Abonnementspreis
Inſerate
173. Jahrgang
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertell. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Die Poſtkonferenz.
* Die Beſprechungen im Reichspoſtamt ſind, wie
be=
richtet, am Samstag beendet worden. Die als erſter
Punkt der Tagesordnung vorgeſehene Mitwirkung des
Publikums bei der Ausfüllung von
Poſteinlie=
ferungsſcheinen fand, wie dem von der Reichspoſt
ausgegebenen Bericht zu entnehmen iſt, allgemeine
Billi=
gung. Es wurde für zweckmäßig und erwünſcht erachtet,
für die Geldeinzahlungen, ſofern ſie nicht mittels
Poſtein=
lieferungsbuch oder Einlieferungsliſten bewirkt werden,
nur die neu hergeſtellten Formulare von Poſtanweiſungen
mit anhängendem Einlieferungsſchein zu verwenden und
die Ausfüllung des Einlieferungsſcheins wie bei den
Zahl=
karten im Poſtüberweiſungsverkehr dem Publikum
zu übertragen. Ebenſo wurde es als ein
Fort=
ſchritt begrüßt, daß in geeigneten Fällen die
Ausfer=
tigung von Poſteinlieferungsſcheinen dem Publikum
über=
laſſen werden ſoll. Es iſt beabſichtigt, zu dieſem Zweck
beſondere Poſteinlieferungsſcheine in Schwarzdruck
herzu=
ſtellen und den Intereſſenten koſtenlos zu überlaſſen.
Zum zweiten Gegenſtand des Tagesordnung wurde
es als erwünſcht bezeichnet, Abſendern von Paketen
auf beſonderen Wunſch die Möglichkeit der Erlangung
einer Einlieferungsbeſcheinigung zu ſchaffen.
Das von der Poſtverwaltung hierfür in Ausſicht
genom=
mene Verfahren und die Erhebung einer Gebühr von
10 Pfennig für jede Beſcheinigung, die zutreffendenfalls
mehrere zu einer Paketadreſſe vereinigte Pakete umfaſſen
kann wurde gebilligt.
Den dritten Beratungsgegenſtand bildete die
Behand=
lung der Cchiffrebriefe. Es wurde als unerwünſcht
bezeichnet, die Benutzung von Chiffren auszuſchließen
oder auf volljährige Perſonen zu beſchränken. Die
Ein=
führung von Poſtlagerkarten zwecks Aushändigung
von Chiffrebriefen an beſtimmte Perſonen fand
Zuſtim=
mung. Poſtlagerkarten ſollen bei jedem Poſtamte für dort
abzuholende Briefſendungen gegen eine Gebühr von
25 Pfennig auf die Dauer eines Monats ausgeſtellt
wer=
den. Der Inhaber erwirbt die Berechtigung zur alleinigen
Empfangnahme von Sendungen, die unter der in der
Karte angegebenen Adreſſe, z. B. Poſtlagerkarte Nr. 42
Berlin W. 8, eingehen. Die Gültigkeit kann auf Wunſch
gegen Entrichtung einer weiteren Gebühr um den gleichen
Zeitraum verlängert werden. Die Karten werden nicht auf
beſtimmte Namen ausgeſtellt, der Antragſteller braucht ſich
über ſeine Perſon nicht auszuweiſen.
Eine längere Erörterung entſpann ſich über Punkt 4
der Tagesordnung, die Erörterung der im
Poſtnach=
nahmeverkehr hervorgetretenen Mißſtände. Die
Vertreter waren in der Mehrheit der Anſicht, daß es mit
Rückſicht auf den Umfang, den der Poſtnachnahmeverkehr
angenommen hätte, und auf die Schwierigkeiten, die ſich
in vielen Fällen der ſofortigen Einlöſung der Nachnahmen
durch die Empfänger entgegenſtellten, ohne ſchwere
Schädi=
gung berechtigter Intereſſen weder angängig ſei, die
Ein=
löſungsfriſt abzukürzen, noch die zweite Vorzeigung von
der Entrichtung einer Gebühr durch den Empfänger
ab=
hängig zu machen. Dagegen beſtand allgemeine
Geneigt=
heit, die Arbeitsleiſtung der Poſtverwaltung dadurch zu
er=
leichtern, daß für eine Einziehung von Nachnahmen auf
Karten und Paketen Formulare obligatoriſch eingeführt
würden, die aus der Nachnahmekarte beziehungsweiſe der
Paketadreſſe und einer daran anhängenden Poſtanweiſung
beſtehen. Die Formulare ſollen in helbrauner Farbe in
der Größe der Poſtanweiſung und Paketadreſſe hergeſtellt
werden. Die Poſtanweiſung wäre vom Abſender der
Nach=
nahmeſendung vor der Auflieferung auszufüllen. Die
Formulare ſollen bei den Poſtſchaltern zum Verkauf
ge=
ſtellt werden.
Der folgende Tag wurde mit Beſichtigungen
einge=
leitet; dann wurde die Frage der
Wiedereinfüh=
rung des Ankunftſtempels bei
gewöhn=
lichen Briefen beſprochen. Die Vertreter des
Reichs=
poſtamtes machten geltend: Bei der ungeheueren
Stei=
gerung des Briefverkehrs ſei es von Jahr zu Jahr
we=
niger möglich geworden, dem Wunſche des Publikums
auf möglichſt frühzeitige Aushändigung der Briefe unter
den bisherigen Betriebsformen zu entſprechen. Die
Ver=
einigten Staaten von Amerika hätten ſchon vorher den
Ankunftſtempel auf Briefen ganz, England den bei der
erſten Beſtellung beſeitigt; auch Oeſterreich ſei
verſuchs=
weiſe damit vorgegangen, und in der Schweiz erwäge
man dieſelbe Maßnahme. Dazu komme, daß ſchon ſeit
längerer Zeit die Ortsbriefe in Berlin nicht mehr mit dem
Ankunftſtempel bedruckt worden und daß hieraus Klagen
des Publikums nicht entſtanden ſind. Durch die
Abſchaf=
ſung des Stempels ſei es an den meiſten großen Orten
möglich geworden, Briefe in frühere Beſtellungen zu
brin=
gen oder früher zur Ausgabe zu ſtellen. Die
Beſchleuni=
gung habe bis 20 Minuten betragen. In Erfurt würden
ſogar täglich 2500 Briefe 2½ bis 12 Stunden früher
aus=
gehändigt. Wenn das Publikum klage, daß der
Ankunft=
ſtempel als Beweismittel für die Zeit der Aushändigung
fehle, ſo ſei zu bedenken, daß auch nach Bedruckung mit
dem Ankunftſtempel der Brief durch zahlreiche Hände zu
gehen hatte und ſo bis zur Beſtellung oder Ausgabe leicht
eine Verzögerung erleiden konnte. Ein Beweis habe
da=
mit nur inſoweit geführt werden können, als der Brief
nicht früher in den Händen des Empfängers geweſen ſein
konnte, als dies nach der Zeit im Ankunftſtempel möglich
war. Dieſe Fälle ſeien aber gegenüber den rund 7½
Mil=
lionen Ankunftſtempeln, die täglich auf Briefe
aufzu=
drucken waren, doch verſchwindender Bedeutung und könn=
ten die Beibehaltung des Ankunftſtempels nicht
rechtfer=
tigen. Gegen Verzögerungen oder Unordentlichkeiten in der
Beſtellung biete auch der Ankunftſtempel keinen Schutz; die
Kontrolle werde ſorgfältig gehandhabt. Nach den
Berich=
ten der Poſtbehörden hätten ſich die Beſchwerdefälle gegen
früher nicht vermehrt. Die Wiedereinführung des
An=
kunftſtemvels würde nicht nur die im Intereſſe des
Publi=
kums erzielten Vorteile wieder beſeitigen, ſondern auch
alle die Mißſtände, die zu der Aufhebung geführt hätten,
in verſtärtem und ſtetig ſich ſteigerndem Maße wieder
herbeiführen. Die Poſtverwaltung habe den Angaben
der Handelskammern und anderer Vertretungen von
In=
tereſſenten volle Würdigung zugewendet. Sie habe aber
nicht weiter gehen können, als den Ankunftſtempel
bei Einſchreib= und Eilbriefſendungen, die
ſowieſo einer beſonderen Behandlung bedürften, wieder
einzuführen. Beſonders wurde noch darauf
hinge=
wieſen, daß in Deutſchland die Zwiſchenräume zwiſchen
Ankunft und Aushändigung ſowie zwiſchen Auflieferung
und Abſendung erheblich kürzer ſeien als in anderen
Län=
dern, und daß dieſes für das Publikum günſtige
Verhält=
nis nur weiterbeſtehen könne unter Aufgabe des
Ankunft=
ſtempels. An dieſe amtlichen Darlegungen ſchloß ſich eine
längere Diskuſſion, in deren Verlauf ein Teil der geladenen
Vertreter ihrem abweichenden Standpunkt Ausdruck gab
und die Wiedereinführung des Ankunftſtempels allgemein
oder für einzelne Beſtellungen oder für kleinere Orte,
ins=
beſondere für das flache Land forderte während andere
Vertreter den Schwerpunkt auf die möglichſt frühzeitige
Aushändigung der Sendungen legten.
Zum Schluß teilte der Staatsſekretär mit, daß vom 15.
Januar ab Fenſterbriefe auch nach dem Auslande
zugelaſſen werden. Die Reichspoſtverwaltung nahm von
den Mitteilungen Kenntnis und behielt ſich die Prüfung
und Stellungnahme vor.
Die territoriale Macht des engliſchen Adels.
Zum Wahlkampfe in England.
** Das Haus der Lords beſteht gegenwärtig eine
Kraftprobe. Es hat der Regierung mit der Mehrheit
des allmächtigen Hauſes der Gemeinen hinter ſich den
Fehdehandſchuh hingeworfen. Wir laſſen dahingeſtellt, ob
die ruhige ſelbſtbewußte Zuverſicht, mit der es dem
Aus=
gange des auf den erſten Blick ſo ungleichen Kampfes
ent=
gegenſieht, echt oder erheuchelt iſt; jedenfalls ſind die
Lords in ihrer Geſamtheit als politiſcher Faktor
keines=
wegs ſchon ſo ohnmächtig, wie man auf dem europäiſchen
Feſtlande anzunehmen ſcheint. In ihrer gewaltigen
terri=
torialen Macht haben ſie unter den Füßen noch eine feſte
Grundlage für den ſtarken Einfluß, den ſie nach wie vor,
mittelbar oder unmittelbar, auf die Geſchicke des
Inſel=
reiches ausüben.
Die Hälfte des engliſchen Grund und Bodens befindet
ſich im Beſitze von 2500 in weit überwiegender Mehrheit
adeligen Perſonen, in Schottland teilen ſich ſogar 350 in
Zweidrittel der Geſamtoberfläche. 28 Herzöge beſitzen in
England und Wales 158 getrennte Landgüter mit einem
Geſamtareal von faſt 4 Millionen Aeres (1 Acres gleich
1,6 Morgen); 33 Marquis müſſen ſich mit 121 begnügen,
die zuſammen anderthalb Millionen Acres umfaſſen; 194
Grafen nennen 634 große Güter mit nahe an 6 Millionen
Acres ihr eigen, 270 Viscounts und Barone 680 mit drei
Millionen 400000 Acres in runder Zahl. An der Spitze
der größten engliſchen Landlords marſchiert der Herzog
von Sutherland mit 483000 Hektar, der Herzog von
Buccleuch und Queensburg folgt mit 185000, der Herzog
von Northumberland mit 73000 und der Herzog von
Ar=
gyll mit 70 000.
Im 15. Jahrhundert gab es in England unter dem
Hauſe Lancaſter verhältnismäßig mehr ſelbſtändige
länd=
liche Grundeigentümer als in irgend einem anderen
euro=
päiſchen Lande, aber nach und nach gelang es dem Adel,
den agrariſchen Mittelſtand aufzuſaugen und den größten
Teil des Grundes und Bodens in ſeinen Beſitz zu bringen
und ſich ihn zu erhalten. Das Erſtgeburtsrecht ſorgte
hauptſächlich dafür, daß die Güter der Landlords nicht
verſtümmelt wurden, ſondern ſich im allgemeinen von
Ge=
ſchlecht zu Geſchlecht ungeſchmälert vererbten, ja ſich in
vielen Fällen noch bedeutend vergrößerten. So lange
aber Großbritannien vorwiegend ein Agrarſtaat war,
mußte mit dem überwältigenden Anteil des Adels an dem
Landbeſitz eine bedeutende politiſche Macht verknüpft ſein.
Der Reichtum war gleichbedeutend mit großem öffentlichen
Einfluß, da der Stimmenkauf bei den Parlamentswahlen
den Charakter einer landesüblichen Gewohnheit bewahrte,
an der alle Proteſte nichts zu ändern vermochten. Der
Herzog von Norfolk konnte ſich zur Regierungszeit
Georgs III. rühmen, der dritte Teil des Unterhauſes ſei
durch ſeinen Einfluß und ſeine Mittel erwählt worden.
Noch am Schluſſe des 18. Jahrhunderts waren die meiſten
Mitglieder des Parlaments nichts als willfährige
Krea=
turen der mächtigen Landlords und mußten nach deren
Pfeife tanzen. Erſt die Reformbill des Jahres
1832 legte in das alte, den Lords ſo günſtige Wahlſyſtem
eine ſtarke Breſche; das Oberhaus ſetzte ihr deshalb aus
einem gewiſſen Selbſterhaltungstrieb den ſtärkſten
Wider=
ſtand entgegen und ließ ſich nur durch den Herzog von
Wellington zum Nachgeben bewegen. Damals büßte der
engliſche Adel einen großen Teil ſeines Einfluſſes auf
die Zuſammenſetzung des Hauſes der Gemeinen ein, und
in demſelben Maße, in dem ſich die induſtrielle
Entwick=
lung Großbritanniens auf Koſten des ehemaligen
agrgri=
ſchen Uebergewichtes vollzog, ſenkte ſich die Wagſchale der
politiſchen Macht zugunſten des demokratiſchen Prinzips,
dem die Wahlreformbills aus dem Jahre
1867 und 1884 bis 1885 weitere Zugeſtändniſſe machten.
Der hohe engliſche Landadel der Gegenwart hat es
aber auch unter ungünſtigen politiſchen Verhältniſſen
verſtanden, mit dem von den Vätern ererbten
Grund=
beſitz wenigſtens hinter den Kuliſſen des öffentlichen
Le=
bens ſeiner Stimme noch immer Gewicht und Geltung zu
verſchaffen. Das verdankt er in erſter Reihe dem
Um=
ſtande, daß ſein gewaltiger Reichtum auch in den
ſchwer=
ſten Stürmen der engliſchen Agrarkriſis im verfloſſenen
Jahrhundert im allgemeinen unerſchüttert blieb, obwohl
die ſtärkſten Verluſte auf ſein Konto kamen. Von den
adeligen Großgrundbeſitzern könnten nicht wenige aſſch
dann als Fürſten leben, wenn ſie von ihren Ländereien
überhaupt nichts verpachteten, denn ihr ſtädtiſcher
Grund=
beſitz wirft ihnen Jahr für Jahr Millionen mühelos in
den Schoß. Der Grund und Boden, auf dem London
ſteht, befindet ſich zum größten Teil in den Händen
her=
zoglicher und anderer hochgeborenen Geſchlechter, deren
Zahl man an den zehn Fingern ſeiner Hand abzählen
könnte. Die Stadt Huddersfield, dier95000 Seelen
zählt, gehört ausſchließlich Sir John Ramsden; der
Her=
zog von Norfolk fühlt ſich als faſt unbeſchränkter
Be=
ſitzer von Sheffield, ſeine Grundrente in dieſer Stadt
bringt ihm jährlich pro Kopf der Geſamtbevölkerung
20 Mark ein. Vor einigen Jahren verkaufte er andie
Stadt die Marktgerechtſamkeit für 10 Millionen Mark.
Lord Derby beſitzt einen großen Teil des Grund und
Bodens von Liverpool, außerdem die Stadt Burg=
Daven=
port und Burton=on=Trent ſind auf den Ländereien eines
einzigen Beſitzers erbaut worden. Man begreift alſo leicht,
daß ſolche Grundherren tauſende und abertauſende von
Acres dem Ackerbau einzig und allein zu ihrem Vergnügen
entziehen können, ohne ſich der Gefahr des Ruins
auszu=
ſetzen.
Bei den Parlamentswahlen in
Großbritan=
nien ſpielt das Geld auch heute noch eine ſehr bedeutende
Rolle, wenn auch nicht mehr ſo offenkundig, wie in den
Zeiten vor der großen Reform; und von dieſem
Geſichts=
punkte darf man die Geldmacht der großen Landlords
um ſo weniger unterſchätzen, als ſie ſich nie lange
beden=
ken, die Hand weit zu öffnen, wenn es gilt, für die
parla=
mentariſche Vertretung ihrer Intereſſen und ihres
politi=
ſchen Parteiſtandpunktes Opfer zu bringen. Aber bei der
Abwägung des Einfluſſes der Grundherren muß auch der
Umſtand berückſichtigt werden, daß ſie immer in der
eng=
ſten Fühlung mit ihrer ländlichen Umgebung geblieben
ſind, obwohl der ſelbſtwirtſchaftende Landadel in
Groß=
britannien faſt ganz von der Bildfläche verſchwunden iſt.
Es beſteht noch immer in den weitaus meiſten Fällen
ein patriarchaliſches Verhältnis zwiſchen den Landlords
und ihren Pächtern mit ſtarken Wurzeln der Kraft in
feſtem Boden für die erſteren.
Lord Roſebery hat es einmal für einen
Kardinal=
grundſatz der engliſchen Politik erklärt, alte Namen und
alte Ueberlieferungen in Ehren zu halten. Die Erfahrung
wird in kürzeſter Zeit lehren, ob dieſes Prinzip im
Inſel=
reiche ſchon gänzlich zu ſchanden geworden iſt, oder ob es
ſich auch unter der ſchwerſten Belaſtungsprobe noch zu
be=
haupten vermag.
England und Dentſchland.
— Die „Times” veröffentlicht einen ſehr
bemerkens=
werten Artikel über die deutſch=engliſchen
Be=
ziehungen. Das Blatt erkennt die verſöhnlichen
Ge=
ſinnungen, die in der letzten Zeit von Deutſchland gezeigt
worden ſind, an und ſchreibt alsdann:
Die Frage, vor welcher ſich beide Nationen befinden,
beſteht nicht darin, zu wiſſen, ob Deutſchland die Abſicht
hat, unſer Land und unſere Städte zu überfallen und ob
wir die deutſche Marine nicht zerſtören müſſen, bevor ſie
die unſere überflügelt hat, ſondern der einzige Punkt, mit
dem wir uns zu befaſſen haben, iſt das augenblickliche
Er=
gebnis des Wachstums einer Marine zu erwägen, einer
Macht, deren.= Stellung in der, Welt die größte zuswerden
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Nummer 9.
ſcheint . . . Das Blatt weiſt alsdann darauf hin, daß
zwiſchen England und Deutſchland
Meinungsverſchieden=
heiten entſtehen könnten, und zwar durch die
Be=
ziehungen Deutſchlands zu kleinen Kontinentalſtaaten,
etwa Dänemark, oder durch
Meinungsverſchieden=
heiten über Indien oder in anderen kolonialen
Fragen, wie z. B.
die Zukunft Chinas. Sollte
unter ähnlichen Eventualitäten England gezwungen ſein,
die Gewalt der Waffen anzunehmen, um ſein Recht zu
vexteidigen, ſo muß es das Riſiko eines Zuſammenſtoßes
auf ſich nehmen. Was notwendig iſt, iſt, daß die engliſche
Marine ein Friedensinſtrument bleibt, indem die Marine
ohne Zweifel die ſtärkſte der Welt iſt. Die „Times”
ſchließt wie folgt: Erinnern wir uns daran, daß in unſerer
Zeit eine Schlacht gewonnen ſein muß, bevor ſie begonnen
iſt. Das engliſche Königreich braucht eine ſo mächtige
Flotte, daß ſeine Uebermacht nicht durch den Kampf gegen
eine einzige Macht oder auch nicht gegen zwei andere
Mächte in Gefahr gebracht werden darf.
Bei ſeiner Rede in Edinburg kam
Staats=
ſekretär Sir Edward Gr e y
auch auf die
Erklärung Balfours, betreffend die Mar in e=
Beziehungen zwiſchen Deutſchland und
England, zu ſprechen. Er erklärte, daß die Marine
nicht unter das ihr zukommende Stärkemaß
herabge=
gängen ſei und deswegen alles, was in dieſer
Bezieh=
ung geſagt wurde, belanglos ſei. Was die
Bezieh=
ungen zwiſchen der engliſchen und
deut=
ſchen Regierung anbelange, ſo ſei niemals
weni=
ger Grund geweſen, über einen in Ausſicht ſtehenden
Krieg zu ſprechen als gerade jetzt. „Doch niemals
fan=
den wir ſeitens Deutſchlands eine größere
Bereitwillig=
keit, alle zwiſchen uns auftauchenden Fragen in
freund=
lichem Sinne zu behandeln, als während des letzten
Jahres. Zweifellos wird das Anwachſen der
Marine=
ausgaben, bbwohl es keine Schwierigkeiten oder eine
Entfremdung zwiſchen den beiden Regierungen
her=
vorruft, eine Wirkung und zwar, wenn das
Marine=
budget vorgelegt wird, die Wirkung haben, daß die
Preſſe und die öffentliche Meinung in beiden Ländern
in eine gewiſſe Angſt geraten, was weiter werden ſoll.
Es iſt möglich, daß mit der Zeit irgend eine
Verein=
barung ganz freiwilliger Natur zuſtande kommt, aber
ſollten wir auch niemals zu einer ſolchen Verſtändigung
gelangen, ſo kennen wir doch das deutſche
Flottenpro=
gramm und müſſen unſere Marine in einer Stärke
er=
halten, daß ſie jeder wahrſcheinlichen Kombination, die
gegen uns aufgeſtellt werden könnte, überlegen iſt.
Wenn das deutſche Flottenprogramm nahezu
durchge=
führt fein wird, wird ein Verhältnis zwiſchen den
bei=
den Marinen hergeſtellt ſein, das vielleicht dem
Wett=
eifer in den Ausgaben für Flottenzwecke ein Ziel ſetzen
wird.”
Moderne Tafelzierkunſt.
Ein Kapitel für Leute, die nicht nur gut, ſondern auch
ſchön eſſen wollen.
Von Oskar Wieuer.
B Der echte Feinſchmecker ſieht in den Stunden,
da er ſeinen Hunger zu ſtillen pflegt, den Höhepunkt
des Tages. Eine feſtliche Stimmung bemächtigt ſich
ſeiner, wenn er an der wohlbeſetzten Tafel Platz nimmt;
aber ſein Ehrgeiz verlangt nach mehr als nach einem
guten Biſſen und trefflichen Tropfen: Ein waſchechter
Gourmand will nicht nur den verwöhnten Gaumen mit
allerlei Leckerbiſſen kitzeln, er will auch neben dem
Ge=
ſchmack noch die anderen Sinne in angenehme
Aufreg=
ung verſetzen. Die Naſe ſchnuppert, um die
Braten=
düfte aufzunehmen oder das Bukett des Weines
ver=
ſtändnisvoll zu prüfen — das Ohr lauſcht der
Tafel=
muſik oder dem munteren Geplauder der
Tiſchnach=
barin — und das Auge will gleichfalls ſchwelgen.
Schwelgen in Farben und Formen will das Auge, in
edlen Linien, und das Geſetz der Aeſthetik ſchlägt das
goldene Buch der Schönheit auf. Einem Leckermaul
von vornehmer Geſinnung iſt es nämlich durchaus nicht
gleichgültig, daß der Faſan, der auf den Tiſch kommt,
trotz der ſorgfältigſten Zubereitung, die ein ſicheres
„Magenglück” verheißt, dürftig und unbedeutend
aus=
ſteht. Der zu verſchlingende Gegenſtand muß auch
äußerlich ſchon appetiterregend wirken, ja noch mehr,
er muß die Regeln der Schönheit in ſich
perſonifi=
zieren. Allein nicht nur die Speiſen ſelbſt, die auf den
Tiſch kommen, ſollen neben dem letzten Zweck auch ein
Augenſchmaus ſein, alles, was zur Tafel gehört, muß
die Wünſche des kultivierten Eſſers äſthetiſch
befrie=
digen. So wird der Tiſch zu einem Uebungsfeld
künſt=
leriſcher Kultur und ſeine Dekoration ein edles Rätſel,
das zu löſen ſich aller Mühe lohnt.
Die moderne Tafelzierkunſt ſteht auf einer ſehr
hohen Stufe; die raffinierteſten Augenfreuden
um=
ſchmeicheln heute die Schmauſenden. Dennoch iſt die
Kunſt, den Speiſetiſch zu dekorieren, nichts neues.
Schon aus dem Nebel des Altertums funkeln koſtbare
Tafelgeräte, und wir wiſſen, daß die antiken Schwelger
es liebten, die Tafel mit Roſen zu bekränzen. Eben
jetzt iſt wieder die Roſe als Tiſchblume hochmodern;
in langen Ketten ſchlingt man ſie von Gedeck zu Gedeck
und wählt die kleinen, rotblühenden Roſenarten, die
man zu zierlichen Sträußen bindet, und Girlanden, die
von Porzellantänzerinnen getragen werden. Die
Blume ſpielt überhaupt eine hervorragende Rolle als
Tafelſchmück. Vornehme Leute lieben es auch, auf
ihren Landſitzen Geſellſchaften zu geben; dann pflegt
die Hausfrau den bunten Feldblumen die Aufgabe
zu=
zuweiſen, den blendenden Tafeldamaſt farbig zu
be=
legen. Erfinderiſche Damen ſinnen immer nach neuen
Ueberraſchungen für ihre Gäſte. Unlängſt las ich von
einem Tennistiſch; der war durch ein Goldnetz
regel=
recht in zwei Teile geteilt, und die Dämen ſaßen ihrem
Tiſchherrn gegenüber; bei jedem Kuvert aber lag ein
winziges Rakett, das war mit Blumen umkränzt und
trug die Speiſenfolge, zierlich geſchrieben, in der Mitte.
Das ſind Sonderdekorationen, die ein beſtimmtes
Mo=
tiv verſinnbildlichen. Ein Klubeſſen von
Sports=
männern, die Feſttafel eines Induſtriellenverbandes,
der Dinertiſch eines Fachkongreſſes ſchöpft immer leicht
die Schmuckmotive aus dem Beruf der
Tafelteil=
nehmer. Auch ſonſt ſinden ſich ſtets Beziehungen oder
zart anzudeutende Anſpielungen, die in der Dekoration
des Tiſches zum Ausdruck kommen können.
Noble Leute haben den Ehrgeiz, auch ihre Kinder
als Gaſtgeber zu ſehen; ſo laden die kleinen
Herr=
ſchaften ihre Kameraden und Freundinnen zu Tiſche.
Daß in ſolchen Fällen der Tafelzierrat ein ganz
an=
derer ſein muß, als wenn ſich Erwachſene zum Eſſen
niederſetzen, begreift ſich leicht. Kinder haben an
Näſchereien ihr höchſtes Genügen; darum ſteht vor
edem Tellerchen zwiſchen Waſſerglas und
Sahnen=
töpfchen ein prächtiger Elefant, der auf dem Rücken
eine Kiſte voll Süßigkeiten trägt. Unter der Serviette
aber liegt ein Spielzeug für jeden der kleineren Gäſte
verborgen, ein Hampelmann oder ein Püpplein als
hochwillkommene Extraüberraſchung. Freilich ſollen
auch bei der Kindertafel keine Blumen fehlen, denn
es iſt eine unſerer edelſten Pflichten, den Kleinen früh
die Liebe zur Natur einzuflößen. Ich ſah einmal bei
einem Geburtstagseſſen die Kindertafel als winzigen
Harten eingerichtet. Da gab es in dieſem
Miniatur=
gärtchen ganze Raſenflächen; Häschen aus Dragant
machten ſich im Graſe zu ſchaffen und
Papierſchmetter=
linge gaukelten auf echten Blumen. Und in der Mitte,
dort, wo ſonſt der ſilberne Tafelaufſatz zu prunken
pflegt, ſtand ein Aquarium, darin ein richtiger
Spring=
brunnen plätſcherte und wo ſich flinke Goldfiſche
tum=
melten. Es war eine ſehr bunte und wechſelvolle Tafel,
ſp recht dazu angetan, die Augen der kleinen Schwelger
vor Wonne leuchten zu machen. Die Erwachſenen
lie=
ben freilich diskreteren Tafeldekor; das Gedämpftere,
Maßvollere im Zierrat wird vorgezogen. Vor allem
hält man es für fein, die Tafel auf eine beſtimmte
Farbe abzuſtimmen, und ſo kann die Dame des Hauſes
ihrer Neigung für eine beſtimmte Kuleur, die juſt Mode
iſt, Ausdruck geben. So iſt der violette Tiſch
aufgekom=
men, wo die Teller und Schüſſeln ein lila Ornament
haben, die Gläſer und Karaffen ein Monogramm, oder
wenn man es ſoweit gebracht hat — das Wappen des
Hauſes in der nämlichen Farbe eingeprägt; violett ſind
die Blumen in den lila emaillierten Vaſen, violett die
Bänder, die die Lampenſchirme der kleinen elektriſchen
Tiſchlampen bekränzen. Solch eine Tafeldekoration
wirkt vielleicht eintönig, aber überaus vornehm, Bunte
Tafeln gelten nur bei den ländlichen Diners als
ele=
gant; wer ſich in der Stadt Gäſte zu Tiſch ladet, hat
dafür zu ſorgen, daß die Tafelzierde in gedämpften
Akkorden die Schmauſenden umſchmeichelt. Immer
wird man grelle Gegenſätze im Tafelſchmuck vermeiden
müſſen, ſonſt läuft man Gefahr, als geſchmacklos
ge=
ſcholten zu werden.
Ein weſentlicher Beſtandteil des Tafelgedecks iſt
das Tiſchtuch. Einſt genügte ein gut gebleichtes,
hand=
gewebtes Linnen; heute wird ein unerhörter Luzus
mit der Tafeldecke getrieben. Die amerikaniſchen
Geld=
fürſten, die immer neue Seltſamkeiten erfinden, wenn
es gilt, ihren lukulliſchen Genüſſen zu ſchmeicheln,
haben die Tiſchwäſche überhaupt beſeitigt. Man ſpeiſt
auf einer Glasplatte, die die ganze Tafel bedeckt, aber
unter ihrer durchſichtigen Ebene ein goldgeſticktes
Meß=
gewand hervorſchimmern läßt, oder die iriſierende
Seide eines mongoliſchen Herrſchermantels. In Paris
ahmt man dieſen abſonderlichen Erſatz für unſer altes
biederes Tiſchtuch bereits nach; allein es iſt zu hoffen,
daß jene groteske Neuerung ſchnell wieder vergeſſen
wird. Im Grunde genommen iſt eine Glasplatte als
Tiſchbelag ſehr praktiſch, wenn es gilt, damit die
Tafel=
tücher im Gaſthauſe zu erſetzen, denn eine peinliche
Sauberkeit der Tiſchwäſche iſt in dieſen öffentlichen
Ab=
fütterungsſtätten ſelten geſichert. Für den Kreis einer
Familie doch hat das blütenweiße Damaſttuch noch
im=
mer den Anſpruch auf ehrliche Schätzung; dort wird man
auch keine Papierſerviette brauchen, wenn man ſich den
fetten Mund wiſcht. In Häuſern, wo auf gute
Tiſch=
wäſche Wert gelegt wird, wählt die Hausfrau einen
ſchweren Damaſt als Tafelzeug. Es iſt Mode
gewor=
den, die Tiſchwäſche mit zierlichen Spitzen zu beſetzen,
und damit wird öft ein großer Aufwand getrieben;
Brüſſeler Kanten und andere koſtbare Guipuren ſind
nichts Seltenes mehr als Rahmen für die Tafeldecke.
In der Tafeldekoration hat die Beleuchtung die
Rolle eines geſtrengen Herrn, der mit ſcharfen Augen
überall hinſieht und erbarmungslos alle Fehler
auf=
deckt. Man ſpeiſt ja meiſt bei künſtlichem Licht, und da
haben ſich in der Tafelzierkunſt beſtimmte Geſetze
her=
ausgebildet, die für jeden einzelnen Fall im vorhinein
die Art der Beleuchtung feſtſetzen: Bei zeremoniöſen
Diners und bei offiziellen Feſttafeln wählt der
Anord=
ner hochbeinige Kandelaber oder elektriſche Stehlampen
als Tiſchleuchte; natürlich werfen außerdem noch die
Deckenlüſter ihre Strahlenbündel in den blendenden
Wirrwarr der Tafel, in das Silberzeug und Porzellan,
n die Blumen und Schleifen und wecken tauſende
Funken in den blitzenden Ordensſternen und
edelſtein=
ſchweren Geſchmeiden der Gäſte. Ein ſchummeriges
Dämmerlicht bevorzugt man für kleine Geſellſchaften;
intime Diners lieben es nicht, durch ein Meer von Licht
um ihre Vertraulichkeit gebracht zu werden. Hier
fun=
kelt von der Decke aus zarten Glaskelchen ein
gedämpf=
tes Glühlicht, auf dem Tiſche ſelbſt aber ſtehen in
Sil=
berleuchtern ſchlanke Kerzen, deren Flammen durch rote
Seidenſchirme noch um einen Ton ſanfter geſtimmt
ſind.
Deutſches Reich.
— Die dem Reichstage zugegangene
Denk=
ſchrift über die Entwickelung der
Schutzge=
hiete in Afrika und der Südſee bringt über die
Diamantenfrage in Südweſtafrika und die Baumwollfrage
in Oſtafrika weſentlich folgendes: Die zunächſt
aufgefun=
denen Diamantenlagerſtätten liegen in einem einige
Kilo=
meter breiten Streifen, der ſich von Kilometer 16 der
Süd=
bahn von Nord nach Süd bis etwa zur Eliſabethenbucht
hinzieht; ſpäter ſand man auch, daß der Küſtenſand an
der ganzen Küſte bis nach dem Oranjefluß an manchen
Stellen Diamanten führend war. Die Diamanten ſind
ſchön auskriſtalliſiert und von hervorragender Güte. Am
Schluſſe des Jahres ſtanden 97 gemeine und 22
Edel=
mineral=Schürffelder in Gültigkeit. (Im Vorjahre 39
und 2.) — Die Baumwollkultur ſcheint in den
Nordbezir=
ken, in denen ſie bereits vor einer Reihe von Jahren
einge=
führt worden war und beſonders in Uſeguha feſten Fuß
gefaßt zu haben. Der Neger hat dort anſcheinend die
Vorteile der Hochwertigkeit des Baumwollproduktes
ge=
genüber den anderen Ackerprodukten erkannt.
Nach einem Berliner Telegramm der „Köln. Ztg.”
iſt anzunehmen, daß auch die deutſche Antwort auf
die amerikaniſche Anregung wegen Ankaufs der
mandſchuriſchen Eiſenbahnen zu Gunſten
Chi=
nas in gleichem Sinne ausfallen wird, wie die engliſche,
die ihr grundſätzliches Einverſtändnis ausſpricht, da der
amerikaniſche Vorſchlag durchaus den Grundſätzen der
offenen Tür” und der Gleichberechtigung für alle
ent=
ſpricht, die ſtets die Grundlage der deutſchen Politik in
Oſtaſien geweſen ſei.
— In der bayeriſchen Kammer der
Abge=
ordneten wurde bei Gelegenheit der Etatsberatung die
Frage der Schiffahrtsabgaben zur Sprache
ge=
bracht, wobei die meiſten Redner dem Vorgehen der
bayeriſchen Regierung zuſtimmten. Der Verkehrsminiſter
v. Frauendorfer betonte, die bayeriſche Regierung
habe ſich nicht der Notwendigkeit verſchloſſen, daß die
Lage der Finanzen dazu zwinge, den weiteren Ausbau der
Waſſerſtraßen von der Heranziehung der Intereſſenten
ab=
hängig zu machen. Der dahingehende preußiſche
Vor=
ſchlag ſei ein wirtſchaftliches Programm geweſen, das die
Fortführung der Waſſerſtraßen nach dem Süden ſicherſtelle
und gegenüber den leicht zu tragenden Zuſchlägen große
wirtſchaftliche Vorteile biete. Bayern werde auch in
Zu=
kunft ſeinen ganzen Einfluß ausüben, um eine Löſung
der Frage auf der Grundlage des
preußi=
ſchen Entwurfs baldigſt herbeizuführen. Der
Mini=
ter wandte ſich namentlich gegen den von einem
Abgeord=
neten erhobenen Vorwurf, als ob Preußen nicht
bundes=
freundlich gehandelt habe. Das ſei ſchon durch die von
ihm angeführten Gründe widerlegt. Preußen habe ſich im
Gegenteil bundesfreundlich gezeigt.
Ausland.
— Die Proklamation, wodurch das engliſche
Parlament formell aufgelöſt wurde, wurde gleich
nach der Unterzeichnung des Königs der Kronkanzlei
übergeben, die ſofort mit der Ausgabe der
Parlaments=
wahlbefehle begann. Ein neuer charakteriſtiſcher Zug bei
dieſer Ausgabe war der Gebrauch von Motorwagen, die
die Wahlbefehle den um London gelegenen Bezirken
über=
mittelten. Auf dieſe Weiſe wurden 88 Wahlbefehle
beför=
dert, der Reſt wurde durch die Poſt verſandt. Die erſten
Wahlkämpfe ſollen am Samstag in 63 Wahlkreiſen, von
denen 12 zu London gehören, ausgefochten werden.
Die griechiſche Regierung beabſichtigt, vorläufig die
beiden vakanten Miniſterportefeuilles nicht zu vergeben,
da die Beſetzung der Poſten allzu große Schwierigkeiten
macht. Es ſcheint, daß auf Grund des neuen
Alters=
geſetzes ſämtliche Gefandten ihre Poſten verlaſſen
werden mit Ausnahme von Delyannis, der in Paris
blei=
ben ſoll. Infolge des vor kurzem angenommenen Geſetzes
über die Altersgrenze der Offiziere ſcheiden über 30
höhere und niedere Offiziere aus der Marine aus. In
der Kammer wandten ſich zwei Abgeordnete, darunter der
Sohn von Rhallis, äußerſt ſcharf gegen den
Geſetzvor=
ſchlag des Militärbundes, der den Abgeordneten verbietet,
andere Aemter zu haben. Im Militärbund herrſcht über
dieſe Haltung der Abgeordneten eine begreifliche
Ent=
rüſtung.
Die Kammer hat die Geſetzesvorlage betreffend die
Steuerzuſchläge mit 80 gegen 25 Stimmen bei 7
Stimment=
haltungen angenommen. Der Finanzminiſter hatte die
Vertrauensfrage geſtellt.
Trotz der ſcheinbar eingetretenen Beruhigung iſt
die in Ausſicht geſtellte Aufhebung des
Aus=
nahmezuſtandes in Rußland nicht erfolgt. Durch
einen Ukas des Zaren an den dirigierenden Senat wurde,
wie die „Petersburgſkija Wjedomoſti” melden, in vielen
Gouvernements und Ortſchaften der Ausnahmezuſtand bis
Mitte September laufenden Jahres verlängert. In Roſtow
am Don, Taganrog und im ganzen Dongebiete iſt der
Kriegszuſtand durch den verſtärkten Schutz erſetzt worden.
Den Gouverneuren einiger Gouvernements wurde das
Recht eingeräumt, aus eigener Machtvollkommenheit
Maßnahmen zum Schutze der ſtaatlichen Ordnung zu
er=
greifen. Auch die Hinrichtungen haben nicht aufgehört.
Die ruſſiſchen Blätter verzeichnen täglich mehrere Fälle
von Hinrichtungen, die in verſchiedenen Städten volzogen
werden.
Das neue türkiſche Kabinett iſt nunmehr definitiv
gebildet worden, und zwar wie folgt: Inneres Talaat,
Finanzen Dſchawid, Marine Halil Paſcha, Unterricht Nail.
Rifaat Paſcha bleibt Miniſter des Aeußern.
Im Repräſentantenhauſe der Vereinigten=
Staaten brachte Towſend eine Bill ein, nach der die
Empfehlungen Tafts, die Machtbefugniſſe der
zwiſchen=
ſtaatlichen Handelskommiſſion zu vermehren und einen
Handelsgerichtshof in den Vereinigten Staaten in
Eiſen=
bahnangelegenheiten einzuſetzen, ausgeführt werden
ſollen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. Januar.
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Direktor im Kaiſerlichen
Statiſtiſchen Amt, Geheimen Regierungsrat Fuhry in
Berlin die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des
ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer, König von
Preußen, verliehenen Kronen=Ordens 3. Klaſſe und des
ihm von Sr. Maj. dem Kaiſer von Oeſterreich verliehenen
Offizierkreuzes des Franz Joſef=Ordens erteilt. — Das
Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren
wurde verliehen dem Georg Karn V. und Georg
Ruppert II. zu Heubach.
Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Valentin Herbert aus Klein=Hauſen, Kreis Bensheim,
eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Hainſtadt,
Kreis Offenbach.
* Se. Exzellenz der Miniſter des Innern Braun
iſt geſtern mittag von Berlin zurückgekehrt.
L. Die Strafkammer erledigte geſtern zuerſt die
üngſt zur Vornahme weiterer Ermittelungen vertagte
Strafſache gegen den 46 Jahre alten Zimmermann
Ieremias Wolf von hier wegen Untreue. Der
An=
geklagte war längere Zeit Kaſſier des Verbandes der
Zimmerer und zeigte ſich als brauchbar und gewandt.
Er bewahrte die Verbandsgelder in einer verſchloſſenen
Schublade auf; bei einer am 24. April v. J.
vorgenom=
menen Reviſion ergab es ſich, daß etwa 1600 Mark aus
dieſer verſchwunden waren. Wolf iſt beſchuldigt, dieſe
Summe in den Jahren 1908 und 1909 nach und nach
unterſchlagen zu haben. Er beſtreitet dies entſchieden
und erklärt, ſeine Frau, die an demſelben Abend
plötzlich nach Breslau abgereiſt war, müſſe den
Dieb=
ſtahl begangen haben. Dieſe gab nach ihrer Rückkehr
auf der Polizei zu, daß ſie Geld aus der Kaſſe entwendet
habe, allerdings nicht ſo viel, als fehlen ſoll; ſpäter
nahm ſie dieſe Ausſage weinend zurück und will zu
die=
ſer von ihrem Mann durch Schläge gezwungen worden
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Seite 3.
ſein. Sie verſichert, daß ſie bei ihrer Reiſe nur 28 Mk.
eigenes Geld beſeſſen habe, zur Heimreiſe habe Wolf
ihr 17 Mark Reiſegeld geſchickt. Die Sendung dieſes
Betrags ſteht richtig, auch wurde ermittelt, daß die
Frau in Breslau auf Pump und geradezu ärmlich
lebte. Was den Angeklagten betrifft, hatte er vier
Wirtſchaften betrieben, von welchen die erſte gut ging
die anderen mußte er, weil er zu wenig verdiente,
auf=
geben. Er zog aus der Kranichſteinerſtraße in die
Wenckſtraße und ernährte ſich mit ſeiner Hände Arbeit.
Inhaltlich der Gerichtsakten wurde er vielfach, ſogar
wegen ganz geringer Beträge, verklagt und verurteilt.
Kurz vor der Reviſion im Jahre 1909 war er genötigt,
den Offenbarungseid zu leiſten. Der Staatsanwalt be
antragte unter Berückſichtigung des Umſtandes, daß die
Kontrolle des Kaſſiers eine ſehr laxe war, es ſich aber
um Arbeiterſparpfennige handelte, 1 Jahr
Gefäng=
nis. Das Gericht ſchloß ſich dieſer Auffaſſung an,
ver=
hängte die beantragte Strafe und erkannte dem Wolf
die bürgerlichenEhrenrechte auf 3 Jahre ab. Wegen
der Höhe der Strafe wurde der Verurteilte ſofort
ver=
haftet.
Der Steinſchleifer Friedrich Paul Schindel
er=
ſchien bei dem Bürgermeiſter in Reinheim und ließ ſich
als am 25. Februar 1889 geboren in die
Rekrutier=
ungsſtammliſte eintragen, obwohl er erſt 1890 das Licht
der Welt erblickt hatte. Um die Fälſchung zu verdecken
änderte er die auf ſeiner Geburtsurkunde ſtehende Zahl
ab. Er wollte nach Frankreich auswandern und
ver=
ſprach ſich einen Vorteil davon, wenn er als ein Jahr
älter angeſehen werde. Sein törichtes Beginnen trug
ihm 2 Wochen Gefängnis ein.
— Großherzogliches Hoftheater. In der am
Sonn=
tag ſtattfindenden Meiſterſinger=Aufführung wird Herr
Karl Straetz, ſeither am Stadttheater in Hamburg, den
„Walter Stoltzing” als Gaſt ſingen. Herr Straetz gilt
als einer der beſten Vertreter dieſer Rolle. In den
demnächſt vorgeſehenen Aufführungen von „Walküre‟
(23. Januar), „Tannhäuſer” (25. Januar) und „
Tief=
land” werden weitere Heldentenöre von erſten Bühnen
gaſtieren.
* Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes
Darm=
ſtadt 1910. Am Montag fand im Alten Palais die erſte
Sitzung der Geſchäftsleitung ſtatt, zu der auch der
Sekre=
tär des Künſtlerbundes Herr Broderſen aus Weimar
erſchienen war. Aus dem Ausſtellungsprogramm, das
unter anderem zur Beſprechung kam, ſei mitgeteilt, daß
auch ſolche Künſtler, die dem Künſtlerbund nicht
ange=
hören, ihm aber beizutreten wünſchen, Werke zur Aus
ſtellung einſchicken können. Sie erhalten auf ihren an
die Geſchäftsleitung zu richtenden Antrag die nötigen
Pa=
piere. Die Einlieferung der Kunſtwerke ſoll zwiſchen dem
1. und 10. April ſtattfinden. Vom 11. bis 20. April findet
dann die Jurierung ſtatt, die ausſchließlich durch Mitglie
der des Künſtlerbundes erfolgt. Es können Gemälde,
Handzeichnungen und plaſtiſche Werke zugelaſſen werden.
* Vom Reiterfeſt. Wie wir hören, haben ſich an dem
Reiterfeſt in den Dienſt der Wohltätigkeit in freigebigſter
Weiſe geſtellt die Firma Alter, die zur Ausſchmückung
der Tribüne hunderte von Teppichen zur Verfügung
ge=
ſtellt hatte. Dieſe ſowohl wie die Firma Trier und das
Verkehrsbureau hatten auch in zuvorkommendſter Weiſe
den Kartenverkauf übernommen. Die großartige elektriſche
Beleuchtung, die allgemeine Bewunderung erregte, iſt dem
Herrn Schöller zu verdanken, der als alter Leibdragoner
ſeine Hilfe in hervorragendſter Weiſe zur Verfügung
ſtellte und weſentlich zum Gelingen des Ganzen beitrug.
Die prachtvollen Koſtüme waren von den Firmen Kaiſer
(Mainz), Jakobi (Frankfurt), Verch u. Floto (Berlin),
Thiele u. Boettinger (Darmſtadt) geliefert. Die 400
Perſonen faſſende Tribüne hatte Zimmermeiſter Morſchel
erbaut. Allen, die ſich in den Dienſt der Wohltätigkeit
ge=
ſtellt haben, gebührt aufrichtigſter Dank.
Ergebniſſe der pharmazeutiſchen Vorprüfung in
Heſſen. In den 6 Jahren 1904 bis 1909 unterzogen ſich
69 Apothekerlehrlinge der Vorprüfung, alſo
durchſchnitt=
lich jährlich 11 bis 12. Nur 2 beſtanden die Prüfung
nicht. Von den 67 Beſtandenen erhielten 2 die Note „ſehr
gut” 49 die Note „gut” und 16 die Note „genügend”. Was
die Prüfungstermine anlangt, ſo wurden im Märztermin
29, im Juni 11, im September 22 und im Dezember 7
ge=
prüft. Ihre Ausbildung genoſſen 31 Lehrlinge in
Star=
kenburg, 26 in Oberheſſen und 12 in Rheinheſſen, und
zwar in folgenden Orten: Darmſtadt 12. Gießen 8
Mainz 4, Biblis, Bingen, Butzbach, Großen=Buſeck und
Grünberg je 3, neun Orte je 2 und zwölf Orte je 1. Das
Lebensalter der 10 im Jahre 1909 Geprüften ſchwankte
zwiſchen 20 und 23 Jahren. Nur 1 Kandidat hatte ein
Lebensalter von über 25 Jahren.
— Der Liederabend der Vereinigten
Männergeſang=
vereine am kommenden Samstag in der Turnhalle am
Woogsplatz findet ſeitens der betreffenden Vereine rege
Beteiligung. Mehr denn zwanzig Vereine bringen ihre
ſelbſtgewählten Chöre zum Vortrag, wodurch der Abend
recht genußreich zu werden verſpricht. Im Intereſſe einer
ſchnellen Abwickelung des ſehr umfangreichen Programms
wird Pünktlichkeit zur unbedingten Pflicht. Der
Groß=
herzog hat ſein Erſcheinen in Ausſicht geſtellt.
— Verein der Bildungsfreunde (Ortsgruppe des
Rhein=Mainiſchen Verbandes für Volksbildung).
Kürz=
lich hatte der Verein, ſo ſchreibt man uns, die
Vorſitzen=
den der Arbeiter= und Jugendvereinigungen, ſowie des
Volksbildungsvereins zu einer gemeinſamen
Aus=
ſprache eingeladen. Es konnte erfreulicherweiſe mitge
teilt werden, daß durch weiteres freundliches
Entgegen=
kommen der Generaldirektion des Großh. Hoftheaters
dem Verein der Bildungsfreunde für die Monate
Januar, Februar, März und April je einmal die Karten
der billigſten Plätze für eine Volksvorſtellung
über=
laſſen werden, um an obige Vereinigungen verteilt zu
werden. Von allen Seiten wurde dieſes
Entgegenkom=
men im Intereſſe des werktätigen Volkes begrüßt. Aus
der weiteren Beſprechung ſei hervorgehoben, daß die
Veranſtaltung von Volkskonzerten und
Unterhaltungs=
abenden geplant iſt, bei denen die Verteilung der
Ein=
trittskarten ähnlich erfolgt, wie bei den
Volksvorſtel=
lungen
— Der Velozipedklub Darmſtadt hielt ſein
dies=
jähriges Wintervergnügen im „Kaiſerſaal” ab, das bei
zahlreicher Beteiligung von Mitgliedern und geladenen
Gäſten auf das beſte verlief. Die ſportlichen
Darbie=
tungen, die, wie immer, auf der Höhe waren, beſtanden
in einem Achter=Reigen für Damen und Herren, einem
Achter=Reigen für Herren, ſowie in Radball= und
Rad=
poloſpielen und wurden ſehr beifällig aufgenommen
Die übrigen Programmnummern, die von Fräulein
Detrez und den Herren Robert Schneider, Fr
Erbes und Rud. Fey vortrefflich zu Gehör gebracht
wurden, brachten den Mitwirkenden lebhafte Ovationen.
Den von Mitgliedern geſtifteten Ehrenpreis im
Rad=
poloſpiel errang die Mannſchaft Boſch=Rud. Schmitt
mit 4:2 Toren. Im Verlaufe des Abends wurde dem
früheren erſten Vorſitzenden und jetzigen Ehrenmitglied
des Klubs, Herrn C. Schmitt, für ſeine Verdienſte um
den Klub eine ſilberne Plakette überreicht. Ein flotter
Ball, der bis in die frühen Morgenſtunden währte
bildete den Schluß des gut verlaufenen Feſtes.
— Der Kaufmänniſche Verein weiblicher
Angeſtell=
ter hatte am 9. Januar im Fürſtenſaal ſeine
Weihnachts=
feier veranſtaltet, die zahlreich beſucht war und einen
ſehr befriedigenden Verlauf nahm. Nach einem
Weih=
nachtsprolog folgte Geſang der Eulenburgſchen
Roſen=
lieder durch Frl. Horſt; ein humorvolles Luſtſpiel:
„Der Weihnachtsengel” in vorzüglicher Durchführung
fand verdienten Beifall, ebenſo der anmutige
Tanz=
reigen der Turngruppe, von Frl. Bauſch arrangiert.
Vor und nach der Tee=Pauſe erfreuten ernſte und
hei=
tere Vorträge in Pfälzer und Darmſtädter Mundart
die dankbaren Zuhörer und eine Gabenverloſung
bil=
dete den Schluß des ſchön gelungenen Feſtes.
— 25jähriges Mietsjubiläum. Am 10. Januar
waren es 25 Jahre, daß Frau L. Lich Witwe bei Herrn
N. Gemündt, Große Bachgaſſe 14, wohnt. Aus dieſem
Anlaß wurde der treuen Mieterin vom Allgemeinen
Hausbeſitzer=Verein eine Ehrenurkunde überreicht.
— Reitergefecht bei Bois=Commun. Ein
Teilneh=
mer an dem Gefecht ſchreibt uns: Da auch nun in der
Geſchichte des 24. Dragoner=Regiments zu deſſen 50 Stiftungstage eine irrige Angabe über das
Reitergefecht bei Bois=Commun am 24. November 1870
Aufnahme gefunden hat, ſo muß hier auf das
beſtimm=
teſte feſtgeſtellt werden, daß der Kommandeur des
fran=
zöſiſchen 2. Marſch=Lanzier=Regiments ſich bereits in
diesſeitiger Gefangenſchaft befand und um Pardon
ge=
beten hatte, bevor die Leute des 1. Reiterregiments
(Leutnant von Willich) auf dieſem Teil des
Gefechts=
feldes eingetroffen waren.
2. Im ſtädtiſchen Krankenhauſe wurden im
Dezem=
ber vor. Js. 605 Kranke verpflegt, die insgeſemt 8761
Pflegetage hatten. Es liegt ſomit eine durchſchnittliche
Tagesbelegung mit 283 Kranken vor, ganz gleich
derjeni=
gen im Dezember 1908.
— Das Kaiſerpanorama macht uns dieſe Woche
mit herrlichen Partien Oeſterreichs bekannt, die durch
ein winterliches Kleid ganz beſondere Reize ausüben
Die Reiſe geht von Hinterſtader über Windiſch=Garſten
und Spital am Pyhrn nach Zell am See. Ferner
ge=
langen wir nach der Schmittenhöhe, nach Kitzbühel, nach
dem Schwarzenſee und dem Wilden Kaiſer, nach
Inns=
bruck, Telfes im Stubai, St. Anton am Arlberg, St.
Chriſtoph, Stuben, der Flexenſtraße uſw.
* Ein Redaktionsmaikäfer wurde uns geſtern
abend gebracht, wovon pflichtgemäß gebührend Notiz
genommen ſei.
* Unfall. Geſtern nachmittag ſtürzte ein etwa
10jähriger Junge von einem 4 Meter hohen Dache
eines Hauſes am Ludwigsplatz. Er zog ſich
Verletz=
ungen am Kopfe zu. Nach Anlegung eines
Notver=
bandes wurde der Knabe durch die Rettungswache
mit=
tels Krankenautomobils nach dem ſtädtiſchen
Kranken=
hauſe verbracht.
— Selbſtmordverſuch. Geſtern mittag trank in
einem Anfall von Schwermut während der Beerdigung
ſeines Kindes ein in der Kiesſtraße wohnender
Stra=
ßenreiniger Kreolin. Seine Frau fand ihn in
be=
wußtloſem Zuſtande auf. Er wurde durch die
Rettungs=
wache mittels Krankenautomobils nach dem ſtädtiſchen
Krankenhauſe verbracht.
Ss. Griesheim, 11. Jan. Heute morgen fand ein
Mann in der Weibergaſſe, als er die Ziegen füttern
wollte, eine 69jährige Frau mit durchſchnittener
Kehle im Ziegenſtalle tot vor. Zur Ausübung der
Tat hatte ſie ein Raſiermeſſer benutzt, das neben der
Leiche gefunden wurde. Als Motiv zur Tat vermutet
man ein langjähriges, unheilbares Leiden. — Heute
nacht wurde beim Landwirt Valentin Gerhard in der
Schützenſtraße eine größere Anzahl aufgehängten
Wäſche geſtohlen. Von den Tätern fehlt noch
jede Spur.
Mainz, 11. Jan. Der Musketier Philipp
Scheu=
ring aus Mainz, von der 10. Kompagnie des Inf.=
Regts. 117, feierte Großherzogs Geburtstag am 26.
No=
vember im „Schöfferhof” mit. Er ging dann aber nicht
in die Kaſerne zurück, ſondern ſchlief bei einem Freund.
Am nächſten Tag zog er Zivilkleider an und warf
ſeine Uniform in den Rhein. Er fuhr nach
Rauenthal und ſtieg in der Nacht in das Haus ſeiner
Verwandten ein, ſtahl einen Anzug, Taſchenuhr mit
Kette, einen Hut und ein Portemonnaie mit 23 Mark.
In Mainz erſchwindelte er bei einem Althändler 5
Mark. Angeblich wollte er in Eltville arbeiten, er
be=
durfte aber ſeiner Papiere und kam kürzlich nach
Mainz, wo er in der Gärtnergaſſe von einem
Unter=
offizier feſtgenommen wurde. Er wurde zu 1 Jahr
Gefängnis und Verſetzung in die zweite Klaſſe des
Soldatenſtandes verurteilt.
Mainz, 11. Jan. Ein ſchweres Unglück
ereig=
nete ſich geſtern abend in einer Brauerei auf dem
Käſtrich. Der Brauer Ludwig Müller ſtürzte in
einen tiefen Schacht und brach dabei beide
Ober=
ſchenkel; außerdem erlitt er ſo ſchwere innere
Verletz=
ungen, daß er nach wenigen Stunden ſtarb. Er war
verheiratet und Vater von einem kleinen Kinde. Die
Urſache des Unfalles iſt nach dem Polizeibericht
an=
ſcheinend auf eigenes Verſchulden des Verunglückten
zurückzuführen.
Sprendlingen (Rheinh.), 10. Jan. Auf eine vom
Großh. Miniſterium des Innern, Abteilung für
Schul=
angelegenheiten, eingegangene Zuſchrift hin iſt die
Auflöſung der hieſigen höheren
Bürger=
ſchule zum 1. April 1910 endgültig beſchloſſen. Der
Gemeinderat hat einſtimmig den Beſchluß gefaßt, die
Schule als Privatſchule unter Anſtellung eines
ſemina=
riſtiſch gebildeten Lehrers, einer den fremdſprachlichen
Unterricht erteilenden Lehrerin und Beibehaltung des
gegenwärtigen Hilfslehrperſonals
weiterzufüh=
ren. Die anfängliche Jahresausgabe ſtellt ſich dann auf
etwa 3250 Mark. Ein dauernder Maximalzuſchuß der
Gemeinde von 500 Mark jährlich wurde bewilligt.
Hechtsheim, 10. Jan. Einen böſen Schrecken
erlebten die Fahrgäſte der Dampfbahn zwiſchen
Bretzen=
heim und Hechtsheim. An derſelben Stelle, an der ſchon
einmal vor einiger Zeit eine Entgleiſung der Bahn
erfolgte und ein Heizer ſchwer verletzt wurde, ſprang
der Zug abermals aus den Schienen, und die
Lokomotive ſtürzte um. Glücklicherweiſe konnten die
Leute noch rechtzeitig von der Maſchine abſpringen, ſo
daß keinerlei Verletzungen vorkamen.
Es dauerte
naturgemäß geraume Zeit, bis der Verkehr wieder in
Ordnung gebracht war.
Oſthofen, 10. Jan. Der von hier gebürtige Gardiſt
Deubert des Leibgarderegiments Nr. 115, der ſich
von ſeinem Regiment unerlaubt entfernt hatte, wurde
in Groß=Gerau feſtgenommen.
C2) Aus dem Kreis Alsfeld, 11. Jan. Die
Waſſer=
verſorgung der ländlichen Gemeinden macht
auch in unſerem Kreiſe immer weitere Fortſchritte.
Nach=
dem im vorigen Jahre die Waſſerleitungen in
Lieder=
bach, Bleidenrod, Reibertenrod, Brauerſchwend erbaut und
in Betrieb genommen und für die Stadt Alsfeld einc
Erweiterung des Waſſerwerks beſchloſſen und bereits in
Angriff genommen wurden, ſind für dieſes Jahr wieder
drei Gemeinden zur Ausführung einer
Waſſerleitungs=
anlage in Ausſicht genommen und zwar die Gemeinden
Ehringshauſen, Haarhauſen und Maulbach. Die beiden
erſtgenannten Orte können mit natürlichem Druck von
Konzerte.
* Das vierte Konzert der Großh.
Hof=
muſik am Montag unter Leitung des Herrn Hofrats
de Hann wurde mit der bekannten effektvollen
Ouver=
ture von Felix Mendelsſohn „Meeresſtille und glückliche
Fahrt” eröffnet. Als zweites Orcheſterwerk gelangte
Brahms” vierte Sinfonie in E-moll zum Vortrag. Daß
dieſe Sinfonie, die von allen Nummern des Programms
die größte Aufmerkſamkeit und Aufnahmefähigkeit ſeitens
des Zuhörerpublikums erfordert, an den Schluß geſetzt
war, lag nicht im Intereſſe des Werkes, das den
Kom=
poniſten als den hervorragenden Sinfoniker der
geſchloſſe=
nen Form erkennen läßt, als den wir ihn beſonders und
in erſter Linie ſchätzen. Von dem durch die Schönheit der
Form und den rein muſikaliſchen Gehalt ausgezeichneten,
allen äußerlichen Effekten und techniſchen Raffinements
abholden Werke, das wir als eine Nachblüte der
klaſſi=
ſchen Literatur bezeichnen dürfen, machten beſonders der
ſchöne, tief empfundene Andanteſatz und der prachtvolle
Allegroſatz Eindruck, für deren Wiedergabe das Orcheſter
ſein Beſtes einſetzte. Der Abend vermittelte uns ferner die
Bekanntſchaft mit dem Pianiſten Herrn Karl Friedberg
aus Köln, der im erſten Teil des Programms das
Beet=
hovenſche Klavierkonzert in Es=dur und ſpäter eine
Bal=
lade von Chopin, Rondo von Schubert und die ſelten
ge=
hörte 9. Rhapſodie von Liſzt ſpielte. Der hervorſtechendſte
Zug in dem Spiel des Herrn Friedberg iſt die Korrektheit;
ſeine Technik, die Triller, Läufe und Paſſagen ſind von
tadelloſer Feinheit, Glätte und Sauberkeit und für
Kla=
vierſpieler als vorbildlich zu bezeichnen. Was wir an
ſei=
nem Vortrag vielfach vermißten, iſt eine kraftvolle
Auffaſ=
ſung und Energie des Tones, an deren Stelle ein gewiſſer
femininer, ganz nach innen und dem Gefühlsleben
zuge=
kehrter Zug tritt. Der Künſtler erntete ſehr lebhaften
Bei=
fall, für den er durch die übliche Zugabe dankte.
Vorträge.
—Der von dem Verein für Verbreitung
von, Volksbildung vor zwei Jahren veranſtaltete
Vortragszyklus „Die Grundlagen des Mittelalters”
war für den Redner, Herrn Prof. A. Berger von der
Techniſchen Hochſchule und den veranſtaltenden Verein
ein voller Erfolg, und ſeine nunmehrige Fortſetzung, die
in ſechs Vorträgen zur Darſtellung gelangende „
Kul=
turgeſchichte des Mittelalters”, verſpricht
das gleiche Ergebnis.
Der am Montag abend zur Verfügung ſtehende
ge=
räumige Saal vermochte kaum die herbeigeſtrömte
Hörer=
ſchaft zu faſſen, und in ſeinen anderthalbſtündigen
Aus=
führungen wußte Herr Prof. Berger das geſpannte
In=
tereſſe zu erwecken. Dieſer in Form und Inhalt gleich
treffliche Vortrag war einer bedeutungsvollen Epoche
unſerer vaterländiſchen Geſchichte, der Zeit vom Tode
Karls des Großen (23. 2. 814) bis zum Tode Ottos des
Großen (973) gewidmet und ließ in dem Gegenſatz
zwi=
ſchen Karls des Großen Wirken und dem unter ſeinen
Nachfolgern ſich vollziehenden Verfall des Reichs noch
einmal jene gewaltige Herrſchernatur vor das Auge
treten. Kräftige Keime und Anſätze blieben trotz des
politiſchen Niedergangs, und aus den Trümmern des
Weltreichs entſtand das nationale Deutſchland,
aller=
dings mit jener verhängnisvollen Hinneigung zum
Süden in der Form des römiſchen Reiches deutſcher
Nation. Aeußere Bedrängnis, wie die
Magyarenge=
fahr mußte zur Entwickelung beitragen, ſie verhinderte
die völlige Trennung der zuſammengehörenden Teile
und ließ auch den kräftigſten der inzwiſchen erſtarkten
Stammesherzöge an die gebührende Königsſtelle treten
Die Unzuverläſſigkeit der weltlichen Fürſten wie
den König an die Kirche und das zu ihrer Spitze
aus=
geſtaltete Papſttum als Mittel und Stütze hin.
Letz=
teres hatte die Auguſtinſche Idee vom Gottesreich auf
Erden, den Zwiſt zwiſchen Biſchöfen und
herrſchſüch=
tigen Metropolitanen (Erzbiſchöfen) und andere Wege
(pſendoiſidoriſche Dekretalien) zu benutzen verſtanden,
um ſich zur Führung aufzuſchwingen. Damit war der
Kampf zwiſchen weltlicher und geiſtlicher Macht
gege=
ben, wie er ſich durch das Mittelalter gezogen hat; und
das Kaiſertum wurde in dem Beſtreben, dem Papſttum
möglichſt nahe die Spitze zu bieten, vom nationalen
Heimatboden auf, jenen Italiens verlockt. Einzelne.
geniale Herrſcher meiſterten dieſe Umſtände, dauernd
aber konnte nach Lage aller Faktoren das weltliche
Uebergewicht nichts einbringen. Otto der Große
er=
reichte ſein Ziel, doch bedurfte es hierzu nicht weniger
als vier Italienzüge
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— Die bekannte Klavierfirma Rudolf Ibach iſt
vor einigen Tagen mit der preußiſchen Goldenen
Staatsmedaille ausgezeichnet worden. Die
Firma beſaß bereits die ſilberne Staatsmedaille.
* Prag, 11. Jan. Direktor Angelo.
Neu=
mann unterzeichnete einen Vertrag als Direktor der
geplanten Großen Berliner Oper. Er erhält
60000 Mark jährliches Gehalt und Tantiemen. Von 44
Bewerbern erhielt Neumann den Vorzug. Mit dem
Bau der Großen Berliner Oper, wofür 11,5 Millionen
Mark beiſammen ſind, wird im April 1910 begonnen
werden; er ſoll im September 1911 beendet werden.
Neumanns Prager Vertrag läuft Oſtern 1912 ab. (Frkf.
Ztg.)
C.K. Teslas Wunderlicht. Der
amerikani=
ſche Erfinder Nikolaus Tesla, der ſeit zwanzig Jahren
an einem „drahtloſen elektriſchen Licht” arbeitet, hat
nunmehr, ſo weiß die „New=Yorker World” zu berichten,
das Problem gelöſt und ſeine Erfindung vollendet.
„Mit meinem großen drahtloſen Lichtgeber”, ſo äußerte
ſich Tesla, „könnte ich die ganzen Vereinigten Staaten
erleuchten. Der Strom würde ſich in die Luft ergießen
und nach allen Richtungen ſich verbreiten mit der
Wirk=
ung eines ſtarken Nordlichtes. Es wäre ein ſanftes
Licht, jedoch ſtark genug, um die Gegenſtände zu
unter=
ſcheiden.” Tesla plant, zunächſt den Hafen von New=
York in einem Umkreis von rund 100 engliſchen Meilen
zu erleuchten. „Eine einzige große Zentralſtation wäre
das Billigſte und Sicherſte, um beſtes Licht zu erhalten.
Meine Lampen bedürfen keiner Erneuerung, denn
nichts in ihnen brennt ab. Sie ſind einfache Kugeln aus
Glas, die hermetiſch verſchloſſen und verſiegelt ſind und
verdünntes Gas enthalten.”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Nummer 9.
hochliegenden Quellen aus verſorgt werden, während bei
Maulbach das Waſſer künſtlich durch ein Pumpwerk
ge=
hoben werden muß.
Kleines Feuilleton.
* Das Schneeballen in der Schule. Den
Schülern der Unterſekunda eines preußiſchen
Gymna=
ſiums war auf ihre Bitte geſtattet worden, in der
Turn=
ſtunde auf dem Schulhofe an einem Januartage ſich zu
ſchneeballen. Hierbei wurde ein Schüler am rechten
Auge ſo verletzt, daß ein erheblicher dauernder Schaden
eingetreten iſt. Der Vater dieſes Schülers wie er ſelbſt
erhoben darauf Klage auf Schadenerſatz gegen den
Di=
rektor des Gymnaſiums und den Turnlehrer. In der
Klage wurde geltend gemacht, daß die Schule das
Schneeballen überhaupt nicht zulaſſen dürfe. Nach
An=
ſtrengung der Klage erhob das Provinzialſchulkollegium
auf Grund des Geſetzes vom 13. Februar 1854 zugunſten
der Beklagten den Konflikt, indem es das
Schnee=
ballen als ein an ſich harmloſes Spiel bezeichnete. Das
Oberverwaltungsgericht hat dahin erkannt,
daß der Konflikt begründet und das gerichtliche
Ver=
fahren demnach endgültig einzuſtellen ſei. Es ſprach
aus, daß das Schneeballen nach der Art dieſes Spiels von
vornherein nur dann nicht hätte zugelaſſen werden
dür=
fen, wenn bereits ein Verbot der
Schulauf=
ſichtsbehörde für das Gymnaſium in dieſer Richtung
ergangen wäre oder die Lehrerkonferenz ſich gegen das
Schneeballen in der Schule erklärt hätte. Keine der
bei=
den Vorausſetzungen habe aber hier vorgelegen.
Selbſt=
verſtändlich hätte das Schneeballen nicht geſtattet
wer=
den dürfen, wenn ſich der Schnee in einer Verfaſſung
befunden hätte, daß ſich der Gedanke einer Gefahr für
die Schüler nicht habe abweiſen laſſen, oder wenn das
Ueberwachen des Schneeballwerfens durch den
Turn=
lehrer nicht habe erfolgen können. Es ſeien aber nach
der vom kaiſerlichen meteorologiſchen Inſtitut in
Ber=
lin eingeholten Auskunft die Witterungsverhältniſſe in
der Gymnaſialſtadt an jenem Tage nicht derart geweſen,
daß der Schneeball eine beſondere Härte hätte annehmen
müſſen. Auch ſei die Zahl der Teilnehmer an dem
Schneeballen nicht eine derartige geweſen, daß der
Turnlehrer ſie nicht im Auge hätte behalten können
So müſſe angenommen werden, daß die vorgekommene
Verletzung nur auf einen unglücklichen Zufall
zurückzu=
führen ſei.
* Das Theatereigentum. Dem Wiener
„Extrablatt” ſchreibt ein Mitarbeiter: Die Geſchichte, die
ich in nachfolgendem erzähle, hat im kleinen Kreis viel
Heiterkeit erregt; ſie wird auch in der großen
Oeffent=
lichkeit herzlich lachen machen. Man wird begreifen,
daß ich keine Namen nenne. Ein hieſiges Theater
be=
ſitzt ein vortrefflichen Beamten, tüchtig, verläßlich,
gol=
denes Herz, tadelloſe Manieren, der beſte Diener
ſei=
nes Herrn und auch, wie der Fridolin in der Ballade,
„ergeben der Gebieterin” . . . Die Sonne hat Flecken,
deshalb darf es nicht überraſchen, daß auch dieſes
Muſterexemplar eines Faktotums eine Schwäche,
aller=
dings eine arge, hat. Er kann mit ſeiner Gage nicht
haushalten, er verſteht den Wert des Geldes nicht zu
ſchätzen. Flottwell in der Theaterkanzlei! Wiederholt
bemühten ſich der Direktor und andere gute Freunde,
Ordnung zu ſchaffen. Vergebens! Weihnachten zog ins
Land, und die beſorgte Gattin des Chefs entwarf eine
neue Rettungsaktion. Bis ſie mit Hilfe eines
Advoka=
ten in Szene geſetzt war, mußte man aber wieder
ein=
mal an einen neuen Anzug für den Unverbeſſerlichen
denken, der ſchon wiederholt ſeinen äußeren Menſchen
verſetzt oder verkauft hatte. Da rief man einen
Schnei=
der; der Schneider kam heran und maß dem Jüngling
Kleider und maß ihm Hoſen an. Wie aber den neuen
Anzug gegen alle Verſuche einer Anleihe im Wege von
Belehnung oder Veräußerung ſchützen? Da wurde nun
ein drolliges Mittel angewendet: Winterrock, Gehrock,
Weſte und die Unausſprechlichen erhielten je einen, in
großen Buchſtaben mit weißer Seide ausgenähten Ver=
7
Dieſe
merk: „Eigentum des Theaters . . .
Warnungstafel befindet ſich, profanen Augen
unzu=
gänglich, an der Innenſeite der betreffenden Stücke des
Anzuges und kann nicht weggetrennt werden. Jetzt
ſitzen die Kleider wie angegoſſen. Der Mann kann ſie
überall tragen, nur nicht ins Verſatzamt . .
* Das ruſſiſche Bankguthaben. Die
ruſ=
ſiſche Regierung hat den Profeſſor des Staats= und
Völ=
kerrechts, Dr. Hatſchek in Göttingen, zur Ausarbeitung
eines Gutachtens in der Frage der Pfändung der
ruſſi=
ſchen Bankguthaben aufgefordert. Die „Deutſche
Tages=
zeitung” knüpft hieran die Frage: „Warum wendet ſie
ſich nicht an den Ruſſen Profeſſor Martens??‟
Vermutlich deshalb nicht, weil Profeſſor Martens im
Laufe des vorigen Jahres geſtorben iſt.
* Schottiſcher Schulhumor. In einer
chottiſchen Schule wurde eine Klaſſe von dem Inſpektor
in der Bibliſchen Geſchichte geprüft. „Kann irgend ein
Junge oder Mädchen mir ſagen, womit Noah ſeine Zeit
zugebracht hat, als er in der Arche ſaß?”
lautete die
Frage. „Bitt’ ſchön, Sir, er angelte Fiſche,” antwortete
ein kleiner Bengel; aber ein anderer ſchwenkte
aufge=
regt die Hand hin und her und ſchrie: „Bitt’ ſchön, Sir,
er konnte aber nicht ſehr lange Fiſch angeln.” — „
War=
um denn nicht, mein kleiner Mann?” meinte der
Ju=
ſpektor. „Weil es in der Arche nur zwei Regenwürmer
gab,” war die Antwort.
* Billige Spatzenbraten. In der Gemeinde
Nack in Rheinheſſen wurde durch die Ortsſchelle
be=
kannt gemacht, daß jeder Bürger bis zum 25. März
5 Spatzen zu liefern hat. Iſt das nicht möglich, ſo ſind
für jeden nicht gelieferten Spatz 20 Pfennig zu zahlen.
Die Gemeinde wird ſich doch keinen Faſtnachtsſchexz
erlaubt haben?
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 10. Jan. Der ſeinerzeitige
Präſident der Hudſon=Fulton=Feierlichkeiten in New=
York, General Woodfort, iſt geſtern abend hier
eingetroffen, um in den nächſten Tagen dem Kaiſer die
Erinnerungsmedaille zu überreichen. — Ein im
näch=
ſten Sommer=Fahrplan vorgeſehener neuer
Schnell=
zug Wien-Berlin ſoll abends 8 Uhr 15 Min. vom
Wiener Neu=Bahnhof abgehen und in Berlin,
Anhal=
ter Bahnof, um 8 Uhr 7 Min. vormittags eintreffen. —
Vom Dienſtautomobil des
Polizeipräſi=
denten totgefahren wurde, wie ſchon mitgeteilt,
geſtern nachmittag Unter den Linden der 69jährige
Poſt=
ſchaffner a. D. Heinrich Rückert. Nach dem Bericht von
Augenzeugen trifft den Chauffeur keine Schuld an dem
bedauernswerten Vorfall, den Polizeipräſident von
Jagow ſelbſt folgendermaßen ſchilderte: „Ich paſſierte
auf dem Wege nach dem Polizeipräſidium mittags um
halb 2 Uhr, vom Brandenburger Tor kommend, die
Südſeite der Straße Unter den Linden. Mein
Chauf=
feur, der mein Dienſtautomobil lenkte, hatte, wie
im=
mer, die Weiſung, langſam zu fahren. Als Chef der
Polizei fühle ich mich verpflichtet, in ſolchen Dingen mit
gutem Beiſpiel voranzugehen. Ich hatte denn auch ein
gewiſſes Gefühl der Beruhigung, als ich ſah, wie alle
Autos unſer Gefährt überholten. Kurz vor der
Char=
lottenſtraße kam aus dieſer von der Behrenſtraße her
die Kraftdroſchke 9848 direkt auf uns zugefahren. Es
war zu ſpät, um noch an ihr vorbeizukommen. Da ein
Zuſammenſtoß drohte, ſo riß mein Chauffeur das Anto
nach links herum und ſteuerte es in den zwiſchen der
Mittelpromenade belegenen Damm der
Charlotten=
ſtraße hinein. Die Kolliſion war auf dieſe Weiſe
glück=
lich vermieden. Ein paar Damen, die im Wege ſtanden,
hatten ſich noch in Sicherheit bringen können; der
Poſt=
ſchaffner Rückert aber, der in offenbarer Verwirrung
geradezu auf unſeren Wagen zulief, wurde vom linken
Vorderrad erfaßt und überfahren. Sofort ſprang ich
aus dem Automobil, um dem Verunglückten Hilfe zu
bringen. Vergebens. Eine Droſchke brachte
Rük=
kert nach der Königlichen Klinik in der
Ziegel=
ſtraße; aber noch vor Einlieferung dort ſtard
der Verunglückte. Er hatte eine Quetſchung
der Därme und eine Gehirnerſchütterung erlitien.
Meinen Chauffeur ſchickte ich mit der Weiſung, ſich zu
ſtellen, zur Polizei. Mehrere Augenzeugen, darunter
der Lenker des anderen Kraftwagens, beſtätigten meine
Wahrnehmung, daß den Leiter meines Autos kein
Ver=
ſchulden an dem traurigen Vorfall trifft.” Herr von
Jagow drückte noch geſtern den Hinterbliebenen ſein
Beileid aus.
Frankfurt a. M., 11. Jan. Die Kriminalpolizei
verhaftete heute früh den 23jährigen Schriftſteller
und Natur=Apoſtel Karl Waßmann aus Berlin
wegen Betrugs.
Köln, 10. Jan. In dem Vororte Ehrenfeld ſtürzte
heute nachmittag ein Dachdecker=Gerüſt ein. Ein
Dachdeckermeiſter wurde getötet, ein Lehrling ſtarb auf
dem Transport nach dem Krankenhauſe; ein Geſelle
wurde iebensgefährlich verletzt.
Zeuthen, 11. Jan. Geſtern nachmittag 7 Uhr 54
Minuten entgleiſten auf dem Bahnhofe Zeuthen
von dem einfahrenden Ortsgüterzuge 9404, jedenfalls
infolge Auflaufens beladener auf einen leeren Wagen,
inmitten des Zuges zwölf Wagen. Sieben Wagen
wurden zertrümmert, drei ſtark, zwei leicht beſchädigt.
Ein Zugſchaffner wurde leicht verletzt. Der
Material=
ſchaden iſt erheblich. Das Gleis Kottbus=Berlin bleibt
vorausſichtlich fünf Stunden geſperrt. Die
Perſonen=
züge haben infolge des eingleiſigen Betriebes geringe
Verſpätung.
Wien, 10. Jan. Ueber die Einſturzkataſtropl
von Raibl wird noch berichtet: Als die Pfarrk
2
chenglocke von Raibl am Samstag Zwölf ſchlug, befand
ſich der Bergarzt Weſſely bei einer ſchwer kranken
Pa=
tientin, zu der er beim Abſchied ſagte: „Das weitere
morgen, ich habe den ganzen Vormittag gearbeitet und
muß jetzt eſſen gehen.” Als er den Raiblbach, der am
Spital vorüberfließt, auf der kleinen Brücke überſchritt,
ſah er, wie das Kindermädchen das Wägelchen mit
ſei=
nem anderthalbjährigen Töchterchen beim Haustor
an=
hielt. Er beeilte ſich und nahm das kleine Mädchen auf
den Arm, um es in ſeine Wohnung hinaufzutragen. Das
Kindermädchen folgte mit dem Wagen. Was in den
nächſten Minuten geſchah, ſchildert der einzige
Augen=
zeuge, Gaſthofsbeſitzer Anton, der im Moment der
Ka=
taſtrophe vorüberging. Er ſah die Mauern des Spitals,
auf das er zufällig den Blick richtete, wanken und wurde
von dem Anblick derart gelähmt, daß ihm nicht einmal
die Furcht vor der Gefahr eine Bewegung ermöglichte.
Er ſah am Fenſter im erſten Stock die junge Frau mit
dem Kinde im Arm, im Geſicht den Ausdruck
furcht=
baren Entſetzens. Dann ſtieg eine rieſige Wolke, ob
Rauch oder Staub, weiß er nicht, vor dem Hauſe auf,
es ganz einhüllend. Er hörte betäubendes Krachen
ein=
ſtürzender Mauern, brechender Balken und zerdrückter
Möbel. Als die Wolke ſich verzog, ſtand das Haus als
eine Ruine vor ihm. Da fiel die Frontmauer nach
vorn ein und verſchwand in einem Schlund, der ſich
mittlerweile geöffnet hatte.
Es iſt nicht unwahrſcheinlich, daß gegen die
verant=
wortlichen Perſonen Anklage erhoben werden wird.
Unter dem Spital befand ſich vor Zeiten ein Bergbau,
der aber ſpäter mehrere Jahre außer Betrieb ſtand. Vor
einiger Zeit wurde in dem Bergwerk die Arbeit wieder
aufgenommen, und zwar arbeitete man gegen den Bach
zu. Der Bergbau wird dort in drei Etagen betrieben.
Wie verlautet, befand ſich unter dem Spital eine
Er=
weiterung des Stollens. Zwei Arbeiter, die dort mit
Sprengungen betraut waren, ſollen in den letzten
Ta=
gen angeblich auf die Gefährlichkeit weiterer
Sprengun=
gen aufmerkſam gemacht haben, ohne mit ihren
Warn=
ungen durchzudringen. Es gilt als ſicher, daß das nicht
mehr genügend tragfähige Geſtein nach dem zweiten
Sprengſchuſſe zuſammengeſtürzt iſt und das Spital
ſamt ſeinen unglücklichen Bewohnern in die Tiefe
ge=
riſſen hat.
Die Bergbehörde gibt bekannt, daß in Raibl
eine Stunde vor dem Einſturz des Spitals von
meh=
reren Ingenieuren eine Inſpektionsfahrt in
die Grube unternommen wurde, um den Stollen, in
dem die Sprengung vorgenommen werden ſollte, zu
unterſuchen. Es wurde abſolut nichts Bedenkliches
ge=
funden. Gerichtliche Schritte werden in der
Angelegen=
heit erſt nach Abſchluß der bergpolizeilichen
Unterſuch=
ungen vorgenommen werden. Die zwei Bergarbeiter,
die die Sprengung in dem Stollen unterhalb des
Spi=
tals vornahmen, erzählten, daß ihnen infolge des
ſtar=
ken Luſtdruckes beim Einſturz des Gebäudes die
Gru=
benlampen erloſchen ſeien. Im ſelben Augenblick
hätten ſie auch ſchon bis zu den Knien im Waſſer
ge=
ſtanden.
Peſt, 10. Jan. Eine Perſönlichkeit, die ungenannt
ſein will, hat eine Millionen=Stiftung für
literariſche Zwecke gemacht. Die Stiftung
be=
trägt 1½ Millionen Kronen, deren Zinſen im
Konkur=
renzwege zur Honorierung von Theaterſtücken und
Opern verwendehwerden ſollen. Die Opern=Konkurrenz
ſoll abwechſelnd heimiſche und internationale Opern
bringen und die Preiſe ſollen zwiſchen 20000 und 30000
Kronen betragen.
Prag, 11. Jan. Bei Saaz ſtürzte in einer
tief=
liegenden Sandgrube infolge von Untergrabung
die ganze obere Erdſchicht ab; dadurch wurden die in der
Sandgrube beſchäftigten Arbeiter, deren Zahl noch nicht
feſtgeſtellt werden konnte, unter den Erdmaſſen
begra=
ben. Bis abends gelang es mehrſtündigem Arbeiten
der Polizei und der Feuerwehr, einen 70jährigen
Ar=
beiter als Leiche auszugraben.
Paris, 11. Jan. Störungen in der
elektri=
chen Beleuchtung ſind zwar ſeit Wochen ſchon an
der Tagesordnung, jedoch in den letzten Nächten in
be=
ängſtigender Weiſe aufgetreten. Seit zwei Tagen iſt
das Opernviertel und das Quartier Batignolles
un=
ausgeſetzt von Unterbrechungen der elektriſchen
Be=
leuchtung heimgeſucht, die in dieſem Viertel der
größ=
ten Geſchäfte und der größten Vergnügungs=
Etabliſſe=
ments äußerſt ſtörend wirken. Durch eine derartige
Lichtunterbrechung iſt geſtern nachmittag in einem der
größten Pariſer Warenhäuſer eine große Panik
her=
vorgerufen worden, glücklicherweiſe ohne weitere
Fol=
gen oder Verletzungen von Perſonen. Die Störung
trug ſich gegen 5 Uhr nachmittags zu, zur Zeit, als das
Warenhaus am ſtärkſten beſucht war. Hervorgerufen
wurde dieſe plötzliche Lichtſtörung durch Exploſion in
dem unter dem Straßenpflaſter gelegenen Schacht und
zwar an einer Stelle, an der mehrere der
Hauptleit=
ungen des elektriſchen Stromes ſich vereinigen. Unter
großem Getöſe platzten die großen Bogenlampen der
Straße und der Geſchäftshäuſer. Die elektriſchen
Licht=
quellen flackerten noch einigemale auf, wurden dann
dunkler und dunkler, bis ſie endlich ganz verlöſchten
und das Warenhaus in Dunkel hüllten. Dies rief
unter der großen Zahl der im Warenhauſe anweſenden
Perſonen eine Panik hervor. Die Damen ſtürzten in
der Meinung, ein Brand ſei ausgebrochen, in wilder
Haſt nach den Ausgängen, wobei es viele Verletzungen,
zum Teil auch ernſter Natur, gab, namentlich viele
Kopfverletzungen, die durch herabfallende Glasſplitter
der Bogenlampen verurſacht worden waren. In
poli=
zeilichen Kreiſen iſt man nach den angeſtellten
Re=
cherchen zu der Meinung gekommen, daß es ſich hier
nicht um gewöhnliche Lichtbetriebsſtörungen oder
Kurz=
ſchluß handelt, ſondern um einen gemeinen Racheakt.
Paris, 11. Jan. Ein Kurzſchluß in einem
elektriſchen Leitungskabel verurſachte auf
dem Boulevard Haußmann eine Exploſion, wobei
drei Perſonen verwundet wurden. Ein anderer
Kurz=
ſchluß rief in dem Stadtviertel Europa eine
Finſter=
nis hervor, ſodaß die großen Caféhäuſer Kerzen,
Lam=
pen und Lampions verwenden mußten.
Verdun, 11. Jan. Der Unteroffizier Jaraco vom
achten Huſarenregiment geſtand jetzt in einem Briefe
an den Oberſten ein, daß der in Oeſterreich
vorgekom=
mene Giftmord ihm den Gedanken eingegeben habe,
ſich von ſeinem Gläubiger, dem Huſaren Thomas, auf
eine ähnliche Weiſe zu befreien. Als er der Schwadron
Zyankali in die Suppe ſchüttete, dachte er nicht daran,
daß er dadurch auch den Tod der anderen Soldaten hätte
herbeiführen können.
London, 11. Jan. Schwere Stürme wüteten
geſtern an den Küſten von Nord= und Mittel=England.
Namentlich die Landſchaft von Ecoſſe und die Küſte von
Nord=Weſt=England wurden beſonders heimgeſucht.
Die Schiffahrt an dieſen Küſten iſt vollſtändig
einge=
tellt worden. Man befürchtet von vielen Schiffen, die
ſich auf dem offenen Meere befinden, daß ſie mit ihrer
Beſatzung untergegangen ſeien. Das offene Meer iſt
von einem wütenden Orkan heimgeſucht. Dabei herrſcht
große Kälte: Das Thermometer ſteht auf 53 Grad
Fahrenheit.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Ueber Björn Björnſon, der am nächſten
Samstag hier zum erſten Male auftreten wird, leſen wir
in der „Voſſiſchen Zeitung”: Dieſer hünenhafte
Nordlän=
der, mit dem wohlgenährten Skaldengeſicht und dem früh
ergrauten Haare iſt weit weniger von des Gedankens
Bläſſe angekränkelt als ſeine deutſchen Kollegen am
Vor=
tragspulte. Seinem prachtvollen Temperamente läßt er
die Zügel ſchießen, iſt ſtark und zart, dramatiſch bis zum
Theatraliſchen, lyriſch diskret, wie es der Augenblick
heiſcht. Und doch iſt Björnſon alles mehr als ein
Eklet=
tiker. Nichts liegt ihm ferner als die mühſelige
Zuſam=
menſetzung eines Moſaiks von Stimmungen, Tonwerten,
Effekten. Jedes Stück hat ſeine eigene Auffaſſung,
Stim=
mung, Stärke. Sicherlich iſt Björnſon eins der ſtärkſten
Temperamente, die man in Berlin auf dem
Vortrags=
podium zu hören bekommt. Ein Vortragsabend war den
Zuhörern verſprochen worden, aber was ihnen gegeben
wurde, war mehr, es war ein Darſtellungsabend,
denn in der Wiedergabe, welche die einzelnen Nummern
des Programms durch Björn Björnſon erfuhren, wurden
die meiſten zu kleinen Dramen. Björnſon iſt ein großer
Schauſpieler, und das verleugnet er auch im Konzertſaal
nicht. Sein umfangreiches Organ, in dem alle Skalen der
Empfindungen erklingen, das donnert und ſchmeichelt,
weint und jauchzt, eine Mimik, die jede Seelenregung
widerſpiegelt, machen den einſtigen Theaterdirektor von
Chriſtiania zu einem Künſtler erſten Ranges.”
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 11. Jan. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer hat in ſeiner
heuti=
gen Sitzung die Einzelberatung des
Staats=
haushaltsetats für das Jahr 1910 begonnen.
Ueber die erſten Kapitel referierte Abg. Dr. Weber,
welcher betonte, daß in dieſem Jahre nur eine mäßige
Steuererhöhung bewilligt und deshalb auch bei den
ein=
zelnen Etatspoſitionen die größte Sparſamkeit
ange=
wendet werden ſollte. Es empfehle ſich daher auch, alle
vakanten oder nicht etatsmäßigen Stellen von Beamten
vorläufig nicht wieder zu beſetzen. Abg. Dr.
Gut=
fleiſch äußert ſeine Anſicht dahin, daß es nicht
an=
gängig ſei, das vorhandene Defizit durch Anleihen zu
decken. Abg. Molthan betont, daß man an den
Finanzreformvorſchlägen des Ausſchuſſes feſthalten
müſſe. Abg. Ulrich will unter allen Umſtänden die
Erhöhung der Vermögensſteuer von 75 Pfg. auf 1,10
Mark für 1000 Mark feſtgehalten wiſſen. Ein Antrag
des Abg. Beſt verlangt, daß alle jetzt
vorhan=
denen Beamtenſtellen nur auf den Inhaber bewilligt
werden ſollen. Kap. 1, Reſte aus früheren Jahren, wird
darauf angenommen, die Abſtimmung über den Antrag
Beſt bis zum Schluß zurückgeſtellt. Bei Kap. 2,
Kame=
ral= und Forſtdomänen, wird an den auf 404000 Mart
angeſetzten Kulturkoſten ein Betrag von 50000 Mark,
bei den auf 26500 Mark berechneten Koſten für Vogel=
Bei
ſchutz ein Betrag von 10000 Mark geſtrichen.
Kap. 3, Weinbaudomänen, gedenkt der
Aus=
ſchuß, die im Etat vorgeſchlagene Anſtellung eines
wei=
teren inanzaſpiranten und eines dritten
Wingert=
wartes nicht zu genehmigen. Beim Kap. 6, Saline,
Badeanſtalt und Tiefbauamt Bad Nauheim und
Badeanſtalt Bad Salzhauſen nahm der Ausſchuß
einen Antrag Molthan an, den von Bad Nauheim an
den Staat zu entrichtenden Betrag von 100000 Mark
auf 150000 Mark zu erhöhen und weiter eine verlangte
neue Obergärtnerſtelle für Bad Nauheim abzulehnen.
Zu Kap. 10, Staatseiſenbahnen, wird auf Antrag
Mol=
than beſchloſſen, die Beſchlußfaſſung darüber
auszu=
ſetzen, bis die genaueren Schätzungen des preußiſchen
Eiſenbahnminiſters über die Erträgniſſe aus der
Eiſen=
bahngemeinſchaft vorliegen, auch die event.
Mehr=
erträgniſſe über 650000 Mark nicht zur Schuldentilgung,
ſondern für allgemeine Staatszwecke zu verwenden.
Kap. 11, Lotterie, wird genehmigt, Kap. 12, direkte
Steuern uſw., ausgeſetzt. Bei Kap. 15, Auswärtige und
Nummer 9.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Seite 5.
Bundesverhältniſſe, waren 38000 Mark gegen
36000 Mark im Vorjahre angefordert. Der Ausſchuß
beſchloß, dieſe 2000 Mark zu ſtreichen und nur den
vor=
jährigen Betrag zu bewilligen. Bei Kap. 17,
Oberrech=
nungskammer, wurde angeregt, die Geſamtforderung
von 283000 Mark durch Aufhebung verſchiedener
Be=
amtenſtellen zu kürzen. Die Beſchlußfaſſung darüber
wurde jedoch vertagt. Nächſte Sitzung: Mittwoch
vor=
mittag.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 11. Jan. Vizepräſident Dr. Spahn
er=
öffnet die Sitzung um 2 Uhr 18 Min. und wünſcht, daß
die Arbeiten einen gedeihlichen Fortgang nehmen möchten.
Abg. v. Chrzanowski (Pole) hat ſein Mandat
nie=
dergelegt.
Auf der Tagesordnung ſteht zunächſt die
Inter=
pellation Linck (natl.), Pachnicke (frſ. Vgg.) und
Both=
mer (frſ. Vgg.) betr. die mecklenburgiſche
Ver=
faſſung.
Abg. Linck (natl.) führt in Begründung der
Inter=
pellation ſeiner Partei aus: Die mecklenburgiſchen
Regie=
rungen haben eine Vorlage gemacht, die aber an dem
Widerſtand der Ritterſchaft ſcheiterte. Die Verhandlungen
mit der Ritterſchaft verſprechen überhaupt keinen Erfolg
mehr. Der jetzige Zuſtand iſt daher, wie auch von der
Bevölkerung allgemein anerkannt wird, unhaltbar.
Des=
halb muß der Reichstag eingreifen, denn nur dadurch kann
der jetzige Zuſtand beſeitigt werden. Es iſt an der Zeit,
daß nunmehr ſämtliche Parteien im Reichstage klar
Stel=
lung zu dieſer Frage nehmen. Der Bundesrat ſollte in
bundesfreundlichen Verhandlungen nachhaltigen Einfluß
auf die mecklenburgiſche Sache ausüben. Die
Reichsver=
faſſung ſollte dahin ergänzt werden, daß für jeden
Bun=
desſtaat eine aus Wahlen hervorgegangene Vertretung
verlangt wird. Die in Mecklenburg beſtehende
Verfaſ=
ſungsanomalie muß reichsgeſetzlich beſeitigt werden. (
Bei=
fall links.) — Staatsſekretär Dr. Delbrück: Die
meck=
lenburgiſche Verfaſſungsfrage iſt noch im vorigen Jahre
von dem gegenwärtigen Reichskanzler hier behandelt
worden. Seitdem iſt die Lage durch Ablehnung der
meck=
lenburgiſchen Verfaſſungsvorlage verändert worden,
nach=
dem die Verhandlungen der dortigen Regierung mit ihren
Ständen bedauerlicherweiſe vergeblich geblieben ſind.
Hiernach bleibt die Frage übrig, ob in Anbetracht der
hohen Bedeutung einer endgültigen zufriedenſtellenden
Re=
gelung der Frage nicht ein Eingreifen des Reiches auf
Grund der Reichsverfaſſung zu erwägen iſt. Im Namen
der Reichsregierung erkläre ich hiermit, daß ſie es nicht
für angezeigt hält, dieſen Weg zu beſchreiten, da er mit
den föderativen Grundlagen, auf denen das Reich ruht,
nicht vereinbar iſt. (Beifall rechts; Lachen und
Wider=
ſpruch links.)
Mecklenburgiſcher Bundesratsbevollmächtiger Freiherr
v. Brandenſtein: Namens der mecklenburg=
ſchwerini=
ſchen Regierung habe ich zu erklären, daß ſie die Hoffnung
hatte, eine Einigung zwiſchen den beiden Ständen auf
dem letzten Landtage zu erzielen; dieſe Hoffnung hat ſich
aber nicht erfüllt. Die Ritterſchaft erklärte ſich nur zum
Ausbau der Verfaſſung bereit auf ſtändiſcher Grundlage.
Die Regierung zog daher ihre Vorlage zurück, behält ſich
aber ihre Wiederaufnahme vor. Bei dieſer Sachlage ſind
wir nicht imſtande, die früher im Reichstage abgegebene
Erklärung aufrecht zu erhalten. Zurzeit beſteht keine
Aus=
ſicht, mit der Ritterſchaft zu einer Einigung in der Frage
der Verfaſſungsreform zu gelangen. Andererſeits ſieht ſich
die Großherzogliche Regierung nicht veranlaßt, einen
Ein=
griff des Reiches zu beantragen und auch nicht einen
ſol=
chen zu wünſchen. Das geſchieht mit Rückſicht auf die
Selbſtändigkeit der Bundesſtaaten und auf den föderativen
Charakter der Reichsverfaſſung. Gleichwohl iſt die
heu=
tige Verhandlung für die Großherzogliche Regierung von
Wert, weil durch ſie die erwünſchte Klärung der Frage
er=
leichtert wird. Die Regierung entnimmt daraus die
Be=
ſtätigung ihrer eigenen Auffaſſung, daß die von ihr als
notwendig erachtete Verfaſſungsreform gegenwärtig nicht
zu erreichen iſt. Namens der Strelitzſchen Regierung habe
ich lediglich hervorzuheben, daß für ſie kein Anlaß gegeben
iſt, nach der vorangegangenen Ablehnung der
Reformvor=
lage auf die Beſprechung einzugehen. (Beifall rechts,
Lachen links.)
Auf Antrag des Abg. Pachnicke (frſ. Vag.) findet
Beſprechung der Interpellation ſtatt. Abg. v.
Treuen=
fels (konſ.): Im Auftrage meiner politiſchen Freunde
habe ich zu erklären, daß wir vollſtändig auf dem Boden
der Ausführungen des Staatsſekretärs Delbrück ſtehen.
Ein Anlaß für eine Einmiſchung des Reiches liegt nicht
vor; dieſelbe iſt auch nicht zuläſſig im Intereſſe der
Selb=
ſtändigkeit der Einzelſtaaten wie im Intereſſe des Reiches,
deſſen Exiſtenz dadurch im höchſten Maße gefährdet würde.
(Huh! links.) Auf die Interpellation einzugehen, kann ich
mir verſagen. Aber als mecklenburgiſcher Abgeordneter
muß ich ſagen, daß eine ſolche Einmiſchung
verfaſſungs=
widrig iſt. Ich kann nicht zugeben, daß man dieſes edelſte
Juwel aus der mecklenburgiſchen Verfaſſung herausbricht.
(Schallende Heiterkeit.) Sie (nach links) wollen ja
demo=
kratiſieren, wir aber wollen die Souveränität der
fürſt=
lichen Häuſer nicht abſchwächen. (Sehr richtig! links.)
Eine Einmiſchung des Reiches würde den Gegnern der
Verfaſſung den Rücken ſteifen. Bei richtiger Behandlung
der Frage mit Takt, Energie, Geſchick und Geduld werden
die mecklenburgiſchen Regierungen, die mit den Ständen
hier Fehler gemacht haben, die Frage löſen; wenn nicht
dieſe, ſo doch eine andere Regierung. (Heiterkeit, Beifall
rechts.) — Abg. Pachnicke (frſ. Vgg.): Die
mecklenbur=
giſche Regierung hat verſagt. Die mecklenburgiſche Frage
iſt anerkannt eine deutſche Frage. Man ſoll das
mecklen=
burgiſche Volk nicht unter eine Handvoll Gutsbeſitzer
de=
mütigen. (Beifall links.) Die heutigen Zuſtände,
wirt=
ſchaftliche und kulturelle, ſind zurückgeblieben und
ver=
altet. — Mecklenburgiſcher Bundesratsbevollmächtiger
Freiherr v. Brandenſtein: Gegen den Angriff des
Abg. v. Treuenfels, als ob die Regierung und einzelne
Miniſter die Verfaſſungsarbeiten falſch angefaßt und
Feh=
ler gemacht hätten, bemerke ich, daß das nicht zutrifft.
Alle haben ihre ganze Kraft eingeſetzt für die
Durchfüh=
rung der ſchweren Aufgabe und werden das auch
künf=
tig tun.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Gegenüber den
Angriffen des Abg. Linck, der einen verfaſſungsmäßigen
Einfluß auf die mecklenburgiſche Regierung in
Ge=
ſtalt von bundesfreundlicher Einwirkung ſeitens des
Reiches ſchaffen will, muß ich bemerken, für ſolch eine
Einmiſchung liegen Anhalte nicht vor. Die
Voraus=
ſetzungen der Artikel 19 und 71 Abſ. 2 der
Reichsver=
faſſung liegen hier nicht vor, weil es ſich nicht um eine
beſtehende Verfaſſung, ſondern um eine einzuführende
Verfaſſung handelt. Weiter kann auch zweifellos
Ar=
tikel 78 Abſ. b nicht angewendet werden. Man möchte
dem Reiche die Befugnis geben, in ſolchen Fällen mit
einem Zwange einzugreifen. Geſchieht das aber, ſo
nimmt das Reich dem Einzelſtaat die Befugnis, ſeine
Verfaſſung ſelbſtändig und nach eigenem Ermeſſen zu
regeln, Damit würde der föderatine Charakter des
Reiches allerdings geändert. — Abg. Gröber (Ztr.):
Wir wünſchen, daß endlich dieſe Frage aus der Welt
geſchafft wird. Der fortgeſetzte Kampf muß aufhören.
Reichstag und Bundesrat können aber einem einzelnen
Staat nicht vorſchreiben, dieſe oder jene Verfaſſung
einzuführen. Wir Süddeutſche wollen in unſere
Au=
gelegenheiten nicht hineinreden laſſen. Dasſelbe müſſen
wir auch den Norddeutſchen zugeſtehen. — Abg. von
Dirkfen (Rp.): Als Mitglied der Ritterſchaft wünſche
ich, daß eine Einigung bald erreicht wird.
Abg.
Frohme (Soz.): Die mecklenburgiſchen Zuſtände ſind
eine Schmach und Schande für das ganze Reich.
Die Beratung wird hierauf auf morgen 1 Uhr
ver=
tagt. Vorher Interpellation, betreffend die
Maßregel=
ung oberſchleſiſcher Beamten. Schluß 6 Uhr.
Die Eröffnung des Preußiſchen Landtags.
* Berlin, 11. Jan. Der Preußiſche
Land=
tag wurde heute vom König mit folgender
Thron=
rede eröffnet:
Die Staatsfinanzen welche durch die
Un=
gunſt der wirtſchaftlichen Verhältniſſe in
Mitleiden=
ſchaft gezogen waren, beginnen ſich infolge der
allmäh=
lichen Wiederbelebung von Handel und Verkehr
lang=
ſam zu beſſern, ſodaß ſich vorausſichtlich auch der für das
laufende Etatsjahr veranſchlagte Fehlbetrag nicht
un=
erheblich ermäßigen wird. — Immerhin kann von den
ſtaatlichen Betriebsverwaltungen,
insbeſon=
dere der Eiſenbahnverwaltung, bei ihren ſtark
geſtiegenen Selbſtkoſten auch für das Jahr 1910 kein ſo
hoher Zuſchuß zu den allgemeinen Staatsausgaben wie
in den früheren Jahren erwartet werden. Dazu kommt,
daß von den rund 200 Millionen Mark, durch welche die
Beſoldungsaufbeſſerungen die Staatskaſſe dauernd
be=
laſtet haben, nur der kleinere Teil in neuen Stenern
Deckung gefunden hat. Trotz größter Beſchränkung
wird daher auch der Etatsentwurf für das kommende
Jahr mit einem zwar gegen die Vorjahre verringerten,
aber doch noch namhaften Fehlbetrag abſchließen. Dieſe
Sachlage macht auch weiterhin die möglichſte
Zurückhalt=
ung in allen ſtaatlichen Aufwendungen zur Pflicht, um
die Einnahmen und Ausgaben nach und nach wieder
auszugleichen.
Dem vom Hauſe der Abgeordneten kundgegebenen
Wunſche entſprechend, iſt in dem Entwurke des Etats
verſucht worden, zur Herbeiführung größerer
Gleich=
mäßigkeit im geſamten Staatshaushalt einer
übermüßi=
gen Inanſpruchnahme der ſchwankenden
Eiſenbahner=
träge für andere ſtaatliche Zwecke angemeſſene
Schran=
ken zu ſetzen.
Zur Erweiterung und beſſeren Ausrüſtung des
Staatseiſenbahnnetzes, ſowie zur Unterſtützung von
Kleinbahnen werden wiederum erhebliche Mittel
ange=
fordert werden.
Die Fürſorge für die ſchulentlaſſene
Jugend erheiſcht eine weitere Ausbreitung und
Ent=
wicklung des Fortbildungsſchulweſens auch auf dem
platten Lande. Geſtützt auf die günſtigen Wirkungen
des im Jahre 1904 für die Provinz Heſſen=Naſſau
er=
laſſenen Geſetzes wird meine Regierung Geſetze
vor=
ſchlagen, die auch in den Provinzen Pommern,
Schle=
ſien und Weſtfalen den Kommunalverbänden das Recht
verleihen ſollen, die Pflicht zum Beſuch ländlicher
Fort=
bildungsſchulen einzuführen.
Den Beſtrebungen zur Förderung der
inne=
ren Koloniſation, namentlich auch zur
Seßhaft=
machung von Arbeitern, wird fortgeſetzt die größte
Auf=
merkſamkeit zugewendet. Ein Geſetzentwurf, der
die Mittel zur Gewährung von
Zwiſchen=
kredit bei Rentengutsgründungen erhöht, wird Ihnen
demnächſt zugehen.
Das älteſte der geltenden preußiſchen
Gemeinde=
verfaſſungsgeſetze, die Gemeindeordnung für
die Rheinprovinz vom 2. Juli 1845, vermag nicht
mehr allen Anforderungen gerecht zu werden, welche die
bedeutſame Entwickelung dieſer Provinz an die
Ge=
meindeorganiſation ſtellt. Eine Novelle will dieſes
Ge=
ſetz den Aufgaben der Gegenwart anpaſſen. Während
die Reichsgeſetzgebung eine doppelte Heranziehung zu
den direkten Staatsſteuern innerhalb des Reiches
ver=
hütet, fehlt es bisher für die direkte
Kommunalbeſtener=
ung an einem ähnlichen Schutze. Ein Geſetzentwurf ſoll
die Möglichkeit ſchaffen, kommunalen
Doppelbeſteuer=
ungen innerhalb der einzelnen Bundesſtaaten im
Ver=
waltungswege entgegenzutreten.
Um die als notwendig erkannte Reform der
inne=
ren Verwaltung zu fördern, habe ich im Juni
des vergangenen Jahres eine beſondere
Immediatkom=
miſſion ſachverſtändiger und erfahrener Männer aus
den verſchiedenſten Kreiſen berufen, die unter dem
Vor=
itze des Miniſters des Innern ihre Arbeiten alsbald
begonnen hat. Ihre gutachtlichen Vorſchläge werden
die Grundlage für die weiteren Beſchlüſſe und für
ge=
ſetzgeberiſche Vorlagen meiner Regierung bilden. Ich
vertraue darauf, daß auch Sie, meine Herren, alsdann
bereit ſein werden, das für die Fortentwickelung des
Landes wichtige Werk nach Kräften zu unterſtützen.
Endlich harrt Ihrer noch eine ernſte Aufgabe. Die
Vorarbeiten für eine Reform des
Wahl=
rechts zum Hauſe der Abgeordneten ſind
ihrem Abſchluſſe nahe. Eine Vorlage wird in einigen
Lochen Ihrer Beratung unterbreitet werden. Strenge
Sachlichkeit und pflichtbewußte Staatsgeſinnung wird,
des bin ich gewiß, wie bisher die Entſchließungen der
preußiſchen Landesvertretung leiten. Und ſo erhoffe ich
von der bevorſtehenden Tagung ſegensreiche Ergebniſſe
für die Wohlfahrt des Vaterlandes.
* Berlin, 10. Jan. Zu Beginn der heutigen
Sitzung des Abgeordnetenhauſes begrüßte
Miniſterpräſident v. Bethmann Hollweg das Haus und
verſicherte, er werde bemüht ſein, das Vertrauen,
wel=
ches das Haus ihm bisher entgegengebracht habe, als
unentbehrliche Grundlage einer erſprießlichen
Ge=
ſchäftsführung weiter zu pflegen. (Lebhafter Beifall.)
Sodann gab Finanzminiſter Frhr. v. Rheinbaben ſein
Finanzexpoſee.
Ein Beleidigungsprozeß in wiſſenſchaftlichen
Kreiſen.
(Profeſſor Ruhland gegen Profeſſor Biermer.)
sh. Berlin, 10. Januar.
Vor der 9. Strafkammer des Landgerichts Berlin I
als Berufungsinſtanz wurde hente wiederum die
Privatklage des Profeſſors Dr. jur. et. phil. Guſtav
Ruhland, des wiſſenſchaftlichen Beirates des
Bun=
des der Landwirte, gegen den Gießener Profeſſor Dr.
Magnus Biermer verhandelt. Der Privatbeklagte
hat vör einigen Jahren eine Broſchüre, betitelt: „
Ruh=
land, Köhler=Langsdorf u. Ko.”, erſcheinen laſſen, die
ſchwere Vorwürfe gegen die wiſſenſchaftliche
Quali=
fikation und die politiſche Tätigkeit Profeſſor Ruhlands
enthält. In der Broſchüre wird der Privakläger als
ein hauſierender Geſchäftsmann bezeichnet, der
unlau=
teren Wettbewerb treibe. Er ſei ein wiſſenſchaftliches
Chamäleon und habe gegen perſönliche Vorteile ſeine
frühere nationalökonomiſche Ueberzeugung gewechſelt=
Ruhland habe weiter ſich als Proteſtant nicht geſcheut,
eine Profeſſur an der Dominikaner=Univerſität von
Freiburg in der Schweiz anzunehmen und zwar zu
einer Zeit, als die Reichsdeutſchen einen Exodus aus
der Univerſität machten und kein anſtändiger
katholi=
ſcher deutſcher Profeſſor eine Stelle an ihr
angenom=
men hätte. Er habe ſchließlich Intrigen geſponnen und
mit dem Abgeordneten der heſſiſchen Kammer
Köh=
ler=Langsdorf eine Intereſſengemeinſchaft
gebil=
det, um Profeſſor Biermer aus deſſen Gießener
Pro=
ſeſſur zu verdrängen.
Die Beleidigungsklage beſchäftigte am 19. und 20.
November 1908 die 147. Abteilung des Amtsgerichts
Berlin=Mitte. In der Verhandlung wurden u. a.
Ge=
heimrat Elſter aus dem Kultusminiſterium, die
Pro=
eſſoren Dr. Conrad=Halle, Dr. Lexis=Göttingen, ſowie
der Münchener Profeſſor Lujo Brentano, letzterer in
einem ſchriftlichen Gutachten, als Sachverſtändige
ge=
hört. Das Schöffengericht ſprach den
Be=
klagten Biermer frei, weil es den
Wahrheits=
beweis für die von Profeſſor Biermer erhobenen
An=
ſchuldigungen für erbracht anſah und dieſem außerdem
den Schutz des § 193 zubilligte. Die Berufung gegen
dieſes Urteil geht von dem Privatkläger aus.
Die heutige Verhandlung findet unter dem
Vor=
ſitz des Landgerichtsdirektors Neufeld ſtatt. Dem
Pri=
vatkläger ſtehen der bekannte konſervative Agitator
Rechtsanwalt Ulrich (Berlin) und Rechtsanwalt Putz
(München) zur Seite, der Beklagte wird verteidigt durch
Rechtsanwalt Gottſchalk (Schöneberg). Neben Profeſſor
Lexis (Göttingen) ſind diesmal noch Profeſſor Adolf
Wagner (Berlin), Profeſſor Dr. Schmoller (Berlin)
und Profeſſor Sombart geladen. Unter den Zeugen
befinden ſich Frhr. v. Wangenheim, der Vorſitzende des
Bundes der Landwirte, deſſen Direktor Plaseuda, der
Abgeordnete der heſſiſchen Kammer Köhler=Langsdorf,
welch letztere beiden bereits im erſten Prozeß als
Zeugen fungiert hatten, der Bundesführer Dr. Röſicke,
Prof. Dr. v. Savigny u. a. — Der Vorſitzende regt
zu=
nächſt einen Vergleich an, der, gleich wie der vor dem
Amtsgericht vorgeſchlagene, daran ſcheitert, daß Prof.
Biermer ſich lediglich zu einer Zurücknahme der
for=
malen Beleidigungen verſtehen will. Es wird ſodann
in die Verhandlung eingetreten und zunächſt das
Ur=
teil der erſten Inſtanz und hierauf die gegen 60 Seiten
ſtarke Broſchüre verleſen. Die Verleſung nimmt
meh=
rere Stunden in Anſpruch.
Profeſſor Biermer erklärt, in Wiederholung
ſeiner Ausführungen vor dem Schöffengericht, daß
Proſeſſor Ruhland in ſeinen wiſſenſchaftlichen
An=
ſchanungen plötzlich eine Schwenkung habe eintreten
laſſen, die er nur auf Zweckmäßigkeitsgründe
zurück=
führen könne. Ruhland ſei zunächſt Freihändler und
Mancheſtermann geweſen und habe antiſchutzzöllneriſche
und antibimetalliſtiſche Anſichten vertreten. Ein Jahr
ſpäter ſei der Umſchwung in ſeinen Anſichten
eingetre=
ten und Profeſſor Ruhland habe nunmehr den Antrag
Kanitz als eine unerläßliche Forderung ſeines
Agrar=
programms bezeichnet. Dieſe Wandlung ſei nur durch
äußere Gründe hervorgerufen worden. Profeſſor
Bier=
mer geht weiter auf die Tatſache ein, daß Köhler=
Langsdorf verſucht habe, Profeſſor Ruhland als
agrari=
ſchen Profeſſor der Nationalökonomie nach Gießen zu
bringen. Die Verhandlungen dürften noch den ganzen
morgigen Tag in Anſpruch nehmen.
Luftſchiffahrt.
* Friedrichshafen, 10. Jan. Die
Zeppe=
lin=Geſellſchaft teilt mit: Seitdem in
Frank=
furt a. M. die Luftſchiffbau=
Aktiengeſell=
ſchaft gegründet wurde und ſeitdem wegen der
Er=
richtung von Luftſchiffhallen in beſtimmten
ein=
zelnen Städten ſeitens dieſer Geſellſchaft
Unterhand=
lungen angeknüpft wurden, ſind mehrfach von dritter
Seite Verſuche gemacht worden, eine große allgemeine
Bewegung zum Zwecke von Hallenbauten zu
eut=
achen, und faſt beliebige, ſelbſt kleinſte Kommunen zur
Errichtung von Luftſchiffſtationen oder zur Hergabe
von Gelände für ſolche zu ermuntern. Um einer
da=
durch eingetretenen Verwirrung, die ſich uns in
viel=
fachen Zuſchriften offenbart, entgegenzutreten, erklären
wir wiederholt, daß der Luftſchiffbau Zeppelin G. m.
b. H. und die ihm naheſtehende Deutſche Luftſchiffahrts=
Aktiengeſellſchaft dieſen Verſuchen fernſteht. Die
Deutſche Luſtſchiffahrts=Aktiengeſellſchaft wird klar und
ſchrittmäßig bei der Anlegung von
Luftſchiffahrtsſtatio=
nen vorgehen, wie die künftige Erfahrung der Praxis
und die einheitliche Organiſation ihrer
Fahrtveranſtal=
tungen es mit ſich bringt. Sie wird alſo, ſozuſagen,
Betriebsluftſchiffe gleich für die Hallen, wo dieſe
ent=
ſtehen ſollen, mitbringen. Was in dieſer Beziehung
von anderer Seite, was insbeſondere von einem „
Ko=
mitee zur Errichtung von Luftſchiffahrtſtationen im
Reiche” das neuerdings in Frankfurt a. M. ſich
kon=
ſtituiert hat, geboten und geplant wird, vermögen wir
nicht zu erkennen. Wir können uns jedenfalls aber
nicht denken, daß das Vorgehen des deutſchen Komitees
im allgemeinen Intereſſe liegt, ſo lange es nicht eine
kapitalkräftige Geſellſchaft hinter ſich hat, die einen
Luftverkehr und die geplanten Hallen zu leiten in der
Lage iſt.
sr. Ueber einige Flugverſuche deutſcher
Aviatiker wird aus Breslau und Nürnberg
be=
richtet. Danach unternahm in Nürnberg der Aviatiker
Rohauer mit einem Monoplan in der Nähe von
Leichen=
dorf einen erſten Flugverſuch. Der Apparat erhob ſich
zunächſt glatt in die Höhe, ſtürzte dann aber infolge
eines Motordefektes ab, ohne daß indes der Führer
oder die Maſchine ernſtlichen Schaden erlitten. In
Breslau unternahm der frühere Rennfahrer Heidenreich
auf der dortigen Pferderennbahn mit einem
ſelbſtkon=
ſtruierten Apparat einen wohlgelungenen Aufſtieg. Nach
mehreren Flügen rund um die Bahn erfolgte auch die
Landung, die ſonſt den Anfängern meiſt größere
Schwie=
rigkeiten zu machen pflegt, glatt.
Sport.
sr. Die Zahl der Automobile in den
europäiſchen Hauptſtädten wird auf Grund
einer amtlichen Statiſtik für Berlin, London, Paris und
Wien wie folgt angegeben: Berlin zählt exkluſive
Char=
lottenburg, Schöneberg, Rixdorf und dem Kreiſe Nieder=
Barnim 3736 Automobile, davon 2800 Privatautomobile
und 936 Kraftdroſchken. In London wurden 43000
Auto=
mobile gezählt, davon 23559 Wagen in Privatbeſitz,
4789 öffentliche Fuhrwerke, 4074 Laſtwagen und 10 588
Motorräder. In Paris beträgt dagegen die Geſamtzahl
nur 10724, davon 7124 Privatautomobile und 3600
öffentliche Fahrzeuge. Die Wiener Zahlen ſind erheblich
geringer und belaufen ſich zuſammen auf 2329. London
ſteht alſo bei weitem an der Spitze.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Nummer 2.
Sr. Das Kieler Sechstage=Rennen brachte
am erſten Tage bereits verſchiedene Zwiſchenfälle. Die
acht am Start erſchienenen Paare ſchrumpften bereits
auf ſechs zuſammen, da Hauptmann, Suden, Kühl
und Vollring aufgaben, während ihre Partner neue
Mannſchaften bildeten. Nach 18 Stunden waren von
der Spitzengruppe 421 km 980 m zurückgelegt, Zeeh=
Mochar lagen 1, Blau=Sonntag 3 Runden zurück. Nach
24 St. zeigte das Rennen folgendes Bild: Jonke=
Kendel=
bacher, Arend=Stabe, Wittig=Rottnick 571 km 140 m,
Zeeh=Mochar 1 R., Blau=Sonntag 3 R., Rädlein=
Hart=
mann 5 R. zurück. In der 29 St. unternahm
Kendel=
bacher, gefolgt von Arend, einen ſchönen Spurt, der ſchon
beinahe zur Ueberrundung des Feldes geführt hatte, als
Arend zu Fall kam. Der Berliner erlitt ziemlich
ſchmerz=
hafte Hautabſchürfungen, ſodaß er ſich in ärztliche
Be=
handlung geben und das Rennen auf kurze Zeit
unter=
brochen werden mußte. Nach 33 St. waren von
den unverändert an der Spitze liegenden drei
Mann=
ſchaften 756 km 560 m zurückgelegt.
sr. Das Pariſer Weltmeiſterſchafts=
Ring=
kampfturnier iſt jetzt in den Ausſcheidungskämpfen
beendet. Für die Entſcheidungskämpfe qualifizierten ſich:
Peterſen=Dänemark, Aimable de la Calmette=Frankreich,
Clemens=Frankreich, Schackmann=Deutſchland, Romanoff=
Rußland, Charles d’Anvers=Belgien, Steurs=Belgien,
Pohl=Abs II=Deutſchland, Maſſetti=Italien, Paul Pons=
Frankreich, Vervet=Frankreich, Daumas=Frankreich, Zipps=
Amerika und Rajhoviz=Serbien.
Handel und Verkehr.
* Hamburg, 11. Jan. Gegenüber den in der
Preſſe neuerdings verbreiteten Meldungen, nach denen
die Verhandlungen zwiſchen den La Plata=
Kon=
ferenz=Reedereien, ſowie der Doppe
Men=
zell=Gruppe wieder aufgenommen ſeien und
be=
reits zu einer Verſtändigung über die weſentlichſten
Punkte geführt haben ſollen, wird von zuſtändiger
Seite feſtgeſtellt, daß dieſe Meldung eine durchaus
un=
richtige Darſtellung der Verhältniſſe gibt. Um den
falſchen Vorſtellungen, welche die Notiz hervorrufen
könnte, vorzubeugen, ſehen ſich die verbündeten
dent=
ſchen Geſellſchaften veranlaßt, mitzuteilen, daß die
Wahrſcheinlichkeit einer Einigung mit der Firma
Mei=
zell heute noch genau ſo unſicher iſt, wie vor Monaten,
daß im Gegenteil höchſte Wahrſcheinlichkeit beſteht, daß
die Hamburger und Bremer Reedereien beſchließen
werden, jede Verſtändigung mit der Menzell=Gruppe
abzulehnen.
Literariſches.
— Friedeich Jacobſen, Die Lore am Tore.
Roman. Preis geheftet 4 Mt., elegant gebunden 5 Mk.
Verlag von W. Vobach & Ko., Berlin=Leipzig=Wien. Der
neueſte Roman Friedrich Jacobſens „Die Lore am Tore‟
iſt ein Buch, in dem jeder „noch gerne ſinnend weiterlieſt,
auch wenn er es lang ſchon zugeſchlagen‟. Der
geheim=
nisvolle Zauber, den die Kunſt auf empfängliche Naturen
ausübt und der ſo oft junge, begeiſterungsfähige
Men=
ſchenkinder aus der vorgezeichneten Lebensbahn reißt,
be=
herrſcht auch die Schickſale der Menſchen dieſes Buches.
Mit warmer Anteilnahme wird der Leſer der plaſtiſchen,
fein pſychologiſchen Erzählung folgen, die ſo viele tiefe
Lebensweisheit enthält. Der Roman „Die Lore am
Tore” eignet ſich hervorragend als Geſchenk, das jedem
Leſer einen hohen Genuß bieten wird.
„Aus Bruch und Heide‟ Geſchichten,
Bil=
der, Skizzen und Gedichte von Arthur Manke (Oskar
Eulitz’ Verlag, Liſſa i. P., Preis 1 Mark). Eine reiche
Blütenleſe von Erinnerungen aus dem Leben, von
Stimmungen und poetiſchen Schilderungen hat der
Autor in dieſem Büchlein zu duftendem Strauße
ge=
wunden und bietet ſie dar allen, die an kraftvollen
Schilderungen charakteriſtiſcher Menſchen und
Natur=
ſchönheiten Freude haben.
— Schiller. Von Profeſſor Dr. Theobald
Zieg=
ler in Straßburg. Mit dem Bildnis Schillers von
Kügelgen. 2. Auflage. („Aus Natur und Geiſteswelt.”
Sammlung wiſſenſchaftlich=gemeinverſtändlicher
Dar=
ſtellungen aus allen Gebieten des Wiſſens. 74. Band.)
Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. 8. 1909. Preis
geh. 1 Mark, in Leinw. geb. 1,25 Mark. Von einer
feinſinnigen Analyſe ſeiner Werke ausgehend, führt
uns der Verfaſſer in das Leben des Dichters ein, und
indem er uns zeigt, wie dieſer und die Werke
ver=
ankert ſind in den Anſchauungen ſeiner Zeit, gewinnen
wir den Einblick in deren kulturhiſtoriſchen
Hinter=
grund, der auch zum vollen Verſtändnis des Genies
nicht entbehrt werden kann. Nimmt daher auch die
Beſprechung der dramatiſchen Werke den weiteſten Raum
ein, ſo läßt Verfaſſer doch auch die hiſtoriſchen und
philoſophiſchen Studien als ein wichtiges Glied in der
Kette der Entwickelung des Dichters nicht
unberückſich=
tigt, und ebenſo werden zu dieſem Zwecke einzelne
ſeiner literariſchen Gedichte herangezogen. Eine
be=
ſondere Zierde des Buches bildet die ihm beigegebene
treffliche Reproduktion von Kügelgens Schillerbildnis.
Darmſtadt, 12. Januar.
H. K. Die Meiſterprüfung haben vor der
Prüfungs=
kommiſſion für die Provinz Starkenburg in der
Herbſt=
prüfung 1909 beſtanden und dadurch die Befugnis zum
Anleiten von Lehrlingen ſowie zur Führung des
Meiſtertitels in Verbindung mit ihrem Handwerk
er=
worben: Allmann, Jakob, Schuhmachermeiſter, Unter=
Moſſau. Appel, Gg. Heinr., Schmiedemſtr., Altheim.
Ball, Martin, Buchbindermſtr., Darmſtadt. Bechtel,
Adam, Wagnermſtr., Ellenbach. Berker, Pet. Mich.,
Spenglermſtr., Offenbach. Bicht, Jakob, Metzgermſtr.,
Gernsheim. Brücher, Gg. II., Weißbindermſtr., Groß=
Umſtadt. Burger, Ernſt, Schreinermſtr., Groß=Zimmern.
Burkard, Peter VIII., Portefeuillermſtr., Bieber.
Eckert, Gg., Bäckermſtr., Michelſtadt. Egry, Joh. Val.,
Schmiedemnr., Gernsheim. Eichmann, Heinr.,
Schnei=
dermſtr., Pfungſtadt. Emge, Pet. Joh., Weißbindermſtr.,
Klein=Welsheim. Frölich, Gg., Zimmermſtr., Ober=
Oſtern. Gottwald, Frd. Wilh., Bäckermſtr.,
Wald=
michelbach. Hartmann, Gg., Friſeurmſtr., Mühlheim.
Hebel, Peter, Schneidermſtr., Darmſtadt. Hohenhoff,
Inl., Konditormſtr., Darmſtadt. Hofferberth, Gg.,
Bäcker=
meiſter, Höchſt i. O. Inſel, Gg., Spenglermſtr.,
Offen=
bach. Johann, Gg. II., Zimmermſtr., Kreidach.
Kanz=
ler, Gnſt., Friſeurmſtr., Darmſtadt. Kehr, Karl,
Schrei=
nermſtr., Groß=Gerau. Keßler, Wilh., Schmiedemſtr.,
Schönnen. Kiehl, Ludw., Schmiedemſtr., Erbach. Klenk,
Konrad, Kaminfegermſtr., Lampertheim. Klingler,
Adam, Friſeurmſtr., Darmſtadt. Koch, Ludw.
Schuh=
machermſtr., Pfungſtadt.
Kohl, Joh., Küfermſtr.,
Reichelsheim. Köhler, Arthur, Buchbindermſtr.,
Darm=
ſtadt. Körber, Gg. Pet., Schmiedemſtr., Würzberg.
Lampert, Jak. II. Bäckermſtr., Eberſtadt. Muſel, Joh.,
Dachdeckermſtr., Offenbach. Müller, Albert,
Tapezier=
meiſter, Neu=Iſenburg. Nover, Mich., Joſ.,
Schuh=
machermſtr., Seligenſtadt. Petrick, Rob.,
Kaminfeger=
meiſter, Groß=Gerau. Pfaff, Heinr., Glaſermſtr.,
Michel=
ſtadt. Ritzert, Heinr., Friſeurmſtr., Darmſtadt. Roth,
Phil. Wilh., Spengler= und Inſtallateurmſtr.,
Darm=
ſtadt. Schellhaas, Gg., Bäckermſtr., Groß=Bieberau.
Schmidt, Gg., Schmiedemſtr., Unter=Oſtern. Schröder,
Frd. Wilh., Polſterer= und Dekorateurmſtr., Darmſtadt.
Schwinn, Pet., Friſeurmſtr., Rüſſelsheim. Staub, Wilh.,
Elektromechanikermſtr., Neu=Iſenburg. Stork, Walter,
Struve,
Weißbinder= und Malermſtr., Darmſtadt.
Hermann, Weißbinder= und Lackierermſtr., Michelſtadt.
Treiber,
Trautmann, Joſ., Metzgermſtr., Michelſtadt.
Joh., Zimmermſtr., Birkenau. Vetter, Joh.,
Schreiner=
meiſter, König. Vetter, Wilh., Metzgermſtr., Darmſtadt.
Volk., Mich., Schmiedemſtr., Ober=Kinzig. Werlé Gg.,
Bäckermſtr., Steinbach i. O. Wiegand, Karl,
Porte=
fenillermſtr., Neu=Iſenburg. Wörner, Gg., Bäckermſtr.,
Eberſtadt. Wurzel, Adam M., Metzgermſtr.,
Seligen=
ſtadt. Zabolitzki, Pet. Kilian, Sattlermſtr., Seligenſtadt.
Zehnbauer, Joh. Adam, Metzgermſtr., Bensheim.
Offenbach, 11. Jan. Verſchiedene Schüler der
Knabenſchule im Franzöſiſchen Gäßchen befanden ſich
geſtern auf dem Heimwege, als einer von ihnen, der
13jährige Hermann Klohoker, ein Terzerol
hervor=
zog, um damit zu ſchießen. Nachdem er einen Schuß
abgegeben hatte, gab er das gefährliche Spielzeug auf
Verlangen ſeinem Kameraden, dem gleichalterigen
Lud=
wig Zoll. Während ſich die anderen abſeits ſtellten,
drückte er ab, aber der Schuß ging nicht los. Als der
Eigentümer der Waffe nun herbeikam und das Terzerol
aufmachen wollte, um die Urſache des Verſagens zu
er=
gründen, entlud ſich plötzlich die Waffe, und die Kugel
fuhr dem bebauernswerten Klohoker in den Magen. Der
ſchwer Verletzte wurde ſofort in das Krankenhaus
ge=
bracht, wo er hoffnungslos daniederliegt.
* Gießen, 11. Jan. Bei Friedensdorf im
Hinter=
lande iſt heute vormittag die neu erbaute
Lahn=
brücke vollſtändig zuſammen geſtürzt.
Menſchenleben ſind nicht zu beklagen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
** Hamburg, 11. Jan. Die von Hamburg
aus=
gegangene Bark „Lady Eliſabeth” ſtieß in der Nähe
des Borkumer Feuerſchiffes mit dem Schleppdampſer
Drei
„Triton” zuſammen. Der „Triton” ſank.
Mann ſeiner Beſatzung ſind ertrunken. Die Bark,
anſcheinend beſchädigt, wurde nach Bremerhaven
ein=
geſchleppt.
* Bremen, 11. Jan. Der Dampfer „
Prin=
zeſſin Irene” des Norddeutſchen Lloyd hat geſtern
nachmittag um 4½ Uhr Dover paſſiert und iſt in der
Nähe des Galloper Leuchtſchiffes mit dem ihm
entgegen=
geſandten Tender „Seeadler” zuſammengetroffen. Die
„Prinzeſſin Irene” hat dann in Begleitung des
Dampfers „Seeadler” die Reiſe nach der Weſer
fort=
geſetzt und dürfte im Laufe der kommenden Nacht in
Bremerhaven eintreffen.
* Saloniki, 11. Jan. Der Wali von Saloniki
unter=
ſagte wegen des ſerbiſchen Proteſtes die
Auf=
führung der „Luſtigen Witwe” durch eine
Wiener Operettentruppe, gab aber ſpäter ſeine
Einwilligung. Die Serben verübten deshalb während
der Vorſtellung Ausſchreitungen und ſchleuderten
auf das Publikum Seſſel, faule Eier und Tinte. Die
Polizei und Militär entfernten alsdann die Serben,
worauf die Vorſtellung unter militäriſchem Schutze
ihren Fortgang nahm.
H. B. Straßburg, 11. Jan. Die amtliche
Korreſpon=
denz veröffentlicht folgendes Schreiben: Wie wir
verneh=
men, hat der kaiſerliche Statthalter an den
Biſchof von Straßburg ein Schreiben gerichtet, in
dem er gegenüber dem Antwortſchreiben Stellung nimmt,
das der Biſchof unter dem 4. dieſes Monats in
betreff der Frage des Beitrittes der elſaß=
lothrin=
giſchen katholiſchen Volksſchullehrer zum deutſchen
Leh=
rerverein dem Staatsſekretär geſandt hat. Form
und Inhalt dieſer Veröffentlichung des amtlichen
Organs erregen hier lebhaftes Befremden, da nunmehr
der Statthalter ſelbſt in den Vordergrund tritt, im
Wider=
ſpruch zu dem Verhalten des Staatsſekretärs aber die
Er=
örterung des Themas aus der Oeffentlichkeit entfernen zu
wollen ſcheint. Man erwartet, daß das Schreiben des
Statthalters doch noch der Oeffentlichkeit übergeben wird.
H. B. Straßburg i. E., 11. Jan. Die Antwort
des kaiſerlichen Statthälters an den
Bi=
ſchof Dr. Fritzen in der Angelegenheit der
katho=
liſchen Lehrer iſt deshalb nicht der Oeffentlichkeit
über=
geben worden, weil man auf Seiten der hieſigen
Re=
gierung gern alles vermeiden möchte, was den Streit
verſchärfen könnte. Sollte indeſſen der Fortgang der
Erörterungen es geraten erſcheinen laſſen, dieſe
Zurück=
haltung aufzugeben, ſo wird das Schreiben des
Statt=
halters unverzüglich veröffentlicht werden. In der
Sache ſelbſt teilt der Statthalter, ſo viel kann als
feſt=
ſtehend angeſehen werden, den prinzipiellen Stand=
unt, den der Statsſekretür Zorn von Bulach dem
Biſchof gegenüber eingenommen hat.
* Wien, 11. Jan. In der heutigen zweiſtündigen
Audienz wurde Graf Khuen=Hedervary vom
Kai=
ſer mit der Kabinettsbildung betraut.
Lu=
kacs legte ſeine Miſſion nieder. Graf Khuen erklärte
nach der Andienz, er werde in Peſt Verhandlungen
über die Kabinettsbildung einleiten und auch dort ſein
Programm veröffentlichen.
H. B. Prag, 11. Jan. Von den in der
einge=
ſtürzten Sandgrube bei Saaz begrabenen
Ar=
beitern konnte bis jetzt noch kein weiterer, außer der
bereits geborgenen Leiche, zutage gefördert werden,
Eine große Anzahl Poliziſten und Fenerwehrleute ſind
fortgeſetzt an der Unglücksſtätte tätig. Die
Bergungs=
arbeiten werden auch abends und nachts bei
Fackel=
ſchein fortgeſetzt. Sie erfordern wegen der Gefahr des
Nachſturzes große Vorſicht. Bisher war es unmöglich,
die genaue Zahl der Verunglückten feſtzuſtellen.
Jeden=
falls befindet ſich noch eine Anzahl Arbeiter in der
Sandgrube. Als Urſache des Zuſammenbruches nimmt
man an, daß ſich die Erdſchichten durch das Tauwetier
der letzten Tage gelockert haben und die Decke die Laſt
nicht mehr zu tragen vermochte.
H. B. Liſſabon, 11. Jan. Die Geheimpolizei hat ein
großes raffiniert angelegtes Komplott gegen das
Leben König Manuels von anarchiſtiſcher Seite
entdeckt. Bei den vorgenommenen Unterſuchungen und
Hausſuchungen wurden über 40 Verhaftungen
vorgenom=
men. Unter den Verhafteten befinden ſich alte Anarchiſten,
die ſeinerzeit bereits an der Verſchwörung gegen das
Le=
ben des Königs Carol teilgenommen hatten. In der
letz=
ten Nacht haben die Polizeiwachen auf verdächtige
Indi=
viduen geſchoſſen. Die Wachen ſind verdoppelt worden.
Unter der Bevölkerung herrſcht große Erregung.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Montag früh: Ein
ſtarkes, von Süden nach Norden gerichtetes Druckgefälle
ruft in faſt ganz Europa milde und lebhafte
Süd=
ſtrömung hervor, die vielfach geringen Regen bringt.
Das Zentrum des tiefen Druckes zieht oſtwärts und
liegt heute früh mit zirka 720 Millimeten bei der
Nord=
ſpitze Enropas. Ueber Weſteuropa auf der Rückſeite des
Wirbels bringen Weſt= und Nordweſtwinde Abkühlung.
Es ſcheint demnach kein neues Tiefdruckgebiet vom
Ozean her zu folgen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 12. Jan.:
Starke weſtliche Winde, kälter, Niederſchläge, meiſt
Schnee, beſonders im Gebirge.
6 Pfund zugenommen.
Gumbinnen, den 15. Juni 1909. Ich habe jeden Morgen
und Abend eine Taſſe Bioſon getrunken, um kräftiger zu
werden und an Körpergewicht etwas zuzunehmen; hatte
dabei auch den gewünſchten Erfolg. „Bioſon” nahm ich ſehr
gerne, denn es bekam mir viel beſſer als Kaffee und verlieh
mir dabei noch einen regen Appetit. Ich habe zufolge des
Bioſon=Trinkens 6 Pfund zugenommen. Ihr vorzügliches
Präparat werde ich allzeit warm empfehlen.
Hochachtungs=
voll! Max Wackernagel, Darkehmerſtraße 11/13.
Unter=
ſchrift beglaubigt: Dr. Albert Stremplat, Notar.
Bio=
ſon iſt das beſte und billigſte Kräftigungsmittel. Paket 3 M.
in Apotheken, Drogerien. Man frage ſeinen Arzt. (1219D
DA
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Leitender Arzt: Dr. mad. Litzner.
5
(en
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614a
[ ← ][ ][ → ]Nummer 9.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
eite 7.
Marke „Faustring 65 Pfg.) angsfettigt
dam urspfüngl. Rerept vom lengjähr, Fabrikanteg
Pfeilringseile: C. Naumenn Oſſenbach
rhrene en, .
Bei Kopfschmerz — Litrovanille!
(1240,40
Geſchäftliches.
Seit einigen Tagen veranſtaltet die Firma
Kath=
reiners Malzkaffee=Jabriken, München, in
hieſigen Kolonialwarengeſchäften einen
Gratisaus=
ſchank ihres Fabrikates. Jedem, der den betreffenden
Laden betritt, wird koſtenlos von jungen Damen eine
Taſſe Kathreiners Malzkaffee kredenzt. Den Leſern dieſes
Blattes, beſonders den verehrten Hausfrauen, ſei
em=
pfohlen, die günſtige Gelegenheit zu benützen, um ſich
ſelbſt davon zu überzeugen, wie ausgezeichnet
Kath=
reiners Malzkaffee ſchmeckt. Die Geſchäfte, in denen
die Koſtproben ſtattfinden, ſind durch Plakate
kennt=
lich gemacht.
(31262,39
Familiennachrichten.
Statt besonderer Anzeige:
Die glückliche Geburb des zweiten
Sohnes zeigen hocherfreut an
Leipzig, 10. Januar 1910
Dr. Sick,
Chefarzt am Diakonissenhaus
und Privatdozent,
Frau Luise Sick,
geb. Sell.
1154)
Oeeee
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
machen wir hiermit die ſchmerzliche
Mit=
teilung, daß unſer innigſtgeliebter Vater,
Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Onkel
und Großonkel
(12360f
Herr
Valentin Appel
Eisenbahnbetriebskontrolleur a. D.
Ritter p.
P=
heute im 90. Lebensjahre ſanft verſchieden iſt.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen
i. d. N.:
Frau Mathilde Rathmacher- Wue.
geb. Appel.
Frankfurt a. M.,
Darmſtadt,
den 10. Jan. 1910.
Montabaur,
Chicago,
Kranzſpenden ſind nicht im Sinne des
Ver=
ſtorbenen.
Feuerbeſtattung und Einſegnung findet ſtatt:
Donnerstag, den 13. Januar, nachm. 4 Uhr,
im Krematorium zu Offenbach a. M.
Todes-Anzeige.
(Statt besonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein
innigst-
geliebter, unvergesslicher Gatte, unser treubesorgter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder,
(B1173
Schwager und Onkel
Herr Rentner Georg Jacoby
heute Abend im 65. Lebensjahre sanft entschlafen ist.
Um stille Teilnahme bitten in tiefer Trauer:
Anna Jacoby, geb. Gärtner,
Georg Jacoby,
Revisor Fr. Weimar u. Familie,
Dr. R. Hammer u. Familie.
Darmstadt, 10. Januar 1910.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 12. Januar, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause,
Heidel-
bergerstrasse 92 aus, auf dem Bessunger Friedhof statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten.
Diermit die traurige Mitteilung, daß
geſtern abend 9 Uhr nach langem, ſchwerem,
mit großer Geduld ertragenem Leiden meine
innigſtgeliebte, einzige, unvergeßliche Tochter,
unſere gute Nichte und Tante
(1196
Elisabeth Walter
ſanft dem Herrn entſchlafen iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Jean Walter.
Traiſa, den 11. Januar 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
13. Januar, nachmittags 3½ Uhr, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter u. innigſter
Teilnahme bei dem Heimgang unſeres guten
Vaters
(1208
Herrn Christian Hill
Waagmeister i. P.
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Diehl
für die troſtreiche Grabrede, der Firma E. Merck,
der Freiwilligen Feuerwehr für die zahlreiche
Be=
teiligung und Kranzſpende, dem Evangel. Arbeiter=
und Handwerkerverein für Kranz und Nachruf,
dem Männer=Geſangverein „Liederkranz” u. dem
Schubert=Quartett für die erhebenden Grabgeſänge,
ſowie Allen, welche ihm die letzte Ehre erwieſen,
und für die zahlreichen Blumenſpenden unſeren
tiefgefühlten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Dresden, Radeberg i. S.
Patentſchriften=Auslegeſtelle in der Gewerbe=
Bibliothek, Neckarſtr. 3. Zeit der Benutzung: an allen
Wochentagen von 8½—12½ u. 2½—5½ Uhr (Samstag=
Mittag ausgenommen).
Todes-Anzeige.
Hierdurch zur Mitteilung, daß unſer liebes
Söhnchen
(1228
Christian
nach langem ſchweren Leiden im Alter von
3 Jahren ſanft verſchieden iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ludwig Debus, Schreinermeiſter.
Darmſtadt, 10. Januar 1910.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 13. Jan.,
vormittags 11 Uhr, von der Pankratiusſtr. 4
aus, ſtatt.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Kyritz=Pyritz”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Wiederbeginn der Proben des Muſikvereins um
8 Uhr.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz k (eine Wintertour vom
Ennstal bis zum Arlberg).
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 13. Januar.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Holzverſteigerung um 9 Uhr in der Schneiderſchen
Gaſtwirtſchaft zu Nieder=Ramſtadt.
Großh. Hofbibliothek., geöfnet Montag bis Freitag
von 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Kurſe vom 11. Januar 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bi. Staatspapiere. In Proz.
* Dſche. Reichsſchatzanw. 100,60
3½ Deutſche Reichsanl. 94,30
85,30
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,50
3½ do. Conſols . . . . 94,20
85,30
8 do.
do.
( Bad. Staatsanleihe . . 102,10
94,30
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl . 102,60
93,70
do.
3½
84,30
do.
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
* Heſſ. Staatsanleihe . 102,00
93,40
do.
½
82,10
do.
8
3 Sächſiſche Rente . . . 85,00
* Württemberger v. 1907 101,75
94,00
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,50
2e
Griechen v. 1887 . . 47,50
3‟ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 99,20
do. Goldrente . . 100,00
do. einheitl. Rente 95,00
3 Portug. unif. Serie I 63,10
do. unif. Ser. III 64,70
3 do.
Spezial . 12,70
5 Rumänier v. 1903 . . 102,50
4 do. p. 1890 . . 95,80
do.
v. 1905 . . 90,50
Ruſſen v. 1880 ₰ ₰. : ; 91,60
InProz.
Bl.
4 Ruſſen v. 1902 . z 7 91,20
do. v. 1905 . . . . 99,70
½ Schweden . . . . . . . 94,80
4 Serbier amort. v. 1895 84,70
4 Türk. Admin. v. 1903 88,30
do. unifiz. v. 1903 94,70
4 Ungar. Goldrente . . 95,90
4 do. Staatsrente . 92,70
5 Argentinier . . . . . . 101,40
92,00
do.
4
4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,90
do.
99,70
4½
4½ Japaner
. . . 97,70
Innere Mexikaner . . 100,70
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,30
5 Gold=Mexikaner . . . 102,70
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=Paker
fahrt . . . . . . . . 134,80
4 Nordd. Lloyd . . . . 103,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 11800
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 118,25
4 Gotthardbahn . . .
In Proz.
57.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 161,50
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,60
4 Pennſylvania R. R. 135,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 195,00
Werger=Brauerei . .
78,50
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 440,10
Fabrik Griesheim . . . . 256,25
Farbwerk Höchſt . . . . . 454,40
Verein chem. Fabriken
Mannheiss . . . . . . . 333,90
Lahmeyer . . . . . . . . 107,30
Schuckert . . . . . . . . . 138,00
Siemens & Halske . . . 244,25
Adlerfahrradwerke Kleyer 379,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 250,60
Gelſenkirchen . . . . . . . 220,40
Harpener . . . . . . . . . 213,40
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 220,50
Brioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,80
Pfälzer Prt. . . . . . 101,20
do.
3½
93,40
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,70
do.
ſteuerfrei . 98,80
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,10
do.
99,40
alte .
do.
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,70
do.
do.
59,10
3 Raab=Oedenburger . . 75,40
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,50
4 Kronpr. Rudolfbahn: 99,80
In Proz.
St.
Livorneſer . . . . . . 75,75
277
Miſſouri=Paciſie . . . 83,60
Bagdadbahn Mk. 408 87,40
5 Anatoliſche Eiſenb.. .
Tehuantepec . . . . . 102,50
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 183,50
4 Darmſtädter Bank . . 138,30
4 Deutſche Bank . . . . 249,70
4 Deutſche Vereinsbank 127,50
Diskonto=Geſellſchaft . 196,50
4 Dresdner Bank . . . . 164,00
4 Mitteldent. Kreditbk. 120,50
Nationalbk. f. Deutſchl. 130,50
Pfälzer Bank . . . . . 101,10
4
Reichsbank . . . . . . 150,80
Rhein. Kredit=Bank . 136,90
4 Wiener Bank=Verein 139,40
250
Pfandbriefe.
* Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,30
8½ do. S. 19. . . . . 92,80
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
91,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=B. 101,60
do.
3½
92,60
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,60
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,00
do. (unk. 1914) 91,80
3½
Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,50
da.
3½
93.60
InProz.
37.
Städte=
Obligationen
Darmſtadt . . . . 7 101,00
3½ do.
Frankſurs . .Fe z 101,00
3½ do.
96,00
Gießen . . 7T. „ 100,80
do.
3½
Heidelbers . 7..5 I 100,70
do
92,00
Karlsruhe . . 4. . 101,00
3½
do.
92,50
4 Magdeburg. . . . . . 101,70
3½ do.
4 Mainz . . . .0 —
3½ do.
Mannheis . . z. 7a 100,75
do.
3½
München . . . . S Se 101,60
3½ Nauheim
91,50
Nürnberg . . ade.101,30
3½ do.
Offenbach . . . . . . . 100,80
3½
4 Wiesbaden . . . . a. . 102,60
3½ do.
-
Worms . . . . . . . .
3½
92,20
4 Liſſaboner v. 1886. .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche Tlr. 100 158,40
3½ Cöln=Mindner „ 100 138,10
Donau=Reg. fl. 100 144,00
3. Holl, Komm. . 100 106.40
InProz.
Sf.
3 Madrider Fs. 100 78,70
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . .
.. 138,20
4 Oeſterr. 1860er Loſe 174,10
3 Oldenburger . . . . . 126,50
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
ſl. 7 40,00,
Braunſchweiger Tlr. 20 234,00
Freiburger
Fs. 15
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 10 28,00
Meininger
l. 7 39,60
Oeſterreicher p. 1864 „ 100 571,00
do. v. 1858 „ 100 462,00
Ungar. Staats
100
Venediger
Frs. 30 40,00
Türkiſche
„ 400 184,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . ℳ 20,40
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,18
Engliſche Noten . . . . . 20,41
Franzöſiſche Noten . . . . 81,30
Holländiſche Noten . . . . 168,65
Italieniſche Noten . . . . 80,90
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . . . 215½
Schweizer Roten . . . . . 81,06
Reichsbank=Diskonto . . . 5%
Reichsbank=Lombard Zäf. 6½
2
8
5
6
8
5
S
5
S.
S
8
2
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Vom 10. bis 22. Januar 1910
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Reinleinen Mark 1.40, 1.70 etc. per Meter.
Diverse Posten 150 und 160 cm breit Halbleinen für Bettücher
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Einige Posten 130 und 160 cm breit weisse Bettdamaste
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Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
3)
Graf Reimar ſtand jetzt wieder an der Seite der Frau
ſeines Oheims und bot ihr den Arm, und der blonde
Mann, der ſie vorher geführt, trat ſofort zurück.
Kein Aufſehen, gebot Reimars berriſcher Blick, und
die blaſſe Frau legte widerwillig aber unfähig, ſich
auf=
zulehnen, ihren Arm in den ſeinen.
So trat er an der Seite der Frau, die er einſt
geliebt und die ihn verraten, an das Grab des Mannes,
deſſen Tod ihn hier zum Herrn gemacht.
Ein Schauer rann durch ſeine Seele, als er über
den kleinen Friedhof der Inſel zu der offenen Gruft
ſchritt. Verwitterte Steine und wildes Moos,
ver=
worrenes Gerank, und ein blaſſer Phosphorſchimmer
von zuckenden Sonnenſtrahlen auf den Inſchriften
brannte. in ſeinen Augen.
„Lutz Randolt” blinkte es ihm plötzlich in goldener
Schrift von einem Grabſtein entgegen, und darunter
die Worte: „Gott ſei ſeiner armen Seele gnädig”.
Und wieder kam ein Schauer über ihn. War es
recht, daß er einſt dieſem leichtſinnigen Knaben da, der
ſeinen Vater faſt an den Bettelſtab gebracht, der
Un=
ehre und Schande auf ſeine Familie gehäuft, nicht die
Piſtole aus der Hand riß, die dem unheilvollen Leben
ein Ziel ſetzte? Hätte es nicht doch noch einen Ausweg
Seit es ihante, bet ahe e ter ar.
er ſelber alles verſucht, Lutz zu retten, als die
Kata=
ſtrophe hereinbrach?
Einen Augenblick legte es ſich wie ein eiſiger Alp
auf Graf Reimars Seele, dann aber hob er ſtolz das
braune, kühn geſchnittene Antlitz. In den dunklen
Augen glomm ein feſter, zielbewußter Wille, als er mit
der Frau, die noch immer das jetzt weinende Kind an
der Hand hielt, an der offenen Gruft ſtand, in der
langſam unter dem Gebet und Segen des Geiſtlichen
der Sarg verſank.
Es war, als käme vom Meere herüber zu der ſtillen
„Inſel der Seligen” ein Wehelaut, als klänge ein
ver=
haltenes Wimmern aus den verſunkenen Steinen, die
dunkelblaue Veilchen überblühten.
Graf Reimar hob ſtolz den Blick. Furchtlos und
gebietend flog er Undine von Randolt entgegen, deren
träuenvolle Augen in glühendem Haß den ſeinen
be=
gegneten.
Und jetzt trat ein Greis an die Gruft in der Tracht
der Fiſcher der alten Frieſenheimat. Er hob die dürre,
knochige, braune Hand wie zum Segen, während die
andere ſich auf den Krückſtock ſtützte, und ſeine blauen
Augen flammten über das Grab, der ſinkenden Sonne
entgegen.
Das iſt die Zeit, Maruar, ſprach er feierlich, die
er=
füllet ward. Untergehen ſoll Euer Geſchlecht, ſo hat es
einſt die Frau im Nebel verheißen, die des Nachts aus
dem Meere ſteigt und über die Heide geht. Ich
ver=
zeihe Dir, Maruar, denn ich folge Dir bald.
lech eine daund ner Ede mauſ er un die Geſt,
und ohne Aufenthalt ſchritt er, feſt auf den Krückſtock
geſtützt, von dannen und verſchwand zwiſchen den alten
Gräbern mit verwitterten Steinen.
Wie ein Grauſen ſchlich es ſich in jedes Herz.
Sie wußten ja alle, daß Ekke Thornſens Geiſt
um=
nachtet war, aber die Worte des Alten hatten doch
ſelt=
ſam alle Herzen erſchüttert.
Still wandten ſich die Leidtragenden dem Ufer zu,
und bald trug ſie die ſchwarzverhangene Fähre heim zu
dem verwaiſten Gorlingshof.
Die Sonne ſank, und mit den Gräſern koſte der
Abendwind. Er führte die erſten Blütenflocken weit
über die Gräber hinweg, hinaus auf das Meer, das
klagend ſeine weißen Wellen an das ſteinige Ufer trieb.
Dort brauten ſchon dunkel die Nebel auf, die Nebel,
die ſchwebend wie Geiſter über die Heide kamen.
Die ganze Nacht wallten die Schleier der
Nebel=
frauen über den Gorlingshof.
Und der Morgen kam. Mit dumpfem Druck laſtete
der vergangene Tag über dem grauen Schloß und ſeinen
Bewohnern. In dem großen Saal zur ebenen Erde,
dem Saal mit den gekreuzten Schwertern an der Wand,
wo man den Toten aufgebahrt hatte, ſollte das
Teſta=
ment eröffnet werden.
Noch floſſen die ſchwarzen Trauerdraperien ſchwer
herab von den Wänden. Noch hing ein Duft von
wel=
ken Kränzen und Blumen in allen Räumen, ſo daß es
Reimar von Randolt dünkte, als ſtehe ſein Atem ſtill
unter der dumpfen Beklemmung, die auf ihm laſtete,
Seite 10₰
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Nummer 9.
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Der lange, dunkelverhangene Eichentiſch in der
Mitte des Saales, mit den brennenden Kerzen,
um=
geben von hochlehnigen, feierlichen,
altväterlichen
Stühlen, flößte ihm etwas wie Grauen ein. Er ſtand
jetzt an einem der großen Fenſter ſeinem Bruder Timm
gegenüber, deſſen Augen, wie geſtern, feindlich den
ſeinen begegneten.
Der Marineleutnant hatte verſucht, was ihm geſtern
nicht gelungen war, da Graf Reimar ſich ſofort nach
dem Begräbnis zurückgezogen hatte, ſeinen Bruder noch
vor der Teſtamentseröffnung zu ſprechen und von ihm
eine Aufklärung über die letzten tragiſchen
Vorkomm=
niſſe in der Familie zu erhalten.
Graf Reimar hatte rundweg jede Auskunft
ver=
weigert.
Ich finde es ja begreiflich, lieber Timm, hatte er
ſarkaſtiſch zu ſeinem jüngeren Bruder geſagt, daß Dich
das alles mächtig intereſſiert, denn wenn ich heute die
Augen ſchließe, haſt Du ja die nächſte Anwartſchaft auf
den Gorlingshof, aber ich möchte dem Verſtorbenen doch
nicht vorgreifen, und Du mußt daher Deine
Wißbe=
gierde noch ein wenig zügeln.
In das ehrliche Geſicht des jungen Seemannes mit
den lichtblauen Augen ſtieg der Zorn, aber er bezwang
ſich und entgegnete anſcheinend ruhig:
Es iſt nicht müßige Neugierde, die mich ſo fragen
läßt, ſondern aufrichtige Teilnahme an dem Schickſal
der armen Frauen, die, wenn mich nicht alles täuſcht,
nun ganz von Deiner Gnade abhängig ſein werden.
Iſt das ſo ſchwer? fragte Graf Reimar, und ein
faſt melancholiſches Lächeln zuckte um ſeine von einem
dichten, dunklen Schnurrbart umſchatteten Lippen.
Ja, ſehr ſchwer, Reimar. Ich habe es an mir ſelber
zur Geuüge erfahren.
Heftig fuhr Graf Reimar auf. Maßloſes Staunen
und tiefes Erſchrecken ſtand in ſeinen Augen.
Du, Timm? Du, deſſen Kindheit ich behütet, dem
ic des deden eich nachen wol. eihter, i 25
m=
geworden?
Du hatteſt immer eine harte Hand, Reimar: Eiſern
haſt Du mich gehalten und mir manche Jugendfreude
geſtört. Laſſen wir das. Es iſt vorbei. Ich ſegnete die
Stunde, die mich von Deiner Knechtſchaft freimachte, in
dem Augenblick, da mir das kleine Erbe zufiel, auf
welches ich nie zu hoffen gewagt. Da lerute ich erſt
leben, mit eigenen Augen ſehen, da —
Er erſchrak vor der tiefen Verzweiflung, die da ſo
unvermutet aus den dunklen Augen des Bruders zu
ihm ſprach.
Was war das? Wie ſeltſam die braunen Augen
aufglühten, und wie dann wieder das leiſe
Spott=
lächeln, das Timm ſo haßte, auf des Bruders
Lippen trat.
Da machteſt Du Dich frei von der Knechtſchaft, in
der ich Dich gehalten, ergänzte Graf Reimar. Ich weiß
es. Es war Dir ein ſtolzes Gefühl, mir ſagen zu
können: Sieh, ich brauche Deine Hilfe nicht mehr und
Deinen Rat. Deine Sorge, Dein Schutz iſt überflüſſig.
Ich gehe meine eigenen Wege, die weitab von den
Deinen führen.
So iſt es, gab der junge Offizier tiefaufatmend
zurück. Frei zu ſein, das war mein einziger Wunſch,
weil ich zeitlebens unter Deiner Herrſchaft gelitten,
und ich bin hier, nicht nur, um dem Toten die letzte
Ehre zu erweiſen, ſondern auch, um die Frauen vor
Deiner Willkür zu ſchützen, über die Du jetzt, da ſie
arm ſind, wie ich einſt arm war, Deine Geißel ſchwingen
kaunſt.
Mein lieber Junge, ich glaube, die Sonne der
ſüd=
lichen Zonen hat Dir das Hirn erhitzt, ſonſt würdeſt
Du nicht einen ſolchen Unßun reden. Ueberdies ſind
die Frauen des Gorlingshofes wohl klug genug, ſelbſt
ihre Rechte zu wahren, von denen ich auch nicht ein
einziges anzutaſten beabſichtige,
Es handelt ſich gar nicht um Rechte. Dein brüskes
Weſen wird es ihnen unmöglich machen, hier im
Gor=
lingshof ferner eine Heimat zu ſehen. Nimmt man
ihnen aber dieſe, ſo nimmt man ihnen alles, und das
ertrage ich nicht.
Wer ſpricht denn von Nehmen. Was ſoll nur dieſer
Aufwand von Leidenſchaft, Timm? Ich werde
ſelbſt=
verſtändlich den Frauen kein Härchen krümmen.
Ich wollte es Dir auch nicht raten. Und damit Du
es weißt, ich liebe Undine, und ſie ſteht unter meinem
Schutz.
Eine dunkle Röte ſtieg in das braune Geſicht des
Grafen Reimar. Die ſehnige Geſtalt hoch aufrichtend,
maß er mit zornigem Hochmut den jungen Bruder.
Dann aber wurde der Blick ernſt und ſtarr, als er ihn
fragte:
Und ſie, liebt ſie Dich wieder?
Eine heiße Blutwelle ſchoß in das Geſicht des
jungen Seemannes, der nervös mit der Hand ſeinen
ſpitzgeſchnittenen, dunkelblonden Kinnbart ſtrich und
ſtockend zur Antwort gab:
Ich weiß es nicht. Aber ich will ſie fragen, ob ſie
meine Frau werden will, ſobald es ſchicklich iſt.
Wieder der lange, tiefe, forſchende Blick des
Bruders.
Das will auch ich, mein Junge, damit Du es weißt.
Es wird nun alſo darauf ankommen, wen ſie nimmt,
Dich oder mich. Ich wollte Dir das nur ſagen, damit
Du Dich mit Deinem Antrag beeilſt.
(Fortſetzung folgt.)
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Nummer 9.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 2 neue farbige Herren=Hemden. 1 Binde=Kette. 1 lederne
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Pelz. 1 graue Rodelkappe. 1 ſchwarzer Herren=Handſchuh. 1 goldener Zwicker mit
Futteral. 1 große Vorſtecknadel mit Pferdekopf. 1 Zwicker. 1 kleine goldene längliche
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Invalidenbuch, auf den Namen Emil Weiß lautend. 1 Korallen=Kette. 1
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ſtück. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit Kettenhalter und 2 Schlüſſeln. 1 gold. Bröſchchen
in Zopfform. 1 Handwagen mit Aufſchrift C. Rockel, Nachf. Gg. Momberger. 1 ſchw.
Damen=Ledergürtel. 1 Regenſchirm mit grünlichbraunem Naturſtock, 1 weißer geſtickter
Damengürtel mit gelber Schnalle. 1 ſchwarzer Ledergürtel mit weißen Kanten. 1 Damen=
Schirm mit gebogenem Griff. 1 breites Nickel=Armband.
Portemonnaie mit 8 Mk.
Inhalt. 1 ſchwarzſeidener Arbeitsbeutel mit goldenem Zwicker. 1 goldener Ring mit
dunkelgrünem Stein. 1 ſchwarze Damen=Stahluhr.
goldene Broſche in Form einer
Schleife (in der Roßdörferſtraße, zwiſchen Beck= und Nieder=Ramſtädterſtraße).
Zugelaufen bei Privaten: 1 Pinſcher. 1 ſchwarze Katze. 1 Jagdhund, weiß
mit braunen Flecken. 1 kleiner gelber Hund. 1 weißes Huhn.
Entlaufen: 1 Dachshund. 1 Rehpinſcher. 1 Wolfshund. 1 Dobermannpinſcher.
1 geſcheckter Jagdhund.
(1158
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Am Freitag, den 14. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, ſoll nachverzeichnetes, im
Betrieb der Stadtgärtnerei gewonnenes Nutzholz zur Verſteigerung kommen:
. 6 Lindenſtämme, in der Orangerieallee lagernd,
2. 3 Haufen Kirſchſtämme und 1 Haufen Kirſchaſtholz, ſowie 2 Haufen
Kaſtanien=
ſtämme, in der ſtädt. Hofreite Beſſungerſtraße (Faſelſtall) lagernd, und
3. 13 Kaſtanienſtämme, im ſüdlichen Teil des Martinspfad lagernd.
Die Verſteigerung beginnt in der Orangerieallee.
Darmſtadt, den 10. Januar 1910.
(1221md
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Jäger.
Die Zirma, Ttentrolecnlſche Weint Darmſtadt,
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G. m. b. H.”
zu Darmſtadt iſt aus Gründen, die in den Perſonen der Geſellſchafter liegen, in
freiwillige Liquidation getreten.
Gemäß den Beſtimmungen des § 65 des Reichsgeſetzes, betreffend die
Geſell=
ſchaften mit beſchränkter Haftung, werden die Gläubiger hiermit aufgefordert, ſich
zu melden.
(1089P
Darmſtadt, den 6. Januar 1910.
Elektrotechniſche Werke Darmſtadt
Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung in Liquidation:
Heſſe.
Weygandt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 12. Januar 1910, nachmittags 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Roſenhöhe)
verſchiedene Möbel, darunter Betten, Waſchkommoden, Nachtſchränkchen,
Plüſchgarnitur, Diwans, Vertikos, Schränke, 1 Tafelklavier, Tiſche, 7
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apparate, 1 Kaſſenſchrank, eine Partie Geſang= und Geſchäftsbücher,
Kunſt=
blätter, 5 Ballen à ca. 30 Meter Tiſchzeug, 80 Dutzend Servietten, 1 Fahrrad,
Heftmaſchine, ca. 10 Mille Zigarren
zwangsweiſe verſteigert.
(1246
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 13. d. Mts., nachmittags 4 Uhr,
werden im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier, öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung folgende Pfänder verſteigert:
2 Kartons künſtl. Blumen, 25 Damen=Stroh= und Filzhüte, 1
Jagd=
wagen, 1 Hund, 60 Zentner Heu, 1 Warenſchrank, 60 Geſchäftsbücher, 1 Bett,
3 Divans, 1 Sofa, 1 Schreibtiſch, 3 Vertikos, 1 Tafelklavier, 1 Schreibſekretär,
2 Kleiderſchränke, 1 Waſchſchränkchen, 1 Seſſel, 1 Waſchkommode, 1
Garderobe=
ſtänder, 1 Lüſter, 2 Tiſche, Bilder, Spiegel u. a. m.
(1261
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
Pfennig=Sparkaſſe Darmſtadt.
Diejenigen Pfennig=Marken=Blätter,
welche eine auf volle Mark abgerundete
Geſamteinlage bis zum Ende des
abge=
laufenen Vierteljahres nachweiſen, ſind
nebſt den ſtädtiſchen Sparkaſſebüchern
Samstag, den 15. Januar 1910 an
die Herren Stationserheber zur
Veran=
laſſung zur Ueberſchreibung abzuliefern.
Darmſtadt, den 11. Januar 1910.
Der Verwaltungsrat der ſtädt. Sparkaſſe.
Purgold, Direktor.
(1169
Ein Revolver
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Feldbergſtraße 23.
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Am Montag, den 17. Januar 1910,
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werden 720 alte Holzſchwellen und 6 cbm
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meiſtbietend verſteigert. Die Bedingungen
liegen bei der Bm. 56 in Darmſtadt zur
Einſicht offen und werden im Termin
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kannt gegeben.
(1160
Großh. Betriebs=Inſpektion I.
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Bekanntmachung.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine Nr. 48776,
57068, 58016, 60 418 und 61 269 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche
innerhalb 14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet,
in unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls
nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 32 des Statuts vom 18. Auguſt 1900, betreffend die
ſtädtiſche Pfandleihanſtalt Darmſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 10. Januar 1910.
(1164.
Städtiſche Pfandhausverwaltung.
Paul, Vorſteher.
Holz-Verſteigerung.
Mittwoch, den 19. I. Mts., vormittags ½9 Uhr,
wird in Darmſtadt bei Wirt Strohmenger (Heiliges Kreuz) das
Durchforſtungs=
holz aus Faſanerie Abt. 2, 15, 19, 25, 26, 27, 29b, ſowie das Dürrholz der ganzen
Forſtwartei Faſanerie ſſüdlich Kernſchneiſe, weſtlich Bernhardsackerſchneiſe) verſteigert,
und zwar:
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Scheiter, rm: 330 Buchen I. Kl. (teilweiſe für Wagner geeignet), 323 Buchen
II. Kl., 11 Hainbuchen, 125 Eichen II. Kl., 4 Birken, 2 Obſtbaum, 1 Kiefer,
2 Weym.=Kiefern, 2 Fichten; Knüppel, rm: 130 Buchen, 24 Hainbuchen,
45 Eichen, 2 Birken, 2 Obſtbaum, 1 Linde, 3 Kiefern, 4 Lärchen, 2 Fichten;
Knüppelreiſig, rm: 40 Eichen; Reiſig, Wellen, Stammreiſig: 3240 Eichen,
60 Kiefern; Aſtreiſig: 4000 Buchen, 250 Hainbuchen, 100 Eichen; Stöcke, rm:
fei uzerkl.: 138 Buchen, 42 Eichen; grob zerkl.: 67 Buchen, 48 Eichen, 1 Lärche,
3 Fichten.
Blau unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Auskunft erteilt Großh.
Forſtwart Schmidt, Faſanerie (Poſt Darmſtadt).
Darmſtadt, den 10. Januar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
(1162
Brennholz=Verſteigerung.
Donnerstag, 20. ds. Mts., von vormittags 9 Uhr an,
werden in dem oberen Lokale der Turngemeinde dahier (Woogsplatz 5), aus dem
Großh. Domanialwald, Diſtrikt Burgwald und dem Walde des Philippshoſpitals,
Diſtrikt Saufang, Eichbaumeck, Texas und Grabenſtück, verſteigert:
Scheiter, rm: 9 Buchen, 7 Eichen, 1 Birken, 195 Kiefern; Knüppel, rm:
6 Buchen, 8 Eichen, 3 Birken, 161 Kiefern, Aſt=Reiſig, Wellen: 440 Buchen,
650 Eichen, 160 Birken, 5670 Kiefern, 10 Fichten: Durchforſtungs=Reiſig,
Wellen: 80 Birken, 4250 Kiefern; Stöcke, rm: 6 Buchen, 4 Eichen, 47 Kiefern;
desgl. fein zerkleinert, rm: 69 Kiefern.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung einzuſehen. Der
Großh. Forſtwart Schimpf dahier (Forſtmeiſterſtraße 9), wird dasſelbe auf
Ver=
langen vorzeigen. Das Helz mit blau unterſtrichenen Nummern bleibt von der
Ver=
ſteigerung ausgenommen.
(1244mi
Darmſtadt, 11. Januar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
Autz= und Brennholz=Verſteigerung.
Freitag, den 14. Januar, vormittags 10 Uhr anfangend, ſollen im
Eber=
ſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Prömſter, 4 Buchenſtämme von 36 bis 47 cm
Durch=
meſſer und 6 bis 7m Länge, 19 Fichtenſtämme von 14 bis 20 cm Durchmeſſer und
7 bis 12 m Länge, ſowie 45 Fichten=Derbſtangen von 3 bis 12 m Länge und 31
Reis=
ſtangen, ferner:
Buchen
Eichen
Kiefern
144 rm Scheiter,
127 rm Scheiter,
2 rm Scheiter,
„ Knüppel,
32 „ Knüppel,
Knüppel,
„ Stöcke,
Stöcke,
100 Stück Wellen
2000 Stück Wellen,
1000 Stück Wellen
an Ort und Stelle verſteigert werden.
Die Zuſammenkunft iſt auf der Dieburgerſtraße nächſt dem Hahnweg.
Eberſtadt, den 10. Januar 1910.
(1161md
R
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Stamm=, Stangen= und Brennholz=Verſteigerung.
I. Montag, den 17. ds. Mts., vormittags 10 Uhr
anfangend, werden im Roßdörfer Gemeindewald, Diſtrikt Mark, Abt. Oberſter Zahl
und Kubig
Stämme: 27 Eichen — 10,96 fm, 35 Kiefern — 29,30 fm, 2 Lärchen — 0,54fm
ſodann im Diſtrikt Hundsrück
Stämme: 12 Buchen = 8,25 fm, 6 Eichen — 1,52 fm, 11 Lärchen — 2,38 fm
verſteigert.
Zuſammenkunft im Oberſten Zahl am Eingang des Waldes.
II. Dienstag, den 18. ds. Mts., vormittags 10 Uhr
anfangend, aus dem Diſtrikt Mark:
39 Fichten — 9,30 fm
Stämme
Derbſtangen 1099
„ — 34,21
Reisſtangen 2709
— 25,19 „ ſodann im Diſtrikt Hundsrück
415 Lärchen — 1,75 „ Bohnenſtangen verſteigert.
Zuſammenkunft auf der Kubig am Eingang des Waldes.
III. Donnerstag, den 20. ds. Mts., vormittags 10 Uhr,
werden auf dem Rathaus zu Roßdorf aus dem Diſtrikt Mark:
Scheiter, rm: 10 Buchen, 84 Birken, 65 Eichen, 39 Kiefern, 1 Fichten.
60
Knüppel, „
49
Stöcke,
, 23 „
9
,
1010
Wellen, Stück: 435
„ 1520
„ 245 „
Ferner im Diſtrikt Hundsrück:
Scheiter, rm: 152 Buchen, 1 Birken, 5 Eichen, 10 Kiefern,
38
Knüppel, „
2
45
Stöcke,
4 „
,
140
Wellen, Stück: 2210
verſteigert.
Förſter Haber erteilt nähere Auskunft.
(1165md
Roßdorf, den 10. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Roßdorf.
a
Holz-Verſleigerung.
Montag, den 17. Januar I. Js., vormittags 10 Uhr
anfangend, werden in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Mark, folgende
Holz=
ſortimente verſteigert:
A. Bau= und Nutzholz.
8 Eichenſtämme — 6,58 fm Inhalt, 5 Erlen — 1,48 fm Inhalt, 3 Fichten —
0,80 fm Inhalt, Derbſtangen, 24 Stück — 1,26 fm Inhalt, Nutzſcheiter 1 rm.
B. Brennholz.
Buchen Scheiter 32rm, Eichen Scheiter 51rm, Birken Scheiter 0,1 rm, Kiefern
Scheiter 0,1 rm, Erlen Scheiter 6 rm; Knüppelholz: 56 rm Buchen, 26 rm
Eichen, 11 rm Erlen, 1 rm Fichten; Wellen: 1500 Buchen, 550 Eichen,
0,20 Birken, 0,50 Erlen; Stöcke: 18 rm Buchen, 36 rm Eichen, 8 rm Erlen.
Die Zuſammenkunft iſt am Markhaus.
Bemerkt wird, daß das Eichen=Stammholz von vorzüglicher Güte und ſehr
ſchön iſt.
(1108im
Klein=Zimmern, am 7. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Klein=Zimmern.
Kiefer.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Bekanntmachung.
Die Gemeinde= und Kirchenſteuer=
Nachtrags=Hebregiſter Nr. XX-XXV der
Gemeinde Darmſtadt, ſowie Nr. XVII-XX
der Gemeinde Darmſtadt (Beſſunger
Stadt=
teil) für 1909 liegen zur Einſicht eines jeden
Intereſſenten vom 12. Ifd. Mts. an acht
Tage lang auf dem Bureau der Stadtkaſſe,
Grafenſtraße 28, offen.
Beſchwerden gegen die Beitragspflicht
oder gegen das angenommene
Beitrags=
verhältnis müſſen binnen der erſten vier
Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt
entweder ſchriftlich oder mündlich zu
Pro=
tokoll bei Großherzoglichem Kreisamt
vor=
gebracht werden. Später vorgebrachte
Be=
ſchwerden finden keine Berückſichtigung.
Darmſtadt, den 10. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.
(1166
Granitarbeiten.
Die für die Neubauten einer höheren
Knaben= und Mädchenſchule erforderlichen
Granitbeläge (ca. 438 am Odenwaldgranit)
ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Bedingungen
liegen bei dem unterzeichneten Amte
(Grafenſtraße Nr. 30, Zimmer Nr. 9)
während der Dienſtſtunden offen, woſelbſt
auch die Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Dienstag, den 25. Januar 1910,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Darmſtadt, am 11. Januar 1910.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
(1153md
Bekanntmachung.
Montag, den 31. Januar 1910,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Karl Blome
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
224
II
250 Hofreite Schloßgaſſe,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K177/09
Darmſtadt, den 22. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I
Müller.
(L24796,60
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 9. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Friedrich Fey Witwe,
Katha=
rine, geb. Kraft, und dem Ludwig Fey
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Nr. qm
Flur
260 741 Hofreite Grafen=
I
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K175/0g
Darmſtadt, den 21. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L,24797,60
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 26. Januar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Georg Haller Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
qm
Nr.
Flur
II 283
75 Hofreite Obergaſſe
Nr. 6,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K164/09
Darmſtadt, den 30. November 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L24123,59
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 26. Januar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Witwe des Tapeziers Friedrich
Fey, Katharine, geb. Kraft, und dem
Bau=
ingenieur Ludwig Fey dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur
Nr.
qm
260
741 Hofreite Grafenſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K172/09
Darmſtadt, den 10. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (L24122,59
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 23. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Hermann Geyer Zweiter
in Eberſtadt dahier zugeſchriebene, in der
Gemarkung Beſſungen gelegene
Liegen=
ſchaft:
qm
Flur Nr.
225 230 Hofreite Sandſtraße
(Sandbergſtraße),
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
kann auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht
ein=
gelegt wird und andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, am 8. Januar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz.
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Donnerstag, den 13. Januar:
(11
Mehelsune
Konzert: Gemütlicher Abend.
Morgens: Wellfleiſch.
Es ladet freundlichſt ein
B. Bux.
.812)
Programm
zu dem am Mittwoch, den 12. Januar
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
1. „Deutſchlands Ruhm”, Marſch von A.
Schröder. 2. Ouvertüre zur Oper. „Leichte
Kavallerie” von F. v. Suppé. 3. „Pretty
Girls”, Intermezzo von E. Lankien. 4.
Steuer=
manns=Lied und Matroſenchor aus der
Oper „Der fliegende Holländer” von R.
Wagner. 5. „Edeldamen”, Walzer von
M. Nicla. 6. „Kwang Hſü”, Chineſiſcher
Marſch von P. Lincke.
Nummer 9.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Seite 13.
Aufgeſprungene Kände
beſeitigt überraſchend
ſchnell und ſicher
Obermeyers Herba=Seife
Zu h. i. all. Apoth., Drog. u. Parfüm. p. St. 50 Pfg. u. 1 Mk.
(58911
Handei und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 11. Jan. (
Frucht=
marktbericht.) Die im Laufe der vorigen Woche
an den ausländiſchen Märkten eingetretene weitere
Preisſteigerung übte auch auf unſeren Wochenmarkt
ſtarken Einfluß aus. Am meiſten beſſerte ſich
Landwei=
zen, während Landroggen nur langſam im Preiſe
an=
zog. Dabei blieb aber das Geſchäft ſehr mäßig, da der
Konſum nur das Notwendigſte kaufte und die Mühlen,
infolge ſchwachen Mehlabſatzes, wenig Bedarf zeigen.
Hafer war reger gefragt und ebenfalls höher. Gerſte
und Mais ruhig und ziemlich unverändert. Futterartikel
preishaltend. Die Forderungen für Mehl ſind im
Ein=
blang mit den erhöhten Preiſen der Brotfrüchte wieder
etwas heraufgeſetzt worden.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
unver=
ändert ſtetig.
An der Berliner Produktenbörſe war
Ge=
treide trotz der niedrigeren Kurſe in Amerika und trotz
des anhaltend milden Wetters feſt, da von größeren
Firmen Käufe zu Exportzwecken vorgenommen
wur=
den. Für England ſoll Weizen, für Skandinavien
Rog=
gen gekauft worden ſein; außerdem waren die
Forder=
ungen Rußlands und Argentiniens weiter erhöht.
Ar=
gentinien will beſſeren Weizen zurückkaufen und dafür
geringere Sorten abgeben. Hafer lag ziemlich feſt,
aber ruhig.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ameri=
kaniſchen Getreidemärkten (New=York und
Chicago) war Weizen anfangs ſchwächer auf
Realiſa=
tionen, die Mattigkeit der inländiſchen Produktenmärkte
und reichlicheres Angebot von Lokoware; dann wieder
feſt auf den hauſſelautenden Viſible Supply=Ausweis,
ſowie auf Berichte einer Verzögerung der
argentini=
ſchen Erntebewegung und Deckungen. Mais verkehrte
übereinſtimmend im Einklang mit Weizen. Die
ſicht=
baren Weizenvorräte ſind in dieſer Woche von 27,74
Mil=
lionen Buſhels auf 27,08 Mill. Buſh. zurückgegangen,
während die Maisvorräte von 8,46 Mill. Buſh. auf 9,41
Mill. Buſh. ſtiegen. In Kanada ſind die Weizenvprräte
in dieſer Woche von 8,96 Mill. Buſh. auf 8,54 Mill. Buſh.
zurückgegangen.
HHier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer, 23,40—23.60,
Norddeutſcher 23.40—23.60 Kurheſſiſcher 23,40—23.60,
Rumäniſcher 24.00—24.50, Redwinter 24.00—24.50,
Ruſ=
ſiſcher 24.00—25.00, Laplata 24.00—24.50, Donau=Weizen
24.25—24.75, Kanſas 24.00—24.50, Walla=Walla 24.00 bis
24.50; Roggen hieſiger 16.75—17.00, Bayeriſcher (Pfälzer)
16.80—17.00, Ruſſiſcher ——, Amerikaniſcher —.—,
Ru=
mäniſcher ——; Gerſte, Pfälzer, 16.50—17.50, hieſige und
Wetterauer 16.00—17.00, Riedgerſte 16.50—17.50,
Unga=
riſche 22.00—22.75, Fränkiſche 16.50—17.50, Ruſſiſche
Fut=
tergerſte 12.75—13.50: Hafer, hieſiger, 15.80—17.00,
Bay=
riſcher 16.00—17.00, Ruſſiſcher 16.50—17.25,
Amerikani=
ſcher ——, Rumäniſcher 16.50—17.25; Mais, mixed, 15.80
bis 16.00, Donau=Mais 15.80—15.90, Ruſſiſcher 15.90 bis
16.00, Rumäniſcher 15.80—15.90, Weißer Mais 15.90 bis
16.00, Laplata 15.85—16.00; Weizenſchalen 10.25—10.50,
Weizenkleie 10.00—10.25, Roggenkleie 10.50—11.00,
Fut=
termehl 13.75—14.00, Biertreber, getrocknet, 13.25—12.60;
Weizenmehl, hieſiges, Nr. 0 32.25—32.50, feinere Marken
32.75—33.00. Nr. 1 30.75—31.00, feinere Marken 31.25
bis 31.50. Nr. 2 29.75—30.00, feinere Marken 30.25—30.50,
Nr. 3 28.75—29.00, feinere Marken 29.25—29.50, Nr. 4
27.75—-28.00, feinere Marken 28.25—28.50; Roggenmehl,
hieſiges, Nr. 0 24.75—25.00, Nr. 1 21.75—22.00, Nr. 2
17.50—18.00.
Bauſchen=
C.K. Das arktiſche Hunde=Derby. Von einem
eigen=
artigen und intereſſanten Rennen, das alljährlich im
fernen Norden, in den Eis= und Schneefeldern Alaskas
am Polarkreiſe ausgefochten wird, entwirft H. J.
Shep=
ſtone im „Wide World Magazine” eine feſſelnde
Schil=
derung. Es ſind nicht Pferde, die hier ihre Ausdauer
und Schnelligkeit erproben, denn ſie würden den rauhen
klimatiſchen Verhältniſſen und den furchtbaren
An=
ſtrengungen nicht gewachſen ſein: ſorglich gezüchtete
Hunde ſind es, die hier alljährlich im Kampfe um das
blaue Band Alaskas den Schlitten durch die
ſchneever=
ſchütteten Einöden ziehen und ihrem Herrn oder
Züch=
ter Ruhm, ſportliche Ehren und anſehnliche Geldpreiſe
einbringen. In jenen eiſigen Regionen des nördlichen
Alaska iſt der Hund das wichtigſte Verkehrsmittel, und
als im April 1908 die Goldminenſtadt Nome auf der
Sewardhalbinſel zum erſten Mal dieſes Derby der
Schlittenhunde laufen ließ, fand das Unternehmen bei
der Bevölkerung ſo leidenſchaftliches Intereſſe, daß nun
alljährlich das Rennen zum Austrag kommt. Schon
Monate vor dem großen Tage beginnen die Beſitzer mit
dem Training ihrer Tiere; denn die Abhärtung des
Geſpannes, ſeine Schnelligkeit und ſeine Fähigkeit,
furchtbare Strapazen zu überdauern, entſcheiden nicht
nur über Sieg oder Niederlage, ſondern vielleicht auch
über Tod und Leben des Fahrers. Fabelhafte Preiſe
werden für die einzelnen Hunde gezahlt, ein Geſpann
von vier oder fünf gut trainierten, kräftigen Tieren
erzielt oft 10000 bis 12000 Mark, und allein für einen
Führerhund werden von den Sportbegeiſterten oft 4000
Mark angelegt. Es iſt keine kleine Leiſtung, die die
Hunde mit ehrem Herrn bieten müſſen, denn die
Renn=
ſtrecke führt von Nome nach Candel, einer anderen
Goldminenſtadt, von hier zur Behringſee und dann
zurück nach Nome, insgeſamt nicht weniger als 412
engliſche Meilen.
Als im April 1908 das Derby zum erſten Male
ab=
gehalten wurde, ließ man die einzelnen Geſpanne in
Abſtänden von je zwei Stunden vom Startplatze ab,
aber die anormalen Witterungsverhältniſſe und
tra=
giſche Erfahrungen haben dieſe Beſtimmungen
unzweck=
mäßig erſcheinen laſſen, und nun ſtarten die
Rennteil=
rehmer in Abſtänden von je 15 Minuten. Die
furcht=
barſte Gefahr, die ihnen droht. ſind die tückiſchen
Schnee=
ſtürme, die in jenen öden Regionen in erſchreckender
Häufigkeit und oft mit furchtbarer Gewalt
herein=
brechen. Bei dem erſten Rennen wurden alle
Fahrt=
teilnehmer von einem ſolchen Blizzard überraſcht, und
einer von ihnen durch die Gewalt des Sturmes auf die
Eisfläche der Behringſee hinausgetrieben, wo er in
bitterſter Kälte die Nacht verbrachte und am Morgen
mit ſeinen Hunden halberſtarrt gerettet werden konnte.
Die anderen Rennteilnehmer fanden in einer kleinen
Hütte Unterſchlupf; ein beſcheidener, roher Raum, von
kaum acht Metern Länge und drei Metern Breite,
be=
herbergte auf 18 Stunden 26 ſchutzſuchende Menſchen
und 54 Rennhunde. Aber die Tücke des Sturmes
for=
derte auch ein tragiſches Opfer, einer der Fahrer wurde
mit ſeinem Geſpann vom Schneeſturm gepackt, ehe er
ein ſchützendes Dach erreichen konnte: die wirbelnden
Schneemaſſen wurden ſein Leichentuch: er erfror. Erſt
am nächſten Tage fand man ſeinen Körper, halb zernagt
von den faſt verhungerten Hunden. Die Bedingungen
zu dieſem harten Rennen ſind ſehr ſtreng, jeder Fahrer
muß mit allen Hunden zurückkehren, mit denen er in
den Wettkampf eingetreten iſt. Erkrankt ein Hund
während des Rennens, oder erleidet er Verletzungen,
ſo muß er auf dem Schlitten mit weitergeführt werden,
ſtirbt eines der Tiere, ſo muß ſein Körper im Schlitten
mit zurückgebracht werden. Mit welcher Sorgfalt
übrigens die Fahrer ihre koſtbaren Hunde pflegen, mag
daraus erſehen werden, daß bei allen Fahrten kleine
Mokkaſſins für die Hunde mitgeführt werden, die bei
ſchlechtem Gelände angeſchuallt werden. Auch grüne
oder dunkelfarbige Schneebrillen gehören zur Aus=
rintung, un die Diete der Schneblirheir au ſchlden.
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Die beſte
Rennzeit erzielte „Scotty” Allen, der am Schluſſe des
412 Meilen langen Rennens beim Endſpurt 70
eng=
liſche Meilen in 9 Stunden und 36 Minuten
zurück=
legte.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
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Geborene. Am 1. Jan.: dem
Telegraphenleitungs=
aufſeher Adolf Olf, Rhönring 85, e. T. Margarete
Chriſtine. Am 3.: dem Schloſſer Hermann Feldmann,
Pallaswieſenſtr. 23, e. S. Fritz. Am 4.: dem Tapezter
Jakob Hindermeyer, Kiesſtr. 26, e. T. Roſa Mathilde.
Im 2: dem Finanzaſpiranten Heinrich 8 Hebrich=
Soderſtr. 117, e. T. Berta Anna Eliſab. Am 5.: dem
Großh. Regierungsrat Ernſt Piſtor,
Wilhelminen=
platz 7, e. S. Ernſt Walter Albert Eugen. Am 7.: dem
Schriftſetzer Walter Fritſch, Wenckſtr. 22, e. T.
Friederike Emmi. Am 9.: dem Wirt Johann Geiß,
Kranichſteiner Straße 60½, e. S. Ludwig Heinrich. Am
4.: dem Bankbeamten Guſtav Eck, Rhönring 107, e. T.
Emmi Herta. Am 8.; dem Schriftſetzer Peter
Wald=
mann, Lichtenbergſtr. 23, e. T. Ottilie. Am 6.: dem
Schaffner bei der Staatsbahn Friedrich Deuſer,
Friedrichſtr. 26, e. S. Friedrich Philipp Karl.
Aufgebotene. Am 7. Jan.: Kunſtbildhauer Johann
Karl Kreuzer in Bensheim mit Eliſabetha Kathaxina
John in Fürth i. O. Am 8.: Handarbeiter Peter
Koch II. in Hering mit Anna Mühling, ebendaſelbſt.
Am 10.: Ackerer Heinrich Krämer in Ober=Kleen mit
Luiſe Bink, ebendaſelbſt. Fabrikarbeiter Heinrich
Kahl in Arheilgen mit Eliſab. o Wagenknecht
eben=
daſelbſt. Taglöhner Johann Adam Berlieb,
Schloß=
gaſſe 12, mit Laufmädchen Margar. Falk, ebendaſelbſt.
Schreiner Wilhelm Wolff, Luiſenſtr. 38, mit
Schnei=
derin Margar. Schmitt in Pfungſtadt.
Eheſchließungen. Am 4. Jan.: Lehramtsaſſeſſor
Ferdinand Dern mit Wilhelmine Petry, beide hier.
Am 6.: Landwirt Georg Büxler in Hippelsbach mit
Maria Herlemann in Groß=Bieberau. Am 7.:
Kaiſerl. Oberleutnant zur See Hermann Kraus in
Flensburg mit Alice Fabrieius, hier. Am 8.
Land=
wirt Jakob Metzger in Groß=Gerau mit Johanna
Befort, hier. Kaufmann Friedrich July mit Eva
Glock, beide hier. Stationsſchaffner Anton Scholl
mit Haushälterin Anna Eiſengrein, beide hier.
Fabrikarbeiter Jakob Heip mit Eliſe Krämer,
beide hier.
Geſtorbene. Am 5. Jan.: Auguſte Schlich geb.
Steinberger, Ehefrau des Forſtmeiſters, 44 J., ev.,
Höchſt. Am 6.: Johanne Junck geb. Kraft, Witwe des
Pfandmeiſters, 76 J., ev., Heinheimerſtr. 4. Am 7.:
Magazinier Chriſtian Hill, 75 J., ev., Gr.
Kaplanei=
gaſſe 9. Am 6.: Kaufmann Samuel Strauß, 74 J.,
jsr., Mathildenplatz 9. Am 7.: Strickerin Bettchen
Sander, 77 J., isr., Lauteſchlägerſtr. 3. Am 6.:
Philippine Kramm geb. Rettig, Ehefrau des
Weichen=
ſtellers i. P., 66 J., ev., Schützenſtr. 10. Am 7.: Privatier
Joh. Scheich, 81 J., kath., Nieder=Ramſtädter Str. 34.
Am 8.: Fdch. Lang, Sohn des Straßenreinigers, 6 J.,
ev., Eliſabethenſtr. 44. Am 9.: Karl Bauer, Sohn des
Straßenreinigers, 1 J., ev., Kiesſtr. 16. Am 8.: Johanna.
Werth geb. Vis. Ehefrau des Ingenieurs, 37 J., kath.,
Landwehrſtr. 2. Am 10.: Jakob o Höchſtätter, Sohn des
Formers, 1 J., ev., Arheilgen. Chriſtian Debus,
Sohn des Schreinermeiſters, 2. J., ev., Pankratiusſtr. 4.
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910
Nummer 9.
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
Nummer 9.
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Zur Wiederkehr in dieſen
Winter=
tagen,
& Wo Dir die erſte Stunde des Berufs
geſchlagen,
Begeh’n Dein Jubiläumsfeſt wir heut.
Und in Erinnerung jener heiter’n 8e
4.
Stunden,
Wo wir die Luft des Tanzes froh
empfunden,
Gedenken Deiner wir voll
Dank=
barkeit.
Ja, Meiſterin des Tanzes,
anmut=
gebend,
Lehrſt Du die Jugend, leicht im
Tanze ſchwebend,
Maßvoll und fein ſich halten jederzeit.
Denn Du haſt Dir zum reinen Dienſt
des Schönen,
Zu Hilf’ gerufen Grazien und
Ka=
mänen,
6
Zu lehren fein des Tanzes ſchöne Art. 67
Denn „Schön’res gibt es nicht, wie
lang man wähle,
Als in der ſchönen Form die ſchöne
Seele
Die in dem Tanze ſich mit Anmut
paart.
Drum ſei der Lorbeer Dir im
Silberglanze,
Zu Deines Feſt’s Verherrlichung im
Kranze,
Sei Deiner Kunſt von uns Dir froh
geweiht.
Mög im Verlaufe fernrer Jahre
bieten,
Sie Dir noch manche ſchöne Freuden= 6
blüten,
Geſundheitskräftig u. ſo friſch wie heut.
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Der Vorstand.
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191
der vereinigten
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Singmannſchaft der Turngemeinde Beſſungen, Liederhort, Sängerluſt,
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chor des Darmſtädter Lehrervereins, Orthiſches Männer=Quartett,
Geſangs=
abteilung des Militäranwärter=Vereins, Lyra, Singmannſchaft der Turngemeinde
Darmſtadt, Schubert=Quartett, Coneordia, Rheingold, Liederkranz,
Geſangs=
abteilung der Poſtunterbeamten, Einigkeit, Frohſinn, Liedertafel, Teutonia,
Männergeſangverein Beſſungen, Darmſtädter Männergeſangverein, Olympia,
Freundſchaft, Liederzweig.
(1229
Samstag, den 15. Januar, abends präzis 8¼ Uhr,
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Fremdenkarten à 50 Pfg. ſind im Verkehrsbüro (
Warte=
halle) auf dem Ernſt=Ludwigsplatz erhältlich.
Kafhollken=verem.
Sonntag, den 16. Januar 1910, abends 8 Uhr,
Winter-Ball.
Um recht zahlreiches Erſcheinen erſucht
(1159
Der Vergnügungs-Ausschuss.
16
Oefonn
O
Dedischer und Gesterreienischer Alpenverei
Sektion Darmſtadt (E. V.)
Mittwoch, den 12. Januar 1910, abends pünktlich 8½ Uhr
im Fürstensaal, Grafenſtraße 20:
(1168
Monatsversammlung
Vortrag des Herrn Apothekers G. Kleyer aus Offenbach: „Führerlose
Hochtouren in den Zentralpyrenäen‟: Pic de Néthou, Les Crabioules,
Vignemale Mont Perdu, Pie du Midi d’Ossou.
Damen und Gäſte ſind willkommen.
Mit Vorführung von Lichtbildern.
CC
Sterbekaſſe=Veremn „Einignen 1. . Darmſtaol.
Einladung zur 20. Generalverſammlung
am Sonntag, den 16. Januar 1910, nachmittags 3 Uhr
bei Gastwirt August Rädge (früher Gunder), Gardistenstr. 13.
Tagesordnung: 1. Verles der letzten Protokolle.
2. Rechnungsablage pro 1909.
3. Erledigung etwa eingelaufener Anträge.
4. Verſchiedenes.
5. Neuwahl des Vorſtandes.
Um zahlreiches und pünktliches Erſcheinen bittet
Der Vorstand:
Thomas, Frankfurterſtraße 59.
1225)
Frauenortsgruppe Darmstadt
des Vereins für das Deutschtum im Ausland (Allgemeinen Peutschen Schulvereins) E. V.
Hauptversammlung
Montag den 17. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Sitzungszimmer des Muſikvereins
(Steinſtraße 24). Tagesordnung: Jahresbericht, Rechnungsablage, Geſuche, Neuwahl
Der Vorstand.
(1245
des Vorſtandes.
2 2 Zmfantr. S i. Ir.
ORPHEUH
Tel.
1224
Stimme
Stimme
des Lobes herescht über das
brillante 1. Januar-Progr. 1910.
Aliben d'Arake Prof. Orlae
Joéla Oscar Hubere Biograt
Bumsti-Bumsti 4 Spisels
3 Resua Elvira Loretta
Paul Carro Willé u. Stoewas
etc.
(1263)
etc.
Vorverkauf wie beitannt
Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske
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Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
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Mittwoch, den 12. Januar 1910.
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Frl. Wisthaler
Eulalia,
deren
Fr. Scherbarth
Theudelinde,
Frauen
Ulrike,
Fr. Rudolph
Emil Thülecke, Sekundaner Frl. Grünberg
Ebert, Ingenieur .
Frau Soltmann
Suſanne, ihre Nichte .
Klobig,
Stadt=
muſikant,
Schwefelmann, Pyritzer
Schneider,
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Fritz, Hausknecht, lim gold.
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Frl. Gothe
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Januar 1910.
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