Darmstädter Tagblatt 1910


16. Februar 1910

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173. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 22 Seiten.

Unſere Handelsbeziehungen zu Dänemark.

** Die kürzliche Anweſenheit des däniſchen Handels=
miniſters
in Berlin wird mit der Regelung unſeres wirt=
ſchaftspolitiſchen
Verhältniſſes zu dem nordiſchen König=
reiche
in Verbindung gebracht. In der Tat haben ſich die
Verhandlungen zwiſchen beiden Regierungen ſchon ſehr
lange hingezogen, trotzdem in den deutſchen Handels= und
Induſtriekreiſen der lebhafte Wunſch herrſcht, zu Dänemark
in ein feſtes Vertragsverhältnis zu kommen. Bekanntlich
gehört Dänemark zu den Ländern, mit denen das Deutſche
Reich noch keinen Handelsvertrag abgeſchloſſen hat, ſon=
dern
auf Grund der alten ſeitens Preußens und einzelner
anderer deutſcher Staaten getroffenen Vereinbarungen
wird unſer nordiſcher Nachbar als meiſtbegünſtigt behan=
delt
, während die deutſche Ausfuhr, auf welche der däniſche
allgemeine Tarif Anwendung findet, vor Differenzierungen
geſchützt iſt, was aber nicht als genügendes Aequivalent
für unſeren Vertragstarif, den wir Dänemark gewähren,
angeſehen werden kann.
Wider Erwarten ſtießen die im Jahre 1907 begonne=
nen
Handelsvertragsverhandlungen auf Schwierigkeiten
und ſie mußten unterbrochen werden, weil ein neuer däni=
ſcher
Zolltarif vorbereitet wurde, der inzwiſchen die par=
lamentariſche
Erledigung gefunden hat. Gegen Ende 1908
waren die Verhandlungen, zu denen die Kopenhagener Re=
gierung
Delegierte nach Berlin entſandt hatte, wieder auf=
genommen
worden und eine damals verbreitete Meldung
beſagte, daß es über die allermeiſten Fragen zu einer Ver=
ſtändigung
gekommen, jedoch nicht gelungen ſei, ſich über
einzelne wichtige Punkte des däniſchen Zolltarifs zu eini=
gen
. Dänemark wolle ſich auf keine Aenderungen ſeines
neuen Zollgeſetzes einlaſſen, weshalb die Unterhandlungen
ausgeſetzt worden ſeien, bis ſich ein neuer Weg zur Eini=
gung
gefunden habe. Seitdem iſt nun ſchon mehr als ein
Jahr verſtrichen, ohne daß man über die Wiederaufnahme
der Verhandlungen etwas gehört hätte.
Unſer Warenaustauſch mit Dänemark hat ſich trotz
des Mangels eines feſten Vertrags in erfreulichſter Weiſe
entwickelt. Während ſich unſere Ausfuhr dahin von 125
Millionen Mark im Jahre 1900 auf 200 Millionen im
Jahre 1908 ſteigerte, hob ſich die Einfuhr aus Dänemark
in der gleichen Zeit von 71 auf 120 Millionen Mark.
Sowohl im Export wie im Import ſpielen Produkte der
Landwirtſchaft eine große Rolle; daneben ſind an der deut=
ſchen
Ausfuhr nach Dänemark hauptſächlich die Textil= und
die Maſchineninduſtrie beteiligt. Man ſieht, daß Deutſch=
land
ein großes Intereſſe daran hat, ſich den däniſchen
Markt auch ferner zu ſichern, ſo daß es wünſchenswert
wäre, wenn bald eine Einigung zuſtande käme, wobei hof=
fentlich
auch den Beſchwerden wegen der hohen Beſteue=
rung
der Geſchäftsreiſenden in Dänemark Rechnung ge=
tragen
wird.

Das ſchadenfrohe Ausland.

* Die ſozialdemokratiſchen Kundgebun=
gen
ſind auch diesmal zwar nicht ohne einigen Radau
und einige blutige Köpfe, aber ſonſt dank der Stärke und
der Unverſehrtheit unſerer ſtaatlichen Machtmittel ohne die
geringſte Gefährdung der öffentlichen Ordnung verlaufen.
Daß die Straßenkundgebungen der preußiſchen Sozial=
demokratie
in Frankreich mit beſonderer Aufmerkſam=
keit
verfolgt werden, verſteht ſich von ſelbſt, und aus den
Betrachtungen der Pariſer Blätter darüber geht deutlich
hervor, daß man ſie als ein Zeichen einer bedenklichen Er=
ſchütterung
des deutſchen Staatsgebäudes betrachtet. So
wußten auch die Berliner Vertreter der großen Pariſer Zei=
tungen
in der vergangenen Woche in abſichtlich übertrie=
bener
Weiſe zu melden, daß die Behörden den für Sonn=
tag
angekündigten Wahlrechtskundgebungen in Preußen
mit größter Sorge entgegenſähen. Sie hätten ſichere Mit=
teilungen
darüber erhalten, daß die Sozialdemokraten die
Abſicht hätten, es auf große Straßenkämpfe ankom=
men
zu laſſen, ſie ſeien mit Waffen ausgerüſtet und derglei=
chen
Uebertreibungen mehr.
Daher klingt aus den jetzigen ſpaltenlangen Be=
richten
der Pariſer Blätter über die ſozialdemokra=
tiſchen
Kundgebungen am Sonntag eine gewiſſe Ent=
täuſchung
darüber heraus, daß es mit der prophezeiten
Revolution nichts geworden ſei. Ja, verſchiedene Korre=
ſpondenten
Pariſer Blätter machen ihrem ſchlecht verhehl=
ten
Aerger dadurch Luft, daß ſie die Demonſtration ſogar
ins Lächerliche ziehen, indem ſie behaupten, es ſei geradezu

komiſch geweſen, wie zahm ſich die Sozialdemokraten ver=
halten
hätten. Einer dieſer Korreſpondenten meldet, er
habe einen Zug beobachtet, der ſich etwa 56000 Mann
ſtark durch die Oranien= und Kochſtraße bewegte. Die De=
monſtranten
ſeien einhergeſchritten, ſo feierlich, wie bei
einem Leichenbegängniſſe, ab und zu hätten ſie wohl Hoch=
rufe
ausgebracht, aber man habe dem blöden Geſichtsaus=
druck
der meiſten Teilnehmer deutlich angemerkt, daß ſie
nicht einmal recht wußten, wofür und warum ſie demon=
ſtrierten
.
Andere Berliner Berichterſtatter Pariſer Blätter geben
wieder ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, daß die
Polizei den Demonſtranten gegenüber eine Milde und
Nachſicht an den Tag gelegt habe, die man in Frankreich
nicht kenne. Dort würden alle revolutionären Straßen=
aufzüge
, die auch nur im geringſten den Verkehr behin=
dern
, mit rückſichtsloſer Energie ſofort zerſtreut, und wenn
ſich Widerſtand gegen die behördlichen Anordnungen be=
merkbar
macht, ſo ſprengen gleich die republikaniſchen Gar=
den
oder Kavallerie in die Maſſen hinein und jagen ſie
mit Säbelhieben auseinander. Das Pariſer Polizeikorps
beſitze ſogar eine eigene Abteilung, die ſogenannte Zen=
tralbrigade
, die für die Zerſtreuung von Straßenanſamm=
lungen
eingeſchult werde, und dies in ſehr brutaler Weiſe
beſorge.

Der Ernſt der Lage in England.

* Der unerwartete Beſuch und die Audienz des
Premiers bei König Eduard in Brighton am
Samstag hat die allgemeine Spannung hinſichtlich der
Entwickelung der durch die Kundgebung der iriſchen Natio=
naliſten
geſchaffenen Lage noch erheblich erhöht. Der Um=
ſtand
, daß Herr Asquith nach faſt einſtündiger Unterre=
dung
mit dem Monarchen eine halbe Stunde am See=
ſtrande
ſpazieren ging und dann vor der Abreiſe noch
einmal auf ein paar Minuten beim König vorſprach, wird
von den politiſchen Auguren dahin gedeutet, daß der Pre=
mier
oder der König oder beide ſich in einer Frage kurze
Bedenkzeit genommen hätten. Mittlerweile hat einer der
Einpeitſcher der Miniſteriellen bereits Veranlaſſung ge=
nommen
, vor den Wählern die Möglichkeit einer ſofortigen
Kriſis und ſehr nahen abermaligen Parlaments=
auflöſung
hervorzuheben und die Notwendigkeit der
Bereitſchaft dafür zu betonen. Mr. Fuller hielt näm=
lich
in Trowbridgh eine Rede, auf die man um ſo mehr
Gewicht legen muß, als die Einpeitſcher der Parteien in
ihren Aeußerungen gewöhnlich vorſichtiger ſind als die an=
deren
Abgeordneten oder die Mitglieder der Regierung,
außerdem aber Mr. Fuller Vize=Zeremonienmeiſter des
Königs iſt. Er ſagte u. a.: Ich kann nicht umhin, zu er=
klären
, daß in den letzten Tagen Schwierigkeiten entſtan=
den
ſind, die es vielleicht ſogar mit ſich bringen werden,
daß das Budget vom Unterhauſe zurückgewieſen werden
wird. Die Regierung muß aber fortgeführt werden, und
die Miniſter müſſen ſehen, Geld dazu irgendwo herzubekom=
men
. Sicher iſt, daß die Lebensmittel nicht beſteuert werden
ſollen. Jedenfalls wiſſen wir heute noch nicht, was die
nächſten Tage bringen werden, denn noch niemals iſt es
vorgekommen, daß die beiden großen Parteien einander
an Kopfzahl beinahe gleich ſind. Wir wiſſen auch nicht,
welche Haltung die Iren einnehmen werden. Es iſt da=
her
keineswegs ausgeſchloſſen, daß die nächſten Neu=
wahlen
bereits in einigen Monaten ſtattfinden wer=
den
, wobei es ſich um Dinge handeln wird, die für die
Demokratie von allerhöchſter Bedeutung ſind. Mr. Fuller
ermahnte zum Schluſſe ſeiner Rede die Wähler, ihr Pul=
ver
trocken zu halten.
Möglicherweiſe iſt dieſer Wink in erſter Linie an die
Adreſſe der iriſchen Nationaliſten gerichtet; ihnen wären
abermalige Neuwahlen noch weniger angenehm, als den
anderen Gruppen, weil ihre hauptſächlich durch amerika=
niſche
Beiſteuern vor einiger Zeit neugefüllte Parteikaſſe
durch die eben beendeten Wahlen nahezu erſchöpft, auf
eine weitere Hilfe aus Amerika zunächſt wenig, dagegen
auf weitere Einbußen an die neue Konkurrenz, die Gruppe
unter William O Brien, deſto mehr Ausſicht iſt. Verein=
zelte
Vorſtöße radikaler Brauſeköpfe des linken Flügels
der Regierung, zu drängen, noch vor dem Budget den
Feldzug gegen das Oberhaus zu unternehmen, ſcheinen
einſtweilen wenig Anklang in weiteren Kreiſen zu finden.
Die miniſteriellen Blätter äußern ſich eher beſchwichtigend
und abmahnend. Auf der Seite der Oppoſition wird nach=
gerade
allgemein die Notwendigkeit verfochten, gegen das
Budget zu ſtimmen.

Deutſches Reich.

Dem Reichstag iſt der Entwurf eines Ge=
ſetzes
über die Aenderung der §§ 114a uſw. der Ge=
werbeordnung
zugegangen. In dieſen Entwurf
ſind jene Beſtimmungen des im Jahre 1907 dem Reichstag
zugegangenen Entwurfs über die Abänderung der Ge=
werbeordnung
aufgenommen worden, die in den Kom=
miſſionsberatungen
keine weſentlichen Abänderungen er=
fahren
haben, ſo daß die verbündeten Regierungen ohne
längere Verhandlungen Stellung dazu nehmen konnten. Dies
traf zu für die Beſtimmungen über die Lohnbücher und Ar=
beitszettel
, die Beſtimmungen über die Fortbildungsſchu=
len
, die Dauer der Arbeitszeit in den Gewerben, in denen
durch übermäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Ge=
ſundheit
der Arbeiter gefährdet wird uſw. Zurückgeſtellt
wurden die Beſtimmungen über die Rechtsverhältniſſe der
Betriebsbeamten, Werkmeiſter und Techniker. Zu dieſem
Teile der Vorlage hat die Kommiſſion ſo weſentlich abwei=
chende
Beſchlüſſe gefaßt, daß zunächſt noch eingehende Ver=
handlungen
darüber erforderlich werden, ob und inwie=
weit
die verbündeten Regierungen ihnen beitreten werden.
Ferner hat die Kommiſſion eine Reihe von Fragen in den
Kreis der Erörterung gezogen, für die keine Vorſchläge in
der Vorlage enthalten waren. Die verbündeten Regierun=
gen
behalten ſich die Erwägung darüber vor, ob und in=
wiewit
dieſe Beſchlüſſe zur Grundlage für eine geſetzliche
Regelung genommen werden können. Bei den Beſtim=
mungen
über die Lohnbücher und Arbeitszettel (§ 114a)
iſt der Anregung, die Vorſchriften über den Inhalt der Ein=
tragungen
weiter zu faſſen als bisher, nicht entſprochen
worden, weil dieſe Frage bei einer Abänderung des § 111
der Gewerbeordnung gelöſt werden ſoll. Dagegen iſt den
Beſchlüſſen der Kommiſſion, wonach Vorſchriften gemäß
§ 114a auch für beſtimmte Bezirke durch Anordnung der
Landeszentralbehörde oder durch Polizeiverordnungen er=
laſſen
werden können, Rechnung getragen worden.
Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe
kam die nationalliberale Interpellation wegen der Maß=
regelung
von Beamten in der Provinz Poſen
wegen ihres Eintretens für nationalliberale Landtags=
kandidaten
zur Verhandlung.
Abg. Dr. Friedberg begründete die Interpellation
und zählte eine Reihe von Fällen auf aus Schneidemühl,
Filehne und Czarnikau, in denen nationalliberale Beamte,
weil ſie einen nationalliberalen Landtagskandidaten auf=
geſtellt
und für ihn agitiert hatten, durch Verſetzung oder
ſonſtwie gemaßregelt worden ſeien. Miniſter des In=
nern
v. Moltke ſchilderte ausführlich die Vorgänge bei
der Wahl in Kolmar=Czarnikau, die ſchließlich zur Auf=
ſtellung
einer nationalliberalen Sonderkandidatur führten,
und führte aus: Der Deutſche Wahlverein wurde durch
das Vorgehen der Nationalliberalen ausgeſchaltet und da=
durch
das Zuſammenhalten der deutſchen Parteien ver=
hindert
, ſo daß der nationale Beſitzſtand gefährdet war.
Von einer Drangſalierung der Beamten kann nicht die
Rede ſein. Der Regierungspräſident erklärte dem Schul=
inſpektor
nur, daß er durch ſein agitatoriſches Auftreten
die Wahl des deutſchen Abgeordneten nicht in Frage ſtellen
möge. Aehnlich verhielt es ſich mit dem Poſtdirektor Funk.
Was der Miniſterpräſident über das Verhalten von poli=
tiſchen
Beamten ſagte, gilt auch für mich als Richtſchnur.
Im Staatsintereſſe muß dagegen eingeſchritten werden,
wenn ein Staatsbeamter für die Nationalpolen direkt ein=
tritt
. Die Ausübung des Wahlrechts wurde hier nicht
verkümmert. Von einer Maßregelung war überhaupt
nicht die Rede. Es handelt ſich hier ausſchließlich darum,
daß der Oberpräſident und der Regierungspräſident ſich
aufklärend an einige Beamte wandten und ſie warnten,
für die Polen zu ſtimmen. Den Ausbau der nationallibe=
ralen
Partei in Poſen zu ſtören, liegt durchaus nicht is
der Abſicht der Regierung. Die nationalliberale Parter
war der Regierung ſtets eine treue Stütze bei der Oſtmar=
kenpolitik
. Hoffentlich bleibt die Partei ſich auch in Zu=
kunft
ihrer nationalen Pflichten bewußt und ſtellt dieſe
höher, als die Intereſſen und Wünſche der einzelnen Par=
teien
.
Die Wahlrechtskommiſſion des preu=
ßiſchen
Abgeordnetenhauſes wird bei Beginn
ihrer Beratungen zunächſt eine allgemeine Debatte über
öffentliche oder geheime Stimmabgabe haben. Seitens des
Zentrums und der Nationalliberalen wird ein Antrag auf
Einführung der geheimen Stimmabgabe vorgelegt werden.

Ausland.

Der öſterreichiſche Reichsrat wird am 24. Februar
wieder zuſammentreten.
Die angekündigte Auflöſung der Verfaſ=
ſungspartei
in Ungarn wurde nach einer Rede des
Grafen Andraſſy, der ſeine Politik verteidigte, vollzogen.
Das Gros der Partei ſchließt ſich der neuen Regie=
rungspartei
an, die einen Aufruf zwecks Vereini=
gung
aller Elemente zur produktiven Arbeit veröffentlicht.
In dieſem Aufruf wird darauf hingewieſen, daß die Par=

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teiunterſcheidung zwiſchen den Gegnern und Anhängern
des 67er Ausgleichs vollkommen inhaltslos geworden ſei,
da die Unabhängigkeitspartei, als ſie die Majorität er=
langte
und zur Regierung gelangte, genötigt geweſen ſei,
ihre Gegnerſchaft gegen das Ausgleichsgeſetz aufzugeben
und den Dualismus anzuerkennen. Das Regime der Koa=
lition
habe in einem Zwieſpalt zwiſchen der Nation und
der Krone geendet, welcher das Land den größten Er=
ſchütterungen
ausſetze. In dieſer ſchwierigen Lage ergehe
der Appell an die Nation zur Bildung einer Partei, die
die Harmonie zwiſchen dem König und der Nation her=
ſtelle
und die Politik der produktiven Arbeit und reellen
Ziele im Auge behalte. An die neue Partei könnten ſich
alle ohne Rückſicht auf ihre frühere Zugehörigkeit zu einer
alten Partei anſchließen. Der Aufruf trägt die Unter=
ſchriften
aller Miniſter, der Grafen Tisza und Cſaky, zahl=
reicher
Notabilitäten, ſowie von Mitgliedern der früheren
liberalen Partei.
Auf eine Frage des Abg, Fürſten Colonna in der
italieniſchen Kammer über den Schutz der italieni=
ſchen
Intereſſen im Hinterlande von Tripolis
angeſichts der Haltung einiger europäiſchen Mächte erklärte
der Miniſter des Auswärtigen Guicciardini: Es iſt ein
unabänderlicher Grundſatz in der italieniſchen Politik, daß
auch in Afrika die Integrität des ottomaniſchen Reiches
gewahrt werden muß. Wenn der Abgeordnete fürchten
ſollte, daß dieſer Grundſatz unſerer Politik verletzt wer=
den
könnte, kann ich ihn beruhigen. Die Integrität des
ottomaniſchen Beſitzes in Afrika iſt niemals beſſer geſchützt
geweſen als heute. Die Integrität der ottomaniſchen Pro=
vinzen
in Afrika unterliegt keinem Zweifel und keiner Er=
örterung
. Hierüber kann ich die weitgehendſten Zuſiche
rungen geben. Colonna erklärte ſich von der Antwort des
Miniſters befriedigt, behielt ſich aber die Interpellation
vor.
Finanzminiſter Cochery legte dem franzöſiſchen Mi=
niſterrat
einen Geſetzentwurf vor, der ſich auf die Hilfe=
leiſtung
für die Ueberſchwemmten bezieht.
Die Bank von Frankreich ſoll einen Vorſchuß von 75 Mil=
lionen
auf fünf Jahre an kleine Kaufleute, Induſtrielle und
Handwerker geben, mit deſſen ratenweiſer Rückzahlung
nach zwei Jahren begonnen werden ſoll. 25 Millionen
ſollen für fünf Jahre dem Credit Foncier überlaſſen wer=
den
, der Vorſchüſſe für den Wiederaufbau der Gebäude
gewähren ſoll. Dieſe Vorſchüſſe ſollen ohne Zins gegeben
werden, aber gegen eine Zahlung von zwei Prozent für
den Garantiefonds.
Im ſpaniſchen Miniſterrate gab Miniſterpräſident
Canalejas einen hiſtoriſchen Ueberblick über die Kriſe.
Er drückte die Hoffnung aus, daß die ſeiner Partei ge=
machten
Verſprechungen, bevor er ſein Amt übernommen
habe, ſich erfüllen würden. Canalejas gab ſodann die
Richtung an, in der das künftige Budget ſich bewegen
werde und ſetzte ſchließlich das Programm der Regie=
rung
feſt.
Die türkiſche Kammer genehmigte ohne Debatte den
Geſetzentwurf, nach dem für Marinebauten fünf
Millionen Pfund, auf 10 Jahre verteilt, ausgeſetzt wer=
den
.

Wie die Blätter melden, befinden ſich unter den
Vorlagen, die der griechiſchen Kammer unterbreitet wer=
den
ſollen, eine ſolche über die Gründung eines Miniſte=
riums
für Handel, Induſtrie und Ackerbau, das dem Na=
tionalökonomen
Papanaſtaſion übertragen werden ſoll,
eine Vorlage über die Reorganiſation der Univerſität, ein
Geſetz betreffend die Unvereinbarkeit der Funktionen eines
Deputierten mit denjenigen eines Mitgliedes des Auf=
ſichtsrats
oder der Direktion von Finanzgeſellſchaften und
endlich eine Vorlage betreffend den Schutz der Arbeit. Ein
Antrag auf Verfaſſungsreviſion wird kurz vor Schluß der
Seſſion eingebracht werden.
Wie die Agence Havas aus Konſtantinopel mel=
det
, haben die vier Botſchafter der Schutzmächte Kretas,
jeder im Namen ſeiner Regierung, dem türkiſchen Miniſter
des Aeußern Rifaat Paſcha die in Kanea von den Kon=
ſuln
der Schutzmächte überreichte Note bekanntgegeben.
Der Miniſter drückte ſeine lebhafte Befriedigung und ſei=
nen
Dank aus.
Dem Vernehmen nach erklärten ſich die engliſche
und die ruſſiſche Regierung nach länger als zwei
Monate dauernden Verhandlungen bereit, das Erſuchen
Perſiens um Gewährung eines Vorſchuſſes dahin zu
beantworten, daß unter gewiſſen Bedingungen 400000
Pfund gewährt werden ſollen. In Anbetracht der kürzlich
eingetretenen Verſchlechterung in den Beziehungen zwi=
ſchen
Rußland und Perſien iſt es freilich nicht ausgeſchloſ=
ſen
, daß der Medſchlis die Bedingungen, die er vor einem
Monat für nicht zu hart gehalten haben dürfte, nicht an=
nimmt
.
Der Verſuch, eine revolutionäre Bewe=
gung
in Argentinien anzuzetteln, iſt vollſtändig miß=
glückt
. Die revolutionären Gruppen ſind aufgelöſt wor=
den
. Im Innern des Landes herrſcht völlige Ruhe. Die
Preſſe verurteilt einmütig den Verſuch der Revolutionäre
und beglückwünſcht die Regierung zu den getroffenen
Maßnahmen. Die Truppen der Regierung haben Befehl
erhalten, wieder in ihre Kaſernen zurückzukehren.
*
*
* Kiel, 14. Febr. Prinz und Prinzeſſin
Heinrich von Preußen traten heute abend über
Vliſſingen die Reiſe nach London an.
Die jüdiſche Geſamtbevölkerung der
Welt zählt nach der Statiſtik des ſoeben in London er=
ſchienenen
jüdiſchen Jahrbuches 11625656 Köpfe; davon
entfallen allein auf Europa. 8 892019. An der Spitze der
europäiſchen Länder ſteht die jüdiſche Bevölkerung Ruß=
lands
, die 5082342 Seelen beträgt. Oeſterreich hat
1 233 112, Ungarn 851378, Deutſchland 607862, die
Türkei 282277, Rumänien 250000, Großbritannien und
Irland 240 546, Holland 103.000. In Frankreich zählt man
nur 95000 Juden und in Spanien, das vor den großen
Judenverfolgungen eine jüdiſche Bevölkerung von vielen
hunderttauſend Köpfen zählte, nur noch 4000. Intereſſant
iſt die ſtatiſtiſche Zuſammenſtellung, die den Prozentſatz
der jüdiſchen Bevölkerung in den größeren Städten zu=
ſammenſtellt
. An der Spitze ſteht Jeruſalem mit 55 von
100; es folgen Lodz mit 47,5 Prozent, Odeſſa mit 33 75
und Warſchau mit 33,36 Prozent. An vierter Stelle ſteht
New=York mit 26 3 Prozent, vor Budapeſt mit 23 Prozent.
Wiens jüdiſche Bevölkerung beträgt 8,75 Prozent der Ge=
ſamteinwohnerſchaft
. In Deutſchland ſteht Frank=
furt
mit 8,15 Prozent an der Spitze. In Berlin zählt
man 4,85 Prozent, in Chicago 3,58, in Hamburg nur 234

und in London nur 2,28 Prozent. In Paris beträgt der
Prozentſatz 207, und noch geringer iſt er in Rom, wo die
jüdiſche Bevölkerung mit 1,51 Prozent angegeben wird.
Brüſſel zählt 1,16 Prozent, die geringſte Zahl unter den
europäiſchen Hauptſtädten aber zeigt Petersburg mit nur
0,83 Prozent.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 16. Februax.
Charakterverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Forſtwart der Kommunal=
forſtwartei
Rodenbach (Oberförſterei Heldenbergen) Heinrich
Philipp Borſt zu Rodenbach aus Anlaß ſeiner Ver=
ſetzung
in den Ruheſtand den Charakter als Förſter
verliehen.
* Doktorjubiläum. Die philoſophiſche Fakultät der
Landesunwerſität hat dem Profeſſor Dr. Armin
Schäfer in Darmſtadt, der am 13. d. M. ſein goldenes
Doktorjubiläum beging, aus dieſem Anlaß das Diplom
erneuert.
L. Vor der Strafkammer ſpielte ſich geſtern die
Strafſache gegen den 52 Jahre alten Kaufmann Leon=
hard
Luley in Heppenheim wegen Kreditbetrugs ab.
Der Angeklagte hatte nach ſeines Vaters Tod eine
Zeitlang gemeinſchaftlich mit ſeinem Bruder weiterge=
wirtſchaftet
, dann aber den Laden aufgegeben und
ſelbſtändig als Hauſierer gearbeitet. In Wahrheit war
er von der Arbeit kein großer Freund, wohl aber vom
Wirtshausverkehr. Seine Geſchäfte gingen ſchlecht,
alles pfändbare Mobiliar wurde ihm zwangsweiſe ver=
ſteigert
, auch war er zweimal genötigt, den Offen=
barungseid
zu leiſten. Von dem Jahre 1906 an bezog
er durch Poſtkarten auf Pump Eiſen= und Glaswaren,
die er bei verſchiedenen Perſonen in Hepenheim unter=
brachte
. Sendungen gegen Nachnahme ließ er zurück=
gehen
. Von den borgenden Firmen bekam ſeit vier
Jahren keine mehr einen Pfennig. Seine Abſicht war
ohne Zweifel, ihnen das Nachſehen zu laſſen. Dies be=
weiſt
nicht nur die Unterbringung der Sachen, ſondern
auch der Umſtand, daß er nur zwiſchen Licht und
Dunkel dem Geſchäft nachging. In nicht weniger als
04 Fällen verſuchte der Gerichtsvollzieher, dem er wohl=
weislich
nichts von den Warenbeſtänden ſagte, erfolg=
los
, zu pfänden. Der Betrag, um welchen er nach und
nach die gurgläubigen Lieferanten hereinlegte, wird auf
mindeſtens 3000 Mark bemeſſen. Der Hinweis auf
Erbſchaften, die er von einer reichen Tante und einer
Schweſter zu erwarten habe, ſowie auf eine Heraus=
zahlung
ſeines Bruders haben wenig Wert. Er wurde
für ſchuldig erachtet und zu 1 Jahr 6 Monaten
Zuchthaus verurteilt; 2 Monate ſind durch die Unter=
ſuchungshaft
verbüßt, die bürgerlichen Ehrenrechte
wurden ihm auf 3 Jahre aberkannt.
Verwaltungsbericht des Großh. Oberbürger=
meiſters
. In einem ſtattlichen Bande von 452 Seiten
Inhalt ſtellt ſich wieder der zurzeit nach geſetzlicher
Vorſchrift im Stadthaus offengelegte Verwaltungs=
bericht
der Stadt Darmſtadt für das Jahr
1908 dar. Er iſt ein getreues Spiegelbild des ganzen
weiten Gebietes der ſtädtiſchen Verwaltung und ihrer
ſo vielfachen einzelnen Einrichtungen, Anſtalten und
Betriebe. Die Darſtellung des Vermögens= und
Schuldenſtandes ergibt Vermögenswerte in Höhe
von 64939 348,28 Mk., denen 35 361 361,55 Mk. Schul=
den
gegenüberſtehen, ſo daß ſich ein Vermögens=
überſchuß
von 29.57796673 Mk. ergibt. Ueler ein=
zelne
, in der Oeffentlichkeit noch nicht oder nur wenig
bekannte und beſprochene Darſtellungen des Berichts
behalten wir uns Mitteilungen vor.
* Vom Heſſiſchen Staatsſchuldbuch. Die Reichsbank
gewährt vom 1. Januar 1910 ab Lombarddarlehen gegen
Verpfändung von Schuldbuchforderungen. Hierfür
kommen auch die im heſſiſchen Staatsſchuldbuch einge=
tragenen
Forderungen in Betracht. Nähere Auskunft

Clara Ziegler.

Mit tiefem, warmem, vollem Ton klingt dieſer
Name in meiner Erinnerung, gleichſam als ob noch ein=
mal
der wunderbare Klang ihrer unvergleichlichen
Stimme an mein Ohr dränge. Nie vorher oder nach=
her
habe ich ein Organ von ſolcher Pracht gehört und
nie wieder eines, welches die von der Natur geſchenkten
Mittel ſo vollendet ausgebildet und mit ſouveränſter
Künſtlerſchaft verwertet hätte
Im Anfang der ſiebziger Jahre, als ich in Weimar
meinen Studien oblag, wurde mir eines Tages ein
Bild Clara Zieglers als Jungfrau von Orleans ge=
ſchenkt
, mit dem Wunſche, dieſem Vorbilde nachzueifern.
Der gütige Geber hatte die junge Künſtlerin gelegent=
lich
eines Gaſtſpieles in Oeſterreich geſehen und war in
heller Begeiſterung über ihre Darſtellung und ihre
Perſönlichkeit. Damals ließ ich mir nicht träumen, daß
ich bald das Glück haben ſollte, neben dieſer Künſtlerin
wirken zu dürfen.
Im Frühjahr 1873 gaſtierte ich am Hoftheater in
Darmſtadt und wurde daſelbſt als jugendliche Liebhabe=
rin
engagiert. Wenige Jahre ſpäter, im Januar 1876,
wurde ein Gaſtſpiel von Clara Ziegler angekündigt
und mir die Rolle der Kreuſa in Medea zuerteilt. Wie
freudig machte ich mich an das Studium der Rolle und
wie klopfte mir das Herz vor Erregung, als es zur
erſten Probe mit der großen Künſtlerin ging.
Der Aufbau des Hoftheaters, welches am 24. Ok=
tober
1871 ein Raub der Flammen geworden, war noch
nicht vollendet und wir ſpielten interimiſtiſch in dem
kleinen alten Theater, deſſen Nebenräume, wie Garde=
roben
uſw. ſehr klein und mangelhaft waren. Der
Gang neben den Kuliſſen war herzlich ſchmal und
düſter, und auf dieſem Gange erblickte ich zum erſten
Male Clara Ziegler. Mit majeſtätiſchen Schritten kam
ſie, von der Eingangstüre, dieſen Gang entlang, in
ſchleppendem Kleide und langem ſchwarzen Sammet=
mantel
, auf dem Kopfe einen großen Hut mit Federn
jeder Zoll eine Fürſtin keine Theaterprinzeſſin! So
ſchritt ſie nach der Bühne, empfangen von dem Ober=
regiſſeur
Theodor Wünzer, dem vortrefflichen Helden=
ſpieler
. Nun wurden wir Mitwirkende, die wir auf
der Bühne verſammelt, vorgeſtellt, und ich ſah zum
erſtenmal, was ich nie vergeſſen werde: das Lächeln
Clara Zieglers! Der entzückende Reiz dieſes Lächelns
war wohl hauptſächlich deshalb ſo bezaubernd, weil es
in dieſem klaſſiſch geſchnittenen Geſichte mit den großen
ernſten Zügen doppelt überraſchend wirkte.
Die Probe begann, und nicht nur von den Mitwir=
jenden
, von Medea ſelbſt wurde mit ernſteſtem Eifer
probiert. Jeder Satz, jede Stellung wurde von ihr ge=
nau
wie am Abend gebracht, für jeden Partner hatte ſie
ein freundliches Wort, und ihre Wünſche, bezüglich des
Zuſammenſpiels, wurden alle in der liebenswürdigſten
Form, gleichſam als Bitte, vorgetragen. Obſchon ſie
nicht mit voller Stimme ſprach, bekam man doch ſchon
einen Begriff von der Wirkung dieſes unvergleichlichen
Organs.

Mit den erſten Worten am Abend:
Biſt du zu Ende?
Zuerſt den Schleier und den Stab der Göttin,
77
Ich werd Euch nicht mehr brauchen, ruhet hier!
mit ihrer machtvollen, wunderbaren Perſönlichkeit nahm
ſie ſofort das Publikum gefangen, und ſchon, nach dem
erſten Akt war ihr großer Erfolg geſichert. Wie weiche, faſt
naive Töne konnte ſie in der Szene mit Kreuſa brin=
gen
! Wie Orgeltöne klang’s, als ſie von Jaſons Werb=
ung
erzählte:
So ſtand er da in Kraft und Schönheit prangend,
Ein Held, ein Gott und lockte, lockte, lockte!
Wie weiblich, demütig, zart war ihr erſtes: Jaſon, ich
weiß ein Lied, und wie erſchütternd das:
Sieh’, wie ich dieſen Mantel durch hier reiße,
Und einen Teil an meinen Buſen drücke,
Den andern hin dir werfe vor die Füße.
Alſo zerreiß’ ich meine Liebe, unſern Bund.
Und dann der Schluß des zweiten Aktes! Mit welcher
Wucht und doch wie hoheitsvoll kam das:
Zurück! Wer wagt’s, Medeen zu berühren?
Im vierten Akt, da ſie Kreuſa das Geſchenk der
Feindin ſendet und auf den Erfolg desſelben wartet,
bat ſie mich hinter der Szene, bei der Wirkung des Ver=
derben
bringenden Flammenbechers als Erſte zu
ſchreien. Von der Kuliſſe aus ihr Spiel verfolgend,
wurde ich von demſelben ſo beeinflußt, daß mir der
Entſetzensſchrei vorzüglich gelang und unbewußt wirkte
dieſe Suggeſtion noch nach, ſo daß ich bei verſchiedenen
Rollen, z. B. Marie im Götz, bei dem Abſturz Franzens,
jedesmal wieder denſelben Ton traf und dieſelbe Wirk=
ung
mit dem Schrei erzielte.
Der Erfolg dieſes erſten Gaſtſpieles war ſo groß,
daß ſofort ein zweites abgeſchloſſen wurde, welches die
Künſtlerin im November desſelben Jahres wieder hier=
her
führte. Sie begann abermals mit Medea, der der
Vicomte von Létorieres, ſowie die Jungfrau von Or=
leans
folgten. Im Vicomte ſpielte ich mit ihr die Ma=
rianne
und in der Jungfrau die Agnes Sorel.
Welche Ueberraſchung bot ſie mit ihrem Vicomte!
Wie entzückend ſah ſie als Mann aus, wie famos be=
wegte
ſie ſich, wie chevaleresk war ihr Benehmen den
Damen gegenüber und wie leicht war ihr Konverſations=
ton
. Allerdings nicht das, was man heute ſehr häufig
dafür ausgibt, was aber meiner Anſicht nach ein un=
künſtleriſches
Verwiſchen und Ineinanderziehen der
Worte iſt.
Am meiſterhafteſten beherrſchte ſie dieſen Ton als
Donna Diana, wo ſie dem Versmaße ſein volles Recht
angedeihen ließ, den gehaltenen Ton der Fürſtin mit
der ſpaniſchen Grandezza wahrte und doch nicht in
Pathos verfiel. Und wie fürſtlich ſah ſie aus als Donna
Diana, als Margarete in Die Erzählungen der Köni=
gin
von Navarra! Ihre Koſtüme waren immer ſtil=
gemäß
, künſtleriſch entworfen und wo es hingehörte,
von der größten Pracht und auserleſenem Geſchmack.

Aber wie trug ſie auch eine Schleppe, einen Mantell
Freilich wurde ſie durch ihre impoſante Figur unter=
ſtützt
, aber nur durch eifrigſtes Studium konnte eine
ſolche Harmonie in der Bewegung ihres Körpers erzielt=
werden
.
Hermann Lingg ſchrieb ihr, als ſie 1885 an die
Münchener Hofbühne zurückkehrte, in einem begeiſter=
ten
Gedichte die Worte:
Die Bildnerin der Schmerzen, die Tragödie er=
wählte
Dich ſchon frühe, Hüterin des heiligen Feuers
ihr zu ſein. Dir ward die Kraft der Sprache, Dir der
Vürde Haltung, Dir jeder Vorzug, um die Macht der
eidenſchaft entfeſſelt und gebändigt uns zu zeigen.
Ganz reizend, wahrhafte grande dame, war ſie als
Gräfin Autreval in Frauenkampf Welche Liebens=
würdigkeit
gegen Leonie, wie ruhig, überlegen in den
Szenen mit Monrichard, wie fein die Neigung zu
Flavigneul angedeutet und wie entzückend kam es von
ihren Lippen: Alſo kann man mich noch lieben? nach=
dem
ſie den Brief Grignons geleſen. Die Gräfin war
auch eine von mir ſpäter oft geſpielte Rolle und ſtets
gedachte ich dankbar meines Vorbildes.
Auch die Brunhilde Geibels und Hebbels, ſowie die
Thusnelda in Halms Fechter von Ravenna verkörperte
ſie im Laufe der Jahre noch hier, denn oft kehrte ſie als
Gaſt dem Hoftheater wieder. Stets fand ſie die gleiche
begeiſterte Aufnahme, und für mich war es ein Feſt,
wenn ſie kam, denn nicht nur die große Künſtlerin,
auch die liebenswürdigſte Frau habe ich in ihr verehrt
und geliebt.
Zuletzt ſprach ich ſie 1901 im Prinz=Regententheater
in München und ein Beweis ihres großartigen Ge=
dächtniſſes
, auch für Phyſiognomien ſie erkannte mich
ſofort, was viel ſagen will, wenn man bedenkt, mit wie=
viel
Kolleginnen und Kollegen ſie im Leben zuſammen=
kam
.
Wie unendlich gütig, wie wohltätig die teure Ver=
ſtorbene
war, erfuhren Fernerſtehende erſt nach ihrem
Tode. Vor wenigen Tagen erſt wurde ihr großartiges
Vermächtnis an die Genoſſenſchaft Deutſcher Bühnen=
Angehöriger bekannt. Sie hat derſelben ihr Haus in
München mit Einrichtung und Garten im Geſamtwerte
von 400000 Mark, ſowie außerdem ein Kapital von
150000 Mark vermacht, mit der Beſtimmung, es als
Theatermuſeum unter dem Namen Clara Ziegler= Stif=
ung
zu erhalten.
Aber ſchon vorher, ehe man von dieſer fürſtlichen
Schenkung etwas wußte, konnte Jocza Savi’s, der lang=
jährige
Oberregiffeur der Münchener Hofbühne, an
ihrer Bahre ſagen:
Wenn künſtleriſches Genie eine der ſeltenſten und
herrlichſten Gaben der göttlichen Vorſehung an die
Menſchheit iſt, wenn das Mitleid für fremdes Leid die
edelſte menſchliche Tugend iſt, dann war die teure Ent=
ſchlafene
eine ſeltene Frau und eine ſeltene Künſtlerin,
im edelſten, im ſchönſten Sinne des Wortes. Sie war
ein Genie der Kunſt und ein Genie des Wohltuns.
Anna Ethel, Darmſtadt=

[ ][  ][ ]

erteilt das Staatsſchuldbuchbureau in Darmſtadt. Die
Benutzung des Staatsſchuldbuches nimmt in ſteigendem
Maße zu. Allein in den verfloſſenen zehn Monaten
des lauſenden Rechnungsjahres beträgt der Zugang
nach Abzug der Ausreichungen 9141400 Mark. Der=
zeit
ſind unter 1560 Konten 57550800 Mark, d. h. etwa
13¼ Prozent der eintragsfähigen Staatsſchuld im
Schuldbuch eingetragen. Die Benutzung: des Staats=
ſchuldbuches
iſt weſentlich erleichtert worden durch die
inzwiſchen beſchloſſene Gebührenfreiheit für alle Ein=
tragungen
und die Stempelfreiheit für alle im Inland
ausgeſtellten, für Schuldbuchzwecke benötigten amtlichen
Urkunden, Beſcheinigungen und Beglaubigungen. Wei=
ter
wird darauf aufmerkſam gemacht, daß bei dem
Staatsſchuldbuchbureau, wie auch bei allen Großh. Be=
zirkskaſſen
außerhalb des Großherzogtums bei allen
Reichsbankanſtalten Barbeträge angenommen wer=
den
, die entweder zum Ankauf von Schuldverſchreibun=
gen
aller Zinsgattungen oder auch zur direkten Ein=
tragung
einer Buchſchuld, ohne gleichzeitigen Ankauf
von Schuldverſchreibungen zu dienen beſtimmt ſind, letz=
teres
vorläufig jedoch nur für die 3½= und 4prozentigen
Anleihen von 1909. Näheres über die Benutzung des
Staatsſchuldbuches iſt aus den Amtlichen Nachrichten
über das Staatsſchuldbuch zu erſehen, die in Kürze in
neuer Ausgabe erſcheinen und von dem Staatsſchuld=
buchbüregu
in Darmſtadt unentgeltlich abgegeben
werden.
In der Villa des Herrn Dr. Willi Merck fand
Montag abend eine muſikaliſche Abendgeſellſchaft ſtatt,
der auch das Großherzogspaar beiwohnte. Herr Kom=
poniſt
Haus Herrmann aus Wiesbaden leitete ver=
ſönlich
ſeine vom hieſigen Hoftheaterchor geſungene
Ode an das Licht. Das Großherzogspaar verweilte
bis halb 1 Uhr in der Geſellſchaft.
Heſſiſche Trophäen=Ausſtellung in Darmſtadt.
Dieſer Tage wurde damit begonnen, die Einladungen
zur Beſchickung der vom 9.17. April d. J. in den
Räumen des alten Großh. Muſeums ſtattfindenden Ge=
weih
=Ausſtellung zu verſenden. Es können nur Mit=
glieder
der beiden veranſtaltenden Vereine (Heſſ. Jagd=
Klub Darmſtadt und Allgemeiner Deutſcher Jagdſchutz=
verein
, Landesverein Heſſen) ausſtellen. Um dem Ein=
wand
zu begegnen, daß mancher Jäger ſich ſcheue, das
Revier anzugeben, wo er ſeine Trophäen erbeutete, ſei
dgrauf hingewieſen, daß als Schußort nur die Provinz,
in der jener liegt, zu nennen iſt. Die ſchriftliche An=
meldung
der auszuſtellenden Gegenſtände hat bis zum
26. Februar d. J. bei Herrn Forſtaſſeſſor Freiherrn von
Wedekind, Darmſtadt, Paradeplatz 4, zu erfolgen.
KE. Hiſtoriſcher Verein für das Großherzogtum
Heſſen. Am 18. Februar l. Js. ſind es 75 Jahre her
ſeit ſich der Hiſtoriſche Verein für das Großherzogtum
Heſſen, deſſen Statuten am 12. Dezember 1834 von dem
Großherzog Ludwig II. beſtätigt worden waren, in
einer im Saale des Darmſtädter Hofs abgehaltenen
Verſammlung durch die Wahl ſeines Präſidenten, Vize=
präſidenten
, Sekretärs und Ausſchuſſes konſtitnierte.
Die erſte Anregung zur Gründung des Vereins war
in einem am 16. April 1832 von dem um die heſſiſche
Geſchichte ſehr verdienten Johann Wilhelm Chriſtian
Steiner erlaſſenen Aufruf enthalten, worauf ſich 71
Männer als Teilnehmer des zu gründenden Vereins
meldeten. Am 1. Juni 1833 fand die erſte Verſammlung
ſtatt, die zur Beſtellung eines vorbereitenden Aus=
ſchuſſes
führte. Den Vorſitz in dieſem Ausſchuß hatte
Karl Chriſtian Eigenbrodt, der neben Steiner und
Heinrich Eduard Seriba, dem Verfaſſer des Heſſiſchen
Schriftſtellerlexikons, als eigentlicher Gründer des
Vereins angeſehen werden muß und bis zu ſeinem am
11. Mai 1839 erfolgten Tode Präſident des Vereins
blieb. Der Zweck des Vereins war und iſt die Förde=
rung
der heimiſchen Geſchichts= und Altertumskunde
nach allen ihren Beziehungen, unter Ausſchluß jedoch der
Erörterung in die Gegenwart hineinragender Vorgänge
auf politiſchem und kirchlichem Gebiete. Dieſen Zweck
hat der Verein auf verſchiedene Art zu erreichen ge=
ſucht
. Zunächſt durch ſeine Veröffentlichungen, und
zwar ſowohl durch Zeitſchriften (Archiv für heſſiſche
Geſchichte und Altertumskunde, ſeit 1835, bis jetzt 21
Bde. und 1 Supplement; Quartalblätter, ſeit 1861, und
Beiträge zur heſſiſchen Kirchengeſchichte, ſeit 1901, bis
jetzt 4 Bde.), als auch durch beſondere Druckſchriften.
Von den letzteren ſind die wichtigſten: R. Adamy: Die
ränkiſche Torhalle und Kloſterkirche zu Lorſch, 1891;
derſ.: Die Einhard=Baſilika zu Steinbach i. O., 1885;

derſ.: Die ehemalige frühromaniſche Zentralkirche des
Stiftes St. Peter zu Wimpfen im Tal, 1898; Ludw.
Baur: Urkundenbuch des Kloſters Arnsburg, 1851;
derſ.: Heſſiſche Urkunden, 5 Bde., 186073; Wilh.
Crecelius: Oberheſſiſches Wörterbuch, 2 Bde.,
1890ff; Wilhelm Franck: Geſchichte der ehemaligen
Reichsſtadt Oppenheim, 1859; Ludwig Frohn=
häuſer
: Geſchichte der Reichsſtadt Wimpfen,
1870; Julius Grimm: Der römiſche Brückenkopf
in Kaſtel, 1882; F. Kraft: Geſchichte von Gießen
bis zum Jahre 1265, 1876; Erwin Marx: Die
Burgkapelle zu Ilben, 1882; Guſtav Nick: Georg, der
Fromme, 1896; Philipp, der Großmütige,
Feſtſchrift, 1904; Adolf Schmidt: Baron Hübſch und
ſein Kabinett, 1906; Hch. Ed. Scriba: Regeſten der
bis jetzt gedruckten Urkunden zur Landes= und Orts=
geſchichte
des Großherzogtums Heſſen, 3 Bde. nebſt
Supplementen, 184770; Gg. Wilhelm Juſtin
Wagner: Die vormaligen geiſtlichen Stifte im Groß=
herzogtum
Heſſen, 2 Bde., 187378; derſ.: Die
Wüſtungen im Großherzogtum Heſſen, 3 Bde., 185465.
Neben dieſe literariſchen Lebensäußerungen, auf die
ſich der Verein im erſten Vierteljahrhundert ſeines Be=
ſtehens
beſchränkte, traten ſpäter noch die monatlichen
Verſammlungen im Winter und die monatlichen Aus=
flüge
im Sommer, ſowie Ausgrabungen.
Nachdem bereits eine große Anzahl dankbarer Mit=
glieder
und Freunde des Vereins, an ihrer Spitze Se.
Königl. Hoheit der Großherzog, dem Verein aus Anlaß
ſeines 75jährigen Jubiläums die von Friedrich Back
verfaßte und prächtig ausgeſtattete Feſtſchrift: Mittel=
rheiniſche
Kunſt, Beiträge zur Geſchichte der Malerei
und Plaſtik im 14. und 15. Jahrhundert, gewidmet
haben, findet zur Erinnerung an die Konſtituierung
des Vereins am 16. Februar I. Js., abends 6 Uhr, im
Hauſe der Vereinigten Geſellſchaft eine Monatsver=
ſammlung
des Hiſtoriſchen Vereins ſtatt, die der Vereins=
präſident
, Herr Archivdirektor Dr. Freiherr Schenk zu
Schweinsberg, durch eine Anſprache eröffnen wird, die
von dem Leben des Vereins in den letzten 25 Jahren
handeln ſoll. Daran ſchließt ſich ein Vortrag des als
Redner hier ebenſo bekannten wie beliebten Herrn
Bibliothekars Prof. Dr. Bader über: Zeichen und
Wunder, Beiträge zur Geiſtesgeſchichte, vornehmlich des
17. Jahrhunderts während ein einfaches Eſſen den
Schluß der Gedächtnisfeier bilden wird.
Die Mitgliederzahl des Vereins hat nahezu das
ſechſte Hundert erreicht, ein Beweis, daß er es ver=
ſtanden
hat, ſich und ſeinen Beſtrebungen Freunde zu
erwerben. Trotzdem ſind ihm ſtets neue Mitglieder
willkommen. Der geringe Jahresbeitrag von 5 Mark
ermöglicht jedem Freunde der heſſiſchen Geſchichte den
Beitritt. Auffallend iſt es übrigens, daß, obnohl die
Vereinsſtatuten am 30. November 1908 inſofern eine
eitgemäße Aenderung erfahren haben, als nunmehr
auch Damen in gleicher Weiſe wie Männer als Vereins=
mitglieder
aufgenommen werden, die Zahl der weib=
lichen
Mitglieder noch ſo gering iſt, daß von dieſen in
der Mehrzahl, ſtrenge genommen, gar nicht geſprochen
werden kann. Möge der Verein im letzten Viertel
ſeines hundertjährigen Beſtehens die gleiche gedeihliche
Entwicklung nehmen, die ihm bisher beſchieden war
Die Sektion Darmſtadt des Deutſchen und Oeſter=
reichiſchen
Alpenvereins läßt ſich jetzt außer ihren
alpinen Beſtrebungen auch die Pflege des Schneeſchuh=
ſportes
ſehr angelegen ſein und beſitzt bereits eine
Reihe von Mitgliedern, welche dieſem geſunden Ver=
gnügen
lebhaft huldigen. Selbſtverſtändlich kommen
in erſter Linie die benachbarten Gebirge, vor allem der
Taunus, zur Ausübung dieſes ſchönen Sportes in Be=
tracht
. Die Sektion Darmſtadt hat nun einen regel=
mäßigen
Nachrichtendienſt mit der Wetterſtelle
des Feldberges im Taunus eingerichtet, deſſen Ueber=
mittelung
das hieſige Verkehrsbureau in dankens=
werter
Weiſe übernommen hat, ſodaß ſtets Freitag
abends die neueſten Schnee= und Wetternachrichten im
Vereinszimmer bei Sitte vorliegen, woſelbſt auch die
Samstags und Sonntags auszuführenden Touren be=
ſprochen
werden. Für weitere Ausflüge in den
Vogelsberg und die Rhön hat das Hydographiſche Bu=
reau
ſeine neueſten Wetterberichte der Sektion jeder=
zeit
in liebenswürdigſter Weiſe zur Verfügung geſtellt,
wie auch ſtets die letzten Wetterberichte aus dem
Schwarzwald für die intereſſierten Mitglieder einge=
holt
werden. Es ſei noch darauf aufmerkſam gemacht,
daß die Sektion auch das Vorausbeſtellen von Zim=

mern auf dem Feldberg und in Cronberg für ihre Mit=
glieder
übernimmt, wenn die diesbezüglichen Wünſche
bis Freitag abend dem Vorſtand mitgeteilt ſind. Da
ſeit einigen Wochen die Schneeverhältniſſe im Taunus
die denkbar beſten ſind, wurde von dieſen Einricht=
ungen
der Sektion ſchon ein lebhafter Gebrauch ge=
macht
, aber auch der Schwarzwald erhielt von einigen
Mitgliedern einen Beſuch abgeſtattet, die äußerſt be=
friedigt
von ihrem ſchönen Ausflug nach dem Ruhſtein,
den Hornisgrinden und Mummelſee zurückgekehrt
ſind. Dieſe Tour wird Freitag, den 18. I. M., wieder=
holt
, die Abfahrt nach Achern, Ottenhöfen erfolgt nach=
mittags
2,39 Uhr. Weitere gemeinſame Ausflüge auf
den badiſchen Feldberg und in den Vogelsberg ſollen
noch im Laufe dieſes und des nächſten Monats aus=
geführt
werden.
C. Berufsſtatiſtik. In der neueſten Nummer der Mit=
teilungen
der Großh. Heſſ. Zentralſtelle für die Landes=
ſtatiſtik
findet ſich eine intereſſante Aufſtellung über die
Berufsbevölkerung des Großherzogtums in den Jahren
1882, 1895 und 1907. Während die meiſten wichtigeren Be=
rufsarten
eine ununterbrochene, zum Teil ſehr beträchtliche
Steigerung ihrer Angehörigenzahl aufweiſen, macht ſich im
Handwerk bei den Grob=(Huf=)Schmieden ein gewiſſer
Stillſtand bemerkbar, was aus den Zahlen 10004 für 1882,
10010 für 1895 und 10 186 für 1907 hervorgeht. Aehnlich
ſteht es bei den Zimmerern (11332, 11 199, 12099). In ei=
nem
Handwerk iſt ſogar ein beträchtlicher Rückgang ſei=
ner
Vertreterzahl feſtzuſtellen, nämlich in dem der Schuh=
macher
. Während dasſelbe im Jahre 1882 noch 31 434 An=
gehörige
zählte, ſank dieſe Zahl im Jahre 1895 auf 26 716
und 1907 auf 23 419. Verhältnismäßig weniger iſt von
dieſem Rückgang die Stadt Darmſtadt berührt (1882: 1585,
1895: 1617, 1907: 1463), während in den übrigen Orten
des Kreiſes die Abnahme ſehr beträchtlich iſt (634 inner=
halb
25 Jahren). Eine ähnliche Abnahme iſt in allen Krei=
ſen
des Landes zu bemerken mit Ausnahme von Offenbach,
wo die Schuhinduſtrie in lebhaftem Aufblühen begriffen
iſt. Zählte doch die Stadt Offenbach im Jahre 1882 1358.
1907 dagegen 2917 Angehörige dieſes Handwerks und auch
im Landkreiſe ſtieg deren Zahl in den letzten 12 Jahren
um volle 600.
Kometen=Vortrag. Das allgemeine Intereſſe, das
unſere Gegenwart Kometenerſcheinungen, Me=
teoren
uſw. entgegenbringt, veranlaßt den Verein
für Verbreitung von Volksbildung zur Ver=
anſtaltung
eines der breiteſten Oeffentlichkeit zugänglichen
Vortrags. Herr Prof. Dr. Meiſel, Direktor der hieſigen
Gewerbeſchule, wird am Freitag, den 18. Februar, abends
8½¼ Uhr, im Saal 326 der Techniſchen Hochſchule ſprechen
über Kometen, beſonders den Halleyſchen
Der
Halleyſche Komet iſt bekanntlich für Monat Mai angekün=
digt
. Den Vortrag werden gute Lichtbilder unterſtützen.
Gerne erinnert man ſich wohl noch der anziehenden und
klaren Darſtellungsweiſe, in der Herr Prof. Dr. Meiſel
vor zwei Jahren in zwei Vorträgen obengenannten Ver=
eins
ſeine zahlreichen Zuhörer zu feſſeln wußte.
Zum hundertjährigen Todestag Andreas Hofers.
Am Sonntag, den 20. Februar, gelangt im Geſellenhauſe
des Katholiſchen Geſellenvereins, Friedrichſtraße 30, das
Schauſpiel Andreas Hofer zur Aufführung. Es iſt zu
erwarten, daß das herrlich geſchriebene Schauſpiel, deſſen
Rollen in bewährten Händen liegen, eine würdige Erinne=
rung
an jene großen Tage bildet. Einem jedem, der das
tragiſche Geſchick des treuen Tirolerhelden, ſeine ruhm=
reichen
Taten, ſeine Liebe zu ſeinem Kaiſer und Vater=
lande
zu würdigen weiß, wird Gelegenheit geboten ſein,
der Erinnerungsfeier beizuwohnen. (Näheres ſiehe An=
zeige
.)
Vortrag. Auf den heutigen Vortragsabend des
Akadem. Bismarck=Bundes im Fürſtenſaal ſei hier=
durch
verwieſen. Herr Uhlig=Berlin, der Begrün=
der
des Bundes, wird über das zeitgemäße, ſehr inter=
eſſante
Thema: Der Ultramontanismus, eine natio=
nale
und kulturelle Gefahr ſprechen. (Näh. ſ. Anz.)
Der Ortsgewerbeverein Darmſtadt hat in die=
ſem
Winter auf dem Gebiete des Vortragsweſens eine
ſehr rührige Tätigkeit entfaltet. Für die am nächſten
Freitag, den 18. I. M. ſtattfindende 6. Winterverſamm=
lung
iſt ein Vortrag des Herrn Profeſſor Dr. W.
Sonne über Die Staubplage, ihre Gefahren und ihre
Beſeitigung vorgeſehen. Der Vortrag wird durch An=
ſchauungsmaterial
erläutert werden und u. a. auch die
örtlichen Verhältniſſe in unſerer Stadt hinſichtlich der
Staubentwicklung und der Staubbeſeitigung behan=

Konzerte.

* Das fünfte Konzert der Großh. Hof=
muſik
am Montag wurde mit einem Ritt in das roman=
tiſche
Land, mit der Sinfonie Nr. 3 (Es-dur) von Schu=
mann
eröffnet, die zu Vergleichen nach verſchiedener Rich=
tung
hin Anlaß bot und deren beiden letzten Sätze ſich
durch Formſchönheit und Tiefe der Empfindung auszeich=
nen
. Die unleugbaren Vorzüge des ſonſt allerdings nicht
gerade bedeutenden Werkes kamen unter Herrn Hofrat
de Haans verſtändnis= und liebevoller Leitung durch die
Hofkapelle zur beſtmöglichen Geltung. An Stelle des we=
gen
plötzlicher Erkrankung verhinderten franzöſiſchen Vio=
liniſten
Herrn Thiband hatte der Violinvirtuoſe Herr
Arrigo Serato den ſoliſtiſchen Teil des Programms
übernommen, der das Mozartſche Konzert in Es=dur mit
Klavierbegleitung und eine Chaconne von Vivaldi mit
Orcheſter= und Orgelbegleitung ſpielte. Da Herr Thiband
hier noch unbekannt iſt und Herr Serato ſich ſeiner Auf=
gabe
mit glänzendem Gelingen unterzog, ſo wurde ein
Verluſt offenbar nicht empfunden. Herr Serato iſt ein
Meiſter ſeines Inſtrumentes, wenn in ſeinem Spiel auch
das Techniſche überwiegt und das Gefühlsmoment hinter
ihm zurücktritt. Hervorragende Leiſtungen ſeiner Kunſt
waren der letzte Satz des Mozartſchen Konzertes und das
zweite effektvolle, ſehr bewegte Stück, deſſen geſteigertem
Pathos der Leidenſchaft er mit entſprechendem tonlichen
Aufwand und Energie des Voktrags gerecht zu werden
wußte. Für den Beifall dankte er durch eine Zugabe. Den
Beſchluß des Abends machte Haydns brillant geſpielte
Sinfonie in G=dur, deren herzerquickende Friſche und Na=
türlichkeit
neben der Grazie der Form ihr den Stempel
ewiger Jugend aufdrücken und die bei dem für die ſchlichte
Haydnſche Muſe ſich wieder ſehr empfänglich zeigenden
Publikum eine auffallend warme Aufnahme fand.

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.

* Am Sonntag wurde im Spiel= und Feſthauſe zu
Worms von Mitgliedern des Darmſtädter Hof=
theaters
unter Herrn Hackers Leitung Ariſtopha=
nes
Komödie Die Fröſche in der bekannten Be=
ſetzung
aufgeführt. Die Aufführung hatte auch in
Worms einen bedeutenden künſtleriſchen Erfolg.
* Herr Dr. Guſtav Landsberger, ein gebore=
ner
Darmſtädter, iſt im Alter von 45 Jahren nach
zweimonatlicher Krankheit als Direktor der Dresdener

Bank in London geſtorben. Herr Landsberger, der
ſeit Errichtung der Londoner Filiale dem Inſtitut an=
gehörte
, hat ſich um deren Entwickelung ſehr verdient
gemacht und war wegen ſeiner lauteren Geſinnung
und ſeiner liebenswürdigen Perſönlichkeit allgemein
geſchätzt. Herr Landsberger war der Sohn des in wei=
ten
Kreiſen bekannten und geachteten Rabbiners Dr.
Landsberger.
* Der Zweiten badiſchen Kammer der Landſtände
hat der Bund gegen den Wiederaufbau des
(Geſchäftsführender
Heidelberger Schloſſes
Ausſchuß: Profeſſor Wilhelm Manchot=Frankfurt a. M.,
Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Heury Thode=Heidelberg,
Profeſſor Konrad Sutter=Schloß=Lichtenberg, Profeſſor
Wilhelm Trübner=Karlsruhe) nachſtehrnde Be=
gründung
für ſein Erſuchen überreicht: Zweite Kam=
mer
wolle dem Projekt der Großherzoglichen Regier=
ung
, die Faſſade des Otto Heinrich=Baues
niederzulegen und wieder aufzubauen, ihre Zuſtim=
mung
verſagen.
Von neuem ſteht der badiſche Landtag vor der Auf=
gabe
, die Frage der Erhaltung des Otto Heinrich=
Baues zu prüfen, und von neuem ſieht ſich der Bund
gegen den Wiederaufbau des Heidelberger Schloſſes
genötigt, Einſpruch gegen das Projekt der Großher=
zoglichen
Regierung zu erheben. Soll es ſich jetzt auch
nicht mehr, wie vor vier Jahren, um den Ausban und
die Bedächung der Ruine handeln, ſo tritt nunmehr
der Gedanke auf, an Stelle des Kunſtwerkes der alten
Faſſade einen die Ruine vorſpiegelnden
Neubau zu errichten. Denn nichts anderes bedeutet
jener Regierungsvorſchlag, der die Niederlegung der
Faſſade für erforderlich erachtet. Wir brauchen hier
nur nachdrücklich die Meinung zu wiederholen, die wir
ſeinerzeit mit folgenden Worten den bohen Land=
ſtänden
zur Kenntnis gebracht haben:
Der Ausbau und die Bedachung der Heidelberger
Faſſade bedingt, wie in den Gutachten ſelbſt ausge=
ſprochen
wird und wie es gar nicht anders denkbar iſt,
das Abtragen derſelben. Da nun nach den Ausſagen
der Sachverſtändigen ein ſehr großer Teil der Steine
verwittert iſt und für die Wiederherſtellung nur die
ganz geſunden verwertet werden können, wird ſelbſt
bei gewiſſenhafteſtem Verfahren die zu errichtende
Faſſade im weſentlichen ein aus neuem Material ge=
bildeter
, nur einen kleinen Teil des alten verwenden=
der
Ban, d. h. eine Kopie ſein. Hierüber darf man
ſich auch nicht der geringſten Täuſchung hingeben. Eine

ſolche Wiederherſtellung aber iſt Zerſtörung, nicht Er=
haltung
.
Die Alternative alſo iſt folgende: entweder Aus=
führung
einer Kopie oder Erhaltung der alten Faſſade
mit Hilfe aller denkbaren Sicherungsmittel. Die Ent=
ſcheidung
kann für den die geſchichtliche und künſtleri=
ſche
Bedeutung des Werkes nach Gebühr Schätzenden
auch nicht einen Augenblick zweifelhaft ſein. Das alte
muß erhalten bleiben, ſollte ſelbſt, was aber noch gar
nicht entſchieden iſt, die Sicherungskonſtruktion den
Geſamteindruck des Werkes bis zu einem gewiſſen
Grad beeinträchtigen.
Für ausſchlaggebend bei dieſen Erwägungen er=
achtet
der Bund die Tatſache, daß eine ſolche Kopie, wie
ſie ſchon jetzt ausgeführt werden ſoll, auch ſpäter mit=
telſt
der vorhandenen Aufnahmen und Abgüſſe allezeit
angefertigt werden kann, es alſo nicht erſichtlich iſt,
warum ſchon jetzt das Alte zerſtört werden ſoll.
Hinzuzufügen haben wir dem früher Geſagten als
entſcheidend nur noch: 1. den Hinweis auf das bedeut=
ungsvolle
Warthſche Gutachten, welches eine Erhaltung=
der
alten Faſſade in dem wünſchenswerten Sinne als
unbedingt ausführbar erkennen läßt; 2. die Betonung
der Tatſache, daß abermals in jüngſt vergangener Zeit
zum mindeſten Anſätze gemacht worden ſind, alte pla=
ſtiſche
Teile (am Portal) gegen Kopien auszuwechſeln.
was doch mit der Sicherung der Standfeſtigkeit durch=
aus
nichts zu tun hat, wohl aber dem Kunſtwerte des
Baues empfindlichen Abbruch tut und ernſte Bedenken
für die Zukunft erweckt. Man hatte ein Recht, die
Meinung zu hegen, daß die vom letzten Landtag bewil=
ligten
Mittel bloß zur ſtruktiven Sicherung, nicht aber
zur Beſeitigung originaler künſtleriſcher Schmuckteil=
verwendet
würden. Getreu unſerm alten Programm
erheben wir wiederum die Stimme gegen die geplante
Erſetzung des Alten durch Neues, zugunſten der un=
veränder
ten Erhaltung des Alten.
* Paris, 14. Febr. Der Figaro begrüßt mit
Genugtnung, daß der deutſch=franzöſiſche
Kinderaustauſch zum Zwecke des gegenſeitigen
Verſtändniſſes und der Förderung der Sprache jetzt ſei=
tens
der preußiſchen Regierung eine Art offizieller
Sanktion erfahren hat durch Einſetzung eines Komitees
in Berlin. Bisher exiſtierte als vermittelndes Or=
gan
des Austauſches einzig ein Komitee in Paris. Das
franzöſiſche Blatt bezeichnet die Einſetzung des Ber=
liner
Komitees als denkwürdig in der Geſchichte des
Unterrichts der fremden Sprachen.

[ ][  ][ ]

deln. Es iſt anzunehmen, daß ſich dieſe Veranſtaltung
ebenfalls eines zahlreichen Beſuches zu erfreuen hat.
(Siehe Anzeige.)
Orpheum. Däs heute, Mittwoch, 16. Februar,
debütierende, für die zweite Hälfte dieſes Monats neu
engagierte Künſtlerperſonal wird eine
äußerſt reichhaltige und dabei viel Abwechslung bie=
tende
Serie erleſener Kräfte erſten Ranges vereinigen.
Sämtliche Mitglieder des neuen Programms ſind zum
erſten Male hier. Von beſonderem Intereſſe werden
die ſtaunenerregenden Experimente von Frl. Elſe Wör=
ner
ſein; die Kunſt der jungen Dame mit dem beſchei=
denen
deutſchen Namen beſteht darin, daß ſie die Ge=
danken
eines anderen in die Tat umſetzt, ohne daß
dabei ein Wort gewechſelt wird. Eine vorherige Ver=
ſtändigung
iſt vollſtändig ausgeſchloſſen. Zum beſſeren
Verſtändnis ein Beiſpiel: Eine Dame oder ein Herr
denkt ſich, Frl. Wörner ſoll einen Herrn auf die Bühne
führen, einem anderen Herrn eine Zigarre aus dem
Etui entnehmen, auf die Bühne tragen, dem Herrn
dort in den Mund ſtecken und anzünden. Um eine beſte.
Ausführung der Experimente zu ermöglichen, iſt es
notwendig, daß die Dame oder der Herr, der etwas
vollbringen laſſen will, mit vollem, ernſtem Intereſſe
ſeine Gedanken auf das konzentriert, was ausgeführt
werden ſoll und feſt und der Reihe nach denkt, was Frl.
Wörner tun muß. Frl. Wörner liebt komplizierte Ex=
perimente
und löſt dieſelben zur allgemeinen Zufrie=
Lenheit, wenn ſich die denkende Perſon genau nach vor=
ſtehender
Erläuterung richtet. Wir kommen auf die
Leiſtungen im einzelnen zurück. (Siehe Anzeige.)
Nieder=Ramſtadt, 15. Febr. In der Naturheil= und
Badeanſtalt von Rinderspacher hier wurde in
Abweſenheit des Beſitzers eingebrochen und faſt
die ganze Wohnung ausgeraubt. Als Herr R. geſtern
enrückkehrte, fand er alle Türen erbrochen und die
ganze Bett= und Tiſchwäſche geſtohlen. Alle Schränke
und Behälter waren ebenfalls mit Gewalt erbrochen
und alles von Wert, insbeſondere alles Silberzeug, ge=
ſtohlen
. Nach den bisherigen ungenauen Ermittelungen
beträgt der Schaden über 2000 Mark. Die Staatsan=
waltſchaft
iſt eifrig auf der Suche nach den Eindring=
lingen
.
Ss. Griesheim, 15. Febr. Kürzlich wurde von drei hie=
ſigen
halbwüchſigen Burſchen grober Unfug verübt,
indem faſt ſämtliche Hoftore der hieſigen Einwohnerſchaft
mit gelbem Teer beſchmiert wurden, der einen koloſſal
widerlichen Geruch verbreitet und zum Schutze der Bäume
gegen Ungeziefer angewandt wird. Die Burſchen hatten
auch ihre eigenen Hoftore beſchmiert, um auf dieſe Weiſe
den Verdacht der Täterſchaft von ſich abzulenken. Wie ver=
lautet
, ſoll der Teer von ihnen geſtohlen ſein, weshalb
ſie ſich auch wegen Diebſtahls zu verantworten haben wür=
den
. Der eine der Burſchen hatte ſich in der Straßenbahn
nach Darmſtadt verraten, wodurch die Sache ans Tages=
licht
kam, ſodaß ſeine Komplizen bald ermittelt und mit
zur Anzeige gebracht werden konnten.
nn. Pfungſtadt, 15. Febr. Unter zahlreicher Betei=
ligung
fand im Gaſthauſe Zum goldenen Lamm eine
Verſammlung des Bezirksverban des
Darmſtadt der Gewerbever ei n e
ſtatt, zu der für die Großherzogliche Zentral=
ſtelle
für die Gewerbe Herr Gewerbeſchulrat Meyer und
von der Handwerkskammer Darmſtadt die Herren Syn=
dikus
Engelbach und der 2. Vorſitzende, Stadtverord=
neter
Rockel, erſchienen waren. Vor Beginn der Ver=
handlungen
fand eine Beſichtigung von Zeichnungen der
Schüler der Gewerbeſchule ſtatt, die in drei Schulſälen
der Schule ausgeſtellt waren. Die Leiſtungen der
Schüler fanden allgemeinen Beifall und Herr Gewerbe=
ſchulrat
Meyer nahm im Laufe der Tagung Ver=
anlaſſung
, den Lehrern, Hochbauaufſeher Bender, Tech=
niker
Weingärtner und Zimmermeiſter Wacker, ſowie
den Schülern öffentlich Dank und Anerkennung auszu=
ſprechen
. Nach der Beſichtigung hielt Handwerks=
kammerſyndikus
Engelbach einen Vortrag über die
Organiſation und die Erfolge der Sterbekaſſe des=
Landesgewerbevereins. Herr Grund=Pfungſtadt
referierte hierauf über den heſſ. Gewerbeförderungs=
dienſt
, insbeſondere über die in der Preſſe beſprochene,
eventuell geplante Aufhebung der Großh. Zentralſtelle
für die Gewerbe. Er wies auf deren ſegensreiches
Wirken für den heſſ. Handwerkerſtand ſeit 70 Jahren
hin und förderte ein energiſches Eintreten aller Orts=
gewerbevereine
in Heſſen für den Fortbeſtand dieſer
Behörde. Herr Rockel=Darmſtadt bezeichnete die
Auslaſſungen in der Preſſe als eine Irreführung der
öffentlichen Meinung. In den Kreiſen der Regierung
denke man nicht daran, die Zentralſtelle für die Gewerbe
zu Gunſten der Handwerkskammer zu beſeitigen. An
der ſehr umfangreichen Beſprechung beteiligten ſich faſt
alle Delegierten und fand eine Reſolution einſtimmige
Annahme, die das Vertrauen zur heſſiſchen Regierung
ausſpricht, daß eine Aufhebung der Zentralſtelle für die
Gewerbe nicht erfolgt und daß dieſe in neuer
Organiſation zum Segen des heſſiſchen Gewerbeſtandes
weiter wirken möge. Ueber den Eigentumsvorbehalt
an gekauften Maſchinen der heſſ. Zentralgenoſſenſchaft
reſerierten die Herren Engelbach, Rockel und Grund=

Pfungſtadt, und es wurde beſchloſſen, auf dem deutſchen
Handwerkskammertage dahin zu wirken, eine Entſchei=
dung
darüber herbeizuführen, daß gelieferte Maſchinen
nicht als ein Beſtandteil des Gebäudes bei einem
Konkurſe zu betrachten ſeien. Nachdem noch als nächſter
Verſammlungsort Eberſtadt beſtimmt wurde, ſchloß
der Vorſitzende, Herr Hillgärtner, die Verſammlung um
7 Uhr.
Mainz, 14. Febr. Unteroffizier Heck=
mann
, der bei der 7. Kompagnie des Infanterie=
Regiments Nr. 117 dahier im 5. Jahre diente und aus
gekränktem Ehrgefühl Selbſtmord beging, wurde heute
nachmittag mit militäriſchen Ehren beigeſetzt.
Unter den hinterlaſſenen Papieren Heckmanns fand=
man
ein von ihm kurz vor ſeinem Tode hinterlaſſenes
Schreiben, worin er ausdrücklich erklärt, daß niemand,
insbeſondere auch der Schießunteroffizier nicht, etwas
von der von ihm gebrauchten Patrone wüßten, daß
dieſe alſo völlig unſchuldig ſeien. H. hatte nämlich auf
eine Platzpatronenhülſe ein ſcharfes Geſchoß alten Mo=
dells
, das er im Beſitz hatte, aufgeſetzt.
Mainz, 15. Febr. Der 65jährige Sanitätsrat Dr.
Rolly aus Oſthofen, der am Freitag von der Strafkam=
mer
zu 1¼ Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, hat am
Samstag das Urteil anerkannt und auf Einle=
gung
von Reviſion Verzicht geleiſtet. Dr. Rolly wurde
geſtern nach der Bahn befördert und ging die Fahrt dann
nach Marienſchloß ins Zuchthaus! Der zu einem Jahr
Gefängnis verurteilte Privatdetektiv Großkorten=
haus
hat bis jetzt das Urteil noch nicht anerkannt.
Bekanntlich wurde wegen des Zuſammenſtoßes der elek=
triſchen
Straßenbahn auf der Strecke Gonſenheim der Wa=
genführer
Helm von der Strafkammer zu 1 Monat Ge=
fängnis
verurteilt. Auf ſein Gnadengeſuch hat der
Großherzog die Strafe in 150 Mark Geldbuße umge=
wandelt
. Am Gautor hatten auf dem alten Feſtungs=
gelände
einige Kinder eine Platzpatrone gefunden,
die ſie mit Steinen aufſchlugen. Dabei erplodierte die
Patrone und verletzte ein Kind an Händen und im Geſicht
erheblich. Es wurde zu ſeinen auf dem Käſtrich wohnen=
den
Eltern gebracht.
Worms, 14. Febr. Herr Finanzrat Schäfer, Ober=
ſteuerinſpektor
des Großh. Steueramtes Worms, iſt geſtern
abend um 10 Uhr plötzlich einem Herzſchlag erlegen.
Er war noch nicht 50 Jahre alt.
B Aus Rheinheſſen, 15. Febr. Das Weinver=
kaufsgeſchäft
iſt bei hohen Preiſen fortgeſetzt be=
lebt
. In den Weinorten der mittleren Provinz iſt der
Abſatz ganz bedeutend, denn fortgeſetzt gehen die dort
gebauten Konſumweine in anderen Beſitz über. Es
ſind ſchon recht erhebliche Mengen 1909er verkauft wor=
den
, anch 1908er werden noch abgenommen, während
ältere Weine in den Winzerkellern zu den Selten=
heiten
gehören. In Bodenheim erbrachten einige
Stück 1902er und 1903er 650660 Mark, weitere 30
Stück 1903er 21000 Mark, durchſchnittlich 700 Mark, in
der Umgebung von Oppenheim 10 Stück 1904er etwa
6300 Mark, durchſchnittlich 630 Mark, in Mommenheim
einige Stück 1905er je 570 Mark. Für 8 Stück 1908er
wurden in Appenheim 635640 Mark, für einige
Poſten in Wallertheim je 520540 Mark, in Siefers=
heim
670680 Mark, in Udenheim je 660 Mark, in
Sörgenloch je 680 Mark, in Selzen für 8 Stück 640 bis
650 Mark, in Mommenheim 570580 Mark erlöſt. In
Nierſtein erbrachten 8 Stück 1908er je 850 Mark, in
Oppenheim 27 Stück 1908er 21600 Mark, durchſchnitt=
lich
800 Mark, in Nackenheim einige Poſten 1908er un=
bekannte
Preiſe. Der Winzerverein Ockenheim hat
eine ſämtlichen noch lagernden 1908er Weißweine und
ſeine 1909er Rotweine verkauft. Die Preiſe ſind un=
bekannt
geblieben. Das Stück 1909er ſtellt ſich in Ju=
genheim
auf 500520 Mark, in Schwabenheim auf 530
Mark, in Gauweinheim auf 520530 Mark, in Eckels=
heim
auf 520540 Mark, in Siefersheim auf 520 Mark,
in Udenheim auf 500540 Mark, in Sörgenloch auf
535 Mark, in Ober=Saulheim auf 500 Mark, in Boden=
heim
auf 700 Mark, in Nierſtein auf. 830850 Mark,
in Nackenheim auf 750 Mark.
Gießen, 14. Febr. Von einer Firma mit dem hoch=
klingenden
Namen Internationales Adreſ=
ſenbureau
in Luxemburg gingen hieſigen Einwoh=
nern
Schreiben zu, worin ihnen für das Schreiben von
1000 Adreſſen 8 bis 14 Mark zugeſichert wurden. Aller=
dings
war das dicke Ende die Bedingung, daß zunächſt
2 Mark für Schema und Adreſſentafel nſw. einzuſenden
ſeien. Ein Herr, der die 2 Mark einſandte, erhielt keine
Antwort, und es konnte nicht einmal ein Namen der
angeblichen Firmeninhaber ermittelt werden, die Sache
war eben Schwindel
Büdingen, 14. Febr. Ein ſeltſames Phänomen wurde
hier beobachtet. Vom Vogelsberg her in ſüdlicher Rich=
tung
zogen gegen Abend ungeheuere Scharen von
Vögeln mit größter Schnelligkeit über unſere Stadt. Es
müſſen Hunderttauſende geweſen ſein, denn der Zug
dauerte ununterbrochen etwa eine Viertelſtunde.
Die
Gattung feſtzuſtellen, war bei der beginnenden Dämmerung
und der bedeutenden Höhe des Fluges kaum möglich; viel=
leicht
konnte man ſie anderwärts beſſer beobachten; jeden=
falls
waren ſie nicht größer als Stare. Offenbar haben

ſtarke Schneefälle die Tierchen zu ſo ungewohnter Zeit ſüd=
wärts
getrieben. Nach einer ſpäteren Meldung ſollen es
Bergfinken geweſen ſein.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 14. Febr. Ein ver=
pätetes
Gebertstagsgeſchenk für den
Kaiſer traf geſtern in einem Sonderzuge in Berlin
ein. Es iſt ein Waggon Hirſche, den die Deutſchen der
polniſchen Stadt Lodz dem deutſchen Kaiſer zum Ge=
ſchenk
machten. Die Sendung war infolge von Schnee=
verwehungen
unterwegs aufgehalten worden. Die
Verkehrsdeputationen von Schöneberg und Charlotten=
burg
ſtehen in lebhaftem Meinungsaustauſch über die
Rätlichkeit der Einführung von Omnibuſſen mit
Oberleitung. Dieſes neue Verkehrsmittel beſteht
darin, daß es nicht an Schienen gebunden, ſondern be=
fähigt
iſt, entgegenkommenden Fuhrwerken auszu=
weichen
und gleich ſchnell fahrende zu überholen.
Zum zweiten Male innerhalb zwölf Monaten iſt heute
früh Meiſter Adebar bei der Familie R. in der Schleſi=
ſchen
Straße erſchienen. Diesmal brachte er eine ganz
beſondere Ueberraſchung, denn nicht weniger als vier
Knäblein legte er dem erſtaunten Elternpaar in die
Wiege. Die vier Bübchen ſcheinen jedoch nicht ſehr
lebensfähig zu ſein. Im Laufe des Nachmittags iſt be=
reits
ein Kind geſtorben, und die anderen ſcheinen auch
nicht ſehr lebensfähig zu ſein. Die Geburt von Vier=
lingen
iſt übrigens ſehr ſelten, die Statiſtik für ganz
Preußen wies im vergangenen Jahre nur einen ein= Fall auf. Im Reſtaurant Rheingold iſt in
der Nacht zum Montag die Tageseinnahme im Betrage
von 23000 Mark, die zur Bank gebracht werden ſollte,
auf bisher unaufgeklärte Weiſe aus dem Geld=
chrank
verſchwunden. Vor längerer Zeit er=
regte
die Flucht eines jungen Angeſtellten desſelben
Reſtaurants unter Mitnahme der Tageskaſſe von 27000
Mark erhebliches Aufſehen.
Frankfurt, 15. Febr. Geſtern nachmittag erſchoß ſich
am Grabe ſeiner Mutter auf dem Frankfurter Friedhofe
der Direktor der Brauerei Jung, Fritz Binding. Binding
zeigte in der letzten Zeit öfters Spuren von Geiſtes=
geſtörtheit
.
Weinheim (Bergſtraße), 14. Febr. Am Sonntag
abend gegen 8 Uhr wurde an der Halteſtelle Poſtſtraße‟
der Nebenbahn Lampertheim-Weinheim ein Mann in
bejammernswertem Zuſtande aufgefunden. Dem Aerm=
ſten
waren beide Füße abgefahren worden.
Durch den Froſt waren die abgefahrenen Adern bald
gefroren und damit der Blutverluſt geſtillt worden,
ſonſt wäre der hilflos Aufgefundene alsbald verblutet
geweſen. Er gab an, der Werkmeiſter in einer Zigar=
renfabrik
, namens Richard Mühle, zu ſein, die Ziel=
ſtation
verpaßt zu haben und nun aus dem langſam=
fahrenden
Zuge geſprungen zu ſein. Dabei ſei er unter=
die
Räder geraten. Mehrere Stunden habe er bereits=
gelegen
, ohne entdeckt worden zu ſein. Das im Frank=
furter
Hauptbahnhof ſtationierte Zugperſonal nahm ſich
des Armen ſofort an, legte Notverbände an und nahm
ihn mit nach Weinheim, woſelbſt er ins Krankenhaus
verbracht wurde.
Wiesbaden, 15. Febr. Rendant Flick ſollte nach
hier und in Frankfurt verbreiteten Gerüchten in)
Holland verhaftet worden ſein. Eine Beſtätigung dies
ſer Nachricht liegt nicht vor. Unmöglich wäre die
Feſtnahme des Defraudanten in Holland nicht, denn es
liegen Anzeichen dafür vor, daß er ſich dorthin ge=
wandt
hat.
Wien, 15. Febr. Eine Verſchlimmerung in
dem Befinden des Bürgermeiſters Dr. Lueger machte
einen overativen Eingriff nötig. Die entzündete
Stelle am Rücken wurde geöffnet und es erfolgte die
Ablaſſung von Eiter. Da Bürgermeiſter Dr. Lueger
an Diabetis leidet, iſt dieſe Operation nicht ganz un=
bedenklich
. Gegebenenfalls wird die Heilung der=
Wunde längere Zeit in Anſpruch nehmen.
Paris, 14. Febr. In dem Bürgermeiſteramt des
Touloner Vorortes Bormes ſuchte ein Mann mittels
einer Dynamitbombe heute vormittag einen An=
ſchlag
zu verüben. Ein Schreiber zertrat jedoch recht=
zeitig
die brennende Lunte. Der Attentäter, welcher
ein Italiener ſein will, feuerte mehrere Revolver=
ſchüſſe
ab und richtete hierauf die Waffe gegen ſich ſelbſt
und verwundete ſich tödlich. Bevor er ſtarb, erklärte
er, er habe ſich wegen einer ungerechten Verurteilung
rächen wollen.
Konſtantinopel, 15. Febr. Die Unterſuchung über
den Brand im Tſchiraganpalaſt iſt jetzt ab=
geſchloſſen
. Wie verlautet, wurde feſtgeſtellt, daß das
Feuer durch Zufall entſtand, deſſen Urſache nicht
bekannt iſt.
New=York, 13. Febr. Dieſer Tage beendete die ge=
richtliche
Totenſchau von Kanſas City die Unter=
ſuchung
der exhumierten Leiche des im September vori=
gen
Jahres unter ſeltſamen Umſtänden geſtorbenen
Millionärs Swope. Als kaum zwei Monate
nach deſſen Tode auch ſein Neffe und Erbe ganz plötz=
lich
verſtarb und mehrere andere Mitglieder der Fa=

Kleines Feuilleton.

C.K. Sonderbare Geſetze. Das Parlament
von Maryland ſteht vor einer gewichtigen Entſcheidung:
ein Geſetzentwurf iſt eingebracht, der den Töchtern des
Landes Bitternis und Trübſal bringen wird: jede
Frau, die künftig in Maryland in der Oeffentlichkeit
mit einem Hute erſcheint, der mehr als zehn Zoll
Durchmeſſer hat, ſoll fortan wegen groben Unfugs be=
ſtraft
werden. Denn die Modedamen von Maryland
ſind in ihrer Leidenſchaft für mächtige, große Luſtige
Witwen=Hüte zu weit gegangen: ihre Kopfbedeckungen
haben Dimenſionen angenommen, die auf den Straßen
den öffentlichen Verkehr behindern und durch Strafe
von 40 bis 400 Mark ſoll dieſe Störung von Handel und
Wandel im Staate Maryland geahndet werden. Dieſer
neue Geſetzentwurf iſt ein Gegenſtück zu anderen
Leiſtungen amerikaniſcher Geſetzgebung. In Nebraska
z. B. werden alle Hotelbeſitzer durch das Geſetz
gezwungen, nur Bettücher von mindeſtens 8 Fuß Länge
zu benutzen; das Geſetz befiehlt ihnen an, täglich neue
Handtücher zu geben, und einmal im Jahre muß alle
Leinenwäſche der Hotels desinfiziert werden. In Kolo=
rado
macht das Geſetz das Geben oder Empfangen
von Trinkgeldern zu einem Vergehen, das vom
Staatsanwalt verfolgt wird; nur eine einzige Aus=
nahme
iſt erlaubt: den Kellnern der Schlafwagen darf
Trinkgeld geſpendet werden. In Oregon wird jede
Frau beſtraft, die mit einer Hutnadel von über
9 Zoll Länge auf der Straße ſich blicken läßt; iſt die
Nadel länger, ſo gilt ſie als tödliche Waffe, und die
Modedame wird wegen unbefugten Waffentragens
polizeilich in Strafe genommen. In Delaware be=
euert
ein Geſetz alle Junggeſelllen und Zigeu=

ner als läſtige Bürger. In Utah gilt es als ein Ver=
gehen
gegen das Geſetz, wenn ein Staatsbürger nicht
wenigſtens wöchentlich einmal badet; vernachläſſigt
jemand dieſe Bürgerpflicht, ſo ſchreitet der Staatsan=
walt
ein. In Texas beſteht ein Geſetz, das jedes
Fluchen durch das Telephon zu einem Vergehen
macht, das vom öffentlichen Ankläger verfolgt wird.
Die meiſten dieſer wunderlichen Geſetzesbeſtimmungen
werden in den einzelnen Staaten ſtreng durchgeführt.
Aber der Ehrgeiz des Staates Maryland iſt mit dem
Plane, die umfangreichen Hüte zu beſteuern, anſcheinend
nicht erſchöpft; denn ſchon iſt ein neuer Geſetzentwurf
vorgeſehen, der alle Frauen mit Strafe bedroht, die im
Theater, im Konzertſaal und in öffentlichen Vergnü=
gungslokalen
nicht freiwillig ſofort ihren Hut ab=
nehmen
.
* Geſchäft und Liebe. Ein hübſches Geſchicht=
chen
, das Stoff zu einer Komödie geben könnte, hat ſich
in einer Berliner Handwerkerfamilie ereignet. Der
biedere Meiſter, der in ſehr guten Verhältniſſen lebte,
hatte ein Töchterlein, das über das etwas knapp be=
meſſene
Taſchengeld betrübt war, das ihm leider nicht
ermöglichte, ſo flott aufzutreten, wie eine ihrer Freun=
dinnen
. Da lernte ſie einen jungen Mann kennen, dem
ſie ihr Leid klagte. Der liebenswürdige Herr wußte
auch einen Ausweg. Er etablierte einfach die junge
Dame und ließ ihre Firma handelsgerichtlich eintragen.
Nun wurden die Geſchäfte ſofort in großem Umfange
eröffnet, d. h. der Herr S., der freundliche Helfer, kaufte
als Geſchäftsführer alles Mögliche und verſchleuderte
es dann zu billigen Preiſen. So konnte er ſtets mit
barem Gelde aufwarten, ohne ſelbſt dabei zu kurz zu
kommen. Natürlich hatte einmal die Sache ein Ende,
es kam zum Konkurs, und nun war guter Rat teuer.
Herr S. hatte ſich zurückgezogen und der Vater des

Mädchens war inzwiſchen geſtorben. Nun trat der=
Hauptgläubiger hervor und wollte von der Mutter das
Geld; bei den öfteren Beſuchen verliebte er ſich aber
in ſeine Schuldnerin, und nun hat er ſie auch geheiratet.
So hat er ſein Geld gerettet und dabei ſeine Frau mit
ihren Gläubigern durch einen Akkord ausgeſöhnt. Die
Polizei aber hat ſich des Herrn S. und noch eines
anderen Herrn angenommen und gegen ſie eine Unter=
ſuchung
eingeleitet.
* Die Schreibmaſchine im Eiſenbahn=
zuge
. Unter dieſer Ueberſchrift berichtet die Ztg. d. Ver.
D. Eiſenb.=Verw. Seit Anfang Februar führen die
Schnellzüge, die früh zwiſchen Birmingham und London
verkehren, Stenographinnen und Maſchinenſchreiberinnen
in einem eigenen Bureau mit. Das Bedürfnis nach einer
ſolchen fahrenden Schreibſtube ſcheint wirklich groß zu
ſein: Die Kaufleute, die ſich morgens nach der Londoner
City begeben, haben immer einen großen Schriftwechſel zu
erledigen und mußten bisher die mit der erſten Poſt in
Birmingham erhaltenen Briefe bis zur Ankunft in London,
alſo etwa zwei Stunden, unerledigt in der Taſche behal=
ten
Jetzt bietet ihnen die Eiſenbahngeſellſchaft Gelegen=
heit
, die Antworten auf der Eiſenbahnfahrt zu diktieren.
Für die Benutzung des Bureaus iſt ein kleiner Zuſchlag
zum Fahrpreiſe zu zahlen.
** Wo bleiben die 25=Pfennig=Stücke?
Bis Ende Dezember waren rund 3600000 25=Pfennig=
Stücke geprägt. Es iſt auffallend, daß man die neuen
Münzen in Zahlung faſt gar nicht erhält und ihnen ſelten
begegnet. Es iſt dies wohl daraus zu erklären, daß ſie als
Neuheit in Sparbüchſen gewandert ſind und ſonſt zurück=
behalten
werden, weil ſie, wie es heißt, nicht wieder ge=
prägt
werden ſollen.

[ ][  ][ ]

milie an Typhus erkrankten, erhob man gegen Dr.
Bennet Clark Hyde, den Hausarzt der Swopes und Gat=
ten
einer Nichte des alten Millionärs, die Anſchuldig=
ung
, den Tod der beiden Männer durch vergiftete Me=
dizin
und die Erkrankungsfälle durch abſichtliche Ueber=
tragung
von Typhusbazillen veranlaßt zu haben. Dr.
Hyde ſtrengte ſeinerſeits die Verleumdungsklage
gegen die Urheber der furchtbaren Beſchuldigungen
an. In den Gerichtsverhandlungen ſagte die barm=
herzige
Schweſter Keller, die Colonel Hunton Swope
gepflegt hatte, ſehr belaſtend gegen den Arzt aus. Sie
behauptete, Dr. Hyde habe ſie nach dem plötzlichen
Tode des Adminiſtrators der Swopeſchen Ländereien
gebeten, ihren Einfluß auf den kranken Millionär gel=
tend
zu machen, damit ihm ſelber die Verwaltung der
Güter übertragen werde. Schweſter Keller weigerte
ſich jedoch entſchieden, den Wunſch des Arztes zu er=
füllen
. Wenige Tage ſpäter gab Dr. Hyde ihr eine
Tablette, die ſie dem Kranken nach dem Frühſtück ein=
geben
ſollte. Nachdem Colonel Swope die Tablette ge=
nommen
hatte, verfiel er ihn Konvulſionen und ſtarb
gegen Abend. Dr. Hyde, wie auch deſſen Gattin waren
in der Sterbeſtunde anweſend. Die Leichenunterſuch=
ung
hat nun ergeben, daß der Tod durch eine Strych=
ninvergiftung
herbeigeführt worden iſt. Da je=
doch
der Verſtorbene die Gewohnheit hatte, zur Beför=
derung
der Verdauung Tabletten einzunehmen, die
eine Kleinigkeit Strychnin enthielten, konnte man
nicht weiter gegen den Arzt vorgehen. Jedenfalls
könnte ihn nur eine Beſtrafung wegen Fahrläſſigkeit
treffen, da nicht mehr feſtgeſtellt werden kann, ob die
zu ſtarke Doſis Strychnin abſichtlich oder verſehentlich
in die verhängnisvolle Tablette gemiſcht wurde.
New=York, 14. Febr. In New=York wurde zum
erſten Male in der Geſchichte der Rechtſprechung bei
einem Eheſcheidungsprozeß vom Gerichtshof
für Eheſachen das ungeſchriebene Geſetz aner=
kannt
. Der wegen Ehebruchs klagende Ehemann
wurde abgewieſen, weil er den Ehebrecher nicht ge=
tötet
hatte. Der Vorſitzende erklärte bei Begründung
der Abweiſung, der Kläger ſcheine ein robuſter und
außerordentlich kräftiger Mann zu ſein. Seine Ge=
mütsruhe
einem Unrecht gegenüber, das den meiſten
Männern nicht nur Gelegenheit, ſondern auch Berech=
tigung
zum Totſchlag geben würde, erſcheine höchſt un=
erklärlich
. Der Fall erregt in New=York großes und
berechtigtes Aufſehen.
San Diego (Kalifornien), 14. Febr. Auf dem Tor=
pedobootszerſtörer
Hopkings der Vereinigten Staa=
ten
iſt eine Exploſion erfolgt, durch welche ſieben
Mann verletzt wurden, von dieſen zwei tödlich.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

Edouard Rislers Chopinabend. Zu
den markanteſten Erſcheinungen unter den jüngeren
Pianiſten gehört ohne Zweifel der Elſäſſer Edouard
Risler. Er iſt in mehr als einer Beziehung ein
geradezu genialer Vertreter ſeines Inſtruments; die
Technik iſt eine überaus glänzende, jeder Schwierigkeit
gewachſene, eine ſtählerne Kraft gibt ſich, wenn es eben
ſein muß, in dieſer Individualität zu erkennen, nicht
nur eine phyſiſche, ſondern auch eine pſychiſche Kraft von
ganz beſonderer Qualifikation. Risler beherrſcht ſeinen
Part geiſtig vollkommen, und daraus mag ſich auch die
ſeltene Erſcheinung erklären, daß er ein abſolut feines
Stilgefühl beſitzt. Wir haben es mithin hier mit einer
Art muſikaliſchen Univerſalgenies zu tun, und wir ſind
überzeugt, daß jeder Kunſtverſtändige, der von Risler
Konzerte gehört hat, uns beipflichten wird. Daneben
ſei bemerkt, daß Risler auch ein ganz vorzüglicher Kam=
mermuſikſpieler
iſt, wie er dies genug bewieſen hat.
So konnte es denn nicht ausbleiben, daß der Name die=
ſes
exzellenten Künſtlers ſeit dem erſten Augenblicke an,
wo er dem größeren Publikum bekannt wurde, zu den
vielgenannten gehörte, und wie ein glänzender Meteor
m Kunſthimmel aufſtieg. Der Chopinabend findet am
22. Februar in der Traube ſtatt. (Siehe Anzeige.)

Parlamentariſches.

* Das Miniſterium der Juſtiz hat einen
Geſetzentwurf, betreffend die Abänderung
geſetzlicher Beſtimmungen über das No=
tariats
= und Koſtenweſen, nebſt Begründung
der Zweiten Kammer der Stände des Großherzogtums
zur verfaſſungsmäßigen Beratung und Beſchlußfaſſung
überſandt.
* Die Abgeordneten Dr. Oſann und Genoſſen
haben folgenden Antrag, betreffend die Neuorga=
niſation
der Baubehörden, in der Zweiten
Kammer eingebracht: Hohe Zweite Kammer wolle an
Großherzogliche Regierung das Erſuchen richten, den
Ständen alsbald eine Vorlage zu machen über einheit=
liche
Organiſation ſämtlicher ſtaatlicher Baubehörden,
einſchließlich des kulturtechniſchen Dienſtes.
Es beſtehen zur Zeit außer dem umfangreichen, etwa
13 Beamte zählenden bautechniſchen Bureau der Mini=
ſterialabteilung
37 ſtaatliche Bauämter mit 42 feſt ange=
ſtellten
akademiſchen Beamten gegenüber 14 Aemtern im
Jahre 1888 mit 14 Beamten, von denen 15 dem Mini=
ſterium
der Finanzen und 24 dem Miniſterium des Innern
unterſtellt ſind. Das durch die Aufhebung der ehemaligen
ſtaatlichen Kreisbauämter eingeſchlagene Prinzip der Tren=
nung
der techniſchen Fächer in Hoch= und Tiefbau iſt durch
die Schaffung der Kreisbauinſpektion wieder aufgehoben
worden, und wir beſitzen nun Aemter für jeden einzelnen
Zweig der Technik (Hochbauämter, Waſſerbauämter,
Dammbaubehörde, Tiefbauamt, Kulturinſpektionen) und
außerdem für jeden Kreis Kreisbauinſpektionen, die alle
Zweige der Technik unter ſich vereinigen und teilweiſe zu
großen Betrieben ausgewachſen ſind. Die Verteilung der
Dienſtobliegenheiten und Einteilung der Dienſtbezirke die=
ſer
verſchiedenen Baubehörden liefern nun eigentümliche
Ergebniſſe. Da den Hochbauämtern nur der Bau und die
Unterhaltung der ſtaatlichen Gebäude obliegt, und der
Dienſtbezirk eines Hochbauamtes ſtets mehrere Kreiſe, in
Rheinheſſen die ganze Provinz umfaßt, den Kreisbau=
inſpektoren
jedoch das Gemeindebauweſen zugeteilt iſt, ſo
ergibt ſich, daß zur Beſorgung der an demſelben Platz be=
findlichen
Staats= und Gemeindebauten ſowohl die Hoch=
bauämter
wie die Kreisbauinſpektionen, alſo drei verſchie=
dene
ſtaatliche Baubeamte tätig ſein und die Dienſtoblie=
genheiten
der erwähnten Aemter vielfach ineinander über=
greifen
müſſen.
Zur Erzielung möglichſter Erſparnis an perſönlichen
und ſachlichen Koſten erſcheint das unbeſtreithar Günſtigſte
die Errichtung ſtaatlicher ſelbſtändiger Bauämter für Hoch=
und Tiefbau zugleich in jeder Kreisſtadt. Es wäre äußer=
lich
hierzu erforderlich, die Geſchäfte der beſtehenden Hoch=
banämter
und Kultueinſpektionen an die jetzigen Kreisbau=
inſpektionen
, die älteren Bauämter zu verteilen, für welche
dies in den meiſten Fällen nur eine Vergrößerung ihrer
Dienſtgeſchäfte der Zahl, aber nicht der Art nach bezeuten

würde. Für die Aufgaben der Denkmalspflege würden
dieſe Aemter in erhöhtem Maße wie bisher in Betracht
kommen. Es leuchtet ein, daß eine derartige Organiſation
die vollſtändige Ausnützung des Perſonals bei möglichſter
Vermeidung aller unnötigen Ausgaben für Dienſtreiſen
und doppeltes Perſonal ermöglicht, wie es bei jeder an=
deren
Organiſation nicht in dieſem Maße erreicht werden
kann. Für manche Kreiſe würde an feſt angeſtelltem aka=
demiſchem
Perſonal ein Beamter genügen, für andere
Kreiſe mit lebhafterer Bautätigkeit wären zwei akademiſche
Beamte, je einer für Hoch= und Tiefbau erforderlich. Die
hiernach ſich ergebende Beamtenverminderung kann natür=
lich
nur allmählich durchgeführt werden.
Nicht nur bei den Lokalbeamten, ſondern auch bei den
Miniſterien wäre eine Aenderung und Vereinfachung drin=
gend
zu wünſchen, dadurch, daß ſämtliche Lokalbauämter
der einem einzigen Miniſterium zuzuteilenden Bauabtei=
lung
zu unterſtehen hätten. Dies erſcheint im Intereſſe
der Einheitlichkeit der Verwaltung, des Dienſtes und der
Beamten ſelbſtverſtändlich. Seitens der Bauabteilung
müßte gleichzeitig auch mit dem beſonders den Hochbau=
ämtern
gegenüber ſeither üblichen Brauch gebrochen wer=
den
, ſich um die geringſten Details der ſtaatlichen Hoch=
bauten
in einer viel zu weitgehenden Weiſe zu bekümmern
und damit den Lokalbeamten die im Intereſſe des Dien=
ſtes
unbedingt erforderliche Selbſtändigkeit und Dienſt=
freude
zu nehmen.

Stellungnahme des Finanzausſchuſſes der Erſten
Kammer zum Staatsvoranſchlag 1910.

* Im geſtrigen Finanzausſchuß Erſter Kammer
wurden dem Finanzausſchuß der Zweiten Kammer fol=
gende
Vorſchläge übergeben:
Die von der Großh. Regierung zur Beſeitigung des
Defizits im Staatshaushalte 1910 vorgeſchlagene weſent=
liche
Erhöhung der Einkommen= und Vermögensſteuer ent=
ſpricht
in der Höhe der Anforderung nicht den Grund=
ſätzen
, welche bei der Durchführung der Reform der direk=
ten
Steuern im Jahre 1899 von der Großh. Regierung und
den Ständen aufgeſtellt wurden. In der gemeinſamen
Begründung zu den damals vorgelegten Steuergeſetzent=
würfen
ward die Begrenzung des gewählten, in Einkom=
menſteuer
bis zu 5 Prozent des Einkommens geſteigerten
Steuerfußes damit gerechtfertigt:
Daß die erwerbstätige Arbeit in unſerem Lande un=
ter
keinen Umſtänden unter weſentlich ungünſtigeren Be=
dingungen
geübt werden darf, als in dem uns zunächſt
intereſſierenden preußiſchen Nachbarſtaate.
Da inzwiſchen eine Aenderung durch Erhöhung der
Vermögensſteuer von 55 auf 75 Pfg. für 1000 Mark ein=
getreten
iſt, würde die jetzt vorgeſchlagene Erhöhung der
direkten Steuern dieſes Verhältnis weiter weſentlich zu
Ungunſten des Großherzogtums verſchieben und die
Steuerbelaſtung auf den Kopf der Bevölkerung in Heſſen
gegenüber Preußen nahezu verdoppeln.
Auf den maßgebenden Grundſatz der annähernd gleich=
mäßigen
Belaſtung der Bevölkerung in Heſſen und Preu=
ßen
hat’die hohe Erſte Kammer wiederholt hingewieſen
und an dieſen Hinweis ebenſo oft die Mahnung der Spar=
ſamkeit
geknüpft.
Bereits im Jahre 1902, als die Großh. Regierung
durch Erhöhung der Vermögensſteuer das beſtehende Be=
laſtungsverhältnis
änderte, wurden von dem Finanzaus=
ſchuß
, trotz der Zuſage der Großh. Regierung auf baldige
Beſeitigung der nur vorübergehend geforderten erhöhten
Steuerſätze, diejenigen Bedenken hervorgehoben, welche
bei einer dauernden Mehrbelaſtung der Bevölkerung ent=
ſtehen
könnten.
Damals ließ der Finanzausſchuß auf die Ausführun=
gen
des Finanzminiſters in der Zweiten Kammer die
ſpäter ähnlich in der Erſten Kammer wiederholt wurden :
Um eine dauernde Mehrbelaſtung, eine durch=
gängige
Mehrbelaſtung der Vermögensſteuer um 20 Pfg.
pro 1000 Mark kann es ſich, ſoweit Menſchen überhaupt
die Verhältniſſe überſehen können, im Augenblick nicht
handeln .
erklären:
Wir haben über unſere Kräfte gewirtſchaftet, indem
wir weder wohlhabend genug, noch mit genügenden
Ueberſchüſſen verſehen ſind, um das ganze Land in ſo kur=
zer
Zeit mit unrentablen Nebenbahnen zu überziehen, und
wenn die Verſtaatlichung der Ludwigsbahn nicht durch
geſetzt worden wäre und zwar auch in erſter Linie durch
die Initiative dieſes hohen Hauſes ſo würden wir
heute vor einem ſo hohen Fehlbetrag ſtehen, daß man mit
der Möglichkeit des Staatsbankerotts zu rechnen haben
würde. Infolgedeſſen iſt in der Tat die Herbeiführung
von Erſparniſſen von der allergrößten Bedeutung.
Im Jahre 1907 gaben die Erhöhung der Stempel=
ſteuer
und die Einbeziehung der Erbſchaftsſteuer in den
Ausgleichsfonds erneut Veranlaſſung, die Wechſelwirkung
zwiſchen der Leiſtungsfähigkeit des Landes und der Stei=
gerung
der Ausgaben zu betonen und vorſichtige Finanz=
gebarung
zu fordern, denn ſchon damals fehlte es an Mit=
teln
, die weiteren großen Ausgaben zu rechtfertigen.
Der Berichterſtatter in der hohen Erſten Kammer faßte
dieſe Tatſache in die Worte zuſammen:
Die Ausgaben ſind ſo ſtark gewachſen, daß wir von
allen Richtungen das Geld zuſammenraffen müſſen, um
das Defizit zu decken.
Als im Jahre 1908 durch die Großh. Staatsregierung
für Nebenbahnen wiederum rund 8,5 Millionen Mark ge=
fordert
wurden, ſtimmte die hohe Erſte Kammer zwar die=
ſer
Forderung zu, wies aber gleichzeitig nochmals nach=
drücklich
auf die Finanzlage des Landes hin, die bei ſo
erheblichen Aufwendungen größte Vorſicht heiſche. Ihre
Geneigtheit, verkehrspolitiſche Wünſche des Landes nach
Kräften zu fördern, hatte ſie durch die Bewilligung der
bis dahin ſeit 1897 für Nebenbahnen angeforderten Summe
von 7,3 Millionen Mark unzweifelhaſt erwieſen, umſomehr
mußte ſie jetzt ihren ernſten Erwägungen über das weitere
Anwachſen der Nebenbahnſchuld Ausdruck verleihen. Na=
mentlich
wurde auch in Betracht gezogen, daß von der an=
geforderten
, oben erwähnten Summe 4,1 Millionen Mark
auf Zuſchüſſe an Privatbahnen entfielen, alſo à fond
perdu geleiſtet werden müßten.
Im Jahre 1909 endlich hat der Finanzausſchuß in
der Einleitung ſeines Berichtes zum Staatsvoranſchlage
alle dieſe Bedenken abermals zuſammengefaßt und na=
mentlich
auch auf die ſtarke Inanſpruchnahme der Steuer=
kraft
des Landes aufmerkſam gemacht. Das Anſteigen
des Zuſchußbedarfes in den drei Miniſterien von 14 auf
nahezu 17,5 Millionen Mark, die Ausgaben im Zentral=
bauweſen
und zwar für Neubauten in den Jahren 1901
bis 1908 insgeſamt 26 Millionen Mark, für laufende Bau=
verwaltung
über 1 Million Mark jährlich waren Gegen=
ſtand
eines beſonderen Hinweiſes.
Wären unſerer Staatskaſſe nicht in den letzten 12 Jah=
ren
rund 31 Millionen Mark reine Ueberſchüſſe nach Abzug
aller Zinſen und Laſten aus der Eiſenbahngemeinſchaft
trotz des unrentablen Zuwachſes an Nebenbahnen zuge=
floſſen
, ſo hätten auch die vermehrten Einnahmen aus der

Einkommenſteuer und die hohen Erträge der Vermögens=
ſteuer
nicht ausgericht, um die geſteigerten Ausgaben für
die allgemeine Staatsverwaltung und für unrentable
Zwecke aufzubringen. Die Kriſis wäre mit Notwendigkeit
ſchon früher eingetreten, obwohl die Einkommenſteuer ind
den Jahren 1901 bis 1908 um 36 Prozent (von 8,5 auf
11,6 Mill. Mark), die Vermögensſteuer um 10. Prozent
(von 3,1 auf 3,4 Mill. Mark) zunahm.
Die Ueberſchätzung in den Steigerungsmöglichkeiten
dieſer Einnahmequellen, namentlich der Eiſenbahnen und
der Stempelſteuer, für welche eine Verantwortlichkeit bei=
der
Kammern nicht beſteht, und die hierauf ſich gründende
bedenkliche Vermehrung der Ausgaben haben den Aus=
bruch
der nun vorhandenen ſchweren Finanzkriſis verur=
ſacht
, welche die hohe Erſte Kammer aus den angezogenen.
Gründen nicht überraſcht hat, und für welche ſie ihrerſeits
eine Verantwortung ablehnt.
Vereinfachung der Staatsverwaltung und=
Reviſion der Beſoldungsordnung.
Was die Beſeitigung der Differenz zwiſchen den lau=
fenden
Ausgaben der Staatsverwaltung und den Einnah=
men
des Landes betrifft, ſo begrüßt der Finanzausſchußt
die Abſicht der Regierung, durch Vereinfachung der Staats=
verwaltung
eine Verminderung der Ausgaben herbeizu=
führen
. Die Lage des Landes erheiſcht aber die ſchleu=
nige
Erledigung dieſer Reorganiſation.
Einer ähnlichen Aufgabe unterzieht man ſich auch in
Preußen, wo ſchon im Jahre 1909 zwei Kommiſſionen ein=
geſetzt
wurden, die, ſoweit Nachrichten vorliegen, in den
nächſten Wochen ihren Bericht erſtatten werden.
Einer Verſchiebung der Reform bis zum Jahre 1912
muß der Finanzausſchuß ſeine Zuſtimmung verſagen;
er glaubt vielmehr, daß die Großh. Regierung in der
Lage ſein wird, Ende des Jahres 1910 beſtimmte Vor=
ſchläge
den Ständen unterbreiten und in Verbindung
damit die dringend notwendige Reviſion der Beſold=
ungsordnung
einleiten zu können.
Amortiſationsgeſetz,
Das von der Großh. Regierung vorgeſchlagene
Amortiſationsgeſetz iſt bei der Lage des Landes in die=
ſem
Augenblick nicht annehmbar. Es würde zur Durch=
führung
jährlich ſchon heute mindeſtens 2,7 Millionen
Mark erfordern, während im laufenden Jahre trotz der
Zuziehung des Ausgleichsfonds nur 1,7 Millionen
Mark eingeſtellt werden konnten. Außerdem wären auf
Jahre hinaus Zuſchüſſe für die allgemeine Verwaltung
aus den Eiſenbahnen ausgeſchloſſen. Dieſer Vorſchlag
bedeutete einen völligen Bruch mit der von der Regie=
rung
in dem Geſetz über den Ausgleichsfonds getroffe=
nen
Regelung und eine ſehr erhebliche Abweichung von
dem ſeither geltenden, in Preußen jetzt wieder aufge=
ſtellten
Prinzipe, daß die Ueberſchüſſe der Betriebsver=
waltungen
in erſter Linie zur Schonung der Steuerkraft
des Landes zu verwenden ſind. Als im Jahre 1896 das
Land mit der Verſtaatlichung der Heſſiſchen Ludwigs=
bahn
ein Riſiko übernahm, weil die inzwiſchen einge=
tretene
glänzende Rentabilität einer derartigen Maß=
nahme
mit völliger Beſtimmtheit nicht eingeſchätzt wer=
den
konnte, hielt die Großh. Regierung trotzdem eine
Schuldentilgung von höchſtens 600000 Mark jährlich für
genügend. Infolgedeſſen liegt bei der jetzigen Finanz=
kriſis
keine Veranlaſſung vor, plötzlich höhere Sätze ein=
zuführen
.
Die Großh. Regierung und die Erſte Kammer haben
mehrfach vergleichsweiſe auf Preußen verwieſen. Nach
den Mitteilungen des preußiſchen Finanzminiſters
würden bei den in Preußen geltenden Tilgungsſätzen
75 Prozent der geſamten Staatsſchuld erſt in 230 Jah=
ren
getilgt ſein. Bei der Annahme eines Tilgungs=
planes
, wie ihn der vorgelegte heſſiſche Entwurf vor=
ſieht
, würde die heſſiſche Eiſenbahnſchuld in 62 Jahzen,
die übrige Staatsſchuld in 51 Jahren verſchwunden ſein,
obwohl nach der Begründung des vorgelegten Tilg=
ungsgeſetzes
: der Eiſenbahnſchuld in dem Anlagekapi=
tal
der Staatseiſenbahnen ein werbender Vermögens=
wert
gegenüberſteht, deſſen Subſtanz ſich bei der Art der
Wirtſchaftsführung der Heſſ. Preußiſchen Verwaltung
nicht nur von ſelbſt erneuert, ſondern auch noch einen.
wertvollen Zuwachs erfährt
Zu einer derartig raſchen Tilgung iſt jetzt um ſo
weniger Grund geboten, als in den Jahren der hohen
Ueberſchüſſe eine Aenderung des ſeitherigen Tilgungs=
ſatzes
von der Großh. Regierung nicht vorgeſchlagen
wurde und als die Tatſache beſteht, daß die Reinerträge
des werbenden Staatsvermögens die Schuldzinſen in
den Jahren 1901 bis 1908 (einſchließlich) um durchſchnitt=
lich
ca. 4,5 Millionen Mark übertrafen.
Eiſenbahnen.
Die Eiſenbahneinnahmen zeigen, nach dem Rück=
gang
im Jahre 1908, wieder eine erfreuliche Steigerung,
wie ſich aus den Ueberſchußanteilen ergibt, die in dem
preußiſchen Etat für Heſſen angeſetzt ſind. Der heſſiſche
Anteil wurde 1909 auf 11,5 Millionen Mark
berechnet, ergab in Wirklichkeit aber 12,4 Millio= Mark.
Der Etat 1910 ſieht auf Grund der günſtigen Ent=
wickelung
des Eiſenbahnverkehrs einen ſolchen von
12,6 Millionen Mark vor. Während infolge
der wirtſchaftlichen Kriſis 1908 im Güterverkehr ein
Rückgang um 4 Prozent gegenüber der vorausgegange=
nen
weſentlichen Steigerung von 1906 auf 1907 ſtatt=
fand
, der Perſonenverkehr aber eine geringe Zunahme
aufwies, ſtieg im Laufe des Jahres 1909 der Perſonen=
verkehr
um 5 Prozent und der Güterverkehr um 4,8
Prozent, ſo daß ſchon das Jahr 1909 mit der oben er=
wähnten
, erheblichen Mehreinnahme abſchloß.
Die ſehr vorſichtigen Schätzungen des preußiſchen
Etats ſehen für 1910 eine weitere Zunahme des Per=
ſonenverkehrs
um 2 Prozent und des Güterverkehrs um
1,7 Prozent gegenüber 1909 vor und beziffern die reine
Mehreinnahme für 1910 auf 40 Millionen Mark. Da=
es
trotz großer ſozialpolitiſcher Aufwendungen gelun=
gen
iſt, den Betriebskoeffizienten, der im Jahre 1908
auf 74,6 Prozent gewachſen war, für 1909 auf 72,7 Pro=
zent
herabzubringen, ſo rechnet jene preußiſche Schätz=
ung
für das Jahr 1910 mit einem weiteren Rückgange
auf 71,5 Prozent, während in Baden das Verhältnis der
Ausgaben zu den Einnahmen 1908 auf 86 Prozent ge=
ſtiegen
iſt. Dieſe Entwickelung berechtigt zu der An=,
nahme, daß das Jahr 1910 eine erhebliche Mehrein=
nahme
über den Etat hinaus liefern wird.
Reichsfinanzreform.
Die Reichsfinanzreform des Jahres 1909 hat eine
weſentliche Erleichterung für die Finanzen des Landes
dadurch gebracht, daß über 4 Millionen ſeither geſtun=
deter
, jetzt aber fällig werdender Matrikularbeiträge auf
die Reichskaſſe übernommen wurden. Die Finanz=
miniſter
der beiden größten Bundesſtaaten, von Preu=
ßen
und Bayern, haben Veranlaſſung genommen, auf
dieſe für die Finanzen der Einzelſtaaten günſtige Wirk=
ung
hinzuweiſen, und der preußiſche Finanzminiſter hat=
in
ſeiner Etatede hervorgehoben, daß

[ ][  ][ ]

vom Standpunkt der Einzelſtaaten mit Dank dem
Reichstage gegenüber anerkannt werden muß, daß der
Reichstag dieſe geradezu unerträglichen und wie ein
Damoklesſchwert über den Einzelſtaaten hängenden ge=
ſtundeten
Matriknlarbeiträge von den Einzelſtaaten
abgebürdet und auf die Reichskaſſe übernommen hat.
Der Finanzausſchuß der Erſten Kammer beklagt es,
daß eine feſte Begrenzung in dem ſinanziellen Verhält=
nis
des Reiches zu den Einzelſtaaten nicht hat herbei=
geführt
werden können, daß das Reich immer noch Koſt=
gänger
der Bundesſtaaten geblieben iſt und daß der Ar=
tikel
70 der Reichsverfaſſung, nach welchem die Einzel=
ſtaaten
verpflichtet ſind, jedes Defizit des Reiches zu
decken und auch, ſoweit Mittel des Reiches nicht vor=
handen
ſind, die Schulden zu tilgen, weiter beſteht.
Durch die neugeſchaffenen Reichseinnahmen darf
wenigſtens für die nächſte Zukunft auf eine ſtabile Ge=
ſtaltung
des Finanzverhältniſſes gerechnet werden.
Einkommenſtenergeſetz.
Den Vorſchlag, die preußiſche Progreſſion in das
heſſiſche Einkommenſteuergeſetz einzuführen, muß der
Finanzausſchuß aus prinzipiellen Gründen ablehnen,
da Preußen erſt jetzt die Einkommenſtener zu dem bei
aus längſt eingeführten Höchſtſatz von 5 Prozent ge=
ſteigert
hat; dabei aber die mittleren Einkommenſtufen
ſtärker als Heſſen heranzieht. Die jetzige Geſtaltung
der heſſiſchen Einkommenſteuer entſpricht nicht den ſo=
Fkalpplitiſchen Anträgen, welche bei der Bewilligung
des hohen Satzes von 5 Prozent in der Progreſſion als
Gegenleiſtung in der Erſten Kammer vorgeſchlagen
waren; hiernach ſollten nämlich die unteren Klaſſen
bis zu 900 Mark von der Einkommenſteuer überhaupt
befreit bleiben. Aus prinzipiellen Gründen muß des=
halb
eine Aenderung der Beſtimmungen des Artikels 67
der Verfaſſung und des Artikels 13 des Einkommen=
ſteuergeſetzes
, wonach eine Erhöhung und Ermäßigung
ſämtlicher Stenerſätze nur gleichmäßig erfolgen kann,
abgelehnt werden. Da die bloße Entlaſtung der Stufen
bis zu 900 Mark von dem allgemeinen Zuſchlag rech=
neriſch
kaum fühlbare Erleichterungen bringen dürfte,
ſo muß auch für die Zukunft, ſoweit die wachſenden
finanziellen Ergebniſſe der beſtehenden Stenergeſetze es
geſtatten, an dem früher aufgeſtellten Programm der
Erſten Kammer feſtgehalten und die vollſtändige Ent=
laſtung
der unterſten Stenerſtufen, die das Exiſtenz=
minimum
nicht erreichen, ins Auge gefaßt werden.
Etat 1914.
Von einer Beurteilung der Finanzlage für das
Jahr 1911/12 glaubt der Ansſchuß abſehen zu ſollen
weil zuverläſſige Schätzungen hierfür nicht zu Gründe
gelegt werden können. Im Hinblick aber auf die ge=
ſunde
wirtſchaftliche Entwickelung des Landes, die ſich
in den wachſenden Einnahmen der direkten Steuern
ofſenbart, und im Hinblick auf die ſteigende Konjunktur
unſeres Wirtſchaftslebens überhaupt, die in ihren Wirk=
Ungen auch auf die Eiſenbahneinnahmen fühlbar wer=
den
wird, hält der Finanzausſchuß es für geboten, peſſi=
miſtiſchen
Erwägungen inſoweit keinen Raum zu geben,
als ſie darauf zielen, die Steuerzahler ſchon heute über=
däs
Maß des Erträglichen hinaus zu belaſten.
Der Rückgriff in die auf der Steuerkraft des Lan=
des
bernhende Reſerve bleibt zu jeder Zeit offen. Es
iſt aber nicht angebracht, dieſe Reſerve in Anſpruch zu
nehmen, wenn nicht die dringendſte Notwendigkeit zu
dieſem Schritte unbeſtreitbar und ſicher erwieſen iſt.
Etat 191.0
* Zur Balanzierung des Etats 1910 iſt der Finanz
ausſchuß der hohen Erſten Kammer bereit, in der Frage
der Steuererhöhung entgegenzukommen, wenn dieſe auf
die Einkommenſtener beſchränkt wird und ſich in der
weiter unten zu erörternden erträglichen Grenze hält,
die das Belaſtungsverhältnis zu dem Nachbarſtaate
Preußen nicht zu ſtark verſchiebt.
Eine weitere Erhöhung der Vermögensſteuer würde
ben Charakter dieſer Steuer als Ergänzungsſteuer ver=
wiſchen
. Ein Hinweis auf Baden, das hier ähnlich hohe
Steuerſätze hat, wie ſie die Großh. Regierung fordert,
wäre nicht ſchlüſſig, weil dort die Vermögensſteuer zur
Hauptſteuer geworden und die Einkommenſtener in
den Hintergrund gedrängt iſt.
Eine Aenderung dieſer auf Geſetz beruhenden Stel=
lung
der Vermögensſtener im heſſiſchen Stenerſyſtem
hält der Finanzausſchuß aus den nachfolgenden Grün
den für nicht erforderlich und wegen der ſeither erfolg=
ten
, als drückend empfundenen hohen Schätzungen der
Vermögenswerte nur dann für diskutabel, wenn die
Einführung der neuen preußiſchen Beſtimmungen über
die Schätzung des Vermögens damit verbunden wird
Vor dieſer Inanſpruchnahme der Steuerreferve
des Landes aber ſind zum Ausgleich des Defizits 1910
alle bereiten Mittel heranzuziehen:
1. Nach den Erläuterungen zu Kapitel 123 des
Hauptvoranſchlags 1910 ſoll aus dem Erneuerungs=
fonds
Bad=Nauheim der ſich Ende 1909 auf mindeſtens
rund 1,47 Millionen Mark ſtellen wird, die diesjährige
Bauſumme von rund 674000 Mark gedeckt werden, ohne
daß die Regierung die Befürchtung hegt, ſeine Zweck=
beſtimmung
mit den Ueberſchüſſen des Bades zuſam=
men
den für Bad=Nauheim bereits verwendeten
Staatskredit zu verzinſen und zu tilgen durch dieſe
Entnahme zu gefährden.
Der Finanzausſchuß hält es in Uebereinſtimmung
mit dem oben ausgeſprochenen und ſchon bei Beratung
des Ausgleichsfondsgeſetzes 1907 anfgeſtellten Prinzip
für nicht angängig, freie Vermögensmittel, die zur
Minderung der Steuerlaſt herangezogen werden kön=
nen
, anderweit aufzubrauchen, wenn dieſe Verwendung
nicht als beſonders dringlich erſcheint. Dies iſt
hier nicht der Fall; denn ſämtliche Badehäuſer ſind ſo=
weit
fertiggeſtellt, daß ſie 1911 in Betrieb genommen
werden können; durch den Ban der Kolonnaden in der
Parkſtraße iſt auch für die Bequemlichkeiten und An=
nehmlichkeiten
des Badepublikums in hervorragender
Weiſe Sorge getragen; eine Verſchiebung der
weiteren Kolonnadenbauten in einem
Augenblick, in welchem dem Lande erhebliche Steuer=
laſten
neu aufgebürdet werden, erſcheint ſonach durch=
aus
angebracht. Selbſt wenn man die ſehr hoch er=
ſcheinende
Anforderung von 34000 Mark für das Park=
wärterhaus
bewilligen ſollte, ſo bleibt bei dem Aufſchub
weiterer Kolonnadenbauten ein Betrag von 640000
Mark für die Staatskaſſe verwendbar, der zur Deckung
des Defizits 1910 herangezogen werden kann, ohne daß
hierdurch die Lage des Bades verſchlechtert wird, und
der Zuſchuß an die Staatskaſſe von 100000 Mark ge=
fährdet
iſt.
Die Eiſenbahneinnahme für 1910 iſt nach den
Zahlen des preußiſchen Etats nicht auf 12 Millionen
Mark, ſondern auf 12650000 Mark wenn man ſehr
vorſichtig einſtellt feſtzuſetzen, wodurch ſich eine wei=
tere
Beſſerung des Etats um mindeſtens 650000 Mart
ergibt.
3. Auf der Ausgabenſeite des Etats 1910 kommen
muter Kavitel 12 mindeſtens 300000 Mark, die als Anß=

fall bei der von der Regierung vorgeſchlagenen Steuer=
erhöhung
in Anſatz gebracht waren, in Wegfall.
4. Aus der Einkommen= und Vermögensſteuer
kann über den Anſatz des Hauptvoranſchlags hinaus
eine Mehreinnahme von etwa 500000 Mark eingeſtellt
werden, wenn man die in den Statiſtiſchen Mitteilun=
gen
über die Staatsrechnung 1908 veröffentlichten Zah=
len
über den natürlichen Stenerzuwachs zu Grunde
legt.
5. Eine Verminderung des unter Kapitel 65 auf=
geführten
Fonds für öfſentliche Zwecke wäre zu erwä=
gen
, da im jährlichen Bndget der Regierung genügende
Mittel zur Verfügung geſtellt werden, welche die Zin=
ſen
dieſes Fonds weit überſteigen; eine beſondere Re=
ſerve
bedürfte deswegen beſonderer Begründung.
6. Bleibt es bei der durch das geltende Tilgungs=
geſetz
vorgeſehenen Tilgungsrate, und werden bei den
einzelnen Budgetpoſten ſo weit als möglich Erſparniſſe
angeſtrebt, ſo glanbt der Finanzausſchuß auf Grund
einer unter allgemeinen Geſichtspunkten erfolgten Prü=
fung
des Staatsvoranſchlags wie ſie ſeither nur
möglich war die Bilanzierung des Etats 1910 durch
einen auf ein Jahr zu bemeſſenden Zuſchlag zur Ein=
kommenſteuer
von etwa 10 Prozent herbeiführen zu
können.
Der Finanzausſchuß hat ſich zu dieſer eingehenden
Ertlärung auf Wunſch des verehrl. Ausſchuſſes der
Zweiten Kammer für verpflichtet erachtet, und gibt ſich
gerne der Hoffnung hin, daß der jenſeitige Ausſchuß
neuerdings in Erwägungen darüber eintreten möge,
ob nicht die bereits mitgeteilte Abſicht, einen Zuſchlag
zur Einkommenſteuer von 25 Prozent und zur Vermö=
gensſteuer
von 46¾ Prozent zu bewilligen, ſowie dem
vorgelegten Amortiſationsprinzipe zuzuſtimmen, auf=
Fügeben iſt.
Die Vorſchläge wurden in der geſtrigen Sitzung
entgegengenommen und werden in einer weiteren ge=
meinſamen
Sitzung nächſter Tage beraten werden.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 15. Febr. Die erſte Leſung des
Kaligeſetzes
wird fortgeſetzt. Abg. Ricklin (Elſäſſer): Wir Elſäſſer
ſind gegen das Geſetz. Im Jahre 1904 wurden im Ober=
Elſaß koloſſale Kalilager feſtgeſtellt, an deren Gedeihen
der Staat, Bezirk und Gemeinden lebhaft intereſſiert ſind.
Wir ſind gegen das Geſetz aus prinzipiellen Gründen und
dann, weil wir hier berechtigte Intereſſen zu wahren ha=
ben
. Das Monopol iſt für uns unannehmbar, nachdem
wir unangenehme Erfahrungen mit dem Monopol der
Feuerverſicherungsgeſellſchaften im Unter=Elſaß gemacht
haben. Jedenfalls muß das Geſetz in der Kommiſſion ſehr
geändert werden, wenn es unſere Zuſtimmung finden
ſoll. Abg. v. Damm (wirtſch. Vgg.): Die Vorlage
iſt in vieler Beziehung bedenklich, andererſeits nimmt die
Kali=Induſtrie eine Ausnahmeſtellung ein. Ein Reichs=
monopol
und der Ausfuhrzoll würden weniger geeignet ſein,
die Mißſtände zu beſeitigen als der vorliegende Entwurf,
obgleich gegen den Ausfuhrzon nichts einzuwenden wäre.
Wir ſind für eine Kommiſſionsberätung. Abg. Wer=
ner
(Deutſche Rfp.): Alles dem Bundesrat zu überlaſſen,
halte ich für bedenklich. Imn übrigen halte ich eine derar=
tige
geſetzmäßige Maßnahme für richtig. Die Kaliſchätze
ſollen in erſter Linie der deutſchen bäuerlichen Bevölkerung
geſichert werden. Abg. Dannenberg (Welfe): In
Hannover, wo hauptſächlich der Kalibergbau zu Hauſe iſt,
iſt man für die Vorlage. Die Kommiſſion wird manche
Härten abzuſchleifen haben und hoffentlich mit dem Bun=
desrat
zu einer geeigneten Löſung kommen. Abg
Brandis (Pole): Unſere landwirtſchaftliche Bevölke=
rung
bedarf billigen Kalis, damit der Bauernſtand erhal=
ten
werden kann; der letztere muß das Kali mindeſtens zu
gleich billigen Preiſen erhalten, wie das Ausland. Wir
wünſchen daher ein gewiſſes Aufſichtsrecht des Staates
über die Produktion des Kali.
Darauf wird ein Antrag auf Schluß der Debatte ange=
nommen
.
Nach einer Geſchäftsordnungsdebatte wird der Geſetz=
entwurf
einer Kommiſſion von 28 Mitgliedern
überwieſen.
Es folgt die erſte Leſung des
Entwurfs eines Stellenvermittelungs=
geſetzes
.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Die langjährigen
Klagen über die gewerbsmäßige Stellenvermittelung wol=
len
nicht verſtummen, beſonders, nachdem die Stellenver
mittelung eine Ausdehnung erfahren hat, die man gar
nicht ahnen konnte. Dies macht eine zuſammenfaſſende
Organiſation der Stellenvermittelung auf öffentlich= recht=
licher
Grundlage unter Leitung und Beaufſichtigung des
Staates nötig. Nach eingehender Beratung iſt die Regie=
rung
zu dem Ergebnis gekommen, daß wir jedenfalls noch
nicht ſo weit ſind, eine Zwangsorganiſation der geſamten
Arbeitsnachweiſe als öffentliche Einrichtung mit paritäti=
ſcher
Verwaltung einzurichten. Wir meinen, daß bis auf
weiteres die private Stellenvermittelung zu konſervieren
iſt, daß ſie aber gewiſſermaßen beſchränkt werden muß.
Deshalb ſchlägt der Entwurf vor, den Betrieb der Stellen=
vermittelung
von einer behördlichen Genehmigung abhän=
gig
zu machen, die nur an einwandfreie, zuverläſſige Per=
ſonen
erteilt werden darf; es muß auch das Bedürfnis
nachgewieſen werden. Den Landeszentralbehörden ſoll
die Möglichkeit gegeben werden, das Gewerbe zu reglemen=
tieren
und zu beaufſichtigen. Auch ſoll das Geſetz auf ſolche
Betriebe bezogen werden, die vor ſeinem Inkrafttreten
beſtanden haben. Es wird ermöglicht, auch ſolche Arbeits=
nachweiſe
, die nicht auf gewerbsmäßiger Grundlage be=
trieben
werden, zu beaufſichtigen und zu reglementieren.
Dadurch ſoll vermieden werden, daß man von den Stellen=
ſuchenden
zu hohe Gebühren nimmt. Wir hoffen, daß wir
durch das Geſetz einen Einblick in das Geſchäftsgebaren
dieſer Nachweiſe bekommen und Handhabungen, die gegen
die guten Sitten verſtoßen, beſeitigen können. Damit ſoll
uns für die Zukunft der Weg gezeigt werden. Bei der
Ausarbeitung des Entwurfes ſind die verſchiedenſten In=
tereſſentenkreiſe
gehört worden und im Großen und Gan=
zen
hat er ihre Zuſtimmung gefunden. Ich bitte Sie, dem
Entwurfe zuzuſtimmen.
Abg. Dr. Pfeiffer (Zentr.): Einerſeits begrüßen
wir den Entwurf als einen Fortſchritt, dann aber haben
wir auch erhebliche Bedenken in Einzelheiten. Zu be=
grüßen
iſt es, daß die Tages= und die Fachpreſſe nicht
unter dieſes Geſetz fallen wird, auch daß es verboten wer=
den
ſoll, daß Stellenvermittler irgend noch ein anderes
Geſchäft betreiben dürfen; wurden doch bisher vielfach
Gaſtwirtſchaften und Privatlogis nebenher betrieben.
Darin liegt eine bedenkliche Gefahr. Unſer Ideal iſt der
gemeinnützige paritätiſche Arbeitsnachweis. Wir bean=
tragen
Ueberweiſung des Entwurfs an eine Kommiſſion
von 21 Mitgliedern. Abg. Dr. Wagner=Sachſen
(konſ.): Auch wir begrüßen die Vorlage als einen Fort=
ſchritt
, insbeſondere, da ſie als ein beſonderes Geſetz einge=

bracht iſt. Die jetzige Stellenvermittelung verleitet vielfach
zum Kontraktbruch. Daß dieſer mit Strafe belegt wird, iſt
erfreulich, doch ſollten bei wiederholter Straffälligkeit
here Strafen Platz greifen. Mit einer Kommiſſionsbera
tung erklären wir uns einverſtanden. Abg. Wölzl
(nl.): Ich bin in der angenehmen Lage, namens meiner
Freunde der Vorlage im allgemeinen zuzuſtimmen.
Abg. Manz (frſ. Vp.): Wir ſtehen der Vorlage ſympa=
thiſch
gegenüber, meinen aber, daß man nicht ohne große
Not eine Gruppe von Mittelſtandsleuten aus dem Ge
werbe drängen ſoll. Abg. Brühne (Soz.): Unſum
men werden der Arbeiterbevölkerung mit den Vermittelun=
gen
entzogen. Das Richtigſte iſt auf dieſem Gebiete die
Ausübung der Geſindeordnung und das freie Koalitions=
recht
. Abg. Kulerski (Pole): Wir bringen dem Ge=
ſetzentwurf
große Bedenken entgegen und lehnen denſelben
ab. Abg. Burckhardt (wirtſch. Vgg.): Die Vorlag=
bringt
zweifellos manches Gute und wir ſtimmen ihr zu
Darauf wird die Vorlage einer 21gliedrigen Kommiſ
ſion überwieſen.
7
Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Arbeitskammer
geſetz, Heimarbeitergeſetz. Schluß 5,45 Uhr.

Sport.

* Fußball. Sportklub Haſſia 1908 beteilitzl
ſich als einziger Vertreter Darmſtadts in Klaſſe A at
den Fußballwettſpielen um von dem Fußballklub, Sport=
luſt
=Frankfurt geſtifteten Pokal.
Letzten Sonntag
ſtanden ſich gegenüber: S.=K. Haſſia 1908 und F.=K
Teutonia=Pfungſtadt. Das Spiel endigte mit 1:
Toren unentſchieden.
Rg. Die Berliner Ringkampfkonkur=
renz
zeitigte am letzten Abend folgende Reſultate:
Gambier=Frankreich warf den Dänen Hanſen in 13:00
Tuomiſto=Finnland ſiegte in 16:00 über Huber=Schwei=
und Sturm=Berlin über Bau=Elberfeld, der am Vor
tage mit dem Belgier Leon de Wolf 30 Minnten ur
entſchieden gerungen hatte. Der Kampf zwiſchen Sau
rer=München und dem Neger Illa mußte nach 30 Min.
als unentſchieden abgebrochen werden.
Sr. Sechstage=Rennen in Bremen. Das
dritte Sechstage=Radrennen in dieſer Saiſon wird, wie
gemeldet, in Bremen ſtattfinden. Nach der nunmehr
erfolgten Ausſchreibung ſoll das Rennen in der Zeit
vom 2. bis 8. März ausgetragen werden. Au Preiſen
ſtehen insgeſamt 9000 Mark zur Verfügung. Außer
dem Sechstage=Rennen ſind mehrere Flieger= Konkur=
renzen
vorgeſehen.
We. Der Waterloo=Cup, das größe engliſch
Rennen der Windhunde um das blaue Band‟
das ſeit 1856 in England beſteht und zu den volkstüm=
lichſten
Sportveranſtaltungen gehört, wird am 16., 17.
und 18. Februar in der Ebene zu Altear bei Liverpoo
entſchieden. Dieſes als Sweepſtake gedachte Derbr
der Windhunde vereint, wie alljährlich, 64 Meldungen
und wird in Runden ausgetragen. Die Ausſcheid=
ungsrennen
erfolgen in der Weiſe, daß je zwei Hunde
einem Haſen nachlaufen. Derjenige Hund, dr den
Haſen faßt, gilt als Sieger des Laufes. Auf dieſe
Weiſe werden ſchließlich die beiden beſten Läufer feſt=
geſtellt
, die dann in einem letzten Lauf um den Triumph
kämpfen. Die Favoriten des Waterloo=Cups ſind in
dieſem Jahre Such A Sell des Mr. E. H. Sikes, der
im Vorjahre von Mr. J. E. Dennis’ Dendraspis in
der Schlußrunde geſchlagen wurde, und Conover des
Sir Wyndham Hanmer. Auch der vorjährige Favo=
rit
und Sieger von 1907, Long Span, befindet ſich
unter den diesjährigen Teilnehmern. Außer dem Wa=
terloo
=Cup wird noch die Waterloo=Purſe und Water=
loo
=Plate für die in der erſten bezw. zweiten Runde
ausgeſchiedenen Hunde ausgetragen werden. Der Sie=
ger
des Waterloo=Cups erhält 10000 Mark in bar und
einen Preis im Werte von 2000 Mark. Dieſes Hunde=
rennen
iſt zugleich mit bedeutenden Wetten verknüpft,
die ſchon viele Wochen vorher abgeſchloſſen werden.
So brachte beiſpielsweiſe der Sieger des Jahres 1884
ſeinem Beſitzer an Wetteinkünften und Gewinn 600000
Mark ein.

Luftſchiffahrt.

* Berlin, 14. Febr. Nach der Voſſiſchen Ztg.
flog heute der Flieger Behrend bei den Flugver=
ſuchen
in Rummelsburg infolge Verſagens der Höhen=
ſteuerung
in einer Höhe von etwa 20 Metern in die
Bäume. Der Apparat wurde vollſtändig zertrümmert.
Die Bäume mußten gefällt werden, um die Trümmer
hekauszubekommen. Behrend wurde nicht verletzt.
sr. Einen verhängnisvolleren Ausgang nahm ein
Aeroplanunfall in England. Dort ſtieß der Aviatiker
Sanders mit einem von ihm ſelbſt konſtruierten Zwei=
decker
bei einem Ueberlandflug gegen Telegraphen=
drähte
. Der Apparat ſtürzte infolge dieſer Kolliſion
zu Boden, wobei Sanders erheblich verletzt wurde.
sr. Das Internationale Flugmeeting
von Heliopolis fand nun ſeinen Abſchluß. Den
längſten Flug über 4 Runden abſolvierte der Deutſche
Grade während Rougier, Metrot, Le Blon, Riems=
dyck
, Balſan und Madame Laroche nur kleine Diſtanzen
durchflogen. Balſan glückte es, über 5 Kilometer den
erſt kürzlich von Le Blon aufgeſtellten Weltrekord zu
drücken und die Diſtanz in 4 Minuten 1 Sekunde zu=
rückzulegen
. Latham erlitt abermals Havarie. Nach
dem Geſamtklaſſement gewann Metrot au
Voiſin den Preis für die ohne Zwiſchenlandung zurück=
gelegte
größte Diſtanz in Höhe von 50000 Franks mit
einer Diſtanz von 85,5 Kilometer. Den zweiten Preis
von 10000 Franks gewann Rougier auf Voiſin mit
65 Kilometer, den dritten von 5000 Franks Le Blon
auf Blériot mit 50 Kilometer, den vierten von 2500
Franks Rougier auf Voiſin mit 48 Kilometer, den fünf=
ten
von 2500 Franks Balſan auf Blériot mit 44 Kilo=
meter
, den ſechſten von 1000 Franks Riemsdyck auf Cur=
tiß
mit 25 Kilometer. Der Große Preis von Aegypten
in Höhe von 25000 Franks, der für die beſte Geſamt=
diſtanz
ausgeſetzt war, fiel an Rougier, und der zweite
Preis von 10000 Franks an Le Blon. Den dritten
Preis von 5000 Franks gewann Balſan. Der Höhen=
preis
von Heliopolis in Höhe von 50000 Franks ſiel
gleichfalls an Rongier, der mit 255 Meter die beſte
Leiſtung erzielte.

Dampferunfälle.

** Bochum, 14. Febr. Unter den Opfern des
franzöſiſchen Dampfers General Chanen
befindet ſich auch der 32 Jahre alte Aſſeſſor Dr. Ham=
mer
, der ſeit drei Jahren bei der hieſigen Knappſchafts=
genoſſenſchaft
tätig war. Aſſeſſor Hammer wollte bin=
nen
kurzem eine neue Stellung antreten und befand
ſich auf einer Erholungsreiſe. Der Verunglückte war
unverheiratet.
* Hamburg, 15. Febr. Der heute früh im hieſigen
Hafen eingetroffene engliſche Dampfer Greenland‟
iſt geſtern infolge Nebels in der Nordſee mit einem unbe=
kannten
Fiſchdampfer zuſammengeſtoßen. Der
Fiſchdampfer ſank ſofort. Greenland blieb längere Zeit

[ ][  ][ ]

n der Anſalſtele, ſah aber nichts von der Manſchaſt,
ondern nur Wracktrümmer.
* Kuxhaven, 15. Febr. Nordweſtlich von Hel=
vland
treibt das Wrack der Bark Hangeſund‟
us Chriſtiania. Das Schickſal der Mannſchaft iſt un=
ekannt
.
* Paris, 14. Febr. Nach einer Depeſche an den
Narineminiſter aus Cindadela begann die dorthin
ntſandte Torpedobootsflottille damit, die umher=
reibenden
Leichen zu bergen. Die Leichen ſollen,
alls nicht Gegenbefehl eintrifft, ſämtlich ſofort be=
rdigt
werden, nachdem ſie vorher photographiert wor=
ſen
ſind. Die Unglücksſtelle, wo General
Lhancy ſcheiterte, liegt in der Bucht von Enderoſſay
ruf der äußerſten Nordweſtſpitze der Inſel Menorka.
Das Wetter iſt jetzt ſehr ſchön.
* Paris, 15. Febr. Wie aus Cuidadela gemeldet
vird, haben die franzöſiſchen Torpedobootszerſtörer
etwa 40 Leichen geborgen. Wegen der zahlloſen,
auf dem Meere umhertreibenden und am Ufer zer=
ſtreuten
Materialien von dem untergegangenen
Dampfer General Chaney hält man dort an
der Anſicht feſt, daß eine furchtbare Exploſion das
Schiff zerſtört haben muß.
* Santiago de Chile, 14. Febr. Der in der
Magelhaensſtraße weſtlich von der Inſel Huamblin ge=
ſcheiterte
engliſche Dampfer Lima (nicht
Lucia) iſt vollſtändig verloren. Dagegen ſind die
noch an Bord befindlichen Perſonen, 44 Paſſagiere und
38 Mann der Beſatzung, anſcheinend vollſtändig unver=
ſehrt
. Der Dampfer Lima befand ſich auf der Ueber=
fahrt
von Liverpool nach Callao.
H.B. London, 15. Febr. Daily Chronicle‟
meldet über New=York, daß 5 chileniſche Dampfer und
ein Kreuzer geſtern abgegangen ſeien, um dem ge=
ſtrandeten
Dampfer Lima Hilfe zu bringen.
Es iſt jedoch nur wenig Hoffnung vorhanden, die
Schiffbrüchigen noch lebend aufzufinden. Im Augen=
blick
, als der engliſche Dampfer Mathuinet die
Lima verließ, wurde das Schiff mit großer Gewalt
gegen die Felſen geſchleudert. Es war unmöglich, die
Lima mit Booten zu erreichen. Schließlich gelang
es der Mannſchaft des Mathuinet, mittels Kabels
eine Verbindung zwiſchen den beiden Schiffen her=
zuſtellen
und auf dieſe Weiſe 205 Perſonen zu retten.
Plötzlich legte ſich die Lima auf die Seite und das
Kabel zerriß. Vier Matroſen des Mathuinet die
ein Boot beſtiegen hatten, um eine neue Kabelverbind=
ung
herzuſtellen, ertranken. Angeſichts der Lage über=
ließ
der Kapitän des Mathuinet die Lima ihrem
Schickſal, um eine größere Kataſtrophe zu vermeiden,
und gab das Fahrzeug verloren.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des
21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Baugewerkſchuldirektor Prof. Hugo
Eberhardt und die Bautechniker.
Auf das in letzter Woche in der Offenbacher
Zeitung erſchienene Inſerat des Herrn Direktors
Prof. Hugo Eberhardt, Offenbach a. M., betr. Stellen=
geſuch
für einen Auslaufer, welches wie folgt lautete:
Suche für mein Architektur=Atelier
einen jüngeren
Auslaufer,
der täglich drei Stunden Beſorgungen
macht und während der übrigen Zeit
Gelegenheit hätte, ſich auf dem Atelier
zum Bautechniker auszubilden. Es
wird deshalb auf einen jungen Mann
von 1415 Jahren reflektiert, der Be=
gabung
und Freude am Zeichnen hat.
Prof. Hugo Eberhardt,
Offenbach a. M., Mathildenplatz 3.
möchten wir erwidern, daß eine derartige Züchterei
von Technikern zu einem bedauerlichen Reſultat
führen muß des an und für ſich ſchwer da=
niederliegenden
Technikerſtandes. Betrachtet man
den Ueberſchuß an Herren Kollegen in der
Privatpraxis und dem heſſiſchen Staatsdienſt, in
welch letzterem 52 ihrer Entlaſſung am 1. April d. Js.
entgegenſehen und deren Ausbildung mit derjenigen
eines Auslaufers nicht identiſch war, ſo muß man ſich
fragen, ob ein ſolch gezüchteter Techniker unter der=
artig
ſchweren Umſtänden, wie ſie zurzeit bei dem
deutſchen Technikerſtande herrſchen, eine Exiſtenzberech=
tigung
haben kann. Wir ſind weit davon entfernt, Herrn
Prof. E. als ſtaatlich und ſtädtiſch bezahlten Beamten in
ſeiner Privatpraxis, die an und für ſich ſchon auf
Koſten der ſteuerzahlenden Privat=Architekten baſiert,
Vorſchläge bei Auswahl ſeines Privat=Bureau= Perſo=
nals
zu machen. Aber wir hätten erwartet, daß Herr
Prof. Eberhardt für ſeine techniſchen Arbeiten, die gut
und beſſer honoriert werden, als die eines nur Privat=
Architekten, ſich einen wirklichen Techniker gegen eine
entſprechende Bezahlung engagiert hätte und dürfte er
unter den oben angeführten Herren aus der Privat=
praxis
und den ſtaatlichen 52 eine geeignete Kraft ge=
funden
haben. Und da Herr Prof. E. ſich ſchon zum
wiederholten Male dahin geäußert hat, ſpeziell die
die doch auch zum
Offenbacher Baugewerkſchule
großen Teil auf Koſten des ganzen Heſſenlandes beſteht
auf die Höhe der Zeit zu bringen, ſo begrüßten wir
es mit Freuden, einen ſolchen vielverſprechenden Herrn
an der Spitze eines die größten Hoffnungen auf ſich
ſetzenden Bildungsinſtituts zu wiſſen und nahmen wir
als ſelbſtverſtändlich an, daß Herr Prof. E. den Tech=
nikerſtand
höher einſchätzt, als aus ſeinem Inſerat er=
ſichtlich
iſt. Nach unſerer Anſicht muß auch ein Tech=
niker
eine ſeinem Stande nicht hohnſprechende
Vorbildung beſitzen. Aber keinesfalls kann er aus den
Reihen von Auslaufern herausgezüchtet werden.
Sollte dies Herrn Prof. E. dennoch möglich ſein, ſo be=
glückwünſchen
wir ihn dazu und erlauben uns, den
Vorſchlag zu machen, vielleicht die Offenbacher Bau=
gewerkſchule
zu ſchließen, den projektierten Neubau zu

kaſſieren und die Privatpraxis des Herrn Prof. E.
jedoch nach allen Regeln zu unterſtützen. Es könnte
hierdurch dem ſtaatlichen ſowie ſtädtiſchen Säckel Offen=
bachs
zum Teil aus ihren Finanzkriſen herausgeholfen
werden.
Einen für ſeine Zwecke geeigneten Auslaufer
dürfte man unſchwer bei der heutigen Konjunktur fin=
den
können, um ſo mehr, als Offenbach an der Spitze
von Arbeitsloſen Deutſchlands marſchiert, und wäre
dies wohl der einen oder anderen notleidenden Familie
eine willkommene Ueberraſchung geweſen. Wir ſetzen
voraus, daß auch hochgeſtellte Perſönlichkeiten mit Min=
derbemittelten
die nötige Rückſicht zu nehmen haben.
Der Vorſtand der Vereinigung
ehemaliger Baugewerkſchüler (Hochbau), Darmſtadt.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 15. Febr. Die Wahlrechtskom=
miſſion
des Abgeordnetenhauſes hat den
Antrag auf Einführung des gleichen Wahlrechts
mit 15 Stimmen gegen 11 Stimmen, bei zu=
fälliger
Abweſenheit zweier nationalliberaler Mitglie=
der
, abgelehnt. Der Antrag auf geheime
Stimmabgabe wurde, nachdem die Parteien kurz
Stellung genommen und von dem Miniſter des Innern
v. Moltke mit Entſchiedenheit die vom Miniſterpräſi=
denten
in dieſer Beziehung im Plenum abgegebene
Erklärung aufrecht erhalten worden warz m i t 15
gegen 13 konſervative und freikonſervative Stimmen
angenommen.
* Berlin, 15. Febr. Die verſtärkte Gemeinde=
kommiſſion
des Abgeordnetenhauſes hat
den Geſetzentwurf, betreffend die Erweiterung der
Stadt Frankfurt a. M., mit 12 Stimmen gegen 9
Stimmen angenommen.
* Berlin, 15. Febr. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung meldet: Wie wir hören, ſah ſich der Kaiſer=
liche
Geſandte in Brüſſel, Graf v. Wallwitz, durch
ſeinen Geſundheitszuſtand veranlaßt, ſich in das Pri=
vatleben
zurückzuziehen. Nach faſt zehnjähriger erfolg=
reicher
Tätigkeit in Brüſſel wird ſein Ausſcheiden aus
dem Reichsdienſte im Auswärtigen Amte mit lebhaf=
tem
Bedauern begleitet. Als Zeichen äußerer Aner=
tennung
für die von dem Geſandten geleiſteten Dienſte
verlieh der Kaiſer ihm den Roten Adlerorden erſter
Klaſſe mit Eichenlaub. Zum Nachfolger iſt der Ge=
ſandte
und Vortragende Rat in der politiſchen Abteil=
ung
des Auswärtigen Amtes v. Flotow in Ausſicht
genommen. Er wird im Auswärtigen Amte durch den
Königlichen Geſandten in Weimar, Grafen Botho von
Wedel, erſetzt. Den erledigten Poſten eines erſten
Sekretärs bei der Kaiſerlichen Geſandtſchaft in Brüſſel
erhielt der bisherige zweite Sekretär bei derſelben Ge=
ſandtſchaft
, Legationsrat Kracker von Schwartzen=
feldt
. Dem Kaiſerlichen Miniſterreſidenten a. D.
Freiherrn von Mutzenbecher iſt der Rang und
Titel eines Kaiſerlichen Geſandten verliehen worden.
Pleſchen, 15. Febr. Der Mörder Koscinski ſoll
jetzt geſtanden haben, den achtfachen Raubmord in
Boguslawice begangen zu haben. Er will den Mord
allein in einer halben Stunde begangen, ſich dann die
Sachen eines der Ermordeten angezogen und die blutbe=
fleckten
Uniformſtücke in einem Getreideſchober verſteckt
haben.
* London, 15. Febr. Der Privatſekretär des Königs,
Lord Knollys, erklärt die Gerüchte, denen zufolge
ſeine Tochter ſich von einem engliſchen Offizier entfüh=
ren
ließ und in Palma Mallorca weile, für eine bös=
willige
Erfindung. Miß Knollys iſt in London
und hat das Haus ihres Vaters niemals verlaſſen.

H.B. Petersburg, 15. Febr. Der Zar hat das vom
Marineminiſter ausgearbeitete Flottenprogramm
genehmigt. Die Geſamtkoſten des Ausbaues der ruſſiſchen
Flotte ſind mit 400 Millionen Rubel veranſchlagt.

Der beſte Beweis
was zur Kräftigung und Stärkung ſich bewährt.
Berlin, 21. Juli 1909. Schon ununterbrochen 2 Jahre
verbrauche ich monatlich 2 Pakete Bioſon; es hat mir
bei Blutarmut, Kopf= und Rückenſchmerzen ausgezeichnete
Dienſte geleiſtet. In letzter Zeit habe ich 15 Pfund zuge=
nommen
und mein Allgemeinbefinden iſt jetzt recht gut.
Ich bin kräftiger und energiſcher geworden und ſehe viel
voller und beſſer aus. Mit Geſchmack und Bekömmlich=
keit
bin ich ſehr zufrieden und werde Bioſon in
meinem Haushalt nie ausgehen laſſen, ebenſo wie ich
es, wo irgend möglich wärmſtens empfehle. Hoche
achtungsvoll! Fr. H. Schneller, Steglitzerſtraße 90.
Unterſchrift beglaubigt: Juſtizrat Schey,
Notar.
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Geſchäftliches.

Die Firma Gebrüder Rothſchild am Markt
bietet prachtvolle Dekorationen von weißen Taſchen=
tüchern
in ihren ſämtlichen Schaufenſtern. Beſonderes
Intereſſe dürfte ein im Kaufhauſe ſelbſt ausgeſtellter
Turm aus Taſchentüchern, der mehrere Meter hoch iſt
und einen ſtattlichen Eindruck macht, beim Publikum
erregen.
(3673

Lamiennachrichten.

Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß heute nachmittag
3¼ Uhr unſere liebe, gute Mutter, Großmutter,
Schwiegermutter und Tante
(3645
Frau
Elise Waaner Witwe
geb. Henkel
nach 14tägigem Krankſein ſanft entſchlafen iſt.
Darmſtadt,
Genf,
14. Februar 1910.
London,
Mentone,
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmit=
tag
3 Uhr, vom Sterbehauſe, Arheilgerſtr. 14
aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme bei dem Hin=
ſcheiden
meiner lieben Gattin und unſerer Mutter,
Großmutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
Elisabethe Hof
geb. Jakobi
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarraſſiſtent
Flöel für die troſtreiche Grabrede, ſowie den
Schweſtern der Krankenhäuſer für die liebevolle,
(3642
aufopfernde Pflege, herzlichen Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Familien Hof und Ruppert.
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.

Kirchliche Nachrichten.

Stadtkapelle. Mittwoch, 16. Februar, abends
6 Uhr: Paſſionsandacht. Pfarrer Velte.
Johanneskirche. Mittwoch, den 16. Februar,
abends 8 Uhr: II. Paſſionsandacht. Pfarrer
Kraus.

Weter.

Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am Mitta
woch, den 16. Februar: Niederſchläge (Regen und
Schnee), milder, windig.

Tageskalender.

Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr: Macbeth.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Vortrag von Herrn Uhlig um 8½ Uhr im Fürſten=
ſaal‟
(Akademiſcher Bismarck=Bund).
Verſammlung der Privat=Mädchen=Arbeitsanſtalt um
5 Uhr Karlſtraße 16.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im Kölniſchen Hof.
Maskenball der Stammtiſchgeſellſchaft Grüne Heu=
gabel
um 8.31 Uhr in der Stadt Pfungſtadt‟
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Nordſeebäder).

Verſteigerungskalender.

Donnerstag, 17. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des Schreiner Joſ. Hütten
(Kaupſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerun; des Schloſſermeiſter Johs.
Pauli (Moosbergſtraße 88) um 10 Uhr auf dem Orts=
gericht
II.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 10 und 4 Uhr in
der Ludwigshalle‟.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der Turn=
halle
am Woogsplatz.
Holzverſteigerung um ½9 Uhr bei Wirt Brücher
zu Arheilgen.

Druck und Verlag: L. C. Witlich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldarker; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manujkripte werden nicht
zurückgeſande.

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[ ][  ][ ]

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Telephon 506

vor Ankauf

Jeder
8
Mlabternäaſer
oder Jeder, der in abſehbarer Zeit ein
Klavier kaufen will, ſollte in ſeinem
eigenen Intereſſe nicht verſäumen 7
24.
eines Inſtrumentes die Frage zu
prüfen, ob es nicht weit zweckmäßiger
iſt, an Stelle des bisher üblichen
Klaviers, des einfachen Pianinos, für
einen relativ geringen Mehrpreis ſich
das neue, in allen muſikaliſchen Kreiſen
8.
Aufſehen erregende, bereits mehrfach
mit großem Erfolg öffentlich vor=
geführte


s
Geeſinu Harſen
4
Gembalo=
Mläbter
* (Deutſches Reichspatent angemeldet).
anzuſchaffen. Dieſes Klavier, welches
in erſter Linie ein volltönendes
Pianino iſt, dann aber durch eine
* ſinnreich konſtruierte Einrichtung die
Möglichkeit bietet,
ausserdem als Harfe u. Cembalo


zu dienen, iſt nach ſachverſtändigem
3.
Urteil berufen, neben anderen Zwecken
45
auch insbeſondere
D
der Hausmuſtt3
A
neue Bahnen zu weiſen, indem es
ſich abwendend von der rauſchenden
modernen Alltagsmuſik beſonders
zur stilgetreuen Wiedergabe

7
659
45
4
A.
26

älterer Kompoſitionen eignet. Der
K. intime diskrete Ton des Inſtrumentes
bietet ſoviel eigenartigen Klangreiz
für jedes muſikaliſche Ohr, und die
Wiedergabe der herrl. alten Meiſter=
6 werke umweht ein ſo ſtimmungsvoller
Klangzauber, daß man ſich dem Bann
dieſer Wirkung nicht entziehen kann
und unwillkürlich in die früheren
Jahrhunderte ſich zurückverſetzt glaubt.

* Vorfuhrung des Iuſtrumentes
§ jederzeit bei unſerem Generalvertreter
Herrn Karl Arnold, hier, Ecke
Erbacherſtraße. Jedem Intereſſenten
auch Nichtkäufern, iſt die Beſichtigung
geſtattet.
Wir liefern gegen einen Preisaufſchlag
von Mk
auf den üblichen
nur Ml. 200. Ladenpreis ( Ka=
talogpreis
) unſerer Pianinos dieſe
3 Harfen=Cembalo=Einrichtung am
* neuen Klavier, ſoll dagegen ein älteres
Inſtrument unſerer Fabrik mit dieſer
Einrichtung nachträglich verſehen wer=
§ den, ſo wird dafür Mk. 250. er=
erhoben
.
(Kebr. Werzina
Hof=Pianoforte=Fabrikanten

7

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Ihrmande


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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
33)

Heiter plaudernd, ſo weit es der immer ſtärker
werdende Wind zuließ, ſchritten die beiden jungen
Menſchenkinder Arm in Arm dahin. Ein ſchönes, ein
frohes, ein glückliches Paar.
Timm erzählte, was Dorret ſchon von Undine
wußte, daß es noch nicht möglich geweſen, Graf Reimars
Aufenthalt zu erfahren, und daß Timm entſchloſſen ſei,
ſo lange als Undines Gaſt im Gorlingshof zu bleiben,
bis Reimar heimkehrte. Er ſprach auch davon, daß alle
im Schloſſe gleich ihm Fridruns Abreiſe als Wohltat
empfänden, daß aber dennoch ein Bann auf allen Be=
wohnern
des Schloſſes laſtete, eine beängſtigende
Schwüle, die, wie er ſelbſt fürchte, einen Sturm be=
deute
.
Eins müßt Ihr mir verſprechen, Dorret, fuhr Graf
Timm fort, während ſie jetzt an Strande entlang wan=
derten
, wo ihnen zur Seite die Wellen ſchäumten und
eine Möwe ihre ſchneeweiße Bruſt tief in die Fluten
tauchte, Ihr dürft Euch nicht in einen ſo blinden Haß
gegen meinen Bruder hineingrübeln. Gerecht prüfen,
das ſoll unſere Aufgabe ſein. Ich habe mir ſchon ſelbſt
Vorwürfe gemacht, daß ich oft blindlings gegen Rei=
mar
wütete, ohne mich zu fragen, ob er allein an all
den zugeſpitzten Verhältniſſen die Schuld trug. Als ich
in dieſen Tagen Reimars alte Briefe zur Hand nahm,
um darin vielleicht einen Anhaltepunkt zu gewinnen,
der mir die Unbegreiflichkeit ſeines Handelns und

Siſege entriſein köunte heie ich ſie mieher und
immer wieder geleſen. All die Ermahnungen und un=
gerechten
Härten, gegen die ich mich einſt im törichten
Knabenſtolz empörte, gewannen jetzt eine ganz andere
Geſtalt und ich muß geſtehen, Dorret ich ſchämte
mich beinahe, daß ich Reimar vielleicht doch Unrecht ge=
tan
. Daß ich jetzt in ſeinem Hauſe als Gaſt eingekehrt
bin, iſt gewiß der beſte Beweis für meine gerechte Er=
kenntnis
ihm gegenüber, obwohl eine neue, ungeheure
Tat, die man ihm zur Laſt legt, gegen ihn ſpricht.
Dorrets ſtrahlendes Antlitz war wieder ganz ver=
düſtert
.
Ich werde ihn ſo lange haſſen, bis mir Undine ſagen
kann: Ich liebe ihn. Und da das nie geſchehen wird, ſo
werde ich nichts tun, was ihm helfen und nützen kann.
Auch nicht, wenn ich Euch inſtändigſt darum bitte,
Dorret?
Nein, Ihr ſollt nicht für den bitten, der Euch Euer
ganzes Glück zerſtörte, ſchluchzte Dorret plötzlich heiß
auf und ſchlug die Hände aufweinend vor ihr Antlitz.
Timm blieb ſtehen und nahm ihr ſanft die Hände
von dem tränenfeuchten Antlitz.
Mit zärtlicher Nachſicht, wie zu einem kranken
Kinde, ſprach er zu ihr hernieder:
Ich kenne einen wunderſchönen Garten, darin
wächſt ein ganz eigenwilliges Kräutlein. Täglich ſchießt
es üppiger ins Kraut, ſo daß es leicht all die herrlichen
Wunderblumen dieſes Gärtleins überwuchern wird,
wenn die Herrin des Gärtchens nicht ſelbſt mit ſtarker
Hand das Kräutlein mit den Wurzeln herausreißt. Das
Kraut heißt Selbſtſucht, Dorret. Nicht uneigennützige
Liebe iſt es für Undine, die Euch mit Sorge erfüllt,

ſondern die Angſt, die Freundin nicht mehr ganz allein
zu beſitzen. Liebe iſt ſelbſtſüchtig, Dorret, das habe ich
an mir ſelber erfahren. Denkt ein wenig darüber nach,
und wenn wir uns wiederſehen, dann ſagt mir, daß
Ihr mich recht verſtandet. Wollt Ihr das?
Die großen, blauen Mädchenaugen irrten unſicher
zu ihm auf, dann legten ſich in verwirrender Scheu die
langen Wimpern auf die glühenden Wangen.
Ich will verſuchen, gut zu werden, Herr, ſagte das
Mädchen langſam.
Recht ſo, nickte der junge Seemann herzlich. Werdet
gut, aber nicht Ohm Olafs Frau. Verſprecht das mir.
Dorret lachte.
Und dann faßten ſie ſich plötzlich bei den Händen
und liefen, immer dem Winde entgegen, dem Dorfe zu.
Mit glühenden Wangen und blitzenden Augen, ein
Bild der Kraft und Friſche, eilten ſie dahin.
Das letzte Sonnengold war verloht. Grau und
trübe lag das Meer, auf deſſen weißen Schaumkronen
ſich ſilberſchimmernde Möwen wiegten.
Ein unwirtlicher Herbſtabend blies mit rauhem
Atem über Strand und Dünen.
Den beiden jungen Menſchenkindern aber war es, als
ſtürme der Lenz ins Land, einen Kranz in den Locken und
Blütenzweige in den Händen. Ihnen lachte die Sonne,
die goldene, ſtrahlende Sonne des Lebens.
Dorret wußte nicht, warum es ſo war. Der Mann
aber, an deſſen Hand ſie ſo glücklich, ſelig dahinſchritt, der
war urplötzlich ſehend geworden. Der wußte, daß es einen
Schatz zu hüten gab, einen köſtlichen Schatz.
Als er an der Tür der Wiedingharde noch einmal
Dorrets Hände zum Abſchied küßte, da lächelte ſie zu ihm

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in holer derwinng auf und aie ſe in die Suie unt,
wo Ekke Thornſen am Herde ſaß, da murmelte der Alte:
Soeben ging das Glück hier vorüber, Dorret. Warum
haſt Du es nicht heimgebracht in unſeren Hof?
Ich ſah es nicht, Grootvader.
Du biſt nicht ſehend. So iſt es immer im Leben. Olaf
ſieht auch nicht, was zu ſeinem Beſten dient. Auch Manar
Randolt wußte es nicht. Den einzigen Sohn mußte er
hergeben. So ſtraft das Schickſal. Hüte Dich, Dorret,
und halte Dir die Seele rein.
Um den Gorlingshof jagen Schatten.
Immer ſehe ich ihren Schleier wehen. Sie kommt,
mich zu grüßen, Undines Mutter, ſie kannte Ekke Thorn=
ſen
gut.
Mit leuchtendem Antlitz lauſchte Dorret den Worten
des Alten. Sie kannte ja ſeine verworrenen Reden, aber
heute griffen ſie ihr ans Herz. Wie Sehnſucht ſtieg es in
ihrer Seele auf, Sehnſucht nach dem Gorlingshof, Sehn=
ſucht
nach etwas Unſagbarem, Unfaßbarem, das ihr Herz
mit Seligkeit erfüllte und ſie doch traurig machte, ſo todes=
traurig
.
Als ſie ſchon lange in ihrer Butze lag, tropften noch
unaufhörlich Tränen über ihre roſigen Wangen, aber doch
lächelte Dorret. Die Hände auf der Bruſt gefaltet lag ſie
da, und im Traum hörte ſie es noch immerfort ſingen und
klingen:
Mien Grötniſſe flegen
Beſtännig to eer.
Och, wat för’n Vergnögen,
Och, wat för’n Pleſeer.
Von Fridrun waren Briefe eingetroffen, lange ent=
huſiaſtiſche
Schilderungen ihrer Reiſe. Undine mußte ſie
der Großmutter vorleſen, an die ſie gerichtet waren.
Die Greiſin ſchüttelte mißmutio ihr graues Haupt.

Du hoiſt ſie nich erloſen dieſen, undin. 6
paßt ſich nicht für eine junge Witwe, in tiefer Trauer in
Monte Carlo herumzuflanieren und ſich von jedem Laffen
die Cour ſchneiden zu laſſen.
Das wiſſen wir doch gar nicht, Großmutter.
Es geht doch ganz deutlich aus den Briefen hervor.
Nach Lorl fragt ſie kaum. Ich glaube, ſie empfindet das
Daſein des Kindes als eine Laſt. Haſt Du übrigens Nach=
richten
von Deinem Mann?
Undine errötete wider Willen.
Nein, kam es zögernd zurück. Du weißt ja, daß er
unbehelligt von allem Geſchäftlichen und allem Familiären
reiſen wollte.
Die Greiſin heftete die toten Augen wie forſchend auf
die Enkelin.
Oft iſt es mir ſo, Undine, bemerkte ſie langſam, als
ſei zwiſchen Euch etwas dunkel. Habe ich recht?
Bitte, laß das, Großmutter. Du weißt, warum ich
Reimars Gattin wurde. Die Sache ſoll ein für alle Mal
erledigt ſein.
Die alte Gräfin ſeufzte leiſe auf.
Bleibt Graf Timm noch lange hier? fragte ſie plötzlich.
Ich weiß es nicht, er will ſeinen Bruder hier er=
warten
.
Ich finde es eigentlich nicht ganz paſſend. Graf Timm
hat ſo lange den Gorlingshof gemieden, jetzt, wo ſein
Bruder nicht daheim, iſt er als Gaſt hier nicht ganz am
Platze.
Undine richtete ſich ſtolz auf.
Ich ſelbſt rief ihn zu mir, Großmutter.
Ja, aber Reimar wird es unangenehm ſein. Ver=
laß
dich darauf. Du ſiehſt ja, daß ſelbſt Fridrun darüber
ihre Gloſſen macht.
Fridrun iſt doch nicht ernſt zu nehmen, Großmutter.
Mir iſt aber ganz unklar, von wem Fridrun Timms An=

weſenheit hier erfahren hat. Ebbo Klas behauptet, kein
Wort davon geſchrieben zu haben. Wahrſcheinlich korre=
ſpondiert
ſie wieder mit einem der Dienſtleute, um über
alles, was im Hauſe vorgeht, unterrichtet zu ſein.
Es iſt mehr als peinlich, daß wir Reimars Aufenthalt
nicht kennen, murmelte die Greiſin. Aber was haſt Du
nur, Undine? Iſt jemand da?
Undine hatte plötzlich einen leiſen Schrei ausgeſtoßen
und war haſtig zur Tür geeilt.
Einen Augenblick, Großmutter, ich bitte. Eine De=
peſche
.
Die alte Frau hörte das Kniſtern des Papiers.
Eine fieberhafte Spannung lag plötzlich auf ihrem
Antlitz.
Von Fridrun? forſchte ſie ängſtlich.
Nein, gab Undine tonlos zurück, und es war, als ginge
ein Zittern durch ihre Stimme. Von Reimar.
Gott ſei Dank! rief die alte Gräfin lebhaft. Was
ſchreibt er denn? Kehrt er zurück?
Davon ſteht nichts in dem Telegramm. Es lautet:
Mentone. Breche hier meinen Aufenthalt ab, da
unerwünſchte Geſellſchaft getroffen. Wichtige Nachrichten
treffen mich in Mailand, Hotel Milano. Reimar.
Wen hat er denn getroffen? Doch nicht Fridrun?
fragte Gräfin Lidwina.
Ich weiß es nicht, Großmutter. Undines Stimme
klang gepreßt, und die Hand, die das Telegramm hielt,
zitterte leiſe.
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[ ][  ][ ]

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.

Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 großer Damen=Biberpelz. 1 gelbes Stoffhandtäſchchen mit Schlüſſel u.
Portemonnaie mit Inhalt. 1 dunkelbraune Pelzboa mit Köpfchen und Schwänzchen.
1 brauner ſchmaler Damen=Pelz. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 Zehnmarkſtück. 1 rot= und
graukarierter Pferdeteppich. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit Inhalt. 2 Porte=
monnaies
mit Inhalt. 1 Schrotleiter. 1 weißes Taſchentuch, gez. H. 1 braunes
Kinder=Portemonnaie mit Inhalt. 1 Poſtwertzeichen=Katalog. 1 ſilberner Anhänger
(Herzchen mit Aufſchrift Neues Palais 3. 2. 10). 1 Damen=Schirm mit gelbem Knopf.
1 ſchwarzer Muff mit weißem Taſchentuch. 1 Brille mit Futteral. 1 halbſeid. Damen=
Schirm. 1 rotes Kinder=Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 Damen=Schirm
mit rotem Griff. 1 Granatbroſche. 1 Paar Kinder=Pantoffel. 1 Paar lange Damen=
Handſchuhe aus däniſchem Leder. 1 kleiner ſilberner Damen=Ring. 1 Damen= Gold=
gürtel
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1 ſchwarzer Damen=Pelz. 1 altes ſchwarzes Handtäſchchen mit 1 Paar grauen Hand=
ſchuhen
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Herzchen. 1 Krawattennadel mit 3 hellen Steinchen. 3 Schlüſſel an einer langen Kette.
1 ſchwarzer Kinder=Pelz. 1 ſchwarzer Damen=Pelz. 2 große Schlüſſel.
Verloren: 1 mattgoldenes Ketten=Armband ohne Sicherheitskettchen. 1 Bund
Schlüſſel (8 Stück an einem Ring. 1 goldene Broſche in Form einer Schleife. 1 kleines
ſchwarzes Portemonnaie mit 4060 Pfennigen Inhalt. 1 goldene Broſche (drei Klee=
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Woll= und 1 Stück grauer Futterſtoff. 1 Viſitenkartentäſchchen mit Viſitenkarten und
Studenten=Legitimationskarte, auf den Namen Wetzel lautend. 1 ſilberner Fingerring
mit einem Hirſchzahn und Eichenlaubverzierung. 1 Dienſtbuch, auf den Namen Anna
Hausmann lautend. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1,60 Mk. Inhalt, 1 kleiner Schlüſſel
und 1 Uhrſchlüſſel nebſt einer Eintrittskarte. 1 Paar braune wollene Damen= Hand=
ſchuhe
. 1 ſilbernes Halskettchen mit Anhänger. 1 Theater=Abonnementskarte (Sperrſitz,
Buchſtabe D). 1 Damen=Goldgürtel. 1 ſilberne Remontoir=Uhr mit Goldrand, auf dem
Rückdeckel O. M. eingraviert, nebſt ſilberner Kette. 1 Ridikültaſche mit 1 Portemonnaie
und 5 Mk. Inhalt nebſt 1 Taſchentuch. 1 rotlederne Brieftaſche mit Studenten= Legiti=
mationskarte
, auf den Namen Engelhardt lautend. 1 goldenes Armband, gez. E. v. K.
ſchwarzes Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 heller Theaterbeutel mit lila Futter,
1 Taſchentuch, 1 Fächer und 1 Paar Handſchuhen. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel
mit blauem Edelweiß aufgepreßt und Jugendſtilſchnalle mit einer Figur und einigen
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mit blauer Decke. 1 rotledernes Portemonnaie mit 1,50 Mk. Inhalt. 1 lederne Pferde=
decke
. 1 Zehnmarkſtück. 1 Stück ſilberne Perlenkette. 1 Paar hellbraune Handſchuhe.
ſchwarzer Damen=Gummigürtel. 1 dünkler Kinder=Umhang. 1 rotbraunes Hand=
täſchchen
mit 1 Paar weißen Handſchuhen und 1 Schlüſſel. 1 dunkle Knaben= Samt=
mütze
. 1 mattblauer Schal. 1 Zwicker. 1 ſilbernes Glieder=Armband. 1 Hundehals=
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mit Marke und der Nr. 971. 1 ſilbernes Kollier mit Blumen und roten Steinchen
verſehen. 1 ſchwarzes neues Portemonnaie mit 1,50 Mk. Inhalt. 1 Schirm mit Elfen=
beingriff
. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel. 1 weißer kleiner Kinder=Handſchuh. 1 hell=
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Entlaufen: 1 große graue Katze vor 2 Monaten (dem Wiederbringer 20 Mk.
Belohnung). 1 großer grauer Kater. 1 grauer Seidenſpitz. 1 graue Ulmer Dogge.
1 rotbrauner Hahn.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3 be=
finden
ſich: 1 Bulldogge.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Schulgeld-Erhebung.

Das Schulgeld für das Großh. Real=
gymnaſium
und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere Töch=
terſchule
(vormals Reineck) und die Mittel=
ſchulen
für das I. Kalender=Vierteljahr
1910 iſt, bei Vermeidung der Mahnung,
bis Ende ds. Mts. an den Werktagen,
vormittags von8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
entrichten.
(3479a
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.

err
Terrazzo=Arbeiten.

Die Lieferung von 97 Stück Heizkörper
ſockelſteinen in Terrazzo für den Neubau
der höheren Knaben= und Mädchenſchule
ſoll vergeben werden
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte
(Grafenſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9)
während der Dienſtſtunden offen, woſelbſt
auch die Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 24. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 12. Februar 1910.
Stadtbauamt.
Burbaum.
(3570md

Bekanntmachung.

In dem Konkursverfahren über das
Vermögen der Firma J. L. Kahn, offene
Handelsgeſellſchaft in Darmſtadt, iſt Termin
zur Abnahme der Schlußrechnung des Ver=
walters
, deſſen Vergütung auf 2200 Mk.
und Auslagen auf 195,50 Mk. feſtgeſetzt
worden ſind, auf
Dienstag, den 15. März 1910,
vormittags 11 Uhr,
Zimmer 222
anberaumt worden.
(3665
Darmſtadt, den 14. Februar 1910.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 16. März I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Karl Ludwig Hennemann
dahier gehörigen Immobilien:
Flur Nr. qm
IV 60855/100 473 Hofreite Arheilger=
ſtraße
,
II 9418/100 285 Hofreite Heinrich=
ſtraße
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K9/10
Darmſtadt, den 31. Januar 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L2661,62
Müller.

2 wenig gebr. moderne Metallbettſtellen
2 und ein Waſchſchränkchen billig zu
verkaufen Beſſungerſtraße 41.
(B3647

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 9. März 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Karl Friedrich Geyer und
deſſen Kindern dahier zugeſchriebene Lie=
genſchaft
:
Nr. qm
Flur
VIII 469//100 399 Hofreite Landskron=
ſtraße
41,
in unſerem Geſchäftszimmer, Witrmann=
ſtraße
1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht ein=
gelegt
wird und andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
(L3622,62
Frantz.

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 30. März 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Eva Diefenbach dahier zu=
ſtehende
Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
II 710¼10 586//10 Hofkette Kies=
ſtraße
18,
II 713½ 367 Holzplatz daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K15/10
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L3632,63

Kunſtgewerbeſchule
Offenbach am Main
Direktor: Prof. Cberhardt

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Sanalorium 8s
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Dresden-Radebeul. 3 Aerzte. Prospekte frei
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abzugeben
(11953
in der Exped. des Tagblatts.
Auszieh= und Sofatisch
Diwan, mit oder ohne Seſſel, Vertiko,
Trumeauſpiegel, Stühle, Wand= und Sofa=
ſpiegel
, einige Bettſtellen mit Matratzen,
Küchenſchrank, alles neu, ſpottbillig zu verk.
3803)
Gartenſtraße 20, part.
Ein Trädriger Karren ſehr billig abzu=
geben
Soderſtraße 85, 1. St. ((*3720


Verſteigerungs-Anzeige.

Donnerstag, den 17. d. Mts., vormittags 10 Uhr,
werden im Saale Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
2 Betten, 2 Kleiderſchränke, 1 Küchenſchrank, 1 Kommode, 1 Regulator,
1 Nachtſchränkchen, 1 Strohmatratze, 1 dreiteil. Waſchgarnitur, 1 An=
richte
, 1 Küchentiſch und 2 Stühle, 1 Gasherd, 2 Gaslyra, 1 Partie
Einmachgläſer, 1 Zimmerteppich, 1 Läufer, 1 Ablaufbrett, 1 Kinder=
ſitzſtuhl
, 1 Waſchbütte, 1 Ofenſchirm, 2 Kohlenkaſten, 2 Zinkſchüſſeln.
1 Gasarm, 1 Tiſch, 3 Stühle u. a. m.
Die Verſteigerung findet vorausſichtlich beſtimmt ſtatt.
Ferner werden am gleichen Tage, nachmittags 4 Uhr, folgende
Gegenſtände verſteigert:
Kaffeebrenner, 1 gr. Kaffeemühle, 2 Spiegelſchränke, 3 Glasſchränke,
Warenſchrank, 2 Kleiderſchränke, 2 Schreibtiſche, 2 Divans, 2 Sofas, 1 Kom=
mode
, 1 Vertiko, 60 Geſchäftsbücher, 1 Tafelklavier, 1 Waſchkommode, 11 Paar
Hausſchuhe, 1 Fahrrad, 2 Seſſel, 1 Weißzeugſchrank, 15 Pfund Wolle, 10 ge=
ſtrickte
Herrenweſten, 30 Normalhemden, 30 Normalunterhoſen, 30 Rollen
Zeichenpapier, 1 Hund, Tiſche, Stühle, Bilder, Spiegel u. a. m.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
3672)
Bleichſtraße 28.

Verſteigerungs-Anzeige.

Mittwoch, den 16. Februar 1910, nachmittags 3 Uhr,
ollen im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16, Zur Roſenhöhe‟, folgende Pfänder öffend
ich meiſtbietend verſteigert werden:
Verſch. Möbel, darunter Betten, Spiegel, Vertikos, Wirtstiſche und=Stühle,
unfertige Waſchkommoden und Nachtſchränke, ſowie 1 Büfett, Ladentheken,
1 Kaſſenſchrank, 1 Waſchmaſchine, 1 Aquarium, 1 Fahrrad, Drell= und Seiden=
ſtoffe
, Bilderleiſten, 8 Füllfederhalter, 40 Ries Kanzleipapier, 1 Pferd, 1 Bern=
hardiner
, 10000 Zigarren und 7 Elektriſier=Apparate mit Einwurf.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Gegenſtände findet beſtimmt ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
3656)
Georgenſtraße 11, I.

Verdingung von Steinkohlenbriketts.

Am 9. März d. Js., vormittags 9 Uhr, wird im Geſchäftszimmer des Pro=
viantamts
Darmſtadt, Eſchollbrückerſtraße Nr. 25, der Bedarf an Steinkohlenbriketts
von 100 t für die hieſige Garniſonbäckerei für das Rechnungsjahr 1910 verdungen.
Die Lieferungsbedingungen liegen im Geſchäftszimmer aus und können in den
Dienſtſtunden, vormittags von 8 bis nachmittags 6 Uhr, eingeſehen werden.
Schriftliche und verſiegelte Angebote ſind im Geſchäftszimmer vor Beginn des
Termins, mit der Aufſchrift Angebot auf die Lieferung von Steinkohlenbriketts ver=
ſehen
abzugeben.
(3585ms
Großherzogliches Proviantamt Darmſtadt.

Brennholz-Verſteigerung.

Donnerstag, 24. d. Mts., von vormittags 9 Uhr an, werden in dem oberen
Lokale der Turngemeinde dahier (Woogsplatz 5) aus Domanialwald=Diſtrikt Baſſin=
teil
verſteigert:
Scheiter rm: 16 Buchen, 15 Eichen, 1 Birken, 90 Kiefern; Knüppel rm:
49 Buchen, 38 Eichen, 12 Birken, 19 Linden, 146 Kiefern; Reiſig Wellen!
1360 Buchen, 420 Eichen, 660 Birken, 350 Linden, 2640 Kiefern, 20 Fichten
Durchforſtungs=Reiſig Wellen: 820 Buchen, 2600 Eichen, 920 Linden, 8820
Kiefern; Stöcke rm: 4 Buchen, 10 Eichen, 17 Kiefern.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung einzuſehen. Der
Großh. Forſtwart Schimpf dahier (Forſtmeiſterſtraße 9) wird dasſelbe auf Verlangen
vorzeigen.
Darmſtadt, 15. Februar 1910.
(3637mi
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.

Brennholz-Verſteigerung.

Montag, den 21. ds. Mts., vormittags 9 Uhr anfangend,
werden auf hieſigem Rathauſe aus Diſtrikt Malcher= und Klingsackertanne
91 rm Kiefern=Scheitholz,
417
=Knüppelholz,

186
=Stockholz,
4910
=Wellen,
meiſtbietend verſteigert. Die Forſtwarte Haas und Weingärtner ſind zur Aus=
kunfterteilung
beauftragt.
(3580md
Pfungſtadt, 14. Februar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.

SK-
Stamm- u. Außholzerſteigerung.

Dienstag, den 22. Februar, vormittags 9 Uhr, wird in dem Gaſthaus
zur Krone in Groß=Gerau das Stamm= und Nutzholz aus dem Gerauer Domanial=
wald
verſteigert und zwar:
Eiche: 4 I. Kl. 9,21 fm, 6 II. Kl. 9,71 fm, 37 III. Kl. 38,99 fm, 29
IV. Kl. 26,58 fm, 7 V. Kl. 3,75 fm, 1 VI. Kl. 0,32 fm; Eſche: 3 I. Kl.
5,43 fm, 3 II. Kl. 5,63 fm, 3 III. Kl. 2,55 fm, 6 IV. Kl. 2,99 fm, 21
V. Kl. 8,90 fm, 12 VI. Kl. 3,64 fm; Buche: 4 I. Kl. 7,24 fm, 5 II. Kl.
4,36 fm, 8 III. Kl. 3,94 fm; Hainbuche: 3 III. Kl. 2,09 fm, 8 IV. Kl.
3,21 fm, 7 V. Kl. 2,15 fm, 7 VI. Kl. 1,28 km; 8 Birke VI. Kl. 2,12 fm;
Ulme: 6 IV. Kl. 4,90 fm, 3 V. Kl. 1,69 fm, 3 VI. Kl. 1,06 fm; Erle:
2 IV. Kl. 1,40 fm, 8 V. Kl. 4,58 fm, 5 VI. Kl. 1,91 fm; Linde: 6 IV. Kl.
3,54 fm, 12 V. Kl. 4,48 fm, 5 VI. Kl. 1,56 fm;
ferner 38 rm Eiche=Rundſcheiter.
Stammholzauszüge werden Käufern größerer Holzmengen vom 15. Februar ab
von unterzeichneter Stelle auf Anfordern unentgeltlich verabfolgt, ebendaſelbſt ſind
Waldkarten zum Preiſe von 50 Pfennig zu haben.
Auskunft erteilt das Forſtperſonal und wird das Holz auf vorherige Anmeldung
vorgezeigt.
Groß=Gerau, 11. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Groß=Gerau.
Ruths.
(3574

Stammholz=Verſteigerung.

Freitag, den 25. Februar, vormittags 10 Uhr,
werden im Gaſthof zum Adler in Groß=Gerau aus Forſtwartei Mönchbruch
verſteigert:
316 Eichenſtämme I.VI. Kl. 154,5 fm; 5 Eſchen V. u. VI. Kl. 2,2 fm;
Hainbuche VI. Kl. 0,1 km; 3 Ulmen II.V. Kl. 1,7fm; 37 Birken
VI. Kl. 9,9 fm; 3 Linden VI. Kl. 0,6 fm; 8 Kiefern III. Kl. 0,6 fm;
5 rm Eichenwerkſcheiter.
Stammholzverzeichniſſe ſind durch uns zu beziehen. Auskunft erteilt der Gr. Forſt=
wart
Luley zu Mönchbruch ſowie unterzeichnete Stelle.
Jagdſchloß Mönchbruch (Poſt Mörfelden, den 9. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Mönchbruch
(3662
Schäfer.

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Tage frei. Fuchsſtr. 14, Hinterh. 1. Stock.

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Suche gut bürgerlich kochen kann und
ſich jeder Hausarbeit willig unterzieht per
1. März, event. ſofort Stellung als Stütze
der Hausfrau. Offerten unter M 32 an
die Expedition ds. Bl
(*3620im

Ein anſtänd. tücht. Alleinmädchen,
das gut bürgerlich kochen kann, ſucht Stel=
lung
bis zum 1. März, event. auch ſpäter in
kleinen Haushalt, am liebſten zu 2 Leuten.
Näh. Rhönring 113, 2. Stock. (*3595im
*3718ms) Empfehle mich im Waſchen
Fr. Schmidt, Dieburgerſtraße 36, II.
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Schäfer, Mühlſtraße 20.

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auch waſchen und putzen nachmittags
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Näturheilkunde kennen zu lernen. Eichyhs
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Laufdienſt Niederramſtädterſtr. 9, Htb., pt.

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übt
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im Verein für Hausbeamtinnen, Wilhelminen=
ſtraße
27, 2. St., z. Zeit der Sprechſtunden.


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welche flott ſchreiben und rechnen kann, zur
Aushilfe bis 1. April geſucht. Offert. unt.
M 61 an die Expedition d. Bl. (3578

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Helene Martin, Ernſt=Ludwigſtr. 7.

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unter M 87 an die Eapedition.

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der Woche putzen Bleichſtraße 17, 2. St. r.

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und putzen Sandbergſtraße 27, Hinterhaus.

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waſch. u. putzen Aliceſtraße 43, Manſarde,
Gebildetes Fräulein
welches ſich im Kochen ausbilden will und
Hausarbeit übern wünſcht in beſſer. Hauſe
Stellg. oh. Verg. Off. u. M 94 Exped. (*3805

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köchin
, erſtes Hausmädchen, welches ſchnei=
dern
, bügeln, ſervieren kann, in gr. Herr=
ſchaftshaus
für 1. März hier oder ausw.
Bureau Frau Dingeldein, Schützenſtr. 10½,
Telephon 531.

t beſſeres Hausmädchen,
Stelle ſuchl 24 Jahre, in allem bewan=
dert
, Kinderfr. und Kindermädchen, das
Hausarbeit mitverſieht, auch Stütze.
Stellen finden Alleinmädchen, Köchin
und jüngeres Hausmädchen.
(*3795
Stellenbureau Nösinger,
Magdalenenſtraße 21.

Tüchtiger Verkäufer
23 Jahre alt, militärfrei, aus der Lebens=
mittelbranche
, ſucht in Darmſtadt oder
Umgegend Stelung per 1. April. Suchender
eignet ſich auch für die Reiſe Gefl. Angebote
bitte unter M 83 an die Expedition. (*3748
ſucht dauernde Stellung
Sattler in einem Geſchäft oder
Fabrik hier oder auswärts. Offerten unt.
N 86 an die Expedition.
(*3770

Junger gebildeter Mann
14 Jahre alt, ſucht Stellung als
Lehrinege
auf einem kaufmänniſchen Bureau, gleich=
viel
welcher Branche. Offert. unter PI 30
befördert die Expedition ds. Bl. (3514imd

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Tamlen- und
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bei hohem Lohn und dauernder
Stellung geſucht. Beſchäftigung
während des ganzen Jahres. (J3668,75
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Wiesbaden.

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mädchen
für ſofort geſucht.
(*3751
Eise Kunert, Wilhelminenſtraße 10.

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bei ſofortiger Vergütung geſucht (3620md
Konfektion, Kirchſtraße 21.

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Dienstag Mittag geſucht Viktoriaſtr. 41.

Lehrmädchen
aus anſtändiger Familie gegen ſofortige
Vergütung geſucht
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Darmſtadt, Eliſabethenſtraße 1.

geſucht, evtl.
Lehrmädchen gegen Vergütung.
Konfekt. von der Schmitt, Karlſtr. 30, II. (*3405sm
Ein Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen Vergütung per
1. März geſucht. Zu erfragen im (2952a
Schuhwarenhaus Holzſtraße11.

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Gründliche Ausbildung.
(3652a
Näheres Expedition ds. Bl.

Lehrmädchen
aus guter Familie geſucht. (3651a
J. Carl Schmidt, Kirchſtraße.

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mit gut. Zeugn., das ſchneidern kann, findet
gute Stelle ſofort oder 1. März,
Villa Sieben, Auerbach a. d. Bergſtr.

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Für einen älteren Heern aufs Land
wird zur ſelbſtändigen Führung des Haus=
halts
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geſucht, die gut bürgerlich kochen kann. Nur
ſolche, die gut empfohlen ſind u. gute Zeug=
niſſe
beſitzen, mögen ſich melden bei (B3536
Frau Maercklin, Steinackerſtr. 19, 1. St.

3555a) Unabhängige Frau zur Aus=
hilfe
geſucht. Näh. Expedition.

3556a) Aelteres, arbeitſames Mädchen
gegen hohen Lohn geſucht. Näh. Exped.

3641md) Suche für 1. März 1910 wohl=
empfohlenes
, evangeliſches
Dienſtmädchen
für Eberſtadt. Monatliches Salär 22 Mk.
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In feinem Geſchäft findet in der Abteil, für
V2u
wasche und Ausstattungen
auf März oder April

ersie Verkauferi
Stellung. Nur Damen, die in der Branche durchaus erfahren ſind und längere Zeit
in erſten Geſchäften tätig geweſen, finden Berückſichtigung. Die Stellung iſt gut be=
zahlt
, angenehm und von Dauer. Gefl. Bewerbungen mit Bild, Zeugnisabſchr. und
Gehalts=Anſpr. unter H. U. 482 an Rudolf Mosse, Heilbronn a. N.
(3615)l
Töchter
achtbarer Eltern werden als Lehrmädchen bei ſofortiger
Vergütung eingeſtellt. Vorſtellung in Begleitung des
Vaters oder der Mutter täglich. (Auch ſolcher, die erſt
zu Oſtern die Schule verlaſſen).
(3571
S. Wronker & Co., Darmſtadt.

Geschäftsgewandter Herr
fleißig und unbeſcholten, erhält feſte Anſtellung. Nach kurzer Probezeit
Wochen= oder Monatsſalär. Intelligenter Arbeiter oder Handwerker
findet ebenfalls Berückſichtigung. Man wende ſich sofort unter V. 164
(2956f
an die Expedition d. Bl.

Aelteres, tüchtiges, ſelbſtändiges
Alleinmädchen
geſucht, auch durch Vermietfrau (3333sm
Frau Rechtsanwalt Staedei
Hobrechtſtr. 6 (am Roquetteweg).

3573) Solides reinliches Mädchen für=
Küche und Hausarbeit von kleiner beſſerer
Familie per 1. März geſucht
Ibel, Mühlſtraße 78, II.

*3692ms) Ein tüchtiges Mädchen als=
bald
geſucht
Altes Gerichtsgebäude
Mathildenplatz 13.
*3693ms) Sauberes nettes Dienſt=
mädchen
zum 1. März geſucht
Dieburgerſtraße 4, parterre.

Haushälterin
geſucht
zum 1. März bei einem Wittwer mit Kind=
auf
dem Lande. Spätere Verheiratung
nicht ausgeſchloſſen. Offerten unter M 71
an die Expedition dieſes Blattes. (*3732

Mädchen
das kochen kann, geſucht
(3583mf
Frau Oberleutnant Freienſohner
Worms, Donnersbergerſtr. 12.

für vormittags
Anfang März 2 Stunden eine Lauf=
frau
geſucht, in der Nähe der Schloßgarten=
ſtraße
. Offerten unter M 54 an die
(*3703
Expedition dieſes Blattes.

*3789) Putzfrau wöchentlich 2 Stunden
geſucht Kirchſtraße 21, 3. Stock rechts.
3786mdt) Auf ſofort ein Mädchen ge=
ſucht

Waldſtraße 55.

3790) Suche und empfehle tücht. Landa,
mädchen in Privat= und Geſchäftshäuſer=
ſofort
und ſpäter. Frau Weissmantel,
Eliſabethenſtraße 37.

*3797) Ein braves Mädchen für leichte
Hausarbeit geſucht
Frau Wirth, Wilhelminenſtraße 10.

mit guten Empfehl. per
Lauffrau 1. März für vormittags
2 Std. und nachm. zum Spülen geſucht. Zu
erfragen zwiſchen 5 und 6 Uhr Mathilden=
ſtraße
34, parterre.
(*3776

Mädchen

in kleinen Haushalt per 1. März geſucht
3650a)
Saalbauſtraße 12, I.

per 1. März und 1. April
Geſucht in gute Private und Ge=: Haushält., Stütze, Köch., Haus=
mädchen
, w. nähen u. bügeln k., Mädchen
allein, ferner ſuche ich per 1. Mai ein israel.
Mädchen, w. kochen k., wegen Verheirat.
des jetzigen.
(*3763
Frau Roth, Alexanderſtr. 13.

*3736mds Jung. Mädchen zur Aushilfe bis
Oſtern für nachmittags zu 2 Kindern geſucht
Taunusſtraße 28.

*3740) Laufmädchen geſucht
Obere Liebfrauenſtraße 117, 1. Stock.

*3742ms) Bürgerliche Köchin, die Haus=
arbeit
und Wäſchebehandlung verſteht, bei
gutem Lohn zum 1. März geſucht.
Näheres in der Expedition ds. Bl.

bei hohem Lohn und
Ein Mädchen Frau oder Mädchen
zur Aushilfe geſucht
(*3753
Neckarſtraße 20, parterre.
Aelligl Nan
etr
Karlstr. 19 Stellenb. vebus Tei. 113
ſof. u. 1. März tücht. Alleinmädch., 1 perf.
Hausmädch. nach Frankfurt a. M. (3755

Saub. Frau z. Brötchentrag. geſucht
Lauteſchlägerſtraße 11.
*3756)

4 für ſofort oder ſpäter
Gesucht Mädchen jeder Art
in Privat=und Geſchäftshäuſer, beſte Stellen
3759)
und höchſter Lohn
Franks Stellenbureau, Karlſtraße 31.

*3802) Zuverläſſiges Mädchen im Alter
von 1415 Jahren zu einem Kinde für
Samstags nachmittags geſucht
Peckarſtraße 18. I. rechts.

[ ][  ][ ]

3odmäh) Tüchtiges Mädchen vom
Lande geſucht Bleichſtraße 45, parterre.

Mr e hitr aite
für ſofort, 1. März und 1. April Köchinnen
in Privat= u. Herrſchaftshäuſer, Hausmäd=
chen
, welche nähen, bügeln, tücht. Alleinm.,
w. koch. u. etw. v. koch. verſt., in gute Privath.,
ält. Stütze, Verkäuferin in Schweinemetzg.,
mehr. jüng. Mädch., Mädchen in gute Ge=
ſchäftshäuſer
durch Stellenb. Frau Dingeldein,
Schützenſtr. 10½, Teleph. 531.
(*3799

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Ein Madchen
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zur Milchpreiserhöhuna!

Der Milchhändlerverein in Darmſtadt hat in letzter Zeit durch verſchiedene Zeitungs=
notizen
, bezw. Anzeigen in den Darmſtädter Tagesblättern in einer Art und Weiſe
Stellung zur Milchpreiserhöhung genommen, die erkennen ließ, daß der Artikelſchreiber
kein Verſtändnis für Landw. Fragen beſitzt. Da die Milchhändler gar keine Grunde,
welche gegen die Notwendigkeit der Milchpreiserhöhung durch die Milchproduzenten
ſprechen, anführen konnten, haben ſie die großen und kleinen Beſitzer gegeneinander
ausgeſpielt. Ihr ganzer Kampf in der Oeffentlichkeit ſoll nur dazu dienen, ſowohl die
Konſumenten gegen die Milchproduzenten wie die letzteren gegeneinander aufzuhetzen.
Es erübrigt ſich auf alle von den Milchhändlern veröffentlichten Mitteilungen zu ant=
worten
, da dieſe ihrem Inhait nach ſich ſchon für jeden vorurteilsfreien Leſer von ſelbſt
erledigen.
Nur auf einige Fragen in der letzten Anzeige mit der Ueberſchrift Zur Milch=
preiserhöhung
der Großproduzenten ſei näher eingegangen.
Gerade für den kleinen Landwirt iſt ein hoher Milchpreis nötig, will er in ſeiner
Milchviebhaltung nichts zuſetzen, denn er erhält heute in den meiſten Fällen nur einen
Preis von 13, höchſtens 14 Pfennig pro Liter ab Sammelſtelle, wenn nicht nur ſogar
12 Pfennig. Hierauf haben die Milchhändler höchſtens 1 Pfennig Unkoſten, ſo daß ſie
der Liter Milch von dem kleinen Landwirte 14, höchſtens 15 Pfennig frei Darmſtadt
koſtet. Wenn die Milchhändler jetzt vorübergehend im Lande kleinen Landwirten mehr
bezahlen, ſo geſchieht dies nur wegen dem großen Milchmangel und um den größeren
Milchproduzenten die Milch nicht abnehmen zu müſſen. Nur ein geringer Teil der
Milch, die keine ſogenante Sammelmilch iſt, wird mit 16 Pfennig franko Darmſtadt
bezahlt.
Dem Darmſtädter Milchhändlerverein dürfte es nicht möglich ſein, nachzuweiſen,
daß Landwirte, die nur Milchprodnzenten ſind, ihren Viehbeſtand verdoppelt
haben. Im Gegenteil, die Landwirte haben ihren Milchviehbeſtand erheblich einge=
ſchränkt
, weil die Milchproduktion gegenwärtig unrentabel iſt. Daß nicht nur den
kleinen, ſondern allen Landwirten geraten wurde, die Milch zu Hauſe zu behalten und
zu verbuttern, ſowie Käſe daraus zu machen, dürfte gerade den Milchhändlern ver=
ſtändlich
ſein. Bei einem Butterdetailpreis von Mk. 1.60 das Pfund Süßrahmbutter
in Darmſtadt, iſt es heute wieder rentabler für den Landwirt geworden, ſeine Milch
ſelbſt zu verbuttern und zu verkäſen. Auch hat er dann wenigſtens Käſe und Butter,
wenn er davon ſelbſt eſſen will, ſowie Magermilch zur Ernährung des Jungviehs und
der Schweine.
Was die Futtermittelpreiſe betrifft, ſo wiſſen auch die ſtädtiſchen Pferdebeſitzer,
was Heu und Stroh heute koſtet, nämlich das Doppelte wie im Vorjahre. Dem Artikel=
ſchreiber
des Milchhändlervereins wäre es auch anzuraten, ſeine Zuſammenſtellungen
mit mehr Verſtändnis abzufaſſen. Oder ſollte er in der Lage ſein, 100 Kilo Baum=
wollſaatmehl
für 15,37 Mark zu liefern, dann kann er ein gutes Geſchäft damit
machen.
Wie der Milchhändlerverein den Kampf führt, geht aus folgendem hervor. Die
Zuſammenſtellung in den Samstagsblättern über die Kraftfuttermittelpreiſe ſind jeden=
falls
einem Aufſatz der Berliner Milchhändlerzeitung entnommen, urſprünglich ſtammen ſie
wohl aus der Leipziger Milchzeitung. Dort ſtehen aber nicht nur die von den Milch=
händlern
veröffentlichten Zahlen, ſondern auch noch andere die nicht veröffentlicht
wurden. So die Preiſe für die Jahre 1903 bis 1905 und außerdem für einzelne Futter=
mittel
, die in erſter Linie von unſeren kleinen Landwirten verfüttert werden, d. h. von
Kleie und Trockentreber.
Nehmen wir an, die erwähnte Zuſammenſtellung der Preiſe des Hamburger
Marktes ſei richtig, ſo finden wir darin angegeben, daß koſtete:
1903 1904 1905 1906
1907
1908 1909 Steigerung gegen 1903
Mk. Mk.
Mk. Mk. Mk. Mk.
Mk.
Trockentreber 10,39 10,58
1,91 10,21 10,96 12,68 12,45
20 Prozent.
Weizenkleie 9,01 9,39
9,94 9,91 11,18 10,95 10,78
20
Roggenkleie 9,32, 9,39 10,91 10,33 11,58 11,40 11,30
21
Das Verkaufsbuch eines unſerer größeren Futtermittelhändler gibt für Waggon=
verkauf
an, daß Trockenſchnitzel ſeit 1906 um 28½, ſeit 1903 um 48% im Preiſe ge=
ſtiegen
ſind.
In der Zuſammenſtellung der Futtermittel ſind gerade die vergeſſen, welche in
erſter Linie gefüttert werden. Sollten die Darmſtädter Milchhändler aber in der Lage
ſein, Trockentreber, Kleie, Trockenſchnitzel und Trockenſchlempe, welche bei der Ernährung
unſerer Viehbeſtände in erſter Linie mit Rückſicht auf ihre Zuſammenſetzung in Betracht
kommen, zu ſolchen Preiſen zu liefern, die den Milchproduzenten eine ganz geringe
Rentabilität ihrer Milchviehhaltung gewährleiſten, ſo ſind die Produzenten gerne bereit,
auf jeden Milchaufſchlag zu verzichten.
Der Milchpreis iſt wohl vor einigen Jahren für einen großen Teil der Milch=
produzenten
erhöht worden, aber damals ſchon nicht in dem Maße, wie es den 1. April cr. (Hinterhaus ausgeſchloſſen).
Produktionskoſten entſprochen hätte. Vorher hatte während langer Jahre überhaupt
kein Milchaufſchlag der Produzenten ſtattgefunden. Oben ſind die Einkaufspreiſe der
Milch für den Milchhandel in Darmſtadt angegeben. Der Verkaufspreis beträgt
22 Pfennig pro Liter. Der Milchhändler hat alſo ein Verdienſt von 6 bis 7 Pfennig
vom Liter durchſchnittlich, ganz abgeſehen davon, daß die Milchhändler außer Milch
an ihre Kunden noch andere Produkte verkaufen, bei denen auch verdient wird Außer=
dem
iſt dabei zu berückſichtigen, daß der Händler nur ein ſehr geringes Betriebs=
kapital
nötig hat, da er ſeine Milch erſt an den Lieferanten bezahlt, wenn er ſein
Geld von der Kundſchaft bereits erhalten hat. Den Verdienſt eines Milchhändlers
auszurechnen, der täglich 500 Liter Mich verſchleißt, überlaſſen wir dem
ſtädtiſchen Publikum.
Daß die Milchhändler mit ihrer Abſicht Gegenſätze zwiſchen Großproduzent und
Kleinproduzent zu ſchaffen nichts erreichen, geht aus dem vorliegenden Brief eines
Kleinbauern hervor, der eine Antwort auf die letzte Veröffentlichung der Milchhändler
iſt und der, wenn nötig, noch veröffentlicht wird. Außerdem kommt die Stellung der
Kleinbeſitzer durch folgende Reſolution zum Ausdruck:
Die am 13. Februar zu Goddelau tagende Verſammlung von über 250 meiſt
kleineren und mittleren Milchproduzenten des Rieds, erklärt unter allen Umſtänden
eine Milchpreiserhöhung zu fordern, da der ſeither gezahlte Preis in keinem
Verhältnis zu den Produktionskoſten ſteht. Falls es in Darmſtadt zu einem
Milchkrieg kommen ſollte, verpflichten ſich die Produzenten, auf keinen Fall dorthin
ſogenannte Kampfmilch zu liefern. Die Verſammlung erklärt ſich mit Entſchieden=
heit
gegen die Verſuche, Zwietracht zwiſchen den kleinen und großen Landwirten
zu ſäen und weiſt aus dieſem Grunde, die gegen den Vorſitzenden der Darm=
ſtädter
Milchproduzenten=Vereinigung, Herrn Oekonomierat Fritſch, in den
Darmſtädter Blättern erhobenen Angriffe zurück.
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Die Milchproduzenten.

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in der Mode tonangebend
geworden.
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allen Hof-, Stadttheatern
und ersten
Kunst-Etablissements.

Preise der Plätze:
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Mk. 4.
Im Vorverkauf:
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1,50,
Mk. 3.,
Georg Thies Nachf.
L. Schutter, Elisabethenstr. 12.

Vl. Willter Versammung
am Freitag, den 18. Februar, abends 8½ Uhr,
im Gelben Saal des Restaurants Sitte, Karlstrasse.
Tages=Ordnung:
C
Vortrag
des Herrn Profeſſor Dr. W. Sonne
über:
Die Staubplage, ihre Gefahren und ihre Beſeitigung.
Unſere Mitglieder laden wir zu zahlreicher Beteiligung freundlich ein. Nicht=
mitglieder
ſind als Gäſte herzlich willkommen.
(3575mf
Der Vorstand.

Akad. Bismarck-Bund.
Mittwoch, den 16. Februar, abends 8½ Uhr, im Fürſtenſaal
(Grafenſtraße)
Vortrag
des Herrn Uhlig, Berlin, Herausgeber des Getreuen Eckhard, über
Ultramontanismus, eine nationale und kulturelle Gefahr‟.
Wir laden jedermann, auch Nichtakademiker, hierzu freundlichſt ein.
(3542im
Eintritt frei!
Eintritt frei!

Einladung

zur

XIIIII. ordentlichen Mitglieder=Verſammlung
des Landes=Pferdezuchtvereins im Großherzogtum Heſſen
auf Sonntag, den 27. Februar 1910, nachmittags 2½ Uhr,
zu Friedberg i. H. im Hotel Trapp‟.
Tages=Ordnung:
1. Bericht des geſchäftsführenden Vorſtands über die Wirkſamkeit des Ver=
eins
im abgelaufenen Jahr.
2. Genehmigung des Jahresvoranſchlags (1910)
(Zuſchüſſe des Landespferdezuchtvereins zu den Prämiierungen)
3. Verſchiedenes.
Darmſtadt, den 5. Februar 1910.
Der I. Vorſitzende:
Müller.
Vor der Mitgliederverſammlung findet im Hotel Trapp um 1 Uhr gemeinſames
Mittageſſen ſtatt. Das trockene Gedeck koſtet 2 Mk. Es wird dringend erſucht, Anmel=
dungen
hierzu direkt an das Hotel Trapp in Friedberg i. H. zu richten.
(3577

Saal Zur Traube‟, Dienstag, 22. Februar, abends 8 Uhr.
Chopin-Abend
Risler
Luuard
Vier Balladen, Prélude Cis-moll, Zwei Mazurkas A-moll C-dur, Valse As-dur,
Impromptu Ges-dur, Scherzo E-dur, Fantasie F-moll.
Karten: Mk. 4., 3., 2., 1.50. Im Vorverkauf Mk. 3., 2., 1.50, 1., bei
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Darmstädter Beznksverem Mathndchnen Vertel.
Orachtiche Hauprversammlung
Samstag, den 19. Februar 1910, abends 8½ Uhr,
im Mathildenhöhsaal.
Tagesordnung:
1. Bericht des Rechners. 2. Jahresbericht des Vorſitzenden. 3. Neuwahl des
Vorſtandes. 4. Beratung etwaiger Anträge.
(3631
Unſere geehrten Mitglieder werden dringend erſucht, erſcheinen zu wollen.
Der Vorstand.
J. A.: Schupp.

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vom Deutschen Theater‟ Berlin.
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vom Kleinen Theater‟ Berlin.
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vom Schillertheater‟, Berlin.
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vom Stadttheater, Königsberg.
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Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske (B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
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Am Sonntag, den 20. Februar,
der hundertjährigen Wiederkehr des Todestages des großen
Tiroler Freiheitskämpfers, gelangt im
Geſellenhauſe, Friedrichſtraße 30,
das Schauſpiel
AAndreas
Hofern
zur Aufführung. Beginn nachmittags 4 Uhr.
Eintrittskarten: 1. Platz 1.50 Mk., 2. Platz 1.00 Mk., 3. Platz 0.50 Mk.
ſind im Vorverkauf beim Hausmeiſter des kath. Geſellenvereins und des
Katholikenvereins zu obengenanntem Preiſe zu haben.
(3643ms
NB. Die verehrl. Damen werden gebeten, die Hüte beim Betreten des
Saales abzunehmen.
Der Vorstand.

Einladung

Norddeutscher Lloyd.
Schiffsbericht.
Mitgeteilt durch Anton Fiſcher, Agen=
tur
des Norddeutſchen Lloyd, Frankfurter=
traße
12 und 14.
Der Doppelſchrauben=Poſtdampfer Main
vom Norddeutſchen Lloyd in Bremen,
iſt heute 5 Uhr morgens, wohlbehalten
in New=York angekommen.
Schiffsbericht.
Mitgeteilt von dem Vertreter Herrn Adolf
Rady, Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Hamburg=Amerika=Linie.
Dampfer Amerika 12. Februar 1 Uhr
nachm. von New=York über Plymouth
und Cherbourg nach Hamburg.
Dampfer Kaiſerin Auguſte Victoria nach
New=York, 13. Februar 8 Uhr 15 Min.
abends in Cherbourg.
Dampfer Rugia‟
nach Nordbraſilien,
12. Februar 1 Uhr nachmittags von Ant=
werpen
.
Programm
zu dem am Mittwoch, den 16. Februar
von 121 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
1. Niki=Marſch nach Motiven der Ope=
rette
Ein Walzertraum von O. Strauß.
2. Ouvertüre zur Oper Die Krondiamanten
von D. Auber. 3. Wiener Bürger, Walzer
von M. Ziehrer. 4. Fantaſie aus der Oper
Tannhäuſer von R. Wagner. 5. Kymono.
Japaniſches Intermezzo von P. Voigt.
6. Hoch König Albert, Marſch von C.
Hauſchild.

Freitag, 18. Februar, abends 8½ Uhr,
im Mathildenhöhsaal, Dieburgerſtraße Nr. 26,
veranſtaltet vom Kreisverein Darmstadt gegen den Missbrauch
geistiger Getränke, unter gütiger Mitwirkung des Darmstädter Zitherklubs
und des Darmstädter Mandolinenklubs (Leitung: Herr Kammermuſiker Dern),
des Fräulein Wilhelmine Heissner (Klavier) und des Herrn Opernſängers Scheuer=
mann
von hier, ſowie des Generalſekretärs des deutſchen Vereins gegen den Miß=
brauch
geiſtiger Getränke: Herrn I. Gonser (Berlin).
PROGRA MM:
1. a) Huldigungsmarſch von A. Huber (Zither= und Mandolinenklub); b) Zum
Dornröschenfels Lied ohne Worte von Plohberger (Zitherklub). 2. a) Höchſtes Ver=
trau’n
(Ermahnung an Elſa) aus Lohengrin) von Wagner; b) Frühlingslied von
Becker (vorgetragen von Herrn Scheuermann). 3. Vortrag des Herrn Generalſekretärs
Gonſer=Berlin: Die Quellen der Kraft eines Volkes. 4. Pensando a tel
Melodia von Girotto (Mandolinenklub). 5. a) Steuermannslied aus Der fliegende
Holländer von Wagner; b) O Jugend, wie biſt du ſo ſchön! von Abt (vorgetragen
von Herrn Scheuermann). 6. Fior d'Aurora, Walzer von Marlachi (Zither= und
Mandolinenklub)
Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt.
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Eintritt frei!
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Großherzogliches Hoftheater.
Mittwoch, den 16. Februar 1910.
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Abonnement A 29.
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Trauerſpiel in 5 Aufzügen von Shakeſpeare
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Duncan, König v. Schott=
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.. . . . . Hr. Riechmann
Malcolm,
ſeine Söhne: Hr. Weſterman
Hr. Schneider
Donalbain,
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Macbeth, 1 ſeine Feldherrn Hr. Lehrmann
Banquo,
Hr. Baumeiſte
Macduff,
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Hr. Bohne
Roſſe,
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Edelleute .
Lenox,
Hr. Ungibauer
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Fleance, Banquo’s Sohn. Frl. Faeller
Siward, Feldherr der Eng=
Hr. Klotz
länder
,,
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Hr. Kroczak
eſſen Sohn
in verwundeter Krieger . Hr. Knispel
eiton, Hauptmann in
Macbeth’s Dienſten
Hr. Holler
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Ein Arzt
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Ein Pförtner . . .

Erſter
Zweiter 7 Mörder
Lady Macbeth .
Kammerfrau der Ladt
Macbeth . . .
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Drei Hexen . . .
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Verkehr mit dem Abonnenten=Publikum an
allen Wochentagen, vormittags von 10 bis
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von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 17. Febr. Außer Abonnem
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Waffenſchmied. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 18. Febr. 120. Ab.=Vorſt. C31.
Zum erſten Male wiederholt: Der
deutſche König. Gr. Pr. Anf. 7 Uhr
Sonntag, 20. Febr. 121. Ab.=Vorſtellung
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[ ][  ]

Pariſer Brief.
Die Seine einſt und jetzt. Paris=Plage. Metro.
Dreigeſpann. Vom Kometen Halley und Chantecler.
Es liebt der Menſch das Strahlende zu ſchwärzen!
(Eigener Bericht.)
(Nachdruck verboten.)

hys. Paris, Mitte Februar 1910.
Paris hätte auch ohne die Seine ſeinen Ruf. Es iſt
zu ſtolz und vielleicht auch zu ſchönheitsſinnig, um in
Handel und Schiffahrt ſeine Hauptlebensquellen zu ſuchen,
und deshalb iſt die Seine ſtets etwas vernachläſſigt wor=
den
. Ihre Ufer, mit Ausnahme weniger Punkte, zieren
nicht ſo hübſche Anlagen, wie man es ſonſt in der Stadt
gewohnt. Am frühen Morgen machen ſie geradezu einen
melancholiſchen Eindruck: ein leichter Nebel lagert über
ihnen und dem Fluſſe, das Waſſer ſcheint noch ſchmutziger
wie ſonſt und fließt wie ſchlaftrunken dahin, vorbei an
Schuppen und Lagerhallen, Bade= und Landungsplätzen,
vorbei an jenem düſteren Hauſe, in dem man die Körper
der dem Leben Entflohenen aufbahrt! Wenn auch die
Sonne dem Bilde nach und nach etwas Poeſie verleiht, ſo
findet das wenig Beachtung, denn die Bewohner der Son=
nenſeite
des Pariſer Lebens ſchlafen noch und die anderen,
die um dieſe Stunde paſſieren, eilen, ihre Zeitung leſend,
ihrer Arbeit zu. Mit dem Vorſchreiten des Tages wird
das Bild bunter. Längs den Kais haben Alt= und Buch=
händler
ihre Beſtände ausgepackt, Studenten und gelehrt
ausſchauende Herren aus dem Quartier Latin wühlen
und leſen in den Bücherbeſtänden, Backfiſche ſtudieren die
Muſiknoten, auf dem Fluſſe verkehren die leichten Paſſa=
gierdampfer
ohne Zahl. Fehlt auch ſcheinbar das charak=
teriſtiſche
eines Handelshafens, ſo iſt die Tonnenzahl im
Pariſer Hafen doch eine der größten aller Häfen der
Welt. Einen intereſſanten Szenenwechſel bringt der
Abend. Während auf den Boulevards das rauſchende Le=
ben
und die mannigfachen nächtlichen Freuden beginnen,
bricht an der Seine eine friedlich=feierliche Stimmung an.
Alles in ein geſpenſtiges Halbdunkel gehüllt, tauſende von
Lichtern ſpiegeln ſich matt im Waſſer wieder, nur noch we=
nige
Paſſagierſchiffe ſtreichen lautlos durch die Fluten, die
jetzt zu ſchlafen ſcheinen, hin und wieder ein ſpäter Wan=
derer
, oder ein ſich eng umſchloſſen haltendes Liebespär=
chen
, bleiben befangen von dem bezaubernden Märchen=
bilde
der Nacht ſtehen.
Die Seine ſcheint nicht mehr zufrieden mit ihrem
Los; ſie ſieht, man macht aus ihr nur ein Mittel zum Zweck.
Vielleicht träumt ſie oft von vergangenen Zeiten, in denen
ſie keine unzähligen Schiffe zu tragen hatte und kein Ge=
tute
den Frieden ſtörte, von grünen Ufern, von den Men=
ſchen
auf der kleinen Inſel, der Wiege von Paris, die ſie
noch ſchützten und beachteten. Ihre Reſignation iſt täu=
ſchend
, zeigt doch ſchon das ſchmutzige Waſſer, daß ſie
unzufrieden mit der Gegenwart. Doch kürzlich ging man
wohl zu weit: die Untergrundbahn nahm ihren Weg un=
ter
dem Bettte der Seine und ſtörte von unten herauf die
ſchon ſo Geplagte, ſie rächte ſich und ſetzte halb Paris unter
Waſſer.
Heute ſind die Panik und die aufgefriſchten Erinne=
rungen
an den 70er Krieg längſt vergeſſen, ja der Pariſer
ſchämt ſich faſt, daß er ſich ſo ſehr einſchüchtern ließ. Ein
Teil der Preſſe hatte die Sache noch redlich ausgeſchmückt.
Das Leben hat ſeinen normalen Lauf wiedergewonnen,
wenn auch noch überall ſehr merkbare Zeichen der Sint=
flut
vorhanden. Vielleicht trägt die Kataſtrophe etwas
zu der Erfüllung des Traumes des Pariſers bei, daß
ſeine Stadt Port de la mer ſein muß. Der Pariſer
Humor war nicht ertrunken, man ſaß im Café oder auf
deſſen Terraſſe bei Kerzenlicht, wie man es ja ſchon öfters
gemacht, wenn König Pataud Finſternis eintreten ließ,
an den Straßenecken umſtanden dichte Kreiſe einen
fahrenden Sänger, der den Text und die Melodie des
neueſten Scherzliedes Paris=Plage‟
(Plage=
Strand) vorſang und dann beim Verkauf kein ſchlechtes
Geſchäft machte.
*
*7:
Durch das naſſe Element war der Pariſer für
einige Zeit ſeiner nötigſten Beförderungsmittel be=
raubt
; das Kahnfahren war ja einmal etwas anderes,
aber was das heißt, die Metro (abgekürzt von Metro=
politain
) entbehren zu müſſen, kann nur ein Pariſer
verſtehen. Dieſe moderne Stadtbahn iſt noch nicht alt,
aber ſie hat es verſtanden, in kurzer Zeit ſich ſo einzu=
bürgern
und iſt ſo zur Notwendigkeit geworden, daß
man ſich heute Paris ohne ſie nicht mehr vorſtellen
kann. Iſt die Metro im Betrieb, ſo iſt ſie ſehr prak=
tiſch
, aber ihr Bau und die Anlage ſelbſt gehören nicht
zu den Beruhigungen des Pariſers, wie es die letzte
Zeit bewies, wenn ein Stück vom Straßenpflaſter
plötzlich in der Unterwelt verſchwand, oder wenn
anſtatt der Züge wahre Flüſſe in den unterirdiſchen
Höhlen dahinſauſten. Die Metro umſpannt heute
ganz Paris. Der Fahrpreis beträgt 15 Cts., dafür kann
man ſich ſpazieren fahren laſſen, ſolange man beliebt.
Die Fahrgeſchwindigkeit iſt eine ganz gute, aber durch
zu viele Halteſtellen geht die Zeit wieder verloren, und
wer erſt ein paarmal umſteigen muß, dem geht’s ganz
ſchlecht. Aber, wie geſagt, die Untergrundbahn iſt un=
zertrennlich
vom Pariſer Geſamtbilde.

Eine Metroſtation findet man entweder durch eine
Inſchrift oder aber noch leichter dadurch, daß man eben
noch gemütlich gehende Spaziergänger plötzlich laufen
ſieht, um bald darauf in der Tiefe zu verſchwinden.
Laufen gehört zum Metrofahren. In den Hauptver=
kehrsſtunden
kann man in den Umſteigeſtellen, die dem
Uneingeweihten als ſchreckliche Labyrinthe erſcheinen
durch ihre krenz und quer, drunter und drüber befind=
lichen
Wandelgänge, plötzlich ein Rudel Menſchen wie
beſeſſen vorbeiraſen ſehen, als wenn ſie der Hölle ent=
fliehen
wollen. Dieſe gehetzten Großſtadtkinder wollen
aber nur den nächſten Zug erwiſchen, um fünf Minuten
Zeit zu ſparen. Der wilde Haufen rennt ein paar
Gänge entlang, eins, zwei Stockwerke rauf oder runter,
tritt ſich auf Füße und Kleider, ſtößt, ſchiebt und
ſchimpft und kommt gewöhnlich am Perron an, wenn ge=
rade
ein Zug einläuft und der kaltblütige Schaffner
die eiſerne Türe ihm vor der Naſe ſchließt und erſtt
dann wieder öffnet, wenn der Zeg abgefahren, ſo will
es die Vorſchrift, die ſtets ſehr genau befolgt wird.
Anders ſteht’s mit denen über die Anzähl der zuzu=
laſſenden
Paſſagiere, die im Wagen angeſchlagen ſind,
warum, iſt ein Rätſel. Morgens und abends ſind die
Züge voller gepfropft wie ein Heringsfaß, nicht immer
zum Leide des ſtärkeren Geſchlechtes. Die Luft in der
Unterwelt iſt nicht die beſte, aber eine ohnmächtßg
werdende Perſon kann nicht zu Boden fallen bei dieſer
Ueberfüllung; es hat eben alles ſeine Licht= und
Schattenſeiten.
Dem Pariſer nun wegen ſeiner Metro, Automo=
bile
, Autobuſſe und vielleicht bald Fluglinien das Zeug=
nis
eines modernen Menſchen auszuſtellen, der rück=
ſichtslos
Zeit und Technik ausbeutet, wäre ein Irrtum.
Im Gegenteil, er kann der unmodernſte Meuſch von
der Welt ſein, nur muß es ſich mit ſeinem Geſchmack
und Gefühl vertragen. Er unterwirft ſich nicht gern
einem Nurnützlichkeitsgeſetz, wenn ihn auch die
modernen Zeiten oft zu einem Kompromiß zwingen.
Und ſo haben ſich noch bis heute, trotz aller modernen
Verkehrsmittel, die Dreigeſpanne mit ihrem an=
mutigen
Geklapper der Pferdehufe und Peitſchenknall
ein Stückchen guter, alter Zeit neben dem angſt=
einflößenden
Spektakel eines Antobuſſes in Ehren zu
behaupten verſtanden. Freilich kann man in einer
Stunde ſo weit gehen, als man mit dem Dreigeſpann
in drei Viertelſtunden fährt, aber das tut ja nichts zur
Sache, denn das Dreigeſpann mit ſeinem überfüllten
Imperiale und ſeinem leeren, nur bei ſchlechtem Wetter
gefüllten Parterre
doppelter Fahrpreis, dafür
Staub und keine ſchlechte Luft , dient ja
nicht dain, um raſch vorwärts zu kommen,
ſondern iſt mehr eine Art Erhplungstour
im Hetzen und Treiben. Und was bietet ſo eine Fahrt
im Schlendriantempo durch Paris nicht alles! Von der
Beletage läßt ſich das abwechſelungsreiche= und bunt
variierende Straßenbild bewundern und ſtudieren, von
der Vogelperſpektive aus entdeckt man mänches, was
ſonſt verloren geht. Es iſt ein eigenartiger Genuß,
über die lebenrauſchenden Boulevards mit einer wohl=
tnenden
, gleichmäßigen Gemütlichkeit zu fahren, wäh=
rend
Droſchken, Autos, Radfahrer und Fußgänger in
einem haſtenden Durcheinander vorbeifluten. Der
Roſſelenker mit ſeiner beſchaulichen Ruhe ſcheint
durch ſeine thronende Höhe‟
ſich philoſophiſch
über alle erhaben zu fühlen; hin und wieder
ſtreift ein Zweig eines Baumes, gleichſam ihn
grüßend, ſeinen Hut. Am ſchönſten iſt eine Fahrt am
Abend, wenn alle Menſchen nach der Tagesarbeit auf
der Straße einher eilen, da könnte man bei dem gleich=
mäßigen
Klipp=Klapp, beim Vorüberziehen ſo vieler
maleriſcher Stimmungsbilder von Märchen und Poeſie
träumen bis ein unſanfter Ruck eines anſtoßenden
Autobuſſes einen derb erinnert, daß wir im Zeitalter
der Maſchinen, Motore und des Verkehrs leben!!
*2.
*
Die Sternkundigen haben uns den Beſuch des
Kometen Halley angezeigt. Bei der Viſite eines
ſo glänzenden Gaſtes teilen ſich ſtets die Empfangsge=
fühle
; unwillkürlich denkt ein Teil der Menſchheit
gewöhnlich der, der ſtets aufs Leben ſchimpft, an den
Veltuntergang. Zwar iſt das Leben der Güter höchſtes
nicht, aber diesmal hatte die Angſt vor der Scheidung
wirklich eine Berechtigung, denn man lief Gefahr,
eventuell in das beſſere Jenſeits zu wandern, ohne . .
Chantecler geſehen zu haben! Das iſt nun, Gott
ſei Dank, anders gekommen. Vor wenigen Tagen ging
die ewige Premiere über die Bretter und die Be=
neidenswerten
, die ihr beigewohnt haben, ſehen dem
Weltuntergange nun mit Ruhe entgegen. Bei der
Premiere von Chantecler geweſen zu ſein, iſt eine
beſondere Genugtung für das ganze Leben, und darum
ſollte man, um recht viele glücklich zu machen, die erſten
taufen.
ünfzig Vorſtellungen alle Premieren
Nachdem die Ueberſchwemmung und dieſe Premiere
vorüber, kann Paris wieder aufatmen, ein Ende hat
die unbeſchreibliche Erwartung, ein Ende die reklame=
machenden
Indiskretionen, ein Ende alles Raten und
Deuteln.
Alſo doch noch! Faſt ſchien es, als ob ein böſer
Stern das Stück auf ſeinem Entſtehungswege be=
gleitete
: Seit bereits einem Jahrzehnt angefangen

(in dieſer langen Zeit hat nur die freiwillige und un=
freiwillige
Reklametrommel nie die Geduld verloren),
unzählige Male umgearbeitet, was mußte alles paſſieren
man denke an Coquelins Tod, an die Seineüber=
ſchwemmung
, um die Premiere immer wieder zu
verhindern; doch die böſen Mächte haben verloren und
Paris hat einen grand Jour oder beſſer Abend ge=
habt
. Eine Premiere iſt immer noch ein beſonderes
Ereignis im ereignisreichen Paris, das von ſich reden
macht und wie ein Soloſtück aus dem Orcheſter der
Zerſtrenungen hervorklingt. Bei Chanteclers Premiere
waren außer der üblichen Anzahl ſchöner Frauen mit
glänzenden Toiletten, Miniſter und alle Größen der
Kunſt, Literatur, Militär und Politik vertreten. Oh
der Beifall, der gezollt wurde, ſo recht von Herzen
kam? Oder hatte man ſich etwas ſuggeriert? Was
begreiflich wäre, denn nach der Quantität, was ſchon
über und um Chanteeler geſchrieben wurde, kam man
mit einem ziemlichen Optimismus. Zur Feſtesſtimm=
ung
trug noch das Theater Porte=Saint=Martin bei
das aufs peinlichſte alles dem großen Ereignis ange=
paßt
, Künſtler und Bühnenausſtattung waren ihren
Aufgaben gewachſen. Ohne Zweifel, Chantecler iſt
briginell, ein Bauernhof mit ſprechenden Tieren au
der Bühne iſt mal etwas anderes; aber doch recht wenit
Satire, Symbolik und dramatiſche Kraft birgt das
Stück. Doch nach vieler Meinung ſoll es ein weiteres
Ruhmesblatt in der franzöſiſchen Literatur bilden und
den ſchon unſterblichen Edmond Roſtand noch unſterb
licher geſtalten. Aber es gibt auch Nörgler, die wiſſer
wollen, daß der ſtolze und ſelbſtbewußte Edmond nur
ein Durchſchnittsdichter ſei, und er ſeinen Ruhm einen
begeiſternden Freunde in der ſiebenten Großmacht
gegen Gegendienſte verdanke! Doch heißt es nicht
Es liebt der Menſch, das Strahlende zu
ſchwärzen‟

Nachrichten des= Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. uni
35 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 8. Febr.: dem Siebmacher Augu=
Stehle, Wienersſtraße 55, eine T. Anna. Am 11.
dem Schreiner Ludwig Schäufele, Arheilger Straß=
71, ein S. Ludw. Gg. Friedrich. Am 9.: dem Kaufman
Karl Weiß, Pankratiusſtraße 2, eine T. Joh. Frau=
ziska
. Am 12.: dem Zimmermann Johann Bären
Bleichſtraße 5, eine T. Mari. Am 13.: dem Fabril=
arbeiter
Heinrich Müller, Arheilger Straße 68, ein E=
Karl. Am 10.: dem Bierbrauer Leopold Goldbrur
ner, Heinheimerſtraße 7, eine T. Marie. Am 12.: der
Friſeur Julius Förſter, Holzſtraße 1, ein S. Fran
Otto. Am 9.: dem Schuhmachermeiſter Heinr. Döde=
lein
, Wendelſtadtſtraße 46, ein S. Hans Heinrich. Ar
9.: dem ſtädtiſchen Taglöhner Auguſt Metzger, Gery
nusſtraße 41, eine T. Philippine Auguſte. Am 11.: der
Metzger Konrad Lauer, Landwehrſtraße 1, eine
Luiſe Suſanna. Am 13.: dem Gärtner Oskar Wer
ling, Landwehrſtraße 39, eine T. Wilhelmine Sophie.
Aufgebote. Am 11. Febr.: Tapezier Adolf Walde
mar Krug, Dieburger Straße 5 mit Schneiderin Apo=
lonia
Hommel, Karlſtraße 12. Kaufmann Jako
Rothſchild in Frankfurt a. M. mit Selma Joſep=
Aliceſtraße 21. Lehramtsaſſeor Dr. Hans Hinrich
in Büdingen mit Eliſabeth Daub, Steinſtraße 37. A.
14.: Stuhlfabrikarbeiter Jak. Hilkert VIIIII. in Sul
bach mit Haushälterin Kunigunde Heilmann, eber
daſelbſt. Schutzmann Andreas Ad. Hamm in Fran
furt a. M. mit Anna Maria Silber in Heppenhein
Kaufmann Friedrich Franz Fay, Loniſenſtraße 16 m
Mathilde Hauſt, Bleichſtraße 36.
Eheſchließungen. Am 9. Febr.: Bäcker Wilh. Ho
mann mit Berta Kuhn, beide hier. Sergeant Hern
Kanzler, hier, mit Emilie Augſt in Altenkirche
Am 10.: Schuhmacher Heinr. Füller, hier, mit S=
ſanne
Braun in Dieburg. Am 11.: Rechtsanwalt T
Koſſy Silberſchmidt in Bad=Kiſſingen mit Seln
Sondheimer, hier. Am 12.: Buchdrucker J. Fleu:
mit Maria Henger, beide hier. Telegraphenaſſiſte
Wilhelm Henning in Frankfurt a. M. mit Cha=
lotte
Herwede in Mainz. Verlagsbuchhändler Ro
Federn in Schmargendorf mit Luiſe Staudinger
Grunewald.
Geſtorbene. Am 10. Febr.: Heinrich Eiſenhaue
Schmiedlehrling, 15 J., ev., in Mümling=Grumba
Chriſtine Kräll, T. des Meßgehilfen, 3 J., ev.,
Brensbach. Am 11.: Wilh. Engel, S. des Metzger
1 J. ev., Wienersſtraße 46. Am 12.: Chriſtine =
mann
geb. Heuß, Witwe des Kammermuſikers, 86
ev., Frankfurter Straße 19. Eliſ. Hof geb. Jakol
Ehefrau des Schreinermeiſters, 76 J., ev., Herman=
ſtraße
9. Karl Hoffmann, S. des Steindruckers,
Mon., ev., Obergaſſe 18. Am 13.: Ph. Spengler ge
Steckenreuter, Ehefrau des Maurers, 38 J., ev., Lang
gaſſe 18. Maria Barbara Hemick geb. Schneide
Witwe des Wirts, 53 J., ev., Pankratiusſtraße
Schneider Joh. Heinrich Schmidt, 70 J., ev., Schlo=
gaſſe
34. Kath. Sprankel geb. Anrath, Ehefrau d
Schneiders, 35 J., kath., Nieder=Ramſtädter Straße
Zuſchneiders, 35 J., kath., Nieder=Ramſtädterſtr.
in Urberach.

An die große Glocke
braucht man es nicht erſt zu hängen, denn jede erfahrene Hausfrau
weiß, daß kathreiners Malzkaffee der wohlſchmeckendſte Malzkaffee
iſt. Wohl aber muß im Intereſſe des Dublikums immer wieder
darauf hingewieſen werden, daß in letzter Heit viele Nach=
ahmungen
angeprieſen werden, vor denen man ſich beim Einkauf
hüten muß. Man merke ſich deshalb genau, daß Hathreiners Malz=
kaffee
nur in Daketen mit Bild des Pfarrer Aneipp zum Verkauf
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