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173. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Däs „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Jollkriege.
*⁎* Die Möglichkeit, daß wir mit den
Vereinig=
ten Staaten von Amerika zu einer Verſtändigung
nicht kommen, wird zwar beſtritten, aber ſie iſt doch auch
nicht ganz ausgeſchloſſen, ſo daß ſich unſer zollpolitiſches
Verhältnis zu der Union ſehr wohl zuſpitzen und in einen
Zollkrieg ausarten kann. Da auch mit Portugal dieſe
Gefahr nahe liegt, wenn der jetzt im Reichstage zur
Er=
ledigung ſtehende Handelsvertrag nicht zuſtande kommt,
ſo erſcheint eine Erörterung über die Zollkriege
jeden=
falls zeitgemäß.
Zu letzteren können verſchiedene Handlungen eines
Staates den Anlaß geben, namentlich eine ſtarke Erhöhung
der Zölle und die zollpolitiſche Bevorzugung eines dritten
Staates. Zollerhöhungen, die alle fremden Staaten
treffen, werden gewöhnlich nicht mit Repreſſalien
beant=
wortet, beſonders dann nicht, wenn eine Regierung aus
finanzieller Not zu Zollheraufſetzungen ſich gezwungen
ſieht. Zwiſchen zwei in feſtem Vertragsverhältnis
zuein=
ander ſtehenden Ländern ſind Zollkriege im allgemeinen
un=
möglich, falls nicht ein offenbarer Vertragsbruch vorkommt;
ſchweben dagegen die handelspolitiſchen Beziehungen
zweier Staaten lange in der Luft, können die Regierungen
ſich nicht einigen, weil der eine oder der andere Kontrahent
zu hohe Anſprüche ſtellt oder zu geringes Entgegenkommen
zeigt, dann iſt der Zollkrieg in gefährliche Nähe gerückt.
Zuerſt hört der für viele Artikel niedrigere Vertragstarif
auf und der Generaltarif tritt in Geltung, es kommt im
weiteren Verlaufe zu Kampfzöllen, die oft die Sätze des
Generaltarifs um 100 Prozent erhöhen und die
empfind=
lichſten wirtſchaftlichen Schädigungen zur Folge haben.
Wir werden die hauptſächlichſten in den letzten
Jahr=
zehnten in Europa ausgefochtenen Zollkriege erwähnen
und zum Teil auch die durch ſie verurſachten Nachteile
darlegen.
Großes Intereſſe beanſpruchte in Deutſchland der
Zollkrieg zwiſchen Frankreich und Italien,
wel=
cher von 1888—1899 dauerte Hierbei ſpielte bekanntlich
dieshohe Politik eine große Rolle. Die früher
franzoſen=
freundliche Geſinnung der Italiener war einer nahezu
feindſeligen Stimmung gewichen, was auf die
wirtſchaft=
lichen Verhandlungen einwirkte und zum Scheitern
derſel=
ben beitrug. Unter dem dann ausgebrochenen Zollkrieg
hatte Italien weit mehr zu leiden als das reichere
Frank=
reich, die erſten Jahre dieſes Kriegszuſtandes bedeuteten
für Italien eine der ſchwerſten Kriſen, die ſeine
Volks=
wirtſchaft durchgemacht hatte, und viele kleine Betriebe
gingen dabei zugrunde. Erſt ſeit Anfang 1899 beſteht
wie=
der der normale Zuſtand, und daß auch die politiſchen
Beziehungen zwiſchen Frankreich und Italien ſich gebeſſert
haben, lehrt die Geſchichte der letzten Jahre. Wie der
Zoll=
krieg den Güteraustauſch beider Länder beeinflußte, ergibt
ſich aus folgenden Zahlen: Vor dem Zollkriege (1886)
be=
trug die Ausfuhr Frankreichs nach Italien 310 844000
Francs, nach Ausbruch der Feindfeligkeiten (1889) nur
noch 167466000 Francs. Die Ausfuhr Italiens nach
Frankreich fiel in derſelben Zeit von 445 735000 Francs
auf. 164 826 000 Francs
Der Zollkrieg, den Frankreich mit der Schweiz
in den Jahren 1893/95 führte, iſt ausſchließlich der hoch
ſchutzzöllneriſchen Bewegung an der Seine zuzuſchreiben.
Als die von der Schweiz zur Neuregelung der
wirtſchaft=
lichen Beziehungen gemachten Vorſchläge in Paris
ver=
worfen worden waren, kam es zum Bruch. Der
eidgenöſ=
ſiſche Bundesrat erklärte die franzöſiſchen Provenienzen
der Meiſtbegünſtigung verluſtig, unterwarf ſie dem
Gene=
raltarife und ſetzte überdies noch erhebliche Zollzuſchläge
feſt. Frankreich beſchränkte ſich darauf, die ſchweizeriſchen
Erzeugniſſe dem Generaltarif zu unterſtellen. Seine
Aus=
fuhr nach der Schweiz ging von 228 Millionen Francs im
Jahre 1892 auf 163 Millionen Francs im Jahre 2895
zu=
rück und der ſchweizeriſche Export nach Frankreich
ver=
ringerte ſich in derſelben Zeit von 92 auf 67 Millionen
Francs. In Paris machte man die bittere Erfahrung, daß
die Einbuße auf dem ſchweizeriſchen Markte hauptſächlich
Deutſchland zugute kam, was das Einlenken Frankreichs
weſentlich förderte.
Auch das Deutſche Reich hat mehrere Zollkriege
geführt, von denen namentlich derjenige mit Rußland
hervortritt. Dieſes hatte 1891 ſeine Zollſätze erheblich
er=
höht, worauf Deutſchland nicht mehr die niedrigeren
Ver=
tragsſätze ſondern den Generaltarif zur Anwendung
brachte. Die differentielle Behandlung der ruſſiſchen
land=
wirtſchaftlichen Produkte war der Anlaß zum förmlichen
Zollkriege, der im Auguſt 1893 begann und mit dem
In=
krafttreten des 1894er Handelsvertrages endete. In
Deutſchland ſah man voraus, daß ruſſiſches Getreide in
Vertragsländern gemahlen und dann aus dieſen als Mehl
bei uns eingeführt werden würde. Ueberdies war es
Eng=
land gelungen, uns in der Eiſenverſorgung des
Zaren=
reiches erheblich zurückzudrängen, und auch eine verſtärkte
Konkurrenz Frankreichs auf dem ruſſiſchen Markte machte
ſich für uns unliebſam bemerkbar. Unſere Ausfuhr nach
Rußland war infolge des Zollkriegs von 262 Millionen im
Jahre 1891 auf 184 Millionen Mark im Jahre 1893 und
die ruſſiſche Ausfuhr nach Deutſchland im gleichen
Zeit=
raum von 580 auf 353 Millionen Mark zurückgegangen.
Der Zollkrieg, den das Deutſche Reich von Mai 1894 bis
Juli 1896 mit Spanien ausfocht, beeinflußte den
Gü=
teraustauſch weniger, da wir die ſpaniſchen Rohprodukte
nicht entbehren können und da Spanien die deutſchen
Er=
zeugniſſe trotz des Zollzuſchlages nicht billiger oder nicht
gleichwertig änderwärts zu beziehen vermochte. und
be=
züglich des vertragsloſen Zuſtandes mit Kanada hat
die deutſche Regierung von der ihr erteilten Ermächtigung
zur Einführung von Kampfzöllen keinen Gebrauch
ge=
macht, ſodaß in dieſem Falle von einem Zollkrieg nicht
geſprochen werden kann. Ueberhaupt haben es in letzter
Zeit die Regierungen möglichſt vermieden, ſo ſchweres
Ge=
ſchütz im wirtſchaftlichen Kampfe aufzufahren, denn die
Erfahrung hat gelehrt, daß es in dieſem nur Beſiegte gibt.
Hoffentlich kann auch Deutſchland ohne Verletzung ſeines
Anſehens und ſeiner wirtſchaftlichen Intereſſen in Zukunft
Zollkriege umgehen, denn dieſe ziehen unter allen
Umſtän=
den ſchwere materielle Schüdigungen nach ſich.
Ausbreitung des Beutſchtums in Ungarn.
* Es iſt eine weitverbreitete Anſicht, daß das
ungar=
ländiſche Deutſchtum in ſtetigem Rückgang begriffen ſei
und ſich auf die Dauer gegenüber den es umringenden
ſlawiſchen, madjariſchen und rumäniſchen Volksſtämmen
kaum werde behaupten können. Leider iſt ja auch in der
Tat in den letzten Jahrzehnten infolge der planmäßigen
Bekämpfung alles Deutſchen dürch den ungariſchen Staat
namentlich in den ungariſchen Städten viel deutſches
Le=
ben zugrunde gegangen, man braucht nur an die Geſchichte
des deutſchen Theaters in Peſt oder an die Entdeutſchung
der oberungariſchen Bergſtadt Schemnitz zu denken, an
deren Bergakademie noch vor 50 Jahren fröhliches
deut=
ſches Studentenleben blühte.
Aber trotz dieſer betrübenden Verluſte wäre es ein
Irrtum, allgemein von einem Rückgang des
Deutſchtums in Ungarn zu ſprechen oder unſere
dor=
tigen Stammbrüder insgeſamt als verlorene Außenpoſten
unſeres Volkstums anzuſehn; denn was dem Deutſchtum
in den Städten — übrigens vielfach nur äußerlich —
ver=
loren gegangen iſt, das haben die deutſchen
Bauerngemein=
den durch Ausbreitung wieder mehr als eingebracht.
In den 50 Jahren von 1847 bis 1897 hat, wie die
Her=
mannſtädter „Deutſche Bürger=Zeitung” nach einer
mad=
jariſchen Statiſtik mitteilt, das ungarländiſche Deutſchtum
zwar in 116 Gemeinden die Mehrheit verloren, aber in
168 Gemeinden die Mehrheit gewonnen, ſodaß es alſo im
ganzen nicht nur keinen Verluſt, ſondern einen Gewinn
von 52 Gemeinden zu verzeichnen hat. In den einzelnen
Landesteilen haben die Deutſchen nur in Oberungarn und
Siebenbürgen wirkliche Einbußen ihres
Ausdehnungs=
bereichs erlitten, während ſie ſich im übrigen Lande nicht
nur behauptet, ſondern auch noch an Boden gewonnen
haben. Selbſt im Peſter Komitat, wo ſich doch der
mad=
jariſierende Einfluß der Landeshauptſtadt naturgemäß am
ſtärkſten geltend macht, iſt der Verluſt von 4
Landgemein=
den durch einen ebenſo großen Gewinn ausgeglichen, und
in der gleichen Zeit, wo die Deutſchen dieſe 52 Gemeinden
gewannen, haben die herrſchenden Madjaren volle 195
Ge=
meinden und zwar beſonders gegenüber den Deutſchen
und Rumänen verloren. Von den Hauptſtämmen
Un=
garns haben überhaupt nur die Rumänen, Slowaken und
Deutſchen auf dem Lande Gewinne zu verzeichnen, und
zwar die Deutſchen beſonders auf Koſten der Madjaren
und der immer mehr zurückweichenden Serben.
Angeſichts dieſer trotz der mit Hochdruck von ſeiten
der Regierung betriebenen Madjariſierung erreichten
Aus=
dehnung iſt es gewiß nicht mehr richtig, die Lage des
ungarländiſchen Deutſchtums als hoffnungslos anzuſehen,
vielmehr darf man mit Sicherheit hoffen, daß dem
Deutſchtum auch in dieſem Lande noch eine ſchöne Zukunft
bevorſteht, und dieſe Hoffnung iſt um ſo begründeter, als
gerade in letzter Zeit ein kräftiges Erſtarken des völkiſchen
Bewußtſeins bei den ungarländiſchen Deutſchen feſtgeſtellt
werden kann.
Die Wahlen in England.
* Am Montag wurde nur die Wiederwahl eines
Mit=
gliedes der Arbeiterpartei gemeldet. Die Unioniſten haben
bis jetzt 271, die Liberalen 272, die Mitglieder der
Arbeiter=
partei 41 und die Nationaliſten 80 Mandate; es ſind nun
noch in dieſer Woche weitere ſechs Wahlen, und Ende der
nächſten Woche die Wahlen der Vertreter von Orkney
und Shetland zu erledigen.
Die Frage, die die politiſchen Kreiſe am meiſten
be=
wegt, geht dahin, ob Asquith dem Rate der Radikalen
folgen wird, die ſich über die Abſchaffung des Vetorechtes
der Lords auf keinerlei Vergleich einlaſſen wollen
und nötigenfalls die Ernennung von einigen Hundert
Peers verlangen, um den Maßnahmen gegen das
Ober=
haus zur Annahme zu verhelfen, oder ob der
Premiermini=
ſter den von den Gemäßigten vorgeſchlagenen Weg
wäh=
len wird, der zu einer Reform des Oberhauſes in dem
Sinne führen ſoll, wie die Unioniſten und die Mehrheit
des Oberhauſes es ſelber billigen. Für einen Schub von
liberalen Peers ſind die Umſtände jedoch nichts weniger
als günſtig. Die Wahlen haben die Partei, zu deren
Vor=
teil die außergewöhnliche Maßregel ergehen müßte, nicht
geſtärkt, ſondern geſchwächt, und wenn man auch ſagen
kann, daß das Budget, das den Anlaß zum Wahlkampf
gegeben hat, daraus beſtätigt hervorgegangen iſt,ſo läßt
ſich nicht behaupten, daß die liberale oder radikale
Auf=
faſſung über die Lords beſtätigt worden wäre. Ein
ſol=
cher Schub war 1832 beſchloſſen, aber nur nachdem die
Wahlen unzweideutig den Volkswillen in der allein und
dentlich zur Frage ſtehenden Angelegenheit, der
Wahl=
reform, bekundet hatten, und dann wurde der Schub
über=
flüſſig, als die Lords dies erkannten und nachgaben. Eine
Zuſtimmung der Krone zu dem Peersſchub wäre
gegen=
wärtig gewiß nicht zu erlangen. Es würde alſo, wenn
es wirklich zu einer Reform des Oberhauſes käme, der
von den gemäßigten Liberalen angedeutete Weg offen
blei=
ben: eine von den Unioniſten und den Lords ſelbſt
gebil=
ligte Umgeſtaltung der Erſten Kammer.
Im allgemeinen herrſcht die Anſicht, daß im
Unter=
hauſe nach der Annahme der Adreſſe und vor der
neuer=
lichen Vorlegung des Budgets ein Antrag eingebracht
wer=
den wird, der die Priorität des Unterhauſes in Bezug
auf Geldbewilligungsanträge betont, und erklärt, daß es
nötig ſei, die Beziehungen der beiden Häuſer zu ändern.
Man gibt ſich der Hoffnung hin, daß dieſe Reſolution,
ob=
wohl ſie keinerlei bindende Wirkung hat, einerſeits jene
Liberalen befriedigen werde, die verlangen, daß gegen das
Veto der Lords noch vor der Wiedereinbringung des
Bud=
gets vorgegangen werde, und andererſeits diejenigen
Kräfte vereinigen werde, auf die die Regierung ſich im
all=
gemeinen ſtützen muß.
Deutſches=Reich.
— Zu der Einbringung einer Vorlage über die
Reich’swertzuwach’sſteuer ſchreibt man
Ber=
liner Blättern: Wenn gemeldet wird, daß mit den
Vor=
arbeiten zu einem ſolchen Geſetzentwurf ſchon begonnen
iſt, und daß ſeine Einbringung in der nächſten
Reichstags=
ſeſſion erfolgen würde, ſo werden hiermit nur die
Tat=
ſachen regiſtriert, die ſich aus den geſetzlichen Feſtlegungen
des Reichsſtempelgeſetzes vom 15. Juli 1909 ergeben.
Tat=
ſächlich ſind, wie bereits früher mitgeteilt, die
Bundes=
regierungen ſeinerzeit zur Anſtellung von Erhebungen
von der Reichsregierung angeregt; und dieſe
ſtatiſti=
ſchen Vorarbeiten ſind inzwiſchen abgeſchloſſen.
Daraus ergibt ſich für den Reichsſchatzſekretär naturgemäß
die Notwendigkeit, auf Grund des gewonnenen Materials
mit den eigentlichen Vorarbeiten zu einem Geſetzentwurf
vorzugehen. Denn in dem Geſetz wegen Aenderung des
Reichsſtempelgeſetzes iſt bei den Grundſtücksübertragungen
(Tarifnummer 11) vorgeſehen, daß bis zum 1. April 1912
eine Reichsabgabe von der unverdienten Wertſteigerung
bei Grundſtücken — die ſogenannte Zuwachsſteuer —
ein=
geführt werden ſoll, die ſo zu bemeſſen iſt, daß ſie einen
Jahresertrag von mindeſtens 20 Millionen erwarten läßt.
Gleichzeitig iſt feſtgelegt, daß dieſes Geſetz dem Reichstage
bis zum 1. April 1911 vorgelegt werden ſoll. Und da
die=
ſer Termin in die nächſte Reichstagsſeſſion fällt, ſo muß
während ihrer Dauer der Geſetzentwurf zur Vorlage
ge=
langen.
— Die Ergebniſſe der wichtigſten
Einnahmequel=
len des Reiches während der erſten drei Viertel des
laufenden Etatsjahres ſind günſtig geweſen. Wie ſchon
bekannt, haben die Einnahmen aus den Zöllen, Steuern
und Gebühren gegenüber dem gleichen Zeitraum des
Etatsjahres 1908 ein Mehr von 185 Millionen Mark
er=
bracht. Die wirkliche Einnahme hat die im Etat geſchätzte
um 38 Millionen Mark überſtiegen. Das Geſamtergebnis
aus den Einnahmezweigen des Reiches, über die Berichte
bis Ende Dezember 1909 vorliegen, läßt ſich dahin
zuſam=
menfaſſen, daß ſie einen Ueberſchuß von rund 27
Mil=
lionen Mark über den Etatsanſatz erbracht haben.
Die „Konſervative Korreſpondenz” beſtreitet
par=
teioffiziös, daß der Abg. v. Oldenburg am Samstag
im Reichstage angeblich dazu aufgefordert habe, in
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Nummer 27.
verfaſſungswidriger Weiſe äußerſten Falles mit
militäri=
ſcher Macht gegen den Reichstag einzuſchreiten. Herr
von Oldenburg ſtehe mit der geſamten konſervativen
Par=
tei ſtreng auf dem Boden der Reichsverfaſſung. Seine
Aeußerung wollte lediglich in draſtiſcher und
humoriſti=
ſcher Weiſe äußerſte Pflichten militäriſcher Diſziplin
kenn=
zeichnen. Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe erwiderte
der Abg. Kreth dem Abg. Crieger, der die Affäre Oldenburg
auch hier zur Sprache brachte: „Ich möchte hier feſtſtellen,
daß die Aeußerung des Herrn v. Oldenburg im Reichstag
zunächſt von den Herren der Linken mit außerordentlichem
Vergnügen aufgenommen wurde, genau ſo wie auf ſeiten
der Rechten. Erſt als klar wurde, daß ſie von den
Sozial=
demokraten für ihre politiſchen Intereſſen ausgeſchlachtet
wurde, entſann man ſich plötzlich, daß man ſich entrüſtet
zeigen müſſe.”
— Dem deutſchen Handelsvertragsverein iſt von
deut=
ſchen Firmen aus Liſſabon ein Telegramm zugegangen,
worin darauf aufmerkſam gemacht wird, daß die Eingabe
des Handelsvertragsvereins an den Reichstag zum
deutſch=portugieſiſchen Handelsvertrage
einen Irrtum enthält. Die deutſchen Kaufleute ſtellen feſt,
daß es die Verhältniſſe völlig verkennen heißt, wenn man
annimmt, daß in Portugal Ausſicht auf eine Reviſion
des dem Reichstage vorgelegten Vertrages vorhanden ſei.
Sie weiſen auf eine offizielle Erklärung der portugieſiſchen
Regierung hin, wonach die Ablehnung des
Handelsver=
trages eine deutſchfeindliche Strömung und
die Boykottierung deutſcher Waren in Portugal zur
Folge haben würde. Anderweitige, einem falſchen
Opti=
mismus huldigende Zeitungsmeldungen werden als
irre=
führend zurückgewieſen.
— Unter dem Vorſitz des Oberbürgermeiſters Beutler=
Dresden trat am Montag im Rathauſe zu Berlin die
Finanzkommiſſion des Deutſchen
Städte=
tages zuſammen.
— Vor einigen Tagen hat der „Temps” eine
ausführ=
liche Mitteilung über die Neuformation eines
20. Armeekorps, einzuſchieben zwiſchen dem 15. und
16. in Elſaß=Lothringen, gebracht und dabei auch
die Einzelheiten bezüglich der Formierung der
verſchiede=
nen Truppenverbände angeführt. Wie es heißt, trägt ſich
die Militärverwaltung mit einer derartigen Abſicht. Bei
der gegenwärtigen Finanzlage aber, die größte
Sparſam=
keit auf allen Gebieten erheiſcht, darf die Durchführung
einer ſolchen, immerhin mit bedeutenden Koſten
verbun=
denen Neuformation jedenfalls in weitere Ferne gerückt
erſcheinen. Das Gleiche gilt von ſonſtigen
Neuformatio=
nen und Reorganiſationen, die der „Temps” bei der
In=
fanterie, Feldartillerie und Train als nahe bevorſtehend
bezeichnet.
— Die Wahlrechtsvorlage, die dem
preu=
ßiſchen Abgeordnetenhauſe in wenigen Tagen
zugehen wird, dürfte eine Verfaſſungsänderung vorſehen.
Eine ſolche bedingt in beiden Häuſern die Wiederholung
der endgültigen Abſtimmung nach drei Wochen. Selbſt
wenn alsbald übereinſtimmende Beſchlüſſe beider Häuſer
zuſtande kommen, bedarf es zur Vollziehung der
vorge=
ſchriebenen wiederholten Abſtimmungen voller 6 Wochen.
Eine alsbaldige Verſtändigung zwiſchen Herrenhaus und
Abgeordnetenhaus iſt aber keineswegs ſicher. Kommt eine
ſolche nicht gleich zuſtande, ſo verlängert ſich dieſer
Zeit=
bedarf um mindeſtens drei weitere Wochen. Wenn daher
nicht mit großem Nachdruck an der Löſung der
geſetzgeberi=
ſchen Aufgabe gearbeitet wird, müßte mit einer ſehr
lan=
gen Dauer der Seſſion zu rechnen ſein. Ein
Seſſions=
ſchluß vor der endgültigen Beſchlußfaſſung iſt beſtimmt
nicht zu erwarten.
— Der 32. ordentliche Landtag des
Großher=
zogtums Sachſen=Weimar wurde am Samstag
eröffnet. Die Propoſitionsſchrift, die verleſen wurde, ſtellt
u. a. eine Vorlage betr. Errichtung eines
Oberverwal=
tungsgerichtes für die thüringiſchen Staaten in Ausſicht.
Bei der Wahl des Präſidiums fiel der Poſten des
Prä=
ſidenten zum erſten Male in liberalen Beſitz.
Ausland.
— Die Verſtändigungsverſuche zwiſchen
Deutſchen und Tſchechen zur Herſtellung der
Ar=
beitsfähigkeit des böhmiſchen Landtages ſind, wie es
cheint, endgültig geſcheitert, da die Tſchechen ſich einerſeits
weigerten, die von den Deutſchen verlangten Bürgſchaften
für eine gedeihliche Kommiſſionsberatung der nationalen
Vorlagen zu geben, andererſeits ſelbſt mit der Forderung
hervortraten, es ſei im Landtag vor allem ein
Budget=
proviſorium und ein Kredit von 30 Millionen Kronen zur
Verhandlung zu bringen. Der verſtärkte Vorſtand des
Verbandes der deutſchen Landtagsabgeordneten beſchloß,
daß unter dieſen Umſtänden für die Deutſchen kein Anlaß
vorhanden ſei, von ihrer bisherigen Haltung im
Land=
tag abzugehen.
Die franzöſiſche Kammer nahm einen
Beſchluß=
antrag an, in dem die Regierung aufgefordert wird, von
Spanien die Zurückziehung des Verbotes der Einfuhr
franzöſiſcher Weinſtöcke zu verlangen und erforderlichen
Falles als Vergeltungsmaßregel die Einfuhr ſpaniſcher
Reben nach Algerien zu verbieten.
— Das neue griechiſche Kabinett iſt gebildet. Das neue
Miniſterium ſetzt ſich wie folgt zuſammen:
Miniſterprä=
ſident und Miniſter des Innern Dragumis, Miniſter
des Aeußern Callergis; Juſtizminiſter Fikioris;
Kriegs=
miniſter Zorbas; Marineminiſter Miaulis, Kapitön zur
See; Unterrichtsminiſter Panujotopoulos. Dragumis
übernahm mit der Miniſterpräſidentſchaft definitiv das
Portefeuille der Finanzen. Die neuen Miniſter mit
Aus=
nahme des Juſtizminiſters leiſteten am Montag abend
dem König den Eid. Die Kammer wird zu einer
außer=
ordentlichen Tagung einberufen werden. Theotokis
erklärte dem Athener Korreſpondenten des „Temps”: Er
erkenne die Unzulänglichkeit einer
Nationalver=
ſammlung ſehr wohl und habe dieſelbe auch
an=
fangs als unnütz und vergeblich bezeichnet, aber ſchließlich
habe er ſich überzeugt, daß eine Verlängerung des
gegen=
wärtigen Zuſtandes noch eine viel ſchlimmere Gefahr
be=
deute, und deshalb habe man zu dieſer einzig möglichen
Löſung greifen müſſen, die die Armee wieder ihrer
mili=
täriſchen Aufgabe zurückgebe und eine normale Tätigkeit
des Landes ſichere. Die Vaterlandsliebe aller Parteiführer
ſei eine Bürgſchaft dafür, daß die Nationalverſammlung
ſich nicht in eine Konſtituante umwandeln werde
— Das ſerbiſche Blatt „Beogradske Novine” beſpricht
die Lage auf dem Balkan und führt aus: Der Friede auf
dem Balkan berge zahlreiche Keime ernſter Gefahr in ſich,
die durch die Verſchärfung der Beziehungen zwiſchen der
Türkei einerſeits und Griechenland und
Bul=
garien andererſeits immer größer würden. Da ſchon
das Frühjahr Ueberraſchungen bringen könne, müſſe
Serbien für alle Fälle bereit ſein, um eventuell bedrohte
eigene Lebensintereſſen zu verteidigen. Der rumäniſche
Miniſterpräſident Bratianu iſt in Wien Gegenſtand
großer Ehrungen ſeitens des Hofes und der
Regierungs=
kreiſe, Die halbamtliche Preſſe feiert Bratianu in
außer=
ordentlich ehrender Weiſe als den überzeugten Fortſetzer
der traditionellen Politik Rumäniens auf dem Balkan,
die ſich immer im Einvernehmen mit der Friedenspolitik
der Großmächte Mitteleuropas bewegte. In
Bulga=
rien wurden die diesjährigen Rekruten, die Ende
März einrücken ſollten, für Ende Februar einberufen. Von
zuſtändiger Seite wird der vorzeitigen Einberufung
poli=
tiſche Bedeutung abgeſprochen. In der Oeffentlichkeit iſt
aber die Anſicht verbreitet, daß die Maßnahme mit der
Einberufung von 20000 Mann türkiſchen Redifs
zuſam=
menhänge.
*
2
— Die Ovambo haben ſich bekanntlich Anfang 1908
dank den geſchickten Verträgen, die Major Franke mit
ihren Häuptlingen ſchloß, unter deutſchen Schutz
ge=
ſtellt. Deshalb iſt ein ausführlicher, reich illuſtrierter
Bericht, den das neueſte „Kolonialblatt” über das
Amboland veröffentlicht, von großem Intereſſe. Wir
entnehmen ihm im Folgenden die wichtigſten Angaben.
Das ganze Land iſt eine ungeheuere Ebene, deren
Begetation im Süden zunächſt faſt in reiner
Grasſteppe beſteht, während nordwärts ſtarke
Baum=
vegetation (z. B. Fächerpalmen, wilde Feigenbäume
uſw.) hinzukommt. Großwild iſt überall vorhanden,
im Oſten ſind Elefanten, Löwen und Zebras nicht
ſelten. Der Norden iſt von einer bunten Vogelwelt,
z. B. von wilden Gänſen und Enten, Reihern, Tauchern
uſw., belebt. Die Bevölkerung, der Banturaſſe
angehörig, zählt einſchließlich der vortugieſiſchen
Ovambo etwa 130000 Seelen mit faſt 30000
waffen=
fähigen Männern. Während letztere meiſtens über
1,70 Meter groß ſind, iſt die Statur der Frauen klein.
Die Ovambo treiben faſt nur Ackerbau und Viehzucht,
auch der Tauſchhandel mit Elfenbein und
Straußen=
federn ſpielt eine gewiſſe Rolle. Der Boden des
Landes beſteht faſt durchweg aus grauweißem Sand.
Da Lehm fehlt, werden die Häuſer aus an der Luft
ge=
trockneten Sandſteinen, die durch kunſtvolle Dächer
gegen jeden Regentropfen geſchützt ſind, erbaut. Als
Feldfrüchte kommen Korn, Hirſe, Bohnen uſw. in
Frage. Die Waſſerverhältniſſe ſind inſofern
ſehr eigentümlich, als während der Trockenzeit kaum
Waſſer genug für Menſchen und Vieh vorhanden iſt, in
der Regenzeit aber ſozuſagen das ganze Land durch den
Kunene überſchwemmt wird. Ueber die
Bepflan=
zungsmöglichkeit läßt ſich zurzeit nur ſagen, daß
Tabak und Baumwolle eine Zukunft haben. Die
Be=
ſiedelung mit Weißen iſt vor der Hand wegen
des Klimas nicht ratſam. Körperliche Arbeit kann auch
in dieſem tropiſchen Lande nur von Eingeborenen
ver=
richtet werden. Das eingeborene Arbeitermaterial iſt
für den mittleren und den ſüdlichen Teil
Südweſt=
afrikas äußerſt wertvoll, weil die Ueberreſte der Hererv
bei der fortſchreitenden wirtſchaftlichen
Entwicklung=
der Kolonie bei weitem nicht ausreichen. Schon ſuchen
allmonatlich Hunderte von Ovambos im Süden Arbeit.
Da ſie von ihren Häuptlingen behufs Ablieferung ihres
Verdienſtes frühzeitig zur Rückkehr gezwungen
wer=
den, iſt hierin durch eine verſtändige Einwirkung auf
die Häuptlinge Wandel zu ſchaffen.
* Karlsruhe, 31. Jan. Die „Karlsruher Zeitung”
ſchreibt: „Zu der am 25. Januar in der ſtädtiſchen
Feſt=
halle dahier abgehaltenen Kaiſerfeier erging eine=
Aufforderung zur Teilnahme auch an den Königlich
preußiſchen Geſandten, welcher derſelben
Folge=
leiſtete. Wider Erwarten erfolgten während der Feier, bei
deren Charakter politiſche und Parteigegenſätze
natur=
gemäß zu ſchweigen hatten, in einer Rede Angriffe gegen
die Königlich preußiſche Regierung, die der Geſandte nicht
ganz ignorieren konnte. Er ſah ſich deshalb veranlaßt,
nach Schluß der Rede in unauffälliger Weiſe ſich
zurück=
zuziehen, indem er dem Oberbürgermeiſter bemerkte, daß
ihn die Aeußerungen des Redners peinlich berührt hätten.
Da dem Oberbürgermeiſter dieſer für den Geſandten
pein=
liche Eindruck leid war, hat er ſich deshalb entſchuldigt.
Selbſtverſtändlich iſt es deshalb nicht wohl zu begreifen
wie einige badiſche Blätter dazu kommen, die durch die
Sachlage gerechtfertigte Haltung des Königlich preußiſchen
Geſandten und die durchaus korrekte Handlungsweiſe des
Oberbürgermeiſters anzugreifen. Dieſe Angriffe, die jeder
Begründung entbehren, ſind entſchieden zurückzuweiſen.”
Der Geſandte, Herr v. Eiſendecher, hat hauptſächlich
daran Anſtoß genommen, daß der Feſtredner,
Stadtver=
ordneter E. Frey, die Wendung gebrauchte: „Der König
von Preußen verblaſſe hinter dem deutſchen Kaiſer.”
* New=York, 31. Jan. Ein Leitartikel” der
„Evening Poſt” drückt Genuatuung darüber aus, daß
es mit Deutſchland und Frankreich nicht zum
Zollkrieg komme. Präſident Taft habe gezögert,
das Odium eines Tarifes auf ſeine Partei zu nehmen,
der in Amerika unbefriedigend und für die
Handels=
verbindungen ſtörend geweſen wäre.
D
Menuett und Stöckelſchuh.
(Bei Gelegenheit der Franzöſiſchen Ausſtellung
in Berlin.)
Von Hermann Kienzl, Berlin.
Leiſe trägt ein ſanfter Wind zierlich=zarte Klänge...
Mozarts Don Juan=Menuett. Die Lippe liſpelt Worte,
lächelnde, graziöſe Worte von „kleinen Marquiſen, die
kein Pfeil des Schelmen floh‟. . . Und ſiehe! Der Pagen
Chor, goldſchimmernd und in weißer Seide all, verneigt
ſich tief, die Herrin zu empfahn . . . Ach, der
fröhlich=
alberne Chevalier! . . . Und hier der Park mit ſeinen
Laubengängen und Sphinxen, ſchlanken
Marmorſtatuet=
ten. Apollo ſpielt vor ſchmachtenden Najaden. . . .
„Man ſcherzt, man lacht. Und tändelt. All die loſen
Schelmenaugen treffen ſich und grüßen wo . . .
Man ſpielt zerſtreut mit goldenen Tabaksdoſen.
Man glättet fein die Spitzen am Jabot.” (Nowak.)
Nur im Traum der Kunſt greifſt du, Menſch der
modernen Ziviliſation, nach dieſen Schatten. In deinen
Alltag dringen ſie nicht. Deine Hände, tapferer
Arbei=
ter, ſind zu derb für die zerbrechliche Herrlichkeit.
Verhaucht iſt der Duft; Staub ſind die Amoretten.
Aber ſieh!! In leuchtenden Farben haben die lieben
Meiſter das Leben von einſt gerettet. Es grüßt dich
von den Wänden im bildgeſchmückten Saal. Das
flüch=
tige Lächeln der Dame, der amoureuſe Reiz des
Augen=
blicks iſt Ewigkeit geworden. Eine Ewigkeit ohne
Totenſtarre. Die Kinder vergangener Zeiten, hier
lächeln ſie in ewigem Reiz.
Sonſt in Paläſten und Kunſtſammlungen vieler
Länder zerſtreut und von einander geirennt, haben ſich
nun die Lieblichkeiten des Rokoko verſammelt. Wandert
dein Blick von Bild zu Bild, ſo lauſcht dein Ohr einem
Menuett, von unſichtbaren Geigen geſpielt. . .
Wir ſtehen vor dem Thron des Roi ſoleil und ſeiner
Nachfahren. Wer trägt die Krone? Das Weib.
Königin iſt das Weib; ſein Reich iſt die
Schönheit=
die Luſt, die Liebe. Verwandelt iſt der ewige Kampf
der Geſchlechter zum tändelnken Spiel. Schmale,
tän=
delnde Finger ſchlagen wie mit Naſenſtübern Köpfe ab,
gebieten über die roſtigen Riegel der Baſtille, in deren
Mauern die weibliche Ungnade ihre Sklaven, die
höch=
ſten Würdenträger des Staates, verſchmachten läßt. Das
Volk bezahlt mit ſeinem Hunger den immer blauen
Himmel der Dame und ihres Kavaliers. Eine flatternde
Laune entſcheidet über das Schickſal von Ländern, über
das Leben Tauſender junger Vaterlandsſöhne. Die
Spitze und das Symbol dieſes Frauenreiches iſt die
Maitreſſe en titre, die Beherrſcherin des Königs. Drei
Namen bedeuten den Inbegriff weiblicher Weltmacht:
Maintenon, Pompadour, Dübarry.
Eine Roſenmauer ſcheidet den Garten des Lebens
von dem weiten Land der arbeitenden, ſeufzenden
Men=
ſchen, ſcheidet die luſtige Komödie des Dafeins der
Begünſtigten von der Tragödie draußen. Kein Schatten
ſchleicht durch die Umfriedung. Die Tyrannei, dem
Unterdrückten ein knöchernes Geſpenſt, hüpft auf kleinen
Füßchen im Stöckelſchuh durch’s Eden, ſtrömt den Duft
der Anmut aus und füllt die Lüfte mit einem hellen,
melodiſchen Lachen. Der Moloch iſt eine ſüße, lüſterne
kleine Frau, hat ein liebliches Geſicht, ein zierliches
Figürchen. Von ihren Schultern, ihren Armen, ihrem
Buſen ſchimmert das weiche Weiß der Kirſchblüte, ihr
Leib iſt Sirenengeſang, ihr freudefunkelndes Auge das
Nirwana aller Sorge.
Wartet nur! Der bleiche Groll und die
unvergeu=
dete Kraft der Menſchheit ballen ſich, rüſten ſich. Die
Zeit ſchreitet weiter. . . . In den Feenſchlöſſern und
=Gärten des Königs, des Adels ſcheint ſich ein ewiger
Ring der Freude zu ſchließen. Aber die Zeit ſchreitet
weiter. . . . Die luſtſprühenden Damen, die luſtmüden
Junker vernehmen es nicht, wie der unterirdiſche
Don=
ner grollt. Die Königin Marie Antoinette ſpielt
Theater; ſie gibt die Suſanne in der „Hochzeit des
Fi=
garo” und denkt dabei nichts Schlimmes. „Beaumar=
chais' Luſtſpiele” ſagt ſpäter Napoleon, „waren ſchon
die Revolution in Aktion” — Etwas treibt die
Deka=
denten wie Mücken zur Flamme. Sie, die einſt nur dem
Flirt, dem Gekoſe, der Toilette, der Médiſance, der
Kunſt und der Hofkabale zu ihrem Zirkel Zutritt
ge=
währten, werden, wie nun die Schatten ihrer
Götter=
dämmerung wachſen, von einer irrenden Sehnſucht
er=
faßt. Sie greifen nach neuem Spielzeug und ziehen,
wie früher den Schloßhund, das Aefſchen, den
Hampel=
mann oder ein anderes Jou=jou, den „Literaten” an
ſich heran. Die Enzyklopädiſten, auf hohen Stirnen
das unſichtbare Mal des Königsmordes, ziehen ein in
Verſailles. Rouſſeau wird Liebling. Er, der das
Ge=
wiſſen der Mütter weckt und die Natur von den
Schran=
ken des Klaſſengeiſtes befreit. Sie ahnen es nicht, daß
es ihr Reich iſt, das der eingedrungene Feind
zertrüm=
mert. . . . Noch immer beſucht die Dame, kniſternd von
ſeidenen Deſſous und das betäubende Parfüm der
Liebe, des Genuſſes ausſtreuend, die Armen im Hotel
Dieu, weil es guter Ton iſt und Abwechſelung bringt.
Oder ſie läßt ſich auch von dem Galan zu fernen
Vor=
ſtadtkneipen entführen, um ſich — eine leckere
Nerven=
beize! — das „Volk” zu beſehen, das ſchwitzende,
flu=
chende, — wie man etwa fremde Tiere hinter
Käfig=
ſtangen betrachtet. Sie ſpielen mit dem Tode. Und
eines Tages, ſo plötzlich, wie in Schnitzlers „Grünem
Kakadu” die zwei Welten einander treffen, iſt ſie da:
die Revolution. An den Laternen hängen ſchmucke
Junker, das große Meſſer pflückt für den naſſen Korb
die ſchönſten Frauenköpfe, die ſich eben noch ungläubig
geſchüttelt hatten. . . . Das Unrecht der Jahrhunderte
verbrennt in der furchtbaren Feuersbrunſt — und mit
ihm das Märchen von Genuß und Müßiggang, mit
ihm=
der Traum des Rokoko, das Reich der ſchwelgenden
Sinne und der Frau
Das Verhältnis der galanten Dame zum
acht=
zehnten Jahrhundert wird kaum irgendwo klarer und
liebevoller dargeſtellt, als in dem kleinen Buche „Die
Frau des Rokoko” von Karl Widmer. Im Tabernakel
(37
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. Februar.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrſchaften
und Prinzeſſin Dorothea zu Solms=Lich folgten am
Montag abend einer Einladung des Fürſten und der
Fürſtin zu Iſenburg=Birſtein zum Ball im Kaſino des
Dragoner=Regiments Nr. 24. (Darmſt. Ztg.)
— Pfarrperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den von Sr. Erl. dem Grafen von
Schlitz genannt von Görtz auf die zweite evangeliſche
Pfarrſtelle zu Schlitz präſentierten Pfarrverwalter Guſtav
Böckner daſelbſt für dieſe Stelle beſtätigt.
L. Das Schöffengericht urteilte geſtern über die
An=
klage gegen den Chauffeur, der im Herbſt vorigen
Jahres auf der Eberſtädter Straße einen Herrn und eine
Dame anrannte und verletzte, wegen fahrläſſiger
Körper=
verletzung. Er wurde für ſchuldig erkannt, weil
feſtge=
ſtellt wurde, daß die Straße damals in dem Zuſtand war,
daß er höchſtens 10 Kilometer die Stunde fahren durfte,
während er mit einer Geſchwindigkeit von 25 bis 30 Kilo=
Nummer 27.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar=k910.
Seite3.
meter die Stunde fuhr. Er wurde zu 30 Mark Geldſtrafe
verurteilt. — Am 9. Dezember vorigen Jahres bemerkte
der Gewerbeſchutzmann hier in der Ludwigſtraße in einem
Geſchäft, daß zwei Verkäuferinnen, die am anderen
Mor=
gen um 8 Uhr wieder erſchienen, bis abends 9½ Uhr
anweſend waren. Da ſie angaben, bei der Auswahl von
Muſtern zugegen geweſen zu ſein, wurde der
Geſchäfts=
inhaber angezeigt, weil er Gehilfinnen die geſetzlich
vor=
geſchriebene freie Zeit von 11 Stunden nicht gewährt habe.
Er beruft ſich darauf, daß er die Verkäuferinnen nicht
be=
ſchäftigt habe; dieſe ſeien vielmehr im eigenen Intereſſe
dageblieben. In der Hauptverhandlung wurde feſtgeſtellt,
daß dies wohl bei der einen Verkäuferin anzunehmen iſt,
die andere, die ſchon einige Jahre im Geſchäft iſt, gab
je=
doch dem Reiſenden gegenüber, der die Muſter vorlegte,
ihre Anſicht kund. Wegen dieſer iſt die Anzeige
begrün=
det und wurde der Inhaber des Geſchäfts zu 20 Mark
Geldſtrafe verurteilt. — Ein anderer in derſelben Straße
wohnender Kaufmann duldete, daß eine Gehilfin an
dem=
ſelben Abend bis 10 Uhr im Geſchäft blieb, um die vor
Weihnachten ſich häufende Arbeit etwas einzuteilen.
Auch er dachte nicht an die frei zu haltenden 11 Stunden
und wurde zu 10 Mark Geldſtrafe verurteilt.
*X* Vor dem Kriegsgericht der 25. Diviſion ſtand
geſtern der 27 Jahre alte, aus Thüringen gebürtige
Un=
teroffizier Karl Weiß vom 2. heſſiſchen Artillerie=
Regi=
ment Nr. 61, der ſich wegen Fahnenflucht, Diebſtahl und
Unterſchlagung zu verantworten hatte. Der Angeklagte
tand vom Sommer 1903 bis Dezember 1907 bei der
Schutz=
truppe in Deutſch=Südweſtafrika und trat dann in das
hieſige Regiment ein. Im September vorigen Jahres
ging er mit zweitägigem Urlaub nach Köln, kehrte aber
nicht hierher zurück und gibt von ſeinen Erlebniſſen eine
recht märchenhafte Schilderung. Hiernach haben ihm zwei
Unbekannte in Köln in einem Wirtshaus ein
Betäubungs=
mittel beigebracht, in Begleitung der beiden ſei er in
Zi=
vilkleidern in Amſterdam aufgewacht. Auf ihr Anraten
habe er ſeinen Koffer verſetzt und ſei dann nach Lille
ge=
fahren, um ſich in der franzöſiſchen Fremdenlegion
anwer=
ben zu laſſen. Ein dortiger deutſcher Soldat namens
Landmann habe ihm aber davon abgeraten, weshalb er
ſich in einen Zug einſchmuggelte und ſo nach Lüttich kam.
Hier begegneten ihm angeblich wieder jene Unbekannten
und er erhielt von ihnen ein Fahrrad. Mit demſelben
fuhr er dann nach Deutſchland, veräußerte es und gelangte
ſo nach Berlin, von wo aus er eine Stelle im Märkiſchen
als Schweizer annahm. Im Dezember vorigen Jahres
wurde er dort ermittelt. Der Angeklagte gab zu ſeiner
Verteidgung an, daß er bei ſeiner damaligen Abreiſe von
hier nach Köln die Abſicht der Rückkehr gehabt habe. Das
Gericht nahm jedoch an, daß W. Fahnenflucht im Auge
hatte, denn er nahm großen Wäſchevorrat mit und
eig=
nete ſich den eigenen Säbel eines anderen Unteroffiziers
aus deſſen Spind an. Verſchiedene andere
Dienſtgegen=
ſtände hatte er vorher ſchon zu Geld gemacht. Wohin
ſeine Uniform gekommen iſt, will er nicht wiſſen. Das
Urteil lautete auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis,
Verſetzung in die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes,
De=
gradation und 2 Wochen Haft wegen falſcher
Namens=
führung bei ſeinem letzten Dienſt, die durch die
Unter=
ſuchungshaft verbüßt ſind. Der Angeklagte wurde nach der
Urteilsverkündung vorübergehend ohnmächtig. Die
Ver=
teidigung führte Rechtsanwalt Dr. Oſann.
— Landwirtſchaftskammer. In der letzten
Vor=
ſtandsſitzung, die unter dem Vorſitz des
ſtellvertreten=
den Vorſitzenden Landtagsabgeordneten Bähr ſtattfand,
wurde unter anderem über eine Anzahl
Umlagerekla=
mationen entſchieden. Der Deutſche Landwirtſchaftsrat,
der unter Mitwirkung des Kriegsminiſteriums eine
landwirtſchaftliche Beilage herausgeben will, die unter
die Soldaten zur Verteilung gelangen wird und welche
eine weitere Verhinderung der Landflucht bezwecken
ſoll, erhielt einen Zuſchuß. Desgleichen wurde der
Hengſthaltungsgenoſſenſchaft Maar, ſowie dem
Landes=
verband heſſiſcher Geflügelzüchter für die 4. Heſſiſche
Landesausſtellung in Mainz eine Unterſtützung
ge=
währt. Da bei der Beurteilung der geſetzlich erlaubten
Zuckerung der Weine mangels ſtatiſtiſcher Zahlen nur
die drei letzten Jahrgänge, die nur kleine und kaum
Mittelweine hervorgebracht haben, zugrunde gelegt
werden, wird der Vorſtand bei Großherzoglichem
Mini=
ſterium dahin vorſtellig werden, daß dieſes die
maß=
gebenden Behörden nochmals ausdrücklich auf die
ge=
ſetzlichen Beſtimmungen aufmerkſam macht, wonach
nur gute Jahrgänge der betreffenden Lage und
Ge=
markung, wie dies ja § 3 des Weingeſetzes ausſpricht,
als Vorbild genommen werden. Die ſtädtiſchen
Ver=
waltungen beabſichtigen, den am 1. April 1910
ein=
tretenden Ausfall an Oktroigebühren durch Erhöhung
der Schlachthofgebühren zu decken. Da dies eine
weitere Erhöhung der Fleiſchpreiſe zur Folge hat, die
in ihrer Urſache wiederum nicht bei den Produzenten
zu ſuchen iſt, wird der Vorſtand der
Landwirtſchafts=
kammer bei Großherzoglichem Miniſterium beantragen,
daß den ſtatutariſchen Anordnungen, die dieſe Erhöhung
der Schlachthofgebühren feſtlegen, die miniſterielle
Genehmigung verſagt wird. Außerdem wurden die
Geſchäftsbedingungen für den Handel mit Fabrik= und
Speiſekartoffeln feſtgeſetzt. Ein Antrag eines
Bezirks=
ausſchuſſes, auf Erleichterung der veterinärpolizeilichen
Vorſchriften über das Befahren der Schweinemärkte
hinzuwirken, wurde abgelehnt, da der Vorſtand in jeder
Erleichterung dieſer Vorſchriften eine Erhöhung der
Seuchengefahr ſieht. Im Verein mit der
Handels=
kammer Bingen wird die Landwirtſchaftskammer dahin
wirken, daß das geſetzlich geſchützte Warenzeichen
„Scharlach” wiederum im Regiſter gelöſcht wird, da
hierin eine offenſichtliche Benachteiligung des
Schar=
lachberger Weines der Gemarkung Büdesheim liegt.
Die Darmſtädter Studentenſchaft feierte am
Montag den Geburtstag Sr. Maj. des Kaiſers in
gewohnter Weiſe mit einem Feſtkommers im
Or=
pheum. Der Saal war mit ſtudentiſchen Emblemen,
Wappen, Fahnen und Girlanden ſtimmungsvoll
ge=
ſchmückt und bildete einen trefflichen Rahmen zu dem
buntfarbenen Bilde, das die Feſtverſammlung bot. Die
Logen und Eſtraden waren den Damen reſerviert, die
ſich, wie immer, in großer Zahl eingefunden hatten.
Am Tiſche des Präſidiums ſaßen außer dem Rektor
Magnifizenz Herrn Geh. Hofeat Profeſſor Dr. Schenck
der Prorektor, Herr Geh. Baurat Profeſſor Walbe,
ſo=
wie die Herren Geh. Baurat Koch, Geh. Hofrat
Proſeſſor Dr. Dingeldein, mehrere andere Profeſſoren,
und als Vertreter der Stadt Herr Baurat Jäger.
Der zweite Vorſitzende des Ausſchuſſes der
Studenten=
ſchaft, Herr Anton (Rhenr=Gueſtphaliae), eröffnete
den Kommers und hieß die erſchienenen Gäſte herzlich
willkommen. In ſeiner Feſtrede feierte er den Kaiſer
als Erhalter des Friedens und Förderer des Heeres
und der Flotte und brachte ein dreifaches Hurra aus,
in das die Verſammlung begeiſtert einſtimmte. Darauf
erbat und erhielt der Präſes die Genehmigung zum
Abſenden zweier Glückwunſch= reſp.
Huldigungstele=
gramme an Kaiſer und Großherzog. Den Toaſt auf
Se. Könial. Hoheit den Großherzog brachte Herr
Schütze (Rhenaniae) aus, der den Großherzog feierte
als Freund der Kunſt, der den Namen unſeres
enge=
ren Vaterlandes weit über ſeine Grenzen hinausträgt.
Am Schluſſe ſeiner Rede, die in ein Hurra auf den
Großherzog ausklang, ſtimmte die Verſammlung das
Lied an „Heil, unſerm Fürſten Heil!” In buntem
Rei=
gen folgten die üblichen weiteren Trinkſprüche. Die
Rede auf Rektor und Profeſſoren hielt Herr Braun
(Friſiae); er hob das gute Einvernehmen zwiſchen dem
Profeſſoren=Kollegium und der Studentenſchaft hervor.
Herr Rektor Geh. Hofrat Dr Schenck dankte in ſehr
launiger Anſprache und riel einen Salamander auf
das Wohl der akademiſchen Jugend. Darauf machte der
Präſes darauf aufmerkſam, daß der Rektor am
Kom=
mers=Tage ſeinen 50. Geburtstag feiere. Er nahm die
Gelegenheit wahr, die Glückwünſche der Verſammlung
auszuſprechen und auf das Wohl des
Geburtstags=
kindes einen Salamander zu reiben, wofür der
Ge=
feierte herzlich dankte. Herr Fuchs (Pharmazeuten=
Verein) hielt die Rede auf die Gäſte und die Stadt
Darmſtadt, wofür Herr Baurat Jäger im Namen
der Stadt dankte und auf das Wohl der akademiſchen
Jugend einen Salamander kommandierte. Die Rede
auf die Damen hielt Herr Oetgen in launiger Weiſe.
Gegen 12 Uhr erklärte der Präſident den offiziellen Teil
für geſchloſſen. Im Laufe des Abends lief ein
Tele=
gramm des erſten Vorſitzenden des Ausſchuſſes, Herrn
Grobe, ein, worin er bedauert, nicht am Kommerſe
teilnehmen zu können, und der Feſtverſammlung
ſei=
nen Gruß übermittelt.
— Der Richard Wagner=Verein Darmſtadt hielt
am Montag im „Kaiſerſaal” ſeine diesjährige
ordent=
liche Hauptver ſammlungf ab. Nach dem von
dem erſten Vorſitzenden, Herrn Hauptmann von Hahn,
erſtatteten Jahresbericht kann der Verein wieder
auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Seine
Mitgliederzahl betrug Ende 1909 972 Perſonen.
Zahl=
reiche Bewohner umliegender Ortſchaften, wie
Arheil=
gen, Alsbach, Auerbach, Babenhauſen, Bensheim,
Die=
burg, Dudenhofen, Eberſtadt, Gernsheim,
Georgen=
hauſen, Goddelau, Gräfenhauſen, Groß=Gerau,
Jugen=
heim, Nieder=Ramſtadt, Zwingenſerg, ja ſelbſt von
Heppenheim, Worms, Frankfurt, Mainz und Wiesbaden
bilden treue Mitglieder und regelmäßige Beſucher der
Vereinsveranſtaltungen. Im vergangenen Jahre
konnten 16 Vereinsabende (Konzert, Vorträge und
Rezitationen) veranſtaltet werden, die ausnahmslos
von großem künſtleriſchen Erfolge begleitet waren und
über die im einzelnen berichtet worden iſt. Für 40
Eintrittskarten zu den Bayreuther Bühnenfeſtſpielen,
die in herkömmlicher Weiſe unter die Mitglieder verloſt
wurden, wandte die Vereinskaſſe 800 Mark auf. An
die Richard Wagner=Stipendienſtiftung wurden aus
dem Großherzogtum Heſſen im Jahre 1908/09 an
frei=
willigen Beiträgen 2312 Mark abgeführt. Die Stiftung
beſitzt jetzt ein Vermögen von 327856 Mark, aus deſſen
Zinſen im Jahre 1909 für Ankauf von 447 Freikarten
zu den Bühnenfeſtfpielen 8980 Mark, für Beiträge zu
den Koſten von Reiſe und Aufenthalt 5180 Mark
ver=
ausgabt werden konnten, und zwar an Muſiker, Lehrer,
Lehrerinnen, Offiziere, Mediziner, Geiſtliche,
Schrift=
ſteller, Studenten, Handwerker, Arbeiter uſw. Aus dem
Großherzogtum Heſſen erhielten 8 Perſonen Stipendien.
Der Leſezirkel des Vereins, der 65 Zeitſchriften umfaßt,
erfreute ſich reger Benutzung. Die Bibliothek wurde
durch den Ankauf ſehr wertvoller Werke erweitert.
Einen wichtigen Schritt vorwärts bedeutete die
Aufſtell=
ung einer neneu,den Vorſchriften des Bürgerlichen
Geſetz=
buches entſprechenden Satzung und die Eintragung des
Vereins ins Vereinsregiſter.
Die
Jahresrech=
nung weiſt in Einnahme 16007 Mark, in Ausgabe
15344 Mark auf, ſo daß dem Vereinsvermögen 663.
Mark zugeführt werden konnten. Eine lebhafte
Dis=
kuſſion ſchloß ſich an die Berichte an. Die zum Schluſſe
vorgenommene Neuwahl des Vorſtandes hatte
das Ergebnis, daß gewählt wurden: Hauptmann von
Hahn zum erſten, Profeſſor Mendelsſohn zum zweiten
Vorſitzenden, Großh. Rat Sonne zum erſten, Oberlehrer
Dr. Schmidt zum zweiten Schriftführer, Lehrer Hartleb
zum Bücherwart, zu Beiſitzern die Herren Oberlehrer
Dr. Ausfeld, Eiſenbahninſpektor a. D. Scheyrer,
Regie=
rungsaſſeſſor Melior, Profeſſor Dr. Nagel und
Kapell=
meiſter Rehbock. Mit warmen Dankesworten an den
Vorſitzenden, den Schriftführer und den Bücherwart
wurde die angeregt verlaufene Verſammlung nach
1½ſtündiger Dauer geſchloſſen.
— Hanſa=Bund. Eine weitere Sitzung des
Geſamt=
ausſchuſſes der Ortsgruppe Darmſtadt des Hanſa=
Bun=
des fand, wie uns jetzt erſt mitgeteilt wird, am 28. Jan.
m Kaiſerſaal ſtatt. Es konnte feſtgeſtellt werden, daß
nunmehr in den meiſten bedeutenderen Orten des
Be=
zirks Vertrauensmänner gewonnen worden ſind, von
denen viele auch dem Geſamtausſchuß beigetreten ſind.
Die Zahl der Vertrauensmänner beträgt gegenwärtig
54, während dem Geſamtausſchuß 47 Herren angehören.
Nachdem in den geſchäftsführenden Ausſchuß zu deſſen
Vervollſtändigung eine Anzahl weiterer Herren
ge=
wählt worden war, fand eine Vorbeſprechung über das
von dieſem Ausſchuß definitiv zu beſtellende Präſidium
ſtatt. Das Präſidium der Ortsgruppe ſoll ſich
gleich=
mäßig zuſammenſetzen aus den Angehörigen aller im
Hanſa=Bund vertretenen Berufsgruppen, nämlich
In=
duſtrie und Handwerk, Groß= und Kleinhandel,
Prin=
zipale und Angeſtellte. Ueber die Berliner Tagung
der Zweigvereinsvorſitzenden des Hanſa=Bundes
wur=
den weitere intereſſante Mitteilungen gemacht. Längere
Auseinanderſetzungen fanden ſtatt über die Einrichtung
von „Hanſa=Bund=Lehrgängen” zwecks
ſtaatsbürger=
licher Erziehung und Weckung des Verſtändniſſes für
nationale und wirtſchaftlich=politiſche Fragen. Es fand
auch ein Meinungsaustauſch über verſchiedene zurzeit
ſchwebende Geſetzesvorſchläge und über Anträge ſtatt,
welche an die Ortsgruppe aus Intereſſentenkreiſen
ge=
richtet worden ſind. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M.
des Hanſa=Bundes hatte 15 umliegende Ortsgruppen
zu einer gemeinſamen Beſprechung über die bis jetzt
geſammelten Erfahrungen ſowie einen eventuellen
Zuſammenſchluß der einzelnen Ortsgruppen uſw.
ein=
geladen. Verſchiedene Herren wurden zur Teilnahme
an dieſer Verſammlung beſtimmt.
nn. Freiwillige Feuerwehr. Die Montag abend im
Saale der Reſtauration „Zur Roſenhöhe” abgehaltene
Hauptverſammlung der Freiwilligen Feuerwehr war
ehr zahlreich beſucht und nahm einen glatten Verlauf.
Erſter Kommandant L. Fiſcher begrüßte die
Mann=
ſchaft in herzlichen Worten und widmete dem
verſtor=
benen Brandmeiſter K. Ph. Müller und dem
Ehrenmit=
glied Hild einen ehrenden Nachruf. Aus dem
erſtatte=
ten Kaſſenbericht für 1909 war zu entnehmen, daß auch
in dieſem Jahre eine Reihe von Firmen und Privaten
der Unterſtützungskaſſe namhafte Beträge geſpendet
haben, wofür herzlicher Dank ausgeſprochen wurde.
Aus den von den einzelnen Zugführern erſtatteten
Tätigkeitsberichten war zu entnehmen, daß die
Mann=
ſchaften auch im abgelaufenen Jahre mit Eifer und
Pflichtgefühl ihrem nicht leichten Dienſt nachgekommen
ſind. Aus dem von dem erſten Kommandanten,
Brand=
direktor L. Fiſcher, erſtatteten Jahresbericht erhellte,
daß die Feuerwehr in fünf Löſchzüge eingeteilt iſt und
unter der Führung eines Brandmeiſters ſteht.
Sämt=
liche Züge ſind mit den modernſten Löſchgeräten
ausge=
rüſtet. Der Stand der Mannſchaft betrug am 31.
De=
zember 1909 200 Mann, gegen 209 Mann im Vorjahre.
In 23 Vorſtandsſitzungen wurden die inneren
Ange=
legenheiten des Korps erledigt, während zur
Ausbil=
dung der Mannſchaft 36 Führerſitzungen, 5
Brand=
meiſterſitzungen ſtattfanden. Zur Ergänzung der
Löſch=
einrichtungen wurden 700 Meter Schlauch, 20 Paar
Kuppelungen, 2 Wandfackeln, 1 Sauerſtoffapparat für
Wiederbelebungsverſuche, ſowie Bekleidungsgegenſtände
für die Wache beſchafft. Zur Bekämpfung des Feuers
in Brandfällen ſtehen der Feuerwehr 870
Unterflur=
hydranten und 1 Oberflurhydrant ſowie 285
Privat=
hydranten zur Verfügung. Die Waſſerverſorgung bei
Bränden hat dank der Inſtandhaltung der Hydranten
durch die Waſſerwerksverwaltung niemals verſagt.
Durch 22 Feuerwehrübungen, 7 Zugübungen, 2
Alarm=
proben, 2 Haupt= und 1 Geſamtübung ſowie 4 Geſamt=
des Rokoko iſt die Frau das ſündhafte Heiligenbild.
Sie paßt — ſagt Widmer — zu den Seidenpfühlen und
Gobelins, zu den blitzenden Spiegeln, den anmutigen
Schnörkeln des Stuck, zu Gold und Glas, zu den
Nipp=
figuren ihres Salons und ihres Boudoirs mit den
Blumentapeten und geheimen Türen. Wir träumen
von ihr, wenn wir die alten Gärten ſehen mit den
ver=
ſchnittenen Bäumen, den Hecken von Buchs und
Ta=
aus, den immergrünen Niſchen, aus denen das
Marmor=
weiß nackter Jünglinge und Nymphen leuchtet. Wir
ſehen die graziöſe Herrin in ihrem Reiche weben,
ſchwe=
ben, flüſtern, lieben. In den Erkern und Alkoven ernſt
gewordener Paläſte erwachen zitternde, girrende
Stim=
men. Schatten umſchlingen ſich zärtlich. . . . Aus dem
Schnee des Bettes blühen halbverhüllte Wonnen. Ein
roſiger Mund lächelt aus den Kiſſen dem mondänen
Abbé. Der beglückte Freund, der Vertraute des
Le=
ver, verfolgt mit weltmänniſchem Auge die
Entwickel=
ung des Négligé.
Fünfmal im Tage und öfter wechſelt die dame dumonde
die Toilette. Für jede der Obliegenheiten ihres
Tage=
werks ziemt ſich ein anderes Kleid. Ihre Pflichten
ſind der Empfang im Schlafgemach, der Ritt in’s Bois,
die Viſiten, der Korſo, Theater und große
Geſell=
ſchaften und die Zärtlichkeiten der ſpäten Nacht. Die
Künſte umſäumen ihren Alltag. Aber das größte
Kunſtwerk ihrer Welt iſt ſie ſelbſt: die Frau des Rokoko
Sie, in ihrem Schaum von Mouſſeline, Atlas,
Seiden=
gaze und Spitzen, mit ihren Federn und Perlen. Ihre
Gewandung — die Farben roſa, lila, hellblau,
ſilber=
grau — verführt mit allem, was ſie zeigt oder verbirgt,
andeutet oder verſchleiert. Das Rokoko macht den
ſſexuellen Reiz zum Prinzip der Toilette. Die weite
Glocke des Panier macht die Taille um ſo ſchlanker. Der
Ausſchnitt der Korſage iſt „gerade groß genug, einen
Kuß darauf zu drücken‟. Die von der Taille an
käfer=
flügelartig zurückgeſchlagene Robe läßt den Jupon
ſehen und das entzückende Füßchen im Stöckelſchuh.
Die Füße der ſchönen Frau, früher züchtig verborgen,
ſind die Kleinodien des Minnedienſtes. Ratif de la
Bretonne ſtellt ſeinen Roman auf die zarten Sohlen
und Zehen der Herzogin von Choiſeul.
Und das warme, lebendige Wunder ſelbſt in dieſer
Hülle von niedlichem Prunk? — Hat jede Zeit ihr
offenkundiges Ideal von weiblicher Schönheit, ſo bleibt
es doch ein Geheimnis, wie der Körper der Frau dem
Ideale ſich anſchmiegt. Verſchwunden ſind die
majeſtä=
tiſchen Frauen des Barock, in deren zarten Zügen
ſich die fromme Strenge der Maintenon ſpiegelte. Die
ſteifen Formen werden äußerlich und innerlich
abge=
ſtreift. Alles iſt Leben und Bewegung, Nerv, Eſprit
und Koketterie an dem pikanten Perſönchen. Klein
ſind die Frauen, haben winzige Hände und Füße,
ſei=
denweiche Haut, ein munteres Geſichtchen unter hoher
Friſur. Wie ſehr hat ſich, ſeit Moliére die „Précieuſes
ridieules” ſchrieb, ihr ſeeliſcher Ausdruck verändert.
Nicht mehr imponieren, — gefallen, reizen, verführen
will die Frau. Die künſtliche Würde hat man fallen
laſſen, und Madame läßt beim Lever das ſeidene
Hemdchen vor den Augen der Freunde zur Erde
gleiten. Nur ſo viel noch blieb dieſen Damen und
Her=
ren der Ariſtokratie von der alten ſtolzen Haltung,
daß ſie — ſpäter, wenn dann die Darbenden den großen
Ausgleich machen werden, mit vornehmem Anſtand ihre
Köpfe hinlegen auf das Schafott.
Dennoch hat auch dieſe freie Welt der Galants und
Amantinnen ihre Geſetze und ſpröden Formen. Die
Ehe iſt für das im Kloſter aufgewachſene Mädchen nur
der Eintritt in die Welt. Die Liebe — kommt ſpäter;
die Liebe zum Nebenmann und wohl auch zum
Vier=
ten im Bunde. Gemahl und Gemahlin geben ſich
Carte blanche. Der Ehebruch (das Wort klingt
bruta=
ter, als es je das Rokoko gelitten hätte!) iſt feſte
Kon=
vention. Doch ſoll es ſich ereignen, daß Madame auch
einmal den Geliebten mit dem eigenen Gatten
be=
trügt. . . . Ein Franzoſe dieſer Zeit ſchreibt: „Eine
Tugend zu verlieren, an die kein Menſch glaubt, iſt
kein Verbrechen.”
Der Spielverderber macht ſich
lächerlich. Ja, Spiel: denn das unterſcheidet das
Ro=
koko im Tiefſten von der Renaiſſance, daß es die große
Leidenſchaft nicht kennt. Senſation, Nervenreiz iſt die
Liebe. Sie wird von Virtoſinnen, nicht von
Prieſterin=
nen gepflegt. Und ſie entartet. Der Marquis von
Sade, der Vater des „Sadismus”, iſt Zeitgenoſſe, und
die Marquiſe von Morteuil ſagt: „Ce mot de eruelle
m'a töujours fait plaisir; clest aprés celui dinfidéle
le plus doux à Toreille d’une femme.‟ — Die
Gatten=
ehre nimmt es krumm, wenn der andere nicht ein
„homme du monde” iſt. Nur adeliges Blut darf ſich
vermiſchen. . . . Und die Gattenehre iſt tödlich verletzt
durch einen „Skandal”. Sie duldet jeden Fehltritt,
doch nicht den kleinſten Faux=pas. . . . Sittlich iſt, was
ſich nicht erwiſchen läßt.
In dieſer Atmoſphäre der Sinnlichkeit, der Grazie,
des Genuſſes entnerven die Männer. Die markloſen
Arme des jungen Kreiſes überlaſſen die Zügel umſo
williger der Frau. Nur die wenigen Begnadeten, die
die Luſt aus den Sinnen emportragen zu den Höhen
des ſchöpferiſchen Geiſtes, nur die Künſtler
er=
ſtarken in der Rokoko=Zeit.
Dieſe Zeit hat ſich in Watteaus unvergänglichen=
Schönheiten das Denkmal geſchaffen. Ihr danken wir
die Bilder Bouchers, Paters, Lancrets und
Frago=
nards, deſſen „Schaukel” (auch „Glückliche Stunden”
genannt) den keckſten Augenblick zum anmutigſten
um=
wandelte. Waren die Frauen die Geber, die
Maler die Empfänger? Ein Aphorisma ſagt
es anders: „Cest Fart qui a découvert le deshabillé!
dans le nu.‟
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Nummer 27.
proben der Weckerlinien wurde die Schlagfertigkeit der
Mannſchaft für alle Brandfälle gefördert. An
Sicher=
heitswachen für Theater und ſonſtige Veranſtaltungen
wurden insgeſamt 6802 Mann geſtellt. Eine ſchwere
Aufgabe hatte die Feuerwehr im abgelaufenen Jahre
zu bewältigen, 98mal wurde die Feuerwehr zu, Bränden
alarmiert, gegen 73 im Vorjahre. Dieſe verteilten ſich
auf 12 Großfeuer, 16 Mittelfeuer, 50 Kleinfeuer, 17
Kaminbrände und 12 Hilfeleiſtungen im
Samariter=
dienſt. Die größte Schlagfertigkeit zeigte das ganze
Korps bei den Bränden am Main=Neckarbahnhof am
8. Juni und 24. Juli, ſowie bei dem Brande bei Strauß
am Ballonplatz am 1. April 1909. Auch bei anderen
vier Großfeuern trat die Wehr mit Erfolg dem
ver=
heerenden Element entgegen. Als weitere
Alarmbereit=
ſchaft ſteht eine elektriſche Weckerlinie mit 60
Feuer=
wehrleuten in Verbindung. Dank der Opferfreudigkeit
der Stadtverwaltung und der
Stadtverordnetenver=
ſammlung konnten die Bedürfniſſe der freiwilligen
Feuerwehr ergänzt und damit die Alarmbereitſchaft
derſelben zum Feuerſchutz unſerer Einwohner noch
er=
höht werden. Am Schluſſe ſeines umfangreichen
Be=
richts ſprach Branddirektor Fiſcher allen amtlichen
Organen und Behörden für die reiche Unterſtützung
herzlichen Dank und Anerkennung aus. Wegen
Re=
organiſation der Feuerwache und ſonſtiger
Verände=
rungen im Korps wurden die Wahlen der Führer uſw.
zurückgeſtellt und die Verſammlung nach einem kurzen
Bericht über den heſſiſchen Feuerwehrtag in Frankfurt
um 11 Uhr geſchloſſen.
* Abgeſtiegen ſind im Hotel „Zur Traube‟: Fürſt
Iſenburg=Birſtein, Prinz Friedrich zu Solms=
Braun=
fels, Graf Kuno zu Stolberg=Roßla, Prinz Ernſt zu
Stolberg=Roßla, Freiherr von Heyl zu Herrnsheim,
Worms.
Im Britannia=Hotel ſind abgeſtiegen:
Regierungspräſident Graf von Bernſtorff und
Schweſter. Kaſſel, Baron von Leonhardi und
Beglei=
tung, Groß=Karben, Landrat Valentiner und Gemahlin,
Schlüchtern.
— Stipendien. Für den Bezirk der
Bezirksſpar=
kaſſe Zwingenberg, wozu außer den Orten an der
Berg=
ſtraße auch Gernsheim und Pfungſtadt zählen, werden
von dieſer Kaſſe zwei Stipendien an zwei Schüler eines
Schullehrerſeminars im Betrage von je 100 Mark
jährlich für die Zeit vom 1. April 1910 bis dahin 1913
vergeben. Es können nur Angehörige des
Sparkaſſen=
bezirks ſich um dieſes Stipendium bewerben.
— Gründung einer Gartenſtadt=Genoſſenſchaft. Der
Vorſtand des Mietervereins hat nach mehrfachen
Verhand=
lungen und in dem Streben, ſich immer mehr in den
Wohl=
fahrtsdienſt der Allgemeinheit zu ſtellen, beſchloſſen, in
Verbindung mit anderen Organiſationen die Gründung
einer Baugenoſſenſchaft in die Hand zu nehmen. Nach
dem Vorbild und den günſtigen Ergebniſſen in einer
An=
zahl anderer deutſcher Städte ſoll die Genoſſenſchaft in
er=
ſter Linie den Gedanken der Gartenſtadt zur Verwirklichung
bringen, d. h. die Errichtung von Wohnhäuſern für eine,
höchſtens zwei Familien, betreiben, bei gleichzeitiger
Aus=
ſtattung mit einem ausreichenden Garten. Die
Genoſſen=
ſchaft ſoll einen ſtreng gemeinnützigen Charakter haben
und wahren, d. h. ſie ſoll nicht mit Spekulationsabſichten
arbeiten und der Gewinn aus dem Unternehmen ſoll
be=
ſchränkt werden auf die Verteilung einer Dividende von
höchſtens 4 Prozent oder mit anderen Worten auf eine
4prozentige Verzinſung der Anteile bezw. Einlagen.
— Holzſchnittausſtellung im Gewerbemuſeum. Auch
die Ausſtellung der Original=Holzſchnitte des
Gra=
phikers Karl Thiemann=Dachau=München iſt bis
ein=
ſchließlich 16. Februar verlängert worden. Karl
Thie=
mann hat gegenwärtig u. a. auch eine
Holzſchnitt=
kollektion in der Wiener Sezeſſion mit großem Erfolge
ausgeſtellt.
— Gartenbauverein Darmſtadt. Wie aus dem
Anzeigenteil hervorgeht, hält Herr Obſtbauinſpektor
feiffer am Donnerstag abend einen Vortrag über
„Aufbewahrung und Winterbehandlung des Obſtes”
— Vogelsberger Höhenklub. Leider iſt auch in der
letzten Berichtigung ein Fehler unterlaufen; es muß
richtig heißen: Einweihung des Bismarckturms
vor=
ausſichtlich Samstag, 4. Juni, Hauptverſammlung in
Grebenhain Sonntag, 5. Juni.
— Unterſtützungen von Konfirmanden. Bei der
her=
annahenden Zeit der Konfirmation und
Erſt=
kommunion wird darauf hingewieſen, daß der
All=
gemeine Verein gegen Verarmung und
Bettelei und die ſtädtiſche Armenpflege, an welch
beide Stellen in jedem Jahre Geſuche um
Unter=
ſtützung zur Ausrüſtung armer Kinder für die zu
den genannten kirchlichen Handlungen erforderliche
Be=
kleidung herantreten, über die Grundſätze, nach welchen
dieſe Geſuche zu behandeln ſind, Vereinbarungen
getrof=
fen haben. Nach dieſen wird die ſtädtiſche Armenpflege
Unterſtützungen für ſolche Kinder geben, deren Eltern
entweder in die Armenpflege aufgenommen ſind, oder
ſich zur Aufnahme in dieſe eignen. Der Allgemeine Ver=
ein gegen Verarmung und Bettelei wird ſich auch bei
derartigen Geſuchen von den bei ihm in Uebung
befind=
lichen Grundſätzen leiten laſſen. Es dürfte am Platze
ſein, darauf hinzuweiſen, daß es in erſter Linie Pflicht
der Eltern iſt, rechtzeitig für Mittel zu ſorgen, aus
denen die Anſchaffung beſtritten werden kann. Iſt doch
ſowohl durch die Pfennigſparkaſſe, wie auch durch die
Knabenarbeitsanſtalt, die Kirchenchorſchulen, die
Hand=
arbeitsſchulen uſw. vielfach Gelegenheit geboten. Zweck
dieſer Zeilen iſt, hieran Beteiligte darauf nachdrücklichſt
aufmerkſam zu machen, daß alle derartige Geſuche
ins=
beſondere darauf geprüft werden, warum die Eltern
ihrerſeits nicht rechtzeitig für Anſammlung der
erfor=
derlichen Mittel geſorgt haben.
— Schon wieder ein Milchaufſchlag? Die
Milchpro=
duzentengenoſſenſchaft Rheinheſſens und Umgegend hielt
in Mainz eine außerordentliche Generalverſammlung ab.
Der Vorſitzende Herr Dettweiler=Wintersheim führte,
Blättermeldungen zufolge, aus, daß es durch die
Verhält=
niſſe wieder einmal ſo weit gekommen ſei, an einen
Milch=
preisaufſchlag zu denken, damit für das Produkt ein
ange=
meſſener (!) Preis erzielt werde. Die Händler hätten
lei=
der in den bisherigen Verhandlungen ſich auf einen
ab=
lehnenden Standpunkt geſtellt. Die Preiserhöhung werde
nicht nur für Mainz verlangt, ſondern auch in
Darm=
ſtadt und Wiesbaden werde eine Milchpreiserhöhung
eintreten. Es wurde beſchloſſen, mit dem 1. März den
Preis von 16 auf 18 Pfg. für den Liter zu erhöhen.
Maskenball der Karnevalgeſellſchaft Narrhalla.
Für den großen Maskenball am Samstag, den 5. Febr.
in ſämtlichen Räumen des Städtiſchen Saalbaues
macht ſich ſchon jetzt das lebhafteſte Intereſſe geltend,
wie der äußerſt rege Kartenverkauf zeigt. Sie iſt ja
auch ſelten kurz in dieſem Jahre, die ſchöne Zeit der
Sorgenfreiheit unter des Prinzen Tollität ſchützendem
Szepter. Und wie immer bildet ja den Höhepunkt für
ſeine närriſchen Untertanen beiderlei Geſchlechts das
große pomphafte Hoffeſt, das die drei letzten
Glanztage ſeiner Herrſchaft, Faſtnachtſonntag,
Roſen=
montag und Faſtnachtdienstag, einleitet, der Gala=
Elite=Maskenball im Städtiſchen Saalbau. Es wird
ſeitens des Großen Rats alles aufgeboten werden, um
den Charakter eines ungebundenen, fröhlichen
Masken=
feſtes zu wahren. Der große Feſtſaal mit Einſchluß
der Galerien und ſämtlicher Nebenräume wird
beſon=
ders hergerichtet werden durch ſchöne und zweckmäßige
Dekorationen. Lauſchige Lauben von Tannengrün,
unter Blumen und Palmen, laden zum Koſen bei
perlendem Sekt, und Chambres separées bieten
Ge=
legenheit zum Ruhen und Stärken nach wirbelndem
Tanz im großen Saal. Hier ſorgen zwei
Muſik=
kapellen dafür, daß fröhlicher Weiſen ſchmetternde
Klänge zum Genießen des Augenblicks mahnen und
zum Vergeſſen. Auch verſchiedene Sonderaufführungen
ſind geplant. Näheres darüber wird noch mitgeteilt
werden.
— Liedertafel. Man ſchreibt uns: Dem am 12.
Februar in der Turnhalle am Woogsplatz
ſtattfinden=
den Maskenball dient ein Abend am Rhein zum
Vorbilde. Der um 12 Uhr geplante Einzug des
Rhein=
vaters, umgeben von ſeinen Rheintöchtern und Nixen,
als Gefolge Winzer und Winzerinnen, iſt durch
ſorg=
fältige Einſtudierung vorbereitet und verſpricht ein
Kabinettſtück der Ausſtattung zu werden. Die
rheini=
ſche Bühnendekoration und=Illumination wird nach
Originalentwürfen von Herrn Hoftheater=
Dekorations=
meiſter Müller hergeſtellt. Die Bedienung der
Sekt=
bude haben die Winzerinnen freundlichſt übernommen.
Die rheiniſche Muſikkapelle ſteht unter Leitung der
Ober=Rheiniſchen 61er (M. Weber).
— Die Stenographenvereinigung „Gabelsberger” hält
als diesjährige karnevaliſtiſche Veranſtaltung einen
bun=
ten Abend à la Ueberbrettl, ab und zwar am nächſten
Sonntag im Schützenhof. Beginn 6,66 Uhr. Es iſt ein
reichhaltiges Programm aufgeſtllt, ſodaß jeder Beſucher
auf ſeine Koſten kommen wird.
— Der Katholiken=Vorein veranſtaltet am
Sonn=
tag, den 6. Febr., ſeinen diesjährigen Maskenball.
(Näheres ſiehe Anzeige.)
— Saalbau. Man ſchreibt uns: Wer am
vergange=
nen Sonntag im Saalbau dem Konzert „Ein Abend bei
Weber” beigewohnt hat, wird die Ueberzeugung
ge=
wonnen haben, daß ſo etwas überhaupt noch nicht da
war. Es waren zirka 1000 bis 1200 Perſonen anweſend.
Die Stimmung war wieder echt karnevaliſtiſch und
dürfte jeder Beſucher auf ſeine Rechnung gekommen
ſein.
— Bürgerkeller. Ab 1. Februar konzertiert im
Bürgerkeller das Faüfarenkorps „Lyra‟ Das aus 12
Damen und Herren beſtehende Enſemble bringt außer
einem reichhaltigen Programm als Clou täglich die
alt=
hiſtoriſchen, friderizianiſchen Fanfarenmärſche und
dürfte damit, wie überall auf ſeiner Tournee, reichen
Beifall finden.
— Orphenm. Das neu engagierte Künſtler=
Enſemble debütierte geſtern abend mit beſtem Erfolge.
Beſonders die acht Haremsdamen erregten viel
Inter=
eſſe. Wir kommen in Einzelheiten darauf zurück.
— Britannia=Hotel. Roſenmontag und
Faſtnacht=
dienstag findet in den feſtlich geſchmückten
Parterre=
lokalitäten ſowie im erſten Stock großes Karnevalfeſt
mit Ball ſtatt, wobei zwei Muſikkapellen konzertieren.
Näheres iſt aus den demnächſt erfolgenden Anzeigen
zu erſehen. Bei der allgemeinen Beliebtheit der
Ver=
anſtaltungen im Britannia=Hotel iſt ein animierter
Verlauf zu erwarten.
— Im Reſtaurant „Zur Oper” findet heute abend
eine gemütliche karnevaliſtiſche Unterhaltung mit Tanz
ſtatt. Nähres ſiehe Anzeige.
— Schützenhof. Das letzte karnevaliſtiſche Konzert
im Schützenhof findet Donnerstag, den 3. Februar.
ſtatt. Herr M. Weber will an dem Abend ſein Beſtes
geben, auch wird zur Abwechſelung ein Muſik=Phantaſt
aus Spanien mitwirken. (Siehe Anzeige.)
gs- Unfall. Geſtern vormittag nach 11 Uhr
ver=
brannte ſich ein Konditorlehrling durch ſiedendes
Waſſer derart im Geſicht, daß er mittels
Krankenauto=
mobils durch die Rettungswache ins Krankenhaus
ge=
bracht werden mußte.
— Pfungſtadt, 1. Febr. Die kaiſerl.
Oberpoſt=
direktion Darmſtadt hat angeordnet, daß die innerhalb
des Gemeindegebietes Pfungſtadt befindlichen
Tele=
graphenlinien unterirdiſch gelegt werden. Den
zurzeit zahlreichen Arbeitsloſen wird infolge der
hier=
durch entſtehenden Erdarbeiten Gelegenheit geboten
etwas zu verdienen. — Geſtern fand hier eine vom
hie=
ſigen Bürgerverein einberufene
Bürgerverſamm=
lung ſtatt, die ſehr gut beſucht war. In der
Verſamm=
lung erſtatteten die vor drei Jahren neugewählten
Ge=
meinderäte Bericht über ihre Tätigkeit in kommunalen
Angelegenheiten.
Bensheim, 31. Jan. Das Material zum Damme des
hieſigen Bahnneubaues lieſern größtenteils die Lorſcher
Sandhügel. Bei den Arbeiten wurden mehrere
vorge=
ſchichtliche Brandgräber aufgedeckt mit intereſſanten
Beigaben, wovon das ſchönſte Stück ein eiſernes Schwert
mit der Scheide iſt. Leider wurde es in drei Teile zer=
La
ſchlagen. Die Gräber gehören wahrſcheinlich der
Tène=Zeit an. In Lorſch ſelbſt wurde beim Legen von
Gasröhren ein Teil der alten Römerſtraße bloßgelegt, die
von Worms über Heppenheim nach Miltenberg führte.
Die Funde ſind durch Herrn Leutnant Gies von
Heppen=
heim geborgen worden.
t. Lindenfels, 1. Febr. Während im Tale der Schnee
bereits wieder weggeſchmolzen iſt, haben wir hier noch
Schneelandſchaft. Die Poſt Lindenfels-Bensheim
verkehrt bis Gadernheim noch mit dem Schlitten. — Die
Vertilgung der in Kellern und Pfuhlgruben
überwintern=
den Schnecken wird zur Zeit hier vorgenommen.
Mainz, 1. Febr. Entgegen der Anſicht neuerer
Forſcher, daß Gutenberg nicht in Mainz, ſondern
nach ſeinem in Eltville erfolgten Tode auch dort
be=
erdigt ſei, verweiſt ein Mitarbeiter des „Tgbl.” darauf,
daß man keine neuen Anhaltspunkte hat, die die
An=
nahme rechtfertigen, Gutenbergs irdiſche Reſte lägen
nicht in Mainz. Die Kirche des Franziskanerkloſters,
in der man Gutenberg beſtattet glaubt, barg die
Familiengräber vieler Mainzer Patrizier; ſie ſtand bei
der jetzigen kleinen Schöfferſtraße, dem Hauſe Johann
Fuſts gegenüber, nahe an Gutenbergs Geburtsſtätte,
und erſtreckte ſich in der Richtung des heutigen Theaters.
Seit 1577 waren die Jeſuiten im Beſitze des Kloſters
und Gotteshauſes. 1742 wurde die Kirche wegen
Bau=
fälligkeit niedergelegt. Schon Napoleon I. hatte die
bſicht, dort ein Denkmal zu errichten.
Worms, 31. Jan. Die Friedrichsmühle in
Leiſelheim bei Worms iſt vollſtändig abgebrannt.
Alsfeld, 31. Jan. Aufſehen erregt der
Selbſt=
mord, den der 16jährige Ackerbauſchüler Wilhelm
Schäfer aus Pford bei Schlitz beging. Geſtern wurde
die Leiche des jungen Mannes aus der Schwalm
ge=
zogen. Er iſt der einzige Sohn eines reichen
Land=
wirtes im Schlitzerland.
Groß=Steinheim, 1. Febr. Ein 13jähriger Knabe
namens Weigand konnte beim Rodeln vom
Felſen=
keller ſeinen Schlitten vor dem Main nicht mehr
recht=
zeitig wenden und fuhr in den hochgehenden
Strom. Zum Glück bemerkte es ein Fiſcher, der den
Knaben noch rechtzeitig vor dem ſicheren Tode des Erſ
trinkens retten konnte.
(*) Lauterbach, 30. Jan. Hier fand geſtern die
hundertjährige Geburtstagsfeier für
Adolf Spieß, den Begründer des deutſchen
Schul=
turnens, ſtatt. Außer dem Großherzoglichen
Landes=
turninſpektor, Schulrat E. Schmuck=Darmſtadt,
hat=
ten ſich zahlreiche Vertreter des Gaues Heſſen und der
benachbarten Turngaue, ſowie Abordnungen vieler
Turnvereine, der Ausſchuß des Mittelrheinkreiſes und
der Stadtvorſtand zur Feier eingefunden. Es war ein
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 31. Januar.
„Der Compagnon”.
W-l. L’Arronges harmloſes Luſtſpiel „Der
Com=
pagnon” fand bei ſeiner heutigen Wiederaufführung
ein dankbares Publikum, das ſich gut amüſierte,
zu=
mal auch das Stück recht flott geſpielt wurde. Als
routinierter Darſteller und guter Komiker, der Ernſt
und Scherz, Humor und Gemüt in richtiger Weiſe zu
vereinigen wußte, bewährte ſich Herr Jordan in der
Rolle des Fabrikanten Voß. Vornehm und würdig war
die Frau Voß der Frau Scherbarth, das junge
Ehepaar Schumann wurde durch Herrn Jürgas
und Fräulein Holthaus mit friſchem Temperament
und liebenswürdigem Humor geſpielt, ein gleiches Lob
kann Herrn Schneider als Darſteller des
dichten=
den Spirituslieferanten und Fräulein Gothe als
ge=
bildeter Tochter der Krämersfrau Lerche zuerkannt
werden.
Eine Rolle, aus der ſich darſtelleriſch etwas mehr
machen läßt, iſt die des verärgerten Kanzleirats, mit
deren charakteriſtiſcher Ausprägung Herr
Lehr=
mann vielen Erfolg hatte und lebhaften Beifall
ern=
tete. Ein großer Teil des Lacherfolgs iſt der Rolle der
tatkräftigen Küchenfee zuzuſchreiben, die von Fräulein
Grünberg in einem zwar ſchwer deſinierbaren
Dia=
lekt, aber mit draſtiſchem Humor gelrielt wurde. Als
Witwe Lerche war Frau Rudolph, die Vielſeitige,
wieder an ihrem Platze. Den Hausdiener Friedrich
ſpielte Herr Holler.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Der neue Komet (K 1910a) war am Sanstag
und am Montag mit bloßem Auge ſehr gut zu ſehen. Am
Montag erreichte er zwiſchen 6¾ und Uhr die größte
Helligkeit. Wer ihn noch ſehen will, muß ſich beeilen,
denn nach den Ausſagen der Aſtronomen wird er mit
jedem Tage an Leuchtkraft verlieren. Vielleicht dürfte er
in zwei Wochen, trotz ſeiner immerhin günſtiger
werden=
den Stellung am Himmel, dem freien Auge entſchwinden.
Die Remeis=Sternwarte in Bamberg teilt der „Augsb.
Abendztg.” noch mit: „Unter den bisher bekannt
gewor=
denen Kometenbahnen iſt keine, die mit der dieſes
Kome=
ten übereinſtimmt; nur die Kometen 1847 I und 1874 I
haben einige Aehnlichkeit, aber die für den erſteren
ab=
geleitete Ellipſe ergab eine Umlaufszeit von 10000
Jah=
ren. Wir haben es alſo wohl mit einem Kometen zu tun,
der unſerem Sonnenſyſtem nicht angehört und auf ſeinem
Zuge durch den Weltraum in den Anziehungsbereich
un=
ſerer Sonne geraten iſt, bei ſeinem Sturze gegen ſie um
ſie herumgeſchleudert wurde und nun wieder in unendliche
Fernen zieht, um wohl niemals zurückzukehren.‟ Die
Entfernung des Kometen von der Sonne betrug am
1. Februar etwa 90 Millionen Kilometer und wächſt bis
zum 5. Februar auf 105 Millionen Kilometer, während der
bſtand von der Erde an dieſen beiden Tagen 204 bezw.
23 Millionen Kilometer beträgt. Zum Vergleich ſei
daran erinnert, daß die Entfernung zwiſchen Erde und
Sonne rund 150 Millionen Kilometer beträgt.
* Eine ſtaatliche Erfindungs=
Ausſtel=
lung. In Gegenwart des Königs von Württemberg
iſt die erſte ſtaatliche Erfindungs=Ausſtellung in
Stutt=
gart eröffnet worden. Die Ausſtellung, veranſtaltet
von der Zentralſtelle für Gewerbe und Handel, iſt der
erſte Verſuch, die Beziehungen zwiſchen
Erfin=
dern und Induſtriellen von Staats
wegen zu regeln. Bisher blieb es privaten
Vermit=
telungsſtellen überlaſſen, Erfinder und Induſtrielle
zu=
ſammen zu bringen, was natürlich für die Erfinder mit
nicht unbeträchtlichen Koſten verbunden war und meiſt
nicht zu dem gewünſchten Ergebnis führte. Jetzt will
eine ſtaatliche Behörde die Vermittelung in die Hand
nehmen. Es ſind nicht Techniker von Beruf, die aus=
geſtellt haben, ſondern Laien, denen gegen eine
ver=
hältnismäßig geringfügige Entſchädigung oder umſonſt
Gelegenheit geboten iſt, mit ihren Ideen an die
Oeffent=
lichkeit zu treten. Das zahlreiche Material, das
ein=
gegangen iſt, iſt von ſechs Patentanwälten, die mit den
Beamten der Zentralſtelle zuſammen gearbeitet haben,
geprüft und geſichtet worden. Die ausgeſtellten
Mo=
delle ſind nach verſchiedenen Gruppen (Landwirtſchaft,
Hauswirtſchaft, Handwerk, Sport uſw.) geordnet.
Wäh=
rend der Dauer der Ausſtellung, die auf ſechs Wochen
berechnet iſt, wird ein ſtändiges Bureau tätig ſein,
das den Erfindern in jeder Weiſe an die Hand gehen
wird.
* „Bellte” und „boll”. In den Zeitungen
hat man ſich darüber luſtig gemacht, daß Siegfried
Wagner in ſeinem Textbuch zu ſeiner Oper „Bana=
Dietrich” das Zeitwort „bellen” ſtark konjugiert und
das Präteritum „boll” gebraucht hat. Dieſe Form
iſt ſprachgeſchichtlich vollkommen berechtigt. Im
Mittelhochdeutſchen lauteten die Stammformen dieſes
Zeitwortes: billen, ball, bullen, gebollen; ſpäter: billen,
boll, bollen, gebollen. Goethe und Leſſing gebrauchen
noch die Form „billt‟. Das Präteritum „boll” findet
ſich ebenfalls bei Goethe „Dichtung und Wahrheit”,
III. 11:
Die ſchöne Prinzeſſin ſchoß und traf
Eines jungen Hirſchleins Leben.
Es fiel dahin in ſchweren Schlaf,
Und wird ein Brätlein geben.
Der Jagdhund boll! — uſw.
Auch Jean Paul (Heſperus) gebraucht die Form
„boll”, anſtelle deren ſpäter die unſchönere, ſchwache
Bildung „bellte” trat. Wenn man ſich vergegenwärtigt,
wie viele altdeutſche Formen und Wörter Richard
Wag=
ner wieder in ſeine Operntexte eingeführt hat, ſo iſt
es nicht berechtigt, dem Sohne einen Vorwurf daraus
zu machen, wenn er ſich in eivem hiſtoriſchen Textbuche
ſchöner alter Wortbildungen wieder bedient.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1916
Seite 5e.
ſtattlicher Feſtzug, der ſich an der Stadtſchule aufſtellte
und zum Geburtshauſe Spieß’ und dann zur
Spieß=
turnhalle führte. Sämtliche hieſigen Schulklaſſen und
Vereine nahmen an dem Zuge teil. Am Geburtshauſe
Spieß’ in der Kirchgaſſe fand eine kurze Feier ſtatt.
Profeſſor Weidig hielt eine Gedächtnisrede, worauf die
Gedenktafel bekränzt wurde. Die Hauptfeier war in
der Turnhalle. Die Feſtrede hielt Turninſpektor
Schulrat Schmuck=Darmſtadt als Vertreter der
deut=
ſchen Turnerſchaft und des Mittelrheinkreiſes.
Kleines Feuilleton.
* Kein Entlobungsgrund. Ein Bauſekretär
in Berlin hatte Beſuch von ſeiner Braut aus Göttingen
bekommen. Als er ſie bei ihrer Abreiſe zum Zug gebracht
hatte, fuhr das Mädchen jedoch nicht nach Hauſe zurück,
ſondern verließ auf der nächſten Station den Zug, kehrte
nach Berlin zurück und blieb hier bis zum folgenden
Nach=
mittag. Dies wurde ihrem Bräutigam hinterbracht; auch,
daß ſie am Abend um 10½ Uhr allein auf der
Friedrich=
ſtraße „bummelnd” geſehen wurde. Der Bräutigam
ſor=
derte in mehreren Briefen Aufklärung über das Verhalten
der Braut, und als ſie ſchwieg, löſte er die Verlobung au
und forderte durch Klage beim Landgericht Göttingen
alle Geſchenke zurück, die er ihr gemacht, ſowie alle
Aus=
lagen, die er für ſie an Reiſegeld, für Droſchken, Logis
uſw. gehabt. Die verlaſſene Braut erklärte ihre Rückkehr
nach Berlin damit, daß ſie ſich das Leben und Treiben dort
bei Nacht mal habe anſehen wollen; daß ſie ſeine Briefe
nicht beantwortet, liege daran, weil ſie in einem
beleidi=
genden Tone gehalten ſeien. Dem Klagebegehren des
Bräutigams wurde vom Landgericht Göttingen nicht
ent=
ſprochen, da er keinen wichtigen Grund zur Löſung des
Verlöbniſſes gehabt habe. Solange der Kläger nicht das
Gegenteil beweiſe, müſſe angenommen werden, daß die
Beklagte bisher ein anſtändiges Mädchen ſei, und bei einem
ſolchen könne nicht ohne weiteres angenommen werden, daß
es ſelbſt, wenn es den nächtlichen Verkehr auf der
Friedrich=
ſtraße kannte, dorthin gegangen ſei, um an dem Treiben
teilzunehmen. Ein Mädchen von 30 Jahren könne, wenn
ihm — und der Gegenbeweis ſei hier nicht erbracht — auch
die dieſem Alter (!) entſprechende ſittliche Reife und
Stand=
haftigkeit innewohnt, jederzeit durch die Friedrichſtraße
gehen, ohne daß darin ein Suchen nach pikanten
Aben=
teuern zu erblicken wäre. — Auch das Oberlandesgericht
Celle war der Anſicht, daß in dem Friedrichſtraßenbummel
kein wichtiger Grund zum Rücktritt vom Verlöbnis
vor=
liege.
* Eine amüſante Tiſchſitte iſt von Amerika
herübergekommen. Wenn man drüben eine unter ſich fremde
Geſellſchaft ſchnell bekannt machen will, ſo wird voraus
beſtimmt, daß nach jedem Gang des Menüs die Herren
aufzuſtehen und mit Glas und Serviette um einen Platz
weiter nach rechts zu rücken haben, während die Damen
ihren Platz behalten und ſo nacheinander fünf
Tiſchnach=
barn bekommen. Die Sache iſt nicht ganz ſo grauſam wie
ſie ausſieht; ein nach links begonnenes Geſpräch kann
noch eine Weile nach rechts fortgeführt werden; wer erſt
einen langweiligen Nachbar hatte, darf beim zweiten Gang
auf einen netteren hoffen, wem ſeine verehrte Tiſchdame
entriſſen wird, der freut ſich aufs Wiederſehen nach Tiſch
und tröſtet ſich einſtweilen anderweitig. Im vorigen
Karneval iſt das Verfahren auch in Deutſchland angewandt
worden, — wenn ſich alles ſchon gut kennt, iſt der Erfolg
noch viel amüſanter. Aber geſtreikt darf dabei nicht
wer=
den, oder nur dann, wenn ſich die ganze Geſellſchaft dazu
organiſiert.
** Die Sparbank auf Rädern. Das
Auto=
mobil hat nun einen neuen Geſchäftszweig möglich
gemacht: die rollende Sparbank. Ein engliſches
Bank=
unternehmen hat ein großes Automobil als Sparkaſſe
und Wechſelſtube eingerichtet, das beſtimmt iſt, nach
einem genau feſtgelegten Reiſeplan eine Reihe kleiner
Dörfer und Städte in Derbyſhire regelmäßig zu
be=
ſuchen, die bisher keine eigene Bankfiliale beſaßen.
Der originelle Wagen iſt völlig als Wechſelſtube eine=
gerichtet, man ſieht darin den Wechſeltiſch mit Schalter,
hinter einem Gitter die Pulte der Beamten und im
Hintergrunde einen feuerſicheren Kaſſenſchrank, der die
Erſparniſſe der Landbevölkerung aufnimmt und hütet.
Wenn das Unternehmen Erfelg hat, wird
vorausſicht=
lich ein automobiliſtiſcher Bankdienſt durch ganz
Eng=
land errichtet.
C.K. Ein Palaſt aus Eis. Aus Monreal wird
berichtet: Der Karneval hat in dieſem Jahre ein
merk=
würdiges Bauwerk gezeitigt: ein großer Palaſt von
rieſenhaften Ausmaßen wurde errichtet, der völlig aus
ſoliden großen Eisblöcken erbaut iſt, die aus dem
ge=
frorenen St. Lawrence River gebrochen wurden. In
dem Palaſt, der mit großem Feuerwerk feierlich
ein=
geweiht wurde, ſollen während der Karnevalszeit große
Wettkämpfe ſtattfinden, in denen die kanadiſchen
Win=
terſportvereine ihre Kräfte meſſen werden.
* Der Hut als Verkehrshindernis.
Daß eine Dame, weil ſie mit ihrem großen Hute nicht
aus dem Eiſenbahncoupé heraus konnte, den Anſchluß
verpaßte, hat ſich dieſer Tage auf dem Bahnhof in
Altenburg ereignet. Die Dame, die mit dem
Schnell=
zug von Hof in Altenburg ankam und hier auf einen
Zug nach Geithain in Sachſen umſteigen wollte, fand
ſich tatſächlich mit ihrem großen Hut während des nur
eine Minute dauernden Aufenthalts des Schnellzugs
nicht aus dem Coupé heraus. Sie hatte allerdings das
Hutmonſtrum erſt unterwegs aufgeſetzt, und ehe ſie es
wieder abnehmen konnte, ſetzte ſich der Zug ſchon
wie=
der in Bewegung und entführte ſie nach Leipzig. Dort
mußte ſie dann erſtens ein Billett von Altenburg nach=
Leipzig nachlöſen und ein neues von dort nach „Geits
hain dazu.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 31. Jan. Auf Antrag
der Staatsanwaltſchaft iſt, wie die „B. Z. a. M.” hört,
das gegen Adolf Eberbach und Genoſſen ſchwebende
Strafverfahren „aus Mangel an Beweiſen”
eingeſtellt worden. Die Koſten trägt die
Staats=
kaſſe. Das Strafverfahren, das im Anſchluß an die
Vorgänge vom Sommer 1907 eingeleitet ward, richtete
ſich gegen Adolf Eberbach, gegen den Hoteldirektor
Hillengaß, den Generalbevollmächtigten Melchior
Schwoon und den Juſtizrat Dr. Hirſchel. Eberbach
ſollte die übrigen zur Untreue angeſtiftet und ſich einer
Reihe von Konkursvergehen ſchuldig gemacht haben. Er
wurde auf Grund der Ausſage der Direktoren der
Kommerz= und Diskonto=Bank in Unterſuchungshaft
genommen und erſt nach einer ſechswöchigen Haft
wie=
der in Freiheit geſetzt, nachdem ſein Verteidiger Dr.
Gottſchalk 30000 Mark hinterlegt hatte. — Der
ver=
ſchwundene Hausbeſitzer und Bankbeamte Ziehe=
Charlottenburg, deſſen Flucht mit unaufgeklärten
Manipulationen mit Erbſchaftsgeldern in
Zuſammen=
hang gebracht wurde, erſchoß ſich in einem Hotel in
Leipzig. — Vom Herrnfeld=Theater hatte in der
Sonn=
tagnacht ein Droſchkenkutſcher den Bankbeamten
K. und deſſen Frau nach ihrer Wohnung in Alt=Moabit
gefahren. Das Ehepaar ließ aus Unachtſamkeit im
Wagen eine Handtaſche mit mehr als 1000 Mark Geld
und mehreren Wertpapieren liegen. Bald nach dieſer
Fahrt benutzte ein anderes Paar die Droſchke. Bei
Beendigung der Tour fiel es dem Kutſcher auf, daß die
Gäſte im Beſitz einer Taſche waren, die ſie vorher nicht
beſaßen. Und obgleich der Kutſcher nicht bemerkt hatte,
daß die früheren Fahrgäſte eine Taſche im Wagen
hatten liegen laſſen, verlangte er doch energiſch die
Herausgabe der Taſche, die von den Gäſten zunächſt für
ihr Eigentum erklärt wurde. Erſt als der Kutſcher
mit der Feſtſtellung bei der Polizei drohte, verſtand ſich
das Pärchen zur Herausgabe der Taſche. Der
Feſt=
ſtellung entzogen ſich die ungetreuen Fahrgäſte durch
ſchleunige Flucht. Die Verlierer aber, alsbald aus dem
Inhalt der Taſche ermittelt, erhielten von dem
auf=
merkſamen Kutſcher ihr Eigentum wieder zugeſtellt.
Dem ehrlichen Manne wurde eine Belohnung von
50 Mark gezahlt.
München, 1. Febr. Ein neuer Trick wurde von
ſieben Schmugglern angewandt, die im
Nacht=
ſchnellzuge Genf-München während der öſterreichiſchen
Zollreviſion verhaftet wurden. Neben den Heizröhren
hatten ſie unter den Sitzen ſolche aus Papiermaché, die
den wirklichen täuſchend ähnlich ſahen, angebracht.
Darin befanden ſich erſtaunliche Mengen Saecharin.
Kaſſel, 31. Jan. Die Papierfabrik von Jakob
Volmar wurde durch Großfeuer zerſtört. Nur
das Maſchinenhaus und das Keſſelhaus konnten
ge=
rettet werden.
Dortmund, 31. Jan. Durch den Umbau des hieſigen
Hauptbahnhofes wird auch die Verpflanzung der
be=
kännten Femlinde und des Freiſtuhls
erforder=
lich, die auf einem Hügel inmitten des bisherigen
Bahnhofsgeländes liegen. Der Kultusminiſter hat vom
Standpunkte der Denkmalspflege aus nichts gegen die
Verſetzung einzuwenden, wenn die Ausführung in
einer ihm in Vorſchlag gebrachten Weiſe erfolgt. In
alten Urkunden wird der Dortmunder Freiſtuhl ſchon
im Jahre 1349 erwähnt, er hatte ſeinen Stand am
Königshofe an der Borgpforte. Im Jahre 1545 iſt er
nach Niederlegung eines Außenwalles näher nach der
Stadt hin unter zwei Linden gerückt worden. Beim
Anlegen des Bergiſch=Märkiſchen Bahnhofes geriet er
mitten in die Bahnanlagen hinein. Die eine Linde
war ſchon im Jahre 1838 abgeſtorben, die andere trug
bis vor 10 Jahren grünen Blätterſchmuck, ſie iſt dann
aber abgeſtorben, der hohle Stamm wurde nach
Be=
ſeitigung der Aeſte durch eiſerne Stützen gehalten. Aus
dem ausgezweigten Wurzelwerk ſproßten aber friſche
Triebe, der kräftigſte Sprößling iſt hinter der
Stamm=
ruine eingepflanzt, er hat ſich prächtig entwickelt.
Nun=
mehr ſoll er mitſamt der aus 1545 ſtammenden
Stein=
bank und dem ſteinernen Tiſch etwa 35 Meter ſüdlich
auf eine baſtionartige Plattform verſetzt werden. Unter
der Femlinde iſt noch im Jahre 1804 Gericht abgehalten
worden. Ein Ableger der Linde ſteht in New=York.
(Frkf. Ztg.)
Wien, 31. Jan. Bei dem Leichenbegängnis des
Schwagers des Oberleutnants Hofrichter kam
es heute zu großen Kundgebungen für Hofrichter:
Eine Menge von 6000 bis 8000 Perſonen brachte
wäh=
rend des Leichenzuges Hochrufe auf Hochrichter und
Schmährufe gegen das geheime Militärverfahren aus.
In Militärkreiſen verlautet, daß die Unterſuchung des
Geiſteszuſtandes des Oberleutnants Hofrichter
ange=
ordnet worden iſt.
Zürich, 1. Febr. Vom Bruder des einen der beiden
auf einer Skitour am Claridenfirn verunglückten
Touriſten wird eine Abſchrift der Einträge in das
Hüttenbuch auf der Hüfihütte bekannt gegeben. Danach
litten die Touriſten während mehrerer Tage bei
hef=
tigem Schneetreiben draußen, da ſie in der Hütte nichts
Eßbares vorfanden, äußerſten Hunger und ſchliefen den
ganzen Tag, um Holz zu ſparen. Nur eine Büchſe
Kaffee half ihnen den Durſt zu ſtillen. Am 22. Januar
heißt es: Wir ſind gezwungen, heute zur Claridenhütte
zu wandern, obgleich die Schneeverhältniſſe ſich immer
trauriger geſtalten.
Paris, 1. Febr. Dem „Matin” zufolge iſt die
Prin=
zeſſin Luiſe von Belgien durch ihren Wiener Anwalt
benachrichtigt worden, daß ihr Schwiegerſohn, der Herzog
Ernſt Günther von Schleswig=Holſtein den Antrag geſtellt
habe, ſeine Schwiegermutter unter Kuratel zu ſtellen. Die
Prinzeſſin ſoll erklärt haben, niemand weniger als ihr
Schwiegerſohn ſei berechtigt, einen ſolchen Antrag zu
ſtellen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
gehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Richard Wagner=Verein. Dem morgigen
Ver=
einsabend, der das erſte Auftreten des Wiener Roſé=
Quartetts in Darmſtadt bringen wird, ſieht man in
unſeren muſikaliſchen Kreiſen mit lebhaftem Intereſſe
ent=
gegen. Man iſt allgemein geſpannt, die älteſte und
be=
rühmteſte Kammermuſikvereinigung, die Europa zur Zeit
beſitzt, hier endlich ebenfalls kennen zu lernen, ganz
beſon=
ders aber Herrn Prof. Arnold Roſé ſelbſt, den berühmten
Virtuoſen, der ſich um die Richard Wagnerſche Kunſt als
jahrelanger erſter Geiger im Orcheſter der Bayreuther
Bühnenfeſtſpiele ſo große Verdienſte erworben. Beſondere
Freude erregt auch, daß die Künſtler hier einige der
Glanz=
nummern ihres Repertoires ſpielen werden, darunter
Haydns Streichquartett op. 76, Nr. 5 in D-dur, das allein
ſchon den Beſuch des Konzertes lohnen würde. Max
Marſchalk, der bekannte Muſikreferent der „Voſſiſchen
Zei=
tung”, ſchrieb bei dem letzten Auftreten des Quartetts in
Berlin: „Wenn wir die beſten
Kammermuſikvereinigun=
gen der Welt aufzählen, dürfen wir das Roſé=Quartett
nicht vergeſſen; wir müſſen ihm ſogar einen
hervorragen=
den Platz unter ihnen einräumen! Ueber das Techniſche
ſeiner Leiſtung will ich nicht weiter ſprechen; das iſt
ſchlechtweg vollkommen. Was das Geiſtige
charakteriſiert, ſind der unerbittliche, künſtleriſche Ernſt,
das Herbe und Männliche der Auffaſſung, der Verzicht
auf alle billigen Effekte eines äußerlichen Virtuoſentums.
Der erſte Abend brachte je ein Quartett von Mozart,
Beet=
hoven und Haydn; das zahlreich erſchienene Auditorium
ſpendete nach jedem Satz lebhafteſten Beifall.”
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 1. Febr. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer ſetzte heute vor=
und nachmittag die Etatsberatung mit der
Re=
gierung fort. Die Vormittagsſitzung wurde
hauptſäch=
lich mit der Beſprechung des Kapitels 38: Gymnaſien,
Realſchulen uſw. ausgefüllt, für welche ein
Staatszu=
ſchuß von 1014736 Mark angefordert wird, da die
Ein=
nahmen aus Schulgeldern 1970777 Mark und die
Aus=
gaben insgeſamt 2985900 Mark betragen. Es wurde
unter anderem eingehend über die Frage der Erhöhung
der Pflichtſtunden für die Oberlehrer debattiert, ein
Beſchluß jedoch noch nicht gefaßt. Bei Kap. 39: Höhere
Bürgerſchulen, betragen die Ausgaben 142336 Mark
bei Kapitel 40: Lehrerſeminare uſw. 340844 Mark, bei
Kapitel 41: Volksſchulen 2715000 Mark. Eine längere
Debatte fand am Nachmittag über Kapitel 36:
Landes=
univerſität Gießen, ſtatt, wofür eine Einnahme von
557.000 Mark und eine Ausgabe von 1599000 Mark in
den Etat eingeſtellt iſt; die letztere iſt um 82600 Mark
höher, als im Vorjahr. Auch hier wurden verſchiedene
Anregungen zu Erſparniſſen gegeben, die von der
Re=
gierung in Erwägung gezogen werden ſollen. Bei
Ka=
pitel 37: Techniſche Hochſchule, fand eine längere Debatte
nicht ſtatt, da keinerlei beſondere Anforderungen geſtellt
werden. Die Einnahme iſt auf 317 423 Mark, die
Aus=
gabe mit 752843 Mark berechnet, ſo daß der
Staatszu=
ſchuß noch 6 Mark weniger betragen wird, als im
Vor=
jahre. — Die nächſte Sitzung findet Mittwoch vormittag
ſtatt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 1. Febr. Das Haus iſt ſtark beſucht, die
Tribünen faſt überfüllt. Es herrſcht große Unruhe und
Bewegung.
Vizepräſident Spahn eröffnet die Sitzung um 1,18
Uhr. Auf der Tagesordnung ſteht zunächſt die
Abſtimmung über den Einſpruch des Abg.
Ledebour
gegen den ihm am Samstag erteilten Ordnungsruf.
Die Abſtimmung erfolgt ohne Debatte. Der Einſpruch
wird in einfacher Abſtimmung abgelehnt. (Große
Hei=
terkeit bei der Mehrheit.) Mit den Sozialdemokraten
ſtimmen nur die freiſinnige Fraktionsgemeinſchaft und die
Polen.
Es folgt die zweite Leſung des
deutſch=portugieſiſchen
Handelsver=
trages.
Abg. Hormann=Bremen (frſ. Vp.) berichtet über
die Kommiſſionsverhandlungen und beantragt namens
der Kommiſſion Ablehnung des Vertrages. — Abg.
Herold (Zentr.): Meine Fraktion iſt ſich einig darin,
daß der Handelsvertrag für Deutſchland verhältnismäßig
ungünſtig iſt. Die Regierung hätte verſuchen müſſen, die
deutſchen Intereſſen mehr zu wahren. Trotzdem tritt ein
Teil meiner Freunde für den Vertrag ein, weil er immer
noch beſſer iſt als die Vertragsloſigkeit. Dazu kommt, daß
die Handelsbilanz für Portugal zugunſten Deutſchlands
gewachſen iſt; auch die uns zugeſagte Meiſtbegünſtigung
ſpricht für den Vertrag. Mit aller Entſchiedenheit werden
wird für die Folge gegen derartige ungünſtige Verträge
Stellung nehmen, auch wenn Vorabmachungen zwiſchen den
Regierungen erfolgt ſind. (Beifall im Zentrum.) — Abg.
Kämpf (frſ. Vp.): Bei einer ganzen Reihe von
Indu=
ſtriezweigen hat ſich lebhafter Widerſpruch gegen dieſen
Vertrag erhoben und iſt auch in der Kommiſſion zum
Ausdruck gekommen. Der Unmut darüber iſt berechtigt.
In dem Vertrage iſt zu viel nachgegeben worden. Trotz
vieler Bedenken wird der größere Teil meiner Freunde
für den Handelsvertrag ſtimmen, wird doch durch ihn ein
Zollkrieg vermieden. — Abg. Schwerin=Löwitz
(konſ.): Es wäre kaufmänniſch richtiger geweſen, über
den Vertrag nicht in voller Oeffentlichkeit, ſondern
ver=
traulich in der Kommiſſion zu beraten. Wir ſtimmen
ein=
mütig dafür; ſeine großen Mängel aber verkennen wir
dabei gar nicht. Der Schaden aber, den unſere Induſtrie
durch eine wenn auch nur vorübergehende Störung der
Handelsbeziehungen zu Portugal erleiden würde, könnte
größer ſein, als die Verbeſſerungen, die wir nach einer
ſolchen Störung einbringen könnten. Zweifellos bietet
dieſer Vertrag aber trotz alledem erheblich mehr als
zahl=
reiche andere Meiſtbegünſtigungsverträge, die wir in den
letzten Jahren ohne Gegenleiſtung geſchloſſen haben. Da= verwahren wir uns auf das entſchiedenſte, daß aus
dieſer unſerer Haltung zu dem Vertrage weitere Schlüſſe
auf andere Länder gezogen werden, wo die Verhältniſſe
ganz anders liegen als in Portugal. — Abg.
Streſe=
mann (nl.): Unſer geſamter Export beläuft ſich auf 7
Milliarden Mark. Da fällt der Export nach Portugal mit
ſeinen 30 Millionen Mark gar nicht ins Gewicht. Der
Vertrag liegt nicht in unſerem Intereſſe. Wir meinen
ein=
mütig, daß nicht Genügendes erreicht worden iſt. Alles
in allem wird der überwiegende Teil der
Nationallibera=
len gegen den Vertrag ſtimmen. Es iſt für uns wie heute
ſo auch künftig die Erwägung maßgebend, daß
Einzel=
intereſſen im allgemeinen zurücktreten müſſen hinter denen
der Allgemeinheit. — Abg. Molkenbuhr (Soz.): Der
Widerſtand der deutſchen Weinbauern gegen dieſen
Han=
delsvertrag iſt nicht berechtigt. Graf Poſadowsky bis
herab zum Fürſten Bülow (Große Heiterkeit) prophezeiten
alles Gute von unſerer Zollpolitik und nun ſehen wir das
Reſultat. Der Vertrag iſt ſo ſchlecht wie möglich. Er iſt
aber die notwendige Folge unſeres Zolltarifes. Wir
ſtimmen für den Vertrag, weil wir danach ſtreben,
mög=
lichſt mit allen Ländern die Meiſtbegünſtigung zu erlangen
und ſchließlich, weil wir den Zollkrieg vermieden wiſſen
wollen. Deutſchland ſollte damit beginnen, die
Hochſchutz=
zollpolitik aufzugeben. (Beifall bei den Soz.) —
Staats=
ſekretär Frhr. v. Schön bemerkt gegenüber dem
Vorred=
ner, der deutſche Konſul in Liſſabon iſt nicht nur befragt
worden, er hat vielmehr ſehr regen Anteil an den Arbeiten
genommen, wofür wir ihm, der mit allen dortigen
Verhält=
niſſen genau vertraut iſt, Dank wiſſen. — Abg. Haniſch
(wirtſch. Vgg.): Meine Partei ſieht ſich aus verſchiedenen
Gründen in der Lage, den Vertrag abzulehnen. (Beifall.)
Abg. Pauly=Kochem (Zentr.): Wein= und Obſtbau
Süddeutſchlands müſſen unter dieſem Vertrag leiden. Man
iſt über die Intereſſen des deutſchen Weinbaues
rückſichts=
los hinweggegangen. Dabei leiden dieſe Gegenden unter
dem Rückgange der Eichenſchälwaldungen. Die Rechte, die
immer für die kleinen Landwirte iſt, ſoll auch jetzt ihr Herz
am Feuer der Nächſtenliebe wärmen. (Heiterkeit und
Bei=
fall.) — Abg. Linz (Rp.): Weite Kreiſe der Induſtrie,
namentlich der Kleininduſtrie, haben die ſchwerſten
Beden=
ken gegen den Entwurf. Mit dem kleineren Teil meiner
Freunde werde ich gegen den Vertrag ſtimmen. Die
Tex=
til=, Kurzwaren= und Kleineiſeninduſtrie leiden auf das
ſchwerſte und könnten ſchließlich ganz aus Portugal
ver=
drängt werden. Die Mehrheit meiner Partei ſchließt ſich
dieſem ablehnenden Votum jedoch nicht an. (Beifall.)
Abg. Ahlhorn (frſ. Vp.): Wir haben, nachdem wkr.
mit der Schutzzollpolitik angefangen haben. keine Urſache,
uns über die hohen portugieſiſchen Schutzzölle zu entrüſten.
Die Intelligenz und Fähigkeit unſeres Kaufmanns hat in
Portugal dem Engländer ein erhebliches Abſatz= und
Schiffahrtsgebiet abgenommen, das bei Ablehnung des
Vertrages den Enaländern wieder mühelos zufallen würde.
Handel und Schiffahrt mit Portugal ſind gar nicht
unbe=
deutend. Der Vertrag iſt alſo anzunehmen.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, densz. Februar 1940.
Nummer 27.
Staatsſekretär Delbrück: Die Vorwürfe, die
man wegen angeblich ungenügender Vorbereitung
die=
ſes Vertrages dem Reichsamte des Innern und dem
Auswärtigen Amte gemacht hat, ſind nicht unbegründet.
Nach dem Wunſche aller Reoner werden ſich die
Behör=
den bei ähnlichen Verhandlungen bei den
Sachverſtän=
digen rechtzeitig Informationen holen. Wie das nicht
bloß der wirtſchaftliche Ausſchuß, ſondern auch die
Reſ=
ſortchefs tun ſollen, werde ich auch in dieſer Beziehung
eine verſtärkte Tätigkeit entwickeln. Allerdings iſt nicht
zu vergeſſen, daß Verhandlungen mit dem Auslande,
die vielleicht in möglichſt kurzer Zeit abgeſchloſſen
wer=
den müſſen, ein Anhören der Intereſſenten in dem
ge=
wünſchten Umfange nicht immer geſtatten. In der
De=
batte iſt im allgemeinen alles Nötige geſagt worden, ſo
daß ich kaum noch etwas Neues ſagen könnte,
nament=
lich Zahlen würden nur ermüden. Es bleibt nur die
Frage übrig: Was geſchieht, wenn der Vertrag
ange=
nommen, was, wenn er abgelehnt wird. Bei
Ablehn=
ung bleibt es bei der Anwendung des Generaltarifs.
Dieſer ermächtigt oder zwingt Portugal gewiſſermaßen,
ſeinerſeits die Surtaxe uns gegenüber anzuwenden, das
heißt, abgeſehen von anderen Erſchwerungen unſerer
Einfuhr, wahre Prohibitivzölle aufzueriegen. Unſer
Han=
del mit Portugal würde dadurch auf kürzere oder
län=
gere Zeit unterbunden werden. Deshalb ſcheint es
be=
denklich, eine Poſition, die die glänzendſte Fähigkeit
des deutſchen Kaufmanns erworben hat, aufzugeben.
Unſer Handel mit Portugal hat ſich in wenigen
Jahr=
zehnten verdoppelt. Auch unſer Schiffahrtsverkehr mit
Portugal hat ſich günſtiger entwickelt, als nach anderen
Ländern. Er ſtieg 1889 von 12 auf 27,8 Prozent. Ob es
ſpäter gelingen wird, das jetzt Preisgegebene wieder zu
gewinnen, iſt immerhin zweifelhaft. Durch eine
diffe=
renzielle Behandlung würde unſere Schiffahrt ſchwer
getroffen werden. Der Vertrag bringt aber auch die
Bindung der Warenbezeichnung des Tarifes. Auch die
mittelbare und unmittelbare Einfuhr werden
gleichge=
ſtellt. Er bringt günſtige Beſtimmungen für
Poſtſend=
ungen, für die Ausſtellung von Urſprungszeugniſſen,
für Küſtenſchiffahrt und Schiedsgerichte. Die
Ablehn=
ung des Handelsvertrages würde unſere Induſtrie
ſchä=
digen, da es ſich meiſt um Rohſtoffausfuhr handelt.
Auch auf die portugieſiſchen Kolonien, die ja ſelbſtändige
Zollbehörden beſitzen, iſt Rückſicht zu nehmen. Im Falle
eines Zollkrieges würde der Schauplatz durch die
Hin=
einbeziehung der Kolonien weſentlich erweitert werden,
wodurch unſer Handel ſchwer leiden würde. Unter allen
Umſtänden iſt der Vertrag immerhin beſſer, als die
Vertragsloſigkeit.
Darauf wird ein Schlußantrag angenommen. Eine
Reihe Artikel des Vertrages wird angenommen.
Abg. Prinz Schönaich=Carolath (natl.) bemängelt die
deutſche Ueberſetzung des Notenwechſels des deutſchen
Geſandten mit dem portugieſiſchen Miniſter. —
Staats=
ſekretär Freiherr v. Schoen: Ueber die Richtigkeit der
Ueberſetzung kann man ſtreiten. Für den Briefwechſel
kommt ja nur die franzöſiſche Sprache in Betracht. Die
Sache iſt ſomit belanglos. (Oho! bei der Mehrheit.)
Der Vertrag mit ſeinen Tarifen und Tabellen wird
in einfacher Abſtimmung angenommen. — Dann wird
die Generaldebatie über den
Haushalt der Schutzgebiete
fortgeſetzt. — Abg. v. Liebert (Rpl.): Das
Schmer=
zenskind iſt für uns vor allem anderen die
Baumwoll=
kultur. In der Behandlung der Eingeborenen und in
der erziehlichen Einwirkung auf dieſe ſind zweifellos
Fortſchritte zu verzeichnen. — Abg. Dr. Goller (freiſ.
Vpt.): Die beabſichtigte Erhöhung für die
Kolonialbe=
amten muß bald kommen und die verheirateten Beamten
müſſen beſonders berückſichtigt werden. Dem Islam
muß man vorſichtig gegenübertreten. Die deutſche
Herr=
ſchaft wird durch ihn nicht bedroht. Die Flußſchiffahrt
muß gefördert werden. Auch muß verſucht werden, das
Kamel in Südweſtafrika heimiſch zu machen. In
Ka=
merun ſollte der Verſuch zur Zähmung der Elefanten
wiederholt werden. Die Treibereien gegen den
Staats=
ſekretär machen wir nicht mit. (Bravo!)
Staatsſekretär Dernburg: Sie können verſichert
ſein, daß alle Anregungen auf fruchtbaren Boden fallen.
Die Reform des Eingeborenenrechts iſt ſehr ſchwierig.
In Südweſtafrika ſind die Farmer mit der Verpachtung
des Regierungslandes nicht einverſtanden, das ſie
kau=
fen wollten. Die Frage des Baumwollbaues iſt ſehn
umfangreich. Redner ſchließt, zu den
Sozialdemokra=
ten gewendet: Die Reden hier im Hauſe werden nicht
gehalten, um das Haus oder die Oeffentlichkeit zu
über=
zeugen, ſondern um die Spaltung innerhalb Ihrer
Par=
tei zuſammenzukitten.
Darauf wird die Weiterberatung auf
Donners=
tag 1 Uhr vertagt. — Schluß nach halb 7 Uhr.
* Berlin, 1. Febr. In der
Budgetkommiſ=
ſion erklärte bei Beratung des Militäretats Oberſt
Wandel auf eine Anfrage nach dem Reſultate der
Prüfungen auf dem Gebiete der Aviatik, die
weſent=
lichen Fortſchritte der Luftſchiffahrt ſeien
anzuerken=
nen. Die verſchiedenen Syſteme ergänzten ſich,
voll=
kommen ſei aber kein Syſtem und alle von der
Wind=
ſtärke abhängig. Das Militärluftſchiff machte
neuer=
dings gute Fortſchritte. Eine Luftflotte ſolle nicht
ge=
baut werden. Die Flugmaſchinen hätten bisher den
Fehler, daß ſie nicht langſam fahren.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 1. Febr. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkte waren einheimiſche
Brot=
früchte reichlich angeboten, indes blieb die Nachfrage
gering, da ſowohl der Konſum als auch die Mühlen nur
wenig kauften. Die Preiſe hielten ſich dabei auf der
vorwöchigen Höhe. Hafer war reger gefragt und konnte
etwas profitieren, auch für Gerſte zeigte ſich mehr
Be=
gehr. Mais war recht feſt. Futterartikel gut
behaup=
tet. Die Forderungen für Mehl wurden nicht ermäßigt.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſt bei kleinem
Angebot und mäßiger Konſumfrage.
An der Berliner Produktenbörſe war Weizen feſt
auf die höheren Preiſe in Amerika und auf Käufe der
Kommiſſionäre. Roggen in Ladungen vom Inlande
war etwas ſtärker angeboten. La Plata=Weizen ſtellte
ſich um etwa 2 Mark teurer. Ruſſiſche Offerten waren
zurückhaltend und hoch gehalten. Hafer notierte höher,
da das inländiſche Angebot etwas teuerer iſt. Schleſien
hält mit Offerten jetzt zurück.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerika=
niſchen Getreidemärkten (New=York und Chicago) war
Weizen infolge ungünſtiger Kabelnachrichten im
Ver=
eine mit Meldungen über Ankünfte im Nordweſten
à la Baiſſe und auf umfangreiche wöchentliche
Weltver=
ſchiffungen war die Kursbewegung anfangs eine
rück=
läufige, dann aber erholt. Bei Schluß bewirkten
Liqui=
dationen und die niedrigeren Lokomärkte neuerdings
eine Abſchwächung. Mais war auf größere Ankünfte
und Schätzungen, größere Eiſenbahnzufuhren nach
zeitweiliger Erholung ſchließlich ebenfalls im Preis
ermäßigt. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in
dieſer Woche von 26,26 Mill. Buſh. auf 26,43 Mill. Buſh.
geſtiegen, dagegen die Maisvorräte von 9,99 Mill. Buſh.
auf 9,76 Mill. Buſh. zurückgegangen. — In Kanada
haben die Weizenvorräte in dieſer Woche eine
Ab=
nahme von 12,84 Mill. Buſh. auf 12,54 Mill. Buſh.
er=
fahren.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 23,30—23,50, nordd.
23,30—23,50, kurheſſiſcher 23,30—23,50, rumäniſcher 24,50
bis 25,25, Redwinter 24,50—25,50, ruſſiſcher 24,50—25,50,
La Plata 24,50—25,50, Donauweizen 24,50—25,50,
Kan=
ſas 24,50—25,50, Walla Walla 24,50—25,50. Mk.; Roggen,
hieſiger, 16,80—17, Pfälzer 16,90—17, ruſſiſcher —
amerikaniſcher ——, rumäniſcher —— Mk.; Gerſte,
Pfälzer, 17—17,50, hieſige und Wetterauer 16,25—17,
fränkiſche 17—17,50, ungariſche 22,25—23, Riedgerſte 17
bis 17,50, ruſſiſche Futtergerſte 12,75—13,50 Mk.; Hafer,
hieſiger, 16—17, bayeriſcher 16—17, ruſſiſcher ——,
ameri=
kaniſcher ——, rumäniſcher — Mk.: Mais, mixed,
16,40—16,60, ruſſiſcher 16,40—16,60, Donaumais 16,40
bis 16,60, rumäniſcher 16,40—16,50, weißer Mais 16,40
bis 16,60, La Plata 16,40—16,60, Weizenſchalen 10,75 bis
11, Weizenkleie 10—10,50, Roggenkleie 10,50—11,
Futter=
mehl 12,50—13,75, Biertreber, getrocknet, 13,50—14 Mt.;
Weizenmehl, hieſiges, Nr. 0. 32,50—32,75, feinere
Mar=
ken 33—33,25, Nr. 1 31—31,25, ’feinere Marken 31,50 bis
31,75, Nr. 2 30—30,25, feinere Marken 30,50—36,75,
Nr. 3 29—29,25, feinere Marken 29,50—29,75, Nr. 4
28—28,25, feinere Marken 28,50—28,75 Mk.:
Roggen=
mehl, hieſiges, Nr. 0 24,75—25, Nr. 1 21,75—22. Nr. 2
17,75—18 Mk.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des
1 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Aufhebung der Untererhebſtellen.
In verſchiedenen Zeitungsartikeln und Eingeſandts
wird von den Untererhebern und intereſſierten Beamten
gegen die Aufhebung der 375 Untererhebſtellen, die dem
Lande jährlich über 100000 Mk. erſparen würde, ins
Feld geführt, daß die Landbevölkerung dadurch die
Mög=
lichkeit verliere, an jedem Tag ihre Steuern uſw. an
ihrem Wohnort zahlen zu können. Um falſchen
Auf=
faſſungen vorzubeugen, ſei deshalb darauf aufmerkſam
gemacht, daß von allen heſſiſchen Gemeinden nur ca.
eine Untererhebſtelle haben und daß die anderen 600
Ge=
meinden auch jetzt ſchon an einen auswärts
wohnen=
den Untererheber zahlen müſſen. Außerdem ſei noch
darauf hingewieſen, daß die Untererheber nicht alle
Tage Zahltage haben und daß auch nicht alle 365 Tage
des Jahres als Zahltage benötigt werden, denn die
Mehrzahl der Steuerzahler hat höchſtens
ſieben=
mal im ganzen Jahr mit der ſtaatlichen Kaſſeſtelle in
Verbindung zu treten. Sachlich begründete
Be=
denken ſtehen alſo der Beſeitigung dieſer koſtſpieligen
Einrichtung nicht im Wege.
Vermiſchter.
— Zur Reſorm des Technikerrechtes.
Der Soziale Ausſchuß von Vereinen techniſcher
Privatangeſtellten, dem alle nennenswerten
Technikerverbände mit zuſammen über 100000
Mit=
ßliedern angeſchloſſen ſind, hat die Forderungen der
Techniker an die Reichsgeſetzgebung in einer
Peti=
tion an Bundesrat und Reichstag
zuſam=
mengefaßt. Die Eingabe verlangt in erſter Linie eine
rechtliche Gleichſtellung der Techniker mit den
Hand=
lungsgehilfen hinſichtlich der Gehaltszahlung und der
Abzüge vom Gehalt; Gewährleiſtung eines freien
Sonntages, Abſchaffung der Konkurrenzklauſel,
ſtraf=
rechtliche Ahndung der Abnahme des Ehrenwortes im
Dienſtvertrage und der ſogenannten heimlichen
Kon=
kurrenzklauſel. Neben dieſer Verbeſſerung des
Tech=
nikerrechtes im engeren Sinne wird eine Reform der
Gewerbegerichte nach dem Muſter der
Kaufmanus=
gerichte und die Vereinigung beider Sondergerichte zu
Arbeitsgerichten verlangt. Weiter erneuert der
So=
ziale Ausſchuß ſeine frühere Bitte um Einbeziehung
der techniſchen Angeſtellten in die Arbeitskammern
und um die Sicherung des Koalitionsrechtes durch
Be=
ſeitigung der §§ 152, 153 der Gewerbeordnung und ihre
Erſetzung durch allgemein gültige Beſtimmungen des
bürgerlichen und des Strafrechtes. Schließlich
ver=
langen die vereinigten Technikerverbände eine
Ver=
beſſerung der Reichsverſicherungsordnung derart, daß
darin auch die berechtigten Wünſche ſämtlicher
Privat=
angeſtellten auf eine ausreichende Kranken=, Unfall=.
Invaliden= Alters= und Hinterbliebenenverſicherung
Erfüllung finden.
— Neues zur Jugendfürſorge. Einen
Stägigen Inſtruktionskurſus für Leiter von
Jugendvereinigungen und ſonſtige Freunde
der ſchulentlaſſenen männlichen Jugend veranſtaltet zu
Frankfurt vom 17. bis 21. April die „Heſſiſche
Jugend=
helfervereinigung” in Verbindung mit dem „
Heſſen=
bund” und dem Frankfurter „Wartburgverein”. Die
einleitenden Hauptreferate (Ueberſicht über die
Haupt=
formen der Sammlung Jugendlicher in Geſchichte und
Gegenwart; Die religiös=ſittlichen Bedürfniſſe der
Ju=
gendlichen) hat Profeſſor Dr. Wurſter in Tübingen
übernommen. Unter den übrigen
Verhandlungsgegen=
ſtänden ſeien hervorgehoben: Religiöſe Erziehung,
Be=
rufswahl, Jugendſchutz, Bildungsarbeit unter
Jugend=
lichen, hier u. a.: Erziehliche Bedeutung von Spiel,
Turnen und Wandern, Jugendlektüre, Geſtaltung von
Familienabenden uſw. Eine Reihe von namhaften
Fachleuten haben ihre Mitwirkung in Ausſicht geſtellt.
Anfragen und Anmeldungen ſind zu richten an Pfarrer
R. Schloſſer=Darmſtadt, Roßdörfer Straße 85.
CK. Die Eiſenbahn als Mörderin. Die
ſurchtbare Eiſenbahnkataſtrophe, bei der in Kanada ein
Zug von einer Brücke in einen Fluß hinabſtürzte,
wo=
bei die Wagen durch die Eisdecke ins Waſſer glitten und
ſo die unglücklichen Reiſenden einem ſchrecklichen Tode
auslieferten, lenkt die Aufmerkſamkeit auf die große
Zahl der Unglücksfälle, die gerade die Bahnen Amerikas
alljährlich zu verzeichnen haben. Die „Interſtate
Com=
mercial Commiſſion” veröffentlicht eine neue Statiſtik,
die einen genauen Ueberblick gewährt über die
er=
ſchreckende Zahl der Menſchenopfer, die die Bahnen der
Vereinigten Staaten in der letzten Zeit gefordert haben.
In den verfloſſenen zehn Jahren ſind in der Union
nicht weniger als 47416 Menſchen durch die Eiſenbahn
getötet worden; 60000 trugen mehr oder minder
ſchwere Verletzungen davon. Dieſe grauenvollen
Zah=
ten werden zum Teil dadurch erklärt, daß die
ameri=
kaniſchen Bahnwege ungleich denen Europas nicht durch
Schlagbäume abgeſchloſſen ſind; ſelbſt in den Dörfern
und Städten gibt es keine Barriere. Das Schlimmſte
iſt, daß die Zahl der Opfer nicht abnimmt, ſondern von
Jahr zu Jahr ſteigt: 1908 wurden 4036 Menſchen ge=
kötet, 1903 5000, 1907 aber 5612, ſo daß in Amerika
täg=
lich 15 Menſchen unter den Rädern der Lokomotive ein
ſchreckliches Ende fanden. Allein das Bahnnetz der
Pennſylvania=Railroad, das die am dichteſten
bevöl=
lerte Gegend der Union umfaßt, forderte 1899: 465 Opfer,
1904: 781, 1907 aber gar 915. Während der letzten zehn
Jahre ſind nur durch die Pennſylvania=Eiſenbahn 7240
Perſonen auf den Schienen getötet worden, weil ſie trotz
der aufgehängten Warnungstafeln auf dem Bahnkörper
ſich aufgehalten hatten. Im Jahre 1908 wurden allein
auf dem Bahnnetz der Pennſylvaniahahn 11000
Per=
ſonen gerichtlich verfolgt, weil ſie ſich durch die
Warn=
ungstafeln nicht hatten abhalten laſſen, den jedem
Paſ=
ſanten zugänglichen Schienenſtrang zu betreten.
Die Ueberſchwemmung in Frankreich.
* Paris, 1. Fehr. In den meiſten
Stadt=
vierteln nimmt das Straßenkeben tagsüber ſo ziemlich
wieder das gewöhnliche Ausſehen an. Abends
allerdings gewähren die großen Boulevards und die
Hauptſtraßen wegen des Hauptmangels an
elek=
triſchem Licht ein recht troſtloſes Bild. Die meiſten
Geſchäfte waren notdürftig mit Petroleumlampen und
Kerzen beleuchtet. Die Straßen, aus denen ſich das
Waſſer bereits zurückgezogen hat, wurden den ganzen
Tag mit desinfizierenden Flüſſigkeiten beſprengt und
gereinigt. Das gleiche geſchieht in den Erdgeſchoſſen
und Toreinfahrten der überſchwemmt geweſenen Häuſer.
Vielfach ſind Hand= und Dampfpumpen tätig, un
die Keller zu entleeren; doch hat die Polizei dies in
ein=
zelnen Straßen verbieten müſſen, da befürchtet wird,
daß die Kanäle einen allzu großen Waſſerzufluß nicht
aushalten können. Die Leitung der Untergrundbahn
hat an verſchiedenen Punkten mächtige Pumpen aufge
ſtellt und wartet nur das weitere Fallen der Seine ab
um mit den Pumparbeiten zu beginnen. In allen von
der Ueberſchwemmung betroffenen Arrondiſſements
wer=
den Kleider und Lebensmittel verteilt. Es fehlt au
Lebensmitteln; an manchen Orten mangelt es
an Betten.
* Paris, 1. Febr. Der Miniſterpräſident hatte
geſtern abend eine Beſprechung mit dem Präfekten des
Seinedepartements über den baulichen Zuſtand
der Häuſer, die Sanierungsmaßnahmen und über
die Beleuchtung. Alle im Intereſſe der Bevölkerung
notwendigen Vorkehrungen werden getroffen. Das
Weichbild der Stadt leidet nicht mehr ſo ſtark unter der
Ueberſchwemmung. An der unteren Seine bei Chlichr
le Vallois iſt das Waſſer um 1 Meter
zurückge=
treten; immerhin bleibt dort die Lage noch
ſchwie=
rig. In den Straßen von Alfort Ville iſt das Waſſe
im Laufe des geſtrigen Tages um 1,10 Meter geſunken
darauf iſt der Stand während 4 Stunden unveränder
geblieben. Auf der Inſel St. Pierre ſind zehn kleinere
Häuſerbauten teilweiſe eingeſtürzt.
* Paris, 1. Febr., mittags. An der
Auſterlitz=
brücke ſteht die Seine 7 Meter 64 Zentimeter hoch,
iſt alſo im ganzen 98 Zentimeter gefallen. Im
Auſterlitzviertel fällt das Waſſer ſtark. In Faubourg=
St. Antoine wurde der Straßenbahnverkehr, wieder
aufgenommen, auch vom Kai dOrſay iſt das Waſſer
völlig verſchwunden.
Grubenunglück.
* New=Hork, 1. Febr. Wie aus Primero (
Colo=
rado) berichtet wird, wurden geſtern abend in den
Bergwerken der Colorado Fuel and Iron
Company infolge einer Exploſion 8 Bergleute
getötet. Mehr als hundert wurden verſchüttet.
* New=York, 1. Febr. Von den bei der Ex.
ploſion in den Bergwerken der Colorado Fuel
and Jron Company verunglückten Bergleuten wurden
bis heute früh 15 als Leichen geborgen. Man
be=
fürchte, daß von den noch über hundert Verſchütteten,
meiſt Slaven und Ungarn, keiner mehr am Leben iſt.
* New=York, 1. Febr. Bis heute mittag
wur=
den von den in den Bergwerken der Colorado Fuel
and Iron Company Verſchütteten 79 im
Luft=
ſchachte erſtickt aufgefunden, wohin ſie ſich
augenſcheinlich geflüchtet hatien, um dem Tod zu
ent=
rinnen. Zur Zeit der Kataſtrophen waren, wie jetzt
feſt=
ſteht, 149 Bergleute in den Gruben beſchäftigt.
Literariſches.
— Einen wertvollen Berater für alle ſtändigen
oder gelegentlichen Inſerenten hat die bekannte
An=
noncen=Expedition Invalidendank,
Ber=
lin W ſoeben mit ihrem Zeitungs=Katalog
pro 1910, verbunden mit einem Kalendartum,
her=
ausgegeben. Als ſehr weſentliche Neuerung enthält
der Katalog die Angaben, an welchen Tagen im
Mo=
nat bezw. der Woche die einzelnen illuſtrierten Blätter
und Fachzeitſchriften erſcheinen, was von allen
Inſe=
renten dankbar anerkannt werden wird. Das
vor=
nehm ausgeſtattete und dabei handliche Werk führt in
zuverläſſiger, überſichtlicher Reihenfolge faſt ſämtliche
Tageszeitungen, illuſtrierte Blätter; und
Fachzeit=
ſchriften der Welt auf, ſodaß es jedem, der in die Lage
kommt, zu inſerieren, an Hand dieſes Katalogs
mög=
lich iſt, ſich ſchnell und ſicher zu orientieren. Die
wohl=
tägigen, gemeinnützigen Beſtrebungen des
Invaliden=
dank ſind bereits allgemein bekannt. Die
Ver=
ſendung des Kataloges an
Inſerenten erfolgt
gratis und franko von der Zentrale des „
Invaliden=
dank” in Berlin W. 8, Unter den Linden 24, oder von
einer der nächſten Geſchäftsſtellen.
Monatshefte. Unter dieſem Titel
hat der Verlag der „Rheinlande” G. m. b. H. zu
Düſſel=
dorf, ſeine rühmlichſt bekannte Zeitſchrift „Die
Rhein=
lande, Monatsſchrift für deutſche Art und Kunſt” mit
dem Januar dieſes Jahres ihren 10. Jahrgang begonnen.
Redaktion und Verlag dieſer überaus feinſinnig und
kraft=
voll redigierten, in gleicher Weiſe Kunſt und Dichtung
be=
handelnden Monatsſchrift haben ſich entſchloſſen, mit
Be=
ginn dieſes Jahrganges die Zeitſchrift ihrem Inhalt nach
noch weiter auszubauen, ſo daß ſie ſich an jeden Deutſchen
wendet, der ſeine geiſtigen und künſtleriſchen Intereſſen
nicht ſpezialiſieren, ſondern am geſamten Kunſtleben
un=
ſeres Vaterlandes teilnehmen will. Die „Deutſchen
Mo=
natshefte” ſind unter den führenden Zeitſchriften
Deutſch=
lands mit eine der billigſten, trotzdem ſie eine der
reich=
haltigſten ſind und um der Güte ihrer Drucke willen ſchon
unter dem alten Titel rühmlichſt bekannt waren.
— Griebens Reiſeführer. Band 79: Die
Riviera. (3,50 Mk.) Verlag von Albert Goldſchmidt
in Berlin W. Die Neuauflage der Riviera hat eine
gründliche Umarbeitung erfahren, ſowohl inbezug auf
den Text als auf die Karten. Das Hauptaugenmerk
des Verfaſſers, der ein wirklicher Kenner des Landes
iſt, wurde darauf gerichtet, das Buch überſichtlich und
möglichſt knapp in der Form zu geſtalten, jedoch dabei
ausführlich genug, um alle wichtigen Punkte
ein=
gehend zu erörtern. Beſonders wurde auf die praktiſche
Benutzbarkeit des Führers geachtet. Dem Kartenmate=
Nummer 27.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Seite 7.
von Mk. 1,10 an
per Meter
porto= u. zollfrei
in ſchwarz, weiß und farbig,
für alle Lebenszwecke (K19292,30) 2
Verlangen Sie Muſter. G. Henneberg, Hlllich
rial — von Fachleuten gründlich und ſachgemäß
be=
arbeitet, wurden ein neuer Plan von Monte Carlo=
Condamine=Monaco und ein neuer Plan von Piſa
bei=
gegeben, ſowie eine Karte vom Eſtörel=Gebirge, die vor
allem unternehmungsluſtigen Touriſten treffliche
Dienſte leiſten dürfte.
Oeſterreicher: Literariſche Eſſays von
Erich von Schrötter. Preis geb. 2 Mark. Im
Verlag von Karl Graeſer u. Cie. in Wien wurde
ſo=
eben eine Sammlung literariſcher Eſſays herausgegeben,
die den vielverſprechenden Titel „Oeſterreicher” trägt.
Ein junger Schriftſteller, Erich von Schrötter, hat es
unternommen, zehn öſterreichiſche Literaten aus älterer
Zeit zu porträtieren. Von Liebe für ſeine Heimat und
ſein Volk beſeelt und überzeugt von der Bedeutung
Deutſch=Oeſterreichs für die deutſche Geſamtlireratur,
will er die Aufmerkſamkeit der Literaturforſcher und
des großen Publikums auf eine Reihe charakteriſtiſcher
Erſcheinungen des öſterreichiſchen Schrifttums lenken.
Er hat es trefflich verſtanden, ein Büchlein zu ſchaffen,
das in keinem gebildeten öſterreichiſchen Hauſe fehlen
ſollte und das auch über die Grenzen der Habsburgiſchen
Monarchie in den deutſchen Stammländern Beachtung
verdient. Unparteiiſch ſucht der junge Schriftſteller den
verſchiedenſten Beſtrebungen gerecht zu werden, ſofern
ſie nur von wahrem Ernſt und ehrlicher Ueberzeugung
getragen ſind und der Philoſophie, Literatur und Kunſt
eine wirkliche Bereicherung und Vertiefung verſprechen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 1. Febr. Die japaniſche
Sonder=
geſandtſchaft iſt unter Führung des Prinzen
Fu=
ſchimi hier eingetroffen.
* Berlin, 1. Febr. Der Kaiſer und die
Kaiſe=
rin empfingen heute mittag in Gegenwart des
Kron=
prinzen und der Kronprinzeſſin, des Reichskanzlers
und des japaniſchen Botſchafters den
japa=
niſchen Prinzen Fuchimi und ſeine Gemahlin, die
für die Majeſtäten und das Kronprinzenpaar koſtbare
Geſchenke, japaniſche Kunſtgegenſtände, überreichten.
Nach der Audienz fand Frühſtückstafel ſtatt.
* Berlin, 1. Febr. In der Sitzung des
Bundes=
rats wurde dem Geſetzentwurf über den Abſatz von
Kaliſalzen nach dem Antrage der Ausſchüſſe
zu=
geſtimmt.
* Leipzig, 1. Febr. Das Reichsgericht
ver=
warf die Reviſion des Kaufmannes Oswald
Gro=
ßer=Steglitz, der am 11. Dezember 1909 vom
Schwur=
gericht zu Leipzig wegen vollendeten und verſuchten
Totſchlages zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden
war. Großer hatte am 16. November 1908 im
Reichs=
gericht den Rechnungsrat Straßburg erſchoſſen und einen
Reichsgerichtsrat verwundet.
* Brünu, 1. Febr. In Palowitz bei Jamnitz wurde
der als Knecht auf einem Meiereihof bedienſtete ruſſiſche
Untertan Michael Malek verhaftet unter dem
Ver=
dachte, an der Familie Waſielewska in Boguslawice
in Preußen den achtfachen Raubmord begangen
zu haben.
* Paris, 1. Febr. Bei dem heutigen Miniſterrate
äußerte Miniſter Pichon ſich über die durch die
Kriſe mit Griechenland geſchaffenen
Schwierig=
keiten und die Erſchwerungen der Beziehungen
zwi=
ſchen Athen und Konſtantinopel. Der Miniſter
berich=
tete über den Stand der Verhandlungen zwiſchen den
Mächten, die auf eine Löſung der gegenwärtigen
Schwierigkeiten im Orient vermittels gemeinſamer
Maßnahmen abzielen und von den Schwierigkeiten, die
durch neue Ereigniſſe, die ſich aus der Einberufung
der Nationalverſammlung von Griechenland ergeben
könnten, noch vermehrt werden würden.
* Konſtantinopel, 1. Febr. Die Kammer nahm
eine Geſetzesvorlage an, durch die die Regierung
er=
mächtigt wird, für die Bezahlung der vier
Torpedo=
bootszerſtörer zu haften, die aus dem Erlös der
Samm=
lungen für die Flotte angekauft werden ſollen. Nach
einer Blättermeldung beſchloß die Regierung, zwiſchen
Aſir und Yemen, ſowie Konſtantinopel eine
Verbind=
ung durch drahtloſe Telegraphie herzuſtellen.
* Melilla, 1. Febr. Hier iſt eine Abordnung
der bedeutendſten Stämme, darunter die Delegierten
von Ulad Setu, Beni Buayani, Beni bu Ifrur,
erſchie=
nen, um ihre Unterwerfung anzubieten.
* Kairo, 1. Febr. Der Aviatiker Mortimer
Singer ſtürzte heute auf dem Flugplatz von
He=
liopolis mit ſeinem Apparat ab. Er erlitt einen Bruch
beider Beine, ſowie eines Armes und Verletzungen
an der Bruſt.
Henneberg=Seide
Eine Wohltat
(149a
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Eine intereſſante Mitteilung
von erfahrener Seite. Sömmerda i. Thür., 27. Juli.09.
Ich habe „Bioſon” nach Vorſchrift für ein mittelloſes, älteres
Mädchen angewendet, das infolge allgemeiner Nervoſität
mit dem bekannten Gefolge von Mattigkeit, Mangel an
Schlaf, an Eßluſt, Kopfſchmerzen, Reizbarkeit u. dergl. ſehr
heruntergekommen war, u. habe mit „Bioſon”
ausgezeich=
neten Erfolg erzielt u. zwar war dies keine vorübergehende
Beſſerung, denn die betreffende Perſon iſt bis heute, es
ſind nun etwa 4 Monate, von allen erwähnten Uebeln
ganz befreit. Auch ihr Allgemeinbefinden hat ſich ſehr
gebeſſert. Sie ſchläft gut, hat Appetit u. die Arbeit macht
ihr Freude. Sie nahm im ganzen 3 Pakete „Bioſon” u.
hat etwa 8 Pfund zugenommen. Am Geſchmack des
„Bioſon” hatte ſie nichts auszuſetzen, konnte im Gegenteil
kaum die Zeit erwarten, in welcher ihr das Getränk
zu=
bereitet wurde. Durch die in dieſem Falle wahrnehmbare
Bluterneuerung iſt dem armen kranken Mädchen alſo
wirk=
lich erſichtlich geholfen. — Auch habe ich ſeither „Bioſon”
mehrfach bei Erwachſenen und Kindern mit gutem Erfolg
empfohlen, finde es auch wohlfeil im Verhäitnis zu
ähn=
lichen Kräftigungsmitteln. Hochachtungsvoll! Bertha
Heider, Gemeindeſchweſter. Unterſchrift beglaubigt:
Hugo Dietze, Notar. „Bioſon” iſt das beſte u. billigſte
Kräftigungsmittel. Paket 3 Mk. in Apotheken u.
Dro=
gerien. Man frage ſeinen Arzt.
(2691 D
Beim Rauchen.
(11150k
Es ist merkwürdig und gewiss den meisten Frauen
unverständlich, dass so viele Männer am Rauchen
Gefallen finden können. Und doch muss ein eigener
Genuss darin liegen, den sogar manche Frau nicht
gerne mehr missen möchte.
Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach
dem grösseren oder kleineren Genusse derselben im
Munde und Rachen des Rauchers jedesmal ein
un-
angenehmes kratzendes Gefühl, das nur zu leicht sich
festsetzen und in hartnäckigen Rachenkatarrh ausarten
kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und
zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach
be-
endeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-
Tabletten im Munde langsam zergehen zu lassen.
Sofort verschwindet die unanegnehme Beigabe des
Rauchens, der Mund und Atem werden wieder frisch
und angenehm. Jeder Raucher sollte daher Wybert-
Tabletten beständig bei sich führen. Wybert-Tabletten
können in allen Apotheken in Originalschächteln
à Mk. 1.— bezogen werden. Depots in Darmtadt:
In sämtlichen Apofheken; Germania-Drogerie, Mühlstr. 78:
Minerva-Drogerie, Ecke Karl- u. Hügelstr.; Medizinal-
Drogerie von Fr. Beckenhaub, Ecke Schul- u. Kirchst.,
und Drogerie von C. Watzinger, Wilhelminenstr. 11.
Friedrich Warnecke
Rheinstrasse 1 — Darmstadt
Saison-Ausverkauf!
Buckskins — Manufakturwaren
Weißwaren — Ausstattungen
Wäsche.
(2263a
Gin Doppelwaggon Chaſalla=Normalſtiefel für die
Chaſalla=Schuhgeſellſchaft m. b. H. in Berlin
be=
ſtimmt, wurde dieſer Tage ſeitens der Firma G.
Engel=
hardt & Co. in Kaſſel, wo dieſes ſeit Jahren rühmlichſt
bekannte, überall beſtens eingeführte, ärztlich empfohlene
Schuhwerk hergeſtellt wird, verladen. — Derartige
Trans=
porte ſind übrigens nichts ſeltenes, erſt kürzlich wurde
ein Waggon Chaſalla=Stiefel für eine Firma nach
Düſſeldorf verladen, gewiß ein ſprechender Beweis für
die hohen Vorzüge des Chaſalla=Fabrikates.
(2583
Bestellungen
auf das
1
Darmstädter Jaablat
mit illustriertem Unterhaltungsblatt
werden von allen Kaiserl. Postanstalten,
Briefträgern, von der Expedition (Rheinstr. 23)
den Zeitungsträgerinnen, sowie von den
Agenturen jederzeit entgegengenommen.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Heute verſchied infolge eines Herzſchlages
mein lieber Gatte, unſer lieber Vater und
Großvater
(2701
Gottlieb Schneider
Monteur i. P.
im Alter von 77 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Kath. Schneider
und Kinder.
Darmſtadt, 1. Februar 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Febr.,
vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne des
Ver=
ſtorbenen.
Todes-Anzeige.
Heute entſchlief ſanft nach längerem Leiden
im 81. Lebensjahre unſere gute Mutter,
Groß=
mutter und Schwiegermutter
(B2713
Frau Marie Schildt Wwe.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Friedrich Schildt.
Darmſtadt, den 1. Februar 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
3. Febr., nachmittags 2 Uhr, von der
Leichen=
halle des Beſſunger Friedhofes aus.
Airi
A
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Montag früh: Das
weſt=
liche Tiefdruckgebiet zieht in der Hauptſache, wie die
heutigen Telegramme erkennen laſſen nordwärts ab,
ſo daß unſere Witterung unter der Herrſchaft des
lang=
ſam oſtwärts wandernden Hochdrnckgebietes bleibt;
in=
folge Ausſtrahlung iſt daher die Temperatur bis 4 und
5 Grad Kälte geſunken. Da von Weſten her flache
Rand=
wirbel der großen Zyklone norgen heranziehen
wer=
den, iſt mit geringen Schneefällen zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen am Miitwoch, den 2. Febr.:
Anhaltend Froſt, doch etwas milder und geringer
Schnee.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Huſarenfieber”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Verſammlung des Frauenvereins der Südoſtpfarrei
der evang. Stadtgemeinde um 5 Uhr im
Gemeinde=
haus, Kiesſtraße.
Hauptverſammlung des Kriegervereins um ½9 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Monatsverſammlung des deutſchen und öſterr
Alpenvereins um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”.
Karnevaliſtiſche Unterhaltung um 8 Uhr im
Reſtaurant „Zur Oper”.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Reiſe des Forſchers
Fric zu den Indianern Südamerikas).
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 3. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des K. Henkelmann (
Emil=
ſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Stamm= und Stangenholz=Verſteigerung um
10 Uhr im Roßdörfer Gemeindewald; Zuſammenkunft
auf der Kubig.
Großh. Landesmuſeum. Geöffnet Sonn= und
Feiertags von 10—1 Uhr und 2—4 Uhr, Freitags
von 10—1 Uhr, ſowie Mittwochs von 2.—4 Uhr
eintrittsfrei; Dienstags, Donnerstags und Samstags
von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldackel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: J. Kreſt, ſämtlich in Darmſtadt.—
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Pilsnereu C
Münchner
fein
Her-Abert
äe
Verbrerbrere
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Nummer 27.
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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
21)
Herr, ich bitte Euch, nehmt es doch nicht ſo, bat
Dorret mit angſtvoller Stimme. Seht, ich begreife ja
nur zu gut, was Euch vom Gorlingshof fernhält. Ihr
liebt ihn nicht, Euren ſtolzen und herriſchen Bruder,
und es mag Euch eine Qual ſein, ſeine Gaſtfreundſchaft
anzunehmen. Aber im Dorf ſchwirren ſchon allerlei
Gerüchte, daß Ihr die Heirat Eures Bruders mit
Un=
dine nicht gebilligt, und daß Ihr darum in
Todfeind=
ſchaft mit Graf Reimar lebtet. Man hat die
vergeb=
lichen Verſuche Eures Bruders, Euch in den
Gorlings=
hof zu bringen, wohl bemerkt, und man raunt ſich nun
zu, daß Undine die Urſache der Entzweiung iſt. Um
Undines Willen, Herr, macht Frieden mit Eurem
Bruder.
Und das ſagt Ihr mir, Dorret, aus deren Augen
tödlicher Haß leuchtet, wenn nur der Name meines
Bruders genannt wird? Ihr ſelber weiſt mich zu ihm?
Was tat er Euch übrigens, daß Ihr ſo unduldſam gegen
ihn jeid?
Er nahm mir das Liebſte, was ich auf Erden beſaß,
Undine! Sie, die meine Kindheit behütete, die meinem
Leben Sonnenſchein gab, der ich es zu danken habe, daß
ich nicht wie andere Mädchen meines Standes unwiſſend
durch das Leben gehe, die geſchaffen iſt, zu beglücken,
wie ſelten ein Weib, die feſſelte er grauſam in dem
Ge=
fühl des Ueberlegenen, dem die Macht dazu gegeben, an
ſich, und machte ſie elend, grenzenlos elend.
Woher wißt Ihr, daß Undine elend iſt? Hat ſie es
Euch verraten?
Nein, Undine iſt eine viel zu verſchloſſene und
ſtolze Natur. Schweigend trägt ſie ihr Leid, und
ſchwei=
gend wird ſie daran zu Grunde gehen.
Es zwang ſie niemand zu der Ehe.
Doch, die Verhältniſſe zwangen ſie, und Euer
Bru=
der nützte erbarmungslos die Notlage, und darum haſſe
ich ihn!
Dorret hatte die Worte, dunkel erglühend,
hervor=
geſtoßen.
Mit Staunen und Bewunderung hing Timms Auge
an den ausdrucksvollen Zügen des Mädchens, das jetzt
energiſch das Buch zuklappte, aufſtand und ans Fenſter
trat.
Wenn ich fortgehe, Dorret, begann Timm, ſo werde
ich immer an Eure Wiedingharde wie an einen
wohli=
gen, ſommerhellen Traum zurückdenken. Als in der
dunklen Sturmnacht unſer Schiff da drüben an dem
Felſen zerſchellte, als mir ſchon jede Hoffnung auf
Reitung geſchwunden, und ich, von einer Schiffsplanke
getröffen, bewußtlos zuſammenbrach, da erwachte ich
hier zu einem neuen, lichtvollen Leben. Und das danke
ich Euch und Eurem Oheim.
Nein, Eurem Bruder, Herr. Er war es, der die
Schiffer zwang, in Nacht und Graus hinanszufahren,
die Verunglückten zu retten.
Ihr verteidigt ihn, Dorret?
Nein, Herr, ich bin nur ehrlich. Wie kam es nur,
daß Ihr in der Sturmnacht auf das fremde Schiff
ge=
rietet, das am Felſenriff zerbrach? Es war ein
Kauf=
fahrer, Herr.
Gref äinmn uche.
Ich ſah zufällig das Fahrzeug und hörte, daß es
ſeinen Kurs nach hier nehme. Unſere „Amazone” lag
in Hamburg vor Anker. Vier Wochen hatten wir Raſt.
Da drängte es mich plötzlich ungeſtüm nach dem
Gor=
lingshof. Heimlich — ich ſchäme mich faſt, es zu ſagen,
Dorret — wollte ich hier ans Land ſteigen, um zu
er=
kunden, wie die ſeltſame Ehe meines Bruders ſich
ge=
ſtaltet.
Darum alſo trugt Ihr nicht die Marine=Uniform,
ſondern den Schiffer=Anzug, der mich einen Augenblick
irre machte, ob Ihr wirklich der Brnder des neuen
Herrn wäret. Ihr hattet doch Urlaub.
Der Kommandant gab ihn bereitwilligſt, als er
hörte, daß die Beſitzung meines Bruders in der Nähe
liege. Nun ſchwimmt die „Amazone” ſchon lange
wie=
der auf dem weiten Meer, und der Arzt meint, vor
dem Frühjahr wäre nicht daran zu denken, daß ich
wie=
der Dienſt tun könnte. Ich möchte mich ſelber züchtigen
für meinen Leichtſinn, der das ganze Unglück anrichtete,
das mich hier nun feſthält und zur Untätigkeit
ver=
dammt.
Eure Wunde heilt gut, Herr. Ihr ſolltet froh ſein,
daß Ihr Euer Leben gerettet habt.
Es hat kaum Wert für mich, Dorret. Doch das
ver=
ſteht Ihr nicht, und es iſt gut, daß Ihr es nicht
begrei=
fen könnt.
Da kommt Undine, rief Dorret lebhaft, vom
Fen=
ſter zur Tür eilend. Mutig kämpft ſie gegen den Wind.
Seht doch, Herr!
Ein heißes Erröten flog über das blaſſe Antlitz des
Kranken.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Fehruar 1910.
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Vom Herde her aber klang die Stimme Ekke
Thorn=
ſens:
Marnar Randolts Tochter ſchreitet ins Haus. Nun
kommen die Schatten.
Er horchte aufmerkſam nach der Tür, in welche
ſo=
eben Undines hohe Geſtalt trat, die es lächelnd duldete,
daß Dorret ſie leidenſchaftlich in ihre Arme ſchloß.
Du kommſt ſpät in dieſes Haus, Marnars Tochter,
begrüßte ſie Ekke Thornſen, die Augen unbewegt auf
die junge Frau gerichtet, die etwas ſcheu, wie in Furcht,
zu der Greiſengeſtalt im weißen Haar herüberblickte.
Achte nicht auf den Grootvader, flüſterte Dorret.
Er hat heute ſeinen ſchlimmen Tag.
Undine trat lächelnd auf Timm zu und ſprach, ihm
die Hand reichend:
Dorret wird mir ja böſe ſein, aber ich möchte Sie
dennoch auf den Gorlingshof entführen.
Timm ſchüttelte abwehrend das Haupt.
Sie ſollen mich nicht quälen, Undine. Wenn mich
Dorret noch ein Weilchen behalten will, ſo bleibe ich
gern noch, bis ich erſt ein wenig kräftiger geworden, in
der Wiedingharde.
Ihr Bruder wünſcht es ſo ſehr, daß Sie jetzt unſer
Gaſt werden. Warum erzürnen Sie ihn, Timm? Es
erſchwert doch nur das Leben.
Timm lachte bitter.
So? Haben Sie das auch ſchon empfunden? Quält
er Sie auch, wie er mich gequält hat?
Timm ballte die abgemagerten Hände, und
fieber=
haft glänzten ſeine Augen.
Undine legte ihre Hand beruhigend auf Timms
brennende Stirn.
Wer wird denn ſo ungebärdig ſein?
Ich will nicht, daß er Ihr Leben ſo elend macht, wie
er das meine gemacht hat. Ich will es nicht, kam es
ge=
preßt aus Timms Munde,
Verſcherzte Jugend iſt ein Schmerz
Und einer ew’gen Sehnſucht Hort.
Nach ſeinem Lenze ſucht das Herz.
In einem fort, in einem fort!,
klang es feierlich vom Herde herüber.
Wie ein Prophet ſtand Ekke Thornſen, weit den
Arm ausgeſtreckt, in den blauen Augen ein ſeltſames
Leuchten und Funkeln.
Ein Schauer ging durch die Seelen der drei jungen
Menſchenkinder, die ſcheu und furchtſam des Alten Tun
verfolgten.
Sie dürfen hier nicht bleiben Timm, flüſterte
Un=
dine. Hören Sie doch. Dorret braucht Sie auch nicht
zu miſſen. Sie wird jeden Tag zu uns auf den Gor
lingshof kommen, den ſie jetzt meidet, nicht wahr,
Lieb=
ling?
Ein dunkler Blick aus Dorrets Augen flog zu
Un=
dine. Ein großes, erſtauntes Fragen und ein
hoff=
nungsloſes Erſchrecken, dann aber lächelten Dorrets
Lippen mühſam, als ſie leiſe antwortete:
Wenn Graf Reimar nicht daheim, bin ich gern bei
Dir, Undine.
Undine ſchüttelte leiſe wie unwillig den feinen
Kopf mit der roten Haarwucht, die ſich ſo goldflimmernd
um die weiße Stirn bäumte.
Was macht Ihr mir beide das Leben ſo ſchwer,
ſeufzte ſie. Sie, Timm, mit Ihrer Härte, und Du,
Dor=
ret, mit Deinem Starrſinn. Der ewige Kampf macht ſo
müde, ſo todmüde.
Timm griff voll Reue nach Undines Hand und
führte ſie an ſeine heißen Lippen.
In demſelben Augenblick erſchien eine dunkle
Män=
nergeſtalt im Rahmen der Tür.
Guten Abend, tönte eine herriſche Stimme, und
Graf Reimar Randolt trat in den Kreis. Ei, das trifft
ſich ja gut, daß ich Euch alle beieinander finde.
Undine ſah voll Beſorgnis die Zornesfalte auf der
braunen Stirn ihres Gatten, der da ſo plötzlich in der
Stube ſtand.
Errötend entzog ſie Timm ihre Hand, die er noch
immer in der ſeinen hielt.
Verzeiht mein Eindringen in dieſes Haus, wandte
ſich Graf Reimar an Dorret — ſeit jener Sturmnacht,
wo ſie zuſammen hinausgezogen waren, den Bruber
zu retten, hatte er ſie nicht mehr, wie es landesüblich,
„Du” genannt — aber ich hörte daß meine Frau zu
Euch gegangen: Da kam ich auch.
Ekke Thornſens Haus ſteht Euch offen, tönte die
Stimme des Alten. Aber hütet Euch, Herr. Nur wer
als Freund kommt, dem wird es zum Segen, wer als
Feind kommt, dem wird es zum Fluch.
Betreten wich Graf Reimar einen Schritt zurück.
Undines Augen waren voll Unwillen auf. ihn gerichtet.
Sie glaubte wohl, daß er ihr nachſpüre? Graf
Rei=
mar wurde ganz rot bei dieſem Gedanken.
Wie geht es Dir, Timm? fragte er raſch, zu dem
Bruder tretend und ihm herzlich die Hand reichend. Ich
ſehe, Schön=Dorret hat Dich brav gepflegt, aber ich hoffe,
Du erfüllſt nun unſer aller Wunſch und kommſt zu uns
in den Gorlingshof.
Nein, gab Timm zurück. Niemals. Laß das,
Rei=
mar. Warum wollen wir die alten Geſchichten
auf=
rühren? Unſere Wege führen abſeits voneinander.
(Fortſetzung folgt.)
Tigaretten-Fabrik„ Klos‟o E. Robert Böhme, Dresden,
Lieferant der französischen Tabak-Regie.
Nummer 27.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Seite 11,
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Broſche aus gelbem Metall und farbigen Steinen. 1 Doublegold=
Armband. 1 Zehnmarkſtück. 1 Portemonnaie mit Inhalt. 10 Loſe der Königl. Preuß.
Klaſſenlotterie. 1 ſilberne Vorſtecknadel mit hellgelbem Opal. 1 rotes Portemonnaie
mit Inhalt. 1 Schrotleiter. 1 Kinder=Gummiſchuh. 1 großer Schlüſſel. 1 kl.
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1 mittelgroßer Schlüſſel mit Türſchild. 1 angefangener brauner Strickſtrumpf. 1 braunes
wollenes Halstuch mit bunten Streifen. 1 ſchwarzer Kinder=Pelzkragen. 1 Metermaß.
1 Zwicker mit Futteral. 1 dunkles Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inh. 1
Dienſt=
buch, auf den Namen Marie Weber lautend. 2 braune Haarpfeile. 1 mittelgroßer
Schlüſſel, 1 Streifen roſaroten Stoff. 1 Zehnmarkſtück.
Im Monat Januar im Großh. Hoftheater liegen geblieben und bei der
dortigen Verwaltung in Verwahr:
1 länglicher blauer, in Gold gefaßter Anhänger.
1 Opernglas. 1 Opernglas=Futteral. 1 rotledernes Portemonnaie mit Inhalt. 1 kleines
ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 7 Paar Handſchuhe in verſchiedenen Farben.
4 einzelne Handſchuhe. 9 Taſchentücher, 6 ohne Zeichen, 3 gez. M., K., M.
Im Orpheum liegen geblieben und von der Direktion abgeliefert: 1 Knaben=
Schildmütze. 1 Zigarren=Etui. 1 Opernglas=Futteral. 1 Paar braune und 1 Paar
ſchwarze Handſchuhe. 1 weißer, 1 brauner und 1 gelber Handſchuh. 1 ſchw. Schleier.
Verloren: 1 weißer Kinder=Pelz. 1 gold. Broſche (Kleeblatt mit 4 hellen Opalen.
Jagdſtuhl. 1 ſchwarzer Spitzenſchal (Handarbeit). 1 goldenes Glieder=Armband mit
2 Anhängern. 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit vergoldetem Schloß und 4 Mk.
Inhalt. 1 Bluſennadel (ſilberne Stange mit einem Topas). 1 brauner Krimmer=
Hand=
ſchuh mit Lederbeſatz. 1 goldenes rundes Medaillon mit Herren=Photographie. 1 gold.
Buſennadel in Dreieckform. 1 dunkles Portemonnaie mit 18—20 Mk. Inhalt. 1
dunkel=
grünes Portemonnaie mit 5 Mk. Inhalt und Invalidenmarken. 1 ſchwarzer
Gummi=
gürtel mit viereckiger Schnalle. 1 neues bräunliches Damen=Portemonnaie mit 2—3 Mk.
Inhalt. 1 braunes Portemonnaie mit 30—50 Pfennigen Inhalt. 1 ſilberne Damen=
Uhr mit Goldrand und langer ſilberner Kette. 1 ſilbernes Ketten=Armband. 1 rotes
Damen=Portemonnaie mit über 3 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzledernes kleines Damen=
Porte=
monnaie mit 8,55 Mk. Inhalt. 1 hellbraunes Damen=Portemonnaie mit einigen Pfg.
Inhalt. 1 einzelner Herren=Gummiſchuh. 1 hellblauer Anhänger. 1 Krawattennadel
aus blauem Email. 1 hellbraunes Damen=Portemonnaie mit 1,50 Mk. Inhalt. 1 ſilb.
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in Schlangenform.
Paar blaue Kinder=Handſchuhe. 1 goldenes Ketten=Armband.
1 grauer Damen=Pelz. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 8 Mk. Inhalt. 1 gold. Zwicker.
1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 1,47 Mk. Inhalt. 1 kleines dunkles Portemonnaie
mit 80 Mk. Inhalt.
Double=Kneifer. 1 Bierzipfel. 1 Geldtaſche mit etwa 2 Mk. Inh.
Zugelaufen bei Privaten: 1 Foxterrier, 1 weißer u. gelber Boxer. 1 junge Katze.
Entlaufen: 1 kleiner ſchwarzer Hund mit weißer Bruſt u. Pfoten. 1 ſchwarzer
Dachshund.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
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iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Spitzhund.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung,
betreffend das Rollſchuhlaufen auf den Straßen.
Das Rollſchuhlaufen auf den öffentlichen Straßen und Plätzen dahier hat in letzter
Zeit derart zugenommen, daß ſchon häufig Klagen über erhebliche Beläſtigungen des
Publikums und Verkehrsſtörungen laut geworden ſind. Beſonders das Laufen auf den
Fußſteigen und das Lärmen der Läufer gibt berechtigten Anlaß zu Beſchwerden.
Ohne den Wert des Rollſchuhlaufens zu verkennen und ohne dieſem Sport
grundſätzlich Schwierigkeiten bereiten zu wollen, können wir doch die Art und Weiſe,
wie dieſer Sport von einem Teile der Rollſchuhläufer ausgeübt wird, im Intereſſe der
allgemeinen Sicherheit und Ordnung nicht dulden. Wir glauben jedoch, daß es
vor=
läufig ohne Erlaß einer beſonderen Polizeiverordnung genügen wird, wenn wir die
Eltern der rollſchuhlaufenden Kinder hiermit erſuchen, auf eine Beſeitigung der
Aus=
wüchſe nachdrücklichſt hinzuwirken, damit das Laufen auf den Fußſteigen, das läſtige
Lärmen während des Laufens und das Laufen in Reihen und Ketten künftighin
unterbleibt.
Die Schutzmannſchaft iſt angewieſen, auf den Befolg dieſer Mahnung zu achten
und gegebenenfalls gegen die Rollſchuhläufer einzuſchreiten, insbeſondere ſie von den
Fußſteigen zu verweiſen.
Darmſtadt, den 28. Januar 1910.
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Dr. Kranzbühler.
Verkaufspreiſe der Sleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Rekden;ladt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innun
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80 „
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„ 80 „
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Hammelfleiſch,
„ 80 „
„ 2 „. 60 „
Bruſt .
½, „ 96 „
Schweinefleiſch (Bratenſt.) „
Bauchläppchen .
7 „ 90 „
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „
2 „ 100 „
Speck, geräuchert
„, 7, „ 110 „
Dörrfleiſch
. per ½ kg 110 Pfg.
Schinken m. Bein . . „
„ 110
Rollſchinken
½ „ 130 „
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
½ „ 90 „
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
90
Leber= und Blutwurſt. „ ½ „ 72 „
Brennholz-Verſteigerung Nr. XII
(Stadtwald).
Freitag, den 4. Februar I. Js., morgens 9 Uhr, werden im Saale hieſiger
Turngemeinde, Woogsplatz 5, verſteigert:
In Darmſtädter Tanne (Forſtwart Ahlheim, Kahlertſtraße 12) aus den
regel=
mäßigen Hieben in Bürgerſchlag Abt. 29, 30, 18, ſowie in verſchiedenen Schlägen
das Dürrholz (von Nr. 1403 bis 1630):
Kiefern: Scheiter: 136 rm; Knüppelreiſig: 53 rm (darunter 12 rm Eichen);
Stöcke: 51 rm (grob) und 39 rm (fein).
II. In Beſſunger Tanne (Forſtwart Geriſch, Heidelbergerſtraße 112) aus der
Durch=
forſtung in Eichbaumeck Abt. 38 (Nr. 526 bis 653), ſowie aus verſchiedenen
Ab=
teilungen das Dürrholz (von Nr. 654 bis 804):
Kiefern: Scheiter: 130 rm; Knüppel: 5 rm; Knüppelreiſig: 138 rm; Stöcke:
50 rm (grob).
Unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert.
Aus den beiden Tannen finden weitere Brennholzverſteigerungen nicht mehr ſtatt.
Darmſtadt, am 24. Januar 1910.
(2333fm
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Brennholz=Verſteigerung.
Donnerstag, den 10. ds. Mts., von vormittags 9 Uhr an,
werden in dem oberen Lokale der Turngemeinde dahier (Woogsplatz 5), aus
Do=
manialwald=Diſtrikt Beſſunger Forſthaus (Katzenſchneiſe, Salmerſeekopf, Stockſchlag
und Haſenruh verſteigert:
Nutzſcheiter (rund), rm: 8 Hainbuchen, 3 Erlen; Scheiter, rm: 328 Buchen,
32 Hainbuchen, 78 Eichen, 7 Birken, 12 Erlen, 2 Aſpen, 1 Linden; Knüppel,
rm: 75 Buchen, 40 Hainbuchen, 1 Eſchen, 18 Eichen, 2 Birken, 5 Erlen,
Reiſig, Wellen: 4220 Buchen, 1810 Hainbuchen, 410 Eichen, 90 Birken,
130 Erlen, 10 Aſpen, 30 Linden, 220 Fichten; Stöcke, rm: 9 Buchen, 25
Hain=
buchen, 6 Eichen, 5 Erlen, 4 Fichten; Stocke, fein zerkleinert, rm: 73 Buchen,
19 Eichen.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung einzuſehen. Großh.
Förſter von der Au zu Beſſunger Forſthaus und Forſtwartaſpirant Kirſchner
da=
hier werden dasſelbe auf Verlangen vorzeigen. Das Holz mit blau unterſtrichenen
Nummern kommt nicht zur Verſteigerung.
Darmſtadt, 1. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
(2674mi
Holzverſteigerung.
Montag, den 7. und Dienstag, den 8. Februar,
jedesmal vormittags von 9 Uhr an, ſollen in der Günther’ſchen Gaſtwirtſchaft in
Roßdorf aus den Diſtrikten Gebrannte Schlag und Rinkenbuſch verſteigert werden:
Stämme: 6 Eichen — 1,34 cbm, 25 Lärchen — 4,43 cbm; Derbſtangen:
9 Lärchen. Ferner Scheiter rm: 283 Buchen, 82 Eichen, 8 Kiefern; Knüppel
rm: 327 Buchen, 82 Eichen, 15 Kiefern; Reiſig H. W.: 84 Buchen, 25 Eichen,
4 Kiefern; Stöcke rm: 147 Buchen, 130 Eichen, 4 Kiefern.
Am erſten Tag kommen die Nutzholznummern 68 bis 96 und die
Brennholz=
nummern 303 bis 570, am zweiten Tag die Nutzholznummern 97 bis 102 und
die Brennholznummern 571 bis 810 zum Ausgebot.
Das mit F gezeichnete Holz wird nicht verſteigert.
Ober=Ramſtadt, den 31. Januar 1910.
(2640
Großherzogliche Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 3. d. M., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
10 Ballen Hemdentuch, 4 Säcke Mehl, 1 Halbverdeck, 1 Patent=Heftmaſchine,
60 Geſchäftsbücher, 8 Kartons Gratulationskarten, 50 Briefkaſſetten, 1 Pianino,
1 Büfett, 1 Badewanne, 2 Schreibtiſche, 1 Bett, 3 Diwans, 2 Sofas, 1 Cauſeuſe,
8 Seſſel, 1 Chaiſelongue, 2 Vertikos, 1 Kommode, 2 Spiegelſchränke, 2
Glas=
ſchränke, 1 Bücherſchrank, 1 Warenſchrank, 1 Weißzeugſchränkchen, 1 Ladentheke,
1 Nähmaſchine, 2 Fahrräder, 3 Kleiderſchränke, 1 Schreibſekretär, 1 Standuhr,
Tiſche, Stühle, Bilder, Spiegel u. a. m.
Darmſtadt, den 1. Februar 1910.
(2715
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 2. Februar 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe) verſchiedene Möbel, darunter
Vertikos, Tiſche, Kommode, Schränke, Sofas, Pianinos, 1 Kaſſenſchrank,
Waren=
ſchränke, ferner 2 Fahrräder, 1 Heftmaſchine, 1 Materialſchrank, 100 Bilderleiſten,
8 Füllfederhalter mit Goldfedern, ca. 400 Meter Satin und Serge, 20 Ballen
Futter=
ſtoff u. Drell, 94 Flaſchen Wein und ca. 10 Mille Zigarren zwangsweiſe verſteigert.
10
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
2697)
Georgenſtraße 11, I.
Großherzogl. Landesirrenanſtalt.
Nachbenannte Bedürfniſſe für die Zeit vom 1. April 1910 bis 31. März 1911
ſollen auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden:
1. 38 Mille Zigarren, 2. die Schreibmaterialien, 3. die Porzellan= und
Glas=
geräte, 4. ſämtliche Bürſtenwaren, 5. ca. 100 Stück Fenſterputzleder, 6. ca. 400 Stück
Baumwolleflanell=Waſchlappen, 7. ca. 78 Dutzend Kämme, 8. ca. 400 k Makulatur,
9. 250 Pack Kloſſetpapier, 10. ca. 2300 k Kernſeife, 11. ca. 50 k'Mandelſeife, 12. ca.
3200 k Schmierſeife, 13. ca. 5000 k Soda, 14. ca. 130 m Baumwollbieber (Kalmuk)
weiß, 15. ca. 100 m Baumwollzeug, kariert, 16. ca. 500 m Druckzeug, 17. ca. 460 m
Sarſe=
net, 18. ca. 170 m Baumwollflanell, 19. ca. 195 m Wolltuch und Buckskin, 20. ca. 100 k
Wollegarn, 21. ca. 18k Bettfedern, 22. ca. 50 m Gummiſtoff, 23. ca. 42 Dutzend Schnur,
leinene, 24. 113 St. Betteppiche, 25. ca. 24 St. Halstücher für Frauen, 26. ca. 240 S
Sacktücher, farbig, 27. 100 Stück Strohhüte, für Männer und Frauen, 28. 50 Stück
Schirmkappen, 29. die Anfertigung von Kleidungsſtücken für männliche Pfleglinge,
30. die Anfertigung und Reparatur des Schuhwerks, 31. das Ochſen=, Kalb= und
Hammelfleiſch ꝛc., 32. das Schweinefleiſch und die Wurſtwaren, 33. die Backwaren,
34. die Milch, 35. ca. 3150 k Butter, 36. ca. 50 000 Stück Eier, 37. ca. 75 k
Schweizer=
käſe, 38. 9000 Stück Handkäſe, 39. ca. 600 k Rahm= und Magerkäſe, 40. ca. 25000 k.
Eßkartoffeln, 41. ca. 90 hl Bier, 42. ca. 3½ hl Weißwein, 43. ca. 6000 Flaſchen
Mine=
ralwaſſer, 44. die Abfälle, als: a) das Geſpül und Gekrötz, b) die Knochen, e) die
Lumpen.
Die in der Anlage A des Erlaſſes des Großh. Miniſteriums des Innern vom
16. Juni 1893, das Verdingungsweſen betreffend, enthaltenen Bedingungen, ſowie die
Lieferungsbedingungen und Muſter ſind auf dem Büro der Anſtalt am 9., 10. und
11. Februar ds. Js., vormittags von 8—12 und nachmittags von 2—5 Uhr, einzuſehen
und Offerten, verſchloſſen und mit der Aufſchrift verſehen: „Submiſſion zu der am
29. Januar ds. Js. ausgeſchriebenen Lieferung,” bis zum Eröffnungstermin, 25. Februar
1910, vormittags 10 Uhr, hierher einzureichen.
Die Bedingungen und Angebotsformulare können gegen Erſtattung der
Selbſt=
koſten bezogen werden. Dagegen findet der Verſand von Muſtern nach auswärts
nicht ſtatt.
Die von den Submittenden vorzulegenden Muſter müſſen getrennt von der
Submiſſion verpackt und beſonders adreſſiert werden. Ferner dürfen dieſen Muſtern
weder Preiſe noch Namen der Submittenten oder deren Firmenſtempel beigefügt
werden, vielmehr nur Zeichen, die in der Submiſſion zu wiederholen ſind. Die
Be=
dingungen ſind in den Angebotsformularien anzuerkennen.
(2631
Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
Heppenheim, a. d. B., den 29. Januar 1910.
*4
Großh. Direktion der Landes=Jorenanſtalt.
J. A.: Liſtmann, Großh. Hausverwalter.
Carl Herber
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Luiſenſtraße 34.
(2703a
Schnellſte Anfertigung von Polſtermöbel
und Matratzen aller Art.
Lieferung von Dekorationen.
Einrichten von Wohnungen.
Staatl. konzess. und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
DARMSTADT
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am Ernst-Ludwigsplatz.
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Sommersemester beginnt Dienstag, den 12. April, 8 Uhr.
Lehrplan und Aufnahmebedingungen durch
(2534a
Sprechstunden:
Wilh. Siedersleben,
Montag bis Freitag 12—1 Uhr.
staatl. geprüfter Handelslehrer.
Institut der Englischen Fräuiein
Katholische Privat-Mädchenschule, Waldstr. 31.
Das neue Schuljahr beginnt am 4. April. — Anmeldungen
neuer Schülerinnen werden jederzeit entgegengenommen. Prospekte
und nähere Auskunft erteilt
Die Vorsteherin.
2581im)
4rädr. gebr. Handwagen zu kaufen
geſucht
*2587md)
Karlſtraße 65½.
gebr., 1—1, chm,
Reſervoir, geſucht. Daſelbſt
2 kleine Reſervoire je 0,4 cbm abzugeben,
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an die Expedition ds. Bl.
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Karlſtraße 87, parterre.
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Bleichſtraße 40, Laden.
*2512)
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Kanalherſtellung.
Die Ausführung eines Kanales in
Back=
ſteinmauerwerk in der Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße ſoll verdungen werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem Tiefbauamt, Zimmer Nr. 3,
während der Dienſtſtunden zur Einſicht
offen. Auch werden dort die Angebotſcheine
abgegeben.
Angebote ſind bis
Samstag, den 5. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, den 29. Januar 1910.
Tiefbauamt.
(2585im
Keller.
Fuhrleiſtungen.
Die Fuhrleiſtungen bei dem
Stadtbau=
amte im Verwaltungsjahre 1910, ſowie die
Anfuhr der in dem Verwaltungsjahr 1910
für die ſtädtiſchen Schulanſtalten ꝛc.
benö=
tigt werdenden Kohlen ſollen getrennt
ver=
geben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte
(Grafenſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9)
während der Dienſtſtunden offen, woſelbſt
auch die Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 10. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 31. Januar 1910.
Stadtbauamt.
(2634md
Buxbaum.
In unſer Handelsregiſter A wurden
ſol=
gende Einträge vollzogen:
Am 18. Januar 1910.
Hinſichtlich der Firma:
Karl Jordan, vorm. Ph. Lind,
Darmſtadt.
Geſchäft ſamt Firma iſt auf Albert
Jor=
dan, Schirmfabrikant zu Darmſtadt,
über=
gegangen.
Albert Jordan Ehefrau, Lina, geb. Voit,
in Darmſtadt, iſt zur Prokuriſtin beſtellt.
Hinſichtlich der Firma:
H. Pfersdorff, Darmſtadt.
Geſchäft ſamt Firma iſt auf Wilhelm
Pfersdorff Witwe, Marie, geb. Kühne, in
Darmſtadt, übergegangen. Die Prokura
der Wilhelm Pfersdorff Ehefrau, Marie
geb. Kühne, iſt erloſchen.
Am 22. Januar 1910.
Hinſichtlich der Firma:
Samuel Strauß, Darmſtadt.
Geſchäft ſamt Firma iſt auf Samuel
Strauß Witwe, Rebekka, geb. Wieſenheim,
in Darmſtadt, übergegangen.
Die Prokura der Samuel Strauß
Ehe=
frau, Rebekka, geb. Wieſenheim, in
Darm=
ſtadt, iſt erloſchen.
Kaufleute Hugo Strauß und Henry
Strauß, beide in Darmſtadt, ſind zu
Ein=
zelprokuriſten beſtellt.
Am 29. Januar 1910.
Hinſichtlich der Firma:
G. Jonghaus’ſche
Hofbuchhand=
lung, Verlag, Darmſtadt.
Die Geſellſchaft iſt mit Ablauf des
31. Dezember 1909 aufgelöſt. Der ſeitherige
P
rokuriſt Jean Fiſcher in Darmſtadt iſt
Liquidator.
Die Prokura des Jean Fiſcher in
Darm=
ſtadt iſt erloſchen.
Neu eingetragen die Firma:
Carl Naumann sen., Darmſtadt.
Inhaber Carl Naumann, Kaufmann,
Inhaber einer Mineralwaſſerhandlung in
(2633
Darmſtadt.
Am 29. Januar 1910.
Neu eingetragen die Firma:
Rudolf Wolff, Darmſtadt.
Inhaber: Rudolf Wolff, Kaufmann in
Darmſtadt.
Gelöſcht die Firma:
Georg Link, Darmſtadt.
Darmſtadt, den 31. Januar 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
zu
Eine leichterederrolte verkauf.
*2508ml) Gg. Fleck, Schmied, Bleichſtr. 5.
n unſer Handelsregiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Odenwälder Barytwerke,
Geſell=
ſchaft mit beſchränkter Haftung,
Darmſtadt.
Der Geſchäftsführer Friedrich, genannt
Fritz Krumm, iſt ausgeſchieden, an ſeiner
Stelle iſt der Fabrikant Carl Julius
Angerer in Wülfrath zum Geſchäftsführer
beſtellt.
(2632
Kaufmann Arthur Scribelka in
Wülf=
rath iſt zum Prokuriſten beſtellt.
Darmſtadt, den 29. Januar 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den März 16. I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Karl Ludwig Hennemann
dahier gehörigen Immobilien:
Nr.
Flur
qm
IV 60855/100 473 Hofreite
Arheflger=
ſtraße,
II 9415//100 285 Hofreite
Heinrich=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
K9/10
Darmſtadt, den 31. Januar 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L2662,16
Bekanntmachung.
Samstag, den 5. Februar er.,
abends 8 Uhr,
werden auf dem Rathauſe zu Traiſa die
zum Nachlaſſe des Cheiſtian Scherer
ge=
hörigen Immobilien: 1ſtöckiges
Wohn=
haus mit Stallung und Garten und drei
Grundſtücke (nahe beim Ort gelegen) zum
letztenmale verſteigert. Nachgebote ſollen
keine Annahme finden.
(2714
Reibstein, Nachlaßkurator.
Matratzenſtren=Verkauf.
Samstag, den 5. Februar,
um 950 vormittags,
wird die Matratzenſtreu der 2. Batterie
öffentlich und meiſtbietend verſteigext.
Zu=
ſammenkunft am Eingang der Arkillerie=
Kaſerne am Beſſunger Weg.
(2642md
Darmſtadt, den 1. Februar 1910.
I. Abteilung Feld=Art.=Regiments Nr. 61.
r umſtändehalb.
Guterhaltene Zither billig abzugeb.
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Riedlingerſtraße 33, part.
Kurſe vom 1. Februar 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Bf. Staatspaviere.
4 Dſche. Reichsſchatzanw, 101,00
3½ Deutſche Reichsanl. 94,10
85,30
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,90
3½ do. Conſols . . . . 94,10
85,20
do.
B do.
101,90
4 Bad. Staatsanleihe
94,10
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl . 102,10
93,50
do.
3½
84,10
do.
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . 102,00
93,10
do.
8½
82,10
do.
85,20
3 Sächſiſche Rente
4 Württemberger v. 1907 101 80
93,80
do.
3½
Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
5
Griechen v. 1887 . . —
3¾ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 99,10
do. Goldrente . . 99,70
4
do, einheitl. Rente 95,10
Portug. unif. Serie I 64,20
do. unif. Ser. III 66,00
do.
Spezial . 12,60
5 Rumänier v. 1903 . . 102,50
v. 1890.
do.
v. 1905 . . 91,20
do.
4 Kuſſen v. 1880 ₰ 4t., 91,70
InProt.
Bl.
4 Ruſſen v. 1902 . J Z 91,20
z do. v. 1905 . . . . 99,90
½ Schweden . . . . . . . 94,70
Serbier amort. v. 1895
4
4 Türk. Admin. v. 1903 88,50
4 do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 95,90
do. Staatsrente . 92,80
5 Argentinier . . . . . . 101,50
91,90
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,90
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,90
do.
100,00
4½
. . . 97,75
4½ Japaner
Innere Mexikaner . . 101,10
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,70
5 Gold=Mexikaner . . . 102,75
Aktien juländiſcher
Trauspörtanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 134,50
Vordd. Lloyd . . . . 102,50
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 120,40
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 409
4 Baltimore & Ohio . . 116,00
4 Gottharrbahn . a.
In Proz.
81.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,60
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,90
4 Pennſylvania R. R. 132,50
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 195,00
Werger=Brauerei
80,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 435,00
Fabrik Griesheim . . . . 269,30
Farbwerk Höchſt . . . . . 448,90
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 330,80
Lahmeyer . . . . . . . . . 107,40
Schuckert . . . . . . . . . 136,00
Siemens & Halske . . . 239,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 376,36
Bochumer Bb. u. Guß . . 247,2
Gelſenkirchen . . . . . . . 216,40
Harpener . . . . . . . . . 210,00
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 220,50
Prioritäts=
Obligationen.
½ Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 91,00
Pfälzer Prt. . . . . . 101,10
do.
3½
93,60
4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
do.
ſteuerfrei . 99,00
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,00
do.
99,60
alte
do.
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,70
do.
do.
59,90
3 Raab=Oedenburger . . 77,60
Ruſſ. Südweſt. . . . . 88,30
4 Kronpr. Rudolfbahn . 99,90
In Proz.
St.
2¾/0 Livorneſer . . . . . 75,90
4 Miſſouri=Pacific . ..
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,40
Anatoliſche Eiſenb..
* Tehuantepec . . . . . 102,70
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 183,50
4 Darmſtädter Bank . . 138,00
4 Deutſche Bank . . . 256,10
4 Deutſche Vereinsbank 129,50
4 Diskonto=Geſellſchaft . 195,90
163,50
Dresdner Bank . .
4
Mitteldent. Kreditbk. 120,30
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 130,90
4 Pfälzer Bank . . . . . 100,90
149,70
Reichsbank . . . .
4
4 Rhein. Kredit=Bank 136,50
4 Wiener Bank=Verein 139,80
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . . . 92,80
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 100,50
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
91,50
3½
Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,60
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
3
91,60
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
do. (unk. 1914) 91,80
3½
Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
da.
3½
93,80
In Proz.
Sf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . . . . . 100,60
3½ de.
Frankfung . . . . r . . 101,30
96,00
do.
31
4 Gießen . . . . . ₰ . „ 100,85
do.
3½
Heidelbers .. 7s „ . 100,50
92,00
3½
do.
Karlsruhe . . . . . . 100,50
do.
92,00
37
Magdeburg. . .
-
3½ do
-
Maing . .
3½ do.
4 Mannheis . . .. . . 100,50
do.
3½
München . . . . . . 101,70
3½ Nauheim
92,00
Nürnberg . . . .
3½ do
Offenbach. . . .. . —
3½
Wiesbaden . .. . . . 101,10
do.
4 Worms . . . . . . . . 100,20
do.
3½
4 Liſſaboner v. 1886. . —
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche Tlr. 100 158,50
½ Cöln=Mindner „ 100 137,60
Donau=Reg. fl. 100 144,50
3 Holl, Komm. . 100 137,60
InProz.
Sr.
3 Madrider Fs. 100 78,40
4 Meining. Pr.=Pfand=
137,90
briefe. . . . . .
4 Oeſterr. 1860er Loſe —
125,80
Oldenburger . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,40
Unverzinsliche
Aulehensloſe.
Augsburger
fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 —
Freiburger
Fs. 15 60,50
Mailänder
Fs. 45 130,00
do.
Fs. 10 33,00
Meininger
ſt. 7
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 575,00
do. v. 1858 „ 100 465,00
Ungar. Staats
„ 100
Venediger
Frs. 30 —
Türkiſche
„ 400 178,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,40
20 Franks=Stücke . . . . 16,26
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 21,43
Franzöſiſche Noten . . . . 81,25
Holländiſche Noten . . . . 168,50
Italieniſche Noten . . . . 80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,90
Ruſſiſche Noten . . . . . . 2158
Schweizer Noten . . . . . 81,25
4½0
Reichsbank=Diskonto
Reichsbank=Lombard Zsf. 5½%
Nummer 27.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Seite 13.
Sport.
Sr. Der Weltmeiſterſchafts=
Schachwett=
kampf zwiſchen dem Weltmeiſter Dr. E. Lasker und
dem Wiener Champion Schlechter, der in Berlin
ſeinen Fortgang nimmt, iſt jetzt bis zur 7. Partie
vor=
geſchritten. Die 6. Partie, die Samstag abgebrochen
worden war, ergab nach Wiederaufnahme des Kampfes
bald ein Remis, da ſich Schlechter zuletzt außerordentlich
ſtark verteidigte und der geringe Vorteil Laskers nicht
zum Gewinn ausreichte. In der 7. Partie, in der
Schlechter die weißen Steine führte, verteidigte ſich
Lasker ſizilianiſch. Beim 16. Zuge wurde die Partie
in etwa gleicher Stellung abgebrochen und wird am
Dienstag im Hotel de Rom fortgeſetzt werden.
Vermiſchtes.
Zur Geſchichte des Abſatzes. Es hat einen eigenen
Reiz, abends vor dem hellerleuchteten Schaufenſter
eines eleganten Schuhgeſchäftes zu ſtehen und ſich in
alle die Stiefel und Stiefelchen, in die Straßen= und
Salonſchuhe die ſchlanken Füßchen hineinzudenken, zu
deren Schutz oder Putz die verſchiedenen
Fußbekleid=
ungen dienen werden. Hier, in dieſen derben
Stie=
feln mit dem breiten, niedrigen Abſatz wird die
bie=
dere Hausfrau zu Markte ſchreiten; die ſchmalen,
grauen Schuhe von Sämiſchleder wird eine kokette
Schöne in Nizza oder Oſtende auf der Promenade
tragen; den blauen Atlasſchuh mit den hohen Abſätzen
à la Louis XV. wird ſeine Laufbahn in Ballſäle und
zu großen Diners führen; in dem genagelten
Berg=
ſchuh wird der kleine, aber kräftige Fuß einer
Sport=
liebhaberin Platz finden, und in jenem weißen Schuh
eine glückliche Braut vor den Altar treten. Jeder
die=
ſer Schuhe hat, wenn man ſo ſagen darf, ſeine eigene
Phyſiognomie, ſeine eigene Geſtalt, die nicht zum
we=
nigſten durch die Form ſeines Abſatzes
be=
ſtimmt wird. Wir können uns heute einen eleganten
Schuh nicht ohne Abſatz vorſtellen, aber bis an das
Ende des 16. Jahrhunderts kannte man nur die flache
Sohle. Der Abſatz hatte allerdings Vorläufer gehabt,
die Stelzenſchuhe, die vermutlich von den Frauen
Spaniens als Erbteil von den mauriſchen Frauen
über=
nommen waren. In Italien nannte man ſie
Zoc=
coli” ſie ſollen dort bis zu 40 Zentimeter Höhe
er=
reicht haben. Die Frauen trugen ſie wohl, weil dadurch
die Geſtalt verlängert wurde, und verdeckten ſie mit
den langen Schleppen; aber die Zoccoli hatten, bei dem
unbeſchreiblichen Zuſtand der ſtädtiſchen Straßen, auch
den praktiſchen Vorteil, den eigentlichen Schuh vor der
Berührung mit dem Unrat zu bewahren.
Die Franzoſen waren es, die, ohne auf den
erhöh=
ten Schuh zu verzichten, doch ſeiner Plumpheit ein
Ende machten, indem ſie etwa um das Jahr 1590 oder
1600 den eigentlichen Abſatz erfanden. Die erſten
Ab=
ſätze waren ziemlich hoch, und um dem bis dahin an den
Stelzenſchuh gewohnten Gang mehr Sicherheit zu ver=
leihen, wurden ſowohl der Abſatz wie die Spitze des
Schuhes auf einer Unterſohle von Leder oder von Holz
befeſtigt. Bald aber ließ man dieſe weg, und nun
er=
ſchien der Abſatz etwa in der Form, die wir heute den
„amerikaniſchen” Abſatz nennen. Aus jener Zeit
ſtammt der in einem Oxforder Muſeum aufbewahrte
Reitſtiefel der Königin Eliſabeth mit dicken hölzernen
Sohlen und hohen breiten Abſätzen; damals muß die
jungfräuliche Königin auf einem recht großen Fuß
ge=
lebt haben. Unter Ludwig XIV machte die nach Grazie
ſtrebende Mode ſich auch in der Form des Abſatzes
gel=
tend, der immer höher, immer eleganter geſchwungen
und immer weiter nach der Mitte der Sohle zu
geſcho=
ben wurde; ein raffiniertes Mittel, den Fuß recht klein
erſcheinen zu laſſen. Auch färbte man Sohle und Abſatz
rot, doch durften Schuhe mit dem „Talon rouge‟
nur vom Adel getragen werden.
Bis zum Jahre 1780 hielt ſich dieſe Mode, dann
ſchwand ſie langſam dahin, bis die Revolution ihr ein
Cnde machte. Vierzig Jahre lang regierte nun der
flache Schuh; dann begann man, ihn mit ganz
niedri=
gen Abſätzen zu verſehen, die jedoch bald wieder höher
wurden, und heute in Form, wenn auch nicht an Höhe,
denen des 17. und 18. Jahrhunderts gleichen; ein
Be=
weis, wie der Kreislauf der Mode ſich auch in
neben=
ſächlichen Dingen vollzieht.
E. v. II.
CK. Auſtraliſche Perlen. Perlen ſind heute das
Zauberwort, das das Herz jeder eleganten Frau höher
ſchlagen macht; die glanzvollen Geſellſchaftsbilder der
Saiſon beweiſen überall den Triumph der Perlen, die
in ihrem Siegeszuge ihre Nebenbuhler, die blitzenden
Brillanten, die magiſch funkelnden Smaragde oder die
rotglühenden Rubinen immer mehr beiſeite drängen.
Die Dame, die am Abend mit ſelbſtbefriedigtem Lächeln
vor ihrem venetianiſchen. Toilettenſpiegel ihren
Perlen=
ſchmuck anlegt, wird in der Freude über die
mattleuch=
tende Schönheit ihres Kolliers oder ihrer Ringe nur
ſelten die Frage aufwerfen, woher ihre Perlen ſtammen
und welche Vergangenheit hinter ihnen liegt. Noch bis
vor kurzem galt Ceylon als das Vaterland der Perlen.
Aber in den letzten Jahren hat die Perlenfiſcherei in
Auſtralien, insbeſondere in Queensland, gewaltige
Ausdehnung genommen, und ein großer Teil der
Per=
len, die heute an dem weißen Halſe der mondainen
Europäerin matt ſchillern, ſtammt aus den
Küſtenge=
wäſſern des jüngſten Erdteils. Allein in Queensland
ſind von 1901—1907 nicht weniger als 4640 Tonnen
Perlmuſcheln gefiſcht worden, deren Wert die Statiſtik
mit nahezu 14 Millionen Mark beziffert. Wenn das
Glück dem Unternehmer hold iſt, winkt ihm fabelhafter
Gewinn. Denn die Taucher, die vom Meeresgrunde
die Muſcheln emporfördern, verrichten ihr mühſeliges
Werk für 20 bis 40 Mark Lohn im Monat, der freilich
erhöht wird durch eine beſondere Prämie von 400 Mark,
die für jede geförderten 20 Zentner Perlmuſcheln
ge=
währt wird. Von April bis November ſind die Fiſcher
in ihren kleinen Boten draußen am Werke, und nur
alle ſechs Wochen kehren ſie heim, um ihre Vorräte an
Brennmaterial und Waſſer zu ergänzen. Ein Dampfer
begleitet die Flottille von Perlenfiſchern. Jeden
Nach=
mittag beſucht ein Maat die kleinen Fahrzeuge der
Eingeborenen und ſammelt die Muſcheln ein, die dann
an Bord des Schiffes von den Weißen geöffnet werden.
Die ſchönſten Perlen liegen gewöhnlich in einem
kleinen Sack hart an den Lippen der Muſchel. Aber die
kleinen Beutel, in denen die gefundenen Perlen nach
England gehen, enthalten nicht den einzigen Gewinn
dieſes Unternehmens. Die Muſcheln haben als
Perl=
mutter ihren Wert; in Neu=Caledonien exiſtiert bereits
eine Fabrik, in der in größerem Maßſtabe
Perlmutter=
knöpfe hergeſtellt werden, und eine neue Fabrik wird
jetzt in Queensland errichtet.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 28. Jan.: dem Taglöhner Leonhard
Steckenreuter, Gr. Kaplaneigaſſe 33, eine T. Katharine.
Am 25.: dem Bureaugehilfen bei der Oberförſterei
Kra=
nichſtein Daniel Winnewiſſer, Hochſtraße 4, ein S.
Friedrich Ernſt Ludwig. Am 27.: dem Silberarbeiter
Heinrich Lich, Holzſtraße 23, eine T. Dem Kaufmann
Franz Falkenſtein, Schloßgartenſtraße 71, eine T.
Annelieſe Sibylla. Am 29.: dem Lehrer Ludw.
Pfeif=
fer in Georgenhauſen eine T. Emilie Eliſe Hedwig. Am
23.: dem Milchhändler Gg. Trietſch, Erbacher Straße
1
, ein S. Friedrich. Am 27.: dem verſt.
Kammermuſi=
ker Bruno Oelsner, Dieburger Straße 61, ein S.
Erich Bruno. Am 28.: dem Kaufmann Kurt Mildner,
Mühlſtraße 60½, eine T. Gerda Elſa Marie. Am 24.:
dem Redakteur Ludwig v. Touſſaint, Wienersſtraße 73,
ein S. Karl. Dem Metzger Heinrich Pabſt,
Heinhei=
merſtraße 59, eine T. Dina Emilie. Am 29.: dem
Tief=
bauamtsvorarbeiter Adam Stähr, Kranichſteiner
Straße 8, ein S. Karl. Am 28.: dem Milchhändler Peter
Walther, Ruthsſtraße 9, eine T. Käte. Am 30.: dem
Schreiner Karl Kaufmann, Neue Ireneſtraße 22, eine
T. Sophie Hedwig Olga.
Anfgebote. Am 27. Jan.: Finanzaſpirant Auguſt
Panthaleon Becker, dahier, mit Katharina Henriette
Stüber in Gonſenheim. Bildhauer Ernſt Johann
Scherrer, Nieder=Ramſtädter Straße 59, mit Köchin
Katharina Boucſein, ebendaſelbſt. Kaufmann Jakob
Friedr. Blümmel, Kiesſtraße 10, mit Sibylla Sipp,
Kiesſtraße 46. Bierbrauer Joh. Friedr. Stumptner,
Feldbergſtraße 32½, mit Katharina Völker,
Stifts=
ſtraße 29. Am 29.: Bäcker Adam Ihrig, dahier, mit
Eliſab. Leichtweiß in Eſchollbrücken. Am 31.:
Bäcker=
meiſter Johannes Hottum in Sprendlingen mit
Eli=
ſabetha Orſchau in Lonsheim. Eiſendreher Arthur
Schlick in Groß=Niedesheim mit Dienſtmagd Maria
Heßler in Schaafheim. Ingenieur Friedrich Philipp=
Eller, Wilhelminenſtraße 27, mit Karoline Friederike
Göckel, Karlſtraße 12. Bildhauer Peter Germann,
Wienersſtraße 60, mit Schneiderin Katharing Marie
Quari, Landgraf Georgſtraße 12.
Eheſchließungen. Am 25. Jan.: Schloſſer Ludwig
Keller mit Poſamentenarbeiterin Marie Pfiſter,
beide hier. Am 28.: Damenfriſeur Ernſt Köhler mit
Friſeuſe Katharina Geißner, beide hier. Am 29.:
Schreiner Wilh. Wolff, hier, mit Schneiderin Marg.
Schmitt in Pfungſtadt.
Geſtorbene. Am 27. Jan.: Barbara Heinz geb.
Schmitt, Witwe des Landwirts, 65 J., ev.,
Schneppen=
hauſen. Am 28.: Friedrike Büttner geb. Thüring,
Witwe des Zimmermanns, 87 J., ev., Frankfurter
Straße 35. Am 29.: Anna Eliſ. Ewald geb. Stumpf,
Ehefrau des Schloſſermeiſters. 32 J., ev., Arheilger
Straße 31. Am 30.: Privatin Marg. Henr. Geiger,
82 J., ev., Wienersſtraße 89. Marg. Bachert, T. des
Fuhrknechts, 9 Mon., kath., Alsbach, Kreis Bensheim.
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Innung Darmſtadt erlaubt ſich an die geehrte Kundſchaft
ſeiner Mitglieder die höfliche Bitte, die für das Frühjahr
vorge=
ſehenen Arbeiten, ſo weit als dies möglich iſt, jetzt ſchon
vor=
nehmen zu laſſen. In der jetzt ſtillen Geſchäftszeit könnten die
geehrten Kunden einesteils prompter bedient werden, als dies bei
Arbeits=Ueberhäufung in der Umzugszeit im Frühjahr manchmal
beim beſten Willen nicht möglich iſt. Andererſeits könnten durch
dieſes Entgegenkommen manche Entlaſſungen und Arbeitszeit=
Verkürzungen vermieden werden.
(2685
Hochachtungsvollſt
der Vorſtand der freien Tapezierer= Polſterer=
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Nummer 27.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Fehruar 1910.
Seite 15.
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zogene Oberm yers Herba=Seife einen
günſtigen Erfolg erzielt hat, nach
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wöchentlichem Gebrauch der Seife war der
Ausſchlag vollſtändig verſchwunden, wofür
ich meinen beſten Dank ausſpreche.”
Obermeyers Herba=Seife zu haben in
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gelaufen. 1. Stock.
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Programm
zu dem am Mittwoch, den 2. Februar
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſiſchen Train=Bataillons Nr. 18.
1. Krönungsmarſch aus der Oper „Die
Folkunger” von Kretſchmer. 2. Ouvertüre
zur Operette „Leichte Kavallerie” von Suppé.
3. „Largo” von Händel. 4. Fantaſie aus
der Oper „Rigoletto” von Verdi. 5. „Navajo”,
Ind. Intermezzo von Aſtyme. 6. „Am
Kaiſerhof”, Fackeltanz=Polonaiſe von Förſter.
1
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Februar 1910.
Die Esbann Hiitterm Weog
iſt vorläufig
nür vormittags Scöffnet.
(2716
TFanings Reisch
ORr12e
Heutel Mittwoch, 2. Febr.
und folgende Tage
. und V. Fahrt
auf dem sonnigen blauen Mittelmeer im 1 April u und Mai mit der
„Freien Deutschen Reisevereinigung‟ auf der grossen Salon-Tacht „Jle de
France‟ * Besuch aller landschaftlich, völkerkundlich und historisch
hervor-
ragendsten Stätten in Frankreich, Spanien, Nord-Afrika, Griechenland
und Italien. 4 Im voll erblühten Frühlingschmuck prangen unsere
Ausflugs-
orte 5 Marseille, Barcelona, Vallvidrera,
Palma, Algier, & Blida mit
Affenschlucht, Tunis, Carthago, Palermo, Messina. Taormina, Piräus,
Athen, * Korfu, Achilieion, d Cattaro, 1 Venedig, * Rom, * Neapel,
Capri, Montecarlo. n Preis der ganzen 17—18tägigen Reise mit den
Nebenaus-
gaben aller Ausflüge, Hötels, Droschken, Sonderzüge, Eintritts- Trinkgelder usw.
550—750 Mk. in geräumigen Aussenkibinen, Belten nicht übereinander. * Der Dampfer
wird nur zum Teil belegt, keine Ueberfüllung! Alleinreisende Damen finden
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(2702
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Unterzeichneter beſtätigt hiermit Herrn Oskar Keſſelring in Landau, Pfalz,
daß ihm derſelbe innerhalb einiger Wochen drei Erfindungen, =für Deutſchland,
Belgien, Frankreich, Luxemburg, Schweiz, Italien, Spanien und Portugal
ver=
kauft hat.
In Anbetracht dieſer Leiſtung fühle ich mich veranlaßt, Keſſelring meine
Aner=
kennung auszuſprechen und ihn jedermann wärmſtens zu empfehlen.
Bemerken will ich noch, daß Keſſelring vollſtändig in meinem Intereſſe handelte
und keinerlei Koſtenvorſchuß beanſpruchte.
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Szeniſche Leitung: Regiſſeur Hacker.
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Waacknitz, Oberleutnant, E Hr. Hacker
Hans von Kehrberg,
Hr. Weſtermann
Leutnant,
Dietz von Brentendorpf,
S Hr. Jürgas
Leutnant,
Hr. Schneider
Orff, Leutnant
Hr. Hönel
Rhena, Leutnant
2 Hr. Jungmann
Kern, Leutnant
Hr. Kroczak
von Tieffenſtein, Leutn.,
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Klara, ſeine Frau.
Roſe, ihre Stieftochter
Frl. Gothe
Marianne von Fahrenholz
Frl. Oſter
geb. Lambrecht
Auguſt Nippes, Fabrikbe
Hr. Jordan
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Lina, ſeine Frau .
Frl. Holthaus
Erika, ihre Tochter
Bröckmann, Stadtrat . . Hr. Lehrmann
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Frau Bröckmann
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Lotte, ihre Tochter
Suna,
Stadtverordneten=
vorſteher . . . . . . Hr. Bohne
Frl. Wisthaler
Frau Suna .
Fränze Köttgen, ihre Nichte Frl. Piefke
Friedrich,) in Dienſten . . Hr. Geibel
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Lambrecht . . Frl. Grünberg
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Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt für den
Verkehr mit dem Abonnenten=Publikum an
allen Wochentagen, vormittags von 10 bis
12½ Uhr, geöffnet.
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von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
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Freitag, 4. Febr. 112. Ab.=Vorſt. C 29.
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deutſche König‟. Große Preiſe.
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Samstag, 5. Febr. Außer Abonnement.
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Pyritz”. Anfang 7 Uhr. (Vergl.
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Samstag, den 5. Februar, abends 8 Uhr 11 Min.:
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in der Turnhalle am Woogsplatz:
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ſind erhältlich bei den Herren: E. Nau, Schuſtergaſſe, K. Koch, Zigarrengeſchäft,
Marktplatz und Wilh. Kaminsky, Zigarrengeſchäft, Rheinſtraße, ſowie auf dem
Verkehrsbureau, Abends an der Kaſſe: Herrn 1.50 Mk., Damen 11Mk.
Maskenkarten für Mitglieder ſind nur beim Präſidenten Her n Schneider,
Friedhofallee, erhältlich.
NB. Die Nachfeier findet Sonntag, den 6. Februar, bei unſerem
Mitglied Rapp in Arheilgen ſtatt. Abmarſch um 3 Uhr vom Schlachthof.
Der Vorstand.
2351fm)
1
Karhollken=verein.
Sonntag, den 6. Februar 1910, abends 8 Uhr
Kenban
Eintritt für Mitglieder frei. Nichtmitglieder, welche durch Mitglieder eingeführt
ſein müſſen, zahlen Herren Mk. 1.50, Damen Mk. 1.
Maskenkarten, ſowie Fremdenkarten werden Sonntag, den 6. Februar, von
(2689
11—1 Uhr im Vereinslokal ausgegeben.
Dienstag, den 8. Februar
Ka
Bpenabene
Anfang 8 Uhr, Schluß 12 Uhr. Der Vergnügungsausſchuß.
Restaurant „Zur Opere.
Heute Mittwoch, den 2. Februar 1910,
abends von 8 Uhr ab:
Gemütliche karneval. Unterhaltung
mit Tanzz
wozu ich Freunde und Gönner ergebenſt einlade.
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Schützenhof.
Donnerstag, den 3. Februar:
Letztes grosses karneval. Konzert
(*2572
von der Kapelle der Gier
2
Leltung M. Weber
u. a. wird ein Musik-Phantast aus Spanien auftreten.
Anfang 8 Uhr 11. M. Grosser Extra-kummel. Eintritt 20 Pfennig.
Frauenverein der Jchannesgemeinde.
Freitag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, (2636
im Gemeindehaus
Vortrag des Herrn Pfarrer lic. Fuchs von Rüſſelsheim:
Ncc
„Iſt der Menſch das Produkt ſeiner Verhältniſſe:
Der Varstand.
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Alpenverein
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Mittwoch, den 2. Februar 1910, abends pünktlich 8½ Uhr,
(2645
im „Fürstensaal‟, Grafenstrasse 20:
Monats-Versammung
Vortrag des Herrn Professor G. Lauteschläger:
„Vom Dachstein über den Grossglockner in die Dolomiten‟.
Damen und Gäste sind willkommen.
Mit Vorführung von Lichtbildern.
Uen
Gartenbauverein Barmſtadl.
Monatsversammlung
Donnerstag, den 3. Febr., abends 8 Uhr:
im Fürstensaal (Grafenſtraße).
Tagesordnung: 1. Geſchäftliche Mitteilungen. 2. Vortrag des Herrn Obſtbau=Inſpektor
Pfeiffer über „Aufbewahrung und Winterbehandlung des Obſtes”.
Der Vorstand.
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