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173. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Die Entwickelung Kiautſchons.
B.C. Die alljährliche Denkſchrift über die
Entwicklung des Kiautſchou=Gebietes iſt
dem Reichstage zugegangen. Sie umfaßt die Zeit vom
Oktober 1908 bis Oktober 1909 und gibt, nach einem
zu=
ſammenfaſſenden Ueberblick über das Berichtsjahr, Berichte
über die Entwicklung in allen Zweigen der Verwaltung.
Das Jahr 1909 hat auch dem Kiautſchou=Gebiet eine
entſchiedene Beſſerung ſeiner Lage gebracht, indem die
Kriſis langſam überwunden wurde, die während der
vorangehenden Jahre den Weltmarkt im allgemeinen und
den Handel Oſtaſiens im beſonderen beherrſcht hat. Als
Geſamtergebnis der Entwicklung in der nunmehr
anſchei=
nend zu einem gewiſſen Abſchluß gelangten
weltwirtſchaft=
lichen Kriſenperiode iſt feſtzuſtellen, daß das deutſche
Schutzgebiet, das von der Handelsdepreſſion der Vorjahre
an ſich ſchon weniger nachhaltig und ſchwer betroffen
wor=
den war, als die anderen großen Stapelplätze des Oſtens,
jene Kriſis leicht und in verhältnismäßig kurzer Zeit
über=
wunden hat. Dieſe Tatſache darf man, ohne ſich einem
allzu großen Optimismus hinzugeben, gewiß als ein
Zei=
chen für die geſunde Grundlage anſehen, auf der
die Entwicklung der Kolonie aufgebaut iſt.
Der vorſtehend angedeuteten Entwicklung gemäß ſind
auch die Einzelergebniſſe des Berichtsjahres 1908/09
durch=
weg als zufriedenſtellend zu bezeichnen. Dies wird ſowohl
durch die Handels= und Verkehrsziffern als auch durch die
Zahlen der fiskaliſchen Abſchlüſſe dargetan. Mit Racht
faßt deshalb auch die Handelskammer zu Hamburg in
ihrem ſoeben veröffentlichten Jahresberichte die
Entwick=
lung des Schutzgebietes als eine durchaus günſtige auf.
Der Geſamtwert des Handels iſt von
49 704985 Doll. im Jahre 1907/08 auf 65 019877
Doll. im
Berichtszeitraum, alſo um 15314892 Doll. oder 30,8 v. H.
geſtiegen. Hieran ſind alle Gebiete des Handelsverkehrs,
beſonders die Ausfuhr beteiligt. Die Geſamtausfuhr ſtellte
ſich auf 26 449426 Doll. gegen 18416542 Doll im
Vor=
jahre. Der Schiffsverkehr des Tſingtauer Haſens
iſt von 432 Schiffen mit 51999 Regiſtertons im Jahre
1907/08 auf 511 Schiffe mit 670 085 Regiſtertons im Jahre
3908/09 angewachſen, das iſt eine Steigerung um 70
Schiffe mit 150 793 Regiſtertons, d. h. um rund 18 bezw.
29 Prozent. Der Geſamtbetrag der eigenen
Einnah=
men der Kolonie belief ſich auf 2399000 Mark. Bei
Be=
rückſichtigung von Aenderungen, die durch eine
Neugeſtal=
tung des Etats eingetreten ſind, beträgt die in Vergleich zu
ſtellende Summe der eigenen Einnahmen 1712580 Mark
und bedeutet gegenüber der vorjährigen Einnahme von
1434076 Mark eine rechnungsmäßige Steigerung um rund
19,5 Prozent. Die Marineverwaltung begegnet ſich mit
den geſetzgebenden Körperſchaften in dem Beſtreben, bei
tunlichſter Einſchränkung der Ausgaben die eigenen
Ein=
nahmen des Schutzgebietes fortdauernd zu erhöhen. Das
Ergebnis dieſer Bemühungen zeigt ſich in einer von Jahr
zu Jahr fortſchreitenden Verminderung des
Reichszu=
ſchuſſes und hat bei der Aufſtellung des Etats für das
kommende Rechnungsjahr dahin geführt, daß die eigenen
Einnahmen den für die Deckung der fortdauernden
Aus=
gaben der Zivilverwaltung erforderlichen Betrag bereits
überſteigen.
Von grundſätzlicher Bedeutung für die Beurteilung
der wirtſchaftlichen Ausſichten Tſingtaus iſt das für jeden
oſtaſiatiſchen Handelsplatz wichtigſte Moment, das
Ver=
halten der chineſiſchen Kaufmannſchaft ſelbſt zu der jungen
Niederlaſſung. Dieſes iſt offenbar in ſtarkem Maße
zu=
verſichtlich. Als neue Merkmale hierfür ſind aus dem
Be=
richtsjahre hervorzuheben die Gründung einer
chineſiſchen Handelskammer und die
Einrich=
tung einer Zweigniederlaſſung der chineſiſchen
Staatsbank in Tſingtau. Als charakteriſtiſches
Anzeichen dafür, daß das Vertrauen auf die
Entwickelung Tſingtaus auch von anderen Nationen
ge=
teilt wird, iſt zu verzeichnen, daß hervorragende fremde
Firmen in zunehmendem Maße in dem deutſchen
Schutz=
gebiete Zweigniederlaſſungen begründen. Anfang 1909
hat dies eine der bedeutendſten engliſchen Hongkong= und
Schanghai=Firmen getan. Wichtiger aber noch als
Maß=
ſtab für die höhere Einſchätzung der wirtſchaftlichen
Aus=
ſichten der Kolonie, zugleich aber auch als förderndes
Moment für eine weitere Steigerung eben dieſer
Aus=
ſichten, iſt anzuſehen, daß große fremde
Schiffahrts=
linien begonnen haben, den Hafen der deutſchen Kolonie
auf ihren direkten Fahrten nach Europa anzulaufen. Das
Betriebsjahr brachte erhebliche Fortſchritte im Ausbau
des Bahnnetzes nach dem Hinterlande. Auf der
Tientſin-Pukou=Eiſenbahn, der wichtigen Anſchlußlinie
der Schantung=Eiſenbahn, iſt der Bau auf der nördlichen
Strecke ſo weit fortgeſchritten, daß vorausſichtlich im
Frühjahr 1910 die Strecke Tientſin-Tetſchen eröffnet
wer=
den kann. Die deutſche Schantung=Eiſenbahn
ſelbſt weiſt eine erhebliche Steigerung des Güterverkehrs
auf, der von 418 200 Tonnen im Vorjahr auf 649 685
Ton=
nen im Berichtsjahre geſtiegen und damit eine Zunahme
des Ueberſchuſſes von 1 532 903 Doll. auf 1800 287 Doll,
ſodaß für das Kalenderjahr 1908 wiederum die Verteilung
einer Dividende von 4¾ Prozent möglich war. Beſonders
bemerkenswert erſcheint hierbei die Zunahme des
Stein=
kohlenverkehrs auf der Eiſenbahn, die ihren Grund
hat in der Steigerung der Fördermengen auf den
Kohlen=
feldern bei Weihſien und Peßhantal. Mit dieſer
geſtei=
gerten Förderung iſt aber auch eine Verbeſſerung der
Qualität der Kohle Hand in Hand gegangen,
insbeſon=
dere der Hungſchau=Kohle.
Freihandel und Schutzoll in England.
Wie immer der ſchließliche Ausgang der
engliſchen Wahlen ſein wird, ob die Liberalen mit
einer kleinen Mehrheit an der Regierung bleiben werden
oder ob ſie nach einer kurzen Uebergangszeit die
Herr=
ſchaft an die Konſervativen abtreten müſſen, ſo iſt es doch
ſchon jetzt klar, daß ſich die Stoßkraft der Konſervativen
ganz bedeutend verſtärkt hat, und daß, wenn nicht gleich,
ſo doch in abſehbarer Zeit mit einer Verdrängung der
Liberalen aus der Herrſchaft gerechnet werden muß. In
früheren Zeiten hatte ein ſolcher Umſchwung weder
inner=
politiſch, noch nach außen hin eine allzu große Bedeutung,
eine um ſo größere Wichtigkeit haben aber die jetzigen
Wahlen, denn jetzt handelt es ſich nicht allein darum, ob
das Land von liberalen oder konſervativen Miniſtern
re=
giert werden ſoll, ſondern die Entſcheidung ſpitzt ſich
dar=
auf zu, obdas Inſelreich den Freihandel
bei=
behalten oder ob ein Syſtem von Schutzzöllen
eingeführt werden ſoll. Spricht ſich das engliſche Volk
für den Schutzzoll aus und kommt ein Schutzzollſyſtem zur
Einführung, ſo bedeutet das nicht nur für England ſelbſt
eine Umwälzung, auch alle anderen großen Länder
wür=
den von dieſer Umwälzung in hohem Maße beeinflußt
werden.
Ohne Zweifel hat der Freihandel ſeit einigen Jahren
in England immer mehr Enttäuſchung hervorgerufen.
Un=
bedingte Anhänger des Freihandels ſind faſt nur ſolche
Bevölkerungsſchichten, deren Erwerbsleben ohne weiteres
auf den Freihandel angewieſen iſt. Schon allein, weil
ſich die Vorausſagen nicht erfüllt haben, die früher an den
Freihandel geknüpft waren, iſt viel Enttäuſchung
entſtan=
den. Hatte einſt Cobden, der große Freihandelsagitator,
prophezeit, daß fünf Jahre nach Einführung des
Frei=
handels in England kein Land mehr an die
Aufrecht=
erhaltung einer Schutzzollmauer denken würde, ſo iſt im
Gegenteil der Schutzzoll in faſt allen Ländern in einer
Weiſe ausgebaut worden, wie es vorher nirgends bekannt
war. Die Vereinigten Staaten von Amerika, Deutſchland,
Frankreich, Rußland, Oeſterreich und alle anderen
Län=
der haben ſich mit Zollmauern umgeben, während allein
in England der Freihandel aufrecht erhalten wurde. Für
vieles wird jetzt in England der Freihandel
verant=
wortlich gemacht, was aus ganz anderen Urſachen
her=
ſtammt. Der Stillſtand, der ſich vielfach ſchon ſeit langer
Zeit in der engliſchen Induſtrie bemerkbar macht und
der gegenüber der gewaltigen induſtriellen Entwickelung
in Deutſchland, den Vereinigten Staaten und in Belgien
als Rückſchritt angeſehen wird, wird als Folgewirkung
des Freihandels betrachtet. War England früher die
„Werkſtatt der Welt”, ſind engliſche Fabrikate in fernen
Ländern faſt ausſchließlich heimiſch geweſen, ſo hat jetzt
England überall mit der Konkurrenz anderer Länder zu
kämpfen und das „Made in Germany” drängt ſich überall
auf dem Weltmarkt hervor. Daß die engliſchen
Induſtriel=
len vielfach zurückgeblieben ſind und ſich modernen
Anfor=
derungen nicht anbequemen, wird bei der Frage, ob der
Freihandel in England und der Schutzzoll in fremden
Län=
dern Schuld an dem Stillſtand der engliſchen Induſtrie
hat, zu wenig beachtet.
Allerdings darf nicht überſehen werden, daß in den
letzten Jahren in England manche Erſcheinungen zutage
getreten ſind, die erkennen laſſen, daß der Freihandel, wenn
nicht allgemein, ſo doch für einzelne wichtige Induſtrien
Englands von Nachteil iſt. Wenn die Konſervativen bei
der jetzigen Wahl vielfach kleine Ausſtellungen von
aus=
ländiſchen Waren inſzeniert haben, um zu beweiſen, daß
die engliſche Induſtrie von den fremden Induſtrien
benach=
teiligt wird, ſo iſt das eine beſonders draſtiſche Art der
Beweisführung, ſolche Nachweiſe ſind aber in den letzten
Jahren ſchon oft verſucht worden. Schon oft iſt darauf
hingewieſen worden, daß die engliſche Induſtrie durch
Dumping oder Schleuderverkäufe des Auslandes geſchädigt
wird. Derartige Schleuderverkäufe, die möglich ſind, weil
ſich die Induſtrien in den zollgeſchützten Ländern durch
höhere Preiſe im Inland ſchadlos halten können, bringen
gewiß auch viele Vorteile für das engliſche
Wirtſchafts=
leben, allein dieſe Vorteile fallen nicht ſo ſehr in die
Au=
gen wie die Nachteile und werden auch nicht ſo ſtark her=
vorgehoben. So ſind ſelbſt Freihändler in England zu der
Anſicht gekommen, daß die internationale Durchführung
des Freihandels zunächſt nur durch ein Schutzzollſyſtem in
England möglich ſei. Auch wenn die Liberalen noch
ein=
mal ſiegen, wird die Frage, ob Schutzzoll oder Freihandel
in England nicht mehr aus der öffentlichen Erörterung
verſchwinden.
Deutſches Reich.
Nachdem der wirtſchaftliche Ausſchuß von
den zwiſchen Berlin und Waſhington in der Handelsfrage
geführten Verhandlungen Kenntnis genommen und dabei
die Vollſtändigkeit des darüber vorgelegten Materials
an=
erkannt hat, ſprach er ſeine völlige uneingeſchränkte
Billi=
gung des Vorgehens der verbündeten Regierungen wegen
der weiteren Behandlung der Angelegenheit aus. Dem
Ausſchuß wurden mehrere Fragen vorgelegt, deren
Erör=
terung dahin führte, daß ſich im Sinne der bisher von den
verbündeten Regierungen eingehaltenen Richtlinien ein
allgemeines Einverſtändnis ergab.
— In dem Januarheft des Jahrbuches für
National=
ökonomie und Statiſtik veröffentlicht einer der
Heraus=
geber, Prof. Dr. J. Conrad=Halle, eine Studie: „Einige
Ergebniſſe der neueſten deutſchen gewerblichen
Betriebszählung. Das Endergebnis, zu dem er in
ſeiner Spezialunterſuchung gelangt, iſt im allgemeinen für
das Handwerk erfreulich. Danach tritt eine
Verdräng=
ung des Handwerks in irgend einer bedenklichen Weiſe
nirgends hervor: die Verringerung der Alleinbetriebe war
nur mäßig, ſicher den Verhältniſſen entſprechend und ohne
volkswirtſchaftlichen Schaden. Der Klein= und
Mittelbe=
trieb erlitt nur unbedeutende Einbußen und nur da, wo
der Großbetrieb anderes oder mehr zu leiſten vermochte
als jener. Eine Unterſtützung des bisher noch immer vielfach
herrſchenden Peſſimismus in der Mittelſtandsfrage habe
die neueſte Erhebung unzweifelhaft nicht geboten. Damit
wird die auf Grund früherer Zählungen gewonnene
An=
ſicht über Lage und Zukunftsausſichten des Handwerks
beſtätigt.
— In der letzten Sitzung des Vorſtandes des
Deut=
ſchen Städtetages wurde der Beſchluß gefaßt, die
von den Städten Berlin und Frankfurt a. M.
aufgegrif=
fene Frage der Arbeitsloſenverſicherung in einer
beſon=
deren Beratung eingehend zu behandeln. Als Referenten
wurden die Oberbürgermeiſter Körte (Koburg und
Wall=
raf (Köln) ſowie Bürgermeiſter Dr. Schwander (
Straß=
burg) beſtimmt. Zu dem auch von der Stadt Hof
unter=
ſtützten Antrag der Stadt München betreffend
Stellung=
nahme zur Frage der Neueinteilung der
Reichstagswahl=
kreiſe wurde beſchloſſen, zunächſt mit München eine
Ver=
ſtändigung über die nähere Faſſung des Antrages
herbei=
zuführen, damit der Antrag eventuell einſtimmig vom
Städtetag angenommen werden kann. Außerdem wurde
auch noch gegen den von der Vereinigung der
Elektrizi=
tätswerke und vom Verband deutſcher Elektrotechniker der
Reichsregierung vorgelegten Entwurf einés
Starkſtrom=
geſetzes, der die Intereſſen der Städte ſtark gefährdet,
Stellung genommen und der Beſchluß gefaßt, in einer
Eingabe an die Reichsregierung die betreffenden
Beden=
ken näher zu begründen.
Unter überaus zahlreicher Beteiligung von
Ver=
tretern aller größeren deutſchen induſtriellen Verbände
und von Großinduſtriellen aller Kategorien und aus allen
Teilen des Reiches hielt der Bund der
Induſtriel=
len am Montag in Berlin ſeine 14. ordentliche
General=
verſammlung ab.
Nach der Eröffnung durch den Vorſitzenden gab
Re=
gierungsrat Wiedfeldt, der die Verſammlung im
Na=
men des Staatsſekretärs des Innern begrüßte, die
Er=
klärung ab, daß die von der Induſtrie gegen die
Reichs=
verſicherungsordnung vorgebrachten Bedenken
von der Regierung in der Hauptſache als berechtigt
aner=
kannt worden ſind. Hierauf erſtattete
Landtagsabgeord=
neter Dr. Wendlandt den Geſchäftsbericht, an den ſich eine
längere Debatte knüpfte. In deren Verlauf wurde eine
Reſolution, die ſich in ſcharfer Weiſe gegen
Schiff=
fahrtsabgaben ausſpricht, einſtimmig angenommen.
Hierauf referierte Reichstagsabgeordneter Dr Streſemann
über Induſtrie und Hanſabund. Der Präſident
des Hanſabundes Geheimrat Rießer erklärte, man dürfe
nicht gleich bei jeder Gelegenheit fragen, wo bleibt de=
Hanſabund? Man habe den Bund gegründet, um aus
unſerem großen Deutſchen Reich einen von modernen
Ge=
danken getragenen Staat zu machen und das erreiche man
nicht von heute auf morgen. Der Hanſabund ſei kein
politiſcher Verein, aber er werde bei den Wahlen, die von
den politiſchen Parteien zu machen ſind, ſeine Ziele
die=
in den Richtlinien feſtgelegt ſind, durcheuſetzen verſuchen.
Wenn alle Vertreter von Handel, Induſtrie und Gewerbe
feſt entſchloſſen ſeien, das Ziel zuserreichen, die Gleichgül=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Nummer 21.
tigkeit zu bekämpfen, dann werde der Tag des Sieges
ge=
kommen ſein. An dritter Stelle ſprach Fabrikbeſitzer Arno
Luboldt (Gera) über die
Reichsverſicherungs=
ordnung. Der Redner kritiſierte eingehend die
einzel=
nen Beſtimmungen des Entwurfes und legte dann eine
Erklärung vor, die ſeine Bedenken gegen verſchiedene
Be=
ſtimmungen des Entwurfes zuſammenfaßte. Dieſe
Er=
klärung wurde ſchließlich angenommen und darauf die
Tagung geſchloſſen.
Ausland.
Im ungariſchen Abgeordnetenhauſe verlas, wie
bereits gemeldet, Graf Khuen=Hedervary eine
Erklä=
rung der Regierung, in der es heißt, der Zweck der
Kabinettsbildung ſei die lange ſich hinſchleppende Kriſe
durch ſtreng geſetzliche verfaſſungsmäßige Mittel zu löſen,
ſowie das Verhältnis zwiſchen der Krone und der Nation
vor Schaden zu bewahren. Das Kabinett zähle hierbei
auf die Unterſtützung des Abgeordnetenhauſes; ſollte dies
unmöglich ſein, ſo beabſichtige das Kabinett, die
Neu=
wahlen anzuordnen. Was die wirtſchaftliche
Unabhän=
gigkeit betreffe, ſo ſei dieſes Recht Ungarns von keinem
kompetenten Faktor in Zweifel gezogen worden. In der
Bankfrage ſeien entgegengeſetzte Anſchauungen
aufge=
taucht. Die Regierung werde ſeinerzeit einen Vorſchlag
unterbreiten, der den Intereſſen des Landes entſprechen
werde. Zur Frage des Wahlrechts erklärte er, daß
die Einführung der Puralwahl von ihm fallen gelaſſen
ſei, er ſtehe auf dem Boden des allgemeinen
Wahl=
rechts, er werde jedoch den geſchichtlichen Charakter des
Staates wahren. Der Miniſterpräſident legte darauf das
Budgetproviſorium und den Handelsvertrag mit
Rumä=
nien vor. Die Annahme werde einen Probeſtein bilden
da=
für, ob ein Zuſammenwirken mit dem Hauſe möglich iſt.
Vor und nach der Programmrede des
Miniſterprä=
ſidenten ſpielten ſich ſehr erregte Szenen ab. Das
neue Kabinett wurde beim Betreten des Saales von zwei
Minuten anhaltendem, heftigem Geſchrei der
Unabhängig=
keitspartei empfangen. Man rief: Civio! Weg mit Euch,
Dienſtboten, gehen Sie nach Agram. Bei der Debatte, die
ſich über den Vorſchlag des Präſidenten entſpann, man
möge das Handſchreiben zur Kenntnis nehmen und es
dem Magnatenhauſe übermitteln, ſah ſich der Präſident
zunächſt zur Anordnung einer Pauſe genötigt. Er wurde
ſpäter, als er zur Abſtimmung ſchreiten wollte, von den
Mitgliedern der Unabhängigkeitspartei mit Schmährufen
überhäuft. Die Abgeordneten eilten auf die
Präſidenten=
tribüne und einer entriß dem Schriftführer das Protokoll
und warf es von der Tribüne hinab. Auch die
Mitglie=
der der Verfaſſungspartei eilten zum Schutze des
Prä=
ſidenten auf die Tribüne. Unter wachſendem Lärm mußte
der Präſident die Sitzung aufs neue unterbrechen. Nach
der Wiederaufnahme der Sitzung ſprach der Abgeordnete
Julius von der Juſthpartei der neuen Regierung das
Mißtrauen ſeiner Partei aus. Hierauf entwickelte der
neue Miniſterpräſident ſein Programm. Als
unmittel=
bar nachher der Vizepräſident mitteilte, die vorgelegten
Re=
gierungsvorlagen ſeien ohne Debatte den betreffenden
Ausſchüſſen zuzuweiſen, erhob ſich von neuem ein Sturm
bei der Oppoſition. Der Präſident nahm jedoch
keine Meldung zum Worte mehr an und ſchlug infolge der
vorgeſchrittenen Zeit die Vertagung vor. Unter dem
heftigen Widerſpruch der Juſth= und der Koſſuthpartei
beſchloß das Haus im Sinne des Präſidenten.
Graf Khuen=Hedervary hielt auch im
Magnaten=
hauſe eine Programmrede. Mehrere oppoſitionelle
Redner erklärten ſich gegen dieſes Programm. Graf
Ste=
fan Tiſza hingegen trat inswärmſter Weiſe für den
Mini=
ſterpräſidenten ein. Das Magnatenhaus faßte nach
wei=
terer Debatte einen Beſchluß, in dem das die Ernennung
der Regierung enthaltende königliche Handſchreiben
ehr=
furchtsvoll zur Kenntis genommen und die Hoffnung
aus=
geſprochen wird, daß die Regierung im Sinne der Geſetze
ihre Aufgabe löſen werde.
— Die franzöſiſche Kammer beſchloß am Montag die
Schuldebatte. Es lagen zehn Anträge auf eine
mo=
tivierte Tagesordnung vor. Briand erklärte, die
Regie=
rung nehme die Tagesordnung des Radikalen Deſſoye
an, die lautet: „Die Kammer vertraut auf die Regierung
für die Verteidigung der weltlichen Schule ſowie ihres
Lehrperſonals und erklärt ſich entſchloſſen, die zum Schutz
der Schule und der Lehrer gemachten Vorlagen noch vor
Schluß der Seſſion zu verabſchieden.‟ Die Kammer
nahm mit 395 gegen 95 Stimmen den erſten Satz
an, der das Vertrauen in die Regierung ausſpricht.
Der übrige Teil der Tagesordnung Deſſoye wird mit
421 gegen 147 Stimmen angenommen, da auch
die Sozialiſten dafür ſtimmen. Gegen die geſamte
Tages=
ordnung erhob ſich kein Widerſpruch mehr.
Die rumäniſche Kammer hat einſtimmig das Geſetz
betr. die Konſolidierung der Schatzreſerven
angenommen. Die Reſerven werden in der Sparkaſſe
hin=
terlegt, die Staatsrenten kaufen und die Reſervefonds
kapitaliſieren wird. Es iſt noch ein Sondergeſetz in
Aus=
ſicht genommen, durch das die Regierung ermächtigt wird,
dieſe Fonds nutzbringend zu verwenden.
— Die türkiſche Kammer nahm das Anerbieten der
Prinzeſſin Nazimeh, der Tochter des verſtorbenen Sultans
Abdul Aziz, die ihr Palais am Bosporus der Kammer zur
Verfügung ſtellt, an. Hierauf verlas der Großweſir das
Regierungsprogramm, das lebhaften Beifall
her=
vorrief.
Er ſprach zunächſt über die innere Politik des
Kabinetts. Dieſes ſei durchaus homogen
zuſammen=
geſetzt. Die erſte Pflicht der Regierung ſei die
Beruhi=
gung der Gemüter, Befeſtigung der Ordnung und
vernünf=
tiges Hinüberlenken des Volkslebens in normale Bahnen,
aus denen es infolge der Aprilereigniſſe herausgeriſſen
worden ſei. Eine Abgrenzung der Befugniſſe der
Staats=
gewalt ſei nötig und die Beamtenfrage müſſe gerecht
ge=
regelt werden. Eine Kräftigung der Eintracht zwiſchen
den verſchiedenen Nationalitäten ſei unerläßlich, wozu
auch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht beitrage.
Dann werden die Spezialmaßnahmen für einige
Provin=
zen angekündigt und der Finanzlage des Reiches
entſpre=
chende Maßnahmen zur Verſtärkung der Armee und Flotte
behufs Sicherung des Friedens.
Die auswärtige Politik der Türkei baſiert
auf der aufrichtigen Freundſchaft mit allen Großmächten
und der Freundſchaft und dem Vertrauen zu den
Nach=
barſtaaten. Das Kabinett werde die Politik des früheren
Kabinetts beibehalten, indem es die Vertragspflichten
all=
gemein einhalten und gegen niemand illoyale aggreſſive
Tendenzen verfolgen, dagegen die Rechte des Vaterlandes
verteidigen werde. Die Türkei werde ſich bemühen, im
Konzert der Mächte ein wichtiges Element des Friedens
zu bilden. Der Großweſir ſchloß: Je mehr die Legislative
und die Exekutive die gewährte Verfaſſung wahren und
ſich von Handlungen gegen die Verfaſſung enthalten, deſto
mehr werden ſie an Sympathien gewinnen, deſto mehr
werden wir bei Wahrung der Rechte der Türkei Erfolg
haben und deſto leichter uns von veralteten Kapitulationen
befreien, die den Fortſchritt verhindern.
Nach der Verleſung des Programms beſprach der
Großweſir einige Hauptpunkte, beſonders die
Wiederher=
ſtellung normaler Verhältniſſe, und wies auf die
Notwen=
digkeit hin, Reformen in Yemen, wo eine regelrechte
Ver=
waltung ganz fehle, einzuführen. Bezüglich der
Kreta=
frage hob der Großweſir hervor, die Türkei befolge eine
gerechte Politik und werde Kreta eine weitgehende
Auto=
nomie gewähren; aber die türkiſchen Rechte würden es
nicht erlauben, daß ſich ein anderer Staat einmiſche. Unſere
Freunde, erklärte der Großweſir, verſtehen unſere Wünſche;
wir dürfen ſie nicht allzu ſehr beläſtigen. Die Regierung
wird auch die Kretafrage mit Umſicht behandeln. (Beifall.)
Hierauf folgte eine lange, ſtellenweiſe ſtürmiſche
De=
batte. Die gemäßigten Liberalen, die zum erſten Male
als geſchloſſene Partei auftraten, bezeichneten das
Pro=
gramm als ein leeres Verſprechen und verlangten
Auf=
klärung über den Sturz Hilmi Paſchas. Der Führer der
Partei, Ismail Kemal, ſprach ſeine Hochachtung vor der
Perſon Hakkis aus, dagegen äußerte er Bedenken gegen
die jungtürkiſchen Miniſter. Der Bulgare Daltſcheff
kriti=
ſierte die Politik des alten Kabinetts und beſprach dann
die Frage der Bandenbewegung, das Vereinsgeſetz und die
mohammedaniſche Einwanderung in Mazedonien. Unter
lärmender Unterbrechung ſeitens der Bulgaren warf der
Liberale Lufie die Frage des bulgariſchen Exarchats auf
und beſprach die Zollverhältniſſe mit Bulgarien. Der
Großweſir trat den oppoſitionellen Rednern entgegen und
betonte die Verfaſſungsmäßigkeit des Sturzes Hilmi
Paſchas.
Die Kammer nahm dann mit 187 gegen 34 Stimmen
ein Vertrauensvotum für das Kabinett an. Die
Abſtimmung bedeutet einen großen Sieg der Jungtürken.
— Nach Meldungen aus Waſhington bereitet die
Re=
gierung der Vereinigten Staaten ein planmäßiges
Vorgehen gegen alle Truſts und gleichartige
Unternehmungen zur Einſchränkung des Wettbewerbs mit
ungeſetzlichen Mitteln vor.
* Belgrad, 24. Jan. Heute wird eine amtliche
Erklärung über den Zwiſchenfall veröffentlicht,
der ſich am 31. Dezember alten Stils im Königlichen
Pa=
lais zutrug. Darin heißt es: Prinz Georg wurde
mit der Strafe belegt, den königlichen Hof für eine
be=
ſtimmte Zeit zu meiden. Der Befehl des Königs an den
Kriegsminiſter über die Einſtellung des Prinzen Georg
in das Infanterie=Regiment in Milanovas hat nur den
Zweck, den Prinzen durch die regelmäßige Tätigkeit im
militäriſchen Dienſte ſeine Erziehung vervollkommnen (!)
zu laſſen, damit er ſpäter ſeinem Lande und der Dynaſtie
nützlichere Dienſte leiſten könne. Die ſerbiſche Preſſe habe
den königlichen Befehl fälſchlicherweiſe als eine Beſtrafung
ausgelegt, denn die Beſtimmung eines Offiziers zum
ak=
tiven Dienſt kann niemals als eine disziplinare
Maß=
nahme gedeutet werden. Prinz Georg erklärte geſtern
abend dem König, daß er dem Beſchluß der Regierung
wegen Verſetzung nach Gornji Milanovas nachkommen
werde. Kronprinz Alerander iſt heute
nachmit=
tag in Sofia eingetroffen. Er wurde am Bahnhof von
König Ferdinand empfangen.
Siegfried Wagners neue Oper.
Ueber die Uraufführung von Siegfried
Wagners Oper „Banadietrich” wird uns aus
Karlsruhe unterm 23. Januar geſchrieben: Das
Textbuch beſchreibt die Schickſale Dietrichs von
Bern in der böhmiſchen Verballhornung als „
Bana=
dietrich” Vollkommen abhängig von dämoniſchen
Ge=
walten, deren wichtigſter Repräſentant der Teufel
ſelber iſt, irrt er durch drei Akte, bald beglückt, bald
verraten, um ſchließlich durch die Treue ſeines Weibes,
— „eines Waſſertümpels gleißender Sproß” — „erlöſt”
zu werden. Wer denkt da nicht an das von Wagner
dem Aelteren, nach allen Richtungen variierte
Er=
löſungsthema? Auch darin erkennt man die ſtlaviſche
Abhängigkeit des Sohnes, daß er ſelbſt dieſes Thema
immer wieder in ſeinen Werken aufgreift. Aber auch
abgeſehen von dieſem für empfindliche Nerven etwas
fatalen Beigeſchmack, iſt die „Handlung” alles andere
eher als anziehend zu nennen. Es iſt ein Grundfehler,
daß jede ſelbſtändige Entwickelungskraft den
Hauptper=
ſonen fehlt, die, wenn ſie nicht ihren ataviſtiſchen
In=
ſtinkten gehorchen, den Uebertölpelungen des Teufels
zum Opfer fallen oder irgend einem fauſtdicken
Volks=
aberglauben. Dieſer Mangel reſultiert aus einem
ſchlechten Geſchmack, denn man kann die Freude an
dieſen Spukgeſtalten, die das ganze Stück hindurch ihr
Unweſen treiben, an dieſen Produkten einer lichtarmen
Volksphantaſtik nicht gut anders erklären. Auch in
formaler Hinſicht iſt der Text nichts weniger als
ein=
wandfrei. Künſtlich eingezwängt in einen ſprachlichen
Rahmen, der durch Richard Wagner eine ſo glänzende
Ausbildung erfahren hat, zeigt er neben dieſem ſich
überall fühlbar machenden Zwang alle Merkmale eines
Dilettanten, der ſich erfolglos abmüht, poetiſch zu
ge=
ſtalten, wo er nichts anderes ſein kann als banal.
Und die Muſik? Es ſind jetzt 10 Jahre her, daß
Siegfried Wagners Bärenhäuter erſchien. Damals ging
das Urteil faſt allgemein dahin, daß das ſelbſtverfaßte
Textbuch Talent für das ſzeniſch und theatraliſch
Wirk=
ſame verrate. Geſchwächt wurden dieſe Wirkungen
durch das dilettantiſche und peinlich unecht
Volks=
tümelnde. Faſt das gleiche Urteil konnte über die
fol=
genden Werke abgegeben werden. Bei Banadietrich
tritt nun das abſichtliche und aufdringliche
Hervorkeh=
ren einer falſchen Volkstümlichkeit am ſtärkſten in die
Erſcheinung. Mag er nun dabei von ſeinem Meiſter
Humperdinck beeinflußt ſein, mag es „moderne
Rich=
tung” ſein, oder mag es irgend ein anderer Grund
ſein, man merkt zu ſehr die Abſicht, und kann deshalb
nicht froh werden. Eines iſt ſicher: Fleiß zeigt
Sieg=
fried Wagner im Partiturſtudium und ein gutes
Ge=
dächtnis unterſtützt ihn dabei. Die
Banadietrichpar=
titur zeigt ſo wenig wie die anderen Werke des
glei=
chen Komponiſten eine perſönliche Note. Er mußte
ſich, um ſchaffen zu können, Rat holen und fand ihn bei
ſeinem Vater — ſelbſtredend —, dann bei ſeinem Lehrer
und dann griff er zurück zu Weber und Lortzing, er
ging über die Grenze zu Saint=Saéns und zuletzt hat
es ihm auch Richard Strauß angetan. Genau wie ſich
die Handlung als ein Moſaik darſtellt, zuſammengeſetzt
aus Teilen unſerer Märchen= und Sagenwelt, jedoch
ohne ſcharf ausgeprägte Linien, parallel dazu wurde
die Muſik geſchaffen, die eine Anzahl hübſcher Stellen
hat, die aber doch zu ſchmächtig ſind, um im Ganzen
ſich behaupten zu können. Es iſt alſo ein verfehlter
Verſuch, dies neueſte Werk Siegfried Wagners, die
koſtbaren Schätze der deutſchen Volksſage dramatiſch und
muſikaliſch zu verwerten. Der Komponiſt und
Ange=
hörige, ſowie Freunde des Hauſes Wahnfried wohnten
der prächtig inſzenierten Aufführung bei, die einen
ſtarken äußeren Erfolg hatte, ſodaß ſich Siegfried
Wag=
ner nach jedem Akt dem Publikum zeigen konnte.
K. St.
Konzerte.
Am. Ein gut gewähltes Programm lag dem
drit=
ten Kammermuſik= Abend der Herren Fritz
Mehmel (1. Violine), Albert Diedrich (2. Violine), Fritz
Brückmann (Viola) und Auguſt Weyns (Violoncell)
zugrunde. Während es ſonſt das Beſtreben des
Darm=
ſtädter Streichgartetts zu ſein pflegt, immer ein neues
Werk zum Vortrag zu bringen, waren es diesmal Werke
unſerer drei Klaſſiker Haydn, Mozart und Beethoven;
die Auswahl war derartig getroffen, daß dieſe Werke
einen Vergleich der Ausdrucksformen der verſchiedenen
Tonſetzer ermöglichten.
Das Leichte, Spielende, durch welches Haydn mit
ſeiner munteren, erheiternden Muſik alle Zuhörer ſo
ganz für ſich einnimmt, kam in dem an erſter Stelle
vorgetragenen ſogenannten „Vogel=Quartett” op. 33
Nr. 3, in Cdur, an dem kein Freund der klaſſiſchen
Kammermuſik achtlos vorübergehen dürfte, voll und
ganz zum Ausdruck in ſeiner lebendigen Bewegtheit,
ſeinen angenehm unterhaltenden, glatt dahinfließenden,
einſchmeichelnden Melodien, deren Wiedergabe durch
die oben genannten Herren ſehr exakt und klangvoll
erfolgte. — Am nächſten ſteht dieſem Meiſter in der
Empfindung und dem Zweck der Unterhaltung, der ſeine
Muſik dienen will. Mozart, von dem an zweiter
Stelle das G=dur=Quartett, Köchel=Verzeichnis Nr. 387,
erklang, welches er 1782 Haydn widmete. Nach dem
erſten ohne Wiederholung flott heruntergeſpielten
„Allegro vivace aſſai” erfreute das echt Mozartſche
Me=
nuett (Allegretto) mit neckiſchem Trio, dem ſich das
empfindungsreiche „Andante cantabile” mit einer
reich=
verzierten geſangvollen Melodie der erſten Violine,
ge=
hoben von ſtellenweiſe lebhafteren Cellofiguren,
au=
ſchließt, worauf als Schlußſatz in
ſehr
leb=
haftem Tempo eine der kunſtvollſten
Quar=
tettfugen folgt, die bei aller Künſtlichkeit
und Strenge des Satzes von höchſtem Wohlklang
iſt; eine Arbeit, die eben nur in gleicher Weiſe dem
vollendeten Meiſter des Tonſatzes und geborenen
Me=
lodiker gelingen konnte, und wenn Richard Wagner
bei=
den vorgenannten Tonmeiſtern Flüchtigkeit bei
angeeig=
neter Routine nachſagt, ſo trifft dies Urteil bei den am
verfloſſenen Montag gehörten Werken keinesfalls zu.
Doch muß man ihm dann zuſtimmen, wenn man nach
ihnen ein Werk Beethovens, das eine ganz andere
Stimmung, dramatiſcher Tiefe und ernſten
Nachden=
kens, zum Ausdruck gelangen läßt, wenn er Beethoven
höher ſtellt als jene; denn es iſt ein ganz anderer Geiſt,
aus dem das dritte zum Vortrag gelangte Quartett,
op. 95, in F-moll, von Beethoven geſchaffen iſt.
Ent=
zückend iſt im zweiten Satz (Allegretio) die zarte
Gei=
genmelodie der erſten und ſpäter (im „Allegro aſſai
vivace ma ſerioſo”) von der zweiten Violine
übernom=
menen Kantilene, in raſcheſter Bewegung abſchließend,
mit packender, gerade Beethoven eigener Kürze. Dem
trefflichen Zuſammenſpiel, das von einem Willen
be=
ſeelt zu ſein ſchien, war ein genußreicher Abend zu
dan=
ken und eine zweckmäßige Neuerung, eine zum erſten
Male zur Anwendung gekommene Schallwand, erwies
ſich für den Geſamtklang als ſehr förderlich.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 26. Januar.
Der ſtädtiſche Voranſchlag.
liegt ſeit geſtern im Stadthauſe zur allgemeinen Einſicht
offen. In dem Vorwort des Herrn Oberbürgermeiſters
Dr. Gläſſing heißt es u. a.:
Bei der Aufſtellung des vorjährigen Voranſchlags
galt es mit einer geringen Steuererhöhung
auszukom=
men, weil für 1910 mit dem bekannten Oktroiausfall
und mit dem bis dahin erwarteten Erlaſſe eines neuen
Gemeindeumlage=Geſetzes eine bedeutſame Neuordnung
der ſtädtiſchen Finanzverhältniſſe in Ausſicht ſtand.
Nur durch außergewöhnliche Finanzmaßnahmen (
Her=
anziehung von Mitteln eines früher gebildeten
Aus=
gleichsfonds (42000 Mk.), Verwendung des bei der
letzten Anlehensbegebung erzielten Kursgewinns für
die laufende Verwaltung (33000 Mk.),
Minderberech=
nung des aus 1908 in 1909 übergegangenen
Kohlenvor=
rats des Gaswerks um 70000 Mk.) Verwendung von
Depotzinſen und anderer einmaliger Einnahmen war
es möglich, den Abſchluß für 1909 mit einer
Steuer=
erhöhung von nur 6 Prozent zu vollziehen.
Bürger=
meiſterei und Stadtverordneten=Verſammlung
waren=
ſich damals bei ihren einmütig gefaßten
Entſchließ=
ungen bewußt, daß die obigen Maßnahmen von
un=
fünſtiger Rückwirkung auf das nächſte
Voranſchlags=
jahr 1910 ſein mußten, weil einmalige Einnahmen
herangezogen wurden, mit denen ſpäter nicht oder nicht
beſtimmt zu rechnen war.
Für 1910 iſt wieder eine durchſchnittliche normäle
Steigerung der laufenden Ausgaben um rund 325000
Mark zu verzeichnen. Dazu kommen an größeren
Mindereinnahmen und Neuausgaben: a) Der Ausfall
an Oktroi vom 1. April 1910 ab mit jährlich 380000 Mk.
und dem vorausſichtlichen Zugang von Penſionen für
Beamte der Oktroiverwaltung mit 25000 Mk., b) ein
Minderbetrag von 200000 Mk. gegen das Vorjahr beim
Kaſſevorrat, ſoweit letzterer, als Teil des
Ausgleichs=
fonds, unter Rubrik 50 wieder zur Einſtellung gelangt
iſt, und e) ein Ausfall an Depotzinſen von 110000 Mk.
infolge eintretender Verwendung der Anlehensmittel.
Ob für 1910 auf eine Erhöhung der
Gemeinde=
ſteuerkapitalien und dementſprechend mit einer
Mehr=
einnahme an Gemeindeſteuern gerechnet werden kann,
läßt ſich z. Z. noch nicht angeben, da das Ergebnis der
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1916.
Seite 3.
Steuerregulierung noch nicht feſtſteht. Mit dem
ſtädti=
ſchen Finanzausſchuß haben wir über die
augenblick=
liche ungünſtige Finanzlage und ihre Beſſerung in
mehreren Sitzungen eingehend beraten. Angeſichts der
außerordentlichen Sachlage hat die Bürgermeiſterei
bereits im September vorigen Jahres die Beratungen
über die Gemeindefinanzen beginnen laſſen, damit im
Januar der Voranſchlagsentwurf vorgelegt werden
konnte und Zeit für eine eingehende Prüfung gegeben
ſt. Mit Ermächtigung des Ausſchuſſes iſt in
gegen=
wärtigen Voranſchlag neben einer anſehnlichen
Steuer=
erhöhung eine Reihe von Neu= und Mehreinnahmen
eingeſtellt worden, die ſich als indirekte Abgaben
dar=
ſtellen und den Oktroiausfall von 405000 Mk. (einſchl.
des Penſionszugangs) erſetzen ſollen. Ueber die
Zu=
läſſigkeit einzelner in Ausſicht genommenen
Erſatz=
poſten ſind wir bereits mit der Großh. Regierung in
Verhandlungen getreten, die aber noch nicht zum
Ab=
ſchluß gekommen ſind. Die Erſatzvorſchläge können
deshalb nur als vorläufige angeſehen und muß
end=
gültige Antragſtellung bis zur Entſcheidung der
Auf=
ichtsbehörde vorbehalten bleiben. In einer folgenden
beſonderen Vorlage an die Stadtverordneten=
Verſamm=
ung werden die weſentlichen Abweichungen in den
Voranſchlagsziffern zwiſchen 1909 und 1910 dargeſtellt
und die endgültigen Vorſchläge zur Aufbringung der
fehlenden Deckungsmittel eingehend begründet werden.
Im übrigen wird auf die Denkſchrift über die
Ent=
wicklung der Stadt Darmſtadt und die Geſtaltung der
ſtädtiſchen Finanzen hingewieſen.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheiten der
Groß=
herzog und die Großherzogin begaben ſich geſtern
abend mit Zug 10 Uhr 26 Min. mit Gefolge zur Feier
des Allerhöchſten Geburtsfeſtes Sr. Maj. des Kaiſers
nach Berlin. Die Rückkehr erfolgt vorausſichtlich am
28. d. Mts. abends. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute Mittwoch weder Audienzen erteilen,
noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen.
* Ordensverleihungen. Se. Maj. der König von
Preußen hat dem Rittmeiſter Frhrn. v. Racknitz im
1. Bad. Leib=Drag.=Regt. Nr. 20, kommandiert zur
Dienſt=
leiſtung bei Sr. Großh. Hoheit dem Prinzen Maximilian
von Baden, die Erlaubnis zur Anlegung des ihm
ver=
liehenen Ritterkreuzes 1. Klaſſe des Großh. Heſſiſchen
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen erteilt.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem
ſeitherigen ſtädtiſchen Ratsdiener Karl Moll zu Gießen
das Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen verliehen.
— Verſetzung in den Ruheſtand. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben den Kulturtechniker
Johannes Klopf zu Gießen bis zur Wiederherſtellung
einer Geſundheit in den Ruheſtand verſetzt.
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 1
vom 25. Januar hat folgenden Inhalt: 1. Oeffentliche
Anerkennung. 2. Ordensverleihungen. 3. Ermächtigung
zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.
4. Charaktererteilungen. 5. Namensveränderungen. 6.
Zu=
aſſungen zur Rechtsanwaltſchaft. 7. Aufgabe der
Zu=
laſſung zur Rechtsanwaltſchaft. 8. Dienſtnachrichten.
9. Dienſtentlaſſung. 10. Ruheſtandsverſetzungen. 11.
Sterbe=
fälle.
n. Ein ſtandesherrlicher Familienſtreit. Die
Stan=
desherrſchaft Alt=Leiningen, deren Majoratsherr der zu
Ilbenſtadt (Oberheſſen) wohnende Graf iſt, hat in den
1870er Jahren durch Erbaufall des Familienguts Neu=
Leiningen eine ſehr beträchtliche Vermehrung erfahren.
Von den mindeſtens 40000 Mark betragenden
Reinein=
künften des Geſamtbeſitzes ſollen faſt zwei Drittel aus
letzterem Zuwachs herrühren. Das Alt=Leiningiſche
Fa=
milienſtatut von 1818 beſtimmt u. a. den Agnaten eine
Jahresapanage von 800 Gulden; und ſolche Apanagen
gelten einerſeits als Entſchädigung für den durch das
Majorat bedingten Ausſchluß am Familiengut,
ande=
rerſeits als Beitrag zu einem dem Anſehen des Hauſes
entſprechenden Auftreten. Nach dem für innere
Ver=
hältniſſe des hohen Adels (der früher
reichsunmittel=
baren Standesherren) geltenden Privatfürſtenrecht
kommt eine Wertvermehrung des Familiengutes auch
den Agnaten inſofern zugute, als ſie bei der Bemeſſung
der Apanage zu berückſichtigen iſt, falls nicht beſondere
ſtatutariſche Vorſchriften dies ausſchließen. Der
ein=
zige apanageberechtigte Agnat des Hauſes Alt=
Leinin=
gen, Leutnant a. D. und Bureaubeamter zu
Charlotten=
burg, der in beſcheidenen Verhältniſſen lebt, beanſpruchte
in anbetracht des erwähnten Familiengutzuwachſes
Er=
höhung der Apanage und erſtritt in einem 1902, nach
drei Inſtanzen beendigten Prozeß gegen den
Majorats=
herrn die Feſtſetzung eines Jahresbetrages von 1500
Mark. Vor einiger Zeit ſtrengte er beim Landgericht
Gießen eine weitere Klage an, worin als angemeſſene
Apanage Erhöhung um 2300 Mark, alſo 3800 Mark,
ſo=
wie Nachzahlung der noch nicht verjährten rückſtändigen
Differenz mit insgeſamt 11000 Mark beanſprucht
wer=
den. — Das Landgericht gab dieſer Klage ſtatt und
ver=
urteilte den Beklagten zur Zahlung; das
Oberlandes=
gericht verwarf die von letzterem hiergegen erfolgte
Be=
rufung, und das gleiche Schickſal hatte nunmehr am
Reichsgericht die Reviſion, ſo daß die
Landgerichtsent=
ſcheidung rechtskräftig iſt. Dem Kläger war für den
Prozeß, deſſen ſämtliche Koſten jetzt den Beklagten
treffen, das Armenrecht bewilligt. Der Beklagte hatte
u a. die Einrede der rechtskräftig entſchiedenen Sache
(zum früheren Prozeß) erfolglos vorgeſchützt.
L. Die Strafkammer verhandelte geſtern gegen den in
einem hieſigen Manufakturwaren= und Stoffgeſchäft als
Hausburſche beſchäftigten Auguſt Weidmann, der
ſei=
nen Prinzipal fortgeſetzt beſtahl, indem er beim
Aufräu=
men der Waren Stoffe wegnahm und um den Leib
ge=
wunden davontrug. Er verkaufte und verſetzte ſeine
Beute, im ganzen handelte es ſich um Sachen im Werte
von 460 Mark. Weidmann iſt geſtändig und wurde zu
8 Monaten Gefängnis verurteilt; 2 Wochen ſind durch
die Unterſuchungshaft verbüßt. — Einen ſchlimmen Gaſt
nahm eine hieſige Witwe in der Freundin ihrer Tochter, der
Dienſtmagd Eliſabeth Schaller von Gimbsheim auf.
Letztere quartierte ſich, als ſie ohne Stelle war, einige Tage
ein und ließ es ſich gut ſein. Die Quartiergeberin mußte
verreiſen, auch gefiel ihr das Verhalten der Schaller nicht.
Daher veranlaßte ſie das Mädchen, ein anderes Logis zu
ſuchen. Während ihrer Abweſenheit ſchlich ſich der frühere
Beſuch in ihre Wohnung ein und putzte ſich mit Sachen,
die der Tochter gehörten, heraus. Die Diebin behauptete
ſpäter, ſie hätte die Sachen wieder zurückgegeben.
Glau=
ben findet ſie damit wenig, ſie wurde vielmehr wegen
Diebſtahls zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. — Von
der Fahnenweihe in Allertshofen heimkehrend, kamen im
Juli v. J. die kameradſchaftlichen Kriegervereine von
Laudenau und Winterkaſten in Neunkirchen bei Meyer
zu=
ſammen. Hier wurde muſiziert und getanzt. Unterwegs
kam es jedoch zu einem Wortſtreit und zu Tätlichkeiten.
Dabei wurde der Landwirt Peter Lammert von
Win=
terkaſten geſchlagen und geſtochen. Wegen der Stiche
nannte er ſoſort den Georg Knöll von Laudenau, der
vom Schöffengericht zu 3 Monaten Gefängnis ſowie zur
Zahlung einer Buße von 200 Mark verurteilt wurde.
Hier=
gegen verfolgte Juſtizrat Hallwachs Berufung, indem er,
unterſtützt durch den guten Ruf des Angeklagten, auf die bei
der Tat herrſchende Dunkelheit und die Angetrunkenheit
der Beteiligten Freiſprechung beantragte. Der
Staats=
anwalt Dr. Maurer erachtete die ausgeſprochene Strafe
für zu gering gegriffen und bat, dieſelbe auf 6 Monate
zu erhöhen. Das Gericht gab der Berufung des
Angeklag=
ten ſtatt, hob das angefochtene Urteil auf und ſprach den
Knöll von Strafe und Koſten frei.
* Oberſtleutnant a. D. Leydhecker †. Geſtern
vor=
mittag iſt nach kurzer Krankheit Herr Oberſtleutnant
a. D. Karl Leydhecker im 65. Lebensjahre geſtorben.
Der Heimgegangene war am 15. Januar 1846 in
Darm=
ſtadt geboren. Er widmete ſich der Offizierslaufbahn
und ſtand lange Jahre im hieſigen Feld=Art.=Regt.
Nr. 25. Nach ſeiner Verabſchiedung trat
Oberſtleut=
nant Leydhecker in den Dienſt der Firma Krupp in
Eſſen, in der er ca. 12 Jahre lang in leitender Stellung
tätig war. Später nahm Herr Leydhecker, der mit
einer Schwägerin von Hofrat de Haan verheiratet war,
wieder in Darmſtadt dauernden Wohnſitz. Hier
wid=
mete er ſich beſonders der Pflege der Kunſt und hat ſich
um das muſikaliſche Leben der Reſidenz ſehr verdient
gemacht. Nach dem Tode Otto Wolfskehls wurde er
Vorſitzender des Muſikvereins. Als Vorſitzender des
Ausſchuſſes für die Kammermuſikfeſte hatte er ſich
be=
ſondere Verdienſte erworben. Er war u. a. Ritter des
Ludewigsordens 2. Klaſſe.
— Perſonalien. Amtsgerichtstarator H.
Schar=
mann iſt aus Geſundheitsrückſichten von ſeinem Amte
zurückgetreten und iſt an deſſen Stelle der
Amtsgerichts=
taxator Ernſt Wolff beim Amtsgericht Darmſtadt I
verpflichtet worden.
Zur Einſchränkung der ſtaatlichen Bautätigkeit. Der
Architekt Profeſſor Meißner hier hat anfangs
Novem=
ber vorigen Jahres für den Fall, daß weitere, ihm zu
übertragende Arbeiten nicht vorhanden wären, um ſeine
Entlaſſung aus dem Dienſte der Miniſterialabteilung für
Bauweſen zum 1. April 1910 nachgeſucht. Dieſem Geſuche
mußte infolge der Einſchränkung der ſtaatlichen
Bautätig=
keit ſtattgegeben werden. Dadurch iſt aber die Stellung
des Prof. Meißner als Denkmalpfleger für die
Baudenk=
mäler der Provinz Rheinheſſen nicht berührt. Dieſe
Funktionen werden vielmehr von ihm weiter verſehen.
* Feſtgottesdienſt in der Stadtkirche. Am
Geburts=
tage Sr. Maj. des Kaiſers findet ein öffentlicher Feſt=
gottesdienſt für Zivil und Militär um 10 Uhr in der
Stadtkirche ſtatt, bei welchem Pfarrer Widmann die
Feſtpredigt halten wird.
— Das Landesmuſeum iſt am Donnerstag, den 27.
ds. Mts. (Kaiſers Geburtstag) geſchloſſen.
— Petrusgemeinde. Ein ſchönes Bild von dem
Leben der Petrusgemeinde bot der letzte
Gemeinde=
abend. Der große Saal des Gemeindehauſes war bis
zum letzten Platz gefüllt, dabei eine muſterhafte
Ord=
nung und eine angeregte, würdige Stimmung. Was
geboten wurde, war in jeder Hinſicht vorzüglich. Mit
ſichtlichem Intereſſe lauſchte die Verſammlung der
in=
tereſſanten, anſchaulichen Schilderung des Herru=
Pfarrer Knöpp über deutſch=evangeliſches Leben in
London. Die Deklamationen der Frau Enders=
Kuhlmann, von Fräulein Luitgard Kuhlmann
teilweiſe am Klavier feinſinnig begleitet, entfeſſelten
einen Sturm des Beifalls. Nicht minder die
ausge=
zeichneten Duette der Damen Frau Dr. Willy Merck
und Frau Geheimerat Römheld. Auch Lieder, die
Frau Römheld allein vortrug, fanden begeiſterte
An=
erkennung der Zuhörer. Fräulein A. Biermann,
Herr Stammler und Herr Daniel gewannen den
Dank der Verſammelten durch ein Orgelkonzert von
Händel für Klavier, Harmonium und Violine, und
Herr Daniel brachte letzteres Inſtrument in mehreren
kleineren Soloſtücken vollendet zur Geltung, während
Herr Kammerſänger Fahr die Geſänge am Klavier
in gewohnter Meiſterſchaft begleitete. Auch der
Kir=
chengeſangverein brachte zwei Chöre ſicher und
trefflich=
zur Aufführung, und ſo konnte Herr Pfarrer Walz
mit herzlichen Dankesworten den Gemeindeabend, der
alle Teilnehmer ſichtlich hoch befriedigt hatte, ſchließen.
— Die Krieger=Kameradſchaft „Germania” feierte
den Geburtstag Sr. Maj. des deutſchen Kaiſers im
gro=
ßen Saale zur Ludwigshalle in ſchönſter Weiſe Der
zweite Vorſitzende, Kamerad Ganßmann, hielt die
Begrüßungsanſprache, die in ein Hoch auf Kaiſer und
Großherzog ausklang. Der von Fräulein Ganßmann
geſprochene Prolog, ſowie das lebende Bild „Huldigung
an den Kaiſer” dargeſtellt von zwei Gardiſten und Frl.
Eliſab. Wenz, machten großen Effekt. Die
Geſangsab=
teilung unter Leitung ihres Dirigenten, Kam.
Ste=
phany, ſang die Chöre „Gebet für den Kaiſer” von
Henning, „Torgauer Parademarſch” von Friedrich dem
Großen und „Heimkehr aus Frankreich” von Wöhring.
Ein Theaterſtück, betitelt „Im dritten Stock”, wobei die
Kameraden Rohde, Reichard und Weimar, ſowie die
Damen Eliſab. Wenz, Anna Diemuntſch und Eva Koch
mitwirkten, ſchloß die ſchöne Feier.
— Die praktiſchen, 14tägigen Meiſterkurſe für
Weiß=
binder, Maler und Lackierer im Holz= und Marmormalen
owie im Holzfärben in Darmſtadt, dann auch ein
Sattler=
kurs in Groß=Felda wurden am Samstag, den 22. Jan.
geſchloſſen, die dreiwöchigen Meiſterkurſe für Schuhmacher
und Schneider dagegen gehen am 29. ds. Mts. zu Ende.
Ein achttägiger Holzfärbekurs für Weißbinder uſw.
be=
gann am 24. Januar. Im Monat Februar werden
Mei=
terkurſe für Weißbinder, Maler uſw. ſowohl im Holz= und
Marmormalen, als auch im Schriftenmalen, beide in
Darmſtadt, abgehalten. Weiterhin iſt ein Lehrkurs in der
Bedienung von Holzbearbeitungs= und zugehörigen
An=
triebsmaſchinen in den Räumen der Handwerker=Zentral=
Genoſſenſchaft in Darmſtadt in Ausſicht genommen.
Der Frauenverein des Oſtbezirks der
evangeli=
ſchen Stadtgemeinde veranſtaltet am Sonntag, 30. Jan.,
im Gemeindehaus, Kiesſtraße Nr. 17, einen Familien=
Abend. Geſchätzte Kräfte haben ihre Mitwirkung gütigſt
zugeſagt: Fräulein Konzertſängerin E. Bekker und
Herr Franz Harres (Geſang), Fräulein Hofmann (
De=
klamation), Herr Koebke (Zither). Die Darbietungen
werden von einem Vortrag über das Volkslied
durch=
zogen ſein, den Herr Pfarrer Vogel halten wird. (Näh.
ſiehe Anz.)
Vortrag. Heute abend wird in der St.
Eliſa=
bethenkirche von einem bedeutenden auswärtigen
Kan=
zelredner für Männer und Jünglinge ein religiös=
wiſ=
ſenſchaftlicher Vortrag gehalten über das Thema: „Gott
und die Pflicht.” (Siehe Inſerat.)
1
Franzöſiſche Vorträge. Man ſchreibt uns:
„Deux Conceptions de la Vie humaine.‟ — Auf dieſe
Vorträge durfte man ſchon im voraus geſpannt ſein!
So künſtleriſch heterogene Geſtalten wie V. Hugo und
Maeterlinck von einem einheitlichen, allgemeineren
Standpunkt aus, inbezug auf die Art, wie ſich das Leben
in ihren Werken ſpiegelt, verglichen, muß eigenartiges
Licht nicht nur auf Leben und Werke der Künſtler
überhaupt, ſondern auch auf die künſtleriſchen
Zeitſtrö=
mungen im einzelnen werfen. Dr. Lucien
Tho=
mas zeigte in ſeinem erſten Vortrag ſeinen in
Deutſch=
land ſo gefeierten Landsmann in einem ein klein wenig
anderen Lichte, als wir ihn zu ſehen gewohnt ſind. Was
aus dem Vortrag gewichtig hervorging, iſt, daß Viktor
Vorträge.
— Man ſchreibt uns: Am Freitag ſprach Herr Dr.
Kleinſchmidt im „Kaiſerſaal” auf Einladung des
Naturheilvereins über die Geſetze der
Na=
turheilkunde. Die von ihm in mannigfachen
Werken ausgeſprochenen Ideen, durch die er das
wiſſen=
ſchaftliche Fundament der Naturheilkunde gelegt hat,
trug er klar und anſchaulich, ohne herausfordernde
Po=
lemik, vor einer zahlreich erſchienenen Hörerſchaft vor.
Er ging aus von dem Begriff der Naturheilkunde. Sie
umfaßt nicht nur die Lehre von der naturgemäßen
Heil=
ung und Lebensweiſe, ſondern auch die Lehre von der
Urſache der Krankheit als einer inneren. Aus dieſem
großen Gebiete nahm Redner die Geſetze der
Naturheil=
ung heraus, hie und da die Lebensweiſe ſtreifend; ſie
ſind folgende: 1. Nur die Natur, das Leben, der
Orga=
nismus heilt die Krankheit, kein Heilmittel heilt
un=
mittelbar dieſelbe. Wenn das Leben nicht mehr heilt,
heilen auch die Mittel nicht mehr. 2. Die Menſchen
ſelbſt ſind die Urheber ihrer Krankheiten. 3. Die wahre
Krankheitsurſache iſt Widerſtandsloſigkeit des Körpers.
Von innen muß auch die Krankheit geheilt werden. 4.
Das Leben hat zwei große Geſetze der Erhaltung: a)
Das materielle, die Nahrung. Ernährung iſt aber nicht
Eſſen und Trinken allein; der menſchliche Organismus
hat andere Geſetze als das Lebloſe in der Natur,
unter=
ſcheidet ſich von der Maſchine, in die ich nach Belieben
Material werfen kann. Ernährung heißt
Lebendigmach=
ung der Nahrung; Fettanhäufung iſt nicht
Lebendig=
machen, ſondern Ablagerung. Die beſte Nahrung iſt die
vegetariſche, weil ſich das tieriſche Leben erſt nach dem
Pflanzlichen gebildet hat. Nicht in der Nahrung liegt
die Kraft, ſie iſt nur ein Mittel zur Erhaltung des
Lebens. Wir haben meiſt keine Unter=, ſondern
krank=
hafte Ueberernährung. b) Die Hauptkraft, die das
Leben erhält, iſt die Lebenskraft; ſie iſt das ſinnliche
Prinzip des Lebens, welches das Leben erſchaffen hat.
Da ſie eine ſeeliſche Kraft iſt und jede ſeeliſche Kraft
ſich aus ſich ſelbſt ſtärkt, ſo ſtärkt ſich auch die
Lebens=
kraft durch ihre eigene Tätigkeit, nicht durch die
Nahr=
ung, die erſt in zweiter Linie in Betracht kommt. Jedes
Organ ſtärkt ſich alſo durch ſeine ihm eigene Tätigkeit;
das Herz zum Beiſpiel durch die Blutzirkulation;
Tief=
atmen gibt eine ſtarke Lunge. Der Beruf des Menſchen
ſetzt die Lebenskraft etwas herunter; was der Menſch
an Inſtinkt verloren hat, muß er durch Vernunft
er=
ſetzen, durch Erkenntnis der Naturgeſetze. Trotz
teil=
weiſe verlorenem Inſtinkt macht der moderne Menſch
unbewußt einen Ausgleich zwiſchen Natur und Kultur
durch Sport. Heilung erfolgt durch Stärkung der
inne=
ren Lebenskraft. 5. Dadurch, daß die Heilkraft im
Körper liegt, wird der Krankheitsvorgang zum
Heil=
ungsvorgang. Die Krankheit darf daher nicht
unter=
drückt werden; wie im Unglück ſchon der Sinn des
Glückes ſitzt, ſo liegt in der Krankheit ſchon die Heilung.
6. Auch die Bedingungen zur Heilung müſſen gegeben
ſein; ſie lehrt die Naturheilkunde. Medikamente können
notwendig ſein, wenn ſie zur momentanen
Lebensrett=
ung führen. Aus der Befolgung dieſer Geſetze ergibt
ſich wahre Volks= und Geiſteskraft, beruhend auf dem
Geſetz der Harmonie zwiſchen Menſchengeiſt und
Natur=
geſetz; je mehr der Geiſt ſich entwickelt, deſto mehr muß
er zu den Geſetzen der Natur zurückkehren.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Das Projekt einer Volksoper in München
iſt nunmehr geſichert. Die von auswärtigen
Finanz=
gruppen verlangte notarielle Gründung einer
Geſell=
ſchaft mit beſchränkter Haftung wurde am Samstag
vollzogen. Der Urheber des Unternehmens, Herr
Siry, wurde zum Geſchäftsführer beſtellt. Dem
Auf=
ſichtsrat gehören angeſehene Mitglieder aus der
Mün=
chener Ariſtokratie und Künſtlerwelt an.
* Aus ganz England und Schottland laufen
Nach=
richten ein, daß der neue Komet geſichtet worden iſt.
An der Cambridge=Univerſität ſind der Aſtronom A. R.
Hinks und unabhängig von dieſem die beiden
Aſtrono=
men Stratton und Dubricht zu dem Ergebnis gelangt,
daß der neue Komet vor 5 Tagen in einer Entfernung
von etwa 2 Millionen Meilen an der Sonne
vorüber=
gegangen iſt und jetzt nach Norden ſich bewegt. Eine
Meldung aus Lerwick beſchreibt den Kern des Kometen
als einen großen rötlichen Stern, während der nach
Süden zeigende Schweif von gelblicher Färbung iſt.
— Die Kleidungauf der Rollſchuhbahn.
Der Frage der Kleidung bei der Ausübung des ſo
raſch populär gewordenen Sportes des
Rollſchuhlau=
ens widmet der engliſche Modekritiker, der
Heraus=
geber von „Tailor and Cutter” ſeine fachkundige
Auf=
merkſamkeit. Nach einem Rundgang durch die großen
Londoner Rollſchuhbahnen kommt er zu dem Ergebnis,
daß der elegante Kavalier es unter allen Umſtänden
vermeiden ſoll, den neueſten Sport in langen Hoſen
auszuüben. Zwar werden lange Hoſen weitaus am
meiſten getragen, natürlich enger geſchnitten, als die
gewöhnliche Straßenhoſe — aber der geſchmackvolle
Gentleman erſcheint auf der Rollſchuhbahn in der Regel
nur in einer von kundiger Meiſterhand geſchnittenen
Pumphoſe, die an den Knien wie eine Reithoſe ſtraff
anliegt und gegen die Hüften zu in elegantem Schwunge
weit ausladet. Neuerdings wird hauptſächlich Leder
zu dieſen Pumphoſen verarbeitet. Der Herr, der im
gewöhnlichen Straßenanzuge die Kunſt des
Rollſchuh=
laufens ausübt, iſt der Kritik des anſpruchsvollen
Modekundigen nicht würdig. Wer Kultur der
Kleid=
ung pflegt, wird auf der Rollſchuhbahn ſeine Garderobe
den körperlichen Anforderungen geſchmackvoll
anzu=
paſſen wiſſen. So trägt der Gentleman jetzt ein
ein=
reihiges Jackett, das am Rücken in der Taille von
einem Gürtel zuſammengehalten wird, und ſich ſo der
Körperform anſchmiegt. Auch zweireihige Jacketts
werden getragen; ſie ſind dann jedoch nur mit vier
Knöpfen verſehen, der Ausſchnitt tief herabfallend.
Sehr beliebt ſind auch die Röcke mit militäriſchem
Schnitt, wie ſie die Kunſtläufer tragen, meiſt ſind ſie
mit Borten verziert und ſehen ſehr elegant aus; allein
der Gentleman wird dieſes Gewand ablehnen, denn
ihm haftet immer etwas von einer Livree an. Lange
Taillenröcke aber ſind unter allen Umſtänden zu
ver=
meiden und ein Beweis von mangelhaftem Sinn für
die Kultur der eigenen Kleidung.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Nummer 21
Hugos Werk ſeine in Leben umgeſetzte kunſtphiloſophiſche
Anſchauung repräſentiert: ſeine Geſtalten und ihr
Le=
ben ſind Experimente mit im voraus konzipierten
Be=
griffen. Daß natürlich trotzdem dem Genie ſein Recht
widerfahren iſt, bedarf nicht des Hinweiſes. Der nächſte
Vortrag, der ſich mit dem Werke Maeterlincks
be=
ſchäftigen wird, kann mit noch größerer Spannung
er=
wartet werden, da die dort zu entwickelnden Ideen
mit=
ten in dem Denken und Fühlen der Moderne wurzeln.
Es ſei ausdrücklich erwähnt, daß der Vortrag auch rein
formell durchaus harmoniſchen Eindruck machte und von
dem Ausländer ohne Mühe verſtanden werden konnte.
* Märchenimproviſationen. Frau Lotta
Girgen=
ſohn wird am kommenden Donnerstag, vormittags
10 Uhr, in der Mittelſchule II eine Märchenimproviſation
abhalten. Da der Erzählerin eine ſehr günſtige Kritik
vor=
ausgeht, darf man auf die Veranſtaltung ſehr geſpannt
ſein.
— Der Geſangverein „Liederzweig” hielt im
Turn=
hauſe am Woogsplatz ſeine diesjährige
Generalverſamm=
lung ab, die einen regen Beſuch aufwies. Der Vorſitzende,
Herr Adolf Schneider, erſtattete den Geſchäftsbericht
über das abgelaufene Jahr, aus dem folgendes
hervor=
ging: Die Geſchäfte des Vereins wurden in 9
Vorſtands=
ſitzungen erledigt. Alle Feſte waren gut beſucht. Zweimal
wirkte der Verein in der vorjährigen Ausſtellung auf der
Mathildenhöhe mit, wofür der ihm gebührende Dank
ge=
zollt wurde. Durch Tod verlor der Verein im letzten
Jahre ein langjähriges Mitglied, Herrn Stadtverordneten
Reinemer, deſſen Andenken durch Erheben von den Sitzen
geehrt wurde. Ebenſo wurde der Verſammlung eine
wei=
tere pietätvolle Handlung bekanntgegeben, nämlich der
Rückkauf des Grabes ſeines früheren langjährigen und
verdienſtvollen Dirigenten, Herrn Muſiklehrers Hahn, der
wohl auch noch vielen anderen ſangesfrohen Darmſtädtern
in beſter Erinerung ſein dürfte. Die Rechnungsabläge
er=
ſtattete Herr Köhler. Die Einnahmen betrugen 2728 Mk.
und die Ausgaben 2151 Mark, mithin Kaſſenbeſtand 577
Mark. Das Vereinsvermögen beziffert ſich mit Inventar
auf 4297 Mark. Der Beſtand der Chorkaſſe iſt 131 Mark.
Die Reviſoren fanden alles in beſter Ordnung und die
beantragte Entlaſtung fand Zuſtimmung. Die
Vorſtands=
wahl ergab die Wahl des bisherigen Vorſitzenden durch
Zuruf, ſowie auch die Wiederwahl des bisherigen
Vor=
ſtandes. Mit Worten des Dankes, zunächſt an den
uner=
müdlichen Dirigenten, Herrn Brückmann, ſowie an die
Sänger für den fleißigen Beſuch der Stunden und an
Alle, die durch ihre Mitwirkung das Wohl des Vereins
gefördert, ſowie mit dem Wunſche, auch ferner ſo
einträch=
tig zuſammen zu wirken, ſchloß der Vorſitzende die
Ver=
ſammlung mit einem begeiſtert aufgenommenen Hoch auf
die hohe Protektorin des Vereins, die Großherzogin
Eleonore.
— Liane de Vries gaſtiert nur noch an vier Tagen
im Orpheum; die Vorſtellungen ſind ſtets vorzüglich
beſucht. — Von hier aus wendet ſich die Künſtlerin nach
Wien, woſelbſt ſie eine, beſonders in Adelskreiſen der
öſterreichiſchen Kaiſerſtadt ungewöhnlich gefeierte
Er=
ſcheinung bildet. Mit Spannung erwartet ſchon jetzt
das dortige Publikum das Debüt der ſchönen Pariſerin,
und Wiener Zeitungen bringen bereits ihr Bild.
Man kann hieran ſehen, daß das Beſtreben beſteht, auch
in Darmſtadt, bei mäßigen Preiſen, mindeſtens
Gleich=
wertiges zu bieten, als es die größten Etabliſſements
der bedeutendſten Plätze vermögen. Für morgen,
Don=
nerstag, 27. Januar (Kaiſers Geburtstag) bereitet die
Direktion eine Feſt=Vorſtellung vor, in deren
Mittel=
punkt Liane de Vries mit beſonderen Ueberraſchungen
ſtehen wird. (S. Anz.)
— Im Reſtauraut „Zur Oper” findet Mittwoch und
Samstag gemütliche karnevaliſtiſche Unterhaltung ſtatt.
(S. Anz.)
— Ludwigshöhe. Zur Feier des Geburtstages Sr.
Majeſtät des Kaiſers findet ein Feſtkonzert ſtatt, das von
einem größeren Teile der Kapelle des Leibgarde=
Regi=
ments ausgeführt wird. (Vergl. Anzeige.)
C Großer Maskenball der Karnevalgeſellſchaft
Narrhalla. Die Sitzungen ſind nun vorüber und ihr
glänzender Verlauf hat bewieſen, daß die
Karnevalge=
ſellſchaft Narrhalla zu ihrem alten großen
Freundes=
kreis zahlreiche neue Anhänger gewonnen hat. Nun
rüſtet der große Rat zu dem ſchönſten Feſte der
närriſchen Saiſon in der Reſidenz, zu dem einzigen
großen Maskenball im Städtiſchen
Saal=
bau, der ſchon ſeit Jahren als das karnevaliſtiſche „
Er=
eignis der Saiſon” bekannt und eingeführt iſt. Die
närriſche Kritik an den Dingen des öffentlichen und
lokalen Lebens iſt vorüber, die „Bütt” für eine lange
Zeit des Philiſteriums abgeſchlagen. Nun gilt’s, in
fröhlichem Mummenſchanz des Daſeins Schwere zu
vergeſſen. Prinz Karnevals bekannte Gaſtfreiheit ladet
zum Maskenball. Daß dieſer, aller Feſte Krone, nicht
nur würdig ſeinen Vorgängern werde, daß er vielmehr
alle übertreffen ſoll an ſtrahlendem Glanz im Rahmen
närriſcher Fröhlichkeit, dafür werden die Elf Sorge
tragen. Die Vorbereitungen haben begonnen. Der
Maskenball wird am 5. Februar in ſämtlichen
Räumen des Saalbaues ſtattfinden. Es ſei
ausdrücklich bemerkt, daß das in dieſem Jahre der
einzige Maskenball iſt.
Uufall. Geſtern mittag 12 Uhr wurde ein
Bier=
fahrer einer hieſigen Brauerei beim Ansſpannen ſeiner
Pferde von dieſen derart gegen eine Mauer gedrückt.
daß er verſchiedene Verletzungen davontrug. Durch die
Rettungswache wurde er mittels Krankenautomobils
nach dem Städtiſchen Krankenhauſe verbracht.
Hevpenheim a. d. B., 24. Jan. Der
Stadtvor=
ſtand beſchloß einſtimmig die Errichtung eines
Hei=
mat=Muſeums. Zwecks näherer Ausſprache und
Wahl eines Komitees ſoll demnächſt eine öffentliche
In=
tereſſentenverſammlung anberaumt werden. Die
Bevöl=
kerung wurde bereits erſucht, mit dem Verkauf der in
un=
ſerer Kreisſtadt noch häufig vorhandenen Altertümer
zu=
rückzuhalten und einer Verſchleppung der Antiquitäten
vorzubeugen. Mehrere ſachverſtändige Herren ſtellten ihre
Kräfte bereits in den Dienſt der Beſtrebungen.
Erbach, 25. Jan. In der Frage unſeres
Schul=
haus=Neubaues iſt ein erfreulicher Fortſchritt zu
melden. Der Graf zu Erbach=Erbach hat am
Samstag vormittag eine Deputation unſeres Stadt=
und Schulvorſtandes empfangen und auf ein von dieſen
Herren an ihn gerichtetes diesbezügliches Erſuchen ſich
ſofort bereit erklärt, von dem zirka 3 Morgen großen
Gräflichen „Spitzgarten” ein Terrain von 2 Morgen
der Stadt zu gedachtem Zwecke unentgeltlich zu
über=
laſſen. Vorbehalten bleibt die Zuſtimmung der
Agnaten des Gräflichen Hauſes. Die Platzfrage dürfte
mithin aller Wahrſcheinlichkeit nach in beſter Weiſe
er=
ledigt ſein.
Mainz, 24. Jan. Der oft beſtrafte 39jährige Maler
und angebliche Journaliſt Artur Mally aus
Preun=
burg (Oeſterreich), wohnhaft in Paris, fand ſich am
Dezember bei dem Kaplan der Peterskirche in
Mainz ein und zeigte dieſem Papiere vor, worin er als
Dr. Mally bezeichnet war. Er ſchwindelke dem
Geiſt=
lichen vor, er ſei der Sohn des Marquis von
Ollino und von zu Hauſe fortgegangen, weil er
einen Verwandten im Duell getötet habe. Sein Vater
habe von ihm verlangt, daß er bei der Familie des
Getöteten und bei ihm, ſeinem Vater, kniefällig um
Entſchuldigung bitten müſſe. Sein „Stolz” habe dies
nicht zugelaſſen, er ſei deshalb von ſeiner Familie
ver=
ſtoßen und ihm jede Unterſtützung verſagt worden. Am
6. Dezember ſei er in Mainz angekommen, um einen
ihm bekannten Offizier aufzuſuchen, der aber in eine
andere Garniſon verſetzt worden ſei. Als er auf der
Suche nach dem Offizier ins Offizierskaſino gekommen,
habe er dort mit einem Leutnant Haſard geſpielt. Bei
dieſer Gelegenheit ſei er in die Schuld des Leutnants
geraten. Am Schluſſe des Spiels ſei es zwiſchen ihm
und dem Offizier zu Auseinanderſetzungen und zu
einer Duellforderung gekommen. Um die Sache aus
der Welt zu ſchaffen, wolle er unter Vermittelung des
Geiſtlichen, da ſein Vater ein guter Katholik ſei, mit
dem Letzteren ins Einvernehmen treten und die
gefor=
derte kniefällige Verzeihung erbitten. Er hoffe dadurch,
daß ihm ſein Vater das nötige Geld ſchicken werde,
damit könne er die Spielſchuld bei dem Offizier decken
und das Duell vielleicht aus der Welt ſchaffen. Der
Geiſtliche verſprach, die Vermittlerrolle übernehmen zu
wollen, worauf der Schwindler ein Telegramm an
ſeinen angeblichen Vater aufſetzte. Bei der Feſtſtellung
der Telegrammgebühren ergab ſich ein Betrag von
über 5 Mark. Der M. erklärte, daß er nur noch 2,40
Mark im Beſitz habe, worauf er von dem Geiſtlichen
3 Mark erhielt. Der Schwindler entfernte ſich nun,
um angeblich das Telegramm aufzugeben, im Laufe
des Tages kam er wieder mit einem aus Paris
geſand=
ten Telegramm, worin er von ſeinem Vater die
er=
betene Verzeihung erhielt. Er wollte nun von dem
Kaplan einen höheren Geldbetrag als Darlehen haben,
dieſer ging aber darauf nicht ein, ſondern verwies ihn
an den Pfarrer. Bei dieſem hatte der Schwindler
keinen Erfolg, er mußte ſich reſultatlos entfernen.
Dem Kaplan kam inzwiſchen die Sache verdächtig vor,
er teilte den Vorgang dem Kriminalkommiſſar
Kind=
häuſer mit, dieſer veranlaßte die Verhaftung des Mally
in einem Gaſthauſe der Schottſtraße. Die angeſtellten
Ermittelungen ergaben, daß die ſämtlichen Angaben
des M. erſchwindelt waren, um den Geiſtlichen
zu betrügen. Den Doktortitel hatte er in Frankreich
in ſeine Papiere eingefügt. Mally iſt ſchon mehrfach
mit Zuchthaus vorbeſtraft, zuletzt hatte er 5 Jahre
Zuchthaus abgemacht. Das von Paris kommende
Tele=
gramm hatte er ſich brieflich von einem gleichgeſinnten
Freunde zur beſtimmten Stunde beſtellt. Der
Erz=
gauner wurde von der erſten Strafkammer Mainz zu
1½ Jahren Zuchthaus, 150 Mark Geldſtrafe und
5 Jahren Ehrverſuſt verurteilt. (Tgbl.)
B. Bingen, 24. Jan. Die
Pfarrhausſchwind=
lerin aus dem Rheingau wurde hier feſtgenommen.
Geſtern kam zu einem hieſigen Kaplan eine
Frauens=
perſon, die erklärte, Nikolai zu heißen und in der Bahn=
hofſtraße zu wohnen. Ihr Mann ſei gehirnkrank und
infolgedeſſen arbeitsunfähig. Der Kaplan möge doch
ihren Mann einmal beſuchen. Schließlich erbat ſie ſich
eine Unterſtützung. Der Kaplan bezweifelte die
An=
gaben der Frau und ſchickte ſie fort, da er zunächſt
Er=
kundigungen einziehen wollte. Nach einiger Zeit
er=
ſchien die gleiche Frau bei dem hieſigen Stadtpfarrer
im Pfarrhaus und verſuchte, zu dem Geiſtlichen Rat
zu gelangen. Sie wurde aber nicht vorgelaſſen. Der
inzwiſchen in Kenntnis geſetzte Schutzmann Kuz von
hier nahm die Schwindlerin im Pfarrhauſe feſt. Bei
Feſtſtellung der Perſonalien gab ſie hintereinander an,
Hirſchmann aus Rüdesheim, Schmidt aus Mombach und
Pfeifer aus Finthen zu heißen; doch ſtellte ſich natürlich
jedesmal heraus, daß die Angaben falſch waren.
End=
lich erklärte ſie, Johanna Binnefeld zu heißen
und aus Wiesbaden zu ſein. Dieſe letzten Angaben
beſtätigten ſich. Die Frau hatte auch den hieſigen
evan=
feliſchen Pfarrer beſucht und von dieſem Geld erhalten.
Der gleiche Schwindel iſt ihr auch bei dem katholiſchen
Pfarrer in Rüdesheim geglückt. Sie war es auch, die
den Schwindel in Winkel bei dem dortigen Pfarrer und
dem dortigen Arzte in Szene geſetzt hatte. Die
Binne=
feld iſt eine raffinierte Schwindlerin, die obendrein von
den Gerichten Wiesbaden und Mainz zur
Strafverbüß=
ung wegen ähnlicher Vergehen geſucht wird.
Gießen, 25. Jan. Von Vilmar a. d. Lahn wird
dem „G. A.” mitgeteilt, daß am Samstag abend
tele=
phoniſch die Entſendung eines Polizeihundes
von hier erbeten wurde, um nach dem Verbleib des
Landwirts Jak. Flach zu ſuchen, der ſich am Samstag
vormittag von ſeinem Hauſe entfernt hatte, anſcheinend
in einem Anfall von Geiſtesgeſtörtheit. Am Sonntag,
vormittag 9 Uhr nahm der dem Schutzmann Neuz
ge=
hörige Hund „Luchs” im Hauſe die Witterung der
Kleider des Vermißten auf und folgte dann einer
Spur durch Feld und Wald etwa 4 Kilometer weit bis
zur Lahn und dann etwa 1 Kilometer längs des
Fluſſes hin. Schließlich ging Luchs ins Waſſer und
verbellte dort eine Stelle. Ein zweiter Verſuch hatte
das gleiche Ergebnis. Da ſich nachträglich noch Leute
fanden, die den Vermißten auf dieſem Wege geſehen
haben, iſt als ſicher anzunehmen, daß Fl. ſich in der
Lahn ertränkt hat. Die Arbeit des Hundes verdient
um ſo mehr Anerkennung, als in der Nacht auf
Sonn=
tag Schnee gefallen war.
(*) Grünberg, 24. Jan. Unſer Gemeinderat
ver=
handelte vorige Woche über die geplante Bahnlinie
Ulrichſtein-Mücke. Es werden für die geplante
Weiterführung der Linie Butzbach-Lich-Grünberg von
der Stadt außer der Geländeſtellung noch 130000 Mark
gefordert. Der Stadtvorſtand von Grünberg lehnte
jedoch dieſe Mehrkoſten ab mit Rückſicht auf die wenig
günſtigen Finanzverhältniſſe der Stadt.
Kleines Feuilleton.
* König Otto von Bayern. Das ſeinerzeit
aufgetretene Nierenleiden des irrſinnigen Königs Otto
von Bayern iſt durch ſorgſame Pflege längſt beſeitigt,
und in ärztlichen Kreiſen iſt man der Anſicht, daß der
jetzt im 62. Lebensjahr ſtehende König möglicherweiſe
noch ein hohes Alter erreichen kann. Das traurige
Daſein des Monarchen, der ſeine Zeit ſeit Jahren
meiſtens am Boden ſitzend verbringt, wickelt ſich in
größter Einförmigkeit ab. Nicht genug können die
Be=
dienſteten die aufopfernde Pflege der Umgebung des
Königs rühmen. Ihnen ſelbſt iſt jede Mitteilung nach
außen bei Strafe der Entlaſſung verboten, ſo daß ſelbſt
geringfügige Einzelheiten nur ſchwer in die
Oeffent=
lichkeit gelangen. Die militäriſchen Perſönlichkeiten,
die zum Dienſt im Schloß Fürſtenried beordert ſind,
müſſen ſich ſelbſtverſtändlich ebenfalls zum Schweigen
verpflichten. Sie ſind übrigens von jeder
Ehrenbezeig=
ung dem kranken König gegenüber entbunden.
CK. Rooſevelts erſter Büffel. Mit der
Freude des Weidmannes meldet Rooſevelt in ſeinen
afrikaniſchen Jagdberichten, die in einem engliſchen
Blatte veröffentlicht werden, die Erlegung ſeines erſten
Büffels. In der Nähe der kleinen Burenfarm, in der
Rooſevelt mit ſeinen Jagdgenoſſen Station gemacht hat,
lag ein großer, von mächtigen Papyrusſtauden
durch=
wachſener Sumpf, in dem große Büffelherden ſich
auf=
hielten, die am Tage bisweilen ohne jede Scheu auf die
Ebene herauskamen und friedlich weideten. Mit ſeinem
Sohne Kermit, den Jagdgefährten Cuninghame und
Heatley, dem Burenfarmer und drei großen Hunden
brach Rooſevelt eines Morgens zum erſten Jagdzug
auf die Büffel auf. Am Rande des Sumpfes erſpähte
man vier große Büffel; die mächtigen ſchwarzen Körper
glänzten unter den Sonnenſtrahlen und die
weitge=
ſchwungenen großen Hörner leuchteten faſt in Weiß.
„Sie ſtarrten mit vorgeſtreckten Köpfen zu uns
her=
über. Der größte von ihnen ſtand einige Schritte von
den anderen; ich feuerte; man hörte die Kugel auf das
harte Fell aufſchlagen; ſie ging durch beide Lungen.
Wir hatten gefürchtet, die Büffel würden ſofort in das
dichte Geſtrüpp des Sumpfes zurückweichen, doch ſtatt
deſſen trabten ſie eilig in die freie Ebene davon. Nun
begannen alle Jäger zu feuern. Die Büffel trabten
etwa eine Viertelmeile weit; dann fiel der große
Büffel, den ich zuerſt angeſchoſſen hatte, leblos nieder;
die drei verwundeten blieben bei ihm ſtehen. Wir
näherten uns, auf einen Angriff gefaßt, doch als wir
einige 180 Meter nahe waren, wandten ſich die drei
übrigen dem Sumpfe zu. Von neuem begann das
Feuer.” Rooſevelt bringt mit einem glücklichen Schuſſe
einen der Büffel ſofort zu Boden, der zur allgemeinen
Ueberaſchung ſofort wieder aufſpringt und ſich gegen
ſeine Verfolger wendet. Ein zweiter Schuß ſtreckt ihn
dann tot zur Erde. Die beiden anderen, beide ſchwer
verwundet, verſchwinden im Dickicht. Die Hunde
wer=
den losgelaſſen; bald geben ſie Laut; ohne Zwiſchenfall
werden die verwundeten Tiere dann durch ein paar
wohlgezielte Schüſſe getötet. Einer von ihnen hat mit
dem Horn einen der Hunde, der ihm zu nahe kam, ſo
ſchwer verletzt, daß der Hund zur Farm zurückeilte.
Als die Jäger heimkehrten, war er tot. Am nächſten
Tage erlegte Rooſevelt die erſte Büffelkuh. Dabei gab
es einen Augenblick, der die Kaltblütigkeit der Jäger
auf eine harte Probe ſtellte. Die fliehende Herde,
ſieb=
zig bis achtzig große Büffel, wandte ſich plötzlich gegen
die Jäger und galoppierte auf die kleine Schar zu. Aber
zum Glück nahm die Herde ſchließlich doch noch eine
andere Richtung; ſonſt wäre es Rooſevelt wohl kaum
vergönnt geweſen, ſeinen Bericht über die Büffelfagd
noch ſelbſt abzufaſſen.
* Ein niedliches Polizeiſtückchen hat ſich
in einer hannoverſchen Provinzialſtadt ereignet. Das
Haupt der dortigen Polizeiverwaltung, ein wegen
ſeiner Gerechtigkeit und Menſchenfreundlichkeit
belieb=
ter Herr, wandert eines Tages durch die Straßen der
Stadt und ſieht da vor einem Wirtshauſe ein Geſpann
ſtehen, deſſen Pferd nicht abgeſträngt iſt. Der Beſitzer
hatte dies unterlaſſen, weil er weiß, daß ſein Pferd.
das auf beiden Augen blind iſt, einen Senkrücken und
den Hahnentritt hat, ohne Peitſche nicht von der Stelle
geht. Jedoch, es liegt eine Uebertretung vor, der
Poli=
zeigewaltige zitiert den Beſitzer und läßt ſich auch durch
den Einwand, daß es aus den angeführten Gründen
mit dem Durchbrennen des edlen Gaules keine Not
habe, nicht von einer Anzeige abbringen. Da es ſich
aber um einen armen Teufel handelt, zieht er
gleich=
zeitig das Portemonnaie und drückt dem Manne 3 Mk.
zur Deckung der Strafe in die Hand. Dann wird ein
Strafbefehl ausgefertigt. Als das Polizeioberhaupt nach
14 Tagen fragt, ob die Angelegenheit erledigt iſt,
er=
hält er von ſeinem Beamten prompt die Antwort: „
Ja=
wohl, Z. hat einen Tag Haft abgeſeſſen!”
* Kometen und Aberglauben. Das faſt
gleichzeitige Auftreten zweier Kometen — des
Halley=
ſchen und des neuen, zuerſt in Südafrika geſichteten —
hat unter der Bevölkerung Süditaliens eine große und
tiefe Erregung hervorgerufen. Man fürchtet, daß beide
die Vorzeichen eines großen Unglücks, vielleicht gar
eines neuen Erdbebens ſind. In Neapel, Portici,
Ga=
tania, Salerno und den anderen ſüditalieniſchen
Städten werden daher öffentliche Gebete zur
Verhin=
derung eines Unglücks abgehalten. Sterndeuter aller
Art, an denen Italien ja reich iſt, ſind der Anſicht, daß
in dieſen beiden Sternen „Ignis argens” — das ſilberne
Feuer — liege, das der Prophet Maleachi erwähnt.
* Die neue Generation. „Wo biſt Du
ge=
boren, mein Junge?‟ — „In St. Moritz beim
Rodel=
wettfahren, auf einem Bobſleigh, fünfundſiebzig Meter
vorm Ziel!”
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 25. Jan. Heute abend
traf nach mehrmonatlicher Abweſenheit in der Türkei
Generaloberſt Freiherr v. d. Golß wieder hier ein.
Seine Familienangehörigen waren ihm ein Stück
ent=
gegengefahren. — Gräfin Alexandrine zu
Eu=
lenburg, die älteſte Tochter des Fürſten Philipp zu
Eulenburg, hat ſich mit dem Grafen Eberhard von
Schwerin, aus dem Hauſe Schweinsburg, verlobt. Die
Gräfin ſteht im 30. Lebensjahre. Der Bräutigam iſt um
zwei Jahre jünger. Er iſt Beſitzer des Fideikommiſſes
Friedelhauſen, Leutnant der Reſerve des Garde=
Kü=
raſſier=Regiments und war bis vor kurzem Attachee bei
unſerer Geſandtſchaft in Peking. Die beiden jüngeren
Schweſtern der Braut haben, wie bekannt, Bürgerliche
geheiratet; Gräfin Auguſte den Privatſekretär des
Für=
ſten, Herrn Jarolimek, Gräfin Viktoria den Bremer
Maler Otto Haas=Heye. — Freche Diebe ſpielten
den „Konkordia=Feſtſälen” in der Andreasſtraße einen
böſen Streich. In dem großen Saale ſtand ein
koſt=
bares Klavier. Am Samstag vormittag war der Saal
wegen der Reinigung nicht verſchloffen. Als die
Kell=
uer, die den Saal ausfegten, ſich zum Frühſtück
zurück=
gezogen hatten, kamen drei Männer mit einem
verdeck=
ten Möbelwagen, luden das Klavier auf und fuhren
unangefochten davon. Einem Tapezierer, der in dem
Hauſe zu tun hatte und ihnen auf der Treppe begegnete,
wünſchten ſie mit der unſchuldigſten Miene freundlich
„Guten Morgen”. — Der am Nachmittag einſetzende
Schneefall dauerte bis in die ſpäte Nacht an; da
der Schnee feinkörnig war und Wind herrſchte,
wur=
den Pflaſter, Asphalt und Bahnſchienen alsbald ſehr
glatt. Die Motoren der Straßenbahnwagen mußten
ſehr viel Kraft verbrauchen, und es kam zeitweiſe zu
längeren Störungen des Verkehrs. Es wurden auch
zahlreiche Unglücksfälle gemeldet.
München, 25. Jan. Der Privatiere Berta
Spicker=
mann, der Schwiegermutter des in Oberföhring lebenden
perſiſchen Miniſters a. D. Arſchack Reza Khan, wurde am
Sonntag vormittag im Hauptbahnhof eine Reiſetaſche mit
wertvollem Schmuck geſtohlen. Die Dame harrte im
Warteſaal erſter Klaſſe auf die Ankunft des Orient=Expreß=
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Seite 5.
zuges, mit dem ſie nach Perſien abreiſen wollte Zwiſchen
10 und 10½ Uhr ging ſie einige Minuten auf dem
Bahn=
ſteig ſpazieren und ließ ihre kleine Segeltuchhandtaſche mit
wertvollen Schmuckgegenſtänden zurück. Als jie
zurück=
kehrte, war die Handtaſche verſchwunden.
Deſſau, 25. Jan. Die Arbeiten zur Verwirklichung
des Projektes einer Elektriſierung der
Staats=
bahn Magdeburg-Zerbſt-Leipzig ſollen im
Frühjahr begonnen werden.
Beuthen, 24. Jan. Die Ermittelungen der Polizei
ergaben, daß der vor acht Tagen gemeldete
Ueber=
fall auf die Kariolpoſt bei Stahlhammer
fin=
giert war. Der Poſtillon, ein junger Burſche, hat
eingeſtanden, er habe aus Furcht vor den vielen
Ueber=
fällen, da er die Tour allein habe fahren müſſen, die
falſchen Angaben über die angebliche Tat gemacht.
Paris, 25. Jan. In Amiens drangen nachts mehrere
bisher unbekannt gebliebene Leute in eine Mädchen=
Volksſchule ein, zerriſſen zahlreiche Bücher und
An=
ſchauungsbilder und plünderten die Schreibtiſche der
Leh=
rerinnen. Unter den zerriſſenen Büchern befanden ſich
zu=
meiſt die von den Biſchöfen verbotenen Leitfaden der
Ge=
ſchichte.
Paris, 25. Jan. Der Panzerkreuzer „Erneſt
Renan” iſt in der Bucht von Ponty bei Biſerta
auf=
gefahren. Da es den Arſenalſchleppern nicht gelungen iſt,
den Kreuzer, deſſen Lage jedoch ungefährlich iſt, wieder
flott zu machen, ſo iſt der Kreuzer „Jules Ferry” zur
Hilfeleiſtung aufgeboten worden.
Parlamentariſches.
** Darmſtadt, 25. Jan. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer beſchäftigte ſich heute
in Gegenwart mehrerer Regierungsvertreter mit der
Be=
ratung des Forſtetats, über welchen Abg. Dr.
We=
ber das Referat erſtattete. Beim Kapitel „Kameral= und
Forſtdomänen” werden für 85 Oberförſter für Gehälter
und Wohnungsgeldzuſchüſſe 431340 Mark, für 10
Forſt=
aſſiſtenten 26950 Mark verlangt. Außerdem werden für
Oberförſterei=Verwalter und=Gehilfen 28000 Mark und
für Tagegelder dieſer Beamten 38650 Mark, für
Bureau=
koſten uſw. 86850 Mark verlangt. Abg. Ulrich hat
be=
antragt, zwecks Verminderung des oberen Forſtperſonals
10 Oberförſter= und 7 Aſſiſtentenſtellen nur auf den
In=
haber zu bewilligen. Der Ausſchuß glaubt in ſeiner
Mehr=
heit jedoch, nur für 7 Oberförſter= und 5 Aſſiſtenten eine
Bewilligung auf den Inhaber befürworten zu ſollen. Der
Regierungsvertreter, Geh. Rat Wilbrand, führt zu
die=
ſen Anträgen aus, die jetzige Einteilung der
Oberförſterei=
bezirke habe mit bewirkt, daß die Erträgniſſe aus der
Waldkultur weſentlich geſtiegen ſeien. Abg Molthan
ſtimmt dem Regierungsvertreter darin bei, daß ſeinerzeit
die Vermehrung der Oberförſterſtellen in der Abſicht erfolgt
ſei, durch intenſivere Waldwirtſchaft höhere Erträgniſſe
zu erzielen. In Fachkreiſen ſei aber jetzt ein weſentlicher
Umſchwung in den früheren Anſichten eingetreten und es
empfehle ſich deshalb, die Vergrößerung der
Oberförſterei=
bezirke uſw. mit der Frage der allgemeinen Reform der
Staatsverwaltung in Erwägung zu ziehen. Abg. Ulrich
begründet ſeinen Antrag näher und wünſcht, daß bei
Prüfung der Vereinfachung der Forſtverwaltung auch die
Oberförſter zur Mitwirkung herangezogen werden. Abg
Dr. Gutfleiſch hält die jetzige Ordnung der Dinge für
die zweckmäßigſte, wird aber eventuell den Vorſchlägen
des Vorredners zuſtimmen. Abg. Dr. Weber iſt für eine
gründliche Reorganiſation des heſſiſchen Forſtweſens,
meint aber, daß mit der Bewilligung von 7
Oberförſter=
ſtellen auf den Inhaber der Ausſchuß ſich begnügen ſollte.
Finanzminiſter Gnauth ſagt eine Prüfung der
gemach=
ten Vorſchläge zu; die Regierung ſei ſich ihrer
Verantwor=
tung bewußt. Der Antrag Ulrich erſcheine ihm aber zu
weitgehend. Geh. Rat Wilbrand betont, daß ſich die
jetzige Einteilung der Oberförſtereibezirke gut bewährt
habe. — Einer Anregung, die Tagegelder der Oberförſter
zu ſtreichen oder zu verkürzen, widerſpricht der
Regierungs=
vertreter, ebenſo dem Vorſchlag, ſtatt der Tagegelder nur
den wirklichen Aufwand an Auslagen zu bewilligen. Bei
der Forderung für Kulturkoſten, 404000 Mark, iſt der
An=
trag geſtellt, 50000 Mark abzuſtreichen, wogegen
Finanz=
miniſter Gnauth und Geh. Rat Wilbrand
Ein=
ſpruch erheben mit dem Hinweis, daß dadurch der
ratio=
nellen Waldkultur großer Schaden zugefügt werden würde.
Die Weiterberatung wird alsdann auf Mittwoch
vormit=
tag vertagt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 25. Jan. Vizepräſident Spahn
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Das Haus iſt
ſehr ſchwach beſetzt. Zunächſt ſteht auf der
Tagesord=
nung die Fortſetzung der Beratung der zweiten
Leſung des
Nachtragsetats für Südweſtafrika.
Abg. Semler (natl.) berichtet über die
Ver=
handlungen der Kommiſſion und geht zunächſt auf den
Teil der Verhandlungen ein, der ſich mit der
Diaman=
tenpolitik des Staatsſekretärs beſchäftigt hat. Es liegt
kein Anlaß vor, in den Maßnahmen des
Staatsſekre=
tärs weſentliche Dinge zu tadeln. Das Reſultat der
Diamantenwirtſchaft iſt für das Reich ein günſtiges
geweſen; die Vorwürfe, die gegen die Politik des
Staatsſekretärs von den Lüderitzbuchtern
Intereſſen=
ten erhoben worden ſind, waren unberechtigt und in
ihrer Form ungeſchickt. Das habe ich im Namen der
geſamten Kommiſſion zu erklären. Zu einem
Ein=
ſchreiten lag kein Anlaß vor. Statt daß die Abgaben
der Diamant=Geſellſchaft für koloniale Zwecke
verwen=
det wurden, hätte man ſie für militäriſche Zwecke des
Landes verwenden ſollen. Auch der Ankaufsvertrag
der Otavibahn iſt für richtig und gut erkannt worden.
Auch die neue Eiſenbahnpolitik des Staatsſekretärs hat
die volle Billigung der Kommiſſion gefunden. — Abg.
Erzberger (Ztr.): Der Staatsſekretär hat in ſeiner
Diamantenpolitik zweifellos eine glückliche Hand
ge=
zeigt. Als Kolonialdirektor hat er begonnen, jetzt iſt
er Staatsſekretär Dernburg und bald wird er wohl
Staatsſekretär von Dernburg ſein. (Der
Staatsſekre=
tär winkt lebhaft ab. Große Heiterkeit.) Insbeſondere
iſt zu begrüßen, daß es ihm gelungen iſt, nunmehr
volle Freiheit für alle Bergwerksfragen zu ſchaffen.
Auch die Sperre im Diamantengebiet iſt eine durchaus
vernünftige und gute Maßnahme. Neue Konzeſſionen
ſollten aber erſt dem Bundesrate und dem Reichstage
vorgelegt werden, ehe die Verwaltung ſie genehmigt
Auch die Maßnahmen hinſichtlich der Gewinnung von
Diamanten billigen wir, namentlich hinſichtlich ihrer
finanziellen Wirkung. Es iſt nur gerecht, wenn aus
dem unverhofften Gewinn dieſer Diamantenfunde der
Fiskus ſeine Vorteile zieht. (Beifall im Zentrum.)
Staatsſekretär Dernburg: Auf die Beſchwerden
aus Südweſtafrika gehe ich mit keinem Worte ein, um
nicht das einſtimmige Votum dieſes hohen Hauſes
ab=
zuſchwächen. Dem Vorredner bemerke ich: die
Diamantenfunde des vorigen Jahres haben die Ver=
waltung vor eine große Aufgabe geſtellt, weil man
nicht abſehen konnte, welchen Umfang die Geſchichte
nehmen würde. Ich ſelbſt bin vollſtändig überraſcht
worden durch ihre ſchnelle Entwicklung. Ich bin dabei
von zwei Prinzipien ausgegangen: erſtens, koloniale
Verbrauchsgegenſtände, die jedermann in der Heimat
verwenden kann und muß, ſoll man ſo billig als
mög=
lich fördern und geſtalten; Gegenſtände aber, die nur
ein begrenztes Publikum haben und die keine
Kon=
kurrenz haben, muß man im Preiſe ſteigern, das heißt,
monopoliſieren. Zweitens: Dinge, die wenig Mühe
beim Finden machen und großen Verdienſt bringen,
bei deren Produktion aber keine beſondere Geiſteskraft
oder körperliche Arbeit nötig iſt, ſind die gegebenen
Steuerobjekte für den Fiskus. Will man ſie aber
be=
ſteuern, ſo muß man auch gleichzeitig dafür ſorgen, daß
ſie verkauft werden können; denn, wenn ſie nicht
ver=
kauft werden, keine Steuern; ohne Nutzen keine hohen
Auflagen. Alſo Monopoliſierung eines Luxusartikels,
Verkaufsmöglichkeit im Intereſſe des Fiskus, dabei
Hochhaltung des Preiſes, um einen erheblichen
fiska=
liſchen Nutzen herauszuziehen. Die Maßnahmen der
Reichskolonialverwaltung ſind vor längerer Zeit im
Reichskolonialblatt, in der Preſſe und durch einen
Vortrag, den ich hier gehalten habe, bekannt gegeben
worden. Wenn die geſchäftlich Intereſſierten, die
Diamantenproduzenten und das Publikum, daraus nicht
entnommen haben, was wir wollen, ſo hätte ihnen das
auch eine Denkſchrift nicht klar gemacht. (Heiterkeit.)
Es gibt hier einen Treppenwitz. Im Jahre 1908 waren
die Intereſſentenvertreter hier und fanden trotz aller
Vorbeſprechungen, zu denen wir ſie einluden, von
vornherein alle unſere Maßnahmen ausgezeichnet.
Jetzt, nachdem man nichts mehr ändern kann, kommt
der Widerſpruch. Der Appetit iſt beim Eſſen gekommen.
Es kamen mehr Leute nach Lüderitzbucht, die auch ein
Stück aus dem Kuchen haben wollten, ich wollte es
ihnen gerne gönnen, wenn nur genug Kuchen da wäre.
(Große Heiterkeit.)
Ueber die Verträge der Deutſchen
Kolonialgeſell=
ſchaft iſt es zu einem Prozeß gekommen. Die
Kolonial=
geſellſchaft klagte auf Genehmigung eines Feldes und
hat ein dauerndes Recht auf dieſes Feld nicht
bekom=
men. Ich wollte aber die Sache nicht auf die Spitze
treiben. Denn mein Rechtsvertreter, der
Bezirksamt=
mann, hätte ſchließlich eine Auffaſſung verteidigen
müſſen, die wir im Koloniälamte nicht haben. Die
Ko=
lonialgeſellſchaft für Deutſch=Südweſtafrika iſt keine
Konzeſſionsgeſellſchaft. Sie hat niemals vom Reiche
eine Konzeſſion erhalten. Sie hat ſich durch Verträge
mit den Häuptlingen Privateigentum gekauft, und
dieſe Rechte ſind bei der Beſitzergreifung der Kolonie
und bei der Flaggenhißung geachtet worden. Ihre
Erwerbungen ſtanden ſomit unter deutſchem Schutz.
Wenn nun dies weitgehende Recht bedauert wird, ſo
muß man bedenken, daß man an Diamantenfunde nicht
denken konnte. Inzwiſchen ſind kaiſerliche
Bergver=
ordnungen erlaſſen worden. Danach kann der Fiskus
Sonderberechtigungen erteilen, ſomit auch ſich ſelbſt.
Der Fiskus lehnt es aber, nachdem die Verträge auf
Treu und Glauben geſchloſſen ſind, ab, auf Grund
die=
ſes Rechtes die Geſellſchaft zu ſchädigen, oder gar zu
expropriieren. Das kann auch nicht der Sinn der
Klau=
ſel ſein. Dem Fiskus war es gleichgültig, wer den
Abbau betreibt. Der Beſitz ſollte nicht erſchüttert
wer=
den. Ob wir beſſer gefahren wären, wenn für den
Fiskus geſperrt worden wäre, weiß ich nicht. Jetzt
haben wir daraus eine Einnahme von 50 Prozent. Herr
Erzberger hat den kaufmänniſchen Geiſt gelobt, den ich
bei der Sache entwickelt hätte. Kaufmänniſcher Geiſt
kann ſich nur in Freiheit entwickeln. (Sehr richtig!
links.) Wenn die Verträge und Konzeſſionen erſt den
Bundesrat und Reichstag und dann deſſen Kommiſſion
beſchäftigen ſollen, dann wird der kaufmänniſche Geiſt
herausgetrieben und erſtickt. (Sehr richtig!) Nun
ge=
nug von der Diamantenſache. Sie iſt zwar intereſſant
und hat auch Senſation gemacht. Die Kolonialpolitik
iſt aber nicht mit den Diamanten identiſch. Das ſchöne
Geſchlecht iſt nicht ganz unſchuldig an dieſer
ſenſatio=
nellen und intereſſanten Entwickelung.
(Heiterkeit.
Der Kolonialgeſellſchaft iſt das dauernde Abbaurecht
verliehen worden auch für andere Mineralien.
Da=
für ſteht dem Fiskus auf anderem Terrain das
Abbau=
recht zu. Nicht weniger als 4000 Schürfſcheine ſind in
wenigen Wochen gelöſt worden. Der dadurch
entſtan=
dene Rechtszuſtand iſt nicht ganz würdig der dortigen
Ziviliſation. (Heiterkeit.) Die Diamantengeſellſchaft
hat von jedem Reingewinn, der 20 Prozent Dividende
überſteigt, 25 Prozent an den Fiskus zu entrichten.
Das wird einen Betrag von 8 Millionen ausmachen.
Ich bin mit dem Ertrag zufrieden, weniger wegen des
finanziellen Erfolges, als vielmehr darum, daß nun
endlich Klarheit geſchaffen iſt. Wir werden Frieden
halten. (Bravo!) Weitere Konzeſſionen wollen wir
nicht geben. Der nicht ſachverſtändige Kaufmann wird
ſich gern an den Rat von Sachverſtändigen halten, aber
Preſſe und Beamte von Lüderitzbucht erſcheinen nicht
als ſolche. Südweſtafrika hat als Bergwerksgebiet keine
Zukunft. Das ungeheure Agrarland muß auf die
Dauer ſeine wirtſchaftliche Nutzbarkeit in der
Produk=
tion von Schafen, Wolle, Weizen und dergleichen ſuchen.
Die Diamantenfunde werden in abſehbarer Zeit
auf=
hören. Darum müſſen wir das durch ſie gewonnene
Geld wieder in das Land hineinſtecken, um es auf die
ſolide Kulturarbeit zu bringen, von der allein
dauernde Vorteile geſchaffen werden können. Die
Diamanten werden abgebaut. Große Viehbeſtände,
gro=
ßer Export von Fleiſch, Wolle und Häuten werden ſich
immer rentieren. Darum habe ich ſobald als möglich
dieſe Vorlage eingebracht. Das einzige Monopol, das
noch beſteht, das Verkehrsmonopol, wird in abſehbarer
Zeit unter günſtigen Verhältniſſen verſchwinden.
Süd=
weſtafrika braucht noch einen jährlichen Zuſchuß von
5 Millionen. Ich halte es für beſſer, auf die
verſchiedenen Angriffe, die gegen mich gerichtet
wur=
den, nicht weiter einzugehen, da mir mein Amt zu hoch
iſt und meine Aufgabe zu groß, als daß ich hiervon
berührt werden könnte. (Beifall.)
Abg. Arning (natl.): Durch die Diamantenfunde
ſind derartige Verhältniſſe in Südweſtafrika geſchaffen
worden, daß ſolche Angriffe leicht entſtehen konnten. Wir
mißbilligen das Verfahren abſolut. Das deutſche
Groß=
kapital ſollte mehr als bisher für unſere Kolonien
inter=
eſſiert werden. Der Gewinn aus dem Diamantenabbau
muß für das Land und feine Bahnen allein verwandt
werden. Die Zulaſſung des freien Wettbewerbs wäre zu
wünſchen.
Staatsſekretär Dernburg: Eine öffentliche
Aus=
ſchreibung iſt nicht möglich; nicht der Meiſtbietende,
ſon=
dern der wirklich Zuverläſſige kommt in Frage.
Streitig=
keiten der Schürfer ſind Sachen des Gerichts. — Abg. Frhr.
v. Richthofen=Damsdorf ſagt eine Prüfung der
Lüderitzbuchter Eingabe zu, wenn von den Lüderitzbuchter
Beſchwerdeführern tatſächliches Material vorgebracht
würde. — Abg. Dr. Arendt (Reichsp.) beantragt zur
Geſchäftsordnung, den § 1 des Vertrags mit der Deutſchen
Kolonialgeſellſchaft an die Budgetkommiſſion
zurückzuver=
weiſen, um hierüber zu verhandeln.
Hierfür ſetzt Vizepräſident Dr. Spahn die
Abſtim=
mung nach Schluß der Debatte feſt.
Abg. Ledebour (Soz.) ſchließt ſich der
Anerken=
nung der Dernburgſchen Kolonialpolitik nicht an, da ſie
kapitaliſtiſch ſei, wenn ſeine Partei auch mit einzelnen
Maßnahmen derſelben einverſtanden ſein könnte. Die
Lüderitzbuchter Beamten ſollten für ihre allerdings zu
weitgehende Meinungsäußerung nicht gemaßregelt
wer=
den, da die freie Meinungsäußerung das Recht des
Staatsbürgers ſei, wenn auch das Miniſterium Bethmann
Hollweg dies nicht zu würdigen vermag.
Staatsſekretär Dernburg wendet ſich in kurzen
Ausführungen gegen die letzten Bemerkungen des
Vorred=
ners, er habe ihm hierzu keine Veranlaſſung gegeben.
Ge=
gen eine Kommiſſionsberatung des Vertrags habe er keine
Bedenken, da er allen Wünſchen gerecht zu werden hoffe.
Da hierauf Abg. Dr. Arendt ſeinen Antrag auf
Zurückverweiſung an die Kommiſſion zurückzieht, erfolgt
um 6¼ Uhr die Vertagung. Weiterberatung: Mittwoch
1 Uhr.
Luftſchiffahrt.
sh. Von der Parſeval=Luftfahrzeug=
Geſellſchaft. Für die im Entſtehen begriffene
Parſeval=Luftfahrzeug=Geſellſchaft m. b. H., die
bekannt=
lich mit Luftſchiffen nach dem Typ Parſeval von
Mün=
chen aus Rundfahrten in die bayeriſchen Alpen, unter
anderem nach Oberammergau, Garmiſch und
Parten=
lirchen unternehmen will, ſind bereits 150000 Mark
ge=
zeichnet, ſo daß das Unternehmen geſichert iſt. Die
Ge=
ſellſchaft hat ſich bei einer hohen Konventionalſtrafe
ver=
pflichten müſſen, den Betrieb am 15. Mai
aufzu=
nehmen. Ihren Ausgaben= und Einnahmen=Etat
berechnet die Geſellſchaft auf 270000 Mark, und zwar in
folgender Weiſe: Man nimmt vom 15. Mai bis zum
1. Oktober 60 Tage an, an denen je zwei Fahrten
unter=
nommen werden können. An jeder Fahrt ſollen zehn
Perſonen teilnehmen und jede Fahrt 200 Mark koſten.
Das würde eine Einnahme von 240000 Mark bedeuten.
Ferner iſt vorgeſehen, an den 60 Fahrtagen ein
Ein=
trittsgeld von Zuſchauern zu erheben, die man für jeden
Tag mit 500 Perſonen annimmt. Bei einem
Eintritts=
gelde von 50 Pfg. pro Perſon würden ſich 15000 Mark
ergeben; für die Beſichtigung an anderen Tagen ſind
10000 Mark in den Etat eingeſtellt, und für die
Einnah=
men aus Poſtkarten uſw. weitere 5000 Mark, ſo daß
alſo der Betrag von 270000 Mark erreicht wird. Jede
Jahrt ſoll etwa drei Stunden dauern. Bei genügender
Beteiligung ſind Fernfahrten vorgeſehen, die pro
Per=
ſon 500 Mark koſten ſollen. Auch hat ſich die Geſellſchaft
bereit erklärt, eventuell das ganze Fahrzeug für einen
Tag zur Verfügung zu ſtellen, wofür das hübſche
Sümmchen von 5000 Mark zu bezahlen wäre. Bei der
ganzen Aufſtellung hat man ſich die Erfahrung zu Nutze
gemacht, die man ſeinerzeit mit dem Parſevalballon auf
der Frankfurter Ausſtellung ſammelte. Mit dieſem.
Ballon wurden in der verhältnismäßig kurzen Zeit
vom 15. Juli bis 1. Oktober 60 Fahrten ausgeführt.
Sr. Das Ballonrennen des Berliner
Vereins für Luftſchiffahrt, das am Samstag
unter Beteiligung von acht Ballons begann, hat einen
recht befriedigenden Abſchluß gefunden. Es liegen jetzt
die Landungsmeldungen von ſämtlichen
Kon=
kurrenten vor, die teilweiſe bis nach Wien trieben,
teil=
weiſe allerdings infolge von Schneeſtürmen auch ſchon
zu vorzeitigen Landungen gezwungen wurden. Am
weiteſten flog der Ballon Tſchudi (Führer Greven),
der nördlich von Wien nach Abſolvierung von 550 km
am Sonntag mittag nach einer Fahrzeit von 19¾ Stunden
niederging. Faſt die gleiche Diſtanz legte der von Herrn
Berliner geführte Ballon Clouth zurück, der gleichfalls
erſt am Sonntag mittag landete, doch wird die vom
Ballon zurückgelegte Diſtanz vorläufig nur mit 520 km
angegeben. Ebenfalls in der Nähe von Wien landete
der Ballon Groß (Führer Gericke), der es auf etwas
mehr als 500 km brachte. Im übrigen landete Ballon
Pilot (Führer Thewaldt) ſüdlich von Prag nach 285 km
Fahrt, Ballon Hildebrandt (Führer Weiſe) öſtlich von
Prag nach 280 km Fahrt, Ballon Harburg (Führer
Sticker) bei Hirſchberg in Schleſien nach 230 km Fahrt,
Ballon Hewald (Führer Wagner) bei böhmiſch Leipa
nach 210 km Fahrt und Ballon Nordhauſen (Führer
v. Oidtmann) bei Auſſig nach Zurücklegung von etwa
200 km. Die vorausſichtlichen Preisträger ſind demnach
die Ballons Tſchudi, Clouth und Groß.
Ein neues franzöſiſches
Militärluft=
ſchiff. Das Luftſchiff „Colonel Renard” wird in
einigen Tagen fertiggeſtellt ſein; es hat geringe
Aen=
derungen erfahren und muß eine Fahrt von fünf Stunden
unternehmen, um endgültig vom Kriegsminiſterium als
Militärluftſchiff übernommen zu werden.
Landwirtſchaftliches.
L.K. Dem Landwirtſchaftskammerausſchuß ſtehen
Mittel zur Verfügung, um Teilnehmer an im Frühjahr
lfd. Js. in Oppenheim am Rhein und Friedberg (
Wet=
terau) ſtattfindenden Obſtbaumwärterkurſen durch
Bei=
hilfen zu unterſtützen. Die Höhe der Unterſtützung
be=
trägt 60 Mark und iſt zu erwarten, daß die ſich
melden=
den Teilnehmer auch noch von anderer intereſſierter
Seite (Gemeinde, Obſtbauvereine uſw.) angemeſſene
Unterſtützungen für dieſen Zweck erhalten. Gemeinden,
welche für die Ausbildung eines von ihr anzuſtellenden
Gemeindebaumwarts, der neben ſeinen Gemeindearbeis
ten auch die Pflege der Bäume im Beſitze
ortseingeſeſ=
ſener Landwirte übernehmen kann, Sorge tragen und
ihrerſeits auch einen Beitrag zur Ausbildung leiſten
wollen, werden auf obige Ausbildungsgelegenheit
be=
ſonders aufmerkſam gemacht. In gleicher Weiſe ſind
Obſtbauvereine in der Lage, junge Leute als ſogenannte
Vereinsbaumwarte ausbilden zu laſſen. Gemeinden,
Vereine und ſonſtige Intereſſenten, welche geſonnen
ſind, Beihilfen in Anſpruch zu nehmen, haben ihre
Be=
werbung alsbald an den Landwirtſchaftskammerausſchuß
in Darmſtadt, Bismarckſtraße 52, einzureichen.
Unwetter und Hochwaſſer.
* Berlin, 25. Jan. Dem „Berliner Tageblatt‟
zufolge herrſchen in Weſt=England heftige
Schneeſtürme, durch die der Eiſenbahnverkehr
ſehr behindert wird. —
In Nord=Steiermark
erfroren durch die ſtarken Schneeverwehungen
mehre=
ren Touriſten die Gliedmaßen.
* Hamburg, 24. Jan. Hier tobte ſeit 1 Uhr
nachmittags ein orkanartiger Schneeſturm;
die meiſten Linien der Straßenbahn mußten den
Be=
trieb einſtellen; die Eiſenbahnzüge trafen mit großen
Verſpätungen ein.
* Kiel, 25. Jan. Seit geſtern mittag ſind in gang
Schleswig=Holſtein gewaltige Schneemaſſen nie=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Nummer 21.
dergegangen. Der Eiſenbahnverkehr und ſonſtige
Ver=
kehr erleidet große Störungen und zum Teil eine
völ=
lige Unterbrechung. Der Schneefall und das ſtürmiſche
Wetter dauern an.
* Paris, 24. Jan. Die Seine ſteigtt
unauff=
hörlich weiter. Das Waſſer erreichte heute
vor=
mittag mit 7,56 Meter am Pont Royal ſchon einen
er=
heblich hößeren Stand als bei der ſetzten bedeutenden
Hochflut von 1876. Infolgedeſſen hat in den tiefer
ge=
legenen Stadtteilen, namentlich in Auteuil und im
Viertel Notre=Dame=Kirche, die
Ueberſchwem=
mung der Straßen, ſowie der Keller im
Fau=
bourg St. Germain weitere Fortſchritte gemacht. In
Auteuil ließ die Polizeibehörde mehrere Schulen
räu=
men, um die Obdachloſen unterzubringen. Da das
Waſſer in die das linke Ufer mit Licht verſorgende
elek=
triſche Zentrale eindrang, mußte dieſe die
Lichtver=
ſorgung einſtellen. In der deutſchen Botſchaft
gibeitet man bei Petroleumlampen. Die
Dynamo=
maſchine der Kammer, welche ſich ſelbſt mit Licht
ver=
ſorgt, konnte heute nachmittag von der Feuerwehr vor
der Ueberflutung gerettet werden. Am Eingang der Rue
Bourgogne, gerade zwiſchen dem deutſchen Konſulat und
der Kammer, zeigte ſich im Straßenplaſter, daß der
Bo=
den nachgab, ſodaß die Polizei die Straße ſperrte. In
verſchiedenen, oberhalb Paris an der Seine gelegenen
Ortſchaften iſt die Lage beſonders beunruhigend, die
Mi=
litärbehörde entſandte Truppenabteilungen, um den
Bewohnern bei der Bergung ihrer Habe zu helfen. Um
Mittag begann das Waſſer auch in die Weinlager von
Bercy am öſtlichen Ende von Paris einzudringen.
In=
folge der Ueberflutung der Abzugskanäle in der Stadt
ſind auch die unterirdiſch verlegten relephoniſchen
Leit=
ungen beſchädigt und der telephoniſche Verkehr
vielfach geſtört. Das Rote Kreuz hat alle ſeine
Komiteesain der Provinz aufgefordert, zur
Hilfeleiſt=
ung in Tätigkeit zu treten. Infolge der
Ueberſchwem=
mung ſind: auch zwei Pumpſtationen der Pariſer
Waſſerleitung außer Betrieb geſetzt. Die Verwaltung
hat infolgedeſſen die Waſſerlieferung für induſtrielle und
techniſche Zwecke faſt vollſtändig einſtellen müſſen, um
genügend Trinkwaſſer liefern zu können. Auch bie
Marne ſteigt fortwährend in bedenklichem
Maße. Choiſy=le=Roi, etwa 15 Kilometer ſüdöſtlich von
Paris, iſt ſo überſchwemmt, daß etwa 1000 Perſonen
obdachlos geworden ſind. Der Magiſtrat hat um
Lie=
ſerung von Militärbetten und Truppen zur
Hilfe=
leiſtung erſucht. Auch noch andere Ortſchaften an der
Marne ſtehen unter Waſſer.
* Paris, 24. Jan. In einem Dorf in der Nähe von
Reims ſind 10 Häuſer eingeſtürzt. Ganz Chalons
ſur Saöne ſteht unter Waſſer. Zwei Perſonen
ſind während der Rettungsarbeiten ertrunken. Viele
Leute flüchteten auf die Dächer der Häuſer und rufen
ver=
zweifelt um Hilfe. Dampfboote werden zur Hilfeleiſtung
abgeſandt. Der telegraphiſche Verkehr mit
Oeſterreich=Ungarn, Spanien und Portugal iſt
unter=
brochen.
* Paris, 25. Jan. Die Seine iſt auch heute nacht
andauernd geſtiegen. In zehn Pariſer
Stadtbe=
zirken ſind bereits die Kellerräume überſchwemmt.
Gewaltige Waſſermaſſen, die in den Bahnhof der Orleans=
Bahn am Quai d’Orſay eingedrungen ſind, ſprengten
heute nacht gegen 1 Uhr das Pflaſter und breiteten ſich
in den benachbarten Straßen aus. Ein großer Teil der
Rue de Lille, in der ſich die deutſche Botſchaft und das
deutſche Konſulat befinden, iſt überſchwemmt. Die
Te=
lephonverbindungen mit den an der Seine
gele=
genen Stadtteilen, in denen mehrere Telephonkabel unter
Waſſer ſtehen, ſind faſt völlig unterbrochen. Infolge der
Ueberſchwemmungen konnten heute nacht nur wenige
Ge=
müſegärtner ihre Ware nach Paris bringen, teils weil die
Gemüſegärten unter Waſſer ſtehen, teils weil die
Verbin=
dung mit Paris abgeſchnitten iſt. Heute morgen wurde
in der großen Halle Gemüſe bereits 25 Prozent teurer
verkauft; auch bei den meiſten übrigen Lebensmitteln trat
eine Preisſteigerung ein. Der Verkehr der vom
Börſen=
platz nach dem Bahnhofe Saint Lazare führenden Linien
der Untergrundbahn iſt eingeſtellt worden, da befürchtet
wird, daß die unterirdiſch angeſammelten Waſſermaſſen
jeden Augenblick durch die Tunnelmauern eindringen
können.
* Paris, 25. Jan. Um 4 Uhr früh ſind von dem
Hochwaſſer noch folgende Einzelheiten zu melden: Infolge
des gewaltigen Waſſerdruckes ſind mehrfach die neuen
Schwemmkanäle geborſten, ſo hinter dem Miniſterium des
Auswärtigen, wo ſich ein förmlicher See gebildet hat. Im
Innern des Bahnhofes am Quai d’Orſay ſteigt das
Waſ=
ſer rapid, in der Rue Pailiers kam unter dem Druck des
Hochwaſſers das Trottoir zum Weichen, in Alfert=Ville ſteht
das Waſſer in den Straßen vier Meter hoch.
Feuerwehr und Artillerie retteten 30 Perſonen, die ſich auf
die Inſel St. Pierre geflüchtet hatten; etwa 10 Perſonen
ſind noch in Gefahr, viele Pferde ſind ertrunken.
Unter=
halb Paris ſind beſonders die Orte Paſſy, Suresnes und
Puteaux ſchwer heimgeſucht. In Puteaux iſt ein Mann
ertrunken. Der Rennplatz von Longchamps ſteht völlig
unter Waſſer. In Chalons ſur Marne ſah man ein von
zwei Männern beſetztes Boot, das von der Strömung
weggeriſſen, in höchſter Not, ohne daß Hilfe möglich ge
weſen wäre. In Savigny ſur Orgean nimmt die
Ueber=
ſchwemmung den Charakter einer Kataſtrophe an.
* Paris, 25. Jan. Eine Note der Agence Havas
beſagt: Nach Nachrichten, die im Miniſterium des
Innern eingingen, ſcheint die durch die
Ueber=
ſchwemmung hervorgerufene Lage ſich in der
Bann=
meile von Paris als ſehr ernſt herauszuſtellen.
Sämtliche Züge aus dem Süden und aus Bourbonnais
erleiden eine faſt einſtündige Verzögerung. Die
Alma=
hrücke ſoll bedroht ſein. Der Verkehr iſt dort
unter=
brochen. Nach anderen Meldungen ſteht in den Straßen
von Alfort=Ville das Waſſer einen Meter hoch, in
meh=
reren Straßen von Javel und Juviſy 80 Zentimeter.
Das ganze Orgetal iſt überſchwemmt. Die Häuſer
drohen einzuſtürzen. In Chälons ſur Marne iſt der
Schaden ſehr groß. Die Marne iſt aus den Ufern
getreten und brachte zahlreiche Häuſer zum
Ein=
ſtürzen. Die Bewohner konnten ſich mit großer Mühe
retten. Etwa 100 Häuſer ſind noch bedroht.
Literariſches.
— Eine künſtleriſche Hebung auf dem Gebiete der
Handarbeiten tut not. Die von Hofrat Alexander Koch
herausgegebene „Stickerei=Zeitung” ſtellt ſich ſeit
Jahren dieſe Aufgabe. Das Januar=Heft bringt
wie=
der ein reichhaltiges und vorbildliches Material in
prächtigen Abbildungen, reizvolle Kurbelarbeiten der
verſchiedenſten Art von Gertrud Lorenz=Dresden, viele
Entwürfe für Kurbelſtickerei von J. Willwohl=
Darm=
ſtadt, zum Teil in natürlicher Größe, und einen
lehr=
reichen, eingehenden techniſchen Beitrag über
Kurbel=
ſtickerei. Dazu illuſtrierte Beiträge über
Macxamé=
arbeiten uſw. Dieſe preiswerte Zeitſchrift (
vierteljähr=
lich 2 Mark) muß als für alle bandarbeitsfreudige
Frauen und Mädchen als unentbehrlich bezeichnet
werden.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Dieſer Tage wird die Anmeldung der
6jährigen Kinder für die ſtädtiſchen
Schu=
len geſchehen. Da kann nicht unterlaſſen werden,
alle Eltern zu warnen, ihren Liebling zu frühe zur
Schule zu führen; denn unreife Kinder hemmen
einer=
ſeits den Unterrichtsgang auf verſchiedene Art und
nehmen andererſeits oft Schaden an ihrer Geſundheit.
Man hört da von manchen Eltern die Anſicht, wenn
auch die Kinder anfangs zu jung ſeien, es ſei nur
höchſtens ½ Jahr, das ſei bald herum, und anfangs ſei
nicht viel zu lernen. Nein, das Kind iſt auf allen
Stufen ½ Jahr zu jung, acht Jahre lang, mithin für
jede Arbeit nicht von der nötigen Reife, die es eher
be=
ſäße, wenn es 1 Jahr ſpäter zur Schule käme, und
das bedeutet ſehr viel. In Preußen iſt man darin bei
der Aufnahme ſtrenger. Auch bei uns ſollte das Geſetz
ernſter genommen werden von Eltern und Lehrern.
Selten iſt die Aufnahme eines Kindes vor dem
vollen=
deten 6. Lebensjahre gerechtfertigt. Daß auch Kinder
nach dem 6. Lebensjahre noch unreif ſein können, iſt
bekannt. Deshalb wird pädagogiſcherſeits vielfach der
Wunſch laut, daß der Beginn der Schulpflicht auf das
vollendete 7. Lebensjahr hinaufgerückt würde.
Die engliſchen Wahlen.
* London, 24. Jan. Nach den bis 1 Uhr
nach=
mittags bekannt gewordenen Wahlergebniſſen
ſind neun weitere Liberale gewählt.
London, 23. Jan. Bis nachmittags halb 4 Uhr
waren gewählt: 219 Unioniſten, 200 Liberale, 33
Ar=
beiterparteiler und 68 Nationaliſten. In dem
Verhält=
nis der Parteien untereinander iſt ſeit der letzten
Vex=
öffentlichung im Reſultat keine Aenderung eingetreten.
* London, 24. Jan. Bis halb 11 Uhr abends
lagen folgende Wahlergebniſſe vor: 220
Unio=
niſten, 200 Liberale, 34 Mitglieder der Arbeiterpartei
und 69 Nationaliſten. Die Unioniſten gewannen
bis=
her 102, die Liberalen 13 und die Arbeiterpartei einen
Sitz.
* London, 25. Jan. Nach den bis heute früh
5 Uhr bekannt gewordenen Wahlergebniſſen ſind
gewählt: 221 Unioniſten, 201 Liberale, 34 Vertreter der
Arbeiterpartei und 69 Nationaliſten. Der Gewinn der
Unioniſten an Mandaten beträgt nunmehr 103. Die
Regierungsmehrheir beträgt hiernach bis jetzt 83
Stim=
men.)
* London, 25. Jan. Bis heute mittag waren
fol=
gende Wahlreſultate bekannt: 225 Unioniſten, 203
Liberale, 34 Mitglieder der Arbeiterpartei und 69
Natio=
naliſten. Die Unioniſten gewannen 104, die Liberalen 13
und die Arbeiterpartei einen Sitz.
* London, 25. Jan. Bis 1 Uhr 15 Min. waren
folgende Wahlergebniſſe bekannt: 232 Unioniſten,
203 Liberale, 35 Mitglieder der Arbeiterpartei und 69
Na=
tionaliſten. Die Unioniſten gewannen 108, die Gewinne
der übrigen Parteien ſind unverändert. Der
Hauptein=
peitſcher der Unioniſten, Sir Acland Nood, iſt in
Welling=
ton (Sommerſetſhire) mit 5216 Stimmen wiedergewählt
worden, der liberale Gegenkandidat erhielt 4150 Stimmen.
Darmſtadt, 26. Januar.
un. Kleinkinderſchule Mauerſtraße. Im oberen
Rat=
hausſaal fand geſtern abend um 6 Uhr die
Jahresver=
ſammlung des Vereins „Kleinkinderſchule Mauerſtraße
ſtatt, die zahlreich beſucht war. Der Vorſitzende des
Ver=
eins, Herr Profeſſor Dr. Ihle, begrüßte die Erſchienenen
in herzlichen Worten, dankte ſodann dem Großherzog und
der Großherzogin für das große Intereſſe, das ſie ſtets
der Anſtalt zugewendet, für die reiche Spende, die ſie für
die Kinder gewidmet haben, und für die perſönliche
Teil=
nahme Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin an der
Chriſtbeſcherung. Auch der Stadtverwaltung wurde für
die materielle Unterſtützung der Anſtalt beſter Dank
aus=
geſprochen, die es ermöglichte, den Kindern recht viel
Gutes zu tun. Eine Reihe von Legaten wurden der
An=
talt überwieſen, wofür allen Spendern herzlicher Dank
ausgeſprochen wurde. Die wichtigſte Aufgabe für die
Kin=
derſchule war die Beaufſichtigung der Kinder und ihre
täg=
liche Verpflegung. Verpflegt wurden im Jahre 1906
— 33 900 Kinder, 1907 — 34 200 Kinder, 1908 — 39600
Kinder und 1909 — 39784 Kinder. Täglich waren in der
Anſtalt 139—160 Kinder in Aufſicht und Verpflegung
Der Geſundheitszuſtand der Kinder war ſtets ein guter
und epidemiſche Krankheiten nicht zu verzeichnen. Von
ſeiten der Eltern wurde die Wohltat der Anſtalt hoch
an=
erkannt und in keiner Weiſe über die Verpflegung uſw.
der Kinder Klage geführt. Bedauerlich ſei die Abnahme
der Mitglieder, die ſeither die Anſtalt in reichem Maße
unterſtützt haben. Beſonders ſchwierig ſei die Beſchaffung
des Dienſtperſonals, doch hoffe man auch hier Abhilfe zu
finden. Die von Herrn Rechnungsreviſor Frank,
ge=
ſtellte Rechnung ergibt an Einnahmen für 1906 — 10700
Mark, 1907 — 11 200 Mark, 1908 — 11558 Mark. Die
Ausgaben betragen 1906 — 9800 Mark, 1907 — 10 900
Mark, 1908 11100 Mark. Die Koſten für ein Kind
be=
tragen demnach zirka 30 Pfg. Der Beitrag der Eltern
beträgt nur 6 Pfg. für ein Kind, ſo daß die Anſtalt für
jedes Kind pro Tag einen Zuſchuß von 24 Pfg. leiſtet. Dem
Rechner und dem Vorſtand wurde Entlaſtung erteilt und
dem Vorſitzenden beſondere Anerkennuzg ſeiner Tätigkeit
durch Herrn Kommerzienrat Wittich ausgeſprochen. Bei
der Vorſtandswahl wurde Herr Prof. Dr. Ihle
einſtim=
mig zum Vorſitzenden wiedergewählt und auch die übri
gen Vorſtandsmitglieder in ihren Aemtern beſtätigt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 25. Jan. Im preußiſchen
Abgeord=
netenhauſe wurde folgende Interpellation
Ar=
ning und Genoſſen eingebracht: Iſt der Königlichen
Staatsregierung bekannt, daß die Provinz Poſen gegen
Beamte wegen ihres Eintretens für die
nationallibe=
rale Partei amtliche Maßnahmen getroffen hat? Billigt
ſie dieſe Maßnahmen?
* Berlin, 25. Jan. Heute mittag 12 Uhr wurde in
der Königlichen Akademie der Künſte eine
Ausſtell=
ung von Werken der franzöſiſchen Kunſt
des 18. Jahrhunderts eröffnet in Gegenwart des
Kaiſers, der Kaiſerin, der Kronprinzeſſin,
des franzöſiſchen Botſchafters Cambon, der Herren
des franzöſiſchen Komitees, des Reichskanzlers
und vieler anderer namhafter Perſönlichkeiten.
* Berlin, 25. Jan. Bei der heutigen Eröffnung
der Ausſtellung von Werken franzöſi=
ſcher Kunſt des 18. Jahrhunderts zogen die
Maje=
ſtäten die Herren des franzöſiſchen Komitees, die dem
Kaiſer durch Profeſſor Kampf und der Kaiſerin durch
den Botſchafter Cambon vorgeſtellt wurden, ins
Ge=
ſpräch. Nachdem Graf von Seckendorff in einer Rede
in franzöſiſcher Sprace der glücklichen Idee dieſer
Ausſtellung, der Verdienſte Cambons und des
franzö=
ſiſchen Komitees um ſie, der Bereitwilligkeit des
fran=
zöſiſchen Staates, der franzöſiſchen Inſtitute und
Pri=
vaten, des ſchönen Beiſpiels des deutſchen Kaiſers und
der deutſchen Fürſten gedacht und allen Beteiligten für
ihre Mitarbeit gedankt hatte, erklärie der Kaiſer auf
franzöſiſch die Ausſtellung für eröffnet. Es folgte ein
Rundgang der Majeſtäten und der geladenen
Herrſchaf=
ten, wobei die Werke Bouchers, Watteaus, Chardins,
Creuzes, Gemälde, Plaſtiken, Gobelins und
Zeichnun=
gen, die die Muſeen Deutſchlands und Frankreichs,
der Kaiſer, die dentſchen Fürſten, der franzöſiſche Staat
und viele Private eingeſandt haben, zum erſten Mal
im Zuſammenhang gewürdigt werden konnten. Die
Majeſtäten verweilten zwei Stunden in der
Aus=
ſtellung.
* Berlin, 25. Jan. Der Kaiſer überreichte dem
franzöſiſchen Botſchafter Cambon eine
Bronze=
medaille mit ſeinem Bildnis auf goldbronzenem Sockel.
Der Sockel trägt in franzöſiſcher Sprache die Inſchrift:
Der Kaiſer dem franzöſiſchen Botſchafter Herrn Jules
Cambon am 25. Januar 1910.
* Poſen, 25. Jan. In der Boguslawitſcher
Mordaffäre wurde ein obdachloſer Mann
feſtge=
nommen, der ſich Hartmann nannte, in der Tat aber
als ein ruſſiſcher Deſerteur namens Weſſelowski
feſt=
geſtellt wurde. Die Beſchreibung des Mörders paßt
ziemlich genau.
* Paris, 25. Jan. Wie aus Tanger gemeldet wird,
hat die Entſchädigungskommiſſion von
Caſablanca ihre Arbeiten beendet und die
Geſamt=
ſumme der zu zahlenden Entſchädigungen auf 13089 642
Franken feſtgeſetzt, alſo auf die Hälfte der
beanſpruch=
ten Schadenserſatzſumme. Ueber die von der
Entſchä=
digungskommiſſion von Caſablanca bewilligten
Sum=
men wird jetzt folgendes bekannt: Eingereicht waren
im ganzen 3506 Entſchädigungsforderungen im Betrage
von 26 473 366 Franken. Bewilligt wurden 13089 642
Franken. Deutſcherſeits wurden gefordert 2 469 491,
bewilligt 1297502 Franken, ſpaniſcherſeits wurden
ge=
fordert 4850 193, bewilligt 2536 106 Franken, von den
Vereinigten Staaten waren gefordert 378995, bewilligt
140525 Franken, franzöſiſcherſeits waren gefordert
2 135039, bewilligt 1748937 Franken, ſeitens Italien
waren gefordert 901827, bewilligt 419623 Franken,
ſeitens Marokko waren gefordert 8 446045, bewilligt
3701082 Franken, ſeitens Portugal waren gefordert
1302 367, bewilligt 503451 Franken. Die
Entſchädi=
gungsforderungen betreffend die Inbeſitznahme von
Grundſtücken durch die franzöſiſchen und ſpaniſchen
Truppen belaufen ſich auf 61; auf die im ganzen 195710
Franken bewilligt wurden, wovon 53171 Franken auf
Deutſchland, 99309 Franken auf Frankreich, 14990
Franken auf England und 10563 Franken auf Spanien
entfallen.
Paris, 25. Jan. In der vergangenen Nacht
ge=
riet infolge Entzündung von Gaſen, die in den
über=
ſchwemmten Lagerräumen durch Verbindung von
Waſſer und Säuren ſich gebildet hatten, eine
Eſſig=
fabrik in Brand. Am Quai de la Rapoe mußte
ein dreiſtöckiges Gebäude geräumt werden, weil es von
der Flut vollkommen unterwühlt wurde. Der
Hafen=
damm von St. Louis und die Pont des Arts ſind durch
Holzmaſſen, die von den Fluten dort aufgeſtaut
wur=
den, bedroht. Die Pont d’Alma ſteht unter ſtändiger
Bewachung. Die Brücke ſoll nötigenfalls in die Luft
geſprengt werden. Die Vorortzüge der Orleansbahn
fahren nur bis Vitry. Die Untergrundbahn
funktio=
niert nur teilweiſe. Das Hotel „Garde d’Orſay” und
die ihm benachbarten Häuſer mußten geräumt werden.
* Bern, 25. Jan. Von Linttal iſt heute morgen
eine elf Mann ſtarke Rettungskolonne zur
Auf=
ſuchung der beiden vermißten Skifahrer aufgebrochen. Sie
will möglichſt die Claridenhütte zu erreichen ſuchen.
* London, 25. Jan. Hier traf geſtern die
Mann=
ſchaft des verunglückten engliſchen Segelſchiffes
„Deccan” mit einem anderen Dampfer ein. Sie
war 27 Mann ſtark und nach dem Schiffbruch an
der Küſte von Südamerika auf Rettungsbooten nach
einer der kleinen Inſel Sierra del Suego
vorgelager=
ten Sandbank gekommen und erſt nach 13 Tagen von
einem vorüberfahrenden Walfiſchfänger gerettet
worden.
* London, 25. Jan. Die Royal Geographical
Society verlieh dem Kapitän Peary die goldene
Medaille, und ſeinem Begleiter, Bartlett, die
Silberplakette.
** Athen, 25. Jan. Nach einer Blättermeldung
machte der Miniſterpräſident dem GeneralZorbass
den Vorſchlag, in das Kabinett einzutreten, um dem
Fortbeſtehen der Militärliga ein Ende zu machen.
General Zorbas bedang ſich jedoch aus, mit der
Mili=
tärliga ſich zu beraten. Man hält es für wahrſcheinlich,
daß General Zorbas das Portefeuille des Krieges oder
des Innern übernimmt. Der „Heſtia” zufolge ſprachen
ſich etwa 30 Marineoffiziere für die Auflöſung der
Militärliga aus.
* New=York, 25. Jan. Der Bankier van Norden
wurde auf dem Wege vom Hotel Waldorf zu einer
Droſchke von zwei Damen angeſprochen und ſeines
Portefeuilles mit 28000 Dollars beraubt.
* Kairo, 25. Jan. Der Khedive iſt hierher
zurück=
gekehrt; er wurde von der Bevölkerung ſtürmiſch
emp=
fangen.
Wer Kraft und Stärkung bedarf
der leſe dieſen Brief. Stuttgart, 9. Juni 1909. Teile
Ihnen hierdurch gerne mit, daß ich ſeit 6 Wochen 3 Pakete
„Bioſon” als Kräftigungsmittel verbraucht habe. Schon
nach ſehr kurzem Gebrauch desſelben fühlte ich mich wohler
als früher. Mein Körpergewicht nimmt von Tag zu Tag
zu, was ſehr wohl auf den erheblich geſteigerten Appetit,
den ich beſitze, ſeitdem ich „Bioſon” trinke, zurückzuführen
iſt und auch ſchwere Arbeiten kann ich jetzt ohne beſondere
Anſtrengung verrichten, während dies mir vorher ſehr
ſchwer fiel. Ich kann daher Ihr ganz vorzügliches
Prä=
parat jedermann mit beſtem Gewiſſen empfehlen.
Hoch=
achtungsvoll! Sophie Ebel, Gerberſtraße 5b p.
Unter=
ſchrift beglaubigt: Dr. Auguſt Daur, Notar. Bioſon iſt
das beſte u. billigſte Kräftigungsmittel. Paket 3 Mk. in
Apotheken, Drogerien. Man frage ſeinen Arzt. (2213D
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LeitenderArztDrimed. Litzner.
Todes-Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung,
dass heute morgen 6½ Uhr nach kurzem Kranksein mein Sohn, unser
lieber Vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel
(B2216
Landwirt
Alter von 52 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist.
Um stille Teilnahme bitten
die trauernd Hinterbliebenen.
Roßdorf und Darmstadt, den 24. Januar 1910.
Die Beerdigung findet statt:
Donnerstag, den 27. Januar, nachmittags 3 Uhr
In6strumenie aller Frt
8
eigen — Mandolinen — Guitarren
lech-, Holz- u. Schlaginstrumente
Mund- und Ziehharmonikas
Ocarinas etc. — Saifen
Musikalien
Ligenes
WReparatur-
Ntelier
(2
f. alle Instrum
Piano u.
Karmonium
Lager
kauf — Miete
Georg Thies
Nachfolger
Darmstadt
Elisab.-St. 12
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Seite 7a
Sei Koplsehmerz — Litropanie
(I1240,40
Croßer wiſſenſchaftlicher Barkamp-Abend.
Nur für Damen! Heute Mittwoch, den
26. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saal des Hotels
„Zur Traube‟ Eingang Luiſenſtraße. Frau Barkamp
lehrt die Schönheitsmaſſage zur Selbſtbehandlung,
be=
ſpricht jedes Haut= und Haarleiden, zeigt Turn= und
Atemübungen. Von ſtreng wiſſenſchaftlichen
Grund=
ſätzen ausgehend, wird ſie jedes kosmetiſche Leiden
er=
klären und zur Abhilfe Demonſtrationen vorführen. Die
Pflege der Frauenbüſte wird behandelt. — Was die
Preſſe unter anderem über dieſe Vorträge ſchreibt:
„Hamburger Nachrichten”: „Was eine rationelle
Körper=
pflege bedeutet, liefert die Dame ſelbſt, die 48 Jahre alt
kaum auf einige 30 geſchätzt werden kann, ungepudert,
ungeſchminkt, ungefärbt. Der mit vielen Demonſtrationen
ausgeſtattete Vortrag fand großen Beifall.” — „
Ham=
burger Correſpondent”: „Die Dame iſt ſelbſt die
Ver=
körperung ihrer Lehren. Es verließ keine Dame den
Saal, die nicht ihren Vorteil aus dem Vortrag gezogen
hatte‟. — „Braunſchweiger Neueſte Nachrichten”: „Das
Reden der Dame lockte ſpontane Beifallskundgebungen
hervor. Das beneidenswerte friſche jugendliche Aeußere
der 48 jährigen Dame forderte unwillkürlich auf, ihren
Ratſchlägen nachzueifern‟. — Der Beſuch iſt zu
em=
pfehlen, da die Dame eine Autorität auf dieſem
Ge=
biete iſt uſw. Eintritt 1 Mk. Reſervierte Plätze 2 und
3 Mk., Galerie 50 Pfg. Vorverkauf in der
Muſikalien=
handlung von Thies Nachf.
(2160
Am 19. Januar verſchied in Brünn nach
längerem Leiden
(B2178
Zu Laushitz
k. k. östr. Major a. D.
im 75. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Familie:
Freifrau Elisabeth von Stein,
geb. Freiin von Stein.
Darmſtadt, 24. Januar 1910.
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Vaters
Herrn Johannes Peth
ſowie für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer
Kleberger, dem Kriegerverein und für die
Nieder=
legung eines Kranzes, ſagen wir unſeren
tiefge=
fühlſten Dank.
(2214
Die trauernden Hinterbliebenen.
Statt ieder besonderen Anzeige.
Heute vormittag 11 Uhr verschied sanft nach kurzer Krankheit mein
geliebter Mann, unser teurer Bruder, Schwager und Onkel
(2210
Carl Levdhecker
Oberstleutnant a. D.
Ritter hoher Orden
Für die trauernden Hinterbliebenen.
Johanna Leydhecker, geb. Schleuning.
Darmstadt, Strassburg (Els.), Offenbach a. M., Frankfurt a. M., München, Berlin,
den 25. Januar 1910.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 27. Januar 1910, um 3 Uhr nachmittags, vom
Sterbe-
bause aus, statt.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren innigſtgeliebten Gatten, Vater,
Groß=
vater, Bruder, Schwager und Onkel
Herrn Privatier
Ferdinand Federlin
plötzlich infolge eines Herzſchlages am
Sonn=
tag nachmittag 4½ Uhr in ein beſſeres Jen=
(2229
ſeits abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marie Federlin, geb. Göbel,
Otto Federlin,
Katie Federlin, geb. Woodard,
Ethel Federlin.
Darmſtadt, Denver (Colorado),
25. Januar 1910.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. Jan.,
vormittags 10 Uhr, vom Portale des ſtädt.
Friedhofes aus, ſtatt. Die Einſegnung findet
in der Friedhofskapelle vorher ſtatt.
Feſtgottesdienſt an Kaiſers Geburtstag
um 10 Uhr in der Stadtkirche. Predigt: Pfarrer
Widmann.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 26. Jan.:
Starke Schneefälle und ſtarke, nach Nordweſten drehende
Winde, neuerdings Froſteintritt in den Gbenen.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Das Konzert”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Barkamp=Abend (nur für Damen) um 8 Uhr im
Saal „Zur Traube‟.
Vortrag von Dr. jur. Meuſer um 8½ Uhr im
Bürger=
vereinsſaal (Neutraler Guttemplerorden).
Vortrag für Männer und Jünglinge um ½9 Uhr in
in der Eliſabethenkirche.
Hauptverſammlung des Vereins der Innenſtadt
um 8¾ Uhr im Reſtaurant Trautmann.
Feſtball der Vereinigten Geſellſchaft um 8 Uhr.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 9 Uhr im Reſtaurant „Zur Oper”.
Ständige Rettungswache der Sanitätskolonne.
Telephonruf Nr. 1707.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Pilsnern u0
Münchner
Hell Export
feinste Tafel-Biere.
In
&
11
8
614a
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Nummer 21.
Unser
endigt Samstag den 29. Januar
Deshalb haben wir alle Restbestände und einzelne
Artikel, die wir unbedingt räumen wollen,
I.
nochmals im Preise herabgesetzt
Vorteilhafte
Buckskin- u. Kleiderstoff-
Reste
Einoleum-, Gardinen-,
Läuferstoff-
Reste
Einsel-Stlicke und trühgewordene
Damen- u. Kinderwäsche
fabelhaft billig!
Blusen
Kinderkleidchen
Golfjacken
Röcke
bis zur
Hälfte des
sonstigen
Preises. 4
Pelze!
Pelze!
Muffe — Kindergarnituren
zu jedem annehmbaren Preis
Bis Ende unseres
Inventur-Verkaufs
Tennis-
Stoffe
auf das ganze reguläre Lager
Guggenheim & Marx
166
Restadranr Wzur oper
Mittwoch, den 26., und Samstag, den 29. Jan. 1910
abends von 9 Uhr ab
gemütliche Karhevalstische Unterhaltung
mit Ball und italienische Nacht
wozu ich Freunde und Gönner ergebenst einlade.
(*1956
Alwin Küstermann.
Volksbildungs=Abend
veranſtaltet vom Kath. Lrauenbund und dem Volksverein f. d. K. D.
am 30. Januar, abends 8 Uhr,
im Konkordiaſaal, Waldſtraße 33,
(6 .
Darbietungen aus F. W. Webers „Dreizehnlinden .
Lichtbildervortrag, Chöre (Kath. Kirchengeſangverein St. Ludwig),
Soli (Fräulein Maria Schoen, Heidelberg), Deklamationen (Großh.
Hofſchauſpielerin Fräulein Ethel).
Die vorgeführten Lichtbilder ſind nach den Originalen der illuſtrierten
Pracht=
ausgabe von Webers Dreizehnlinden (Verlag von Ferdinand Schöningh, Paderborn)
angefertigt. Sämtliche Werke des Dichters ſind am Vortragsabend in der
Volksver=
einskolportage zu haben.
Die Veranſtaltung iſt ohne Reſtauration, das Rauchen iſt unterſagt.
Numerierte Plätze 1 Mark. Nichtnumerierte Plätze 30 Pfg.
Vorverkauf: Numerierte Plätze nur im Büro des Verkehrsvereins.
Nicht=
numerierte Plätze: Büro des Verkehrsvereins, Kaufmann Meſſerſchmitt,
Ludwig=
ſtraße 18, Reſtaurateur Brückner, Waldſtraße 33, Hausmeiſter im Geſellenverein,
(1676a
Friedrichſtraße 30.
Frauen=Verein des Oſtbezirks der evang. Stadtgemeinde.
Sonntag, 30. Januar, abends 7¼ Uhr,
(2203
im Gemeindehauſe Kiesstrasse 17:
Fammen=Lbend.
Gäſte willkommen. Teekarten zu 20 Pfg. im Gemeindehaus Kiesſtr. 17.
St. Elisabethenkirche.
Heute Mittwoch, den 26. Januar, abends ½9 Uhr:
Religiös=wiſſenſchaftlicher Vortrag für Männer und Jünglinge.
Thema: „Gott und die Pflicht.” (2159
Deutschnationaler Handlungsgehilfen-Verhand
(Ortsgruppe Darmstadt).
Sonntag, den 30. Januar, abends 5 Uhr 11 Minuten:
Große karnevaliſtiſche
Sest
ONHON (ice
Danten- u. Herrensttzung
*
mit anſchließendem TANZ in Schützenhof.
Mitglieder, Freunde und Gönner nebſt deren Angehörigen laden
wir hiermit ein. Eintritt: Herren 50 Pfg., Damen 30 Pfg.
2160)
Der Elferrat-
Zitherklub „Edelweiss”.
Sonntag, den 30. Januar 1910, abends 7 Uhr:
Abendunterhaltung mit 1 A N2
im Saale des „Feierabend‟ Stiftstrasse 47
unter gütiger Mitwirkung der Damen Fräulein Krausemann, Fräulein Schmidt,
Fr. Schmidt und der Herren Adolf Jungmann vom Großherzogl. Hoftheater
und Paul Rathmachers
wozu Freunde des Zitherspiels höflichst einladet
Der Vorstand.
(2154ms)
Eintritt 20 Pfg.
Eintritt 20 Pfg.
Donnerstag, den 27. Januar 1910
Zur Feier des Geburtstages Sr. Maj. des Kaiſers
der Kapelle des Leibgarde=Regiments (größerer Teil derſelben)
Eintritt 25 Pfg.
Anfang 4 Uhr.
(B2218)
Donnerstag und Samstag auf dem Markt
eine grosse Partie schwere
(*2032
frischgeschossene Hasen
per Stück Mk. 3.50.
Hch. Woerthge II. aus Gross-Zimmern.
2 2l.
Mitwoch, 26. Jannar.
1910.
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strasse 5
nächst dem weissen Turm
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Bis zum 81. Januar
grosser Partien zurückggesetzter
Gardinen, Stores, Brise-bises, Bettdecken etc.,
Damen-
u. Kinderwäsche, Stickerei-Unterröcke, Farb.
Kaffee-
u. Künstler-Decken, Teegedecke m. Servietten, Bett-,
Tisch- u. Küchen- sowie Bade-Wäsche etc., Damen- u.
Kinder-Schürzen, Kopf-Chawles u. Fichus, Farbige
Oberhemden m. Mansch. Farbige Krawatten (spottbillig)
welche separat auf Tischen ausgelegt
(2065omf
NB. Dieser Verkauf findet nur gegen Barzahlung statt. — Umtausch ist nicht gestattet.
Bad. Magnum bonum, Induſtrie und
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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
15)
Reimar war kühl höflich zu der Witwe ihres
Vaters. Nie bemerkte ſie ein freudiges Aufleuchten
ſeiner Augen, wenn er die ſchöne, junge Frau ſah, die
voll Geſchick und Anmut die ganz in Schmerz
ver=
gehende Witwe ſpielte, nie hörte ſie ein wärmeres
Wort aus ſeinem Munde, und doch kam oft plötzlich eine
heiße, erſtickende Angſt über Undine, wenn ſie Fridruns
Augen in heimlichem Verlangen aufglühen ſah und
wahrnahm, wie die junge Frau ſich mühte, mit allen
Künſten des Raffinements Reimars Aufmerkſamkeit
und Intereſſe zu erregen.
So ſann voll widerſtreitender, hin und her
wogen=
der Gefühle Undine in den Abend hinein. Nun war
die Sonne ganz ins Meer getaucht, aber mit goldenen
Rändern, ſäumte ſie noch die phantaſtiſchen
Wolken=
berge, die am Horizonte dahinſegelten.
Du mußt mitkommen, Onkel Reimar, hörte ſie da
plötzlich in ihrem Wohngemach Lorls feines
Stimm=
chen. Undine iſt draußen. Ganz gewiß, da ſitzt ſie
immer.
Undines Herz ſtand faſt ſtill. Sie wollte ſich
er=
heben, aber ſie konnte nicht. Nun drang er hier ein
in ihren ſtillen Zufluchtsort. Wollte er ihr vielleicht
ihr kleines Traumreich nehmen?
Komm doch, Onkel Reimar, Undine iſt ja da. Ich
kann ſie durchs Fenſter ſehen. Gucke doch mal hin. Ihr
Haar iſt wie lauter Sonne. Komm doch ſchnell, Onkel
Reimar.
Die Glastüre klirrte. Jauchzend umſchlang das
Kind die Schweſter, die ſich mühſam erhoben hatte und
finſter auf das Kind ſah, das ſein blondes Köpfchen
tief in die Kleiderfalten der Schweſter barg.
Onkel Reimar ſagt, er könne Dich nicht finden,
Un=
dine, da hab’ ich ihm ganz heimlich den Weg gezeigt. Iſt
es nicht ſchön hier, Onkel Reimar?
Ja, ſehr ſchön, und ich danke Dir, Lorl. Nun aber
lauf noch ein wenig in den Garten. Bald kommt der
Sandmann, dann mußt Dn zu Bett, ſagte Reimar und
löſte ohne Umſtände das Händchen des Kindes von
Un=
dines Kleid. Ich habe noch mit Undine zu reden.
Schenkſt Du mir was? fragte Lorl und blinzelte
Rei=
mar verſchmitzt an.
Lorl! warnte die Schweſter mit verdüſterten Augen.
Ja, eine Zuckertüte, lächelte Reimar.
Die mag ich nicht, rief Lorl mit verächtlich
empor=
gerecktem Näschen. Ein Märchen, Du kannſt es gut, faſt
ſo gut wie Undine. Willſt Du?
Ja, morgen, nach Tiſch.
Lorl, Du darfſt den Onkel nicht quälen, miſchte ſich
Undine ſtreng in das Geſpräch, indem ſie dem Kinde die
Löckchen von der erhitzten Stirn ſtrich. Geh’ jetzt, mein
Kleines.
Das Kind mit dem wehenden Goldhaar nickte lächelnd
und flog davon.
Verzeihe mein Eindringen, Undine, nahm Graf
Rei=
mar das Wort, langſam den Seſſel nehmend, den ihm
Un=
dine nachläſſig zuwies. Ich hätte Dich gewiß in Deiner
ſchigerehtien eiſenten nit geriere e ee
nicht unbedingt noch heute hätte ſprechen müſſen. Wie
hübſch es hier iſt, unterbrach er ſich, die dunklen Augen
ſinnend in die Ferne richtend. Ich kannte dieſen Platz
noch gar nicht. Er paßt zu Dir. Wie Schön=Edda von
König Helgos Schloß blickſt Du hinaus ins Meer. Es iſt
nur ſchade, daß Dich kein Junker Ajobald, wie es in der
Sage heißt, vom Meere aus hier auf dem Söller erſpähen
kann. Der Weg iſt zu weit.
Biſt Du gekommen, mir das zu ſagen? fragte Undine
kalt, ihr Antlitz unwillig von ihm abkehrend.
Nein, verzeihe. Ich kam, um Dich zu fragen, ob Du
etwas dagegen einzuwenden hätteſt, wenn wir meinen
Bruder Timm, der ſich noch gar nicht von ſeinem Unfall
erholen kann, hier auf dem Gorlingshof einquartieren?
Entbehrt er in der Wiedingharde etwas?
Undine ſagte es kurz und hart, ſo daß Graf Reimar
etwas beſtürzt zu ihr hinüberſah.
Du wünſcheſt es alſo nicht? Ich hätte es mir ja
den=
ken können. Ich weiß, daß es Dir und vielleicht auch
Timm peinlich ſein muß, hier ſeine Geneſung
abzuwar=
ten, nachdem Du damals ſeine Werbung abgelehnt haſt.
Aber der Arzt bedeutete mir, daß er hier doch vielleicht
mehr Bequemlichkeiten haben könnte, als in dem einfachen
Fiſcherhaus, und da meinte ich, wir wären es Timm
viel=
leicht ſchuldig, ihn hierher zu nehmen. Natürlich nicht
gegen Deinen Willen, denn es iſt Dein Haus und Dein
Recht, zu beſtimmen, wer hier als Gaſt einzieht.
Timm hat bereits mein Anerbieten abgelehnt.
Abgelehnt? Haſt Du ihn denn geſprochen?
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Nummer 21.
„Hell” von schönster Bernsteinfarbe
„Dunkel‟ klar, mild u. vollmundig
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er=
gehen zu fragen.
Empört ſprang Graf Reimar empor. Eine ſcharfe
Falte furchte ſeine Stirn, und wie Zorn bebte es in ſeiner
Stimme, als er hervorſtieß:
Du, Du haſt ihn aufgeſucht? Du haſt mit ihm
ge=
ſprochen, und ich durfte ihn nicht ſehen? Das blonde
Mädchen, das mich mit ſeinem Haß beehrt, ſtand wie der
Engel mit dem feurigen Schwert in der Tür und wehrte
mir den Eingang, und Dich, Dich ließ ſie zu ihm?
Dein Bruder wünſcht keine Gemeinſchaft mit Dir.
Und warum denkſt Du, daß er ſie nicht will?
Undine zuckte die Achſeln. Ihre Augen hingen weit
drüben an den Meereswellen, die purpurn dahinrollten.
Was Du denkſt, will ich wiſſen, forderte er.
Erſtaunt ſah Undine zu Reimar auf. Kühl trat ſie
weit von ihm zurück.
Mein Denken gehört mir allein. Wenn Du aber ſo
viel Gewicht darauf legſt, ſo kann ich Dir ja auch ſagen,
was ich glaube: daß er Dich haßt.
Mit einer Art grauſamer Genugtuung hatte ſie ihrem
Gatten die Worte ins Geſicht geſchleudert. Jetzt erſchrak
ſie aber vor der Wirkung, die ſie auf ihn ausübten. Bleich,
mit fahlem Geſicht ſtarrte er ſie einen Augenblick an, dann
aber kehrte langſam das Blut in ſein Antlitz zurück und
tonlos erwiderte er:
Es war von jeher mein Schickſal, da, wo ich Liebe
ſäte, Haß zu ernten. Ich kann natürlich meinen Bruder
nicht zwingen, in mir ſeinen beſten Freund zu ſehen, und
da ich ihm ja auch ſcheinbar etwas genommen habe, indem
ich Dein Gatte wurde, kann ich ſeine Stimmung wohl
be=
greifen. Aber ich will nicht, hörſt Du wohl, ich will nicht,
daß das Volk da draußen ſeine Gloſſen über uns macht.
Timm gehört in den Gorlingshof und nicht in die
Wie=
dingharde, und ich wünſche, daß Dun es durchſetzeſt, ihn,
wenn nicht als meinen Gaſt, ſo doch als den Deinen hier
zu beherbergen.
Undine wurde plötzlich brennend rot. Wie gleichgültig
r e e e e e e
Mann bei ſich aufzunehmen, von dem er wußte, daß er
ſie liebte.
Sie zuckte gleichmütig die weichgerundeten Schultern
und entgegnete ablehnend:
Ich habe keinen Einfluß auf Deinen Bruder. Er
fühlt ſich ſehr wohl in der Wiedingharde und er iſt auch
dort gut verpflegt. Dorret verſteht es ausgezeichnet, ihn
zu unterhalten, und Ekke Thornſen iſt ein ſehr weitgereiſter
und vielbeleſener, wenn auch etwas wunderlicher Mann.
Ich will dieſem Mädchen aber nicht verpflichtet ſein.
Sie zeigt mir ſo deutlich und unverhohlen ihre
Abnei=
gung, als wäre ich ein verkappter Verbrecher. Und das
paßt mir nicht.
Undine lächelte nachſichtig.
Sie iſt meine Freundin, Reimar, das erklärt alles.
Er ſah ſie einen Augenblick mit leeren Augen an.
Ja, ſie hetzt Dich auf gegen mich, rief er dann mit
einem tiefen Grollen in der Stimme. Glaubſt Du, ich
ſpürte nicht, wie ſie jeden Deiner Schritte, jeden Deiner
Blicke bewacht, aus Furcht, Du könnteſt Dir erlauben, mir
einen ſolchen zu ſchenken?
Wieder lächelte Undine. Mit den ſchlanken Händen
ſtrich ſie die rotgoldenen Locken zurück, die der
Abend=
wind in ihre weiße Stirn wehte, und in ihrer Stimme war
etwas von nachſichtiger Milde, als ſie ſprach:
Wie kann Dich das irritieren? Dorret zittert für
mich. Sie ſieht in Dir einen Feind und ſie glaubt, mich
ſchützen zu müſſen. Trotzdem ſie einige Jahre jünger iſt,
hat ſie vielleicht mehr Feſtigkeit als ich. Die hat ihr das
ſtille, ernſte Leben mit dem alten, wunderlichen
Groß=
vater gebracht, und ich liebe ſie.
Das iſt alles ganz gut und ſchön, aber das blonde
Mädel ſoll nicht täppiſch in meine Rechte eingreifen.
Rechte?
Groß und fragend ſahen die dunklen Augen Undines
zu ihm auf. Der Graf biß ſich, unwillig über ſich ſelbſt,
die Lippen.
Anſan, der Rlechuit mer ſchecht geotſt. 3
weiß, daß ich keine Rechte habe, und ich bin weit davon
entfernt, ſolche von Dir zu fordern, aber ich meine, daß
wir doch wenigſtens äußerlich alle nur denkbare Rückſicht
gegenſeitig nehmen ſollten, unſer Ehe, die doch nun mal
nach außen hin beſteht, vor der Welt makellos zu halten.
Haſt Du Dich über mich zu beklagen? Habe ich je eines
Deiner Rechte verletzt oder bin ich Dir irgendwie zu nahe
getreten?
Nein, Undine. Davon kann gar nicht die Rede ſein.
So meine ich es nicht. Aber ſieh, wir brauchten doch nicht
wie ein paar feindliche Parteien uns hier im Hauſe
aus=
zuweichen. Deine Stiefmutter beobachtet uns unausgeſetzt.
Sie quittiert über jede Ablehnung Deinerſeits mit einem
triumphierenden Blick und ſie lächelt über jede
Tölpel=
haftigkeit, die ich mir in dem für mich ſchwierigen
Ver=
hältnis zu ſchulden kommen laſſe.
Alſo darauf läuft es hinaus, dachte Undine. Was
Fridrun denkt, beſchäftigt ihn. Ihretwegen ſoll ich
freund=
licher zu ihm ſein, um ihr den Glauben beizubringen, daß
uns wohl gar Liebe zueinander geführt hat.
Eine glühende Röte ſtieg in Undines Antlitz.
Sollte ſie als Werkzeug dienen, die Frau zu reizen,
die er einſt geliebt? Wollte er Fridrun ſtrafen? Sollte
ſie all die Qualen der Eiferſucht erdulden, die er vielleicht
einſt ſelbſt ihretwegen erlitten?
Und ſie, ſie ſollte die Hand dazu bieten? Darum
hatte er ſie gewählt? Darum warf er das reiche Erbe hin,
aus Rache? Wer aber ſo blind haſſen konnte, der konnte
auch heiß lieben. Der hatte nicht abgeſchloſſen mit der
Liebe, der liebte noch immer.
(Fortſetzung folat.)
Kleine Kios
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Nummer 21
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt,
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſchwarzes Portemonnaie mit Inhalt. 5 Preußiſche Klaſſenlotterie=
Loſe. 1 ſilberne Vorſtecknadel mit gelbem Opal. 1 rotes Portemonnaie mit Inhalt.
1 Regenſchirm ohne Griff. 2 neue farbige Hemden. 1 künſtlicher Unterkiefer mit 12
Zähnen. 3 Kinder=Sattelkragen und 3 Herren=Stehkragen, friſch gewaſchen. 3
mittel=
große Schlüſſel an einem Ring und Haken. 2 mittelgroße und 3 kleine Schlüſſel an
einem gelben kleinen Ring. 1 Zugkette. 1 weißer Kinder=Pelz. 1 dunkelblaue Knaben=
Mütze. 1 dunkelblauer Damengürtel mit gelbem Schloß. 1 ſilberner vergoldeter Ring
mit weißem Stein. 1 Roſenkranz. 1 Literblech, 1 weißes Taſchentuch, gez M. W.
1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt und 1 kleinen Schlüſſel
1 großer Hausſchlüſſel. 1 Schablonenplatte mit den Buchſtaben E. K. 1 brauner
Glacéhandſchuh. 1 kleiner goldener Ohrring mit hellem Steinchen. 1 Nickel=Armband
mit Kugelanhänger. 1 Gummiball (weiß=rot=blau), 1 weißes Taſchentuch, gez. G.
Kaufbrief, auf den Namen Peter Rotenhäuſer lautend. 2 Damen=Schirmgriffe
Damen=Regenſchirm. 1 Paket mit Platten für Photographen. 1 blauer Damen=
Gummigürtel mit dunkler Schnalle.
Verloren: 1 brauner Samtarbeitsbeutel mit Strickzeug, 1 Schlüſſel u. 1 braunes
Portemonnaie mit 40 Pfennigen Inhalt. 1 Päckchen Nähſeide ꝛc. 1 goldenes Ketten=
Armband. 1 weißes Taſchentuch, gez. B. 1 goldener Zwicker. 1 goldenes Ketten=
Arm=
band mit 2 weißen und 1 farbigen Stein. 1 goldenes Ketten=Armband. 2 mittelgroße
Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 violettblaues Portemonnaie mit 20 Mk. Inhalt.
goldene Damen=Uhr. 1 goldener Manſchettenknopf in Größe eines Einmarkſtücks und
einem N. darauf. 1 Damen=Goldgürtel mit runder vergoldeter Schnalle. 1 Buch
(Andreas Hofer). 1 kleiner brauner Bär (Kinder=Spielzeug). 1 Zwanzigmarkſchein.
1 grauer Damengürtel mit dicker ſilberner Schnalle. 1 ſchwarze Straußfeder. 1 ſilb.
Ketten=Armband. 1 Kinder=Brille. 1 Medaillon, ſchwarz, mit Gold verziert und zwei
Photographien. 1 goldene Broſche mit Herren=Photographie. 1 dunkles Damen=
Porte=
monnaie mit 5 Pfennigen Inhalt und 1 Los. 1 Brillantring. 1 ſchwarzes Damen=
Portemonnaie mit 22 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche mit Granaten. 1 rotes
Porte=
monnaie mit 3 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Halskette. 1 Futteral mit Füllfederhalter und
Bleiſtift. 1 Portemonnaie mit 72 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche mit 3 Amethyſten,
lila, in Gold gefaßt. 1 kleines Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 Pfandſchein auf
einen Ueberzieher. 1 Reißzeug in grauem Säckchen. 1 Schildpattkamm und 1 Hunde
marke mit der Nr. 7664. 1 graugrüne Reiſedecke. 1 Portemonnaie mit 5—6 Mk. Inhalt.
2 Einmarkſtücke in einem Kuvert. 1 weißer Kinder=Pelz. 1 Damen=Zwicker mit
Nickel=
geſtell. 1 Päckchen, enthaltend 7 Herren=Stehkragen. 1 rotlederne Brieftaſche mit
Schloß.
Muff. 2 Aktenſtücke vom ſtädtiſchen Gaswerk. 1 Theater=Abonnements=
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karte (B 114, Sperrſitz). 1 goldener Siegelring mit ſchwarzem Stein. 1 gold. Herren=
Remontoiruhr. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Doppelkette, 1 Kugel und 1 Quaſte. 1 gold.
halbrundes Bröſchchen mit rotem Steinchen. 1 braunes Damen=Portemonnaie mit
5—6 Mk. Inhalt. 3 Füllfederhalter.
Zugelaufen bei Privaten: 1 kleiner ſchwarzer Hund.
großer grauer Kater. 1 kleiner ſchwarzer Hund mit heller
Entlaufen:
Bruſt und Vorderpfoten.
Entflogen: 5 Brieftauben (3 weiße, 1 gelbe und 1 rote).
(2153
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Spitzhund.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird die Ohlyſtraße zwiſchen Roquette=
und Grüner Weg bis zum 5. Februar lfd. Js. für den Fuhrwerksverkehr geſperrt. (2170
Darmſtadt, den 25. Januar 1910
Nachſtehende Bekanntmachung des Kommandos des III. Stammſeebataillons in
Wilhelmshaven bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.
Einſtellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III.
See=
bataillon (Marine=Infanterie) in Tſingtau (China).
Einſtellung: Oktober 1910, Ausreiſe nach Tſingtau: Januar 1911, Heimreiſe
Frühjahr 1913. Bedingungen: Mindeſtens 1,65 Meter groß, kraftig, vor dem 1. Oktober
1891 geboren (jüngere Leute nur bei beſonders guter körperlicher Entwicklung). Es
werden junge Leute aller Berufsarten eingeſtellt, Handwerker erhalten jedoch den Vorzug.
In Tſingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0,50 Mark
Teuerungs=
zulage gewährt.
Meldungen mit genauer Adreſſe ſind unter Beifügung eines vom Zivilvorſitzenden
der Erſatzkommiſſion ausgeſtellten Meldeſcheins zum freiwilligen Dienſteintritt auf
drei Jahre zu richten an:
(2167mso
Kommando des III. Stammſeebataillons, Wilhelmshaven.
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 27. und Freitag, den 28. Januar 1910,
den ganzen Tag ohne Unterbrechung, freihändiger Verkauf von
Möbeln durch alle Rubriken
zu Aktionspreiſen wegen Ueberfüllung im
(2164
A
Auktionssdal Magdalenenstrasse 7.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 26. Januar 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe
verſchiedene Möbel, darunter: Diwans, Schreibtiſche, Vertikos, Tiſche,
Schränke, 1 Pianino, ferner: 130 Meter Satin und Serge, 37 Ballen
Futter=
leinen und Drell, 80 Dutzend Servietten, 5 Ballen Tiſchzeug, 7 Elektriſier=
Apparate, 1 Fahrrad, 40 Bilderleiſten und 1 Bernhardiner
(2222
zwangsweiſe verſteigert.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
Brennholz=Verſteigerung.
Donnerstag, den 3. k. Mts., von vormittags 9 Uhr an,
toerden in dem oberen Lokale der Turngemeinde dahier (Woogsplatz 5), aus
Do=
manialwald=Diſtrikt Böllenfalltor, Herrgottsberg und in kleineren Partien in dem
ganzen Diſtrikt zerſtreut verſteigert:
Scheiter, rm: 531 Buchen, 21 Eichen, 21 Kiefern; Knüppel, rm: 212 Buchen,
1 Eſchen, 17 Eichen, 1 Erlen, 17 Kiefern; Reiſig, Wellen: 4840 Buchen,
160 Eichen, 150 Kiefern; Durchforſtungs=Reiſig, Wellen: 695 Kiefern;
Stöcke, rm: 40 Buchen, 5 Kiefern; Stöcke, ſein zerkleinert, rm: 47 Buchen,
1 Eichen.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung einzuſehen. Der
Großh. Forſtwart Klipſtein zu Forſthaus Böllenfalltor wird dasſelbe auf
Ver=
angen vorzeigen und ſonſt gewünſcht werdende Auskunft erteilen.
Darmſtadt, 24. Januar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
(2201mi
Bekanntmachung.
Wir beabſichtigen ca. 100 Zentner prima Wieſenheu für die Gemeinde=Faſel
anzukaufen.
Angebote mit Proben ſind bis zum 29. d. M., nachmittags 5 Uhr, bei
unter=
fertigter Stelle einzuliefern. Daſelbſt können auch die Lieferungsbedingungen
ein=
geſehen werden.
Arheilgen, den 24. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Arheilgen.
2169md)
Benz.
Holzanfuhr-Vergebung.
Die Anfuhr des diesjährigen Holzbedarfs in den Großh. Holzhof dahier,
be=
ſtehend in:
250 rm Buchen=Scheiter
590 „
Knüppel
155 „ Kiefern=Scheiter
150
Knüppel
ſoll auf dem Submiſſionswege in 3 Loſen an die Wenigſtfordernden vergeben werden.”
Von dem Holz werden 200 rm Buchen=Scheiter und 400 rm Buchen=Knüppel aus
den Domanialwaldungen Großh. Oberförſterei Beſſungen, 50 rm Buchen=Scheiter,
190 rm Buchen=Knüppel, 155 rm Kiefern=Scheiter und 150 rm Kiefern=Knüppel aus den
Domanialwaldungen Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt entnommen. Die
Sub=
miſſionsgebote ſind verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen bei
unter=
zeichneter Stelle (Geſchäftszimmer Großh. Oberförſterei Beſſungen), von welcher auch
über die Akkordbedingungen und die Zuſammenſetzung der einzelnen Loſe Auskunft zu
erhalten iſt, bis ſpäteſtens Montag, 31. d. Mts., vormittags 9 Uhr, einzureichen,
um welche Zeit deren Eröffnung in Gegenwart etwa erſchienener Submittenten
er=
folgen wird.
(2155
Darmſtadt, 24. Januar 1910.
Großherzogliche Holzmagazins=Verwaltung.
Heinemann, Geh. Forſtrat.
S.
Stammholz=Verſteigerung.
Dienstag, den 1. Februar I. J., vormittags 10 Uhr anfangend,
werden im Spachbrücker Gemeindewald, Diſtrikt Mark, verſteigert:
Stämme: 4 eichen 62—69 cm Durchm., 3—8 m lang, 6,54 fm
3—6 „
6,08
51—58 „
,
11 „ 40—49 „
,,
3—8 „ „ 8,00 „
5
30—39 „
3—7 „ „ 1,82 „
,,
,
14 kiefern 29—44
5—10 „ „ 8,05 „
„
9 rm eichen Scheiter I. Klaſſe.
Die Zuſammenkunft iſt in der Reſtauration Wildpark an der Bahnſtation Meſſel.
Der Anfang der Verſteigerung iſt auf der Klein=Zimmerer Grenzſchneiſe an der neuen
Kreisſtraße.
Spachbrücken, am 24. Januar 1910.
(2166ms
Großherzogliche Bürgermeiſterei Spachbrücken.
Illert.
Holz=Verſteigerung.
Freitag, den 28. Januar I. Js., von vormittags 10 Uhr an,
ſoll zu Meſſel bei Gaſtwirt Heberer aus dem Meſſeler Gemeindewald Diſtrikt II
Hügelteile, Abteilung 18.21a nachverzeichnete Holzſortimente verſteigert werden:
Stämme: Erle 5 Stück — 1,83 fm, Linde 1 Stück — 0,25 fm, Kiefern 11 Stück
— 4,00 fm, Lärchen 26 Stück — 3,56 fm: Derbſtangen:
Lärchen 13 Stück — 1,25 fm.
Scheiter, rm: 11 Erlen, hierbei 8 rm ungeſpalten, 116 Kiefern.
Knüppel, rm: 6 Buchen, 14 Erlen, 300 Kiefern.
Wellen: 420 Buchen, 470 Erlen, 4080 Kiefern.
Stöcke, rm: 4 Erlen, 113 Kiefern.
(2156
Auskunft erteilt Forſtwart Engel zu Meſſel.
Meſſel, 24. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Meſſel.
Hickler.
Stammholz=Verſteigerung.
Montag, den 31. Januar, vormittags 10 Uhr anfangend,
werden im Schaafheimer Gemeindewald, Diſtrikt Oſtheimerſtraße, Harreshäuſerbuſch
und Loosacker, verſteigert:
161 Kiefernſtämme = 153,57 fm
Fichtenſtamm
20 Stück Fichtenſtangen.
Bemerkt wird, daß ſämtliche Stämme nicht unter 34 cm Zopf und darunter ſich
20 Stück Oberſtänder mit ca. 39 fm Inhalt befinden.
(2157ms
Zuſammenkunft auf dem Heuweg auf der Oſtheimerſtraße.
Schaafheim, den 24. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Schaafheim.
I. V.: Merkel, Beigeordneter.
Jagd-Verpachtung.
Montag, den 7. Februar I. Js., vormittags 11 Uhr,
wird auf hieſigem Rathaus die Gemeindejagd in zwei Bezirken auf weitere 6 Jahre
verpachtet.
1. Der Jagdbezirk I beſteht aus 400 Hektar Feld und 250 Hektar Wald.
2. Der Jagdbezirk II beſteht aus 600 Hektar Feld und 150 Hektar Wald.
Die hieſige Bahnſtation liegt Mitte des Jagdbezirks.
(2163mdf
Weiterſtadt, 25. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Becker.
Ich bin bei dem Großherzoglichen Landgericht Darmſtadt als
.
(
Reatsanwat
zugelaſſen worden und habe mein Bureau mit dem des Herrn
Juſtizrat Hallwachs dahier, Hügelſtraße Nr. 47, vereinigt.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Nummer 91.
Bekanntmachung.
Die Zahlung der rückſtändigen
Be=
träge für erſteigerte Runkelrüben von der
ſtädtiſchen Pallaswieſe (aus der
Verſteige=
rung Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt
vom 4. Oktober 1909) hat bei Vermeidung
des Mahn= und bezw.
Pfändungsver=
fahrens bis längſtens Ende Januar 1910
an den Werktagen, vormittags von 8½ bis
12½ Uhr, hierher zu erfolgen.
(1414a
Darmſtadt, den 10. Januar 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das
Ver=
mögen des Schreinermeiſters Peter Chriſt
in Darmſtadt iſt nach erfolgter Abhaltung
des Schlußtermins aufgehoben worden.
Darmſtadt, den 20. Januar 1910.
Der Gerichtsſchreiber
(2165
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Bekanntmachung.
Montag, den 31. Januar 1910,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Karl Blome
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur 9
qm
29
II
24
250 Hofreite Schloßgaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K177/09
Darmſtadt, den 22. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L24796,60
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 9. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr.
ſoll die der Friedrich Fey Witwe,
Katha=
rine, geb. Kraft, und dem Ludwig Fey
dahter zugeſchriebene Liegenſchaft:
Nr. qm
Flur
260 741 Hofreite
Grafen=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K175/09
Darmſtadt, den 21. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L24797,60
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 23. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Hermann Geyer Zweiter
in Eberſtadt dahier zugeſchriebene, in der
Gemarkung Beſſungen gelegene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr. qm
225 230 Hofreite Sandſtraße
(Sandbergſtraße),
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
kann auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht
ein=
gelegt wird und andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, am 8. Januar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz.
(L1242,61
Bekanntmachung.
Die heute in hieſigem Gemeindewald
abgehaltene Holzverſteigerung iſt genehmigt.
Die Abfuhrſcheine können vom 27. d. M.
ab bei dem Gemeinde=Einnehmer dahier in
Empfang genommen werden. Erſter
Ab=
fuhrtag 27. d. M.
(2162
Gundernhauſen, den 24. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Gundernhauſen.
Schütz.
Kneipe mit Konventzimmer
für Stud. Korporation (ca. 50 Mann),
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aus=
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23. Januar 10 Uhr 50 Min. nachts von
Cherbourg.
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mend, 23. Januar 12 Uhr nachts Lizard
paſſiert.
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Geburtsfestes S. M. d. Kaisers
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Hädtigsholer
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske
(B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert.
Großherzogliches Hoftheater.
Mittwoch, den 26. Januar 1910.
104. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement C 27.
Das Konzer t.
Luſtſpiel in 3 Akten von Hermann Bahr.
Perſonen:
Guſtav Heink, Pianiſt . . Hr. Baumeiſter
Marie, ſeine Frau .. . . Frl. Heumann
Dr. Franz Jura .
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Delfine, ſeine Frau .
Frl. Gothe
Eva Gerndl . . . . . . Frl. Oſter
Pollinger . . . . . . . Hr. Wagner
Frau Pollinger . . . . . Fr. Scherbarth
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Nach dem 1. Akte findet eine längere
Pauſe ſtatt.
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Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang:
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende 9¼ Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt für den
Verkehr mit dem Abonnenten=Publikum an
allen Wochentagen, vormittags von 10 bis
12½ Uhr, geöffnet.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 27. Jan. 105. Ab.=Vorſtell.
A 26. Feſtvorſtellung zur Feier
des Allerhöchſten Geburtsfeſtes
Sr. Maj. des Deutſchen Kaiſers.
Zum erſten Male: „Der deutſche
Kö=
nig” Schauſpiel in 3 Akten von Ernſt
von Wildenbruch. — Vorher: Jubel=
Ouvertüre. Große Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Freitag, 28. Jan. 106. Ab.=Vorſt. D 27
„Der Waffenſchmied.” Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Samstag, 29. Jan. Außer Abonnement.
Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen:
„Der Verſchwender.” Anfang 7 Uhr.
(Vergl. beſondere Anzeige.)
Programm
zu dem am Mittwoch, den 26. Januar
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61. Leitung:
Muſik=
meiſter Weber.
1. „Oranien=Naſſau”, Triumphmarſch von
Keſſel. 2. Feſt=Ouvertüre über den Choral
„Nun danket alle Gott” von Fiſcher. 3. Große
Fantaſie aus der Oper „Carmen” von
Bizet. 4. Zwei norwegiſche Tänze von
Raebel: a) Springtanz, b) Halling (
Lieb=
lingsſtücke Sr. Majeſtät). 5. „Gold und
Silber” Walzer von Lehär. 6. a) „Freie
Liebe‟, Marſch aus der Operette „Die
ge=
ſchiedene Frau” von Fall; b) „Gammel=
Jäger” von Morena.
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Januar 1910.
Seite 16,
Det
Hantkrankheiten
aller Art empf. ärztl.
Autor. v. hervor. Wirk.
Obermeyer’s Herba=Seife
Zu h. i. all. Apoth., Drog. u. Parf. p. Stck. 50 Pfg. u. 1 Mk.
(2191fI
Die Brieftauben im Heeresdienſt.
** Vor einiger Zeit war die Frage aufgeworfen
worden, öb es fernerhin noch ratſam ſei, neben den
elektriſchen und der drahtloſen Telegraphie, namentlich
bei dem bedeutenden Förtſchritte der letzteren, auch noch
die Brieftauben im Nachrichtendienſte des Heeres
bei=
zubehalten, zumal die Sicherheit der Uebermittlung
von Nachrichten mit dieſen geflügelten Boten doch nur
relativ gering ſei. Auch in der letzten Tagung des
Reichstages war in der Budgetkommiſſion dieſe
Ange=
legenheit von einem Reichstagsmitgliede geſtreift
wor=
den, das die Streichung der Etatspoſition für das
Brieftaubenweſen vorſchlug. Die hierbei zutage
ge=
tretenen Auffaſſungen laſſen klar erkennen, daß über
das Militärbrieftaubenweſen in der Allgemeinheit nur
äußerſt geringe Kenntniſſe vorhanden ſind.
Es ſoll
nicht geleugnet werden, daß die telegraphiſche
Ueber=
mittlung einer Nachricht, ſei es nun mit oder ohne
Draht, raſcher erfolgen kann, als mit einer noch ſo gut
fliegenden Brieftaube, aber es bleibt zu erwägen, daß
die Sicherheit der Uebermittlung auf telegraphiſchem
Wege keineswegs größer iſt als mit Brieftauben, denn
auch an den Drahtleitungen kommen im Kriege
abſicht=
liche oder zufällige Zerſtörungen vor, Jund bei der
drahtloſen Telegraphie iſt ein Abfangen und Mitleſen
der Depeſche ebenfalls nicht ausgeſchloſſen. Vor allem
iſt aber die Uebermittlung von Nachrichten auf dieſem
Wege beſchränkter als durch Brieftauben.
Die mit der Taube zu befördernden Depeſchen
ſchreibt man etweder auf dünnes Papier oder ſtellt
verkleinerte Photogramme auf Films her. Dies iſt
nölig, wenn ſehr lange Mitteilungen gemacht werden
ſollen. So wurden z. B. im Jahre 1870 von Tours nach
Paris ziemlich ausführliche Nachrichten auf Films
durch Brieftauben befördert. Gewöhnlich enthielt ein
Blättchen von 30 bis 40 Millimeter Größe 200 bis 259
Depeſchen Man lieſt dieſe photographiſchen Depeſchen
entweder mit der Lupe oder wirft ſie durch einen
Pro=
jektionsapparat vergrößert auf einen ausgeſpannten
weißen Schirm, oder man fertigt eine nach der kleinen
vergrößerte Photographie, aus der man die für die
einzelnen Adreſſaten beſtimmten Nachrichten
heraus=
ſchneiden kann. Auf dieſe Weiſe läßt ſich mit
einge=
ſchloſſenen Feſtungen ein vollſtändiger Briefpoſtdienſt
durch Tauben einrichten, wie er auf keine andere Weiſe
mit Erfolg zu erreichen wäre. Dieſe Taubendepeſchen
werden zuſammengerollt und früher in eine Federpoſe,
jetzt in eine Aluminiumhülſe geſteckt, die mit einem
Wachspfropfen bezw. Korkpfropfen verſchloſſen wird.
Man bindet dieſe Hülſe mit einem gewachſten
Seiden=
faden oder mit ganz feinem Blumendraht an der
Unter=
ſeite der mittelſten Schwanzfeder der Taube feſt. Meiſt
durchſticht man dabei die Feder an einer Stelle und
zieht den Draht hindurch. Außer dieſer einfachen
Be=
feſtigungsart, die ſich aber auf allen deutſchen Militär=
Brieftaubenſtationen wie auch bei den
Brieftauben=
liebhabern durchaus bewährt hat, hat man noch leichte
Tüllen von Aluminium=Metall zur Aufnahme der
De=
peſchen hergeſtellt, die an einem Fuß der Taube
be=
feſtigt werden. Außer geſchriebenen Depeſchen und
Briefen können durch die Brieftaubenpoſt aber auch
noch Skizzen und Zeichnungen jeder Art übermittelt
werden, was auf telegraphiſchem Wege in der gleichen
Vollkommenheit ſich nicht ermöglichen läßt. Es darf
hierbei bemerkt werden, daß im Burenkriege dem
eng=
liſchen General Buller eine genaue Meldung über die
Stellung der Buren bei Colenſo nebſt Skizze der
Truppenaufſtellung durch eine Brieftaube übermittelt
worden war, was ſich auf telegraphiſchem Wege nicht
hätte erreichen laſſen.
Der Bedarf an Brieftauben für den Heeresdienſt
hat ſich von Jahr zu Jahr geſteigert, weil die zunächſt
auf den Feſtungskrieg beſchränkte Einrichtung ſpäter
auch auf den Feldkrieg ausgedehnt werden konnte, wo
man den Erkundungspatrouillen als gute Flieger
be=
kannte Brieftauben zuwies. Um dieſen geſteigerten
Bedarf decken zu können, lag es nahe, auf die
Unter=
ſtützung durch die Tauben von Privatbeſitzern und
be=
onders von Brieftaubenvereinen zurückzugreifen.
Wenn es auch kaum einem Zweifel unterliegen kann,
daß ſolche Tauben des Privatbeſitzes im Kriegsfalle
ohne weiteres auf Grund des Kriegsleiſtungsgeſetzes in
Anſpruch genommen werden können, ſo mußte doch der
Heeresverwaltung daran gelegen ſein, mit den
Privat=
brieftaubenvereinen beſtimmte Abmachungen zu
treffen, wonach die Flugrichtungen geregelt und über
die zu Gebote ſtehende Anzahl Tauben Liſten angelegt
werden. Solche Abmachungen wurden mit dem
Ver=
band deutſcher Brieftauben=Liebhaber=Vereine vom
preußiſchen Kriegsminiſterium getroffen, das für
be=
ſonders gute Leiſtungen auch Preiſe an Mitglieder des
genannten Verbandes gewährt. Durch dieſe
Maß=
nahmen können im Kriegsfalle der Heeresverwaltung
viele Tauſende gut abgerichteter Brieftauben aus
Pri=
vatbeſitz zur Verfügung geſtellt werden, die im
ein=
tretenden Falle nicht nur den militäriſchen
Nachrichten=
verkehr in belagerten Feſtungen wirkſam unterſtützen,
ſondern auch noch dem Briefpoſtverkehr der deutſchen
Reichspoſt auf Grund beſtimmter Vereinbarungen
dienſtbar gemacht werden können. a
Sport.
Sr. Die Pariſer Weltmeiſterſchafts=
Ringkämpfe nähern ſich ihrem Ende. Der
26. Abend ergab den Sieg des Ruſſen Romanoff über
den Deutſchen Schackmann in 13 Min., ferner ſiegte der
Franzoſe Clemens über den Belgier Charles d’Anvers
in 31 Min., während der Belgier Steurs und der
Franzoſe Aimable de la Calmette ſowie der Deutſche
Pohl (Abs II.) und der Franzoſe Vervet
unentſchie=
den rangen. Am 27. Abend warf Aimable de la
Cal=
mette den Belgier Steurs im Entſcheidungskampfe
nach einer Geſamtzeit von 1 Stunde 37 Min., während
Pohl (Abs II.) und Vervet nochmals nnentſchieden
ämpften.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
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Wildau, Ludwigſtr. 16, e. S. Hans u. Fritz. Am 19.:
dem Maſchinentechniker Heinrich Schuchmann,
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toriaplatz 8, e. T. Maria Margar. Am 17.: dem Friſeur=
Jakob Schmidt, Landwehrſtr. 31, e. T. Eliſabeth. Am
20.: dem Taglöhner Adam Bauer, Gr. Kaplanei=
gaſſe 20, e. T. Katharina. Am 16.: dem Geſchäftsführer
der Deutſchen Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsſchule
Haus Reinke, Soderſtr. 114, e. S. Otto Hans. Am 20.;
dem Kellner Jakobe Baſtian, Luiſenſtr. 40, e. S.
Lud=
wig. Am 15.: dem Glaſer Karl Roßkopf, Wenckſtr. 12,
e. T. Emma. Am 17.: dem Bäckermeiſter Julius
Martin, Saalbauſtr. 15, e. T. Antonia Roſa. Am 18.:
dem Bahnarbeiter Philipp Seitz, Feldbergſtr. 30,
e. S. Fritz Willi. Am 17.: dem Kaſſier Ludwig
Wald=
ſchmidt, Liebfrauenſtr. 74, e. T. Erna Katharina. Am
18.: dem Taglöhner Adolf Winter, Arheilger Str. 83,
e. T. Emilie. Dem Poſtillon Phil. Riedel,
Blumen=
thalſtr. 105, e. S. Heinrich. Am 22.: dem
Möbeltrans=
porteur Adam Volz, Gr. Kaplaneigaſſe 26, e. S.
Georg. Am 20.: dem Zimmermann Johann Werner,
Schwanenſtr. 12, e. T. Karoline. Am. 21.: dem
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Erna Meta. Dem Kellner Wilhelm Dietz,
Mauer=
ſtraße 24, e. S. Heinrich Adam. Dem
Dekorations=
maler Friedrich Zimmermann, Liebigſtr. 55, e. T.
Margar. Dorothea. Am 22.: dem Fabrikarbeiter Georg
Luſt, Liebfrauenſtr. 104, e. T. Katharina.
Aufgebotene. Am 20. Jan.: Steinhauer Leonhard
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Regiment Nr. 23 hier, mit Dienſtmädchen Eliſabetha
Lamby in Ockenheim. Taglöhner Georg Reiß in
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Seite 16.
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