Darmstädter Tagblatt 1910


26. Februar 1910

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

N 48.

Samstag, den 26. Februar.

1910.

Die heutige Nummer hat 36 Seiten.

Der Beſuch des Grafen Aehrenthal in Berlin.
* Wolffs Telegr. Bureau teilt mit: Seit dem Be=
ſtande
eines engen Bundesverhältniſſes zwi=
ſchen
Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn
gehört der perſönliche Gedankenaustauſch zwiſchen den füh=
renden
Staatsmännern beider Reiche zu den Traditionen
der Kabinette von Berlin und Wien. Eine Bekräftigung
dieſes alten Brauches darf in der Reiſe v. Aehren=
thals
nach Berlin und in dem Beſuche erblickt werden,
den der auſtroungariſche Miniſter des Aeußern dem Reichs=
kanzler
in Erwiderung deſſen vorjährigen Beſuches in
Wien abſtattet. Beide Staatsmänner hatten neuerdings
die ihnen erwünſchte Gelegenheit, ſich über die verſchie=
denen
politiſchen Fragen, die in letzter Zeit zur Diskuſ=
ſion
ſtanden, ausſprechen zu können. Anknüpfend an ihre
Unterredungen vom vorigen Herbſte waren ſie in der Lage,
feſtzuſtellen, daß ebenſo Deutſchland wie Oeſterreich= Un=
garn
die Erhaltung des Status quo im nahen Orient
anſtreben und die weitere Konſolidierung der inneren Ver=
hältniſſe
des ottomaniſchen Reiches mit ihren Sympathien
begleiteten. v. Aehrenthal und v. Bethmann Hollweg ver=
blieben
bei ihrer ruhigen Beurteilung der nächſten Zukunft
ſowohl was die Lage in Europa im allgemeinen als die
Entwickelung im nahen Orient anbelangt. Dieſe Zuver=
ſicht
ſtützt ſich vor allem auf das Bundesverhält=
nis
beider Staaten zu Italien ſowie auf die
günſtige Entwickelung der Beziehungen Deutſchlands und
Oeſterreich=Ungarns zu den anderen Mächten, die die ſo
notwendige Erhaltung der Eintracht unter den Mächten
wirkſam zu fördern geeignet iſt.
Das Wiener Fremdenblatt beſpricht das Kommu=
niqué
über das Ergebnis der Verhandlungen zwiſchen
dem Reichskanzler v. Bethmann Hollweg und dem
Grafen v. Aehrenthal; es erklärt: Die Auffaſſung der
internationalen Situation durch die leitenden Staats=
männer
beider Kaiſerreiche wird gewiß überall aufrichtige
Befriedigung hervorrufen und ebenſo wird die Begrün=
dung
dieſer Auffaſſung mit Genugtuung gehört werden.
Das Bundesverhältnis zu Italien einerſeits und anderer=
ſeits
die günſtige Entwickelung der Beziehungen Oeſter=
reich
=Ungarns und Deutſchlands zu den übrigen Staaten
ſcheinen dem Reichskanzler und dem Grafen von Aehren=
thal
als die wichtigſten Symptome, aus denen ſie eine
günſtige Prognoſe für die nächſte Zukunft ableiten. Die
Eintracht der Mächte ſchiebt den Beſtrebungen änderungs=
luſtiger
Elemente auf der Balkanhalbinſel und deren
hat es immer gegeben einen Riegel vor; ſie iſt eine Ge=
währ
dafür, daß die Schwierigkeiten, die auftauchen könn=
ten
, leicht werden überwunden werden. Noch iſt die Si=
tuation
im nahen Orient nicht überall normal; noch gibt
es Fragen, die der Löſung bisher vergebens geharrt ha=
ben
. Alle Mächte vereinigen ſich in dem Wunſche, jede Er=
ſchütterung
zu vermeiden und jede Komplikation hintanzu=
halten
, und zu vermeiden, daß etwaige innere Unruhen in
einem Balkanſtaate zu auswärtigen Verwickelungen dieſes
Staatsweſens führen. Die Richtſchnur der äußeren Po=
litik
Deutſchlands und Oeſterreich=Ungarns hat ſich ſeit
dem Herbſt ebenſo wenig geändert, wie die Gefühle herz=
lichſter
Bundestreue und aufrichtiger Freundſchaft, die die
beiden Reiche verbinden. Die Berliner Tage des Grafen
von Aehrenthal ſind hierfür eine Gewähr.
Der Pariſer Temps ſchreibt über die Berliner
Reiſe des Grafen Aehrenthal: Dieſer Beſuch entſpricht
demjenigen, den der deutſche Reichskanzler vor einigen Mo=
naten
in Wien gemacht hat und er iſt mehr als
ſelbſtverſtändlich bei den Staatsmännern zweier Länder,
die ſeit länger als 30 Jahren durch die Bande eines engen
Bündniſſes miteinander verknüpft ſind. Man hat behaup=
tet
, daß die öſterreichiſch=ruſſiſche Beſprechung eine Erklä=
rung
gegenüber Deutſchland notwendig mache; das ſcheint
eine etwas kindiſche Auslegung zu ſein. Der Gedanken=
austauſch
zwiſchen Oeſterreich und Rußland hat durchaus
nichts außergewöhnliches an ſich. Deutſchland hat, ebenſo
wie Frankreich, gewußt, was für Dritte intereſſant ſein
konnte. In Berlin wie in Paris kann man Oeſterreich
und Rußland nur dankbar ſein; denn je mehr ſie ſich ge=
wöhnen
, über ihre gegenſeitigen Intereſſen zu ſprechen,
deſto weniger iſt der Ausbruch eines Konfliktes zwiſchen
ihnen zu befürchten. Die europäiſchen Bündniſſe haben
heute nicht mehr ihren früheren Charakter und die amt=
lichen
Kundgebungen, durch die ſie ihre Exiſtenz bekräf=
tigen
, ſind für niemand beunruhigend. Deshalb verfolgt
die öffentliche Meinung Frankreichs die ſo

natürlichen Berliner Beſprechungen wohl mit der Auf=
merkſamkeit
, aber ohne einen Schatten von Aufregung.

Die zweite Flucht des Dalai Lama.
* Im Juli 1904 ergriff der Dalai Lama vor den
anrückenden britiſchen Truppen die Flucht. Er
begab ſich damals von ſeiner Hauptſtadt Lhaſſa nach Urga
in der Mongolei. Jetzt hat er ſich von neuem zur Flucht
gewendet, nur ſind diesmal Rollen und Richtung ver=
tauſcht
. Er weicht nicht engliſchen, ſondern chineſi=
ſchen
Truppen und ſucht Unterkunft nicht auf chineſiſch=
mongoliſchem
, ſondern auf indobritiſchem Gebiet.
So verſchiedenartig die damalige und die jetzige Flucht
des Dalai Lama auch ſind, ſo ſtehen ſie doch im inneren
Zuſammenhange miteinander. Seit der erfolgreichen bri=
tiſchen
Expedition unter dem Oberſten Younghusband,
die im Auguſt 1904 bis Lhaſſa vordrang, bemüht ſich die
Pekinger Regierung, die nominelle chineſiſche Oberhoheit
über Tibet zu einer effektiven umzugeſtalten. Younghus=
band
, der mit ſeinen 3000 Mann indiſcher Truppen an=
derthalb
Monate in Lhaſſa weilte, ſchloß im Namen Groß=
britanniens
mit dem tibetiſchen Regentſchaftsrate, an deſ=
ſen
Spitze damals in Abweſenheit des Dalai Lama der
Taſchilama von Schigatſe ſtand, einen Vertrag ab, der
zwar die chineſiſche Oberhoheit ausdrücklich anerkannte,
aber den Tibetern verſchiedene Beſchränkungen und Ver=
pflichtungen
auferlegte. Unter anderem machte er ſie hin=
ſichtlich
der Ausgeſtaltung des Verkehrsweſens, ſowie der
Vergebung von Konzeſſionen und der Anſtellung von
Fremden im Staatsdienſte von der Zuſtimmung Englands
abhängig. China legte Einſpruch gegen dieſen Vertrag
ein und entſandte ſofort einen hohen Würdenträger, den
Tientſiner Taotai Tangſchaoi, nach Tibet zum Studium
der durch die britiſche Expedition geſchaffenen Lage. Gleich=
zeitig
erklärte China den geflohenen Dalai Lama für
abgeſetzt.
Das geſchah im September 1904. Im Januar 1906
drohte China dann mit der Entſendung eines Tataren=
generals
, der den Auftrag erhalten ſollte, Tibet fortan als
chineſiſche Provinz zu regieren. Als China im April
1906 teilweiſe Ernſt mit dieſer Drohung machte und an=
läßlich
von Unruhen, die in Tibet ausgebrochen waren,
Militär dort einrücken ließ, kam eine Vereinbarung
zwiſchen England und China zuſtande, wonach
China den engliſch=tibetiſchen Vertrag anerkannte und
England ſeinerſeits ſich verpflichtete, weder tibetiſches Ge=
biet
in Beſitz zu nehmen, noch ſich in die Verwaltung Ti=
bets
einzumiſchen. Auf dieſe Weiſe erhielt China inner=
halb
der Schranken, die der engliſch=tibetiſche Vertrag auf=
gerichtet
hatte, in Tibet freie Hand. Inzwiſchen war der
Dalai Lama von der chineſiſchen Regierung wieder in
ſeine Würden eingeſetzt und zur Rückkehr nach Lhaſſa be=
ſtimmt
worden.
Im vorigen Jahre wurde er von dort nach Peking
berufen, wo ihm der Hof und die Regierung einen glän=
zenden
Empfang bereiteten. Die Verhandlungen, die dort
mit ihm gepflogen wurden, hatten die Befeſtigung der
chineſiſchen Herrſchaft in Tibet zum Ziel, aber ſchon da=
mals
zweifelten alle Kenner der Verhältniſſe daran, ob
man die Tibeter auf dem bloßen Verhandlungswege ge=
fügig
machen könne. Die tibetiſche Geiſtlichkeit, die das
Land regiert, denkt nicht daran, zugunſten chineſiſcher Be=
amten
gutwillig auf Macht und Beſitz zu verzichten. So
ſind denn tatſächlich wieder chineſiſche Truppen in Tibet
eingerückt. Die chineſiſche Regierung hat nichtbuddhiſtiſche
Truppen für dieſe Expedition ausgewählt, die mit der
buddhiſtiſchen Geiſtlichkeit und den buddhiſtiſchen Heilig=
tümern
Tibets nicht gerade ſanft umſpringen, und nun
ſucht der Dalai Lama bei den Engländern in Indien
Schutz vor den Zwangsmaßregeln der Pekinger Re=
gierung
.
Deutſches Reich.
Unter zahlreicher Beteiligung von Intereſſenten
der Flußſchiffahrt fand am Donnerstag nachmittag in
Berlin eine konſtituierende Verſammlung des ſtändigen
Schiedsgerichts für Schiffskolliſionen ſtatt.
Es wurde ein Verband konſtituiert unter Beitritt von
dreißig Verſicherungsgeſellſchaften und mehreren Ree=
dereien
. Das Schiedsgericht tritt mit dem 1. April in
Kraft.
Der nationalliberale Abg. Dr. Görcke hat jüngſt
im Reichstage einen Zwiſchenruf des ſozialdemokra=
tiſchen
Abg. Fiſcher ſchlagfertig mit dem Hinweis auf die
beim Vorwärts beſtehenden Arbeitsverhältniſſe be=
antwortet
. Da Abg. Görcke hierbei auch das Organ

des Buchdruckerverbandes erwähnte, geſtattete
ſich ſpäter der Abg. Fiſcher, von Verleumdungen zu
ſprechen, deren der Redakteur des Buchdruckerblattes,
L. Rexhäuſer, gegenüber dem Vorwärts=Betrieb ſich
ſchuldig gemacht habe. Infolgedeſſen kündigt Rexhäuſer
eine gründliche Abrechnung mit Fiſcher außerhalb des
Buchdruckerblattes an, damit die ſozialdemokratiſche
Kampfesweiſe ſowie der Unterſchied zwiſchen Theorie und
Praxis vor dem ganzen Volke beleuchtet werde.
In einer Reihe von Städten, wie Hamburg,
Kaſſel, Frankfurt a. M. und Magdeburg wurden Au=
träge
gegen die preußiſche Wahlrechtsreform
teils abgelehnt, teils nach Erklärungen der Bürger=
meiſter
, daß politiſche Fragen nicht zur Erörterung
geeignet ſeien, zurückgezogen.
Im Landesausſchuß für Elſaß=
Lothringen brachte der Alterspräſident Ditſch folgen=
den
, von ſämtlichen Abgeordneten ohne Parteiunterſchied
unterzeichneten Antrag ein: Der Landesausſchuß wolle
beſchließen, die Regierung zu erſuchen, mit aller Kraft dar=
auf
hinzuwirken, daß die verbündeten Regierungen dem
Reichstag alsbald einen Geſetzentwurf vorlegen, durch den
beſtimmt wird, daß die Reichsverfaſſung, ſowie das
Reichsgeſetz betreffend die Verfaſſung und Verwaltung
von Elſaß=Lothringen dahin abgeändert werden, daß
Elſaß=Lothringen zum ſelbſtändigen Bun=
desſtaate
erhoben und als ſolcher den deutſchen Bun=
desſtaaten
völlig gleichgeſtellt wird. Darauf gab Staats=
ſekretär
Frhr. Zorn v. Bulach namens der Regierung
folgende Erklärung ab: Die Regierung iſt ernſtlich
beſtrebt, den Ausbau unſerer Verfaſſung im Sinne einer
größeren Selbſtändigkeit des Landes zu fördern. Verhand=
lungen
auf dieſem Gebiet ſchweben ſeit langem an den
zuſtändigen Stellen in Berlin. Erneute Anregungen un=
ſererſeits
laſſen uns hoffen, daß die Angelegenheit baldigſt
das Stadium der Erwägungen verlaſſen und einer Ent=
ſcheidung
zugeführt wird.
In der Zweiten ſächſiſchen Kammer kam
es am Donnerstag zu einem Zuſammenſtoß der
Nationalliberalen mit der Regierung we=
gen
der angeblich tendenziöſen Landtagsberichterſtattung
des amtlichen Dresdener Journals. Graf Vitzthum
v. Eckſtädt nahm die mit der Berichterſtattung beauftrag=
ten
Beamten in Schutz, bemerkte aber im Laufe der De=
batte
, er ſei wegen der entſtehenden Schwierigkeiten bereit,
die Landtagsberichterſtattung einzuſtellen. Im weiteren
Verlaufe der Sitzung fragte der Abg. Langhammer die
Regierung, ob Verhandlungen über eine Verſtändigung in
der Frage der Schiffahrtsabgaben, wie ſie neuer=
dings
zwiſchen Preußen und Baden gepflogen werden,
auch mit Sachſen eingeleitet worden ſeien, und mit wel=
chem
Erfolg. Darauf erwiderte Staatsminiſter Graf
Vitzthum v. Eckſtädt, die preußiſche Regierung habe auch
bei der ſächſiſchen Regierung den Weg freundſchaftlicher
Verſtändigung geſucht. Ueber den gegenwärtigen Stand
der Verhandlungen könne er nichts ſagen. Er gebe ſich
jedoch der Hoffnung hin, daß bei dem bei allen Beteilig=
ten
vorhandenen guten Willen die Frage einer befrie=
digenden
Löſung entgegengeführt werden könne,
ohne daß das Verhältnis der Hoheitsrechte und der wirt=
ſchaftlichen
Intereſſen des Landes beeinträchtigt und daß
auch die Wünſche und Intereſſen anderer Länder zurück=
geſetzt
werden.
In der Zweiten badiſchen Kammer kam
der Miniſter des Innern Frhr. v. Bodman auf Grund
von Ausführungen des Abg. Willi (Soz.) nochmals auf
den Artikel der Süddeutſchen Reichskorreſpondenz zu
der Wahlrechtsrede des Reichskanzlers zu
ſprechen. Der Miniſter betonte, daß er in der Rede des
Reichskanzlers einen Angriff auf das Reichstagswahlrecht
nicht finden könnte und nur bedauern müſſe, daß man die
Gelegenheit benutzt habe zur Kritik von preußiſchen Ein=
richtungen
und Vorgängen. Zu der Frage der Schiff=
fahrtsabgaben
bemerkte der Miniſter, dieſe ſei durch
den Beſchluß des Bundesrats entſchieden, es könne ſich
jetzt nur darum handeln, den Entwurf im badiſchen In=
tereſſe
zu verbeſſern. Er würde im Intereſſe des Lan=
des
, ſo ſagte Herr v. Bodman, ſchlecht fahren, wollte er
nun ſagen, er tue nicht mehr mit.
Ausland.
Im öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſe erklärte
Stransky (deutſch=radikal), es unterliege keinem Zweifel,
daß die Verabſchiedung des um die Deutſchen Oeſter=
reichs
hochverdienten Miniſters Schreiner von dem
Miniſterpräſidenten unter dem Drucke der ſlawiſchen
Union und zum mindeſten unter der Mitwiſſenſchaft der.

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Griſtlchſoſialen Partet herbeigefüht worden ſei. Red=
ner
warnte entſchieden vor einem Verſuch, an der In=
ſtitution
des deutſchen Landsmannminiſteriums zu rüt=
teln
. Der Miniſterpräſident habe ſich mit dieſem Schritte
in entſchiedenen Widerſpruch zu der deutſchen Bevölkerung
von Oeſterreich geſetzt. Die Deutſch=Radikalen würden
daraus die Konſequenzen ziehen. Steiner (chriſtlich=ſoz.)
wies die Behauptung des Vorredners bezüglich der Chriſt=
lich
=Sozialen als durchaus unrichtig mit aller Entſchie=
denheit
zurück und betonte, die Chriſtlich=Sozialen wür=
den
ſtets an der deutſchen Gemeinbürgſchaft feſthalten.
Die franzöſiſche Kammer ſetzte die Beratung über
das Marinebudget fort. Berichterſtatter Michel er=
klärte
, daß mit Rückſicht auf die franzöſiſch=engliſche
Entente und die deutſch=engliſche Rivalität die franzö=
ſiſchen
Seeſtreitkräfte im Mittelländiſchen Meer konzen=
triert
werden ſollen. Der Miniſter habe die Verteilung
der Seeſtreitkräfte zugunſten des Ozeans verſchoben. Wei=
ter
kritiſierte der Redner die Organiſation des Zentral=
dienſtes
und des Kommandos der Flottenbezirke. Unter=
taatsſekretär
Cheron rechtfertigte die Ausführungen
Michels gegenüber der gegenwärtigen Organiſation. Sie
ſei von der Sorge um Ordnung und Klarheit diktiert.
Die Arſenale würden mehr nach kaufmänniſchen Prinzipien
verwaltet und die Ausgaben genau kontrolliert werden.
Marineminiſter Boné de Lapeyrére führte auf die Fra=
gen
nach der Verteilung der Schiffe auf die beiden Flot=
ten
, die Ozean= und die Mittelmeerflotte, aus, daß man
ſich hierbei durch die Notwendigkeit einer Ausnützung der
Arſenale von Toulon habe leiten laſſen. Toulon, das mit
Arbeiten überhäuft ſei, hätte nicht genügt, die Mittelmeer=
flotte
in ihrer früheren Zuſammenſetzung aufzunehmen
und ſie in gutem Zuſtande zu erhalten. Dank den Maß=
nahmen
, die jetzt getroffen ſeien, würden alle Schiffe, die
Toulon bei den nächſten Manövern aufſuchen, in guter
Verfaſſung ſein. Später, wenn man auch noch über Bi=
ſerta
verfüge, würden zwei Geſchwader im Mittelmeer
vorhanden ſein.
Der Ausſchuß des Pariſer Preſſeſyn=
dikats
beſchloß, gegen den von der Kammer ange=
nommenen
Geſetzesantrag, wonach die Veröffentlich=
ung
bildlicher Darſtellungen von Verbrechern oder
Verbrechen mit beträchtlichen Geldbußen zu beſtrafen
wäre, beim Juſtizminiſter und beim Senat Einſpruch
zu erheben, mit der Begründung, daß ein ſolches Ge=
ſetz
eine ſchwere Bedrohung der Freiheit der Preſſe be=
deuten
würde.
Im engliſchen Oberhauſe gab Lord Roſebery
eine Erklärung ab, daß er am 14. März den Vorſchlag
machen werde, daß das Haus ſich ſelbſt als Komitee kon=
ſtituiere
, um die beſten Mittel zur Reform ſeiner gegen=
wärtigen
Organiſation in Erwägung zu ziehen, damit
derart eine ſtarke und wirkſame Zweite Kammer gegrün=
det
werde. In Erwiderung einer Anfrage Curzons gab
der Staatsſekretär für Indien, Morley, eine Schilde=
rung
der Ereigniſſe in Tibet.
Der Dalai Lama habe Peking am 21. Februar
1908 verlaſſen und ſei, wie berichtet wird, am 25. Dezem=
ber
1909 in Lhaſſa angekommen. Ueber ſeine Bewegungen
in der Zwiſchenzeit ſei wenig bekannt, doch ſcheine er zwei
Monate in Nagtſchuka geweilt zu haben, das 9 bis 10
Tagereiſen von Lhaſſa entfernt ſei. Vor ſeinem Weiter=
marſch
nach der Hauptſtadt ſei das Gerücht gegangen, daß
es dort beträchtliche Reibungen zwiſchen der tibetaniſchen
Regierung und den chineſiſchen Beamten gegeben habe.
Morley ſagt weiter: Nach Kalkutta kam keine Nachricht
darüber, was die Kriſe ſo ſchnell herbeigeführt habe.
Aber um den 30. Januar herum empfing der engliſche
Handelsagent in Gjangtſe den Beſuch eines vom Dalai
Lama ſpeziell abgeſandten tibetaniſchen Beamten. Dieſer
meldete, die chineſiſche Armee ſtehe in Giannda, 400 Mei=
len
von Lhaſſa.
Weiter hörte man nichts, bis zum 17.
Februar der Agent telegraphierte, daß 40 Mann chine=
ſiſcher
berittener Infanterie fünf Tage vorher in Lhaſſa
angekommen, daß die übrigen chineſiſchen Truppen in der
Nähe der Stadt ſeien und daß der Dalai Lama nach In=
dien
geflohen ſei. In Begleitung von drei Miniſtern und
ungefähr 100 Mann ſei der Dalai Lama am 17. Februar
in Phari eingetroffen, nachdem in Ohakſam den Chineſen

Nummer 48

ein Gefecht geliefert worden war. Am 20. erreichte er Ya=
tung
und brach, ſtets von den Chineſen verfolgt, am näch=
ſten
Tage nach Gnatung auf. In Darjiling wird er am
27. Februar erwartet. Auf die Nachricht von der Flucht
habe die indiſche Regierung unverzüglich an alle britiſchen
Vertreter von Gjangſe, Yatung und Sikrim die Weiſung
ergehen laſſen, ſtrengſte Neutralität zu wahren,
was auch gewiſſenhaft befolgt worden ſei. Die einzige
Mitteilung, die man von dem Dalai Lama ſeit dem Ver=
laſſen
von Lhaſſa erhalten habe, ſei die Meldung aus
Yatung, daß er nach Indien gehe, um die britiſche Regie=
rung
um Rat und Schutz zu erſuchen. Eine Erklärung
über die Urſache ſeiner Flucht habe der Dalai Lama nicht
gegeben und nur erwähnt, daß die Bevölkerung von Lhaſſa
von der chineſiſchen berittenen Infanterie überwältigt wor=
den
ſei; eine Anzahl Tibetiner ſei durch das Feuer der
Chineſen getötet oder verwundet worden und er danke
der britiſchen Regierung für die Höflichkeit, mit der er
bisher behandelt worden ſei. Der Staatsſekretär für
Indien ſchloß: Der Dalai Lama wird bei ſeiner An=
kunft
in Darjiling eingeladen werden, in Kalkutta Woh=
nung
zu nehmen, bis andere Beſtimmungen getroffen ſind.
Es wird andauernd ſtrengſte Neutralität beobachtet wer=
den
. Aber der Dalai Lama wird mit aller Höflichkeit
und mit allem Reſpekt aufgenommen werden, den man
dem Oberhaupt einer hohen geiſtlichen Körperſchaft ſchul=
det
, das der Gegenſtand der Verehrung für viele Mil=
lionen
indiſcher Untertanen des Königs iſt. Die britiſche
Regierung ſteht in einem Meinungsaustauſch mit der
chineſiſchen Regierung über die ſo geſchaffene unerwartete
Situation. Lord Landsdowne führte aus, er habe ver=
nommen
, daß Lhaſſa tatſächlich von chineſiſchen Truppen
beſetzt ſei, mit der Wirkung, daß der Dalai Lama ver=
trieben
wurde. Der Staatsſekretär erwiderte, es würde
verfrüht ſein, zu ſagen, daß der Dalai Lama gewaltſam
vertrieben worden ſei. Er wäre geflohen, aber man könne
die genaue Urſache ſeiner Flucht nicht wiſſen.
Im Unterhauſe wurde die Tarifdebatte fortge=
ſetzt
.
Balfour wies auf die Wichtigkeit der Tarif=
reform
als Mittel gegen die Arbeitsloſigkeit hin, näm=
lich
inſofern, als durch die Tarifreform die produktive =
tigkeit
Englands geſteigert würde. Miniſter Runeiman
erklärte, die Oppoſition habe das Volk grauſam getäuſcht,
indem ſie den Glauben erweckte, daß die Tarifreform allem
Elend ein Ende mache. England erfreue ſich noch immer
des beſten Gedeihens. Er fürchte nur, daß die Annahme
der Tarifreform in England in dem Augenblicke erfol=
gen
werde, wo Deutſchland und Amerika ſich dem Frei=
handel
zuwenden würden. Die Tarifreform werde die
Preiſe in die Höhe treiben, die Produktionskoſten
ſteigern und den britiſchen Erzeugniſſen auf den
neutralen Märkten nachteilig ſein. Auf die im
Vorgehen der Oppoſition liegende Aufforderung, den
engliſchen Handel zu gefährden und die Beziehungen zu
den Kolonien zu ſtören, antworteten die Liberalen mit
Entſchiedenheit: Nein. Hierauf nahm Lloyd George
die Herausforderung Auſten Chamberlains auf und ver=
teidigte
nachdrücklich die verſchiedenen, von ihm während
der Wahlen gemachten Ausführungen über finanzielle Fra=
gen
. Er wiederholte, daß England den ausgedehnteſten
Welthandel, die größte Ausfuhr fertiger Waren und
das größte Frachtgeſchäft habe; auch ſei in England der
Lohn höher und die Arbeitszeit kürzer als in irgend einem
anderen Lande, während die Preiſe für Lebensmittel und
Lebensbedürfniſſe billiger ſeien. Lloyd George führte dann
zur Unterſtützung ſeiner Erklärungen Ziffern an und for=
derte
die Oppoſition auf, ſie zu widerlegen. Nach weiterer
Debatte wurde der von Chamberlain eingebrachte Zuſatz=
antrag
zu Gunſten der Tarifreform mit 285 Stimmen
gegen 254 Stimmen abgelehnt; die Nationa=
liſten
enthielten ſich der Abſtimmung; die Mitglieder der
Arbeiterpartei ſtimmten für die Regierung.
Der Korreſpondent des in Dublin erſcheinenden Free=
mann
Journal, des Parteiorgans der iriſchen Na=
tionaliſten
erklärt in einem Artikel dieſes Blattes:
Die Nationaliſten hätten ſich der Abſtimmung über den
Zuſatzantrag zu Gunſten der Tarifreform enthalten, nicht
aus Rückſicht auf die Regierung, ſondern weil es nicht er=
wünſcht
ſei, den Schwerpunkt für die nächſten Wahlen von
den Lords auf die Tarifreform abzulenken. Wenn die
Regierung nicht mit möglichſter Beſchleunigung einen
Vorſchlag für die Beſchränkung des Vetorechtes der Lords
mache und dieſen zur Entſcheidung bringe, werde die iriſche
Pärtei eine heftige Oppoſitionspolitik gegen
die Regierung beginnen.

Brief von der blauen Küſte.
hys. Nizza, Ende Februar 1910.
(Eigenbericht.)
Es gibt Städte, bei deren Namen unſere Phantaſie
unwillkürlich in Tätigkeit tritt; es iſt der Ruf, der
ihnen vorauseilt. Zu dieſen gehört unſtreitig die
Blumenſtadt Nizza, die ſo viel des Schönen und
Unterhaltenden bietet. Schon dem Wettergotte gegen=
über
kann man ſeine Anſprüche und Wünſche geradezu
ins Unbeſcheidene ſteigern, deren Erfüllung faſt nie
ausbleibt. Wenn man ſo jetzt beim ſchönſten Sonnen=
ſchein
behaglich auf der Promenade des Anglais ſitzt
und in den Zeitungen lieſt, wie es in der Heimat und
allenthalben windet, nebelt, friert und ſchneit, da ver=
ſteht
man ſo recht die Worte des franzöſiſchen Schrift=
ſtellers
Alphonſe Karr: Kommen Sie nicht hierher,
wenn Sie nicht hier bleiben oder nicht wenigſtens hier=
her
zurückkehren können. Dieſe Mittelmeerküſte hat
das Unangenehme, daß ſie einem die anderen Länder
verleidet und unbewohnbar macht.
Alphonſe Karr hat recht. Dies Plätzchen Erde
wurde von der Natur zu gütig bedacht. Was hat ſie hier
nicht alles in verſchwenderiſcher Weiſe vereinigt: Einen
wolken= und ſorgenloſen Himmel, goldenen Sonnen=
ſchein
, der im Winter Frühlingsſtimmung in Natur
und Luft zaubert, ein blaues Meer, das ſelbſt im
Januar manchen in ſeine Fluten lockt, und eine faſt
afrikaniſche Vegetation. Die dicht bis ans Meer ver=
aufenden
Gebirgszüge, die ſtets ſo klar in ihrem wun=
derbaren
Kolorit ſich von dem des Himmels abheben,
ſchützen die Stadt vor Wetterunbilden. Beſteigt man
erſt einen dieſer Berge, da nimmt das Wundern kein
Ende über das unbeſchreiblich ſchöne Panorama, das
das Meer, die Täler und Berge bieten. An einem
der vielen klaren Wintertage, an denen die Sonne,
wie bei uns im Mai, lacht, iſt man ſelbſt zufrieden,
wenn man die zahlreich auf den Bergrücken zerſtreuten
Paradieſe verſtohlen von draußen durch ihre Einfrie=

digung beſtaunen kann. Dieſe Villen mit den ſie um=
ſchließenden
Gärten voller Palmen, Kakteen, Feigen=,
Mandel=, Johannisbrot=, Oel= und Kampferbäumen
gleichen einem Stückchen Himmelreich . .. das ſchon
auf Erden erreichbar, denn die meiſten ſind à louer
Wenn dann noch Zitronen und Orangen gelb und gol=
den
zwiſchen dunkelgrünen Blättern hervorleuchten,
begreift man das heiße Sehnen Mignons: Kennſt
Du das Land, wo die Zitronen blüh’n?
Dahin, dahin . . .
Daß ein ſolches Milieu und die klimatiſchen Ver=
hältniſſe
einen unberechenbaren günſtigen Einfluß auf
den menſchlichen Organismus haben und ſo manchem
Leidenden Troſt und Heilung ſpenden, geht ſo recht
daraus hervor, was unſer großer Landsmann Fried=
rich
Nietzſche, der hier außer vielem anderen Zara=
thuſtra
ſchuf, darüber ſchrieb: . . Von der beleben=
den
, ja ſörmlich elektriſierenden Wirkung dieſer Licht=
fülle
auf mein ganzes Syſtem kann ich keinen Begriff
geben . . ." . . . Die Hauptſache iſt, daß wir, ſeitdem
es kühl iſt, abſolnt helles Wetter haben, Tag und Nacht
kein Wölkchen. Und dies iſt für mein Gefühl etwas
unbeſchreiblich Wohltätiges, Belebendes, Ermutigen=
des
, Geſundmachendes! Das eben habe ich nirgends=
.. ich werde Nizza feſthalten als ein Stück
wo . . .
Fatum, in der Sprache der Operette geredet und ge=
ſungen
: oh Fati Fati Fati Nizzal
Wenn trotz Vorſtehendem ein altes Sprichwort ſagt:
I1 faut aller à Nice pour devenir malade! (Um krank
zu werden, muß man nach Nizza gehen!), ſo hat auch
das ſein gut Teil Berechtigung, denn Nizza war von
jeher als eine Stadt des Vergnügens verſchrien und
auch als nicht ſehr ſtaubfrei bekannt; es war alles
andere als die Stadt, in die man die Lungenkranken
hinzuſchicken gewagt hätte. Heute iſt Nizza ſeinen
Staub endgültig los, es iſt eine der geſundeſten Stätten
der Riviera geworden. Da man betreffs des Staubes
ſagen kann: Tempora mutantur, ſo hat ſich
dagegen nichts geändert, was den anderen alten Ruf
betrifft, im Gegenteil, was in einer Saiſon in dieſer

Stadt und Land.
Darmſtadt, 26. Februat
L. Der Strafſenat des Oberlandesgerichts verk
delte vorgeſtern über eine von dem Redakteur desf
ſinnigen Rheinheſſiſchen Beobachters in Ober=In
heim, Albert Möglich, eingelegte Reviſion. Der
nannte hatte mit dem Landtagsabgeordneten
Bauernbündler Michael Wolf von Stadecken in ſch
fem Kampf gelegen und war dabei zu 200 Mark 6
trafe rechtskräftig wegen Beleidigung verurteilt n
den. Am 30. März vorigen Jahres beſprach er in ein
Artikel, überſchrieben: Die Angriffe gegen die freig
nige Volkspartei, das Verhalten des Wolf in einer
Oktober 1908 in Ingelheim abgehaltenen Zentrums=
ammlung
. Damals ſoll Wolf die freiſinnigen A.
ordneten Gutfleiſch, Reh und Damm verdächtigt ha.
als ſeien ſie ſtille Gegner des direkten Wahlrechts;
dem Verleſen der Reden, welche dieſe Herren bei
Wahlgeſetzdebatte hielten, ſoll er Teile überganß
haben, daß ihm zugerufen wurde: Bitte wörtlich!
Aufſatz hatte eine Verurteilung des Redakteurs we=
Beleidigung zu 100 Mark Geldſtrafe zur Folge. H
durch nicht abgeſchreckt, gab Möglich ein Flugblatt
aus, als deſſen Verfaſſer er ſich bekannte, in welc
ein genauer Verhandlungsbericht enthalten war;
kehrten die gegen Wolf erhobenen Anſchuldigungen
der und wurde erklärt, dieſer habe eine ſchwere mi
liſche Niederlage erlitten, er ſei von ſeinen Kollegen
richtet und an den Pranger geſtellt. Auch dieſes Scheg
ſtück führte zu einer Beleidigungsklage; der Redakt
wurde zu 200 Mark Geldſtrafe verurteilt. Beide
kenntniſſe wurden vom Berufungsgericht in Miß
beſtätigt. In der dagegen eingelegten Reviſion
der Redakteur aus, daß ſowohl die Vorſchriften der
ragraphen 185 und 186 des Strafgefetzbuches, wie
Paragraphen 193 daſelbſt verletzt worden ſeien.
Flugblatt ſei um deswillen ſtraffrei, weil es ledie
einen wahrheitsgetreuen Prozeßbericht enthalte. Ges
den Paragraphen 200 des Strafgeſetzbuches werde
toßen, indem nicht nur die Veröffentlichung des
ſcheidenden Teils des Urteils, ſondern deſſen vollſ.
diger Abdruck geſtattet werde. Ein Vertreter des T
widerſprach dieſer Auffaſſung nach allen Richtungen
Die Entſcheidung des Gerichts wird au
März verkündigt.
Die Marta Hoppe
kam von B.
lau nach Dexheim in Rheinheſſen und
dingte ſich auf ein Jahr als Dienſtm
für Haus und Feld. Anfangs war man mit ihr
frieden; als aber die Kirchweihen gefeiert wurden,
ſie manchmal nachts nicht nach Hauſe und war
Dienſt widerſpenſtig. Als ſie eines Tages mit gel
Nadeln im Haar, einer für ihre Arbeiten nicht ge
neren Friſur, antrat, erfuhr ſie eine ernſte und ſch=
Zurechtweiſung durch die Hausfrau. Dieſe verſu
die Nadeln wegzunehmen und gebrauchte etwas k
tige Ausdrücke. Das Mädchen verließ als Antn=
ohne
Kündigung den Dienſt und wurde, weil ſie
weigerte, zurückzukehren, wegen Verfehlung gegen
Geſindeordnung zu 10 Mark Geldſtrafe verurteilt.
Strafkammer in Mainz beſtätigte dies Urteil; auch
von der Hoppe eingelegte Reviſion wurde verw
fen. Die Gerichte vermochten ſämtlich in den ſch
fen Worten der Dienſtherrin nach den vorliegen
bäuerlichen Verhältniſſen keine grobe Ehrverletzung=
erblicken
, welche allein den ſofortigen Austritt ri
fertigen würde.
Vor der Zivilkammer II ſtand geſtern die K
der Kinder der verunglückten Witwe Wolfſtu
die bekanntlich bei dem Automobilunglück auf
Griesheimer Chauſſee im vorigen Oktober ihr Le
einbüßte, gegen die Süddeutſche Eiſenba
geſellſchaft zur Verhandlung. Der Vertreter
Kläger, Juſtizrat Dr. Hoffmann, beantragte, die
klagte zur Zahlung einer vierteljährigen Rente
1125 Mark vom 31. Oktöber ab zu verurteilen.
ſchilderte dann den bekannten Vorfall und ſchob=
Schuld der Süddeutſchen zu. Die Süddeutſche ſei
Grund des § 1 des Haftpflichtgeſetzes und des §
(Fahrläſſigkeit) zu verurteilen. Das Verfahren ge
den angeklagten Lenker des Autos, den Chauff
Oskar Schmidt (der bekanntlich noch im hieſigen Kr
kenhaus der Heilung ſeiner ſchweren Verletzungen
gegenſieht), wegen Körperverletzung mit tödlichem
folg, könne auf die Verhandlung keinen Einfluß a
iben. Juſtizrat Hallwachs, der Vertreter der Bek!
ten, beſtreitet die angeführten Gründe. Der Zugfül
habe, als er das Auto bemerkte, andauernd Warnur
ſignale durch Läuten und Notſignale durch Pfeifen
geben. Der Zuſammenſtoß ſei nur infolge nicht
gemäßer Handhabung des Autos durch den Chauff
erfolgt. Ein Verſchulden der Bahn müſſe alſo al
lehnt werden. Das Urteil wird in den nächſten Ta
verkündet.
Art jetzt noch geleiſtet wird, iſt ein wahrer Rekord
grenzt an ein ſprichwörtliches Vergnügung
fieber; und wer alles mitmachen wollte, der kör
nicht nur ein ſchönes Stück Geld, ſondern auch,
das Sprichwort ſagt, ſeine Geſundheit los werden.
Die großen Vergnügungswogen der di
jährigen Saiſon ſind bereits vorüber, wenn
noch lange nicht ein Ende erreicht. Die Beteilig=
der
Gäſte war etwas ſchwächer wie ſonſt. Die
länder waren durch ihre Wahlen und die Pariſer di
ihre Sintflut am Kommen abgehalten. Doch
füllen ſich die großen Prachthotels mit den Nachzügl=
Unter den Hotels exiſtieren Paläſte im wahren Si
des Wortes und ſind mit einem unbeſchreiblichen K
fort ausgeſtattet. Wenn man bedenkt, daß ſie
einige Monate geöffnet und trotz horrender Ausga
ſich rentieren, da weiß man nicht, ſoll man die
ſchäftstüchtigkeit dieſer Unternehmungen bewund
oder die armen Hotelgäſte, die daran glauben müſſ
bemitleiden.
Aber es bleibt noch immer genug Geld für die 2
gnügungen über, denn, obwohl die Saiſon in den
ten zwei Jahrzehnten auf 34 Monate zuſamn
ſchrumpfte, kann man ruhig behaupten, daß jetzt 1
mehr bewältigt wird an Zerſtreuungen, wie früher
der doppelten Zeit. Ein Blick ins diesjähr
Programm dürfte überzeugen, daß man wie
tüchtig am Veranſtalten iſt: Ankunft S.
Karneval, großer Umzug, Illumination, Volksball.
Großer Karnevalsumzug ſämtlicher Feſtwagen
Maskeraden, Papierkonfettiſchlacht, Fakelzug.

Blumenſchlacht, große Veglione in dem Opernha
Großer Karnevalsumzug, Konfettiſchlacht, Vo
Große Roſaredoute im Kaſino Municipal.
ball.
Zweite Blumenſchlacht auf der Promenade des A
lais. Letzter Karnevalsumzug, Gipskonfettiſchl
und Verteilung der Ehrenbanner und Geldpreiſe:
50000 Francs, großes Feuerwerk, Verbrennen S.
Karneval, zweite Veglione im Opernhauſe. Blum
ſchlacht, weiße Redoute. Kinderkarneval und =E

[ ][  ][ ]

20. Fehle
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Nummer 48.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1916.

1

L. Das Schöffengericht verhandelte geſtern die
Privatklageſache des nationalliberalen Führers, des
praktiſchen Arztes Dr. Becker von Sprendlingen,
gegen den verantwortlichen Redakteur der Heſſiſchen
Liberalen Wochenſchrift wegen Beleidigung. Während
des heftigen Wahlkampfes im Bezirk Bingen=Alzey
hatte Becker in einer Wählerverſammlung in Bechtols=
heim
auf gegen ihn erhobene Angriffe erklärt, der frei=
ſinnige
Abg. Dr. Mugdan ſei Mitglied des Reichs=
verbandes
zur Bekämpfung der Sozialdemokratie ge=
weſen
. Der freiſinnige Redner Elöſſer beſtritt dieſes
entſchieden, man ging der Sache nach und am 30. Mai
worigen Jahres erſchien in der Wochenſchrift ein
Reichsverband, Dr. Becker und Freiſinn überſchriebe=
ner
Artikel, in welchem vor aller Oeffentlichkeit ver=
lündigt
wird, daß Dr. Becker bei der Sache wider
beſſeres Wiſſen geſprochen habe. Dieſe Bemerkung
führte zur Klage, welche vergleichsweiſe ihre
Erledigung fand. Der Privatkläger Dr. Becker
erklärte auf Grund der Ausſage des Dr. Mugdan, daß
dieſer weder zahlendes noch eingeſchriebenes Mitglied
des Reichsverbandes geweſen ſei. Beklagter gibt
zu, daß dieſer für den Reichsverband tätig war, be=
dauert
, dem Privatkläger den Vorwurf gemacht zu
kaben, daß er wider beſſeres Wiſſen geſprochen, nimmt
die Behauptung unter dem Ausdruck des Bedauerns
zurück und verpflichtet ſich zur Zahlung ſämtlicher
Koſten, einſchließlich derjenigen der anwaltlichen Ver=
tretung
des Klägers. Der Vergleich wird in dem
redaktionellen Teil der Wochenſchrift veröffentlicht.
* Die Verkehrs=Einnahmen aus dem Perſonen=
und Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feſt=
ſtellung
: 1. für die Eiſenbahndirektionsbezirke Frank=
furt
a. M. und Mainz: a) im Monat Januar 1910
8 426000 M., oder gegen das Vorjahr mehr 1056500 M.
14,33 %; b) in der Zeit vom Beginn des Rechnungs=
jahres
106318000 M., oder gegen das Vorjahr mehr
8 395000 M. 8,57 %; 2. für die Preußiſch=Heſſiſche
Eiſenbahngemeinſchaft: a) im Monat Januar 1910
139 730000 M., oder gegen das Vorjahr mehr 9 583000 M.
7,36%; b) in der Zeit vom Beginn des Rechnungs=
jahres
1591037000 M., oder gegen das Vorjahr mehr
87 491000 Mark 5,82%.
Im Dienſte der Wohltätigkeit. Man ſchreibt uns:
Die diesjährige Generalverſammlung der Darmſtädter
Volksbank hat auf Antrag des Vorſtandes und Aufſichts=
rates
dem Milchfrühſtücksfonds den Beitrag von 100 Mark
überwieſen. Eine andere Korporation, die nicht genannt
ſein will, hat dem Fonds kürzlich den gleichen Betrag zu=
gewieſen
. Den Spendern ſei auch an dieſer Stelle herzlichſt
gedankt. Mögen dieſe ſchönen Beiſpiele von Wohltätig=
keitsſinn
Nachahmung finden.
Offiziere, ehemalige Unteroffiziere und aktive
Unteroffiziere. Man ſchreibt uns: Nachdem der Kom=
pagniechef
der 5. Kompagnie Leibgarde=Regiments Nr.
115, Hauptmann v. Bartenwerffer, im letzten Sommer
Die ehemaligen und aktiven Unteroffiziere ſeiner Kom=
Lägnie zu einem ſchön verlaufenen Schießfeſt auf dem
Offizierſchießſtand des Regiments eingeladen hatte,
konnte endlich der ſchon lang gehegte Wunſch der ehe=
mnaligen
Unteroffiziere, die aktiven Herren Offiziere
und Unteroffiziere zu einem gemütlichen Zuſammen=
kommen
einzuladen, am Mittwoch abend in der Reſtau=
ration
Zum deutſchen Haus in Erfüllung gehen. Von
Den Herren Offizieren waren erſchienen Herr Major
v. Weſternhagen, Herr Hauptmann v. Barten=
werffer
, Herr Leutnant Graf Beyſſel, ſowie Herr
Leutnant der Reſerve Becker und Herr Leutnant der
Landwehr Göbel. Herr Oberpoſtaſſiſtent Bopf, der
Die Herren Offiziere und Unteroffiziere begrüßte, und
für ihr Erſcheinen herzlichſt dankte, führte in längerer
Rede aus, daß der Zweck des Zuſammenkommens der
ſei, die Kameradſchaft zu heben und zu pflegen und das
gute Verhältnis, das zwiſchen den Alten und Jungen
beſtehe, immer weiter auszubauen; beſonders begrüßte
er den Schöpfer dieſer Veranſtaltungen, Herrn Major
v. Weſternhagen, und den jetzigen Kompagniechef, Herrn
Hauptmann v. Bartenwerffer, der dieſe Zuſammenkünfte
fo hervorragend fördere. Mit Trauer müſſe er auch dreier
ehemaliger Unteroffiziere der Kompagnie gedenken,
die ſeit dem letzten Zuſammenſein nicht mehr am Leben
ſeien; der Herren Pfersdorf, Gerichtsvollzieher Engel,
Der ſtets der Führer der alten Kameraden der Kom=
pagnie
geweſen ſei, und Stadtverordneter Müller, der
noch beim letzten Schießen den Dank für die Einlad=
ung
in beredten Worten zum Ausdruck bringen konnre.
Redner ſchloß ſeine trefflichen Ausführungen mit einem
Hoch auf die Kompagnie. Herr Hauptmann v. Bar=
tenwerffer
, der für die Herren Offiziere und akti=
Den Unteroffiziere ſprach, drückte ſeine große Freude
über das Zuſtandekommen des heutigen Abends aus
uind verſicherte, daß er alles tun werde, um dieſe Ver=
anſtaltungen
fortzuſetzen. Seine Ausführungen, die
begeiſterten Anklang fanden, beendete er mit einem
Hoch auf die ehemaligen Unteroffiziere. Herr Sekretär

Seite 3.

letzte Blumenſchlacht. Dazwiſchen zur Abwechſelung:
Wohltätigkeitsveranſtaltungen (Winterwettſchwimmen,
Wettlaufen, Fußballmeeting, Militärſportmeeting,
athletiſche Wettkämpfe, internationales Fechtturnier,
Flach=, Trab= und Hindernisrennen für Pferde (zwei
große Preiſe der Stadt Nizza 150000 Francs), inter=
nationale
Gemälde= und Bildhauerausſtellung, inter=
mationale
Lawn=Tennisturniere, Motorwagenwoche,
Blumenausſtellung der blauen Küſte, internationale
Regatten (Segel, Ruder und Motor) und zum Schluß,
um die Gäſte feſtzuhalten, findet eine große Flieger=
woche
ſtatt.
Dann darf man nicht vergeſſen die Oper mit ihren
Halavorſtellungen und das Munieipalkaſino mit ſeinen
Feſtivals, ſowie eine Reihe anderer Vergnügungs=
etabliſſements
; die beiden erſten haben öfters Mitglie=
der
der großen, ſowie der komiſchen Oper, die letzteren
Die bekannteſten Etoils aus Paris, als Gäſte. Auf
alle nur erdenkliche Weiſe ſollen die erholungs=
bedürftigen
Kurgäſte zerſtreut werden; ſo
Fommt z. B. in den nächſten Tagen das Theater Porte=
Saint=Martin aus Paris mit ſeinem geſamten Ge=
Flügelhof um uns vier Vorſtellungen des Chan=
Fecler zu geben.
Erſt kürzlich gaſtierte das Münchener Tonkünſt=
Lerorcheſter und feierte Triumphe, dazwiſchen eine
Hochflut von Soliſtenkonzerten. Ja ſelbſt für
die iſt geſorgt, die nicht fehlen können, wenn was los
kſt, und doch beim auserleſenſten Ohrenſchmauſe kalt
Sleiben, und für diejenigen, die die Pauſen unbedingt
ausfüllen und ihre Taſchen entfüllen müſſen, ſie
Finden Gelegenheit, am grünen Tiſch ein Spiel=
chen
zu wagen; in den Vergnügungsetabliſſements
Fann man von einem Franken an und in den zahlreichen
etwas
Cercles den nobleren Spielerheimen
Zöher anfangen zu verlieren.
In dieſer ſchrecklichen Sucht, das Zerſtreuungs=
Orcheſter in allen Tonarten zu ſtimmen, iſt die Ausſicht
Für die Zukunft beängſtigend, nicht nur für Nizäa.

Göbel, der eine längere dramatiſche Dichtung außer=
ordentlich
wirkungsvoll zu Gehör brachte, erntete ſo=
wohl
für dieſe, als auch für ſeine wohlgelungene humo=
riſtiſche
Rede, durch die er die Anweſenden in beſte
Stimmung verſetzte, reichen Beifall. Herr Gaſtwirt

Braun, der nicht allein für vorzügliche Bewirtung
der Gäſte ſorgte und dafür volle Anerkennung fand,
wurde den Wünſchen der anweſenden Herren, ſie mit
einigen Geſangsvorträgen zu erfreuen, gerecht. Auch
die Mutter der Kompagnie, der Feldwebel Heuß, kam
zu ſeinem wohlverdienten Recht, indem der Kompagnie=
chef
ein Hoch auf ihn ausbrachte. Als ſich die Teilneh=
mer
des ſo harmoniſch verlaufenen Feſtes nach Mitter=
nacht
trennten, waren alle darin einig, daß der Abend
erneut dazu beigetragen habe, das gute Verhältnis zwi=
ſchen
den ehemaligen und aktiven Herren Offizieren und
Unteroffizieren der 5. Kompagnie Leib=Regts. zu för=
dern
. Die ehemaligen Unteroffiziere aber wünſchen von
Herzen, daß dieſe ſchönen Veranſtaltungen ſich immer
mehr Bahn brechen und daß die alten und jungen Un=
teroffiziere
, vereint mit den führenden Herren Offizie=
ren
in treuer Kameradſchaft ſich zuſammenfinden
zum Wohle der Armee und zum Segen unſeres lieben
deutſchen Vaterlandes.
Krüppelfürſorge. Ganz in der Stille iſt am
20. Februar zu Nieder=Ramſtadt ein Heſſiſches
Krüppelheim eröffnet worden. Am folgenden Tag
hat das erſte Kind Aufnahme darin gefunden. Andere
werden ihm folgen. Im ganzen ſind vorläufig nur
8 Plätze vorgeſehen, denn es handelt ſich zunächſt um
einen Verſuch, für den man deshalb auch noch kein feſtes
Haus, ſondern nur eine Baracke errichtet hat. Dieſe
präſentiert ſich indeſſen als ein überaus ſchmuckes Bau=
werk
mit hellen, luftigen Räumen, guten Heiz= und
Ventilationseinrichtungen, mit Warm= und Kaltwaſſer=
leitung
, Kanaliſationsanſchluß, kurz mit allen techniſchen
Errungenſchaften, die die neueſten Fortſchritte im
Barackenbau gebracht haben. Das angewandte Syſtem
iſt das bekannte Doeckerſche der Firma Chriſtoph & Unmack
in Niesky (Schleſien) und zwar in beſter Konſtruktion,
d. h. mit doppelten Wänden und iſoliertem Dachraum
zum Schutz gegen Kälte im Winter und gegen Hitze im
Sommer. Das neue Heim ſteht in ſchönſter Lage auf
dem Gebiet der Epileptiſchenanſtalt zu Nieder=Ramſtadt,
deren Leitung (Pfarrer, Arzt, Lehrer) und Verwaltung
es angeſchloſſen iſt, doch ſo, daß die Krüppelkinder in
keiner Weiſe mit den Epileptikern in Berührung kommen.
Hauptzweck der Anſtalt iſt die Ausbildung der Krüppel=
kinder
zu ſelbſtändiger Erwerbstätigkeit auf der Grund=
lage
einer guten Volksſchulbildung. Jede nähere Aus=
kunft
erteilt die Anſtaltsleitung, Pfarrer Weimar=Nieder=
Ramſtadt, der auch Meldungen zur Aufnahme entgegen
nimmt.
Epangeliſcher Bund. Auf den am morgigen Sonn=
tag
, abends, im Saalbau ſtattfindenden Familien=
abend
des hieſigen Zweigvereins des Evangeliſchen
Bundes ſei hierdurch nochmals aufmerkſam gemacht. Er
gewinnt dadurch beſonderes Intereſſe, daß Herr Oberkon=
ſiſtorialrat
Euler zum erſten Male in Darmſtadt öffent=
lich
ſpricht. Sein Thema lautet: Heimat und Vater=
land
, ein Thema von beſonderer Bedeutung in unſerer
Zeit, die ſo viele Heimatloſe kennt, für die heranwachſende
Jugend, wie für den Menſchen überhaupt. Geht doch aus
der Heimatsliebe die Vaterlandsliebe hervor! Darum iſt
Pflege des Heimatsſinnes und der Heimatsliebe dringend
nötig zum Beſten unſeres Vaterlandes. In dem Lichtbil=
dervortrage
Unſere heſſiſchen Pflegegemeinden in Steier=
mark
wird Herr Pfarrer D. Waitz Selbſterlebtes von
ſeiner öſterreichiſchen Reiſe im vorigen Herbſt erzählen.
Für den muſikaliſchen Teil des Abends, der bei Reſtau=
ration
ſtattfindet, haben in freundlichſter Weiſe ihre Mit=
wirkung
zugeſagt die Sängerin Frl. Johanna Rei=
mann
, die bereits eine Zeit lang an einer größeren
Bühne tätig geweſen iſt, und die Violinvirtuoſiin Frl. Lili
Hickler, die eigens vom Konſervatorium in Baſel hier=
her
gereiſt iſt, um bei dieſem Abend mitzuwirken.
Penſionsanſtalt für deutſche bildende Künſtler. Im
Auftrage des Direktoriums der Renten= und Penſions=
anſtalt
für deutſche bildende Künſtler hielt Herr Maler
Ernſt Ludwig Oſtermayer aus München vor einem
Kreiſe von Künſtlern und in künſtleriſchen Berufen tätigen
Perſönlichkeiten einen Vortrag über Zweck und Ziele der
Anſtalt. In klaren Auseinanderſetzungen, an der Hand
einer großen Reihe von verſchiedenartigen Beiſpielen aus
dem praktiſchen Leben verſtand es Herr Oſtermayer vor=
trefflich
, den Vorteil und Nutzen der Anſtalt für alle ſolchen
Künſtler, die nicht in feſter ſtaatlicher Stellung ſind, klar
darzulegen und im beſonderen darauf aufmerkſam zu
machen, daß dieſe Renten= und Penſionsanſtalt dem ſchwie=
rigen
Erwerbsleben der Künſtlerſchaft ganz beſonders an=
gepaßt
iſt und Vorteile bietet, wie ſie eine andere Unter=
nehmung
nicht bieten kann. Die Anſtalt, der alle deutſchen
bildenden Künſtler und Künſtlerinnen, alſo Maler und
Malerinnen, Architekten, Bildhauer, Zeichner und Zeichen=

ſondern an der ganzen Riviera. Cannes, Mentone,
Villefranche, Beaulien, San Remo, Bordighera uſw.,
alle verſuchen es, getreulich der großen Schweſter nach=
zuahmen
; es gibt überall Karneval und Blumenſchlach=
ten
, Kaſinos mit den grünen Tiſchen und was noch
ſonſt drum und dran häugt.
Was die Karnevalsveranſtaltungen betrifft, kann
natürlich Nizza noch lange nicht erreicht werden, es hat
den hiſtoriſchen Ruf und ſtets die nötigen Geldmittel
dafür übrig. Vom Nizzaer Karneval kann man
ſich nur ſchwer eine Vorſtellung machen, am wenigſten
von dem Enthuſiasmus, mit dem das Volk dieſen Tagen
entgegenſieht. Die Mitwirkenden ſcheinen unermüd=
lich
und ſind geradezu von einer fanatiſchen Begeiſte=
rung
beſeelt. Ende Januar ging der Rummel mit
dem Einzug S. M. Karneval ſchon los. Die Place
Maſſeéna und die Avenue de la Gare prangten in einer
ebenſo, eigenartigen, wie künſtleriſch vollendeten elek=
triſchen
Illumination. Der Narrenkönig (Cook oder
Peary, je nachdem für den man ſchwärmt) kehrt vom
Nordpol, auf einem Eisbären reitend, zurück. Der
Wagen war muſterhaft und die Dekoration bis ins
äußerſte Detail ſorgfältig ausgeführt, das gleiche gilt
von dem der Frau Karneval; ſie ritt auf der Tigerin,
die letztes Jahr in Marſeille entſprungen war und
viel Schrecken und Spöttelei hervorgerufen hatte. Die
beiden Haupttage bilden die der Umzüge ſämtlicher
Wagen und Maskeraden, verbunden mit Papier= und
Gipskonfettiſchlachten. Sowohl die prächtigen, großen
Wagen, wie die Gruppen und einzelne Maskierte leg=
ten
Zeugnis von echt franzöſiſchem Witz und Humor
ab. Die Motive lieferten zum größten Teil: Die Ent=
deckung
des Nordpols, Chantecler der Prozeß der
Frau Steinheil, die entſprungene Tigerin von Mar=
ſeille
, König Pataud die Gewerkſchaft der Ballett=
tänzerinnen
, die Denkmalsſucht unſerer Zeit, die feh=
lende
Nizzaer Militärmuſik, die Luſtige Witwe‟, Woh=
nungswechſel
, Komet Halley und die Flugmaſchinen,
beſonders letztere durch den Doppelſinn des Wortes

lehrer, Kunſtgewerbler, Graphiker, Tylographen uſw., bei=
treten
können, hat der zentralen Lage halber ihren Sitz in
Weimar unter dem Protektorat des Großherzogs=
von
Sachſen, alle Vorſtandsmitglieder führen ihr Amt
ehrenamtlich, weshalb nur geringe Verwaltungskoſten ent=
ſtehen
. Das Vermögen der Anſtalt iſt durch die Tätigkeit
von Ortsverbänden, die in allen größeren Kunſtſtädten
vorhanden ſind, durch wiederholte Geldlotterien, Beiträge
und Stiftungen von Kunſtfreunden, Erträgniſſe von
Künſtlerfeſten außerordentlich erhöht worden, ſo daß der
beitragleiſtende Künſtler weit mehr Rente und Penſion
empfängt, als ſeiner pekuniären Leiſtung entſpricht.
Dem Ortsverband Darmſtadt iſt bei ſeiner Grün=
dung
Se. Königl. Hoheit der Großherzog von
Heſſen als unterſtützendes Mitglied beigetreten, weitere
Beitritte ſolcher Mitglieder ſind in dieſen Tagen erfolgt.
Der Vorſtand des Darmſtädter Ortsverbandes, die Herren
Maler Adolf Beyer und Hofmaler H. K. Kröh, ſind
zu allen Auskünften gerne bereit. Herr Maler Oſtermayer,
der in ſelbſtloſer, aufopfernder Weiſe für die ſchönen Be=
ſtrebungen
der Anſtalt eintritt, hat mit beſtem Erfolge
kürzlich auch vor der Künſtlerſchaft von Frankfurt a. M.
und Düſſeldorf geſprochen. Der Künſtler wurde von
Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog, welcher ihn ſeines
lebhaften Intereſſes an der guten Sache verſicherte, emp=
fangen
.
Zu einer öffentlichen Proteſtverſammlung gegen die
Verſchleppung der Penſionsverſicherung
für Privatangeſtellte hatte die hieſige Orts=
gruppe
des deutſchnationalen Handlungs=
gehilfenverbandes
alle Handlungsgehilfen, Pri=
vatangeſtellten
uſw. am Donnerstag abend nach dem Für=
ſtenſaal
eingeladen. Der Vorſitzende, Herr G. Dahmen,
eröffnete die Verſammlung, hieß die Erſchienenen
willkommen und erteilte dem Referenten, Herrn Jul.
Schellin=Frankfurt das Wort zu ſeinem Vortrag:
Die Penſionsverſicherung in Gefahr. Der Redner ſchil=

Alter oder bei Berufsinvalidität eine Stütze zu haben und
nicht dem Elend preisgegeben zu werden. Die Reichsre=
gierung
erklärte im Jahre 1904 im Reichstage auf Anfra=
gen
hin, daß ſie das eingereichte Material amtlich bearbei=
ten
laſſen werde. Es dauerte eine geraume Zeit, bis die
umfangreiche Arbeit erledigt war. Am 14. 3. 1907 fragte
im Reichstage die nationalliberale Fraktion nach dem
Stande der Angelegenheit. In dieſer Sitzung ſagte Graf
Poſadowsky, die Denkſchrift werde in wenigen Tagen her=
ausgegeben
werden. Die Angeſtellten ſelbſt und die Regie=
rung
hätten dann zu prüfen. Obwohl Graf Poſadowsky
früher der Meinung war, die Verſicherung ſei nicht nötig,
trat er jetzt für ſie ein. Die Denkſchrift lieferte nun den
Angeſtellten das Material, die Frage zu prüfen und ſie
wurde von dem Hauptausſchuß geleiſtet. Da entſtand nun
ein Zwieſpalt. Ueber die Form der zukünftigen Organi=
ſation
konnte man nicht einig werden. Im April 1908
kam dann die zweite Denkſchrift heraus. Die Reichsver=
ſicherung
muß natürlich beſtehen bleiben, aber für die an=
deren
muß eine Art Zuſchußkaſſe gegründet werden. Auf
dieſen Standpunkt ſtellte ſich der Hauptausſchuß, den der
D. H. V vorgeſchlagen hatte. Darüber iſt wieder eine
lange Zeit verſtrichen. Wir ſind nicht weiter gekommen.
Unüberwindliche Schwierigkeiten ſollen ſich gezeigt haben.
Was das für Schwierigkeiten ſind, hat man noch nicht er=
fahren
. Wir müſſen deshalb auf jeden Fall von der Re=
gierung
die Verſicherung verlangen. Man muß ſich vor
allem klar werden darüber, was man von dem Geſetz ver=
langt
. Grundzüge: Mindeſtforderung: Verſicherung für je=
den
Privatangeſtellten, ohne Unterſchied des Alters und
Geſchlechts. Altersrente muß früher bewilligt werden, als
in der Reichsinvalidenverſicherung. Vom 60. Lebensjahre
ab welche zu erhalten, hat keine Ausſicht, deshalb iſt die
Grenze auf 65 geſetzt worden. Aus dieſem Grunde kann
der Ausbau des Invalidengeſetzes nicht in Betracht kom=
men
. Auch aus dem Grunde, da bei den Angeſtellten
früher Berufsinvalidität eintreten kann. Die Witwen= und
Waiſenverſicherung muß eine angemeſſene ſein. In der
Invalidenverſicherung iſt auch dieſes nicht möglich. Die
Beitragsfrage muß auch erledigt werden. 4 Prozent, die
Hälfte, wollen die Angeſtellten aufbringen, 4 Prozent müß=
ten
die Arbeitgeber aufbringen. Sie werden ja durch das
Geſetz einer ſozialen Verpflichtung enthoben. Der deutſche
Handel, die Induſtrie wird nicht leiden, wenn 4 Prozent
abgegeben werden; die Arbeitsfreudigkeit der Angeſtellten
wird erhöht werden. Der jetzige Stellungswechſel, der ja
nicht im Intereſſe der Arbeitgeber liegt, wird nachlaſſen,
es wird eine Ruhe einkehren. Wenn die Arbeitsfreudig=
keit
den Angeſtellten gegeben iſt, dann leiſten ſie mehr und
ſie werden helfen, den deutſchen Handel über die Meere
auszubreiten. Das Jahr 1909 ſei herumgegangen, ohne
daß der Geſetzentwurf kam. Am 17. 1. ds. Is war eine
Interpellation im Reichstag eingebracht, die auch lang be=
ſprochen
wurde. Jetzt kürzlich erklärte Staatsſekretär Del=

voler (fliegen und ſtehlen) wurden genügend ausge=
beutet
. Auch als neue Hutmoden fanden ſie zahlreiche
Verwendung. Das Charakteriſtiſchſte an dem ganzen
Karneval iſt die ausgelaſſene Heiterkeit der Beteilig=
ten
und des Volkes, die bei der Gipskonfetti=
ſchlacht
ihren Höhepunkt erreicht; um ihr beizu=
wohnen
, muß man ſich ſchon eines Staubmantels und
einer Drahtlarve bedienen, denn die Geſchoſſe, kleine
Gipskugeln, fliegen nur ſo ſchaufelweiſe. Eine gerade=
zu
elektriſierende Wirkung übt die Muſik aus mit ihrer
Karnevalshymne. Ertönen die erſten Laute, dann
tanzt und ſpringt jung und alt wie beſeſſen. Trotz
allem Inbel und Trubel herrſchte muſtergültige Ord=
nung
.
Von den Blumenſchlachten konnte man
ſich, der Bezeichnung entſprechend, ein etwas heißeres
Gefecht wünſchen, auch die Schlachtenmuſik ſpielte
als wenn die Schlacht ſchon verloren geweſen wäre
öfters trauermarſchmäßig. Immerhin verſetzten die
blumengeſchmückten Wagen und Automobile beim De=
filieren
während des ſchönſten Wetters alle in eine
ſonnige und blumige Frühlingsſtimmung! Mit dem
Feuertode S. M. Karneval, unter knatternden und

leuchtenden Raketen, findet das karnevaliſtiſche Stra=
ßentreiben
ſeinen Abſchluß. Unterdeſſen finden Veg=
lionen
und Redouten ſtatt. Daß ſich ein buntes
Treiben auch bei Farbeneinheit erzielen läßt, bewies
die roſa=ſchwarze Redoute im Municipal=
kaſino
mit der Koſtümvorſchrift: roſa Seide oder Samt
mit ſchwarzem Gürtel und ebenſolchem Bänderbüſchel
auf der linken Schulter. Damen, die nicht maskiert
waren, für die war große Dekolletierung (alſo ver=
oder
entkleidet) vorgeſchrieben. Der Eintritt koſtet
zehn Franken, ſo ſteht’s wenigſtens auf den Plakaten,
aber jeder weiß, daß ein ſehr großer Teil der Billetts
an junge, luſtige Nizzaer Leute verſchenkt wird, die
dafür für den nötigen Betrieb ſorgen, denn die
Fremden, die zehn Franken zahlen, wollen etwas ſehen
für ihr Geld.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

brück, daß er damals mißverſtanden worden ſei. Der Ge=
ſetzentwurf
werde kommen, es werde mit großer Beſchleu=
nigung
daran gearbeitet. Das ſagte er aber erſt, als ihm
geſagt wurde, daß in den Reihen der Privatangeſtellten
eine große Empörung Platz gegriffen habe. Die Regie=
rung
ſoll doch mal ſagen, was für große Schwierigkeiten
ſich in den Weg geſtellt haben.
An der ſich anſchließenden freien Ausſprache beteilig=
ten
ſich die Herren Kaufmann Bangert, Ing. O. Mies,
Thalheim. Nach dem Schlußwort des Referenten wurde
die Verſammlung, die als impoſante Kundgebung gelten
kann, geſchloſſen. Folgende Entſchließungen wur=
den
einſtimmig angenommen: An den Reichs=
tag
! Die am 24. Februar im Fürſtenſaal zu Darmſtadt
auf Einladung des deutſchnationalen Handlungsgehilfen=
verbandes
verſammelten Privatangeſtellten danken dem
Hohen Reichstag für ſein wiederholtes mannhaftes Ein=
treten
für eine ſtaatliche Penſionsverſicherung der Privat=
angeſtellten
. Sie ſprechen die Erwartung aus, daß das
Hohe Haus an dem Verlangen der baldigen Vorlage eines
entſprechenden Geſetzentwurfes feſthält, der als Mindeſt=
forderung
der Angeſtellten die Verſicherungspflicht ohne
Unterſchied des Gehalts ausſpricht, die Einführung der
Berufsinvalidität vorſieht und die Anerkennung des Be=
zugs
der Altersrente vom 65. Lebensjahre ab bringt. Die
Verſammelten erklären ausdrücklich, daß ſie zur Tragung
der Hälfte der dafür berechneten Koſten bis zu 4 Prozent
des Einkommens bereit ſind. 2. An den Bundes=
rat
! Die am 24. Februar im Fürſtenſaal zu Darmſtadt
verſammelten Privatangeſtellten ſind aufs höchſte beun=
ruhigt
durch die Erklärungen, die Herr Staatsſekretär Del=
brück
am 17. Januar im Deutſchen Reichstage über die
Penſionsverſicherung der Privatangeſtellten gegeben hat.
Sie ſind der Ueberzeugung, daß zur Durchführung der ſeit
Jahren als ſittlich und wirtſchaftlich notwendig anerkann=
ten
Verſicherung die techniſchen Schwierigkeiten überwun=
den
werden können, und bitten dringend um baldige Vor=
lage
eines Geſetzentwurfes, der als Mindeſtforderungen
für alle Angeſtellten ohne Unterſchied des Gehalts die Ein=
führung
der Berufsinvalidität und die Anerkennung des Be=
zugs
der Altersrente vom 65. Lebensjahre ab erfüllt. Die
Verſammelten ſind bereit, für die Verſorgung einen Bei=
trag
bis zu 4 Prozent des Einkommens zu opfern.
3. An den Reichstagsabgeordneten Dr. Oſann! Die
am 24. Februar im Fürſtenſaal zu Darmſtadt verſam=
melten
Privatangeſtellten richten an den Herrn Reichs=
tagsabgeordneten
des Wahlkreiſes Darmſtadt=Groß=Gerau
die herzliche Bitte, ſich der Beſtrebungen der Angeſtellten
zur Herbeiführung einer ſtaatlichen Penſionsverſicherung
wie bisher tatkräftigſt anzunehmen und ſich dadurch den
Dank einer bedeutſamen Berufsſchicht allezeit zu ſichern.
Verein für Verbreitung von Volksbildung. Es ſei
an dieſer Stelle nochmals auf die heute Samstag und den
nächſten Montag
ſtattfindenden
Vorträge
des
Herrn Regierungsbaumeiſters und Privatdozenten A.
Zeller=Charlottenburg hingewieſen, die im Anſchluß
an die kulturgeſchichtlichen Vorträge des Herrn Prof. E. A
Berger die Baukunſt jener Zeit behandeln und mit
Hilfe zahlreicher Lichtbilder in höchſt anſchaulicher Weiſe
vorführen werden.
Gewerbeſchule Darmſtadt. Nach einer in dem
Anzeigenteil unſerer heutigen Nummer enthaltenen Be=
kanntmachung
werden die Anmeldungen zur Sonntags=
Zeichen= und zur gewerblichen Fortbildungsſchule am
21. und 22. März, vormittags 912 Uhr, angenommen.
Schulabgangszeugnis und Lehrvertrag ſind vorzulegen.
Der Unterricht in der Sonntags=Zeichenſchule beginnt am
3. April. Eine Uebertragung von Vormerkungen aus dem
alten Schuljahr findet nicht ſtatt. Zur Abendzeichen=
klaſſe
(auch kunſtgewerbliches Zeichnen), zur Modellier=
klaſſe
und zum offenen Zeichenſaal werden für
das bevorſtehende Sommerhalbjahr von jetzt an ebenfalls
Anmeldungen angenommen.
Vorträge. Man ſchreibt uns: Die Vorträge
über Säuglingspflege und Ernährung von
Fräul. Dr. med. Joh. Schmidt werden von Donnerstag,
den 3. März, ab im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, fort=
geſetzt
und ſind allen Frauen zugängig. Die Ausführungen
der vorhergegangenen Vorträge werden eine kurze Wieder=
holung
erfahren, ſodann wird die Behandlung des geſunden

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Nummer 48.

Vorträge.
St. Die Kunſtgewerbliche Gruppe des
heſſiſchen Landesgewerbevereins veranſtaltete am Don=
nerstag
abend im Sitzungsſaale der Zentralſtelle für
die Gewerbe den zweiten Vortrag, der ſich gleich zahl=
reichen
Beſuches zu erfreuen hatte, wie der erſte, den
bekanntlich Herr Profeſſor Scharvogel hielt. Das
Thema des zweiten Vortrages bildete Der Holz=
ſchnitt
und ſeine Lage in der Gegenwart
ein Thema, das in Herrn Profeſſor Kautzſch einen
ebenſo ſachkundigen wie geiſtvollen Interpreten fand.
Es iſt ein ungemein wechſelvolles Geſchick, das des
Holzſchnitts. Von höchſter Blüte warf es ihn in das
tiefſte Nichts der Vergeſſenheit, um ihn kaum ein Jahr=
hundert
ſpäter wieder in geläuterter Form zu neuer
Blüte erſtehen zu laſſen und in der Gegenwart droht
ihm abermals der Fluch des Vergeſſenwerdens. Als
Erfinder der Holzſchneidekunſt gelten bekanntlich die
Chineſen, die ſeit urdenklichen Zeiten ſich ihrer zum
Drucken bedienten. Im 14. Jahrhundert wurden in
Deutſchland und den Niederlanden die erſten ſchüch=
ternen
Verſuche gemacht, mit Hilfe des Holzſchnitts
Zeichnungen und Schriften zu vervielfältigen und mit
Erfindung der Buchdruckerkunſt ſetzte auch für den
Holzſchnitt die erſte Periode der Blüte ein. Zuerſt
waren es die Heiligenbildmaler, die in ganz primitiver
Weiſe die Umriſſe ihrer Zeichnungen in Holz ſchnitten
und vervielfältigten, dann die Spielkartenfertiger, die
ſich dadurch die Arbeit des Einzelzeichnens erſparten,
wenn auch das farbige Ausmalen mit der Hand ge=
ſchehen
mußte. Mit der Erfindung des Letterndruckes
kam man bald zu Verſuchen des Illuſtrierens von
Büchern, von denen noch eine ganze Reihe ſehr inter=
eſſanter
Werke erhalten blieb. Primitiv blieb die Holz=
ſchnittkunſt
ſolange, bis geſchäftskundige Verleger, die es
auch vor Jahrhunderten ſchon gab, Künſtler zum
Illuſtrieren ihrer Verlagswerke heranzogen. Damit
wurden auch an die Holzſchneider immer größere An=
forderungen
geſtellt und ſie ſo gezwungen, ihr Material
und ihre Kunſt dauernd zu verfeinern. Beſonders
waren es Dürer, Holbein und Cranach, die
durch ihre Kunſt dem Holzſchnitt zum Aufſchwung ver=
halfen
. Im 17. Jahrhundert wurde dieſem Aufſchwung
durch die Erfindung des Kupferſtichs ein Ziel geſetzt,
der die Holzſchnittkunſt nach und nach ganz verdrängte.
Im 19. Jahrhundert lebte ſie dann wieder auf und
feierte ihre höchſten Triumphe als künſtleriſches Repro=
duktionsmittel
und wiſſenſchaftliches Anſchauungs=
mittel
. Hier waren es Menzel, der ſeinen künſtle=
riſchen
Einfluß zur Vollendung der Holzſchnittkunſt
geltend machte, ferner Richter, Rethel u. a. Dann
aber zeigte die Technik wieder neue Wege, die, vor

Kindes und die Pflege des kranken Kindes beſprochen
werden, verbunden mit praktiſchen Anleitungen. Nach
den Vorträgen können Fragen aus dem Hörerkreis ge=
ſtellt
werden. Allen Müttern und Pflegerinnen kleiner
Kinder ſei der Beſuch der Vorträge empfohlen (ſ. Anzeige).
Geſellenprüfungen. Wie aus dem Anzeigenteil
erſichtlich, finden die diesjährigen Geſellenprüfungen
ſeitens der Tapezierer=Innung im Monat März ſtatt.
Vorträge über die Kunſt Aegyptens. Mit
Rückſicht auf das Konzert des Richard Wagner=Vereins
wird der zweite der angekündigten Vorträge des Herrn
Prof. Kautzſch nicht am Donnerstag, ſondern Freitag,
den 4. März, gehalten werden.
C. Meteorologiſches aus Heſſen. (Vergl. Nr. 22 d
Blattes vom 27. Januar.) Der Jauuar 1910 hatte
mit dem letzten Monat des Vorjahres viele Aehnlich=
keit
: Aequatoriale Luftſtrömung, Trübung des Him=
mels
und milde, zuweilen frühlingsmäßige Witterung,
berrſchten vor. Das Temperaturmittel, das in Darm=
ſtadt
um volle 2 Grade über dem langjährigen Durch=
ſchnitt
lag, ſchwankte zwiſchen 0,5 Grad in Ulrichſtein
und 3,1 in Mainz, welche beide Stationen auch hinſicht=
lich
der höchſten Stände mit 5,3 und 11,0 Grad die Ex=
treme
darſtellen. Die niedrigſte Temperatur wurde
dagegen in Michelſtadt mit 10,7 Grad gemeſſen, dem
Darmſtadt mit 4,7 gegenüberſteht. Die Bewölkung
war meiſt eine ſehr hohe; ſie ſchwankte zwiſchen 74 Pro=
zent
in Alzey und 88 in Ulrichſtein. In Bad Nauheim
und Mainz gab es keinen einzigen klaren Tag (in
Darmſtadt: 1). Die größte Zahl der Froſttage weiſt
Ulrichſtein mit 23 auf, während in Mainz nur 11 ver=
zeichnet
wurden (Darmſtadt: 14). Eistage ſehlten an
4 unter den 9 Stationen ganz, wogegen Ulrichſtein
deren 10 regiſtriert (Darmſtadt: 1). Die Niederſchlags=
mengen
überſtiegen au den meiſten Statio=
nen
den Durchſchnitt, was beſonders
volt
dem ſüdlichen Landesteil zu ſagen iſt. Die Gegen=
ſätze
bilden Bingen mit 36,9 und Herchenhain mit 130,1.
Millimeter (Darmſtadt: 48,2). In Beerfelden wurde
am 19. die gewaltige Mengen von 41,1 Millimeter ge=
meſſen
, alſo mehr als in Bingen im ganzen Monat fiel
Infolge der milden Witterung überwogen die Regen=
älle
, während Schneefälle zwar nicht ſelten waren, aber
in der Hauptſache nur in den Gebirgen eine Schnee=
decke
lieferten. Der Waſſerſtand der größeren Flüſſe,
an denen infolge der reichlichen Niederſchläge vom 19.
vorübergehendes Hochwaſſer eintrat, überſtieg den 10 Durchſchnitt um ein beträchtliches.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 19. Februar l. J. männ=
lich
8616, weiblich 5668, zuſ. 14 284, in Prozenten 60,32,
39,68; am 12. Februar I. J. männlich 8648, weiblich 5674,
zuſ. 14 322, in Prozenten 60,39, 39,61. Der Kranken=
ſtand
betrug am 19. Februar I. J. männlich 553, weiblich
208, in Prozenten 641, 3,66; am 12. Februar I. J. männ=
lich
518, weiblich 208, in Prozenten 5,99, 3,66. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
14. Febr. bis 19. Februar I. J. 6209,94 Mk., in der Woche
vom 7. Februar bis 12. Februar I. J. 6283,09 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 19. Februar
1. J. 33, am 12. Februar I. J. 36; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 14. Februar bis 19. Februar
I. J. 2; vom 7. Februar bis 12. Februar I. J. 1.
Hotel Heß‟. Der Ausſchank des echten
Salvator aus der Paulaner=Brauerei in München hat
begonnen, was die Verehrer des famoſen Stoffes gewiß
mit Freuden begrüßen werden. Der Ansſchank dauert
nur kurze Zeit. (Siehe Anzeige.)
Schützenhof. Auf das morgen Sonntag abend
im Schützenhof ſtattfindende Konzert der Kapelle des
Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61, unter Leitung des
Muſikmeiſters Herrn M. Weber, ſei an dieſer Stelle
hingewieſen. In den Konzerten werden ſtets abwechs=
lungsreiche
Programme geboten. Die Herren Block und
Franke werden ſich dem Publikum als Soliſten vor=
ſtellen
. (S. Anzeige.)
Orpheum. Heute Samstag findet wie üblich ein
Familien=Abend ſtatt; morgen Sonntag 2 Vorſtellungen,
nachmittags 4 und abends 8 Uhr, mit dem kompletten
Programm. (S. Anzeige.)

Ludwigshöhe. Ein beſonderes Intereſſe dürft
dem morgen Sonntag nachmittag ſtattfindenden Streich
konzert der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 6
zugewandt werden, indem Herr Muſikmeiſter Webe
zu dieſem Konzert in einem Teil des Programms Darm
ſtädter Komponiſten aufgenommen hat. Es ſind die
die Herren P. Probſt, H. Fiſcher, S. May und A
Meyer. Außerdem weiſt das Programm noch eine An=
zahl
intereſſanter Muſikſtücke auf. So z. B. Skomm
ein Vogel geflogen nach dem Stile älterer und neuere
Meiſter von S. Ochs. (Siehe Anzeige.)
Das Kaiſerpanorama führt noch einſchließlie
morgen, Sonntag, nach Südtirol, und zwar von Mera
ins Ortlergebiet und weiter ſüdlich bis an den Gardaſe
Münchener Bockfeſt. Nur noch wenige Tag
dauert das Münchener Jubelbockfeſt im Kölniſche
Hof in der Bleichſtraße, das bisher beſten Anklan
gefunden hat. Für die drei letzten Feſttage am Samsta,
Sonntag und Montag hat das fröhliche Stranddamen
orcheſter einige neue Schlager vorbereitet, wodurch de
Verehrern eines vorzüglich mundenden und wohlbekömn
lichen Stoffes, als der ſich Exquiſitor in jeder Wei
gezeigt hat, ſicher einige heitere ſorgenloſe Stunde
bereitet werden.
gr. Brensbach i. O., 25. Febr. Der vom hieſige
Obſt= und Gartenbauverein unter Leitung des Lehre:
Grühl veranſtaltete Unterhaltungs= und Theate
abend hatte einen ſtarken Erfolg zu verzeichnen. A
kommenden Sonntag, den 27. d. M., findet daher a
vielſeitigen Wunſch eine Wiederholung der Auffüh
ungen ſtatt. Beſonderes Intereſſe unter den Darbie
ungen dürfte eine Aufführung des Trauerſpieles
lome von Ostar Wilde erwecken. Geht dieſes Erzeu
nis moderner Dramaturgie doch wohl zum erſten Ma
über die ländliche Liebhaberbühne, von Bewohnern d
Dorfes aufgeführt. Erwähnt ſeien noch das von Ki
dern geſpielte Märchendrama Der Rattenfänger vi
Hameln und das köſtliche Luſtſpiel Ueberliſtet
Mainz=Mombach, 24. Febr. Ein verheirateter, 35 Jah=
alter
Arbeiter von hier iſt ſeit letzten Dienstag flüchti
Der Mann, der bei mehreren hieſigen Vereinen als Kaſſi
tätig war, ſoll ſich der Unterſchlagung von Ve=
einsgeldern
in Höhe von zirka 600 Mark ſchuldig g
macht haben. Die Sache iſt zur Anzeige gebracht. D
Flüchtige konnte bis jetzt nicht ermittelt werden.
Mainz, 25. Febr. In der Operette Der fidele Baue,
wirkte eine Anzahl Kinder mit, die vor Beginn d
Vorſtellung im Stadttheater in den Ausſtand trate
Sie ließen ſich erſt bewegen, ſich zu koſtümieren, als der
große Aufregung geratene Direktor verſprach, ihre Gage
die ſeither 20 Pfg. für den Abend betrug, für die Folge
erhöhen. Ein kindlicher Soliſt bekommt allerdings meh
der kleine Darſteller des Heinerle erhält für jedes Ar
treten eine Mark. Während man gegenwärtig Hunden
tauſende von Mark für einen Umbau des Stadttheate
aufwenden muß, um die Feuersgefahr zu vermi
dern, die man hauptſächlich in der zu geringen Zahl vi
Ausgängen erblickt, wird dem Tgbl. glaubhaft verſiche
daß ein Angeſtellter des Theaters ohne Auftrag und Wiſſe
der Direktion, auf eigene Fauſt anordnete, daß währen
der Vorſtellung im Sperrſitz und in den verſchiedene=
Rängen ſämtliche Türen bis auf eine abgeſchloſſe
werden mußten. Das ſoll einige Abende geſchehen ſei
wodurch die Sicherheit des Publikums in leichtfertigſt=
Weiſe gefährdet wurde. Geſtern abend entdeckte zufäll=
ein
Kommiſſar dieſen unglaublichen Zuſtand und bena
richtigte ſofort den im Theater anweſenden Beigeordne:
Berndt. Natürlich wurde ſchleunigſt angeordnet, daß
Türen unverſchloſſen bleiben müſſen. Ein mit Ausbe
rungsarbeiten an einer Abortgrube beſchäftigter Mau
geriet heute früh durch Grubengaſe in große Leber
gefahr. Sein Gehilfe oben bemerkte es noch zur recht
Zeit; durch raſch herbeigeholte Hilfe wurde der ſchon vr
ſtändig Betäubte herausgezogen. Nach Anwendung
eigneter Mittel erholte er ſich nach einiger Zeit.
(*) Gießen, 24. Febr. Der Hammeldiebſta
in der Wetteran, der vor wenigen Wochen großes A
ſehen erregte, hat ſeine Sühne gefunden. Der Schä
Otto Werner=Kirtorf und der Arbeiter H. Schäf
wurden zu 2 Jahren bezw. 6 Monaten Gefängnis v

allem den Forderungen des Zeitſchriftenpublikums
Rechnung tragend, ein viel ſchnelleres Verfahren er=
fand
, und heute wird der Holzſchnitt nur noch von
wenigen Künſtlern, von dieſen aber in hochkünſtle=
riſcher
Vollendung, gepflegt.
Dieſer Werdegang der intereſſanten und ſchönen
Kunſt wurde von dem Vortragenden in leichtverſtänd=
licher
Rede, von zahlreichen Bildern illuſtriert, dar=
gelegt
. Eine Ausſtellung guter alter und neuer Holz=
ſchnitte
fand reges Intereſſe. Herr Geheimerat Noack
ſprach dem Redner Dank aus.
Kleines Feuilleton.
* Der Zarohne Leibwache. Aus Petersburg
wird berichtet: Der Chef der ruſſiſchen Geheimpolizei
der für die perſönliche Sicherheit des Zaren die Ver=
antwortung
trägt, iſt in heller Verzweiflung: Niko=
laus
II. hat ſich plötzlich von der Gefangenſchaft befreit,
mit der die Geheimagenten ſein Leben umgaben. Faſt
täglich können ſeine Untertanen ihn in den Straßen
von Petersburg ſehen, ohne Eskorte, ohne Leibwache.
Alle Vorſichtsmaßregeln, die früher eine Ausfahrt des
Zaren begleiteten, ſind verſchwunden. Am Samstag
bemerkten viele Leute Nikolaus II. in der Oberſtenuni=
form
der Leibgarde, wie er in Begleitung eines Adju=
tanten
fröhlich plaudernd den Newakai hinabſchlenderte.
Später machte der Zar in verſchiedenen Läden Einkäufe,
ohne erkannt zu werden. Er ſcheint über die neue Frei=
heit
entzückt zu ſein, und als der Chef der Geheimpoli=
zei
den Herrſcher aller Reußen beſchwor, doch ſein koſt=
bares
Leben nicht ſo aufs Spiel zu ſetzen, antwortete
Nikolaus nur, daß er ſeinem Volke vertraue und daß
Gott ihn vor Fanatikern ſchützen würde.
* Godjekiel der Gott der Spieler. Der

nen weniger Tage geradezu allgemeinſte Verbreitung
fand. Diesmal handelt es ſich um eine ziemlich myſti=
ſche
Angelegenheit. Bisher war jeder, der am Roulette=
riſche
, am Bac, bei Rouge et Noir ſein Glück verſuchte,
auf ſich allein angewieſen, allein ſtand er dem Schickſal
und der Glücksgöttin gegenüber. Ja, man konnte in
der höchſten Not nicht einmal an eine Seite um Hilfe ſich
wenden. Jetzt iſt das alles anders geworden; die Spie=
ler
haben einen eigenen Gott bekommen: Godjekiel
der buddhiſtiſche kleine Götze, den jeder bei ſich trägt
der an die Beeinfluſſung der rollenden Kugel oder des
Fallens der Karten glaubt. Und daß dies möglich iſt,
glaubt jedermann. Jedermann trägt auch deshalb den
Godjekiel bei ſich, entweder in der Weſtentaſche ver=
borgen
, oder er hat ihn vor ſich hingeſetzt, auf die Bank=

noten und Goldmünzen, damit der Schatz ſich meh
und der ſchlitzäugige lächelnde Gott, deſſen unerfor
liche Grimaſſe ewig ſich gleich bleibt, übt eine gehei
nisvolle Macht auf das Schickſal desjenigen aus, der
ihn glaubt. Wie die Mode aufgekommen iſt? Es
eigentlich keine Mode, es iſt ein Wahn, eine Manie
C.K. Ein ſeltſamer Beruf. In Paris
ſteht ein eigenartiges Amt, deſſen Ausübung mit ein
Monatsgehalt von 150 Franks datiert iſt und von d
ſen Exiſtenz nur wenige Bürger wiſſen: das Amt i
Hundeentdeckers oder Hundebellers, das dir
dem Finanzminiſterium unterſteht. Wer dieſen Ber
ergreifen will, braucht keine Schulzeugniſſe vorzuleg
und kein Univerſitätsſtudium zu abſolvieren; nur ei
muß er können: bellen wie ein Hund. Das iſt bei M=
ſchen
gewöhnlich keine natürliche Gabe, aber mit 6
duld, Uebung, Fleiß und einigem Talent läßt es
wohl erlernen, die Stimme des Hundes täuſchend na
zuahmen. Nach einem kurzen praktiſchen Examen w
der Hundeentdecker dann amtlich angeſtellt. Seine A
gabe iſt nicht allzu ſchwierig; des Nachts, wenn
Dunkelheit ſich über die einſamen Straßen der Voro
enkt, ſchleicht der Hundeentdecker ſeines Weges u
läßt von Zeit zu Zeit ein wütendes Gebell erſchall
In jedem Hauſe, in dem ſich ein Hund befindet, w
alsbald die Antwort ertönen. Der Hundeentdecker a
ſchreibt ſich Straße und Hausnummer in das Notizb
und liefert am Morgen nach ſeinem Rundgang dem
nanzminiſterium das Verzeichnis ab. Bald wird
dem betreffenden Hauſe ein Steuerinſpektor erſchein
um ſich zu überzeugen, ob die Hundeſteuer auch rick
bezahlt iſt.
* Eine eigenartige unkirchliche Tau=
wird
, wie die Köln. Ztg. berichtet, neuerdings mar
mal von antiklerikalen Eltern am Grabe Garibal
auf der Inſel Caprera vollzogen. Dort wohnt 1
in dem Sterbehaus des Volkshelden ſeine Wi
Francesca mit der Tochter Clelia. Zu ihr komn
ab und zu demokratiſche Geſinnungsgenoſſen aus
nächſten Orten Sardiniens mit neugeborenen Kind
und bitten die Witwe Garibaldis, Patin zu ſein. Dor
Francesca begleitet dann die Familie, die ohne Ge
lichen erſcheint, durch den Garten zu dem nebenan
legenen Granitblock, unter dem die Aſche ihres Gat
ruht. Das Kind wird auf den Block gehoben und ur
Anrufung des Andenkens des Volkshelden mit kur
Worten den Idealen des Wahren und Guten geme
Darauf verſammeln ſich die Angehörigen in den
Garibaldi ehemals bewohnten und jetzt mit perſ
lichen Andenken und patriotiſchen Weihgeſchenken
ſchmückten Zimmern und laſſen ſich durch Erzählun
der Witwe die Erinnerung an den Helden wachru

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Nummer 48.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Seite 5.

urteilt. Sie hatten in Gettenau 18 Schafe geſtohlen und
in Gießen und Kirtorf verkauft.
C) Gießen, 25. Febr. Gelegentlich der Durchführ=
ung
des Feldbereinigungsverfährens für
die Gemarkungsteile Gießen links der Lahn ſoll auf
Antrag der Stadt Gießen, der Gemeinde Wieſeck und
der Gemeinde Alten=Buſeck eine Regulierung der
Wieſeck an der Stelle vorgenommen werden, wo dieſe
die Grenze zwiſchen Gemarkung Wieſeck und Alten=
Buſeck einerſeits und Gemarkung Gießen andererſeits
bildet. Das Projekt über die zu regulierende Strecke
iſt durch die hieſige Großh. Kulturinſpektion aufgeſtellt
und nach Prüfung durch Großh. Miniſterium des In=
nern
. Abteilung für Landwirtſchaft, Handel und Ge=
werbe
zur Ausführung genehmigt worden. Die Ge=
ſamtbaukoſten
ſind zu 15000 M. veranſchlagt, die Erd=,
Raſen= und Uferbefeſtigungsbauten in Höhe von rund
12650 Mark ſind zurzeit öffentlich ausgeſchrieben. Durch
die Regulierung des Bachlauſes ſollen die vielen
Krümmungen des alten Bachbettes, die Auskolkungen
und Uferunterſpülungen beſeitigt und eine ſchädliche
Ueberſchwemmung des angrenzenden Geländes ver=
hütet
werden. Der Staat, der die ganzen Koſten für
die Vorarbeiten und die Projektaufſtellung getragen
hat, hat auch für die Ausführung einen Beitrag zu
den Baukoſten in Ausſicht geſtellt.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 24. Febr. Die Natio=
nalzeitung
erklärt die in einem heutigen Abend=
blatte
von einem Depeſchenbureau verbreitete Meldung,
ſie werde am 1. April ihr Erſcheinen einſtellen, für un=
richtig
. Ein gefährlicher Automobilun=
all
, bei dem die Gattin des Schriftſtellers Ludwig Gang=
hofer
und die Frau des Reſidenz=Theaterdirektors Ale=
rander
verletzt wurden, ereignete ſich heute abend auf der
Marchſtraße. Die Karambolage des Droſchenautomobils,
in dem ſich die Damen nach dem Theater begeben wollten,
mit einer unbeſetzten Automobildroſchke war ſo heftig, daß
die Damen von den Sitzen geſchleudert wurden und durch
die Glasſplitter der zerbrochenen Fenſterſcheiben Schnitt=
verletzungen
an Stirn und Händen davontrugen, die ſie
ſich von einem Arzte verbinden laſſen mußten. Ein=
brecher
ſtatteten letzte Nacht den Geſchäftsräumen der
Firma Metz & Ko. in Steglitz einen Beſuch ab. Sie bohr=
ten
drei Geldſchränke an und erbeuteten eine große Menge
amerikaniſcher und ſchwediſcher Kupfermünzen, eine gol=
dene
Uhr mit Doppelkapſel und für etwa 120 Mark Poſt=
wertzeichen
. Ein vierter Geldſchrank, in dem ſich eine
größere Geldſumme befand, widerſtand den Werkzeugen
der Spitzbuben, von denen bis jetzt jede Spur fehlt.
Ueber einen ſchaurigen Fund wird aus der Treb=
binerſtraße
berichtet. Auf dem an der Hochbahn belegenen
Grundſtück der Eiswerke iſt gegenwärtig ein zehn Meter
hohes Gerüſt aufgeſchlagen, weil bauliche Veränderungen
vorgenommen werden. Geſtern abend beobachteten nun
Paſſanten, wie ein Mann, hoch oben auf dem Gerüſt
ſtehend, fortwährend in die Tiefe blickte. Der Fremde
rührte und rüttelte ſich nicht. Auch auf Zurufe reagierte
er nicht. Die Sache wurde einigen bald unheimlich und
man ſtieg endlich auf das Gerüſt hinauf. Zum Entſetzen
mußte man feſtſtellen, daß es ein Toter war, der an dem
Gerüſt angelehnt ſtand. Es war der 46 Jahre alte Ar=
beiter
Otto Pieck aus der Schinkelſtraße. Ein von der
Rettungswache in der Köthenerſtraße hinzugerufener Arzt
ſtellte feſt, daß P. plötzlich einem Herzſchlag erlegen war.
Der Tod war, da der Vorfall erſt in der neunten Stunde
entdeckt worden war, bereits ſeit drei Stunden eingetreten.
Die Leiche war nun derartig an das Gerüſt angelehnt, daß
ſie nicht umzuſtürzen vermochte.
Frankfurt, 25. Febr. Vor der Strafkammer
wurde geſtern gegen den Schreiner Michael Anton Herkert
wegen groben Unfugs und Widerſtands gegen die Staats=
gewalt
verhandelt. Der 27jährige, noch nicht beſtrafte An=
geklagte
ſchritt am 17. Februar unter der Volksmenge, die
vom Gewerkſchaftshaus aus einer politiſchen Verſamm=
lung
kam und ſich nach der Hauptpoſt zu bewegte. Der
Schutzmann Atrott nahm ihn feſt, d. h. er brachte ihn zu
dem Polizeikommiſſar Gleim, auf deſſen Anordnung Her=
kert
von Atrott und zwei uniformierten Schutzleuten nach
dem Präſidium geführt ward. Atrott hielt Herkert loſe
am Aermel. An der Schäfergaſſe riß ſich Herkert los und
lief in die Schäfergaſſe, wo er feſtgenommen wurde. Er
ging dann ruhig mit. Hinter den Beamten ſchwoll die
Menge raſch an und es kam zu den bekannten Straßen=
ſzenen
, bei denen mit Revolvern geſchoſſen wurde. Nach
einer umfangreichen, mehrſtündigen Beweisaufnahme be=
antragte
der Staatsanwalt wegen Widerſtandes 6 Mo=
nate
Gefängnis und wegen Uebertretung 4 Wochen Haft
Das Gericht erkannte auf 150 Mark Geldſtrafe und hob

den Haftbefehl auf
Mannheim, 25. Febr. Die Firma Heinrich Lanz
in Mannheim hat aus Anlaß ihres demnächſtigen fünfzig=
jährigen
Beſtehens der Stadt Mannheim ein Kapital von
einer Million Mark zur Verfügung geſtellt, deſſen Zinſen
laut Neue Bad. Landesztg. für wiſſenſchaftliche Zwecke
der Mannheimer Handelshochſchule verwendet
werden ſollen.
Landſtuhl, 24. Febr. Zu dem bereits gemeldeten
Ueberfall eines Löwen auf eine Tierbändigerin
wird noch gemeldet: In der Abendvorſtellung der ameri=
kaniſchen
Menagerie wurde ein Serpentintanz aufgeführt
während deſſen der Käfig verdunkelt wurde. Die acht dreſ=
ſierten
Löwen lagen im Halbkreis ſtufenförmig um eine
Erhöhung, auf welcher der Tanz ausgeführt wurde. Wäh=
rend
des Tanzes ſchlich ſich nun die älteſte Löwin an die
Tänzerin heran, überfiel ſie von hinten, faßte ſie mit den
Zähnen im Genick und mit den Krallen am Leib und riß
ſie zu Boden. Auf die Hilferufe der zweiten im Käfig
befindlichen Dame eilten drei Männer herbei und be=
freiten
die Tierbändigerin aus den Klauen des Löwen.
Ein Tierbändiger ſtieß dem Löwen die Fauſt in den
Rachen. Die ſchwer verletzte Bändigerin brach vor dem
Käfig bewußtlos zuſammen. Mit großer Geiſtesgegen=
wart
hielt die jüngere Dame die ſieben anderen Löwen in
Schach.
Königsberg, 24. Febr. Die Leiche des Reichstagsprä=
ſidenten
Grafen zu Stolberg=Wernigerode
wurde heute auf dem Familiengute in Dönhofſtädt bei=
geſetzt
. Mit dem Vizepräſidenten des Reichstages Erb=
prinzen
zu Hohenlohe=Langenburg waren etwa 15 Mit=
glieder
aller Fraktionen gekommen, um dem Verblichenen
die letzte Ehre zu erweiſen.
Wien, 24. Febr. Zu Preßbaum bei Wien iſt die
Gräfin Wilhelmine von Württemberg, die Toch=
ter
des Grafen Alexander, eines Freundes von Lenau, im
Alter von 75 Jahren geſtorben.
Paris, 24. Febr. Vor dem Kriegsgericht in Châlons
ſur Marne begann heute der Prozeß gegen den Unter=
offizier
Faroca des 8. Huſaren=Regiments in Verdun,
welcher in die Suppe ſeiner Kompagnie Zyankali ge=
worfen
hatte, um ſich eines Soldaten, der ihm 200 Francs
geliehen hatte, zu entledigen.

Paris, 25. Febr. Infolge der Lärmſzenen,
welche ſich nach der Verkündigung des Urteils gegen
Hervé abſpielten und bei welchen arge Beſchimpfungen
gegen die Geſchworenen ausgeſtoßen wurden, hat der
Juſtizminiſter nach einer Beſprechung mit dem Ober=
ſtaatsanwalt
Maßnahmen angeordnet, um die Wieder=
holung
derartiger Vorkommniſſe zu verhindern.

Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 25. Febr. Bei den geſtrigen
gemeinſamen Beratungen der beiden Fi=
nanzausſchüſſe
, die erſt kurz vor 8 Uhr beendet
waren, erſtatteten zunächſt die beiden Ausſchußreferen=
ten
der Erſten Kammer, Frhr. v. Heyl zu Herrns=
heim
und Bankdirektor Parcus, eingehende Referate
über die ablehnende Stellungnahme des Herrn Finanz=
miniſters
den Vorſchlägen des Ausſchuſſes Erſter Kam=
mer
gegenüber. Finanzminiſter Gnauth Exz. ant=
wortete
darauf in einer einſtündigen Rede und er=
klärte
, an der vorgeſchlagenen Schuldentilgung, die vom
Ausſchuß der Erſten Kammer entſchieden abgelehnt
wurde, feſthalten zu müſſen. Ihm entgegnete Frhr.
v. Heyl, der die Haltung des Ausſchuſſes Erſter Kam=
mer
rechtfertigte und die Notwendigkeit äußerſter Spar=
ſamkeit
betonte. An der weiteren Debatte beteiligten
ſich noch die Herren Prinz Solms=Braunfels
und Bankdirektor Pareus von der Erſten Kammer, die
ſich mit Entſchiedenheit gegen das Amortiſationsgeſetz
erklärten, ferner die Herren Dr. Oſann, Molthan
und Dr. Gutfleiſch von der Zweiten Kammer, und
die Herren Geheimerat Dr. Becker und Min.=Rat
Süffert. Da aus dem Verlauf der Beratungen klar
hervorging, daß die Erſte Kammer auf ihrem ableh=
nenden
Standpunkt in der Schuldentilgungsfrage be=
harren
würde, während die Ausſchußmitglieder der
Zweiten Kammer eine mehr vermittelnde Stellung
einnahmen, ſo hat Herr Finanzminiſter Gnauth Exz.
noch am Abend Herrn Staatsminiſter Ewald Exz.
mitgeteilt, daß er bei Sr. Königl. Hoheit dem Groß=
herzog
um ſeine Entlaſſung nachſuchen werde.
In der heute vormittag 10 Uhr weitergeführten
Beratung beider Ausſchüſſe gab zu Beginn
der Sitzung der Staatsminiſter Kenntnis von
dem Entlaſſungsgeſuch, worauf in der Etatsberatung
fortgefahren wurde. Die Debatte erſtreckte ſich be=
ſonders
auf die Kapitel der Forſtverwaltung und des
Miniſteriums des Innern, Provinzialdirektionen und
Kreisämter, Oeffentliche Fonds für gemeinnützige
Zwecke uſw., wobei auch noch eine Anzahl weiterer Ab=
ſtriche
erfolgte. Die gemeinſamen Beratungen ſchloſſen
vor 6 Uhr. Morgen vormittag hält der Finanz=
ausſchuß
der Zweiten Kammer noch eine
Sitzung ab, in der Kapitel 12, direkte Steuern uſw.,
mit dem erhöhten Satz der Einkommenſteuer fertig=
geſtellt
werden ſoll. Es wird vorausſichtlich eine
15prozentige Erhöhung der Einkommen=
ſteuer
und eine ca. 20 prozeutige Erhöhung
der Vermögensſteuer in Vorſchlag gebracht
werden.
Der Zuſammentritt der Zweiten Stände=
kammer
wird vorausſichtlich am Mittwoch, den 2.
März, erfolgen. Die erſte Plenarſitzung wird
mit der Erledigung der von den Ausſchüſſen fertig=
geſtellten
Vorlagen, Novelle zum Notariatsgeſetz, Ur=
kundenſtempel
, Wahlprüfungen uſw. ausgefüllt wer=
den
, worauf Donnerstag, den 3. März, die
Etatsberatung ihren Anfang nehmer
wird. Die Beratungen ſollen mit großem Eifer
durchgeführt und womöglich zwei Sitzungen am Tage
abgehalten werden, damit der Etat zum Finanzgeſetz
noch vor dem 1. April von beiden Kammern ver=
abſchiedet
werden kann.

* Berlin, 25. Febr. Die Budgetkommiſ=
ſion
des Reichstages ging nach Erledigung des
Marineetats zu dem Etat für Kiautſchou über. Bei
der Beratung der Beamtenbeſoldungsordnung wurde
auf Antrag der Subkommiſſion an dem Gouverneur=
gehalt
, das ſich aus 18000 Mark Gehalt, 22000 Mark
Kolonialzulage und 10000 Mark Repräſentations=
geldern
zuſammenſetzt, ein Abſtrich von 10000 Mark
beſchloſſen.

Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 25. Febr. Die Debatte über den
Etat des Reichsamts des Innern
mit den dazu vorliegenden 55 Reſolutionen wird fort=
geſetzt
. Abg. Behrens (Wirtſch. Vgg.): Die
Sozialpolitik des Staatsſekretärs werden wir gern
unterſtützen. Dringend notwendig iſt eine Kartellge=
ſetzgebung
und eine Verſchärfung der Börſengeſetze
daß die Privatbeamtenverſicherung noch in dieſer
Seſſion kommen ſoll, erfüllt uns mit Befriedigung. Die
Koalitionsfreiheit wollen wir in vollem Umfange auf=
recht
erhalten. Die Rechtslage für die Gerſte muß ge
klärt werden. Stehen dieſe Betriebe unter den Land=
wirtſchaftsgeſetzen
? Staatsſekretär Dr. Delbrück
bemerkt gegenüber dem Vorredner: Die Bekämpfung
der Schmutzliteratur kann geſchehen durch die Geſetz=
gebung
und dann durch polizeiliche Ueberwachung. Was
die Frage anbelangt, inwieweit unſere geſetzlichen Be=
ſtimmungen
einer Abänderung und Verſchärfung be=
dürfen
, ſo ſchweben darüber augenblicklich mit den be=
treffenden
Reſſorts Unterhandlungen. Die Rechtslage
der Gerſte iſt allerdings ſehr kompliziert, ich verſpreche
indeſſen, die Klärung dieſer Frage möglichſt zu för=
dern
. (Beifall.) Abg. v. Liebert (Reichspt.): Die
Lage der Glasarbeiter, die hier ſonſt immer von ſozial=
demokratiſcher
Seite als ſehr prekär geſchildert wird,
hat ſich weſentlich gebeſſert. Die Unfälle in den Glas=
hütten
haben erheblich abgenommen, obgleich vielfach
die Vorſchriften zur Verhütung von Unfällen von den
Arbeitern aus Bequemlichkeit unberückſichtigt bleiben;
die von den Sozialdemokraten eingebrachte Reſolution
auf Einſchränkung der Arbeitszeit in den Glashütten
bitte ich abzulehnen. Abg. Roeren (Ztr.): Die Un=
ſittlichheit
hat in letzter Zeit in bedenklichem Maße zu=
genommen
, hauptſächlich infolge der ungeheuren Ver=
breitung
dieſer Schriften und Bilder, die bis in die
entfernteſten Volksſchulen gelangt ſind. Hier handelt
es ſich um die gefährlichſte Volksſeuche, gegen die die
ſonſt ſo ſchneidige Staatsanwaltſchaft mit Schärfe vor=
gehen
ſollte. Die unſittlichen Bilder, die immer wieder
unter dem Deckmantel der Kunſt ihr Gift verſpritzen,
müſſen mit aller Schärfe bekämpft werden. Das iſt
aber nur möglich, wenn das Sachverſtändigenkollegium
aus anderen Klaſſen ſich zuſammenſetzt. Hier handelt
es ſich um die Geſundheit unſerer ganzen Nation.
(Beifall im Zentrum.) Abg. Wachhorſt de
Wente (natl.): Unſer Führer Baſſermann hat den
Dank der Landwirtſchaft verdient. Weshalb denn die
Hetze gegen die nationalliberale Partei?
Großer
Lärm rechts.) Wir werden nach wie vor die Landwirt=
ſchaft
fördern, dagegen iſt der Bund der Landwirte nur

Politik. Wir wollen unſeren lebensfähigen Bauern=
ſtand
erhalten. Deshalb ſollte man auf dem Wege der
nneren Koloniſation ſelbſtändige Bauernanſiedlungen
ſchaffen. Auch den einheimiſchen Arbeitern ſollte man
Gelegenheit zur Anſiedelung geben. Der Bund der
Landwirte verfolgt mit ſeinem großen Einfluß poli=
tiſche
Ziele. Seine Agitation iſt geradezu gemeinge=
fährlich
. Die Sozialdemokraten heben ſich vorteilhaft
davon ab. (Lärm rechts. Zuſtimmung links.) Die
Bauernſchaft iſt ſelbſtändig geworden und hat nicht
mehr Luſt, ſich von Ihnen führen zu laſſen. Wir hoffen,
daß wir auf der Baſis der Treue für Herrſcher und
Vaterland Zehntauſende von Wählern auf dem platten
Lande gewinnen werden. Wir kämpfen den uns auf=
gezwungenen
Kampf wegen unſeres Anſehens und
unſerer Reputation, und dieſe Achtung werden wir
uns zu erzwingen wiſſen. (Lebhafter Beifall bei den
Nationalliberalen.) Abg. Dr. Hahn (konſ.): Uns
iſt es nicht eingefallen, die Nationalliberalen en
canaille zu behandeln; wir haben ſie als Partei immer
gewähren laſſen. Von Baſſermann ſtammt das Wort:
Die Finanzreform iſt ein Raubzug gegen die Taſchen
der Steuerzahler. Würde die Finanzreform nur die
kleinen Klaſſen treffen, dann wäre es nie zum Hanſa=
Bund gekommen. (Lachen links.) Der Bauernbund
iſt tatſächlich nichts anders, als ein, nationalliberaler
Wahlverein. Bei den nächſten Wahlen werden die
Wähler daran denken, daß die Nationalliberalen bei
der Reichsfinanzreform das Reichsſchiff haben auf dem
Trockenen ſitzen laſſen. Die konſervative Partei macht
dagegen viel mehr liberale Politik. Das iſt eben der
Treppenwitz der Geſchichte, daß Ihr Programm von
anderen Parteien ausgeführt wird. Auf dem platten
Lande werden wir der Agitation des ſogenannten
Bauernbundes zu begegnen wiſſen. Wir haben ſtets
gute Politik im Intereſſe der kleinen Bauern getrieben,
auch im Intereſſe des Wein= und Gartenbaues. Wir
nehmen den uns hingeworfenen Fehdehandſchuh auf
und ſehen mit Ruhe dem Ausgang der nächſten Wahlen
entgegen. (Beifall rechts, Lachen links.)
Abg. Gothein (frſ. Vgg.): An den Schwierig=
keiten
unſerer Induſtrie iſt am letzten Ende unſere
Zollpolitik ſchuld. Der Agrarſchutzzoll Frankreichs hat
ich durchaus nicht bewährt. Die gelernten Junker
ſind noch viel unangenehmer, als die geborenen. (Sehr
richtig! Beifall links.) Abg. Dr. David (Soz.)
Wir ſind mit dem Abg. Roeren nur einig in der Be=
kämpfung
der Pornographie. Im übrigen aber ſtehen
wir auf dem Standpunkt, daß man das Natürlich=
Schöne unbedingt ſehen kann. Hier wollen wir uns
aber nicht in Empfindungen verſetzen, die jemand hat,
der ſich durch ein Aſtloch einen Blick in ein Damen=
bad
verſchafft. (Lebhaftes ſehr gut! links.) Auf die Ver=
hältniſſe
in den Glashütten wird mein Freund Horn
ſpäter eingehen. Erfreulicherweiſe iſt der Verbrauch
an Branntwein zurückgegangen. Das hängt auch mit
der Hebung der Volksbildung zuſammen, die wir er=
ſtreben
. Menſchenwürdige Exiſtenzen wollen wir
ſchaffen, gleiches Recht für alle muß das Endziel ſein.
(Bravo bei den Sozialiſten.)
Hierauf wird die Weiterberatung vertagt. Nächſte
Sitzung Dienstag, 1. März, 1 Uhr: Präſidentenwahl
und Fortſetzung der heutigen Beratung. Schluß nach
halb 7 Uhr.

Ruſſiſch=bulgariſche Freundſchaftskundgebungen.
* Petersburg, 25. Febr. Geſtern abend fand im
großen Palais in Zarskoje Sſelo ein Galadiner zu
Ehren des Königs und der Königin von Bul=
garien
ſtatt, bei dem der Kaiſer folgenden Toaſt
ausbrachte:
Mit dem Gefühle ganz beſonderer Freude begrüße
ich die Ankunft Euerer Majeſtäten nach der Vollendung
des meinem Herzen und dem Herzen von ganz Rußland
ſo teuren Werkes der Unabhängigkeit Bulgariens. Das
denkwürdige Ereignis hat die großen Taten meines Groß=
vaters
unvergeßlichen Angedenkens gekrönt, der den jungen
ſlawiſchen Staat zu einem unabhängigen Leben berufen
hat. Ich bin ſicher, daß das unabhängige Bulgarien unter
der weiten Aegide Euerer Majeſtäten ein neues, feſtes
Pfand des Friedens, der Eintracht und der Ordnung in
den Balkanländern ſein wird, und daß unſere beiden Re=
gierungen
beſtrebt ſein werden, die hiſtoriſchen Bande der
Brüderlichkeit und Einigkeit, die unſere Völker ſchon ſeit
langem verbinden, noch mehr zu feſtigen. Ich erhebe mein
Glas auf das Wohl Euerer Majeſtät und Ihrer Majeſtät
der Königin, des vielgeliebten Patenkindes, Prinzen
Boris, und Ihrer ganzen Familie, und trinke auf das
Blühen und Gedeihen Bulgariens
Der König von Bulgarien erwiderte mit fol=
gendem
Toaſt:
Nach der Erklärung der Unabhängigkeit Bulgariens,
eines der Ideale, die der vergötterte Zar=Befreier, der er=
lauchte
Großvater Euerer Majeſtät, dem bulgariſchen
Volke vermacht hat, habe ich es als unabhängiger Herr=
ſcher
des unabhängigen Bulgariens für meine angenehmſte
Pflicht gehalten, mit Ihrer Majeſtät der Königin vor allem
die Reſidenz Euerer Majeſtät zu beſuchen und gerade hier
in meinem Namen und namens des bulgariſchen Volkes
Euerer Majeſtät den herzlichſten Dank auszuſprechen für
alles, was das brüderliche Rußland und ſein Kaiſer für
die Anerkennung der Unabhängigkeit Bulgariens getan
haben. Ich habe immer die kulturelle und wirtſchaftliche
Wohlfahrt meines Volkes hochgeſchätzt; dazu können
Friede, Eintracht und Ordnung in den Balkanländern bei=
tragen
. Der Träger dieſer Prinzipien iſt das bulgariſche
Volk, dem ſeine allſeitige Entwickelung teuer iſt. Ich bin
überzeugt, daß unſere beiden Regierungen alles tun wer=
den
zu einer noch größeren Feſtigung der brüderlichen
ſlawiſchen Bande, die unſere Völker eng verbinden. Indem
ich von ganzem Herzen den Dank ausſpreche für den glän=
zenden
Empfang, den Ihre Majeſtäten uns bereitet haben
erhebe ich mein Glas und trinke auf die Geſundheit Euerer
Majeſtät, Ihrer Majeſtäten der Kaiſerinnen, des Groß=
fürſt
=Thronfolgers Alexei Nikolajewitſch und das Wohl=
ergehen
und die ruhmreiche Zukunft des großen brüder=
lichen
Rußlands.
Nach dem Diner fuhren der König und die Königin
nach Petersburg, wo ſie im Winterpalais Wohnung
nahmen.

Neue Unruhen iu Guadeloupe.
H. B. Point a Pitre, 25. Febr. Angeſichts der be=
unruhigenden
Situation hielten die angeſehenſten Bürger
der Stadt in einem Bankgebäude eine Verſammlung
ab, in der die Abſendung einer Adreſſe an den Gouverneur
beſchloſſen wurde, worin der Wunſch ausgedrückt wird,
daß die franzöſiſche Regierung unverzüglich zur Abſendung
eines Kriegsſchiffes und einer genügenden Anzahl Trup=
pen
ſchreite, um die perſönliche Sicherheit auf der Inſel zu
gewährleiſten. Der Gouverneur antwortete, daß er die

[ ][  ][ ]

Seite 6

Dartiſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Schwierigkeit der Lage anerkenne, aber außerſtande ſei,
die öffentliche Sicherheit zu garantieren. Der Geſamt=
beſtand
der zu ſeiner Verfügung ſtehenden Truppen be=
läuft
ſich für die ganze Kolonie auf 140 Mann. Er teilte
mit, daß er 100 Mann Truppen von der Inſel Martinique
verlangt habe. Die Stadt iſt ruhig, aber im Innern der
Inſel dauern die Brandſtiftungen fort. In St. Francois
wurden die beiden Brüder Pauvert in ihrer Fabrik mit
drei Gendarmen von Ausſtändigen eingeſchloſſen und mit
dem Tode bedroht. Sie wehrten ſich bis zum letzten
Augenblick. Als die Gefahr aufs höchſte geſtiegen war,

Nummer 48.

haftungen vorgenommen. Zahlreiche Arbeiter, die in den
Zuckerplantagen Zuflucht geſucht hatten, wurden in den
abgebrannten Plantagen als vollſtändig verkohlte Leichen
aufgefunden. Der Direktor der Fabrik von Gardell, Herr
Gendarmerie=Brigadiers mit knapper Not dem Tode.
Mehrere Fabrikdirektoren haben ſich nach Point a Pitre
geflüchtet. In der Fabrik von Blanchet iſt ein Inſpektor,
der von den Ausſtändigen ſtark bedroht wurde, wahnſinnig
geworden.
Sport.
Fußball. Auf dem Olympia=Sportplatz an der
Heidelbergerſtraße ſtehen ſich am Sonntag nachm. die
I. Mannſchaften des F.=C. Germania= Ludwigs=
haffen
und des F.=C. Olympia Darmſtadt im
Ligaſpiel gegenüber.
Handel und Verkehr.
Nach dem Bericht der Frankfurter
Hypothekenbank über das Geſchäftsjahr
1909 ſetzt ſich der Gewinn des Geſchäftsjahres zuſammen
aus: Ueberſchuß der vereinnahmten über die bezahlten
Zinſen 3 617419,07 Mk. und Darlehensproviſionen
169848,05 Mk., zuſammen 3 787 267,12 Mk. Hiervon gehen
ab: Verwaltungskoſten und Steuern und Stempel, zuſam=
men
913 142,28 Mk. und verbleibt ein Reingewinn von
28847 124,84 Mk. Nach Art. 23 des Statuts iſt hiervon
zunächſt der zehnte Teil mit 287412,48 Mk. in den von
dem Aufſichtsrate beſtimmten geſetzlichen Reſervefonds
einzuſtellen. Sodann kommen in Abzug 4 Prozent erſte
Dividende mit 800000 Mk. und 50000 Mk. für die Pen=
ſionsanſtalt
, bleiben 1736 712,36 Mk. Demnächſt wird. be=
antragt
, dem geſetzlichen Reſervefonds weitere 212 587,52
Mark zu überweiſen. Von dem verbleibenden Betrage
von 1524 124,84 Mk. kommen ſtatutengemäß in Abzug:
die Tantieme des Aufſichtsrates mit 173671,24 Mk., die
Tantieme des Vorſtandes mit 82 493,84 Mk., die Ver=
gütungen
an die Beamten mit 80000 Mk., zuſammen
336 165,08 Mk., bleiben 1187959,76 Mk. Es wird vor=
geſchlagen
, 1100000 Mk. zu weiterer Dividende von
5½ Prozent zu beſtimmen, insgeſamt alſo 9½ Prozent zu
verteilen und überſchießende 87959,76 Mk. zuſammen mit
dem vorjährigen Gewinnvortrag von 117 104,98 Mk., zu=
ſammen
205064,74 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufſichtsrat erklärt, daß er bezw. der von ihm er=
wählte
Ausſchuß die Jahresrechnung und die Bilanz ge=
prüft
und in Ordnung befunden hat und die Annahme der
zur Gewinnverteilung gemachten Vorſchläge beantragt.
Das Entlaſſungsgeſuch des Finanzminiſters
Dr. Gnanth.
* Darmſtadt, 25. Febr. Finanzminiſter Dr.
Gnauth hat ſein Entlaſſungsgeſuch eingereicht.
Die Hoffnung, daß in der Frage der Finanzreſorm
noch ein Vergleich zuſtande kommen werde, iſt ſomit
trügeriſch geweſen. Herr Finanzminiſter Gnauth hat
ſchon nach den Beratungen der Ausſchüſſe ſeine Ent=
laſſung
eingereicht, ohne die Beſchlüſſe des Plenums
abzuwarten. Der Grund für das Entlaſſungsgeſuch
des Finanzminiſters iſt die Meinungsverſchiedenheit
zwiſchen dem Finanzausſchuſſe der Erſten Kammer und
dem Finanzminiſter über den Finanzplan, über den ſich
jomit nach Anſicht des Finanzminiſters bei der Stellung=
nahme
der Erſten Kammer eine Einigung nicht er=
zielen
läßt.
Die Regierung hatte in dem in der letzten
Sitzung der Zweiten Kammer bekannt gegebenen
Hauptvoranſchlag für 1910 zur Deckung des
hohen Fehlbetrages eine Steuererhöhung von 30 Pro=
zent
zur Einkommenſter und 46¾ Prozent zur Ver=
mögensſteuer
und die Einführung der preußiſchen Pro=
greſſion
in das Einkommenſtenergeſetz vorgeſchlagen,
ferner bei der jetzigen Finanzlage geglaubt, auf eine
Erhöhung der Beamtengehälter verzichten zu müſſen.
Die Denkſchrift der Regierung hat wegen der hohen
Steuerzuſchläge zu lebhaften Erörterungen Anlaß ge=
geben
. Im Monat Januar fanden ſodann die erſten
Beſprechungen im Finanzausſchuß der Zwei=
ten
Kammer über den Finanzplan ſtatt. Die von
dieſem gemachten Vorſchläge gingen dahin, daß eine ſo
hohe Steuervermehrung, wie ſie die Regierung vorge=
ſchlagen
(30 Prozent), der Bevölkerung nicht auferlegt
werden könne und Mittel und Wege geſunden werden
müßten, den Prozentſatz möglichſt herabzumindern.
Das ſolle zunächſt dadurch erfolgen, daß die Schulden=
tilgung
für 1910 erheblich niedriger bemeſſen und der
Reſt des Ausgleichsfonds im Betrage von 1059000
Mark, den die Regierung mit zur Schuldentilgung ver=
wendet
wiſſen wollte, etwa zur Hälfte zur Aufbeſſerung
der Beamtenbeſoldungen in Form einer einmaligen
Teuerungszulage verwendet und zur Hälfte anderen
ſtaatlichen Zwecken zugeführt werden ſolle. Damit
könne die 30prozentige Steuermehrforderung ſchon um
5 Prozent herabgeſetzt werden; der Finanzausſchuß
erwartete aber von der Regierung weiter, daß ſie bis
zu einem näher beſtimmten Zeitpunkt ihre Reorgani=
ſationsvorſchläge
betreffs Vereinfachung der Staatsver=
waltung
vorlege, auf deren Grundlage dann eine
weitere Verminderung der Ausgaben erzielt werden
könne. Des weiteren ſolle eine Abänderung des Ein=
kommenſteuergeſetzes
in der Weiſe erfolgen, daß die
höheren Einkommen, die Aktiengeſellſchaften uſw., ähn=
lich
wie in Preußen, ſchärfer zur Steuer herangezogen
werden. Durch dieſe Maßnahmen hoffe man, die von
der Regierung geforderte Steuererhöhung möglicher=
weiſe
um weitere 5 Prozent herabdrücken zu können.
Die Regierung hat ſich zu dieſen Vorſchlägen nicht ab=
lehnend
, ſondern im allgemeinen zuſtimmend verhalten,
und die Möglichkeit eines Konflittes war damit noch
nicht gegeben. Dieſe wurde erſt durch den am
16. Februar veröffentlichen Bericht über die
Stellungname des Finanzausſchuſſes
der Erſten Kammer zu dem Staatsvoranſchlag
1910 geſchaffen, der ſich den Vorſchlägen der Regierung
gegenüber ganz ablehnend verhielt. Danach verwirft
die Erſte Kammer den von der Regierung vorgelegten
Geſetzentwurf über die Tilgung der Staatsſchuld, und
tſchlägt für die Beſeitigung des hohen Fehlbetrages im

Hauptvoranſchlag nur eine Erhöhung der Einkommen=
ſteuer
um 10 Prozent vor, was eine Million einbringen
würde. Dem Ausgleichsfonds ſollen 700000 Mark ent=
nommen
werden, dem Kurfonds Bad Nauheim 600000
Mark. Höhere Einnahmen werden eingeſtellt aus
Eiſenbahnüberſchüſſen 650000 Mark, aus Steuern
500000 Mark; an dem vorliegenden Staatsbudget ſollen
500000 Mark abgeſtrichen werden. Der Ausſchuß der
Erſten Kammer iſt außerdem gegen Einführung der
preußiſchen Progreſſion in das heſſiſche Einkommen=
ſteuergeſetz
, er lehnt eine Erhöhung der Vermögens=
ſteuer
ab und ſpricht die Erwartung aus, daß die
Zweite Kammer Abſtand nehmen werde von der Ab=
ſicht
, einen Zuſchlag von 25 Prozent zur Einkommen=
ſteuer
und von 46½ Prozent zur Vermögens=,
ſtener zu bewilligen und ſich auch gegen den Schulden=
tilgungsentwurf
ausſprechen werde. Die von der
Regierung in Ausſicht geſtellte Vereinfachung der Ver=
waltung
, verbunden mit einer Verminderung der Aus=
gaben
, wird begrüßt, in der Hoffnung, daß dieſe Maß=
nahme
baldigſt eintrete.
Gegen dieſe Vorſchläge des Finanzausſchuſſes der
Erſten Kammer nahm der Finanzminiſter in
einem ausführlichen Expoſé vom 18. Februar
Stellung, das darin gipfelte, daß die Vorſchläge des
Finanzausſchuſſes der Erſten Kammer nicht geeignet
ſeien, die übereinſtimmende Auffaſſung über die grund=
ſätzliche
Behandlung der vorliegenden Finanzfragen zu
erſchüttern, wie ſie in dem Schriftwechſel zwiſchen dem
Finanzausſchuß der Zweiten Kammer und der Großh.
Regierung vom 7. und 13. Januar d. J. ihren Ausdruck
gefunden habe.
Am Donnerstag abend fand dann eine gemein=
ſame
Sitzung der Finanzausſchüſſe bei=
der
Kammern ſtatt, der die drei Miniſter beiwohn=
ten
. In dieſer Sitzung wurde die (in der heutigen
Nummer unſeres Blattes abgedruckte) Entgegnung
des Finanzausſchuſſes der Erſten Kam=
mer
auf das Expoſé des Finanzminiſters nebſt dem
Korreferat des Herrn Bankdirektors a. D. Pareus
verleſen, das zu dem Schluſſe kommt, daß die von dem
Finanzminiſter vorgetragenen Ausführungen keine
Veranlaſſung für den Ausſchuß geben, ſeine
Stellungnahme zu ändern.
Infolgedeſſen reichte der Finanzminiſter,
wie in der geſtrigen Ausſchußſitzung mitgeteilt wurde,
dem Großherzog ſeine Entlaſſung ein.
Feodor Gnauth wurde nach dem Rücktritt des
Finanzminiſters Küchler am 8. Auguſt 1900 an die
Spitze des Finanzminiſteriums berufen, das er alſo
9½ Jahre geleitet hat. Er war damals Oberbürger=
meiſter
von Gießen. Gnauth iſt von Geburt Württem=
berger
und am 14. Jnni 1854 in Stuttgart geboren
Dort beſuchte er das Realgymnaſium und 1873 bis 1877
die Techniſche Hochſchule. 1876 beſtand er die erſte
Staatsprüfung im Ingenieurfache, 1877 bis 1878 war
er als Regierungsbauführer und 1878 bis 1881 im
Dienſt des Württembergiſch=Hohenzollernſchen Landes=
kommunalverbandes
tätig und wurde 1880 nach der
zweiten Staatsprüfung zum Regierungsbaumeiſter
ernannt. 1882 wurde Gnauth Kreisingenieur des
Kreiſes Gießen und Provinzialingenieur der Provinz
Oberheſſen; ſeit 1886 war er Beigeordneter der Pro=
vinzialhauptſtadt
Gießen. 1889 wurde er zum Bürger=
meiſter
von Gießen erwählt und ging damit zur Ver=
waltung
über. 1890 erhielt er den Charakter als
Oberbürgermeiſter. Gnauth iſt Ehrenbürger der Stadt
Gießen und Dr. phil. und Dr.=Ing. ehrenhalber.
Gnauth beſaß eine ungewöhnliche und unermüd=
liche
Arbeitskraft und Energie und war ein gewandter
und ſchlagfertiger=Redner und wegen dieſer ſeiner
Schlagfertigkeit und ſeiner Satire im Parlament viel=
fach
gefürchtet. Er blieb ſtets Herr der Situation und
verließ in den Kammerdebatten niemals den Boden
der Sachlichkeit. So war er bei politiſchen Freunden
und Gegnern gleich hoch geachtet. Auch die Beamten
ſeines Reſſorts, an deſſen Spitze er faſt 10 Jahre ge=
ſtanden
hat, ſehen ihn ungern aus ſeinem Amte ſcheiden.

Zur Lage.
Wie wir erfahren, herrſcht an den maßgebenden
Stellen das Beſtreben vor, die ſchwebenden Angelegen=
heiten
unter allen Umſtänden möglichſt ſchnell zum
Abſchluß zu bringen, damit das Budget trotz der
ſchwierigen Situation noch vor dem 1. April erledigt
werden kann. Der Herr Finanzminiſter hatte als=
bald
, nachdem Herr Bankdirektor Pareus das Kor=
referat
erſtattet, dem Herrn Staatsminiſter ſeine
Abſicht, zurückzutreten, unterbreitet. Das war
Donnerstag ſpät Abends; die Ausſchußverhandlungen
hatten bis gegen 8 Uhr gedauert. Noch nach dem
Theater erſtattete Herr Staatsminiſter Ewald Sr.
Kgl. Hoh. dem Großherzog Bericht.
Das Entlaſſungsgeſuch des Herrn Finanzminiſters
dürfte ſchou heute genehmigt werden und auch über die
Perſon des Nachfolgers ſind bereits Verhand=
lungen
gepflogen. Es heißt, Se. Exz. der Herr
Miniſter des Innern Dr. Braun werde das
Portefeuille des Finanzminiſteriums übernehmen.
Dieſes Gerücht gewinnt an Wahrſcheinlichkeit
durch die Tatſache, daß Exzellenz Braun den Kammer=
verhandlungen
geſtern nachmittag fernblieb, da er
zu Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog berufen war
Die Audienz dauerte mehrere Stunden. Wenn die
ausgeſprochenen Vermutungen ſich beſtätigen ſollten,
ſo darf ausgeſprochen werden, daß Se. Kgl. Hoh. der
Großherzog in dieſer für die Intereſſen ſeines
Landes ſo ungemein wichtigen und ernſten Frage eine
Entſcheidung getroffen, die nicht nur in den beiden
Kammern, ſondern in weiten Volksſchichten mit be=
ſonderer
Freude begrüßt werden wird. Der Herr
Miniſter des Innern, der ſich in Heſſen einer Popu=
larität
erfreut, wie kaum je ein Miniſter, wird, des
darf man gewiß ſein, auch in dieſer wenig dankbaren
und ſorgenvollen Stellung ſeinen Mann ſtellen; an
Beweiſen ſeiner Fähigkeiten auch auf dieſem Gebiete
fehlt es nicht. Freilich, leicht wird ihm das Scheiden
aus ſeinem Reſſort, mit dem er ſo innig verwachſen
iſt, kaum werden, um ſo dankenswerter aber, wenn
Se. Exz. das Amt des Finanzminiſters in dieſer
ſchweren Zeit übernimmt.
Ueber die =Aenderungen im Miniſterium des
Innern verlautet noch nichts. Es kämen da ver=

ſchiedene Perſönlichkeiten in Betracht. Vorerſt dürften
wohl die Herren Miniſterialräte für die von ihnen
vertretenen Reſſorts verantwortlich zeichnen.
Die Lage ſelbſt iſt, ſoweit ſie das Budget und
die Finanzgeſetze betrifft, inſofern geklärt, als
in den geſtrigen gemeinſamen Ausſchuß=
beratungen
über den ſtrittigen Punkt
der Schuldentilgung und deren Ueber=
tragung
ins Budget völlige Einigung
erzielt wurde. Da auch ſonſt nur Diſſenſe ganz
unweſentlicher Art vorliegen, man auch in den
Finanzausſchüſſen beider Kammern durchdrungen
iſt von der Notwendigkeit *der Sparſamkeit und
Vereinfachung im Staatsbetriebe, ſo kann, vorausge=
ſetzt
, daß die Debatten im Plenum ſich in mäßigen
Grenzen halten, das Budget ſehr wohl bis
zum 1. April erledigt werden. In den Aus=
ſchußberatungen
iſt alſo der Etat gewiſſermaßen ſchon
zum Abſchluß gekommen. Dabei hat ſich die merk=
würdige
und intereſſante Tatſache ergeben, daß über
Kapitel beraten und beſchloſſen wurde, über die über=
haupt
noch kein Bericht erſtattet werden konnte,
z. B. Kap. 12, das die Steuern betrifft. Es wurde alſo
gegen die landſtändiſche Geſchäftsord=
nung
gehandelt. Während die Geſchäftsordnung vor=
ſchreibt
, daß mit der Regierung die beiden Ausſchüſſe
nach vorangegangener Berichterſtattung zu beraten
haben, hat man ſchon beraten, obwohl noch gar keine
Berichte vorlagen über die meiſten Kapitel. Das
geſchah unter dem Zwange der Verhältniſſe. Man war
nirgends auf den Rücktritt des Finanzminiſters zu
dieſem Zeitpunkte gefaßt.
Und noch eins! Der Artikel 67 beſtimmt, daß
die Erſte Kammer das Finanzgeſetz nur im Ganzen
ablehnen oder annehmen kann, daß ſie aber auf
Einzelheiten gar keinen Einfluß habe. In
den geſtrigen Beratung hat man dem Finanzausſchuß
der Erſten Kammer ſtillſchweigend das Recht zuge=
ſtanden
, das ihm vielleicht mit endgültiger Au=
nahme
der neuen Wahlrechtsvorlage zuſteht. Er hat
diskutiert und abgeſtimmt über alle Einzelheiten.
Es geht alſo auch ſo!
Jedenfalls beſteht nunmehr, wie ſchon geſagt, die
Hoffnung, das Budget vor dem 1. April zu
verabſchieden. Und das iſt von großem Vorteil
in zwiefacher Beziehung. Denn wenn das Budget
nicht erledigt wird, muß ein Notgeſetz erlaſſen werden,
das die Regierung ermächtigt, die ſeitherigen
Steuern weiter zu erheben. Da nun aber alle Be=
teiligten
ſich darüber klar ſind, daß es ohne jede
Steuererhöhung unmöglich gehen kann, ſo würde ſich
als zweite. Notwendigkeit ergeben, zwei Steuer=
zettel
auszuſtellen und den Mehrbetrag ſo nachzu=
fordern
. Die ſich dann ergebenden Mißhelligkeiten
liegen auf der Hand. Ganz abgeſehen davon, daß die
Erledigung des Budgets ſich erfahrungsgemäß unver=
hältnismäßig
lang hinauszieht, wenn ein Notgeſetz
erlaſſen iſt, und daß die doppelte Ausſtellung der
Steuerzettel mit nicht unerheblichen Koſten verknüpft
iſt. Die Steuererhöhung würde im Gefolge haben,
daß mehrere Staatsſteuerziele zuſammen fällig wer=
den
. Das wirkt auch zurück auf die Gemeindeſtenern,
die ja nach unſeren Geſetzen nur als Ausſchlag zur
Staatsſteuer erhoben werden können. Mit dem gleich=
zeitigen
Fälligwerden mehrerer Ziele und der er=
höhten
Anforderung muß dann auch ein erheblicher
Ausfall entſtehen, weil bei allem guten Willen
vieler Steuerpflichtiger die Zahlung Schwie=
rigkeiten
bereiten muß, reſp. nicht erfolgen
kann. Ein zu ſpätes Verabſchieden des Budgets muß
alſo außerordentliche formelle und materielle
Nachteile im Gefolge haben für den Staat=
wie
für die Steuerpflichtigen ſelbſt. Das ſuchte man
zu vermeiden. Darum die außergewöhnliche Eile und
das geſchäftsordnungswidrige Arbeiten, abgeſehen
von dem Bruch mit durch jahrzehntelanger Ueberlieſe=
rung
geheiligtem Brauch. Und die eigenartige
Situation rechtfertigt es auch, daß man ſich über gewiſſe
Formvorſchriften hinweggeſetzt hat, es geſchah im
Intereſſe des Landes.

Letzte Nachrichten.
(Wolifs telegr. Korreſp.=Burcau.)
* Berlin, 25. Febr. In der vierten Morgenſtund
brach auf dem Gelände des Halenſeer Güterbahnhofe=
in
einem Fachwerkſchuppen Feuer aus, das erſ
gegen 6 Uhr bewältigt werden konnte. Ein Oberfeuer
wehrmann wurde durch Glasſplitter an den Hände

verletzt. Das Dach des brennenden Schuppens brach zu
ſammen und die Grundmauern barſten entzwei.
* München, 25. Febr. Paul Heyſe wurde zur
Ehrenbürger der Stadt ernannt.
* Dresden, 25. Febr. Das Dresdener Journal
ſchreibt: Der König wird ſich heute abend um 10 Ik

10 Minuten mit dem fahrplanmäßigen Zuge ua
Trieſt begeben und von dort an Bord eines Dampfer
des öſterreichiſchen Lloyds nach Korfu, woſelbſt die Ar
kunft am 1. März am Nachmittag erfolgt. Von Korf

wird die Rückreiſe am 8. März nach Trieſt angetrete
und daſelbſt ein mehrtägiger Aufenthalt genomme
Am 17. März gedenkt der König wieder in Dresde
einzutreffen.
* Köln, 25. Febr. Der Kölniſchen Zeitung wie
aus Berlin telegraphiert: Die Verurteilung
deurſchen Reichsangehörigen Bospert zu vier Ja
ren Gefängnis, die von dem Gericht in Serres be
hängt wurde, iſt unter Umſtänden erfolgt, die von der
ſcher Seite nicht anerkannt werden können. Die Ve
urteilung erfolgte ohne Hinzuziehung deutſcher Ko
ularbehörden und nach Angabe des Oberſtaa!
qnwalts in Serres im Widerſpruch zu den vom (
neralgonverneur gegebenen Anweiſungen. Selbſt d

Oberſtaatsanwalt in Saloniki betrachtet das Urteil e
ungültig. Bei dem Wali von Saloniki iſt ſofort Ei
ſprnch eingelegt worden und der Botſchafter Freihe

[ ][  ][ ]

v. Marſchall hat unter dem Ausdruck ſeines Erſtau=
nens
dem Miniſterium des Auswärtigen mitgeteilt,
daß er das Urteil als null und nichtig anſieht und ſich
vorbehält, welche Genugtuung er gegenüber dieſer
ſchweren Geſetzesverletzung haben wird.
Eſſen a. d. R., 25. Febr. Der Großherzog
von Oldenburg beſuchte heute vormittag um 9
Uhr das Hanſaplattenwalzwerk der Kruppſchen Stahl=
werke
. Hieran ſchloſſen ſich Vorführungen der chemiſch=
Ilyſikaliſchen Verſuchsanſtalt. Sodann wurde die 9.
mechaniſche und zum Schluß die 11. Kanonenwerkſtatt
beſucht. Mittags verließ der Großherzog die Stadt.
* Stockholm, 25. Febr. Der König unternahm
in Begleitung der Königin heute mittag zum erſten
Male nach ſeiner Krankheit eine kurze Spazierfahrt im
Automobil.
New=York, 25. Febr. Die Staatsgendarmerie
ſtellte allmählich die Ruhe in Philadelphia wieder
her und ſäubert die Straßen von dem Mob. Der Be=
treeb
wird langſam wieder aufgenommen. Der Ge=
neralſtreik
iſt vorderhand aufgegeben.

HB. München, 25. Febr. Graf Aehrenthal
iſt, von Berlin kommend, heute früh 8 Uhr in München
eingetroffen. Am Bahnhof erwarteten ihn der öſter=
reichiſch
=ungariſche Geſandte von Velics und das Per=
ſonal
der Geſandtſchaft. Der Miniſter, der im Hotel
Bayriſcher Hof abſtieg, nahm um 9½ Uhr an einem
Frühſtück beim Staatsminiſter Podewils teil. Darauf
folgte eine Konferenz der beiden Staatsmänner. Um
1 Uhr wird Graf Aehrenthal vom Prinzregenten
empfangen und hierauf zur Tafel zugezogen werden.
Zu dieſer ſind auch Prinz und Prinzeſſin Leopold ge=
laden
. Prinzeſſin Leopold iſt bekanntlich die älteſte
Tochter des Kaiſers Franz Joſef.
** München. 25. Febr. Der Miniſter des Aeußern
Frhr. v. Podewils ſtattete heute vorm. dem Grafen
Aehrenthal einen Beſuch ab, den dieſer erwiderte.
Später wurde Graf Aehrenthal von dem Prinzen und
der Prinzeſſin Ludwig und hierauf von dem Prinzen
und der Prinzeſſin Rupprecht empfangen. Heute mittag
empfing der Prinzregent den Grafen in feierlicher
Audienz und überreichte ihm, da er den höchſten baye=
riſchen
Orden bereits beſitzt, eine goldene Plakette mit
ſeinem Bildnis. Nachher war bei dem Frhrn. v. Pode=
vils
und ſeiner Gemahlin Frühſtückstafel, an der die
Seſandten der deutſchen Bundesſtaaten, Oeſterreich=
Ungarns und Italiens mit ihren Gemahlinnen, die
oberſten Hofchargen und die Herren der öſterreichiſchen
und ungariſchen Geſandſchaft teilnahmen.
* Karlsruhe, 25. Febr. Den badiſchen Land=
ſtänden
ging ein Entwurf betr. Aenderung des Ele=
mentar
=Unterrichtsgeſetzes zu. Der Entwurf
bringt einige Fortſchritte in der Beſoldung der Lehrer und
Lehrerinnen und in der Verwaltung der Schulen. Die
Einreihung der Lehrer in den erhöhten Tarif, die ſchon
lange von der Lehrerſchaft erſtrebt wird, iſt in dem Ent=
wurf
nicht enthalten. Die Regierung ſchlägt etatsmäßigen
Zehrern 16003300 Mark vor, für Lehrerinnen 16002400
Mark, für nichtetatsmäßige Lehrer ein Gehalt von 1000,
100, 1200 Mark. Der Mehraufwand berechnet ſich auf
1 121350 Mark, gerechnet nach dem Perſonalbeſtande am
. Januar 1910. Für Deckung der Mehrkoſten ſollen auch
die Gemeinden herangezogen werden. Die achtjährige
Schulpflicht wird auch für Mädchen durchgeführt. Das
Schuljahr beginnt mit 1. Mai. Für Gemeinden über 6000
Sinwohner und Städteordnungsſtädte iſt die Bildung von
Schulkommiſſionen obligatoriſch. Für Volksſchulen mit
nehr als 10 Lehrern müſſen Schulärzte angeſtellt werden.
H. B. Paris, 25. Febr. Wie ein Telegramm des New
Hork Herald aus Philadelphia meldet, wurde ein
Depot der Straßenbahn=Geſellſchaft geſtern abend durch
Dynamit vollſtändig zerſtört. Dabei ſind 750
is 800 Wagen vollſtändig vernichtet worden. 2 Perſonen
vurden getötet, 9 tödlich. 91 ſchwer verletzt. Unter den
Verwundeten befinden ſich 40 Polizeiagenten. 1000 Per=
onen
ſind leichter verletzt. 1500 Verhaftungen wurden
orgenommen. Der Handel iſt vollſtändig lahmgelegt.
Jon 3000 Straßenbahnwagen verkehren in Philadelphia
rur noch 100. Der bereits vorbereitete Generalſtreik iſt
orläufig vertagt worden.

Gegen das Altern
Dr. Hommel’s Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich

den Namen Dr. Hommel.
Siehe das hochbedeutsame Werk:
Das Altern von Dr. Lorand Cap. X, 3. (1494a

Wenn man die Sache recht überdenkt,
§ dann ergibt ſich auch ohne weiteres, warum Fays
ächte Sodener Mineral=Paſtillen bei allen Erkäl=
8 tungen ſo ausgezeichnete Dienſteleiſten: Die Paſtillen
enthalten eben in vollkommenſter Form alle wirk=
B
ſamen Beſtandteile der berühmten Sodener Heil=
quellen
, und es iſt klar, daß ſie ähnlich, nur um vieles
prompter als die Quellen ſelbſt wirken müſſen.
Daß die Paſtillenſalze auch dem Magen vortreff=
1lich bekommen, iſt eine angenehme Nebenwirkung.
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Heute früh 5 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unsre liebe Grossmutter,

Schwiegermutter und Tante


Wrau Hehriette Weisch, geb. Weygand

im 91. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Darmstadt, den 25. Febr. 1910.
Frau Clementine Reinheimer, geb. Koch von Langentreu,
Louis, Clementine, Ernst, Emma und Marie Reinheimer,
Geheim. Hofrat Professor Dr. Karl Wirtz,
Fri. Lili Wirtz,
Frau Anna Schuchard, geb. Wirtz.
Die Beisetzung findet Sonntag, vormittags 10½ Uhr, vom Sterbehause, Nieder-Ramstädterstr. 30
aus, statt. Die Einsegnung daselbst eine Viertelstunde vorher.
(*4744

Todes-Anzeige.

Heute verſchied ſanft nach langem Leiden
mein lieber Gatte, unſer Vater, Schwager und
(*4651
Onkel

Hermann Grosse

im Alter von 65 Jahren.
Darmſtadt, 24. Februar 1910.
Henriette Groſſe, geb. Engel,
Tilla Groſſe,
Familie A. Schumacher,
Familie C. Engel,
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag Vor=
mittag
11½ Uhr, vom Sterbehauſe, Moller=
ſtraße
10 aus. Einſegnung ¼ Stunde vorher.

Bankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und bei der Beerdigung,
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden bei dem
Hinſcheiden meines lieben Gatten u. unſeres Vaters

Herrn Gustav Görlitz

Poſtſchaffner
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Wid=
mann
für ſeine troſtreichen Worte am Grabe, als
auch ſeinen Herren Vorgeſetzten und Kollegen, die
ihm ſo zahlreich die letzte Ehre erwieſen, ſowie
allen Freunden und Bekannten den innigſten Dank.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Darmſtadt, im Februar 1910.

(4425

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Ein
geſtern im Weſten gelegener, wegen mangelnder Nach=
richten
aus Frankreich nicht zu erkennender Teilwirbel
hat geſtern abend nach vorübergehender Aufheiterung
wieder Regenſchauer gebracht, dabei ſtrichweiſe ſtürmiſchen
W. Auch heute früh herrſcht unter dem Einfluß

des Tiefs über England vielfach regneriſches Wetter. Da
jetzt wieder über Südoſteuropa hoher Druck vorſtößt, iſt
Nachlaſſen des Regens und wieder Erwärmung in Sicht.
Ausſichten in Heſſen am Samstag, den 26. Februar:
Zunächſt noch geringer Regen, dann aufheiternd und
wieder milder, Südwind.

Städtiſches muſenm (Schloßgraßen 9). Gepfnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 111 und 24 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 101 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).

Tageskalender.
Samstag, 26. Februar.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Datterich Aufführung um 8 Uhr in der Turn=
halle
am Woogsplatz (Geſangverein Melomanen).
Vortrag von Regierungsbaumeiſter Zeller um 8¼ Uhr
im Saal 326 der Techniſchen Hochſchule.
Oeffentliche Verſammlung des Nationalliberalen
Vereins um 8½ Uhr im Schützenhof
Hauptverſammlung des Sterbekaſſe=Vereins Darm=
ſtadt
um 8½ Uhr in der Stadt Koburg.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im Kölniſchen Hof.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß,
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Südtirol).
Sonntag, 27. Februar.
Hoftheater, Anfang ½7 Uhr: Die Dollarprinzeſſin.
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Schumannfeier um 4¼ Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz (Volksbildungsverein).
Andreas Hofer=Aufführung um 4 Uhr im Ge=
ſellenhaus
(Kathol. Geſellenverein).
Familienabend des Evangeliſchen Bundes um 8 Uhr
im Saalbau.
Verſammlung des Freiſinnigen Wahlkreis=Vereins
Darmſtadt- Groß=Gerau um 2½ Uhr im Fürſtenſaal.
Verſammlung des Katholiken Vereins um 5 Uhr.
Verſammlung des Hanſa=Bundes um 4 Uhr im
Konzertſaale der Liedertafel zu Mainz.
Verſammlung des Landespferdezucht=Vereins um
2½ Uhr im Hotel Trapp zu Friedberg.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 Uhr im Kölniſchen Hof.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof‟
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Crafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.

Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Südtirot).

Verſteigerungskalender.
Montag, 28. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des Abraham Guthmann
(Annaſtraße 6) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der Turn=
halle
am Woogsplatz.
Prennholz=Verſteigerung um 9½ Uhr im Eber=
ſtädter
Gemeindewald; Zuſammenkunft am Uebergang
der Schlangenſchneiſe über die Main=Neckar=Bahn.

König=Muſeum Saalbauſtr. 73,
von 111 Uhr.

Sonntags geöffnet

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldackel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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Münchner
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1

614a

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Nummer 48.

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1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.

Samstag, 26. Februar.
1910.

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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
42)
Reimar ſah faſt beluſtigt in das erregte Geſicht der
ſchönen Frau, deren leuchtende, blaue Augen gebieteriſch
auf ihn gerichtet waren.
Und wenn ich mich weigere? Wenn ich Sie daran
erinnere, daß ich das Eheverſprechen einem Mädchen
gab, das ich für gut und rein hielt, aber nicht der Ver=
räterin
, die ich bei meiner unerwarteten Heimkehr in
den Armen eines anderen fand, was würden Sie
dann tun?
Den Prozeß weiterführen, den mein Rechtsanwalt
bereits angeſtrengt hat, in dem ich Sie anklage, Lutz
Randolt zum Selbſtmord veranlaßt zu haben.
Reimar lachte hell auf. Ein Zug feiner Jronie
flog um ſeine Lippen, als er, ganz nahe an Fridrun
herantretend, ihr ſpöttelnd entgegnete:
Ich habe von dieſer Ihrer außerordentlich ſcharf=
ſichtigen
Verdächtigung bereits Kenntnis erhalten. Ich
ſehe dem Ausgang des Prozeſſes mit Gemütsruhe ent=
gegen
. Wenn Sie aber meinen, dadurch den Gorlings=
hof
zu gewinnen, ſo dürften Sie doch ſehr im Irrtum
ſein. Ich werde dann den Beweis führen, daß ich an
Lutz Randolt größere Summen zahlte, um ihn vor
Schmach und Schande zu retten, als das Majorat wert
iſt, und ich werde außerdem die Beweiſe liefern, daß
Gräfin Fridrun Randolt ſich nicht ſcheute, den Sohn

des Mannes in ihre Netze zu locken, der ihr ſeinen
ehrlichen Namen gab, der ihr vertraute und ſie heiß
und innig liebte.
Wie können Sie es wagen, mich in ſo unerhörter
Weiſe zu beleidigen! rief Fridrun mit blaſſen Lippen
und unruhig flackernden Augen.
Selbſthilfe, meine Gnädige, Selbſthilfe. Im übri=
gen
kann von einer Beleidigung gar keine Rede ſein,
ſondern nur von Tatſachen. In meinen Händen be=
finden
ſich die Briefe, die Sie, leichtfertig genug, in
Ihrem Liebestaumel an meinen Vetter Lutz ſchrieben.
Ich nahm ſie damals, als Lutz freiwillig, und, ich gebe
es zu, auf meinen Rat aus dem Leben ſchied, an mich,
um Graf Marnar Randolt die Schande zu erſparen, in
der Geliebten ſeines Sohnes ſein eigenes Weib zu fin=
den
. So, Gräfin, ſind wir wohl fertig miteinander.
Wenn ich mich als Beſitzer des Gorlingshofes fühlte,
würde ich bemerken, daß Ihre Stunden hier gezählt
ſind. So kann nur Undine entſcheiden, ob Sie gehen
oder bleiben. Ich wünſche aber nicht, Gräfin, daß
unſere Wege ſich jemals wieder kreuzen.
Er neigte ſteif den Kopf und wollte an ihr vorüber
zur Tür gehen, aber ſchon lag ſie vor ihm auf dem
Boden und umfaßte aufſchluchzend ſeine Knie.
Reimar, ſtöhnte ſie verzweifelt auf. Sei doch barm=
herzig
! Es iſt ja alles nicht wahr. Nur Dich habe ich
geliebt, immer nur Dich. Geſpielt habe ich mit dem
leichtfertigen Jungen, dem Lutz, das iſt wahr, aber nur
geſpielt. Nie hat mein Herz für einen anderen Mann

irgend etwas empfunden. Nur Du beherrſchteſt mein
Sinnen und Denken. Der Schein war gegen mich, als
Du damals zurückkamſt und ſo brüsk die Verlobung
löſteſt, ich gebe es zu. Was aber blieb mir anders
übrig, die ich ſo bettelarm und verlaſſen war, als
Marnars Werbung anzunehmen. Ach, wenn Du wüß=
teſt
, wie ich gelitten, wie ich verzweifelt in den Armen
eines andern nach Dir geſchrien, Du würdeſt Mitleid
mit mir haben und das Spiel mit dem törichten Kna=
ben
milder beurteilen. Sei nachſichtig, ſei lieb, Reimar!
Sieh, ich weiß ja, daß Deine große, heilige Liebe zu
mir nicht ſterben konnte, daß nur Dein Stolz mit
dieſer Liebe ringt. Verzeihe mir, ich bitte Dich. Betteln
will ich um Deine Liebe und Dir dienen in unwandel=
barer
Treue und Hingebung. Hilf mir, Reimar.
Gelaſſen löſte der Graf die zarten Hände, die ſeine
Knie umklammert hielten.
Stehen Sie auf, Gräfin. Entwürdigen Sie ſich
nicht weiter, indem Sie bei einem Manne um Liebe
betteln, der nichts weiter für Sie empfindet, als
grenzenloſe Verachtung, die nicht mal das Mitleid
kennt.
Fridrun ſprang wie eine gereizte Tigerin empor.
Ihre Augen glühten dunkel, faſt ſchwarz auf, als ſie
mit zuckenden Lippen hervorſtieß:
Lüge, alles Lüge! Ich weiß es beſſer, wie Du
leideſt an der Seite einer ungeliebten Frau, deren
Stolz, deren Härte auch mein Leben zerſtörte. Du ver=
kennſt
aber Undine, wenn Du meinſt, ſie würde Dich

[ ][  ][ ]

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freizumachen. Sprich es aus!
Mit blaſſem Geſicht und geſenkten Augen ſtand der
Graf eine Weile wortlos, dann, die Augen langſam
hebend, ſagte er tonlos:
Es iſt vielleicht ſchon geſchehen. Wenn es Sie aber
beruhigen kann, Gräfin, ſo will ich Ihnen heute ſagen,
daß ich Undine tief und innig liebe.
Einen Augenblick herrſchte Totenſtille in dem Ge=
mach
. Es war, als höre man das laute Herzklopfen der
beiden Menſchen, die ſich hier gegenüber ſtanden.
Dann aber ſchrie Fridrun laut und gellend auf, und
haſtig nach ihrem Schleier greifend, ſtürzte ſie in wilder
Flucht aus dem Zimmer.
Graf Reimar ſchloß hinter ihr die Tür.
Dann legte er wie in ſtummer Qual die Hände
über die Augen und ſtöhnte auf:
Wie konnte ich mich nur hinreißen laſſen, ihr das
u ſagen. Sie gerade durfte das nie erfahren.
Müde trat er zu ſeinem Schreibtiſch, um allerlei
Papiere zu ordnen, denn der heutige Tag ſollte ſein
letzter auf dem alten Schloſſe ſein. Morgen verließ er
für immer den Gorlingshof und ſeine Frau, die für
ihn nur ein Schatten war, die Nebelfrau, wie Ekke
Thornſen ſie genannt.
Der Abend kam herauf, der letzte Abend. Dröhnend
werfen die Meereswellen große Eisſchollen an den
Strand, und durch die Luft ging ein Brauſen.
Der Nebel ſtieg. Den ganzen Hof hüllte er in
dichte Schleier, und vom Meere her jagte es herauf, wie
ein Geſpenſt, verdüſternd, unheilkündend, unentrinn=
bar
wie das Schickſal.

Gräfin Fridrun lag in ihrem Zimmer auf einem

Ruhebett und ſtarrte ins Leere. So verharrte ſie ſchon
ſtundenlang beim matten Schein der Lampe, die Hände
krampfhaft geballt, den Mund verzerrt und die ſchöne
Stirn tief gefaltet.
Sie hatte ſich mit Kopfſchmerzen entſchuldigen
laſſen, als der Gong zum Tee rief, ſie hatte aber fieber=
häft
an der Tür gelauſcht, ob Graf Reimar das Speiſe=
zimmer
aufſuchen würde. Nein, auch er war nicht ge=
kommen
. So ſaß denn wohl Undine allein vor der
ſummenden Teemaſchine. Solange Fridrun zurückge=
kehrt
, hatte ſie noch keiner Mahlzeit im Familien=
zimmer
beigewohnt. Sie ſcheute Undines fragende
Augen, und zu einer Ausſprache war es noch immer
nicht zwiſchen ihnen gekommen.
Lorl, die vorhin ein wenig bei ihr geſpielt, hatte
Fridrun wieder fortgeſchickt. Das Knd war wie ein
Wirbelwind. Die laute, lärmende Art der Kleinen
machte ihr Unbehagen.
Und nun ſchlichen langſam die Stunden, und ſie
wiederholte wieder und immer wieder nur die Worte
Reimars: Ich liebe Undine.
Sollte, konnte das möglich ſein? Nein, er wollte
ſie nur ſtrafen. Wenn es aber=doch ſo war, wenn ſeine
Seele ſich der ſtolzen, blonden, kühlen Frau zuneigte,
deren Herbheit einen ſo eigenen Reiz auf die Männer
ausübte, einen Reiz, der ſtärker war, als die heiße,
ſinnliche Glut, mit der ſie ſelbſt ſonſt die Herzen an
ſich riß?
Fridrun ſprang erregt auf. Mit nervöſer Haſt
wühlten ihre Hände in ihrem aufgeköſten Haar, das
ihr lang über den Rücken wallte. Blutrot leuchteten
ihre Lippen in dem weißen Geſicht.
Wenn Reimar wirklich Undine liebte? Die Möglich=

keit, an die Fridrun bis jetzt noch gar nicht gedacht hatte
ſtieg wie ein Bild des Entſetzens vor ihrer Seele auf.
Nein, es kann ja nicht ſein, murmelte ſie. Ich würde
ihn töten, ihn und ſie!
Die Gräfin ſchauerte plötzlich zuſammen. Dann ſtand
ſie mitten im Zimmer lauſchend ſtill.
Alles ſchlief wohl im Gorlingshof. Nur das Meer
tobte gegen die Küſte und der Wind pfiff heulend um der
alten Turm.
Im Turm da ſaß Reimar jetzt und ſehnte ſich vielleich
nach Undine, die er liebte.
Fridrun preßte die Lippen feſt zuſammen. Er ſollte=
er
durfte nicht an die kühle, harte Frau denken, die ſi
haßte, deren wunderklare, ernſte Augen ihr immer ſo vor
wurfsvoll in die Seele ſchauten.
Fridrun lauſchte in die Nacht hinaus. Vom Turt
herüber führte nur ein Weg zum neuen Schloſſe. Wen
der Weg verbaut war, konnte Reimar den Weg nie z
Undine finden.
Nein, er konnte und durfte ihn nicht finden.
Fridrun ſann und grübelte. Die Augen weit geöffne
ſtand ſie und ſtarrte ins Leere.
Wenn Reitar jetzt den Turm verließ? Wer wollt=
ihn
hindern? Wenn er jetzt herüber zu Undine kam, z
ihr, die ſein Weib war, und ſie in ſeine Arme riß, un
Undines roten Mund mit Küſſen ſchloß, wer wollte e
ihm wehren?
Sie, ſie, Fridrun, um jeden Preis!
Laut hatte es Fridrun geſchrien. Jetzt band ſie lant.
ſam ihr niederhängendes Haar zuſammen.
Er durfte nicht zu Undine kommen. Nie! Lieber ſoll
er ſterben, er und ſie.
(Fortſetzung folgt.)

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

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[ ][  ][ ]

des
Großh. Kreisamts Darmſtadt.

0 22.

Samstag, 26. Februar.

1910.


Bekanntmachung.
Betreffend: Die Erhebung des Stempels für Fahrräder pro 1910.
Unter Hinweis auf die nachſtehend abgedruckten §§ 3, 1527 der Verordnung
vom 6. Mai 1907, den Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die gleich=
falls
abgedruckten, im Falle einer Verſäumnis platzgreifenden Strafbeſtimmungen wird
hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des Stempels für Fahr=
räder
für das Rechnungsjahr 1910, ſowie das Auftlieben und die vorſchriftsmäßige
Entwertung desſelben
von heute ab bis 31. März 1910 an jedem Wochentage,
vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, die dieſelben auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der obenerwähnten
Zeit zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen hierzu vorliegen, während derſelben
Zeit (ſ. 5 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizei=Revier,
2. für den Landkreis Darmſtadt bei der betreffenden Großherzoglichen Bürger=
meiſterei

vorzubringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.
Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 1527 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll.
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifs zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelab=
gabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reichs.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
zis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in
der Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen
Zeitraum nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
in Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3).
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
intrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die Rad=
ahrkarten
auf der Rückſeite den Vermerk Stempelfrei bis 31. März 19. ...
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
ſoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
usgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern
zie Nummer der Rabfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von
iner Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt
vorden ſind, in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Land=
ezirk
eines Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in
ſer Farbe der Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes
ſagegen in ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der Num=
nerplatte
verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
verden muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet
erart zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummer=
latte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahr=
ädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſtenſcheint der Schlachtviehverkehr von dieſer Seuche bedroht.
er Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
ur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des Id
Fahrrads, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31 März) ſtets nur einmal, und
Närz für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei demgeſtellt werden, mindeſtens 7 Tage verbleiben müſſen und denſelben innerhalb der
Traisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
rag za ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
rufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
Erigſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Num=wenn die Tiere die vorgeſchriebene Quarantäne in ſeuchefreiem Zuſtande überſtanden
nerplarte anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Slätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rück= züglich der Ortspolizeibehörde und von dieſer dem Kreisveterinäramt angemeldet werden.
rabe der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
em Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
der Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das
rie Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder liegen von da ab den Quarantäne=Maßnahmen.
Uufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden;
as letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummer=
latte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen,
ie nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
indere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorüber=
ehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und

itie tet t echt
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſte=
rium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Stenerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur

Entſcheidung erforderliche Auskunſt zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mitführen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten

Perſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecken beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und Tele=
graphenverwaltung
und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den Urkunden=
ſtempel
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907, Zuwiderhand=
lungen
gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin vor=
behaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäß=
heit
des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels zuwider=
handeln
, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine Geld=
ſtrafe
verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels gleich=
Jede zuwiderhandelnde Perſon
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt.
trifft die ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften des
Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 34, 40, 47, 48, 51, 58, 86 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die Vorſchrif=
ten
des Artikel 31 Abſ. 3, 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikel 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige, wel=
cher
kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2 Satz 2 ſindet Anwendung.
Betreffend: wie oben.
Darmſtadt, 15. Februar 1910.
H4
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.

J. E.: von Starck.

(3749a

Bekanntmachung.

Betreffend: Maßregeln zur Abwehr und Unterdrückung der Maul= und Klauenſeuche.
Wegen Ausbruchs der Maul= und Klauenſeuche auf dem Berliner Viehhofe er=

Innern

Auf Grund

9 Großherzoglichen Miniſteriums des
55, betreffend Maßregeln zur Abwehr

geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur Ar=
beitsſtelle
oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern

ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mk. nicht erreicht:
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Be=
ſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der

Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen:
44. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im Groß=
herzogtum
aufhalten;
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22 Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in An=
Bruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
1. in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſtbehörde
dahingehend, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken ver=
wendet
wird;

war erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrads und ſodann aljährlich im Monat an demienigen Standorte, an dem ſie nach ihrer Einführung in den Kreis zuerſt ein=
nächſten
14 Tage (nach Ablauf der 7 tägigen Quarantäne) nur verlaſſen dürfen, wenn
ſie innerhalb jener Kontumazzeit nach dem Zeugnis des Kreisveterinärarztes keine
ſon der Abgabepflicht in Anfpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden An= (ſeuchenverdächtigen Erſcheinungen gezeigt haben. Die gleiche Anordnung gilt für Rind=
vieh
, Schafe, Ziegen und Schweine, die mit den der Kontumaz unterſtehenden Tieren
während der Kontumazzeit zuſammen in einem Gehöfte untergebracht ſind.
Der Auftrieb von ſolchem Klauenvieh auf einem Viehmarkt darf erſt ſtattfinden,
haben.
Alle Tiere, auf welche die obigen Vorſchriften anzuwenden ſind, müſſen unver=
Schlachtvieh darf von Händlern, die ausſchließlich mit ſolchem handein, vor der
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und Verbringung auf einen Schlachtviehhof ohne Quarantänezwang in Gehöfte eingeſtellt
werden, wenn in dieſen anderes Vieh, insbeſondere Zucht= und Nutzvieh, nicht eingeſtellt
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen Wohn= iſt oder verkehrt. Alle Tiere aber, die aus dem Schlachtviehverkehr in andere Gehöfte
als diejenige verbracht werden, für die die vorſtehende Ausnahme zugelaſſen iſt, unter=
Die unmittelbare Ueberführung der der Quarantäne unterſtellten Tiere in ein
öffentliches oder Privatſchlachthaus zum Zwecke ſofortiger Abſchlachtung iſt auch vor
Ablauf der Quarantänezeit zuläſſig.
Durch vorſtehende Vorſchriften werden die Maßnahmen zur Verhütung der Ein
ſchleppung und Verbreitung der Schweinepeſt (Schweineſeuche) nicht berührt.
Darmſtadt, den 24. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: Dr. Reinhart.
Betreffend: wie oben.
Darmſtadt, den 24. Februar 1910.
Pr
Das Großherzogliche Rreisamt Darmſtadt
an die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir machen Sie auf vorſtehende Bekanntmachung beſonders aufmerkſam und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Dienſt=weiſen Sie an, die ortsübliche Veröffentlichung derſelben wiederholt zu veranlaſſen.
J. E.: Dr. Reinhart.
(4357

Bekanntmachung.
Betreffend: Die Ausführung des Geſetzes über den Urkundenſtempel vom 28. März 1907.
Unter Hinweis auf Artikel 33 des Geſetzes vom 28. März 1907 wird hiermit zur
öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Stempel für Verkaufs= oder Wagautomaten,
für automatiſche Kraftmeſſer, für Automaten, die zur Unterhaltug des Publikums
dienen, für in öffentlichen Wirtſchaftslokalen aufgeſtellte Klaviere oder ſonſtige Muſik=
werke
, für Luxuswagen und Luxusreitpferde, deren Verſteuerung am 31. März 1910
zwar abläuft, deren Abgabepflicht jedoch noch fortdauert, im Monat März zu ent=
richten
iſt.
(3345a
Darmſtadt, den 2. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

[ ][  ][ ]

Nummer 22

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

Das Großh. Miniſterium des Innern hat der Geſchäftsleitung der 17. Ausſtellung
des Deutſchen Künſtlerbundes Darmſtadt 1910 die Erlaubnis erteilt, eine am 19. und
20. Oktober 1910 in Darmſtadt auszuſpielende Verloſung von Kunſtwerken und Bar=
gewinnen
unter der Bedingung zu veranſtalten, daß 120000 Loſe zum Preis von
1 Mark das Stück ausgegeben werden dürfen und von dem Erlös mindeſtens 54000 Mark
für Gewinne nach Maßgabe des vorgelegten Lotterieplans verwendet werden müſſen.
Zum Vertrieb in Heſſen dürfen 60000 Loſe gelangen, die mit dem heſſiſchen Zu=
laſſungsſtempel
verſehen ſein müſſen.
(4288

Bekanntmachung.
Betreffend: Schießübungen des Leibgarde=Regiments Nr. 115 auf dem Schieß=
platz
Meſſel.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß das Leibgarde=Regiment
Nr. 115 am

a.
b.
6
d.
6.
f.
g.

1., 4., 7., 8. März von 9 Uhr vormittags bis 3 nachmittags

11.
14. und 15.
18.
21. und 22.
1., 4., 5.
14. und 14.
h. 18., 19. und 21.

April

11
9
11
9
9
9

9 abends
5 nachmittags
3
5
,

ein Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schießplatz Meſſel abhalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel e. 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſch=Bach.
Die Abſperrung des Geländes zu den genannten Zeiten wird erforderlich gegen
Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchl., gegen Weſten: Dammweg=
Brunnersweg ausſchl., gegen Süden: Forſthaus Steinacker=Steinhügel ausſchließl.,
gegen Oſten: alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=Wieſe,
Sau=Wieſe, Schreiberts=Wieſe, Geishecke einſchl.
(4301a
Vor Betreten des Geländes während der Schießzeit wird gewarnt.
Darmſtadt, den 18. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſchwarze Boa. 1 Pferde=Haarſchneidemaſchine. 1 goldener Ring
mit hellem Opal und 2 Steinchen. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1 Nickel=Uhr
mit Kette. 2 Wechſel, 1 über 1000, der andere über 520 Mk. 1 goldener Ring mit rot=
ſchimmerndem
Stein. 2 braune Damen=Pelze. 1 großer Schlüſſel. 1 kleines grünliches
Portemonnaie mit etwa 5 Mk. Inhalt und für 1 Mk. Rabattmarken. 2 Notizbücher
(im Orpheum liegen geblieben). 1 altes Taſchenuhrwerk. 1 weißes Spitzen=Taſchentuch.
1 weißes wollenes Umhängetuch. 1 ſchwarze dreireihige Halsperlenkette. 1 Dienſtbuch,
auf den Namen Marie Hauck lautend. 1 vergoldetes Halskettchen mit Herzchen. 1 kl.
leeres Kinder=Portemonnaie. 1 Kinder=Schirm mit braunem Naturgriff. 1 Kutſcher=
Peitſche mit gelbem langen Stiel. 1 braunes Schwänzchen zu einem Damen=Pelz.
1 langer Pferdezügel. 1 ſchwarzleinener Sack (für Schuhmacher). 1 Militärpaß, auf
den Namen Georg Dyroff lautend. 1 altes Notizbuch mit roter Decke. 1 Studenten
Mütze (rot mit Goldſtreifen). 1 goldene Broſche (Herz, Kreuz und Anker). 1 Strang
graue Wolle und 1 Stück rotweiße Schnur. Mehrere einzelne Schlüſſel. 1 Brille.
1 kleines braunes Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 Taſchenmeſſer mit Perlmutt=
ſtiel
. 1 Damen=Zwicker mit ſchwarzer Schnur.
Verloren: 1 kleiner brauner Damen=Pelz. 1 goldener Ring in Schlangenform
auf dem Kopf Brillanten, die Augen ſind Rubinen. 1 grauledernes Portemonnaie mit
7080 Pfennigen Inhalt. 1 Paar ſchwarzſeidene Damen=Handſchuhe. 1 ſchwarze
Kragenbinde mit Ott Walter gezeichnet. 1 braunes Damen=Portemonnaie mit etwa
11 Mk. Inhalt nebſt Uebungskarten von Dr. Loſſen. 1 ſilberne Remontoir=Uhr mit
einem Stück Kette. 1 Studenten=Legitimationskarte, auf den Namen Mindlin lautend.
1 großes viereckiges Portemonnaie mit 7,81 Mk. Inhalt. 1 Päckchen grüner Stoff.
1 blauer Damen=Samtgürtel. 1 kleines braunes Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt.
1 altes Portemonnaie mit 68 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Damen=Remontoiruhr. 1 gold.
Ring mit rotem Stein und 2 kleinen Perlchen. 1 älteres Portemonnaie mit einem
Zwanzigmarkſtück und Nickelgeld. 1 Damen=Zwicker mit Hornfaſſung. 1 Perlentaſche
mit Inhalt. 1 Paar neue Glacé=Handſchuhe und 1 Paar grauwollene Pulswärmer=
1 ſchwarzer Damen=Regenſchirm mit ovalem Griff. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit
einem Zwanzigmarkſtück und einigen Pfennigen Inhalt. 1 braunes Damen= Porte=
monnaie
mit 5 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzbräunlicher langer Pelz. 1 ſchwarzer Damen=
Pelz. 1 Opernglas. 1 ſchwarzſeidener Beutel mit Taſchentuch, gez. A. H., nebſt Porte=
monnaie
mit 3040 Pfennigen Inhalt. 2 Paar neue weiße Damen=Glacéhandſchuhe.
1 Damen=Schirm mit Stahlſtock und Griff. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand
ſchwarzſeidener Damen=Schirm mit gebogenem Silbergriff. 1 ſchwarzer Damen=
Gummigürtel. 1 ſilberner Anhänger. 1 Damen=Zwicker. 1 goldener Siegelring mit
grünem Stein und Wappen nebſt Krone. 1 kleiner viereckiger Stempel mit Wappen
und Krone. 1 goldener Ohrring mit hellblauem Stein, umgrenzt mit Brillanten.
1 ſchwarzer Damen=Pelzkragen. 1 Meßkluppe und 1 Meßkette. 1 kl. goldene Broſche
in Form eines eckig gebogenen Stäbchens. 1 goldener Ring mit rotem Stein und auf
beiden Seiten 2 helle Perlchen. 1 rotes Portemonnaie mit 45 Mk. Inhalt. 1 brauner
Damen=Gürtel mit Perlmuttſchnalle. 1 goldenes Halskettchen mit Anhänger (Herzform=
Faſſung mit einer Blume in der Mitte. 1 Monatsfahrkarte 2. Kl. Darmſtadt- Gries=
heim
. 1 langer ſchwarzer Damen=Pelz. 1 Damen=Regenſchirm mit gebogenem Griff.
1 goldene Halskette mit Medaillon (kleines Kreuz aus Email in Gold gefaßt. 1 hell=
braunledernes
Handtäſchchen mit Taſchentuch. 1 Kuvert mit einem Käſtchen und 65 Mk.
Inhalt. 1 goldenes Kollier mit 2 Steinen, gelb und lila. 1 ſchw. Samt=Gummigürtel.
Zugelaufen bei Privaten: 1 ſchwarze Katze.
Entlaufen: 1 ſchwarze Katze (vor 2 Monaten, dem Wiederbringer 20 Mk. Be=
lohnung
). 1 ſchwarze Katze (dem Wiederbringer 10 Mk. Belohnung). 1 ſchwarze Katze
mit weißer Bruſt und Schnauze.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(4330
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags

Samstag, den 26. Februar 1910
Betreffend: Die Lieferung der Kohlen für die Kreis=Abdeckerei des Kreiſes Darmſ.
und die vom Kreiſe benutzten Räumlichkeiten im Erdgeſchoß des Harz
Neckarſtraße 3 für das Rechnungsjahr 1910.


Kohlenlieferung.

Die Lieferung von circa 2000 Zentner Ruhrkohlen (Nuß II) für die Kr=
Abdeckerei des Kreiſes Darmſtadt, ſowie der erforderlichen Anthrazit= und Nußkol
zur Heizung der vom Kreiſe benutzten Räumlichkeiten im Erdgeſchoß des Hauſes Ne=
ſtraße
Nr. 3, lieferbar nach Bedarf in der Zeit vom 1. April 1910 bis 31. März 1
ſoll an den Wenigſtnehmenden vergeben werden.
Angebote, welche frei Magazin in der Anſtalt, Gräfenhäuſerweg 201, bezw. Ke
des Hauſes Neckarſtraße 3 und einſchließlich Oktroi zu verſtehen ſind, werden, mit
ſprechender Aufſchrift verſehen, bis 10. k. Mts. erbeten.
Die Zeche, von welcher die Kohlen bezogen werden ſollen, iſt anzugeben.
Für die Kreis=Abdeckerei iſt waggonweiſe direkt ab Zeche zu liefern.
Darmſtadt, am 22. Februar 1910.
(4
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt.
J. E.: von Starck.

Bekanntmachung.

Betreffend: Geſuch des Jakob Rummel von Arheilgen um Genehmigung zur Err
tung einer Schlächterei=Anlage Dieburgerſtraße Nr. 8 zu Arheilgen.
Jakob Rummel zu Arheilgen beabſichtigt auf dem Grundſtück Flur I Nr.
284, gelegen zu Arheilgen, eine Schlächterei=Anlage zu errichten.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes
dem Amtsverkündigungsblatt an gerechnet, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeiſt
Arheilgen zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Etwaige Einwendungen ſind binnen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchlu
ebenda vorzubringen.
Darmſtadt, den 21. Februar 1910.
(4
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: Reinhart.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſta
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch . . . . .
Rindfleiſch . . . . .
Kalbfleiſch
, . ,
Hammelfleiſch
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen . .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

per ½ kg 86 Pfg.
½ 80
80
,
½
72 90
60

42 96
,
2 90
2 100

1 72 110

(2 * 130

Dörrfleiſch
. per
½ kg 110
Schinken m. Bein . .
110
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen
½ 90
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
½
90
Leber= und Blutwurſt. 7 72

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3 be=
finden
ſich: 2 Pinſcher, 1 Doberman.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 27. Februar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizgebäude, Bismarckſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Autzholz-Verſteigerung Nr. WIll.
(Stadtwald.)
Montag, den 7. März l. Js., morgens 9 Uhr,
wird im Saal hieſiger Turngemeinde, Woogsplatz 5, aus der Forſtwartei Heilig=
kreuz
(Forſtwart Hofmann, Hirſchköpfe, hier) in den Diſtrikten: Woogsberg 37 und 40,
Nachtweide 43, 44 und Rücksbrünnchen 49 ſämtliches dort an folgenden Schneiſen:
Woogsberg=, Bernhardsackerſchneiſe, Brunnersweg=, Nachtweide= und Faſanerieweg,
Judenpfad lagernde Nutzholz 215, 21 km verſteigert:

Eichen=Stämme: 2 St.

Hainbuchen=

Birken=

0.28

2.41 fm

II. 0.59 4 N. 2.49 , III. , 9.58 2
Fichten= I. 7.62 25 IV. , 18.24 16 II. 28.65 , V. 3.32 , 26 III. 36.35 5 , VI. , 3.10 , 52 IV. 59.76 , 1 , V. 0.66 57 V. 33.48 2 , 5 , VI. , 1.17 Fichten=Derbſtangen 2 St. 0.34 fm

Das Holz iſt in ſeinen ausſchlaggebenden Klaſſen qualitätvoll und gut abzu=
fahren
; zugleich wird bemerkt, daß es die letzte Stammholz=Verſteigerung aus der dies=
jährigen
Ernte iſt. Nummernverzeichniſſe werden nicht ausgegeben.
(4317sm
Darmſtadt, den 21. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

M
ntorlaschule u. Henrerninen Seinne
zu Darmſtadt.
Anmeldungen für das Schuljahr 1910 werden Samsta
den 2. April 1910, von ½9½1 Uhr in der Viktoriaſchr
(Hochſtraße Nr. 44) entgegengenommen.
(Geburtsſchein, Impfſchein, letztes Schulzeugnis.)
Der Unterricht beginnt Montag, den 4. April, 8½ Uh
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Die Großherzogliche Direktion.
Dr. Otto.
2881a)

2
Hohere Mäochenſchue vorm. Injaulm Neinen

F
Anmeldungen für die Klaſſe X, Ix, VIII und VII werd
Samstag, den 2. April 1910 im Schulhauſe, Zimmerſtraße
von ½101 Uhr entgegengenommen.
(Geburtsſchein, Impfſchein, letztes Schulzeugnis.)
Der Unterricht beginnt Montag, 4. April, um 8½ Uh
Die Direktion: Dr. Otto.
2882a)

Gewerbeſchule Darmſtadt.
Das neue Schuljahr beginnt Sonntag, den 3. April ds. Js. Die Aufnahr
neuer Schüler in die Handwerker=Sonntagszeichenſchule und die gewerbliche Fo=
bildungsſchule
der Hauptanſtalt und der Handwerkerſchule Annaſtift im Stal
bezirk Beſſungen findet am

21. und 22. März ds. Js., vormittags von 912 Uhr,
im Schulgebäude, Ecke der Nieder=Ramſtädter= und Karlſtraße, ſtatt. In die Aben=
zeichenklaſſe
, die Modellierklaſſe und den offenen Zeichenſaal werden jederzeit ne
Schüler aufgenommen, in den offenen Zeichenſaal jedoch nur junge Leute, die i
Zeichnen ſchon vorgeſchritten ſind.
Bei der Anmeldung zur Sonntags= und Abendſchule iſt das Schulabgang=
(4300a
zeugnis und der Lehrvertrag vorzulegen.
Nur Schüler, die mindeſtens die 2. Klaſſe einer Volksſchule oder die 3. Klaſſ=
einer
Mittelſchule durchlaufen haben, können auf Aufnahme rechnen. Früher vot=
gemerkte
, bisher nicht aufgenommene Lehrlinge ſind von neuem anzumelden.
Zugleich wird ausdrücklich darauf hingewieſen, daß der Direktori
Angelegenheiten der Schüleraufnahme nur in der Schule zu ſprechen iſt.
Darmſtadt, im Februar 1910.
Der Großh. Direktor:
Der Vorſitzende des Aufſichtsrats:
Prof. Dr. Meiſel.
Jäger.

Staatl. kongess, und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
am Ernst-Ludwigsplatz.
Rheinstrasse 1
Darmstadt
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Sommersemester beginnt Dienstag den 12. April, 8 Uhr.
(2492a
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.

E




2


eselenbpald
Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden im Monat März stat
An derſelben können alle jungen Handwerker unſeres Gewerbes teilnehme=
deren
Lehrzeit ſpäteſtens am Schluß der Prüfungen beendet iſt.
Anmeldungen zur Prüfung ſind unter Benutzung des vorgeſchriebenen Formular
(bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum 4. März an den unterzeichneten Ausſchu
zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mark und iſt mit der Anmeldung an de
Unterzeichneten einzuſenden.
Wir machen insbeſondere darauf aufmerkſam, daß die Ablegung der G
ſellenprüfung u. A. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und d
Führung des Meiſtertitels erforderlich iſt, ihre Verſäumnis daher ſpäter empfin!
(4406s
liche Nachteile im Gefolge hat.
Darmſtadt, den 25. Februar 1910.
Der Prüfungsausschuss der Tapezierer-Innung zu Darmstadt
Gg. Blum.

[ ][  ][ ]

Nummer 48.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Seite 13.
Luisenstr. 10.
Hess. Tachum-Reunigungs-Gesellschaft Jbel &e Co. Kom.-Ges. reieplen 4651
Wir empfehlen unſere patentierte, große fahrbare Vacuum-Entstaubungsmaschine neueſter Konſtruktion mit Motor=
betrieb
zur gründlichſten und durch die ſofortige Staubaufſaugung und =Abführung hygieniſch äußerſt wichtigen Entſtaubung
von Wohnungen, Bureaus und Bibliotheken, Polſtermöbeln, Vorhängen uſw. und beſonders von Teppichen, die durch die
Entſtaubung wieder ein friſches, ſchönes Ausſehen bekommen. Eine Beſchädigung der Stoffe iſt abſolut ausgeſchloſſen.
Unſere große außerordentlich leiſtungsfähige Entſtaubungsmaſchine, die einzige dieſer Art am Platze, iſt nicht zu ver=
wechſeln
mit Handentſtaubungsapparaten oder kleinen Apparaten mit Motorbetrieb, da dieſe auch nicht annähernd die Saugkraft unſerer
Maſchine beſitzen und deshalb die Entſtaubung niemals ſo gründlich erfolgen kann.
Die Preiſe für Vacuum=Entſtaubung haben wir weſentlich reduziert, um dieſe überall einzuführen. Die Entſtaubung ſelbſt
erfolgt prompt und zuverläſſig.
(4417
Teppiche und einzelne Polſtermöbel entſtauben wir in unſeren eigens dafür beſtimmten Räumen. Abholen und Abliefern gratis.
8
eietratre15
Nasſahrnnasſtenr, Cnbbirn-Smſtiin Sberg C0., Telephon 461.
(4418
Zuverläſſige Ausführung von Aufträgen u. Arbeiten aller Art. Transportierung von Reiſekörben, Koffern, Möbelſtücken uſw. Verſtellen von Möbeln. Fahren von
Krankenwagen. Teppichklopfen. Uebernahme kleiner Zimmerumzüge. Verteilung von Plakaten, Proſpekten, Preisliſten uſw. Aushilfe für erkranktes Perſonal uſw.
Komm.-Ges.
Luisenstrasse 10
Darmstädter Glas-u. Gebände-Reinigungs-Institut Sbelzco.
Tel. A6l. 4u10

Flurvermeſſung
in der Gemarkung Darmſtadt.
Während der Zeit vom 1. März bis
31. Mai d. Js. liegen die neu aufgeſtellten
Kataſterakten der Gemarkung Darm=
ſtadt
und zwar
a) die Flurkarten,
b) die Ueberſicht des Flächeninhalts der
einzelnen Fluren nach den Ergebniſſen
der Flurvermeſſung
auf demſtädtiſchen Vermeſſungsamt ( Grafen=
ſtraße
30, Zimmer 19) zu Jedermanns Ein=
ſicht
offen. Etwaige Bemerkungen ſind
innerhalb der genannten Friſt ſchriftlich bei
uns einzureichen.
Darmſtadt, 21. Februar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
(4076ms
J. V.: Mueller.

Schulgeld-Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh. Real=
gymnaſium
und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere Töch=
terſchule
(vormals Reinech und die Mittel=
ſchulen
für das I. Kalender=Vierteljahr
2910 iſt, bei Vermeidung der Mahnung,
bis Ende ds. Mts. an den Werktagen,
vormittags von8½, bis 12½ Uhr, hierher zu
entrichten.
(3479a
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.

Städtiſche Schulzahnklinik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 1012
(1508a
Mittags von 25.

Bekanntmachung.
Montag, den 14. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Wilhelm Steinfeld dahier
zuſtehende Hofreite:
qm
Flur Nr.
180 Lichtenbergſtraße 26,
III 1475
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K160/09
werden.
Falls keine anderen rechtlichen Hinderniſſe
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch daun erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 24. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L4340,63
Müller.

In dem Konkursverfahren
über das Vermögen des Schuhwarenhänd=
lers
Eduard Böſche in Darmſtadt beträgt
bei der bevorſtehenden Schlußverteilung die
vorhandene Maſſe Mk. 1280.80, wäh=
rend
die zu berückſichtigenden, nicht bevor=
rechtigten
Forderungen Mk. 23885.58
betragen. Das Schlußverzeichnis liegt auf
der Gerichtsſchreiberei des Großh. Amts=
gerichts
Darmſtadt I zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 24. Februar 1910.
Der Konkursverwalter:
(4347
Carl Dechert.

Großherzogliches Hof=Cheater.
Die Einſendung aller noch rückſtändigen Koſtenrechnungen über Leiſtungen und
Lieſerungen für das Großherzogliche Hoſtheater und die Hofmuſik wird bis zum
9. März 1910 erbeten.
Für jede Rubrik ſind die in doppelter Ausfertigung einzureichenden Koſten=
rechnungen
getrennt aufzuſtellen. Die bezüglichen Beſtellſcheine müſſen beigefügt
werden. Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können erſt bei der
nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden.
Darmſt adt, den 25. Februar 1910.
Großherzogliche Hoftheater= und Hofmuſik=Direktion.
4439sm)

Aae.
Oesterr. Ungar. Stauts Eisehbamn Obiig.
Wir sind beauftragt, die am 1. März d. J. fälligen Coupons
sowie verlosten Stücke vom Verfalltage ab einzulösen.
Darmstadt, im Februar 1910.
Bank für Handel und Industrie.
4438)

der Miſe Malteiterein ſe. 2., Lamnſtelt
empfiehlt ſein
Seminar für Fröbel’ſche Kinderpflegerinnen
verbunden mit Haushaltungsſchule und Penſionat=Ausbildung.
Schulgeld 60 Mk.
1) in der Haushaltung, ½ Jahr, . . . .
,
2) in der Kinderpflege, 1 Jahr,
80
3) für den Beruf der Kinderpflegerin, 1½ Jahr, . .
120
,
Penſion im Hauſe,
600
Der neue Kurſus beginnt am 5. April 1910. Anfragen und Anmeldungen an
die Leiterin Frl. E. Klenner, Eichbergſtraße 26, oder an die Geſchäftsſtelle des
Diakonievereins, Pfr. B. Rehwald, Frankfurterſtraße 40. Telephon 681.
In dem mit dem Seminar verbundenen Kindergarten können zu Oſtern einige
Kinder neu aufgenommen werden.
(43965ms
Sanitätsverein Einigkeit Darmstadt.
Den verehrl. Mitgliedern zur gefl. Kenntnisnahme, dass
Herr Dr. med. Schneider
Wenckstrasse 10 wohnhaft,
dem Verein ebenfalls als Arzt beigegeben ist.
Der Vorstand.
4294sm)

Seſchichte des Poſtoelens
im Großherzogtum Heſſen
von M. Koehler und R. Goldmann.
Sep.=Abdruck aus dem Darmſtädter Tagblatt, jedoch in bedeutend erweitertem
Umfang und mit den wichtigeren Urkunden als Anlagen.
Preis broſchiert 2 Mk.
Zu beziehen durch den unterzeichneten Verlag und alle Buchhandlungen.
L. C. Wittich’sche Hofbuchdruckerei.
22331)

Gebr. Schreibmaschine
(Remington) ſtatt 540. für M. 200.
gut erh., zu vrk. Off. u. P 88 Exp. (*4752
Guten bürgerlichen Mittagstisch
Reſt. z. Karlsburg, Steinackerſtr. 2. (3119a

Damen

erhalten auten Mittags= und Abendtiſch
von 60 Pfg. an. Alexanderſtraße 4. I.

85

iuten bürgerl. Mitagstiſch enpſiehle
bill. Reſt. Frische Queile, Insel. (*4466dso

Bekanntmachung.
Das Konkursverfahren über das Ver=
mögen
des Johann Friedrich Trautwein,
Kaufmanns in Darmſtadt, Inhabers der
Firma Peters und Trautwein, Holz= und
Kohlenhandlung in Darmſtadt iſt infolge
Rücknahme des Antrages aufgehoben
worden.
(4338
Darmſtadt, den 23. Februar 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.

Bekanntmachung.
Samstag, den 9. April I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Emil Werner dahier zuſtehende
Liegenſchaft:
Nr.
Flur
qm
II 9423½/100 91¾/0 Grasgarten ( Bleich=
platz
) Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
,
II 94295/100 167 Hofreite daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K13/10
Darmſtadt, den 22. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4342,63

Bekanntmachung.
Samstag, den 9. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Reſtaurateur Wilhelm Fried=
rich
dahier zuſtehende Hofreite:
Flur Nr.
qm
IV 4561/10 208 Schloßgarten=
ſtraße
11,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K24/10
Darmſtadt, den 21. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L4341.63

eind nach Wühem Unei
berorne
der eicheren in metene
echwnen
4m
im. die Jogend an Panr.
jehten ns nutsbeingende Zeieianiles
zo gsnähnen.
Schlier=Uhren ſir ſanden und ütichen
geoich aadetent n emabeicher.
in Suhl. ger fietet Scheneinentene
10. Mk.
in gedlegenem Silbargchäuse 18.- Mk.
Kiarzu etegantes Eiul mit passendem Sinaspruch.
G. KARP.

(3453a)

Vver

Flascher
1
Hell von schönster Bernsteinfarbe
Dunkel‟ klar, mild u. vollmundig
(3392a
können sich nicht nur den teueren fremden Bieren ebenbürtig zur Seite stellen, sondern
gelten allgemein als die besten Marken. Jeder Versuch führt zur dauernden Kundschaft:

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene: Am 20. Febr.: dem Küfer Wilhelm
Seipel, Arheilger Straße 1, ein Sohn Wilhelm.
Am 23.: dem Taglöhner Adam Geiger, Große Bach=
gaſſe
14, e. T. Lilli Erika Luiſe. Am 22.: dem Fabrik=
arbeiter
Heinrich Alebrand, Schuknechtſtr. 57, e. T.
Erna Emma Berta. Am 18.: dem Kaufmann Peter
Ruf, Eckhardtſtr. 3, e. T. Jakobine Käthe. Am 19.:
dem Fabrikarbeiter Johann Georg Adam Katzen=
meier
, Kiesſtr. 66, e. S. Ludwig Wilhelm. Am 24.: dem
Schneider Ludwig Jakob. Hölzel, Pankratiusſtr. 23,
e. T. Eliſabeth. Am 23.: dem Friſeur Franz Gräfe,
Pädagogſtr. 6, e. T. Karoline Ida Elſa Martha.
Aufgebotene. Am 21. Febr.: Modelleur Adalbert
Koch in Nürnberg mit Modiſtin Margar. Kathar.
Röder, Arheilger Straße 54. Unterveterinär im
Leib=Drag.=Regt. 24 Hans Kurt Walter Otto Grünert
in Babenhauſen mit Henriette Johanna Margar.
Friederike Vogel, Tannusſtr. 14. Sergeant im
Trainbatatllon Nr. 18 Johannes Eichenauer, Heidel=
berger
Straße 49, mit Dienſtbote Maria Möller,
Riedeſelſtr. 23. Am 22.: Handlungsgehilfe Joh. Chriſtiau
Karl Kißel, Frankfurter Straße 76, mit Anna Marg.
Hiſſerich, Karlſtr. 63. Regierungsaſſeſſor a. D. Gene=
ralſekretär
des Reichsverbandes der landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaften, Friedrich Otto Gennes, Heinrich=
ſtraße
62, mit Emma Klara Ida Hölling, Elberfeld.
Lokomotivheizer Jakob Karl Diez, Liebfrauenſtr. 110,
mit Eva Magdalena Hafner, Ireneſtr. 62. Am 23.:
Kaufmann Gottfried Franz Theodor Kraege in Schön=
berg
mit Schneiderin Marie Wachtel in Bensheim.
Tapezier Peter Grein, Landwehrſtr. 31, mit Johanna
Duttine, Karlſtr. 47. Zimmermann Heinrich Karl
Ludwig Laubach, Liebfrauenſtr. 50, mit Köchin Bar=
bara
Wolf, Beſſungerſtr. 3. Zimmermann Wilhelm
Kayſer, Eberſtadt, mit Hausmädchen Anna Katha.
ring. Hofmann, hier. Hilfsheizer bei der Staats=
bahn
, Georg Heid, Feldbergſtr. 53, mit Katharipa
Helm, Landwehrſtr. 60. Am 24.: Hoteldiener Theoddr
Solzer, Frankfurt a. M., mit Hausmädchen Mar=
gareta
Nagel, ebendaſelbſt. Zuſchneider Joſepl
Ziller, Wiesersſtr. 54, mit Anna Margarete Eleonore
Barbara Eäul, Kiesſtr. 7. Kgl. Staatsanwalt Arthur
Hermann Ferdinand Ludwig, Charlottenburg, mit
Ilſe Maria Starke, ebendaſelbſt. Schloſſer Chriſtian
Uhrig, Griesheim a. M., mit Näherin Dorothea
Emilie Klug, Schwanheim a. M. Photograph Theo=
dor
Karl Chriſtian Düttra, Heilbronn, mit Dorothea
Johanna Bernhardt, ebendaſelbſt. Rentner Wilhelm
Friedrich Ludwig Meyer, Köln, mit Luiſe Riedel,
Nieder=Ramſtädter Straße 49.
Geſtorbene. Am 21. Febr.: Poſtſchaffner Guſtav
Görlitz, 48 J., ev., Taunusſtr. 51. Chriſtina Sophia
Vis, geb. van Huet, Witwe des Kaufm., 74 J., kath.,
Landwehrſtr. 2. Am 23.: Emilie. Dollinger, T. des
Schloſſers, 11 Mte., ev., Brandgaſſe 12. Gymnaſiaſt
Otto Krauſe, 18 J., ev., Heinrichſtr. 10. Am 22.:
Eliſabethe Reitz, geb. Schmidt, Witwe des Küfers,
50 J., ev., Gräfenhauſen.

Nummer 48.

Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Oculi, den 27. Februar 1910
Hofkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt-
Mittwoch, den 2. März, abends 6 Uhr: 4. Paſſions=
andacht
.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Nachm. um 3 Uhr: Prüfung der Konfirmanden des
Oſt bezirks. Pfarrer Vogel.
Nachmittags 6 Uhr:
Pfarrer Kleberger.
Stadtkapelle: Vormittags um ½10 Uhr: Pfarrer
D. Diehl. Feier des heil. Abendmahls mit unmittelbar
vorausgehender Vorbereitung.) Vorm. 11 Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarrer Vogel. Mittwoch, den 2. März,
abends 6 Uhr: Paſſionsandacht. Pfarrer Weißgerber
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
27. Februar, abends 7½ Uhr: Feier des Stiftungsfeſtes
des Gemeindegeſangvereins.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler. Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Mittwoch, den
2. März, abends 8 Uhr: 4. Paſſionsandacht. Pfarrer
Kraus.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
für den Weſt=Bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Abends um 8 Uhr: Pfarrer Widmann.

Nur

Vitello
Margarine
erſetzt beſte (L4315,71
Durter

Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Knöpp. Vorm. 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Donnerstag, den 3. März, nachm. 3 Uhr:
4. Paſſionsandacht. Pfarrer Knöpp.

gehender Beichte. Vormittags 11½ Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Pfarrer Walz. Nachmittags 6 Uhr: 3. Paſſions=
andacht
. Oberhofprediger Ehrhardt.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Mittwoch
den 2. März, abends 8 Uhr: Miſſionsſtunde. Miſſionar
Ruhland.
Paulnskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Rückert. Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert. Abends 6 Uhr: 3. Paſſions=
andacht
. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 27. Febr.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſamm
8½
lung. Dienstag, den 1. März, abends
Uhr:
Frauen= und Jungfrauen=Verſammlung. Mittwoch,
den 2. März: Philadelphia=Konferenz. An
fang vormittags 10 Uhr: Einleitung Herr Pfarrer
Correvan=Frankfurt a. M. Anfang nachmittags 3 Uhr:
Einleitung Herr Pfarrer Deggau hier. Gebetsvereini=
gung
je ½ Stunde vorher. Abends 8½ Uhr: Evan=
geliſationsverſammlung
.
Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 27. Februar,
nachmittags 2½ Uhr, in dem Gemeindehaus der evan=
geliſchen
Johannesgemeinde, Kahlertſtr. 26, Andacht mit
Predigt. Herr Pfarrer Ullmann aus Heßloch.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 27. Februar, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vorm. 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 26. Februar, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
3. Faſten=Sonntag, den 27. Februar 1910
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe.
Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: hl. Meſſe. Um
½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr: Aka=
demiſcher
Gottesdienſt. Nachmittags um 3 Uhr: Armen
ſeelenandacht für die Abgeſtorbenen der Gemeinde.
Abends um 6 Uhr: Herz Mariä=Bruderſchaftsandacht
mit Predigt. Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſten=
predigt
. Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte. Freitag, vorm. um 9 Uhr: Segenamt

zu Ehren des Herzens Jeſu.
Abends um 6 Uhr:
Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim und in der Kapelle Vortrag für die Jugend=
abteilung
der Kongregation Um ½5 Uhr: Verſamm=
lung
der Jungfrauen=Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 26. Februar,
nachmittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Ge=
legenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 27. Februar 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: hl. Meſſe
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht für die Verſtorbenen
der Gemeinde. Abends um 8 Uhr: Faſtenpredigt (von
Herrn Pfarrer Blum=Oberabſteinach) und Andacht.
Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
Abends um 6 Uhr: Faſtenandacht. Freitag, nach=,
mittags um 6 Uhr: Herz Jeſu=Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
26. Februar, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
3. Faſten=Sonntag, den 27. Februar 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mi
Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Katechetiſche Predigt
und Armenſeelenandacht. Bibliothek (Heerdweg 28)
Dienstag nachmittag von 67 Uhr. Mittwoch, abends
um 6 Uhr: Faſtenandacht. Donnerstag, nachm. um
5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.

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Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 26. Februar, nach=
mittags
um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
3. Faſten=Sonntag, den 27. Februar 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hochamt
und Predigt. Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
-
Während der Woche um ¾8 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 3. Faſten=Sonntag, den 27. Febr.,
vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Vorher
Beichtgelegenheit.
The English Church (Hofkirche)
Divine Service
on Sunday, the 27th of February 1910
at 3,15 p. m.
Reverend Dr. Mac Donald Chaplain at Heidelberg.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 31. Januar: Dem Schuhmacher
Georg Thomas T. Helene, geb. 25. Nov. 09. 13. Febr.:
Dem Metzgermeiſter Georg Dintelmann S. Ludwig, geb.
16. Jan. 24. Febr.: Dem Schneider Hermann Richard
Wagner T. Frieda, geb. 26. Jan. Dem Fabrikant Otto
Bünte S. Wolfram. 20. Febr.: Dem Taglöhner Peter
Horn T. Hedwig, geb. 13. Jan.
Johannesgemeinde: 20. Febr.: Dem Schloſſer
Adam Spengler S. Heinrich Nikolaus, geb. 15. Jan.
Dem Maler Bernhard Lieder S. Bernhard geb. 23. Okt.
Ein unehel. S. Georg Franz Johann, geb. 23. Jan.
Martinsgemeinde: 23. Febr.: Dem Fuhr=
knecht
Johannes Storck T. Toni, geb. 20. Jan. 17. Febr.
Dem Weichenſteller Johannes Orth T. Margarete Erna
Paula, geb. 31. Jan. 20. Febr.: Dem Tapezierer Friedrid
Wilhelm Fiſcher T. Berta Dina, geb. 21. Nov. Den
Tiefbauamtsvorarbeiter Adam Stähr S. Karl, geb. 29. Jan.
Dem Bankbeamten Emil Hermann Ullrich T. Hildegard
Martha, geb. 26. Jan.
Petrusgemeinde: 19. Febr.: Dem Koch Peter
Maldinger S. Ludwig Paul, geb. 5. Jan. 20. Februar
Dem Hofgartenarbeiter Wilhelm Wittmann T. Helene
Lina, geb. 30. Dez. Dem Herrſchaftsdiener Juſtus
Schäfer T. Ilſe Emilie, geb. 15. Jan. Uneheliche T
Urſula, geb. 5. Febr. zu Eberſtadt.
Paulusgemeinde: 17. Februar: Dem Wagner
Philipp Wittersheim T. Amelie Eliſabeth, geb. 27. Dez.
20. Februar: Dem Keſſelſchmied Wilhelm Gimbel S
Johannes Adam Gimbel, geb. 9. Jan. Dem Großh.
Oberlehrer Dr. Wilhelm Martin Hermann Becker T.
Guſtel Magda Mechthild, geb. 23. Dez.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 19. Febr.: Philipp Wenner II.,
Schneider in Pfungſtadt und Marie Brutſcher. Philipr
Raſcher, Hausburſche und Margarete Uhrig. Johann
Paul Bayer, Kaufmann und Anna Marie Roſa Bauer=
20. Februar: Jakob Friedrich Blümmel, Kaufmann und
Sibylla Sipp. 21. Febr.: Hermann Wilke, Mechanjker
und Katharina Amalia Herzberger.
Martinsgemeinde: 20. Februar: Chriſtian
Daum, Schneider und Anna Katharina Schmidt.
Paulusgemeinde: 20. Februar: Reinhard
Gelfius, Küfer und Dorothea Hildenbrand.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 9. Febr.: Margarete Schmidt
geb. Weber, Hebamme, 61 J., ſtarb 6. Febr. 15. Febr.
Karl Hoffmann, 3 Mt., ſtarb 12. Febr. (eingeſegnet.
Schneider Heinrich Schmidt, 70 J., ſtarb 13. Februar
18. Febr. Suſanne Hartmann geb. Kinkel, 78 J., ſtarl
16. Febr. zu Heppenheim a. d. B. 19. Febr.: Richar:
Komp, 11 J., ſtarb 17. Febr. 12. Febr.: Heinrich Eiſen
hauer aus Mümling=Crumbach 15 J. 5 Mt., ſtarb 10. Febr
18. Febr.: Gertrude Kolb, Privatin, 74 J. 1 Mt, ſtarl=
16. Febr. 19. Febr.: Katharina Eliſabeth Möſer geb
Hechler, 70 J. 3 Mt., ſtarb 17. Februar.
Johannesgemeinde: 22. Februar: Privatit
Theodore Grünewald, ledig, 77 J., ſtarb 19. Februar.
Martinsgemeinde: 17. Febr.: Eliſe Wagne
geb. Henkel, Witwe des Monteurs Georg Philipp Wagner
76 J., ſtarb 14. Febr. 20. Febr.: Elli Gerſtenſchläger T
des Bahnbeamten Heinrich Gerſtenſchläger 2½ J., ſtark
18. Febr. 21. Febr.: Eliſe Drach T. des Malers Jaco
Drach, 1 J., ſtarb 19. Febr. Johannette Klenk, Ehefr. des
Privatiers Georg Klenk, 62 J., ſtarb 16. Febr. 23. Febr.
Poſtſchaffner Guſtav Görlitz, 48 J., ſtarb 21. Februar.
Petrusgemeinde: 21. Februar: Ludwig Pau=
Maldinger S. des Kochs Peter Maldinger, 1½ Mt.,
ſtarb 20. Februar.
Paulusgemeinde: 21. Febr.: Johannette Wetzel
Privatin, 73 J., ſtarb 19. Febr. 21. Februar: Erwin=
Alphonſe Karl Chriſtian Tenner S. des verſt. Apothekers
Dr. Karl Tenner 13 J., ſtarb 19. Febr.

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Nummer 48.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910

Seite 15,

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[ ][  ][ ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1916.

Nummer 48,

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verliert sich auch in dén besten Kreisen das Misstrauen und
Vorurteil gegen fertige Herren-Bekleidung. Wohl auf keinem
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4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 93,90
84,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 101,00
3½ do. Conſols . . . . 93,90
84,90
3 do.
do.
102,00
4 Bad. Staatsanleihe
94,00
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101, 90
93,25
do.
3½
83,80
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 101, 60
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101, 20
do.
3½
81,60
do.
3
3 Sächſiſche Rente .
84, 70
4 Württemberger v. 1907 101, 70
93,80
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
Oa
1¾ Griechen v. 1887 . . 47,30
3¾/ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 99, 25
do. Goldrente.
100,20
do. einheitl. Rente 95,30
3 Portug. unif. Serie I 65,00
do. unif. Ser. III 66,20
Spezial . 12,50
do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,20
do. v. 1890 . . 95,10
v. 1905 . . 91,20
do.
4 Ruſſen v. 1880 . . 91,70

In Proz.

4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,50
4½ do. v. 1905 . . . . 100,00
Schweden . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 88,10
do. unifiz. v. 1903 94,70
4. Ungar. Goldrente . . 95,90
4 do. Staatsrente . 93,40
5 Argentinier . . . . . . 101,00
91,75
do.
2
4½ Chile Gold=Anleihe
94,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,80
99,80
do.
4½
98,00
4½ Japaner
Innere Mexikaner . . 101,60
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 97,00
5 Gold=Mexikaner . . . 103,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . . 138,90
4 Nordd. Lloyd . . . . 105,70
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 112,00
4 Baltimore & Ohio . . 115,40
4 Gotthardbahn . . . .

Zf.
In Proz.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 162,30
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,60
4 Pennſylvania R. R. 133,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 194,00
Werger=Brauerei . . . 82,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 433,00
Fabrik Griesheim . . . . 259,00
Farbwerk Höchſt . . . . . 448,60
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Mannheim . . . . . . .
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S. 16 und 17 100,50
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3½
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3½
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do.
91,60
3½
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do.
3½
Karlsruhe . . . . . . 101,20
5
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92,00
Magdeburg . . . . . .
-
3½ do.
4
Mainz . . . . . . . .
3½
do.,
Mannheim . . . . . .
do.
3½
München . . . . . . . 101,80
3½ Nauheim
92,00
Nürnberg . . . . . . . 101,50
3½ do.
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do.
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briefe
. . . . . . . . 137,50
Oeſterr. 1860er Loſe 174,50
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2½ Raab=Grazer fl. 150 114,40
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Franzöſiſche Noten . . . . 81,3
Holländiſche Noten . . . . 168,50
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Italieniſche Noten . . .
23
Oeſterr.=Ungariſche Noten
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,I
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[ ][  ][ ]

39 45.

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[ ][  ][ ] Seite 18. Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910. Nummer 48.

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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Nummer 48.

e

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(1417a

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Zur Pſychologie der Berliner Einwohnerſchaft.
Unter der Oberfläche. Ernſte Strömungen.
Religiöſe Verſammlungen. Im Zirkus und Dom.
Politiſche Erörterungen. Die Wechſelgeſchäfte eines
Prinzen. Dunkle, Ehrenmänner. Schiebungen
und Verſchiebungen. Aus unſeren Kunſt=Salons.
Die Ausſtellung des Vereins der Künſtlerinnen.
Taifun.
Die Pſychologie der Bewohnerſchaft
einer modernen Weltſtadt iſt von ganz beſon=
derer
Eigenart und rechtfertigt eine aufmerkſame Be=
achtung
. Was ſchlummert da alles unter der ſo ſchillern=
den
Oberfläche, die ſcheinbar nur dem Tag gibt, was
des Tages iſt, wie vieles verbirgt ſich unter dem ruhe=
loſen
, lärmenden Hin und Her, was ſteckt unſichtbar
inmitten dieſer ewigen Hetzerei der ungezählten
Tauſende, die nur an ſich und ihren Beruf, ihre
Freuden und Leiden, ihre Arbeit und ihr Vergnügen
zu denken ſcheinen. Sicher, das Leben und die Be=
ſchäftigung
in einer ſolchen Millionenſtadt machen
egoiſtiſch, man wird gedrängt und drängt ſelbſt, man
wird geſchoben und ſchiebt mit, doppelt ſchwierig und
rauh iſt hier der Kampf um die Exiſtenz, denn Rück=
ſichten
werden nicht genommen und man wird leicht
ſelbſt zur Rückſichtsloſigkeit veranlaßt: Daß darunter
der Idealismus, ſo weit er überhaupt vorhanden,
ſchwer leidet und daß man ein gewiſſes Recht hat, von
der materialiſtiſchen Lebensauffaſſung und =führung
der Weltſtädter zu ſprechen, iſt nicht verwunderlich.
Dann aber wird plötzlich ein Thema angeſchlagen, das
dieſe Maſſen aufs tiefſte ergreift, das ſie packt, das ſie
zu Erörterungen, zur Ausſprache, zur Aufklärung
fieberhaft drängt, es ſcheint nichts mehr für ſie zu
geben, als dieſen einen, einzigen Gegenſtand, der von
ihrem Innern völlig Beſitz ergriffen, der ſie beunruhigt,
der ſie zwingt, alles zu verſuchen, um wieder zur Ruhe
zu gelangen, leidenſchaftlich bewegt ſind dieſe Wogen

und es währt meiſt recht lange, bis ſie ſich allmählich
glätten!
Nur die wichtigſten politiſchen, religiöſen, ſozialen
Fragen vermögen eine ſolche Bewegung hervorzu=
rufen
, diesmal iſt’s eine religiöſe, veranlaßt durch die
vor mehreren Wochen hier gehaltenen Vorträge des
Profeſſors Dr. Arthur Drews: Hat Jeſus ge=
lebt
?, wobei der Gelehrte zu einer Verneinung ge=
langte
. Der Deutſche Moniſtenbund, auf deſſen Ein=
ladung
hin Dr. Drews nach Berlin gekommen, hatte
alles getan, um ein allgemeines Intereſſe für jenen
Vortrag zu erwecken, und als Folge ſchloſſen ſich andere
Verſammlungen an, in denen die Drewsſchen Aus=
führungen
energiſch bekämpft wurden. Den verſchie=
denen
religiöſen Vereinigungen kam dieſer jäh ent=
brannte
Kampf der Meinungen wahrſcheinlich ſehr er=
wünſcht
, um das ſonſt in Berlin recht ſchwache Inter=
eſſe
an religiöſen Dingen neu zu beleben, aber ſie hatten
wohl kaum auf eine derartig überraſchend ſtarke An=
teilnahme
gerechnet, wie ſie ihre Proteſtandacht
am letzten Sonntag gefunden. Es war ein gewaltiges
und ergreifendes Bild, bei mildem Frühlingswetter

Stunde vor Beginn der Eröffnung war der Rieſen=
raum
bis zum letzten und oberſten Galerieplatz gefüllt,
Tauſende und Abertauſende ſuchten vergeblich Einlaß
zu erhalten und zogen, als ſich dies unmöglich erwies,
zum nahen Dom, den vor ihm ſich ausbreitenden
Luſtgarten überſchwemmend und unter freiem Himmel
das Lutherlied: Ein’ feſte Burg iſt unſer Gott an=
ſtimmend
, worauf ein Geiſtlicher von der Domtreppe
herab eine Anſprache hielt. Bald darauf öffneten ſich
die Tore des Gotteshauſes, deſſen weites Innere gleich=
falls
im Nu gefüllt war; geduldig, verſchiedene Kirchen=
lieder
ſingend, harrten die aus allen Ständen und
Kreiſen ſich zuſammenſetzenden Anweſenden aus, bis
die Verſammlung im Zirkus zu Ende und die dortigen
Redner, vielgenannte und redegewandte Theologen,
erſchienen, um ihre, die Drewsſchen Anſchauungen be=
kämpfenden
Ausführungen zu wiederholen.
Hinter dieſer religiöſen Bewegung ſteht ſogar die
die Wahlrechtsvorlage
zum Mittelpunkt
habende politiſche zurück, die allerdings erſt begonnen
hat und ihren Höhepunkt erreichen dürfte, wenn man
die Ergebniſſe der Beratungen der Wahlrechtskom=
miſſion
und die Stellung der Regierung wie der
Parteien zu denſelben überblicken kann. Die erſte
große öffentliche Kundgebung gegen die Vorlage, zu
der ein Komitee von hervorragenden, den verſchieden=
ſten
Berufen angehörenden Männern eingeladen, fin=
det
am nächſten Sonntag im Zirkus Buſch ſtatt, voraus=
ſichtlich
unter umfaſſender Beteiligung aller Bevölke=
rungsſchichten
. Auch ſonſt fehlt’s nicht an politiſchem
Geſpräch, anknüpfend an den aufrichtig betrauerten
Tod des Reichstagspräſidenten Grafen Udo Stol=
berg
=Wernigerode und die hierdurch notwendig
gewordene Wahl eines neuen Präſidenten, ſowie an
den Beſuch des öſterreichiſchen Miniſters Grafen v.
Aehrenthal, dem man neben dem perſönlichen
Charakter auch politiſche Bedeutung beimißt. Der um=
ſichtige
, nicht zu den Leiſetretern gehörende Wiener
Diplomat erfreute ſich hier einer ſehr herzlichen Auf=
nahme
und wird gewiß mit warmen Sympathien an
ſeinen Berliner Aufenthalt zurückdenken, der ihm viel
der Ehrungen und Freundſchaftsbeweiſe gebracht.
Nichts weniger wie dies fanden hier einige Gent=
lemen
die hofften, durch die verworrenen Wechſel=
geſchäfte
des Prinzen Franz Joſeph von
Braganza einen guten pekuniären Fang zu machen,
die aber ſtatt deſſen von der Polizei in ſorgſame Ver=
wahrung
genommen wurden und anſtelle eines luxuri=
öſen
Hotelzimmers einen ſehr einfach eingerichteten
Raum mit ſchwediſchen Gardinen im rotleuchtenden
Polizeipräſidium am Alexanderplatz beziehen mußten.
Die ganze Sache, die von einem der bekannteſten
Berliner Geldgeber in Lauf gebracht worden es
mag ihm heute ſchon leid genug tun , iſt dunkler
Natur und ward durch allerhand in den Zeitungen ver=
öffentlichte
Erklärungen und Darlegungen, die bald
von der einen, bald von der anderen Seite ausgingen,
nur noch unklarer. Mulmig iſt die Geſchichte jeden=
falls
und wird wohl erſt vor Gericht ſchärfer beleuchtet
werden, d. h. wenn es dazu überhaupt kommt, was noch
zu bezweifeln iſt, denn falls es ſich nur irgendwie er=
möglichen
läßt, werden derartige Sachen vorher
arrangiert die Beteiligten haben einen ſtarken Aber=
glauben
gegen öffentliche Verhandlungen und die Be=
richterſtattung
über letztere in der Preſſe. Und wie
halten die Herren zuſammen, damit nicht einer von
ihnen zu Schaden perſönlich wie pekuniär kommt,
ſtehen ſie doch untereinander in regelmäßiger Verbin=
dung
und laſſen ſich gegenſeitig genaue Nachrichten über
ihre Kunden zukommen. Den letzteren iſt es daher
auch unmöglich, ſich eventuell mit Hilfe der andern aus
den Fängen des einen zu befreien; er kann an keiner
Stelle Geld erhalten oder doch nur unter derartigen
Bedingungen, daß er immer rettungsloſer in ſein Ver=
derben
gezogen wird. Den Ertrag teilen ſich ſelbſtver=
ſtändlich
hinter ſeinem Rücken dieſe Biedermeier.
Durch das Vorgeben, ſie erhielten das auszuleihende

Geld auch erſt durch Bekannte, die daran verdien
müßten, ferner durch das Weitergeben der Wechſeln
angeblichem beſtändigen Damno welches d
Schuldner angerechnet wird, ſteigen die meiſt zue
kleinen Summen rapid an
ſo iſt vor wenig
Jahren gerichtlich nachgewieſen worden, daß ein
Wucherhände Gefallener für eine anfängliche Schu
von 1000 Mark binnen ſiebzehn Jahren 70000 Me
Zinſen uſw. bezahlt hat! Gegen das Wuchergeſetz we
ſich dieſer Auswurf der Menſchheit durch allerlei Kni
zu ſchützen, vor allem durch das eben angeführ
Weitergeben der Wechſel, wobei jede Kontrolle ſchlie
lich faſt unmöglich wird, falls nicht durch irgend ein
Zufall, wie diesmal bei den Wechſeln des Prinz
Braganza, die Polizei eine Handhabe hat, energ
zuzufaſſen.
Regſam geht’s jetzt in unſeren Kunſt=Salons
deren Leiter ſich bemühen, nach der Hochflut der V
gnügungen die Aufmerkſamkeit zu erregen.Ei
feſſelnde, außerordentlich viel Bedeutſames bringen
Kollektiv=Ausſtellung Profeſſor Hans Her
manns finden wir im Künſtlerhauſe. Altes u=
Neues iſt hier vereint, und es mag zum Ruhme k
einen wie des andern dienen, daß kaum ein Unterſcht
zu merken iſt. Hans Herrmann wußte ſich ſeine Friſe
ſeine Urſprünglichkeit, ſein volles, hingebendes, ernſ
Erfaſſen von Natur und Menſchen zu bewahren;n
gends treffen wir auf Halbes, Skizzenhaftes, V
lorenes, alles iſt tief durchdrungen von einem reit
Künſtlertum, das ſtets nach Vollendung ſtrebt. Di
Ausſtellung zeigt uns auch, wie umfaſſend
Schaffensgebiet des Künſtlers iſt, der uns ſo gern u
mit ſo reichem Erfolge holländiſch kommt; wie empf
dungsreich verſteht er die Obſtblüte in der Mark,
verſchwiegenen Eifeldörfer, die prunkenden Blum
felder bei Erfurt, die ſtillen märkiſchen Landſchaften
ſchildern neben den prächtigen und wirkungsvol
Motiven aus Amſterdam, von der Zuiderſee, den No=
ſee
=Küſten.
Nähere Beachtung verdient auch die eben eröffn
X
AX. Kunſtausſtellung des Vereins d
Künſtlerinnen zu Berlin, die vieles Gute e
hält, unter Ausſchluß des Dilettantismus. Einzel
ganz hervorragende Leiſtungen laſſen freilich
Unterſchied zwiſchen Können und Wollen lebhaft h
vortreten, was ja nirgends zu hindern iſt. Zu erſter
gehört das ſtimmungsvolle Bild von Frau Lui
Begas=Parmentier: Eremitage bei Bayreut
dann die in ihrer Beleuchtung meiſterhafte Somm
nacht in Marokko von Frau Catarine Dierck
Mann, das prächtige, duftig und doch kraftvoll
malte, von hellem Licht überflutete Bildnis eir
jungen Mädchens von Sabine Reicke, zwei ſehr fei
in den Tönungen ganz vortrefflich gelungene Lar
ſchaften von Marie Keudell, einige gute Stillel=
von
Clara Lobedan und eine ſehr charakteriſtiſ
Beſenbinderwerkſtätte in Alt=Berlin von Selr
Colm. Daneben iſt noch viel Tüchtiges vorhand
an dem man ſich ehrlich erfreuen kann.
Einen ſtarken äußeren Erfolg errang im Be
liner Theater ein ungariſcher Dichter Me
chior Lengyel mit ſeinem vieraktigen Schauſpe
Taifun Wie dieſer vernichtende Wirbelwind a
vſtaſiatiſchen Meeren die Schiffe überfällt, ſo wird v=
einem
jähen Gefühlsſturm der in Paris tätige Japar
Dr. Tokeramo heimgeſucht, der ſein Herz an
lockende Pariſer Kokette verliert, die ihn quält und
er in einem Wutanfall erwürgt. Daß der Mörder,
eine große Miſſion welche, wird nicht geſagt
erfüllen hat, nicht dem Richter verfällt, dann, wie
ſeine Landsleute zu verhüten wiſſen, die einen
Ihren vorſchicken, wie ſchließlich der Hauptheld
Reue und innerer Zerfallenheit zu Grunde geht, bil
die weitere Handlung des Stückes, das trotz ſein
grellen Effekten doch auch literariſch beachtenswert
In Zeiten, die ein wochenlanges Erkältungswetter mit
ſich bringen, iſt es ratſam, ſich durch den Gebrauch von

widerſtandsfähig zu machen. Scotts Emulſion iſt ein
leicht verdauliches Stärkungsmittel und daher viel näh=
render
als der gewöhnliche, ſchwer zu verdauende Lebertran,
vor dem ſich die meiſten Menſchen ſchütteln. Scotts Emul=
ſion
dagegen iſt von angenehmem Geſchmack und ſehr

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[ ][  ][ ]

Nummer 48.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Seite 23.



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E
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Nummer 48,

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Nummer 48g

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

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Viſion. Der Sturz des König=
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der 6 Thermidores. Die letzten
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Montag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Poſaunenchors.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Streichchors. Unterricht in Engliſch.
Unterhaltungsabend der Jugendabteilung.
Mittwoch, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde für
Frauen. Abends 8½ Uhr: Bibliſche
Beſprechung der älteren Abteilung.
Donnerstag, abends 8¾ Uhr: Bibelſtunde
der Jugendabteilung.
Freitag, abds. 8½ Uhr: Uebung des Män=
nerchors
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einigung
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8. März, abends 8 Uhr.
Karten für die 3 Vorträge zu 3 Mark ſind beim Pförtner der Hochſchule und
in der Bergſträßerſchen Hofbuchhandlung zu haben, Einzelvortrag 1,50 Mark.
Der Ertrag der Vorträge iſt zum Beſten der Lehrmittelſammlung für Kunſt=
geſchichte
an der Techn. Hochſchule beſtimmt.
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Samstag, den 26. und Montag, den 28. Februar 1910,
abends 8¼ Uhr,
in der Teehnischen Hochschule, Saal 326 (4010is
zwei Vorträge über Baukunst
aus der Zeit der karoling, und der ſächſiſchen Kaiſer
von Herrn Reg.=Baumeiſter K. Zeller, Charlottenburg.
Die Vorträge ſind zugänglich für jedermann. Eintrittskarten beide Vorträge zu
40 Pfg. im Verkehrsbureau, bei Mylius, Heerdweg 2, und an der Abendkaſſe.

Sonntag, den 27. Februar 1910, nachmittags 4¼ Uhr,
im grossen Saal der Turngemeinde am Woogsplatz
unter gütiger Mitwirkung der Damen: Frau Adler=Erlanger, Frankfurt (Geſang),
der Frl. M. Baſt, Frl. A. Göbel, Frl. Fr. Pons, Frl. E. Zeißler und der Herren
Kammermuſiker Mehmel, Diedrich, Brückmann, Weyns u. des Herrn Direktors Süß
(Schumann=Gedächtnisrede).
Die Veranſtaltung iſt zugänglich für jedermann. Eintrittskarten für Vereins=
mitglieder
und angeſchloſſene Vereine zu 25 Pfg., für Nichtmitglieder zu 30 Pfg.,
im Verkehrsbureau, bei Mylius, Heerdweg 2, ſowie von 3½ Uhr ab am Saaleingang.
Schülerkarten zu 20 Pfg. in der Buchhandlung Schlapp, Schulſtraße.
(4079ms

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Ueber dieses Thema redet Pfarrer Zöckler aus Stanislau (Galizien) (4200
Dienstag, 1. März, 8 Uhr, in der Stadt Pfungstadt‟.
Frauen-Verein der Stadtgemeinde und
Allgemeiner Deutscher Frauen-Verein.
Vorträge über Säuglingspflege und Ernährung von
(4377

Donnerstag, den 3., den 10. und 14. März, abends 8 Uhr

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Eintritt 10 Pfg.

Wrangelischer Bund, Zweigverein Darmstadt
Sonntag, 27. Februar, abends 8 Uhr pünktlich
im Städtischen Saalbau:
Familien-Abend
it Ansprachen des Herrn Oberkonsistorialrats Euler über Heim
ind Vaterland des Herrn Pfarrers D. Waitz über Unsere hessisch
fegegemeinden in Steiermark und musikalischen Vorträgen ve
Frl. Johanna Reimann (Gesang) und Frl. Lili Hickler (Violine).
Unsere Vereinsmitglieder haben gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedska
reien Eintritt.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Einzelkarten zu 30 Pfg., Familienkart
für 3 Personen) zu 50 Pfg., sowie Programme zu 10 Pfg. sind än der Kasse
Der Vorstand.
(4358)
aben.

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Montag, den 28. Februar 1910, abends ½9 Uhr im Gaſ
haus zum Ochſen, Beſſungerſtraße 28 (Volle Ww.).
Tagesordnung:
1. Berichterſtattung über die Tätigkeit des Vorſtandes i.
Jahre 1909.
2. Rechnungsablage und Entlaſtung des Rechners.
3. Neuwahl des Vorſtandes.
4. Beſprechung der eingelaufenen Anträge.
Dieverehrlichen Mitglieder werden dringend gebeten, zu erſcheine:
Der Vorstand.
4291)

Montag, den 28. Februar 1910, abends 9 Uhr, findet in der=
Lokale Zur Schloßbierhalle eine

Tages=Ordnung:
ſtatt.
1. Die fortwährende Preisſteigerung unſerer Rohmaterialiet
2. Regulierung der Preisverhältniſſe.
Alle ſelbſtändigen Schuhmacher Darmſtadts und Umgebung werd
(43
dringend erſucht zu erſcheinen.
Der Vorſtand der Schuhmacher=Vereinigung Darmſtadt.

26

Seite

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Ich bitte um Besichtigung : meiner Schaufenster . [ ][  ][ ]

Nummer 48,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Seite 27.

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nd abends an der Kasse. Beitrittserklärungen für das am 1. Januar be-
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neue Vereinsjahr, welche noch vor dem obigen Konzerte erfolgen, be-
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Die meisten Speisen werden sofort serviert.
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Nummer 48.

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48.

Samstag, 26. Febengr.

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Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910

Nummer 48.

Pintsch-Licht

Bamag-Licht

Zur Kufklärund
betreffend Mannesmann-Patent Nr. 126135.
Durch den Wortlaut der veröffentlichten Warnung der Sparlicht G. m. b. H.,
und die daran anschliessende Bekanntmachung der Firmen:
Mannesmannlicht-Gesellschaft m. b. H., Remscheid;
Ehrich & Graetz, Berlin, Deutsche Gasglühlicht
Aktiengesellschaft (Auergesellschaft), Berlin
über das Reichsgerichtsurteil vom 3. Januar 1910 in Sachen des Mannesmann-Patentes
Nr. 126 135 ist vielfach der Eindruck erweckt worden, als wenn das Reichsgericht dahin
entschieden hätte, dass die Invertbrenner der Julius Pintsch Aktiengesellschaft
und der Berlin-Anhaltischen Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft unter die
Rechte dieses Patentes fallen und dass sich daher die Abnehmer durch den Kauf und
Vertrieb dieser Fabrikate strafbar machen. Es muss deshalb darauf hingewiesen werden,
dass das Reichsgericht nur festzustellen hatte, ob das sogenannte Mannesmann-Patent
zu Recht besteht, nicht aber, ob und welche Brenner gegen dieses Patent verstossen.
Ohne an dieser Stelle auf den Geltungsbereich des Mannesmann-Patentes einzugehen,
sehen sich die unterzeichneten Firmen veranlasst, das Publikum vor einer irrtümlichen
Auffassung des Wortlautes obiger Warnung zu bewahren, und haben inzwischen Schritte
unternommen, um auch gerichtlich feststellen zu lassen, dass ihre Konstruktionen nicht
unter den Schutzbereich des Patentes Nr. 126 135 fallen.
Die unterzeichneten Firmen erklären nochmals ausdrücklich, dass sie ihre Brenner
und Aussenlampen für hängendes Gasglühlicht nach wie vor unter Ueber-
nahme
jeder Garantie herstellen und liefern, und zwar zu den bisherigen bekannten
Preisen.
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Nummer 48.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Fehruar 1910

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Der Milchhander iſt ein ſchweres und verluſtbringendes Gewerbe. Wenn ein
Wochentags: 912 Uhr vm., 26 Uhr nm. großer Teil der Bevölkerung ſich der Erholung oder der Ruhe widmet, ſpät abends
(3154a müſſen wir nach dem Bahnhof fahren, um die Milch abzuholen. Und wenn morgens
um vier bis fünf die Bevölkerung noch im tiefſten Schlafe liegt, beginnt ſchon der Handel,
dann müſſen wir mit Frau und Kindern bereits emſig arbeiten. Einen freien Sonntag
zeine Sprechſtunden ſind vom25. Februar kennt der Milchhändler nicht. Dabei hat kein anderer Veruf eine ſo ſchwere Verant=
(4354awortung zu tragen wie der Milchhändler. Wird die Milch minderwertig im Fett=
gehalt
befunden, ſo werden wird beſtraft, während der Produzent frei ausgeht. Wer
kaufmänniſch rechnet, wird bald herausfinden, wie ungemein hoch die Verluſte im Milch=
von
26 Uhr. Sonntags: von 1012 Uhr. handel ſind. Schon was an Gefäßen verloren geht, was wir bei der Verarbeitung der
Milch in Zeiten reichlicher Ware zuſetzen und was bei der Kundſchaft verloren geht,
macht enorme Stimmen im Jahre aus.
Wenn nun die Milchproduzenten ſolche koloſſalen Gewinne für die Händler
herausrechnen, ſo haben ſie dieſe Verluſte ganz außer Acht gelaſſen. Sie haben ſerner
Körner, Deullst, ſaußer Acht gelaſſen, daß der Milchhändler auch an Sonn= und Feiertagen arbeiten
muß genau wie an Wochentagen und daß dies ein Siebentel ſeines Einkommens aus=
(*4522fso macht. Auch haben ſie unberückſichtigt gelaſſen, daß doch weitaus der größte Teil der
Ernst-Ludwigstr. 13, I. Milchhändler keine 500 Liter Milch verkauft, ſondern ½ weniger. Alſo alle dieſe Be=
rechnungen
ſtimmen nicht, ſie ſind nur Sand in die Augen des Publikums.
terztlich u. staatlich geprüfte Masseuse
Wir haben nicht die Abſicht, auf alles das zu antworten, was die Produzenten
vorbringen. Wir bemerken nur noch, daß man ganz beliebige Geſtehungskoſten für
mnpfiehlt ſich den geehrten Damen. Näheres
(63848a den Liter Milch herausrechnen kann, wenn man nur die Zahlen entſprechend einſeht.
Seclſtraße 73, parkt.
Es iſt den Produzenten wohl bekannt, daß da ſchon Ziffern von 915 Pfg. pro Liter
herausgerechnet worden ſind. Natürlich führen die Produzenten die höchſten Ziffern vor,
Massageweil ihnen dieſe am beſten paſſen. Warum erhalten die Lieferanten der Molkereien draußen
mpf. ſich bei Rheumatismus, Gicht, Schwel=nur Preiſe von 1213 Pfg. pro Liter? Warum iſt z. B. der Preis der Milch in Stettin,
ungen, Blutarmut u. Fettleibigkeit. (1466a Poſen, Görlitz, Erfurt, Kiel, Hannover, Bielefeld, Krefeld für den Konſumenten nur
Frau Charlotte Strecker, Maſſeuſe 18 Pfg. während hier der Einkaufspreis für den Händler ſchon beinahe ſo viel beträgt?
Aerztlich geprüft) Hügelſtr. 2, Ecke Karlſtr.
Man kann je nach Wahl ganz beliebige Geſtehungskoſten für den Liter
Milch berechnen. In Wirklichkeit iſt es unmöglich, einen Betriebszweig der Land=
wirtſchaft
herauszugreifen und eine Koſtenrechnung darüber aufzuſtellen, ohne die
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anderen Betriebszweige zu berühren. Sie ſind derartig untereinander verbunden,
mpfiehlt ſich für nachmittags, übern. auch daß die Koſtenrechnung für einen einzelnen Betriebszweig nur ein Zerrbild liefert.
Den wahren Grund der Preiserhöhung hat das Vereinsblat der Milchproduzenten,
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Deutſcher Milchproduzent wiedergegeben, als es ſchrieb:
Wir hatten ſeither die beſten Preiſe in ganz Deutſchland. Und wenn andere
beginnen uns einzuholen, ſo hindert uns nichts, wieder weiter zu ſchreiten, wenn
wir ferner treu zuſammenhalten.
Hier zeigt ſich der wahre Charakter: Alſo die beſten Preiſe, das iſt das erſtrebens=mit ſeparatem Eingang von zwei Herren
werte Ziel, eine Schraube ohne Ende,
Die von uns früher gegebenen Preiſe für Futtermittel ſind offiziellen Hamburger
Marktberichten entnommen. Wir haben keinen Anlaß, an der Richtigkeit derſelben zu
zweifeln.
Wir erſuchen das Publikum ſich alſo durch die zurechtgeſtutzten Darlegungen der
Produzenten nicht irre machen zu laſſen, ſondern uns nach wie vor treu zur Seite zu
ſtehen. Dann wird der Sieg auf unſerer Seite ſein, auch wenn ein hieſiger Produzent
die geſperrte Milch der Großproduzenten annimmt und als ſolche oder in der Form von
Butter uſw. zum Verkaufe bringen ſollte.
Wir weiſen noch darauf hin, daß eine ganze Reihe von Produzenten vertrags=
brüchig
geworden iſt und ihren vertraglichen Vereinbarungen nicht nachkommt. Man
ſieht alſo, in welcher ungeſetlichen Weiſe gekämpft wird und überlaſſen die Beurteilung
dieſer Handlungsweiſe der Allgemeinheit.
Mit dem Artikel Zur Abwehr ſind wir nicht identiſch und laſſen uns auf weitere
Erklärungen nicht mehr ein.

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[ ][  ][ ]

Seite 32.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Die Entgegnungen des Finanzansſchuſſes der
Erſten Kammer auf die Ausführungeu des
Finanzminiſters in der Sitzung des Finanz=
ausſchuſſes
der Zweiten Kammer vom
18. Februar 1910.
Entgegnung des Finanzausſchuſſes der Erſten Kammer.
Der Finanzausſchuß der Erſten Kammer hat in ſeiner
Stellungnahme zum Staatsvoranſchlag 1910 ſich für ver=
pflichtet
erachtet, ſeine mannigfachen und bei allen Gele=
genheiten
wiederholten Beſtrebungen darzulegen, die heſ=
ſiſchen
Finanzen geſund zu halten. Nachdem er es nicht
hat verhindern können, daß die von ihm als wahrſcheinlich
vorausgeſehenen Wirkungen einer ſtarken Steigerung der
Ausgaben auf allen Gebieten des Staatslebens eingetreten
ind, iſt es ſein ernſteſtes Beſtreben, die Geſundung der
Finanzwirtſchaft des Landes herbeizuführen. Dabei hält
er es aber nicht für zuläſſig, die notwendigen Maßnahmen
hierzu an die bisheran betätigte Lebensführung des
Staates anzuknüpfen; er iſt vielmehr der Auffaſſung,
daß die ſeither betätigte, über die hohen Einnahmen weit
hinausgehende Lebensführung des Staates einzuſchränken
iſt. Die Geſundung der Finanzwirtſchaft des Landes darf
nicht dadurch eingeleitet werden, daß den erwerbenden
Ständen Steuerlaſten auferlegt werden, die geradezu als
unerträglich bezeichnet werden müſſen und die in keinem
Nachbarſtaat auch nur annähernd erreicht werden.
Reviſion der Beſoldungsordnung.
Die in der Thronrede angekündigte Befriedigung der
berechtigten Anſprüche der Beamten auf Beſſerung ihrer
Lage wird durch eine Genehmigung des Amortiſations=
geſetzes
auch bei der erhofften Beſſerung der wirtſchaft=
lichen
Lage im allgemeinen wie der Finanzverhältniſſe des
Landes im beſonderen auf viele Jahre hinaus unmöglich
werden. Schon mit Rückſicht hierauf muß der Ausſchuß
auf der Ablehnung des Amortiſationsgeſetzes beharren.
Die Erhöhung der Beamtengehalte, die wir wünſchen,
muß aber Hand in Hand gehen mit einer Moderniſierung
unſeres Staatsweſens, und ſie macht ſtarke Erſparniſſe
und pflegliche Behandlung der Einnahmen zur Pflicht.
Nach den Beſtimmungen der Artikel 1 und 6 des Aus=
gleichsfondsgeſetzes
können weder die Eiſenbahnüberſchüſſe
1910 noch der Reſtbeſtand des Ausgleichsfonds für Amor=
tiſationszwecke
oder für Teuerungszulagen an Beamte
Verwendung finden; vielmehr muß der Fonds mit ſeinem
vollen Reſte zur Deckung der ordentlichen Ausgaben für
die allgemeine Staatsverwaltung herangezogen werden.
Da der Finanzausſchuß das Amortiſationsgeſetz nicht an=
nimmt
und die vorgeſchlagene Aufhebung des Ausgleichs=
fondsgeſetzes
ablehnt, ſo handelt er dem Geſetze entſpre=
chend
, wenn er die geſamten Einnahmen aus den Eiſen=
bahnen
und den Reſt des Ausgleichsfonds zur Deckung der
ordentlichen Ausgaben vorſieht.
Die zur Befriedigung der berechtigten Anſprüche der
Beamten für ein Jahr vorgeſehene Teuerungszulage in
der Geſamtſumme von 500000 Mark kann als eine Er=
leichterung
der hier zu löſenden Aufgaben nicht betrachtet
werden, da einmal nicht ſämtliche Beamte Berückſichtigung
finden können und andererſeits der grundſätzlichen Geſtal=
tung
der zukünftigen Beſoldungsverhältniſſe vorgegriffen
wird. Außerdem ſcheint in den beteiligten Kreiſen ſelbſt
dieſe Regelung keine Zuſtimmung zu erfahren, wie dies
auch nicht anders erwartet werden konnte.
Etat 1911.
Wenn der Herr Finanzminiſter darauf hinweiſt, daß
die Kenner der heſſiſchen Finanzverhältniſſe weitere
Steuererhöhungen für die Jahre 1911 und folgende vor=
ausſehen
müßten, falls nicht jetzt ſchon für ſpätere Unter=
bilanzen
außergewöhnliche Steuererhöhungen bewilligt
werden, ſo darf man hieraus wohl den Schluß ziehen, daß
die Anforderungen die Bedürfniſſe für das Jahr 1910 weit
überſteigen. Die Sorge wegen eines weiteren Steuer=
zuſchlags
1911 wird dadurch nicht abgenommen, daß die
Steuern im voraus bewilligt werden, ehe ihre abſolute
Notwendigkeit nachgewieſen iſt. Der Reſervefonds, den
die Steuerkraft des Volkes darſtellt, darf nur im Rahmen
des einjährigen Budgets in Anſpruch genommen und nur
im jeweiligen Budgetjahre nach dem erweisbaren Bedürf=
nis
angetaſtet werden. Inwieweit ein ſolches 1991 oder
ſpäter beſteht, iſt jetzt nicht feſtzuſtellen; es können um
nur ein Beiſpiel anzuführen die Einnahmen der
Branntweinſteuer, die ganz den Bundesſtaaten zufließen,
noch nicht abgeſchätzt werden. Sie werden aber das Bud=
get
nicht unerheblich beeinfluſſen.
Wenn der Ausſchuß auch nicht geneigt iſt, die Beſſe=
rung
der wirtſchaftlichen Verhältniſſe zu überſchätzen, ſo
müſſen doch die Ergebniſſe der Eiſenbahnen im letzten
Quartal des Jahres 1909 und im erſten Monat 1910 als
ein Symptom dafür angeſehen werden, daß der Finanz=
miniſter
die künftigen Einnahmen ebenſo unterſchätzt, wie
er ſie früher überſchätzt hat.
Was die Ausfälle bei der Erbſchaftsſteuer anbelangt,
ſo wurde im Jahre 1906 die Einführung ihrer Erträge
in den Ausgleichsfonds mit dem Hinweis begründet, daß
im Jahre 1911 erhebliche Ausfälle entſtehen würden. Da
durch die Reichsfinanzreform 1909 dieſer Ausfall im Höchſt=
falle
um 70 bis 80000 Mark vermehrt wird, ſieht ſich der
Finanzausſchuß aus dieſem Grunde um ſo mehr gehalten,
die jetzt beſtehende geſetzliche Regelung in dieſem Augen=
blieck
nicht aufzuheben.
Hiervon abgeſehen, würden indes bei Ausführung
des Programms des Finanzminiſters, wonach die geſam=
ten
Eiſenbahneinnahmen der laufenden Verwaltung ent=
zogen
werden ſollen, im Jahre 1911 zur Balancierung des
Etats erhebliche Summen fehlen, auch wenn man von den
für die Aufbeſſerung der Bezüge der Beamten erforder=
lichen
Mitteln zunächſt abſieht.
Tilgungsgeſetz.
Wenn wegen der Dringlichkeit der Amortiſation, deren
theoretiſche Notwendigkeit auch von dem Finanzausſchuß
der Erſten Kammer nicht beſtritten wurde, auf den preu=
ßiſchen
Miniſterialdirektor Offenberg Bezug genommen
wird, ſo darf feſtgeſtellt werden, daß er die von der Re=
gierung
zitierten Ausführungen mit den Sätzen beginnt:
Es iſt richtig, daß andere Staatsbahnen nicht mit
gleich hohen Abſchreibnugen vorgehen. Es gilt hier
eben der Satz: ultra posse nemo tenetur.
Sieht man von Preußen ab, das infolge des günſtigen
Ankaufs ſeiner Eiſenbahnen und des glänzenden Auf=
ſchwungs
ſeines Verkehrsweſens unmittelbar und mittel=
bar
nicht unbeträchtliche Teile ſeiner Eiſenbahnſchuld til=
gen
konnte, ſo darf doch auch darauf hingewieſen werden,
daß in Bayern eine Tilgung auf die Eiſenbahnſchuld ſeit
dem Jahre 1883 nicht mehr ſtattgefunden hat, und daß in
Baden die Durchführung der beſtehenden Tilgungsgeſetze
während einer Reihe von Jahren nur auf dem Weg der
Anleihe möglich war.
Die Behauptung, daß das Amortiſationsgeſetz eine
folgerichtige Fortführung des Ausgleichsfondsgeſetzes dar=
ſtellt
und dem Grundgedanken der jetzigen preußiſchen Re=
gelung
entſpricht, dürfte wohl nicht zutreffend ſein. So=

Nummer 48.

wohl im Ausgleichsfondsgeſetz wie bei der preußiſchen Ge=
ſetzgebung
herrſcht der Gedanke vor, daß die Eiſenbahn=
domänen
in erſter Linie die Steuerzahler entlaſten müſſen.
Gerade aus dieſem Grundgedanken heraus ſah ſich der
preußiſche Finanzminiſter genötigt, das Extraordinarium
des Etats der Eiſenbahnverwaltung auf den Höchſtbetrag
von 120 Millionen Mark zu beſchränken und dazu
auszuführen:
ziehen wir die Grenze (der Ablieferung der Eiſen=
bahnverwaltungen
an die anderen Reſſorts) aber
zu niedrig, ſo fehlt es an Mitteln zur Befriedigung
anderer Staatsbedürfniſſe, und wir ſind genötigt,
in Bälde neue Steuern zu ſchaffen.
Auf allen Gebieten des Staates treten die An=
forderungen
auf Erhöhungen der Ausgaben, auf Be=
willigung
von Mitteln für ganz neue Zwecke heran,
und wenn wir alſo den Höchſtbetrag der Abliefe=
rungen
der Eiſenbahnverwaltungen allzu niedrig
bemeſſen, ſo ſind wir einfach nicht in der Lage, un=
ſere
Staatsbedürfniſſe zu befriedigen, oder, wenn
wir das wollen, müſſen wir unabweisbar zur Be
willigung neuer Steuern ſchreiten.
Der Ausſchuß kann ſich auch der Auffaſſung nicht an=
ſchließen
, daß eine Erleichterung darin zu finden iſt, daß
der Ausgleichsfonds den im Geſetze vorgeſehenen Zuſchuß
an die allgemeine Staatsverwaltung nicht liefern kann
Vielmehr iſt der Ausſchuß gerade deshalb zu einer Ab=
lehnung
des Amortiſationsgeſetzes gekommen, weil die
Verwendung der Eiſenbahneinnahmen und des Reſtes des
Ausgleichsfonds für die Tilgung der allgemeinen Ver=
waltung
in einem Augenblicke Mittel entzieht, welche nur
durch eine Erhöhung der direkten Steuern erſetzt werden
können, die der Ausſchuß als unheilvoll für die weitere
Entwickelung des Landes bezeichnen muß.
Die Ausführungen des Herrn Finanzminiſters zu den
Einzelvorſchlägen des Ausſchuſſes geben zu folgenden Be=
merkungen
Veranlaſſung:
1. Bad Nauheim.
Zu den Erläuterungen iſt nur noch hinzuzufügen, daß
aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer beis frühe=
ren
Budgetberatungen hervorgeht, daß wiederholt bean=
tragt
wurde, auch Bad Nauheim wie jede andere Domänc
zu behandeln, ſämtliche Einnahmen in die Staatskaſſe ab=
zuführen
und den Kurfonds, bezw. den Erneuerungs=
fonds
, wie er ſeit 1904 genannt wird, aufzuheben. Es
iſt auch nicht zutreffend, daß ſich die Stände bei Geneh=
migung
des großen Bauplanes im Jahre 1904 in irgend
einer Weiſe feſtgelegt haben. Es wurde vielmehr ſowohl
von ſeiten der Regierung als auch von den Mitgliedern
der Zweiten Kammer ausdrücklich betont, daß es ſich nur
um moraliſche Verpflichtungen handle, die bei jedem Bud=
get
einer Korrektur unterzogen werden könnten. Inwie=
weit
eine an ſich unrentable Bauanlage, deren Notwen=
digkeit
und Dringlichkeit nicht durch den Hinweis auf fünf
Jahre zurückliegende Verhandlungen erwieſen werden
kann, als Tilgung anzuſprechen wäre, mag hier unerörtert
bleiben. Wenn wir auch die Auffaſſung nicht teilen kön=
nen
, daß eine Sicherung für die Zinszahlung der Bau=
ſchuld
Bad Nauheims durch den Reſervefonds dem Staate
im Kriegsfalle die Sorgen abnehmen kann, ſo dürfte
wollte man ſolche Betrachtungen überhaupt anerkennen
die Abſicht der Regierung, dieſe Reſerve für unrentable
Bauzwecke mobil zu machen und damit den Reſervefonds
unter die für Privatunternehmungen geſetzlich vorgeſchrie
bene Summe zu bringen, um ſo weniger gerechtfertigt
ſein. Auf Grund der früher geäußerten Wünſche in der
Zweiten Kammer könnte man aber erwägen, ob nicht das
Budget 1911 durch völlige Aufhebung dieſes Erneuerungs=
fonds
zu verbeſſern wäre, um damit auch Bad Nauheim
die rechnungsmäßige Grundlage zu verleihen, wie ſie bei
den übrigen Domänen, zu denen es zählt, üblich iſt.
2. Eiſenbahnen.
In den von dem Finanzausſchuß der Erſten Kammer
aufgeſtellten Berechnungen war eine Schuldentilgung im
Betrage von 600000 Mark vorgeſehen. Es wurden näm=
lich
von den ſeitens der Regierung eingeſtelltnen 1710 199
Mark nur 1 110199 Mark geſtrichen. Es war ſonach richtig,
wenn hier die volle Mehreinnahme von 654000 Mark ein=
geſetzt
wurde.
3. Steuerausfälle.
Die Ausführungen hierzu geben zu Bemerkungen kei=
nen
Anlaß.
4. Mehreinnahmen aus den direkten
Steuern.
Geſtützt auf die nachfolgenden Zahlen werden die
Ausführungen in allen Punkten aufrecht erhalten.
I. Einkommenſteuer.
Das Rechnungsjahr 1908 ſchloß mit einer Einnahme
von 11641398 Mark 91 Pfg. ab. Die durchſchnittliche
Zunahme in den Jahren 1905, 1906, 1907 belief ſich auf
4,85 Prozent, die Zunahme von 1907 auf 1903 ſogar
auf 8,8 Prozent. Nimmt man ſehr vorſichtig für 1909
nur eine Steigerung von 4 Prozent an und zieht für 1910
diejenige von 1909 nur zur Hälfte heran, ſo erhält man
aus der Einnahme der Einkommenſteuer für 1910:
Einnahme 1908 11,641,398 Mk. 91 Pfg.
465,655 Mk. 95 Pfg. (4 pCt.)
Zunahme 1909
232,827 Mk. 97 Pfg. (2 pCt.)
Zunahme 1910,
ergibt für 1910
zuſammen ( 12,339,882 Mk. 83 Pfg.
Die Regierung
11,883,900 Mk. Pfg.
berechnet nur
danach zu wenig 455,982 Mk. 83 Pfg.
II. Vermögensſteuer.
Die Vermögensſteuer brachte 1908 3 442125 Mark 82
Pfg.; ihre Zunahme betrug in den Jahren 1905, 1906, 1907
1,69 Prozent und im Jahre 1908 3,05 Prozent. Nimmt
man auch hier den vorſichtigen Mittelwert für 1909 von
1,5 Prozent an und für 1910 wiederum nur die Hälfte, ſo
erhält man als Einnahme aus der Vermögensſteuer für
1910:
Einnahme 1908 3,442,125 Mk. 82 Pfg.
51,631 Mk. 88 Pfg. (1,5 pCt.)
Zunahme 1909
25.815 Mk. 94 Pfa. (0,75 pCt.)
Zunahme 1910

3,519,573 Mk. 64 Pfg.
hat eingeſetzt 3,463,000 Mk. Pfg.

ergibt für 1910
zuſammen
Die Regierung
56,573 Mk. 64 Pfg.
danach zu wen ig
Hiernach berechnet ſich die geſamte Mehreinnahme aus
der Einkommen= und der Vermögensſteuer über den Anſatz
des Hauptvoranſchlages hinaus auf insgeſamt 512556
Mark 47 Pfg.
5. Fonds für öffentliche und gemeinnützige
Zwecke.
Dieſer Fonds iſt, wie aus den Verhandlungen der
Stände hervorgeht, in keiner Weiſe geſetzlich feſtgelegt.

Seine freie Verwendung iſt ohne Aenderung der angefüh
ten Geſetze, die über die Gründung eines Kapitalſtock
und deſſen Verwendung nichts enthalten, allerdingsn=
mit
Zuſtimmung aller geſetzgebenden Faktoren möglie
6. Die von der Regierung über die Vermögen:
ſteuer und deren Erhöhung angeſtellten Erwägung=
können
nicht für zutreffend erachtet werden. Die Anträg
die in der 32. Kommiſſion des Reichstages gelegentli
der Beratung über die Reichsfinanzreform 1909 (Kor
miſſionsdruckſachen Nr. 65 und 67) geſtellt wurden, u=
auf
die die Regierung geglaubt hat, Bezug nehmen
müſſen, beziehen ſich nicht auf die Erhöhung d
Matrikularbeträge, ſondern auf die Erſatzvo
ſchläge für die von den verbündeten Regierungen vor
ſchlagene umfaſſende Erbſchaftsbeſteuerung. Die Ausft
rungen, die in der Kommiſſion hierbei gemacht wurd
treffen hiernach für die Erhöhung der Matrikularbeiträ
die bereits im Regierungsprogramm vorgeſehen war, ni
zu. Der Beſitz iſt an Stelle der Erbſchaftsſteuer, und
in jenen Anträgen vorgeſehenen Vermögensſteuer, du
andere, ihn in ſeinen einzelnen Teilen treffenden Steuc=
herangezogen
worden. Da dieſe Erſatzſteuern die Anf=
derungen
der verbündeten Regierungen überſteigen, li
umſo weniger Veranlaſſung vor, in Heſſen den Beſitz ü
die Einkommenſteuer hinaus unter Berufung auf
Matrikularbeiträge zu belaſten, als in Heſſen den Bei
ſteuern Konſumſteuern nicht gegenübergeſtellt ſind. Wo
man auf jene Anträge der Kommiſſion zurückgreifen,
wäre damit notwendig eine Aenderung des Vermöge=
ſteuergeſetzes
verbunden, da jene beiden Anträge ausdri
lich die Berückſichtigung des Ertrages bei land= und fo
wirtſchaftlichen Grundſtücken vorſchreiben. Gerade ur
dieſre Vorausſetzung hat aber auch der Finanzausſdh
der Erſten Kammer die Erhöhung der Vermögensſte
für diskutabel erklärt, wenn ſich eine ſolche z
Deckung des Defizits 1910 als unbedin
notwendig erweiſen ſollte.
Wenn der Ausſchuß der Erſten Kammer die gle
mäßige Erhöhung der Einkommenſteuer, wie
nach den beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen allein m
lich iſt, vorgeſchlagen hat, ſo bewegte er ſich dabei mit
Regierung auf einer Linie; und er glaubte, dies um
eher tun zu können, als er nicht 30 Prozent Zuſchlag,
die Regierung, ſondern nur 10 Prozent vorzuſchlagen
zuläſſig hielt.
Die von dem Herrn Finanzminiſter v
getragenen Ausführungen geben hi
nach keine Veranlaſſung für den Au
chuß, ſeine Stellungnahme zu ändert
II.
Zu den Ausführungen des Herrn Finanzminiſters
18. Februar 1910.
(Korreferat des Herrn Bankdirektors a. D. Parc
Nachſtehend ſollen nur die Ausführungen des He
Finanzminiſter, und zwar die allgemeinen, ſowie
mit Nr. 16 bezeichneten Einzelausführungen e
kurzen Beſprechung unterzogen werden, ohne

alſo auch unberückſichtigt: die vom Finanzausſe=
hober
Zweiter Kammer feſtgeſetzten Mehreinnahn
und Wenigerausgaben von insgeſamt zirka 265000
Zu den allgemeinen Ausführungen des Herrn
nanzminiſters iſt zu ſagen, daß der Finanzausſchuß
Erſten Kammer an der Meinung feſthält, daß die
ung der Staatsſchuld allerdings in weitergeher
Maße, als bis jetzt geſchieht, erſtrebt werden
daß aber über das Maß dieſer Erhöhung und
Art der Aufbringung der hierzu erforderl
Mittel ein Entſchluß erſt gefaßt werden kann,
der Umfang der erwarteten Beſſerung der Reichs=
Staats=Einnahmen ſich überſehen läßt. Weit wich
als die Frage einer baldigen Erhöhung der Quote
Tilgung der Staatsſchuld erſcheint dem Finanzaus
der Erſten Kammer die Löſung der unabweisl
Frage einer Reform der Beſoldung der Beamten S
ſcheint nnn allerdings, daß der Herr Finanzmir
bei der vorgeſchlagen geweſenen, ganz exorbitanten
höhung der Steuerſätze dieſe Erhöhung in Erwar
wirtſchaftlich beſſerer Zeiten für ansreichend geh
hat, um mit derſelben auch die anzuſtrebende Erhö
der Beamtengehalte ſchon jetzt ſicher zu ſtellen
würde der Bevölkerung des Großherzogtums viel
regung erſpart worden und die außerordentliche A
anforderung wenigſtens erklärlich geweſen
wenn dieſer Geſichtspunkt von vornherein bei Vo
des Budgets deutlich zum Ausdruck gebracht wiſ
wäre.
Unverſtändlich bleibt aber auch dann, warund
Schuldentilgungsfrage in einer Zeit der größten
preſſion in den Vordergrund geſtellt worden iſt,
warum die Landſtände ſich auf dieſe Tilgung feſt
ſollen, ehe beiſpielsweiſe Sicherheit darüber bec=

für das Großherzogtum iſt es eine Frage vön B
ung, ob die ihm künftig noch allein zukomn
Reichsſteuer, welche den Hauptteil der Matriks
umlagen decken ſoll, nämlich die Branntweinſ
tatſächlich 180000000 Mk. erbringen wird, oder ob
Schätzungsziffer zu hoch oder zu nieder gegriffe
ein Plus von nur 20000000 Mk. würde für das (8, bei einem Anteil von 2 Proz., ein Me
O=
Reichseinnahmen, alſo eine Verminderung des im
get vorgeſehenen Matrikularzuſchuſſes von 10 60
e
Mk. um 400000 Mk. bedeuten, und die umge
Wirkung tritt ein, falls dieſe Reichsſteuereinnahr
hoch geſchätzt worden ſein ſollte.
Was aber nun die Frage der Höhe der Tilgun
te F

gar nicht angängig iſt. Das Reich tilgt z. B. di
Bundesſtaaten erlaſſenen Matrikularumlagen
Jahre 19061908 von rund 149½ Millionen Mar!
einen reien Verluſtpoſten, nur mit 1,9 Prozen
Jahr, die aus Anlehen gedeckten Koſten der Anſcheg
von Truppenübungsplätzen, Feſtungsbauten, K=
ſchiffen
uſw. mit 3 Proz., beides zuzüglich 3½
erſparter Zinſen; aber das iſt auch nach der Natu E=
ſer
Ausgaben ein ſelbſtverſtändliches Erford
30
Ganz anders liegen die Verhältniſſe im Gr.
zogtum, in welchem der Hauptteil der Schuld, zir
Millionen Mark, allein auf die hauptſächlich wer De
Anlage, nämlich auf die heſſiſchen Eiſenbahnlinier Et=
fällt
, während auch die weitere Staatsſchuld von Ba
Til
67 Millionen Mark zu einem nicht unbedeutender

durch werbende Anlagen, zum Beiſpiel zu zir
allein durch das Bad Nauheim repräſentiert wir
ge
Unter dieſen Umſtänden wird eine relativ 9 n,
Amortiſationsquote für das Großherzogtum ausr
und wird es nicht nötig, auch nur an Einführung de
ungsſatzes von ½ zu denken, wenn die Tilgung d
ſiſchen Schuld eine regelmäßige wird, und went F
wie vom Herrn Finanzminiſter vorgeſchlagen

[ ][  ][ ] Nummer 48,

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Seite 33.

und
(50

iſt
en

2. Paſl
en des
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lngen 1
ohne
Erhäf=
igen

ind; esl.
tanz
Lehreis=
26504
Herl)
usſchuf
die M.
tgehend
jerden m
und
derli
,I

weichend vom preußiſchen Verfahren die 3 ½prozen=
tigen
, durch die Tilgung erſparten Zinſen zu weiterer
Tilgung mitverwendet werden; dadurch wird auch im
Rahmen des Möglichen der Nachteil ausgeglichen, daß
Heſſen nicht, wie Preußen, große Extratilgungen auf
ſeine Staatsſchuld machen kann.
Könnte Heſſen, was nicht erreichbar erſcheint, ¾ Proz.
ſeiner Staatsſchuld zuzüglich der erſparten 3½ Proz.
Zinſen regelmäßig zur Tilgung verwenden, ſo würden
die ſämtlichen Aulehen in 56 Jahren amorti=
ſiert
ſein nicht in 62 Jahren, wie in der Be=
gründung
zum Schuldentilgungsgeſetz irrtümlich geſagt.
In Preußen aber würde, ohne die erwähnten Extra=
tilgungen
, im gleichen Zeitraum, da dasſelbe
nur ¾½ Prozent vom jeweilig verbleibenden Anlehens=
betrag
tilgt, nicht aber auch Zinſen zur Tilgung ver=
wendet
, nicht viel über ein Viertel der
Staatsſchuld amortiſiert ſein.
Denn 1000000 Mark Anlehensſchuld würde nach
dem oben erwähnten, vom heſſiſchen Herrn Finanzmi=
niſter
vorgeſchlagenen Tilgungsprinzip, in zirka 56
Jahren vollſtändig heimgezahlt ſein.
In Preußen dagegen wären nach dem angeführten
preußiſchen Tilgungsprinzip von 1000000 Mark in 56
Jahren nur 286098 Mark geteilt.
Wenn es möglich wäre, worüber der Finanzaus=
ſchuß
der Erſten Kammer ſich zurzeit noch nicht aus=
ſprechen
kann, ¾ Prozent jährliche Tilgung der heſſi=
ſchen
Staatsſchuld eintreten zu laſſen, ſo würde die ge=
ſamte
derzeitige Staatsſchuld in 66 Jahren ge=
tilgt
ſein, nach preußiſchem Prinzip aber, bei
Prozent Amortiſation noch nicht ein Drittel
Denn, auf 1000000 Mark bezogen, würde der voll=
ſtändigen
Tilgung dieſer Summe in 66 Jahren nach
dem vorgeſchlagenen heſſiſchen Modus bei ¾ Prozent
Tilgung gegenüberſtehen, daß in der gleichen Zeit,
nach preußiſchem Modus und bei ¾ Prozent Tilgung:
von 1000000 Mark in 66 Jahren nur 327794 Mark
amortiſiert werden.
Hiermit erklärt ſich auch die Notwendigkeit großer
Extratilgungen in Preußen.
Was die übrigen, mit dem Schuldentilgungsgeſetz
zuſammenhäugenden Fragen angeht, ſo mag nur er=
wähnt
werden, daß angeſichts der Erwartung wieder=
kommender
, weſentlich beſſerer Erträgniſſe der Preu=
ßiſch
=Heſſiſchen Eiſenbahngemeinſchaft bezweifelt wer=
den
muß, ob es ſich empfiehlt, den bisher beſtehenden
Ausgleichsfonds deshalb aufzulöſen, weil einige
ſchlechte Betriebsjahre die in den Vorjahren angeſam=
melten
Fonds aufgezehrt haben.
Zu dem vom Herrn Finanzminiſter beſprochenen
C Detailpunkten iſt Folgendes zu ſagen:
ad. 1. Bad Nauheim. Es kann von keiner Seite in
Zweifel gezogen werden, daß die im Erneuerungs=
fonds
von demnächſt 1445000 Mark angeſammelten
Gewinnüberſchüſſe zum Nachteil der Steuerzahler in
den letzten ſieben Jahren den Einnahmen der Verwalt=
ungsrechnung
entzogen worden ſind und daß, wenn die
Staatsnotwendigkeiten es gebieten, auf einen beträcht=
lichen
Teil dieſes Fonds zurückgegriffen werden kann.
Ohne weiteres und unter allen Umſtänden wäre dieſes
Verfahren aber zuläſſig, ſoweit es ſich darum handeln
würde, etwa fehlende Tilgungsbeträge eines Jahres zu
ergänzen.
Was die weiteren Ausgaben für Bad Nauheim an=
geht
, ſo iſt der Landtag jederzeit befugt, einen vor Jah=
ren
gemachten Irrtum als man noch aus dem Vollen
ſchöpfte zu redreſſieren und, würde es dringend not=
wendig
ſein, die weiteren Aufwendungen auf das Maß
des unerläßlich Nötigen zu beſchränken. Jede weitere
Aufwendung erfordert neue Zinsausgaben, und wenn
dieſelben bei einem Ausgabemehr von 1000000 Mark
auch nur 40000 Mark betragen, ſo kommt die Geſamt=
zinslaſt
damit ſchon auf über 300000 Mark, ſo daß die
Ueberſchüſſe aus dem Badebetrieb zum größten Teile
durch Zinſenerfordernis verzehrt werden.
ad. 2. Preußiſch=Heſſiſche Betriebsgemeinſchaft. Man=
gels
ausreichender Unterlagen kann nur darauf hinge=
wieſen
werden, daß das am 31. März 1910 ſchließende

Fiskaljahr (Etatjahr 1909) vorausſichtlich mit einem
noch höheren Ueberſchuß als 12 400000 Mark abſchließen
wird.
Die Verkehrseinnahmen im Jahre 1909/10 werden
mindeſtens 5¼ Prozent höher ſein als 1908/09. Letztere
(1908/09) betrugen
1784,31 Mill. Mk.
zu 5¼ Prozent
93,67 Mill. Mk.

ergibt 1877,98 Mill. Mk.
en Ausgabekoeffizient ſelbſt zu der
enormen Höhe von 73,60 Prozent
angenommen, ergibt ſich eine Aus=
gabe
von
1382,19 Mill. Mk.

Ueberſchuß
Hierzu die diverſen Einnahmen

495,79 Mill. Mk.
125,00 Mill. Mk.

iſt zuſammen 620,79 Mill. Mk.

Heſſiſcher Anteil à rund 2½ Prozent
13 191 600 Mk.
ab heſſiſche Penſionen, angenommen mit 650000 Mk.

bleibt Ueberſchuß für Heſſen
1909/10

pro

12541600 Mk.

Die Einnahmen der Betriebsgemeinſchaft haben ſich
in den letzten Monaten des Ende März 1910 endigenden
Fiskaljahres trotzdem die Rheinſchiffahrt das ganze
Jahr, auch den Winter über, offen blieb enorm er=
höht
; im Fiskaljahr 1910/11 werden dieſelben noch er=
heblich
weiter ſteigen, da die Vergleichsquartale, 2. und
3. Quartal 1909, ſchwache waren, nämlich gegen
das an ſich ſchlechte Vorjahr 1908/09 nur 3,8 Prozent
Mehreinnahmen auswieſen. Stellt man nun für dieſe
beiden Quartale pro 1910/11 eine Einnahmeerhöhung
im Betriebe von 3,2 Prozent in Rechnung, ſo würden
dem vorſtehenden Betrag von 12541600 Mk. zuwachſen:
3½ Proz. von 953 678000 Mark à 2½ Proz.
heſſ Anteil
709000 Mk.
Dies ergäbe ſchon eine Einnahme für Heſſen
von
13 250 600 Mk.,
die infolge ſparſamer Wirtſchaft der Betriebsgemein=
ſchaft
, Rednktion der Betriebskoſten, durch Minderaus=
gabe
für Fenerungsmaterialien uſw. voll erhalten blie
gabe für Feuerungsmaterialien uſw. voll erhalten bliebe.
Es ſcheint unter dieſen Umſtänden vollkommen be=
rechtigt
, anzunehmen, daß angeſichts des andauernden
wirtſchaftlichen Aufſchwunges des Deutſchen Reiches die
Nettoeinnahme aus der Betriebsgemeinſchaft im Fis=
kaljahre
1910/11 für das Großherzogtum auf mindeſtens
13 300 000 Mk.
zu beziffern iſt.
Abzüglich der Zinſen der Eiſen=
bahnſchuld

10 869021 Mk.
der öffentlichen Abgaben
derſelben
328700 Mk.
der ſeinerzeit weggefallenen
Staatsſteuern
152000 Mk.
zuſammen rund 11350000 Mk.

Bleiben alſo zur Verfügung

ab: Tilgung nach Maßgabe des ſoge=
nannten
Ludwigsbahn=Geſetzes von

1950 000 Mk.

Erübrigt zur Deckung laufender Be=
1350000 Mk.
triebsausgaben uſw.
Die zu erwartende Einnahme iſt alſo 1950000 Mk.
anſtelle der im Budget urſprünglich vorgeſehen ge=
weſenen
650 279 Mark, bezüglich welch letzteren Betrags
neben dem Reſt des
vorgeſchlagen war, ihn ganz
Ausgleichsfonds von 1059920 Mark zu Tilgungs=
zwecken
zu verwenden.
ad. 3. Ausfälle, Abgänge und Nachläſſe. Der Fi=
nanzausſchuß
der Erſten Kammer glaubt an ſeiner
Schätzung feſthalten zu müſſen, wonach dieſer Poſten
ſchon mit Rückſicht auf die weit unter dem Vorſchlag
des Herrn Finanzminiſters bleibende Steuererhöhung
nur 300000 Mark geringer ſein wird, als budgetiert.
Er macht übrigens darauf aufmerkſam, daß auch an ſich=
der
Ausfall im Verhältnis zu der vorgeſchlagen
geweſenen Steuererhöhung: 30 Prozent auf Einkom=
men
=, 46½ Prozent auf Vermögens=Steuer, um 80000
Mark zu hoch angeſetzt war.
ad. 4. Einkommen= und Vermögens=Steuer. Der
Herr Finanzminiſter hat am 18. Februar bereits mit=
geteilt
, daß dieſe Stenern nach der nunmehr durchge=
führten
Veranlagung pro 1910/11 ohne Steuererhöh=
ung
um 220000 Mark höher ſind, als im Budget ver=
anſchlagt
; da die Nachträge, auch bei Einführung einer
mäßigen Steuererhöhung, mindeſtens 180000 Mark
mehr als vorgeſehen ſein werden, ergibt ſich hieraus ein
Einnahmeplus gegenüber dem Budget von 400000 Mk.,
während der Finanzausſchuß der Erſten Kammer ein
ſolches von 500000 Mark veranſchlagt hatte.
ad. 5. Fonds für öffentliche und gemeinnützige
Zwecke. Dieſer Poſten bedarf einſtweilen keiner wei=
teren
Beſprechung.
ad. 6. a) Nichterhöhung der Vermögensſteuer. Der
Finanzausſchuß der Erſten Kammer hat auf Ungerech=
tigkeiten
aufmerkſam gemacht, die bei Anſetzung dieſer
Stener platzgreifen und welche unter allen Umſtänden
beſeitigt werden müßten, ehe an eine Erhöhung dieſer
Steuer, falls unbedingt erforderlich, gedacht werden
kann.
b) Preußiſche Einkommenſteuer=Progreſſion. Die=
ſelbe
iſt nur auf drei Jahre, vorbehaltlich organiſcher
Aenderung des preußiſchen Steuerſyſtems, als Notbe=
helf
eingeführt.
Aus den vom Herrn Finanzminiſter angeführten
Vergleichsziffern geht hervor, daß die ganz hohen Ein=
kommen
ſchon heute in Heſſen faſt genau ſo ſtark be=
ſteuert
werden, als ſie in Preußen es für die Dauer
von drei Jahren nunmehr ſein ſollen; ferner beſtätigt
ſich, daß die mittleren Einkommen übermäßig getroffen
werden, wenn ſie den preußiſchen Aufſchlag auf die
jetzige heſſiſche Steuer tragen ſollten.
Die nachſtehend aufgeführten Ziffern weiſen das
Notwendige nach.
In Preußen werden auf Grund des Geſetzes vom
26. Mai 1909 auf das Einkommen der Privatperſonen
anfgeſchlagen:
auf Einkommen von 1200 Mk. bis 3000 Mk. 5 Proz.
über 3000 Mk. bis 10500 Mk. 10 Proz.
über 10500 Mk. bis 20500 Mk. 15 Proz.
über 20500 Mk. bis 30 500 Mk. 20 Proz.
über 30 500 Mk.
25 Proz.
Es berechnet ſich daher die Einkommenſteuer wie

1896 600 000 Mk. folgt: in Heſſen
nach Aufſchlag gemäß
preuß. Geſetz: für in Preußen
nach Geſ. v. 26. 5. 09. bisher 5000 Mk. 129.80 Mk. 126 Mk. plus 10 10000 , 330. 315 10 0
,
0) 346.50 20000 , 690. 665 793.50 ,, 50000 2 100. 1850
0/
, 2 312.50 , 100 000 , 4875. 4 205 25 0 5 256.25 200000 , 10000. 9205 25
11 506.25 , 1000000 , 50 000. 49205 25 0 ,
61 506.25 , 2000000 , 100 000. 99 205 25 % 124 006.25

Dieſe Ziffern ſprechen für ſich ſelbſt. Es bleibt
aber dabei zu berückſichtigen, daß nach dem mehrerwähn=
ten
Geſetz in Preußen von 10501 Mark Einkommen ab
bereits ein Aufſchlag von 15 Prozent von 20501

Mark ab ein ſolcher von 20 Prozent eintritt, was, auf
die ſchon beſtehenden heſſiſchen Sätze berechnet,
eine, aus obiger Tabelle nicht erſichtliche, ungemein
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Seite 34.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

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Seite 35.

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Seite 36.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 26. Februar 1910.

Nummer 48.

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