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173. Jahrgang
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
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ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Aeue Wege in der Schiffahrtsabgaben=Frage.
* Unter dieſer Ueberſchrift veröffentlicht die „Köln.
Ztg.” eine längere Zuſchrift aus Süddeutſchland, der wir
das folgende entnehmen:
Aus den Erklärungen, die in den letzten Tagen in der
adiſchen und in der ſächſiſchen Zweiten
Kam=
ner von Vertretern der Regierungen zu den ſchwebenden
Verhandlungen über die Schiffahrtsabgaben abgegeben
vorden ſind, kann man entnehmen, daß erfolgverſprechende
Verſuche gemacht werden, den Gegenſatz zwiſchen
inzelnen Bundesſtaaten, der ſich bei den
Ver=
ſandlungen im Bundesratsausſchuß gezeigt hat,
auszu=
leichen. Eine auch mit Opfern erkaufte Einigung der
Zundesſtaaten wäre nicht nur im Intereſſe der guten
Be=
iehungen der Einzelſtaaten untereinander und eines
un=
eſchwächten Reichsgedankens freudig zu begrüßen, ſondern
vürde auch die Verhandlungen mit den nichtdeutſchen, an
en Schiffahrtsabgaben intereſſierten Staaten erleichtern.
Um zu dieſem Ende und zu dieſem Erfolge zu
gelan=
en, hat Preußen es an Zugeſtändniſſen und an
Nach=
jebigkeit in den Verhandlungen mit den widerſtrebenden
Staaten nicht fehlen laſſen. Es iſt Sachſen, Baden und
deſſen nicht nur nach der wirtſchaftlichen Seite
entgegenge=
ommen, ſondern hat auch die mehr prinzipiellen Bedenken
egen den Geſetzentwurf bedeutend gemildert. Man hatte
n Süddeutſchland beſonderen Anſtoß an der Beſtimmung
es Entwurfes genommen, die dem Bundesrat gegenüber
en Einzelſtaaten weiteſtgehende Befugniſſe bei der
Bil=
ung und Zuſammenſetzung der Zweckverbände geben
vollte. Die bekannte Denkſchrift der badiſchen und der
ächſiſchen Regierung hat gerade gegen dieſe Abſicht „die
chwerſtwiegenden Bedenken” geäußert. Man war nun in
en letzten Verhandlungen beſtrebt, wegen dieſer Bedenken
ine neue Beſtimmung in Ausſicht zu nehmen, die die
Kla=
en ausräumt, aber doch das Zuſtandekommen der
unbe=
ingt notwendigen Zweckverbände nicht gefährdet. Man
vill den Stein des Anſtoßes dadurch beſeitigen, daß man
as Ermeſſen des Bundesrats bei Bildung und
Zuſtande=
ommen der Zweckverbände ausſchaltet. Der
Zwangsbei=
eitt von Uferſtaaten wird aufgehoben; die Uferſtaaten
bil=
en eo ipso den Zweckverband der nach
genoſſenſchaft=
ichen Grundſätzen, alſo ohne Mittun des Bundesrats,
ar=
eitet.
Aus der politiſchen Frage iſt heute ſchon eine
verkehrs=
nd wirtſchaftspolitiſche Frage geworden. Auch auf dieſem
Sebiete will man den Staaten, die ſich bisher ablehnend
erhalten haben, weiter entgegenkommen, und man will
hnen eine Reihe von Zugeſtändniſſen anbieten, deren
Ko=
en Norddeutſchland, nicht zuletzt die preußiſchen
Rhein=
ädte tragen müſſen. Die Abſicht der Vorlage war,
Schiff=
ahrtsabgaben nach Maßgabe der Entfernung, alſo
tonnen=
klometriſche Zuſchläge zu erheben. Dagegen erhoben ſich
n Baden und in Sachſen Stimmen, die darin eine
Benach=
eiligung der am Ober= und Mittellauf der Flüſſe liegenden
Staaten ſahen. Die Denkſchrift Badens und Sachſens ſagt
arüber u. a.: „Die Wiedereinführung der Befahrungs:
bgaben würde die Induſtrie an den Unterläufen der
Ströme, die ohnehin durch die Nähe der Seehäfen im Aus=
Uhrverkehr und beim Bezuge von Roh= und. Hilfsſtoffen
us dem Auslande große natürliche Vorzüge genießt, im
Bettbewerbe mit der Induſtrie an den mittleren und
obe=
en Läufen weiter begünſtigen und künſtliche
Verchiebun=
en der Produktions=und Abſatzbedingungen herbeiführen,
ie für ganze Gruppen binnenländiſcher Unternehmungen
verderblich wirken könnten.” Auch darin ſoll Preußen
nach=
geben wollen; es hat den Gedanken reiner
Entfernungs=
arife mit tonnenkilometriſcher Erhebung fallen gelaſſen
ind will Staffeltarifen zuſtimmen. Vorausſetzung für
ine endgültige Zuſtimmung wird wahrſcheinlich ſein, daß
die Ermäßigungen nicht zu weit gehen und die Vorteile
ür die Städte an den Unterläufen, denen doch ohnehin
chon Nachteile gegenüberſtehen, nicht in ihr Gegenteil
ver=
ehren.
Die Zugeſtändniſſe an ſüd= und mitteldeutſche
An=
prüche und Wünſche gehen aber noch weiter. Es iſt an ſich
u begrüßen, daß im Geſetze feſtgelegt werden ſoll, welche
Urbeiten zunächſt aus den Einkünften aus
Schiffahrtsabga=
den geleiſtet werden müſſen. Schon um die notwendige
Rechnung der Ein= und Ausgaben aufzuſtellen und bei
Auf=
tellung der Staffeltarife nicht allzu weitherzig zu ſein,
ſt es nötig, an die großen Pflichten der Verbände zu
erin=
rern, ihre Aufgaben aber auch auf das unbedingt
Notwen=
rige zu beſchränken. Bei dieſer Auswahl der dringendſten
Tufgaben, wie ſie ſich aus den Verhandlungen ergeben
ha=
zen, ſchneidet Oberdeutſchland ſehr gut ab. Außer der
Neckarregulierung bis Heilbronn, die im Intereſſe der
württembergiſchen und auch der badiſchen Schiffahrt liegt,
ind der Weiterführung der Mainkanaliſation, die Bayern
ängſt verſprochen iſt, an der aber auch die übrigen
Ufer=
taaten Anteil haben, ſteht die Schiffbarmachung des
Ober=
heins bis Straßburg, die der Hauptſchritt zur Erfüllung
ses badiſchen Wunſches einer Rheinregulierung bis
Kon=
tanz iſt, und die Vertiefung des Mittelrheins um 50
Zen=
imeter, die den Hafenſtädten Mainz und Mannheim
zu=
gute kommen wird, auf dem Programm. Norddeutſchland
geht vorläufig leer aus. Das ſo lange beſprochene
Pro=
ekt einer Vertiefung des Unterrheins, des
Seeſchiffver=
ehrs bis Köln, das man für ſpruchreif gehalten hat, iſt
sertagt worden. Wie es um die Aufgaben für die Elbe
teht, ob Leipzig ſeine Schiffahrtsſtraße erhält und ob man
die Vertiefung der Elbe für eine dringende Aufgabe hält,
it nicht bekannt. Jedenfalls zeigen ſchon die Pläne für das
Stromgebiet des Rheins, daß Preußen alles zu tun
wil=
lens iſt, was der Befriedigung der „unzufriedenen‟
Bun=
desſtaaten dienen kann.
Die Verhandlungen, die infolge der Abſtimmung im
Bundesrat zwiſchen den Regierungen der Einzelſtaaten
ge=
pflogen worden ſind, werden aber auch manches Ergebnis
haben, das objektiv als Verbeſſerung des Entwurfs
be=
zeichnet werden muß und den Bedenken Rechnung trägt,
die auch grundſätzliche Freunde der Schifahrtsabgaben
bei Veröffentlichung der preußiſchen Pläne äußerten. Der
Vorſchlag, daß für die einzelnen Stromgebiete Kaſſen
ein=
geführt werden ſollen, die nur für das einzelne
Strom=
gebiet nutzbar gemacht werden dürfen, ſcheint geſichert.
Wenn damit dem Wunſche der
Rheinſchiffahrtsintereſſen=
ten entſprochen worden iſt, ſo müſſen ſie eine andere
Be=
ſtimmung, die einen Teil der Unterhaltungskoſten der
Ströme aus den Schiffahrtsabgabenkaſſen beſtritten wiſſen
will, noch ſehr ſcharf auf ihre Annehmbarkeit hin anſehen.
Auf der anderen Seite darf nicht überſehen werden, daß die
preußiſche Regierung die grundſätzlichen Forderungen der
an der Schiffahrt intereſſierten Kreiſe erfüllen wird. Das
gilt beſonders für zwei Punkte. Der Staat verzichtet
dauernd auf die Zurückerſtattung der vielen Millionen, die
er bisher in den Strömen verbaut hat. Die Kaſſen finden
alſo einen ganz reinen Tiſch vor. Die Abgaben ſollen
ſo=
gar nur dann gezahlt werden, wenn die Ströme in
abſeh=
barer Zeit Vorteile daraus ziehen. Von ganz beſonderer
Wichtigkeit ſcheint aber zu ſein, daß die Intereſſenten
be=
ſchließend mitzutun berufen ſein ſollen. Der Entwurf
ent=
hielt nur die blaſſe, die Regierung zu nichts verpflichtende
Beſtimmung: „In der Verwaltung der Zweckverbände iſt
den Schiffahrtsbeteiligten eine Mitwirkung einzuräumen.”
Jetzt will man einen Beirat der Beteiligten bilden, der
be=
ſchließende Stimmen hat und gewiſſermaßen als Reichstag
neben einer Vertretung der Regierungen, einem kleinen
Bundesrat, arbeitet. Die Ausführung beträchtlicher
Arbei=
ten, vor allem die Erhöhung der im Geſetz feſtgelegten
Abgabenſätze, ſind z. B. nur unter Zuſtimmung der beiden
Vertretungen möglich. Die Kammer der Beteiligten für
das Rheinſtromgebiet ſoll 40 bis 50 Mitglieder darunter
wohl die Hälfte preußiſche, haben, die ſich auf Induſtrie,
Handel, Schiffahrt und Landwirtſchaft verteilen. Gegen
die Vertretung der Landwirtſchaft wird man, falls ſie nicht
zu ſtark iſt, wohl keine Einwendungen erheben können.
Mationalliberalismus und Radikalismus.
Man ſchreibt uns: Bei der Nachwahl im
Reichs=
tagswahlkreiſe Mülheim=Wipperfürth iſt,
wie nach dem erſten Wahlgange zahlenmäßig feſtſtand, der
Zentrumskandidat Dr. Marx gewählt worden. Von den
nationalliberalen Wählern hat ſich der größte Teil der
Ab=
ſtimmung enthalten, der Reſt ſcheint für den
ſozialdemo=
kratiſchen Kandidaten geſtimmt zu haben. Die
national=
liberale Wahlenthaltung wäre vermutlich noch weit größer
geweſen, wenn die örtliche Parteileitung die Wahlparole
ausgegeben hätte, die angeſichts des ſicheren
Zentrums=
ſieges als ſelbſtverſtändlich erſcheinen mußte: ſich der
Ab=
ſtimmung zu enthalten. Da dieſe Parole nicht ausgegeben
wurde, hat ſich der Nationalliberalismus jenes Kreiſes,
wie aus der Zentrumspreſſe einerſeits, aus dem radikalen
„Berliner Tageblatt” andererſeits hervorgeht, zwiſchen
zwei Stühle geſetzt. Vorgänge von der Art der Mülheimer
Stichwahl können aber für den Nationalliberalismus, da
ſie nach links nicht nützen, nach rechts über die
Zentrums=
kreiſe hinaus ſchädigen, je länger je abträglicher werden.
Die ganz überwiegende Mehrheit der nationalliberalen
Wähler will von dem Spiel mit dem Radikalismus, in
dem manche Jungliberale ſich gefallen, nichts wiſſen. Sind
dafür in erſter Linie grundſätzliche Erwägungen
maß=
gebend, ſo kommt die taktiſche Rückſicht auf die
rechts=
ſtehenden bürgerlichen Parteien hinzu, deren Unterſtützung
gegen die Sozialdemokratie in einer Reihe von Wahlkreiſen
nicht entbehrt werden kann. Die Tatſache, daß das
Zen=
trum ſehr häufig ſozialdemokratiſche Wahlſiege hat
herbei=
führen helfen, ohne ſich dadurch als bürgerliche Partei in
den Augen der Rechtsparteien nennenswert bloßzuſtellen,
darf den Nationalliberalismus nicht darüber täuſchen, daß
er in dieſem Stücke anders beurteilt wird — ſchon wegen
der politiſchen Konkurrenz, die die rechtsſtehenden Parteien
wohl ihm, nicht aber dem Zentrum zu machen vermögen.
Grundſätzlich und taktiſch iſt deshalb auch das
Zuſammen=
gehen der Berlin=Charlottenburger Nationalliberalen mit
dem Freiſinn auf dem Gebiet der
Wahlrechtskund=
gebungen als ein politiſcher Fehler anzuſehen. Das
Ergebnis der Berliner Wahlrechtskundgebung, eine
Reſo=
lution zugunſten des gleichen Wahlrechtes, lehrt
dra=
ſtiſch, wohin ein ſolches Zuſammengehen führt. Gegen
ausdrückliche Parteibeſchlüſſe, gegen das Vorgehen der
nationalliberalen Landtagsfraktion gerichtet, bedeutet die
Berliner Reſolution zugunſten des gleichen Wahlrechts
eine Bloßſtellung des Nationalliberalismus nach rechts und
nach links, da ſie in Gegenwart und mit Zuſtimmung
nationalliberaler Referenten gefaßt wurde. Auch dieſes
Spiel mit dem Radikalismus iſt für den Nationallibera=
lismus ebenſo nutzlos wie die Gummersbacher
Stichwahl=
taktik und nicht weniger ſchädlich als dieſe.
Aus dem engliſchen Parlament.
* Die Unſicherheit der politiſchen Lage
in England und die Möglichkeit einer Kriſis hatten
ſchon bei Eröffnung der Sitzung des Unterhauſes am
Montag ein dicht gefülltes Haus geſchaffen, obwohl vorerſt
lediglich formale Fragen zur Entſcheidung ſtanden.
Der Premierminiſter brachte einen Antrag
ein, alle Sitzungen bis zum 24. März ausſchließlich den
Regierungszeſchäften vorzubehalten, und zwar
ſollen ſie vollſtändig dem Budget und den anderen
finan=
ziellen Angelegenherten gewidmet ſein, da das Finanzjahr
mit dem 31. März zu Ende geht. Vier Tage würden dem
Marinebudget gewidmet. Das Haus würde ſich ſodann
vom 24. bis 29. März vertagen. Beim
Wiederzuſammen=
tritt werde die Regierung Vorſchläge über die
Be=
ziehungen zwiſchen den beiden Kammern
machen. Dieſe Vorſchläge würden zunächſt in der Form
von Reſolutionen eingebracht werden, in denen ganz
allge=
mein die Notwendigkeit ausgeſprochen ſein würde, die
Lords von den Finanzangelegenheiten auszuſchließen, und
in denen ferner das Unterhaus zu der Erklärung
aufgeſor=
dert werden ſolle, daß das Veto des Oberhauſes
mit Bezug auf die Geſetzgebung ſo eingeſchränkt werden
müſſe, daß die Vorherrſchaft des Willens des Unterhauſes
innerhalb der Lebensdauer eines und desſelben
Parlamen=
tes als geſichert erſcheine. Premierminiſter Asquith ſchloß:
Es werde klargelegt werden, daß dieſe
Verfaſſungs=
änderungen kein Präjudiz für die endgültige Löſung
der Frage bildeten. Er faſſe für eines der nächſten Jahre
die Schaffung eines Oberhauſes auf
demo=
kratiſcher Grundlage ins Auge. Wenn dieſe
Re=
ſolutionen zur Annahme gelangt ſeien, werde ein
Geſetz=
entwurf vorgelegt werden, der die betreffenden Teile der
Reſolutionen in Kraft ſetze. Um Zeit und Arbeit zu
ſpa=
ren und dieſe Hauptfrage ſo bald als möglich zur
Ent=
ſcheidung zu bringen, würden die vom Unterhauſe
ange=
nommenen Reſolutionen dem Oberhauſe vorgelegt werden.
Ob das Oberhaus den Reſolutionen dann zuſtimme oder
nicht, die Regierung ſehe die Einführung von
Beſtimmun=
gen, die das Unterhaus von dem Veto des Oberhauſes
befreien, nicht nur als die erſte und weſentlichſte
Voraus=
ſetzung für die geſetzgeberiſche Würde und die nutzbringende
Wirkſamkeit des Unterhauſes an, ſondern auch als ihre
eigene, höchſte Pflicht. Im Verfolge dieſer Aufgabe werde
die Regierung alle Maßregeln treffen, die nach der
Ver=
faſſung zuläſſig ſeien, und für ihre erfolgreiche
Durchfüh=
rung ſetze ſie ihre Exiſtenz ein.
Im weiteren Verlaufe der Sitzung erklärte Balfour,
das abgeänderte Programm der
Regie=
rung beweiſe den abſoluten Mangel an folgerichtiger
Staatskunſt. In jedem Satze desſelben trete eine
domi=
nierende Erwägung hervor, nämlich, wie das Kabinett
zuſammengehalten werden könne, ſowie wie die von allen
Seiten drohenden Stürme abgewendet werden können. Er
glaube nicht, daß dies Staatskunſt ſei, aber er leugne
nicht, daß es eine geſchickte parlamentariſche Leitung ſei
und wahrſcheinlich geeignet, alle Gruppen der Koalition
zufriedenzuſtellen. Aber wie ſehr auch die Erklärung des
Premierminiſters geeignet erſcheine, eine Aera des
Frie=
dens für die Regierung zu ſichern, ſie ſei wenig geeignet,
im Lande den Eindruck von der Staatskunſt der Regierung
zu verſtärken.
Redmond ſagte, ſeine Abſicht ſei es nicht, einen
Streit mit den Liberalen vom Zaune zu brechen, ſondern
den Premierminiſter Asquith zu verhindern, daß er von
der kühnen, ſtaatsmänniſchen Politik, welche er in ſeiner
Rede in der Alberthall dargelegt habe, zurückweiche. Er
beklage es, daß Premierminiſter Asquith nicht angedeutet
habe, was die Regierung tun werde, wenn die Lords die
Reſolutionen ablehnen ſollten, und er erklärte, daß er und
ſeine Partei gegen die Reſolution bezüglich der Verteilung
der Sitzungen ſtimmen würden, wenn er nicht die
Zuſiche=
rung erhalte, daß Premierminiſter Asquith, wenn die
Lords die Reſolutionen ablehnen ſollten, zum Könige
gehen und um Garantien bitten und, falls die Garantien
verweigert würden, zurücktreten würde
Sir Henry
Dalziel ſagte, die Anhänger der Regierung hätten ein
Recht, ſich zu beſchweren, daß man ſie durch die Politik der
Reform des Oberhauſes überraſcht habe, aber wenn die
Regierung mit der Vetopolitik fortfahren und den König
um Garantien bitten würde, falls die Lords die
Vetoreſo=
lutionen zurückweiſen ſollten, ſo würde er die Regierung
unterſtützen. — Auſten Chamberlain beklagte, daß
die Regierung die Budgetberatung zurückſtelle und dadurch
die finanziellen und wirklichen Intereſſen des Landes
ſchä=
dige. Die Oppoſition ſei nicht geſinnt, der Regierung des
Königs nur deswegen zu opponieren, weil ſie dadurch ein
wenig früher aus dem Amte gehen müſſe, als es auch
ohne=
dies der Fall wäre. Die Oppoſition werde ſich der
Ab=
ſtimmung enthalten.
Lloyd George legte Verwahrung dagegen ein, daß
die Regierung ihre Haltung geändert habe, denn
Premier=
miniſter Asquith habe von Anfang an klargelegt, daß es
die einzige Aufgabe dieſer Tagung ſei, mit den Lords
ab=
zurechnen. Die Frage, wie das zu geſchehen habe, habe er
damals offen gelaſſen, nun aber habe ſich die Regierung
über die Art ihres Vörgehens entſchieden. Bezüglich der
Garantien erklärte der Redner, es wäre wünſchenswert,
daß die von der Regierung vorgelegten allgemeinen
Grundzüge der Vetobill ſobald wie möglich vom
Unter=
hauſe entweder angenommen oder abgelehnt würden, und
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.
Nummer 5
daß die Reglerung ferner in Erſchrung brächte, ob die
Lords gewillt ſeien, auf Grund des Regierungsentwurfes
in die Beratungen einzutreten. Wenn die Lords nicht
dazu bereit ſein ſollten, ſo fuhr Lloyd George fort, ſo kann
ich allen unſeren Freunden innerhalb und außerhalb des
Hauſes die Verſicherung geben, daß wir nicht beabſichtigen,
Sand zu pflügen. Wenn wir uns nicht in der Lage
be=
finden ſollten, ſicherzuſtellen, daß unſere Vorſchläge nicht
nur vom Unterhauſe angenommen, ſondern auch zum
Geſetz erhoben werden können, ſo werden wir nicht
im Amte bleiben. In dieſer Sache, die Frage der
Beziehungen beider Häuſer und die Vorherrſchaft des
Un=
terhauſes zur Entſcheidung zu bringen, gibt es kein
Aus=
weichen und kein Zögern. Die Regierung wird unter allen
Umſtänden mit dem Rate ſtehen oder fallen, welchen ſie
dem Souverän geben wird, wenn es je notwendig werden
ſollte, dies zu tun.
Nach einer weiteren Diskuſſion wurde die
Reſolu=
tion des Premierminiſters bezüglich der
Sitz=
ungen des Hauſes einſtimmig angenommen.
Die iriſche Partei nahm am Montag abend
fol=
gende Reſolution an: In Anbetracht der Erklärungen
des Schatzſekretärs Lloyd George wird die Partei davon
abſtehen, für oder gegen die Regierung Stellung zu
nehmen.
Die liberalen Zeitungen ſind von der in der Sitzung
des Unterhauſes abgegebenen Erklärung des
Pre=
mierminiſters völlig befriedigt. Die liberale Partei
ſei nunmehr über die einzuſchlagende Kampfpolitik einig
und ihre einzelnen Gruppen würden ſich, wie zu erhoffen
ſei, in den nächſten drei Wochen als geſchloſſene Einheit
zuſammenfinden. Miniſter Max Namaxa erklärte in einer
Rede, die Mitteilung Asquiths bedeute einen Kampf bis
zum äußerſten gegen die Lords. Die konſervativen
Zei=
tungen ſtellen die Haltung des Premierminiſters ſo hin,
als habe er ſich den Radikalen jämmerlich ausgeliefert,
und werfen ihm rückſichtsloſe Mißachtung der Finanzen
des Landes vor. Sie ſagen voraus, daß die Regierung
durch ihr Verbleiben im Amte geſchwächt werden wird
und die Konſervativen mit ihrem Plan, das Oberhaus zu
reformieren, bei den kommenden Wahlen den Beifall des
Landes haben werden, da die Nation nicht wünſche, nur
eine Kammer zu beſitzen, denn dieſe Bedeutung habe nach
allgemeiner Anſicht die Drohung der Regierung, das
Veto=
recht zu beſchränken und die Reform des Oberhauſes
auf=
zugeben. Beide Parteien rechnen mit Neuwahlen im Juni.
Teutſches Reich.
— Die dritte Leſung der
Reichsverſiche=
rungsordnung iſt am Samstag in den Ausſchüſſen
des Bundesrats beendet worden. Nachdem in den
erſten beiden Leſungen ſehr weſentliche Aenderungen
mate=
rieller Art an dem Entwurf vorgenommen worden waren,
ſind in der dritten Leſung noch verſchiedene Umgeſtaltungen
in formeller Beziehung vorgenommen worden. Man kann
nunmehr annehmen, daß das Plenum des Bundesrats ſich
in einer ſeiner nächſten Sitzungen mit der Vorlage
be=
ſchäftigen wird. Die Drucklegung der Vorlage und ihrer
eingehenden Begründung wird dann naturgemäß auch
noch mehrere Tage in Anſpruch nehmen, ſo daß der
Ent=
wurf dem Reichstage wenige Tage vor dem
Beginn der Oſterferien zugehen dürfte. Die erſte
Leſung ſoll gleich nach den Oſterferien ſtattfinden. Man
nimmt an, daß der Reichstag die Vorlage dann einer
Kom=
miſſion überweiſen wird, die — wohl jedenfalls mit Diäten
ausgeſtattet — den ganzen Sommer über die
Reichsver=
ſicherungsordnung durchberaten wird. Es erſcheint dies
allerdings als das einzige Mittel, um die Vorlage noch in
dieſer Legislaturperiode zu verabſchieden. Die Abſicht,
eine den Sommer über tagende Kommiſſion einzufetzen,
bezeigt auch den Willen des Reichstages, das große
ſozial=
politiſche Werk zum Abſchluß zu bringen. Und mit Rückſicht
auf die Hinterbliebenen=Verſicherung iſt die
Verabſchiedung der Vorlage auch dringend erwünſcht, weil
für den Fall, daß die Beratungen nicht zu einer
Verab=
ſchiedung des Geſetzes führen, eine abermalige Vertagung
des Inkrafttretens notwendig wäre. Hierfür die
Verant=
wortung zu übernehmen, dürfte der Reichstag mit
Rück=
ſicht auf die bevorſtehenden Neuwahlen kaum bereit ſein.
— Die erſte Tagung des Geſamtausſchuſſes
des Hanſabundes begann am Montag in Berlin
mit einem Begrüßungsabend. Anweſend waren gegen 300
Angehörige von Gewerbe, Handel und Induſtrie, darunter
viele aus dem Mittelſtand, dem Handwerk und
Ange=
ſtellte. Präſident Rötger wies auf die Bedeutung der
Ta=
gung für die Einigung des erwerbstätigen
Bürger=
tums hin.
— Das amerikaniſche Exekutivkomitee
für die in Berlin geplante Ausſtellung
ver=
öffentlicht eine Erklärung, in welcher es heißt: Infolge der
ſcheinbaren Verſtimmung, die ſich in letzter Zeit in
Deutſch=
land gegen die Ausſtellung bemerkbar zu machen ſchien,
be=
ſchloß das amerikaniſche Komitee eine Verſchiebung
der Ausſtellung. Damit die guten Beziehungen
zwi=
ſchen den beiden Nationen keine Trübung erleiden, ſoll für
den Sommer 1911 eine deutſch=amerikaniſche Ausſtellung
in Berlin angeregt werden. Das Komitee erteilte den
deutſchen Vertretern einſtimmig ein Vertrauensvotum und
dankte ihnen für ihr korrektes Verhalten in der ganzen
An=
gelegenheit, beſonders nachdem ſich herausgeſtellt hat, daß
alle Angaben, die ſie über die Ausſtellung gemacht haben,
vollkommen zutreffend geweſen ſeien. Die meiſten
Mit=
glieder des Komitees werden im Sommer in Berlin ſein,
um die deutſch=amerikaniſche Ausſtellung vorzubereiten.
Die amerikaniſche Regierung wurde gebeten, die bereits
offiziell ernannten Regierungsvertreter an dem neuen
Plane mitwirken zu laſſen.
— Aus der Rede des Eiſenbahnminiſters Frhrn. von
Marſchall in der Erſten badiſchen Kammer
ver=
dient eine Stelle beſonders hervorgehoben zu werden, die
ſich mit der Erbauung neuer Bahnhöfe
beſchäf=
tigt. Nach Anſicht des Miniſters ſollten ſich die
Regie=
rungen abgewöhnen, den Bahnhöfen den Charakter von
Monumentalbauten zu geben; neue Bahnhöfe ſolle man
vielmehr als langandauernde Proviſorien bauen, denn der
Verkehr ändere und vermehre ſich mit der Zeit, und dann
ſollten die Regierungen in der Lage ſein, ihre Bahnhöfe
entſprechend ändern zu können. Ganz beſonders treffe dies
für die heutige Zeit zu, in der auch die badiſche
Eiſenbahn=
verwaltung an die Einführung der Elektrizität auf den
Staatsbahnen denke.
Bei den Notabelnwahlen in Hamburg,
dem letzten der drei Wahlgänge zur halbſchichtigen
Erneue=
rung der Bürgerſchaft, erhielten die Rechte 12, das linke
Zentrum 4, die Linke 2 und die vereinigten Liberalen 2
Sitze. Die neue Bürgerſchaft ſetzt ſich nunmehr
folgender=
maßen zuſammen: Rechte 38 (bisher 43), linkes Zentrum
35 (bisher 37), Linke 37 (bisher 35), vereinigte Liberale 29
(bisher 23), Sozialdemokraten 20 (bisher 21),
fraktions=
los 1 (bisher 1).
Ausland.
Im gemeinſamen öſterreichiſch=ungariſchen
Miniſter=
rate nahm der Miniſter des Aeußern Graf
Aehren=
thal Veranlaſſung, eine Orientierung über die auswärtige
Lage und insbeſondere über ſeine Reiſe nach Berl
geben. Wie verlautet, hat er ſich von den Ergebniſſen
Reiſe für durchaus befriedigt erklärt. Der Miniſter
tierte die Miniſterkonfreenz auch noch über den Stan
Annäherung zwiſchen Oeſterreich und Rußland.
— Die franzöſiſche Kammer hat die Gewichtse
für Briefe von 15 auf 20 Gramm erhöht. Briefe nack uu
Ausland koſten in Zukunft 25 Centimes bis zu 20 61
und 15 Centimes für jede weiteren 20 Gramm. Franſ
paßt ſich damit dem letzten Abkommen des Weltpoſtve
an. Die Kammer beſchloß ferner die Zulaſſung von
noncen auf den Zündholzſchachteln der Regie, ſowie
Erhöhung des Verkaufspreiſes für Schießpulver.
— Die türkiſche Preſſe ſetzt die abfällige
der Politik Rußlands und Bulgariens anläßlich der e
König Ferdinands nach Petersburg fort. „Yeni Ga
meint, die Reiſe enthüllte trotz aller Friedensverſichert
die wahren Ziele Bulgariens. Oeſterreich=Ungarnd
Deutſchland aber zeigten, daß ſie die Intereſſen der 2
und ſomit auch den Frieden zu verteidigen entſch
ſeien. „Ikdam” ſpricht ſich ebenſo aus.
— Wie aus Fez vom 25. Februar gemeldet wirt
ſtätigt es ſich, daß der Sultan von Marokko beim Em
des franzöſiſchen Ultimatums die Weſire
Ulemas berief und ſich mit ihnen zwei Stunden beriet
nächſten Tage wurde der Konſul Gaillard zum Macſt
berufen, wo er die Bedeutung des Ultimatums klarg
und vom Sultan die Ratifikation der Abkommen
Der Sultan antwortete, er habe ſie in Paris ratifiz
laſſen; Konſul Gaillard erklärte jedoch, er habe nich
Auftrag, in Erörterungen einzugehen. Als der S
darauf wegen der endgültigen Annahme von zwei
drei Punkten Vorbehalte machte, zog ſich der Konſul z
und ließ die franzöſiſche Kolonie wiſſen, daß ſie mit
Vorbereitungen zur Abreiſe beginnen möge.
Gleich=
traf er ſelber entſprechende Vorbereitungen. Nunmehr
der Sultan für Donnerstag, den 24. Februar, den Ki
wieder zu ſich bitten; das Ergebnis der Unterredun
noch nicht bekannt, doch nimmt man an, daß die
Ent=
dung des Sultans angeſichts der Möglichkeit der Al
aller Franzoſen für die Regelung der Frage vollkon
günſtig ausfallen werde.
* London, 1. März. Trotzdem die Lage
Südwales offenbar recht bedrohlich iſt, erklärt
Agent der Bergleute, John Williams, Mitglied des U
hauſes, in einer Anſprache in Swanſea, die Kriſisw
freundſchaftlich beigelegt werden, wenn die Unternel
ſich nicht geradezu unverſtändig verhielten. Die Situe
ſei nicht ſo zugeſpitzt, als man ſich vorſtelle.
Erinnerungen an die Kaiſerin Eliſabeth.
*⁎* Favier Paoli, der „Beſchützer der Könige‟
der lange Zeit im Auftrage der franzöſiſchen Regierung
den Sicherheitsdienſt bei den königlichen Beſuchern
Frankreichs geleitet hat, veröffentlicht in „Pearſons
„Magazine” intereſſante Memoiren aus ſeinem
reich=
bewegten Leben, die ſich mit einzelnen ſeiner
hochgeſtell=
ten Schützlinge beſchäftigen. Nachdem er bereits ein
Kapitel dem König von Spanien gewidmet hat, erzählt
er in einem zweiten Aufſatze ſeine Beziehungen zur
Kaiſerin Eliſabeth von Oeſterreich und entwirft dabei
ein lebendiges Charakterbild dieſer von den Schleiern
der Melancholie und romantiſchen Legende umwobenen
Fürſtin.
Zum erſten Mal wurde er ihr bei einem Beſuche
der Herrſcherin in Aix=lex=Bains beigegeben. „Die
Kaiſerin war damals 58 Jahre alt; aber ſie ſah wie
ein Mädchen aus, hatte die Figur eines Mädchens mit
aller mädchenhaften Anmut und Leichtigkeit der
Be=
wegung. Groß und ſchlank, in ihrer Haltung von
einer gewiſſen Steifheit, erſchien ſie ſchön mit ihrer
friſchen Geſichtsfarbe, den tiefen, dunklen, wunderbar
leuchtenden Augen und dem reichen, kaſtanienbraunen
Haar. Beſonders ergriff mich die muſikaliſche
Weich=
heit ihrer Stimme, die Reinheit, mit der ſie das
Fran=
zöſiſche ausſprach, die ſchmale Feinheit ihrer Hände.‟
Paoli wird zunächſt von der Herrſcherin und ihrem
Gefolge ſehr kalt und zurückweiſend behandelt, aber
als er ſich beliebt zu machen weiß, als er freundlich und
gefällig iſt, ohne durch allzu offene Wachſamkeit läſtig
zu werden, ſallen die Schranken und man behandelt
ihn als Freund. General Berzeviczy, der
Reiſe=
marſchall der Kaiſerin, erklärt ihm auch die Gründe
für das zuerſt beobachtete Mißtrauen: „Man ſchickt uns
gewöhnlich auf die Reiſe Beamte mit, die uns, unter
dem Vorwand, uns zu ſchützen, terroriſieren. Sie
er=
ſcheinen uns dann wie Banquos Geiſt als furchtbare
Plagegeiſter, vergiften und verbittern uns unſere
Frei=
heit. Sie aber haben glücklicherweiſe mit dieſer
häß=
lichen Tradition gebrochen. Paoli begleitete die
Für=
ſtin auf zahlreichen Beſuchen, die ſie Frankreich machte
und bei denen ſie am liebſten auf Kap Martin, jenem
ſchönen Vorgebirge, verweilte, das die Bai von
Mo=
naco von Mentone trennt.
Der Tag der Kaiſerin verlief in größter
Einför=
migkeit. Früh ſtand ſie Sommer und Winter um 5 Uhr
auf, machte zunächſt in ihrem einfachen, ſchwarzen
Kleid einen Spaziergang und nahm um 7 Uhr das
Frühſtück, eine Taſſe Tee mit einem Biskuit. Die
Mahlzeiten waren überhaupt von höchſter Einfachheit:
zum Diner nahm ſie meiſt nur eine Schale mit
Eis=
milch und einige rohe Eier nebſt einem Glas
To=
kayer. Nachmittags unternahm ſie große
Spazier=
gänge, auf denen ſie ſtets ihr griechiſcher Vorleſer
be=
gleitete. Solcher griechiſcher Vorleſer, die ſtets unter
den jungen Studenten der Univerſität Athen
ausge=
wählt wurden, hat ſie mehrere gehabt; mit ihnen ſprach
ſie neu= und altgriechiſch, beides fließend, und vertiefte
ſich in die Schönheiten altklaſſiſcher Dichtung, deren
Sonnenhelle die dunklen Schatten ihrer traurigen
Er=
innerungen verſcheuchen ſollten. Der Vorleſer trug,
wenn er ſie auf ihren weiten Wanderungen begleitete,
ſtets ein dunkles Gewand über ſeinem Arme. Es war
ein Rock, da die Herrſcherin liebte, während des
Spa=
zierganges den Rock, den ſie trug, gegen einen
leich=
teren zu vertauſchen. Die Fürſtin verſchwand dann
plötzlich hinter einem Felſen oder einem Baum.
wäh=
rend der daran gewöhnte Vorleſer auf dem Wege
war=
tete und den Blick nach einer anderen Richtung
wandte. Dann kam die Kaiſerin wieder zum
Vor=
ſchein, den abgelegten Rock über dem Arm, den nun
ihr Begleiter trug. In ihren Gemächern, die auf das
allerprimitivſte eingerichtet waren, hielt die
Herrſche=
rin jeden Sonntag eine Andacht ab, wobei der
Billard=
raum zur Kapelle umgewandelt wurde. Groß war die
Freigebigkeit der Fürſtin. Wo ſie auf ihren
Wander=
ungen an armſeligen Hütten vorbeikam, trat ſie ein,
plauderte mit den Bauern, nahm die Kinder auf den
Schoß und ließ ſtets reichliche Almoſen zurück. Paoli
freilich war von dieſen Exkurſionen in nicht geringem
Maße beunruhigt und bat die Herrſcherin, ihren Weg
doch nicht ſo weit und in öde Gegenden auszudehnen,
da er von den an der Chauſſee von Mentone
arbei=
tenden Italienern drohende Aeußerungen gegen die
Kaiſerin gehört hatte. Aber Eliſabeth antwortete il
lächelnd: „Beruhigen Sie ſich, mein guter Paoli, mir
wird nichts paſſieren. Was ſollte man denn auch einer
armen Frau tun? Zudem, wir ſind nicht mehr als das
Blatt einer Mohnblume oder eine ſich kräuſelnde
Welle auf dem Waſſer.”
Die Kaiſerin hatte eine gewiſſe Manie, überall da,
wo ſie hinkam, Kühe zu kaufen. Sie wählte die Tiere
auf ihren Spaziergängen aus und ſchickte ſie dann auf
ihre Güter in Ungarn. So bald ſie eine Kuh ſah, deren
Färbung ihr gefiel, rief ſie ſich den Beſitzer herbei,
fragte nach dem Preis und ließ ſie ſich ins Hotel
ſchicken. Da ſie unter dem Inkognito einer Gräfin
Hohenembs reiſte und niemand in der einfach
geklei=
deten Dame die Kaiſerin von Oeſterreich vermutete,
waren die Bauern nachher häufig wütend, daß ſie ihre
Kühe zu billig fortgegeben hätten, und wollten von
einer ſo hohen Dame auch höhere Preiſe haben. Ueber=
haupt vermurete niemand in der ſtets ſchwarzgekl
ten, mädchenhaft beſcheidenen Erſcheinung die
krönte Frau, worüber ſie ſehr erfreut war. In P
ging ſie, zum Entſetzen Paolis, noch ſpät abends
die Notre Dame=Kirche im Mondlicht anzuſehen
kam dabei an den Kais entlang mitten durch die M
nach Hauſe. Einmal bat ſie auf einem Bahnhofee
Beamten, ihren Vorleſer, der mit dem
Station=
ſprach, zu rufen, und der ſchrie über den Platz: „
men Sie raſch, ſonſt wird Ihre Frau ohne Sie
fahren!‟ Die Kaiſerin lachte herzlich, wie ſie es
ſehr ſelten tat.
Als ſich Paoli zum letzten Mal in San
Remo=
der Herrſcherin verabſchiedete, war ſie trauriger
nachdenklicher denn je. „Ich wünſche Ihnen und=
Ihren Glück und Geſundheit,” ſagte ſie und fügte
einem Ausdruck unendlicher Melancholie hinzu: „
mich anbetrifft, ſo ſetze ich kein Vertrauen in die
Sieben Monate ſpäter erhielt der „
kunft. . . .
ſchützer der Könige” die Nachricht von ihrer Erm
ung. Er eilte nach Territet und ſah ſie auf dem To
bette: „Da lag ſie, ſteif und kalt, auf einem klei
Meſſingbett ausgeſtreckt, unter einem dünnen, wei
Gazeſchleier. Ihr Antlitz, aufleuchtend in dem
flacker zweier großer Kerzen, zeigte keine Spur
Leiden. Ein bitteres Lächeln ſchien um ihre blei
und leichtgeſchloſſenen Lippen zu ſpielen; zwei la
Haarflechten fielen auf ihre ſchmalen Schultern; ſc
und ſchneidend hob ſich die ſtrenge Linie ihrer 9
heraus aus zwei purpurnen Schatten unter den Au
Ihre ſchmalen Hände waren über einem elfenbeit
nen Kruzifix gekreuzt, einige ſchon welke Roſen la
Paoli erfuhr von der Hofd
zu ihren Füßen. . . .
Gräfin Sztaray alle Einzelheiten des Mordes.
Herrſcherin ſchien eine Vorahnung des Furchtba
gehabt zu haben, das ihr eine Zigeunerin in W
baden und ein Wahrſager in Korfu prophezeit hat
Am Abend ihrer Abreiſe in Genua las ihr der T
leſer von den ſchrecklichen Gebräuchen der ſizilianiſ=
Mafia vor. Da kam ein Rabe, angezogen von dem T
der Frucht, die ſie aß, und kreiſte lange über ih=
Haupte. Tief erſchreckt blickte die Kaiſerin empor,
entfloh er mit todverkündendem Krächzen. Am M
gen des Sterbetages hatte die Herrſcherin ein Er
nis, das ſie ebenfalls mit Furcht erfüllte. „Ich
wachte mitten in der Nacht,” erzählte ſie, „lichte Mo
ſtrahlen füllten mein Zimmer. Der Mond ſchien
mein Bett und er hatte das Antlitz einer weinen
Frau. Ich weiß nicht, ob es eine Vorahnung iſt, e
ich glaube, mir wird ein Unglück zuſtoßen. . .
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. Män
— Ernennung. Se. Königl. Hoheit der Gr
herzog haben den Provinzialdirektor der Pri
Oberheſſen und Kreisrat des Kreiſes Gießen Geheir
Dr. Andreas Breidert zum Provinzialdirektor
Provinz. Rheinheſſen und zum Kreisrat des Kreiſes W
ernannt.
Der neue Provinzialdirektor der P
vinz Rheinheſſen, Geheimerat Dr. jur. Andr
Breidert iſt am 14. September 1845 in Darmſt
als Sohn des verſtorbenen Geheimen Oberbaurats
Georg Breidert geboren. Nachdem er die Fakultätsprü
1865 und die Staatsprüfung 1868 beſtanden hatte, w
er 1869 der Großh. Geſandtſchaft in Berlin attachiert
der er am 20. April 1872 als Legationsſekretär ange
wurde. Am 21. März 1874 kam er als Kreisaſſeſſor
Darmſtadt und am 22. Auguſt desſelben Jahres in gle
Eigenſchaft nach Mainz. Am 1. Juli 1881 wurde er
Nummer 51.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.
Seite 3.
iniſterialſekretär beim Staatsminiſterium ernannt, wo
am 19. Februar 1886 den Charakter als „Legationsrat”
ielt. Am 10. Oktober 1888 erfolgte ſeine Ernennung
n Kreisrat in Erbach und am 16. Juli 1894 zum
Kreis=
in Worms. Von dort aus wurde er am 1. Auguſt 1898
Miniſterialrat in das Miniſterium des Innern
beru=
am 16. Juli 1902 wurde er zum Provinzialdirektor
Provinz Oberheſſen und zum Kreisrat des Kreiſes
eßen ernannt. Der Charakter als „Geheimerat” wurde
n am 25. November 1904 erteilt. Breidert iſt
evange=
her Konfeſſion und mit einer Tochter des verſtorbenen
xinzer Landgerichtspräſidenten Aull verheiratet.
Entlaſſung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
rzog haben den Kreisamtmann bei dem Kreisamt
öfeld Paul Emmerling auf ſein Nachſuchen mit
irkung vom 1. März 1910 aus dem Staatsdienſt
laſſen.
Charaktererteilung. Se. Königl. Hoheit der
roßherzog haben dem Oberlehrer an dem
Lehrer=
rinar zu Alzey Dr. Philipp Maennchen den
arakter als Profeſſor erteilt.
— Uebertragen wurde dem Lehrer Philipp
artin zu Armsheim, Kreis Oppenheim, eine
Lehrer=
le an der Gemeindeſchule zu Erfelden, Kreis
Groß=
rau; dem Lehrer Andreas Merkel in Groß=Gerau
e Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Lang=Göns,
eis Gießen; dem Schulamtsaſpiranten Konrad Glaſer
S Nordheim, Kreis Bensheim, eine Lehrerſtelle an der
meindeſchule zu Biebesheim, Kreis Groß=Gerau.
— Beſtätigt wurde der von dem Herrn Fürſten
Löwenſtein=Wertheim=Roſenberg und dem Herrn
rſten und Grafen zu Erbach=Schönberg auf die
eite Lehrerſtelle an der evangeliſchen Schule zu
Viel=
inn, Kreis Erbach, präſentierte Schulamtsaſpirant
lentin Löſch aus Hofheim, Kreis Bensheim, für dieſe
elle.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Weichen=
ler in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft
inrich Wiegel zu Renzendorf mit Wirkung vom
Juni 1910 an.
* Militärdienſtnachrichten. Illies, Intendant. von der Intend. des XVIII. Armeekorps, zum
ilitär=Intend.=Sekretär ernannt. Pieszezek, Intend. und Vorſtand der Intend. der 10. Div., zu der
tend. des XVIII. Armeekorps verſetzt. Lange (Gießen),
erapotheker des Beurlaubtenſtandes, der Abſchied
be=
ligt.
L. Vor der Strafkammer erledigte ſich geſtern in
eiter Inſtanz die Strafſache gegen den Stud. pharm.
iedrich Wilhelm Schmidt von hier wegen
rperverletzung. Der Angeklagte erſchien in der
cht vom 6. zum 7. Juli v. J. in der Wirtſchaft „Zur
reley” von Hubert Lantin, in welcher einige Gäſte
nütlich beiſammen ſaßen. Unter dieſen befand ſich
Rendant Beck, ein früherer Freund von ihm, mit
lchem er aber wegen der „unglückſeligen Jagd” ſich
rworfen hat. Als er deſſen anſichtig wurde, geriet
in große Erregung und machte Miene, ſich an
Em zu vergreifen. Die Wirtsleute verwieſen ihm
. Tun und wieſen ihn hinaus. Um einen
Schutz=
un zu rufen, eilte die Wirtin an ein Fenſter und
die Vorhänge auseinander. In demſelben Augen=
* bekam ſie von hinten zwei Schläge auf den Kopf,
mit einem Meſſer oder einem anderen ſcharfen
rlzeuge beigebracht worden waren. Ein Gaſt
nens Grab, der den Wütenden unter Zureden
ausdrängen wollte, bekam ebenfalls zwei nahezu
ensgefährliche Stiche, die ſpäter ſeine Ueberführung
Das Krankenhaus mit dem Wagen notwendig mach=
. Auch einen Stuhl ſchwang Schmidt, damitegerſchlug
einen Kronleuchter und gab er der Frau Lantln
en Schlag in den Rücken ſowie dem Grab einen
hen; Gläſer und Flaſchen fielen vom Tiſch und
gen in Stücke. Dem Beck lief der Angeklagte auf
Straße nach und ſtach ihm in einen Finger, daß die
lung 70 Tage gebrauchte und man anfangs fürchtete,
verletzte Finger werde ſteif. Das Schöffenge=
richt hatte wegen der drei Körperverletzungen auf
3 Mönate Gefängnis erkannt. Gegen dieſes Urteil
verfolgte Schmidt wegen der Höhe der Strafe
Be=
rufung, indem er ſich auf Notwehr beruft und beſtreitet,
ein ſcharfes Werkzeug benutzt zu haben. Da er
in=
zwiſchen vollen Schadenserſatz geleiſtet, auch eine
Aus=
ſöhnung ſtattgefunden hat, ſprach der Vertreter der
Nebenkläger für eine mildere Strafe, ſein Verteidiger
hielt ſogar ein Geldſtrafe für ausreichend. Anders
dachte die Staatsbehörde, welche beantragte, die Strafe
auf 6 Monate Gefängnis zu erhöhen. Das Gericht
vertrat die ſtrengere Auffaſſung, zumal es ſich um eine
Tätlichkeit gegenüber einer wehrloſen Frau und um
zwei ſchwere Verletzungen handle, und erhöhte die
Strafe auf 5 Monate Gefängnis.
* Militäriſche Uebungen. Wie ſeit einigen Jahren,
iſt auch für dieſes Jahr die Einberufung von
Offi=
ziersaſpiranten des Beurlaubtenſtandes zu einer
etwa dreiwöchigen Ue b un g angeordnet. Beim
18. Armeekorps hat jede Diviſion eine ſolche
Uebungs=
kompagnie am 5. d. M. auf dem Truppen=Uebungsplatz
Darmſtadt aufzuſtellen, wozu ſie auch die
Kompagnie=
führer und =offiziere, ſowie das ſonſt noch erforderliche
Unteroffizier= uſw. Perſonal kommandiert. Als Leiter
der Uebung ſoll Major v. Kummer vom Füſilier=
Regi=
ment Nr. 80 in Wiesbaden beſtimmt ſein. Die
Kom=
pagnie der 25. Diviſion wird Hauptmann v. Oidtman
vom Leib=Infanterie=Regiment Nr. 115 führen.
Stiftung. Frau Adam Opel Witwe in
Rüſſels=
heim hat Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog zum
Beſten der Großherzoglichen Säuglingszentrale
3000 Mark zur Verfügung geſtellt.
— Vom Bahnhofsban. Die über das neue
Bahn=
hofsgelände am Dornheimerweg ziehende neue
eiſerne Brücke iſt nunmehr dem öffentlichen
Vex=
kehr freigegeben. Die Brücke wurde, wie ſchon
mit=
geteilt, durch das Eiſenkonſtruktionsgeſchäft G.
Don=
ges hier in verhältnismäßig kurzer Zeit aufgeſtellt und
gibt durch die ſaubere Ausführung Zeugnis von der
Leiſtungsfähigkeit der Firma.
Die Fahrbahn der
Brücke hat Holzpflaſterung erhalten, während die
Fuß=
ſteige mit herausnehmbaren Eiſenbetonplatten verſehen
ſind. Unter dem ſüdlichen Fußſteig befinden ſich, in der
Eiſenkonſtruktion gelagert, die ſtädtiſchen Gas=, und
Waſſerleitungsrohre ſowie die Kabel des
Elektrizitäts=
werkes. Von der Brücke aus hat man jetzt einen ſchönen
Ueberblick über das ganze Gelände und kann ſich durch
die bereits nördlicherſeits teilweiſe verlegten
Schienen=
ſtränge ein Bild über die Größe unſeres neuen
Bahn=
hofes machen.
— Akademiſche Arbeiterunterrichtskurſe lverſpätet
eingegangen). Am Sonntag feierten die Akademiſchen
Arbeiterunterrichtskurſe das Schlußfeſt des erſten
Se=
meſters. Die rege Teilnahme zeigte, wie beliebt dies
von der ſozialwiſſenſchaftlichen Abteilung der Freien
Studentenſchaft eingerichtete Unternehmen in der
kur=
zen Zeit ſeines Beſtehens geworden iſt. Etwa 200
Teil=
nehmer waren zum Feſte erſchienen, und bald ſtellte
eine bunte Vortragsfolge den Zuſammenhang zwiſchen
den Feſtteilnehmern her, wie er dem Geiſte des
Unter=
nehmens entſpricht. Von ſeiten der akademiſchen
Be=
hörden nahm Geheimer Baurat Profeſſor Lincke an
dem Feſte teil, von ſeiten der Stadt war
Stadtverord=
neter Saeng zugegen. Alte Volkslieder erklangen
zur Laute; es folgten einige Faſtnachtsſpiele von Hans
Sachs, deren herziger Humor und Lebenskunſt die alte
Wirkung ausübten. Beſonders gelungen war die
Dar=
ſtellung durch die Hörer der Kurſe und ihre Mitarbeit
durch Vortrag und Rezitation. Heitere Vorträge
lenk=
ten zum Schluſſe. Eine Reihe von Tänzen beſchloß um
Mitternacht das in jeder Hinſicht gelungene,
genuß=
reiche Feſt.
— Naturwiſſenſchaftlicher Verein zu Darmſtadt.
Am Mittwoch, den 2. März, findet im Saal 326 der
Techniſchen Hochſchule ein Vortrag des Herrn Dipl.=
Ing. H. Lüſcher über die „Stereophotogrammetrie‟
am Dienstag, den 8. März, die 263. Sitzung im
Fürſtenſaal mit folgender Tagesordnung ſtatt:
Muſeumspräparator K. Küſthardt ſpricht über
„Ein Blick in die Werkſtatt des Muſeumspräparators”
und „Charakteriſtiſche Tieraufnahmen aus dem
Zoolo=
giſchen Garten zu Frankfurt a. M.” (mit Vorführung
von Lichtbildern und Demonſtrationen).
WVon der Sanitätskolonne. Man ſchreibt uns:
Auf der Rettungswache iſt der Krankenwagen neu
her=
geſtellt und wieder in Betrieb genommen. Obwohl die
Fahrzeuge nach jedem Transport gereinigt, mit friſchen
Decken und Bezügen ausgeſtattet werden, ſo iſt dieſes
Verfahren nach dem Transport von Infektionskranken
nicht genügend, und es findet hier eine Desinfektion
der Trage, Decken, Bezüge, Mäntel uſw. ſtatt, der
Wagen wird 7 Stunden mit Waſſerdampf und
Formal=
dehyd und 1 Stunde mit Salmiakdampf desinfiziert.
Dieſes Verfahren wird ſehr ſorgfältig ausgeführt, nimmt
genau 8 Stunden in Anſpruch und entzieht ſomit
wäh=
rend dieſer Zeit den Wagen der Benutzung. Die
Fahr=
zeuge werden durch dieſe öftere Desinfektion in allen
Teilen, namentlich auch in der Lackierung ſehr ruiniert.
Im Kalenderjahr 1909 wurden durch die Rettungswache
1125 Transporte ausgeführt, worunter ſich 248 von
an=
ſteckenden Kranken befanden. Infolgedeſſen waren auch
ſo viel Desinfektionen nötig. Es wäre deshalb
ange=
bracht, zur Schonung des teuren Wagenmaterials,
wenn angängig, namentlich bei nicht großer
Entfer=
nung, Räderbahren zu benutzen, welche, mit ihrer
guten Federung und den Gummirädern auf dem glatten
Trottoir gefahren, immer noch einen guten, ſchonenden
Transport zulaſſen. Auch ſei hier erwähnt, daß nicht
allein Transporte nach dem Krankenhauſe, oder
Trans=
porte von Verunglückten, ſondern alle
Beförde=
rungen von Kranken, Siechen und
Schwa=
chen, auch bei Umzügen uſw. in ſachgemäßer Weiſe
ausgeführt werden, wobei als Regel gilt, daß für
be=
ſtellte Transporte der Krankenwagen und für plötzliche
Unfälle und den Rettungsdienſt das Krankenautomobil
genommen wird. Einen weitgehenden Beſchluß hat die
Kolonne in ihrer letzten Monatsverſammlung
ein=
ſtimmig angenommen. Nach dem vorgelegenen Bericht
einer deutſchen Kolonne über ihren öffentlichen
Sani=
tätsdienſt iſt dieſe infolge von größeren Zuwendungen
von Geldmitteln und Vermächtniſſen in der Lage,
alle Transporte und Hilfeleiſtungen in ihrer
Stadt vollſtändig koſtenlos ausführen zu können, was
zur Folge hatte, daß beſchloſſen wurde: „Zur
Er=
möglichung der koſtenloſen Beförderung
aller Verunglückten und aller Hilfeleiſtungen in der
Stadt durch die Mitglieder der freiwilligen
Sanitäts=
kolonne vom Roten Kreuz ſoweit als möglich
Geld=
mittel zu beſchaffen, welche die Koſten hierfür decken.
Die Kolonne hält es für ihre vornehmſte Aufgabe,
dieſes Ziel zu erreichen und hat ſich die dazu ernannte
Kommiſſion demnächſt damit zu befaſſen.” Hoffen wir,
daß ſich auch in unſerer Stadt edle Menſchen finden,
welche durch hochherzige Stiftungen es der Kolonne
er=
möglichen, daß der Beſchluß, alle Hilfeleiſtungen für
jedermann koſtenlos ausführen zu können, als das
Ideal des Samariterdienſtes bald verwirklicht wird.
C. Der Bezirksverein Beſſungen hielt am Montag
abend ſeine Hauptverſammlung ab, die von dem 1.
Vorſitzenden, Herrn Stadtv. Leyerzapf, geleitet wurde.
Der Vorſitzende warf einen Rückblick auf das
abge=
aufene Geſchäftsjahr und betonte das Zuſammenwirken
der verſchiedenen Bezirksvereine. Als beſonders
wich=
tig erklärte er die Bebauung des Niederfelds und deſſen
Anſchluß an die elektriſche Bahn. Hierauf wurde dem
Rechner, Herrn K. Darmſtädter, Decharge erteilt, der
ein Vermögen von 494 Mark und eine Mitgliederzahl
von 235 feſtſtellte. Bei der Neuwahl des Vorſtandes
wurden die Herren Stadtv. Leyerzapf und Lehrer
L. Schmitt als 1. bezw. 2. Vorſitzender wiedergewählt,
ſowie als Vorſtandsmitglieder die Herren Bender,
Darmſtädter, Enes, Freund, Henrich, Dr.=Ing. Heyd,
L. Kugel, Dr. Oſann, H. Schneider, Ph.
Schweins=
berger, Wenchel, L. Werner und Ph. Wittmann. Ein
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 28. Februar.
„Die Jungfrau von Orleans.”
W-l. Die heutige Wiederaufführung von Schillers
rantiſcher Tragödie „Die Jungfrau von
Or=
ans” fand vor ſo ſtark beſetztem Hauſe, wie ſonſt bei
düler= und Volksvorſtellungen, ſtatt. Die reifere Jugend
Derlei Geſchlechts war ſehr zahlreich und überwiegend
treten und war von der Aufführung ſehr begeiſtert;
n möchte deshalb ihr zuliebe auch gern alles ſchön fin=
, wenn es ſich nur mit der Ueberzeugung vereinbaren
ze. Gegen die „Hagelſchauer der Kritik” iſt nur ein
ichskanzler gefeſtigt, nicht aber die Jugend, in deren
Be=
ſterungsfrühling er hineinſauſt.
Bei einem Schillerſchen Drama iſt es von Wert und
chtigkeit, daß alle Rollen gut beſetzt ſind, da die
Stim=
ng, die zu erhalten durchaus nötig iſt, ſonſt leicht
durch=
chen wird. Bei dem großen Perſonenaufwand iſt dies
n ſchwierig, wie die heutige Vorſtellung bewies, bei der
: das geſamte Schauſpielperſonal und ein Teil des
ernperſonals beſchäftigt war; es fehlte alſo hier und da
geeigneten Kräften; deshalb wurde auch wohl die
Mont=
nery=Szene geſtrichen. Auch iſt es, unſeres Erachtens
d wie mehrfach bemerkt, ein prinzipieller Fehler,
Heldenrolle des Talbot, einer der kraft= und
pracht=
lſten Geſtalten des Dramas, durch den
Charakterdar=
ler zu beſetzen.
Die Titelrolle ſpielte Frl. Oſter, die der Aufgabe der
reinigung zarter Jungfräulichkeit und triegeriſchen
Hel=
ktums mit verſtändnisvollem Erfaſſen und
temperament=
ler Ausgeſtaltung der Rolle in lobenswerter Weiſe
ge=
zt wurde. Man weiß, daß Frl. Oſters Individualität
* Temperamentvolle und Hochdramatiſche beſſer liegt,
das Gefühlvolle, und unter dieſem Eindruck ſtand man
h bei dieſer Rolle, deren eindrucksvolle und
erfolg=
che Durchführung ihr Beifall in reichſtem Maße
ein=
ichte. Neben ihr war es Herr Baumeiſter, der
rige Vertreter des tatkräftigen und edelgeſinnten Grafen
nois, der die größte Begeiſterung in der Jugend
er=
ekte. Den weichen und milden König verkörperte Herr
hneider ſympathiſch und überzeugend, während Frl.
icks Sprachtechnik noch nicht ſo weit ausgebildet iſt,
3 ſie eine Schillerſche Rolle, wie die der Agnes, ſpielen
n.
Frl. Heumann unterzog ſich ihrer Aufgabe als
rſtellerin der Königin, obwohl es ihr Schwierigkeiten
cht, die „wutſchnaubende Megäre” glaubwürdig zu
ver=
pern, mit anerkennenswertem ſchauſpieleriſchen
Gelin=
r. Die Rollen des Lionel und des Herzogs von
Bur=
d waren durch die Herren Weſtermann und
inz gut vertreten, die des Talbot, des La Hire und des
Chatel ſpielten die Herren Lehrmann, Bohne
Schwarze. Anmutige Repräſentantinnen hatten
Schweſtern der Johanna in den Damen Frl. Gothe
Frl. Grünberg erhalten.
Konzerte.
Am. Im großen Saale des Hotels „Zur Traube‟
fand am Montag abend, als letzter in dieſem Winter,
der vierte Kammermuſikabend der Herren
Mehmel, Diedrich, Brückmann und Weyns
tatt. Das Darmſtädter Streichquartett,
das uns auch in dieſem Winter mit einer Anzahl
wertvoller Erſtaufführungen erfreute, brachte in
die=
ſem letzten Abend wieder zwei ganz beſonders
inter=
eſſante Neuheiten der böhmiſchen Meiſter Smetana
und Dvoräk, deren Nebeneinanderſtellung ſehr
will=
kommene und anregende Vergleichungsmöglichkeiten
über Aehnlichkeiten und Eigenart ihrer im ganzen,
beſonders in national=melodiſcher, wie in harmoniſcher
Hinſicht nahe verwandten Kompoſitionen bot; beiden
gemeinſam iſt die feine Ausgeſtaltung volkstümlicher
Weiſen, welche denſelben ein vornehmes Weſen
ver=
leiht und die Werke ſofort beim erſten Hören dem
Pu=
blikum angenehm macht. Ohne Zweifel werden ſich
auch dieſe beiden neuen Werke auf dem Programm
er=
halten und gerne öfter wiedergehört werden.
Für die Ausführung des Klaviertrios opus
15 in G-moll von Friedrich Smetana war in Herrn
Chriſtian Gerhard Eckel aus Frankfurt, deſſen
Leiſt=
ungen bei ſeinem früheren hieſigen Auftreten
gewür=
digt wurden, ein feinſinniger Pianiſt und ſehr gut
ge=
ſchulter Kammermuſikſpieler herangezogen worden,
deſſen von allen Unebenheiten befreite Technik und
Kunſt der Phraſierung, wie überhaupt die durchaus
muſikaliſche Art des Vortrags aufs angenehmſte
be=
rührte. Mit einer ohne jede Begleitung einſetzenden
gefühlstiefen Geigenmelodie verſchmelzen ſich die
war=
men Jöne des Cellos und Klaviers, das die von den
Streichinſtrumenten in weiten Lagen breit
vorgetra=
gene Kautilene mit hellen Silberklängen wiederholt
und mit dieſen weiter geiſtvoll verarbeitet. Als
Kom=
poſition an ſich gefiel beſonders der zweite Satz, ein
ſtimmungsvolles, düſter gehaltenes Allegro, und das
ebhafte (von der rezitativiſch beginnenden
Violinſolo=
ſtelle eingeleitete) Finale, welches einen würdigen
Schluß des Klaviertrios bildet.
Eine nicht minder geiſtvolle, ja vielleicht noch
be=
bedeutendere Muſik bietet Anton Dvoräk in ſeinem
E-dur=Streichquartett opus 80, das mit ſeinen
reizvollen harmoniſchen Klangwendungen und den
überraſchenden, gewählten Ausweichnungen, die durch”
ihre ungeſuchte (in der eigenartigen und perſönlichen
Modulation begründete) Verwendung ſo klar und
überzeugend wirken, zu den erfreulichſten
Erſchein=
ungen unter den Werken der modernen
Quartett=
literatur gehört. Dvoräk verfügt über die bewährten
Ausdrucksmittel, die als Begleitungsformen, in der
Natur der Inſtrumente begründet und aus dieſem=
Grunde für das quartettgemäße Zuſammeuwirken als
beſonders wirkſam geeigenſchaftet ſind, und deren
paſ=
ſende Anwendung dem Anfangs= und Schlußſatz des=
Werkes ſo viel bewegte Lebendigkeit verleihen. Frohe
Bewegtheit herrſcht auch in den übrigen Sätzen vor,
ſo in dem „Andante” des zweiten Satzes, der den
bei=
den tieferen Inſtrumenten reichliche und bedeutſame
Soloſtellen zuweiſt, die von den Herren Weyns und
Brückmann auch ſehr ausdrucksvoll zur Geltung
gebracht wurden; beſonders gefällig iſt eine Stelle, in
der eine mit prachtvollem, ſattem Ton
hochhinauf=
ſteigende Kantilene für Violoncell von tieferliegenden,
gebrochenen Akkorden der Altviola umſpielt wird, die
ſelbſt hierauf die Melodie in ihren charakteriſtiſchſten
onorenTonlagen antwortend aufnimmt und weiterführt,
während die Violinen dieſes Duett, nur mit ganz leiſem
Pizzikato begleitend, die Harmonie vervollſtändigen.
Der Eindruck war denn auch ſehr nachhaltig und
die=
ſer Satz wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen,
obgleich zu wünſchen wäre, daß der Zuſammenhang
ſo eng miteinander verbundener Sätze, wie es die
Mittelſätze der Quartettte immer ſind, in ihrer
Kon=
traſtwirkung der Tempi, welche erſt zur vollkommenen
Befriedigung ihres Eindrucks nötig iſt, nicht durch
Beifallsklatſchen beeinträchtigt werden würde, ſondern
die Pauſe zwiſchen beiden als Ruhepunkt der Gedanken
und Gelegenheit zur Sammlung angeſehen würde, um
auch die von den Komponiſten beabſichtigte,
wohl=
erwogene Wirkung nicht zu zerſtören. Unter dieſer
lei=
digen Gewohnheit wurde anfangs der Genuß des
herr=
lichen dritten Satzes etwas beeinträchtigt, durch die
temperamentvolle Wiedergabe unſerer Quartettiſten
aber ſchließlich doch zu guter Wirkung gebracht.
Das gleiche gilt von dem als tadellos in der
Auf=
faſſung geſpielten A=dur=Quartett von Rob.
Schumann, deſſen 100. Geburtstag in dieſem Jahre
bevorſteht (8. Juni). Die ſchwärmeriſch=träumeriſche
Verſonnenheit ſeines „Adagio molto”, der entzückende
Reiz der ſelbſtändig geführten Stimmen, die in
kunſt=
voller Verſchlingung, ohne Aufgeben ihrer Eigenheit,
ſich zu reizvollen, duftigen Tongebilden
zuſammen=
finden, kamen ſehr gut zum Ausdruck. Nur dem
letz=
ten Satz haftet etwas einförmiges durch den von
Schumann im Uebermaß angewendeten mehr dem
Klavier als dem Quartett eignenden Rhythmus mit
ſeinen zahlloſen ſchwankenden Synkopen an. Es iſt
deshalb den vortrefflichen Interpreten zu danken, daß
ſie die allzu gehäuften Vortragsvorſchriften des
Kom=
poniſten im Sinne einer abgeklärten, künſtleriſchen,
dem Charakter ihrer Inſtrumente angemeſſenen Weiſe
verſtanden haben und ausführten. Da wir in dieſem
Jahre vorausſichtlich noch mehrere Schumannfeiern zu
gewärtigen haben, dürfte ſich bei dem Vortrag ſeiner
Kompoſitionen gleiche Sorgfalt in der Vorbereitung
in der angegebenen Richtung empfehlen.
Die Darbietungen des Darmſtädter
Streich=
quartetts, das ſeine dieswinterliche Tätigkeit mit
die=
ſem Abend glänzend abſchloß, werden auch im
kommen=
den Winter einer warmen Aufnahme begegnen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.
Mitglied regt an, daß der Vorſtand gegen die
ge=
plante Erhöhung des Gaspreiſes Stellung nehme. Herr
Stadtv. Henrich führt u. a. aus, daß gegen die
Er=
höhung der Schlachtgebühr gewichtige Bedenken
er=
hoben würden. Eine Waſſerpreiserhöhung werde
ab=
gelehnt werden, ebenſo ſei er gegen eine
Beſitzwechſel=
abgabe. Eine Erhöhung der Gemeindeſteuer auf 127
Prozent werde kaum zu vermeiden ſein. Herr Braun
ſen, wünſcht eine abermalige Stempelerhöhung
ver=
mieden zu ſehen. Herr Sanitätsrat Dr. Kolb iſt der
Anſicht, daß nicht das ganze Defizit durch
Steuerer=
höhung beſeitigt werden könne, obſchon das eigentlich
das Gerechteſte ſei. Die Waſſerpreiserhöhung ſei nicht
angängig, wohl aber die des Gaspreiſes, zumal die
Gasausgaben durch den Achtuhrladenſchluß in den
letzten Jahren verringert worden ſeien. Auch die
Er=
höhung der Schlachtgebühren ſei zu empfehlen.
Bezüg=
lich des Durchbruchs der Kiesbergſtraße ſagt der 1.
Vorſitzende weitere Schritte zu. Stadtv. Saeng
ſchließt ſich im allgemeinen Herrn Dr. Kolb an,
nament=
lich hinſichtlich der Erhöhung des Gaspreiſes. Herr L.
Werner und andere Redner beklagen die fortgeſetzt
ſchlechter werdende Qualität des Gaſes.
Nach Erledigung weiterer Fragen wurde die
Verſamm=
lung um 11¾ Uhr geſchloſſen.
— Der Ortsgewerbeverein wird am Freitag, den
4. März, die Ausſtellung des Verbandes der
heſſ. Privatarchitekten gemeinſchaftlich
beſich=
tigen. — Die Mitglieder des Ortsgewerbevereins ſeien
zugleich auf die im alten Theater (Alexanderſtraße 20)
ſtattfindende Ausſtellung der in dieſem Winterhalbjahr
von den Schülern der Fachklaſſe für Dekorationsmaler
an der hieſigen Gewerbeſchule angefertigten Arbeiten
hingewieſen; dieſe Ausſtellung iſt bis 5. März zur
Be=
ſichtigung offen.
Beſitzwechſel. Das große Herrſchaftshaus
Hei=
delbergerſtr. 7 (früher Hypothekenbank) ging durch Kauf
an Herrn Zahnarzt Ernſt Stroh hier über. Die
Ver=
kaufsverhandlungen und der Abſchluß geſchahen durch
das Immobilienburean von Hermann Marx hier.
Vogelsberger Höhenklub. Die dritte
Jahres=
wanderung des Zweigvereins Darmſtadt führt in den
Odenwald, und zwar von Reinheim aus über den
Otzberg, das Rondell, an der Ernſt Ludwig=Heilanſtalt
bei Sandbach vorüber auf den Breuberg und dann nach
Höchſt. Die Marſchzeit wird etwa fünf Stunden
aus=
machen, erhebliche Steigungen ſind nicht zu nehmen.
* Diebſtähle in der Hochſchule. Der Rektor, Geh.
Hofrat Prof. Dr. Schenck, macht durch Anſchlag am
ſchwarzen Brett folgendes bekannt: „Die Diebſtähle in
den Gebäuden der Großh. Techniſchen Hochſchule mehren
ſich in der letzten Zeit in erſchreckender Weiſe.
Reiß=
zeuge, Rechenſchieber, wertvolle Bücher ſind wiederholt
aus den Schubkäſten in den Zeichenſälen, ſonſtige
Gegenſtände aus den Taſchen der in den Korridoren
aufgehängten Ueberzieher entwendet worden. Die
Be=
mühungen des Rektorats, den oder die Diebe mit Hilfe
der Polizeiorgane ausfindig zu machen, ſind leider
er=
folglos geblieben. Ich bin der Anſicht, daß es in
erſter Linie im Intereſſe der Herren Studierenden und
Hörer gelegen iſt, die Diebe bei der Tat zu ertappen,
Wenn alle Herren ein wachſames Auge nicht nur auf
die ihnen ſelbſt gehörigen, ſondern auch auf die
Gegen=
ſtände der Kommilitonen richten, ebenſo wenn
die=
jenigen Perſonen beobachtet werden, die ſich unbefugt
in den Zeichenſälen oder an fremden Plätzen in den
Sälen herumtreiben, wird dies ſchon möglich ſein
Sollten die Herren Studierenden und Hörer
Unregel=
mäßigkeiten wahrnehmen, ſo bitte ich, dem Sekretariate,
dem Pedellen, dem Hausverwalter oder einem Diener
ſofort Nachricht zu geben.”
* Schützenhof. Auf den großen Erfolg hin, den das
letzte Konzert der Kapelle des Feld=Art.=Regts. Nr. 61
auf der Ludwigshöhe durch die Abteilung Darmſtädter
Komponiſten hatte, ſoll ein gleiches Konzert am
Don=
nerstag, den 3. März, von der ganzen Kapelle unter
Herrn Webers Leitung im großen Saale des
Schützenhofes veranſtaltet werden. Zu den Herren
P. Probſt, H. Fiſcher, S. May und W. Meyer kommt
ein fünfter hieſiger Komponiſt, Herr Kammermuſiker
L. Kümmel, mit zwei ſehr hübſchen Soli für Cornet
à Piſton, die Herr Emil Ehlers (Schüler des Herrn
Kümmel) vortragen wird. (Näheres Anzeige.)
— Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Im
Monat Februar ergaben die fortlaufenden Reviſionen
der Nachtwachbeamten folgende Fälle: 497 offene
Haus=
türen und Tore vorgefunden; 102 mal brannte Licht in
Geſchäfts= und Bureaulokalitäten, Kellern und
Boden=
räumen, bezw. wurde vergeſſen, dasſelbe zu löſchen; 13
Hausbewohnern, welche ihre Schlüſſel vergeſſen hatten,
geöffnet; 10 defekte Schlöſſer und Türen, ſowie
ſtecken=
gebliebene Schlüſſel vorgefunden; 3 mal nicht in die
Häuſer gehörige Perſonen daraus entfernt; 3 Schlüſſel
gefunden.
* Unfall. Wie wir hören, erlitt Frau Morny in
der letzten Aufführung der „Walküre” am vorigen
Dienstag dadurch einen Unfall, daß ihr in der
Garde=
robe von den zwei zuſammengeſchnürten Stücken des
Notungsſchwertes eines auf den Fuß fiel und dieſen
derart verletzte, daß ſie nur mit Anſpannung aller
Kräfte ihre Rolle zu Ende führen konnte. Infolge der
durch den Fall entſtandenen ſtarken Quetſchung kann
Frau Morny auf Anordnung des Arztes für einige
Zeit nicht auftreten.
* Zuſammenſtoß. Geſtern nachmittag ſtieß ein
Fuhrwerk mit dem Zuge Nr. 42 der Dampfſtraßenbahn
Arheilgen-Eberſtadt an der Sandbergſtraße zuſammen.
Der Wagen wurde von der Maſchine erfaßt,
umge=
worfen und ſtark beſchädigt. Perſonen und
Pferde wurden nicht verletzt.
Bensheim a. d. B., 28. Febr. Heute vormittag ge
riet bei einem Bahnübergang ein kleines Kind unter
ein Fuhrwerk und trug derartige ſchwere
Verletz=
ungen davon, daß es nach kurzer Zeit ſtarb. Es
trifft niemand ein Verſchulden.
Das verunglückte
Kind gehörte umherziehenden Leuten und wollte
an=
ſcheinend gleichzeitig mit mehreren Fuhrwerken, die ſich
infolge vorherigen Schluſſes der Bahnſchranken
ange=
ſammelt hatten, den ſchmutzigen, dadurch ſchlüpfrigen
Uebergang paſſieren. Wie es unter das Fuhrwerk
ge=
riet, iſt nicht deutlich beobachtet worden. Der
be=
treffende Fuhrmann, ein 62jähriger, etwas
ſchwer=
höriger, aber von ſeinem Dienſtherrn als ſehr
zuver=
läſſig geſchilderter Mann führte gerade das Kuhgeſpann
des mit Kohlen beladenen Wagens. Irgend ein
Ver=
ſchulden, eine ſtrafbare Fahrläſſigkeit fällt ihm
nach dem Ergebnis der Feſtſtellungen nicht zur Laſt.
t. Lindenfels, 28. Febr. Herr Poſthalter Pfeifer
hat ſich mit den ſeitherigen Inhabern des Autobetriebes
verbunden, und wird nun die neue Geſellſchaft vom
1. April ab den Poſtbetrieb Lindenfels=
Bensheim mit dem Autobetrieb vereinigen. Die
Ge=
ſellſchaft verfügt über drei Wagen und wird nun das
ganze Jahr hindurch fahren.
t. Lindeufels, 1. März. Der hieſige Verſchöne
rungsverein hatte im verfloſſenen Jahre eine
Ge=
ſamteinnahme von 1842,43 Mark. Von Fremden gingen
an freiwilligen Beiträgen ein 875,69 Mark. Die
Ge=
ſamtausgaben betrugen 1814,60 Mark. — Das
Burg=
feſt zum Beſten der Bismarckwarte ergab 2200 Mark:
es konnten von der auf ihr noch laſtenden Bauſchuld
wieder nahezu 1000 Mark abgetragen werden, ſo daß
die Reſtſchuld nun noch 1600 Mark beträgt.
Klein=Gerau, 28. Febr. Der mit ſeltener Schärfe
und Erbitterung geführte Kampf um die
Bürger=
meiſterwahl in dieſer Woche hat zu ſchweren
Ausſchreitungen geführt. Nach einem
Freibier=
gelage kam es zu einem heftigen Streit, in deſſen
Ver=
lauf ein Gegner zu Boden geſchlagen und furchtbar
mißhandelt wurde. Als der Angegriffene zu ſeiner
Verteidigung zum Meſſer greifen wollte, ſchlug man ſo
unbarmherzig auf ihn ein, daß er mit zerſplitterten
Fußknochen liegen blieb. Die Sache iſt zur Anzeige
gebracht worden. — Bei der Bürgermeiſterwahl
ſtimm=
ten von 163 Wahlberechtigten 146 ab. Auf den
Beige=
ordneten Engel fielen 91, auf Gemeindeeinnehmer
Bernhardt 55 Stimmen. E. iſt ſomit gewählt und es
hat demgemäß in Bälde die Wahl eines Beigeordneten
ſtattzufinden.
— Mainz=Mombach, 28. Febr. In der
Generalver=
ſammlung der Turngeſellſchaft wurde feſtgeſtellt, daß
die unterſchlagenen Vereinsgelder die
Höhe von 800 Mark erreichen. Man beſchloß, den
Fehl=
betrag durch die Vereinskaſſe zu decken und von einer
Strafverfolgung des flüchtigen Kaſſierers abzuſtehen.
Von dem Manne, der ſeine Familie in bedrängten
Ver=
hältniſſen zurückließ, fehlt bis jetzt jede Spur.
B. Bingen, 28. Febr. Geſtern nachmittag ſpielten
an der Nahe einige Kinder. Dabei ſtürzte der neun
Jahre alte Muhr aus Mainz, der hier bei ſeinem in
der Gerbhausſtraße wohnenden Onkel, dem Lademeiſter
Reif, zu Beſuch weilt, in die Nahe. Das Kind trieb
etwa 100 Meter weit, als der Schutzmann Vitt und ein
Herr J. B. Kneiſch auf die Hilferufe der
Kame=
raden des Jungen hin mit einem Nachen
nach=
fuhren und das ertrinkende Kind retteten. Der
Junge war bereits beſinnungslos, wurde aber von dem
herbeigeholten Arzte nach einiger Zeit wieder zur
Be=
ſinnung gebracht.
Worms, 1. März. In vorletzter Nacht wurden
mehreren Gärten an der verlängerten Ludwigſtraße
Gartenhäuschen gewaltſam erbrochen, ger
wertige Gegenſtände geſtohlen oder beſchädigt, insein
Häuschen zwei Stallhaſen getötet und ein ande
Gartenhäuschen in Brand geſetzt. Inzwiſchen wi
als Täter ermittelt ein noch nicht 14 Jahre al
Knabe namens Arnold Lorey aus Kirchen, Ke
Sieg, der aus der Zwangserziehung in Groß=Rohrh
entwichen iſt und in genannter Nacht hier ſein
weſen trieb. Der jugendliche Uebeltäter iſt feſ
nommen worden.
Aus dem Kreis Gießen, 1. März. Das Gri
penwaſſerwerk „Dieberggruppe”, das
Orte Beltershain, Reinhardshain, Bersrod, Lumda
Stangenrod im Kreis Gießen und die Gemeinde Lehnh
im Kreis Alsfeld umfaßt und dieſe von der mit Saug
betriebenen Pumpſtation in Geilshauſen aus mit We
verſorgt, ſoll jetzt erweitert und zwar ſoll die Gemei
Weickartshain im Kreis Gießen angeſchloſſen werden.
Anſchluß erfolgt von Lehnheim aus, die Zuleitung n
über vier Kilometer lang. Die Arbeiten ſollen noch in
ſem Jahre zur Ausführung kommen.
Biedenkopf, 28. Febr. Der „Gieß. Anz.” ſchre
Das an der Eiſenbahn Marburg=Herborn liege
Dörfchen Hartenrod wird in letzter Zeit viel
nannt und noch mehr beſucht. Nicht die Reize der
Hinterländer Schweiz ſind es, welche die fremden
G=
jetzt zu Hunderten täglich in jenes Dorf führen,
dern eine Wunderdoktor=Firma, die ſich
etabliert hat. Zwei fremde Männer haben dort
Heilanſtalt gegründet und ihr Geſchäft geht ſo gut,
ſie täglich in der Zeitung einen Aſſiſtenten und ei
Buchhalter ſuchten. Der eine der Heilkünſtler
wie erzählt wird, früher Gehilfe bei einem chineſiſe
Arzt geweſen ſein. Ueber den Erfolg der Kuren n
viel geredet und geſchrieben, und es gibt genug Le
die von der Tüchtigkeit der Hartenröder Heilanf
überzeugt ſind. Auch die Behörden haben ſich ſe
mit den Wunderdoktoren beſchäftigt. Neuerdings
ſogar wegen einiger mißglückter Kuren von der
Sta=
anwaltſchaft ein Verfahren gegen ſie eingeleitet
Trotzdem läßt der Betrieb in Hartenrod nicht u
ſelbſt aus den Univerſitätsſtädten Marburg und
ßen ſuchen Leidende dort Rat und Hilſe. Die Ber
kerung von Hartenrod, beſonders die Geſchäftsle
ſind entzückt von den neuen Dorfgenoſſen.
Vorträge.
— Verein für Verbreitung von
Volks=
bildung. Im Anſchluß an den kürzlich
veranſtal=
teten kulturgeſchichtlichen Vortragszyklus Profeſſor A.
Bergers ſprach Samstag und Montag abend Herr
Re=
gierungsbaumeiſter A. Zeller=Charlottenburg vor
einer zahlreichen Hörerſchaft über „Baukunſt der
karolingiſchen und ſächſiſchen Kaiſer”
Beide, von charakteriſtiſchen Lichtbildern
unter=
ſtützte Vorträge legten in ſehr gründlicher Weiſe die
Entwickelung dar, welche die von Italien
überkom=
mene Baukunſt auf deutſchem Boden genommen hat.
Sie war in der Hauptſache keine weltliche, ſondern
galt vorwiegend kirchlichen, klöſterlichen Zwecken, wie
denn auch die meiſten erhaltenen Schöpfungen dieſer
Richtung angehören. Aus der einfachen, altchriſtlichen
Baſilika, der Nachbildung des heidniſchen Tempels,
erwuchſen vielgeſtaltige Bauformen, und es folgte ihr
der ſogenannte romaniſche Stil, dem ſich dann die
Go=
tik anreihte. Die religiöſe Stimmung jener zwei
Herrſcherepochen gab ſich in den zahlreichen Kloſter=
und Kirchenbauten kund, und die bedeutendſten
der=
ſelben fanden durch den Redner eingehende
Würdig=
ung. Das hervorragende Kloſter St. Gallen mit ſeiner
Filiale auf der Bodenſee=Inſel Mainau bietet in
ſei=
nen ausgedehnten Baulichkeiten ein ſchönes Denkmal
jener erſten Architektur, und das gleiche gilt im
klei=
nen von der Einhardbaſilika in Steinbach bei
Michel=
ſtadt i. O., ſowie von dem Reſt der Abteikirche in
Lorſch, dem ehemaligen Torhaus. Als größtes
Bau=
denkmal karolingiſcher Zeit iſt uns der Dom zu Aachen
erhalten. Aus der Epoche der ſächſiſchen Kaiſer hob der
Vortragende drei Bauwerke hervor, die St.
Michaelis=
kirche in Hildesheim, die Schloßkirche mit der
Hein=
richskapelle in Quedlinburg und die Kloſterkirche zu
Gernrode. Sie verdanken ihre Entſtehung jenem
Ko=
loniſationswerk, das, unter den Karolingern begonnen,
durch das ſächſiſche Königshaus erfolgreich gefördert
wurde und dem Deutſchen Reiche die ſlaviſchen
Grenz=
marken zuführte. Hildesheim erfuhr durch ſeinen
tat=
kräftigen, kunſtſinnigen Biſchof Bernward Förderung,
und er ließ die erſterwähnte Kirche errichten, in derer
Gruſt der ſpäter heilig Geſprochene beigeſetzt iſt. Als
Grundſtock der Quedlinburger Schloskirche iſt die Hein=
richskapelle, die letzte Ruheſtätte Kaiſer Heinrichs I.
(des Voglers) anzuſehen, während die Kloſterkirche zu
Gernrode ihre Entſtehung dem wehrhaften Markgrafen
Gero von Meißen, dem unermüdlichen Vorkämpfer
deutſcher Koloniſation gegen die Slaven, verdankt. An
Hand der zahlreichen Lichtbilder wußte Redner ſowohl
den Geſamtcharakter jener Baudenkmäler, als auch
be=
ſonders intereſſante Architektureinzelheiten zu
veran=
ſchaulichen und dem Verſtändnis des Laien zu
ver=
mitteln. Lebhafter Beifall lohnte die belehrenden
Ausführungen, welche die baugeſchichtliche Zeit bis
zum 11. Jahrhundert umfaßten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 28. Febr. Der Kai
wird, wie man aus unterrichteten Kreiſen mitteilt, die
dieſes Frühjahr geplant geweſene Mittelmeerfahrt we
ſcheinlich aufgeben. Die kaiſerliche Familie wird das
A=
leion auf Korfu nicht beſuchen. Dagegen iſt ein läng
Frühjahrsaufenthalt in Homburg v. d. H. in Ausſicht
nommen. Man erwartet dort den Kaiſer bereits Anf
April. — In der Nacht zum 20. ds. Mts. wurde
Schloſſe Schlieffenberg bei Güſtrow
Einbruch verübt, wobei die Diebe, wie mitgeteilt, ei
Zentner ſilberner Geräte, zum Teil koſtbare Antiquitä
im Werte von mehr als 20000 Mark erbeuteten.
Manh=
drei Männer beobachtet, die nach dem Einbruch nach Ber
gefahren waren. Der Schöneberger Kriminalpolizei iſt
gelungen, dieſe feſtzunehmen und den größten Teil
Beute herbeizuſchaffen. Sie verfolgte zunächſt die Spr
anderer Verbrecher in Schöneberg und Wilmersdorf
geriet dabei am Samstag auf die Fährte der Schlie
berger Täter, die in einer Wirtſchaft unweit der Pf.
kammer drei Pfund Silberſachen verkauft hatten.
langer Beobachtung wurden die drei Verbrecher im K
eines Schneidermeiſters in der Bergſtraße verhaftet, wi
ihre Beute verſteckt hatten. Es ergab ſich, daß einer
ihnen, der 20jährige ſtellungsloſe Diener Wilhelm W
aus der Gegend von Güſtrow war, der ſich bis zum 1.
tober v. J. in Schloß Schlieffenberg in Stellung bef=
Er war dann hierher gekommen und hatte, da er kei
ihm paſſenden Poſten fand, ſich in Verbrecherlokalen
hergetrieben, wo er den vielfach vorbeſtraften Schlr
Martin Schulz und den Bäcker Otto Mundt kennen ler
Da er mit den Verhältniſſen auf Schloß Schlieffen!
genau bekannt war und wußte, daß die Familie des
ſitzers und die Dienerſchaft in den oberen
Stockwe=
ſchlief, das untere Geſchoß mit ſeinem wertvollen Inver
nachts aber nicht bewacht war, verabredete er mit ih
den Einbruch. Sie kauften einen Koffer und eine K
und fuhren vom Stettiner Bahnhof nach Güſtrow.
dort legten ſie den Weg bis zum Schloß zu Fuß zur
Wilke drückte im Parterre ein Fenſter ein, ſo daß alle
in das Schloß einſteigen konnten. Mit ihrer Beute ful
Kleines Feuilleton.
— Rooſevelt im Jägerparadies. Eine
Schilderung, die das Herz eines jeden Weidmannes
höher ſchlagen läßt, gibt Rooſevelt von dem
Wildreich=
tum, der ihn und ſeine Genoſſen an den Ufern des
Guaſſo=Myero, nahe an der Grenze von Deutſch
Oſt=
afrika, überraſchte. Nachdem er in anſtrengenden
Nacht=
märſchen eine jener waſſerleeren Einöden durchquert
hatte, die von den Eingeborenen kurzweg „Durſt”
ge=
nannt werden, kam die Expedition in ein wahres
Jägerparadies. Am Morgen erlegte Rooſevelts Sohn
Kermit den größten Löwen, der auf dem Jagdzuge
bis=
her zur Strecke gebracht wurde, Rooſevelt ſelbſt konnte
ſo erzählt er im „Daily Telegraph”, einige prachtvolle
Exemplare ſeltener Antilopenarten ſeiner
Trophäen=
ſammlung einverleiben, und als ſie ſpäter von neuem
den Lagerplatz verließen, um nach Wild Ausſchau zu
halten, war der Reichtum ſo groß, daß die Wahl ſchwer
fiel. „Wir kamen an Zebras und an Riedantilopen
vorüber; aber es reizte uns nicht, auf ſie zu ſchießen.
Ueberall war Wild zu ſehen. Bis zum Mittag ſahen
wir drei Nashörner, einen Büffel, eine Büffelkuh und
ein großes Büffelkalb. Wir beobachteten ſie genau durch
die Gläſer; dann aber wurde unſere Aufmerkſamkeit
durch eine Hyäne abgelenkt. Ich ſchoß bei einer
Ent=
fernung von 300 Yards, aber ich fehlte. Kurz darauf
ſahen wir ein zweites Nashorn, aber als wir näher
kamen, zeigte es ſich, daß es noch nicht ganz
ausge=
wachſen war; deshalb wollten wir nicht ſchießen. Im
ſelben Augenblick erſchien auf der anderen Seite eine
Hyäne. Wir wollten zwar einen Augriff des Nashorns
vermeiden, aber ich kniete doch nieder und ſchoß.
durchbohrtem Nacken ſiel die Hyäne in den Sau
Sofort nach dem Schuſſe ſprang Rooſevelt auf
wandte ſich dem Nashorn zu. Das Nashorn drehte
und ſtarrte mit vorwärts gelegten Ohren auf die Jäg
gruppe, aber es blieb ruhig ſtehen und machte keit
Angriff. Zwei Träger ſchleppten die erlegte
Hy=
herbei. „Während wir die Beute betrachteten, mu
ich unwillkürlich lachen, denn wir waren in die
Augenblick von einem ganzen Kreiſe neugieriger o
verblüffter afrikaniſcher Tiere umringt, die uns
Intereſſe anſtarrten. Wir befanden uns auf ei
großen Ebene. Ueber uns kreiſten Geier. Das N
horn, das kaum 700 Meter entfernt war, ſtarrte una
geſetzt zu uns herüber. Noch näher ſtanden Antilop
einige Gruppen lagerten, alle aber blickten auf u
Vier Topis intereſſierten ſich ſo lebhaft für uns, daß
bis auf etwa 200 Meter herankamen und dann regun
los ſtehen blieben. Ein frecher, kleiner Bock kam ſo
noch näher. In derſelben Entfernung trabte ein Ze
vorüber und ließ ein ſeltſames Bellen hören.
Zebra brachte offenbar den Gedankengang des N
horns in andere Bahnen; das Rhinozeros ſtarrte
Zebra nach, dann gings umher. Dann ſchloß es w
daß all das in Ordnung war, denn es legte ſich gem
lich zum Schlafe nieder.” Aber die Jäger haben höhe
Ehrgeiz, ſie wollen ihr Weidmannsglück an Löwen
proben. Vorüber an Herden von Antilopen zieht
Schar weiter; es dauert nicht lange und man ſtößt
eine mächtige, große Löwin, die dann Rooſevelt
mit einem wohlgezielten Schuſſe zur Strecke bringt
CK. Das Opernhaus der Kinder.
New=York wird berichtet: Ein großzügiges Projekt,
beabſichtigt, den Genuß vow Opernvorſtellungen
amerikaniſchen Jugend umſonſt oder zu ganz niedri
Eintrittspreiſen zugänglich zu machen, iſt von
New=Yorker Theateragenten Aborns fertiggeſtellt
beſchäftigt gegenwärtig die New=Yorker Stadtbehö
Wenn die Stadtgemeinde dem Unternehmen er
Bauplatz im Zentralpark koſtenlos einräumt, ſoll 1
ein Opernhaus errichtet werden, das Freivorſtellun
für die Jugend vorſieht. Zugleich werden der S
New=York wöchentlich 5000 Billetts zur Verteilung
die unteren Beamten, die ſtädtiſchen Arbeiter und
Nummer 51.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.
Seite 5.
ſie nach Berlin zurück. Einige Teile wertvollen
Silber=
zeuges haben die Diebe zerbrochen, die einzelnen Teile
konnten aber mit der geſamten übrigen Beute zur Stelle
geſchafft werden. Der Schneider, der nicht gewußt hat,
was die beiden Behälter enthielten, wurde nach kurzem
Verhör auf freien Fuß geſetzt. Bei den Vernehmungen
ſtellte ſich noch heraus, daß das diebiſche Kleeblatt kürzlick
bei dem Generalleutnant Schmidt in Zehlendorf einen
Einbruch verübt hat.
Diedenhofen, 1. März. Auf dem Jagdgebiete von
Büdingen unweit Jouſtberg hatte der Oberleutnant Frhr.
v. Waldenfels vom 4. bayeriſchen Infanterie=Regiment
in Metz einen Zuſammenſtoß mit Wilderern
Der eine der Wilderer ſchoß auf den Oberleutnant, ohne
ihn zu treffen. Der Oberleutnant erwiderte den Schuß und
verletzte den Wilderer ſchwer, doch nicht lebensgefährlich.
Aus der Lage der Wunden iſt zu erkennen, daß der
Wil=
derer den Schuß im Anſchlag liegend erhalten hatte.
Hönningen, 28. Febr. Auf dem der Gräfin
Weſter=
holt gehörigen Schloſſe Arenfels ſind
Schmuck=
ſachen, Ringe, Uhren und Pretioſen, vorwiegend der
Schmuck der Gräfin, ſoweit bis jetzt feſtgeſtellt iſt, in
einem Werte von insgeſamt über hunderttauſend
Mark geſtohlen worden. Näheres über die
An=
gelegenheit wird zurzeit noch nicht veröffentlicht. Die
Polizei iſt noch mit Ermittelungen beſchäftigt.
Sämt=
lichen größeren Polizeiverwaltungen des Rheinlandes
und der benachbarten Provinzen wurde die Mitteilung
von dem Diebſtahl gemacht, um den Pfandleihern und
Althändlern eine Warnung zugehen zu laſſen. Die
Diebe, wahrſcheinlich internationale Einbrecher, ſind
durch ein Fenſter in die Schloßräume geſtiegen und
haben eine verſchloſſene Tür und mehrere Schränke
er=
brochen, in denen ausſchließlich Schmuckſachen von
hohem Werte aufbewahrt wurden. Allem Anſcheine
nach haben die Diebe mit den Verhältniſſen im Schloſſe
Beſcheid gewußt. Die Gräfin befindet ſich mit zweien
ihrer Söhne und einer Tochter ſeit etwa acht Tagen
auf einer Vergnügungsreiſe in Algier, von der ſie
Oſtern zurückkehren wollte. Ein Sohn, Graf Wilhelm
von Weſterholt, dient bei den Bonner Huſaren als
Offizier und iſt auf die Nachricht von dem Diebſtahl in
Schloſſe eingetroffen. Als der Einbruch ausgeführt
wurde, befanden ſich nur ein Diener und einige Mägde
im Schloſſe, von denen kein Geräuſch vernommen
wurde. Die Polizei hat ſofort eine Unterſuchung
ein=
geleitet. Ein Polizeihund aus Aachen und einer aus
Köln konnten die aufgenommene Spur nur eine kurze
Strecke weit verfolgen. Die genaue Höhe des Wertes
der geſtohlenen Gegenſtände kann nur die Gräfin nach
ihrer Rückkehr angeben.
Eine ſpätere Meldung beſagt: Unter den aus dem
Schloſſe Arenfels bei Hönningen geſtohlenen
Gegen=
ſtänden befinden ſich mit Brillanten beſetzte Orden und
Doſen, Geſchenke hoher und berühmter
Perſönlich=
keiten, wie Napoleons I., Friedrich Wilhelm IV
Leos XIII. und anderer. Bisher hat man noch keine
Spur von dem Einbrecher gefunden. Dieſer öffnete
den Schrank mit Schlüſſeln, die er ſich von einer
an=
geblich nur vertrauten Perſonen bekannten Stelle
ge=
holt hatte. Er ergriff, nachdem er noch verſchiedene
andere Zimmer nach Beute durchſucht hatte, die Flucht.
Hamburg, 1. März. In Kuxhaven traf die Meldung
ein, daß beim dritten Feuerſchiff ein brennender
Dampfer geſehen wurde. Kuxhavener Schlepper fuhren
dorthin. Zuerſt lehnte der Dampfer jede Hilfe ab, ſpäter
wurde er von dem „Terſchelling” ins Schlepptau
genom=
inen und nach Kuxhaven gebracht. Um Mitternacht beſtand
Hoffnung, den Dampfer zu retten. Es handelt ſich um
einen ruſſiſchen Dampfer „Graf Tolſtoi”.
Beuthen, 1. März. Bei der Verhaftung des auf
dem Transport ins Ratiborer Zuchthaus entſprungenen
Arbeiters Marecks wurden zwei Polizeibeamte von
einer Anzahl junger Burſchen angegriffen und durch
Meſ=
ſerſtiche ſchwer verletzt. Der Polizeiſergeant Steuer erhielt
14, der Polizeiſergeant Kapp 5 Meſſerſtiche. Fünf von den
Tätern konnten bereits ermittelt werden
Görlitz, 28. Febr. Im Görlitzer
Stadt=
hallenprozeß erklärte gegen Schluß der heutigen
Verhandlung der Staatsanwalt, daß er die An=
Flage gegen den Bauführer Naumann nicht mehr
auf=
recht erhalten könne.
Wien, 28. Febr. Während eines Vortrages, den
geſtern abend bei einer Feſtverſammlung des
Pius=
vereins in einem Reſtaurant der Profeſſor Pater
Jvi=
denzek vom Stift Heiligenkreuz hielt, fiel plötzlich
der in der Mitte des Saales hängende große
Gas=
lüſter in die Tiefe. Der brennende Kronleuchter
fiel mitten unter einen Knäuel von Menſchen, die
entſetzt auseinanderſtoben. Da das Gas ausſtrömte
wurde der Gaſometer abgeſtellt. Es entſtand völlige
Finſternis. Am Ausgange, wohin alles ſtrömte, kam
es zu einer Panik. Beim Herabſtürzen des Lüſters
erhielten einige Perſonen leichte Kontuſionen.
Kopenhagen, 1. März. Geſtern abend ereignete ſich im
hieſigen Hafen ein ſchwerer Schiffszuſammenſtoß
zwiſchen dem ausfahrenden ſchwediſchen Dampfer „Malmö‟,
der mit Paſſagieren und Ladung nach Lübeck abging, und
dem einkommenden deutſchen Dampfer „Merkur” aus
Bre=
men. Beide Schiffe rannten mit voller Kraft aufeinander.
Der ſchwediſche Dampfer erhielt an der Steuerbordſeite
ein ſchwers Leck und konnte nur durch ſofortige Belaſtung
der Backbordſeite vor dem Untergang bewahrt werden
Auch der „Merkur” erlitt erhebliche Beſchädigungen am
Vorderſteven. Beide Dampfer mußten in Dock gehen.
Bombay, 28. Febr. Durch eine Feuersbrunſt
wurden heute früh zahlreiche Korn= und Oelſpeicher
vernichtet. Der Schaden wird auf 2 bis 2½ Millionen
Mark geſchätzt. Die Entſtehungsurſache des Brandes
iſt unbekannt.
New=York, 28. Febr. Nach einer Depeſche aus
Walla Walla im Staate Waſhington ſind von den bei
einem Lawinenſturz bei Wallace (Idaho) ver
unglückten Perſonen zwölf als Leichen und
fünfund=
zwanzig lebend geborgen worden. Man fürchtet, daß
noch etwa hundert Tote unter den Schnee= und
Schutt=
maſſen begraben liegen. Nach weiteren Meldungen
iſt durch das Lawinenunglück die Ortſchaft Mace bei
Wallace (Idaho) zerſtört worden, in der etwa 300
Bergleute wohnten; die Rettungsarbeiten werden
durch einen heftigen Schneſturm erſchwert.
Armen zur Verfügung geſtellt. Das neue Opernhaus
foll 5000 Perſonen faſſen. Alle Repertoire=Opern der
amerikaniſchen Bühnen, wie Carmen, Fauſt,
Trouba=
dour und Rigoletto, ſollen auf dieſe Weiſe der ameri=
Faniſchen Ingend und den Minderbemittelten geboten
werden.
* Ein verunglückter Geden ktaler. Eir
Gedenktaler iſt anläßlich der am 4. Januar d. J.
erfolgten Vermählung des Großherzogs Wilhelm Ernſt
von Sachſen=Weimar mit der Prinzeſſin Carola Feo=
Hora von Sachſen=Meiningen im Auftrage des Groß=
Herzogs in der Berliner Münze geprägt worden. In
dem geprägten Stempel iſt nun an dem Namen Wilhelm
aus dem letzten L ein I geworden, ſo daß man Wilheim
ieſt. Außerdem iſt durch ein Verſehen beim Porträt
er Großherzogin die Friſur von der Stirn durch einen
Strich getrennt. Obgleich die Prägung in 133 000
Syemplaren erfolgt iſt, erwägt man, wie es heißt,
zur=
zeit die Frage der Wiedereinziehung und der
Neu=
drägung der Münzen.
* Augendiagnoſe. Der Univerſitätsprofeſſor
Manſo hielt einen Vortrag über phyſiologiſche
Er=
cheinungen, ſpeziell über das ſtereoſkopiſche Sehen.
Um die Entfernung richtig zu taxieren, ſind zwei
Augen erforderlich,” — ſo entwickelte er. „Mit einem
einzigen Auge kann man wohl die Gegenſtände optiſch
rfaſſen, allein die Wahrnehmung der Diſtanz iſt nicht
vorhanden. Dadurch erklärt ſich auch, daß der Cyklop
Polyphem, als er das Schiff des Odyſſeus mit dem
Felsblock treffen wollte, immer zu kurz warf, denn
er maß die Entfernung falſch, weil er bekanntlich ein=
Da meldete ſich ein Zuhörer: „Aber, Herr
Fugig war.”
Profeſſor! Das eine Ange hatte ihm doch der Odyſſeus
urz zuvor ausgebrannt!” „Jawohl,” ſagte der
Pro=
eſſor, „das kam auch noch dazu!” (Luſtige Blätter.)
* Aber, Herr Oberbürgermeiſter!
Stür=
niſche Heiterkeit erregte es auf dem Berliner
Kom=
nerſe alter Korpsſtudenten, als nach dem zweiten „All=
„Frei iſt der Burſch” der Vertreter des
remeinen”
Sräſidenten, Landgerichtsrat Kehrl, „Silentium” gebot
und mit Stentorſtimme in den Saal rief: „Iſt hier ein
Serr Oberbürgermeiſter Nollan? — Ein Schlüſſel iſt
bgegeben!“ — Wird wohl der Hausſchlüſſel geweſeu
ein — O jerum. . .
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 1. März. In der heute
nach=
mittag abgehaltenen Sitzung des
Finanzausſchuſ=
ſes, der auch die Herren Stagtsminiſter Ewald und
Finanzminiſter Braun beiwohnten, fand noch eine
allgemeine Ausſprache über die Finanzlage ſtatt.
Des weiteren wurde der von der Regierung
vorgeſchla=
gene Geſetzentwurf, wonach es den Gemeinden geſtattet
ſein ſoll, durch Ortsſatzung die Einführung einer
Bil=
lettſtener für Theater und öffentliche Luſtbarkeiten
zu beſchließen, einſtimmig angenommen. Dieſe Steuer
ſoll 10 vom Hundert des Eintrittspreiſes nicht
überſtei=
gen, doch mindeſtens 5 Pfennige betragen und den
Ge=
meinden einen teilweiſen Erſatz für die am 1. April
erfolgende Aufhebung des Oktrois bieten.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 1. März. Vizepräſident Spahn
eröff=
net die Sitzung um 1,15 Uhr. Als erſter Gegenſtand ſteht
auf der Tagesordnung
die Wahl des Präſidenten.
Abg. Frhr. v. Hertling (Zentr.) beantragt, die
Wahl des Abg. Grafen Schwerin=Löwitz (konſ.) durch
Akklamation vorzunehmen. Widerſpruch erhebt ſich
hier=
gegen nicht. Somit iſt Graf Schwerin=Löwitz gewählt.
Abg. Graf Schwerin=Löwitz (konſ.): Meine
Herren! Ich bin Ihnen für das mir durch die ſoeben
voll=
zogene Wahl mit ſo viel Einheitlichkeit vom Hauſe
entge=
gengebrachte Vertrauen aufrichtig dankbar. Ich weiß die
hohe Würde und Ehre des mir von Ihnen übertragenen
Amtes, des höchſten, welches das deutſche Volk durch ſeine
Vertreter zu vergeben hat und welches vor mir von einer
Reihe ſo ausgezeichneter Männer geleitet worden iſt, in
vollſtem Maße zu würdigen. Ich bin mir aber auch der
großen und ſchweren Aufgaben, die ſich mit dieſem Amte
verbinden, in vollem Maße bewußt. Ich verſpreche für
die Erfüllung dieſer Aufgaben meine ganze und volle
Kraft einzuſetzen. (Bravo!) Ich verſpreche namentlich,
was ich eigentlich als ſelbſtverſtändlich anſehe, gegenüber
allen Parteien dieſes Hauſes, allen Mitgliedern dieſes
Hauſes mit unbedingteſter, ſtrengſter Unparteilichkeit zu
verfahren. (Bravo!) Ich bitte Sie aber auch andererſeits
alle ohne Ausnahme, mich in der Erfüllung meiner
Auf=
gaben, in der Förderung unſerer Geſchäfte, in der Wahrung
der Ordnung des Hauſes, in der würdigen Führung
un=
ſerer Verhandlungen tatkräftig zu unterſtützen. (Bravo!
Denn wir alle, ohne Unterſchied der Parteiſtellung, haben
das gemeinſame Intereſſe daran, unſere Verhandlungen
würdig zu führen und damit das Anſehen des Reichstages
im Innern wie im Auslande zu wahren und zu feſtigen
(Lebhaftes Bravo!) In dieſer Vorausſetzung nehme ich
die Verpflichtung der heutigen Wahl mit nochmaligem
herz=
lichen Dank an. Ich glaube aber auch im Sinne des
Hau=
ſes zu handeln, wenn ich den Vizepräſidenten, die während
zweier Monate die Geſchäfte des Hauſes mit ebenſo viel
Hingebung wie Umſicht und Sachkenntnis geführt haben
den wärmſten Dank des Hauſes ausſpreche. (Bravo!)
Darauf wird die zweite Leſung des Etats des Reichs
amts des Innern beim Titel
Gehalt des Staatsſekretärs
fortgeſetzt.
Abg. Dr. Boehme (wild.): Das Beiſpiel Däne
marks und Englands lehrt uns, daß die Erhaltung des
Bauernſtandes neben dem Großgrundbeſitz notwendig iſt
Die Vertretung der Intereſſen des Bauernſtandes iſt nichts
als ein Akt der Notwehr, denn Schaffung von 500
Millio=
nen indirekter Steuern muß eine außerordentliche
Unzu=
friedenheit in der Bevölkerung hervorrufen. Die
Bewil=
ligung der Vermögensſteuer im Abgeordnetenhauſe
wider=
ſpricht der Haltung der Rechten hier im Reichstage. Der
inneren Koloniſation im Oſten ſteht die Rechte entgegen
Es bleibt nichts übrig, als zu den Grundſätzen des
Zoll=
tarifes von 1902 zurückzukehren, die der Bauernbund
ver=
folgt zum Wohle des Vaterlandes.
Abg. Fuhrmann (nl.): Nicht die nationalliberale
Partei, ſondern Dr. Hahn hat ſich geändert. Die
Natio=
nalliberalen haben ſtets Verſtändnis für die Bedürfniſſe
der Landwirtſchaft gezeigt. Das Wort „vom Raubzug auf
die Taſchen des arbeitenden Volkes” hat Baſſermann nicht
gebraucht. Es iſt unwürdig, wenn ein gebildeter Mann
wie Dr. Hahn es anwendet. (Sehr richtig! bei den Nl.)
In demſelben Tone bewegt ſich die ganze Agitation des
Bundes der Landwirte und zwar gegen Leute, wie Fürſt.
Hohenlohe, den verſtorbenen Bennigſen, Fürſt Bülow und
andere. Dabei buhlt Dr. Hahn inbrünſtig um die Zunei
gung des Zentrums. (Hört, hört! links.) Die Debatte,
die wir heute fortgeſetzt haben, die eigentlich nicht zum
Etat des Reichsamt des Innern gehort (Sehr richtig!
rechts und Heiterkeit), die aber notwendig war, iſt nur
verſchuldet durch das Verhalten des Abg. Dr. Hahn. (
La=
chen rechts.) Wenn ſich eine Kluft aufgetan hat zwiſchen
den nationalen Parteien, ſo iſt es ſeine Schuld. (Lachen
rechts.) Dieſelbe wird ſich nicht ohne weiteres
über=
brücken laſſen. Wir beklagen das, werden aber den uns
durch die Verhetzung aufgezwungenen Kampf von Stadt
und Land aufnehmen. Es iſt Gefahr, daß eine
landwirt=
ſchaftsfeindliche Mehrheit in das Haus kommt und der
Kampf zwiſchen Stadt und Land entbrennt. Dank der
Beſonnenheit meiner Freunde iſt das bisher vermieden.
(Lachen rechts und Zuſtimmung links.) Wir werden uns
aber in unſerer landwirtſchaftsfreundlichen Haltung nicht
ſtören laſſen zum Wohle des Vaterlandes. (Bravo! bei
den Nl.) Bei den künftigen Zolltarifberatungen in ſechs
Jahren werden wir beweiſen, daß wir auch dann noch
das=
ſelbe warme Herz für die Landwirtſchaft haben werden, wie
heute. (Lebhafter Beifall bei den Nl.)
Abg. Horn=Sachſen (Soz.): Wir wollen, daß auf
Grund des § 120e der Gewerbeordnung eine Verordnung
erlaſſen werde, durch welche die Arbeitszeit in den
Glas=
hütten pro Arbeitsſchicht auf 8 Stunden beſchränkt und
die Nachtarbeit verboten wird; die Sonntagsarbeit iſt zu
untexſagen. Die Regierung findet hier ein dankbares
Feld=
in ſozialpolitiſcher Hinſicht und in Bezug auf hygieniſche
Fürſorge. (Beifall bei den Soz.)
Abg. Heim (Ztr.) fragt, ob es wahr iſt, daß der
deutſche Bauernbund ſeine Mittel vom Hanſabund
be=
kommt. Darin würde er eine Korruption erblicken=
(Sehr gut! rechts. Widerſpruch links.) — Abg. Dr.
Hahn (Bd. d. Ldw.): Die Tonart der Agitation des
Bundes der Landwirte iſt durchaus vornehm geweſen.
Unbeſtreitbar haben die Nationaliberalen den Kampf
begonnen. Das Wort von dem „Raubzug” haben wir
zuerſt in der „Nationalzeitung” geleſen. Unſere
Ge=
ſetzgebung iſt der Induſtrie ſehr gut bekommen. (Bravo!
rechts, Unruhe u. Lärm links.)—Abg. Prinz Schönaich=
Carolath (ntl.): Meinen früheren Anregungen auſ
Anſtellung weiblicher Gewerbeinſpektoren, bezw. von=
Aſſiſtentinnen für dieſen Poſten iſt noch immer nicht in
genügendem Maße entſprochen worden.
Staatsſekretär Delbrück: Es wäre vielleicht zu
erwägen, ob die Sache durch Reichsgeſetz geregelt
wer=
den kann. — Nach weiteren Ausführungen
unweſent=
licher Art wird das Kapitel „Gehalt des
Staatsſekre=
tärs” bewilligt und die Weiterberatung auf Mittwoch=
1 Uhr vertagt. — Schluß 7 Uhr.
* Der neue Reichstagspräſident Gxaff
Schwerin=Löwitz gehört der konſervativen Partei
an und vertritt im Reichstag den Wahlkreis Stettin 1,
Anklam=Demmin. Dem Reichstag gehört er ſeit dem
Jahre 1893 an. Er iſt geboren am 19. Mai 1847 und ſtand
von 1865—81 im Küraſſier=Regiment Magdeb. Nr. 7 in
Halberſtadt und machte die Kriege 1866 und 1870/71 mit.
Nachdem er als Rittmeiſter ausgeſchieden, wurde er 1886
Kreisdeputierter des Kreiſes Anklam und Vorſitzender der
Landwirtſchaftskammer für Pommern. Seit 1900 iſt er
Vorſitzender des deutſchen Landwirtſchaftsrates.
Literariſches.
Ganghofer: Lebenslauf eines Optimiſten.
„Buch der Kindheit” (Verlag Adolf Bonz u. Ko.,
Stuttgart.) Von Ganghofers Lebenslauf liegt das
„Buch der Kindheit” zur Beſprechung vor uns, das
bis zu ſeinem Eintritt in das Augsburger Gymnaſium
reicht, an welchem Tage für Ganghofer die „Ingend‟
begann, der ein beſonderes Werk gewidmet ſein ſoll.
Mit Erinnerungen aus der früheſten Kindheit beginnt
das herzige Buch und dann ziehen in der Lektürg die
erſten Kinderjahre an uns vorüber mit all den Tauſend
Erlebniſſen und Erfahrungen, die wohl auch mancher
andere macht, die aber weit, weit höher gehoben
wer=
den hier, wo ein wahrer Dichter ſie erzählt. Erzählt
in Schlichtheit und dabei ſo lebendig und farbenfroh,
ſo ganz in der Art des Dichters, daß es ſcheint, als
habe er mit ſich ſelbſt eins ſeiner beſten Werke
ge=
ſchaffen. Und nicht die Erzählung der
Kindheitserleb=
niſſe allein iſt es, die der Dichter gibt. Er hat
Lebens=
maximen, Anſchanungen in dieſem Werkchen
nieder=
gelegt, die umſo tiefere Wirkung erzielen, als ſie nicht
Theorie behandeln, ſondern Erlebtes, Empfundenes.
Um nur eins herauszugreifen: wie trefflich ernſt und
rein hat der Dichter die zur Zeit viel erörterte Frage
der ſexuellen Aufklärung des Kindes behandelt. Jedes
Wort kann man unterſchreiben, was hier geſagt iſt.
Wabrlich, ein köſtliches Buch, und wer es lieſt, wird
dem Kommenden mit Spannung und freudigem
Er=
warten entgegenſehen.
— Dr. Adolf Koelſch, Pflanzen zwiſchen
Dorf und Trift. Mit einem farbigen
Umſchlas=
bild und zahlreichen Abbildungen nach der Natt”
z. T. nach Originalen von Felix Hollenberg.
Heraus=
gegeben vom Kosmos, Geſellſchaft der Naturfreunde
(Stuttgart, Franckhſche Verlagshandlung). Broſchiert
1 Mk., geſchmackvoll gebunden 1,80 Mk. Die
Forder=
ung weiter Kreiſe nach intimer Kenntnis der
land=
ſchaftlichen und naturwiſſenſchaftlichen Verhältniſſe der
Heimat wird immer dringender. Deshalb wird dieſer
lebensvoll geſchriebene botaniſche Führer großen
Bei=
fall finden. Der Verfaſſer führt die einzelnen
Vege=
tationsgebiete Monat für Monat, vor Augen, indem
er mit dem Leſer bald dahin, bald dorthin geht, um
ihm zu zeigen, wie im Laufe des Jahres die Flora
jedes einzelnen Gebietes ſich ändert, wie zu dem Alten
Neues hinzukommt uſw. Naturgemäß berührt der
Ver=
faſſer eingehend die anatomiſchen, morphologiſchen und
phyſiologiſchen Verhältniſſe der Gewächſe und läßt auch
erdgeſchichtliche und andere Fragen, die die
Pflanzen=
kunde berühren, nicht außer Acht.
Sport.
* Frankfurt a. M., 1. März. Der hieſige
Taunus=Klub hat eine Skiabteilung gegründet
mit dem Zweck, den Schneeſchuhlauf im Taunus zu
fördern, ſeine Ausübung zu erleichtern und durch
An=
legen von Skiwegen und Uebungsplätzen den Verkehr in
die richtigen Bahnen zu lenken. Zur Förderung des
Sports ſollen Skikurſe eingerichtet werden.
Rg. Berliner Ringkampfe. Im Etabliſſement
Buggenhagen ſiegte am letzten Abend Schneider=
Luckenwalde über den Neger Illa in 17 Min., während
Altmann=Berlin und Saurer=München 30 Min.
unent=
ſchieden rangen. Ferner warf Schneider=Sachſen in
einem Kampfe außer Konkurrenz in 23 Min. den
Franzoſen Gambier. — Im Zirkus Sarraſani warf
Macdonald=Schottland in 9: 40 Gocktſch=Breslau, Cazeaux=
Frankreich in 11:30 Madrali und Laſſarteſſe=Bordeaux
in 23: 25 Zorn=Berlin. Ferner ſiegte Michailoff=Rußland
über Collon 3:15 und Strenge=Berlin in 3 Min, über
den Littauer Schwarpslies.
Für die Europameiſterſchaft im Ringen,
die am 5., 6. und 7. März in Peſt ſtattfindet, iſt die
ſtattliche Zahl von 82 Nennungen abgegeben worden,
und zwar werden ſich außer ungariſchen und
öſter=
reichiſchen Ringern auch ſolche aus Deutſchland, Schweden,
Dänemark, den Niederlanden und Portugal beteiligen.
Am beſten iſt die Leichtgewichtsklaſſe beſetzt, während
die Schwergewichtsklaſſe nur 10 Meldungen
aufzu=
weiſen hat.
Luftſchiffahrt.
* Bitterſeld, 1. März. Das Luftſchiff „P. V"
ſtieg heute vormittag 10 Uhr 15 Minnten zu einer
Fernfahrt nach Berlin auf. In der Gondel bekanser
Seite 6
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.
Nummer 51.
ſich Oberkeninant Stellug als Kührer und Werkmeiſter
Hausknecht. Die Fahrt geht über Wittenberg,
Jüter=
bog, Luckenwalde, Trebbin, Charlottenburg nach dem
Tegeler Schießplatz; dort landet der Ballon auf dem
Gelände des Luftſchifferbataillons.
* Jüterbog, 1. März. Der Lenkballon „P. V7
hat um 12 Uhr 15 Minnten Jüterbog paſſiert.
** Berlin, 1. März. Der Lenkballon „P. V iſt
um 1 Uhr 55 Minuten in beſter Verfaſſung auf dem
Tegeler Schießplatz glatt gelandet.
* Berlin, 1. März. Das Luftſchiff „M. III‟,
das am 9. Februar bei Mariendorf eine Notlandung
unternehmen mußte, unternahm heute eine neue
Fahrt über Spandau nach Döberitz und Potsdam und
landete dann glatt auf dem Tegeler Schießplatz.
* Paris, 1. März. Profeſſor Painleve teilt in
der „France Militaire” mit, daß der
Militäraus=
ſchuß der nationalen Luftſchiffahrtsliga
mehrere Sitzungen abgehalten habe, in welchen General
de Lacroix ſeine Anſichten über die Verwendung von
Lenkballons zu Kriegszwecken dargelegt habe. General
de Lacroix ging von dem Grundſatze aus, daß vor
allem die ganze Rheingegend zu überwachen ſei.
Die=
ſelbe ſolle in drei Abſchnitte eingeteilt werden, der
erſte zwiſchen Maaß und Moſel in der Richtung von
Köln, der zweite zwiſchen Moſel und Rhein in der
Richtung von Straßburg, und der dritte die Gegend
zwiſchen Straßburg und Baſel umfaſſen. Die zur
Ueberwachung verwendeten Lenkballons würden einen
Flugrayon von etwa 300 Kilometern haben. Die Taktit
hänge mit der Ausrüſtungsfrage zuſammen, die
gegen=
wärtig ſtudiert werde; ſo würden das Lufttorpedo und
verſchiedene andere Erfindungen geprüft. Die
Aero=
plane ſollen mit einem topedoartigen Geſchoß
ausge=
rüſtet werden und gewiſſermaßen die Rolle der
Tor=
pedoboote in der Luftſchiffsflotte ſpielen.
Die Lawinen=Kataſtrophe in Idaho.
H.B. London, 1. März. Ueber das
Lawinen=
unglück in Idaho wird noch gemeldet: Von der
Lawine, deren Getöſe 18 Kilometer von dem Ort der
Kata=
ſtrophe hörbar war, wurde die ganze Stadt Mace
vollſtän=
dig zerſtört und alle ihre Bewohner, ungefähr 100 Perſonen
und 50 Arbeiter verſchüttet. Als die Nachricht von der
Kataſtrophe in der Stadt Walace, 7 Kilometer von dem
Schauplatz des Unglücks entfernt, bekannt wurde, wurden
die Glocken geläutet, um die Bewohner aus dem Schlafe
zu wecken und den Verunglückten zu Hilfe zu eilen. Als
ſie an dem Schauplatz der Kataſtrophe ankamen, fanden
ſie das Tal in einer Länge von nahezu 2 Kilometer durch
Schneemaſſen vollſtändig verſchüttet, aus denen Felsblöcke
und von der Lawine mitgeriſſene Baumſtämme
hervorrag=
ten. Es war wenig vor Mitternacht am Samstag, als
die Lawine über die Stadt niederging. Die Bewohner
lagen in tiefem Schlaf. Seit mehreren Tagen ſchon hatte
in den Bergen ein warmer Wind geweht, der in der
dor=
tigen Gegend Chinook genannt wird. Er hatte die
Schnee=
maſſen ſehr mürbe gemacht. Am Samstag folgte dem
Winde ein Regen. Man hätte annehmen follen, daß die
Bewohner vorſichtiger geweſen und in Erinnerung an die
Kataſtrophe, die vor wenigen Jahren die Nachbarſtadt
Borke heimſuchte, ſich beizeiten in Sicherheit gebracht
hät=
ten. Sie begingen aber die Unvorſichtigkeit, ſich in den
nahen Wald zurückzuziehen, um einer Lawinengefahr zu
entgehen. Sie bezahlten dieſe Unvorſichtigkeit mit ihrem
Leben. Die Lawine kam im Tal nach einem Fall von 300
Metern an. Mit einer furchtbaren Gewalt fiel ſie auf die
Stadt nieder und zerſchmetterte alles, was ſich ihr
entge=
genſtellte. Die Häuſer und die Eifenbahnwagen, in denen
50 Arbeiter kampierten, wurden vollkommen vernichtet. Als
die Retter ihre Arbeiten begannen, ſtellten ſich ihnen faſt
unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen durch die von
der Lawine mitgeriſſenen Felsmaſſen. Trotzdem gelang
es ihnen, 50 Perſonen lebend aus den Trümmern
her=
vorzuziehen. Die Zahl der Toten kann noch nicht genau
angegeben werden. Es ſteht jedoch feſt, daß ſie ſich auf
über hundert beläuft. Wenn man einem Gerücht glauben
darf, dann iſt das Standart=Hotel, in dem 300 Reiſende
logierten, ebenfalls zerſtört. Geſtern iſt in den Bergen
eine weitere Lawine niedergegangen und hat die Stadt
Borke zerſtört. Dadurch iſt die Zahl der Toten und
Ver=
ſchütteten um ein Bedeutendes vermehrt worden. Die
Stadt Borke zählt 900 Einwohner. Die Zahl der
Verun=
glückten würde noch größer geweſen ſein, wenn nicht durch
eine wenige Stunden vorher angeſchlagene Aufforderung
an die Bevölkerung die Mehrzahl der Frauen mit ihren
Kindern ſich auf einen Punkt geflüchtet hätte, von dem
aus ſie vor Lawinengefahr geſchützt waren.
Letzte Nachrichten.
(Wölffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
** Berlin, 1. März. Die „Norddeutſche Allgemeine
Zeitung” ſchreibt: Die Meldung des „Echo de Paris”,
wonach Graf Aehrenthal bei ſeinem Beſuch in
Berlin die Abberufung des deutſchen Botſchafters in
Wien durchgeſetzt habe und deſſen Nachfolger
Staats=
ſekretär von Schön ſein werde, wird von der
dent=
ſchen Preſſe mit Recht angezweifelt. Wir ſtellen feſt,
daß die Angaben des „Echo de Paris” ebenſo frei
er=
funden ſind, wie alle Gerüchte über eine angebliche
Verſtimmung zwiſchen dem dzutſchen Botſchafter in
Wien und Graf Aehrenthal.
* Berlin, 1. März. Oberſtleutnant
Moede=
beck, der ſich um die Hebung und Förderung der
Luftſchiffahrt große Verdienſte erworben hat, iſt
heute vormittag geſtorben.
* Stuttgart, 1. März. Die Strafkammer
ver=
urteilte heute den Mechaniker Oskar Lange von
Mühlberg wegen verſuchter Nötigung, Beleidigung und
übler Nachrede zu fünf Monaten Gefängnis.
Lange hatte an den Grafen Zeppelin, ſowie an
deſ=
ſen Tochter, die Gräfin Brandenſtein, eine Reihe von
Briefen gerichtet, in denen er behauptete, er ſei der
Er=
finder des lenkbaren Luftſchiffes, und das Zeppelinſche
Luftſchiff ſei nur eine Nachahmung ſeiner
Er=
findung.
2 Dresden, 1. März. Die Schpkoladen=und
Kakav=Fabrit Hartwig u. Vogel in
Dres=
den, Bodenbach und Wien wurde in eine
Aktiengeſell=
ſchaft mit ſechs Millionen Mark Aktienkapital
umge=
wandelt.
* Kiel, 1. März. Von zuſtändiger Stelle wird
mit=
geteilt, daß die Brunsbütteler Schleuſe des
Kaiſer Wilhelm=Kanals, deren Tor am Sonntag
nach=
mittag durch den Dampfer „Jeauette” beſchädigt
wurde, voransſichtlich nach etwa vier Tagen wieder in
Betrieb genommen werde.
* Görlitz, 1. März. In dem Görlitzer
Stadthallen=
prozeß wurde der Ingenienr Martini, früherer
Mitinhaber der Firma Martini u. Cv. in Sorau und
jetziger Ingenieur in Dresden, zu drei Monaten
Gefängnis verurteilt. Der Bauführer
Nau=
mann wurde freigeſprochen.
* Wien, 1. März. Das Abgeordnetenhaus
begann die erſte Leſung des Budgets für 1910. Beer
(Soz.) verlangte eine endgültige Abkehr von der die
geſamte Voltswirtſchaft ſchädigenden bisherigen Zoll=
und Handelspolitik und trat für den raſcheſten Abſchluß
der Handelsverträge mit Serbien und den anderen
Balkanſtaaten ein.
* Innsbruck, 1. März. Die Arlbergbahn wurde
abermals durch eine Lawine verſchüttet, ſodaß
Zugverſpätungen von acht Stunden eintraten.
* Innsbruck, 1. März. Der Juriſt Diedrich
Back=
meiſter, Sohn eines Landgerichtsrates in Hamburg,
wird ſeit dem 13. Februar in Tirol vermißt.
* Peſt, 1. März. Einer Meldung des ungariſchen
Korreſpondenz=Burcaus aus Wien zufolge erfolgte in
der heutigen Audienz des Miniſterpräſidenten
Gra=
fen Khuen=Hedervary beim Kaiſer die
Er=
nennung des Grafen Johann Zichy zum Unterrichts=
und Kultusminiſter.
* Paris, 28. Febr. Nach einer Meldung der
„Agence Havas” aus Fez hat der Sultan die
Ab=
kommen mit Frankreich nunmehr vollſtändig
ratifi=
ziert.
* Paris, 1. März. Eine „Havas”note beſtätigt, daß
der Sultan von Marokko auf die von dem
Kon=
ſul Gaillard am 23. Februar überreichten
Forder=
ungen erklärte, dieſe Forderungen würden erfüllt
wer=
den. Zwei Tage ſpäter ſchränkte er die Vollmachten El
Mokris in den Punkten der Anleihe und der Entlaſſung
der türkiſchen Inſtrnkteure ein. Daraufhin teilte ihm
Gaillard mit, die Friſt zur Ratifizierung des
Abkom=
mens ſei abgelaufen und er werde Fez ſofort
verlaſ=
ſen. Jetzt befahl der Sultan endgültig, alle
Forderun=
gen zu erfüllen. Der die Art dieſer Forderungen aus=
Srücklich bezeichnende Brief enthielt auch Abſchriften
der El Mokri gegebenen Vollmachten, die auf die
An=
leihe und auf die Uebereinkommen über die von
Ma=
rokko zu leiſtenden Sicherſtellungen ſich beziehen.
Frankreich wird auch eine Abſchrift der Inſtruktionen
erhalten und eine andere den ſcherifiſchen Behörden
zum Zwecke der Durchführung der Uebereinkommen
gegeben. Endlich ſchreitet der Maghſen zur
Ernennung=
eines Obergrenzkommiſſärs und erklärt, die türkiſchen
Inſtrukteure entlaſſen zu wollen.
* Madrid, 1. März. Der „Correſpondencia de
Espana” aus Sevilla zufolge ſoll der König
be=
abſichtigen, nächſte Woche mit dem Kriegsminiſter
Me=
lilla zu beſuchen.
* London, 1. März. Nach einer Meldung des
„Daily Telegraph” aus New=York hat ſich dort eine
kleine Geſellſchaft gebildet behufs Errichtung einer
An=
lage zur Gewinnung von Diamanten bei
Murfreesboro (Arkanſas), wo ſich die Unternehmer
100 Aeres diamantenhaltiges Feſtland ſicherten.
Inner=
halb drei Jahren, ſeien, dem „Daily Telegraph”
zu=
folge, in dieſem Gebiet 700 Diamanten von 1 bis 6½
Karat gefunden worden.
* Petersburg, 1. März. Hier graſſiert eine
Pocken=
epidemie; ſeit Januar wurden über 400 Fälle
regiſtriert.
* Athen, 1. März. Die Theotokiſten= und
Rhallis=
partei nahm die Reviſionsvorlage,
ausgenom=
men einige Nebenbeſtimmungen, an, unter anderen
die=
jenigen, betreffend die Wahlprüfungen der Kammer
durch den Kaſſationshof. Ueber den Antrag wird im
Laufe der Woche abgeſtimmt.
* Konſtantinopel, 1. März. Wie „La Türquie”
mel=
det, hat der hieſige ruſſiſche Botſchafter dem Miniſter
des Aeußern geſtern erklärt, die Reiſe des Königs
von Bulgarien nach Petersburg bezwecke nur die
Anfrechterhaltung des Status quo auf dem Balkan.
* New=York, 1. März. Nach hierher gelangten
Mel=
dungen verwüſteten die Ueberſchwemmungen,
die infolge Schneeſchmelze und ſtarker Regengüſſe
ein=
traten, in den letzten Tagen mehrere Orte Ohios. Der
Verluſt von mehreren Menſchenleben ſoll zu beklagen
ſein. Mehrere hundert Perſonen ſind obdachlos. Viele
Fabriken beabſichtigen, die Arbeit einzuſtellen. Auch
im nördlichen Teile des Staates New=York ſind infolge
des Steigens des Hudſonfluſſes Ueberſchwemmungen
eingetreten.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Montag früh: Der
Hochdruckrücken über Mitteleuropa brachte geſtern
überall im Großherzogtum Aufheiterung und in der
Nacht ſank infolge Ausſtrahlung die Temperatur nahe
an den Gefrierpunkt, Worms, Gießen — 1‟ Das
Weſt=
tief ſcheint in mehr nördlicher Richtung abzuziehen, hat
aber oſtwärts nach Weſtdeutſchland einen Ausläufer
entſandt, der dort heute früh bereits Regen hervorruft.
Nach ſeinem Vorüberzug rückt von Weſten her wieder
hoher Druck vor und bringt morgen bei Weſtwind
Aufheiterung.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 2. März:
Vorübergehend geringer Regen, ſpäter langſam
auf=
heiternd, ſehr mild.
Heute Frühlingsanfang! Die Meteorologen laſſen
im Gegenſatz zu den Aſtronomen den Frühling mit dem
1. Mirg beginnen, wobei die Temveraturverhiltniſede
Jahres zugrunde gelegt werden.
C.
Intereſſante Mitteilung
für Eltern blutarmer Töchter. Frendenſtadt i. W.
Straßburgerſtraße 488. 29. Juli 1909. Hierdurch teile id
Ihnen mit, daß meine Tochter bei Bleichſucht Ihr Nähr
und Kräftigungsmittel „Bioſon” gebrauchte u. zwar nahn
ſie innerhalb 6 Wochen 2 Cartons. Die Wirkung de=
„Bioſon” war günſtig, denn das Allgemeinbefinden meine
Tochter hat ſich gebeſſert, ſie fühlt ſich gekräftigt u. ſieh
viel beſſer aus. Mit Geſchmack und Bekömmlichkeit wa
ſie recht ſehr zufrieden. Ich kann daher „Bioſon” beſten
empfehlen. Hochachtend! G. D. Bernhardt. Unterſchrif
beglaubigt: Berttram, Notar. Bioſon iſt das beſte un
billigſte Kräftigungsmittel. Paket 3 Mk. in Apotheken un
Drogerien. Man verlange von dem Bioſonwerk Frani
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Winter am dringendsten. Schützen Sie sich dahe
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vor allen schädigenden Einflüssen auf die Stimn
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Heute morgen 3 Uhr verſchied nach kurzem
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Leiden mein innigſtgeliebter Mann
Theodor Anton Götz
Mechaniker
im Alter von 65 Jahren. Freunde und
Be=
kannte bitten wir um ſtille Teilnahme.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Luiſe Götz,
Jacob Götz,
Wilhelm Götz,
Theodor Götz,
Julius Götz,
Babette Götz.
Darmſtadt, den 1. März 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. März,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 51.
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Heute Vormittag entſchlief nach langem
Leiden im 74. Lebensjahre mein lieber Gatte,
unſer treubeſorgter Vater, Bruder und Onkel
Herr Geora Dingeldel
Privatier.
Um ſtilles Beileid bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt (Schießhausſtraße 22),
den 1. März 1910.
(B4669
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
3. März, nachmittags um 4 Uhr, von der
Fried=
hofskapelle des Darmſtädter Friedhofes aus.
Beileidsbeſuche dankend verbeten.
Todes-Anzeige.
Geſtern abend ½11 Uhr verſchied ſanft
nach längerem Leiden im 80. „Lebensjahre
unſere innigſtgeliebte Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter und Tante
(4685
Frau
Margarethe Graf
geb. Merz
Witwe des Lehrers.
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 1. März 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
3. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom
Sterbe=
hauſe, Nieder=Ramſtädterſtraße 57 aus;
Ein=
ſegnung ¼ Stunde vorher.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910,
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Mitteilung, daß heute morgen
½5 Uhr mein lieber Mann, unſer treubeſorgter
Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder,
Schwager und Onkel
(4692
Herr Karl Annacker
Feilenhauermeister
im 59. Lebensjahre an einem Herzſchlage
ver=
ſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eliſe Annacker und Kind,
Greta Ringler, geb. Annacker,
Hermann Ringler und Kind.
Darmſtadt, den 1. März 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. März,
nachmittags ½5 Uhr, vom Sterbehauſe, Karl=
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Nachricht.)
Heute Nachmittag verſchied nach kurzem
ſchweren Leiden unſer guter, unvergeßlicher
Vater, Schwiegervater und Großvater
Herr Peter Guth
Privatier.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Thomas Ploch.
Darmſtadt, 28. Februar 1910.
Karlſtraße 23.
(4645
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 2. März,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des ſtädtiſchen
Friedhofs aus, ſtatt.
ſtraße 47 aus, auf dem Darmſtädter
Fried=
hofe ſtatt.
Nach langem Leiden entſchlief heute ſanft
im 81. Lebensjahre unſere gute Mutter und
Großmutter
(4598
Frau
Henriette Doerlam
geb. Bohland.
Darmſtadt und Heidelberg,
den 28. Februar 1910.
Louiſe Graefe Wwe., geb. Doerlam,
Ida Graefe, geb. Doerlam,
Dr. Fr. Graefe, Profeſſor a. d. Techn.
Hochſchule,
Dr. Fr. Graefe,
Dr. med. Karl Graefe, pr. Arzt,
Lilly Graefe, geb. Roeder.
Die Einſegnung findet Mittwoch, 3 Uhr nachm.,
Heinrichſtraße 154, die Beerdigung Donnerstag
in Marburg a. d. Lahn in der Stille ſtatt.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns ſo ſchmerzlichen Verluſte ſagen wir
Allen unſeren innigſten Dank mit der Bitte, der
Dahingeſchiedenen ein freundliches Andenken
be=
wahren zu wollen.
(*5103
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Geh. Hofrat Dr. Wirtz.
Darmſtadt, März 1910.
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Expedition ds. Bl. erbeten.
geb. Keller.
Darmſtadt, den 1. März 1910.
Kirchliche Nachrichten.
Stadtkapelle. Mittwoch, 2. März, nachmittags
6 Uhr: Paſſionsandacht. Pfarrer Weißgerber.
Johanneskirche. Mittwoch, den 2. März,
abends 8 Uhr: 4. Paſſionsandacht. Pfarrer
Kraus.
Tageskalender.
Großh. Hoftbeater, Anfang 7 Uhr: „Wenn der
junge Wein blüht‟
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Aufführung des Schauſpiels „Andreas Hofer” um
8½ Uhr im Geſellenhaus.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 6 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant „Zur Oper”.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
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Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldarßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
Reimar aber hob ſie mit ſtarkem Arm empor und
ig ſie durch die kleine Pforte, hinaus ins Freie in
* Schloßhof, auf dem der weiße Schnee blutigrot
rchtete von den hellen Fammen, die aus den Fenſtern
5 Schoſſes herausſchlugen.
Er hielt ihren blonden Kopf an ſeiner Bruſt, und
beugte ſich zu ihr hernieder und küßte wieder und
mer wieder ihre Lippen, ihre geſchloſſenen Augen,
d voll jauchzender Seligkeit flüſterte er nur immer
eder:
Mein Weib, mein geliebtes Weib!
Da hob Undine in ſcheuer Zärtlichkeit die Augen
ihm auf, und ein Lächeln ſpielte um ihren Mund,
r. Lächeln, das ihn in einen förmlichen Rauſch
ver=
ite.
Er ſah nicht die vielen Menſchen, die ihn jubelnd
d fragend umringten, daß er gerettet war, er hörte
Ht das Läuten der Sturmglocken, das Praſſeln der
Verſpritzen, das Schreien und Rufen der Menge.
ſah nur Undine. Mochte der Gorlingshof in Trüm=
mer ſinken, er hielt die eine an ſeinem Herzen, Undine.
Mit einem Schrei aber löſte ſie ſich plötzlich aus
ſeinen Armen.
Lorl und Fridrun!
Sie ſtürmte von ihm fort, dem brennenden Schloſſe
entgegen.
Reimar vermochte kaum, ihr zu folgen.
Schauerlich wimmerten die Sturmglocken durch die
Nacht, der Wind raſte mit unheimlicher Macht und
fachte die Flammen immer heller an, ſo daß ihr Schein
weit hinaus auf das Meer leuchtete, über welches
ſchwer und düſter die Wolken jagten.
Nun muß ſich das Verhängnis erfüllen, ſprach Ekke
Thornſen, die Augen ſtarr in die lodernden Flammen
gerichtet. Der Gorlingshof muß untergehen. Das tat
mein Fluch, damals, als mir Marnar Randolt die
Freundestreue brach. Ich ſah die Nebelfrau in den
Turm ſchreiten. Unheil kündet ihr Weg.
Olaf Thornſen, der ſich unermüdlich an den
Löſch=
arbeiten beteiligte, ſchob den Alten beiſeite.
Geht zur Ruhe, Vater, hier iſt kein Platz für Euch.
Da lachte Ekke Thornſen hart auf.
Hier bin ich König, ſagte er hoheitsvoll, die Hand
mit dem Krückſtock den Flammen entgegenhaltend, denn,
mein iſt die Rache, ſpricht der Herr.
Dann ain er ſiſt des dout gſeit, von banten,
der Wiedingharde zu
Unheimlich klang ſein Schritt die verödete
Dorf=
gaſſe entlang, die der Feuerſchein hell erleuchtete.
Tjalda, die Alte, ſollte das Haus rüſten. Die
Toch=
ter der Frau, die er geliebt, und des Mannes, der ihn
betrogen, würde zu ihm kommen, zu ihm, Ekke
Thorn=
ſen, und um Obdach bitten.
Ihr Einzug in ſein armſeliges Haus ſollte ihr
ge=
ſegnet ſein.
Ebbo Klas war, nachdem Undine ſo energiſch an
ſeiner Tür gerüttelt, zur tatkräftigen Hilfe herbeigeeilt.
Umſichtig gab er ſeine Befehle. Er ſelbſt
telepho=
nierte nach der Stadt um Hilfe. Das ganze Dorf war
lebendig. Alle drängten herzu, mit ſtarkem Arm zu
helfen. Die Waſſereimer flogen von Hand zu Hand.
Die Schläuche der Handſpritzen waren in unausgeſetzter
Tätigkeit, aber bald ſah Ebbo Klas die Unmöglichkeit
ein, das Schloß zu retten. Schon hatte das verheerende
Element den neuen Flügel des Gorlingshofes ergriffen.
Ein großer Teil der Leute war angewieſen, das
koſt=
bare Silberzeug, die wertvollen Möbel und vor allem
das Vieh zu retten, deſſen angſthaftes Brüllen ſich
ſchauerlich in den Klang der Sturmglocken miſchte.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.
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Landwehrstr. 19. Tolefon 76
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Blitz, D. R.=P., faſt neu, billig zu v
Neue Niederſtraße 11
B4532)
Ein unbeſchreiblicher Dumuit berſcht. Sobald ihn
Undine geweckt, hatte er ſich überzeugt, dß Lorl in
Un=
dines Zimmer feſt ſhlief. Des Knd ſchien ihm
vor=
läufig dort am ſicherſten, und nachdem er die Wärterin
herbeigerufen und ihr auf die Seele gebunden des
Kind nicht zu verlaſſen, ſtieg ihm plötzlich der qualvolle
Gedanke an Fridrun auf. Wo war ſie? Umſonſt hatte
er ſchon alle Zimmer, aus der die Schiffer jetzt Möbel
und allerlei Gerät ſchleppten, durchforſcht.
Die Spritzen aus der Stadt raſſelten jetzt auf den
Hof.
Sind Menſchen gefährdet? ging die Frage von Mund
zu Mund.
Ich glaube nicht, gab Ebbo Klas zurück, denn er hatte
inzwiſchen erfahren, daß Graf Reimar durch Undine aus
dem Turm befreit war, doch vermiſſen wir noch die
Grä=
fin Fridrun Randolt.
Die Feuerwehrleute erhielten ihre Befehle.
Ebbo Klas ging noch einmal ſelbſt auf die Suche. Das
ganze Haus war von Rauch erfüllt. Da hielt er es doch
für geraten, Lorl erſt in Sicherheit zu bringen. Er legte
das jetzt erwachende, leiſe weinende Kind in Olaf
Thorn=
ſens Arme und fragte:
In die Wiedingharde, Olaf Thornſen?
Der ſagte:
Man zu. Die anderen können nachkommen.
Dann trug er ſorglich das kleine Geſchöpf ſeinem
ſtil=
ken Heim zu. Die Wärterin folgte ſchluchzend und laut
klagend.
elch eine fürchterliche Nacht.
Jetzt aber ſtieg doch in Ebbo Klas eine heiße Angſt
empor. Wo war Fridrun? Alle Zimmer, jeden Winkel
hatte er abermals durchforſcht. Wo konnte ſie weilen?
Warum verbarg ſie ſich? Warum war ſie nicht bei den
an=
deren?
Fridrun! rief er laut. Gräfin Fridrun!
Der immer dichter werdende Rauch machte ſeine
Stimme heiſer. In plötzlichem Impuls riß er die Tür zu
Lorls Schlafzimmer auf, in das er bis jetzt, da er es leer
glaubte, noch nicht gekommen war, und da ſah er beim
Schein der Ampel in der dunkelſten Ecke eine weibliche
Ge=
ſtalt am Boden kauern.
Wirr hing ihr das braune, aufgelöſte Haar über das
blaſſe Geſicht. Das lang herabfließende, ſchwere
Krepp=
kleid hing zerfetzt am Boden. Die Hände waren tief in
die ſeidenen Tapeten der Wand gekrallt, und die Augen
ſtierten ihm voll irrer Angſt entgegen.
Fridrun! ſchrie Ebbo Klas entſetzt auf. Um Gottes
Willen kommen Sie. Was tun Sie hier?
Sie ſah ihn mit irrem Lächeln an.
Iſt er tot? fragte ſie neugierig. Sagen Sie doch die
Wahrheit, Sie, der Sie die Wahrheit ſo über alles lieben.
Niemand iſt tot, kommen Sie doch, ich bitte Sie.
Fridrun ſchüttelte wehmütig den feinen Kopf.
Ich weiß es beſſer, flüſterte ſie geheimnisvoll. Lorl
iſt tot! Ich wollte ſie retten, nur Lorl! Alle anderen
ſollten ſterben, aber Lorl iſt nicht da. Lorl muß ſterben.
In den Flammen muß mein Kind ſterben, die ich
entzün=
det habe. Was ſtarren Sie mich denn an? Lachen Sie
doch oder weinen Sie über mich, Sie, der Sie immer ſo=
gut waren, der mich beſſer machen wollte, und der ni
wußte, wie ſchlecht ich ſein konnte.
Gräfin! ſchrie Ebbo Klas voller Entſetzen. Sieſ
krank. Kommen Sie, oder ich trage Sie mit Gen
hinaus. Wir erſticken hier faſt.
Rühren Sie mich nicht an, rief Fridrun mit blitzen:
Augen, ſich wieder ganz am Boden zuſammernkauer
Sie ſollen Ihre ſchönen, reinen Hände nicht beflecken.
wie luſtig das brennt. Ich höre die Flammen kniſte
Und er kann nicht hinaus, der mich verſchmähte, der
Steine für meine Liebe bot. Aber ſie wird ihn auchn
beſitzen, dieſe ſchöne, ſtolze Undine, die ſo mitleidig läck
daß ich ein Herz habe und geliebt ſein will, ſie ſoll ihn e
nicht haben. Das Licht hielt ich empor an den Vorh
über der Ahnin Bild. Die Nebelfrau weiß es. Mit ih
glühenden Augen ſah ſie mich an. Hui, wie die Au
brannten, und wie die Flammen emporzüngelten. 1
nun wird man kommen und mich ſtrafen. Mögen ſie d
ich lache, lache über ſie alle!
Ohne ein Wort zu ſagen, riß Ebbo Klas jetzt die z
Geſtalt der ſich Wehrenden in ſeine Arme.
Sie ſträubte ſich wild, aber mit eiſerner Gewalt k
er ſie umfangen und trug ſie hinaus.
(Schluß folgt.)
-Kurprin 2
Abu Sekin 6
Fürsten
Bristol 2
Cigareiten-Fabrik „Kios‟o E. Robert Böhme, Dresden.
Cieferant der französischen Cabak-Regie.
Nummer 51.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.‟
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 goldener Ring mit weißen und blauen Steinen. 1 ſilberne
Herren=
lemontoiruhr mit ſilberner Kette. 1 goldener Siegelring mit rotem Stein. 1
Pferde=
daarſchneidemaſchine. 1 goldener Ring mit hellem Opal und 2 Steinchen. 1 Halskette
rit Herzchen. 1 Nickel=Uhr mit Kette. 1 goldener Ring mit rotſchimmerndem Stein.
goldener Ring mit rotem Stein. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel. 1 Double=Ring
rit rotem Stein. 1 braunes Handtäſchchen mit 2 Schlüſſeln und einigen Pfennigen
nhalt. 1 goldener Anhänger mit 1 grünen und 2 roten Steinen. 1 Verbandsbuch,
uf den Namen Ludwig Dietz lautend. 1 großer Schlüſſel und 1 Türdrücker (
zuſammen=
ebunden). 2 Hundemarken mit den Nrn. 8140 und 9930. 1 ſchwarze Weſte mit weißen
Streifen. 1 braunes Frauen=Jackett. kleine ſchwarze Damen=Pelzkragen. 1 gelbes
andtäſchchen mit einem Knäuel Strickgarn. 1 großer Schlüſſel. 2 Notizbücher (im
rpheum liegen geblieben). 1 weißes Spitzen=Taſchentuch. 1 weißwollenes
Umhänge=
ich. 1 ſchwarze dreireihige Perlenhalskette. 1 Dienſtbuch, auf den Namen Marie
auck lautend. 1 kleines leeres Kinder=Portemonnaie. 1 Kinder=Schirm mit braunem
katurgriff. 1 Portemonnaie mit 16 Pfennigen Inhalt.
Von der Direktion des ſtädtiſchen Hallenſchwimmbads abgeliefert: 1
grau=
inener Unterrock mit blauer Borde. 1 Paar gelbe Damen=Halbhandſchuhe.
Paar
hwarze Damen=Handſchuhe. 1 Paar weiße Damen=Handſchuhe. 1
Hundemarke mit
er Nr. 233 und Ring. 1 Paar Hoſenklammern. 1 Radfahrer=Luftpumpe. 1
Finger=
ägel=Reiniger. 1 Taſchenmeſſer. 1 graues Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 rotes
ortemonnaie mit einigem Inhalt. 1 kleines gelbes Etuis. 1 kleiner roter Kamm.
großer ſchwarzer Kamm. 1 Schnurbartbürſte mit Futteral. 1 Handtuch, gez. A. O.
goldener Zwicker. 2 gelbe kleine Haarpfeile. 1 brauner Haarpfeil. 1 Ketten=Armband.
gelbe Metallbroſche. 1 kleine Nadel (Veilchen). 1 goldener Ring mit blauem Stein.
ſilbernes Kollier mit Kette.
Sicherheitsnadel mit weißem Stein. 2 Paar Herren=
Nanſchetten mit Knöpfen. 1 Taſchentuch.
Verloren: 1 grünliches Portemonnaie mit etwa 5 Mk. Inhalt. 1 Rolle Noten.
goldene Broſche mit einem Hufeiſen und 1 kleinen hellen Steinchen. 1 ſchwarzer
amt=Gummigürtel. 1 kleines grünes Portemonnaie mit etwa 50 Mk. Inhalt. 1 gold.
röſchchen mit gezacktem Rand und Frauenbild. 1 mattgoldenes Ketten=Armband.
goldenes Ketten=Armband mit 8. 2. 07. 1 großes braunes Portemonnaie mit 19,11 Mk.
nhalt. 1 ſchwarzſeidener Schal. 1 gelbes Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 goldene
kadel mit lila Stein. 1 Herren=Schirm mit graublauem gebogenen Griff. 1 ſchwarzer
amt=Gummigürtel. 1 goldenes Kollier mit 1 gelben und 1 lila Stein. 1 kleiner
rauner Damen=Pelz. 1 goldener Ring in Schlangenform, auf dem Kopf Brillanten,
ie Augen ſind Rubinen. 1 grauledernes Portemonnaie mit 70—80 Mk. Inhalt. 1 Paar
hwarzſeidene Damen=Handſchuhe. 1 ſchwarze Kragenbinde. 1 braunes Damen=
Porte=
ionnaie mit 11 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Remontoir=Uhr mit 1 Stück Kette. 1
Studenten=
egitimationskarte, auf den Namen Mindlin lautend. 1 großes viereckiges gelbes
zortemonnaie mit 7,81 Mk. Inhalt. 1 Päckchen grauer Stoff. 1 blauer Samt=
Gummi=
ürtel. 1 kleines graues Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 altes Portemonnaie mit
—8 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Damen=Remontoiruhr. 1 goldener Ring mit rotem Stein
id kleinen Perlchen. 1 älteres Portemonnaie mit 1 Zwanzigmarkſtück und Nickelgeld.
Damen=Zwicker mit Horngeſtell. 1 Perlentaſche mit 1 Schlüſſel und 1
Abonnements=
irte fürs Schwimmbad. 1 Paar braune neue Glacéhandſchuhe und 1 Paar graue
ollene Pulswärmer. 1 ſchwarzer Damen=Regenſchirm mit ovalem Griff. 1 ſchwarzes
amen=Portemonnaie mit über 20 Mk. Inhalt. 1 braunes Damen=Portemonnaie mit
Mk. Inhalt. 1 großer ſchwarzbrauner Pelz. 1 Opernglas. 1 ſchwarzſeidener Beutel
it Taſchentuch, gez. A. H. und Portemonnaie mit 30—40 Pfennigen Inhalt. 2 Paar
eue weiße Damen=Glacéhandſchuhe. 1 Damen=Regenſchirm mit Stahlſtock und Griff.
ſilberne Herren=Uhr, auf dem Rückdeckel O. M. gezeichnet.
Zugelaufen bei Privaten: 1 ſchwarze Katze.
Entlaufen: 1 ſchwarze Katze (vor 2 Monaten, 20 Mk. Belohnung dem
Wieder=
inger). 1 ſchwarze Katze (10 Mk. Belohnung dem Wiederbringer). 1 ſchwarze Katze
it weißer Bruſt und Schnauze.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(4590
t geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
nden ſich: 1 ſchott. Schäferhund, 2 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
erden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
ig, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Der Heſſiſche Diakonieverein (E. V.) Darmſtadt
empfiehlt ſein
Seminar für Fröbel’ſche Kinderpflegerinnen —
verbunden mit Haushaltungsſchule und Penſionat.
1) Ausbildung in der Haushaltung, ½ Jahr. . .
Schulgeld 60 Mk.
in der Kinderpflege, 1 Jahr,
80 „
„
„
für den Beruf der Kinderpflegerin,
„
120
1½ Jahr,
„
Penſion im Hauſe,
600
Der neue Kurſus beginnt am 5. April 1910. Anfragen und Anmeldungen an
e Leiterin Frl. E. Klenner, Eichbergſtraße 26, oder an die Geſchäftsſtelle des
Diakonievereins” Pfr. B. Rehwald, Frankfurterſtraße 40. Telephon 681.
In dem mit dem Seminar verbundenen Kindergarten können zu Oſtern einige
inder neu aufgenommen werden.
(4396sms
Faselochs=Versteigerung.
Freitag, den 4. März 1. Js., nachmittags 1 Uhr,
ird auf dem Gemeindebureau zu Ober=Beerbach ein zur Zucht untauglich gewordener
aſelochſe verſteigert. Derſelbe iſt bei Herrn Peter Plößer V. in Schmal=Beerbach in
nterhaltung und wolle man ſich wegen der Beſichtigung an Herrn Plößer wenden.
Ober=Beerbach, am 25. Februar 1910.
(4515im
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Beerbach.
Koch.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 2. März 1910, nachmittags 3 Uhr,
erden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe):
verſchiedene Möbel, darunter Betten, Nachtſchränkchen, Waſchkommoden,
Schränke, Divans, Büfetts, Vertikos, Spiegel, Bilder, Schreibtiſche,
Plüſch=
garnitur, Bücherſchränke, Pianinos, ferner ca. 100 Meter Serge und
Seiden=
ſtoffe, 19 Ballen ſchwarzes und graues Futterleinen, 5 Ballen Tiſchzeug,
Fahr=
räder, Fleiſchmaſchine, Eisſchränke, Ladentheke, 1 Kaſſenſchrank, 100
Bilder=
leiſten, 5000 Anſichtskarten und ca. 9000 Zigarren,
Hangsweiſe, ferner auf freiwilliges Anſtehen wegen Aufgabe des Haushaltes:
1 Kücheneinrichtung, 1 Waſchtiſch, 1 Nachttiſch, 1 Sofa, Stühle,
ver=
ſchiedene Tiſche, 1 Nähmaſchine, Bücher= und Eckbretter, Kleiderſtänder,
Teppich, Waſchbütten, 1 Barometer, 1 Gasherd und verſchiedenes andere
erſteigert.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Gegenſtände findet beſtimmt ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
349)
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 2. und Donnerstag, den 3. März 1910,
n ganzen Tag geöffnet, freihändiger Verkauf zu Auktionspreiſen folgender Gegenſtände:
Vollſtändige Betten, eiſerne und hölzerne Bettſtellen mit Matratzen, eine Partie
Stühle, teils gevolſtert, kleine runde und ovale Tiſche, 7 Kleiderſchränke, 4 Sofas,
2 Spiegel, 3 Lsaſchkommoden, 2 Vertikos, 1 Damenſchreibtiſch, Nachttiſche,
Zeichentiſch, 1 Waſchmaſchine und Mange, eine Partie Teller und Gläſer,
Aſchenbecher, Meſſer und Gabeln und ſonſtiges Wirtſchafts=Inventar, 1
Glas=
abſchluß.
Ferner: 3 vollſtändige Hobelbänke, eine Partie nußb. Fourniere, Leim,
Kehlhobel, Schrauben, Oberlichtſchnepper, Feilen, Winkel, Bänder, Basquillen,
(4588
Schraubzwingen u. a. m., für Glaſer und Schreiner geeignet, im
Auktionslokal Magdalenenstrasse 7.
Johannes Krummeck, Auktionator und Taxator.
Verſteigerungs=Anzeige.
Donnerstag, den 3. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
60 Zentner Heu, 1 Spiegelſchrank, 1 Warenſchrank, 2 Kleiderſchränke, 1
For=
mularſchrank, 1 Weißzeugſchrank, 1 Nachtſchränkchen, 1 Tafelklavier, 11 Paar
Hausſchuhe, 6 Reisbretter, 1 Bett, 2 Diwans, 2 Sofas, 3 Seſſel, 2 Vertikos,
3 Kommoden, 1 Nähmaſchine, 1 Fahrrad, 1 Regulator, 60 Geſchäftsbücher,
1 Vorplatzgeſtell, 1 Theke, Tiſche, Stühle, Bilder, Spiegel u. a. m.
(4688
Darmſtadt, den 1. März 1910.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
Autzholz-Verſteigerung Nr. NIII.
(Stadtwald.)
Montag, den 7. März I. Js., morgens 9 Uhr,
wird im Saal hieſiger Turngemeinde, Woogsplatz 5, aus der Forſtwartei
Heilig=
kreuz (Forſtwart Hofmann, Hirſchköpfe, hier) in den Diſtrikten: Woogsberg 37 und 40,
Nachtweide 43, 44 und Rücksbrünnchen 49 ſämtliches dort an folgenden Schneiſen:
Woogsberg=, Bernhardsackerſchneiſe, Brunnersweg=, Nachtweide= und Faſanerieweg,
Judenpfad lagernde Nutzholz — 215, 21 fm verſteigert:
Eichen=Stämme: 2 St. I. Kl. — 7.17 fm Buchen=Stämme: 3. St. III. Kl. — 2.41 fm
„ II. „ — 0.59
„ IV. „ = 2.49 „
10 „ III. „ — 9.58 „ Fichten=
2„
„ — 7.62 „
25 „ IV. „ — 18.24 „
16 „, II. „ — 28.65 „
„ V. „ — 3.32 „
26½, III. „ — 36.35 „
9 „ VI. „— 3.10 „
52
„ IV. „ — 59.76 „
Hainbuchen=
57
, V. „ — 0.66 „
V. „ — 33.48
5 „ VI. „ — 1.17 „ Fichten=Derbſtangen 2 St. — 0.34 fm.
„
Birken=
VI. „ — 0.28
Das Holz iſt in ſeinen ausſchlaggebenden Klaſſen qualitätvoll und gut
abzu=
fahren; zugleich wird bemerkt, daß es die letzte Stammholz=Verſteigerung aus der
dies=
jährigen Ernte iſt. Nummernverzeichniſſe werden nicht ausgegeben.
(4317sm
Darmſtadt, den 21. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holzverſteigerung
im Domanialwald Frankenſtein.
1. Dienstag, 8. März, vormittags 9 Uhr aus Keltersgrund, Sauſteige,
Sommersgrund und Kieſelgrund. Zuſammenkunft am neuen Pflanzgarten im
Kelters=
grund, Abt. 12.
Buche: 309 rm Scheit, 146 rm Knüppel, 33 rm Reiſig, 48 Hdt. Wellen, 30 rm
zerkl. Stöcke, 82 rm grobe Stöcke. Eiche: 4 rm Knüppelreiſig. Kiefer: 7 rm
Scheit, 13 rm Knüppel, 20 rm Knüppelreiſig, 11 rm Stöcke (grob).
2. Mittwoch, 9. März, vormittags 10 Uhr zu Forſthaus Frankenſtein das
Bau= und Nutzholz:
Stämme: 5 Buchen II. u. III. Kl. (40—55 cm D.) — 5,41 fm, 16 Buchen
IV. Kl. (30—39 cm D.) — 9,92 fm, 5 Buchen V. u. VI. Kl. — 0,66 fm, 11 Eichen
VI. Kl. — 2,44 fm, 9 Birken — 0,70 fm, 4 Akazien — 0,27 fm, 37 Lärchen
— 6,53 fm, 6 Weißtannen — 1,68 fm. Derbſtangen: 2 Eichen, 16 Buchen,
80 Birken — 2,72 fm, 6 Akazien, 126 Lärchen — 8,10 fm, 3 Fichten, 4
Weiß=
tannen. Reißſtangen: 7 Birken, 25 Lärchen. Nutzknüppel: 2 rm Eichen,
4 rm Akazien.
Das Bau= und Nutzholz lagert im Keltersgrund und Schindkaute, (Buchen)
Sommersgrund, (Lärchen) Kohlwald.
Das Bau= und Nutzholz wollen die Kaufliebhaber vorher anſehen.
Auskunft erteilt Großh. Forſtwart Klöpper zu Forſthaus Frankenſtein.
Eberſtadt, 25. Februar 1910.
(4592
Großherzogliche Oberförſterei Eberſtadt.
Joſeph.
Nutzhol==Verſteigerung.
Dienstag, den 15. März, von vormittags 10¼ Uhr ab, werden im
Gaſt=
hauſe von F. Lehr zu Altheim aus den Domanialwald=Diſtrikten Ober= und
Mittel=
forſt verſteigert:
Stämme und Abſchnitte: 1 Eiche I. Kl. — 4,28 fm, 9 desgl. II. Kl. —
11,14 fm, 43 desgl. III. Kl.
41,26 km und 109 desgl IV.—VI. Kl. —
63,87 fm; 2 Eſchen IV. u. VI. Kl. — 0,62 fm; 1 Ulme III. Kl. — 1,36 fm,
2 desgl. VI. Kl. — 0,28 fm; 6 Buchen II. u. III. Kl. — 8,26 fm; 8 Kiefern
I. u. II. Kl. — 9,53 fm, 30 desgl. III. u. IV. Kl. — 23,66 km; 36 Lärchen
IV. u. V. Kl. — 13,21 fm; 1 Fichte I. Kl. — 4,41 fm, 5 desgl. II. Kl.
15,74 fm, 3 desgl. III. Kl. — 5,72 fm. Derbſtangen: 3 Eſchen — 0,12 fm.
Das Holz lagert 2—4 km von den Bahnſtationen Altheim und Dieburg entfernt.
Stammholz=Verzeichniſſe werden vom 5. März ab auf Anforderung von
unterzeich=
neter Stelle koſtenlos abgegeben. — Der Großh. Förſter Schott zu Altheim und
Forſtwartaſpirant Frank zu Richen zeigen das Holz auf Wunſch vor.
Dieburg, den 25. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Dieburg.
Hofmann.
(4591
Sammm und Brenmnelz Verstelgerunge
Montag, den 7. und Mittwoch, den 9. März I. J., vormittags 10 Uhr
anfangend, werden im Klein=Zimmerner Gemeindewald folgende Holzſortimente
verſteigert:
A. Stammholz.
5 Buche — 1,13 Feſtmeter Inhalt
4 Eiche — 2,21
,
139 Fichte — 60,54
*28 Fichten=Derbſtangen.
B. Brennholz.
Scheiter: 8 rm Buche, 12 Eiche, 8 Erle, 2 Birke, 5 Fichte
13
Knüppel: 4
11
„ 44 Kiefern
Wellen: 140 Stück Hainbuche, 110 Eiche, 155 Erle, 57 Fichte.
Stöcke:
rm Buche, 4,5 Eiche, 29 Fichte, 11 Kiefern.
Zuſammenkunft bei Gaſtwirt Schneider.
Bemerkt wird, daß am erſten Tage nur Stammholz zum Ausgebot kommt.
Das Stammholz iſt ſehr ſchön und von guter Qualität, lagert ¼ Stunde von der
Bahnſtation Meſſel und iſt gut abzufahren.
Klein=Zimmern, am 28. Februar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Klein=Zimmern.
Kiefer.
(4596md
Nutzholz-Verſteigerung.
Freitag, den 11. März I. Js., vormittags 9 Uhr
anfangend, werden im Gundernhäuſer Gemeindewald öffentlich verſteigert:
Stämme: Eichen 2 St. — 1,72 fm, Eſchen 70 St. — 9,77 fm, Ahorn 3 St.
— 0,56 fm, Kiefern 35 St. — 20,60 fm, Lärchen 12 St. — 3,63 fm, Fichten
377 St. — 154,54 fm: Derbſtangen: Eſchen 138 St. — 10,80 km, Ahorn 1 St.
— 0,11 fm, Fichten 189 St. — 19,21 fm, 17 St. Fichten=Reisſtangen — O,27fm.
Die Zuſammenkunft iſt in Abt. 5 an der Viehtrieb am Eingang des Waldes.
(4666md
Gundernhauſen, am 1. März 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Gundernhauſen.
Schütz.
Seite 124
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910.
Nummer 51.
Bekanntmachung.
Nach den für Abgabe von Waſſer aus
dem Waſſerwerk beſtehenden Satzungen
werden als Groß=Abnehmer angeſehen
diejenigen Induſtriellen, Gewerbetreibenden
und Grundſtückbeſitzer, welche pro Jahr
mehr als 1000 Kubikmeter Waſſer
ver=
brauchen und ſich vor Beginn des
Verwal=
tungsjahres hierzu auf ein Jahr
verpflich=
ten. Es iſt hierbei gleichgültig, ob der
Waſſer=
verbrauch an einer Stelle ſtattfindet, oder
ob der Abnehmer mehrere eigene
Verbrauchs=
ſtellen beſitzt. Im letzteren Falle wird er
indeſſen zum Erſatz der Koſten
herange=
zogen, welche der Stadt durch die
Ausfüh=
rung der weiteren Zuleitung nebſt
Waſſer=
meſſern uſw. erwachſen ſind.
Diejenigen Waſſer=Abnehmer, welche
ge=
mäß dieſer Beſtimmungen im
Verwaltungs=
jahr 1910 auf den Groß=Abnehmerpreis
Anſpruch zu machen gedenken, werden
er=
ſucht, bindende ſchriftliche Erklärung bis
Ende ds. Mts. an die Städtiſche
Waſſer=
werksverwaltung gelangen zu laſſen.
Die ſeitherigen Groß=Abnehmer ſind,
bei weiterer Beanſpruchung des Groß=
Ab=
nahmepreiſes, zur Erneuerung ihrer
Er=
klärung innerhalb gedachten Termins
ver=
bunden.
(4603a
Denjenigen Abnehmern, welche keine
Er=
klärung abgeben, wird das Waſſer im
Ver=
waltungsjahr 1910 zum gewöhnlichen Preis,
beziehungsweiſe zur feſtgeſetzten
Minimal=
taxe berechnet.
Darmſtadt, 1. März 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
An unſer Handelsregiſter, Abteilung A,
0 wurden folgende Einträge vollzogen:
Am 18. Februar 1910.
Neu eingetragen die Firma:
Julius Kahn, Darmſtadt.
Inhaber: Julius Kahn, Kaufmann in
Darmſtadt.
Am 23. Februar 1910.
Neu eingetragen die Firma:
Beſſunger Apotheke Julius Eller,
Darmſtadt.
Inhaber: Julius Eller, Apotheker in
Darmſtadt.
Am 24. Februar 1910.
Hinſichtlich der Firma:
Richard Buſch, Darmſtadt.
Geſchäft und Firma ſind auf Albert
Funke, Ingenieur, und Joſef Schädel,
Kaufmann, beide in Darmſtadt, als
per=
ſönlich haftende Geſellſchafter übergegangen,
die das Geſchäft als offene
Handelsgeſell=
ſchaft weiter betreiben. Die Geſellſchaft hat
am 20. Februar 1910 begonnen.
Der Uebergang der in dem Betriebe des
Geſchäfts begründeten Forderungen und
Verbindlichkeiten iſt bei dem Erwerbe des
Geſchäfts durch Albert Funke und Joſef
Schädel ausgeſchloſſen.
(4594
. Am 25. Februar 1910.
Gelöſcht die Firma:
Acker & Gerlach, Darmſtadt.
Darmſtadt, den 28. Februar 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handelsregiſter, Abteilung B,
J wurde heute eingetragen hinſichtlich der
Firma:
„Adler” Heſſiſche
Lebensverſiche=
rungsbank a. G. in Darmſtadt.
Die Vertretungsbefugnis des Liquidators
Steinfeld iſt beendigt.
Die Liquidation iſt beendigt und die
(4593
Firma erloſchen.
Darmſtadt, den 25. Februar 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Die Holzverſteigerungen Nr. XV, XVI u.
XVII ſind genehmigt und können die
Ab=
fuhrſcheine vom 2., 7. und 8. März I. Js.
ab bei der Stadtkaſſe in Empfang
genom=
men werden. Ueberweiſung findet je einen
(4595
Tag darauf ſtatt.
Darmſtadt, 28. Februar 1910.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Großherzogliches Hof=Cheater.
Die Einſendung aller noch rückſtändigen Koſtenrechnungen über Leiſtungen und
Lieferungen für das Großherzogliche Hoftheater und die Hofmuſik wird bis zum
9. März 1910 erbeten.
Für jede Rubrik ſind die in doppelter Ausfertigung einzureichenden
Koſten=
rechnungen getrennt aufzuſtellen. Die bezüglichen Beſtellſcheine müſſen beigefügt
werden. Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können erſt bei der
nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden.
Darmſt adt, den 25. Februar 1910.
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Großherzogliche Hoftheater= und Hofmuſik=Direktion.
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Bekanntmachung.
Mittwoch, den 30. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Eva Diefenbach dahier
ſtehende Liegenſchaft:
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Nr. qm
II 710¼/10 586/10 Hofreite
Kies=
ſtraße 18,
II 713½/10 367 Holzplatz daſelk
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteie
werden.
(K15/1
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtad
Müller.
(L3632,
Bekanntmachung.
Mittwach, den 9. März 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Karl Friedrich Geyer 1
deſſen Kindern dahier zugeſchriebene
genſchaft:
Flur Nr.
qm
VIII 469/100 399 Hofreite Landskr
ſtraße 41,
in unſerem Geſchäftszimmer, Wittma
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werder
Die Genehmigung der Verſteigerr
wird auch dann erfolgen, falls ein
Schätzung entſprechendes Gebot nicht
gelegt wird und andere rechtliche Hini
niſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt
(Beſſungen).
Frantz.
(L362.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 13. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Friedrich Fey Witwe und i
Ludwig Fey dahier zuſtehende Liegenſch
Flur
qm.
Nr.
IV 276//10 137 Hofreite
Kranich=
ſteinerſtraße,
IV 2767/10 167 Grabgarten daſe
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſtei=
werden.
(K28/1
Darmſtadt, den 24. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtad
Müller.
(L4642,6
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Kurſe vom 1. März 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Jf. Staatspapiere. In Proz=
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 93,90
84,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 102,25
3½ do. Conſols . . . . 93,90
84,90
do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,90
93,70
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,80
93,40
do.
3½
83,80
do.
4 Hamburger Staatsanl. 101,60
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,60
92,70
do.
3½
81,98
do.
3 Sächſiſche Rente .
84,50
4 Württembergerv. 1907 101,75
94,00
do.
3½
5
Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾/ Griechen v. 1887 . . 47,80
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 99,40
do. Goldrente . . 100,30
do. einheitl. Rente
3 Portug. unif. Serie I 65,30
do. unif. Ser. III 66,25
3
Spezial . 12,40
3
do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,40
v. 1890 . . 94,80
do.
do.
v. 1905 . .
4 Ruſſen v. 1880 ₰ . . . 91.70
In Proz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,60
do. v. 1905 . . . . 100,10
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 88,30
do. unifiz. v. 1903 94,80
4 Ungar. Goldrente . . 96,00
4 do. Staatsrente . 93,70
5 Argentinier . . . . . . 101,00
do.
91,90
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,30
5 Chineſ. Staatsanleihe 103,00
100,00
do.
4½
98,30
4½ Japaner .
Innere Mexikaner . . 101,50
do.
Gold=Mexikan. v. 1904 97,10
5 Gold=Mexikaner . . . 103,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 139,70
4 Nordd. Lloyd . . . . 105,80
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,80
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 600
Einz. Mk. 408 111,90
4 Baltimore & Ohio . . 112,60
4 Gotthardbahn . . . .
In Proz.
Zf.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,80
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,40
4 Pennſylvama R. R. 133,20
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 192,00
Werger=Brauerei . .
82,00
Bad. Anil.=u. Sodafabrik 434,50
Fabrik Griesheim . . . . 258,75
Farbwerk Höchſt . . . . . 448,25
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . .
Lahmeyer . . . . . . . . . 110,75
Schuckert . . . . . . . . . 134,70
Siemens & Halske . . . 238,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 376,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 243,20
Gelſenkirchen . . . . . . . 213,80
Harpener . . . . . . . . . 199,20
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 222,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
Pfälzer Prt. . . . . . 101,20
do.
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . —
ſteuerfrei .
4
do.
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,30
do.
99,80
alte
do.
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,75
do.
do.
59,20
(10
Raab=Oedenburger . . 76,40
88,90
4 Ruſſ. Südweſt. . . .
4 Kronpr. Rudolfbahn ! 99,90
In Proz.
Zf.
76,50
24/10 Livorneſer . .
4 Miſſouri=Paciſic . . . 82,50
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,80
5 Anatoliſche Eiſenb. . . —
5 Tehuantepec . . . . . 102,70
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 180,00
4 Darmſtädter Bank . . 137,30
4 Deutſche Bank . . . . 257,40
4 Deutſche Vereinsbank 128,50
4 Diskonto=Geſellſchaft . 196,90
166,50
4 Dresdner Bank . . .
4 Mitteldeut. Kreditbk. 120,50
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 128,50
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,40
4 Reichsbank . . . . . . 147,75
Rhein. Kredit=Bank 136,90
4
4 Wiener Bank=Verein 140,40
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . . . 92,80
3½
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
91,50
do.
3½
Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
4,
do.
92,60
3‟
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,50
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
do. (unk. 1914) 92,00
3½
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
93.80
do,
3½
InProz.
Jf.
Städte=
Obligationen
Darmſtadt . . . . . . 100,50
3½ do.
4 Frankfurt . . . . . . . 101,20
95,50
3½ do.
Gießen . . . . . . . . 101,00
do.
3½
4 Heidelberg . . . . . . 100,50
do.
3½
4 Karlsruhe . . . . . . 101,20
do.
92,00
Magdeburg . . . . . . .
.
½.
4 Mainz . . . . . . . . —
3½ do.
4 Mannheim . . . . . . 101,00
do.
3½
4
München . . . . . . . 101,80
Nauheim
92,00
3½
4 Nürnberg . . . . . . . 101,50
3½ do.
Offenbach . . . . . . . —
do.
92,25
3½
Wiesbaden . . . . . . 100,70
z.
do.
Worms . . . . . . . . 100,50
do
3½
4 Liſſaboner v. 1886. . 82,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,40
Donau=Reg. fl. 100 143,00
3 Holl. Kamm
. 22 197.00
In)
Zf.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . . . . . . 131
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174
Oldenburger . . . .
Raab=Grazer fl. 150 —
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
7 4
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 2021‟
Fs. 15 —
Freiburger
Fs. 45 -
Mailänder
Fs. 10.
7 „
ft.
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 „ 100—
do. v. 1858 „ 100 46.
Ungar. Staats „10037.
Frs. 30
Venediger
„ 40017
Türkiſche
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 2
20 Franks=Stücke . . .. 1
Oeſterr. 20=Kronen . . .. 1.
Amerikaniſche Noten . . . 4,2
Engliſche Noten . . . . . 2
Franzöſiſche Noten . . . .
Holländiſche Noten . . . . 16
Italieniſche Noten . . . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 8
Ruſſiſche Noten . . .. .
Schweizer Noten . . . . . 2
Reichsbanl=Diskonto . .
Keichsbank=Lombard Zaf.:5
Seite 13.
Nummer 51:
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. März 1910=
Im Kampf mit den Eisbergen.
*⁎* Peary, der ruhmgekrönte Entdecker des
Nordpols, ſetzt den genauen, ausführlichen Bericht
ſei=
ner letzten, erfolgreichen Expedition im „Corrierc
della Sera” fort und gibt eine packende Schilderung
der Kämpfe und Aufregungen, die der Polarfahrer zu
beſtehen hat, wenn er in ſeinem kleinen Schiffe den
abenteuerlichen Kampf mit den mächtigen, vielleicht
Jahrtauſende alten Eisbergen beginnt, die die arktiſche
Welt dem eroberungsluſtigen Menſchen entgegenſtellt.
Von Etah, dem weſtlichſten Punkte Grönlands aus,
jahe dem 80. Breitengrade, mußte die „Rooſevelt”
ver=
ſuchen, durch das Eismeer ſich den Weg in die
Kennedy=
ſtraße und weiter nordwärts durch die gefährliche
Robeſonſtraße zu bahnen. „Man ſtelle ſich ein 350 Meilen
langes Feld von Eismaſſen vor, von Eismaſſen aller
Formen und aller Größen, von mächtigen, hoch ſich
auf=
türmenden Bergen oder ebenen, öden Flächen. Eine
bämoniſche Größe umweht dieſen Kampfplatz und im
Vergleich mit ihm iſt die Eiswüſte der Danteſchen
Hölle nur ein kleiner Teich für Schlittſchuhläufer.
Und durch dieſes Reich des ewigen Eiſes bahnt ſich
das kleine, von Menſchenhand geformte Schiff
todes=
mutig ſeinen Weg. An Bord ſind 60 Menſchenweſen,
Männer, Frauen, Kinder, Weiße und Eskimos, die
den Eroberungszug nach Norden wagen; in das
dröh=
nende Rauſchen und Knirſchen der Eismaſſen miſcht
ſich das wilde Bellen und Heulen von 246 Hunden.
Nur ſchmale Kanäle nahe der Küſte ermöglichen das
langſame Vordringen. Aber auch in ihnen türmen
ſich immer nene Hinderniſſe dem Fahrzeug entgegen,
oft muß ſtundenlang gewartet werden, ehe einer der
rächtigen Eisrieſen, die von der Meeresſtrömung aus
dem fernen Norden ſüdwärts getrieben werden, die
Bahn frei gibt. Dann herrſcht ſtille Erwartung an
Bord: wird es gelingen, ſich Weg zu bahnen? Bis
endlich die Gefahr vorüber iſt; ein ſchneller Ruf durch
das Sprachrohr an den Maſchiniſten, im Herzen des
Schiffes hört man das ſchnelle Ziſchen von wirbelndem
Dampf, am Bug bilden ſich Schaumwellen, und die
„Rooſevelt” macht einen Sprung von vielleicht 50
Me=
tern vorwärts. Dann wieder heißt es warten,
gefähr=
liche Minnten, aufregende Viertelſtunden verſtreichen;
a vorne, kaum 300 Meter entfernt, ſieht man einen
Streifen freien Kanales, durch den man ſchnell weiter
nach Norden vordringen könnte; aber mächtige
Eis=
maſſen verſperren den Weg zu ihm, und alle
Aufmerk=
ſamkeit muß ſich darauf richten, dem drohenden
Zu=
ammenprall der Eisberge auszuweichen. Nur vier
Schiffe haben vor der „Rooſevelt” dieſen
nervenaufrei=
benden Kampf beſtanden. Eines der vier, die „
Pola=
ris” ſcheiterte ſchließlich, und der „Proteus” wurde
beim zweiten Verſuch ein Opfer der eiſigen Feinde.
Die Flut in dieſer engen Meeresſtraße iſt von
ſtürmi=
ſcher Gewalt; wie ſtark die Waſſerpreſſung iſt, mag
daraus erſehen werden, daß in den ſchmalen Kanälen
das Waſſer um 3½ oder 4 Meter ſteigt und fällt,
wäh=
rend draußen im freien Meere der Waſſerſpiegel nur
um 30 Zentimeter ſchwankt. Bisweilen ſind die
Ka=
liäle von Eistrümmern ſo dicht überſät, daß man das
Waſſer kaum noch ſieht. Rieſige Eisfragmente von
E.8 und 10 Meter Durchmeſſer und viel größerer
Länge werden von der Flut gegen die Felſenküſte
ge=
preßt und türmen ſich hoch empor. 60 Meilen
nörd=
lich von Etah wird die „Rooſevelt” von ſolidem Pack=
eis umzingelt und feſtgelegt. Stundenlang harrt man
auf den Augenblick, wieder vordringen zu können;
endlich bildet ſich eine kleine Lücke und man kann
weiter kommen. Aber bald türmen ſich neue Eisberge
in den Weg und zu Seiten des Schiffes wachſen die
Eismaſſen zu immer größerer Höhe. Unter der
gewal=
tigen Preſſung klingt das ganze, 56 Meter lange Schiff
wie eine einzige geſpannte Violinſaite. Das ſind die
Augenblicke der Gefahr.
An Bord hat man alle Vorkehrungen getroffen.
Die Rettungsboote mit einem kleinen Vorrat an
Lebensmitteln ſind bereit. Die anderen Vorräte
wer=
den nahe der Schiffswand ſo aufgeſtapelt, daß im Falle
einer Tragödie die Ballen raſch aufs Eis geworfen
werden können. Der Laie hat oft eine falſche
Vor=
ſtellung von der Schnelligkeit, mit der ſolche
Kata=
ſtrophen ſich vollziehen, wie die, denen der Polarfahrer
ſtets entgegen gehen muß. Oft kann ein Schiff viele
tunden lang zwiſchen zwei Eisbergen eingekeilt liegen,
ehe der Druck ſo ſtark wird, daß das Holzgerüſt wie
eine Streichholzſchachtel zuſammengepreßt wird. Alles
kommt darauf an, ruhig zu bleiben und auf die Gunſt
des Schickſals zu bauen. Schanerlich klingt in ſolchen
Augenblicken der langgezogene, melancholiſche Geſang,
den die Eskimos in Minuten der höchſten Gefahr
an=
ſtimmen; ſingend rufen ſie die Geiſter ihrer Vorfahren
an und bitten um Beiſtand und Hilfe aus der Not.
Doch die Gefahr geht diesmal vorüber. Bisweilen
hebt ſich der ſpitze Bug der „Rooſevelt” unter dem
Drucke der Eismaſſen hoch in die Lüfte; förmlich mit
einem Sprung entwiſcht dann das wackere Schiff dem
Feinde und taucht vorn tief in die Fluten. „Es war
ein ruhmvoller Kampf, dieſer ſtete Angriff des
Schif=
ſes gegen den kälteſten und vielleicht älteſten Feind
des Menſchen, denn das Alter des Polareiſes iſt nicht
zu berechnen. Manchmal dringt der ſtählerne
Ramm=
ſporn der „Rooſevelt” tief in einen alten, ſchon morſch
gewordenen Eisberg, deſſen Maſſen ſich dann mit
einem polternden Aechzen auseinander löſen und wie
nit wilden Seufzern in die Fluten ſtürzen; die ganze
Wut der arktiſchen Welt lag dann in dieſen
lärmen=
den Tönen, der ganze Zorn des Eisreiches, das
an=
kämpft gegen ſeinen zähen Eroberer — den Menſchen.”
Aber das Glück iſt der „Rooſevelt” hold, in ſtetem
Kampfe vermag ſie in 27 Stunden doch gegen 100
Mei=
len zurückzulegen und voll neuen Mutes ſteuert man
auf die Robeſonſtraße zu, die gefährlichſte von allen,
die noch den Ausweg zum nördlichen Eismeer
be=
herrſcht. . . .
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 19. Febr.: Dem Stabsrittmeiſter
Nikolai Grigoriewitſch Strogonow, Gutenbergſtr. 66,
eine T. Natalia. Am 21.; dem Handlungsgehilfen
Kallweit, Heinheimerſtraße 69, eine T. Margot Anna.
Am 23.: dem Schloſſer Aug. Schädel, Arheilger Str.
83, ein S. Ernſt Emil. Am 21.: dem Poſtboten Phil.
Schneider, Feldbergſtraße 32, ein S. Adam. Am 20.:
dem Bureaudiener Chriſtoph Hartmann,
Magdalenen=
ſtraße 19, ein S. Heinrich. Dem Metzger Wilh.
Vet=
ter, Taunusſtraße 28, ein S. Johann Auguſt. Am 25.:
dem Weißbinder Phil. Daab, Mühlſtraße 19, eine T.
Welda Theolinde. Am 23.: dem Schloſſer Heinrich
Stork, Schloßgaſſe 2, ein S. Rudolf. Am 21.: dem
Geometer erſter Klaſſe Georg Heyl, Emilſtraße 30,
ein S. Heinrich Karl Ludwig. Am 27.: dem
Erdarbei=
ter Friedrich Lutz, Gardiſtenſtraße 3, eine T. Ottilie.
Am 24.: dem Reichsbankbeamten i. P. Otto
Stockhau=
ſen, Eliſabethenſtraße 30, eine T. Felieitas Eleonore
Ingeborg Liſelotte. Am 25.: dem Drogiſten Wilhelm
Wernicke, Rhönring 115, ein S. Paul Franz Karl.
Am 28.: dem Krankenpfleger Otto Truffel,
Bismarck=
ſtraße 28, eine T. Lina Jette. Am 25.: dem Fahrburſchen
Georg Kamleiter, Liebfrauenſtraße 78, ein T. Anna
Margareta. Am 22.: dem Kunſt= und Handelsgärtner
Ludwig Weicker, Heinrichſtraße 106, eine T. Irmgard.
Aufgebote. Am 25. Febr.: Finanzaſpirant Emil
Hugo Ritterſpach, dahier, mit Katharina Nothnagel
in Griesheim. Bäckergehilfe Philipp Becker,
Bleich=
ſtraße 34, mit Dienſtbote Maria Eliſabetha Baillé,
Herderſtraße 15. Techniker Heinrich Karl Friedrich
Wilhelm Freter in Bremen mit Schneiderin Kathar.
Martin, Pareusſtraße 7. Taglöhner Karl P.
Kel=
ler, Hohler Weg 10, mit Dienſtbote Emilie A. Müller,
Soderſtraße 191. Maurer Georg Schaffner in
Eber=
ſtadt mit Dienſtmädchen Anna Eliſabeth Margarete
Fiſcher, dahier. Am 26.: Poſtbote Leonhard Dörr,
dahier, mit Eliſabethe Kathar. Späth in Rodau. Am
5
28.: Tüncher Rud. Veith in Koſtheim mit Taglöhnerin
Magdalena Eckert, ebendaſelbſt. Ingenieur und
Fa=
brikant Heinrich Martin Ludwig Karl Fritz, dahier,
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ſind zu haben im Verkehrsbureau und
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der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert-
Entwürfe und Aufzeichnen
auf alle Arten von Stoffen, Anfertigen
von Stickereien u. Kunststickereien
jeder Art.
Unterricht im Sticken wird erteilt.
Recha Mainzer
Annastrasse 59, II. (B2695
1 fn
6.
Sehaeeher
Donnerstag, den 3. März, abends 8 Uhr
Darmstädter Komponisten-Abend
Konzert der vollzähligen Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Reg. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Programm:
I. Teil:
8. „Erni” beliebtes Intermezzo S. May
1. Einzug der Gäſte auf
Wartburg, Tannhäuſer R. Wugner
2. Ouvertüre zur Oper
„Oberon”
C. M. v. Weber
II. Teil:
Darmſtädter Komponiſten
5. „Deutſcher Truppengeiſt”
Marſch
P. Probſt
Amoretten=Intermezzo .
H. Fiſcher
7. a) Und kommſt du auch nicht
mehr zurück, Lied
b) Piſtonetta
Bravour=
olka Kammermuſiker L. Kümmel
(35.
III. Teil:,
Oeffentlicher Vortrag:
Gibt es eineAuferstehund‟?
im Vortragsſaal Neckarſtraße 22 (Hinterhaus) Mittwoch abend 8½ Uhr.
Eintritt frei für jedermann.
(*5072)
Eintritt frei für Jedermann.
I
Sanitätsverein Einigkeit Darmstadt.
Den verehrl. Mitgliedern zur gefl. Kenntnisnahme, dass
Herr Dr. med. Schneider
Wenckstrasse 10 wohnhaft,
dem Verein ebenfalls als Arzt beigegeben ist.
Der Vorstand.
4294sm)
Fröhlich
Fa
Aprii und Mal
2
Verreist!
Zum Mittelmeer.
Sprechstunden dann 6 an Bord der grossen Salon-Vacht „IIe de
France‟ auf ihren beiden 6 erstklassigen, preiswerten 6 konkurrenzlos
zusammengestellten Fahrten 6 durch die südliche Frühlingspracht für
Rech-
nung der .,Freien Deutschen Reisevereinigung”s vom 15. April bis 1. Mai
und 4. bis 21. Mai s welche alle landschaftlich e völkerkundlich und historisch
hervorragendsten Stätten in Frankreich 6 Spanien Nordafrika
Griechenland 6 und Italien berühren 6 wie: Marseille 6 Barcelona Palma
Algier Blida Tunis, Carthago Palermo Messina Taormina 6
Malta 0 Pfräus Athen Corfu Cattaro, Venedig Rom, Neapel Capri
und Montecarlo. 6 Jeder kann mitfahren! Denn Gesellschaft wie immer
ausgezeichnet und Preis der ganzen 17- oder 18tägigen Reise in bequemster
1- 2- oder 3-bettiger Aussenkabine 6 Betten nicht übereinander s von
550 Mk. an 6 einschliesslich voller Verpflegung mit Wein, aller Ausgaben
der Landausflüge Führung, Wagenfahrten Sonderzüge, Hötels
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gelder usw. Nur teilweise Belegung des Dampfers keine Ueberfüllung!
Für alleinreisende Damen Familien- und Gesellschaftsanschluss. Prospekt
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kostenlos durch Redakteur Baumm in Duisburg 43.
„Vater
Bodeiſchwingh=
tritt am 6. März in ſein 80. Lebensjahr. Ein wunderbares Werk der Liebe hat er
ſchaffen dürfen, von dem die ganze Kirche Deutſchlands mit zehrt. Für ungezählte
Elende, Verlaſſene und Verſtoßene iſt „Vater Bodelſchwingh” der Bahnbrecher eines
neuen Lebens geworden. Die Wurzel aber, aus der er die Kraft ſog zu dieſem großen
Werk, iſt die heilige Schrift. Daß dieſe Wurzel wirklich lebendig erhalten würde für die
künftigen Diener unſerer Kirche, das war in den letzten Jahren ſeine große Sorge. Er
ſann auf Mittel, um an ſeinem Teil mitzuhelfen, und er iſt überzeugt, ein ſolches Mittel
in der Gründung der Theologiſchen Schule gefunden zu haben. Sie iſt ſeine jüngſte
und für ihn, wie er oft geſagt hat, ſeine wichtigſte Schöpfung. Ihre Bedeutung hat
die General=Synode dadurch anerkannt, daß ſie ihr, aus einer Ergänzung der
Univer=
ſität, ihren Segenswunſch ausſprach. Es würde die letzte Freude des greiſen Gründers
ſein, wenn man ihm zu ſeinem 80. Geburtstag die Mittel reichte zur Verſorgung dieſes
ſeines jüngſten Kindes. Darum richten wir an alle, welche unſere evangeliſche Kirche
lieb haben und ihr das lautere Wort Gottes als die einzige Wurzel ihrer Kraft und
ihres Lebens erhalten möchten, die herzliche Bitte: dieſe ſchon viel und reich geſegnete
Hilfsarbeit des unermüdlichen Dieners der Liebe Chriſti kräftig zu unterſtützen und
womöglich am 6. März (ſonſt ſpäter) eine Gabe an Herrn P. D. v. Bodelſchwingh in
Bethel bei Bielefeld zu ſenden für ſeine Theologiſche Schule. Kleine und große Gaben
wird Gott ſegnen und den Geber auch. Denn die Kirche, die Gemeinſchaft der Gläu=
(4610
bigen, hat die Verheißung: Geſegnet ſei, wer dich ſegnet!
Im Namen des Vorſtandes der Theologiſchen Schule:
Der Vorſitzende:
D. Braun, Generalſuperintendent a. D.
Wegen Geschäftsverlegung alle Waren, sowie
(*5083
2 Z. mrns. 2. Zchr
9. „Das Glück der Andern”
Walzer .
. . . . . . W. Mayer
Ider
gerahmt und ungerahmt,
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Ludwig-
Sahus feide strasse 8
Papier- und Kunsthandlung Einrahmungsgeschäft.
10. Zwei Märſche.
. M. Weber
a) Melomanen=Marſch
Jubiläums=Marſch der
Geſellſchaft Harmloſe.
11. Lieb mich und die Welt iſt
mein, Lied
E. R. Ball
12. Wiener Bürger, Walzer.
M. Ziehrer
(*5008
sehtem Mittwoch 8. Mars
und folgende Tage:
— Das m
seusationelle
durchweg 120Ef. März.- Progr.
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Miss Alice und Capt. Slema
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und 6 weitere glänzende Debuts:
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Am 6. Mär=
Reinheim-Otzber
Oſtb. Abf. 81IIII
Rückk. 8½. (41
(
Stahistich (oox97e
Zerſtörung Jeruſalems von Kaulba
zu verk. Zu erfrag. i. d.
Exped. (*3898s
Großherzogliches Hoftheate
Mittwoch, den 2. März 1910.
129. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement A 32.
Zum erſten Male wiederholt:
Wenn der junge Wein blüht.
Luſtſpiel in 3 Aufzügen
von Björnſtjerne Björnſon.
Szeniſche Leitung: Regiſſeur Hacker.
Perſonen:
Hr. Jürgas
Wilhelm Arvik . . .
Frau Arvik . . . . . . Frl. Heuman
Frl. Oſter
Marna,
Alberta, ihre Töchter . . Frl. Welden,a
Helene,
Frl. Gothe
Propſt Hall, Frau Arvik’s
Hr. Heinz
Schwager .
Frl. Reick
Alvilde, ſeine Tochter .
Hr. Lehrma
Karl Tonning . . . .
Gunda . . . . . . . . Frl. Birkhol
Joſepha . . . . . . . . Frl. Grünbl=
Frl. Piefke
.„„
Anna
Frl. Wisthe
...
Maria
Ein Diener . . . . . . Hr. Kroczak
Nach dem 1. Aufzuge findet eine läng
Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 69
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. R.
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Re
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— 9
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1.
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg
Anfang 7 Uhr. — Ende vor 9½
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und 1.
6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellunge
Donnerstag, 3. März. 130.: Ab.=Vorſ.
B 33. „Tiefland.” Pedro . Hr. K.
merſänger Henſel vom Kal. Theater
Wiesbaden, als Gaſt. Große Preiſe.
fang 7 Uhr.
Freitag, 4. März. 131. Ab.=Vorſt.
„Macbeth.” Kl. Preiſe. Anfang 71
Samstag, den 5. März 1910.
Außer Abonnement.
Volksvorſtellung bei ermäßigten Prei
Anfang 7 Uhr.
Der Pfarrer von Kirchfeld.
Volksſtück mit Geſang in vier Akter
von Anzengruber.
Preiſe der Plätze.
Proſzeniumsloge 2.— Mk., Fremden
2.— Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. R
Mk., Sperrſitz 1.50 Mk.
2.
Der Kartenverkauf zu dieſer ?
ſtellung findet Mittwoch, den 2. M
nachmittags von 3½ bis 5 Uhr, ſowie
den darauffolgenden Tagen, vormittags
11 bis 1 Uhr, für die noch vorhand
Plätze an der Tageskaſſe ſtatt.
Ueber die Plätze im II. R
Parterre, in der I. und II. Galerie, iſt
reits zu Gunſten hieſiger Bildungsver
verfügt worden.
Programm
zu dem am Mittwoch, den 2. A
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
findenden Konzert der Kapelle des Gr
Artillerie=Korps (Feld=Art.=Regts. Nr.
1. Friedensfanfaren=Marſch von Fre
2. Ouvertüre „Leichte Kavallerie” von Su.
3. -Aime-moie, Mazurka von Che
4. Fantaſie aus „Carmen” von P
5. Walzer aus der Op. „Das Schwal
neſt” von Herblay. 6. Marche aus
Op. The Bohemianse von Puccini.