Darmstädter Tagblatt 1910


15. Januar 1910

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173. Jahrgang

monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 32 Seiten.

Eine Begegnung Kaiſer Wi helms mit dem
Präſidenten Fallieres.

* Die Königsberger Hartungſche Zeitung ſieht den
Tag nahen, da ſich die Staatsoberhäupter von Frank=
reich
und Deutſchland zum erſten Male ſeit 1870
gegenüberſtehen:
Alle Monarchen Europas hat Kaiſer Wilhelm
perſönlich geſehen und geſprochen. Eine Ausnahme bilden
gegenwärtig nur der neue türkiſche Sultan, der König von
Serbien, der unter Umſtänden zur Regierung gekommen
iſt, die Europas Monarchen bisher von ihm ferngehalten
haben, und der König von Portugal, der einſtweilen noch
nicht Zeit gehabt hat, ſeinen Antrittsbeſuch in Berlin zu
machen. Die drei Vorgänger dieſer Throninhaber aber
waren dem deutſchen Kaiſer perſönlich bekannt. Den Sul=
tan
Abdul Hamid nannte der Kaiſer ſeinen Freund; König
Alexander von Serbien war wiederholt und auch als
König in Berlin; und mit dem vorigen König von Por=
tugal
iſt der Kaiſer wiederholt zuſammengetroffen. Sei=
nem
großen und guten Freunde aber Monarchen reden
die Präſidenten von Freiſtaaten in Briefen mit Grand et
bon ami! an, während die Monarchen mit Mon cher
krère! angeſprochen werden , dem jeweiligen
Präſidenten der franzöſiſchen Republik
hat Kaiſer Wilhelm, trotzdem er ſchon über 20 Jahre re=
giert
, noch nicht Auge in Auge gegenübergeſtanden. Herr
Loubet wollte gern, wie er ſelbſt erzählt hat, im Mittel=
meer
eine Begegnung herbeiführen, der Kaiſer aber ver=
eitelte
das Vorhaben, indem er ſich früher, als man er=
wartet
hatte, nordwärts wandte. Nun ſoll endlich eine
Begegnung zwiſchen dem Präſidenten Falliéres und dem
Kaiſer zuſtande kommen. Dieſe Begegnung iſt, wenn die
Beziehungen zwiſchen Frankreich und Deutſchland nicht
eine unerwartete empfindliche Trübung erfahren, nur noch
eine Frage kurzer Zeit. Ein franzöſiſches Blatt meint,
der Schauplatz der Begegnungen dem Beſuch würde ein
Gegenbeſuch folgen könnten nur die Hauptſtädte Berlin
und Paris bilden. So weit ſind aber die Beziehungen
zwiſchen Frankreich und Deutſchland wohl noch nicht ge=
diehen
. Der Kaiſer hat als junger Prinz ſich in Paris
aufgehalten und an ſeiner perſönlichen Geneigtheit, amt=
lich
, als Kaiſer, nach der franzöſiſchen Hauptſtadt zu kom=
men
, iſt nicht zu zweifeln. Einem ſolchen Schritte dürften
aber doch noch politiſche Bedenken entgegenſtehen. Wahr=
ſcheinlicher
iſt eine Begegnung des Kaiſers mit dem Prä=
ſidenten
im Mittelmeer, und dazu kann ſchon die bevor=
ſtehende
Reiſe des Kaiſers dorthin Gelegenheit bieten.
Ausgeſchloſſen iſt es auch nicht, daß der Fürſt von Mo=
naco
, der ſein ozeanographiſches Muſeum feierlich ein=
weihen
will, dabei eine Rolle ſpielt.

Der Konflikt zwiſchen der Regierung und den
Biſchöfen in Elſaß=Lothringen.

* Der Wortlaut des Briefwechſels zwiſchen
dem Statthalter und dem Straßburger
Biſchof iſt jetzt veröffentlicht worden. Der Inhalt lautet
doch weſentlich anders, als bisher mitgeteilt wor=
den
iſt. Eine Mißbilligung der Veröffentlichung des
Schriftwechſels zwiſchen Staatsſekretär und Biſchöfen in
der amtlichen Straßburger Korreſpondenz iſt durch den
Statthalter in keiner Weiſe erfolgt.
In dem erſten Schreiben erkennt der Statt=
halter
die biſchöfliche Anſicht über das Verhältnis der
katholiſchen Lehrer zu den Kirchenbehörden nicht als zu=
treffend
an und legt gegen die Ueberſchreitung der
vom Staatskirchenrecht gezogenen Grenzen um ſo ernſtere
Verwahrung ein, weil katholiſche Beamte bei der
Ausübung dienſtlicher Pflichten und ſtaatsbürgerlicher
Rechte nur zu leicht in Gewiſſenskonflikte geraten könn=
ten
. Der Anſchluß an den Deutſchen Lehrerver=
ein
ſei eine Frage des Berufs= und Standesintereſſes
und falle in das Gebiet der Staatshoheit. Die biſchöfliche
Anſicht führe zu unhaltbaren Zuſtänden, da die Kirche aus
vermeintlichem Intereſſe den Beamten Verhaltungsmaß=
regeln
erteilen könnte, was einen direkten Eingriff in die
dem Staat ausſchließlich zuſtehende Disziplin ſeiner Be=
kamten
bedeuten würde. Der Statthalter nimmt den Deut=
ſchen
Lehrerverein gegen den Vorwurf der Religionsfeind=
lichkeit
in Schutz und bedauert lebhaft, daß der
Biſchof ſich eines Artikels bediente, deſſen ſchroffe Aus=
fälle
als Verunglimpfung der zum Anſchluß geneigten

Lehrerſchaft und als Schädigung ihres Anſehens ſich dar=
ſtellen
. Er erwartet die Beſchränkung der Kirche
auf ihre Kompetenz, womit dem Frieden zwiſchen
der ſtaatlichen und kirchlichen Obrigkeit am beſten ge=
dient
ſei.
In ſeiner Antwort erklärt Dr. Fritzen, daß ihm
durchaus nicht die Abſicht zugrunde lag, auf ſtaatliche Be=
fugniſſe
überzugreifen. Seine Auffaſſung ſtelle nicht bloß
eine privatperſönliche Meinung, ſondern eine offizielle
dogmatiſche Lehre der katholiſchen Kirche dar. Er ſucht in
längeren Ausführungen die Antireligioſität des Deutſchen
Lehrervereins nachzuweiſen, räumt aber ein, daß es ihm
durchaus ferngelegen habe, die Form des Artikels des
Prälaten Nigetit in allen Einzelheiten zu billigen. Er
habe damit katholiſche Lehrer in keiner Weiſe verletzen
wollen.
In der am 12. Januar ergangenen Replik
des kaiſerlichen Statthalters auf das Schrei=
ben
vom 10. Januar äußert ſich der Statthalter:
Mit Euerer Gnaden bin ich durchaus der Anſicht,
daß etwaige gegenſätzliche Auffaſſungen auf ſtaat=
licher
und kirchlicher Seite durch beiderſeitigen guten
Willen und durch freundliches Entgegenkommen in
den einzelnen Fällen auf eine beide Teile zufriedenſtel=
lende
Weiſe gelöſt werden können, und wird die Regie=
rung
dazu ſtets gerne die Hand bieten. An ihrem in mei=
nem
obenerwähnten Schreiben entwickelten, auf die Geſetze
und das Staatskirchenrecht geſtützten Standpunkt aber
muß die Regierung nicht nur unbedingt feſt=
halten
, ſondern wird denſelben gegebenenfalls auch
mit=aller Entſchiedenheit vertreten. Ich
vermag daher auch nach wie vor nicht anzuerkennen, daß
Euerer Gnaden Kundgebung an die katholiſchen Lehrer in
einer Angelegenheit, welche die Berufstätigkeit und die
Standesintereſſen betrifft, die zwiſchen ſtaatlicher und
kirchlicher Gewalt geſetzlich gezogenen Grenzen gewahrt
hat. Bei Lage der Verhandlungen erachte ich es für ge=
boten
, daß auch der zwiſchen Euerer Gnaden und mir ge=
pflogene
Briefwechſel der Oeffentlichkeit übergeben wird
und glaube ich mich der ſtillſchweigenden Zuſtimmung
Euerer Gnaden verſichert halten zu dürfen, daß die Publi=
kation
auch des dortſeitigen Schreibens vom 10. Januar
am 14. Januar erfolgt. v. Wedel.
In der Antwort des Biſchofs Dr. Fritzen
vom 13. Januar heißt es: Ich begrüße mit lebhafter Ge=
nugtuung
die mit meiner Anſicht übereinſtimmende Aeuße=
rung
Euerer Exzellenz, daß etwaige gegenſätzliche Auffaſ=
ſungen
auf ſtaatlicher und kirchlicher Seite durch beiderſei=
tigen
guten Willen und freundliches Entgegenkommen in
den einzelnen Fällen in einer für beide Teile zufrieden=
ſtellenden
Weiſe gelöſt werden können und die Regierung
dazu ſtets gerne die Hand bietet. Wenn es dann weiter
heißt: An ihrem in der obigen Zuſchrift vertretenen, auf
die Geſetze und das Staatskirchenrecht geſtützten Stand=
punkt
aber muß die Regierung nicht nur unbedingt feſt=
halten
, ſondern ſie wird denſelben gegebenenfalls auch mit
aller Entſchiedenheit vertreten, ſo dürfte es auch mir nicht
verübelt werden, wenn ich an dem bereits in meinen Zu=
ſchriften
vom 4. und 10. Januar zur Genüge dargelegten
Standpunkt feſthalten muß. Ich kann nicht anerkennen,
daß ich durch die Warnung an die katholiſchen Lehrer, bei
der ich nur die religiöſe Seite der Frage im Auge hatte,
die Grenzen der biſchöflichen Gewalt überſchritten habe.
Nach dieſem beiderſeitigen wiederholten Meinungsaustauſch,
der bei der Verſchiedenheit unſerer Geſichtspunkte ſchwer=
lich
zu einem Ergebnis in der Theorie führen kann, hege
ich trotzdem die Hoffnung, daß in der Praxis, wie es für
die Vergangenheit der Fall war, ſo auch in Zukunft un=
ſerem
Lande der Segen eines ungetrübten religiöſen Frie=
dens
voll und ganz erhalten bleiben werde.
Nach der Poſt trifft die Meldung, daß die elſaß=
lothringiſchen
Regierungsakten über den Konflikt
mit den Biſchöfen nach Berlin eingereicht wurden, nicht
zu. Der Statthalter Graf v. Wedel weilt in den nächſten
Tagen in Berlin und hat dort Gelegenheit, die Frage per=
ſönlich
zu erörtern.

Deutſches Reich.

Das Organ der Regierung in Japan, Kokumin,
tritt der lächerlichen Verleumdung Deutſchlands
in der Frage der Neutraliſierung der mandſchuriſchen
Bahnen entgegen. Es ſei falſch, Deutſchland als den
Hauptförderer des amerikaniſchen Vorſchlages anzuſehen.
Dieſer ſei vielmehr das Werk des amerikaniſch=chineſiſchen
Syndikats, das die Möglichkeit zu neuer Kapitalsanlage
durch die Hilfe der amerikaniſchen Regierung gewinnen

möchte. Die amerikaniſche Regierung ſelbſt hege zweifellos
den Wunſch, den Frieden aufrecht zu erhalten und werde
ihren Vorſchlag zurückziehen, wenn ſie ſich von ſeiner Un=
durchführbarkeit
überzeugt habe.
Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe
wurde folgende Interpellation von Dr. Porſch und
Genoſſen eingebracht: Welche Stellung gedenkt die könig=
liche
Staatsregierung, insbeſondere auch als Vertreterin
des ſtaatlichen Bergbaues, gegenüber der einſeitigen Or=
ganiſation
des Arbeitsnachweiſes, wie er im Ruhrkohlen=
revier
ſeitens der privaten Bergwerksunternehmer mit
einem Zwangscharakter eingerichtet iſt, einzunehmen?
In der Etatsberatung derſſächſiſchen Erſten
Kammer berührte Oberbürgermeiſter Geheimer Rat Dr.
Beutler die Frage der Schiffahrtsabgaben. Hier=
auf
führte der Staatsrechtslehrer Wirkl. Geh. Rat Prof.
Dr. Wach in einer eingehenden Darlegung über dieſen
Gegenſtand u. a. folgendes aus: In der Frage der Schiff=
fahrtsabgaben
hätten ſich die Gegenſätze mehr und mehr
verſchärft. Ihm ſchiene es geboten, jetzt, wo dieſe ſchwe=
ren
Intereſſenkämpfe beginnen, Verſtändigung zu ſuchen.
Es wäre ein Schaden für unſer innerpolitiſches Leben,
wenn die Ueberzeugung nicht zum Siege käme, daß Sach=
ſen
, Baden und Heſſen ſich in ihrer Haltung ledig=
lich
von der Rückſicht auf das Wohl ihres Staates beſtim=
men
ließen, daß ſie auf einem verfaſſungsmäßigen Boden
ſtänden, daß ihre Stellung innerpolitiſch gerechtfertigt und
wahrhaft patriotiſch ſei. Es handle ſich um eine Aende=
rung
des Artikels 54 der Reichsperfaſſung.
Der § 19 des preußiſchen Waſſerſtraßengeſetzes ſei ver=
faſſungswidrig
, alſo ſchlechthin nichtig. Außer durch die
Einführung der Schiffahrtsabgaben würde die Aenderung
der Reichsverfaſſung aber auch durch die geplante Einfüh=
rung
der Zweckverbände bedingt, daß neue ſtaatliche Ge=
noſſenſchaften
dem Bundesrate unterſtellt werden ſollen.
Dieſem würde damit eine Kompetenz übertragen, die ihm
nach der Reichsverfaſſung nicht zuſteht. Die Reichsver=
faſſung
ſei aber das Bollwerk unſerer nationalen Exiſtenz.
Wer ſie ändern wolle, müſſe erſt beweiſen, daß eine ſolche
Aenderung dem Reiche zum Wohle gereiche; er zweifle
aber, daß dieſer Beweis gelinge. Denn es werde eine
Schiffahrtsfreiheit preisgegeben werden, die durch lange
Kämpfe errungen worden ſei und in der ſich Handel und
Induſtrie entwickelt hätten. Schon jetzt ſteht es feſt, daß
für Sachſen die Einführung der Schiffahrtsabgaben einen
außerordentlichen Schaden im Gefolge haben würde. In
der vorliegenden Frage müſſe im Bundesrat das Prinzip
gelten: Einer für alle und alle für einen, nicht aber das
Prinzip: Ausbeutung des einen durch den anderen! Er
hoffe beſtimmt, daß man den Einwendungen Sachſens
Gehör ſchenken möchte.

Ausland.

Nach Abſchluß der Bildung des neuen ungariſchen
Kabinetts wird Graf Khuen mit den Führern jener
parlamentariſchen Parteien in Berührung treten, die er zu
ſeiner Unterſtützung gewinnen will, in erſter Reihe mi!
Graf Andraſſy. Er wird Samstag nach Wien fahren, ſon
Montag die Vereidigung des neuen Kabinetts ſtattfinden
wird. Im Reichsrat wird ſich Graf Khuen am Donners=
tag
vorſtellen und ein Programm geben. Verſpricht man
ihm ein Budgetproviſorium, ſo wird die Verhandlung dar=
über
ſofort beginnen, wenn nicht, was das Wahrſchein=
lichere
iſt, ſo wird er den Reichsrat ſofort vertagen und
dann auflöſen.
Die Prager Blätter werden eine Mitteilung ver=
öffentlichen
, derzufolge vorerſt in Prag verſucht werden
ſoll, eine kurze Seſſion des böhmiſchen Landtages ſicher zu
ſtellen. Der Oberſtlandmarſchall und der Statthalter wer=
den
auf Grund von Informationen des Miniſterpräſiden=
ten
die Verhandlungen mit den Landtagsparteien an=
fangs
der nächſten Woche eröffnen.
Zum Präſidenten des franzöſiſchen Senats wurde
mit 230 von 259 abgegebenen Stimmen der bisherige Prä=
ſident
Duboſt wiedergewählt. Außer Präſident Duboſt
gehören nach der Wahl des Bureaus die vier Vizepräſiden=
ten
und die meiſten Mitglieder der Partei der Linken an.
Die Kammer nahm das Budget des Miniſteriums
der öffentlichen Arbeiten an.
Infolge der Kundgebungen, die eine Gruppe
von Offizieren vor dem Hauſe einer militäriſchen Zeitung
in Madrid wegen deren Kritik an den Auszeichnungen für
die Teilnehmer an den Kämpfen in Marokko veranſtaltete,
erließ die ſpaniſche Regierung folgende Maßregelun=
gen
: Der Generalkapitän von Madrid wurde ſeines
Amtes enthoben; alle Korpskommandeure ſind, ſoweit

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Nummer 12.

ihnen unterſtellte Offiziere an den Kundgebungen teilge=
nommen
haben, zur Dispoſition geſtellt worden. Mehrere
Offiziere, die die Demonſtranten anführten, wurden mit
Feſtungshaft beſtraft, und die übrigen Demonſtranten wird
dieſelbe Strafe treffen, ſobald ihre Perſönlichkeit feſtge
ſtellt iſt. Eine große Anzahl von Generalen, unter ihnen
der ehemalige Kriegsminiſter Linares, hat den Kriegs=
miniſter
zu den Maßregelungen, die er wegen der von Offi=
zieren
veranſtalteten Kundgebung ergriffen hat, beglück=
wünſcht
. Der Kriegsminiſter hatte am Donnerstag eine
längere Unterredung mit dem Miniſterpräſidenten.
Die Times die ſeit einiger Zeit eingehende Er=
hebungen
über den mutmaßlichen Ausgang der Wah=
len
in England veranſtaltet, faßt nun die erzielten Er=
gebniſſe
in einem Voranſchlage zuſammen, der für
das ganze Königreich 134 eroberte Wahlſitze über den heu=
tigen
Beſitzſtand für die Unioniſten, 3 für die Liberalen
als wahrſcheinlich und für 88 Wahlbezirke den Ausfall als
zweifelhaft hinſtellt. Bisher beſtanden die vereinigten
Kräfte der Liberalen und der Arbeitergruppen aus 419
Abgeordneten, die durch das iriſche Nationaliſten Kontin=
gent
auf 502 gebracht wurden, denen die Unioniſten mit
168 Stimmen gegenüberſtanden. Würde nun die Vereini=
gung
ſämtliche 88 als zweifelhaft bezeichneten Sitze gewin=
nen
, ſo ſtände ſie mit 383 Stimmen 287 Unioniſten gegen=
über
, beſäße alſo eine Mehrheit von 96 Stimmen. Fielen
dagegen die zweifelhaften Sitze alle den Unioniſten zu,
ſo würden dieſe mit 375 Stimmen der alsdann 295 zäh=
lenden
Vereinigung gegenüberſtehen, ſonach 80 Stimmen
Mehrheit über alle anderen Parteien beſitzen. Da aber
keine Ausſicht vorliegt, daß die eine oder die andere Par=
kei
alle zweifelhaften Sitze erobern könnte, ſo hätte, falls
die Vereinigung die Mehrheit erlangen ſollte, die An=
nahme
Wahrſcheinlichkeit, daß die iriſchen Nationaliſten
die den Ausſchlag gebende Partei würden.

Eiſenbahntrausport deutſcher Truppen
nach Oſtaſien.

(Schluß.)
Für die heißen Tage waren die Mannſchaften mit
leichten Bekleidungsſtücken ausgeſtattet; vor den Nacht=
fröſten
in Sibirien konnten ſie ſich durch warmes Unter=
zeug
ſchützen, das ihnen aus fiskaliſchen Beſtänden mit=
gegeben
war.
Mit Rückſicht auf die Typhus= und Choleragefahr
wurde das Trinken, ſowie das Waſchen mit ungekoch=
tem
Waſſer, der Genuß von roher Milch, rohen Früch=
ten
und ungekochten Speiſen verboten. Alkohol ſollte
nur in geringen Mengen genoſſen werden; unterſagt
war der Genuß von Schnaps und von japaniſchem und
chineſiſchem Sake. Dagegen wurde häufig Tee, Kaffee,
ſowie aus friſchen Zitronen hergeſtellte Limonade ver=
abfolgt
.
Die Fahrt ſelbſt iſt auf ruſſiſche Anregung zur
Herabminderung der Anſtrengungen der Reiſe in vier
Abſchnitten durch Einſchaltung von drei vollen Ruhe=
tagen
zurückgelegt worden.
Um eine etwaige Einſchleppung der Cholera, die
damals in einzelnen ruſſiſchen Bezirken herrſchte, nad
Deutſchland zu verhindern, war für den Heimtransport
am Auflöſungsorte, dem Truppenübungsplatz Arys,
vorſichtshalber eine fünftägige Quarantäne angeordnet.
Begleitet wurde der Transport zufolge ruſſiſcher
Anordnung von dem für die Durchführung den Be=
hörden
gegenüber mit beſonderen Vollmachten aus=
geſtatteten
Stabsrittmeiſter von Hallenbeck, der die
deutſche Sprache beherrſchte, den Trausportoffizieren
äußerſt herzlich und kameradſchaftlich entgegenkam und
ſich um das Gelingen des Trausports beſondere Ver=
dienſte
erworben hat. Außerdem war für die Mann=
ſchaftswagen
noch je ein Deutſch ſprechender ruſſiſcher
Unteroffizier beigegeben, die bald in ein vortreffliches
kamcradſchaftliches Verhältnis zu unſeren Leuten
traten.
Wie bereits durch die Preſſe bekannt geworden iſt,
war der Transport auf der ganzen Fahrt Gegenſtand
vielſacher Ehrungen und Auszeichnungen. Schon auf
der ruſſiſchen Uebergangsſtation fanden ſich die Spitzen
der Militär= und Zivilbehörden ein, um in herzlichen
Anſprachen dem erſten Transport deutſcher Soldaten
durch Rußland glückliche Fahrt zu wünſchen. Ueberall
trat ruſſiſcherſeits das deutliche Beſtreben zutage, den
durchreiſenden deutſchen Soldaten die Fahrt ſo ange=
nehm
wie möglich zu geſtalten und die Angehörigen
der Armeen beider Länder einander näher zu bringen.
Bei den Begrüßungen waren vielfach in den feſtlich
geſchmückten Empfangsräumen die Bilder beider Herr=
ſcher
, ſowie die deutſchen und ruſſiſchen Nationalfahnen
nebeneinander angebracht.
Meiſt waren die oberſten Truppenkommandeure
wder deren Stellvertreter und die Spitzen der Zivilbe=

hörden auf den Bahnhöfen erſchienen. Feſteſſen der
Offiziere und Bewirtung der Maunſchaften fanden
überall da ſtatt, wo der Aufenthalt dies geſtattete. In
einzelnen Fällen waren auch die Bahnhöfe geſchmückt
und Ehrenkompagnien mit Muſit geſtellt worden. Auch
eigens für den Transport in mehreren Garniſonen an=
geordnete
, muſtergültig ausgeführte Exerzitien ruſſi=
ſcher
Truppenverbände erweckten lebhaftes Intereſſe.
An den Ruhetagen in Samara und Irkutsk fanden
Beſichtigung der Sehenswürdigkeiten, ſowie Spazier=
fahrten
auf feſtlich geſchmückten Dampfern ſtatt, wobei
Erfriſchungen gereicht und die deutſchen Gäſte durd
Vorführung verſchiedener Nationaltänze und Vorträge
ruſſiſcher Soldatenlieder erfreut wurden. In Tula er=
hielt
der Trausport einen wertvollen Samovar mit
eingravierter Widmung, in Wjasma einen ſchmackhaften
Honigkuchen von rieſigem Umfange als Geſchenk über=
reicht
. In den beiden erſtgenannten Städten, ſowie in
Buchedu und Charbin ſtellte man dem Trausvort die
vorzüglich eingerichteten, hygieniſch völlig einwand=
freien
Badeanſtalten köſtenlos zur Verkügung. Am
dritten Ruhetage in Charbin war neben beſonderen
militäriſchen Feierlichkeiten Gottesdienſt anberaumt
worden, für den man einen proteſtantiſchen Geiſtlichen
aus Wladiwoſtot hatte kommen laſſen.
Der ruſſiſche Generalſtab ſtand mit dem Transport
dauernd in telegraphiſcher Verbindung. Beim Ueber=
ſchreiten
der ruſſiſchen Grenzen fanden herzliche tele=
graphiſche
Begrüßungen ſtatt. So erhielt auf der ruſ=
ſiſch
=japaniſchen Uebergangsſtation Kuantſchenzſi der
Transport folgendes Telegramm in deutſcher Sprache:
Die Eiſenbahnabteilung ruſſiſchen Generalſtabes freut
ſich innig über günſtige, bequeme Ueberfahrt erſten
Transports deutſcher Kameraden auf ruſſiſchen Eiſen=
bahnen
. Gelegenheit, einen Freundſchaftsbeweis dem
Heere befreundeten Nachbarſtaates zu leiſten, wird
jeden Offizier der ruſſiſchen Armee erfreuen. gez. Eich=
holtz
, Generalmajor
Auch die Zivilbepölkerung gab ihrer Sympathie
vielfach durch Ueberreichung uon Geſchenken und Le=
bensmitteln
Ausdruck. Ebenſo wenig ließen es ſich die in
Rußland anſäſſigen Deutſchen nehmen, den Transport
eſtlich zu empfangen.
Die ruſſiſchen und ſibiriſchen Zeitungen brachten
ſpaltenlange Berichte über den Empfang der Truppen
und führten aus, welch guten Eindruck die deutſchen
Soldaten auf das ruſſiſche Militär gemacht haben.= Halt=
ung
, Kleidung und friſches Ausſehen wurden lobend
hervorgehoben, ebenſo die Gewandtheit, mit der ſich
unſere Leute an den ruſſiſchen Wettſpielen beteiligten.
Ein ähnliches Entgegenkommen wie die Ruſſen
haben auch die Japaner dem Transport bewieſen. Sie
bewilligten für die Fahrt den Militärtarif, der eine er=
hebliche
Preisermäßigung darſtellt. Für den Empfang
waren auch ihre Stationen geſchmückt. Begrüßungen
durch die Offizierkorps und Deputationen der Mann=
ſchaften
, ſowie Bewirtung mit Tee und Kuchen fanden

ſtatt. Auf der japaniſchen Teilſtrecke begleiteten den
Transport ein japaniſcher Stabsoffizier, der Betriebs=
chef
der Bahn und ein Deutſch ſprechender Eiſenbahn=
beamter
.
Ebenſo iſt auch von China dem Transport bei der
Aus= und Einſchiffung und während der Fahrt jede
Förderung zuteil geworden. Dieſer Staat hat für die
Beförderung der deutſchen Beſatzungstruppen auf chine=
ſiſchen
Eiſenbahnen den Militärtarif allgemein bewil=
ligt
. Beſondere Preisermäßigungen kamen daher hier
nicht mehr in Frage.
Die Führung der Mannſchaften iſt ungeachtet der
vielen Empfänge, des ungewohnten Verkehrs mit dem
fremden Militär und der Zivilbevölkerung vortrefflich
geweſen. Die Mannſchaften machten trotz der langen
Eiſenbahnfahrt bei ihrer Ankunft in Peking und beim
Wiedereintrefſen des Rücktrausportes in Eydtkuhnen
einen ganz vorzüglichen Eindruck. Sie ſahen geſund
und überraſchend friſch aus, waren hochbefriedigt von
der Herzlichkeit, mit der ſie in der Fremde aufgenom=
men
worden waren, und begeiſtert über die Naturſchön=
heiten
, namentlich Sibiriens.
Der Transport ſelbſt iſt trotz 28tägiger Fahrt und
obwohl' drei unter verſchiedener Staatsverwaltung
ſtehende Bahnſtrecken benutzt werden mußten, glatt und
ohne die geringſten Schwierigkeiten verlaufen. Auch
die Umladung des Transports und ſeines umfang=
reichen
Gepäcks auf den Uebergangsſtationen ging
dank dem Entgegenkommen der fremden Militär= und
Bahnbehörden ohne Störung vonſtatten. Die Zoll=
reviſionen
ſind von allen Staaten in zuvorkommendſter
Weiſe erledigt worden; obgleich beſonders für die Ein=
fuhr
in ruſſiſches Gebiet ſtrenge Zollbeſtimmungen be=
ſtehen
, wurden Zollgebühren auch für das Privatgut
nirgends erhoben.
Wie vortrefflich die ruſſiſche Bahnverwaltung ge=
arbeitet
hat, möchte ſchließlich daraus erſichtlich ſein, daß
nach einer 25tägigen Rückfahrt durch ruſſiſches Gebiet
der Transportzug auf die Minute genau zur feſtgeſetz=
ten
Zeit in Wirrballen wieder eintraf. Mit Recht kann
daher die ungeachtet aller Schwierigkeiten völlig glatte
Duchführung dieſes zum erſten Male über 10000 Kilo=
meter
Landweg nach Oſtaſien geleiteten deutſchen Trup=
pentrausportes
abgeſehen von den bedeutenden Er=
parniſſen
für die Reichskaſſe als ein voller und
großer Erfolg, namentlich der meiſtbeteiligten ruſſiſchen
aber auch der japaniſchen und chineſiſchen Bahnverwalt=
ung
angeſehen werden.
Der Kaiſer hat ſeiner Anerkennung für dieſe Leiſt=
ung
durch Verleihung von Ordensauszeichnungen an
diejenigen fremdländiſchen Offiziere und Beamten Aus=
druck
gegeben, die ſich um das Gelingen des erſtmaligen
Landtransports deutſcher Truppen durch das europäiſche
Rußland, Sibirien und die Mandſchurei beſondere Ver=
dienſte
erworben haben.

1
Stadt und Land.
Darmſtadt, 15. Januar.

Ernannt wurde Philipp Maas in Mainz zum
Kanzleigehilfen am Landgericht der Provinz Rheinheſſen
mit Wirkung vom 26. Januar 1910.
Unkündbar angeſtellt. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Bahnhofsverwalter Auguſt
Schloſſer zu Dettingen und dem Eiſenbahnaſſiſtenten
Valentin Breunig zu Darmſtadt, den Lokomotiv=
führern
Karl Bähr zu Fulda, Georg Darnieder
und Karl Sommerlad zu Frankfurt a. M., Emil
Marx, Ludwig Hartmann und Georg Hart=
mann
zu Gießen, dem kommiſſariſchen Eiſenbahn=
aſſiſtenten
, Eiſenbahn=Unteraſſiſtent Wilhelm Ilge zu
Bad Nauheim, dem Stellwerksweichenſteller Karl Wald=
ſchmidt
zu Gießen und dem Packmeiſter Wilhelm Stock
zu Limburg, ſämtlich in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſen=
bahngemeinſchaft
, die unkündbare Anſtellung verliehen.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Loko=
motivführer
in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemein=
ſchaft
Heinrich Schuhmacher zu Mainz auf ſein Nach=
ſuchen
wegen geſchwächter Geſundheit.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 1 euthält:
1. Geſetz über die Abänderung des Geſetzes, die Ruhe=
gehaltsverhältniſſe
und die Verſorgung der Hinterblie=
benen
der im Heſſiſch=Preußiſchen Gemeinſchaftsdienſt
angeſtellten Staatseiſenbahnbeamten betreffend, in der
vom 1. April 1907 an geltenden Faſſung (Reg.=Bl. Nr.
17 von 1908). 2. Geſetz, die Aenderung des Einkom=
menſteuergeſetzes
vom 12. Auguſt 1899 betreffend. 3.
Bekanntmachung, die Anlegung des Grundbuchs betref=
fend
. 4. Bekanntmachung, die Einführung der heſſi=
ſchen
Pfandrechtsgeſetzgebung in die vormals naſſauiſche

Gemarkung Reichelsheim betreffend. 5. Bekanntmach=
ung
, die Inbetriebnahme der Nebenbahn von Heddern=
heim
nach Homburg v. d. H. betreffend.
Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die Ein=
nahmen
im Monat Dezember 1900 betrugen: 1. Per=
ſonenverkehr
525 457 Mark (gegen 469254 Mark im
Dezember 1908), 2. Güterverkehr 106 337 (99707 Mark)
3. Nebeneinnahmen 3094 (3285 Mart), mithin Geſamt=
einnahmen
634888 (572 246 Mark).
Vom Flottenverein. Die Kreisgruppe des Krei=
ſes
Darmſtadt, die zu Ende vorigen Jahres über einige
ſchön verlaufene Tagungen innerhalb ihres Bezirkes be=
richten
könnte, kann wieder auf zwei intereſſante Ver=
einsabende
zurückblicken. In beiden ſprach Herr Ma=
rinepfarrer
a. D. Wangemann über die Entſtehung
der deutſchen Flotte, den Werdegang des Seemanus
und ſein Leben auf dem Schiffe. Der überall mit gro=
ßem
Beifall aufgenommene Vortrag wurde durch Vor=
zeigung
von 81 Lichtbildern unterſtützt. Am Mittwoch
abend ſprach Herr Wangemann im Hebererſchen Saale
in Meſſel vor einem mehr als 300köpfigen Puhlikum. Die
Verſammlung wurde von Herrn Bürgermeiſter Hickler
geleitet, und erfuhr der Abend durch die Mitwirkung
der beiden Meſſeler Geſangvereine eine beſondere
Weihe. Am Donnerstag abend fand im Brücherſchen
Saale zu Arheilgen eine ebenfalls ſehr zahlreich be=
ſuchte
Verſammlung ſtatt, der Herr Stationsvorſteher
Birkenſtock präſidierte. An beiden Abenden war ſelbſt=
verſtändlich
der Werbeausſchuß des Kreiſes durch die
Anweſenheit mehrerer Herren an jedem Ort gebührend
vertreten.
Scktion Darmſtadt Deutſcher und Oeſterreichiſcher
Alpenverein, E. V. In der Monatsverſammlung der
Sektion Darmſtadt des Deutſchen und Oeſterreichiſchen
Alpenvereins ſchilderte Herr Apotheker G. Kleye:
aus Offenbach ſeine führerloſen Hochtouren in den
Zentralpyrenäen. In feſſelnden Worten entrollte der
Redner vor den Augen eines zahlreich erſchienenen
Publikums ein Bild hochalpiner Pracht aus einem Ge=
biet
, das touriſtiſch bei uns noch wenig bekannt iſt.
Ueber Toulouſe wurde Lychon erreicht, und in der Ma=
ladettagruppe
der Pie de Néthou bezwungen. Dann
folgten Beſteigungen der Les Crabioules, des Vigne=
male
, des Mont Perdu und eine Gratwanderung über
den impoſanten Eirque de Gavarnie, mit der berühm=
ten
Rolandſcharte, der mit ſeinen Steilhängen, Glet=
ſchern
und Waſſerfällen in den Alpen nicht ſeinesglei=
chen
haben ſoll. Groß ſind die Strapazen, die in dem
unwegſamen Gebirge zu überwinden ſind. Die ſchlech=
ten
Hüttenverhältniſſe, hauptſächlich auf der ſpaniſchen
Seite, oder das gänzliche Fehlen derſelben zwingen oft
zu einem Freilager in der Nacht, das durch das häufige
Vorkommen von Bären nicht unbedenklich iſt. Aus der
wilden Hochnatur führt der Redner vorbei an ein=
ſamen
, blauen Gebirgsſeen, die die von der ſüdlichen
Sonne hell beſtrahlten Gipfel und Gletſcher wunderbar
wiederſpiegeln, durch bewaldete Täler mit eleganten
Bädern, und macht mit den Einwohnern des Landes,
den Basken, bekannt. Auch dem frommen Lourdes
wird ein kurzer Beſuch abgeſtattet. Die Beſteigung
des Pie du Midi dOſſou beſchließt die Reihe der be=
zwungenen
Gipfel. Ein kurzer Ausflug nach Biarritz
zeigt die Schönheiten des berühmten Seebades. Reicher
Beifall lohnte die intereſſanten Ausführungen, die von
einer Reihe vollendet ſchöner Lichtbilder begleitet
waren.
C. Der hieſige Zweigverein des Katholiſchen Frauen=
bundes
hielt am 14. d. M. im Konkordiaſaale ſeine dies=
jährige
Generalverſammlung ab, die von der Präſidentin
Freifrau E. v. Biegeleben eröffnet wurde, die zunächſt
einen Rückblick auf die Tätigkeit des Vereins im verfloſ=
ſenen
Jahre warf. Frau Rechtsanwalt Sieger erſtat=
tete
ſodann den Rechenſchaftsbericht, dem ein Vortrag der
Generalſekretärin Freiin von Carnap aus Köln folgte
über das Thema: Soll ſich die Jugend an ſozialen und
charitativen Beſtrebungen beteiligen? Rednerin wies zu=
nächſt
darauf hin, daß der Frauenbund bereits die Jugend
brauche, weil ſie leiſtungsfähiger und für ſeine hohen
Ideen empfänglicher ſei. Zu dieſem Zwecke ſei ein Ju=

gendbund gegründet worden, deſſen Organiſation ſie im
olgenden entwickelte. Der Jugendbund ſei kein ſelbſtän=
diger
Verein, ſondern bloß eine Vorſchule des Frauen=
bundes
. Die Hauptſache ſeien Mitgliederverſammlungen,
die alle 23 Monate abgehalten werden und bei denen
Herren und Damen Vorträge halten ſollen. Die Mitglie=
der
ſollen ferner die mannigfachen ſozialen Aufgaben des
Frauenbundes eingehend ſtudieren, der nur bei frühzeitiger
gehöriger Schulung der Mitglieder ſeiner Aufgabe gerecht
werden könne. Freilich müſſe dabei das Lebensalter der
jungen Mädchen und das Maß ihrer freien Zeit berückſich=
tigt
werden. Dieſe wohlgeordnete Arbeit trage dazu bei,
die vielfach zu bloßen Vergnügungen und unnützen Be=
ſchäftigungen
verwendete Jugendzeit zu verſchönern. Im
Jugendbund lerne man und das ſei einer ſeiner größten
Vorteile frühzeitig den Ernſt des Lebens und den Wert
der charitativen Arbeit kennen. Rednerin ſchloß mit der
dringenden Aufforderung zum Beitritt
Herr Domkapitular Dr. Elz ſprach der Vortragenden
den Dank der Verſammlung aus und gab dem Wunſche
Ausdruck, daß der heute ausgeſtreute Same in den Herzen
der jungen Damen Wurzel ſchlage. Eine gute Gelegenheit
für derartige ſoziale Betätigung ſei beſonders die Teil=
nahme
an der alljährlichen Chriſtbeſcherung für die Dia=
ſporakinder
.
Mozart=Verein. Die Winterfeſtlichkeit des Mo=
zart
=Vereins findet in der Form eines ſolennen Ball=
feſtes
(ſogen, weißer Ball) mit vorausgehendem Pro=
menade
=Konzert Samstag, den 12. Februar, in ſämt=
lichen
Räumen des Saalbaues ſtatt.
Petrusgemeinde. Der Gemeindeabend, der ſchon
am 1. Advent geplant war, aber damals ausfallen mußte,
wird nunmehr Sonntag, den 23. Januar, abgehalten wer=
den
. An dem Abend wird Herr Pfarrer Knöpp, der
Gemeinde aus ſeiner früheren Wirkſamkeit bekannt, aus
eigener Erfahrung über: Deutſch=evangeliſches Leben in
London reden. Vorzügliche muſikaliſche und deklamg=
toriſche
Kräfte haben in freundlicher Weiſe ihre Mitwir=
kung
in Ausſicht geſtellt. (Näheres nächſte Woche.)
Die ſtädtiſche Rechtsauskunftsſtelle Darmſtadt,
Waldſtraße 6, Zimmer 5, erteilt gering bemittelten Per=
ſonen
zum Schutze ihrer Rechte unentgeltlich Rat und
Auskunft und iſt ihnen nach Möglichkeit bei der Verfol=
gung
begründeter Rechtsanſprüche durch Anfertigung von
Schriftſätzen behilflich. Die Inanſpruchnahme im verfloſ=
ſenen
Vierteljahr war eine ſehr rege. Es wurde die Rechts=
auskunftsſtelle
in dieſer Zeit von 610 Ratſuchenden (gegen
603 im 3. Vierteljahr 1909) in Anſpruch genommen. Von
dieſen waren 79 Arbeitgeber (63 männliche und 16 weib=
liche
), 474 Arbeitnehmer (319 männliche und 155 weibliche)
und 57 ſonſtige Perſonen (14 männliche und 43 weibliche)
An Geſuchen, Eingaben, Klagen und anderen Schrift=
ſätzen
wurden 45 angefertigt. Vergleichsverhandlungen
fanden in 19 Fällen ſtatt.
* Ausbildung von Haushaltungslehrerinnen. Nach
Oſtern ds. Js. beginnt an der Aliceſchule zu
Darmſtadt der zweite Kurſus zur Ausbildung von
Haushaltungslehrerinnen. Meldungen zu dieſem Kur=
ſus
ſind bis längſtens zum 10. Februar bei den Großh.
Kreisämtern einzureichen unter Anſchluß: 1. eines
ſelbſtgeſchriebenen Lebenslaufes, 2. eines Geburtszeug=
niſſes
, 3. des letzten Schulzeugniſſes, 4. von Zeugniſſen
über die praktiſche Beſchäftigung, 5. eines amtlichen
Führungszeugniſſes, 6. eines kreisärztlichen Geſund=
heitszeugniſſes
.
Der Zitherklub Darmſtadt=Beſſungen veranſtaltet
am Sonntag, den 16. Januar, einen Ausflug nach Arheilgen
mit gemütlicher Unterhaltung und Tanz im Darmſtädter
Hof und verſpricht er ſeinen Mitgliedern ſowie Freunden
und Gönnern einige gemütliche Stunden. (Näh. ſ. Anz.)
Der Klub der Damenfriſeure und Perückenmacher
hielt am Donnerstag ſeine erſte Verſammlung im Reſtau=
rant
Kaiſerſaal ab, die ſich eines ſehr regen Beſuches
von Seiten der Chefs und Gehilfen, ſowie einiger Mitglie=
der
vom Klub der Damenfriſeure Frankfurt a. M. zu er=
reuen
hatte. Der Klub ſtellt ſich zur Aufgabe, nur die
fachlichen Intereſſen gegenſeitig auszutauſchen, ſpeziell
die Kunſt des Damenfriſeurs zu fördern. Vorausſichtlich

[ ][  ][ ]

Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.
Seite 3.

ſoll ſchon in kurzer Zeit ein Mode=Abend ſtattfinden,
worauf Intereſſenten aufmerkſam gemacht werden. Der
Vorſtand beſteht aus den Herren: 1. Vorſitzender Paul
Zippel, 2. Vorſitzender Georg Stühler, 1. Schriftführer
Willy Hermes, 2. Schriftführer Konrad Jordan, 1. Kaſſier
Hans Weißmann und 2. Kaſſier Willy Carſtens.
Das Kaiſerpanorama zeigt nur noch heute und
morgen, Sonntag, die reizvollen Winterlandſchaften
Oeſterreichs, die uns vom Ennstal bis zum Arlberg
führen. Beſonders berückſichtigt ſind: Windiſch=Garſten,
Zell am See, die Schmittenhöhe, Kitzbühel, der Schwar=
zeuſce
und der Wilde Kaiſer, Innsbruck, St. Anton am
Arlberg uſw.
Städtiſcher Saalbau. Anſchließend an den erſten
Rheiniſchen Abend der am letzten Sonntag
mit ſo ſchönem Erfolg die Reihe der diesjährigen kar=
nevaliſtiſchen
Konzerte im Saalbau eröffnet hat, wird
für nächſten Sonntag eine zweite Veranſtaltung dieſer
Art vorbereitet. Wieder ſoll der Abend unter dem
glücklichen, erfolgverſprechenden Zeichen des rheiniſchen
Karnevals ſtehen. Und zwar wird diesmal zur Ab=
wechſelung
die vollſtändige Kapelle des Pionier= Batail=
ons
Nr. 25 aus der alten Reſidenz am Rhein, aus dem
faſchingsfrohen Mainz, unter der perſönlichen Leitung
des bekannten und beliebten Obermuſikmeiſters Eiſold,
die echtrheiniſche Karnevalsſtimmung vermitteln. Wie=
der
ſoll, wie ſonſt, ein Tanz im Gartenſaal nach Spiel
und Liedern die Gäſte angeregt bis in die Morgenſtun=
den
zuſammenhalten. (Näheres ſ. Anz.)
* Liane de Vries, die demnächſt wieder in Darm=
ſtadt
gaſtiert, ſtammt, wie ſie in einem Interview ſelbſt
erzählte, aus beſter Pariſer Familie. Theaterblut
fühlte ſie in ſich; nahm Reißaus, begann als einfach=
beſcheidene
Choriſtin und machte ihren Weg. Die Schön=
heit
ebnete ihr den Pfad; heute iſt ſie ein Stern von
Paris. An der Seine kreiert ſie im Marygny=Theater
alljährlich die Hauptfigur einer großen Ausſtattungs=
poſſe
, denn, ſo ſagt Liane de Vries, in Paris hat die
Operette abgewirtſchaftet; das Ausſtattungsſtück iſt
Trumpf. Worin meine Kunſt beſteht? Ich weiß es
nicht. Nur vom Publikum hängt meine Stimmung ab.
Nach ihm richte ich allabendlich Vortrag und Repertoire
ein. Koſtüme habe ich einunddreißig, für jeden Tag
ein anderes. Die Bühnenkleider ſind mit 60000 Frts.
verſichert. Aber nicht Brillanten, nicht Koſtüme ſind
mein Fall, nein, ich dien’ mit vollem Ernſt meiner hei=
teren
Kunſt und will in ihr aufgehen. Ich ſtudiere
heute noch alltäglich ein bis zwei Stunden. Wiſſen Sie:
die leichte Kunſt lebendig und wirklich lebenswahr dar=
zuſtellen
, iſt das Schwerſte.
Heute Samstag verabſchiedet ſich im Rahmen
des Familien=Abends das brillante derzeitige
Programm. Morgen, Sonntag, treten die für die
zweite Monatshälfte neuengagierten Kunſtkräfte in
zwei Vorſtellungen, nachmittags 4 Uhr bei kleinen
Preiſen, und abends 8 Uhr, erſtmalig auf. Abends
findet dann das 1. Gaſtſpiel der intereſſanten Fran=
zöſin
Liane de Vriés ſtatt. (S. Anz.)
* Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. In einer geſtern
abend abgehaltenen Komitee=Sitzung wurden bereits
Einzelheiten für das am Sonntag, den 23. ds. Mts.
ſtattfindende erſte große närriſche Muſik=
und Geſangsfeſt der Reſidenz beſprochen.
Die Vorbereitungen ſind in vollem Gange. Es werden
neben den beſten hieſigen und Mainzer Büttrednern
auch wieder Künſtler mitwirken. Für den muſikali=
ſchen
Teil des Abends iſt die Kapelle Weber
gewonnen. Der große Rat iſt beſtrebt, mit dieſer Ver=
anſtaltung
den Freunden des Karnevals etwas Neues
und Beſtes zu bieten.
Der Fußballklub Germania‟ Darmſtadt hält heute
Abend im Konkordiaſaale ſeinen Maskenball ab.
Damen= und Herrenſitzung der Turngemeinde
Darmſtadt. Es ſind nunmehr alle Vorbereitungen für
dieſe einzige Sitzung getroffen. Das Liederbuch weiſt
nicht weniger wie ſieben Lieder auf und die alten be=
währten
Darmſtädter Karnevalsredner werden ſie
hören laſſen. Eine hübſche Abwechſelung in dem Pro=
gramm
bringt die Turnmannſchaft, die mit zwei recht
humoriſtiſchen Nummern vertreten iſt. Auch zwei Hu=
moriſten
werden mit ihren neueſten Conplets dazu bei=
tragen
, die Stimmung zu erhöhen. Schließlich wird
noch unſer beliebtes Mitglied des Großh. Hoftheaters
Fräulein Zeiller mitwirken, die gewiß die Herzen
aller Beſucher erobern wird. Das ſomit recht abwech=
ſelungsreiche
Programm wird jedem etwas bieten und

der unvermeidliche Tanz die Sitzung, welche ihren
Vorgängerinnen in nichts nachſtehen wird, beſchließen.
(Siehe Anzeige.)
Ludwigshöhe. Morgen Sonntag nachmittag kon=
zertiert
die Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regts.
Nr. 61 unter Herrn Webers bewährter Leitung auf der
Ludwigshöhe. Das Programm iſt, wie wir der An=
zeige
entnehmen, ein außergewöhnlich intereſſantes.
Außer den Ouvertüren zu Freiſchütz und Felſenmühle
enthält es die beiden amerikaniſchen Walzer Quand
l'Amour meurt und Quand l'Amour refleurit von
Cremieux. Auf beſonderen Wunſch gelangt eine Kom=
poſition
von S. J. Orth Im Uhrenladen zur Auf=
führung
. Die oberen Räume ſind für die Nichtkonzert=
beſucher
reſerviert.
Im Schützenhof findet morgen Sonntag das zweite
karnevaliſtiſche Konzert der Kapelle des Artil=
lerie
=Regiments Nr. 61 unter Herrn Webers Leitung ſtatt.
Das Programm enthält diesmal die neueſten Lieder der
größten Karnevalgeſellſchaften aus Köln.
Konzerthaus Kratſch. Auf der Durchreiſe gaſtie=
ren
die originellen urfidelen Nürnberger, Direktion
Brenner, einige Tage, von Samstag, den 15. Januar
ab, im Konzerthaus Kratſch. (Siehe Anzeige.)
Im Metropole Alexanderſtraße konzertiert in dieſem
Monat das von früher her ſchon rühmlichſt bekannte Wie=
ner
Damen=Orcheſter unter der Leitung von Frl. Jenny
Lerch. Die Leiſtungen der Kapelle ſind durchweg gut. Da
auch die Auswahl der Vortragsſtücke eine gediegene iſt
und jedem Geſchmack Rechnung trägt, kann der Beſuch der
Konzerte empfohlen werden.
Darmſtädter Faſtnachtszeitung. Aufmunterung
zur Lebensfreude betitelt ſich das Leitgedicht in Num=
mer
2 der Darmſtädter Faſtnachtszeitung Auch der
weitere Inhalt der Nummer 2 dürfte dieſe Bezeichnung
verdienen. Die Beſprechung des Datterich, das Er=
innerungsbild
eines Darmſtädters über einen Mas=
kenball
aus alter Zeit, Im Duſel, Der Laubfroſch
als Heiratsvermittler, Die Danzſtund, Vetter und
Gevatter uſw. uſw. ſind wirklich dazu geeignet, gries=
grämige
Gedanken und Grillen für einige Zeit zu ver=
ſcheuchen
.
Dreieichenhain, 13. Jan. Einen unauslöſchlichen
Eindruck wird wohl bei allen Teilnehmern die vom
hieſigen Geſchichts= und Verkehrsverein veranſtaltete
Vieuxtempsfeier hervorgerufen haben. Die
Feier fand ſtatt anläßlich der Errichtung einer Gedenk=
tafel
an dem Hauſe, das der große Geigenkünſtler
Henri Vieuxtemps am hieſigen Platze in den Jahren
18551866 bewohnte und verlief unter zahlreicher Be=
teiligung
der hieſigen Einwohnerſchaft, ſowie auswär=
tiger
Gäſte in würdigſter Weiſe. Vorausgeſchickt ſei,
daß die Feier hauptſächlich durch das freundliche Ent=
gegenkommen
zweier auswärtiger Mitglieder des hie=
ſigen
Geſchichts= und Verkehrsvereins, der Herren
Oberkonſiſtorialpräſident Nebel=Darmſtadt und
Med.=Rat Dr. Nebel=Friedberg, zuſtande kam. Herr
Med.=Rat Dr. Nebel entwarf in nahezu einſtündigem
Vortrag ein äußerſt intereſſantes und feſſelndes Lebens=
bild
des großen Meiſters auf der Violine. Der Vor=
trag
des 1. und 2. Satzes aus dem großen D-moll= Kon=
zert
von Vieuxtemps durch das anſprechende Spiel des
Violiniſten Daniel aus Darmſtadt unter Begleitung
auf dem Klavier durch den genannten Redner machte
einen tiefen Eindruck auf die Anweſenden. Faſt noch
mehr feſſelte, beſonders die alten Dreieichenhainer, die
Vieuxtemps und ſeine Familie aus eigener Erfahrung
kannten, die humorvolle Schilderung des Herrn Oberkon=
ſiſtorialpräſidenten
Nebel:Vieuxtempsinſeinen
Beziehungen zu Dreieichenhain. Einge=
ſtreute
Briefe und Wiedergabe perſönlicher Erlebniſſe
aus dem Umgang mit der Familie Vieuxtemps gaben
dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag eine
beſondere Würze. Daß Vieuxtemps, der als Geigen=
künſtler
wie als Komponiſt großer Violinkonzerte gleich
bedeutend war, auch als Komponiſt guter, deutſcher Lie=
der
Hervorragendes zu leiſten vermochte, bewies ein
dem früheren Pfarrer von Dreieichenhain, dem in
Groß=Gerau verſtorbenen Geh. Kirchenrat D. Nebel
von Vieuxtemps gewidmetes und durch Herrn Kam=
merſänger
Fahr aus Darmſtadt zum Vortrag gebrach=
tes
Lied: Der tote Müller. Der Eindruck der wohlge=
lungenen
Feier wurde verſtärkt durch eine zum Schluß
gut zu Gehör gebrachte, mehr heitere Kompoſition von
Vieuxtemps durch die Herren Daniel und Fahr.
Reicher, allſeitiger Beifall wurde den Vortragenden

und Rednern von Seiten der Zuhörerſchaft, die den
Saal des Gaſthauſes Zu den drei Eichen bis auf den
letzten Platz gefüllt hatte, zuteil. Hervorgehoben ſei
hier noch, daß die hieſigen Männergeſangvereine die
Pauſen durch entſprechende Chöre in würdiger Weiſe
ausfüllten, nachdem der hieſige gemiſchte Kirchengeſang=
verein
die Feier durch einen ſtimmungsvollen Chor
eingeleitet hatte. Im Namen des hieſigen Geſchichts=
und Verkehrsvereins dankte zum Schluß Herr Pfarrer
Hein, auf deſſen Anregung die Gedenktafel errichtet
wurde, allen Mitwirkenden auf das herzlichſte, insbe=
ondere
den Herren Nebel (es waren die vier Söhne
des früheren Pfarrers Nebel zu Dreieichenhain bei der
Feier anweſend), die es ſich trotz ihrer hohen Stellungen
als geboxene Dreieichenhainkr nicht nehmen ließen,
im Vereine mit Altersgenoſſen aus Dreieichenhain
Erinnerungen an den Gefeierten wachzurufen, den ſie
in ihrer Jngend als liebenswürdigen und kinder=
freundlichen
Menſchen kennen und ehren gelernt hatten.
Herr Max Vieuxtemps, der einzige, jetzt in Paris
lebende Sohn des großen Künſtlers, ſandte anläßlich
der Ehrung ſeines Vaters per Draht die beſten Grüße,
ſowie eine größere Geldſpende zum Beſten der hieſigen
Ortsarmen.
Ober=Rosbach, 12. Jan. Der am 6. September 1889
hier geborene Arbeiter Schmidt, gegen den noch eine
Reſtgefängnisſtrafe von 219 Tagen 22¾ Minuten (!)
zu vollſtrecken iſt, wie im November vorigen Jahres die
Staatsanwaltſchaft in Limburg bekannt gab, iſt geſtern
hier verhaftet worden. Schmidt, der vor längerer
Zeit aus dem Gefängnis in Preungesheim entwichen war,
hat ſeitdem den Polizeiorganen viel Scherereien verur=
ſacht
, um ihn dingfeſt zu machen. Glaubte die Polizei,
ihn zu haben war er raſch wieder durch einen Schlupf=
winkel
verſchwunden. Auch ſoll Schmidt eines Abends,
als ein Gendarm hier nach ihm ſuchte und bei einer auf
der Straße befindlichen Gruppe von Burſchen und Mäd=
chen
ſich nach ihm erkundigte, aber nichts erfahren konnte,
in Frauenkleidern mit einem Tuch um den Kopf unter
den Gefragten geſtanden haben.
Mainz, 14. Jan. Der Meineidsprozeß gegen
den Sanitätsrat Dr. Rolly aus Oſthofen
kam geſtern an der hieſigen Strafkammer zur Verhandlung.
Dr. Rolly iſt des Verſuchs beſchuldigt, in Köln, Barmen,
Oſthofen und anderen Orten den Bauunternehmer Haack
aus Barmen zum Meineid zu verleiten. Mitangeklagt
war der vorbeſtrafte 35jährige Privatdetektiv Karl Groß=
kortenhaus
aus Köln, der Dr. Rolly mit Rat und Tat zu
der Meineidsverleitung Hilfe geleiſtet und ſich der Urkun=
denfälſchung
dadurch ſchuldig gemacht haben ſoll, daß er an
Dr. Rolly, an das Polizeiamt Barmen und an den ver=
ſtorbenen
Juſtizrat Dr. Ferd. Ph. Mayer in Mainz Briefe
richtete, die er angeblich gegen das Wiſſen und Auftrag des
Haack mit deſſen Namen unterzeichnete. Nachdem die Ver=
handlung
durch Verleſung der Anklage eröffnet worden
und die Zeugen abgetreten waren, beantragte der Vertei=
diger
des Großkortenhaus, Juſtizrat Dr. Zuckmayer, Ver=
tagung
der Verhandlung, da noch die Ladung weiterer
Zeugen zur Aufklärung der Urkundenfälſchung und eine
Unterſuchung ſeines Geiſteszuſtandes dringend notwendig
ſei. Der Staatsanwalt Dr. Schneider widerſprach der
Vertagung, da alles einwandfrei aufgeklärt ſei und auch
der anweſende Sachverſtändige Medizinalrat Kreisarzt
Dr. Balſer über den Geiſteszuſtand des Großkortenhaus
Aufſchluß geben könne. Nun trat eine ſenſationelle Ueber=
raſchung
ein: die Verteidiger Dr. Rollys, die Juſtizräte
Cauſe und Dr. Loeb erklärten, daß ſie ebenfalls die Ver=
tagung
beantragten, da ſie aus ſachlichen Gründen und
im Einverſtändnis mit Dr. Rolly die Verteidigung nie=
derlegten
und der Angeklagte nicht ohne Verteidigung ſein
könne. Es trat hierauf Vertagung ein und die beiden
Angeklagten wurden wieder in Unterſuchungshaft abge=
führt
. Dr. Rolly hatte 100000 Mark Kaution für ſeine
Haftentlaſſung ſtellen wollen, was aber abgelehnt
wurde. (Mainz. Tgbl.)
Worms, 13. Jan. Um die Wehren des Kreiſes
Worms in einem Kreisfeuerwehrverbande
zu vereinigen, fand im Elefanten eine Verſammlung
ſtatt, die von Vertretern der freiwilligen und Pflicht=
feuerwehren
ſehr gut beſucht war. Es wurde ein Kreis=
feuerwehrverband
gegründet, dem ſämtliche freiwilligen
und einige Pflichtfeuerwehren des Kreiſes beitraten.
Zum 1. Vorſitzenden des Verbandes wurde Brand=
meiſter
Hofmann=Worms, zum 2. Vorſitzenden Kom=
mandant
Iſſel=Horchheim, zum Rechner Grün=Oſthofen

Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, den 13. Januar:
Zum erſten Male:
Das Konzert.
Luſtſpiel in drei Akten von Hermann Bahr.

W-l. Das Luſtſpiel Das Konzert von Her=
mann
Bahr iſt eine geiſtreiche Satire, durch die der
Perſonenkultus, den überſpannte und entartete Frauen
mit Künſtlern treiben, verſpottet werden ſoll. Die
Extravaganzen und Tollheiten zu geißeln, welche nym=
phomane
, Scham und Sitte verleugnende Weiber mit
Künſtlern unter dem Deckmantel des Kunſtenthuſias=
mus
begehen, iſt ein Verdienſt. Dieſer lobenswerte
Zweck des Stückes ſowohl, als auch die geiſtvolle Be=
handlung
des Stoffes helfen über die mancherlei be=
denklichen
Situationen und Gewagtheiten des Stückes
hinweg. Der Verfaſſer ſetzt ſich aber in Widerſpruch,
wenn er den von Frauen angehimmelten und verfolg=
ten
Helden des Stückes, den Pianiſten Heink, als einen
unſchuldigen Märtyrer und ſeine Liebesabenteuer als
harmlos hinſtellt; wenn dem ſo wäre, würde das Stück
nur gewinnen, aber das Gegenteil iſt der Fall. Er
macht ſich aus Eitelkeit und Eigennutz zum Mitſchuldi=
gen
an dem Treubruch der im Grunde ſeines Herzens
von ihm verachteten, in ihrer Tollheit bis zum Aeußer=
ſten
gehenden Weiber, und macht ſich daraus um ſo
weniger Gewiſſensbiſſe, als, wie er ſagt, ſolche Frauen,
die ihre Männer betrügen, doch nicht zu den wertvollen
Menſchen gehören. In dieſem Widerſpruch erblicken
wir eine Schwäche des Stückes.
Es beginnt damit, daß der Pianiſt Heink, der auch
Meiſter und Profeſſor betitelt wird, unter entſetz=
licher
Aufregung und dem Geſchrei von ſieben ihn an=
himmelnden
Kunſtenthuſiaſtinnen ſich zur Abreiſe
rüſtet, wobei ſechs dieſer Närrinnen ſich darum reißen,
ihm die Sachen zu tragen und den Koffer zu packen.
Er will nämlich zu einem Konzert nach auswärts rei=
ſen
. Wenn er zu einem Konzert reiſt, ſo heißt das
bei ihm ſoviel, als daß er ſich von den Weibern und
den Aufregungen in die Berge flüchtet, wo er in einer
ſtillen Hütte einige Tage der Ruhe pflegen will. Aber
er geht nicht allein dorthin. Das letzte Mal war es
eine Gräfin, die er mitnahm, diesmal iſt es eine junge
Frau, die er auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege
per Automobil in die Berge entführt. Es iſt eine Schü=
lerin
von ihm, eine unglaublich alberne Gans, die mehr
dumm als ſonſt etwas iſt. Seine Gattin, eine ſehr

kluge und gegen ſeine Irrungen äußerſt tolerante, ihm
überlegene Frau, übrigens ein brillant gezeichneter
Charakter, kennt ſeine Schliche und nimmt die Mitteil=
ung
, daß er zu einem Konzert reiſe, mit einem ironi=
ſchen
Lächeln entgegen, worauf er ihr die Wahrheit mit=
teilt
, bis auf den einen Punkt natürlich.
Eine andere, bis zur Verrücktheit liebestolle und
eiferſüchtige Liebhaberin des Meiſters, erfährt die
Wahrheit und teilt ſie den anderen beiden Ehehälften,
dem Gatten der entführten Frau und der Frau des
Künſtlers, ſofort mit. Darauf begibt ſich jener zu dieſer
Frau, und zwiſchen beiden entſpinnt ſich ein merkwür=
diges
, aber ſehr geiſtreiches Geſpräch, das damit ſchließt,
daß beide die andere Ehehälfte freigeben und ſelbſt
einen neuen Ehebund einzugehen beſchließen. Es er=
höht
die Spannung des Stückes, daß man nicht recht
merkt, ob dies Ernſt oder Scherz iſt. Die kluge Frau
des Künſtlers geht dieſen Vertrag nur zum Scheine
ein, um ihn von ſeinen Irrungen zu kurieren, ſtellt ſich
aber ſehr ernſt und zieht ſcheinbar die äußerſten Kon=
ſequenzen
daraus, ohne ihren Humor einen Augenblick
zu verlieren. Beide reiſen nun den anderen Ehehälf=
ten
im Automobil, 823 Meter über dem Meeresſpiegel,
nach und überraſchen ſie zu deren maßloſem Erſtaunen.
Es wiederholt ſich nun das geiſtreiche Spiel von Sar=
dous
Cyprienne, nur daß es hier zwei Frauen ſind,
die ihren Mann mit einem anderen vertauſchen ſollen.
Das Stück endet damit, daß der Ausgang durch die
Tür ins Freie von keinem benutzt wird, ſondern
beide Frauen ſich mit ihren Männern wieder verſtän=
digen
, nachdem der Meiſter ſeiner Frau auseinander=
geſetzt
hat, daß es zu ſeinem Berufe gehöre, auf die
Liebeserklärungen ſeiner Schülerinnen einzugehen und
den jugendlichen Liebhaber mit gefärbtem Lockenhaar
zu ſpielen; er verachte dieſe Art von Weibern und
liebe und ſchätze nur ſeine Frau. An eine ſolche Harmloſig=
keit
ſeines Charakters zu glauben iſt, wie bereits be=
merkt
, nicht gut möglich. Daß die Wiedervereinigung
des anderen Ehegatten mit ſeiner durchgebrannten Fran
ſich mit deſſen Anſichten verträgt, hat der Verfaſſer mit
vielem Aufwand von Geiſt und Dialektik, welche die
Moral wegdisputieren ſollen, zu begründen verſucht.
Das Stück iſt, wie ſchon bemerkt, geiſtreich und ge=
ſchickt
gearbeitet und dadurch ſpannend, daß der Ver=
faſſer
mehr erraten, als wiſſen läßt und die Erklärungen
erſt zum Schluſſe gibt. Da er das Herkömmliche und
Triviale vermeidet und das Neue und Beſondere ſucht,
wird es nicht ſo ganz leicht gemacht, das Ende der Dinge
vorauszuſehen. Auch guten und feingeſchliffenen

Witzen und Pointen begegnen wir in dem Stück. Daß
der Verfaſſer ſich auch auf den volkstümlichen und der=
ben
Humor verſteht, beweiſt die draſtiſche Szene in der
Hütte zwiſchen dem gichtiſchen Wirte Pollinger und
ſeiner Frau. Der dritte Akt iſt dagegen zu lang aus=
geſponnen
.
Die Aufführung, die unter der ſzeniſchen Leitung
des Herrn Hacker ſtattfand, war vortrefflich gelun=
gen
, trotzdem die Hauptrollen ſämtlich ſchwer zu ſpielen
ſind, da ſie einerſeits den Feinheiten des Dialogs
und andererſeits der Kunſt einer bei ſo gearteten Per=
ſonen
tniffligen Charakteriſtik Rechnung tragen müſ=
ſen
. Wie es ſcheint, hat dieſe ſchwierige Aufgabe die
Künſtler gereizt, denn man hatte den Eindruck, daß ſie
alle den Charakter ihrer Rollen erſchöpften. Fräulein
Heumann kehrte mit feiner Kunſt und Liebenswür=
digkeit
die überlegene Jronie der klugen, ſtets die
Situation beherrſchenden, dabei von einem ſonnigen
Humor erfüllten Frau ihrem Charakter entſprechend
hervor. Wie es ſcheint, bewegte ſich Fräulein Heu=
mann
hier auf einem ihr beſonders zuſagendem Gebiete
ihrer Kunſt. Prachtvoll war Herr Baumeiſter als
Meiſter Heink in Maske, Mimik und Spiel. Die bei=
den
Charaktere, ſeinen wirklichen und den den Kunſt=
hyänen
gegenüber zur Schau getragenen, wußte er mit
künſtleriſchem Geſchick und Takt glaubhaft zu vereini=
gen
. Den getäuſchten Ehemann Dr. Jura mit der
Duldungsmoral glaubwürdig darzuſtellen, iſt ſehr
ſchwer. Schien uns Herr Jürgas ſeine Rolle anfangs
zu lächerlich aufzufaſſen, wenn auch der Heiterkeitser=
folg
bei ſeinem Auftreten ſicher nicht in ſeiner Abſicht
lag, ſo konnte man ihm im Verlauf des Stückes, wäh=
rend
deſſen ſich der Charakter erſt entwickelt, nicht Un=
recht
geben. Die Rolle läßt eine verſchiedene Auffaſ=
ſung
zu. Jedenfalls gab das durch Fräulein Gothe
als treffliche Darſtellerin der albernen Frau Delfine
vervollſtändigte Quartett das Beiſpiel eines flotten und
harmoniſchen Zuſammenſpieles.
Die liebeswütige
Eva ſtellte Fräulein Oſter mit gut geſpielter Exalta=
tion
dar; das liebesnärriſche Hausfräulein ſpielte Fr!.
Holthaus mit Humor. Ein erheiterndes Inter=
mezzo
bot die von Herrn Wagner und Frau Scher=
barth
ganz köſtlich geſpielte Szene in der Hütte.
Der Erfolg entſprach der Güte der Aufführung.
Das Publikum nahm das Stück ungewöhnlich beifällig
auf und amüſierte ſich bei den humoriſtiſchen Szenen
aufs beſte.

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Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Nummer 12.

und als Beiſitzende Selig=Hochheim und Ackermann=
Mettenheim gewählt.
Große Projekte plant die
Stadt im kommenden Jahre zu verwirklichen; es wird
die Fertigſtellung des Cornelianums eifrig be=
trieben
. Das Schlachthaus wird im Sommer in
Angriff genommen. Der neue Schulhausbau wird
eben ſchon ausgeſchachtet. Die Domreſtaurier=
ung
tritt jetzt in das 17. Baujahr. Die Hauptarbeit
beanſprucht immer noch die Kuppelbekrönung. Im
letzten Jahre wurden rund 152700 Mark verbaut. Das
Waſſergasſchweißwerk iſt fertiggeſtellt und wird ſeiner
Beſtimmung bald übergeben.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 14. Jan. Prinz Tſai
Hſün hat heute mit den Mitgliedern der chineſiſchen
Studienkommiſſion Berlin wieder verlaſſen. Die Ab=
reiſe
erfolgte vom Bahnhof Friedrichſtraße mittels
Sonderzuges. Im Auftrage des Kaiſers überreichte der
Vizeadmiral Coerper, der bei dem chineſiſchen Prinzen
Tſai Hſün während deſſen Aufenthalt in Deutſchland den
Ehrendienſt verſah, dem Prinzen ein Oelbild des Kaiſers.
Auch die Prinzeſſin Heinrich von Preußen ließ dem chi=
neſiſchen
Prinzen ein Geſchenk in Geſtalt eines ſilber=
nen
Leuchtturms überreichen. Der Leuchtturm ruht
auf einer Unterlage von Alabaſter, die das Meer ver=
körpern
ſoll. In dem Sockel befindet ſich eine elektriſche
Batterie, vom Turm weht die deutſche Kriegsflagge
Im Laufe des Mittwochnachmittag iſt der Prinz auch
von der Kaiſerin empfangen worden. Der Vorſtand
des Vereins Freie Jugendorganiſation
für Berlin und Umgegend wurde ſeitens des
Polizeipräſidiums benachrichtigt, daß die Auflöſung der
Freien Jugendorganiſation auf Grund des Reichsver=
einsgeſetzes
erfolgt ſei, da der Verein ein politiſcher
Verein iſt, mit dem aus den Statuten ſich ergebenden
Ziele, eine Organiſation von Jugendlichen unter 18
Jahren zu ſein. Eine aufregende Szene ſpielte
ſich heute mittag in Plötzenſee ab. Die Leiche des Lo=
komotivführers
Lucht, der im Irrſinn erſt ſeine Frau
zu erſchießen verſuchte und, als ihm dies mißlungen
war, ſich ſelbſt erſchoß, ſollte heute mittag vom Leichen=
ſchauhaus
in Berlin zur Beiſetzung nach Spandau
übergeführt werden. In Plötzenſee ſcheuten aber die
Pferde und gingen durch. Zuerſt raſten ſie gegen einen
Baum, wobei das Verdeck des Wagens in Trümmer
ging. Dann rannten ſie mit dem Wagen weiter und
ſtießen gegen einen des Wieges kommenden Laſtwagen.
Der Anprall war ſo heftig, daß der Leichenwagen in
Trümmer ging und der Sarg vom Wagen geſchleudert
wurde. Eine Abteilung des Luftſchifferbataillons, die
gerade die Unfallſtelle paſſierte, hielt die Pferde an, ehe
ſie weiteres Unheil anrichten konnten. Die Leiche
wurde in einem anderen Sarge ihrem Beſtimmungsort
zugeführt. Das Verſchwinden des Bankbe=
amten
Kurt Zi ehs aus Charlottenburg, der ſeit eini=
gen
Wochen ſeine Wohnung verlaſſen hat, wird mit
großen Veruntreuungen des Verſchwundenen in Ver=
vindung
gebracht, die er in einem Zeitraum von fünf
Jahren begangen haben ſoll. Die Höhe der veruntreu=
ten
Gelder ſoll ſich auf 500000 Mark belaufen. In
dem Prozeß gegen den Friſeur Hans Jünemann
wegen Ermordung der 22jährigen Verkäuferin Ra=
kowski
wurde heute vom Schwurgericht des Landge=
richts
I nach 3tägiger Verhandlung das Urteil gefällt.
Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zum
Tode, neun Monaten Gefängnis und Ehrverluſt.
Die Geſchworenen haben einſtimmig beſchloſſen, den
Verurteilten der Gnade des Königs zu empfehlen.
Weimar, 13. Jan. Der Kaiſer wird zum Empfang
des großherzoglichen Paares am 22. ds. Mts. hier ein=
treffen
.
Kuxhaven, 14. Jan. Der deutſche Motorſchvoner
Arcturus ging auf der Fahrt nach England auf hoher
See unter. Von der Beſatzung konnte niemand ge=
rettet
werden. Der Kapitän hinterläßt Frau und ſieben
Kinder.
Paris, 14. Jan. Als Urheber eines in der Nacht
vom Sonntag auf Montag begangenen Frauen=
mordes
ſind drei jugendliche Apachen verhaftet wor=
den
; ſie hatten es auf den von der Hausbeſorgerin Gail=
lard
einkaſſierten Mietzins abgeſehen. Die Frau
wurde von ihnen chloroformiert und dann erdroſſelt.
Mit dem Raube gelang es den Mordgeſellen, an einem
ahnungslos eintretenden Mieter vorbei, aus dem Hauſe
zu kommen. Das Geld, im Betrage von 3000 Mark,
wurde in einem Café geteilt. Das auffällige Beneh=
men
der Burſchen veranlaßte den Wirt zur Anzeige.
Paris, 14. Jan. Auf 45 Gepäckſtücke der
Prinzeſſin Luiſe, die ſeit einigen Wochen in
Paris wohnt, iſt geſtern von ihren Pariſer Gläubigern
Beſchlag gelegt worden. Die Angelegenheit hat

n beteiligten Kreiſen peinliches Aufſehen erregt. Die
Pariſer Gläubiger der Prinzeſſin wollen nun alle Hof=
lichkeit
außer acht laſſen und der Prinzeſſin energiſch zu
Leibe gehen.
London, 14. Jan. In dieſen Tagen ſoll eine Ra=
diumbank
für Großbritannien eröffnet werden;
dieſelbe verfügt über Quantitäten Radiums im Werte
von über einer Million und will gegen entſprechende
Sicherheit und Zinſen Radium an Aerzte und Männer
der Wiſſenſchaft in Quantitäten von zehn bis hundert
Milligramm abgeben.
London, 14. Jan. Im Kilburn=Viertel geriet ein
großer Baſar der Firma Jvans in Flammen;
das weibliche Perſonal ſtürzte beim Ausbruch des
Feuers in großer Panik auf die Straße, doch konnten
ſämtliche Angeſtellte im Baſar gerettet werden. Ein
großer Komplex von Nebengebäuden wurde ebenfalls
vom Feuer ergriffen. Große Summen ſtehen auf dem
Spiel.
London, 14. Jan. Zu dem Untergang des
Dampfers Czarina bringen die Blätter folgende
Einzelheiten: Der Dampfer ſcheiterte wenige hundert
Meter von der Küſte. Die Mannſchaft band ſich an die
Raen feſt. Viele Paſſagiere wurden infolge des Wellen=
ganges
ohnmächtig. Andere ſahen im Bett zu, wie einer
nach dem anderen von den Wogen fortgeriſſen wurde.
19 Mann ertranken in zwei Stunden. Trotz der ſchneiden=
den
Kälte harrten viele Menſchen die ganze Nacht an der
Küſte, ohne Hilfe bringen zu können. Nach Mitternacht
wurden zwei Beſinnungsloſe angeſchwemmt. Es gelang,
ſie wieder ins Leben zu rufen. Am Morgen waren auf
dem Wrack 7 Leute noch deutlich erkennbar. Eine ſpätere
Meldung beſagt: Bei dem Schiffbruch der Cza=
rina
ſind im ganzen dreißig Mann ertrunken,
nur einer wurde gerettet. Geſtern abend wurden von ſechs
Schiffbrüchigen, die ſich im Takelwerk feſtgeklammert hat=
ten
, drei von ſchweren Sturzwellen fortgeriſſen, die an=
deren
drei zogen ihre Kleider aus und ſprangen ins Meer,
kamen aber nicht wieder zum Vorſchein.
London, 13. Jan. Im Gegenſatz zu einer früheren
Meldung berichtet jetzt Lloyd aus San Francisco, daß der
Dampfer Czarina vollſtändig verloren iſt.
Man fürchtet, daß an Bord alles umgekommen iſt.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

Kammermuſik=Vereinigung
(de
Haan, Schmidt, Bornemann, Delp und Andrä). Die
nächſten Sonntag, 16. Januar, ſtattfindende zweite
Matinée wird für Darmſtadt drei Neuheiten bringen.
Beſonderes Intereſſe wird das Streichquartett ( Manu=
ſkript
) des Hofkonzertmeiſters Schmidt erregen, tritt
er doch damit hier erſtmalig als Komponiſt eines Kam=
mermuſikwerkes
vor die Oeffentlichkeit. Der Englän=
der
Tovey, deſſen Werke hier noch gänzlich unbekannt,
hat erſt in letzter Zeit die Aufmerkſamkeit der muſika=
liſchen
Welt auf ſich gelenkt. Durch mehrere Werke
für Kammermuſik, die von reicher melodiöſer Erfind=
ung
ſind und Zeugnis geben von großem muſikaliſchem
Können, hat er den Beweis erbracht, mit Recht als
einer der Tüchtigſten unter den modernen Komponiſten
genannt zu werden. Sein Streichquartett, welches als
Manuſkript vorliegt und nächſten Sonntag die Erſt=
aufführung
erlebt, wird ihm Gelegenheit geben, ſich
auch hier die Gunſt des Publikums zu erwerben.
Außer den beiden Quartetten wird in Gemeinſchaft
mit Herrn Hofrat de Haan noch ein Klaviertrio von
Dvorak vorgetragen. Auch dieſes Werk des böhmi=
ſchen
Meiſters iſt, wie alle ſeine Kompoſitionen, reich
an muſikaliſchen Schönheiten und wird die Zuhörer
höchſt befriedigen.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 14. Jan. Die erſte Leſung der Juſtiz=
novelle
wird fortgeſetzt. Abg. Dr. Wagner=
Sachſen (konſ.) führt aus: Wir begrüßen den neuen
Staatsſekretär, dem es vergönnt iſt, das große Werk
zu vollenden, das den jahrzehntelangen Wünſchen des
deutſchen Volkes entſpricht. Die Vorlage hat den gro=
ßen
Vorteil, daß ſie im Gegenſatz zu anderen Geſetzen
in ſprachlicher Hinſicht geradezu ein Muſter iſt. Der
Entwurf bringt eine Erweiterung der Beteiligung der
Laienrichter an der Rechtſprechung, die wir lebhaft be=
grüßen
. Das Syſtem der Schöffen bei den Landgerich=
ten
hätte der überwiegende Teil meiner Freunde auch
gerne auf die zweite Inſtanz ausgedehnt geſehen. Die
vorgeſchlagene Form der Berufungskammer erſcheint
im einzelnen bedenklich. Das Reviſionsverfahren auf
rein formaler Grundlage.kann vereinfacht werden. Im
Vorverfahren ſind gewiſſe Erleichterungen gerwünſcht.

Meine Freunde werden mit allen Kräften mitarbeiten,
damit der Entwurf ſo raſch wie möglich verabſchiedet
und ſchon im nächſten Jahre Geſetz wird. Wir bean=
tragen
Ueberweiſung der Vorlage an eine Kommiſſion
von 28 Mitgliedern.
Abg. Heinze (natl.): Es beſteht tatſächlich eine
Unzufriedenheit gegenüber unſeren heutigen ſtraf=
rechtlichen
Einrichtungen, weil ſie bei den veränderten
Verhältniſſen verſagen. Die wichtigſten Fragen: Zu=
ziehung
des Laienelementes, Berufung gegen Straf=
kammerurteile
und Schwurgerichtsreform, wurden, da
die Juriſten verſchiedener Meinung ſind, durch politiſche
Momente entſchieden. Mit den Hauptlinien der Vor=
lage
ſind wir einverſtanden. Man ſollte aber nicht den
Zuſammenhang dieſer Dinge mit dem geſamten öffent=
lichen
Rechte vergeſſen, damit gute Arbeit geſchaffen
wird. Juſtizminiſter Dr. Beſeler: Der Entwurf
iſt im ganzen günſtig aufgenommen worden, auch in=
der
Preſſe, wenn auch einzelne Bedenken laut wurden,
Die Beteiligung des Laienelementes an der Recht=
ſprechung
geht bereits auf das vergangene Jahrhundert
zurück. In der kurzen Zeit ſeit 1879 hat man mit den
Schöffengerichten gute Erfahrungen gemacht, gegen ſie
wurden nicht die Angriffe erhoben, wie gegen die
Strafkammern; das beruht aber nicht allein auf der=
Zuziehung des Laienelementes, ſondern auch darauf,
daß gegen ihre Urteile eine Berufung möglich iſt. Auch
bei den Schöffengerichten wurden Fehler gemacht; dieſe
Fehler wurden durch die Berufung an die Strafkammer
wieder gut gemacht und gegen dieſe Berufungsurteile
der Strafkammen hat ſich niemals der Unwille er=
hoben
, wie gegen ihre ſonſtigen Entſcheidungen. Das
kam daher, daß letztere, wenn ſie irrtümlich waren,
nicht tatſächlich berichtigt werden konnten, ſondern nur
durch die auf formellen, alſo einem ganz anderen Ges
biete liegenden Reviſionen. Die Angriffe, daß die
Richter weltfremd ſeien, muß ich entſchieden zurück=
weiſen
; ſie tun den Richtern bitter unrecht. Das Ey=
periment
, anch für die zweite Inſtanz des landgericht=
lichen
Verfahrens Schöffen hinzuzuziehen, können wir=
nicht
mitmachen. Es dürften kaum genügend Schöffen
zu finden ſein und man liefe Gefahr, das Geſetz über=
haupt
nicht ausführen zu können. Heute ſchon kommt
eine ſehr beſchränkte Bevölkerungszahl für das
Schöffen= und Geſchworenenamt in Frage. Eine über=
große
Belaſtung der einzelnen wäre zu befürchten. Die
Tage= und Reiſegelder würden auch künftighin keine
volle Entſchädigung der Laienrichter bilden. Wir
können einen Verſuch nicht mitmachen, der vielleicht an
der nicht genügenden Auswahl des Laienelementes
ſcheitern und immer ein Experiment bleiben würde.
Abg. Gröber (Zentr.): In der Vorlage ſehen wir
den Abſchluß eines Werkes, das ſchon ſeit Jahren vom
Zentrum und den Freiſinnigen angeſtrebt wurde. Ich
will heute nur über die Zuziehung des Laienelementes
auch in Gerichten zweiter Inſtanz ſprechen. Die Zu=
ziehung
der Laien muß ihre Berechtigung haben, denn
die Einrichtung der Gewerbe= und Kaufmannsgerichte
hat ſich eingelebt und wird ſich auch weiter entwickeln.
Bei einem Urteil kommt es mehr darauf an, daß ſest
vom Vertrauen des Volkes getragen wird, als auf
jeine juriſtiſche Begründung. Die Rechtſprechung
muß volkstümlich ſein. Wenn der Laienrichter in erſter
Inſtanz brauchbar iſt, warum ſollte er es dann auch
nicht bei der Berufungsinſtanz ſein. Inkonſequenz iſt
es, die Oeffentlichkeit auszuſchließen, aber die Preſſe=
zu
den Prozeſſen zuzulaſſen. Die Einſchränkung des
Zeugniszwangsverfahrens der Redakteure iſt gerecht=
fertigt
und befriedigt weite Kreiſe des Volkes. Die
Frage nach den Vorſtrafen eines Angeklagten ſollte
nur auf Gerichtsbeſchluß und ſchonend geſtellt werden.
Der Kommiſſion möge es gelingen, zum Wohle des
Vaterlandes ein gutes neues Geſetz zu ſchaffen. ( Bei=
fall
im Zentrum.) Abg. Müller=Meiningen (frſ.
Vpt.): Auch wir erkennen die Vorlage als eine geeig=
nete
Grundlage für eine längſt erwartete Reform au
und als einen Fortſchritt. Wir wünſchen auch für die
Berufungsinſtanz die Hinzuziehung des Laienelements.
Berufungsſenate für die Strafkammern müſſen an den
Ort eines Landgerichts kommen. Die Zuſtändigkeit der
Schwurgerichte ſollte erweitert werden und, ſo wie in
Süddeutſchland, für Preßvergehen zuſtändig ſein. Die
Oeffentlichkeit namentlich in politiſchen Prozeſſen muß
im Intereſſe der öffentlichen Moral erhalten bleiben.
Das Legalitätsprinzip, ſo gefährlich ſeine Ueber=
ſpannung
ſein mag, darf angeſichts der umfaſſenden
Polizeiallmacht nicht geſchmälert werden. Abg.
Varenhorſt (Reichsp.): Die Vorlage iſt ein Fort=
ſchritt
. Die ſtärkere Heranziehung des Laienelementes
iſt zu begrüßen. Grundſätzliche Bedenken gegen die
Vorlage beſtehen nicht.
Abg. Dziembowsti

Pole): Das Intereſſe, das die Oeffentlichkeit den Ver=

Konzerte.

Mm. Der 157. Vereinsabend des Richard
Wagner=Vereins bot einen auserleſenen muſi=
kaliſchen
Genuß, indem zur Vorfeier des 100jährigen
Geburtstages des (am 22. Februar 1810 geborenen)
Komponiſten nur Tonwerke für Klavier von Friedrich
Chopin zu Gehör kamen. Das geſpannte Intereſſe,
mit dem die außerordentlich zahlreiche Zuhörerſchaft,
unter ihnen Ihre Königl. Hoheiten das Großherzogs=
paar
, dem Klaviervortrag des Pianiſten Herrn Wil=
helm
Backhaus (Darmſtadt) lauſchte, bewies, daß bei
einem einheitlichen Programm von Inſtrumentalwer=
ken
, die nicht von Geſangsvorträgen unterbrochen wer=
den
, die Dauer von 2 Stunden nicht in allen Fällen zu
lang iſt, vielmehr mußte ſich am Schluſſe, nach nicht
endenwollenden Beifallskundgebungen und wiederhol=
tem
Hervorruf der Künſtler noch zu einer Zugabe ver=
tehen
. Freilich ſind Chopins Tonſchöpfungen mit
ihrem Gedankenreichtum, der Tiefe und Kraft der Emp=
findung
und Größe der muſikaliſchen Inſpiration ſo
ganz in der Eigenart des Klaviertons und der Technik
des Inſtrumentes erfunden, daß dieſe Klavierton=
roeſie
den Hörer immer mehr feſſelt, je länger er zu=
hört
. Der erſten Nummer, Sonate op. 50 in
h-moll, deren Scherzo und Finale wahre Beifalls=
ſtürme
entfeſſelten, ließ Herr Backhaus die ſelten im
Zuſammenhang gehörten zwölf, bezüglich der Auf=
einanderfolge
der Tonarten auch ſo feinfühlig angeord=
neten
, der Gräfin d’Agoult gewidmeten Etüden
ſop. 25 folgen, von denen namentlich die 6. in gis-moll,
ſowie die für den Vortrag in raſchem Tempo geſchrie=
benen
, mit Bravour und Temperament meiſterhaft ge=
ſpielten
der 2. Hälfte ſehr gefielen. Etüde Nr. 12 in
e-moll, welche das Werk abſchließt, die von Herrn Back=
haus
mit der ihm eigenen Leichtigkeit und Eleganz, die
ſo bedeutende techniſche Schwierigkeiten kaum ahnen
läßt, vorgetragen wurde, riß zu langem Beifall hin.
Die dritte Abteilung, 5 Stücke aus verſchiedenen Wer=
ken
, begann mit der Ballade op. 52 in f-moli,
welcher zwei Walzer op. 42 in As=dur und op. 64,
Nr. 2 in Cis=dur ſich anſchloſſen, ferner: Prélude

in Fis-dur (aus op. 28) und Nocturne in
Es-dur, op. 55, Nr. 2, die ſämtlich muſterhaft in
Tempo, Auffaſſung und Tongebung zu Gehör kamen.
Das prachtvolle, klangprächtige Scherzo in h-moll,
op. 20, ließ zum Schluß noch einmal den tonreichen,
edelklingenden Ibach=Flügel in ſeiner ganzen Klang=
gewalt
zur Geltung kommen.
Lang anhaltender Beifall lohnte dem vortrefflichen
Künſtler, der es verſtanden hatte, mit der Auswahl der
Werke einen ziemlich vollſtändigen Ueberblick über das
Schaffen des großen Tonpoeten zu geben. Der Be=
ſuch
war außerordentlich zahlreich, der große Saal voll=
ſtändig
ausverkauft, ſodaß noch die Nebentüren ge=
öffnet
werden mußten.

Kleines Feuilleton.

** Was die engliſche Wahl koſtet. 23337 160
Mark, das iſt die genaue Zahl, die das engliſche Volk bei
der letzten großen Wahl im Jahre 1906 für den Wahl=
mechanismus
aufgebracht hat. In dieſer Zahl, ſo führt
W. R. Holt in einem engliſchen Blatte aus, ſind alle Ko=
ſten
vom Druck der Wahlzettel bis zu der letzten Brief=
marke
, die im Komiteezimmer des entfernteſten Dorfes
verausgabt wurde, inbegriffen. Die Zahl der Kandidaten
betrug 1273, ſodaß auf jeden eine Wahlausgabe von rund
18000 Mark entfällt. Da aber im ganzen nur 670 Man=
date
zu beſetzen ſind, koſtete die Wahl eines jeden Abge=
ordneten
dem engliſchen Volke nicht weniger als 34800
Mark. Aber dieſe Koſten ſind bei aller Genauigkeit der
Berechnung noch nicht alles, was im Wahlkampfe ausge=
geben
wird, denn ſie umfaſſen nur die Zahl der beiden
großen ſich bekämpfenden Parteien. Dazu treten noch die
Aufwendungen, die die zahlreichen Induſtrie= und Han=
delsorganiſationen
auf eigene Hand machen, um dieſer
oder jener Partei zum Siege zu verhelfen, und die nach
den ſorgfältigen Schätzungen Eingeweihter die Summe
von 20 000000 Mark überſchreiten.
Der Kandidat, der in den Wahlkampf tritt, darf vor
perſönlichen Geldopfern nicht zurückſchenen, wenngleich
er ſelbſt Ausgaben nicht machen darf. Von dem Tage an,
da er die Kandidatur annimmt, ſteht er gewiſſermaßen

unter der finanziellen Oberhoheit ſeines Wahlagenten, der
alles weitere beſorgt. Er eröffnet bei einer Bank ein
Konto und erteilt dem Agenten alle Vollmacht. Wenn der
ausgeſetzte Betrag nicht von vornherein eine anſehnliche
Höhe hat, werden bald neue Zuſchüſſe nötig. Der Wahl=
kommiſſar
verlangt von jedem Kandidaten eine Garantie
für deſſen Beteiligung an den offiziellen Wahlkoſten. und
wer dieſe Garantie nicht leiſtet, wird ohne weiteres dis=
qualifiziert
. Die Oberhoheit des Wahlagenten erſtreckt
ſich während der Wahlzeit ſelbſt auf die perſönlichen Aus=
gaben
des Kandidaten; während der Kandidatur des
Oberſt North ging der Agent ſogar ſo weit, alltäglich das
Portemonnaie ſeines Kandidaten zu examinieren, in der
Befürchtung, der Oberſt könne durch irgend eine Anwand=
lung
von Freigebigkeit ſpäter des Stimmkaufes bezichtigt
werden. Sobald der Wahlagent das Geld von dem Kan=
didaten
erhalten hat, beginnt ſeine Tätigkeit als Finan=
zier
. Genaue Voranſchläge werden gemacht, die Abgabe,
die dem Wahlkommiſſar zugeführt werden muß, iſt genau
beſtimmt, die Summe, die er für die Propaganda ausgeben
darf, richtet ſich nach der Zahl der Wähler. Für 20000
Wähler dürfen z. B. in einer Stadtgemeinde 18 200 Mark
und in einer Landgemeinde 35800 Mark ausgegeben wer=
den
. Nun gilt es, mit der Gegenpartei gleichen Schritt
zu halten und doch die nötigen Gelder zur Verfügung zu
haben, um in den letzten entſcheidenden Tagen eine den
Feind endgültig niederſchmetternde Ueberraſchung inſze=
nieren
zu können. Klugheit und Großzügigkeit müſſen
ſich paaren.
Alle Ausgaben der Gegner werden genau kontrolliert
und täglich abgemeſſen, welche Vorteile man ſelbſt und
mit welchen Koſten man ſie errungen hat. 1906 wurden
bei den Wahlen offiziell ausgegeben: durch die Agenten
2926 740 Mark, für Unteragenten und Boten 2595000
Mark, für Druckſachen. Porto, Telegramme und Anzeigen
8 265 920 Mark, für öffentliche Verſammlungen 600000
Mark, perſönliche Ausgaben der Agenten 1 280000 Mark
uſw.; an den Wahlkommiſſar wurden 4 158740 Mark ab=
geführt
. Insgeſamt wurden 5645 104 Stimmen abgege=
ben
, ſodaß jede Stimme auf rund 4 Mark 10 Pfg. zu
tehen kam. Am teuerſten ſind die ſchottiſchen Stimmen,
die=4 Mark 50 Pfg. koſteten, am billigſten die iriſchen mit

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Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 5.

handlungen entgegenbringt, iſt ſehr gering. Wir wün=
ſchen
die Zulaſſung des Laienelementes auch für die
Berufungsinſtanz.
Darauf wird die Weiterberatung auf morgen
11 Uhr vertagt. Außerdem Interpellation betreffend
Privatbeamte und Tabakarbeiter. Schluß 6½ Uhr.

* Berlin, 14. Jan. In der Budgetkommiſ=
ſion
ſprach heute bei der fortgeſetzten Beratung der Nach=
tragsforderungen
für Südweſtafrika Staatsſekretär Dern=
burg
gegen den Zentrumsantrag, durch Etatsvermerk
feſtzulegen, daß Bergwerks=Sonderberechtigungen, ſowie
Landkonzeſſionen vor der Verleihung durch den Bundes=
rat
dem Reichstag zur Genehmigung vorzulegen ſeien;
das ſei praktiſch nicht ausführbar. Durch einen ſolchen
Etatsvermerk würde die auf dem Schutzgebietsgeſetz be=
ruhende
Verordnungsgewalt des Kaiſers aufgehoben, was
nicht zuläſſig ſei. Freiherr v. Richthofen (konſ.) dankte
für das Geſchick, mit dem der Staatsſekretär in der ganzen
Diamantenfrage vorgegangen ſei. Arning (natl.) ſchloß
ſich den anerkennenden Worten des Abgeordneten v. Richt=
hofen
an. Erzberger (Zentr.) ſchloß ſich ebenfalls den
Ausführungen des Abgeordneten v. Richthofen an und zog
den Antrag zurück. Darauf wurden die Nachtragsetats
bewilligt. Am nächſten Dienstag wird die Beratung
fortgeſetzt.

etwa 3 Mark 75 Pfg. Innerhalb der einzelnen Bezirke
wechſeln wiederum die Koſten jeder erzielten Stimme; in
England z. B. koſtete eine Stimme im ländlichen Wahl=
bezirk
durchſchnittlich 5 Mark 20 Pfg., eine ſtädtiſche
Stimme 3 Mark, und in Univerſitätsſtädten nur 2 Mark
50 Pfg. Die teuerſten Stimmen des vereinigten Könia=
reiches
zu beſitzen= konnte ſich Mr. Murray Spenſer Ri=
chardſon
aus Sevencaks rühmen, der nur 44 Stimmen er=
hielt
und für jede Stimme 268 Mark 50 Pfg. ausgegeben
hatte. Am billigſten ſind die Stimmen der Arbeiterwäh=
lerſchaft
; die Arbeiterpartei hat in vielen Fällen ihre
Wähler mit einem Koſtenaufwand von 1 Mark pro Kopf
zur Wahlurne führen können. Das Honorar des engli=
ſchen
Wahlagenten beträgt auf dem Lande zum mindeſten
2000 Mark, in Städten nicht unter 1200. Aber auch hier
entſcheiden die Umſtände, die Koſten der angeſtellten Un=
teragenten
, die Verkehrsverhältniſſe und vieles andere;
in der Tat wurden bei den letzten Wahlen den Wahlagen=
ten
durchſchnittlich 3080 Mark bezahlt.
C. K. Der Sodaſee im innerſten Afrika.
Von dem See Magadi, dem geheimnisvollen Sodaſee,
deſſen Spiegel ſich nahe der deutſch=oſtafrikaniſchen Grenze
im inneren Afrika ausdehnt, gibt der bekannte engliſche
Ingenieur Shelford, der mit einer Expedition jene öde,
unbevölkerte Gegend beſucht hat, eine feſſelnde Schilderung.
Der See nimmt die Tiefe eines gewaltigen Tales ein. Auf
der einen Seite türmen ſich Berge bis zu 6000 Fuß em=
por
, das andere Talufer iſt von einer noch höheren Berg=
kette
gebildet, deren Gipfel 8000 Fuß und mehr erreichen.
Still und öde iſt weitum das Land, nirgends die Spur
von menſchlichem Leben. Aber die Ufer des Sees ſind be=
völkert
: ungeheuere Scharen von Flamingos treiben hier
ihr Weſen. Von den umgrenzenden Bergen aus unterſchei=
det
ſich der See, deſſen Waſſerfläche eine Länge von zehn
engliſchen Meilen und eine Breite von etwa drei Meilen
hat, kaum von einem gewöhnlichen See; nur ein ſeltſamer
rötlicher Schimmer lockt das Auge. Doch wenn man dann
herniederſteigt und das Ufer erreicht, dann ſieht man es:
das Waſſer iſt nur wenige Fuß tief und der Boden des
Sees iſt mit einer harten Maſſe bedeckt, die roſigem Mar=
mor
gleicht. Das ſind gewaltige Ablagerungen von Soda,
die bei der Bohrung außerordentliche Tiefe zeigten, ſodaß
hier auf dem Grunde des Sees zumindeſt
2.0 000
Quadratmeilen ſolider Sodamaſſe ruhen.

Ueber der Seefläche aber wogt eine auffällige Hitze. Der
engliſche Ingenieur hatte die Aufgabe, die Route einer
neuen Bahn feſtzuſtellen, die= von der Ugandabahn ab=
zweigend
, zu dieſem Wunderſee geführt werden ſoll, deſſen
induſtrielle Ausnutzung eine engliſche Geſellſchaft plant.
In der Nähe des Sees beſtieg Shelford auch einen 2500
Fuß hohen Berg, der bisher unbekannt und auf keiner
Karte verzeichnet war.
S. K. Was alles verloren wird. Im letzten
Jahre wurden im Fundbureau des Leipziger Polizeiamtes
6467 gefundene Gegenſtände eingeliefert,
von denen 2722 Gegenſtände an die Verluſtträger wieder
ausgehändigt wurden. Die gefundenen Gegenſtände hatten
einen Wert von 49061 Mark 29 Pfg., darunter befanden
ſich 10 583,23 Mark in barem Gelde. Außerdem wurden
58 Sparkaſſenbücher mit 40 459,90 Mark Einlage abgelie=
fert
. Von den gefundenen Gegenſtänden ſind hervorzu=
heben
: Geldbeträge von 100 bis 300 Mark, 700 Mark, 900
Mark, 1290 Mark, 1197 Schlüſſel, zirka 300 Schirme, ein
künſtliches Bein, 1 künſtliche Hand, 1 halbes Schwein, 1 le=
bende
Ziege, 1 lebendes Pferd mit Geſchirr, Verluſtmel=
dungen
wurden 7391 erſtattet, darunter befanden ſich in
2543 Fällen 72887,09 Mark in barem Gelde, 423 Damen=
und 123 Herrenuhren, 536 Ringe, 527 Armbänder, 473
Broſchen, 223 Halsketten, 413 Klemmer, 494 Damenhand=
taſchen
uſw.
*. Eine Zeitgenoſſin Napoleons. Aus
Großwardein wird dem Wiener Extrablatt vom 7. ds.
Monats berichtet. Eine intereſſante Zeugin des Napo=
leoniſchen
Zeitalters iſt geſtern im Alter von 115 Jahren
in Görbesd im Komitat Bihar geſtorben. Es iſt dies die
Witwe Maria Papp. Sie war im Jahre 1795 geboren
und ſuchte im Jahre 1809 zuſammen mit ihrer Mutter in
Raab die Inſurrektionsarmee auf, wo ihr Vater in der
Adeligentruppe des Komitates Szatmar diente. Die
ganze Familie, Vater, Mutter und das damals 14jährige
Mädchen, gerieten in die Gefangenſchaft der Franzoſen,
aus der ſie ſpäter wieder befreit wurden. Nach Been=
digung
des Krieges ließ ſich die Familie im Biharer Ko=
mitate
nieder. Die jetzt verſtorbene Frau, die zeitlebens
viel intereſſante Dinge über die Kriegstaten der Franzoſen
zu erzählen wußte, war bis zum Ende ihres Lebens kern=
geſund
. Sie hinterläßt zwei Söhne, die ſich, obwohl über
neunzig Jahre alt, vollſter Rüſtigkeit erfreuen.

Parlamentariſches.

*X* Darmſtadt, 14. Jan. Der Finanzaus=
ſchuß
der Zweiten Kammer hat geſtern und
heute wieder gemeinſam mit der Regierung ſeine Etats=
beratungen
fortgeſetzt, über deren Ergebnis wir folgendes
mitteilen können. Das Referat über die Kapitel des Mi=
niſteriums
des Innern (2329) hatte Abg. Dr. Oſann,
der zu den einzelnen Poſitionen eine Reihe von Wünſchen
des Ausſchuſſes vorbrachte, darunter die, daß eine Anzahl
Beamtenſtellen nur auf den Inhaber bewilligt werden
ſollten und die Regierung nicht erſt bis Ende nächſten
Jahres, ſondern binnen möglichſt kurzer Friſt geeignete
Vorſchläge zur Vereinfachung der Staatsverwaltung vor=
legen
möge. Staatsminiſter Exz. Ewald erklärte ſich
bereit, den Anregungen des Referenten ſo bald als mög=
lich
zu entſprechen. Geſtrichen wurden vom Ausſchuß der
Poſten eines neu angeforderten Hilfsarbeiters im Miniſte=
rium
, der die Zentralſtelle für Säuglingspflege und Mut=
terſchutz
verwalten ſollte, dann 3000 Mark an den Kanzlei=
koſten
und. 11000 Mark an der Poſition Tagegelder,
Reiſekoſten uſw. für welche 86000 Mark angefordert
worden waren. Weiter referierte Abg. Dr. Oſann über
die Kapitel: Bergbau, Verkehr, Handel und Gewerbe
(Kap. 7687). Er wies dabei beſonders auf die Notwen=
digkeit
einer einfacheren Organiſation der Baubehörden
hin und der Ausſchuß gab ſeiner Zuſtimmung zu dieſer
Forderung dadurch Ausdruck, daß er ſich dahin verſtändigte
für die 8 vorhandenen Hochbauinſpektionen 8 Bauinſpektor=
ſtellen
nur auf den Inhaber zu bewilligen. Abg. Molthan=
referierte
darauf über das höhere Schulweſen und be=
tonte
, daß der Ausſchuß in ſeiner Mehrheit glaube,
die Erhöhung des Schulgeldes leider nicht umgehen
zu können; es ſei aber auch auf dieſem Gebiete eine
Vereinfachung ſehr geboten, z. B. durch Vereinigung
der beiden Gymnaſien in Darmſtadt, deren Schüler=
zahl
nicht im Steigen begriffen ſei; auch die Umwand=
lung
des Gymnaſiums zu Laubach in eine Realſchule
ſei zu erwägen. Die angeforderte Stellenvermehrung
könne ebenfalls nicht ohne weiteres genehmigt werden.
Geh. Rat Dr.-Eiſenhuth-erläuterte die Auforder=
ungen
der Regierung für das höhere Schulweſen und
trat beſonders für das Gymnaſium zu Laubach ein.
Auch Miniſter des Innern Exzellenz Braun und die
Abgg. Dr. Weber und Dr. Oſann ſprachen ſich für
Beibehaltung desſelben aus; der letztere regte die
Frage an, ob nicht ſeminariſtiſch gebildete Lehrer in
den unteren Klaſſen der höheren Lehranſtalten in wei=
terem
Umfange verwendet werden könnten. Der Fi=
nanzminiſter
bemerkte jedoch dagegen, daß durch dieſe
Maßnahme Erſparniſſe nicht erzielt werden könnten.
Damit wurde die Beratung abgebrochen. Die nächſte
Sitzung wird am kommenden Dienstag bekanntlich ge=
meinſam
mit dem Finanzausſchuß der Erſten Kammer
und der Regierung ſtattfinden.

Flottenbund deutſcher Frauen.
St. Darmſtadt, 14. Jan.

Der Flottenbund deutſcher Frauen hielt heute
nachmittag im Saale des Muſikvereins eine Mit=
gliederverſammlung
ab, die äußerſt zahlreich beſucht

war. Im Namen der erſten Vorſitzenden, Frau Got! Schwab, eröffnete Fräulein Ploch die Ver=
ſammlung
mit Worten herzlicher Begrüßung. Red=
nerin
gedachte weiter der verſtorbenen erſten Schatz=
meiſterin
mit Worten warmer Anerkennung ihrer
ſegensreichen Tätigkeit; ſie erörterte kurz die per=
ſonellen
Veränderungen innerhalb des Vorſtandes,
und ſtellte feſt, daß die Ortsgruppe Darmſtadt des
Bundes ſtärkſte Gruppe ſei. Frau Prof. Mendels=
ſohn
erſtattete den Rechenſchaftsbericht. Darin war
betont, daß der Verein 1906 gegründet wurde mit der
Hauptaufgabe, durch Verkauf und Sammlung in den
Schiffchen Mittel zum Beſten des Flottenbaufonds
zu beſchaffen. Im erſten Jahre der Gründung wur=
den
bereits 1450 Mark nach Hannover an die Zentral=
ſtelle
geſandt; ähnliche Beträge ergaben die Samm=
lungen
der folgenden Jahre, ſodaß in den 4 Jahren
des Beſtehens 4450 Mark an die Zentralſtelle abgelie=
fert
werden konnten. Die Ortsgruppe Darmſtadt zählt
zurzeit 230 Mitglieder. Die Rechnung iſt von Frau
Mathilde Merck geprüft und für richtig befunden
worden. Ihrem Antrag auf Entlaſtung wurde ſtatt=
gegeben
.
Nach Erledigung des geſchäftlichen Teils der Ver=
ſammlung
hielt ein geſelliges Zuſammenſein bei Tee,
Geſangs= und muſikaliſchen Darbietungen die Teil=
nehmer
noch mehrere Stunden in angeregtem Kreiſe
beiſammen. Für dieſen Teil der Tagung hatten die
Damen Frau Elſa Römheld, Frau Mathilde
Merck, Frau Hedwig Fahr, ſowie Herr Kammer=
ſänger
Fahr und Herr Daniel ihre ſchätzbare Kunſt
in liebenswürdigſter Weiſe zur Verfügung geſtellt. Den
Reigen dieſer künſtleriſchen Darbietungen eröffnete
der Geſang der drei Terzette der Engel aus der Zer=
ſtörung
Jeruſalems von Klughart, die von den drei
genannten Damen mit beſtem Erfolge geſungen wur=
den
. Herr Daniel brachte die Romanze von Spend=
ſen
für Violine und die Serenade von Pieret zum
Vortrag, und zwar in techniſch gutem, ſeelenvollem
Spiel, das den lebhafteſten Beifall der Damen errang.
Es folgten Geſangsvorträge der Damen Römheld,
Merck und Fahr, und zwar drei Terzette, Wanderers
Nachtlied von Schubert, Schwediſches Volkslied und
Wiegenlied von Goll. Auch dieſe Geſangsdarbiet=
ungen
wurden mit lebhaftem, wohlverdientem Beifall
ausgezeichnet.
Frau Melly Harres verlas ſodann ein von Frau
Liſe Ramſpeck verfaßtes Referat, in dem eine Ueber=
ſicht
über die Entwicklung des Bundes ſeit ſeiner Grün=
dung
gegeben wurde. Bekanntlich iſt der Endzweck des
Bundes, Kapital aufzubringen für ein modernes Kriegs=
ſchiff
, das die deutſchen Frauen und Jungfrauen der deut=
ſchen
Flotte ſchenken wollen. Im Kriegsfalle ſoll das
ſämtliche bis dahin geſammelte Material dem Marine=
miniſterium
zur freien Verfügung überwieſen werden.
Auch jetzt ſchon werden Zinſen des Kapitals für ſanitäre
Zwecke innerhalb der Marine (Seemannsheim in Berlin=
Zehlendorf) zur Verfügung geſtellt. Ein ſeinerzeit einge=
brachter
Antrag, an Stelle des Kriegsſchiffes einen Luft=
kreuzer
oder ein Lazarettſchiff zu ſchenken, fand nicht die
Annahme der Mehrheit, wenn auch dieſe Anträge leichter
oder doch in etwas weniger langer Zeit hätten verwirklicht
werden können. Des weiteren hat der Bund die Aufgabe,
das Verſtändnis für die Notwendigkeit einer ſtarken deut=
ſchen
Flotte unter der deutſchen Frauenwelt zu vertiefen.
Die nächſten Beſtrebungen ſollen auf die Gründung eines
heſſiſchen Landesverbandes gerichtet ſein. (Beifall.)
Frau Mathilde Merck gab im Anſchluß daran inter=
eſſante
Schilderungen aus Kiel während der 9. Haupt=
verſammlung
des Deutſchen Flottenvereins, bei welcher
Gelegenheit die Teilnehmer auch dem Stapellauf des
Kreuzers Köln beiwohnen konnten. Auch vom Beſuch
der Heſſen wußte die Rednerin viel Intereſſantes und
Schönes zu erzählen. Auch einer Schießübung und ver=
ſchiedenen
Manövern wohnten die Teilnehmer bei. Sehr
liebenswürdig wurde die Rednerin auch von J. K. H. der
Prinzeſſin Irene von Preußen empfangen und bewirtet.
An die Beſichtigung der Heſſen ſchloß ſich ein Beſuch der
Hochſeeflotte, deren Manövrieren u. a. m. Auch dieſer Be=
richt
wurde mit lebhaftem und dankbarem Beifall aufge=
nommen
.
Mit Dankesworten an die Erſchienenen und die Mit=
wirkenden
ſchloß danach Frau Gottfried Schwab die
Verſammlung gegen 7 Uhr.

Sport.

Fußball. Der Ludwigshafener F.=K. Ger=
mania
ſpielt am Sonntag hier gegen die 1. Mann=

ſchaft des F.=K. Olympia Darmſtadt 1898 im fälligen
Ligaſpiel, Klaſſe A.
sr. Bei dem Kieler Sechstagerennen
gab es in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag
gegen 3 Uhr einen Maſſenſturz. Arend geriet mit dem
ihn innen überholenden Zeeh, der ſchon beinahe eine
Runde gewonnen hatte, zuſammen, beide Fahrer ſtürz=
ten
und über ſie hinweg fielen ſämtliche Konkurrenten.
Infolgedeſſen mußte das Rennen auf eine Stunde
unterbrochen werden, doch konnten dann alle die Fahrt
fortſetzen. In der 72. Stunde gelang es Arend=Stabe,
das ganze weld zu überrunden, doch konnten ſie ſich
ihres Erfolges nur wenige Stunden erfreuen, da
Janke=Kendelbacher in der 76. Stunde die verlorene
Runde wieder aufholten, nach der 83. Stunde war der
Stand folgender: Arend=Stabe, Janke=Kendelbacher
1835,600 Kilometer, Zeeh=Mochar, Wittig=Rottnich 1.
Runde, Blau=Sonntag 4 Runden, Rädlein=Schulz 11
Runden zurück. Wie anzunehmen war, haben ſich
bei dem Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten ein=
geſtellt
, die aber durch ein Arrangement mit den Renn=
fahrern
wieder behoben wurden.
sr. Die Weltmeiſterſchaftsringkämpfe
in Paris ergaben am 16. Abende in den Entſcheid=
ungsruden
zunächſt den Sieg des Dänen Peterſen über
den Belgier Charles d’Anvers in 13 Minuten 52 Sek.
und des Ruſſen Romanoff über den Franzoſen Daumas
in 12 Minuten 46 Sek. Clement d’Angers und Schack=
mann
=Deutſchland rangen 35 Minuten untenſchieden.
Um den Troſtpreis warf der Franzoſe Limouſin den
Italiener Carlo Re in 17 Minuten 10 Sek.
sr. Für die internationale Automobil=
Tourenfahrt Petersburg-Kiew-Moskau- Peters=
burg
, die der Kaiſerlich ruſſiſche Automobil=Klub
im Anſchluß an die Prinz Heinrich=Fahrt dieſes Jah=
res
und unter Zugrundelegung des Reglements der
deutſchen Fahrt plant, iſt nunmehr der 9. Juni (alten
Stils) als Anfangstermin definitiv feſtgelegt worden.
Die Teilnehmer an der Prinz Heinrich=Fahrt werden
alſo hinreichend Zeit haben, ſich nach Beendigung dieſer
Konkurrenz nach Petersburg zu begeben und ſich für
die große Fahrt durch das Zarenreich vorzubereiten.

Vermiſchtes.

An= und Abmeldung der Lehrlinge
zur Lehrlingsrolle der Handwerkskammer.
Jeder Lehrling, welcher innerhalb des Großherzogtums
eine handwerksmäßige Ausbildung erhält, iſt bei dem
Sekretariate der Handwerkskammer anzumelden und bei
Auflöſung des Lehrverhältniſſes unter Angabe des Grun=
des
wieder abzumelden. Die Anzeigen ſind ſpäteſtens
4 Wochen nach dem Ein= bezw. Austritt auf vorgeſchrie=
benem
Formular bei dem Sekretariate einzureichen
Innungsmitglieder haben ihre Lehrlinge bei ihrer Innung
ſtatt bei der Kammer anzumelden. Die Innungen haben
die Verpflichtung, am 1. Januar und 1. Juli jedes Jahres
ein Verzeichnis der bei ihren Mitgliedern ein= und aus=
getretenen
Lehrlinge ebenfalls auf vorgeſchriebenem For=
mular
bei der Handwerkskammer einzureichen. Für die
keiner Innung angehörenden Lehrmeiſter bleiben dieſe
für Erfüllung der Anmeldung der Kammer gegenüber
verantwortlich. Formulare zu dieſen Anmeldungen ſind
von dem Sekretariate oder den Beauftragten der Kammer
erhältlich. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften
werden gemaß § 103a Abſ. 2 R.=G.=O. mit Geldſtrafe bis,
zu 20 Mark beſtraft.

Literariſches.

Aus Goethes Sonnentagen. Eine Auss
wahl aus Goethes Liebeslyrik. Zuſammengeſtellt von
Karlernſt Knatz. Mit Silhouetten von Johanna
Beckmann. (Concordia, Deutſche Verlags=Anſtalt, G. m.
b. H. in Berlin W. 30.) Geheftet 3 Mk., gebunden 4 Mk.
Goethes Liebeslyrik iſt in dem reich geſchmückten Band in
der Weiſe verewigt, daß die einzelnen Gedichte unter dem
Namen der Geliebten vereinigt ſind, an die ſie gerichtet
wurden. Ohne auf literariſche Unanfechtbarkeit Anſpruch
zu erheben, wird das Buch zum erſtenmal das wogende
Auf und Ab Goetheſcher Leidenſchaft dem Laien in an=
ſprechender
Form vermitteln. Die bekannte Silhouetten=
künſtlerin
Johanna Beckmann hat das Werk in ihrer
feinen und ſo originellen Art verziert und damit einen
Geſchenkband von großer Schönheit geſchaffen.

417.
Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.f
* Berlin, 14. Jan. Der Kaiſer ſtattete dem ruſſi=
ſchen
Botſchafter anläßlich des ruſſiſchen Neujahrs einen
längeren Beſuch ab.
* Metz, 14. Jan. Von der franzöſiſchen Grenzpolizei
in Novéant wurde auf der Ausreiſe nach Frankreich ein
aus dem Zuchthaus in Verden a. d. Aller entſprungener
ſchwerer Verbrecher verhaftet und in das Zuchthaus
zurücktransportiert. Er hat noch mehrere Jahre zu ver=
büßen
.
* Bremen, 14. Jan. Die auswärts verbreitete Mel=
dung
von einem dem Dampfer Arcturus zuge=
ſtoßenen
Unfall wird von der Reederei als unrichtig be=
zeichnet
. Der Dampfer iſt am 8. Januar in Liſſabon ein=
getroffen
und löſcht dort zurzeit die Ladung.
* London, 14. Jan. Die Parlamentswahlen
begannen heute mit der Wiederwahl von Joſe Cham=
berlain
in Weſt=Birmingham; ein Gegenkandidat war=
dort
nicht aufgeſtellt worden.
* London, 14. Jan. Der zur Beratung über das
Achtſtunden=Arbeitsgeſetz eingeſetzte Ausſchuß des
Northumberlander
Bergarbeiterver=
bandes
und verſchiedene Ortsvertreter hielten geſtern
in Newcaſtle eine Verſammlung ab, bei der be=
kannt
gegeben wurde, daß die Lage unverändert ſei
und daß keine weiteren Zugeſtändniſſe erreicht wor=
den
ſeien. Keine weiteren Bergwerke haben den Be=
trieb
eingeſtellt. Für morgen wurde die Abhaltung
einer Konferenz mit den Bergwerksbeſitzern verein=
bart
. Es wurde beſchloſſen, daß jedes feiernde Berz=
werk
noch vorher Vertreter entſenden ſolle, um vor
dem Ausſchuß die Streitigkeitspunkte bei jedem ein=
zelnen
Werk klar zu legen. Auf der Generalver=
ſammlung
des Kohlenbergwerksbeſitzer=Verbandes
wurde geſtern bekannt gegeben, daß 68 Prozent der dor=
tigen
Bergwerke im Betrieb ſeien. Eine am Mittwoch
in Durham abgehaltene Bergarbeiterverſammlung rief
die Befürchtung wach, daß ein allgemeiner Streik für
das ganze Land bevorſtehe; zu dieſer Befürchtung
dürfte zurzeit aber kein Grund vorliegen.
* London, 14. Jan. Die Gebäude der Tuchhändler=
Firma Evans in der Vorſtadt Kilburn wurden durch
Feuer, das infolge der Exploſion einer Lampe unter
den Waren des Schaufenſters ausbrach, vollſtändig
zerſtört. Der Schaden wird auf hunderttauſend
Pfund geſchätzt. Da die Gebäude wegen eines freien
halben Tages leer waren, wurde niemand verletzt,

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Nummer 12.

H.B. Paris, 14. Jan. Echo de Paris, Matin
und Petit Pariſien drücken die Anſicht aus, daß die
geſtrigen milittäriſchen Demonſtrationen in
Madrid, welche unter dem Vorwande der Auszeich=
nungen
der Truppen in Melilla erfolgten, in Wirklich=
keit
ein Komplott gegen das Kabinett darſtellen. Es
handle ſich um das Werk politiſcher Agitatoren, welche
Lacierſa zum Führer haben. Morres drückte die Hoff=
nung
aus, daß die Gefahren der angenblicklichen Lage
beſeitigt ſind. Die Strafmaßnahmen ſeitens der Re=
gierung
gegen die Korpskommandenre und die Armee
führer in Madrid dauern fort.
Zwei Oberſten der
Madrider Garniſon ſind ihres Poſtens enthoben wor=
den
. Gegen den Prinzen Pignatelli, der ſich an den
Kundgebungen der Offiziere beteiligt hat, hat die Re=
gierung
noch keinen Beſchluß gefaßt. Eine Entſchei=
dung
wird jedoch unverzüglich getroffen werden. In
ganz Spanien herrſcht abſolute Ruhe. In Madrid hat
die militäriſche Bewegung lebhafte Befürchtungen er=
weckt
. Die allgemeine Anſicht geht dahin, daß die Lage
eine ſehr ernſte ſei, da zahlreiche Offiziere unzu=
frieden
ſind.
H. B. Paris, 14. Jan. New=York Herald meldet
aus Peking: Hierher gelangten in den letzten Tagen
trotz der zeitweiligen Dementi immer wieder hart=
näckige
Kriegsgerüchte. Man fängt daher jetzt
auch in ruſſiſchen Kreiſen an, die Demenki dieſer
Kriegsgerüchte ſkeptiſch aufzufaſſen und an Kriegs=
abſichten
der Japaner zu glauben. Zudem verſtärkt
Japan in auffallender Weiſe ſeine Truppen an der
Grenze von Nord=Korea. Beſonders werden Belage=
rungs
= und Feldgeſchütze in großer Anzahl dort ange=
ſammelt
. Charbin und andere ruſſiſche Zentralen in
der Mandſchurei ſind mit japaniſchen Spionen über=
ſchwemmt
, ganz ähnlich wie vor dem letzten ruſſiſch=
japaniſchen
Kriege. Die demnächſtige Inſpektionsreiſe
des japaniſchen Generalſtabes unter der Leitung des
Generals Fukuſhoma durch Korea wird in diploma=
tiſchen
Kreiſen als ein Beweis der kriegeriſchen Abſich=
ten
Japans ausgelegt.
H.B. Liſſabon, 14. Jan. In Pariſer und Liſſaboner
Blättern wird mitgeteilt, daß König Manuel ſich
mit der Prinzeſſin Beatrice Connaught in allernächſter
Zeit verloben werde. Die Hochzeit ſoll im Mai ſtatt=
ſinden
. Die Verlobung ſoll demnächſt den europäiſchen
Höfen bekannt gegeben werden.

Wundervoll ſteht der ſchneeſchwere Wald
und es iſt eine Luſt, auf dem Bobsleigh und
dem Ski über die glänzende Bahn dahinzuſauſen.
Eine Luſt, aber auch eine Gefahr, denn die Er=
4hitzung in der ſchneidenden Luft, die beſchleunigte
Ltmung bergen die Gefahr der Erkältung in ſich.
Dagegen ſchützt man ſich durch den Gebrauch
von ways ächten Sodener Mineral=Paſtillen,
von denen man während der Fahrt immer
eine im Munde haben ſollte. Fays ächte

Gegen das Altern

Sodener kauft man in einſchlägigen Geſchäften
4 für 85 Pfg. pro Schachtel.
(1426M
C.
Die Firma Orientaliſche Tabak= und Zigaretten=
fabrik
Yenidze (Inh.: Hugo Zietz) bringt laut
Anzeige unter dem Namen Miriam (geſetzlich ge=
ſchützt
) eine Konſum=Zigarette in den Handel, die mit
2½ Pfennig das Stück im einzelnen verkauft wird. In
dieſen Zigaretten ſind ausſchließlich türkiſche, gut aus=
gereifte
und daher wohlbekömmliche Tabake verarbeitet.
Dem Geſchmacke und der Vorliebe des Publikums iſt bei
der Zuſammenſtellung der Miſchungen weiteſtgehend
Rechnung getragen. Man verſäume nicht, durch einen
Verſuch dieſer neuen Marke ſich von ihren Vorzügen gegen=
über
dem ausländiſchen Fabrikat zu überzeugen. (1430

Geſchäftliches.

Die am hieſigen Platze beſtens eingeführte Firma
A. Anton, Spezialhaus aller Arten Haushaltungs=
Artikel, Glas, Porzellan, Steingut uſw. veranſtaltet
wegen demnächſt ſtattfindendem Umbau und Ver=
größerung
ihrer Geſchäftsräume einen Räumungs= Ver=
kauf
. Die dafür beſonders dekorierten Schaufenſter,
ſowie der eigens eingerichtete Verkaufsraum zeigen die
im Preiſe bedeutend reduzierten Waren in leicht über=
ſichtlicher
Aufſtellung. Man findet außer allen Arten
praktiſcher Haushaltungs=Gegenſtände und Emaille=
Geſchirre auch Tafel=, Kaffee= und Waſch=Service, Wein=
gläſer
, Blumentöpfe, Nickelwaren und vieles andere,
alles mit ſichtbaren Preiſen verſehen. Der Beſuch dieſes
Räumungsverkaufs dürfte in jeder Beziehung zu em=
pfehlen
ſein, da die genannte Firma bekanntlich nur
ſolide Qualitäten führt und mit dieſen zurückgeſtellten
Poſten nur wegen des bevorſtehenden Umbaus zu ſo
bedeutend herabgeſetzten Preiſen geräumt werden ſoll.
Bemerkt ſei noch, daß die Beſichtigung dieſer Ausſtellung
ohne Kaufzwang gerne geſtattet iſt.
(1431

Familiennachrichten.

Dankſagung.
Hiermit Allen, welche unſerem lieben Kinde
Christian
die letzte Ehre erwieſen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Waitz für ſeinen gütigen Beſuch, tröſtenden Worte
im Hauſe und am Grabe, ferner Allen für die
reichen Blumenſpenden unſeren herzlichſten Dank.
Darmſt adt, den 13. Januar 1910. (1522
Familie Ludwig Debus, Schreinermeiſter.

Dr. Hommel’s Haematogen
Siehe das hochbedeutsame Werk:
Das Altern von Dr. Lorand Cap. X, 3. (1494a

Echt englische Fussballstiefel
(1
Mk. 950.
*4
0
Heinrich Bober, Ludwigstrasse 3.

Die Geburt eines munteren
UUNGEN
teilen erfreut mit
(1072
Emil Grünbaum u. Frau
Landgraf Philipp-Anlage 58.

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gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,2

Todes-Anzeige.

Mat.
450 37 agg
lanos zn NarMonlums

Schmerzerfüllt erfülle ich hiermit die traurige
Pflicht, allen Verwandten, Freunden und Be=
kannten
mitzuteilen, daß meine liebe Gattin,
unſere gute Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau
Margarete Korbus
geb. Späth
geſtern abend ¾9 Uhr nach langem, mit Geduld
ertragenem Leiden, im Alter von 46½ Jahren
in die Ewigkeit abgerufen wurde.
Um ſtille Teilnahme bittet
im Namen aller hinterbliebenen Angehörigen
der trauernde Gatte:
(1524
Nikolaus Korbus, Fuhrmannſtraße 14.
Darmſtadt, den 14. Januar 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags
3¼ Uhr, vom Sterbehauſe aus, ſtatt.

Bankſagung.
Dank, innigen Dank für die mir bewieſene
liebevolle Teilnahme bei meinem ſchmerzlichen
Verluſte.
(1455
Wiesbaden, den 12. Januar 1910.

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Im
Rücken des abziehenden Luftwirbels war überall Auf=
heiterung
und am Abend Froſt eingetreten, ſodaß
Minimaltemperaturen bis 5
beobachtet wurden.
Ueber Nacht hat ſich aber ein neues, intenſives Tief=
druckgebiet
bei Island entwickelt, das ſüdwärts ſeinen
Wirkungsbereich ausdehnt und bereits in ganz Mittel=
deutſchland
mildere Südweſtwinde und Trübung ge=
bracht
hat.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 15. Jan.:
Erheblich milder bei ſtarkem Südweſt, Regen auch im
Gebirge.

Tageskalender.
Samstag, 15. Januar.

Hoftheater, Anfang 7 Uhr: Alt=Heidelberg‟.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Liederabend der vereinigten Männergeſangvereine
um 8¼ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 7 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant Metropol.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
Maskenball des Fußballklubs Germania um 8.11 Uhr
im Konkordiaſaal.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (eine Wintertour vom
Ennstal bis zum Arlberg).

Sonntag, 16. Januar.

Hoftheater, Anfang ½6 Uhr: Die Meiſterſinger von
Nürnberg.
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Matinee der Kammermuſik=Vereinigung um 11 Uhr
im Saale des Muſikvereins.
Teeabend des Frauenvereins der Paulusgemeinde um
8 Uhr im Gemeindeſaal.
Vortrag von H. Dirkſen um 4½ Uhr Neckarſtraße 22.
19. Stiftungsfeſt des Konditorgehilfen=Vereins um
8 Uhr im Kaiſerſaal
Ball des Katholikenvereins um 8 Uhr im Konkordiaſaal.
Generalverſammlung des Sterbekaſſe=Vereins Einig=
keit
I um 3 Uhr Gardiſtenſtraße 13.
Damen= und Herrenſitzung der Turngemeinde
Darmſtadt um 7.11 Uhr im Turnhauſe.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 Uhr im Reſtaurant Zur Sonne.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant Metropol.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Konzert um 8 Uhr im Saalbau.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof
Tanzkränzchen um 6 Uhr in der Stadt Pfungſtadt.
Kappenabend um 4 Uhr im Reſtaurant Bavaria.
Ausflug des Zitherklubs Darmſtadt=Beſſungen nach
Arheilgen; Abfahrt um 2.30 Uhr am Chauſſeehaus.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (eine Wintertour vom
Ennstal bis zum Arlberg).

Verſteigerungskalender.
Montag, 17. Januar.

Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der Turn=
halle
am Woogsplatz.
Holzverſteigerung um 10 Uhr im Klein=Zimmerner
Gemeindewald; Zuſammenkunft am Markhaus.
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im= Roß=
dörfer
Gemeindewald; Zuſammenkunft im Oberſten
Zahl am Eingang des Waldes.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Gräfen=
häuſer
Gemeindewald; Zuſammenkunft am Erzhäuſer
Weg auf der Hardt im Holzſchlag.
Schwellen=Verſteigerung um 10 Uhr auf Bahn=
hof
Kranichſtein.

Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 111 und 24 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 101 Uhr
(Eintritt 30 Pfg.).

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Pilsnereuu
Münchner
Hell Export

[ ][  ][ ]

Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 7.


asche
C
1

Hell von schönster Bernsteinfarbe
Dunkel klar, mild u. vollmundig
(22783a
können sich nicht nur den teueren fremden Bieren ebenbürtig zur Seite stellen, sondern
Selten allgemein als die besten Marken. Jeder Versuch führt zur dauernden Kundschaft.

Käufe, Verkäufe u. Teilhaber

aller Branchen beſchaffe ich raſch und ver=
ſchwiegen
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Darmstadt.
Agenturgeschäft.
Telephon 1145.
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Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
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Undine hatte, die gefalteten Hände am Hinterkopf
verſchränkt, einen Augenblick ins Leere geſtarrt. Jetzt
ließ ſie die Hände ſinken und ſagte leiſe:
Als ich klein, kaum fünf Jahre alt und ſo traurig
war, um mein Mütterchen, das von uns gegangen, da
brachte mir eines Tages mein Vater auf ſeinen Armen
ein kleines, blondhaariges Frieſenkind, das er an der
Dorfſtraße gefunden, als es ganz ſelbſtändig ſeine erſten
Gehverſuche anſtellte. Auch dieſem Kind war die
Mutter geſtorben, und ich ſollte es als Spielzeug haben.
Dorret hatte niemand, als ihren alten Großvater, Ekke
Thornſen, der ſich nicht viel um ſie kümmerte, von dem
die Leute erzählten, er ſei geiſtig krank und meines
Vaters Feind.
Ich weiß nicht, ob etwas Wahres daran war. Aber
niemals ſah ich meinen Vater in das Frieſenhaus
gehen, in dem der Alte weilte, nie durfte iich die
Schwelle der Wiedingharde, ſo heißt das Haus, das Ekke
Thornſen bewohnt, überſchreiten. Niemals kam Ekke
Thornſen in den Gorlingshof, aber Dorret war immer
dort zu finden, immer bei mir. Wir ſpielten und lern=
ten
zuſammen. Sie war mir wie eine Schweſter. Un=
zertrennlich
trugen wir Leid und Frend der Kindheit,
und ihr Herz bangt nun, daß mir jetzt Weh geſchieht.
Ekke Thornſen ſah ich oft von ferne, wenn wir als

En Zeeheen ee
hin und ſah unſeren Spielen zu. Aber nie kam er
näher, nie zeigte er, daß er wußte, daß Dorret eigent=
lich
zu uns gehörte und im Gorlingshof zu Hauſe war,
obgleich ſie bei ihm wohnte und ſchlief.
Ein ſeltfames Kind und ein ſeltſames Verhältnis,
entgegnete Graf Timm, mit der braunen Hand über
ſeine offene Stirn ſtreichend, als wollte er einen unan=
genehmen
Gedanken bannen. Sie hat ſo etwas
Stolzes, Herrſchendes in ihrer Erſcheinung, das gar
nicht zu ihrer einfachen Tracht paſſen will.
Sie ſtammt auch von den alten, frieſiſchen Königen,
lächelte Undine matt.
Das ſagt man auch von uns, Undine. Ein freies,
altes Königsgeſchlecht, zogen unſere Väter einſt auf
goldenen Schiffen über das Meer, und wo ihr Fuß
raſtete und ſie Hütten bauten, da pflanzten ſie als
Grundfeſten zum Wohle eines freien und ſtarken Vol=
kes
ein mahnendes Zeichen ihrer Weſensart auf, das
rief einem jeden zu: Gerechtigkeit, Einigkeit und Hoff=
nung
. In jeder Frieſenſtube finden wir noch heute das
Symbol. Dort an der ſchwarzverhangenen Wand die
weibliche Geſtalt im weißen Marmor, das Schwert der
Gerechtigkeit und die Wage haltend, zeigt mir noch
immer den alten, getreuen Frieſenſinn. Da drüben
auf dem Sims die Gruppe der Mütter mit ihren Kin=
dern
kündet, daß Liebe und Einigkeit hier eine Heim=
ſtätte
gefunden, und hier auf dem Konſol am Fenſter,
kunſtvoll geſchnitzt aus Elfenbein, ſehe ich die Hoffnung,

den Anker in der Hand, ſich mir tröſtend neigen, Soll
es nur ein Symbol bleiben, Undine?
Ich weiß, die Zeit iſt ſchlecht gewählt, und Ihr Herz=
iſt
voll Trauer und Kummer um einen unerſetzlichen
Verluſt, aber gerade in dieſer ernſten Stunde, Undine,
möchte ich, nein, muß ich Sie fragen, ob Sie mir nicht
das Recht geben wollen, Ihr Leben freundlicher zu ge=
ſtalten
?
Wenn ich Ihnen auch nicht den Gorlingshof,
wiederbringen kann, wenn auch meine Mittel ſich nur
in beſcheidenen Grenzen bewegen ſo iſt es doch genug,
um meiner zukünftigen Gattin ein ſorgenfreies Daſein
zu bereiten, und darum will und muß ich Sie heute
fragen, Undine: Wollen Sie mein Weib werden?
Wollen Sie mir ein Recht geben, mit Gut und Blut für
Sie einzutreten und Sie frei zu machen von dem Joch,
das hier im Gorlingshof auf Ihnen laſtet? Das Weib
eines Seefahrers hat zwar auch nicht immer ein
ruhiges, glücksfrohes Daſein, aber es ſchließt dennoch
tauſend wonnige Heimlichkeiten ein, wenn zwei ſich
von Herzen gut ſind und wiſſen, daß nichts ſie trennen
kann, wenn auch Länder und Meere zwiſchen ihnen
liegen. Haben Sie Vertrauen zu mir, Undine, können
Sie mir gut ſein?
In atemloſer Spannung ſah er ihr in das zarte,
ganz erblaßte Antlitz, das ihm in faſſungsloſem
Schweigen zugewandt war, dann aber richtete ſich die
hohe, geſchmeidige Geſtalt des jungen Mädchens jäh=
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Augen auf, als ſie unwillkürlich abwehrend die Hände
gegen ihn ausſtreckte.
Sie weiſen mich zurück, Undine? Sie lieben mich
nicht?
Das Mädchen ſchüttelte ſtumm das Haupt, um wel=
ches
die Sonne mit roten Lichtern ſpielte.
Nein, Timm. Aber ſelbſt wenn ich Sie glühend
liebte, rang es ſich endlich von ihren Lippen, müßte ich
Sie zurückweiſen, denn mein Platz iſt hier auf dem
Gorlingshof.
Erſchreckend farblos wurde das braune Männer=
geſicht
mit den großen, leuchtenden Augen.
Sie lieben einen anderen? Ihr Herz iſt nicht
mehr frei?
Eine heiße Angſt klopfte in ſeiner Stimme.
Ich liebe niemand und ich werde nicht geliebt. Ich
habe aber meinem ſterbenden Vater in die erkaltende
Hand gelobt, die Großmutter, ſeine Frau und meine
kleine Schweſter nicht zu verlaſſen und über ihr Wohl
und Wehe zu wachen. Sie ſind an den Gorlingshof ge=
bunden
, und ich mit ihnen.
Das iſt aber ein himmelſchreiendes Unrecht. So
weit geht das Recht eines Vaters über ſein Kind nichk,
daß er es blindlings für die anderen opfert.
Still, Timm, ſchmähen Sie meinen Vater nicht. Er
hat unſagbar gelitten, und ich bin froh, daß ich ihm die
letzte Stunde leicht machen konnte, indem ich das ver=
langte
Verſprechen gab.
So weiſen Sie mich zurück, Undine? Ich flehe Sie
an, ſtoßen Sie ein Herz nicht von ſich, das nur für Sie
in treuer Liebe ſchlägt.
Ich danke Ihnen, Timm. Nie werde ich Ihnen ver=
geſſen
, wie wohl Sie mir in einer Stunde getan haben,

wo alles über mir zuſammenzubrechen drohte. Die
Erinnerung daran wird wie ein ſchönes, friedvolles
Bild mich umſchweben, wenn ich ganz, ganz verlaſſen
und einſam bin. Laſſen Sie uns Freunde, echte Freunde
ſein, Timm. Wir haben deren ſo wenig im Leben.
Haſtig ſtieß er die ihm dargereichte Hand zurück.
Ich will Ihre Freundſchaft nicht! Es iſt ein arm=
ſeliges
Surrogat für die Liebe, ein blaſſer Schatten der
Kraft, die mit Feuersgewalt unſer Daſein mit wilder
Glut durchtobt.
Sie irren, Timm. Freundſchaft iſt die ebenſo
große, ebenſo reiche Schweſter der Liebe. Schlackenrein
zeigt ſie das blanke Gold, wenn alle Leidenſchaft ver=
rauſcht
, alle Genüſſe ausgekoſtet ſind. Stolz und heiter,
wie ein Bild auf Goldgrund, einer verheißenden Fata
Morgana gleich, ſpendet ſie dem von ihr Beglückten
Köſtlicheres als die Liebe mit ihrem Hangen und
Bangen, Haſten und Drängen, Begehren und Ge=
währen
, und legt Ruhe und Frendigkeit und frohes Ge=
nießen
in unſer Herz.
Ich danke für dieſe Mondſcheingefühle und für dieſe
Gevatterfreundſchaft, die nichts ahnt von der Leiden=
ſchaft
, die Mann und Weib zueinanedr zwingt. Nein,
Undine, Sie haben keinen Begriff von der Liebe, wenn
Sie mir Ihre Freundſchaft als Erſatz für das Große,
Heilige, Wunderbare bieten können, das ſtürmiſch
meine Seele von Ihnen erfleht, Ihre Liebe.
Niemals, kam es aus dem Munde des blonden
Mädchens, das jetzt bleich mit dem Rücken gegen die
Fenſterwand lehnte, als ſuche ſie eine Stütze. Mein
Platz iſt hier!
Eine düſtere Starrheit ging über Timms ernſtes

Geſicht. Nun zog er die Hacken aneinander und ver=
beugte
ſich tief vor der jetzt leichtzitternden Geſtalt.
Reiſen Sie glücklich, Graf, und denken Sie freund=
lich
an mich und den Gorlingshof.
Ich werde ſuchen, Sie zu vergeſſen, Gräfin, Sie
und den Gorlingshof.
Noch eine ſteife, ſtumme Verneigung, und Graf
Timm hatte das Zimmer verlaſſen. Bald verließser
auch wohl das Haus.
Die Kerzen waren tief herabgebrannt, und die
Frühlingsſonne drang von draußen immer ſieghafter
durch die Scheiben ins Gemach.
Nun bin ich ganz allein, kam es von Undines
Lizpen, indem ſie den rotblonden Kopf müde gegen das
Fenſter lehnte. Auf Gnade und Ungnade dem anderen
preisgegeben, der ſein Bruder iſt, den Dorret haßt, und
den ich ebenſo haſſe, glühend haſſe, nicht, weil er mir
alles nimmt, ſondern, weil ſeine Selbſtherrlichkeit,
ſeine Art zu beſtimmen und ſein lächelnder Spott, wo
uns das Herz faſt bricht, mich zwingt, ihn zu verachten.
Von fernher rauſchte das Meer. Es warf ſeine
weißen, ſchäumenden Wogen gegen die hohen Deiche,
die den Gorlingshof ſchützend begrenzten, und wie ein
dumpfes, fernes Grollen klang es zu dem einſamen
Mädchen herüber, das erſchauernd lauſchte.
Das war ein ſeltſam Lied, das die Wogen ſangen.
Wie ein Herzſchlag war es, der aus mächtigem Dunkel
emporzückt, wie ein ruheloſes Schluchzen im Atem=
kampf
des Lebens, über den es ſich plötzlich ſchwer und
dicht wie Todesſtarre legt.
Undine bebte fröſtelnd zuſammen. Die Sonne war
fort. Es war doch eiſig kalt an dieſem Frühlingstage.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.

3 6.

Samstag, 15. Januar.

1910.

Bekanntmachung.

(1416

Betreffend: Schießübungen auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung bringen wir zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, am 11. Januar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 19. Januar bis 5. Februar 1910.

Dauer
Die Abſperrung
Datum
Tag
Truppenteil
der Abſperrung
erſtreckt ſich
von bis
18. Jan.
Mittwoch
Bis zum Land=
Donnerstag * Fußhrtillerie 90 V. 300 N.
20.
graben.
. Febr.
Dienstag
Donnerstag
3.
Ueber das ganze
800 V. 200 N.
Feldartillerie
4.
Freitag
Abſperrgelände.
Samstag
3. 5

Darmſtadt, den 17. Dezember 1900.
Betreffend: Das Militär=Erſatz=Geſchäft für 1910 hier Aufſtellung der Stammrollen.

Der Zinil=Vorſitzende der Groß. Erſatz=Kommiſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Ichempfehle Ihnen, die Aufſtellung der Rekrutierungsſtammrollen für 1910 nun=
mehr
alsba d vorzunehmen, ſodaß deren Einſendung unfehlbar bis zum 1. Februar k. J.
erfolgen kann und verweiſe Sie dabei auf die genaueſte Beachtung der ergangenen
Beſtimmungen, namentlich des § 46 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=
Blatt Nr. 68 von 1901), umſomehr, als alle nicht vorſchriftsmäßig aufgeſtellten Stamm=
rollen
zur Berichtigung und eventl. vollſtändigen Umarbeitung, bezw. Neuaufſtellung
zurückgegeben werden müßten.
Im weiteren wollen Sie für rechtzeitige ortsübliche Bekanntmachung der Auf=
forderung
Sorge tragen, daß in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar nicht
allein die Militärpflichtigen des Jahrgangs 1910, ſondern auch diejenigen der
Jahrgänge 1909 und 1908, ſowie überhaupt alle Militärpflichtigen, welche eine end=
gültige
Entſcheidung über ihre Dienſtpflicht durch die Erſatzbehörden noch nicht erhalten
haben, ſich bei der Bürgermeiſterei desjenigen Orts zur Stammrolle anmelden müſſen,
an welchem ſie ihren dauernden Aufenthalt haben. Auf dieſe letztere Beſtimmung
der § 25, 2 der W.=D. wird um ſo nachdrücklicher hingewieſen, als es ſchon häufig vor=
gekommen
iſt, daß Militärpflichtige aus anderen Kreiſen des Großherzogtums, obgleich
ſie im diesſeitigen Bezirk ihren dauernden Aufenthalt nicht hatten, nur aus dem
Grunde in die Stammrollen des Kreiſes eingetragen worden waren, weil ſie ſich hier
zu ſtellen wünſchten. Dies iſt nicht ſtat haft. Sie wollen daher Anträgen, welche in
dieſer Beziehung an Sie geſtellt werden ſollten, unter keiner Bedingung ſtattgeben, die
betreffenden Militärpflichtigen, bezw. deren Angehörige, vielmehr auf die beſtehenden
geſetzlichen Beſtimmungen verweiſen, ſowie darauf aufmerkſam machen, daß Leute,
welche im diesſeitigen Kreiſe nach den geltenden Beſtimmungen nicht geſtellungspflich=
tig
ſind und ſich dennoch hier zur Muſterung ſtellen wollen, zu derſelben nicht zuge=
laſſen
werden würden und ſich die daraus dann entſtehenden Nachteile ſelbſt zuzu=
ſchreiben
hätten.
Ebenſo iſt es unter keinen Umſtänden angängig, daß umgekehrt Militärpflichtige,
welche in ihren Gemeinden dauernden Aufenthalt haben, die Anmeldungen deshalb
unterlaſſen, weil ſie ſich in ihren reſp. Heimatsgemeinden melden wollen oder gemeldet


Fälln dieſer Art, welche Ihnen bekannt werden, ſind die Betreffenden von Ihnen zur
Meldung anzuhalten. Außerdem iſt eine von ſolchen Militärpflichtigen ſpäterhin, vor
Beginn der Muſterung, beabſichtigte Abmeldung nur dann entgegenzunehmen, wenn
Sie ſich die Ueberzeugung verſchafft haben, daß dieſelben tatſächlich außer Arbeit ge=
treten
ſind und den Ort verlaſſen werden.
Insbeſondere aber wäre darauf zu achten daß
I. die Entgegennahme der Anmeldung zur Stammrolle ſeitens der nicht am Orte
der Anmeldung geborenen Militärpflichtigen ſtets abhängig zu machen iſt:
a) bei den Militärpflichtigen des jüngſten Jahrgangs (hier 1910) von Vorlage
eines Geburtsſcheins (Auszug aus dem Zivilſtandregiſter). Heimatſcheine,
Abmeldebeſcheinigungen, Arbeitsbücher, ſowie anderweite, wenn auch von Amts
ſtellen ausgefertigte Beſcheinigungen oder Mitteilungen genügen nicht;
b) bei den Militärpflichtigen der älteren Jahrgänge (hier 1909, 1908 und event.
früher) von Vorlage des Loſungsſcheines;
II. genaues Augenmerk auf die Rechtſchreibung der Namen der Militärpflichtigen
zu richten iſt, ſowie auch darauf, daß der Geburtsort richtig bezeichnet und der
in Betracht kommende Verwaltungsbezirk (Kreis, Amtshauptmannſchaft, Ober=
amt
Bezirksamt ꝛc. zutreffend angegeben wird; bei mehreren Vornamen iſt dert
Rufname zu unterſtreichen;
III. a) der hauptſächliche oder alleinige Beruf ſoweit angängig, genau zu be=
zeichnen
iſt, z. B. Bäckergeſelle, Zigarrenarbeiter, Handlungsreiſender uſw.;
b) bei Arbeitern und Taglöhnern derienige Arbeits= oder Geſchäftszweig
anzugeben iſt, in welchem dieſelben ſtändig oder meiſtens arbeiten (ob in
Landwirtſchaft, bei Forſt=, Garten=, Bau=, Eiſenbahn=, Chauſſee=, Hafen=,
Kanalarbeiten uſw.);
c) derjenige Beruf einzutragen iſt, welcher ſeit Verlaſſen der Schule die längſte
Zeit hindurch ausgeübt wurde;
d) ſpeziell in Hinſicht der Sattler, Schloſſer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher,
Wagner und Zimmerleute feſtzuſtellen wäre, ob dieſelben dieſes Gewerbe
ordnungsmäßig gelernt haben, ſowie jetzt noch betreiben:
e) bei den in der Landwirtſchaft tätigen Militärpflichtigen durch Eintragung
des Vermerks m. Pf. (mit Pferden) oder o. Pf. (ohne Pferde) in Spalte 8
erſichtlich zu machen iſt, ob dieſelben mit Pferden umzugehen verſtehen
oder nicht;
IV. bei den Namen derjenigen Militärpflichtigen, von welchen ſich ein Bruder im
aktiven Dienſt befindet oder ein ſolcher gleichfalls bei der Muſterung hier
oder auswärts zu geſtellen hat, ein entſprechender Vermerk zu machen iſt.,
Die Militärpflichtigen würden daher bei Anmeldung zu der Stammrolle in dieſer
Hinſicht zu befragen ſein;
V. bei den Namen derienigen Militärpflichtigen, welche ſchon gerichtliche Strafen
erhalten haben, dieſe unter Angabe des betreffenden Gerichts und Datum des
Urteils einzutragen ſind, auch anzugeben iſt, ob die Strafe verbüßt iſt.
Indem ich Ihnen ſchließlich noch empfehle, bei der von Ihnen zu erlaſſenden
Aufforderung wegen Anmeldung zur Stammrolle zugleich auf die Strafen aufmerkſam
zu machen, welche nach § 25,11 d. W.=O. denjenigen treffen, welcher die vorgeſchriebene
Meldung zur Stammrolle oder zur Berichtigung derſelben unterläßt, beauftrage ich Sie,
am Schluſſe der Stammrolle noch ausdrücklich zu beſcheinigen:
1. daß, bezw. wann die Aufforderung, ſich zur Stammrolle anzumelden, erfolgt iſt,
2. daß die in derſelben eingetragenen, nicht im Orte geborenen Militärpflichtigen
dort ihren dauernden Aufenthalt haben, bezw. in Arbeit ſtehen,
3. daß die in Ihren Gemeinden zuſtändigen, ſich jedoch daſelbſt nicht aufhaltenden
Miltärpflichtigen angewieſen woden ſind, ſich bei der Bürgermeiſteret ihres
Aufenthaltsortes zur Stammrolle anzumelden,
Der Zivil=Vorſitende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
von Werner.
(24499a

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.

Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Marderpelz. 1 ſilb. Damen=Uhr mit Emailrückdeckel und langer
fülberner Kette. 2 neue farbige Hemden. 1 lederne Pferdedecke. 1 ſilberne Damen=
Uhr mit Goldrand. 3 Milchkannen. 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 Herren=Regenſchirm.
ſchwarzer Damen=Pelz mit 2 Schwänzchen. 1 ſchwarzer Pelz. 1 Hunde=Halsband
mit Marke und der Nr. 2885. 1 rotledernes Etui mit Inhalt (Zeichenutenſilien).
1. Korallen=Kette. 1 Bohrbinde. 1 Fahrrad=Laterne. 1 gelbes Handtäſchchen mit
lerem Portemonnaie und 1 Taſchentuch. 1
Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 ſchwarzer
Damen=Samtgürtel mit Blechſchnalle. 1 mittelgroßer Schlüſſel und 1. Türdrücker.
1 brauner Kinder=Umhang. 1 Militärpaß, auf den Namen Andreas Schneider lautend.
1 Broſche (Herz, Kreuz und Anker). 2 neue Kehrichteimer. 1 Droſchken=Laterne. 1 Brille.
1 braunes Portemonnaie mit Monatskarten 3. Klaſſe Frankfurt-Darmſtadt. 1 Monats=
fahrkarte
3. Klaſſe Darmſtadt-Frankfurt.
Im Monat Dezember v. Js. im Großh. Hoftheater liegen geblieben und
bei der dortigen Verwaltung in Verwahr: 10 Paar Handſchuhe verſchiedener Farbe.
3 einzelne Handſchuhe, 1 grau und weiße Bog. 1 Stock. 1 kleines ſilbernes Herz.
1 Kämmchen mit Futteral. 1 Perlmutt=Opernglas. 1 ſchwarzes Opernglas. 1 Opern=
alas
=Futteral 5 Damen=Schirme. 19 Taſchentücher, gez. E. S., C. B., J., S., G., M. B.,
A., W., T., M. und 9 ohne Zeichen.
Im Monat Dezember in der elektriſchen Straßenbahn liegen geblieben
und von der Verwaltung abgeliefert: 1 Regenſchirm mit braunem Griff. 1 Spazier=
ſtock
. 1 dunkelbrauner Muff. 1 weißes Kinderhemd. 1 Taſchenmeſſer mit Hornſtiel.
3 Paar Handſchuhe. 1 weißer Kinder=Handſchuh. 2 Mädchen=Photographien. 1 kleine
ſilberne Broſche. 1 rotes Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzes
Strumpfband. 1 Karton mit Briefpapier. 1 wollenes roſa Umhängetuch. 1 Türdrücker.
1 Stück ſchwarzen Samt für einen Photographen=Apparat.
Verloren: 1 ſilbernes Armband, Reif mit dunkel= und hellblauem Stein. 1 rot=
braunes
Portemonnaie mit etwa 8 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzledernes Handtäſchchen mit
etwa 23 Mk. Inhalt. 1 rotledernes Portemonnaie mit etwa 23 Mk. Inhalt. 1 Damen=
Regenſchirm mit Glasknopf und Silberverzierung. 1 ſchwarzer Damen=Pelz. 1 ſilbernes
Glieder=Armband mit kleinem und großen blauen Kleeblättchen. 1 kleines weißes
Taſchentuch mit Steppſaum. 1 ſchwarzſeidener Damengürtel. 1 Hunde=Halsband.
1 ſchwarzes Leder=Handtäſchchen mit Portemonnaie und etwa 17 Mk. Inhalt nebſt
Taſchentuch, Brille und Knipskarte (dem Finder 5 Mk. Belohnung geſichert). 1 goldene
Damen=Uhr mit ſchwarzer Stahlkette. 1 Haarzopf (blond). 1 Hunde=Halsband mit
runden Nägeln beſchlagen. 1 kleiner filberner Kettenring mit runden Plätichen.
1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit etwa 5 Mk. Inhalt. 1 Silbergürtel mit Schnalle.
1 große ſilberne Nadel mit roſa Stein. 1 dunkelrotes Portemonnaie mit Taſchenſpiegel
und einigen Pfennigen. 1 Zwanzigmarkſtück. 1 ſchwarzer Lederbeutel mit kl. Porte=
monnaie
und Taſchentuch. 1 braunes Portemonnaie mit kleinem Schlüſſel. 1 braunes
Portemonnaie mit 5 Pfennigen Inhalt. 1 goldene Broſche in Form einer Schleife.
1 Portemonnaie mit 3 Mk Inhalt 6 weiße Stehkragen. 1 Zwanzigmarkſtück. 1 Dra=
gonerſäbel
. 1 ſchwarzer Damen=Pelz. 1 weißer geſtickter Damengürtel mit gelber
Schnalle. 1 Herren=Regenſchirm mit braunem Naturſtock. 1 Bündel ſchmutzige Wäſche.
ſchwarzſeidener Arbeitsbeutel mit kleinem gelben Portemonnaie und 20 Mk. Inhalt.
1 Theater=Abonnementskarte (D, Fremdenloge). 1 goldener Ohrring mit rotem Stein.
1 goldener Zwicker. 3 Füllfederhalter (gute Belohnung dem Finder geſichert). 1 ſilb.
Damen=Uhr mit Goldrand. 1 Portemonnaie mit 10 Mk. Inhalt. 1 goldenes Bröſchchen
in Querbalkenform. 1 ſchwarzſeidenes Umhängetuch. 1 Zehnmarkſchein. 1 Lorgnette.
1 graues Damen=Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt.
Zugelaufen bei Privaten: 1 gelber Pinſcher. 1 kleiner gelber Hund. 1 ſchwarze
Katze. 1 weißes Huhn.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Hund (Rottweiler). 1 weißer Jagdhund mit gelben
Flecken. 1 weißer Vorer mit gelben Streifen. 1 Dachshund. 1 Rehpinſcher.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(1453
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.

In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3 be=
finden
ſich: 1 Spitzhund, 2 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1 Hofhund. 1 Foxterrier (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt.
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Sonztiagsruße in den Apotheken.

Am Sonntag, den 16. Januar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Hanpt= und Reſtdenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

Ochſenfleiſch . . . . per ½ kg 86 Pfg.
Rindfleiſch
. . ,
7 80
Kalbfleiſch
. . . . 7 80
Hammelfleiſch
½ 8060
,,,
Bruſt.
60
Schweinefleiſch (Bratenſt) ½ 96
Bauchläppchen.
½ 90
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
100
Speck, geräuchert .. ½ 110

Dörrfleiſch
per ½ kg 110 Pfg.
Schinken m. Bein . .
110
Rollſchinken
½ 130
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
½ 90
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
90
Leber= und Blutwurſt. ½ 72

Das Beſchneiden der Hecken.

Nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir zur Kenntnis der Beteiligten. Unſer
Feldſchutzperſonal iſt angewieſen, diejenigen, die ſich der fraglichen Arbeit bis Ende
März d. Js. nicht unterzogen haben, zur Anzeige zu bringen, worauf Beſtrafung der
Säumigen mit 1 bis 30 Mark und Ausführung des Zurückſchneidens auf deren Koſten
von Amts wegen eintritt.
Darmſtadt, den 11. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V: Jaeger.

Polizei=Verordnung.

Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom 13. Juli 1904, der
Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 wird
mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1336 für den Kreis Darmſtadt
nachſtehendes verordnet.
§ 1.
Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, die auf dem Grundſtücke be=
findlichen
Hecken und Sträuche, ſoweit ſie an öffentliche Fahr= und Fußwege oder
Plätze angrenzen, alljährlich und zwar in der Zeit zwiſchen dem 1. Auguſt des einen
und dem 1. März des folgenden Jahres ſoweit zurückzuſchneiden und jederzeit ſoweit
zurückzubinden, daß ſie nicht über die Nachbar= und Weggrenze hinausragen.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten, die zu demſelben
gehörigen Garten=Einfriedigungen, ſoweit ſie an öffentliche Wege oder Plätze angrenzen,
ſtets in ordnungsmäßigem Zuſtande zu erhalten und etwaige Lücken in ihnen aus=
zubeſſern
.
§ 3. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Geldſtrafe von einer bis dreißig Mark,
außerdem wird das Zurückſchneiden der Hecken und Sträuche, Zurückbinden der Schöß=
linge
und die Ergänzung der mangelhaften Garteneinfriedigung erforderlichenfalls auf
Koſten der Säumigen von Amts wegen ausgeführt.
(1499ss
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.

Friſclen au den Mitſchnten.

Geſuche um Freiſtellen an den Mittel=
ſchulen
für das Schuljahr 1910/11 ſind bis
zum 25. Januar ds. Js. bei uns einzu=
reichen
. Freiſtellen können nur bis zu 5%
der Zahl der Schüler und Schülerinnen und
nur in den fünf oberen Klaſſen vergeben
werden. Vorausſetzung der Bewilligung
iſt Bedürftigkeit der Eltern, ſowie regeſ=
mäßiger
Schulbeſuch, Fleiß, Ordnungsliebe,
Reinlichkeit und gutes Betragen des be=
treffenden
Kindes.
Die Vergebung der Freiſtellen erfolgt
auf ein Jahr und in ſtets widerruflicher
Weiſe; es muß daher für diejenigen, die
im ablaufenden Schuljahr bereits Frei=
ſtellen
hatten, um weitere Verleihung nach=
geſucht
werden.
In den Geſuchen iſt neben deutlicher
Angabe des Berufs und der Wohnung der
Eltern oder Pflegeeltern, noch die Schul=
gruppe
, die das betreffende Kind beſucht,
näher zu bezeichnen.
(897sss
Darmſtadt, den 4. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.

Für den Beſuch der Leſehalle ſind neue
Beſtimmungen getroffen worden, die

eine Abänderung des § 1 der Benutzungs=
ordnung
erforderlich gemacht haben.
Der § 1 lautet nunmehr in der neuen
Faſſung, wie folgt:
Die Leſehalle iſt geöffnet an allen
Wochentagen von 10 Uhr vormittags bis
2 Uhr nachmittags und von 6 bis 9½ Uhr
abends, an Sonntagen, ſowie an den
Tagen, an denen die ſtädtiſchen Geſchäfts=
zimmer
und Kaſſen geſchloſſen ſind (vgl.
§ 9), von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr
nachmittags und von 59 Uhr (vom
1. Mai bis 31. Auguſt von 69 Uhr)
abends. Am erſten Weihnachts=, Oſter=
und Pfingſtfeiertag, ſowie am 1. Januar
iſt die Leſehalle von 11 Uhr vormittags
bis 1 Uhr nachmittags geöffnet: am
zweiten Weihnachts=, Oſter= und Pfingſt=
feiertag
, am Karfreitag und am Himmel=
fahrtstage
bleibt ſie ganz und am 24. De=
(1459so
zember abends geſchloſſen.
Darmſtadt, den 8. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910

Nummer 12.

Varſitz im Getverbegericht
Darmſtadt.

Zu Vorſitzenden des Gewerbegerichts
ſind für die Jahre 1910 bis 1912 die Herren
Beigeordneter Mueller und Rechtsanwalt
Dr. Stein gewählt und verpflichtet wor=
den
. Herr Beigeordneter Mueller wird
den Vorſitz im Einigungsamt, Herr Rechts=
anwalt
Dr. Stein die Geſchäfte des Ge=
richtsvorſitzenden
führen.
Außerdem iſt zum Stellvertreter der
Vorſitzenden für die Jahre 1910 bis 1912
Herr Regierungsaſſeſſor Kröll gewählt und
verpflichtet worden.
(1501
Darmſtadt, den 12. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.

Vorſitz im Kaufmannsgericht
Darmſtadt.

Zu Vorſitzenden des Kaufmannsgerichts
ſind für die Jahre 1910 bis 1912 die Herren
Beigeordneter Mueller und Rechtsanwalt
Dr. Stein gewählt und verpflichtet wor=
den
. Herr Beigeordneter Mueller wird
den Vorſitz im Einigungsamt, Herr Rechts=
anwalt
Dr. Stein die Geſchäfte des Ge=
richtsvorſitzenden
führen.
(1500
Darmſtadt, den 12. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.

Bekanntmachung.

Die Lieferung des bei nachſtehenden
ſtädtiſchen Betrieben, und zwar: dem
Elektrizitätswerk, dem Gaswerk, dem Waſſer=
werk
, dem Schlachthof und der elektriſchen
Straßenbahn im Verwaltungsjahr 1910
(1. April 1910 bis Ende März 1911) be
nötigten Dampfzylinder= und Maſchinen=
öls
ſoll vergeben werden.
Die Verdingungsbedingungen liegen auf
dem Stadthaus, Zimmer Nr. 39, zur Ein=
ſicht
offen und können daſelbſt auch auf
Wunſch gegen Zahlung einer Gebühr von
50 Pfg. abgegeben werden. Verſendung
der Bedingungen nach auswärts findet
nicht ſtatt.
Angebote ſind bis zum 1. Februar l. J.,
vormittags 10 Uhr, einzureichen. (1460ss
Darmſtadt, den 12. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Ekert.

Bekanntmachung.

Die Zahlung der rückſtändigen Be=
träge
für erſteigerte Runkelrüben von der
ſtädtiſchen Pallaswieſe (aus der Verſteige=
rung
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt
vom 4. Oktober 1909) hat bei Vermeidung
des Mahn= und bezw. Pfändungsver=
fahrens
bis längſtens Ende Januar 1910
an den Werktagen, vormittags von 8½ bis
12½ Uhr, hierher zu erfolgen.
(1414a
Darmſtadt, den 10. Januar 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.

Städtiſche Pfennigſparkaſſe.

Einzahlungen in Pfennigbeträgen von
10, 20 Pfg. u. ſ. f. bis einſchließlich eine
Mark werden jeden Samstag, nachmittags
von 2 bis 8 Uhr, von nachverzeichneten
Exrhebeſtellen entgegengenommen:
Erhbſtelle
Nr. 1 Praſſel, M. W., Grafenſtraße 25.
2 Landau, M., Mathildenplatz 1.
3 Bopp, K., Heinheimerſtraße 74.
4 Waitz, Pfarrer, Schwanenſtr. 29.
5 Roth, G., Dieburgerſtraße 9.
6 Koch, K., Marktplatz 3.
Stephan, H., Stiftſtraße 29.

8 Manck, G., Ballonplatz 5.
9 Klockow, F., Pankratiusſtraße 26.
10 Schroth, J., Gardiſtenſtraße 15.
11 Scholl, R., Soderſtraße 44.
13 Poth, E., Heinheimerſtraße 20.
14 Schwab, T., Ernſt=Ludwigsplatz 4.
15 Supp, A. J., Marktplatz 8.
16 Jarraſch, J., Heinheimerſtraße 35.
17 Seibert, F., Pallaswieſenſtraße 44.
18 Waitz, E., Eliſabethenſtraße 16.
19 Büchler A., Roßdörferſtraße 2614
20 Hebermehl, G., Eliſabethenſtr. 53.
23 Sulzmann, A., Forſtmeiſterſtr. 2.
24 Mattheß, H., Liebfrauenſtraße 58.
25 Erb, O., Alexanderſtraße 17½
Der Verwalkungsrat der ſtädtiſchen Sparkaſſe.
Purgold, Direktor. (1491a

Belauntmachung.

Samstag, den 29. Januar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Karl Groll und dem Ferdi=
nand
Groll zu Darmſtadt zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
822 264 Hofreite Hölges=
ſtraße
Nr. 3,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K243/08
werden.
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der Ver=
ſteigerung
auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 4. Januar 19½0.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L837,61

In unſer Handelsregiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:

Elektrotechniſche Werke Darm=
ſtadt
, Geſellſchaft mit beſchränkter
Haftung, Darmſtadt.
Die Geſellſchaft iſt durch Beſchluß der
Geſellſchafter vom 30. Dezember 1909 auf=
(1462
gelöſt.
Der ſeitherige Geſchäftsführer Conrad
Heſſe, ſowie Kaufmann Carl Weygandt,
beide in Darmſtadt, ſind Liquidatoren.
Darmſtadt, den 7. Januar 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

Anmeldung ſchulpflichtiger Kinder zur Auf=
nahme
in die Mittel= und Stadtſchulen.

An die Eltern, Pflegeeltern und Vormünder von Kindern, die bis zum 4. April
d. Js. einſchließlich das 6. Lebensjahr zurückgelegt haben werden, ergeht hiermit die
Aufforderung, dieſe Kinder, ſoweit ſie nicht in andere Schulen eintreten, rechtzeitig zur
Aufnahme in die Mittel= oder Stadtſchulen anzumelden.
Bei der Anmeldung iſt Nachweis über das Alter der Kinder und Impfſchein oder
Beſcheinigung über Befreiung von der Impfung vorzulegen.
Auf Wunſch der Eltern oder deren Stellvertreter können ausnahmsweiſe auch
geiſtig und leiblich reife Kinder in die Schule aufgenommen werden, die erſt bis zum
30. September d. Js. das 6. Lebensjahr vollenden. Die Aufnahme jüngerer
Kinder iſt unzuläſſig.
Es wird beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß diejenigen Kinder, die bei
Vollendung des 14. Lebensjahres die Schule nicht volle 8 Jahre beſucht haben, bis zur
vollſtändigen Erfüllung ihrer Schulpflicht in der Schule zurückgehalten werden.
Die Nichtanmeldung in dem vorgeſchriebenen Termin kann bei den Mittelſchulen
zur Folge haben, daß die Aufnahme unmöglich iſt.
Die Anmeldungen haben zu erfolgen:
Dienstag, den 1. Februar d. Js., vormittags von 8½ Uhr bis 12 Uhr,
und nachmittags von 2 bis 4 Uhr und zwar:
für die Knaben=Mittelſchule I im Schulhaus in der Friedrichsſtraße,
Mädchen=
, ,
Viktoriaſtraße,
I
,
Mittelſchule II
Hermannsſtraße,

,
Stadtknabenſchule I
am Ballonplatz,

II
,
in der Müllerſtraße
,
,
III
n
,,
Ludwigshöhſtraße,
Stadtmädchenſchule I
Rundeturmſtraße,
,
, ,
II
Emiſtraße,

,,
III
Beſſunger Straße,
,
Bezirksſchule IV
Lagerhausſtraße.

Der Bezirk der Mittelſchule II, in die Knaben und Mädchen aufgenommen wer=
den
, wird begrenzt durch die Rheinſtraße, den Paradeplatz, die Alexanderſtraße und die
Dieburger Straße, mit Ausſchluß der Grenzſtraßen und Plätze.
Die Aufnahme der Kinder in die Stadtſchulen findet nach der unten abgedruckten
Bezirkseinteilung ſtatt. Den Herren Oberlehrern der verſchiedenen Gruppen der Stadt=
knaben
= und Mädchenſchulen bleibt überlaſſen, je nach Bedürfnis hinſichtlich der Ueber=
weiſung
von Kindern aus einer Schulgruppe in eine andere ſich zu verſtändigen.
Darmſtadt, den 7. Januar 1910.
Der Vorſitzende der Schulvorſtände:
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Bezirks=Einteilung
für die Stadtknaben= und Stadtmädchenſchulen.
Bezirk I
(Stadtknabenſchule I und Stadtmädchenſchule I)
umfaßt den Stadtteil zwiſchen der Heinrichſtraße, Eſchollbrücker Straße und Holzhof=
allee
einerſeits und der Allee, Rheinſtraße, Wilhelminen=, Zeughaus=, Hochſchul=, Mag=
dalenen
=, Alexander=, Heinheimer= und Gutenbergſtraße andererſeits.
Von den Grenzſtraßen gehören zu dem Bezirk die Rhein=, Wilhelminen=, Alexander=,
Heinheimer= und Gutenbergſtraße, ſowie die Nordſeite der Heinrichſtraße.
Bezirk II
(Stadtknabenſchule II und Stadtmädchenſchule II)
umfaßt den nördlichen Stadtteil, begrenzt von der Frankfurter=, Wilhelminen=, Zeug=
haus
=, Hochſchul=, Magdalenen=, Dieburger=, Heinheimer= und Gutenbergſtraße, ein=
ſchließlich
der Grenzſtraßen, mit Ausnahme der betreffenden Strecken der Dieburger
und Heinheimerſtraße und der Gutenbergſtraße.
Bezirk III
(Stadtknabenſchule III und Stadtmädchenſchule III)
umfaßt den Stadtteil ſüdlich von der Heinrich=, Eſchollbrückerſtraße und Holzhofallee
einſchließlich der Südſeite der Heinrichſtraße und der beiden anderen Grenzſtraßen
(beiderſeitig).
Bezirk IV
(Bezirksſchule IV Lagerhausſtraße))
umfaßt den nordweſtlichen Stadtteil, begrenzt von der Frankfurter=, Wilhelminen= und
Rheinſtraße, ohne die genannten Grenzſtraßen.
(1408sss

Spülung des Waſſerrohrnetzes.

Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſerrohrnetzes in den
unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche in der Zeit von 10 Uhr abends
bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung
des Waſſers mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich vorher
mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 17. zu Dienstag, den 18. Januar I. Js.
werden geſpült:
Spülbezirk V.
Derſelbe wird umfaßt von der Frankfurterſtraße (Herrngartenſeite), Odenwald=
bahn
, Dieburger= und Alexanderſtraße und enthält Theaterplatz und Muſeum.
Mitgeſpült werden die außerhalb liegenden Straßenteile: Kranichſteiner=Straße,
Hohlerweg, Dieburger=Straße und Ringſtraße (äußere), zwiſchen Dieburger=Straße
und Seiterswieſenweg.
Spülbezirk VIII.
Derſelbe liegt ſüdlich der Heinrichsſtraße bis zur Wilhelminen=, Karls= und
Beſſunger=Straße und öſtlich der Ludwigshöhſtraße.
Mitgeſpült werden die Straßen der Mathildenhöhe.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 19. zu Donnerstag, den 20. Januar
I. Js., werden geſpült:
Spülbezirk Ix.
Derſelbe liegt weſtlich des Straßenzuges Ludwigshöhſtraße, Beſſunger=, Karls= und
Wilhelminenſtraße und wird von der Heinrichs= und Eſchollbrücker=Straße begrenzt.
Außerdem findet in der Nacht von Freitag, den 21., zu Samstag, den
22. Januar I. Js., eine Druckrohrſpülung ſtatt.
Darmſtadt, den 6. Januar 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
(1409so
Rudolph.

En unſer Handelsregiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:

Chaſalla=Schuhgeſellſchaft mit
beſchränkter Haftung Darmſtadt.
Der Geſchäftsführer Arthur Sittig iſt
ausgeſchieden, an ſeiner Stelle iſt die Bertha
Kucher in Darmſtadt zur Geſchäftsführerin
beſtellt.
(1458
Darmſtadt, den 7. Januar 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

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Rheinſtraße
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16 rm Eichen= Scheiter,
Knüppel,
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171

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[ ][  ][ ]

Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 13.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
95 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. Jan.: dem Schaftenſtepper Aug.
Pfeifer, Wienersſtr. 49, e. S. Karl Auguſt. Am 7.:
dem Trompeter=Sergeanten im Garde=Dragoner=Regt.
Nr. 23 Otto Hanebutt, Riedeſelſtr. 72, e. S. Erich Otto
Wilhelm. Am 8.: dem Glaſer Anton Klotz, Land=
wehrſtr
. 31, e. T. Hilda Toni. Am 10.: dem Schneider
Phil. Meyer, Landwehrſtr. 31, e. S. Georg. Am 11.:
dem Zigarrenſortierer Bernhard Gans, Arheilger
Straße 37, e. S. Heinrich Willi. Am 10.: dem Hand=
arbeiter
Wilhelm Obſt, Große Bachgaſſe 16, e. S.
Michel. Am 13.: dem Taglöhner Peter Horn, Soder=
ſtraße
21, e. T. Hedwig. Dem Schreiner Karl Kolmer,
Mühlſtr. 3, e. T. Kätchen. Am 10.: dem Schutzmann
Karl Jacobi, Marienplatz 10, e. S. Am 9. dem Tag=
löhner
Philipp Gimbel, Woogsſtr. 1, e. T. Friede=
rike
. Dem Eiſendreher Karl Stork, Liebfrauenſtr. 73,
ſe. S. Karl. Am 7.: dem Beamten der Rentenanſtalt
Jakob Schuchmann, Liebfrauenſtr. 52, e. T. Am 12.:
dem Schreiner Karl Löhlein, Schuknechtſtr. 59, e. T.
Meta Paula. Am 7.: dem Maſchiniſten Auguſt
Harreus, Neue Ireneſtr. 8, e. T.
Anſgebotene. Am 11. Jan.: Poſtillon Heinrich
Vetter, Grafenſtr. 13, mit Anna Katharina Küchler,
Reichelsheim i. O. Schneider Philipp Wenner in
Pfungſtadt mit Maria Brutſcher, Marktplatz 7. Am
12.: Damenfriſeur Heinrich Ernſt Auguſt Köhler,
Mathildenplatz 11, mit Friſeuſe Eva Katharina Maria
Geißner, Lauteſchlägerſtr. 38. Kaufmann Johann
Paul Bayer, Nieder=Ramſtädterſtr. 37, mit Anna
Maria Roſa Bauer, ebendaſelbſt. Finanzaſſeſſor Karl
Ludwig Emil Platz, Soderſtr. 14, mit Auguſte Her=
mine
Reichert, Offenbach a. M. Am 13.: Dienſtknecht
Johann Schwertfeger, mit Dienſtmagd Anna Mar=
gareta
Ebersmann, beide Gonſenheim. Wachtmeiſter
im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 Heinrich Ahrens
dahier mit Haustochter Erna Emma Eliſe Sieden=
topp
in Beddingen.
Geſtorbene. Am 10. Jan.: Marie Friedrich, geb.
Hilpert, Witwe des Kaufm., 68 J., ev., Eſchollbrücker=
ſſtraße
5. Am 11.: Hildegard Wembacher, T. des Leh=
rers
, 6 Mte., ev., Liebigſtr. 67. Kaufmann Ernſt Hch.
Benkeſſer, 50 J., ev., Moosbergſtr. 49. Eiſendreher
Karl Peter Fiſcher II., 51 J., ev., Griesheim. Schnei=
der
Joh. Peter Keil, 31 J., Fuhrmannſtr. 9. Am 12.:
Wilh. Drechsler, S. des Fuhrmanns, 7 Mte., ev.,
Bismarckſtr. 17. Anna Bickel, geb. Scherrer, Ehefr.
des Stationsvorſtehers i. P., 56 J., ev., Roßdörfer
Straße 84. Alma Johanna Suſanna Heip, T. des
Weißbinders, 4 Mte., kath., Müllerſtr. 7. Am 13.: Rech=
nungsrat
Gg. Ludwig Müller, 53 J., ev., Kiesſtr. 80.

Kirchliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden.
2. Sonntag nach Epiphanias, den 16. Januar 1910
Hofkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 19. Januar, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Diehl.
Nachm. 6 Uhr: Pfarrer Weißgerber.
Stadtkapelle: Vorm. um ½10 Uhr: Pfarrer Kle=
berger
. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
21. Januar, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. Vormittags
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Kraus.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Hofmann. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Weſt=Bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Abends
um 6 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Knöpp. Vorm. 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Bingel. Vormittags 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarrer Walz. Abends 6 Uhr: Pfarr=
aſſiſtent
Flöel.

Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Mitt=
woch
, den 19. Januar, abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Geheimerat D. Walz.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Flöel. Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Pfarraſſiſtent Flöel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 16. Jan.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſamm=
lung
. Dienstag, den 18. Januar, abends 8½ Uhr:
Frauen= und Jungfrauen=Verſammlung. Donnerstag,
den 20. Januar, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Veller.

Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr. Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 16. Januar, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmit=
tags
4 Uhr: Predigt. Jedermann herzlich willkommen.

I.
Katholiſche Gemeinden

St. Ludwigskirche: Samstag, den 15. Januar, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
2. Sonntag nach Epiphanie, den 16. Januar 1910
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. Nachmit=
tags
um 3 Uhr: Sakramentaliſche Bruderſchaftsandacht
mit Predigt.
Freitag, abends 6 Uhr: Kreuzwegs=
andacht
. Sonntags, vorm. von 1112 Uhr und Mitt=
wochs
, nachm. von 4½ 5½ Uhr für die Mitglieder des
Borromäus=Vereins Bücherausgabe.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Nachmittags um 4 Uhr: Vor=
trag
und Verſammlung im Mädchenheim. Um 5 Uhr:
Verſammlung des 3. Ordens. Um 6 Uhr: Roſen=
kranzandacht
.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 15. Januar, nach=
mittags
um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 16. Januar 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit
Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentaliſche Bruderſchafts=
andacht
, darauf Verſammlung der Jungfrauenſodalität.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
15. Januar, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
2. Sonntag nach Epiphanie, den 16. Januar 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Katechetiſche
Predigt und ſakramentaliſche Bruderſchaftsandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 15. Januar, nach=
mittags
um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
2. Sonntag nach Epiphanie, den 16. Januar 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½7 Uhr: Aus=
teilung
der hl. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hoch=
amt
und Predigt. Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
Während der Woche um ¾8 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 2. Sonntag nach Epiphanie,
vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Vorher
Beichtgelegenheit.

The English Church (Hofkirche)
Divine Service
on Sunday, the 16th of January 1910
at 11,30 a. m.
Reverend Dr. MacDonald Chaplain at Heidelberg.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 2. Januar: Dem Fuhrmann
Georg Korwall S. Georg, geb. 22. Okt. 1909. 5. Jan.:

Dem Glaſer Johann Rudolf Breitenmoſer T. Paula, geb.
19. Juli. 6. Jan.: Dem Reſtaurateur Gottlob Tobias
Knötzele S. Herbert Ludwig Theodor, geb. 17. Novbr.
9. Jan.: Dem Taglöhner Johannes Schnellbächer T.
Eva, geb. 31. Dezbr. 2. Jan.: Dem Rentner Johann
Konrad Wörner T. Auguſte Amalie Martha, geb. 4. Nov.
30. Dez.: Dem Weißbinder Johann Bernhard Miſchlich
T. Elſe, geb. 27. Novbr. 1. Jan.: Dem Taglöhner
Michael Hofferberth T. Sofie Luiſe, geb. 3. Dez. 5. Jan.=
Dem Taglöhner Johannes Siegriſt S. Georg Heinrich,
geb. 7. Dez. 8. Jan.: Dem Schuhmacher Georg Karl
Ludwig Abt S. Georg, geb. 29. Sept. 12. Jan.: Dem
Buchhändler Johann Friedrich Karl Beutke T. Bern=
hardina
Erna geb. 7. Dez. 8. Jan.: Dem Großh. Land=
wirtſchaftslehrer
Wilhelm Karl Konſtantin Reichelt S.
Hans Ludwig Wilhelm, geb. 24. Novemb. 11. Jan.:
Dem Pferdeknecht Andreas Pflanz S. Karl Ernſt, geb.
5. Nov.
Johannesgemeinde: 7. Jan.: Dem Schreiner
Julius Bell T. Erna Margarete, geb. 17. Okt. Dem
Monteur Karl van Engelen T. Karola, geb. 29. Mai.
9. Jan.: Dem Fuhrwerksbeſitzer Bernhard Lengfelder T.
Margarete, geb. 8. Dez. 10. Jan.: Dem Weichenſteller
Friedrich Auguſt Bär S. Otto Wilhelm, geb. 25. Dez.
Martinsgemeinde: 8. Januar: Dem Schreiner
Georg Büdinger T. Wilhelmine, geb. 27. Dezember.
9. Januar: dem Fuhrunternehmer Johann Georg Becker
C7
* Friederike Barbara Anna, geb. 9. Dezember. Dem
Poſtboten Jakob Bitſch S. Johann Karl Peter, geb.
14. Dezember. 6. Januar: dem Taglöhner Simon
Wilhelm Herzberger T. Emilie Mathilde Luiſe, geb.
24. Januar 1909. Dem Weißbinder Friedrich Schmidt T.
Frieda, geb. 3. November. 9. Januar: Eine unehel. T.
Marie Sophie, geb. 9. Oktober. Dem Schreiner Peter
Blümler S. Wilhelm Ludwig, geb. 6. November. Dem
Polierer Heinrich Meß S. Hans, geb. 7. Dezember,
Petrusgemeinde: 8. Januar: Dem Ingenieur
Friedrich Wilhelm Eduard Nungeſſer S. Werner Helmut,
geb. 26. Dezember. 9. Januar: Dem Kupferſchmied
Johann Ludwig Heck S. Ernſt Karl, geb. 30. Dezember.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. Jan.: Landwirt Georg
Friedrich Adam Büxler in Hippelsbach und Maria
Sophie Herlemann. 8. Jan.: Kaufmann Friedrich Wil=
helm
July dahier und Eva Elſa Mathilde Glock. 11. Jan.:
Hotelportier Heinrich Luley von Frankfurt und Anna
Maria Ulrich von Luzern.
Johannesgemeinde: 8. Januar: Stations=
ſchaffner
Anton Scholl und Anna Eiſengrein, von hier.
9. Jan.: Fabrikarbeiter Jakob Heip und Eliſe Krämer,
von hier.
Martinsgemeinde: 8. Januar: Landwirt Jakob
Metzger zu Groß=Gerau, ein Witwer, und Johanna
Karoline Befort.
Paulusgemeinde: 12. Januar: Bäckergehilfe
Friedrich Wilhelm Opitz u. Margarete Hauffmann.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 3. Januar: Buchbindermeiſter
Julis Pfersdorff, hier, 62 J., ſtarb 31. Dez. 4. Jan.:
Direktor der Auguſtinerſchule zu Friedberg Dr. Hermann
Balſer, 54 J., ſtarb 30. Dez. zu Berlin. 8. Jan.: Babette
Schuchmann geb. Schnell, Witwe des Fabrikanten Aug
Schuchmann, 73 J., ſtarb 5. Jan. 10. Jan.: Friedrich
Lang S. des ſtädt. Straßenkehrers Johann Lang, 6 J.,
ſtarb 8. Jan. 11. Jan.: Marie Friedrich geb. Hilbert,
Witwe des Kaufmanns Karl Louis Auguſt Friedrich,
68 J., ſtarb 10. Jan. 9. Jan.: Magazinier Chriſtian
Hill, 75 J., ſtarb 7. Jan. 9. Jan.: Philippine Kramm
geb. Rettig, Ehefrau des Weichenſtellers i. P. Karl
Kramm, 66 J., ſtarb 6. Jan.
Martinsgemeinde: 4. Jan.: Schneidermeiſter
Adam Scheid, 36 J., ſtarb 1. Jan. 6. Jan.: Kaufmann
Friedrich Heedt, 68 J., ſtarb 4. Jan. 8. Jan.: Roſa
Dammel, Ehefrau des Reſtaurateurs, Peter Dammel,
46 J., ſtarb 5. Jan. 8. Jan.: Johanna Friederike Junck, Ww.
des Pfandmeiſters a. D. Karl Friedrich Theodor Junck,
76 J., ſtarb 6. Jan.
Petrusgemeinde: 10. Jan.: Chriſtine Todt=
Witwe des verſtorb. Gaſtwirts Georg Todt in Gießen=
68 J., ſtarb 8. Januar.
Paulusgemeinde: 7. Januger: Luiſe Schaefer
geb. Buff, Ehefrau des Diviſionarztes i. P. Martin
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[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910,

Nummer 12.

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morgens Beſchäftig., nimmt auch Aushilfe
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mädchen
, Hausmädch., welches kinderlieb iſt,
Köchin, welche Hausarb. mitverſieht u. Mädch.
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Mädchen mit guten Zeugn. und 1 Jungfer.
Näheres Frau Frank, Schulſtraße 9.

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ſtraße
10½. Telephon 531.

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Mädchen,

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oder ſonſt ähnlichen Poſten. Kaution
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lich kochen kann, für ſofort, mehrere Allein=
mädchen
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[ ][  ][ ]

Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 15.

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1526
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7
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[ ][  ][ ]

Seite 16.

G6osss
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.
Nummer 12.
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K 1. Januar ds. Js. ab die von mir betriebene Schreinerei
2
meinem Sohne übergeben habe. Indem ich für das mir
ſeither geſchenkte Vertrauen und Wohlwollen beſtens danke,
bitte ich dasſelbe auch auf meinen Sohn übertragen zu wollen.
N
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Hochachtungsvoll
N
N
Frau Georg Schorlemmer witwe.
N
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Auf Obiges bezugnehmend, erlaube ich mir, mich einer
Ne
werten Kundſchaft und verehrtem Publikum beſtens zu
N
empfehlen. Es wird mein eifrigſtes Beſtreben ſein, das
N
meiner Mutter erwieſene Vertrauen durch aufmerkſame,
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gewiſſenhafte Bedienung auch für die Zukunft zu er=
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Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 19.

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weit unter Preis, zum Teil bis zur Hälfte
des normalen Wertes ab. Ich mache verehrliche Reflektanten ausdrücklich
darauf aufmerksam, dass es sich nur um gediegene Möbel und hübsche Modelle
handelt; nur um Platz zu gewinnen, für diejenigen Zimmer, welche für dieses
Jahr neu aufgenommen sind und bald aufgestellt werden müssen.
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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Nummer 12.

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Die letzten Launen der Pariſerin.

Eine Modeplauderei.
Paris, im Januar.
nge. Als die intereſſante junge Witwe Madame Jo=
ſéphine
de Beauharnais ſich im Jahre 1796
herabließ, den kleinen korſiſchen General Bonaparte zu
heiraten, da richtete ſich ihr ganzes Sinnen und Trachten
auf einen Punkt: ſie wollte ihren Salon in der Rue Chan=
tereine
zum Sammelpunkt der eleganten, raſch lebenden
und raſch vergeſſenden Pariſer Geſellſchaft machen, wollte
die ſchönen Frauen, die da eben aus den Gefängniſſen und
der Verbannung in Frankreichs Hauptſtadt zurückgekehrt
waren, lehren, mit welchen Mitteln ſie am ſchnellſten ſie=
gen
würden. Und es gelang ihr. Die Reine Chif=
ſon
ſtellte ſich an die Spitze der Frauen, die man die
Merveilleuſes nannte, und zog durch ihre rei=
zende
, etwas nachläſſige kreoliſche Schönheit alle Welt in
ihren Bann. Sie, die da unten auf der Inſel Martinique
die Kunſt ſchmachtender Stellungen und die Wirkung einer
ſilberhellen, betörenden Stimme gelernt hatte, die in die
Art ihrer Begrüßung, ihres Lächelns, ihrer Blicke ſo viele
Nuancen legte, wurde nicht nur für ihre Zeitgenoſſinnen,
ſondern ſogar noch für die Pariſerinnen von 1910 vor=

büdlich. Und Deyeite ſo nannte man Joſephine in ver=
trautem
Kreiſe, die ſich in ihrem geliebten Schloſſe Mal=
maiſon
mit den damals noch ſehr ſeltenen, uns längſt lieb
und vertraut gewordenen Blumen Rhododendron, Mimoſa
und Kamelien umgab, Heyette hat mit ihren 520
Paar Stiefelchen und ihrem Toilettenbudget von einer
Million Francs jährlich viele Verſchwenderinnen auf dem
Gewiſſen. Denn hätten Madame Bonapartes Mitſchwe=
ſtern
nicht geſehen, wie ſich die kapriziöſe kleine Gefährtin
des großen Mannes in 2000 Francs=Roben aus indiſchem
Muſſelin hüllte und die von den Schultern gleitende
Schärpe mit reizend fröſtelnder Gebärde um den halb ent=
blößten
Oberkörper ſchlang, wer weiß, ſie hätten es
ihren Kindern nicht zeigen können, wie ſo etwas gemacht
werden muß. Und die Pariſerin von heute könnte ihrem
Gatten nicht zum Jahreswechſel Rechnungen vorlegen,
auf denen in einförmiger Wiederholung eine ſchwarze
Schärpe zu weißer Muſſelinrobe, eine goldbeſtickte
Schärpe zu roſa Muſſelin=de=Soie==Toilette und eine
dunkelblaue Scharpe zu grünem Libertykleid das Leit=
motiv
bilden.
. . . . Les femmes sont folles! Wenn man den
Frauen von morgens bis abends ſagt, daß ſie närriſch
ſind, zur Frühſtücksſchokolade, dann zum Lunch bei einem
guten Glaſe Bordeaux mit mehr Nachdruck, und es ihnen
abends bei Hummer und Sekt als ein feſtſtehendes und
unabwendbares Uebel verkündet, ſo iſt es nicht zu ver=
wundern
, wenn die armen Weiblein beim Zubettegehen
von ihrer Narrheit tatſächlich überzeugt ſind. Wurden
dann aber die Herren der Schöpfung ſich in Paris ſo amü=
ſieren
, wie ſie es tun, wenn das nicht der Fall wäre? Nein,
das bißchen Narrheit ſchadet der Pariſerin nichts. Im
Gegenteil, die Natur ſelber begünſtigt ſie. Wenn es
ſehr kalt wäre, würde es z. B. viel unangenehmer ſein, den
Befehlen der großen Schneider (übrigens den einzigen,
denen die Pariſerin gehorcht) nachzukommen und unge=
fütterte
Röcke, helle Tailleneinſätze, Stoffgewebe ſo leicht
wie ein Hauch, durchbrochene Strümpfe und ausgeſchnit=
tene
Schuhchen zu tragen. Der einzige Körperteil, den die
moderne Pariſerin den Blicken ihrer Mitmenſchen verbirgt,
iſt der Kopf mit allem, was dazu gehört. Wie ein luſtiger,
liſtiger Gnom zieht ſie die Pelzmütze bis tief über ihre
Ohren, und wenn der Schönheit ſuchende Boulevard=
bummler
das feurige oder ſchmachtende Aufleuchten ihrer
Blicke falſch verſteht, ſo iſt das nicht ſeine Schuld, ſondern
die des mit Schwan oder Blaufuchs beſetzten Pelzbaretts,
das den Augen einen ganz eigenen dunklen Glanz verleiht.
Und was der Hut vielleicht noch erkennen ließe, einen
leiſe zitternden Naſenflügel oder die rot geſchminkten,
vollen Lippen des Mundes, das wird von dem ungün=
ſtigen
Schleier neueſter Art verdeckt, einem Schleier, auf
dem ſich Monoplan=, Biplan=, Triplan= und Aeroplan=
Motive abzeichnen. Nichts, gar nichts ſieht man von
dem niedlichen Geſichtchen der Pariſerin. Breite Spin=
nengewebe
mit vielverzweigten Gebilden bedecken es und
laſſen es wie tätowiert erſcheinen. Und ſieht nhn einmal
eine ſchlanke Geſtalt mit hochgeklapptem, ſchwarzbeſpann=
tem
und federgeſchmücktem Atlashut aus der Ferne näher=
kommen
und freut ſich, endlich ein Antlitz zu erblicken, das
ſich furchtlos jedem Wind und Wetter ausſetzt, iſt zehn zu
eins zu wetten, daß ſeine Beſitzerin die Sechzig über=
ſchritten
hat und zu der Kategorie jener Frauen gehört,
die da ſagen: Kein Menſch ſieht mir meine Vierzig an!
Wir ſtehen jetzt, am Anfange des neuen Jahres, in
einer Zeit, wo das Pariſer Leben noch intenſiver und
haſtiger pulſiert als ſonſt. Paris, das eitle, lüſterne
Paris, wird im Monat Januar zu einem großen Jahr=
markt
, deſſen Buden Hunderttauſende von begehrlichen
Blicken an ſich ziehen, deſſen Schätze aber nur den Vör=
ſen
einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Leuten
zugänglich ſind. Und weil Glück zu haben die Haupt=
ſache
im Leben iſt, und weil man dem Glück ein wenig
entgegenkommen und es an ſich locken ſoll, ſchenkten ſich
die Pariſer zum neuen Jahre diesmal mit Vorliebe
Porte=bonheurs. Ob das was hilft? Viel=
leicht
wenn ſie ſo reizend ſind wie die diesjährigen.
Traut ſich denn die Sorge an uns heran, wenn ſie an
unſerem brillantenbeſetzten Sautoir einen kleinen roſa
Elefanten im ſilbernen Käfig erblickt? Oder wagt es
der Kummer, uns mit ſeinen grauen Begleiterinnen,
den trüben Gedanken, zu beläſtigen, wenn wir einen
aus Smaragden gebildeten Miſtelzweig an unſerer
Bruſt tragen? Wo auf der ganzen Welt gibt es eine

Frau, deren Herz beim Leſen der auf ſilberner oder
goldener Münze eingravierren Hieroglyphen: Ich
liebe Dich heute mehr als geſtern und heute weniger
als morgen! nicht höher ſchlüge, und wo iſt eine, die
ſolch trügeriſchen Worten nicht felſenfeſtes Vertrauen
eutgegenbrächte?! Ja, les femnmes sont folles! .
Des Abends ſitzen ſie in gold= und ſilberſtrotzenden
Panzern, deren Maſchen ſich eng um die ſchlanken
Leiber legen, an Tafeln, die mit koſtbaren damaſteneu
Tiſchtüchern bedeckt ſind. Da wetteifert venezianiſche
Spitze mit Renaiſſance, Cluny mit alter Stickerei. Und
auf dieſen fürſtlichen Tiſchtüchern breitet ſich ein
Blumenſchmuck aus, ſo herrlich, ſo ſinnverwirrend, ſo
berauſchend, daß man die Kunſt der Pariſer Fleuriſten,
die ſich jedes Jahr in der Schöpfung von Neuheiten
übertreffen, nicht genug bewundern kann. Aus kleinen
kriſtallenen Tüten mit ſilbernem Stil ſteigen die
ſeltenſten Blumen graziös empor und nicken ihren
ſchönen Schweſtern zu. Schmetterlinge ſcheinen aus
zartfarbenen Orchideen und roſigen Nelken den Honig
zu naſchen und warten auf den Augenblick, wo ſie ſich
an der Bruſt einer liebenswürdigen Frau niederlaſſen
dürfen. Denn das iſt der letzte Schick: nach dem Diner
wird ſolch leichter kleiner Schmetterling jeder Einge=
ladenen
von ihrem Tiſchnachbar an die Bruſt geheftet
. und dann fliegen beide davon . . . Wohin . .
wohin? . . .
Als ſich die arme Yeyette verlaſſen und verſtoßen!
nach Malmaiſon zurückgezogen hatte und ſie nicht mehr
morgens ſtundenlang vor ihrem Toilettentiſche ſaß, um
das Sonnenlicht auf ihren koſtbaren Kleinodien ſpielen
zu laſſen, als die Wände ihrer Gemächer nicht mehr von
Lachen widerhallten und Rhododendron, Mimoſen und
Kamelien nur noch rotgeweinte, tränenvolle Augen
begrüßten, da machte man draußen in der Welt ſchon
die Kleider Marie Luiſens nach: ſchwere, damaſtene,
brokatene und beſtickte Stoffe.
Denn die Mode iſt eine Tyrannin, von der uns
niemand befreit. Sie braucht wohlgebildete Ver=
treterinnen
mit Taillennummer 42, die ihre Gebote
ſo ausführen, wie ſie gegeben worden ſind, nämlich auf
Umſturz berechnet, aber für den Augenblick verführe=
riſch
und unwiderſtehlich. Und da zurzeit die erſte
Dame Frankreichs, Madame Falliéres, dieſen Bedin=
gungen
keineswegs entſpricht, da das weibliche Ober=
haupt
der dritten Republik ſeine Börſe allem Mode=
tand
gegenüber noch mehr verſchließt als ſeine Vor=
gängerinnen
im Elyſee, ſo ſuchen ſich die Pariſerinnen
des Jahres 1910 andere Vorbilder. Auf der Bühne
ſind es vielbewunderte Künſtlerinnen, eine Sorel, eine
Lantelme und eine Marthe Régnier, im Leben ſind es
die Frauen von Finanzgrößen, wie die Baronin
Henri de Rothſchild, Madame Maurice Ephruſſi und
Madame Jean Stern, welche die Geſetze der Mode
diktieren, unbekümmert darum, ob wir ſchön oder
reich genug ſind, uns ihnen zu unterwerfen. .
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[ ][  ][ ]

Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 21.

eute beginnt

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Es gelangen zum Verkauf: Emaille-Geschirre, Holz-Waren, Lackier-Waren, Metall-Waren, Teekessel,
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Ich bitte um Beachtung meiner Schaufenster.

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een etereen
außerterminliche Meiſterprüfung im Handwerk.
Nach dem Reichsgeſetz vom 30. Mai 1908 (ſog. kleiner Befähigungsnachweis) dürfen
bekanntlich im allgemeinen nur noch ſolche Perſonen Lehrlinge anleiten, welche die
Meiſterprüfung beſtanden haben, deren Ablegung dadurch große Bedeutung erlangt hat.
Vielſeirigen Wünſchen entſprechend, beabſichtigen wir daher zur Vorbereitung auf
den theoretiſchen Teil der Meiſterprüfung einen Kurſus in Buchführung, Wechſel=
recht
, Scheckverkehr, Gewerbeverſicherungs= und Genoſſenſchaftsgeſetzgeggechſel=
zuhalten
.
Derſelbe wird bei genügender Teilnahme am 19. Januar beginnen und Ende
Februar endigen. Als Unterrichtszeit ſind die Mittwoch= und Samstag=Nachmittagen
von 2 bis Uhr 5 vorgeſehen.
Anmeldungen werden auf der Handwerkskammer zu Darmſtadt, Georgenſtr. 9,
bis ſpäteſtens 15. Januar entgegengenommen. Die Teilnehmergebühr mit 10 Mark iſt
im voraus zu entrichten.
(597a
Der Vorſtand des Ortsgewerbevereins Darmſtadt.

ammermusik-Vereinigung
der Herren Hofrat W. de Haan (Klavier), Hofkonzertmeister E. Schmidt (I. Violine),
Konzertmeister H. Bornemann (II. Violine), Hofmusiker E. Delp (Viola)
und Hofmusiker E. Andrae (Violoncello).
Zweite
Matiné
Sonntag, den 16. Januar 1910, vormittags 11 Uhr
im Musikvereinssal, Steinstrasse 24.

Programm.

(1507)

1. Quartett op. 27 für 2 Violinen, Viola u. Violoncello (Manuskript) Ernst Schmidt.
2. Trio op. 26 für Klavier, Violine und Violoncello
Anton Dvorak.
3. Quartett in D-dur f. 2 Violinen, Viola u. Violoncello (Manuskript) D. Fr. Tovey.

Oekonomen verem Darmstaaf
Samstag, den 22. Januar 1910, abends 8 Uhr,
findet im
Schützenhof, Hügelstrasse,
unſer diesjähriger

ſtatt, woz wir unſere Mitglieder und Freunde des Vereins höflichſt einladen.
Fremdenkarten ſind bei Herrn Ludwig Möser, Dieburgerſtraße 11, zu haben.
Am Ballabend werden keine Karten ausgegeben.
(931ss
Der Vorstand.

Schützenhof.
Sonntag, den 16. Januar 1910, abends 8 Uhr:
Zweites Carnevalistisches Konzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61.
Leitung: M. Weber.
Abſingen der neueſten Cölner Lieder.
Eintritt 25 Pfg.
(*1145
Programme mit Liedertext und Kappen an der Kaſſe.

Geseelz6e Ellsabethen-
Fisch-Kost-Halle in der Stadt Pfungstuut , strase 2.
Heute Samstag, Sonntag u. Montag Extra-Fischkarte
à Portion mit Beilage 60 Pfg. in verschiedenen Zubereitungen.
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Mittagstiſch à 70 Pfg. und 1 Mk. Im Abonnement billiger.
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk. u. sonst reichhaltige Speisekarte.
Morgen Sonntag
von 6 Uhr ab 1 anzkränzchen im weissen Saale.
Eintritt frei.
*1032)
Dienstbach.
Café
Metropol.
Täglich Konzert
des Wiener Damen-Orchesters, Dir. Jenny Lerch.
Sonntags 2 Konzerte, 4 und 8 Uhr.
(*1143
Eintritt frei.
Programm 10 Pfg.


Bavaria‟. Grafenstr. 21
Sonntag großer Nappenabend

mit Freikonzert
*1080
wozu freundlichſt einladet
Anfang 4 Uhr.
H. Eppler.
Landwehrstrasse 26.
Konzerthaus Krafsch, naltestelle blane Uinie.
Heute Samstag 7 Uhr, Sonntag 4 u. 8 Uhr Anfang:
Grosse urfidele humoristische Konzerte
(*1056
Die -Original Urfidelen Nürnberger‟.
2. Herren=
3 Damen. Dir. Peter u. Toni Brenser.

[ ][  ][ ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Nummer 12.

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ganz aussergewöhnlichen Preisen verkauft werden.
1518
Bitte um besondere Beachtung meines grossen Eck-Erkers nach der Zimmer- und Elisabethenstrasse.
Il

Vortrag!
Im Vortragsſaal Neckarſtr. 22 (Hinterhaus), Sonntag nachmittag 4 Uhr 30 Min.
Thema:
Kapital und Arbeit nach Jakobns 5, D. 15.
*1047
Redner H. Dirkſen (Amerika).
Eintritt frei.
Jedermann willkommen.
Frauenverein der Martinsgemeinde.
(1410
II. Vortragsabend
am Montag, den 17. Januar, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus, Mollerſtraße 23.
Vortrag von Frau Profeſſor Dr. Berger, hier, über:
Die Frau im Beruf‟.
Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 30 Pfennig.

(
Geſangverein Liederzweig
Protekt.: Ihre Königl. Hoheit Großherzogin Eleonore von Heſſen
(55. Vereinsjahr)
General=Verſammlung
am Sonntag, den 23. Januar 1910, nachmittags 4 Uhr
im
Kneipſaal der Turngemeinde (Woogsplatz)
wozu wir unſere geehrten Mitglieder zu recht zahlreichem und pünktlichem Erſcheinen
höflichſt einladen.
1502
Der Vorſtand.

Restauration Zum Schillereck‟
Samstag, den 15. Januar
Metzelsuppe

mit Grammophon-Konzert.
Sonntag, den 16. Januar EKTRA-KONZERT.
Es ladet ein
Franz Hippler.
(*1061)

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Die Tarngemeinde Bessungen
(Darmſtadt) ſucht zum 1. April d. J. in ihre Turnhalle mit öffentlicher Wirtſchaft einen
tüchtigen Pächter.
Bedingungen ſind bei Herrn Buchhalter Wenchel, Kiesbergſtraße 56, parterre, von
Montag, den 17. ds. Mts., ab nachmittags zwiſchen 14 Uhr, einzuſehen. Letzte
Meldefriſt: 1. Februar ds. Mts.
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Gut erhalt. Gehrock-Anzug
kleinem Nummer, preiswert zu verk.
izu verkaufen Hochſtraße 26, part. (*1057) Adreſſe in der Expedition ds. Bl. (*1153

Städtischer Saalbau.
Sonntag, den 16. Januar 1910, abends 8 Uhr
MCn
H. Rheilischer Abend a la Mannz
vollzählige Kapelle des Pionier=Bataill. Nr. 25 aus Mainz
perſönliche Leitung:
Ober-Musikmeister Eisold
Abwechslungsreiches Programm!
Neue Lieder!
Tanz im Gartensaal
Eintritt 40 Pfennig.
Eintritt 40 Pfennig.
(1456)

un
Ludwigshohe
Sonntag, den 16. Januar, nachmittags 4 Uhr
Streich-

Kae
Großes Niiltaf-RonZel t Musik.
Kapelle des Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 61
Leitung: M. Weber.
Im Programm: Ouverturen zu Freiſchütz und Felſenmühle‟. Quand L'amour
Meurt und Quand Lamour Rekleurit‟ Lieb mich, und die Welt iſt mein, be=
rühmtes
amerikaniſches Lied. Blumengrüße von A. Neff. Auf beſonderen Wunſch
Im Uhrenladen, amerikaniſche Fantaſie von J. S. Orth.
(B1457
Eintritt 25 Pfennig.
Eintritt 25 Pfennig.
NB. Die oberen Räume ſind für die Nicht=Konzertbeſucher reſerviert.

-Be
Zitherklun Darmstaal-Gessungen.
Sonntag, den 16. Januar:
Ausflug nach Arheilgen.
Einkehr im Darmstädter Hof‟. Daſelbſt
Gemütliche Unterhaltung und Tanz.
Mit der Straßenbahn ab Chauſſeehaus 2½, ab Louiſenplatz 240.
Hierzu ladet alle Freunde und Gönner des Vereins frdl. ein
(B1564
Der Vorstand.

Achtung?
Achtung!
Restauration Sonne‟, Louisenstrasse 6
Sonntag, den 16. Januar: Großes Konzert.
Anfang 4 Uhr.
Joseph Stocker. (*1053

[ ][  ][ ]

Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 23.

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l. Auftreten des grossen Neuen Programms.
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Sopran- und Bariton-Sänger

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u. G. Gerber, Rheinstrasse, sowie an der Abendkasse.
Platz-Bestellungen können aur für namerierte Farkettplätze angenommen werden.

Sonblluung Runstgeldnge
Der Unterzeichnete, aus der Schule der berühmten Tonbildnerin Luise
Bess zu Berlin hervorgegangen, erteilt Unterricht in Tonbildung und
Kunstgesang.
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Heinrich Müller Mathildenstr. 14, III.
Sprechstunden: 1012 Uhr vormittags.

2

Danksagung.

Die mir zum Jubiläum meines 25-jährigen Wirkens als
Lehrerin der Tanzkunst von werten Schülern, Schülerinnen, ver-
ehrten
Eltern derselben und sonst Beteiligten zu Teil gewordenen
vielen Gedenken und Ehrungen sind mir ein unschätzbarer Beweis
gütiger, wohlwollender Anerkennung meiner Tätigkeit.
Allen, welche mich in dieser Weise beglückt, beehre ich
mich, innigsten Dank zu sagen mit der Versicherung, dass in
steter Erinnerung daran es mein ernstes Streben sein wird, der
lieben heranwachsenden Jugend in meinem Berufe auch ferner
nach bestem Können zu dienen.
(1544

Ferdinandine Lösser.

Gut. bürgerl. Mittagstisch
u mäßigem Preiſe, in u. außer dem Hauſe
24750a.)
Ernſt=Ludwigſtr. 1, 3. St.

W/
.

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in allen Friſuren
noch einige Kunden an
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Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kavelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske (B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert.

Chriſtliche Gemeinſchaft
Immannel. E. V.
Rheinſtraße 2.
Sonntag, vormittags 9 Uhr: Bibelbe=
beſprechung
. Vormittags 11 Uhr:
Sonntagsſchule. Nachmittags 4 Uhr:
Jugendbund. Abends 8½ Uhr: Epan=
geliſation
.
Montag, abends 8½ Uhr: Männerver=
ſammlung
.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Blaukreuz=
ſtunde
.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde
Freitag, abends 8½ Uhr: Gebetsperſamm
lung.

Chriſtlicher Verein junger Männer
Darmſtadt=Oſt.
Riegerplatz 3.
Sonntag, vormittags 9 Uhr: Weiß=Kreuz
Verſammlung. Jugendgbteilung: Nach
mittags 5 Uhr: Vortrag: Unſere Lite=
ratur
. Abends 8½ Uhr: Vortrag von
Herrn Dr. wed. Heyd über Sittlichkeit
und Heſundheit im Wartburglokal, Karl=
ſtraße
21.
Soldatenheim: von nachmittags 2 Uhr
ab geöffnet.
Montag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Poſaunenchors.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Streichchors. Unterricht in Engliſch.
Unterhaltungsabend der Jugendabteilung.
1m
Bibelbeſprechſtunde für Soldaten.
Mittwoch, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde für
Frauen. Abends 8½ Uhr: Bibliſche
Beſprechung der älteren Abteilung.
(Apoſtelgeſchichte.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Freie Ver=
einigung
. 8¾ Uhr: Bibelſtunde der
Jugendahteilung,
Freitag, abds. 8½ Uhr: Männerchor.
Samstag, abends 9 Uhr: Gebetsver
einigung.

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U. a.: Zell am See, Schmittenhöhe, Kitz=
bühel
, Wilder Kaiſer, Innsbruck, St. Anton.

Programm
zu dem am Samstag, den 15. Januar
von 121 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Leib=Dragoner=Regts, Nr. 24.
1. Glöckchen=Marſch von W. Meyer.
2. Ouvertüre zu Berlin, wie es weint und
lacht von A. Conradi. 3. =Lost Chord=
(Der perklungene Ton) von A. Sullivan.
Fantaſie aus der Oper Tiefland von
E. d’Albert. 5. Die Schönen von Valencia‟
Spaniſcher Walzer von C. Moreng, 6. Klar
zum Gefecht Marſch von L. Blankenburg.

Großherzogliches Hoftheater.
Samstag, den 15. Januar 1910:
Außer Abonnement.
Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen,
Alt=Heidelberg.
Schauſpiel in 5 Akten
von Wilhelm Meyer=Förſter
Szeniſche Leitung: Regiſſeur Hacker.
Perſonen:
Karl Heinrich, Erbprinz von
Sachſen=Karlsburg
Hr. Weſtermann
Staatsminiſter von Haugk Hr. Heinz
Hofmarſchall Freiherr von
Paſſarge
Hr. Bohne
Kammerherr von Breiten=
berg

Hr. Lehrmann
Kammerherr Baron vor
Metzing,
Hr. Knispel
Dr. phil. Jüttner
Hr. Wagner
Lutz, Kammerdiener . . . Hr. Jürgas

40
I
6.2.

Graf von Aſter=
berg
,
Karl Bilz
Kurt Engelbrecht
von Banſin
von Reinecke
v. Wedell, Saxo=Boruſſige
Erſter
Zweiter Student
Dritter
Vierter
Rüder, Gaſtwirt
Frau Rüder
Frau Dörffel, deren Tante
Kellermann
Käthie
Ein Muſikus
Schölermann,
Glanz,
Lakaien .
Reuter,

Hr. Baumeiſter
Hr. Holler
Hr. Kroczak
Hr. Jungmann
Hr. Indor
Hr. Schneider
Hr. Wenzel
Hr. Ungibauer
Hr. Waigandt
Hr. Jachtmann
Hr. Schwarze
Frl. Wisthaler
Fr. Müller=
Rudolph
Hr. Jordan
Frl. Gothe
Hr. Geibel
Hr. Klotz
Hr. Fleiſchmann
Hr. Göllnitz

Nach dem 3. Akte findet eine längere
Pauſe ſtatt
Preiſe der
lätze:
Proſzeniumsloge 2. Mk., Fremdenloge
2. Mk., Balkonloge 2. Mk., I. Rang
2. Mk., Sperrſitz 1.50 Mk., Parterre
1. Mk.
Anfang 7 Uhr.
Ende gegen 10 Uhr.
Kartenverkauf von 111 Uhr und von
6 Uhr an.

Vorperkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Sonntag, 16. Jan. 97. Ab.=Vorſt. B 25.
Die Meiſterſinger von Nürn=
berg
. Walther Stolzing . . . Herr Carl
Strätz vom Stadttheater in Hamburg, als
Gaſt. Große Preiſe. Anfang 5½ Uhr.
Montag, 17. Jan. 98. Ab.=Vorſt. C 25.
Neu einſtudiert: Huſarenfieber.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 18. Jan. 99. Ab.=Vorſt. D 25.
Prima-Balierina‟. Große Preiſe
Anfang 7 Uhr.

Sonntag, den 16. Januar 1910.
97. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement B 25.
Die Meiſterſinger von Nürnberg.
Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner.
Muſikal. Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen
Hans Sachs, Schuſter
Hr. Weber
Veit Pogner, Goldſchmied Hr. Stephani
Kunz Vogelgeſang,
Kürſchner
.Hr. H. Hacker

Konrad Nachtigall,
Spengler
Sixtus Beckmeſſer,
Schreiber
Fritz Kothner, Bäcker
Balthaſar Zorn, Zinngießer Hr. Lang
Ulrich Eißlinger, Würz=
krämer

Auguſtin Moſer, Schneider Hr. Waigandt
Hermann Ortel, Seifen=
ſieder

Hans Schwarz, Strumpf=
wirker

Hans Foltz, Kupferſchmied Hr. Göllnitz
Walther von Stolzing, ein
F
junger Ritter aus Franken
David, Sachſens Lehrbube Hr. de Leeuwe
Eya, Pogner’s Tachter
Frl. Geyersbach
Magdalene, Eva’s Amme Frl. Howard

Ein Nachtwächter . . . .
Walther von Stolzing
Herr Karl
Strätz vom Stadttheater in Hamburg,

Hr. Klotz
Hr. Hoff
Hr. Hönel
Hr. Fleiſchmann
Hr. Geibel
Hr. Ungibauer

als Gaſt.
Nach dem 1. und 2. Aufzuge findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe,
2. Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4. Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 5½ Uhr. Ende 10½ Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
4½ Uhr an.
Anfang des zweiten Aufzuges 7¼ Uhr.
Anfang des dritten Aufzuges 8½ Uhr.
Vorver kauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Montag, 17. Jan. 98. Ab.=Vorſt. C 25.
Neu einſtudiert: Huſarenfieber.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 18. Jan. 99. Ab.=Vorſt. D 25.
Prima-Ballerinas. Große Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 19. Jan. 100. Ab.=Vorſt. A 25.
Zum erſten Male wiederholt: Das
Ronzert‟, Gr. Preiſe. Anfang 7 Uhr.

Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 20. Jan. 101. Ab.=Vorſtell.
26. Mignon. Kleine Preiſe. An=
fang
7 Uhr.

allen Wochentagen, vormittags von 10 bis
jet.

Die Hefthegter=Hauptkaſſe iſt für den
Verkehr mit dem Abonnenten=Publikum an

[ ][  ][ ]

Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Nummer 12.

8

(8t

(


S

1

Zur gefl. Notz!
Nach stattgehabter Inventur, beginnt am
Montag den 17. Januar in allen Abtei-
lungen
meines Geschäftshauses mein
grosser Ausverkauf. Um irrigen An-
nahmen
zu begegnen, diene zur gefälligen
Kenntnisnahme, dass mein Ausverkauf
kein vorübergehendes Scheinangebot ist,
sondern ein Geschäft auf streng reel-
ler
Grundlage. Sogenannte Schein-
angebote
, die lediglich auf Reklame be-
ruhen
, sind bei uns ausgeschlossen. Die
zum Verkauf herangezogenen Waren sind
durchweg solide gute Qualitäten und im
Preise ganz bedeutend ermässigt.

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Posten Pfg. per Meter
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[ ][  ][ ]

Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Seite 27.

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Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910

Nummer 12.

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Nummer 12.

t, Samstag, den 15. Jannar 1910.
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Kurſe vom 14. Januar 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

Bl. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 102,50
61
3½ Deutſche Reichsanl. 94,20
85,3)
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100.80
do. Conſols . . . . 94,20
85,10
do. do.
B
4 Bad. Staatsanleihe . . 102,10
94,30
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl . 102,60
93,70
do.
3½
84,30
do.
4 Hamburger Staatsanl. 101,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . 102,00
93,40
do.
3½
82,20
do.
Sächſiſche Rente . . . 85,20
Württemberger v. 1907 101,90
94,10
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,40
1¾ Griechen v. 1887 . . 47,50
3¾ Italiener Rente . . . 104,50
4½ Oeſterr. Silberrente . 99,00
do. Goldrente . . 100,20
do. einheitl. Rente 94,90
3 Portug. unif Serie I 63,25
do. uniſ. Ser, III 65,00
5 do.
Spezial . 12,70
5 Rumänier v. 1903 . . 102,40
de.
p. 1890 . . 96,00
d
v. 1905 . . 91.00
4 Kufiesn p. 189a 4 4. 91,60

InProt.
Bf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,50
do. v. 1905 . . . . 99,60
96,00
3½ Schweden . . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,80
4 Türk. Admin. v. 1903 88.40
do. unifiz. v. 1903 94,50
4 Ungar. Goldrente . . 95,90
do. Staatsrente . 92,70
5 Argentinier . . . . . . 101,90
do.
92,00
4
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,50
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,80
99,80
do.
4½
4½ Japaner .
.. . . 97,50
Innere Mexikaner . . 100,90
do.
Gold=Mexikan. v. 1904 95,20
4
5 Gold=Mexikaner . . . 103,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika= Paket=
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. . . . . . . . 135,40
Nordd. Llond . . . . 103,10
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 120,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
Baltimore & Ohio . . 118,00
4 Sotthardbahs .

In Proz.
51.
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4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,90
4 Pennſylvania R. R. 134,50
Induſtrie=Aktien,
Mainzer Aktienbrauerei . 195,50
Werger=Brauerei . .
80,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 439,00
Fabrik Griesheim . . . . 261,75
Farbwerk Höchſt . . . . . 454,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 334,00
Lahmeyer . . . . . . . . . 107,25
Schuckert . . . . . . . . . 138,60
Siemens & Halske . . . 244,30
Adlerfahrradwerke Kleyer 382,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 252,10
Gelſenkirchen . . . . . . . 222,30
Harpener . . . . . . . 214,50
Phönix, Bergb. u. Hütten=
betrieb
. . . . . . . . . 223,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ., . 90,90
zt, Pfelzer Prt. . . . . . 101,20
do.
93,30
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,70
ſteuerfrei .
do.
4
5. Oeſterr. Staatsbahn.
do.
99,50

do.
alte . 94,60
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,75
do.
85,50
do.
60,10
Raab=Oedenburger . 76,20
4 Ruſſ. Südweſt.. .
Kronpr. Rudolfbaßs 99,90

In Proz.
St.
2¾/10 Livorneſer . . . . . . 75,60
4 Miſſouri=Pacific . . .
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,80
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuaniepec . . . . . 102,60
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 183,70
4 Darmſtädter Bank . . 138,00
4 Deutſche Bank . . . . 252,10
Deutſche Vereinsbank 127,90
Diskonto=Geſellſchaft . 196,80
164,60
Dresdner Bank.
Mitteldent. Kreditbk. 120,40
Nationalbk. f. Deutſchl. 130,90
Pfälzer Bank . . . . . 100,80
4 Reichsbank . . . . . . 151,50
Rhein. Kredit=Bank . 136,90
Wiener Bank=Verein 139,00
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,30
do. S. 19 . . . ..
9½
92,80
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 1519, 2126 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
3½
91,50
Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do
92,60
Meining. Hyp.=Bank 101,00
.
91.60
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,30
3½
do. (unk. 1914) 92,00
Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
2.
5n
23,60

Sf.
InProz.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . a
3½
do.
4 Franku. 36 Tc. 101,10
3½
do.
96,00
4 Gießen . . .25 , 100,80
3½
do.
Heidelberg . Fey 100,50
4
3½
do.
92,00
4 Karlsruße . . . . . 101,00
3½
do.
92,50
Magdeburg. . 3 . 101,70
3½ do.
Mainz . . . &e. 4 100,10
do.
Mannheis . gec₰
3½
do.
5., München . . . 3. 8 100,20
Nauheim
Nürnberg. .Fe 101,50
3½ do.
93,00
4 Offenbach . . . . . . . 100,00
3½ do.
4 Wiesbaden . ese e . 102,60
3½ do.
4 Worms . . . r. . . . 100,50
do
3½
4 Liſſaboner v. 1888. .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
Cöln=Mindner 100 138, 10
5 Donau=Reg. fl. 100 144,50
3 Hell, Komm. a. 100 107,50

S7.
InProz.
3 Madrider Fs. 100 77,70
4 Meining. Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . .
.. 137,80
Oeſterr. 1860er Loſe 174,90
3 Oldenburger . . . . . 126,60
2½ Raab=Grazer fl. 150 113,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
7 42,40
Braunſchweiger Tlr. 20 226,00
Freiburger
Fs. 15 59,00
Mailänder
Fs. 45
do,
Fs. 10 29,40
Meininger
fl. 7 40,00
Oeſterreicher v. 1864 100 571,00
do. v. 1858 100 464,50
Ungar. Staets
100 372.60
Venediger
Frs. 30 40,30
Türkiſche
400 184,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . à 20,40
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Oeſterr. 20=Kronen . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4, 18
Engliſche Roten . . . . .20,42½
Franzöſiſche Noten . . . . 81,30
Holländiſche Noten . . . . 168,65.
Italieniſche Noten . . . . 80,90
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,05
Ruſſiſche Noten . . . . . . 215¾
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto .
Reichsbank=Lombard Bal. 6%

[ ][  ][ ]

Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

Nummer 12,

Berliner Stimmungsbilber.
Von Paul Lindenberg.

(Nachdruck verboten.)
Es geht los! Die Saiſon. Allerhand Salons.
Alt= und Neu=Berlin. Moderne Vergnügungen.
Das Goethefeſt des Lyceum=Klubs. Unſere Frauen
bei ſozialen und wiſſenſchaftlichen Aufgaben. Die
erſte Armenvorſteherin. Polizei und Publikum.
Im Kampf mit dem Rowdytum. Die Anton Graff=
Ausſtellung. Neue Opern=Unternehmungen.
Immer hinein ins Vergnügen! Das iſt
jetzt der Wahlſpruch vieler, den ſie Tag für Tag aus
der Theorie in die Praxis übertragen. Nur daß die
Wahl ſchwer wird, ſo reich iſt das geſellige Unterhal=
tungs
=Programm ausgeſtaltet. Noch mehr wie ſonſt
iſt in dieſer Saiſon alles zuſammengedrängt, denn
Aſchermittwoch fällt ja ſchon in das erſte Februar=
drittel
, und wenn dieſe Grenze im allgemeinen hier
auch nicht eingehalten wird, ſo richten ſich doch danach
einzelne mit dem Hof in naher Verbindung ſtehende
Kreiſe, die meiſt froh ſind, wenn ſie möglichſt früh den
ganzen Zauber hinter ſich haben und ihren Penaten
wo anders huldigen können, wie auf dem teuren Ber=
liner
Pflaſter. Geld koſtet’s ja in Hülle und Fülle,
Gaſtlichkeit zu üben und zu pflegen, und jener Sing=
ſang
von den Soireen bei Geheimrats, bei denen es
heißes Waſſer mit Peccoſaft
gab und Butter=
bemmekens
eingeſtippt er ſcheint aus mythiſcher Zeit
zu ſtammen. Wohl haben ſich noch einzelne ganz wenige
literariſche und künſtleriſche Salons erhalten, in
denen die Zahl der Gäſte nicht jene der Muſen über=
ſchreitet
, es einen Weiß= und Rotwein gibt zu guter.
aber ſchlichter Koſt und man Wert auf ein behagliches
Ausſprechen legt, Salons, in deren anheimelnden, mit
vielen Altberliner Erinnerungen geſchmückten Räumen
es noch wie ein leiſes Echo klingt aus den Tagen eines
Varnhagen, Humboldt, Savigny. Aber nur noch eine
kurze Friſt, und auch ſie ſind verſchwunden, ſind ausge=
löſcht
in Neu=Berlin, das kein Verſtändnis mehr hat
für jene ſo liebenswürdig=feinſinnige Geſelligkeit, das
nach Prunk und Lebhaftigkeit ſtrebt und gern Börnes
Wort beherzigt, daß nichts ſo dauernd iſt als der
Wechſel!
Freilich iſt’s nicht leicht, eine anziehende Mannig=
faltigkeit
zu ſchaffen, denn auch auf dieſem Gebiet iſt
alles ſchon dageweſen, es kommt nur darauf an, die
Nachahmungen graziös und feſſelnd zu geſtalten. Wie
es dem Lyeeum=Klub, jener bekannten Vereini=
gung
von Damen aus unſeren beſten Geſellſchafts=
kreiſen
, mit dem Goethefeſt gelungen iſt, das, zu
wohltätigem Zweck, mit freudiger Hingebung einſtu=
diert
ward und gleich nach ſeiner Ankündigung eine
derartige Billettnachfrage veranlaßte, daß ſofort eine
Generalprobe und Wiederholung angeſetzt werden
mußten. Erſtere fand zu ſpäter Abendſtunde in den
Räumen der Kammerſpiele ſtatt und war der Zutritt
zum mindeſten an den téte parée gebunden, d. h. man
mußte das verehrte Haupt ſtilgerecht verändert haben,
erwünſchter war ja noch die zeitgemäße Koſtümierung
der geſamten Figur, eine etwas koſtſpielige Sache, da
allein der Preis jeder Karte ein Doppelgoldſtück be=
trug
. Aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb
hatten ſich viele Zuſchauer und Zuſchauerinnen ein=
gefunden
, die ſchon an ſich einen reizvollen Anblick ge=
währten
in buntem, maleriſchem Gewirr, beſonders die
Damen in der koketten Tracht von der Mitte bis zum
Schluß des achtzehnten Jahrhunderts, als Puder,
Schönheitspfläſterchen und Reifrock regierten und die
hohen, ſpitzen Abſätze auf dem gleißenden Parkett in
luſtigem Takt umherklapperten. Allerliebſte Erſchei=
nungen
waren darunter, von Anmut und Grazie, auch
im Weſen und Auftreten jene Zeit des jungen Goethe‟

zu verkörpern trachtend, die der ganzen Veranſtaltung
ihr charakteriſtiſches Gepräge verlieh. Die Herren
hatten es ſich bequemer gemacht und ſich meiſt mit dem
Aufſetzen einer Perücke begnügt, zu der das moderne
Geſellſchaftsgewand ſich nicht recht fügte, deſto unge=
ſtörter
konnte die Aufmerkſamkeit ſich dem holden Ge=
ſchlecht
zuwenden= und tat es auch! Und das Gleiche
war bei den Vorführungen auf der Bühne der Fall, auf
der ſich Bilder und Szenen aus jener genannten Zeit
und Literaturepoche in harmoniſch=reizvoller Weiſe
entrollten, ſo ein Divertiſſement bei Frau Aja, mit
Goethes frohgemuter Frau Mutter im Mittelpunkt, und
einer Reihe hübſcher Vorträge, ein Tanzduett, ein Ball
mit Werther und Lotte, eine von Mitgliedern des
Deutſchen Theaters bewirkte Aufführung der Ge=
ſchwiſter
von Goethe und ein meiſterhafter Vortrag
des bedeutſamen Briefes aus Werthers Leiden von
Emil Milan. Das Feſtkomitee, an ſeiner Spitze Frau
Konſul Brook, hatte ſich ſehr viel Mühe gegeben; dieſe
war aber auch reichlich belohnt worden durch den großen
ideellen und materiellen Erfolg.
Berlins Frauen und Mädchen verſtehen aber nicht
nur, Feſte zu feiern und damit drängende Not zu lin=
dern
, ſie ſind auch dabei, wenn es ernſte ſoziale und
wiſſenſchaftliche Aufgaben zu löſen gibt. So iſt dieſer
Tage hier zum erſten Male eine Frau als Armen=
vorſteherin
feierlich in ihr Amt eingeführt wor=
den
, nachdem ſie als Mitglied der Kommiſſion dieſer
bereits weſentliche Dienſte geleiſtet, und es iſt anzu=
nehmen
, daß trotz heftigem, abſolut unverſtändlichem
Widerſtand in den Kommiſſionen ihr Beiſpiel bald
weitere Folge finden wird. Auch als es kürzlich galt,
dem kühnen Südpolarforſcher Erneſt Shackleton
einen würdigen Empfang zu bereiten, ſtand das weib=
liche
Element mit in erſter Reihe und folgte bei den
verſchiedenen, in engliſcher Sprache gehaltenen Vor=
trägen
des ernſten, mannhaften Reiſenden dieſen mit
geſpanntem Intereſſe. Daß es ſich zurückhaltender be=
nehmen
wird bei dem offiziell recht lebhaft ausge=
ſprochenen
Wunſche eines beſſeren Zuſammenwirkens
zwiſchen Polizei und Publikum, iſt nach den
von einzelnen Teilnehmerinnen gelegentlich der
Ferrer=Gedächtnisfeier gemachten Erfahrungen ſehr
verſtändlich.
Große Befriedigung hat es hier in allen Kreiſen
erregt, daß ſich die Gerichtsbehörden durch die Frei=
ſprechung
der bei jener Gelegenheit Verhafteten auf die
Seite des Publikums geſtellt und hierdurch eine ſtille,
aber doch ſehr deutliche Mißbilligung des Vorgehens
der Polizei ausgedrückt haben. Es iſt zu erwarten, daß
der neue Polizeipräſident energiſch Wandel ſchaffen
wird, um ähnliche Ausſchreitungen der Schutzmann=
ſchaft
zu verhüten, wie ſie bei jener Gerichtsverhand=
lung
von einwandfreien Zeugen und Zeuginnen ſcharf
gekennzeichnet wurden. Mehr wie je zuvor muß unſerer
Polizei an einem guten Einvernehmen mit der Bür=
gerſchaft
liegen, denn immer ſchwieriger und gefähr=
licher
wird, wie es die jüngſten blutigen Vorkommniſſe
erwieſen, der Kampf mit dem Rowdytum der
Weltſtadt, das in einzelnen Quartieren eine
Schreckensherrſchaft auszuüben ſucht, wie es die Herren
Apachen in Paris tun. Und wenn in dieſem Kampfe
ſich die Einwohnerſchaft teilnahmslos oder gar vorein=
genommen
gegen die Polizei verhält, ſo dürfte letztere
ſich in kurzem unvermuteten Schwierigkeiten gegen=
über
ſehen, die neben der allgemeinen Sicherheit auch
den Ruf Berlins recht gefährden könnten.
In eine Zeit, in der noch Ruhe die erſte Bürger=
pflicht
war, führt uns die vom Schulteſchen
Kunſt=Salon veranſtaltete Gedächtnisaus=
ſtellung
Anton Graffs, der von 1736 bis 1813
gelebt und außerordentlich reiches künſtleriſches Schaffen
entfaltet. In Winterthur in der Schweiz geboren, er=
hielt
Graff ſeine Ausbildung, ſpeziell als Porträt=

maler, in Augsburg und Ansbach, ſich als Dreißigjäh=
riger
in Dresden niederlaſſend und dort bis zu ſeinem
Tode weilend, vielerlei Reiſen nach Leipzig, Berlin und
anderen Städten unternehmend, um ſeine Kunſt aus=
zuüben
, mit unermüdlichem Fleiß, denn Graff ſelbſt
gibt die Zahl der von ihm herrührenden Gemälde auf
1655 an, neben einigen hundert Zeichnungen und
Miniaturen. Daß bei einer ſolch ſtarken Produktion
nicht alles erſten Ranges ſein konnte, iſt erklärlich,
aber das Gute überwiegt doch bei weitem das Mittel=
mäßige
und rechtfertigt durchaus, daß man neuerdings
dem Künſtlertum Graffs die ihm zukommende Bedeu=
tung
einräumt. Um volkstümlich zu ſprechen, kann
man ſagen, daß Graff alles malte, was ihm vor den
Pinſel kam, Könige, Prinzen, Offiziere, Gelehrte, Pre=
diger
, Diplomaten, Aerzte, Heerführer, aber auch ehr=
ſame
Krämermeiſter, Ratsherren, Kaufleute und deren
Frauen. Am beſten indipidualiſiert er die Männer
vom Bau, Künſtler, Schriftſteller, Schauſpieler, da
ſcheint er mit vollſter Hingebung dabei zu ſein und auch
das Innere herauszuholen, wenngleich die nach dem
Leben gefertigte große Kohlezeichnung Schillers nicht zu
dieſen Ausnahmen zählt, ſo matt und gleichgültig wirkt
ſie. Voll ſprühenden Lebens ſind einzelne Damenbild=
niſſe
, zu denen jenes (angezweifelte) Corona Schröters
gehört, der ſchönen Freundin Goethes und Karl
Auguſts. Leider iſt Graff nie nach Weimar gekommen,
wie erweitert wäre ſonſt der Kreis berühmter und her=
vorragender
Männer und Frauen, der an ſich ſchon
ein vielumfaſſender iſt, von künſtleriſch= kulturhiſtori=
ſchem
Intereſſe.
Regſtes Intereſſe beanſpruchen die Mitteilungen,
die jüngſt über eine am Kurfürſtendamm zu errichtende
Große Oper in die Oeffentlichkeit drangen und
die einen ernſteren Kern zu haben ſcheinen, wie ähn=
liche
Nachrichten der letzten Monde und Jahre, welche
nur als Verſuchsballons galten. Hört man doch ſchon,
daß Angelo Neumann als Leiter auserſehen, daß mit
dem Bau des Theaters im April begonnen und der=
ſelbe
bis zum September 1911 beendet werden ſoll, daß
als Kapital zwölf Millionen Mark gezeichnet wurden
und tüchtige Geſchäftsmänner das Ganze finanziell
ſtützen. Dieſe Herren gehen anders und entſchloſſener
ins Zeug, als die Gründer des Richard Wagner=
Theatervereins, die ja gleichfalls den Bau eines
Opernhauſes, und zwar in der Friedrichſtraße, planten,
ſich aber zunächſt gehörig in die Haare gerieten und
über kleinlichen Zänkereien und Auseinanderſetzungen
die ſchöne Zeit wie die ihrem Unternehmen günſtige
Stimmung des Publikums ungenutzt verſtreichen
ließen, bis ſie nun glücklich ins Hintertreffen gerieten.
Wer in Berlin was erreichen will, muß ſchnell zu=
greifen
und vorher nicht viel Lärm von ſeinen Abſichten
machen, ſonſt wird’s eine teure Sache oder ſie fällt über=
haupt
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wie ein Gentleman. Narren der Natur das ſind
wir mehr oder weniger alle, trotz unſeres berühmten
freien Willens. Nicht bei jedem von uns führt dieſe
Abhängigkeit von Mächten, die mit uns ihr Spiel trei=
ben
, zur Kataſtrophe, wie bei den Menſchen dieſer No=
vellen
. Aber in Gefahr ſind wir alle. Olden, ein Skep=
tiker
und jeder Sentimentalität fremd, hütet ſich ſehe.
in einen billigen Myſtizismus zu verfallen und gleich=
ſam
immer mit hohler Stimme zu ſprechen, um uns
zum Schaudern zu bringen. Im Gegenteil, er will
nichts glauben oder glauben machen, was er nicht ſieht,
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Nummer 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910

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Seite 32.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 15. Januar 1910.

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