſchaft betrieben werde, habe mit dem Kultus der
katholiſchen Gemeinde nichts zu tun. Beigeordneter
Fiſcher bezeichnete das Prieſterheim als ein Danger=
geſchenk
, das der katholiſchen Gemeinde gemacht wor=
den
ſei. Ein Wirtſchaftsunternehmen, wie dieſes es
darſtelle, ſtehe in keiner Weiſe mit dem Kultus in Ver=
bindung
. Dabei liege die Rentabilität des Gebäudes
ſehr im argen. Die Kirchenſteuer ſei ſchon mit 17,87
Prozent ſehr hoch und eine weitere Erhöhung ſei nicht
zu wünſchen. Die Stadtverordneten Brück und Dul=
cius
waren der Anſicht, daß die Bürgſchaft zu ge=
währen
ſei. Nach langer Debatte, in der die Gegner
immer wieder ihren Standpunkt betonten und ſich dar=
auf
ſtützten, daß die Einrichtung des Prieſterheims mit
dem Kultus nichts zu tun habe, die Freunde aber er=
klärten
, zu einer Kirche müſſe auch ein Pfarrhaus ge=
hören
, wurde die Gewährung der Bürgſchaft gegen
fünf Stimmen (May, Racke, Pennrich, Hummel und
Fiſcher) beſchloſſen.
B. Bingen, 10. März. In den gegenwärtig zu
Koblenz ſtattfindenden Sitzungen der Vertreter der
Rheinuferſtaaten zu der Frage der Schleuſen=
änlage
im Bingerloch hatte der Vertreter der
Handelskammer Bingen, Kommerzienrat Vogt, ſich da=
für
intereſſiert, wie es ſich mit den am Rheine lie=
genden
Städten mit Hafenanlagen bei einer Vertief=
ung
der Fahrrinne um 50 Zentimeter wohl verhalten
würde. Es ſei bei einer ſolchen Vertiefung zu erwar=
ten
, daß das Waſſer von beiden Ufern ſich nach der
Fahrrinne, alſo nach der Mitte, hinziehe und demnach
die Hafen= und Uferanlagen der Stadt Bingen z. B
trocken gelegt würden. Zur Vertiefung und weiteren
Fundamentierung dieſer Anlagen ſeien aber große
Summen erforderlich, die doch wohl aus den Strom=
haukoſten
gedeckt werden müßten. Der Vertreter von
Preußen, Miniſterialdirektor Peters, erklärte darauf,
daß die ganze Sache ſie nichts angehe, es ſei dies Sache
der beteiligten Gemeinden. Die beiden Vertreter von
Heſſen aber ſprachen ſich bei Herrn Vogt dahin aus,
daß Heſſen ſeine Zuſtimmung zu der Sache von der
Gewährung entſprechender Entſchädigung an die Stadt
Bingen, bezw. Mainz und Worms abhängig mache.
Die Handelskammer Bingen brachte bei der
Stadt nun eine diesbezügliche Eingabe ein, die heute
erledigt wurde. Es wurde in der Stadtverordneten=
ſitzung
betont, daß die Stadt von der Sache einen Scha=
den
von etwa einer Million zu erwarten habe, denn
ſo viel hätten die Anlagen am Rhein erfordert. Nun
wünſchte die Handelskammer eine ausdrückliche Be=
ſtädtigung
von Seiten der heſſiſchen Regierung, daß ſie
mit dem Verſprechen der beiden Vertreter in Koblenz
einverſtanden ſei, da ſolche Vertreter wechſeln würden
und eine ſichere Zuſage in einem ſolchen Falle, in dem
die Lebensintereſſen der Stadt auf dem Spiele ſteher
würden, erforderlich ſei. Die Verſammlung beſchloß
demgemäß.

dann Paulus tritt. Auf Grund der pauliniſchen Briefe
ſehen wir, daß der Name Chriſtus bereits zurücktritt
und zum Eigennamen wird; auch den Namen Menſchen=
ſohn
gebraucht Paulus nicht mehr, weil er ſchon nicht
mehr verſtanden wird. Dagegen erſcheint bei ihm als
Haupttitel Jeſu der Herr Als ſolcher aber wird er
bezeichnet, weil er kultiſche Verehrung im Gottesdienſt
neben Gott genießt. Der Ausdruck der Herr erſcheint
nämlich in den Miſchreligionen der damaligen Zeit als Be=
zeichnung
eines beſonderen Kultheros, der neben der höch=
ſten
Gottheit verehrt wird und der Mittler iſt zwiſchen
Gott und Menſch. Daneben tritt er beſonders im Kaiſer=
kult
auf. Hier finden wir auch ſchon die Ausdrücke
Heiland, der ſichtbare Gott Herr und Gott, Gott
von Gott z. B. auf den berühmten Zuſchriften von
Roſette und Priene. Alle dieſe Prädikate haben nun die
Chriſten wiederum auf ihren Jeſus von Nazareth über=
tragen
.
Von hier aus erklärt ſich die Entſtehung des Glaubens
an die Gottheit Chriſti. Dem naiven Glauben des
Heidenchriſtentums erſchien Chriſtus als der zweite Gott
neben Gott. Von Anfang an aber ſuchte man einen Mit=
telbegriff
zwiſchen Gott und Menſch, zunächſt den des
Sohnes Gottes‟ Dieſer Ausdruck bedeutet ur=
ſprünglich
nichts als Meſſias Bei Paulus iſt er das
himmliſche Weſen, das ſchon vor der Welt bei Gott iſt
und auf Erden herabkommt, ein gottgleiches Weſen, aber
doch nicht Gott ſelbſt. Auch die heidniſche Theologie kannte
Gottesſöhne‟. Der Begriff Gottesſohn war aber ein un=
klarer
Mittelbegriff und man ſuchte deshalb nach einem
paſſenderen. Dieſen fand man in dem Begriff des
Logos‟. Der Logos iſt eine Hypoſtaſe, d. h. eine
Figur, die neben der Gottheit ſteht, halb perſönlicher, halb
abſtrakter Herkunft, die überall da auftritt, wo poly=
theiſtiſche
Religionen ſich im Uebergang zum Monotheis=
mus
befinden. Die Heimat dieſes Logos iſt der ſpät=
griechiſche
, theoſophiſche Synkretismus. Der griechiſche
Gott Hermes, der Götterbote, der zwiſchen Göttern und
Menſchen vermittelt, wird zum Wort, das die Gottheit
an die Menſchen richtet, und er verbindet ſich mit dem
ägyptiſchen Thoth. Von da her übernimmt den Begriff der
jüdiſche Philoſoph Philo in Alexandrien, und endlich er

ſcheint er auch im Johannes=Evangelium übertragen auf
die Perſon Jeſu. Damit hatte man einen neuen Mittel=
begriff
für Chriſtus gefunden, den Logos. Zugleich aber
wandte man ſich energiſch gegen die, die behaupteten, daß
Jeſus nur ein Scheinweſen geweſen ſei. Ihnen hielt
man entgegen: das Wort ward Fleiſch. So bildete
ſich allmählich das Dogma von der Gottheit Chriſti, das
unendliche Schwierigkeiten im Gefolge hatte und noch
heute unſer Denken beſchäftigt.
Dies waren die Grundgedanken, die Herr Profeſſor
Bouſſet in überaus klarer und prägnanter Weiſe aus=
führte
, ſo daß er die zahlreiche Zuhörerſchaft in beinahe
zweiſtündiger Rede von Anfang bis zu Ende zu feſſeln
wußte. Weitere Vorträge werden die Entwicklung
des Chriſtusglaubens und ſeine Bedeutung
für die Gegenwart behandeln.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.

* Leipzig, 11. März. Geſtern nachmittag ver=
ſtarb
der Neſtor der deutſchen Muſiker, Karl Reinecke
im 86. Lebensjahre. Seit 1860 in Leipzig anſäſſig, wirkte
der Verſtorbene 40 Jahre lang als Dirigent der Gewand=
hauskonzerte
, erſter Lehrer und Chordirgent des Konſer=
vatoriums
. Karl Reinecke wurde 1824 in Altona geboren
Seinem Vater, dem Muſiklehrer Rudolf Reinecke, verdankte
er allein ſeine muſikaliſche Bildung. Nach den erſten Kon=
zertreiſen
wurde er 1846 zum Hofpianiſten des Königs
Chriſtian VIII. von Dänemark ernannt, wurde dann nach
einem kürzeren Aufenthalt in Paris 1851 Lehrer am Kölner
Konſervatorium und darauf Muſikdirektor in Barmen.
Nach einer kurzen Tätigkeit als Leiter der Singakademie
in Breslau wurde er im Jahre 1860 an das Leipziger Kon=
ſervatorium
und zum Dirigenten der Gewandhauskonzerte
berufen. Erſt im Jahre 1895 trat er in den Ruheſtand und
machte ſeinem Nachfolger Nikiſch am Dirigentenpult Platz
In ſeinen zahlreichen Kompoſitionen hat er uns u. a. drei
Sinfonien, mehrere Opern, darunter den König Manfred,
ein Oratorium Balſazar und viele Chorſtücke und Konzerte
hinterlaſſen.
* Die ſächſiſche Regierung fordert für den Umbau
der Bühne der Dresdener Hofoper 1735000 Mark.

Davon ſollen 1528000 Mark vom ſächſiſchen Staat und
208000 Mark von der königlichen Zivilliſte aufgebracht
werden. Der Landtag dürfte die Forderung bewilligen,
aber als Gegenleiſtung die Aufführung von billigen Volks=
vorſtellungen
im Opernhauſe verlangen.
* Ein Rieſenbär. Vor ungefähr 15 Jahren
meldete, wie La Nature mitteilt, ein amerikaniſcher
Naturforſcher namens L. Dyche, Profeſſor an der Uni=
verſität
Kanſas, daß er auf ſeiner Rückkehr von einer
Forſchungsreiſe in die Felſengebirge der Halbinſel
Alaska einen Bären von koloſſaler Größe entdeckt habe
den er Ursus Gyas, den Rieſenbären, taufte. Aber ſeine
Mitteilung wurde von verſchiedenen Zoologen ange
zweifelt; deshalb machten ſich im verfloſſenen Somme
zwei Freunde des Entdeckers, Dr. Anderſon und A
Williams, auf, um womöglich ein Fell und ein Skelet
des Rieſenbären zu erbeuten und als Beleg für die
Wahrheit der Meldung heimzubringen. Seit kurzen
liegt ihr Jagdbericht vor, den ſie in dem zu Denver er
ſcheinenden Outdoor=Life veröffentlichten; es gelang
ihnen, auf der Inſel Unimak, die zur Reihe der Aléu
ten gehört, einen ſolchen Bären zu erlegen, und di
Maßzahlen, die ſie angeben, laſſen in der Tat erkennen
daß es ſich um ein Tier von ganz außerordentliche
Größe handelt. Die Geſamtlänge betrug 3,44 Meter
der Bruſtumfang, unter den Schulterblättern gemei
ſen, über 3 Meter, die Höhe 1,20 Meter; das Gewich
des ausgebluteten Körpers wurde mit 610 Kilogramn
das der Haut mit 62 Kilogramm feſtgeſtellt. Hinter die
ſen Zahlen bleibt der größte amerikaniſche Bär, de
Grislybär, bedeutend zurück, da er höchſtens 2,40 Mete
lang und 450 Kilogramm ſchwer wird. Als die Jäge
das Tier mit vier Kugeln erlegt hatten, waren ſie nich
imſtande, es fortzuſchleppen; das gelang erſt mit Hilf
von mehreren Eingeborenen. Ob es ſich bei der Beut
wirklich um eine neue Art handelt oder um ein Rieſer
exemplar des Grislybären, der auch bis zu 61 Gra
nördlicher Breite vordringt, muß die Unterſuchung ze
gen. Das Haar weiſt noch die Eigentümlichkeit au
daß es an der Spitze ſilberweiß, am Grunde dunke!
braun iſt.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 10. März. Die ſozial=
bemokratiſche
Fraktion der Stadtverordnetenverſamm=
lung
hat zum Polizeietat den Antrag geſtellt, gegen die
vom Polizeipräſidenten am 6. März vorgenommene
Abſperrung des Treptower Parkes und
die Behinderung der Bürgerſchaft in der Benutzung
von Berliner Straßen, Parks und Plätzen zu pro=
teſtieren
. Unter dem Verdacht der Wechſelfäl=
ſchung
wurde auf Anordnung des Unterſuchungsrich=
ters
vom Landgericht I in Berlin durch die Charlotten=
burger
Kriminalpolizei heute vormittag der öſterreichi=
ſche
Reichsgraf Emmerich Arz von Vaſſeg in
einem Privatlogis in Charlottenburg verhaftet und in
das Unterſuchungsgefängnis eingeliefert.
In der
Angelegenheit der früheren Frau von Schönebeck
hatte ſich der jetzige Ehemann der Verhafteten mit dem
Verteidiger Rechtsanwalt Bahn geſtern nach Allenſtein
begeben, um mit dem dortigen Verteidiger, Rechtsan=
walt
Salzmann, zu ſprechen und ſchriftlich formulierte
Anträge auf Haftentlaſſung dem Gericht zu überreichen.
Gleichzeitig mit dieſem Antrage wurde das Gutachten
des Gerichtsarztes Dr. Strauch übergeben, daß ein
ſerneres Verweilen der Frau von Schönebeck in der
Unterſuchungshaft eine Lebensgefahr für dieſe in ſich
ſchließen würde und daß eine angehende Geiſteskrank=

heit (!) bei ihr ſich zeige, die im Gefängnis, wie anzu=
nehmen
ſei, ausarten würde. Die längere Beſprechung
mit dem Vorſitzenden und dem Staatsanwalt endete
aber damit, daß eine Aufhebung des Haftbe=
fehls
nicht zu erreichen war. Die ſämtlichen Akten,
ſowohl die kriegsgerichtlichen als auch die Pflegſchafts=
akten
, ſind geſtern an das Oberlandesgericht Königsberg
i. Pr. gegangen, das nun über die gegen die Verhaf=
tung
erhobene Beſchwerde zu entſcheiden hat. Heute
abend verſuchte die 24jährige Lehrerin Juſt in Char=
lottenburg
ihrem Leben dadurch ein Ende zu machen,
daß ſie ſich in den Landwehrkanal ſtürzte. Ein
Unteroffizier des 2. Garderegiments brachte die Lebens=
müde
an das Ufer. In der Charité gelang es den
Aerzten, das junge Mädchen ins Leben zurückzurufen.
Frankfurt, 11. März. Die Bewohner warmer
Zonen haben ihre Winterquartiere im Zoologiſchen
Garten größtenteils verlaſſen und tummeln ſich nach
Herzensluſt in ihren Freiparks. Die empfindlicheren
Raubvögel ſind wieder in ihre Volieren eingezogen
und breiten ihre Schwingen in der Frühlingsſonne
aus. Die geringe nächtliche Kälte kann ihnen nichts
anhaben. Sehr lebhaft geht es bereits auf der Stelz=
vogelwieſe
her. Hier tragen die Störche emſig Niſt=
material
zuſammen und auch die Reiher denken an
das Brutgeſchäft. Die ſchwarzen Schwäne brüten
ſchon ſeit längerer Zeit und auch die Höckergänſe
haben bereits Eier. Außerſt anmutig ſind die Liebes=
ſpiele
der im Prachtkleid prangenden nordamerikani=
ſchen
Brautenten auf dem großen Weiher. Die Strau=
ßenvögel
führen unter Flügelſchlagen und grotesken
Sprüngen ihre merkwürdigen Balztänze aus. In den
Reptilienhäuſern ſind die erſten Frühjahrsimporte ein=
getroffen
. Als Seltenheit ſei die prächtige Königs=
python
erwähnt.
München, 10. März. Vor der Jugend= Straf=
kammer
des Landgerichts München wurde heute nach=
mittag
gegen den 18jährigen Monteurgehilfen Kellner
verhandelt, welcher im Oktober v. J. einen Sprengſtoff
entwendet und einen Teil in der Nähe des Rathauſes zur
Exploſion gebracht, den andern nahe beim Juſtizpalaſt nie=
dergelegt
hatte. Gleichzeitig wurde gegen drei weitere Mit=
angeklagte
, welche Kellner zur Flucht verhalfen, verhan=
delt
. Das Urteil lautete für Kellner auf 15 Monate
Gefängnis, wovon 4 Monate Unterſuchungshaft an=
gerechnet
wurden. Die übrigen Angeklagten wurden zu
Gefängnisſtrafen von 14 Wochen verurteilt.
München, 11. März. Die Staatsanwaltſchaft erließ
Steckbriefe gegen den Pfarrer Münſterer von
Pondorf und wegen Anſtiftung zum Meineid gegen den
Pfarrer Scheuer von Kolbermoor. Scheuer ſoll eine
Portierstochter zu der Ausſage veranlaßt haben, er, der
Pfarrer, ſei nicht der Vater ihres Kindes. Dem Baye
riſchen Vaterland zufolge war Pfarrer Münſterer an die=
ſem
Blatte finanziell nicht beteiligt, war aber wegen
Kränklichkeit des Beſitzers, des Geiſtlichen Rates Sturm,
bevollmächtigt, als verantwortlicher Inhaber zu zeichnen.
Wie der Bayeriſche Kurier berichtet, fand man in der
geleerten Kaſſe einen Zettel mit den höhniſchen Worten:
Wenn ſo viel Geld da iſt, wie in den Büchern angeführt,
dann ſtimmt’s. Münſterer.
Leipzig, 11. März. In dem hieſigen Weinreſtau=
rant
HHohenzollern, einem bekannten Studenten=
Lokal, kam es in der vergangenen Nacht zwiſchen zwei
Studenten und einem Meßfremden zu einem bluti=
gen
Zuſammenſtoß. Der Meßfremde, der ein
auswärtiger Fabrikdirektor und Reſerve=Offizier ſein
ſoll, wurde von zwei Studenten gehänſelt. Er ver=
bat
ſich dies und drohte, im anderen Falle von ſeiner
Waffe Gebrauch zu machen. Der Student Zimmer=
mann
reizte den Fremden jedoch immer mehr und
ſchlug ihn ſchließlich ins Geſicht. Der Fremde zog nun
ſeinen Revolver und feuerte zwei Schüſſe auf Zim=
mermann
ab, die dieſen am Halſe und der Bruſt ſchwer
verletzten. Zimmermann brach blutüberſtrömt zuſam=
men
und wurde ins Krankenhaus gebracht. Er iſt Ju=
riſt
und gehört einem hieſigen Korps an. Der Täter
wurde verhaftet.
Chemnitz, 11. März. Der Leiter der hieſigen öffent=
lichen
Handelslehranſtalt, Profeſſor Alſchweig, wurde heute
früh in der Nähe von Helbersdorf im Chemnitzfluſſe er=
trunken
aufgefunden. Ob ein Selbſtmord oder
ein Unglücksfall vorliegt, iſt noch nicht ermittelt. Alſchweig
war 66 Jahre alt und ſeit 36 Jahren in der Anſtalt tätig.
Fürſtentum Ratzeburg, 10. März. Zu den vielen hier
im Lande noch beſtehenden, aus früheren Jahrhunderten
überkommenen Eigentümlichkeiten gehört auch die, daß
jeder Einwohner der Stadt Schönberg, ſobald er
Hausbeſitzer wird, zwei Jahre hindurch alle 14 Tage
Sonntags mit dem Klingelbeutel in der
Kirche umhergehen und Almoſen einſammeln
muß. Kommt er dieſer Verpflichtung nicht nach, ſo hat

er eine Ablöſungsſumme zu zahlen. Mit dem Amte ſind
allerdings auch Annehmlichkeiten verbunden. Der Klingel=
beutelträger
hat die Berechtigung, während ſeiner Amts=
tätigkeit
an einem Sonntag im Jahre an dem Klingel=
beutelſchmaus
teilnehmen zu dürfen, und für ſeine Mühe=
waltung
erhält er jedes Jahr einen Schuh in Geſtalt
von fünf Schillingen. Vor einigen Jahren weigerten ſich
einige neue Hausbeſitzer in Schönberg nicht allein, den
Klingelbeutel umherzutragen, ſondern auch die Zahlung
der Ablöſungsſumme zu leiſten. Die Kirche ſtrengte einen
Rechtsſtreit an, der alle Inſtanzen durchlief und jetzt vom
Oberlandesgericht in Roſtock entſchieden worden iſt. Vor
einigen Wochen hatte dieſes einen Lokaltermin in Schön=
berg
anberaumt und über 50 Hausbeſitzer als Zeugen ver=
nehmen
laſſen. Daraufhin hat das Oberlandesgericht jetzt
entſchieden, daß die Kirche im Recht iſt. Wer alſo in dem
Städtchen Schönberg ſich ein Haus kauft, nimmt damit
auch gleichzeitig die Verpflichtung in Kauf, zwei Jahre den
Klingelbeutel in der Kirche umhertragen zu müſſen.
Paris, 11. März. Der New York Herald meldet=
aus
Ajaccio auf Korſika: In Ajaccio haben ſich geſtern
außerordentlich heftige Zwiſchenfälle ereignet, in
deren Verlauf es zu einer regelrechten Schießerei kam.
Ueber die Urſachen der Vorfälle wird folgendes bekannt:
Eine große Volksmenge wohnte einer Truppenparade bei.
Dabei wurde die Truppenkolonne durch die vordringenden
Zivilperſonen unterbrochen. Ein Offizier verſuchte mehr=
mals
vergeblich, die Menge zurückzudrängen. Schließlich
rief er mit halblauter Stimme: Man kann mit dieſen er=
bärmlichen
Korſen nichts machen! Dieſe Aeußerung ver=
breitete
ſich ſchnell unter der Menge und brachte dieſe in
große Wut. Abends rottete ſich ein großer Volkshaufen
zuſammen, etwa 10000 Perſonen durchzogen die Straßen
der Stadt und riefen: Es lebe Korſika, nieder mit Gou=
velot
! Gouvelot iſt der franzöſiſche Kommandant von
Ajaccio. Das Gebäude, in dem dieſer wohnt, wurde
militäriſch bewacht. Die Menge, die ſich vor dem Gebäude
angeſammelt hatte, johlte und ſchrie und ſtieß Verwün=
ſchungen
gegen den Kommandanten aus. Schließlich fielen
aus der Menge Schüſſe, die auch erwidert wurden. Indes
wurde von der Bevölkerung niemand verletzt. Dagegen er=
litten
einige Gendarmen Verletzungen. Dann zog die
Menge nach der Präfektur und verlangte die ſofortige De
miſſion des Kommandanten. Der Präfekt zeigte ſich nicht.
Petersburg, 10. März. Der Zar entging mit großer
Mühe einer ſchweren Lebensgefahr. Der Vorgang ſpielte
ſich folgendermaßen ab: Die Equipage des Zaren ſollte,
aus dem Anitſchkowpalais kommend, den Newsky=Proſpekt
durchqueren, um in die Karawanenſtraße einzubiegen.
Plötzlich brauſte mit voller Kraft eine Tramway heran.
Der Führer der Straßenbahn bremſte ſofort, die Paſſagiere
des Wagens wurden durcheinandergeworfen, einige, die
ſtanden, erhielten leichte Verletzungen. Die Equipage des
Zaren fuhr haarſcharf an der Tramway vorüber. Der Zar
ſchien ſehr erregt. Bald erſchien am Ort der Stadthaupt=
mann
General Dratſchewskv. Der wachthabende Revier=
aufſeher
wurde ſofort des Dienſtes enthoben, während der
Wagenführer der Trambahn eine große Belohnung erhielt.
Mentone, 10. März. Ein ſchweres Unglück hat
hier ein deutſches Ehepaar betroffen. Ein Ehepaar Schmidt
aus Bremen, das ſeit 14 Tagen im Riviera=Palaſt=Hotel
abgeſtiegen war, unternahm geſtern nachmittag einen Aus=
flug
im Zweiſpänner. Als das Gefährt die Rivieraſtraße
dahinfuhr, ſcheuten plötzlich die Pferde. Der Kutſcher ver=
lor
die Herrſchaft über die Tiere, die wie toll dahinraſten.
Der Wagen wurde gegen die Straßenmauer geſchleudert
und ſtürzte den felſigen Küſtenabhang hinabe Frau
Schmidt war auf der Stelle tot; ihr Gatte wude
ſchwer verletzt.

Parlamentariſches.

* Darmſtadt, 11. März. Auf der Tagesord=
nung
der am 16. März ſtattfindenden Plenarſitzung
der Erſten Kammer ſtehen verſchiedene Geſetzent=
würfe
, wie über die Erhebung einer Gebühr für die
Reviſion nicht ſtaatlicher Rechnungen durch die Ober=
rechnungskammer
, die Abänderung geſetzlicher Beſtim=
mungen
über das Notariats= und Koſtenweſen, ſowie
über die Abänderung des Urkundenſtempelgeſetzes. Weiter
kommt die Novelle zum Fiſchereigeſetz und der Geſetz=
entwurf
über die Erhebung einer Billettſteuer zur Be=
ratung
. Als letzter und wohl wichtigſter Punkt ſteht
auf der Tagesordnung ein Antrag von ſechs Mitgliedern
der Erſten Kammer auf Abänderung des Geſetzes über
die Vermögensſteuer. In dieſem Antrag iſt vorgeſehen,
an die Großh. Regierung das Erſuchen zu richten, worin
um die Vorlage eines Geſetzentwurfs erſucht wird, der
für die Einſchätzung des Wertes land= und forſtwirt=
ſchaftlicher
Grundſtücke den Ertragswert feſtſetzt. Des
ferneren ſoll die Regierung erſucht werden, dieſe Vorlage

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 5.

ſo zu beſchleunigen, daß nach den hier vorgeſchlagenen
Grundſätzen bereits für das Jahr 1911 die Veranlagung
der Vermögensſteuer erfolgen kann.

Zweite Kammer der Stände.

56. Sitzung.
St. Darmſtadt, 11. Mkirz.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach Exz., Geheimerat Dr.
Becker, Miniſterialräte Pückel, Süffert, Lor=
bacher
, Beſt, Geh. Oberbaurat Klingelhöffer.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um
9½ Uhr. Das Haus erledigt zunächſt das wiederholt
zurückgeſtellte Kapitel 65 der 7. Hauptabteilung: Fonds
für öffentliche und gemeinnützige Zwecke.
Abg. Reinhart legt die geſchichtliche Entwickelung
dieſes Fonds dar und teilt mit, daß 40000 Mark für
Provinzialſiechenanſtalten dieſem Fonds entnommen
werden ſollen. Die Mittel dieſes Fonds richten ſich
nach den jeweiligen Beiträgen der Feuerverſicherungs=
geſellſchaften
, Zinſen uſw. und belaufen ſich auf 158 490
Mark in Einnahme und Ausgabe. Das Miniſterium
des Innern hat bisher über dieſen Fonds frei verfügt;
derſelbe iſt zurzeit auf 1099 300 Mark angewachſen.
Im Ausſchuß wurden darüber Zweifel geäußert, daß
der Regierung das alleinige Verfügungsrecht über die=
ſen
Fonds zuſtehe, worauf die Regierung, entſprechend
dem Wunſche des Ausſchuſſes, in Ausſicht ſtellte, feſtzu=
ſtellen
, wie es tatſächlich mit dem Verfügungsrecht über
den Fonds ausſehe. Dieſem Anſinnen wurde entſpro=
chen
. Die Regierung teilte dem Ausſchuß mit, daß es
in dem in Frage kommenden Geſetz heißt: Von dem
Ertrrag dieſer Steuer wird Unſer Miniſterium des In=
nern
ein Dritteil zu Zwecken des Fenerlöſchweſens
und zwei Dritteile für öffentliche und gemeinnützige
Zwecke verwenden.
Der Ausſchuß beſchloß eine
aktenmäßige Darſtellung der Entwickelung
dieſes Fonds und deſſen Verwendung zu veranlaſſen,
um das ſich daraus Ergebende zu prüfen und entſpre=
chende
Beſchlüſſe vorzubereiten. Er beantragt: 1. Be=
willigung
der in Einnahme und Ausgabe vorgeſehenen
158 490 Mark, 2. die Regierung zu erſuchen, aus dieſen
Mitteln die für das Kapitel 58a vorgeſehenen 40000
Mark zu entnehmen. Das Haus ſtimmt dem zu.
Es wird dann die Spezialdebatte zum Juſtiz=
etat
fortgeſetzt. Zu Kapitel 89: Gerichte, Titel 2:
Land= und Amtsgerichte, hatte Abg. Lutz beantragt
8 Landrichter und 25 Amtsrichter bloß au
den Inhaber der Stellen zu genehmigen.
Die Regierung widerſetzt ſich dieſem Verlangen mit
Rückſicht auf ihre allgemeinen Bemerkungen zu den
vorhergehenden allgemeinen Anträgen und im Hinblick
auf die beſondere Rechtslage der Juſtizbehörden ange=
ſichts
der beſtehenden, insbeſondere reichsrechtlichen
Vorſchriften und der Ausſchuß lehnte dieſen An=
trag
ab. Abg. Lutz beantragte daher heute, 15.
Amtsrichter nur auf den Inhaber zu bewilligen.
Er tritt eingehend für dieſen Antrag ein, den
Abg. Brauer unterſtützt, der aber von den Abgg
Dr. Schmitt und Dr. Gutfleiſch ſcharf bekämpft
wird. Auch Staatsminiſter Ewald Exz. bittet drin=
gend
, den Antrag abzulehnen; desgl. Abg. Dr. Oſann.
Abg. Leun hingegen tritt für den Antrag Lutz ein
weil durch die Erledigung der Grundbücher eine An=
hahl
Richterſtellen überflüſſig werden. Nach längerer
Debatte wird der Antrag Lutz angenommen
Dagegen ſtimmten die Nationalliberalen, Zentrum
und Abg. Dr. Gutfleiſch, während die Sozial=
demokraten
mit den Bauernbündlern für den
Antrag ſtimmten. Debattelos wird der Reſt des
Juſtizetats und der ganze Juſtizetat aus dem Ver=
mögensteil
nach den Ausſchußanträgen er=
ledigt
.
Es folgt Beratung der 10. Hauptabteilung:
Miniſterium der Finanzen.
Vor der Generaldebatte bittet Finanzminiſter
Braun Exz. unter Darlegung der Geſchäftslage
dringend, ſich möglichſt kurz zu faſſen und bei der Sache
zu bleiben, da der Etat unter allen Umſtänden heute
fertig werden muß. Vizepräſident Korell ſchließt
ſich dem an.
Abg. Dr. Schmitt führt hierbei Beſchwerde über
die preußiſchen Eiſenbahnverwaltungen, die neuer=
dings
bei Eiſenbahnbauten die Eiſenſchwellen ſehr be=
vorzugen
gegenüber den Holzſchwellen, wodurch unſere
Walderträgniſſe bedeutend geſchmälert werden. Die
Verwendung der Eiſenſchwelle komme einzig einigen
preußiſchen Eiſenhütten zugute, von denen Heſſen gar
nichts habe. Der Schaden für die Rentabilität unſerer
Wälder ſei ganz bedeutend. Er bittet die Regierung
dringend, darauf hinzuwirken, daß durch dieſes Ge=
baren
der preußiſchen Eiſenbahndirektionen Heſſen nicht
noch mehr geſchädigt werde, als es durch die nach Aller
Meinung zu geringe Gewinnanteilquote ohnehin ſchon
geſchieht. Unter dieſen Umſtänden halte Redner auch

eine Reviſion des Vertrages für dringend notwendig.
Weiter bittet Redner, den Arbeitern zu den hohen
Feſten wenigſtens einen Feiertag freizugeben.
Miniſterialrat Süffert erwidert, was die Ver=
wendung
von Eiſenſchwellen betrifft, ſo ſei der Rück=
gang
der Verwendung von Holzſchwellen in erſter Linie
darauf zurückzuführen, daß die alten Holzſchwellen, die
da erübrigt wurden, wo durch die Notwendigkeit eines
ſchwereren Oberbaues auf ſtark befahrenen Strecken
Eiſenſchwellen eingeſetzt werden mußten, anderweit
verwendet wurden. Zugegeben müſſe werden, daß die
Eiſenſchwelle in letzter Zeit bevorzugt wird, jedoch ſei
ſchon im vorigen Jahre vom Miniſter der öffentlichen
Arbeiten ein Rundſchreiben erlaſſen an die Direktionen
Frankfurt und Mainz, möglichſt Schwellen aus den
heſſiſchen Staatsforſten zu verwenden. Tatſächlich ſei
auch jüngſt ein umfangreicher Auftrag dieſer Art er=
teilt
worden. (Bravö!) Damit iſt die General=
debatte
geſchloſſen.
Die Kapitel 98 bis 102 werden öhne Debatte an=
genommen
. Zu Kapitel 103: Bauweſen uſw.,
klagt Abg. Dr. Oſann über die nach Zeitungsmeld=
ungen
erfolgte Kündigung von 40 Bauführern uſw.
und fragt, ob und inwieweit die Regierung für dieſe
Leute geſorgt habe, die man doch nicht einfach auf die
Straße ſetzen könne. Abg. Ulrich meint, eine Reihe
höherer Baubeamter habe ganz erkleckliche Nebenein=
nahmen
. Man ſollte hier eingreifen und dafür ſo die
von der Kündigung betroffenen Leute zu beſchäftigen
ſuchen.
Geheimerat Frhr. v. Biegeleben ſtellt feſt, daß
es der Regierung ſelbſt ſchmerzlich war, in ſo großer
Zahl Perſonalentlaſſungen vornehmen zu müſſen. Sie
war aber durch die Forderung zur Sparſamkeit dazu
gezwungen. Es handle ſich bei den Entlaſſungen nur
um Hilfskräfte, die nur angeſtellt waren, um die Ar=
beitslaſt
durch die erhöhte Bautätigkeit zu bewältigen
Dieſe Bautätigkeit ſei nun ganz erheblich eingeſchränkt
Darum mußten die Entlaſſungen erfolgen. Ein Vor=
wurf
könne der Regierung nicht gemacht werden, die
Entlaſſungen ſeien erſt nach eingehendſter Prüfung der
Verhältniſſe erfolgt. Weitere Entlaſſungen werden vor=
ausſichtlich
nicht erfolgen. Wenn die in Frage kom=
menden
Aſpiranten am 1. April noch kein anderwei=
tiges
Unterkommen gefunden haben, werde man natür=
lich
ſuchen, ſie noch länger zu beſchäftigen. Uebrigens
haben jetzt ſchon 28 Aſpiranten anderweit Stellung ge=
funden
. Abg. Molthan meint, es ſei ſittliche
Pflicht des Staates, bei derartig notwendig werdenden
Entlaſſungen auf die Kreis= und Kommunalbehörden
einzuwirken, daß ſie in erſter Linie dieſe Leute an=
ſtellen
. Das Kapitel wird dann angenommen nach
dem Ausſchußantrage: a) die Einnahmen mit 186 316,50
Mark, b) die Ausgaben mit 797704 Mark zu bewilligen,
e) den Antrag Bähr, die Bautätigkeit künftighin auf
das allernotwendigſte zu beſchränken, für erledigt
zu erklären, d) dem Antrag Beſt, bei Titel 1, 9 die
für Reiſeunterſtützung an das Bauperſonal zu wiſſen=
ſchaftlichen
Studien angeforderten 1500 Mark nicht zu
bewilligen, keine Folge zu geben.
Eine Reihe weiterer Artikel wird ohne Debatte
angenommen. Zu Kapitel 115: Penſionen, ſind die
Ausgaben und Einnahmen wiederum geſtiegen. Die
Einnahmen um 68 138 Mark, die Ausgaben aber um
175 460 Mark. Die frühere Annahme, daß wir mit
den Penſionen den Beharrungszuſtand erreicht hätten,
iſt alſo falſch geweſen. Es bleibt beim alten: unſere
Penſionsverpflichtungen wachſen fort. Der Aus=
ſchuß
beantragt: in Einnahme 889240 Mark, in Aus=
gabe
4 481970 Mark zu bewilligen.
Abg. Leun
wünſcht die Aufnahme der Hebammen in die Gemeinde=
fürſorgekaſſen
. Geheimerat Beſt äußert Bedenken
dagegen, zumal die Fürſorgekaſſe ſchon 2700 Mitglieder
zählt. Der Ausſchußantrag wird angenommen. Eben=
ſo
ohne Debatte eine Reihe weiterer Kapitel.
Nach der Pauſe teilt der Vizepräſident mit, daß der
Etat heute erledigt werden ſoll. In der
nächſten Woche ſoll keine Sitzung ſtattfinden. Wohl
aber wird das Haus am Dienstag in der Kar=
woche
wieder zuſammentreten.
Es wird dann in der Beratung fortgefahren. Zum
Kapitel 124: Staatseiſenbahnen, Titel I, 1. Um=
geſtaltung
der Bahnhofsanlagen zu
Darmſtadt, werden für 1910 als fünfte Rate
2000000 Mark angefordert. Die Regierung will
ermächtigt ſein, die durch den Bau des Inſpek=
tionsgebäudes
entſtehenden Koſten im Anſchlage
von 250000 Mark vorlagsweiſe zu verausgaben und
ſolche ſpäter aus dem Erlös der ihr von der Eiſenbahn=
gemeinſchaft
überwieſen werdenden, zur Veräußerung
zu bringenden Grundſtücke zu decken. Der Ausſchuß
beantragt: a) Bewilligung der angeforderten
2000000 Mark, b) Erteilung der Ermächtigung zu ge=
nannter
Maßnahme. Abg. Raab rügt hierbei, daß
Ende Februar wieder 40 Polen beim Bahnbau einge=
ſtellt
und am gleichen Tage 36 Arbeiter hieſiger Gegend
entlaſſen wurden. Der Ausſchußantrag wird be=
willigt
.

Zu Ziffer 2: Erbauung einer Hauptwerkſtätte
(Lokomotivwerkſtätte) zu Darmſtadt, wer=
den
für 1910 angefordert 200000 Mark. Außerdem will
die Regierung ermächtigt ſein, die am Schluſſe des
Etatsjahres 1909 noch unverwendeten Beträge in das
Rechnungsweſen von 1910 zu übertragen. Der Aus=
ſchuß
beantragt Erteilung der Ermächtigung und Be=
willigung
der angeforderten 200000 Mark. Wird an=
genommen
. Für Erbauung einer Fettgasanſtalt
auf Bahnhof Darmſtadt werden als letzte Rate
für 1910 60000 Mark verlangt. Der Ausſchuß bean=
tragt
: Bewilligung der 60000 Mark. Der Antrag wird
angenommen.
Zu Kapitel 140: Bauweſen, beantragt der Aus=
ſchuß
, die zur Erweiterung des Finanzamtes in
Oppenheim geforderten 34950 Mark zu ſtreichen.
Abg. Winkler und Geheimerat Dr. Becker bitten
hingegen dringend, dem Ausſchußantrag nicht zu fol=
gen
, da die Verhältniſſe dort tatſächlich unhaltbar
ſind. Der Ausſchußantrag wird aber angenommen.
Zum Titel 2: Territorial=, Fluß= und
Dammbau, hält Abg. Winkler eine lange Rede
gegen Dammverlegungen bei Oppenheim.
Er hat zum Beweiſe ſeiner Behauptung, daß dieſe
Dammbauten nicht nötig ſind, ein Gutachten beigebracht.
Da die Beweiskraft des Gutachtens für den Ausſchuß
keine ausſchlaggebende Bedeutung haben konnte, einigte
man ſich unter Zuſtimmung der Regierung und des
Antragſtellers dahin, daß ein Obergutachten von aner
kannten Autoritäten auf dem Gebiete des Waſſerbaues
eingeholt werde. Der Abg. Winkler zog infolge deſſen
ſeinen erſten Antrag zurück und beantragt: 1. ein Ober=
gutachten
einzuholen, 2. die Regierung zu erſuchen, daß
ſie trotz Bewilligung der 2. Rate mit 400000 Mark für
Erhöhung, Verſtärkung und teilweiſe Erhöhung des
Landdammes Oppenheim-Guntersblum von Verwen=
dung
ſowohl der 1. als der 2. Rate Abſtand nimmt bis
zum Einlauf des Obergutachtens, das in einem für den
Standpunkt der Regierung günſtigen Sinne auszu=
fallen
hätte. Der Ausſchuß beantragt: 1. Be=
willigung
der unter Ziffer a und b als 2. Rate ange=
forderten
Beträge von zuſammen 514000 Mark, 2. Be=
willigung
der unter Ziffer e angeforderten 2. Rate von
400000 Mark mit der Maßgabe, erſt mit dem Bau zu
beginnen, wenn das einzuholende Gutachten das Pro=
jekt
der Regierung als die beſte Löſung anerkennt. 3.
Den Antrag Winkler für erledigt zu erklären. Abg.
Winkler beantragt heute, die geforderten 400000
Mark zu ſtreichen und die Regierung zu erſuchen, eine
beſondere Vorlage einzübringev.
Abg. Reinhart tritt auch dieſem Antrag eut=
gegen
. Der Dammbau ſei nötig zum Schutze der Be=
wohner
. Das zu unterlaſſen, könne der Ausſchuß die
Verantwortung nicht übernehmen. Abg. Molthan
ſpricht ſich im gleichen Sinne aus. Finanzminiſter
Braun Exz. ſtellt feſt, daß er den gleichen Standpunkt
zu der Vorlage einnehme wie ſein Vorgänger, und der
Vorlage zuſtimme, umſomehr, als er auch ſchon als
Miniſter des Innern mit der Vorlage einverſtanden
war. Er bittet ebenfalls, den Ausſchußantrag anzu=
nehmen
und den Antrag Winkler abzulehnen. Der
Ausſchußantrag wird dann nach weiteren Aus=
führungen
der Abgg. Winkler und Brauer an=
genommen
. Der Antrag Winkler wird abge=
lehnt
. Der Reſt des Etats wird ohne
Debatte erledigt.
Der Entwurf eines Finanzgeſetzes mit der
Endſumme von 6404227 Mark wird ebenfalls ohne
Debatte angenommen. Damit iſt die Tagesord=
nung
erſchöpft. Nächſte Sitzung 22. März, 10. Uhr.
Schluß 1¾ Uhr.

Kleines Feuilleton.

* Der galante Chef im Dunkeln. Eine
Verhandlung mit heiterem Einſchlag gab es in der letzten
Sitzung der 1. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts.
Als Klägerin erſchien dort die knapp 16jährige Kontoriſtin
Charlotte K. gegen ihren Chef, den Beſitzer einer Kunſt=
druckerei
. Der Grund ihres freiwilligen Verlaſſens der
Stellung war, wie ſie erzählte, folgender: Am Abend vor
ihrem Abgange, als das übrige Perſonal ſchon fort und ſie
mit ihrem Prinzipal allein war, ſei plötzlich das Gaslicht
erloſchen, und ihr Chef habe ſie umgefaßt, um ihr einen
Kuß zu geben. Am nächſten Morgen hätte er ſich zwar
entſchuldigt, aber auf Anraten ihrer Mutter ſei ſie dann
doch nicht mehr ins Geſchäft gegangen. Das beſtreitet der
beklagte Chef entſchieden und ſchildert den Vorfall ſeiner=
ſeits
wie folgt: Das Fräulein hätte ſelber das Gas aus=
gedreht
, weil ſie an den Hebel des Gaſometers ſtieß. Da
es ganz dunkel war, faßte er die Klägerin am Arme, damit
ſie ſich nicht an der Preſſe ſtoße. Angeſichts der ſich wider=
ſprechenden
Darſtellungen fragte der Vorſitzende die Klä=
gerin
, woraus ſie denn entnehme, daß ſie der Chef küſſen
wollte, da ſie doch im Dunkeln nichts ſehen konnte, worauf
die Sechzehnjährige ſchlagfertig antwortete: Aber, Herr
Richter! Das braucht man doch nicht zu ſehen. das fühlt
man doch! Ein Vergleich in Höhe von 60 Mark ge=
fordert
waren 120 Mark brachte die dunkle Kußaffäre
zu verſöhnlichem Ende. Der Vorſitzende gab aber doch
dem Beklagten den wohlmeinenden Rat mit auf den Weg:
Ein andermal faſſen Sie ein Mädchen im Dunkeln nicht
an. Laſſen Sie es lieber ſich ſtoßen!
C. K Die Chanteclerette‟ Der Präſident
der franzöſiſchen Akademie der Tanzkünſtler, M. Lefort, hat
nach langen Stunden ſtillen Grübelns endlich der Welt den
neuen Tanz geſchenkt, der den Geiſt von Roſtands Chante=

cler auf das Parkett des Ballſaales verpflanzen ſoll. Die
Akademie, die anknüpfend an den Chantecler eine Kom=
miſſion
eingeſetzt hat, die nur die Bewegungen der Tiere
ſtudieren ſoll, hat die Schöpfung ihres Präſidenten mit
ungeteilter Begeiſterung aufgenommen. In einem fran=
zöſiſchen
Blatte werden einige Bewegungen der Chante=
clerette
verraten. Die erſte Bewegung iſt ein kreiſender
Spaziergang des Hahnes und der Henne, der als fried=
licher
Marſch bezeichnet wird. Dann folgt eine Nach=
ahmung
der Bewegungen des Hahns, der bei Sonnenauf=
gang
mit ſchlagenden und die Erde aufwirbelnden Flü=
geln
die Henne umkreiſt. Durch Chantecler aufgeſtachelt,
erwidert die Henne dieſen Morgengruß mit den gleichen
Schritten. Schließlich endet der Tanz mit der Nachahmung
der Bewegung des Hahnes, der die Henne verfolgt. Die
Mimik des Federviehs ſoll in dieſem Tanze ſehr geſchickt
der menſchlichen Bewegung angepaßt ſein und die Pariſer
Tanzlehrer ſind überzeugt, daß die Chanteclerette in we=
nigen
Wochen alle Ballſäle erobert haben wird. . . . Uns
ſcheint die Sache ſehr geſchmacklos zu ſein.
* Helden der Berufspflicht. Ein wahrhaft
erſchütterndes Drama iſt in einer kurzen Depeſche von ei=
nem
Unfalle auf der Lokomotive des Blitzzuges Paris=
Bordeaux, der am Montag ſich ereignete, enthalten. Gleich
hinter Tours wurde der Lokomotivführer durch eine her=
ausſchlagende
Flamme ſchwer verbrannt und ſein Heizer
ebenfalls verletzt. Trotz der Brandwundenſchmerzen er=
füllte
dieſer ſeine Pflicht, ohne einen Augenblick zu über=
legen
. Der Zug durfte erſt in Poitiers halten, alſo nach
einer Stunde Fahrt. Was die Unglücklichen während die=
ſer
aushielten, iſt unbeſchreiblich. Sie blieben bis zum
Einlaufen in den Bahnhof aufrecht. In Poitiers war es
ſchon zu ſpät, um den Lokomotivführer zu retten. Er ſtarb,
als man ihn kaum ins Krankenhaus eingeliefert hatte.
Der Heizer, für den eine Auszeichnung verlangt wird,

wird auch mehrere Monate nötig haben, um ſeinen Dienſt=
wieder
verſehen zu können.
* Automatiſche Straßenbeleuchtung in
Dörfern. Vor einiger Zeit wurde die Abſicht des Dor=
fes
Zarkau bei Glogau bekannt, das eine automatiſche
Straßenbeleuchtung einführen wollte. Es beſteht dabei
die Abſicht, eine längere Straße, die als Hauptſtraße des
Dorfes in Betracht kommt, vom Eintritt der Dunkelheit
bis 10 Uhr abends auf Koſten der Gemeinde elektriſch
beleuchten zu laſſen, während für die ſpätere Zeit ein Au=
tomatenbetrieb
in Betracht kommt. An beiden Enden der
Hauptſtraße befinden ſich Automaten, durch die nach Ein=
wurf
eines Zehnpfennigſtückes die Straßenbeleuchtung in
Tätigkeit geſetzt wird, die die Straße 12 Minuten lang in
genügender Beleuchtung paſſieren läßt. Nach dieſem Bei=
ſpiel
ſcheinen auch andere Gemeinden jetzt verfahren zu
wollen, ſodaß das Syſtem der automatiſchen Straßenbe=
leuchtung
anſcheinend weitere Verbreitung gewinnt.
* Mädchen leider in allen Größen. Vor
dem Schaufenſter eines Berliner Mädchenmodegeſchäftes
befand ſich in der vergangenen Woche eine kleine Menſchen=
anſammlung
, die unter Lachen und Entzücken das Schau=
fenſter
betrachtete. Dort waren Mädchenkleider in allen
Größen ausgeſtellt. Eine Aufſchrift, die dieſes verraten
ſollte, prangte in weithin ſichtbaren Lettern auf dem Fen=
ſterglaſe
ſelbſt. Aber, da hatte ein unglücklicher Zufall
ſeine Hand im Spiele gehabt. Die Buchſtaben, die dieſen
Satz verrieten, waren aus weißem Emaille, und der eine,
das k wollte abſolut nicht auf dem Glaſe haften, dieſes
k‟fiel herunter, und ſo verkündete die Aufſchrift, daß es
hier Mädchen leider in allen Größen zu kaufen gäbe. Der
Inhaber des Geſchäftes, ein Mann, deſſen Ehe mit acht
Töchtern geſegnet iſt, hat über dieſen unfreiwilligen
Scherz am meiſten zu lachen gehabt.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 11. März. Zunächſt ſteht auf der
Tägesordnung die
Interpellation der Sozialdemokraten,
betreffend die Verweigerung zur Abhaltung einer im
Treptower Park bei Berlin am Sonntag, den 6. März
beabſichtigten öffentlichen Verſammlung unter freiem
Himmel. Auf die Anfrage des Präſidenten erklärt ſich
Staatsſekretär Dr. Delbrück bereit, die Interpella=
tion
ſofort zu beantworten. In Begründung der
Interpellation führt Abg. Ledebour (Soz.) aus:
Durch das Dazwiſchentreten der Berliner Polizei iſt
es uns unmöglich geweſen, die beabſichtigte Verſamm=
lung
unter freiem Himmel abzuhalten; die Haupt=
ſchuld
an dieſem Syſtem polizeilicher Willkür hat der
Polizeipräſident ſelber, der in dem Bewußtſein, daß
er zur Verteidigung ſeines Verhaltens notwendig Ma=
tertals
bedarf, fortgeſetzt ſogenanntes Entlaſtungs=
material
in fieberhafter Eile produziert, das geradezit
zu einer Ueberführung der polizeilichen Willkür führt
und uns die günſtigſte Handhabe für die Agitation
bietet. Das Verbot des Polizeipräſidenten iſt un=
geſetzlich
, weil es nur bei Gefährdung der öffentlichen
Sicherheit zuläſſig geweſen wäre. Eine ſolche iſt aber

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910=

Nummer 60.

niemals vorgekommen, wenn nicht die Polizei ein=
griff
. Der Polizeipräſident hat ſich nur geärgert, weil
es ihm in Berlin nicht gelungen iſt, das zu erreichen.
Er ſagte: Die öffentliche Kritik kann ſich übrig genug
in den Parlamenten betätigen. Das iſt eine Anmaß=
ung
. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Von
Rechts wegen hätte er für dieſe Unverſchämtheit ſofort
entlaſſen werden müſſen. (Unruhe rechts und zuſtim=
mende
Rufe links.)
Präſident Graf v. Schwerin=Löwitz: Sie dür=
fen
dem Polizeipräſidenten nicht Unverſchämtheit vor=
werfen
. (Bravo rechts, Lärm und Unruhe links.)
Abg. Ledebour (fortfahrend): Darauf begaben
wir uns, etwa Hunderttauſend an der Zahl, in voll=
kommen
geſetzlichem Spaziergange nach dem Tier=
garten
. Die eilig herbeigerufene Polizei fand ſich ſo=
fort
ein und fing an, auf die Spaziergänger einzu=
hauen
. (Gelächter rechts.) Ihr Gelächter zeigt, daß
Sie ein böſes Gewiſſen haben, wie der Polizeipräſi=
dent
. Die Vorfälle waren ſkandalös. Der Befehl zum
Auseinandergehen konnte gar nicht befolgt werden.
Auf wehrloſe Frauen wurde eingehauen. An der
Störung der öffentlichen Ruhe war das brutale Vor=
gehen
der Polizei ſchuld. Auch am Schleſiſchen Tor
iſt es nach bürgerlichen Blättern ähnlich zugegangen.
Lachen rechts und Zurufe links.) Wenn Sie (nach
rechts) derartiges nicht billigen, ſo ſollten Sie doch
ſondern
nicht die Schamloſigkeit haben und lachen,
menſchliches Mitgefühl mit den Opfern haben. (Lachen
rechts und Lärm, Zuſtimmung links.)
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Sie haben
den Mitgliedern auf einer Seite des Hauſes Scham=
loſigkeit
vorgeworfen.
Abg. Ledebour: Jawohl, das habe ich getan.
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Das iſt un=
zuläſſig
und ich rufe Sie deshalb zur Ordnung. Ich
habe Sie ſchon einmal zur Ordnung gerufen und
werde Ihnen, wenn ſich das wiederholt, das Wort ent=
ziehen
. (Lärm links.)
Abg. Ledebour: Herr Präſident! Sie haben mir
das erſte Mal keinen Ordnungsruf, ſondern nur eine
Rüge erteilt. (Sehr richtig! links.)
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Ich habe
der Rüge den Ordnungsruf hinzufügen müſſen.
Abg. Ledebour: Ich habe das nicht gehört und
ich berufe mich auf das Stenogramm. (Sehr gut!
links.) Bei ſeinen Rechtfertigungen fußte der Polizei=
präſident
auf anonyme Anzeigen. Dieſe ſchluckte er
ohne weiteres herunter und gab ſie in Form von ſol=
chen
Erlaſſen wieder von ſich. (Große Heiterkeit.) Ein
ſchlagenderer Beweis für ſein böſes Gewiſſen iſt nicht
denkbar, als dieſe blamable Kundgebung.
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Auch den
Ausdruck Blamabel kann ich nicht dulden. Heine
Soz.) ruft: Was darf man denn noch ſagen? Präſident
Graf Schwerin=Löwitz: Herr Abgeordneter
Heine! Das iſt meiner perſönlichen Beurteilung über=
laſſen
, was ich für zuläſſig zu halten habe oder nicht.
Abg. Ledebour: Ich ſagte nicht, daß der Aus=
druck
die ſubjektive Abſicht des Betreffenden enthalte,
etwas zu blamieren, ſondern daß ſeine Handlung bla=
mierend
wirken könne. (Große Heiterkeit.) Das kann
jedem paſſieren, ſogar dem Präſidenten des Reichs=
tages
. (Schallende Heiterkeit.)
Präſident Graf Schwerin=Löwitz: Ich bitte,
ſolche Ausdrücke nicht zu gebrauchen.
Abg. Ledebour fortfahrend: Wenn die Regier=
ung
den Polizeipräſidenten deckt, haben wir es alſo mit
dieſer mit dem ganzen Syſtem der Regierung zu
tun. Wir werden unter allen Umſtänden die notwen=
dig
gewordene Aufgabe, in Preußen das freie, gleiche
Wahlrecht zu fordern, weiter verfolgen. (Beifall links.)
Wenn die Regierungsorgane ſo weiter fortfahren,
bann wird der Zuſammenbruch des elendeſten Wahl=
ſyſtems
nicht aufgehalten, die Volksbewegung wird
nicht niederzuſäbeln ſein, ſie wird weiter um ſich grei=
fen
und das gute Recht des Volkes verteidigen. Je
mehr Sie (zum Staatsſekretär) ſich auch dagegen ſträu=
ben
, deſto mehr reißen Sie nieder und noch mehr hiſto=
riſches
Gerümpel als das Dreiklaſſen=Wahlrecht wird
alsdann in die Rumpelkammer der Weltgeſchichte ver=
ſchwinden
. (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemo=
kraten
.)
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Ein Eingreifen in
die Exekutive der Einzelſtaten ſteht dem Reiche nicht
zu, nur wenn es feſtſteht, daß die Zentralbehörden
der Bundesſtaaten ſich mit den Grundſätzen der Reichs=
geſetze
in Widerſpruch ſetzen. Der ablehnende Beſcheid
des Polizeipräſidenten iſt ordnungsmäßig erfolgt. Für
den Treptower Park iſt die dortige Polizeibehörde ver=
antwortlich
; dieſelbe verhielt ſich ebenfalls ablehnend
underſuchte das Berliner Polizeipräſidium um Unter=
ſtützung
zur Aufrechterhaltung der Ordnung. ( Un=
ruhe
links.) Gegen den ablehnenden Beſcheid des Po=
lizeipräſidenten
ſchwebt ein Verwaltungsſtreitver=
fahren
. In eine Kritik trete ich deshalb nicht ein.
Der preußiſche Miniſter des Innern hat mit vollem
Recht angeordnet, daß eine allgemeine Vorſchrift über
die Genehmigung ſolcher Verſammlungen nicht ge=
geben
werden kann, und dies gilt namentlich auch für
Umzüge dieſer Art. Hier iſt die Entſcheidung des
Oberverwaltungsgerichtes abzuwarten. Wenn das
Verbot des Polizeipräſidenten zu Recht beſtand, ſo war
er auch ermächtigt, für die Durchführung desſelben zu
ſorgen. Er war alſo nur konſequent, wenn er darauf
aufmerkſam machte, er ſei genötigt, den Spaziergang
zu verhindern. In dieſem Punkte hat der Gang der
Ereigniſſe dem Polizeipräſidenten recht gegeben. Ich
bin auch im Tiergarten geweſen (große, ſtürmiſche Hei=
terkeit
im ganzen Hauſe), es waren große Mengen ge=
ſchloſſener
Kolonnen, die unter Führung nach be=
ſtimmten
Plätzen und nach einem einheitlichen Plane
dirigiert wurden. Wenn dazu äußerliche Kund=
gebungen
kamen, z. B. das Tragen roter Fahnen und
Hochrufe auf das Wahlrecht, ſo konnte man daraus
eutnehmen, daß man nicht ſpazieren ging im Früh=
lingsſonnenſchein
. In Preußen haben die Behörden
das Recht, bei drohenden Anſammlungen die Menſchen
zu zerſtreuen und abzudrängen; dieſer Auftrag ſoll
nicht immer zweckentſprechend ausgeführt worden ſein.
Beamte ſollen ſcharf vorgegangen ſein, Frauen und
Kinder geſchädigt haben. Solche Vorgänge ſind nur
aufs äußerſte zu beklagen, nicht bloß im Intereſſe der
Opfer, ſondern auch im Intereſſe der Polizei, die
wochenlang den ſchwerſten Dienſt gehabt hat, ſodaß
ihre Nerven. wohl nachlaſſen konnten. (Großer Lärm
links, lebhaſtes Sehr richtig! rechts.) Den Beamten
iſt die Erfüllung ihrer Pflicht in den letzten Monaten
ſehr ſchwer gemacht worden. Wenn man aber für dieſe
Vörgänge die Reichsregierung verantwortlich machen
will, ſo möchte ich darauf aufmerkſam machen, daß die
Verantwortung in erſter Linie diejenigen trifft, die
ohne Genehmigung den Umzug veranſtaltet haben
(Sehr richtig! rechts) und damit es den Beamten in
gewiſſen Grenzen zur Pflicht machten, einzuſchreiten.
(Lebhafter, anhältender Beifall rechts, Lärm links.)

Auf Antrag Bebels wird die Beſprechung der
Interpellation ziemlich einſtimmig beſchloſſen.
Abg. Frhr. v. Hertling (Ztr.): Die Sache liegt
vor den Gerichten und bei dieſem Stadium iſt eine
Stellungnahme des Reichstages unangebracht. (Beifall
im Zentrum.) Abg. Junck (natl.): Ob der § 7 des
Reichsvereinsgeſetzes verletzt worden iſt oder nicht,
unterliegt dem Rechtsſtreit. Abg. Frhr. v. Richt=
hofen
=Damsdorf (konſ.): Es iſt ſubjektiv begreiflich,
wenn der Polizeipräſident glaubte, dieſes Verbot er=
laſſen
zu können. Der Polizei ſpreche ich meine An=
erkennung
aus, zumal der Abg. Ledebour für die Folge
noch ſchärfere Mittel angekündigt hat. Abg.
Müller=Meiningen (Fortſchr. Volkspt.): Vor noch
nicht langer Zeit hat ſich Frhr. v. Hertling über die
Faſſung des § 7 des Reichsvereinsgeſetzes anders aus=
geſprochen
als heute. Karlchen, haſt Du Dich ver=
ändert
! (Schallende Heiterkeit.) Die Haltung der
Demonſtranten war tadellos. Ihre Disziplin iſt an=
zuerkennen
. Der Polizeipräſident ſollte ſich um die
Berliner Kriminalpolizei kümmern. Wir verlangen,
daß das Vereinsgeſetz vernünftig angewandt werde.
Je mehr dies erkannt wird, deſto beſſer für Deutſch=
lands
Ehre und Anſehen und für Deutſchlands Kraft=
bewußtſein
. Abg. v. Dirkſen (Rpt.): Wenn die
bürgerlichen Parteien ihrerſeits eine Interpellation
über das Verhalten der Sozialdemokraten in dieſer
Frage eingebracht hätten, ſo wäre das nicht wunderbar.
Seit einem Jahre wird dieſe Unruhe ſyſtematiſch ge=
ſchürt
, durch Demonſtrieren um ein beſtimmtes poli=
tiſches
Ziel. In das ſchwebende Verfahren kann man
nicht eingreifen. Der freie Sonntag ſollte nicht dazu
mißbraucht werden, um die Politik auf die Straße zu
bringen. Solche Dinge bringen ſchwere Bedenken für
die Zukunft. Die Regierung ſoll die Ordnung weiter
aufrecht erhalten und die Bevölkerung möge bedenken,
daß man politiſche und Volksrechte nicht durch Straßen=
kundgebungen
, ſondern durch politiſche Reife erhält.
(Beifall rechts.) Abg. v. Czarlinski (Pole)
bleibt auf der Tribüne unverſtändlich und ſchließt mit
den Worten: Wir verurteilen die Uebergriffe der Poli=
zei
auf das ſchärfſte.
Abg. Liebermann von Sonnenberg
(Wirtſch. Vag.): Wir warten die Entſcheidung der Ge=
richte
ab. Die Behörden haben ganz recht gehandelt,
um einem ſolchen volksfeindlichen Treiben entgegen=
zutreten
. Abg. Werner (Reſpt.): Wir nehmen vor
der gerichtlichen Entſcheidung keine Stellung. Wir ver=
urteilen
Maſſenanſammlungen, die den Straßenver=
kehr
unmöglich machen. Die Polizei hat nicht nur das
Recht, ſondern auch die Pflicht, dem ruhigen Bürger
ſeinen ruhigen Sonntag zu ſichern. Abg. Heine
(Soz.): Nicht nur Berlin, ſondern die ganze Welt iſt
über dieſen Vorfall erregt. (Lachen rechts.) Deutſch=
land
iſt wieder einmal in der beneidenswerten Lage,
daß die ganze Welt über es lacht, wie beim Hauptmann
von Köpenick. Vom Janhagel wiſſen wir uns ſehr
wohl frei zu halten. Die Störungen hat nur die Poli=
zei
veranlaßt. Juriſtiſch ſtehen wir glänzend da und
ebenſo moraliſch, denn wir haben die Lacher auf
unſerer Seite. Die Polizei hat nicht bloß falſch, ſon=
dern
geſetzwidrig gehandelt. (Beifall b. d. Sozialdemo=
kraten
.)
Damit ſchließt die Beſprechung. Der Gegenſtand
wird verlaſſen. Es wird darauf ein ſchleuniger Antrag
Geck (Soz.) angenommen, ein gegen ihn ſchwebendes
Privatklageverfahren zu genehmigen. Es folgt die
Fortſetzung der
zweiten Beratung des Poſtetats.
Abg. Carſtens (Fortſch. Volkspt.): Zu bedauern
iſt die Verlegung des Telephonamtes von Altona nach
Hamburg. Abg. Geck (Soz.): Bei unbeſtellbaren
Sendungen ſollten die großen Poſtämter die Ermäch=
tigung
erhalten, die Briefſendungen zu öffnen, um den
Adreſſaten zu ermitteln. Staatsſekretär Krätke:
Der Vorſchlag des Vorredners wird geprüft merden.
In Hamburg=Altona müſſen wir im Intereſſe des
beſſeren telephoniſchen und telegraphiſchen Verkehrs
an dem Plane der Vereinigung der dortigen Aemter
feſthalten.
Nach unerheblicher Debatte wird über die Oſt=
markenzulage
für die mittleren Kanzlei= und Unterbe=
amten
abgeſtimmt. Die Abſtimmung bleibt zweifelhaft;
es erfolgt Hammelſprung. Mit Ja ſtimmen 94, mit
Nein 103; das Haus iſt alſo beſchlußunfähig. Vizeprä=
ſident
Prinz zu Hohenlohe ſchlägt vor, die nächſte
Sitzung in einer Viertelſtunde mit dem Reſt der heu=
tigen
Tagesordnung abzuhalten. Das Haus vertagt ſich
Der Präſident eröffnet die neue Sitzung um 6,10
Uhr. Die Abſtimmung wird ausgeſetzt. Die Beratung
der zweiten Leſung des Poſtetats wird fortgeſetzt. Die
Abgg. Behrens (Wirtſch. Vgg.) und Vogel (natl.)
wünſchen, daß die Landbevölkerung mehr berückſichtigt
werde. Unterſtaatsſekretär Francke: Hoffentlich iſt
es im nächſten Jahre möglich, dieſe Wünſche zu erfüllen.
Abg. Albrecht (Soz.): Es ſollte darauf geſehen
werden, daß die Bekleidungsunternehmer der Poſtver=
waltung
ihren Arbeitern die tarifmäßigen Löhne
zahlen.
Darauf werden die dauernden Ausgaben bewilligt.
Nach kurzer Debatte auch die einmaligen Ausgaben
und der Reſt des Etats. Der Etat der Reichs=
druckerei
wird ohne Debatte erledigt.
Nächſte Sitzung Samstag 1 Uhr. Schluß gegen
8 Uhr.
* Berlin, 11. März. In der heutigen Sitzung der
Budgetkommiſſion des Reichstages gab
Staatsſekretär v. Schön im Auftrage des Reichskanzlers
folgende Erklärung ab: Das Auswärtige Amt hält
an der Rechtsauffaſſung feſt, die ſeiner (bisherigen) Be=
handlung
der deutſchen Bergwerksintereſſen in Marokko
zugrunde lag. Dieſen Intereſſen wird innerhalb des durch
internationale Verträge und Abmachungen gegebenen
Rahmens um ſo ausdrücklicher Schutz und Förderung ge=
währt
werden können, je mehr die deutſchen Intereſſenten
mit der Reichsregierung bei deren weiteren Bemühungen
Hand in Hand gehen.
* Berlin, 11. März. In der Sitzung der Bud=
getkommiſſion
des Reichstages wies Unter=
ſtaatsſekretär
Dr. Stemrich wiederum verſchiedene
Einwände zurück, die gegen die Politik der Regierung
in Sachen der Mannesman=Konzeſſion ei=
hoben
worden waren. Die Regierung hielt an der Er=
fordernis
der Publikation für die Rechtsgültigkeit des
Geſetzes immer feſt und zwar komme die Publikation
für die Europäer in Frage. Die Mannesmannſche Ur=
kunde
mit dem Bagdadbahnvertrage zu vergleichen, der
allen rechtlichen Anforderungen entſpreche, gehe nicht
an. Die franzöſiſche Regierung beobachte gegenüber
den Monopolbeſtrebungen dieſelbe Haltung, wie die
deutſche, auch Spanien fügte ſich bezüglich der Riffminen
dem deutſchen Standpunkte. Die Anſichten über den
ert der marokkaniſchen Minenſchätze gingen diame=

tral auseinander, aber eine Geſellſchaft, die 60000
Quadratkilometer beanſpruche, würde jedenfalls das
Recht auf freien Wettbewerb illuſoriſch machen. Die
Verhandlungen über das Berggeſetz würden nach
Oſtern wieder aufgenommen. Alsdann gab Staats=
ſekretär
Frhr. von Schoen die ſchon gemeldete Erklä=
rung
ab.
Nach der Erklärung des Staatsſekretärs wurde aus
der Mitte der Kommiſſion erklärt, man ſolle jetzt mit
der Sache zu Ende kommen. Der Reichstag und die
Budgetkommiſſion dürften ſich nicht für irgend eine
Intereſſentengruppe engagieren. Die Frage ſei lediglich
die, ob das Auswärtige Amt ſeine Pflicht getan habe.
Dann äußerte ſich der Staatsſekretär noch zu der von
mehreren Seiten erwhnten Zeitungsnachricht, die
öſterreichiſche und ſpaniſche Regierung hätten ſich der
deutſchen gegenüber bereit erklärt, für die Unanfecht=
barkeit
der Mannesmannkonzeſſion einzutreten, ſobald
die deutſche Regierung die Sache der Gebrüder Man=
nesmann
zu der Ihrigen mache. Der Staatsſekretär
erklärte dieſe Nachricht für unbegründet. Der Vor=
ſitzende
Frhr. von Gamp konſtatierte hierauf zum
Schluß, daß eine Einigung erzielt worden ſei und daß
die Kommiſſion die Erwartung hege, daß das Auswär=
tige
Amt die großen wirtſchaftlichen Intereſſen, die in
Frage ſtehen, nachdrücklich wahren wird. Damit iſt die
Mannesmann=Angelegenheit erledigt.
Die Kommiſſion ging ſodann zur Beratung
des Etats des Auswärtigen Amts über. An
Reiſekoſten wurden 13000 Mark geſtrichen: Bei dem
Kapitel Geſandtſchaften und Konſulate wurden von
Tagegeldern und Fuhrkoſten 20000 Mark geſtrichen.
Die weiteren der Kommiſſion überwieſenen Titel wur=
den
genehmigt. Der Vorſitzende erklärte noch, die
Preſſemeldungen, daß infolge der Abſtriche der Budget=
kommiſſion
am Marineetat Arbeiterentlaſſungen in
Kiel nötig würden, ſeien durchaus unbegründet. Nur
an perſönlichen Ausgaben ſeien Abſtriche vorgenommen
worden. Dagegen hat die Marineverwaltung tatſächlich
noch eine Million Mark mehr zur Verfügung als im
Vorjahre.

Von der Darmſtädter Studentenſchaft,

r. Man ſchreibt uns: Da über die letzten Vor=
gänge
in der Studentenſchaft bereits unzuſam=
menhängende
und teilweiſe den Tatſachen nicht entſpre=
chende
Darſtellungen in die Oeffentlichkeit gedrungen ſind,
ſo erſcheint es als das gegebenſte, eine zuſammenhängende
und durchaus den Tatſachen entſprechende Darſtellung der
Angelegenheit zu geben:
Auf der am 19. Februar tagenden Ordentlichen
Studentenverſammlung ſiegte bei der Wahl
zum 1. Vorſitzenden der Studentenſchaft der Kandidat der
Nichtinkorporierten mit 346 gegen 313 Stimmen, während
26 ungültige (größtenteils ausländiſche) Stimmzettel= ab=
gegeben
wurden. Von den 346 Stimmen waren rund 140
ausländiſche (größtenteils ruſſiſche). Als hierauf die Wahl
der beiden inkorporierten Ausſchußmitglieder vorgenom=
men
werden ſollte, erklärten mehrere inkorporierte Redner
unter dem Beifall der Korporationen, daß ihre Korporation
unter den gegebenen Umſtänden ihre in
Ausſicht genommenen Kandidaten zurückzöge. Als die
gegebenen Umſtände wurde ausdrücklich angeführt, daß
ein Nichtinkorporierter zum 1. Vorſitzenden gewählt ſei.
Erſt ſpäter legte man die gegebenen Umſtände dahin aus,
daß der 1. Vorſitzende durch eine vorwiegendraus
Ausländern (Ruſſen) beſtehende Mehrheit gewähſtsſei.
Dieſe Behauptung iſt, wie bemerkt, unrichtig.
Darauf wurde die Wahl der beiden nichtinkorporierten
Ausſchußmitglieder vorgenommen. Auch hier erklärte ein
Kandidat, der ſich allerdings vorher zur Annahme ſeiner
Kandidatur bereit erklärt hatte, unter den gegebenen Um=
ſtänden
zurückzutreten. Alsdann wurde ein anderer Kan=
didat
aufgeſtellt und mit dem bereits vorgeſchlagenen durch
Akklamation gewählt.
Kurz zuſammengefaßt, hatte alſo die Wahl den Aus=
gang
, daß der 1. Vorſitzende und die beiden nichtinkorpo=
rierten
Ausſchußmitglieder gewählt wurden, während die
Wahl der inkorporierten Mitglieder verſchoben wurde. Be=
anſtandet
wurde die Wahl innerhalb der ſatzungsgemäß
vorgeſchriebenen 8 Tage nicht. Somit wurde ſie rechts=
gültig
. Nach einigen Tagen riefen 5 Studierende der
Techniſchen Hochſchule, und zwar die Mitglieder des Aus=
ſchuſſes
vom Winterſemeſter 1909/10, eine Verſammlung
deutſcher Studierender ein. Auf dieſer Verſammlung
wurde beſchloſſen, auf der nächſten Studentenverſammlung
den Antrag zu ſtellen, den Ausländern das Wahlrecht zu
nehmen. Ausgenommen ſollten diejenigen Ausländer ſein,
die ihre deutſche Geſinnung durch eine Unterſchrift beſtä=
tigen
würden. Nach der allgemeinen Anſchauung hatte
dieſe Reſolution wie überhaupt die Verſammlung den
Zweck, auf den gewählten 1. Vorſitzenden einen moraliſchen
Druck auszuüben und ihn zur Niederlegung ſeines Amtes
zu bewegen. Dieſer aber erklärte, er würde nur dann ſein
Amt niederlegen, wenn die Hauptverſammlung der Freien
Studentenſchaft, die ihn als Kandidaten aufgeſtellt habe,
ihm ſeine Abdankung nahelegen würde; jedoch geſchah dies
nicht, vielmehr wurde ihm auf der freiſtudentiſchen Haupt=
verſammlung
vom 2. März, die von ungefähr 150, über=
wiegend
deutſchen Studierenden beſucht war, ein einſtim=
miges
Vertrauensvotum ausgeſtellt. Gleich nach dieſer
Verſammlung legten einige Studierende, unter ihnen Ver=
kehrsgäſte
von Korporationen, eine Liſte auf, in die ſich,
ſoviel uns bekannt wurde, 65 Herren eintrugen, die ihre
Intereſſen nicht mehr vom Vorſtand der Wildenſchaft
(Freie Studentenſchaft) wahrnehmen laſſen wollten. Dieſe
Liſte hat alſo den Zweck, die Wildenſchaft zu ſprengen und
auf dieſe Weiſe das Ziel zu erreichen, nämlich die gewähl=
ten
Nichtinkorporierten ihres Amtes zu entſetzen. Der Er=
folg
der Einreichung dieſer Liſte beim Rektorat iſt noch
nicht bekannt.
Inzwiſchen fand eine allgemeine Studentenverſamm=
lung
im Kaiſerſaal ſtatt, und zwar am 4. März. Auf
dieſer Verſammlung wurde die von der Verſammlung
deutſcher Studierender gefaßte Reſolution als Antrag auf
Satzungsänderung in veränderter Form (es ſollte den
Ausländern nicht nur das Wahl=, ſondern auch das Stimm=
recht
genommen werden) eingebracht, jedoch abgelehnt.
Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Erſatzwahl für den Aus=
ſchuß
der Studierenden (Wahl der beiden Vertreter der
Korporationen) wurde der Antrag eingebracht, die 3 Ge=
wählten
ihres Amtes zu entſetzen, da ſie ſich der Haupt=
verſammlung
der Freien Studentenſchaft gegenüber ver=
pflichtet
hätten, die in der Stimmung der jeweiligen
Hauptverſammlung der Freien Studentenſchaft zum Aus=
druck
gebrachten Anſicht der Nichtinkorporierten als für
ſich bindend zu betrachten. Da dieſer Antrag, der nicht
nur auf der falſchen Vorausſetzung beruhte, daß die
3 Herren dieſe Verpflichtung eingegangen wären, ſondern
der auch ſatzungswidrig war, weil die oben erwähnte
achttägige Friſt bereits verſtrichen war, der fernerhin ge=
mäß
der Geſchäftsordnung nicht zu Punkt 3 der Tagesord=
nung
gehörte, trotzdem zur Abſtimmung kommen ſollte,
verließ die Wildenſchaft (Freie Studentenſchaft) um

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 7.

1 Uhr nachts unter Proteſt den Saal. Darauf wurde
von den Zurückgebliebenen der Antrag mit allen gegen
swei Stimmen angenommen. Als Antwort darauf legten
Einige Tage ſpäter mehrere Herren eine Liſte auf, in die
ſich diejenigen Studierenden eintragen konnten, die Proteſt
gegen die erwähnten Vorgänge einlegen wollten. Dieſe
Liſte, die bis jetzt ungefähr 130 Unterſchriften trägt, wurde
Geſtern dem Rektorat vorgelegt. So ſind alſo, falls die
gkademiſchen Behörden nicht eingreifen, für das Som=
merſemeſter
neue Kämpfe zu erwarten.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 11. März. Im Abgeordnetenhauſe
wurde der konſervative Antrag, an Stelle der in der Kom=
miſſion
beſchloſſenen geheimen Wahl die öffentliche
Lahl zu ſetzen, mit 124 gegen 62 Stimmen abgelehnt,
39 Abgeordnete enthielten ſich der Abſtimmung.
* München, 11. März. Dem Schriftſteller Dr.
Jaul Heyſe=München wurde das Großkomthur=
Freuz des Verdienſtordens der bayeriſchen Krone ver=
iehen
. Mit der Verleihung dieſes Ordens iſt der per=
ſönliche
Adel verbunden.
* Leipzig, 11. März. Das Landgericht Berlin I
verurteilte am 5. Oktober 1909 den Redakteur Hermann
Dahſel wegen vollendeter und verſuchter Erpreſſung
zu einem Jahr und ſechs Monaten Gefängnis, außer=
em
die mitangeklagte Frau Emma Schubach wegen
verſuchter Erpreſſung zu acht Monaten Gefängnis. Die
von beiden eingelegte Reviſion wurde heute vom
Reichsgericht als unbegründet verworfen.
* Wien, 11. März. Das Abgeordnetenhaus
ſetzte die erſte Leſung der Finanzvorlagen fort. Forſcht
verwies auf die mißliche Lage der Staatsfinanzen und
bemängelte, daß der vorliegende Finanzplan die
Frage der ſo dringenden Sanierung der Finanzen der
einzelnen Kronländer fallen ließ. Die Debatte wurde
barauf geſchloſſen und die Generalredner gewählt.
Paris, 11. März. Die Nieter von Chambon bei
St. Etienne, die ſich im Ausſtande befinden, rotteten
fich trotz des Abratens ihrer Führer zuſammen, drangen
vor die Beſſonſche Fabrik, zertrümmerten ſämtliche Fenſter=
ſcheiben
, drangen in das Innere, wo alles kurz und klein
geſchlagen wurde, und ſuchten dann die Privatwohnung
Beſſons auf und verwüſteten dieſe. Den Gendarmen ge=
lang
es nach hartem Kampfe, die wilde Horde zurückzu=
treiben
, doch manifeſtierten die Arbeiter nun gegen die
Gendarmen.
* Pau, 11. März. Im Verlauf des geſtrigen Tages
ereigneten ſich auf dem Fluggelände von Pau
mehrere Unfälle. Der Engländer Lorraine ſtürzte
mit ſeinem Apparat, das Gleichgewicht verlierend, aus be=
trächtlicher
Höhe herab, wobei der Propeller vollſtändig
zertrümmert wurde. Er ſelbſt wurde gering verletzt. Zwei
lndere Aviatiker verunglückten mit ihrem Aeroplan bei
Der Landung, wobei die Maſchine ſchwer beſchädigt wurde.
* Ottawa, 11. März. Das Unterhaus nahm die
Geſetzesvorlage der Regierung betreffend Schaffung einer
gnadiſchen Flotte an.
* San Franzisko, 11. März. Geſtern abend um
10 Uhr 30 Minuten wurde ein ſtarkes Erdbeben
nit lange andauernden Bewegungen verſpürt; auch
in anderen Teilen des Staates war das Erdbeben nach
telegraphiſchen Meldungen fühlbar.

H. B. Wien, 11. März. Die Leiche Dr. Luegers
wurde geſtern in der Volkshalle des Rathauſes aufge=
bahrt
und von heute früh an erhält das Publikum
Zutritt zum Sarge. Eine Kommiſſion der Stadt= und
Gemeindevertreter wird zur beſonderen Ehrung des
verſtorbenen Bürgermeiſters folgenden Antrag ein=
bringen
: Errichtung eines Lueger=Denkmals vor dem
Rathauſe, Umtauſung der Schönſtraße in Dr. Karl
Luegerſtraße, Benennung der neu zu erbauenden
Donaubrücke als Dr. Karl Lueger=Brücke. Die Volizei
ſchätzt die Zahl der Teilnehmer an dem bevorſtehenden
Leichenbegängnis auf eine Million. Zur Aufrechter=
haltung
der Ordnung ſoll Militär Spalier bilden.
Der deutſche Botſchafter von Tſchirſchky erſchien geſtern
im Rathauſe, um anläßlich des Hinſcheidens Dr.
Luegers ſein Beileid auszudrücken. Er teilte gleich=
eitig
dem erſten Vizebürgermeiſter mit, daß er von
Kaiſer Wilhelm beauftragt ſei, ihn bei der Leichenfeier
u vertreten.

Nehmen Sie

(1030a

täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der Haupt-
mahlzeit
! Ihr Appetit wir reger, Ihr Ner-
vensystem
erstarkt, die Mittigkeit ver-
schwindet
und körperliches Wohlbefinden
stellt sich raschest ein. Warnung: Man ver-
lange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
EE Lau
1

E e

Frühstücke

Kirchstrasse 3.
im Hessenbräu.
Rudolf Doll. (1027a

A . Z . Z.

4. M 4. Z ce

Mlt.

C 450
Mland. in Narmoniums

in Kauf, Tausch, Miete, Raten. Stimmen.
Reparatur-Werkstätte. Haupti.: I. Stock.
Darmstadt, Elisabethenstr. 12. Fernspr. 815.
Gc. Thies
Nachfolg.
Hoflieferant Eeöpoid Schutter

14348a

Lin täglicher Begleiter.
Nicht nur bei Husten und Katarrh als Folge der
schlimmen Herbst- und Winterwitterung schätzen
Tausende in den berühmten Wybert-Tabletten ein
vorzügliches Linderungsmittel, das wie kein anderes
geeignet ist, als wahres Hausmittel zu dienen. Beinahe
noch grösser ist die Zahl derjenigen Personen, bei
welchen Wybert-Tabletten im täglichen Gebrauch
stehen als ausserordentlich angenehme Bonbon, das
bei anhaltendem Sprechen den Mund feucht erhält,
das beim Singen der Stimme Wohlklang und Kraft
verleiht, kurz das Unzähligen von Menschen zum un-
entbehrlichen
täglichen Begleiter und Beschützer ge-
worden
ist. Sie tinden Wybert-Tabletten in Schachtein
à Mk. 1. in allen Apotheken. Depots in Darm-
stadt
: In sämtlichen Apotheken; Germania-Drogerie,
ühlstr. 78; Minerva-Drogerie, Ecke Karl- u. Hügelstr.;
Medizinal-Drogerie von Fr. Beckenhaub, Ecke Schul-
und Kirchstrasse, und Drogerie von C. Watzinger,
(980Mf
Wilhelminenstrasse 11.
(
Solytechnisches Iustitut
* Frankenhausen am Kyffhäuser
Ingenieur- und Werkmeister-Abteilung.
Ech
chitektur- und Tief benkurse.
M Sntskammiäcer e

Theorie und Bau von Flugzzugen‟.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 111 und 24 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 101 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).

Familiennachrichten.

Statt besonderer Anzeige.
Franziska Rath
Carl Ritsert
VERLOBTE.

Pfungstadt

(862e

März 1910.

Darmstadt
Rossdörferstrasss 85.
(*6142

Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute vormittag ¾12 Uhr entſchlief ſanft
nach langem, ſchwerem Leiden im 67. Lebens=
jahre
unſere liebe, gute Mutter
Frau Bertha Dietzsch
geb. Momberger, Witwe des Pfarrers.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Gustav Dietzsch, Apotheker.
Bertha Dietzsch.
Lisa Dietzsch, geb. Heinemann.
Darmſtadt, den 11. März 1910.
Die Beerdigung findet Montag, den 14. d. M.,
vormittags 11 Uhr, vom Portale des Darm=
ſtädter
Friedhofes aus, ſtatt. (B5609

Bankſagung.
Für die überaus zahlreichen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Hinſcheiden meines teuren
unvergeßlichen Gatten, unſeres Vaters, Schwieger=
vaters
, Großvaters, Bruders, Schwagers und
Onkels
(5561
Herrn Ludwig Schäfer
Werkführer
ſagen wir Allen unſeren innigſten Dank. Beſon=
ders
Herrn Pfarraſſiſtent Lautenſchläger für die
tröſtenden Worte am Grabe, den Herren der Werk=
ſtätten
Inſpektion 1 für die Niederlegung der
Kränze, der Sanitätskolonne Darmſtadt für die
zahlreiche Erweiſung der letzten Ehre, und insbe=
ſondere
Herrn Oberleutnant Lotheißen für den
ehrenden Nachruf, unſeren herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Schäfer nebſt Kinder.
Darmſtadt, den 10. März 1910.

S.

Todes-Anzeige.
In Gottvertrauen entſchlief heute morgen
1½ Uhr unſere innigſtgeliebte Mutter, Groß=
mutter
, Schwiegermutter, Schwägerin u. Tante
Frau Elisabeth Metz
Witwe des Schneiders Johannes Metz.
Familie L. Metz,
Schuknechtſtraße 50, (*6310
Familie Augo Machalett
Neu=Iſenburg.
Darmſtadt, 11. März 1910.
Beerdigung: Sonntag, 13. März, nachmittags
2 Uhr, vom Portale des Friedhofes aus.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Dre
europäiſche Druckverteilung iſt in ſtarker Aenderung be=
griffen
; über Nordweſteuropa dringt hoher Druck vor,
der Tiefdruckgebiete vor ſich her ſchiebt und kühle Nord=
weſtwinde
im Gefolge hat. Vorderhand herrſcht noch
trockenes Wetter; die Nachmittagstemperaturen erreichten
geſtern 16, im Rheintal (Worms) 17. Auch die Nacht
war mild. Die Regenfälle ſind heute morgen bereits
zur weſtdeutſchen Grenze vorgedrungen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 12. März:
Meiſt wolkig und in vielen Gegenden Regen; ſpäter
kühler und Winddrehung nach Nordweſt.

Tageskalender.
Samstag, 12. März.

Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Vortrag von Profeſſor Dr. Bouſſet um 8 Uhr im
Muſikvereinsſaal (Freie landeskirchliche Vereinigung).
Dekorierungsfeſt des Odenwaldtlubs um 8 Uhr im
aalbau.
Prüfung im Konſervatorium für Muſik um 5 Uhr
(Mühlſtraße 70).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 6 Uhr im Reſtaurant Metropol.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
Münchner Bierfeſt um 5 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz.
Konzert im Chauſſeehaus.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Thüringen).

Sonntag, 13. März.

Großh. Hoftheater, Anfang ½7 Uhr: Die Legende
von der heiligen Eliſabeth
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Prüfungskonzert im Konſervatorium für Muſik um
11 Uhr (Mühlſtraße 70).
Vortrag (Hat der Menſch eine unſterbliche Seele?) um
4¼ Uhr Neckarſtraße 22.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurank Metropol.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof.
Konzert im Chauſſeehaus.
Münchner Bierfeſt um 4 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (T üringen).

Verſteigerungskalender.
Montag, 14. März.

Hofreite=Verſteigerung des W. Steinfeld ( Lichten=
bergſtraße
26) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Adam Walter ( Kaup=
ſtraße
46) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Holzverſteigerung um 9 Uhr in der Güntherſchen
Gaſtwirtſchaft zu Roßdorf.
Holzverſteigerung um 10 Uhr im Zeilharder Ge=
meindewald
; Zuſammenkunft bei Gaſtwirt Schneider
(Station Meſſel).
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Gaſt=
haus
Zur Krone zu Erfelden.

König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 111 Uhr.
Handarbeits=Ausſtellung des Hoffmänniſchen
Inſtituts im Gewerbemuſeum; geöffnet von 111 und
35 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſiße Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Oito Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaigs
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.

A%
Derzs%e


Pilsneru S 0
Münchner

Hell Export
Geerh
rersrerC

[ ][  ][ ]

Nummer 60

Frühjahrs-Neuheiten

Auf

Kieler Jäckchen mit hübschen 900
Abzeichen, von M. 16. bis 3 M.

C
Farbige Kinder-Paletots
in allen Größen, von M. 22.50 bis

Kinder-
Konfektion

Kinder-(Hänger-Kleidchen
in Wolle u. Osford, von M. 6. bis 85pf.

50
Kinder-Taillenkleider
in enorm. Auswahl von M. 20. bis M.

Créme Cheviot-Paletots
moderne Fassons,
in grosser Auswahl.

Kleiderstoffe in schwarz-
weiß
u. Schotten, Mtr. von 85

Pf. an

Kleiderstoffe, einfarbig,
reine Wolle, Meter von

Kinder-
Kleiderstoffe

Weiße Batiste in gestreift
45
und kariert, Meter von

Wollmouseline in uni u.

gemustert, Meter von

115

Baumwoll-Mouseline
mit u. ohne Bordüre, Mtr. von 25

Rhenania

in schönen Karos, Mtr. von

35

Kinder-Schürzen

Kinder-Reformschürzen,
70
farbig, Stück von
Kinder-Reformschürzen,
weiß, Stück von 85
Kinder-Kimonoschürzen,
110
farbig, Stück von
Kinder-Kimonoschürzen,
25
weiß, Stück von
Kinder-Reformschürzen,
schwarz, Stück von 125
Kinder-Armelschürzen,
farbig, Stück von 145
Knabenschürzen, Stück von 55

Pf. an

Kinder-Wäsche
Kinder-Strümpfe

Erstlingshemden
Kinderhemden, weiß
Kinderhosen, weiß
Lätzchen
Einschlagtücher
Wickelbänder
Windelhosen
Kinder-Badetücher

von 15 Pf. an
50

Schwarz wolle plattiert,
von 36 Pf. an

70

Schwarz wolle, von 65 Pf. an

12

75

baumwollene
Kinder-Strümpfe und
Söckchen

140

Oxford-Wäsche, weiß und farbig.

in grosser Auswahl.

Kinder-Hüte
und-Mützen

Teller Mützen
Stück von 45 an

E Pf.
Pf.
Piqué-Wasch- Käpp-
chen
. . . Stück von 65 an
Cachmiere-Käppchen EF Pf.
Stück von 30 an
Pf.
Jockei-Mützen
Stück von 75 an

10

Carnierte Kinder-
Käppchen . . von M. 1. an
Pf.
Kinder-Strohhüte
Stück von 65 an
Waschhüte, Stck. von 55 Pf. an
P Pf.
Kinderhäubchen mit
Spitzeneinsatz . von 35 an

Kinder-
Taschentücher

Garnierte Kinderhüte
mit Mu lgarnitur . M.

Bildertücher

Stück 5, 6 u. 8 Pf.

mit buntem Rand

Stück von 10 Pf. an

Kinder-
Handschuhe

Pf.
Tricot weiss
von 45 an
Trisot farbis von 45 an

Knaben-
Bekleidung

Buxkin-Hosen mit Leib 1 60
Stück von M. 1-an

Blaue Tuchhosen mit 1 80
Leib . . . Stück von M. Ian
Braune Manchester-
00
hosen m. Leib Stck. v. M. S-an

Tricot schwarz

von

55

Kinder-Lätzchen
zum Besticken.

Kinder-Mitons

Knaben-Wasch-Anzüge
Hosen und Blusen

in allen Preislagen

weiss
n 35 Pf.

Blusenstoffe, Meter (
von 90 am

Blau Cheviot u. Melton 2.25
Meter von M.

Crke 2

Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.

(5547

Grosse
Auswahl.

[ ][  ][ ]

38 60.

Sanstag, 12., Mirg.

1910.

srosse eingange ec

DoN

Damen- u. Kinder-Konfektion
Jreiswerte Damen-Konfektion

Saison 1910
Unsere Absicht ist es, zur Frühjahrs-Saison
Hervorragendes in Damen- und Kinder- Kon-
fektion
zu bieten und dieser Abteilung durch
besonders günstige Preise und durch einen
wirklich gediegenen Genre unsere Kunden vor-
teilhaft
zu bedienen.
Es ist eine weithin anerkannte Spezialität unseres
Geschäfts, für mässige Preise hervorragend gute
Qualitäten zu bringen und auch in Grösse der
Auswahl besonders leistungsfähig zu sein.
Selbst die billigste Konfektion hat tadellosen
Schnitt und beste Verarbeitung.

7550
Englische Jaletots . . . . . 750 850 1200.
Schwarze Jaletots . . . . 1500 2000 2500 3 500
1500 2 200 3 000 4 500
Engl. Kostüme.
.,
Cßeviot- u. Juch-Kostüme 2650 3 300 3 900 5500
in allen Farben und in jeder Weite
10
500
900
7
F
375. 5 8
Kostümröcke.

rin allen Grössen
Rinder-J dtetots u. Cäpes und Preislagen.

Jelepfion 1177

Ser

Ludwigsplatz 9

Mitglied des Rabatt-Sparvereins.

(5480

Eingetauſchte
1
Fahrräder
(ca. 100 Stück)
bekannte Marken, von 20 Mark an
L. Beudt, Nachf.
3209a)
Hölgesſtraße 1
Günſtige Gelegenheit für Wiederverkäufer.
1gebrauchter großer Eisſchrank
billig zu verkaufen
Heinheimerſtraße 59 (Laden).
*6075fs)
den geehrten
Empfehle mich Herrſchaften
für Ankauf von getragenen Kleidern,
Bluſen, Stiefeln, Herrenanzüge, bezahle
hohe Preiſe. Flamm, Soderſtr. 47, I. (4260a
Guterh. Kinderwagen billig abzugeben.
(*6060fs
Wenckſtraße 40.

Der ſchmale Weg.
Roman von Paul Bliß.
(Nachdruck verboten.)

Da fragte er ſchalkhaft: Lebenswahr? Ja, kennen
Sie denn die Liebe ſo genau, daß Sie das beurteilen
önnen?
Wieder lachte der Alte laut. Siehſt Du, das ge=
chieht
Dir recht! Bravo, Herr Stark, mir aus der
Seele geſprochen! Auf ſolche Frage gehört auch ſolche
Intwort.
Elsbeth ſaß in reizend lieblicher Verlegenheit da
und konnte kein Wort erwidern.
Da ſagte Fritz bittend zu ihr: Zürnen Sie mir
richt, bitte, es war wohl vorſchnell von mir, verzeihen
Sie mir! Und dabei ſah er ſie an, lange und unausge=
etzt
er konnte ſie gar nicht wieder aus den Augen
aſſen jetzt zum erſten Male ſah er, wie ſchön, wie
iebreizend ſie war.
Inzwiſchen hatte ſie ſich auch ſchon wieder erholt
ind erwiderte nun: Aber bitte, ich habe es durchaus
richt übel genommen. Und dann fügte ſie ſchnell mit
reizender Schelmerei hinzu: Indeſſen, meine Frage
aben Sie mir doch nicht beantwortet.
Still lächelnd und in verhaltener Bewunderung
ah er ſie an. Nein, ich habe keine einzige all der
Novellen erlebt, alles iſt freie Erfindung.
Nun war die Kleine ſtarr. Wie iſt das nur mög=
ich
? So etwas faſſe ich nicht! Ich kann es auch gar

nicht glauben. Sie wollen ſich mit mir gewiß wieder
einen Scherz machen.
Sehr ruhig verneinte er. Es war durchaus ernſt
gemeint. Ja, ich kann ſogar noch mehr hinzufügen.
Ich kann Ihnen verraten, daß ich mich, ſo alt ich auch
bin, noch niemals ernſtlich verliebt habe, noch niemals.
Als er ſchwieg, ſah er auf ſeinen Teller, aber er
fühlte, daß aller Augen auf ihn gerichtet waren. Keiner
ſagte etwas.
Da blickte er auf, ſah der Reihe nach ſeine Gaſtgeber
an und ſagte dann leiſe mit wehmutsvollem Lächeln:
Das darf Sie auch nicht wundern. Mein Leben war
bisher nur der Arbeit gewidmet, und wer immer wirk=
lich
ernſthaft arbeitet, der findet gar keine Zeit, an
Liebe zu denken.
Nun proteſtierte Papachen lächelnd: Wenn das bei
Ihnen ſo war, junger Freund, ſo liegt es eben nur
daran, daß Sie dann bis dato noch nicht die Richtige
gefunden haben; glauben Sie mir, einzig nur daran
liegt es! Tritt Ihnen die Richtige erſt mal in den Weg,
dann wird auch Ihr ſo arbeitsfrohes Herz in Liebe er=
glühen
! Wenn einer im Leben ernſthaft gearbeitet hat,
ſo war ich es gewiß; als ich aber meine ſelige Frau vor
nunmehr bald vierzig Jahren zum erſten Male ſah, ja,
da war es eben ſofort um meine Ruhe geſchehen, und
obgleich ich bis über beide Ohren in der Arbeit ſaß, ich
verliebte mich doch, unrettbar, ſo unrettbar, daß ich in
ſechs Wochen den Ring am Finger hatte. Sehen Sie,
mein Lieber, ſo wird es Ihnen auch noch mal ergehen.
Fritz lächelte ſtill vor ſich hin, als er wieder aufſah,

traf ſein Blick die kleine Elsbeth nun ſah auch ſie
auf, und nun trafen ſich ihre Blicke
wohl eine
Sekunde lang ſahen ſie ſich an.
Dann erhob man ſich von der Tafel. Malwine, die
ſo lange faſt ſchweigend dageſeſſen hatte, ſah nach dem
Kaffee.
Während der alte Herr die Zigarren holte, blieben
Elsbeth und Fritz allein.
Sie ſtanden ſich gegenüber und ſahen ſich an.
Plötzlich ſagte ſie, beinahe leiſe: Ihre Novellen
haben mir ſehr gefallen!
Er nickte nur und ſah ſie ſtumm an.
Wirklich ausgezeichnet! Ich freue mich, das Buch
geleſen zu haben ich werde es nie vergeſſen! Und ſie
reichte ihm die Hand hin.
Da leuchtete es auf in ſeinen Augen, ein Freuden=
ſchimmer
lag auf ſeinem Geſicht, ſchnell neigte er den
Kopf und küßte ihr die Hand, heiß und voll junger
Leidenſchaft.
Als der alte Herr zurückkam, ſtanden ſie wieder
ruhig gegenüber und plauderten lachend.
Während der Kaffee genommen wurde, kam Fritz
auch mit Fräulein Malwine in Unterhaltung.
Darf man erfahren, ob Sie etwas Neues unter der
Feder haben? fragte ſie mit ganz leicht erzitternder
Stimme.
Ein wenig erſtannt ſah er ſie an. Etwas in ihrer
Stimme, ein leiſer Unterton, machte ihn ſtutzig; da er
aber ihr ruhig=ernſtes Geſicht ſah, erkannte er ſofort,
daß er ſich getäuſcht haben mußte, und dann erwiderte

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

e

Wir beehren uns, den Eingang der

sowie aller

ergebenst anzuzeigen

(5465

64
J az- u. RRodewaren Ctrauss CRkacer
Hoſlieferanten
Schulstrasse 8
Sckhulstrasse 3.

Gießener Pferde-LosediMk.

ſind in allen durch Piekate kennlichen
Geſchäften zu haben. Zieh. 7. April.
30000 Lose u. 16500 Mk. Gew.
General=Vertrieb: Richard Buch-
acker
, Gießen. Daſ. 11 Loſe für
10 Mark, für Porto und Liſte 25 Pfg.
mehr.
(4762a

Prima Speiſekartoſſtl:
Induſtrie
10 Pfd. 45 Pf.,
Salatkartoffel 10 60
frei ins Haus empfiehlt (5015sms
FF
9
Früchte-
Josef Bschurer, Handlung,
Nieder=Ramſtädterſtraße 22.

Prima Speise-Kartoffeln
Induſtrie Zentner 3.25 Mk. (3932
Ella
2.99
a
empfiehlt J. Vetter, Wenckſtraße 60.

Bäcker!
Mehl unterm Preis, ſofort abzunehmen,
wird verkauft. Offerten mit Nummerangabe
unter U 61 an die Exped. ds. Bl. (53831so

einsichtu
komplet, (Achener
Baderinrichtung, Gasofen) für80 M.
wegen Umzug ſofort zu verkaufen.
*6044fs)
Näheres Expedition.
Eine noch neue Strickmaſchine
zu verkaufen Mühlſtraße 28.
(*5751ims

Adressen
jeder Art beſorgt überall
(3956a
Heſſiſches Adreſſen=Bureau, Kirchſtr. 21.
M

Wlässt Spitzen, Gardinen, Batist, Wasch-
seide
, Stickereien etc., überhaupt
alle zarten Stoffe beim Waschen
wieder wie neu werden! Denkbar gründ.
lichste Reinigung bei grösster Schonung und
Erhaltung des Gewebes. Ueberall erhältlich!
Alleinige Fabrikanten:
Henkel & Co., Düsseldorf,
auch der seit 34 Jahren weltbekannten

Vernickeln,
Emaillieren
und in Stand ſetzen bei
ſorgfältiger billiger Be=
) dienung.
(4141a
W. Heppenheimer,
Fahrradreparateur für alle Syſteme.
Ecke Wieners= und Kiesſtraße 80 u. 80½.
Liefere prima Kornbrot
5 Pfund 66 Pfg. (*5870mfs
Offerten unter U 6 an die Exp. ds. Bl.
Gut erhaltenes Fahrrad (Freilauf)
zn verkaufen Rhönring 73, II. I. (*6070fs

(3355E

Christophlack
als Fußbodenanſtrich beſtens bewährt
ſofort trocknend und geruchlos,
von jedermann leicht anwendbar
gelbbraun, mahagoni, eichen, nußbaum
(5196a
und Graufarbig
Friedrich Schaefer.

Zahntechnisches institut
11 Ernst-Ludwigstr. Karl Körner Erast-Ludwigstr. 11
Lieferung gutsitzender und brauchbarer Gebisse.
Auf Wunsch bequeme Teilzahlung.
(4606a
Sprechstunden: 912 Uhr vorm., 27 Uhr nachm., Sonntags 912 Uhr.
Bitte genau auf Firmau. Hausnummer zu achten.

für Kinter, Krante, Genene
ist nächst der Muttermilch
die
Ideal-Nahrung für Säuglinge
von Geburt an.
Unübertroffen bei
Verdauungsstörungen,
glänzend bewährt
beim Entwöhnen.
Zu haben in Apotheken und
Drogerien, Proben u. Bro=
schüren
kostenfreidurch das
General-Depot f. Deutschld.
nmann
NH)
To. b. r. Neumannuson
Kgl. Hofl. Berlin, Tanbenstr. 51/52.

er höflich: Ja, ich machte die Vorarbeit zu einem großen
Roman.
Gott, wie intereſſant! jubelte Elsbeth auf. Wenn
man bedenkt, da im Zimmer nebenan, da entſteht jetzt
ſo ein Roman, der nachher ſolch Aufſehen erregt, daß
alle Welt ihn lieſt und bewundert! Rieſig intereſſant
finde ich das! Und wir alle werden dann noch berühmt
werden!
Sie lächelten alle dazu.
Papachen aber ſagte: Dummkopf, Du! Marſch, hin,
ans Inſtrument, mach ein bißchen Muſik.
Sofort gehorchte die Kleine. Stumm lauſchten alle.
Und dann erklang aus dem andern Raume, leiſe,
gedämpft, unter langſamen, klagenden, wehmütigen
Tönen, das herrliche Mignon=Lied Kennſt du das Land,
wo die Zitronen blüh’n.
Meiſterhaft und mit tiefer Empfindung wurde es
geſpielt und geſungen.
Und ſtumm lauſchend, wie weltentrückt, ſaß Fritz
da fort trug ihn ſeine Sehnſucht, weit, weit fort
nicht nach dem ſonnigen Süden, nein, nach dem Norden
trug ſie ihn, nach dem verſchneiten, einſamen Stückchen
Welt da oben, nach ſeiner verlorenen und nie ver=
geſſenen
Heimat und zu ſeiner alternden Mutter
trug ſie ihn, zu ihr, die ihn verlaſſen hatte, zu ihr, die
ihm die Jugend vergiftet hatte, zu ihr, die er trotz alle=
dem
noch immer liebte und liebte.
Als er aufſah, ſaß Fräulein Malwine ihm gegen=
üher
. Er ſah ſie ſtumm an. Und plötzlich war es ihm,
als ſchimmere in ihrem Auge eine Träne.
Aber nein, er mußte ſich wohl getäuſcht haben.

5. Kapitel.
Langſam, langſam ſchmolz der Schnee dahin, und
behutſam, wie taſtend, fand ſich nach und nach der
Frühling ein. Zuerſt kam er nur ſo gegen Mittag,
brachte ein bißchen heiteren, warmen Sonnenſchein,
auch ein laues Lüftchen und ein Stück blauen Himmel.
Länger aber als ein paar Stündchen blieb er noch nicht;
ſowie der erſte Nordweſt blies, huſch, war er wieder
fort, und dann trat der graue, ſtarre Winter noch ein=
mal
ſein Recht an. Als aber die Tage nach und nach
länger wurden, da ſtellte er ſich doch ein, der muntere
Geſelle, im Tiergarten lockte er die erſten kleinen
Sänger hervor, und die Weiden am Waſſer überzau=
berte
er mit einem gelblich leuchtenden Blütenhauch
ach und die Wieſen, wie bunt ſchimmernd: Tauſende
und Abertauſende von kleinen, weißen, gelben und roſa
Blümchen und dazu eine Luft, ſo weich und lieblich,
und ſchmeichelnde, laue Winde und ein Sprießen und
Knoſpen, ein Werden und Entſtehen, ſoweit das Auge
ſabt
Frühling, Frühling kommt in das Land!
Jubelnd ſprang Elsbeth mitten hinein; ihr er=
blühten
mit jedem neuen Lenz tauſend neue Hoff=
nungen
; mit offenen Armen umfing ſie die neue leuch=
tende
Gegenwart.
Malwine aber ging langſam vorwärts; ſtill und
verſonnen ſtand ſie und ſah in den lachenden, jauchzen=
den
Frühlingstrubel ſtill und verſonnen ſtand ſie
und gedachte all der Hoffnungen, die ſie ſchon zu Grabe
getragen hatte. Was konnte ihr ſo ein Frühling noch
für Ueberraſchungen bringen? Nein, ſie wußte, daß ſie
nichts mehr vom Leben zu erwarten hatte.

und dennoch war oine Veränderung mit ihr vorge=
gangen
.
Nicht etwa, daß ſie geſprächiger geworden wäle,
nein, eher noch wortkarger ſchien ſie jetzt; aber etwas,
was ihr ſonſt nie geſchehen war, das kam jetzt häufiger
vor ſie träumte offenen Auges. Wenn ſie im Hauſe
hantierte oder bei einer Näharbeit ſaß, dann kam es
vor, daß ſie die Hände ſinken ließ, daß die Gedanken in
die Ferne ſchweiften, in märchenweite und märchen=
ſchöne
Fernen, daß ſie träumte, wie ſie nie im Leben
geträumt hatte ſchön war das, einzig, einzig ſchön
Und wie weltentrückt, wie verzückt ſaß ſie dann da und
wartete, daß nun irgend etwas geſchähe, irgend etwas
das ſie forttrug, fort aus dieſer grauen Wirklichkeit
fort in jenes Märchenland hinein fort, nur fort!
Dann aber klappte eine Tür, oder ein lautes Wor
fiel, und dann fuhr ſie empor und ſchrak zuſammen
als hätte man ſie auf unrechten Wegen ertappt.
Was iſt Dir denn, Malwine? Du biſt jetzt jaſ
nervös, daß Du bei dem geringſten Geräuſch zuſammen
fährſt, ſagte eines Tages der Vater zu ihr.
Sofort war ſie wieder ſtarr und ernſt, und mit ſa
harter Stimme entgegnete ſie: Was ſoll mir denn ſein
Nichts iſt mir! Ich hab’ über den Haushalt nachgedach
Meinſt Du, daß mir der nichts zu denken gibt?
Und dann nahm ſie ſich zuſammen, damit man ib
um Gottes willen nicht anmerkte, was ſie ſo in Ban
geſchlagen hatte.
Der alte Herr aber ging kopfſchüttelnd vo
dannen und dachte: Sie wird doch wirklich imme
ſchrulliger.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

38 25.

12. März.

Bekanntmachung.

etreffend: Die Erhebung des Stempels für Fahrräder pro 1910.
Unter Hinweis auf die nachſtehend abgedruckten §§ 3, 1527 der Verordnung
im 6. Mai 1907, den Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die gleich=
lls
abgedruckten, im Falle einer Verſäumnis platzgreifenden Strafbeſtimmungen wird
ermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des Stempels für Fahr=
der
für das Rechnungsjahr 1910, ſowie das Aufkleben und die vorſchriftsmäßige
itwertung desſelben
von heute ab bis 31. März 1910 an jedem Wochentage,
vormittags von 9 bis 12 Uhr,
ei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9
attfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, die dieſelben auf öffentlichen
zegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der obenerwähnten
eit zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen hierzu vorliegen, während derſelben
eit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf Befreiung von der Abgabe zu ſtellen
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizei=Revier,
2. für den Landkreis Darmſtadt bei der betreffenden Großherzoglichen Bürger=
meiſterei

rzubringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.

Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.

Vom 6. Mai 1907, §§ 3. 1527 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll.
rt der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
ündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifs zum Urkundenſtempel=
ſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stem=
labgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
utende Radſahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen
em zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
ormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reichs.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
aben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
ihren und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
is 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in
r Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen
eitraum nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unterfortlaufenden Nummern in
n Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
nitrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die Rad=
rhrkarten
auf der Rückſeite den Vermerk Stempelfrei bis 31. März 19. .
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
oher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
usgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern
ie Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von
iner Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt
vorden ſind, in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Land=
ezirk
eines Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in
er Farbe der Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes
agegen in ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der Num=
rerplatte
verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
erden muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet
erart zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Num=
rerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen
ahrrädern unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die
roſten der Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
ur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel
es Fahrrads, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal,
nd zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrads und ſodann alljährlich im
Nonat März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahr=
arte
bei dem Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
on der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden An=
rag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
ufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
ängſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Num=
nerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Slätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rück=
rabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und
em Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſein Wohn=
ider
Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das
ie Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden;
las letztere erteilt eine neue Nummerplätte und zieht die bisher geführte Nummer=
blatte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen,
zie nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
indere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorüber=
jehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Dienſt=
geſchäfte
benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur Ar=
beitsſtelle
oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mk. nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Be=
ſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der
Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen;
Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im Groß=
herzogtum
aufhalten;
5. Pexſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. J).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in An=
ſpruch
genommen, ſo iſt vorzulegen:
in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſtbehörde
dahingehend, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken ver=
wendet
wird.

Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren Vor=
ausſetzung
. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine Be=
ſcheinigung
des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Poli=
zeibehörde
beſtätigt ſein muß:
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſte=
rium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mitführen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Perſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecken beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und Tele=
graphenverwaltung
und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den Urkunden=
ſtempel
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907, Zuwiderhand=
lungen
gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin vor=
behaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäß=
heit
des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
--
Arkikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels zuwider=
handeln
, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geldſtrafe verwirkt welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleichkommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt Jede zuwiderhandelnde Perſon
trifft die ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1800.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 34, 40, 47, 48, 51, 58, 86 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die Vor=
ſchriften
des Artikels 31 Abſ. 3, 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit
tritt nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt
hat oder daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt
ſein würde. Die Beſtimmung des Abſ. 2 Satz 2 findet Anwendung.

Betreffend: wie oben.
Darmſtadt, 15. Februar 1910.

Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereiſſnten Ihrer Gemeinde zubringen
J. E.: von Starck.
(3749a

Bekanntmachung.

Betr.: Polizei=Verordnung über die Sicherheit des Verkehrs auf der Landſtraße.
Wir bringen die nachſtehende Polizei=Verordnung wiederholt zur öffentlichen
Kenntnis und erwarten, daß die Vorſchrift des § 1 befolgt wird, damit die Sicherheit
des Verkehrs auf den Straßen zur Nachtzeit erhalten bleibt.
Die Großh. Gendarmerie und das Polizeiperſonal ſind beauftragt, den Befolg zu
überwachen und Zuwiderhandlungen anzuzeigen.
Darmſtadt, den 9. März 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Polizei=Verordnung.

Betreffend: Wie oben.
Auf Grund der Art. 78 und 48, V. 1. des Geſetzes vom 12. Juni 1874, die innere
Verwaltung und die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen betrefſnd, ſowie des
§ 366 pos. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuchs wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes
und mit Ermächtigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom
13. Juni l. J. (zu Nr. M. J. 15622) unter Aufhebung der Polizei=Verordnung vom
4. Dezember 1884 verordnet, was folgt!.
§ 1. Alle auf den innerhalb des Kreiſes Darmſtadt belegenen Staats= und Kreis=
ſtraßen
, ſowie den in dieſe Straßenzüge fallenden Ortsdurchfahrten nach Eintritt der
Dunkelheit verkehrenden Fuhrwerke müſſen mit einer, an gut ſichtbarer Stelle ange=
brachten
brennenden Laterne verſehen ſein. Perſonenfuhrwerke, welche auf den erwähnten
Straßen während der genannten Zeit verkehren, müſen durch zwei hell brennende
Laternen, welche zu beiden Seiten des Bocks anzubringen ſind, beleuchtet ſein.
§ 2. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Beſtimmungen unterliegen der Beſtrafung
nach § 366 des Reichsſtrafgeſetzbuchs (Geldſtrafe bis zu 60 Mk. oder Haft bis 14 Tagen).
§ 3. Vorſtehende Polizei=Verordnung tritt 14 Tage nach ihrer Publikation im
Darmſtädter Tagblatt in Kraft.
Darmſtadt, den 19. Juni 1890.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
v. Marquard.

Betreffend: Wie oben.
Darmſtadt, den 9. März 1910.

Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden und die Großh. Gendarmerie
des Kreiſes.
Wir beauftragen Sie, dem Befolg der Vorſchriften der obigen Polizei=Verordnung
beſondere Aufmerkſamkeit zuzuwenden und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen.
Den Großh. Bürgermeiſtereien empfehlen wir, den Inhalt der Polizei=Verordnung
wiederholt ortsüblich bekannt machen zu laſſen und das Polizeiperſonal mit entſprechen:
der Weiſung zu verſehen.
(5456sid
Fey.

Bekanntmachung.

Betreffend: Erweiterung der Bahnſteige auf dem Bahnhof Eberſtadt.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß auf dem Bahnhof Eberſtadt
eine Erweiterung der Bahnſteige beabſichtigt iſt.
Der Plan nebſt Beſchreibung über die beabſichtigten Aenderungen und über die
in Ausſicht genommenen Veränderungen an Wegen und Vorflutanlagen liegt in der
Zeit vom Montag, den 14. März 1910 bis Montag, den 21. März 1910 ein=
ſchließlich
auf der Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt und von Mittwoch, den
23. März 1910 bis Mittwoch, den 30. März 1910 einſchließlich auf der Großh.
Bürgermeiſterei Pfungſtadt zu jedermanns Einſicht offen.

[ ][  ][ ]

Nummer 28

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

Samstag, den 12. März 1910.

Termin zur landesvolzeilichen Prüſung des Proiekts wird auf Dienstag, den

5. April 1910, nachmittags 3¼ Uhr, auf Bahnhof Eberſtadt anberaumt. In
dieſem Termin ſind etwaige Einwendungen geltend zu machen.
Darmſtadt, den 9. März 1910.
(545ya
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Bekanntmachung.

Betreffend: Schießübungen des Leibgarde=Regiments Nr. 115 auf dem Schieß=
platz
Meſſel.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß das Leibgarde=Regiment
Nr. 115 am
c. 14. und 15. März von 9 Uhr vormittags bis 3 nachmittags
d. 18.
9 abends
11

9
e. 21. und 22.
5 nachmittags

k. 1., 4., 5.
April
9
,


g. 14. und 15.
5
, , 9

,
h. 18., 19. und 21.
9
ein Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schießplatz Meſſel abhalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel c. 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſch=Bach.
Die Abſperrung des Geländes zu den genannten Zeiten wird erforderlich gegen
Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchl., gegen Weſten: Dammweg=
Brunnersweg ausſchl., gegen Süden: Forſthaus Steinacker=Steinhügel ausſchließl.,
gegen Oſten: alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=Wieſe,
Sau=Wieſe, Schreiberts=Wieſe, Geishecke einſchl.
(4301a
Vor Betreten des Geländes während der Schießzeit wird gewarnt.
Darmſtadt, den 18. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.

Großh. Miniſterium des Innern hat dem landwirtſchaftlichen Bezirksverein Mann=

heim und dem Badiſchen Rennverein die Erlaubnis erteilt, 10000 Loſe einer mit dem
Mannheimer Maimarkt verbundenen und am 4. Mai 1910 auszuſpielenden Verloſung
von Pferden, Rindvieh und ſonſtigen Sachgegenſtänden innerhalb des Großherzogtums
zu vertreiben. Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan
dürfen bis zu 100000 Loſe à 1 Mk. ausgegeben werden.
Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel ver=
ſehene
Loſe gelangen.
(5441

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Zurückſtellung von Reſerviſten, Wehrleuten I. und II. Aufgebots, Erſatz=
Reſerviſten und ausgebildeten Landſturmpflichtigen infolge häuslicher ꝛc.
Verhältniſſe,
Diejenigen Reſerviſten, Wehrleute I. und II. Aufgebots, Erſatz=Reſerviſten,
und ausgebildete Landſturmpflichtige, welche auf Grund der nachſtehend abgedruckten
Beſtimmungen des § 122 der Wehr=Ordnung vom 22. November 1888 eine Zurück=
ſtellung
hinter den älteſten Jahrgang der Reſerve, der Landwehr I. bezw. II. Aufgebots,
Erſatz=Reſerve und des Landſturms in Anſpruch nehmen zu können glauben, werden

hiermit aufgeſordert, ihre bezüglichen Geſuche baldigſt und ſpäteſtens bis zu
25. März I. Js. bei den betreffenden Großherzoglichen Bürgermeiſtereien einzureiche
Die nach dieſer Zeit eingehenden Geſuche können für das laufende Jahr (d. h. bis zur
nächſtjährigen Zurückſtellungstermin) keine Berückſichtigung mehr finden.
Die eingereichten Geſuche unterliegen der Entſcheidung der verſtärkten Erſat
Kommiſſion gelegentlich des Muſterungsgeſchäfts. Dieſe Entſcheidungen behalten ihl
Gültigkeit nur bis zum nächſten Zurückſtellungstermin. Im Falle des Bedürfniſſes ſin
die Anträge auf weitere Zurückſtellung zu erneuern.
Außerterminlich kann Geſuchen um Zurückſtellung durch ſchriftliches Ueberein
kommen der ſtändigen Mitglieder der Erſatz=Kommiſſion nach § 124, 2 der Wehr=Ordnun
nur dann ſtattgegeben werden, wenn nach dem allgemeinen Entlaſſungs=Termin de
Reſerven dringende Verhältniſſe die ſofortige Zurückſtellung einzelner der entlaſſene
Mannſchaften gerechtfertigt erſcheinen laſſen.
Darmſtadt, am 28. Februar 1910.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
gez. v. Werner, Reg.=Rat.
Abdruck.
§ 122 der Wehrordnung.
1. Zurückſtellung im Sinne der in § 118, 3 und 120, 5 enthaltenen Feſtſetzunge
dürfen aus folgenden Gründen (Zurückſtellungsgründe) eintreten:
a) wenn ein Mann als der einzige Ernährer ſeines arbeitsunfähigen Vaters oder ſeine
Mutter bezw. ſeines Großvaters oder ſeiner Großmutter, mit denen er dieſelb
Feuerſtelle bewohnt, zu betrachten iſt und ein Knecht oder Geſelle nicht gehalte
werden kann, auch durch die der Familie bei der Einberufung geſetzlich zuſtehend
Unterſtützung der dauernde Niedergang des elterlichen Hausſtandes nicht abgewende
werden könnte;
b) wenn die Einberufung eines Mannes, der das dreißigſte Lebensjahr vollendet ha
und Grundbeſitzer, Pächter oder Gewerbetreibender oder Ernährer einer zahlreiche
Familie iſt, den gänzlichen Verfall des Hausſtandes zur Folge haben und die Ar
gehörigen ſelbſt bei dem Genuſſe der geſetzlichen Unterſtützung dem Elend preis
gegeben würden;
c) wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückſtellung eines Mannes, deſſen ge
eignete Vertretung auf keine Weiſe zu ermöglichen iſt, im Intereſſe der allgemeine
Landeskultur und der Volkswirtſchaft für unabweislich notwendig erachtet wirk
2. Mannſchaften, welche wegen Kontrollentziehung nachdienen müſſen, haben jedoc
auch in den vorgenannten Fällen keinerlei Anſpruch auf Zurückſtellüng.
(4947ss

Darmſtadt, den 8. März 1910.
Betreffend: Die Führung der Rekrutierungsſtammrollen; hier Zu= und Abgäng
Militärpflichtiger.

Der Zivil=Vorſitzende der Großh. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
au die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf die Beſtimmungen des § 46 Poſ. 13 der Wehr=Ordnung von
22. November 1888 (Neuabdruck im Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901) hinweiſe, nach welche
von jeder An= und Abmeldung eines Militärpflichtigen zur bezw. von der Stammroll=
infolge
Aufenthaltswechſels, behufs Berichtigung der alphabetiſchen und Reſtanten
Liſten, hierher Mitteilung zu machen iſt, empfehle ich Ihnen die entſprechenden Anzeigen
bei Anmeldungen unter Vorlage des Loſungsſcheins für jeden Mann getrennt
alsbald zu erſtatten.
(5446s
v. Werner, Regierungsrat.

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.

Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 dunkelbraunes Zigarren=Etui. 1 goldener
Kneifer. 1 braunes Portemonnaie mit Inhalt. 1 goldener Ring mit hellen und blauen
Steinchen. 1 goldener Siegelring mit rotem Stein. 1 goldener Ring mit hellem Opal
und 2 Steinchen. 1 Pferde=Haarſchneidemaſchine. 1 Stück dunkelblaue Seide. 1 Damen=
Goldgürtel mit farbigen Blumen und gelber Schnalle. 1 ſehr großer und 3 kleine
Schlüſſel an einem Ring. 1 vergoldete Broſche (Johannisbeerblätter und Beeren dar=
ſtellend
). 1 Türdrücker und 1 kleiner Schlüſſel an einem Ring. 1 Paar weiße wollene
Damen=Handſchuhe. 1 weißes Taſchentuch, gez. F. 2 Türdrücker und 3 kleine Schlüſſel
(zuſammengebunden). 1 Nickel=Uhrkette mit Kompaß. 1 graue Kinder=Mütze. 1 Paar
dunkelgelbe Handſchuhe. 1 Dienſtbuch, auf den Namen Anna Wehner lautend
1 doppelte Korallen=Halskette. 1 breiter brauner Haarpfeil. 2 Kaſſenſchlüſſel. 1 Revolver
mit 6 Patronen. 1 Hunde=Kettenhalsband mit Marke und der Nr. 9471.
Verloren: 1 Hunde=Halsband mit Marke. 1 Stück ſilberne Treſſe. 1 goldene
Broſche mit rotem Stein. 2 Stücke Aermel. 1 Päckchen mit 7,20 m Spitzen. 1 Geld=
täſchchen
(imitiertes Krokodilleder) mit 45 Mk. Inhalt. 1 kleines braunes Portemonnaie
mit 2 Mk. Inhalt. 1 grünledernes Portemonnaie mit etwa 2 Mk. Inhalt. 2 Zwanzig
markſtücke. 1 goldene Damen=Uhr mit glattem Deckel. 1 Herren=Regenſchirm mi
ſchwarzem gebogenen Holzgriff. 1 dreireihiges Korallen=Armband. 1 goldener Kneifer.
1 ſilberne Hutnadel. 1 goldene Broſche in Viereckform. 1 goldene Broſche in Schnecken=
form
mit 3 blauen Steinchen. 1 goldener runder Anhänger mit roten Steinchen. 1 rot=
braunes
Portemonnaie mit 2,48 Mk. Inhalt. 1 ſilbernes Glieder=Armband mit An=
hänger
(Frauenkopf). 1 weiße Rodelkappe. 1 rotbraunes Portemonnaie mit 2526 Mk.
Inhalt. 1 goldenes, feingliedriges Ketten=Armband mit lila Amethyſt in oval. Faſſung.
1 rotes Portemonnaie mit 2,65 Mk. Inhalt. 1 hellbraunes glanzledernes Portemonnaie
mit 23 Mk. Inhalt. 1 Granat=Broſche mit Goldfaſſung in Schleifeform. 1 grauer
Damen=Glacéhandſchuh. 1 Double=Broſche mit 3 ſchwarzen Steinen. 1 goldener Ring
mit roten und weißen Steinen. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einigen Nickeln. 1gold
Manſchettenknopf mit ſchwarzem Ring. 1 braunes Portemonnaie mit 1 Hundertmark=
ſchein
und über 5 Mk. Kleingeld. 1 Zehnmarkſtück. 1 Notizbuch mit Geſchäftspapieren
und Reiſe=Legitimationskarte, auf den Namen Schnabel lautend. 1 Monatsfahrkarte
3. Klaſſe (Buchſchlag-Frankfurt). 1 Paar weiße Knaben=Turnſchuhe. 1 ſchwarzer
Herren=Regenſchirm. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 7 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche
mit Hornbildnis. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1
Damen=Regenſchirm mit
Naturſtock und lila Borde. 1 braunes Portemonnaie mit 11 Mk. Inhalt.
Entlaufen:
ſchwarzer Dackel. 1 brauner Dackel. 1 brauner Jagdhund.
1 deutſche Dogge. 1 ſchwarze Katze mit weißer Bruſt und Schnauze (gute Belohnung
dem Wiederbringer).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(5505
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.

In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3 be=
finden
ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
lag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Sonntagsruhe in den Apotheken.

Am Sonntag, den 13. März, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Bekanntmachung.

Die nachſtehende Polizei=Verordnung bringen wir erneut zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Polizei=Verordnung,
betreffend den Betrieb der elektriſchen Straßenbahn in der Kirchſtraße zu Darmſtadt.
Um Unglücksfälle und Verkehrsſtörungen beim Betrieb der elektriſchen Straßen=
bahn
in der Kirchſtraße zu Darmſtadt zu verhüten, wird nach Anhören der Stadt=
verordneten
=Verſammlung mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern
vom 9. Oktober 1909 zu Nr. M. d. J. III, 11075 auf Grund des Art. 56 der Städte=
ordnung
verordnet, was folgt:
§ 1. Das Aufſtellen von Fuhrwerken jeglicher Art, von Handwagen, Tieren und
ſonſtigen den Verkehr hindernden Gegenſtänden iſt in dem Teil der Kirchſtraße zwiſchen
der Ludwigſtraße und der Pädagogſtraße während der Zeit des Betriebes der elektri=
ſchen
Straßenbahn (gegenwärtig zwiſchen 54 morgens und 114 nachts) im allgemeinen
verboten.
§ 2. Während der Zeit des Betriebes der elektriſchen Straßenbahn kann in Fällen
dringenden Bedürfniſſes ausnahmsweiſe vom Polizeiamt nach Benehmen mit der
ſtädtiſchen Straßenbahnverwaltung geſtattet werden, auf dem ſüdlichen (zunächſt der
Stadtkirche und des erſten Polizeireviers gelegenen) Straßenbahngleis der in § 1 ge=
nannten
Straßenſtrecke Gegenſtände der erwähnten Art aufzuſtellen. Dabei darf der
zwiſchen den Weichenſpitzen der Gleiswechſel liegende, zur größeren Deutlichkeit durch
Marken im Pflaſter und an den angrenzenden Häuſern bezeichnete Teil der Straßen=
fläche
nicht überſchritten und der Straßenverkehr auf dem anderen Gleis in keiner Weiſe
beeinträchtigt werden.

Geſuche um Gewährung von Ausnahmen der vorgenannten Art ſind möglichſt=
24 Stunden vorher beim Polizeiamt oder bei der ſtädtiſchen Straßenbahnverwaltung
anzubringen. Bei der Genehmigung ſolcher Ausnahmen iſt der Zeitraum, worauf ſie
ſich beziehen, jedesmal genau nach der Tageszeit zu beſtimmen.
§ 3. Fuhrwerke und Handwagen, die aus geſchäftlichen und anderen Gründen
in der Nähe der Kirchſtraße aufgeſtellt werden ſollen, können außerhalb der Straßen=
bahngleiſe
auf dem Straßengelände zu beiden Seiten der Stadtkirche aufgeſtellt werden.
Dabei dürfen die durch Marken im Pflaſter bezeichneten Straßenflächen nicht über=
ſchritten
werden. Die Ausfahrt für die Geräte der Feuerwehr aus dem Geräteraum
hinter der Stadtkirche muß in genügender Breite dauernd freigehalten werden.
§ 4. Alle in Bewegung befindlichen Fuhrwerke, insbeſondere auch Automobile
und Motorfahrräder, haben auf der genannten Straßenſtrecke die rechte Seite der Fahr=
bahn
in der Fahrtrichtung einzuhalten. Findet ausnahmsweiſe eingleiſiger Betrieb
ſtatt (§ 2), ſo iſt, ſobald ein Straßenbahnwagen naht, nach der Seite des betriebsfreien
Gleiſes auszuweichen.
Das Vorfahren, ſowie der Verſuch des Vorfahrens vor Fuhrwerke oder vor
Straßenbahnwagen iſt verboten.
Kurzes Halten der Fuhrwerke (zum ſofortigen Auf= und Einſteigen, Ab= oder
Ausſteigen und dergl.) iſt geſtattet, ſofern dadurch keine nennenswerte Hemmung des
Fahrverkehrs eintritt.
Unter allen Umſtänden müſſen die Lenker ihre Fahrzeuge dauernd unter Aufſicht
halten und jederzeit bereit ſein, den Straßenbahnwagen Platz zu machen oder aus=
zuweichen
.
§ 5. Für den durchgehenden Verkehr von beladenen Laſtfuhrwerken, von Auto=
mobilen
und Motorfahrrädern, ſowie von ſolchen Fuhrwerken, die wegen ihrer Beſchaffen=
heit
oder Ladung ſchwer lenkbar ſind oder die Breite der Fahrbahn auf mehr als die
Hälfte in Anſpruch nehmen, wird der in § 1 genannte Teil der Kirchſtraße geſperrt.
§ 6. Fußgänger, die nicht ein beſtimmtes einzelnes Haus der genannten Straßen=
ſtrecke
beſuchen wollen, haben während der Zeit des Betriebs der Straßenbahn ſtets
den in der Fahrtrichtung rechts gelegenen Fußſteig zu benutzen.
Das unnütze Stehenbleiben von Fußgängern auf den Fußſteigen oder der Fahr=
bahn
, insbeſondere an den Straßenecken, iſt verboten.
§ 7. Für den in § 1 genannten Straßenteil werden die mit den vorſtehenden
Beſtimmungen nicht in Einklang ſtehenden Vorſchriften der Polizeiverordnung vom
15. Auguſt 1899, betr. Maßregeln zur Verhütung von Unglücksfällen und Verkehrs=
ſtörungen
aus Anlaß des Betriebs der Straßenbahnen in der Stadt Darmſtadt, auf=
gehoben
.
§ 8. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der §§ 16 werden, ſofern nicht
nach anderen Strafbeſtimmungen eine höhere Strafe verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis
zu 30 Mark beſtraft.
§ 9. Dieſe Polizeiverordnung tritt mit dem Tage der Betriebseröffnung auf dem
in der Kirchſtraße neugelegten zweiten Gleis der elektriſchen Straßenbahn in Kraft.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1909.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.

Verkauſspreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Keüdenzſadt Darmkalſ.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch . . . . per ½ kg 86 Pfg.
Rindfleiſch
. . . . ½ 80
Kalbfleiſch
... 80
Hammelfleiſch
90
,
Bruſt.
* 7, 60
Schweinefleiſch (Bratenſt.) 72 96
Bauchläppchen.
½ 72 90
2 100
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
½ 110

per ½ kg 110 Pfg.
Dörrfleiſch
110
Schinken m. Bein . .
½ 130
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
½ 90
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. ½ 72

Verſteigerungs-Anzeige.

Mittwoch, den 16. März I. J., vormittags 9 Uhr und
nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich in dem Hauſe Lichtenbergſtraße 18, Ecke Gutenbergſtraße, aus einem
Nachlaß folgende Mobilien und Hausrat, als:
Pianino, faſt neu, wenig geſpielt und ſehr gut erhalten, 1 Sofa mit grünem
Plüſchbezug nebſt 6 Stühlen, 1 Spiegelſchrank, 1 Damenſchreibtiſch, 1 Auszieh=
tiſch
und mehrere andere Tiſche und Stühle, 1 Diwan, 1 Sofa, 1 Sekretär
(alt), 2 zweitürige große Kleiderſchränke mit Abteil. für Weißzeug, 2 komplette
Betten, 2 Waſchtiſche, 3 Nachttiſche, 1 Nähtiſch, 1 Toilettenſpiegel, 2 Spiegel
in Goldrahmen, mehrere Bilder, 1 Handnähmaſchine, 1 Badewanne, Por=
zellan
, Gläſer, 1 Gasheizofen, 1 Opernglas, 1 Küchenſchrank, Küchenmöbel
und Geſchirr, ſowie ſonſtigen Hausrat, Vorhänge, Teppiche, Vorlagen uſw.,
(5491si
eine Partie Weißzeug und Kleider.
Die Verſteigerung findet meiſtbietend gegen ſofortige Barzahlung ſtatt,
Darmſtadt, den 12. März 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstarator.
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.

[ ][  ][ ]

Nummer 60

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910

Seite 13.

Darmſtädter Frühjahrsmeſſe 1910.

Die Plätze für die am 17. und 19. April 1910 beginnende Frühjahrsmeſſe
werden wie folgt im oberen Lokal der Turnhalle am Woogsplatz öffentlich ver=
ſttägert
:
I. Dienstag, den 22. März, vormittags 9 Uhr beginnend: 5 Schaubuden=
plätze
von 8, 10, 12, 14 und 1618 X 810 m, 4 Schießbudenplätze von 8 X 68m,
1 Photographiebudenplatz von 8 X 67 m, 3 Plätze für Waffelbuden von 8 X 3u
und 9 X 4 m, 4 Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m, ſowie die Plätze für
Geſchirr, Glas und Porzellan.
II. Mittwoch, den 23. März, vormittags 9 Uhr beginnend: die ſämtlichen
Plätze für Verkaufsbuden, für Stände und Schuhſtände.
Die Meſſe wird auf dem ſtädtiſchen Gelände, gegenüber dem Hallenſchwimm=
bad
, an der Mühlſtraße und Landgraf=Georg=Straße abgehalten. Plan und Be=
dingungen
liegen bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Bureau im Rathaus auf dem
Marktplatz) zur Einſicht offen. Intereſſenten können ſich vor der Verſteigerung an
Ort und Stelle über die Lage der Plätze unterrichten; der ſtädtiſche Marktmeiſter iſt zu
mündlicher Auskunftserteilung eine Stunde vor der Verſteigerung auf dem Platze
anweſend..
Die Steigerer der Plätze für Schaubuden ꝛc. haben bei der Verſteigerung über
die Art der Darbietungen, ſowie über die Größe der Buden ꝛc. unter Vorlage von
Plänen, gedruckten Beſchreibungen ꝛc. genaue Angaben zu machen.
Menagerien und Glücksſpiele, ferner alle Schauſtellungen, die nach Art und
Anpreiſung auf die Lüſternheit der Menge abzielen und als unſittlich zu bezeichnen
ſind (z. B. tätowierte Damen, Darbietungen mit der Aufſchrift Nur für Herren, Nur
für Erwachſene ꝛc.) dürfen auf den erſteigerten Plätzen nicht betrieben oder geboten
werden. Es wird den Unternehmern empfohlen, bereits vor der Verſteigerung und
dem Zuſchlag der Plätze eine Entſcheidung des Großh. Polizeiamts Darmſtadt
herbeizuführen über die Frage, ob ihre Darbietungen zugelaſſen werden oder nicht.
Ferner werden die folgenden 5 Plätze für die beiden Messen des
Jahres 1910 (Frühjahrs= und Herbſtmeſſe) auf dem Wege öffentlichen Angebots
vergeben: für ein Dampfkaruſſell von 1618 m Durchmeſſer, für zwei Karuſſells oder
Schaukeln von 15 und 12 m Durchmeſſer, für ein Hippodrom von 2022 m Durch=
meſſer
und für einen Kinematographen von 2025 X 810 m.
Bedingungen mit Angebotſchein und Plan können von uns gegen Einſendung
einer Gebühr von 1 Mark bezogen werden.
Angebote ſind, mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze verſehen, bis ſpäteſtens
Freitag, den 18. März, vormittags 11 Uhr
an uns einzuſenden.
Sollte ein Platz auf Grund der eingegangenen Angebote nicht vergeben werden,
dann kann er bei der am Dienstag, den 22. März, ſtattfindenden Verſteigerung zum
Ausgebot gelangen.
Darmſtadt, den 1. März 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
(4890sss
J. V.: Schmitt.

Holz-Verſteigerung (letzte).

Freitag, 18. März I. J., morgens 10 Uhr ab, werden bei Wirt Heberer in
Meſſel verſtergert aus Dieburger Mark Abt. 10 (Durchforſtung), ſowie das Dürr= und
Windfallholz aus Dieburger und Röder Mark, und zwar:
Stamme: 2 Kiefern 0,77 fm, 8 Lärche = 2,40 fm, 38 Fichte 8,13 fm;
Derbſtangen: 22 Fichte 2,18 fm: Scheiter, rm: 2 Buche, 1 Eiche, 206 Kiefer,
2 Fichte; Knüppel, rm: 10 Buche, 15 Eiche, 392 Kiefer, 3 Fichte; Reiſig, Wellen:
560 Buche, 380 Eiche, 2720 Kiefer; Stöcke, rm: 1 Fiche, 111 Kiefer (davon 4 zerkleinert)
7 Fichte. Ferner wird verſteigert: mehrere beim Pflanzgarten in Dieburger Mark
liegende Haufen Zaun= und Abfallholz, ſowie in 4 Loſen auf den Abbruch der Zaun
in Dieburger Mark, Abt. 8. Sämtliches Holz iſt vorher einzuſehen. Auskunft
erteilt Forſtwart Engel zu Meſſel.
(5586
Meſſeler Forſthaus, 10. März 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
Schlag.

Stamm=, Stangen= und Brennholz=Verſteigerung.

Mittwoch, den 16., Donnerstag, den 17. und Freitag,
den 18. März l. Js.,
werden im Ober=Ramſtädter Gemeindewald in den Diſtrikten Buchwald, Kaiſersberg
und Tannacker nachſtehende Holzſortimente verſteigert:
15 Lärchen=Stämme von 1417 cm mittl. Durch., 812 m Länge,
818
1324
97 Fichten=
,
N
57
19 Buchen=Derbſtangen 1012


36 Lärchen=
811
1014
812
1015
108 Fichten=
122 rm Buchen, 4 Eichen, 2 Birken, 2 Erlen, 37 Kiefern, 3 Lärchen und
2 Fichten; Scheiter, rm: 435 Buchen, 46 Eichen, 4 Birken, 26 Akazien,
Erlen, 102 Kiefern, 10 Lärchen, 30 Fichten und 31 Schwarzkiefern; Knüppel:
1800 Fichten= und Schwarzkiefern; Wellen, 153 rm Buchen, 31 Kiefern und
11 Fichten=Stöcke.
Bemerkt wird, daß am erſten Tage nur Stamm= und Stangenholz, am zweiten
und dritten Tage das Brennholz verſteigert wird. Das in den Diſtrikten Kaiſersberg
und Tannacker zerſtreut ſitzende Dürrholz kommt am zweiten Tag (Donnerstag) gleich
am Anfang der Verſteigerung zum Ausgebot.
Zuſammenkunft an den drei Tagen, jedesmal vormittags 9 Uhr, am Diſtrikt
Buchwald oberhalb dem Gemeinde=Steinbruch.
(5482so
Ober=Ramſtadt, den 9. März 1910
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Fritſch.

Holzverſteigerung.

Montag, den 14. und Mittwoch, den 16. I. M., von vormittags 10 Uhr an,
werden in dem Zeilharder Gemeindewald, Diſtrikt Mark, verſteigert:
Stämme: 1 Hainbuche 0,29 fm, 2 Lärchen O,47fm, 167 Fichten = 56,15fm;
Derbſtangen: 381 Fichten 31 fm, 11 rm Fichten=Bohnenſtangen;
Scheiter, rm: 3 Buchen, 5 Erlen, 49 Kiefern, 6 Fichten;
76
26
36
Knüppel,
60 Eichen, 100 Erlen, 550 Kiefern, 1160 Fichten
Reiſig, Wellen: 310
Stöcke, rm: 4 Erlen, 48 Kiefern, 39 Fichten.
Bemerkt wird, daß das Stammholz am 14. zur Verſteigerung kommt. Die Zu=
ſammenkunft
iſt bei Gaſtwirt Schneider, Station Meſſer.
Zeilhard, den 5. März 1910.
(5376fs

Großherzogliche Burgermeiſterei Zeilhard.
Kühn.

Gewerbeſchule Darmſtadt.

Das neue Schuljahr beginnt Sonntag, den 3. April ds. Js. Die Aufnahme
neuer Schüler in die Handwerker=Sonntagszeichenſchule und die gewerbliche Fort=
bildungsſchule
der Hauptanſtalt und der Handwerkerſchule Annaſtift im Stadt=
bezirk
Beſſungen findet am
21. und 22. März ds. Js., vormittags von 912 Uhr,
im Schulgebäude, Ecke der Nieder=Ramſtädter= und Karlſtraße, ſtatt. In die Abend=
zeichenklaſſe
, die Modellierklaſſe und den offenen Zeichenſaal werden jederzeit neue
Schüler aufgenommen, in den offenen Zeichenſaal jedoch nur junge Leute, die im
Zeichnen ſchon vorgeſchritten ſind.
Bei der Anmeldung zur Sonntags= und Abendſchule iſt das Schulabgangs=
zeugnis
und der Lehrvertrag vorzulegen.
(4300a
Nur Schüler, die mindeſtens die 2. Klaſſe einer Volksſchule oder die 3. Klaſſe
einer Mittelſchule durchlaufen haben, können auf Aufnahme rechnen. Früher vor=
gemerkte
, bisher nicht aufgenommene Lehrlinge ſind von neuem anzumelden.
Zugleich wird ausdrücklich darauf hingewieſen, daß der Direktor in
Angelegenheiten der Schüleraufnahme nur in der Schule zu ſprechen iſt.
Darmſtadt, im Februar 1910.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrats:
Der Großh. Direktor:
Jäger.
Prof. Dr. Meiſel.

Holz-Verſteigerung.

Freitag, den 18. März I. Js., vormittags ½9 Uhr,
wird bei Wirt Brücher zu Arheilgen das Brennholz von dem Abtrieb äus Diſtrikt
Altes Jagen 12b, Forſtwartei Kranichſtein, ſowie das Durchforſtungsholz aus Kleen=
eck
41 und Mörsbacher Grund 3, Forſtwartei Kleeneck, verſteigert:
Derbſtangen: 5 Fichten.
Reisſtangen: 640 Fichten (Bohnenſtangen) im Mörsbacher Grund.
Scheiter, rm: 173 Buchen I. Kl., 192 Buchen II. Kl., 14 Eichen II. Kl.,
4 Erlen; Knüppel, rm: 82 Buchen, 1 Eiche, 8 Birken, 1 Erle, 90 Kiefern
Reiſig, Wellen: 2970 Buchen, 200 Birken (Stammreiſig), 2410 Kiefern ( hier=
von
550 Wellen Stammreiſig in Kleeneck); Stöcke, rm: 88 Buchen (hiervon
9 fein), 7 Eichen.
Das Holz ſitzt größtenteils in nächſter Nähe der Meſſeler Chauſſee. Blau unter=
ſtrichene
Nummern werden nicht verſteigert. Auskunft erteilen Forſtwart Karn zu
Kranichſtein und Forſtwart Lang zu Meſſeler Falltorhaus (Poſt Meſſel).
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
(5464
van der Hoop.

Fec
Bohlenbezugs=Verein Glum=An) Gberſtaer v. H.
Vergebung von Kohlen und Briketts.
Der Bedarf von ca. 15 Waggon Kohlen Nuß II, 3 Waggon Fettſchrot, 3 Waggon
Briketts Union des betreffenden Vereins für das Geſchäftsjahr 1910/11 ſoll ver=
geben
werden.
Angebote mit Bezeichnung Anlieferung von Kohlen ſind verſchloſſen bis
Samstag, den 19. März 1910 bei dem Vorſitzenden, Bernhard Dewald,
(5343ds
Luiſenſtraße 16, einzureichen.
Lieferungsbedingungen ſind bei Genanntem in deſſen Wohnung oder gegen
Der Vorstand.
Einſendung von 30 Pfg. zu erhalten.
Vilttorlaschule u. Eenrerninen Schnhat
zu Darmſtadt.
Anmeldungen für das Schuljahr 1910 werden Samstag,
den 2. April 1910, von ½9½1 Uhr in der Viktoriaſchule
(Hochſtraße Nr. 44) entgegengenommen.
(Geburtsſchein, Impfſchein, letztes Schulzeugnis.)
Der Unterricht beginnt Montag, den 4. April, 8½ Uhr.
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Die Großherzogliche Direktion.

2881a)

Dr. Otto.

Höhere Mädchenſchule vorm. Jnſtitut Reineck.
Anmeldungen für die Klaſſe X, Kx, VIII und VII werden
Samstag, den 2. April 1910 im Schulhauſe, Zimmerſtraße 5,
von ½101 Uhr entgegengenommen.
(Geburtsſchein, Impfſchein, letztes Schulzeugnis.)
Der Unterricht beginnt Montag, 4. April, um 8½ Uhr.
Die Direktion: Dr. Otto.
2882a)

Darmstädter Faddgogian
58 Heerdweg 58
ſtaatlich konzeſſionierte und beaufſichtigte Privatſchule mit Real= und Gymnaſial=
Abteilungen und den Klaſſen Sexta bis Oberprima.
Sorgfältige und gewiſſenhafte Vorbereitung zum Einjährigen=, Primaner= und
Abiturienten=Examen, auch für Damen.
(B4534
An der Anſtalt unterrichten 14 Lehrer.
Im Jahr 1909 beſtanden 16, im Frühjahr 1910 11 Einjährige.
Näheres durch den Leiter
M. Elias.

Statl. konzess, und benutsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
Darmstadt
Rheinstrasse 1
am Ernst-Ludwigsplatz.
Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Sommersemester beginnt Dienstag den 12. April, 8 Uhr.
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
(2492a
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.



Bonere Pribatschule, Darmsladt

Heinrichstrasse 70 1s

Telephon 1512.

Gründliche und schnelle Vorbereitung zum Einj.-, Pim.-, Fähnrich- u.
Abit.-Examen in durchaus individuellem Unterricht. Anerkannt sehr gute Erfolge.
Mit der Anstalt ist ein kleines Familienpensionat verbunden; Pensionat und Schule
sind von den besten Kreisen vorzüglich empfohlen.
Prospekte und nähere Auskunft durch den Vorsteher
(4786a

H. Rupp.

HumAee
Kaufmanmische Ferrondungsschule


MOrNE
der Grossh. Handelskamer Darmstaut.
Das neue Schuljahr beginnt am Montag, den 4. April d. J. nachmittags 1 Uhr.
Der Unterricht iſt auf 13 Uhr und an einzelnen Tagen auf 14 Uhr nachmittags feſteſetzt.
Die Aufnahme der neu eintretenden Schülerffindet am 21. und 22. März nachmittags von
13 Uhr im Schullokale, Schulſtraße 9 (Hinterbau) durch Herrn Lehrer Speckhardt
ſtatt. Bei der Anmeldung, bei welcher die Aufnahmebedingungen bezogen werden
können, iſt die Vorlage des letzten Schulzeugniſſes notwendig. Anmeldungen, nach
obigem Termine müſſen ſchriftlich unter Beilage des Zeugniſſes bis ſpäteſtens
den 29. März bei der Großh. Handelskammer eingereicht werden, doch können dieſe
nur Berückſichtigung finden, ſoweit noch Platz vorhanden iſt.
Das Schulgeld beträgt für das ganze Jahr 28 M. und bei Teilnahme am franzö=
ſiſchen
Unterricht, der fakultativ iſt, 36 M. Hierzu kommen noch etwa 5 M. für neu
anzuſchaffende Bücher.
Den ſich Anmeldenden wird ein Formular übergeben werden, auf welchem ſich ihr
Prinzipal perpflichtet, das Schulgeld der Kaufm. Fortbildungsſchule, welches viertel=
jährlich
pränumerando zur Erhebung gelangt, für ſeinen Lehrling während deſſen Lehr=
zeit
vorzulegen. Dieſes Formular iſt ausgefüllt und unterſchrieben beim Schulbeginn
am 4. April mitzubringen.
Der Beſuch der Schule verpflichtet auf 3 Jahre und entbindet die Schüler vom
Unterricht in der allgemeinen Fortbildungsſchule.
(5483sd
Das Kuratorium:
Dr. Human.
Kommerzienrat L. Frölich.

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Hells von schönster Bernsteinfarbe
Dunkel‟ klar, mild u. vollmundig

(5392a

können sich nicht nur den teueren fremden Bieren ebenbürtig zur Seite stellen, sondern
gelten allgemein als die besten Marken. Jeder Versuch führt zur dauernden Kundschaft.

Kohlenanfuhr für das
ſtädtiſche Hallenſchwimmbad.

Die Kohlenanfuhr für das ſtädtiſche
Hallenſchwimmbad für das Geſchäftsjahr
1910 ſoll verdungen werden.
Bedingungen liegen in dem Geſchäfts=
zimmer
der unterzeichneten Verwaltung,
Waldſtraße Nr. 19, während der Dienſt=
ſtunden
zur Einſicht offen. Auch werden
dieſelben dort gegen vorherige Einſendung
von 50 Pfg. in Briefmarken abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, den 18. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Städtiſche Waſſerwerk=Verwaltung.
(5438som
Rudolph.

4 h.
E4
S
Städtiſche Schutzahnalimn
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 1012
(1508a
Mittags von 25.

In unſer Handelsregiſter, Abteilung B,
a wurde heute eingetragen hinſichtlich der
Firma:

Gebrüder Trier, Geſellſchaft mit
beſchränkter Haftung, zu Darmſtadt.
Das Stammkapital iſt durch Beſchluß
der Geſellſchafter vom 25. Februar 1910 um
250000 Mark erhöht und beträgt jetzt
(5481
850 000 Mark.
Kaufmann Hermann Heymach in Frank=
furt
a. M. iſt zum weiteren Geſchäftsführer
beſtellt.
Der Geſellſchafter Adolph Trier in Darm=
ſtadt
bringt das von ihm unter der Firma:
Gebrüder Fleſch & Co. in Frankfurt a. M.
betriebene Handelsgeſchäft nebſt Zubehör
mit allen Aktiven, aber ohne Paſſiven, nach
dem Stande vom 31. Dezember 1909 der=
geſtalt
in die Geſellſchaft ein, daß das Ge=
ſchäft
vom 1. Januar 1910 ab als für ihre
Rechnung geführt anzuſehen iſt, wofür ihm
auf ſeine Stammeinlage 230000 Mk. ange=
rechnet
werden.,
Darmſtadt, den 10. März 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

Bekanntmachung.

Montag, den 14. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
oll die dem Wilhelm Steinfeld dahier
zuſtehende Hofreite:
qm
Flur Nr.
180 Lichtenbergſtraße 26,
III 1475
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K160/09
werden.
Falls keine anderen rechtlichen Hinderniſſe
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 24. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4340,63

Bekanntmachung.

Donnerstag, den 31. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Friedrich Müller Eheleuten da=
hier
zuſtehende Liegenſchaft:
qm
Nr.
Flur
be1
22 6551/1000 214 Hofreite Viktoria=
platz
8,
22 65525/1000 128 Grasgarten ( Vor=
garten
) daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K132/09
werden.
Falls keine anderen rechtlichen Hinderniſſe
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 25. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4862,64

Britente

Samstag, den 2. April 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Nikolaus Merkel Eheleuten
in Darmſtadt zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur
r.
qm
Ah
IV 78405/1000 335 Hofreite Kiesſtraße
(Beckſtraße 78),
IV 78½%0g
157 Grabgarten daſ.,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittmann=
ſtraße
Nr. 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 28. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
(L4860,64
Frantz.

Konservateriam fur-Muei
Mühlstrasse 70
Gegründet 1872.
Direktor W. Süss.
Die öffentlichen Hauptprüfungen der Anstalt finden vom 12. bis
21. März, nachmittags 5 Uhr ab, die Prüfungs-Konzerte, Sonntag, den
13. ds. um 11 Uhr, Mittwoch, den 16., Freitag, den 18. und Montag, den 21. ds.,
8 Uhr abends, statt. Näheres im Programm, das käuflich in der Hofmusikalien-
handlung
Gg. Thies Nachfolger zu haben ist und zu freiem Eintritt für
sämtliche Aufführungen berechtigt.
Das Sommerhalbjahr beginnt mit 4. April, Anmeldungen vor-
mittags
erbeten. Prospekte in oben genannter Musikalienhandlung und auf
der Direktion kostenlos zu haben.
(5528sof

(46203
Dir.

Hoffmannstr.
5½ Ketorm Konservaterlaml O. Bartke.
Klavier, Violine, Theorie, etc. Einzelunterricht. Prospektkostenlos, Gutachten.

2
Fur Solernue!

Am Montag, den 14. d. Mts. von 111 und von 27 Uhr findet
in Darmstadt, Hotel Prinz Karl
eine Sprechstunde statt, in der Auskunft über mein neues radikales Heil-
verfahren
erteilt wird.
Praktische Aerzte und Lehrer, die zurzeit selbst Stotternde unterrichten, sind
zuerst von mir geheilt. (Manche hatten vorher bis zu 8 Anstalten ohne den er-
wünschten
Erfolg besucht) diesbezügliche Originalzeugnisse stehen zur Verfügung.
Leidende können sich mit Hilfe meiner sehr einfachen Methode
durch Selbstunterricht in kurzer Zeit von dem Uebel befreien (ohne
Medikamente).
Bei Kindern kann das Uebel von den Eltern beseitigt werden. Versäume es
im eigenen Interesse kein Leidender, meine Sprechstunde zu besuchen.
Im letzten Jahre gingen bei mir über 500 Danksagebriefe von Personen ein,
die sich in kurzer Zeit mit meiner Methode selbst geheilt haben. Diese Briefe
liegen in der. Sprechstunde zur gefälligen Einsicht aus.
Früher war ich selbst sehr starker Stotterer und habe mich, nach vielen
erfolglosen Kuren in den besten Anstalten, selbst geheilt, Mein Verfahren wird
sogar von Behörden erworben und in Schulen angewandt.
Für die Auskunftserteilung ist eine Gebühr von 1 Mark zu entrichten.
Internationale Sprachheil-Anstalt
Direktor Warnecke.
Hannover, Brühlstr. 11.

Fernsprecher 5371.

(5477

M
Seiorischde
Blaubeuren.
(Württemberg)
(5313D
Vorbereitung für alle Militär- und Schulprüfungen
Vorzügliche Verpflegung, gewiſſenhafte Erziehung.
Glänz. Erfolge. In vielen Terminen beſtanden ſämtliche
Kandidaten, 53 Schüler, 7 Lehrer, alſo weiteſtgehende Indi=
vidualiſierung
. Proſp. u. Ref. koſtenl. v. Begr. u. Leiter K. Stracke.

Anterſtagungstaſſe einigner Brmſtadt,
hervorgegangen aus der vor 5 Jahren aufgelöſten freien Hilfskaſſe
Einigkeit zahlte bei einem Beſtand von 190 Mitgliedern in dieſen
5 Jahren 9619 Mk. 50 Pfg. an Krankengeld, 1200 Mk. an Sterbe=
rente
für Mitglieder, ſowie 780 Mk. an Sterberente für Ehefrauen.
Sie hat einen Reſervefond von 7137 Mk. 94 Pfg. Bei einem
monatlichen Beitrag von 1,60 Mk. wird geleiſtet: im Erkrankungs=
falle
täglich, außer Sonntags, 1,50 Mk., 52 Wochen lang, jedes
Jahr 13 Wochen, dann jedes Jahr 6 Wochen in unbegrenzter Dauer.
Im Sterbefalle für Mitglieder eine Sterberente von 80 Mk., für
Ehefrauen 60 Mk. Die ärztliche Unterſuchung bei Herrn Dr. Göring,
Kapellplatz, iſt koſtenlos, jedoch bindend. Jeder Arbeiter, jeder Ge=
ſchäftsmann
ſollte ſich beizeiten in einer hieſigen, nicht auswärtigen
Kaſſe verſichern. Anmeldungen nehmen entgegen und ſind zu
näherer Auskunft gerne bereit die Herren:
Patzelt, 1. Vorſitzender, Liebigſtr. 15: Krichbaum, 2. Vorſitzender,
Lauteſchlägerſtr. 23; Holzſchuh, Schriftführer, Pallaswieſenſtr. 39
und Sellwig, Rechner, Nieder=Ramſtädterſtr. 58.
(5555

Bekanntmachung.

Samstag, den 9. April I. Js.
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Emil Werner dahier zuſtehende
Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
II 9425/100 91¾10 Grasgarten ( Bleich=
platz
) Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
,
II 94235/100 167
Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K13/10
Darmſtadt, den 22. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4342.63

Bekanntmachung.

Samstag, den 9. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Reſtaurateur Wilhelm Fried=
rich
dahier zuſtehende Hofreite:
qm
Flur
Nr.
IV 456//10 208 Schloßgarten=
ſtraße
11,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteiger
werden.
(K24/10
Darmſtadt, den 21. Februar 1910
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4341,63

Bekanntmachung.

Die am 7. und 8. ds. Mts. in Rohr=
bach
abgehaltene Holzverſteigerung iſt
genehmigt. Die Al fuhrſcheine können vom
16. März an bei den Kaſſen abgeholt
werden.
(5490
Ober=Ramſtadt, den 9. März 1910.=
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.

Rhabarberpflanzen
rotſtielig, Vergissmeinnicht u. Pensee
zu verkaufen, ſowie Gartenarbeit wird an=
genommen
. Wilh. Horlacher, Gärtner,
(*6136si
Alter Schlachthausplatz 1.

40000 Mark
können Sie durch eine gute Idee
schnell verdienen, wenn Sie
uns Ihre Adreſſe ſof. einſenden.,
Confidentia‟ Patent Erwirkungs-
u
. Verwertungs-Ges. m. b. H. Cöln am Rhein. E

veln.
in
Flaschen 8e Gebinden
Marfin Jahn,
Pallaswiesenstr. 30/

n m.24 Pfaten
Ein neues Grammophon zu verkaufen

Riedeſelſtraße 48, 1. Stock.
*6256)
Ein elegant., gut erhaltener Kinder=Lieg=
*6283
u. Sitzwagen zu verkaufen
Donnersbergring 28, II.

darten
zu mieten geſucht.
Möglichſt in der Nähe der Stadt.
Offerten mit Preisangabe unter
I63 an die Expedition d. Bl. (5160ids

(218

eine Sprechſtunden ſind vom 25. Februar
(4354a
M bis 21. April Werktags:

96
Nür Nachmittags
von 26 Uhr. Sonntags: von 1012 Uhr.
Zahnarzt Stroh,
Wilhelminenſtraße 21, I. Teleſon: 1458.
Zahn-Atelier
von
A. Brischkofsky, Dentist,
Saalbauſtraße 8.
Sprechstunden täglich
Wochentags: 912 Uhr vm., 26 Uhr nm.
(3154a
Sonntag: 91 Uhr vm.
Teilzahlung gerne geſtattet.

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Ouerfe

in grosstädtischer Auswahl
von Mk. 30 bis Mk. 72.50

Spezialgrössen für sehr schlanke
I; und korpulente Figuren. 315

Ludwigsplatz, Ecke Schulstrasse.
Grösstes Spezialhaus für vornehme
O O Herren- und Kinder-Moden. O O

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 15.

Stühenrische Korpoluten
ſucht auf ſofort, bezw. zum 1. April
geeigneten
kneipraum mit Nebenzimmer
und Paukboden
zu mieten.
Angebote mit Preisangabe unter U 72
n die Expedition ds. Blattes. (*6076fsi

Laden
ür Kolonialwarengeſchäft nebſt 5 Zimmer
Wohnung im Parterre) geſucht. Offerten
git Preis und Größe des Ladens unter
12 an die Exped. ds. Bl.
(4236a


Bevorzugt in der
zuche Atelier. Nähe der Heinrich=
traße
. Offerten unter V 29 an die
Expedition d. Bl.
(*6323soi

für2 Familen zu mieten
Kl. Haus geſucht. Mietpreis 900
is 1000 Mk. Offerten erbeten unter V20
in die Expedition d. Bl.
(*6239

N.
Wohnung mit Pflanzgarten
u mieten geſucht. Offerten unter V 21
in die Expedition d. Bl.
(*6257

Keſucht ſofort (Anfang Aprih), am liebſt.
im Villenviertel.
(*5869mds

Rerschaftliche Wohnung
od. 2. Etage, 56 große Zimmer, Küche,
Speiſekammer, Mädchenzimmer, 12 Man=
arden
, Balkon oder Loggia, Badezimmer,
Has, wenn möglich Gartenbenutzung, Waſch=
üche
und Trockenboden uſw. Lage Nähe
des Waldes bevorzugt. Preis nicht über
200 1400 Mark.
Angebote an das Verkehrsbureau.

Ruhige Familie (4 Perſ.) ſucht per 1. Juli er.
5=Zimmerwohnung,
mögl. mit Gartenanteil. Offerten mit Preis
erbeten unter V 6 an die Exped. (*6228
Zum 1. Juli d. Js. wird eine geräumige,
freundliche Parterr e=Wohnung
4 Zimmer, möglichſt mit Bad geſucht.
Gefl. Angebote mit Preisangabe an die
Expedition d. Bl. unter V 3.
(*6208
Suche per Mitte April eine modern ein=
gerichtete
Wohnung, beſtehend aus
Schlafzimmer und Wohnzimmer, in guter
Lage Darmſtadts. Wohnungen nahe der
Techniſ
Hochſchule werden bevorzugt.
Of)
inter V27 an die Expedition
ieſes Blattes zu ſenden.
(5576oimd
14
in ruhigen Hauſe
ii
hnunſ von kleiner Familie
rſ.)
zu mieten geſucht. Offert.
int. U
xped. d. Bl. (*6127sm
enſ.
ier ſucht zum. 1. Zuli kleinere,
re
ch
4=Zimmerwohnung im
behör, Südoſt.
er
iter V 25 an die Expedition
eſes
(*6300
en per 1. Juli
tung von 4 Zimmer
asb
ig zu Bureauzwecken
en
reisangabe ſind auf dem
hlägerſtraße 27, 2. Stock,
(3954a
er Vo
r Sektion II Darmstadt der
erka-Berufsgenossenschuft.
Kinder 1417 Jahrel
eamt
lIe ſucht zum 1. Juli neu=
nige
4=Zimmerwohnung,
sangabe unter U 77
Blattes. (*6106fso
cht geräumige 4=
El Zimmer=Wohnung
nſarde
geſchloſſen. Off.
die Exped. (*6151
rwohnungen in
. Juli d. Js. geſucht.
mit 2 Küchen. Offerten
die Exped. d. Bl. (5559soi
her-Wohnung
eund
er 1. Juli oder 1. Okt
d
erſonen, geſucht.
ſchäftsſt. d. Bl. (*6314
unt.
d 1. Stock
Pa
r Bureau ud Woh=
3
eſucht. Offert. unt.
(5310a
ds. Bl.
16 0
mer-Wohnung
er. u. all. Zubeh. v. älterem
Parterr
ſuli geſ. Offert. m. Preis
paar
i die Exp. ds. Bl. (*5430ss
nt. S 8
Kinderloſes Ehepaar=
ucht
3=Zimmerwohn.
Arbengen oder kleines Häuschen
u
ten
Zedingung: Garten. Offert. mit
Preis unt. T 37 an die Exp. d. Bl. (5111
mt. Fam. (3 Erwachſ. ſucht zum 1. Jult
uzeitl. geräum. 3 4=Zimmerwohng.
mit Balk. u. ſonſt. Zubeh. in ruh. beſſ. Hauſe,
1. od. 2. Stock., mögl. in Nähe d. Hauptbhf.
ferten mit Preisang. unter U 99 an
die Expedition d. Bl.
(*6174
Junges Ehepaar ſucht per 1. April im

3-Zimmerwohnung
epent. auch im Hinterhaus. Offerten mit
Preis unter U 96 an die Exped. d. Bl.
öbl. Zimmer per 1. April geſ. Off. unt.
MV18 an die Exped. d. Bl.
(*6243

J Zentrum der Stadt eine ſchöne (*6173

Leamtenwitwe ſucht geräumige 3=Zimmer=
* wohnung mit Zubehör bis 1. Juli zum
Preis von 380400 Mk. Offerten unter
V 19 an die Expedition d. Bl. (*6260so
Geſucht 23=Zimmerwohnung von
älterem ruhigen Ehepaar in gutem
Hauſe zu mäßigem Preis.
Offerten unter V32 an die Expedition
dieſes Blattes.
*6340sm
Ju mieten geſucht ein ſchönes, großes, leres
Zimmer, geeignet für Schlafzimmer, in
der Nähe des Orangerie=Garten. Offerten
unter U 19 an die Exped. erbeten. (*6155
(Kontoritin) ſucht p. 1. April,
Fräulein möbl. Zimmer evtl. mit
Mittagstiſch. Offerten unter V 23 an die
Expedition dieſes Blattes.
(*6271
Gesucht
ſchön möbl. Zimmer event. auch 2 unmöbl.
bei nur guter Familie von Frl. (Beamtin).
Offerten mit Preis erbet. unter V 9 an
(*0989
die Expedition d. Bl.
Junger Mann ſucht 1. April
(6124
(9
F.
Mobt. Zimmmer
in Beſſungen. Gefl. Offerten mit Preis=
angabe
unter U 90 an die Exped. d. Bl.

Mittagstiſch
in guter Familie oder Penſion für junge
Dame von auswärts, möglichſt Nähe Süd=
bahnhof
, mit Gelegenheit zu kurzer Mittags=
ruhe
, geſucht. Anerbieten mit Preis unter
V 2 an die Expedition d.,
S(649

Stühle.
Das Flechten u. Aufpolieren von Stroh= u.
Rohrſtühlen, ſowie alle Reparatur n prompt
J. Gerhard, Stuhlſchreiner=
u
. billigſt.
meiſter, Darmſtraße 23.
(4356a
für altes Eisen, alle Metalles
Papierabfälle aller Art, Geschäfts=
paxiere
, Bücher und Akten
unter Garantie des Einſtampfens zahle
ſtets die höchſten Preiſe.
(126a
Lippmann May,
Teleph. 157. Kl. Ochſengaſſe 14.
Aufträge werden jederzeit prompt erledigt=
billg
zu verk. Parkus=
Pianind ſtraße 9, 1. St. (4462a
Loffer, Fahrrad, gr. Trommel billig zu
verkaufen Sandſtraße 8, part. (*6293
Guten bürgerl. Mittagstiſch erhalten
anſtändige Leute, auch Damen
Mathildenplatz 5, Hth., II.
*6083fs)
uter Privat=Mittags= und=Abendtiſch
(Wittmannſtr. Anfr. u. K.V.D. Postamtz. (B903
Damen
erhalten guten Mittags= und Abendtiſch
von 60 Pfg. an. Alexanderſtraße 1, I.

eine Manſarde,
Weinbergſtr. 36½, 4 Zimmer mit Zu=
behör
, per 1. April zu vermieten.
(B5565
*6248) Neckarſtraße 4 Vier=Zimmer
wohnung zu vermieten.
Clemensſtraße 15
1. Stock, ſehr große 3=Zimmerwohnung mit
großem Vorplatz, Balkon, per 1. Mai an
ruhige Leute zu vermieten.
(B5563ms
6334sids) Obergaſſe 4, Laden, freundl.
Manſarde, 2 Zimmer und Kammer, für
alleinſtehende Perſon zu 12 Mk. monatlich
per ſofort zu vermieten.
Harlſtraße 79, 2=Zimmerwohn. u. Küche
ſofort zu vermieten.
(*6286
*6285) Karlſtraße 79 1 Manſarde ſofort
zu vermieten.
6313) Arheilgerſtraße 14 eine Man=
ſardenwohnung
zu vermieten.
Schuknechtſtraße 61
eine ſchöne 2=Zimmerwohnung, gr. Küche
und Bleichplatz per 1. April zu vermieten.
Werner, 1. Stock.
(5594ms

e

Haus in Eberstadt
m. 6 Zim., 2 Küch. u. Zubeh., neuzeitl.
einger., m. ſch. Gart. u. Stall., z. Preis v.
Mk. 450. an 1 od. 2 Fam. z. verm. (evtl.
z. verk.). Näh. Villa Mathilde, Eberst. (*6182sm

1 Zimmer

5593ms) Obergaſſe 5, Laden, einf. möbl=
Zimmer ſofort zu verm. Preis 12 Mk.
6242) Neckarſtraße 4, möbl. Wohn= u.
Schlafzimmer zu vermieten.
6270) Karlſtraße 32, 2. Stock, möbl.
Zimmer, event. mit Koſt, zu vermieten.
5589ms) Heinheimerſtr. 73, 1. St., Wohn=
u
. Schlafzim. zu verm., oder auch einzeln.
Möbliertes Zimmer=
in
ruh. Lage, mit od. ohne Penſ. zu verm.
Näh. bei Krämer, Woogsplatz 13. (5596a
*6336so) Mühlſtr. 76, III., Ecke N.= Ram=
ſtädterſtr
., frdl. möbl. Zim., mtl. m. K. 14 M.
Zee ete rut
Rheinſtraße 47
2. Hof rechts, 1. Stock, ungeniert
(*6273
möbl. Zimmer ſofort.

[ ][  ][ ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

Vornehme, geschmackvolle

Auswahl unter ca. 1000 Pfécen

ORIGINAL. KIELER ANZuG
das Beste vom Besten,
in allen Grössen stets vorrätig,
sowie
Kieler Anzüge
für Knaben bis 14. Jahre, aus besten
blauen Stoffen, in Blusen- u. Kadett-
Fagon, mit Goldknöpfen etc.
Mk. 11, 14, 16, 1828.

Kittel-Kleidchen-Anzüge
mit Hose, für Knaben von 25 Jahren, in
farbigen und blauen Stoffen, ganz gefüttert.
aparte Neuheiten, mit Spitzen-Garnitur etc.,
Mk. 8, 10, 12, 15, 1826.

Blusen-u. Matrosen-Anzüge
für Knaben von 314 Jahren, hochgeschlossen
und offen, mit blauen oder farbigen Ueber-
kragen
, Stickerei etc., in allen Farben, mit
und ohne Futter,
Mk. 5, 7, 10, 12, 15, 1830.

Ais modernes, gross angelegtes Spezialgeschäft biete ich in Bezug auf Auswahl,
Qualität, Passform u. Preiswürdigkeit ganz besondere Vorteile und
dürfte es in Ihrem eigenen Interesse liegen, sich bei Bedarf eines Kleigungsstückes
erst meine Neuheiten ohne irgend eine Kaufverpflichtung ungeniert anzusehen

Gestrickte Anzüge
in allen Grössen,
in allen Farben,
in allen Fagons.
Einzelne Hosen
Sweater-Anzüge
Sweater.

Verlangen Sie Katalog.

Original
7 amerikanischer
Blusen-Anzug
TAFFT
in allen Grössen
vorrätig.
Mozart-
Anzüge

für Knaben bis 14.
Jahre, in blau und
farbigen Stoffen, mit
Fantasie-Weste,
sehr apart,
Mk. 11, 13, 15,
1830.

(Schwarz-weisse
Rabattmarken.

Frühjahr-
Pyjacks und Paletots
in grösster Auswahl.

Konfirmanden-Anzüge
in blau, schwarz etc.
Mk. 10, 12, 15, 1848.

Meplaaus

Origina
Fenglisch. Norfolk-
Anzug
BURNS
sehrapart, inallen
Grössen.
Norfolk-
Anzüge
für Knaben bis 16
Jahre, in allen mög-
lichen
deutschen u.
engl. Stoffarten,
16 versch. Grössen
und 80 Fagons,
sehr praktisch,
Mk. 6, 8, 10, 12,
1536.

Dar Greuk
gibt gegen Abſchluß einer Lebens=
verſicherung
. Offerten unter U 83
an die Expedition ds. Bl. (*61565ms

Ein größeres
Hypothekenkapital
an 1. Stelle auf prima Objekt geſucht.
Offerten von Selbſtgeber unt. V 33 an
(5606
die Expedition ds. Bl. erbeten.

10000 Mark
auf II. Hypothek von pünktl. Zins=
zahler
auf hochprima Objekte, Wohn=
u
. Geſchäftshaus, per 1. April oder
ſpäter geſucht. Offert. unt. U 31 an
De Expedition ds. Bl.
(5296ds

Wegen Geschäftsverlegung alle Waren, sowie

(*6284

gerahmt und ungerahmt,
Sader kolossal billig zum Verkauf
Ludwig-
Dandsfeigt strasse 8
Papier- und Kunsthandlung Einrahmungsgeschäft.

KLAVIER-

Mark 1200
gegen Sicherheit und 6% Zinſen auf ein
Jahr zu leihen geſucht. Offert. unt. A 66
an die Expedition dieſes Blattes.
(715a

(60% der Taxe, evtl. mehr) zu 4½% Zinſen
auszuleihen. Off. unt. § 12 an die Exped.
ds. Blattes erbeten.
(4764a
Zon nachweisbar pünktlichem Zinszahler
wird ſofort oder ſpäter II. Hypothek
von 10000 Mk. zu 5% Zinſen ge=
ſucht
. Off. u. T35 an die Exped. (*5630ids
*6292) Kan.=Weibchen u. Hähne, 1 gr.
Eismaſch. bill. abzugeb. Langegaſſe 5, part.

Geld sucht,
Wer schnell (Darlehen,
Hypoth., Teilh.,) verl. sofort gratis den
Finanz-Wegweiser, Berlin S 42. (5083f
p ca. 1250 qm, nahe der Stadt
Acker für Gärtnerei geeig., zu verpacht.
od. z. verkauf. Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (*6193

(Rollen=Reſte)
abzugeben
(11953
in der Exped. des Tagblatts.

E

Schilder (6367a

in Emaille u. Porzellan liefert ſchnell und
billigſt L. Kapfenberger, Eliſabetbenſtr. 39.
Seißbinder=, Maler= und Lackierer=
arbeiten
. Solide, geſchmackvolle Aus=
führung
. Billige Preiſe. Beſtellungen unt.
D 73 an die Expedition ds. Bl. (1603a

Kurſe vom 11. März 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,50
3½ Deutſche Reichsanl. . (3,60
84,50
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,70
3½ do. Conſols . . . . 93,70
3
84,60
do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,80
do.
93,20
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,00
93,20
do.
3½
3
do.
83,50
4 Hamburger Staatsanl. 101,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,70
do.
3½
92,25
3
do.
81,60
3 Sächſiſche Rente
84,20
4 Württembergerv. 1907 101,70
3½
do.
93,90
5 Bulgaren=Tabak=Anl
¾/ Griechen v. 1887 . . 49,60
3¾ Italiener Rente . . . 105,10
4½ Oeſterr. Silberrente . 98,75
do. Goldrente . . 99,80
4
do. einheitl. Rente 95,10
Portug. unif Serie I 65,30
do. unif. Ser. III
Spezial .
do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,30
4 do. v. 1890 . . 94,60
do. v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 91,50

In Proz.
Zf.
Ruſſen v. 1902 . . . . 91,00
4,
4½ do. v. 1905 . . . . 100,25
93,70
3½ Schweden . . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 83,50
4 Türk. Admin. v. 1903 88,75
4 do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 95,70
do. Staatsrente . 92,75
5 Argentinier . . . . .
do.
91,60
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,20
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,70
100,00
do.
4½
4½ Japaner
98,50
Innere Mexikaner . . 101,60
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,70
5 Gold=Mexikaner . . .
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. .
.. . . . 143,00
4 Nordd. Lloyd . . . . 109,10
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 600
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 113,10
4 Gotthardbahn . . . .

Zf.
In Proz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,40
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,00
4 Pennſylvania R. R. 134,90
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 191,00
Werger=Braucrei
82,50
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 434,50
Fabrik Griesheim . . . . 263,50
Farbwerk Höchſt . . . . . 449,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 328,50
Lahmeyer . . . . . . . . . 107,50
Schuckert . . . . . . . . . 137,90
Siemens & Halske . . . 238,75
Adlerfahrradwerke Kleyer 371,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 244,50
Gelſenkirchen . . . . . . . 216,90
Harpener . . . . . . . . . 202,70
Phönix, Vergb. u. Hütten=
betrieb
. . . . . . . . . 223,60
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
4 Pfälzer Prt. . . . . . 101,10
do.
93,10
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,60
do.
ſteuerfrei . 99,50
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,50
do.
99,20
alte
do.
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,80
do.
85,25
20
do.
58,80
3 Raab=Oedenburger . . 76,50
4 Ruſſ. Südweſt. . . .
89,25
4 Kronpr. Rudolfbahn . 99,60

In Proz.
Zf.
76.25
24/0 Livorneſer . .
4 Miſſouri=Pacific . . . 98,00
Bagdadbahn Mk. 408 87,10
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 102,70
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 181,10
4 Darmſtädter Bank . . 136,00
4 Deutſche Bank . . . . 258,50
4 Deutſche Vereinsbank 128,80
4 Diskonto=Geſellſchaft . 196,60
4 Dresdner Bank . . . . 165,60
Mitteldeut. Kreditbk. 120,60
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 128,00
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,70
4 Reichsbank . . . . . . 144,50
Rhein. Kredit=Bank . 137,75
4 Wiener Bank=Verein 141,00
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
31
do. S. 19. . . . . 92,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
91,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,60
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
3½
91,50
4 Rhein. Hypoth.=Ban
(unk. 1917) 100,20
do. (unk. 1914) 91,60
3½
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
93,80
do,
3½

In Proz.
Zf.
Städte=
Obligationen
Darmſtadt . . . . . . 100,80
do.
3½
Frankfurt . . . . . . . 101,00
do.
95,50
3½
4 Gießen . . . . . . . . 101,00
3½ do.
Heidelberg . . . . . . 100,50.
3½ do.
4 Karlsruhe . . . . . . 101,20
31
do.
92,10
Magdeburg . . . .
.
4 Mainz . . . . . .. .
3½ do.
4 Mannheim . . . . . . 101,00
3½ do.
4 München . . . . . . . 101,40
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg . . . . . . . 101,60
3½ do.
-
Offenbach . . . . . .
3½
do.
*91,10
4 Wiesbaden . . . . . . 101,60
do.
3½
4 Worms . . . . . . . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,90
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner 100 137,10
5 Donau=Reg. fl. 100 144,00
3 Holl, Komm, 100

Jaßen
Zf.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=Pfand= 77,10
briefe. . . . . . . . 137,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174,60
3 Oldenburger . . . . . 126,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,60
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 216,09
Fs. 15
Freiburger
Fs. 45
Mailänder
Fs. 10
do.
ſl. 7
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 100 570,00
do. v. 1858 100 463,09
100 334,00
Ungar. Staats
Frs. 30
Venediger
400 182,4)
Türkiſche
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigus . . . . 20,4)
20 Franks=Stücke . . . . 16,20
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,21
Engliſche Noten . . . . .29,43
Franzöſiſche Noten . . . . 81,15
Holländiſche Noten . . . . 168,50
Italieniſche Noten . . . . 80,85
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,90
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
E
Reichsbank=Diskonto . . 40
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%

[ ][  ][ ]

§6 60.

Samstag, 12. Mftz.,

1910.

ſ.
Sobhangb=anſelgeet
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr
für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten.

Für denſelben beſtimmte Inſerate
Später

En vermieten.
Sehr große, geräumige
Wohnung
8 Zimmer, mit der ſich ſchöne Bureau=
räume
vereinigen ließen, iſt per ſofort
ſehr preiswert zu verm. Dieſelbe kann
auch getrenſt werden als 5.= u. 3=Zimmer=
Wohnung.
Anfragen ꝛc. zu richten an
Waldſtraße 34, I.
(450ms
B2182s) Heerdwegviertel
zum Alleinbewohnen, Zentral=
Villa heizung, elektr. Licht, Gas in allen
Räumen, großen Garten, 1012 Zimmer,
allem Zubehör, zu vermieten od. zu ver=
kaufen
. Näh. Franz Koch, Heerdweg 103.
Waldſtraße 49
Haus zum Alleinbewohnen
mit 10 Zimmern Zentralheizung, Remiſe
und Stallung für 3 Pferde, per ſofort zu
vermieten, evtl. auch zu verkaufen. Näheres
Georg Goebel, Maschinenfabrik,
Griesheimerweg 25.
(2919s
(66
Grüner Weg
(Tintenviertel)
Neu erbautes Einfamilienhaus
10 Zimmer mit reichlichem Zubehör,
großem Garten, der Neuzeit entſprech.
eingerichtet, per 1. April 1910 beziehbar,
zu verkaufen, ev. zu vermieten. Näh.
Ohlyſtraße 69, part. (B2935ms
Men
Behrenshaus
Mathildenhöhe, Alexandraweg 17, mit
ſchönem Garten, ſofort zu günſtigem Preis
zu vermieten. Beſichtigung unter Führung
des Verwalters des Ernſt=Ludwig=Hauſes,
Alexandraweg 26.
(3862ms
Auskunft erteilt Kabinetts=Direktion
(Altes Paleic).

Rheinſtraße 39
Die bisher von Herrn Leibarzt Dr.
Happel bewohnte Wohnung im zweiten
Stock, 8 Zimmer, Küche, Bädezimmer,
gedeckte Veranda, Gas u. elektr. Licht,
iſt per 15. Juni anderwärts zu ver=
mieten
. Näheres bei Karl Ritters=
haus
, Ludwigsplatz.
(4119ms

Heerdweg 66
ſind zum 1. Juli der 1. und 2. Stock
zuſammen 12 Zimmer ganz oder geteilt
zu vermieten. Näh. daſelbſt part. (B4628oms
M
Me e
Einfamilienhaus
14 grade, 3 ſchräge Zimmer,
viel Zubehör, Gas, elektr. An=
ſchluß
, Zentralheizung, großer
Garten, ſofort zu vermieten, ev.
zu verkaufen. Näheres Stein=
ackerſtr
. 13 v. 25 nchm. (*58840ms
Nedkarstrase 27, I.,
10 (ev. 12) Zimmer, Bad, 2 Kloſetts, Gas
und Elektr. Garten per Juli.
Näheres Laden, Seitenbau. (4661ms

Mäigeietrate 35
herrſchaftl. Wohnung von 8 Räumen
nebſt reichlichem Zubehör wegen Ver=
ſetzung
des ſeitherigen Mieters per
1. Juli, eventl. ſchon per 1. Mai, zu
vermieten. Einzuſehen von 111 Uhr
und von 46 Uhr. Näheres zu er=
fragen
bei der Direktion der Volks=
bank
.
(4966ms

4ome) Rhein= und Grafenſtr. Ecke
12½ I. Etage, bisher Geſellſchaftsräume
des Herrenklub, beſtehend aus 12 großen
Zimmern mit Dampfheizung und allem
Komfort, eleg. Separataufgang ꝛc. alsbald
beziehbar. H. Lautz.

müſſen ſtets tagsvorher bis spätestens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen.
uns zugehende Inſerate können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
876ms) Bismarckſtraße 47 der erſte
Martinstraße 72
Stock, beſtehend aus 5 geräum. Zimmern

Herſceſte aſeng
Eliſabethenſtraße 70
Beletage, hochelegant, mit elektriſcher Licht=
anlage
, Kochgas, 7 Zimmer Badezimmer,
geſchloſſener Veranda, Burſchenzimmer, Man=
ſardenräume
per 1. April zu vermieten.
Näheres zu erfragen im Bureau im Seiten=
bau
zwiſchen 1112 u. 25 Uhr.
(211is
Eme
Kheinstrasse 31, I. Stock
Wohnung von 7 Zimmern nebſt Badezimm.
u. ſonſt. Zubehör, beſonders für Arzt oder
Rechtsanwalt geeignet, zu vermieten. Näh.
Rheinſtraße 25, Kontor A.
(307ms
amn
Rheinstr asse 29
2. Stock, ſchöne Wohnung von 7 Zimmern
und Zubehör zu vermieten. Näheres Rhein=
(61ms
ſtraße 95, Kontor A.
Ge
Riedeselstrasse 39 III.

ſchöne 7=Zimmerwohnung
vermieten.

billig zu
(1448s

4tamd Riheit und Grakenſte ren=
12¾, Herrſchaftswohnung, I. Etage, 7große
Zimmer und Nebenräume, mit Dampf=
heizung
, allem modernen Komfort, Separat=
aufgang
, ſofort beziehbar. H. Lautz.

3 Zimmer

Bismarckſtraße 39, II.,
Wohnung von. 6. Zimmern und Bade=
zimmer
nebſt Zubehör per 1. April zu ver=
mieten
. Näheres parterre.
(67ms
Ginn
Steinstrasse 5, 2. Stock
6=Zimmerwohnung, vollſtändig neu herge=
richtet
, mit Gas, Speiſekammer, Bleichplatz
uſw. ſofort oder ſpäter zu verm. (1265ms

MIE
Fneehfffe
Hertschariswenlung
Eliſabethenſtraße 51 nächſt der
Neckarſtraße, Beletage, 6 Zim=
mer
mit Balion, neuzeitlich herge=
richtet
, nebſt Stallung für 6 Pferde
(ev. auch ohne Stallung) Garten u.
allem Zubehör. Zu erfragen Eliſa=
bethenſtraße
59 im Kontor. Einzu=

ſehen 122 Uhr.

(208ms

Kahlertstraße 13
iſt der Hochparterreſtock, beſtehend aus vier
großen und 2 kleineren Zimmern nebſt allem
Zubehör, per ſofort zu verm.
(312ms
Landskronstr. 29, 1. St.,
6 Zimmer, ein weiteres Zimmer im 2. St.
mit beſonderem Eingang nebſt all. Zubehör,
auf 1. April 1910 zu verm.
(B316ms
Rheinſtraße 24
eine völlig neu hergerichtete, modern aus=
geſtattete
Wohnung im 1. Stock, 6 Zimmer
mit reichl. Zubehör per 1. April oder früher
zu verm. Näh. Rheinſtr. 26, Büro. (323ms
Heidelbergerstr. 814/10
ſchöne herrſchaftliche Wohnung, 1. Stock, mit
6 großen Zimmern, Bad, Küche, großem
Vorplatz u. reichl. Zubehör per 1. April billig
zu vermieten. Einzuſehen von 2 bis 4 Uhr
nachmittggs. Näh Wittmonnſtr. 43. (B554s

nleineg
Bismarckstrasse 23, II.,
große freundliche 6=Zimmerwohnung mit
Bad, Veranda, Speiſekammer, Gas, elektr.
Licht, geräum. Kellern u. Bodenkammern,
per ſofort billig zu vermieten. Zu er=
fragen
Bismarckſtraße 21, part. (887s

B21sime) Mühlſtr. 64), Kapelblat,
2. St., 6=Zimmerwohnung mit Zubehör, freie
Ausſicht. Näh. Franz Koch, Heerdweg 103.

rF
Friedrichſtraße 12, parterre,
6 Zimmer mit reichlichem Zubehör
per ſofort. Näh. parterre im Hofe, im
Comptoir. Preis 900 Mark. (2916ms
(

B3836ms) Heidelbergerſtraße 89, 1. St.,
ſchöne 6= Zimmerwohnung, Küche, Bade=
zimmer
Balkon, Heiz= und Leuchtgas und
zwei Manſardenzimmer bis 1. April zu ver=
mieten
. Näheres parterre.

herrſchaftliche Wohnung, beſtehend aus
6 Zimmer, 2 Balkons, Badezimmer mit
Einrichtung, Gas u. elektr. Licht, im Dach=
ſtock
Fremdenzimmer und Mädchenſtuben
uſw., ſofort zu vermieten und zu beziehen.
Nähere Auskunft erteilt C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B4633ms
Eschollbrückerstrasse10
6 Zimmerwohnung, Badez., 2 Verandas
ab 1. April. Anzuſehen von 11 bis 1 und
36 Uhr. Näh. daſelbſt 1. Etage. (4116ms
Heidelbergerſtr. 9½
herrſchaftliche Wohnung, hochparterre,
6 Zimmer, elektr. und Gaslicht, Loggia u.
Veranda ꝛc. und reichlichem Zubehör, event.
noch 2 bis 3 Zimmer im 3. Stock. Näh.
daſelbſt 3. Stock.
(1126ms
aungah
Herrschaltswohnung.
Ohlyſtr. 29, Neubau, der 1. St., 6 Zim=
mer
mit reichlichem Zubehör per 1. Juli zu
vermieten. Näheres Roquetteweg 3.(B4373ms
Heinrichstrasse 11
2. Etage, 6 Zimmer, 1 Fremdenz., 2 Mäd=
chen
= u. Bodenz., Bad, Balkon u. Veranda,
Gartenanteil u. alles ſonſt. Zubehör, hoch=
elegante
Wohnung mit Elektr.= u. Gaslicht
per 1. April. Näheres Schulſtraße 1 bei
J. Stichel.
(4390ms
318ms) Landwehrſtraße 4, nahe dem
Herrengarten, ſchöne 6=Zimmerwohnungmit
allem Zubehör per 1. April ev. früher zu verm.
Stiftſtraße 21
parterre, eleg. 6=Zimmerwohnung, neuzeitlich,
zu vermieten. Näheres nur beim Beſißzer
zu erfahren.
(5237ms

Viktoriaſtraße 24
eine elegante 5=Zimmerwohnung (1. St.)
mit Bad, neuzeitlich eingerichtet, per
ſofort zu vermieten. Zu erfragen
Wendelſtadtſtraße 1, I.
(334s
e
( me
Ireueſtraße 7
an d. Frankfurterſtr., Wohnung, 5 Zimmer
und Zubebör, alsbald beziehbar. Näheres
daſelbſt.
(336ms

Stenelraße
12
Ecke Viktoriaſtraße (B340ms
iſt die Parterrewohnung, beſtehend aus
5 neuzeitl. einger. Zimmern, Badezimmer,
Balkon, außerdem Fremdenzimmer, Mäd=
chenkammer
und allem Zubehör inkl. großem
Vorgarten nach zwei Straßen per ſofort zu
verm. Näh. nebenan in der Kolonialwaren=
handlung
von C. Grix, Viktoriaſtraße 87
oder Grafenſtraße 23½ im Laden.
Wonengt
apa-
Nieder-Ramstädterstr. 37
5=Zimmerwohnung, neuzeitlich, mit Bade=
zimmer
, Balkon nebſt Zubehör ſofort
zu vermieten.
(346ms
11ms) Ecke der Frankfurter= u. Irene=
ſtraße
1, eine hübſche 5 Zimmerwohnung
mit allem Zubehör alsbald zu vermieten,
3
*44
Erdgeſchoß,
Wittmannſtraße 22, 5 Zimmer
und allem Zubehör per 1. April 1910. (582ms
hunganginag
Dieburgerstrasse 54,
5=Zimmerwohnung und Schrankzimmer,
gegenüber großer Park, per 1. April zu
verm. Preis 650 Mark.
(509ms
828ms) Roßdörferſtraße 4, 1. Stock,
5=Zimmerwohnung per 1. April zu verm.
Näheres Roßdörferſtraße 10, 1. Stock.
Gimeg
Pallaswiesenst asse 39
1. u. 2. Stock, je eineſchöne 5=Zimmerwohnung
mit Küche nebſt Zubehör. Näh. daſelbſt im
2. Stock od. Rheinſtr. 25, Kontor A. (959ms
Kiesſtr. 131, 3. Stock
neuzeitlich, mit allen Bequemlichkeiten her=
gerichtete
5= Zimmer=Wohnung am 1. April
an ruhige Mieter abzugeben. Näheres
ebendaſelleſt nur parterre.
(44ms
Genks.
See

Hügelstrasse 7, 1. St.
geräumige 5=Zimmerwohnung, kompl.
Bad u. reichl. Zubehör, per 1. April zu
vermieten. Näheres wegen Beſichtigung
und Auskunft Neckarſtraße 22,
parterre links.
(40ms

und Bad mit W. C., alles neu hergerichtet,
per 1. April zu verm. Näheres parterre.
(22ms
2d
AM
inselstrasse 29, I.
5=Zimmerwohnung mit allem Zubehör
per 1. April zu vermieten. Näh. parterre.
Einzuſehen von 1012 und von 24 Uhr.

Aliceſtr. 19, II., wegen Haushalt=
auflöſung
ſehr freundliche 5=Zimmer=
Wohnung per 1. April, event. auch
etwas früher zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(725ms

N
Friedrichstrasse 10, II.,
5 Zimmer mit allem Zubehör per 1. April
zu beziehen.
(875ms
874s) Landgraf=Georgſtraße 12, 1. St.,
ſchöne 5=Zimmerwohnung mit Zubehör
zum 1. April 1910. Einzuſehen von 10 bis
12 und 2 bis 4 Uhr nachmittags.
agenn wangänag
Bessungerstrasse III, part.
5=Zimmerwohnung, Küche, Bad, Veranda,
Gartenanteil, mit Manſardenzimmer bis
1. April zu verm. Auf Wunſch Stallung,
Remiſe und Burſchenſtuhe. Näheres da=
ſelbſt
und Ph. Jacobi IV., Beſſunger=
ſtraße
2.
(B1485s
Alexanderstrasse 9
5=Zimmerwohnung, vollſtändig neu her=
gerichtet
, Gas u. Badeeinricht. z. v. (1543ms
Alexanderſtr. 4, 2. St.,
5=Zimmerwohnung mit Zubehör p. 1. April
zu verm. Näh. nur Stiftſtraße 6. (1751ms
Or
Heidelbergerstr. 88, I. u. 92, II.
je 5=Z.=W., Gas, Bad, Balkon u. Zub. per
ſofort bezw. 1. April zu vermieten. Näh.
Heidelbergerſtraße 92, 1. St.
(B1766ms
anſpase
Kiesshasse 45
ſchöne 5=Zimmer=Wohnung mit allem Zu=
behör
per 1. April zu vermieten. (2931ms
5= Zim.=Woh=
Beckstrasse 78 nung mit Zu=
behör
bis 1. April zu verm.
(2690ms
Stiftstrasse 13, 2. Stock
5 Zimmer mit allem Zubehör per 1. April.
Einzuſehen von 111 und 36 Uhr. (3132ms
3367s) Eliſabethenſtr. 52, parterre, 5
Zimmer und Sgal (der evtl. in 2 Zimmer
geteilt wird), nebſt Zubehör, alles neu her=
gerichtet
, per Mitte April. Näh. daſ. 1. St.
3448ms) Karlſtraße 53 eine 5= Zimmer=
wohnung
im 2. Stock mit Veranda und
allem Zubehör per 1. April.
B4370s) Moſerſtr. 2, 2 Stock, ſchöne
5=Zimmerwohnung per 1. Juli an ruhige
Mieter zu verm. Preis 1000 Mk. Einzu=
ſehen
von 24 Uhr.

Mitnanſtaſte 23 (Fetingh
5 Zimmer, Badez., Speiſek., 2 Balkons mit
Zubehör an ruh. Familie zu vm. (B4879ms
gämrin

hsfrasse 95, Dart.,
Heinrich
IIe
ſchöne 5=Zimmerwohnung mit groß. Veranda
und Zubehör an ruh. Familie per 1. Juli
zu vermieten. Näh. daſelbſt.
(5278ms
5453a) Frankfurterſtraße 56, 3. Stock,
ſchöne 5=Zimmerwohnung mit Bad, Balkon,
Veranda und Zubehör, per 1. Juli zu ver=
mieten
. Näheres 3. Stock.
6150) Hügelſtraße 65½, 3. Etage,
5 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht ꝛc. zu
verm. Zu erfragen I. Etage.
Kasinostrasse 20
iſt der 2. Stock, fünf Zimmer, Vadezimmer,
Küche u. reichl. Zubehör zu verm. (5468ms
5519ms) Schloßgartenſtr. 11 5=Zim.=
Wohnung im 2. Stock zu verm. Näh. part.
5521ms) Alexanderſtr. 5, I., 5=Zim.=
Wohn. z. verm. Näh. b. Frau Becker, 3. St.

Elisabethenstr. 17, I.
4=Zimmerwohn. per ſof. zu verm. (390ms

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstadfer Hausbesltzervereln Wilhelminenstras

S8e

19,

Rheinſtraße 32, II.,
Hlicestrasse 25

Zu ver mieten:

7=Zimmerwoh., Bad, Dienertreppe, reichl.
Zubehör per 1. April. Preis 1500 M. (2966ms

Wilhelmstrasse 40

oder 2. Etage, 5=Zimmerwohn., Bad,
Küche, reichl. Zubehör u. Gartenbenutzung,
zum 1. April. Näheres 1. Stock. (2969ms

elegante Wohnung im Erdgeſchoß, 6 Zimm., 1. u. 2. Stock, 5=Zimmerwohnung, Balkon,
Vorplatz, Bad, Anrichte, i. Souterrain Küche, Gas und reichl. Zubehör.
(2959ms
Speiſekammer und ein Zimmer, mit reichl.
Zubehör, großen Vorgarten, Zentralheizung,
elektr. Licht, Gas, Aufzug, Warmwaſſerleit.,
Etage, neuzeitliche 5=Zimmerwohnung,
ev. m. Stall. Näh. Wilhelmſtraße 38. (2970ms Balkon, elektr. Licht, Kochgas, Baderaum,


Wendelstadtstr. 28, I. Stockfreichl. Zubehör, per ſofort.

Rheinſtraße 14
Grafenſtraße 23

(2058ms
Ecke d. Grafen=
prachtvolle
geräumige 6=Zimmerwohnung, Waldstrasse I1, ſtraße, 2. Stock=
Balkon, kompl. Badezim., reichl. Zubebör, ſchöne 5=Zimmerw., neuhergericht., per 1. Apr.
neu hergerichtet, per ſofort. Näheres da=
oder
ſpäter. Näh. Grafenſtr. 35, II. (4976ms
ſelbſt II. Stock.
(3633ms

3891ms) Viktoriaplatz 2 neuzeitl. Fünf=
Zimmer=Wohnung mit all. Zubehör per
1. Juli. Näheres 3. Stock.
3170ms) Emilſtr. 32, I., 5=Z.=Wohn., Bad,
Veranda, Balkon und reichl. Zubehör.

an der Heidel=
Eſchollbrückerſtr. 1, II., bergerſtraße,.
5=Zimmerwohng. und Zubehör per 1. Juli.
Näheres im Laden oder 1. Stock. (4972ms

3100) Witmannſtraße 14, I., ſchöneſ=

met
5544ms) Ecke der Moosbergſtraße und
Graienstrasse 2t, I. Stock Tannenſtraße 23, III., 3=Zimmerwohnung
4=Zimmerwohn. u. Zubehör. Näh. Germann320 Mk., daſelbſt 4=Zimmerwohnung, 1. St.,
od. Frz. Koch, Heerdweg 103.
(4126ms420 Mk. pro Jahr.
88 Z 5244ms) Mühlſtraße 20, unmöbliertes,
Riedeselstrasse 27, I. St. S älfreundl großes Zimmer ver ſofort.
gegenüb. dem Saalbau, eleg. 4=Zimmerwohn., 5243ms) Gutenbergſtr. 31, Manſarde=
Fremdenz., Bad, 2 Manſ., gr. Veranda,ſwohnung per 15. März Näh. daſ part
Gas, elektr. Licht, per 1. Juli, ev. auch früher.
3406ms) Wilhelminenſtr. 4, 4=Zimmer= 563ims) Landwehrſtraße, zunachſt der
wohnung p. 1. April. 650 Mk. pro Jahr. Frankfurſtraße, großer ſchöner Laden für
Uhrmacher, Schuhmacher, Kurzwaren, nebſt
Wilhelmstrasse 40
3=Zimmerwohnung, Preis 850 Mk., per
ſelegante Wohnung, 4 Zimmer, Küche, Bad,1. April. Näheres Wilhelminenſtr. 19 I.
Amagg
Vorplatz, Zentralheizung, elektr. Licht, Gas,
Graichstrasse 27
beſonders geeignet für Junggeſellen, einzelne
Dame oder kinderloſes Ehepaar p. 1. April. Laden u. Zimmer, in welchem ſeit 10 Jahren
Auf Wunſch auch Stallung.
(2971ms Molkereiproduktengeſchäft betrieben, auch
mit der Wohnung per 1. April. Näh. bei
2968ms) Ludwigſtr. 8 eine hübſche, ge=
räumige
4=Zimmerwohnung mit Zubehör Germann od. Frz. Koch. Heerdweg 103. (4125ms
4404ms) Schießhausſtr. 26 ſchön möbl.
zum 1. April an ruhige Familie. Näheres
im Papiergeſchäft.
Zimmer, ſep. Eingang, elektr. Licht, mit
4973ms) Beſſungerſtraße 110, parterre,loder ohne Penſion.
4=Zimmerwohng., Leucht= u. Kochgas u. Zub. 5545ms) Wilhelmſtr. 59 möbl. Zimmer
4= Zimmerwohnung mit Bad und Zubehör, ruhige Leute per 1. April od. ſpät. Näh. 1. St. 4610ms) Dieburgerſtr. 5, 1. St., Garten.

Von obigen Wohnungen iſt nähere Auskunft und der Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstrasse 19, 1. Stock, zu erfragen.
eee

W0odg) Neckarſtraße 11, Hinterbaus
ſchöne 4=Zim.=Wohn. (ev. 5 Zim.) mit allem
Zubeh. p. 1. April d. J. anderweitig zu verm.
Nur nachmittags einzuſehen. Alles nähere
im Kontor daſelbſt.
N
Heidelbergerstr. 100, 2. St.
ſchöne große 4=Zimmer=Wohnung, Küche,
2 Keller, Manſardenzimmer, Gas, Waſch=
küche
und Bleichplatz, per ſofort billig
zu vermieten.
(B360ms
Liebigſtraße 27
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
auf 1. April zu vermieten. Zu er=
fragen
parterre.
(263ms
nheſte
(364
Hochstrasse 12, I. St. ms
geräumige 4=Zimmerwohnung zu vermiet.
Einzuſehen zwiſchen 2 u. 5 Uhr. Näh. daſelbſt.
9
84.
Kaupſtraße 32
große 4=Zimmerwohnung mit Gas, Veranda
ꝛc. alsbald zu vermieten. Näheres bei Frau
Schad im 1. Stock.
(369ms
Ahastrasse 24
4=Zimmerwohnungen, neuhergerichtet, zu
verm. Zu erfran. part.
(B371ms
877ms) Gutenbergſtraße 24 eine Vier=
Zimmerwohnung im 3. Stock per 1. April.
afmae
Karlstrasse 65
iſt im 3. Stock eine 4=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör bis 1. April zu vermieten.
Näheres parterre.
(B387ms
Wienersſtraße 47
ſchöne 4=Zimmer=Wohnung mit Veranda,
Badezimmer, der Neuzeit entſpr., per 1. April
zu vermieten. Näh. daſelbſt 2. Stock oder
Kiesſtraße 68. 1. Stock.
(515ms
986ms) Kahlertſtraße 30, 2. Stock
4=Zimmerwohnung nebſt Zubehör per
1 April zu vermieten. Näheres parterre.
man
2. Stock, ſchöne
Kahlertstrasse 7.
4=Zimmer=
Wohnung per 1. April. Näh. Kahlertſtr. 5½,
2. Stock, bei Herrn Wolf.
(991ms
II. St., ſchöne 4 Zimmer=
Kaupſtr. 24, Wohnung per 1. April zu
vermieten. Näheres parterre.
(608ms
Elisabethenstrasse 1
am Ludwigsplatz, im Hofbau, zwei
4=Zimmerwohnungen mit Zubehör
im 1. Stock p. 1. Mai 1910, ev. früher.
Auch f. Bureau od. Lager geeignet. (826ms

Ze ee en ete Seen ee
der Heidelbergerſtraße, ſchöne 4= Zimmer=
wohnung
, neuzeitl. eingerichtet, evtl. mit
Stallung, zu vermieten.
2438a) Rhönring 143, direkt neben
Kranichſteinerſtraße, im 1. Stock, elegant
hergerichtete 4=Zimmerwohn. mit Bad, auf
Wunſch Badeofen, Speiſek., Veranda, Man=
ſardenzimmer
, Bodenverſchlag, Trockenboden,
2 Keller, Bleichplatz und Gartenanteil per
alsbald oder ſpäter. Näheres bei Friedrich
Delp, Baugeſchäft, Frankfurterſtraße 80.
Telephon 198.
Martinet
Maaruinstr. 48, part. od. 1. St.
je 4 Zimmer, ſamt 5 Räumen in der Manſ.,
zum 1. Juli, ev. früher, zu verm. (B5031ms
391ms) Taunusſtraßſe 42, 1. Stock, be=
ſtehend
aus 4 Zimmern, Veranda, Bade=
zimmer
, Speiſekammer, Mädchenzimmer,
Bleichplatz, Waſcheküche, Trockenboden, per
1. April zu beziehen. Zu erfragen im
Laden bei Walther. Einzuſ. v. 35 Uhr.

3133ms) Rhönring 43, 2. Stock, Vier=
zimmerwohnung
mit Bad, Veranda und
allem Zubehör per 1. April zu vermieten.
Zu erfragen eine Treppe hoch.
Zu vermieten:
ſchöne große 4=Zimmerwohnung m. Veranda
desgl. eine Manſardenwohnung in ſchönſter
Lage Eberſtadts ab 1. April 1910 zu ver=
mieten
. Näheres bei Bauunternehmer
Hch. Dächert II.
(1928s
1980ms) Karlſtraße 27 eine 4= und
3=Zimmerwohnung zu vermieten.

126oms) Karlſtraße 92 iſt eine Vier=
Zimmerwohnung am 1. April zu vermieten.
Näheres parterre. Einzuſehen von 35 Uhr.
2594s) Schöne neuzeitl. eingericht. Vier=
Zimmerwohnung p. 1. April. Pr. 480 Mk.
Näheres Kranichſteinerſtr. 59¾/10, pt. (2594ids
Saalbaustrasse
(Nähe Heinrichſtr.) 4 große Parterrezimmer
eventl. ohne Küche als Bureau per 1. Juli
zu verm. Näh. durch Paul Wolf & Co.,
Wohnungs=Nachweis, Rheinſtr. 51. (4392s
(99
ſchöne 4=Zimmer=
Gutenbergſtraße 19 wohn. auf 1. April
zu vermieten. Einzuſehen 2. Stock. Näh.
Gervinusſtraße 55, part.
(3157ms
B3146) Moosbergſtraße 81, 1. Stock,
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem Zubehör
auf 1. April. Näheres 3. Stock.
B3340ms) Heidelbergerſtraße 74, herr=
ſchaftl
. Wohnung 45 gr. Zimmer, Bad,
Balkon, Veranda, ſofort z. vermieten. Näh.
Parterre, Zigarrenladen.
3360ms) Kahlertſtraße 32, 1. Stock, eine
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Balkon, Gas
und allem Zubehör ſofort oder per April.
Zu erfragen 1. Stock.
Rhönring 141
im 1. Stock eine ſchöne 4=Zimmer=
Wohnung mit Bad und Gas,
ſowie allem Zubehör per 1. April zu
vermieten. Alles Nähere
3402ms) Rhönring 67 b. Schuchmann.

ng

Lichtenbergstrasse 80
3 neu hergerichtete 4=Zimmerwohnungen
alsbald zu verm. Näheres bei Bauführer
Dauber, Rhönring 111, parterre.
(3415a
Karlstrasse 38, 3. Stock
4=Zimmerwohnung ſofort zu verm. (3597ms
(neben der Infanterie=
Ballonplatz 3 kaſerne), Parterre ſo=
wie
1 Stock, beſtehend aus je 4 Zimmern,
mit allem Zubehör, Gas= u. Waſſerleitung
per 1. April od. früher zu verm. Einzuſehen
täglich. Auskunft durch Telefon 308. (4379ids
Eckhardtſtraße 21, I.,
45=Zimmerwohnung ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(4560ms

Neckarſtraße 4
4=Zimmer=Wohnung, Vorderhaus, per
1. April zu vermieten.
(4384ms

eereene 2, Seinda.
1. Stock, 4 Zimmer per 1. April.
Luiſenſtraße 34
4=Zimmerw. mit großer zement. heller Werk=
ſtatt
. Zu erfr. Luiſenſtraße 36. (4421ms
(am
45
Riedeſelſtr. 56, 2. St.,
neu hergerichtete 4=Zimmerwohnung,
Küche, Gas, Veranda, 1 Manſarden=
kammer
, in ruhiger Lage, für einzel=
nen
Herrn od. ält. Ehepaar paſſ., per
1. April, event. ſpät. zu vm. (4422ms
Zeneie
Kiesſtraße 95
4=Zimmer=Wohnung im I. Stock mit Bad,
Gas, zwei Veranden und allem Zubehör
zum 1. April zu vermieten.
(B4632ms
Daſelbſt ſchöne Manſarden=Wohnung.
Näheres Hochſtraße 58, I.
Karlstraße 115
eine ſchöne Wohnung, enthaltend 4 Zimmer,
Küche, Bad, Veranda, Gas u. elektr. Licht,
2 Kammern uſw. ſofort beziehbar, zu ver=
mieten
. Nähere Auskunft erteilt C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B4634ms
4659ms) Hoffmannſtr. 3, III., ſchöne
4=Zimmerwohnung, neuzeitlich eingerichtet.
4892ms) Ecke Lichtenberg= u. Gutenberg=
ſtraße
27, 2. und 3. Stock, Vier= Zimmer=
wohnung
, neuzeitl. eingerichtet, per 1. April.
Einzuſehen von 24 Uhr. Näh. part. I.
*5511sms) Beſſungerſtr. 92, p., 1 Manſ.=
Wohn., 4 Zim. od. 2=Zim.=Wohn. i. 1. St. z. v.

Schloßgartenstr. 1, I.
Näheres im Laden.
einn
Casinostrasse 12
moderne 4=Zimmerwohnung m. Baderaum,
Balkon, Veranda u. reichl. Zubehör, Gas, merwohn. per 1. April zu vermieten.
evtl. elektr. Licht, per 1. Juli zu vermieten.
Näheres 2. Etage rechts.
(5223ms
5239a) Gervinusſtraße 73 4=Zimmer=ſchöne Drei=Zimmerwohnung mit allem
wohnung, ab April oder ſpäter, an ruhige
Leute zu vermieten.
5228ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 31
4=Zimmerwohnung ſofort zu vermieten.
Zu erfragen im Bückerladen.
B5235ms) Heerdweg 41 in einem vom wohnung zu vermieten.
Vorderhaus weit entfernt freiſteh. Garten=
haus
(Neubau) zwei mod. einger. 4= Zimmer=
wohnungen
, parterre, mit allem Zubehör,
Bad, Gas, gr. Veranda, an ruh. Mieter
per 1. Juli. Näh. daſelbſt parterre.
5214ms) Eckhardtſtraße 15, I., hübſche B1503ms) Martinſtraße 27, 1. Stock,
4=Zimmer=Wohnung, ganz der Neuzeit ent=
ſprechend
, mit 2 gr. Manſ. u. ſonſt. reich.
Zubeh. ohne Gegenüber, 1. Juli zu verm. 3=Zimmerwohnung mit Gas per 1. April.
5217ms) Schwanenſtraße 38, 2. Stock,
4=Zimmerwohnung mit Gaseinrichtung,
Manſardenſtube, Kellerräume, Bodenkamm.
per 1. April. Auf Wunſch auch mit 3
Zimmer. Näh. im Laden Georgenſtr. 11.
*5796) Pallaswieſenſtraße 7, 4= u. 3= Zim=
merwohnungen
. Näheres Manſarde.
5263ms) Taunusſtr. 35, II., 4=Zimmer=
Wohnung, neuzeitl., eingerichtet, per ſofort Vdh. 3. Stock, 3=Zimmer, Küche, Zubehör.
zu vermieten. Näh. daſelbſt.
ruhiger, pünktlich zahlender
Geſuchl Mieter p. 1. April oder ſpäter
für eine freundl. neuzeitlich eingerichtete
4=Zimmer=Wohnung. Wo? ſagt
die Expedition ds. Blattes.
(*5727ids
Eine 4-Zimmerwohnung
Hochſtraße, 1. Stock per 1. Juli zu verm.
Off. unt. U 35 an die Exp. d. Bl. (5333ms
Mathildenhöhviertel
eine Vierzimmerwohnung, 2 Mädchen=
räume
, Garten und allem Zubehör auf
1. Juni zu vermieten.
(5471ms
Zu erfragen Dieburgerſtraße 46.
4 Zimmer, 1. Etage.
Rhönring 41 neu u. neuzeitl. p. ſof.
zu verm. Näh. Manſarde daſ. u. Wendel=
ſtadtſtraße
8. 1. Stock.
(*6190
*6202sss) Rhönring 105 neuhergericht.
4=Zimmerwohnung, ſofort oder ſpäter.
Näheres parterre.

Per 1. Jall, evfl. früher
1. Stock, 4=Zimmerwohnung, 2. St.
5=Zimmerwohnung mit Gas und
allem Zubehör zu vermieten. (*6185
Bleichſtraße 19.

Meter Hanstichertr. 65
Vorderhaus, 1. Stock, moderne 4=Zim.=
Wohnung mit allem Zubehör alsbald zu
vermieten. Näheres daſelbſt und bei Bau=
führer
Albin Hohmann, Rhönring 113. (5509ms

fowofn
Nieder-Ramstädterstr. 16
Hinterhaus, III. Stock, ſchöne 4=Zimmer=
Wohnung alsbald zu vermieten. Näheres
daſelbſt und bei Bauführer Albin Hohmann,
(6510ms
Rhönring 113.
5520ms) Heidelbergerſtr. 46, III., 4=Zim.=
Wohnung zu vermieten. Näh. 2. Stock.

B87ms) Martinſtraße 2, II., eine ſchöne
3=Zimmerwohnung mit gr. Veranda u. Gas
für 1. April zu verm. Einzuſeh. v. 11 Uhr an.
B393s) Schießhausſtraße 55, 2. Stock,
drei Zimmer mit Kochgas ꝛc. ſofort zu verm.
412ms) Kaupſtraße 32, 3. Stock, große
3=Zimmerwohnung mit Gas, Veranda und
allem Zubehör per ſofort zu verm. Näher.
bei Frau Schad, 1. Stock.
SanateeC
a6
Pallaswiesenstrasse 39
im Hinterhaus, I. Stock, eine 3= Zimmer=
wohnung
mit Küche zu verm. Näh. daſelbſt
im 2. Stock od. Rheinſtr. 25, Kontor A. (960ms

balg ann,
Han
Instpoag
Ecke Taunus- u. Liebfrauenstrasse 104
4=Zimmer=Wohnung ſofort zu vermieten. ſchöne moderne 3=Zimmerwohnung, ſofor:
(4967ms oder ſpäter beziehbar.
(501ms
812s) Schwanenſtraße 8 eine 3= Zim=
merwohnung
, 2 Treppen hoch.
1020s) Pankratiusſtr. 48 ſchöne 3= Zim=
rggſne

Moosbergstrasse 52
Zubehör, neuzeitlich, Preis 330 Mk. (B1178ms
Schiesshausstr. 42
3=Zim.=Wohn. bis 1. April zu verm. (B947ms
1184ms) Eliſabethenſtr. 58 3=Zimmer=
1248ms) Taunusſtr. 39, 3= ev. 4=Zim.=
Wohnung ſofort oder ſpäter zu vermieten.
Näheres 1. Stock I.
B1250ms) Neue Niederſtraße 3, Seitenb.,
3 Zimmer, Küche, Keller, Bleichpl., per ſof.
3=Zimmerw. p. 1. April zu verm. Preis380Mk.
B1511s) Kirchſtraße 17, 3. St., ſchöne
Näheres Hochſtraße 42, I.
2921ms) Pankratiusſtraße 70 eine Drei=
Zimmerwohnung zu vermieten.
Wenckſtraße 7
1. und 3. Stock je 3 Zimmer, Küche . per
(2236ms
1. April zu vermieten.
2460ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 36,
Näh. Ludwig Koch, Ww., Dieburgerſtraße 5.
motrg
Neue Niederstrasse 15
ſchöne große 3=Zimmer=Wohnungen, neu
hergerichtet, im Preiſe von 320 bis 380 Mk.
(2705a.
Näheres daſelbſt im Laden.
2777ms) Ahaſtraße 22, Hinterh. 1. St.,
ſch. große 3=Zimmerwohnung, per Monat
24 Mk. Näh. bei Eisemann, Vdh. 2. St. l.
2923ms) Kranichſteinerſtr. 44½, part.,
3=Zimmerwohnung mit Gas und allem
Zubehör per 1. April.
3363ms) Pädagogſtr. 2, Hinterbau, eine!
Wohnung, 3 Zimmer, Küche zu vermieten.
Näheres im Zigarrenladen.
3364ms) Inſelſtr. 21. Im freiſtehend.
Hinterhaus 2 ſchöne 3=Zimmerwohnungen
mit Küche, Speiſekammer, abgeſchl. Vorpl.,
2 Keller. Mietpreis je 270 Mk. Näheres
bei Hausmeiſter Schäfer daſelbſt
Moosbergstrasse 48 (*a
3=Zimmerwohn., Mk. 380, pr. Apr. z. verm.
Näh. b. Anton Fiſcher, Franffurterſtr. 1214.
B3658ms) Beſſungerſtraße 107 Drei=
Zimmerwohnung, Balkon uſw., 350 Mark
ſofort zu beziehen.
2439a) Kaſtanien=Allee 2, im oberen
Stock, 3= Zimmerwohnung nebſt Zubehör
ſofort zu vermieten. Preis pro Monat
18 Mk. Näheres daſelbſt bei Herrn Haag
und bei Friedrich Delp, Baugeſchäft,
Frankfurterſtraße 80.
3886ms) Kranichſteinerſtr. 6, 1. Stock
Seitenbau, große 3= Zimmerwohnung zu
vermieten. Näheres daſelbſt und Baubüro
Pallaswieſenſtraße 26.
B4190ids) Obere Moosbergſtr. 34, part.,
3=Zimmerwohnung nebſt Zubehör an ruhige
Familie per 1. April zu vermieten. Näheres
1. Stock daſelbſt.
4299a) Obergaſſe 18, II., Wohn. von
3 Zimmern ſofort oder ſpäter.
B4374ms) Rückertstr. 15, 1. St., frdl. kl. 3= Zim=
Wohn., gr. Küche. a. 12ruh. Miet., 1. Apr. bill.
4578a) Schloßgartenſtr. 21 drei ſchöne
3=Zimmerwohnungen und eine 2= Zimmer=
wohnung
bis zum 1. April zu verm.
4604a) Heinheimerſtraße 80, 1. St., gr.
3=Zimmerwohnung per 1. April.
Heinheimerstrasse 69
große neuzeitliche 3= eventl. 4= Zimmer=
wohnung
mit Balkon per 1. Juli zu ver=
(4621ms
mieten. Zu erfragen parterre.
4674ms) Bleichſtr. 13, Vorderhaus, hüb.
Manſarde, 3 Zimmer und Küche nebſt Zu=
behör
, prachtv. Gartenausſicht. p. 1. Mai.
4672ms) Große Ochſengaſſe 1 iſt eine
große 3=Zimmerwohnung per ſofort zu ver=
mieten
. Näh. im Laden.
392ms) Neue Ireneſtr. 15 3= Zimmer=
wohnung
zu vermieten.

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 19.

4660ms) Hoffmannſtr. 21, Hinterhs., II.,
=Zimmerwohnung mit Gas und Zubehör
er 1. Juli.
maän
Neue Niederstrasse 17
zübſche 3=Zimmerwohnung mit allem Zu=
ehör
bis zum 1. April zu verm. (B4769ms
4898ms) Kranichſteinerſtraße 42 ſchöne
=Zimmerwohnung per 1. April zu verm.
Stb.,
Waldſtraße 25,
Zimmer, Küche und allem Zubehör zu
vermieten.
(4893ms
honseäan
Schiesshausstrasse 25
chöne 3=Zimmermanſardenwohnung m. Zu=
behör
per ſofort oder 1. April zu vermieten.
Preis 15 Mark.
(B4881s
Gardiſtenſtraße 37, 1. Stock,
abgeſchl. Wohnung v. 3 großen hellen Zim.
mit Küche u. Zubehör, Gas u. Waſſerleitung,
per, 1. April. Näh. 1. oder 2. Stock. (4904s
4902ms) Liebfrauenſtraße 78 ſchöne
3=Zimmerwohnung ſofort.
Näheres
B. Probſt, 1. Stock.
4908s) Pfründnerhausſtraße 8 iſt die
III. Etage, beſtehend aus 3 Zimmer und
Küche nebſt Bodenraum und Keller, Mit=
benutzung
der Waſchküche, des Trocken=
bodens
und des Baderaums per 1. Juli
d. Js. anderweitig zu vermieten, evtl. früher.
Daſelbſt 4. Etage, 3 Zimm. ꝛc. m. gleichem
Zubehör p. 1. Juli. Näh. L. Wagner, Schloß=
gartenſtraße
69.
Karlstraße 87
eine Parterre=Wohnung von 3 Zimmer p.
1. April zu vermieten. Näh. Wilhelminen=
ſtraße
35, im Laden.
(5144oms
1. St., freundl. 3=Zim.=
Stiftſtraße 52, wohnung m. Gas und
ſonſt. Zubehör p. 1. April. Näh. prt. (5145ims
1 nächſt der
Pankratiusſtr. 1 Hochſchule
ſchöne 3=Zimmerwohnung per anfangs Mai
zum Preiſe von 300 Mk. pro Jahr zu ver=
mieten
. Näheres nachmittags bei Karl
Wehrum, daſelbſt im 1. Stock. (5227ms
5222ms) Eine 3= oder 4=Zimmerwohng.
vom 1. Juni ab billig zu vermieten. Zu
erfragen Liebfrauenſtraße 93, I. I.
Tane
große 3=Zimmer=
Riegerplatz 14, Manſardenwohng.
für 340 Mk. bis 1. April zu vermieten. Näh.
Wenckſtraße 43, parterre.
*4924ms
5265ms) Pankratiusſtraße 71 große
3=Zimmerwohnung zu vermieten.
B5269ms) Beſſungerſtr. 82 ſch. 2= u.
3=Zimmerwohnung mit Zubehör zu verm.
5264ms) Ecke Feldbergſtraße u. Dorn=
heimerweg
2, III. St., ſchöne 3= Zimmer=
wohnung
mit abgeſchl. Vorplatz, 2 Keller
und ſonſtigem Zubehör per 1. April zu v.
Obergaſſe 44 ſind 2 ſchöne 3= Zimmer=
wohnungen
mit Zu=
behör
, ſofort beziehbar, zu verm. Näheres
daſelbſt oder Heerdweg 99, 2. St. (*5470ssm
Kiesſtraße 5
eine ſchöne 3=Zimmerwohnung per 1. April
Näheres bei Adam Wehrum.
(4573t
5361t) Beckstrasse 54
ſchöne 3= ev. 4=Zimmerwohnung, Manſarde,
2. Stock, mit reichl. Zubehör, per 1. April.
*6034fs) Kranichſteinerſtraße 22, ſchöne
Dreizimmerwohnung zu vermieten.
6025fso) Heidelbergerſtraße 108½,
ſchöne Dreizimmerwohnung mit Glasab=
ſchluß
per 1. April zu vermieten.
6095fsm) Gutenbergſtr. 56 geräumige
3=Zimmer=Wohnung an ruhige Leute
zu vermieten. Preis 320 Mark.
5449a) Landgraf=Georgſtr. 8, Seitenbau,
ſchöne 3=Zimmerwohnung zu verm. Näh.
bei Karl Philipp Müller, Kelterei.
B1008s) Orangerie=Allee 7, 1. Stock,
3 Zim., Küche, Manſardenzim., Veranda
u. all. Zubehör per 1. April zu vermieten.
Ernst-Ludwigstrasse 5
(Seitenbau), II. Stock
ſchöne 3=Zim.=Wohnung mit großer Küche
u. Zubehör per 1. Juli zu verm.
(5473s
5506ms) Schloßgartenſtraße 5, 2. Stock,
neuzeitliche 3=Zimmerwohnung zu 500 Mk.
Näheres Schloßgartenſtraße 55, 1. Stock.
*6183si) Aliceſtraße 35, Manſarde, drei
Zimmer und Kabinett alsbald zu verm.
Näheres Dieburgerſtraße 11.
*6179) Pallaswieſenſtr. 7 3= u. 4= Zimmer=
wohnung
. Näheres Manſarde.
I
vanwir
eine neuhergeſt.
Dieburgerstl. 11 3=Zimmerwohn.
und zwei 2=Zimmerwohnungen im Seiten=
bau
zu vermieten. Näh. Vorderh. (*6194so
5497a) Parkusſtraße 15 eine große
3=Zimmerwohnung mit allem Zubehör per
1. Juli zu vermieten. Näheres 2. Stock.
B5533ms) Moosbergſtraße 78, 2. St.,
ſchöne 3=Zimmerwohnung per 1. Juli zu
vermieten. Preis 360 Mark.
B5530ms) Rundeturmſtr. 14, Vorder=
haus
part., geräumige 3=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör per 1. Juli zu verm.
Näheres Rundeturmſtraße 12 (Kontor).
6219) Lauteſchlägerſtr. 14 kleine Drei=
und Zweizimmerwohnung zu vermieten.
5518ms) Ahaſtr. 12 3=Zimmer=Wohn.
im Vorder= und Hinterhaus zu vermieten.
5517ms) Liebfrauenſtraße 129, I. St.,
3=Zimmer=Wohnung zu vermieten.
5516ms) Lichtenbergſtr. 20 3=Zimmer=
Wohnung zu verm. Näheres parterre.
5515ms) Neue Ireneſtr. 57 3= Zimmer=
wohnung
zu verm. Näh. Dieburgerſtr. 89.
5514ms) Riegerplatz 7, II., 3=Zimmer=
Wohnung zu verm. Näh. 2. Stock rechts.
5513ms) Weinbergſtr. 45, III., 3=Zim., ebenſo part. z. v. Näh. I. St. links
5512ms) Wendelſtadtſtr. 56 3=Zimmer=
Wohnung zu vermieten.

B420ms) Forſtmeiſterplatz 5 2 Zimmer,
Küche Mk. 13.50. Näh. neuer Mittelb. I. St.
427mds) Hochſtraße 43, 2. St., eine
reundliche 2=Zimmerwohnung mit Küche
an ruhige Leute per ſofort. Näh. im 1. St.
oder Stiftſtraße 52, part.
ſg
2=Zimmer=
Beſſungerſtruße 88½ wohnung
zu mäßigem Preiſe zu vermieten. Näh. bei
(435ms
Hammer, vord Hinterh. rechts.
436ms) Landwehrſtraße 45
ſchöne
Zweizimmerwohnung zu vermieten.

Lindenholstlasse I
Seitenbau, 2=Zimmerwohnung pro Monat
16 Mark ſofort zu vermieten. Näheres
Wilhelmſtraße 25.,
(B813s
Dornheimerweg 31.
ſch. 2=Zimmerwohnungen mit Küche und
Keller billig zu vermieten. Näheres Gries=
heimerweg
15, Brauerei=Kontor. (888ms
VN
am
zwei leere

Viktoriastrasse 92 Zimmer zu
(1192s
vermieten. Zu erfragen part.

Ma
A
Gruner Weg 20, part.
ſind 2 ſchöne große Zimmer, mit od. ohne
Küche, an eine einzelne Dame oder einen
Herrn für ſogleich oder ſpäter zu vermieten.
Näh. im Gartenhaus zu erfahren. (B1476ms
2926ms) Marienplatz 7 im Hinterbau
Zwei=Zimmerwohn. mit Zubehör zu verm.
3385ids) Lauteſchlägerſtraße 20 kleine
Zwei=Zimmerwohnung an einzelne Perſon
ſofort zu vermieten.
3860s) Langegaſſe 31 2=Zimmerwohn.
gleich beziehbar. Zu erfragen bei Karl
Frank, Große Ochſengaſſe 13.
3866ms) Mathildenplatz 3 2= Zimmer=
wohnung
im Seitenbau zu vermieten.
3907ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 65
kleine abgeſchloſſene 2=Zimmerwohnung im
Hinterhaus. Näh. Baubureau daſelbſt.
4112ms) Kirchſtraße 10, Hinterhaus zwei
Zweizimmerwohn. Näh. daſ. bei Frau Urbau.
4389ms) Schuſtergaſſe 6, eine kl. Manſarde
2 Zimmer und Küche an 2 ältere Leute.
4394ms) Alexanderſtr. 15, 2. Zimmer
mit Küche per 1. April.
M
Neuer Laittelbau

Forſtmeiſterplatz 5 2 Zimmer,
Küche, Balkon, Gas, 24 Mk. (B4880ms
4839ms) Im erſten Stock eine große ge=
räumige
2=Zimmerwohnung mit freund=
icher
Küche, abgeſchloſſenem Vorplatz und
ſonſtigem Zubehör bis 1. April zu verm.
Zu erfragen Mühlſtraße 9, part.
4964ms) Magdalenenſtr. 15, Seiten=
bau
, 2 Zimmer zu vermieten.
4673ms) Bleichſtr. 13, Seitenbau, I. St.,
hübſche 2=Zimmerwohnung und Zubehör
per 1. April.
4905ms) Luiſenſtraße 2, II., 2 unmöbl.
Zimmer ohne Küche, mit Holzſtall per
1. April zu vermieten.
4965ms) Sandſtr. 38 2=Zimmerwohnung
per 1. April zu vermieten.
G
h
Dreibr unnenstrasse 13
zwei 2=Zimmerwohnungen nebſt Zubehör
ſowie Gartenanteil, die eine ſofort, die and.
zum 1. April zu vermieten, monatlich je
20 Mk. (mit Stallung 30 Mk.)
(B4937s
S
5226ms) Weiterſtädterweg 10, 1. Stock,
Wohnung von 2 Zimmern und Küche an
kinderloſes Ehepaar zu vermieten. Näheres
bei Herrn Otto Simmerer, daſelbſt part.
5221ms) Eliſabethenſtr. 42, parterre,
2=Zimmerwohnung, per alsbald nur an
kleine Familie.
5218ms) Kaupſtraße 49, Hinterbau,
2=Zimmerwohnungen per 1. April zu verm.
*5867ms) Magdalenenſtr. 3 zwei Zimmer
Küche ſofort zu beziehen.
gam
Heidelbergerstr. 45
ſch. Manſ., II. St. 2 große, 3 kl. Zimmer,
Gas u. Zubeh. zu v. Näh. 1. St. (B5267ms
ipane
Gardistenstr asse 35
eine 2=Zimmerwohnung mit abgeſchl. Vor=
platz
p. 1. April, monatlich 20 Mk. (*5634is
*6056fs) Wienersſtraße 68, 2=, 3=, 1
Zimmerwohnung, Werkſtatt, bis 1. April.
(6165oimd) Nieder=Ramſtädterſtr. 75
2 Zimmer und Küche zu vermieten.
6135) Hochſtraße 10 kleine 2=Zimmer=
Wohnung zu vermieten.
5472ms) Teichhausſtr. 6 freundl. 2=Zim.=
Wohnung bis 1. April beziehb., Prs. 18 Mk.
5469ms) Wendelſtadtſtr. 15 Manſarde,
2 Zim. u. Küche, mit Gas u. all. Zubeh
an 1 od. 2 Perſ. ab 1. April zu vermieten.
*6199si) Lauteſchlägerſtr. 36 eine W.,
2 Z., K. mit all. Zubehör per 1. April.
5499a) Kiesſtraße 21 2= Zimmerwoh=
nung
per 1. April. Daſelbſt ein unmöb=
liertes
Zimmer zu vermieten.
5504a) Große Kaplaneigaſſe 16 zwei
Zimmer und Küche ſofort zu vermieten.
5524ids) Wilhelminenſtr. 8, 2. St., zwei
chöne Zimmer mit Küche und Zubehör,
Has und elektriſches Licht.
*6178) Ballonplatz 9, Vorderh., ſchöne
2=Zimmerw., Küche mit Waſſerl. per 1. April.
5511ms) Heidelbergerſtr. 127 2=Zim.=
Wohnung (Manſarde) zu vermieten.
5543ms) Ecke Wendelſtadt= u. Blumen=
thalſtraße
81, eine 2=Zimmerwohnung im
1. Stock, gr. abgeſchloſſ. Vorplatz, gr. Küche
nebſt Kammer und ſonſtigem Zubehör per
1. April zu vermieten.

443ms) Liebfrauenſtr. 93 ein leeres
Zimmer für Möbel ꝛc. aufzubewahren. Näh.
Hausverw. Keller.

2987ms) Karlſtraße 94 zwei unmöbl.
Zimmer mit Veranda. (H. Lautz.)
B3627ms) Forſtmeiſterplatz 5 1 kleines
Zimmer 5 Mk. Näh. neuer Mittelbau 1. St.
4192ms) Lauteſchlägerſtraße 17, Vdhs.
part., ein unmöbl. Zimmer, auch als Kontor,
4618ms) Hochſtraße 18, Manſarde,
1 Zimmer und Küche, Waſſer und Kloſett
per 1. Mai, eventl. früher zu vermieten.
*5375sm) Magdalenenſtr. 7 Zimmer
und Kabinett für 8 Mark per alsbald.
3028oms) Neue Ireneſtraße 15, part.,
ein ſeparates, unmöbliertes Zimmer zu vm.
5213ms) Stiftſtr. 71 unmöbliertes
Zimmer mit Keller, Preis 7 Mk., ſofort
zu vermieten.
*6186sm) Magdalenenſtraße 7, Seiten=
bau
, Zimmer und Kabinett, für 8 Mk.
ofort zu vermieten.

449ms) Bleichſtraße 11, kleine Woh=
nung
an einzelne Perſon zu vermieten.
Waldſtraße 22
iſt die Manſarden=Wohnung per ſofort zu
(448ms
vermieten. Näheres 1. Stock.
Luiſenſtraße 30, 3. Stock,
Manſarde, gegenüber d. alten Palaisgarten,
ſchöne freundliche Wohnung mit Zubehör
zu verm. Preis 400 Mk. Zu erfragen bei
(962s
Th. Zauſch.
1435ms) 3 hübſche Wohnungen (neu
hergerichtet) zum Preiſe von 8, 14 u. 16 Mk
ſofort oder ſpäter zu vermieten. Näheres
Große Ochſengaſſe 12, II. bei Störger.
1752ms Heinheimerſtr. 96 Manſarde
ſofort.
Schloßgasse 34
kleine Wohnung alsbald zu vermieten.
Näh. bei Oberle, Obergaſſe 9. (2196ms
3139ms) Arheilgerſtraße 23½ kleine
Wohnung zu vermieten.
4113ms) Kranichſteinerſtraße 28, ſchöne
Manſardenwohnung mit Zubehör. Näh.
daſelbſt 1. Stock rechts.
4961ms) Mauerſtraße 18 iſt ein Man=
ſardenzimmer
nebſt Küche und Keller zu
vermieten.
Np
Ludwigshöhstrasse 10
iſt eine geräumige Parterrewohnung mit
Garten, ſowie Küche mit Kupferkeſſel, zum
Alleinbenutzen, per 1. April zu vermieten.
Näh. Ludwigshöhſtraße 9.
(B5233
5330ms) Kleine Ochſengaſſe 16 kleine
Wohnung zu vermieten.
*6139) Wienersſtraße 58 ſchöne Man=
ſarde
billig zu vermieten.
6152) Magdalenenſtr. 21, Seitenbau,
2 kleine Wohnungen zu vermieten.
*6169) Liebfrauenſtraße 61 kleine Man=
ſardenwohnung
zu vermieten.
6168) Kaupſtraße 9 Wohnung zu ver=
mieten
. Einzuſehen von 112 Uhr.
5523ms) Niederramſtädterſtr. 25 eine
kleine Wohnung ohne Küche zu vermieten.
6176) Schwanenſtraße 13 kleine Woh=
nung
zu vermieten.
*6222si) Langegaſſe 37 eine Wohnung
zu vermieten.
6212sss) Arheilgerſtraße 56 kleine
Wohnung zu vermieten.
6216soi) Schwanenſtraße 7 ein Logie
zu vermieten.
6227) Liebfrauenſtraße 61, kleine Man=
ſardenwohnung
zu vermieten.
5542ms) Beſſungerſtr. 105, Manſarden=
wohnung
mit Zubehör zu vermieten.

4868a) In Arheilgen, Margarethen=
ſtraße
10, unweit der Straßenbahnhalte=
ſtelle
, eine ſchöne, geräumige 4= Zimmer=
wohnung
per 1. April zu vermieten. Näh.
Auskunft im Parterreſtock dortſelbſt.
5190a) Das neuerbaute Wohnhaus in
Griesheim b. D., beſtehend aus 6 Zimmer,
Küche, ganz unterkellert, der Neuzeit entſpr.
eingerichtet, mit großem Garten iſt wegen
Umzug ſofort ganz oder getrennt zu ver=
mieten
oder zu verkaufen. Näheres bei
Johannes Gerhardt II. in Griesheim b. D.
Weichgaſſe 7.
Seeheimerſtraße 20 4 ſchöne
berſtadl Zimmer, Küche, nebſt Zubehör
zu vermieten.
(*6221so

kl. Sälchen,
Karlſtraße 43 auch f. Büro
od. Atelier u. zum Aufbewahren von Möbeln
geeignet, anderw. zu verm.
(453ms
ſind die Par=
nG

Kasinostrasse 20 terre=Räume,
ſeither Büro, zu vermieten.
(3719ms
Großes Fabriklokalm. Waſſerkraft,
für jedes Geſchäft geeignet, Werkſtatt und
Wohnung (5 Zim.), zu vermieten. (5192a
Näheres Walkmühle Eberſtadt.
Alexanderstraße 15
2 gr. unmöbl. Zimmer (zu Bureauzwecken
ſehr geeignet) per 1. April.
(5229ms

ſtr. 4
In beſt. Lage d. Rheinſtr.
großer Laden per ſofort zu vermieten.
Näheres bei
(459ms
H. Bodenheimer, Rheinſtr. 26.
Wilhelminenſtraße 8
Laden
mit Ladenzimmer u. Magazin per 1. April,
event. früher zu vermieten.
Näheres
Heidelbergerſtraße 12.
(464ms

436ms) Karlſtraße 30 ſchöner Laden
mit anſtoßend. 3=Zimmerwohnung zu verm.
Näheres 1. Stock.

59s) Bleichſtraße 53 iſt das
Oktroi=Lokal nach Umbau ab 1. Mai
1910 als geräumiger Laden
Cellarins.
zu vermieten.

Schulſtraße 1
iſt ein Laden, 28 m lang, 5½ m breit,
nebſt einem Zimmer, 8½ m lang und
3,20 breit, auch eine Wohnung in der erſten
Etage, enthaltend 6 große Zimmer, für
Bureau und Geſchäft ſehr geeignet, auf
1. April 1910, anderweitig zu vermieten.
Nähere Auskunft erteilt C. W. Braun,
(B465ms
Martinſtraße 74.

Alexanderstrasse 6
iſt ein Laden mit einem großen
Schaufenſter nebſt Einrichtung und
Nebenräumen per ſofort billig zu ver=
mieten
. Näh. Stiftſtr. 6. (466ms

B137oms) Karlſtraße 102 int ein
ſchöner, Laden in welchem eine Ochſen=
metzgerei
betrieben wurde, ſofort zu verm.
Näh. Heidelbergerſtr. 123, I.
Läden.
Ecke der Eliſabethen= u. Zimmerſtraße,
gegenüber dem Verkaufshauſe der Alterſchen
Hofmöbelfabrik: Zum 1. April 1910 ſind
die von Herrn Georg Rackur ſeither inne=
gehabten
Geſchäftslokalitäten anderweitig zu
vermieten:
a) Eckladen mit Kontor, 3 große Schau=
fenſter
, ca. 90 qm Bodenfläche,
b) Unterer Laden mit Kontor, Eliſa=
bethenſtraße
, 1 großes Schaufenſter,
ca. 76 qm Bodenfläche.
Auf Wunſch heizb. Lagerkeller mit elektr.
Beleuchtung, Gas, elektr. Licht u. Zentral=
heizung
in den Läden. Hofraum u. Tor=
einfahrt
vorhanden. Jedem Laden kann
eine 3=Zimmerwohnung, auch als Lager=
raum
geeignet, beigegeben werden. Gefl
Offerten an Wilhelm Schmitt, Eliſabethen=
(467s
ſtraße 36, erbeten.
Laden.
Der von Friſeur Zell innegehabte Laden
nebſt anſtoßendem Zimmer iſt ſofort zu
vermieten. Max Renn, Hügelſtr. 1.
(469ms
1441ms) Laden mit 4=Zimmerwohnung
u. Zubehör per 1. April zu vermieten für
900 Mark jährlich. Näheres Darmstädter
Hausbesitzer-Verein, Wilhelminenſtraße 19, I.
Der kleinere Laden
mit Kontor und eventl. zwei Zimmer im
Seitenbau zu vermieten. Stemmer,
Eliſabethenſtraße 14, I.
(72ms
Ein heller Laden
mit zwei kleineren Zimmern, zu vermieten.
Luiſenplatz 7, neben Hotel zur Traube.
816s) Karlſtraße 24, großer Laden,
paſſend für Kolonialw.=, Delikateſſen=, Süd=
früchten
=, Fiſchhandlungen uſw., billig zu
vermieten; auch wird das Anweſen ſehr
preiswert verkauft.
29 Karlstrasse 29
Laden mit anſchließ. Wohnung per ſofort.
Näheres bei Karl Hess, 1. Stock.
(817s
1440ms) Saalbauſtraße 27, ſchöner, ge=
räumiger
Laden in neuem Hauſe per ſof.
zum Preiſe von 500 Mk. zu vermieten.
gegenüber einer höh.
Hochstr. 43, Schule, geräumiger
Eckladen mit Wohnung und Magazin,
ganz vorzüglich für Konditorei, Papierhand=
lung
, Metzgerei u. dergl. geignet, preisw. z. v.
Näh. daſelbſt u. Stiftſtr. 52, part. (3047ms
3366ms) Der ſeither von der Firma Wilh.
Keller, Schirmgeſchäft, innegehabte Laden
Schützenſtr. 5 iſt per 1. Juli anderweit zu
vermieten. Ev. kann Geſchäft und Firma
übernommen werden. Auf Wunſch mit
Wohnung.
Eliſabethenſtraße 22
Laden, mit oder ohne Wohnung, per
1. April zu vermieten.
(3660ms
G
Se
S
Ernst-Ludwigstrasse 3
Laden mit einem Schaufenſter und
hellem Ladenzimmer per 1. Juli evtl.
früher zu vermieten.
(4120ms
Näheres 2. Stock.

Ecke Saalbauſtraße,
Waldſtraße 26, kleiner Laden mit an=
grenzender
3=Zimmerwohn. u. all. Zubehör
per 1. Juni zu verm. Joh. Bauer. (4424s
5215oms) Der von Herrn Tapetenhändler
Jungmann bisher innegehabte Laden,
Eliſabethenſtraße 2 (Stadt Pfungſtadt), iſt
per 1. April zu verm. Näh. Zimmerſtr. 1.
5522ms) Heidelbergerſtr. 127 Laden
zu vermieten.

471ms) Grafenſtr. 22 Lagerräume zu vm.
ſice
upatäit
Gross-Lagerraumoa. Wernssdate
im Zentrum der Stadt per 1. April billig
zu vermieten. Zu erfragen im Speditions=
geſchäft
Paul Wolf & Co., Rheinſtr. 51.
oder Mathildenplatz 2 im Laden. (566ms
Großes Lagerhaus
3 Stockwerke, ſof. od. ſpäter billig z. verm. Näh.
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1438ms
1796ms) Lager, Stallung u. Büroräume
zu vermieten. Näheres Expedition.
B2514ms) Moosbergſtr. 97 Lagerraum
oder Werkſtätte per ſofort zu vermieten.
B2430s) Karlſtraße 60 große Lagerhalle,
auch für Autos geeignet.

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

Das bewährte Mittel bei


u
enle

1
katarrhalischen Erkrankungen der Atmungsorgane, Keuchhusten, Influenza.
Man verlange in den Apotheken ausdrücklich SIROLIN Originalpackung =Roches und
50
weise Nachahmungen entschieden zurück.
3

Sirolinbroschüre Nr. 2 gratis und franko durch
F. HOFFMANN-LA ROCHE & Gc., GRENZACH (Baden).

(22680

in der beſten Lage, auch
Auto-Garage, zu Lager=Räumen geeig=
net
, zu verm. Off. u. U 93 a. d. Exp. (*6166

eenet e
per ſof. z. verm. Zu erfr. daſelbſt.
475ms) Wienerſtr. 57 Werkſtätte mit
Nebenraum oder auch mit Schuppen.
476ms) Bleichſtr. 11 Werkſtätte, event.
mit Wohnung, zu vermieten.
g Werkſtatt zu ver=
Lauteſchlägerſtraße Omieten. Näheres
Schloßgaſſe 25.
(477ms
478ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 51,
große Werkſtätte per ſof. zu verm. Näheres
Vorderhaus 1. Stock.
B819s) Saalbauſtraße 33,
grosse, helle Werkstatt
per ſofort zu verm. Näh. daſ. bei Walter.

Waldſtraße 30
Werkſtätte, auch als Lagerraum
mit Boden und Souterrain, event. mit
Wohnung p. baldigſt zu vm.
(987s

(375, Fiesſtraße 22 große heie Werkt
ſtätte mit Nebenräumen, Gas und Keller,
event. mit 2= oder 3=Zimmer=Wohnung,
für jedes Geſchäft geeignet, auch als Lager=
raum
ſofort. Näheres 3. Stock, Vorderh.
(645
A=
Werkstacte
Sch. helle Werkſtätte, Lagerraum m. Waſſer=
leitung
, ev. Gas per ſofort zu verm. Auf
Wunſch ſpäter auch m. Wohn. Näh. Moos=
bergſtr
. 93, Stb. I. Einzuſeh. nachm. (B3127
mlrgte
Kleine Werkstdtte
geeignet für Tapezierer ꝛc., per ſofort oder
1. April Wendelſtadtſtraße 27. Näheres
1. Stock.
(4106ms
4111ms) Waldſtr. 20, ſchöne Werkſtätte
m. Waſſer u. Gas, auch als Lagerraum.
Nieder-Ramstädterstrasse 35
(Nähe Kapellplatz), größ. helle Werkſtätte,
55 Mtr. Bodenfl., ev. geteilt, für jed. Ge=
ſchäft
geeignet, mit Keuer, Waſſer, Gas,
per 1. April ev. früher zu vermieten. (4619ms
B5236ms) Beſſungerſtraße 70 eine
Poſamentier=Werkſtatt, 30 m lang, zu verm.
5475ms) Friedrichſtr. 11 helle Werk=
ſtatt
mit Gas u. g. Boden zu verm.
*6204so) Liebfrauenſtr. 67 kl. Seitenbau
mit Waſſer u. Gas als Werkſtatt o. dergl.
zu vermieten. Daſelbſt eine 3= oder kleine
2=Zimmerwohnung zu vermieten.

Mter tete
Für Marktleute: Lagern v. Obſtzc.
ſofort oder ſpäter billig zu verm. Näheres
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1437ms
Großer Weinkeller
ſofort oder ſpäter billig zu vermieten. Näh.
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1436ms
Geräumiger Keller
unter dem Vorderhaus Ludwigsplatz8 mit
ſchrotmäßigem Eingang, ſeit längeren Jahren
v. d. Weinhandl. Jakob Wolff als Weinkeller
benützt, iſt anderweit zu vermieten. Auskunft
ert. Ortsgerichtsvorſteher Karl Müller, (3595ms

Stallung
für drei Pferde mit Remiſe zu ſofort zu vm.
Näh. Wilhelminenplatz 17, 1. St. (479ms
Stallung f.
Fuchsſtraße 16, 3. Stock, 25 Pferde
Remiſe, Heuboden ꝛc.
(62ms
B2515ms) Moosbergſtr. 97, Stallung
für 3 Pferde nebſt Zubehör per ſofort.
mit Zubehör für zwei Pferde,
Stallung nächſt der Infanterie=Kaſerne,
ſofort zu verm. Näh. i. d. Exped. (3720ms
Stallung
für 12 Pferde, Remiſe, Heuboden, per
1. April zu verm. Zu erfragen Karl=
ſtraße
22.
(4114ms
mit Remiſe zu vermieten. Näh.
Stallung Gardiſtenſtraße 27.
(*6143
2

Mufäghee 1
Großeres Slungebädde
mit Schuppen, kleinem Stallgebäude und
ausgedehntem Hofraum, geeignet für
Milchwirtſchaft, Fuhrbetrieb, Pferde=
handel
oder dergleichen, per 1. April zu
vermieten.
(5452a
Näheres bei Frau C. Röder, Liebfrauen=
ſtraße
74, Darmſtadt.

ee te ce
möbl. Zimmer ſofort.

482ms) Schön möbliertes Wohn= und
Schlafzimmer per ſofort zu vermieten.
Zu erfragen in der Expedition ds. Bl.
ſtt.
Penſion Weidig, Moſerſtr. 5.
gut möblierte Zimmer mit Penſion für
In= und Ausländer, auch Familien, ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
(B489ms
491ms) Heinrichſtr. 69 einfach möbl.
Zimmer mit guter Penſion ſofort zu verm.
Martinstrasse 25, part.
zwei gut möbl. Zimmer, Wohn= u. Schlafz.
mit Schreibtiſch ſofort zu verm.
(B844s
953s) Aliceſtr. 23, II. (Loupre) 2 gr.
g. möbl. Zim., auch Wohn= u. Schlafz., mit
Schreibtiſch zu verm. Auf Wunſch Penſion.
nelahe
Karistrasse 65
möbl. Zimmer ſofort zu vermieten. Näh.
Vorderhaus, parterre.
(B1739ms
B2708ms) Karlſtraße 54, 1. St., möbl.
Zimmer mit ſeparat. Eingang an anſtänd.
Fräulein zu vermieten.
Nieder-Ramstädterstrasse 25, I.
2 fein möbl. Zimmer (Wohn und Schlaf=
zimmer
) zu vermieten.
(2928ms

Elisabethenstr. 4
gut möbl. Wohn= und Schlafzimmer,
Gasbeleuchtung Badeeinrichtung
zu vermieten.
(3598ms

Koime) Neckarſtr. 4, Vorderh, 1. St.
ſchön möbl. Wohn= und Schlafzimmer per
1. März zu vermieten.
Schulstrasse 4, II. St.,
zwei ſchöne möblierte Zimmer (Wohn= u.
Schlafzimmer) mit ſeparatem Eingang zu
vermieten. Näh. Konditorei daſ. (3603ms
3859ms) Beckſtraße 78 möbl. Zimmer
ſofort zu vermiet. Es können auch Wohn=
und Schlafzimmer abgegeben werden mit
oder ohne Penſion. (H. Fideler.)
3861ms) Frankfurterſtraße 58, part., ein
gut möbl. Zimmer nur an ruhigen Herrn.
3369a) Eſchollbrückerſtraße 3, II., gut
möbliertes Zimmer an ruh. Mieter.
4107ms) Kiesſtraße 63 ein möbliertes
Zimmer zu vermieten.
4131ms) Alexanderſtraße 2, 2. Stock,
helles möbliertes Zimmer zu vermieten.
4133ms) Landwehrſtraße 6 möbliertes
Zimmer mit oder ohne Penſion zu verm.
*4516sms) Wienersſtraße 47, parterre
ein möbliertes Zimmer.
4400ms) Neckarſtr. 16, Gartenbau, fein
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer an beſſeren
Herrn zu vermieten.
4423ms) Karlſtraße 47, 1. Stock, ein
möbliertes Zimmer zu vermieten.
4612ms) Wendelſtadtſtraße 33 ein möbl.
Zimmer an anſt. Arbeiter zu vermieten.
B4630ms) Karlſtraße 65, I. I., möbl.
Zimmer. A. W. Penſion.
4894ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 57,
Metzg., möbl. Zimmer mit vollſt. Penſion.
5410smsm) Grafenſtr. 18, 3. St. r., m. Z.
4869a) Ireneſtr. 1, III., möbl. Zimm.
4909ms) Gervinusſtraße 63, II., möbl.
Zimmer, evtl. mit Penſion zu vermieten.
4906ms) Viktoriaſtr. 30, III., freundl.
möbl. Zimmer zu vermieten.
B4309ims) Rückertſtraße 13, hochpart.,
2 elegant möbl. Zimmer, Gas, Bad und
Gartenbenutzung, per 15. März.
B5143) Aeltere, alleinſt. gebild. Dame
mit einfach. Anſprüch., findet angenehmes
Heim, billig, bei ebenſolcher. Offerten u.
T 32 an d. Expedition ds. Bl.
3991oms) Neckarſtraße 26, part., möbl.
Zimmer zu vermieten.
3478a) Frankfurterſtr. 32, 1. Stock, gut
möbl. Zimmer mit oder ohne Penſion.
4461a) Soderſtraße 79, 1. Stock, großes,
ſchön möbl. Zimmer mit ſep. Eingang und
Gas in ruhiger Familie zu vermieten.
Enag
rdarein FO
Frankfurterstz. 58, 2. St.,
großes, gut möbl. Zimmer mit Gas und
Balkon zu vermieten.
(5072oms
möbl. Zimmer
Kirchſtraße 10, 3. St., billig an
Fräulein zu vermieten.
(*5603oms
5030ms) Schuchardſtraße 9, 2. St., ſchön
möbl. Wohn= und Schlafzimmer zu verm.
*5783msm) Neckarſtraße 26, 1. Stock,
2 hübſch möblierte Zimmer (Wohn= und
Schlafzimmer) per ſofort zu vermieten.
*5766msm) Zwei alleinſtehende Damen
können möbl. Zimmer mit Penſion haben.
Näheres Walkmühle, Eberstadt.
5224ms) Bismarckſtraße 3, Hinterb. II.,
möbliertes Zimmer zu vermieten.
*5804ms) Eliſabethenſtr. 61, 1 Treppe
links, ein großes, helles, möbliertes Zimmer
zu vermieten.
*5803ms) Aliceſtr. 8, I., freundl. möbl.
Zimmer, mit od. ohne Penſ., zu vermieten.

*5800ms) Rheinſtr. 28, vord. Seitenbau,
I. Stock links, möbl. Zimmer, ev. Wohn=
und Schlafzimmer, zu vermieten,
5187a) Orangerie=Allee 9 ſchön möbl.
Zim. mit 1 oder 2 Betten, event. Wohn=
und Schlafzimmer, zu vermieten.
5219ms) Luiſenſtr. 30, II., ſauber und
gut möbl. Zimmer zu vermieten.
5280ms) Wienersſtraße 55, part., ein
möbl. Zimmer zu vermieten.
1273t) Hügelſtraße 71 2 ſchön möblierte
Zimmer, 1. Stock, ganz ſeparat, pro Mo=
nat
20 Mk. zu vermieten.
4479t) Riedlingerſtraße 19, 3. Stock,
möbl. Zimmer zu vermieten.
3786t) Ernſt=Ludwigſtr., 1, III., möbl. Z.
Mathildenplatz 11
großes helles, gut möbl. Zimmer an einen,
auch 2 Herren mit voll. Penſ. z. vm. (3920t
4613t) Viktoriaplatz 6, 1. Stock, 2 beſſere
möbl. Zimmer zu 25 Mk. bezw. 30 M., beide
mit Gasbeleuchtung, letzteres mit Balkon,
ſind in ruhigem Hauſe ſofort zu vermieten
5157t) Saalbauſtraße 25, 2. St., möbl.
Zimmer, ſep. Eingang, zu vermieten.
*5924dks) Wilhelmſtraße 51, I., ſchön
möbl. Wohn=, Schlafz. m. Gas u. Schreibt.
*5905dfs) Alexanderſtraße 5, Stb. I. I.
möbl. Zimmer für 1 oder 2 Herren (beſſ.
Arbeiter) bei ruh. Familie per ſof. zu verm.
Stiftſtraße 51, Vorderh. 1. Stock.
helles möbl. Zimmer ſof. zu verm. (*5953dfs
*5973dfs) Luiſenplatz 1 möbl. Zimmer.
*6051fs) Fuchsſtraße 1, Ecke Bleichſtraße,
fein möbliertes Wohn= und Schlufzimmer
ſofort zu vermieten.
*6027fs) Pallaswieſenſtraße 37, II. I.,
gut möbl. Zimmer zu vermieten.
*6082fs) Mathildenplatz 5, Hinterh. II.,
ein möbliertes Zimmer mit oder ohne Koſt
zu vermieten.
*6115fso) Beſſungerſtr. 88½, 2. Hinter=
haus
, 1 Tr. r., ſchön möbl. Zim. m. Kaffee
pro Woche Mk. 3.50 f. Herrn od. Dame ſof.
4032ids) Waldſtraße 24, Vordh. 1. St.,
gut möbl. Wohn= und Schlafzimmer, ſep.,
per ſofort zu verm. Näh. part.
*5662ids) Bismarckſtraße 82, parterre,
ein gut möbliertes Zimmer zu vermieten.
*5717ids) Lauteſchlägerſtraße 22, 1. St.,
kl. möbl. Zimmer m. K. f. 12 Mk. zu vermiet.
*5728ids) Solider Beamter od. Kaufmann
findet als Halbpenſionär in ruhigem, gut.
Haushalt Aufnahme. Offerten unt. T 66
an die Expedition ds. Bl. erbeten.
5136a) Ein fein möbl. Wohn= und
Schlafzimmer mit elektr. Licht einger., am
beſten geeignet für feinere Ausländer
Schulſtraße 6, I.
imac
Eilsabethenstrasse 29, I.
2 f. mbl. Zim. (Wohn= u. Schlafz.) z. v. (143ods
5331ms) Roßdörferſtr. 16, part., möbl.
Zimmer per 1. April zu verm. Preis 15 Mk.
5329ms) Wendelſtadtſtr. 33 möbliertes
Zimmer, event. mit Penſion, zu verm.
5308a) Eliſabethenſtr. 45, Mittelbau,
2. St., möbl. Zimmer ſofort zu verm.
*6129) Soderſtr. 34, III. St. r., ſchön
möbliertes Zimmer per 1. April zu verm.
*6133sm) Karlſtr. 53, III., einf. möbl. Zim.
*6154soi) Aliceſtr. 33, part., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten, event. auch Penſion.
*6141sms) Möbl. Wohn= u. Schlafzim.,
m. Kaffee pro Monat 30 Mk, auf Wunſch
wird auch 1 Zim. u. Penſion gegeben. Zu
erfragen Gervinusſtraße 61, I. Stock.
*6140) Wienersſtr. 58, part., freundlich
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer m. Klavier
und Schreibtiſch zu vermieten.
*6128sm) Neue Niederſtr. 3, I., ſchön
möbl. Wohn= und Schlafzimmer mit Gas,
ſowie einf. möbl. Zimmer mit ſep. Eingang,
einzeln od. getrennt, per April zu verm.
5455a) Kiesſtraße 69 möbl. Wohn= u.
Schlafzim. im 2. Stock mit ſeparat., ungen.
Eingang alsbald zu vermieten. Näh. part.
5470oms) Neckarſtr. 16, I., möbl. Zim.
für Schüler oder jüngeren Herrn (Beamter
oder Kaufmann) zu vermieten.
5474ms) Stiftſtr. 23, II., Künſtlerkolonie,
eleg. möbl. Zimmer per 1. April.
5508ms) Friedrichſtraße 11, 2. Stock,
gut möbl. Zimmer zu vermieten.
5507ms) Wienersſtr. 78, I., ein kleines,
doch gut möbl. Zimmer an beſſeren Herrn
mit oder ohne Penſion zu vermieten.
65
Grafenſtraße 37
bei Gunkel 2 gut möblierte Zimmer
mit, auch ohne Penſion, zu verm. (*6201
*6180) Marienplatz 10, 3. Stock, großes,
helles, gut möbliertes Zimmer zum 1. April,
event. zu Oſtern ſchon.
*6177so) Nieder=Ramſtädterſtraße 18,
2. Stock, gut möbl. Zimmer mit Schreibtiſch.
*6238soi) Gartenſtr. 18, part., 2 ſchön
möbl. Zimmer auf ſofort zu vermieten.
5539ms) Kaſinoſtr. 17, part, gut möbl.
Wohn= und Schlafzimmer zu verm.

*6214) Liebigſtraße 10, part., ein freund!
möbl. Zimmer mit ſep. Eingang mit oder
ohne Penſion ſofort zu vermieten.
6223) 3 fein möbl. Zimmer in guter
ruhiger Lage (event. mit Penſion zu verm
Näheres in der Expedition ds. Bl.

argning
Gutenbergstrasse 35, I.
2 ſehr gut möbl. Zimmer zuſammen oder
getrennt zu vermieten.
(*6224

*6234) Waldſtraße 11, II., ſchönmöl
Zimmer zu vermieten
*6231) Eliſabethenſtr. 35, Hth. II. rechts
gut möbl. Zimmer billig.

Beſſere Schlafſtellen
zu vermieten.
(223ids
Restaurant Germania‟ (Roussel)
Eliſabethenſtraße 26.

En einer Lehrerfamilie finden 1 oder 2
Schüler oder Schülerinnen höh. Schulen
freundliche Aufnahme. Mitſchüler da. Off
unt. L. 69 an die Expedition erbeten. (3404a

Gemütliches Heim
findet beſſ., alleinſt., ält. Herr bei kl. Familie.
Gefl. Off. u. T 28 an die Exp. (*5620is
Schönes Vereinslokal
mit Klavier, 3040 Perſ. faſſend, abzugeben
Reſt. z. Karlsburg, Steinackerſtr. 2. (3120a

Haab Henhasch
10 Orangerie-Allee10
DARMSTADT
bietet in ruhiger Lage
Zimmer mit oder ohne
Pension (von 35 bezw. 20 Mk.
pro Woche an) für längeren
oder kürzeren Aufenthalt.
Strassenbahn-Haltestelle
Hermannstrasse, mit direkter
Verbindung nach dem Stadt-
zentrum
und Bahnhöfe, in
einer Minute zu erreichen.
Telephon 973.
(B4629

Friſch eingetroffen!
3544.
Golleßt Obangen
für Marmelade empfiehlt
Joh. Walther
Tel. 1598. Wienersſtraße 69
(*6113fs
Obſtverſandt.
Me ae
erenen
Ankauf
von nur beſſeren getragenen Herren
u. Damenkleidern u. dergl. bei reeller
Bezahlung. Jetzt Donnerstag hier.
Schriftliche Offerten unter H 100 ar
(5393fs
die Expedition ds. Bl.

Suche Prandschen
auf Loldene Uhr und Uhrkette
zu kaufen. Offerten mit Preis unt. U 85
befördert die Expedition ds. Bl. (5427soin

Mendf
Ausgehammtes Hauf
kauft an Ludwig Furck, Friſeur, Wenck=
(*6108fs
ſtraße 20.

def
Leichen-Bestattungs-Geschäft

von

Friedrich Röder
27 Schießhausſtraße 27.
(B441s
Telefon 1179.

[ ][  ][ ]

kvmmer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 21.

Alle in den Schönheits-Vorträgen der
Madame Barkamp empfohlenen und aus-
gestellten
Präparate und Apparate sind bei der
Firma Georg Frz. Frank, Hoffriseur, Inh.
Theodor Frank, Elisabethenstrasse 9, sowie in
den durch Schaufensterdekoration kenntlichen
Verkaufsstellen vorrätig. Man lasse sich jedoch
nichts anderesals ebensogutaufreden, sondern
verlange ausdrückl. die Präparate der Kolberger
Anstalten für Exterikultur, Ostseebad Kolberg.

4750a

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)

iſer Tiergarten! Eine moderne Völkerwanderung.
Der Sonntagsbummel. Zur Erinnerung. Die
doute Friedericiana. Der Alte Fritz in Neu=
erlin
. Schluß der Feſt=Saiſon. Weite Intereſſen.
Deutſche Nordpol= und Südpol=Expeditionen.
aturkunde und Reiſen. Wilhelm Bölſche und Eugen
Zabel als Vortragende.
Unſer Tiergarten! Der Berliner ſagt dieſe Worte
it berechtigtem Stolz, und glücklich fühlt er ſich, wenn
einen Fremden zum erſten Male nach dem heimiſchen
ark geleiten kann; mit gelaſſenem Lächeln nimmt er
ſſen Lobreden entgegen, in ſeinen Mienen iſt aus=
drückt
: nun ja, ich wußte es ja, daß er dir gefallen
üirde, wem gefiele er nicht, unſer Tiergarten!
erlin und der Tiergarten, das iſt ein untrennbarer
egriff geworden, man kann ſich die Stadt ohne letzte=
n
und dieſen ohne die Stadt gar nicht vorſtellen, was
äre Berlin ohne den Tiergarten, was der Tiergarten
Ine Berlin! Das fröhliche Lächeln der Weltſtadt, ein
tückchen Poeſie im rauſchenden Trubel des nimmer=
rüden
Treibens und Kreiſens, ſo erſcheint uns ſtets
ieſer ſchöne Park, welcher in ſeinem Umfang und
einen Anlagen nicht ſo leicht ſeinesgleichen findet und
eſſen unſchätzbaren Wert ein großer Teil der Ein=
vohnerſchaft
wohl zu würdigen weiß. Aber ſcheinbar
och niemals ſo gewürdigt hat, wie am letzten Sonn=
ag
! Gerade um die Mittagsſtunde war’s, als ſich von
Ien Seiten der gewaltigen Stadt her die moderne
Zölkerwanderung in Bewegung ſetzte und bei
dealem Vorfühlingswetter unſerem Tiergarten zu=
rebte
. Immer einzelne Züge, ſtets von mehreren
Jundert Menſchen gebildet, Männer, auch Frauen,
elbſt Kinder, die meiſten in feiertäglicher Gewandung,
n gelaſſener Ruhe einhermarſchierend, manche ein ge=
viſſes
Lächeln in den Mienen, ſo mit dem Ausdruck:
Es iſt ein guter Spaß! Und viele von denen, die
durch einen Zufall dieſen Anmarſch ſahen und ſofort
pußten, daß der für den Treptower Park verſagte
ozialdemokratiſche Wahlrechtsſpaziergang ſich nun nach
zem Tiergarten richtete, teilten das Lächeln und ſagten
Fleichfalls: Es iſt ein guter Spaß! Denn ſie ſtellten
ſich im Geiſte vor, wie ein mächtiges Polizeiaufgebot
fenen Park ängſtlich hütete, während ſich unterdeſſen
die Szenerie gänzlich verändert hatte, und der Spa=
ziergang
ganz gemächlich und gemütlich im Tiergarten
ausgeführt wurde. Und da Schadenfreude bekanntlich
die reinſte Freude ſein ſoll, ſah man an jenem beſagten
Mittag zahlreiche vergnügte und ſchmunzelnde Geſich=
ter
! Daß ſie ſich ſpäter in ſehr unmutige und zornige
umwandelten, als man von den polizeilichen Ein= und
Angriffen erfuhr, hatte man nicht erwartet, denn auch
der Schreiber dieſes konnte ſich an verſchiedenen
Stellen durch den Augenſchein überzeugen, mit welcher
erſtaunlichen Disziplin und merkwürdigen Gelaſſen=
heit
ſich die Völkerwanderung vollzog, bei deren ein=
zelnen
, ſich ſo harmlos gebärdenden Teilen man nicht
an die leicht gefährlich werdende Suggeſtion der
Maſſen dachte.
Uebrigens wird wohl kaum einer der ungezählten
das Wort paßt hier wirklich, denn die Angaben über
die Zahl der Spaziergänger ſchwanken zwiſchen 20000
und 200000! Teilnehmer jenes noch nie dageweſenen
Bummels daran gedacht haben, daß ſie es einem Ber=
liner
zu verdanken haben, wenn ſie ihr eigenartiges

Sonntagsvergnügen im lenzdurchwehten Tiergarten
ausführen konnten Friedrich dem Großen! Denn
ſein Vater, der geſtrenge Friedrich Wilhelm I., hatte
den ernſtlichen Plan gehegt, den geſamten Parl ab=
holzen
zu laſſen, um das Holz zu verkaufen. Das
wurde durch die Thronbeſteigung Friedrichs verhindert,
der auch am Tiergarten ſeinen Schönheitsſinn erproben
konnte, indem er ihn durch den Freiherrn von Knrbels=
dorff
völlig umgeſtalten und zu dem machen ließ, was
der Tiergarten noch heute iſt zu einem anheimelnden,
einem ſchönheits= und friedvollen Park. Von Knobels=
dorff
rühren übrigens auch die Labyrinthwege her,
die uns noch immer das Zurechtfinden erſchweren, und
er hatte ferner überall die zahlloſen Götter= und
Göttinnenſtatuen aufſtellen laſſen, zwölf von ihnen
allein auf dem Großen Stern den deshalb die Ber=
liner
nie anders wie Puppenplatz nannten, woher das
bekannte Wort bis in die Puppen ſtammt.
Die kleine Erinnerung an den Alten Fritz iſt wohl
in dieſen Tagen geſtattet, in denen ſein Bild uns auf
der Bühne in dem beifällig aufgenommenen Philo=
ſophen
von Sansſouci und im Ballſaal in getreuer
Verkörperung gegenübertrat. Es war eine glückliche
und glänzend durchgeführte Idee, zu wohltätigem Zweck
eine Redoute Friedericiana zu veranſtalten
und in den gewaltigen Ausſtellungshallen am Zoo von
begabten und emſigen Künſtlerhänden den entſprechen=
den
dekorativen Rahmen aus dem Friedericianiſchen
Berlin ſchaffen zu laſſen: hier der Pariſer Platz mit
ſeinen beiden kleinen, altersgrauen Wach= und Akziſe=
häuschen
(die an der Stelle des heutigen Brandenbur=
ger
Tores ſtanden), dort der Tiergarten mit den Zel=
mit
lauſchigen Gebüſchen, freundlichen Ruhe=
ten

plätzen unter Nadelholz= und Laubdächern, mit Raſen=
flächen
und Promenadenbänken, all’ das künſtleriſch
fein empfunden und ebenſo ausgeführt. Und belebt
von Hunderten und Aberhunderten, im Stile der Zeit
koſtümierter Damen und Herren, zu denen ſich freilich
noch weit mehr in moderner Feſttracht geſellten. Nach
dem Erſcheinen des Kronprinzenpaares und des Prin=
zen
Auguſt Wilhelm mit ſeiner Gemahlin, die, von der
unermüdlichen Vorſitzenden und um das Feſt ſo ver=
dienten
Frl. Betty von Ravenſtein und Generalleut=
nant
Freiherrn von Dincklage begrüßt, in dem Fürſten=
zelt
ihre Plätze einnahmen, verkündeten ſchallende
Fanfaren das Nahen des Feſtzuges, den zwölf be=
rittene
Trompeter, den Hohenfriedberger Marſch bla=
ſend
, eröffneten. Ihnen folgte Friedrich der Große
auf ſeinem Schimmel Condé, umgeben von ſeinen ge=
treuen
Feldherren Zieten, Schwerin, Seidlitz, und ge=
folgt
von einem bunten Schwarm ſeiner Kerntruppen,
Küraſſieren vom Regiment Gensdarme, Infanteriſten,
Trommlern, Pfeifern, denen ſich der Hofſtaat des
Königs anſchloß, eine ganz beſonders maleriſche, reiz=
volle
Gruppe: in einer vierſpännigen goldenen Staats=
karoſſe
die beiden Schweſtern des Königs, Sophie
Friederike, Markgräfin von Bayreuth reizend dar=
geſtellt
von der jugendlich=ſchönen Frau Profeſſor Alice
Manzel und Sophie Dorothee, Markgräfin ron
Schwedt, mit den begleitenden Damen, Gräfin Zieten=
Schwerin, Gräfin Dohna und Gräfin Renard, in einer
Sänfte die Tänzerin Barbarina, in einem Reiſewagen
Voltaire. Hinterher zog würdevoll die aus zwanzig
Perſonen beſtehende tatariſche Geſellſchaft in prunkei=
den
vrientaliſchen Gewandungen, denen lich die Mit=
glieder
des Magiſtrats von Berlin in roten Talaren
wie der Bürgerſchaft und der Zünfte anſchloſſen, und
jetzt ſchwirrte und ſurrte jauchzend das fahrende Volk
heran mit fiedelnden Zigeunern, luſtigen Tänzerinnen
und Springern, Bärenführern, Quackſalbern, Hans=
würſten
, Marketenderinnen, ein buntfarbig=frohes Ge=
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des
wühl.
Zuges bildeten vor dem Fürſtenzelt einen weiten Kreis,
in den nun feierlichen Schrittes ſechzehn Offiziere
einſtiger Friedericianiſcher Reiterregimenter in ihren
mannigfachen Uniformen und ebenſo viele Damen in
koketten Rokokotrachten traten, zu altertümlich=ſteifen
Weiſen eine Gavotte tanzend, an die ſich ein kunſtvoller
Solotanz der Barbarina reihte. Und dann ertönten
lockende Walzerklänge und es ging mit Verliner Luſt
und Ausdauer hinein ins Vergnügen, in den Jubel
und Trubel, und aus dem Abend wurde eine Nacht und
aus der Nacht ein Morgen, ein ziemlich länglicher
was tut man nicht alles wohltätiger Beſtrebungen
wegen!
Mit dieſem glänzend verlaufenen Feſt hat die Ber=
liner
winterliche Feſtſaiſon ihren würdigen Abſchluß

Kialde, Ainr ſeh ues heneter enen etr
robe und Frack, Lack und Claque können ſich ausruhen
und dito ihre Trägerinnen und Träger. Doch nein,
ſie nicht, wann gibt’s in Berlin Ruhe, in dieſer Stadt
mit ihren vielſeitigen Intereſſen, mit der Anſpannung
ſämtlicher Kräfte, mit der Raſtloſigkeit in allem. Jeder
Tag bringt neue Anforderungen, jeder Tag zeitigt neue
Wechſelbeziehungen zwiſchen all dem, was den menſch=
lichen
Geiſt bewegt und feſſelt. Mit regſter Teilnahme
verfolgt man hier die aus Hamburg herüber gelangten
Mitteilungen über die Zeppelinſche Nordpol=
Expedition, deren nähere Aufgaben und Ziele in
der Sitzung des Arbeitsausſchuſſes erörtert worden
waren, und vernahm mit lebhafter Genugtuung von
einer neuen deutſchen Südpol=Expedition,
die der mutige und kundige Forſchungsreiſende Leut=
nant
Filchner führen wird und deren Einzelheilen
dieſer Tage hier in einer Sitzung der Deutſchen Geſell=
ſchaft
für Erdkunde dargelegt und beſprochen wurden.
An jenem Abend konnte bereits zu allgemeiner Freude
verkündet werden, daß die Hälfte der auf 800000 Mark
bezifferten Koſten bereits durch ungenannte Förderer
gedeckt ſei.
Naturkunde und Reiſen begegnen auf Berliner
Boden ſtets emſigſter Teilnahme in allen Kreiſen der
Bevölkerung. Man konnte dies recht erſehen bei ver=
ſchiedenen
Vorträgen, die Wilhelm Bölſche in
der Sing=Akademie gehalten und die ſich mit ernſten
naturwiſſenſchaftlichen Problemen, mit dem Leben auf
anderen Weltkörpern, mit den Revolutionen in der
Erdgeſchichte und kosmiſchen Zuſammenſtößen, mit dem
Halleyſchen Kometen uſw., beſchäftigten. Jeder der
Vorträge hatte den Saal bis in ſeinen letzten Winkel
hinein gefüllt mit einer aufmerkſam, faſt andächtig
lauſchenden Zuhörerſchaft, die mit ſichtlichem Verſtänd=
nis
den anſchaulichen und anmutigen Ausführungen
des Redners folgte, der die Gründlichkeit des Gelehr=
ten
mit der Schilderungskraft des Dichters zu ver=
einen
weiß.
Großen Zuſpruch fand auch ein im wiſſenſchaft=
lichen
Theater der Urania gehaltener Vortrag von
Eugen Zabel: Vom Kreml zur Newa‟. Der
hervorragende Schriftſteller und genaue Kenner des
ruſſiſchen Reiches wußte in vorzüglicher Form von
Mütterchen Moskau und dem aus einſamem Sumpf=
boden
durch ein Fürſtenwort geſtampften St. Peters=
burg
zu plaudern. Denkwürdige hiſtoriſche Ereigniſſe,
glänzende Bauten und Monumente, charakteriſtiſche
Geſtalten aus der Geſchichte und Literatur, der Kunſt,
des Volkslebens wurden knapp und doch hell beleuchtet
und ergaben, unterſtützt von trefflichen Lichtbildern,
eine Reihe packender Kultur= und Sittenbilder Alt=
und Neu=Rußlands, mit manch’ wichtigen Schlaglichtern
auf deutſchen Einſchlag und Einfluß. Wußte der Vor=
tragende
hier tief zu feſſeln durch ſeine feinſinnige Art
und Weiſe in der Behandlung des ſchwierigen Themas,
ſo verſtand er an anderen Stellen frohe Heiterkeit zu
erwecken durch witzige, treffende und ironiſche Bemerk=
ungen
, die ein verſtändnisvolles Echo fanden.

7
luf
Iane
Gie Leser Gieser
Zeitung.

Kleuer
(Oſgt

Alle Leser dieser Zeitung
erhalten, solange der Vorrat reicht:
und als
Neuer
Neues
Er-

gänzung
Famen-Allds hierzu Geogr. Handbueh


Orwachſenen u. Frindern
leiſtet Scotts Emulſion vortreffliche Dienſte in allen Fällen
von Entkräftung, Appetitmangel. Abgeſpanntheit. Ihre
überaus kräftigende Wirkung beſteht einfach darin, daß in
dem bewährten Scottſchen Verfahren der anerkannt hohe
Nährſtoffgehalt des Lebertrans nur der allerfeinſte
Lofoten=Dampftran iſt in
Scotts Emulsion
enthalten in eine ſo leicht verdauliche
49
Form gebracht iſt, daß ſelbſt der ſchwäch=
ſte
Magen ihn gut vertragen kann.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließ=
verkauft
, und zwar nie loſen
m große=
Maß, ſondern nur in verſiegelte
icht od
Originalſlaſchen in Karton mit unſerer Schutz,
narte Eiſcher mit dem Dorſch). Stott 2=
Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertra

0d, prima Glhzerin 50,0, unterphosphorig=
150
r Kalk 3,3, unterphosphorigſaures Natrot
r echt mit dieſer
er grab. Gumi
0, pulv. Tragant 3.0, fei
Rarkendem
Fiſchen
20, beſtill. Waſſer 1290, Alkohpl. 11
dem E
tergt
aSeg)
aromatiſche.
zeichen
mit., Zimt=
fabrent
.

68 Vollkarten u. viele Nebenkarten.
Nach dem neuesten Material 1908 be-
arbeitet
, darf derselbe Anspruch er-
heben
auf Genauigkeit u. Ausführ-
lichkeitsowohl
in bezug auf den In-
halt
wie auch in bezug auf praktische
Anordnung und wissenschaftlich
exakte Durchführung. Selbst der
beste Schulatlas kann als Hand- u.
Familienatlas nichtin Fragekommen,
da die Bearbeitungfür den lernenden
Schüler eine ganz andere ist, wie
praktisch ist.

Mit besonderer Berücksichtigung
Deutschlands, vornehmlich seines
Handels-, Verkehrs-u. Gewerbslebens
bearbeitet. Für ein Volk, das wirt-
schaftlich
vorwärts strebt u. die ihm
gebührende Stellung unter den im
Wettbewerb stehenden Nationen be-
haupten
will, ist eine eingehende
Kenntnis des Feldes seiner Betäti-
gung
unerlässlich. Es ist ein Buch
für die häusliche Lektüre gedacht,
das nützlich unterhält und anregt
für den Hausgebrauch dienlich u. und gleichsam zum Familien-Atlas
den Dolmetscher bildet.

Ausschneiden
Ny
Framienschein
für die Leser des
Darmstädter Tagblatt.


2
(6 5
2

MEbis
EkosKAFuuSchles
HANMBUch
9770 Stmeka

68 Vollkarten und Neben-
416 Spaltselten, gutes Papier,
karten, vielfar big a. Atlaskarton.
deutlicher Druck, eleg. gebunden.
Bisher war es nur möglich, einen Hand- und Familien-Atlas.
verbunden mit einem geographischen Handbuch zum Preise von
5527E)
Mk. 15. bis 40. zu beziehen.
setzen wir alle Leser dieser
solange der Vorrat reicht,
Durch dieses Angebot zeitung in die angenehme Lage beide werke für nur 3 Mk. bezichen zu können.
Die verehrl. Besteller müssen, um Missbrauch zu verhindern, d. nebenstehenden Prämienschein ausfüllen u. direkt an d. Humboldt-Verlag einsenden.

in 6e

Ou

C

m

2.5
22
S.
S 5 mm .
(25
EV
5
Se

2790
3
S mh
B.5
5 50
*258

2
155
S 2


2
1
g2
2
55
8.3
22

Gebr., gut erhalt. Schreibmaſchinen
zu kaufen geſucht mit ſichtbarer Schrift.
(5311a
Off. u. U 17 an die Exped.
Poterat ech. chagſanh
neues Mod., 2 HP, 2 Zylind., faſt neu, ſehr
wenig gefahren, preisw. zu verk. Gefl. Gebote
unter U 60 an die Exv. ds. Bl. (*6021fs

Gutenberg’s Balmiak-erpentin-Gallseifé, Fabrikant w. Gutenberg. Darmstadt
iet besser und billiger nie Sellenpurer und alle sonstigen Waschmitel, da reine Seie
ohne jeglchen sedazusatz. Kein Aufspringen der Hände. Blendend weisse Wäsche ohne
Bleiche, vorzüglich für wollene und bunte Stoffe. Kinder= und Krankenwäsche sollte nur mit
dieser ausserordentlich desinficirenden Seife behandelt werden. Man verlange ausdrücklich Pakete
mit Schutzmarke Gutenberg‟. Preis pr. Paket 40 und 20 Pf., überall käuflich. (20732a

Faſt neuer, ſchöner
Sportwagen
(*6109fs
billig zu verkaufen.
Ludwig Furck, Wenckſtr. 20.
Schwarzer Gehrock
für ſchlanke Figur zu verkaufen
Wittmannſtraße 3, 1. Stock.
B4873)

[ ][  ][ ]

Gogsessesssssssestsess
Darmſtadt
jetzt Kirchſtraße 19, an der Stadtkirche

Anzüge Damen=Konfektion
möbel Betten Polsterwaren
alles auf bequemſte
Teilzahlung.
(*6065fs)

acaos!
garantiert rein

per ¾¼ Pfd. 30, 40, 50 u. 60 Pfg.
Hoflieferant Breimer
Telephon 76
NB. Verſand nach allen Stadtteilen. (2403a
Brenntannäpfel
liefere per Hektolit. 55 Pfg.
bei Abnahme von 10
50 Pfg.
Nur auf Beſtellung frei ins Haus.
A. Le Coq & Co.
Griesheimer Weg 19, Tel. 23.

Pianos

gebrauchte von 200 Mk.
neue von 450 Mark an
(5 Jahre Garantie) ſtets vorrätig (Teilzahlg.)
n
Mhige
Geolz Lutos, Nachf. Leopold Schutter
Eliſabethenſtraße 12.
(232a
3
4
lu Gadmaten

gewaschene Nuß II . Mk. 1.33
nachgesiebte Stücke . Mk. 1.33
per Zentner exkl. Oktroi, frei Keller, netto
Kaſſe.
(3176a
Beſtellungen unter K 83 befördert die
Expedition dieſes Blattes.

Betten u. Polstermöbel
werden in und außer dem Hauſe billig und
gut aufgearbeitet.
(C976,2
M. Hoffmann, Tapeziermſtr., Kiesſtr. 40.

Zu verkaufen:
1 Herrenrad (Adler), 1 groß. Vogel=
käfig
mit Ständer, 1 kleiner Vogelkäfig
B5400) Pfeiffer, Moſerſtraße 9, part.

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910

Nummer 6

Ludwigsplatz
70
10 :

Sabtr Getyer

Ludwigsplatz
: 10.
7

Billig zu verkaufen
wegzugshalber 1 Tafelklavier, Meidinger
Ofen, gepolſterte Doppeltüre, 1 Wein=
ſchrank
. Einzuſehen von 95 Uhr
*5964ds)
Emilſtraße 32, 1. Stock.

f. mitl. Fig., w. getr.,
Ein Herrnanzug eine Meſſerputzma=
ſchine
, neu, eine Partie ſchl. Weinflaſchen,
billig zu verkaufen Fuchsſtr. 14. (*5937ds

Die Eröffnung meiner

zeige hiermit an und lade zu deren Besuch höflichst ein.

(5484


Waren=Hutzug
für Handbetrieb,
täglich im Betrieb einzusehen,
sowie
eſoh
Schaurenissch-Gestelle
zu verkaufen.
Rud. Bechtold & Co.,

Wiesbaden.

(75082,75

chem. Reinigung
und Färberei
für
anne
Damen- und Rolrengarderobe
jeder Art,
Möbelstoffe-, Spitzen- und Tüll-
Färberei, Gardinen-Wasch. und
Spannerei, Stopferei
Lauesen & Heberlein

Wilhelminenstraße 27
(5017a
Telefon 1822.

Einige erſtklaſſige (32e
Dieminne
Hoch nede Fannies
mit feinen Nußbaumgehäußen, werder
ſehr billig abgegeben. Man verlange Ab=
bildungen
mit Lieferungs= und Garantie
bedingungen von der Pianofortefabrik
Wilh. Arnold, Aschaffenburg.

Ser
Aee
Se
Um zu räumen für 25 Pfg. pro Pfund
von 30 Pfd. an enthaltend Köpfe,
la Schweine=Kleinfleiſch Schwänze, fleiſchige Pfot., Ohren ꝛc.
von inländiſchen Landſchweinen, amtlich unterſucht, leicht geſalzene Ware
10 Pfd.=Kolli .

Mk. 2.50
la Schälrippen. . per Pfd. 40 Pfg.
la Plockwurſt . . per Pfd. 1 Mk.

Ia Eisbein .

Ia Fleiſchwurſt .
la Cervelatwurſt.

Alb. Carstens, Altona 525

per Pfd. 50
Efg.
per Pfd. 65 Pfg.
per Pfd. 1.20 Mk.
(4366E

Gelegenheitskäufe
Gebraucht

von
4297a
IN.4

Darunter eini,
mit Garanti
Haas & Bernhard, Rheinstr. 14
Französische Tafeläpfe
10 Pfd. Mk. 2,30,
Champagner Reinetten, 10 Pfd. M. 250
Schafnaſe, beſter Kochapfel, 10 Pfd. M. 1,40
Katzenkopf, beſte Kochbirne, 10 Pfd. Mk. 1,00
ausgeſuchte Ware, extra ſchön, 10 Pfe
Mk. 1,40, empfiehlt (5016si:
Jos. Bschirrer, Früchtehandlung,
Nieder=Ramſtädterſtraße 22.

Ste finden
fortwährend die größte
Auswahl in billigen,
guten gebrauchten


Herrenrädern
bei
Benz & Comp.,
Grafenstrasse 35. (3916a
Reparaturwerkſtätte, Vernickelungs= und
Emaillieranſtalt. Telefon 1239.

-Gummiwaren-=
Hygieuiſche Bedarfsartikel
imtl. Neuheiten. Reichh. illuſtr. Haupt=
ttalog
gratis und franko. Verſandhaus
(48100
ars, Frankfurt a. M.

3391a)

Pensions-Stallung
Hügelstrasse 71.
Telephon 114.
Reitpferde und Unterricht
für Damen und Herren.
Equipagen, ein- u. 2spänn.
jeder Art, und zu allen Gelegenheiten.
Rudolf Reimann.

Empfehle
(465
Waschbütten aus Petroleumfäſſer
Pflanzenkübel als Spezialits.
(zweimal prämiiert).
Reparaturen, sowie sämtliche
(4768a
Kellerarbeiten
werden billigſt und prompt ausgeführt
Teichhaus
Küfermeister J. Schanz, straße 8.

Für Fabriken oder
größere Geſchäfte
(4134a
eine ſehr gute
felephonstation
(Poſtſyſtem) abzugeben. Offert. unt. O. 61
an die Expedition ds. Bl.
Krawattenfabrik
P. H. Preyers jr.
St. Tönis-Crefeld 12
Stoffmuſter und Preisliſte koſtenfrei (14840l
lte Zahngebiſſe bezahlt am beſten G. Best,

[ ][  ][ ]

Den verehrlichen Hausfrauen von Darmstadt die ergebene Mitteilung, dass
ler Detailmilchverkaufspreis nach wie vor 22 Pfennig pro Liter
beträgt und auch in Zukunft betragen kann, da der Milchpreis an Milch-
händler
für Milch, welche mit den Frühzügen ankommt, auf 17 Pfg.
und für solche, welche durch Abholen von der Bahn Extrafuhren verursacht, auf
16½ Pfg. pro Liter festgesetzt ist.
Verkaufsstellen zum direkten Verkauf der frischen Milch an die Kon=
sumenten
werden sofort errichtet.
(5321dfs
Trockenmilch ist viel teuerer wie frische Milch.
Frische Milch zu obigem Preis wird nachgewiesen durch die Verwertungs-
genossenschaft
für landwirtschaftliche Erzeugnisse e. G. m. b. H., Postfach Nr. 8.

Beencht. ie en
Tischbestecke, 6 Paar 2 Mk. u. höher,
je näch Qualität, Küchenmesser,
Alpaka u. versilb. Bestecke, Rasier-
messer
, Rasierapparate, Streich-
riemen
, Damenscheren,
Zuschneide- und Nagelscheren.
M. Kattler, Rheinstrasse 3.

(

un m i n u u M M n 2 1 e e 1 E M 1 1 80 60

Sannannenue5

5

Schatrunzen.
Schatrunzen
finden Sie in grösster Auswahl und solidester
Ausführung zu staunend billigen Preisen, sowie
Prakt. Geschenke zur Konfirmation u. Kommunion
im Offenbacher Spezial-Lederwarengeschäft

W. Kamitter

Ernst-Ludwigstraße 21.
1es
Ernst-Ludwigstraße 21.
Eigene Fabrikation in Offenbach a. M. (5309a

M

Pianos zu vermieten.
A. W. Zimmermann, Marienplatz
Fernsprecher 881.

Vor Anschaffung einer Badeeinrichtung verlange man den
neuen Spezial-Katalog über

1
Gaspadeofen
Wannen

und

von

FRANKFURT a. M.,
der von jedem Installateur kostenlos zu haben ist. (43610

Dauernde Freude und Genuss
beim Radfahren verschafft nur ein
erstklassiges Fabrikat.

Seit Jahrzehnten sind

rehe
Sahnrenner
Strassenrenner
A Geschäftsräder
Distancerenner
Dreiräder etc.
für Herren, Damen und Kinder
unübertroffen in Qualität und Ausführung
Zahlreiche Erfolge in grossen Strassendauerfahrten.

Hdlerwerke vorm. Heinrich Kleyer u.-G., Frankkurt a. M.
Gegründet 1880.
ca. 3000 Arbeiter.
Fabrikation: Fahrräder, Automobile, Kleinautos, Schreibmaschinen.
Kgl. Preuss. Staatsmedaille in Gold für gewerbl. Leistungen. (3933a
Vertreter: Müller & Ober, Karlstrasse 30.

P
RaisesFriedrich Wsfelneser

Vornehmstes

Natron-Lithion-Ouelle.
Bewährt gegen Gicht u. Rheumatismus!
Leicht verdlaulieh, dabe
anentbehrlich für Magenleidende.

Generalvertreter: Martin Jahn, Pallaswiesenstr. 30, Telephon 305

Brilant
icht
ist die schönste, billigste und zuverlässigste
Beleuchtungsart mit Luftgas (auch zum
Heizen und Kochen) für Schlösser, Villen,
Sanatoren, Fabriken etc, etc. Zahlreiche
lobende Anerkennungsschreiben.
Süddeutsche Heiz- und
Beleuchtungs-Industrie
G. m. b. H., Stuttgart.
Nähere Auskunft, Prospekte, Kosten-
Voranschläge etc. gratis durch unseren
General-Vertreter:
Herm. Stengel, Mainz,
Telephon 2139.
Kaiserstrasse 34.
Magmween

[ ][  ][ ]

von den einfachsten bis zu den elegantesten Promenade-Wagen sind ein-
getroffen
und empfehle solche in bekannter guter Qualität zu ausser-
5019a
gewöhnlich billigen Preisen.
Ferner mache ich auf mein grosses Lager in
Reisekörben, Reisekoffern, Reise-
taschen
, Rohrmöbel sowie auf alle
feineren Korbwaren aufmerksam.
Wilh. Lehrbach
Telephon 976 Schilierplatz 7 Telephon 976

Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

ter 60,

Weisswaren aller Arf
Fertige Damenwäsche
Bettkolter, Steppdecker
Neu aufgenommen: Hormalwäsche in allen Preislagen
Geverkanme Janzer-Ausstartan
U1

sowie einzelner Teile.
Federn Daunen
Rosshaare Fertige Betten

Kataloge und Voranschläge stehen gerne zu Diensten.

Marktplatz
Telephon 1208.

DARMSTADT
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.

Ludwigstrasse 1.
Telephon 12o8.


50
Tapelen,
Einoleum!
Zur beginnenden Saison empfehle mein völlig neu assortiertes Lager in
Tapeten und Dekorationen in jedem Genre und in jeder Preislage.
(3344a
Alle Arten Goldleisten, Bilderleisten, Lincrustaleisten.
Spannstoffe, Lincrusta-, Tekko- und Kunstseidetapeten.
Fabrikniederlage der Deutschen Linoleum-Werke Hansa,
Linoleum: Bremer Linoleum-Werke Delmenhorst.
Wachstuchfabrikate.
Alle zum Rein- und Instandhalten der Linoleumböden nötigen Geräte,
Bohneröl und Wachse, nur in besten Qualitäten.
Hoflieferant
Philipp Jungmann, Ludwigsplatz 6.

Tapetenreste.

zimmerweise, zur Hälfte des
vorjährigen Ladenpreises.

2

Jakob Scheid
Kirchstrasse 6
Kirchstrasse 6
2:
empfiehlt sein großes Lager in:
(5198a
Drahtgeflechten, verzinktem Draht,
Stachelzaundraht, Drahtspannern,
Gartengeräten, Gartenmöbeln etc.

ar
Mobeltransport

in der Stadt, ſowie nach auswärts, führe ich, da ich allen Neben=
ſpeſen
enthoben bin,
zu staunenerregend billigen
Preiſen aus.

Geschäftsverlegung und Empfehlung.
Meiner werten Kundſchaft, den Herren Architekten und Bauunternehmern, ſowie
einer geſchätzten Einwohnerſchaft von Darmſtadt zur gefälligen Mitteilung, daß ich
mein Weißbindergeſchäft von Landwehrſtraße Nr. 31 nach
Landwehrstrasse 37
verlegt habe.
Ich empfehle mich zu Beginn der Saiſon zur Herſtellung von Fassaden in
allen Verputz= und Anſtricharten, ferner zur Herſtellung aller innern Dekorations=
arbeiten
bei Neu= und Umbauten, ſowie allen vorkommenden Renovierungs=
arbeiten
. Herſtellen von Rabitz-, Bakula-, Gipsdielwänden u. Gewölben,
Es wird mein Beſtreben ſein, meine werte Kundſchaft durch raſche, gute und fach=
gemäße
Arbeiten bei billigſter Berechnung zufrieden zu ſtellen. Referenzen über aus=
geführte
Bahn=, Staats= und Privatarbeiten können jederzeit eingezogen werden.
(*5192dss
Mit aller Hochachtung zeichnet
S
ndonagoabäft
giech
Ludwig Spiess IV., Weissbinuergbsunle
Darmstadt, Landwehrſtraße 37 und Pfungstadt, Kirchſtraße 72.


janos

1a

4
F

2
Generalvertreter:
(950a Karl Arnold, Pianofabrik, gegründst 1830

(5431a

Gutenbergſtraße 1. Albert Vogt Ecke Heinheimerſtraße.
Verkaufsräume nur Ecke Erbacherstr. Telephon 892.
Möbelſpedition.

[ ][  ][ ]

Chevreaux
Chevreaux
Chevreaux

Damenstiefel

Herrenstiefel

Damenstiefel
Herrenstiefel
Speier’s Luxus
Herrenstiefel
Speier’s Elite

s Schuſiwarenhaus
eier
Inh. Paul Wildau
Naz Säawtgstr. 10.
Leistungsfähigstes Spezialgeschäft für elegante und solide Schuhwaren.

Verkaufstellen für Speier e Schuhwaren: Leipaig, Frankkurt, Hamburg. Bresan, Hanorer, München, Köln,
Strassburg, Stuttgart, Nürnberg, Aachen, Dortmund, Würzhurg Darmstadt, Offenbach, Hanau, Linden, Langen.

Fieto
onennder
Risten u. versundschachtenn
abzugeben Georgenstr. 11. (*5183ms
Saſt neues, ſtarkes Braek, auch als
2 Geſchäftswagen geeignet, billig
zu
verkaufen Arheilgerſtraße 35
(*6149

Schönes Stück Garten
* Süden mit Zwergobſt and. Anlagen und
Waſſer, abzugeben. Off. u. G91 Exp. (2491a
al
feche
Junge, deuische Schäferhunde
abzug. Wagner, Eberstadt. Seoheimerstr. 20. (*5825mdh

er
Grosse Partie Mist
abzugeben, kann auch wagenweiſe ge=
liefert
werden
(B5413
Beſſungerſtraße 7.

(5534

Strümpfe werden neu= u. angeſtrick, gut
u. billig Soderſtraße 60.
(5359a

Ein Konſtrmandenanzug für großen
E
Jungen, 1 Diwan (2ſitz.), 1 Steh=
leiter
f. Weißbinder zu verkaufen
Gartenſtraße 24. (*6267

gut erhalten,
Gashängebadeofel, zu kaufen
geſucht. Off. u. V 17 a. d. Exped. (*6261soif

[ ][  ][ ]

Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

Geten erte ehet e

wegen Vergrösserung (Umbau) meines Ladens.
Um mit meinem grossen Lager möglichst schnell
zu räumen, kommen die Waren mit
Konfirmanden-Anzüge konkurrenzlos billig.


50

0

0

zum Verkauf.


I Hort
Grafenstr. 23½, nächst Rheinst.

Get

Nur Ihr Vortel

4719a)

ist es, wenn Sie Leibwäsche,
Bettwäsche, Küchenwäsche,
Tischwäsche, Braut- Ausstat-
tungen
bei uns kaufen.
Unvergleichliche Auswahl.
Beste Waren.
Auffallend billig.
Mainzer Warenhaus
GuGGENHEIM & MARx
Markt 7.
Markt 7.

Zmete een cheche

Büllig!
Bälläg!
Büllig:
Wollen Sie wirklich ſüße Orangen eſſen?
Dann kommen Sie in den ſpaniſchen Garten
Kirchstrasse 17
und Filialen Rheinstrasse 14 und Elisabethenstrasse 17.
1 Waggon feinster, süßer, saftiger Valencla-Drangen
in nur prima Ware eingetroffen.
Ferner empfehle feinsten franz. Kopfsalat, Endivien-
Salat, Artischocken, Tomaten, Anauas, Bananen
und alle Sorten spanische Weine.
33
25
Miguel Frau.
*6157)

Donnerstag, den 31. März
Schluss
des AAusverkaufs

Zu und unter Kostenpreis verkaufe, um zu
räumen, sämtliche

Waren mit 40% Nachlass.
Pelzwaren
Hute
Mützen etc.
Seſtene Gelegenheit, gute Waren billigzuerhalten.

(1983a

K. Seckler Wwe.

Elisabethenstrasse 1.

Ludwigsplatz.

Schuhhaus

riedrich Soeder

Strasse 12.
12 Ludwig

4

M
Motorwagen
Fahrräder
Die weltberühmte u. beliebteste
deutsche Marke
2000 Hilfsmasch.
3000 Arbeiter

(4867a
Vertreter:
Haas & Bernhardt
Telephon 825.?
Rheinstrasse 19::


D
S
gerne
Musik?

Offerierds un
prima Kartoffeln!
Induſtrie, Zentn. Mk. 3.25
M
Ed. Fürtmann, Grafenstr. 19,
Kartoffelnhandlung. Telefon 1425.

dann beziehen sie
Musikinstrumente, Saiten,
Musikalien etc.
(5502a
vorteilhaft von
gtunn
Ung
Kaufe allerhöchſten Preiſen Christian Arnold, Musikalien- und Instrumentenhandlunge
Darmstadt, Ernst-Ludwigstrasse 3 (am weissen Turm)
getrag. Herren= u. Damenkleider, Stiefel
und Wäſche. Jeden Mittwoch hier. Offert.
Reparaiuren aller Art, in vollkommenster Ausführung, unter Aurechnung
Feinste Referenzen
eenen
unter F 44 an die Expedition.
Feinste Referenzen.
billigster Preise.
Sii

[ ][  ][ ]

65
Ees
8

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 27.

HeHEHEHEEEHEBEEHEEEEHEHSHEEEEHGSEEEHGSHSHSGHEHERHHHEEEHHHHHEHHHGBEBBEHHHGEHEHHEERHBE
15

eine

Putz-Ausstellung ist eröffnet

und birgt eine Fülle des erlesensten Geschmacks.
Was die Mode bringt, finden Sie bei mir in
reichster Auswahl.

In meiner bekannten Mittel-
preislage
bin ich unerreichbar.

EOOEe

GorrEt
Damenmodenhaus
Wilhelminenstr. 17;
Beachten Sie meine grosse Saison-Dekoration!

Das Aufgarnieren von Hüten unter Verwendung
alten Materials wird prompt und billigst besorgt.

5546)

SaenunnssesedhsgudehugsauashsauhasageuaseheunsssuhesasauusasbausunagaguhugaBudenEHGE

f
Schulzenhof.
Sonntag, den 13. März, abends 8 Uhr
Fhecon Millg
Grosses Iniur Streich-Konzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regt. Nr. 61. Leitung M. Weber.
Teil Volkstümlich.
II. Tell Walzer von Joh. Strauss.
III. Teil auf Wunsch Darmstädter Komponisten.
Eintritt 25 Pfg.
(*6225

6
Ludw!
Sellohe
Sonntag, den 13. März, nachmittags 4 Uhr

trosses

f.
reich Konzert

Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regt. Nr. 61, Leitung
M. Weber.
drogramm: Ouvertüre Oberon u. Die Stumme von Portici. Lohengrin. Dorf=
hwalben
aus Oeſtreich. Walzer u Peſter=Walzer v. Lanner=Le Tremolo, Fantaſie
ir Flöte v. Demeſſemann (Herr Müller). Madame Butterfly. Auf Wunſch! Im
lutomatenſalon, Humoreske v. Vollſtedt.
Eintritt 25 Pfg.
NB. Die oberen Räume ſind für Nichtkonzertbeſucher reſerviert.
(B5457

Montag, den 14. März 1910, abends 7 Uhr,
Sechstes Konzert
mit verstärktem Orchester
im Grossherzoglichen Hoftheater
um Beſten des Witwen= und Waiſenfonds der Großh. Hofmuſik
und unter Mitwirkung der
Konzertſängerin Fräulein Maria Philippi aus Baſel.
R. Wagner. 4. Fünf Lieder mit Klavier F. Schubert.
Eine Fauſt=Ouvertüre
Zwei Geſänge mit Orcheſter H. Berlioz. 5. A-dur=Sinfonie
L.v. Bethopen.
Till Eulenſpiegelf. Orcheſter R. Strauß.
Das Orcheſter iſt durch Künſtler aus Mainz, Wiesbaden und von hier auf
Mitwirkende verſtärkt.
Der Flügel von Grotrian-Steinweg Nachfolger iſt aus dem Lager der
irma A. W. Zimmermann (Marienplatz) hier.
Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr.
Karten zur Hauptprobe à Mk. 1.50 an der Hoftheater=Tageskaſſe 9½ 10½ Uhr
nd im Vorverkauf in der Muſikalienhandlung L. Schutter, Eliſabethenſtraße 12.
NB. In dieſer Hauptprobe werden alle Nummern des Programms zu Gehör
(5184ms
ebracht.

Odenwaldielub.,

5057)

Dekorierungsfest
im feſtlich geſchmückten großen Saale des
Städtischen Saalbaues
Samstag, den 12. März, abends 8 Uhr:
Prolog, Theater, muſik.
und deklamat. Vorträge.
Mitglieder des Klubs und Freunde unſerer Beſtrebungen
ſind freundlichſt eingeladen.
Touriſtenanzug erwünſcht.
Der Vorstand.

4f.
MM
Verein der Künstler u. Kaustrreunde
gessasese Wiesbaden. (E.C.) Sasesesee

Montag den 11., Dienstag den 12., Mittwoch den 13.. Freitag den 15.
und Sonnabend den 16. April 1910, abends 7½ UIhr
werden im Saale des Civil-Casinos, Friedrichstrasse 22, zu Wiesbaden
Sämtliche Streichquartette Beethovens
durch das KLINGLER-OUARTETT aufgeführt.
Karten für den ganzen Cyelus (alle numeriert) zu 25, 15 und 10 Mk.
durch die Buchhandlung von Moritz & Münzel, Wilhelmstrasse 52, Wiesbaden.
Bereitwillige Auskunft erteilt, wenn der Anfrage Rückporto beigefügt wird,
der Direktor des Vereins, Justizrat Dr. Fleischer, Wiesbaden, Oranienstrasse 13.
4935M)
Der Vorstand.

Goffentlicher Vortras
Hat der Menſch eine unſterbl. Seele?
Sonntag nachm. 415 Uhr.
(*6341)
Neckarſtraße 22 (Hinterb.).

gen
Waldiiede

Volle Pension von 4. Mark an.
Restaurant I. Ranges.

Schönſter Ausflugsort.
Vorzüglicher Kaffee und Kuchen. Große Auswahl in
Speiſen und Getränken.
*6311)
P. ix, Restaurateur.

[ ][  ][ ]

Ludwigstrasse

Allermodernste Formen
Täglicher Eingang von
Neuheiten!

Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910

Nummer 60.

H
reiswerte
Strassen-Stiefel
Hemrich Bober

Damen-Stiefel
Schnürstiefer chepreau,
mit und ohne Lackkappen . . . . .
Schnürstiefel chepreau,

Boxcalf u.
Boxcalf u.
mit u. ohne Lackkappen, auch Derby-
schnitt
, in vielen modernen Fagons .
1 Boxcalf u.
I.
Schnürstiefel chepreat,
mit u. ohne Lackkappen, auch Derby-
schnitt
, hohe u. niedrige Absätze, auch
L. XV.-Absätze in sehr reichen Formen,
Goodyear-Welt .


12

50
M.

1
I Boxcalf m.
250
Schnurstiefel starken
Doppelsohlen
. I2 u.

Herren-Stiefel

Schnürstiefel

Baxcalf in
mod. Form

Boxcalf u.
Schnürstiefel cherreat,

mit u. ohne Lackkappen, auch Derby-
150
schnitt, in breiten u. schlanken Fagons 10 M.
Chevreau
4
Schmürstiefel u. Boxealt,
mit u. ohne Lackkappen, in allen mod. 7 950
und bequemen Fagons, Goodyear-Welt L2 M.

Schnallenstiefel
250

Boxcalf in bequemen breiten Fagons 2 M
Boxcalf in ver- 1 950
Zugstiefel schieden. Fagons -2 M.

in feiner. Qual., in grösster Formen- 1 /50
Damen-u. HerrenstiefelAuswahl u. vielen Ausführungen . 4 u. 1.65
Komlirmanden-Stiefel
Füf
10% Rabatt.


Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Donnerstag, den 17. März 1910, abends 8 Uhr,
im Festsaale der Turngemeinde:
Uh
GeHenMhnn
e
Schsserr Schansann-, Hadge Wolf-Abend.
Mitwirkende: Klaviervirtuosin Frl. Hedwig Schoell aus München
und Herr Konzertsänger Dr. Piet Deutsch aus Berlin.
Klavierbegleitung: Frl. Wilhelmine Heiss von hier.
Der Blüthner-Konzertflügel ist aus dem Lager des Hoflieferanten
A. W. Zimmermann (Ludwig Schweissgut) hier.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 M., Saal zu 3 M. und
Galerie zu 1.50 M. in Arnold Bergstraessers Hofbuchhandlung und im Verkehrsbüro;
Studentenkarten zu 1 M. und Schülerkarten zu 50 Pfg bei Georg Thies Nachfolger
und abends an der Kasse. Beitrittserklärungen für das Vereinsjahr welche
noch vor dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zum freien Besuche
desselben. Der Jahresbeitrag (15 Konzerte und Vorträge) beträgt 12 M.
Der Vorstand.
5579)
Meisinger’sche Tanzlehrschule
Darmstadt, Heidelbergerstrasse 108½.

Hans Todt
Restaurateur.

Sonntag, den 13. März, nachmittags 3 Uhr:
Schüler- und Familien-Ausflug nach Traisa,
Einkehr bei Herrn Seibert (Gasthaus zum goldenen Löwen) mit darauffolgendem
Tanzkränzchen
wozu höflichst einladet
Fr. Meisinger, Tanzlehrer.
(B5566
NB. Gäste, Freunde und Gönner sind willkommen.

Hägenschutz Teisenkener.
Einem verehrlichen Publikum, Vereinen und Gesell-
schaften
, zeige hiermit an, dass
Sonntag, den 13. März
meine der Neuzeit entsprechend hergerichtete
Lokalſtäten und Saal
dem Verkehr übergebe, und sehe geneigtem Wohlwollen
gerne entgegen; gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam,
dass zu dieser Eröffnung das beliebte
Doppel-Quartett Rheingold
seine Nachfeier, bestehend in Gesang und Tanz, abhält.
Eintritt frei.

In Fässerz Flaschen-Haupf-Oepor:
Breuerei leuis Hess Darmstadf. lelefon 187 à 197

Mittagstiſch à 70 Pfg. und 1 Mk., im Abonnement billiger.
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.

Mlünchen in Darmstadt.
Turnhalle Woogsplatz (GrosserFestsaal)
Vom 5. März ab, bis einschliesslich 14. März, täglich
Wochentags 5 Uhr.
Sonntags 4 Uhr.
(4526a
Grosses
2
E
Bierfest
Münchner
Arrangeur: Der populäre bayer. Festwirt
Baron Muckl jr.
mit seiner urfidelen Original bayer. Hollertauer Bauern-Kapelle.
Ueberall das
Tagesgespräch!
Der Gipfel des Humors!
Neueste Schlager!
Bedienung durch fesche bayer. Madels. Original bayer. Betrieb.

Sete enete
faſt neu, für 15 Mark zu verkaufen
Lagerhausſtraße 4, 1. Stock. (*6130sm

Photogr. Apparat zu kaufe
geſucht.
Off. unter V 16 a. d. Exped. d. Bl. (*62.

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910

Seite 29,

Man beachte in meinen Schaufenstern ausgestellten
Neuheiten. Das denkbar Schönste Beste und Billigste!

(5608

1

1

oin Herkorerant

1 Ernst-Ludwigsplatz 1
Einziges Spezialgeschäft erstklassiger Herrengarderobe am Platze.

8lZZe

Ieeue

ertere ererer. e
nur 3 Tage
heute Samstag, Sonntag, Montag,
zur Vorführung gelangende
Programm ſich wiederum voll=
ſtändig
aus nur erſtklaſſigen
hervorragenden Neuheiten
zuſammen= G
ſetzt. (5551 Als Muſter
unſeres Programms ſei u. a.
hierdurch beſonders erwähnt:

Amerikaniſcher Senſationsſchlager!
Eine amerikanische
Weizenspekulation
Dieſer Film zeigt uns eine hoch=
intereſſante
, realiſtiſche Handlung.
Vorführungsdauer dieſes Bildes
eine halbe Stunde

Aeuſert wpannendt ven
K-
Die Rache des Wildschurzen
In dieſem Drama werden eine
Reihe ſpannender Szenen aus dem
Jägerleben, wie ſie in ſolcher Wieder=
gabe
ſelten gezeigt werden, vorgeführt

Aus der Wahlkampagne
i bnsient
Auf dieſes hochintereſſante Bild ſei
beſonders aufmerkſam gemacht

Beim Photographen
Alles wälzt ſich vor lachen!

Fer er unr eit un lgie

Diesteet d. Jattegs Fraenusnechet

Chriſtlicher Verein junger Männer
Wartburg‟.
Lokal: Karlſtraße 21.
Protektor Se. Kgl. Hoheit der Großherzog.
Sonntag, vormittags 8¾ Uhr: Weiß=
Kreuz=Stunde.
Mittwoch, 9 Uhr: Bibelſtunde.
Samstag, 9 Uhr: Wochenſchluß.

Guten Mittagstiſch
zu 50 Pfg. bei Arheilger, Grafenſtraße 2,
(5355a
gegenüber der Bleichſtraße.

Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske
(B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert.
n geegee eene
Eiterarischer Zrker

Unſer nächſter Vereinsabend fin=
27.
det Montag, 14. d. M., abends 7
8 Uhr pünktlich, im Hotel Prinz
Carl, Ecke Schul= und Kirchſtraße, 7
ſtatt.
(5607 44
Thema:
Lustige Stunden.
(Rudolf Presber=Abend.
Damen und Herren, die ſich unſe=
rem
Zirkel anſchließen wollen, ſind
willkommen.
Zu der am Dienstag, 15. d. M.,
abends 8½ Uhr, im Hotel Heß von
der Freien lit. künſtl. Geſellſchaft
veranſtalteten Paul Heyſe=Feier
haben unſere Mitglieder freien Zu=
tritt
. (Eintrittskarten werden Mon=
tag
abend verausgabt.)

Sreineneant 62
Stadtgemeinde.
Lokal: Karlſtraße 21.
Montag: Zuſammenkunft bei Herrn Pfr.
Schloſſer.
Mittwoch, 8½ Uhr: Bibelſtunde.
1 Fahrrad,
eine Guitarre u. ein kleines Oelgemälde
(Schnitzeljagd) billig zu verkaufen.
Näh. Expedition. (5604oimd

ſehr ſchöne Oelgemälde in Gold=
rahmen
(Landſchaft.) zuſammen für
45 Mk. zu verk. Gutenbergſtr. 38, pt. (*6317
Worzügl. Motorrad billig zu verkaufen
Gutenbergſtraße 38, part. (*6316
gut erhalten, zum Preiſe
Fahrrad, von 40 Mk. zu verkaufen.
*6247)
Näheres Wenckſtr. 29, 1. St.
Duterhaltener Sportwagen billig zu
verkaufen
(*6232
Grafenſtr. 27, linker Seitenbau, 2. St.

ORPHEUM

Tel.
389.

März
älen Samstag 12.
Familien-Abende

37 Austrag einer 2a
Schützen-Wette
Der Buren-Capitän Slema wird
an diesem Abend in Folge einer
Privat- Wette sämtliche Kunst-
schüsse
mit
Whiesigen Waffen
ausführen.

März
KMorgen
Sonntag 13.
Grosse
Vorstellungen
nachm. 4 Uhr
2
be
Volks-Vorstellung
bei kleinen Preisen

mit ungekürztem Pragramm

Nur noch 3 Tage

Das grosse, sensationelle
Frühjahrs-Programm.


205

1 Er
4 Jansly4

Miss Alice und Capt. Slema
Die unübertreffl. Buren-Scharfschützen

5

en
Dle Wunderstolfe
XN SERENA NNK (

Elektr. Leucht-Fontänen.

und 6 weitere günsende bebuts:
Rob. Nesemann Bros. O'Kirk
Minnie Renée Chas Cherber Co.
Georgette van Dyk Biograf
etc. etc.
(5476

Das gesamte Programm
gelangt auch in der Sonntag-
Nachmittag-Vorstellung
ungekürzt 55
I zur Darstellung. 11

onerkau wit hekannt

Chriſtliche Gemeinſchaft
Immanuel‟, E. V.
Rheinſtraße 2.
Sonntag, vormittags 9 Uhr: Bibelbe=
ſprechſtunde
.
Vormittags 11 Uhr:
Sonntagsſchule. Nachmittags 4 Uhr:
Jugendbund. Abends 8¼ Uhr: Evan=
geliſation
.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Blaukreuz.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Vibelſtunde.
Freitag, abends 8½ Uhr: Gebetſtunde.

Kaiſer=5 Panorama.
1 LuiſenplatzLuiſenplatz 1

(200
Aien
Chüringen.
Die Wartburg, Eisenach Annatal, Drachen-
schlucht
, Priedrichsroda, Liebenstein. (5486
(9 Vorſt.), 5. Reihe,

erre
2 Sp
isitze, B, abzugeben

*6059fso)

Hochſtraße 66, 1. Stock

Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 13. März 1910.
137. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement C 35.
Neu einſtudiert:
Die Legende von der heiligen
Eliſabeth.
Dichtung von Otto Roquette.
Muſik von Franz Liſzt.
Muſikal. Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Eliſabeth, als Kind . Hedwig Jungkurth
Ludwig, als Kind . . Alfred Schulz

Eliſabeth

Landgraf Ludwig . . .
Landgraf Hermann . . .
Landgräfin Sofie
Ein ungariſcher Magnat
Der Seneſchall
Katſer Friedrich II. von
Hohenſtaufen . . . . .

Frl. Geyersbach
Hr. Weber
Hr. Stephani
Frl. Howard
Hr. Dramſch
Hr. Hoff
Hr. Hönel

Erſter Teil.
1. Bild: Ankunft der Eliſabeth auf Wart=
burg
.
2. Bild: Das Roſenwunder.
3. Bild: Die Kreuzritter.
4. Bild: Die Kreuzritter auf dem Marſche.
Zweiter Teil.
5. Bild: Vertreibung Eliſabeths von der
Wartburg.
6. Bild: Eliſabeths Tod.
7. Bild: Kaiſer Friedrich.
Feierliche Beſtattung Eliſabeths.
Rach dem 2. und 4. Bilde findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe,
2. Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4. Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 6½ Uhr. Ende nach 9½ Uhr.
Kartenverkauf von 111 Uhr und von
5½ Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Dienstag, 15. März. 138. Ab.=Vorſtell.
34. Fauſt (Oper). Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 16. März. 139. Ab.=Vorſtell.
B 36. Zum erſten Male: Der dunkle
Punkt. Luſtſpiel in 3 Akten von Guſtav
Kadelburg und Rudolf Presber. Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 17. März. 140. Ab.=Vorſt.
Die Dollarprinzeſſin.
36.
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.

Montag, den 14. März 1910.

[ ][  ][ ]

Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

VTer Qualität der Arbeit, Zweckmäßigkeit
Wu. Gediegenheit bei Einrichtungsgegen-
ständen
schätzt, sollte nicht versäumen, sich
unsre Fabrikate anzusehen. Eine interessante
Abwechslung bietet auch die gleichzeitige Be-
sichtigung
unsrer, bei dem Ausstellungshaus:
36 FELDBERGSTRASSE 36
gelegenen, in vollem Betriebe befindlichen,
modernen Fabrikanlage mit allen dazu ge-
hörigen
Nebenbetrieben, wozu wir alle In-
teressenten
ergebenst einladen.
1,
Gg. Lnrhardt & Sonne
Möbelfabrik
Darmstädter Werkstätten
für Handwerkskunst e
Feldbergstr. 36 (n. d. Bahnübergang Rheinstr.)

(4804a

Vom grünen Tiſch am blauen Meer.

(Eigenbericht.)
hys. Nizza, Anfangs März 1910.
Weſſen Sinne von den Zukunftsplänen und Träu=
men
nach dem ſicheren Einſchlagen ſeines Syſtems
in Monte Carlo noch nicht vollſtändig befangen,
der kann anſtatt den raſenden Schnellzug mit nur
erſter Klaſſe die Trambahn nehmen. Sie wird ihn
von Nizza auf dicht am Meer hinziehender Straße mit
abwechſelnd ſchönen Meer= und Landſchaftsbildern
voll ſüdlicher Reize, nach dem erſehnten Ziele brin=
gen
. Viele der Fahrgäſte haben keinen Sinn für all
dieſe Herrlichkeiten, ſie ſehen weder nach rechts noch
nach links, ſie ſind mit anderem beſchäftigt, rechnen
und rechnen und bedenken nicht, was Buſch geſagt:
Oftmals ja und überhaupt, kommt es anders, wie
man glaubt!

Bei der Ankunft lohnt es ſich, dem thronenden
Monaco einen Beſuch abzuſtatten. Seine Straßen
ſind eng und machen in ihrer Reinlichkeit einen ſonn=
täglichen
Eindruck. Von dieſem erhöhten Punkte kann
man ſich in Gemütsruhe den gegenüberliegenden Fels,
auf den das Kaſino gebaut, betrachten, auf dem ſchon
ſo viele Portemonnaies zerſchellten. Dahinter lagert
ſich Monte Carlo. Vor fünfzig Jahren war es
hier noch öde und leer, wo heute ein Kurort von Welt=
ruf
und ein internationaler Rendezvousplatz der Gro=
ßen
und der großen Halbwelt erſtanden. Um alle zu
beherbergen, ſind immer mehr Hotels nötig, die ſchon
jetzt zum Teil die ſteilen Felſenwände erklimmen
Einigen dieſer Häuſer geht ein großer Ruf vor=
aus
. So z. B. dem Hotel de Paris und ſeinem Reſtau=
rant
. Hier wie im Café de Paris hört man faſt nur
deutſch reden und erſt wenn der Kellner die Addition
bringt, gewahrt man, daß man ſich in Monte Carlo be=
findet
. Ein Diner zu 50 und mehr Franken iſt etwas
alltägliches.
Um das Kaſino herum ſchwärmt es wie vor einem
Bienenkorb. Mit dem goldenen Honig, den die fleißi=
gen
oder auch dummen Bienen ſammeln, ver=
ſteht
es, das muß man ihr laſſen, die Société des Bains
de Mer Monte Carlo als ein ſtändiges Paradies zu
erhalten. Und ſo ſuchen ſchon die um und vor dem
Kaſino ſich befindlichen Anlagen ihresgleichen in der
ganzen Welt. Sie ſind ein öffentlicher Botaniſcher Gar=
ten
, zu dem alle Zonen ſteuerten. Dieſe bunte und
duftende Flora entzückt das Auge des Beſchauers; er
erfreut ſich daran und vergißt, daß er es iſt, der alles
indirekt bezahlt. Ein Teil der Anlagen iſt mit Heiz=
ungsröhren
durchzogen, um ſelbſt den empfindlichſten
Tropengewächſen den Aufenthalt und das Gedeihen zu
ermöglichen. Die Hauptallee, ausgeſucht ſchöne Pal=
men
und andere ſeltene Bäume, wird würdig von dem
Eingang des Kaſinos abgeſchloſſen. Dieſer Prachtbau
wurde nach den Plänen des genialen Architekten Gar=
nier
Schöpfer der Großen Oper in Paris errichtet.
Beſonders ſchön iſt die ſüdliche Faſſade mit zwei elegan=
ten
Türmen, großem Balkon und Marmorgruppen.
Davor liegt die reichgeſchmückte Terraſſe und der ins
Meer gebaute Taubenſchießſtand. Hin und wieder
fallen zwei Schüſſe. Zu ſonderbar, da ſtehen die Men=
ſchen
und bejubeln den Schützen, der einer unſchuldigen
Taube den Garaus machte, die eben der goldenen Frei=
heit
zuſteuern wollte. Vor einer halben Stunde haben

ſie noch mitleidig das Symbol der Liebe und Unſchu
vor dem Café de Paris gefüttert. Man ſollte gla:
ben, daß derjenige, der da nicht ſelbſt mitmacht, ſchwe
davon zu überzeugen ſei, daß dieſe Tierquälerei e=
Sport ſei. Wieviele Tauben daran glauben müſſe
geht daraus hervor, daß Herr Sigano allein 20 mo
dete, um als Erſter im Großen Preis erklärt
werden. Die italieniſchen Schützen holen ſehr oft d
erſten Preiſe; wer ſchon einmal in Italien war, find
die Reſultate nicht verwunderlich, denn man kennt
Fertigkeit, mit der man dort zu Lande alles erbart
ungslos wegknallt, was gefiedert in den Lüften flie
Vom Schießſtand und der Terraſſe hat man eine
wunderbaren Fernblick über die monegaskiſche ur
die italieniſche Riviera. Wer dagegen am Abend e=
unvergeßliches
Bild genießen will, braucht nur de
Berg gegen die franzöſiſche Gemeinde Beauſoleil
beſteigen. Ueber ihm thront ein dunkelblauer klar
Sternenteppich, unten der Hafen und auf dem gege=
überliegenden
Felſen Monaco mit ſeinen zahlreiche
Lichtern, und aus dem nächtlichen Halbdunkel zwiſche
Bäumen ſtrahlt das hellerleuchtete Kaſino wie ein Zau
berſchloß, deſſen Lichtſtrahlen auf Spielluſtige den gle
chen Einfluß ausüben, wie die brennende Bogenlamz
auf Nachtfalter.
Man kann über das Glücksſpiel, über Monte Car
und das Fürſtentum Monaco ſeine eigenen Gedank
haben; damit wird nichts geändert. Die Spielbanki
und bleibt der Hauptlebensnerv des Fürſten und de
ganzen Landes. Und für moraliſche Bedenken iſt d
Herr C. Blane, der dem gewöhnlichen Sterblichen ur
erreichbare Herrſcher im kleinen Staate, den das Kaſt
im Fürſtentum Monaco bildet, nicht zugänglich.
würde vielleicht auf ſolche Bedenken antworten:
wir zwingen ja niemand, zu kommen, um ſein Ge
zu verlieren; alle kommen freiwillig, und es ſind der
ſo viele, daß wir ſo manchen zurückweiſen und daft
natürlich auch Undank ernten. Hin und wieder e
Selbſtmord, Poſtkarten mit dem Fürſten von Monal
als Straßenräuber oder die Spielenden mit Eſelskö
fen ſind keine Abſchreckungsmittel, wie die fortgeſe
ſteigende Frequenz der Spielſäle lehrt. Die Ausſichte
für die Zukunft ſind ſo günſtig, daß die Geſellſchaft ihr
Konzeſſion vor kurzem um ein Menſchenalter verlär
gerte und das Kaſino, den Bedürfniſſen entſprechen
fortwährend durch Anbauten vergrößert; ſie wird dabe
nichts riskieren und kann auf eine Eigenſchaft de

40 NI6&
Matürliahs Ailnoulugsm
ag!
SChinchh

appetit-
anregend

Umzüge
jeder Art mit Möbelwagen nebſt Feder=
rolle
unter Garantie von 10 Mk. an.
Poſtkarte genügt
(B4530
Georg Hofmann, Weinbergstrasse 8.
B9
(*5392
smsm
Amzuge
ſowie Verpackungen und Transporte aller
Art werden angenommen bei billigſter
Bedienung mit Möbel= und Handwagen.
Ludwig Horch II., Alexanderſtraße 25.
Tapezier= und Polſter=Arbeiten
Aufmachen von Vorhängen, werden gut u.
billig ausgeführt
(5155a
Heinrich Schmidt
Tapezierwerkſtätte Mathildenpatz 6.
Fertige Polstermöbel gut und
billig ſtets auf Lager.

Carl Herber
Spezialgeschäft für Ledermöbel
Luiſenſtraße 34.
(2703a
Schnellſte Anfertigung von Polſtermöbel
und Matratzen aller Art.
Lieferung von Dekorationen.
Einrichten von Wohnungen.
Emailschilder
alle Größen, raſch und billig
(4355a
Wilhelm Castan, Kirchſtraße 5.
Emailschilder
werden ſchnellſtens angefertigt.
(3122a
E. Crämer, Ludwigſtraße 7.
B2
Fußböden, Mobel
werden ſauber und billig lackiert. (5324a
Off. unter U 34 an die Exped. ds. Bl.
Eick.
ſegen
gaachen
Stuhle

e
aller Art werden geflochten und auf=
poliert
, Patentſitze, billigſte Preiſe (5260a
P. Ripper, Rheinſtraße 47, 2. Hof.
Aerztlich u. staatlich geprüfte Masseuse
empfiehlt ſich den geehrten Damen. Näheres
Beckſtraße 73, part.
(3848a

Massage
empf. ſich bei Rheumatismus, Gicht, Schwel=
lungen
, Blutarmut u. Fettleibigkeit. (1466a
Frau Charlotte Strecker, Maſſeuſe
(Aerztlich geprüft) Hügelſtr. 2, Ecke Karlſtr.

5NICZ
Mfürlehs Ainenskunser
Tachnnats

stoffwechsel-
fördernd

40NI6z
Fiafürliche Minenlunger
SChrnGE15

Enorme Posten

4 MI62.
harnsäure-
Notärliche Minonlunger
lösend
Achnncht
(K19444,24

Kinderwagen
Sportwagen
Kinderstühle
Kinderbettchen
Blumentische
Topfständer
sowie Korbwarenzu
Rohrmöbel jederArt
Alle Reparaturen
an Kinderwagen
auch Aufziehenvon
Gummireif. prompt
und billligst. (C5458,52

Obere
neuer Schuhwaren
K. Knaub, Schützenstrasse.

schwarz und farbig
sind eingetroffen.
(5466
Unsere Preise für solide, gediegene Waren

sind unerreicht billig!
73
Machen Sie gefl. nur einen Versuch.
Markt
Gebr.Diurr: 5.

Konfektions-Stickereien
sowie Soutachierungen
in den neuesten Techniken.
pac
(PA
H. Front, Hölgesstrasse 13
Spezial-Atelier für Konfektions-

Stickerei.

(5451a

früher ſtädt. Krankenhaus,
Fabian, übernimmt Privatpflege.
Wohnung:
(5161a
Wienersſtraße 47, parterre.

Steppdecken, Daunendecken
werden angefertigt, daſelbſt auch Wolle
geſchlumpt
*5656is
M. Kleiß=Amendt, Schuchardſtr. 11, 2. St.

Perfekte Büglerin hat noch Tage frei.
* Näh. Ahaſtr. 20, Vrdh., Manſ. (B4877
große Stücke 10 Pf.
Wäſche z. Waſchen kleine Stücke 4 Pf.
J. Plösser I., Malchen.
(4605a
nabenanzüge werden angefertigt in
und außer dem Hauſe.
3489a) Pankratiusſtraße 48, 1. St. r.

Praktisch, elegant, von Leinen-
wäsche
kaum zu unterscheiden.
Jedes Wäschestück trägt obige Schutzmarke.
In Darmstadt bei: H. Nau & Sohn (auch en gros), Schustergasse 16,
neb. der Krone; Herz Hachenburger Sohn (en gros), Rheinstrasse
C. A. Stein, Marktstrasse 7; Augusta Graulich, Kirchstrasse
Arnold Kleber, Bismarckstrasse 3; Gebr. Unger, Ludwigstrasse 94
L. Engelhardt Nchf., J. Scheuermann, Grosse Ochsengasse 27; Georg
Hof (Inhaber Edgar Wetzstein), Hofpapierhandlung; W. Heckmann,
Mühlstrasse 72, gegenüber der Stadtkapelle; Meister & Weissheimer,
Gr. Ochsengasse 24; Adam Rühl, Casinostrasse 25; L. & M. Fuld,
Kirchstrasse 12, Zum weissen Schwanen‟ Joh. Heinr. Möser, Ruthsstr. 16.
Man hüte sich vor Nachahnungen, welche mit ähnlichen Eeiketten, IE
ähnlichen Verpackungen und grösstenteils auch unter denselben Be.
nennungen angeboten werden, und fordere beim Kauf ausdrücklich




Zm

M
Te

M

lat dus einsigartige
Lecithin-Nervennährmittel
empfohlen durch Aerzte u.
Professoren. Belehr Bro-
schüre
in Apothek. u. Dro-
gerien
, sonst gratis nebst
Geschmacksprobe v. Neo-
clthin
G. m. b. H., Berlin SW. 61.
Man achte aber auf die
blauweissen Packungen
mit dem Nero-Kopf.
100 250 500 g
Prolse: 2.80 6.50 12. M.
Taplett. 1.50 M., Neocithin-
citin
-Tabletten (15% Lecithin) 3 M.
riedrich Schaefer. L1378,24

Art zum Waſchen u. Bügeln
(*6054fso
angenommen
tr. -76, part., Frau Friedmann.

Nur kurze Zeit!
tung!
(*6137
Verkaufe bis Oſtern
K. und H. doppels.
Grammophonplatten
à 1.50 und 2 Mk., nur bei
Aschkenas, Pankratiusstrasse 1.
Achtung!
Große Partie getr., faſt neuer Damen=
Koſtüme u. Kleider ſpottbillig zu verkaufen
Soderſtraße 47, I. links.
*6163)
mit Matratze, 1.
eis. Bettstelle Kleiderſchrank u.
1 Schäferhund mit Jungen umzugshalber
billig zu verk. Liebfrauenſtr. 78, Hof pt. (*6162
I
Wegen Umzug zu vel Kaufen
3 kompl. Betten, Küchenmöbel, Stühle,
Liſche, Gaslüſter, Oelbilder ꝛc.
Mathildenſtraße 3, part.
*6160)
Krankheitshalber
iſt ein guterhalt. Fahrrad mit Freilauf
6064
billig zu verkaufen
Eberstadt, Mühltalſtraße 6.
plre nan
MaurerKarren, Handwagen
für Schreiner u. Tapezierer, desgl. 2= und
4=rädrige Wagen billig zu verkaufen bei
Peter Merschroth IV., Hahn b. Pfungſt. (5447a
n m. großer Badewanne
Gasbadeoſen billig zuverk. Anzuſehen
vormittags Klappacherſtr. 5, part. (B5417
Aeck. Gartentiſch und 23 Stühle zu
kaufen geſucht. Offerten mit Preis unter
U 91 an die Expedition ds. Bl. (*6159so

K. u Fühstückskäse
loſe und gepackt, 100 Gramm ſchwere Ware,
(5277.
billig abzugeben.
Niederschlesische Käsefabrik,
G. m. b. H. Liegnitz.

[ ][  ][ ]

Nummer 60

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 31.

Menſchen bauend vertrauensvoll in die Zukunft
blicken.
Das Leben und Treiben im Kaſino bietet des In=
tereſſanten
viel. Bevor man das Recht zugeſprochen be=
tommt
, ſein Geld zu verlieren, begibt man ſich in das
Sekretariat, um ſich eine Karte zu löſen. Hier ſitzen
ein Dutzend Beamte, die den Geſuchſtellenden durch
Fragen und Blicke prüfen, ob er würdig iſt, dem großen
Haufen auch ſeinen Teil beizuſteuern. Hat man den
nötigen guten Eindruck gemacht, dann bekommt man
eine Karte. Um ſelbige zu erreichen, wird nicht ſelten
zu einer Notlüge gegriffen, und vor dieſer Muſterungs=
kommiſſion
iſt ſchon mancher vorübergehend zum Dok=
tor
, Rentner oder Fabrikanten avanciert. Vom Sekre=
tariat
geht’s nach der Garderobe, die die ſo ſeltene
Eigenſchaft beſitzt, daß ſie nichts koſtet. Dann eilt man
durch große Flügeltüren in den Promenadenſaal, das
ſogenannte Atrium. Von der Decke her klingen die
Töne eines Orcheſters. Die Wände tragen Bronzever=
zierungen
, verziert mit Malerei; zwiſchen den Mar=
morſäulen
wogt’s auf und ab; Herren im Smoking und
Damen in großer Toilette. Eine Telegraphenagentur
ſchlägt die letzten Neuigkeiten an. Auf der anderen
Seite ſind die Eingänge zur Oper. Es ſoll dies ein
prunkvoller Konzertſaal ſein, deſſen Decke und Wände
mit allegoriſchen Gruppen und Bronzezierat überladen
ſind. Um den Beſucher nicht zuviel mit Kleingeld zu
beſchweren, hat man einen runden Preis für alle
Plätze gemacht. Bei gewöhnlichen Vorſtellungen 20
Franken, bei Galavorſtellungen 100, 80, 60 und 40 Fran=
ken
. Vielleicht iſt dieſes Entgegenkommen des Kaſinos
chuld, daß nie Eintrittskarten zu erhalten ſind. Wenn
das Theater wie faſt in der Regel ausverkauft,
dann macht’s für die Saiſon ein . . . vorüber=
ehendes
Deſizit von ungefähr einer Million!
Die Künſtler beziehen fürſtliche Salaire und . . . eine
Karte zum freien Eintritt in das Kaſino. Für den nöti=
gen
Kreislauf des Geldes iſt dann ſchon geſorgt.
Bis man zum Atrium gelangt, hat man ſchon ein
halbes Dutzend ziemlich beleibte Diener paſſiert, die
jeden mit ernſtem Blick muſtern. Der Eintritt zum
Allerheiligſten den Spielſälen, iſt beſonders bewacht.
Vier ſchwarzgekleidete Beamte ſind damtt beſchäftigt,
die Karten zu revidieren und zu knipſen wie auf einem
Bahnhofe. Im erſten Spielſaal ſieht man im Moment
nichts wie links und rechts zwei Haufen Menſchen, die
ich recken und die Köpfe ſtrecken, ähnlich wie auf der
Straße, wenn was los iſt. Erſt wenn man näher

2
tritt, merkt man, daß vor den Stehenden eine Reihe
um einen grünen Tiſch ſitzt und ſpielt. Das Surren
der Roulettekugel, das Geräuſch des Geldes und das
ewige: Faites votre zeu, Messeurs‟. Der Croupiers
wird hörbar. Auch im zweiten, mehr prunkhaften Saal,
ſind, wie in allen anderen, alle Spieltiſche überlagert.
Die ſich da befindlichen prächtigen Deckenverzierungen
und Wandmalereien finden nur zufälligerweiſe Beacht=
ung
, wenn ſich jemand ermüdet auf ein Sofa ſetzt und
die Blicke nach oben ſchweifen. Hat man aufgepaßt und
die nötige Geſchicklichkeit, ſo kann man durch das Hin=
werfen
eines Geldſtückes einen leer werdenden Stuhl
erhaſchen. Im Spielſaale ſcheint der Zukunftsſtaat‟
ſchon inſoweit erreicht, daß die Klaſſenunterſchiede auf=
gehoben
ſind. Der Ariſtokrat im Geſellſchaftsanzuge
ſitzt neben dem Provinzler im Reiſekoſtüm, und ſie lie=
gen
beide mit dem gleichen Eifer dem Schreiben und
Notieren ob, als ob’s gelte, die Roulettekugel oder die
Karte zu beſchwören. Viele kommen mit Tabellen und
Notizblöcken; ſie haben ſich ein eigenes Syſtem
ausgearbeitet . . . Es ſteht natürlich jedem frei, auf
ſeine Art zu verlieren.
Es gibt eine ganze Reihe von Autoren von Ge=
winnſyſtemen
die nach dem Spruche leben: Du ſollſt
andere mehr lieben, wie dich ſelbſt! Sie haben ihr
Syſtem in ein Buch vereinigt und verſuchen ſo ihr
Glück, indem ſie das Exemplar zu 5 bis 10 Franken
verkaufen, anſtatt es praktiſch anzuwenden im Kaſino.
Man kann dieſem Syſtem nicht jeden Erfolg ab=
ſprechen
. Aber es gibt noch ein unfehlbareres
Syſtem, zu gewinnen, das dem Leſer nicht vorenthal=
ten
ſei, und das iſt . .. Aktionär der Bank zu werden.
Die Aktien ſind daran, 6000 Franken zu erreichen, und
die Dividende läßt nichts zu wünſchen übrig.
Die anderen Säle bieten das gleiche Bild. Ver=
gebens
ſucht man verzweiſelte und verſtörte Mienen
der Spielenden, wie man es ſo oft in Romanen lieſt;
im Gegenteil, das Geld ſcheint jeden Wertes beraubt,
und ohne zu wollen, kommt man ſelbſt in die Geldmiß=
achtungsſtimmung
. Am Roulettetiſch gehts ja noch,
da kann, wer die nötige Geduld hat, fünffrankenweiſe
verlieren. Aber es wird da oſt ſehr hoch und viel mit
Gold geſpielt. Ich ſah, wie eine Halbweltdame einen
befmokingten Herrn tändelnd an den Tiſch zog; er ließ
ſich willig einen Tauſendfrankenſchein wechſeln, und ſie
ſetzte mit kindlicher Freude die zehn Goldſtücke, ſo groß
wie deutſche Taler. Mechaniſch ſchaufelt der Croupier
die Füchſe ein; das Paar zieht lächelnd und kichernd

erleichtert um den ungefähren Jahresverdienſt man=
ches
Arbeiters, an einen anderen Tiſch.
Eine gerechte Entrüſtung rief ein Herr hervor, der
ſo viel und ſo umſtändlich ſetzte, daß die anderen Spie=
ler
um die günſtige Gelegenheit kamen, etwas ſchneller
ihren Draht los zu werden. Der ganze Tiſch prote=
ſtierte
murmelnd; nur einige Schmetterlinge in duf=
tender
Toilette, die hinter dem Spieler Aufſtellung ge=
nommen
, teilten nicht die Entrüſtung, wenigſtens nicht,
ſo lange er gewann.
Am Trente-et-quarante‟=Tiſch iſt das Silber ver=
pönt
. Hier treten neben dem Gold öfters zwei= und
dreiſtellige Scheine in Aktion. Da ſaß eine alte Frau,
die ſehr ſchlecht durch ihr Aeußeres in ihre Umgebung
paßte; in einer Ledertaſche hatte ſie ihre Tauſender.
Aus zwei Scheinen wurden nach dreimaligem Spiel
ſechzehn. Weniger hold war Frau Fortuna ihrer hüb=
chen
Nachbarin; ſie hielt ſie für reich genug... ſie war
jung und ſchön!
Durch ſeine poetiſche Veranlagung in ſo materia=
liſtiſcher
Umgebung fiel ein Pärchen, auf der Hochzeits=
reiſe
, auf. Es ging, eng umſchlungen und traumver=
loren
, von einem Tiſch zum andern. Kann es etwas
Schöneres geben, als an der vom Sonnengold durch=
leuchteten
Riviera den Lenz der Liebe und des Lebens
zu durchkoſten? Der Honigmonat ſcheint außerdem die
praktiſchſte Zeit zu ſein, um Monte Carlo zu beſuchen;
die Roulette iſt nur halb ſo gefährlich.
Je weiter die Stunde vorrückt, deſto prächtiger wir=
ken
die Toiletten; die glänzendſten kommen erſt gegen
den Schluß. Allenthalben ſieht man Dämchen Angeln
nach ſprichwörtlichen Goldfiſchen auslegen. EinigeTiſche
fangen an, ihre Rechnung zu machen; Diener führen
die Schätze unter guter Aufſicht in den ſicheren Hafen;
die Säle leeren ſich langſam. Mancher mag um eine
Enttäuſchung reicher und um ein ſchönes Stück Geld
ärmer die Hölle verlaſſen; jene ſind beſtimmt zahl=
reicher
wie die, die umgekehrt die Nacht des Glückes
wegen, beim Souper im Café de Paris beſchließen.
Im Bahnhof ſteht der Zug bereit; die Franzoſen ver=
geſſen
nicht, ſich Streichhölzer von der Frau am Bahn=
hof
zu kaufen, ſie koſten die Hälfte, wie in der Patrie;
für viele iſt das der einzige Profit von dem Beſuche
in Monte Carlo. Dann kann man beim gleichmäßigen
Geräuſche des in der Nacht dahinſauſenden Zuges noch=
mals
träumen vom Klirren des Goldes und der Wert=
loſigkeit
des Geldes in den bekanntlich ſo ſchlechten
Zeiten.

(
Grosser Teiegennentskauf
eines großen Poſtens
moderner Herrenhosen
weit unter Preis:



Gur Beumen-Warten
7
geben sofort beste Fleischbrühe für
kräftige Fleischbrühsuppe,
delikate Fleischgerichte,
wohlschmeckende Gemüse,
feinste Saucen usw.

Mleig echt mit dem Hanen ſiaGd

und der Schutzmarke Kreuzstern!

(K5459,18

Herren- und Knaben-Anzüge und
Konfirmanden-Anzüge
aparte Neuheiten, in rieſiger Auswahl und enorm billigen Preiſen.

Die nach den vorſchriſten der Gewerbe=
ordnung
in den Betrieben auszuhängenden
e


t
Vormaldre
ſind durch die Expedition des Tagblatt zu beziehen.
Zum Abonnement empfohlen:
60

Hus Baurtur eine
Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
45. Jahrgang

erſcheinende illuſtrierte Familienzeitſchrift!
Beſondere Vorzüge:
Große Reichhaltigkeit, ſorgfältig gewählter
intereſſanter Inhalt,
viele prachtvolle Illustrationen,
* außerordentliche Billigkeit. 3
Jährlich 28 Hefte.
Preis für das Heft nur 30 Pfennig.
2en
Das über die ganze Welt verbreitete Buch für Alle iſt, getreu
ſeinem Namen und unterſtützt von den erſten Schriftſtellern und Künſtlern,
jederzeit beſtrebt, ein
echtes deutſches Familienbuch
zu ſein. Es iſt jedem zu empfehlen, der ſeine Erholungsſtunden gern intereſſ.
Lektüre widmet und Freude hat an echt künſtleriſchen Illuſtrationen.
Bestellungen nehmen Buch- u. Kolportagehandlungen, Journalexped. etc. entgegen.
Anion Deniſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
C2751,51

M0
Willenn Deuster,
Anerkannt leistungsfähiges Kauf baus für elegante Herren- u. Knaben-Bekleidung.
- Telephon 1829.

auneeg
Marktstlusse 22s
(5498a

Schöne helle Verkauf= u. Anprobierräume im erſten Stock nach dem Markt.
Mitglied des Rabatt=Spar=Vereins. Schwarz=weiße Marken.


Zechn ge
Senteee ee

Soocooocococioooooooooo
18
Taperen- Haustrie F. Schuler

Mühlſtraße 78.
DARMSTADT. Ecke Niederramſtädterſtr.
Vertreter: Emil Markwort.
Eigene Tapeten=Druckwalzen=Fabrik.
Große Auswahl in Tapeten und Borden,
von den einfachſten bis zu den feinſten Ausführungen,
aparte Wandbespannungen, Linoleum, Wachstuche, Goldleisten etc.
Tapetenreſte in jeder Rollenzahl.
Billigste Preise.
Reelle Bedlenung.
Muſterkarten werden auf Wunſch ins Haus gebracht.
(5590a
Cooocooooococ:orooooooooo
Prometheus-Gasherde
neueſtes Modell 1910, mit Wärmſteller, im Preiſe zu 10, 14, 20 Mk.
Gaggenauer sbarkocher
in allen Ausführungen
Gaszuclamben
mit Perlreifen, 15 Mk. und höher.
Sämtliche Beleuchtungs=Artikel für Gas und Petroleum, Gaslüſter, werden für
Hängelicht eingerichtet und wie neu hergeſtellt bei billiger Berechnung.
Inſtallationsgeſchäft Chr. Landzettel, Kaupſtr. 7.
(*6210
Kein Laden.

Str. poſtlagernd.

(*6269

richtung ſehr billig Wendelſtadtſtr. 2. (*6274so.

[ ][  ][ ]

INF

E

Wir haben einen grossen bewährten
Betrieb . . . . . und haben durch
unsere fortwährenden Einkäufe stets
alle Aoten Gebrauchsware vorrätig.
Wir sorgen für bestmöglichste Stoffe
u. Auserbeitung. Neuheiten nehmen
wir beim Erscheinen sogleich auf und
können in einfachen sowie eleganten
Ausführungen mit grosser und ge=

. Schalasksvoller Auswahl dienen.

& Schloté

[ ][  ][ ]

*. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.

38 69,

Samstag, 12. März.

1910.

Secebschbssscsccsbeehöbsdocbecbehbeehohedes

m Umzuc

Sehr grosse Auswahl in

Gardinen, Stores etc

; weiss, creme und bunt
Abgepasst . . . . . von Mk. 2.00 Stückware, breit

von 0.75 Mk. an bis Mk. 1.60 Meter

per

14OX350 cm. bis Mk. 16.00 Paar Scheiben-Gardinen . . von 45 an
Rouleaux, Cöper und Borden
in allen Breiten.
130 cm breite Transparente, creme, altgold etc.
GARIVTTUTTE!
in Fils, Tuch, Plüsch, Möbelstoffe.
35
Portieren u. Bordüren (Stückware)
Tisch-Decken
Bett-Decken
in allen modernen Ausführungen u. Preislagen
in Tüll, Rips, Picque, Waffel etc.
Zimmerteppiche, Bettvorlagen, Felle
nur allerbeste Fabrikate.
*
*
3
*

Läuferstoffe in allen Breiten.

2

& John

Fernsprecher 1074.
Ludwigstraße 6. Fernsprecher 1074.
Verkaufsräume parterre und 1. Stock.

Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
,
(5463

Saggssasgsastagaggasedt

Ich Komie Soiert
ind bezahle Ihnen wegen dringendem
Warenbedarf konkurrenzloſe höchſte Preiſe
ür getragene Kleider, Schuhe, Feder=
(4262a
etten, Zahngebiſſe ꝛc.
akob Friedel, Schlossgasse 29, Laden.

Schränke, Bettſtellen,
UmzugshalbelWaſcht., Nachtſchränkch.
Tiſche, großer Ausziehtiſch, Stühle bill.
(*6931fs
u verkaufen Kiesſtraße 95.
Wer zahlt den höchsten Preis
ür getragene Kleider, Schuhe, Stiefel,
Aniformen, Möbel, Bettwerk ꝛc.?
C. Strudel, Langegaſſe.
05a)

c
rmfabrik Schlüter,
Kirchſtraße 27
keparaturen und Ueberziehen per ſo=
(692a
rt, billig und gut.
2
Fiegl
Brausdch & Fischer
Pänhangi Grösster Betrieb
dieser Branche im
Farborol Grossherzogtum
Hessen.
Gegr. Chem. Waschanstalt
1848
17 Ernst-Ludwigstrasse 17.
15 eigene Läden. (908a
Färberei-Versand-Geschäft
Post- und Bahnsendungen werden nach
der Zentrale in Butzbach erbeten.

W. Müller’s
ChattiaRahmenstiefel

Ersatz für Handarbeit
Beliebtester Stiefel
moderne, bequeme
:: Formen ::
in Chevreaux, Boxcalf
und Lackleder
für Herren u. Damen
e
Confirmanden-
Stiefel
ee
in allen Preislagen.

Verkaufsstellen:

W. Müller
Rheinstr. 4.

Mirte ie
Schaufenster
zu beachten!

J. F. Scheufler
Ludwigstr. 5.

(4959a

em Urteil
sind nach
heroragender Pächeren ein wostre
es
wemnot, die borene en poan.
neinene.
mus
beinrende Tolwinalenge
eu enchaen.
Seile ilen ir ſinden umt Mleien
roich n cenernen eunbeiehter
ia Suhr. ade, Getet Suktehainrehtate
in gedlagenem Stbergehäuze 18.- Mk.
Miarm eisgantes Elul mit passendem Slauspruch.
G. KARP-

Kpeditien Monnara, Feldbergstrasa, Aa un Ahnelung von
Gütern und Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Telephon 556. (913a

nußtbaum, 2
1 Paneelſofa, Seſſel m. fei=
nem
, blauem Tuch bezogen, ſehr gut erhalten,
und 1 gebr. Damenrad ſehr billig zu ver=
(*6010dsm
kaufen Riedeſelſtraße 48, H.

ort
Sehr preiswert zu verraufen:
Mod. Büfett, Damenſchreibtiſch, Spieg.,
Kleiderbüſte, Laterna magica und and.
Adreſſe bei der Exped. ds. Bl.
(*6098fs

(3453a)
Konfirmanden-
Handschuhe
per Paar Mk. 1.20 und Mk. 1.40.
Schwarze Glacé-
Handschuhe
per Paar Mk. 1.70, 2. und höher
bis zu dem feinſten Ziegenleder.
Sommer= (B4748
Handschuhe
in großer Auswahl zu vorteilhaften Preiſen.

Eiseil Daum
Handſchuh=Spezial=Geſchäft
Wittmannstrasse 26, part. (kein Laden).
Rabattmarken des Rabatt-Spar-Vereins.
Meer
Die neuen Modelle in
OhmR S
5
Fahrradern
der berühmten Fabriken
Dürkopp, Neckarſulm, Weil,
Mars, Panzer und Sport
ſind eingetroffen und lade Intereſſenten
zur Beſichtigung freundlichſt ein.
Größte Auswahl am Platze.
Bekannt billigſte Preiſe.

E. Beudr Nach.
Inh. I. Waldschmitt,
Hölgesſtr. 1.
e
Mobel!
Braut- und Privatleute
ſparen Geld, wenn ſie komplette Einrich=
tungen
und Einzel=Möbel direkt durch
ſehr leiſtungsfähige Fabrik beziehen. Auf
Wunſch Zahlungserleichterung. Schriftliche
Anfragen unt. M 51 an die Exped. (5189a
Wegen Auswanderung
1 Adlermotorrad und 2 Freilauf-
räder
billig zu verkaufen. Näheres bei
Donges & Wiest.
(*5134dfso

(9200
Sapeten

(4953a

enorm billig, neueste Dessins.
H. Demmel, Beſſungerſtr. 86.



Leichfe Ailfen
zu kaufen geſucht. Offerten unter U 27
an die Expedition ds. Bl.
(5290dsi
Ganarienhähne à Stück 5 Mk. zu verk.
*5923dfs) Wendelſtadtſtr. 32, Seitenb.

100 St. 3.50, 3.80, 4,00, 4.50, 5.00 M.
beſte Qualität, empfiehlt
Gg. Gräf, Ptungstadt
Zigarrenfabrikation. (*6005dsi
Freie Lieferung.
Freie Lieferung.

[ ][  ][ ]

Seite 34.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Nummer 60.

8. ordentliche evangeliſche Landesſynode.

Zweiter Tag.
Die vierte Sitzung der Landesſynode wurde geſtern
Morgen gleich nach 9 Uhr vom Präſidenten D. Stamm
eröffnet. Das Eröffnungsgebet wurde vom Syn.=Abg.
Brill=Ober=Widdersheim geſprochen. Die Beratung
des Voranſchlags wurde bei Rubrik 11: Koſten für
die Verſehung des Pfarrdienſtes fortge=
ſetzt
, wobei der Bericht des Ausſchuſſes auf die Schwie=
rigkeit
der Aufſtellung des fünfjährigen Budgets hin=
weiſt
. Die Diskuſſion drehte ſich in der Hauptſache um
die Frage der perſönlichen Zulagen (Poſ. 2).
Auch der Streit um die beſonderen Leiſtungen der
Stadt= und der Landpfarrer, der ſchon die vorjährige
Synode in Anſpruch genommen hatte, kam wieder auf.
Der Ausſchußbericht ſagt über die Zulagen, daß im
Staatsdienſt dieſe Einrichtung nicht beſteht, ſondern daß
für Beamte mit gleicher Vorbildung und gleichem Rang
derſelbe Gehalt bezahlt wird, ohne Rückſicht auf die be=
ſonderen
Schwierigkeiten ihres Dienſtes oder die be=
ſonderen
örtlichen Verhältniſſe. Wenn auch zugegeben=
werden
müſſe, daß die Geiſtlichen in der Stadt
einen beſonders die Nerven aufreibenden Dienſt hät=
ten
, ſo gäbe es doch auch wieder für den Landpfar=
rer
beſondere Schwierigkeiten des Dienſtes, die an
Schädlichkeit für die Geſundheit den Schwierigkeiten in
der Stadt in nichts nachgeben. Auch hätten die ſtädti=
ſchen
Stellen bei ihren namentlich für einen Pfarrer
mit Familie unſchätzbaren Vorzügen die ihnen durch
die Zulagen gewährte Anziehungskraft nicht ſo nötig,
wie die entlegenen Landpfarreien, für die es heute oft
ſchwer, ja unmöglich ſei, einen Pfarrer aus Heſſen zu
finden. Der Ausſchuß beantragt, 13300 Mark zu be=
willigen
, da er die Erwartung hegt, daß auf eine mög=
lichſt
gerecht zwiſchen Stadt und Land ausgleichende
Gewährung dieſer Zulagen Bedacht genommen wird.
Eine Minderheit beantragt, dieſen Betrag zu ſtreichen.
Gegen die Form des Ausſchußantrags ſprach beſonders
Syn.=Abg. Eck; er ſprach ſich lediglich für die Bewillig=
ung
der 13 300 Mark aus. Verſchiedene Redner traten
teils für die Streichung, teils für die Aufrechterhalt=
ung
der Zulagen für die Stadtpfarrer, teils für Be=
willigung
auf den Inhaber ein. Poſition 1 (Gehälter
der Pfarrer), Poſ. 3 (Transportkoſten), Poſ. 4 ( Pfarr=
verwalter
) und Poſ. 5 (Pfarrvikare) wurden nach
längerer Debatte angenommen; ebenſo Poſ. 6 ( Pfarr=
aſſiſtenten
). In der Vorlage zu dieſem Punkte weiſt
das Oberkonſiſtorium auf die ſtarke Steigerung der
Ausgaben für Pfarraſſiſtenten hin. Der Ausſchuß
ſpricht den Wunſch aus, daß man die Verwandlung von
ſtändigen Aſſiſtentenſtellen in definitive Pfarrſtellen

mit allem Nachdruck betreiben werde. Aus der Debatte
iſt erwähnenswert, daß, wie Oberkonſiſtorialpräſident
Nebel mitteilte, geplant ſei, das Heiratsverbot
für die Aſſiſtenten aufzuheben. Syn.=Abg.
Widmann beſprach die Aſſiſtentenverhältniſſe an der
Martinsgemeinde in Darmſtadt, wo ſogar Arbeit für
einen zweiten Aſſiſtenten vorhanden ſei, aber große
finanzielle Schwierigkeiten beſtänden. Prälat D. Dr.
Flöring bezeichnete das Aſſiſtentenweſen als den
wunden Punkt in der Kirchenverwaltung; er ſtehe
der Anregung, die Aſſiſtenten möglichſt in Stellen auf
dem Lande auszubilden, ſympathiſch gegenüber. Schließ=
lich
trat noch Syn.=Abg. D. Eck für die Beſchäftigung
der Aſſiſtenten mit regelmäßiger Arbeit anſtelle der bis=
herigen
Aushilfsarbeiten ein. Es folgte eine längere
Pauſe.
Der Ausſchuß hatte während der Pauſe beſchloſſen,
den Satz ſeines Antrages: in der Erwartung uſw.
(ſiehe oben) fallen zu laſſen und lediglich die Bewillig=
ung
der 13300 Mark zu befürworten. Dieſer Antrag
wurde angenommen. Die Poſitionen 2. (Sonſtige Ver=
waltungskoſten
), 8 (Umzugskoſten) und 9 ( Wohnungs=
vergütungen
) derſelben Rubrik 11 wurden ohne
weſentliche Debatte angenommen. Die Geſamtaus=
gabe
für dieſe Rubrik beträgt 2013 325 Mark. Bei
Rubrik 12 (Ruhegehalte) teilt der Berichterſtatter
Wagner mit, daß die vorgeſehenen 235000 Mark vor=
ausſichtlich
nicht ganz aufgebraucht werden würden, da
in der Folgezeit weniger Penſionierungen vorkom=
men
würden. Rubrik 13 (Kirchlicher Dispoſi=
tionsfonds
für perſönliche Zwecke: 4800
Mark) und Rubrik 14 ( Studienunterſtützun=
gen
und Reiſeſtipendien: 9000 Mark) werden
angenommen. Bei dem letzten Punkt erwähnt Syn.=
Abg. D. Eck=Gießen den geringen Ertrag der an der
Landesuniverſität vorhandenen Stipendien für Theo=
logieſtudierende
. Es ſeien tatſächlich einige vorhan=
den
, die ſage und ſchreibe 70 Pfennige für den Tag ab=
würfen
. Die Unterſtützungen aus dem Zentralkirchen=
fönds
kämen daher in erſter Linie den Mittelſtänden
zugute.
Rubrik 15 (Koſten für Disziplinarunter=
uchungen
: 350 Mark), Rubrik 16 (Koſten der
Verwaltung des Zentralkirchenfonds:
11884,37 Mark) und Rubrik 17 (Koſten der Veran=
lagung
und Erhebung der Umlagen: 51717
Mark 44 Pfg.) werden antragsgemäß erledigt. Bei
Rubrik 18 (Portoauslagen: 3100 Mark) befür=
wortet
der Ausſchuß die Inangriffnahme des Poſtaver=
ſums
und Benutzung des Poſtſcheckverkehrs. Die letzten
Rubriken 19 (Abgaben aus dem Staatszu=
ſchuß
: 850,55 Mark) und 20 (Uneinbringliche

Poſten und Nachläſſe: 77576,66 Mark) werk
erledigt. Zu dem letzten Punkt bemerkt Oberkonſif
rialpräſident Nebel, daß dieſe Rubrik eine der 1
erfreulichſten des ganzen Voranſchlages ſei. Die (
fahrungen der letzten Jahre hätten ergeben, daß et
6 Prozent der geſamten Kirchenſteuerſumme une
bringlich ſei. Der Vorſitzende ſchließt um 1 Uhr
Sitzung. Nächſte Sitzung: Samstag vormittag 9 11
Tagesordnung: Witwen= und Waiſengeld

Sport.

Fußball. Am Sonntag findet auf dem hieſig
Exerzierplatz zwiſchen der B=Mannſchaft Sportluf
Frankfurt a. M. und der B=Mannſchaf! Germani=
Darmſtadt ein Pokalwettſpiel außer Konkurrenz ſtatt.
Sr. Das Internationale Lawn=Tenni
Turnier von Mentone hat bei ſchönſtem Wet
ſeinen Abſchluß gefunden. Der franzöſiſche Meiſter
Decugis zeigte ſich wieder in glänzender Form und
wann die Rivierameiſterſchaft im Herren=Einzelſp
gegen den bekannten Engländer M. J. G. Ritch
Nachdem das Spiel der Schlußrunde im erſten Sag 4 Decugis ſtand, zog Ritchie infolge einer Verletzu
des Franzoſen zurück. Das Gemiſchte Doppelſpiel
die Rivierameiſterſchaft fiel dagegen an Ritchie Salt
bury, da ihre Gegner M. Decugis=Mme.=Decugis ni
zum Kampf antraten. Die Damenmeiſterſchaft gewa
die vorjährige Siegerin Miß Salusbury, die in i
Schlußrunde Mrs. Nutcombe Quicke 63, 62 ſchlug.
Die Streckenführung für die Kaiſ
Nikolaus=Fahrt durch Rußland, die der Kaiſerl
Ruſſiſche Automobil=Klub. für die Zeit vom 22. Ju
bis 5. Juli ausgeſchrieben hat, iſt jetzt feſtgelegt worde
Die einzelnen Etappen ſind folgende: 22. Juni:
Petersburg=Pſkow 285 km, 23. Juni: Pſkow=Witeb
370 km, 24. Juni: Witebsk=Hommel 340 km, 25. Jur
Hommel=Kiew 250 km, 26.27. Juni: Ruhetage
Kiew, 28. Juni: Kiew=Hommel 250 km, 29. Jun
Hommel=Roßlawl 285 km, 30. Juni: Roßlawl=Mosk=
390 km, 1.3. Juli: Ruhetage in Moskau, 4. Jul
Moskau=Bologoje 320 km, 5. Juli: Bologoje=St. Peter
burg 370 km. Ferner hat das vorbereitende Komit
beſchloſſen, die Schnelligkeitsprüfung in die Tourenfah
ſelbſt einzubeziehen und in der Nähe von Kiew zu ve
anſtalten. Es wurde eine Geſchwindigkeitskurve fe
gelegt, die ſo gewählt iſt, daß ſowohl die für die vo
jährige wie die für die diesjährige Prinz Heinrich=Fah
gebauten Wagen mit Erfolg in das Rennen gehe
können. Man rechnet infol edeſſen auf eine ſtar
deutſche Beteiligung, ſowohl ſeitens Privater wie au
ſeitens der Automobilfabriken.

Billige
Braunschweiger
Konserven
Pfd.=
Doſe Mängenſpargel Mk.
22/24 extra prima 1.40
Pfd.=M
2=Doſe
ffbohnen Mk. .65
Pfd.=Agrgiton kleinſte Mk.
* Doſe Karbn) Pariſer .55
*
Pfd.=
Mk.
Doſe Glachelbeeren .35
empfiehlt (5541sid
ſolange Vorrat reicht

M. W. Draßſel
Grafenſtr. 25 Telefon 71.

Anle Gartensamereien

Baſt uſw., I. Qualität, bei
(B5577
Gg. Matthes, Ludwigshöhſtr. 74a.
Ein gut erhaltenes
Wirtshaus=Inventar
billig zu verkaufen, auch einzeln abzugeben
5574so) W. Küchler, Wieſenſtraße 9.

Gut erhalt. Fahrrad
mit Freilauf für 40 Mk. zu verkaufen.
Näheres in der Exp. ds. Bl.: (5570oimd

Geſucht Piano
geſpielt, aber nur in gutem Zuſtand. Off.
mit Preis bei Barzahlung unter U 94 an
die Expedition ds. Blattes.
(*6181sss
7.3
fe und 1 Kleid für
1 Fruhjahrsjaue mittl. Figur billig
zu verkaufen Wienersſtr. 75, 2. St. (*6184
Belgiſche Rieſenhäfinnen, prämierte
Tiere, mit und ohne Jungen billig zu
verk. Landwehrſtr. 68, Stb. links. (*6220
große Geweihe, 1 Partie Rehſtangen
umzugshalber billig abzugeben (*6299
Ludwigſtraße 8, 2. Stock, Hergt.
Geſchäftsmann ſucht
gebrauchtes leichtes Motorrad.
Off. unt. V 24 an die Exp. ds. Bl. (*6295
Fur Vogelliebhaber!
Aus Raummangel 1 große 3=teilige
Flughecke für 15 Mk., ſowie einige kleinere
Metallkäfige für Weichfreſſer billig abzug.
5567sm) Karl Steinhäuser, Mühlſtraße 78
Ein f.
eichenes Schlafzimmer
mit großem Schrank, ferner ein maſſiv
eichenes Büfett mit Anrichte, ſämtl. zu
jedem annehmbaren Preis zu verkaufen
Schulſtr. 2, 2. Vorderhaus
*6211)

für 3 Mk. zu verkaufen.
1 Klappſtuhl Näheres Landwehrſtr. 43

Seitenbau rechts, part.

(*6308

Eine Kaute
6306so)

Pferdemiſt zu verkaufen
Arheilgerſtraße 66.

Auf der Rückseite
von Dr. Oetker’s Vanillinzucker-Päckchen
finden Sie ein vorzügliches Rezept für Vanille-Creme.
Haben Sic sonst noch Interesse für die bewährten
Rezepte von Dr. Oetker, so erhalten Sie dieselben umsonst
in jedem Geschäfte, welches Dr. Oetkers Backpulver
führt, oder auch umsonst und portofrei von der Backpulver-
fabrik

(5460H
Dr. A. Oetker, Bielefeld.

Grossherzl. Hess. Hoflieferand
laN0S
enenter hlesie beteten
Bachstein. Blüthner, Herdun
Grotrian-Steinwag Nachf.
Steinway 2 Jans-Thörmer
Mannborg-Harmoniums.
Preise von M. 85.- bis M. 3000
geger, bar u. Raten. Reelle Garanfie
Überall Anerkennung.
nietung. Eintausch Stimmen u Repar
n
greistiasra hestonfes und frot.

( 6
A.W. ZiMMERMANN
fernspr. 881.OARMSTADT. Marlenplatz, gegr. 1857

Weissbinder-
(*626
und
Lackiererarbeiten
werden ausgeführt zu den billigſter
Preiſen unter Garantie, Küchen von 5 M
an, Fußböden werden geſtrichen von 1 Mk
an durch W. Dick, Ludwigshöhſtr. 78.

Ein Schneider
empfiehlt ſich im Ausbeſſern uni
(*626
Aufbügeln von Kleidern
Klappacherſtraße 78.
(54420
Modistin.
werden nach neueſter Mode billig
Hülle u. ſchick umgearbeitet u. garniert
Mary Gerisch, Liebigſtraße 48, II
Ab1. April: Schlossgartenplatz 7, p.
nimmt noch
G
Tucht. Friſeuſe Kunden an
Brandgaſſe 4, 2. Stock
(*6024)

Büglerin empfiehlt ſich in unt
a. d. Hauſe.
Näheres Liebfrauenſtraße 91, 3. St. (*6264
Rüüigierin nimmt noch Wäſche ar
Louiſenſtraße 36 bei Koch. (*6258sc

Altrenommiertes
Spezereigeſchäft
in vorzügl. Lage Darmſtadts an tüchtige
ſtrebſame Leute per 1. Juli 1910 neu zu ver
mieten. Off. unter N 73 an die Exp. (517.is
(*5940ds
Achtung!
Wurſtverkaufsgeſchäft auf dem Markt=
iſt
wegen anderweitigem Unternehmen ſof
billig zu verkauf. Näh. Waldſtr. 16, Brand
(
en Griesheim
iſt eine gutg. Wirtſchaft mit Patent
Kegelbahn und großem Grabgarten krand
Offerten unte

heitshalber zu verkaufen.
V 30 a. d. Expedition ds

Bl. (5595s

Eine erüklaſie, leiſtungsfähige Mineral
waſſer= und alkoholfreie Getränke=Fabrik,
welche ein vorzügliches Fabrikat liefert
ſucht für Darmſtadt Niederlage.
Offerten unter T 81 an d. Exped. (5193a
F
Tüchtige Wiltsleute geſucht.
1. Off. unt. U 62 an die Exp. d. Bl. (*6036fs

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 35,


derun
Sma

Auf die geſtrige Annonce der Firma Kuch & Co, erwidern wir, daß der in unſerer vorausgegangenen Erklärung genannte
Arbeiter und Akquiſiteur, gegen deſſen Geſchäftsgebahren wir Anzeige erſtattet haben, tatſächlich für dieſe Firma tätig iſt.
Was die in der Annonce beſonders hervorgehobene längere ſelbſtändige Leitung eines Vacuum=Reiniger=Inſtituts anlangt, ſo
ezieht ſich dies nur darauf, daß Herr Kuch während ſeiner früheren Tätigkeit bei uns etwa 3 Monate lang Gelegenheit hatte, ſich
iber die Vacuum=Reinigung zu orientieren.
Wir empfehlen neuerdings unſer ganz vorzüglich geleitetes, nur unter unſerer perſönlichen Aufſicht betriebenes Vacnum=
Reiniger=Inſtitut bei weitgehendſter Garantie und außergewöhnlich billiger Berechnung. Viele vorzügliche Empfehlungen
(5549
ind Anerkennungen bieten hiefür beſte Gewähr.
Luisenstraße 10
essische Vachum-Reiniger-Gesellschaft öbel C0., reiephon a6t.
Srer (
Meerteneee
. (
S
Se eee

Von der Reiſe zurüick
Cie.

Erbteilungshalber
Dr. H. Rausch
tes Wohnhaus nebſt großem Hof und
Spezialarzt f. Haut= u. Harnkrankheiten
rien
verkaufen, desgl. ein Acker.
Näheres Beſſungerſtr. 11.
(B3417
Rheinſtraße 2. (*5599som
Günſtige

gl-!
154
Gusgenena- Landmdcherel
In de
oberen Heinrichſtraße iſt ein mit

llem Ku
fort der Neuzeit ausgeſtattetes
zu mieten geſucht. Späterer Kauf nicht
5 X5=Zimmerhaus mit je einem großen
ausgeſchloſſen. Offerten unter V 1 an die
der Manſarde weit unter der50
mer
*6175
Expedition dieſes Blattes.

re zu
(*6265so
rkaufen.
enſte Reflektanten erfahren Näheres
urch S. Joseph. Rheinſtraße 20.
Darmſtadt
t. Lage ein 483 Zimmerhaus
zünſtigen Bedingungen zu ver=
r
ſel
eingang 1500 Mark jährlich,
infragen unter V 80 an die Exped. (5550a
gerſtadt.
ck. u. 1½-Stöck. Häuser
Nehre
rdſeite von Eberſtadt, Nähe der
auf der
alles
ißen
uzeitlich eingerichtet,
edingungen zu ver=
ter
ſe
iter V 81 an die
e
Zufen.
(5581a
ſes Blattes.
editt
IIa
ei Eberstadt
räumige Zimmer,
enbau, Obſt= und Garten=
ie
Bergſtraße, billig,
u in
(12
n Bex
gungen zu verkaufen,
es Haus in Darm=
n
klei
unter § 66 an die
adt. 6
editi
(*5367sms
. Bi. erbeten.

O8 Rabatt

gebe ich auf sämtliche Artikel!
vom 15. ds. Mts. bis zu meinem Umzuge.

e
Offen6ach am Main
Direktor: Prof. Sberhardt

Inſtitut Boltz umnn

(H3436
Ilmenau i. Thür.
Einj., Fähnr.-, Prim.-Abitur.-(Ex.)
Schnell, ſicher. Pr. frei.

Arheilgen. Vor= u. groß.

ndhaus
n der Arheilger Chauſſee zu verkaufen.
A 67 an die Exped. (717a
ert.
Haus unter Preis
ch
beſte Lage, 7 gr. Zim. u. Zub.,
Eber
Harten, Gas, Waſſer ꝛc. zu verk. ev. ruh.
erm. Off. u. N7 Exp. (1934a
am. zu
Haus mit
(*6523ls
ten zu verkaufen.
Hrabga:
Näh. daſelbſt Kranichſteinerſtr. 29, part.
Villd d. u. D.
u. ſelbſterb., prachtvolle Fern=
u
, mi
achtv. Räume u. all. Zub., gr.
icht, 9
Jer. u. Balk., gr. Obſt= u. Zierg., Fläche
400 Quadratmeter, paſſ. für Arzt, da keiner
m Platz. Sanator, auch f. Kurgäſte, iſt
5. Abreiſe unter Selbſttoſtenpr. für 24000
Nark zu verk. od. zu verm. Off. u. V 5
(*6226
n die Expedition d. Bl.

Inhaber Jean Stichel
1 Schulstrasse 1
(Manufakturwaren)
Ab 1. April befinden ſich meine
(*267
Geſchäftsräume
Nür
(5572 F

heinstr. 4, I.Mig. Mheinstr-4 I.Rtg.


G
(

5
Alkoholfreie Rhein-Weine
von herrlichem erfrischenden
Wein-Geschmack, nicht süss.
½ Pl. 55, ¼ Pl. 90
Lorcher
Tischwein . ½ 55, 1/1 90
Kapellenberger ½ 65, ¼ 1.105
Diersteiger . ½ 65, 1/1 1.15
a
Wormser Weinmost.
Alkoholfreie
Schaumweine
Ananas-Traubensckt . . M. 1.30s
Traubensckt Jungbrunnen‟ 2.00s
1.30
Apfelsckt
Johannes Horn
Alexanderstraße 4, I.
(473as

Meine reichhaltige
at

Oster=Ausstchund
ist eröffnet und lade zu deren Besuch höflichst ein.
Grosse Auswahl in Nestchen, Körbchen, Gruppen Phantasie-
Eier, Muscheln, gefüllte und ungefüllte Eier.
Iogagnt. Fion als: Marzipan, Trüffel, Pistatien, Croquant, Cocosnuß,
I. Dessert-hlbl Pralinés, Creme, Trink-, versch. Fondant-Eier etc.
n
n Chocolade-Hasen
in jeder Preislage von 5 Pfg. an.
(5583a
Eigene Anfertigung fast sämtlicher Osterartikel aus nur feinster
Schweizer Chocolade (Marke Suchard) bei billigsten Preisen.
Täglich frische Bisquit-Eier u.-Hasen.:: Rote und gelbe Zuckerhasen.
2
Schwarz.
Geofd
Konditorei u. Café
Telephon 859. V. Thiermanns Nachf. Ludwigsplatz 4.
Spezialität: Pralinés, Wiesbadener Ananastörtchen, Brenden.

*6217so)

34 Mark und Weibe
chen zu verkaufen
Wenckſtr. 16, parterre.

Snnnnnannnnnuaaunnanaananans

Mann,
1,1 Bronze-Truten 1909
in voller Pracht, Hahn 10 Mk., Henne 8 Mk.,
(B5562
abzugeben Beſſungerſtraße 44.

Legehühner
billig zu verkaufen Beſſungerſtr. 25. (*6333
n (leine Raſch ne
Junger Pinscher kaufen geſucht.
Offerten unt. II 64 an die Exped. (6131

Conversation, Grammatik, Literatur,
Korrospondens. Nachhilfstunden in
Englisch
(4866a
Granzösisch
FT
und allen Weltsprachen
Wilhelminenstr. 19, II., in der
Berlitz School
(Tel. 613).
Von 8 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends.
Nur bewährte National-Lehrkräfte,
Stunde (allein) 2 Mk., in Klassen v.
80 Pfg. an. Zahlbar in Monats-
raten
. Probestunde gratis u. ohne
Verbindlichkeit. Prospekt krei.

Tallenſischer Uateriaht (Grammatit
1 u. Konverſation) bei gebild. Italiener od.
Italienerin geſ. Gefl. Off. m. Honorarford.
unt. U 8 an die Exped. ds. Bl. (*5873ms

wünſcht engliſchen
Eine Engländerin Unterricht z. erteilen
Wilhelminenplatz 10, 1. Stock.
3553a)

ti, durch aladem. gebild. Lehrer.
Hathemaul Sorgfält. ſchnelle Förderung.
Mäß. Honorar. Wittmannſtr. 30, I. (B901

nafpannnah Deutsch geg. Engl.
Prüchenaustäusch (Spaziergang od.
Haus) geſucht von geprüft, engl. Lehrerin.
Offerten u. U 20 an die Exped. (*5921sm
atunitäteere
an hanaſtge u.
Wer uerelter z. Marurklatsckamen vor?
Offerte unter U 98 a. d. Exped.
(6195

auwäghat
Malle
Masm enterrichte

Theorie.
Ensemblespiel.

Klavier.
Violine.
Klarinette.
Mäss. Honorar.
Zither.
Einzel-Unterricht.
Kurse für Schüler u. Fortgeschrittene.
Gewissenhafte Ausbildung.
Fordern Sie Prospekt vom Institut
HMee
Abee 6 Myngthn
Phddgosiamtrlusin
19 Riedlingerstrasse 19. (4955a
Gründl. Klavierunterricht erteilt Fräulein
bei mäßigem Honorar.
*5893ms)
Riedlingerſtraße 33, part.

Elsor
O0eoh
Sohihe ungeseien. Eilern
finden in der Landwirtschaft unter
günstigen Bedingungen zeitgemässe Fach-
ausbildung
unter Berücksichtigung von
Garten- u. Kolonialkultur eventl. Berechtigung z.
1jähr.-freiw. Dienstan der bestempfohlenen
Landwirtschaftlich. Lehranstalt
Köstritz, R., Thüring.
Man verlange Prospekt d. Direktion, (3212a
Zur rie
Erlangung der Doktorwürde
a. europ. Hochsch. (Dr. jur., rer-pol.,
ing., phil., med., theol.) erteile ich soit
50 J. sachgem. spec. Informat. u. Rat. Befer.
in all. Staat. u. Ständ. Nur Briefe, nicht
anon. sub. Dr. R., Breslau I lagernd

[ ][  ][ ]

Seite 56.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.
eeee ed ee Geeg E

Nummer 66

Die Eröffnung meiner
odellhut-Ausstellund

beehre ich mich ergebenst anzuzeigen.

(5557

Ecke Elisabethen-
Mathilde Kleinn Beie klisabethen-
u
. Grafenstrasse
u. Grafenstrasse
Putz- und Modewaren.

Gebrannter Katfee, naturell geröstet, eigner hösterei. Koher Karree, braun u. grü
Haushaltungs-Kaffees von 1.201.70 Mk., besonders feine Sorten Mk. 1.80, 1.90 2.-, 2.10, Dessert-Kaffees, empfiehlt stets frisch gebran
S
Grafenstrasse 25
Steis erhalten Sie dig sehwrars weleen Aute
6
O!
des Rabatt-Spar-Vereins.
Frasse
(3045
5 . Telephon 71. :. 32

Me e
Fräulein, Schreibmaſchine, ſowie
einfacher, doppelter und amerikaniſcher Buch=
führung
und allen Kontorarbeiten, ſucht
paſſende Stelle. Offerten unter V 11 an
die Expedition ds. Bl.
(*6262

Kiunc
Fraulein
kundig in allen kaufm. Fächern, ſowie in
einf., dopp. und amerik. Buchführ., Steno=
graphie
und Maſchinenſchreiben, ſucht paſſ.
Stellung. Off. u. V 12 a. d. Exp. (*6244

Far
Tüchtige Verkäuferin ſucht Stelle in
Schweinemetz=
gerei
per 1. oder 15. April. Offerten unter
V 13 an die Expedition.
(*6246

0
Gebildete junge Dame
aus guter Familie, in einf. Buchf. u. Korre=
ſpondenz
gründl. erfahren, ſucht per ſofort
Stellung als Kaſſiererin oder ſonſtigen
Vertrauenspoſten. Ofkferten unter V 14
an die Expedition ds. Blattes.
(*6296

*6132) Welche Schneiderin die ausgeht,
würde fleiß. Arbeiterin mitnehmen zur Bei=
hilfe
. Off. unt. U 89 an die Expedition.

Junge Schneiderin (5877msi
wünſcht mit erfahrener. tüchtiger Schneiderin
auszugehen. Zu erfr. Frankfurterſtr. 90, III.

18 Jahre, bewandert
Junges Mädchen in Handarbeit und
Nähen, ſucht Anfangsſtelle in gutem Herr=
ſchaftshaus
als Zimmermädchen od. dergl.
Bedingung gute Behandlung. Off. unter
M 57 an die Expedition ds. Bl. (*5697ids
*6068fs) Aelteres, einfaches Mädchen,
welches 7 Jahre auf einer Stelle war, gut.
Zeugnis beſitzt, ſucht Stelle
Frau Nessling, Ludwigſtraße 8.

*5771ms) Junges Mädchen, welches ſich
jeder Hausarbeit unterzieht, ſucht bis
1. April Stellung als Stütze der Haus=
frau
, am liebſten wo es noch in einem
Geſchäfte mit tätig ſein könnte. Näheres
in der Expedition ds. Bl.

*5763ms) Gebild. Fräulein ſucht Stell.
zur Führung eines Haushaltes. Offerten
unter I 69 an die Expedition ds. Bl.
*6205) Aeitere Köchin nimmt Aushilfe=
ſtelle
an Karlſtraßes101.

Aelteres, anſtändiges Fräulein,
tüchtig und zuverläſſig in allen Zweigen
des Haushalts, ſucht ſelbſtändige Stelle in
kleinem Haushalt. Offerten unter V 7 an
die Expedition d. Bl.
(*6236
*6147) Solid. ält. erf. Mädchen, das gut
kochen kann, ſ. ſelbſtänd. Stelle, am liebſt.
bei ält. Herrn, auch alleinſt. Dame od. bei
zwei älteren Leuten. Näheres Martin=
ſtraße
54, 1. Stock.

*6167) Unabhängige Frau ſucht einige
Stunden Beſchäftigung. Landgraf Georg=
ſtraße
6, Seitenbau links, 3. Stock links.

unng
Junge Saubere Prau Waſchen u. Putzen.
Wendelſtadtſtr. 47, Hinterh. 2. St. (*6302

Fran empfiehlt ſich im
*6312) Junge gut empf. Frau ſucht Lauf=
dienſt
, auch Aushilfe, Geiſtberg 8, parterre.
575sid) Saubere Frau ſucht morgens
2 und mittags 1 Stunde Beſchäftigung.
Näheres Rheinſtraße 47, 2. Hof rechts, 1. St.
6326) Frau ſucht 1½ Std. vormitt.
Beſchäftigung Woogsſtr. 1, part. rechts.
*6325) Anſtändiges Mädchen ſucht
Stelle von 8 Uhr morgens b. nachmittags
Rundeturmſtraße 15, 2. St.

*6278) Gew. Hausmädchen, im Weiß=
nähen
u. Schneidern erfahren, ſucht Stelle.
Gute Zeugn. Näh. Frau Frank, Schulſtr. 9.

*6075so) Mädchen ſucht ſofort leichte
Stelle Arheilgerſtraße 69, V.
ſ. tüchtige pertekio Köchin auf
Stelle 1. April Bureau Brutscher,
Marktplatz 7, 1. Stock, Hinterh.
(*6254

15) Unabh. Frau geht waſchen u. putzen,
als Aushife Weichei, Sackgaſſe 7.

Sckuſiſaus C. Spier,

Louisenplatz 1.

(5569

Mteser
Stelle
ſucht tücht. Herrſchaftsköchin, m. pr. langir.
Zeugn., durch Bureau Brutſcher, Markt=
platz
7, 1. Stock, Hinterh.
(*6253
Gebildetes Mädchen (18 Jahre), das ſehr
gut bügeln u. etwas nähen kann, ſucht
per 1. April Stellung in nur beſſ. Hauſe als
Zimmermächen od. Kinderfräulein hier od.
ausw. Off. u. V 22 an die Exped. (*6251

*6320) Eine ſaubere, fleißige Frau geht
halbe Tage waſchen und putzen, nimmt
auch Laufſtelle an 2 Stunden morgens
Eckhardtſtraße Nr. 2, Manſarde.

en
weiches koch. k. u. Hausarb.
Mädchen, verſteht, ſucht Stelle als
Aushilfe Mühlſtr. 13, bei Geiger. (*6329

Junger kaufmann
welcher 1. April ſeine Lehrzeit in einem
größeren Kolonialwaren= u. Kaffee=Engros=
Geſchäft beendet, ſucht Stellung als Kontoriſt
oder auf Bureau, la Zeugnis. Gefl. Off.
u. B 80 an die Exp. ds. Bl. (4667msm
4376a) Tüchtiger Rechn=. u. Verw.=
Beamter übernimmt Stellung, Führung
und Reviſion v. Rechng., ſonſtige Rechn.
u. Verwaltungsangel., Korreſpondenz
und dergl. Geft. Zuſchriften unter P69
an die Expedition ds. Bl.

*5802mds) Tüchtiger, verh. Mann mit
guter Handſchrift ſucht, geſtützt auf gute
Zeugniſſe, per ſofort Stelle als Kaſſenbote,
Bürodiener oder ſonſt. Vertrauenspoſten.
Offerten unter I 88 an die Expedition.

5652ids) Ein ſolider, braver Mann,
Halbinvalide, ſucht leichte Beſchäftigung.
Näheres in der Expedition ds. Bl.
Krankenpfleg
ger.
Junger Mann, 24 Jahre alt, als Kranken=
pfleger
ausgebild., ſucht Stell. in Kranken=
hauſe
oder Privat. Näheres bei Anton
Weimar, Seeheim a. d. B. (4778dss
*6298) Junger verheirgt. Mann ſucht
Stelle als Gartenarbeiter, Fahrburſche oder
Hausburſche Mathildenplatz 5, Hth. II.

herlaubt ſich hier=
Einſelbſtändiger Küch mit denp. t. Herr=
ſchaften
hier u. Umgebung zur Aushilfe bei
größ. Diners, Geſellſchaften, Hochzeiten ꝛc.
beſtens zu empfehlen. Näh. Exped. (*6207

Herrſchaftskutſcher
verh. mit pr. Zeugn. ſucht ſofort Stellung,
nimmt auch ſonſtigen Vertrauenspoſten an.
Off. u. U 48 an die Exped.
(*5981ds

Sal
Orr-Gn
ſe
Tüchtge verkadferm
perfekt im Abſtecken von Konfektions, ge=
wandt
im Umgang mit feinſter Kundſchaft,
zum alsbaldigen Eintritt geſucht. (5238mds
Joseph Stade, Hoflieferant,
Ludwigſtraße 15.
S erch
Verkäuferin
nur gut empfohlen; für Kurzwaren
und Beſätze ſucht
*6134so
Arthur Sittig
Luiſenplatz 4.

Giesucht
angehende Verkäuferin
mit Branchekenntnis
jungeres Fräulein
mit ſchöner Handſchrift für Kaſſe und Buch=
(5585
führung ſofort event. 1. April
Rud. Nick Nhflg. W. Nagel,
Ernſt=Ludwigſtraße 16.

Schneidern
(5558
zum Abändern tagweiſe geſucht
eN2.
Willy Schwabe Ludwigsplatz.

Modes!
Tüchtige 2. Arbeiterinne
per ſofort oder ſpäter ſuchen
(487
Gebrüder Unger, Ludwigsstrasse

(63
Arbeiterin geſucht! are
Mertens Konfektion, N.=Ramſtädterſtr. :
5389fso) Für meine Konfektions=Aend:
ſtube ſuche ich geübte
Arbeiterinnen
in dauernde Stellung.
Theodor Schwab, Ernſt=Ludwigspla=
Meieſet 1. cſthäher
(4047
por ſofort geſucht.
Damenkonfektion, Hügelſtr. 7,

4721a) Angehende Arbeiterin u. Lehr
mädchen geſucht Schuchardſtraße 8, II.
Frauen und Mädchen
ſowie jugendl. Arbeiterinnen=
finden
dauernde u. lohnende Beſchäftigung
Wolf Strauss, Sortieranſtialt
5597a) Gräfenhäuſerweg 65.
tagweiſe z1
Im Nähen S
gewandtes Mädchen Schneiderin
geſucht Waldſtr. 25, 1. St. Seitenb. (*625
*6189) Arbeiterin sofort gesuche
FIora Wenzel, Schneiderin
Kirchstrasse 12, 3. Stock.
*6
Lehrmädchen für Konfektio=
geſucht

Riedlingerſtraße 19, part.
5121a)

Modes!

Lehrmädchen für Atelier und Lade
(*6063f
geſucht
J. Tauber, Ludwigsplatz 6.

(5396
Lehrmädchen
hei ſofortigem Verdienſt für ein Konfektions
Geſchäft geſucht. Zu erfrag. in der Expel

Lehrmädchen,
welches das feinere Putzfach erlernen will
(5182ms
wird angenommen
Ernſt=Ludwigſtraße 5, I.
3917a) Lehrmädchen ſofort geſucht
Damenkonfektion, A. Herber,
Luiſenſtraße 34.

Lehrmädchen geſucht
Modes, Ludwigſtraße 17, I. 4303a
5348ds0) Suche für Schweinemetgere
junges, tüchtiges Mädchen aus anſtändiger
Familie als
Lehrmädchen
Offerten unter U 49 an die Exp. ds. Bl

Lehrmädchen
aus guter Familie geſucht
J. Ph. Leuthner,
Hofpapierhandlung.
Meldungen Ernſt=Ludwigsplatz 2,
(4428a
II. Stock, r. erbeten.
Lehrmädchen
gegen ſofortige Vergütung geſucht (5577
Alfred Fraenkel, Schulſtraße 5.

Lehrmädchen
(5554som
aus guter Familie geſucht
Karl Rittershaus, Ludwigsplatz

*6030fs) Tüchtiges Alleinmädchen ber
gutem Lohn und guter Behandlung für
Kiesſtraße 95.
1. April geſucht
9 2

Braves, ſleißeges Madchen
im Alter von 1620 Jahren für dauernde
(*6014s
Stellung ſofort geſucht
Heinheimerſtraße 59. (Laden).

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 87.

Prompte und billigſte Reinigung, Wachsen, Bohnern und Gelen von Parkett=
(5553
böden und Linoleum durch gewandte, erfahrene Fachleute.
Luisenstraße 10
AV
Darmstädter Reigungs-msthate Iber & Co., Romm.-Ges., Teiephon 461.

*0107a) Herſchaft, zwei Leute, ſuchen!
wegen Verheiratung des Mädchens, braves
Dienſtmädchen. Aeltere Dame ſucht Mädch.
welches koch. kann. Köchinnen u. a. Mädch.
mit guten Zeugniſſen erh. recht gute Stell.
Frau Nessling, Ludwigſtraße 8.
C5406,4) Weg. Verheiratung d. Mädchens
ſucht kl. Familie bis 1. April ein ſolches mit
guten Zeugniſſen, nicht unter 20 Jahren
Stiftſtraße 479/10, parterre.

Zum 1. April=
Fräulein, das kochen kann, zu kl. Familie
mit 1 Kind, zur Stütze der Hausfrau ge=
ſucht
. Mädchen vorhanden. Offerten unt.
T 55 an die Exped. ds. Bl.
(5540a

5258msi) Zum 1. April in kleinem, ſehr
guten Haushalt ohne Kinder
tüchtiges Mädchen
für Küche u. Hausarbeit geſucht. Näh.
in der Exped. Vorzuſtellen morgens
vor 11 oder abends nach ½7 Uhr.

5188a) Köch., Hausmädch. u. Mädchen,
all. mit guten Zeuaniſſen, ſucht
Frau Hahn, Schuchardſtraße 13, II.

Zum 1. April
reinliches, unbedingt zuverläſſiges Mäd=
chen
, das Liebe zu Kindern hat und
tochen kann, geſucht. Vorzuſtellen zwiſchen
1012 Uhr und nachmittags von 57 Uhr
Martinſtraße 97, part.
(B5425

Fleißiges und zuverläſſiges
Me
Dienstmädchen
das ſchon in einem beſſeren Haushalt gedient
hat, zum 1. April geſucht. Näheres in der
Expedition ds. Blattes zu erfahren. (5381t mädchen, welche kochen und nicht kochen, in

Melte etetnheten
f alle Hausarb. gegen gute Bezahlg. geſucht.
Zu erfragen Mühlſtraße 68, part. (*5734ids

Suche Köchinnen
Hausmädchen und große Anzahl Allein=
mädchen
, ſowie einige jung. Mädchen mit
gut. Zeugniſſen in ſehr gute Stellen für
Privat=u. Geſchäftsh. (auch nach auswärts).
2289)
Frau Weissmantel,
Arbeitsnachweis, Eliſabenſtr. 37.

Zuverläſſiges, beſſ. Hausmädchen
gesucht,
welches bügeln kann und alle Hausarbeit
verſteht. Mit Zeugniſſen vorzuſtellen

*6229)

Saalbauſtraße 81, 1. Stock.

Ordentliche Lauffrau
für den Haushalt geſucht
(5535
Karl Rittershaus,
Ludwigsplatz.

*6301) Reinl Mädchen für den Haush.
tagsüb. geſ. Lohn 10 M. Wienersſtr. 73, II.
5598) Bürg. Köchinnen, einfache Stütze,
Hausmädchen, und Alleinmädchen, erh.
paſſende Stellen in gute Häuſer hier und
auswärts. Näheres Frau Hartmann,
Stellenbureau, Karlſtraße 40.

von früh
Mädchen für halbe Tage, bis nach
dem Spülen, oder Aushilfsmädchen für
ganze Tage ſofort geſucht
(5592t
Gutenbergſtraße 11, part.

*6123) Laufmädchen für murgens und
mittags geſucht. Grüner Weg 4, 2. Stock.
mädchen geſucht. Offerten unter V 92
an die Expedition ds. Bl.

*ülch) Suche für ſofort und ſpätert
Hausmädchen, Kindermädchen, Alleinmädch.
in Privat und Geſchäftsh., ſowie Cifés.
Stellenbur. Rösinger Mandalenenſtr 21.

5439sm) Zu drei erwachſenen Perſonen
wird ein Mädchen, das kochen kann, per
1. Aprtl geſ. Näh. Wilhelminenplatz 2, I.
cher Aushife bis 1. Aorit geſucht
zwei Leuten. Gutenbergſtraße 61, part.
Vorzuſtellen von 103 Uhr.
*6170) Laufmädchen oder Frau mehrere
Stunden des Tages für ſofort geſucht
Soderſtraße 114, parterre.
Reiſige, ſauder Lauſfran
für vormittags 2 Stunden und nachmittags
zum Spülen von 1. April ab geſucht
209)
Wittmannſtraße 36, 2. Stock.
5560) Geſucht wird zum 15. März tags=
über
ein beſſeres
Mädchen
das nähen kann und Liebe zu Kindern hat.
Vorzuſtellen zwiſchen 91 und 24 Uhr
Wendelſtadtſtraße 23, part. (Loupre).
(5588,4) Sauberes, zuverläſiges
Mädchen
das etwas kochen kann und auch Liebe zu
Kindern hat, wird gegen guten Lohn geſucht.
Zu erfragen in der Expedition ds. Bl.

Tichines wiäbtenr
das gut kocht, und iüngeres Hausmädchen
per 1. April geſucht Viktoriaſtr. 30, I. (5584a

EEN-RESTE
zu und unter Einkaufspreis.
(3921a
Carl Hochstaetter, Hoflieferant.

Werckaus

wünſcht den General-Vertrieb einer epochemachenden Neuheit
für Darmſtadt einer durchaus ſolventen Perſönlichkeit oder Firma
zu übertragen. Offerten unter F. W. 4078 an Rudolf Moſſe,
Wiesbaden.
(5602MI

ee


Provisionsreisende
werden zum Vertrieb einer landwirtschaftlichen Neuheit gesucht. Event.
Tagesverdienst 20 bis 100 Mark. Nur solche, die Landwirte zu be-
(*6633
handeln verstehen, werden angenommen.
Kesselring-Sties, Landau (Pfalz).

630) Stellen finden: Köchinnen in Privat=
u
. Herrſchaftshäuſern, Hausmädchen, welche
nähen und bügeln können, tüchtige Allein=
Privat= und Geſchäftshäuſern für 1. April
Stellenbureau Frau Dingeldein
Schützenſtr. 10½, Telephon 531. (6309 5568s0) Suche für ſofort für kleinen Haus=
halt
braves jüngeres kinderliebes
Dienstmädchen.
Gute Zeugniſſe erforderlich. Ebenda eine
Aushilfe ſofort bis zum 1. April mit guten
Empfehlungen
Frau E. Soldan, Kiesſtraße 58. Feines Alleinmädchen
das gut kocht baldigſt geſucht. Näh. in
der Expedition ds. Bl.
(*6322so *6280) Stellen ſinden: Köchinnen,
Stütze und Alleinmädchen per 1. April.
Näheres Frau Frank, Schulſtraße 9. *6237so) Mädchen für Hausarbeit u. zu
Kinder, d. ſchon in beſſ. Hauſe gedient hat,
zum 1. April geſucht Stiftſtraße 9, I. 5478) Suche junges Mädchen für den
Haushalt. Off. unter U 95 a. d. Exped. B5529) Per 1. April fleißiges, ſauberes
Mädchen geſucht von morgens 8 Uhr bis
nach dem Spülen Karlſtraße 57, part. Braves, williges
Mädchen

am liebsten von auswärts, in
bürgerl. Familie mit erwachſenen
Kindern zum 15. März oder ſpäter
gegen guten Lohn geſucht. Näheres
Expedition.
(5591t
Seecht
S *6164so) Zum 1. April tüchtiges Allein= B5531) Geſucht ältere erfahrene Köchin
für Offizierhaushalt, Burſche im Haus
Meldungen Martinſtraße 74 I. Junges ſauberes Mädchen
per 1. April geſucht.
(*6249
Näheres in der Expedition. *6245) Braves Mädchen per 1. April
geſucht
Viktorigſtraße 64 I. (*5003a) Steinſtraße 8, part., z. April ein
braves, erfahrenes Mädchen für Küche u.
Hausarbeit geſ. Zw. 6 u. 8 Uhr abds. zu ſpr. *6305) Sauberes, tüchtiges Mädchen
für Hausarbeit geſucht
P. J. Schembs, Rheinſtraße 20. B
Kochin
die fein bürgerlich ſelbſtändig kocht und
auch etwas Hausarbeit übernimmt, wird
m 1. April in Offiziers=Haushalt geſucht.
(291)
Näheres Friedrichſtraße 28, part. Das Eentralſtellenbureau von
8,
Frau Augaste Schmitt,
Ballonplatz 5, II., ſucht ſofort
tüchtige Reſtaurationsköchin,
w. zu Hauſe ſchlafen kann, ſow=

mehrere Mädchen in beſſere

Reſtaurants, bei hohem Lohn;
ferner für ſofort in Herrſchaftshäuſer: Haus=,
Zimmermädchen und Köchin, nur mit gut.
Zeugniſſen.
(*6339

ersicherung.
Vertreter für erſtklaſſige Ge=
ſellſchaft
geſucht. Off. u. D. L. 485
an Daube & Co., Frankfurt a. M. (5601D

Vertreter
in Bäckerkreiſen langj. eingeführt, gegen
(914fl
hohe Proviſion geſucht
Paul Wittig, Backſchüſſelfabr., Radebeul-Dresden.

Perfekter
Stenotypist
(5488
ſofort geſucht.
Offerten mit Gehaltsanſprüchen und
Zeugnisabſchriften an Rechtsanwälte Seriba
und Schollmayer, Groß=Gerau.

verlange
ſer Stellung sucht die
Deutſche Vakanzenpoſt:
Eßlingen 143.
(144M

erag

5201fl) Leiſtungsfähige Friedrichs=
dorfer
Zwiebackfabrik ſucht
geeignete
Perſönlichkeit
zum Verkauf u. Abliefern ihres Zwiebacks
an Kolonialwarengeſchäfte u. Bäckereien;
ſolche, die bei dieſer Kundſchaft eingeführt
ſind, werden bevorzugt. Offert. unt. Z. 2468
zur Weiterbeförderung an Haaſenſtein &
Vogler, A.=G., Frankfurt a. M.

it
atzft
Tüchnger Verneier
welcher in Hotels und Cafés eingeführt iſt,
wird von einer erſten Firma für Darmſtadt
u. Umgegend gegen hohe Proviſion geſucht.
Offerten unter U 58 an die Expedition
dieſes Blattes.
(*6082

Reisende u. Verfreter
für Landkundſchaft ſucht E. Marlofl,
Darmſtadt, Liebfrauenſtr. 75, II. (*6337ss

Abonnentenſammler
für Verſicherungszeitſchrift bei hoher Pro=
viſion
geſucht. Vertreter überall geſucht.
*6338)
Hahn, Schwanenſtraße 21b.

0on
Tüchtiger Tagschneider
auf dauernde Beſchäftigung ſofort geſucht.
Thiele & Böttinger,
5489)
Hoflieferanten.

Schneider
Großſtückarbeiter, I. Tarif, ſucht
A. Kowalski, Schulſtraße 7.
(5122a
Zwei tüchtige Schmiedegehilfen
ſofort geſucht (*6093fso
E. Mohrmann, Großh. Hofſchmied.

54010I) Mehrere tüchtige, ſelbſtändig
nach Zeichnung arbeitende
Wee

Mobeischreiner
von großer Fabrik ſofort geſucht. Offerten
sub H. 512 F. M. an Rudolf Mosse,
Darmstadt.
(8
Tüchtige Schuhmacher
für erſtk! Herren= und Damenarbeit ſofort
geſucht. P. J. Schemos, Rheinſtr. 20. (*6304
*6200) Aelterer, alleinſtehender Mann vom
Lande in dauernde Stellung (Gärtnerei)
geſucht. Koſt und Wohnung im Hauſe.
Bedingung: ehrlich und nüchtern.
Viktoriaſtraße 54.
*6290so) Tücht. Schuhmachergehilfe ſof.
geſucht. Lauteſchlägerſtraße 16.

Tüchtige Rockarbeiter
finden dauernde Beſchäftigung auf Werk=
ſtätte
, ſowie außer dem Hauſe.
*6191) J. G. Kahlert & Söhne.

Zigarren= und Wickelmacher
geſucht.
Tüchtige Zigarren= und Wickelmacher
finden dauernde Beſchäftigung in der Zi=
(5492som
garrenfabrik von
Heinr. Jac. Lampe.

6281msch) Suche bis 1. April einen:
ſaub., jung. Hausburſchen
Konditorei u. Bäckerei Treuſch, Langen.
5487) Ein ſchulentlaſſener Junge oder
Mädchen für Sonntags morgens zum
Fleiſchaustragen geſucht
Hügelſtraße 29 (Laden.)

Ein ehrlicher Burſche von 14 Jahren
(*6240
für leichte Gartenarbeiten geſucht
Nieder=Ramſtädterſtr. 39, 1. Stock.

5582a) Einen reinlichen, willigen
Hausburſchen
(Radfahrer) von 1820 Jahren ſofort ge=
ſucht
, Koſt und Wohnung im Hauſe
L. Graßmann, Hofkonditor,
Wilhelminenſtraße 6.

Lehrling
für Mannfakturwaren=Geſchäft gegen
ſteigende Vergütung geſucht.
L. Engelhard Nachf.
Gr. Ochsengasse 27. (4951a

Tapezierlehrling
per Oſtern geſucht H. Leichtweiß, Tape=
(B2362
ziermeiſter, Beſſungerſtraße 41.

kann ſofort oder auf
Tapener=Lehrling Oſtern eintreten.
Heinrich Heimann, Tapeziermeiſter.
Beſſungerſtraße 90. (B5326

4766a) In meiner Medizinal=Drogen= u.
Chemikalienhandlung findet per 1. April.
a. e. ein junger Mann mit Gymnaſial= od.
Realſchulbildung Aufnahme als
Lehrling.
Fr. Beckenhaub, Schulſtraße.

Bnebnderlehnlung geshnelt.
Jacob König, Buchbinderei und Ein=
rahmungsgeſchäft
, Eliſabethenſtr. 42. (5021a
0
Lehrling

ſucht
(2774a
Bernh. Stromberger
Bau= u. Möbelſchreinerei.

eritr der Mien
zur Erlernung der
(5191a
Dhotographie
gegen ſofortige Vergütung geſucht
Atelier Wolff,
6 Ludwigsplatz 6. Telefon 1703.

50105) Junge kann die Gärtnerei
erlernen.
Gärtnerei Loos.,
Schießhausſtraße 34.

Ordentüicher Junge
braver Eltern als Lehrling zu Oſtern g
Chr. Steiner’s Spezialgeſchäft f.
Malerartikel, Neckarſtraße 26.
(*5784
Ze

Lehrling
fürs Bureau geſucht. Weinhandlun
Steinackerſtraße 1.

Braver Sunge
der die Schreinerei erlernen will, kanne
treten Gardiſtenſtraße 18.

Braver Junge
kann die Herren=Schneiderei gründlich er=
lernen
.
E. Scheinpflug,
(6501a
Schneidermeiſter, Rheinſtraße 47.
Lehrling, auf ein Büro gegen
ſofortige Vergütung
geſucht. Off. unt. V 8 an die Exp. (*6235so
Konditorlehrling.
Sohn achtbarer Eltern kann die Konditorei
gründlich erlernen. Näheres Gg. Schwarz,
(*6287
Konditorei, Ludwigsplatz 4.
echeterentnieg nicht
*6250si) Aug. Ewald. Arheilgerſtr. 31.

[ ][  ][ ]

(55
Wir empfehlen unſere mehrfach patentierte und prämiierte große fahrbare Vacuum-Entstaubungsmaschine neueſter Kor
ſtruktion mit Motorbetrieb zur gründlichſten und durch die ſofortige Staubaufſangung u. =Abführung hygieniſch ſäußerſt wie
tigen Entſtaubung von Wohnungen, Bureaus, Bibliotheken, Polſtermöbeln, Betten, Vorhängen uſw. und beſonders von Tei
pichen, die durch die Entſtaubung wieder ein friſches, ſchönes Ausſehen bekommen. Eine Beſchädigung der Stoffe iſt abſolut ausgeſchloſſer
Unſere große außerordentlich leiſtungsfähige Entſtaubungsmaſchine, die einzige dieſer Art am Platze, iſt nicht zu ver
wechſeln mit Handentſtaubungsapparaten oder kleinen Maſchinen mit Motorbetrieb, da dieſe auch nicht annähernd die Saugkraft unſere
Maſchine beſitzen und deshalb die Entſtaubung niemals ſo gründlich erfolgen kann. Vorzügliche Empfehlungen u. Anerkennunger
Die Preiſe für prompte und zuverläſſige Vacuum=Entſtaubung haben wir weſentlich reduziert, um dieſe überall einzuführen.
Teppiche und einzelne Polſtermöbel entſtauben wir in unſeren eigens dafür beſtimmten Räumen. Abholen und Abliefern gratis
Meneete e e
Se B.,
Heute Samstag
dller

Art

zu jed. annehmbaren Gebot zu verkaufen
D
Rlegerplatz 8, I.
Schlafzimmer, hell Nußb., innen eiche,
mit Spiegelſchränke
2 hochf. Wohnſalon
Küchen=Einrichtungen
10 Diwan von 30 Mk. an
4 Diplomaten=Schreibtiſche
2 Chaiſelongues, verſtellbar
70 Stühle, verſch. Art
3 Bufett, Nußb., von 85 Mk. an
5 Trumeaux
Auszugtiſche, nußb. u. eiche
2 Sofa=Tiſche
1 Sofa u. 2 Seſſel
2 Büchergeſtelle
Bettſtellen mit Pat.=Matr.
3 Sofa=Umbau
(*6318
3 Vertikow uſw.
alles neu und tadellos.
5Aon
Achrung! Umzüge!
Werden ſchon von 5 Mk. an übernommen
unter voller Garantie.
(*6303
L. Hausner’s Möbeltransportgesch.
Rundeturmſtraße Nr. 1.

38Zäſche z. waſchen u. bügeln w. angen.
Frau Petrl, Erbacherſtr. 13, Stb. (*6153

(legante Kleider, Koſtüme u. Bluſen
werden angefertigt in und außer dem
Hauſe Friedrichſtraße 11, part. (*6196soi

Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſowie Beinlängen auf der
Maſchine billig und prompt. Heinheimer=
ſtraße
20, 3. Stock.
(2827a

Schutz=Kuverts f. Grammophonplatten,
das Stück zu 5 Pfg., eine 8=Literflaſche
billig zu verkaufen
(*6215
Liebigſtraße 10, Manſarde.

hasschllessungen
EuG-rechtsgiltige, in England
Prospekt E. 110 frei, verschlossen 50 Pfg.
Brock & Co., London, E. C., Queenstr. 90/91. (1497El

Damen finden diskr. Aufnahme
bei Frau Stoll,
Eberſtadt b. D., Friedrichſtr. 2. (5432fs

Siskr. Entbindung und Aufnahme.
Penſion pr. Monat 60 Mk. Hebammo
Jungmann, Bischofsheim bei Mainz. 4716msms

M e
beſſ. Herkunft findet Aufnahme
Kind in guter Familie gegen ein=
malige
Vergütung. Offerten u. G 362
an Haasenstein & Vogler, A.-G.,
Mannheim.
(5537H

2ig
wird in liebevolle Pflege ge=
Kend nommen. Bett wird geſtellt.
Off. u. R 100 poſtlagernd Eberſtadt. (5433fs

Erünes Vorhemd verloren. Abzu=
3
geben gegen Belohnung in der Er=
pedition
dieſes Blattes.
(5374fso

Eeine gelbe, mit etwas weißem Halsring
verſehene
Golliehündin
auf den Namen Giesa hörend, hat ſich
verlaufen in der Nähe von Arheilgen und
Kranichſtein. Dem Wiederbringer eine Be=
lohnung
Grüner Weg 27.
(*6126
e i seeeiuee i i a in in er 6 5 55 20 650 M0. 65 5

en
agstisch
Fleisch u. veget. Kost zu
85, 70 u. 60 Pf. im Abonn.

Flelsch und veget. Kost
zu 65 u. 50 Pf. im Abonn.

Ausehant des berihmten
Wormser Weinmostes

REFORM-RESTAURANT
S
MAAETUN
4 Alexanderstrasse 4, I. Stock.

Kaisersaal.
Samstag, den 19. und Sonntag, den 20. März, abends 8¼ Uhr:
2 aussergewöhnlich sensationelle Séancen
des berühmten Antiſpiritiſten
F. Cumberland.
Interessante Probleme:
Die Macht der Suggeſtion. Spiritismus und Antiſpiritismus. Telepathie.
Gedankenleſen. Wunder des menſchlichen Gehirns. Anormales Gedächtnis=
vermögen
. Rechenkünſte. Pſychologiſche Studien ꝛc. ꝛc.
Myſteriöſe Demonſtrationen in fabelhafter unbegreiflicher Vollendung.
Aufklärende Worte.
Karten im Vorverkauf zu Mk. 2.50, 1.50 und 0.75 in der Hofmuſikalien=
handlung
Georg Thies Nachf. An der Abendkaſſe: Mk. 3., 2. u. 1..
Schüler die Hälfte der Abendpreiſe.
NB. F. Cumberland’s Séancen ſind faſt überall ausverkauft. Es
iſt empfehlenswert, ſich rechtzeitig mit Karten zu verſehen.
(5600
Handarbertsausstellung des Henmannischen Mustktuts
im Gewerbemuseum II. Stock.

Zur Besichtigung (täglich von 11 ein

1 und 35 Uhr geöffnet)

5571)

C. V. Szczepanski.

ManennnEEMnERMEEnMRnenuuRue

Zum Schwan!
Weinrestaurant I. Ranges
Georgenstrasse 1½
Ecke Rheinstrasse
Diner 1.25 Mk., Souper von 6 Uhr abends ab
gute Küche
kleine Preise vorzügliche Weine
aufmerksame Bedienung
Spezial- Abendplatten à 80 Pfennig.
Um gefl. Zuspruch bittet
Hochachtend
WILHELM KNELL
früher Oberkellner Hotel Karpfen Mainz, Regensburg Gräner Kranz, Viktoria Hotel Bremen.
*6332)
650
Rendezvous der Herren Geschäftsreisenden.

2.
3
UNIONBRAUERE
3.
S
ift
GR-GERAU

(5448a)

Methelsu

Gee
Morgens Wellfleiſch mit Kraut
Ankerbier
wozu freundlichſt einladet
(*611
Georg Uhrig, Erbacherſtraße 47.

Samstag, den 12. März 1910
Mle

A
Ml.,
Motelappt
wozu freundlichſt einladet.
(*6198
Leonhard Trautner Wtn
Gasthaus zur Insel.
Metzeisuope
Heute Samstag.
Hierzu ladet ergebenſt ein
Georg Diehl
18 Mathildenplatz 18, (5554
Restauration Zur Burgschenke‟

Restauration
Zum Schillereck‟
Samstag, den 12. März

Es ladet freundlichſt ein.

Franz Kippier.

(620t
Kerreien
ina
Ecke Bismarck- und Wendelstadtstrase
Samstag, den 12. März

Empfiehlt ihre
aus den feinsten
Kohmaterialien
hergestellten Biere.
Schkn8/
BRAUEREI-
FöLku .
KRAFTIG

(*8

60

2.
BEKOMMLicH.I8

Se asete eenanmntenen


8
rennisschläger
(*6241
werden billigſt ausgebeſſert
Porschke, Kiesſtraße 52, II.

Ein größeres, eiſernes Reklameſchild
(*6218
zu kaufen geſucht.

Eine eiſerne Kinderbeitſtelle
nebſt zugehörigen Matratzen, gut erhalten,
billig abzugeben
(*6233
Inſelſtraße 27, II.

Alnrichte, elektr. Tiſchlampe abzugeben
Offerten unter V 4 an die Exped. d. Bl. l B5564) Beſſungerſtraße 1, 2. Stock. 1M. Weber.

Säicde Nelzealan
Se
wozu freundlich einladet Hch. Kormann,
Achtung! (*6230
Von heute ab
prima Maſt=Fleiſch
per Pfund 66 Pfg.
Wilhelm Bauer, Ochſen= und Rinds=
Metzgerei, Parkusſtr., Ecke Kahlertſtr. 31.
Programm
zu dem am Samstag, den 12. März
von 121 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
ſindenden
Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. Parademarſch (Armeemarſch 63) von
Böhr. 2. Angereihte Stücke aus der Oper
Tannhäuſer von R. Wagner. 3. Große
Fantaſie aus Gg. Bizets Oper Carmen
von A. Schreiner. 4. Kind, du kannſt
tanzen, Walzer aus Die geſchiedene Frau
von L. Fall. 5. Noch ſind die Tage der
Roſen, Lied von Baumgartner. 6. Zwei
Märſche: a. Unſere Marine von H. Thiele;
b. Unſere Garde von A. Förſter.
Sonntag, den 13. März.
Von 115 Uhr ab Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts Nr 61.
1. Hohenzollern=Ruhm‟, Marſch von
Unrath. 2. Fantaſie aus der Oper Fauſt
und Margarethe von Ch. Gounod. 3. An=
gereihte
Stücke aus der Oper Mignon
von A. Thomas. 4. Morgenblätter‟,
Walzer von Joh. Strauß. 5. Große Fan=
taſie
aus dem Drama Bajazzo von R.
Leoncavallo. 6. Ob du mich liebſt, Lied
aus Nakiris Hochzeit von P. Linke.
7. Auf zur Ludwigshöhe‟, Marſch von

25

Hitte besuchen sie das 10=Pfennig=cafe Schuchardstr. 14.

[ ][  ][ ]

Nummer 60.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

Seite 89,

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Seöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. März: dem Schaffner und Wagen=
ührer
bei der elektr. Straßenbahn Heinrich Lutz,
Roßdörfer Straße 46, eine T. Frieda Anna. Am 2.:
em Zahntechniker Hugo Thümmel, Ludwigſtr. 10,
ine T. Sophie Albine Auguſte Hildegard. Am 7.: dem
Fabrikarbeiter Wilhelm Hartmann, Wendelſtadt=
traße
44, ein S. Georg. Am 4.: dem Kaufmann Otto
Gerloff, Frankfurterſtr. 90, ein S. Otto Karl Heinrich
Am 9.: dem Bankkaſſierer Auguſt Wolf, Dieburger
Straße 78, eine T. Gertrude Chriſtina Margareta. Am
2.: dem Lokomotivheizer Friedrich Nothnagel, Blu=
menthalſtraße
64, ein S. Philipp. Am 9.: dem Prokuriſt
Wilhelm Seipp, Blumenthalſtr. 36, eine T. Karolina
Margarete. Am 10.: dem Eiſendreher Adam Flech=
enhar
, Neue Ireneſtr. 61, eine T. Elſa. Am 4.: dem
Sergeant im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 Karl Strack,
Stiftſtr. 38, ein S. Heinrich Theodor Karl Rudolf
Alfred.
Anfgebotene. Am 7. März: Ackerer Chriſtian Klein,
Hoerdt, mit Karolina Beyl, ebendaſelbſt. Maſſeur
Friedrich Nippel, Berlin, mit Maſſeuſe Katharina
Kaebcke, ebendaſelbſt. Poſtbote Wilhelm Meuer
hier, mit Marie Frieda Späth, Rodau. Sergeant in
der 4. Eskadron des Garde=Drag.=Regts. Nr. 23 Adolf=
Schade, Marienplatz 1, mit Marie Meyer, Michel=
ſtadt
. Bäcker Karl Wilhelm Schmidt, Alexander=
ſtraße
19, mit Hausmädchen Luiſe Margarete Holm,
Heidenreichſtr. 41. Inſtallateur Anton Franz Vonder=
ſchmitt
, Düſſeldorf, mit Schneiderin Anna Sabina
Johanna Sautier, Heinheimerſtr. 74. Friſeur Al=
Hert Franz Schönberg, Landwehrſtr. 1, mit Katharina
Franziska Küchler, Groß=Gerau. Kaufmann Wilh.
Loeber, Kranichſteiner Straße 41½, mit Verkäuferin
Anna Maria Helene Georgi, Lichtenbergſtr. 21.
Oktroiaufſeher i. P. Johannes Weigel, Lichtenberg=
ſtraße
54, mit Haushälterin Emma Eliſe Wilhelmine
Wendel, ebendaſelbſt. Am 9.: Spengler Eugen Lutz,
Frankfurt a. M., mit Anna Margareta Möſer, eben=
daſelbſt
. Diener Karl Wilhelm Johann Kaiſer, Hei=
Helberger Straße 21, mit Maria Mollenhauer in
Droyſſig. Am 10.: Tapezier Karl Mann, Emilſtr. 32,
mit Köchin Liſette Rebenich, Ohlyſtr. 38. Kupfer=
ſchmied
Peter Höbel, Neue Ireneſtr. 59, mit Dienſt=
bote
Eva Katharina Trautmann, Georgenſtr. 8. Fri=
ſeur
Markus Valentin Raupp in Arnſtein ( Unter=
franken
) mit Anna Katharina Schäfer hier. Schloſſer
Oskar Junker hier mit Emilie Margareta Hendrich
in Bielen. Poſtanwärter Paul Otto Hermann Wuttig
in Laukwitz mit Maria Wolf, ebendaſelbſt. Schmiede=
meiſter
Heinrich Wilhelm Schäfer in Nidda mit
Emilie Luft, geb. Kölſch, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 5. März: Weißbindermeiſter Gott=
lieb
Klotz, 69 J., ev., Lauteſchlägerſtr. 27.
Am 7.:
Johannes Leonh. Rudolf Heiſt, S. des Bierfahrers,
3 Mte., ev., Saalbauſtr. 14. Am 6.: Karoline Beär,
geb. Levy, Witwe des Privatiers, 87 J., isr., Wendel=
ſtadtſtr
. 8. Hermann Bernhard, S. des Tapezier=
meiſters
, 11 Mte., ev., Schützenſtr. 12. Karoline Bar=
bara
Wagner, T. des Schreiners, 3 Mte., kath., Ar=
heilger
Straße 37. Am 7.: Werkführer Ldg. Schäfer,
58 J., ev., Neue Ireneſtr. 68. Am 8.: Straßenwart i. P.
Michgel Judith, 67 J., kath., Liebfrauenſtr. 78. Am
9.: Privatier Hch. Fdch. Stein, 65 J., ev., Müller=
ſtraße
7. Marie Kath. Mathilde B., T. des Okroi=
aufſehers
, 1 J., ev., Mauerſtr. 23. Eva Kath. Ihrig,
T. des Tagl., 7 Tage, Rundeturmſtr. 13. Handarbeiter
Joh. Ph. Gunkel, 69 J., ev., Große Kaplaneigaſſe 30.
Ph. Jakob Kunkel, S. des Wirts, 10 Mte., ev., Wen=
delſtadtſtr
. 30. Privatier Ldg. Molter, 64 J., ev.,
Lagerhausſtr. 30. Anna Marg. Gerbig, geb. Gerbig,
Witwe des Heizers, 76 J., ev., Rhönring 131.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Judica, den 13. März 1910
Hofkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 16. März, abends 6 Uhr: 6. Paſſions=
andacht
.
Stadtkirche: Vormittags um 9 Uhr: Konfirmation
der Konfirmanden des Schloßbezirks und Feier des
heil. Abendmahls. Pfarrer Weißgerber.
Vormit=
tags
11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Nachmittags 6 Uhr: Profeſſor Pfannmüller.
Stadtkapelle: Samstag, den 12. März, nachmittags
6 Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. Pfarrer Weiß=
gerber
. Sonntag, den 13. März, vorm.: Kein Gottes=
dienſt
.
Mittwoch, den 16. März, abends 6 Uhr:
Paſſionsandacht. Pfarrer D. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkapelle): Vormittags 10 Uhr:
Konfirmation mit anſchließendem Abendmahl. Vorm.
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für das ſyriſche Waiſenhaus
in Jeruſalem. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm.
um 2½ Uhr: Vorſtellung und Prüfung der Konfir=
manden
des Südbezirks. Pfarrer Dingeldey.
Mittwoch, den 16. März, abends 8 Uhr: 6. Paſſions=
andacht
. Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Wid=
mann
. Kollekte für das ſyriſche Waiſenhaus in Jeruſalem.

Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmel=
dung
von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. Vorm. um
1¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt=Bezirk.
Pfarrer D. Waitz. Abends um 8 Uhr: Liturgiſche
Feier unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins und
der Chorſchule. Pfarrer Widmann. Kollekte für die
Chorſchule.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Knöpp.
Vorm. 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Donnerstag, den 17. März, nachmittags
3 Uhr: 6. Paſſionsandacht. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. 10 Uhr:
Profeſſor Lic. Matthes.
Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Walz.
Nachm. 6 Uhr
Paſſionsandacht mit Miſſionsbetrachtung. Miſſionar
Ruhland. Kollekte für die Heidenmiſſion.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Mittwoch,
den 16. März, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Geheimerat
D. Walz.
Panluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Profeſſor Trümpert. Vormittags 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt (Entlaſſung der Konfirmanden). Pfarrer
Rückert. Nachm. 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung
der Konfirmanden. Pfarrer Rückert. Abends 8 Uhr
im Gemeindeſaal‟ Paſſionsſpiel. Montag und
Dienstag, abends 8 Uhr: Wiederholung des Paſſions=
ſpieles

Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Judica, den 13. März, nachmit=
tags
5 Uhr, im Feierabend, Stiftſtraße 47: Pfarrer
Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 13. März,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſamm=
lung
. Donnerstag, den 17. März, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr.
Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 13. März, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule.
Nach=
mittags
4 Uhr: Predigt. Eintritt jedermann geſtattet.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 12. März, nachmit=
tags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Paſſions=Sonntag, den 13. März 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: hl. Meſſe. Nachmittags um 3 Uhr:
Katechetiſche Predigt und Faſtenandacht.
An allen
Werktagen vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
Mittwoch, abends um 6 Uhr: Kreuzweg=
andacht
. Freitag, nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte. Um 6 Uhr: Predigt und Andacht zu
Ehren der Schmerzen Mariä. Samstag, vorm. um
9 Uhr: Levitiertes Hochamt.
Kapelle der Warmherzigen Schweſfern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim. Um 5 Uhr: Verſammlung des Vereins
chriſtlicher Mütter. Am Samstag, vorm. um ½7 Uhr:
Segenamt mit Generalkommunion der Jungfrauen=
Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe. Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakramentaliſche Betſtunde.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 12. März, nach
mittags um 3 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 13. März 1910
Feier des Großen Gebetes
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: Feierliche Eröffnung des Großen Gebetes,
erſte Betſtunde und hl. Meſſe. Um ½7 Uhr: Zweite
Meſſe.
Um 8 Uhr: Dritte hl. Meſſe. Um ½10 Uhr:
Vierte hl. Meſſe. Nachmittags von 56 Uhr: Letzte
Betſtunde und feierlicher Schluß des Großen Gebetes.
Donnerstag, nachmittags um 6 Uhr: Faſtenandacht.
Freitag um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
12. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
Paſſions=Sonntag, den 13. März 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Paſſions=Andacht.
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag nachmittag von
67 Uhr. Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 12. März, nach=
mittags
um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
Paſſions=Sonntag, den 13. März 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hochamt
und Predigt.
Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
Während der Woche um ¾8 Uhr: hl. Meſſe.

Kapelle zu Pſungſtadt: Paſſions=Sonntag, den
13. März, vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
The English Church (Hefkirche)
Divine Service
on Sunday, the 13th of March 1910
at 3,15 p. m.
Reverend Dr. Mac Donald Chaplain at Heidelberg.

Gelaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 13. Febr.: Dem Schmied Adam
Schmitt T. Minna, geb. 24. Dez. 09. Dem Kaufmann
Kari Friedrich Wilhelm Hillert Zwillingsſöhne Hermann
Wilhelm und Kurt Karl, geb. 9. Jan. Dem Finanz=
amtmann
Chriſtian Karl Weiſel S. Walter Georg
Hermann Heinrich, geb. 29. Sept. 09. Dem Kaufmann
Karl Johannes Wilhelm Werner Weygandt T. Anita,
geb. 30. Auguſt 09. 21. Febr.: Dem Schriftſetzer Albert=
Auguſt Sack S. Albert Erwin, geb. 4. Febr. 24. Febr.:
Dem Schutzmann Karl Jakobi S. Georg, geb. 10. Jan.
6. März: Dem Poſtſchaffner Friedrich Landau S. Hans,
geb. 10. Febr. 5. März: Dem Kunſt= u. Handelsgärtner
Georg Ludwig Adam Weicker T. Irmgard, geb. 22. Febr.
6. März: Dem Schuhmacher Adam Göttmann S. Adam
Friedrich, geb. 2. Febr. Dem Geſchäftsführer Richard
Soldan T. Erika Wilhelmine, geb. 27. Sept. 7. März:
Dem Mechaniker Anton Ganß S. Anton, geb. 17. Dez. 09.
Johannesgemeinde: 6. März: Dem Schutz=
mann
Friedrich Günther T. Marie, geb. 2. Jan. Dem
Einleger Ernſt Menges S. Adam, geb. 18. Jan. Dem
Metzger Konrad Laux T. Luiſe Suſanne, geb. 11. Febr.
Dem Poſtillon Philipp Riedel S. Heinrich, geb. 18. Jan.
Dem Poſtbote Johs. Philipp Schneider S. Adam, geb.
21. Februar.
Martinsgemeinde: 5. März: Dem Lokomotiv=
heizer
Philipp Ludwig Ferdinand Lepper S. Karl Emil
Hans Philipp, geb. 14. Febr. 8. März: Dem Schloſſer
Karl Friedrich Stahl S. Karl Walter, geb. 27. Februar.
3. März: unehel. S. Karl Alfons, geb. 17. Juli. 6. März:
Dem Bäckereibeſitzer Johann Heinrich Jöſt S. Heinrich,
geb. 24. Nov. Dem Schneider Karl Jakob Stein T.
Margarete Olga Katharine Eliſabeth, geb. 13. Februar.
9. März: Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm July S.
Kurt Wilhelm, geb. 28. Dez. Dem Schriftſetzer Hermann
Eduard Frommann S. Kurt Friedrich Otto, geb. 13. Febr.
Petrusgemeinde: 4. März: Unehelicher S.
Heinrich Adolf, geb. 17. Febr. 6. März: Dem Bureau=
aſſiſtenten
Heil T. Lina Eliſabeth u. S. Friedrich Wil=
helm
, geb. 11. Febr. Dem Bankprokuriſten Oskar Schütze
T. Erna Ruth, geb. 23. Dez.
Paulusgemeinde: 6. März: Dem Friedhofs=
arbeiter
Georg Otto Landzettel S. Georg Otto Franz,
geb. 17. Febr. Dem Metzgermeiſter Johann Philipp=
Jung S. Adolf Friedrich Ludwig, geb. 10. Febr. 7. März:
Dem Legationsrat Dr. Wilhelm Neidhart S. Karl
Guſtav Jacob Paul, geb. 15. Dez.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 5. März: Friedrich Wilhelm
Robert Rathgeber, Monteur, und Marie Alice Koenig.
Johannesgemeinde: 10. März: Wilhelm Neff,
Krankenwärter, Witwer, und Alwine Hermes von hier.
Martinsgemeinde: 9. März: Franz Paul Joſef
Sobzhak, Wächter, und Emma Emilie Körber.
Petrusgemeinde: 8. März: Wilhelm Köpel.
Kutſchereibeſitzer, und Marie Jung.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Febr.: Dorothee Landau=
geb
. Nau, Witwe des Maſchinenmeiſters Wilhelm Landau=
90 J., ſtarb 8. Febr. Eliſe Schlößmann T. des Lehrers
Philipp Jakob Schlößmann, 67 J., ſtarb 9. Febr. zu
Frankfurt a. M. 12. Febr.: Oberzahlmeiſter Auguſt Karl
Ferdinand Saeger, 68 J., ſtarb 10. Febr. 23. Febr.:
Zivilingenieur Carl Friedrich Auguſt Langhans 73 J.,
ſtarb 19. Febr. zu Cöln. 25. Febr.: Otto Krauſe, S. des
Rentners Ernſt Krauſe, 18 J., ſtarb 23. Fehr. Amtsgerichts=
rat
i. P. Otto Oſann, 42 J., ſtarb 22. Febr. 9. März;
Johs. Leonhard Rudolf Heiſt, S. des Bierfuhrmanns Johs.
Heiſt, 8 Mt., ſtarb 7. März. 3. März: Margarete Graf,
geb. Merz, Witwe des Stadtſchullehrers Wilhelm Graf,
79 J., ſtarb 28. Febr, 8. März: Hermann Bernhard, S.
des Tapeziermeiſters Alexander Bernhard, 11 Mt., ſtarb
6. März. 3. März: Anna Katharina Weimar, 4 W.,
ſtarb 2. März, 5. März: Schuhmacher Karl Böhm,
76 J. 8 Mt., ſtürb 2. März.
Johannesgemeinde: 11. März: Privatier
Ludwig Molter, 64 J., ſtarb 9. März.
Martinsgemeinde: 3. März: Mechaniker Theodor
Anton Götz, 65 J., ſtarb 1. März. 6. März: Adolf Will,
S. des Formers Philipp Will, 6 J., ſtarb 4. März.
Privatin Barbara Eliſabeth Daube, 66 J., ſtarb 4. März.
7. März: Bohrer Adam Dechert 61 J., ſtarb 5. März.
9. März: Werkführer Ludwig Schäfer, 59 J., ſtarb 7. Mäcz.
8. März: Weißbindermeiſter Gottlieb Klotz, 69 J., ſtard
5. März.
Petrusgemeinde: 4. März: Margarete Beck, T.
der Witwe des Fabrikarbeiters Georg Beck, 10 J., ſtarb
2. März.
Paulusgemeinde: 2. März: Henriette Dörlam
geb. Bohland, Witwe des Oekonomen Emil Dörlam
79 J., ſtarb 28. Febr. 3. März: Rentner Georg Dingeldei,
73 J., ſtarb 1. März. 5. März: Eliſabeth Hauf, T. des
Bäckermeiſters Heinrich Hauf, 22 J., ſtarb 3. März.

65
G
1 Einspanner-Kastenwagen
1 Kohlensleb (Durchwurf)
1 Dezimalwange, 15 Ztr. Tragkraft
Leiter, 6 Meter lang
1 Handwagen
1 Haferkasten
Kumpfgeläße
alles faſt neu, ſpottbillig zu verkaufen, ſowie
ein Bahnlagerplatz mit Umzäunung, 21 Bahn=
ſchwellen
und Bretter, abzugeben
*6307so)
Arheilgerſtraße 66.
(
Ankauf


Alter Flaſchen, Eiſen, Lumpen und
Papier.
Erbacher=
H. Zwickler, ſtraße 9.
*6321si)
Schw. Gehrock zu verkaufen
(*6335
Kahlertſtraße 36, 1. Stock.

Freunde, Verehrer und Schüler des unvergesslichen Meisters

Joseph Joachim
haben sich vereinigt, um ihm ein würdiges plastisches Denkmal zu setzen.
Professor Adolph von Hildebrand, München, hat die Aus-
führung
desselben zugesagt.
Als Ort der Aufstellung ist eine Nische in der grossen Halle der
Königl. Hochschule für Musik, Charlottenburg, bestimmt.
Beiträge für die Ausführung des Zweckes nimmt das Bankhaus
Mendelssohn & CO., Berlin W. 56. Jägerstrasse 50, entgegen. Die
Liste der sich Beteiligenden wird seiner Zeit ohne Nennung der Beiträge
öffentlich bekannt gegeben werden.
Private Aufforderungen, sich an der Sammlung zu beteiligen, werden
nicht versandt.
(5495

S
In fast allen
Istallationsgeschäften erhältlich.
Auergesellschaft n
BERLIN O. 17.
Meherwter . . . e enetiſicht
Rewarature
an elektrischen Licht- un
Klingel-Anlagen
ſowie das Laden von Akkumulatoren pro
und billigſt.
H. Ackerman
Elektr. Instalation, Arheilgerstr.
2 Seffel, 1 Sofa u
1Garnitur. zugshalber zu verkaufe
*6328)
Neue Niederſtr. 19.

leichter Landauer

Gebr.
zu verkaufen Mühlſtraße 23.

Gut erhaltene Fahrräder zu kaufen
Offert. m. Preis u. V 3l Exp.

[ ][  ]

Seite 40.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 12. März 1910.

(35525,12)

Besondere
Gelegenheit in

Kieideroierfe

Serie I

Ein
Posten Blusenstorre und Kinde
darunter die modernen schwarz-weissen Karos . .e
Serie II
Ein Riesenposten

, .

-Stoffe

Extra-Preis Meter

6
hochaparte Elsässer Rostunistole
sämtlich 110 cm breit, nur Neuheiten von dieser Saison, reine Wolle, aussergewöhnliche Ge-
legenheit
für die Konfirmation .
. . Extra-Preis Meter Mk.

Serie III

Ein
Posten

elegant. Kostümstoffe

eirca 135 cm breit

darunter die modernen Jackenkleiderstoffe in schwarz-weiss, sowie schwarz-weiss mit Noppen,
sowie ein Posten ganz schwere, 130 cm br. Kostüm-Cheviots in marine u. schwarz, Extra-Preis Mtr. Mk.
Der reguläre Verkaufswert ist ein ganz bedeutend höherer.

I

Erste Etag
An der Markthalle 6,
Eo41
Frankfurt am Main

Günstige
Gelegenheit.

von

2 gebr. schwarze
mahagoni Hianos
palisander
1 nußbaum Mk. 200an
3 Tafelklaviere
Flügel Bechstein
1
Klemm
1
Rönisch
Sämtliche Inſtrumente ſind, reſp. werden
von Grund auf neu aufgearbeitet. (5485si
Georg Thies Nachf.
Elisabetheustraße 12
Leop. Schutter, Hoflieferant.

Konkurs=Ausverkauf.
Zwecks völliger Räumung des Lagers der Tapetenhandlung
Karl Jungmann, Eliſabethenſtraße 2 (Reſtaurant Stadt
Pfungſtadt), wird der Ausverkauf zu bedeutend herabgeſetzten
Preiſen bis zum 15. März 1910 verlängert werden. (5341ds
Der Konkursverwalter:
Buss, Rechtsanwalt.
Darmstädter Hausbesirzerveren E. V.
Der Verein bezweckt, die Hausbeſitzer zuſammenzuſchließen, um ihre gemein=
ſamen
Intereſſen zu wahren und ſucht beſonders die Laſten, welche auf dem Hausbeſitz
ruhen, zu verringern. Die Mitglieder genießen bei Verſicherungen uſw. hohen Rabatt.
Nach Vereinbarung mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Bopp erteilt derſelbe Rechtsrat.
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis für Vermieter und Mieter.
Auskunft über Mieter und in Haus= und Mietangelegenheiten. Beitrag
3 Mk. pro Jahr. Anmeldungen werden in dem Bureau des Ver=
eins
, Wilhelminenſtraße 19, 1. Stock, entgegengenommen. (5250a
Der Vorstand.

Günſtige Kaufgelegenheit!
Ein ſchönes 2½ ſtöck. Wohnhaus, neu
renoviert, in ſchönſter Lage Darmſtadts,
wegen Wegzug ſofort zu verkaufen. Off.
unter V 15 a. d. Exped. d. Blattes. (*6279
Graue Frühl.=Jacke 6 Mk. und grüne
Bluſe 3,75 Mk. zu verkaufen
(*6277
Pfründnerhausſtr. 8, part. r.
En=
Gut erhaltener eepartwagen
zu verkaufen Neue Niederſtr. 9, II. (*6268
Einnoch wenig gebrauchtes, komplettes Bett
Eb. zu verkaufen Kiesſtraße 9. (*6276
Gut erh. Damenfahrrad
abzugeben Sandſtraße 10, II.
*6272
Eine 2steilige, hölzerne Rollwand, Höhe
2,05 Mtr., Länge 5,80 Mtr., billig zu
verkaufen, ſowie mehrere Gartenſtühle
5532)
Pfründnerhausſtraße 18, part.

HasSbahfnne Honba
Geschutlstraus-Verhaal.
In der Nähe des Marktes, gut re=
tierendes
Haus mit Kolonialwaren, beder
Flaſchenbier und Branntwein=, Zigarren=
Tabak=Umſatz iſt unter angenehmen B
dingungen z. Kaufpreis Mk. 20000, Ar
zahlung 56000, Mk. zu verkaufen. Inde:
Hauſe wird ſchon Jahre lang dies Geſchä
mit beſtem Erfolg betrieben. Intereſſente
erhalten nähere Auskunft bei
(4724.
Hch. Castritius,
Kahlertstrasse 38,
Agentur für Immobilien und Hypotheken.
Telephon 1332. Sprechſtunden 13 Uhr

Mathildenhöhviertel
ſchönes gutgebautes 4X5=Zimmer=Hau
und ein 4X4=Zimmer=Haus mit Ga
Veranda und allem Zubehör, modern ein
gerichtet, unter Hünſtigen Bedingunge
preiswert direkt vom Beſitzer zu verk. O
unter R 19 an die Exp. ds. Bl. (4520

Zismarckstr. 21.
Telephon 987.
*
(
Sch. Best
Beerdigungsgeschäft

Uebernahme und Ausführung von Beerdigungen, Feuer-
bestattungen
, deberführungen, Trauerdekorationen und Auf-
bahrungen
, sowie aller zur Bestattung nötigen Besorgungen.
(1498a)

Heidelbeerwein
Süß
herb
60 Pfg. per Flaſche

Schanhlsbeel wein
70 Pfg. per Flaſche
Blutwein
90 Pfg. per Flaſche
empfiehlt
(5503a
Martin Jahn
Pallaswiesenstraße 30.

E Maute Prandserheine 2g
auf Gold- u. Silbersachen,
Uhren u. Brillanten etc.
und zahle gute Preiſe. Offerten mit näh.
Angaben unter U 97 an die Exped. (5467 t=
eue
zweiſp. Federrolle, einſp. Deichſel=
Nwagen mit Kaſten, 2 leichte Stoß=
karren
zu verk. Obergaſſe 24. (*6138sm
am (gut erhalten)preis=
Lieg-Sit
Wagen wert zu verkaufen
Schuknechtſtr. 55, 2. St. rechts. (*6145
jeg- u. Sitzwagen (weiß), Apparat
gegen Rückgratverkrümmung, gut erhalt.,
zu verk. Neue Ireneſtr. 72, part. (*6146
AN
hfi
gut erhalten, mit ſechs
Auszienusch Einlagen, billig zu ver=
(*6148
kaufen Wenckſtraße 44, 1. St.

Roſenwildlinge
ca. 25 Stück, kauft Rhönring 145, III. (*6282

Ein Bufett
für jedes Geſchäft geeignet, Preis 80 Mark,
ſowie ein Eisſchrank 18 Mark, wegen Um=
zug
und Platzmangel zu verkaufen. (*6192
M. Pfannkuch, Grafenſtraße 27.
2
Kinder-Sitz- u. Liegewagen
bill. zu verk. Fuhrmannſtr. 10, Hth. III. (*6188
in gut erhaltenes Vorplatzgestell
4 mit Spiegel billig zu verkaufen
Wilhelminenstrasse 21, II.
(*6172
Ein noch gut erhaltenes Fahrrad billig
zu verkaufen. Anzuſehen von 12 Uhr
ab. Näheres in der Expedition. (*6195so
Ein kleiner, gut erhaltener Küchenſchrank
nebſt einer Waſſerbank billig zu verk.
Näheres Wienersſtr. 46, part. rechts. (*6255
(Freilauf, gut erhalten, für
Fahrrad 30
Mark zu verkaufen
Lichtenbergſtr. 73, 1. St. rechts. (*6197

Im Südoſtviertel
schönes Etagenhaus, 3X4 Zimme
reichl. Nebenräumen, Balkons u. Verande
Vor= und großem, Hintergarten, Einfahr
elektr. Licht und Gas, unter den günſtigſte
Bedingungen direkt vom Beſitzer zu verkar
Offert. unt. L. 60 an die Expedition. (3390

g
A
Gerviausstrasse
iſt ein 2½ſtöckiges, ſolid ge=
bautes
6=Zimmerhaus mit
ca. 1200 qm Garten erb=
teilungshalber
ſofort unter
äußerſt günſtigen Bedingung.
zu verkauf. Preis M. 50000.
Selbſtreflektanten erfahren
Näh. im Immobilienbureau v.
9per 5432
TMe
Hermann Malk 5ms
Frnst-Ludwig tr. 19. II. Telephon 1428.

B3046) Einfamilienhaus
am Roquetteweg zu verkaufen od. zu ver:
Enth. 11 gr. Zimmer, der Neuzeit entſt
eingerichtet. Auskunft erteilt H. Brau
Herderſtr. 16. H. Braun, Moosbergſtr. §
Südlicher Stadtteilf
Hauptverkehrsplatz k
Ein Geſchäftshaus mit 2 Läden, wor
. Zt. gut gehende Geſchäfte betrieb
werden (eignen ſich für alle Branchen),
bei geringer Anzahlung und günſtigen B
dingungen direkt vom Beſitzer zu verkauft
Offerten unt. P 25 an die Exped. (B43
für Arzt geign

Haus, mitte der St

zu kaufen geſucht. Offert. unter U 67
(*603s
die Expedition ds. Bl.

in freier, ſchöner ſüdlicher Höhenlage,
verkaufen, eventuell kann Baugeld gegeb
werden. Näheres durch Heinrich Brar
(B40
Herderſtraße 16.