Abonnemenkspreis
Inſerake
173. Jahrgang
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
inren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Ber
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Eine Novelle zum Urheberrechtsgeſetz.
* Die „Norddeutſche Allgemeine Zeitung” ſchreibt: Der
Entwurf eines Geſetzes zur Ausführung der revidierten
Berner Uebereinkunft zum Schutze von
Wer=
ken der Literatur und Kunſt iſt dem
Bundes=
rat zugegangen und wird, wie es der Staatsſekretär des
Reichsjuſtizamtes bei der Beratung des Juſtizetats in
Ausſicht geſtellt hat, in den nächſten Tagen veröffentlicht
werden. Der Entwurf bringt die Aenderungen und
Er=
gänzungen unſeres inneren Rechts, die erforderlich ſind,
um die neue internationale Uebereinkunft, die auf der
Ber=
liner Konferenz im Herbſt 1908 von den Delegierten der
Verbandsſtaaten unterzeichnet und im vorigen Jahre von
dem Bundesrat und Reichstag genehmigt worden iſt, in
Kraft treten zu laſſen. Von den Materien, die dabei in
Betracht kommen, iſt namentlich die Neuregelung des
Schutzes der Werke der Tonkunſt gegen Wiedergabe durch
mechaniſche Inſtrumente für die Intereſſentenkreiſe von
Bedeutung. Im Zuſammenhange damit ſteht die
Einfüh=
rung eines urheberrechtlichen Schutzes der Vorrichtungen
(Walzen, Platten uſw.) für mechaniſche Muſik= und
ähn=
liche Inſtrumente gegen unbefugte Nachbildung. Eine
Verlängerung der dreißigjährigen Friſt für den
Schutz des Urheberrechts wird in dem Entwurfe nicht
vor=
geſchlagen.
Die revidierte Berner Uebereinkunft bringt zwar auch
in dieſer Beziehung eine Aenderung des bisherigen
inter=
nationalen Rechts, indem ſie die Dauer des Schutzes
grundſätzlich auf fünfzig Jahre feſtſetzt. Sie läßt aber den
einzelnen Vertragsſtaaten die Möglichkeit, hierin von dem
Unionsrecht abzuweichen. Soweit dies geſchieht, wird
freilich das Ziel der Einheitlichkeit des in der Union
anzu=
wendenden Rechtes in einem wichtigen Punkte nicht
er=
reicht, und es läßt ſich nicht verkennen, daß dies vom
inter=
nationalen Standpunkt aus unerwünſcht iſt. In
Deutſch=
land hat ſich jedoch mit Rückſicht auf die ſozialen
Wirkun=
gen einer Verlängerung der Schutzfriſt die öffentliche
Meinung überwiegend gegen eine ſolche Maßnahme
erklärt, und auch in den an einer Verlängerung der
Schutz=
friſt unmittelbar intereſſierten Kreiſen der Urheber und
Verleger iſt der Gedanke einer entſprechenden Aenderung
des Urheberrechtsgeſetzes zum Teil auf lebhaften
Wider=
ſpruch geſtoßen. Im Reichstage haben ſich ſchon bei den
Verhandlungen über die revidierte Uebereinkunſt im Jahre
1909 die meiſten Redner in demſelben Sinne ausgeſprochen.
Die Reichsverwaltung hat es unter dieſen Umſtänden
für angezeigt erachtet, noch vor der abſchließenden
Feſt=
ſtellung des jetzigen Entwurfs eine beſondere
Be=
ſchlußfaſſung des Bundesrats über die Frage
herbeizuführen. Auf dieſer Beſchlußfaſſung beruht es, daß
der Entwurf davon abſieht, eine Aenderung der geltenden
Schutzfriſt vorzuſchlagen.
Schiffahrtsabgaben.
* Im weimariſchen Landtage kam es am
Donnerstag zu einer großen Debatte über die
Schiff=
fahrtsabgaben. Abg. Pferdekaemper=Weida
be=
kämpfte auf das energiſchſte die Haltung der Regierung
und betonte vor allem die Nachteile der im Binnenland
wohnenden Intereſſenten im Gegenſatz zu den an der
Strommündung anſäſſigen. Er ſprach die Befürchtung
aus, daß auf die anfangs notwendigen Abgabenſätze bald
höhere folgen würden und ſchließlich die Gefahr beſtehe,
daß die Schiffahrt überhaupt ganz monopoliſiert würde,
womit der Ruin der Großinduſtrie beſtätigt ſei. Der
ſo=
zialdemokratiſche Abg. Leber erklärte ſich ebenfalls namens
ſeiner Partei gegen die Abgaben und warf der Regierung
vor, die ganze Sache zu leicht genommen zu haben. Geh.
Staatsrat Dr. Paulſſen verwahrte ſich gegen den Vorwurf
der Leichtfertigkeit und ſuchte die von den Rednern ins
Feld geführten Argumente zu entkräften. Es unterliegt
kaum einem Zweifel, daß die Mehrheit des weimariſchen
Landtages der Vorlage nicht ſympathiſch gegenüberſteht.
Im niederöſterreichiſchen Landtage
be=
antwortete der Statthalter in Ermächtigung des
Handels=
miniſters die Interpellation betreffend die Einführung
von Schiffahrtsabgaben auf den deutſchen
Strömen. In ſeiner Antwort wies er auf die durch
die internationalen Verträge verbriefte Abgabenfreiheit
auf der für die öſterreichiſche Induſtrie wichtigen Elbe hin.
Die öſterreichiſche Regierung verkenne nicht, daß durch den
Beſchluß des deutſchen Bundesrates vitale, wirtſchaftliche
und verkehrspolitiſche Intereſſen Oeſterreichs gefährdet
werden, gebe ſich aber dennoch dem feſten Vertrauen hin,
daß dieſe Intereſſen in den beſtehenden Verträgen
ausrei=
chenden Schutz finden. Die Regierung werde gegenüber
den Vorſchlägen zur Abänderung des Status quo ſich
grundſätzlich ablehnend verhalten. Wie der
„Frkf. Ztg.” aus Wien gemeldet wird, iſt eine Aktion im
Zuge, um eine einmütige Kundgebung des
Abgeordnetenhauſes gegen die
Einfüh=
rung der deutſchen Schiffahrtsabgaben zu
veranlaſſen. In der Eröffnungsſitzung ſoll ein
Dringlich=
keitsantrag eingebracht werden, der, von allen Vertretern
aus dem Waſſergebiete der Elbe und der Donau
unter=
zeichnet, die Regierung zu einem energiſchen Veto
auffor=
dern würde.
Der „Nieuwe Rotterdamſche Courant”, die
einfluß=
reichſte und gerade für die Schiffahrts= und Handelswelt
am meiſten maßgebende Zeitung Hollands, führt in
dem ſchon früher erwähnten Artikel aus:
„Man ſtellt an die Niederlande, die ſchon durch Geſetz
vom 8. Auguſt 1850 die Schiffahrtszölle auf dem
nieder=
ländiſchen Rhein abgeſchafſt haben und die durch Vertrag
(1851) mit dem deutſchen Zollverein alle Schiffe des
Zoll=
vereins von jeder Art Abgaben befreiten, ein
unnatür=
liches Verlangen, wenn man von ihnen die
Wie=
dereinführung der Rheinſchiffahrtsabgaben fordert. Mit
dem Verſprechen, der Rhein werde aus den Erträgniſſen
der Abgaben verbeſſert, ſind ſie nicht zu beruhigen, da
hier=
zulande allgemein das Prinzip gilt, daß die
Staatsfür=
ſorge für die Intereſſen der Schiffahrt im Intereſſe aller
liegt. Ein Seweg von Hock van Holland nach Köln hat
für die Niederlande wenig Verlockendes, da er, falls er
wirklich techniſch ausführbar wäre das unzuverläſſige
Zwiſchenſtück des Waal in ſich ſchlöſſe. Zweifelhaft iſt es
auch, ob die Seeſchiffahrt längs des Rheines für größere
Schiffe vorteilhafter wäre als die Verbindung, die
gegen=
wärtig zwiſchen Köln und den deutſchen Seehäfen
unter=
halten wird. Die Fachleute ſind der Meinung, daß doch
nur wenige große Seeſchiffe bis Köln durchfahren
wür=
den, wenn überhaupt die Waſſerſtraße herzuſtellen wäre.
Die Millionen — man glaubt, daß es ſich um Hunderte
von Millionen handelt —, die zur Durchführung dieſes
Waſſerweges von höchſt problematiſchem Wert nötig ſind,
müſſen dann von den Schiffern aufgebracht werden, die
den Rhein befahren. Und die niederländiſche Schifferei
und Schleppſchiffahrt müßte zugunſten eines totgeborenen
Kindes bluten. Bei alledem ſoll Holland den Uhrzeiger
des Fortſchrittes um ein halbes Jahrhundert zurückſtellen
und Zöllen neues Leben einblaſen, die es aus eigenſter
Initiative abgeſchafft hat. Das wäre eine Verkehrspolitik,
wie man ſie reaktionärer ſich nicht denken kann. Am
ein=
fachſten wäre es natürlich für Holland, wenn das agrariſche
Zollprojekt gleich im Bundesrat begraben würde. Dann
würde Holland auch nicht nötig haben, einem Wunſche, für
den eine Bewilligung unmöglich iſt, ein Nein
entgegenzu=
ſetzen. Man droht Holland, einen Rhein=Seekanal für
große Schiffe quer durch Deutſchland zu bauen. Wir
kön=
nen es ruhig abwarten, ob die Schiffahrt einem künſtlichen
Weg den Vorzug vor dem natürlichen geben wird. Wir
ſprechen es unſerem Bürgermeiſter nach, daß Rotterdams
Zukunft auf dem Waſſer liegt, auf dem deutſchen Waſſer,
auf dem deutſchen Rhein. Aber man kann Rotterdam nicht
treffen, ohne den deutſchen Rheinhäfen einen Keulenſchlag
zu geben. Wenn wir es in Köln donnern hören, erſchrecken
wir nicht. Für Rotterdam ſtehen große Intereſſen auf
dem Spiel. Nochmals: Rotterdams Zukunft liegt auf dem
Rhein, doch vor allem auf dem freien Rhein!”
Wie ſächſiſche Blätter berichten, ſoll Preußen
be=
reits ſeine Vorverhandlungen mit Oeſterreich
und den Niederlanden aufgenommen haben. Eine
Konferenz von Vertretern der drei Staaten findet am erſten
und zweiten Oſtertag in Düſſeldorf ſtatt. In amtlichen
Kreiſen Berlins werde beſtimmt erwartet, daß Oeſterreich
und Holland gegen die Einräumung beſonderer Vorrechte
und Konzeſſionen die preußiſechen Vertragsentwürfe zur
Einführung von Schiffahrtsabgaben annehmen werden.
Die „Dresdener Nachrichten”, die dieſe zuerſt vom „
Leip=
ziger Tageblatt” gebrachte Nachricht verzeichnen,
bemer=
ken dazu, es ſei ſchwer, nachzuprüfen, inwieweit dieſe
An=
gaben auf Tatſachen beruhen, und erſuchen die ſächſiſche
Staatsregierung dringend, eine Aufklärung hierüber beim
Reichskanzler und der preußiſchen Regierung
herbeizu=
führen. Es ſei nicht leicht verſtändlich, wie in einem
Zeitpunkt, wo die Verhandlungen über eine Einigung der
Intereſſen der deutſchen Bundesſtaaten noch ſchweben, die
preußiſche Regierung bereits mit dem Ausland in
Unter=
handlungen treten könne.
Die Erhaltung guter Beziehungen unter den
Mächten.
— Die Sehnſucht nach Erhaltung guter
Be=
ziehungen mit den Völkern und damit Fortdauer des
Weltfriedens tritt augenblicklich allerorts aus dem
poli=
tiſchen Beſtreben der Mächte hervor. Dieſer
Ten=
denz entſpringen auch die Annäherungsverſuche zwiſchen
Rußland und Oeſterreich, um alle
Reibungs=
flächen auf dem Balkan zu beſeitigen. Man befindet ſich
zwar noch im erſten Stadium dieſer Aktion, gleichwohl
ſpricht vieles dafür, daß die beiderſeitigen Bemühungen
bei dem zweifellos vorhandenen redlichen Willen zu einem
Erfolge führen werden. Dieſe Beſtrebungen können auch
von Deutſchland nur gern geſehen werden, da ein
Abnehmen der Spannung uns erwünſcht ſein muß.
Vor=
ausſichtlich dürfte bei der noch in dieſem Monat
ſtattfin=
denden Anweſenheit des Grafen Aehrenthal in
Berlin dieſes Moment Hauptgegenſtand der Erörterung
bilden, wobei man nicht verfehlen wird, darzutun, daß
man deutſcherſeits eine derartige Verſtändigung
durchaus=
wünſcht, nachdem man die bisherige Entfremdung als
ei=
nen unnormalen Zuſtand betrachtete. Es iſt wohl auch
nicht von ungefähr, daß der ruſſiſche Miniſter Iswolski,
der ſonſt ziemlich verſchloſſen iſt, ſein Herz einem deutſchen
Ausfrager eröffnete, und auf das entſchiedenſte betonte,
daß er die herzlichſten Beziehungen zu Deutſchland wünſche,
und daß es falſch ſei, das Gegenteil zu behaupten.
Dieſe ganze Stimmung trat auch in dem Vorgehen
der Mächte in den jüngſten Balkanwirren zu Tage,
wo man den Kretern auf das allerentſchiedenſte
entge=
gentrat und ihnen mit erneuter Beſetzung der Inſel durch
internationale Truppen drohte, falls ſie es wagen ſollten,
Deputierte für die griechiſche Nationalverſammlung zu
wählen. In Griechenland ſelbſt hat ſich die Lage
einigermaßen geklärt, wenn auch nicht in erfreulichem
Sinne. Die Militärliga beherrſcht nach wie vor das
Feld, der König iſt ohnmächtig und muß jeden Wunſch
derſelben ausführen, wie eben auch die Begnadigung der
Meuterer Typaldos und ſeiner Genpſſen. Daß dadurch die
Autorität der Krone gerade nicht gefeſtigt wird, liegt auf
der Hand. Durch das energiſche Einſchreiten der Mächte
iſt im übrigen auch ein Waffengang zwiſchen der
Tür=
kei und Griechenland vermieden worden, denn
zweifellos hätte die Türkei nicht ruhig zugeſehen, wenn
die Kreter ſich als Griechen aufgeſpielt hätten, alle
Vorbe=
reitungen für eine militäriſche Aktion waren bereits in
die Wege geleitet.
Einen unliebſamen Zwiſchenfall gab es dieſer Tage
in einem Parlament, mit dem man ſich ſonſt in der
Oef=
fentlichkeit wenig beſchäftigt, dem niederländiſchen
Senat. Hier ſtellte ein Mitglied, das früher Geſandter
in Stockholm geweſen war, die ungeheuerliche Behauptung
auf, daß den Niederlanden von Seiten Deutſchlands
Ge=
fahr drohe; freilich, als er authentiſche Beweiſe für ſeine
Behauptung beibringen ſollte, kniff er. Die Behauptung,
an deren Richtigkeit man in Deutſchland wohl keinen
Augenblick geglaubt hat, iſt inzwiſchen von zuſtändiger
Seite widerlegt worden.
Deutſches Reich.
— Prinz und Prinzeſſin Heinrich werden
die Reiſe nach England vorausſichtlich am Montag
abend=
antreten und zwar unter Benutzung des Schnellzuges
Hamburg-Köln-Vliſſingen, wo das Prinzenpaar
Diens=
tag morgen durch den deutſchen Geſandten im Haag
be=
grüßt werden wird. Die Ueberfahrt nach Dover erfolgt.
mit dem Dampfer „Deutſchland”.
— Dem Reichstag iſt der Entwurf eines
Stellenvermittlergeſetzes zugegangen.
Als Stellenvermittler im Sinne dieſes Geſetzes wird
nach § 1 angeſehen, wer gewerbsmäßig die Vermittlung
eines Vertrages über eine Stelle betreibt und die
Gelegen=
heit zur Erlangung einer Stelle nachweiſt und ſich zu
die=
ſem Zwecke mit Arbeitgebern oder Arbeitnehmern in
be=
ſondere Beziehungen ſetzt. Zur Ausübung des Gewerbes
eines Stellenvermittlers bedarf es einer Erlaubnis der
von der Landeszentralbehörde bezeichneten Behörde. Die
Erlaubnis iſt zu verſagen, wenn Tatſachen vorliegen, die
die Unzuverläſſigkeit des Nachſuchenden dartun oder wenn
ein Bedürfnis nach Stellenvermittlern nicht vorliegt.
Stel=
lenvermittler dürfen Gaſtwirtſchaften, gewerbsmäßige
Ver=
mietung von Wohnſtellen, Handel mit Kleidungsſtücken
oder mit Loſen, die Geſchäfte eines Geldwechslers oder
Pfandleihers weder ſelbſt noch durch andere betreiben. Für
die Gebühren der Stellenvermitter können von den
Be=
hörden Taxen feſtgeſetzt werden, nach Anhören von
Vertre=
tern der Stellenvermittler, der Arbeitgeber und der
Arbeit=
nehmer. Dieſe Gebühren ſind im Zweifel von dem
Ar=
beitgeber und dem Arbeitnehmer je zur Hälfte zu zahlen,
wenn der Vertrag infolge der Vermittlung zuſtande kommt.
Eine entgegenſtehnde Vereinbarung zu Ungunſten des
Ar=
beitnehmers iſt nichtig. Wenn ſich die Unzuverläſigleit
ei=
nes Stellenvermittlers ergibt, kann ihm die Erlauhnis
zum Gewerbebetriebe entzogen werden. Soweit das
Ge=
ſetz nicht beſondere Beſtimmungen trifſt, gelten die
Vor=
ſchriften der Gewerbeordnung. Das Geſetz ſoll am 1.
Ok=
tober dieſes Jahres in Kraft treten. In der
Begrün=
dung der Vorlage wird darauf hingewieſen, daß
Miß=
ſtände beſeitigt werden müſſen, Man wollte jedoch nicht
ſoweit gehen, nach franzöſiſchem Muſter den
Arbeitsnach=
weis ganz dem privaten Erwerbsintereſſe zu entziehen, und
ausſchließlich den gemeinnützigen öffentlichen
Arbeitsnach=
weis als Stellenvermittler zuzulaſſen. Dieſer
öffent=
liche Arbeitsnachweis iſt nach der Begründung
noch nicht derart entwickelt, daß er imſtande wäre, die
ge=
werbsmäßigen Stellenvermittler ganz zu erſetzen. Auch
die obligatoriſche Errichtung öffentlicher, gemeinnütziger
Arbeitsnachweiſe erklärt die Begründung für zurzeit nicht
notwendig und nicht zweckmäßig. Man hofft vielmehr,
durch die behördliche Regelung der Gebühren, durch den
verlangten Nachweis eines Bedürfniſſes für die
Konzeſſio=
nierung der Stellenvermittler, durch das Verbot gewiſſer
Rebengewerbe und durch die Unterſtellung der
Heraus=
geber von ſogenannten Vakanzenliſten unter die
Vorſchrif=
ten des Geſetzes genügende Bürgſchaften zu ſchaffen.
— Die Budgetkommiſſion des
Reichs=
tages genehmigte den Poſten für die Beteiligung
Deutſchlands an der internationalen Kunſtausſtellung in
Rom 1911, nachdem Staatsſekretär Delbrück die Bedenken
wegen Bevorzugung einzelner Kunſtrichtungen zerſtreut
hatte. Die Forderung von 10000 Mark zur Förderung
des ärztlichen Fortbildungsweſens wurde abgelehnt.
— Dem Zentralverbande Deutſcher
In=
duſtrieller waren von verſchiedenen Seiten Pläne
zur Förderung der deutſchen Ausfuhr
unter=
breitet worden mit dem Wunſche, ſie zu prüfen und zu
un=
terſtützen. Infolgedeſſen fand im Hotel Adlon zu Berlin
eine Verſammlung ſtatt, die von
Exporthandelsvereinigun=
gen, induſtriellen und wirtſchaftlichen Vereinen, ſowie
In=
duſtriellen zahlreich beſucht war. Sie wurde geleitet vom
Vorſitzenden des Zentralverbandes Deutſcher
Induſtriel=
ler Landrat a. D. Rötger. Das geſchäftsführende Mitglied
des Direktoriums Generalſekretär Bueck erſtattete den
ein=
leitenden Bericht. Ohne die vorgelegten Pläne im
ein=
zelnen gutzuheißen, wurde beſchloſſen, in gegebenen
Fäl=
len wieder zuſammenzutreten, um gemeinſam Fragen des
Ausfuhrhandels und der Ausfuhrinduſtrie unter Leitung
des Zentralverbandes Deutſcher Induſtrieller zu
beſpre=
chen und ſo den vielfach gemeinſamen Intereſſen beider
Seiten und damit der vaterländiſchen Ausfuhr zu dienen.
— Die Verhinderung des
ſozialdemolrati=
ſchen Wahlrechtsſtreiks iſt laut „Schleſ. Ztg.” den
Gewerkſchaften zuzuſchreiben. Sie ſchreibt: „Die
Befürworter dieſer eigenartigen Demonſtration weiſen
darauf hin, daß man in Belgien ja auch den Streik
be=
nutzt habe, um auf die Regierung einen Druck bezüglich
des Wahlrechts auszuüben. Auch in Hamburg ſei
Aehn=
liches verſucht worden, als es ſich darum gehandelt habe,
gegen das der Sozialdemokratie ungünſtige neue
Wahl=
recht für die Bürgerſchaft zu proteſtieren. Die Gegner
die=
ſer Demonſtration betonten, daß Belgien nicht Preußen
ſei und der ganze Akt einen kläglichen Eindruck machen
müſſe, wenn man nicht die Maſſen der Gewerkſchaften
hin=
ter ſich habe. Das iſt aber in der Tat nicht der Fall, oder
wenigens noch nicht der Fall. Die Gewerkſchaften wollen
nichts von einem Wahlrechtsſtreik wiſſen, ſie erklären, daß,
wie das Fiasko der Maifeier durch Sonntagsruhe zeige,
nur auf einen Bruchteil der gewerkſchaftlich Organiſierten
zu rechnen ſei.”
Der Zweiten ſächſiſchen Kammer
lie=
gen, wie bekannt, Anträge auf Vorlegung eines
Geſetzent=
wurfes betreffend Aenderungen in der
Zuſammen=
ſetzung der Erſten Ständekammer des Königreichs
Sachſen vor. Im Anſchluß hieran hat der Verband
ſäch=
iſcher Induſtrieller eine ausführlich begründete Eingabe
an die Zweite Ständekammer gerichtet, in der an die
Zweite Kammer das Erſuchen gerichtet wird, darauf
hin=
zuwirken, daß die königlich ſächſiſche Staatsregierung
mög=
lichſt noch in dieſer Tagung einen Geſetzentwurf vorlege,
wonach Sachſens Handel und Induſtrie ein
verfaſſungsmäßiges Recht auf eine aus den Wahlen von
Angehörigen der betreffenden Berufe hervorgehende Ver=
tretung in der Erſten Ständekammer mindeſtens in
der=
ſelben Stärke, in welcher derzeit die Landwirtſchaft in
dieſer vertreten iſt, erhalten:
Ausland.
Zur Frage der Wiederherſtellung
ver=
trauensvoller Beziehungen zwiſchen Oeſterreich
und Rußland ſchreibt die Wiener „Politiſche
Korreſpon=
denz”: Bei dem vertraulichen Charakter der zu dieſem
Zwecke eingeleiteten Beſprechungen, die einen normalen
Verlauf nehmen und ſich befriedigend zu entwickeln
ſchei=
nen, können Nachrichten, die bereits in dem gegenwärtigen
Zeitpunkte über Einzelheiten dieſer Aktion verbreitet
wer=
den, keinen Anſpruch auf Authentizität erheben. Es kann
um ſo mehr empfohlen werden, den Ergebniſſen der
ſchwe=
benden diplomatiſchen Verhandlungen geduldig
entgegen=
zuſehen, als zu erwarten iſt, daß die Oeffentlichkeit in dem
Augenblicke, wo dieſer Meinungsaustauſch zum Abſchluß
gekommen ſein wird, durch völlig beglaubigte Mitteilungen
ausreichende Aufklärung erhalten wird.
— Von maßgebender Seite wird der „Deutſch. Korr.”
mitgeteilt: Die Vertagung des böhmiſchen Landtages kam
niemand unerwartet, und man kann feſtſtellen, daß dieſe
Verfügung ſowohl auf deutſcher, wie auch auf tſchechiſcher
Seite Zuſtimmung gefunden hat. Wenn auch die jetzige
Tagung über den Verſuch, die Arbeitsfähigkeit herzuſtellen,
nicht hinauskam und ohne Erfolg abſchließen mußte, ſo iſt
doch eine Verſchärfung des Landtagskonflikts nicht
einge=
treten. Ganz im Gegenteil iſt die Art der Verhandlungen,
bei denen es auf beiden Seiten nicht an Entgegenkommen
fehlte, geeignet, die Hoffnung zu ſtärken, daß die nächſten
Verhandlungen zu einem guten Abſchluß führen. Die
deutſchen Abgeordneten ſind überzeugt, daß die Tſchechen
endlich doch zur Erkenntnis gelangen werden, daß es nicht
angeht, die deutſchen Forderungen nach nationaler
Selbſt=
verwaltung einfach zu ignorieren und mit dem Hinweiſe
auf die Unteilbarkeit des Königreichs Böhmen
abzufer=
tigen. Die deutſchen Forderungen berühren nicht im
ge=
ringſten die Einheit des Landes, da ſie lediglich auf die
Einräumung eines größeren Maßes nationaler
Selbſtver=
waltung gerichtet ſind. Die Vertagung bedeutet keinen
Abbruch der Verhandlungen, kein Zerreißen des
Verſtän=
digungsfadens, und insbeſondere auf deutſcher Seite wird
man immer bereit ſein, inner= und außerhalb des
Par=
aments Verhandlungen zu führen, welche geeignet
erſchei=
nen, den Boden für die nach Oſtern in Ausſicht
genom=
mene Seſſion des Landtages in günſtigem Sinne
vorzu=
bereiten.
— Bei der fortgeſetzten Beratung des
Kriegsbud=
gets in der franzöſiſchen Kammer führte der
Berichterſtat=
ter Clementel aus: Die Vermehrung der Ausgaben des
Kriegsbudgets habe ihre Gründe in der Reorganiſation
der Artillerie, in den Prämien der Kapitulanten, in der
Aufbeſſerung der Koſt, in der Erhöhung der Gehälter der
ſubalternen Offiziere uſw. Eine neue, in dem Budget für
1910 erſcheinende Ausgabe von 500000 Franken betreffe
die Luftſchiffahrt. Man brauche ſich, ſo führte der
Berichterſtatter weiter aus, wegen der zur Zeit beſtehenden
unleugbaren Ueberlegenheit der deutſchen
Luft=
flotte nicht übermäßig zu beunruhigen. Dieſe
Ueber=
legenheit würde raſch vorbei ſein, wenn Frankreich es
ver=
ſtehe, ſich an die Arbeit zu machen und dabei die zweifache
Klippe der Trägheit und des voreiligen Baues vermeide,
und ſeine Beſtrebungen ſowohl auf Luftſchiffe wie auf
Flugmaſchinen erſtrecke. Der Berichterſtatter Clémentel
ſchloß: „Der bewaffnete Friede iſt teuer, aber notwendig.
Die Abrüſtung iſt nicht ein Mittel, ſondern ein Reſultat.
Die Nation, die allein abrüſten wollte, würde in ihr
Ver=
derben rennen. Tragen wir freudig die ſchweren Laſten,
wenn wir nicht wie ein entmutigtes Volk erſcheinen
wol=
len.‟ Die Kammer nahm die Vorlage betr. einen Kredit
von 20 Millionen Franken zur Unterſtützung der durch das
Hochwaſſer Geſchädigten einſtimmig an.
Der Budgetausſchuß der Kammer
bewil=
ligte einen Kredit von 2 Millionen Franken zur Errichtung
eines 800 Mann ſtarken Bataillons ſchwarzer Truppen in
Algerien. Der Arbeitsausſchuß hat ſich für dieſen Pkan
be=
reits günſtig ausgeſprochen.
Im Senat wurde ein Zuſatzantrag Lintilhae, nach
dem die kleinen Pächter und Handwerksmeiſter an den
Vorteilen des Altersverforgungsgeſetzes und
nicht nur, wie es die Kommiſſion verlangte, an der Rente
teilhaben ſollen, mit 195 Stimmen gegen 100 Stimmen
abgelehnt, nachdem der Finanzminiſter erklärt hatte, er
ſähe ſich, falls der Antrag angenommen würde, zur
wei=
teren Ausführung ſeiner amtlichen Pflichten außer Stande,
da die Ausführung dieſer Beſtimmungen zu große Koſten
verurſachen würde.
Die Deputierten Etienne, Deschanel und Chailley, die
an der Spitze der großen kolonialen Vereinigungen ſtehen,
richteten an alle Kolonialvereine einen dringenden
Aufruf zur Bildung eines kolonialen Zentralverbandes,
der die durch den neuen franzöſiſchen
Zolltarif=
entwurf ſchwer bedrohten Intereſſen der Kolonien mit
aller Entſchiedenheit zu ſchützen hätte.
— Von konſervativen Blättern wird erklärt, das
eng=
liſche Kabinett ſei hinſichtlich der Pläne geteilt. Die
liberale „Daily Chronicle” bezeichnet die Gerüchte von
einer Zerſplitterung für unrichtig, doch meinen ebenfalls
die liberalen „Daily News”, es herrſche der beſtimmte
Eindruck, daß dem Kabinett eine Kriſis von gewiſſem
Ernſte gegenüberſtehe.
Der Führer der iriſchen
Nationaliſtenpar=
tei, Redmond, machte kürzlich in Dublin die
Mittei=
lung, die vielleicht einen großen Einfluß auf die politiſche
Lage haben wird im Hinblick auf die Tatſache, daß ſelbſt
der extreme Teil der liberalen Preſſe kürzlich, wenn auch
widerſtrebend, die Notwendigkeit anerkannte, wegen der
finanziellen Bedürfniſſe der Regierung das Budget
anzu=
nehmen, bevor gegen die Lords etwas
unternom=
men werde, die Nationaliſtenpartei ſei einiger und
mächtiger als irgend eine andere. Er betonte,
Ir=
and wolle und könne der Regierung nicht zugeſtehen, daß
das Budget angenommen und dann erſt die Frage des
Vetorechts der Lords behandelt werde.
— In der Erſten Kammer der Niederlande wurde
die Debatte über den angeblich vom deutſchen
Kaiſer an die Königin gerichteten Brief
fortgeſetzt, der die Drohung enthalten haben ſoll, der
deutſche Kaiſer müßte niederländiſches Gebiet beſetzen,
wenn nicht die Niederlande ihre Verteidigungsmittel
ge=
gen England in Stand ſetzen würden. Der Miniſter des
Aeußern erklärte kategoriſch unter Berufung auf ſeine
mi=
niſterielle Verantwortlichkeit, die Königin habe niemals
einen ſolchen Brief, noch ein Telegramm, noch eine
Note, noch irgend ein anderes Schriftſtück betreffend die
Verteidigungsmittel gegen England erhalten, ſie habe
niemals eine Unterredung mit dem deutſchen Kaiſer über
dieſes Thema gehabt und niemals ſei jemand im
Auf=
trage des deutſchen Kaiſers an die Königin herangetreten,
um hierüber zu ſprechen. Der Miniſter ſchloß ſeine
Aus=
führungen mit dem Ausdrucke hoher Sympathie für den
deutſchen Kaiſer, deſſen aufrichtige Freundſchaft
ſich ſo oft und ſo deutlich gezeigt habe. Der Deputierte
Vanloe Benſels fragte in Abweſenheit des Deputierten
van Heeckeren, warum man denn, wenn im Jahre 1904
die Gefahr einer fremden Einmiſchung nicht beſtanden
habe, heimliche Maßnahmen ergriffen habe gegen einen
plötzlichen Angriff. Die Regierung hätte beſſer getan,
da=
von abzuſehen, ihre uneingeſchränkte Sympathie für
Deutſchland auszudrücken, da zwei Mächte hier in
Be=
tracht kämen. — Darauf wurde die Debatte geſchloſſen.
Was moderne Bühnenausſtattungen
koſten.
*** Die Rolle, die die Bühnenausſtattung, der
Prunk und die Echtheit der Koſtüme in der modernen
Theaterkunſt ſpielen, iſt in den letzten Jahren immer
bedeutender geworden; wo früher mit verhältnismäßig
geringen Mitteln der Verſuch der Wiedergabe
drama=
tiſcher Meiſterwerke gemacht wurde, muß der moderne
Theaterdirektor heute Zehntauſende, ja oft
Hundert=
tauſende für die Inſzenierung eines einzigen Werkes
ausgeben, wenn er den Anſprüchen eines verwöhnten
ſchauluſtigen Publikums gerecht werden will. Die
Büh=
nenansſtattung des vielberühmten „Chantecler
ſt ein Kunſtwerk an ſich und hat den Direktoren des
Theaters ein Vermögen gekoſtet. Es fehlt nicht an
Skeptikern, die in dieſem ſtetig wachſenden Zuge zur
Steigerung des Prunkes und der Echtheit der
Ausſtatt=
ung eine ſchwere Gefahr ſowohl für die
drama=
tiſche Kunſt wie für die wirtſchaftliche
Leiſt=
ungsfähigkeit der Theater ſehen, aber die
Be=
wegung greift immer weiter um ſich; ſie beſchränkt ſich
nicht mehr auf die Theaterhauptſtädte Europas.
Auch Amerika iſt in die Bahnen der
prachtſtro=
tzenden Bühnenausſtattungen getreten, hat für die
ver=
ſchiedenen Fächer des Bühnenweſens beſondere Künſtler
herangebildet, die die Koſtüme und Dekorationen
ent=
werfen. In New=York ſind große Werkſtätten
entſtan=
den, die jahraus jahrein damit beſchäftigt ſind, das
Aus=
ſtattungsbedürfnis der amerikaniſchen Bühnen zu
be=
friedigen. Die New=Yorker Manhattan=Oper z. B.
hat große eigene Ateliers errichtet, in denen Hunderte
von fleißigen Händen an den koſtbaren Koſtümen
arbei=
ten, die an den Abenden die Blicke der Zuſchauer
be=
äuſchen ſollen. Nur echte, koſtbare Stoffe kommen noch
zur Verwendung; das beſte Material iſt für die Bühne
gerade noch gut genug. Da liegen in großen Haufen
aufgeſchichtet prachtvoll getönte alte Brokatſtoffe oder
farbenglühende bunte orientaliſche Seidengewänder,
kunſtvoll gearbeitete Spitzen und prachtvolle Stickereien.
Welche Preiſe die amerikaniſchen Opernleiter heute für
Koſtüme anlegen, wird in einem intereſſanten Aufſatz
des „World Magazine” erzählt. Ein Staatskleid, wie
es die Chordamen in „Rigoletto” tragen, iſt aus beſter
Seide, aus Brokat oder aus Samt gearbeitet und koſtet
800 Mark. Von dieſen Koſtümen werden zur
Aufführ=
ung des „Rigoletto” nicht weniger als rund 50 gebraucht,
ſodaß allein die Koſtüme der Hofdamen die
Opernver=
waltung über 40000 Mark koſten. Dazu treten noch die
Hoffoſtüme, die Staatsgewänder der männlichen
Chor=
mitglieder, die nicht viel billiger ſind. Ein Ballettkoſtüm
für die New=Yorker „Alda”=Vorſtellung koſtet
von 160 bis 320 Mark; in der Oper treten 40
Tänzerin=
nen auf, ſodaß rund 10000 Mark nur für die Koſtüme
des Balletts in dieſer einen Oper angelegt werden. Die
Kleider der Zigeunertänzer in den „Hugenotten”
koſten rund 120 Mark pro Mann oder Frau, die Koſtüme
der Pagen 280 Mark, die Uniformen der Soldaten 180;
billig iſt nur das Gewand des Studenten, der für 120
Mark bühnenwirkſam bekleidet wird. Für das einfache
Kleid einer Zigarettenarbeiterin in der „Carmen”=
Aufführung zahlt die Manhattan=Oper in New=
Vork rund 140 Mark bei der Aufführung ſind nicht
weniger als 85 Chorſängerinnen auf der Bühne. Einige
von ihnen ſind noch teurer gekleidet. Die Damen, die
auf der Bühne als ſpaniſche Frauen der vornehmeren
Lelt einmal flüchtig über die Bühne wandeln, tragen
Koſtüme, die 450 Mark koſten. Selbſt das ſchäbige,
ab=
getragene Gewand der Schmuggler koſtet pro Mann
rund 80 Mark. Die Anzüge der 50 Toreadoren
ſchwan=
ken im Preiſe zwiſchen 160 und 320 Mark pro Mann, je
nach der Menge der verwandten Goldtreſſen. Dazu
kommen nun noch die im Chor auftretenden Bauern,
Landleute und Volk, die gegen 60 Koſtüme erfordern,
von denen ein jedes im Durchſchnitt 120 Mark koſtet.
Für die „Carmen”=Aufführung wendet auf dieſe Weiſe
die amerikaniſche Oper nicht weniger als rund 30000
Mark allein für die Koſtüme des Chores auf; zu dieſem
Etat treten dann noch die Koſtüme der Soliſten, die für
ſich allein ein Vermögen bedeuten, dann die
Dekoratio=
nen, deren Preis im gleichen Verhältnis wie der der
Garderobe gewachſen iſt.
Zwar haben die teuren Koſtüme den Vorzug,
län=
gere Zeit zu halten, ſie können öfters wieder
aufgear=
beitet werden; aber wenn man einem Theaterdirektor
aus der Zeit Laubes den Koſtüm= und Ausſtattungsetat
eines modernen großen Theaterleiters vorlegen könnte,
er würde wohl ziemlich faſſungslos auf dieſe
Rieſen=
zahlen ſtarren und kaum verſtehen, wie bei ſolchen
Aus=
gaben Koſten und Einnahmen noch miteinander
har=
monieren können.
Berühmte Ueberſchwemmungen.
In Paris beunruhigt ein erneutes Steigen der
Seine, die eine Wiederholung der jüngſten Kataſtrophe
androht, die Gemüter, und aus den Gebieten der großen
Ströme kommen Nachrichten, die von einem Steigen
des Waſſerſtandes und dem Auftauchen der
Hochwaſſer=
gefahr melden. Das gibt dem Aufſatze einer engliſchen
Wochenſchrift beſonderes Intereſſe, der ſich mit den
großen Ueberſchwemmungskataſtrophen
beſchäftigt, die im vergangenen Jahrhundert die
Menſch=
heit heimgeſucht haben.
Am ſchwerſten hatte wohl Frankreich zu leiden;
im Jahre 1875 wurden weite Landſtrecken
Südfrank=
reichs von Ueberſchwemmungen heimgeſucht,
Hunderttau=
ſende von Menſchen wurden obdachlos und der
Mate=
rialſchaden betrug nahezu 100 Millionen Franks. Aber
noch verderblicher war die furchtbare Hochflut, die im
Juni 1856 infolge lang anhaltender Regengüſſe
ein=
ſetzte und die große Landſtrecken zwiſchen Paris und
Lyon plötzlich unter Waſſer ſetzte. Im
Bahnhofsge=
bäude von Orléans ſtieg die Flut damals bis in die
Höhe der vierten Etage, und in Tours erreichte das
Waſſer in der Stadt eine Höhe von über drei Metern.
Ganze Dörfer wurden damals fortgeſchwemmt.
Ange=
ſichts dieſer Waſſerkataſtrophen in der Nähe von Paris
iſt es intereſſant, daran zu erinnern, daß das Wappen
von Paris ein Schiff auf ſtürmiſchem Meere zeigt, mit
dem Motto: „Fuetuat neo mergitur”, von Wogen
um=
flutet, doch nicht begraben. . . .
Ein ſchreckliches Schickſal traf im Jahre 1889 die
amerikaniſche Stadt Johnſtown. Starke
Regengüſſe ließen den Susquehanna=Fluß plötzlich
ſtei=
gen. Das Conemaugh=Tal mit einer Reihe
aufblühen=
der kleiner Städte wurde in einem Umkreis von 40
engliſchen Meilen völlig verwüſtet; dann brach die
Tal=
wand, und die gewaltigen Waſſermengen trugen die
Ueberſchwemmung weiter. Die Zahl der damals in den
Fluten ertrunkenen Menſchen wird auf 6000 berechnet;
in Johnſtown kamen 1500 Menſchen bei der
Feuers=
brunſt um, die merkwürdigerweiſe im
Zuſammenhang=
mit der großen Ueberſchwemmung hereinbrach. Zwei
Jahre früher war China das Opfer einer gewaltigen
Ueberſchwemmung. Im Jahre 1887 ſprengten die
Flu=
ten des gelben Fluſſes die Ufer, nicht weniger als 1500
große Dörfer wurden völlig vernichtet, und Hundert=
— Reuter erfährt offiziell aus Teheran, die ruſſiſche
Geſandtſchaft habe der perſiſchen Regierung eine
Verbal=
note zugehen laſſen, in der ſie erklärt, ſie beabſichtige nicht,
ſich in eine Erörterung der Frage über das Verbleiben
der ruſſiſchen Truppen in Perſien
einzu=
laſſen
* London, 10. Febr. Die Abſtimmung unter
den Bergleuten von Northumberland ergab,
daß diejenigen Kohlengruben, auf denen die Arbeit
be=
reits eingeſtellt iſt, mit großen Mehrheiten für die Auf
nahme des Streikes eintreten, daß jedoch überall da,
wo auf Grund eines Uebereinkommens mit den
Eigen=
tümern gearbeitet wird, gegen den Streik geſtimmt
wor=
den iſt. Es iſt nicht zu erwarten, daß ſich die für den
Streik erforderliche Zweidrittel=Majorität ergeben wird.
* Madrid, 10. Febr. Nach dem Bekanntwerden des
Todes des deutſchen Botſchafters, Grafen
Tatten=
bach, ſtattete der König ſogleich der Gemahlin des
Botſchafters einen Beileidsbeſuch ab und verſicherte die
Gräfin ſeiner lebhaften Anteilnahme. Nach dem König
begaben ſich der Infant Ferdinand, Prinz Leopold von
Battenberg und der Vertreter der Infantin Iſabella
gleichfalls in die Botſchaft, um ihr Beileid auszudrücken.
Der Miniſterpräſident Canalejas unterbreitete dem König
ein Dekret, wonach dem verſtorbenen deutſchen Botſchafter
beim Leichenbegängnis, das am Samstag ſtattfindet, die
Ehrungen eines Generalkapitäns erwiefen werden ſollen.
Der König richtete an den deutſchen Kaiſer ein in
den herzlichſten Worten gerichtetes Beileidstelegramm, in
dem es heißt, der Kaiſer habe einen treuen Diener
ver=
loren und der König einen aufrichtigen Freund, dem er
ſtets ein ehrendes Andenken bewahren werde.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. Februar.
— Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Staatsſekretär des Reichs=
Kolonialamts, Wirkl. Geheimerat Dernburg, Exzellenz,
in Berlin die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen
des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer, König von
Preußen, verliehenen Roten Adler=Ordens 1. Klaſſe, des
ihm von Sr. Maj. dem König von Württemberg ver
liehenen Großkreuzes des Friedrichs=Ordens, ſowie des
ihm von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog von
Mecklen=
burg=Schwerin verliehenen Großkreuzes des Greifen=
Ordens erteilt.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem
Bürgermeiſter, Ortsgerichtsvorſteher und Standesbeamten
Nikolaus Hauck II. zu Schafheim das Silberne Kreuz
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
— Uebertragen wurde dem Lehrer Heinrich
Görlach zu Nieder=Ofleiden, Kreis Alsfeld, eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Oſtheim, Kreis
Friedberg.
Beſtätigt wurde, der von dem Herrn Grafen zu
Erbach=Erbach auf die erſte Lehrerſtelle an der
Gemeinde=
ſchule zu Brensbach, Kreis Dieburg, präſentierte Lehrer
Peter Barth zu Würzberg, Kreis Erbach, für dieſe
Stelle.
* Geſchworenenliſte für die Provinz Starkenburg.
Heinrich Huck II., Landwirt in Arheilgen; Auguſt Eis,
Mühlenbeſitzer in Ober=Ramſtadt; v. Luncker,
General=
major a. D. in Darmſtadt; Max Hartmann, Fabrikant
in Langen; Friedrich Hugenſchütz, Rentner in
Darm=
ſtadt; Johann Wilhelm Helm II. in Gammelsbach; Gg.
Lillgärtner, Rentner in Darmſtadt; Ph. A. Wiener,
Brauereibeſitzer in Darmſtadt; Carl Wittich,
Buch=
druckereibeſitzer in Darmſtadt; Wilhelm Schweinfurth,
Prokuriſt in Reichenbach im Odenwald: Georg Otto
Kiefer, Metzger in Dieburg; Heinr. Engel I., Privatier
in Griesheim: Friedrich Schneider I., Gaſtwirt in
Geinsheim; Heinrich Kraft VI., Gutsvächter in
Crum=
ſtadt; Georg Voltz III., Kirchenrechner in Biebesheim;
Valentin Allenſtörfer III. in Klein=Rohrheim;
Johan=
nes Bernhard III. in Birkenau; Friedrich Bullrich,
Oberſtleutnant a. D. in Traiſa; Franz Scholl, Oberſt
a. D. in Darmſtadt; Otto Ernſt Lietzmann,
Korvetten=
kapitän in Eberſtadt; Johannes Amend III., Landwirt
in Ober=Klingen; Franz Faver Kohl in Lampertheim;
Friedrich Bender VII., Beigeordneter in Nieder=
Ram=
ſtadt; Hermann Bohner, Kunſtmaler in Bensheim:
Wilhelm Rademer, Landwirt in Babenhauſen; Peter
Günther, Weißbinder in Hainſtadt; Friedrich Schwab,
Kammerrat in Erbach; Ludw. Brüll, Rentner in
Darm=
ſtadt; Georg Jakobi IV., Rentner in Darmſtadt;
Wil=
helm Euler, Fabrikant in Bensheim.
Prüfungsſtatiſtik. In den 11 Jahren 1899 bis
1909 unterzogen ſich 520 Kandidaten der (höheren)
Staatsprüfung für das Juſtiz= und
Verwalt=
ungsfach, alſo durchſchnittlich jährlich 47. Die
Prüf=
ung beſtanden nicht 51 — 10 Prozent der Kandidaten.
Von den 469 mit Erfolg Geprüften beſtanden die
Prüf=
ung gleich beim erſten Male 432 — 92 Prozent, erſt beim
zweiten Male 34 — 7,2 Prozent. Drei Kandidaten
konnten erſt bei der dritten Prüfung als beſtanden
er=
klärt werden. Mehr als zweimal kann die
Wieder=
holung der Prüfung nicht geſtattet werden. Es iſt von
Intereſſe, feſtzuſtellen, daß kein Fall vorkam, wo der
Kandidat die dritte Prüfung nicht beſtanden hätte. Der
Erfolg der Prüfung wurde durch 4 Noten
gekenn=
zeichnet. Die Note „ausgezeichnet” wurde niemals
er=
teilt, die Note „ſehr gut” 18 mal — 4 Prozent. Die
Mehrzahl der Kandidaten, nämlich 243 — 52 Prozent
erhielt die Note „gut”, 208 — 44 Prozent mußten ſich
mit der Note „genügend” zufrieden geben. Unter den
Beſtandenen waren 22 Nichtheſſen. Was das
Lebens=
alter anlangt, ſo ſtanden im Alter von 24 Jahren 36,
von 25 Jahren 139, von 26 Jahren 103 und von 27 und
mehr Jahren 190 Kandidaten. Ein Einziger war zur
Zeit der Prüfung noch nicht 24 Jahre alt. Der
evan=
geliſchen Konfeſſion gehörten 308 an, katholiſch waren
118, israelitiſch 36 und ſonſtige 7.
* Seinen 80. Geburtstag feiert am morgigen Sonntag
unſer Mitbürger Herr Rentner Hermann Petſch. Am 13.
Februar 1830 in Darmſtadt geboren, war er immer ein
treuer Sohn ſeiner Vaterſtadt, zu deren älteſten
Ortsbür=
gern er zählt. Im öffentlichen Leben hat er beſonders auf
dem Gebiete der freiwilligen Armenpflege gewirkt, indem
er viele Jahre lang als Mitglied des Vorſtandes des
All=
gemeinen Vereins gegen Verarmung und Bettelei ſich in
eifrigſter und wirkſamſter Weiſe an den Arbeiten dieſes
Vereins beteiligte. Im vergangenen Jahre traf Herrn
Petſch der Verluſt ſeiner treuen Lebensgefährtin. Möge
ihm ſelbſt noch ein recht langer und heiterer Lebensabend
beſchieden ſein!
— Neuer, großer Erfolg eines Darmſtädter
Archi=
tekten. Bei dem öffentlichen Wettbewerb zur
Erbau=
ung einer neuen, großen katholiſchen Kirche mit
Pfarr=
haus in Straßburg i. Elſ. iſt Herrn Profeſſor Dr.=Ing.
Vetterlein hier der erſte Preis zuerkannt und die
Bauausführung übertragen worden. Bekanntlich hat
der feinſinnige und tüchtige Künſtler auswärts außer
verſchiedenen kleineren Bauten die herrliche Kölner
Handelshochſchule, das intereſſante Waiſenhaus in
Straßburg i. Elſ. und eine Brücke in Saarbrücken
ge=
baut, eine Schule in Büdingen geht ihrer Vollendung
entgegen und bei weiteren Projekten iſt der
außer=
halb Darmſtadts überall anerkannte Architekt beteiligt.
Vielleicht bekommt Herr Profeſſor Dr.=Ing. Vetterlein
auch hier mal eine ſchöne Aufgabe, was wir im
In=
tereſſe unſerer aufſtrebenden Kunſtſtadt freudig
be=
grüßen würden.
— Verein der Detailliſten von Darmſtadt. Man
ſchreibt uns: In der Vorſtandsſitzung wurde beſchloſſen,
darauf hinzuwirken, daß an Kaiſers und Großherzogs
Ge=
burtstag die Poſtanſtalten, ſowie das Zollamt an
mehre=
ren Stunden tagsüber für den Publikumverkehr geöffnet
bleiben. Ebenſo ſoll eine Vereinfachung des
Geſchäftsver=
kehrs mit den Behörden erſtrebt werden. Seit Inkrafttre
ten des neuen Geſetzes gegen den unlauteren Wettbewerb
ſah ſich der Vorſtand genötigt, in einer Reihe von Fällen
einzuſchreiten und die betreffenden Firmen aufzuklären
bezw. zu verwarnen. Meiſtens war das Vorgehen auch
von Erfolg begleitet, in einzelnen Fällen jedoch hatte man
für die nur in beſter Abſicht geſchehenen Schritte kein
Ver=
ſtändnis und es mußte deshalb Strafantrag geſtellt
wer=
den. Ebenſo ſind zur Bekämpfung des ſogenannten heim=
lichen Warenhandels, wie er hauptſächlich mit Möbelſtücken
getrieben wird, geeignete Schritte eingeleitet worden. Im
Hinblick auf die von dem Vorſtande in letzter Zeit
gemach=
ten Erfahrungen ſei nochmals betont, daß ſein Beſtreben
nur dahin geht, den reellen Handel zu ſchützen und zu
fördern und vor allem die Auswüchſe im Handel, unter
denen ſowohl dieſer als ganz beſonders auch das Publikum
leidet, zu bekämpfen.
— Prämiierung. Durch das Bureau des
Tierſchutz=
vereins für das Großherzogtum Heſſen,
Kiesſtraße 123, fordert der Vorſtand desſelben Herrſchaften
um Angabe derjenigen Dienſtboten innerhalb 14 Tagen
auf, die ſich längere Zeit durch treue Pflege und
gewiſſen=
hafte Wartung der ihnen anvertrauten Tiere ausgezeichnet
haben, zwecks eventueller Belohnung ſeitens des Vereins.
— Verein Volksküche. (Unter dem Protektorat der
Großherzogin.) Mit 24 Betriebstagen während des
Monats Januar l. J. ſind verabreicht worden
täg=
lich: 119 Stücke Brot (mit und ohne Butter), 84 Wecke,
122 Portionen Kaffee (mit und ohne Zucker), 90
Por=
tionen Milch, 27 Portionen Wurſt und Fleiſch für ſich,
76 Portionen Suppe (mittags und abends), 101
Por=
tionen Beilagen (Salat, Gemüſe, geröſtete Kartoffeln),
38 Portionen Supe und Gemüſe zuſammen, 12
Por=
tionen Suppe und Fleiſch zuſammen, 33 Portionen
Gemüſe und Fleiſch zuſammen, 34 Portionen Suppe,
Gemüſe und Fleiſch zuſammen und endlich 33
Por=
tionen Hering mit Kartoffeln. Unter Außerachtlaſſung
der Zahlen für verabreichtes Brot, Wecke, Milch und
Kaffee haben nach den vorſtehenden
Durchſchnittsberech=
nungen täglich 354 Koſtgänger (männlich und weiblich)
in der Volksküche ihr Mittag= und Abendeſſen
einge=
nommen. Dabei kamen 664 Freikarten (bereits
be=
zahlte Gutſcheine) zur Ablieferung und Verwertung.
Der dringliche Anbau des Speiſeſaals für weibliche
Koſtgänger an das Hauptgebäude der Volksküche kann
mangels des erforderlichen Baukapitals mit etwa 25000
Mark immer noch nicht ausgeführt werden, das
Bau=
gelände iſt ſeit mehr als Jahresfriſt gekauft. Die
be=
reits beſtehende Zinſenlaſt aus dem Reſtkaufſchilling
des Vereinshauſes mit 60000 Mark und aus dem
Kaufpreisreſt aus dem zugekauften Gelände mit 5000
Mark verbieten dem Verein bei dem gegenwärtigen
Diskontoſatz jede weitere Kapitalaufnahme, vielleicht
ſind die bis jetzt unbekannten Wohltäterinnen oder
Wohltäter bis zu dem Beginn der Bautätigkeit in dem
herannahenden Frühjahre gefunden, welche die
vorge=
dachten Geldmittel zu niedrigerem Zinsfuße
vorſchie=
ßen. Die Statiſtik über die Inanſpruchnahme und die
Leiſtungen der Volksküche kann über die
Notwendig=
keit des Ergänzungsbaues keinen Zweifel aufkommen
laſſen.
nn. Der Bezirksverband Darmſtadt der heſſiſchen
Gewerbevereine hält am morgigen Sonntag, den 13.
Februar, im Gaſthaus zum goldenen Lamm in
Pfung=
ſtadt eine Verſammlung ab, um über verſchiedene
wich=
tige gewerbliche Fragen zu verhandeln. Die
Tages=
ordnung umfaßt: 1. Beſichtigung der ausgeſtellten
Zeich=
nungen der Schüler der Handwerkerſchule Pfungſtadt
im Schulgebäude ſelbſt; 2. Vortrag des Herrn
Hand=
werkskammer=Syndikus Engelbach über die
Sterbe=
kaſſe des Landesgewerbevereins: 3. Beſprechung der
Organiſation des heſſiſchen
Gewerbeförderungsdien=
ſtes; 4. Anhörung etwaiger Klagen und Anſtände über
den Eigentumsvorbehalt an den Maſchinen der
Zen=
tralgenoſſenſchaft des Landesgewerbevereins.
— Der Frauenverein der Johannesgemeinde hat
für ſein diesjähriges, zum Beſten ſeiner
Kinderpflege=
anſtalten am 25. Februar in der Johanneskirche
ſtatt=
findendes Konzert Herrn Hofkonzertmeiſter E.
Schmidt, ſowie deſſen Gattin, die Konzertſängerin
Frau S. Schmidt=Illing (Sopran) gewonnen.
Außerdem wirken Herr Organiſt Borngäſſer und
der Kirchengeſangverein der Johannesgemeinde mit.
(Näheres durch die Anzeigen.)
— Petrusgemeinde. Den zweiten Gemeindeabend
dieſes Winters wird die Petrusgemeinde Sonntag, den
20. Februar, haben. An demſelben will Herr Pfarxer
Jul. Werner aus Frankfurt a. M. über „
Selbſt=
erlebtes aus dem Morgenland” reden. Der Vor=
tauſende, ja Millionen von Menſchen ſollen dabei ihr
Leben verloren haben. Zwei Jahre ſpäter traten in
Nordchina große Ueberſchwemmungen ein, bei denen
5000 Menſchen umkamen. Wiederum ein Jahr ſpäter
1890, iſt es der gelbe Strom, der ſeine Dämme
durch=
bricht und eine rieſige Strecke Landes mit vier Meter
hohen Waſſermengen überſchwemmt. Der Verluſt an
Menſchenleben und an Beſitz, der dabei eintrat, iſt nie
genau kalkuliert worden. Im Jahre 1891 verurſachte
in Spanien der Amargnillo eine Ueberſchwemmung, bei
der 2000 Menſchen in den Fluten den Tod fanden. Auch
Ungarn iſt mehr als einmal der Schauplatz
grauen=
voller Hochflutkataſtrophen geweſen. Im Jahre 1876
wurde Szegedin von den Waſſern der Theiß und des
Maros überflutet, die alle gegen die
Ueberſchwemm=
ungsgefahr aufgerichteten Dämme ſprengten. Das
wütende Element vernichtete in kürzeſter Zeit gegen
6000 Häuſer, und 2000 Menſchen gingen in den Fluten
unter.
Unter den Opfern der großen
Ueberſchwemmungs=
kataſtrophen nimmt England einen
verhältnismä=
günſtigen Platz ein, denn wie ſehr auch einige
Graf=
ſchaften unter Hochwaſſer zu leiden gehabt haben, in den
meiſten Fällen war die Zahl der Menſchenopfer doch
nur gering. 1896 wurde Nord=Wales von gewaltigen
Hochfluten heimgeſucht, die einen Schaden anrichteten,
der auf mehrere Millionen geſchätzt wurde. Zwei Jahre
früher trat die Themſe zwiſchen Windfor und Oxford
über die Ufer und machte jeden Bahnverkehr unmöglich
Aber am ſchlimmſten waren die Ueberſchwemmungen
in Kent und Eſſex im Jahre 1888; damals fanden viele
Menſchen in den Fluten ihr Grab. Die ſchwerſte
Ueber=
ſchwemmungskataſtrophe in England während der
letz=
ten 50 Jahre war jedoch das Hochwaſſer von 1866, das
in Yorkſhire, in Lancaſhire und Derbyſhire furchtbare
Verwüſtungen anrichtete, Bergwerke überflutete,
Müh=
len und Fabriken wegſchwemmte, die Bahnen heimſuchte
und viele Menſchen in ſeinen Fluten mit ſich fort riß.
Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, den 10. Februar.
„Die Hand”‟. „Die Regimentstochter”
W-l. Das vor mehreren Jahren zum erſten Male
hier aufgeführte ſenſationelle und nervenaufregende
Kriminal=Mimodrama „Die Hand” von Bereny, dem
man alles ſonſtige nachſagen mag, nur nicht das, daß es
langweilig iſt, ging heute in der ſtil= und effektvollen
Einkleidung wieder in Szene. Die mimiſch=
choreogra=
phiſche Rolle der Tänzerin Vivette wurde von Fräulein
Wogatzky wieder mit vollendeter Grazie und
dar=
ſtelleriſcher Gewandtheit, die unheimliche Rolle des
mamenloſen Einbrechers von Herrn Lehrmann mit
Gruſeln erregender Natürlichkeit geſpielt, während der
galante Baron und Lebensretter, der ebenfalls ſeinen
Namen nicht verrät, in Herrn Jürgas einen
berufe=
nen Vertreter fand. Die ſzeniſche Leitung unterſtand
Frau Ballettmeiſterin Thiele=Leonhardt, die
muſikaliſche Herrn Kapellmeiſter Kittel.
Jedenfalls war die Aufführung des Mimodramas,
mag man ſeinen Wert ſelbſt auch nicht hoch einſchätzen,
intereſſant, was man von der Aufführung der
nachfol=
genden Oper „Die Regimentstochter” nur mit
Einſchränkung ſagen kann. Namentlich der erſte Art
ließ Stimmung, Temperament und Tonfriſche vielfach
vermiſſen. Fräulein Suchanek als Marie war ihrer
geſanglichen Aufgabe, was wohl ſelbſtverſtändlich iſt
durchaus gewachſen; ihrem Vortrag wäre aber mehr
Wärme und ihrem Spiel mehr urſprüngliches
Tem=
rerament und Humor zu wünſchen geweſen. Herr
Hacker der zum erſten Male die Partie des Ton
ſang, ſchien ſtimmlich heute nicht ganz frei zu ſein,
jedenfalls war er mit ihr weniger glücklich, als
kürz=
lich mit der des George Brown. Daß der Humor noch
zu ſeinem Recht kam, dafür ſorgten Herr Riechmann
als Sulpiz und Frau Rudolph als Marquiſe. Auch
Herr Schwarze, der die Rolle des Hortenſius ſpielte,
beſitzt viel Humor, wenn er auch bisweilen etwas ſtark
aufzutragen liebt. Das Haus war mäßig beſetzt.
Konzerte.
Am. Der Arnold Mendelsſohn=Abend
(159. Vereinsabend) des Richard Wagner=
Ver=
eins, welcher am Donnerstag im Feſtſaale der
Turn=
gemeinde abgehalten wurde, brachte außer einigen hier
ſchon bekannten Liedern unſeres einheimiſchen
Kom=
poniſten, deſſen Chorwerke und Lieder ſich weiteſter
Verbreitung in der ganzen muſikaliſchen Welt
er=
freuen, auch zehn neue Liedkompoſitionen für Tenor,
die zum erſtenmal hier zum öffentlichen Vortrag, zum
Teil in der Uraufführung, kamen und einen großen
Erfolg erzielten, den ſich der am Klavier begleitende
Komponiſt, wie der zum Vortrag der Lieder gewonnene
Herr Kammerſänger Ludwig Heß aus München
er=
rangen
Wenn man es heute bedauert, daß bei
Neuſchöpf=
ungen von Tonkunſtwerken die Geſangkompoſition im
Verhältnis zu den Werken abſoluter Muſik an Zahl
der Produktion, wie auch an Bedeutung ziemlich weit
zurückſteht, weil wir Geduld, Luſt und Fähigkeit dafür
verloren haben, uns in den konzentrierten
Gedanken=
kreis eines Gedichtes ganz hineinzuverſenken, ſondern
es vielmehr lieben, Tongemälde in großen Zügen an
uns vorüberziehen zu laſſen, wie ſie uns mühelos
Symphonien und andere große zuſammenhängende
Werke bieten, ſo iſt es umſo erfreulicher, daß ein Ton=
künſtler von ſo hervorragender Bedeutung, wie es
Arnold Mendelsſohn iſt, ſich vorzugsweiſe und mit ſo
beſonderem Geſchick der in der Gegenwart nicht allzu
dankbaren Liedkompoſition annimmt, auf welchem
Ge=
biet er unbeſtritten eine erſte Stelle einnimmt und in
Melodie und Begleitung neue und originelle Gebilde
ſchafft; ohne ſich in kleinliche Tonmalereien zu
ver=
lieren, bringt er den Stimmungsinhalt reſtlos zum
Ausdruck, in großen Zügen iſt ſein edler und
vorneh=
mer Klavierſatz gearbeitet, in dem er Wohlklang mit
Eigenart ſo glücklich zu verbinden verſteht und durch
tunlichſte Meidung der Tonlage, in welcher die
Sing=
ſtimme ſich bewegt, einer Ueberladung an Tonmaſſen
vorbeugt, jener vielmehr die freieſte Entfaltung ſichert.
Sämtliche Klavierbegleitungen ſind Meiſterſtücke eines
mit der akuſtiſchen Wirkung des Inſtrumentes
unge=
mein vertrauten Künſtlers, dem die Tonmiſchungen,
ſo wie er ſie braucht, ungeſucht fertig zur Verfügung
ſtehen. Für die vortrefflich gelungene Wiedergabe der
Lieder hätte aber auch kein geeigneterer muſikaliſch und
poetiſch fein empfindender Künſtler, als Herr Heß
ge=
funden werden können, der im Beſitze umfangreicher,
glänzender Stimmittel geſchmeidig oder mit
leiden=
ſchaftlichem Ausdruck den verſchiedenartigen Ideen von
Dichter und Tonſetzer zu folgen imſtande iſt. Unter
den ſechs Gedichten von Goethe, welche die erſte Ab
teilung bildeten, fand das in ſeiner gedrängten Form
ſo reizende Lied: „Blumengruß” und der luſtige
Tanz unter der Linde aus dem Spaziergang im
Fauſt wiederum lebhaften Beifall; zum erſten Male
kamen zu Gehör: „Lied des Phileros” „Kind und
Löwe” und das Türmerlied des Lynkeus, welche, wie
die neugehörten Lieder zu Shakeſpeareſchen Texten:
„Stürm’ du Winterwind”, „Im Sommer” und
beſon=
ders „Nächtliches Ständchen” die Gunſt der
Zuhörer=
ſchaft im Fluge gewannen; von früher bekannt,
er=
zielten abermals das ernſte Lied: „Komm’ herbei, Tod‟
das zarte: „Zur Maienzeit” wie das humoriſtiſche
Bett=
lerlied König Jakobs von Schottland viel Erfolg.
Der 3. Teil enthielt drei italieniſche Lieder von
Paul Heyſe, von denen zwei auf ſtürmiſches Verlangen
wiederholt werden mußten, darunter das anſprechende
Fiſcherlied, deſſen Refrain in einem reizvollen Kanon
ausklingt. Gleichfalls da capo verlangt wurde das
Unkenlied von Gottfried Schwab, in welchem Dichter
und Komponiſt mit ſchalkhaftem Humor
naturnach=
ahmende Realiſtik miſchen und dem der Sänger den
ſüßeſten Wohllaut verlieh. Von ganz beſonderer
Fein=
heit und im Vortrag ſehr gut gelungen waren auch die
Lieder „Sommergeiſter” und R. Volkers
Frühlings=
lied, deſſen Lockruf der erſten Amſel mit echter und
wahrer Freude an den frohen Lauten der Natur
ton=
maleriſch geſchickt abgelauſcht iſt.
tragende iſt der Gemeinde bereits als vorzüglicher
Redner bekannt und nicht nur in ſeiner Heimat,
ſon=
dern auch in weiten Kreiſen wegen ſeiner vielſeitigen
Tätigkeit zur Stärkung chriſtlichen Lebens hoch geſchätzt.
Das Blatt „Glaube und Tat” iſt von ihm gegründet
und geleitet. Für intereſſante muſikaliſche
Darbiet=
ungen ſind vortreffliche Kräfte gewonnen. Näheres
nächſte Woche.
— Verein für Vogel= und Geflügelzucht lälterer
Verein). In der letzten Monatsverſammlung wurden
weitere 2 Herren als Mitglied aufgenommen. Die
rückſtändigen Protokolle wurden genehmigt. Hieran
anſchließend gab der Vorſitzende bekannt, daß wegen
der einſtimmigen Wiederwahl des geſamten Vorſtandes
eine Aenderung in den ſeither innegehabten Aemtern
nicht eingetreten iſt, weil ſich alle Herren bereit erklärt
haben, dieſe zu behalten. Zu Punkt 2 der
Tagesord=
nung verlas der Rechner den von dem Vorſtand
be=
ratenen, mit 1700 Mark in Einnahme und Ausgabe
ſtehenden Voranſchlag, der ohne Widerſpruch genehmigt
wurde. Zu Punkt 3 „Diphtheritis und deren
Behand=
lung” hielt Herr Oppel einen ſehr eingehenden
Vor=
trag über einzelne von ihm ſelbſt behandelte Fälle, bei
denen er durch Benützung von Salizyl=Alkohol oder
3prozentiger Salzlöſung die beſten Erfolge erzielte. Der
Vorſitzende dankte im Namen der Anweſenden Herrn
Oppel für ſeinen ſehr lehrreichen Vortrag.
Gleichzei=
tig bittet Herr Oppel, falls ein Herr ein mit dieſer
Krankheit behaftetes Tier beſitzt, ihm dies mitzuteilen,
damit er bei der nächſten Verſammlung zeigen kann,
auf welche Art und Weiſe die erwähnten Mittel
ange=
wendet werden. Hierauf ſprach Herr L. Aßmuth über
die Behandlung der erwähnten Krankheit und empfahl
die Anwendung des Diphtherie=Bazillus. Zu Punkt 4
der Tagesordnung „Legenot” hielt der 1. Vorſitzende
einen Vortrag über die Kennzeichen und deren
Be=
handlung in jedem einzelnen Falle. Mit der
Ver=
loſung von einem Kanarienhahn, ſowie der üblichen
Freiverloſung von Eiern ſchloß die Verſammlung.
— Im Silberkranz. Das langjährige Mitglied und
eifrige Förderer und Mitarbeiter bei unſerer
frei=
willigen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, Herr
Kauf=
mann Philipp Vogel und Frau, feiern am 14.
Februar das Feſt der ſilbernen Hochzeit.
— Fleiſchaufſchlag. Der Preis für Hammelfleiſch
wurde von 80 auf 90 Pfg. erhöht.
Zu Andreas Hofers Todestag. Am Sonntag, den
20. Februar 1910, dem 100jährigen Todestage des großen
Tiroler Freiheitskämpfers, kommt im Geſellenhauſe
Friedrichſtraße 30 das Schauſpiel „Andreas Hofer” zur
Aufführung. Es iſt zu erwarten, daß das Schauſpiel,
deſ=
en Rollen in bewährten Händen liegen, eine würdige
Er=
innerungsfeier dieſes Tages bilden wird. (N. ſ. Anzeige.)
— Der Darmſtädter Oberheſſenverein verweiſt
hier=
durch ſeine Mitglieder auf den Vortrag des Herrn Alfred
Bock aus Gießen im Hotel Heß heute, 8 Uhr abends.
(Siehe auch Anzeige.)
— Ludwigshöhe. Morgen nachmittag 4 Uhr
kon=
zertiert die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
unter Leitung des Muſikmeiſters Herrn M. Weber
auf der Ludwigshöhe. Wie aus der Anzeige erſichtlich,
iſt für dieſes Konzert ein vornehmes Programm in
Ausſicht genommen. Beſonderes Intereſſe dürfte das
6. Air=Varié von Chr. de Beriot erwecken, welches der
Cornet à Piſton=Virtuoſe Herr Emil Ehlers (
Mit=
glied der Kapelle) auf dem Piſton vortragen wird.
Rodenſteins Einzug und Gruß betitelt ſich eine hübſche
Kompoſition von A. Neff (Pfungſtadt).
— Kaiſerſaal. Der morgen abend im Kaiſerſaal
ſtattfindende „Konzert=Abend” der Kapelle des Großh.
Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 dürfte ſich zu einem ſehr
ge=
nußreichen geſtalten, da es Herrn Chriſt gelungen iſt,
den hier nicht unbekannten Komponiſten Herrn Haus
Fiſcher zur Mitwirkung zu gewinnen. Herr Hans
Fiſcher wird 4 neue, eigene Kompoſitionen ſelbſt zur
Aufführung bringen. Wie wir hören, verfügt Herr
Hans Fiſcher über ein großes muſikaliſches Können.
(S. Anz.)
— Tournée „Die erſten Menſchen” im Saalbautheater.
Donnerstag, den 17. und Freitag, den 18. Februar wird
Otto Borngräbers Myſterium „Die erſten Menſchen” von
einem eigenen Enſemble, unter perſönlicher Leitung des
Dichters, am Saalbautheater zur Aufführung gelangen,
auf die Kunſtfreunde unſerer Stadt hiermit hingeweiſen
ſeien. Der Vorverkauf für dieſe hochintereſſanten
Gaſt=
ſpiele findet nur im Verkehrsbureau, Wartehalle am Ernſt
Ludwigsplatz, ſtatt.
n. Verhaftung. Unter dem dringenden Verdacht der
Körperverletzung mit tödlichem Erfolg wurde geſtern vor=
mittag die bis dahin nur vorläufig feſtgenommene Frau
eines Bahnwärters in der Heinheimerſtraße nach
ein=
gehender Vernehmung durch das Amtsgericht unter
Haft=
befehl geſtellt und in das Unterſuchungsgefängnis gebracht.
Es handelt ſich um ihr fünfjähriges Stieftöchterchen, das
am Dienstag verſtorben iſt und bezüglich deſſen der
zu=
letzt noch zugezogene Arzt wegen auffälliger Umſtände
Ausſtellung des Totenſcheins verweigert hatte. Die
Be=
hörde ſchritt, da der Körper des Kindes zahlreiche Spuren
ſchwerer Mißhandlung aufwies, ein und am Donnerstag
nachmittag erfolgte in Anweſenheit des Staatsanwaltes
auf dem ſtädtiſchen Friedhof die gerichtliche Leichenſektion.
Sie muß in Verbindung mit den ſonſtigen Ermittelungen
ſehr belaſtende Ergebniſſe gehabt haben, denn ſie zog die
erwähnte Verhaftung nach ſich. Die ſeit mehreren Jahren
verheiratete, aus Rudlos in Oberheſſen ſtammende Frau
beſitzt keine eigenen Kinder, das verſtorbene war nach
früherem Ableben zweier Geſchwiſter ihr einziges
Stief=
kind, das ſie fortgeſetzt mißhandelt haben ſoll. Sie iſt noch
unbeſtraft und wird, wenn ſich geeignete Beweiſe ergeben,
ſich vor dem Schwurgericht zu verantworten haben.
ℳ Im ſtädtiſchen Krankenhauſe wurden im Januar
ds. Js. 609 Kranke verpflegt. Die Zahl der Pflegetage
betrug 8964, ſodaß ſich eine durchſchnittliche Tagesbelegung
mit 289 Kranken ergibt. Die durchſchnittliche
Tagesbele=
gung im Januar vorigen Jahres war 321 Kranke.
Orpheum. Morgen Sonntag finden wie üblich
zwei Vorſtellungen ſtatt, wozu beſonders hervorgehoben
wird, daß auch nachmittags trotz der billigen Preiſe das
ungekürzte Programm zur Abwickelung gelangt; auch die
8 Haremsdamen treten nachmittags auf. Das Gaſtſpiel
derſelben dauert nur noch bis inkluſive Dienstag, den 15.
ds. Mts. (S. Anzeige.)
— Der Olympia=Kinematograph, Ernſt Ludwigſtraße,
bringt mit ſeinem heutigen Programmwechſel wieder eine
Reihe ſchöner lebender Photographien zur Vorführung.
Beſonders ſehenswert ſind: „Der Findling des
Leier=
manns” ein Drama. „Mein Freund, der Indianer”, „Der
Menſch denkt — Gott lenkt” und „Herr Meyer im
Schnel=
ligkeitsduſel” ſind humoriſtiſche Szenen. Es ſei beſonders
darauf hingewieſen, daß das ganze Programm nur bis
Montag abend zur Vorführung gelangt. (N. ſ. Anzeige.)
— Das Münchener Jubelbockfeſt im „Kölniſchen
Hof” erfreute ſich trotz der ſtarken Konkurrenz während
der Faſtnachtstage eines lebhaften Zuſpruchs. Daß in
erſter Linie die Leiſtungen des Stranddamenorcheſters
Dir. O. Jaedicke) dazu beitragen, darf man nicht
ver=
kennen, denn ſie erfreuen die Beſucher durch ein ebenſo
abwechslungsreiches, vielſeitiges Programm, wobei
auch auf künſtleriſche Ausführung großer Wert gelegt
wird. Den gleichen Beifall findet auch der verabreichte
bayeriſche Stoff „Animator” von dem täglich eine
grö=
ßere Quantität ſeinen Beruf erfüllt und zur
Erzeug=
ung einer fröhlichen gemütlichen Stimmung beiträgt.
Wer auch nach der Faſtnacht noch einige heitere
Stun=
den liebt, ſollte den Beſuch des Feſtes nicht verſäumen.
— Kaiſerpanorama. Die herrlichen Partien der
ſonnigen und wonnigen Riviera, die ſo viele
Natur=
freunde zu einer billigen, idealen Reiſe im
Kaiſer=
panorama veranlaßten, bleiben noch einſchließlich
mor=
gen, Sonntag, ausgeſtellt.
— Roßdorf, 11. Febr. Herr Dr. Baumann aus
Roßdorf ſchreibt uns zu der ihn betreffenden Nachricht
in Nr. 33 unſerer Zeitung: Es iſt nicht richtig, daß
mich der fremde Beſucher durch Drohungen irgend
welcher Art zur Hergabe einer Summe genötigt hätte.
Die Gabe erfolgte völlig freiwillig als Ergebnis der
Bitten und Vorſtellungen, die der Betreffende an mich
richtete. Da ſich aber alle Angaben des Gaſtes hintennach
als falſch herausſtellten, glaubte ich im öffentlichen
Intereſſe eine Bekanntgabe der Tatſache an amtlicher
Stelle nicht unterlaſſen zu ſollen, zumal, da ſich eine
große Aehnlichkeit mit der Perſon, die im Elbinger
Fall in Betracht kam, herausſtellte.
X Von der Bergſtraße, 10. Febr. In Alsbach iſt
der in der ganzen Gegend bekannte Pfläſterermeiſter
Mahr geſtorben. — Das ſeither von Herrn
Kohlen=
händler Groh in Darmſtadt innegehabte Anteil Jagd
der Gemeinde Zwingenberg wurde von dieſem an
Herrn Dr. Willy Merck in Darmſtadt abgetreten.
Herr Bürgermeiſter Weygold (Gaſthaus zur
Bergſtraße) in Auerbach wird ſeinen großen Saal
durch teilweiſen Umbau beträchtlich erweitern. Der
große Aufſchwung, den dieſes bekannte Gaſthaus in den
letzten Jahren genommen, macht dieſe Vergrößerung
dringend notwendig.
X Zwingenberg, 10. Febr. Die
Millionenerb=
ſchaft der beiden Familien Zubrod ſoll durch einen
Notar in Tauberbiſchofsheim geregelt werden, wenig=
ſtens ſind die Erben an denſelben verwieſen worden.
Eine Deputation wird ſich in dieſen Tagen nach dem
Tauberſtädtchen begeben; hoffentlich mit beſtem Erfolg.
* Ober=Hambach, 11. Febr. Das bei vielen
Oden=
waldfreunden als Sommerfriſche beliebte Kurhaus
„Lindenhe im” iſt ſoeben in andere Hände
über=
gegangen. Der Pädagoge Paul Geheeb, der während
der letzten acht Jahre in thüringiſchen
Landerziehungs=
heimen tätig war und vor 3½ Jahren die Freie
Schul=
gemeinde Wickersdorf mitbegründete, beabſichtigt, hier
Anfang April eine Reformſchule (mit Internat)
für Knaben und Mädchen zu eröffnen, die im
weſent=
lichen den Unterricht der Oberrealſchule, jedoch mit
fakultativem Latein und Griechiſch, bieten wird.
Mainz, 11. Febr. Der bereits vor 14 Tagen von
hier verſchwundene Althändler Franz Joſ. Krieger,
der ſeither auf der Umbach wohnte, wird ſoeben von der
Staatsanwaltſchaft wegen Hehlerei ſteckbrieflich
verfolgt. Er iſt nicht allein in die Angelegenheit des
Kirchendiebes Bicking, ſondern auch in diejenige des
wegen der Eiſenbahndiebſtähle verhafteten Kaufmanns
Leop. Heumann verwickelt. Er wird beſchuldigt, die
aus der Monſtranz herausgebrochenen
Brillan=
ten, die einen Wert von 3000 Mark beſaßen, für 150
Mark gekauft zu haben, und der Kaufmann Heumann
behauptet, daß er das an Krummeck verkaufte Tuch, das
von einem Bahndiebſtahl herrührte, von Krieger
ge=
kauft habe. Als Krieger vor 14 Tagen verſchwand, ſoll
er ſeinen Angehörigen geſagt haben, daß er „Geſchäfte‟
halber nach Metz reiſe, aber zur Faſtnacht wieder
zurückkäme, was natürlich nicht geſchehen iſt. — Beim
Rollſchuhlaufen verunglückt iſt geſtern lt.
„Tgbl.” das zwölfjährige Mädchen eines ſtädtiſchen
Be=
amten, das in der Bonifaziusſtraße unter einen
Poſt=
wagen geriet. Das eine Rad ging dem Mädchen über
den Fuß. Mit dem Poſtwagen wurde das verletzte
Kind in die elterliche Wohnung in der Fötſterſtraße
gebracht.
Mainz, 11. Febr. Die bekannte
Meineidverlei=
tungsaffäre des 65jährigen Sanitätsrates Dr.
Rolly=Oſthofen wurde geſtern und heute vor der
2. Strafkammer verhandelt. Dr. Rolly, der ſeit 5 Monaten
in Unterſuchungshaft ſitzt, ſoll verſucht haben, einen
Bau=
unternehmer Haack aus Barmen zum Meineid zu
verlei=
ten. Mitangeklagt iſt der Privatdetektiv Karl Groß=
Kortenhaus aus Köln, der dem Rolly durch Tat und Rat
Beiſtand geleiſtet haben ſoll. Außerdem ſoll ſich der
De=
tektiv der qualifizierten Urkundenfälſchung ſchuldig gemacht
haben. Rolly wurde nach zweitägiger Verhandlung zu
1½ Jahren Zuchthaus verurteilt und ihm die Ehrenrechte
auf 5 Jahre aberkannt. Groß=Kortenhaus wurde wegen
Begünſtigung des Verſuchs zur Verleitung zum Meineid
zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt.
Mainz=Mombach, 10. Febr. Unter dem
verlocken=
den Titel „Häuslicher Nebenverdienſt” durch
leichte Handarbeit inſeriert gegenwärtig eine
Mann=
heimer Firma in verſchiedenen Zeitungen. Auf eine
Anfrage, die eine hieſige Frau daraufhin an die Firma
richtete, erfolgte zunächſt die Aufforderung zur
Einſend=
ung eines Geldbetrages von 2,35 Mark. Das verlangte
Geld wurde abgeſchickt, und nach wenigen Tagen traf
bei der Frau ein großes Kuvert ein, in dem zwei ganz
minderwertige Lappen ſich befanden, ſowie eine
An=
weiſung, wie die Arbeiten auszuführen ſeien. Der
Arbeit ſuchenden Frau wurde dabei der Rat gegeben,
bei Bekannten und in Geſchäften um Aufträge
nachzu=
ſuchen. Wolle ſie aber die Arbeiten nicht verrichten, ſo
dürfe ſie für die 2 Mark 35 Pfg. die beiden Lappen
be=
halten. Es ſcheint, als ſei es der Firma ledigliche um
die 2,35 Mark zu tun, denn der „Häusliche
Nebenver=
dienſt” bleibt für den Reflektanten nach wie vor ein
bloßer frommer Wunſch. Die Frau tat in dieſem Falle
das einzig Richtige, indem ſie die Sache ſofort bei der
Polizei zur Anzeige brachte. Dieſe wird die
An=
gelegenheit weiter verfolgen.
Worms, 11. Febr. Wie die „W. Ztg.” mitteilt, iſt
die Abſicht der Errichtung einer
Kriſtallglas=
fabrik in Worms vollſtändig aufgegeben worden.
In der geſtrigen Aufſichtsratsſitzung iſt die Auflöſung
der Geſellſchaft beſchloſſen worden. Plötzlich
einge=
tretene techniſche Schwierigkeiten haben das Vorhaben,
das mit ſo ſchönen Ausſichten eingeleitet worden war
und das unſerer Stadt eine zukunftsreiche
Kunſt=
induſtrie gebracht hätte, leider durchkreuzt. Die
Kriſtall=
glasſabrik kommt nun überhaupt nicht zuſtande, weder
in Worms noch anderswo, und es ſei ausdrücklich
be=
ſtätigt, daß die Schuld daran nicht an der
Stadtver=
waltung, nicht in der Geländefrage liegt, ſondern einzig
in techniſchen Schwierigkeiten zu ſuchen iſt.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Heidelberg, 11. Febr. Der hieſige
außer=
ordentliche Profeſſor für phyſikaliſche Chemie, Georg
Bredig, hat den an ihn ergangenen Ruf als
ordent=
licher Profeſſor und Leiter des phyſikaliſch=chemiſchen
und elektro=chemiſchen Inſtituts am Eidgenöſſiſchen
Polytechnikum in Zürich ſchon für das kommende
Sommerſemeſter angenommen.
* Der König von Württemberg verlieh
dem Pianiſten Wilhelm Backhaus die goldene
Medaille für Kunſt und Wiſſenſchaft am Bande des
Friedrichsordens.
— In der Galerie Hermes, Frankfurt
am Main, bringt die Februar=Ausſtellung
Kollek=
tionen von P. Horſt=Schulze, Leipzig, 20 Gemälde, Emil
und Willy Preetorius, München, zuſammen 108
Ge=
mälde und Zeichnungen, Edgar Faraſyn, Antwerpen,
20 Gemälde, A. Hillermann, Frankfurt a. M., 7
Ge=
mälde, Rudolf Riemerſchmid, München, 6 Gemälde.
Ferner ſind ausgeſtellt hervorragende Einzelwerke von
Lenbach, Trübner, Grützner, Uhde, Defregger,
Schön=
leber, W. v. Diez, Dill, W. Firle, Zumbuſch u. a. m.
— Erſte Internationale Jagd=
Aus=
ſtellung in Wien 1910. Kürzlich fand in Wien
die Abnahme der für das Deutſche Reich errichteten
Bauten ſtatt. Die Botſchafter und Geſandten
beſichtig=
ten das geſamte Ausſtellungsterrain, welches einer
kleinen Weltausſtellung gleicht. 52 Gebäude ſind
er=
richtet worden und an beſter Stelle, am See, liegt das
Deutſche Jagdſchloß mit dem reizvollen anſchließenden
Weinreſtaurant. Da faſt alle regierenden deutſchen
Fürſtenhäuſer ſich an der Ausſtellung beteiligen, ſo
verſpricht auch die Ausſtellung im Innern des Schloſſes
ein Clou zu werden. Der deutſche Kaiſer ſtellte das
Tabakskollegium Friedrich Wilhelm I. aus
Wuſter=
hauſen für die Dauer der Ausſtellung zur Verfügung.
Die großen Deckengemälde wurden dem Maler Marno
Kellner übertragen, welcher auch in Poſen die
Male=
reien für das Schloß ausführt.
Kleines Feuilleton.
* Die deutſchen Bäcker Londons. Während
der engliſchen Wahlen iſt bekanntlich viel vom deutſchen
Schwarzbrot die Rede geweſen. Die Fachzeitung der
Lon=
doner Bäcker weiſt nun, wie den „Münchener Neueſten
Nachr.” geſchrieben wird, darauf hin, daß die Londoner
ihr Weißbrot zum großen Teil aus der Hand von
Deut=
ſchen erhalten. „Wie wenige von uns wiſſen” ſchreibt
ſie, „ein wie großer Prozentſatz der Millkonen von
Brot=
laiben, die täglich in London gegeſſen werden, ron
Deut=
ſchen gebacken worden iſt? In der Hauptſtadt iſt der
deutſche Bäcker allgegenwärtig — er hat ſeinen Namen
über den palaſtähnlichen Läden des Weſtends und er iſt
gleich häufig in den „Slums” des Oſtends. Er hat
Lon=
don erobert und er dehnt ſeine Operationen aus. Man
braucht nur durch die Straßen Londons zu ſpazieren und
man kann ſich ſchnell überzeugen, daß das Bäckergewerbe
zum großen Teil in der Hand der Deutſchen liegt.‟ Das
Blatt hat ganz recht; es verſchweigt nur, daß der deutſche
Bäcker das Bäckereigewerbe in London nicht erobert,
ſon=
dern recht eigentlich erſt geſchaffen hat. Denn in London,
wie im übrigen England, war es bis weit in die Mitte des
letzten Jahrhunderts hinein gebräuchlich, daß jede Familie
ihr eigenes Brot backte. Die Hauptinvaſion der deutſchen
Bäcker erfolgte ſchon vor vielen Jahren und viele der
„deutſchen” Bäcker in London ſind nur noch dem Namen
nach deutſch. Wie ſehr die deutſchen Namen in dem
Ge=
werbe überwiegen, zeigt ein flüchtiger Blick in das
Mit=
gliederverzeichnis der dortigen großen Vereinigung der
Bäckermeiſter. Unter den Buchſtaben B und F ſind gut
die Hälfte der Namen deutſch, unter & 37 von 51, unter
K 44 von 50, unter 2 alle!
C. K. Wie Rooſevelt empfangen wird.
Aus New=York wird berichtet: Schon jetzt rüſtet ſich
Ame=
rika, um ſeinem großen heimkehrenden Sohne im Sommer
eine impoſante Bewillkommnung entgegen zu bringen.
Denn im kommenden Juni wird Theodore Rooſevelt nach
ſeinem Siegeszug durch Afrika wieder den Boden ſeines
Heimatlandes betreten. Der republikaniſche Klub plant die
Gründung eines großen nationalen Empfangskomitees,
das in allen wichtigen Städten Unterkomitees errichten
ſoll; mit dem größten Pomp und den größten Ehren will
man Teddy dann bei ſeiner Ausſchiffung im New=Yorker
Hafen willkommen heißen. Taft verfolgt dieſe Bewegung
mit lebhafter Befriedigung, wenngleich es noch nicht
feſt=
ſteht, ob er ſelbſt an dem feierlichen Empfang ſeines
Vor=
gängers wird teilnehmen können, da Taft Ende Mai nach
Alaska fahren ſoll. Die Zeitungen feiern Rooſevelt in
den höchſten Tönen, man ſpricht von der Notwendigkeit,
ihn nach dem Ablauf von Tafts Präſidentenzeit wieder zu
erwählen, und ein begeiſterter amerikaniſcher Journaliſt
nennt Rooſevelt einen modernen Napoleon, der nach den
Tagen von Elba in ſein Vaterland heimkehrt, doch
an=
ders als ſein Prototyp, denn Rooſevelt hat an Macht,
Ruhm und Popularität nichts eingebüßt, ſondern ſogar
gewonnen . . .
* Einer, der für ſein
Leichenbegäng=
nis ſorgt. In Ars a. d. Moſel ſtarb dieſer Tage
der 65jährige Weingutsbeſitzer Mangin. Obzwar er
Katholik war, verweigerte die Geiſtlichkeit ihre
Teil=
nahme am Leichenbegängnis, weil Mangin einer
Frei=
maurerloge angehört habe. Mangin aber, der dies
vor=
ausgeſehen haben ſoll, hatte für ein großes
Leichenbe=
gängnis geſorgt. Er hatte kurz vor ſeinem Tode
be=
kannt gemacht und verfügen laſſen, daß jeder
Teilneh=
mer an ſeinem Leichenbegängnis eine Mark ausbezahlt
erhalten würde. Das war die Veranlaſſung, daß
wenigſtens ein ſtattlicher Zug von „Leid’tragenden
nicht nur aus Ars, ſondern auch aus der ganzen
Um=
gegend dem Sarge folgte. Mangin fand ſeine letzte
Ruheſtätte auf dem Kriegerfriedhofe, den er, ein
ehe=
maliger Leutnant der Franktireurs, aus Dankbarkeit
für die Ritterlichkeit eines preußiſchen Parlamentärs
in der Kriegszeit, aus ſeinem Grundbeſitz der
deut=
ſchen Regierung zur Beſtattung der deutſchen
Gefalle=
nen zum Geſchenk gemacht hatte unter der Bedingung,
daß auch er einſt auf dieſem Friedhofe beerdigt werde.
* Wilde Damen. Im Lemberger ſtädtiſchen
Theater kam es bei der Aufführung des Schauſpiels
„Die Suffragetten” zu ſtürmiſchen Skandalſzenen. Die
zahlreich anweſenden Frauenrechtlerinnen erhoben an
einigen Stellen ein ohrenbetäubendes Geheul, ſchrien,
pfiffen und johlten. Erſt nachdem einige der ärgſten
Demonſtrantinnen, darunter die Frau eines
Ober=
landesgerichtsrates, von der Polizei gewaltſam aus
dem Theater entfernt worden waren, konnte das Stüch
zu Ende geſpielt werden.
Freinsheim, 10. Febr. Ueber die ſchon gemeldete
Bluttat iſt noch zu berichten: Gutsbeſitzer Meſſer
von Weiſenheim der zu ſeiner hier wohnenden Tochter
gezogen war, um ſie zu unterſtützen, weil ihr Ehemann,
Orth, ſein und ihr Vermögen durchgebracht hatte,
wurde abends, als er in die Wohnung trat, von ſeinem
Schwiegerſohn, der vorher ſeine krank im Bett liegende
Frau mißhandelt hatte, angegriffen und zu Boden
ge=
ſchleudert. Als Meſſer wieder aufſtehen wollte, griff
Orth zu einer Holzaxt und brachte dem alten Manne
ſieben Hiebe auf den Kopf bei. Nur durch das
Ein=
greifen von Nachbarn wurde der Unhold verhindert,
auch ſeine Frau mit dem Beil zu ſchlagen. Nachdem er
noch verſucht hatte, das Haus in Brand zu ſtecken,
wurde er verhaftet. Meſſer liegt lebensgefährlich
ver=
letzt danieder; auch Frau Orth hat erhebliche
Ver=
letzungen erlitten.
— Groß=Anheim, 11. Febr.
Mitte September
vorigen Jahres wurde der Grundſtein für die neue
evangeliſche Kirche gelegt. Der Bau war
in=
zwiſchen rüſtig weiter fortgeſchritten, ſo daß vor etwa
drei Wochen das Dach aufgeſetzt werden konnte. Da die
Kirche vom Fiskus erbaut wird, lag die Oberleitung
des Baues in den Händen des kgl. Baurats Becker aus
Hanau. Dienstag nachmittag um 3 Uhr iſt der
Schluß=
ſtein am äußeren Giebel eingeſetzt worden. Die
Ar=
beiter waren eben damit beſchäftigt, ihr Werkzeug
zu=
ſammenzuraffen, um es nach unten zu befördern. Der
Förderkorb ging gerade in die Höhe, um die Werkzeuge
aufzunehmen. Als der Korb auf halber Gerüſthöhe
angelangt war, entſtand plötzlich ein unheimliches
Ge=
räuſch, und in demſelben Augenblick war auch das
Unglück ſchon geſchehen. Von der oberen Hälfte des
Giebels waren etwa 30 Quadratmeter Mauerwerk
in die Tiefe geſtürzt und hatten das ganze
Ge=
rüſt mit ſich geriſſen. Vier Arbeiter, die auf dem 16
Meter hohen Gerüſt beſchäftigt waren, lagen unter dem
Trümmerhaufen. Der 31jährige Maurer Konrad
Schneider aus Langenſelbold, Vater von drei Kindern,
war ſofort tot. Der 33jährige Maurer Friedrich Wilh.
Ungermann, ebenfalls Vater von drei Kindern, aus
Niedermittlau, der 28jährige Maurer Wilh. Nack aus
Niederſelbold und der 21jährige Maurer Eduard
Schilling aus Altmittlau wurden ſchwer verletzt unter
den Trümmern hervorgezogen. Ungermann iſt abends
ebenfalls geſtorben. Es wurde das Weiterarbeiten an
der Unfallſtelle bis auf weiteres unterſagt, die
Unfall=
ſtelle wurde photographiſch aufgenommen. Auch die
Aufräumungsarbeiten ſollen bis zum Eintritt der
beſſeren Witterung aufgeſchoben werden. Der erſte
Staatsanwalt gab ſeiner Verwunderung darüber
Aus=
druck, daß man bei der ſchlechten Witterung der letzten
Tage noch weiter gebaut habe.
Büdingen, 11. Febr. Am 22. dieſes Monats (
Petri=
tag) werden es hundert Jahre ſeit die Familie
Bähr zu Rohrbach Pächterin der Hälfte des Fürſtlich
Iſenburg= und Büdingenſchen Hofgutes zu Rohrbach
iſt. Die andere Hälfte iſt ebenſo lange an ein
Konſor=
tium von Rohrbacher Landwirten verpachtet, an deſſen
Spitze der jeweilige Bürgermeiſter ſteht. Aus dieſem
Anlaß hatte der Pächter Karl Bähr an die Fürſtliche
Familie und die Beamten der Fürſtlichen Verwaltung,
ſowie an den Vorſteher des Pachtkonſortiums.
Bürger=
meiſter Kröll, eine Einladung zu einer Familienfeier
ergehen laſſen, an der ſich auch die Verwandten der
Familie Bähr beteiligten. Pfarrvikar Lenz hielt eine
kernige Anſprache, auf die der Fürſt dankend erwiderte.
Der Fürſt wird auf Petritag ſeinerſeits eine Feier im
Kreiſe ſeiner Pächter veranſtalten.
(*) Aus dem Kreiſe Alsfeld, 10. Febr. Die
Obſtaus=
ſiellung in Homberg a. d. Ohm hat im vorigen Jahre
gezeigt, daß das Ohmtal der Obſtgarten des
nörd=
lichen Vogelsberges iſt. Als bedeutende Obſtorte
gel=
ten zum Beiſpiel Homberg, Nieder=Ofleiden,
Haarhau=
ſen, Ober=Ofleiden, Deckenbach, Wahlen und Lehnheim.
Die beſten Obſtjahre waren 1902, 1904 und 1908. Eine
beträchtliche Summe fließt alljährlich allein in die Kaſſe
der Gemeinden des Kreiſes — abgeſehen von den
gro=
ßen Einnahmen vieler Privatbeſitzer — 1902: 12000
Mark 1904: 11800 Mark, 1908: 13500 Mark. Viele
ge=
ringer war die Obſternte in 1909, da betrugen die
Ein=
nahmen noch nicht 10000 Mark. Als beſte Obſtorte
haben 1900 bis 1909 eingenommen an Obſt Homberg
zirka 8200 Mark, Nieder=Ofleiden 7100 Mark, Wahlen
faſt 6300 Mark, Lehnheim 4000 Mk. und Ober=Ofleiden
3000 Mark. Manche Orte ſind leider im Obſtbau noch
ſehr zurück.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 10. Febr. Prinz und
Prinzeſſin Fuſhimi trafen heute nachmittag im
Hauptdepot der Feuerwehr ein, wo den hohen Gäſten ein
Exerzieren der Mannſchaften vorgeführt wurde. — In
dem Jüterboger Diebſtahlsprozeß gegen
meh=
rere Wachtmeiſter und Sergeanten der
Beſpannungsabtei=
teilung der Garde=Artillerie=Schießſchule verurteilte das
Gericht der erſten Gardediviſion den Wachtmeiſter
Kar=
ſtädt wegen Beihilfe zum Diebſtahl, den Vizewachtmeiſter
Müller, den jetzigen Schutzmann und früheren Sergeanten
Meier und den Sergeanten Wahl wegen Diebſtahls zu je
einem Jahr und ſechs Monaten Gefängnis, den
Sergean=
ten Pruſchke wegen Diebſtahls zu einem Jahr und drei
Monaten Gefängnis; allen dieſen Angeklagten wurden je
drei Monate auf die Unterſuchungshaft angerechnet.
Vize=
wachtmeiſter Rautenberg wurde freigeſprochen. Der
Schlepper Hanſel wurde wegen Beihilfe zum Diebſtahl zu
ſechs Wochen Mittelarreſt verurteilt; dieſe Strafe wurde
durch die Unterſuchungshaft als verbüßt erachtet. — Als
geſtern nachmittag das Militärluftſchiff, das bald darauf
jenſeits des Tempelhofer Feldes eine Notlandung
vorneh=
men mußte, über Schöneberg dahintrieb und alles den
Be=
wegungen des havarierten Luftſchiffes mit den Blicken zu
folgen ſuchte, rannte in der Maaßenſtraße das
ſechs=
jährige Söhnchen des in der Nollendorfſtraße
wohn=
haften Kaſſierers Leutſchow in ſeinem Eifer in einen
Straßenbahnwagen hinein. Das unglückliche Kind
geriet unter den Wagen und wurde dort feſtgeklemmt. Das
Perſonal und freiwillige Helfer gingen ſofort daran, den
Wagen mit Winden zu heben; auch wurde die Feuerwehr
alarmiert. Noch ehe dieſe eintraf, war der kleine Körper
denn auch befreit. Weitere Hilfe war leider nicht möglich;
der Bruſtkorb des Knaben war eingedrückt und ſo verſtarb
dieſer wenige Minuten ſpäter auf dem Wege zum
Kran=
kenhaus.
Leipzig, 10. Febr. Das Reichsgericht hat die
Reviſion des früheren Hausvaters der Blohmeſchen
Wildnis, Friedrich Wilhelm Colander, der am 30
Oktober vor. Jahres vom Schwurgericht in Altona
wegen Verleitung mehrerer Fürſorgezöglinge zum
Meineid, unter Anrechnung der wegen
Körperverletz=
ung auferlegten Gefängnisſtrafe von acht Monaten, zu
einem Jahre ſechs Monaten Zuchthaus verurteilt war,
verworfen
Hannover, 10. Febr. Ein ergreifendes Drama
ſſpielte ſich in Holtenſen ab. Dort feierte der 30jährige
Telegraphen=Aufſeher Hahn mit der Tochter eines
Gutsbeſitzers Hochzeit. Nach der Feier begab ſich
der junge Ehemann auf den Hof und zeigte ſeinem
jugendlichen Schwager einen Revolver. Dabei
ent=
lud ſich ein Schuß und die Kugel traf den jungen
Bauernſohn tödlich. Als Hahn ſah, was er angerichtet
hatte, erhängte er ſich.
Hirſchberg, 11. Febr. Der alte, weithin bekannte
Gebirgsgaſthof „Forelle” beim Großherzoglich
Heſſiſchen Schloſſe Fiſchbach iſt in
vergange=
ner Nacht völlig abgebrannt.
Wien, 9. Febr. Heute hat der die
garniſonsgericht=
liche Unterſuchung in Angelegenheit der
Giftſend=
ungen an zehn Offiziere des Generalſtabs führende
Hauptmann=Auditor Kunz mit dem artikulierten
Ver=
hör des Oberleutnants Adolf Hofrichter begonnen.
Es iſt jene Art der Einvernahme, bei welcher die im
Vorverfahren von der Unterſuchungsbehörde
ermittel=
ten Belaſtungsmomente dem Verhafteten zur
Verant=
wortung und Entkräftigung vorgehalten werden. Das
Verhör ſoll jetzt täglich fortgeſetzt werden und, falls die
Angaben Hofrichters nicht neue Erhebungen oder
Zeu=
genvernehmungen erfordern, in einem Zuge tunlichſt
raſch beendet werden. Gleichzeitig wird die
bereits gemeldete pſychiatriſche Unterſuchung im
Gar=
niſonsarreſt durchgeführt werden. Immerhin kann
an=
genommen werden, daß Verhöre, Schlußprotokolle und
Aktendurchſicht beim Korpskommandanten als dem
zu=
ſtändigen Gerichtsherrn noch mehrere Wochen in
An=
ſpruch nehmen werden, ſodaß es kaum vor dem
angegebenen Termin — Mitte März — zur
An=
ordnung der Verhandlungen kommen dürfte. Frau
Anna Hofrichter iſt noch nicht völlig geneſen. Vom
Garniſonsgericht iſt bisher noch keine Aufforderung an
ſie ergangen, zur Einvernahme zu erſcheinen.
Wien, 10. Febr. Die finanziellen Nöte des
Prin=
zen Miguel von Braganza, der ſich im
vergan=
genen Jahre mit einer amerikaniſchen Millionenerbin
ver=
mählte, bilden ſeit einiger Zeit wieder das Geſprächsthema
in Wien. Seine ſkandalöſen Finanzkalamitäten haben
ſeiner ohnedies erſchütterten Stellung bei Hofe und in der
Wiener ariſtokratiſchen Geſellſchaft den Reſt gegeben. Es
wurde dem Prinzen bedeutet, daß, ehe ſeine Schulden
bezahlt ſind, er nicht nach Oeſterreich kommen und, wenn
die Skandale noch lange andauern, er überhaupt nicht
mehr zurückkehren dürfe. Die Geſamtſumme der Schulden
beträgt vier Millionen. Die Brautmutter Mrs. Smith
hatte der Erzherzogin Maria Thereſia und dem Grafen
Czekonits von der öſterreichiſchen Botſchaft in Paris zu
zahlen verſprochen. Nach der Heirat verlangte ſie aber,
die Gläubiger ſollten ſich mit der Hälfte begnügen, und
zog die Zahlung durch hundert Vorwände hinaus.
Bra=
ganza, früher auf ſeiten der Gläubiger, ſtimmt jetzt ſeiner
Schwiegermutter bei. Das Reſultat iſt, daß man in Wien
bei der Hofgeſellſchaft und auf den öſterreichiſchen
Botſchaf=
ten in Paris und London nichts mehr von ihm wiſſen
will.
Innsbruck, 10. Febr. Das bekannte große
Heil=
bad Vetriolo im Suganertal iſt gänzlich
abge=
brannt. Dir Kirche wurde gerettet. Der Schaden
beträgt eine halbe Million.
London, 9. Febr. Die neue Gemahlin des
Khediven, Zobeida Hane, iſt die 36 Jahre alte
Toch=
ter des verſtorbenen Grafen Joſeph Toeroek,
Ober=
geſpan des Komitats Ung. Die Ehe der Eltern wurde
bei der Geburt der Tochter bereits geſchieden, und die
Mutter heiratete den Ingenieur Puskas, Herausgeber
der Zeitung „Irmonde” in Peſt. Auch die Gräfin
Marianne iſt bereits einmal verheiratet geweſen; die
Ehe wurde nicht gerichtlich geſchieden. Sie hat als
be=
kannte Schönheit an allen faſhionablen Kurorten
ge=
lebt, beſonders an der Riviera. Den Khedive lernte ſie
vor ſechs Jahren im Speiſeſaal des Hotels Hungaria
in Peſt kennen. Zobeida Hane iſt eine Couſine des
Botſchaftsattachees in Waſhington, Grafen Alexander
Toerroek, der ein Sohn der Frau Angelo Neumanns
iſt. Die Heirat ſoll unter den Frauen der Hofbeamten
des Khedive große Beſtürzung hervorgerufen haben,
weil die Frauen fürchten, daß auch ihre Männer
nun=
mehr die Monogamie aufgeben und ſich mehrere Frauen
nehmen werden. Der Khedive ſoll zuerſt nicht daran
gedacht haben, die Gräfin Toeroek in ſeinen Harem
aufzunehmen, aber die Gelübde, die er in Mekka machen
mußte, zwangen ihn, entweder die Beziehungen
aufzu=
geben oder aber die Gräfin als ſeine rechtmäßige Gattin
anzuerkennen. Es wird berichtet, daß die
Angelegen=
heit in Kairo ſehr geheimnisvoll behandelt werde, daß
aber ſchon ſeit einiger Zeit bittere Feindſchaft zwiſchen
der Gräfin und der erſten Gemahlin des Khediven
beſteht.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
V. Sinfonie=Konzert der Hofmuſik. Der nicht
häufig vorkommende Fall, zwei Sinfonien an einem
Abend aufzuführen, tritt nächſten Montag wieder einmal
ein. Die Gefahr eines Zuviel in dieſer Hinſicht beſteht
aber keineswegs, wenn, wie diesmal, nach der
Schu=
mannſchen Es=dur=Sinfonie, die das Konzert eröffnet,
eine der reizendſten Haydn=Sinfonien den Abend beſchließt.
Schumanns Werk beſteht aus 5 knapp gehaltenen Sätzen,
die eine reiche Fülle des Schönſten enthalten, was ein
ſo hochbegabter Meiſter wie Schumann in Tönen
auszu=
ſprechen wußte.
— Elſa Laura v. Wolzogen hat am
Mon=
tag in der Literariſchen Geſellſchaft in Halle a. S.
zu=
ſammen mit Ernſt v. Wolzogen wiederum einen
durch=
ſchlagenden Erfolg errungen. So ſchreibt zum Beiſpiel
die „Saale=Zeitung”: „Elſa Laura wird bei uns ſtets
mit offenen Herzen und offenen Armen empfangen
werden.” Hoffentlich wird die gleiche Erſcheinung auch
in Darmſtadt zutage treten, wenn die Künſtlerin ihren
eigenen Konzertabend geben wird. Das Konzert, das,
wie ſchon mitgeteilt, am 23. dieſes Monats ſtattfinden
ſollte, mußte anderweitiger Verpflichtungen wegen
auf Anfang März verſchoben werden. Nähere
Mitteil=
ungen folgen noch.
— Eduard Risler, der am 22. Februar hier
einen Chopin=Abeud geben wird, eignet ſich, wie
die Kritik zahlreicher Blätter übereinſtimmend
hervor=
hebt, beſonders gut für die Wiedergabe romantiſcher
Werke. Die gute Raſſenmiſchung, die in ſeinem Weſen
offen zutage tritt, wird ſowohl dem romaniſchen
Tem=
perament wie dem Umſchlag in weichere Stimmung, dem
leben=trunkenen Element wie dem Geiſte des
Trau=
mes gerecht. Seinem Spiel fehlt weder der glühende
Drang noch das einſame Träumen, weder das
weſens=
reiche Schwelgen, noch das ruhige Schwärmen ſeiner
Tonſprache.‟ Die Nachfrage nach Karten zu dieſem
künſtleriſchen und intereſſanten Abend hat bereits
be=
gonnen. Karten ſind im Vorverkauf bei Leopold
Schut=
ter, Eliſabethenſtraße, zu haben.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 11. Febr. Der
Finans=
ausſchuß der Erſten Kammer hielt heute
vor=
mittag eine vertrauliche Beratung ab, in welcher die
am nächſten Dienstag gemeinſam mit dem Ausſchuß der
Zweiten Kammer zur Erörterung gelangenden
Er=
ſparnisvorſchläge beraten wurden. Der
Geſetz=
gebungsausſchuß der Zweiten Kammer
nimmt am nächſten Montag ſeine Beratungen wieder
auf. Er wird ſich vorerſt mit dem Geſetzentwurf betr.
die Wahlkreiseinteilung und den Antrag Noack und
Henoſſen, betr. zweijährige Budgetperioden. zu
beſchäf=
tigen haben.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 11. Febr. Die zweite Leſung des
Militäretats
wird fortgeſetzt bei dem Kapitel „Bekleidung und
Aus=
rüſtung der Truppen” — Abg. Görcke=Brandenburg
(natl.) beantragt eine Reſolution ſeiner Partei, in
wel=
cher eine Denkſchrift verlangt wird über die
Organi=
ſation des Militärbekleidungsweſens nach dem
bis=
herigen Syſtem und der jetzt in Einführung begriffenen
Methode, nach welcher die Militärhandwerker durch
Zivilhandwerker erſetzt werden. Die Hoffnung, durch
Einführung der Zivilhandwerker bei den
Militärwerk=
ſtätten erhebliche Erſparniſſe zu machen, habe
ſich=
augenſcheinlich nicht erfüllt. Auch eine Förderung des
Handwerks ſei nicht in dem Maße zu verzeichnen,
wie=
erwartet worden ſei. Verlangt werden muß die
Hin=
zuziehung von Fachleuten für den Einkauf von Rohe
materialien. Die Ausbildung der Bekleidungsoffiziere
ſcheint nicht genügend zu ſein. — Kriegsminiſter von=
Heeringen: Die Frage der Einführung der
Zivil=
handwerker beſchäftigt uns ſeit Jahrzehnten. Eine
Denkſchrift hierüber vorzulegen, bin ich gern bereit;
auch werde ich den Verſuch machen mit einem engeren
Aufſichtsperſonal. Wir würden uns freuen, die Herren
des Reichstages im Bekleidungsamte einmal als Gäſte
zu ſehen. Die Vorbereitung der Offiziere iſt eine
ſorg=
fältige. Das Schmiergelderunweſen iſt kaum zu
ver=
meiden, bisher hat es ſich aber im Bekleidungsweſen
nicht gezeigt; iſt das aber einmal der Fall, dann wird
ſtreng dagegen vorgegangen werden.
Ein
Regie=
rungsvertreter geht auf die Spezialfragen bezüglich der
Einkaufspreiſe von Tuch und Leder ein.
Abg.
Stücklen (Soz.): Der Reſolution ſtimmen wir zu,
wir wollen aber nicht nur Auskunft, ſondern auch eine
Beſſerung im Bekleidungsweſen haben. Die gar zu
großen Vorräte an Tuch ſind zu beſeitigen. Unſere
Webereien ſind ſehr wohl in der Lage, auch im
Ernſt=
falle ſchnellſtens Material zu liefern. Wir wollen das
Zivilhandwerkerſyſtem beibehalten wiſſen. Das höhere
Aufſichtsperſonal iſt viel zu groß. Die Seele des
Be=
triebes iſt eigentlich ſtets der Feldwebel. Die vielen
Offiziere ſind dabei mehr oder weniger entbehrlich.
Eine Aenderung tut not. — Abg. Erzberger (Zent.):
Tatſache iſt, daß die heutigen Bekleidungsämter
weſent=
lich teurer arbeiten, als die der früheren Art. Der
Reſolution ſtimmen wir zu, doch ſollten vorher die
Handwerkskammern zu Gutachten aufgefordert
wer=
den. Die Bekleidungsämter ſind mit zu viel Offizieren
ausgeſtattet. Hierin kann geſpart werden.
Abg.
Albrecht (Soz.): In den Bekleidungsämtern ſollten
anſtelle der Offizier fachmänniſch und kaufmänniſch
ge=
ſchulte Leute angeſtellt werden. Daß die
Handwerker=
organiſationen mit Lieferungen bedacht werden,
unter=
ſtütze ich durchaus. Aber zur künſtlichen Erhaltung
des Handwerks iſt das Heer doch nicht da. Bei der
Vergebung der Arbeiten muß darauf geachtet werden,
daß die Arbeiter von den Unternehmern anſtändig
be=
zahlt werden. Durch dieſes Syſtem wird die
Heim=
arbeit, der Herd der Tuberkuloſe, gefördert.
Anderer=
ſeits nützen die Regimentsſchneider vielfach die
Oeko=
nomiehandwerker für ihre Privatarbeiten übermäßig
aus. — Abg. Wiedeberg (Zent.): Ich wünſche im
Gegenſatz zum Vorredner, daß den Heimarbeiterinnen
möglichſt viel Arbeit gegeben werde: Dabei muß aber
auf eine auskömmliche Bezahlung geſehen werden.
Kriegsminiſter von Heeringen: Unſer ganzer
Be=
trieb iſt auf den Krieg eingerichtet. Deshalb müffen
wir auf gute Arbeitskräfte ſehen, die uns auch im
Mobilmachungsfalle zur Verfügung ſtehen. Eine
ſchnellere Umwandlung im Syſtem der
Militärwerk=
ſtätten iſt nur möglich, wenn wir die Mittel dazu
be=
kommen. Die Sozialdemokraten mögen, anſtatt das
Budget abzulehnen, einen entſprechenden Zuſatz
bean=
tragen. Wir haben ein Intereſſe daran, daß
aus=
reichende Löhne gezahlt werden. In den
Arbeitsver=
trägen iſt das vorgeſehen. Ueber die Tuchvorräte iſt
in der Budgetkommiſſion genügend Auskunft
gegeben=
worden. Verſtöße der Regimentsſchneider werden
natürlich ſtreng verfolgt.
Abg. Sommer (frſ.
Vpt.): Die Konkurrenz der Militärhandwerker ſollte
bei Lieferung von Extraſachen eingeſchränkt werden.
Die Paradeſtücke müßten endlich abgeſchafft werden:
Kriegsminiſter von Heeringen: Die Paradeſtücke
koſten für die ganze Armee nur 120000 Mark pro Jahr.
Alle Poeſie ſollte den Soldaten nicht genommen
wer=
den. Die Beſchaffung der grauen Felduniformen
geht=
nicht ſo ſchnell. Dazu werden ſehr erhebliche Summen
erforderlich. — Abg. Will (Zent.) wünſcht beſſere
Be=
zahlung der Heizer und Maſchiniſten in den
Militär=
betrieben. — Abg. Hagemann (natl.): Der unlautere
Wettbewerb zwiſchen Zivil= und Militärhandwerkern
muß beſeitigt werden. — Abg. Wehl (natl.) wünſcht
beſſere Ausbildung der Offiziere der Bekleidungsämter.
Abg. Pauli=Potsdam (deutſchkonſ.): Daß die
Lohnzahlungen der Bekleidungsämter durch die
Ein=
führung von Zivilhandwerkern weſentlich höhere
ge=
worden ſind, iſt ſelbſtverſtändlich. Die
Militäreffekten=
handlungen klagen berechtigt über die Konkurrenz der
Regimentsſchneider.
Abg. Albrecht (Soz.): Die
höheren Löhne ſind notwendig geworden durch die
Ver=
teuerung der Rohſtoffe und der Lebensmittel, wie ſie
durch den Zolltarif und die Finanzreform entſtanden
ſind. Das bayeriſche Beiſpiel, die ſozialen Forderungen
der Arbeiter bei der Vergebung von Militärlieferungen
zu berückſichtigen, ſollte auch in Preußen befolgt werden.
Das Kapitel wird bewilligt und die Reſolution der=
Nationalliberalen angenommen.
Bei dem Kapitel „Garniſonverwaltungs=
und Serviceweſen” bemerkt Oberſt Wandel:
Die Militärverwaltung wird bei Schaffung neuer
Garniſonen ſpeziell die kleineren Städte berückſichtigen.
Die Anregungen der Abgg. Engelen und
Werner=
nehmen wir gerne zur Notiz.
Beim Kapitel Erſatz der
Reſervemannſchaf=
ten und Arreſtanten bemerkt Abg. Müller=
Mei=
ningen (frſ. Vpt.), die drakoniſche Beſtrafung von
Mann=
ſchaften des Beurlaubtenſtandes für kleine Vergehen ſollte
beſeitigt werden. — Abg. Gothein (frſ. Vgg.): Es ſollte
doch ein Erlaß ergehen zur Milderung der Strafen. Es
könnten ſehr wohl Geldſtrafen eingeführt werden. — Oberſt
Wandel: Der Erlaß iſt bereits ergangen. Zum Kapitel
Reiſegebührniſſe liegt eine Reſolution vor,
Kon=
trollverſammlungen nur einmal jährlich abzuhalten. Abg.
Nacken (Ztr.) tritt für die Reſolution ein, Abg. Görcke
(natl.) äußert Bedenken, Abg. Stücklen (Soz.) meint,
die Reiſekoſten könnten mehr eingeſchränkt werden.
Offi=
ziersdeputationen, die aus rein höfiſchem Anlaß nach
Pe=
tersburg oder Brüſſel uſw. geſandt werden, ſollten keine
Reiſegelder erhalten. Redner bringt einen Fall zur
Sprache, in dem ein Offizier, der zum General befördert
wurde, Umzugskoſten berechnet habe, ohne tatſächlich
um=
gezogen zu ſein.
Kriegsminiſter v. Heeringen: Bei dem
betreffen=
den General beſtand nach keiner Richtung die Abſicht, ſich
einen Vermögensvorteil zu verſchaffen. In Zukunft ſind
derartige Vorfälle ausgeſchloſſen. Das Kapitel wird dann
bewilligt und die Reſolution angenommen.
Beim Kapitel „Militäriſches Erziehungs= und
Bil=
dungsweſen” führt Abg. Emmel (Soz.) aus, das
mili=
täriſche Bildungsweſen ſei ungenügend. Der
Kriegs=
miniſter ſei der gleichen Meinung wie v. Oldenburg, der
Soldat leiſte dem König und nicht der Verfaſſung den Eid.
Die Offiziere ſollten gehalten werden, mehr und mehr
mit dem Zivil zu verkehren, damit ſie nicht zu oft in
bru=
tale Raufboldigkeiten verfallen. (Heiterkeit und höhniſche
Bravorufe.)
Kriegsminiſter v. Heeringen: Ich lehne es ab, auf
dieſe Auslaſſungen irgendwie einzugehen. Nach weiteren
Ausführungen wird die Debatte geſchloſſen, das Kapitel
bewilligt. Dann wird die Weiterberatung auf
Sams=
tag 11 Uhr vertagt. Schluß nach 6¾ Uhr.
* Berlin, 11. Febr. (Budgetkommiſſion
des Reichstages.) Bei der Beratung des
Ma=
rineetats hob Staatsſekretär v. Tirpitz auf eine
Anzahl Fragen mehrerer Abgeordneter hervor, daß, wenn
es nicht ganz in dem gewünſchten Maße geglückt ſei, die
Auslandsaufträge für unſere Schiffbauinduſtrie
heranzu=
ziehen, dies keinesfalls darauf zurückzuführen ſei, daß die
Qualität unſerer Schiffe hinter der anderer Nationen
zurückſtehe. Beſtimmend ſei vielmehr vielfach der politiſche
Druck geweſen, den andere Nationen auszuüben in der
Lage geweſen ſind. An den erſtklaſſigen Eigenſchaften
un=
ſeres Schiffsmaterials ſei auch von ſolchen nicht gezweifelt
worden, die keine Beſtellungen bei uns gemacht haben.
Die Wahlrechts=Debatte im preußiſchen
Abgeordnetenhauſe.
* Berlin, 10. Febr. Am Schluſſe ſeiner heutigen
Rede ſprach Miniſterpräſident v. Bethmann
Holl=
weg noch über die allgemeinen Richtlinien
der Reform und führte aus: Mir iſt mehrfach der
Gedanke entgegengebracht worden, die Regierung müſſe
eine gründlich liberaliſierende Reform vorſchlagen, ſonſt
würde uns die rote Flut verſchlingen. Dieſer Vorſchlag
leidet an zwei Fehlern: Erſtens iſt Furcht immer der
ſchlechteſte Ratgeber, und ſodann, glanbt man denn, daß
der Sozialdemokratie mit irgend einem Wahlrecht
ge=
dient wäre, das ihr nicht zur Herrſchaft verhilft? S
unſchuldig ſind die Herren nicht. (Sehr richtig! rechts.)
Wenn wir aber wirklich ſchon ſoweit ſein ſollten, daß
bürgerliche Parteien oder ihre Wähler ſich grundſätzlich
der Sozialdemokratie zuwenden, weil ihnen die
Wahl=
reform ungenügend iſt, dann iſt nicht die Wahlreform
daran ſchuld, ſondern der mangelnde ſtagtliche Sinn der
Ueberläufer. (Lebhafte Zuſtimmung.) Die Regierung
kann ihnen nur eine Reform vorſchlagen, welche in
Anknüpfung an das Gegebene Beſtimmungen beſeitigt,
die ihre innere Berechtigung verloren haben, und nur
ſolche neuen Vorſchriften einführt, die es verhindern, daß
das Vorhandene ſich zu ſchädlichen Formen auswächſt.
Daß Bismarck trotz ſeines Verdiktes über das
Drei=
klaſſenwahlrecht in 30jähriger Tätigkeit das Wahlrecht
nicht geändert hat, daß er am Ende ſeines Lebens, als
er die Entwicklung Deutſchlands und Preußens
über=
ſchaute, in ſeinen „Gedanken und Erinnerungen” ganz
andere Anſchauungen niedergelegt hat, das wird lieber
verſchwiegen. In der ganzen Auffaſſung, die Bismarck
zum Eideshelfer für eine liberale Wahlreform aufrnft,
ſpricht ſich eine grenzenloſe hiſtoriſche
Vorausſetzungs=
löſigkeit aus. Wir haben nicht danach zu fragen, wie
und nach welchem Syſtem wir für Preußen ein ideales
Wahlrecht ſchaffen. Ein ſolches gibt es überhaupt nicht.
Sondern wir haben zu fragen, welche Beſtimmungen
des beſtehenden Wahlrechts haben wir zu ändern, um
es für die Zwecke des Staates brauchbar zu erhalten.
Der Entwurf hält an der öffentlichen Wahl ſeſt. Viele
Preſſeerörterungen halten ihn um deswillen für
un=
brauchbar. Auch die Frage der öffentlichen oder der
geheimen Stimmabgabe iſt in vielen Beziehungen eine
Frage der Ueberzeugung, über die zu kämpfen
unfrucht=
bar iſt. Beide Syſteme haben ihre Vorzüge und
Nach=
teile. Abſolut gut oder abſolut ſchlecht iſt keines von
beiden. Für die Regierung kommt in Frage, ob ſie ein
bedeutungsvolles Prinzip des beſtehendnen Rechts, das
für ſie die Grundlage jeder Reform bleibt, anfgeben ſoll
oder nicht. Die Geheimheit der Wahl ſoll verbürgen
ſo meint man —, daß der Wähler in voller
Unabhängig=
keit feiner politiſchen Ueberzeugung Ansdruck geben
kann. Man übertreibe doch nicht immer dieſe
Unab=
hängigkeit. Unſer ganzes Leben ſetzt ſich aus
Abhängig=
keit zuſammen, und da ſoll der Menſch, der nur einen
Wahlzettel in die Hand nimmt, plötzlich als zoon
poli-
tikon frei in der Luft ſchweben. Das iſt ein Phautom.
Gewiß kann die geheime Wahl dem Wähler erleichtern,
ſich von Rückſichten auf ſeine wirtſchaftlichen, ſozialen
und religiöſen Abhängigkeitsverhältniſſe frei zu
hal=
ten und politiſchen Ueberzeugungen zu folgen. Es iſt
aber falſch, zu behaupten, daß dieſe
Abhängigkeitsver=
hältniſſe heute ſtärker ſeien, als zu der Zeit, da unſer
Wahlrecht eingeführt wurde. Die Heimlichkeit der Wahl
führt ganz unleugbar dazu, alle innerlich oder geiſtig
chwächeren Wähler unfrei zu machen, gegenüber dem
Antriebe materieller Inſtinkte, perſönliche
Verſtim=
mungen und den Hang zu allgemeiner Unzufriedenheit
walten zu laſſen. Deshalb hat die Sozialdemokratie
bei der geheimen Wahl weit mehr Mitläufer, als bei
der öffentlichen. Sie ſchätzt den Sutturs, der ihr bei
geheimer Wahl aus den Mitläufern erwächſt, höher ein
als die Vorteile, die ſie bei öffentlicher Wahl durch den
Terrorismus erzielt. Daß ein ſolcher Terrorismus
von ihr verübt wird, und zwar in weit ſtärkerem Maße,
als von irgend einer bürgerlichen Partei, das iſt ja in
dieſem hohen Hauſe urkundlich feſtgeſtellt worden. (
Leb=
hafte Zuſtimmung. Pfuirufe bei den Soz. Glocke des
Präſidenten.) Die Königliche
Staatsregier=
ung hält aus allen dieſen Gründen an der
überliefer=
ten Oeffentlichkeit der Wahlfeſt. Meine
Her=
ren, alle Fragen, welche den preußiſchen Landtag bei
dem vorliegenden Entwurf beſchäftigen, haben über
Preußens Grenze hinaus in ganz Deutſchland lebhaftes
Intereſſe wachgerufen. Formell iſt die Angelegenheit
lediglich eine preußiſche, und ich darf der Zuſtimmung
der großen Mehrheit dieſes hohen Hauſes gewiß ſein,
wenn ich die Stimmen ganz entſchieden zurückweiſe,
welche dem Reiche eine Kontrolle über das vindizieren,
was wir hier beraten und beſchließen. (Lebh. Bravo!)
Es iſt vielfach als ſelſtverſtändlich bezeichnet worden,
daß die konſtitutionelle Entwicklung der verſchiedenen
Einzelſtaaten homogene Bahnen einſchlagen müſſe.
Das iſt eine dogmatiſche Forderung ohne Verſtändnis
ür die Eigenart der deutſchen Nation, ihrer Geſchichte
und Kultur. Winn es dem Weſen des deutſchen Volkes
entſpräche, daß im Norden und Süden die gleichen
poli=
tiſchen Formen paßten, ſo hätte ſich im Laufe der 1000 Geſchichte in Deutſchland längſt der
zentra=
liſtiſche Staat entwickelt. Daß es nicht geſchehen iſt, liegt
in einem tiefen Zug des deutſchen Weſens, der, wenn
er auch die Quelle unſeres politiſchen Elends war, doch
auch mit dem Reichtum unſerer Kultur und mit dem
Beſten, was Deutſchland geſchaffen hat, eng
zuſammen=
hängt. Wir können und wollen die Eigenart der
bay=
riſchen, ſchwäbiſchen, ſächſiſchen Volksſtämme, und wie
ſie auch heißen mögen, nicht miſſen. Dieſe Eigenarten,
die ſich nicht nur in ihren Sitten und Gewohnheiten,
ſondern auch in den Formen ihres Staatslebens
aus=
prägen wir achten und lieben in ihnen einen Teil
unſeres eigenen Deutſchtums. Aber man muß uns auch
unſere preußiſche Eigenart nicht verkümmern. Man ſoll
ſie nicht mit billigen Schlagworten als feudal, agrariſch
oder regktionär in Verruf bringen. Das dient nicht
deutſcher Einigkeit. Denn Preußen und preußit
Eigenart haben nicht an letzter Stelle an der
Wieder=
erſtehung des Deutſchen Reiches mitgearbeitet. Wenn
Sie — und damit will ich ſchließen —, bei der
Betracht=
ung der Wahlrechtsfrage neben dem agitatoriſchen
Bei=
werk auch ſolche Geſichtspunkte, wie ich ſie anzugeben
mir erlanbt habe, zu ihrem Recht kommen laſſen, dann
werden Sie — davon bin ich überzeugt — Beſchlüſſe
finden, die dem Wohle nicht nur des preußiſchen
Staa=
tes, ſondern anch des Deutſchen Reiches dienen.
Abg. Frhr. von Richthofen (konſ.) führte aus:
Angeſichts der großzügigen Ausführungen des
Miniſter=
präſidenten freuen wir uns, daß er dieſer wichtigſten
Aufgabe des preußiſchen Staatslebens ſo weit
Anfmerk=
ſamkeit ſchenkte. Auch wir wollen keine Stagnation,
wir ſind keine reaktionäre Partei und wollen einen
ge=
ſunden Fortſchritt. (Lachen links.) Wir haben ernſte,
ſchwerwiegende Bedenken gegen die Vorlage und
be=
antragen die Ueberweiſung an eine Kommiſſion von 28
Mitgliedern. Wir werden der Vorlage nur zuſtimmen
können, wenn wir die Ueberzeneung gewinnen, daß ſie
Preußen zum Wohle gereicht. (Bravo! rechts.) Die
öffentliche Wahl entſpricht dem deutſchen
Volkscharak=
ter. Wir verlangen von den Beamten keine
Partei=
politit, wollen aber anch keine Verſtärkung der
Bureau=
tratie, ſondern die Förderung des Gewerbes und des
Mittelſtandes in Stadt und Land. Gefährlicher als die
Sozialdemokraten ſind die, welche mit ihnen
kokettie=
ren. Es handelt ſich hier nicht allein um die
Wahlrechts=
vorlage, ſondern um die großen Ideale des Volkes.
(Lebhaftes Bravo! rechts. Ziſchen links.) — Abg.
Trä=
ger (freiſ. Vpt.) erklärt: Die Vorlage iſt für uns
un=
annehmbar. An der Kommiſſionsberatung werden wir
uns beteiligen. Alle liberalen Anſprüche laufen in der
Frage des Wahlrechts zuſammen. — Abg. Schiffer
(natl.): Wir lehnen nach wie vor das
Reichstagswahl=
recht für Preußen ab. Anf der anderen Seite wollen
wir aber keineswegs das Reichstagswahlrecht im Reiche
antaſten, ſondern ſtehen feſt zum Reichstagswahlrecht.
Wir treten für die Beſeitigung der indirekten Wahl
und für die Beſeitigung der plutokratiſchen Starrheit
der Wahlrechtsabſtufung ein, ſowie für die Beſeitigung
der öffentlichen Stimmabgabe (Beifall links), und
end=
lich auch für die Reviſion der Wahlkreiseinteilung. Die
Vorlage genügt uns nicht and hat uns eine ſchwere
Enttänſchung bereitet. Wir ſtehen auf dem Standpunkt:
Nicht, weil der König uns eine Wahlreform verſprach,
iſt ſie notwendig geworden, ſondern weil die Reform
notwendig iſt, darum hat ſie uns der König verſprochen.
(Sehr richtig! links.) Die öffentliche Stimmabgabe iſt
unr geeignet, den Terrorismus zu fördern. Die
Wahl=
rechtsdemonſtrationen der Sozialdemokraten ſchrecken
uns nicht, aber wir bedauern die Opfer, die ſie koſten.
Tir werden alles tun, um die Entwicklung dee
Wahl=
rechtsfrage zu einem baldigen Abſchluß zu bringen.
* Berlin, 11. Febr. In der heutigen Sitzung
kam als erſter Redner der Abgeordnete Herold
(Ztr.) zum Wort, der im Namen ſeiner Partei die
An=
ſicht ansſprach, daß das allgemeine und gleiche
Wahl=
recht, das im Reichstag eingeführt ſei, mit der Zeit auch
den Bundesſtaaten zuteil werden müſſe. Die
Sozial=
demokratie könne nicht durch Fernhaltung von dem
Parlament bekämpft werden, ſondern durch
Einwirk=
ung auf ihre Geſinnung, und hierzu ſei vor allem eine
Pflege der chriſtlichen Weltanſchauung und eine freie
Entfaltung der Liebestätigkeit notwendig. Zum Schluß
ſpricht er ſich für das geheime Wahlrecht aus. —
Mi=
niſter des Innern v. Moltke geht auf Aeußerungen
der geſtrigen Redner ein. Die Gründe, die früher die
indirekte Wahl angezeigt erſcheinen ließen, liegen heute
nicht mehr vor. Heute iſt die Politik auf der
Ober=
fläche des öffentlichen Lebens und Gemeingut aller
ge=
worden. Es kommt darauf an, die Wahlträgheit
auf=
zurütteln, die nuter der Herrſchaft der indirekten Wahl
eingetreten iſt. Sie iſt auch an umſtändliche
Forma=
litäten geknüpft und benachteiligt die Minderheit. Das
vorgeſchlagene Syſtem iſt beſſer und nicht die indirekte
Wahl, ſondern die Klaſſeneinteilung bildet die
Grund=
lage des Wahlrechts, und die bleibt unberührt. Es bot
ſich jedenfalls kein anderer Weg, um die plutokratiſche
Wirkung abzuſchwächen. Die Bevorrechtung einzelner
Kategorien von Wählern wird lebhaft angefochten.
Die Alademiker, Einjährigen und Militäranwärter
ſind nicht Beamte im landläufigen Sinne. Es handelt
ſich hier um Leute, die im Laufe des Lebens etwas
ge=
leiſtet haben. Und die Bevorzugung der in
Ehren=
ämtern tätigen Wähler ſollte vor dem Verdacht ſchützen,
daß es ſich um eine Bevorzugung der Beamten
han=
dele. Die Arbeiterſchaft ſoll nicht iſoliert werden. Alle
Abteilungen ſind gleich und gleich gut. Auch aus
prak=
tiſchen Gründen iſt davor zu warnen, in der
Zentrali=
ſierung bei dem Aufſteigen in höhere Klaſſen zu weit
zu gehen. In der Kommiſſion wird ſich Gelegenheit
zu weiteren Erörterungen finden. — Freiherr von
Zedlitz und Neukirch (freikonſ.) vermißt in der
Begründung der Vorlage den Nachweis für die
Not=
wendigkeit einer Reſorm und bekannte ſich ſowohl als
Gegner des Reichstagswahlrechts wie auch des
öffent=
lichen Wahlrechts. Er widerſpricht ganz entſchieden
jeder Neueinteilung der Wahlkreiſe und jeder
Ver=
mehrung der Mandate. Die Arbeiterintereſſen
wür=
den bereits zur Genüge durch das Reichstagswahlrecht
wahrgenommen, ſodaß die Arbeiter keine weitere
Be=
vorzugung beanſpruchen können. Aber auch hier im=
Hauſe würden die Intereſſen der Arbeiter genügend
wahrgenommen.
Luftſchiffahrt.
* Friedrichshafen, 10. Febr. Wie der „Schw.
Merkur” berichtet, iſt heute vormittag unter Beihilfe
von 60 Mann des Weingartener Infanterie=Regiments
das Luftſchiff=Gerippe des „Z. III” von der
Zelthalle zur Luftſchiff=Werft befördert worden. Der
Transport ging unter der Leitung von Oberingenieur
Dürr glatt von ſtatten. Das Luftſchiff „Z. III‟wird
jetzt einer gründlichen Reparatur unterzogen
werden.
Sport.
* Schlittſchuhklub=Sportverein
Darm=
ſtadt. Auf dem Riſſerſee bei Garmiſch fanden am
letzten Sonntag die wiederholt verſchobenen Eis=
Wettlaufen um die Verbandsmeiſterſchaft und den
Kronprinzen=Pokal und um den Streich=Ebhardt=
Po=
kal ſtatt. Die Meiſterſchaft um den Kronprinzen=
Pokal errang Lauenburg aus Hamburg, der auf allen
drei Strecken (500 Meter, 1500 Meter und 5000 Meter)
ſiegte. Zweiter wurde E. Freytag aus
Darm=
ſtadt. Im Junioren=Laufen gewann E. Freytag
ür den Darmſtädter,
Schlittſchuklub=
Sportverein den Streich=Ebhardt=Pokal. Herr E.
Freytag hat alſo die Erwartungen ſeiner Freunde
nicht enttäuſcht. Obgleich er Jahre hindurch keinen
Schlittſchuh an den Füßen und nur wenige Wochen
vor dem Rennen in Davos trainiert hatte, iſt es
ſei=
nen ernſten Anſtrengungen gelungen, in kurzer Zeit
bedeutende Erfolge zu erzielen. Von einem ſo
tüch=
tigen, zielbewußten Läufer hoffen wir für die Rennen
des nächſten Jahres nur das Beſte. Durch ſeinen Sieg
iſt Herr E. Freytag aus der Reihe der Junioren
aus=
geſchieden und nächſtes Jahr demnach nicht in der Lage,
den Pokal ſeinem Verein zum zweiten Male zu
er=
ringen. Ehe der Pokal in den dauernden Beſitz eines
Vereines übergeht, muß er dreimal gewonnen werden.
Der Schlittſchuhklub=Sportverein wird alſo einen
au=
deren Innior=Läufer entſenden müſſen, wenn der
ſchöne Preis in ſeinen Beſitz übergehen ſoll. Hoffen
wir, daß ihm tüchtige Läufer zur Verfügung ſtehen
werden.
— Darmſtädter Sport=Klub 1905. Auf dem
Sportplatze des Darmſtädter Sport=Klubs an der
Wind=
mühle ſtehen ſich am Sonntag die erſte Mannſchaft des
Fußball=Klubs „Dreieich”=Dreieichenhain und die zweite
Mannſchaft des Darmſtädter Sport=Klubs im Wettſpiel
gegenüber.
* Der Schachwettkampf um die Meiſterſchaft
der Welt ging Donnerstag mit der zehnten und letzten
Partie zwiſchen Lasker und Schlechter zu Ende.
Lasker gewann das Endſpiel, indem er Dame und
Turm gegen Dame und Springer hatte; damit erreichte
er den gleichen Stand wie Schlechter, und der
Wett=
kampf iſt ſomit unentſchieden geblieben. Es wird
ein neuer Wettkampf zwiſchen Lasker und
Schlechter geplant, der im nächſten Jahre zum Austrag
kommen ſoll.
Hochwaſſer.
(*) Münſter bei Lich, 10. Febr. Seit heute hat
die Ueberſchwemmung der Wieſentäler an der Wetter und
dem Eſchersbach wieder langſam nachgelaſſen. Bei
Et=
tingshauſen bildeten die Au und die Gänsweide einen
großen See. Bei Ober= und Nieder=Beſſingen war das
Wieſental an der Wetter ſeit drei Tagen weit überflutet.
Bei Villingen und Hungen iſt die Horloff über ihre Ufer
getreten.
* Mannheim, 11. Febr. Rhein und Neckär
ſind in der vergangenen Nacht weiter geſtiegen,
öb=
wohl vom Oberrhein fallender Waſſerſtand gemeldet
wird. Der Pegel des Rheins zeigt ein Steigen von
6,28 Meter auf 6,60 Meter; der Neckar iſt von 6,46
Mé=
ter auf 6,59 Meter angewachſen. Man glaubt, daß
beide Flüſſe heute ihren Höchſtſtand erreicht haben.
* Köln, 11. Febr. Der Rhein iſt heute
vor=
mittag 9 Uhr langſam bis zur Höhe von 6,55 Metern
angeſtiegen, doch fällt er im oberen Lauf. Die
Neben=
flüſſe, auch der Neckar, fallen gleichfalls.
* Köln, 10. Febr. Hochwaſſermeldungeen
treffen namentlich aus Weſtdeutſchland ununterbrochen
ein. Rhein, Ruhr und Emſcher ſteigen ſchnell. Die
Emſcher durchbrach in Oberhauſen den Damm. Der
Duisburger Innenhafen iſt für den Verkehr geſperrt.
* Paris, 10. Febr. Dem „Temps” zufolge dürfte
die von der Regierung geplante Hilfsaktion
zu=
gunſten der durch die Ueberſchwemmung
geſchä=
digten kleinen Kaufleute und Gewerbetreibenden därin
beſtehen, daß die Bank von Frankreich Darlehen
bis zu einem Geſamtbetrage von hundert
Millio=
nen Francs entweder vollſtändig zinſenfrei oder
doch zu einem überaus geringen Zinskuß gewähren
würde. Der Staat, die Pariſer Handelskammer und
die Kreditinſtitute würden nach noch näher zu
heſtim=
menden Auteilen die Bürgſchaft für die Rückzahlung
dieſer Darlehen an die Bank von Frankreich
über=
nehmen.
Paris, 11. Febr., mittags. Die Seine iſt in
den letzten 24 Stunden um 22 Zentimeter geſtiegen.
Morgen wird ein weiteres Steigen um 20 Zentimeter
er=
wartet.
Literariſches.
Weigand, Deutſches Wörterbuch. 5.
Auflage in der neueſten für Deutſchland, Oeſterreich
und die Schweiz gültigen amtlichen Rechtſchreibung.
Nach des Verfaſſers Tode vollſtändig neu
be=
arbeitet von Karl von Bahder und Hermann Hirt,
außerordentlichen Profeſſoren an der Univerſität
Leip=
zig, und Karl Kant, Privatgelehrtem in Leipzig.
Her=
ausgegeben von Hermann Hirt. (Verlag von Alfred
Töpelmann in Gießen. Vollſtändig in 12 Lieferungen
zu je 1,60 Mk. Erſchienen ſind jetzt die 7. und 8.
Lie=
ferung, die beiden erſten des 2. Bandes. Der
Sprach=
ſchatz iſt in dieſen vom Buchſtaben L bis zum Worte
Nüſter geborgen, den Schluß des Alphabets ſoll nach
Ankündigung des Verlags beſtimmt dieſes Jahr
bringen. Ein deutſches Wörterbuch — mäßig im
Um=
ange, nicht allzu teuer, ausreichend, wiſſenſchaftlich
zu=
verläſſig, dabei auch dem Ungelehrten verſtändlich
faſt ſcheut man ſich, die oft ſo gewohnheitsmäßig
ge=
brauchte Phraſe von dem Bedürfnis zu wiederholen,
ſo ſehr war es ein Bedürfnis. Und je länger man das
in ſeiner alten Geſtalt noch von den Brüdern Grimm
als das zuverläſſigſte aller deutſchen Wörterbücher
be=
zeichnete Weigandſche Werk in ſeiner Neubearbeitung
benutzt, deſto mehr erkennt man, wie gerade dieſes
Wörterbuch vor allen ſpäter entſtandenen noch heute
immer das Eine voraus hat, daß es den
verſchieden=
artigſten Benutzern auf die verſchiedenartigſten
Fra=
gen ſichere und erſchöpfende Auskunft gibt. So dürfte
dieſer Schatzbehälter des größten Guts, das unſer Volk
in ſeiner Sprache beſitzt, allen willkommen ſein.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſezes in vollem Umſange der Einſender verantwortlich.)
Zur Milchpreiserhöhung der
Groß=
produzenten.
— Den Herren Milchgroßproduzenten, die
Abmelkwirt=
ſchaft betreiben, iſt es unbehaglich, daß der Milchhandel es
anſtrebt, auch dem kleinen Landwirte es zu ermöglichen,
ſich an der Milchverſorgung der Städte zu beteiligen. Sie
ſind es auch, die durch den früheren Abgeordneten Herrn
Hirſchel von Friedberg die kleinen Landwirte gegen den
Milchhandel durch lebhafte Agitation aufzuhetzen ſuchen.
Wie ſehr jedoch im Grunde dieſe Herren für das Wohl der
kleinen Landwirte beſorgt ſind, beſagt ein vielverbreitetes
Flugblatt, von den Herren Oekonomieräten Fritſch und
Stoll unterzeichnet, welches dem kleinen Landwirte
emp=
fiehlt, ſeine Milch zu verbuttern und zu verkäſen, wodurch
er empfindlichen Schaden erleidet, bloß um den Großen
die Milchherrſchaft zu ſichern und um deſto leichter den
Milchpreis willkürlich hinaufſchrauben zu können. Die
Gründe, welche die Milchpreiserhöhung rechtfertigen
ſol=
len, fallen in ſich zuſammen wie ein Kartenhaus, weil die
Kraftfuttermittelpreiſe nicht geſtiegen ſind, wie folgende
Tabelle beweiſt. Es wurden notiert für 100 Kilogramm
im Durchſchnitt des Jahres:
1906
1908
1907
1909
Baumwollſaatmehl 15,37 M. 14,87 M. 15,33 M. 15,74 M.
Erdnußkuchen . . 14,76 „ 14,48 „ 13,78 „ 14,40 „
Palmkern . . . . 13,40 „ 12,52 „ 12,80 „ 12,24 „
Kokus . . . . . 13,54 „ 14,30 „ 12,74 „ 13,17 „
Seſam . . . . . 13,81 „ 13,82 „ 13,72 „ 13,85 „
Lein . . . . . . 15,20 „ 14,20 „ 15,10 „ 15,88 „
Raps
. . 12,40 „ 12,70 „ 11,51 „ 11,85 „
Malzkeime . . . 10,13 „ 10,28 „ 11,43 „ 10.50 „
Wo ſind da höhere Kraftfuttermittelpreiſe gegen früher zu
ſuchen?
Aus demſelben Flugblatt geht ferner hervor, daß von
ſeiten der Produzenten ein weiterer Aufſchlag am 30.
No=
vember d. J. geplant iſt, indem ſie ſchon jetzt die
Auffor=
derung ergehen laſſen, keine Verträge länger als bis dahin
abzuſchließen. Daß die Milchproduktion einer der
ren=
tabelſten Betriebe der Landwirtſchaft iſt, beweiſt die
Tat=
ſache, daß verſchiedene Großproduzenten ihre Lieferungen
gegen früher geradezu verdoppelt haben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Mainz, 11. Febr. Der Unteroffizier Heckmann,
23 Jahre alt, von der 7. Kompagnie des 117. Infanterie=
Regiments, hat ſich heute nachmittag eine Platzpatrone in
die linke Bruſtſeite gejagt und war ſofort tot. Die
Ur=
ſache liegt darin, daß er am Morgen einen dreitägigen
Arreſt erhielt.
Berlin, 11. Febr. Der „Reichsanzeiger” meldet: Der
Bundesrat genehmigte den am 10. Februar zwiſchen
dem Deutſchen Reich, Italien und der Schweiz
geſchloſſe=
nen Vertrag betreffend die Gotthardbahn vom 13.
Oktober 1909.
* Berlin, 11. Febr. (Budgetkommiſſion des
Abgeordnetenhauſes.) Bei der Beratung des
Etats der Handels= und Gewerbeverwaltung erklärte ein
Regierungskommiſſar, daß die Verſuche mit weiblichen
Gewerbeaufſichtsbeamten weder Beſorgniſſe
einerſeits noch die Hoffnungen andererſeits, die man an
ihre Einſtellung gelnüpft hätte, gerechtfertigt hätten; ſie
hätten im ganzen dasſelbe geleiſtet wie die männlichen
Beamten. Für Berlin ſei die Anſtellung von zwei neuen
weiblichen Aufſichtsbeamten in Ausſicht genommen. Die
etatsmäßige Anſtellung weiblicher Aufſichtsbeamten werde
in Erwägung gezogen.
* Berlin, 11. Febr. Der Zentralviehhof wurde
wegen des Ausbruches der Maul= und Klauenſeuche
ge=
ſperrt.
* Berlin, 11. Febr. In der heutigen
Nachmittags=
ziehung der Kgl. Preußiſchen Klaſſen=Lotterie
fielen 100000 Mark auf die Nummer 9471, 30000 Mark
auf die Nummer 160783, ſowie je 3000 Mark auf die
Num=
mern 226263 und 242949. (Ohne Gewähr.)
* München, 11 Febr. Am Keſſelberg (Oberbayern) iſt
der größte Teil eines Steinbruches eingeſtürzt, wobei
drei Arbeiter verſchüttet und getötet wurden.
* Mülheim a. Rhein, 11. Febr. Eine Bande
alar=
mierte fünfmal die Feuerwehr und legte, wenn die
Wehr ausgezogen war, an andern Stellen einen Brand
an. In einem Falle fiel ein großes Anweſen dem Feuer
zum Opfer. In dem Hauſe ſchlafende Leute konnten nur
mit knapper Not ihr nacktes Leben retten. Von den
Tä=
tern hat man keine Spur.
* Paris, 11. Febr. Aus Fez wird gemeldet, der
Sul=
tan Muley Hafid ſeit nach Einſichtnahme in das von
El Mokri abgeſchloſſene Abkommen in großen Zorn
geraten. Er habe Drohungen gegen Frankreich
ausge=
ſtoßen, den Befehl erteilt, die von den franzöſiſchen
Inſtruk=
teuren ausgebildeten Truppenteile aufzuheben und den
Artillerieſekretär Silahein Snuſſi, der dem franzöſiſchen
Major Mangin zur Verfügung geſtellt worden war, zu
verhaften. Der franzöſiſche Konſul habe gegen dieſes
Vor=
gehen Einſpruch erhoben, ſei aber vom Sultan gar keiner
Antwort gewürdigt worden. Die franzöſiſche
Militärmiſ=
ſion habe ſofort ihren Inſtruktionsdienſt eingeſtellt. Man
erwartet ihre Abberufung und noch ernſtere Zwiſchenfälle,
falls Muley Hafid auf dieſer ſeiner Haltung beharren
ſollte.
* Palma, 11. Febr. Der franzöſiſche Ozeandampfer
„General Chanzy” iſt an der Nordküſte von
Mal=
lorca untergegangen. Nur ein einziger
Paſſagier wurde gerettet.
H.B. Stockholm, 11. Febr. Der Zuſtand des
Königs Guſtav iſt andauernd relativ befriedigend
und der Heilungs=Prozeß ſchreitet normal vorwärrs.
Die Aerzte hoffen, daß der König das Bett ſpäteſtens
in drei Wochen wird verlaſen können. Die
Teupe=
ratur iſt noch etwas über normal. Nach dem geſtern
vormittag ausgegebenen Bulletin hatte der Kranke in
der vorigen Nacht etwa 5 Stunden geſchlafen. Geſtern
wurde die Wunde genäht und die Eiterröhre
heraus=
genommen. Der König ließ den Kammern für die
Anteilnahme ſeinen Dank ausſprechen. Geſtern
vor=
mittag konnte der König nennenswerte Quantitäten
von Nahrung zu ſich nehmen. Die Kräfte nahmen zu.
Die Temperatur betrug 37½.
Briefkaſten.
Alaſtor — 453, hauptpoſtlagernd. Aufnahme der
Anzeige nicht möglich. Geld kann bei der Poſt wieder
abgeholt werden.
ohenlohe
Mlafer-Fiocken
geben delikate Suppen,
Frühstück für Alt u. Jung.
Bewährte Kindernahrung.
In gelben Paketen mit dem Bilde der Schnitterin,
Wenn man die Sache recht überdenkt,
dann ergibt ſich auch ohne weiteres, warum Fays
ächte Sodener Mineral=Paſtillen bei allen
Erkäl=
tungen ſo ausgezeichnete Dienſteleiſten: Die Paſtillen
enthalten eben in vollkommenſter Form alle
wirk=
ſamen Beſtandteile der berühmten Sodener
Heil=
quellen, und es iſt klar, daß ſie ähnlich, nur um vieles
prompter als die Quellen ſelbſt wirken müſſen.
Daß die Paſtillenſalze auch dem Magen
vortreff=
z lich bekommen, iſt eine angenehme Nebenwirkung.
Man kauft Fays Sodener in einſchlägigen
Ge=
ſchäften für 85 Pfg. per Schachtel.
(M3350
Frühstücke
im
Weene .
Hessenbräu.
Rudolf Doll. (1027a
Geesce
Mäkarätige Goldaufage. 10jährige urkv
Garantie für gutes Tragen, sonst verbüret
er
Uimtausch. Blegante Original-Etuis. B1
Preise. Erhältlich in Goldwarenhandlungen.
.Mll. 6
450 Mega
Riontums
Mlanos zn Near
in Kauf, Tausch, Miete, Raten. Stimmen.
Reparatur-Werkstätte. Hauptl.: I. Stock.
Darmstadt, Elisabethenstr. 12. Fernspr. 815.
C. Thien
Nachfolg.
Hlotlieferent LEopold Schufer
14348a
Erſatz der alten Kohlenfadenlampen durch
Tantallampen.
In der Tages= und Fachpreſſe wird, wenn von den in
letzter Zeit gemachten Fortſchritten in der
Beleuchtungs=
technik die Rede iſt, mit Recht auf die
Metallfaden=
lampen hingewieſen. Dieſelben ſcheinen infolge der
großen. Stromerſparnis, die ſich bei Verwendung von
Metallfadenlampen an Stelle der alten
Kohlenfaden=
lampen ergibt, berufen, der elektriſchen Beleuchtung
größere Ausdehnung zu verſchaffen, ſo daß ſie als
Ge=
meingut aller Klaſſen, auch des weniger bemittelten
Mannes, betrachtet werden können. Es darf indeſſen
nicht außer acht gelaſſen werden, daß die Leuchtfäden
ſämtlicher Metallfadenlampen (mit einer einzigen
Aus=
nahme, nämlich der Tantallampe) ſelbſt gegen geringe
Erſchütterungen außerordentlich empfindlich ſind. Trotz
der größten Sorgfalt, welche ſeitens der Fabriken bei
Verſendung der Lampen angewandt und bezüglich der
Anwendung im Betrieb empfohlen wird, iſt nicht zu
vermeiden, daß ein nicht unerheblicher Prozentſatz durch
Fadenbruch vorzeitig unbrauchbar wird.
Ganz anders verhält ſich aber die Tantallampe.
Wenn auch ihr Stromverbrauch um ein Geringes höher
iſt als derſenige mancher anderen Metalfadenkampen,
ſo zeichnet ſie ſich doch vor dieſen durch die Feſtigkeit
ihres aus gezogenem Tantaldraht beſtehenden
Leucht=
fadens aus. Infolge deſſen übertrifft die Tantallampe
an Dauerhaftigkeit ſämtliche anderen Fabrikate.
In
allen beweglichen Beleuchtungskörpern, wie Tiſchlampen,
Zugpendeln, wie überhaupt in Betrieben, in denen die
Lampen heftigen Erſchütterungen ausgeſetzt ſind, z. B.
Theaterbühnen , Eiſenbahnſtationen, Eiſenbahnwagen,
Straßenbahnwagen, Schiffen, Fabriken uſw., kann die
Tantallampe ebenſo unbedenklich verwendet werden, wie
die Kohlenfadenlampe. Bezeichnend iſt es, daß in vielen
derartigen Betrieben erſt nach längeren Vorverſuchen mit
den hauptſächlichſten Fabrikaten anderer Herkunft feſtgeſtellt
wurde, daß die Tantallampe die einzige iſt, welche ſich
der Situation gewachſen zeigt.
Durch ihre Dauerhaftigkeit hat ſich die Tantallampe,
namentlich bei Wiederverkäufern, große Anhänger
er=
worben. Da die Wiederverkäufer genötigt ſind, einen
Weiterverſand an ihre Kundſchaft vorzunehmen, ſo
empfinden ſie die Zerbrechlichkeit der anderen Fabrikate
in beionderem Maße, und die Tantallampe iſt ihnen
beſonders willkommen. Zurzeit kann die Tantallampe
als die populärſte aller Metallfadenlampen angeſehen
und empfohlen werden.
(3357
Wenn Sie Ihr Kind
gesund, munter und geistig frisch sich
entwickeln sehen wollen, so gebes Sie ihm
Dr. Hommel’s Haematogen.
WARNUNG! Man verlange
ausdrück-
lich den Namen Dr. Hommel. (1969a
MM
Me
für Spezial-Auskünfte, Er-
Detektiv-Institot mittelungen, Beobachtungen
- u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Uebernahme nur einwandreier Aufträgs. Garais für
gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,2
Geſchäftliches.
Wie aus dem Inſeratenteil erſichtlich, hält das
all=
gemein bekannte Reſtaurant zum Alexander=Eck,
heute Samstag, einen närriſchen Kappenabend ab. —
Nach dem Programm verſpricht dieſer Abend den
Be=
ſuchern einige genußreiche Stunden, da außer erſten
Karnevals=Rednern auch in geſanglicher Hinſicht ganz
Vorzügliches geboten wird, ſo daß Niemand verſäumen
ſollte, dieſer Veranſtaltung beizuwohnen.
(3327
Statt Karten.
Die Geburt eines Sohnes
zeigen an
(*3464
Kriegsgerichtsrat Koch
und Frau Hella, geb. Gerbode.
Darmstadt, 10. Februar 1910.
Meriter enentete
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Das
weſtliche Tiefdruckgebiet zieht in der Hauptſache über
Nordweſteuropa, an ſeiner Südſeite hat über Nacht ein
flacher Randwirbel bereits Trübung und Erwärmung
gebracht. In Nordweſtdeutſchland fällt bereits Regen.
Auch morgen bleibt unſere Witterung unter dem Einfluß
der nordweſtlichen Zyklone, ſodaß Südweſtwinde
vor=
herrſchen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 12. Februar:
Meiſt trüb und geringer Regen, mild, friſcher Südweſt.
Tagestalender.
Samstag, 12. Februar.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Vorleſung eigener Dichtungen von Alfred Bock
um 8 Uhr im Hotel Heß (Freie literariſch=künſtleriſche
Geſellſchaft).
Theater=Aufführung und Ball um 8 Uhr im
„Mathildenhöhſaal” (Jüdiſche Dramatiſche Geſellſchaft).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hofe
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Ballfeſt des Mozartvereins um 8½ Uhr im Saalbau.
Maskenbälle: Darmſtädter Männergeſangverein um
8.11 Uhr im „Schützenhof‟. — Geſangverein „
Lieder=
tafel” um 8.11 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
— Stammtiſchgeſellſchaft „Die Ungewiſſen” um 8.11 Uhr
im „Konkordiaſaal” — Heſſiſcher Odenwaldverein um
8.11 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (die Riviera).
Sonntag, 13. Februar.
Großh. Hoftheater, Anfang ½7 Uhr: „Die
Dollar=
prinzeſſin”.
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Vortrag (Die ſieben Siegel) um 4½ Uhr Neckarſtr. 22.
Orcheſterprobe zum 3. Konzert des Muſikvereins um
10 Uhr im Saalbau.
Schwimmfeſt um 3½ Uhr im ſtädtiſchen
Hallen=
ſchwimmbad.
Generalverſammlung der Schlachtvieh=Verſicherung
für den Landkreis Darmſtadt um 3 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Hauptverſammlung des deutſch=völkiſchen
Turn=
vereins „Jahn” um 3½ Uhr im „Schützenhof”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Konzert um 4 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Konzert um 8 Uhr im „Kaiſerſaal”
Ausflug des deutſchen und öſterr. Alpenvereins nach
Jugenheim; Abmarſch um 8½ Uhr am Böllenfalltor.
Ausflug des Odenwald=Klubs nach Michelſtadt;
Ab=
fahrt um 8.09 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 14. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des Georg Ludw. Anton
(Wienersſtraße 61) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung der Chriſtian Rupp Witwe
(Stiftſtraße 50) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Holzverſteigerung um 9 und ½2 Uhr in der
Gaydoulſchen Gaſtwirtſchaft zu Hahn.
Pappelſtammholz=Verſteigerung um 2 Uhr:
Zuſammenkunft am Ausgang von Goddelau nach
Wolfskehlen
Druck und Verlag: L. C. Witlich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldarſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.
PilsnereS0
Münchner
1
1C
1
auu
B
Hell Export
feinste afel-Biere.
614a
Ueberzeuden Sie sich vorerst von meinen Angeboten
Speziell
in Lelb-, Bett-, Tischwasehe, Waschestoneng
Leinen- und Baumwollwaren.
Es wird Ihnen eine auserlesene reichhaltige Fülle nur guter und bester Waren
zu überzeugend billigen Preisen geboten.
Enormer Posten
Hemdentuche
Renforcé u. Maccotuche
Meter 65 55 45 38 32 26 18 Pf.
Bett-Damaste
in blendend schön. Qualitäten, 130 cm br.
Meter 125 95 85 75 Pf.
Bettuch-Creionne
vollgebleichte, solide Ware, 160 cm breit
Meter 95 85 68 Pf.
Köperbarchent
weiss gebleicht
Meter 65 55 42 35 Pf.
Flock-Fiqué-Barchent
Meter 55 48 45 Pf.
Damastbezüge
tadellose Arbeit
750 650 450 350 Pf.
Riesen-Posten Damenwäsche
Hemden, Beinkleider, Anstandsröcke
Unter-Taillen etc.
in netter und solider Ausführung
zum Aussuchen
jedes Stück 35 Pf.
Mleine Serienwäsche „Brillant‟
mit Langetten oder Stickerei-Garnituren
in entzückenderAusführung, bestehend in:
Taghemden, Nachtjacken, Beinkleider
Anstands-Röcken
IV
III
Serie I
145 165 195 225 Pf.
Jacquard-Tischtücher
120/120
130/135
130/160
210
250
350
135/200 130/230dazuServietten Ser. H. 60/60
400
450
Dtz. 595 Pf.
Jacquard-Servietten
Dutzend 480 360 300 Pf.
100 Ptz. Untertaillen
fabelhaft billig, 165 125 35
Pf.
Knaben- und Mädchen-Wäsche
während dieser Woche
auf die ohnehin schon billigen Preise
Extra-Rabatt 10%
Linon-Taschentücher
25
Dutzend 1.80, I M.
Weiße Drell-Handtücher
bis 48/110 gross
Dtz. 925, 700, 575, 450, 360, 250 Pf.
Weisse Gerstenkorn-Handtücher
bis 48/110 gross mit roter Kante
Dtz. 900, 700, 625, 500, 425, 350 Pf.
Wischtücher rot un
Dutzend 350 250. 185. 145. 95 Pf.
Frottier-Wäsche
125 95 75 60 Pf.
Handtücher
135 90 Pf
Laken für Kinder
fünten eine Senenten 213
ſie
160
sen, 195 166 95 Pf.
Weisse Baustul
450 375 325 230
165 Pf.
Weisse Woll-Batistblusen
250
Weisse Stickereiröcke 165 Pf.
Fertige Kopfkissen
in vielfacher Ausführung
165 115 95 75 Pf.
Dur Roſherkaffst
Schwarze, weisse und farbige
Kleiderstoffe
in reichſaltiger Auswafil zu billigsten Jreisen.
Wir führen in
schwar-
zen, weissen u. farbigen
Kleiderstoffen nur
ge-
djegene erstklassige
Fabrikate, bei welchen
wir für bestes Tragen
aufkommen.
Gebräder Neu
Jelefon 1177.
Ludwigsplatz 9.
Ausgabe von schwarz-weissen Rabattmarken.
Jäglick
Gingang von Neußeiten.
(B854,23
Dei
Husten,
Heiserkeit
ſind
Reichel’s
Huſtentropfen
vonerprobter Wirkung und grossem Erfolge.
Nur echt mit Marke „Medeoi‟
Flaſche 50 Pf.
Arnica10, Eucalyptus,
Salbei je 6, Anis 7,
Pimpin. 15, destilliert
mit feinstem
Spritreetificat 70.
Vor nutzlosen Nachahmungen
sei dringend gewarnt. —
Otto Reichel, Berlinso.
In Darmstadt bei: Friedrich
Becken-
haub, Schulſtr., Georg Liebig & Co.,
Nachf., Louiſenſtr. 4, Ludwig Netz,
Karlſtr. 20, Karl Steinhäuser,
Mühl=
ſtraße 78, Jakob Streb, Bismarckſtr. 26,
Carl Watzinger, Wilhelminenſtr. 11,
Bessunger-Drogerie, Eberstadt:
Philipp Eysenbach, Hirſch=Drogerie,
Gross-Gerau. H. Neuffer, Adler=Drogerie
Hochf. Plüſch=Garnitur (neu) Sofa u.
2 gr. Seſſel
(*3377fs
ſehr billig abzugeben
Liebfrauenſtraße 72, 2. Stock.
Wlässt Spitzen, Gardinen, Batist,
Wasch-
seide, Stickereien etc., überhaupt
alle zarten Stoffe beim Waschen
wieder wie neu werden! Denkbar
gründ-
lichste Reinigung bei grösster Schonung und
Erhaltung des Gewebes. Ueberallterhältlich!
Alleinige Fabrikanten:!
Henkel & Co., Düsseldorf,
auch der seit 34 Jahren weltbekannten
(3355E
Schirmfabrik Schlüter,
Kirchſtraße 27
Reparaturen und Ueberziehen per ſo=
(692a
fort, billig und gut.
Zu kaufen gesucht
ein gebrauchtes leichtes Federrollchen für
ſtarkes Ponies Feldbergſtraße 74. (2872ss
Heyl & John, Manufakturwaren. (273a
Garantiert reiner
Blenen Hol
aromatisch und von köstlichem Geschmack,
wirkt blutbildend, stärkend und
heilend.
Bestes Nähr- und Kräftigungsmittel
für Kranke und Kinder jeden Aiters.
Preiswert, lose und in Gläsern
zu haben bei: (2280a
Fr. Beckenhaub
Medizinal-Drogerie
Ecke Schul- u. Kirchstr.
nn
Drogerie C. Watzinger
Wilhelminenstrasse 11I.
(Schwarz-weisse Rabattmarken).
(2279a
Gekrachene
Metallgegenſtände
aller Art werden durch autogenes Schweißen
wieder gebrauchsfähig hergeſtellt in der
Autogenen-Schweißanstalt
von Aug. Bassmann
Grafenſtraße 31.
Telephon 1398.
rheilgerſtraße 12 iſt eine junge
friſch=
melkende Kuh zu verkaufen. (*3093ids
Nurecht C
mndeer
Flaschel
Nachfu
ſung
vnecht
(1297M
Das natürlichste, aus der
frischen Brennessel,
nicht aus Wurzeln oder Extrakten
her=
geſtellte, altbewährte, überall eingeführte
Haarwaſſer bei Schuppen, Haarausfall,
Kahlköpfigkeit iſt
Wendelsteiner Häusner’s
ONnverel- Cifmächhue
D1
messel Spiritas
Flaſche M. 1.25 u. 2.50
Schutzmarken „Wendelſteiner Kircherl”
und „Brenneſſel”.
Nachahmungen weiſe
man entſchieden zurück.
Alpina=Seife 60 Pf., Brenneſſel=Haaröl
60 Pf., Pomade 1 Mk., Alpina=Milch
2 M., Alpenblumen=Sommerſproſſen=
Creme 2 M. Wendelſteiner=Schönheits=
Tee à M. 2.50.
Zu haben in Apotheken, Drogerien und
Parfümerien.
Einhorn=, Adler=, Beſſunger=, Engel=
Apotheke, Apoth. Anton Logel Central=
Drogerie, Drog. Fr. Beckenhaub, Becker
& Zachmann, A. Fiſcher, C. Keller,
G. Mank, L. Netz, Gerh. Schmidt Nachf.,
Chr. Schwinn, Ph. Secker, Fr. Schaefer,
C. Steinhäuſer, Fr. Stillgebauer.
Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe,
(Nachdruck verboten.)
30)
Wenn Ihr Erſcheinen hier ſo ganz abſichtslos war,
Gräfin, nahm Graf Reimar ſteif das Wort, ſo begreife
ich nicht, weshalb Sie nicht gleich zurücktraten, als Sie
gewahrten, daß ich zu Undine gekommen bin, um, wie
Sie ganz recht vermuten, Abſchied zu nehmen. Und
da mir nur noch wenige Minuten — er ſah nach der
Uhr — gehören, ſo darf ich Sie wohl bitten, mir dieſen
noch mit meiner Frau allein zu gönnen.
Reimar! rief Undine erſchreckt dazwiſchen.
Er aber hatte ſchon artig die Tür geöffnet und ſein
Blick zwang Fridrun hinaus.
Das ſollſt Du mir büßen, Du und das hochmütige
Geſchöpf da, ziſchte ihm Fridrun im Hinausgehen zu,
während ſie ſtolz den Kopf in den Nacken warf.
Hüte Dich.
Gelaſſen ſchloß der Graf hinter Fridrun die Tür,
und an den Seſſel Undines tretend, ſagte er, plötzlich
ihre beiden Hände ergreifend und an ſeine Lippen
preſſend:
Unter dieſen indiskret forſchenden Augen da
konnte ich Dir nicht Lebewohl ſagen, Undine. Heute
nicht. Wenn Du mir auch bisher nichts geweſen, als
eine „Nebelfrau”, die ſchattenhaft durch mein Leben
ſchwebt, und wenn Du mir auch nie etwas anderes ſein
wirſt, ſo will ich doch dieſer da nicht zeigen, daß es mir
ſchwer wird, zu ſcheiden, Undine, ſehr ſchwer, während
Du erlöſt aufatmeſt, daß ich nun endlich gehe.
Noch einmal preßte er die Lippen auf ihre weißen
Hände, dann war er gegangen, und nur der
Veilchen=
duft mahnte Undine an eine ſüße, ſeltſam wehe,
wonnevolle Stunde.
Kein Wort hatte ſie gefunden, kein einziges
Ab=
ſchiedswort. Sie ſaß und lauſchte. Der Abend kam.
Dumpfes Räderrollen traf ihr Ohr. Jetzt war Reimar
abgereiſt. Das Stimmengewirr der Dienerſchaft da
draußen war auch verſtummt. Alles war ſtill,
unheim=
lich ſtill, und Undine überkam es plötzlich wie öde,
troſt=
loſe Verlaſſenheit.
Die Flammen kniſterten im Kamin. Der Diener
zündete die Lampen an, und ſie ſaß noch immer in
ihrem Stuhl und ſann dem ſeltſam veränderten Weſen
ihres Gatten nach.
Und plötzlich fühlte ſie eine kalte Hand mit ſpitzen
Fingern über ihre Wange gleiten, und Fridruns
Stimme ſagte höhniſch:
Wie, Tränen, Undine, Abſchiedstränen um den
Mann, der Dich nicht und den Du nicht aus Liebe
gewählt?
Sei ſtill, gebot Undine, ſich haſtig aufrichtend und
die ſchlanke Frauengeſtalt in dem langſchleppenden
Gewande, die ihr dicht zur Seite ſtand, von ſich
ſchie=
bend. Weder ich noch Graf Reimar haben Dich zur
Vertrauten unſerer Gefühle gemacht.
Du vielleicht nicht, Undine, aber von ihm, den Du
gar nicht kennſt, von dem Du gar nichts weißt, kannſt
Du doch das gewiß nicht behaupten. Soll ich Dir
ein=
mal von Graf Reimar erzählen?
Nein! Verlaß mich. Ich will nichts wiſſen. Ich
ahne, was Du mir ſagen willſt, aber ich will es nicht
hören. Wenn Du ſchamlos genug biſt, alles, auch das
letzte, zu enthüllen, ſo bin ich doch nicht ſchamlos genug,
es mir erzählen zu laſſen.
Fridrun ſchränkte die ſchmalen Hände ineinander.
Du biſt köſtlich, Undine, höhnte ſie, Du fürchteſt
Dich doch ſo, wie ein Kind vor dem Weihnachtsmann.
Ich könnte Dich ja ſchonen, aber Ihr habt mich ſelbſt
ja niemals geſchont. Heute nachmittag habe ich noch
verſprochen, Deinen Mann nicht anzufechten. Du warſt
aber ſelber Zeuge, wie er mich mit Hohn und Spott
überſchütet hat. Das ſchließt jede Rückſichtnahme aus.
Was haſt Du? fragte Undine, erregt aufſpringend
und Fridruns Handgelenke umfaſſend. Sprich, was
haſt Du gegen Reimar?
Gräfin Fridrun ſtreifte gelaſſen Undines
fieber=
heiße Hände von den ihren.
Ei, ei, ſo aufgeregt? Da Du ihn nicht liebſt,
ſon=
dern ihn nur nahmſt, um uns zu helfen, wie Du
ſag=
teſt, kann Dich doch nicht treffen, was ich ihm tun will.
Im übrigen ſollſt Du es wiſſen, daß Dein Opfer
ver=
gebens war. Der Gorlingshof war unſer rechtmäßiges
Erbe, auch ohne den Edelmut des Grafen Reimar, mit
dem er Dich zur Frau nahm, denn Du weißt, daß die
andere Linie der Randolts von der Erbſchaft
ausge=
ſchloſſen iſt, ſobald ein Mitglied derſelben etwas begeht,
was ehrlos iſt.
Was ſoll das heißen? Willſt Du damit ſagen, daß
Graf Reimar etwas getan hat, was nicht ganz
ein=
wandfrei iſt?
Wie man es nimmt, zuckte Fridrun die Schultern.
Selbſt Du, die Du unbegreiflich tolerant ihm
gegen=
über zu ſein ſcheinſt, wirſt ja wohl anders denken,
Gebrannter Kaffes, natrel gerbeiet eiguer Rsterei. Koßter Kaffss, branu. grin.
Haushaltungs-Kaffees von 1.20—1.70 Mk., besonders feine Sorten Mk. 1.30, 1.90 2.-, 2.10, Bessert-Kaffees, empfiehlt stefs frisch gebrannt
Grafenstrasse 25
D. W.rassel! Telephon 71.„
Stets erhallen Sie die schwarrewelssen Harken
des Rabatt-Spar-Vereins.
(3015a
Samstag
Montag
Dienstag
12. Februar
14. Februar
15. Februar
Ausnahmepreise
für
Strumofe, Handschuhe, Normalwäsche
mit 20% Nachlass.
(3319
Inhaber
F. Stephani
Ga. Heckmann-Schmidt
Ludwigstr. 8.
Prima
Salzbrühbohnen
per Pfund 25 Pfennig.
Feinſtes
Filder=Delikatess=
Sauerkraut
per Pfund 12 Pfennig.
Gänsepökelfleisch
per Pfund Mk. 1.—
empfiehlt
's Dellkatessen-
0
Fernis Handlung
Karlstrasse 47. (C3125.3) Telephon 641.
Eingetauſchte
Fahrräder
(ca. 100 Stück)
bekannte Marken, von 20 Mark an
L. Beudt, Nachf.
3209a)
Hölgesſtraße
Günſtige Gelegenheit für Wiederverkäufer.
Pianos
gebrauchte von 200 Mk.
neue von 450 Mark an
(5 Jahre Garantie) ſtets vorrätig (Teilzahlg.)
ra Whige
Georg Lutbg. Nachf. Leopold Schutter
Eliſabethenſtraße 12.
(232a
Ein quter Rat:
Nehmt nur
„Ozonit‟
(Prof. Giessler’s Patent)
das moderne Waschmittel
Es macht die Wäsche blendend weiss!
Beien u. Poieiermsbef
werden in und außer dem Hauſe billig und
gut aufgearbeitet,
(62762
M. Hoffmann, Tapeziermſtr., Kiesſtr. 40.
Rieſendiſtelſunſen
Zeiſige, Hänflinge, Gimpel, Wellenſittige,
große Ausw. ſeltener Prachtfinken 2993a
Zrenner, Vogelhandlung, Karlſtraße 16.
acaos!
garantiert rein
per ¼ Pfd. 30, 40, 50 u. 60 Pfg.
Hoflieferant Breimer
Telephon 76
NB. Verſand nach allen Stadtteilen. (2403a
3
Ohienℳ
oks
u. alle Brennmaterial. liefert
in allerbeſten Qualit. z.
kon=
kurrenzlos billigen Tagespreiſen. (2489a
Ege
Fr. Schabneger
Landwehrstr. 19. Telefen 750.
Carl Herber
Spezialgeschäft für Ledermöbel
Luiſenſtraße 34.
(2703a
Schnellſte Anfertigung von Polſtermöbel
und Matratzen aller Art.
Lieferung von Dekorationen.
Einrichten von Wohnungen.
Geer e
zu
Käufe allerhöchſten Preiſen
getraa. Herren= u. Damenkleider, Stiefel
und Wäſche. Jeden Mittwoch hier. Offert.
unter F 44 an die Expedition.
(3224fsi
Krawattenfabrk
P. H. Preyers jr.
t. Tönis-Grefeld 12
Stoſimuſter und Preisliſte koſtenfrei (1484M
O PE L-
Nähmaschinen
und andere erſtklaſſige deutſche
Fabrikate mit 5jähriger
Ga=
rantie empfehlen in größter
Auswahl=
(3893a
Haas & Bernhard
Rheinſtr. 19.
Tel. 825.
Gebr. Nähmaſchinen v. 15 M. an.
Reparaturwerkſtätte
für alle Fabrikate.
wenn ich Dir ſage, daß Graf Reimar es war, der Lutz
in den Tod hetzte, um Majoratserbe zu werden.
Du lügſt, Du Falſche. Nie war Reimar einer
ſolchen Tat ſähig. Du willſt ihn anklagen, weil —
weil er Dich verſchmäht.
Nun war es geſagt. Mit flammenden Augen
ſtan=
den ſich die beiden Frauen gegenüber. Alle
Hin=
fälligkeit war plötzlich von Undine gewichen. Einer
Walküre gleich, die ihr Schlachtſchwert zum Siege
führt, ſtand ſie vor Fridrun, die den braunlockigen
Kopf in den Nacken warf und verächtlich höhnte:
Weil er mich fürchtet. Du brauchſt mir ja nicht zu
glauben, aber vielleicht glaubſt Du dieſem Zeugen.
Mit ſpitzen Fingern nahm ſie das verhängnisvolle
Briefblatt aus ihrem Notizbuch, das ſie heute
nach=
mittag Ebbo Klas gezeigt.
Bleich, mit todblaſſen Lippen, ſtarrte Undine
darauf hin.
Ein Schleier legte ſich über ihre Augen. Sie
meinte, zuſammenbrechen zu müſſen unter der
entſetz=
lichen Anklage, die ſie las. Aber energiſch richtete ſie
ſich auf.
Nein, dieſe Frau ſollte ſie nicht ſchwach ſehen, dieſe
nicht.
Wie kommſt Du zu dieſem Brief? herrſchte ſie
Fridrun an. Warum haſt Du ihn nicht früher gezeigt,
ehe ich Reimars Gattin wurde?
Weil ich nicht wollte. Weil es mir Spaß machte,
Dich, die Stolze, die ſo verächtlich auf mich herabſah,
als die Scheinfrau dieſes Grafen Reimar zu wiſſen,
der kein Mittel ſcheute, in den Beſitz des Majorats zu
gelangen.
Ich verbiete Dir, meinen Gatten ſo gemein zu be=
ſchuldigen. Nie hat er etwas getan, was unehrenhaft
oder ſchlecht iſt.
Und dieſer Brief Deines unglücklichen Bruders,
ſagt er Dir nichts?
Nein, denn ich glaube an Reimar.
Undine ſagte es mit ſtolzer Zuverſicht, beide
Hände auf die wogende Bruſt gepreßt.
Fridrun ſah mit wildſprühenden Augen auf
Undine.
Sie liebt ihn, ſchoß es durch ihre Seele, und einen
Augenblick ſchloß ſie erſchauernd die Augen.
Dein Glaube wird ihm wenig nützen, nahm ſie
wieder das Wort. Ich bin entſchloſſen, meine Rechte
ganz energiſch zu verfolgen, und bin bereits heute bei
Ebbo Klas geweſen, um mit ihm Rückſprache zu
nehmen.
Ebbo Klas? Er will Dir in der Sache, die Du
gegen Deine eigene Familie unternimmſt, gegen
Deinen eigenen Namen, helfen? Er glaubt an
Rei=
mars Schuld?
Die Beweiſe ſind eben über jeden Zweifel erhaben.
Er hat mir verſprochen, meine Sache zu prüfen und zu
führen. Im übrigen wollte ich Dir ſagen, daß ich
morgen reiſe. Haſt Du dagegen etwas einzuwenden?
Nein, jetzt nicht mehr. Gehe, wohin Du magſt, ich
verachte Dich!
Das iſt Dir unbenommen. Wenn ich wiederkomme,
hoffe ich, wird es entſchieden ſein, wer auf dem
Gor=
lingshof zu gebieten hat. Ebbo Klas kennt meine
Wünſche. Er wird mir ein treuer Anwalt ſein.
Nun drohten doch Undine ihre Kräfte zu verlaſſen.
Die Füße ziterten ihr, und ihre Geſtalt ſchwankte, aber
ſie hielt ſich dennoch aufrecht, als ſie erwiderte:
Meines Vaters Geiſt wird Dir noch aus dem
Grabe fluchen, wenn Du Lutz’ ſchreckliches Ende, das
Sater der Beit werdergent wolle uech ver die
Schranken des Gerichts ziehen willſt. Er würde Dir
das nie verzeihen, ganz gleich, ob Reimar ſchuldig iſt
oder nicht.
Ich fürchte die Geiſter nicht, Undine. In Eurem
alten Spukſchloſſe wandeln ja genug umher. Mögen
ſie mich haſſen und mir fluchen, ich lache darüber. Und
wenn mir heute noch die Nebelfrau begegnete, deren
Blick töten ſoll, und von der Du doch meinſt, daß ſie
ſchützend die Hände über dieſs Haus hält, ich würde die
ſegnenden Hände zurückſtoßen und ihr furchtlos ins
ſtarre Antlitz ſehen, denn ich haſſe Euch, haſſe Euch alle!
Dann war Undine allein.
Aufſtöhnend ſank ſie in einen Seſſel. Eine wilde
Verzweiflung kam über ſie. Dieſes Geſchöpf, das ihres
Vaters Weib geweſen, würde keine Nachſicht üben.
Und wenn Reimar wirklich ſchuldig war?
Undine zitterte wie im Fieber.
War es dann nicht ihre Pflicht, den Tod des Bruders
zu rächen? Nein, nein, es konnte ja nicht ſein! Aber der
Schein ſprach gegen ihren Gatten. Dieſer Zettel von ihres
Bruders Hand konnte Reimar verderben.
Sie mußte ihm helfen. Es war ihre Pflicht.
Ob ſie ihn durch eine Depeſche zurückrief? Jetzt war
es noch Zeit.
Da fiel es ihr ſchwer auf die Seele, daß ſie gar keine
Adreſſe von Reimar wußte.
Und inzwiſchen geſchah am Ende das Unerhörte?
Nein, Ebbo Klas würde dieſen Streich gegen ſie nicht
führen. Er hatte gewiß nur ſeine Bereitwilligkeit erklärt,
um Fridrun von anderen, unüberlegten Schritten
zurück=
zuhalten. Gewiß, ſo war es. Auf Ebbo Klas konnte ſie
bauen.
(Fortſetzung folat.k
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Ausführung des Geſetzes über den Urkundenſtempel vom 28. März 1907.
Unter Hinweis auf Artikel 33 des Geſetzes vom 28. März 1907 wird hiermit zur
öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Stempel für Verkaufs= oder Wagautomaten,
für automatiſche Kraftmeſſer, für Automaten, die zur Unterhaltug des Publikums
dienen, für in öffentlichen Wirtſchaftslokalen aufgeſtellte Klaviere oder ſonſtige
Muſik=
werke, für Luxuswagen und Luxusreitpferde, deren Verſteuerung am 31. März 1910
zwar abläuft, deren Abgabepflicht jedoch noch fortdauert, im Monat März zu
ent=
richten iſt.
Darmſtadt, den 2. Februar 1910.
(3345a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Betreffend: Geſuch der Firma J. Glückert dahier um Genehmigung zur Anlegung eines
Dampfkeſſels auf dem Grundſtück Flur I Nr. 146—150 der Gemarkung
Darmſtadt.
Die Firma J. Glückert dahier beabſichtigt auf dem Grundſtück Flur I Nr. 146—150
der Gemarkung Darmſtadt an Stelle einer alten eine neue Dampfkeſſelanlage zu errichten.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes in
dem Darmſtädter Tagblatt (Amtsverkündigungsblatt) an gerechnet, auf unſerem Büro,
Neckarſtraße 3, Zimmer Nr. 32, zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Etwtige Einwendungen ſind bimen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchuſes
ebenda vorzubringen.
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
(3338
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung
„
betreffend: Einſtellung von Drei= und Vierjährig=Freiwilligen für die
Matroſen=
artillerie=Abteilung Kiautſchou (Küſtenartillerie) in Tſingtau (China).
Einſtellung: Oktober 1910, Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1911 bezw. 1912,
Heimreiſe: Frühjahr 1913 bezw. 1914. Bedingungen: Mindeſtens 1,64 m groß, kräftig,
vor dem 1. Ottober 1891 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher
Entwicklung).
In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungs=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom
Zivilvorſitzen=
den der Erſatzkommiſion ausgeſtellen Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintrit auf
drei bezw. vier Jahre zu richten an: Kommando der Stammabteilung der
Matroſen=
artillerie Kiautſchou, Cuxhaven.
Der oben erwähnte Meldeſchein iſt für die im Kreiſe Darmſtadt wohnhaften
Leute bei dem Unterzeichneten zu erwirken.
Darmſtadt, den 9. Februar 1910.
(3337
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
von Werner.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Viſitenkartentäſchchen mit Inhalt. 1 dunkelbraune Pelzboa.
1 langer ſchmaler hellbrauner Pelz. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 Zehnmarkſtück. 1 rot=
und graukarierte Pferdedecke. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit Inhalt. 1
Porte=
monnaie mit Inhalt. rotes Kinder=Portemonnaie mit 10 Pfennigen Inhalt. 1 gelbes
Handtäſchchen mit 2 Schlüſſeln und Taſchentuch, gez. P. Z. 1 Damen=Schirm mit
rotem Griff. 1 Granatbroſche. 1 Paar Kinder=Pantoffel. 1 kleiner ſilberner Damen=
Ring. 1 Damen=Goldgürtel. 1 kleiner Roſenkranz. 1 mittelgroßer Schlüſſel an einer
Kette. 1 goldener Anhänger mit 2 Photographien. 1 ſchwarzer, grünlich bordierter
Damen=Schirm mit braunem Griff. 1 ſchwarzer Damen=Pelz. 1 mittelgroßer Schlüſſel.
1 gelber ſchmaler Damen=Pelz. 1 weißes Handtuch. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit
4 Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit Handſchuhen, 2 Schlüſſeln und
Taſchentuch. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 Halskette mit Herzchen. 1 kleines Kinder=
Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 Krawattennadel mit 3 hellen Steinchen.
1 gelber Roſenkranz. 1 kleines Portemonnaie mit 5 Pfennigen Inhalt. 1 lange Kette
mit 3 mittelgroßen Schlüſſeln. 1 neues braunes Leder=Etui mit Zeichenutenſilien.
1 Damen=Gürtel. 8 mittelgroße Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 Schaldoſe von
einem Grammophon. 1 Paar weiße Militär=Handſchube
Verloren: 1 Ridikültäſchchen mit Portemonnaie und 5 Mk. Inhalt nebſt
Taſchen=
buch. 1 ſilberne Remontoir=Uhr mit Goldrand, auf dem Rückdeckel O. M. eingraviert.
1 rotlederne Brieftaſche mit Briefen ꝛc. und 1 Studenten=Legitimationskarte, auf den
Namen Engelhardt lautend 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 1,80 Mk. Inhalt,
1 kleiner Schlüſſel und 1 Paſſepartoutkarte. 1 Hoftheater=Abonnementskarte (Sperrſitz,
Buchſtabe B). 1 goldenes Armband, gez. E. p. K. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit
2 Mk. Inhalt. 1 heller Theaterbeutel mit lila Futter, 1 Taſchentuch, gez. E. P., nebſt
Fächer und 1 Paar braunen Handſchuhen. 1 ſchwarzer Gummigürtel mit Blumen
auf=
gepreßt. 1 Monatsfahrkarte Eberſtadt-Darmſtadt der Dampf=Straßenbahn. 1 weiße
Zierſchürze. 1 ſchwarze Emailbroſche mit Goldfaſſung, beſetzt mit 6 Perlen und
3 Brillanten. 1 Theater=Abonnementskarte (Sperrſitz Nr. 122, links). 1 Zinsbuch mit
blauer Decke. 1 rotledernes Portemonnaie mit 1,50 Mk. Inhalt. 1 lederne Pferdedecke.
1 brauner Kinder=Pelz. 1 weißer wollener Damen=Handſchuh. 1 goldene Damen=Uhr
mit langer goldener Kette, auf dem Rückdeckel Monogramm E. H. 1 Zehnmarkſtück.
Stück ſilberne Perlenkette. 1 Paar hellbraune Handſchuhe. 1 ſchwarzer Damen=
Gummigürtel. 1 rotbraunes Handtäſchchen mit Taſchentuch und 1 Schlüſſel. 1 dunkler
Kinder=Umhang. 1 dunkelbraune Knaben=Samtmütze. 1 mattblauer Schal. 1 Zwicker.
1 ſchwarzer Kinder=Pelz. 1 Radfahrer=Nummerplatte. 1 rote Perücke. 1
Hundehals=
band mit Marke und der Nr. 971. 1 ſilbernes Glieder=Armband. 1 ſilbernes Kollier,
rund mit Blumen und rotem Stein beſetzt. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit gebogenem
blauen Griff. 1 kleines Päckchen, enthattend 1 Taſchentuch und 1 Käſtchen mit
Blei=
ſtiften. 1 neues ſchwarzes Portemonnaie mit 1,36 Mk. Inhalt. 1 dunkelbrauner
ge=
ſtrickter Herren=Handſchuh. 1 rotes Portemonnaie mit 11,45 Mk. Inhalt. 1 Schirm
mit Elfenbeingriff. 1 ſchwarzer Plüſchpantoffel. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 2,50 Mk.
Inhalt. 1 grauer Herren=Pelzkragen. 1 Los der Preuß. Klaſſenlotterie mit der Nr. 225661.
1 ſchwarzes Samtband als Armband mit goldenem Herzchen und Herren=Photographie.
1 dunkelgelbes Täſchchen mit Portemonnaie und 1.60 Mk. Inhalt nebſt 4 Schlüſſeln.
1 Hundemarke mit der Nr. 813. 1 dunkelbrauner Pelz mit Schwänzchen. 1 goldenes
Bröſchchen (Dollarſtück). 1 Trauring, gez. E. A. Pfingſten 99. 1 mattgoldene längliche
Broſche mit Herren=Photographie. 1 Zeichnung (Entwäſſerungsplan). 1 Zehnmarkſtück.
1 ſchwarze Mappe mit Nickelſchloß. 1 weißſeidenes Täſchchen mit Inhalt. 1
grau=
brauner wollener Handſchuh.
Entlaufen: 1 großer grauer Kater (gute Belohnung dem Wiederbringer).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(3383
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1 Dobermann.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 13. Februar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke. Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
kg 86 Pfg.
Ochſenfleiſch . . . . per
Rindfleiſch.
„ 80 „
. . „
Kalbfleiſch
½ „ 80
,,
Hammelfleiſch .
. „ 7 „ 90 „
Bruſt .
77 „ 60 „
Schweinefleiſch (Bratenſt.) „ ½ „ 96 „
Bauchläppchen.
½2 „ 90 „
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „
2 „100 „
Speck, geräuchert
—., 7 „ 110 „
Dörrfleiſch
. . per ½ kg 110 Pfg.
Schinken m. Bein . .
„ 110
,
Rollſchinken
½. „ 130 „
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen
½ „ 90 „
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
90
Leber= und Blutwurſt. „ ½ „ 72 „
Bekanntmachung.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine Nr. 32 439,
52 528, 59 452 und 63 833 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb
14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in unſerem
Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf
dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom 18. Auguſt 1900, betreffend die ſtädtiſche
Pfandleihanſtalt Darmſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
(3321
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul, Vorſteher.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die Einrichtung von Gas=,
Beleuch=
tungs=, Heiz= und Kraft=Anlagen im Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche
an das Rohrnetz des ſtädtiſchen Gaswerks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie alle
Er=
weiterungen, Veränderungen und Reparaturen nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen
darf, die von Großherzoglicher Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu
erhalten und ſich verpflichtet haben, alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundlegung
und gewiſſenhafter Beobachtung der hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften
auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt bis jetzt folgenden Firmen erteilt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. Adam Bender, Karlſtr. 51.
5. Karl Bohl, Blumenthalſtr. 107.
6. Lud. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 54.
7. Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
8. Karl Darmſtädter, Sandbergſtr. 66.
9. Theodor Dilling, Kaſinoſtr. 37.
10. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11.
11. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a.
12. Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
14. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
15. Guſtav Göckel, Karlſtr. 12.
16. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
17. Philipp Handſchuch,
Schloßgarten=
ſtraße 37.
18. Ludw. Heppenheimer, Luiſenſtr. 2.
19. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
20. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
21
22. Balthaſar Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.
23. Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
24. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
25. Karl Kämmerer, Neckarſtr. 21.
26. Gg. Kaiſer, Inh.: Marg. Haun,
Rheinſtr. 5.
27. Robert Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.
28. Georg Keil, Kirchſtr. 17.
29. Auguſt Keller, Hohler Weg 11.
30. Adolf Kling, Rheinſtr. 17.
31. Klink & Rettberg, Ludwigsplatz 8½
32. Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
33. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
34. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
35. Ludw. Luck, Gutenbergſtr. 27.
36. Val. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtraße 54.
37. Georg Momberger, Schützenſtr. 4.
38. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
39. Aug. Neumeyer Wwe., Gr.
Ochſen=
gaſſe 22.
40. Heinrich Ningler, Landwehrſtr. 47.
41. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
42. Heinrich Pauli, Orangerie=Allee 7.
43. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
44. G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
45. J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
46. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
47. Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
48. Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
49. Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
50. Mich. Vollrath, N.=Ramſtädterſtr. 51.
51. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
52. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
53. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
54. Franz Wenz, Soderſtr. 54.
55. Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Darmſtadt, den 1. Februar 1910.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung.
Betriebsleitung.
Friedrich.
(3234ds
I
Rüshorz=Verſteigher ung Nr. Ary.
(Stadtwald.)
Dienstag, den 15. I. Mts., morgens 9½ Uhr,
werden im Saale der Turngemeinde, Woogsplatz 5 hier, verſteigert:
1. In Bürgertanne (Forſtwart Ahlheim, Kahlertſtraße 12), aus den Abteilungen:
3, 2 und 5, Waiſenhaustanne und Pallaswieſenſchlag (an der Mittel= und
Küchenmeiſterſchneiſe aus den Nummern 1018—1066 die blau gekreuzten),
Ab=
teilung 10, An der Harras (an der Unteren Falltorſchneiſe aus den Nummern
1001—1017 die blau gekreuzten), ſowie aus verſchiedenen Abteilungen (an der
Oberen und Unteren Falltorſchneiſe, Mittel= und Traubenſchneiſe aus den
Nummern 1612—1617 die blau gekreuzten:
Stämme:
Kiefern III. Kl. 10 St. — 9,78 fm
Eichen III. Kl. 2 St. — 1,66 fm
IV. „ 10 „
6,83 „
,
IV. „ 9 „ — 4,85 „
4,43 „
„
V. „ 1 „ — 0,21 „ 147 St. Eichen= und Fichten=Stangen
Kiefern II. „ 2 „ — 2,91
(Pallaswieſenſchlag).
2. In Beſſunger Tanne (Forſtwart Geriſch, Heidelbergerſtraße 112),
Abtei=
lung 47, Pelz, aus den Nummern 1—81 die rot gekreuzten), ſowie aus
ver=
ſchiedenen Abteilungen (Nr. 1049—1054):
Stämme, Kiefern: 1 St. I. Kl. — 1,84 fm
16 „ II. „ — 17,09 „
58 „ III. „ — 51,50 „
13
= 8,84 „
Unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert.
Weitere Nutzholz=Verſteigerungen finden in den beiden Tannen nicht
mehr ſtatt.
Stammholz=Verzeichniſſe ſind nicht zu haben, dagegen erteilen die oben genannten
Forſtwarte jede Auskunſt.
(3013os
Darmſtadt, den 3. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Stammholz=Verſteigerung.
Dienstag, den 22. Februar I. J., vormittags 10 Uhr, nach Zuſammenkunft
beim Ernſt=Ludwigstempel in Diſtrikt Darmſtädter Koberſtadt werden verſteigert:
Stämme, Eiche: 2 St. II. Kl. 2,80 fm; 4 St. III. Kl. 2,52 fm; 1 St IV. Kl.
0,30 fm; 3 St. V. Kl. 1,08 fm; 12 St. VI. Kl. 2,60 km. Buchen: 3 St. I. Kl.
4,60 fm; 7 St. II. Kl. 8,80 fm: 26 St III. Kl. 26,40 fm; 8 St. IV. Kl. 5,10fm,
zuſ. 41 fm. Derbſtangen, Buche: 1 St. Längwiede. Stämme, Lärche: 5 St.
III. Kl. 4.70 fm, 14 St. IV. Kl. 8,50 fm, 80 St. V. Kl., 34,75 fm, zuſ. 47,95 fm.
Nähere Auskunft erteilt die Forſtbehörde.
Stammholzverzeichniſſe ſtehen auf Verlangen zu Dienſten.
Langen GHeſſen), den 8. Februar 1910.
(3326
Großherzogliche Oberförſterei Langen.
Klump.
Stammm= u. Baunelz
kann jederzeit zum sofortigen Schneiden
angefahren werden im
11
Dampfsägewerk Mahr
Darmstadt, Weiterstädterstrasse 70. (2318a
Iimn!
Minmmmn
Gebr.
rlisch
Markt 2.
Während der
Weissen
Weche
sehenswerte
Innendekoration:
Der
Jeise
urm
unter Verwendung
von ca.
6000 Rosen.
2
Beachten Sie gefl.
unsere Schaufenster.
Dieselben werden Sie
von dem, was wir in der
„Weissen Woche
bieten, überzeugen.
Sämtliche Schaufenster
sind Sonntag, den 13. Febr.,
beleuchtet.
Ein grosser Teil der
Weisswaren sind auf
Extra-Tischen
auf-
gelegb.
Gehr.
Orlischn
Markt 2.
Wir bringen während
der
z„Weissen Woche
zu
hervorragend billigen
Weisse Waren
zum Verkauf.
Die nebenstehend
ange-
führten Artikel beweisen
die Preiswürdigkeit.
Durchaus zwanglose
Prüfung der in unsern
Verkaufs-Räumen
auf-
liegenden Artikel.
Selten günstige Gelegenheit
zur Zusammenstellung
preiswerter
Brautausstat-
tungen.
Unsere Fenster von
Nr. 1 bis 9
zeigen die diversen
Ar-
tikel wie:
5 Damen-Wäsche
Weisse Konfektion
Weisse Modewaren
Weisse Baumwollwaren am Stück
Weisse Schürzen u. Korsetts
Weisse Kleiderstoffe
Weisse Gardinen- u. Rouleaugstoffe
Weisse Handarbeiten
Baby-Wäsche.
(3316
ebr. Rothsc
9 esse Woen
Weise Damen- u. Kinder-Konfektion
Damen-Wäsche
Weisse Damenhemden
Weisse Damenhemden
Cretonne mit Spitze . . . . Stück 95 Pf.
Vorderschluss m. Festongarnitur, St. 1.10 M.
Weisse Damenhemden, Vorderschluss, aus
gutem Cretonne mit Feston Stück 1.20 u
eisse Damenhemden, aus gutem
Cre-
tonne mit gestickter Passe Stück
Besonders preiswert!
Damenhemden
Achselschluss, aus gutem
Cretonne mit Feston
Stück
25
M.
Weisse Damenhosen
Cretonne mit Stickerei .
Weisse Damenhosen, aus gutem Cretonne
mit Feston und Stickerei . . Stück 1.15 M.
Stück 95 Pf.
Weisse Damenhosen, aus gutem Croisé
.. . . Stück 1.20 ₰.
mit Feston
,
Weisse Damen-Kniehosen
.. Stück 1.35 M.
mit Stickerei . .
Weisse Damen-Nachtjacken, aus gutem Croisé
Stück 05 Pf.
mit Spitzen .
Weisse Damen-Nachtjacken, aus gutem Piqué
Stück 95 pf.
mit Spitzengarnitur . .
Weisse Damen-Nachtjacken, aus Croisé mit
Spitze und Feston . . . . . Stück 1.10 M.
Weisse Damen-Nachtjacken, aus Cretonne
mit Feston und Umlegekragen, Stück 1.25 M.
Weisse Kinderkleider, Batist mit Stickerei
anfangend Stück 1.50 M.
Weisse Batistblusen mit reicher Stickereigarnitur
Stück 1.95 M.
Weisse Seidenbatistblusen mit Einsatz und
Stickerei
Stück 3.95 M.
Weisse Stlckereiblusen mit Einsatz, reich garn.
Stück 4.75 M.
Weisse Stickereiblusen, letzte Neuheit
Stück 4.95 u.
Halbfertige Blusen 2
Halbfertige Roben
Stück 9.50 M.
Stück. 9.50 M.
Weisse Russenkittel in grosser Auswahl u. allen Preislagen.
Untertailen
Weisse Stickerei-Untertaillen
Stück 75 Pf.
Weisse Stickerei-Untertaillen mit Banddurchzug
Stück 75 Pf.
Weisse Cretonne
80 cm breit .
Weisse Hemdentuche
Weisse Cretonne
solide Ware
WeisselRenforcé
ie e.s eiche
Weisser zweiseitig gerauhter Biber.
Meter 20 pf.
Meter 30 pf.
Meter 35pf.
Meter 30pf.
Meter 38 pf.
Weisse Stickerei-Untertalllen mit Banddurchzus 1.25 M.
Stück
Weisse Cretonne-Untertaillen mit Stickerei
Stück 1.15 M.
Beachten Sie diese
Angebote
Besichtigen Sie die
Innendekoration
Riesig billig!
Weisse
25
Bettücher
(Oxford) 150 cm breit, 200 cm
lang . . . . . . . . Stück
M.
Bett-Wäsche
Weisse Kissenbezüge
Stück 58 pf.
gebogt
Weisse Kissenbezüge, gebogt, gute Qua-
Stück 130, 90 und 80 Pf.
lität . . . .
Besonders zu empfehlen
Grosse Posten
Z
weiss Croisé
Ia Qual., ganz feiner Köper,
während der weissen Woche
Meter Pfg.
Weisse Croisé . . . . Meter 45, 40 und 351
Weisse gerauhte Piqué-Damassé
Meter 65
für Negligé-Jacken . . .
Weisse Flockpiqué . . . Meter 55, 48 und 38p
Weisse Gerstenkornhandtücher
35
48/50 cm breit, mit roter Bordüre Meter
Weisse Handtücher
.. . Meter 25.
schöne Qualität
Weisse Gerstenkornhandtücher
48, 50 cm breit, mit weißer Bordüre Mtr. 33r
Weisse la Gerstenkornhandtücher, 48/50 cm br.
mit weißer Bordüre u. mit rot. Bord. Mtr. 45
Weisse Damast-Handtücher
schöne Qualität . . . . . . Meter 45 P
Weisse Damast-Handtücher
48/50 cm breit . .. .. . . Meter 55₰
§ Sehr vorteihaft!
Ein Posten
Weisse Waffel-
775
Bettdecken
mit Fransen, ganz Schwere
Qualität . . . . . . Stück
M.
Während
der
„Weissen Woche‟
sämtliche
Weisswaren im Preise
ermässigt.
Stück 3.50 p.
Weisse Kissenbezüge
mit Stickerei-Einsatz . . . Stück 1.25 M.
Weisse Damast-Bettbezüge
130X180 cm . .
Weisse Damaste für Nachtjacken
Pf.
80 cm breit, kleine Dessins, Mtr. von 50 an
Weisse Bettücher, Halbleinen, vollständig
gross . Stück 3.25, 2.65, 2.25 und 1.85 M.
E M.
Weisse Coltertücher . . . . Stück von 3.25 an
Weiss Haustuch für Bettücher
Meter 75pf.
150 cm breit
Weiss Haustuch für Bettücher
Weisse Kleiderstoffe
Meter 95 pf.
160 cm breit . . . . .
Weiss Halbleinen
„Meter 1.25 A.
160 cm breit . . . . .
25
Fantasiestoffe, elfenb., Mtr. M
110
Wollmousseline, „, .7
Wollbatist,
121.
,,
Voié, 115 cm br., „ „ 1M.
150
Cachmire,
„ „ 1A
Sehr preiswert!
Ein Posten
weisse
Damaste
Meter G0
130 cm breit
Taffet, f. Blusen, weiss „ I
Tennisstoffe, b’wolle,
anfangend Mtr. 65p
Batist, gemustert . Mtr.65 Pf
Mul, getupft . . . . Mtr. 75 Pf.
Batist, weiss . . . . Mtr.65 Pf.
Seidenbatist, 120cmbr., Mtr. 85 Pf.
Baumwoll-Cheviot . . . . Mtr. M.
Rips-Pigué . . . . . . Mtr. 65 Pf.
Panama . . . . . . . . Mtr. 95 Pf.
1
schwasche
Tischtücher, „Drell‟ 100X150 cm
Stück 1.15 p.
Fischtücher,
Baumwoll-Damast, 110X150cm Stück 1.65 Mr.
Tischtücher
Halbleinen, Damastmuster Stück 2.25 M.
Servietten, Drellmuster
Stück 20 pf.
Servietten, Damastmuster . . . Stück 35 pf.
Tischzeug am Stück, 110 cm breit, Meter 95 pf.
Stück
Tischläufer in gehäkelt
75pf.
115
Weisse Stickerei-Röcke
Stück von Mk. an
Weisse Röcke m. Valencien- 925
Spitze u. Einsatz von Mk. O an
125
Weisse Anstands-Röcke
ausCroise, festoniert, St.v. an
Pf.
isse Zierschürzen
mit farb. Besatz, Stück 25 Pf.
Weisse Zierschürzen
m. Stickerei-Borde, St.
Weisse Zierschürzen mit
rundum Stick., St. 65u
Weisse Zierschürzen
m. Träg. u. Stickerei, St.
Weisse Hausschürzen
m. Tasche, festoniert,
38pf.
45pf.
85 pf.
St 1 2.
5
Wachstuch-Barchent
85 cm breit, in weiss u. weiss
Meter 95 Pf.
mit blau
85 cm breit, weiss Marmor
Meter 1.10 M.
100 cm breit, weiss Marmor
Meter 1.25 M.
Erstlinoswasche
Gardinen
Meter 95 pf,
Pf.
Coupon
Welsse Gardinen-Mulle
130 cm breit .
Weisse englische Tüllgardinen
100 cm breit . . .
Halbstores mit Volant
140 cm breit, 225 cm lang
Stores mit Volant
130 cm breit, 300 cm lang
Tüll-Brises-bises
mit Volant
Meter 45 pf.
Stück 4.75 p.
Stück 4.95 M.
das Paar 95 Pf.
190
Erstlingshemdchen, Stück v. 15 an Ueberzieh-Jäckchen, Stück von 1 an Auto-Schleier, weiss, Stück von 95 ₰ ₰
Piqué-Jäckchen
Pf.
Lätzchen
Stück von 1.20 Mk. bis 12 Pf.
Gestrickte Jäckchen
Stück von 1.60 Mk. bis 15 Pf.
mit Stickerei, Stück v. 48 an Windelhosen . Stück von 90 an
Serie I Serie II Serie III
n ca. 4—4½m 75 pf. 95 pf. 1.50 M.
Kinder-Spitzenkragen Stück von 28f
— Pf.
Pf.
Gestrickte Schuhchen
3317)
Wickelteppich,
umstochen, Stück von
Wickalbänder,
umstochen, Stück von
HPf.
99 an
Während der Weissen Woche
au
2 Pf.
Paar von 92 an Tragröckchen
Pf.
40 an s Kinderwäsche, wie Hemden u. Beinkleider
a0
Stück von 1an s 10 Prozent Extra-Rabatt.
6
45 6 60
[ ← ][ ][ → ]
ur jande Daien!
Prüfungskleider
keidsame, modeme Ausführungen 30.− 38.-. 49.− 59.− 75.− etc.
Konfirmationskleider Heidsame, modeme Ausführungen 38.— 49.− 59.− 64.− 75.− etc.
Communjonkleider Keidsame, modeme Ausführungen 31.— 36.− 49.− 59.− 75.− etc.
VauEer &Senore!
Goethestrasse 9, II
Frankfurf a. M.
Goethestrasse 9, II.
(32454,1.
N
U
Ser SFasche
„Hell” von schönster Bernsteinfarbe
„Dunkel‟ klar, mild u. vollmundig
(3392a
können sich nicht nur den teueren fremden Bieren ebenbürtig zur Seite stellen, sondern
gelten allgemein als die besten Marken. Jeder Versuch führt zur dauernden Kundschaft.
15 Monate alt,
Kind (Knabe) wird in gute
Pflege gegeben. Offerten mit Preis unter
(*3450
L. 62 an die Expedition erbeten.
Zimmertüren zu kaufengeſucht.
(*3480
Offert. unter K 60 an die Exp. ds. Bl.
Eine starke, eiserne Geldkiste
und ein Kugelkaffeebrenner zu verkaufen
*3483)
L. Hufnagel, Waldſtr. 7.
F6
Ein gut erhaltener Sportwagen
billig zu verkaufen Taunusſtr. 40. I. (*3478
Fahrrad mit Freilauf,
faſt neu, wenig gefahren, billig zu verkauf.
3430soi) Atelier Wolfl, Ludwigsplatz 6.
Vin
Ein bequemer Polstersessel
zu kaufen geſucht Keil, Sackgaſſe 6. (*3433so
Ein Naturblumentisch (Ahorn), eoi.
mit Pflanzen, billig zu verkaufen
(*3400
Gutenbergstrasse 47.
ele De, und beite ver=
Möbel den zu kaufen geſucht
ndelſtadtſtraße 2.
Wer
*3517si)
Kurſe vom 11. Februar 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 94,20
85,25
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 101,00
3½ do. Conſols . . . . 94,20
85,30
do.
3 do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 102, 10
94,20
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,10
93,60
do.
3½
84,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 102,10
93,00
do.
3½
81,90
do.
84,80
3 Sächſiſche Rente .
Württemberger v. 1907 101,70
94,00
do.
37
5 Bulgaren=Tabak=Anl. —
Griechen v. 1887 . .
3¾ Italiener Rente . . . 104,90
4½ Oeſterr. Silberrente . 99,10
do. Goldrente . . 100,25
do. einheitl. Reute —
3 Portug. unif Serie I 64,60
do. unif. Ser. III 66,00
Spezial . 12,30
do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,20
v. 1800. . 95,00
4 do.
v. 1905 . . 91,50
do.
Ruſſen v. 1880 . . . . 91,60
In Proz.
3f.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,10
do. v. 1905 . . . . 99.90
½ Schweden . . . . . . . 94,20
4 Serbier amort. v. 1895 84,50
Türk. Admin. v. 1903 88,30
do. unifiz. v. 1903 94,40
95,70
1 Ungar. Goldrente .
4 do. Staatsrente . 92,80
5 Argentinier . . . . . . 101,00
99,50
do.
93,30
½ Chile Gold=Anleihe
Chineſ. Staatsanleihe 102,80
. do.
10,10
4½ Japaner . . . . . . . 98,40
Innere Mexikaner . . 101,50
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 —
5 Gold=Mexikaner . . . 102,90
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Anerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 136,10
4 Nordd. Llond . . . 103,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
Baltimore & Ohio . . 114,30
4 Gotthardbahn . . . .
In Proz.
Zf.
4. Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,30
4 Heſt. Südbhn. (Lomb.) 22,80
4 Pennſylvania R. R. 132,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Atienbrauerei . 194,10
Werger=Brauerei . . . . 82,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 434,00
Fabrik Griesheim . . . . 267,00
Karbwerk Höchſt . . . . . 449,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 330,25
Lahmeyer . . . . . . . . . 107,10
Schuckert . . . . . . . . . 136,00
Siemens & Halske . . . 238,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 380,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 245,80
Gelſenkirchen . . . . . . . 216,50
Harpener . . . . . . . . . 206,30
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 220,70
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 91,00
Pfälzer Prt. . . . . . 101,20
93,60
do.
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
ſteuerfrei . 99,10
do.
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,40
do.
99,70
alte .
do
3
5 Oeſterr. Südbahn . . 103,00
do.
85,30
do.
59,40
2in
3 Raab=Oedenburger . . 76,60
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,25
4 Kronpr. Rudolfbahn . 99,80
In Proz.
3f. (**
76,50
24/0 Livorneſer . . .
4 Miſſouri=Paciſic . . . 82,10
t Bagdadbahn Mk. 408 87,30
5 Anatoliſche Eiſenb..
Tehuantepec . . . . . 102,90
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 183,00
4 Darmſtädter Bank . . 137,60
4 Deutſche Bank . . . 258,30
Deutſche Vereinsbank 129,80
Diskonto=Geſellſchaft . 197,40
4 Dresdner Bank . . . . 166,50
4 Mitteldeut Kreditbk. 120,50
Nationalbk. f. Deutſchl. 130,50
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,30
150,20
Reichsbank . . . . .
Rhein. Kredit=Bank 136,75
4 Wiener Bank=Verein 140,50
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . . . 92,80
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
91,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
3½
92,60
do.
Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,60
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
3½
do. (unk. 1914) 92,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
93,70
do,
3½
InProz.
Zi.
Städte=
Obligationen
-
4 Darmſtadt . . . . . .
92,10
3½ do.
Frankfurt . . . . . . . 101,30
96,00
4
do.
Gießen . . . . . . . . 101,00
4
3.
do.
Heidelberg . . . . . . 100,50
92,00
3½ do.
Karlsruhe . . . . . . 101,00
37
do.
92,00
Magdeburg. . . . . . —
do.
(40
Mainz . . . . . . . . 101,00
3½ do.
Mannheim . . . . . . —
do.
München . . . . . . . 101,50
3½ Nauheim
92,00
Nürnberg . . . . . . . 101,50
3½ do.
Offenbach . . . . . . . 101,00
do.
5½,
4., Wiesbaden . . . . . . 101,10
do.
Worms . . . . . . . . 100,80
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . —
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche
Tlr. 100 159,80
(34,
½ Cöln=Mindner „ 100 137,40
5 Donau=Reg. fl. 100 144,50
Holl. Komm. „ 100 108,00
3.
Zf.
InProz.
3 Madrider Fs. 100 77,50
4 Meining. Pr.=Pfand=
O„.
137,50
. „
.„„
Oeſterr. 1860er Loſe 174,70
Oldenburger . . . . . 125,50
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
ſt. 7. —
Augebuger
Braunſchweiger Tlr. 20 217,50
Freiburger
15 58,50
Mailänder
Fs. 45 155,00
Fs. 10 —
do.
Meininger
7.
fl.
41,50
Oeſterreicher v. 1864 „, 100 570,00
do. v. 1858 „ 100 464,00
Ungar. Staats
„100 —
Benediger Frs. 30 —
Türkiſche
„ 400 179,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,40
20 Franks=Stücke . . . . 16,25
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,20
Engliſche Noten . . . . .20,44y.
Franzöſiſche Noten . . . . 81,35
Holländiſche Noten . . . . 168,70
Italieniſche Noten . . . . 80,95
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . —
4%
Reichsbank=Diskonto . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%
Lieferung
von Lernmitteln für arme Schulkinder.
Die Lieferung des Bedarfs an
Schul=
büchern, Schreibmaterialien und
Mate=
rialien für den Zeichen= und
Handarbeits=
unterricht im Schuljahr 1910/11 ſoll
als=
hald vergeben werden.
Bedingungen nebſt Verzeichnis der zu
liefernden Materialien liegen auf dem
Stadt=
haus, Zimmer Nr. 39, die Muſter bei den
beteiligten Schulgruppen zur Einſicht bereit.
Angebote ſind verſchloſſen und mit
Auf=
ſchrift verſehen, nebſt Muſter,
Dienstag, den 15. Februar 1910,
vormittags zwiſchen 10—11 Uhr,
bei uns einzureichen.
(2765a
Darmſtadt, den 31. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
Verkauf und Anſchaffung
von Faſelvieh.
Ein Zuchtbulle und ein Eber aus dem
Faſelſtall Beſſunger Straße Nr. 60 und ein
Eber aus dem Faſelſtall Arheilger Straße
Nr. 43 ſind zu verkaufen.
Angebote wollen bis Mittwoch, den
16. I. Mts., bei uns eingereicht werden.
Gleichzeitig ſoll ein junger Eber, Raſſe:
Deutſches Edelſchwein, angekauft werden.
Angebote, bei Freilieferung des Tieres
in den Faſelſtall, ſind bis zu dem gleichen
Termin an uns einzuſenden. Die
Verkaufs=
bedingungen liegen im Stadthaus, Zimmer
Nr. 39, zur Einſicht offen.
(3444so
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Jaeger.
Vergebungvon Fuhrleiſtungen.
Die Abfuhr von ca. 500 cbm Grund
aus dem Speſſartring nächſt der
Dieburger=
ſtraße nach dem Hohlen Weg öſtlich der
neuen Odenwaldbahn, ſoll verdungen werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte,
Zim=
mer Nr. 7, während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen. Auch werden dort die
Ange=
botſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Montag, den 14. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
Tiefbauamt.
(3320fs
Keller.
Städtiſche Sparkaſſe.
Die Beſitzer von Einlagenbüchern mit
den Nummern 1—100000 werden, ſoweit
dies noch nicht geſchehen iſt, aufgefordert,
die noch nicht beigeſchriebenen Zinſen in
den nächſten Wochen nachtragen zu
laſſen.
(3445soi
Purgold, Direktor.
Städtiſche Schulzahuktluißt
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
Bekanntmachung.
Montag, den 14. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Chriſtian Rupp Witwe dahier
und Kindern zuſtehende Liegenſchaft:
qm
Flur
Nr.
II 9260%/100 251 Hofreite Stiftſtraße
Nr. 50,
II 9269%/100 179 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K143.09
werden.
Falls keine anderen rechtlichen Hinderniſſe
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 25. Januar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L2406,61
Müller.
Bekannimachung.
Montag, den 14. Februar I. Js.,
vormittags 9 Uhr,
ſollen die den Fabrikant Georg Ludwig
Anton Eheleuten auf der Waldmühle bei
Ober=Ramſtadt, ſowie den Kindern erſter
Ehe des Georg Ludwig Anton daſelbſt im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt
zu=
geſchriebenen Immobilien:
Flur
Nr. qm
II 92715
9271e/0 130 Hofreite Stiftſtr.) jetzt zuſ.
*100 144 Grabgarten daſ. Wieners=
II. 9277/100 422 Hofreite Mühl=( ſtr. 61,
weg
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K82/09
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 20. Januar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L2407,61
Müller.
In unſer Handelsregiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Bank für Handel und Induſtrie,
Darmſtadt.
Die Prokura des Wilhelm Sammet in
Darmſtadt iſt erloſchen.
(3376
Darmſtadt, den 9. Februar 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Der Plan über die Errichtung einer
unterirdiſchen Telegraphenlinie durch
den Breitwieſenbergweg in Darmſtadt
liegt bei dem Kaiſerlichen Telegraphenamt
daſelbſt von heute ab 4 Wochen aus.
Darmſtadt, 10. Fehruar 1910. (3373
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion.
Bekanntmachung.
Die wegen influenzaverdächtiger Erkrankung eines Pferdes in der Pferdeſtallung
des Hauſes Allee Nr. 25 unterm 23. Dezember v. Js. angeordneten Sperrmaßregeln
ſind aufgehoben.
Darmſtadt, den 10. Februar 1910
(3439
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
E
Großherzoguiches Reaigymnaſum zu Darmſaot.
Anmeldungen für das Oſtern 1910 beginnende Schuljahr werden für ſämtliche
Klaſſen
Dienstag, den 15. Februar,
vormittags von 10 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr und
Mittwoch, den 16. Februar,
vormittags von 9 bis 1 Uhr,
auf dem Direktorzimmer im Realgymnaſium (Eingang durch das Portal vom
Kapell=
platz aus) entgegengenommen. Geburtsſchein und Impfſchein und, wenn möglich, die
letzten Schulzeugniſſe ſind dabei vorzulegen. Auswärtige können ſchriftlich angemeldet
werden.
Darmſtadt, den 4. Februar 1910.
(3022a
Die Großherzogliche Direktion:
Münch, Geh. Schulrat.
0
In Proeßer Seilmnur zu Darmstauf
Bildungsanſtalt für Froebel’ſche Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen
beginnt am 6. April ein neuer Kurſus, zu dem ſchon jetzt Anmeldungen von
Schüler=
innen im Alter von 15—30 Jahren entgegengenommen werden. Solche haben die beſten
Ausſichten, nach vollendeter Ausbildung baldige lohnende Stellung durch den Heſſiſchen
Froebel=Verein zu finden. — Proſpekte ſtehen jederzeit zur Verfügung.
(3396ss
Th. Schultz-Gora, Bismarckstrasse 18.
Staatl. konzes, und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
Rheinstrasse 1
Darmstadt
am Ernst-Ludwigsplatz.
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Sommersemester beginnt Dienstag den 12. April, 8 Uhr.
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
(2492a
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
rivat-Handeissehuie, Darmstädt
Gegr. 1899
Mathildenplatz 7, II.
Gegr. 1899
Handelskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf für
Herren und Damen.
Gründliche Ausbildung in allen HandelsfächernE
nach leicht faßlicher praktiſcher Methode.
Beginn der Hauptkurſe am 3. April.iEinzelfächer können täglich begonnen
(Dauer 3, 4 u. 6 Monate.)
werden.
Anmeldungen rechtzeitig erbeten.
Oskar Dierker.
3182a)
/am Luisenplatz Luisenstr. 10 am Luisenplatz E-
Darmstädter Sprach- und Handelschule
Leiter: Emil Held und Hieron. Schneider.
Neue Kurse Anfang April für junge und erwachsene Herren und Damen.
Ausbildung in allen kaufmännischen Fächern.
Stenographie-, Mashinenschreiben nach verschiedenen Systemen.
Sprachen: Französ., Engl., Span., Ital. — Grammat., Konvers.,
Speziell kaufm. Korrespondenz.
Besondere Klassen für Fortbildungsschüler.
NB. Schüler unserer Handelsschule sind beim Verlassen der städt. Schulen, wie
diejenigen der kaufmännischen Fortbildungsschule vom Besuche der
obligat, Fortbildungsschule befreit.
Anmeldungen frühzeitig erwünscht.
3447a)
Pfr. Ebert’s Höh. Lehranstalt
staatl.
Frankfurt a. M. Konz.
Sexta bis Prima inkl. meiſtens geteilt. Schularbeiten unter Aufſicht. Beſond. Klaſſen
zur Vorbereit. f. d. Einjährige. Einzelkurſe zum Abiturium f. Herren und Damen
u. für junge Ausländer zur Erlern. d. Deutſchen. Penſion im eigen. Hauſe mit groß.
Garten. Individ. Behandl. ſchwächl. Schüler. 20 Lehrer. Proſpekte.
(24230
Billige Schirme.
(3397a
Um mein großes Lager in
Regen= und Sonnenſchirmen
bald zu räumen, habe die Preiſe nochmals herabgeſetzt. Darunter ein
Poſten Sonnenschirme unter Einkaufspreis.
W. Keller, Schützenstrasse 5.
Taveten, Linoleum
Zur beginnenden Saison empfehle mein völlig neu assortiertes Lager in
Tapeten und Dekorationen in jedem Genre und in jeder Preislage.
(3344a
Alle Arten Goldleisten, Bilderleisten, Lincrustaleisten.
Spannstoffe, Lincrusta-, Tekko- und Kunstseidetapeten.
Einoleum: Fabrikniederlage der Deutschen Linoleum-Werke Hansa,
Bremer Linoleum-Werke Delmenhorst.
Wachstuchfabrikate.
Alle zum Rein- und Instandhalten der Linoleumböden nötigen Geräte,
Bohneröl und Wachse, nur in besten Qualitäten.
Hoflieferant
Allbb Jungmann, Ludwigsplatz6.
Ladeneinrichtung
faſt neue kleine, für Kolonialwaren, ſofort.
wegen Wegzug billig zu verkaufen
Mauerſtraße 32.
3417)
g Kanzösischer
Kline Sammlung
Miniaturen
aus Empirezeit, erſtklaſſige Stücke zu
verkaufen. Händler verbeten
*3413)
Dieburgerſtraße 60, parterre.
M.
Giliſch=Gerbingang.
Am 2. März 1910, vormittags
9 Uhr, wird im Geſchäftszimmer des
Pro=
viantamts, Eſchollbrückerſtraße 25, der
Be=
darf an Fleiſch= und Wurſtwaren für die
Garniſon und den Truppenübungsplatz
Darmſtadt für die Zeit vom 1. April
1910 bis 30. Juni 1910 verdungen.
Lieferungsbedingungen liegen im
Ge=
ſchäftszimmer aus, können auch gegen
Be=
zahlung der Sebſtkoſten bezogen werden.
Schriftliche und verſiegelte Angebote
ſind im Geſchäftszimmer vor Beginn des
Termins mit der Aufſchrift „Angebot auf
die Lieferung von Fleiſch= und Wurſtwaren”
verſehen, abzugeben.
(3324ss
Proviantamt Darmſtadt.
Kreu
Matraßenſtre u=Verkauf.
Mittwoch, den 16. Februar,
um 95 vormittags,
wird die Matratzenſtreu der 1. Batterie
öffentlich und meiſtbietend verſteigert.
Zu=
ſammenkunft am Eingang der Artillerie=
(3412si
Kaſerne am Beſſunger Weg.
Darmſtadt, den 11. Februar 1910.
I. Abteilung Feld=Art.=Regiments Nr. 61.
Bahnstunden nördl-Berlin
Echmikulu
Mol
42,
Saelldla
HocGliefbau Raschinenbauz
Eüenbetonkenu-Elektrotech
strukfion und
MnikIIngenieure
UechlereiseMonlechniker
Gehrnerkhial
Münberstorien
M
KuRZEENTUDEnDAUEE
nſtitut Boltz
(H3436
Ilmenau i. Thür.
Einj., Fähnr.-, Prim.-Abitur. (Ex.)
Schnell, ſicher. Pr. frei.
Baugewerk-Schule
Offenbach am Ilain
Direktor: Prof. Eberhardt
Gelegenheitskauf für Freunde
yeſſiſcher Geſchichte!
M. Merian, Beſchreibung der
vor=
nehmſten Städte und Plätze in Heſſen ꝛc.
Mit vielen Kupfern. Frankfurt 1655.
Schönes Exemplar in gutem Einband.
An=
gebote unter L 27 an die Expedition ds.
Blattes.
(3280fs
Fünf Stüch
Tafelklaviere
wegen Platzmangel zu jedem annehmbaren
Preiſe zu verkaufen. Georg Thies Nachf.,
Leopold Schutter, Hoflieferant, Eliſa=
(3306sms
bethenſtraße 12.
Gebrauchter ſu=Schließkorb zu kaufen
geſucht. Offerten unter L. 52 an die
(*3414
Expedition ds. Blattes.
Speisekartoffeln:
Bad. Magnum bonum, Induſtrie und
Mühlhäuſer Salatkartoffeln empfiehlt in
(1728a
gut verleſener Ware
Wilhelm Stumpf, Rundeturmſtraße.
Telephon 694.
Minn
Enlger stroeee Katter
wöchentlich friſche Sendung
p. Pfd. Mk. 1.15, 1.20, 1.30, 1.40, 1.60ꝛc.
nbeh
eohe
lad
Sal Maaushialf-Chocd
Ii
vanilliert, per Pfd. Mk. 1.20.
waflicga
Kriegtr Honandisch. Lache
direkter Bezug, per Pfd. Mk. 2.40
Ronnefeld=Tee
Originalpackung, Originalpreiſe
1ee
uf
1ee MKklegk
Russ. Tee
beliebte Miſchungen
Originalpackung
K
Krie
Tedtermischung
per Pfund Mk. 1.00 ¼ Pfd. 25 Pfg.
Gothaer Tervelat u. Salami
in bekannt vorzüglicher Qualität.
Frankfurter Siedwürstchen
fſt. Frankfurter Leberwurſt.
Thüringer Sardellen-
Ffollmin
und Trükeswufst
Braunſchweiger Mett= und Leberwurſt
Zungen= und Rotwurſt.
Valencia-Orangen
10 Stück 55, 70, 75 Pfg.
Mureig=Blut 10 Stück 95 Pfg.
Geerg Ladwf krie
bekannt für nur prima Qualitäten
Rheinſtr. 17. (3410) Fernſchr. 779,
Montag, 44. Febr. bis Samstag, 10. Febr.
bei der Firma
Joseph Stade
Gründung des Hauses 1825
15 Ludwigsstrasse 15.
Verkauf grösserer Posten erstklassiger Fabrikaté
Weisse Noche
Damen-Leibwäsche
als: Taghemden, Beinkleider, Nachthemden, Kombinations, Matinées,
Kimonos, Negligéjacken, Frisienjacken, Unterröcke, Untertaillen-
Bettwäsche
als: Fertige Plumeaux, Ueberlaken, Kissenbezüge, Bettüchér.
Tischwäsche etc.
als: Tischtücher, Servietten, Gedecke, Tischläufer, Milieux,
Tisch-
decken.
Handtücher, Staubtücher, Badetücher und: Laken, Badewannen-
Vorleger, Taschentücher.
Angesichts der steigenden Preise
aller Fabrikate der Textilindustrie
E) bietet dieser Verkauf (
besondere Vorteile
zur Deckung des Saisonbedarfs!
Stückware
in: Léinen, Halbleinen, baumw. Wäschetuche, fassoniert Satin,
Piqué, Bettsatin, Bettdamast.
Weisse Blusen, weisse Kleider (fertig u.
halb-
fertig), weisse Kleiderröcke.
(3384
Die nur für die
verstehen
weise Woche gülbigen besongers billigen Freise sich gegen Sofortige barzahlung.
Rehlungfür häcken
pro Liter 10 Pfg., Vollmilch 18 Pfg. (*3507 die Expedition ds. Bl. erb.
Offerten unter L. 95 an die Exped.
Gesellige
Vereinigung.
Zur Pflege guten geſelligen Verkehrs
(Tanzunterhaltungen, Ausflüge ꝛc in engerem
beabſichtigt, zu der Angehörige akademiſcher
Berufe, Inhaber größerer Firmen und
Herren in ſonſtiger angeſehener Stellung
Zutritt haben ſollen. Familien mit
er=
wachſenen Töchtern und Söhnen beſonders Kaution erforderlich. Selbſtreflektantenoff.
angenehm. Meldungen unter K 81 an die
(*3160mnds
Expedition erbeten.
iehé Gram., Konv.,
Englischer Unterrichll, Eiterat. wird
von einer Engländerin erteilt. Deutsch
für Ausländer. Uebersetzungen.
1964a) Heidelbergerstrasse 25, 3. St.
Conversation, Grammatik, Literatur,
Korrespondenz, Nachhilfestunden in
Englisch (1582a
Französisch
und allen Weltsprachen
Wilhelminenstr. 19, II., in der
Berlitz School
(Tel. 613).
Von 8 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends.
Nur bewährte National-Lehrkräfte,
Stunde (allein) 2 Mk., in Klassen v.
80 Pfg. an. Zahlbar in
Monats-
raten. Probestunde gratis u. ohne
Verbindlichkeit. Prospekt frei.
erteilt Unterricht in der
Junge Dame franzöſiſchen Sprache.
Offerten unt. V 59 an die Exped. (2883a
aweist, durch akadem. gebild. Lehrer
Mathemdllk Sorgfält. ſchnelle Förderung.
Mäß. Honorar. Wittmannſtr. 30, I. (B901
Studenten
empfiehlt ſich ſehr erfahrener Dipl.=Ing.
(Ilb) zu raſcher Konſtruktion und
münd=
licher Nachhilfe. Offerten unter L 12 an
(*3267sids
die Expedition ds. Bl.
Gründlichen Unterricht im Weißnähen
und Flicken erteilt Frau Erich,
Landgraf Georgſtr. 8, Seitenb. rechts. (*3422so
1908 oder 1909
Täglich prima Magermilch abzugeben,zu kaufen geſucht. Offert. unter L 85 an
(*3491 Tahn-Kteller
von
A.Brischkofsky, Dentist,
Saalbauſtraße 8.
Sprechstunden täglich
Wochentags: 9—12 Uhr vm., 2—6 Uhr nm.
Sonntag: 9—1 Uhr vm.
(3154a
Teilzahlung gerne geſtattet. Eiſernes Kinderbett billig zu verkaufen
Moosbergſtr. 71, I.
(B3420 Existenz:
In e. gr. Orte d. Nähe iſt e. nachw. gut rent.
K
gemischtes Waren-Geschäft
krankh. zu verm. mit ſch. Wohn. u. Garten.
Kreiſe) iſt die Gründung einer Vereinigung Paſſ. für Anf., event. für 2 alleinſt. Damen.
Off. u. M. B. 34 poſtl. Darmſtadt. (3328sm Gutgehende Wirtſchaft
auf den Hektoliter abzugeben. Kleine
unter L 74 an die Expedition.
(*3442
Tüchtige Wirtsleute
kautionsfähig, suchen Wirtschaft per
alsbald oder ſpäter. Offert. unt. L. 66 an die Expedition erbeten.
(*3440
Tüchtige Leute
zur Fübrung einer gutgehenden Wirtſchaft
auf Hekt. geſucht. Keine Konzeſſion nötig. Leute mit Töchter bevorzugt. Offerten unt.
L 31 an die Expedition ds. Bl. (*3397
Zuer
Tüchtiger kautionsfähiger
Wirt geſucht
für den
Spezial-Ausschank einer ringfr. Gross-Brauerei.
Günſt. Bierpr., große Küche Kann
event. ſof. übern. werden. Offert. unt.
L 83 an die Exped. d. Bl.
(3128
Me En einer Lehrerfomilie finden 1 oder 2
J Schüler oder Schülerinnen höh. Schulen
freundliche Aufnahme. Mitſchüler da. Off.
unt. L. 69 an die Expedition erbeten. (3404a
Einige Herren können an bürgerlichem
Privat=Mittag= und Abendtiſch teil= (2736a
nehmen Waldſtraße 26, part.
Guten bürgerlichen Mittagstisch
Reſt. z. „Karlsburg”, Steinackerſtr. 2. (3119a
Gunkel, Grafenſtraße 37, 1. St.,
Bei bürgerlichen Privat=Mittag= und
Abendtiſch können noch einige Herren
erhalten.
(*3228dfs
Damen
erhalten guten Mittags= und Abendtiſch
von 60 Pfg. an. Alexanderſtraße 4, I.
Fleiſchabſchlag.
Für Sonntag nur prima
Roſtbeaf u. Lenden
zu 66 Pfg. (abgeholt)
fhe
Schldchterel Reinmelmer
Wendelstadtstraße 56. (*3484
Nur eigene Schlachtung.
Prima Speise-Kartoffeln
Induſtrie Zentner 3.25 Mk. (*3538
Ella
2.90 „ (soms
empfiehlt J. Vetter, Wenckſtraße 60.
Milchabschlag!
Verkaufe prima Vollmilch für 19 Pfg.
pro Liter. Off. u. L. 96 a. d. Exped. (*3506
Aur Unltauscn
von neuen Möbeln, habe ich drei hochfein
hergerichtete
Salongarnituren
zu verkaufen, darunter vollſtändige
Roßhaar=
polſterung, ſomit ſelten günſtige Gelegenheit
für Brautleute, ſowie großer
Gelegenheits=
poſten ff. neuer Wollmatratzen enormbillig
Karlstrasse 30. (*3437
Für Wirte
Pfandschein v. Riesengrammophon
Geldeinwurf) vorzügl. u. laut ſpielend, billig
zu verk. Liebfrauenſtr. 78, III., Htb. (*3526
neueres,
Guterhaltenes Fahrrad, Modell, zu
kaufen geſucht. Angebote mit Preis unter
(*3284
L 15 an die Expedition ds. Bl.
hän
Fe
Eiektr. Beleucntungskörger
abzugeben Bismarckſtr. 47, I.
(3434
Sitz= und Liegſportwagen mit
Gummi=
reif, faſt neu, zu verkaufen.
Wendel=
ſtadtſtraße 51, Stb., 1. St.
(*3474
*2896ss) Perfekte Schneiderin nimmt
noch Kunden an in und außer dem Hauſe.
Näheres Martinſtraße 22, 2. Stock.
Staatlich geprüfte Pflegerin empfiehlt
ſich für Wöchnerinnen und Kranke,
Frau Anna Klein
Babenhauſen GHeſſen). (*3335fs
Srau nimmt im Waſchen u. Putzen noch
Kunden an Karlſtr. 79.
(B3422
Sobhalaz
unzeiger.
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr
für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten.
Für denſelben beſtimmte Inſerate
Später
Behrenshaus
Mathildenhöhe, Alexandraweg 17, mit
ſchönem Garten per 1. März 1910, eventl.
früher, zu günſtigem Preis zu vermieten.
Beſichtigung an Wochentagen von 10½ bis
12½ Uhr. Auskunft erteilt
Kabinetts=
direktion (Altes Palais.)
(301ms
Rheinſtraße 43
iſt der erste Stock, beſtehend aus
acht Zimmern, ſowie Atelier im Garten,
vollſtändig neu hergerichtet (Gas, elektr.
Licht) mit Gartenanteil alsbald zu
ver=
mieten. Nähere Auskunft auf dem
Bureau des Herrn Rechtsanwalts Dr.
Hugo Bender, Kaſinoſtraße 8. (304ms
Zu vermieten.
Sehr große, geräumige
Wohnung
8 Zimmer, mit der ſich ſchöne
Bureau=
räume vereinigen ließen, iſt per ſofort
ſehr preiswert zu verm. Dieſelbe kann
auch getrennt werden als 5= u. 3=Zimmer=
Wohnung. — Anfragen ꝛc. zu richten an
Waldſtraße 34, I.
(450ms
Gaessosssssssss sasssssssee!
* Rückertſtraße 20 ₰
Haus zum Alleinbewohnen, an ruh. 5
3 Familie per 1. April zu verm. Näh. 5
5 Heinrichſtraße 87, part.
(529ms
Seosogsossssssssbesesscesee
B2182ms) Heerdwegviertel
zum Alleinbewohnen, Zentral=
Villd heizung, elektr. Licht, Gas in allen
Räumen, großen Garten, 10—12 Zimmer,
allem Zubehör, zu vermieten od. zu
ver=
kaufen. Näh. Franz Koch, Heerdweg 103.
Waldſtraße 49
Haus zum Alleinbewohnen
mit 10 Zimmern, Zentralheizung, Remiſe
und Stallung für 3 Pferde, per ſofort zu
vermieten, evtl. auch zu verkaufen. Näheres
Georg Goebel. Maschinenfabrik,
Griesheimerweg 25.
(2919s
2
Grüner Weg
(Tintenviertel)
hn
nfami
nhau
Neu erbautes Einlamillennaus
10 Zimmer mit reichlichem Zubehör,
großem Garten, der Neuzeit entſprech.
eingerichtet, per 1. April 1910 beziehbar,
zu verkaufen, ev. zu vermieten. Näh.
(B2935ms
* Ohlyſtraße 69, part.
Rhein, und Grafenſtrafe
Ecke 12¾, 1. Etage, 12 große elegante
Zimmer mit allem Komfort und reichlichem
Zubehör alsbald beziehbar. (H. Lautz.)
Gerſteſte eten
Eliſabethenſtraße 70
Beletage, hochelegant, mit elektriſcher
Licht=
anlage, Kochgas, 7 Zimmer, Badezimmer,
geſchloſſener Veranda, Burſchenzimmer,
Man=
ſardenräume per 1. April zu vermieten.
Näheres zu erfragen im Bureau im Seiten=
(211is
bau zwiſchen 11—12 u. 2—5 Uhr.
23
Rhein= u. Grafenſtr.=Ecke 12½4
elegante Wohnung, 7 große Zimmer und
reichlichem Zubehör, per April oder früher
(72988ms
beziehbar. H. Lautz.
Riedeselstrasse 39 III.
ſchöne 7=Zimmerwohnung billig zu
(1448s
vermieten.
N
Eschollbrückerstrasse 10
7 Zimmer, hochpart., 4 eleg. Zimmer im
Vorderhaus, 3 desgl. im anſchl. Seitenbau,
Küche ꝛc., ab 1. April an ruhigen Mieter
zu vermieten. Anzuſehen 11—1 u. 3—6 Uhr.
(2393ms
Näheres daſelbſt 1. Etage.
ninn
Rheinstrasse 29
2. Stock, ſchöne Wohnung von 7 Zimmern
und Zubehör zu vermieten. Näheres
Rhein=
ſtraße 25, Kontor A.
(961ms
Bismarckſtraße 39, II.,
Wohnung von 6 Zimmern und
Bade=
zimmer nebſt Zubehör per 1. April zu
ver=
mieten. Näheres parterre.
(67ms
Steinstrasse 5, 2. Stock
6=Zimmerwohnung, vollſtändig neu
herge=
richtet, mit Gas, Speiſekammer, Bleichplatz
uſw. ſofort oder ſpäter zu verm. (1265ms
MRe
Hertschatiswonnung
Eliſabethenſtraße 51 nächſt der
Neckarſtraße, Beletage, 6
Zim=
mer, neuzeitlich hergerichtet, nebſt
Stallung für 6 Pferde, Garten u.
allem Zubehör. Zu erfragen
Eliſa=
bethenſtraße 59 im Kontor.
Einzu=
ſehen 12—2 Uhr.
(206ms
Ferleletaſter. 3, Ioat
6 gr. geräumige Zimmer, Balkon, kompl.
Badezimmer, ſowie reichliches Zubehör,
alles neu hergerichtet, ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt im 2. Stock.
(313ms
318ms) Landwehrſtraße 4, nahe dem
Herrengarten, ſchöne 6=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör per 1. April ev. früher zu verm.
Kahlertstraße 13
iſt der Hochparterreſtock, beſtehend aus vier
großen und 2 kleineren Zimmern nebſt allem
Zubehör, per ſofort zu verm.
(312ms
N6
Landskronstr. 29, I. St.,
6 Zimmer, ein weiteres Zimmer im 2. St.
mit beſonderem Eingang nebſt all. Zubehör,
auf 1. April 1910 zu verm.
(B316ms
Pallaswiesenstrasse 28
1. Stock, 6=Zimmerwohnung per 1. April zu
vermieten. Näheres daſelbſt.
(637ms
Meherſehetrnene 1
hochparterre, 6 Zimmer, Bad, elektr. und
Gaslicht, ſehr vornehme Wohnung, mit
reichlichem Zubehör, per 1. April oder
früher. Daſelbſt 2. Etage 6 Zimmer,
Fremdenz., 2 Mädchen= u. Bodenz.,
Bad, Balkon u. Veranda, Gartenanteil
u. alles ſonſt. Zubehör, hochelegante
Wohnung mit Elektr.= u. Gaslicht per
April. Näheres Schulſtraße 1 bei
J. Stichel.
(13ms
Rheinſtraße 24
eine völlig neu hergerichtete, modern
aus=
geſtattete Wohnung im 1. Stock, 6 Zimmer
mit reichl. Zubehör per 1. April oder früher
zu verm. Näh. Rheinſtr. 26, Büro. (323ms
Martinſtraße 72
herrſchaftliche Wohnung, beſtehend aus
6 Zimmern, 2 Balkons, Badezimmer mit
Einrichtung, Gas u. elektr. Licht, in der
Manſarde Fremdenzimmer und
Mädchen=
ſtuben, im Hinterbau Stallung für 5 Pferde,
Remiſe, Burſchenzimmer uſw. per ſofort
zu vermieten. Näheres C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B319ms
Heidelbergerstr. 81410
ſchöne herrſchaftliche Wohnung, 1. Stock, mit
großen Zimmern, Bad, Küche, großem
Vorplatz u. reichl. Zubehör per 1. April billig
zu vermieten. Einzuſehen. von 2 bis 4 Uhr
nachmittags. Näh. Wittmannſtr. 43. (B554s
882ms) Waldſtraße 53 iſt der 1. Stock,
eine ſchöne geräumige 6=Zimmerwohnung,
neuzeitlich eingerichtet, mit Balkon, Koch=
und Leuchtgas, elektr. Licht, Bad,
Bleich=
platz und ſonſt. reichlichen Zubehör per
1. April zu vermieten. Näh, daſelbſt part.
860ms) Hoftheaterplatz 2, II., 6=
Zimmer=
wohnung mit Zentralheizung, elektr. Licht.
B2181ms) Mühlſtr. 64½, Kapellplatz,
2. St., 6=Zimmerwohnung mit Zubehör, freie
Ausſicht. Näh. Franz Boch, Heerdweg 103.
müſſen ſtets tagsvorher bis spätestens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen.
uns zugehende Inſerate können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Rheinstrasse 31, I. Stock
Bienarcstrase 23, II.,
Farenstrase 6
Wohnung von 7 Zimmern nebſt Badezimm.
u. ſonſt. Zubehör, beſonders für Arzt oder große freundliche 6=Zimmerwohnung mit
1. Stock, 5=Zimmerwohnung, Gas,
Bad, Veranda, Speiſekammer, Gas, elektr.
Rechtsanwalt geeignet, zu vermieten. Näh.
Manſardenzimmer, Bleichplatz ꝛc. per
Licht, geräum. Kellern u. Bodenkammern,
Rheinſtraße 25. Kontor A.
(307ms
1. April 1910. Preis 600 Mk.
per ſofort billig zu vermieten. Zu
er=
fragen Bismarckſtraße 21, part.
(887s
Heidelbergerſtr. 9½
herrſchaftliche Wohnung, hochparterre,
Zimmer, elektr. und Gaslicht, Loggia u.
Veranda ꝛc. und reichlichem Zuhehör, event.
noch 2 bis 3 Zimmer im 3. Stock. Näh.
daſelbſt 3. Stock.
(1126ms
Friedrichſtraße 12, parterre,
6 Zimmer mit reichlichem Zubehör
per ſofort. Näh. parterre im Hofe, im
Comptoir. Preis 900 Mark. (2916ms
Herſchaſtewoſungen.
Ohlyſtraße 29 (Neubau),
die Parterrewohnung, enth. 6 Zimmer nebſt
Zubehör, Veranda, Vor= u. Hintergarten,
desgl. der 1. Stock, 6 Zimmer mit reichl.
Zubehör, Veranda, Balkon, eventl.
Garten=
anteil, per 1. Juli zu vermieten. Näheres
Roquettenweg 3.
(B2938ms
Elegantes Etagenhaus
mit je 6 Zimmern, neuzeitlich eingerichtet,
in feinſter Höhenlage, iſt ganz oder geteilt
zu vermieten. Nähere Auskunft erteilt
Ludwig: Alter, Abteilung
Wohnungs=
nachweis.
(3409
S
Stittstraße 21
elegante 6=Zimmerwohnungen, neuzeitlich,
zu vermieten. Näheres nur bei Beſitzer
zu erfahren.
(3405ms
Näheres daſelbſt 2 Treppen.
354ms)
G. Hauptmann.
6
B
Dieburgerstrasse 54,
5=Zimmerwohnung und Schrankzimmer,
gegenüber großer Park, per 1. April zu
verm. Preis 650 Mark.
(509ms
C
6
H
Kiesſtr. 131, 3. Stock
neuzeitlich, mit allen Bequemlichkeiten
her=
gerichtete 5=Zimmer=Wohnung am 1. April
an ruhige Mieter abzugeben. Näheres
ebendaſelbſt nur parterre.
(44ms
Hügelstrasse 7, 1. St.
geräumige 5=Zimmerwohnung, kompl.
Bad u. reichl. Zubehör, per 1. April. zu
vermieten. Näheres wegen Beſichtigung
und Auskunft Neckarſtraße 22,
parterre linke.
(40ms
Inselstrasse 29, I.
(22ms
3=Zimmerwohnung mit allem Zubehör
per 1. April zu vermieten. Näh. parterre.
Einzuſehen von 10—12 und von 2—4 Uhr.
Schitenſtraſe
Stock, ſchöne 5=Zimmerwohnung per
ſofort oder ſpäter.
(29imds
335ms) Stiftſtraße 41, 1. Stock, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Bad, Veranda und
allem Zubehör per ſofort zu vermieten.
Zu erfragen parterre.
Dieburgerstrasse 8
ſchöne geräumige 5=Zimmerwohnung im
2. Stock per ſo fort zu vermieten. Preis
205 Mk. Näh. Dieburgerſtr. 8, I. (333ms
Viktoriaſtraße 24
eine elegante 5=Zimmerwohnung (1. St.)
mit Bad, neuzeitlich eingerichtet, per
ſofort zu vermieten Zu erfragen
Wendelſtadtſtraße 1, I.
(334ms
Ireneſtraße 7
an d. Frankfurterſtr., Wohnung, 5 Zimmer
und Zubebör, alsbald beziehbar. Näheres
daſelbſt.
(336ms
858ms) Alexanderſtraße 5, 1. Stock,
5=Zimmerwohn. Näheres 3. Stock r. (858ms
Ireneſtraße 12
Ecke Viktoriaſtraße (B340ms
iſt die Parterrewohnung, beſtehend aus
5 neuzeitl. einger. Zimmern, Badezimmer,
Balkon, außerdem Fremdenzimmer,
Mäd=
chenkammer und allem Zubehör inkl. großem
Vorgarten nach zwei Straßen per ſofort zu
verm. Näh. nebenan in der
Kolonialwaren=
handlung von C. Grix, Viktoriaſtraße 87
oder Grafenſtraße 23½ im Laden.
D
Nieder-Ramstädterstr. 37
5=Zimmerwohnung, neuzeitlich, mit
Bade=
zimmer, Balkon nebſt Zubehör ſofort
zu vermieten.
(346ms
F
Fein
Niederramstadterstr. 14
elegante 5=Zimmerwohnung, der
Neu=
zeit entſprech., 1. Etage, ſof. zu verm.
Näheres bei Lantin, part.
(342ms
nn Eige der Ganutſtzter u.
Zrem=
ſtraße 1, eine hübſche 5=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör alsbald zu vermieten.
Ritt
Erdgeſchoß,
Wittmannſtraße 22, 5 Zimmer
und allem Zubehör per 1. April 1910. (582ms
Aliceſtr. 19, II., wegen
Haushalt=
auflöſung ſehr freundliche 5=Zimmer=
Wohnung per 1. April, event. auch
etwas früher zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(725ms
Mne
828ms) Roßdörferſtraße 4. 1. Stock,
5=Zimmerwohnung per 1. April zu verm.
Näheres Roßdörferſtraße 10, 1. Stock.
669ms) Schuchardſtr. 9
Fünfzimmer=
wohnung. Näheres im 2. Stock.
527ms) Dieburgerſtraße 60, parterre,
geräumige 5=Zimmerwohnung mit großem
Badezimmer, Veranda und Garten per
1. April. Näheres im Hauſe oder
Hügel=
ſtraße 22 (Sparkaſſe).
874s) Landgraf=Georgſtraße 12, 1. St.,
ſchöne 5=Zimmerwohnung mit Zubehör
zum 1. April 1910. Einzuſehen von 10 bis
12 und 2 bis 4 Uhr nachmittags.
geie
nh
ineC
Friedrichstrasse 16, II.,
5 Zimmer mit allem Zubehör per 1. April
zu beziehen
(875ms
876ms) Bismarckſtraße 47 der erſte
Stock, beſtehend aus 5 geräum. Zimmern.
und Bad mit W. C., alles neu hergerichtet
per 1. April zu verm. Näheres parterre.
Alexanderstrasse 9
5=Zimmerwohnung, vollſtändig neu
her=
gerichtet, Gas u. Badeeinricht. z. v. (1543ms
V
Pallaswiesenstrasse 39
1. u. 2. Stock, je eine ſchöne 5=Zimmerwohnung
mit Küche nebſt Zubehör. Näh. daſelbſt im
2. Stock od. Rheinſtr. 25, Kontor A. (959ms
Taldstr
ohadanflngfanotn I7 Cf.
Waldstr. M, Eckeuertrralbustr., II. St.,
ſchöne 5=Zimmerwohnung, vollſtändig neu
hergerichtet, per 1. April.
(997ms
Näheres Grafenſtr. 35, II.
es
fargsnaee
Bessunger Strasse 111, part.
5=Zimmerwohnung, Küche, Bad, Veranda,
Gartenanteil, mit Manſardenzimmer bis
1. April zu verm. Einzuſeh. v. 1½—
—3½ Uhr
mittags. Auf Wunſch Stallung, Remiſe
und Burſchenſtube. — Näheres daſelbſt und
Ph. Jacobi IV., Beſſungerſtr 2. (B1485s
1
Alexanderſtr. 4, 2. St.,
5=Zimmerwohnung mit Zubehör p. 1. April
zu verm. Näh. Stiftſtraße 6.
(1751ms
Landwehrstrasse 6
ſchöne 5=Zimmerwohnung zu verm. (1724ms
at
Heidelbergerstr. 88, I. u. 92, II.
je 5=Z.=W., Gas, Bad, Balkon u. Zub. per
ſofort bezw. 1. April zu vermieten. Näh.
(B1766ms
Heidelbergerſtraße 92, 1. St.
Heerdweg 90
iſt der 2. Stock, 5 Zimmer, große geſchloſſ.
Veranda, Badevorrichtung, reichlichem
Zubehör, an eine ruhige Familie, ab
(B1955ms
1. April zu vermieten.
2653a) Roßdörferſtr. 1 der 1. Stock ſchöne
helle Wohnung von 5 Zimmern Balkon
u=
reichl. Zubehör per 1. April. Näheres, part,
21350) Salbauſtraße 28, I., 5. Zimmer=
Wohnung zu vermieten. Näh. part.
Luiſenſtraße 38
5=Zimmerwohnung mit zwei noch dazuKiesſtraße 68, 1. Stock.
gehörigen Zimmern im Seitenbau ſof. z. v.
Näheres Luiſenſtraße 36.
(2398ms
Luiſenſtraße 34
1 Treppe, gegenüber dem Palaisgarten,
freundliche 5=Zimmerwohnung mit großer je ſchöne neu herg. Wohn. per ſof. od. ſpät.
Küche und ſonſtigem Zubehör ſof. zu vm.
nage
Wilhelminenstrasse 31
(am neuen Palais) moderne 5=Zimmer= Wunſch Badeofen, Speiſek., Veranda,
Man=
wohnung im II. Stock per ſofort oder ſardenzimmer, Bodenverſchlag, Trockenboden,
ſpäter zu vermieten.
ms
5=Zimmer=Wohnung mit Zubehör zu vm. Telephon 198.
N
Schone 5=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör per 1. April zu
ver=
mieten Kiesſtraße 45.
(2931ms
5 ſchöne große Zimmer, Badezim., Balkon,vermieten. Näheres parterre.
Trockenboden u. reichl. Zubehör per 1. April
zu verm. Näh. Roßdörferſtr. 1, part. (3156a
Stiftstrasse 13, 2. Stock
5 Zimmer mit allem Zubehör per 1. April.
Einzuſehen von 11—1 und 3—6 Uhr. (3132ms
2. Stock, kl. 5=Zimmerwohnung per 1. Juli.
Preis Mk.700.
Niederramstädterstr. 37
5=Zimmer= und 3=Zimmerwohnung nebſt
Zubehör (neuzeitlich), Balkon und
Bade=
zimmer ꝛc. ſofort zu vermieten.
3367s) Eliſabethenſtr. 52, parterre, 5
Zimmer und Saal (der evtl. in 2 Zimmer
geteilt wird), nebſt Zubehör, alles neu
her=
gerichtet, per Mitte April. Näh. daſ. 1. St.
3 Zimmer
B134oms) Untere Weinbergſtraße 49,
2.Obergeſchoß, 4=Zimmerwohnung mit zwei
Bodenkammern, ſofort zu vermieten. Preis
450 Mk. Näheres Heidelbergerſtraße 123.
MM
Gruuer weg 10, I. Su.,
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Bad und
Loggia, nebſt Zubehör, großer Garten mit
Gartenhaus und vielen Obſtbäumen kann
mit vermietet werden. Einzuſehen von
10—12 Uhr.
(63ms
209ods) Neckarſtraße 11, Hinterhaus,
ſchöne 4=Zim.=Wohn. (ev. 5 Zim.) mit allem
Zubeh. p. 1. April d. J. anderweitig zu verm.
Nur nachmittags einzuſehen. Alles nähere
im Kontor daſelbſt.
rgang
Heidelberserstr. 100, I. St.
ſchöne große 4=Zimmerwohnung, Balkon,
Küche, 2 Keller, Manſardenzimmer, Gas,
Waſchküche und Bleichplatz, per ſofort
billig zu vermieten.
(B360ms
Liebigſtraße 27
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör auf 1. April zu vermieten. Zu
er=
fragen parterre.
(263ms
Kaupſtraße 32
große 4=Zimmerwohnung mit Gas, Veranda
ꝛc alsbald zu vermieten. Näheres bei Frau
Schad im 1. Stock.
(369ms
Ina
(364
Hochstasse 12, I. St. ms
geräumige 4=Zimmerwohnung zu vermiet.
Einzuſehen zwiſchen 2 u. 5 Uhr. Näh. daſelbſt.
Ahastrasse 24
4=Zimmerwohnungen, neuhergerichtet, zu
verm. Zu erfran. part.
(B371ms
373ms) Riedeſelſtr. 72, I. St., ſchöne
4 Zimmer mit allem Zubehör zu vermieten.
Näh. K. Koch, Heidelbergerſtr. 9½.
(
Rhönring
25
elegante 4=Zimmerwohnung, 1. Stock, mit auch früher zu vermieten. Näheres 1. Stock
Bad, neuzeitlich eingerichtet, per ſofort zudaſelbſt.
vermieten. Zu erfragen
Wendelſtadt=
ſtraße 1, I.
(374ms
Ver
n
Karlstrasse Nr. 115
eine ſchöne Wohnung, 4 Zimmer, Küche,
Bad, Veranda und 2 Kammern zu vermieten. Zu erfr. Kranichſteinerſtr. 59¾/10, pt. (2594ids
Nähere. Auskunft erteilt C. W. Braun,
Martinsſtraße Nr. 74.
866ms) Heidelbergerſtr. 46, 3. Stock,
4=Zimmerwohnung. Näheres 2. Stock.
Sandbergſtraße 69
Parterre=Wohnung, 4 Zimmer und allem
Zubehör, wie Bad, Bodenkammer, event. Näheres parterre. Einzuſehen von 3—5 Uhr.
Gattenanteil, per 1. April 1910 oder früher
zu vermieten. Näh. daſelbſt.
(B389ms
Elisabethenstr. 17, 1.
4=Zimmerwohn. per ſof. zu verm. (390ms
Karlstrasse 65
iſt im 3. Stock eine 4=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör bis 1. April zu vermieten.
Näheres parterre.
Liebfrauenstrasse 29
ſchöne geräumige 4=Zimmerwohnung mit
Küche, Speiſekammer, Veranda, Heiz= und
Leuchtaas, Manſardenzimmer, 2 Keller,
ſo=
wie Mitgebrauch der Waſchküche,
Bleich=
platz und der beiden Trockenböden, per
1. April, eventuell früher, zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(587ms
B625ms) Rückertſtraße 27 iſt der 1. Stock
in der Manſarde wegen Wegzug von hierGervinusſtraße 55, part.
bis 1. April zu vermieten.
668ms) Rhönring 69, I. Etage, ſchöne
vermieten. Näheres daſelbſt parterre.
Wienersſtraße 17
ſchöne 4=Zimmer=Wohnung mit Veranda,
Badezimmer, der Neuzeit entſpr., per 1. April
1 Treppe, gegenüber dem Palaisgarten,zu vermieten. Näh. daſelbſt 2. Stock oder
(515ms
Aliceſtraße 1 ½2, I.
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Zubehör p.
1. April zu verm. Näh. No. 1, part. (537ms
880ms) Moosbergſtraße 26, 2. u. 3. St.
2438a) Rhönring 143, direkt neben.
Kranichſteinerſtraße, im 1. Stock, elegant
hergerichtete 4=Zimmerwohn. mit Bad, auf
(2596imds 2 Keller, Bleichplatz und Gartenanteil per
Beckstrasse 78 (2690 alsbald oder ſpäter. Näheres hei Friedrich
Delp, Baugeſchäft, Frankfurterſtraße 80.
nG
2. Stock, ſchöne
Kahlertstasse 7,
4=Zimmer=
Wohnung per 1. April. Näh. Kahlertſtr. 5½
2. Stock, bei Herrn Wolf.
(991ms
II. St., ſchöne 4 Zimmer=
Bleichſtraße 43, 1. St., Kaupſtr. 24, Wohnung per 1. April zu
(608ms
Elisabethenstrasse 1
am Ludwigsplatz, im Hofbau, zwei
4=Zimmerwohnungen mit Zubehör
im 1. Stock p. 1. Mai 1910, ev. früher.
3365ms) Mühlſtraße 76 (am Kapellpl.), Auch f. Bureau od. Lager geeignet. (826ms
877ms) Gutenbergſtraße 24 eine Vier=
Zimmerwohnung im 3. Stock per 1. April.
986ms) Kahlertſtraße 30, 2. Stock,
4=Zimmerwohnung nebſt Zubehör per
(3342a 1. April zu vermieten. Näheres parterre.
B949ms) Martinſtraße 28, 1. Stock,
4=Zimmerwohnung mit Gartenanteil für
1. April. Einzuſehen 2—4 Uhr nachm.
Bessungerstrasse 8
1. Stock, vier Zimmer mit Loggia, Bad
und allen Bequemlichkeiten ſofort billig
zu vermieten.
(B1177ms
B1077ms) Moosbergſtraße 97, nächſt
der Heidelbergerſtraße, ſchöne 4=
Zimmer=
wohnung, neuzeitl. eingerichtet, evtl. mit
Stallung, zu vermieten.
F
N1
n. Kranichſteiner=
D
Rhönring 120 ſtraße, 3. St., ſchöne
4=Zimmerw. m. a. Zubeh., Badekab., zwei
Verand., p. ſof. z. verm. Näh. part. daſ. (1019ms
1186ms) Kaſinoſtraße 26, 2. Stock
weg=
zugshalber 4 Zimmer, 1 Kabinett, große
Veranda und allem Zubehör per April oder
ſpäter. Näheres gegenüber, im Laden.
1211ms) Riegerplatz 5, 2. Stock,
Vier=
zimmerwohnung per 1. April, 550 Mk.
1248ms) Taunusſtraße 39, 4=
Zimmer=
wohnung ſofort oder ſpäter zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
Mollerstrasse 30
4=Zimmerwohnung. Näh. 3. St. (1444ms
1728ms) Erbacherſtraße 7 per 1. April
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Zubehör zu
vermieten. Näh. Frankfurterſtr. 53, 1. St.
1753ms) Ecke Gutenberg= und
Lichten=
bergſtraße 18, Privat=Eingang
Dieburger=
ſtraße, ſchöne moderne 4=, event. 5=
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör im 1. Stock,
Balkon und Veranda, per ſofort od. ſpäter
zu vermieten. Näheres parterre.
Zu vermieten:
ſchöne große 4=Zimmerwohnung m. Veranda
desgl. eine Manſardenwohnung in ſchönſter
rage Eberſtadts ab 1. April 1910 zu ver=Vorderhaus part.
mieten. Näheres bei Bauunternehmer
Hch. Dächert II.
(1928s
3=Zimmerwohnung zu vermieten.
Landskronstrasse 37, II.,
ſchöne Vier=Zimmerwohnung, Manſardz.,
Bodenkammer, Küche, Gas, 2 Keller,
Veranda, allem Zubehör per 1. April,
(B2941ms
2395ms) Luiſenſtraße 34, Mittelbau,
ge=
räumige 4=Zimmerwohnung m. groß.
Werk=
ſtatt per ſof. zu vm. Näh. Luiſenſtr. 36, Lad.
2594ids) Schöne neuzeitl. eingericht. Vier=
Zimmerwohnung per 1. April zu verm.
(B380ms1 Zimmerwohnung zu verm. Näh. part.
2673ms) Bismarckſtr. 21, Gartenhaus,
1. Stock, 4=Zimmerwohnung mit Zubehör Laden bei Walther.
zu vermieten. Auskunft daſ. 1. Stock rechts.
B2658ms) Karlſtraße 97 iſt eine Vier=
Zimmerwohnung am 1. April zu vermieten.
Neckarſtr. 22, part.
4 Zimmer=Wohnung,
5 Zimmer=Wohnung oder
10 Zimmer=Wohnung, neu und altzeitliche zu verm. Näh. daſelbſt bei Zimmermann.
Bequemlichkeiten, Gas und elektriſch.
(2953s
Näheres Tuchladen, Seitenbau.
tras
ge
Ludwigstt
(B387msleine geräumige, hübſche 4=Zimmerwohnung
mit Zubehör und vollſtändig neu hergerichtet, Zimmerwohnung. Näh. 1. Stock.
bis zum 1. April oder 1. Mai zu vermieten.
Einzuſehen Nachmittags zwiſchen 3—5 Uhr. Zimmerwohnung. Näh. 1. Stock links.
Näheres Stiftsſtraße 25, 1. St. (2951a
Vorderh. 3. St., ſchöne
Kirchstr. 1, 4=Zimmerwohnung mit 3=Zim.=Wohn. bis 1. April zu verm. (B947ms
allem Zubehör, event. Werkſtätte, p. 1. April.
Näheres im Laden.
ſchöne 4=Zimmer=
Gutenbergſtraße 19 wohn. auf 1. April 3=Zimmerwohnung. Daſelbſt ſeine kleine
mit 4 großen Zimmern, ev. noch 1 Zimmerzu vermieten. Einzuſehen 2. Stock. Näh. 2=Zimmerwohnung zu vermieten.
(3157ms
3133ms) Rhönring 43, 2. Stock,
Vier=
zimmerwohnung mit Bad, Veranda und im Hinterhaus, I. Stock, eine 3=Zimmer=
4=Zimmerwohnung mit allem Zubehör zu allem Zubehör per 1. April zu vermieten. wohnung mit Küche zu verm. Näh. daſelbſt
2u erfragen eine Treppe hoch.
Raupsſtr. 23, 1. 3t.
ſchöne, moderne 4=Zimmerwohnung mitlſchöne Drei=Zimmerwohnung mit allem
neu hergerichtet, Tapeten können jetzt noch! 1184ms) Eliſabethenſtr. 58 3=
Zimmer=
nach Wunſch gewählt werden, zu vermieten. wohnung zu vermieten.
Preis 550 Mk. Anzuſ. zwiſch. 2—5 Uhr. (2950a
B3146) Moosbergſtraße 81, 1. Stock,
auf 1. April. Näheres 3. Stock.
Saalbauſtraße 41
Ecke Marienplatz, 4=Zimmerwohnung mit
Zubehör auf 1. April zu vermieten. (3136ms höfen, 3=Zimmerwohnung ohne Küche, für
ſchaftl. Wohnung 4—5 gr. Zimmer, Bad, erfragen auf dem Baubureau daſelbſt.
Balkon, Veranda, ſofort z. vermieten. Näh.
Parterre, Zigarrenladen.
Rhönring 141
im 1. und 3. Stock je eine ſchöne
4=Zimmerwohnung mit Bad u. Gas,
ſowie allem Zubehör per 1. April zu
vermieten, ſowie eine ſchöne
Man=
ſardenwohnung. Alles Nähere
3402ms) Rhönring 67 b. Schuchmann.
Me
3 Zimmer, per 1. April 1910 zu vermieten.
Preis 400 Mk. Näheres daſelbſt.
B4C
merwohnung sofort zu vermieten. (56ms
3=Zimmerwohnung mit gr. Veranda u. Gas
für 1. April zu verm. Einzuſeh. v. 11 Uhr an.1 Eine 3-Zimmer-Wohnung
platz) ſchöne 3=Zimmerwohnung, 2. St.,
mit allem Zub. per 1. April zu vermieten. verwalter, Woogſtr. 1, I. St.
392ms) Neue Ireneſtr. 15 3=
Zimmer=
wohnung zu vermieten.
B393s) Schießhausſtraße 55, 2. Stock,
405ms) Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71
eine ſchöne 3=Zimmerwohnung im 1. und
2. Stock.
Näheres Bäckerei.
408ms) Neue Ireneſtraße 10 eine
Dreizimmerwohnung mit allem Zubehör zu
vermieten. Näheres Grafenſtr. 17.
(410
Arheilgerstr. 69, I.,
ms
große neuzeitl. Dreizimmerwohnung ſofort. im Seitenbau ſofort zu vermieten. (2391ids
412ms) Kaupſtraße 32, 3. Stock, große
3=Zimmerwohnung mit Gas, Veranda und
allem Zubehör per ſofort zu verm. Näher.
bei Frau Schad, 1. Stock.
611ms) Pallaswieſenſtr. 30, Manſarde,
3 ſchöne Zimmer mit allem Zubehör zu
ver=
mieten. Preis Mk. 25 per Monat.
413ms) Ernſt Ludwigſtraße 3, Manſ.,
eine 3= eventl. 4=Zimmerwohnung, neu
her=
gerichtet, ſofort beziehbar, zu vermieten.
Näheres im 2. Stock.
Merrna
fnengngfpe=
Ecke Taunus- u. Liebll aushstrdsse 104
ſchöne moderne 3=Zimmerwohnung, ſofort
(501ms
oder ſpäter beziehbar.
523ms) 3=Zimmerwohng. (parterre) mit
Zubehör und hübſcher Werkſtätte, für jedes
Handwerk geeignet, per ſofort zu vermieten.
A. Kowalski, Schulſtraße 7.
530ms) Liebfrauenſtraße 78,
ſchöne
3=Zimmerwohnung, ſof. od. ſpäter. Näheres
B. Probst, 1. Stock.
B560ms) Neue Niederſtr. 5, im
Hinter=
haus, 1. Stock, 3=Zimmerwohng. bis 1. April
zu vermieten. Preis 300 Mark. Näheres
Gervinusstrasse 61
1980ms) Karlſtraße 27 eine 4= und Manſardewohnung mit 3 Zimmern und
Zubehör für 1. April zu vermieten.
Näheres bei C. Flehinger, Alexander=
(708ms
ſtraße 4, parterre.
710ms) Pankratiusſtr. 26 ſchöne
Drei=
zimmerwohnung per 1. April.
B712ms) Beſſungerſtr. 74 eine große,
ſchöne 3=Zimmerwohnung im 2. Stock mit
Balkon und allem Zubehör bis 1. April
ev. früher zu vermieten. Preis 440 Mark
jährlich.
812s) Schwanenſtraße 8 eine 3=
Zim=
merwohnung, 2 Treppen hoch.
892ms) Taunusſtraße 42, 1. Stock,
be=
ſtehend aus 3 Zimmern, Veranda, Bade=
2436a) Saalbauſtraße 78, 3. Stock, Vier=zimmer, Speiſekammer, Mädchenzimmer,
Bleichplatz, Waſcheküche, Trockenboden, per
1. April zu beziehen. Zu erfragen im
857ms) Lichtenbergſtraße 20 3=Zimm.=
Wohnung zu verm. Näheres parterre.
1930ms) Aliceſtraße 24 ſchöne geräum.
3= und 4=Zimmerwohnung, neuzeitl., gr.
Balkon mit allem Zubehör per 1. April.
1447ms) Neue Niederſtr. 13 ſchöne mod.
3= Zimmer=Wohnung per ſofort billig
859ms) Riegerplatz 7, 3. Stock, Drei=
Zimmerwohnung. Näh. 2. St. rechts.
861ms) Wendelſtadtſtr. 30, I. I., II. r.,
ssc 8, 2. Stock z. Z.=Wohn. Anzuſ. zw. 12—3 Uhr. Näh. 2. St
868ms) Ahaſtraße 12, 3. Stock, Drei=
Drei=
864ms) Weinbergſtraße 45,
Schiesshausstr. 42
1020s) Pankratiusſtr. 48 ſchöne 3=Zim=
(2994amerwohn. per 1. April zu vermieten.
1199a) Dieburgerſtraße 32, eine ſchöne
S V
Aneira
Pallaswiesenstrasse 39
im 2. Stock od. Rheinſtr. 25, Kontor A. (960ms
engen
Moosbei gstlasse 52
großem Giebelzimmer, Erker und Veranda, Zubehör, neuzeitlich, Preis 330 Mk. (B1178ms
2
Pallaswiesenstr. 45
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem Zubehör ſchöne 3=Zimmerwohnung per 1. April zu
vermieten. Näh. part.
(1191ms
B1250ms) Neue Niederſtraße 3, Seitenb.,
3 Zimmer, Küche, Keller, Bleichpl., per ſof.
1299ids) Kaſinoſtraße 8, nahe den Bahn=
B3340ms) Heidelbergerſtraße 74, herr= Bureau ſehr geeignet, ſofort zu verm. Zu
B1503ms) Martinſtraße 27, 1. Stock,
3=Zimmerw. p. 1. April zu verm. Preis 380 Mk.
1511ms) Kirchſtraße 17, 3. Stock, ſchöne
3=Zimmerwohnung mit Gas per 1. April.
Näheres Hochſtraße 42, I.
1929a) Röhnring 121 zwei 3=Zimmerw.
ſofort zu vermieten. Preis 360. Mark.
Orangerie-Allee ,
1. St., 3 Zimmer, Küche, Manſardez,
Veranda und all. Zubehör per
1. April zu vermieten.
(B1008mss
2678ms) Kranichſteinerſtr. 8½ 2 klei 2a
3=Zimmerwohnungen ſofort zu vermiete‟.
rgangirn
Heidelbergerstrasse 59
kiesbergstrasse 35, Darl. Manſarden=Wohnung, 3 gerade, 2 ſchräge
Zimmer, Küche und Zubehör per 1. April
(3mszu verm. Erfr. Georgenſtr. 12, I (1730ms
783ms) Schöne 3=Zimmer=Wohnung
Sandstrasse 42, Mittelbau, mit Zubehör per 1. April zu vermieten.
auch Eingang Riedeſelſtraße, ſchöne 3=Zim=Näheres Pallaswieſenſtraße 23 im Laden.
B87t) Martinſtraße 2, II., eine ſchöne Karlstr., 60 3=Zim.=Wohnung.
(B2180ms
47ms) Soderſtraße 16 (Ecke Woogs= zu vermieten bis 15. Februar od. 1. März.
Näheres bei Chriſtian Oberheim, Haus=
(2207a
Roßdörferstr. 46
(Hinterhaus) kleinere 3=Zimmer=Wohnung
drei Zimmer mit Kochgas ꝛc. ſofort zu verm. an ruhige Leute per 1. März od. 1. April c.
zu vermieten. Näheres im Vorderhaus,
II. Stock rechts.
(2197ms
Wenckſtraße
1. und 3. Stock je 3 Zimmer, Küche ꝛc. per
1. April zu vermieten.
(2236ms
eine ſchöne Drei=
Lauteſchlägerſtraße 11 Zim.=Wohnung
2460ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 36,
Vdh. 3. Stock, 3=Zimmer, Küche, Zubehör.
Näh. Ludwig Koch, Ww., Dieburgerſtraße 5.
B2429) 11 Neue Niederſtraße 11
neu=
zeitliche, freundliche 3=Zimmerwohnung,
2. Stock, m. all. Zubehör. Preis 360 Mk. jährl.
B2659ms) Karlſtraße 56, 2. Stock (
Man=
ſarde) 1 gerade, 2 ſchrg. Zimmer und
Zu=
behör an kleine Familie zu vermieten.
2672ms) Lichtenbergſtraße 25 eine
Drei=
zimmerwohnung ſofort zu vermieten.
Auskunft 1. Stock rechts.
woſnng
Neue NiederStrasse 15
ſchöne große 3=Zimmer=Wohnungen, neu
hergerichtet, im Preiſe von 320 bis 380 Mk.
Näheres daſelbſt im Laden.
(2705a
Clemensſtraße 15
. Stock, ſehr große 3=Zimmerwohnung m.
großem Vorplatz, Balkon, 1. April oder
1. Mai an ruh. Leute zu verm. (B2694ms
*2637dsms) Liebfrauenſtraße 96, part.,
ſchöne 3=Zimmerwohnung mit all. Zubehör
preiswert zum 1. April, auch ſpäter; daſelbſt
auch eine Manſardenwohnung von 2 Zimm.
u. Küche, Preis 16 Mk., ſofort zu vermieten.
Zu erfragen 1. Stock.
2777ms) Ahaſtraße 22, Hinterh. 1. St.,
ſch. große 3=Zimmerwohnung, per Monat
24 Mk. Näh. bei Eisemann, Vdh. 2. St. I.
2918ms) Mühlſtr. 72, am Kapellplatz, ſehr
ſehr ſchöne freundl. Drei=Zimmerwohnung
mit Manſarde zum 1. April oder ſofort zu
vermieten. Näheres im Laden.
2921ms) Pankratiusſtraße 70 eine Drei=
Zimmerwohnung, zu vermieten.
2923ms) Kranichſteinerſtr. 44½, part.,
3= Zimmerwohnung mit Gas und allem
Zubehör per 1. April.
2953ms) Ecke der Roßdörfer= u.
Inſel=
ſtraße 30 im 2. St. eine 3=Z immerwohnung
mit Zubehör, Anfangs April zu vermieten.
Einzuſehen Nachmittags. Näheres parterre.
One
Luisenstrasse 8, Seitenbau
geräumige 3=Zimmerwohnung zu vermieten
und bis 1. April zu beziehen. Ebendaſelbſt
2 unmöbl. Zimmer im Vorderhaus II. Et.
Zu erfragen bei Juwelier Lenz. (2927ms
*29 8sms) Ecke Taunus= u.
Liebfrauen=
ſtraße 103 eine ſch. Manſ.=Wohn., 3 Zim.
mit Glasabſchl., Preis 20 Mk., zu verm.
3060a) Nähe Marienplatz 3=
Zimmer=
wohnung, als Bureau geeignet, ſofort oder
ſpäter zu vermieten. Offerten unt. K 46
an die Exped. dieſes Blattes.
Roßdorferſtraße 28
eine neuzeitliche 3=Zimmerwohn. m. Koch= u.
Leuchtgas u. Zubeh., Pr. 320 Mk. (2996ms
oßt
ſch. 3=Zimmer=
Roßdörferſtr. 1, 1. St., wohnung mit
Zubehör. Näheres parterre.
(3155a
2. St. und part., je
Wienersſtraße 46, 3 Zimmer, Veranda,
Küche, Bodenzimmer, Trockenboden, Waſch=
(*3145ms
küche, 2 Keller per ſofort.
2439a) Kaſtanien=Allee 2, im oberen
Stock, 3=Zimmerwohnung nebſt Zubehör
ſofort zu vermieten. Preis pro Monat
18 Mk. Näheres daſelbſt bei Herrn Haag
und bei Friedrich Delp, Baugeſchäft,
Frankfurterſtraße 80.
319 ms) Eckhardtſtr. 5, 1. Stock, ſchöne
3=Zimmerwohnung per 1. April zu
ver=
mieten. Näh. Landwehrſtraße 1.
Wilkelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein Wühelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
HGee
Mnus, Aonsetrane 75
8
Wilhelminenstr. 14, I.
Kiesstraße es
11 große Wohnräume, nebſt den nötig. Neben=ſchöne 6=Zimmerwohnung per 1. April.
An=
räumen, verſehen mit Zentralheizung, Gas, zuſehen nachmittags 4—6 Uhr. Näheres5=Zimmerwohn. mit u. ohne Atelier. (3173ms
elektr. Licht per ſofort. Näh. L. Wagner, im Banklokal.
(3168ms
Wilhlelmstrase 40
Schloßgartenſtraße 69.
(3167ms
Rheinſtraße 32, II.
7=Zimmerwoh., Bad, Dienertreppe, reichl.
Zubehör per 1. April. Preis 1500 M. (2966ms
1 Hinterhaus, 3=Zimmer=
Marlenplatz 11 wohnung per 1. April.
Näheres Vorderhaus, 2. Stock. (3171ms
Rheinstrasse 47
Wilhelmstrasse 40
Liebigſtraße 7
Zu erfragen Aliceſtraße 8, part. (2961ms Auf Wunſch auch Stallung.
Alicestrasse 25
elegante Wohnung im Erdgeſchoß, 6 Zimm.,
Vorplatz, Bad, Anrichte, i. Souterrain Küche,
Speiſekammer und ein Zimmer, mit reichl.
Zubehör, großen Vorgarten, Zentralheizung,Gas und reichl. Zubehör.
elektr. Licht, Gas, Aufzug, Warmwaſſerleit.,
ev. m. Stall. Näh. Wilhelmſtraße 38. (2970ms
Grafenſtraße 23
Seitenbau, 1. u. 2. St., abgeſchl. ruh., ſehr
ſelegante Wohnung, 4 Zimmer, Küche, Bad,ſgeräum. 3=Zimmerw., Veranda, Manſardez.
Vorplatz, Zentralheizung, elektr. Licht, Gas,ſu. allem Zubeh., auch als Büro od. ſaubere
1. u. 2. Stock, 5=Zimmerwohn. mit Zubehör, beſonders geeignet für Junggeſellen, einzelne Werkſtätte, 32 bezw. 42 Mk. Daſ. kl. 3= Z. Seitenbau eine 3=Zimmerwohn. ſofort. Dame oder kinderloſes Ehepaar p. 1. April. Wohnung, Manſarde, 22 Mk. Näheres im
(3169ms
(2971ms Vorderhaus, part.
2662ms) Mühlſtr. 26 ſchöne 4 Zimmer= 2907ms) Schwanenſtr. 25 ſchöne freundl.
(wohnung, neuzeitlich, Balkon, Badezimmerſ2=Zimmerwohnung mit allem. Zubehör,
1. oder 2. Etage, 5=Zimmerwohn., Bad,mit Zubehör, ſofort. Näh. Stiftſtr. 59, part. (Garten Gas, nahe dem Schloßgartenplatz,
Küche, reichl. Zubehör u. Gartenbenutzung, 2968ms) Ludwigſtr. 8 eine hübſche, ge=zunächſt der elektr. Bahn, für 1 oder 2 Damen
zum 1. April. Näheres 1. Stock. (2969msräumige 4=Zimmerwohnung mit Zubehörſper 1. April
N
zum 1. April an ruhige Familie. Näheres2961ms) Erbacherſtraße 6, Hinterhaus,
Rheinſtraße 14
im Tapeziergeſchäft.
kleine Manſarde an ruhige Leute. Näheres
1. u. 2. Stock, 5=Zimmerwohnung, Balkon, 3406ms) Wilhelminenſtr. 4, 4=Zimmer=Beckſtraße 57 1. Stock.
(2959msſwohnung p. 1. April. 650 Mk. pro Jahr.
31070) Riedeſelſtraße 27, I., elegantel 2Röms) Große Kaplaneigaſſe 37 Laden
*2
Herrſchaftliche 6=Zimmerwohnung
Bad. 2 Veranden, Balkon, event. auch
Stallung. Näheres Heidelbergerſtraße 74
im Zigarrenladen.
Etage, neuzeitliche 5=Zimmerwohnung,
Balkon, elektr. Licht, Kochgas, Baderaum,
reichl. Zubehör, per ſofort.
(2958ms
3170ms) Emilſtr. 32, I., 5=Z.=Wohn., Bad,
(2967ms Veranda, Balkon und reichl. Zubehör.
4=Zimmerwohnung, Fremdenz., 2 Manſard., mit Wohnung und Stallung, Preis 26 Mk.
Bad, gr. Veranda, elektr. Licht, per 1 Juli. ver Monat. Näheres Alexanderſtraße 3.
3408s) Wittmannſtraße 14, I., ſchöne 3174ms) Kiesſtr. 65 große helle Werk=
4=Zimmerwohnung mit Bad und Zubehör ſtätte mit oder ohne Wohnung.
3172ms) Eliſabethenſtr. 29, Stb., ſchöne
296)ms) Ballonplatz 4 Stallung mit
Heuboden.
3=Zimmerwohnung. Näheres im Laden.
Von obigen Wohnungen iſt nähere Auskunft und der Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstrasse 19, 1. Stock, zu erfragen.
Lckhardtstrasse
ſchöne 3=Zimmerwohnung zu vermieten.
Näheres 1. Stock daſelbſt.
(3131ms
ſchöne 3=Zimmer=
Mogsbergſtraße 70, wohn. p. 1. April
zu vermieten. Näheres parterre. (3227ms
Mſt. 5 ſchöne 3=Zimmer=
Ludwigshöhſtr. 37 wohnung,
monat=
lich 22 Mk., zu vermieten.
(B3235ms
*3455som) Gutenbergſtraße 56
geräu=
mige, neuzeitliche 3=Zimmerwohnung an
ruhige Mieter Preis 320 Mk.
3363ms) Pädagogſtr. 2, Hinterbau, eine
Wohnung, 3 Zimmer, Küche zu vermieten.
Näheres im Zigarrenladen.
3364ms) Inſelſtr. 21. Im freiſtehend.
Hinterhaus 2 ſchöne 3=Zimmerwohnungen
mit Küche, Speiſekammer, abgeſchl. Vorpl.,
2 Keller. Mietpreis je 270 Mk. Näheres
bei Hausmeiſter Schäfer daſelbſt
*3408) Pallaswieſenſtraße 7 3=
Zimmer=
wohnung. Näheres Manſarde.
3360ms) Kahlertſtraße 32, 1. Stock, eine
ſchöne 3=Zimmerwohnung mit Balkon, Gas
und allem Zubehör ſofort oder per April.
Zu erfragen 1. Stock.
(3347g
P
Moosbergstrasse 48
3=Zimmerwohn Mk. 320, pr. Apr. z. verm.
Näh. b. Anton Fiſcher, Frankfurterſtr. 12/14.
3368ms) Soderſtr. 40, Manſarde, 3=Zim.
per 1. März. Preis per Monat 22 Mk.
1 Zimmere
Küche Mk. 12 u. 13.50. Näh. neuer Mittelb. I.
421ms) Kirchſtraße 10, Hinterhaus,
ſchöne 2=Zimmerwohnung zu vermieten.
Näheres daſelbſt bei Frau Urban.
426ms) Soderſtraße 47 eine 2=
Zim=
merwohnung, Manſarde, für 2—3 Perſon.,
ſofort zu vermieten.
427mds) Hochſtraße 43, 2. St., eine
freundliche 2=Zimmerwohnung mit Küche
an ruhige Leuke per ſofort. Näh. im 1. St.
oder Stiftſtraße 52, part.
2 biiegmnaunstrasse 2,
Näheres Eckladen daſelſt (424ms
2 ZIimmer
Beſſungerſtraße 88½ wohnung
zu mäßigem Preiſe zu vermieten. Näh. bei
(435ms
Hammer, vord Hinterh. rechts.
436ms) Landwehrſtraße 45 ſchöne
Zweizimmerwohnung zu vermieten.
ſchöne 2=Zimmer=
Heinhermerſtraße 77 wohn. (Manſ.)
an brave Leute zu vermieten. Näheres im
Koptar. Dieburgerſtraße 96.
(441ms
541ms) Fuhrmannſtraße 2 mehrere
billige 2 Zimmerwohnungen pr. Febr.
Näheres daſelbſt Laden.
Lndenholstrase
Seitenbau, 2=Zimmerwohnung pro Monat
16 Mark ſofort zu vermieten. Näheres
Wilhelmſtraße 25.
(B813s
Dornheimerweg 31
ſch. 2=Zimmerwohnungen mit Küche und
Keller billig zu vermieten. Näheres
Gries=
heimerweg 15, Brauerei=Kontor. (888ms
zwei leere
Pieatn
Viktoriastrasse 92 Zimmer zu
(1192s
vermieten. Zu erfragen part.
ril
Graner weg 20, part.
ſind 2 ſchöne große Zimmer, mit od. ohne
Küche, an eine einzelne Dame oder einen
Herrn für ſogleich oder ſpäter zu vermieten.
Näh. im Gartenhaus zu erfahren. (B1476ms
1443ms) 2= Zimmerwohng. im Hinterb. f.
17 Mk. zu verm. Näh. Arheilgerſtr. 66, part.
1445ms) Niederramſtädterſtr. 60, die
Manſarde, 2 Zimmer, Küche u. Keller mit
Gaseinrichtung u. abgeſchloſſenem Vorplatz
an eine Dame oder Herrn.
2266a) Wendelſtadtſtraße 49, 2=
Zimmer=
wohnung, Vart. u. Manſ. ſofort zu verm.
1978ms) Alexanderſtraße 11 eine Zwei=
Zimmerwohnung mit allem Zubehör ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
2265a) Wendelſtadtſtraße 39, I.,
Zwei=
zimmerwohnung per 1. April zu vermieten.
2400a) Müllerſtraße 7 eine 2=
Zimmer=
wohnung bis 1. April zu vermieten.
2670ms) Arheilgerſtraße 57 zwei 2=Z.=
Wohnungen mit allem Zubehör zu verm.
G. Plösser. Spediteur.
B2742ms) Schießhausſtr. 5 2=
Zimmer=
wohnung per 1. März zu vermieten.
2920ms) Karlsſtraße 36 Seitenb, Zwei=
Zimmerwohnung mit Gas zu vermieten.
2926ms) Marienplatz 7 im Hinterbau
Zwei=Zimmerwohn. mit Zubehör zu verm.
2932ms) Ecke der Roßdörfer= und
Inſel=
ſtraße 30 im 2. Stock eine
Zweizimmer=
wohnung nebſt Zubehör mit Glasabſchluß
per 1. März zu vermieten. Näheres part.
2954ms) Grafenſtraße 29 ſchöne Zwei=
Zimmerwohnung zu vermieten per ſofort
ev. 1. März. Zu erfragen im Laden.
2 Zimmer zu
1%
Sandstrasse 38
verm. (2991ms
*3174) Wienersſtraße 52 Zwei=
Zimmer=
wohnung bis 1. März, auch ſpäter.
3137ms) Eliſabethenſtraße 42 2=
Zimmer=
wohnung, hell und geräumig, per alsbald
nur an kleine ruhige Familie zu vermieten.
Neuer mittelbau
Forſtmeiſterplatz 5 2 Zimmer,
Küche. Balkon, Gas, 24 Mk.
(B3130ms
*3420) Ecke Holzſtraße u. Brandgaſſe
frdl. 2= Zim.=Wohn. zu verm. Näh. Laden.
3385ids) Lauteſchlägerſtraße 20 kleine
Zwei=Zimmerwohnung an einzelne Perſon
ſofort zu vermieten.
*3411) Ballonplatz 9 ſchöne Zwei=Zim.=
Wohnung, Küche m. Waſſerleitung, 17 Mk.
*3456si) Magdalenenſtr. 3 zwei Zimmer,
Küche ſofort zu beziehen.
Not.
P
Manſarde, 2 Zim=
Mäthlidenstr. 31 mer und Zubehör.
Näheres Schützenſtr. 5.
(B3398s
1 Zimmer
Zimmer für Möbel ꝛc. aufzubewahren. Näh.
Hausverw. Keller.
881ms) Soderſtr. 18, in gutem Hauſe,
Manſardenzimmer mit Kabinett und Keller
an einzelne Frau. Monatlich 12 Mark.
C1506,2) Kiesſtraße 20 ein Manſarde=
Zimmer an einzelne Perſon zu vermieten.
1731ms) Große Bachgaſſe 22 ein Zim.
zu 5 Mk. Zu erfragen Kapellplatz 10.
Wendelstadtstr. 40
Manſarde, 1 Zimmer und Küche.
Roßdörferstr. 12
II. Stock, 1 Zimmer, Manſarde 1 Zimmer
und Küche.
(1729oms
1931s) Wilhelminenſtr. 19 ein Zimmer
für Möbel aufzubewahren. Näh. i. Laden.
2220ms) Lauteſchlägerſtraße 8 ein Part.=
Zimmer per 15. Februar zu vermieten.
Näheres Schloßgaſſe 25.
2677ms) Arheilgerſtr. 9 ein freundl.
un=
möbl. Parterre=Zimmer an eine Perſon.
3028oms) Neue Ireneſtraße 15, part.,
ein ſeparates, unmöbliertes Zimmer zu vm.
2987ms) Karlſtraße 94 zwei unmöbl.
Zimmer mit Veranda. (B. Lautz.)
2989is) Stiftſtraße 71 ein unmöbliertes
Zimmer mit Keller. Preis 7 Mk.
3135ms) Schönes unmöbl.
Manſarden=
zimmer, auch als Atelier oder Lager zum
1. April evtl. früher. Auskunft Hügelſtr. 4 I.
B3129ms) Ludwigshöhſtraße 66 ein gr.
Zimmer und 3 Kabinette zu vermieten.
*2649mdfs) Arheilgerſtraße 78 ein
un=
möbliert. Zimmer mit Kochofen an einzelne
Perſon zu vermieten.
Bismarckstrasse 16
Wohnung mit einem großen Zim. u. Küche
per 1. März zu vermieten. Näh. bei Großh.
Hochbauamt, Paradeplatz 4b.
(3386ms
ein ſch. großes
Schulſtraße 14, 2. St., unmöbliertes
Vorderzimmer mit ſeparatem Eingang per
ſofort oder ſpäter zu vermieten.
(*3453
Waldſtraße 22
iſt die Manſarden=Wohnung per ſofort zu
vermieten. Näheres 1. Stock.
(448ms
449ms) Bleichſtraße 11, kleine
Woh=
nung an einzelne Perſon zu vermieten.
ſen
Lutenſtraße 30, 3. Stock,
Manſarde, gegenüber d. alten Palaisgarten,
ſchöne freundliche Wohnung mit Zubehör
zu verm. Preis 400 Mk. Zu erfragen bei
(962s
Th. Zauſch.
1435ms) 3 hübſche Wohnungen (neu
hergerichtet) zum Preiſe von 8, 14 u. 16 Mk.
ſofort oder ſpäter zu vermieten. Näheres
Große Ochſengaſſe 12, II. bei Störger.
1752ms Heinheimerſtr. 96 Manſarde
ſofort.
Schloßgasse 34
kleine Wohnung alsbald zu vermieten.
Näh. bei Oberle, Obergaſſe 9. (2196ms
2666ms) Heinheimerſtraße 69 hübſche
große Manſarde mit Glasabſchluß u. Gas
an ruhige Mieter per ſofort Näher. part.
2787a) Landwehrſtraße 68 ſchöne
Man=
ſardenwohnung an kleine Familie zu
ver=
mieten. Preis 16 Mk. monatlich.
Ernſt=Lndwigsplatz 4, Manſarde
geräumige Wohnung zu vermieten. Preis
300 Mk. Näh. daſelbſt bei Hörbert. (2930ms
2 kleine Wohnungen
zu 8, reſp. 10 Mk. per alsbald an ruhige
Mieter. Näh. Magdalenenſtr. 7. (2995ms
3141ms) Wendelſtadtſtraße 11 große
Manſarde mit Hausverwaltung zu 15 Mk.
zu vermieten. Näheres Manſarde.
Lindenhofstrasse 3
2. Stock mit allem Zubehör, Koch= u.
Leucht=
gas, Bleich= und Trockenplatz, per 1. April zu
verm., Garten mit Zutritt. Näh. part. (3140ms
3139ms) Arheilgerſtraße 22½ kleine
Wohnung zu vermieten.
Ludwigsplatz 6
kleine Wohnung im Seitenbau, ſeither zu
geſchäftlichen Zwecken verwendet, mit elektr.
Licht und Waſſerleitung verſehen, ſeparater
Eingang, per 1. April zu vermieten.
3233a)
Philipp Jungmann.
*3143sm) Ludwigshöhſtr. 27 ſchöne
Manſarde mit Gas ſofort.
(3012
Eberstadt. oms
Schöne 3=Zimmer=Wohnung mit reichl
Zubehör preiswert zu vm. Näh. Aliceſtr. 9.
kl. Sälchen,
Karlſtraße 45 auch f. Büro
od. Atelier u. zum Aufbewahren von Möbeln
geeignet, anderw. zu verm.
(453ms
Zirka 1000 qm
Fabrik=u. Lagerraume
mit Bureau und ſchöner 6—7=
Zimmerwoh=
nung im Fabrikviertel, mit Bahnanſchluß,
elektriſchem Licht und 15=pferd. Dampfkraft,
od. elektr. Kraft ſof. unt. günſt. Bedingungen
zu vermieten. Näheres durch B. Baer,
Immobilien= u. Hypothekenvermittlung,
Landwehrſtr. 18. Telephon 1145. (1747a
2917s) Für Bureau oder Vereinslokal
ſehr geeignet, ſind in Hügelſtraße 35 die
Räumlichkeiten zu gleicher Erde, mit direktem
Eingang von der Straße, alsbald zu
ver=
mieten. Näheres Dieburgerſtraße 89.
um ca. 200 qm
Ein taghell. Fabrikraum, nebſt and.
Räumlichkeiten, iſt alsbald zu verm. Sehr
ge=
eignet f. Wäſcherei, chem. Fabrik ꝛc. Elektr.
Licht u. Waſſerkraft wird mit vermietet. Off.
unt. L 14 an die Exnod. d. Bl. (*32821s0
458ms) Schuchardſtraße 9, Laden
mit Wohnung billigſt.
Se nereeneeheeeheetetett
59s) Bleichſtraße 53 iſt das
Oktroi=Lokal nach Umbau ab 1. Mai
1910 als geräumiger Laden
zu vermieten.
Eellarius,
Mirone) Kartraßte 192 en ein
ſchöner, Laden in welchem eine
Ochſen=
metzgerei betrieben wurde, ſofort zu verm.
Näh. Heidelbergerſtr. 123, I.
456ms) Karlſtraße 30 ſchöner Laden
mit anſtoßend. 3=Zimmerwohnung zu verm.
Näheres 1. Stock.
In beſ. Sage d. Rheinſr.
großer Laden per ſofort zu vermieten.
Näheres bei
(459ms
H. Bodenheimer, Rheinſtr. 26.
ee e Weſunrgertrate 157
Laden, mit und ohne Wohnung, ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
Wilhelminenſtraße 8
Laden
mit Ladenzimmer u. Magazin per 1. April,
event. früher zu vermieten.
— Näheres
Heidelbergerſtraße 12.
(464ms
Schulſtraße 1
iſt ein Laden, 28 m lang, 5½ m breit,
nebſt einem Zimmer 3½ m lang und
3,20 breit, auch eine Wohnung in der erſten
Etage, enthaltend 6 große Zimmer, für
Bureau und Geſchäft ſehr geeignet, auf
1. April 1910, anderweitig zu vermieten.
Nähere Auskunft erteilt C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B465ms
Alexanderstrasse 6
iſt ein Laden mit einem großen
Schaufenſter nebſt Einrichtung und
Nebenräumen ver ſofort billig zu
ver=
mieten. Näh. Stiftſtr. 6. (466ms
Läden.
Ecke der Eliſabethen= u. Zimmerſtraße,
gegenüber dem Verkaufshauſe der Alterſchen
Hofmöbelfabrik: Zum 1. April 1910 ſind
die von Herrn Georg Rackur ſeither
inne=
gehabten Geſchäftslokalitäten anderweitig zu
vermieten=
a) Eckladen mit Kontor, 3 große
Schau=
fenſter, ca. 90 qm Bodenfläche,
b) Unterer Laden mit Kontor,
Eliſa=
bethenſtraße, 1 großes Schaufenſter,
ca. 76 qm Bodenfläche.
Auf Wunſch heizb. Lagerkeller mit elektr.
Beleuchtung, Gas, elektr. Licht u.
Zentral=
heizung in den Läden Hofraum u.
Tor=
einfahrt vorhanden. Jedem Laden kann
eine 3=Zimmerwohnung, auch als
Lager=
raum geeignet. beigegeben werden. Gefl.
Offerten an Wilhelm Schmitt,
Eliſabethen=
ſtraße 36, erbeten.
(467s
Ein heller Laden
mit zwei kleineren Zimmern, zu vermieten.
Luiſenplatz 7, neben Hotel zur Traube.
816s) Karlſtraße 24, großer Laden,
paſſend für Kolonialw.=, Delikateſſen=,
Süd=
früchten=, Fiſchhandlungen uſw., billig zu
vermieten; auch wird das Anweſen ſehr
preiswert verkauft.
29 Karlstrasse 29
Laden mit anſchließ. Wohnung per ſofort.
(817s
Näheres bei Karl Hess, 1. Stock.
m. 3=Zimmerwohn., Nähe
Großer Laden Zentrum d. Stadt, z. vm.
Näh. Roßdörferſtr. 65. 2. St. I. (1301ms
Laden.
Der von Friſeur Zell innegehabte Laden
nebſt anſtoßendem Zimmer iſt ſofort zu
(469ms
vermieten. Max Renn, Hügelſtr. 1.
1441ms) Laden mit 4=Zimmerwohnung
u. Zubehör per 1. April zu vermieten für
900 Mark jährlich. Näheres Darmstädter
Hausbesitzer-Verein, Wilhelminenſtraße 19, I.
865ms) Heidelbergerſtraße 127 Laden
zu vermieten. Näheres im 1. Stock.
2671ms) Laden m. 3=Z.=Wohn. in gut. Lage
Näh. Roßdörferſtraße 65 II bei Rentſch.
Das bewährte Mittel bei
un
en
eiden
katarrhalischen Erkrankungen der Atmungsorgane, Keuchhusten, Influenza.
Man verlange in den Apotheken ausdrücklich SIROLIN Originalpackung =Roches und
*33
weise Nachahmungen entschieden zurück.
*7
Sirolinbroschüre Nr. 2 gratis und franko durch
F. HOFFMANN-LA ROCHE & Co., CRENZACH (Baden).
(22680
Der kleiners Laten
mit Kontor und eventl. zwei Zimmer im
Seitenbau zu vermieten. — Stemmer,
Eliſabethenſtraße 14, I.
(72ms
V
Alexanderstr. 15, Laden,
in dem ſeit 20 Jahren mit beſtem Erfolge
ein Friseurgeschäft betrieben, mit
Wohn=
ung per 1. April zu vermieten.
(546ms
1440ms) Saalbauſtraße 27, ſchöner,
ge=
räumiger Laden in neuem Hauſe per ſof.
zum Preiſe von 500 Mk. zu vermieten.
Ernſt=Ludwigsplatz 4
iſt der ſeitherige Tapetenladen per 1. April
d. J. anderweit. zu vermieten.
(B2010ids
Ein
Laden (Nebenerwerb)
in welchem mit Erfolg eine Gemüſehandlung
betrieben wird, mit 3=Zimmer=Wohnung,
monatl. 45 Mk. Für die Hausverwaltung
werden 10 Mk. monatl. in Abzug gebracht.
Off. u. H 39 an die Exp.
(2668ms
gegenüber einer höh.
aßee
Hochstr. 43, Schule, geräumiger
Eckladen mit Wohnung und Magazin,
ganz vorzüglich für Konditorei,
Papierhand=
lung, Metzgerei u. dergl. geignet, preisw. z. v.
Näh. daſelbſt u. Stiftſtr. 52, part. (3047ms
3366ms) Der ſeither von der Fiema Wilh.
Keller, Schirmgeſchäft, innegehabte Laden
Schützenſtr. 5 iſt per 1. Juli anderweit zu
vermieten. Ev. kann Geſchäft und Firma
übernommen werden. Auf Wunſch mit
Wohnung.
Luisenstraße 10,
Laden, mit großem Keller u.
Lagerräumen,
worin ſeit Jähren ein Orogengeſchäft
be=
trieben wurde, ſich auch für jedes andere
Geſchäft eignet, ſofort billig zu vermieten.
Näh. nur durch B. Baer, Immobilien= u.
(*3387
Hypothekenbüro. Tel. 1145.
Slaen
471ms) Grafenſtr. 22 Lagerräume zu vm.
(472ms
Zimmer
zum Aufbewahren von Möbeln
ſofort und ſpäter abzugeben. Näh. bei
Bau=
führer Albin Hohmann, Rhönring 113, I.
Mirabädt
Sae N MGOFFMIRea
Gross- Lagerräuin od. Werkstalfe
im Zentrum der Stadt per 1. April billig
zu vermieten. Zu erfragen im
Speditions=
geſchäft Paul Wolf & Co., Rheinſtr. 51
oder Mathildenplatz 2 im Laden. (566ms
Großes Lagerhaus
3 Stockwerke, ſof. od. ſpäter billig z. verm. Näh.
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1438ms
1796ms) Lager, Stallung u. Büroräume
zu vermieten. Näheres Expedition.
B2430s) Karlſtraße 60 große Lagerhalle,
auch für Autos geeignet.
B2514ms) Moosbergſtr. 97 Lagerraum
oder Werkſtätte per ſofort zu vermieten.
Läderbiatz:
Großer, eingefriedigker Lagerplatz in der
Nähe der Pallaswieſenſtraße zu verm.
oder zu verkaufen. Offerten unter H 83
an die Expedition ds. Bl.
(2704a
138t) Mathildenplatz 11 Werkſtätte
per ſof. z. verm. Zu erfr. daſelbſt.
475ms) Wienerſtr. 57 Werkſtätte mit
Nebenraum oder auch mit Schuppen.
476ms) Bleichſtr. 11 Werkſtätte, event.
mit Wohnung, zu vermieten.
G Werkſtatt zu ver=
Lanteſchlägerſtraße 5 mieten. Näheres
Schloßgaſſe 25.
(477ms
478ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 51,
große Werkſtätte per ſof. zu verm., daſelbſt
im Seitenbau großes unmöbl. Zimmer mit
ſep. Eingang. Näheres Vorderhaus 1. Stock
B819s) Saalbauſtraße 33,
grosse, helle Werkstatt
per ſofort zu verm. Näh. daſ. bei Walter.
Waldſtraße 30
Werkſtätte, auch als Lagerraum
mit Boden und Souterrain, event. mit
Wohnung p. baldigſt zu vm.
(987s
Lutfenſtraße 34
große helle Werkſtätte oder Lagerraum.
helle Werk=
Luiſenſtraße 38 ſtätte, 26 am
Näheres Luiſenſtraße 36, Laden. (2397ms
Schöne heil Verkeiäte
mit Toreinfahrt, Hof und Gasanſchluß,
evtl. mit Wohnung, ſofort im
Johannes=
viertel zu verm. Off. u. J38 a. d. Exp. (*2727sms
Werkstätte
Sch. helle Werkſtätte, Lagerraum m.
Waſſer=
leitung, ev. Gas per ſofort zu verm. Auf
Wunſch ſpäter auch m. Wohn. Näh. Moos=
Für Marktleute: Lagern v. Obſt ꝛc.
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1437ms
Großer Weinkeller
ſofort oder ſpäter billig zu vermieten. Näh.
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1436ms
Stallung
für drei Pferde mit Remiſe zu ſofort zu vm.
Näh. Wilhelminenplatz 17, 1. St. (479ms
54ms) Sandſtraße 42, Stallungen
für 2—3 Pferde, Heuboden, Sattelkammern,
sofort zu vermieten.
Stallung f.
Luchsſtraße 16, 3. Stock, 2—5 Pferde
Remiſe, Heuboden ꝛc.
(62ms
B1956s) Karlſtraße 60 Stallung
ſofort zu vermieten.
B2515ms) Moosbergſtr. 97, Stallung
für 3 Pferde nebſt Zubehör per ſofort.
483ms) Pankratiusſtraße 14, 2. Stock.
zwei ſchön möblierte Zimmer zu vermieten.
482ms) Schön möbliertes Wohn= und
Schlafzimmer per ſofort zu vermieten.
Zu erfragen in der Expedition ds. Bl.
484ms) Bismarckſtraße 58 iſt ein neu
hergeſtelltes, großes Zimmer mit ſep.
Ein=
gang, nur an beſſeren Herrn, zu verm.
486ms) Rheinſtraße 8, III. Stock, gut
möbl. Zimmer ſofort.
487ms) Mühlſtraße 20 ein großes,
freundliches Zimmer per ſofort.
r
Penſion Weidig, Moſerſtr. 5,
gut möblierte Zimmer mit Penſion für
In= und Ausländer, auch Familien, ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
(B489ms
491ms) Heinrichſtr. 69 einfach möbl.
Zimmer mit guter Penſion ſofort zu verm.
493ms) Landwehrſtr. 6 möbl. Zimmer,
mit oder ohne Penſion, zu vermieten.
494ms) Taunusſtraße 11, 1. St., ein
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer mit
Schreib=
tiſch an ſoliden Herrn per ſofort zu verm.
68ms) Karlſtr. 36, I. links, ein möbl.
Zimmer zu vermieten.
585ms) Karlſtraße 36, rechts, ſchön möbl.
Zimmer an einen jüdiſchen Herrn zu verm.
823s) Beckſtraße 83, I., gut möbliertes
Zimmer zu vermieten.
Martinstrasse 25, part.
zwei gut möbl. Zimmer, Wohn= u. Schlafz.
(B844s
mit Schreibtiſch ſofort zu verm.
frd. möbl. Zimmer,
Schloßgartenplatz 1 in der Nähe der
Hochſchule und des Herrengartens, an
ruhigen Herrn zu vermieten.
(1727ms
1213ms) Ecke der Beck= und
Soder=
ſtraße 85, I., ein gut möbl. Eckzimmer in
ſchöner freier Lage mit od. ohne Penſ. z. v.
1469a) Ireneſtr. 1, 3. St., möbl. Zimmer.
nlglenc
Karistlasse 65
möbl. Zimmer ſofort zu vermieten. Näh.
(B1739ms
Vorderhaus, parterre.
1775ms) Karlſtraße 47, 1. Stock, ein
möbl. Zimmer zu vermieten.
C1977,2) Kiesſtraße 40, parterre, klein.
möbliertes freundliches Zimmer.
1979ms) Soderſtraße 29½, I. St. ſchön
möbl. Zimmer zu vermieten.
einfach möbl.
n
wig.
Friedrichstr. 18, I., Zimmer mit
g. Penſion zum 1. Februar zu verm. (2026ms
2461ms) Saalbauſtraße 23 möbliertes
Zimmer zu vermieten.
2462ms) Dieburgerſtr. 32, Hinterhaus
part., einf. möbl. Zim. an Fräul. od. Herrn.
*2530msms) Kiesſtraße 47, II., ein ſchön
möbl. Zimmer zu vermieten.
2567ms) Soderſtraße 25 ein möbl. Manſ.=
Zimm. an ſoliden Mann, mon. 10 Mk., z. v.
B2708ms) Karlſtraße 54, 1. St., möbl.
Zimmer mit ſeparat. Eingang an anſtänd.
Fräulein zu vermieten.
2
Heinrichstrasse 70½
gut möbl. Zimmer mit elektr. Licht ſofort
(2749a
und 1. März zu vermieten.—
2770ms) Karlſtr. 31, 1. St., großes gut
möbl. Zimmer mit Kachelofen, 2 Fenſter
nach der Straße, p. 1. März zu vermieten.
*2681dsms) Viktoriaſtr. 58, 1. Stock r.,
ein gut möbliertes Zimmer zu verm.
EnNe
ne
Ernst-Ludwigstr. 1, III.
elegant möbl. Zimmer zu verm. (2769ms
*2871sms) Woogſtraße 3, ſchön möbl.
bergſtr. 93, Stb. I. Einzuſeh. nachm. (B3127 Zimm. zu verm. 15 Mk. mit Kaffee monatl.
*2853sm) Riedeſelſtraße 48, 1. St., fein
möbl. Wohn= u. Schlafz. auf 6—7 Wochen.
2915ms) Schuchardſtraße 16, 1. Stock,
Großer Keller z. möbliertes Zimmer zu vermieten.
ate
arofre
ſofort oder ſpäter billig zu verm. Näheres Nieder-Ramstadterstrasse 25, I.
2 fein möbl. Zimmer (Wohn und
Schlaf=
zimmer) zu vermieten.
(2928ms
2924ms) Nieder=Ramſtädterſtr. 31, III.
ſchön möbl. Zimmer event. mit Penſion.
*2955sms) Freundlich möbl. Zim. f. 12 Mk.
mon. z. verm. Näh. Beſſungerſtr. 92, part.
*3181ms) Viktoriaplatz 6, 3. St., ein ſch
möbl. Zimmer an beſſeren Arbeiter zu verm.
3138ms) Eliſabethenſtraße 40, III. St.
möbl. Zimmer zu vermieten, Preis 14 Mk.
3134ms) Mauerſtraße 34, 2. Stock
ein=
ſach möbliertes Zimmer zu vermieten.
*3139ms) Aliceſtraße 8, I., freundlich
möbl. Z. mit oder ohne Penſion.
*3138ms) Beſſerer Herr oder Dame
findet ein gemütliches Heim. Offerten unt.
K 72 an die Expedition ds. Bl.
*2187ms) Pallaswieſenſtr. 5, II., ſchön
möbl. Zim., event. Wohn= u. Schlafz. zu vm.
*3092mdso) Kirchſtr. 19, II., ſchön möbl.
Zimm. mit od. ohne Penſ. an 1 od. 2 Herren.
Ein ſehr elegant eingerichtetes
Wohn- u. Schlaßimmer
und ein ſehr elegant eingerichteter
Falon u. Schlaßzimmer
ſind per ſofort an beſſere Herren oder
Damen zu vermieten
(B3055
Haus Lohnes, Klappacherſtr. 40/42.
*3203mds) Mühlſtr. 10, pt., 2 möbl. Zim.
mit ganz ſeparatem Eingang billig z. verm.
953ds) Aliceſtr. 23, II. (Louvre) 2 gr.
g. möbl. Zim., auch Wohn= u. Schlafz., mit
Schreibtiſch zu verm. Auf Wunſch Penſion.
alere
Elisabethenstrasse 29,
. Stock, 2 fein möbl. Zimmer (Wohn= u.
(143ods
Schlafz.) zu vermieten.
1135ids) Karlſtraße 61, 1. St. ſchön
möbliertes Zimmer ſofort zu vermieten.
3232a) Eckhardtſtraße 1, 3. Stock rechts,
gut möblierte Zimmer im Preiſe zu 12 bis
15 Mark zu vermieten.
1273t) Hügelſtraße 71 2 ſchön möblierte
Zimmer, 1. Stock, ganz ſeparat, pro
Mo=
nat 20 Mk. zu vermieten.
B2836t) Heidelbergerſtr. 29, I., möbliertes
Zimmer mit Penſion für 50 Mk. zu verm.
2466t) Waldſtraße 3, 2. Stock, gut möbl.
Zimmer per ſofort zu vermieten.
709t) Eliſabethenſtr. 49, g. gut möbl. Z.
*108t) Beſſungerſtr. 74, 3. St. rechts, ein
großes ſchön möbliertes Zimmer mit guter
Bedienung per ſofort zu vermieten.
3045a) Luiſenplatz 1 möbl. Zim. zu vm.
1. Stock, ſchön
L
Lievir auenstr. 98, möbl. Zimmer=
(*1900mdfs
an anſtändigen Herrn.
Bei Gunkel, Grafenſtr. 37, 1. St.,
ein gut möbl. Zimmer mit, auch ohne
Penſion, ſofort zu vermieten. (*3227dfs
3229dfs) Bei Gunkel, Grafenſtr. 37,
1. Stock können 2 Arbeiter billige Koſt und
Wohnung erhalten.
*3240dfs) Rundeturmſtr. 14, 2. Stock,
ſchön möbliertes Zimmer mit 1 od. 2 Betten
ſofort zu vermieten.
2 eleg. möbl. Zimmer
mit oder ohne Penſion ſofort zu vermieten
Weinrestaurant „Zum Schwan‟
(3258dfs
Georgenſtraße 1½.
ſchön möbl. Zimmer zu vermieten.
möbl. Zimmer ſofort zu vermieten.
*3306fs) Neue Niederſtraße 15, II. r.
fein möbl. Zimmer zu vermieten.
ſchön möbl. Zimmer mit voll. Penſion zu v.
*3301soim) Kahlertſtr. 42, II., ſchön möbl. Fr. B. Grodhaus, am weißen Turm.
Zimmer mit ſeparatem Eingang ſofort.
3369a) Eſchollbrückerſtraße 3, II., gut
möbliertes Zimmer, ſeparat.
*3401) Kranichſteinerſtraße 44, part.,
gut möbl. Wohn= und Schlafzimmer, auch
geteilt, ſof. zu vermieten.
2346ms) Waldſtraße 30 möbl. Wohn=
und Schlafzimmer zu vermieten. K. Liß.Joh. Stenger, Heinheimerſtraße 16.
*3078) Frankfurterſtraße 32, I., gut
möbl. Zimmer mit oder ohne Penſion.
liertes Zimmer mit Koſt zu vermieten.
3361ms) Waldſtr. 33, III. I., möbl. Zim.
3454) Waldſtraße 11, 3. Stock, ſchön
möbliertes Zimmer billig zu vermieten.
ein einfaches
Heinheimerstr. 1 möbl. Zim.
an ein Fräulein zum Preiſe von 12 Mk.
mit Kaffee, ohne Kaffee 10 Mk., ſofort zu
beziehen. D. Borger.
(3403a
fraign gaonndgn
Vo Moosbergstr. 30,
In hetet, gesundel Lägb, II., ein gut möbl.
Zimmer mit Sofa, Schreibtiſch, Gas ꝛc. zu
vermieten.
(*3415
3401a) Hoffmannſtr. 5½, II. Trep., ſchön
möbl. Zim. m. od. ohne Penſ. p. ſof. od. ſpäter.
E
*3388) Heidelbergerſtr. 29 Koſt und
Logis 40 Mark pro Monat.
Beſſere Schlafſtellen
zu vermieten.
(223ids
Restaurant „Germania” (Roussei)
Eliſabethenſtraße 26.
AA
Pe
Separ dt. vereinsionan
für 50—60 Perſ. mit Klavier an einig. Tagen
abzug. Erſtklaſſ. bayer. Bier, hell u. dunkel.
Georg Hofferbert, (*708a
Reſtauration — Kiesſtraße 27.
Schönes Vereinslokal
mit Klavier, 30—40 Perſ. faſſend, abzugeben
Reſt. z. „Karlsburg”, Steinackerſtr. 2. (3120a
*
*₰
25
Saion=
Steink. : Briketts
durchlöcherte
reiner deutscher und engl.
Anthracit
(2757a
liefert billigſt —
Aug. Oriemann
Beckstrasse 54.
Telefon 957.
Wegen Auflöſung des Haushaltes
ſofort billig zu verkaufen:(ase
Sofa, Spiegelſchrank, Büfett,
Ser=
viertiſch, Seſſel, Tiſche, Kleiderſtäuder,
Trumeaux m. Spiegel, Küchenſchrank,
Nachttiſch, Gaslüſter, Teppich und
diverſe Gegenſtände . Nachmittags
anzuſehen Liebigſtraße 77, 1. Stock.
WegenMangelan Raum
billigst zu verkaufen
1 Schrank, eiſerne Bettſtelle, Waſchtiſch
mit Spiegel, Chaiſelongue, Nähtiſch,
große Waſchbütte, für Flaſchen zu reinigen
geeignet, billigſt zu verkaufen. Vormittags
anzuſehen Landwehrſtraße 18, III. (*3392
gut erhalten, billag
Pianinog abzugeben
(2707a
Arheilgerſtraße 9.
90
e
Bilbhabfah
*3334fs) Mathildenplatz 2, 2. Stock, macht ein zartes, reines Geſicht, roſiges,
jugendfriſches Ausſehen, weiße, ſammet=
*3333fs) Wienersſtraße 47, part., ſchön weiche Haut und blendend ſchöner Teint.
Alles dies erzeugt
(L4373,33
Steckenpferd=Lilienmilch=Seife=
3274a) Mathildenplatz 11 großes, helles,v. Bergmann & Co., Radebeul
à St. 50 Pfg. bei:
Anton Fiſcher, Frankfurterſtr. 12/14.
Gg. Frz. Frank, Eliſabethenſtraße 9.
Anton Logel, Eliſabethenſtraße 30.
Georg Manck, Ballonplatz 5.
Gg. Petri, Roßdörferſtraße 52.
Chr. Schwinn, Obere Rheinſtraße 8.
Carl Steinhäuſer, Mühlſtraße 78.
Friedr. Stillgebauer.
Ernſt Weis, Louis Hein Nchflg.
*3452so) Karlſtraße 32, 2. Stock, möb= A. Walchner Nchflg., Eliſabethenſtraße
Adolf Zachmann, Bleichſtraße 46.
Hausverkauf!
Das 3ſtöckige 5=Zimmerhaus
Martin=
ſtraße 60 mit Vor= u. Hintergarten, zirka
560 U=Meter Fläche, iſt unter günſtigen
Bedingungen zu verkaufen. Weiteren
Auf=
ſchluß erteilt
(2648a
W. Girmſcheid
Wendelſtadtſtraße 23.
Telephon 378.
Herrſchaftshaus
in der Riedeſelſtraße, 3 Stock, à 6 Zimmer,
Einfahrt und ſchönem Garten, zu verkaufen.
Reflektanten erfahren Näheres bei. (2647a
W. Girmſcheid
Wendelſtadtſtraße 23.
Telephon 378.
Wohnhaus
in der Beckſtraße, 3 Stock, à 6 Zimmer,
Vor= und Hintergarten. iſt zu verkaufen u.
erfahren Reflektanten alles Nähere bei (2646a
W. Girmſcheid
Wendelſtadtſtraße 23.
Telephon 378.
Hausverrauft
Das 3ſtöck. 5=Zimmerhaus Ireneſtraße 7
mit Toreinfahrt, Stallung, Vor= u.
Hinter=
garten, iſt zu verkaufen. Reflektanten
er=
fahren alles weitere bei
(2649a
W. Girmſcheid
Telephon 378.
Wendelſtadtſtr. 23,
Im Sudoſtviertel
schönes Etagenhaus, 3X4 Zimmer,
reichl. Nebenräumen, Balkons u. Veranden,
Vor= und großem Hintergarten, Einfahrt,
elektr. Licht und Gas, unter den günſtigſten
Bedingungen direkt vom Beſitzer zu verkauf.
Offert. unt. L.
an die Expedition. (3390a
Heerdwegviertel
ſchönes He
afts=Etagenhaus, 3X5
Vor= und Hintergarten,
Zimmer, ſch
reichlichen N
umen, elektr. Licht und
Gas, unter
günſtigſten Bedingungen
direkt von Beſitzer zu verkaufen.
(B2744
12 an die Exp. ds. Bl.
Offert. unt
B3046)
hilienhaus
Eil
am Roquett
u verkaufen od. zu verm.
Enth. 11 gr.
mer der Neuzeit entſpr.
t.
kunft erteilt H. Braun,
Herderſtr. 16
Braun, Moosbergſtr. 97.
entenhaus gegen kleine
he
a im Villenviertel Lud=
B
=Eb
*3485
t U
81 an die Exped.
shalber
1s Mathildenplatz 8,
t,
die beiden anſtoßenden
r, Gat
ße, 4X5 Zimmer, aus
en. Geſamt. Flächen=
(3177a
Mathildenplatz 8.
S
1 mit genauer
Ang
bauten Fläche,
xe, der Hypotheken u.
Exp. d. Bl. (3269fs
d.
uf.
arten im Wert
ein 4ſtöckiges
Fün
rb
r Lage zu tauſchen
unter L 11 an die
n
3272dfs
C
us
L
d
Arh
zu verkaufen.
int.
1 d
xped.
(717a
(1984
Sch
haus
billig zu ver
Darmſtadt, beſte
Lage
Ber
irten, Gas
gr.
u. Waſſer u
9 a. d. Exped.
u. I
ü.
rei
ode
strieb
I
ehr geeignet
n „Zum Landgrafen
ſſen”
vor
a. d. B., direkt
hnho
G
inter äußerſt
günſtigen Be
verkaufen.
Sehr gr
Gebäude mit
großem Eiskeller
chen
Keller=
chönen
Wirt=
räumen, 2 gr
älen
ſchaftslokalttä
roßen Anzahl
leicht zu gut
Fremdenzimt
vermietbaren
richten laſſen.
Stallung für 10
Maſſiver
Pferde, Waſ
ꝛc. und ca. 1700 qm
Geländ
et ſich ſehr gut infolge
tweſen
age und Einrichtung
ſeiner günſti
rbrauereien als Wirtſchaft
beſonders fü
mit Bierverſchleiß oder auch für
Fabrik=
betriebe.
Reeller Wert 80000 Mark. Kaufpreis
äußerſt billig zu 60000 Mark mit ca.
10000 Mk. Anzahlung.
I. Hypothek 43000 Mark zu 4½% kann
ſtehen bleiben.
Man wende ſich an den Beauftragten
Gg. Keil,
Grossh. Ggometer I. Klasse,
Immobilien= und Hypothekengeſchäft,
Michelstadt 1. O. (3064imds
empfiehlt
in bekannt vornehmster Ausführung
ny Cohku
Ludwigsplatz
Ecke Schulstrasse.
Gentner’s
Veilchen-Seifenpulver
erfreut sich deshalb so großer Beliebtheit,
weil jedes Paket eine wirklich schöne und
brauchbare Geschenkbeilage enthält. — Da
meine Packung vielfach nachgeahmt
wird, so kann man sich vor Schaden
nur dadurch schützen, daß me
genau
f den Namen „Goldperle
und
Schutzmarke „Kaminfeger” achtet.
Alleiniger Fabrikant:
Carl Gentner
Göppingen.
(H3434
Zum Abonnement empfohlen:
Aus Baurtarkei
Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
45. Jahrgang
erſcheinende illuſtrierte Familienzeitſchrift!
Beſondere Vorzüge:
Große Reichhaltigkeit, ſorgfältig gewählter
intereſſanter Inhalt,
viele prachtvolle IIlustrationen
:: außerordentliche Billigkeit. :
Jährlich 28 Hefte.
Preis für das Heft nur 30 Pfennig.
Das über die ganze Welt verbreitete „Buch für Alle” iſt, getreu
ſeinem Namen und unterſtützt von den erſten Schriftſtellern und Künſtlern,
jederzeit beſtrebt, ein
echtes deutſches Familienbuch
zu ſein. Es iſt jedem zu empfehlen, der ſeine Erholungsſtunden gern intereſſ.
Lektüre widmet und Freude hat an echt künſtleriſchen Illuſtrationen.
Bestellungen nehmen Buch- u. Kolportagehandlungen, Journalexped. etc. entgegen.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
C2751,51
Erbteilungshalber
kleines Wohnhaus nebſt großem Hof und
Garten zu verkaufen, desgl. ein Acker.
Näheres Beſſungerſtr. 11.
(B3417
(7
5-Zimmer-Wohnhaus
in ſüdl. Höhenlage zu verkaufen, eventuell
gegen Bauplatz oder altes Haus zu
ver=
tauſchen. Off. u. K 78 an die Exped. (B3126
Wohnhaus
(Stadt oder Land) von ſolider Bauart, mit
Garten oder Park bevorzugt, vom Beſitzer
geſucht unter Chiffre B 100 an
Haasen-
stein & Vogler, A.-G., Berlin W. 8. (H3349
Kaufe, Verkaufe u. Geilhaver
ller Branchen beſchaffe ich raſch und
ver=
ſchwiegen unter kulanten Bedingungen
B. Baer,
Darmstadt.
Agenturgeschäft.
Telephon 1145.
(24675a
Schönes Stück Garien
mit Zwergobſt Anlagen u. Waſſer, i. Süden
gelegen, abzugeben. Off. u. & 91 Exp. (2491a
cker, Nähe der Stadt, ea. 1250 am, für
Gärtnerei geeig., zu verp., event. zu vk.
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, 1. Stock.
(*3535
u
Wer leiht und bei prima
unter günſt. Bed.
Sicherheit 4—5000 Mk. Gefl. Offert. u.
L 78 an die Expedition ds. Bl. (*3471
I. Hypothekengeld
in jeder Höhe, 60—65% der Taxe, zu 4 bis
Zins. Selbſtreflektantenoff. unter
L 64 an die Expedition.
(*3439
Mk. 3000 auf Hypotheke
50% der Ortsgerichtstaxe zu 5% Zins
u. Nachlaß auf 1—2 Jahre ſofort geſucht.
Off. nur v. Selbſtgeb. unt. L. 68 Exp. (*3441
Mark 20000
als II. Hypotheken, in kleineren
Be=
trägen zu 5½ alsbald auszuleihen. Offert.
unt. L70 an die Expedition erbeten. (*3446
Mark 1200
gegen Sicherheit und 6% Zinſen auf ein
Jahr zu leihen geſucht. Offert. unt. A 66
an die Expedition dieſes Blattes. (715a
Bau- u. Hypothekengelder
werden bis zu 65% der Taxe zu 4½
Zinſen ausgeliehen. Offerten unter H 63
an die Expedition ds. Bl. erbeten. (2654a
ſind auf II. Hpp.
2000—3000 Mk. auszuleihen.
Off. unt. K 92 an die Exped. (*3214dso
Wer Geld ſucht, ſchreibe ver=
Geld? trauensvoll unter L. 23 an
die Exped. ds. Bl. (*3302fs
Tafel-Aepfel
feinſter Tiroler 10 Pfd. 2,50 Mk.
Zwiebeln
geſunde Ware 10 Pfd. 70 Pfg.
Extra grosser Pariser Kopfsalat
empfiehlt
(3438
Bernhard Held,
Telefon 478.
Karlstrasse 27.
Wegen Räumung
verkaufe ich einen faſt neuen Flaſchenzug
mit Schienen, 1 großer Packtiſch, 1
Steh=
ſchreibpult, für Kontor geeignet
B3432)
Klappacherſtraße 40/42.
Aufrut
an Herrſchaften u. junge Leute.
Wegen ſehr dringendem Gebrauch von
Waren zahle ich die denkbar höchſten
Preiſe für getragene Kleider, Schuhe,
Federbetten, Zahngebiſſe ꝛc.
(*3515so
Beſtellungen erbeten an
J. Wallach,
Schloßgaſſe 10. Telephon 1754.
itz= und Liegewagen, extra
Ein=
hangeſitz, billig abzugeben
Gutenbergſtraße 31, parterre.
*3500)
u. 2tür. Kleiderſchr., Waſch, Nachtſchr.,
1.
Tiſche, Bettſtellen mit und ohne
Ma=
tratzen, gut erhalten, billig abzugeben
*3521si)
Wendelſtadtſtraße 2.
Für Altertumsliebhaber!
Napoleon I. mit den berühmteſten
Generälen ſeiner Zeit. Auf Stein
ge=
zeichnet. Bildgröße 60:80
(*3514
Bleichſtraße 45, Seitenb. 1. Stock.
Spinnrad (Altertum)
in ſehr gutem Zuſtande, zu verkaufen.
F. W. Bundschuh, Heubach i. Odw. (3381.
Umzugshalber
Bettſtelle mit Patent= u. Wollmatratze, beſſ.
Diwan, 1 großer Trumeauspiegel, eleg.
Salongarnitur, Salonschrank, polierter
Tisch, für Brautleute ſehr geeignet (3438
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröfſentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktien
Linerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 3 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Eiuſender verantwortlich.)
Zum Antrag Haas, Noack und Genoſſen im
heſſiſchen Landtag.
Die nationalliberale Partei Heſſens hat am 17.
No=
vember v. Js. bei der Zweiten Kammer der Stände einen
Antrag auf Vereinfachung der Staatsbehörden eingebracht,
der wörtlich lautet:
„Die Kammer möge die Regierung erſuchen, alsbald
einer aus Vertretern des Landtags und der Regierung
beſtehenden, von letzterer einzuberufenden Kommiſſion
Vorſchläge vorzulegen zur Neuorganiſation der
Staatsbe=
hörden im Sinne einer weſentlichen Vereinfachung
und Verbilligung der Verwaltung
entſpre=
chend den in der Zweiten Kammer in den letzten Jahren
vielfach geäußerten Wünſchen und den von den Behörden
durch das Miniſterium des Innern am 11. Auguſt 1909
eingeforderten Gutachten.”
An und für ſich wäre gegen dieſe Anregungen nichts
einzuwenden, da ſich in dem Verwaltungsapparat des
kleinen Bundesſtaates Heſſen im Laufe der Jahre manche
Zuſtände herausgebildet haben, die einer Nachprüfung
wohl möglich wären und eine Vereinfachung zuließen. Es
muß aber darauf hingewieſen werden, daß bei Errichtung
neuer Behörden und Beamtenſtellen die Zweite Kammer
der Stände die verfaſſungsmäßige Zuſtimmung zu erteilen
hatte und ſie demgemäß an dem heutigen Zuſtand mit zum
großen Teil ſelbſt die Schuld trägt. In den letzten zehn
Jahren ſind recht viele Behörden uſw. neu errichtet
wor=
den, deren Zweckmäßigkeit jetzt beſtritten wird. Es ſei
hierbei nur auf die Neuſchaffung der Abteilung für
Eiſen=
bahnweſen, Errichtung von 14 Oberförſterſtellen, 30
Richter=
ſtellen uſw. hingewieſen. Wenn alſo die nationalliberale
Partei bereits früher ihr Augenmerk auf die Vereinfachung
der heſſiſchen Behörden gerichtet hätte, wäre der jetzige
Antrag ziemlich überflüſſig geworden. Ein Vergleich mit
dem Großſtaat Preußen muß aber von vornherein
unter=
bleiben, da bekanntermaßen jeder Großbetrieb in Sachen
der Verwaltung billiger arbeitet, als der Kleinbetrieb.
Was aber die heſſiſchen Beamten insgeſamt
unange=
nehm berühren, ja geradezu aufregen muß, iſt der Umſtand,
daß der vorſtehende Antrag im jetzigen Zeitpunkt
einge=
bracht worden iſt. Bekanntlich ſteht für den Landtag ein
Voranſchlag zur Beratung, der mit einem erheblichen
Fehlbetrag abſchließt. Hinzu kommt noch, daß ſämtliche
Staatsbeamte um Aufbeſſerung ihrer Gehälter
eingekom=
men ſind, und zwar in gleichem Umfange, wie dies bereits
in den Nachbarſtaaten Preußen und Bayern ufw. geſchehen
iſt. Die Mitteilung des Finanzminiſters, daß man ohne
eine erhebliche Steuererhöhung nicht auskommen könne,
hat begreiflicherweiſe im ganzen Lande eine große
Er=
regung veruſacht. In dieſen Zeiten fragt ſich jeder ernſt
denkende Politiker und das ganze Volk, wie es denn
ge=
kommen iſt, daß Heſſen in eine ſo ungünſtige Finanzlage
hineingeraten konnte! Die Auskunft des Miniſters, daß
wirtſchaftlicher Rückgang und die ungünſtige Löſung der
Reichsfinanzreform mit die Urſache ſeien, hat nicht genügt.
Man ſucht noch nach weiteren Gründen. Und da kommt
die nationalliberale Partei mit dem vorſtehenden Antrag
und gibt dem geſamten Volke gewiſſermaßen zu verſtehen,
daß die Haupturſache in dem teuren Verwaltungsapparat
zu ſuchen iſt, daß alſo die Beamten an all dieſen
ungün=
ſtigen Finanzverhältniſſen ſchuld ſind! Es beſteht ja in
der großen Maſſe des Volkes draußen eine angeborene
Abneigung gegen alles, was Beamte heißt; dieſe
Abnei=
gung kann ſich in Zeiten politiſcher Erregungen (Wahlen)
zu direkter Feindſchaft ſteigern. Hat man doch gelegentlich
der Reichstagswahlen im Wahlkreis Hungen=Nidda von
einem Mitglied der deutſch=ſozialen Partei den Ausſpruch
tun hören: „Mir ſein Antiſemite, aber nicht gegen die
Juden; die haben wir nötig. Mir ſein Antiſemite gegen
die Beamte.” Indem alſo der vorſtehende Antrag im
gegenwärtigen Zeitpunkt vorgebracht wurde, iſt er
geeig=
net, die öffentliche Meinung irrezuführen und die
Span=
nung zwiſchen Volk und Beamten noch zu verſtärken. Ob
die nationalliberale Partei hiermit eine nationale Tat
ge=
tan hat, muß zum mindeſten bezweifelt werden. Auf die
Art werden aber die Beamten Heſſens in eine
Kampf=
ſtellung hineingetrieben, die immer mehr zu einem engen
Zuſammenſchluß der geſamten Beamtenſchaft hinführt.
Zu welchen Schlüſſen hätte man aber kommen müſſen,
wenn man ernſtlich nach den Urſachen der jetzigen
Finanz=
kalamität geforſcht hätte?
Da bildet zuerſt das Bildungsweſen ein Kapitel, das
die Beachtung wohl verdient. Im Hauptvoranſchlag für
1909 wurden an Zuſchüſſen bewilligt:
1010000 Mk.
Landesuniverſität rund
440000 „
Techniſche Hochſchule
Gymnaſien, Realgymnaſien, Oberrealſchu=
1 210000
len, Realſchulen
120000
Höhere Bürgerſchulen . . . .
Sa. 2 780 000 Mk.
Nach dem Voranſchlag für 1899 betrugen die
Aufwen=
dungen für die höheren Bildungsanſtalten rund 1 490000
Mark, ſo daß eine Steigerung um faſt das Doppelte
ein=
getreten iſt. Steht dieſelbe aber im Verhältnis zu der
Bevölkerungszunahme und wie hoch ſind die Koſten auf
den Kopf der Bevölkerung im benachbarten Preußen in
Provinzen mit den gleichen wirtſchaftlichen Verhältniſſen?
Man wird hierbei zu dem Schluſſe kommen müſſen, daß
die Aufwendungen für höhere Bildungsanſtalten viel zu
hohe ſind und in keinem Verhältnis ſtehen zu der
Bevöl=
kerungsziffer. Die Zahl der akademiſch gebildeten Lehrer
hat in den letzten 10 Jahren um 140 zugenommen. In
Fachkreiſen gibt man ſelbſt zu, daß die Schaffung der
Bür=
gerſchulen in dem jetzigen Umfange eine verfehlte Sache
war und daß dieſelben zum Teil eine Exiſtenzberechtigung
nicht beſitzen. Die große Anzahl der höheren
Lehranſtal=
ten bildet eine ſoziale Gefahr für den Staat, da ein
akade=
miſches Proletariat großgezüchtet wird, für welches der
Staatsbetrieb eine Aufnahmefähigkeit nicht beſitzt. Eine
abgerundete Volksſchulbildung iſt einer Halbbildung auf
den Gymnaſien bis zum 14. Lebensjahre zweifellos
vorzu=
ziehen. Die letztere beſitzt für den Schüler ſelbſt große Ge=
ſahren. Und dann, waren die großen Univerſitätsbauten
in Gießen in dieſem Umfang notwendig? Für die
vete=
rinär=mediziniſche Klinik, die erhebliche Koſten verurſacht
hat, wird dies beſtritten.
Die Denkmalpflege erfordert einen jährlichen Aufwand
von 36500 Mark, wobei die vielfachen
Reiſekoſtenaufwen=
dungen der Verwaltungsbehörden nicht eingerechnet ſind.
Es fragt ſich, ob es aus finanziellen Gründen klug war,
daß Heſſen mit ſolchen Beſtrebungen unter den deutſchen
Bundesſtaaten an der Spitze geht.
Für die Landwirtſchaft und die Förderung der
Boden=
melioration war im Jahre 1899 ein Zuſchuß von rund
580000 Mk. vorgeſehen. Im Voranſchlag für 1909 ſind
für die gleichen Zwecke 783000 Mk. eingeſtellt, darunter
Zuwendungen an die Landwirtſchaftskammer allein
144000 Mk. Es wird auch hier wohl eine Prüfung
mög=
lich ſein, ob nicht Erſparniſſe nach irgend einer Richtung
hin gemacht werden tönnen. Die Landwirtſchaft iſt
zwei=
fellos insbeſondere durch die Fürſorge des Reiches erſtarkt
und dieſer erhöhten Zuwendungen nicht mehr bedürftig.
Ob außerdem die Forcierung der Feldbereinigungen,
ins=
beſondere in den Höhenlagen, wo doch die Viehzucht und
nicht der Ackerbau vorwiegt, in der neuerdings betätigten
Weiſe notwendig iſt, erſcheint zum mindeſten fraglich.
Die Staatseiſenbahnen ſind für 1909 mit einem
Nettvertrag von 12600000 Mark veranſchlagt, wovon
für Verzinſung der Eiſenbahnſchuld rund 10500000
Mark zu verwenden ſind, ſodaß für die allgemeinen
Staatsbedürfniſſe etwa rund 2 Millionen Mark
ver=
bleiben. Für das Vermögen ſind aber nochmals
9700000 Mk. in Ausgabe geſtellt, die insbeſondere zur
Beſtreitung der Koſten für Um= und Neubauten von
Bahnhöfen notwendig werden. Der Bahnhofs=Neubau
in Darmſtadt, für den im ganzen rund 11000000 Mk.
vörgeſehen ſind, ſteht in dieſem Jahre mit 3000000
Mark zu Buch. An faſt ſämtlichen größeren
Bahn=
höfen Heſſens ſind innerhalb eines kurzen Zeitraumes
zum Teil ganz beträchtliche Umgeſtaltungen
vorgenom=
men worden. Eine eingehende Prüfung erſcheint
not=
wendig, ob dieſe ſämtlichen Umbauten aus Gründen
der Betriebsſicherheit erforderlich waren, und, wenn
dies der Fall war, ob man ſie nicht aus finanziellen
Gründen auf einen größeren Zeitraum verteilen
konnte.
Dieſe und ähnliche Erwägungen hätte man wohl
anſtellen können, ehe man auf das verfängliche Mittel
der Hereinbeziehung der heſſiſchen Beamtenſchaft
ver=
fiel, und wir ſind überzeugt, daß man zu poſitiven
Re=
ſultaten auch gekommen wäre.
In der Begründung, des Antrags werden
Be=
hauptungen aufgeſtellt, die jeglicher
tatſächlichen
Unterlage entbehren, in der Hauptſache unrichtig und
geeignet ſind, den in Betracht kommenden
Beamten=
ſtand in der öffentlichen Meinung herabzuſetzen. So
wird behanptet:
„Die Veranlagung der direkten Steuern koſtet
jährlich 500000 Mk.; eine weſentliche Erſparnis ließe
ſich erzielen, wenn, wie in Preußen, Sachſen und
Ba=
den, das Veranlagungsgeſchäft von mittleren
Finanz=
beamten vorgenommen würde.”
Bekanntlich iſt die Verwaltung der direkten
Steuern in Heſſen in die Hände von akademiſchen
Be=
amten gelegt, welche ſeither einen ganz beſonderen
Stydiengang (das Kameralſtudium) zu abſolvieren
hatten und für die erſt neuerdings das juriſtiſche
Stu=
dium vorgeſchrieben iſt. Zurzeit befinden ſich 50
ſol=
cher Finanzbeamten in feſter Anſtellung und verteilen
ſich dieſelben auf 37 Lokal=, die ſogen. Finanzämter.
Im Voranſchlag für 1909 ſind an Gehältern für dieſe
Stellen im ganzen 227000 Mk. ausgeworfen. Seit
einem faſt jahrhundertlangen Beſtehen haben ſich dieſe
Behörden durchaus bewährt und zu keinen weſentlichen
Beſchwerden Anlaß gegeben. Sie haben die
Veran=
lagung der direkten Steuern in Heſſen auf eine Höhe
gebracht, die muſtergültig und vorbildlich für andere
Staaten geworden iſt. Was den Grad der Intenſität
anlangt, geht Heſſen mit an der Spitze ſämtlicher
Bundesſtaaten. Daß aber die intenſivſte Veranlagung
der direkten Steuern dem Prinzip der Allgemeinheit
und Gerechtigkeit am meiſten entſpricht, bedarf keiner
beſonderen Beweisführung. Bei der heutigen
Ent=
wickelung des Stenerrechts werden ganz erhebliche
An=
forderungen an die Tüchtigkeit, Arbeitskraft und die
Kenntniſſe der Veranlagungsbeamten geſtellt. Es iſt
ferner das Stenerſtrafrecht den Finanzämtern
eben=
falls überwieſen. Dieſe Tätigkeit ſetzt aber juriſtiſche
Vorkenniniſſe voraus, welche mittlere Beamte nicht
beſitzen.
Die hier in Rede ſtehenden mittleren
Finanz=
beamten, die ſich in techniſchen und kalkulatoriſchen
Arbeiten in der Verwaltung der indirekten Steuern
und im Kaſſeweſen bewährt haben, erſcheinen nach
dem Grad ihrer Ausbildung in keiner Weiſe berufen,
die Geſchäfte der Veranlagungsbeamten zu
über=
nehmen. Bis vor kurzem genügte für die
Ausbild=
ung dieſer Beamten das Einjährigen=Zeugnis oder
das Schulexamen, für welch letzteres eine weitere
Vorausſetzung als der erfolgreiche Beſuch einer
Volks=
ſchule nicht gefordert wurde. Die geringen
Kennt=
niſſe, die weiterhin im Rechnen, Deutſch uſw. verlangt
wurden, wurden in der Regel in kürzeſter Friſt durch
Nachhilfeſtunden erworben. In der Hauptſache
rekru=
tierten ſich dieſelben bis etwa zum Jahre 1905 (
Ver=
ordnung vom 24. Juni 1905) aus Schreibgehilfen bei
den Lokalſteuer= und Kaſſebehörden. Neuerdings und
insbeſondere auch mit Rückſicht auf den erheblichen
Andrang iſt Primareife gefordert worden.
Bei einer derartigen Sachlage wird wohl keine
Regierung eine ſeither bewährte Organiſation in der
beantragten Weiſe kurzerhand über den Haufen
wer=
fen. Gerade für den Veranlagungsbeamten, bei dem
die perſönlichen Fähigkeiten beſtimmend ſind für das
Ergebnis der Steuerveranlagung, ſollte die beſte
Aus=
bildung gefordert werden. Die fortwährende
Berühr=
ung mit dem Wirtſchaftsleben des Volkes ſetzt
volks=
wirtſchaftliche Kenntniſſe voraus, die nur durch ein
längeres Studium erlangt werden können. In dieſer
Hinſicht müßte für die Anwärter des Finanzfachs von
der Regierung noch mehr getan werden; wir meinen
die praktiſche Ausbildung in größeren geſchäftlichen
Unternehmungen, Banken uſw. Aus Gründen der
Staatsautorität verbietet es ſich überdies von ſelbſt,
daß man Subalternbeamten den Vorſitz in
Veranlag=
ungskommiſſionen überträgt. Mit dem gleichen Recht
hätte der Antrag behaupten können, daß auch die
Ge=
ſchäfte anderer akademiſcher Beamtengruppen von
mittleren Beamten billiger beſorgt werden könnten.
Iſt aber die Erſparnis, die in dieſem
Verwaltungs=
zweig gemacht werden könnte, ſo erheblich, daß mau
ernſtlich an eine Organiſationsänderung denken ſollter
Im Voranſchlag für 1909 ſind für die Verwaltung
der diretten Steuern einſchließlich der Gehilfengehalte,
der Schreibgehilfen=, Büro= und der Koſten der
Landes=
kommiſſion für Steuerſachen im ganzen rund 600000
Mark eingeſtellt. Hiervon müßten aber die Gebühren
für auf den Finanzämtern gefertigte Arbeiten für die
Gemeinden, Landwirtſchaftskammer und
Handels=
kammern uſw., die mit 126000 Mk. veranſchlagt ſind,
ſowie die aus der perſönlichen Tätigkeit der
Finanz=
ämter reſultierenden Geldſtrafen wegen Verletzung der
Geſetze über die direkten Steuern mit 80000 Mk. in
Abgang gebracht werden, ſo daß aus allgemeinen
Staatsmitteln noch 400000 Mk. aufzubringen wären.
Wir kennen in Heſſen keinen Verwaltungszweig, der im
Vergleich zu dem Geſchäftsumfang billiger arbeitet, als
die Verwaltung der direkten Steuern. Beiſpielsweiſe
erfordern die Lokalkaſſebehörden
alſo ohne die
Hauptſtaatskaſſe —, welche mit Ausnahme von fünf
akademiſchen Aufſichtsbeamten in der Hauptſache in den
Händen von mittleren Finanzbeamten liegen, einen
Koſtenaufwand von rund 524000 Mk. Würden aber
die 50 akademiſchen Finanzbeamten in der Verwaltung
der direkten Steuern durch mittlere Finanzbeamte
er=
ſetzt, ſo würde bei der heutigen Spannung der
Höchſt=
gehalte (6000 zu 4000) eine Minderausgabe von rund
100000 Mk. eintreten. Hierbei iſt aber zu bedenken, daß
die mittleren und größeren ſtädtiſchen Finanzämter
(zirka 30) im Hinblick auf ihre Bedeutung von
vorn=
herein bei einer derartigen Organiſationsänderung
ausſcheiden, daß bei den übrigen Aemtern das
Steuer=
ſtrafrecht abgeſondert und daß in demſelben Augenblick,
in dem die mittleren Beamten in die erwähnten Stellen
einrücken, eine Gehaltserhöhung gefordert werden
würde. Mit Rückſicht auf dieſe Umſtände möchten wir
es ſehr bezweiſeln, daß bei einer
Organiſationsände=
rung in der beantragten Richtung eine Erſparnis
ein=
treten könnte, das direkte Gegenteil würden wir für
ſehr wahrſcheinlich halten.
Man beſitzt. ja in Heſſen einige Erfahrung in der
Kaſſenorganiſation des Jahres 1901. Mit dem
Schlag=
wort: „Jeder Bauer ſoll ſeine Steuer auf ſeinem Miſt
bezahlen können”, wurden von einem
reformfreund=
lichen Miniſter die von altersher beſtandenen und
be=
währten Mittelkaſſen (Rentämter) aus Gründen der
Erſparnis beſeitigt und die ſogen. Untererhebeſtellen
begründet. Eine bittere Enttäuſchung war die Folge.
Die Reform brachte keine Erſparnis, ſondern
verur=
ſachte einen Koſtenaufwand von 150000 Mk.
Dabei
empfindet man außerdem den Fortfall der Mittelkaſſen
immer mehr als einen Rückſchritt.
Wie ſind aber die Verhältniſſe in den benachbarten
Bundesſtuaten, die hier zum Beweis angeführt werden?
In Preußen iſt der Vorſitzende der
Veranlagungs=
kommiſſionen auf dem Lande der Landrat, dem in der
Regel ein Regierungsaſſeſſor beigegeben iſt. In den
Stäbten beſtehen beſondere Veranlagungsbehörden, an
deren Spitze aus dem Verwaltungsdienſt
hervorge=
gangene gkademiſche Beamte ſtehen, unter denen
wiederum zum Teil noch nicht angeſtellte akademiſche
Hilfsarbeiter tätig ſind. In der Verwaltung der
direk=
ten Steuern iſt außerdem eine beſondere Klaſſe von
mittleren Beamten, die ſogen. Steuerſekretäre,
beſchäf=
tigt, die aus den Supernumeraren hervorgehen. Für
die letzteren iſt die Maiuritätsprüfung vorgeſchrieben.
Die Steuerſekretäre können niemals Vorſitzende der
Veranlagungskommiſſionen ſein. Die
Steuerveranla=
gung auf dem Lande iſt ausgeſprochen extenſiv. Bei
dem gleichen Grade der Veranlagung, wie in Heſſen,
würden die Erträgniſſe der direkten Steuern vermutlich
erheblich zu ſteigern ſein. Als Beweis hierfür kann
wohl die Mignelſche Reform im Jahre 1893 angeführt
werden, die bei Einführung des Deklarationszwanges
jenen außergewöhnlichen Millionenzugang an Steuern
im Gefolge hatte, während er in Heſſen bei der Reform
des Jahres 1895 ansklieb. Allerdings iſt, dem
Ver=
nehmen nach, in Preußen eine Organiſation in der
Lokalſtenerverwaltung geplant, aber in der Richtung,
daß auch für das Land beſondere Veranlagungsbehörden
geſchaffen werden Alſo ein Ausbau der Verwaltung
und kein Rückſchritt.
In Baden ſind die Lokalſteuerbehörden (
Steuer=
kommiſſariate) zum größten Teil in den Händen von
mittleren Finanzbeamten. Etwa ein Drittel der
Stellen iſt mit gkademiſchen Beamten beſetzt, die eine
kameraliſtiſche Vorbildung genoſſen haben. Wie man
hört, beſteht nach Einführung der neuen Steuerreform
die Abſicht, ſämtliche Lokalſtellen allmählich mit
aka=
demiſchen Beamten zu beſetzen. Außerdem ſind die
Verhältniſſe in Baden zu einem Vergleich wenig
ge=
eignet, da die Organiſation daſelbſt eine ganz andere iſt.
In richtiger Würdigung des Umſtandes, daß
ge=
rade die beſte Ausbildung für die Beamten der direkten
Steuerverwaltung genügend erſcheint, hat Bayern für
dieſe Stellen ein beſonderes Kameralſtudium vorgeſehen
und die Bedeutung derſelben durch Bewilligung von
Höchſtgehalten bis zu 9200 Mk. betont.
Wir glauben, in Vorſtehendem den Beweis dafür
erbracht zu haben, daß die in dem nationalliberalen
Antrage gegebene Anregung der tatſächlichen
Begrün=
dung durchaus entbehrt. Verwundern müſſen wir uns
aber, daß eine nationale Partei, die doch die Fürſorge
für ſämtliche Beamten auf ihre Fahne geſchrieben hät,
mit einem Satz einer von jeher bewährten
Beamten=
örganiſation die Exiſtenzberechtigung abſpricht, dies um
o mehr, als die Antragſteller ſehr wohl in der Lage
waren, ſich an zuſtändiger Stelle zu informieren.
Weuzsſeg,
Nur echt mit dem Namen MäGGi
und der Schutzmarke Kreuzstern!
Lose und in Originalbüchsen von 10 Würfeln an
in allen einschlägigen Geschäften erhältlich. (K3346,18
Verträch der Seheheſtzieg ſlagen
Früh.
Shel
Eahr bai e
Ernst Breimer, Hotl., Eliſabethenſtraße 14.
Oskar Matzelt, Hofl., vorm Gg. Wilh. Weidig, Schulſtr. 4.
Waagen
in allen erdenklichen Gattungen für Handel,
Gewerbe und Induſtrie
Gewichte
in Eiſen, Meſſing, Neuſilber, vernickelt und
Phosphorbronze, Blech, Zinn u. Holzmaſſe
(2906
empfiehlt
Emil Geppert
Telephon 1325. Darmſtadt. Darmſtr. 10.
Aquila,
Sport,
Justitia,
sehr preiswerte 6- Pfg.-Cigarren
empfiehlt
(25091
Hugo de Waal.
Für Brautleute!
Eichen-Büfett
desgl. Schreibtiſch, wie neu, ſowie
ver=
ſchiedene Möbelſtücke ſehr preiswert
ab=
zugeben. Näheres in der Expedition. (3247t
bill g
ine gut
Gerhalt. Schaukel=Badewanne abzug.
3267fso)
Kranichſteinerſtraße 8½.
3 ℳ
ia Qualitäten
Mk. 1.33
gewaschene Nuß II
nachgesiebie Stücke . Mk. 1.33
per Zentner exkl. Oktroi, frei Keller, netto
Kaſſe.
(3176a
Beſtellungen unter K 83 befördert die
Expedition dieſes Blattes.
Empfehle mich im Lieſern von
(607a
2
Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle Bedienunz
Peter Karn,
Friedhof=Allee.
Wohnung:
Telephon 1396.
Friedrichſtraße 11.
Eine alte, wertvolle
1
Laute mit Etui
(3054oms
preiswert zu verkaufen
Gutenbergſtraße 11, II.
rein-
5 rassige Dobermanpinscher
9 Wochen alt, ſehr preiswert abzugeben
bei Frau Witwe Nothnagel, Griesheim,
Frankfurterſtraße 23.
(3117msm
3
2 Huyner
E
1909er Frühbrut, gute Eierleger, liefere franko
unt. Garantie leb. Ank., 12 St. Hühner u.
Hahn für 27 Mk. Farbe n. Wunſch.
Probe=
poſtkorb 3 St. M. 7.50 franko.
(D2312
D. Pistreich, Breslag II 32.
Bittere
ORANGEN
per Stück 10 Pfennig.
Blut-Orangen
per Stück 10 und 12 Pfennig.
Paterno-Orangen
Stück 8 Pfg., 10 Stück 70 Pfg.
empfiehlt
(C3178,3
Karlstrasse 47
ling, Telephon 641.
Garantierf reine
Donnerstag. Freitag. Samstag.
Die drei letzten Tage meines
Inventut-busvergote
Da mein diesjähriger grosser Inventur-Ausverkauf
Samstag, den 12. Februar, beendigt wird, mache ich
noch-
mals auf die verschiedenen Warenposten aufmerksam, die zu
be=
deutend zurückgesetzten Preisen dem Ausverkauf
unter-
stellt sind.
(3245ds
Herrenanzugstoffe, nur beste Qualitäten, weit unter Preis.
Herrenpaletotstoffe, halbschwer, vorzügliche Ware. Sehr
zurückgesetzt.
Läuferstoffe, Wollene Vorhang- und
Portieren-
stoffe, Galerieborden, wegen vollständiger Aufgabe
dieser Artikel — zu und unter Ankaufspreis.
Wollene Unterröcke zur Hälfte des seitherigen Preises.
Kinderbettstellen. Es sind noch einige der billigen, im
Preis ermässigte Betten vorhanden.
Restposten
Kinderwäsche, gestr. Jäckchen, Erstlingswäsche etc.
weit unter Preis!
Sämtliche noch vorhandenen Tischtücher, Grösse 130/225,
ohne Rücksicht auf den regulären Preis
Serie II
Serie I
jetzt Mk. 4.75
jetzt Mk. 3.50
Kalbfuss
Marktplatz 10.
Neben dem Rathaus.
A
A
rei
Kent
Ia. Ruhrbrechkoks für Oefen und Zentralfeuerungen jeden Syſtems,
Ia. holl. Anthracit-Nusskohlen und
Ia. Anthracit-Eiform-Briketts für Dauerbrenner und Füllöfen
empfiehlt zu billigſten Preiſen
(2405a
Wilhelm Stumpf, Kohlenhandlung,
Rundeturmſtraße. Telephon 694.
Pilo bat sich einen Ruf als unübertreffliches
Schuh=
pußmittel erworben Es gibt im Moment
wunder-
vollen Hochglanz, färbt nicht ab und erhält das Leder.
Pho fer üseran zu Hauen!
(1967)f
prima weisse
prima gelbe
prima weisse
rseife
Sel
prima gelbe
Schmierseife
ſowie alle übrigen
Waschar uer
Möbeltransport
in der Stadt, ſowie nach auswärts, führe ich, da ich allen
Neben=
ſpeſen enthoben bin,
zu staunenerregend billigen
Preiſen aus.
(2980a
Gutenbergſtraße 1. Albert Vogt Ecke Heinheimerſtraße.
Möbelſpedition.
Maschinenstricken
Sweater, Strümpfe, Beinlängen
an=
ſtricken ꝛc. wird ſchnell u. gut beſorgt. (2756a
Marie Frank, Karlſtr. 31, Hinterbau I.
Massage
empf. ſich bei Rheumatismus, Gicht,
Schwel=
lungen, Blutarmut u. Fettleibigkeit. (1466a
Frau Charlotte Strecker, Maſſeuſe
(Aerztlich geprükt) Hügelſtr.2, Ecke Karlſtr.
billigst
empfiehlt
(2999a
Lngel-Droger
Karlstr. 20. Tel. 1990,
[ ← ][ ][ → ]
Ausverk
bis einschllesslich 13. A ebruar 1910.
Mein Gesamt-Lager in
Lacet-, Spachtel- u. Brüssler Gardinen, Stores u. Bonne-femmes, Etamine-, Madras-,
Leinen-Garnituren u. Stores, Rouleaux-2teilige Zug-Vorhängen in Köper, Satin u. Leinen
ist diesem Ausverkauf unterstellt und bietet absolut konkurrenzlose, nie wiederkehrende Vorteile.
G
23 Fenster: Serie requlärer Wert bis 37.— Mk. pro Paar Mk. 12.−
47 „
„
7
„ „ 60.− „ „ „ „ 18.−
18 „
„ II „
„ „ 38.— „ „ „ „ 24.
37
„ IV „
„
„ „ 63.— „ „ „ „ 30.−
37 „
Verkauf deser hr
„
„,
„ „ 78.— „ „ „ „ 40.−
met zur ſeinſete
13
„ V
„
„
„ „ 90.— „
50.−
„
„
„
Stores mit und ohne Volant
21 Stück Serie Trequlärer Wert bis 33.— Mk., per Stück Mk. 8.-
73 „
I „
„
„ „ 45.—. 7 . 5 .. „. „ 12.-
60 „ „,III . „ . . .„ „ 75.- „. . . „. . „ „ 18.
67 „ „ IV „
„ „78.− „ . „ „ „ 24.-
34 „ „ V „
„ „ 90.— „. . .„ „ „ 30.-
oine Stante-Abrud
Umtausch
neht geststet
Etamine-,
Leinen- und Madras-Garnituren
12 Garnituren Serie regulärer Wert bis 38.— Mk., jetzt Mk. 12.-
26
„
20.−
„ „ 48.— „
Auswahlendunden
13 „
„ II „
„ „ 75.— „ „ „ 28.−
hiervon können
pährend deser Tet
nicht
genaeht werden
Madras-u. Leinen-Plattstich-Stores
24 Stück Serie Trequlärer Wert bis 22.—Mk. jetzt pro StückMk. 5.—
„,
„
„ „ 35.— „
„ „
„
„
12.−
(3339
18 Rouleaux und Vitrages in Köper, Satin und Leinen
regulärer Wert bis 19.—
I F F ,
. . jetzt Mk.
UDWiG
Hof-Möbelfabrik
Ecke Elisabethen- und Zimmerstrasse.
Ecke Elisabethen- und Zimmerstrasse.
Mimiet eaie
Grösster Betrieb
Erhorpi dieser Brancheim
Falborol Grossherzogtum
Meser
Ger, Ghem. Waschanstalt
1848
17 Perst-ludwigstrasse 17.
15 eigene Läden. (908a
Färberei-Versand-Geschäft
Post- und Bahnsendungen werden nach
der Zentrale in Butzbach erbeten.
Wer zahlt den höchsten Preis
für getragene Kleider, Schuhe, Stiefel,
Uniformen, Möbel, Bettwerk ꝛc.?
905a)
C. Strudel, Langegaſſe.
Oitel
Gelegenhelsskauf
Schuhmacher=Maſchine, wie neue, äußerſt.
(205di
billig Hölgesſtraße 1. part.
Taschenmesser, in allen Freislagen,
Tischbestecke, 6 Paar 2 Mk. u. höher,
je nach Qualität, Küchenmesser,
Alpaka u. versilb. Bestecke,
Rasier-
messer, Rasierapparate,
Streich-
riemen, Damenscheren,
Zuschneide- und Nagelscheren.
P0C
M. Kattler, Rheinstrasse 3.
(2101a
in von heute ab
geſchloſſen unter
an das Fernſprechnetz an=
Nr. 1876.
Adam Krickser, Hofzimmermeister
Bleichstrasse 37.
(2733a
Spedition Monnard, Feldbergstrasse. An-
Gütern und Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung.
und Abbolung ron
Telephon 556. (913a
Staubsauge-Apparat
mit Elektromotor=Antrieb (Lichtleit.),
transportabel f. Wohnungod. Hotel,
unbenutzt, völlig neu, unt.
Fabrik=
preis aus Privathand zu verk.
Inter=
eſſenten belieb. Adr. unt. H 98 bei
d. Exp. ds. Bl. niederlegen. (2735a
Für Bauunternehmer
Wegen Laden-Umbau p. 1. April 1910 zu verkaufen:
1 Schaufenſter=Rolladen, kompl., 6.30X2.48m
desgl.
d. je 4.00 X2.48m
Tür=Rolläden
d. je 4.00X1.45m
2 Ladentüren mit Blindrahmen u.
Spiegel=
ſcheiben 2.40X1.30 m
3 blanke Meſſingſtangen mit Wandarmen
2.50 m Länge
3 eiſerne Schutzgitter. 2.50X0.50 m (1415s
2 Gaslüſter, 3= und 5=armig.
Alles in tadellosem Zustand.
A. Anton, Elisabethenstrasse 1.
G Beſtbhuna,gaeſ. iestr. 3, . tchteg
[ ← ][ ][ → ]Turnhalle
Woogsplatz
Samstag
den 19. Februar, 8 Uhr.
In mehr als 25 der ersten
Zeitschriften wurde
Gundrun
Hildebrandt
abgebildet u. in unzähligen
Millionen von Postkarten
über den ganzen Erdkreis
verbreitet.
Schriftliche Anerkennungen
von Exzellenz
Graf von Hochberg
Ernst von Possart
Geh. Hofrat
Max Grube etc.
2 Gastspiele
der 17jährigen schönsten Tänzerin der Welt
Gundrun Hildebrandt
fr. Königl. Hoftheater, Berlin.
Inhaberin der goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft.
Im Gegensatz zu den freien Darbietungen vieler Tänzerinnen ist Frl. Gundrun
Hilde-
brandt’s Kunst eine vornehme und dezente und findet stets auch bei dem feinsten
Damenpublikum enthusiastischen Beifall.
Tanz-Dichtungen in Bild und Wort
Prolog Moderne und klassische Tänze Ernste und heitere
Rezitationen Tanz der Weine Tanz der vier Jahreszeiten.
Zwei vollständig verschiedene Programme.
Orchester unter Leitung des Herrn Mewes.
(3358smf
Turnhalle
Woogsplatz
Sonntag
den 20. Februar, 8 Uhr.
Durch Chic ihrer Kostüme
ist Fräulein
Gundrun
Hildebrandt
in der Mode tonangebend
geworden,
Ausverkaufte Häuser an
allen Hof-. Stadttheatern
und ersten
Kunst-Etablissements.
Preise der Plätze:
Mk.
1.50.
2.-
Im Vorverkauf:
2.
Mk. 3.—
—, 1.50,
Georg Thies Nachf.
L. Schutter, Elisabethenstr. 12.
Montag, den 14. Februar 1910, abends 7 Uhr:
Fumntes Konzert
im Grossherzoglichen Hoftheater
zum Besten des Witwen- und Waisenfonds der Grossb. Hofmusik
und unter Mitwirkung des Herrn Jacques Thihaut, Violinvirtuose aus Paris.
Erste Abteilung.
1. Slnfonie Es-dur
R. Schumann.
2. Violin-Konzert in Es-dur . . . . . . .
W. A. Mozart.
Zweite Abteilung.
3. Symphonie espagnole für Violine mit Orchester
E. Lalo,
4. Sinfonie in G-dur (Breitkopf Ausgabe Nr. 13) .
I. Haydn.
Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr. Karten zur Hauptprobe à Mk. 1.50
an der Hoftheater-Tageskasse 9½—10½ Uhr und im Vorverkauf in der
(3238ds
Musikalien-Handlung von L. Schutter, Elisabethenstr. 12.
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Programms zu
Gehör gebracht.
Musik-Verein.
Orchester-Probe zum IIl. Konzert
Sonntag, den 13. Februar 1910, vormittags 10 Uhr,
im Saalbau.
(3322
Um pünktliches Erſcheinen wird gebeten.
Der Vorstand.
Saal „Zur Traube‟, Dienstag, 22. Februar, abends 8 Uhr.
Chopin-Abend
Eduard
Aisler
Vier Balladen, Prélude Cis-moll, Zwei Mazurkas A-moll C-dur, Valse As-dur,
Impromptu Ges-dur, Scherzo E-dur, Fantasie F-moll.
Karten: Mk. 4.—, 3.—, 2.—, 1.50. Im Vorverkauf Mk. 3.—, 2.—, 1.50, 1.—, bei
(3329sms
Georg Thies Nachf. Leopold Schutter, Elisabethenstrasse 12.
gete um
Restäuradon und variete Kratsch
Landwehrstrasse 26, an der Johanneskirche.
Heute habe den alleinigen Ausſchank der
Brauerei Vering & Müller für Darmſtadt
übernommen und liefere unter Zuſicherung ein nur prima f. I. Kl. Bier. Auch
liefere in kleinen Gebinden per Liter 23 Pfg. Ausſchankpreis per ½ Liter 13 Pfg.
Flaſchenbier ½ Flaſche 18 Pfg., ½ Flaſche 10 Pfg Verſand wird pünktlich beſorgt.
Heute 8 Uhr
Humoristisches Konzert
Sonntag 4 und 8 Uhr.
(*3473
Während der Konzerte Bieraufſchlag.
Frauz. Kratsch. Belitzer
es iadet. kreundich ein.
ſſonn
Lnometigoh
Jagoſſcof
Jndische Bramatische Gosellschart, Darmstaut.
Am Samstag den 12. Februar, abends 8 Uhr, im Mathildenhöh-
Saal, Dieburgerstrasse 26
Legr..
Theater-Auffuhrung u. Ball
(*3528
Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden.
Sonntag, den 13. Februar, abends 8 Uhr:
Kapelle des Großh. Art.=Regts. Nr. 61
unter gütiger Mitwirkung des Komponiſten Herrn
Hans Fischer aus Darmstadt.
Leitung:
Vebel
M
Im Programm nur die beliebtesten Opern,
Operetten und Walzer, Solosätze. —
Eintritt 40 Pfg.
Eintritt 40 Pfg.
Familienkarten ſind im Vorverkauf am Büfett zu haben.
25
Ludwigshohe.
Sonntag, den 13. Februar, nachmittags 4 Uhr:
Großes Militär=Konzert
Streichmusik.
Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments Nr. 61
Leitung: M. Weber.
Im Programm! Ouvertüre zu „Si jetais Roi” von Adam und „Die luſtigen Weiber
von Windſor” 6te Air=Varie von de Beriot auf dem Cornet à Piſton vorgetragen
von dem Virtuoſen Herrn Ehlers. „Im Uhrenladen” „Lieb mich und die Welt
iſt mein”. „Rodenſteins Einzug und Gruß” von A. Neff.
(B3387
Eintritt 25 Pfennig.
Die oberen Räume ſind für Nichtkonzertbeſucher reſerviert.
Voranzeige.
Katholischer Gesellenverein Darmstadt.
Am Sonntag den 20. Februar 1910, dem 100jährigen Todestag
des großen Tiroler Freiheitskämpfers
kommt im Gesellenhause, Friedrichstrasse Nr. 30
das Schauspiel: Andreas Hofer
zur Aufführung. Karten im Vorverkauf beim Hausmeiſter des Geſellenhauſes und des
(3418
Katholikenverein (Waldſtraße 33) zu haben.
e Masken-Kostume
(g
4.
für Herren und Damen
in großer Auswahl, von d. einfachſten bis eleg. Neuheiten
4Dominos in großer Auswahl
empfiehlt die Verleihanſtalt von
(1539a
Rheinſtraße 5. A. Getrost, Rheinſtraße 5.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
B—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. Febr.: dem Schloſſer Ferd=
Kremer, Gräfenhäuſerweg 39, eine T. Gertrude
Aloyſe Maria Ferdinande. Am 2.: dem Schuhmacher
Adam Göttmann, Kiesſtr. 18, ein S. Adam Friedrich.
Am 1.: dem Gaſtwirt Balthaſar Roß, Erbacherſtr. 46,
eine T. Margarete. Am 3.: dem Schachtmeiſter Jakob
Zeller, Kranichſteiner Straße 8½, eine T. Marte.
Am 8.: dem Fabrikarbeiter Peter Bräunig,
Arheil=
ger Straße 23½, eine T. Marie Margarete. Dem
Schweizer Johann Kubiſch, Erbacher Straße 125, ein
S. Ferdinand. Am 6.: dem Bureauaſſiſtent Franz
Ruppert, Rhönring 1, ein S. Ludwig. Am 4.: dem
Kutſcher Karl Friedrich, Erbacher Straße 142, ein
S. Ludwig. Am 5.: dem Lokomotivheizer Phil.
Gries=
heimer, Gardiſtenſtr. 32, ein S. Wilhelm Philipp Karl.
Dem Milchhändker Georg Schmidt, Kaupſtr. 51, eine
T. Ottilie Elſe. Am 9.: dem Flaſchenbierhändler
Peter Liſt, Arheilger Straße 53, eine T. Marie
Roſina.
Aufgebotene. Am 7. Febr.: Arbeiter Adolph
Hein=
rich Goll, Große Kaplaneigaſſe 16, mit Köchin
Frie=
derike Johanna Ida Schippel, ebendaſelbſt. Am 8.:
Metzger Georg Karg in Sandbach mit Dienſtmagd
Emma Luiſe Hörger dahier. Schleifer Georg
Gotta V in Ober=Roden mit Dienſtmagd Lucia
Winter dahier. Am 9.: Doktor der Medizin Ludwig
Karl Dieffenbach dahier mit Helene Junker in Lich.
Bankbeamter Wilhelm Friedrich Häußermann,
Pax=
eusſtraße 1, mit Ella Bertha Becker, Mauerſtr. 11.
Großh. Rabbiner, Doktor der Philoſophie, Bruno
Italiener dahier mit Haustochter Hedwig Seckel in
Peine. Regierungsbaumeiſter Georg Philipp Martin
Scherer in Hamburg mit Frieda Müller in
Berg=
neuſtadt. Am 10.: Fabrikarbeiter Adam Feldhinkel
in Lampertheim mit Zigarrenarbeiterin Agnes Bauer,
ebendaſelbſt. Krahnenführer Peter Bernhard
Her=
manns, Mülheim a. d. Ruhr, mit Haushälterin Emma
Marie Henriette Schul, ebendaſelbſt. Kammacher
Peter Geiß, Ober=Ramſtadt, mit Dienſtmagd
Eliſa=
betha Störtzel, Hetſchbach. Buchdruckereihilfsarbeiter
Friedrich Theodor Julius Auguſt Lang, Waldſtr. 32,
mit Dienſtmädchen Margarete Dietz, Roßdörfer
Straße 26.
Geſtorbene. Am 8. Febr.: Marie Ritzert, 22 J.,
evangel., Tochter des Landwirts in Alsbach. Am
7.: Suſanne Stein, geb. Gehbauer, Ehefrau des
Kauf=
manns, 49 J., ev., Marktſtr. 7. Am 8.: Privatin
Doro=
theate Landau, geb. Nau, Witwe des Maſchinenmeiſters,
90 J., ev., Saalbauſtr. 41.
Lehrer i. P. Hermann
Bruſius, 80 J.. ev., Gutenbergſtr. 55. Am 9.:
Schnei=
derlehrling Ferdinand Lauval, 16 J., kath.,
wohn=
haft in Heppenheim a. d. B., S. des Taglöhners
hier. Am 10.: Oberzahlmeiſter a. D. Auguſt
Saeger, 68 J., ev., Hügelſtr. 67.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Invocavit, den 13. Februar 1910
Hoſkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
— Mittwoch, den 16. Februar, abends 6 Uhr: 2.
Paſſions=
andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Prälat D. Flöring.
Vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer
D. Diehl. — Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Velte. Nach
der Predigt: Feier des hi. Abendmahls mit Vorbereitung.
Stadtkapelle: Vorm. um ½10 Uhr: Pfarrer
Weiß=
gerber. — Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Vogel. — Mittwoch, den 16. Februar, abends 6 Uhr:
Paſſionsandacht. Pfarrer Velte.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Samstag, den
12. Februar, abends 7½ Uhr: Konfirmandenabend für
den Südoſtbezirk.
— Sonntag, den 13. Februar,
abends 7½ Uhr: Familienabend des Frauenvereins für
den Südoſtbezirk.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt.
Vormittags
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Mittwoch,
den 16. Februar, abends 8 Uhr: 2. Paſſionsandacht.
Pfarrer Kraus.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Wid=
mann. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für
Abends um
den Weſt=Bezirk. Pfarrer D. Waitz.
8 Uhr: Pfarrer D. Waitz. Feier des hl. Abendmahls
mit Vorbereitung. Anmeldung von ½ 3 Uhr an in der
Sakriſtei.
Montag, den 14. Februar, abends ½9 Uhr, im
Gemeindehaus, Mollerſtraße 23: Vortrag des Dr. med.
Sell über: Die Tuberkuloſe, einer der gefährlichſten
Feinde der Volkswohlfahrt.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Knöpp. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, den 17. Februar, nachm.
3 Uhr: 2. Paſſionsandacht. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel.
Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Nachmittags 6 Uhr:
1. Paſſionsandacht. Pfarrer Walz.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8:
Mitt=
woch, den 16. Februar, abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Geheimerat D. Walz.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Profeſſor Trümpert. Im Anſchluß daran Feier
des hl. Abendmahls mit Beichte. Pfarrer Rückert. —
Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Abends 6 Uhr: 1. Paſſionsandacht. Pfarraſſiſtent
Flöel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 13. Febr.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Dienstag, den 15. Februar, abends 8½ Uhr:
Frauen= und Jungfrauen=Verſammlung. — Donnerstag,
den 17. Februar, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr. — Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Bapliſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 13. Februar, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vorm. 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. —
Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Jedermann herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 12. Februar,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
1. Faſten=Sonntag, den 13. Februar 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt.
— Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
— Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 3 Uhr: Katechetiſche Predigt mit Faſtenandacht.
Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenpredigt. —
Frei=
tag, abends um=6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 2 Uhr:
Roſen=
kranzandacht. — Um 4 Uhr: General=Verſammlung des
Dienſtmädchen=Vereins im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Verſammlung des Vereins chriſtlicher Mütter.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakramentaliſche Betſtunde.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 12. Februar,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 13. Februar 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit
Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 4 Uhr: Feierliche Weihe der neuen Orgel
mit Feſtpredigt des Herrn Oberlehrer Dr. Reinfurt
aus Bensheim.— Donnerstag, nachmittags um 6 Uhr:
Faſtenandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
12. Februar, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
1. Faſten=Sonntag, den 13. Februar 1916
Kollekte für den heil. Vater
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 9 Uhr: Amt mit
Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Herz Mariä=
Andacht. — Bibl othek (Heerdweg 28): Dienstag
nach=
mittag von 6—7 Uhr. — Mittwoch, abends um 6 Uhr:
Faſtenandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 12. Februar,
nachmittags um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
1. Faſten=Sonntag, den 13. Februar 1910
Um ½ 7 Uhr: Aus=
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. —
teilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr: Hochamt
und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht. —
Während der Woche um ¾8 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 1. Faſten=Sonntag, den 13. Febr.,
vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Vorher
Beichtgelegenheit.
The English Church (Hofkirche)
Divine Service.
on Sunday, the 13th of February 1910
at 3,15 p. m.
Reverend Dr. Mac Donald Chaplain at Heidelberg.
Getaufte, Getraute und Beerdigie.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 30. Januar: Dem Großh.
Hof=
kutſcher Heinrich Bauer S. Georg Heinrich, geb. 20. Dez. 09.
Stadtgemeinde: 28. Januar: Dem Konditor
Auguſt Wilhelm Barth T. Liſelotte Erna, geb. 15. Dez.
5. Febr.: Dem Taglöhner Karl Wendel Wolf T. Gertrud
Marie, geb. 23. Jan. 6. Febr.: Dem Kaufmann Karl
Friedrich Wilhelm Emrich T. Gertrude, geb. 15. Jan.
8. Febr.: Ein unehel. S. Robert Eugen Ernſt, geb. 10. Nov.
6. Febr.: Dem Großh. Forſtmeiſter Dr. Kurt Friedrich
Urſtadt S. Erich Friedrich Otto Ernſt Richard, geb.
23. Dez. Dem Glaſer Konrad Herrmann S. Heinrich,
geb. 31. Dez. Dem Metzgermeiſter Johannes
Blumen=
ſchein S. Karl, geh. 30. Nov. Dem Großh. Geometer
1. Kl. Johann Heinrich Enders T. Marie Anna Eliſe,
geb. 24. Dezember. Dem Metzgermeiſter Georg Heinrich
Mörſchel T. Gertrude Auguſte, geb. 26. Dez. 1908.
Johannesgemeinde: 6. Febr.: Dem Schreiner
Georg Fehn S. Georg Ludwig, geb. 2. Jan. Dem
Friſeur Jakob Schmidt T. Eliſabeth, geb. 17. Jan. Dem
Buchhalter Karl Bernhard T. Elſa Chriſtine, geb. 29. Dez.
Dem Oktroierheber Chriſtian Gebhardt, T. Elli Marie,
geb. 10. Dezember.
Martinsgemeinde: 6. Febr.: Dem Fuhrmann
Georg Eiſenhauer T. Anna, geb. 28. Dez. Dem
Land=
wirt Chriſtian Stumpf T. Johannette, geb. 28. Dez. Dem
Bahnarbeiter Johannes Freidel T. Anna, geb. 30. Dez.
Dem Lokomotivheizer Philipp Lauer S. Geörg, geb.
4. Jan. 9. Februar: Dem Tapezierer Johann
Obern=
dorfer T. Emilie Margarete, geb. 27. Dez. 6. Februar:
Ein unehel. S. Ernſt Georg, geb. 9. Jan. Dem
Eiſen=
bahngehilfen Leonhard Dölp S. Ernſt Theodor, geb.
12. Jan. Dem Landwirt Karl Juſtus Brandau T.
Eliſabeth, geb. 23. Dez. Dem Schutzmann Heinrich
Zulauf T. Martha Elfriede Erika, geb. 25. Dez.
Petrusgemeinde: 3. Febr. Dem Zimmermann
Ludwig Stier T. Anna Lina, geb. 2. Okt. Unehel. S.
Georg, geb. 29. Dez. Unehel. L. Helene, geb. 29. Dez.
Unehel. S. Ludwig, geb. 21. Nov.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. Febr.: Gutsverwalter Karl
Friedrich Erb und Anna Marie Katharina Herwig.
Johannesgemeinde: 5. Februar: Eiſendreher
Heinrich Gimbel, Witwer und Luiſe Wehlaſt, von hier.
Petrusgemeinde 6. Febr.: Tapezier Friedrich
Eberhard u. Dienſtmädchen Karoline, geb. Engel.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 7. Febr.: Anna Chriſtine
Hein=
zinger geb. Eiſennacher, Ehefr. des Handarbeiters Adam
Franz Heinzinger, 56 J., ſtarb 5. Febr. 9. Febr.:
Stadt=
taglöhner Peter Wilhelm Wenz, 60 J., ſtarb 5. Febr.
10. Febr. Suſanne Stein geb. Gehbauer. Ehefr. des
Kaufmanns Ludwig Stein, 49 J., ſtarb 7. Febr. 7. Febr.
Rechtsanwalt Johannes Welter aus Bingen, 37 J., ſtarb
4. Februar.
Johannesgemeinde: 7. Febr.: Küfer Hermann
Louis Auguſt Wilhelm Vogel, 51 J., ſtarb 5. Febr. im
ſtädt. Krankenhaus.
Martinsgemeinde: 4. Februar: Anna Marie
Schild geb. Schulz, Witwe des Gärtners Johannes
Joachim Schild, 80 J., ſtarb 1. Fehr. Schutzmann i.P.
Wilhelm Schönwolf, 69 J. 8. Febr.: Sophie Johannette
Seibert geb. Hedderich, Ehefr. des Schloſſers Johannes
Seibert, 42 J. 9. Febr.: Lehrer i. P. Hermann Bruſius,
81 J., ſtarb 8. Febr.
Petrusgemeinde: 4. Febr.:
Korkſtopfenfa=
brikant Heinrich Peter Rapp, 50 J., ſtarb 2. Febr. 5. Febr.:
Großh. Kammerherr, Provinzialdirektor, Geheimerat,
Freiherr Ludwig v. Senarclenz Grancy, 70 J., ſtarb 3. Febr.
Paulusgemeinde: 5. Febr.: Charlotte Eliſabeth
Walz geb. Seel, Ehefrau des Geheimerats D. Karl Walz,
ſtarb 3. Febr. 9. Febr.: Eliſabeth Wenchel geb. Glitſch,
Wtw. des verſtorbenen Kutſchers Johann Simon Wenchel,
71 J., ſtarb 6. Febr. in Eberſtadt.
Sparsame Frauef,
Stricket nur Sternwolle
Orangestern
Blaustern
Rotstern
Violetstern
Grünstern
Braunstern
felnste Sternwollen
hochfeine Sternwollen
beste
Konsum-Sternwollen
Strümpfe undSocken aussternwolle
lsind die billigsten, weil anf
IIaltbarkeit im Tragen unübertroffen!
Reklame-Plakzte auf Wunsch gratis!
Horddeutsche Wollkämmerel 6 Kammgaraspinnarei, Eltons-Bahrenreig.
(K22492,28
Einen Posten etwas trübe gewordener
Schweizer Stickereien
verkaufen wir, so lange Vorrat reicht, zu
wesentlich ermässigten Preisen.
Strauss & Maver, Hoflieferanten
Schulstrasse 8.
Schulstrasse 8.
(15875f)
Gute Existenz.
Mit Mk. 10000 Kapital kleines hieſiges Fabrikgeſchäft mit Mk. 30 000 Umſatz,
ca. Mk. 6000 nachweisbarer Reinverdienſt, umſtändehalber ſofort zu verkaufen.
(*3432
Näheres durch
B. Baer, Agenturgeschäft,
Landwehrstrasse 18. Telephon 1145.
Für Hausfrauen!
Elektra-Kerzen müssen Sie
probieren, heute Weltmarke.
Silige Keizen Die billigste, beste u. hellste
Kerze. Rinnen nicht, riechen
nicht! Besonders billig, beim Guss leicht beschädigte per Paket grosse Kerzen
6 oder 8 Stück 60 und 40 Pfg. Man verlange überall Elektra-Kerzen
P
von Franz Kuhn, Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus, Seifen-
(K17119,42
fabrik am weissen Turm.
Mtee
4
Die nach den Vorſchriſten der
Gewerbe=
ordnung in den Betrieben auszuhängenden
(
Vormaldfe
ſind durch die Expedition des Tagblatt zu beziehen.
Beerdigungssoeichan
H. Kemmerzehl, Schreinermeister,
2 Ireneſtraße 2.
(22085a
GGebrauchte Hobelbank, womöglich mit
Werkzeug, zu kaufen geſucht. Näheres
(*3468
Expedition des Blattes.
Ein ſchönes Büfett zu kauf. geſucht,
oder g. Speiſezimmer. Offerten unter
(*3467
L 75 an die Expedition ds. Bl.
Ein Vertikow, ein Prüſchdiwan, ein kl.
Schreibtiſch, alte gute Violine bill. ab=
(*3478
zugeb. Näh. in der Expedition.
Gebr. Badeofen
z. verk. Hügelſtr. 59, Geschäftszimmer. (*3463sa
1t
0
diesjährige Maskensher ues Darmstädter Mainergesungvereits
findet heute abend im Schützenhof statt.
Fremdenkarten im Vorverkauf 1 Mark im Verkehrsbureau, bei Herrn L. Borné, Ernst-Ludwigstrasse 25 und Jul. Hergt, Ludwigstrasse 8.
Maskenkarten für Mitglieder sind bei Herrn Anton Fischer, Frankfurterstrasse 14, gratis zu haben.
(2976sis
Odenwaldklub, Ortsgruppe Darmstadt
H. Ausflug
s: Sonntag, 13. Februar 1910 :
Bockenrod — Ostern — Weschnitz
Lärmfeuer — Michelstadt.
Abfahrt 8,09 Uhr Iauptbahnhof, 8,17 Uhr Rosenhöhe.
Rückkunft 8,35 Uhr.
Marschzeit zirka 6 Stunden.
Führer die Herren H. Bert und P. Pullmann.
(3332
Der Vorstand.
Gerbess
Fhose
Darmstädter Ohelnessen-Verein.
Einladung
zu dem am Samstag, den 12. Februar, abends 8 Uhr, im
Motel Hess, gelber Saal, ſtattfindenden Vortrag unſeres
Landsmannes
Herrn Alfred Bock aus Giessen
(Eigene Dichtungen)
veranſtaltet von der Freien literarisch-künstlerischen Gesellschaft.
Karten für Mitglieder 50 Pfg., im Vorverkauf beim
1. Vorſitzenden, Herrn K. Jäger, Rheinſtraße 33.
(3440
Um zahlreiche Beteiligung wird höfl. gebeten. Der Vorstand.
Heute
Samstag 12. Febr.,
abends 911 Uhr
(*3396
Schtorant!
Horddeutscher Lloyd-Bremen
von Bremen nach
Schnell- und Postdampfer-Verbindungen allen Weitellen
I wöch
Her
Hord- u. Süd- des Vork, über 8
bourg
Baltimore-Galvesten
Amerikd Srasilien und us Piste
Ost-Asien u.
Australien
Reichspostdampfer-Linien
Nähere Auskunft erteilen Norddeutscher Llovd in Bremen sowie
dessen Agenturen in Darmstadt; Anton Fischer, Adler-Drogerie,
rankfurterstrasse 12/14.
in Dieburg: Carl Reh.
(19899a
der verſand unſeres zu einer Weltberühmtheit
ge=
wordenen Spezialbieres
findet alter Sitte und Herkommen gemäß auch heuer
im Monat März ſtatt.
Um ſicher zu ſein, auch wirklich „Salvator” und
nicht etwa eine der vielfachen Imitationen desſelben zu
erhalten, wolle man auch auf die nachſtehend
abge=
bildete, auf jedem Gebinde und jeder Flaſche
ange=
brachte Schutzmarke achten, die wie die Bezeichnung
„Salvator” ſelbſt uns patentamtlich geſchützt iſt.
Jctiengesellschaft Faulanerbräu
Salvatorbrauerei
München.
Cegr. ss
Vertretung und Niederlage:
(3353)
Brauerei Louis Hess, Darmstadt.
3391a)
Pensions-Stallung
Telephon 114.
Hügelstrasse 71.
Reitpferde und Unterricht
für Damen und Herren.
Equipagen, ein- u. 2spänn.
jeder Art, und zu allen Gelegenheiten.
Rudolf Reimann.
14
Jchuringia-
Verſicherungsgeſellſchaft in Erfurt. — Gegründet 1853.
Grundkapital: 9 Millionen Mark. — Garantiemittel: 76 Millionen Mark.
Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß wir an Stelle des verſtorbenen Herrn
Peter Leldinger in Darmſtadt
dem Herrn Philipp Jennewein daſelbſt
die Haupt=Agentur unſerer Geſellſchaft für Darmſtadt u. Umgebung übertragen haben.
Offenbach a. M., den 10. Februar 1910.
Die General=Agentur der Thuringig.
Zur Aufnahme von Feuer=, Lebens=, Ausſteuer=, Unfall=, Haftpflicht=,
Ein=
bruchsdiebſtahl=, Glas=, Waſſerleitungsſchäden=, und Valoren=Verſicherungen zu
günſtigen Bedingungen und billigen Prämien bei keinerlei Nachſchußverbindlichkeit
für die Verſicherten empfiehlt ſich:
Darmſtadt, den 10. Februar 1910
Der Haupt=Agent der Thnringia:
Philipp Jennewein,
Roßdörferſtraße 44.
D3435)
Einen 9 Monate alten, braungetigerten
Wachſamer Hofhund
Jagdhund zu verkaufen
zu kaufen geſucht
Dieburgerſtraße 60. parterre. Heinr. Heß, Gaſtwirt, Weiterstadt. (*3121ids
*3415)
Donnerstag, den 31. März
Schluss
AAusverkaufs
des
Zu und unter Kostenpreis verkaufe, um zu
räumen, sämtliche
Waren mit 40% Nachlass.
Pelzwaren
Hute
Mützen etc.
Seltene Gelegenheit, gute Waren billigzuerhalten.
(1983a
K. Seckler Wwe.
Elisabethenstrasse 1.
Ludwigsplatz.
(
Finnos zu vermieten.
A. W. Zimmermann, Marienplatz.
Fernsprecher 881.
(23m
Z enentgr. SZtit. her
MTel.
EUlf 389.
Febr.
HeutejSamstag, 1a.
und folgende Tage (3441
Unwiderrutlich Bug
3 Letzte Tage 3
Ein Abend im Harem d.
Suſtans Abdul Hamidll.
echte
Harems-
6bamene
2 echte Eunuchen 2
Ferner das glänzende Programm
Morgen
Sonntag, 13. Februar:
Grosse
Vorstellungen
nachm. 4 Uhr
Me
Volks-Vorsteilung
bei kleinen Preisen
mit ungekürsten Programm
Sesowie abends 8¼ Uhr. 62
Auch in der Nachm.-Vorst.
Die echten
8 Harems-Damen O
und das ungekürzte Programm.
Vunil raliſch Letzte 3 Tage 3
Mazzen
nur allein täglich friſch (3336
Bäckerei Mainzer
Bleichſtraße 13.
Telephon 1265.
Heute bis ½7 Uhr geſchloſſen.
Ganarienhähne billig abzugeben (*3481
Langegaſſe 5, part.
Da der Programmwechſel
von heute ab nunmehr
Dienstags u. Famstags
ſtattfindet, gelangt nur 3 Tage
Samstag
Sonntag
Montag
das vollſtändig neue Programm
zur Vorführung.
Dasheutige neue Programm zeigt u. a.:
Ein Duell in der Luft.
Hervorragendes Drama.
Eine Revolutionshochzeit.
Spannendes Drama.
Der Findling des
leiermamt.
3411)
Ergreifendes Drama.
Der Mensch denkt
.. Goft lenkt. ..
Humoriſtiſcher Schlager.
ſowie das übrige vollſtändig
:: neue Programm.
*7
Dienstags und Samstags
* Programmwechſel.
DARMSTADL
23 Feust Ludwigstr.23
Vollständige
Ausstattungen
42 bis 60 Stück zu Mk.
850
20
20as 14ss u. 1180
Naiserfrieorich
Vornehmstes
Jafelwasser
Hatron-Lithion-Ovelle.
Bevähn gegen Gicht u. Rheumatismus.
Leicht verdaulich, daher
anentbehrlich für Magenleidende.
Edelde
Generalvertreter: Martin Jahn, Pallaswiesenstr. 30, Telephon 305
Feſtordnung
für das am 13. Februar 1910 im ſtädt.
Hallenſchwimmbad zu Darmſtadt
ſtatt=
findende Schwimmfeſt. (Nachm. 3½ Uhr):
1. Reigen, geſchwommen von 16
Schwim=
mern.
2. Damenſchwimmen.
3. Gaſt=Kürſpringen für Vereine des
Kreiſes Süddeutſchland. 4 Meldungen
aus Frankfurt, Mannheim u. Mainz.
4. Vorführung der verſchiedenen
Schwimmarten
5. Tauchen nach Tellern.
6. Vorführung von Rettungs= und
Wiederbelebungsverſuchen.
7. Kopfweitſprung.
8. Gaſtwettſchwimmen für Vereine des
Kreiſes Süddeutſchland.
Pauſe.
9. Staffettenſchwimmen um den Kranz
der Haupt= und Reſidenzſtadt
Darm=
ſtadt, 4 X 50 m. 4 Mannſchaften aus
Frankfurt und Offenbach.
10. Damenſtaffette.
11. Hindernisſchwimmen (Nachenzu
unter=
tauchen, Fäſſer zu überklettern).
12. Schwimmen für Darmſtädter
Ein=
wohner.
13. Streckentauchen.
14. Waſſerballſpiel.
15. Lampion=Reigen.
Anſchließend an obige Veranſtaltungen
findet eine Nachfeier mit Preisverteilung
im Gartenſaal des ſtädtiſchen Saalbaues
ſtatt. — Die Muſik wird von der Kapelle
des Leibgarde=Regiments Nr. 115 geſtellt.
Eintritt 50 Pfg.
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
3315fs)
J. V.: Egenolf.
Chriſtlicher Verein junger Männer
Darmſtadt=Oſt.
Riegerplatz 3.
Sonntag, vormittags ½9 Uhr: Weiß=Kreuz=
Nachmittags 5 Uhr:
Verſammlung.
Jugendabteilung. — Abends 8¾ Uhr:
Vortrag von Herrn Pfarrer Dr. Buſch
aus Frankfurt.
Soldatenheim: von nachmittags 2 Uhr
ab geöffnet.
Montag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Poſaunenchors.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Streichchors. — Unterricht in Engliſch.
Unterhaltungsabend der Jugendabteilung.
Bibelbeſprechſtunde für Soldaten.
Mittwoch, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde für
Frauen. — Abends 8½ Uhr: Bibliſche
Beſprechung der älteren Abteilung.
Donnerstag, abends 8½ Uhr:
Generalver=
ſammlung der tätigen Mitglieder.
8¾ Uhr: Bibelſtunde der
Jugendabtei=
lung.
Freitag, abds. 8½ Uhr: Männerchor.
Samstag, abends 9 Uhr:
Gebetsver=
einigung.
Chriſtliche Gemeinſchaft
„Immanuel‟. E. V.
Rheinſtraße 2.
Sonntag, vormittags 9 Uhr: Bibelbe=
Vormittags 11 Uhr:
beſprechung.
Sonntagsſchule. — Nachmittags 4 Uhr:
Jugendbund. — Abends 8¼ Uhr:
Evan=
geliſation.
Montag, abends 8½ Uhr:
Männerver=
ſammlung.
Dienstag, abends 8½ Uhr:
Blaukreuz=
ſtunde.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Freitag, abends 8½ Uhr: Gebetſtunde.
Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske
(B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert.
Heute Samstag
Söde Melgelsunpe
und
(*3499
Grosser Kappenabend
6e
„Zum runden Turm
Heinrich Bangert.
Geffentlicher Vortrag.
Sonntag nachmittag 430 Uhr
im Saal Neckarſtr. 22 (Hinterh.)
Die sieben Siegel
v. Offenb. 6.
(*3409
Eintritt frei für jedermann.
Kaiſer=
1 Luiſenplatz
Panorama.
Luiſenplatz 1.
Die herrliche Riviera.
Mentone, Monaco, Monte Carlo, Nizza,
Villafranca, Cannes uſw. (3380
Programm
zu dem am Samstag, den 12. Februar
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Inf.=(Leibgarde)=Regts. Nr. 115.
1. „Hoch Haſſias Banner”, Marſch von Fr.
Geiß. 2. Ouvertüre zu „Rienzi” von R.
Wagner. 3. Ballettmuſik aus „Coppelia”
von L. Delibes. 4. „Wie berührt mich
wunderſam”, Lied von F. Bendel. 5. „La
Morena”, ſpaniſcher Walzer von O. Fetras.
6. Regiments=Jubiläums=Marſch von H.
Hauske.
Sonntag, den 13. Februar.
Von 11 bis 12 Uhr Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der Kapelle
des Heſſ. Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
1. „Graf Zeppelin=Marſch” von E.
Ober=
ſtetter. 2. Ouvertüre zur Op. „Pique=Dame‟
von F. v. Suppé. 3. „Brüſſeler Spitzen”
Walzer von Schmidt=Berka. 4. Fantaſie
aus der Op. „Lohengrin” von R. Wagner.
5. „Wonnetraum”, Gavotte von F. Sabathiel.
6. „Gaſſenbuben=Marſch” von F. Wagner.
Saalbautheater
(Direktion: Willy Roemheld)
Vonnerstag u. Freitas
17. u. 18. Febr., 8 Uhr:
Nur 2 Gastspiele!
Blversten
Mlenschen
Erotisches Mysterium in 2 Akten
von Otto Borngräber.
Clara Rabitow
K K. Hofburgschauspielerin,
vom „Deutschen Theater‟ Berlin.
Alexander Rottmann
Bgl. Bayr. Hofschauspieler, (3383a
vom „Kleinen Theater‟ Berlin.
Bernhard Aldor
vom „Schillertheater‟, Berlin.
Bernhard Wenkhaus
vom Stadttheater, Fönigsberg.
Preise: 3, 2, 1.50 u. 1 Mk.
Vorverkauf: Verkehrsbureau.
Parterre I. R. C. für
4 Platz das 4. Quartal abzug.
*3154ms)
Schillerplatz 3, Laden.
Schwarzes Saion-Pianino
(Blüthner), wenig benutzt, billig abzugeben.
Näheres Expedition ds. Bl.
(*3460soi
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 13. Februar 1910.
117. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement D 30.
Die Dollar=Prinzeſſin.
Operette in 3 Akten von Leo Fall.
Muſikaliſche Leitung: Kapellmeiſter Kittel.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
John Couder, Präſident
eines Kohlentruſts . . . Hr. Jordan
Frl. Geyersbach
Alice, ſeine Tochter .
Dick, ſein Sohn
Hr. Holler.
Daiſy Gray, ſeine Nichte . Frl. Grünberg
Fredy Wehrburg .
Hr. H. Hacker
Hans Freiherr von Schlick Hr. Speiſer
Olga Labinska, Chanſonette Frl. Howard
Tom, Couders Bruder . . Hr. Schwarze
Miß Thompſon, Wirt=
Fr. Rudolph
ſchafterin
James, Kammerdiener bei
Hr. Indorf
Couder .
. ,
Bill, Chauffeur. . . .
Hr. Jungmann
Nach dem 1. und 2. Akte findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Krank: Hr. Baumeiſter, Frl. Reick.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe,
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 6½ Uhr. — Ende nach 9½ Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
5½ Uhr an.
Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt für den
Verkehr mit dem Abonnenten=Publikum an
allen Wochentagen, vormittags von 10 bis
12½ Uhr, geöffnet.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Dienstag, 15. Febr. 118. Ab.=Vorſtell.
„Wilhelm
Neu einſtudiert:
B 30.
Tell” (Oper). Große Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Mittwoch, 16. Febr. 119. Ab.=Vorſtell.
A 30. Neu einſtudiert: „Macbeth.”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, den 17. Februar 1910.
Außer Abonnement.
Vorſtellung zu ermäßigten Preiſen.
Anfang 7 Uhr.
Der Troubadour.
Oper in 4 Akten nach dem Italieniſchen
des S. Cammerano von Heinrich Proch.
Muſik von G. Verdi.
Preiſe der Plätze.
Proſzeniumsloge 2.— Mk., Fremdenloge
2.— Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. Rang
2.— Mk., 2 Rang 1.— Mk., Sperrſitz
1.50 Mk., Parterre 1.— Mk., 1. Galerie
40 Pfg., 2. Galerie 30 Pfg.
Der Kartenverkauf zu dieſer
Vor=
ſtellung findet Montag, den 14. Febr.,
a) für die Galerien von 1 bis 1¼ Uhr,
b) für die anderen Plätze von 3½ bis
Uhr, ſowie an den darauffolgenden
Tagen, vormittags von 11 bis 1 Uhr, für
die noch vorhandenen Plätze an der
Tages=
kaſſe ſtatt.
Am linken Schalter werden nur Sperrſitz=
Karten abgegeben, am rechten Schalter alle
übrigen Karten.
Montag, den 14. Februar 1910:
Füuftes Konzert der Hofmuſik.
Anjang 7 Uhr.
Grangen
friſch eingetroffen
3 Stück 10 Pfg.
10 Stück 35 Pfg.
10
45 „
10
55
Feinſte Murcia=
und Meſſina= Blut-Orangen
10 Stück 75 Pfg.
10 Stück 95 Pfg.
empfiehlt
(*3539
J. Vetter, Wenckſtraße 60.
Vierrädiger Handwagen
zu kaufen geſucht. Tragkraft bis zu 4 Ztr.
Offert. unt. L. 65 an die Expedition. (*3448
Flugazm Raume.
Es werden größere Magazin=Räume zu
mieten geſucht. Angabe von Länge, Tiefe
und Höhe, ob in feſtem Bau oder Scheuer,
Unbedingt erforderlich. Offerten nebſt
An=
gabe billigſtem Mietpreiſes unter L 71 an
(*3458
die Expedition ds. Blattes.
In der Nahe von Darmstadt
mit
wird ein kleines Haus
2 oder mehreren Räumen (Fabrikräume)
zu mieten geſucht.
an
Offerten mit Preisangabe unter K 70
die Expedition ds. Bl. erbeten. (*3150
Wohnung von 12—14 Zimmern
in der Gegend der Steinſtraße zu mieten
geſucht. Offerten unter L. 47 an die Ex=
(3335sm
pedition dieſes Blattes.
G
N2
Haus zum Alleinbewohnen
7 bis 8 Zimmer, womöglich mit Stallung,
oder ſchöne Etagenwohnung, in nur
ſtiller und feiner Lage, per 1. April d. J.
zu mieten geſucht. Offerten mit Preis
er=
beten an Ludwig Alter, Hofmöbel=Fabrik.
Abteilung für Wohnungsnachweis. (3377
(3334sm
Wohnung
ti
von eina 10 Zimmern
mit Zentralheizung im Heerdwegviertel
mit längerem Kontrakt zu mieten geſucht,
ev. in einem noch zu erbauenden Hauſe.
Gefl. Offerten unter L. 48 an die Exped. erb.
wennmög=
4-Zimmer-Wohnung, lich i. Oſten
der Stadt, auf 1. Mai geſucht. Offerten unt
Angabe d. Preiſes u. L. 40 an d. Exp. (*3389sm
Schöne 4=Zimmer=Wohnung, mittlere
Heinrichſtraße oder deren Umgebung,
auf 1. Mai geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter L. 86
an die Expedition d. Bl. erbeten. (*3502
,
2 ruhige Leute (Mutter u. Tochter)
ſuchen eine ſchöne 2=Zimmerwohnung
inmitten der Stadt p. 1. April. Offerten
unter L. 28 an die Exped. ds. Bl. (*3386
ſucht in ruhig.
Alleinſt. Dame Hauſe p. 1. Juli
2—3=Zimmer=Wohnung. Gefl. Offert. mit
Preisang. u. L. 79 a. d. Exp. d. Bl. (*3472
.
ſ. z. 1. April 2= Zimmer=
Junges Ehepalll Wohnung, übernimmt
auch in beſſ. Hauſe d. Hausverwaltung. Off.
mit Pr. unt. L. 49 an die Exped. erb. (*3399
ſuchen per 1. Märzein elegantes
5
Damel Wohn= und Schlafzimmer
Nähe Ludwigsplatz.
Offerten mit Preisangabe unter L. 88
*3503
an die Expedition d. Bl.
Gebild. Dame sucht
zum 1. od. 15. März großes, helles möbl.
Zimmer, evtl. mit Schlafkabinet.
Johannis=
viertel oder Nähe bis Rheinſtr. Offerten
mit Preisangabe unter L. 61 an die
(*3429
Expedition d. Bl.
os).
gemütlich, ruhig
Mopl. Zimmer und warm, in
nur beſſerem Hauſe, Nähe Johanniskirche
per 1. März geſucht. Gefl. Offerten unter
(*3530
L 98 an die Exp. ds. Bl.
Zu mieten geſucht von einer Dame
un=
geniertes möbliertes Zimmer. Off. mit
Preis unter L. 87 an die Exped.
(*3495
„3404si) Feines gemütliches
e1 inn
ſucht gebildeter vermögender,
allein=
ſtehender Herr, in geſetzt. Alter, bei feiner
kl. Familie, bevorzg. jüng. Arzt=o.
Beamten=
witwe. Comfort erwünſcht und wird gern
vergütet. Diskret. Behandlg, unter L 53
bei dieſer Zeitung einl. Offerten zugeſichert.
Gut mobl. Zimmer
ungefähr in der Gegend der Infanteriekaſerne,
30 Mark außer Frühſtück den Monat,
ſo=
fort geſucht. Fernſprecher erwünſcht. An=
(*3412
erbieten u. L. 54 a. d. Exped.
F
(Rſd) ſucht per 1. März, evtl.
Kſill. ſpäter frdl. möbliertes Zimmer
in ruhigem Hauſe und angenehmer Lage.
Familienanſchluß erwünſcht. Offerten unt.
(*3330
L 46 an die Expedition ds. Bl.
p. 1. März
Gut möbl. Zimmer geſucht.
Offerten unter L 42 an die Expedition. (*3383
Dür 14 Jahre alten Jungen wird auf
4—5 Wochen Pension gesucht,
nahe Kapellplatz. Offerten unter L. 93 an
die Expedition.
(*3524
Grosse
Neu eindetroffen: Posten
Herren- u. Damenstiefeln
Besonders preiswerte Angebote.
Damen-
Stiefeln:
Stiefeln:
Echt Chevreauxk
5.90 Mk.
Echt Box-Calf
Herren-
9.85 Mk.
R.-Box-Stiefeln
7.40 Mk.
R.-Chevr.-Stiefeln
7.40 Mk.
Echt Box-Calf
Rahmen-Arbeit
11.85 Mk.
EchtChev.m Lackk.
6.90 Mk.
Boxealf-Schnürst.
7.90 Mk.
Echt Chevr.- und
Boxcalf-Schnürst.
Rahmen-Arbeit
11.85 Mk.
Chevreaux-Halb
schuhe mit Lackk.
7.40 Mk.
Beachten Sie unsere billigen Preise.
Ludwigstrasse
Heinrich Bober, 3
Inhaber Reinhardt König.
(3443
Gothaer Feuerverſicherungsbank auf Gegenſeitigkeit.
Im Jahre 1821 eröffnet.
Nach dem Rechnungsabſchluß der Bank für das Jahr 1909 beträgt der zur
Ver=
teilung kommende Ueberſchuß:
74 Prozent
der eingezahlten Prämien.
Die Mitglieder empfangen ihren Ueberſchuß=Anteil beim nächſten Ablauf der
Ver=
ſicherung oder des Verſicherungsjahres durch Anrechnung auf die neue Prämie, in den im
§ 11 der Satzung bezeichneten Ausnahmefällen aber bar durch die unterzeichnete Agentur
Darmſtadt, im Februar 1910.
23520)
Arnold Kleber, Hauptagent, Bismarckſtraße 3.
Seler. Miten ſir Fnien ant Käteſen
solid — dauerhaft - Staubsiche
la Staßt- oder Nickel-Sicherheltsphäuze
O.— Mk.
(a gedtagenem Silbergehäuse 18.- Mk.
Hlarzn etngantes Elul ai gastanden Slansprucd.
G. KARP.
(3453a)
Damenfrisieren
lernt man gründlich, praktiſch und billigſt
in der Damenfrisierschule durch langj.
Lehrerin: Alexanderſtraße 11, I. (*3410
I
Repar aturen und Aufbügeln
von Herrenkleidern werden billig beſorgt
Keil, Sackgasse 6.
(*3436soi
Die feinſten Koſtüme
und Jackettkleider werden angefertigt zu
6 Mk., Bluſe 2 Mk., Röcke 3 Mk. bei
Frau Lortz, Dieburgerſtraße 5.
*3416)
Zismarchstr. 21.
Telephon 987.
Ga. Best
Beerdigungsgeschäft
Uebernahme und Ausführung von Beerdigungen,
Feuer=
bestattungen, Ueberführungen, Trauerdekorationen und
Auf-
bahrungen, sowie aller zur Bestattung nötigen Besorgungen.
(1498a)
e
Ar Vertadscht
wurde Faſtnacht=Dienſtag Nacht im
Brit=
tania-Hötel. Umtauſch beim Portier
(*3430
erbeten.
im Saalbau gr. Zimill=
Samstag Abd. Ohring verl.
Abzu=
geben gegen Belohnung in der Exped. (*3381
Verloren
Samstag Saalbau hellbl., seid.
Gürtel. Bitte abzug. Exp. ds. Bl. (*3390
Verloren
(*3494
Heirat!
Kunſthandwerker, 30 Jahre, feſte Stellung,
ſtattl. Erſch., wünſcht d. Bek. eines Frl. od.
beſſ. Dienſtmädch. m. etw. Verm. z. Heirat.
Diskr., Ehrenſache. Offert. u. L. 56 a. d
Geſchäftsſtelle d. Bl.
(*3425
Sehdr.
Ein ſehr nüchterner, ſtrebſamer, in ſeiner
Branche ſehr erfahrener, beſtens
ausgebil=
deter Geſchäftsmann, der lange Jahre einem
beſſeren Geſchäft ſelbſtändig vorgeſtanden
hat, ſucht, um ein Geſchäft zu gründen,
eine paſſende Lebensgefährtin von
an=
genehmem Aeußeren, guter Charakterbildung
und etwas Vermögen. Offert. unter L 58
an die Expedition d. Bl.
(*2426
Helrat! Frl., 25 J., verſtändisvoll
f. Häuslichkeit, tadelloſer
Ruf, muſik., vorurteilsfrei, 170000 M.
Ver=
mögen, dav. 85000 Mk. Mitgift, ſucht
Lebensgefährten, welcher gute Eigenſchaften
dem Gelde vorzieht. Nichtanonyme Off.
erb. an: Ideal, Berlin N. W., Poſtamt
lagernd.
(2979a
Hekat.
Junger Kaufmann ſucht zwecks Heirat
mit häuslich erzogenem evang. Mädchen,
auch vom Lande, bekannt zu werden, etwas
Vermögen erwünſcht. Diskr. Ehrenſ. Nicht
anonyme Off. wennmögl. m. Bild erb. unt.
L. M. 861 poſtl. Darmſtadt. (3191mds
Ehe-schliessungen
rechtsoiltige, in Enlgland
Prospekt E. 110 frei, verschlossen 50 Pfg.
Brock & Co., London, B. C., Queenstr. 90/91. (1497H
Einen gut erhaltenen Sitz-Liegwagen
billig zu verkaufen
(*3477
Liebigſtraße 67, part.
Emailschilder
werden ſchnellſtens angefertigt.
(3122a
E. Crämer, Ludwigſtraße 7.
Gummischuhe Garantie der Halt=
werden unter
barkeit repariert. Michael Fick,
Schuh=
macherei, Holzſtraße 24.
(3452a
apezierarbeiten, Rolle 25 Pfennig,
ſauber unter Garantie. Offerten unter
L. 67 an die Expedition erbeten. (*3431
werden prompt
Dachdeckerarbeiten und billigſt
aus=
geführt
L. Christen, Dachdecker,
*3488soi)
Kaupſtraße 45.
Aehtung!
Umzüge
werden ſchon von 5 Mk. an übernommen unter
voller Garantie
L. Hausners
Möbeltransportgeſchäft,
*3498)
Rundeturmſtraße 1.
n empfiehlt ſich im Weißnähen
Mädchen und Ausbeſſern
(*3421so
Heinrichſtraße 92, Hinterbau, parterre.
Die von mir in der Wirtſchaft Imhoff
gebrauchten Aeußerungen geg. die
Studenten=
diener nehme als unwahr zurück.
*3505)
Ferdinand Georg.
Hamburg=Amerika=Linte.
Mitgeteilt von dem Vertreter Adolf Rady,
Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Conſtantia”, nach Weſtindien,
9. Februar 8 Uhr morg. in Malaga.
Dampfer „Etruria”, nach Mittelbraſilien,
9. Februar 9 Uhr morg. von Liſſabon.
Dampfer „König Wilhelm II.” nach dem
La Plata, 9. Februar 11 Uhr morgens
Oueſſant paſſiert.
Dampfer „Siegmund” nach Südbraſilien,
8. Februar 4 Uhr nachmittags von
Oporto.
Karneval=Dienstag ein brauner Muff.
Wiederbringer gute Belohnung Aliceſtr. 1, I.
md
Damen-und Heiren-Masken
billig zu verleihen Mauerſtr. 6, I. (1636a
Elegante, ſaubere Damenmasken
billig zu verleihen oder zu verkaufen
2174a) Eliſabethenſtraße 44, 1. St. lks.
Hochelegante Damen=Masken, teils
neu, von 4 Mk. an zu verleihen
1541a)
Roßdörferſtraße 14½, I.
GGlegante Damenmaske billig zu
ver=
leihen Wenckſtraße 10, I.
(*3427so
Eleg. Maskenanzug billig zu verl. oder
zu verk. Bismarckſtr. 82, part. (*3459
eleg. Damenmasken, faſt neu, zu verl.
Heinheimerſtr. 86, 1. St. rechts. (*3465
Daskenkoſtüme (Spanierin, Domino m.
Hut) zu verl. event. zu verkaufen
*3402so)
Liebigſtr. 39, parterre.
askenkoſtüm (Roulette) für 6 Mk. zu
verl. Wilhelminenſtr. 17½, III. (*3523
ſchönes Effektſtück, s
Dery billig zu verleihen.
Lieb=
frauenſtr. 89, 2. St. (*2730t
Eleg. Damen=Masken, teils neu, und
Herren=Dominos zu verleihen
Kies=
ſtraße 32, parterre.
(1315a
2475) Damen-Masken
zu verleihen
Woogsplatz 13, part.
Große Auswahl — Billige Preiſe.
2 schöne Damen-Maskenkostüme
Spanierin und Orientalin
ſowie ein Domino billig zu verleihen
*2042t) Gutenbergſtraße 11, part.
Schöne Damenmaske f. 5 Mk. zu verkaufen
*3291fs)
Liebigſtraße 44, 3. Stock.
askenkoſtüme in großer Auswahl
billigſt Soderſtraße 47, I. I. (*3310soim
übſche Damen= und Herrenmaske zu
verleihen Ludwigshöhſtraße 60. (*3312fs
Zwei ſchöne Damenmasken
(Carmen u. ſpan. Tänzerin) bill. zu verleihen
3292fs)
Landwehrſtr. 1½, 3. Stock.
Deiz. Koſt. (Prinzeſſin Karnepal, einmal
getr., Veilchen=Domino u. Teufelin bill.
zu verleihen Aliceſtraße 1, 1. St. (*3374fs
3 Dominos zu verl. 3 2 Mk. (33471s
Aliceſtraße 23, III.
Tageigeh
EWas Was Ulz Mnldrbsster.
Vran
dſe neue 2
2Pfg. Ligareffe.
In Deutschland nach orientalischem
System von garantiert naturell
aro-
matischen Tabaken hergestellt, kann
diese Cigarette trotz der
hervor-
ragend guten Qualität schon mit
das Stück verkauft werden.
Beschten Sie den Namen
undle W
arlat fima
Meldze
Zu haben in den einschlägigen
durch
Plakate kenntlich gemachten
Geschäften.
(1417a
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Ernſtes und Heiteres. — Aus der Ballchronik. —
Ver=
gangene und zukünftige Feſte. — Die jungen
Ameri=
kanerinnen und ihr Leid. — Zerſtörte Hoffnungen.
Der arme Botſchafter. — Eine Redeſchule für Frauen.
Die Verehrerin des Künſtlers. —
Der geknickte
Komiker.
Ernſte Klänge miſchten ſich diesmal bei uns in das
frohe Schellengeklirr des Prinzen Karneval,
poli=
tiſche und religiöſe Fragen feſſelten und
feſſeln das Intereſſe weiter Kreiſe und lenkten dasſelbe
ab von dem Hokuspokus der winterlichen
Luſtbar=
keiten. Wer kürzlich abends die vielen, vielen Hunderte
zu den Ausſtellungshallen des Zoologiſchen Gartens,
zur Schöneberger Schloßbrauerei, zu anderen großen
Verſammlungsſälen in den verſchiedenen Stadtbezirken
ſtrömen ſah und mit dem Vergnügungsbedürfnis der
Berliner rechnete, der mußte glauben, daß etwas ganz
beſonders Amüſantes und Anziehendes los ſei, um
dieſe Maſſen in Bewegung zu ſetzen. Aber wenn man
dann die an den Eingängen angebrachten grellen
Rieſenplakate näher betrachtete, fand man nicht den
üblichen Maskenball oder ein Winzerfeſt (ausgerechnet
im Februar!) angekündigt, ſondern Vorträge über das
Chriſtusproblem reſp. das neue Wahlrecht. Und bis zu
früher Morgenſtunde harrten die Tauſende in
dicht=
gedrängter Menge aus und folgten mit tiefer
Span=
nung den Rednern, die ſich, je nach ihrem Standpunkt,
zu den betreffenden Gegenſtänden äußerten und
leb=
haft, oft ſehr erregt geführte Erörterungen, in denen
die Meinungen recht gehörig aufeinander platzten,
folgen ließen.
Aber für die an den gleichen Abenden
ſtattfinden=
den Feſtlichkeiten blieben auch noch genug Teilnehmer
und Teilnehmerinnen übrig, hörte man doch auf dem
Preſſeball und dem Alpenfeſt die bekannten
Klagen, daß es ſo voll noch nie geweſen ſei. Hie Frack,
hie Koſtüm, in beiderlei Zeichen vergnügte man ſich nach
bewährtem Schema und gab nach derſelben
Ueberliefe=
rung ſein Geld willig aus. Es ſind immer dieſelben
Bilder, die ſich da entrollen, und doch müſſen ſie für
viele ihren eigenen Reiz beſitzen, denn ſonſt könnte
nicht der Andrang ein ſo gleichbleibend ſtarker ſein.
Oder ſpielt in dieſen beiden Fällen eine gewiſſe
Schwierigkeit mit, Karten zu erhalten, und damit in
enger Verbindung das oft recht teuer bezahlte
Bewußt=
ſein, auch dabei geweſen zu ſein? — Na, und wer das
nicht ſagen konnte — d. h. er wird ſich gehütet haben,
es einzugeſtehen —, der vermochte ſich raſch zu tröſten:
Metropol=Theaterball, Künſtlerheim=Geſindeball, Alaaf=
Karnevalsfeſt des Klubs der Rheinländer,
Märchen=
ſpuk in den Kammerſpielen des Deutſchen Theaters,
Faſtnachtsulk im Eispalaſt, und ſo weiter und ſo
weiter, und überall lachte und tollte man nach
Herzens=
luſt und fand zur vollſten Genüge gleichgeſtimmte
Seelen, gemütlich und vergnüglich die Nacht zum
Morgen zu verwandeln. Mit Aſchermittwoch hat man
übrigens bei uns nicht einen dicken Strich unter die
Vergnügungen gezogen, verſchiedene erleſene Feſte
ſtehen uns noch in naher Ausſicht, ſo das vom Verein
der Künſtlerinnen und Kunſtfreundinnen ausgehende
Koſtümfeſt „Anno 1830%, das ein Gegenſtück bilden
ſoll zum Feſt des jungen Goethe, und zu welchem nur
Damen der Einlaß gewährt wird. An jenem Abend,
dem 17. des Februarii, iſt die Parole: „Kein Vergnügen
ohne . . . Herren
, was, hörte ich da
etwas=
ſpöttiſch lichern?
aufgehoben und wird won den
Hüterinnen in der Philharmonie jeder richtiggehende
Zugehörige des Maseulini generis erbarmungslos an
die friſche Luft befördert. Unſere holden Evatöchter
wollen ſich unter ſich amüſteren, und daß ihnen dies gut
gelingt, das haben die ähnlichen Veranſtaltungen in
den letzten Jahren bewieſen.
Vielleicht wird’s ein Troſtfeſt für manche ſchöne,
junge Amerikanerin, die gehofft hatte, ſich und
ihre Toilettenpracht im Kerzenſchimmer des Weißen
Saales in unſerem Königsſchloſſe zu zeigen und davon
jenſeits des großen Waſſers in ſpäteren Zeiten ihren
Kindern und Enkelkindern zu erzählen, und deren
Hoffen ſich nicht erfüllte, trotzdem Miß Soundſo dem
Kciſerpaare bei der Hofevur feierlichſt präſentiert
worden war. Und das iſt ungefähr das Gleiche, als
wenn man, nach vorhergegangener Verſtändigung,
Herrn Kommerzienrat Wundermild ſeinen Beſuch
ge=
macht und nun erwarten darf, zu einem ſeiner nächſten
Diners ine Einladung zu erhalten. Und falls nun der
betreffende Gönner nix von ſich hören läßt und ſich in
die Toga der Unnahbarkeit hüllt, dann iſt man
ver=
ſchnupft und ſpielt, je nach Gemütsanlage, die gekränkte
Leberwurſt oder den ſtolzen Hidalgo. Bloß daß bei
jenen Dollarprinzeſſinnen die Sache noch einen Haken
hat, nein, viele Häkchen, und letztere an wunderbaren
Gebilden der Schneiderkunſt ſitzen, die extra angefertigt
wurden, um die holden Erſcheinungen auf dem
glän=
zenden Hofparkett noch mehr in die Erſcheinung treten
zu laſſen. Und dann vergingen Tage und ſchließlich
Stunden in Hangen und Bangen, und der große
Brief=
umſchlag ohne Freimarke mit der goldgedruckten Karte:
„Allerhöchſte Einladung. Auf Beſehl Seiner Majeſtär
des Kaiſers” traf nicht ein, denn die Wände des
Schloſſes ſind aus Stein und nicht aus Gummi und
können daher nicht beliebig ausgezerrt werden, um
noch immer mehr Raum zu ſchaffen für die Gäſte des
Kaiſers, bezüglich für jene, die es ſein möchten. Der
arme amerikaniſche Botſchafter Mr. David J. Hill,
er=
wird auch nicht viel Freude an und auf dieſem Feſt
gehabt haben, wenn er an die zahlloſen telephoniſchen
Anfragen, Rohrpoſtbriefe, perſönlichen Erkundigungen,
an die verweinten Aeuglein und verwaiſten Toiletten
ſeiner graziöſen Landsmänninnen gedacht, denn
ſchließlich war er ja das Karnickel, das die Schuld an
der ganzen Choſe gehabt! Warum führte er die
hüb=
ſchen Miſſes gleich dutzendweiſe ein, um zu ſpät zu
er=
fahren, daß wohl Raum für alle die Erde hat, aber
nicht ein wenn auch noch ſo geräumiges Königsſchloß
für — zig liebe, reiche, tanzfrohe Girls aus dem
Lande des Sternenbanners.
O weh, das mag ein nettes Lamentieren geweſen
ſein in den luxuriöſen Salons der vornehmen Linden=
Hotels, in denen die amerikaniſchen Geldfürſten mit
ihren Gattinnen und Kindern ſich für einige Zeit
häus=
lich niederlaſſen, um einen Teil des Winters hier zu
verbringen — dagegen wären ſelbſt die
Meiſterſchüle=
rinnen der Redeſchule des Fräulein Dr. Olga
Stieglitz gelernte Trappiſtinnen! Denn ſo ne Schule
gibt’s allhier ſeit kurzem, um unſeren Damen die Kunſt
der Rede wieder beizubringen und letzterer jene
Schätzung aufs neue zu gewinnen, die ſie im klaſſiſchen
Altertum genoſſen. Heilige Aspaſia, das fehlte uns
auch noch, um im Zeitalter der Frau uns arme
Männ=
lein noch mehr in die Enge zu treiben, wie es ohnehin
ſchon der Fall. Na, man hübſch ſtille halten und nicht
räſonnieren, damit kommt man vielleicht am beſten
durch, und ſchließlich iſt ne redegewandte Frau immer
noch annehmbarer, wie ne ſchreibbefliſſene, ſo eine
vom Genre jener Asra, die nicht ſterben, ſondern
ver=
leumden, wenn ſie lieben.
Der arme Guiſeppe, lies Joſeph oder auch Seppl,
Giampetro hat’s erfahren, was es heißt, eine
der=
artige Verehrerin zu beſitzen. Bloß daß er nicht die
Geduld des Herrn Archibald Douglas hatte, der ſieben
Jahre es trug, bis er ſein Leid König Jakob klagte,
ſondern nur zwei Jahre und dann ſeinen Schmerz dem
Staatsanwalt offenbarte, der ſeine ſpürſinnigen
Schergen ausſchickte, um Aufklärung zu ſchaffen und
damit der verehrten Stütze des Metropol=Theaters
wieder die innere Ruhe zu gewähren. Denn faſt Tag
für Tag waren dem Künſtler anonyme Schmähbriefe
und nichtswürdige Zuſendungen ins Haus geflattert,
als deren Abſenderin jetzt eine Freundin ſeiner
Familie, eine im Tiergartenviertel wohnende Dame
der „beſten” Geſellſchaftskreiſe, die in heißer Liebe zum
Mimen entbrannt war, entlarvt worden. Heil uns,
daß der große Wurf gelungen, daß unſer Giampetro
nicht mehr bleich und ſtumm, wie jener zagende
Fernando des Kolumbus, umherzuirren braucht, es
war ja gar nicht mehr zu ertragen, ihn ſo auf den
Straßen Berlins, auf denen er eine wohlbekannte
Er=
ſcheinung iſt, einherſchwanken zu ſehen, ſchlank wie in
Gedankenſtrich, ſein hinter ihm trottendes Pinſcherl
ebenſo betrübt wie Herrchen. Ein trauriger Komiker,
nein, das geht über’n Spaß, das laſſen wir uns nicht
gefallen, wozu haben wir denn eine Polizei, wozu
ver=
ſchlingt dieſe einen Teil unſerer Steuern! Und welche
Bernhigung, nun zu wiſſen, daß dieſe unſere Gelder
nicht umſonſt ausgegeben werden — nicht wahr, es iſt
ganz gut, daß der Karneval einer Weltſtadt nicht an
kalendermäßige Grenzen gebunden iſt. Wir lachen
fröhlich weiter über den Aſchermittwoch hinaus, an
Stoff fehlt es uns nicht! Carneral for erer!
Sport.
r. Die Berliner Ringkampf=
Konkux=
renz zeitigte am letzten Abend wiederum intereſſante
Kämpfe. Die Begegnung zwiſchen dem Franzoſen
Gambier und dem Neger Illa endete nach
intereſſan=
tem Kampfe nach 30 Minuten unentſchieden. Dagegen
warf Sauerer=München den Dänen Erikſen in 5
Mi=
nuten, ferner Hein=Berlin nach 15 Minuten den
Dä=
nen Hanſen, während Sturm=Berlin 14 Minuten
be=
nötigte, um ſeinen Gegner Huber=Schweiz auf den
Tep=
pich zu bringen.
sr. Die letzte Partie des
Weltmeiſter=
ſchafts=Schachmatches zwiſchen Lasker
und Schlechter wurde auch nach ihrer
Wiederauf=
nahme noch nicht beendet. Sie nahm einen
außer=
ordentlich lebhaften Verlauf, und es iſt ſchwer, zu
ſagen, wie der Ausgang ſein wird. Sie wurde zunächſt
nach dem 43. Zuge abgebrochen.
Luftſchiffahrt.
sr. Das Internationale Flugmeeting
von Heliopolis wurde am vierten Tage unter
günſtigſten Witterungsverhältniſſen in Anweſenheit
des Khediven und einer auf 30000 Perſonen
geſchätz=
ten Menſchenmenge fortgeſetzt. Faſt alle Konkurrenten
traten in Aktion, auch der am Tage vorher abgeſtürzte
Balſan. Der Diſtanzpreis des Tages fiel an Metrot,
der 85 Kilometer zurücklegte. Balſan wurde mit 30
Kilometern Zweiter, Rougier mit 20 Kilometern
Drit=
ter und der Deutſche Grade mit 15 Kilometern
Vierter. Lathan, der zum erſten Male herauskam,
ſicherte ſich mit einem Höhenfluge von 51 Metern den
Höhenpreis. Den Schnelligkeitspreis gewann Balſan,
der 10 Kilometer in 9:50 zurücklegte. Der Franzoſe
Duray konnte über 5 Kilometer einen neuen
Schnellig=
keitsrekord aufſtellen, indem er dieſe Diſtanz in 4112
abſolvierte.
Brüderchen und Schweſterchen.
Wer kennt ſie nicht, die kleinen Sorgenkinder mit
den blaſſen und müden Geſichtchen und möchte ſie gerne
in frohe und blühende Weſen verwandeln. Wie ſich dies
erreichen läßt, verraten die nachfolgenden Zeilen:
Erfurt, Hirſchlachufer 15, 14. April 1908.
„Nachdem ich ſchon vor mehreren Jahren an meinem Söhnchen
die vorzügliche Wirkung von Scotts Emulſion feſtgeſtellt hatte,
entſchloß ich mich, auch mein 4 Jahre altes Mädchen Gertrud
das Präparat nehmen zu laſſen. Das Kind war blaß und blieb
den ganzen Tag über verdrießlich im Zimmer. Nach Verbrauch
einiger Flaſchen Scotts Emulſion iſt ein ſolcher Wandel
ein=
getreien, daß alle, die das Kind früher gekannt haben, darüber
erſtaunt ſind. Das vorher ſo matte Weſen iſt fröhlich und
leb=
haft geworden und das Kind tummelt ſich jetzt den ganzen Tag
auf der Straße herum, ſo daß es ordentlich ſchwer iſt, es wieder
ins Zimmer zu bekommen. Die Kleine hat jetzt
ein roſiges Ausſehen, hat tüchtig zugenommen
und iſt in jeder Beziehung recht vorangekommen.
(gez.) Wilhelm Bender.
3399))
Scotts Emulſion, bei deren Herſtellung
die denkbar feinſten Materialien verarbeitet
werden, iſt eines der beſten
Kräftigungs=
mittel für groß und klein. Ihre Vorzüge:
leichte Verdaulichkeit, appetitverbeſſernde
Wirkung, aromatiſch ſüßer Geſchmack,
ver=
dankt ſie dem Scottſchen
Herſtellungsver=
ur echt mit dieſe
Marke-demFiſcher fahren, wofür einzig die jeder Packung
dem Garantie aufgedruckte Schutzmarke — der Fiſcher mit
en des Seot
en Verfahrens; dem Dorſch — volle Garantie gewährt.
Scotis Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen verka
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur in verſiegelten
Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schusmarke (Fiſcher mit dem Dorſ.h).
Scoti & Bowne, E. m. b. H., Frankfurt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, prima Glyzeci:
50,0, uuterphosphorigſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaueres Natron 2,;
pulv. Tragant 3,0, ſeinſter arab. Gummi pulv. 2,0, deſtill. Waſſer 12),), Kl
kohol 11,0. Hierzu aromatiſche Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Srultzeeir5.
je 2 Tropfen.
Es gibt viele Malzkaffees,
aber nur einen
Kathreiners Malzkaffee.
Dieser hat sich seit 20 Jahren bewährt
und wird von den Aerzten empfohlen.
Es gibt keinen
Malzkaffee auf der ganzen Welt, der auch nur annähernd
an die allgemeine Beliebtheit und Verbreitung des echten
Kathreiners Malzkaffee heranreicht. J,3347,24
iet dus einsigartige
Lecithin-Nervennährmittel
empfohlen durch Aerzte u.
Professoren. Belehr.
Bro-
schüre in Apothek. u.
Dro-
gerien, sonst gratis nedst
Geschmacksprobe v.
Neo-
eithin G. m. b. H., Berlin SW. 61.
Man achte aber auf die
blauweissen Packungen
mit dem Nero-Kopf.
100 250 500 g
Preise: 2.60 6.50 12.— M.
Tablett. 1.50 M., Neocithin-
Neocitin-Tabletten (15% Lecithin) 3
enzia
olapa
Hauptdepot: Friedrich Schaefer. L1378,24
Hausbesitzern hohen Rabatt
à Rolle von 10 Pfg. an
Tapefen Eleg. Goldtapete à. Rolle v. 20 Pfg.an
Echte Lincrusta . à Mtr. v. 35 Pfg. an
Decorirte Lincrusta à. „ „ 65 „ „
Ersatz-Lincrusta . à „ „ 20 „ „
Versende fro. geg. fro.
Karte 47 v. 10-45 Pfg. Karte 48 v. 48-160 Pfg.
Ringfreie Tapetenindustrie
Frankfurt a. M. 47
C. Kupsch. Altegasse 27/29
uter Privat=Mittags= und=Abendtiſch
(Wittmannſtr. Anfr. u. K. T. D. Postamt3, (B903
(*3393
1 Bett billig zu verkaufen
Pallaswieſenſtraße 1, pt.
Kaz
arehkau
ist in Bezur auf Preise, Qualitäten und Auswahl
Darmstadt absolut massgebend.
fün
(3389
Dostentigen ble unsere Mnchdekeraton.
Beachten Sie unsere Schaufenster!
2 2
Junge Kontoristings
mit ſchöner Handſchrift, mit ſämtl. kaufm.
Arbeiten vertraut, perfekt in
Maſchinen=
ſchreiben und Stenographie, ſucht Stellung.
Geht evtl. auch in Verkauf. Gefl. Offerten
erbeten unter L 45 a. d. Expedition d. Bl.
Stenotypistin.
Frl., perf. in Maſchinenſchr. u. Stenogr.,
m. g. Z. ſ. Stellg., eventl. Aushilfe. Off.
u. L 72 an die Exp.
(*3462
empfiehlt ſich ins
Eine Büglerin Haus u. geht auch
halbe Tage fort.
(*3419
Winter, Mühlſtr. 23, Hinterh., 1. Stock.
Fräufeln
welches das Schneidern und Zuſchneiden
erlernt hat, wünſcht mit einer perfekten
Schneiderin auszugehen. Zu erfragen
Karlſtraße 44, Htb. 1. Stock.
(*3384
Einf., im Nähen
10
Fräulein
erfahr,
ſucht Aushilfſtelle gleich welcher Art. Offert.
unter L. 84 a. d. Expedition ds. Bl. (*3496
3470) Mädchen mit Enpfehlungen aus
erſten Häuſern ſucht Aushilfe. Taa 1 M.
Karlſtraße 46, Hinterb. Manſ.
Stellen ſuchen:
Eine Stütze mit ſehr g. Z., dieſelbe iſt auch
in der Pflege u. Erziehung der Kinder erf.,
ſowie einige Alleinmädch., die koch. u. nicht
koch. k. u. Mädch. in Geſchäftshaus. Näh.
(*3482
Frau Frank, Schulſtraße 9.
B3419) Junge Frau ſucht 2 St. Laufdienſt
in beſſ. Hauſe Heidelbergerſtr. 110, pt. I.
(0
eres Fraulein
muſik., im Nähen, Bügeln und Hausarbeit
bewand, ſucht per 15. April Stellung als
Gesellschafterin od. Reisebegleit. hier od. ausw.
auch mit Familienanſchluß als Stüze der
Hausfrau. Off. u. 1.97 an d. Exped. (*3512
Ein anſtändiges Mädchen,
im Nähen und Bügeln bewandert, ſucht
Stelle als Hausmädchen in beſſerem
Hauſe. Zu erfr. Kaupſtr. 48, 1. St. l. (*3382
n hat noch Tage frei Ludwigs=
Büglerin höhſtraße 60.
*3305fs) Ein anſtänd., williges, 16-jähr.
Mädchen vom Lande ſucht per 1. Märgevtl. Junger Mann Branche mit etw.
15. Februar Stell. als II. Mädchen in kl.
Haush. Zu erfragen Kahlertſtr. 45, part.
*3407) Frau ſucht Laufſtelle, Hochſtr. 10, unter L. 76 an die Expedition.
Hinterhaus 1. Stock.
*3490) Eine Frau ſucht Laufdienſt
von ½9 bis ½ 11 Uhr
Fuhrmannſtraße 11, 2. St.
*3504) Ein 25jähriges Mädchen, das
kochen kann u. 2 Jahr in einer Stelle war,
und andere tüchtige Mädchen ſuchen Stelle.
Stellenbüro Röſe, Karlſtraße 53, parterre.
3533) Geſunde Schenkammen ſuchen
Stellen Bureau Frau Dingeldein,
Schützenſtr. 10½, Telefon 531. (*3533
*3510) Stellung ſuchen:
Mehr. Alleinmädch., beſſ. Kind.=
Mädch., Mädch., d. koch. erlern.
will u. alle Küchenarb. mit übern.,
ſow. Servierfrl. in
Nationaltrach=
ten für größ. Feſtlichkeiten durch
Zentralſtellenbüro von Frau
Auguſte Schmitt, Ballonplatz 5, II. (*3540
Stellen ſuchen für 1. März: Stütze, welch.
koch. k., Hausmädchen, welch. ſchneidern,
bügeln, ſervieren kann, beſſ. Kindermädchen,
welch. ſchneid. u. in der Kinderpflege erfahr.
iſt, Mädch., 22 Jahre alt, als Zweitm. v. i ein
Haush. wo koch. nicht verl. w. Bureau Frau
Dingeldein, Schützenstr. 19½ Telef. 531. (*3534
ſucht Stellezumlb. Febr.
Ehe
Alleinmädenen in Geſchäftshaus. Bür=
Dingeldein, Schützenſtr. 10½, Tel. 531. (*3532
nimmt Aushilfe an
(*3424
oht
(*3319fs Köchin Emilſtraße 25, 2. Stock.
der Kolonialw.=
Drogenkenntniſſen ſucht Stellung als
Ver=
käufer oder auf Kontor. Gefl. Offerten
(*3470
po
Geb. Fräulein
Raufhan
23 J., m. g. Zeugn., im Kochen, Schneidern
u. allen häusl. Arbeiten gut bewandert, ſ.
z. 1. März Stellg. als
Kinderfrauiein
oder Stütze. Off. u. D. W. 9240
Ru-
dolf Mosse, Dresden.
(M3372
Aſ. bſ. Mehen
ſucht Stelle bei einem Herrn oder Dame,
den Haushalt ſelbſtändig zu führen. Sehe
mehr auf gute Behandlung als Lohn.
Offerten unter L 43 an die Expedition
ds. Blattes.
(*3395
3339) Sauberes Mädchen ſucht
Lauf=
dienſt von 8 Uhr bis nach dem Spülen. —
Näheres bei Schuster, Gr. Kaplaneigaſſe 6.
*3461) Eine unabhängige Frau ſucht den
ganzen Tag Beſchäftigung, geht auch ſpülen
Hinkelgaſſe 15, 1. Stock.
aus guter Familie
Fräulein ſucht zur Erlernung
des Haushaltes Stell. in beſſ. Fam. (ält. Leute
bevorzugt) ohne gegenſ. Vergüt., Wohnung
nicht erforderl. Familienanſchluß erwünſcht.
Off. u. L 73 an die Exp. ds. Bl. (*3466
abe noch Tage frei im Waschen.
Frau Hillen, Klappacherstr. 64.
Postkarte genügt.
(*3444
2520) Aet. Mädchen, d. d. bürgerl.
Küche vorſtehen kann, ſ. per 15. Stellg.
Bureau Beck, Eliſabethenſtr. 45.
geſetzten Alters, in allen Büroarbeiten
ge=
wandt, perfekter, bilanzſicherer Buchalter,
auch für die Reiſe geeignet, ſucht baldigſt
dauerndes Engagement bei beſcheidenen
Anſprüchen. Offerten erbitte zub L. 91
an die Expedition ds. Bl.
(*3187sid
*3076ims) Zum ſtundenweiſe
Nach=
tragen von Büchern empfiehlt ſich ein
zu=
verläſſiger Buchhalter. Offert. unter K 51
an die Expedition dieſes Blattes.
als Nebenerwerb
Schriftliche Arbeit geſucht. Off. unt.
K 76 an die Expedition erbet. (*3164ms
Obertenner
große, ſtattliche Erſcheinung,
ſprachkundig, Buchführung, prima
Zeugniſſe und Referenzen, ſucht
ſofort Stellung, Hotel oder
Reſtau=
rant. Offerten unter L 90 bef.
die Expedition ds. Blattes. (*3493soi
mit prima Zeugniſſen,
Junger Mann 26 Jahre alt, ſucht ver
März oder ſpäter Stellung als
Haus=
meiſter, Bürodiener oder Vertrauensſtellung.
Kaution kann bis 1500 Mk. geſtellt werden.
Off. u. L 44 a. d. Exped. d. Bl. (*3385
Bureauarbeit vertraut, ſucht anderweitige
Stellung. Offert. unt. L. 77 an d. Exped. e
äfe
ee Ein junges, nettes Mädchen
für den ganzen Tag, in ein feines Geſchäft
geſucht. Vorkenntniſſe nicht verlangt. Off.
u. L 59 an die Exp. ds. Bl.
(3395
Eine Zuarbelterin
geſucht für Putz
(3090a
Helene Martin, Ernſt=Ludwigſtr. 7. geſucht
Arbeiterin u. Lehrmädchen (*3250ds
Konfektion Roßdörferſtraße 4, part. Mädchen
für leichte Fabrikarbeit geſucht
(3413so
Schuhereme-Fabrik
Pallaswieſenſtraße 153. Moges.
Angehende 2. Arbeiterin, Lehrmädchen
für Atelier und Laden per ſofort geſucht.
*3469) Eise Kunert. Wilhelminenſtr. 10. Tücht. Taillenarbeiterin
für dauernd geſucht
Hügelſtraße 63, I. (*3511 Lehrmädchen
aus guter Familie geſucht. (3239ds
J. Carl Schmidt, Kirchſtraße. 24799a) Modes=Lehrmädchen geſucht
Lina Adler, Mauerſtraße 20. Ein Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen Vergütung per
1. März geſucht. Zu erfragen im (2952a
Schuhwarenhaus Holzſtraße11. Lehrmädchen
aus anſtändiger Familie gegen ſofortige
Vergütung geſucht
(2226a
A. Anton
Spezial=Geſchäft für Haus= und Küchen=
Einrichtungen, Glas und Porzellan
Darmſtadt, Eliſabethenſtraße 1. geſucht, evil.
Lehrmädchen gegen Vergütung.
Konfekt. von der Schmitt, Karlſtr. 30, II. (*54055m können Bügeln
Mädchen das
gründlich erlernen in der Waſch= u. Neu=
Bügl. G. Wurm, Schulſtraße 3. (*3398
Modes.
Lehrmädchen gegen Vergütung und
Putzfrau für morgens geſucht.
(*3457
J. Tauber, Ludwigsplatz 6. Putzlehrmädchen
ſaus guter Familie geſucht
(3375sss
Seidenhaus Ed. Volz. Lehrmädchen sofort ges.
Caſinoſtraße 14, Damenkonfektion.
(*3428
Hausmädchen
mit guten Zeugniſſen, gewandt im
Nähen, Bügeln und Servieren,
möglichſt ſofort geſucht. Off. unt.
L 99 an die Exped. ds. Bl. (3256fsoi
Wegen Verheiratung
meiner 3 Jahre bei mir im Dienſt
befind=
lichen Köchin ſuche in Haushalt mit
Haus=
mädchen und Burſchen eine Köchin
mit nur beſten Zeugniſſen zum 1. oder
15. März, eventuell 1. April
(*3343fso
Gräfin Königsmarck, Artillerieſtraße 6.
*3286fs) Monatsfrau geſucht. Zu
er=
fragen zwiſchen 3 und 5 Uhr
Steinacker=
ſtraße 1, Kontor, Seitenbau.
3278fs) Braves Laufmädchen für vorm.
etwa von 9—11 Uhr und mittags z. Spülen
ſofort geſucht. Näheres Viktoriaſtr. 66, II.
*32951so) Auf ſofort ein Mädchen geſ.
Waldſtraße 55.
weiches gut
Tüchtiges Mädchen, bürgerlich kochen
kann, auf 15. März oder 1. April geſucht.
Näheres in der Expedition. (*3356fs
Ein tüchtiges Hausmädchen,
welches perfekt ſervieren und bügeln kann,
per 1. März geſucht. Offerten unter L. 38
(*3357fs
an die Expedition ds. Blattes.
*3242ds) Jüngeres, aberdurchausreinliches
Mädchen in einf. bürgerlichen Haushalt p.
15. Febr. od. 1. Märzgeſucht Karlſtr. 18, 2. St.
Kinderfrauiei
geſucht zu einem kleinen Kinde, das
Haus=
arbeit übernimmt, zum 1. März evtl. früher.
Wo? ſagt die Expedition ds. Bl. (B3079
Suche
ein anſtändiges, zuverläſſig., beſſeres evang.
Mädchen als Stütze, zwiſchen 30 und
40 Jahren, welches in der Küche, Nähen
und beſſeren Hausarbeit erfahren iſt, mit
guten Empfehlungen. Mädchen vorhanden.
Offerten unter K 20 an die Exp. (*29933is
2866sms) Gewandtes, zuverläſſiges
Zimmermädchen
welches ſchon in größerem Haus tätig war,
zum 1. März bei hohem Lohn für dauernde
Stellung geſucht. Bewerberinnen m. guten
Zeugniſſen wollen ſich melden Kurhaus
Schlossberg, Alsbach (Bergſtr.). Reiſe
wird vergütet.
Mädchen
20
Kochin
für Unteroffiziersküche geſucht. Off. unt.
K 95 an die Exp. ds. Bl.
(3226dfs
iom ſ e
für vor=
14—16-jähr. Mädchen u. nachm.,
je 2 Stunden ſofort geſucht. Näheres in
der Expedition ds. Blattes.
(*3324fso
tüchtig im Kochen, für ſofort event. auch
etwas ſpäter geſucht
*3451soi)
Hoffmannſtraße 23.
3394) Jüngeres, wiliges, fleißiges, ſaub.
zum 1. März geſucht
Mädchen Heinrichſtr. 82, part.
*3406) Unabh. ig. Lauffrau oder
Mäd=
chen für einige Tagesſtunden geſucht
Viktoriaplatz 1, II.
3395) Reinl. Lauffrau teſucht
Saalbauſtraße 38 (Schuhladen).
in g. Stellen mehre tüchtig.
Suche Mädchen für Privat= u.
Ge=
ſchäftsh. f. hier, Wiesbaden, Bremen
(*3513
Stellenbüro Brutſcher
Marktplatz 7, Hinterhaus, 1. St.
Arlteres, tüchtiges, ſelbſtändiges
Alleinmädchen
geſucht, auch durch Vermietfrau (3333sm
Frau Rechtsanwalt Staedel
Hobrechtſtr. 6 (am Roquetteweg).
Gesucht
für 1. März eine Köchin, die Hausarbeit
übernimmt. Nur ſolche mit guten
Zeug=
niſſen wollen ſich melden.
(B3341ids
Näheres Expedition.
3531) Köchinnen, Hausmädchen, tüchtige
Alleinmädchen, welche kochen und nicht
kochen, zu zwei Leuten und einzel. Dame,
in gute Privathäuſer. Alleinmädchen in
gute Geſchäftshäuſer, Beiköchinnen,
Ver=
käuferin in Schweinemetzgerei erhalten ſof,
1. März u. 1. April St. Stellenbureau Frau
Dingeldein, Schützenſtr. 10½, Telephon 531.
*3207) Braves, ſauberes Mädchen zum
1. März oder ſpäter in kleinen Haushalt
geſucht. Näh. in der Expedition.
B3423) Zuverläſſiges, ält. Mädchen geſ.
g. Zeugn. f. kl. Fam. (3 Perſ.) Jähr. 300 M.
Offerten unter L 80 an die Expedition.
3427) Unabhängige Frau, die im Kochen
perfekt iſt, von 7½
Uhr gegen guten
Lohn ſofort geſucht. Näheres Kiesſtraße 98
von 8—12 und 4—7 Uhr.
(*3537
ſofort geſucht
2 Waſchfrauen Bureau Dingeldein,
Schützenſtraße 10½.
Suche:
(*3527
Köchinnen, Hausmädchen u. Mädchen allein,
welche kochen u. nicht kochen ſof. u. ſpäter
Frau Weißmantel, Eliſabethenſtr. 37.
a
Draves, Zuverl. Mädchen
das ſchon in gutem Hauſe gedient, für
1. April oder früher, wegen Verheiratung
des jetzigen Mädchens, in kleinen
Haus=
halt geſucht. Nur ſolche, denen es um eine
dauernde Stelle zu tun, wollen ſich melden
*3423)
Heinrichſtraße 52, part.
314730) Für 1. März braves, fleißiges
Hausmädchen geſucht
Aliceſtraße 11, 1. Stock.
Vertreter
in Bäckerkreiſen langj. eingeführt, gegen
hohe Proviſion geſucht
(914H
Paul Wittig, Backſchüſſelfabr., Radebeul-Dresden.
2
Hlanzende Kalstenz.
Generalvertreter, welche im Verkehr mit
Privatkundſchaft eingearbeitet und
Unter=
reiſende engagieren ſowie anlernen können,
werden angenommen. Offerten unter M.
H. 100 Frankfurt a. M. poſtlagernd
e
ele* verlange
er Stellung Suche die
„Deutſche Vakanzenpoſt”
Eßlingen 143.
(144M
Leistungsfähige
Bindfaden=
Grosshandlung
ſucht für Darmſtadt einen tüchtigen
Ver=
treter. Offerten unter F. D. 4048 an
Rudolf Moſſe, Frankfurt a. M. (33100
Geſetzter, ern ſter,
kautions=
fähiger Kaufmann
geſucht zur Führung eines feineren
Detailgeſchäftes in Abweſenheit des
Chefs. — Eintritt kann ſofort
erfol=
gen. — Gefl. Offerten mit
Gehalts=
anſprüchen unt. Beifügung von
Zeug=
nisabſchriften unter L. 55 an die
Expedition d. Bl. erbeten. (3374so
Hoher Jerdienst!
Zum Verkauf von
Dauerwäsche
an Private werden redegew., fleißige
Herren oder Damen
geſucht.
Hohe Proviſion ſofort erhältlich, kl.
Taſchenmuſter. Der Verkauf dieſes Artikels
bringt eine
(M3450
Alte, gut eingeführte, deutſche
Feuerverſicherungs=
Geſellſchaft
ſucht rührigen
Vertreter
gegen hohe Proviſion. Beigenügender
Leiſtung Fixum. Herren, die in
in=
duſtriellen u. kommerziellen Kreiſen
gut eingeführt ſind, werden bevorzugt.
Off. u. W. 1309 an die
Annoncen=
expedit. Haasenstein & Vogler.
(2914ff
Frankfurt a. M.
Pökelfleisch Nr. I
von inländiſchen Schweinen, geſunde tierärztlich unterſuchte Ware als Eisbein
(Dickbein) Schälrippen, Köpfe ꝛc. empfiehlt von 30 Pfund an, per Pfund 45 Pfg.
Poſtkolli, enthaltend 9 Pfd., Mk. 4.30. la leicht gepökeltes Schweine-Klein-
Heisch (enthaltend Schnauzen, fleiſchige Pfoten, Ohren, Kopfſtücke ꝛc. in Kübeln
von 30 Pfund an, per Pfund 30 Pfg.
Poſtkolli enthaltend 9 Pfund Mk. 3.— Eisbein (Dickbein ohne Spitzbein)
per Pfund 55 Pfg. Alles ab hier per Nachnahme. Fehlerhafte Ware retour.
Alb. Carstens, Altona a.
Nr. 525.
(1982E
Teilhaber gesucht.
Zur Fabrikation für einen in jedem Haushalt täglich gebrauchten
Artikel wird ein ſeriöſer und ſtrebſamer Teilhaber mit 4—5000 Mk. Kapital
geſucht. Unbegrenzter Abſatz. — Großer Verdienſt. Offerten unter L 89 an
die Expedition dieſes Blattes.
(3437
Gesucht sofort
an allen Orten arbeitſame Perſonen zur Uebernahme einer
Trikotagen- und Strumpfstrickerei.
Arbeitslieferung nach allen Orten Deutſchlands franko. Anlernung höchſt
ein=
fach und koſtenlos. Vorkenntniſſe nicht erforderlich. Adreſſen von im Betrieb
befindlichen von uns gegründeten Strickereien ſtehen gerne zur Verfügung.
Proſpekte mit glänzenden Zeugniſſen gratis und franko.
(1422f
Trikotagen- und Strumpfwarenf. Neher & Fohlen, Saarbrücken A. 114.
Geschartsgewandter Hert
fleißig und unbeſcholten, erhält feſte Anſtellung. Nach kurzer Probezeit
Wochen= oder Monatsſalär. Intelligenter Arbeiter oder Handwerker
findet ebenfalls Berückſichtigung. Man wende ſich sokort unter V. 164
an die Expedition d. Bl.
(2956II
46
Die Arbeirstehrkoionie „Steinmuhle
bei Homburg v. d. H. nimmt aus Volks= und Mittelſchulen entlaſſene ſchwachbefähigte
Knaben zur Vorbildung für die Lehre auf Gärtnerei, Kleinviehzucht,
Fortbildungs=
unterricht und praktiſche Arbeiten. Mäßige Penſionsſätze. Aerztliche Aufſicht und
pädagogiſche Leitung. Näheres Frankfurt a. M., Stiftstrasse 30, Hofgebäude.
Bank=Vertreter
gewiſſenhaft, zur Vermittlung von
Hypo=
theken und Darlehn geſucht. Offert. unt.
„Bank‟ Haasenstein & Vogler A. G.,
Berlin W. 8.
(H3370
Gute Exiſtenz!
Tüchtiger, redegewandter Mann zum
Einkaſſieren von Teilzahlungen bei
Privat=
kunden und zur Anbahnung von
Ge=
ſchäftsabſchiüſſen für hieſigen Platz geſucht.
Kleine Kaution muß hinterlegt werden.
Offert. mit Angabe des Alters und der
bisherigen Tätigkeit ſind zu richten unter
L 94 an die Expedition ds. Bl. (3442soi
Seltenes Angebot.
Prima Exiſtenz mit bedeutend. Einkomm.
in Frankfurt a. M. zu verg. Branchekenntn.
nicht nötig. Erforderl. ca. Mk. 3000. Brfl.
bal. Off. u. F 2 W 9163 an Rudolf
Mosse, Frankfurt a. M. zu ſenden.
Tuchtiger Stenograpy
und Maſchinenſchreiber
zu ſofortigem Eintritt, event. 1. April
ge=
ſucht. Gefl. Offerten unter L. 51 an die
(3359so
Expd. ds. Bl. erbeten.
Solide u. fleissige Leute
mit deutlicher Handſchrift, die ſich 8 bis 10
Stund. wöchentl. mit Abſchriftarbeiten für
unſeren Verlag beſchäftigen wollen, können
damit einen Jahresverdienſt von 600 bis
1000 Mk. erzielen. Nur ernſtgemeinte
Angeb. mit 80 Pfg. in Briefmarken für
Material und Muſter berückſichtigt.
Populärwissenschaftl. Verlag
Berlin W35
Propagand.=Abt. 75. (M3451
Eine erstklassige
Pflanzen-Butter-
Margarine-Fabrik
ſucht für den Vertrieb ihrer anerkannt
hoch=
feinen Fabrikate, einen geeigneten, beſtens
eingeführten
Vertreter.
Die Vertretung in tieriſcher Margarine,
Kunſtſpeiſefett und Kokosbutter kann mit
übernommen werden. Offert. u. L 57 an
(3378
die Expedition d. Bl.
3323
Jüngerer
Buchbindergehilfe
zum ſofortigen Eintritt geſucht
J. Ph. Leuthner, Ernſt=Ludwigsplatz 2.
1 ſelbſtändiger Bauſchloſſer
(B3421
geſucht Orangerie=Allee 7.
ſofort geſucht
Karlſtraße 54. (B3433 Diener!
Geſucht per 1. März ein unverheirateter,
gewandter und zuverläſſiger Diener
mit beſten Zeugniſſen
(3414a
Wilhelminenſtraße 43. Ein ſtadtkundiger-lediger Kutſcher
ſofort Heidelbergerſtraße 42.
(B3163 Junger, ſauberer Hausburſche
Schloß-Café. (*3516
geſucht Tapezier=Lehrling
zu Oſtern geſucht
(2815a
Theodor Schardt, Tapeziermſtr., Hochſtr. 13. geſucht
Schreinerlehrling Karl Stier,
Schreinermeiſter, Seeſtraße 5.
(B2738 Tapezierlehrling
Sohn achtbarer Eltern zu Oſtern geſucht.
Carl Herber, Luiſenſtraße 34.
968a)
Lehrline5
1
ſucht
(2774a
Bernh. Stromberger
Bau= u. Möbelſchreinerei. 1
Lehrling
geſucht für eine Eiſenhandlung gegen ſofor=
tige Vergütung. Näh. in der Exped. (3145ms Lehrlins.
mit auter Schulbildung ſucht
(3121a
A. Bergstraessers Hofbuchhandlg.
(W. Kleinschmidt). 3161ms) Für ein hieſ. Engrosgeſchäft der
Kurzwarenbranche wird ein
Lehrling
mit guter Schulbilduna geſucht. Selbſtge=
ſchrieb. Offert. erb. u. K 77 an die Exped. Tapezierlehrling geſ.
3210a) Fr. Freudenberger, Lauteſchlägerſtr7. nongeh
Rolonlalwaren-Engreshaus
Für Oſtern bietet ſich jungem Mann aus
achtbarer Familie mit Berechtigung zum
Einjährig=Freiwilligen Gelegenheit als
Lehrling
Gefl. Offerten unter K 441 Zimmer zu vermieten.
einzutreten.
an die Expedition ds. Bl.
(3050ods Lehrlina
aus achtbarer Familie, auf das Kontor
einer hieſigen Weinhandlung geſucht. Selbſt=
geſchriebene Offerten unter K 61 an die
(*3092ids
Expedition dieſes Blattes.
Tagschneider
geſucht. Seb. Schmitt, Schuchardſtr. 6. (3449so
n
Ein Lehrung gesucht
Chr. Hess, Maler= und Lackierermſtr.
39 Mühlſtraße 39. (3362m
*3435si) Sohn achtbarer Eltern kann bei
mir zu Oſtern als
unter günſtigen Be= Lehrling
dingungen eintreten.
Atelier.
Alb. Fraatz, phot.
Für Architekturbureau
zu Oſtern Lehrling geſucht. Reflektanten
müſſen gute Veranlagung im Zeichnen und
Rechnen beſitzen. Schriftl. Angebote unter
Chiffer L 63 an die Expedition dieſes
Blattes.
(3393
Lehrling
aus guter Familie und mindeſtens
mit Einjähr.=Berechtigung ſucht gegen
ſofortige Vergütung
(3379sss
H. L. Schlapp
Hofbuchhandlung u. Ant.
Darmstadt, Schulstrasse 5.
Tapezierlehrling
per Oſtern geſucht H. Leichtweiß, Tape=
Viermeiſter, Beſſungerſtraße 41.
(B2362
Wegen Geschäftsverlegung kommen
z 500 Bilder 2as
gerahmt und ungerahmt, koloſſal billig,
zum Verkauf
(*3510
Papier- und Kunsthandiung
Einrahmungsgeschäft.
18 Bände, dritte Auflage, wie neu, komplett,
ſowie eine faſt neue, 10 Kilo Gemüſewaage
u. eine Gashängelampe billig zu verkaufen
Taunusſtr. 45, part.
(*3449‟
Reee
Fechne
Grosser Doppelkleidersehkünk
pol. Bettſtelle mit Matratze, Nachttiſch,
poliert. Waſchkommode, Küchenſchrank,
Küchentiſch, billig zu verkaufen
Luiſen=
ſtraße 10, 1. Stock.
(3356
guter Zweiſpänner=Wagen zum Schagt
fahren zu kaufen geſucht
Erbacher=
ſtraße 9, Hinterhaus.
(*3403so
Ein grosser Salonspiegel
zu verkaufen Soderſtraße 38.
(*3509so
Fauhe
Tortstreu u. Nan
in Säcken, zum Streuen in Hühnerſtällen,
empfiehlt E. Adler, Mauerſtr. 20. (*3508
In der Wilhelminenſtraße (gute
Ge=
ſchäftslage ) kann auf 1. Juli ein
Laden mit Nebenzimmer,
eventuell mit zwei weiteren Zimmern,
(3446a
vermietet werden.
Reflektanten wollen ſich unter L. 92
ſchriftlich an die Expedition dieſes
Blattes wenden.
3448ms) Karlſtraße 53 eine 5=
Zimmer=
wohnung im 2. Stock mit Veranda und
allem Zubehör per 1. April.
Schöne 4-Zimmerwohnung
mit Zubehör u. großer Terraſſe, gegenüber
dem Beſſungerherrngarten, iſt per 1. April
auch früher zu vermieten. Daſelbſt iſt auch
eine große helle Werkstatt mit
daran=
ſchließendem großen Raume, enth.
Waſſer=
leitung u. Gas, zu vermieten. Zu erfragen
Klappacherſtraße 40/42.
(B3431ms
*3536) Rhönring 41, 1. Etage, 4 Zimmer
mit Zubehör, neuzeitlich, per ſofort zu
ver=
mieten. Näheres Manſarde daſelbſt und
Wendelſtadtſtraße 8, 1. Stock.
Peamn
Lichtenbergstrasse 80
3 neu hergerichtete 4=Zimmerwohnungen
alsbald zu verm. Näheres bei Bauführer
(3415a.
Dauber, Rhönring 111, parterre.
Ecke Eckhardt= u. Beckerſtraße 14
ſchöne 3=Zimmerwohnung der Neuzeit
ent=
ſpiechend per 1. April anderweitig billig zu
vermieten. Näheres parterre.
(*3522
3424ms) Steinſtraße 8, 1. Stock, zwei
hübſche, kleinere möbl. Wohn= und
Schlaf=
zimmer zu verm. Näheres parterre.
*3490) Marienplatz 10, I. r., freundl.
möbl. Manſardenzimmer p. ſ.
*3476sm) Mühlſtraße 43, 2. Stock, möbl.
*3525som) Möbl. Zimmer an Fräulein,
desgleichen ein Zimmer, auch vorübergehend
als Gegenleiſtung in etwas nähen u. flicken,
billig zu vermieten. Zu erfr. in der Exp.
Aafonetr (Mittelbau) bei Steiger
Gatenstr. 27 möbl. Zimmer an Herrn
oder Fräulein zu verm.
(*3519
*3518) Eliſabethenſtraße 45, part., gut
möbl. Zimmer ſofort billig zu vermieten.
*3501) In beſſerer Familie ein möbl.
Zimmer an geb. Dame zu vermieten.
Auf Wunſch Familienanſchluß. Näheres
sin der Expedition ds. Blattes.