Abonnementspreis
Inſerate
173. Jahrgang
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23 Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen.
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Eine ofſiziöſe Kundgebung zu den
ſozialdemo=
kratiſchen Wahlrechtsdemonſtrationen.
* Die „Norddeutſche Allgemeine Zeitung” ſchreibt:
„Die Kundgebungen im Tiergarten am
Sonn=
tag haben gezeigt, was die Sozialdemokratie unter einem
Wahlrechtsſpaziergang verſteht. Die
Demon=
ſtration hat ſich faſt ungeſtört entwickeln können und bietet
ſomit ein ganz unverfälſchtes Bild der Abſichten ihrer
Ur=
heber. Da iſt denn aufs neue zu beobachten, daß den
ſozialdemokratiſchen Führern die Wahlrechtsfrage nichts
weiter als ein Mittel bedeutet, die Maſſen in Bewegung
zu halten, ihnen die Leiſtungsfähigkeit der
ſozialdemokra=
tiſchen Organiſationen klar zu machen und zugleich den
Sinn für Geſetz und Ordnung nach Möglichkeit zu
unter=
graben. Das Vereinsgeſetz, das das
Verſammlungs=
recht in liberaler Weiſe geordnet hat, enthält über
öffent=
liche Verſammlungen unter freiem Himmel und Aufzüge
auf öffentlichen Straßen und Plätzen eine klare,
unzwei=
deutige Beſtimmung: ſie bedürfen der Genehmigung
der Polizeibehörde. Daraus ergibt ſich, daß die am
Sonn=
tag ohne Genehmigung der Polizeibehörde arrangierten
Aufzüge ungeſetzlich ſind. Ob man dieſe Aufzüge
Wahl=
rechtsſpaziergang oder Landpartien nennen will, iſt völlig
gleichgültig, der Name tut nichts zur Sache, ihren wahren
Charakter erhielten ſie durch die Vorkommniſſe, die ſich
aus den Berichten erſehen laſſen. Ein Spaziergang von
geſchloſſenen Maſſen, wobei die Arbeitermarſeillaiſe
geſun=
gen, rote Fahnen geſchwungen, Hochrufe auf die
Sozial=
demokratie ausgebracht werden und ſich Redner vernehmen
laſſen, iſt ohne Genehmigung eine ungeſetzliche
Kund=
gebung.
Wenn die Kundgebungen wieder einige Opfer
ge=
fordert haben, ſo fällt die Verantwortung dafür auf die
Leiter der Demonſtrationen, die mit den Führern der
ſozialdemokratiſchen Partei identiſch ſind. Daß es ſich nicht
um lokale Kundgebungen handelt, ſondern daß man es
mit einer planmäßigen ſozialdemokratiſchen
Agitation über das ganze Reich hin zu tun hat,
lehren die vorliegenden Nachrichten. Wenn wir es aber
bei dieſen Vorgängen mit einer Auflehnung gegen das
Geſetz zu tun haben, iſt es ganz und gar unverantwortlich,
wenn Blätter, die zu den bürgerlichen Parteien
zählen, die Demonſtrationen als einen Sieg über die
Polizei verherrlichen. Der Abg. Konrad Haußmann
ſagte bei dem Feſtmahl der neuen Fortſchrittlichen
Volks=
partei, der Freiſinn ſtehe auf dem Standpunkt, daß man
geſetzliche Zuſtände nur mit geſetzlichen Mitteln erobern
könne; höchſte Freiheit ſei höchſte Ordnung, und höchſte
Ordnung ſei höchſte Freiheit. Was am Sonntag geſchehen
iſt, war die organiſierte Verhöhnung des Geſetzes.
Sym=
pathien, die Blätter des Berliner Freiſinns für dieſe
De=
monſtrationen zeigen, ſind ſicher nicht von dem Geiſte
ein=
gegeben, der aus den Haußmannſchen Worten ſpricht.
Deutſchland und Braſilien.
*⁎* An Stelle des im Juni v. J. verſtorbenen
Präſi=
denten Penna iſt, nachdem der Vizepräſident Dr. Peganha
proviſoriſch die Regierung übernommen hatte, der frühere
Kriegsminiſter Marſchall Hermes da Fonſeca zum
Oberhaupte der braſilianiſchen Republik
gewählt worden. Die Hoffnungen ſeines Gegenkandidaten
Ruy Barboſa, des ehemaligen Finanzminiſters und
Ver=
treters Braſiliens auf der Haager Konferenz, ans Ruder
zu kommen, haben ſich nicht erfüllt — wie man ſagt, zum
Leidweſen unſerer engliſchen Vettern, die in Fonſeca
einen Freund Deutſchlands ſehen, der vielleicht die
deut=
ſchen Intereſſen zum Nachteile derjenigen Englands
för=
dern könnte.
Die Annahme, daß der neue Präſident — der ſiebente
ſeit der Erklärung Braſiliens zur Republik — dem
Deut=
ſchen Reiche große Sympathien entgegenbringt, iſt richtig.
Im 55. Lebensjahre ſtehend, hat Marſchall Hermes da
Fonſeca eine glänzende militäriſche Laufbahn hinter ſich.
Er war unter Penna Kriegsminiſter, folgte als ſolcher im
Sommer 1908, wie ſchon bemerkt, einer Einladung Kaiſer
Wilhelms zur Teilnahme an der Parade des Gardekorps
und an den Kaiſermanövern und erfreute ſich einer vor=
Züglichen Aufnahme. Bei ſeinem Reformplan zur
Reor=
ganiſation der heimatlichen Armee ſah er in den deutſchen
Einrichtungen das beſte Vorbild, wie denn ſchon ſeit Jah=
ren braſilianiſche Offiziere zur Dienſtleiſtung im deutſchen
Heere abkommandiert werden.
Jetzt, wo Fonſeca in das höchſte Amt ſeines
Vater=
landes einrückt, dürften verſchiedene Aeußerungen
inter=
eſſieren, die er während ſeiner Anweſenheit in Deutſchland
getan hat. Er erklärte damals, Braſilien lebe mit der
gan=
zen Welt im beſten Einvernehmen, aber es brauche keine
fremde Protektion (auf die Vereinigten Staaten von
Ame=
rika gemünzt!) und werde ſich ſeine Selbſtändigkeit zu
wahren wiſſen, wobei es ſicher ſei, an Deutſchland
jeder=
zeit einen freundſchaftlichen Rückhalt zu haben. Seine
Landsleute glaubten nicht an die dem Deutſchen Reiche
von vielen Seiten zugeſchriebenen Eroberungspläne, ſie
ſchätzten die deutſchen Einwanderer hoch und bedauerten,
daß dieſe in den letzten Jahren geringer geworden wären.
Bekanntlich hatten die eine Zeitlang aus engliſchen und
amerikaniſchen Kreiſen in Umlauf geſetzten
Alarmnach=
richten über deutſche Annexionsgelüſte den Fürſten Bülow
ſchon 1903 zu einem kategoriſchen Dementi und zu der
Er=
klärung veranlaßt, Deutſchland verfolge in Südamerika
keine politiſchen Ziele, ſondern lediglich Handelsintereſſen.
Wir haben in der Tat große wirtſchaftliche
Intereſſen in Braſilien: der Kaffeehandel iſt zu
reichlich einem Drittel in deutſchen, beſonders Hamburger
Firmen konzentriert und auch ſonſt iſt viel deutſches
Ka=
pital in braſilianiſchen Eiſenbahnen, Brauereien und
an=
deren Unternehmungen angelegt. Daß in den Abhängen
der Serra Geral Hunderttauſende deutſcher Bauern ihre
Scholle dem braſilianiſchen Urwald abgerungen haben, iſt
bekannt, ebenſo daß Rio Grande do Sul ſeine
hervor=
ragende Entwickelung in erſter Linie der langjährigen
Ar=
beit ſeiner deutſchen Koloniſten zu verdanken hat. Unſer
Warenaustauſch mit Braſilien iſt in ſtändiger
Aufwärts=
bewegung begriffen: wir beziehen hauptſächlich Kaffee,
ſo=
dann Kautſchuk, Rindshäute, Tabak, Kakao und liefern
Erzeugniſſe aller Induſtrien. Seit dem Beginn dieſes
Jahrhunderts iſt unſer Export von 35,5 auf 84,4 Millionen
Mark im Jahre 1908 geſtiegen, nachdem er 1907 ſchon
104,1 Millionen betragen, aber 1908 unter der allgemeinen
wirtſchaftlichen Depreſſion ſich, jedenfalls nur
vorüber=
gehend, ermäßigt hatte. Unſere Einfuhr aus Braſilien
erhöhte ſich von 113,9 Millionen Mark im Jahre 1901 auf
198,6 Millionen Mark im Jahre 1908; relativ hat alſo der
deutſche Export nach Braſilien erheblich ſtärker
zugenom=
men als die Einfuhr von da. Schon oft iſt auf die
Zweck=
mäßigkeit des Abſchluſſes eines Handelsvertrages zwiſchen
beiden Ländern hingewieſen worden, abek in Rio de
Ja=
neiro ſcheint man bisher wenig Neigung verſpürt zu
ha=
ben, ſich vertraglich zu binden, hat doch noch im Herbſt 1908
der damalige braſilianiſche Finanzminiſter ſich prinzipiell
gegen Handelsverträge ausgeſprochen, da dieſelben für ein
hauptſächlich Rohſtoffe exportierendes Land unvorteilhaft
ſeien.
Wie die jetzigen Machthaber über dieſe Frage denken,
muß ſich erſt zeigen, jedenfalls iſt die Zuverſicht
gerecht=
fertigt, daß unter dem neuen Präſidenten ſich die
poli=
tiſchen und wirtſchaftlichen Beziehungen
zwiſchen Deutſchland und Braſilien weiter
günſtig entwickeln werden, was hoffentlich unſeren am
Auslandshandel beteiligten Erwerbszweigen zugute
kommt.
Rußland und die Balkanfrage.
* Die wochenlangen Verhandlungen der bulgariſchen
Agitatoren in Petersburg und die Ankündigung der
An=
kunft anderer Balkanleute, der Anfreundung der feindlichen
Brüder Serbien und Montenegro uſw. und die
entſpre=
chende Tonart der ruſſiſchen Preſſe haben nicht nur die
Türkei mißtrauiſch gemacht. Herr Iswolski war ſtets
mit Vorſicht zu nehmen und ſelbſt, wenn er mit ſeinen
Balkanbundplänen auch jetzt wieder abfällt, kann
er mit ſeiner Begünſtigung der bulgariſchen Begehrlichkeit
in Mazedonien, ſelbſt wenn ſie nur platoniſch gemeint iſt,
dem Frieden viel ſchaden. Auch in Rußland ſelbſt wird
die Gefahr von einſichtigen Leuten erkannt und Fürſt
Meſchtſchersky ſchreibt im „Graſchdanin”:
„Lieſt man in den Zeitungen und hört man die
Ge=
rüchte, die über diplomatiſche Verhandlungen
Iswolskis mit dem König von Bulgarien und dem
öſterreichiſchen Botſchafter kurſieren bezüglich einer
Stabi=
liſierung der ruſſiſch=öſterreichiſchen Politik auf dem
Balkan, einer Verſtändigung Rußlands und
Bulga=
riens in den Balkanangelegenheiten und ſogar bezüglich
einer Militärkonvention mit Bulgarien, ſo iſt es
verzeih=
lich, denke ich, wenn ein jeder Ruſſe für das Schickſal ſeiner
Heimat und ſeines Herſchers zu fürchten beginnt, bei dem
Gedanken, daß wir dank Iswolski in die
Balkanangele=
genheit verwickelt werden könnten, Ihm iſt es natürlich
einerlei, was aus Rußland werden wird und mit welchem
Preiſe dieſes die Einmiſchung in die
Balkanangelegenhei=
ten zu bezahlen haben wird, wie es ihm gleichgültig war,
als er uns unlängſt faſt in einen Krieg mit Oeſterreich
und Deutſchland verwickelt hätte, — wenn er ſich nur dem
Wahne hingeben kann, als entſcheide er die politiſchen
Fragen Europas. Und wenn er in den Zeitungen lieſt,
daß auch der König von Serbien, der Abenteurer Peter,
und ſogar der Sultan nach Petersburg kommen wollen,
ſo lächelt er und ſagt: „Sie alle kommen zu mir!” Möge
dem ſo ſein. Wie dumm ich aber neben dem genialen
Iswolski ſein möge, ſo fahre ich doch fort, zu behaupten,
daß die einzig richtige und vorteilhafte auswärtige Politik
für Rußland diejenige iſt, die Rußland zur Zeit der
Re=
gierung Alexanders III. ſo hoch geführt hat — die Politik
einer gänzlichen Nichteinmiſchung in die europäiſchen
An=
gelegenheiten überhaupt und in die des Balkan im
beſon=
deren. Nur unter einer Bedingung können wir uns
ein=
miſchen: wenn wir die Möglichkeit haben, mit bewaffneter
Macht unſere Forderungen zu unterſtützen. So lange wir
dieſe Möglichkeit nicht beſitzen, ſind wir um der
Selbſter=
haltung willen verpflichtet, uns in keinerlei fremde
Ange=
legenheiten einzumiſchen.”
Zu den Aeußerungen in der ausländiſchen Preſſe
über den Beſuch des Königs von Bulgarien in
Petersburg und den zu erwartenden Beſuch des Königs
von Serbien ſchreibt die „Ruſſija”:
„Für jeden unparteiiſchen Beobachter muß es klar ſein,
wie grundlos der Verdacht der ausländiſchen Preſſe iſt, die
ruſſiſche Politik verfolge andere Ziele als die Erhaltung
des status quo auf dem Balkan, die demnach
mit den guten Beziehungen zu der Türkei und zu
Oeſter=
reich=Ungarn unvereinbar ſeien. Man braucht nur die
Toaſte bei der Anweſenheit des Königs von Bulgarien
in Zarskoje Sſelo aufmerkſam zu leſen um ſich zu
über=
zeugen, wie grundlos Rußland und Bulgarien
Geheim=
pläne zugeſchrieben werden. Dieſe Toaſte ſind von
Frie=
densliebe durchdrungen und derſelbe Gedanke liegt dem
am Tage der Abreiſe des Königs Ferdinand
veröffent=
lichten Communique zu Grunde. Der Beſuch des
Herr=
ſchers dürfe daher keine Befürchtungen hervorrufen. Beide
Beſuche tragen ganz offiziellen Charakter, und es kann
nicht verwundern, daß der König von Bulgarien wie der
König von Serbien den ruſſiſchen Hof zuerſt beſuchten; die
traditionellen Beziehungen Rußlands zu den ſlawiſchen
Ländern begründen dies vollſtändig. Dieſer Umſtand darf
nicht den geringſten Anlaß geben, die ruſſiſche Regierung
irgendwelcher Abſichten gegen die Türkei oder Oeſterreich=
Ungarn zu verdächtigen. Was insbeſondere
Oeſter=
reich=Ungarn betrifft, ſo ſind alle Verdächtigungen,
wie ſie in den Blättern zum Ausdruck kommen, ſchon
wegen der von Rußland in der Frage der Herbeiführung
normaler diplomatiſcher Beziehungen zur
Nachbarmon=
archie eingenommenen verſöhnlichen Haltung
ausgeſchloſ=
ſen. Die enge Gemeinſchaft der leitenden ruſſiſchen Kreiſe
mit den bulgariſchen und ſerbiſchen werde das beſte
Un=
terpfand zur Wahrung des Friedens und der
Ordnung auf dem Balkan ſein, worauf die
voll=
kommen aufrichtigen Bemühungen der ruſſiſchen
Regie=
rung gerichtet ſind.”
Deuſches Reich.
— Die „Nordd. Allg. Ztg.” ſchreibt: In der Preſſe
tauchen fortgeſetzt Angaben über die bevorſtehende Reiſe
des Kaiſers nach Korfu auf. Gerade in den letzten
Tagen haben ſich die Gerüchte ſo weit verdichtet, daß ſchon
von Vorbereitungen zum Empfang des Monarchen auf der
Inſel berichtet wurde. Wir möchten deshalb daran
erin=
nern, daß eine Fahrt des Kaiſers nach dem Mittelmeer
für dieſes Jahr niemals beſchloſſene Sache war, und
möchten es als unwahrſcheinlich bezeichnen, daß eine ſolche
Reiſe unternommen wird.
— Parteioffiziös wird mitgeteilt: Durch die
konſer=
vative Preſſe wird verbreitet, daß die
Nationallibe=
rale Partei ſich in der am Sonntag, 27. Februar, im
Zirkus Buſch abgehaltenen „
Wahlrechtsverſamm=
lung der Intellektuellen” offiziell habe vertreten
laſſen. Für niemanden, der den Bericht über jene
Ver=
ſammlung vorurteilsfrei geleſen hat, dürfte der geringſte
Zweifel beſtehen, daß davon auch nicht im entfernteſten
die Rede ſein kann. Zum Ueberfluß ſei aber noch
aus=
drücklich bemerkt, daß, wenn der nationallibreale
Land=
tagsabgeordnete Maurer ſich an der Verſammlung beteiligt
und in ihr ein Referat erſtattet hat, er dies lediglich für
ſeine Perſon getan und lediglich ſeine eigene Anſicht
ver=
treten hat, daß er aber keinerlei Mandat hatte, für die
Nationalliberale Partei zu ſprechen, und auch nicht in
derem Sinne geſprochen hat.
— In Dresden tagten gegen 1400 Privatangeſtellte,
um über die ſtaatliche Verſicherung der
Pri=
vatbeamten zu beraten. Vertreter der Miniſterien und
Beamtenkorporationen waren zugegen.
Reichstagsabge=
ordneter Dr. Heinze teilte mit, daß Staatsſekretär
Del=
brück ihm geſagt, dem Reichstag werde noch in dieſer
Seſ=
ſion ein Geſetzentwurf über die ſtaatliche
Penſionsverſiche=
rung der Privatangeſtellten zugehen. Die Verſammlung
faßte eine Reſolution, in der die Regierung erſucht wird,
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Nummer 57
den Entwurf vorzulegen, und dem Reichstag in dieſer
Sache die Bitte ausgeſprochen wird, auch weiterhin die
Beſtrebungen der Privatangeſtellten zu unterſtützen.
— Der elſäſſiſche Abgeordnete Wetterlé iſt auf der
Durchreiſe in Paris eingetroffen und war der
Gegen=
ſtand eine Sympathiekundgebung ſeitens der Pariſer
Stu=
denten. Sie ſtatteten ihm einen Beſuch ab und
überreich=
ten ihm eine Bronze=Statue, wodurch ſie ihm die
Sym=
pathie der franzöſiſchen Regierung ausdrücken wollten.
Wetterlé zeigte ſich durch dieſe Aufmerkſamkeit ſehr
ge=
rührt.
Ausland.
Dem „Fremdenblatt” zufolge unterbreitete der
Fi=
nanzminiſter dem öſterreichſſchen Abgeordnetenhauſe eine
Vorlage, durch die er zur Beſchaffung eines Kapitals von
181 740000 Kronen im Wege einer Kreditoperation
ermächtigt wird. Das Kapital iſt hauptſächlich dazu
be=
ſtimmt, den ſtark geſchwächten Kaſſenbeſtänden die Beträge
wieder zuzuführen, die anläßlich der mit der Annexion
Bosniens zuſammenhängenden militäriſchen
Vorbereitun=
gen vorſchußweiſe gezahlt wurden.
— Im engliſchen Unterhauſe erklärte Premierminiſter
Asquith auf eine Anfrage, daß die Reſolutionen, welche
die Regierung bezüglich des Oberhauſes einbringen
werde, auch Vorſchläge über die Verkürzung der Dauer
der Parlamentsſeſſion enthalten würden. Kriegsminiſter
Haldane erwähnte bei ſeinen Erklärungen zum
Hee=
resbudget auch, daß das Kriegsminiſterium
Er=
wägungen über die Frage der Selbſtlader angeſtellt habe
und dabei zu der Anſchauung gekommen ſei, daß es noch
einige Zeit dauern werde, bis die Selbſtlader praktiſch
verwendbar ſeien. Man habe in der Armee vier Jahre
lang an der Herausbringung eines neuen Geſchoſſes
gear=
beitet, das ſich nunmehr als zufriedenſtellend erwieſen
habe und verſuchsweiſe eingeführt werden ſolle. In
ſei=
nem Material ähnle es dem deutſchen Geſchoß, ſei aber
größer und aus feſterem Stoffe hergeſtellt als dieſes. Der
Kriegsminiſter gab ferner die Erklärung ab, daß das
Kriegsminiſterium die Einrichtung eines regulären
Luftſchifferkorps beabſichtige, und berichtete über
die Forſchungen, die die Kommiſſion, deren Präſident Lord
Raylingh ſei, über das Problem der Luftſchiffahrt
ange=
ſtellt habe. Auf Grund des Ergebniſſes dieſer Forſchungen
arbeite das Kriegsminiſterium nunmehr. Es beſitze ein
kleines lenkbares Luftſchiff in Alderſhot, das zufrieden
ſtellende Erfolge aufzuweiſen habe. Es ſei mit dem
Ent=
wurf zu einem großen Lenkballon beſchäftigt, der während
des laufenden Finanzjahres erbaut werden ſolle, während
ein großer, zum Flottendienſt beſtimmter Lenkballon im
Sommer „auf Stapel gelegt” werden würde. Zwei
wei=
tere kleine Lenkballons ſeien in Frankreich in Auftrag
ge=
geben. Sobald das Kriegsminiſterium ſich Erfahrungen
zu eigen gemacht haben werde, die aus dieſen
Neuerwer=
bungen ſich ergeben würden, werde man an den Bau
wei=
terer Lenkballons gehen und ſo in den Beſitz einer
Luft=
flotte gelangen.
In der griechiſchen Kammer hat der Finanzminiſter
eine Vorlage eingebracht zur Aufnahme einer
vierprozen=
tigen Anleihe im Betrage von 150 Millionen Drachmen.
Die Anleihe iſt für öffentliche Arbeiten, Eiſenbahnen und
zur Deckung von Fehlbeträgen in den Budgets bis zum
Jahre 1909 beſtimmt. Für den Dienſt dieſer Anleihe ſind
dieſelben Einnahmen beſtimmt, die die letzte Regierung
bereits vorgeſchlagen hatte. Das durch die Anleihe
aufzu=
nehmende Kapital darf auf 250 Millionen erhöht werden,
unter der Bedingung, daß der Mehrbetrag verwandt
wird für die Beſeitigung des Zwangskurſes und zur
Zu=
rückziehung der griechiſchen Silbermünzen, die in den
Ländern der lateiniſchen Münzunion in Umlauf ſind.
Die ruſſiſche Duma hat den Etat des Miniſteriums
des Innern angenommen. Die Kadetten, die
Sozialdemo=
kraten und die Arbeitergruppe, ſowie die Muſelmanen
ſtimmten gegen die Annahme.
* Wilhelmshaven, 8. März. Der Kaiſer
unternahm geſtern nachmittag einen Spaziergang an Land
bis zu den neuen Schlenſenanlagen. Geſtern abend fand
bei dem Kaiſer an Bord der „Deutſchland” ein Diner
ſtatt, bei dem der Kaiſer zwiſchen den Admiralen Graf
v. Baudiſſin und v. Holtzendorff und gegenüber Prinz
Heinrich von Preußen zwiſchen dem Fürſten zu
Fürſten=
berg und dem Admiral v. Hollmann ſaß. Geladen waren
die hier anweſenden Admirale, darunter Vizeadmiral von
Paſchen, Kontreadmiral Bachmann vom Reichsmarineamt
und die Kommandanten der „Deutſchland” und „
Königs=
berg”. Heute von 10 Uhr ab unternahm der Kaiſer
Beſich=
tigungen der kaiſerlichen Werft unter Führung des
Ober=
werftdirektors, Kontreadmirals Dick, in Begleitung des
Prinzen Heinrich von Preußen und des Großherzogs von
Oldenburg, der gegen 10 Uhr hier eingetroffen iſt.
Beſich=
tigt wurden die neuen Schiffsbauten, einige neue techniſche
Einrichtungen, ſowie die Fortſchritte der neuen
Hafen=
anlagen.
* Paris, 7. März. Der König von England
iſt heute nachmittag hier eingetroffen. Er bleibt bis
Mitt=
woch früh hier und begibt ſich ſodann nach Biarritz.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. März.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Großherzog
begab ſich am Montag abend ½7 Uhr mit Gefolge im
Auto, einer Einladung des Frankfurter Flugſportklubs
folgend, nach Frankfurt, wohnte daſelbſt im „
Frank=
furter Hof” einem Vortrag des Aſſeſſors Dr. Alex
Meyer bei und nahm hierauf an dem Klubeſſen teil.
Nach Beendigung desſelben erfolgte die Rückkehr nach
Darmſtadt.
Ernannt wurden durch Entſchließung Großh.
Miniſteriums des Innern die Referendare Friedrich
Leonhard Crome zu Frankfurt a. M., Wilhelm Fuchs,
Ernſt v. Küchler, Robert Freiherr Löw von und
zu Steinfurth, Rudolf Machenheimer und Dr.
Manfred Meyer=Edward zu Darmſtadt, Bruno
Schurig zu Offenbach, Paul Stimmel zu Darmſtadt,
Hermann Walter zu Mainz und Karl v. Zangen
zu Frankfurt a. M. zu Regierungsaſſeſſoren. — Ernannt
wurde weiter der Gefangenaufſeher an der
Weiberſtraf=
anſtalt in Mainz Julius Reinelt zum Gefangenaufſeher
am Provinzialarreſthaus in Mainz. Die dadurch an der
Weiberſtrafänſtalt frei werdende Stelle wird nicht wieder
beſetzt.
n. Das Schwurgericht verhandelte geſtern gegen
den 40jährigen, verheirateten Landwirt Adam
Ar=
ras IV. von Laudenau, welcher des verſuchten
Tot=
ſchlags in zwei Fällen angeklagt war. Er
unter=
hielt ſeit Jahren mit der ledigen Schweſter ſeiner Frau
der Eva Katharina Pfeifer von Linnenbach, ein
Ver=
hältnis, bis das Mädchen ſein Haus im vorigen
Som=
mer verließ und bei einer Schweſter, der Ehefrau
Vetter in Linnenbach, Aufnahme fand. A. bemühte
ſich, die Beziehungen trotzdem fortzuſetzen und die
Pf. zur Rückkehr oder doch zur Verheiratung mit
einem von ihm (A.) ausgeſuchten Mann zu beſtimmen.
Die Pf. ging auf beides nicht ein, wählte ſich einen
anderen, den ſie auch ſpäter geheiratet hat, und tat
durch einen Rechtsanwalt Schritte, um A. zur
Heraus=
gabe ihrer Sachen und eines ihm geliehenen Betrags
von 1100 Mark zu veranlaſſen. Dadurch ſteigerten
ſich Empörung und Zorn bei A.; er drohte wiederholt
gegenüber Dritten und dem Mädchen ſelbſt, es
totzu=
ſchießen und an ſich Hand zu legen, und ließ ſich bei
einem Zuſammentreffen am 14. November v. J. in
der Wohnung der V. zur Ausführung im Affekt
hin=
reißen. Damals hatte er ſich mit dem von ihm
vor=
geſchlagenen Freier nach Linnenbach begeben, hatte
dort den von der Pf. Vorgezogenen angetroffen und
abermals durch die Pf. eine Ablehnung erfahren.
Daraufhin zog er den, angeblich zu ſeinem perſönlichen
Schutz (auf dem abendlichen Heimweg)
mitgenomme=
nen ſcharfgeladenen Revolver, richtete ihn auf den
Kopf der nur einen Schritt von ihm entfernten Pf.
und feuerte zweimal auf ſie, ſodaß ſie durch die Kugeln
zwei durch eine günſtige Fügung nicht ſehr erhebliche
Wunden davontrug. Als Frau V., die ihm ſchon
vor=
her das Haus verboten hatte, abwehrend hinzuſprang,
zielte A. auch auf ſie und brachte ihr ebenfalls zwei
günſtiger verlaufende Schußwunden bei. Alsdann
ſuchte er das Weite und wurde anderen Tages in
ſeiner Wohnung verhaftet. Er beſtreitet die
Tötungs=
abſicht und beruft ſich auf hochgradige, ihn damals
völlig beherrſchende Aufregung. Die Pf. und V.
mach=
ten in der Verhandlung von ihrem
Zeugnisverweige=
rungsrecht Gebrauch, doch wurde der Sachverhalt durch
andere Zeugen völlig feſtgeſtellt. Die Anklage war
durch Großh. Staatsanwalt Schreiber, die
Verteidig=
ung durch Rechtsanwalt Neuſchäffer vertreten.
Die während der Unterſuchung erfolgte Beoba
ung des Angeklagten auf ſeinen Geiſteszuſtand
ſeine Zurechnungsfähigkeit ergeben. Seine Ehef
trat in der Verhandlung als Zeugin für ihn ein
macht die Schweſter, die ihn verführt habe, für a
verantwortlich. Der günſtige Verlauf der Wun
(im Geſicht, Bruſt und Rücken) war, nach Anſicht
behandelnden Arztes, hauptſächlich durch die ſchle=
Beſchaffenheit des Revolvers und ſchwache Pulver
ung bewirkt. Der Sachverſtändige, Hofbüchſenma
Delp hier, bezeichnete Waffe und Ladung als tötur
fähig und nahm als Urſache des verhältnismäßig Ie
ten Erfolgs ſchräges Aufſchlagen nebſt großer Wi.
ſtandsfähigkeit der loſen Frauenkleidung an. Der
geklagte wurde unter Zubilligung mildernder 1
ſtände des Totſchlagsverſuchs gegen die Pf., ſowie
vorſätzlichen, gefährlichen Körperverletzung der
ſchuldig befunden und zu 1 Jahr 9 Monaten Gefi
nis, abzüglich 3 Monate Unterſuchungshaft, verurt
Er erkannte das Urteil ſofort an.
* Landesſynode. Die dritte Sitzung der achten ord
lichen evangeliſchen Landesſynode nimmt am Donn
tag, den 10. ds. Mts., vormittags 10 Uhr, im Syno
gebäude (Darmſtadt, Waldſtraße 40) ihren Anfang.
Tagesordnung lautet: 1. Eröffnung der Sitzung und
bet. 2. Anſprache des Präſidenten. 3. Verkündigung n
Einläufe. 4. Berichtsanzeigen. 5. Verpflichtung neu
getretener Mitglieder. 6. Beratung und Beſchlußfaſſ
über die Vorlage des Großh. Oberkonſiſtoriums, den?
anſchlag der Einnahmen und Ausgaben des evangeliſ
Zentralkirchenfonds für die Jahre 1910—1914 betreffen
— Techniſche Hochſchule. Der Diplom=Ingenieur Vf
Müller aus Bulmke hat ſich am 7. März ds. Js
der hieſigen Techniſchen Hochſchule der mündlichen Do
Ingenieur=Prüfung unterzogen und dieſe „gut” beſtan
— Der Ausſchuß der „Vereinigten Bezirksvere
hat in dieſen Tagen eine Sitzung abgehalten, di
Hauptgegenſtand die Beſprechung über die
oblige=
riſche gewerbliche Fortbildungsſch
bildete. Stadtverordneter Sames und Hauptle
Loeſch verſtanden es, einen höchſt anſchaulichen Be
über dieſe Frage zu erſtatten, der die Aufmerkſar
der zahlreichen Verſammelten lange feſſelte. Die
hältniſſe, die in München unter Leitung des bekan
Herrn Kerſchenſteiner faſt als muſtergültig bezei
wurden, wurden als erſtrebenswert von beiden
tragenden, die an Ort und Stelle Einſicht genom
bezeichnet. Die dankenswerten Ausführungen r
eine zum Teil widerſpruchsvolle Debatte hervor
der eine große Anzahl Stadtverordneter und Gewies
treibender ſich beteiligte. Zur Klärung dieſer
gelegenheit in den intereſſierten Kreiſen hat
Verhandlung ſehr beigetragen und der Dank des
ſitzenden, Stadtverordneten Dr. Kolb, an die be
Vortragenden fand den lebhaften Beifall der
ſammlung. Die Verhandlung über die Wiedereinſ
ung der Halteſtelle der elektriſchen Bahn an der S
kirche konnte mit Rückſicht auf die entgegenkommen
Erklärungen der Bürgermeiſterei bald beendigt 1
den. Erſt nach ½1 Uhr ſchloß die anregende *
ſammlung.
— Vorträge „Ueber den Chriſtusglauben.”
eiſte Vortrag, den Profeſſor D. Bouſ
von Göttingen über dies Thema zu halten ged
findet heute, Mittwoch, abends 8 Uhr im
Muſikver=
ſaale ſtatt und behandelt die Entſtehung des Chri
glaubens. Bouſſet gehört zu den geiſtvollſten unde
artigſten Vertretern der modernen Theologie,
aue=
den redemächtigſten. Was er zu dem unerſchöpfl
Thema zu ſagen hat, wird dem Hörer vorausſie
nicht bloß ein erleſener geiſtiger Genuß werden,
dern auch Erbauung edelſter Art bieten. Karten
bei Bergſträßer und abends an der Kaſſe erhältli
— Der National=Stenographenverein von
nowski beging am Sonntag, den 6. März, im „Schi=” ſein zweites Stiftungsfeſt. Bei der vorher
haltenen Sitzung nahmen Vertreter der Veſe
Mainz, Mannheim, Heidelberg, Frankfurt und Litg
fels teil. Es wurde beſchloſſen, im achten Sür
deutſchen Verband einen neuen Bezirk unter en
Namen „Nördlicher Bezirk” zu gründen. Dem
zirksvorſtand gehören die Herren Lehrer Stier (V n
Lindenfels), E. Stüber (Verein Mannheim) und
t
meiſter=Aſpirant Kramer im Leib=Dragoner=Regi
Nr. 24 (Verein Darmſtadt) an, die einſtimmig ge:
wurden. Aus der großen Anzahl von Anfragen 1d
Auregungen konnte man deutlich entnehmen, da
National=Stenographie überall feſte Wurzeln faßt.)
Erledigung der Verhandlungen trat die Fidelite
7
ihre Rechte. Der Vorſitzende des Darmſtädter
eins, Herr Bureauvorſteher L.Gaubatz, hieß die
s=
reichen Teilnehmer und auswärtigen Vereine he G
willkommen und wünſchte guten Verlauf des 7
Die von Mitgliedern fremder Vereine gehal n
Oſterdatum.
Von J. Lößer.
Oſtern, das Feſt der Auferſtehung Jeſu, fällt in
die=
ſem Jahre auf den 27. März (Oſterſonntag)). Für die
vorliegende Betrachtung erſcheint es notwendig, auch auf
die Oſterdaten anderer Jahre hinzuweiſen, weshalb
an=
gegeben werden mag, daß Oſtern war
im Jahre 1905 am 23. April
1906 „ 15.
,,
1907 „ 31. März
, ,
1908 „ 19. April
, ,
1909 „ 11. „
,„
und ſein wird
im Jahre 1911 am 16. April
1912 „
„
„ „ 1913 „ 23. März
1916 „ 23. April
,,
„ 1943 erſt am 25. April.
Man ſieht, wie ſehr das Oſterdatum wechſelt. Zwiſchen
den extremſten Daten liegt mehr als 1 Monat; in der Tat
kann Oſtern in die Zeit vom 22. März bis 25. April fallen.
Das mittlere Datum iſt der 8. April; auf dieſen Tag fällt
Oſtern im Jahre 1917.
Woher rührt nun dieſe auffällige Verſchiedenheit der
Oſterzeit in den einzelnen Jahren? Daß Oſtern ein
be=
wegliches Feſt iſt, im Gegenſatz namentlich zu Weihnachten,
weiß ja jedermann, aber nicht weniger mag es ſonderbar
erſcheinen, daß Oſtern in dem oben genannten Zeitraum,
welcher 35 Tage — 5 Wochen ausmacht, auf jeden
belie=
bigen Tag fallen kann und die jährlich aufeinander
folgen=
den Oſterdaten ſo gar keine Ordnung zeigen. Oſtern iſt
auch nicht auf die in Betracht kommenden Teile der
Mo=
nate März und April, nämlich 10 und 25 Tage,
gleich=
mäßig verteilt; z. B. fiel in den Jahren 1800 bis 1909
Oſtern nur 25mal in den Monat März, dagegen 85mal in
den Monat April. — Und doch waltet in den Oſterdaten
eine „höhere”, wenn auch zunächſt nicht erkennbare
Ord=
nung.
Auf der Kirchenverſammlung (dem erſten ökumeniſchen
Konzil) zu Nicäa im Jahre 325 wurde im Anſchluß an die
Uebung der römiſch=chriſtlichen Gemeinden beſtimmt, daß
als Oſterſonntag ſtets der erſte Sonntag nach dem
Voll=
mond zu gelten hat, welcher auf oder nach
Frühlings=
anfang fällt, wobei für letzteren ſtets der 21. März
anzu=
nehmen iſt, obgleich der aſtronomiſche Frühlingsanfang
auch auf den 20. März fallen kann. Der hiernach für das
Oſterdatum in Betracht kommende Vollmond heißt „
Oſter=
vollmond‟
Iſt der 21. März ein Samstag und auf dieſen Tag
zugleich Vollmond, ſo iſt nach vorſtehendem am nächſten
Tag ſchon Oſtern, der 22. März alſo der früheſte
Oſter=
termin. War am 20. März Vollmond, ſo kommt dieſer für
Oſtern noch nicht in Betracht, es muß auf den nächſten
Vollmond, welcher ſich am 18. April einſtellen wird,
ge=
wartet werden, und wenn letzterer Tag ein Sonntag iſt
ſo fällt Oſtern erſt auf den nächſten Sonntag, alſo im
ſpä=
teſten Termin auf den 25. April.
Zwiſchen zwei gleichen Phaſen des Mondes — alſo
z. B. von Neumond bis zum nächſten Neumond, erſtem
Viertel bis wieder erſtem Viertel, Vollmond bis zum
näch=
ſten Vollmond, letztem Viertel bis wieder letztem Viertel,
verlaufen im Mittel 29 Tage, 12 Stunden 44 Minuten und
3 Sekunden (ſynodiſcher Monat oder Lunation), alſo rund
29½ Tage. Auf Grund dieſer Angabe iſt man imſtande,
das Oſterdatum eines gegebenen Jahres zu berechnen
wenn man ſich das Datum des Oſtervollmondes im
vor=
ausgehenden Jahre und den Namen des letzten Tages
dieſes Jahres (ob Sonntag, Montag, Dienstag uſw.)
merkt. Es möge hiernach das Oſterdatum für 1911
feſt=
geſtellt werden. Am 25. März 1910 iſt Vollmond,
Oſter=
vollmond. Nach Ablauf von 12X29½ — 354 Tagen,
einem ſog. Mondjahr, muß wieder Vollmond ſein. Dieſer
Zeitraum entſpricht einem gewöhnlichen Jahre von 365
Tagen weniger 11 Tagen und es findet daher dieſer
Voll=
mond im Jahre 1911 am 25. März weniger 11 Tagen, d. i.
am 14. März ſtatt. Derſelbe iſt aber zur direkten
ſtellung des Oſterdatums nicht brauchbar, da er vor
21. März fällt, alſo kein „Oſtervollmond” iſt. Es
demnach der nächſte Vollmond, der 29½ Tage ſpäter,
am 30. Tage nachher eintritt, alſo der vom 13. Apr —
nommen werden. Es fragt ſich nun zunächſt, wie
Tag heißt, denn am darauffolgenden Sonntag iſt ja
Nun, der letzte Tag des laufenden Jahres iſt ein E —
tag, der 1. Januar 1911 alſo ein Sonntag. Von d
E
zum 13. April verlaufen 31 — 28 — 31 — 12 — 102. 1
— 14 Wochen 4 Tage und es iſt nach Ablauf die
Wochen, d. h. tags darauf, wieder Sonntag, dann K=
H-
tag, Dienstag, Mittwoch, ſo daß der 13. April ein
II,
nerstag iſt. Am folgenden Sonntag, alſo am 16.
iſt ſomit Oſtern.
Auf dieſe Weiſe findet man auch das Oſterdatu
1912 uſw. Hierzu mag bemerkt werden, daß der ke
lt
Tag jedes Jahres auf einen Tag ſpäter in der Wock
als der erſte Tag des Vorjahres iſt dieſes aber ein Eit=
21
jahr, ſo beginnt das folgende Jahr um zwei Tage
in der Woche. Das Jahr 1912 fängt alſo mit einem
i=
tag an, 1913 mit einem Mittwoch, da das vorausg. De
Jahr ein Schaltjahr iſt, 1914 mit einem Donnerstat
Dies rührt daher, daß ein gewöhnliches Jahr 365
— 52 Wochen — 1 Tag, das Schaltjahr mit 366
— 52 Wochen — 2 Tage zählt. Ferner iſt zu beachte
in einem Schaltjahr der auf das betreffende Mondja
gende Vollmond nicht 11, ſondern 12 Tage früher elStt
als im Jahre vorher.
Nach einer von dem großen Mathematiker Ga l—m
Jahre 1816 aufgeſtellten Regel läßt ſich das Oſter lum
für jedes Jahr direkt berechnen. Es wird im allger den
durch die Formel
22. März — 2 Tage
dargeſtellt werden können. Wenn 2 —0 iſt, ſo fällt irn
auf den früheſten Termin, im Falle 2 — 34 auf de’d
teſten Termin. Bis zu 2 — 9 Tagen fällt Oſtern in
den März, bei 10—34 Tagen in den Monat April. lniß
zeigt nun, wie dieſe Zahl 2 für jedes Jahr zu fin! lüſt,
Nummer 57.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Seite 3.
Reden zeigten, welch inniges Freundſchaftsband die
Vereine verbindet.
— Vortrag. „Gibt es einen Verkehr mit
dem Jenſeits?” Ueber dieſes Thema ſpricht am
Dienstag, den 22. März, abends halb 9 Uhr, im Saale
des Mozartvereins, Schulſtraße 8, der philoſophiſche
Schriftſteller Friedrich Jaskowski aus Leipzig in einem
öffentlichen Vortrage.
— Die Stenographie erobert ſich von Jahr zu
Jahr eine ſtets wachſende Anhängerſchar, denn ihr
Nutzen wird immer mehr anerkannt. Ein ſchlagender
Beweis hierfür wird durch die Tatſache erbracht, daß
nach der Statiſtik die deutſche Schule Gabelsberger
vom 1. Juli 1908 bis 30. Juni 1909 136 163 in
An=
fangskurſen Unterrichtete aufzuweiſen hat, gegenüber
dem Vorjahre mehr 862. Geradezu unentbehrlich iſt die
Stenographie für den Kaufmann, dem ſie vielfach zum
Lebensberufe wird. Kaum minder nötig iſt ſie dem
Bureaubeamten jeden Ranges, dem Studenten,
Rechts=
anwalt, Arzt, Richter, Geiſtlichen und Lehrer. Der
Schüler hat ſchon in der Schule vielfachen Nutzen von
der Schnellſchrift. Auch in jedem ſpäteren Berufe iſt
ſie ihm wertvoll und ſehr oft zur Erlangung einer gut
bezahlten Stellung unbedingt erforderlich. Wegen
Er=
öffnung eines neuen Anfängerkurſus ſiehe
Anzeigenteil.
— Das Volkertſche Tanzinſtitut hielt ſeinen
Schluß=
ball im „Hotel zur Traube” ab. Die von Herrn Volkert
einſtudierten Reigen wurden von den Damen graziös
auf=
geführt, auch einige Solotänze von Frl. Auer gelangten
zur Aufführung und wurden von den Teilnehmern
bei=
fällig aufgenommen. Frl. Elske trug durch ihren Geſang
ebenfalls dazu bei, den Abend zu verſchönern.
— Im Chauſſeehaus (Heidelberger Straße) findet in
den Tagen von Donnerstag, den 10. März bis einſchließlich
Sonntag, den 13. März ein großes Bierfeſt nach Münchener
Art ſtatt. Für die nötige Stimmung wird eine auserleſene
Abteilung der Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=
Regi=
ments Nr. 61 Sorge tragen. Das Bier wird von feſchen
Münchnerinen ſerviert.
— Orpheum. Der ganz hervorragende jetzige
Spielplan ſteht nur noch ſechs Tage. Das Programm
kann als eines der beſten des ganzen Winters bezeichnet
werden.
— Pfungſtadt, 8. März. Der Poſtmeiſter
Rechnungs=
rat Kißlinger, deſſen Ableben gemeldet wurde, iſt
am Herzſchlag verſchieden.
Groß=Gerau, 8. März. Heute wurde hier am
Schöffengericht ein Beleidigungsprozeß
verhandelt, welcher ſich ſchon faſt über zwei Jahre
hin=
zieht und der größeres Intereſſe für das Publikum
ſowohl als auch für die Preſſe und ihre
Nachrichten=
vermittelung hatte. Es war die Klage und Widerklage
des kaiſerl. Poſtaſſiſtenten Joh. Deppe gegen den
Redakteur des Groß=Gerauer „Kreisblatts”, L. v.
Touſſaint von hier, wegen Beleidigung uſw.
Dieſe wurde ſeinerzeit veranlaßt durch eine gebrachte
Briefkaſtennotiz, nach welcher vor ca. zwei Jahren eine
telephoniſche Zeitungsmeldung an das Groß=Gerauer
„Kreisblatt” über den Eulenburg=Prozeß indiskreter=
und unberechtigterweiſe von genanntem
Aufnahmebe=
amten an einen Bekannten, den ihm befreundeten
Verleger des hieſigen „Anzeigers” weitergegeben
worden iſt. Die Verhandlungen über die anhängige
Sache zogen ſich in die Länge, beſchäftigten in einem
Zwiſchenurteil das Reichsgericht in Leipzig
und hatten ein Disziplinarverfahren gegen
den beteiligten Telegraphenbeamten von ſeiten der
kaiſerl. Poſtverwaltung zur Folge, das zurzeit noch
nicht erledigt iſt. — Nach faſt zwei Jahren kam es
end=
lich vor dem hieſigen Schöffengericht zwiſchen den
Par=
teien zu einem Vergleich, nicht ohne beſondere
Be=
mühungen der beteiligten Rechtsanwälte über die
Be=
teiligung der Parteien an den erwachſenen Koſten.
Der Inhalt des Vergleichs iſt in dem Groß=
Gerauen „Kreisblatt” zu veröffentlichen und
die erwachſenen Koſten werden verhältnismäßig geteilt.
Die Sache iſt damit erledigt.
Der hier behandelte Fall ſpielt in der Geſchichte
unſerer Strafprozeßordnung bekanntlich eine wichtige
Rolle, indem dieſer Fall, wie bereits erwähnt, eine
Lücke im Strafgeſetzbuch aufgedeckt hat, die bei der
Reviſion des Strafgeſetzbuches berückſichtigt werden
wird.
Offenbach, 7. März. Die Staatsanwaltſchaft hat
das Verfahren gegen die beteiligten Beamten wegen
des ſeinerzeitigen ſchweren Unglücks an der
Schleuſe Offenbach nunmehr eingeſtellt. Es wurde
feſtgeſtellt, daß das Perſonal keine Schuld trifft und
das Unglück nur durch das Zuſammenwirken
verſchie=
dener unglücklicher Umſtände erfolgte.
— Mainz=Mombach, 7. März. Rieſige
Maſ=
ſen Rheinſand haben ſich infolge des in dieſem
Winter wiederholt eingetretenen Hochwaſſers am
Aus=
gange des hieſigen Floßhafens feſtgeſetzt und ſperren
zurzeit für alle, auch nur mäßig beladenen Schiffe, die
nach dem Induſtriegebiet auf der „Ingelheimer
Au=
beſtimmt ſind, die Zufuhr. Die Stadt Mainz läßt
gegenwärtig umfangreiche Ausbaggerungen
vor=
nehmen. Die ausgehobenen Sandmaſſen werden zur
Einengung des linksſeitigen Hafenufers verwendet.
Aehnliche Arbeiten mußten erſt im letzten Jahre
aus=
geführt werden. Der Stadt erwachſen dadurch recht
erhebliche Koſten. Mit den Ausbaggerungsarbeiten
wurde die Firma Minthe dahier beauftragt. Der
Floßhafen ſelbſt verliert durch die Auffüllungen am
linken Ufer erheblich an Ausdehnung, was bei den im
Floßhafen angeſammelten ſehr großen Holzvorräten
ſich doppelt unangenehm fühlbar macht. Im
Floßver=
kehr herrſcht noch völlige Ruhe.
und ſoll hier deſſen Regel für ein Jahr aus dem Zeitraum
1900 bis 2099 zur Anwendung kommen. Man teilt die
betreffende Jahreszahl — es ſei das Jahr 1915
durch 19 und merke den Reſt, hier 15 (Reſt I
3 ( „ II)
dann „
,, ,
„ 4 ( „ III)
7 „
Nun vervielfacht man Reſt I mit 19, gibt 285, zählt 24
hinzu, gibt 309 und teilt dieſe Zahl durch 30, wobei man
als Reſt 9 (Reſt IV) erhält. Dann nimmt man
2 X Reſt II = 2X3 —
4 X „ III = 4X4 — 16
IV — 6X9 — 54
6N
76
zählt die 3 Poſten zuſammen:
vermehrt dieſe Summe um
81
gibt
und teilt nun durch 7, wobei man als Reſt 4 (Reſt V)
er=
hält. — Reſt IV — Reſt V gibt dann die geſuchte Zahl 2,
alſo für das Jahr 1915: 9 —- 4 — 13, ſo daß 22. März
— 13 Tage — 4. April das Oſterdatum des genannten
Jahres iſt.
Um ganz genau zu ſein, wäre aber anzuführen, daß
die Gaußſche Rechnung, von deren Begründung hier
frei=
lich abgeſehen werden muß, für die Jahre 1981 und 2076
den 26. April ergibt, wofür der 19. April als Oſterdatum
zu nehmen iſt. Auch hat für die Jahre 1954 und 2049 ſtatt
des ſich ergebenden 25. April der 18. April als Oſterdatum
zu gelten.
Falls der eine oder andere geneigte Leſer Anlaß
neh=
men ſollte, die Gaußſche Rechnung bei einem anderen
Bei=
ſpiel anzuwenden, wird hierfür das Jahr 1918 in
Vor=
ſchlag gebracht; er wird 2 — 9, alſo den 31. März als
Oſterdatum finden.
Die fortwährenden und erheblichen Schwankungen
des=
ſelben, welche ſich, wie erörtert, in einem Rahmen von
5 Wochen bewegen, führen manche Unzuträglichkeiten mit
ſich. Abgeſehen davon, daß ſich nach der Lage des
Oſter=
feſtes auch Chriſti Himmelfahrt, Pfingſten uſw. richtet und
danach bis zum 1. Advent 23—28 „Sonntage nach
Pfing=
ſten” vorkommen können, muß ſchon auffallen, daß Oſtern
einerſeits allzu früh in die ungünſtige, kalte Jahreszeit,
andererſeits in eine weſentlich vorgeſchrittenere, beſſere
Zeit fallen kann. Die Schul= und Studien=Ordnugen
rich=
ten ſich nach dem Oſterfeſt, ſo daß deren Lehreinteilung
ſehr ungleich wird, und es iſt auch nicht einerlei, ob die
davon berührten Ferien in Jahreszeiten fallen, die nach
der Länge der Tage und der Entfaltung der Natur ſo
weſentlich verſchieden ſein können. Auch iſt es ſtörend,
wenn der 1. April, ein im wirtſchaftlichen und
geſchäft=
lichen, ſowie ſtaatlichen und ſonſtigen öffentlichen Leben
wichtiger Tag, auf Oſtern oder in die Oſterzeit fällt. Im
Jahre 1904 war der 1. April Karfreitag, im Jahre 1923
wird der 1. April Oſterſonntag ſein.
Wilhelm Förſter, Aſtronom und Direktor der
Stern=
warte in Berlin, hat daher mit Recht vorgeſchlagen, Oſtern
auf den dritten Sonntag nach Frühlingsanfang fallen zu
laſſen. Es käme dann früheſtens der 4. April, ſpäteſtens
der 11. April in Betracht, ſo daß das neue Oſterdatum von
dem dermaligen mittleren Oſterdatum (8. April) nicht oder
nur wenig abweichen würde.
Etwaigen kirchlichen Bedenken gegen eine ſolche
Aen=
derung kann mit den Worten von Joſeph Plaßmann in
ſeiner ausgezeichneten Himmelskunde von 1898 (Freiburg
im Breisgau, Herderſche Verlagshandlung)) begegnet
wer=
den; ſie lauten: „So ehrwürdig die nicäniſche Feſtſetzung
ihres hohen Alters wegen iſt, ſo wenig darf man
behaup=
ten, daß die Verhältniſſe, denen ſie ihren Urſprung dankt,
jetzt noch beſtänden, und daß ſie das Weſen der Religion
berührte. Ueberdies hat man aus den Konzilsakten
nach=
gewieſen, daß nicht die Zurückführung des Oſterfeſtkreiſes
auf den Mond der leitende Gedanke war, ſondern die
Eini=
gung der Chriſten des Morgen= und Abendlandes in der
Feier der höchſten Kirchenfeſte.”
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 7. März.
„Die Nibelungen”.
W-l. Die Sonne dringt aufgehend durch die
feind=
lichen Nebel der Nacht; ſie küßt mit ihren Strahlen die
Erde und erweckt ſie aus ihrem Schlaf zu neuem Leben,
prächtig, ſtolz und ſieghaft vollendet ſie ihre Bahn, bis
ſie von den finſteren Mächten der Nacht wieder beſiegt
wird und verblaſſend untergeht. Siegfried iſt im Mythus
die Perſonifikation der Sonne. Die neuere Dichtung
hat in Fortbildung der Sage aus ihm die herrliche Hel=
dengeſtalt geſchaffen, die, rein und ſchön wie das Licht
des Tages, frohgemut und glücklich, ſieghaft und
unbe=
ſiegt, der Tücke hinterliſtiger Neider zum Opfer fällt.
Weiter und weiter hat ſich die Sage entwickelt und iſt
mehr und mehr verblaßt. Aus dem Sonnenheld
Sieg=
fried, der das Heldenweib Brunhild auf dem vom Feuer
umbrandeten Felſen erweckt, iſt der Prinz geworden,
der das ſchlummernde Dornröschen aus dem Schlafe
küßt. Der prachtvolle Naturmythus unſerer
nordi=
ſchen Vorfahren wurde zum idylliſchen Märchen für
unſere Kinder.
Vielfach iſt der Stoff des Nibelungenliedes
drama=
tiſch bearbeitet worden, ohne daß man für nötig hielt,
die Geſtalten der Sage uns menſchlich nahe zu bringen,
womit wir etwas Neues wohl nicht ſagen. Die Liebe
Brunhildens zu Siegfried, die Motive Hagens, die ſchon
im Nibelungenlied nicht mehr klar zutage liegen,
Sieg=
frieds Vergangenheit uſw. ſind auch in dem Hebbelſchen
Drama noch in ſagenhaftes Dunkel gehüllt
Aber es iſt doch eine gewaltige Dichtung trotz ihrer
Schwächen im einzelnen! Deſſen wurde man ſich bei
der heutigen Aufführung wieder bewußt, bei der Herr
Baumeiſter die Rolle des Siegfried mit
hinreißen=
dem Temperament ſpielte. Zu Fräulein Oſters beſten
Rollen gehört die leidenſchaftliche, ſtolze und
rachſüch=
tige Brunhilde, die ſie ebenſo intereſſant verkörpert,
wie darſtelleriſch erſchöpft. Dem finſteren Hagen ließ
Herr Heinz eine intelligente und einheitlich
durch=
geführte Charakteriſtik zuteil werden. Die Rolle der
Kriemhild war heute Fräulein Welden aus Mainz
zugefallen. Sie iſt wegen ihres Dualismus ſchwer zu
ſpielen, da ſie im erſten Teile die zarten und innigen
Töne keuſcher Jungfräulichkeit und im zweiten Teile
das hohe Pathos der Tragödin erfordert, alſo
eigent=
lich zwei Rollenfächer umfaßt. Fräulein Welden
unterzog ſich ihrer Aufgabe mit anerkennenswertem
Takte und ſuchte durch die Kunſt manche Mängel der
Natur mit Erfolg auszugleichen. Herr
Weſter=
mann markierte die Schwächlichkeit und
Unmännlich=
keit des traurigen Königs Gunther wohl mehr als
nötig iſt, ſprach aber ſeine Rolle, ſehr gut. Die an
rhetoriſchem Pathos faſt zugrunde gehende Rolle der
Frigga ſpielte Fräulein Scherbarth, die der milden
Ute Frau Rudolph.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. März. Der
Polizei=
präſident ſprach den Offizieren, Wachtmeiſtern und
Schutzmännern der Schutzmannſchaften von Berlin und
den Vororten ſeine Anerkennung für ihr geſtriges
Ver=
halten aus und beſuchte die verletzten Schutzleute im
Krankenhauſe bezw. in ihren Wohnungen und belobte
ſie. — Ein ſchweres Automobilunglück, bei
dem 4 Perſonen verletzt wurden, ereignete ſich geſtern
auf der Berlin-Magdeburger Chauſſee zwiſchen
Glie=
now und Pleſſow. Als das Automobil in ſchnellem
Tempo über die Chauſſee fuhr, kam ihm ein
Laſtfuhr=
werk entgegen. Der Chauffeur wollte ausweichen,
da=
bei geriet die Steuerung in Unordnung. Das
Auto=
mobil fuhr in einen Graben, kam aber aus dieſem
wie=
der heraus und prallte mit voller Gewalt ſo heftig
gegen einen Baum, daß es vollſtändig in Trümmer
ging. Die Inſaſſen wurden in weitem Bogen
heraus=
geſchleudert. Einer trug mehrere Beinbrüche davon
ein zweiter erlitt einen Rippenbruch, der dritte und
vierte kamen mit Hautabſchürfungen davon. Der
Chauffeur blieb vollſtändig unverletzt. — Für 5000 M.
Juwelen ſind der Gattin des Kommerzienrats
Albrecht in Schlachtenſee abhanden gekommen. Bei
ihrer Abreiſe nach Italien packte Frau Albrecht ſelbſt
ihre Schmuckſachen in den Koffer; bei der Ankunft in
San Remo fehlten ſie. Der Koffer war unverſehrt.
Wie das „B. T.” erfährt, iſt der ehemaligen
Majors=
frau v. Schönebeck, die ſich im Charlottenburger
Unterſuchungsgefängnis befindet, heute abend die
An=
klageſchrift zugeſtellt worden. Sie lautet auf
Anſtift=
ung zum Morde und ſtützt ſich faſt ausſchließlich auf die
Angaben des Hauptmanns v. Göben, der der
Ange=
klagten unter dem Weihnachtsbaum auf ihr
ausdrück=
liches Verlangen den Schwur geleiſtet haben ſoll, den
Major v. Schönebeck aus dem Wege zu ſchaffen.
Frankfurt, 8. März. Die 25. Vorſtellung von
„Theodor & Comp. im Reſidenztheater geſtern
abend ſtand auch für den, der die Gründe nicht kannte,
etwas im Zeichen der Aufregung. Die Mitſpielenden
wollten dieſe zwar mehrfach unter einer beſonders
hei=
teren Miene und luſtigen Maske verbergen —
beſon=
ders Fräulein Tilly Dellon mit ihrem Lied vom
Mäx=
chen —, gegen den Schluß hin aber kam um ſo
auffal=
lender der Rückſchlag. Schließlich ging, wie der „
Ge=
neralanzeiger” mitteilt, nach einer improviſierten, den
Schluß markierenden Redewendung des einen
Schau=
ſpielers mitten im dritten Akt der Vorhang vor. Die
Zuſchauer verſtanden dieſen erzwungenen Schluß nicht,
ſahen ſich fragend an und blieben ſitzen. Daraufhin
erſchien einer der Mitwirkenden vor der Rampe und
erklärte, Fräulein Dellon ſei von einer plötzlichen
hnmacht befallen worden, weshalb man das
tück nicht habe zu Ende ſpielen können. Er bitte im
Namen der Direktion um Entſchuldigung. Erſt heute
konnte man die eigentliche Urſache dieſer gefährdeten
Jubiläumsvorſtellung erfahren. Wie die Direktion
des Reſidenztheaters ſelbſt mitteilt, wurden die
Schau=
ſpieler in der voraufgegangenen Nacht um den
größ=
ten Teil ihrer Garderobe beſtohlen. Ganz
beſonders hart war aber Fräulein Dellon von dem
Diebſtahl betroffen worden, denn ihr war außer
eini=
gen Kleidern auch ein Perlenkollier im Werte von
einigen Tauſend Mark geſtohlen worden. Nur durch
gegenſeitiges Ausleihen einzelner Garderobeſtücke
während der Aufführung konnte die Vorſtellung
über=
haupt ermöglicht werden. Die Garderobeſtücke
befan=
den ſich in verſchiedenen Abteilen hinter der Bühne,
in denen ſie verſchloſſen ſind. Man nimmt an, daß
jemand mit Nachſchlüſſeln öffnete und in aller
Ge=
mütsruhe die Schränke ausräumte. Der Dieb muß
eine Perſon ſein, die hinter der Bühne oder
wenig=
ſtens im Reſidenztheater nicht unbekannt war. Man
nimmt an, daß ſich der Spitzbube abends im Theater
einſchließen ließ und nach der Tat durch den Keller
floh. Die Verdachtsmomente haben ſich ſchon ſo
ge=
häuft, daß man den Dieb in einem früheren
Angeſtell=
ten des Theaters faſſen zu können glaubt. Die
Kri=
minalpolizei beſchäftigt ſich bereits mit der
Angelegen=
heit.
Wiesbaden, 8. März. Durch die hieſige Polizei wurde
geſtern in Mainz eine Falſchmünzerwerkſtatt
ent=
deckt. In einem hieſigen Bäckerladen hatte geſtern
nachmit=
tag die 28 Jahre alte Ehefrau des Straßenhändlers Auguſt
Röder ein falſches Zweimarkſtück verausgabt und wurde
dabei von der Polizei erwiſcht. Da vorerſt Falſchſtücke
weiter nicht gefunden wurden, und auch ſonſt keine
bela=
ſtenden Momente ſich ergaben, wurde die Frau wieder auf
freien Fuß geſetzt. Die hieſige Polizei benachrichtigte
je=
doch die Mainzer Polizei, die denn auch ſofort die
Woh=
nung des Ehepaares in Mainz durchſuchen ließ und den
Gatten der Frau Röder gerade dabei überraſchte, als er
eine ganze Falſchmünzerwerkſtatt beiſeite bringen wollte.
Er und ſeine Frau wurden feſtgenommen. Die
Falſch=
ſtücke ſind Zweimarkſtücke mit dem Bilde Kaiſer
Wil=
helms II. und der Jahreszahl 1904, ſowie mit dem Bilde
König Ottos von Bayern.
München, 8. März. In einem
Juwelier=
laden ſchüttete eine fremde Dame, während ihr für
etwa 50 Mark Schmuckſachen verpackt wurden, der
Ge=
ſchäftsinhaberin Salzſäure ins Geſicht, ergriff das
Pa=
ket und flüchtete.
Koburg, 8. März. Der aufſehenerregende
Pro=
zeß gegen den Münchner Maler Prof. Büttner=
Pfänner zu Thal, in dem es ſich darum handelte,
ob Prof. Büttner unter dem Namen eines Malers
Ferenzi ſich ſchwerer Straftaten ſchuldig gemacht hatte
oder ob dieſer geheimnisvolle und unauffindbare
Ferenzi wirklich exiſtiere, hat, dem „Koburger Gen.=
Anz. zufolge, nunmehr ſeine volle Aufklärung
erhalten. Der Leutnant Sahan lernte vor längerer
Zeit den Maler Ferenzi kennen. Er ſtellte ihn im
November 1909 in Bukareſt, wo dieſer ihm gegenüber
zugeſtand, daß er die dem Prof. Büttner zugeſchobenen
Handlungen vollführt habe. Die Schwenninger habe
die volle Wahrheit geſagt. Nunmehr hat ſich Ferenzi
auch der 5. Zivilkammer des Landgerichts München
als den Liebhaber der Lilly Schum offenbart und ſeine
Schuld zugegeben.
Halle a. S., 8. März. Im Schachtteich bei
Eis=
leben wurden geſtern die Leichen eines 13jährigen
Mädchens, eines 11jährigen Knabens und einer Frau
gefunden, die als Gattin des Bergmanns Bernſchein
aus Wimmelburg feſtgeſtellt werden konnte. Letztere
wurde ſeit einigen Tagen vermißt. Anſcheinend
er=
tränkte ſie ſich und ihre Kinder in einem Anfall von
Verzweiflung über ihre Kränklichkeit.
Thorn, 8. März. Der Vertreter der Anklage in
dem Prozeß gegen den Grafen Pfeil beantragte
in acht Fällen der Verleitung zum Meineide
Einſtel=
lung des Verfahrens wegen Verjährung, im neunten
Punkt Freiſprechung wegen Wahrnehmung
berechtig=
ter Intereſſen und nur im letzten, zehnten Punkte,
wegen verleumderiſcher Beleidigung Verurteilung zu
drei Monaten Gefängnis und Dienſtentlaſſung. Die
Verkündigung des Urteils wird am 9. März,
nach=
mittags, erfolgen.
Genſ, 7. März. Heute vormittag brach in dem
Benzinlager der Luminage=Geſellſchaft,
das zwiſchen der Eiſenbahnlinie von Eaux=Vives an
der Straße von Montenez gelegen iſt, Feuer aus.
Durch die Unvorſichtigkeit eines Klempners, der mit
dem Löten von Zinkgefäßen beſchäftigt war, war
Ben=
zin in Brand geraten. Das Feuer gewann raſch an
Ausdehnung. Große Vorräte von vollen Petroleum=
und Benzinfäſſern, die außerhalb der Fabrik
aufge=
ſtapelt waren, explodierten unter ſtarken Detonationen.
Der Brand dauerte abends noch fort. Auch in den
benachbarten Straßen iſt eine Strecke von mehreren
Hundert Metern mit Feuer bedeckt, weil die
bren=
nende Flüſſigkeit ſich dahin ergoſſen hatte. Perſonen
ſind nicht verletzt.
Madrid, 7. März. Im Zuchthauſe von
Karthagena ereignete ſich geſtern eine blutige
Meuterei. Die Sträflinge, lauter
Schwerver=
brecher, ſetzten ſich mit Hilfe zweier Gefängniswärter,
die ſie für ihre Zwecke gewannen, in den Beſitz von
Revolvern und Seilen, überfielen in der Nacht zum
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Nummer 5
Sonntag die anderen Gefängniswärter, feſſelten ſie
und ſchloſſen ſie in den Zellen ein. Dann wollten ſich
die Sträflinge an den Seilen vom Dach
herunter=
laſſen, um ins Freie zu gelangen. Allein die
Behör=
den hatten durch einen Gefängnisbeamten, dem es
ge=
lungen war, gleich zu Beginn der Meuterei zu
ent=
kommen, Kenntnis von den Vorgängen erhalten und
zogen Infanterie und Kavallerie herbei, die eiligſt auf
dem Platze erſchienen und das Zuchthaus umzingelten.
Die Truppen kamen rechtzeitig, um ein Entweichen
der Sträflinge verhindern zu können. Dieſe begannen
aber jetzt auf die Soldaten aus ihren Revolvern zu
ſchießen, worauf die Infanterie ein lebhaftes
Gewehr=
feuer auf die Zuchthäusler eröffnete. Da ſich aber
dieſe noch immer nicht ergeben wollten, ſo holte man
zwei Kanonen herbei und feuerte einige über die
Köpfe der Meuterer gezielte ſcharfe Schüſſe ab. Dies
wirkte, die Sträflinge ergaben ſich und wurden wieder
in Haft gebracht. Neun von ihnen hatten
Schuß=
wunden erhalten.
Konzerte.
St. Der Evgl. Frauenverein des
Schloß=
bezirks veranſtaltete am Montag abend im Saal zur
Traube ein Konzert zum Beſten der Errichtung einer
Kleinkinderſchule für die Stadtgemeinde. Die
Ver=
anſtaltung war erfreulicher Weiſe zahlreich beſucht, ſo
daß dem genannten Fonds ein immerhin annehmbarer
Betrag zufließen dürfte. Von künſtleriſchem Intereſſe
war die Mitwirkung einiger Solokräfte. So hatte
Herr Opernſänger Scheuermann, der bekanntlich
eine Entöeckung und Ausbildung dem Großherzoge
verdankt, ſeine ſchätzbare Sangeskunſt in den Dienſt
der guten Sache geſtellt, und er errang im Laufe des
Abends wiederholt ſo reichen Beifall, daß man ihm
wohl wünſchen darf, er möge ihm in gleichem Maße auf
ſeiner Bühnenlaufbahn, die er nun bald beſchreitet,
treu bleiben. Es kann konſtatiert werden, daß der junge
Sänger ſeit ſeinem erſten Auftreten in der
Oeffentlich=
keit entſchieden Fortſchritte gemacht hat. Namentlich
inſofern, als er mit ſeinen reichen natürlichen
Stimm=
mitteln weiſe Maß zu halten lernt. Freilich als
abge=
ſchloſſen darf er ſein Studium nicht betrachten. Eine
leichte Indispoſition zwang Herrn Scheuermann, eine
Aenderung in der Wahl ſeiner Geſänge eintreten zu
laſſen. So wurden anſtelle des „Höchſtes Vertrauen”
aus Lohengrin der „Geſang Weylas” und „Siegmunds
Liebeslied” auf das Programm geſetzt. Die für ſeine
Bühnenlaufbahn bedeutungsvolle Probe „Winterſtürme
wichen dem Wonnemond” beſtand der Künſtler
geſang=
lich recht gut, während ſich im „Geſang Weylas”
mehr=
fach die erwähnte Indispoſition bemerkbar machte.
Recht gut geſungen wurde auch das „Nachtlied” von
Mendelsſohn=Bartholdy und „Lied aus dem
Evangeli=
mann”. — Von den Solokräften ſei dann genannt Frl.
M. Schwan, die in Chopins Prelude in Des-dur
und in Brahms Rhapſodie in G=moll ſehr gute
tech=
niſche Fertigkeit am Flügel offenbarte und durch ihren
fein empfundenen Vortrag überraſchte, mit dem ſie ihre
Aufgabe zu einem Gelingen brachte, wie es ſchöner
kaum ſein konnte. Weiter war die Künſtlerin dem
drit=
ten Soliſten des Abends, Herrn Stud. Gallus, der
in Schuberts „Ave Maria” und Viottis Adagio für
Flöte, bemerkenswerte Fertigkeit im Flötenſpiel
ver=
riet, eine ebenſo feinſinnige wie die Kompoſition
er=
ſchöpfende Begleiterin. Die Ouvertüre aus „Athalia‟
von Mendelsſohn=Bartholdy, die den Abend einleitete,
wurde von Frl. Schwan und Frl. Weinmann
gemeinſam geſpielt. Weiter erledigte Frl. Weinmann
die Begleitung zu den Geſangs= uſw. Vorträgen in
ein=
wandfreier Weiſe.
Lebhaften Beifall errangen die Herren Nold,
Landwich und Jungmann durch Doſtels
ſtim=
mungsvoll geſpielte Andante für Violine, Cello und
Harfe, während die Herren Nold und Jungmann noch
Charpentieris Melodie für Violine und Harfe, und
Herr Nold allein Andante und Scherzo für Violine
von David in muſterhafter Weiſe zum Vortrag
brach=
ten. Im übrigen wurde das Programm ausgefüllt
durch den Gemeindegeſangverein der evangeliſchen
Stadtgemeinde (Dirigent: Herr Kapellmeiſter
Land=
wich Soliſten: Fräulein Landwich und
Fräu=
lein Nothnagel (Sopran), Fräulein Lagemann
(Alt), der außer dem Eingangschor zwei Lieder
a capella für gemiſchten Chor: a) „Die Nachtigall”
(Goethe) von Mendelsſohn=Bartholdy, b) „
Matroſen=
lied” (Volkslied aus dem 19. Jahrhundert) bearbeitet
von Arnold Mendelsſohn, und zum Schluſſe „
Zigeuner=
leben” von Schumann ſang. Das Publikum ſpendete
auch ihm lebhaften Beifall.
Vorträge.
— Der dritte Vortragsabend des
Frauen=
vereins der Martinsgemeinde fand am
Montag abend in dem bis auf den letzten Platz
be=
ſetzten Gemeindehauſe ſtatt. Im Gegenſatz zu dem
unlängſt ſtattgefundenen Vortrage „Die Frau im
Be=
ruf” ſprach Frau Dr. Happel über: „Die Frau im
Hauſe‟. Daß dieſes Thema als letztes der Vorträge
an die Reihe käme — eröffnete die Rednerin ihren
Vortrag —, geſchähe gewiß nicht, weil die Frau die
letzte Stellung im Hauſe einnähme, denn die Stellung
der Frau im Hauſe ſei eine ſehr tätige, umfang= und
verantwortungsreiche. Im Gegenſatz zu der Frau, die
einen Beruf wähle, wählt die Frau die Ehe nicht um
der Arbeit willen, ſondern Liebe und Zuneigung leiten
dazu. Die häusliche Tätigkeit der Frau zerfällt in
drei Teile: den Beruf als Gattin, als Hausfrau und
als Mutter. Als Gattin zieht die Frau in das Haus
des Mannes und übernimmt damit die Verpflichtung,
ihm ſein Haus zu führen und ihm ein gemütliches
Heim zu bereiten. Auch an dem Beruf des Mannes
ſoll die Frau teilnehmen, denn doppelt gern wird der
Mann arbeiten, wenn er ſieht, daß ſeine Arbeit
ge=
würdigt wird und die Frau auch dafür Intereſſe
be=
kundet. Wo immer die Frau die Frau des Hauſes
wirklich iſt, da nimmt ſie eine große Stellung ein,
jedoch müſſen Herz und Verſtand die Leiter deſſen ſein,
was die Frau zu tun und zu laſſen hat. Nur ein
wohlgeführtes Haus, wo Ruhe und Ordnung herrſchen
wird den Mann dauernd feſſeln.
Ein gemütliches
Heim iſt die Grundbedingung für ein glückliches Leben.
Mit der Kindererziehung erweitert ſich die Arbeit der
Frau im Hauſe, denn vor allem iſt es Aufgabe der
Mutter, die Kinder mit Liebe zu erziehen, ihr
Ein=
fluß muß der tiefere, der innigere ſein. Schon
früh=
zeitig muß ſie danach ſtreben, die Neigung der Kinder
zu erkennen, zu wecken und zu dämpfen. Es würde
heutzutage weniger unbefriedigte Kinder und Mütter
geben, wenn den Kindern ſchon beizeiten klargelegt
würde, daß das Leben nicht im Genießen beſteht,
ſon=
dern auch in der Arbeit und Entbehrung.
Reicher Beifall des zahlreichen Publikums und
warme Dankesworte des Herrn Pfarrers Widmann
belohnten die geſchätzte Rednerin für ihren höchſt
intereſſanten Vortrag.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Von der Berliner Studentenſchaft. Der
alte Gegenſatz zwiſchen den Korporationen und den
Nicht=
korporierten hat nunmehr doch trotz aller ausgleichenden
Bemühungen der Univerſitätsbehörden zur Auflöſung des
Jubiläumsausſchuſſes der Studentenſchaft geführt. Der
Rektor, Geh. Rat Erich Schmidt, hatte den Vertretern
der Nichtinkorporierten die Leitung des Gartenfeſtes
die Stellung des ſtudentiſchen Redners beim Bankett
geſtanden. Darüber hinaus verlangten dieſe aber auck
ſich den Stellvertreter des Geſchäftsführers für das
läum. Dieſe Forderung wurde von den Vertretern
Korporationen abgelehnt. Daraufhin erklärten die N
inkorporierten, an den Ausſchußverhandlungen nicht r
tätigen Anteil nehmen, aber im Ausſchuß bleiben
wollen. Das ſah der Senat als unmöglich an, und ſo
denn der Rektor am Samstag den Jubiläumsausſ
aufgelöſt. Die Auflöſung hat in den Kreiſen der
dentenſchaft große Erregung hervorgerufen. Die N
inkorporierten wollen die Auflöſung ihrer gewählten
tretung nicht ruhig hinnehmen, ſondern energiſche Sch
unternehmen. Unter Umſtänden kann es ſo weit komt
daß die Nichtinkorporierten, alſo zwei Drittel der geſar
Studentenſchaft, ſich überhaupt von den Jubiläumsf
lichkeiten fernhalten.
* Die Roſegger=Stiftung. Peter Roſe
ſchreibt: Vor elf Monaten habe ich die Anregung
geben, es möchte durch tauſend gegenſeitig bedi
Zeichnungen von je 2000 Kronen eine Summe
zwei Millionen Kronen geſammelt wer
für einen Schutzfonds zur Gründung und C
haltung deutſcher Schulen kan den
Spr=
grenzen, nicht zum Angriff auf Nachbarvölker,
zum Schutze unſeres eigenen Volkes. Zu me
Freude hat ſofort die Hauptleitung des Deutſ
Schulvereins in Wien dieſe Anregung aufgegrit
um im Verein mit mir und in meinem Sinne
Aktion durchzuführen. Nun iſt die Arbeit vollbr
der tauſendſte Bauſtein iſt gezeichnet. Soweit betr
ich meine die Arbeit für gelöſt und überlaſſe dasWerl
ſeiner weiteren Arbeit und Verantwortlichkeit der
nationalen Nöten unſeres Volkes wohlerfahr
Deutſchen Schulverein, an den man ſich von jetz
in allem, was dieſe Sammlung betrifft, direkt wer
möge. Der Deutſche Schulverein wird die gezeichn
Beträge einziehen und ſie nach unſerer Vereinba:
im Sinne der Spender verwalten und verwenden.
der Hauptverſammlung des Deutſchen Schulverein
Pfingſten dieſes Jahres in Graz werden die
darauf beziehenden Rechenſchaften gelegt und
ſchlüſſe gefaßt werden. Unſer Ziel iſt nicht bloß
reicht, ſondern überſchritten. Mit dem Erfolg iſt
Opferfreudigkeit noch gewachſen, und ich bin der
verſicht, die vom Deutſchen Schulverein flott fo
führte Sammlung wird weit in die dritte Mi
hineingehen. Ich bedarf endlich wieder der Ruhe
Selbſtfindung für meinen Beruf. Sehr leichten
zens nehme ich von den Millionen Abſchied.
tief bewegt drängt es mich, allen und jedem Mz:
kenden zu danken für die gemeinſame Opferwilli
durch die dieſes nationale Werk zuſtande gekomme
* Waſhington, 7. März. Peary lehnt *
Unterausſchuß der Marinekommiſſion des Konga S
ab, ſeine Beweiſe für die Erreichung des No
pols zu unterbreiten, indem er lauf den Kontrakt.
er mit einer Verlagsanſtalt abgeſchloſſen habe, . Der Unterausſchuß hatte die Beweiſe in
bindung mit der vom Kongreß beabſichtigten Aus,
nung Pearyägerheten,
Zweite Kammer der Stände.
50. Sitzung.
St. Darmſtadt, 8. März.
Am Regierungstiſche:. Staatsminiſter Ewald
Exz., Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des
Innern von Hombergk zu Vach Exz., die
Ge=
heimeräte Dr. Weber, Beſt und Dr. Becker,
Miniſterialrat Süffert.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um
9,20 Uhr. Das Haus tritt alsbald in die
Tagesord=
nung ein und berät zunächſt die Regierungsvorlage, den
Geſetzentwurf über die Billettſteuer
betreffend, der im Freitagsblatt im Wortlaut
mitge=
teilt worden iſt.
Abg. Molthan empfiehlt den Entwurf zur
An=
nahme. Die Gemeinden würden ſich freuen, hierdurch
neue Einnahmequellen erſchloſſen zu ſehen.
Grund=
ſätzlich könne man den Geſetzentwurf durchaus
be=
grüßen, zumal ärmere Volksklaſſen nicht beſonders
be=
laſtet werden. — Abg. Raab tritt dem entgegen.
Seine Partei würde dem Entwurf die Zuſtimmung
verſagen, weil eine Gruppe von Gewerbetreibenden
dadurch doppelt beſteuert würde, einmal durch den
Urkundenſtempel und dann durch dieſe Billettſteuer.
Ein Fehler ſei es auch, daß das Inſtitut, von dem die
größten Einnahmen zu erwarten ſeien, ausgenommen
iſt, nämlich das Darmſtädter Hoftheater. Wenn man
aber die Steuer auf Billette einführe, müſſe das
obligatoriſch geſchehen.
Geheimerat Dr. Beſt tritt dem Vorredner
ent=
gegen. Das Geſetz verdanke ſeine Entſtehung der
Notwendigkeit, neue Einnahmequellen zu erſchließen.
Wenn er auch zugebe, daß das keine großzügige Politik
ſei, ſo müſſe doch anerkannt werden, daß dadurch den
Gemeinden Gelegenheit gegeben iſt, für den Ausfall
an Oktroi uſw. Erſatz zu ſchaffen. Daß man das Hoftheater
ausſchloß, ſei wohl begründet dadurch, daß das kein
Einnahmeinſtitut ſei, ſondern einen großen Zuſchuß
aus der Zivilliſte des Großherzogs erfordere. Weiter
darin, daß die Stadt Darmſtadt einen großen Zuſchuß
leiſtet, der dem Inſtitut ja durch die Stadt wieder
entzogen würde.
Geheimerat Dr. Becker weiſt noch auf den
Widerſpruch hin, den der Abg. Raab dadurch offenbart,
daß er einerſeits prinzipiell die Steuern ablehnt,
ander=
ſeits aber ſie obligatoriſch fordert. Aehnlich war es
mit der Beſitzwechſelabgabe, gegen die ſeinerzeit die
Abgg. Orb und Adelung hier im Landtage lange Reden
hielten, die dann aber von den Sozialdemokraten im
Stadtrat ſowohl in Mainz wie in Offenbach beantragt
wurde. Das ſei die Theorie im Landtage und die
Praxis in den Stadtverordnetenverſammlungen.
(Hört, hört!) Uebrigens habe eine Anzahl von Städten
die Billettſteuer ſchon ſelbſt eingeführt.
Abg. Ulrich meint, es ſei kein Widerſpruch in dem
Verhalten des Abg. Raab. Man könne ſehr wohl die
Steuer ablehnen oder, wenn ſie doch eingebracht
würde, ihren obligatoriſchen Charakter fordern. Dann
ſeien die Gemeinden eben gezwungen, die Steuern zu
erheben. Das ſei doch etwas anderes, als wenn es
ihnen freigeſtellt würde. — Auch Abg. Orb meint, er
ſei nicht inkonſequent, denn es ſei etwas anderes, wenn
er hier im Landtage gegen ein Geſetz ſpreche, als wenn
er in der Stadtverordnetenverſammlung an der
Er=
ſchaffung der notwendigen Einnahmen der Gemeinde
mitarbeite. — Geheimerat Dr. Becker meint, eins
kann es doch nur geben. Entweder taugen die
indirek=
ten Steuern etwas, dann müſſe man ſie einführen,
oder ſie taugen nichts, dann dürfen ſie eben nicht
ein=
geführt werden. Er überlaſſe es dem Hauſe,
feſtzu=
ſtellen, wo da die Konſequenz bleibe. (Sehr richtig!
Heiterkeit.) — Abg. Bähr iſt gegen das Geſetz, weil
das Hoftheater ausgeſchloſſen iſt. — Abg. Molthan
empfiehlt nochmals das Geſetz, dem ernſte Bedenken
durchaus nicht entgegenſtehen.
Nach weiterer längerer Debatte wird der
Geſetz=
entwurf gegen die 5 Stimmen der
Sozial=
demokraten angenommen. Gegen Artikel 3 auch Abg. Bähr.
Das Haus ſetzt dann die
Beratung des Etats
fort. Der Präſident eröffnet zunächſt eine
General=
debatte über die 8. Hauptabteilung: Miniſterium
des Innern. Abg. Ulrich möchte auch hier
ver=
ſchiedene Stellen nur auf den Inhaber bewilligt wiſſen,
inſonderheit in der Gendarmerie. Die Kommandeure,
die Offiziersburſchen und der Zahlmeiſter ſeien mehr
wie überflüſſig, weil ſie mit dem Sicherheitsdienſt gar
nichts zu tun haben. Die ganze Organiſation ſei
durchaus veraltet. Er beantragt darum, den Betrag
von 24270 Mark nur zu bewilligen, ſoweit die
gegen=
wärtigen Stelleninhaber in Frage kommen. Auch im
Amtsblatt=(Kreisblatt=Weſen herrſchen immer noch
Mißſtände. So iſt z. B. im Kreis Bensheim mit einer
Firma B. ein Vertrag abgeſchloſſen, der vom
Ehren=
gericht als nicht einwandfrei bezeichnet wurde, und die
Firma wurde verurteilt, den Vertrag bis zum 1. Juni
1911 zu kündigen. Dann kommt Redner auf das
Reichsvereinsgeſetz zu ſprechen. Trotzdem die Miniſter
ſeinerzeit verſprochen haben, daß in Heſſen alles beim
Alten bleibt, iſt in Darmſtadt gegen den Genoſſen
Berthold Strafbefehl erlaſſen, weil er, früherem
Brauche entſprechend, ſeinen Namen als Einberufer
nicht unter das Plakat geſetzt hat. Auch den neulich
ſchon erwähnten Fall, in dem ein Geheimpoliziſt in
eine ſozialdemokratiſche Verfammlung geſchickt wurde,
bringt er nochmals zur Sprache und bittet den neuen
Miniſter des Innern, ſich einmal im Kreisamt
Offen=
bach genau zu informieren. Dort ſcheine der Einfluß
gewiſſer junger Herren zu groß zu ſein gegenüber dem
des leitenden Mannes. U. g. ſei dort Ordre ergangen,
die Polizei möge gegen Demonſtranten ſchärfer
vor=
gehen, trotzdem Bürgermeiſter Dullo gebeten habe, die
Ordre nicht zu erlaſſen. Das ſei Provokation. Des
längeren verweilt Redner bei ſeinem Lieblingsthema,
der Nichtbeſtätigung ſozialdemokratiſcher
Beigeord=
neter und Bürgermeiſter. Er polemiſiert hierbei
be=
ſonders gegen den Abg. Winkler und ſtellt feſt, daß
ſeine Partei keineswegs ſich außerhalb der Geſellſchaft
und außerhalb der Geſetze ſtellen wolle. Nach etwa
Aſtündiger Erörterung ſeiner politiſchen Leben
ſchauungen verteidigt er das Prinzip ſeiner Pa
gegen das Budget zu ſtimmen.
Finanzminiſter Braun Exz. ſtellt feſt, daß
Ulrich ſich im Unrecht befindet, wenn er meint,
das Reichsvereinsgeſetz beſtimme die Unterſchrift
Einberufers einer Verſammlung. Unverkennbar
aber doch mit dem Reichsvereinsgeſetz eine Aender
der in Heſſen beſtehenden Geſetzesvorſchriften ei
treten. Im Irrtum ſei Ulrich auch, wenn er mi
ein örtlicher Polizeigewaltiger könne ſagen, Min
hin, Miniſter her, ich mache das, wie ich will. Für
Polizei ſei allein maßgebend das Geſetz und die
führungsbeſtimmungen. Selbſtredend würde dafü
ſorgt werden, daß ſtets mit gleichem Maße gem
werde,
Es tritt dann eine Pauſe ein.
Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen
Abg. Winkler dem Abg. Ulrich entgegen. U
habe mit ſeiner langen, völlig überflüſſigen Rede
Lande viel mehr gekoſtet, als der beanſtandete zue
Gendarmeriegaul. Es wäre ja am beſten, wenn
auf die ſchon ſo oft gehörten Reden Ulrichs überh
nicht eingehe, aber leider kommen ja die Reden in
wieder gedruckt ins Land und dürfen darum nicht
widerſprochen bleiben. Was die Beſtätigungsfrage
trifft, ſo kann darüber ſo oft Geſagtes nur wieder
werden: die Beſtätigung von Sozialdemokraten
Bürgermeiſter widerſpreche dem Geiſt der Verfaſſ
(Redner wird fortwährend von den Sozialdemokr
unterbrochen. Abg. Fulda ruft: Sie ſind ja
faule Käſe! Vizepräſident Schmitt erteilt F
einen Ordnungsruf.) Abg. Winkler präzi
ſchließlich ſeinen Standpunkt dahin, daß es für
ein Paktieren mit der Sozialdemokratie nicht
22
Der Zweck des terroriſtiſchen Auftretens des Abg.
richs liege ja klar zutage. Was die Herren erre
und bezwecken, iſt doch nur eine Flucht des gebilt
Elementes aus allen Parlamenten, die ſich Ie
immer mehr bemerkbar mache. Es hat nicht jeder
„dicke Fell” ſich im Parlament von jener Seit
allen Tonarten perſönlich beſchimpfen zu laſſen.
das auch im heſſiſchen Parlament Uebung werden ſ.
würde er das ſehr bedauern. (Beifall.
Abg. Dr. Fulda verteidigt ſeinen Kollegen
rich gegen den Vorredner und meint, der Abg. A
ler ſei ſelbſt ſchuld an den langen Debatten, er
ſie provoziert. Es ſei aber klar, daß er das tun mi
weil er Rückſicht zu nehmen habe auf die Weiſu:
aus der Wormſer Ecke. Das ſei die gleiche Quelle,
der auch der Journaliſt ſchöpfe, der kürzlich gegen
uferloſen Debatten ſchrieb. Als Redner weiter
betreffenden Journaliſten beim Namen nennt und
„grobe Ungezogenheit” vorwirft, wird er vom P
denten Schmitt erſucht, die perſönlichen
Beſchi=
ungen zu unterlaſſen. Redner rügt dann verſchie
angebliche Mißſtände. Einen zweiten Ordnun
ruf erhält der Redner, unter dem Beifall des Hau
als er ſagt: Nun hat Herr Winkler gar einen Pr
womit er die neulich von W. angezogene Epiſode
dem Spatz gemeint haben wollte. Des längeren
breitet ſich Redner dann über die Erlaubnis der S
ßendemonſtrationen, über die Trennung von Ki
und Staat uſw., rügt, daß die Beamten zu viel re
und Diäten machen; bittet, daß bei
Fürſorgeerzieh=
nicht zu hart vorgegangen werden möge, rügt Y.
ſtände in Winterkaſten, wo der Arzt ſeiner Aufg
keineswegs gewachſen ſei, und endlich das Verbot
Beſuchs ſozialdemokratiſcher Wirtſchaften und Geſch
durch die Militärbehörden, namentlich in Me
(Bravo bei den Soz.)
Nummer 57.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Seite 5.
Finanzminiſter Braun Exz. ſtellt der
Bemerk=
ung des Vorredners, daß ein ſozialdemokratiſcher
Ein=
berufer höher beſtraft wurde als wie ein ſolcher der
Zentrumspartei, gegenüber feſt, daß die
Strafbe=
meſſung nicht durch die Verwaltungsbehörde erfolge
Redner erläutert dann die Anwendung des § 5 des
Vereinsgeſetzes und ſtellt feſt, daß in deſſen bisheriger
Anwendung ein Widerſpruch keineswegs beſtehe zu
den Ausführungen der Regierung. Sachlich ſei da
eder Vorwurf unbegründet. — Geheimerat Beſt
ver=
breitet ſich über die am Kreisamt Offenbach gerügten
Mißſtände, über den dortigen Demonſtrationszug uſw.
und ſtellt feſt, daß im Gegenſatz zu Ulrichs
Ausführ=
ungen vom Kreisamt Ordre erging, möglichſt
nach=
ſichtig mit Polizeigewalt vorzugehen. — Nach
weite=
rer Debatte wird die Generaldebatte geſchloſſen.—
Nächſte Sitzung nachmittags 3 Uhr.
50. Sitzung (Nachmittagsſitzung).
Am Regierungstiſche wie oben; ferner Geheimerat
Dr. Eiſenhuth, Geh. Oberbaurat Klingelhöffer.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um 3,15
Uhr. Kapitel 23, Miniſterium, wird debattelos
angenom=
men nach dem Ausſchußantrag: Bewilligung von 278700
Mark — 4680 Mark — 274020 Mark in Ausgabe. Zu
den ſachlichen Ausgaben iſt anzuerkennen, daß in dieſem
Jahre nicht nur keine Mehrforderung hier erſcheint,
ſon=
dern eine Wenigerforderung von 3000 Mark.
Bei der Knappheit der Mittel meint der Ausſchuß, daß
mit 24000 Mark auszukommen iſt, und beantragt:
Bewil=
ligung von 24000 Mark in Ausgabe. Auch dem ſtimmt
das Haus zu. — Zu Kap. 24, Allgemeine Fonds, werden
1000 Mark Einnahmen und 75000 Mark in Ausgaben
gefordert. Abg. Lutz beantragt hier und bei den
folgen=
den Kapiteln ein Averſum einzuſtellen, damit das läſtige
Liquidieren vermieden werde bei Reiſen der
Staatsbeam=
ten. Dem tritt Abg. Schmitt entgegen. Es ſei auch
zweifelhaft, ob dadurch Erſparniſſe erzielt werden.
Nach=
dem auch die Miniſter Braun und Ewald ſich gegen
dieſen Antrag ausgeſprochen haben, zieht Abg. Lutz ihn
zurück. — Kap. 25: Regierungs= und
Reichs=
geſetzblatt, wird mit 9650 Mk. debattelos genehmigt.
Zu Kap. 26: Porto, Telephongebühren uſw.,
in dem 142 400 Mk. gefordert werden, beanſtandet Abg.
Bähr die Höhe dieſer Summe und beantragt den
Ab=
ſchluß eines anderen Vertrages mit der Poſt.
Miniſterial=
rat Süffert erwidert, die Regierung habe ſchon Schritte
eingeleitet, dieſer Sache näher zu treten. — Kap. 27:
Hausverwaltung, wird mit 12470 Mk. für das
Kanzleigebäude und 4500 Mk. in Ausgabe angenommen.
Zu Kap. 28: Zentralbauweſen, meint der
Ausſchuß, daß bei nötiger Umſicht mit dem Satz des
Vor=
jahres, mit 203000 Mk., auszukommen ſei; er beantragt
Bewilligung dieſer Summe in Ausgabe. Der Ausſchuß
beantragt weiter Bewilligung von 4600 Mk. für allgemeine
Verwaltungskoſten. Im Arbeitshaus Dieburg ſind für
verſchiedene Herſtellungen 4320 Mk. angefordert. Der
Aus=
ſchuß iſt von der Notwendigkeit der Herſtellungen
über=
zeugt und beantragt: 1. in Ausgabe 4320 Mk. zu
bewilli=
gen; 2. den Antrag des Abg. Beſt, den Poſten zu ſtreichen
für erledigt zu erklären. Für die Landesuniverſität
Gießen werden in Ausgabe 6400 Mk., für das Lehrerſeminar
zu Friedberg 10200 Mk. und für das Dienſtgebäude der
Zentralſtelle für Gewerbe 3400 Mk. bewilligt.
Zum Kap. 29: Nichtſtaatliche Bauſachen,
be=
läßt es der Ausſchuß bei der Anforderung des Vorjahres
und beantragt Bewilligung von 4000 Mk. Zum zweiten
Abſchnitt dieſes Kapitel: Lokal= und
Polizeiver=
waltung, bringt Abg. Dr. Oſann das Unglück an der
Offenbacher Schleuſe und den Automobilunfall
auf der Griesheimer Chauſſee zur Sprache und rügt, daß
namentlich im letzten Fall noch immer keine Maßnahmen
ergriffen ſind, um derartige Unfälle zu vermeiden. Noch
nicht einmal eine Warnungstafel ſei angebracht.
Finanz=
miniſter Braun Exz. bittet die Abgeordneten wiederholt,
doch der Regierung vorher Mitteilung zu machen, wenn
ſolche Sachen zur Sprache gebracht werden.
Miniſterial=
rat Süffert gibt an Hand der ſtaatsanwaltlichen
Feſt=
ſtellungen Auskunft über den Automobilunfall, der einzig
durch die Fahrläſſigkeit des Chauffeurs entſtanden iſt. Nach
Eingeſtändnis des Chauffeurs ſei er mit 80 Kilometer
Ge=
ſchwindigkeit gefahren trotz der Schlüpfrigkeit der Straße,
die ihm noch dazu unbekannt war. Keine Warnungstafel
hätte den Unfall verhüten können. (Sehr richtig!)
Abg. Ulrich ſtimmt der Auffaſſung der Regierung zu
und meint, die Oeffentlichkeit hätte ein Recht darauf, gegen
dieſes Raſen der Automobile geſchützt zu ſein. Darauf
ſolle man das Augenmerk richten. Abg. Dr. Oſann
ſtimmt dem zwar ebenfalls zu, doch meine er, ſo lange
keine geſetzlichen Beſtimmungen die Geſchwindigkeit auf
den öffentlichen Straßen regeln, müſſe eben die Behörde
dafür ſorgen, daß Unfälle nach Möglichkeit vermieden
wer=
den. An der ſehr gefährlichen Stelle der Griesheimer
Chauſſee gehöre zweifellos ein warnendes Zeichen
ange=
bracht, und zwar ſo weit von der Stelle entfernt, daß
Automobile noch bremſen können. Abg. Lutz bittet
eben=
falls um Maßnahmen gegen das zu ſchnelle Fahren der
Autos.
Miniſter des Innern von Hombergk zu
Vach Exz. wendet ſich gegen den Antrag der
Ausſchuß=
mehrheit, 4 Kreisamtmänner nur auf den
In=
haber zu bewilligen. Er weiſt darauf hin, daß die
Regierung von ſelbſt ſchon einige Stellen unbeſetzt ließ,
u. a. die des Vorſtandes der Abteilung III und die eines
vortragenden Rates uſw. Man ſolle aber der Regierung
nicht von vornherein ſo die Hände binden. Die Aufhebung
einzelner Kreisämter ſei mit ſoviel Schwierigkeiten
ver=
bunden, daß darüber noch Jahre vergehen werden. Abg.
Molthan tritt dem entgegen und verteidigt den
An=
trag des Ausſchuſſes. Der Ausſchuß beantragt
einſtimmig: Bewilligung der Einnahme mit 315 640
Mark und der Ausgabe mit 950 465 Mark, ſtatt der
ange=
forderten Summe von 962340 Mark; ferner in ſeiner
Mehrheit: Bewilligung von 4 Stellen der
Kreis=
amtmänner auf den Inhaber. Beide Anträge
werden angenommen.
Zu Kap. 31: Gendarmerie, beantragt der
Aus=
ſchuß gegen eine Stimme: Bewilligung der Einnahme mit
1770 Mk., Bewilligung der Ausgabe mit 603 680 Mk. Abg.
Ulrich beantragt: Strich von 24 270,75 Mk. — 1136 Mk.
Wohnungsgeldzuſchuß reſp. Bewilligung auf Inhaber.
Siehe Bericht der 49. Sitzung.) — Abg. Bähr ſtimmt
dem Antrag Ulrich bei und beantragt weiter, den
Gendar=
men ſtatt der unpraktiſchen Helme Filzhüte zu geben.
(Heiterkeit.) — Abg. Dr. Oſann iſt gegen den Antrag
Ulrich, beantragt aber, einen Diſtriktskommandeur nur auf
den Inhaber zu bewilligen. — Miniſter des Innern
von Hombergk zu Vach erklärt, die
Regie=
rung werde an der militäriſchen Organiſation
der Gendarmerie unter allen Umſtänden feſthalten.
Schon ſeit über 100 Jahren habe die Gendarmerie gerade
in dieſer militäriſchen Organiſation ſehr viel Gutes
ge=
leiſtet. Redner ſtellt dem Abg. Dr. Oſann anheim, ſeinen
Antrag zurückzuziehen. — Abg. Senßfelder ſchlägt
vor, die Mehrzahl der Pferde der Gendarmen zu ſtreichen
— Geheimerat Beſt verteidigt ebenfalls die militäriſche
Organiſation der Gendarmerie, die auch in faſt allen
Bun=
desſtaaten beibehalten ſei. Er bittet ebenfalls, die
An=
träge auf Strich uſw. abzulehnen, auch den Antrag des
Abg. Senßfelder. — Abg. Ulrich ſpricht noch des
län=
geren gegen die militäriſche Organiſation der
Gendar=
merie. Wenn die Gendarmerie Gutes geleiſtet habe, ſo
ſeien daran die Kommandeure ganz unſchuldig. Die
Gen=
darmerie habe das trotz der Kommandeure geleiſtet. —
Abg. Korell meint, man könne bei dieſem Kapitel
zwei=
fellos Erſparniſſe machen. Wenn man den Gendarmen
Polizeihunde beigebe, könnte man an Mannſchaften ſparen.
Abg. Senßfelder bringt dann den Antrag ein,
die Gendarmeriepferde überhaupt abzuſchaffen
oder die Pferde auf die Oberwachtmeiſter zu
beſchränken. — Abg. Dr. Oſann will ſeinen
angekün=
digten Antrag auf Strich eines Kommandeurs nicht
einbringen, nachdem der Herr Miniſter des Innern
erklärt hat, die Stelle würde bei Freiwerden nicht
be=
ſetzt werden, ehe die Reorganiſation durchgeführt ſei.
-
Darauf bringt Abg. Ulrich dieſen Antrag ein.
Die Abſtimmung ergibt Annahme des
Ausſchußantrages, Ablehnung des erſten
Antrages Ulrich, Annahme des zweiten
Antrages Ulrich, die beiden
Diſtrikts=
kommandeure nur auf den Inhaber zu
bewilligen, und Ablehnung des Antrages
Senßfelder.
Kapitel 32, Polizei, mit 128692 Mark
Aus=
gaben, Kapitel 33, Polizeikaſſen, mit 173610
Mark Ausgaben, Kapitel 34, Arbeitshaus
Die=
burg, mit 28940 Mark Einnahmen und 69471 Mark
Ausgaben, Kapitel 35, Kirchen, mit 483 221 Mark
Ausgaben werden debattelos genehmigt.
Zu Kapitel 36, Landes=Univerſität, macht
Finanzminiſter Braun Exz. längere Ausführungen,
in denen er u. a. zu erwägen gibt, ob nicht an den
mehrfachen Poſitionen, Heizung betreffend, Erſpar=
niſſe erzielt werden können durch Bezug des Materials.
Dieſe Poſitionen umfaſſen ſehr erhebliche Summen.
Für die zentralen Inſtitute allein kommen 500000
Mark in Frage, für lokale Behörden noch etwa 250000
Mark. Die Mengen Heizmaterial werden durch lokale
Ausſchreibungen bezogen und es fragt ſich, ob man
nicht den geſamten Bezug bei einer Zeche
decken kann. Dadurch ließen ſich etwa
50000 bis 70000 Mark ſparen. (Hört, hört!)
Allerdings habe die Frage eine ſehr ernſte Kehrſeite,
denn die Kohlenhändler werden ſich natürlich
be=
ſchweren. Redner möchte darum vorerſt die Meinung
des Hauſes hören.
Abg. Reinhart (faſt unverſtändlich) meint,
darauf könne man alsbald eine Antwort nicht geben.
Kaufmänniſch gedacht, wäre der vorgeſchlagene Weg
durchaus richtig und praktiſch. Ob aber der Staat das
Recht hat, ſo zu handeln, wie es jeder Großinduſtrielle
zweifellos tun wird, iſt eine Frage, die Redner vorerſt
weder bejahen, noch verneinen möchte. Er ſchlägt vor,
darüber zu verhandeln nach Erledigung des Budgets.
— Finanzminiſter Braun Exz. ſtimmt dem zu und
ſtellt ausdrücklich feſt, daß er keinen Antrag geſtellt,
noch einen poſitiven Vorſchlag gemacht habe, er habe
einzig die Meinung des Hauſes hören wollen, nachdem
von allen Seiten verlangt werde, den Staatsbetrieb
kaufmänniſch zu regeln.
Abg. Bähr greift den Profeſſor Biermer ſcharf
an und beantragt, deſſen Gehalt nur auf den Inhaber
zu bewilligen.
Der Antrag wird abgelehnt.
Der Ausſchußantrag, Bewilligung der Einnahme mit
557 150 Mark, Bewilligung der Ausgabe mit 1.599482
Mark, wird angenommen.
Zu Kapitel 37, Techniſche Hochſchule,
wer=
den die Einnahme mit 317423 Mark und die Ausgabe
mit 752843 Mark bewilligt.
Zu Kapitel 38, Gymnaſien uſw., beantragt
Abg. Beſt, die Oberſekunda an den Realgymnaſten
abzuſchaffen und das Laubacher Gymnaſium in eine
Realſchule zu verwandeln. — Abg. Lang meint, die
Gemeinde Michelſtadt hat für Bauaufwendungen
etwa 130000 Mark ausgegeben, hat alljährlich noch für
Unterhaltung 1000 bis 2500 Mark aufzuwenden, in
einem Jahre ſogar 16000 Mark für Heizanlagen und
Turnhallenumbau. Nun mutet man der Gemeinde zu,
in Zukunft für die Realſchule anſtatt 4300 Mark
15000 Mark Zuſchuß zu leiſten. Die Gemeinde
Michelſtadt hat jetzt Kommunalſteuerlaſten von 129
Prozent, für nächſtes Jahr ſtehen weitere 26 Prozent
in Ausſicht. Sie könne darum erhöhte Anforderungen
unmöglich leiſten.
Abg. Weber ſpricht zu der Aufhebung höherer
Schulen in den ländlichen Städten und rät, die Schüler
in den Großſtädten bei Ueberfüllung auf das Land zu
verweiſen, dann würden viele Schulen in den
Land=
orten wieder lebensfähig werden. — Abg. Hauck
be=
ſpricht die Gleichſtellung der höheren Schulen und
ſpricht gegen die Aufhebung der Oberſekunda. Nach
weiteren Ausführungen der Abgg. Uebel, Damm
u. a. ſpricht ſich Geheimerat Eiſenhuth gegen die
Aufhebung ſchlecht beſuchter höherer Schulen aus.
Dann wird die Debatte geſchloſſen.
Wiederum wie in früheren Jahren wurde auch
dies=
mal die Frage der Gleichſtellung der höheren
Lehranſtalten in bezug auf die Leiſtungen der Städte
erörtert. Allgemein war im Ausſchuſſe die Ueberzeugung,
daß angeſichts der veränderten Verhältniſſe und
nament=
lich im Hinblick auf die in letzterer Zeit erfolgte
Gleich=
berechtigung der höheren Schulen eine grundſätzliche
Aen=
derung in bezug auf die Beitragspflicht der Städte bei den
Gymnaſien nicht mehr hinauszuſchieben ſei. Eine
dies=
bezügliche Reſolution wird vom Ausſchuſſe dem Plenum
zur Annahme empfohlen.
Der Ausſchuß beantragt: a) die Einnahmen
mit 1966 713 Mk., b) die Ausgaben mit 2975585 Mk. zu
bewilligen, e) die Regierung zu erſuchen, demnächſt dem
Landtag einen Geſetzentwurf vorzulegen, der die
Beitrags=
pflicht der Gemeinden zu den Koſten der höheren Schulen
einheitlich auf gleicher Grundlage regelt. Auf Antrag des
Abg. Pennrich werden die Worte „einheitlich bis regelt”
geſtrichen.
Darauf wurde die Sitzung um 7 Uhr geſchloſſen,
Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr.
Herr Abg. Finger erſucht uns, berichtigend
mitzu=
teilen, daß auch er gegen den Antrag betr. Gewährung
freier Fahrt der Abgeordneten geſtimmt habe.
Das neugeſtiftete Bild von A. Noack in dem
Gemeindehaus der Stadtgemeinde.
Am Sonntag abend nach dem Vortrag des Herrn
Stadtpfarrer Velte über die Königin Luiſe als
Paſſions=
geſtalt fand mit einer kleinen Feier die Uebergabe des
Bil=
des von A. Noack „Auf zum Licht” an die
Stadtge=
meinde ſtatt. Zuerſt betrat der Vertreter der ſtiftenden
Familie, der älteſte Sohn des Meiſters, Herr Geh.
Regie=
rungsrat Noack, den Auftritt, und teilte in kurzen Worten
den Zweck der Stiftung mit, die zum „Andenken an den
Maler und Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule, Aug.
Noack geboren am 27. September 1822 zu Beſſungen,
ge=
ſtorben zu Darmſtadt am 12. November 1905, das von ihm
gemalte Bild „Auf zum Licht” in den Saal des
evangeli=
ſchen Gemeindehauſes der Stadtgemeinde Darmſtadt”
ge=
macht iſt, und erläuterte kurz den Sinn des Bildes. Hierauf
dankte der Vorſitzende des Kirchenvorſtandes, Herr
Stadt=
pfarrer Velte der ſtiftenden Familie. Das geſtiftete Bild
ſei nicht bloß der ſchönſte Schmuck des Hauſes, ſondern
er hob hervor, daß es uns auch ein ernſtes Wort zu ſagen
habe. Alles menſchliche Suchen und Ringen, wenn man
es tiefer erfaſſe, ſei doch nichts anderes als ein Ringen nach
dem Licht und nach dem wahren Gott. Zum Schluſſe
wurde noch die den Sinn des Bildes am beſten erläuternde
Arie des Obadja aus dem Mendelsſohnſchen „Elias” vor
Herrn Lehrer Landzettel mit wundervoller, geſchulter
Stimme, auf dem Klavier von Herrn Organiſten
Born=
gäſſer begleitet, geſungen: „So ihr mich von ganzem
Herzen ſuchet, will ich mich finden laſſen” ſpricht unſer
Gott.
Noacks Hauptleiſtungen liegen auf dem Gebiete der
religiöſen Malerei. Er gehörte, wie in Nr. 268 vom 15
November des vorigen Jahres in dieſem Blatte
mitge=
teilt war, neben Rudolf Hofmann zu jenem
Freundes=
kreiſe „geiſtig hervorragender und durch ihr lebendiges
Chriſtentum ausgezeichneter Männer”, als deren letzter
Max Rieger heimging. Auguſt Noack war ein wahrhaft
frommer Menſch. „Nur als ſolcher konnte er auch ſeine
Meiſterſchöpfungen hervorbringen. Faſt alle Kirchen
Darm=
ſtadts beſitzen Werke von ihm. Aus ſeiner Frühzeit (1843)
ſtammen die der Kirche ſeines Geburtsortes Beſſungen als
Geſchenk überwieſenen Bilder der vier Evangeliſten, die
einſt die Kanzel des alten Kirchleins ſchmückten. Nach
dem Umbau der Kirche im vorigen Jahre kamen ſie in den
Vorraum. Die Stadtkapelle, von der auch eine Skizze in
ihrer urſprünglichen Geſtalt von Noacks Hand in dem
hiſtoriſchen Muſeum der Stadt Darmſtadt ſich befindet,
be=
ſitzt das im März 1871 von Frau Rößner, geb. von Flotow,
geſtiftete Bild Chriſtus mit Maria und Martha; ferner
ſind hier die Entwürfe zu den drei Glasfenſtern von ihm.
Das große Auferſtehungsbild in der Friedhofskapelle, eines
der beſten Bilder des Meiſters, entſtand im Jahre 1883,
geht jedoch zurück bis ins Jahr 1873. In der Kirche des
Eliſabethenſtifts am Altar iſt: Chriſtus, Johannes und
Petrus, in der Johanneskirche Pauli Bekehrung und in
dem Gemeindeſaal der Pauluskirche Paulus vor dem
Hohen Rate. Dazu kommt noch das Religionsgeſpräch zu
Marburg in dem Landesmuſeum. Dieſen reiht ſich
wür=
dig als eines der beſten das Bild „Auf zum Licht” an. Es
iſt gewiſſermaßen ein religiöſes Erlebnis des frommen
Meiſters, der erſte Entwurf entſtand unmittelbar nach dem
Tode des innigſtgeliebten Vaters im September 1854,
deſ=
ſen Züge auch der Entſchlafene trägt. In wunderbar
durchgeiſtigten und durchleuchteten Geſtalten wird das
felſenfeſte Gottvertrauen verſinnbildlicht. Deshalb trägt
der Entſchlafene auch keine idealen Züge, wie manche an
dem Bild auszuſetzen haben. Den wirkſamen
Gegen=
ſatz zu dieſem Gottvertrauen, das in dem
Charak=
terkopf in ſeltenſchöner, ſieghafter Weiſe zum Ausdruck
kommt, bildet eine am Boden hingeſunkene Geſtalt als
Vertreterin des „Kleinglaubens” die ſich krampfhaft an das
Gewand des Engels anklammert, um ſo zum Lichte mit
emporgetragen zu werden. Die Malweiſe des Bildes
iſt nach heutigen Anſchauungen „unmodern” ſie wirkt in
erſter Linie nur in der Nähe, heute ſucht man durch ſtarke
Auftragung der Farben mehr aus der Ferne zu wirken.
Eine noch ſo genaue Beſchreibung des Bildes kann kaum
eine Ahnung von der Schönheit desſelben geben. Eine
photographiſche Wiedergabe, die in dem Schaufenſter von
Herrn Hofbuchhändler Waitz ausgeſtellt iſt, bleibt auch
be=
deutend hinter dem Original zurück. Wer den vollen
Ge=
nuß des Bildes haben will, der ſehe es ſich bei
Tages=
beleuchtung in dem Saale des Gemeindehauſes in der
Kiesſtraße Nr. 17 ſelbſt an. Das Wort Genuß drückt gar
nicht alles aus, es iſt vielmehr Erhebung, Stärkung, innere
Vertiefung und Gewinn für das Innenleben, was der
Anblick des Bildes ſchafft. Wir hoffen deshalb, daß
mancher „Kleingläubige” eine ſolche Wirkung an ſich
erfährt.
K. N.
Kleines Feuilleton.
* Der letzte Türmer am Rhein: Aus
Mainz wird geſchrieben: In den nächſten Tagen wird
der letzte Türmer am ganzen Rhein verſchwinden. Die
Stadtverordneten=Verſammlung in Mainz hat nämlich
beſchloſſen, den Stephansturm als „Wahrſchauſtation”
aufzugeben. Der Stephanstürmer wird, demgemäß
ſeine hohe Turmwohnung verlaſſen. Sein
Hauptge=
ſchäft, bei einem ausbrechenden Brande die große
Sturmglocke zum Läuten zu bringen, wird für die
Folge durch die Polizei mit einer elektriſchen Leitung
erfolgen. Der allen Rheinreiſenden bekannte Mainzer
Stephansturm ſpielte während der Revolutionskriege
bei den zahlreichen Belagerungen von Mainz als
Be=
obachtungsturm eine große Rolle. Aber auch im
bür=
gerlichen Leben hatte er eine eigentümliche Bedeutung.
In der erſten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, als
die Hochzeitsreiſen immer mehr Mode wurden,
miete=
ten ſich ſolche Paare, die nicht hinreichende Mittel für
eine Hochzeitsreiſe hatten, aber gern als abweſend von
Mainz gelten wollten, bei dem Stephanstürmer ein
Zimmer, das ſie dann mehrere Wochen hindurch nicht
verließen. Dem Türmer, der abſolutes Stillſchweigen
über die Gäſte beobachten mußte, erwuchs durch dieſes
Zimmervermieten eine bedeutende Mehreinnahme.
ieſes ſonderbare „Flitterwochenheim” hat der Dichter
imrock in ſeinen Rheingeſchichten verherrlicht.
* Politiſche Kindereien. Am Donnerstag
iſt, wie mitgeteilt, ein Stück von Irland abgetrennt und
nach Amerika geſchickt worden, weil die dortigen Irländer
den Präſidenten Taft am Tage von St. Patrick auf iriſchem
Boden empfangen wollen. Das Stück Irland beſteht aus
einem mehrere Quadratmeter großen Stück Raſen, das
mit Klee, dem Wahrzeichen Irlands, bepflanzt werden
wird. Der Dampfer Saint=Louis” bringt das ſeltſame
Frachtſtück nach New=York, von wo es nach Chigago
wei=
terbefördert werden wird. Auf iriſchem Boden ſoll
Prä=
ſident Taft am St. Patrickstag, dem iriſch=amerikaniſchen
Feſttage, eine Rede halten. Der ganze Plan war von dem
iriſchen Klub in Chicago entworfen und wurde mit der
größten Geheimniskrämerei vorbereitet. Nun iſt aber
durch Meldungen der Londoner Blätter die Geſchichte in
den Vereinigten Staaten bekannt geworden, und Kundige
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Nummer 57.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 8. März. Die
zweite Leſung des Marine=Etats
wird bei dem Titel „Intendanturen” fortgeſetzt. Abg.
Werner (Reformp.): Die Intendanturſekretäre
ſoll=
ten möglichſtes Wohlwollen erfahren. Ihre
Beſſer=
ſtellung iſt nötig, ſowie eine Aenderung ihres Titels
und ihrer Uniformen. Bedauerlich iſt die
Verringer=
ung der Zahl der Sekretäre. — Vizeadmiral
Ca=
pelle: Mit der Titeländerung müſſen wir auf das
Vorgehen des Landheeres warten. Bei der Neu=
Uni=
formierung werden die Wünſche nach Möglichkeit
be=
rückſichtigt werden. Das Kapitel wird bewilligt und
ebenſo werden die nächſten Abſchnitte genehmigt. Bei
Kapitel „Indienſthaltung” wird der Antrag Arendt
(Reichsp.), Richthofen (konſ.) und Paaſche (natl.)
auf Wiederherſtellung der von der Bndgetkommiſſion
um 271574 Mart gekürzten Poſition „Meſſegelder und
Tafelgelder” mit großer Mehrheit einſchließlich der
Nationalliberalen abgelehnt. Es bleibt ſomit bei dem
Kommiſſionsbeſchluſſe. Beim Titel „
Schiffsverpfleg=
ung” bittet Abg. Hormann=Bremen (fortſchr.
Volks=
partei), bei der Tabakverſorgung der Schiffe die
ein=
heimiſche Induſtrie zu berückſichtigen. — Vizeadmiral
Capelle: Die Beſchaffung von Tabak iſt Sache der
Offiziersmeſſen und der Mannſchaftskantinen und
dieſe kaufen nach dem Geſchmack ihrer Abnehmer. Wir
werden aber ſolche Wünſche den Kommandobehörden
übermitteln und hoffen davon Erfolg. —
Abg. Dr.
Leonhart (fortſchr. Volksp.): Für die Kantinen
könnte wohl ein entſprechender Befehl gegeben
wer=
den. Bei der Fleiſchverſorgung ſollte man auch an
das Inland denken. —
Vizeadmiral Capelle: Der
Tabakeinkauf der Kantinen geſchieht nicht auf
fiska=
liſche Koſten. Von den 3½ Millionen Mark, die die
Fleiſchverſorgung der Marine erfordert, gehen nur
58000 Mark infolge beſonderer Verhältniſſe ins
Aus=
land und auch hier werden wir Abhilfe ſchaffen.
Der Titel wird angenommen, ebenſo die hierzu
von der Budgetkommiſſion beantragten Reſolutionen
auf Neuregelung des Tafel= und Meſſegelderweſens,
ſowie des Zulageweſens. Bei dem Titel „
Betriebs=
uſw. Materiglien” regt Abg. Paaſche (natl.) an, von
der Kohlenfeuerung zur Petroleumheizung
über=
zugehen; dieſes Verfahren ſei keineswegs koſtſpieliger.
— Staatsſekretär v. Tirpitz: Die Kohlenfenerung hat
unzweifelhaft große Nachteile, ſo leicht iſt aber der
Uebergang zur flüſſigen Feuerung nicht. England hat
ſeine Verſuche noch nicht abgeſchloſſen. Wir werden
die Sache im Auge behalten. — Beim Kapitel „
Be=
kleidung” verlangt Abg. Goercke=Brandenburg
(natl.) Berückſichtigung der kleinen Gerber beim
Leder=
einkauf. — Vizeadmiral Capelle: Seit dem Jahre
1897 iſt auf Veranlaſſung der Behörden eine Gerber=,
vereinigung gegründet worden, der viele kleine
Ger=
ber angehören. Dieſe hat, wie jede andere, ein großes
Lager mit allen ſeinen.Unkoſten unterhalten; wir ſind
aber nicht gezwungen, unſeren Geſamtbedarf dort zu
decken. Wir haben derzeit aber eine Art große Börſe
für alles Leder geſchaffen, ſodaß wir vorteilhaft und
ſchnell einkauſen können.
Bei dem Kapitel „Inſtandhaltung der Flotten
und Werftbetriebe‟
ſagt Abg. Severing (Soz.):
Admiral Breuſing habe im Vorjahre in der
Budget=
kommiſſion ſelbſt zugeſtanden, daß auf den Werften in
allen Betriebszweigen große Unregelmäßigkeiten zur
Kenntnis der Verwaltung gekommen ſind. Die
Ar=
beiterpolitik der Marineverwaltung laſſe den guten
Willen vermiſſen. Die Löhne auf den Werften, die
doch Muſterbetriebe ſein wollen, ſind oftmals niedriger
als in den gleichartigen Privatbetrieben, das hat
Ge=
heimer Admiralitätsrat Harms ſelbſt zugeſtanden. Wie
ſteht es mit den Arbeiterentlaſſungen in
Wilhelins=
haven? Bis jetzt ſind 600 Arbeiter gekündigt worden
Es ſollte doch die Arbeit auf die einzelnen Werften
beſſer verteilt und eventuell die jetzige Arbeitszeit
ge=
kürzt werden. Dann iſt zu verlangen, daß die Arbeiter
gleich behandelt werden. Wie ſteht es in der Sache des
Danziger Waſſerloches? Die Verfehlungen werden
lax unterſucht. Wir beantragen daher, eine
parlamen=
tariſche Unterſuchungskommiſſion einzuſetzen, die die
Unregelmäßigkeiten in der Verwaltung der
Reichs=
werſten mit weitgehenden Vollmachten prüfen und
Reformvorſchläge machen ſoll. Auf dieſe Weiſe muß
die nationale Ehre hochgehalten werden. (Beifall bei
den Sozialdemokraten.)
Geh. Admiralitätsrat
Harms: Die Regelung der Arbeiterverhältniſſe auf
den Werften wäre Sache des Reichsamtes des Innern.
Wir tun das Unſerige, indem wir die Beſchwerden der
Arbeiter entgegennehmen und ſie prüfen. Arbeiter,
die durch die Agitation den Frieden ſtören, können wir
nicht gebrauchen. Die Löhne in unſeren Betrieben
ſtehen hoch über den Durchſchnittslöhnen der
Privat=
betriebe; außerdem ſind bei uns die Leute feſt
ange=
ſtellt. In Sachen des Danziger Waſſerloches iſt eine
ſtrenge Unterſuchung eingeleitet worden und der
Be=
richt darüber liegt jetzt vor. Es iſt tatſächlich nichts
Belaſtendes zutage gekommen, ſondern nur
Gegen=
ſtände von geringerem Werte. Man fand zerbrochene
Ofenrohre uſw. im Geſamtwerte von 11,80 Mark.
(Andauernde Heiterkeit.) Man ſoll die
Beſchuldigun=
gen in der Oeffentlichkeit wiederholen, dann wird man
eine andere Antwort bekommen. Recherchen nach dem
Urheber der Anzeige ſind nicht angeordnet worden.
Verſchiebungen in andere Abteilungen der
Verwal=
tung koſten wohl pro Jahr einige Tauſend Mark, aber
ſie verhindern Entlaſſungen, und dagegen wird der
Reichstag wohl nichts einzuwenden haben. Die Klagen
wegen Lieferungen werden am beſten durch
Be=
ſchwerden an die Verwaltung ſelbſt erledigt.
Alle, die in Danzig vernommen wurden, haben von
den behanpteten Ungehenerlichkeiten nichts gehört und
nichts geſehen.
Abg. Mommſen (fortſchr. Vpt.): In= Danzig
be=
herrſchen die Sozialdemokraten den ganzen
Arbeiter=
ausſchuß und die anderen Parteien werden vollſtändig
davon ſerngehalten.
— Staatsſekretär v. Tirpitz:
Die Leiſtungsfähigkeit unſerer Werften hängt
weſent=
lich von der Leiſtungsfähigkeit des Oberwerftdirektors
ab. Wie die Stellung der Oberwerftdirektoren noch
ſtabiler gemacht werden kann, wird eingehend
unter=
ſucht. Gegen eine verlängerte Arbeitszeit haben wir
nichts einzuwenden. Die geteilte Arbeitszeit
einzu=
führen, war notwendig. Man muß die Arbeiter für
die Betriebe intereſſieren, und wir ſind beſtrebt, die
tüchtigen Kräfte von unten nach oben zu bringen.
Abg. Schirmer (Ztr.): Die Fürſorge in Danzig iſt
nicht ſo glänzend und auch an manchem einzelnen
haben wir etwas auszuſetzen. Die von dem Abg.
Severing beantragte parlamentariſche Unterſuchungs=
Abg. Weber
kommiſſion lehnen wir jedoch ab. —
(natl.): Die Sozialdemokraten üben den größten
Terror aus. Den Ausführungen Severings können
wir nicht zuſtimmen. Die unverbürgten Erzählungen
über die Danziger Werft ſind geradezu traurig.
des Staatsrechtes und der amerikaniſchen Verfaſſung
er=
klären jetzt feierlich, daß es ein Bruch der Verfaſſung wäre
wenn der Präſident auf fremden Boden ſich begeben würde,
wofür die importierten Raſenſtücke zweifellos zu erachten
ſeien, und wofür die Organiſatoren der Feſtlichkeit ſie
auch augenſcheinlich betrachtet wiſſen wollen. Wenn auch
dieſe Einwendung techniſch entſchieden richtig iſt, darf
ſie doch nicht ernſt genommen werden. Aber auch eine
große Anzahl Amerikaner und amerikaniſche Irländer ſieht
die Sache von dem entgegengeſetzten Standpunkte aus
an und iſt ungehalten darüber, daß ein Teil von „Onkel
Sams” Territorium, wenn auch nur vorübergehend, zu
einem Stüch fremden Landes gemacht werden ſollte. Ein
ſtaatsrechtlicher Punkt iſt aber bei der Frage noch
ver=
geſſen. Muß Präſident Taft, wenn er auf dem Stückchen
„Irland” ſteht und ſich ein Glas Champagner reichen läßt,
an die engliſchen Zollbehörden den Importzoll für
alko=
holiſche Getränke entrichten? Und wird er beim Verlaſſen
„Irlands” und beim Betreten der Vereinigten Staaten
von den amerikaniſchen Zollbeamten auf ſteuerbare
Gegen=
ſtände unterſucht?
— Amerikaniſche Verirrungen. Mit
einem großen Ballfeſt hat Colonel John Jakob
Aſtor am Donnerstag in New=York das Eintreffen
des langerſehnten Scheidungsurteils gefeiert,
das ſein Schickſal fortan von dem ſeiner einſtigen
Gattin trennt, die von nun ab wieder ihren
Mädchen=
namen Ava Willing annimmt. Die amerikaniſchen
Blätter widmen dem Feſte lange Spalten, und
allge=
mein wird die außerordentliche „Einfachheit” gerühmt,
deren ſich Colonel Aſtor bei der Veranſtalkung des
Feſtes befleißigt hat. Es gab keine prunkvollen
Deko=
rationen, nur Roſen und ein paar Palmen, kurz, John
Jakob Aſtor gab ein bedentungsvolles Zeichen von
Beſcheidenheit, Schlichtheit und Sparſamkeit, denn
alles in allem hat er nach der Schätzung der
Sachver=
ſtändigen für ſeinen Ball kaum 120600 Mark
ausge=
geben. Und das iſt nach den Begriffen New=Yorts
für einen Millionär „nur eine kleine Bagatelle‟.
Ins=
geſamt erſchienen etwa 150 Gäſte, ausgewählte Mit=
glieder der oberſten Vierhundert. Sie alle erhielten
Feſtgeſchenke, die Damen prachtvoll gearbeitete Pariſer
Sonnenſchirme aus koſtbarer Seide, der Stock und
Griff aus edlen Hölzern kunſtvoll geſchnitzt. Die
Sonnenſchirme waren eigens für den Ball angefertigt
worden und koſteten 200 Mark das Stück. Beim
Kotillon erhielten Herren und Damen
Phantaſiehals=
ketten aus Samt= und Seidenſtoffen, die mit echten
Gold= und Silberornamenten geſchmückt waren; jedes
Paar bekam die gleiche Farbe, jeder Halsſchmuck koſtete
nur 60 Mark. Die Herren erhielten kunſtvoll
gearbei=
tete kleine Meſſingglocken, deren Läuten den Saal mit
einer wunderlichen Muſik erfüllte und die Klänge des
Orcheſters bisweilen völlig übertönte. Aber die den
Gäſten erwieſenen kleinen Aufmerkſamkeiten waren
damit noch nicht erſchöpft. Die Damen erhielten
ent=
zückend gearbeitete Handſpiegel im Stile des
Diree=
toire, die Griffe aus Seidenholz geſchnitzt; die 75
Damen mit ihren Spiegeln, in denen ſich die Lichter
des Saales hundertfach ſpiegelten, tauchten das ganze
Bild in ein leuchtendes Meer von Glanz und Farben.
Die Herren aber erhielten koſtbare Zigarren= und
Zigarettenſpitzen mit goldenen Streichholzdoſen und
mit kleinen Rauchlampen, kurz, ein vollſtändiges
Ranchneceſſaire als geſchmackvolles Sonvenir an den
Scheidungsball.
* Zeppelin als Wahlſtörer. Die
Stadt=
ratswahlen vom 20. November vorigen Jahres in Aachen
bei der das Zentrum mit nur 7 Stimmen Mehrheit ſiegte,
iſt vom Bezirksausſchuß für ungültig erklärt worden und
zwar bot indirekt Zeppelin den Grund dafür. Als
näm=
lich am Tage der Wahl der „Z II” über Aachen erſchien,
hob der Wahlvorſteher den Wahlakt für die Dauer von
20 Minuten auf. Hierin erblickte der Bezirksausſchuß einen
Grund der Ungültigkeitserklärung.
* Zu Hebbels „Nibelungen”. A.: „Warum
ruft das Volk den ganzen Abend immer „Heil! Heil!
Heil!‟?‟ — B.: „Weil ſie in Worms ſind.”
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 8. März. (
Frucht=
marktbericht.) Am Wochenmarkte waren
weiter=
hin einheimiſche Brotfrüchte ſtark angeboten; aber es
mangelte wieder an Kaufluſt. Die Umſätze blieben
auf ein Minimum beſchränkt und ſind die Notierungen
nominelle. Hafer war ebenfalls reichlich erhältlich und
im Preiſe etwas nachgiebiger; doch beſtand nur
geringer Konſumbegehr. Gerſte und Mais ruhig.
Fut=
terartikel preishaltend. Die Forderungen für Mehl
ſind ermäßigt, bei ſchwacher Nachfrage.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
flan und käuferlos. Offerten ſind ungleichmäßig.
Manitobaweizen iſt aus zweiter Hand erheblich unter
Notiz angeboten.
An der Berliner Produktenbörſe war
Getreide matt auf die niedrigen Preiſe in Amerika, das
nachgiebige inländiſche Angebot und auf zahlreiche
Zu=
führen. Dann war man mäßig befeſtigt auf Deckungen
und auf Käuſe der Kommiſſionäre. Laplata=Weizen war
wieder billiger; auch die ruſſiſchen Offerten lauten
wil=
liger. Hafer lag ermattet, bei reichlichem inländiſchen
Angebot.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ameri=
kaniſchen Getreidemärkten (New=York und
Chicago) war Weizen matt auf enttäuſchende Nachfrage
für Lokoware, ſowie Abgaben der Kommiſſionshäuſer,
außerdem verſtimmte der baiſſelautende Viſible=
Sup=
piy=Ausweis, Mais verkehrte ohne beſondere
Ein=
buße in ſchwacher Haltung. Die ſichtbaren
Weizenvor=
räte ſind dort in dieſer Woche von 25,52 Millionen
Buſhels auf 25,78 Mill. Buſh., und die Maisvorräte von
13,48 Mill. Buſh. auf. 14,36 Mill. Buſh. geſtiegen. In
Kanada ſind hingegen die Weizenvorräte in dieſer
Woche von 10,88 Mill: Buſh, auf 10,78 Mill. Buſh.
zu=
rückgegangen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer, 22.10 bis
5, Norddeutſcher 22.10—22.25, Kurheſſiſcher 22.10 bis
22.25, Rumäniſcher 23.75—24.50, Redwinter 23.50—24.25,
Ruſſiſcher 23.75—24.75, Laplata 23.50—24.25,
Donau=
veizen 23.75—24.50, Kanſas 23.50—24.25, Walla Walla
23.50—24.25; Roggen, hieſiger, 16.40—16.60, Pfälzer
16.50—16.60, Ruſſiſcher —.—, Amerikaniſcher ——,
Ru=
mäniſcher ——; Gerſte Pfälzer, 16.50—17.00, hieſige
und Wetterauer 16.00—16.50, Fränkiſche 16.50—17.00,
Ungariſche 22.00-—22.50, Riedgerſte 16.50—17.00,
Ruſſi=
ſche Futtergerſte 12.50—13.25; Hafer hieſiger, 16.00
bis 17.00, Bayeriſcher 16.25—17.00, Ruſſiſcher 16.50 bis
17.25, Amerikaniſcher ——, Rumäniſcher 16.40—16.50,
Mais, mixed, 16.00— 16.25, Donau=Mais 16.40—16.50,
Ruſſiſcher 16.40—16.60, Weißer Mais 16.30—16.50,
Ru=
mäniſcher 16.50—17.25, Laplata 16.25—16.50,
Weizen=
kleie 10.00—11.00, Futtermehl 12.50—13.00, Biertreber,
getrocknet, 13.25—13.50; Weizenmehl hieſiges,
Nr. 0 31.00—31.25, feinere Marken 31.50—31.75, Nr.
29.50—29.75, feinere Marken 30.00—30.25, Nr. 2 28.50
bis 28.75, feinere Marken 29.00—29.25, Nr. 3 27.50—27.75,
feinere Marken 28.00—28.25, Nr. 4 26.75—27.00, feinere
Marken 27.25—27.50; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0
24.00—24.25, Nr. 1 21.00—21.25, Nr. 2 17.00—17.25.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt diegRedaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Erwiderung auf die
Richtigſtellung=
vom 8. März 1910.
Wir bedauern, in unſerem Eingeſandt vom 5. d. M.
inſofern ein unklares Bild entworfen zu haben, als
wir die Frequenzziffern der letzten Jahre nicht
ge=
bracht haben, die uns zurzeit leider noch nicht zur
Ver=
fügung ſtehen. Der Herr Einſender der Richtigſtellung
erwähnt jedoch nicht, daß ein großer Teil der Zunahme
bei den Medizin=Studierenden durch die Abnahme in
den vorhergehenden, von uns angeführten Jahren
ausgeglichen wird, während bei den akademiſchen
Tech=
nikern eine ſtändige Zunahme, und zwar auch in
den Jahren von 1906 ab zu verzeichnen iſt, die in ihrer
Geſamtheit die Zunahme bei den Medizinern weit
überſteigt. Um die Lage der Verhältniſſe noch von
einer andern Seite zu beleuchten, ſo möchten wir
be=
merken, daß Monatseinkommen von 70 bis 100 Mark
bei den Aerzten zu den Seltenheiten gehören dürften
und wohl nur in den erſten Jahren der Praxis
vor=
kommen, während eine große Zahl von Ingenieuren
ſich eine Reihe von Jahren mit ſolchen Gehältern
zu=
frieden geben muß. Es ſind uns ſogar Fälle bekannt,
in denen Ingenieure gezwungen ſind, ſich außerhalb
ihres Berufes Beſchäftigung zu ſuchen, um ſich ihren
Lebensunterhalt zu verſchaffen. Es liegt nicht in
unſerem Sinne, die diesjährigen Abiturienten zum
Studium der Medizin oder Theologie zu ermuntern,
ſondern wir haben vielmehr betont, daß die meiſten
akademiſchen Berufe ſtark beſetzt ſind und daß der
Nichtakademiker vielfach leichter eine ſichere Exiſtenz
findet als wir, die wir ein kleines Vermögen für
unſer Studium geopfert haben. Daß unter den
ſaka=
demiſchen Berufen der techniſche zu den am meiſten
überfüllten zählt, wird wohl niemand in Abrede ſtellen
können.
Bezirksverein Darmſtadt des Verbandes
Deutſcher Diplom=Ingenieure.
Literariſches.
— In einem Artikel „Waldbrand und Wipfeldürre‟
verbreitet ſich ein ſachverſtändiger Forſtmann im
neueſten Heft der illuſtrierten Zeitſchrift „Zur Guten
Stunde‟ (Deutſches Verlagshaus Bong u. Co.,
Berlin W. 57, Preis des Vierzehntagheftes 40 Pfg.)
über die neuen Forſchungen über Waldbrände, die für
jeden, der den Wald liebt, höchſt intereſſant ſind. Das
gleiche Heft enthält einen großen, reich illuſtrierten
Artikel aus der Feder des Freiherrn von Dincklage=
Campe über das Hauptgeſtüt „Graditz” ſeine
Gründun=
gen, ſeine Einrichtungen und ſeine Erfolge. Während
die beiden ſtark illuſtrierten Rubriken „Erfindungen
und Entdeckungen” und „Für unſere Frauen” noch ſehr
viele, teils wiſſenswerte, teils intereſſante und praktiſche
Neuheiten beſprechen, ſorgen die beiden Romane „Sie
war des andern” von Guſtav Klitſcher und „Im Schatten
der Liebe” von Martha Radetzky für gediegenen und
ſpannenden Unterhaltungsſtoff. Es ſei auch auf die
originelle Stizze „Der Gewinner” von Hans Oſtwald
hingewieſen. Von den Bildern intereſſieren beſonders
die farbige Kunſtbeilage „Eine Epſode aus dem Leben
des Grafen Zeppelin” und der ſtimmungsvolle,
doppel=
ſeitige Holzſchnitt von A. von Meckel „Die Opfer des
Islam”, der in der Wüſte ſterbende Mekkapilger
dar=
ſtellt.
— Die gewaltige, lückenloſe Verbreitung der
mäch=
tigen Ablagerungen über ganz Mittel= und
Norddeutſch=
land, die dem deutſchen Kalibergbau die bevorzugte
Stellung eines Monopols ſichert, hat eine äußerſt
feſſelnde Darſtellung durch Bergaſſeſſor Dr. Einecke=
Berlin gefunden, die Hans Kraemer in ſeinem ſtetig
an Bedeutung und Intereſſe gewinnenden illuſtrierten
populärwiſſenſchaftlichen Monumentalwerke „Der
(Deutſches Verlagshaus
Menſch und die Erde‟
Bong u. Co., Berlin W. 57, Lieferung 60 Pfg.) zur
Ver=
öffentlichung bringt. Es geſchieht dies in der Gruppe
„Der Menſch und die Mineralien”, die in dem Abſchnitt
„Lagerſtätten und Gewinnung der wichtigſten nutzbaren
Mineralien und Geſteine” eine vollſtändige, reich mit
prachtvollem Illuſtrationsmaterial ausgeſtattete
Ge=
ſchichte des Bergbaues enthält. Die Farbentafeln, auf
denen die einzelnen Edelmetalle, die Erze und die
ge=
ſteinsbildenden Mineralien dargeſtellt werden, zählen
zu dem Schönſten, was die moderne
Reproduktions=
technit ſeit Jahren hervorgebracht hat, und ſpeziell die
Frage des Kalibergbaues iſt nicht nur durch eine auf
amtliches Material geſtützte Karte der Kaliverbreitung
in Mitteldeutſchland illuſtriert, ſondern hat auch durch
einen farbigen Querſchnitt durch ein Kalibergwerk die
anſchaulichſte Darſtellung erfahren.
Luftſchiffahrt.
* Darmſtadt, 8. März. Herr Euler ſtieg
heute auf dem Griesheimer Exerzierplatz wieder mit
ſeinem Flugapparat auf und ſchlug ſeinen eigenen
Rekord mit einem Fluge von 21 Minuten und 9
Se=
kunden.
* Frankfurt, 8. März. Im Feſtſaale des
„Frankfurter Hofes” trat, der „Frankf. Ztg.” zufolge,
geſtern abend der Frankfurter Flugſportklub, der
jüngſte geronautiſche Verein Deutſchlands, der als
ſein Sondergebiet die Förderung des
Flugmaſchinen=
weſens gewählt hat, mit einer Vortragsveranſtaltung
zum erſten Mal vor die breitere Oeffentlichkeit. Der
Vorſitzende, Hermann v. Paſſavant, konnte in
ſei=
nen Begrüßungsworten dem Protektor des Klubs, dem
Großherzog von Heſſen, für ſein verſönliches
Erſcheinen danken. Als Referent hielt Aſſeſſor Dr.
Alex Meyer, wie er dies ähnlich ſchon im Kaiſerlichen
Aeroklub in Berlin getan hatte, einen Vortrag mit
dem Thema: „Die Luftſchiffahrt in früheren Kriegen
und ihre Bedeutung für das Kriegsrecht der Zukunft”.
Der öffentlichen Veranſtaltung folgte ein Klubeſſen,
an dem auch der Großherzog teilnahm; nicht die
ſchwächſten Reize gingen dabei von dem Raum aus,
dem neben dem Leſezimmer gelegenen Saal, den
Ar=
chitekt Günther mit vornehmem Geſchmack umgeſchaffen
Nummer 57.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Seite 7.
und durch eine Trerwe ſehr glüclich mit dem großen
Feſtſaal verbunden hat. Hier ſtellte Dr. Meyer
ſchließ=
lich noch die ſchönſten Stücke ſeines geronautiſchen
Bilderſchatzes zur Schau, während man im Leſezimmer
die zwangloſe Unterhaltung des intimeren
Programm=
teils fortipann.
* Paris, 8. März. Wie die „France Militaire‟
hört, hat der Kriegsminiſter beſchloſſen, daß im Laufe
des Monats März im Lager von Sartory bei
Ver=
ſailles Verſuche mit einer Anzahl von Flugdrachen
vorgenommen werden, die imſtande ſind, Perſonen zu
tragen. Die militäriſche Kommiſſion der nationalen
Luftſchiffahrtsliga hat dem Kriegsminiſterium die
An=
regung unterbreitet, einen Inſpektor zu ernennen,
welchem der Oberbefehl über alle Militär=Luftſchiffe
und Aeroplane zu übertragen wäre.
Darmſtadt, 9. März.
* Von der Techniſchen Hochſchule. Man ſchreibt uns:
Am Samstag machten die Hörer der Aeronautik
an der Großh. Techniſchen Hochſchule unter Führung ihres
Dozenten Herrn Dr. Gaſſer einen wiſſenſchaftlichen
Ausflug nach Mainz. Die Reiſe galt der Auto=Schule
dort wo der Direktor der Anſtalt, Herr Kämpf, in
lie=
benswürdigſter Weiſe die Einrichtungen der Schule, ſowie
ihre Ziele und Beſtrebungen klarlegte. Sehr intereſſant
war eine Vorrichtung zur Ermittelung des
Wirkungs=
grades von Luftſchrauben. Anderweitig nahmen einige
Modelle von Propellern, an deren Hand der
Entwicklungs=
gang derſelben erklärt wurde, die regſte Aufmerkſamkeit
der Zuhörenden in Anſpruch. Weiter konnte man dort
in einer Werkſtätte die Arbeiten am Bau von Ein= und
Zweideckern ſehen. Nach Vorführung einiger noch ſonſt
wichtiger techniſchen Konſtruktionen im Motorenbau nahm
man Abſchied von der Anſtalt. Auf die Mitteilung des
Direktors hin, daß auch Flüge in Mainz abgehalten
wür=
den, begab man ſich nach Gonſenheim, wo in der Tat der
Rennfahrer Hieronymus mit einem Monoplan (
Kanal=
typus Blériot) einen Aufſtieg machte. Er flog in einer
Höhe von 80 Metern 10 Minuten lang und landete nach
einem wohlgelungenen, für’s Auge ſehr äſthetiſchen Fluge
ebenſo glatt, wie er aufgeſtiegen war. Die Tatſachen
zei=
gen, daß die Herren Studierenden, die für das große
Problem der Flugtechnik Intereſſe zeigen, genügend
Ge=
legenheit finden, ihre Kenntniſſe zu erweitern, da ſich Herr
Dr. Gaſſer große Mühe gibt, ſeinen Hörern etwas zu
bieten, und durch ſeine vielen Verbindungen die
Möglich=
keit hat, in der Praxis das Nötige vorzuführen. Es wäre
zu wünſchen, daß ſich auch andere Kreiſe für die
Aero=
nautik intereſſieren, denn wo erſt alle Intereſſe zeigen für
eine Frage, wird um ſo eher ſich eine Löſung finden, da
aus jedem ein kleiner Teil zum richtigen Wege gegeben
werden kann.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Berlin, 8. März. Der Geſetzentwurf betreffend
die Haftung des Reiches für ſeine Beamten
wurde in der Kommiſſion in erſter und zweiter Leſung
an=
genommen. Eine Reſolution der Reichspartei, der
Reichs=
kanzler möge in den Einzelſtaaten, in denen die Haftung
des Staates noch nicht geregelt iſt, deren Regelung
an=
regen, fand gleichfalls Annahme.
* Berlin, 8. März. Im preußiſchen
Abge=
ordnetenhauſe fallen am nächſten Donnerstag die
Sitzungen aus, damit die Fraktionen zur Wahlrechtsfrage
Stellung nehmen können. Am Freitag wird in die zweite
Leſung eingetreten, die am Montag beendet ſein wird.
Für die dritte Leſung ſind der Mittwoch und der
Don=
nerstag der nächſten Woche in Ausſicht genommen. Im
Anſchluß daran beginnen am 17. März die Oſterferien,
die ſich bis zum Donnerstag, den 4. April, erſtrecken. Die
verfaſſungsmäßig notwendige zweite Abſtimmung über
das Wahlgeſetz wird vorausſichtlich am 12. April
vorge=
nommen.
* Berlin, 8. März. Geſtern erlagen beim Reinigen
einer Abwäſſergrube auf den Kuhnheimſchen Werken in
Niederſchöneweide die Arbeiter Schmidt und Schneider
den Wirkungen giftiger Gaſe. Erſterer hatte ſich
be=
müht, den letzteren, der bereits bewußtlos geworden war,
aus der Grube herauszuſchaffen.
* Köln, 8. März. In der hieſigen Walzen= und
Formenfabrik explodierte geſtern abend eine
Flaſche Salpeterſäure; durch die ſich entwickelnden
gif=
ligen Gaſe wurden ein Inhaber der Fabrik und ein
Arbeiter getötet; drei andere Arbeiter ſind ſchwer krank.
* Wilhelmshaven, 8. März. Der Kaiſer begab
ſich nach der Beſichtigung der Werft mit dem Prinzen
Heinrich von Preußen und dem Großherzog von
Oldenburg gegen 1 Uhr zum Admiral von Bandiſſin
zum Frühſtück; die Beſichtigungen werden am
Nach=
mittag fortgeſetzt.
* Prag, 8. März. Im tſchechiſchen Theater
in Jung=Bunzlau ſtürzte geſtern abend eine
Sän=
gerin in eine ſich öffnende Verſenkung, was beim
Publi=
kum eine große Panik verurſachte. Die Vorſtellung wurde
abgebrochen, die Sängerin wurde durch den Sturz ſchwer
verletzt.
* Rom, 8. März. Im Dome zu Piſa entſtand
beim Eintritt des wegen ſeiner moderniſtiſchen Ideen
erkommunizierten Abbé Murri, da unter lautem
Klage=
geſchrei die Kerzen und Lampen von der Geiſtlichkeit
aus=
gelöſcht wurden, unter den Beſuchern eine wilde Panik,
wobei eine Greiſin zertreten wurde.
König Eduard ſtattete
* Paris, 8. März.
heute vormittag dem Präſidenten Falliéres einen
halb=
ſtündigen Beſuch ab.
New=York, 8 März. Der Hiſtoriker Profeſſor
Daenel von der Univerſität Kiel wurde für 1910 als
Austauſchprofeſſor an die Columbia=Univerſität
berufen.
* Rio de Janeiro, 8. März. Bei der
Präſiden=
tenwahl wurden für Hermes da Fonſeca im
gan=
zen 365 918 Stimmen und für Barboſa 174300 Stimmen
abgegeben. In dem Staate Sao Paulo erhielt Fonſeca
nur 25541, Barboſa dagegen 68018 Stimmen.
Kirchliche Nachrichten.
Stadtkapelle. Mittwoch, 9. März, nachmittags
6 Uhr: Paſſionsandacht. Pfarrer Kleeberger.
Johanneskirche.
Mittwoch, den 9. März,
abends 8 Uhr: 5. Paſſionsandacht. Pfarrer
Dingeldey.
Bei Kopfschmerz
Stropanilei
(31240,40
Sänger und Redner.
Das Gute bricht sich Bahn. Dieses alte Wort bewährte
sich in den letzten Wochen ganz besonders bei den
Anstrengungen, welche die Fabrikanten von Wybert-
Tabletten gemacht haben, um für ihre seit 60 Jahren
hochgeschätzten Produkte neue Freunde zu erwerben.
Die Nachfrage nach Wybert-Tabletten ist so gross, dass
die Fabrikanten Mühe haben, in diesen Wochen, in
welchen Tausende von Gratisproben die glänzendsten
Beweise ihres Wertes erbracht haben, genug Tabletten
zu produzieren. Die Stimme wird dürch regelmässigen
Gebrauch von Wybert-Tabletten so wohlklingen! und
ausdauernd, dass Sänger und Redner nur noch Wybert-
Tabletten verwenden, die in allen Apotheken in
Schachteln à Mk. 1.— erhältlich sind. Depots in
Darmstadt: In sämtlichen Apotheken; Germania-
Drogerie, Mühlstrasse 78: Kinerva-Drogerie, Ecke
Karl-
u. Hügelstrasse; Medizinal-Drogerie von Fr. Beckenhaub.
Ecke Schul- u. Kirchstrasse, und Drogerie von C.
Watzinger, Wilhelminenstrasse 11.
(640M
er Qualität der Arbeit, Zweckmäßigkeit
VV u. Gediegenheit bei
Einrichtungsgegen-
ständen schätzt, sollte nicht versäumen, sich
unsre Fabrikate anzusehen. Eine interessante
Abwechslung bietet auch die gleichzeitige
Be-
sichtigung unsrer, bei dem Ausstellungshaus:
TI
36 FELDBERGSA RASSE 36
gelegenen, in vollem Betriebe befindlichen,
modernen Fabrikanlage mit allen dazu
ge-
hörigen Nebenbetrieben, wozu wir alle
In-
teressenten ergebenst einladen.
Gg. Ehrhardt & Söhne
— Möbelfabrik —
Darmstädter Werkstätten
9 für Handwerkskunst e
Feldbergstr. 36 (n. d. Bahnübergang Rheinstr.)
Der
4
N
N
(4801a
Hunger nach ein bißchen Sonne
lockt die Menſchen ins Freie, wenn der Himmel
auch nur ein bißchen freundlich ausſieht — und
oft bezahlt man die kleine Erholung mit einer
langwierigen Erkältung. Man muß alſo
be=
ſonders vorſichtig ſein und auf ſolch einem
Spaziergang ein paar Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen im Munde zergehen laſſen
Man wird dann die ausgezeichnete vorbeugende
Wirkung der Sodener ganz ſchätzen lernen. Fays
ächte Sodener Mineral=Paſtillen koſten nur
85 Pfg. pro Schachtel und ſind in allen
ein=
ſchlägigen Geſchäften zu haben. Nachahmungen
aber weiſe man ganz entſchieden zurück. (5208M
Verkaufs-
stellen durch
dieses Plakat
kenntlich.
Fabrik ant:
August Jacobi
Darmstadt.
2083MI
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und dem Hinſcheiden
unſerer innigſtgeliebten, unvergeßlichen Tochter,
(B5232
Schweſter und Braut
Elisabeth Hauf
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer Rückert
für ſeine troſtreiche Grabrede, den Schweſtern der
Paulus= und Petrusgemeinde für ihre
unermüd=
liche, liebevolle Pflege, ſowie für die zahlreichen
Blumenſpenden unſeren herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 8. März 1910.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen Gatten
(5286
und Vaters
Herrn Adam Dechert
ſagen herzlichen Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Montag früh: Im
ganzen Land dauert die heitere und trockene
Frühlings=
witterung an; doch wurde auch wieder in ver ſangener
Nacht leichter Froſt und Morgennebel beobachtet. Bei
höher ſteigender Sonne tritt raſch Aufheiterung ein. —
Im Weſten über dem Ozean ſcheinen jetzt
Tiefdruck=
gebiete ſich ſtärker als ſeither zu entwickeln. Dadurch
werden bis weit nach Mitteleuropa warme Südwinde
angeſaugt; doch ſtehen Regenfälle vorderhand noch nicht
in Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 9. März:
Heiter, trocken, warm bei Südwind, kein Nachtfroſt und
Nebel mehr, ſpäter am Tage zunehmende Bewölkung.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Der deutſche König”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Vortrag von Profeſſor Dr. Krutzſch um 8 Uhr in der
Techniſchen Hochſchule (Saal 326).
Franzöſiſcher Vortrag von Profeſſor Berryer um
8½ Uhr im Saalbau.
Vortrag von Profeſſor Dr. Bouſſet um 8 Uhr im
Saale des Muſikvereins (Landeskirch . Vereinigung).
Hauptverſammlung des Kaufm. Vereins weiblicher
Angeſtellten um 8½ Uhr im Vereinslokal.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 6 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
Münchner Bierfeſt um 5 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Thüringen).
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 10. März.
Hofreite=Verſteigerung des Pet. Heldmann (
Arheil=
gerſtraße 6) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Möbel=Verſteigerung um 10 und 3 Uhr
Rhein=
ſtraße 14.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Stammholz=Verſteigerungum 9 Uhr;
Zuſammen=
kunft auf dem Schnittpunkt von Waizenborn= und
Schnellenbrüchſchneiſe (Oberförſterei Meſſel).
Holzverſteigerung um 10 Uhr im Germannſchen
Saale zu Meſſel.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldarßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: Z. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.
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Der ſchmale Weg.
Roman von Paul Bliß.
(Nachdruck verboten.)
5)
Daß ich Sie übrigens noch nicht kenne, iſt doch auch
nur Ihre Schuld. — Heiter ſah der Alte ihn an. — Sie
hätten ſich mir ja vorſtellen können! So werde ich den
Anfang machen. Mein Name iſt Rüſtig, ich bin
penſio=
nierter Kammermuſikus. So, nun wiſſen Sie
wenig=
ſtens, wer ich bin.
Mit leiſem Lächeln, immer noch beſchämt, nannte
auch Fritz ſeinen Namen.
Na, und was ſind Sie, wenn ich fragen darf?
Ich bin Kaufmann, antwortete er, der es noch nicht
wagte, ſich für einen Schriftſteller auszugeben.
Aha, wohl außer Stellung? Wie lange denn ſchon?
Seit zwei Jahren, kam es zaghaft heraus.
Sapperment! Wie geht denn das zu?
Schweigen.
Wollen Sie mir geſtatten, daß ich Ihre Zeugniſſe
einſehe?
Stumm reichte Fritz ſie hin, und ſchnell durchlas
der Alte die Papiere.
Na, die ſind doch gut. Weshalb haben Sie denn
den letzten Poſten aufgegeben?
Wieder Schweigen.
Oder iſt meine Frage zu indiskret?
Nein, nein! Sie ſollen die Wahrheit erfahren. Ich
habe ſeit zwei Jahren meinen Beruf gewechſelt. Ich
gab die letzte Stelle auf, um mich ganz der
Schrift=
ſtellerei zu widmen.
Ah! Darauf war ich nicht gefaßt! Na, und Sie
haben kein Glück gehabt, wie?
Vor allem das Schlimme, ich fühle, daß ich noch
nicht genug kann — ich bin noch nicht fertig.
Ja, ja, verſtehe. Na, und nun iſt Ihnen das Geld
ausgegangen, wie?
Fritz nickte betrübt. Im erſten Jahre lebte ich von
meinem Erſparten, dann ſchrieb ich kleine Erzählungen
und Humoresken, die ich auch immer los wurde, aber
ſeit einem Vierteljahr geht alles ſchief.
Der alte Herr wurde immer intereſſierter und
teil=
nehmender. Na, und Ihre Angehörigen, helfen Ihnen
die nicht?
Ein verneinendes Kopfſchütteln war die Antwort.
Aha, wohl entzweit wegen des Berufswechſels, wie?
Kann mir ſchon denken.
So iſt es. Ich habe mit allen gebrochen.
Aber die Eltern?
Fritz erbebte leiſe. — Nur die Mutter habe ich
noch . . . aber wir leben getrennt . .. übrigens könnte
ſie mir auch nicht helfen.
Herr Rüſtig ſah ſeinen jungen Schützling
mitleids=
voll an, dann ſagte er leiſe und zart: Sie armer,
ver=
laſſener, heimatloſer Mann.
Das Wort traf. Starr, entſetzt ſtand Fritz da und
ſah verzweifelt vor ſich nieder. Und er dachte: So
erſchreckt uns das Geheimſte, das tief in der Seele ruht,
was wir ſelber uns kaum einzugeſtehen wagen — ſo
erſchreckt es uns, wenn ein anderer es uns ſagt!
Nie im Leben hatte er es ſo ſchmerzvoll empfunden,
daß er heimatlos und verlaſſen war wie in dieſem
Augenblick. Eine Träne ſtand in ſeinem Auge, er
wollte dagegen ankämpfen, er konnte es nicht. Und ſo
ſank er zurück, riß das Taſchentuch heraus und begann
bitterweh zu ſchluchzen.
Auch dem Alten wurden die Augen feucht. Er
klopfte Fritz auf die Schulter. Kommen Sie, ich werde
Ihnen helfen, ich werde ſehen, was ich für Sie tun
kann.
Während Sie weitergingen, fragte Herr Rüſtig noch
einmal nach den näheren Verhältniſſen, und Fritz
er=
zählte, wie er vergeblich nach Arbeit geſucht habe,
er=
zählte auch, daß er Schulden habe und zum 1. März
ohne Wohnung ſei. Frei und offen bekannte er jetzt
alles. Die Art und Weiſe, wie dieſer alte Mann ihm
nähertrat, nahm ihm nach und nach jede Befangenheit.
Und während der Jüngere ſich ſo rückhaltlos
offen=
barte, dachte der Aeltere ernſthaft nach, wie er hier
energiſch helfend eingreifen könne.
Endlich war ſein Plan fertig. Er begann: Alſo
hören Sie mal zu. Vom 1. März ab können Sie zu
mir ziehen. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern. Wir
vermieten ein Zimmer, und es ſteht gerade leer.
Als=
dann werde ich mit meinem Schwager reden, der wird
wohl eine Stelle für Sie finden. Morgen vormittag
werde ich zu Ihnen kommen und mit Ihrer Wirtin
Dalme und TDandel
liefern die hauptſächlichſten Beſtandteile der einzig daſtehenden Pklanzen=Dargarine Sanella, die
aus feinſtem Pflanzenfett unter dem Schuße des D R.=D. Nr. 100922 mit ſüßer Dandelmilch
her=
geſtellt wird; daher beſitzt Sanello das feine Aroma ſowie den milden, nußartigen Wohlgeſchmack,
wie überhaupt alle Eigenſchaften und Vorzüge feinſter Naturbutter. Die Verwendung von ſüßer
Fandelmilch iſt unſer ausſchließliches Recht, weshalb andere Pflanzenmargarine=Drodukte mit
Sanella nicht verglichen werden können. — In den einſchlägigen Geſchäften erhältlich.
Allein hergeſtellt von: Sana-Geſellſchaft m. b. R., Cleve.
„Die Ohren reisse ich dir heraus,” sagt der Meister zum Lehr: 2
jungen, „wenn du mir das nächstemal die Schuhe nicht mit Z
Gentner’s
Lederereme „Nigrin‟
6
2 wichsest‟. Bei Anwendung von Nigrin wird und bleibt das 2
Leder weich und ist im Moment spiegelblank.
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imtrkt
enreert.
mminnnnrrasäiie.
Mietuktt.
2-
Simmmma
nmäämmmmämmte.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Nummer 57a
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ſprechen, damit ſie Sie ohne Lamento herausläßt; die
rückſtändige Miete können Sie dann ratenweiſe
ab=
tragen. Einverſtanden?
Ob er einverſtanden war! Er ſtrahlte geradezu vor
Freuden, als er ſeinem Retter zunickte.
Na gut. Und hier haben Sie vorerſt mal zehn
Mark — — — na, na, machen Sie keine Sachen, lieber
Mann! Da, eingeſteckt und damit baſta! So, und nun
laſſen Sie ſich das Mittagbrot gut ſchmecken! Das
andere beſprechen wir morgen, wenn ich zu Ihnen
komme.
Fritz wollte dem alten Herrn die Hand küſſen
ſagten konnte er nichts.
Der aber lief, ſo ſchnell er nur konnte, davon, und
erſt aus der Ferne kehrte er ſich noch einmal grüßend
und lächelnd um.
Und Fritz ſtand und ſah ihm nach. Er war wie
betäubt von all dem Glück, das plötzlich zu ihm
ge=
kommen war, — es war ihm, als fiele ein heller Strahl
der goldenen Frühlingsſonne auf ſein Geſicht, ſo daß
er wie geblendet die Augen ſchließen mußte. . . .
3. K apitel.
Das Heim des Herrn Profeſſor Rüſtig war ſehr nett
und traulich.
Der alte Herr beſaß ein kleines Vermögen, hatte
außerdem auch noch eine ganz anſehnliche Penſion, ſo daß
die Familie in behaglichen Verhältniſſen lebte.
Die älteſte Tochter hieß Malwine. Sie war 27 Jahre
alt, noch immer unverheiratet und war die Seele des
Hauſes; ſie führte das große Wort, und ihren
Anord=
nungen fügte ſich alles willenlos; ſogar der alte Papa
ſtand unter ihrem Pantoffel, was er ſeit Jahren ſchon ſtill
lächelnd ertrug.
Elsbeth, die jüngere Tochter, war eben 21 Jahre
ge=
worden; ein wildes, luſtiges Mädel, das nur von heute
bis morgen dachte und dem die Welt noch wie ein ewig
lachender Sonnenſchein erſchien.
Als der alte Herr gegen Abend heimkam, war er ſehr
guter Laune; er hatte bereits ſeinem Schwager, dem
Be=
ſitzer einer ſehr anſehnlichen Tageszeitung, einen Beſuch
gemacht, um für ſeinen Schützling ein gutes Wort zu reden,
und ſeine Fürſprache war nicht umſonſt geweſen; denn
der Verleger zeigte ſich auch geneigt, für den jungen Mann
etwas zu tun.
Nun, Vater, Du ſiehſt ja heute ſo vergnügt aus —
damit empfing ihn Elsbeth.
Der alte Herr nickte ſchmunzelnd, nahm die lange
Pfeife vom Eckbrett herunter und zündete ſie an,
zwiſchen=
durch ſagte er: Hab’ auch guten Grund dazu, mein Kind.
Elsbeth ſah ihn heiter an.
Und auch Malwine ſah von ihrer Näherei auf und
zu dem Vater hin.
Na alſo, was iſt’s denn?
Hm, hm, machte er nur und tat lächelnd ein paar
tiefe Züge aus der Pfeife.
So ſag’s doch ſchon, Vati! Ganz erregt war Elsbeth.
Malwine aber nahm verdroſſen die Arbeit wieder auf
und brummte: Wird wieder was Rechtes ſein!
Meinſt Du? ſagte gemütlich der Alte.
Alſo los, Vati! Sag’s mir!
Nach einem Weilchen antwortete er ganz trocken und
ruhig:
Ich habe einen Mieter für unſer Zimmer.
Augenblicklich ſahen beide Mädchen auf.
Na —? wandte er ſich nun an Malwine.
Die aber fragte kurz: Was iſt er?
Schriftſteller!
Wie intereſſant! jubelte Elsbeth.
Ein bekannter? fragte die ältere weiter.
Nein, ein Anfänger.
Wie alt?
So gegen dreißig.
Etwas ſpäter Anfänger, ſpöttelte Malwine. Woher
kennſt Du ihn denn?
Ich habe ihn heute näher kennen gelernt, erwiderte
er nur — hütete ſich aber, das Nähere darüber zu verraten,
Kann er auch zahlen? examinierte Malwine weiter.
Der Alte nickte lächelnd.
Na, na, ſo ſicher iſt ſo’n Schriftſteller durchaus nicht,
zumal n Anfänger — Du weißt doch, drüben bei
Baſt=
manns iſt neulich auch einer durchgebrannt.
Wieder nickte der Alte. — Er wird ſchon zahlen,
be=
ruhige Dich nur.
Und nur pränumerando, anders nicht!
Gott, Malwine, hab’ Dich doch nicht ſo! eiferte nun
Elsbeth dagegen.
Du, halt’ den Mund, ja! Du machſt Dir keine Sorgen,
wenn’s Geld nicht reicht! Ich muß für alles aufkommen!
Aber, Malwine! begütigte der Alte.
Na ja, es iſt doch wahr! Was verſteht denn ſon
Kiek=
in=die=Welt vom Haushalt!
Aber, Mädel, wir ſind doch nicht aufs Vermieten
an=
gewieſen!
Einerlei! Umſonſt tu’ ich’s nicht! Und wenn wir uns
ein bißchen was ſparen, kann es uns auch nicht ſchaden.
Alſo gut, warten wir’s ab, ſchlichtete er den Streit.
Dann bat Elsbeth: Iſt er nett, Vati?
Er nickte ſchmunzelnd.
Und auch hübſch?
Auch, jawohl.
Gott, wie intereſſant! — Fröhlich klatſchte die Kleine
in die Hände.
(Fortſetzung folgt.)
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Nummer 57
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Seite 11.
Die Fuhrleiſtungen
nd die Ausführung an
landwirtſchaft=
chen Arbeiten für die ſtädtiſche
Güter=
erwaltung in der Zeit vom 1. April 1910
is dahin 1913 ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
egen im Stadthaus, Rheinſtraße 18,
Zim=
r Nr. 39, während der Dienſtſtunden
ur Einſicht offen. Auch werden dort die
ingebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Freitag, den 11. Ifd. Mts.,
vormittags 10 Uhr,
ei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 5. März 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger. (5179md
Bekanntmachung.
Die Anlieferung von Steinzeugwaren
ir den Kanalbau ſoll verdungen werden.
Die Lieferungsbedingungen liegen bei
em Tiefbauamt, Zimmer Nr. 7, während
r Dienſtſtunden zur Einſicht offen. Auch
erden dort die Angebotſcheine abgegeben.
Die Verſendung der Angebote nach
ußerhalb findet nicht ſtatt.
Angebote ſind bis
Dienstag, den 15. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 8. März 1910.
Tiefbauamt.
(5230md
Keller.
Bekanntmachung.
Nach den für Abgabe von Waſſer aus
em Waſſerwerk beſtehenden Satzungen
erden als Groß=Abnehmer angeſehen
ejenigen Induſtriellen, Gewerbetreibenden
nd Grundſtückbeſitzer, welche pro Jahr
tehr als 1000 Kubikmeter Waſſer
ver=
rauchen und ſich vor Beginn des
Verwal=
ungsjahres hierzu auf ein Jahr
verpflich=
n. Es iſt hierbei gleichgültig, ob der
Waſſer=
erbrauch an einer Stelle ſtattfindet, oder
der Abnehmer mehrere eigene
Verbrauchs=
ellen beſitzt. Im letzteren Falle wird er
deſſen zum Erſatz der Koſten
herange=
ogen, welche der Stadt durch die
Ausfüh=
ung der weiteren Zuleitung nebſt
Waſſer=
ieſſern uſw. erwachſen ſind.
Diejenigen Waſſer=Abnehmer, welche
ge=
äß dieſer Beſtimmungen im
Verwaltungs=
ihr 1910 auf den Groß=Abnehmerpreis
lnſpruch zu machen gedenken, werden
er=
icht, bindende ſchriftliche Erklärung bis
inde ds. Mts. an die Städtiſche
Waſſer=
verksverwaltung gelangen zu laſſen.
Die ſeitherigen Groß=Abnehmer ſind,
ei weiterer Beanſpruchung des Groß=
Ab=
ahmepreiſes, zur Erneuerung ihrer
Er=
ärung innerhalb gedachten Termins ver=
(4603a
unden.
Denjenigen Abnehmern, welche keine
Er=
ärung abgeben, wird das Waſſer im
Ver=
altungsjahr 1910 zum gewöhnlichen Preis,
eziehungsweiſe zur feſtgeſetzten
Minimal=
ixe berechnet.
Darmſtadt, 1. März 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 6. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
III die dem Ludwig Graulich dahier
zu=
ehende Hofreite:
Nr.
qm
Flur
140 636 Gutenbergſtraße
III
Nr. 52,
unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
erden.
(K58/09
Darmſtadt, den 16. Februar 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(L4097,63
Müller.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 23. März 1910,
vormittags 10 Uhr,
Illen die dem Kaufmann Hermann Diehm
ahier zuſtehenden Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
9891/10 2116 Hofreite
Louiſen=
ſtraße,
I
9971/10 1379 Hofreite daſelbſt,
i unſerem Bureau, Grafenſtraße 30,
zwangs=
deiſe verſteigert werden.
K3/10
Darmſtadt, den 4. Februar 1910.
broßherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L3159,62
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 23. März 1910,
vormittags 10 Uhr,
III die dem Karl Friedrich Geyer und deſſen
tindern dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur
Nr. qm
VIII 469/100 317 Hofreite
Landskron=
ſtraße Nr. 43,
unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
raße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
ird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht
ein=
elegt wird und andere rechtliche
Hinder=
iſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 2. Februar 1910.
Großherzogl. Ortsgericht Darmſtadt II.
Beſſungen).
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3 Waſſerſteine, 113 auf 50 cm, ſowie
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Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 braunes Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſilbernes Armband, gedreht,
mit Eichel als Anhänger. 1 goldener Ring mit hellen und blauen Steinen. 1 goldener
Siegelring mit rotem Stein. 1 Pferde=Haarſchneidemaſchine. 1 goldener Ring mit
hellem Opal und 2 Steinchen. 1 Halskette mit Herzchen. 1 Nickel=Uhr mit Kette.
goldener Ring mit rotſchimmerndem Stein. 1 Dienſtbuch, auf den Namen Anna
Wehner lautend. 1 doppelte Korallen=Halskette. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit 1 Brief
(Quittung). 1 breiter brauner Haarpfeil. 1 goldgeflochtener Damengürtel mit gelber
Schnalle. 1 kleines braunes Portemönnaie mit 9 Pfennigen, 1 Ring und 1 Schlüſſel.
2 Kaſſenſchlüſſel (zuſammengebunden). 1 Revolver mit 6 Patronen. 3 kleine Schlüſſel
an einem Ring. 1 Paar glanzlederne Herren=Halbſchuhe. 1 Notenrolle. 1 Dienſtbuch,
auf den Namen Margarethe Büchner lautend. 1 Roſenkranz. 1 Päckchen Bett= und
Bluſenſtoff. 1 Paar braune Herren=Handſchuhe. 1 graue Kinder=Pelzmütze, 1 weißes
Taſchentuch, gez. F.
Verloren: 1 Gummireif von einem Kinderwagen. 1 Granit=Broſche mit
Gold=
faſſung in Schleifeform. 1 grauer Damen=Glacéhandſchuh. 1 Double=Broſche mit
3 ſchwarzen Steinen. 1 braunes Portemonnaie mit 180—185 Mk. Inhalt (1
Hundert=
markſchein und 80 Mk. in Gold). 1 goldener Ring mit 1 roten und 2 weißen Steinen.
ſchwarzes Portemonnaie mit einigen Nickeln. 1 goldener Manſchettenknopf mit
einem ſchwarzen Ring. 1 Damen=Goldgürtel und 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand,
im Rückdeckel der Name Lamſefsky eingraviert. 1 braunes Schildkröt=Portemonnaie
mit einem Hundertmarkſchein und 5,40 Mk. Kleingeld. 1 Zehnmarkſtück. 1 Notizbuch
mit Geſchäftspapieren nebſt Reiſe=Legitimationskarte, auf den Namen Wilh. Schnabel
lautend. 1 goldenes, feingliedriges Ketten=Armband mit lila Amethyſt in ovaler
Faſſung. 1 Monatsfahrkarte 3. Klaſſe Buchſchlag-Frankfurt. 1 weiße Rodel=Mütze.
1 rotledernes Portemonnaie mit 25—26 Mk. Inhalt. 1 Paar weiße Knaben=Turnſchuhe.
1 ſchwarzer Herren=Regenſchirm mit dunkelgrunem gebogenen Griff. 1 ſchwarzes
Porte=
monnaie mit etwa 7 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche mit Hornbildnis. 1 ſilberne
Damen=Uhr mit Goldrand. 1 dunkelgrüner Damen=Regenſchirm mit Naturgriff und
lila Borde. 1 kleines braunes Portemonnaie mit 11 Mk. Inhalt. 1 farbiger Ridikül.
1 kleiner ſilberner Zylinder an eine Uhrkette. 1 ſchwarzer Samtbeutel mit 2
Porte=
monnaies und etwa 3 Mk. Inhalt. 1 goldener Trauring, gez. E. H. oder E. W. 1873
1883. 1 Poſt=Einzahlungsbuch, auf den Namem Wilh. Gelfius lautend. 1 Buch
(Ruſſel, die weiße Brigg). 1 goldene Brille mit Futteral. 1 Reiſepaß, auf den Namen
Goldberg lautend. 1 rotes Portemonnaie mit 25 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzes
Porte=
monnaie mit 2,50 Mk. Inhalt. 1 ſilbernes Ketten=Armband. 1 grünledernes Damen=
Portemonnaie mit etwa 7 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzer Damengürtel mit ſchw. Schnalle.
blauer Stehbund mit Umſchlägen. 1 dunkelblaues Umhängetuch mit roten Karos.
1 Theater=Abonnementskarte (2. Rang, Nr. 29). 1 ſchwarzer Herren=Schirm mit ſchw.
gebogenen Griff. 1 brauner Damen=Regenſchirm. 1 mattgoldenes Bröſchchen mit
hellem Steinchen. 1 brauner Herren=Handſchuh mit hellgelbem Futter. 1 gefütterter
ſilbernes Glieder=Armband mit Anhanger und Frauenkopf darauf.
gelber Handſchuh.
Entlaufen: 1 ſchwarze Katze (vor 2 Monaten, 20 Mk. Belohnung dem
Wieder=
bringer). 1 ſchwarzer Dachshund. 1 ſchwarze Katze mit weißer Bruſt und Schnauze.
Entflogen: 1 blaugeherzte Kröpfertaube.
(5176
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr „nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 10. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend
gegen Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
2 Pferde, 60 Zentner Heu, 5 Sack Mehl, eine große Partie Kohlen,
1 Brotwagen mit Zubehör, 10 Ballen Hemdentuch, 33 ¼ und ½ Flaſchen
Kognak und Likör, 30 Büchſen Kindermehl, 27 Päckchen Tee, 50 Pfund Wolle,
10 geſtrickte Herrenweſten, 30 Normalhemden, 30 Normalunterhoſen, 1 Hund,
Bett, 2 Diwans, 3 Sofas, 1 Schreibſekretär, 2 Schreibtiſche, 1 Rollbureau,
Spiegelſchrank, 1 Kredenzſchrank, 2 Glasſchränke, 2 Kleiderſchränke, 3 Vertikos,
2 Kommoden, 1 Nähmaſchine, 1 Fahrrad, 1 Regulator, 1 Grammophon,
1 Tafelwage, 2 Rollen Zeichenpapier, 2 Waſchkommoden, 3 Rohrſeſſel, 2
Gas=
lüſter, 1 Pferdegeſchirr, 1 Büchergeſtell, Tiſche, Stühle, Bilder, Spiegel u. a. m.
Darmſtadt, den 8. März 1910.
(5279
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 9. März 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe)
verſchiedene Möbel, darunter Diwans, Sekretäre, Vertiko, Schreibtiſche,
Kleiderſchränke, Spiegel, Tiſche, Stühle, Pianinos, ſowie 1 Kaſſenſchrank,
Eis=
ſchrank, Dezimalwage, Ladentheke, Ladenregale, ferner 1 Partie Serge und
Drell, 100 Bilderleiſten, 70 Kunſtblätter, 8000 Anſichtskarten, Geſchäftsbücher
Fahrräder, 17 Bände Brockhaus Lexikon, 6 Herrenanzüge und ca. 8000 Zigarren
zwangsweiſe verſteigert.
(5255
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
Holzverſteigerung.
Donnerstag, den 10. März d. J., vormittags 9 Uhr anfangend, werden im
Nieder=Ramſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Steig, Wachholderberg, Klosberg und
Schillertanne, an Ort und Stelle verſteigert:
3 Eichen=Stämme von 18—31 cm Durchmeſſer und 6 m Länge,
136 rm Buchen=Scheiter,
102 rm Buchen=Knüppel,
57 „
Stöcke,
12 „ Kiefern=Knüppel,
„
2900
Wellen.
4 „ Eichen=Knüppel.
Die Zuſammenkunft iſt am Bonstal am Eingang des Waldes.
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Seite 12,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910=
Nummer 57.
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beſucht hat und ſich in praktiſcher Arbeit
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*5771ms) Junges Mädchen, welches ſich
jeder Hausarbeit unterzieht, ſucht bis
1. April Stellung als Stütze der
Haus=
frau, am liebſten wo es noch in einem
Geſchäfte mit tätig ſein könnte. Näheres
in der Expedition ds. Bl.
*5791) Jung., ſaub. Frau geht halb. Tage
waſchen n. putzen Lagerhausſtr. 32, II. r.
*5793) Ein anſtändiges Mädchen vom
Lande ſucht bei ält. Herrſchaft oder Dame
Stellung. Offert. u. T 86 an die Exped.
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Laufdienſt Darmſtraße 27, Seitenbau.
5848) Junge Frau ſucht hlbe. Tage waſch.
u. putzen Große Kaplaneigaſſe 31.
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Arb. unterz., ſucht Stelle z. Führ. d. Haush.
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5832) 21jährig. Mädchen ſucht Stelle
Schießhausſtraße 64.
*5813) Tüchtiges Mädchen, mit guten
Zeugniſſen, beſtens empfohlen, ſucht Stelle
in beſſerem Haushalt. Näh. Lauteſchläger=
*5901) Mehrere Alleinmädchen, welche
kochen und nicht kochen, ſuchen Stellen in
*5895) Frau geht waſchen und flicken Privat=u. Geſchäftshäuſern. Stellenbureau
Frau Dingeldein, Schützenſtr. 10½ Tel. 531.
5801) Reinliche Frau ſucht Laufdienſt
Fuhrmannſtr. 2 im Seitenbau 1. St.
5882md) Schulentlaſſ. Mädchen ſucht
Lehrſtelle für Verkauf und Kontor. Näh.
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5257mdk) Junger Gärtnergehilfe, ſowie
Handelsgärtner, Hügelſtraße 75.
B5008) Für einen jungen Mann mit
unter § 97 an die Expedition.
5778) Für einen jungen Mann mit
einjährig freiw. Zeugnis eine Lehrſtelle
Stellenbureau Lisette Ackermann auf dem Bureau eines hieſig, erſtkl. Hauſes
geſucht. Offert. unt. T 76 an die Exped.
Junger Kaufmann
welcher 1. April ſeine Lehrzeit in einem
größeren Kolonialwaren= u. Kaffee=Engros=
Geſchäft beendet, ſucht Stellung als Kontoriſt
oder auf Bureau, la Zeugnis. Gefl. Off.
u. R 80 an die Exp. ds. Bl. (4667msm
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gegen ſofortige Vergütung geſucht (5283
Alfred Fraenkel
Schulſtraße 5.
Lehrmädchen,
welches das feinere Putzfach erlernen will,
wird angenommen
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Ernſt=Ludwigſtraße 5, I.
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friſieren kann, bei hohem Lohn nach
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mit guten Zeugniſſen geſucht
Heidenreichſtraße 37, 3. Stock.
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für leichte Hausarbeit, kann dabei das
Kleidermachen gründlich erlernen. Zu
er=
fragen in der Expedition ds. Bl. (*5613om
5435sim) Tücht., einf. Mädchen in kl.
Haush. p. 1. April geſ. Zu ſprech. vorm. bis
4 Uhr nachm. Viktoriaſtr. 47, part.
zum 1. Apri
reinliches, zuverläſſiges Mädchen, das
Liebe zu Kindern hat und kochen kann,
geſucht. Vorzuſtellen zwiſchen 10—12 Uhr
und nachm. von 3—6 Uhr
*5678im)
Gutenbergſtraße 59, III.
5740im) Fleißiges, nettes Alleinmädchen
geſucht (nicht kochen) per 1. April. Näheres
in der Expedition ds. Bl.
(15 Jahre) zu kleinem Kind vor
Mädchell 2—6 Uhr geſucht. Auskunſt
(*5745im
Riedeſelſtraße 68, I.
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in kleinen feinen Haushalt (keine Kinder) z.
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1. April nach Jugenheim geſ. Peinliche
Sauber=
ruchtige Verkäuferin reit, flinkes, ſelbſtändiges Arbeiten,
Solidi=
perfekt im Abſtecken von Konfektions, ge=tät Bedingung. Kochen erwünſcht. Muß
wandt im Umgang mit feinſter Kundſchaft,ſchon in gutem Haushalt gedient haben.
zum alsbaldigen Eintritt geſucht. (5238mds Angenehme Stellung. Gefl. Offert. unter
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Schneiderin Haus geſucht
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Kahlertſtraße 38, part.
5835mt) Arbeiterinnen für Konfektion
geſucht Pallaswieſenſtraße 40, I. Stock.
534sm) Geſucht für 1. April braves
fleißiges Mädchen, das einfach kochen kann
zu Beamtenfamilie (3 Perſonen) in
Land=
ſtädch. im Odenw. Näh. Gervinusſtr. 59, p.
5780) Geſucht auf 1. April von zwei
älteren Leuten junges, braves Mädchen,
das ſchon gedient hat. Gute Zeugniſſe
Stiftſtraße 73, I.
erforderlich
*5765) Sauberes, braves Mädchen für
tagsüber ſofort geſucht. Vormitt. ganz u.
nachmitt. einig. Std. Kaſinoſtraße 21, I.
*5762s0) Schulmädchen zum Kinderaus=
Eckhardtſtraße 5, II.
fahren geſucht
5790) Laufmädchen für zwei Stunden
vormittags geſucht
Ireneſtraße 4, II. an der Frankfurterſtr.
*5798), Ein ehrliches, ſauberes Mädchen
für leichte Hausarbeit morgens geſucht
Karlſtraße 28, II., Schäfer.
*5821) Braves, ehrliches Mädchen für
alle Hausarbeit tagsüber geſucht
Hochſtraße 26, 1. Stock.
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in ein Kurhotel nach Münſter a. St.
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Nummer 5
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
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welches ſchon bei Kindern war, vom
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ſaubere und flinke Arbeiterin, für Küche u.
Hausarbeit in kleinen feinen Haushalt,
keine Kinder, zum 1. April geſucht.
Die=
ſelbe muß längere Zeit in gutem Haushalt
gedient haben. Näheres in der Exped.
5847) Ein anſtändiges Mädchen, welch
alle Hausarbeit verſteht und Liebe zu
Kindern hat, bis 15. März geſucht.
Spül=
frau vorhanden. Jacobi, Schulſtr. 3, I.
35i) Braves Mädchen per 1. April
geſucht Viktoriaſtraße 64, 1. Stock.
Gesucht ein junges Mädchen
von ordentlichen Eltern für einige Stunden
Hausarbeit. Näheres in der Expedition
dieſes Blattes.
(*5859
Ein zuverläſſiges Mädchen
für kleinen Haushalt (1 Kind) geſucht. Etwas
Nähen erwünſcht, doch nicht unbedingt
nötig Moosbergſtraße 30, II.
(*5860
Ein junges, kräftiges Alleinmädchen für
ſofort geſucht. Sehr gut kochen
er=
wünſcht. Vorzuſtellen vormittags 8—10
nachmittags 1—3 Uhr.
(*5880
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das etwas kochen kann, in einfachen
bürgerlichen Haushalt (event. zur
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1. April geſucht Ernſt=Ludwigſtraße 10, II.
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Haus=
mädchen, Alleinmädchen, welche kochen
und nicht kochen, in Herrſchafts=, Privat=
und Geſchäftshäuſern. Stellenbureau Frau
Dingeldein, Schützenſtr. 10½, Telephon 531.
Braves Mädchen
das kochen kann, geſucht
(5211md
Kahlertſtraße 24.
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Kinde tagsüber geſucht
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Arnulf, Herzog d. Bayern Hr. Klotz
Burchard, Herzog der
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dolfs von Sachſen . . . Fr. Scherbarth
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Friedrich
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Frl. Reick
Hr. Schneider
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Hr. Hönel
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Osdach, Grenzgraf
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Hateburg, Osdachs Frau Frl. Oſter
Hr. Holler
Anſik 1 Osdachs Knechte Hr. Schwarze
Hoger
Häuptlinge d. Hr. Jürgas
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Mundiöch, Hunnen
Foldack, Hauptmann der
Hr. Bohne
Keuſchberger Räuber .
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Keuſchberger.
Erſter
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3½
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3
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92,50
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do. Goldrente . . 100,10
do, einheitl. Rente —
3 Portug. unif. Serie I 65,80
do. unif. Ser. III 66,30
do.
Spezial . 12,50
5 Rumänier v. 1903 . . 102,10
do.
p. 1890 . . 94,50
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v. 1905 . . 91,50
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
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Ruſſen v. 1902 . . . . 91,30
4½ do. p. 1905 . . . . 100,30
3½ Schweden . . . . . . . 93,70
4 Serbier amort. v. 1895 —
4 Türk. Admin. v. 1903 88,40
do. unifiz. v. 1903. 94,70
4 Ungar. Goldrente ..
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5 Argentinier . . . . . . 101,00
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4
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5 Chineſ. Staatsanleihe 102,90
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Gelſenkirchen . . . . . . . 215,00
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Phönix, Vergb. u.
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Obligationen.
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4 Pfälzer Prt. . . . . . 101,00
3½
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5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,50
do.
99,30
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5 Oeſterr. Südbahn . . 102,80
do.
85,
do.
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Berliner Handelsgeſ. 181,10
Darmſtädter Bank . . 137,00
Deutſche Bank . . . . 258,50
4 Deutſche Vereinsbank 128,50
4 Diskonto=Geſellſchaft 197,00
4 Dresdner Bank . . . . 166,00
Mitteldeut. Kreditbk. 120,70
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 128,50
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,40
147,00
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4 Rhein. Kredit=Bank . 137,50
4 Wiener Bank=Verein 141,50
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . . . 92,50
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91,50
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3½
Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,60
Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
3
91,50
4 Rhein. Hypoth.=Banl
(unk. 1917) 100,20
3½
do. (unk. 1914) 91,60
Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
do,
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Darmſtadt . . . . . . 100,80
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92,00
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(B4415
Montag, den 14. Mirz 1910, abends 7 Uhr,
Sechstes Konzert
mit verstärktem Orchester
im Grossherzoglichen Hoftheater
zum Beſten des Witwen= und Waiſenfonds der Großh. Hofmuſik
und unter Mitwirkung der
Konzertſängerin Fräulein Maria Philippi aus Baſel.
R. Wagner. 14. Fünf Lieder mit Klavier F. Schubert.
1. Eine Fauſt=Ouvertüre
L. v. Beethoven.
2. Zwei Geſänge mit Orcheſter H. Berlioz. 15. A-dur=Sinfonie
3. Till Eulenſpiegel f. Orcheſter R. Strauß.
Das Orcheſter iſt durch Künſtler aus Mainz, Wiesbaden und von hier auf
70 Mitwirkende verſtärkt.
Der Flügel von Grotrian-Steinweg Nachfolger iſt aus dem Lager der
Firma A. W. Zimmermann (Marienplatz) hier.
Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr.
Karten zur Hauptprobe à Mk. 1.50 an der Hoftheater=Tageskaſſe 9½—10½ Uhr
und im Vorverkauf in der Muſikalienhandlung L. Schutter, Eliſabethenſtraße 18
NB. In dieſer Hauptprobe werden alle Nummern des Programms zu Gehör
(5184ms
gebracht.
Sierlost i Chaussechaus.
Von Donnerstag, den 10. März bis einschl. Sonntag, den 13. März:
Großseb Blerlobt Hach Mlanchner Mrt.
Zum Ausschank gelangt das beliebte Münchner Doppel-
Spaten aus der Brauerei Gabriel Sedlmayr.
27
Täglich Großes Konzert einer Abteilung der Kapelle
:: des Großh. Hess. Artillerie-Regiments Nr. 61. .3
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Es ladet höflichst ein
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Jean Wenz.
3
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südliche Frühlingspracht e die herrlichen Reize Geiner Fahrt Gauf dem schönen
blauen Mittelmeere u. sieht die landschaftlich 6 völkerkundlich u. historisch
hervorragendsten Stätten von Frankreich Spanien Nordafrika
Griechenland und Italien wie: Marseille Barcelona Palma Algier 6
Blida Tunis, Carthago 6 Palermo Messina Taormina Malta Pfräus
Athen Corfu 6 Cattaro, Venedig Rom, Neapel Capri und Montecarlo. 6
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ſamen Intereſſen zu wahren und ſucht beſonders die Laſten, welche auf dem Hausbeſitz
ruhen, zu verringern. Die Mitglieder genießen bei Verſicherungen uſw. hohen Rabatt.
Nach Vereinbarung mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Bopp erteilt derſelbe Rechtsrat.
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Wienersſtraße 47, parterre.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 9. März 1910.
Kleine Ausgaben, großer Erfolg!
Berlin, N. 31, Uſedom=Str. 3, 12. Auguſt 1909.
Ich litt an Blutarmut u. Nervoſität u. fühlte mich ſtets
matt und abgeſpannt. Auf Empfehlung nahm ich daher
mal einige Zeit „Bioſon” u. zwar verbrauchte ich innerhalb
8 Wochen 4 Pakete. Sehr bald beſſerte ſich mein
Allgemein=
befinden und ich fühlte, wie ich ſtetig ſowohl körperlich wie
geiſtig kräftiger wurde. Während dieſer Zeit habe ich
6 Pfund zugenommen. Kurz, ich war mit „Bioſon” ſehr
zufrieden u. finde es wirklich angebracht zu ſagen: „Kleine
Ausgaben, großer Erfolg!” Ich kann daher allen Blutarmen
u. Nervöſen das gute Getränk ſehr empfehlen. Hochachtend
Frau P. Fleiſchmann. Unterſchrift beglaubigt: Dr.
Engel, Vertreter des Notars Juſtizrat Arthur Heyer.
„Bioſon” iſt das beſte und billigſte Kräftigungsmittel.
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Paket 3 Mk. in Apotheken und Drogerien.
Großherzogliche Hofbibliothek.
Neue Erwerbungen, vom 7. März 1910
an auf 14 Tage im Leſeſaale zur Anſicht auf=
Archives de la France Monastique, 1—8, Revue
Mabillon, 1—4; Bellermann, Schillers Dramen;
Neue Beſchreibung d. Kgr. Württ. nach Oberämt.,
7: Urach; Schleſ. Münzgeſch. i. M. A., Ergbd. hs. v. F.
Friedensburg, Nichtſtaatl. Archive, 1: Grünberg u.
Freyſtadt, hs. v. K. Wutke, Breslauer Schulweſ. v. d.
Reform., hs. v. G. Bauch; Froitzheim, J.,
Auto=
biogr. d. K. Chriſt. Gambs. Anh. Frieder. v. Seſenheim;
Gemäldegall. d. Kaiſ. Fried. Muſeum, bearb. v.
Hans Poſſe, 1: Roman. Länder; Schröder, C.,
Mecklenburg u. d. Mecklenb. i. d. ſchön. Lit.; Goethe
Werke, 4. Abt. Briefe 44: März-Sept. 1828, Apr.—Okto.
1830, Nov. 30.—Jun. 31.; Bolley, Handb. d. chem.
Technol. N. F., Lunge, G., Soda=Induſtrie;
Han=
delsgeſetze d. Erdballs, 4. Süd=Amerika, 2. Argent.,
Uruguay, Paraguay, Chile, 8. Süd=Europa, 2. Bulgarien,
Griechenl., Montenegro, Serbien, Türkei, 9. Oſt=Europa,
Rußland, Polen, Finnl.; Hastings, J., Eneyel. of
Rel. and Ethies 2. Arthur-Bunyan.; Ziegler, Th.,
geiſt. u. ſoz. Ström.; Keßler, A., Unſer Regiment,
Geſch. d. Leib=Drag.=Reg. 24; D. Kunſtdenkm. d.
Kgr. Bcyern 2, 7. Neumarkt v. F. H. Hofmann u.
F. Mader; Bez. Melk, bearb. v. H. Tietze;
Lamprecht, K., Dtſch. Geſch. 11. 12: Neueſte Zeit 4,
1. 2. Anh. Reg.; Mazzini, G. Scritti 6. Imola 09;
Gräfe, F., Jan Sanders van Hemeſſen, Lpz. 09;
Unterrichtsweſ. v. Meckl., hs. v. H. Schnell, 2. 3.;
Morſch, H., D. Höh. Lehramt i. Dtſchl. u. Oſterr.
2. Afl.; Preisſchriften d. Jablon. Geſellſch., 38:
Poland, Frz., Geſch. d. griech. Vereinsweſ.;
Prez=
zolini, G., Weſ. Geſch. u. Ziele d. Modernism.;
Quellen u. Darſt. a. d. Geſch. d. Reformationsjahrh.,
hs. v. G. Berbig, 7: Briefw. H. v. Einſiedel m.
Luther u. A. v. Fr. Albert, 8: Lepp, Fr., Schlagwört.
d. Reform. Zeitalt., 9: Bugenhagen, J.,
Katechis=
mus Pred. 1525 u. 1532, hs. v. G. Buchwald, 10:
Neukirch, A., D. niederſächſ. Kreis bis 1542:
Gallerie v. Teutſch. Schauſpiel., hs. v. R. M.
Werner; Clemens Alex. 3., hs. v. O. Stählin;
Seilacher, C., Schillers Heimatzeit; Knetſch, D.
Verfaſſ. i. Kurſtaat Trier; 96: Krakenberger, W.,
Kaſſ. u. Zahl. Weſen i. Kgr. Bayern, 97: Held, M.,
Arbeitsverhältn. i. Nürnb. Handwerk; Allg. Ver. f. D.
Lit. Grothe, H., Wander. i. Perſien; Weſtermarck,
E., Urſpr. u. Entwickel. d. Moralbegriffe, 1. 2.; Die
Wiſſenſchaft, 32: Jeſionek, A., Lichtbiologie;
Zentralblatt f. Kunſtwiſſ. Lit. u. Bibliogr. 1.
Außerdem die neueſten gebundenen Bände
wiſſenſchaftlicher Zeitſchriften.
Sämtlich vom 21. März 1910 anverleihbar.
Vermiſchtes.
C. K. Die Zigarre als Seelenkünder. Zu den
ſcharf=
ſinnigen Beobachtern, die den Charakter eines Menſchen
an ſcheinbar belangloſen Aeußerlichkeiten erkennen
wol=
len, geſellt ſich jetzt ein origineller Engländer mit der
Be=
hauptung, die ſicherſte Art, den Charakter eines Mannes
zu erkennen, ſei die Art, wie er ſeine Zigarre hält. In
einer engliſchen Wochenſchrift erläutert er ſeine ſeltſame
Methode der Charakteranalyſe. Der Mann z. B., der bei
leicht abwärts gekrümmter Hand die Zigarre zwiſchen
Daumen, der Spitze des Zeigefingers und dem
Mittel=
finger hält, iſt ein nachdenklicher, überlegender Charakter
Ruhige Gelaſſenheit iſt ihm eigen, ſeine Pläne reifen
langſam, aber ſicher und ſeine Ehrenhaftigkeit iſt über
je=
den Zweifel erhaben. Wer dagegen ſeine Zigarre in
auf=
recht geſtellter Hand zwiſchen geſtrecktem Zeige= und
Mit=
telfinger hält, etwa ſo, daß die Spitze des Daumens das
Mundſtück der Zigarre berührt, iſt ein kluger, ſcharfer
Beobachter und ein guter Zuhörer. Er lebt meiſt in guten
Verhältniſſen und iſt nicht geizig. Es lohnt ſich, ihm zu
lauſchen, er iſt offenherzig, ſeine Worte ſind wohl
ge=
wählt und überzengend, und alles in allem ein
ſympathi=
ſcher, gewinnender Charakter, dem man vertrauen darf
Wer dagegen ſeine Zigarre bei gekrümmten Fingern ſo
zwiſchen dem Zeigefinger und dem Daumen hält, daß der
Daumen faſt geſtreckt über der Zigarre liegt, iſt ein weniger
liebenswürdiger Geſellſchafter; er iſt rechthaberiſch,
beglei=
tet ſeine ſcharfen Argumentationen meiſt mit energiſchen
Geſten und wird leicht ungemütlich, wenn man ihm nicht
zuſtimmt. Dabei betrachtet er alle Aeußerungen anderer
Menſchen mit Mißtrauen und weiſt jedes Intereſſe für
ſeine Geſchäfte oft ſcharf zurück. Dagegen hat er einen
ausgeſprochenen praktiſchen Blick und iſt gewöhnlich ein
ſehr ſchlauer und kluger Geſchäftsmann. Wer dagegen
die Zigarre bequem zwiſchen den Mittelfinger und den
Zeigefinger ſchiebt, ſodaß die Zigarre mit aufwärts
ge=
richtetem Mundſtück nahe an der Fingerwurzel unter dem
gekrümmten Zeigefinger liegt und von der Spitze des
Dau=
mens läſſig berührt wird, iſt ein fröhlicher, herzlicher,
hu=
morvoller Geſelle, aber ein Trotzkopf. Ihm kann nicht
leicht etwas die Laune verderben, aber wenn er wirklich
einmal ärgerlich wird, ſo iſt er ein höchſt ungemütlicher
Partner. Er verträgt wohl einen Scherz und erzählt auch
gerne luſtige Geſchichten, wobei er abweſende Mitmenſchen
mit einer meiſt harmloſen Jronie gutmütig gloſſiert. An
einer locker gehaltenen, läſſig langgeſtreckten Hand, die
die Zigarre mit vorſichtiger Grazie zwiſchen Daumen und
leicht gebogenem Zeigefinger hält, ſodaß die Handfläche
abwärts gerichtet iſt, erkennt man den Gentleman, der
auf Kleidung und Manieren großes Gewicht legt und
ſorg=
fältig darauf achtet, wo er mit dem kleinen Finger
andäch=
tig die Aſche abſtreift. Er iſt zurückhaltend, Frauen
wür=
den ihn entzückend finden, in der Regel iſt er ſchweigſam
und ſpricht wenig. Wer aber die Zigarre in einer faſt zur
Fauſt geballten Hand zwiſchen gekrümmtem Daumen und
Zeigefinger ſo hält, daß das Feuer der Zigarre dem
Rau=
cher zugekehrt iſt und das Mundſtück von der Hand
weg=
ragt, iſt ein einſamer, mißtrauiſcher Mann, der in jedem
Fremden einen Feind wittert. Er liebt das Geld, iſt
aber nicht geizig, wenn es gilt, ſeine Abſichten zu fördern.
Er unternimmt nichts, wo nicht Gewinn winkt kann
bis=
weilen abweiſend bis zur Grobheit werden und pflegt bei
allen Dingen ſofort nach dem Warum und Wozu zu
fragen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm.= und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 2. März: dem Briefträger Ludwig
Schlößmann, Stiftsſtr. 38, e. T. Margar. Anna. Am
26. Febr.: dem Photographen Hugo Pannes,
Lud=
wigsplatz 6, e. T. Helene Johanna. Am 3. März: dem
Schreiner Georg Heckwolf, Rhönring 35, e. T. Elſa
Marie. Am 28. Febr.: dem Proviantamtsarbeiter
Martin Kreſſel, Nieder=Ramſtädter Straße 13, e. S.
Karl. Am 1. März: dem Fuhrmann Guſtav
Rott=
mann, Kaupſtr. 5, e. S. Friedrich Enſtav. Am 28. Febr.:
dem Generglagenten Heinrich Schmitt,
Gutenberg=
ſtraße 10, e. T. Anna Maria Helene. Am 4. März:
dem Briefträger Ludwig Orth, Pallaswieſenſtr. 23,
e. S. Johann Jakob. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm
Göckel, Luiſenſtr. 6, e. S. Robert. Am 1.: dem
Fuhr=
unternehmer Karl Vogt, Blumenthalſtr. 41, e. S..
Karl Ludwig. Am 3.: dem Gärtner Johannes Lutz,
Heinheimerſtr. 8, e. T. Katharina. Dem
Oberpoſt=
ſchaffner Jakob Schmidt, Gräfenhäuſerweg 33¼10,
e. T. Maria Chriſtine. Am 6.: dem Taglöhner Adam
Dölp, Kirchſtr. 10, e. T. Erna Käthe. Am 2.: dem
Stationsſchaffner Heinrich Laumann, Griesheimer
Weg 3, c. T. Margar. Dem Bahnarbeiter Robert
Mürker, Feldbergſtr. 17, e. T. Berta.
Aufgebotene. Am 3. März: Kaufmann Nikolaus
Korbus, Fuhrmannſtr. 14, mit Margar. Chriſtina=
Hümpfner, Rene Ireneſtr. 64. Schloſſer Georg
Hein=
rich Schmidt, Blumenthalſtr. 62, mit Helene
Lau=
tenſchläger, Lagerhausſtr. 28. Am 4.: Tapezier
Johan=
nes Hermann Erich Rohde, Frankfurter Straße 120,
mit Marie Feſel, ebendaſelbſt. Am 5.: Zivilingenieur
Friedrich Ludwig Hill, Frankfurt a. M., mit Frieda
Luiſe de Bary, Gervinusſtr. 59. Apothekenbeſitzer
Guſtav Oskar Theodor Fuchs, Berlin, mit Maria
Aung Katharina Siedersleben, Deſſau. Am 7.:
Eiſenbahngehilſe Guſtav Held, Pallaswieſenſtr. 7,
mit Eliſabetha Karoline Stahl, Bickenbach.
Kauf=
mann Alexander Friedrich Robert Klein, Limburg
a. d. L., mit Maria Katharina Neiter,
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ſtraße 15. Kaufmann Benno Koßmann, Köln, mit
Erna Strauß, Mathildenplatz 9. Kaufmann Jakob
Steiner, Neckarſtr. 26, mit Maria Helene Wilhelmine
Kandry, Frankfurt a. M. Schloſſer Kaſpar Fiſcher,
Feldbergſtr. 17, mit Dienſtbote Julie Babetta Maria
Hirdes, Beſſunger Straße 66. Königl. Preuß.
Regie=
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a. d. R., mit Pauline Berta Henriette Helene Eliſabet)
Walter, Friedrichſtr. 14. Kutſcher Georg Spuck,
Eliſabethenſtr. 64, mit Dienſtbote Elifabethe Pühler,
Ludwigshöhſtr. 36.
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Rathgeber mit Maria Konnig, beide hier. Schloſſer
Gebhard Buchmüller mit Maria Bruſt, beide hier,
Am 7.: Verlags=Redakteur Georg Jüde, hier, mit
Johanne Mathilde Margar. Griesbach, Leipzig=
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