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173. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Staatsſekretär Dernburg und der Diamantenſtreit.
** Staatsſekretär Dernburg kann mit dem Beſchluß
der Budgetkommiſſion des Reichstages
vom Donnerstag noch mehr zufrieden ſein, als mit
der früheren Billigung ſeiner Diamantenpolitik durch
dieſe Kommiſſion. Es handelt ſich bei dieſem
Be=
ſchluſſe um folgenden Fall: Vor einigen Tagen
war dem Reichstag ein Telegramm aus
Lüderitzbucht zugegangen, das mit Bezug auf
die Diamantenfrage dem Staatsſekretär im
Reichskolo=
nialamt ſchwere und heftige Vorwürfe macht und ſich in
beleidigenden Aeußerungen gegen ihn ergeht. Die
Bud=
getkommiſſion des Reichstags, der das Telegramm
vor=
gelegt wurde, fand für gut, es nicht öffentlich
bekanntzu=
geben. Trotzdem wurde es in der agrariſchen „Deutſchen
Tageszeitung” veröffentlicht. Indes entſprach dieſe
Ver=
öffentlichung nicht dem Wortlaut, der dem Reichstag
vor=
lag, die Faſſung war vielmehr ſtark abgetönt. Aus
Andeu=
tungen des genannten Blattes geht hervor, daß das
Tele=
gramm ihm verſtümmelt zugegangen iſt. Ueber den
In=
halt weiß man ungefähr folgendes: Die Depeſche
behaup=
tet, die Denkſchrift der Regierung über die
Diamanten=
frage enthalte abſichtliche Unwahrheiten. Sie verlangt eine
Unterſuchung gegen den Staatsſekretär Dernburg. Sie
ſagt, daß die Deutſche Diamantengeſellſchaft nicht nur nicht
ſachgemäß arbeite, ſondern auch nicht die zugeſagte
Vier=
telmillion für Vorarbeiten ausgegeben habe. Den kleineren
Geſellſchaften ſei ein grundloſer Tribut auferlegt worden.
Der Staatsſekretär habe das Sperrgebiet als Geſchenk an
die Kolonialgeſellſchaft gegeben. Die Begünſtigung der
Geſellſchaft ſei abſichtlich erfolgt. Das Kolonialamt kenne
die Verhältniſſe nicht. Man habe im Lande Kapital genug
gehabt, eine neue Geſellſchaft mit Begünſtigung der
fis=
kaliſchen Intereſſen ſei in drei Tagen zu gründen möglich.
Der Landesrat müſſe das Beſtimmungsrecht haben uſw.
Die Depeſche iſt gezeichnet: Kreplin, Bürgermeiſter.
In der Budgetkommiſſion des
Reichs=
tags waren die Meinungen darüber geteilt, ob man das
Telegramm der Oeffentlichkeit übergeben ſolle. Präſident
Graf Stolberg iſt abweſend und Vizepräſident Spahn
wollte die Sache nicht ohne ihn entſcheiden. Nach einer
längeren Verhandlung, in der, wie ſchon bei der
Behand=
lung der Diamantenfrage vorige Woche, der Vertreter des
Zentrums einigermaßen den Lüderitzbuchtern die Stange
gehalten hatte, kam die Kommiſſion auf Antrag des
ſozial=
demokratiſchen Vertreters zu dem einſtimmigen
Be=
ſchluß, zur Tagesordnung überzugehen.
Selbſtverſtänd=
lich hatte Herr Dernburg ſich in allen Punkten, die ſachlich
aus dem Telegramm herauszuſchälen waren, durchaus
ge=
rechtfertigt.
Die Kommiſſion hat alſo nicht nur einſtimmig die
un=
erhörten Lüderitzbuchter Angriffe auf Dernburg als durch
die Kommiſſionsbeſchlüſſe erledigt erklärt, ſondern auch
dieſen Beſchluß gemäß einem ſozialdemokratiſchen Antrage
gefaßt. Wie die Dinge liegen, erwies ſich ein derartiger
ſozialdemokratiſcher Antrag als der regierungsfreundlichſte
von allen, und ſeine Begründung iſt in demſelben Sinne
ausgefallen. Ein ſolches Vorkommnis gehört unter den
obwaltenden Verhältniſſen zu den größten
parlamentari=
ſchen Seltenheiten und wird deshalb beſondere Beachtung
finden. Die Auffaſſung des Zentrums und der
Konſer=
vativen, die Beſchlußfaſſung auszuſetzen und weiteres
Ma=
terial abzuwarten, iſt mit Recht auch von ihren Urhebern
fallen gelaſſen worden. Sie hätte ſowohl neue Anſprüche
der Lüderitzbuchter zur Folge gehabt, wie den
Staats=
ſekretär längere Zeit einem Verdachte ausgeſetzt, unter dem
er keinen Augenblick ſtehen darf.
Vielleicht erhält die Sache noch in bezug auf die eine
odere Perſon ein Nachſpiel. Von dem Bürgermeiſter
Kreplin, der ſich offenbar von den Diamantenintereſſenten
hat mißbrauchen laſſen, ſagte der Staatsſekretär, nach dem
Wortlaut der Depeſche könne er den Bürgermeiſter nicht
mehr als ſeinen Untergebenen behalten. Das iſt
vollkom=
men in der Ordnung. Es wäre aber auch nichts dagegen
einzuwenden, wenn der Gouverneur von ſeiner
Auswei=
ſungsbefugnis Gebrauch machte gegen die Perſonen, die
in dem Aerger, daß nicht ihnen der ganze Diamantenſegen
zugefloſſen iſt, von einem Anſchluß an Südafrika
geſpro=
chen haben.
Aus der Statiſtik der Eiſenbahnen Deutſchlands
für 1908.
B.C. Von der im Reichs=Eiſenbahnamt bearbeiteten
Statiſtik der im Betriebe befindlichen Eiſenbahnen
Deutſchlands, abgeſehen von den ſogenannten
Kleinbah=
nen, iſt der die Ergebniſſe des Rechnungsjahres 1908
um=
faſſende Band XXIXx erſchienen. Wir entnehmen
dem=
ſelben folgende Zahlen von allgemeinem Intereſſe.
Die Eigentumslänge der deutſchen vollſpurigen
Eiſenbahnen iſt von 48 280 km am Ende 1898 auf
57354 km am Ende 1908, alſo um 18,8 v. H., gewachſen
Von dieſer Länge entfielen 1898 44579 km oder 92,3 v. H.
auf Staatsbahnen und 3701 km oder 7,7 v. H. auf
Pri=
vatbahnen. Bei einem Flächeninhalt von rund 540 778 gkm
beſaß Deutſchland 1898: 48 228 km, 1908 dagegen
57125 km vollſpurige Eiſenbahnen, ſo daß auf
100 akm entfielen 1898: 8,92 km und 1908: 10,56 km
Eiſen=
bahnen. Auf 10 000 Einwohner, deren im Reich im
er=
ſteren Jahr 54,31 Millionen, im letzteren 62,98 Millionen
gezählt wurden, kamen 1898: 8,88 km und 1908: 9,07 km
Eiſenbahnen. Zur Bewältigung des Verkehrs ſtanden den
volſpurigen deutſchen Eiſenbahnen im Rechnungsjahre
1908 25 634 Lokomotiven, 53586
Perſonen=
wagen einſchließlich 223 Triebwagen und 535 999
Ge=
päck= und Güterwagen zur Verfügung. Die
Be=
ſchaffungskoſten der Fahrzeuge haben ſich in 10 Jahren
von 2182,16 auf 3621,87 Millionen Mark oder um 66,0 p. H.
erhöht. Die eigenen und fremden Perſonen=, Gepäck=,
Güter= und Poſtwagen haben auf den vollſpurigen
Be=
triebsſtrecken im Jahre 1908 25695,68 Millionen und auf
1 km der durchſchnittlichen Betriebslänge 451145
Wa=
genachskilometer geleiſtet. Auf die Perſonenwagen
entſielen hiervon 6899 64, auf die Gepäck= und Güterwagen
18 287,06 und auf die Poſtwagen 509,98 Millionen
Achs=
kilometer.
Der Perſonenverkehr hat in dem Zeitraum
von 1898 bis 1908 einen weiteren Aufſchwung genommen.
Im Jahre 1908 wurde eine Einnahme von 773,19 gegen
507,53 Millionen Mark im Jahre 1898, mithin ein Mehr
von 52,3 v. H. erzielt. Jedes Kilometer brachte eine
Ein=
nahme von 13.903 Mark gegen 10829 Mark im Jahre
1898, mithin ein Mehr von 3074 Mark oder 28,4 v. H.
Da=
gegen iſt die Einnahme auf je 1000 Achskilometer der
Per=
ſonen= und Gepäckwagen von 105 Mark auf 90 Mark
zu=
rückgegangen. Die eigentliche
Perſonenbeförde=
rung einſchließlich Militär= und Sonderzüge hat ein
Mehr von 253,86 Millionen Mark oder 52,0 v. H., die
Be=
förderung von Gepäck und Hunden ein ſolches von 967
Millionen Mark oder 60,4 v. H. aufzuweiſen, während die
Nebenerträge einen Zuwachs von 2,12 Millionen Mark
oder 64,2 v. H. erzielten. Der Anteil der Wagen:
klaſſen an der Geſamteinnahme aus der
Perſonenbe=
förderung ſtellt ſich im Jahre 1908 auf 3,16 v. H. in der
1. Klaſſe, 17,84 v. H. in der 2. Klaſſe, 41,67 v. H. in der
3. Klaſſe, 35,49 v. H. in der 4. Klaſſe und 1,84 v. H. bei der
Militärbeförderung gegen 4,31, 23,20, 48,25, 21,54, 2,70 v. H.
im Jahre 1898. Hiernach hat die Benutzung der drei
erſten Klaſſen abgenommen und die der
vier=
ten Klaſſe zugenommen.
Während die Einnahme im Jahre 1898 1195,54
Millionen Mark betragen hat, iſt ſie im Jahre 1908 auf
1726,84 Millionen Mark gewachſen, mithin hat eine
Zu=
nahme von 44,4 v. H. ſtattgefunden. Die geſamten
Be=
triebseinnahmen ausſchließlich des Pachtzinſes
ſied von 1836,19 Millionen Mark im Jahre 1898 auf
2695,08 Millionen Mark im Jahre 1908, alſo um 46,8 v. H.
geſtiegen, obwohl die durchſchnittliche Betriebslänge nur um
19,2 v. H. zugenommen hat. Die Betriebsausgaben
ausſchließlich der Koſten für erhebliche Ergänzungen,
Er=
weiterungen und Verbeſſerungen und der Pachtzinſe ſind
in der Zeit von 1898 bis 1908 von 1093.71 auf 1947,80
Mil=
lionen Mark, alſo um 78,1 v. H., die Ausgaben auf 1 km
der durchſchnitlichen Betriebslänge von 92881 auf 34 198
Mark, alſo um 49,5 v. H. geſtiegen. Unter Ausſcheidung
der Koſten für erhebliche Ergänzungen, Erweiterungen und
Verbeſſerungen, ſowie der Pachtzinſe hat der
Ueber=
ſchuß der Betriebseinnahmen über die
Be=
triebsausgaben betragen im Jahre 1898: 742,90,
im Jahre 1908: 747,28 Millionen Mark, er hat alſo um
0,6 v. H. zugenommen, dagegen iſt er im Verhältnis zu
der Geſamteinnahme des Pachtzinſes von 40,46 auf
27,73 b. H. geſunken.
Die Anzahl der Beamten und Arbeiter
einſchließlich der Handwerker, Lehrlinge und Frauen
be=
trug im Jahre 1908: 699 156 Perſonen, mithin kam auf
je 90 Einwohner ein Eiſenbahnbedienſteter. Gegen das
Jahr 1898 hat eine Vermehrung der Beamten und Arbeiter
um 188 143 Perſonen oder 36,8 v. H. ſtattgefunden,
wäh=
rend in gleicher Zeit die Eigentumslänge der Eiſenbahnen
nur um 188 v. H. zugenommen hat. Die
Beſoldun=
gen und ſonſtigen perſönlichen Ausgaben für Beamte und
Arbeiter betrugen im Jahre 1908 unter Hinzurechnung
von 63,21 Millionen Mark für Wohlfahrtszwecke im
gan=
zen 1144,90 gegen 662,23 Millionen Mark im Jahre 1898;
ſie haben mithin um 72.9 v. H. zugenommen. Die
Ge=
ſamtſumme der verſönlichen Ausgaben iſt hiernach
beträcht=
lich mehr gewachſen als die Geſamtzahl der Beamten und
Arbeiter, ſo daß die durchſchnittliche Aufwendung für jede
beſchäftigte Perſon von 1296 Mark auf 1638 Mark
— 26/4 v. H. geſtiegen iſt.
Die engliſchen Wahlen.
*⁎* Die letzten Reſultate der engliſchen
Wah=
len ſind für die Liberalen ungünſtig ausgefallen. Bis
Freitag mittag waren folgende Zahlen bekannt. Es
wa=
ren gewählt: 163 Unioniſten, 137 Liberale, 29 Mitglieder
der Arbeiterpartei und 53 Nationaliſten. Die Unioniſten
haben damit 72, die Liberalen 9 Sitze gewonnen. Danach
ſind bisher im ganzen 382 Wahlreſultate bekannt.
Von den gewählten Abgeordneten ſind 219 miniſterielle
und 163 Mitglieder der Oppoſition. Die Regierungsmehrheit
beträgt bis jetzt alſo 56. Die Zahl der Sitze des Unterhauſes
beträgt 670. Der Stand des vorigen
Unterhauſes=
ohne die 83 Iren war 419 Miniſterielle gegen 168
An=
hänger der Oppoſition. Die Iren werden im Kampfe mit
dem Oberhauſe jedenfalls nicht zur Oppoſition gehen. Man
rechnet in dem neuen Unterhauſe mit einer
Re=
gierungsmehrheit von etwa 100 Stimmen. Die
Regierung dürfte damit zwar ihr Budget durchſetzen und
den Sturm auf die Freihandelsſtellung abſchlagen, allein
im übrigen bedeutend geſchwächt hinſichtlich der
parlamen=
tariſchen Mehrheit und des Rückhalts bei den Wählern
und nicht länger unabhängig, ſondern auf die
Unter=
ſtützung der Arbeiterpartei und der iriſchen Nationaliſten
angewieſen, an die Geſchäftsleitung zurückkehren.
Daß=
unter ſolchen Verhältniſſen große Taten, wie die
Beſchnei=
dung der Macht des Oberhauſes oder die Gewährung von
Home Rule für Irland, zu erwarten ſtänden, gilt als
aus=
geſchloſſen. Die Regierung muß ſich, wie bemerkt, bei
der vorausſichtlichen geringen Mehrheit auf die
Arbeiter=
partei ſtützen, und es kann leicht der Fall eintreten, daß
dieſe dem Kabinett eines Tages in irgend einer Frage die
Gefolgſchaft verweigert. Dann dürfte es mit der liberalen
Herrſchaft aber für eine Weile zu Ende ſein. Wir in
Deutſchland hätten, wie ſchon mehrfach erwähnt, allen
Grund, eine derartige Wendung zu bedauern, denn ſie
würde nicht ohne Einfluß auf die jetzt nach vielen
Be=
mühungen wenigſtens etwas gebeſſerten deutſch=engliſchen
Beziehungen ſein.
Selten haben ſich in England die Parteien mit ſolcher
Schroffheit gegenüber geſtanden, wie diesmal; der
Wahlkampf war einer der heftigſten, den die engliſche
Parlamentsgeſchichte zu verzeichnen hat, und ſelten dürfte
auch mit ſolcher Skrupelloſigkeit, wenigſtens von der einen
Seite, vorgegangen worden ſein, wie diesmal. Es ſteht
außer Frage, daß lediglich ihr die Konſervativen die
Er=
folge zu verdanken haben, die ſie erzielten. Die
Tarif=
reform, die den Konſervativen begreiflicherweiſe im hohen
Maße unbequem war, hatte man vollſtändig in den
Hin=
tergrund geſtellt. Um ſo mehr ſtieß man in die
chauvini=
ſtiſche Poſaune und ſuchte die Gemüter mit der
deut=
ſchen Gefahr zu erſchrecken, womit man Erfolg
ge=
habt hat.
Deuſches Reich.
— Der Petitionskommiſſion des
Reichs=
tages liegen bereits jetzt über 600 Petitionen zur
Bearbeitung vor. Ein großer Teil davon ſind ſolche, die
in der vorigen Seſſion nicht mehr im Plenum zur
Bera=
tung geſtellt werden konnten. Ein anderer Teil ſind
Wie=
derholungen und nur der geringere Teil betrifft neue
Ein=
gaben. In der vorigen Seſſion gelangten insgeſamt
8912 Petitionen an den Reichstag. Davon wurden
etwa 5000 von der Petitionskommiſſion bearbeitet, die
übrigen von der Fachkommiſſion. In der erſten
Sitzung=
wurde über die geſchäftliche Behandlung der=
Petitionen verhandelt. Lebhaft beklagt wurde, daß ſo
viele fertiggeſtellte Berichte nicht mehr an das Plenum
kämen und dann durch den Schluß der Seſſion unter den
Tiſch fielen. Es müſſe für die Beratung der Petitionen
im Plenum mehr Zeit zur Verfügung geſtellt werden.
Hierüber ſoll mit dem Präſidium verhandelt werden.
Außerdem ſolle den Fraktionen nahegelegt werden, ſich
darüber zu verſtändigen, daß bei der Beratung der
Peti=
tionen weniger und kürzer geredet wird. (!) Schärfer
ſol=
len in Zukunft die ſogenannten „Querulanten=
Petitionen” überwacht und von vornherein
zurück=
geſtellt werden. Es kommt alljährlich eine Anzahl
Peti=
tionen an den Reichstag, die ſchon wiederholt, oft
fünf=
bis zehnmal, abgelehnt ſind und immer von neuem mit
denſelben alten Klagen wiederkommen. Da manche
Peti=
tionen von geſetzesunkundigen ärmeren Leuten eingereicht
werden, denen mit einer Belehrung über den
einzuhalten=
den Inſtanzenzug geholfen werden könne, ſo wurde vom
Zentrum angeregt, ſolchen Petenten neben dem formalen
Beſcheid eine belehrende= Auskunft vom Bureau=zu geben.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18.
Dieſer Gedanke ſoll weiter erwogen werden. Auch auf
dieſe Weiſe ſoll verſucht werden, eine ſchnelle Erledigung
der Petitionen herbeizuführen unter vollſter Wahrung des
Petitionsrechtes und gewiſſenhafter Prüfung des
Sachver=
halts.
— Weshalb dem vom Reichstag in der vorigen
Ta=
gung angenommenen Geſetzentwurfe über die Gewährung
von Beihilfen an Kriegsteilnehmer durch den
Bundesrat bisher nicht zugeſtimmt worden iſt, iſt jetzt
auch authentiſch durch dieſen ſelbſt klargeſtellt, wie die
„Berl. Pol. Nachr.” melden. Der Bundesrat hat danach
die Beſchlußfaſſung über den Entwurf ausgeſetzt, bis zu
überſehen iſt, daß die Einnahmen des Reiches die Deckung
der Ausgaben ermöglichen. Er hat damit den von ihm
aufgeſtellten Grundſatz hochgehalten, keine neuen
Aus=
gaben zu bewilligen, ohne daß die nötigen Deckungsmittel
vorhanden ſind. Formell, ſo ſagt der Bundesrat in ſeiner
Erklärung weiter, ſtände zudem ſeiner Zuſtimmung und
der kaiſerlichen Vollziehung des Geſetzes der Umſtand
ent=
gegen, daß vom Reichstag der Tag des Inkrafttretens
offen gelaſſen ſei.
— Der Parteitag der Freiſinnigen Vereinigung, der
endgültig namens der Partei zur linksliberalen
Parteiverſchmelzung Stellung zu nehmen hat, ſoll
auf Samstag, den 5. März, nach Berlin einberufen
wer=
den. Falls er, woran kaum zu zweifeln ſein dürfte, die
inzwiſchen noch einmal vom Viererausſchuß und den drei
Parteileitungen durchzuberatenden programmatiſchen und
organiſatoriſchen Vorlagen billigt und der Fuſion glatt
zuſtimmt, werden ſich die Delegierten am Tage darauf,
Sonntag, den 6. März, am erſten konſtituierenden
Partei=
tag der neuen Geſamtpartei in Berlin beteiligen. Es iſt
anzunehmen, daß auch die Süddeutſche Volkspartei, die
ihren entſcheidenden Parteitag ſchon Ende Februar halten
will, am Gründungstage der neuen Geſamtpartei in
Ber=
lin zahlreich vertreten ſein wird.
— Die Blätter melden aus Berlin: Die Verbeſſerung
der deutſch=engliſchen Beziehungen ſoll auch
durch einen Studentenausſchuß angeſtrebt werden,
den ein Komitee in die Hand nahm, das ſich nach dem
Muſter des letzthin in London gegründeten „Anglo German
Student Comitee” organiſieren wird.
— Nach Mitteilungen des Eiſenbahnminiſters Frhrn.
v. Marſchall in der Zweiten badiſchen Kammer legt die
badiſche Regierung den größten Wert auf die
Er=
haltung der Selbſtändigkeit der badiſchen
Eiſenbahnen; naturgemäß könne aber dieſe
Selbſtän=
digkeit, ſchon mit Rückſicht auf die Kleinheit des badiſchen
Bahnnetzes, nur eine beſchränkte ſein. Die Beziehungen
zu den andern deutſchen Bahnverwaltungen ſind, wie der
Miniſter verſichert, gut; auch die Praxis des
Staatsbahn=
wagen=Verbandes hat ſich bewährt. Für die von
Regie=
rungsrat a. D. Endres betriebene Agitation zugunſten
eines föderativen Zuſammenſchluſſes der deutſchen
Eiſen=
bahnverwaltungen lehnt die Regierung die Verantwortung
ab, ohne dabei in Abrede ſtellen zu wollen, daß die
Vor=
ſchläge brauchbare Gedanken enthalten. Zu den in der
Kommiſſion geäußerten Klagen über eine Schädigung der
badiſchen Bahnen durch die preußiſche Verwaltung
er=
klärte der Regierungsvertreter, daß hierin eine weſentliche
Beſſerung durch freundſchaftliches Entgegenkommen
Preu=
ßens eingetreten ſei, die ſich insbeſondere in einer reicheren
Ausgeſtaltung der durchgehenden Schnellzüge äußert.
Be=
ſonderes Intereſſe beanſpruchte die Mitteilung, daß ſich in
neueſter Zeit alle deutſchen Staatseiſenbahn=
Verwal=
tungen zum Zweck der Tarifverhandlungen mit dem
Aus=
land geeinigt haben, wodurch die deutſchen Bahnen den
ausländiſchen geſchloſſen gegenübertreten. Das früher
mögliche Verhandeln einzelner Bahnverwaltungen mit
dem Ausland iſt jetzt nicht mehr möglich.
— Eine neue Statiſtik der
Frauenorgani=
ſation im Deutſchen Reich bereitet jetzt das
Kai=
ſerliche Statiſtiſche Amt vor, das bereits vor zwei Jahren
eine ſolche Statiſtik aufgenommen hat. Im Rahmen
die=
ſer erſten Veröffentlichung wird jetzt eine erneute Umfrage
bei den betreffenden Vereinsvorſtänden für das Jahr 1909
vorgenommen.
Die Hauptleitung des Alldeutſchen
Verban=
des hat am 18. Januar eine Bittſchrift an den Reichstag
gerichtet, in der die Volksvertretung gebeten wird, auf
end=
liche Vorlegung der ſchon längſt in Ausſicht geſtellten
Ge=
ſetzesvorlage über die Aenderung der Beſtimmungen
betr. die Reichs= und Staatsangehörigkeit zu
dringen. Am ſelben Tage hat der Alldeutſche Verband
dem Reichskanzler eine Denkſchrift übergeben, in der
be=
ſtimmte und brauchbare Vorſchläge zur Geſtaltung der
künftigen Regelung dieſes wichtigen Rechtsgebietes
unter=
breitet werden.
Ausland.
— Eine Anzahl der älteſten Generale in
Oeſter=
reich hat ein Schreiben erhalten, worin dargelegt wird, es
ſei Allerhöchſter Wunſch, auch die oberen Chargen der
Ge=
nerale zu verjüngen. Allerdings ſoll es den alten
Offi=
zieren überlaſſen bleiben, den Zeitpunkt ihres Rücktrittes
ſelbſt zu beſtimmen. Es ſoll in Oeſterreich Grundſatz
wer=
den, daß die höheren Offiziere nicht länger als 40
Dienſt=
jahre auf ihrem Poſten bleiben.
Der franzöſiſche Senat nahm mehrere Artikel des
Geſetzesentwurfes über die Altersverſicherung
an und ſetzte insbeſondere feſt, daß die in Frankreich
woh=
nenden ausländiſchen Arbeiter bezüglich des
Altersverſiche=
rungsgeſetzes denſelben Beſtimmungen unterworfen
wer=
den ſollen wie die Franzoſen. Die ausländiſchen Arbeiter
werden außerordentliche Zuwendungen genießen, welche aus
den Beiträgen ihrer Arbeitgeber und den
Budgetüberſchüſ=
ſen herrühren, wenn Verträge mit ihren Geburtsländern
franzöſiſchen Staatsangehörigen dieſelbe Behandlung
ga=
rantieren. — Der Antrag Humbert, wonach die
gegenwär=
tig der Armee des Mutterlandes einverleibten, beſonders
gefährlichen Apachen im Verſetzungswege den
afrikani=
ſchen Disziplinarbataillonen zugeteilt werden ſollen, wurde
an den Heeresausſchuß verwieſen. In der Begründung
des Antrages heißt es, daß der gegenwärtige Zuſtand
ge=
radezu eine öffentliche Gefahr bilde und deshalb nicht bis
zur Abänderung des Rekrutengeſetzes gewartet werden
dürfe.
In der Kammer, die ſich mit dem Etat des
Un=
terrichtsminiſters beſchäftigte, ſprach
Berichterſtat=
ter Steeg, der die Kampagne gegen die Laienſchule
verur=
teilte, die Laienſchule achte die Gewiſſensfreiheit. Redner
wies ferner die gegen die Lehrer erhobenen Vorwürfe der
Unmoral und antipatriotiſchen Geſinnung zurück, ebenſo
die Beſchuldigung, daß die ſteigende Kriminalität der
Ju=
gendlichen der Primanerſchule zu danken ſei. Sie ſei einer
zügelloſen Preſſe und dem Alkoholismus zuzuſchreiben.
Das Lehrlingsweſen müſſe organiſiert werden. Steeg
ſchloß mit einem Appell an die aufgeklärte Demokratie
ge=
genüber der unwiſſenden Demokratie.
Nach dem letzten Miniſterrate richtete die Türkei
an alle Großmächte durch Vermittelung der türkiſchen
Botſchafter eine Note, in der ſie gegen den Gebrauch der
neubeſtellten kretiſchen Briefmarken mit dem Aufdruck
„Hellas”, ſowie dagegen proteſtiert, daß fortgeſetzt
Gerichts=
entſcheidungen im Namen des Königs der Hellenen gefällt
werden.
Der „Agenzia Stefani” wird aus Abeſſinien
ge=
meldet: Das Land iſt andauernd ruhig. Die Beziehungen
zwiſchen der Regierung und den Generalgouverneuren
ſcheinen ſich gebeſſert zu haben. Im Zuſtand Meneliks
zeigten ſich in den letzten Tagen leichte
Beſſerungserſchei=
nungen, dennoch iſt der Zuſtand des Kaiſers
hoffnungs=
los. Der Einfluß der Kaiſerin behält am Hofe die
Ober=
hand.
1e5e
3
* Marmor aus Deutſch=Südweſt. In der
Wandelhalle des Reichstags waren am Donnerstag
auf einem Tiſche eine größere Zahl verſchieden gefärbter
Marmorplatten zur Beſichtigung aufgelegt. Sie
entſtammen durchweg der ſüdweſtafrikaniſchen Kolonie,
und zwar einem Lager, das in unmittelbarer Nähe der
Otavibahn ſich befindet und etwa 160—190 Kilometer von
der Küſte entfernt iſt. Wie verſichert wird, iſt dieſes Lager
von ganz koloſſalem Umfange und daher imſtande, ſchier
unerſchöpfliche Mengen von Marmor zu liefern. Die Güte
des Marmors ſoll den beſten europäiſchen Marmorlagern
nicht im geringſten nachſtehen. Man hat, wie aus den
Proben zu erſehen iſt, ſehr mannigfaltige Färbungen
ge=
funden. Beſonders ſchön iſt ein gelblich=brauner, nicht
allzu dunkler Marmor; aber auch die modernen rötlichen,
dann die hellgrauen Marmorarten laſſen an Schönheit
nichts zu wünſchen übrig. Bloß rein weißen Marmor hat
man bisher in Deutſch=Südweſtafrika nicht gefunden. Die
Frachtverhältniſſe für den Transport des Marmors vom
Bruch zur Küſte und von da nach dem Mutterland ſollen
ehr billig ſein, ſo daß die Einführung dieſes kolonialen
Marmors nach Europa ſich als lohnender Induſtriezweig
erweiſen dürfte.
— Das Kölner Landgericht über die
Bierpreiserhöhung. Eine bemerkenswerte und
möglicherweiſe folgenſchwere Entſcheidung betreffend die
Bierpreiserhöhung hat das Kölner Landgericht gefällt.
Es hat nämlich die Anſprüche mehrerer Brauereien auf
Zahlung von 4 Mark Aufſchlag pro Hektoliter
zurück=
gewieſen mit der Begründung, daß die Erhöhung des
Preiſes nicht höher ſein dürfe als der Betrag der
geſetz=
lichen Brauſteuererhöhung. (Wir geben die Mitteilungſo
wieder, wie wir ſie in einem vielgeleſenen Berliner Blatte
gefunden haben.) Vermutlich hat die Entſcheidung, oder
wenigſtens ihre Begründung, durch ihre große Tragweite
beide Teile überraſcht. Daß ein Gericht über Warenpreiſe
entſcheidet, iſt, abgeſehen von Wucherfällen, ungewöhnlich.
Im vorliegenden Falle iſt der Grund klar: Das Kölner
Gericht ſieht in der Bierpreiserhöhung nur die
Kon=
ſequenz der Steuererhöhung und läßt ſie
des=
halb auch nur im Betrage der letzteren gelten. Das mag
ſtreng juriſtiſch zutreffen, der Standpunkt des Gerichts iſt
aber praktiſch nur dann durchführbar, wenn der
Zuſam=
menhang zwiſchen Steuererhöhung und
Warenpreisſteige=
rung deutlich erkennbar und ganz unzweifelhaft iſt.
So=
bald er verſchleiert werden kann, etwa durch
Verſtreichen=
laſſen einer gewiſſen Zwiſchenzeit, ſtehen die Gerichte vor
einer unmöglichen Aufgabe.
* Die Israeliten in Paläſtina. Den
Londoner Blättern geht aus Feruſalem die Nachricht
zu, daß mit der Proklamation der türkiſchen
Verfaſſung aus allen Weltteilen die Juden nach
ihrem alten Stammlande zurückſtrömen. In Jeruſalem
allein gehören vier Fünftel der Bevölkerung (etwa
100000) dem moſaiſchen Glauben an, während in Jaffa.
Tiberias, Safed und Haifa (Breg Carmel) die Juden
bereits nach Zehntauſenden zählen. Sie haben faſt die
ganze ausgedehnte Ebene von Esdraelon aufgekauft
und ihre aufblühenden Kolonien dehnen ſich von Dan
bis nach Berſheba, ja ſelbſt noch weiter ſüdlich, bis nach
der ägyptiſchen Grenze zu aus.
Tauſende verlaſſen
Perſien, um Zuflucht und Schutz im heiligen Lande u
finden und Hunderte kommen mit jedem Schiff aus
Odeſſa an. Beſonders begehrt von jüdiſchen
Kapita=
liſten iſt das Jordantal, das das Privateigentum des
Ex=Sultans Abdul Hamid war. Die Zioniſten,
deren Agenten überall im Lande zu finden ſind, kaufen
von den mohammedaniſchen Effendis, deren Einkommen
ſich ſeit der Revolution bedenklich verminderte, den
reichen Landbeſitz auf. Ganz Jeruſalem iſt bereits im
weſentlichen eine jüdiſche Stadt geworden. Handel und
Banken ſind von Juden monopoliſiert. Die Regierung
hat es für notwendig gefunden, eine Kompagnie jüdi=
Die vierbeinige Polizei.
Von Wilhelm Meiſter, Oeynhauſen.
(Nachdruck verboken.)
Unheimlich den Mördern und Spitzbuben, für die
Polizei und für den ehrlichen friedlichen Bürger aber
eine Quelle wohltuender Befriedigung ſind die ſich
häufenden und zum Teil verblüffenden Erfolge der
Polizeihunde. Wenn heute irgendwo ein Verbrechen
geſchehen iſt, bei dem die Polizei nicht ſofort den Täter
faſſen kann, dann iſt ſo ziemlich das Erſte die
Heran=
holung eines Polizeihundes, wenn ein ſolcher in der
Nähe zu erreichen iſt.
Und doch iſt die ſyſtematiſche Verwendung
von Hunden im Polizeidienſt noch ganz jungen
Da=
tums. Es ſind noch nicht 10 Jahre verfloſſen, ſeit die
erſten Polizeihunde in Deutſchland auftauchten. Das
Polizeihundweſen, heute ſchon weit hinaus ins
Aus=
land verbreitet, gehört auch zu den bedeutungsvollen
Errungenſchaften, bei denen Deutſchland das
Ur=
ſprungsverdienſt hat. Der erſte, oder mindeſtens einer
der erſten „offiziell angeſtellten” Polizeihunde war
„Cäſar” in Schwelm in Weſtfalen. Dort wurde auch,
mit dem Sitze in Elberfeld, 1902 der „Verein für Zucht
und Verwendung von Polizeihunden”, ſowie im Jahre
1903 die Zeitſchrift „Der Polizeihund” gegründet. Und
damit war die Möglichkeit der ſchnellen Verbreitung
des jetzt allſeitig als erfolgreich anerkannten
Polizei=
hundweſens geſchaffen. So viel Skeptiker und
grund=
ſätzliche Gegner anfänglich der Neuerung
gegenüber=
ſtanden —, heute hört man nichts mehr von einer
ernſt=
haften Gegnerſchaft. Die Erfolge haben zu
über=
zeugend geſprochen.
Subaltern= und Unterbeamte der Polizei machten
den erſten Anfang auf eigene Koſten und eigene
Ge=
fahr. Die maßgebenden Behörden beobachteten ſehr
zweifelnd und ſkeptiſch dieſe Verſuche und nur
lang=
ram und zögernd ließen ſie ſich zu amtlicher
Förder=
ung und Sanktionierung der vierbeinigen Polizei
be=
wegen. Bezeichnend aber für das große Bedürfnis
war ſchon nach den erſten ſenſationellen Erfolgen von
Polizeihunden, die in der in= und ausländiſchen Preſſe
beſprochen wurden, die große Nachfrage nach
Informa=
zion und Polizeihunden.
Gegenwärtig beträgt die Zahl der Polizeihunde in
Deutſchland wohl ſchon nahe an tauſend oder mehr!
Und ſchon in den erſten Jahren griff das Ausland das
neue Hilfsmittel der Polizei mit Intereſſe auf.
Zu=
erſt kam Oeſterreich, faſt gleichzeitig die Schweiz.
Nach Rußland wurde der erſte deutſche Polizeihund
im Jahre 1904 durch Vermittelung der Redaktion des
„Polizeihund” in Schwelm abgegeben. Es war dies
eine Hündin „Hexe” aus dem Zwinger des
Polizei=
kommiſſars Kappe in Neheim a. d. Ruhr, eines in der
Polizeihunddreſſur hervorragenden Beamten. Für
250 Mark wurde die Hündin an den
Kriminalpolizei=
direktor Rudoi in Kiew verkauft und von einem
eigens auf vier Wochen nach Schwelm entſandten
Kri=
minalbeamten abgeholt. Als „Hexe” wenige Wochen
nach ihrer Ankunft den Erfolg hatte, mit ihrer Naſe
einen Gattenmörder ausfindig zu machen, kaufte
die=
ſelbe Polizeidirektion noch drei weitere Hunde in
Schwelm, um ſich dann den weiteren Bedarf ſelbſt
heranzuzüchten. Bald wurden auch zu hohen Preiſen
deutſche Polizeihunde für Peterhof, Petersburg, Riga,
uſw. gekauft. Inzwiſchen waren ferner Italien
und Frankreich mit der Einführung von
Polizei=
hunden gefolgt und es wurden zur Provaganda für
die Sache Dreſſurvorführungen in den Hauptſtädten
veranſtaltet, bei denen mehrmals deutſche Hunde mit
ihren Führern großes Aufſehen durch ihre Leiſtungen
erregten.
Die Ausbildung der Hunde für die Zwecke
der Polizei iſt keine leichte Aufgabe. Sie erfordert
viel Ruhe, Umſicht, Geduld und Ausdauer, und
„Hundeverſtand‟. Deshalb iſt auch die Heranbildung
geeigneter Führer der Hunde eine beſonders
notwen=
dige Folge. Als der Wert der Hunde zum Schutze der
Beamten und beſonders für die Entdeckung von
Ver=
brechern mehr und mehr Anerkennung fand, wurde es
ſchließlich, wie ich erfuhr, in Regierungskreiſen gar
nicht mehr gern geſehen, wenn erprobte deutſche
Po=
lizeihunde durch Verkauf ins Ausland uns verloren
gingen, und diesbezügliche Winke wurden gegeben, um
ſolche Verkäufe einzuſchränken.
Intereſſant zugleich für die Polizeihunde wie für
das Publikum, beſonders auch für die Hundeliebhaber,
die Kynologen, iſt die Raſſenfrage. Das war ein,
namentlich durch das Intereſſe der immer ſtreitluſtigen
Kynologen, lange und heiß umſtrittenes Kapitel.
Welche Hunderaſſen eignen ſich am beſten
für die Zwecke der Polizei? Der ſchon
er=
wähnte erſte „angeſtellte‟ Polizeihund „Cäſar” in
Schwelm war eine — nicht einmal ganz raſſereine
deutſche Dogge mittlerer Größe. Cäſar war ein
beſonders kluges Tier. Er erleichterte ſeinem Führer
den Nachtdienſt ganz außerordentlich, indem er
Ab=
zweigungen der Patrouillengänge auf Befehl allein
be=
lief, Verdächtiges durch Lautgeben meldete und dann
mit ſeinem Führer, der in der Zeit einen anderen
Straßenzug beging, an gewiſſermaßen verabredeter
Stelle wieder zuſammentraf. Zu einer „großen
Tat=
fand er keine Gelegenheit, denn er verunglückte eines
Abends im Dienſt, als er übermütig eine Katze
ver=
folgte und dabei auf der Chauſſee blindlings vor einen
Straßenbahnwagen lief, der ihn ſofort tötete. Seine
Raſſe kam nach wenigen Verſuchen für die Polizei
außer Betracht, trotz der guten Leiſtungen. Aus
trif=
tigen Gründen: Im Anfang der ſyſtematiſchen
Ver=
wendung von Hunden wurden ſie hauptſächlich zum
Schutz der Beamten in gefährlichen Bezirken geführt
zum Abſuchen dunkler und ſchwer zugänglicher
Schlupf=
winkel uſw. Dieſe Art der Verwendung iſt
nament=
lich in den Großſtädten, beſonders auch Hafenſtädten,
wichtig geworden. Die Dogge, wie überhaupt die
gro=
ßen, ſchweren Hunderaſſen, erſchien in dieſem Dienſt
für den Ernſtfall bald zu gefährlich. Dazu zeigte ſie
ſich bei weitem nicht ſo hervorragend wetterfeſt, wie
die gleichzeitig konkurrierenden beiden Raſſen
klei=
neren Schlages. Der engliſche Airedale=
Ter=
rier, ſeit vielen Jahren beim deutſchen Heere im
Ge=
brauch für Meldedienſt und Aufſuchung von
Verwun=
deten, deshalb auch weit bekannter unter der
Bezeich=
nung Kriegshund, erwies ſich bald als der richtige,
brauchbare Geſelle für die Polizei. Feine Spürnaſe,
eine wunderbare Gelehrigkeit, größte Ausdauer und
Tapferkeit, Schnelligkeit, ſowie Gewandtheit in der
Ueberwindung von Hinderniſſen, dazu faſt unbegrenzte
Wetterfeſtigkeit — das ſind ſeine wertvollen
Eigen=
ſchaften, von verdorbenen Exemplaren abgeſehen, die
meiſt durch Schuld der Beſitzer in jeder Raſſe
vor=
kommen. Die Erſolge mit dem Airedale=Terrier
führ=
ten die Polizeihundſache beſonders im rheiniſch=
weſt=
fäliſchen Induſtriegebiet raſch vorwärts. Aber gleich
zu Anfang trat mit dieſem Engländer unſer guter
deutſcher Schäferhund in Wettbewerb und
zeigte ſich dem Airedale=Terrier in guten, brauchbaren
Eigenſchaften ebenbürtia, ſodaß jetzt wohl dieſe beiden
Raſſen gleich ſtark in dem deutſchen Polizeihundekorps
vertreten ſein dürften. Die dritte Raſſe, welche neben
dieſen beiden aus den mancherlei Verſuchen auch mit
anderen ſchließlich erfolgreich blieb, iſt der
Dober=
mannpinſcher. Einer der erfahrenſten Polizei=
Nummer 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Seite 3.
ſcher Gendarmen zu organiſieren. Millionen von Mark
werden alljährlich aus allen Teilen Europas und
Amerikas nach Paläſtina geſandt, um den Koloniſten zu
helfen, Wohnungen, Hoſpitäler, Schulen und
Siechen=
häuſer zu bauen. Allein in Jeruſalem gibt es bereits
über 100 jüdiſche Schulen, und Synagogen wachſen im
ganzen Lande wie die Pilze hervor. Der Wert des
Landes hat ſich vervierfältigt. Der unwiſſende und
verkommene Fellahin wird überall von dem ſcharfen
europäiſch=jüdiſchen Anſiedler verdrängt und deſſen
moderne Landwirtſchaftsgeräte und Methoden haben
dem Boden Ernten, von denen die Eingeborenen
nie=
mals träumten, abgelockt. Die Antlo=Paläſtina=
Ge=
ſellſchaft, ein zioniſtiſches Bank= und
Handelsunter=
nehmen, gewinnt täglich an Ausdehnung und Einfluß.
Die jungtürkiſche Regierung ſteht einem Problem
gegenüber, wie kaum je zuvor eine neue patriotiſche
Regierung.
* Belgrad, 20. Jan. Der „Dnevni Liſt” meldet,
daß Kronprinz Alexander ſich am Sonntag zu
einem privaten Beſuch des Königs von Bulgarien nach
Sofia begeben und bis Dienstag dort verweilen werde.
„Politicen” bringt die Nachricht von einem neuen
Kon=
flikt des Prinzen Georg. Dieſer habe bei der
geſtri=
gen Soiree den ſerbiſchen Generalkonſul in Budapeſt,
Chriſtitſch, zum Verlaſſen des Saales aufgefordert, der
Generalkonſul habe dieſem Verlangen aber nicht
ent=
ſprochen.
hundleute, Polizeikommiſſar Kappe in Neheim,
ver=
ſicherte mir bereits im Jahre 1905, nachdem er in
ſei=
nen Zwinger neben Airedale=Terriers und deutſchen
Schäferhunden auch einen guten Dobermannpinſcher
aufgenommen und erprobt hatte, daß er glaube, für
die kriminaliſtiſche Seite des Polizeihunddienſtes
würde dieſe Raſſe ſchließlich, obwohl der Dobermann
nicht zu den wetterfeſten Hunden gehört, vorgezogen
werden. Es ſcheint, daß Herr Kappe recht behalten
wird. Wetterfeſt iſt der Dobermann nicht, das iſt ein
Nachteil; auch ſein Geruchsſinn iſt ſchwerlich ſchärfer
entwickelt als bei den anderen beiden genannten
Raſ=
ſen, die als Kriminalhunde ja durch ihre vielen,
un=
beſtrittenen Erfolge wohlverdiente Anerkennung
ge=
funden haben, aber er beſitzt den einen, manchmal wich
ligen Vorzug, daß ihm die Jagdleidenſchaft abgeht
Beſonders dem Airedale=Terrier, der in ſeiner
Hei=
mat viel zur Jagd verwendet wird, haftet daher die
Neigung dazu noch an. Deshalb kommt es vor, daß
er bei Verfolgung einer Menſchenſpur dieſe aufgibt,
wenn er auf eine friſche Wildſpur trifft. Der
Dober=
mann aber bleibt auch in Feld und Wald unentwegt
auf der Spur. In einem Falle freilich verhält ſich bei
der Spurverfolgung eine Rüde, gleichviel welcher
Raſſe, genau wie die andere: Begegnet ihm auf der
Suche das ſeltene Glück, auf die Spur einer heißen
Hündin zu ſtoßen, dann iſt’s ſicher vorbei mit dem
dienſtlichen Pflichteifer.
Nicht zu unterſchätzen und bisher viel zu wenig
gewürdigt iſt der finanzielle Vorteil, den die
Verwendung von Polizeihunden bei ſyſtematiſcher
Be=
nutzung gewährt. Ganz abgeſehen von der
Sicher=
heit, die der Hund ſeinem Führer in gefährlichen
Be=
zirken gegen hinterliſtige Angriffe bietet — der Hund
wittert ja auf bedeutende Entfernung eine aus irgend
einem Verſteck drohende Gefahr, warnt den Beamten
rechtzeitig durch ſein Verhalten und ſchützt ihn im Falle
eines verſuchten tückiſchen Angriffs mit größter
Bra=
vour —, iſt es von großer Bedeutung, daß der flinke
Gehilfe in einem Bruchteil der Zeit, die ſein Führer
brauchen würde, große Strecken abläuft, dabei mit
größter Sicherheit alles Verdächtige, was dem
Beam=
ten leicht entgehen kann, bemerkt und meldet. Die
Vermehrung der Beamten für den Nachtdienſt
kann durch Verwendung von Polizeihunden in den
meiſten Fällen ganz unnötig gemacht werden, weil es
dem von einem Hunde begleiteten Beamten möglich iſt
weit größere Reviere und dieſe weit gründlicher
ab=
zupatrouillieren, als einem Beamten ohne dieſen bil=
Ligen, anſpruchsloſen und doch ſo zuverläſſigen Hilfs=
beamten, der rein nur „für’s Freſſen” ſeinen Dienſt tut.
Auf dieſen Geſichtspunkt alle Verwaltungen
be=
ſonders aufmerkſam zu machen, iſt jedenfalls im
Inter=
eſſe der Steuerzahler und im Intereſſe der Sicherheit
der Beamten und des Eigentums nicht unwichtig. Er
ſollte überall da hervorgehoben werden, wo ſich noch,
was ja allerdings ſelten geworden iſt, gegen die
Ein=
führung der vierbeinigen Polizei Bedenken erheben.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Die Senſation in der Zeitung. Einem
Aufſatz des Profeſſors Wilhelm Foerſter im „Tag”,
der ſich gegen das journaliſtiſche Uebel wendet, der
Zeitung durch Senſation Leſer zuzuwenden, entnehmen
wir folgendes: Nachdem das Uebel ſo groß geworden
iſt, ſcheint endlich auch die entſprechende Größe ſittlicher
Energie in weiten Kreiſen der Menſchheit gegen jenen
unſäglichen Unfug zu erwachen, und man darf das
ſichere Vertrauen zu den hervorragenden Geiſtes= und
Willenskräften der vielen in der Publiziſtik tätigen
Männer und Frauen haben, daß ſie ſich dieſer ſteigenden
Bewegung nicht bloß anſchließen, ſondern mit ihrer
großen Sachkenntnis ſchließlich die Führung zum
Rechten übernehmen werden. „Aller Anfang iſt ſchwer”
und es iſt daher kaum möglich, ſofort zu ſagen, was
zunächſt geſchehen müßte. Nur das eine darf mit
Sicherheit geſagt werden, daß diejenigen, denen die Not
beſonders vor die Augen getreten iſt, die Pflicht haben,
unabläſſig auf allen Wegen, die ihren Aeußerungen
zugänglich ſind, den Ruf erſchallen zu laſſen, daß ein
Halt zu machen ſei mit dem Elend der allzu
ausführ=
lichen, allzu ſenſationellen, allzu unabläſſigen
Bericht=
erſtattungen über menſchliches Elend ſittlicher und
natürlicher Art, und zwar etwa in ſolcher Weiſe, daß
einige der bedeutendſten Organe der Publiziſtik ſich
zuſammentun und jene Berichterſtattungen auf das
ge=
ringſte Maß des Tatſächlichen und nur in längeren
Perioden zu Veröffentlichenden zuſammendrängen und
dabei auf die Ueberfülle des Räſonnements, welches
daran geknüpft wird und welches meiſtens nur ſehr
unvollkommene Grundlagen hat, verzichten, dagegen
von Zeit zu Zeit wahrhaft kompetenten Männern aus
der ärztlichen, gerichtlichen und pädagogiſchen Praxis
zu allgemeineren Betrachtungen das Wort geben.
* Im Beſitze eines alten weimariſchen Offiziers
wurde eine bisher unbekannte, ſehr ſchöne Büſte von
Karl Auguſt aufgefunden, die ſehr wahrſcheinlich
ein Werk Martin Klauers, des Goethehildhauers, iſt.
CK. Eine neue Briefmarke von
Afgha=
niſtan. Aus Kabul kommt eine für alle Philateliſten
wichtige Nachricht. Der Emir von Afghaniſtan hat die
Erlaubnis zur Ausgabe einer neuen Marke gegeben.
Die Marke iſt blau und zeigt die Anſicht einer Moſchee,
die von Sternen umgeben iſt,
* Zur Erhaltung der Auerochſen. Wie
bekannt, ſind Auerochſen, dieſe Ueberreſte einer Fauna
längſt vergangener Zeiten, in Europa nur noch an zwei
Stellen in Rußland vorhanden: im Walde von
Bjelo=
weſch und im Gebiete der Kubankoſaken im Kaukaſus.
Hier wie dort iſt die Jagd auf dieſe Tiere ſtreng
ver=
pönt, und ſie genießen die ſorgſamſte Pflege, um das
Ausſterben der ſeltenen Tierart zu verhindern. Der
Bjeloweſcher Wald bildet ein Beſitztum des Zaren, der
Teil des Kubangebietes dagegen, in dem die Auerochſen
hauſen, war bisher an den Großfürſten Sergius
Michailowitſch verpachtet. Nun läuft aber der
Pacht=
vertrag in kürzeſter Zeit ab, und die Koſaken=Stanizen
(Anſiedelungen), denen das Land gehört, verweigern
ſeine Erneuerung. Es iſt natürlich zu erwarten, daß
bei einer Aufteilung des Landes unter die Koſaken
die bisher beobachteten Maßnahmen zur Erhaltung der
Auerochſen nicht mehr durchführbar wären, während
das gänzliche Verſchwinden der kaukaſiſchen Herde nicht
nur vom ſportlichen, ſondern mehr noch vom
wiſſen=
ſchaftlichen Standpunkte einen ſchweren Verluſt
be=
deuten würde. Es iſt daher bei der Petersburger
Akademie der Wiſſenſchaften unter dem Vorſitz des
Großfürſten Sergius Michailowitſch und unter
Hinzu=
ziehung von Vertretern der Gelehrtenwelt eine
Kom=
miſſion eingeſetzt worden, die ſich der Aufgabe
unter=
ziehen ſoll, zwiſchen den geſetzlichen Anſprüchen der
Kubankoſaken und den Intereſſen der Wiſſenſchaft einen
Ausgleich herbeizuführen.
* Kopenhagen, 20. Jan. Das
Univerſi=
täts=Konſiſtorium veröffentlicht eine Erklärung,
die mit dem geſtern herausgegebenen Bericht der
Cook=Kommiſſion übereinſtimmt. Wie in
der Veröffentlichung ferner mitgeteilt wird, drückte der
Rektor der Univerſität bei dem Empfang der
Notiz=
bücher Cooks den Wunſch aus, mit dieſem in direkte
Verbindung zu treten. Der Sekretär Lonsdal teilte
darauf am 10. Januar mit, daß er auf ein Telegramm
an die von Cook aufgegebene Adreſſe keine Antwort
er=
halten habe. Für die bloßgeſtellte Univerſität
Kopen=
hagen dürfte ſich in dieſer Angelegenheit Stillſchweigen
empfehlen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. Januar.
* Vom Hofe. Prinzeſſin Auguſte Reuß jüngere
Linie iſt Donnerstag mittag 12 Uhr im Auto im Neuen
Palais eingetroffen und hat daſelbſt Wohnung ge
nommen. Graf Eberhard, ſowie Graf und Gräfin
Karl zu Stolberg=Wernigerode nahmen an
der Frühſtückstafel im Neuen Palais teil. Die
Groß=
herzoglichen Herrſchaften folgten abends einer Einladung
des Staatsminiſters Ewald zum Ball. (Darmſt. Ztg.)
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Wirklichen Geheimerat
D. Adolf Buchner Exzellenz zu Darmſtadt die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj.
dem König von Preußen verliehenen Roten Kreuz=Medaille
1. Klaſſe erteilt.
Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Heinrich Kilian aus Mainz die Lehrerſtelle an der
Gemeindeſchule zu Meiches, Kreis Schotten.
* Aus der Geſellſchaft. Donnerstag abend fand
Herrn Staatsminiſter
bei Seiner Exzellenz
Ewald in den Räumen des Miniſterhotels ein
Abendeſſen mit nachfolgendem Tanz ſtatt, an dem
über 200 Gäſte teilnahmen. Ihre Königlichen
Hohei=
ten der Großherzog und die Großherzogin
beehrten das Feſt mit ihrer Gegenwart; ferner waren
der Einladung gefolgt: Graf und Gräfin zu Erbach=
Fürſtenau, Prinzeſſin Helene zu Solms=Braunfels,
Prinz von Schönburg=Waldenburg, Graf und Gräfin
Wilhelm von Schlitz gen. von Görtz, der Königlie
Preußiſche Geſandte Freiherr von Jeniſch nebſt
Ge=
mahlin, Mrs. Harford u. a. Das Feſt hielt die Gäſte,
vorwiegend aus den jüngeren Offiziers= und
Beamten=
kreiſen, bis 1 Uhr beiſammen. (Darmſt. Ztg.)
— Der Provinzial=Ausſchuß der Provinz
Starken=
burg wird am Samstag, den 29. Januar, vormittags
9½ Uhr, folgende Tagesordnung erledigen:
1. Beſchwerde des Heinrich Wick II. zu Dieburg und
15 Genoſſen wegen Zuziehung zu den
Geländeerwerbs=
koſten in der Teobaldſtraße und Minnefelderſeeſtraße
2. Geſuch der Thereſe Frickel, geborene Neßler, zu
Darmſtadt um Erteilung eines Wandergewerbeſcheines
für das Jahr 1910.
n. Das Schöffengericht I ſprach geſtern einen
hieſi=
gen Friſeur, welcher der Uebertretung der
Laden=
ſchlußverordnung beſchuldigt war, frei. Dieſer Fall iſt
von einer gewiſſen prinzipiellen Bedeutung. Der
Be=
treffende führt in ſeinem Geſchäftslokal auch
Zigar=
ren, ſowie Parf ümerieartikel, und der
Ver=
laufsraum für dieſe Waren bildet gleichzeitig den
Zu=
gang zu dem Friſier= und Barbierraum. Nun iſt für
derartige Verkaufsgeſchäfte bekanntlich hier der
Acht=
uhrladenſchluß eingeführt, während das Friſeurgewerbe
bis 9 Uhr abends ausgeübt werden kann. Hierdurch
entſtand im Fragefalle ein Konflikt, denn der Ange=
klagte konnte der erwähnten Lokalverhältniſſe wegen,
wenn er überhaupt das Friſeurgewerbe länger
betrei=
ben wollte, den Verkaufsraum nicht ſchließen. Auf Rat
der Polizei half er ſich dadurch, daß er vor das
Zigar=
renverkaufsabteil einen Vorhang anbrachte, und den
Parfümerieauslagekaſten verſchloſſen hielt. Trotzdem
erfolgte durch den Konkurrenten eine Anzeige und
er=
ging Strafbefehl, gegen den der Betreffende Einſpruch
einlegte. Die Verwaltungsbehörde vertrat die
Auffaſſung, beide Räume müßten getrennt und
durch völligen Verſchluß des Verkaufsraumes nach 8
Uhr abends, der Vorſchrift entſprochen werden. Das
Schöffengericht war anderer Anſicht und
begrün=
dete ſeine Entſcheidung unter anderem damit, daß nach
Lage der Verhältniſſe ein Feilhalten der Waren nicht
gegeben erſcheine und der Angeklagte der Verordnung
nachgekommen ſei. Die Sache wird wohl zur
oberin=
tanzlichen Entſcheidung gebracht werden, da Urteile
unſeres Oberlandesgerichts gerade in der Richtung nicht
vorliegen und die Rechtſprechung anderer
Bundesſtaa=
ten auf verſchiedenem Standpunkte ſteht.
— Berichtigung. In dem geſtern abgedruckten
Vortrag des Herrn Oberbürgermeiſters
muß es auf Seite 12 Spalte 3 unter Ziffer 7 heißen:
. . Für die Oberaſſiſtenten= und Sekretärſtellen bei
der Bürgermeiſterei und den dieſen gleich zu
erach=
tenden Stellen bei den Nebenverwaltungen wird nach
wie vor die Ableiſtung der ſtaatlichen Prüfung für
die mittleren Finanzbeamten und
Verwaltungs=
beamten, oder für die Gerichtsſchreiber maßgeblich
ſein.
Die Uebungen der Mannſchaften des
Beurlaubten=
ſtandes finden im Jahre 1910 vorausſichtlich zu
fol=
genden Zeiten ſtatt: a) Reſerve der Infanterie I. Rate:
1. Hälfte des Monats Mai, II. Rate: 2. Hälfte des
Mo=
nats Mai; für Landwehr=Infanterie: 1. Hälfte des
Mo=
nats Juni; b) für Reſerve der Feldartillerie: Monat Juli,
für Landwehr der Feldartillerie: 1. Hälfte des Monats
Juli; e) ehemalig Einjährig=Freiwillige: 1. Infanterie
Frühjahrsübung: April und Mai, Herbſtübung: Auguſt
und September, 2. Kavallerie während der
Herbſtübun=
gen, 3. Feldartillerie während der Schießübungen, 4. Train
Juni und Juli; d) Kavalleriſten der Reſerve behufs
Aus=
bildung als Train=Aufſichtsperſonal: Monat Juni.
In der nichtöfffentlichen Sitzung der
Stadtver=
ordneten=Verſammlung wurden als Schutzleute
ange=
ſtellt Philipp Baußmann und Johann Straßer.
Hinſichtlich der vorliegenden Geſuche um Erteilung der
Erlaubnis zum Betriebe von Schankwirtſchaften wurde
die Bedürfnisfrage für Schuknechsſtraße 63 verneint
und für Marktplatz 11½, Obergaſſe 2, Kiesſtraße 69,
Bleichſtraße 25 und Gardiſtenſtraße 13 bejaht. In den
Ortsgeſundheitsrat wurde Herr Stadtverordneter Dr.
öllner und in den Verwaltungsrat der ſtädtiſchen
Sparkaſſe Herr Bauunternehmer Ludwig Wagner
gewählt, nachdem durch das Ausſcheiden des Herrn
Rentners Mahr aus den beiden Körperſchaften eine
Erſatzwahl notwendig geworden war. Ebenſo mußte
Erſatzwahl für den verſtorbenen Stadtverordneten K.
Ph. Müller ſtattfinden. In die Deputationen und
Ausſchüſſe, denen dieſer angehört hatte, wurden
ge=
wählt: Herr Stadtverordneter Leyerzapf (
Vieh=
markt=Deputation), Herr Stadtverordneter Roth
(Feuerlöſch=Ausſchuß), Herr Landwirt Heinrich Fey
(Ausſchuß zur Kontrolle der Obſtbaumpflege). In den
Hochbau=Ausſchuß wurde ein Erſatzmitglied zunächſt
nicht gewählt.
— Seinen 80. Geburtstag feiert in voller geiſtiger
und körperlicher Friſche am 25. Januar d. J. Herr
Oberfeuerwerker i. P. Joh. Bürſtlein. Er
blickt auf eine 36jährige Dienſtzeit im Großh.
Feld=
artillerie=Regiment Nr. 25 zurück, widmete ſich
hier=
auf dem hieſigen Polizeidienſt, woſelbſt er auch dieſes
Jahr 25 Jahre zur vollſten Zufriedenheit ſeiner
Vor=
geſetzten tätig iſt. Durch ſeinen biederen Charakter
gewann er ſich jedermanns Zuneigung und Achtung.
§ Darmſtadts Einwohnerzahl. Nach der von
Großh. Polizeiamt ſeither allmonatlich gefertigten
Zu=
ſammenſtellung bezifferte ſich die Einwohnerzahl
der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt am 1. Januar
1910 unter Berückſichtigung der ſeit der letzten
Volks=
zählung vorgekommenen Geburten und Sterbefälle, ſowie
der Zu= und Wegzüge auf 90 314 (einſchließlich Militär)
und zwar 44648 männliche und 45 666 weibliche.
— Kreiskaufmannsgericht D. H. V. Man ſchreibt uns:
Schon am 22. Juli 1907 beantragte die hieſige Orisgruppe
des Deutſchnationalen Handlungsgehilfenverbandes die
Erweiterung des Kaufmannsgerichts Darmſtadt zum
Kreis=
kaufmannsgericht. Die Stadtverordnetenverſammlung,
ſo=
wie das Kaufmannsgericht ſagten, durch gleichartige
An=
träge der genannten Ortsgruppe veranlaßt, Unterſtützung
und Befürwortung der Eingabe zu. Das Kreisamt lehnte
leider den Antrag ab, da ein Bedürfnis zurzeit nicht
vor=
liege. Auf die Dauer kann aber ein Zuſtand nicht aufrecht
erhalten bleiben, der es den vor den Toren der Stadt
woh=
nenden, ſelbſtändigen und angeſtellten Kaufleuten
unmög=
lich macht, von den Wohltaten ſchnellen und billigen
Rechts=
ſpruchs Gebrauch zu machen, eine Wohltat, deren ſich die
hieſigen Kaufleute bekänntlich ſchon ſeit mehreren Jahren
erfreuen. Die hieſige Ortsgruppe hat nun nochmals das
Großh. Kreisamt um Anſchluß der Landgemeinden an das
Kaufmannsgericht Darmſtadt gebeten. Die Großh.
Han=
delskammer und auch der Hanſabund, Ortsgruppe
Darm=
ſtadt, wurden um Unterſtützung und Befürwortung der
Eingabe gebeten. Die Koſtenfrage kann durch das
bereit=
willige Entgegenkommen der in Betracht kommenden
Land=
gemeinden als gelöſt betrachtet werden.
— Kunſtabend. Hofphotograph Hans
Hilden=
brand aus Stuttgart veranſtaltete am Donnerstag abend
im Saalbau eine Vorführung von Photographien in
natür=
lichen Farben nach dem Syſtem Lumiére. Nachdem das
Lumiériſche Verfahren in kurzen Zügen dargelegt war,
wurden Hochgebirgsſzenen, Landſchaften, Blumen und
Früchte uſw. in Projektionen vorgeführt. Man kann den
Eindruck, den dieſe Photographien erweckten, kurz dahin
zu=
ſammenfaſſen, daß man geradezu von einer vollendeten
Wie=
dergabe der Natur ſpricht; die Bilder könnte man für
Ge=
mälde halten, ſo vorzüglich ſind z. B. die Farben bei
Land=
ſchaften wiedergegeben. Deshalb gewährt ihr Anblick auch
einen hohen künſtleriſchen Genuß und man muß ſtaunen
über die techniſchen Erfolge auf dem Gebiete der
Photo=
graphie.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 15. Januar l. J.
männ=
lich 8619, weiblich 5584, zuſ. 14 203, in Prozenten 60,69,
39,31; am 8. Januar l. J. männlich 8567, weiblich 5562,
zuſ. 14 129, in Prozenten 60,64, 39,36. Der
Kranken=
ſtand betrug am 15. Januar l. J. männlich 481, weiblich
197, in Prozenten 5,58, 3,53; am 8. Januar I. J.
männ=
lich 440, weiblich 169, in Prozenten 5,13, 3,05. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
10. Jan. bis 15. Januar I. J. 5399,32 Mk., in der Woche
vom 3. Januar v. J. bis 8. Januar I. J. 4915,10 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 15. Januar
I. J. — 38, am 8. Januar l. J. — 35; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 10. Januar bis 15. Januar
I. J. — 3; vom 3. Januar bis 8. Januar I. J. — 1.
— Aquarien= und Terrarien=Ausſtellung. Wie man
uns ſchreibt, beabſichtigt der hieſige Verein für Aquarien=
und Terrarienkunde „Hottonia”, in dieſem Sommer eine
Ausſtellung von Aquarien und Terrarien im größeren Stil
zu veranſtalten. Die Beſchickung der Ausſtellung ſoll nicht
nur durch Vereinsmitglieder allein erfolgen, ſondern es
ſollen auch andere hieſige Liebhaber, welche dem Verein
nicht angehören und im Beſitz von ſachgemäß eingerichteten
und beſetzten Aquarien und Terrarien ſind, als Ausſteller
zugelaſſen werden. Auf der „Hottonia”=Ausſtellung ſollen
neben der einheimiſchen Flora und Fauna unſerer
Ge=
wäſſer auch die in letzter Zeit in großer Zahl eingeführten
farbenprächtigen exotiſchen Zierfiſche, die ſich durch ihre
Paarungsſpiele, Brutpflege und ſonſtigen biologiſchen
Eigentümlichkeiten auszeichnen, ſowie einheimiſche und
tro=
piſche Reptilien und auch Pflanzen der überſeeiſchen
Län=
der vertreten ſein. Das lebende Tiermaterial ſoll weiter
durch die umfangreiche Präparatenſammlung des Vereins,
durch Fachliteratur uſw. in wirkungsvoller Weiſe ergänzt
werden, ſo daß die Ausſtellung ein richtiges Bild über den
heutigen Stand der Liebhaberei ergeben wird.
* Hansbeſitzer=Verein. In der Vorſtandsſitzung
wurde lebhaft die geplante Steuererhöhung beſprochen.
Sämtliche Vorſtandsmitglieder ſind der Anſicht, daß
eine Erhöhung von 46 Prozent der Vermögensſteuer
einen Wegzug von reichen Leuten zur Folge habe, daß
der Zuzug durch die fortgeſetzte Beunruhigung über
die Steuererhöhung nachläßt und deshalb ein großer
Nachteil für Darmſtadt entſteht; auch die ſo ſtarke
Er=
höhung der Einkommenſteuer wird unbedingt
nach=
teilig wirken. Es ſoll mit den anderen heſſiſchen Haus=
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18.
beſitzer=Vereinen gegen die Gemeindeſteuervorlage
vorgegangen werden, dahingehend, daß in dem neuen
Geſetz mindeſtens die Hälfte der Schulden in Abzug
gebracht werden kann. Es wurde eine Verſammlung
beſchloſſen, die Montag, 24. Jan., in dem gelben Saale
der Reſtauration Sitte ſtattfinden ſoll. Ferner käm
zur Sprache die gegenwärtig ſtattfindende
Einſchätz=
ung des Grundbeſitzes ſeitens des Finanzamts
Darm=
ſtadt I, um die Wertzuwachsſteuer zu beſtimmen. Den
Hausbeſitzern ſei dringend zu raten, bei etwaigen zu
geringen Einſchätzungen gegen ihre früheren
Erwerbs=
koſten, Verbeſſerungen, Aufwendungen uſw. Einſpruch
zu erheben (die Friſt des Einwands beträgt von dem
Tage der Zuſtellung zwei Monate). Die jetzige erſte
Feſtſtellung vermeidet ſpäter größere Schwierigkeiten,
wenn auch dadurch möglicherweiſe die Vermögensſteuer
erhöht wird. Es wurde eine Zuſammenſtellung von
leeren Wohnungen zur Kenntnis gebracht; ſo ſtanden
in Darmſtadt 1908 851 Wohnungen mit einem
Miets=
verluſt von 643000 Mark, 1909 726 Wohnungen mit
einem Mietsverluſt von 330000 Mark leer. Mithin
haben ſich die leeren Wohnungen um 135
ver=
ringert, die Hälfte, über 412 Stück, ſind Wohnungen
von 1—3 Zimmer.
— Vom Landeslehrerverein. Der Finanzausſchuß
der Zweiten Kammer hat bekanntlich den Beſchluß
ge=
faßt, den Staatsbeamten für das nächſte
Rechnungs=
jahr eine Teuerungszulage zu gewähren. Der
Vor=
ſtand des Landeslehrervereins richtete deshalb an die
Zweite Kammer die Bitte, daß für das
Rech=
nungsjahr 1910 den Lehrern und Lehrerinnen an
Volks=
ſchulen die gleiche Teuerungszulage gewährt werde,
wie ſie den Staatsbeamten zuteil werden ſoll. — Der
Landeslehrerverein hält ſeine Hauptverſammlung am
30. März zu Bad Nauheim ab.
— Der Bezirksverein „Altſtadt” hält Montag, den 24.
Januar ſeine Generalverſammlung im hinteren Sälchen
der Brauerei „Zur Krone” ab. (S. Anz.)
— Von der Sanitäts=Hauptkolonne Darmſtadt.
Das am Samstag abend bei der offiziellen Prüfung der
Mitglieder dem Kolonnenführer, Herrn Oberleutnant
Lotheißen, überreichte Gruppenbild iſt auf
einige Zeit in dem Schaufenſter der Firma: Haas &
Bernhard, Rheinſtraße 19, ausgeſtellt.
— Das Kaiſerpauorama führt ſeine Beſucher noch
einſchließlich morgen, Sonntag, von Trieſt nach Athen
und Kleinaſien, eine Reiſe, ebenſo lehrreich wie
intereſ=
ſant, da ſie nicht nur Gelegenheit bietet, Land und
Leute dieſer Gegenden kennen zu lernen, ſondern uns
auch gleichzeitig mit den alten Kulturdenkmälern
be=
kannt macht.
— Der Geſangverein „Sängerluſt” veranſtaltet
ſeinen diesjährigen großen Maskenball Samstag, den
29. Januar, im Mathildenhöhſaale. (Näheres ſiehe
Anzeige.),
— Der Klub „Fröhlichkeit” veranſtaltet heute,
Samstag abend, in Hugenſchütz” Felſenkeller einen
Maskenball mit Preisverteilung. (Näheres ſ. Anzeige.)
Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Der Kartenvorverkauf
für das morgen Sonntag abend 8 Uhr 11 Minuten in der
Narrhalla am Woogsplatz ſtattfindende erſte große
Muſik=und Geſangsfeſtder Reſidenz iſt enorm
und läßt wieder auf den gewohnten zahlreichen Beſuch
ſchließen. Ein Beweis, daß das Arrangement eines von
gewohnten Rahmen der Sitzung abweichenden
Karneval=
feſtes ſympathiſch begrüßt wird. Die Anmeldungen von
Reden, Vorträgen und Liedern ſind ungewöhnlich zahlreich
eingelaufen, die beſten Karnevalkräfte und Künſtler ſind
vertreten. Beſonderes Intereſſe dürften die künſtleriſchen
Bronzegruppe en erregen, die von acht
Jüng=
lingen unter Leitung des Herrn Bauer geſtellt werden.
Trotz des reichen Materials wird das Präſidium beſtrebt
ſein, das Programm möglichſt prompt abzuwickeln, damit
pünktlich um 11 Uhr 11 Minuten der Narrhallamarſch den
„abziehenden” Elfern geſpielt werden kann. Nach kurzer
Pauſe ſoll dann der Tanz beginnen.
Ludwigshöhe. Wie aus der Anzeige erſichtlich,
konzertiert nächſten Sonntag das Muſikkorps des
Leib=
garde=Regiments unter Herrn Hauskes Leitung nach
einer vorzüglich zuſammengeſtellten Vortragsordnung
Beſonders hervorgehoben ſei die hier ſelten gehörte Muſik
aus Karl Goldmarks Oper „Das Heimchen am Herd‟
ſowie Stücke aus „Rienzi”, „Zampa, „Madame Angot”
Als Soliſt wird Herr Ludwig das 9. Violinkonzert von
Beriot vortragen.
— Im Café Metropole konzertiert z. Zt. das be
liebte Damenorcheſter, Dir. Jenny Lerch, mit beſtem
Er=
folg. Die Konzertſtücke ſind ſehr vielſeitig. (Näheres
ſiehe Anzeige.)
— Konzerthaus Kratſch. Auf die in genanntem
Konzerthaus angezeigten urfidelen humoriſtiſchen
Kon=
zerte ſei hierdurch hingewieſen. (Siehe Anz.)
— Orpheum. Das Gaſtſpiel Liane de Vriés, das
ſich leider bereits wieder ſeinem Ende nähert, geſtaltet ſich
ſowohl für dieſe, als auch für ihre Direktion zu einem
gro=
ßen, außergewöhnlichen Erfolg. Wohl ſelten, vielleicht
niemals, werden beim Varieté, einer Künſtlerin ſolch
ſpon=
tane und überaus herzliche Sympathiekundgebungen von
einem diſtinguierten Publikum geſpendet, wie der „ſchönen
Liane” deren entzückender Charme und pikante Drolerie
alle bezaubert; in liebenswürdigſter Weiſe leiſtet ſie
all=
abendlich dem ſechsfachen Hervorruf Folge. Anläßlich des
heutigen Familien=Abends bringt die Künſtlerin neue Vor=
träge zu Gehör. — Morgen Sonntag finden wie üblich
zwei Vorſtellungen ſtatt; abends ſetzt Liane de Vriés ihr
Gaſtſpiel fort. (S. Anz.)
§ Feſtgenommen. Ein Kaufmann, welcher von
Frankfurt a. M. aus wegen Urkundenfälſchung
ſteck=
brieflich verfolgt wurde, iſt durch die Polizei hier feſt
genommen worden.
— Nr. 3 der „Darmſtädter Faſtnachts=Zeitung‟
bringt eine in gutem Humor gehaltene „Närriſche
Rund=
ſchau” von Rob. Schneider, die viel Heiterkeit erregen
wird, wie nicht minder die „Plauderei des Datterich”
die ſich diesmal vorzugsweiſe auf lokalem Boden
be=
wegt, „Heſſens Finanznot” wird durch zwei geiſtvolle
Gedichte beleuchtet, während „Vetter und Gevatter
praktiſche Vorſchläge machen zur Neuregelung des
„lebensgefährlichen” Verkehrs in der oberen
Eliſabethen=
ſtraße.
— Mörfelden, 20. Jan. Der Schreinermeiſter W.
Küch=
ler II. von hier hatte vor Jahren gelegentlich einer im
Hauſe des Maurers L. Schaffner II. vorgenommenen
Re=
paratur zu deſſenFrau die ſpaßhafte Aeußerung getan, das
Schaffnerſche Haus bleibe trotz aller Ausbeſſerung eine
alte Baracke, die er für 100 Mark in Brand ſtecke
Als ſpäter in Mörfelden mehrere Brände ausbrachen,
brachte L. Schaffner die Küchlerſche Aeußerung mit dieſen
Bränden in Zuſammenhang und Küchler litt ſeitdem ſo
ſchwer unter dem Verdacht der Brandſtiftung, daß er von
hier fortziehen wollte. Die gegen Schaffner angeſtrengte
Beleidigungsklage hatte langwierige Verhandlungen,
Zeu=
genvernehmungen und große Koſten zur Folge und endete
geſtern mit einem Vergleich unter gleichmäßiger Tragung
der Koſten auf beiden Seiten und einer Ehrenerklärung
Schaffners zugunſten des Klägers Küchler. Und dies alles
wegen eines Ulks.
Mainz, 20. Jan. In der geſtrigen
Stadtverord=
netenverſammlung fragte Juſtizrat Börckel an, ob es
richtig ſei, daß dem Beigeordneten Berndt von der
nationalliberalen Partei das Landtagsmandat für den
aus Geſundheitsrückſichten zurückgetretenen Dr.
Pa=
genſtächer angeboten worden ſei und ob Berndt
an=
genommen habe. Der Oberbürgermeiſter erwiderte,
daß er, als an ihn die Frage herangetreten ſei, es
ab=
gelehnt habe, daß der Beigeordnete Berndt das
Land=
tagsmandat annehme, weil bei den immer
ausgedehn=
teren Geſchäften der Bürgermeiſterei auf keine Kraft
auch nicht vorübergehend, verzichtet werden könne. Die
Stadtverordneten Molthan, Adelung und Reinach
er=
klärten, daß ſie grundſätzlich keine Bedenken hätten,
wenn ein Beigeordneter die Stadt im Landtag
ver=
treten würde. Andere Städte hätten ja auch ſtädtiſche
Vertreter in den Parlamenten.
Mainz, 20. Jan. Nach Erhöhung der verſchiedenen
ſtädtiſchen Gefälle, der Oktroihafengebühren uſw.,
ver=
bleibt immer noch ein Defizit von rund 215000
Mark, das entweder durch Erhöhung der Umlagen oder
durch andere Mehreinnahmen gedeckt werden müß. Die
von den Stadtverordneten ernannte beſondere
Kom=
miſſion verhandelte in Gemeinſchaft mit dem
ſtädti=
ſchen Finanzausſchuß über die Einführung
neuer Abgaben. Die Bürgermeiſterei hat eine
Vorlage ausgearbeitet, die dahin geht, daß das Oktroi
auf die durch das Zollgeſetz nicht berührten
Gegen=
ſtände erheblich erhöht werden ſoll. Die Kommiſſion
war damit einverſtanden, außerdem wurde einer
Er=
böhung des Gaspreiſes um einen Pfennig zugeſtimmt.
Die Erhöhung der Schlachthofgebühren um den Betrag
von 170000 Mark iſt bereits beſchloſſen. Aus dem
Hafen werden 50000 Mark und von der Sparkaſſe
100000 Mark entnommen, ſodaß nur ein Fehlbetrag
von ungefähr 215000 Mark verbleibt, der entweder
durch Oktrois oder erhöhte Umlagen aufzubringen iſt.
* Mainz, 21. Jan. Der Kirchendiener Bicking von
der St. Stephanskirche wurde wegen bedeutender
Kirchen=
diebſtähle verhaftet.
Worms, 20. Jan. Die in der Donnersbergerſtraße
ent=
ſtandene Aushöhlung des Straßenkörpers
be=
findet ſich, wie der „Wormſer Zeitung” mitgeteilt
wird, außerhalb des ehemals Reiſingerſchen Bierkellers
und iſt jedenfalls auf die Veränderung von Hohlräumen
die vielleicht ſchon bei der Erbauung des fraglichen Kellers
im Erdreich außerhalb des Mauerwerks entſtanden ſind,
zurückzuführen. Jedenfalls haben die durch den Straßen
verkehr veruſachten Erſchütterungen Senkungen des
Erd=
körpers in der Umgebung dieſer Höhlungen herbeigeführt,
die einen Bruch des Straßenkanals der
Donnersberger=
ſtraße und das Eindringen von Kanalwaſſer in die
Füll=
maſſen des in der Nähe liegenden, ſeinerzeit ſehr ſorgfältig
ausgefüllten Kellerraumes im Gefolge hatten. An ſich iſt
die entſtandene Einſenkung kein außergewöhnliches Vor
kommnis (!) und ohne Gefahr für den Verkehr der elek
triſchen Straßenbahn.
Worms, 20. Jan. Der Verkehrsverein wird im
April oder Mai der Bevölkerung von Worms und
Umgegend den Wrightſchen Flugapparat in
Tätigkeit vorführen.
B Bingen, 20. Jan. Die heutige
Stadtverordneten=
ſitzung — die erſte in dieſem Jahre — geſtaltete ſich
außer=
ordentlich angeregt. In erſter Linie gab Herr
Bürger=
meiſter Neff einen ausgiebigen Bericht über die Tätigkeit
der ſtädtiſchen Verwaltung im Jahre 1909. Dann brachte
er ein vom Miniſterium eingegangenes Schreiben
zur Verleſung, in welchem die Städte aufgefordert werden,
eine Erhöhung der direkten ſtädtiſchen
Steuern in der nächſten Zeit, beſonders in dieſem Jahre,
tunlichſt zu unterlaſſen. Die äußerſte Sparſamkeit
müſſe empfohlen werden und alle nicht unbedingt nötigen
Ausgaben ſolle man unterlaſſen. Alles im Hinblick auf die
zu erwartende bedeutende Erhöhung der Staatsſteuern und
unter Berückſichtigung der geographiſchen und
wirtſchaft=
lichen Lage des Großherzogtums gegenüber der
Konkur=
renz der Nachbarſtaaten. Gegen verſchiedene Einzelheiten
dieſes ſtaatlichen Rundſchreibens proteſtierte der
Stadtver=
ordnete May, der ſie als einen Eingriff in die ſtädtiſche
Selbſtverwaltung bezeichnete. Ueberhaupt wurde das
Rundſchreiben von den Stadtverordneten anſcheinend mit
ziemlich gemiſchten Gefühlen aufgenommen.
Bingen, 20. Jan. Der „alte Bopp”, ein
Ori=
ginal eines alten rheiniſchen Wirtes, hat ſein an dem
Fuße des Schloß=Rheinſtein=Felſen gelegenes, von
Rheinreiſenden vielbeſuchtes Wirtshaus an einen Herrn
aus Godesberg verkauft. Bopp erlangte ſeinerzeit
eine gewiſſe Berühmtheit, als Prinz Heinrich von
Preußen, der Schloßherr von Rheinſtein, auf einer
nächtlichen Fahrt bei Bopp anklopfte. B. ſchimpfte
mörderiſch auf die Automobiliſten, die die Chauſſee
un=
ſicher machten, ging aber ſchließlich doch mit dem
unbe=
kannten Sportsmann aufs Schloß. Beim Anklopfen
daſelbſt hieß es ſchließlich: „Wer iſt draußen?”, und als
Bopp die Antwort hörte: „Prinz Heinrich von
Preu=
ßen” war er ſprachlos. Seit der Zeit waren der Prinz
und B. „Freunde” wie B. jedem Gaſte erzählte.
Gießen, 20. Jan. Der 14 Jahre alte Konrad
Bal=
ſer und der 13 Jahre alte Franz Henn von hier, die
ſich in letzter Zeit mit gleichalterigen Burſchen an einer
Anzahl von Diebſtählen beteiligten, trafen geſtern
nach=
mittag in der Wilhelmſtraße einen achtjährigen
Jun=
gen, der für ſeine Mutter etwas eingekauft hatte und
ein Portemonnaie mit 2 Mark Inhalt in der Hand
trug. Einer der Burſchen hielt den Jungen feſt,
wäh=
rend der andere ihm das Geld abnahm. Beide
ergriffen dann die Flucht, vernaſchten das Geld zum
Teil und begaben ſich darauf in den Kinematograph;
von wo ſie ein Schutzmann holte und ſie in
Polizei=
haft brachte.
Kleines Feuilleton.
CK Könige und Sammler. Von der
Sammlerleidenſchaft gekrönter Häupter weiß der „
Pie=
colo” allerlei Intereſſantes zu erzählen. Der König
von England hat eine Leidenſchaft für Spazierſtöcke;
ſeine Sammlung umfaßt viele Tauſend Stöcke,
dar=
unter manche Reliquie von hiſtoriſcher Bedeutung. Der
deutſche Kaiſer beſitzt in Potsdam eine Sammlung
von Schuhzeug, die nicht weniger als 1985 Stück
um=
foßt. Man ſieht da die Pantoffeln Voltaires, Stiefel
von Wallenſtein, von Peter dem Großen, von
Napo=
leon I., die Fußbekleidung Talmas und manche
an=
dere Stücke von hiſtoriſchem Intereſſe. Die Kaiſerin
dagegen ſammelt Fächer. Der König von Italien iſt
auf ſeine große Medaillenſammlung ſtolz und läßt
keine Gelegenheit vorübergehen, neue, koſtbare Stücke
für ſie zu erwerben. Aber die ſeltſamſte
Sammler=
leidenſchaft iſt wohl die des Königs von Siam, der ſich
ein Vergnügen daraus macht, Streichhölzerſchachteln
zu ſammeln, und in einem Gemache ſeines Palaſtes
Tauſende und Abertauſende bereits aufgehäuft hat.
Doch die Vorliebe, von einem Gegenſtand durch
eif=
riges Sammeln die größtmögliche Zahl von Varietäten
zuſammenzubringen, befällt wie den König auch den
gewöhnlichen Sterblichen. So herrſcht in London ſeit
einigen Jahren eine wunderliche Sammlerleidenſchaft,
die bei den Damen der Geſellſchaft faſt zur Manie
aus=
artet: das Sammeln von Fingerhüten. Mrs.
Vander=
bilt hat für einige Exemplare rieſenhafte Preiſe
ge=
zahlt, dafür aber rühmt ſie ſich auch, in ihrer Kollektion
die Fingerhüte zu beſitzen, die einſt die Königin Eli=
ſabeth und die Königin Viktoria benutzten. London
ſt überhaupt das gelobte Land der Kurioſitätenſammler
und derer, die die wunderlichen Vorlieben der
Mit=
menſchen praktiſch ausnutzen. Erſt vor kurzem hat ein
fanatiſcher Kurioſitätenſammler viele hundert Mark
bezahlt für ein Halsband, das der Hund Lord Byrons
getragen haben ſoll. Dagegen wurde kürzlich für die
Petſchafts Cromwells nur der verhältnismäßig kleine
Betrag von 200 Mark bezahlt, während die zwei
Fe=
dern, die zur Unterzeichnung des Vertrages von
Amiens 1801 dienten, von Sir H. Burnell mit 10000
Mark bezahlt wurden.
* Der Halleyſche Komet und die
Po=
litik. In einem Briefe an die „Times” macht Lord
Crawford, der ehemalige Präſident der Aſtronomiſchen
Geſellſchaft, darauf aufmerkſam, daß das Erſcheinen
des Halleyſchen Kometen auf die halbziviliſierten
aſia=
riſchen Völkerſchaften einen bedenklicheren und
weni=
ger wiſſenſchaftlichen Eindruck machen werde, als auf
uns Weſteuropäer. Er ſagt: „In der Vergangenheit
wurde das plötzliche Erſcheinen eines Kometen ſtets
als das Anzeichen von Peſt, Hungersnot und
Bürger=
krieg angeſehen und als ſolches iſt es ſtets von
Agita=
toren und Fanatikern ausgebeutet worden, um die
breiten Volksmaſſen, deren Leidenſchaften unter dem
Eindrucke perſönlichen Schreckens und religiöſen Haſſes
leicht gegen Geſetz und Ordnung aufgepeiſcht werden
künnen, anzureizen. Zu Hauſe mag dies wenig
Be=
deutung haben, aber es gibt Völker und Nationen.
deren wiſſenſchaftliche Erziehung nicht ſo ſchnell wie
unſere eigene vorgeſchritten iſt, und einige dieſer
Völ=
ker befinden ſich gerade in einem=Zuſtands=der=pali=
tiſchen Unruhe und Unzufriedenheit. Beſonders iſt
dies gegenwärtig in Marokko, Aegypten und
verſchiede=
nen Teilen von Indien der Fall. Da die Natur
dies=
mal den Agitatoren in die Hände ſpielt, ſo iſt es die
Aufgabe aller ziviliſierten Länder, ſich im voraus gegen
etwaige Gefahren zu ſichern, und ich erlaube mir
vor=
zuſchlagen, an die Eingeborenen=Preſſe eine Serie von
pppulär=wiſſenſchaftlichen Aufſätzen zu ſenden, in die
rerſchiedenen Dialekte der Eingeborenen übertragen.
die das Erſcheinen des Kometen ankünden und
will=
kommen heißen.”
* Rechtsirrtum. Vor dem Amtsgericht eines
ländlichen Ortes in einem norddeutſchen Kleinſtaate
hat ein Rechtsanwalt einen Grundbuchstermin
wahr=
zunehmen. Der bejahrte Oberamtsrichter bemerkt am
Schluſſe der Verhandlung: „Damit wäre ja nun alles
erledigt, Herr Doktor, bis auf die von Ihrer Partei
noch abzugebende eidesſtattliche Erklärung.” „Die iſt
meines Wiſſens nicht nötig,” meint der Rechtsanwalt.
„Bitte,” ſagte der Gerichtsvorſitzende, „überzeugen Sie
ſich ſelbſt,” und reicht ihm das vor ihm aufgeſchlagene
Bürgerliche Geſetzbuch. Der erfahrene Anwalt lieſt
kopfſchüttelnd den ihm bisher ganz unbekannten
Para=
graphen. Als er in dem Buche weiter blättert, fällt
ſein Blick auf deſſen Titelblatt. Lächelnd reicht er es
zurück, denn da ſteht gedruckt: „Entwurf eines
Bür=
gerlichen Geſetzbuches”. „Ja, da habe ich keine Schuld”
entgegnete treuherzig der alte Herr, „das hat mir die
Regierung 1900 zugeſchickt, und danach habe ich nun
ſchon zehn Jahre lang Recht geſprochen!“
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. Jan. Der
Blumen=
ball zu Gunſten des Säuglingsheims Weſtend hat
eine Einnahme von 50000 Mark ergeben. Eine einzige
Dame, die Erfriſchungen verkaufte, nahm 6000 Mart
ein. — In den letzten Wochen wurde eine Anzahl
au=
geſehener und begüterter Familien durch
Droh=
briefe in Angſt und Schrecken verſetzt. So erhielt
die Frau Kommerzienrätin E. in der Aſchaffenburger
Straße kurz hintereinander drei derartige Briefe. In
dem erſten Schreiben wurde der Dame die Mitteilung
gemacht, daß ſie auf beiden Augen geblendet würde,
falls ſie nicht vom Tage des Empfanges des Schreibens
an Tag und Nacht ein Paket mit 3000 Mark in
Bank=
noten in ihrer Wohnung zur Abholung bereit halte
Ein ähnlicher Brief ging dem Fabrikbeſitzer R. in der
Alexandrinenſtraße zu, dem angedroht wurde, daß im
Nichtzahlungsfalle ſeine Fabrik in die Luft geſpreugt
werden würde. Nach mehrwöchentlicher Tätigkeit
ge=
lang es ſchließlich der Schöneberger Kriminalpolizei,
Licht in die Erpreſſer=Affäre zu bringen. Es wurde
eine Spur der Mittelsperſonen, die für die Erpreſſer
arbeiten, aufgedeckt, und zwar gelang dies durch
Hand=
ſchriftenvergleichung. Geſtern wurde die 25jährige
Frieda Schinorda aus der Kleinen Frankfurter Sträße
verhaftet, in deren Wohnung noch weitere
Erpreſſer=
briefe, mit Trauerrand verſehen, vorgefunden wurden.
Die Feſtgenommene wurde trotz Leugnens nach dem
Unterſuchungsgefängnis überführt. — Zu einer
auf=
ſehenerregenden Szene, die im Theaterleben
Berlins glücklicherweiſe zu den Seltenheiten gehört,
kam es geſtern im Deutſchen Theater nach Schluß der
Vorſtellung. Dort wurde laut „Morgenpoſt”, der
Herausgeber der „Schaubühne‟ Herr Siegfried
Jacob=
ſohn, als er das Theater verlaſſen wollte, von Frl. Ide
Roland, dem Mitgliede des Hebbel=Theaters,
angel=
griffen. Die Schauſpielerin machte mehrfach den
Ver=
ſuch, dem Kritiker ins Geſicht zu ſchlagen, was jedoch
von dieſem und den Umſtehenden abgewehrt wurde.
Frl. Roland war gereizt durch einen Artikel
Jacob=
ſohns, der ſich mit dem Hebbel=Theater beſchäftigte und
ſie, als die „Vertrauensperſon” des Direktors Robert,
in gewiſſem Sinne mit für den Zuſammenbruch des
Theaters verantwortlich machte. — Als heute nach
mittag der Wagen der Firma Spindler ſich auf
dem Wege vom Berliner Hauptkontor zur Fabrik in
Spindlerfelde befand, wurde der Kutſcher von einem
entgegenfahrenden Kollegen darauf aufmerkſam
ge=
macht, daß ſich hinten an ſeinem Wagen zwei Burſchen
befänden, Er ſtieg ab und entdeckte, während die beiden
jungen Männer in einen nahen Wald flüchteten, daß
eine Taſche, die 15000 Mark in Silber zur
Lohn=
zahlung enthielt, verſchwunden war. Drei der
Tat verdächtige junge Männer wurden heute in
Köpenick feſtgenommen. Drei Beutel, die 3000 Mark
enthielten, und die vermutlich von den Dieben auf der
Flucht fortgeworfen wurden, ſind inzwiſchen gefunden
und abgeliefert worden.
Frankfurt, 20. Jan. Heute mittag wurde an der
Ecke Nonnengaſſe und Fahrgaſſe das 7jährige Mädchen
Nummer 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Seite 5.
Ottilie Amrhein von einem Metzgerwagen
über=
ſahren. Das Mädchen war ſofort tot.
Frankfurt, 21. Jan. Das Großherzogspaar
von Weimar traf heute im Extrazug von St. Moritz
hier ein und hat im Carlton=Hotel Wohnung genommen.
Die Weiterfahrt nach Weimar erfolgt morgen früh.
Frankfurt, 21. Jan. Der ſeit zwei Tagen
ver=
ſchwundene, an der Fahrkartenausgabe im hieſigen
Hauptbahnhofe beſchäftigt geweſene Eiſenbahn=Aſſiſtent
Winter hat ſich, wie jetzt feſtgeſtellt iſt,
Unter=
ſchlagungen zuſchulden kommen laſſen: Nach den
bis=
herigen Feſtſtellungen hat er für zirka 2000 Mark
Fahrkarten verkauft, ohne den Betrag dafür
abzu=
liefern. Man vermutet, daß er ſich nach England
ge=
wandt hat.
Die Verwaltung der
Gelſenkirchen, 21. Jan.
Zeche „Holland” teilt mit, daß die
Auf=
räumungsarbeiten raſch vonſtatten gehen. Heute
morgen um 4 Uhr iſt es den Rettungsmannſchaften
ge=
lungen, bis zur Fußmauer zu gelangen, an welcher am
Unglückstage gemauert werden ſollte. Von dort bis
zu der Mauer, hinter welcher man die Verſchütteten
vermutet, ſind unter ſchwierigen Umſtänden zehn Meter
Schutt wegzuräumen. Wenn alles gut geht, hofft man
in kommender Nacht die Verunglückten
herauszubrin=
gen. Inzwiſchen wurden Sauerſtoffapparate und
Liederbelebungsmittel an die Unfallſtelle geſchafft.
Lebenszeichen von den Verunglückten wurden nicht
mehr vernommen.
Dresden, 21. Jan. Die Beſitzerin des Lahmannſchen
Sanatoriums „Weißer Hirſch”, Frau Profeſſor Peria
ſtarb geſtern am Herzſchlag.
Eisleben, 21. Jan. Dieſer Tage ſtanden wiederum
13 Perſonen, unter ihnen zwei Frauen, wegen
Nöti=
gung, Beleidigung, Drohung, Widerſtandes,
Gewalt=
tätigkeiten uſw. bei Gelegenheit des Mansfelder
Bergarbeiterſtreiks vor der hieſigen
Straf=
kammer. Ein Arbeiter wurde zu 6 Monaten einer
Woche Gefängnis verurteilt, obſchon nur 3 Monate eine
Woche beantragt worden wären. Andere Arbeiter
er=
hielten 4 und 3 Monate, 5 Tage oder Geldſtrafe. Die
Sache zweier Angeklagten wurde dem Schwurgericht
überwieſen. Die beiden Frauen wurden freigeſprochen.
Einer der als Zeuge geladenen Gendarmen ſagte zwar
aus, die Weiber ſeien die ſchlimmſten geweſen, er habe
müſſen mit dem Karabiner die Leute zurückſchrecken, ein
Gendarm habe an der Erde gelegen, der Karabiner ſei
ihm weggezogen worden; allein gegen die angeklagten
Frauen konnte nichts Belaſtendes beigebracht werden.
Rom, 21. Jan. In einer von der Tagespreſſe
mit=
geteilten Bevölkerungsſtatiſtik des Königreichs Italien
wird jetzt zum erſten Mal die Zahl der Opfer der
Erdbebenkataſtrophe in Calabrien und Sizilien
mit Beſtimmtheit angegeben, nämlich mit 77283
Per=
ſonen, die am Morgen des 28. Dezember 1908 unter
den Trümmern ihrer Häuſer umkamen.
London, 21. Jan. Im Kohlenbergwerk von
Hurton bei Seahm Harbur in der Grafſchaft Durham
verſuchten heute nachmittag mehrere hundert
Aus=
ſtändige, ſich eines Kohlendepots zu bemächtigen,
und wurden von ungefähr 60 Polizeibeamten
zurück=
getrieben. Die Menge bewarf ſodann die Polizei mit
Steinen, welche Feuer gab und ſechs Streikende
ver=
wundete. Die Ausſtändigen begannen einen neuen
Steinhagel gegen die Polizei, durch den mehrere Leute
verwundet wurden. Auch in der Bergwerkskanzlei
und in das Haus des Direktors wurden zahlreiche
SSteine geworfen.
New=York, 21. Jan. Das demokratiſche Amerika
jubiliert darüber, daß Fräulein Marjorie Gould,
die Tochter von George Jay Gould und Enkelin des
verſtorbenen Eiſenbahnkröſus Jay Gould, ihre
zahl=
reichen europäiſchen Freier abgewieſen hat, um ihre
Hand Anthony Drexel fun, aus Philadelphia zu
reichen. Unter den ausländiſchen Bewerbern um Miß
Goulds Hand und — Geld werden der Fürſt
Roma=
nowski, der Herzog von Alba und Prinz Franz Joſepl
von Braganza genannt. Die Familie Drexel iſt vor mehr
als hundert Jahren aus Deutſchland in der Neuen
Welt eingewandert und hat in Philadelphia eines der
berühmteſten Bankhäuſer Amerikas begründet, mit dem
eine Weile Pierpont Morgan ſehr eng liiert war. Der
Bräutigam, ein 22jähriger junger Mann, iſt in dem
Bankhaus angeſtellt. Seine Schweſter, Fräulein
Marga=
reta Drexel, und ſeine Braut Marjorie Gould wurden
von den geſellſchaftlichen Klatſchbaſen Amerikas wohl
ein dutzendmal mit allen möglichen hohen Herren mit
leeren Taſchen aus Europa verlobt, ſo daß man jetzt
ordentlich erleichtert aufatmet, da wenigſtens eine der
jungen Damen und ihr Geld im Lande bleibt. Dſer
„New=York American” Miſter Hearſts New=Yorker
Zeitung, nennt die Verlobung „einen
amerika=
niſchen Triumph”. (!) Dasſelbe Blatt hat eine
Agitation eingeleitet, um den Kongreß zu veranlaſſen,
eine Ausfuhrſteuer auf nach dem Ausland gehende
Mitgiften zu autoriſieren. Die Mutter der Braut
war eine durch Schönheit und Talent hervorragende
Schauſpielerin, die jedoch ſeit ihrer Verheiratung mit
George Jay Gould die Bühne nicht mehr betreten hat.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Richard Wagner=Verein. Das aus den
Herren Profeſſor Arnold Roſé, k. k. Kammervirtuos,
Paul Fiſcher, Anton Ruſitzka und Profeſſor Friedrich
Buxbaum, ſämtlich Mitglieder des k. k. öſterreichiſchen
Hoforcheſters in Wien beſtehende Streichquartett
wird auf Veranlaſſung des Richard Wagner=Vereins am
3. Februar zum erſten Male nach Darmſtadt kommen. Der
Abend verſpricht zu einem muſikaliſchen Ereignis zu
wer=
den, da das Quartett Weltruf genießt und für das
Wie=
ner Muſikleben etwa das bedeutet, was das
Joachim=
quartett für Berlin und Deutſchland geweſen iſt.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 21. Jan. Im
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer wurde heute in
Gegenwart der Miniſter Dr. Ewald und Dr.
Gnauth die Beratung des Juſtizetats zu Ende
geführt, nachdem der Finanzminiſter mit Bezug auf die
Auslaſſungen eines hieſigen Blattes die Erklärung
ab=
gegeben hatte, daß er die ihm zugeſchriebenen
Bemerk=
ungen über den Antrag auf Vereinfachung der
Staats=
verwaltung niemals in dieſer oder irgend einer
ähn=
lichen Form geäußert habe. Bei Beſprechung der
Poſi=
tion „Porto, Telegraphen= und Fernſprechgebühren”
177600 Mark, wurde von verſchiedenen Rednern die
Höhe dieſer Summe bemängelt, die jedoch auf
vertrag=
licher Vereinbarung mit der Reichspoſt beruht. Man
hofft, bei Durchführung der Vereinfachungen in der
Staatsverwaltung und Verminderung des
Schreib=
werks auch ſpäter eine weſentliche Reduzierung dieſer
Summe zu erreichen. Der allgemeine Fonds für
Stell=
vertretungs= und Aushilfekoſten, für welchen 170000
Mark angeſetzt ſind, ebenſo wie im vorigen Jahre,
konnte mit Rückſicht auf den Umſtand nicht verringert
werden, daß diesmal eine Anzahl Stellen nur auf den
Inhaber bewilligt werden und daher vielfach
Vertrei=
ungskoſten in Anſpruch genommen werden dürften, Im
Vermögensetat ſind die Koſten für den Neubau eines
Amtsgerichts in Friedberg auf 148000 Mark
berech=
net. Der Ausſchuß beſchloß, von der Ausführung des
Neubaues vorläufig abzuſehen, und zur Gewinnung
von Bureauräumen uſw. die Wohnung des
dienſtauf=
ſichtsführenden Richters herzurichten. Zu dem Kapitel:
Kreditübertragungen wurde der Vorſchlag, aus der
Nachbewilligung für das Juſtizgebäude und
Provinzial=
arreſthaus zu Mainz für Einrichtung des derzeitigen
Provinzialarreſthauſes, 43000 M. für Wohnungen für 16
kleinere und mittlere Beamtenfamilien zu bewilligen,
ge=
nehmigt. Am Dienstag ſoll mit der Beratung des Etats
für das Finanzminiſterium, und zwar mit dem Referat
des Abg. Dr. Weber über den Forſtetat, begonnen
werden.
Sitzung der Großh. Handelskammer Darmſtadt
vom 17. Januar.
Als Vorſitzende der Handelskammer
wurden wiedergewählt die Herren Bankdirektor C.
Pareus, Geh. Kommerzienrat Dr. L. Merck und
Kom=
merzienrat F. Jacobi. Die bereits vorhandenen
Kom=
miſſionen für Bank= und Verſicherungsweſen, für
Schulweſen, für Geſetz=, Steuer= und Zollweſen, für
Verkehrsweſen und für Kleinhandel wurden infolge
des Ausſcheidens des Herrn Kommerzienrat Roeder
durch Zuwahl verſchiedener Herren ergänzt. Es ſetzen
ſich die hauptſächlichſten Kommiſſionen nunmehr
folgen=
ermaßen zuſammen: Kommiſſion für Geſetz=,
Steuer= und Zollweſen: Geh. Kommerzienrat
Dr. L. Merck (Vorſitzender), B. Bodenheimer, L. Fiſcher,
Kommerizenrat L. Frölich, W. Kalbfuß, W. Rummel,
Kommerzienrat H. Schlager, Eugen Trier.
Kom=
niſſion für Verkehrsweſen: Kommerzienrat
F. Jacobi (Vorſitzender), L. Fiſcher, Kommerizenrat
Frölich, C. Karp, W. Kölb, E. Trier, C. Wittich und
Eiſenbahndirektor C. Wolff. Kommiſſion für
Kleinhandel: W. Kölb (Vorſitzender), B.
Boden=
heimer, L. Fiſcher, W. Kalbfuß, C. Karp. Dem
Kura=
torium der Kaufmänniſchen
Fortbil=
dungsſchule gehören in unveränderter Weiſe an:
Kommerzienrat L. Frölich (Vorſitzender), Syndikus Dr.
Human, W. Kölb, Kommerzienrat F. Jacobi,
Kommer=
zienrat H. Schlager, W. Rummel, Beigeordneter Fr.
Schmitt als Vertreter der Stadt Darmſtadt und Th.
Kalbfuß und C. Wittich als Vertreter des
Handels=
vereins. Die auswärtigen Herren werden je nach
Wunſch zu den Kommiſſionsſitzungen zugezogen.
Auf Grund einer gemeinſamen Beratung der
Heſſi=
ſchen Handelskammern iſt im Anſchluß an die auf dem
Heſſiſchen Handelskammertag vom 28. Oktober v. J.
gefaßten Beſchlüſſe bezüglich des Geſetzentwurfs
über die Gemeindeumlagen eine neue, ſehr
ausführliche Eingabe an den Erſten Ausſchuß der
Zweiten Kammer der Landſtände gerichtet worden. In
dieſer Eingabe ſind die Anſichten der Heſſiſchen
Han=
delskammern bezüglich des Abſchnitts über die
Ge=
werbeſteuer nochmals dargelegt und iſt zugleich dem
Wunſche Ausdruck verliehen worden, es möchten von
ſeiten der Geſetzgebung alle Anträge auf weitere
Be=
vorzugung des landwirtſchaftlichen Grundbeſitzes und
des landwirtſchaftlichen Betriebskapitals als
ungerecht=
fertigt abgelehnt werden.
Nach längeren Verhandlungen mit dem Großh.
Kreisamt Darmſtadt iſt für den Bezirk Darmſtadt in
Ausführung des Reichsgeſetzes vom 7. Juni
1909 gegen den unlauteren Wettbewerb
eine Bekanntmachung bezüglich des § 7 Abſ. 2 und des
§ 9 Abſ. 2 dieſes Geſetzes erlaſſen worden, welche
fölgenden Wortlaut hat: 1. Wer in öffentlichen
Be=
kanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen
größeren Kreis von Perſonen beſtimmt ſind, den
Ver=
kauf von Waren unter der Bezeichnung eines
Ausver=
kaufs wegen Aufgabe einer Warengattung oder wegen
Umbaues oder Umzuges oder wegen eines elementaren
Ereigniſſes ankündigt, hat drei Tage vor der
Ankündi=
ugng bei der Großh. Handelskammer Darmſtadt
An=
zeige über den Grund des Ausverkaufs und den
Zeit=
punkt ſeines Beginns zu erſtatten und ein Verzeichnis
der auszuverkaufenden Waren einzureichen. Der
An=
kündigung eines Ausverkaufs im Sinne des
Ab=
ſatzes 1 ſteht jede ſonſtige Ankündigung gleich,
welche den Verkauf von Waren wegen
Be=
endigung des Geſchäftsbetriebs, Aufgabe einer
ein=
zelnen Warengattung oder Räumung eines beſtimmten
Warenvorrats aus dem vorhandenen Beſtande betrifft.
Auf Saiſon= und Inventurausverkäufe, die in der
Ankündigung als ſolche bezeichnet werden und im
ordentlichen Geſchäftsverkehr üblich ſind, finden die
vorſtehenden Anordnungen keine Anwendung. 2.
Saiſon= und Inventurausverkäufe, die in der
Ankün=
digung als ſolche bezeichnet werden und im ordentlichen
Geſchäftsverkehr üblich ſind, dürfen in einem Geſchäft
innerhalb eines Kalenderjahres im ganzen nur
zwei=
mal, und zwar in der Dauer von je vier Wochen
abge=
halten werden.
Der eine dieſer Ausverkäufe darf nur in die Zeit
vom 2. Januar bis 15. Februar, der andere nur in die
Zeit vom 1. Juni bis 15. Auguſt gelegt werden. —
Die neuen Vorſchriften ſind mit dem 1. Januar 1910
in Kraft getreten. Die Handelskammer iſt verpflichtet,
von jeder eingehenden Ausverkaufs=Anzeige, wenn ſie
den Stadtbezirk betrifft, dem Großh. Polizeiamt, wenn
ſie den Landbezirk betrifft, dem Großh. Kreisamt
Darmſtadt Mitteilung zu machen. Auch für den Kreis
Bensheim iſt auf Grund der mit dem Kreisamt
Bens=
heim gepflogenen Verhandlungen unter dem 6.
Dezem=
ber v. J. eine Bekanntmachung zwecks Regelung des
Ausverkaufsweſens gemäß § 7 Abſ. 2 und § 9 Abſ. 2
des Geſetzes gegen den unlauteren Wettbewerb erlaſſen
worden.
Der Handelskammer war ein Rundſchreiben des
Kaiſerl. Statiſtiſchen Amts zugegangen, worin auf die
Notwendigkeit gewiſſenhafter Ausfüllung
der ſtatiſtiſchen Ausweispapiere beim
Export aufmerkſam gemacht wurde. Gleichzeitig war
in Ausſicht geſtellt worden, es würde künftighin öfters
von der Befugnis Gebrauch gemacht werden,
Sen=
dungen, über welche ungenaue oder unzulänglich
aus=
gefertigte Anmeldepapiere vorgelegt würden, bis zur
vorſchriftsmäßigen Anmeldung vom weiteren
Trans=
port auszuſchließen. Die Handelskammer hatte
hier=
von die hauptſächlich am Export beteiligten Firmen
des Bezirks in Kenntnis geſetzt, worauf eine Anzahl
von Klagen über die bereits ſeither im Grenzverkehr
geübte, wenig Großzügigkeit verratende
Behandlungs=
weiſe der ſtatiſtiſchen Anmeldepapiere eingelaufen iſt.
Da anzunehmen iſt, daß auch in den übrigen deutſchen
Handelskammerbezirken ähnliche Klagen vorhanden
ſind, wurde das Präſidium des Deutſchen Handelstages
gebeten, eine diesbezügliche Umfrage zu veranſtalten.
Gleichzeitig wurde der Anſicht Ausdruck verliehen, daß
es wohl zweckmäßig ſein würde, an zuſtändiger Stelle
dahin zu wirken, daß künftighin 1. Rückſendungen
hin=
reichend ausgefüllter ſtatiſtiſcher Anmeldepapiere
lediglich wegen belangloſer Fragen, die auf die
Be=
ſtimmung des Zollſatzes keinen Einfluß ausüben,
unterbleiben möchten, und 2. das Anhalten der Güter
an den Verſandſtellen der Eiſenbahnen, namentlich
aber=
an den Grenzſtationen unterſagt werden möchte.
Die Handelskammer hatte irgend welche
Bedenken=
gegen die Zulaſſung des
Lohnveredellungs=
verkehrs mit ausländiſcher ungefärbter,
zweimal gezwirnter künſtlicher Seide
zum Färben nicht vorzubringen. Ebenſo ſprach ſie
ſich nicht gegen den Veredelungsverkehr mitt
inländiſchen rohen Geweben aus Flachs
zum Bleichen in Irland aus. Weiter waren
auch keine Bedenken gegen die Zulaſſung des
Ver=
edelungsverkehrs mit ausländiſchem
Papier zur Herſtellung von
Fahrſcheinen=
in Blöcken vorzubringen. Weiter hat die
Händels=
kammer der Bewilligung eines bisher im Zollgébiet
noch nicht geſtatteten ſtändigen
Eigenveredel=
ungsverkehrs mit rohen Druckknöpfen
aus Meſſingblech zum Weißkochen (
Ver=
zinnen), Lackieren und Verſilbern
zuge=
ſtimmt.
Dem Kaiſerl. Patentamt wurde auf eine
entſpre=
chende Anfrage mitgeteilt, daß das Wort „Null”, in
Ziffern und in Buchſtaben geſchrieben, als
Beſchaffen=
heitsangabe z. B. für Mehl und Graupen
gebräuch=
lich ſei.
Weiter wurde dem Kaiſerl. Patentamt unter
gleich=
zeitiger Beantwortung einer Anzahl von Fragen
ge=
ſchrieben, die beteiligten Verkehrskreiſe hätten ein
leb=
haftes Intereſſe daran, daß der ſchlagwortartige
Gebrauch der Worte Montag, Dienstag,
Mittwoch, Donnerstag uſw. als z. B. „
Konſer=
ven=Mittwoch”, „Fiſch=Donnerstag” oder dergl. dem
freien Verkehr erhalten bleibe.
Bezüglich der Ausfuhrvergütung für
Zigarren wurde dem Großh. Miniſterium der
Fi=
nanzen eine längere Eingabe unterbreitet, in welcher
das Miniſterium gebeten wurde, im Intereſſe der am
Export beteiligten heſſiſchen Zigarren=Fabriken darauf
hinwirken zu wollen, daß 1. die Ausfuhrvergütung den
wirklichen Verhältniſſen entſprechend in die Höhe
ge=
etzt wird, 2. daß eine ſchriftliche Erklärung der
ausfüh=
renden Firma über die Art und Herkunft des zur
Her=
ſtellung der Zigarren verwendeten Tabaks hinſichtlich
der Gewährung der höheren Vergütungsſätze als
aus=
reichend erachtet wird. Eine ſolche ſchriftliche
Erklär=
ung genügt nach dem oben Geſagten ſchon heute bei
ſolchen Zigarren, welche nur mit ausländiſchem Tabak
gedeckt ſind. Außerdem könnte zur Verhütung von
Unterſchleifen die Beſtimmung getroffen werden, daß
den oberen Stenerbeamten auf Verlangen Einſicht in
die Fabrikationsmiſchung und Lohnbücher gewährt
wer=
den muß. Endlich könnte auch die Vereidigung des
Meiſters der betreffenden Fabrik vorgeſchrieben
wer=
den. Als wirkſame Strafandrohung könnte u. a. das
Verbot der Ausübung des Gewerbes auf beſtimmte Zeit
(vergl. § 10 Abſ. 2 des Tabakſteuergeſetzes) in das neue
Regulativ aufgenommen werden. Durch eine ſolche
Reform würde u. E. den berechtigten Intereſſen der
am Export beteiligten Zigarrenfabriken Rechnung
ge=
tragen werden. Es würde die durch die
Reichsfinanz=
reform hart betroffene Tabakinduſtrie in die Lage
ver=
ſetzt werden, auf dem Wege des Exportes ihre
über=
füllten Lager zu räumen und ihren bisherigen
Arbei=
terſtamm zu erhalten. An einer derartigen
ſozial=
politiſch günſtig wirkenden Maßregel müßten auch die
verſchiedenen deutſchen Staatsregierungen Intereſſe
haben.
An der Konferenz in Köln, bezüglich
Veränder=
ung der Eiſenbahnlinie Aachen=Brüſſel,
hat in Vertretung der Handelskammer Herr
Bank=
direktor Parcus teilgenommen. Auf Grund der
Ver=
handlungen wurde in längeren Ausführungen dem
Miniſter der öffentlichen Arbeiten in Berlin eine
Ein=
gabe des Inhalts unterbreitet, er möchte die geplante
Abänderung der Eiſenbahnverbindung Aachen=Brüſſel
in der Weiſe herbeiführen, daß die direkte Linie von
Aachen über Gemmenich, Viſe, Tongern für den
inter=
nationalen Verkehr ausgebaut werde.
Der Eiſenbahndirektion Mainz wurde der Beſcheid
erteilt, es ſei nichts dagegen einzuwenden, daß die für
Tonwaren des Spezialtarifs 2
vorge=
ſchriebenen Verpackungsbeſchränkungen
auch für Töpfergeſchirr und Steinzeug, gemeines (
Ge=
fäße und Geräte zum Haus= und Gewerbegebrauch) zur
Bedingung gemacht würden.
Der Eiſenbahndirektion Kattowitz wurde auf eine
entſprechende Umfrage hin ein Gutachten des Inhalts
erteilt, daß die Bewilligung des bei der Ständigen
Tarifkommiſſion der deutſchen Eiſenbahnen geſtellten
Antrags, „Fettſäuren in das Verzeichnis
der zur Beförderung in Keſſelwagen
Zu=
gelaſſenen Flüſſigkeiten aufzunehmen”,
im Intereſſe der deutſchen Seifeninduſtrie liege. Es
ſei kein Grund vorhanden, eine Differenzierung von=
Neutralfetten, welche ſchon geraume Zeit in
Keſſel=
wagen befördert werden, und von Fettſäuren, welche
dadurch hergeſtellt werden, daß dieſen Fetten das
Gly=
zerin entzogen worden iſt, aufrecht zu erhalten. Im
Anſchluß hieran wurde noch der Wunſch ausgeſprochen,
es möchten noch für dieſe Beförderung in Keſſelwagen
Spezialwagen gebaut werden, deren Keſſel im Innern
verbleit ſind, weil Fettſäure Eiſen derart angreift, daß
die Wagen in kurzer Zeit ruiniert werden, wobei die
Fettſäure durch die Aufnahme von Eiſen in ihrer
Qualität einbüßt.
Die Frage der Induſtrieanſchlußgleiſe,
ſowie ſonſtigen Anlagen am neuen
Haupt=
bahnhof in Darmſtadt iſt durch mehrere mündliche
und ſchriftliche Erörterungen mit der Stadtverwaltung
nach Möglichkeit gefördert worden.
Vom Syndikus war zwecks Fertigſtellung
des Jahresberichts der Bericht über die
allge=
meine wirtſchaftliche Lage im Jahre 1909 nebſt
Bericht=
über die im Handelskammerbezirk vertretenen
Bran=
chen vorgelegt worden. Nachdem die allgemeine
Ein=
leitung durchgeſprochen worden war, wurde die
Be=
ſprechung der einzelnen Branchen an eine
Sonderkom=
miſſion verwieſen.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 21. Jan. Die Deutſche
Reichs=
bank hat den Diskont von 5 auf 4½ Prozent und den
Lombardziusfuß von 6 auf 5½ Proz. herabgeſetzt. — In
der heutigen Sitzung des Zentralausſchuſſes
wurde ſeitens des Direktoriums ausgeführt, daß ſeit
dem letzten Wochenausweis der Status ſich bis zum 19.
Januar um weitere 19 Millionen gebeſſert habe. Die
Geſamtanlagen haben um 90 Millionen abgenommen;
Seite 6.
Darmſtädter Tagblattz Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18.
der Metallvorrat hat ſich nnerdings um 50 Millionen
Mark vermehrt. Die ſteuerfreie Notenreſerve habe ſich
auf 119 Millionen Mark erhöht, ſei aber noch um 80
Millionen Mark ſchwächer, als zur gleichen Zeit des
Vorjahres, wo ein 4prozentiger Diskontſatz beſtand.
Da der Kapitalmarkt noch nicht ſo flüſſig ſei, um allen
Anforderungen zu genügen, und da ferner auch für
etwaige Rückſchläge Vorſorge getroffen werden müſſe,
ſo könne nur eine Herabſetzung des Diskonts um ein
halbes Prozent erfolgen. Der Zentralausſchuß erklärte
ſich mit den Ausführungen vollkommen einverſtanden.
Deutſcher Reichstag.
* * Berlin, 21. Jan. Vizepräſident Spahn eröffnet
die Sitzung um 12,15 Uhr. Auf der Tagesordnung ſteht
zunächſt die
zweite Leſung des Etats der
Reichseiſen=
bahnen.
Abg. Carſtens (frſ. Vp.): Wie wir dem bisherigen
Chef der Reichseiſenbahnen Dank wiſſen, ſo hoffen wir,
daß es dem neuen Chef gelingen möge, ſeinem Amte eine
immer mehr wachſende Bedeutung als Aufſichtsamt zu
ver=
ſchaffen. Die Lage der Arbeiter und Hilfsbeamten der
Eiſenbahnen iſt höchſt unbefriedigend. Das
Betriebsma=
terial reicht vielfach nicht mehr aus. Die
Exiſtenzberech=
tigung des Reichseiſenbahnamtes wird jetzt von keiner
Seite mehr angezweifelt, es beſteht verfaſſungsmäßig und
wir wollen es erhalten. Der Präſident möge ſeinen
Ein=
fluß geltend machen auf die Entſcheidungen des preußiſchen
Miniſters der öffentlichen Arbeiten; erforderlichen Falles
ſtehen wir hinter ihm. (Beifall links.) — Abg.
Schwa=
bach (nl.): Die Zuſammenſchließung der deutſchen
Ei=
ſenbahnen hinſichtlich ihrer Finanzwirtſchaft, etwa nach
dem Muſter der preußiſch=heſſiſchen Eiſenbahngemeinſchaft,
iſt ein erſtrebenswertes Ziel. Das Reichseiſenbahnamt
möge eine ſegensreiche Tätigkeit entfalten, zunächſt in der
Herbeiführung von Uebereinkommen über die
Tariffeſt=
etzung. Das Amt möge auch auf den Ausbau der
inter=
nationalen Verkehrsabkommen achten. (Beifall bei den Nl.)
Präſident des Reichseiſenbahnamtes Wackerzapp:
Den ehrenden Worten für meinen Amtsvorgänger ſchließe
ich mich voll und ganz an. Bezüglich der von dem Abg.
Carſtens vorgebrachten Klage über zu niedrige Löhne
be=
merke ich: Man kann die Löhne nur in Etappen und
nach den Lebensbedingungen der einzelnen Gegenden
auf=
beſſern. Die hohen Löhne des Weſtens können nicht ohne
weiteres auf andere Gegenden übertragen werden. In den
letzten Jahren waren die Klagen geringer als früher;
wei=
teren Wünſchen kann die Verwaltung heute bei dem beſten
Willen nicht entſprechen. Es iſt gewünſcht worden, die
in=
ternationalen Abkommen betreffend die Frachtgebühren
einige Zeit vor ihrem Inkrafttreten bekant zu geben. Das
internationale Tarifkomitee empfiehlt hierfür eine
zwei=
monatliche Publikationsfriſt. Die internationale
Rege=
lung der Perſonentarife nach dem Vorbilde der
Fracht=
tarife dürfte bald verwirklicht werden. Die Schweiz hat
einen entſprechenden Entwurf ausgearbeitet.
Abg. Zietzſch (Soz.): Wir meinen, daß das Amt
nicht den Vorausſetzungen entſpricht, die bei Schaffung der
Verfaſſung maßgebend waren, weil ſeinen
Zentraliſie=
rungsbeſtrebungen die Dezentraliſation der Einzelſtaaten
entgegenſteht. Beſonders die thüringiſchen Staaten haben
über das mangelnde Entgegenkommen Preußens zu klagen;
dabei zieht Preußen einen erheblichen Reingewinn aus
ſei=
nen thüringiſchen Bahnen.
Präſident Wackerzapp: Die Hauptvorwürfe des
Vorredners ſind bereits im vorigen Jahre durch meinen
Vorgänger eingehend und zwar unter allſeitigem Beifall
zurückgewieſen worden. Im übrigen müßte der Vorredner
bei ſeinem Standpunkte das Reichseiſenbahnamt in ſeiner
Stellung ſtärken, anſtatt es fortgeſetzt als ohnmächtig
hin=
zuſtellen. Die thüringiſchen Bahnen hat Preußen gebaut,
wenigſtens mit den ſonſt üblichen Zuſchüſſen, und es hat
jetzt auch ein Anrecht auf Gewinn, entſprechend ſeinem
Anlagekapital. Thüringen iſt hinſichtlich ſeiner Bahnen
nicht ſchlechter geſtellt als irgend ein anderes Gebiet
Deutſchlands.
Abg. Pfeiffer (Zentr.): Der neue Präſident möge
die Schund= und Schmutzliteratur von den Bahnhöfen
ent=
fernen. Die Raucher werden auf den preußiſchen Bahnen
ungebührlich zurückgeſetzt — Abg. Storz (ſüdd. Vp.): Den
thüringiſchen Staaten gegenüber ſollte die preußiſche
Ei=
enbahnverwaltung mehr Entgegenkommen zeigen. Auch
von Württemberg her kommen immer neue Klagen. — Abg.
Behrens (wirtſch. Vgg.): Bei Vergebungen von
Ma=
teriallieferungen ſollte die Siegerländer Induſtrie mehr
berückſichtigt werden.
Die Arbeiterlohnverhältniſſe ſind
völlig ungenügend. Darin liegt eine große Gefahr für die
Betriebsſicherheit. Die Dienſtzeit der Lokomotivführer
muß gekürzt werden. — Abg. Weber (nl.): Man ſollte
auf den Bahnhöfen die politiſche Preſſe nicht beſchränken.
Der neue Präſident möge es ermöglichen, daß man überall
im Deutſchen Reiche ſein Gepäck nach irgend einem Orte
aufgeben kann. — Abg. Bindewald (wirtſch. Vgg.):
Unſerem Eiſenbahnweſen fehlt die Großzügigkeit.
Beſon=
dere Mißſtände beſtehen auf den oberheſſiſchen Linien, auch
für den Güterverkehr. Mit dem Verkaufsverbot der
ſozial=
demokratiſchen Zeitungen erreicht man nichts, vielmehr
ſollte man die Erpreſſerpreſſe (Zuruf: Wahrheit!) vom
Bahnhofsverkauf ausſchließen, ſonſt leiſtet die
Eiſenbahn=
verwaltung dem Erpreſſerhandwerk Vorſchub. (Lebhaftes
Sehr richtig! auf allen Seiten.) — Abg. Lehmann=
Wiesbaden (Soz.): In ſeinen Klagen über die
Revolver=
preſſe und deren Urheber — wir wiſſen, wen er meint
ſtimme ich mit dem Vorredner völlig überein. In Bezug
auf Zentraliſation des Eiſenbahnweſens ſtehen wir noch
heute auf dem gleichen Standpunkt wie 1870. Der
Aus=
ſchluß politiſcher Zeitungen iſt ein Mißbrauch der Macht.
Präſident Wackerzapp: Ueber die Dienſt= und
Ruhezeiten der Beamten haben alle deutſchen
Verwaltun=
gen unter Mitwirkung des Reichseiſenbahnamtes beſtimmte
Vorſchriften erlaſſen. Danach beträgt die Dienſtzeit im
Höchſtfalle 14 Stunden, iſt aber dann durch längere
Ruhe=
pauſen unterbrochen oder aber weniger anſtrengend. Die
Erfahrungen mit dem Güterwagenverband ſind bei den
Erſparniſſen, die ſie gebracht haben, ſehr günſtig geweſen.
Der Etat wird genehmiigt.
Es folgt die zweite Leſung des
Nachtragsetats für die Schutzgebiete.
Der Nachtragsetat ſieht für Zölle und aus der
Berg=
verwaltung für Südweſtafrika ein Mehr von 1800000 Mk.
vor; zur Verhinderung des Diebſtahls und Schmuggels
von Diamanten, ſowie zu ſonſtigen notwendigen
Maß=
nahmen aus Anlaß der Auffindung von Diamanten
wer=
den 1040000 Mark gefordert (zugeſetzt ſind 240000 Mark);
zur Gewinnung von Diamanten werden verlangt 160000
Mark und für den Umbau der Bahnſtrecke Karibib-
Wind=
huk, ſowie zum Bau der Nord=Südbahn als erſte Rate
4 900 000 Mark (zugeſetzt ſind 1 400000 Mark.) Hierzu
lie=
gen vor eine Petition um ſchleunigen Ausbau des
Ha=
ens von Tanga und Petitionen und eine Depeſche an das
Reichstagspräſidium wegen Einleitung einer Unterſuchung
über die Tätigkeit und Konzeſſion der Deutſchen
Diaman=
tengeſellſchaft.
Der Kommiſſionsberichterſtatter Semler
bean=
tragt, dieſe Petitionen für erledigt zu erklären, bezw.
über ſie zur Tagesordnung überzugehen. — Abg.
Lede=
bour (Soz.): Den Anſiedlern in Oſtafrika wird von
der Kolonialverwaltung jedes Riſiko überlaſſen. Die
Verwaltung lehnt jede Verantwortung, aber auch ſelbſt
jede Ermutigung ab. Der Beweis iſt nicht erbracht,
daß Deutſche, Handwerker, Arbeiter uſw. in Oſtafrika
ihren Unterhalt gewinnen können. Die klimatiſchen
Verhältniſſe ſind derart, daß ſie ſich dort gar nicht auf
die Dauer halten können. — Abg. Arning (natl!):
Von jeher haben die Sozialdemokraten ſich bemüht,
unſere Kolonien vor dem Volke herabzuſetzen. Ich
kann konſtatieren, daß der Aufenthalt in den
oſtafrika=
niſchen Hochländern durchaus geſund zu erachten iſt.
Oſtafrika iſt nicht ungeſunder als Süd=Ungarn. Dazu
kommt, daß das oſtafrikaniſche Hochland nur dünn
be=
völkert iſt. Zur Anſiedelung eignet es ſich ſehr gut.
Die Bewilligung der erforderlichen Koſten wird dem
ganzen Vaterlande zum Segen gereichen. (Beifall
rechts und bei den Nationalliberalen.) — Abg. v.
Lie=
bert (Rchspt.): Unſere Anſichten über Oſtafrika ſind
nicht ntopiſcher als die der Sozialdemokraten über
ge=
wiſſe andere Dinge. In Oſtafrika gibt es in den
Hoch=
ländern gemäßigtes und ſogar alpines Klima, ähnlich
wie in Braſilien. — Abg. Erzberger (Ztr.): Wie
die künftige deutſche Generation in Oſtafrika ſich
ent=
wickeln wird, ſteht mit dem Bahnbau in keiner
Be=
ziehung. Die Möglichkeit, eine dichtere Anſiedelung zu
ernähren, iſt durchaus gegeben. Die Belaſtung der
Stenerzahler iſt auch nicht zu groß. Die Rentabilität
der Bahn iſt erwieſen. — Abg. Ledebour (Soz.)
deu=
tet das Schweigen Dernburgs dahin, daß er ſeine
An=
ſicht geändert habe und jetzt den Anſiedelungsideen
zu=
ſtimmt.
Staatsſekretär Dernburg weiſt dieſe Aeußerung
entſchieden zurück.
Nach Bemerkungen Ledebours ſchließt die
Debatte. Einige Kapitel werden bewilligt und die
Weiterberatung auf Dienstag 1 Uhr vertagt:
Reſt der heutigen Tagesordnung, Ueberſicht der
Ein=
nahmen und Ausgaben der Verwaltung der
Maria=
nen, Karolinen und Samoa, Militär=Etat. — Schluß
4½ Uhr.
* Berlin, 21. Jan. Die
Budgetkommiſ=
ſion des Reichstages beſchäftigte ſich heute mit
der Zuſammenſetzung der Bevölkerung und den
Ver=
hältniſſen der Gemeinden in Südweſtafrika.
Staats=
ſekretär Dernburg konſtatierte, daß das deutſche
Volks=
tum im Schutzgebiete im letzten Jahre keine Fortſchritte
gemacht habe. Auch werde ſehr viel prozeſſiert. Dem
Landesrat das Recht zur Beſchlußfaſſung zu geben,
er=
ſcheine noch nicht angängig. Der Antrag Erzberger,
nach welchem den Gemeinden auch für ihre zukünftige
Entwickelung genügend Land vorbehalten bleiben und
ihnen ausreichende Steuerquellen zur Verfügung
ge=
ſtellt werden ſollen, wird angenommen.
* Berlin, 21. Jan. Die
Wahlprüfungs=
kommiſſion des Reichstages erklärte die Wahl von
Kleye (natl., 2. braunſchweigiſcher Wahlkreis) gegen
vier Stimmen für ungültig. Die Wahl von
Gle=
watzki (Zentrum, 3. Oppeln) wurde für gültig
er=
klärt.
Luftſchiffahrt.
* Paris, 21. Jan. Aus Oran wird berichtet,
daß der Flieger Olieslagers geſtern nachmittag
auf dem Flugplatze von Senia mit ſeinem Monoplan
in die Telegraphendrähte einer Eiſenbahnlinie geriet.
Die Drähte zerſchnitten das vom Benzinreſervoir zum
Motor führende Rohr. In einigen Minuten ſtand der
Aeroplan in Flammen und ſtürzte zu Boden.
Olies=
lagers blieb, abgeſehen von einer leichten Brandwunde
im Geſicht, wunderbarerweiſe unverletzt.
Unwetter und Hochwaſſer.
* Bingen, 21. Jan. Da der Rhein ganz bedeutend
geſtiegen iſt, wurden die unteren Kaimauern, auf denen die
Sand= und Braunſteinlager ſich befinden, überſchwemmt.
In ſtarkem Steigen iſt die Nahe begriffen, die geradezu
Hochwaſſerſtand aufweiſt. Auch die in die Nahe
münden=
den Bäche bringen Hochwaſſer mit. Die flachen Ufer der
rechten Seite der Nahe ſind im unteren Bezirke teilweiſe
überſchwemmt.
* Mannheim, 21. Jan. Der Waſſerſtand des
Rheines iſt in der vergangenen Nacht von 5,17 Meter
um 1,31 Meter auf 6,48 Meter, der des Neckars von 6,11
Meter um 0,95 Meter auf 7,06 Meter weiter geſtiegen. Auch
in Maxau iſt der Waſſerſtand des Rheines von 5,58 Meter
auf 6,40 Meter angewachſen. Vom Oberrhein wird ein
raſches Fallen des Waſſerſtandes gemeldet, auch von
Heilbronn wird ein raſches Fallen des Neckars gemeldet.
* Metz, 21. Jan. Die Moſel iſt ſeit Mittwoch um
faſt 2 Meter geſtiegen und erreichte geſtern abend einen
Pegelſtand von 6,12 Meter. Das Waſſer fällt aber jetzt
langſam. Das ganze Moſeltal, ſoweit die Blicke reichen,
iſt in einen gewaltigen See verwandelt, nur wenige,
Baumgipfel und Dächer ragen aus den Fluten hervor. Die
Bewohner der Symphorieninſel wurden durch Kähne und
Flöße aus ihrer bedrängten Lage befreit. Die Friedhöfe
ſtehen zum Teil unter Waſſer.
* Hamburg., 21. Jan. Die andauernden
Regen=
güſſe haben in den Elbmarſchen zu ſchweren
Hochwaſſer=
kalamitäten geführt. Im Lande Hadeln ſtehen
mei=
lenweit Landflächen unter Waſſer. Der Verkehr iſt nur
noch mittels Fahrzengen möglich.
* Wien, 21. Jan. Infolge heftiger Schneeſtürme,
die im Weſten der Monarchie in den letzten Tagen
herrſch=
ten, ſind die direkten telegraphiſchen Verbindungen von
Wien mit der Schweiz und Frankreich unterbrochen. Der
Depeſchenverkehr muß über Umwege geleitet werden; auch
mit Rom iſt die direkte Drahtverbindung unterbrochen.
Innsbruck, 20. Jan. Aus ganz Tirol werden
ungeheure Schneefälle gemeldet. Die telephoniſchen
und telegraphiſchen Verbindungen ſind zum großen Teil
unterbrochen; auch der Zugverkehr erleidet große Störun
gen, da viele Züge im Schnee ſtecken blieben oder die
Bahnlinien durch Lawinen verlegt ſind. Die in vielen
Tä=
lern niedergegangenen Lawinen richteten jedoch bisher
größeren Schaden nicht an.
Mailand, 21. Jan. Auf dem Tyrrheniſchen Meer
wütet ſeit zwei Tagen ein ſchwerer Sturm. Fünf
Segel=
ſchiffe ſcheiterten an der Toskaniſchen Küſte. Der
Seepoſt=
verkehr und das Unterſeekabel mit Livorno ſind
unter=
brochen.
* Paris, 20. Jan. Infolge Hochwaſſers iſt der
Bootsverkehr auf der Seine eingeſtellt. Auch aus der
Pro=
vinz laufen immer neue Unglücksnachrichten ein. Bei
Belfort ſteht das Gelände weithin unter Waſſer; die
Eiſenbahnverbindung mit Baſel iſt unterbrochen. In
Beſangon ſind alle Kellerräume überſchwemmt. Aus
Beſangon ſind Truppen den Einwohnern von Mont=
beliard zu Hilfe geeilt, wo die Poſt und ihre Beamten
vom Verkehr abgeſchnitten ſind. Der angeſchwollene
Doubs führt zahlreiche Tierleichen mit ſich. In
De=
cault (Dep. Sarthe) ſtürzte ein Zug in eine Schlucht
in=
folge Senkung des Erdreichs, die durch den Regen
herbei=
geführt wurde; 2 Perſonen büßten dabei ihr Leben ein,
ſieben Perſonen wurden verletzt.
Der Brand des türkiſchen
Parlaments=
gebäudes.
* Konſtantinopel, 20. Jan. Die
Unterſuchungs=
kommiſſion konſtatiert, daß die Urſache des
Bran=
des des Parlamentsgebäudes keineswegs an der
Hei=
zungsanlage liege; ſie neigt der Anſicht zu, daß es ſich um
einen verbrecheriſchen Anſchlag handelt. Die
verſchiedenen in der Stadt verbreiteten Gerüchte konnten
bisher nicht auf ihre Stichhaltigkeit geprüft werden. —
Ei=
nem Beſchluß des Miniſterrats zufolge wird die Kammer
in dem unweit des Yildiz gelegenen Hauſe des früheren
Kriegsminiſters Riza ihre Sitzungen abhalten. Die
Vor=
legung des Programms der Regierung wurde auf
Sonn=
tag vertagt.
* Konſtantinopel, 21. Jan. Die Kammer
hielt geſtern eine Sitzung im Deputiertenklub ab. Sie
verhandelte über die durch den Brand des
Parla=
mentsgebäudes notwendig gewordenen
Maßnah=
men. Außerdem wurde die Abſendung eines
Dank=
telegramms auf die vom deutſchen Reichstage
einge=
gangene Beileidsdepeſche beſchloſſen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 21. Jan. Das aus dem
Kunſtgewerle=
muſeum geſtohlene Bronzerelief, Friedrich
den Großen als Reiter darſtellend, iſt in vergoldetem
Kupfer gefaßt und modelliert von Schadow.
* Berlin, 21. Jan. Die „B. 2‟ meldet aus
Madrid: Auch auf einem zweiten, dem Herzog von
Benvent gehörigen Pachthofe wurde eine
Falſch=
münzerwerkſtätte entdeckt. Der Herzog wird
heute nach Guadix überführt, um dem
Unterſuchungs=
richter ausgeliefert zu werden.
* München, 21. Jan. Ein Münchener Bürger, der
ungenannt bleiben will, ſtellte zur Erbauung eines
Bürgerheims 500000 Mark zur Verfügung.
Die bürgerlichen Kollegien ſtellten den gleichen Betrag
in Ausſicht. Die Stadtgemeinde trat hierfür bereits
ein entſprechendes Grundſtück in der Nähe des Schloſſes
Nymphenburg ab.
* Gelſenkirchen, 21. Jan. Die Verwaltung der Zeche
„Holland” teilt mit, daß die
Aufräumungs=
arbeiten raſch vonſtatten gehen. Man hofft, im
Laufe des Tages die Verunglückten zu bergen, falls ſich
nicht nnerwartete Hinderniſſe in den Weg ſtellen.— Die
von anderer Seite verbreitete Meldung, man habe ſich
heute morgen mit den Verſchütteten verſtändigt, iſt
falſch. Seit vorgeſtern nachmittag hörte man von ihnen
nichts mehr.
* Gelſenkirchen, 21. Jan. Um 12 Uhr 30 Minuten
mittags gelang es, eine Verbindung mit den
Ver=
ſchütteten herzuſtellen. Von 5 wurden
Lebenszei=
chen wahrgenommen. Ueber das Schickſal des Sechſten
iſt nichts bekannt. Man iſt bis auf 2½ Meter zu den
Verſchütteten vorgedrungen. Ihre Bergung dürfte in
2 bis 3 Stunden erfolgen.
* Gelſenkirchen, 21. Jan., 6 Uhr abends. Die 6
ver=
ſchütteten Bergleute ſind noch am Leben.
Die Rettungsarbeiten werden jedoch noch längere Zeit
in Anſpruch nehmen.
* Wilhelmshaven, 21. Jan. Der neu entdeckte
Komet, der geſtern abend zwiſchen 5 und 6 Uhr hier
am ſüdweſtlichen Abendhimmel mit bloßem Auge ganz
deutlich beobachtet wurde, ſtand ziemlich tief am
Hori=
zont, links von dem Punkt, wo die Sonne untergeht.
Die Länge des Schweifs betrug 5 bis 6 Grad.
* Miesbach (Bayern), 21. Jan. In dem
Kohlen=
bergwerk bei Hausham iſt in der vergangenen Nacht
eine 350 Meter lange Strecke eingeſtürzt. Heute
früh konnte die Belegſchaft nicht einfahren. Wie der
„Miesbacher Anzeiger” meldet, werden bisher zwei
Bergleute vermißt.
* Odenſe, 21. Jan. Bei einem ſeit Neujahr
er=
krankten Hafenarbeiter wurden jetzt die ſchwarzen
Pocken feſtgeſtellt. Seine Frau und ſeine beiden
Kin=
der, ſowie der behandelnde Arzt und zwei Mädchen ſind
ebenfalls erkrankt. Alle ſieben Perſonen wurden in
eine Quarantäneanſtalt gebracht. Die Krankheit
ver=
läuft glimpflich. Es beſteht die Möglichkeit, daß noch
mehr Perſonen angeſteckt ſind, da die Patienten bisher
nicht iſoliert waren. Heute wurden ſämtliche Schulen
und Vergnügungsetabliſſements geſchloſſen, eine
allge=
meine Impfung angeordnet und ſonſtige
Vorſichtsmaß=
regeln getroffen. Die Krankheit wurde durch den
Dampfer „Tialve” aus Windau eingeſchleppt.
* Bern, 21. Jan. Im Kanton Wallis, oberhalb
Evolene, wurden drei Männer, welche Vieh beſorgen
wollten, von einer Lawine fortgeriſſen und noch nicht
aufgefünden.
* Rom, 21. Jan. Bei dem Konſtruktionszeichner
Al=
bert Cordon, der ſeit 1908 im Marineminiſterium
be=
ſchäftigt iſt, wurde auf begründete Beſchuldigungen, die
gegen ihn erhoben wurden, in der vergangenen Nacht eine
Hausſuchung abgehalten, wobei mehrere dem
Ma=
rineminiſterium gehörige Zeichnungen gefunden wurden,
die ſich aber weder auf die Verteidigung Italiens zur See
noch auf Schiffsneubauten beziehen. Cordon iſt zur
Ver=
ügung der Gerichtsbehörde geſtellt.
* London, 21. Jan. Der Herzog und die Herzogin
von Connaught ſind mit dem Prinzen Arthur
heute nach Oſt=Afrika abgereiſt. König Edward hatte
ſich zur Verabſchiedung auf dem Bahnhofe eingefunden.
* London, 21. Jan., 1 Uhr nachmittags. Gewählt
ind bis jetzt: 172 Unioniſten, 141 Liberale, 29
Mitglie=
der der Arbeiterpartei und 54 Nationaliſten. Die
Uniy=
niſten gewinnen 77, die Regierungspartei 10 Mandate.
— Der liberale Einpeitſcher Peaſe iſt in Saffron=
Wal=
den (Eſſex) dem Unioniſten Preby unterlegen. Peaſe
erhielt 4011, Preby 4283 Stimmen.
* Konſtantinopel, 21. Jan. Der
Kriegsmini=
ſter Mahmud Schewket Paſcha gab geſtern zu
Ehren des Generaloberſten Frhrn. v. d. Goltz ein
Abſchiedseſſen, an welchem teilnahmen: die
Mar=
ſchälle Ghazi Muktar Paſcha und Fnad Paſcha, etwa=30
höhere türkiſche Offiziere und ferner Marſchall
Strem=
pel. Der Kriegsminiſter toaſtete auf den deutſchen
Kai=
ſer und auf die deutſche Armee unter dem Ausdruck des
tiefſten Dankes für die Entſendung deutſcher Offiziere
nach der Türkei, insbeſondere des allgemein verehrten
Generals von der Goltz. Dieſer erwiderte mit einem
Trinkſpruche auf den Sultan und die fürkiſche Armee.
Weiter ſprachen Freiherr von der Goltz auf den
Kriegs=
miniſter und Ghazi auf Freiherrn von der Goltz.
Sämt=
liche Toaſte wurden mit großer Begeiſterung
aufge=
nommen.
Nummer 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Seite 7.
2 Ahen, 21. Jan. Der Finanzminiſter
ver=
öffentlicht im Namen der Regierung eine Erklärung,
in welcher lebhaft gegen den von mehreren Blättern
angeregten Gedanken von der Einberufung einer
Nationalverſammlung proteſtiert wird. Er
weiſt nach, daß dieſe Einberufung eine Menge
Gefah=
ren in ſich bergen und die Ausführung von Reformen
ſtören würde.
* New=York, 21. Jan. Ein Telegramm des „New=
York Herald” meldet aus Peking: Ein
Kaiſer=
liches Edikt wurde veröffentlicht, das die formelle
Genehmigung des Thrones zu dem Abkommen,
betref=
fend die amerikaniſche Anleihe für den Bau der
Eiſen=
bahn von Tſchin=Tſchou=Fu über Zizikar nach Aigun,
enthält. In dem Abkommen wird die Höhe der Anleihe
mit 50 Millionen Dollars angegeben. Die
Bauausfüh=
rung ſoll an die engliſche Firma Paullings vergeben
werden. Amerika wird einen großen Teil der
Inge=
nieure ſtellen und die Hälfte des Materials, das im
Auslande gekauft wird, liefern. Das Abkommen ſieht
ſchließlich vor, daß andere Nationen einen kleinen
Au=
teil an der Anleihe erhalten dürfen.
Schneebericht.
Felsberg 10 Zentimeter, Lindenfels 3 Zentimeter (
Ro=
delbahn gut), Beerfelden 5 Zentimeter, Michelſtadt 2
Zen=
timeter (ſchneit weiter), Feldberg i. T. 25—30 Zentimeter
(Skibahn gut.)
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Mina Schneider
VERLOBTE
Darmstadt
Mainz
16. Januar 1910.
Danklagung.
Für die zahlreichen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme an dem plötzlichen Dahinſcheiden meines
lieben Gatten, unſeres guten Vaters, Schwagers
und Onkels, des
(1989
Herrn Michael Eckardt
Bierbrauer
ſagen wir aufrichtigen Dank, insbeſondere Herrn
Pfarrer Widmann für die tröſtenden Worte am
Grabe, dem Perſonal der Brauereien J. Diſchinger,
„Zur Krone”, Louis Heß, ſowie derer „Zum
goldenen Anker”. Ferner gedenken wir auch derer,
welche ihm noch das letzte Geleite gegeben haben.
Nameng der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Adelheid Eckardt Wwe. nehſt Sohn.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Mannes,
unſeres Vaters und Sohnes, ſagen wir Allen,
ins=
beſondere Herrn Pfarrer Widmann und den Ge=
(1940
meindeſchweſtern, innigſten Dank.
Lina Scherer und Kinder,
Ph. Scherer, Spenglermeiſter.
Darmſtadt, den 19. Januar 1910.
Todes-Anzeige.
Heute abend 9¼ Uhr entschlief nach kurzem Kranksein im 53.
Lebens-
jahre mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwager und Onkel
Herr Geore
Eik
Kaufmann.
Um stille Teilnahme bitten
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Elise Link, geb. Pohl, u. Sohn.
Darmstadt, den 20. Januar 1910,
Ohlystraße 33.
(1985
Die Einsegnung findet Samstag, den 22. Januar 1910, um 6 Uhr nachmittags im Hause, die
Feuerbestattung Sonntag, den 23. Januar 1910, um 3 Uhr nachmittags, in Mannheim statt.
Kondolenzbesuche dankend verbeten.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute mittag entſchlief plötzlich meine gute
Frau
Lina Rapp geb. Volz
infolge eines Hirnſchlages.
Um ſtille Teilnahme bittet
im Namen der Hinterbliebenen:
Mathias Rapp.
Darmſtadt, den 21. Januar 1910.
Kahlertſtraße 3.
(2030
Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags
2½ Uhr, vom Sterbehaus Kahlertſtraße 3 aus,
ſtatt. Die Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Allen Freunden und Bekannten zur
Nach=
richt, daß unſere liebe Schweſter und Tante
Fräulein Charlotte Buxmann
nach kurzem Krankenlager heute morgen ½8 Uhr
im nahezu vollendeten 87. Lebensjahre
ver=
ſchieden iſt.
(2029
Im Namen der Hinterbliebenen:
Dr. Karl Buxmann,
Geh. Ober=Med.=Rat i. P.
Darmſtadt, den 21. Januar 1910.
Die Beerdigung findet Montag, 24. ds. Mts.,
vor=
mittags 11 Uhr, von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.
Blumenſpenden u. Trauerbeſuche dankend verbeten.
eie eet
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Unter
dem Einfluß des weſtlichen Hochdruckgebietes iſt in der
Nacht weitere geringe Abkühlung eingetreten, ſodaß auch
in den Ebenen leichter Froſt eingetreten iſt. Dabei iſt
ſtrichweiſe, beſonders in Oberheſſen, leichter Schnee
gefal=
len. Da immer noch kleine Randwirbel vorhanden ſind, iſt
auch morgen noch ſtrichweiſe Schnee zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen am Samstag, den 22. Januar:
Froſt langſam zunehmend, ſtrichweiſe leichter Schnee.
Tageskalender.
Samstag, 22. Januar.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
92. Vereinsabend des Inſtrumentalvereins um 8¼ Uhr
im „Fürſtenſaal”
Franzöſiſcher Vortrag von Dr. Thomas um 8 Uhr
im Muſikvereinsſaal.
Geburtstagsfeier S. M. des Kaiſers um 8 Uhr in
der „Ludwigshalle‟ (Kriegerkameradſchaft Germania),
Ball des Oekonomenvereins um 8 Uhr im „Schützenhof”
Maskenbälle: Brennerklubs Wallachei” um 8 Uhr
im „Rummelbräu” — Klub „Fröhlichkeit” um 8 Uhr
auf Hugenſchütz” Felſenkeller.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Sonntag, 27. Januar.
Großh. Hoftheater, Anfang 6 Uhr: „Die Walküre”.
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Vortrag von H. Dirkſen um 4½ Uhr Neckarſtraße 22.
Gemeindeabend der Petrusgemeinde um 7½ Uhr
im Gemeindehaus.
Hauptverſammlung der Turngeſellſchaft um 3 Uhr
im Vereinslokal.
Generalverſammlung des Geſangvereins
Lieder=
zweig um 4 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Muſik= und Geſangsfeſt der Narrhalla um 8.11 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Damen= und Herrenſitzung der Geſellſchaft
Harm=
loſe um 6.11 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 Uhr im Reſtaurant „Zur Sonne”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Konzert um 8 Uhr im Saalbau.
Konzert in der „Alten Poſt”
Fußball=Wettkampf um ½3 Uhr auf dem Olympia=
Sportplatz an der Heidelbergerſtraße.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 24. Januar.
Hofreite=Verſteigerung des Peter Lotz (
Becker=
ſtraße 9) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Acker=Verſteigerung des Bäckermeiſter Ad. Handſchuh
um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr
in der Gaydoulſchen Gaſtwirtſchaft zu Hahn bei Ober=
Ramſtadt.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr
im Nieder=Ramſtädter Gemeindewald; Zuſammenkunft
im Bonstal am Eingang des Waldes.
Stammholz=Verſteigerung im Pfungſtädter
Ge=
meindewald; Zuſammenkunft am Bahnwärterhaus
Malcher Weg.
Nutzholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Gundern=
häuſer Gemeindewald; Zuſammenkunft auf dem
Meſ=
ſeler Weg am Eingang des Waldes.
Stamm= u. Brennholz=Verſteigerung um 10 Uhr
im Georgenhäuſer Gemeindewald; Zuſammenkunft bei
Gaſtwirt Schneider am Bahnhof Meſſel.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
20
A
Da
Pilsnern5 c
Münchner
Hell Exvort
VeisveFdrerbrere
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18.
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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
12)
Sei doch nicht ſo grob, Tjalda, bat das Mädchen
ſanft, ihre Hand ſchmeichelnd der Magd
entgegen=
ſtreckend. Es iſt ſo ſchön, wenn Großvadding erzählt.
Ganze Geſchichten kann ich mir dabei denken.
Ganz verrückt biſt Du auch, tadelte Tjalda. Ich
hab’s ja immer geſagt, es taugt nicht für Dich, daß Du
immer in den Gorlingshof liefeſt. Aber Ekke Thornſen
wollte es ſo, und nicht mal der Kapitän, Herr Olaf,
konnte was dagegen machen, als er von der weiten
Reiſe wiederkam und ſah, daß Du ein vornehmes
Fräu=
lein geworden warſt, das gar nicht mehr in unſer altes
Frieſenhaus paßt.
Tjalda, alte, närriſche Tjalda! Sei doch nicht ſo
grantig und ſieh’ mich an. Bin ich nicht Deine alte
Dorret, die Dich lieb hat? Sieh, Großvader nickt ſchon
in ſeinem Stuhl, da laß mich hier auch noch ein wenig
träumen. Schlafen kann ich doch nicht bei dem Graus
da draußen. Ich höre ſo gern, wenn der Sturm tobt,
und oft lauſche ich dem Donnern der Wogen die ganze
Nacht.
Sollteſt auch was Beſſeres tun, grollte die Alte.
Na, ich geh’ in die Klappe. Morgen früh muß ich zeitig
heraus, und meine alten Glieder wollen auch nicht
mehr ſo wie ſie möchten.
Sorgſam verlöſchte Tjalda das Licht, dann ſchlürfte
ſie hinaus.
Das Schiff, das von der Decke herabhing, ſchwankte
in dem unſicheren Licht des Herdfeuers geſpenſtig auf
und nieder. Ekke Thornſen ſaß ganz im Dunkeln und
ſchlief. An ſeine Knie geſchmiegt die blonde Enkelin,
ſah mit großen Augen in die Flammen und lauſchte
ſinnend in die Sturmnacht hinaus.
Hoiahoi! klang es wie Geiſterruf.
Dorret ſchauerte leicht zuſammen. Wer mochte es
ſein, der da draußen mit dem Tode rang?
War es jemand, um den andere Leid trugen, oder
waren es ſolche, die niemand auf Erden hatten, die
ein=
ſam waren wie ſie, ganz einſam?
Nicht mal Undine hatte ſie mehr, nein, auch dieſe
nicht, die ſie ſo ſehr geliebt, die ſie ſeit ihren früheſten
Kindertagen angebetet hatte. Seit das eine, das
Un=
begreifliche geſchehen, ſeit der Stunde, da ihr Undine
geſagt, daß ſie die Frau des neuen Herrn werden wollte,
des Eindringlings, den Dorret haßte, da war ſie wie
zerſchlagen heimgekehrt in die Wiedingharde, und ſie
hatte nicht mehr froh werden können, weil eine ſo heiße
Angſt um Undine ſie folterte, Tag und Nacht.
Einſt, da hatte ſie nach Mädchenart bunte Träume
mit der frohen Geſpielin geſponnen. Ein
Märchen=
prinz mußte es ſein, der kommen würde, um ihre
Un=
dine zu freien. Ein Uebermaß von Liebe ſollte er über
ſie hinſtrömen, ein wonniges Glück ihr bereiten. Kraft
und Schönheit und die herrlichſten Tugenden mußten
ſein eigen ſein.
Und nun war der ernſte, finſtere Mann, der nie
lachte, Undines Gatte geworden? Ganz ſtill, ohne
Sang und Klang, in der kleinen Kirche, in der noch der
Duft der Totenkränze um den verſtorbenen Vater hing.
Dorret hätte wild aufſchreien mögen, als die Braut ſo
ernſt, ſtumm und bleich an der Seite des Mannes vor
dem Altar ſtand, der kaum einen Blick für Undine
hatte.
Er iſt ſchrecklich, Undine, hatte ſie kurz nach dem
ſtillen Mahl, als ſie der Freundin half, die Reiſekleider
anzulegen, heftig aufgeſchluchzt. Wie konnteſt Du ihn
nur nehmen, ihn, der Dein Feind iſt?
Schweige, Dorret, hatte Undine ernſt und beſtimmt
zurückgegeben. Frage nicht. Es mußte ſein: Wenn
ich zurückkehre, wirſt Du Dich an den Gedanken
ge=
wöhnt haben.
Warum bleibſt Du nicht hier? Wie kannſt Du es
über Dich gewinnen, mit dem fremden Mann
hinaus=
zuziehen in die Welt, den Du gar nicht kennſt und den
Du gar nicht magſt?
Es iſt ſein Wunſch, hatte Undine mit einem
ſelt=
ſamen Lächeln um den Mund zurückgegeben. Er meint,
die Hochzeitsreiſe würde uns den Verkehr erleichtern
und uns der Welt als regelrechtes Ehepaar zeigen. Im
übrigen wird Reimar Randolt nur wenig auf dem
Gorlingshof ſein. Dieſer bleibt wenigſtens unſer.
Du haſt Dich verkauft, hatte Dorret aufgeſchrien,
elend verkauft an dieſen Menſchen, der es wagt, Dich
als Kauſpreis zu fordern. Verkauft um die anderen,
nicht kür Dich.
Still, ſtill, Kleines, hatte Undine gebeten. Es war
ſelbſt mein Wunſch und Wille. Nun werde ich, was,
wie ſie ſagen, meine arme Mutter war, eine Nebelfrau.
Es hatte ſo ſeltſam gezuckt in dem weißen Geſicht
mit den dunklen Augen, und Dorret hatte laut
aufge=
weint.
Und dann war Undine zurückgekehrt von der
Hoch=
zeitsreiſe, aus einem fernen Lande, wo immer die
Blumen blühen und Graf Reimar mit ihr.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
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gereicht und hatte ſie „ſchöne Feindin” angeredet.
O, wie ſie ihn haßte, den Stolzen, Spöttiſchen,
Herri=
ſchen, dem Undine zu eigen war, und den ſie nicht liebte,
ſie, die geſchaffen war, einem Mann ſo reiches Glück zu
geben.
Ein ſeltſames Paar, die beiden im Gorlingshof. Er
war faſt nie daheim, und jetzt ſprach man ſchon wieder von
einer großen Weltreiſe, die er im nächſten Frühjahr
antre=
ten wollte.
Und Undine wurde immer ſchöner, ſtolzer und
blei=
cher. Wie Märchenduft ſpann es ſich um ihre herrliche
Ge=
ſtalt, wie ein Märchenſchein um ihr ſchimmerndes Haupt,
das ſie hoheitsvoll trug mit ſeiner rotflimmernden
Haar=
pracht, die wie aus Sonnenfäden gewoben erſchien.
So ſann Dorret bei dem verlöſchenden Herdfeuer in
der Sturmnacht, während die Fenſter klirrten und der
weiße Giſcht der Wogenkämme über die Dünen hinweg
gegen die Scheiben flog. Brauſend und ziſchend grollte
das Meer.
Das plötzlich ein dröhnender Schlag, als wenn Felſen
zerriſſen, und dann einen Augenblick lautloſe, beängſtigende
Stille.
Großvader, rief Dorret ängſtlich, den Alten
wachrüt=
telnd. Großvader, wacht auf! Dort drüben am Felſenriff
iſt, glaube ich, ein Schiff zerſchellt. Hört doch, Großvader!
Ja, ja, nickte Ekke Thornſen. Im Nebel, im Nebel.
Hei, das wird luſtig, wenn die Trümmer fliegen, die
Ma=
ſten verſchwinden, die Brandung brüllt. Hörſt Du es nicht?
Und dann wird es ſtill, totenſtill. Komm, Dorret, ich will
jetzt ſchlafen gehen. Die da draußen auf dem wilden
Meere waren, ſchlafen jetzt auch.
Sorglich geleitete Dorret den Großvater in die
Kam=
mer.
Als ſie zurückkehrte, ſtand in ihrem jungen Geſicht eine
e e
Holzſcheite in des Herdes Glut.
Den großen, kupfernen Waſſerkeſſel, der vom Hebbom
über dem Feuer herabhing, füllte ſie fürſorglich mit
fri=
ſchem Waſſer, dann nahm ſie die weiße Frieſenhaube mit
dem hängenden Goldſchmuck über der weißen Stirn von
den blonden Flechten und legte ſie mit flinker Hand in die
alte geſchnitzte Truhe. Einen Augenblick ſtand ſie noch mit
ſich kämpfend, dann riß ſie das dunkle Regenrade von der
Wand. Feſt band ſie noch die ſchwarze Wachstuchkappe
um das blonde Haupt. Behutſam ſchloß ſie die Tür. Auf
der Vorſchur des Hauſes entzündete ſie ſchnell das Licht
einer Laterne, dann ſchritt ſie, die Haustür hinter ſich
ſchlie=
ßend, mit kräftigen Schritten in die Sturmnacht hinaus.
Grelle Blitze zuckten hernieder. Der Dünenſand wehte
Dorret wie ſcharfe Nadeln ins Geſicht. Ein raſender
Don=
ner, Wogen und Brauſen umtoſte ſie wie ein Geiſterheer.
Aber mutig ſchritt Dorret vorwärts, immer durch den
tie=
fen Sand, dem Strande zu.
Wie Glühwürmchen leuchteten ihr die Laternen der
Schiffer, die am Ufer untätig hin und her liefen, entgegen.
Der Sturmwind nahm ihr faſt den Atem, aber
ener=
giſch ſtemmte ſich Dorret ihm entgegen.
Jens Lüng, rief ſie dem braunen Fiſcher zu, der ihr
mit ſeiner Laterne beim Näherkommen erſtaunt ins
Ge=
ſicht leuchtete. Ihr ſeid nicht mit dem Ohm hinausgezogen,
Ihr, der doch ſonſt immer einer der erſten iſt, wenn es zu
retten gibt?
Dorret Bunſen, ſtaunte der Fiſcher, kieke mal hin. Wat
willſte denn hier, mein Döchting? Geh man ſlapen, Kind.
Dat taugt hier nicht vor de Weiber.
Sind Menſchen in Gefahr, Jens Lüng? Wird Olaf
Thornſen ſie retten?
Ja, dat iſt ja eben, dat et allens egal Unſinn is. Keen
Menſch kummt da wieder raus. Drüben bei der Nebelfrau
ihren Klippen is det Schiff zerſchellt. Mit Mann und
Maus untergegangen.
Und Ihr ſteht hier und verſucht nicht zu retten? Flas
Jörn, Lille Lorenzen, ſo helft doch, tummelt Euch.
Die Schiffer zuckten die Achſeln.
Olaf Thornſen iſt ſeit Stunden fort. Zwölf der
Un=
ſerigen ſind mit ihm draußen. Wenn ſie nicht
wiederkeh=
ren, ſind unſere Weiber und Kinder Bettler.
Was ſchert Euch Weib und Kind, wenn es gilt, Eure
Mitmenſchen aus höchſter Gefahr zu retten! Schämt Euch,
feige an Euch ſelbſt zu denken, wo Sterbende um Hilfe
ſchreien. Hört Ihr die Rufe? Seht Ihr die Leuchtkugeln
in den Nebel ſteigen? Noch ſind Lebende an Bord. Noch
iſt es Zeit.
Was geht hier vor? rief plötzlich eine harte,
gebie=
teriſche Stimme durch das Windesgebrauſe.
Der neue Herr, ging es wie ein geheimnisvolles
Flü=
ſtern durch die Reihen.
Im Teerrock und Teerkappe ſtand Reimar von
Ran=
dolt an Dorrets Seite, die ihn erſchreckt mit großen Augen
anſtarrte.
Es iſt unmöglich, Herr, hinauszurudern, nahm Lens
Lüng das Wort, die Brandung iſt arg. Beim Scheine der
Blitze ſahen wir vorhin deutlich am Kimming die
Not=
flagge aufgehißt, ehe das Schiff gegen das Riff getrieben
wurde.
Und wer iſt draußen?
Kapitän Olaf Thornſen und zwölf unſerer Beſten,
Herr.
Macht ein Boot klar.
Es geht nicht, Herr, wir müſſen den Morgen abwarten.
Feige ſeid Ihr, rief Dorret mit glühenden Wangen,
ſchämt Euch, und zu Reimar fuhr ſie fort:
Laßt nicht nach, Herr, ſie müſſen, ſonſt, bei Gott, fahre
ich ſelber hinaus in die Nacht.
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
365 9.
1910.
Samstag, 22. Januar.
Betreffend: Ausführung des Reichsgeſetzes vom 28. Dezember 1908 betr. die Abänderung
der Gewerbeordnung, hier die in § 138 vorgeſchriebene Anzeige.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter dürfen in Betrieben, in denen in der
Regel mindeſtens zehn Arbeiter beſchäftigt werden und in dieſen gleichſtehenden Anlagen
(vergl. § 129 der Ausführungsanweiſung zur Gewerbeordnung vom 23. Dezember 1909
Regierungsblatt S. 340) nicht beſchäftigt werden, bevor der Arbeitgeber der
Ortspolizei=
behörde d. i. Ihnen die in § 138 Gewerbeordnung vorgeſchriebene Anzeige erſtattet hat.
Wie die Anzeige erſtattet werden muß, ergeben die Beſtimmungen in § 130 der
Aus=
führungsanweiſung. Zur raſcheren Erledigung empfiehlt ſich, daß die Anzeigenden das
in der Anlage 1 abgedruckte Formular, das in der L. C. Wittichſchen Hofbuchdruckerei,
der Buchdruckerei H. C. Kunze und dem Papierhaus Elbert erhältlich iſt, benutzen. Die
Anzeigenden ſind dann ſicher, alle erforderlichen Angaben gemacht zu haben, während
andererſeits Ihnen die weitere Behandlung der Sache erleichtert wird. Alsbald nach
Eingang der Anzeige iſt dem Anzeigenden der Empfang zu beſtätigen und die in § 132
der Ausführungs=Anweiſung vorgeſchriebene Mitteilung zu machen. Sie haben hierzu
das in Anlage 2 abgedruckte Muſter zu verwenden. Gleichzeitig iſt eine Abſchrift der
Anzeige ohne Begleitſchreiben der Großh. Gewerbeinſpektion Darmſtadt einzuſenden.
Auf Grund der Anzeigen haben Sie ferner die Einträge in die von Ihnen zu
führenden Verzeichniſſe (vergl. § 131 und Anl. VIII und IX der Ausführungs=Anweiſung)
einzutragen.
Die Verzeichniſſe VIII und IX können von der L. C. Wittich’ſchen Hofbuchdruckerei,
der Buchdruckerei H. C. Kunze und dem Papierhaus Elbert dahier bezogen werden.
In dieſe neuen Verzeichniſſe ſind die noch geltenden Einträge der ſeitherigen
Verzeich=
niſſe zu übertragen.
Die in §§ 150—159 der Ausführungs=Anweiſung enthaltenen Beſtimmungen ſind
zu beachten.
Alljährlich ſind bis zum 5. Dezember die nach Anlage VIII und IX geführten
Verzeichniſſe uns in Urſchrift zur Einſicht vorzulegen. Die Großh. Bürgermeiſtereien,
die ſolche Verzeichniſſe mangels entſprechender Anzeigen nicht führen, haben dies
eben=
falls bis zum 5. Dezember eines ieden Jahres zu berichten.
Unſere Verfügung vom 7. Oktober 1904 iſt hiermit aufgehoben.
(1960
J. V.: von Werner.
Anlage 1.
Anzeige über Beſchäftigung jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen,
ſowie erwachſener Arbeiterinnen nach § 138 der Reichsgewerbeordnung,
Maeten 3
erſtatet am
192.
Bezeichnung des Betriebs, bezw. Anlage:
1.
ing
5.
3.
7.
4.
8.
6.
Wochentage fArbeicheſten h 1 Patn
Zu=und Vorname
Art der
Be=
an welchen die
Be=
merkungen
7 der Beſchäftigten (Alter(Beſchäftigung ſchäftigungſtattſindeilweginn Erde Beginn! Ende
*) Bei Beſchäftigung von Arbeiterinnen iſt das
Ende der Arbeitszeit an Hamstagen ſowie an
Vor=
abenden von Beſtagen gemäß § 137 Abſ. 1 desoben
(Unterſchrift des Betriebsunternehmers.)
erwähnten Reichsgeſetzes beſonders zu vermerken.
Anlage 2.
Der
wird der Empfang
der in § 138 der Gewerbeordnung vorgeſchriebenen Anzeige beſtätigt.
Gleichzeitig wird zur Folge der Vorſchrift in § 132 der Ausführungs=Anweiſung
zur Gewerbeordnung vom 23. Dezember 1909 der Anzeigende darauf hingewieſen, daß
er in den Räumen, in denen Arbeiterinnen oder jugendliche Arbeiter beſchäftigt werden,
den in § 138 Abſ. 2 der Gewerbeordnung vorgeſchriebenen Auszug aus der
Gewerbe=
ordnung‟) und, ſofern er jugendliche Arbeiter beſchäftigt, außerdem das ebenda erwähnte
Verzeichnis der jugendlichen Arbeiter‟) aushängen mußz.
den
Großh. Bürgermeiſterei.
*) Der Auszug hat in der Faſſung der Anlage X der Bekanntmachung vom 23. Dezember 1909
(Regierungsblatt Seite 356) zu entſprechen. Der Auszug iſt zu haben bei der L. C. Wittich’ſchen
Hof=
buchdruckerei der Buchdruckerei H. C. Kunze und dem Papierhaus Elbert zu Darmſtadt.
23.) Das Verzeichnis hat der Anlage Xl der Bekanntmachung vom 23. Dezember 1909 (
Regierungs=
blatt Seite 358) zu entſprechen. Das Verzeichnis iſt zu haben bei der L. C. Wittich ſchen
Hofbuch=
druckerei, der Buchdruckerei H. C. Kunze und dem Papierhaus Elbert zu Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Betreffend: Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit im Gewerbebetrieb.
Auf Grund der §§ 105 b, 1050 Abſatz 3. 105e der Gewerbeordnung, des § 108
der Vollzugsverordnung und des § 65 der Ausführungsanweiſung zur Gewerbeordnung
wird hiermit unter Aufhebung der Beſtimmungen der Bekanntmachung vom 18. März
1909 für das Bäckereigewerbe mit Wirkung vom 29. Januar 1910 an für den Kreis
Darmſtadt beſtimmt wie folgt:
Bäckereigewerbe.
A. Die Beſchäftigung von Gehilfen und Lehrlingen iſt an allen Sonn= und
Feſt=
tagen (abgeſehen von der unter B vorgeſehenen Ausnahme) geſtattet bis 9 Uhr
vor=
mittags unter folgenden Bedingungen:
L
1. für Gehilfen als 12 Stunden, oder falls die Arbeit durch eine Pauſe von
mindeſtens einer Stunde unterbrochen wird, einſchließlich dieſer Pauſe
13 Stunden.
2. Für Lehrlinge muß die Dauer der Arbeitsſchicht im erſten Lehrjahre zwei
Stunden weniger, im zweiten Lehrjahre eine Stunde weniger als die nach
vorſtehenden Beſtimmungen für Gehilfen zuläſſige Dauer betragen.
II. Auf die um 9 Uhr vormittags endigende Schicht iſt eine ununterbrochene
Ruhe=
zeit bis mindeſtens 11 Uhr abends zu gewähren,
III. In der Ruhezeit von 9 Uhr vormittags bis 11 Uhr abends dürfen Gehilfen und
Lehrlinge — wenn nicht Gefahr im Verzug iſt, und abgeſehen von dem unter IV
erwähnten Fall — weder zu Arbeiten, die in dem betreffenden Betrieb auf Grund
des § 105 c Abſatz 1 Gewerbeordnung zuläſſig ſind, noch zu Arbeiten in dem etwa
mit dem Betrieb verbundenen Handelsgewerbe herangezogen werden.
IV. In jedem Betriebe darf in der Zeit zwiſchen 7 und 8 Uhr nachmittags ein Gehilfe
oder Lehrling eine halbe Stunde mit Herſtellung des Hefeteigs beſchäftigt werden.
Dem ſo beſchäftigten Arbeiter iſt dann eine ununterbrochene Ruhezeit bis
min=
deſtens 11½ Uhr abends zu gewähren.
V. In denjenigen Gemeinden des Kreiſes, in denen die Bäcker ortsüblich an Sonn=
und Feſttagen für ihre Kunden das Ausbacken der von dieſen bereiteten Kuchen
oder das Braten von Fleiſch beſorgen, darf in jedem Betrieb ein über 16 Jahre
alter Gehilſe oder Lehrling mit ienen Arbeiten in der Zeit von 9—10 Uhr
vor=
mittags beſchäftigt werden. Dem ſo beſchäftigten Arbeiter iſt von 10 Uhr
vor=
mittags eine ununterbrochene Ruhezeit bis mindeſtens 12 Uhr nachts zu
ge=
währen. Die Beſtimmungen unter III finden auch auf dieſen Arbeiter
Anwendung. Wird der Arbeiter auch zu der unter IV erwähnten Arbeit
heran=
gezogen, ſo iſt eine Ruhezeit bis mindeſtens 12½ Uhr nachts zu gewähren.
B. In der Stadt Darmſtadt darf am Karfreitag eine Arbeitsſchicht wie an den
Werktagen eingelegt werden mit der Einſchränkung, daß die Schicht ſpäteſtens um
2 Uhr nachmittags beendet iſt, und unter der Bedingung, daß den Gehilfen und
Lehr=
lingen an den zweiten Feiertagen von abends 10 Uhr bis zum nächſten Abend 7 Uhr
eine ununterbrochene Rühezeit (vergl. 4., III.) gewährt wird.
C. Zuwiderhandlungen werden nach § 146a der Gewerbeordnung mit Geldſtrafe
bis zu 600 Mark, im Unvermögensfalle mit Haft beſtraft.
Darmſtadt, den 18. Januar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(1941
von Grancy.
Darmſtadt, am 20. Januar 1910.
Betreffend: Die Einſendung der für die Großherzogliche Landeswaiſenanſtalt zu
er=
hebenden Kollekten und Büchſengelder.
Das Graßherzagliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Beſtehender Vorſchrift gemäß ſollen die in Ihren Gemeinden aufgeſtellten
Sammel=
büchſen am 31. Januar jeden Jahres von Ihnen und dem den Mitverſchluß
führen=
den Gemeinderatsmitglied geöffnet und deren Inhalt nebſt dem vorſchriftsmäßig
aus=
gefertigten und unterſchriebenen Sortenzettel bis ſpäteſtens 31. März jeden Jahres
von Ihnen gelegentlich perſönlich oder durch andere Koſten nicht verurſachende
Ge=
legenheit auf unſerem Bureau übergeben werden. Solte nichts eingegangen ſein,
ſo iſt eine von Ihnen und dem betreffenden Gemeinderatsmitglied zu unterſchreibende
Beſcheinigung hierüber vorzulegen.
(1962
Wir empfehlen Ihnen, dieſer erwähnten Vorſchrift pünktlich nachzukommen.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Erſatz=Geſchäft pro 1910, hier die Zurückſtellung der mit dem
Berechtigungs=
ſchein zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt verſehenen Miltärpflichtigen.
Dieienigen im Jahre 1890 geborenen Militärpflichtigen, welche ſich im Beſitz des
Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt befinden und im
Kreis Darmſtadt dauernden Aufenthalt haben, werden darauf hingewieſen, daß ſie
gemäß § 93. 2 der Wehr=Ordn. ihre Zurückſtellung beantragen müſſen und daher
auf=
gefordert, ihre Berechtigungsſcheine alsbald hier, Neckarſtraße 3, 3. Stock — Zimmer
Nr. 38 — vorzulegen, damit in denſelben der erforderliche Zurückſtellungsvermerk
ein=
tragen werden kann.
Es wird noch ausdrücklich darauf hingewieſen, daß die Abſicht, ſich am 1.
April=
oder 1. Oktober 1. J. zum Dienſtantritt melden zu wollen, von der Verpflichtung, die
Zurückſtellung zu beantragen, nicht entbindet.
Darmſtadt, den 28. Dezember 1909.
Der Zivil-Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
v. Werner, Reg.=Rat.
(197a
Bekanntmachung.
Betreffend: Geſuche Militärpflichtiger um Verlängerung ihrer Zurückſtellung.
Ich bringe hierdurch zur Kenntnis derjenigen Militärpflichtigen, welche
Berechti=
gungsſcheine zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt beſitzen und deren Zurückſtellung
am 1. Oktober I. Js. abläuft, daß Geſuche um Verlängerung der Zurückſtellung
1. bei derjenigen Erſatz=Kommiſſion einzureichen ſind, welche unch Ausweis
des Berechtigungsſcheins die erſte Zurückſtellung verfügt hat,
2. daß dieſe Geſuche ſchriftlich unter näherer Begründung zu ſtellen und
den=
ſelben der Berechtigungsſchein, ſowie eine Beſcheinigung, aus der ſich die
Not=
wendigkeit weiterer Zurückſtellung ergibt, beizufügen und
3. daß dieſe Geſuche, ſoweit die Erſatzkommiſſion Darmſtadt zuſtändig iſt, im
Juli oder Auguſt l. Js. anzubringen ſind. Geſuche, die jetzt ſchon eingereicht
werden, würden als verfrüht zurückgegeben werden müſſen.
Darmſtadt, den 28. Dezember 1909.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
v. Werner.
(196a
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 5 Elſaß=Lothringiſche Geldlotterie=Loſe. 1 rotes Portemonnaie mit
Inhalt und 6 kleinen Schlüſſeln. 1. Regenſchirm ohne Griff. 1 großer brauner Damen=
Pelz. 1 brauner Glacéhandſchuh (Offizier=Handſchuh).
kleiner goldener Ohrring
mit hellem Steinchen. 1 Ketten=Armband mit Kugelanhänger. 2 mittelgroße Schlüſſel
(zuſammengebunden). 1 weißes Taſchentuch, gez. G. 1 Gummiball (weißerot=blau).
1 Kaufbrief, auf den Namen Peter Rothenhäuſer lautend. 1 brauner mit
Silberein=
lagen verzierter Schirmgriff. 1 älterer Damen=Regenſchirm. 1 Paket Rabitplatten für
Photographen. 1 blauer Damen=Gummigürtel mit dunkler Schnalle. 1 vergoldete
Broſche mit rotem Stein und einer Perle. 1 graues Kinder=Portemonnaie. 1 große
ſchwarze Handtaſche mit 4 kleinen Schlüſſeln. 1 brauner Bücherranzen mit Inhalt.
1 Regenſchirm. 1 Taſchenmeſſer mit Perlmutſtiel. 1 kleines braunes Portemonnaie
mit Inhalt. 1 goldener Zwicker.
Verloren: 1 ſilbernes Halskettchen. 1 Etuis mit Füllfederhalter und
Zeichen=
utenſilien. 1 Portemonnaie mit 72 Mk. Inhalt. 1 Broſche (3 große Amethyſten in
Gold gefaßt. 1 kleiner goldener Ohrring mit 1 weißen Perlchen in der Mitte. 1 graues
Krokodilleder=Portemonnaie mit einem Zweimarkſtück und einem kleinen fülbernen Bär.
1 Pfandſchein über einen Ueberzieher. 1 Reißzeug in einem grauen Säckchen. 1
Schild=
patt=Kamm. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 7664. 1 Schabloneblatt E. K.
1 blaugrüne Reiſedecke. 1 Portemonnaie mit 5—6 Mk. Inhalt. 2 Einmarkſtücke in
einem Kuvert. 1 weißer Kinder=Pelz. 1 Damen=Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 Päckchen.
enthaltend 7 neue Herren=Stehtragen. 1 rotlederne Brieſtaſche mit Schloß.
Muff.
1 ſchwarzer Samtgürtel mit ſchwarzer Schnalle. 2 Aktenſtücke vom ſtädtiſchen Gaswerk.
1 Theater=Abonnementskarte (B 114, Sperrſitz). 1 goldener Siegelring mit ſchwarzem
Stein. 1 goldene Remontoir=Uhr. 1 ſilberne Damen=Uhrkette, doppelt, mit 1 Bügel
und 1 Quaſte. 1 goldenes halbrundes Bröſchchen mit rotem Steinchen. 1 braunes
Damen=Portemonnaie mit 5 Mk. Inhalt. 1 Korallen=Armband 1 Filigran=Kollier.
1 Damen=Goldgürtel. 1 rotes Portemonnaie mit etwa 3 Mk. Inhalt. 1 goldene
Damen=Uhr mit Kette, auf dem Rückdeckel Email=Verzierung. 1 dunkelbraune Federbog.
1 goldene Broſche mit Granaten. 1 ſchwarzwollener Umhängekragen. 1 rotbraunes
Portemonnaie mit 8 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzlederne Handtaſche mit 28 Mk. Inhalt.
1 rotledernes Portemonnaie mit 23 Mk. Inhalt. 1 Damen=Regenſchirm mit Glasknopf.
1 Zwanzigmarkſtück. 1 goldene Damen=Uhr mit ſchwarzer Stahlkette. 1 ſchwarzſeidener
Damen=Gürtel. 1 filbernes Glieder=Armband. 1 Portemonnaie mit etwa 4 Mk. Inhalt.
Zugelaufen bei Privaten: 1 Dobermannpinſcher.
Entantſat 1 goßte auner intr. 1 lücher ſchmner dund. 1. Hin
(Rottweiler).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(1945
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 ſchottiſcher Schäferhund, 1 Pinſcher, 1 Hofhund. 1 Pinſcher (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 23. Januar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Betreffend: Den Fahrverkehr auf dem Luiſenplatz.
Zur Aufrechterhaltung eines geordneten Fahrverkehrs in den Straßen der Stadt
weiſen wir darauf hin, daß nach der Polizeiverordnung vom 20. Februar 1904, betreffend
den Verkehr von Fuhrwerken in der Haupt= und Reſidenzſtadt, alle Fahrzeuge, alſo
insbeſondere Wagen jeder Art, Automobile, Handkarren, Fahrräder uſw., ſtets die
rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten haben. Nach der anderen Seite der
Fahr=
bahn darf nur, wenn dort angehalten werden ſoll, und nicht früher als notwendig,
ab=
gebogen werden. Zuwiderhandlungen können mit Geldſtrafe bis zu 60 Mk. oder mit
Haft bis zu 14 Tagen beſtraft werden.
Mil Rückſicht auf den ſtarken Verkehr auf dem Luiſenplatz iſt die
Schutz=
mannſchaft angewieſen worden darauf hinzuwirken, daß alle Fahrzeuge, die die
Rhein=
ſtraße herauf= oder herunterfahren, ſtets rechts am Ludwigsdenkmal vorbeifahren
und auch hierbei die rechte Seite der betreffenden Fahrbahn einhalten.
Darmſtadt, den 18. Januar 1910.
(1884fs
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18.
Bekannt machung,
Die Beleuchtung von Einfahrten, Höfen, Treppen, Fluren uſw. betreffend.
Wir weiſen wiederholt auf die den Eigentümern von Grundſtücken obliegende
Verpflichtung hin, die Toreinfahrten, Höfe, Hausflure, Gänge und Treppen,
ſo=
fern und ſolange ſie jedermann zugänglich ſind, während der Dunkelheit ſo
aus=
reichend zu beleuchten, daß für die daſelbſt verkehrenden Perſonen keine Gefahr
beſteht.
Dieſe Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von Fabriken,
ge=
werblichen Anſtalten und Arbeitsſtätten, von Vergnügungs=, Verſammlungs= und
Schankſtätten (den letzteren insbeſondere auch hinſichtlich der Bedürfnisanſtalten) ob.
Pflichtwidrige Unterlaſſung der Beleuchtung würde, falls hierdurch jemand zu
Schaden kommt, die Entſchädigungspflicht ſowie die ſtrafrechtliche
Verantwortlich=
keit begründen.
Die obengenannte Verpflichtung kann durch Vertrag auf Hausverwalter,
Mieter uſw. übertragen werden. Dies ſetzt jedoch die übereinſtimmende
Willens=
erklärung beider Parteien, des Vermieters und des Mieters voraus. Eine einſeitige
Erklärung des Vermieters (als ſolche iſt auch der ohne vorherige Verſtändigung mit
dem Mieter erfolgende Aushang einer „Hausordnung” zu zählen) kann die obengenannte
Verpflichtung für den Mieter nicht begründen.
Darmſtadt, den 18. Januar 1910.
(1879fs
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und ReſidenzRadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch . . . . . per ½ kg 86 Pfg.
Rindfleiſch . . . . . . „
„ 80 „
Kalbfleiſch
„ 80
.. . , „
Hammelfleiſch
„ „80-60,
, „ „
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.) 2 ½ „ 96 „
Bauchläppchen.
N
½ „ 90
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „ ½ „ 100 „
Speck, geräuchert . . „ ½ „ 110 „
per ½ kg 110 Pfg.
Dörrfleiſch
„ 110
Schinken m. Bein . . „
Rollſchinken
½ „ 130 „
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
½ „ 90 „
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
90
Leber= und Blutwurſt.
, 75 „ 72 „
Anmeldung ſchulpflichtiger Kinder zur
Auf=
nahme in die Mittel= und Stadtſchulen.
An die Eltern, Pflegeeltern und Vormünder von Kindern, die bis zum 4. April
d. Js. einſchließlich das 6. Lebensjahr zurückgelegt haben werden, ergeht hiermit die
Aufforderung, dieſe Kinder, ſoweit ſie nicht in andere Schulen eintreten, rechtzeitig zur
Aufnahme in die Mittel= oder Stadtſchulen anzumelden.
Bei der Anmeldung iſt Nachweis über das Alter der Kinder und Impfſchein oder
Beſcheinigung über Befreiung von der Impfung vorzulegen.
Auf Wunſch der Eltern oder deren Stellvertreter können ausnahmsweiſe auch
geiſtig und leiblich reife Kinder in die Schule aufgenommen werden, die erſt bis zum
30. September d. Js. das 6. Lebensjahr vollenden. Die Aufnahme jüngerer
Kinder iſt unzuläſſig.
Es wird beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß diejenigen Kinder, die bei
Vollendung des 14. Lebensjahres die Schule nicht volle 8 Jahre beſucht haben, bis zur
vollſtändigen Erfüllung ihrer Schulpflicht in der Schule zurückgehalten werden.
Die Nichtanmeldung in dem vorgeſchriebenen Termin kann bei den Mittelſchulen
zur Folge haben, daß die Aufnahme unmöglich iſt.
Die Anmeldungen haben zu erfolgen:
Dienstag, den 1. Februar d. Js., vormittags von 8½ Uhr bis 12 Uhr,
und nachmittags von 2 bis 4 Uhr und zwar:
für die Knaben=Mittelſchule I im Schulhaus in der Friedrichsſtraße,
Mädchen=
,
1
„ „ Viktoriaſtraße,
„
„ Mittelſchule II
„
Hermannsſtraße,
„
,,
„ „ Stadtknabenſchule I
„ am Ballonplatz,
in der Müllerſtraße
,,
n
,
III „
,
„ „ Ludwigshöhſtraße,
„ „ Stadtmädchenſchule
„
„ „ Rundeturmſtraße,
,
„ „ Emilſtraße,
M;
,, ,
„ „ Beſſunger Straße,
6
„ Bezirksſchule IV
„ Lagerhausſtraße.
Der Bezirk der Mittelſchule II, in die Knaben und Mädchen aufgenommen
wer=
den, wird begrenzt durch die Rheinſtraße, den Paradeplatz, die Alexanderſtraße und die
Dieburger Straße, mit Ausſchluß der Grenzſtraßen und Plätze.
Die Aufnahme der Kinder in die Stadtſchulen findet nach der unten abgedruckten
Bezirkseinteilung ſtatt. Den Herren Oberlehrern der verſchiedenen Gruppen der
Stadt=
knaben= und Madchenſchulen bleibt überlaſſen, je nach Bedürfnis hinſichtlich der
Ueber=
weiſung von Kindern aus einer Schulgruppe in eine andere ſich zu verſtändigen
Darmſtadt, den 7. Januar 1910.
Der Vorſitzende der Schulvorſtände:
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Bezirks=Einteilung
für die Stadtknaben= und Stadtmädchenſchulen.
Bezirk I
(Stadtknabenſchule I und Stadtmädchenſchule I)
umfaßt den Stadtteil zwiſchen der Heinrichſtraße, Eſchollbrücker Straße und
Holzhof=
allee einerſeits und der Allee, Rheinſtraße, Wilhelminen=, Zeughaus=, Hochſchul=,
Mag=
dalenen=, Alexander=, Heinheimer= und Gutenbergſtraße andererſeits.
Von den Grenzſtraßen gehören zu dem Bezirk die Rhein=, Wilhelminen=, Alexander=,
Heinheimer= und Gutenbergſtraße, ſowie die Nordſeite der Heinrichſtraße.
Bezirk II
(Stadtknabenſchule II und Stadtmädchenſchule II)
umfaßt den nördlichen Stadtteil, begrenzt von der Frankfurter=, Wilhelminen=
Zeug=
haus=, Hochſchul=, Magdalenen=, Dieburger=, Heinheimer= und Gutenbergſtraße,
ein=
ſchließlich der Grenzſtraßen, mit Ausnahme der betreffenden Strecken der Dieburger=
und Heinheimerſtraße und der Gutenbergſtraße.
Bezirk III
(Stadtknabenſchule III und Stadtmädchenſchule III)
umfaßt den Stadtteil ſüdlich von der Heinrich=, Eſchollbrückerſtraße und Holzhofallee,
einſchließlich der Südſeite der Heinrichſtraße und der beiden anderen Grenzſtraßen
(beiderſeitig).
Bezirk IV
(Bezirksſchule IV (Lagerhausſtraße))
umfaßt den nordweſtlichen Stadtteil, begrenzt von der Frankfurter=, Wilhelminen= und
Rheinſtraße, ohne die genannten Grenzſtraßen.
(1408sss
Das Beſchneiden der Hecken.
Nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir zur Kenntnis der Beteiligten. Unſer
Feldſchutzperſonal iſt angewieſen, diejenigen, die ſich der fraglichen Arbeit bis Ende
März d. Js. nicht unterzogen haben, zur Anzeige zu bringen, worauf Beſtrafung der
Säumigen mit 1 bis 30 Mark und Ausführung des Zurückſchneidens auf deren Koſten
von Amts wegen eintritt.
Darmſtadt, den 11. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V: Jaeger.
Polizei=Verordnung.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom 13. Juli 1904, der
Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 wird
mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1336 für den Kreis Darmſtadt
nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, die auf dem Grundſtücke
be=
findlichen Hecken und Sträuche, ſoweit ſie an öffentliche Fahr= und Fußwege oder
Plätze angrenzen, alljährlich und zwar in der Zeit zwiſchen dem 1. Auguſt des einen
und dem 1. März des folgenden Jahres ſoweit zurückzuſchneiden und jederzeit ſoweit
zurückzubinden, daß ſie nicht über die Nachbar= und Weggrenze hinausragen.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten, die zu demſelben
gehörigen Garten=Einfriedigungen, ſoweit ſie an öffentliche Wege oder Plätze angrenzen,
ſtets in ordnungsmäßigem Zuſtande zu erhalten und etwaige Lücken in ihnen
aus=
zubeſſern.
§ 3. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Geldſtrafe von einer bis dreißig Mark,
außerdem wird das Zurückſchneiden der Hecken und Sträuche, Zurückbinden der
Schöß=
llinge und die Ergänzung der mangelhaften Garteneinfriedigung erforderlichenfalls auf
Koſten der Säumigen von Amts wegen ausgeführt.
(1499ss
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Großh. Lehrerinnen=Seminar der Viktoria=Schule
zu Darmſtadt.
Die Aufnahmeprüfung für das Lehrerinnen=Seminar findet Mittwoch, den
6. April 1910, vormittags ½8 Uhr, im Schulhauſe der Viktoriaſchule (
Hoch=
ſtraße 44) ſtatt.
Selbſtgeſchriebene Geſuche um Zulaſſung zu dieſer Prüfung oder um
Auf=
nahme in das Seminar ſind bis ſpäteſtens zum 1. Februar 1910 bei der
unter=
zeichneten Behörde einzureichen.
Dem Geſuch iſt veizulegen:
1. ein ſelbſtgeſchriebener Lebenslauf,
2. ein Tauf= oder Geburtsſchein,
3. die Zeugniſſe über die bisher emnpfangene Schulbildung,
4. Impfſchein.
Die Bewerberin muß am 30. September 1910 das 16. Lebensjahr vollendet haben.
Eine beſondere Anzeige der geſchehenen Zulaſſung zu der Prüfung oder der
Aufnahme wird nicht erfolgen.
Der Unterricht in Schule und Seminar beginnt Montag, den 4. April 1910,
8½ Uhr.
Darmſtadt, 18. Dezember 1909.
(24340a
Die Großherzogliche Direktion
der Viktoriaſchule und des Lehrerinnen=Seminars.
Dr. Otto.
Montag, den 31. ds. Mts., vormittags 10 Uhr,
ſoll der für das unterzeichnete Lazarett in der Zeit vom 1. April 1910 bis Ende März
1911 erforderliche Bedarf an Verpflegungsbedürfniſſen, Selters, Vilbeler Waſſer, Bier,
Milch, ſowie die Abnahme der Küchenabfälle, Brotreſte und Knochen verdungen werden.
Die Bedingungen, welche vor Einſendung der Angebote durch Unterſchrift
anzuerkennen ſind, liegen im Geſchäftszimmer des Garniſonlazaretts,
Alexander=
ſtraße 27, zur Einſicht auf.
(1915ss
Garniſonlazarett.
Faſelvieh=Vergebung.
Ein der Gemeinde Pfungſtadt gehöriger guterhaltener Faſelochſe, Faſeleber,
ſo=
wie ein Ziegenbock ſollen auf dem Submiſſionswege vergeben werden.
Offerten ſind bis Mittwoch, den 26. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, bei der
unterzeichneten Behörde verſchloſſen einzureichen, woſelbſt auch bis zu genanntem
Ter=
mine die Submiſſionseröffnung ſtattfindet.
Die Bedingungen liegen auf hieſiger Bürgermeiſterei zur Einſicht offen.
Pfungſtadt, den 19. Januar 1910.
(1903fs
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung.
Montag, den 24. und Dienstag, den 25. Januar I. Js.,
vormittags 10 Uhr anfangend,
werden im Georgenhäuſer Gemeindewald, Diſtrikt Mark, verſteigert:
3 Eichen=Stämme — 2,90 fm, 135 rm Buchen, 11 rm Eichen Scheiter,
4 Buchen
— 2,15 „
„ 31 rm Fichten Knüppel,
80 „
,
„,
- 23,80 „ 13300 „
100 „ „ 150 Fichten Wellen,
90 Fichten
,
Derbſt. — 18,30
17 rm Fichten Stöcke.
50
181
Das Stammholz kommt den erſten Tag zur Verſteigerung. Zuſammenkunft iſt
bei Herrn Gaſtwirt Schneider am Bahnhof Meſſel.
(1950
Georgenhauſen, den 19. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Georgenhauſen.
Lehr.
Freiſtellen an den Mittelſchulen.
Geſuche um Freiſtellen an den
Mittel=
ſchulen für das Schuljahr 1910/11 ſind bis
zum 25. Januar ds. Js. bei uns
einzu=
reichen. Freiſtellen können nur bis zu 5%
der Zahl der Schüler und Schülerinnen und
nur in den fünf oberen Klaſſen vergeben
werden. Vorausſetzung der Bewilligung
iſt Bedürftigkeit der Eltern, ſowie
regel=
mäßiger Schulbeſuch, Fleiß, Ordnungsliebe,
Reinlichkeit und gutes Betragen des
be=
treffenden Kindes.
Die Vergebung der Freiſtellen erfolgt
auf ein Jahr und in ſtets widerruflicher
Weiſe; es muß daher für diejenigen, die
im ablaufenden Schuljahr bereits
Frei=
ſtellen hatten, um weitere Verleihung
nach=
geſucht werden.
In den Geſuchen iſt neben deutlicher
Angabe des Berufs und der Wohnung der
Eltern oder Pflegeeltern, noch die
Schul=
gruppe, die das betreffende Kind beſucht,
(897sss
näher zu bezeichnen.
Darmſtadt, den 4. Januar 1910
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
Bekanntmachung.
Die Lieferung des bei nachſtehenden
ſtädtiſchen Betrieben, und zwar: dem
Elektrizitätswerk, dem Gaswerk, dem
Waſſer=
werk, dem Schlachthof und der elektriſchen
Straßenbahn im Verwaltungsjahr 1910
(1. April 1910 bis Ende März 1911)
be=
nötigten Dampfzylinder= und
Maſchinen=
öls ſoll vergeben werden.
Die Verdingungsbedingungen liegen auf
dem Stadthaus, Zimmer Nr. 39, zur
Ein=
ſicht offen und können daſelbſt auch auf
Wunſch gegen Zahlung einer Gebühr von
50 Pfg. abgegeben werden. Verſendung
der Bedingungen nach auswärts findet
nicht ſtatt.
Angebote ſind bis zum 1. Februar l. J.,
vormittags 10 Uhr, einzureichen. (1460ss
Darmſtadt, den 12. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Ekert.
Bekanntmachung.
Samstag, den 29. Januar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Karl Groll und dem
Ferdi=
nand Groll zu Darmſtadt zugeſchriebene
Liegenſchaft:
qm
Flur Nr.
822
264 Hofreite
Hölges=
ſtraße Nr. 3,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K243/08
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 4. Januar 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(L837,61a
Müller.
Bekanntmachung.
Die Zahlung der rückſtändigen
Be=
träge für erſteigerte Runkelrüben von der
ſtädtiſchen Pallaswieſe (aus der
Verſteige=
rung Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt
vom 4. Oktober 1909) hat bei Vermeidung
des Mahn= und bezw.
Pfändungsver=
fahrens bis längſtens Ende Januar 1910
an den Werktagen, vormittags von 8½ bis
12½
Uhr, hierher zu erfolgen.
(1414a
Darmſtadt, den 10. Januar 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Bekanntmachung.
Montag, den 7. Febuar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kaufmann Georg Schwab
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Nr.
qm
Flur
III 3321
3/100 321 Hofreite Stiftſtraße,
III 33¾/100 141 Grabgarten daſelbſt,
in unferem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K174/09
Darmſtadt, den 30. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L839,61
Bekanntmachung.
Montag, den 7. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Hugo Stieſi Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
IV
259 Hofreite Mollerſtraße,
6328/1
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K178/09
Darmſtadt, den 31. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L838,61
Bekanntmachung.
Montag, den 7. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Landwirt Ludwig Simon
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
qm
Nr.
Flur
IV 3300/100 747¾/10 Hofreite
Müller=
ſtraße Nr. 15,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K182/09
Darmſtadt, den 4. Januar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L836,60
Matratzenſtreu=Verkauf.
Dienstag, den 25. Januar ds. Js.,
vormittags 10 Uhr,
wird die Matratzenſtreu der 1. und 2. Batterie
meiſtbietend verſteigert.
(1991
Darmſtadt, den 21. Januar 1910.
. II. Abteilung Feld=Art.=Regts. Nr. 25.
Nummer 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Seite 13,
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 15. Jan.: dem Kaufmann Karl
Emrich, Große Ochſengaſſe 15, e. T. Gertrude. Am
16.: dem Metzgermeiſter Gg. Dintelmann. Kleine
Ochſengaſſe 2, e. S. Ludwig. Am 13.: dem Kaufmann
Emil Grünbaum, Landgraf=Philipp=Anlage 58, ein
Sohn Kurt. Am 14.: dem Werkführer Johann Jakob
Berckenbrinck, Kiesſtr. 35, e. T. Martha Minna
Char=
lotte. Am 18.: dem Fuhrmann Kaſpar Velten,
Wen=
belſtadtſtr. 49, e. S. Wilhelm. Am 15.: dem Schloſſer
Martin Schmidtmer, Mollerſtr. 32, e. S. Georg
Lud=
wig. Am 19.: dem Eiſengießer Theodor Bilgenroth,
Feldbergſtr. 30, e. S. Paul Willi. Am 17.: dem Schloſſer
Heinrich Matheis, Große Kaplaneigaſſe 11, e. S. Adolf.
Am 16.: dem Kaſſier Adam Streub, Liebfrauenſtr. 82,
e. T. Marie Katharine.
Aufgebotene. Am 17. Jan.: Eiſendreher Heinrich
Gimbel, Feldbergſtr. 45, mit Friederike Luiſe
Weh=
laſt, ebendaſelbſt. Schuhmacher Heinrich Adam Füller,
Heinheimerſtr. 18, mit Suſanna Braun in Dieburg.
Am 18.: Brauer Joſeph Wiendl in Nürnberg mit
Arbeiterin Katharina Hausperger, ebendaſelbſt.
Dienſtknecht Anton Faber in Hörnsheim mit Maria
Linker, ebendaſelbſt. Artiſt Robert Eichel,
Laute=
ſchlägerſtr. 22, mit Seiltänzerin Johanna Thereſia
Weinheimer, ebendaſelbſt. Bäcker Wilhelm
Hof=
mann, Liebfrauenſtr. 61, mit Dienſtbote Berta Sophie
Kuhn, ebendaſelbſt. Am 19.: Kaufmann Wilhelm
Kreuß in Biebesheim mit Maria Luiſe Rückert in
Groß=Gerau. Am 20.: Friſeur Heinrich Liſtmann in
Mainz=Kaſtel mit Erneſtine Johannette Philippine
Rentz in Frankfurt a. M. Weingutsbeſitzer Peter
Joſeph genannt Paul Schmidt in Ahrweiler mit
Fanny Mary Urbach, dahier.
Geſtorbene. Am 17. Jan.: Spengler Oskar Ph.
Scherer, 41 J., ev., Müllerſtr. 7. Am 18.: Kathar.
Netz, Tochter des Straßenbahnſchaffners, 9 Mon., ev.,
Kaupſtr. 44. Bäcker Hch. Gilch, 16 J., ev., Groß=
Umſtadt. Am 19.: Bierbrauer Michael Eckhardt,
54 J., ev., Kranichſteiner Straße 36. Privatin Eliſe
Mulot, 90 J., ev., Frankfurter Straße 35.
Schuh=
macher und Laternenanzünder Ldg. Knell, 71 J., ev.,
Marktſtr. 3. Marie Margar. Hochſchild geb. Daab,
Witwe des Buchhalters, 32 J., ev., Elgenrod.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Gebffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 31. Dez. 1909: dem
Straßenbahn=
ſchaffner Philipp Deuchert, Karlſtr. 65, e. T.
Katha=
rina Lina. Am 5. Jan. 1910: dem Schutzmann Johs
Straßer, Martinſtr. 95, e. S. Johannes Werner. Am
4.: dem Leutnant im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23
Eyning Freiherr von Rotenhan, Martinſtr. 55, e. T.
Am 5.: dem Straßenreiniger Friedrich Zitzmann,
Forſtmeiſterſtr. 11, e. T. Eliſabeth. Am 4.: eine unehel.
Tochter Lieſelotte. Am 8.; ein unehel. Sohn Wilhelm.
Am’9.: dem Kaſſelſchmied Wilhelm Gimbel,
Heerd=
weg 58, e. S. Johannes Adam. Am 5.: dem Taglöhner
Peter Maldinger, Heidelberger Straße 40, e. S.
Lud=
wig Paul. Am 9.: dem Lokomotivheizer Konrad
Lautenſchläger, Ahaſtr. 8, e. T. Elſe. Am 11.: dem
Großh. Oberlehrer Heinrich Getroſt, Ohlyſtr. 38, e.
Tochter. Am 12.: dem Trompeter=Sergeanten im
Feld=
artillerie=Regiment Nr. 61 Guſtav Wilhelm Chriſtoph
Ludwig, Ludwigshöhſtr. 1½, e. S. Guſtav Georg.
Am 13.: dem Bäcker Franz Joſeph Kappler,
Sand=
bergſtr. 32, e. S. Joſeph Paul. Am 16.: dem Schreiner
Gerhard Maximilian Geyer, Bruchwieſenſtr. 6½,
ein Sohn. Dem Sergeanten im Großh. Artilleriekorps
Hermann Spamer, Heidelberger Straße 118, e. T
Marie Eliſabeth Ottilie. Ein unehel. Sohn Walter.
Am 17.: dem Steindrucker Johann Ernſt Krönung,
Weinbergſtr. 6, e. T. Anna Berta. Dem Taglöhner
Joſeph Sanderbeck, Beſſunger Straße 56, e. S. Martin
Peter Konrad. Am 30. Dez. 1909: dem Diener Karl
Hohmaier, Neue Niederſtr. 17, e. T. Sophie. Am
11. Jan. 1910: Eine unehel. Tochter Marie Margarete.
Am 19.: dem Taglöhner Johannes Rühl,
Heidel=
berger Straße 114, e. T. Marie Eliſabethe. Am 15.:
dem Herrſchaftsdiener Juſtus Schäfer,
Wilhelm=
ſtraße 55, e. T. Elſe Emilie.
Aufgebotene. Am 10. Jan.: Tapezier Friedrich
Ehrhardt, Tannenſtr. 17, mit Karoline Engel,
Hein=
richſtraße 162. Am 19.: Küfer Reinhard Gelfius,
Nieder=Ramſtädter Straße 118, mit Verkäuferin
Dorothea Hildenbrand, Wienersſtr. 38.
Eheſchließungen. Am 6. Jan.: Kaufmann Andreas
Mau Diem mit Johanna Auguſte Royale Köhne,
Landskronſtr. 39. Am 8.: Buchhändler Benno Johs.
Schultheitz, Bruchwieſenſtr. 2, mit Ida Marie
Liſchke zu Dölitz=Leipzig. Am 12.: Bäckergehilfe
Friedrich Wilhelm Opitz, Landwehrſtr. 25, mit
Mar=
garete Hauffmann, Schießhausſtr. 5. Am 15.: Former
Wilhelm Weißmautel, Tannenſtr. 13, mit Eliſabethe
Margarete Heil, Marktplatz 11. Kaufmann Heinrich
Joſeph Pings zu Koblenz=Lützel mit Katharina
Günther, Wilhelmſtr. 51.
Geſtorbene. Am 7. Jan.: Eliſabeth Zimmer geb.
Meyer, Witwe des Fabrikanten, 60 J., ev.,
Heinrich=
ſtraße. 23. Am 8.: Chriſtine Todt geb. Rohrbach,
Witwe des Gaſtwirts, 68 J., ev., Moosbergſtr. 88. Am
10.: Kaufmann Heinrich Emil Mauke, 54 J., ev.,
Heerdweg 90. Rentner Georg Jacoby IV., 64 J., ev.,
Heidelberger Straße 92. Am 11.: Großh.
Miniſterial=
kanzliſt i. P. Eduard Spamer, 79 J., ev., Neue
Niederſtr. 10. Am 16.: Johannette Suſanne Philippine
Koch geb. Wambold, Ehefrau des Maſchinenſchloſſers,
43 J., ev., Heidelberger Straße 113. Am 18.: Heinrich
Auguſt Rebelein, Sohn des Metzgermeiſters, 1 Mon.,
ev., Karlſtr. 65. Am 1.: Oberpoſtpraktikant Heinrich
Wilhelm Lang, 38 J., ev., Mathildenſtr. 23.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Septuageſimae, den 23. Januar 1910
Hoſkirche: Samstag, den 22. Januar, abends 6 Uhr:
Beichte. —=Sonntag, den 23. Januar, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. — Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heil. Abendmahls. — Mittwoch, den 26. Jan.,
abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte. —
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Nachm. 6 Uhr: Pfarrer Kleberger. Nach der Predigt:
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Stadtkapelle: Vorm. um ½ 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
— Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
28. Januar, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler.
Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
Abends
für den Oſt=Bezirk. Pfarrer Widmann.
um 6 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Deggau. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Deggau.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Abends 7½ Uhr:
Gemeindeabend im Gemeindehaus.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8:
Mitt=
woch, den 26. Januar, abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Geheimerat D. Walz.
Pauluskirche: Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Rückert. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Rückert. — Abends 6 Uhr:
Pfarraſſi=
ſtent Flöel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 23. Jan.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Dienstag, den 25. Januar, abends 8½ Uhr:
Frauen= und Jungfrauen=Verſammlung. — Donnerstag,
den 27. Januar, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr. — Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 23. Januar, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11 Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Herzlich willkommen iſt jedermann.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 22. Januar,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag Septuageſimae, den 23. Januar 1910
Feſt der hl. Familie
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt=
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
-
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 3 Uhr: Katechetiſche Predigt und Andacht zur
hl. Familie. — Donnerstag, vorm. um ½ 10 Uhr: Zur
Feier des Geburtstages Seiner Majeſtät des Deutſchen
Kaiſers levitiertes Hochamt mit Predigt und Te Deum.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr:
Ver=
ſammlung im Mädchenheim und in der Kapelle Vortrag
für die Jugendabteilung der Jungfrauen=Kongregation
und um 4½ Uhr: Verſammlung der Jungfrauen=
Kon=
gregation, — Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Sträulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 22. Januar,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 23. Januar 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit
Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht für die Abgeſtorbenen
der Gemeinde. — Mittwoch, den 26. Januar, abends
½9 Uhr: Religiös=wiſſenſchaftlicher Vortrag für Männer
und Jünglinge. Thema: „Unſere heilige Kirche‟.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
22. Januar, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag Septuageſimae, den 23. Januar 1910
Feſt der hl. Familie
Kollekte für das Erziehungshaus in Drais
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Katechetiſche
Predigt und Herz Mariä=Andacht. — Bibliothek (
Heerd=
weg 28): Dienstag nachm. von 6—7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 22. Januar,
nach=
mittags um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag Septuageſimae, den 23. Januar 1910
Feſt der hl. Familie
Vorm. um 6 Uhr: Beichte.
Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr: Hochamt
und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht. —
Während der Woche um 48 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag Septuageſimae,
vor=
mittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Vorher
Beicht=
gelegenheit.
The English Church (Hofkirche)
Divine Service
on Sunday, the 23rd of January 1910
at 3,15 p. m.
Reverend Dr. MacDonald Chaplain at Heidelberg.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Januar: Dem Gaſtwirt
Adam Treuſch T. Marie Emma, geb. 29. Dezember.
Johannesgemeinde: 15. Jan.: Dem Arzt
Dr. med. Ernſt Draudt T. Dorothea Emma Anna
Auguſte Eliſabeth Adele Alice, geb. 28. September.
16. Januar: Dem Keſſelſchmied Eduard Schork S. Georg
Wilhelm, geb. 27. November. Unehel. S. Franz Paul,
geb. 24. Dezember. Dem Schuhmacher Georg Mantel T.
Margarete, geb. 24. Oktober.
Hofgemeinde: 16. Januar: Dem Großh.
Hof=
kutſcher Daniel Chriſt S. Heinrich Adam, geb. 7. Dez. 1909.;
Martinsgemeinde: 13. Januar: Dem
Fabrik=
arbeiter Adam Ruppel S. Adam, geb. 31. Dezember.
16. Januar: Dem Fuhrmann Andreas Bernhardt T.
Katharine, geb. 12. Dezember. Dem Lokomotivshilfsheizer
Johann Keil S. Hans Leonhard, geb. 17. Dezember.
18. Januar: Dem Küchenchef und Reſtaurateur Karl
Heinrich Rupp S. Heinrich Karl. 13. Januar: Dem
Kellner Gottfried Konrad Karl Auguſt Wilhelm Louis
Lahme T. Wilhelmine Anna, geb. 4. Nov. 16. Januar:
Uneheliche T. Anna Gertrud, geb. 22. Dezember.
Petrusgemeinde: 15. Januar: Dem
Haus=
burſchen Adam Kreuz T. Marie, geb. 8. Juli. 16. Januar:
Unehel. S. Konrad, geb. 19. November. Dem Weißbinder
Ludwig Bergſträßer S. Karl, geb. 1. Januar. Dem
Schmied Heinrich Müller T. Eliſabethe Margarete, geb.
12. November. Dem Poſtboten Philipp Nungeſſer S.
Ernſt Philipp, geb. 21. Dezember. Unehel. T. Lieſelotte,
geb. 4. Januar.
Paulusgemeinde: 16. Januar: Dem
Metzger=
meiſter Jakob Auguſt Rebelein S. Heinrich Auguſt, geb.
10. Dezember.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 15. Januar: Evang. Pfarrer
Ludwig Weiſel zu Wallertheim, Kreis Alzey, und Helene
Wilhelmine Hoos.
Martinsgemeinde: 16. Jan.: Schloſſer Ludwig
Friedrich Flach und Eliſabeth Hofſommer, beide hier.
19. Januar: Metzger Georg Karl Bernius und Marie
Krämer, beide hier.
Petrusgemeinde 15. Januar: Former Wilhelm
Weißmantel und Eliſabethe Margarete, geb. Heil.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Januar: Anna Bickel, geb.
Scherrer, Ehefrau des Gr. Stationsvorſtehers a. D.
Georg Bickel, 57 J., ſtarb 12. Jan. 15. Januar:
Rechnungs=
rat Georg Ludwig Müller, 54 J., ſtarb 13. Januar.
Martinsgemeinde: 19. Januar: Spengler Oskar
Scherer, 41 Jahre, ſtarb 17. Januar.
Petrusgemeinde: 12. Januar: Renter Georg
Jakoby IV., 65 J., ſtarb 10. Januar. 13. Januar:
Kauf=
mann Heinrich Ernſt Benkeſſer, 61 J., ſtarb 11. Januar.
Miniſterialkanzliſt Eduard Spamer, 79 J., ſtarb 11. Jan.
Paulusgemeinde: 18. Januar: Heinrich Auguſt
Rebelein, S. des Metzgermeiſters Jakob Auguſt Rebelein,
1 Mon., ſtarb 18. Januar (Einſegnung).
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 1. Januar: Dem
Bierbrauer Georg Mühllehner S. Georg, geb. 25. Dez. 1909.
2. Januar: Dem Hofſtallbeiknecht Georg Mauer T. Anna
Marg., geb. 27. Dezember 1909. 6. Januar: Dem
Stadt=
taglöhner Farl Friedrich Simmerock S. Karl Friedrich,
geb. 14. Auguſt 1909. 11. Januar: Dem Schuhmacher
Eduard Hanemann T. Eliſabetha, geb. 12. Dezemb. 1909.
St. Eliſabethengemeinde: 2. Januar: Dem
Schuhmacher Alexander Ziemer T. Friederike Katharina,
geb. 4. Dezember. Dem Bankbeamten Wilhelm Johann
Philipp Neudörfer S. Rudolf Leopold, geb. 24. November.
5. Januar: Dem Verwaltungsſekretär Johann Schneider
S. Alfred, geb. 23. Dezember. 6. Januar: Dem
Küchen=
chef Gottfried Cremerius S. Gottfried Alfred, geb. 26. Nov.
16. Januar: Dem Maſchinenſchloſſer Melchior Philipp
Plagge T. Anna Eliſabeth Margarete Emilie, geb. 21. Dez.
17. Januar: Dem Schmied Anton Tritſchler S. Hugo,
geb. 1. Oktober.
Getraute bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 9. Januar: Georg
Seibert und Anna Kreher, beide aus Münſter b. Dieburg.
15. Januar: Heizer Georg Weber und Magdalena=
Wiſſinger, beide dahier.
St. Eliſabethengemeinde: 18. Januar: Adamz
Braun aus Münſter und Katharina Bollinger dahiel=
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 1. Januar: Katharinck=
Schuchmann, geb. Jacob zu Nieder=Ramſtadt, Ehefrau
des Jakob Schuchmann II., 54 J., 3 Monate, ſtarb
29. Dezember 1909. 2. Januar: Johann Wilhelm Jamin,
S. des Tapezierers Wilhelm Johann Jamin, 1
9 Mon., ſtarb 30. Dezember 1909. Kellner Franz. Moſthaf,
39 J. 9 Mon., ſtarb 31. Dezember 1909. 10. Januar:
Privatier Johann Scheich, 81 J. 4 Tg., ſtarb 7. Jan.
St. Eliſabethengemeinde: 6. Januar: Maria
Katharina Filſinger, Ehefrau des Großh. Pfandmeiſters
Wilhelm Filſinger, 63 J., ſtarb 3. Januar. 12. Januar:
Johanna Werth, Ehefrau des Ingenieurs Konrad Werth,
ſtarb 8. Januar. 14. Januar: Johanna Heiß, T. des
Tünchers Johann Heiß, 4½ M., ſtarb 12. Januar.
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18.
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*1719) Eine kinderloſe, unabhängige Frau
ſucht Laufdienſt oder abends Laden putzen
Rundeturmſtraße Nr. 1, 1. St.
*1721) Ein Mädchen ſucht Laufſtelle,
Näheres Weinbergſtraße Nr. 2a.
*1729soi) Eine Frau geht waſchen und
putzen Liebfrauenſtr. 58, 3. St. I.
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Arbeit, auch für halbe Tage, geht auch
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Führung des Haushaltes, zur Vertretung
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Putzen Gartenſtraße 9, Hinterhaus II.
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ruchtiger Techniker,
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ſpäter, am liebſten dauernde Stellung. Off.
unt. P 11 an die Exped. d. Bl. (*1655so Junger Schreibgehilfe
(auch Maſchinenſchreiber) ſucht, geſtützt auf
la Zeugniſſe, ſofort oder ſpäter Stellung.
Off. unter F 28 a. d. Expedition. (*1724 Durchaus zuverl. Mann,
27 J. alt, gedient, ſucht dauernde Stellung
als Kaſſier, Bureaudiener od. dergl. Kaution
kann geſtellt werden. Pr. Zeugn. vorhanden.
Off. u. P 7 an die Exped. d. Bl. (*1654
ſucht Stellg. als
Junger verh. Mann Kaſſierer,
Haus=
burſche od. ſonſt ähnlichen Poſten. Kaution
kann geſtellt werden. Gefl. Offerten unter
(*1189oms
D 72 an die Expedition.
Bautechniker
Mehrere Jahre auf hieſigem Architektur=
Büro tätig, mit allen Büroarbeiten u. auf
der Bauſtelle erfahren, zur Zeit in
unge=
kündigter Poſition, ſucht per 1. April
ander=
weitige dauernde Stellung. Offerten unter
F 6 an die Expedition erbeten. (*1638sm
1691) Jung, ſtrebſ., verh. Mann mit
prima Zeugn. u. Ref., ſ. Stell. irg. w. Art.
Offerten unter F 24 an die Exped. ds. Bl.
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ung auf einige Stunden des Tages. Off.
unter F 41 an die Expedition.
(*1445
Solider Mann
mittl. Jahre ſucht Stellung als Einkaſſierer,
Bürodiener od ſonſt. Stelle. Kaution kann
geſt. werden. Off. unt. E 14 an die Exped.
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der bis Oſtern die Primareife und die
Be=
rechtigung zum Einjährigen=Freiwilligen
erreicht hat, paſſende Lehrſtelle. Gefl.
Ant=
wort unter E 79 an die Exped. (*1554dfs
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wird kaufmänniſche Lehrſtelle geſucht, ev.
Anwaltsbüro. Off. u. B86 an d. Exped. (*1620si
Mh
Me
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(*1238ids
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2
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jährigen Zeugniſſen wollen ſich melden.
Näheres in der Expedition ds. Bl. (*1484dfs
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fleißiges Mädchen, welches auch etwas
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Nummer 18=
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910
Seite 15.
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tüchtiges, fleißiges Mädchen für
kinderloſen Haushalt, das auch kochen
kann, bei höchſtem Gehalt geſucht
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Zum 1. Februar ſauberes,
tüchtig. Hausmädchen geſucht,
welch. auch koch. kann, in kindl. Haush.
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44e
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6
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(174,
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wird ſauberes Mädchen geſucht, das ſich
aller Hausarbeit unterzieht und im
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ſchäft mit tätig ſein kann. Offerten unter
F 26 an die Expedition ds. Bl. (*1710
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Allein=
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Geſchäftshäuſern.
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geſucht Waldſtraße 55.
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ſchaftshaus, ſowie älteres Alleinmädchen
in kleines Privathaus zum 1. Februar
oder ſpäter geſucht Stellenbüro Schulz,
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Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bf. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,80
3½ Deutſche Reichsanl. 94,20
85,40
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,90
3½ do. Conſols . . . . 94,20
85,30
8 do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 102,25
94,00
do.
8½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl . 102,60
93,60
do.
3½
83,90
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 101,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . 101,80
3½
do.
82,40
do.
85,00
Sächſiſche Rente .
4 Württemberger v. 1907 102,00
3½
94,00
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
4¾ Griechen v. 1887 . . 47,90
3¾ Italiener Rente . . . 104,60
4½ Oeſterr. Silberrente . 99,00
do. Goldrente . . 99,90
do. einheitl. Rente 95,00
Portug. unif Serie I 64,60
do. unif. Ser. III 65,50
Spezial.
do.
3
5 Rumänier v. 1903 . . 102,20
do. v. 1830 . . 94,80
v. 1905 .
do.
4
4 Ruſſen v. 1880 ₰ . ; 91,70
InProt.
Sf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,40
½ do. v. 1905 . . . . 99,70
. 94,50
Schweden . . . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,00
Türk. Admin. v. 1903 88,60
4 do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 96,50
4 do. Staatsrente . 92,70
5 Argentinier . . . . . . 101,50
99,80
do.
4
4½ Chile Gold=Anleihe 93,50
5 Chineſ. Staatsanleihe 103,00
99,90
do.
4½
4½ Japaner . .
.. . 97,50
Innere Mexikaner . . 100,80
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,50
5 Gold=Mexikaner . . .
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 134,70
4 Nordd. Lloyd . . . . 102,75
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 120,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 600
Einz. Mk. 408 —
4 Baltimore & Ohio . . 117,00
4 Gotthardbahn . . . . —
In Proz.
51.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,60
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,50
4 Pennſylvania R. R. 132.00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 196,00
Werger=Brauerei .
80,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 432,50
Fabrik Griesheim . . . . 202,00
Farbwerk Höchſt . . . . . 451,00
Verein chem. Fabriken
Mannheis . . . . . . . 333,00
Lahmeyer . . . . . . . . . 107,30
Schuckert . . . . . . . . . 138,00
Siemens &e Halske . . . 243,00
Adlerfahrradwerke Kleyer 377,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 251,80
Gelſenkirchen . . . . . . . 221,30
Harpener . . . . . . . . . 213,50
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 224,30
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,90
Pfälzer Prt. . . . . . 100,90
do.
93,60
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. .
do.
ſteuerfrei . —
4
5 Oeſterr. Staatsbahn. —
do.
99,50
do.
3
alte .
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,60
do.
do.
59,70
3 Raab=Oedenburger . . 76,10
4
Ruſſ. Südweſt. . . . . 88,50
4 Kronpr. Rudolfbahn . 99,50
In Proz.
S7.
2¾/10 Livorneſer . . . . . . 75,70
Miſſouri=Paciſic . .. 82,00
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,50
5 Anatoliſche Eiſenb.. .
5 Tehuantepec . . . . . 102,70
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 184,40
4 Darmſtädter Bank . . 138,90
Deutſche Bank . . . . 257,30
4 Deutſche Vereinsbank 128,00
4 Diskono=Geſellſchaft . 198,10
4 Dresdner Bank . . . . 164,20
4 Mitteldent. Kreditbk. 120,25
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 130,90
4 Pfälzer Bank . . . . . 100,80
148,50
4 Reichsbank . . . .
Rhein. Kredit=Bank 136,75
4
4 Wiener Bank=Verein 139,10
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,30
3½ do.
S. 19 . . . . . 92,80
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
91,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,60
Meining. Hyp.=Bank 101,00
3,
do.
4 Rhein. Hppoth.=Bank
(unk. 1917) 100,80
3½
do. (unk. 1914) 91,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
95.
3½
94.00
InProz.
Sf.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . . . . . 100,60
3½ do.
4 Frankfurd . . . . .. . 101,10
96,00
do.
3½
Gießes . . . . . . . . 100,80
3½ do.
4 Heidelberg . . . . . . 100,50
do.
3½
92,00
Karlsruhe . . . . . . 101,10
do.
3½
92,60
4 Magdeburs. . . .. .
.
3½
-
4 Mainz . . . . .. .
-
3½ do.
Mannheiz . . . . . . 101,20
do.
92,10
20
München . . . . . . . 100,50
3½ Nauheim
92,00
4 Nürnberg. . . . . . . 101, 10
3½ do.
93,00
4 Offenbach . . . . . . . 100,50
do.
3½
92,00
Wiesbaden . . . . . . 101,10
do.
Worms . . . . . . . . —
4 Liſſaboner v. 1886. . —
Verzinsliche
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Badiſche
Tlr. 100 158,50
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,50
Donau=Reg. fl. 100 —
3 Holl. Komm. „ 100 108.30
Sl.
InProz.
3 Madrider Fs. 100
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . .
137,10
,
4 Oeſterr. 1860er Loſe 175,00
3 Oldenburger . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 113,40
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 223,40
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45 —
Fs. 10 —
do.
Meininger
fl. 7 40,60
Oeſterreicher v. 1864 „ 100 572,00
do. v. 1858 „ 100 465,50
Ungar. Staats
„100 373,00
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 183,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,40
20 Franks=Stücke . . . . 16,25
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,42½
Franzöſiſche Noten . . . . 81,25
Holländiſche Noten . . . . 168,60
Italieniſche Noten . . . . 80,90
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . . . . . 215½
Schweizer Noten . . . . . 81,10
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Ludwigsplatz. § (1036a
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18,
Zu haben in den einschlägigen durch
Plakate kenntlich gemachten Geschäften.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Freud und Leid. — Die Tragödie der Schweſter Hertha.
— „Schuld” und „Sühne‟. — Neue Vergnügungen.
Das Ballfeſt der Blumen. — Ein Schriftſteller=Ball.
Aus den Konzertſälen. — Lorbeeren und Diſteln.
In der „Urania‟.
Freud und Leid ſind ja treue Geſchwiſter, aber
nirgends findet man ſie ſo eng vereint als in der
Welt=
ſtädt. Hier prallen ja oft genug die Gegenſätze herb
anfeinander und häufig miſcht ſich in frohes Lachen
wehes Weinen. So drang dieſer Tage in das helle
Schellengeklapper des Prinzen Karneval die düſtere
Klage um ein jäh dahingeſunkenes, junges
Menſchen=
leben. Das tragiſche Ende der Schweſter
Hertha wird hier allgemein beſprochen und lebhaft
erörtert, wobei man heftige Kritik übt an dem
Verhal=
ten der Leitung des Virchow=Krankenhauſes, das
über=
haupt in den letzten Jahren mehrfach, und nicht immer
zu ſeinem Vorteil, die Oeffentlichkeit beſchäftigt.
Da=
iſt’ ein lebensfrohes, gebildetes, pflichterfülltes
Mäd=
chen, welches ſich ohne materiellen Zwang, nur aus
innerem Trieb, dem ſchweren Beruf einer
Kranken=
ſchweſter gewidmet, mit aufrichtiger Hingebung, voll
Luſt und Eifer die in einem Krankenhauſe wahrlich
nicht leichten Gebote der Nächſtenliebe erfüllend. Nach
übereinſtimmenden Berichten verging ſich Schweſter
Hertha ſo furchtbar, daß ſie kürzlich abends zuſah, wie
zwei Probeſchweſtern und eine Lehrſchweſter ſich einen
aus den Krankenſälen zurückgekommenen, alſo übrig
gebliebenen kleinen Reſt Braten — nach anderen
Mit=
teilungen handelte es ſich überhaupt nur um etwas
Tunke — teilten und daß ſie ſelbſt mit Brot ein bißchen
Sauce nahm. Gut, das mag ein Vergehen geweſen
ſein gegen die mit Recht ſtrengen Vorſchriften der
An=
ſſtält, aber war es denn uun ſo arg gefehlt, daß,
nach=
dem einige Wochen ſpäter eine Anzeige aus Rache
er=
folgte, jene drei Schweſtern ſofort entlaſſen wurden.
man Schweſter Hertha ihres Amtes enthob, bis die
Krankenhausdeputation über ihr Verbleiben oder ihre
Entlaſſung entſchieden, und ihr bei dem gemeinſamen
Mittagstiſch ein offizieller Verweis erteilt ward, was
ſie gewiß als härteſte Strafe empfunden. Schutz= und
hilflos waren jene drei Schweſtern, die zuſammen
ge=
rad’ zehn Mark beſaßen, auf die Straße geſetzt und
wurden vor Hunger und ſonſtigen Entbehrungen nur
durch eine ſchnelle Geldſammlung der übrigen
Schwe=
ſtern gerettet, denn wo ſie um eine Stellung anpochten,
wies man ſie ab, ſoll doch die Direktion auf Anfragen
um Auskunft geantwortet haben: „Wegen grober
Dienſtverletzung entlaſſen.” Schweſter Hertha konnte
die Kränkung nicht überwinden, eine ſtarke Doſis
Morphium ließ ſie den ewigen Schlaf ſuchen und
fin=
den, eine junge, verheißungsvolle Menſchenblüte ward
durch rauhen Lebensfroſt geknickt. „Und der Lebende
hat recht” in dieſem Falle hat man auch der Toten
recht gegeben, leider zu ſpät.
Die Lebenden haben allerdings recht, ſich des
Daſeins zu freuen, zumal, wenn es ſie ſo heiter
an=
lächelt, wie auf dem Ballfeſt der Blumen in den
Hallen am Zoologiſchen Garten. Man iſt
glücklicher=
weiſe des trockenen Tones ſatt geworden, der bisher
vielfach auf unſeren großen öffentlichen Feſten geherrſcht,
ſo nach Schema Abe, und bringt mit Erfolg jetzt
Eigenart und Farbe und damit zugleich Stimmung in
die feſtlichen Veranſtaltungen großen Stils hinein. Das
bewies ſchon neulich das gelungene Goethefeſt des
Deutſchen Lyceum=Klubs und das zeigte anch jenes zum
Beſten des Sänglingsheims Weſtend ſtattgefundene
Blumenballfeſt, das gewiß einen reichen Ertrag
abge=
worfen, denn es war „kunffig” voll, aber in dieſem
Ge=
wühl holder, lockender Erſcheinungen ließ man ſich
ſchon ganz gerne „knuffen”! In der Tat, es zeigte ſich
von neuem, über welch reizenden Mädchenflor Berlin
verfügt, wenn es nur will! Soviele ſchöne und
an=
mutige, mit erleſenem Geſchmack gekleidete weibliche
Geſtalten hat man ſeit langem nicht beiſammen geſehen,
wie an dieſem, bis zum granenden Morgen
danernden Abend. Sehr hübſch im Charakter des
Ganzen war der Rieſenſaal ausgeſchmückt mit Blumen=
und Tannengirlanden, mit Velarien und Teppichen,
zahlloſe Blumenzelte waren von den Patroneſſen des
Feſtes errichtet und wurden in ihnen ſeitens der
letz=
teren Erfriſchungen ausgeteilt. — — Gold ward nicht
ungern entgegengenommen, ſelbſt nicht im
Diſtelzelt=
der Gräſin Schlippenbach und dito der aus gleißendem
Goldregen errichteten Laube der Gräfinnen Matuſchka
und Stillfried. Eine ſtattliche Reihe junger Damen
war in gewählten Blumentrachten erſchienen, ein volles
Hundert vereinte ſich auf der Bühne, erwachte durch die
Klänge der Muſik aus tiefer Ruhe zu heller
Lebens=
freude und führte einen graziöſen Reigen auf, der
ranſchenden Beifall fand.
Eine ſchon im vergangenen Jahre glücklich
durch=
geführte Idee wiederholten diesmal mit gleichem
Er=
folge unſere Kollegen vom Berliner
Schrift=
ſteller=Klub, indem ſie eine längere Pauſe im
heiteren Ballgetriebe durch eine Schlager=Revue
ausfüllen ließen. Um Mitternacht ſtrömten die
Ball=
gäſte aus dem Mozartſaal in den anſchließenden
Theaterraum des Neuen Schauſpielhauſes und folgten
frendig all jenen Drollerien, die ihnen auf der Bühne,
von den beliebteſten Mitgliedern unſerer der heiteren
Muſe gewidmeten Bühnen dargeboten wurden, wobei
ſich der „Graf von Luxemburg” zur „Geſchiedenen
Frau” geſellte beim Schimmer der „Ewigen Lampe‟
Wie ſehr ſich Berlins gutes winterliches
Vergnügungs=
programm erweitert, bewies auch dieſes ſehr gelungene
Feſt, denn vor wenigen Jahren gab es nur eine einzige
derartige literariſche Vergnügung, den noch immer an
der Spitze ſtehenden Ball des Vereins Berliner Preſſe,
heute haben wir deren vier oder fünf, und alle erfrenen
ſich regſten Beſuches und erwecken allgemeines
Intereſſe.
Wie es vielen ſchwer ſein mag, bei den Feſten die
richtige Auswahl zu treffen, ſo auch bei den
Konzer=
ten, deren Zahl gleichfalls von Jahr zu Jahr anſchwillt
in beängſtigender Fülle. Man fragt ſich ſtets von neuem,
wo denn das Publikum — oder, wie einſt ein bekannter
Mime ſich gewählt ausdrückte: die Publikümmer
hertommen ſoll, um all die ſehnenden Wünſche der
Konzertierenden nach vollen Sälen und ermunterndem
Beifall zu erfüllen. Auch hier glauben ſich viele berufen
und ſind nur wenige auserwählt; dieſen werden ge= und güldene Lorbeeren zuteil, den erſteren
Ent=
täuſchungen und Koſten. Der große Saal der
Phil=
harmonie war kürzlich bis zum letzten Plätzchen
gefüllt, als Frau Lilli Lehmann ihren zweiten
Liederabend gab, und der Jubel zum Schluß wollte
kein Ende nehmen. Wie dieſe erleſene Meiſterin noch
zu ſingen verſteht, iſt bewundernswert, ſelbſt einzelne
Manieriertheiten nimmt man willig mit in den Kauf,
da man für ſie ja gleich darauf reich entſchädigt wird.
Leider war das Programm diesmal etwas einſeitig
zu=
ſammengeſtellt, drei Moderne: Weingärtner, Richard
Strauß und Hugo Wolf, und das Meiſte dieſes Trips
war auf Dunkel geſtimmt. Nicht minderen Beifall
einer dichten Zuhörerſchar erntete Willy
Bur=
meſter mit ſeinem letzten populären Konzert in der
Philharmonie; Bruch, Tſchaikowsky, Mendelsſohn
ge=
langten zu Gehör, die ſaubere Schnlüng des trefflichen
Violiniſten wurde ihnen durchaus gerecht. Eugen
Yſaye wirkte an der gleichen Stelle in glänzender
Weiſe in dem von Arthur Nikiſch dirigierten
ſechſten Philharmoniſchen Konzert mit und begeiſterte
durch das Vieuxtempsſche Violinkonzert. Zur innigen
Genugtnung aller war auch hier Mendelsſohn, mit der
Onvertüre „Meeresſtille und glückliche Fahrt”, und
Tſchaikowsky, mit ſeiner F-moll=Symphonie, ein
Ehren=
platz eingeräumt. Der „Geſellſchaft der
Muſil=
freunde”, die vor zwei Jahren begründet ward, um
durch Einſtudierung ſelten gehörter oder neuer Werke
wichtige Lücken auszufüllen, verdanken wir eine
er=
hebende Aufführung des Verdiſchen Reqniems, bei der
Oskar Fried als Dirigent alle Schwierigkeiten
mnſterhaft überwand und uns einen reinen, lang
nach=
hallenden Genuß verſchaffte. Das war auch bei dem
kürzlichen fünften Geſellſchaftskonzert jener
Vereini=
zung der Fall mit der Darbietung der Hayduſchen
Midi=Symphonie, die einen berückenden Reiz ausübte.
Von Gnſtav Mahlers „Nachtmuſik” dem vierten Satz
ſeiner 7. Symphonie, und Konrad Anſorges
Tondich=
tung für Orcheſter und Tenorchor „Ausſöhnung” kann
man das nicht behaupten. Beides iſt ſchon „Ueber=
Straußiſch” und hinterläßt ſehr gemiſchte Gefühle, bei
denen ein harmoniſcher Eindruck ausgeſchloſſen iſt.
Wer genug hat an=Tanz=und Spiel, an Sang und
Klaug, wen es gelüſtet, dem lärmend=ruheloſen Berlin
zu entfliehen, wenn auch nur auf eine ganz kleine
Spanne Zeit, ohne daß er tief in den Geldbeutel zu
greifen braucht, dersmag jetzt die „Urania” aufſuchen,
um ſich am Firnenglanz des Ober=Engadin
zu erfrenen und zu erquicken. Vom Bodenſee aus
ge=
langen wir mittels der neuen Albulabahn in die
win=
terliche Alpenwelt hinein, nach Davos und St. Moritz,
die Gletſcher des Bernina nehmen uns in ihren Bann
und wir ruhen dann aus in der Frühlingspracht des
Crmer Sees —
die gewaltigen farbigen Lichtbilder
und Wandelpanoramen ſind ſo künſtleriſch u. naturgetreu,
daß man oft den Schein für das Sein nimmt und die
bald lauten, bald verhaltenen Ausrufe des Entzückens
der Umſitzenden wohl verſteht.
Sport.
— Fußball. Sonntag nachmittag ſtehen ſich auf
dem Olympia=Sportplatz an der Heidelbergerſtraße die
1. Mannſchaften des V. f. B. Union=Mannheim
und des F.=K. Olympia=Darmſtadt 1898 in
dem fälligen Ligaſpiel (Klaſſe A) um die Meiſterſchaft
des Weſtkreiſes gegenüber. Das Vorſpiel endete
ſeinerzeit mit 111 nnentſchieden.
F.=K. Germania 1909. Sonntag ſtehtdie
1. Mannſchäft des F.=K. Germania der gleichen des
F.=K. Teutonia=Pfungſtadt 1906 im Retourſpiel in
Pfungſtadt gegenüber. Die 2. Mannſchaft ſteht der 1.
des F.=K. Olympia=Bickenbach auf dem hieſigen
Exer=
zierplatz im Vorſpiel gegenüber.
sr. Im Schach=Weltmeiſterſchaftskampf
Lasker=Schlechter mußte die vierte Partie
aber=
mals abgebrochen werden. Bisher iſt es keinem der
Meiſter gelungen, einen weſentlichen Vorteil zu
er=
ringen, ſodaß dieſe Partie in ziemlich gleicher
Stel=
lung nach dem 57. Zuge zum zweiten Male
unter=
brochen werden mußte.
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des Wiener Damen-Orchesters, Dir. Jenny Lerch.
Sonntags 2 Konzerte, 4 und 8 Uhr.
Eintritt frei.
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Eintritt frei.
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Dienstbach.
Gasthaus „Stadt Nürnberg‟.
Samstag, den 22. und Sonntag, den 23. ds. Mts.
Kappen-Abend mit humorist. Konzert.
Es ladet ergebenſt ein
(*1761
Franz Schmitt, Gastwirt.
Ha
Konzerthaus Kratsch Landwehrstrasse 26
: Konzessioniertes Variété.:
Heute Samstag, 8 Uhr (Eintritt frei), Sonntag, 4 und 8 Uhr
Nur 3 Gastspiele!
Zum ersten Mal hier!
Das erstklassische humoristische Varlété-Trio!
Dir. Hansi und Abert Burck.
(*1772
Kriegerkameradschaft Germania
Darmstadt.
Samstag, den 22. Januar 1910, abends 8 Uhr:
Fetegekolor En
OP Keni
Geburistassteter St. Maj.des beutschen Kuisers
im Saale der Ludwigshalle (Obergaſſe 12), beſtehend in Konzert,
humoriſtiſchen Vorträgen, Tanz uſw., wozu wir unſere
Kame=
raden ſowie deren Angehörige freundlichſt einladen.
(1992
Orden u. Ehrenzeichen ſind anzulegen.
Der Vorstand.
7₰
Ludwigshone.
Sonntag, den 23. Januar 1910:
KONZER
der Kapelle des Leibgarde=Regiments
(Größerer Teil derſelben)
(B2000
unter Leitung des Obermuſikmeiſters Hauske.
Aus dem Programm: Ouvertüre zu Zampa” von Herold; Fantaſie aus
„Das Heimchen am Herd” von C. Goldmarck: 9. Violinkonzert von Beriot,
vor=
getragen von Herrn Ludwig; Chor der Friedensboden aus „Rienzi” von R.
Wagner; Melodienſtrauß aus „Mamſell Angott von Eh. Leeveg u. a. m.
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
Aar altenf 6.0
Sonntag, den 23. Januar 1910
Grosses karnevalistisches Konzert
in sämtlich närrisch dekorierten Räumlichkeiten.
Ausſchank eines vorzüglichen Union=Bockbieres (dunkelh.
Reichhaltige Speiſekarte.
(*1741
Es ladet ergebenſt ein
J. Hofmann.
Restauration „Frische Quelle‟ (Insel)
Sonntag, den 23. Januar,
Kappen-Abend
S
&
mit karnevalistischem Konzert
(*1745
nachmittags von 1 Uhr an. — Es ladet ergebenſt ein
W. Hommer.
4a
B
Sanz=unstitut b. Volkert.
Einladung
zu dem am 5. Februar 1910 im „Konkordiaſaale”, Waldſtraße 33, ſtattfindenden
Askei-Ban
ſind meine Schülerinnen und Schüler, ſowie vorjährige Schüler und deren Angehörige
und Bekannte freundlichſt eingeladen.
H. Volkert, Tanzlehrer,
Elisabethenstrasse 52.
Elisabethenstrasse 52.
Karten à Perſon 1.50 Mk., Familienkarten (3 Perſonen) 3.50 Mk., können
jeder=
zeit in meiner Wohnung in Empfang genommen werden.
(*1765
Gehrock-
Anzüge
Frack-
Anzüge
Smoking-
Anzüge.
Weisse
Westen
Farbige
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Einzelne
Beinkleider
(Spezialabteilung und eigene Werkstätte für Anfertigung nach Mass.)
u2
5
Ludwigsplatz
Ecke Schulstrasse
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Nummer 18,
Die Karneval-Gesellschaft
WnAELA
veranstaltet am Sonntag, den 23. Januar, abends 8 Uhr 11 Minuten, in der „Narrhalla” am Woogsplatz
das erste große Musik- und Gesangsfest der Residenz mit Ball.
Es werden die besten hiesigen Büttredner, erste Karnevalkünstler von
Mainz u. 6. w. auftreten, gemeinsame Lieder gesungen und reizende
Schaunummern geboten werden. — Die Veranstaltung soll ein
Neuartiges populares Karnevalfest vornehmen Stils
werden. — Musikalischer Teil: Kapelle WEBER (Feldart.-Regt. 6t).
Karten im Vorverkauf à 50 Pfg. im Verkehrsbureau, bei E. Wetzstein (Gg. Hof),
Untere Elisabethen- und Grafenstrasse und beim Hausmeister der Turngemeinde.
Der grosse Rat.
Num, Plätze à 1.— Mk, nur bei Otto Titze (Glock’s Hutmagazin), Elisabethenstrasse 4.
Darmstädter Streich-Quartett.
Fr. Mehmel, A. Diedrich, Fr. Brückmann. A. Weyns.
Il. Nammermusin-Abend
Montag, 24. Januar, 8 Uhr abends, im Hotel zur Traube.
Programm: Streichquartette v. Haydn: op. 33, Nr. 3 C-dur (Vogel-Quartett),
Mozart: K. V. Nr. 387, G-dur, und Beethoven: op. 95. F-moll.
Karten zu Mk. 3.— und Mk. 2.— (Stud. und Schüler Mk. 2.— und Mk. 1.50)
in der Hofmusikalienhandlung von Georg Thies Nachf, (Leopold Schutter) und an
der Abendkasse.
(1922
J,
Turngemeinde Bessungen
eingetragener Verein, gegründet 1865
Vereinshaus Heidelbergerſtraße 131.
Unser diesjähriger BAL
findet Samstag, den 5. Februar 1910, ſtatt. (*1621
Masken haben Zutritt.
Anfang 8 Uhr 11 Minuten.
Der Vergnügungs-Ausschuss.
6
AF
Gesangverein „Sängerlust
Inhaber der Medaille für Kunſt und Wiſſenſchaft.
Dirigent: Muſikdirektor Bartke — Gegr. 1849.
Samstag, 29. Januar, Anfang 8 Uhr
Grosser Masken-Ball
.
im Mathildenhöhsaale.
Für Nichtmitglieder ſind Karten erhältlich im Vorverkauf bei: Friſeur Hch.
Schnebele, Schuſtergaſſe 19, Kaufmann Bernh. Drechsler, Liebfrauenſtraße 63 und
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigplatz, pro Perſon 1 Mk.
(1954ss
Maskenkarten für Mitglieder unentgeltlich bei Ludw. Schramm, Schuchardtſtraße 4.
NB. Sonntag, 30. Januar, nachmittags 4 Uhr, Nachfeier auf dem Heiligen Kreuzberg.
Der Vorſtand.
26
Club „Fröhlichkeit, Darmstadt.
Samstag, den 22. Januar 1910, abends 8 Uhr
in den
(1975
Räumen des Hugenschütz-Felsenkeller
Grosser pompöser
enbat
Ius
mit Preisverteilung
an die ſchönſte Damen= und originellſte Herrenmaske.
Eintritt: Herrenmaske 1.— Mark, Damenmaske 50 Pfennig,
Nichtmaske 25 Pfennig.
Das Komitee.
Achtung!
Achtung!
64
Restauration „Sonne , Luisenstrasse 6
den
Sonntag, 23. Januar grosses Konzert!
Anfang 4 Uhr.
Josef Stocker.
(*1677)
Kriegerveren Barmstadt.
Schutzherr: Seine Königl. Hoheit der Großherzog Ernſt Ludwig.
Feier des Allerhöchſten Geburtstages
Seiner Majeſtätdes Kaiſers
Samstag, den 29. Januar 1910, abends 8 Uhr,
im Städtiſchen Saalbau
beſtehend aus: Prolog, Feſtanſprache (gehalten von dem
Kame=
raden Herrn Pfarrer Vogel), Konzert und Tanz unter gütiger
Mitwirkung des Fräulein Becker und der Herren G. Jöckel,
W. Jöckel und Roth.
Zutritt haben nur die geladenen Ehrengäſte, unſere Ehrenmitglieder und unſere
Mitglieder nebſt ihren Familienangehörigen.
Fremde Perſonen, welche durch Mitglieder eingeführt werden wollen, müſſen am
Saaleingange den hierſelbſt anweſenden Vorſtandsmitgliedern Herrn Zöller und
Herrn Kammer vorgeſtellt werden.
Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zutritt.
Das Vorausbelegen der Plätze iſt nicht geſtattet.
(1996sf
Orden=, Ehren= und Verbandsabzeichen ſind anzulegen.
Der Vorstand des Kriegervereins Darmstadt.
Fussballwettkampf
„Union‟Mannheim I — „Olympia‟ Darmstadt!
(Ligaspiel in Klasse A)
(1938
am Sonntag, den 23. Januar, nachm. ½3 Uhr
auf dem Olympia-Sportplatz an der Heidelbergerstr.
Städtischer Sadiau
Sonntag, den 23. Januar, abends 8 Uhr
grosses
Karnevalistisches Konzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
Persönliche Leitung: Obermusikmeister Hauske.
Tanz im Gartensaal.
Neue Lieder :: Abwechslungsreiches Programm.
Eintritt 40 Pfennig.
Eintritt 40 Pfennig.
(1921
[ ← ][ ][ → ]Nummer 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. Januar 1910.
Seite 27.
Meidhanen=Auskenbait
am
im
Samstag
29. Jan. Schatzenhe
Kriegerverein Darmstadt.
Haupt-Versammlung
Mittwoch den 2. Februar 1910, abends ½9 Uhr
in dem Vereinslokal in der Turnhalle am Woogsplatz.
Tagesordnung: 1. Geſchäftliche Mitteilungen. 2. Jahresbericht. 3. Jahresrechnung.
4. Vorſtandswahl. 5. Wahl der Rechnungsprüfer. 6. Wahl des
Schiedsgerichts. 7. Wahl des Fahnenträgers u. der Fahnenbegleiter.
(2006a
8. Bücherausgabe.
Der Vorstand des Kriegervereins Darmstadt.
Darmſtädter Hansornherotien &..
Büro Wilhelminenſtraße 19, I.
Montag, den 24. Januar, 8½ Uhr abends,
Wirtschaft Sitte, Karlstrasse 15, gelber Saal, 1 Tr.
Versammlung der Mitglieder
zur freien Beſprechung verſchiedener für Hausbeſitzer wichtige Fragen, beſonders
Steuererhöhung, Gemeindesteuervorlage.
Alle Hausbeſitzer und Hausbeſitzerinnen Darmſtadts — auch Nichtmitglieder
— ſind hierzu freundlichſt eingeladen.
(1995so
Der Vorstand.
Hotel zur Traube
im Grossen Saal, Darmstadt, Eingang Louisenstr.
Mittwoch, den 26. Januar, abends 8 Uhr
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Berlin, hält einen wissensohaftlichen Vortrag mit
Demonstrationen am lebenden Modell
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Kichard wagner-verein Darmstadt.
Die Ordentliche Hauptversammlung
des Vereins für das Jahr 1910 wird Montag, den 31. Januar 1910₰
abends 6 Uhr pünktlich, im Alpenvereinszimmer des
(1994
„Kaisersaals‟ mit folgender Tagesordnung stattfinden:
1. Jahresbericht des Vorsitzenden.
Rechners. 3. Neuwahl des Vorstandes.
die vorliegenden Anträge.
2. Rechnungsablage und Entlastung des
4. Beratung und Beschlussfassung über
Der Vorstand.
(666
inbegena
Bezirnsveren- Vantstauf
Montag, den 24. Januar 1910, abends 9 Uhr,
General-Versammlung
im hinteren Sälchen der Brauerei „Zur Krone”.
Wir nehmen Bezug auf die unſeren Mitgliedern überſandten Einladungen und
(1993
bitten hiermit nochmals um recht zahlreiche Beteiligung.
Der Vorstand.
BAuER. GRÜHWKLD
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VEnEDlG
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D. Wunst d. pflegewahrer Frauenschönheit
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(1923
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Dienstag, den 25. Januar, abends 8¼ Uhr
2
im „Fürstensaale‟, Grafenſtraße 20.
Thema: Warum finden so viele
(0
Kerbenteldend
keine Heilung.
Inhalt: Ursache und Erscheinungskormen der Vervosität. Das Wesen
der körperlichen und seelischen Störungen. Wie kann der
Ver=
vöse seinen eigenen Zustand beurteilen? Welchen Einfluss
und welche Rücksicht muss die Umgebung ausüben? lst
jeder Dervöse heilbar? Welche Wege führen zur Heilung
und welche Fehler werden gemacht? Wie kann man
er=
kennen, in welcher Richtung eine Behandlung für den
be=
treffenden Fall zu kühren ist? (Ueber dieſen Punkt werden
nach dem Vortrag die Demonſtrationen Aufklärung geben)
Nach dem Vortrag Demonſtrationen u. Fragebeantwortung.
Referent: E. Kampmann, Frankfurt a. M.
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häuslich erzogen, ev. mit über 3000 Mk.
Vermögen, wünſcht, da es ihr an
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Ein Kind
wird in liebevolle Pflege genommen.
Wo? ſagt die Exped. ds. Bl. (*1732so
Chriſtliche Gemeinſchaft
„Immanuel‟. E. V.
Rheinſtraße 2
Sonntag, vormittags 9 Uhr:
Bibelbe=
beſprechung.
Vormittags 11 Uhr:
Sonntagsſchule. — Nachmittags 4 Uhr:
Jugendbund. — Abends 8¼ Uhr:
Evan=
geliſation.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Blaukreuz
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Freitag, abends 8½ Uhr: Gebetſtunde.
Chriſtlicher Verein junger Männer
Darmſtadt=Oſt.
Riegerplatz 3.
Sonntag, Jugendabteilung: Tagesausflug.
Abends 8½ Uhr: „Die franzöſiſche
Re=
volution gegen das Ende des 18.
Jahr=
hunderts” von Herrn stud. Wilh. Wich.
Soldatenheim: von nachmittags 2 Uhr
ab geöffnet.
Montag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Poſaunenchors.
Abends 8½ Uhr:
Männerchor.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Streichchors. —
Unterricht in Engliſch.
Unterhaltungsabend der Jugendabteilung.
Bibelbeſprechſtunde für Soldaten.
Mittwoch, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde für
Frauen.
Abends 8½ Uhr: Bibliſche
Beſprechung der älteren Abteilung.
(Apoſtelgeſchichte.)
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Freie
Ver=
einigung.
83 Uhr: Bibelſtunde der
Jugendabteilung,
Freitag, abds. 8½ Uhr: Männerchor.
Samstag, abends 9 Uhr:
Gebetsver=
einigung.
Chriſtl. Verein junger Männer
„Nathanael”,
Mühlſtraße 24.
Sonntag, abends 8½ Uhr: Vortrag von
Herrn Krauter.
Montag, abends 8½ Uhr: Freie
Ver=
einigung.
Dienstag, abends 8½ Uhr:
Bibelbeſprech=
ſtunde.
Mittwoch, abends 8½ Uhr: Freie
Ver=
einigung.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde
im Vereinshaus.
Freitag, abds. 8½ Uhr: Freie Vereinigung.
Samstag, abds. 9 Uhr: Gebetsvereinigung.
Chriſtlicher Verein junger Männer
„Wartburg”.
Lokal: Karlſtraße 21.
Protektor Se. Kgl. Hoheit der Großherzog.
Sonntag, vormittags 8¾ Uhr: Weiß=Kreuz=
Stunde.
Abends 8½ Uhr:
General=
verſammlung.
Montag, 8½ Uhr: Franzöſiſch. — 9 Uhr:
Männerchorprobe.
Dienstag, 9 Uhr: Poſaunenchor.
Mittwoch, 9 Uhr: Bibelſtunde. Herr Prof.
Matthes.
Donnerstag, 8¾ Uhr: Turnen.
Lagerhaus=
ſtraße 25.
Freitag, 9 Uhr: Orcheſterprobe.
Samstag, 9 Uhr: Wochenſchluß.
Jugendvereinigung der
Stadtgemeinde.
Lokal: Karlſtraße 21.
Sonntag, 8½ Uhr: Deutſcher Abend:
„Dichter Schiller” Geleitet von Herrn
Pfarrer D. Dr. Diehl.
Montag, 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Dienstag, 8½ Uhr: Spielabend.
Mittwoch, 8½ Uhr: Stenographie.
Donnerstag, 8¾ Uhr: Turnen,
Lagerhaus=
ſtraße 25.
Freitag, 8½ Uhr: Singen.
Mauwt
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske (B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert.
Kaiſer=
1 Luiſenplatz
Panorama.
Luiſenplatz 1.
Von Triest nach (1961
Athen und Klein-Asien.
ah
Elenkomotote (Sobräuche
5—7 HP, Gleichſtrom, 220 Volt, mit
An=
laſſer zu kaufen geſucht.
(1981so
Off. unter P 23 an die Exped. ds. Bl.
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 23. Januar 1910.
Außer Abonnement.
Die Wal kür e.
Perſonen:
Siegmund
,
Hunding . K-t
Wotan . .F..
Sieglinde . . . . .
Brünnhilde
Fricka
Gerhilde,
Ortlinde,
Waltraute,
Schwertleite,
Helmwige,
Siegrune,
Grimgerde,
Roßweiße,
Walküren
Hr. Riechmann
Hr. Dramſch
Frl. Geyersbach
Frl. Howard
Frl. Zeiller
Fr. Rudolph
Frl. Meyer
Fr. Müller
Frl. Suchanek
Frl. Birkholz
Frl. Howard
Frl. Faeller.
* Siegmund . Hr. Oskar Bolz,
als
** Brünnhilde . Frl. Edith Walker,Gäſte
Nach dem 1. und 2. Aufzuge findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Beurlaubt: Hr. Stephani.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.=
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang:
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz: (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre: (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 6 Uhr. — Ende 10½ Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
5 Uhr an.
Anfang des zweiten Aufzuges 7½ Uhr.
Anfang des dritten Aufzuges 9¼ Uhr.
Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt für den
Verkehr mit dem Abonnenten=Publikum an
allen Wochentagen, vormittags von 10 bis
12½ Uhr, geöffnet.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Montag, 24. Jan. 103. Ab.=Vorſt. B 26.
„Die Maibraut.” Große Preiſe.
An=
fang 7 Uhr.
Dienstag, 25. Jan. Außer Abonnement.
Zweites Gaſtſpiel der K. und K. Oeſterr.
Kammerſängerin Edith Walker und des
Königl. Kammerſängers Oskar Bolz vom
Hoftheater in Stuttgart. „Tannhäuſer”
Tannhäuſer . Hr. Bolz. Eliſabeth . . Frl.
Walker. Große Preiſe. Anfang 6½ Uhr.
Vergl. beſondere Anzeige.)
Mittwoch, 26. Jan. 104. Ab.=Vorſt. C 27.
„Das Konzert.” Gr. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 27. Jan. 105. Ab.=Vorſtell.
A 26. Feſtvorſtellung zur Feier
des Allerhöchſten Geburtsfeſtes
Sr. Maj. des Deutſchen Kaiſers.
Zum erſten Male: „Der deutſche
Kö=
nig” Schauſpiel in 3 Akten von Ernſt
von Wildenbruch. — Vorher: Jubel=
Ouvertüre. Große Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Programm
zu dem am Samstag, den 22. Januar
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Artillerie=Korps (Feld=Art.=Regts. Nr. 25)
1. Armeemarſch Nr. 7 1. Batl. Garde 1805.
2. Siegmunds Liebeslied und Feuerzauber
aus der „Walküre” von R. Wagner.
3. „Schön Japan”, Mazurka von Ganne.
4. „Roſen, Tulpen, Nelken” Lied von Lincke.
5. „Thüringer Blumen”, Walzer von Erneſti.
6. „Waffengefährten”, Marſch von Teike.
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Adolf Rady,
Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Hamburg”, von New=York nach
Genua, 19. Januar 12 Uhr mittags in
Neapel.
Dampfer „Pallanza”, 19. Januar 7 Uhr
morgens von Philadelphia nach Hamburg.
Dampfer „Pennſylvania”, von New=York
kommend, 20. Januar 1 Uhr 30 Min.
morgens Dover paſſiert.
Dampfer „Preſident Grant” nach New=
York, 20. Januar 12 Uhr 30 Min morg.