Abonnementspreis
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173. Jahrgang
monatl. 50 Pfg., vierteljährl. 1.50 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden,
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 34 Seiten.
Ein amerikaniſches Urteil über Deutſchland.
* Im Dezemberheft der angeſehenen, in New=York
und London erſcheinenden politiſchen Monatsſchrift
„McClures Magazine” findet ſich ein viel beachteter
Auf=
ſatz von Rudolf Cronau unter der Ueberſchrift „Das neue
Deutſchland — ein lehrreicher Hinweis”. Der Verfaſſer
geht davon aus, daß der bemerkenswerte Aufſchwung
Deutſchlands ſeit 1870/71 als Land=, See= und
Handels=
macht von allen anderen Völkern mit Staunen, Mißtrauen
und Furcht betrachtet würde, und daß beſonders
Groß=
britannien zu fürchten ſcheine, Deutſchland erſtrebe die
Oberherrſchaft zu Lande und zu Waſſer. Man ſieht in
Kaiſer Wilhelm nur den „War=Lord”, eine ſtete
Bedroh=
ung des Weltfriedens und verantwortlich für den
er=
brückenden Militarismus. Cronau zeigt nun an der Hand
der Weltgeſchichte, wie Deutſchland gezwungen worden
ſei, infolge ſeiner zentralen Lage ſich ein Heer zu ſchaffen,
das den Schutz ſeiner Grenzen ermöglichte. Ebenſo leitet
er aus den Erfahrungen der Blockade im Jahre 1870 und
aus der Errichtung großer deutſcher Kolonien die
Notwen=
digkeit einer deutſchen Flotte her. Für ihn ergibt ſich
die allmähliche Entſtehung unſeres Welthandels aus dem
ſtändigen Wachſen der Bevölkerung und den
verhältnis=
mäßig geringen natürlichen Hilfsquellen unſeres Landes.
An der Hand genauer ſtatiſtiſcher Angaben zeigt der
Ver=
faſſer, wie Deutſchland dieſe natürlichen Hilfsquellen, ſeine
Wälder, den Boden, die Bergwerke, die Waſſerkraft durch
höchſte techniſche Vollkommenheit zu einer Ertragsfähigkeit
führt, wie ſie in anderen Ländern unbekannt iſt.
Han=
del und Gewerbe beruhen in Deutſchland nach ſeiner
Anſicht in ihren außerordentlichen Erfolgen auf der
wiſ=
ſenſchaftlichen Gründlichkeit, die jede wirtſchaftliche
Tätig=
keit dort kennzeichnet. Als ſicherſtes Zeichen des
unauf=
haltſam wachſenden Wohlſtandes ſieht Cronau die
er=
ſtaunliche Abnahme der deutſchen
Auswan=
derung an. Hand in Hand mit der gewaltigen
Ent=
wickelung der Induſtrie und der Handelsflotte geht die
Fürſorge für die arbeitende Klaſſe. Eingehend ſchildert
der Verfaſſer die Entſtehung der deutſchen
Sozial=
politik, die auch in einer allgemeinen Witwen= und
Waiſenverſorgung noch nicht ihren Abſchluß gefunden
ha=
ben dürfte.
Dieſe geſunde und ſtetige Entwickelung iſt bei einigen
Völkern die Urſache der Furcht vor Beeinträchtigung ihrer
Sicherheit und ihres Handels, wobei man nicht bedenkt,
daß Deutſchland 38 Jahre lang Frieden gehalten und
in allen Fragen der Weltpolitik der Verſtändigung die
Wege geebnet hat. „Auch der Kaiſer bemüht ſich” — ſo
ſagt der Verfaſſer — „dieſe Friedensliebe unausgeſetzt zu
betätigen, indem er gute nachbarliche Verhältniſſe mit
Frankreich herzuſtellen ſucht. Das deutſche Volk hat bei
ſeiner raſtloſen Friedensarbeit weder Zeit noch Luſt, an
Krieg zu denken, die geſamte Nation würde ihn als ein
großes Unglück betrachten. Und ſicher fände jede
Maß=
regel, die den Frieden verbürgen könnte, nirgends
lebhaf=
tere Fürſprecher als unter dem deutſchen Volke.”
Betriebskrankenkaſſen und Ortskrankenkaſſen.
* In den bei der Vorbereitung der
Reichsver=
ſicherungsordnung vom Reichsamt des Innern
veranſtalteten Verſammlungen von Vertretern der
verſchie=
denen Kaſſenarten wurde von ſeiten der Ortskrankenkaſſen
die gänzliche Aufhebung der Betriebskrankenkaſſen
ge=
wünſcht. Dagegen ſind die Vertreter dieſer Kaſſen in
vol=
ler Einmütigkeit und mit großem Nachdruck für ihre
Er=
haltung eingetreten. Die Reichsregierung hat ſich
ebenfalls auf den Standpunkt geſtellt, daß die Erhaltung
der Betriebskrankenkaſſen, beſonders im Intereſſe der
Ar=
beiter ſelbſt, notwendig iſt, die vielfach in ihnen eine
aus=
giebigere Unterſtützung finden, als die Ortskrankenkaſſen
ſie leiſten. Die Betriebskrankenkaſſen ſollen daher durch die
neue Reichsverſicherungsordnung erhalten bleiben.
Aller=
dings macht der Entwurf die Errichtung und den
Fortbe=
ſtand vorhandener Kaſſen von gewiſſen Vorausſetzungen
abhängig, von denen die wichtigſte iſt, daß die Leiſtungen
der Kaſſe denen der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe
gleich=
wertig ſind und eine nachhaltige Leiſtungsfähigkeit
ge=
ſichert iſt. Wenn der Entwurf zu dieſem Zweck die jetzt
be=
ſtehende Mindeſtzahl von Mitgliedern erheblich erhöht und
hierbei eine Ausnahme für Betriebskrankenkaſſen des
Reiches oder der Bundesſtaaten macht, ſo wird zur
Be=
gründung geltend gemacht, daß eine Benachteiligung der
Kaſſen von Privatbetrieben daraus nicht hergeleitet werden
kann, weil eine dauernde Leiſtungsfähigkeit bei
Betriebs=
krankenkaſſen von Reichs= und Staatsbehörden auch bei
einer geringen Mitgliederzahl unter allen Umſtänden
ge=
ſichert iſt. Dieſe Vorausſetzung trifft auf private
Be=
triebskrankenkaſſen mit beſchränkter Mitgliederzahl jedoch
keineswegs zu. Wenn in der Reichsverſicherungsordnung
das Prinzip der Zentraliſation auch nach Möglichkeit zur
Durchführung kommen ſoll, ſo muß doch für die Erhaltung
beſtehender Kaſſen in erſter Linie die Sicherheit ihrer
Lei=
ſtungsfähigkeit im Intereſſe der Arbeiter berückſichtigt
werden.
Engliſche Wahlreden und der Deutſchſchrecken.
* In einer Rede in Bath ſagte Premierminiſter
Asquith, alle Anſtrengungen, die gemacht worden ſeien,
um Schrecken wegen Deutſchland und deſſen
Marine heraufzubeſchwören, ſeien recht matt
ausgefal=
len. Balfour ſchilderte in Hanley mit gewohnter
Nai=
vität die Zunahme dieſer Furcht, ohne jedoch ſelbſt die
Verantwortung zu übernehmen. Was die Behauptungen
Balfours betreffend die Meinung der Diplomaten der
klei=
neren Mächte über die Unvermeidlichkeit eines Krieges
be=
treffe, ſei es ſehr vorſichtig von Balfour geweſen,
hinzuzu=
fügen, daß er dieſen Anſichten nicht zuſtimme. Warum
betonte er dies? Er, Asquith, verſichere ohne Bedenken,
daß, ſo weit er unterrichtet ſei, keine ſolche
übereinſtim=
mende Meinung unter den europäiſchen Staatsmännern
und Diplomaten herrſche. Nicht eine einzige Macht, weder
eine große noch eine kleine, rechne in ihrer Politik mit der
Annahme, daß ein Krieg zwiſchen
Großbritan=
nien und Deutſchland unvermeidlich oder auch nur
wahrſcheinlich ſei. Auch könne er nirgends am politiſchen
Horizont irgend etwas finden, das direkt oder indirekt zu
einem Streite zwiſchen England und einer großen
befreun=
deten Nation Anlaß geben könnte. Asquith kam dann auf
Balfours Behauptung zu ſprechen, Deutſche — nicht
Män=
ner der Regierung, aber Leute an der Spitze bedeutender
Unternehmungen — hätten geſagt: glaubt ihr, daß wir je
zulaſſen werden, daß England die Tarifreform
an=
nimmt? Wenn wirklich, fuhr Asquith fort, ſolche
Unter=
haltungen mit Balfour ſelbſt ſtattgefunden haben, ſo iſt es
ſeltſam, daß ſein Sinn für Humor ſo völlig eingeſchlafen
ſein ſollte, daß er nicht bemerkt hätte, daß ſeine deutſchen
Freunde ihm einen Bären aufbanden. Warum ſollte die
öffentliche Meinung der beiden Länder, die eifrig
und aufrichtig beſtrebt ſeien, ein beſſeres gegenſeitiges
Verſtehen zuſtande zu bringen, dadurch erregt werden, daß
ein hervorragender Staatsmann öffentlich aller Welt
Kenntnis von albernen Drohungen gab, die, ob ſie im
Scherz oder im Ernſt getan, nicht wert waren, auch nur
einen Augenblick beachtet zu werden? Offenbar wird die
Furcht vor Deutſchland erregt zu Wahlzwecken. Die
Re=
gierung tat aber wirkſame Schritte, der neuen Lage zu
be=
gegnen, nicht in irgend einem Sinne der Feindſeligkeit,
ſondern zur Aufrechterhaltung unſerer eigenen, tatſächlichen
Superiorität.
Der Staatsſekretär für Kolonien Earl of Crewe
führte in einer Rede aus: Die Eigenſchaften, auf die wir
ſtolz ſind, ſind: Patriotismus, Kraft bei unſeren Taten,
die Größe unſerer Miſſion in der Welt, alles das kann nicht
das Monopol irgend einer einzigen Nation ſein. Es wäre
nicht vernünftig, das, was wir bei uns ſelbſt als
ehren=
haften Ehrgeiz betrachten, brutale Gier zu nennen, wenn
andere tun, was wir tun. Es gibt viele Leute in Europa,
die uns für die habſüchtigſte Nation der Welt anſehen.
Folglich gibt es auch in Deutſchland, wie bei uns,
furchtſame Menſchen, die glauben, die britiſche Flotte ſei
bereit, einen Angriff auf die deutſche Küſte zu machen. Die
beiden Völker wünſchen in Freundſchaft zu leben. Wir
merken uns aber die Tatſache, daß die Ideale zweier
gro=
ßen Nationen einander widerſprechen und in Konflikt
geraten können. Deshalb iſt es für uns nötig, völlig
vorbereitet zu ſein, laßt uns aber nicht uns ſelbſt zum
Ge=
genſtande des Spottes der Welt machen. Was das
Bud=
get für das kommende Jahr betrifft, ſo kann ich nur ſagen,
daß es nicht leicht ſein wird. Was der Schiffbau betrifft,
ſo führte ſeine Eile zu Schäden, denn jedes Schiff der
Dreadnoughtklaſſe war beſſer als ſein Vorgänger. Es
würde ein Verbrechen gegen die Steuerzahler ſein, über
das nötige Maß der Sicherheit hinaus zu bauen, denn es
müſſen nicht nur die Koſten für den Bau, ſondern auch für
die Unterhaltung der Mannſchaften in Betracht gezogen
werden.
In ſeiner in Pontnewydd gehaltenen Wahlrede
er=
klärte der erſte Lord der Admiralität Mac Kenna, die
in dieſem Jahre vom Parlament bewilligten
Kriegs=
vorräte ſeien größer als ſie je unter Balfours Regie=
rung geweſen. Auch ſei eine größere Anzahl, und zwar
viel ſtärkere Schiffe, als jemals von einer konſervativen
Re=
gierung geſchehen, beſtellt worden. Im Jahre 1912würde
Deutſchland 13 Dreadnoughts haben, England
da=
gegen 20. Die Behauptungen Blatchfords in der „Daily
Mail” über die engliſche und die deutſche Marine ſeien
unrichtig. In ſeiner in Peckham gehaltenen Rede wies
der Schatzkanzler Lloyd George auch darauf hin, daß der
engliſche Export im Dezember 1909 einen enormen
Auf=
ſchwung gegen den im Jahre 1908 zeige. Er glaubesaus
dieſen Zahlen folgern zu dürfen, daß das nächſte Jahr für
den engliſchen Handel das glänzendſte ſein würde, das es
bis dahin gegeben.
Schatzkanzler Lloyd George bezeichnete in
einer Rede, die er in Peckham hielt, die kürzlich von Lord
Balfour gehaltene Rede als die letzte Zuflucht eines
Verzweifelten, der ſeine Sache verloren gibt. Balfour
habe geſehen, daß die Tarifreform keinen Anklang finde,
und alle Hoffnung aufgegeben, das Budget angreifen zu
können. Deshalb verſuche er nun, Furchtvor
Deutſch=
land zu erwecken. Es ſei dies für den Frieden Europas
ein gefährliches Spiel, und es diskreditiere den Führer
einer großen Partei, in dieſer Weiſe vorzugehen. So wie
Balfour über eine große europäiſche Macht zu ſprechen,
ſei gefährlich für den Frieden der Welt und ſchmachvoll für
die britiſchen Politiker.
Deutſches Reich.
Nach Herrn Benzler hat nun auch Biſchof
Fritzen, der Oberhirt der Straßburger
Diö=
zeſe, dem Staatsſekretär Zorn von
Bulachöffent=
lich geantwortet. Das Schreiben, das in der
geſam=
ten deutſchen Preſſe erörtert wird und an die Zeiten des
„Kulturkampfes” erinnert, lautet:
„Es war zu meiner Kenntnis gelangt, daß eine eifrige
Agitation eingeſetzt hatte, um die Lehrer des Landes zu
bewvegen, ſich dem Allgemeinen deutſchen Lehrerverein
an=
zuſchließen. Ich hielt es für meine Pflicht, die katholiſchen
Lehrer vor dieſem Schritt zu warnen, da zahlreiche
Kund=
gebungen des Allgemeinen deutſchen Lehrervereins auf
dem religiöſen Gebiete Tendenzen zutage treten ließen,
die den Grundſätzen der katholiſchen Kirche widerſprechen.
Dieſe Warnung erfolgte dadurch, daß ich den katholiſchen
Lehrern einen Artikel des vom Prälaten Nigetiet
redigier=
ten „Schulfreundes” einfach zur Kenntnisnahme zugehen
ließ.‟ Ich habe mich nur an die katholiſchen Lehrer
ge=
wandt, woraus zur Genüge erhellt, daß ich nur ihre
Eigen=
ſchaft als Katholiken, nicht aber ihre Eigenſchaft als Lehrer
ins Auge gefaßt habe. Die Amtstätigkeit der Lehrer
wurde weder im Artikel des „Schulfreundes” noch in
mei=
nem Begleitſchreiben berührt. Den einzigen Gegenſtand
des Artikels bildete der Anſchluß an einen rein privaten
Verein, deſſen Tendenzen ich vom religiöſen Standpunkte
aus verurkeilen muß. Wie ich hierin meine Beſugniſſe
überſchriten haben ſollte, vermag ich nicht einzuſehen. Die
Frage um dies es ſich hier handelt, iſt in erſter Linie eine
Gewiſſensfrage für einen Teil meiner Diözeſanen. Dem
Biſchof als dem ordentlichen Träger der kirchlichen Hirten=
und Lehrgewalt liegt die Pflicht ob, und ſteht das Recht
zu, ſeine Diözeſanen auf die Verpflichtungen des
chriſt=
lichen Sittengeſetzes hinzuweiſen, die ſich aus den
Ver=
hältniſſen des Lebens für ſie ergeben können. Durch den
Umſtand, daß dieſe Diözeſenangehörigen als Beamte oder
Lehrer einer ſtaatlichen Behörde unterſtellt ſind, kann das
Verhältnis nicht abgeſchwächt werden, in der ſie in bezug
auf Glaubens= und Gewiſſensfragen zur kirchlichen Hirten=
und Lehrgewalt ſtehen . . . Außer den ſtaatlichen Geſetzen
haben die katholiſchen Beamten und Lehrer Glaubens= und
Gewiſſenspflichten zu erfüllen, in Bezug auf welche ſie nächſt
Gott ihren kirchlichen Vorgeſetzten unterſtehen. Wie ich
eine dieſe Gewiſſenspflichten betreffende Mitteilung auf
dem Dienſtwege und durch ſtaatliche Vorgeſetzte an die
Lehrer gelangen laſſen könnte, iſt mir nicht verſtändlich,
um ſo weniger, als der kaiſerliche Oberſchulrat ſelbſt
er=
klärt, daß der Anſchluß an den Allgemeinen deutſchen
Lehrerverein, um den es ſich hier handelt, durch die
ſtaat=
liche Geſetzgebung dem freien Ermeſſen der Lehrer
an=
heimgeſtellt bleibe.‟ Der Biſchof ſchließt: Dieſen
Aus=
führungen entſprechend, ſehe ich mich veranlaßt, den gegen
mich erhobenen Vorwurf eines Eingriffes in den Bereſch
der ſtaatlichen Befugniſſe zurückzuweiſen.”
Das Organ des Biſchofs Benzler ſchreibt zu der
An=
gelegenheit:
„Es war die unabweisliche Pflicht der Biſchöfe, in
ihrer Eigenſchaft als die von Gott geſetzten Oberhirten
die katholiſchen Lehrer vor dieſem verhängnisvollen Schritt,
der das Anſehen der Lehrer in den Augen des katholiſchen
Volkes tief ſchädigen wird, eindringlich zu warnen. Dn
gilt das Wort der Schrift: Wir müſſen Gott mehr
ge=
horchen, als den Menſchen!”
Damit iſt der Konflikt zwiſchen weltlicher und
geiſt=
licher Macht ausgeſprochen.
— Die unter dem Prinzen Tſaihſün ſtehende
chine=
ſiſche Marine=Studienkommiſſion traf
Frei=
tag abend in Kiel ein und nahm hier einen zweitägigen
Aufenthalt. Vizeadmiral Coerper reiſte der Kommiſſion
bis Oderberg entgegen. Die Herren werden die Reichs=
und Germaniawerft heſichtigen und ſich dann an Borddes
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
19500 Tannen Zintenſchiſes „Weſalen= zu einer Fahrt in
See einſchiffen. Die „Weſtfalen” feuert dabei einen Salut
von 21. Schuß für den chineſiſchen Prinzen und ſetzt die
chineſiſche Flagge im Großtopp. Auf der Fahrt werden
Torpedo= und Unterſeeboote Uebungen ausführen: Nach
der Rückkehr nimmt der Prinz an einem Eſſen, das
Prinz und Prinzeſſin Heinrich im königlichen
Schloſſe geben, teil. Die Kommiſſion fährt am Sonntag
nach Eſſen.
— Wie die „Berliner Neueſten Nachrichten” hören,
wird die geplante zweite Expedition des Herzogs
Adolf Friedrich zu Mecklenburg beſtimmt in
dieſem Frühjahr beginnen. In ſeiner Begleitung werden
ſich ſieben Europäer befinden, ein Arzt, ein Zoologe, ein
Geologe, ein Kartograph, ein Maler, ein Präparator, ein
Expeditionsleiter; letzterer und der Kartograph werden
vermutlich Offiziere ſein. Vorausſichtlich wird man von
Kamerun über den Tſchadſee nach dem Oſten
durchzudrin=
gen ſuchen. Das Kameruner Hinterland mit ſeinen noch
wenig erſchloſſenen reichen Schätzen iſt bekanntlich noch
we=
nig erforſcht, ebenſo die deutſchen Zugänge zum Tſchad, die
ja leider durch eine lange vorgelagerte Sumpfſtrecke
bedeu=
tend erſchwert ſind.
— Der württembergiſche Landestag der
Deutfchen Volkspartei ſprach ſich in ſeiner
Ver=
ſammlung einſtimmig für die Vereinigung der drei
linksliberalen Parteien aus.
Ausland.
— Die Bildung des ungariſchen Kabinetts iſt nahezu
vollſtändig beendet. Lukacs ſelbſt übernimmt das
Präſi=
dium, das Finanzminiſterium und das Miniſterium des
Allerhöchſten Hoflagers, Miniſter des Innern wird der
ehemalige Vizepräſident des Abgeordnetenhauſes Jokabffy,
Staatsſekretär Graf Szerenyi wird Handelsminiſter und
verwaltet interimiſtiſch das Reſſort des
Ackerbauminiſte=
riums, Honvedminiſter wird Generalmajor Hazai,
Juſtiz=
miniſter der Senatspräſident des oberſten Gerichtshofes
Bela Vavrik. Falls ſich das Verhältnis des
Miniſterpräſi=
denten zu dem Parlamente und den Parteien ſpäterhin
klären wird, werden die jetzt bloß proviſoriſch verwalteten
Miniſterreſſorts endgültig beſetzt. Der Miniſterpräſident
dürfte die Miniſterliſte am Sonntag dem König vorlegen.
Wie man aus Madrid ſchreibt, befindet ſich die von
der Regierung geplante Aktion zur Herbeiführung von
Ver=
änderungen in dem zwiſchen Spanien und dem Vatikan
beſtehenden Konkordat noch immer in der Vorbereitung.
Die Note, mit der das Miniſterium des Aeußern den
Mei=
nungsaustauſch über dieſen Gegenſtand einzuleiten
beab=
ſichtigt, ſoll aber in ihren Hauptpunkten feſtgeſtellt ſein
und man erwartet, daß der erſte Schritt der ſpaniſchen
Re=
gierung beim heiligen Stuhl in nächſter Zeit erfolgen wird.
— In der griechiſchen Kammer brachte der
Finanz=
miniſter eine Geſetzesvorlage ein, nach der die Regierung
zur Aufnahme von zwei Anleihen ermächtigt wird.
Die eine Anleihe im Betrage von 150 Millionen Drachmen
iſt für Eiſenhahnbauten beſtimmt, die andere ſoll zur
Be=
ſeitigung des Zwangskurſes dienen.
— Im näheren Orient ſind neueſtens
Erſcheinun=
gen zutage getreten, die wegen ihres
ſymptomati=
ſchen Charakters die politiſchen Kreiſe veranlaſſen,
ſie wachſam zu verfolgen. Dies gilt einerſeits von den
Anzeichen, die auf eine neuerliche Zuſpitzung der
kreti=
ſchen Angelegenheit hindeuten, und andererſeits
von den Andeutungen, die beſtimmt waren, mit
unverkenn=
barer Abſichtlichkeit das freundſchaftliche Verhältnis
zwi=
ſchen Montenegro und Rußland bezw.
Frank=
reich zu kennzeichnen. Es hält ſchwer, an ein zufälliges
Zuſammentreffen des Austauſches freundſchaftlicher
Kund=
gebungen zwiſchen dem montenegriniſchen
Miniſterpräſi=
denten und dem ruſſiſchen Miniſter des Aeußern aus
An=
laß der Unterzeichnung des ruſſiſch=montenegriniſchen
Han=
dels= und Seeſchiffahrtsvertrages und den Ehrungen zu
glauben, die dem Fürſten von Montenegro ſeitens
Frank=
reichs in Antivari zuteil wurden, der von der Aus=
wechslung herzlicher Freundſchaftsbezeugungen begleitet
war. Was die Zuſpitzung der kretiſchen
Angele=
genheit betrifft, ſo vermag man ſich nicht darüher zu
täuſchen, daß allerdings die von den neuen
Regierungs=
mitgliedern wiederholte Demonſtration mit dem dem
Könige der Hellenen geleiſteten Eide die Stimmung der
Pforte nicht nur verſchärft, ſondern neuerlich gereizt hat.
Man meint aber, daß die Pforte in dem Vorgange keinen
casus belli erblicken werde, als den ſie allerdings die Wahl
von Kretern in die griechiſche Kammer betrachten würde,
daß aber die Schutzmächte, deren bisherige loyale Haltung
auf die Kreter eher ermutigend als abmahnend gewirkt
hat, ſchließlich das Geeignete unternehmen werden, um,
ei es auch durch Zurückſendung der abberufenen Truppen
nach Kreta, ein Vorgehen der Kreter, das zur Störung
des Friedens führen könnte, zu verhindern.
* Engliſche Kinder=Gerichtshöfe. Am
letz=
ten Dienstag wurde zum erſten Male in London für die
Unterſuchung und Beſtrafung der Vergehen von Kindern
ein eigener Gerichtshof in Anſpruch genommen. In
frü=
herer Zeit mußten alle Kinder, die irgendwie angeklagt
worden waren, und ſei es eines noch ſo geringen
Ver=
gehens, unweigerlich in die Anklagebank hineinſpazieren.
Vor etwa 15 Jahren änderte der damalige Hauptmagiſtrat
von London, Sir John Bridge, den Gebrauch dahin ab
daß die jugendlichen Verbrecher vor der Anklagebank
tehen und nicht in derſelben. Das neue Geſetz beſtimmt.
daß die Unterſuchung gegen jugendliche Verbrecher mit
ſtrengſtem Ausſchluß der Oeffentlichkeit erfolgen muß. Sie
müſſen vor einem beſonderen Gerichtshof zur
Verantwor=
tung gezogen werden und die einzigen Perſonen, deren
Anweſenheit, außer der des Magiſtrats geſtattet iſt, ſind
die Behörden, der Anwalt des Angeklagten, Zeugen,
Per=
ſonen, die direkt an dem Fall intereſſiert ſind und
Vertre=
ter der Preſſe. Während ein Kindergericht gehalten wird,
darf kein anderer Fall in irgend einem Teil des Gebäudes
zur Verhandlung gelangen und auch wenn ein Kind in
einem gewöhnlichen Fall gegen einen Erwachſenen als
Hruge auftrttt, runn die Ausſchließung des Publikums
beantragt werden. Die erſten Kindergerichtshöfe wurden
Weſtminſter, Clerkenwell und Tower=
Bridge abgehalten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 8. Januar.
* Vom Hofe. Donnerstag abend 8 Uhr fand in den
Räumen des Alten Palais der erſte Hofball ſtatt, zu
dem unter anderen erſchienen waren: der Kronprinz und
die Kronprinzeſſin von Griechenland, Prinzeſſin Friedrich
Karl von Heſſen, Prinz und Prinzeſſin Friedrich zu Solms=
Braunfels, Prinzeſſin Hermann zu Solms=Braunfels und
Prinzeſſinnen=Töchter, Prinz und Prinzeſſin Leopold zu
Iſenburg=Birſtein, Fürſt und Fürſtin zu Leiningen, Fürſt
und Fürſtin zu Solms=Hohenſolms=Lich, Prinzeſſin
Doro=
thea zu Solms=Hohenſolms=Lich, Fürſt und Fürſtin zu
Erbach=Schönberg, Prinzeſſin Edda zu Erbach=Schönberg,
Graf und Gräfin zu Erbach=Fürſtenau, Graf von Schlitz
gen. von Görtz und Gräfinnen=Töchter, Graf und Gräfin
Wilhelm von Schlitz gen. von Görtz, Prinz Hermann zu
Stolberg=Wernigerode, Prinz und Prinzeſſin Reinhard zu
Solms=Hohenſolms=Lich. Um 10 Uhr 15 Min. fand das
Abendeſſen ſtatt, um 1 Uhr 15 Min. war die Feſtlichkeit
be=
endet. — Geſtern mittag 1 Uhr waren die hier anweſenden
Mitglieder der ſtandesherrlichen Familien zur
Frühſtücks=
tafel im Neuen Palais geladen. — Vormittags 9 Uhr
35 Min. begaben ſich der Kronprinz und die Kronprinzeſſin
von Griechenland im Auto nach Wiesbaden, während
Prinzeſſin Friedrich Karl um 10 Uhr 15 Min. mit dem
Zug nach Frankfurt zurückreiſte. (Darmſt. Ztg.)
— Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog hat dem Faßeichmeiſter Joſeph Kilian in
Bo=
denheim aus Anlaß ſeines Ausſcheidens aus dem Dienſte
das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für
lang=
jährige treue Dienſte” verliehen.
L. Die Strafkammer beſchäftigte ſich geſtern zuerſt
mit einer Kelſterbacher Meſſerſtecherei. In der Nacht
des 17. Oktober ſaßen einige Kelſterbacher und
Okrif=
eler Gäſte in der Wirtſchaft „Zum Klargberg”
zwi=
chen Kelſterbach und Raunheim und trieben Kurzweil.
Der ſinnlos betrunkene Ludwig Auguſt Jung band
mit dem Okrifteler Bildhauer Karl Keim an, während
dieſer klugerweiſe ſich ruhig verhielt. Auf der Straße
kam es jedoch ſpäter im Dunkeln zu einem
Zuſammen=
ſtoß. Dabei trug Keim, obwohl er rief, man ſolle ihn
gehen laſſen, er wolle ja von niemandem etwas, einen
Stich in die Bruſt davon, der ihn leicht das Leben
hätte koſten können. Als Täter erſcheint der mehrfach
beſtrafte Fabrikarbeiter Adam Heil von Kelſterbach,
der zwar beharrlich leugnet, ſich nach der Tät jedoch
verräten hatte und auch durch Zeugen üherführt iſt.
Er wurde zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis
verurteilt und ſofort verhaftet.
L. Die Kammer für Handelsſachen erledigte auch
geſtern die Anfechtungsklage nicht, welche einige
Inten=
eſſenten gegen den jüngſt gefaßten Beſchluß der
Ge=
neralverſammlung der Süddeutſchen Eiſenbahn=
Geſeil=
ſchaft, durch welchen eine vorgeſchlagene
Statutenänder=
ung genehmigt wurde, angeſtrengt haben. Die
Ver=
handlung wurde vielmehr auf den 21. d. M. vextagt.
A Oeffentliche Wahlen 1910. Die Mitteilung im
geſtrigen „Tagblatt” „Oeffentliche Wahlen
im Jahre 1910” bedarf, ſoweit es ſich um die
Landtagswahl handelt, inſofern einer
Richtig=
ſtellung, als auch im Falle des Zuſtandekommens der
Wahlreform die erſte Wahl auf Grund des neuen
Wahlgeſetzes nicht ſchon im laufenden Jahre, ſondern
erſt nach Schluß des dermaligen Landtages im Jahre
1911 in Frage kommen würde. Das Jahr 1910 wird
uns hiernach nur die Erſatzwahl zur
Stadtverordneten=
verſammlung bringen. Dagegen wird in dieſem
Jahre, und zwar am 1. Dezember, die alle fünf
Jahre im ganzen Deutſchen Reich ſtattfindende
Volks=
zählung vorgenommen werden.
— Ball im Ausſtellungshauſe. Wie wir erfahren,
wird am 15. d. M. der preußiſche Geſandte am hieſigen
Hofe, Freiherr v. Jeuiſch, in den Räumen des=
Aus=
ſtellungshauſes auf der Mathildenhöhe ein Balllfeſt
mit Thegtervorſtellung, Souper uſw. veranſtalten, wozu
etwa 250 Perſonen geladen ſind. Auch das
Großher=
zogspaar wird dem Feſte beiwohnen.
— Vom ſtädtiſchen Muſeum. Von der Ende des
My=
nats November erfolgten Eröffnung an bis zum
Jahres=
ſchluſſe hatte das ſtädt. Muſeum ſehr lebhaften Beſuch zu.
verzeichnen. Außer den etwa 200 zur Beſichtigung
ein=
geladenen Gäſten und Stiftern beſuchten es am
Ver=
kehrstage 128. November) etwa. 390, an jedem der
fol=
genden Sonntage je 250 bis 300 Perſonen, und an den
Wochentagen insgeſamt 350 Perſonen. — Weitere
Zu=
wendungen haben gemacht: Herr
Oberkonſiſtorialpräſi=
dent D. Buchner Exzellenz, Frau Baurat Becker,
Herr Biblivthekar Dr. Eſſelborn. Frau Poſtſekretär
Frey, Witwe, ſämtlich von hier; Frau Lehrer
Gerold, Heilbronn: Herr Bürgermeiſtereiſekretär
K. Göbel, Herr Kaufmann Gg. Heyl, Herr
Ober=
poſtkaſſebuchhalter W. Jungmann, Herr
Regierungs=
rat Dr. Kranzbühler, Herr Rentner Kleber,
Herr Profeſſor Lauteſchläger, Herr Kaufmanz
G. Leißler, Herr Prokuriſt Möſer, Herr
Bürger=
meiſterei=Oberſekretär Paul, Herr Beigeordneter
Riedlinger, Herr Regierungs=Bauführer Rohde,
Herr Hofdachdecker Pulkmann, Herr Geh. Hofrat
Profeſſor Schenck, Magnifizenz, Herr Bürgermeiſterei=
Oberſekretär Schmehl, Herr Privatier Spamer,
Frau G. Thies, Witwe, Herr Kaufmann Trier, Herr
Renkner Weber, ſämtlich von hier.
nn. Jubiläum. Aus Anlaß des 50jährigen Doktor=
Jubiläums des Herrn Geh. Medizinalrats Dr. Karl
Neidhart hat auch der ärztliche Kreisverein
Darmſtadt durch eine Deputation ſeine
Glück=
wünſche zu diefer ſeltenen Feier dem Jubikar
aus=
ſprechen kaſſen. Dabei wurde dem Jubilar eine
kunſt=
voll ausgeführte Ehren=Urkunde überreicht, die ſeine
Ernennung zum Ehrenmitglied des ärztlichen
Kreis=
vereins Darmſtadt kund gibt. Sichtlich bewegt dankte
der Jubilar für dieſe beſondere Ehrung der
Darm=
ſtädter Herren Kollegen. Die Ausführung der
Ux=
kunde erfolgte durch Hofkalligraph Göttmann. Die
Mappe wurde von Herrn Hofbuchbinder Thomgs
her=
geſtellt.
— Jubiläum. Am 9. Januar werden es 25 Jahre,
daß Schreiner Philipp Blitz aus Roßdorf hier bei der
Firma Friedrich Witzler, Schreinerei, Nieder=Ramſtädter
Straße, in Arbeit ſteht. Die ununterbrochene 25jährige
Tä=
tigkeit bei ein und derſelben Firma unter den heutigen
Verhältniſſen bei beiderſeitigem ſtets gutem Einvernehmen
ehrt ſowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer.
— Fürſorgekaſſe für Beamte und Bedienſtete der
Landgemeinden und Kommunalverbände (Bureau:
Darm=
ſtadt, Bleichſtraße 1). Dem Großh. Oberrechnungsreviſor
Heinrich Erb wurde, nachdem er mit Wirkung vom
1. Januar 1910 ſeine Entlaſſung aus dem Staatsdienſte
erhalten, vom gleichen Tage ab die Stelle des Rechners
dieſer Kaſſe im Hauptamte übertragen.
— Offizier=Stammliſte des Leibdragoner=Regiments
Nr. 24. Aus Anlaß des Regimentsjubiläums hat Herrt
C. Freiherr von Starck, Großh. Heſſ. Kammerherr,
Major a. D., eine Offizier=Stammliſte des Reaiments ſeit
ſeiner Errichtung nebſt einem Rückblick auf die ſeit dem
1. Januar 1860 verfloſſenen 50 Jahre herausgegeben. Die
Die „Mode” im Reich der Mitte.
*⁎* Grotesk=amüſante Bilder von der Kleidung
der Chineſen entwirft der feine Kenner Chinas
Louisde Cantilly im „Gil Blas” Eine eigentliche Mode
kennen die bezopften Himmelsſöhne nicht. Denn
wäh=
rend das Charakteriſtikum der Mode gerade in dem
ſteten Wechſel liegt, in den ewigen Wandlungen und
Neuheiten, herrſcht in der chineſiſchen Tracht eine ewige
Gleichförmigkeit; eine nie geänderte ſtrenge Sitte.
Selbſt jetzt, wo die Reformideen an allen Ecken und
Enden des rieſigen Landes in den Köpfen ſich regen,
würden der extravaganteſte junge Mandarin und die
koketteſte Tai=Tai oder Lebedame nicht wagen, die
Ge=
wänder abzulegen, die ſchon die Zeitgenoſſen des
Kon=
futſe trugen. Auch die Tracht der Reichſten
unterſchei=
det ſich vön der der Armen nur durch die Koſtbarkeit der
Stoffe. Ebenſo wenig hat die Witterung einen Einfluß
auf den Schnitt und die Form der Koſtüme, denn die
Söhne der Mitte begnügen ſich damit, ein paar Kleider
mehr übereinander zu ziehen, wenn es kälter wird, und
ſp hat der Beginn der warmen Jahreszeit nur den
Ein=
fluß auf ihre Erſcheinung, daß ſie unter den
Sonnen=
ſtrahken ſichtlich zuſammenſchrumpfen und plötzlich
ſchlank und ſchmal erſcheinen, während ihnen vorher die
Fülle der Gewänder einen gehörigen Embonpoint
ver=
lieh. Wollſtoffe oder Pelze ſind ſtreng verpönt; wohl
aber haben ſie bei ſehr ſtrengem Winter ein
merkwür=
diges Syſtem einer unter den Kleidern tragbaren
Heiz=
ung. Es iſt das die „Ho Long Tzeu”, eine Art
Kohlen=
pfanne, beſtehend aus einem Bambuskörbchen, in dem
ſich ein mit Kohle gefülltes Becken befindet.
Die Nationaltracht des Chineſen iſt ein langes
Ge=
wand mit noch längeren Aermeln, deſſen Stöff aus
Seide oder Baumwolle beſteht, im Sommer wie im
Win=
ter. Dieſes Gewand hat keine Taſchen, und auch ſonſt
der Unbequemlichkeiten ſo entſetzlich viele, daß: der
Euxopäer ſich fragt, wie es die Zopfträger in dieſer
Zwangsjacke überhaupt aushalten. Aber die Söhne des
Himmels fühlen ſich glücklich in dieſer aus uralten
Zei=
ten überkommenen Tracht, und finden ſie auch durchaus
nicht unbequem. Vielmehr erregt unſere Kleidung ihr
höchſtes Mißfallen und ruft eine Verachtung jenes
häß=
lichen Geizes hervor, mit dem wir bei unſerer Toilette
möglichſt an Stoff ſparen und ganz knappe, enge Sachen
tragen. „Wie können Sie nur einen Smocking tragen?“
fragt dann etwa kopfſchüttelnd ein weſtlichen
Einflüſ=
en ſonſt ſehr zugänglicher Mandarin einen jungen
ele=
ganten Konſul, der ſich in dem Kleidungsſtück der
euro=
päiſchen Eleganz präſentiert, und er bleibt, auch wenn
der andere in den begeiſtertſten Ausdrücken den Schick
ſeiner Toilette rühmt, bei der verächtlichen Anſchauung:
„Die Europäer ſind wie unſere Kulis: ſie arbeiten Tag
und Nacht, um ihre Nahrung zu gewinnen, und ſie
tra=
gen enge Jacken wie die Kulis!”
Der Höhepunkt der Eleganz iſt und bleibt für den
Chineſen die Länge der Aermel, die weit über die
Hände herabfallen. Dieſe Tracht zwingt ſie zwar,
un=
zählige Male am Tage die Arme emporzuheben und ſie
konvulſiviſch zu bewegen, um die Hände frei zu
bekom=
men; eine Bewegung, die man beſtändig bei ihnen
be=
obachten kann, aber trotzdem mag ſich auch der ärmſte
Arbeiter, der etwas auf ſich hält, dieſer Zierde nicht
be=
rauben laſſen. Das Gewand des Chineſen hat auch
keine Taſchen! Für den Europäer wäre das
unerträg=
lich, aber der Sohn des Himmels macht aus der Nöt
eine Tugend, und benutzt alles als Taſche; ſeine Schuhe,
den Gürtel, in dem ſich die verſchiedenſten Gegenſtände
nachbarlich miteinander vertragen müſſen, die
Auf=
ſchläge der Rieſenärmel, wo ſich die Opiumpfeife mit
der zur Nahrung dienenden Reiskugel und dem
Klein=
geld geſellen muß. Wertvolle Briefe ſoll man
aller=
dings dem Chineſen nicht anvertrauen; denn da er
kei=
nen beſtimmten Aufbewahrungsort dafür hat, ſteckt er
ie irgend wohin, wo ſie häufig niemaks mehr zum
Vor=
ſchein kommen. Unter dem langen Gewand tragen die
Kinder der Mitte eine Art Pluderhoſe, die je nach der
Wohlhabenheit des Beſitzers aus Seide oder
Baum=
wolle iſt und an den Knöcheln durch Schnürbänder
zu=
ſammengehalten wird. Die Chineſen rühmen dieſer
Hoſe eine beſonders günſtige Wirkung auf die
Geſund=
heit nach, während durch unſere über den Schuhen
offe=
nen Beinkleider Wind, Kälte und Staub eindringen
können,
Das Gewand der Frauen unterſcheidet ſich nur
wenig von dem der Männer; aber es muß nach der
An=
weiſung des Geſetzgebers, der dadurch die überlegene
Stellung des ſtarken Geſchlechts andeuten wollte,
kürzer=
ſein und reicht nur bis zu den Knien. Dieſe ſackartige
Bekleidung iſt ſo plump und ungeſchickt, daß ſie höchſtens.
eine Verſchönerung durch die Buntheit und Pracht des
verwendeten Stoffes erlaubt. Doch entſchädigt ſich die
Chineſin für die mangelnde Eleganz ihres Koſtüms
durch die ausgiebige und ſorgfältige Tpilette, die ſie
ihrem Geſicht, ihren Haaren und ihrem Teint zuteil
werden läßt. Schminke! Das iſt das
Hauptzufluchts=
mittel, durch das die chineſiſche Tochter Evas ihren
Rei=
zen nachhilft und ihre Eleganz beweiſt. Von ranzigem
Oel bis zu den koſtbarſten Effenzen, dem
grellgefärbte=
ſten Puder werden alle Schönheitsmittel verwandt.
und Haare und Teint bilden dann nur eine einzige
Farbenmaſſe, über der ſich der groteske Aufhau des
Kopfputzes erhebt.
Wendet man ſich zuketzt noch der Unterkleidung der
Chineſen zu, ſo rührt man da an ein ſehr dunkles
Ka=
pitel. Unterwäſche iſt ein faſt völlig unbekannter
Lu=
aus; nur die höchſten Mandarine und Fürſtlichkeiten
beſitzen zwei oder drei Hemden, die ſie aber auch nur
alle drei Monate etwa wechſeln. Im Winter wäſcht
man ſich in China nicht; kaum iſt der erſte Froſt
ein=
getreten, ſo zieht ſich der Chineſe nicht mehr aus,
ſon=
dern wickelt ſich alle Gewänder, die er beſitzt, um den
Leib, und da in den kalten Provinzen des Oſtens der
Winter oft mehr als ſechs Monate dauert, ſo kann man
ſich von der Unterwäſche eine Vorſtellung machen, die
auch der reichſte Mandarin vom korallenen Knopf an
ſich trägt. Auch Bettwäſche kennen die Chineſen nicht.
Als bei der Einnahme von Peking das Inventar des
kaiſerlichen Winterpalaſtes aufgeſtellt wurde, fand man
auch nicht ein paar Bettlaken in den Schlafgemächern.
Wie der letzte ſeiner Untertanen legt ſich auch der
Be=
herrſcher des himmliſchen Reiches ganz angekleidet
nieder und entkedigt ſich nur des obexen Gewandes,
des einzigen, das bei dem Chineſen gut erhalten, ohne
Flecken und anſehnlich zu ſein braucht:
Nummer G
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Seite 5.
Stammliſte iſt am 4. November 1909 abgeſchloſſen. Sie
enthält die kurzen Perſonalnotizen der jetzigen Offiziere,
Fähnriche und Fahnenjunker, die ehemaligen Offiziere.
Verzeichniſſe der jetzigen und ehemaligen Reſerveoffiziere,
der Sanitätsoffiziere und Beamten, eine Zuſammenſtellung
der Regimentskommandeure, Majors beim Stabe,
Eska=
dronschefs und Regimentsadjutanten, die Standarte und
Auszeichnungen, Rangliſten uſw. Der Stoff iſt mit großer
Sachkenntnis überſichtlich geordnet und erſchöpfend
bear=
beitet. Das gut ausgeſtattete Buch iſt im
Ver=
lage von A. Bergſträßers Hofbuchhandlung (W.
Kleinſchmidt) erſchienen.
* Regimentsappell. Aus Anlaß des Jubiläums des
Leibdragoner=Regiments Nr. 24 findet am Sonntag mittag
12 Uhr Regimentsappell auf dem Infanterie=
Exerzierplatz ſtatt, an dem etwa 4000 derzeitige und
ehe=
malige Angehörige des Regiments teilnehmen werden.
— Ortsgewerbeverein Darmſtadt. Zu dem
Vorbe=
reitungskurſus für die außerterminliche
Meiſterprüfung im Handwerk in der Zeit vom
19. Januar bis 26. gebruar d. J. werden, wie ſchon
be=
kanntgegeben, wenere Anmeldungen noch angenommen.
In dieſem Kurſe werden, wie wiederholt mitgeteilt ſei,
durchgeſprochen u. a. die rechtlichen Beſtimmungen der
Reichsgewerbeordnung, der
Arbeiterverſicherungsgeſetz=
gebung und der Gewerbegerichte. Außerdem wird ein
gründlicher Unterricht in Buchführung, Wechſelrecht,
Scheck=
verkehr und Kalkulation erteilt. Die Unterrichtsgebühr
welche im voraus zu entrichten iſt, beträgt 10 Mark. Die
Anmeldungen haben baldigſt und bis längſtens 15. Januar
bei der Handwerkskammer Darmſtadt, Georgenſtr. 9, zu
erfolgen.
— Kulturgeſchichtliche Vorträge. Kenne den
Werde=
gang Deines Volkes! Mit dieſer Mahnung empfiehlt
der Darmſtädter Volksbildungsverein eine weitere
Vortragsreihe über „Die Kulturgeſchichte des
Mittelalters”, wie er im vorigen Winter zur
„Geographie des Deutſchen Reiches” einlud, unter dem
Motto: „Kenne Dein Vaterland!” Nur was Du kennſt,
vermagſt Du gebührend zu ſchätzen, zu lieben! So
er=
blüht Dir aus gründlicher Heimats= und
Vaterlands=
kunde reichere, treuere Vaterlandsliebe, aus
vermehr=
ter Kenntnis und tieferem Verſtändnis der
Entwickel=
ungsſtufen Deines Volkstums eine geſteigerte
Wert=
ung errungener Kulturgüter, und mit ihrer erhöhten
Würdigung wächſt Deine Daſeinsfreude! Der Jugend
werden dieſe Geiſtesſchätze vermittelt durch die Schule,
Erwachſene ſuchen ſie zu gewinnen durch Bücher,
er=
folgreicher durch Bücher und Vorträge, zumal, wenn
dieſe in ſo anſprechender und feſſelnder Weiſe
darge=
boten werden, wie wir es aus früheren Vorleſungen
des Herrn Profeſſor Dr. A. Berger in Erinnerung
haben. Der weitbekannte Forſcher und feinſinnige
Redner wird in den „6 Vorträgen über die
Kultur=
geſchichte des Mittelalters” ein lebensvolles Bild
ent=
werfen von der Zeit vom Tode Karls des Großen bis
zur Mitte des 12. Jahrhunderts, ſomit anſchließend an
die frühere Vortragsreihe über „Die Anfänge der
mittelalterlichen Kultur‟ Es iſt dies eine Periode
unſerer Geſchichte, aus deren Not= und Glanzzeiten
Kräfte und Erſcheinungen geboren wurden, die
welt=
geſchichtlich hervorragende Bedeutung erlangten und
für unſere ganze Kulturentwickelung beſtimmend
ge=
worden ſind. Nicht wenige Tatſachen und
Ueberliefer=
ungen werden in den Vorträgen in neuem Licht
er=
ſcheinen; denn die reichen Ergebniſſe wiſſenſchaftlicher
Forſchung auf den Gebieten der Altertums=,
Spra=
chen= und Geſchichtskunde mußten manche früheren
Ur=
teile und Anſchauungen berichtigend, ja umgeſtaltend
beeinfluſſen. Die Vorträge werden gehalten in der
Techniſchen Hochſchule, Saal 330; der erſte am
Mon=
tag, den 10. Januar, abends 8¼ Uhr. Karten ſind
er=
hältlich im Verkehrsbureau und Heerdweg 2. Den
Teilnehmern wird eine Ueberſicht des Vortragsſtoffes
eingehändigt.
— Björnſon=Abend. Der wegen der ſchweren
Er=
krankung ſeines Vaters ſeinerzeit verſchobene
Darm=
ſtädter Rezitationsabend Björn Björnſons wird
nunmehr am Freitag, 14. Januar, ſtattfinden.
— Gartenbauverein. Die Hauptverſammlung am
Donnerstag abend wurde von Herrn Profeſſor
Völ=
ſing eröffnet. Dieſer kam kurz auf den Verlauf des
letzten Jahres zu ſprechen, erwähnte, daß die Zahl der
Mitglieder jetzt 375 betrage und bat die Anweſenden
um ihre Werbetätigkeit. Redner erwahute, daß in
dieſem Jahre der Verein auf ſein 75jühriges Beſtehen
zurückblicke, und wenn auch von einer größeren
Feſtlich=
keit abgeſehen werden ſoll, ſo würde man das Jubiläum
doch würdig feiern. Ferner gedachte der Redner der
Verſtorbenen letzten Jahres und bat die Anweſenden,
ihrer zu Ehren ſich von den Sitzen zu erheben. Neu
angemeldet ſind 4 Mitglieder. Der Rechner des
Ver=
eins, Herr Fehrer, verlas nun die Abrechnungen. Die
Einnahmen beliefen ſich im letzten Jahre auf 4523,09
Mark, die Ausgaben auf 2894,67 Mark, ſo daß ein
Kaſſenüberſchuß von 1628,42 Mark vorhanden iſt. Das
Vermögen beträgt 12566,17 Mark, gegen 11926,15 Mark
im vorigen Jahre, alſo ein Ueberſchuß von 640.54 Mark.
Der Voranſchlag für das nächſte Jahr iſt auf 2738 Mark
feſtgeſetzt. Es wurde nun zur Erſatzwahl für die
ſatzungsgemäß ausſcheidenden Herren Goethe, Weigold,
Dorſch, Naumann, Voltz und Dr. Walter geſchritten
und auf Vorſchlag des Vorſtandes wurden die Herren
Ed. Becker, H. Göbel, W. Grimm, Fuldner, G. Schmidt
und L. Bernhardt durch Zuruf gewählt. Herr
Garren=
direktor Heicke von Frankfurt a. M. ergriff hierauf
das Wort zu ſeinem Vortrage: „Eine Studienreiſe in
England‟ Dieſe Reiſe war von der Deutſchen
Geſell=
ſchaft für Gartenkunſt veranſtaltet und von über 100
Mitgliedern unternommen worden; beſonders die
großen Parks in London und der Umgegend wurden
dabei beſichtigt. In einer großen Zahl reizvoller
Licht=
bilder führte der Redner herrliche Partien und
An=
lagen aus den großen engliſchen Parks Hydepark,
Ken=
ſington Garden, Hampton Court, Windfor Caſtle und
der Inſel Wight, auch einzelne Landhäuschen vor,
ſo=
wie einige engliſche Friedhofsanlagen. Nachdem Herr
Prof. Völſing ihm den Dank des Vereins ausgeſprochen,
fand zum Schluß die übliche Verloſung ſtatt. Herr
Hermann Schulze erhielt für eine Ausſtellung Primel
und Phönix eine lobende Erwähnung.
M.V Der Familienabend des Muſikvereins
be=
ginnt, wie nochmals bemerkt ſei, heute abend um 8
Uhr. Kartenverkauf bei G. Thies Nachfolger wie
be=
kannt.
S. Verein für das Deutſchtum im Auslande. Am
Montag, den 10. Januar, findet eine
Mitgliederver=
ſammlung des Vereins für das Deutſchtum im
Aus=
lande im Gartenſaal der Vereinigten Geſellſchaft ſtatt.
Das Nähere iſt aus der Anzeige erſichtlich.
— Orgelkonzert. Herr Profeſſor Karl Straube
aus Leipzig wird morgen nachmittag halb 6 Uhr auf
vielfachen Wunſch in der Stadtkirche noch ein
zwei=
tes Orgelkonzert veranſtalten, zu dem der
Ein=
trittspreis zu allen Plätzen der Kirche nur 50 Pfg.
be=
trägt. Das Programm wird ausſchließlich aus den
Namen Max Reger und Johann Sebaſtian Bach
gebil=
det. Von erſterem gelangt Phantaſie und Fuge über
B=A=C=H, op. 46, und die Phantaſie über den Choral
„Wacht auf!, ruft uns die Stimme”, op. 52, Nr. 2; von
letzterem Präludium und Fuge in E=moll, Toccata,
Adagio und Fuge in C=dur und die C=moll=Paſſacaglia
zum Vortrag.
— Schönſchreib=Unterricht. Herr Kalligraphielehrer
Hofer, deſſen dahier erzielten Erfolge durch ſeine
treff=
liche Unterrichtsmethode noch in beſter Erinnerung ſind,
er=
öffnet, wie aus unſerem heutigen Inſeratenteil erſichtlich
iſt, am 11. Januar einen Unterrichtskurs im
Schnellſchön=
ſchreiben für Erwachſene. Da eine ſchöne Form der Schrift
ſtets einen angenehmen Eindruck macht, ja ſogar in vielen
Lebensſtellungen, namentlich in der Geſchäftswelt, eine
korrekte und leſerliche Handſchrift Bedingung iſt, ſeien
Intereſſenten auf dieſe für ſie willkommene Gelegenheit
aufmerkſam gemacht.
— Orpheum. Wie ſchon mitgeteilt, hat ſich das
Neujahrsprogramm beſtens eingeführt und finden alle
Mitglieder, da ohne Ausnahme erſtklaſſig,
außerordent=
lichen Beifall. Der allgemeinen Geſchmacksrichtung
angepaßt, finden ſich im gegenwärtigen Spielplan
vor=
wiegend ganz brillante Schaunummern, und man muß
in der Tat ſtaunen, wie es dem ſtets
vorwärtsblicken=
den, nie raſtenden Geiſt der Artiſten immer wieder
gelingt, ihr Können durch neue, intereſſante, oft faſt
unglaubliche Leiſtungen zu bereichern. — Heute,
Sams=
tag, findet der übliche Familienabend, morgen,
Sonu=
tag, zwei Vorſtellungen ſtatt. — Es kommt auch in der
Nachmittagsvorſtellung das ungekürzte Abendprogramm
zur Darſtellung, trotz der billigen Eintrittspreiſe; für
Kinder iſt in der Abendvorſtellung der volle Platzpreis
zu zahlen, weshalb es ſich empfiehlt, ſolche zur
Nach=
mittagsvorſtellung mitzubringen. (Siehe Anzeige.)
Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Ein letztes Mal
rufen des Prinzen Karneval, des Lichtbringers,
ge=
treue Elferräte ihr närriſch Volk zum Feſte! Die
Hoch=
burg ſorgenbrechender Fröhlichkeit, die Narrhalla am
Woogsplatz, hat ihr ſchönſtes Feſtgewand angelegt, das
Heer der Närrinnen und Narren würdig zu
empfan=
gen. Nicht Cooks, des ſchlauen Gauners, ſondern
Pearys Pfade führt der närriſche Zeremonienmeiſter
ſeine Helfer. Und die führen ſicher zum Nordpol.
Hier an der Erdachſe iſt die Stätte errichtet, von der
die Ritter des Pegaſus ausziehen zum Turnier, die
Stätte, die der Heiner ſo lieblich — „Bütt” benennt.
Wer von dieſer kalten Stelle aus die Herzen zu
er=
wärmen vermag, der iſt ſicher ein guter Streiter, ſein
Knopfloch bleibt ſicher nicht leer. — Pünktlich 7,11 Uhr
werden die Klänge des Narrhallamarſches den Einzug
des großen Rates verkünden, und ebenſo pünktlich, um
11 Uhr 11 Minuten, ſoll das reichhaltige Programm
abgewickelt ſein, damit der närriſche Hofball
be=
ginnen kann, dieſes Ziel des Sehnens aller lieblichen
Närrinnen. Der Kartenverkauf iſt koloſſal:
Nament=
lich die teureren, reſervierten Plätze ſind ſchon jetzt
faſt vergriffen. Ein Beweis dafür, daß der Karneval
immer mehr in allen Kreiſen der Bürgerſchaft an
Intereſſe gewinnt. So viel iſt ſicher, wer dem ſchönen
Feſte morgen Sonntag abend fernbleibt, wird das beim
Leſen der Beſprechungen in den Tagesblättern ſehr
be=
dauern. Der Tanz iſt ſelbſtverſtändlich frei.
— Turngemeinde. Am Sonntag, den 16. Januar,
fin=
det in der Turnhalle am Woogsplatz eine Damen= und
Herrenſitzung (Faſchingskneipe) ſtatt. Die Vorbereitungen
ſind ſo weit gediehen, daß eine abwechslungsreiche,
bril=
lante Sitzung garantiert werden kann. Bemerkt ſei noch,
daß eine erſte künſtleriſche Kraft hierfür gewonnen wurde.
Die Veranſtaltung iſt für jedermann zugangig.
— Königlich Preußiſche Klaſſen=Lotterie. Die
Ziehung 1. Klaſſe 222. Königlich Preuß. Klaſſen=
Lotterie findet beſtimmt am 11. und 12. Januar ſtatt
und ſind Loſe bei den hieſigen Königl. Lotterie=
Ein=
nehmern — ſo lange Vorrat — noch erhältlich. (Siehe
Anzeige.
Ludwigshöhe. Nächſten Sonntag, den 9. Januar,
konzertiert die Kapelle des Leibgarde=Regiments unter
Herrn Hauskes Leitung. Auf das vorzügliche
Pro=
gramm ſei beſonders hingewieſen. (Vergl. Anzeige.)
— Schützenhof. Auf das morgen abend im
Schützen=
hof ſtattfindende karnevaliſtiſch=humoriſtiſche Konzert ſei an
dieſer Stelle beſonders hingewieſen. Die Konzerte erfreuen
ſich von jeher großer Beliebtheit und wird auch morgen
genügend Stoff vorhanden ſein, zumal die Leitung in den
Händen des preisgekrönten Leib= und Hofkapellmeiſters
Carl Maria von Weber liegt. (Siehe Anzeige.
— Das Kaiſerpanorama führt die Kunſtſchätze des
Pariſer Louvre und des Luxembourg=Muſeums noch
einſchließlich morgen, Sonntag, vor.
Nummer 1 der „Darmſtädter Faſtnachts=Zeitung”
(28. Jahrgang) iſt ſoeben erſchienen. Sie bringt eine
Fülle humorvoller Gedichte, Vorträge und Gloſſen über
lokale Ereigniſſe und Zuſtände. Das Abonnement
(5 Nummern) koſtet 1 Mark bei freier Zuſendung ins
Haus. Einzelne Nummern zu 20 Pfg. ſind in allen
durch Plakate kenntlich gemachten Verkaufsſtellen und
im Verlage H. Hohmann, Waldſtraße 4, zu haben.
Offenbach, 6. Jan. An den Diebereien im
Schlachthaus ſind auch manche Metzger ſelbſt
ſchuld, indem ſie eine ungewöhnliche Nachläſſigkeit an
den Tag legen. Vor den Weihnachtsfeiertagen
be=
merkten die Beamten im Schlachthofe, daß ein Viertel
eines Ochſens einſam und verlaſſen dahing. Man
brachte es vorläufig in die Polizeizelle. Dort hing das
Fleiſch bis Neujahr. Dann erſt konnte der
Eigen=
tümer, ein hieſiger Ochſenmetzger, ermittelt werden.
Unter ſolchen Umſtänden braucht man ſich über
Dieb=
ſtähle nicht zu wundern.
Schönberg, 7. Jan. Die „Germania” ſchreibt
ge=
mäß einer Berichtigung des „Starkenburger Bote
vom 21. Dezember 1909, daß in den maßgebenden
kirch=
lichen Kreiſen Oeſterreich=Ungarns von einer Doppel=
Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, den 6. Januar.
„Martha”.
W-l. Auch die Opern habe ihre Schickſale. Flotows
„Martha”, die zum erſten Male im Jahre 1847 zur
Aufführung gelangt iſt, hat die Gemüter unſerer
Eltern und Voreltern einſt ſo bewegt, daß eine
Gene=
ration Mädchen ihren Namen danach erhielt, wie
ſpä=
ter nach „Lohengrin” eine Generation von Elſas
auf=
getaucht iſt, während dieſer Name früher kaum
vorge=
kommen iſt. Heute iſt Flotows „Martha” noch als
Oper für die Jugend geſchätzt und beliebt.
Die erſte Bedingung für dieſe durchweg dem
melo=
diöſen Prinzip huldigende Oper iſt Stimmfähigkeit
und Geſangestüchtigkeit der Sänger und Sängerinnen
Sie hat recht eigentlich „dankbare‟ Partien. Die
heu=
tige Aufführung litt unter einer gewiſſen Mattigkeit
in ſtimmlicher Hinſicht. Herr Hacker, der den Lyonel
zum erſten Male ſang, vibrierte zu ſehr mit der
Stimme, wodurch die tonliche Friſche und
Ausdrucks=
fähigkeit Einbuße erlitt, während die rein geſangliche
Ausführung der Partie lobenswert war. Auch
Fräu=
lein Suchanek, die die Titelpartie mit gewohnter
Sicherheit und Intelligenz ſang, war in ihrer
Ton=
gebung vielfach zu unruhig. Fräulein Howard, die
als Nancy ſonſt pikant und intereſſant war, hielt mit
ihrer Stimme viel zu ſehr zurück. Herr Stephani
als Plumkett war ſich gleich geblieben, ebenſo Herr
Schwarze, der in der Rolle des Triſtan echte Komik
an den Tag legte.
Die Chöre ſangen nicht ſo gut wie ſonſt und hielten
mit dem Orcheſter nicht immer Schritt.
Kleines Feuilleton.
* Der Wahlwagen. Der engliſche
Wahlfeld=
zug nimmt Formen an, wie ſie auf dem europäiſchen
Feſtland nicht bekannt ſind. Nicht nur, daß ſelbſt
Staatsminiſter in öffentlichen Verſammlungen reden
und auf jeden Zwiſchenruf antworten müſſen, nicht
nur, daß die Kandidaten auch außerhalb der
Verſamm=
lungen im Freien reden, es wird eine ganze Anzahl
von redegewaltigen Agenten in Stadt und Land
ge=
ſchickt, um an Straßenecken und an Kreuzwegen die
Grundſätze des von ihnen empfohlenen Kandidaten und
der von ihnen vertretenen Partei der ſchnell ſich
an=
ſammelnden Volksmaſſe zu verkünden. Zu dieſem
Zweck werden eigens konſtruierte Wagen benutzt, und
einen beſonders gut ausgeſtatteten hat der „City
Carlton Club” am letzten Montag der unioniſtiſchen
Partei als Geſchenk geſtiftet. Lord Farquhar, der Prä=
ſident der hauptſtädiſchen Diviſion der „National
Union of Conſervative and Conſtitutional Aſſociation”
nahm die Gabe, die verſchiedene Neuheiten aufzuweiſen
hat, mit Dank entgegen. Der Wagen erinnert an
einen Möbeltransportwagen, iſt mit einer
heraus=
ſchiebbaren Plattform verſehen und einem
zuſammen=
legbaren Geländer. Wenn nicht gebraucht, wird ſie
unter den Wagen geſchoben. Außerdem hat der
Wa=
gen noch einen beſonderen Stand zum Vorführen von
Lichtbildern, die, wie üblich, Karikaturen, ſowie
Zif=
fern und Statiſtiken darſtellen, ſodaß die Zuhörer nicht
nur Belehrung, ſondern auch Amüſement finden.
C.K. Koſtſpielige Flitterwochen. 300000
Mark für eine Hochzeitsreiſe! Das iſt eine anſtändige
Summe, von der andere junge Eheleute ihr ganzes
Leben lang vergnügt und ohne Sorgen leben können.
Wenn man aber erfährt, daß die ſo koſtſpielige
Hoch=
zeitsreiſe in die Polargegenden unternommen wurde,
in einem eigenen Schiff und mit einer Begleitung von
19 Perſonen, ſo wird man begreifen, wie das viele Geld
verwandt worden iſt. Die Polarexpedition, die der
amerikaniſche Millionär Max Fleiſchmann in ſeinen
Flitterwochen unternahm, ſteht an Koſtſpieligkeit
durch=
aus nicht einzig da. Er konnte voll Stolz 30
Renntier=
körfe, die Felle von 100 Robben und 32 Polarbären
vor=
weiſen, die er erbeutet hatte. Andere bringen von ihren
Hochzeitsreiſen nicht ſo ſichtbare Erinnerungszeichen
mit. Aber eine Weltreiſe auf einer eigenen Jacht als
hochzeitlichen Ausflug zu unternehmen, das iſt die
Sehrſucht und der Stolz jedes Millionärs. Läßt man
das Schiff extra zu dieſem Zwecke bauen, ſo weiß eine
engliſche Wochenſchrift zu berichten, dann werden die
Koſten 400000 Mark erreichen, denn man will es doch
luxuriös und komfortabel haben, und mit notwendigen
Ausbeſſerungen kann die Summe auch auf 600 000 Mark
ſteigen. Im ganzen wird ſolch ein auf ein Jahr
aus=
gedehnter Honigmonat, bei dem man ich alle Wunden
des Erdkreiſes anſieht, die ſtattliche Summe von einer
Million Mark verſchlingen. Annähernd 200000 Mark
haben Mr. und Mrs. Penfield auf einer einfachen Nil=
Hochzeitsreiſe ausgegeben; ſie konnlen es ſich freilich
leiſten, denn Mrs. Penfield hieß früher Annie
Weight=
man Woſker und hat von ihrem Vater ein
Rieſenver=
mögen geerbt. Exotiſcher, wenn auch nicht ganz ſo
koſt=
ſpiclig, verlebte der Graf von Lesdain mit ſeiner
jungen Frau die Flitterwochen, indem er eine
gefähr=
liche und romantiſche Forſchungsreiſe ins unbekannte
Tivei unternahm, 5000 engliſche Meilen zurücklegte und
ſeine an Aufregungen und Gefahren reichen Abenteuer
in einem ſpannenden und wertvollen Buch niederlegen
konnte. Derjenige, den ſein Honigmond wohl am
meiſten gekoſtet hat, ohne daß er freilich ſelbſt davon
Vergnügen hatte, war ein Sohn des Millionärs Charles
L. Tiffany, der ein armes Mädchen heiratete und von
ſeinem Vater enterbt wurde. Da er dabei über acht
Millionen verlor und nur zehn Tage verheiratet
war, verlor er jeden Tag faſt eine Million und ſtellte
ſo den Rekord auf in koſtſpieligen Flitterwochen.
* Das Bier in Deutſchland. Die „Revue
Scientifique” ſcheint ein beſonderes Intereſſe an den
deutſchen — Bierverhältniſſen zu haben, denn ſie gibt.
eine Statiſtik darüber und knüpft Bemerkungen daran,
aus denen das Erſtaunen über unſere Leiſtungen in
dieſer Beziehung klar hervorgeht. Die Bierproduktion
betrug demnach innerhalb eines Jahres (vom 1. April
1907 bis 31. März 1908) in ganz Deutſchland nicht
weniger als 73707000 Hektoliter. Daran hat natürlich
Bayern den Löwenanteil mit 18 641000 Hektolitern; es
folgen Württemberg mit 3975000, Baden mit 3 286000,
Elſaß=Lothringen mit 146000 Hektolitern. 46355000
Hektoliter verteilen ſich auf die übrigen Länder. Mit
dieſer Bierproduktion eines Jahres könnte man ein
Baſſin von 75 Hektar füllen, in dem das größte
Kriegsſchiff der Welt, und wenn es ſelbſt ein
„Dreadnought” wäre, ganz gut Pletz hätte, ohne
auf den Grund zu geraten. Die 73 707000 Hektoliter
brachten übrigens dem Staat 121 653000 Mark Abgaben
ein. Das ſind 1,95 Mark auf den Hektoliter.
* Die nieſende Stimmdame. Am
Diens=
tag nachmittag wurden zwei Stimmdamen in dem Dom
von Brighton, wo Premierminiſter Asquith am Abend
ſprechen ſollte, aufgefunden. Der Hauswart hörte, wie
jemand in dem leeren Saal nieſte, und zwar kam das
Geräuſch aus der Orgel. Die Frauen hatten ſich aber
ſo wohl verſteckt, daß erſt der Orgelbauer herbeigeholt
werden mußte, bevor ſie entdeckt werden konnten. Als
ſie zum Verlaſſen des Verſtecks genötigt wurden,
wünſchten ſie ihren Häſchern ganz vergnüglich „Proſit
Neujahr‟ Die beiden Frauen müſſen ſich bereits ſeit
Montag abend in dem Verſteck in der Orgel befunden
haben.
* Ein „Empfänger”, der nichts
em=
pfängt. Nach der amtlichen Statiſtik ſind im Jahre
1908 2080050 Stück im deutſchen Reichspoſtgebiet
auf=
gelieferte Poſtſendungen endgültig unbeſtellbar
geblie=
ben. In der Statiſtik heißt es darüber: „Von den
ſei=
tens der Poſtanſtalten an den Ausſchuß zur
Ermittel=
ung des Abſenders eingeſandten Poſtſendungen hatten
3964 420 Stück den Empfängern nicht
aus=
gehändigt werden können.” Man ſieht, daß die
Ver=
deutſchung auch zu einem logiſchen Nonſens führen
kann. Adreſſat und Empfänger ſind zwei verſchiedene
und in dieſem Falle ſtreng zu ſcheidende Begriffe.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
trauung des Prinzen Viktor zu Erbach=Schönberg und
der Gräfin Eliſabeth Széchényi, die mit den klar
aus=
geſprochenen kirchlichen Beſtimmungen unvereinbar
wäre, nichts bekannt ſei. Demgegenüber iſt die
„Darmſt. Ztg.” wiederholt zu der Feſtſtellung
ermäch=
tigt, daß ihre ſeinerzeitige Notiz, wonach die
Doppel=
trauung des Prinzlichen Paares, und zwar die
evan=
geliſche Trauung zeitlich vor der katholiſchen,
ſtatt=
gefunden hat, durchaus den Tatſachen entſpricht.
Worms, 6. Jan. Die Bautatigkeit in Worms
war im Rechnungsjahre 1908/09 die geringſte in den letzten
20 Jahren. Ueberhaupt zeichnete ſich das letzte Jahrzehnt
durch einen relativen Rückſchritt in dieſer Beziehung aus.
Während 1898 noch 246 neue Wohnhäuſer errichtet wurden,
ſank die Ziffer bis 1908 allmählich auf nur 39 herab.
B. Bingen, 6. Jan. Ein gefährlicher Unfall iſt im
Fahrwaſſer des Binger Loch vorgekommen. Ein Schiffer
von Aßmannshauſen wollte ſeinen Kahn an einen
berg=
wärts fahrenden Schleppdampfer anhängen, um auf dieſe
Weiſe in der üblichen altgewohnten Weiſe ſich nach Bingen
befördern zu laſſen. Der Mann erreichte aber das ihm
zu=
geworfene Seil nicht und ſein Nachen geriet unter das
eine Rad des Dampfers. Mit Mühe wurde der Mann von
einigen Schiffern herausgezogen, ſein Nachen aber wurde
von den Rädern gänzlich zertrümmert.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 6. Jan. In der Geſell
ſchaft für Erdkunde ſprach der Südpolarforſcher
Shackleton zum erſten Male in Deutſchland über
ſeine antarktiſche Expedition. Dem Vortrage wohnten
der Kronprinz und die Kronprinzeſſin bei,
welche nebſt zahlreichen Vertretern der Reichs= und
Staatsbehörden und hervorragenden Repräſentanten
der Wiſſenſchaften von dem Vorſitzenden der
Geſell=
ſchaft, Geheimrat Profeſſor Penck, begrüßt wurden
Dann hielt Leutnant Shackleton in engliſcher
Sprache ſeinen von zahlreichen Lichtbildern und
kine=
matographiſchen Aufnahmen begleiteten Vortrag, der
überall beifällig aufgenommen wurde. Nachdem er
ge=
endet, wies Geheimrat Profeſſor Penck auf die
hervor=
ragenden Verdienſte hin, die ſich Leuknant Shackleton
erworben habe, und verlieh ihm die Nachtigall=Medaille,
die größte Auszeichnung, welche die Geſellſchaft für
Erdkunde zu vergeben habe. Der Kronprinz und die
Kronprinzeſſin unterhielten ſich längere Zeit mit dem
Forſcher. — Der Sieger im Sechstagerennen, Walter
Rütt, der ſich ſeiner Militärpflicht entzogen hatte,
wurde geſtern auf ſeine Dienſttauglichkeit geprüft. Die
Unterſuchung ergab bei ihm organiſche Fehler, die ihr
für den Militärdienſt untauglich machen. Es wurde bei
ihm Schwerhörigkeit auf einem Ohr und
Herzerweite=
rung feſtgeſtellt. — In der Nacht ſtieß in der
Müller=
ſtraße ein Kraftomnibus mit einem
Straßen=
bahnwagen zuſammen. Von den Fahrgäſten des
Omnibus wurde einer Frau das linke Bein faſt
voll=
ſtändig vom Körper getrennt; ein Tapezierer erlitt
einen Beckenbruch. Zwei weitere Perſonen wurden
leichter verletzt.
Dresden, 7. Jan. Die hieſige Kriminalpolizei
verhaftete geſtern die beiden verwegenen
Ein=
brecher Böthig und Diehl, die in Berlin, Hamburg und
Hannover große Geldſummen bei Einbrüchen
erbeu=
teten. Sie traten hier als adelige Offiziere auf.
Leipzig, 6. Jan. Ein 12 Jahre alter Schulknabe
erhielt vorgeſtern von ſeinem Vater 240 Mark, um
einen Wechſel bei der Reichsbank einzulöſen. In
der Bank wurde dem Knaben geſagt, daß der Wechſel
bereits weiter gegeben worden ſei. Das hörte ein 23
Jahre alter Bureaudiener, der dabei ſtand. Er folgte
dem Knaben und verſtand es, ihm das Geld auf der
Straße abzunehmen, worauf er verſchwand. Der
Poli=
zei gelang es, ihn zu verhaften. Die 240 Mark hatte
er aber bis auf 4 Mark ſchon vergeudet.
Leipzig, 6. Jan. Wegen Beleidigung durch die
Preſſe hatte ſich der Herausgeber des „Deutſchen
Kampfes‟ Dr. Artur Pleißner, vor dem
Schöffen=
gericht des Amtsgerichts zu Leipzig zu verantworten.
Dr. Pleißner hatte in ſeiner Zeitſchrift behauptet, daß
das Redaktionsmitglied der „Leipziger Neueſten
Nach=
richten” Max Halfter, „naſſauere” und in ſeiner
Eigen=
ſchaft als Kritiker Kabarettkünſtlerinnen ausbeute, um
ihnen unſittliche Anträge zu ſtellen. Dr. Pleißner wurde
zu ſechs Wochen Gefängnis verurteilt; ſeine
Widerklage wurde abgewieſen.
Weimar, 6. Jan. Das neuvermählte
Großher=
herzogspaar wird nach ſeiner Rückkehr aus Italien
am 23. Januar ſeinen feierlichen Einzug in die hieſige
Re=
ſidenzſtadt halten.
Eſſen, 6. Jan. Ein Streich à la Hauptmann
von Köpenick iſt hier verübt worden und wird
all=
gemein belacht, nur nicht von den Leidtragenden. Kam
da vor einiger Zeit ein ſchneidiger Herr zum
Ober=
bürgermeiſter, ſtellte ſich als Dr. jur. Reinhard vor und
bat um die Erlaubnis, ſich in die Kommunalverwaltung
einarbeiten zu dürfen. Nachdem er den höheren
Be=
amten auf dem Rathauſe vorgeſtellt worden war, erhielt
er ſein eigenes Zimmer angewieſen und bearbeitete nun
tatſächlich vier Wochen lang ſtädtiſche Angelegenheiten.
dann verſchwand er ſpurlos. Inzwiſchen aber hatte er
bei Hoteliers, Reſtaurateuren und Privatperſonen
große Schulden gemacht. Reinhard wurde beute in
Aachen verhaftet, wo er dieſelben Schwindeleien
ver=
ſuchte. Er heißt auch wirklich Reinhard, iſt aber nicht
De. jur. und im übrigen ein bekannter Schwindler und
Hochſtapler. Die ganze Angelegenheit wird geheim
ge=
halten, doch erfährt man nach anderen Berichten, daß
ſich der Schwindler auch als Regierungsvertreter
vor=
geſtellt habe, der beauftragt ſei, die Geſchichte der Stadt
Gelſenkirchen zu ſtudieren. Ein weiterer Bericht
be=
ſagt, daß Reinhard als juriſtiſcher Beirat angeſtellt
wor=
den ſei. Dieſer Titel habe auch an ſeinem
Wohnungs=
ſchild geſtanden. Als Beirat hatte er
Steuerreklamati=
onen uſw. zu bearbeiten und verſtand es dabei, alle
mit ihm in Berührung kommenden Perſonen gehörig
zu ſchröpfen, ohne daß im Publikum oder bei den
Be=
hörden Verdacht entſtand.
Foggia, 6. Jan. Bei dem hieſigen Bahnhofe ſtieß
heute abend ein Schnellzug mit einem
Güter=
zug zuſammen. 3 Perſonen wurden getötet und 15
verletzt.
Paris, 7. Jan. Als ſich herausgeſtellt hatte, daß der
Urlaub der beiden Mörder der Frau Gouin ein
regelmäßiger war, wurde von der Gerichtsbehärde
be=
ſchloſſen, die weitere Verhandlung der Angelezenheit dem
Kriegsgericht zu überweiſen. Die
Staatsanwalt=
ſchaft forderte den Unterſuchungsrichter Gridel von Corbeil
auf, die Unterſuchung aus der Hand zu geben. Dieſer
weigerte ſich jedoch, dem Auftrage nachzukommen, und
verlangte, daß die beiden Beſchuldigten ſofort nach Corbeil
gebracht werden. Der Oberſtaatsanwalt hat über den
Zwiſt an den Juſtizminiſter berichtet, der von dem
Unter=
ſuchungsrichter Gridel unverzüglich Aufklärung über ſein
Verhalten verlangt hat, um über den Fall endgültig zu
entſcheiden.
Paris, 5. Jan. Die Söhne der ermordeten Frau
Gouin haben die verſprochenen 25000 Franken dem
Hilfskoch Portehault des Cercles Epatant auszahlen
laſ=
ſen, weil er durch ſeinen Brief an Edouard Gouin die
Ver=
haftung und das Geſtändnis der Mörder Graby und
Michel herbeigeführt hat. — Die freigeſprochene Frau
Steinheil macht immer noch von ſich reden, obwohl ſie
ſich auch aus London aufs Land zurückgezogen hat. Nach
dem Prozeß wurde ſie zuerſt in einem Privatkrankenhauſe
in Véſinet bei Paris untergebracht, aber da ſie nicht krank
war, verließ ſie es bald, um in der Klinik eines jungen
Arztes ein Zimmer zu mieten. Als ſie nach London reiſte,
begleitete der Arzt ſie, wollte aber ſchon am nächſten Tage
zu ſeiner Mutter und ſeiner Frau zurückkehren. Seit
länger als einem Monat warten jedoch die beiden Frauen
umſonſt auf ſeine Rückkehr und daher muß man wohl
an=
nehmen, daß Frau Steinheil noch einmal eine unheilvolle
Leidenſchaft entzündet hat.
Paris, 6. Jan. Der Pfandſchein über die vom
früheren Sultan Abdul Aziz verpfändeten Juwelen
iſt wieder gefunden. Dem Maghzen wurde daher
anheim=
gegeben, die Juwelen für die Summe von 1½ Millionen
Francs einzulöſen, die er vor einem Monat deponiert
hatte, um einen Aufſchub der Verſteigerung zu erreichen.
Amſterdam, 6. Jan. In der hieſigen Leihbank
er=
ſchien eine Dame, die Juwelen von hohem Wert
verſetzen wollte. Auf die Frage nach der Herkunft
er=
klärte ſie, daß die Juwelen von einer franzöſiſchen
Dame zur Beleihung ihr übergeben worden ſeien. In
die Enge getrieben, geſtand ſie ſchließlich ein, daß ein
Dertſcher, der bei ihr wohne, der Eigentümer ſei. Die
Polizei hielt ſofort eine Hausſuchung ab, traf jedoch
niemand an. In der Nacht kam ein Automobil vor dem
Hauſe vorgefahren. Ihm entſtieg ein Herr, der von den
auf der Lauer liegenden Poliziſten nach der Wache
ge=
führt wurde. Man fand bei ihm 12 Mark Bargeld und
in ſeiner Wohnung Gold= und Brillantenſchmuck im
Werte von etwa 20000 Mark. Der Mann gibt an, aus
Düſſeldorf zu ſein, weigert ſich aber, ſeinen Namen zu
nennen. Die Amſterdamer Polizei glaubt, es mit einem
der internationalen Eiſenbahndiebe
zu
tun zu haben, die beſonders die Strecke an der
Weſt=
grenze Deutſchlands unſicher machen. Die deutſche
Polizei iſt benachrichtiat worden.
London, 5. Jan. Die Paſſagiere des
Bum=
melzuges von Dover nach Deal hatten am letzten
Dienstag einen Anblick gratis, für den mancher gerne vier
Pfunde bezahlt und ſogar Leib und Leben riskiert. Die
Reiſenden hatten als Entſchädigung nur eine kleine
Ver=
zögerung zu bezahlen. Als der Zug die Nähe von Dover
erreicht hatte, erſchienen auf den umliegenden Hügeln die
Jäger der Oſt=Kent=Fuchshunde, die ſich etwa
ſechs Meilen von der Stadt entfernt verſammelt hatten,
und als der Zug um eine Biegung herum in einen tiefen
Hohlweg hineinfuhr, war vor ihm plötzlich das ganze Pack
der Hunde mit Maſter und rotröckigen Jägern zu Fuß und
Reinecke inmitten der Hunde, der ſoeben ſein Ende
gefun=
den hatte. Der Zug wurde von einem der Jäger zum
Stillſtand gebracht, indem dieſer ſeinen roten Rock auszog
und wie eine Signalflagge hin= und herſchwenkte. Die
Reiſenden ſahen, wie der Maſter die Rute den Hunden
abnahm, das Hallali wurde geblaſen und die Hunde am
Zug entlang geführt, bis der Maſter eine Stelle fand, die
ihm ein Hinausklettern aus dem Hohlweg geſtattete. Dann
ſetzte der Zug ſeine Fahrt fort und die Reiſenden hatten
auf das bequemſte das pittoreske Ende der Fuchsjagd mit
angeſehen, während die eigentlichen Jäger um dieſes
Ver=
gnügen kamen.
London, 7. Jan. Als geſtern Miniſter Burns das
Stadthaus von Wednesbury verließ, um ſeinen
Kraft=
wagen zu beſteigen, wurde er von einem Manne
angegrif=
fen. Burns verſuchte vergebens, den viel kräftigeren
An=
greifer abzuſchütteln. Die Beiden wurden im Kraftwagen
handgemein, bis Schutzleute den Angreifer fortriſſen;
dieſer entkam.
New=York, 7. Jan. Die Leiter des Arktik=Klubs
be=
ſchloſſen, Cook aus dem Klub auszuſtoßen, da ſeine
Be=
richte grober Betrug geweſen ſeien. Die öffentliche
Bibiliothek in Boſton lehnte eine Anregung, die Schriften
Cooks aus der Bücherſammlung zu entfernen, ab. beſchloß
aber, die Bücher in der Abteilung „Literariſche
Fäl=
ſchungen” unterzubringen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Ueber den Dichter Frédérik van Eeden
der am nächſten Dienstag hier ſprechen wird, leſen wir
in der „Täglichen Rundſchau”: „Der Berliner Verein
für Kunſt hat ſich das Verdienſt erworben, den
hollän=
diſchen Dichter Frédérik van Eeden, der ſich in
Deutſch=
land in überraſchend kurzer Zeit einen Namen gemacht,
als Redner bei uns einzuführen. Das Thema, über
das van Eeden ſprach, lautete: „Die Miſſion des
Dichters”, und gab dem Vortragenden Gelegenheit
ſith über die verſchiedenſten Gebiete zu verbreiten und
dabei ſeine allerverſönlichſten Anſichten zu äußern. Ein
ſolch unverfälſchter Ideglismus, ein ſolch
in=
brünſtiges Streben nach dem Schönen und Erhabenen
wie wir es in dieſem Dichter erkennen, muß läuternd
und befreiend wirken in unſerer Zeit der Nüchternheit
und des Skeptizismus. Ganz ungewöhnlich ſtark ſchien
die ſuggeſtive Macht des Dichters auf die andächtig
lauſchende Zuhörerſchaft zu wirken, und es war auch
dieſe Macht der Suggeſtion, dieſe unwiderſtehliche Kraft
der Ueberzeugung, die in uns und vielen anderen den
Wunſch rege werden ließ, er möchte ſich recht bald
wieder einmal vor einem deutſchen Publikum hörer
laſſen.”
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 7. Jan. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer nahm in ſeiner
heu=
tigen Sitzung eine nähere Formulierung derjenigen
Vor=
ſchläge vor, die nach der geſtrigen Beſprechung mit der
Regierung in einer gemeinſamen Beratung der
Finanz=
ausſchüſſe beiden Kammern und der Regierung unterbreitet
werden ſollen. Eine derzeitige genauere Wiedergabe
die=
ſer Beſchlüſſe hält der Ausſchuß vor der gemeinſamen
Aus=
ſprache nicht für empfehlenswert. Dieſelben verfolgen
je=
doch beſtem Vernehmen nach die Tendenz, daß eine ſo
hohe Steuervermehrung, wie ſie die Regierung
vorgeſchlagen (30 Prozent), der Bevölkerung nicht
auf=
erlegtwerden könne und Mittel und Wege gefunden
werden müßten, den Prozentſatz möglichſt
herab=
zumindern. Das ſoll zunächſt dadurch erfolgen, daß
die Schuldentilgung für 1910 erheblich niedriger bemeſſer
und, wie ſchon geſtern bemerkt, der Reſt des
Ausgleichs=
fonds im Betrage von 1059000 Mark, den die Regierung
mit zur Schuldentilgung verwendet wiſſen wollte, etwa
zur Hälfte zur Aufbeſſerung der Beamtenbeſoldungen in
Form einer einmaligen Tenerungszulage
ver=
wendet und zur Hälfte anderen ſtaatlichen Zwecken
zuge=
führt wird. Wenn das geſchieht, ſo könnte die 30prozentige
Steuermehrforderung ſchon um 5 Prozent herabge
ſetzt werden; der Finanzausſchuß verlangt aber von der
Regierung weiter, daß ſie bis zu einem näher beſtimmten
Zeitpunkt ihre Reorganiſationsvorſchläge betreffs
Verein=
fachung der Staatsverwaltung vorlegt, auf deren Grund
lage dann eine weitere Verminderung der Ausgaben
er=
zielt werden kann. Des weiteren ſoll eine Abänderung
des Einkommenſteuergeſetzes in der Weiſe erfolgen, daß die
höheren Einkommen, die Aktiengeſellſchaften uſw., ähnlich
wie in Preußen, ſchärfer zur Steuer herangezogen werden.
Durch dieſe Maßnahmen hofft man, die von der Regierung
geforderte Steuererhöhung möglicherweiſe um weitere
5 Prozentherabdrücken zu können. Der
Finanz=
ausſchuß wird ſeine Beratungen am nächſten Dienstag
fortſetzen.
Sport.
— „Darmſtädter Sport=Klub 1305‟. Nächſten
Sonntag ſtehen ſich auf dem Sportplatze an der
Wnd=
mühle die erſten Mannſchaften des „F.=K. Mombach”
und des „D. S.=K. 05" im Meiſterſchaftsſpiel gegenüber.
— Radſportliche Erfolge im Gau Ix
D. R.=B. Laut amtlicher Bekanntmachuna des Deutſchen
Radfahrerbundes hat der Gau IX (Frankfurt a. M.) bei
den 6 Stunden=Wettbewerben der
Land=
ſtraße im Zeitfahren vorzüglich abgeſchnitten.
Dem=
nach erhalten die kleine goldene Bundesmedaille: Aug.
Shaw, H. Beck, Friedr. Kratz, ſämtlich R.=V. „
Ger=
mania‟=Frankfurt a. M., Karl Friedrich, „Wanderliebe‟=
Frankfurt und alfr. Köllner, Bicycle=Klub=Frankfurt a. M
mit je 182 km. Ferner erhielten Paul Röver, Bicycle
Klub=Frankfurt und A. Aubert, Vel.=Klub=Frankfurt a. M.
g oldene Kravattennadeln für 172 km.
— Radfahrer=Fußtour des Gau IX D. R.=B.
Der Gau IX des Deutſchen Radfahrerbundes
veran=
ſtaltet Sonntag, 16. Januar, ſeine erſte Fußwanderung
ins blaue Ländchen. Tieffpunkt iſt vormittags 9 Uhr
auf Bahnhof Eppſtein i. T., dann Fußtour über
Brem=
thal, Medenbach, Nordenſtadt (Mittageſſen im
Frank=
furter Hof), 3½ Uhr weiter nach Hochheim, daſelbſt
Schlußfeier im Bundesgaſthaus zum „Ehrenfels”.
Sr. Die Schoonerjachtdes Kaiſers, „MeteorIII‟
die 1904 in Amerika gebaut wurde, und in England ihre
Innenausſtattung erhielt, hat, nachdem ſie im Voriahre
nach Fertigſtellung des neuen Meteors außer Dienſt
ge=
ſtellt worden war, einen neuen Beſitzer gefunden. Es
iſt dies der Kieler Univerſitätsprofeſſor Harries, der die
Jacht für den verhältnismäßig billigen Preis von
200000 Mk. erſtand, während der ſeinerzeitige An= ſich auf nicht weniger als 900000 Mk.
belief. Der neue Eigentümer beabſichtigt, ſich nicht an
Regatten zu beteiligen, ſondern den Schooner für
Kreuz=
fahrten zu benutzen.
Handel und Verkehr.
* London, 6. Jan. 12 Uhr 10 Min. Die
Aus=
gabe von 7500000 Pfd. Sterling, 3½proz.
Anleihen ſeitens der indiſchen Regierung (Ausgabekurs
96½ Proz.), wirkte heute vormittag nachteilig auf die
Kursgeſtaltung der engliſchen Konſols und anderer
hochklaſſiger Sicherheiten der Fondsbörſe ein.
Eng=
liſche Konſols und andere Regierungsanleihen fielen
weſentlich.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktios
ketnerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Eine weitere Ueberraſchung für die Beamten
Heſſens bietet das Budget inſofern, als ihre
beſtehen=
den Gehaltsſätze in Zukunft noch eine Verkürzung erleiden
werden. Denn einerſeits ſollen die Steuern um 30
Pro=
zent erhöht werden und andererſeits ſoll auch das
Schul=
geld nach dem Vorſchlag eines deutſch=ſozialen
Abgeord=
neten um die Hälfte des jetzigen Betrags geſteigert
wer=
den. Es zahlt z. B. ein Beamter mit 4000 Mark
Ge=
halt heute bereits 180 Mark an Staats= und
Gemeinde=
ſteuern, und ſofern er einen ſchulpflichtigen Sohn hat, der
die höhere Schule beſucht, 120 Mark Schulgeld. Im
näch=
ſten Jahre aber muß er ungefähr 120 Mark an
Schulgeld und Steuern mehr entrichten und
außerdem hat er noch bei der durch die „Finanzreform”
hervorgerufenen Teuerung bedeutend größere Ausgaben
für die notwendigſten Lebensbedürfniſſe. In Preußen
wurde vor zwei Jahren den Beamten eine einmalige
Teuerungszulage bewilligt und im vorigen Jahre trat eine
allgemeine Neuordnung der Beamtengehalter ein, und
ebenſo geſchah es in den anderen deutſchen Bundesſtaaten.
Die maßgebenden Stellen in Heſſen haben die
Notwendig=
keit einer Aufbeſſerung der Beamtenbeſoldung anerkannt.
Darum ſollten ſie auch Mittel und Wege finden, die Lage
der Beamten wenigſtens einigermaßen zu beſſern.
Min=
deſtens eine Teuerungszulage von fünf Prozent des
Gehalts für die unverheirateten und zehn Prozent für die
verheirateten Beamten und Lehrer ſollte bewilligt werden:
die Steuern brauchte man zu dieſem Zwecke kaum um fünf
Prozent zu erhöhen.
Vermiſchtes.
S.K. Hausſchwamm macht den Kaufeines
Grundſtücks rückgängig. Der Rentier B. in
Naumburg hatte von dem Beſitzer K. ein Haus käuflich
erworben. Bald nach dem Kaufabſchluß bemerkte B.,
daß ein Zimmer ſeines neuerworbenen Hauſes von
Schwamm ergriffen war. Er verlangte deshalb von
ſeinem Vorbeſitzer K. auf Grund der Paragraphen 459
und 462 des Bürgerlichen Geſetzbuches
Rückgängigmach=
ung des Kaufs und ſtrengte, als dieſer ſich weigerte, vor
dem Landgericht in Naumburg die
Wandel=
ungsklage gegen ihn an. Der Prozeß wurde jedoch zu
Ungunſten des klägeriſchen B. entſchieden. Auch die
Berufungsinſtanz (Oberlandesgericht Naumburg)
er=
kannte zu B.s Nachteil, weil der Hausſchwamm, der im
allgemeinen zwar als ein erheblicher Mangel im Sinne
der angezogenen Geſetzesparagraphen anzuſehen ſei, im
vorliegenden Falle aber den Wert des Hauſes nur ganz
unerheblich ungünſtig beeinfluſſe; denn es komme nur
ein einziges Zimmer in Frage, und die Beſeitigung des
Schadens erfordere einen zu dem Kaufpreis nur in
ganz verſchwindendem Verhältnis ſtehenden Betrag von
einigen 100 Mark. Mit dieſem Urteil gab ſich B. jedoch
nicht zufrieden. Er legte Reviſion ein, worauf das
Reichsgericht auf Aufhebung des
oberlandes=
gerichtlichen Spruches erkannte. „Der Hausverkäufer
Nummer 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Seite 5.
müſſe” ſo hieß es in der Begründung des
Reichsgerichts=
urteils, „für das Nichtvorhandenſein von Hausſchwamm
Gewähr leiſten, und ſchon die Schwammverdächtigkeit
reiche aus, die Nichtigkeit eines
Grundſtückskaufvertra=
ges herbeizuführen. Der Hausſchwamm gelte, wie
das höchſte Gericht ſchon wiederholt entſchieden habe,
als ein erheblicher Fehler.”
Geruch und Verdauung. Jedermann hat
wohl ſchon die Beobachtung gemacht, daß die
angeneh=
men Gerüche, die ihm aus der Küche zuſtrömten, ſehr
anregend auf ſeinen Appetit wirkten, während
anderer=
ſeits üble Düfte, die vom Eſſen ausgehen, recht
unlieb=
ſame Wirkungen auf den Magen hervorbringen.
Aus=
gehend von dieſer Tatſache, hat ein amerikaniſcher Arzt,
Dr. George M. Niles aus Atlanta, wie die „Revue‟
berichtet, wiſſenſchaftliche Unterſuchungen über die
Be=
ziehung von Geruch und Verdauung angeſtellt.
Zahl=
reiche Experimente zeigten ihm, daß gewiſſe Gerüche
und Parfüms eine ganz ausgeſprochene Wirkung auf
den Organismus vieler Menſchen ausüben. Manche
konnten es nicht in einem Zimmer aushalten, in dem
ſich ein Strauß von Flieder oder Jasmin befand;
andere bekamen Kopfſchmerzen oder ſogar Brechreiz,
wenn ſie eine Tubaroſe, ja ſelbſt wenn ſie eine Roſe
rochen. Magenbeſchwerden mit mehr oder weniger
ſchlimmen Folgen können durch den Aufenthalt in
einem Treibhaus hervorgerufen werden, in dem ſich
Heliotropen befinden. Niles beobachtete den Fall einer
Frau von mittleren Jahren, die jedesmal
Herzbeklem=
mungen bekam, wenn ſie Geruch von Kalbfleiſch oder
Fiſch verſpürte, obwohl ſie dieſe Speiſen mit
Ver=
gnügen aß, wenn ſie ſich die Naſe zuhielt und dadurch
den Geruch vermied. Häufig wird eine ſolche Averſion
gegen eine beſtimmte Speiſe hervorgerufen, wenn
man ſich einmal den Magen daran verdorben hat, und
es genügt dann ſchon der Geruch diefes Gerichtes, um
Uebelkeit hervorzurufen. So empfand ein
amerikani=
ſcher Offizier, der während des Sezeſſionskrieges ſchlecht
zubereitete Zwiebeln oft hatte mit Ekel
herunter=
zwingen müſſen, noch nach 45 Jahren
Magenbeſchwer=
den, wenn er eine Zwiebel roch. Es handelt ſich in
ſol=
chen Fällen nicht um Vorurteile und
Voreingenommen=
heit, ſondern um wirkliche Idioſynkraſien, indem durch
einen krankhaften Zuſtand das Verdauungsſyſtem
an=
gegriffen wird. Wie ſo durch ſchlechte Gerüche ſchwere
Magenverſtimmungen hervorgerufen werden können,
ſo kann andererſeits durch angenehme Düfte eine ſehr
günſtige Wirkung auf die Verdauung hervorgerufen
werden. Das beweiſt die Praxis der Orientalen, die
ſeit langem Parfüms zur Erzielung einer guten
Ver=
dauung verwenden. Nach jeder Mahlzeit ruhen ſie in
einem Zimmer aus, deſſen Luft mit ſanften oder auch
mit angenehmen ſtarken Wohlgerüchen erfüllt iſt, oder
wenn ſie ſich dieſen Genuß nicht verſchaffen können,
haben ſie wenigſtens ein Riechfläſchchen immer in der
Hand. Auch die Armen wollen dieſe Annehmlichkeit
nicht entbehren, deren großen Nutzen für ihre Nerven
und ihren Magen ſie erkannt haben. Dr. Niles iſt der
Meinung, daß auch bei uns der Geruchsſinn für dieſen
Zweck kultiviert werden müßte, und er glaubt, daß
neben anderen Heilmitteln auch eine Kur durch
Wohl=
gerüche für Magen und Verdauung von großem Nutzen
ſein würde.
Literariſches.
Vom Präſidium der Gießener Freien
Studenten=
ſchaft herausgegeben, erſchien vor kurzem „
Studen=
tiſches Taſchenbuch für die Univerſität
Gießen” 2. Ausgabe. Aus dem Inhalt des
Vüch=
leins ſei folgendes hervorgehoben: Verbeſſerung des
Ehrenſchutzes (Profeſſor Dr. Mittermaier). Die
Uni=
verſität Gießen im Winter=Semeſter 1909/10. Die
Gie=
ßener Freie Studentenſchaft. Der Gießener Student
und die Kunſt (Privatdozent Dr. Rauch).
Empfehlens=
werte Vereine für Kunſt, Wiſſenſchaft, Sport. Die
ſtudentiſchen Unterrichtskurſe für Arbeiter und
Unter=
beamte. Der akademiſche Geſangverein und der
Kon=
zertverein in ihrer Beziehung zur Landes=Univerſität
(Profeſſor Trautmann). Allerlei Wiſſenswertes.
— Oſtwald, Wilhelm: Einführung in
die Chemie. Ein Lehrbuch für höhere Schulen und
zum Selbſtunterricht. Gr.=8‟ 238 S. Text und 74
Ab=
bildungen. Stuttgart, Franckhſche Verlagshandlung
In geſchmackvollem Ganzleinenband 3 Mark. Das
vor=
liegende Buch iſt beſonders eine allgemeinverſtändliche
Einführung für weite Kreiſe. Die zahlreichen
Abbild=
ungen erleichtern die Ausführung der Experimente,
in=
dem ſie in ergänzender Weiſe über viele Einzelheiten
Aufſchluß geben, die im Text nicht ausdrücklich erwähnt
werden konnten. Die „Einführung in die Chemie”
be=
weiſt in Stoffauswahl, Einteilung und Darſtellung, daß
Oſtwald nicht nur ein ausgezeichneter Wiſſenſchaftler
iſt, ſondern auch als vortrefflicher Lehrer aus dem
reichen Schatze praktiſcher pädagogiſcher Erfahrungen
zu ſchöpfen weiß.
In der Cottaſchen Handbibliother
ſind drei neue Bändchen erſchienen, die ſich der
treff=
lichen Sammlung würdig anreihen und die gute
Volksliteratur um ein paar vorzügliche Bücher
ver=
mehren. Es ſind dies „Die Geſchichte des Diethelm
von Buchenberg” von Berthold Auerbach (75 Pfg.),
„Meiſter Martin Hildebrand” Novelle von W. H. Riehl
(30 Pfg.) und „Ivo, der Gajrle”, eine Schwarzwälder
Dorfgeſchichte von Berthold Auerbach. (J. G. Cottaſche
Buchhandlung Nachf., Stuttgart). Die Vorzüge der
Cottaſchen Handbibliothek ſind zu bekannt, als daß ſie
beſonderer Empfehlung bedürfen.
Brand im königlichen Schloſſe zu Athen.
* Athen, 7. Jan. Im königlichen Schloß brach
geſtern nacht Feuer aus. Das Schloß iſt in der Regel
unbewohnt, da König Georg gewöhnlich auf ſeinem
ländlichen Schloß Tatoi, einige Meilen von Athen,
reſi=
diert. Auch augenblicklich befindet ſich die königliche
Familie dort. Das Schloß wurde 1834 nach den Plänen
des Münchener Architekten Gärtner erbaut.
* Athen, 7. Jan. Soweit bei der allgemeinen
VVerwirrung die Tatſachen feſtzuſtellen ſind, kam das
Feuer in der 10. Stunde in der königlichen
Schloß=
kapelle, auf der Südleite des Schloſſes, wo die
deut=
iſchen Gottesdienſte abgehalten werden, zum Ausbruch.
Wahrſcheinlich iſt eine Kerze nicht ausgelöſcht worden.
Nach einer anderen Verſion verurſachte die
Dampfheiz=
ung den Brand. Mit unerklärlicher Schnelligkeit griff
das Feuer eine halbe Stunde ſpäter auf die Nordſeite
des Palaſtes, zum großen Schloßhof, hinüber, ebenſo
auf den Oſtflügel. Die zweiten Stockwerke in dieſen
drei Flügeln ſind vollſtandig zerſtört. Aus dem
Trophäenſaal konnten die wertvollſten Stücke gerettet
werden, ebenſo das Archiv mit der königlichen
Korre=
ſpondenz und den Staatspapieren, die unter ſtarker
Be=
deckung in die Kammer und das Miniſterium des
Auswär=
tigen geſchafft wurden. Der König begab ſich ſofort
nach Athen, ſtand äber nur einem hoffnungsloſen
Feuermeer gegenüber. Die elenden hieſigen
Feuer=
wehr= und Waſſerverhältniſſe zeigten ſich dabei in
er=
ſchreckender Deutlichkeit. Man ſtand dem gewaltigen
Brande faſt hilflos gegenüber. Militär und Matroſen
engliſcher und ruſſiſcher Schiffe, die in Phaleron liegen,
leiſteten Hilfe. Das auf der Höhe des herrlichen
Ver=
faſſungsplatzes gelegene brennende Schloß erleuchtete
die Umgebung in weitem Umkreiſe taghell. Eine gewaltige
Menſchenmenge umlagerte die Stätte. Um 1 Uhr
mor=
gens war das Feuer gelöſcht.
* Athen, 7. Jan. Zu dem Brände im königlichen
Schloß wird noch gemeldet: Nach anderthalbſtündiger
harter Arbeit war der Brand um 12 Uhr 20 Minuten
in der Hauptſache gelöſcht. Am meiſten hat das
Ele=
ment in den oberen Teilen des Schloſſes gewütet. Hier
lagen die Zimmer der Bedienſteten, die völlig zerſtört
ſind. Ebenſo iſt die Schloßkapelle mit dem herrlichen
Altar und den außerordentlich wertvollen Wand= und
Altar=Gemälden ein Raub der Flammen geworden.
Dagegen ſind die eigentlichen königlichen Zimmer,
ſo=
wie die engliſchen Zimmer, in denen nicht minder
koſt=
bare Gemälde ſich befinden, völlig unverſehrt geblieben.
* Athen, 7. Jan. Um Mitternacht traf der König,
von Taoti kommend, um 1,15 Uhr hier ein. Das Feuer iſt
faſt gelöſcht. Ein Seitenflügel des Schloſſes konnte
ge=
rettet werden, aber der Mittelbau, der den Trophäen=,
Thron= und Empfangsſaal enthielt, iſt eingeäſchert. Die
koſtbaren Erinnerungen an den Unabhängigkeitskrieg, mit
welchen die Säle geſchmückt waren, wurden jedoch
gebor=
gen. Das Schloß war gegen Feuerſchaden nicht verſichert,
wohl aber das Mobiliar in Höhe von 1200000 Franken.
Neben dem König überwachten auch der Miniſterpräſident
und die übrigen Miniſter die Löſcharbeiten. Dieſe wurden
erheblich erſchwert durch den heftigen Wind, der ſich ſpäter
erhob und die Flammen von neuem anfachte. Die geſamte
Bevölkerung war auf den Beinen, wurde jedoch von
Mili=
tär von der Brandſtelle ferngehalten. Der ſüdliche Flügel
iſt eine völlige Ruine, vom nördlichen Flügel iſt das zweite
Stockwerk ganz ausgebrannt. Unbegreiflich iſt, daß die
Schloßwache und die Dienerſchaft von dem Brande nichts
hemarkt hat uſt von draußen darauf aufmerkſam
ge=
macht werden mußte.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 7. Jan. Staatsſekretär v. Schoen
be=
gab ſich mit kurzem Urlaub nach Darmſtadt. (
Staats=
ſekretär v. Schoen war bekanntlich früher Offizier des
Leib=Dragonerregiments Nr. 24. Er wird an den
Jubiläumsfeierlichkeiten des Regiments teilnehmen.)
* Leipzig, 7. Jan. Das Reichsgericht verwarf
die Reviſion des Bankiers Friedberg gegen das
Urteil des Landgerichts I=Berlin vom 1. Mai vor. Js.,
hob aber auf die Reviſion des Staatsanwalts das Urteil
auf, ſoweit Friedberg von der Anklage wegen
Ver=
gehens gegen den Paragraphen 313 Abſatz 3 des
Han=
delsgeſetzbuches freigeſprochen worden iſt. Im übrigen
wurde die Reviſion des Staatsanwalts gegen die
teil=
weiſe Freiſprechung Friedbergs und Bohns verworfen.
* Hamburg, 7. Jan. Die chineſiſche Marine=
Studienkommiſſion, begleitet von den Herren
der Direktion des Stettiner Vulkan, iſt heute
vor=
mittag hier eingetroffen; ſie wurde im Auftrage des
Kaiſers vom kommandierenden General des 9.
Armee=
korps, von Vietinghoff, ſowie den Senatoren Dr=
Stahmer und Weſtphal empfangen. Die Herren
be=
ſichtigten nach einer Hafenrundfahrt die Werft von
Blohm und Voß.
* Hamburg, 7. Jan. Die chineſiſche Marine=
Studienkommiſſion begab ſich nach der
Beſich=
tigung der Werft von Blohm u. Voß nach der neuen
Vulkanwerft, die ebenfalls eingehend beſichtigt wurde.
Um 1½ Uhr wurde ein vom Senat im Rathaus
ge=
gebenes Frühſtück eingenommen.
* Breslau, 7. Jan. Wie der „Schleſiſche Zeitung”
aus Beuthen meldet, ſind geſtern nachmittag auf dem
Zie=
gelteiche hinter Fiedlers Glückgrube beim
Schlittſchuhlau=
fen vier Perſonen eingebrochen, von denen drei, zwei
Knaben von 16 und 12 Jahren und ein 15jähriges
Mäd=
chen ertranken. Die Leichen wurden von der Feuer
wehr geborgen.
* Kouſtantinopel, 7. Jan. Die von den türkiſchen
Behörden in Yemen eingeleitete genaue Unterſuchung
ergab, daß die Mörder der Reiſenden Burckardt und
Benzoni übelberüchtigte Individuen aus der
Ort=
ſchaft Oudenie ſeien. Die Uebeltäter lockten die
Reiſen=
den in einen Hinterhalt und ermordeten ſie, in der
Hoffnung, einen großen Geldbetrag zu erbeuten. Von
den Behörden wurden alle Maßnahmen getroffen, um
die Reiſe des italieniſchen Konſuls nach dem Ort der
Tat nach Möglichkeit zu erleichtern. Der Konſul
er=
hielt zu dieſem Zwecke eine ſtarke Militäreskorte. In
Anbetracht der großen Entfernung iſt jedoch damit zu
rechnen, daß die Reiſe ungefähr 15 Tage in Anſpruch
nehmen wird.
H. B. Rom, 7. Jan. Zu dem
Eiſenbahn=
unglück in der Nähe von Foggia wird noch
gemeldet: Der Schnellzug, der ſich in voller Fahrt
be=
ſand, ſtieß auf offener Strecke mit dem Güterzug
zu=
ſammen. Unter den Paſſagieren des Schnellzuges, der
ſtark beſetzt war, entſtand eine Panik, die durch das
nächtliche Dunkel noch vergrößert wurde. Die Folgen
des Zuſammenſtoßes ſind außerordentlich ſchwer.
Bis=
her wurden 5 Tote aus den Trümmern geborgen. 40
Perſonen ſind ſchwer verwundet worden. Der Schaden
iſt ſehr bedeutend. Die beiden Lokomotiven wurden
zertrümmert. Außerdem ſind die Tender, 3
Perſonen=
wagen und 2 Güterwagen gänzlich demoliert.
H. B. Haure, 7. Jan. Um 9 Uhr vormittags gab die
Hafenbehörde bekannt, daß die Lage des
geſtrande=
ten Dampfers „Fürſt Bismarck” unverändert
ſei. Die Abſchleppungsarbeiten wurden um dieſe Zeit
wegen des einſetzenden ſtarken Windes eingeſtellt und
ſollen mittags wieder aufgenommen werden.
H.B. New=York, 7. Jan. Die ganze Stadt
war geſtern mit einer Eisdecke überzogen.
Um 6 Uhr abends fiel ſtarker Regen, der bei ſtrenger
Kälte ſich nachts in Eis verwandelte. Das Gehen in
den Straßen war unmöglich, der Verkehr ſtockte
gänz=
lich. Viele Fußgänger gebrauchten Schlittſchuhe, um
ſo vorwärts zu kommen. Hunderte von Unfällen
er=
eigneten ſich. Ueber 180 Schwerverletzte wurden ins
Hoſpital gebracht, um dort behandelt zu werden. Das
Glatteis währte eine Stunde; dann trat Tauwetter
ein.
* Waſhington, 7. Jan. Staatsſekretär Knox
er=
klärte bezüglich der Neutraliſation der
mandſchuriſchen Eiſenbahnen, die
Regier=
ung glaube, dies ſei der wirkſamſte Weg für China,
ſich den ungeſtörten Genus der politiſchen Rechte in
der Mandſchurei zu ſichern und die normale
Entwickel=
ung der öſtlichen Provinzen unter der Politik der
offenen Tür zu fördern.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Ueber
ganz Oſt= und Mitteleuropa hat ſich hoher Druck, am
Nordrande der Alpen von nahe 780 mm eingeſtellt,
während weit entfernt von unſerem Bezirk
Tiefdruck=
gebiete im Nordweſten vorüberwandern. Dementſprechend
iſt das Wetter trocken, doch herrſcht dichtes Nebelgewölk,
ſodaß bis jetzt die Temperatur noch unverändert bei 3
und 3 Wärme, liegt. — Der hohe Druck wandert mit
ſeinem Zentrum oſtwärts, ſodaß ſüdöſtliche Winde Froſt,
vorerſt noch ſchwachen, bringen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 8. Januarn
Bewölkung abnehmend und bereits leichter Froſt.
Nehmen Sie
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täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der
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mahlzeit! Ihr Appetit wir reger, Ihr
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schwindet und körperliches Wohlbefinden
stellt sich raschest ein. Warnung: Man
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lange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
Ein täglicher Begleiter.
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vorzügliches Linderungsmittel, das wie kein anderes
geeignet ist, als wahres Hausmittel zu dienen. Beinahe
noch grösser ist die Zahl derjenigen Personen, bei
welchen Wybert-Tabletten im täglichen Gebrauch
stehen als ausserordentlich angenehme Bonbon, das
bei anhaltendem Sprechen den Mund feucht erhält,
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Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Mitteilung.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die traurige Nachricht, daß heute nacht
1 Uhr nach kurzem, ſchwerem Leiden unſer
innigſtgeliebter Gatte, Vater, Großvater,
Ur=
großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager
und Onkel
Herr Christian Hill
Waagmeister 1. P.
im Alter von 75 Jahren ſanft verſchieden iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Dresden, Radeberg, 7. Jan. 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, 9. Januar,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Friedhofes
aus ſtatt.
(1000
Tageskalender.
Samstag, 8. Januar.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Der G’wiſſenswurm”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Theater= und Tanzabend des Muſikvereins um
8 Uhr im Saalbau.
Konzert um 5 Uhr im „Heſſenbräu” Kirchſtraße.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Meiſterwerke der
Bild=
hauerkunſt aus dem Louvre= und Luxembourg=Muſeum
zu Paris).
Sonntag, 9. Januar.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Die Dollarprinzeſſin”.
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Orgelkonzert von Profeſſor Straube um ½ 6 Uhr in
der Stadtkirche.
Vortrag (Beſagt die Bibel den Weltfrieden?) um
4½ Uhr Neckarſtraße 22.
Weihnachtsfeier des Kaufm. Vereins weiblicher
An=
geſtellter um ½7 Uhr im „Fürſtenſaal”.
Damen= und Herrenſitzung der
Karnevalgeſell=
ſchaft „Narrhalla” um 7.11 Uhr in der Turnhalle am
Woogsplatz.
Stiftungsfeſt des Friſeur=Gehilfenvereins um 9 Uhr
im „Kaiſerſaal”
Nachfeier des Darmſtädter Männergeſangvereins um
4 Uhr im „Parkhotel”.
Ausflug des Odenwald=Klubs inach Reinheim;
Ab=
marſch um 8½ Uhr am Großen Woogsdamm.
Spaziergang des Heſſ. Fechtvereins „Waiſenſchutz”
nach Griesheim; Zuſammenkunft um 2 Uhr am
Bahn=
übergang.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im „Bürgerkeller”.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Konzert um 4 Uhr im Reſtaurant „Zur Sonne‟.
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Meiſterwerke der
Bild=
hauerkunſt aus dem Louvre= und Luxenbourg=Muſeum
zu Paris).
Verſteigerungskalender.
Montag, 10. Januar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Rathaus
zu Pfungſtadt.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung um
9½ Uhr im Rathaus zu Arheilgen.
Kirchliche Nachrichten.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den 8. Jan.,
nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
1. Sonntag nach Epiphanie, den 9. Januar 1910
Feſt der Erſcheinung des Herrn
Kollekte für die afrikaniſchen Miſſionen.
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Feierliche Vesper.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Kurſe vom 7. Januar 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bf. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,50
3½
Deutſche Reichsanl. . 94,25
85,30
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 101,40
3½ do. Conſols . . . . 94,30
85,30
do.
§ do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 102,20
94,30
3½
do.
do.
3
C
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 102,70
93,90
do.
3½
84,30
do.
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 102,00
do.
½½
82,20
do.
3 Sächſiſche Rente . . . 85,00
4 Württembergerv. 1907 101,75
94,20
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
4¾ Griechen v. 1887 . .
3¾ Italiener Rente . . . 104,60
4½ Oeſterr. Silberrente . 99,10
do. Goldrente . . 100,00
do. einheitl. Rente 94,90
3 Portug. unif. Serie I 63,10
do. unif. Ser. III 65,10
3
Spezial . 12,60
3 do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,00
v. 1890 . .
14 do.
do. v. 1905 ₰
4 Railen Be. 1880 a ₰ g „ 91.60
E1 Proz.
Bf.
4 Ruſſen v. 1902 . „. . 91,60
4½ do. v. 1905 . . . . 99,50
3½ Schweden . . . . . . . 94,30
4 Serbier amort. v. 1895 84, 10
4 Türk. Admin. v. 1903 88,60
4 do. unifiz. v. 1903 94,90
4 Ungar. Goldrente . . 95,75
do. Staatsrente . 92,90
5 Argentinier . . . . . .
91,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 103,00
99,90
do.
4½
. . . . 97,90
4½ Japaner
Innere Mexikaner . . 100,90
5
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,10
5 Gold=Mexikaner . . . 102,70
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 135,30
4 Nordd. Lloyd . . . . 103,60
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 119,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 118,30
4 Gotthardbahn . . . . —
In Proz.
6t.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 160,80
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,70
4 Pennſylvania R. R. 135,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 195,00
Werger=Brauerei . . .
78,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 444,00
Fabrik Griesheim . . . . 255,80
Farbwerk Höchſt . . . . . 455,25
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 334,00
Lahmeyer . . . . . . . . . 107,00
Schuckert . . . . . . . . . 140,50
Siemens & Halske . . . 254,50
Adlerfahrradwerke Kleyer 385,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 253,25
Gelſenkirchen . . . . . . . 222,40
Harpener . . . . . . . . . 214,90
Phönix, Bergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 222,90
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,90
4 Pfälzer Prt. . . . . . 101,00
do.
3½
93,70
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,50
ſteuerfrei . 98,75
do.
5 Oeſterr. Staatsbahn. 106,00
do.
99,60
alte .
do.
5 Oeſterr. Südbahn . . 102,75
do.
85,50
2e
do.
59,00
3 Raab=Oedenburger . . 75,40
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,90
4 Kronpr. Rudolfbahn
In Proz.
57
2¾/10 Livorneſer . . . . . . 75,50
4 Miſſouri=Paciſic . . 83,30
4 Bagdadbahn Mk. 408 87,30
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 102,80
Bank=Aktien.
& Berliner Handelsgeſ. 183,00
4 Darmſtädter Bank . . 138,75
4 Deutſche Bank . . . . 249,90
4 Deutſche Vereinsbank 127,60
Diskonto=Geſellſchaft . 196,60
4
Dresdner Bank . . . . 163,50
4 Mitteldeut. Kreditbk. 120,50
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 130,60
4 Pfälzer Bank . . . . . 100,80
150,70
Reichsbank . . .
4 Rhei. Kredit=Bank 136,75
4 Wiener Bank=Verein 138,75
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,30
3½
do. S. 19. . . . . 92,80
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 101,00
do.
91,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,40
3½
do.
92,60
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
3½
91,60
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,00
do. (unk. 1914) 92,00
3½
1 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,50
3½
d9.
93,50
InProz.
3f.
Städte=
Obligationen
Darmſtadt . . . . . . 100,10
92,10
3½ do.
Frankfurt . . . . . . . 101,00
3½ do.
96,00
4 Gießen . . . . . . . . 100,80
3½ do.
Heidelbers . . . . . . 100,50
do.
92.00
3½
4 Karlsruhe . . . . . . 101,00
do
31
92,20
Magdeburg. . . . . . 101,70
3½
do.
-
Mainz . . ....
3½ do.
92,00
Mannheim . . . . . . 101,20
do.
92,10
3½
München . . . . . . . 101,60
Nauheim
91,50
4 Nürnberg . . . . c. 101, 20
3½ do.
4
Offenbach . . . . . . . 100,80
do.
31
4 Wiesbaden . . . . . . 102,60
3½ do.
Worms . . . . . . . . 100,50
do.
3½
4 Liſſaboner v. 1886. . —
Verzinsliche
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Cöln=Mindner „ 100 138,10
5 Donau=Reg. fl. 100 143,00
3 Holl. Komm. „ 100 107,50
InProz.
St.
3 Madrider Fs. 100 78,00
4 Meining. Pr.=
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briefe. . . . . . . . 137,60
Oeſterr. 1860er Loſe 174,50
Oldenburger . . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
ſl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 224,90
Freiburger
Fs. 15 53,00
Mailänder
Fs. 45 138,00
Fs. 10 —
do.
Meininger
7 39,80
fl.
Oeſterreicher 8. 1864 „ 100 571,00
do. v. 1858 „ 100 462,00
Ungar. Staats
„100 373,00
Venediger
Frs. 30 40,00
Türkiſche
„ 400 181,80
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Engl. Sovereigns . . . . 20,39
20 Franks=Stücke . . . . 16,19
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 16,90
Amerikaniſche Noten . . . 4,18
Engliſche Noten . . . . . 29,41
Franzöſiſche Noten . . . . 81,20
Holländiſche Noten . . . . 168,65
Italieniſche Noten . . . . 80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten.. . . . . . 215¾/
Schweizer Noten . . . . . 81,25
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27
Reichsbank=Lombard Zsk. 6%.
Statt Karten.
Bei uns iſt heute ein kräftiger Junge
angekommen
Dr. Georg Heußel und Frau
Lisbeth, geb. Goebel.
Mainz, Frauenlobſtraße 93, den 6. Januar 1910.
943)
Todes-Anzeige.
Heute Abend 8 Uhr entſchlief nach langem
ſchwerem Leiden meine innigſtgeliebte Frau,
Heute Vormittag ist im 61. Lebensjahre unsre teure Mutter
geb. Meyer
nach langen, schweren Leiden im Frieden heimgegangen.
Im Namen der Fämilie:
Luise Cellatz, geb. Zimmer,
Dr. Oskar Collatz.
Darmstadt, 7. Januar 1910.
Die Einsegnung findet Samstag, 5½ Uhr, Heinrichstrasse 23, die Beerdigung Sonntag, um 3 Uhr,
in Heidelberg statt.
Nummer 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Seite 7.
Familiennachrichten.
unſere gute Mutier, Schwiegermutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
Frau
Philippine Kramm
geb. Bettig
im 66. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Karl Kramm
Wilh, Reitig
Karl Kramm
Elise Voss geb. Kramm
Jos. Voss.
Chemnitz, Münſter, Darmſtadt, den 6. Jan. 1910.
Die Einſegnung findet Sonntag, den 9. ds. M.,
nachmittags 3 Uhr, in der Kapelle des
Darm=
ſtädter Friedhofes ſtatt. Die Beerdigung im
Anſchluß daran,
(1010
Bankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen Gatten,
Sohnes, Bruders und Schwagers, des Herrn
Friedrich Herzberger
ſagen wir herzlichen Dank. Insbeſondere ſprechen
wir dem Herrn Pfarrer Walz für die troſtreichen
Worte bei der Einſegnung ſowie den
Kranken=
ſchweſtern für die liebevolle Pflege und Hilfeleiſtung
während der Krankheit aufrichtigen Dank aus=
Darmſtadt, Auerbach, Zwingenberg,
am 6. Januar 1910.
(939
Die trauernden Hinterbliebenen.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Gatten und
Vaters
(1012
Herrn Friedrich Heedt
insbeſondere für die tröſtenden, wohltuenden Worte
des Herrn Pfarraſſiſtenten Haffmann ſagen innigen
Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, 7. Januar 1910.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer innigſtgeließten,
un=
pergeßlichen Gattin, Mutter, Großmutter und
Schwiegermutter
FrauMaria Katharina Filsinger
ſprechen wir allen unſeren tiefgefühlteſten Dank aus.
Darmſtadt-Mainz, den 6. Januar 1910. (945
W. Filsinger, Gr. Pfandmeiſter,
Ph. Filsinger, Polizei=Bez.=Kommiſſar
und Familie,
W. Filsinger, Finanzaſpirant, und Frau.
1
Statt jeder besonderen Anzeige.
Von tiefstem Schmerze erfüllt, Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, dass heute Abend mein innigstgeliebter, unvergesslicher
Gatte, unser treubesorgter, heissgeliebter, guter Vater, Schwiegervater,
Gross=
vater, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter
(922
Herr
Samuel Strauss
im nahezu vollendeten 75. Lebensjahre sanft entschlafen ist.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Rebekka Strauss,
geb. Wiesenheim.
Darmstadt, den 6. Januar 1910.
Mathildenplatz 9.
Die Beerdigung findet statt; Sonntag, den 9. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhaus,
Mathildenplatz 9 aus.
Blumenspenden dankend verbeten.
Nachruf.
Hierdurch bringen wir zu dem heute erfolgten Ableben unseres hoch=
verehrten Chefs
Herrn Samuel Strauss
(1039
unseren tiefgefühlten Schmerz zum Ausdruck.
Der Verblichene war uns stets ein liebenswürdiger, gerechter und
wohl-
wollender Berater, dessen Andenken wir stets in hehen Ehren halten werden.
Das Personal der Firma Samuel Strauss.
2
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[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
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(Nachdruck verboten.)
24)
Lieber Freund! ſagte Frau Anni und ſchlug das
wärmende Fell zurück, ich muß ausſteigen. So ſpät es
iſt, habe ich doch noch eine kleine Beſorgung zu machen.
Käthchen geduldet ſich ein paar Augenblicke; Sie dürfen
mich begleiten!
Er zeigte auf ihre ſeidene Robe.
Aber das Wetter iſt abſcheulich, gnädige Frau.
Sie lächelte, diesmal über ſich ſelbſt. Sie war in
der Hitze fortgelaufen, wie ſie ging und ſtand. Was
bedeutete ihr der Plunder und ob er durch den
Schnee=
ſchlamm geſchleift wurde! Aber der Liebhaber, der
dar=
um Sorge hatte, bereitete ihr ein Gefühl jenes feinen
Humors, den wir ſo ſelten trotz aller Verkehrtheiten
und Widerſprüche herauszufinden wiſſen.
Sie beugte ſich zu Käthchen, die ſie trübſelig und
flehend anſah und flüſterte: Sei ruhig; ich tue ihm
nichts. Und wenn er kommt und Dich nach Hauſe
be=
gleiten will — bei luſtigem Schellengeklingel — glaube
icht etma, daß ich dann weine!
Sie wandte ſich Gregor zu. Ihren Arm, bitte!
So gingen ſie in das luſtige Gedränge hinein, ſahen
Menſchen, Licht und glänzende Schaufenſter und ſuchten
doch dabei ein Rätſel zu löſen, das ſie ſich ſelbſt
un=
bedacht aufgegeben hatten.
Sie wollten mich ſprechen, gnädige Frau! ſagte er
erregt. Ich geſtehe, daß ich Angſt um Sie hatte — und
in der Uebereilung ſo haſtig Abſchied nahm, daß es
auf=
fallen mußte.
Das beunruhigt Sie, lieber Freund?
Nicht meinetwegen. Aber der Seitenblick des
Kut=
ſchers eben —
Den hat er immer, wenn wir zu den Fußgängern
herabſteigen. Ich ſehe, Sie haben bereits den beſſeren
Teil erwählt und geben die Leidenſchaft auf. Wie alt
muß man dazu ſein? Es kommt auf die Verhältniſſe
an. Wenn ich mir denke, Sie würden im ſtillen
Frie=
den ſchaffen können, Ihre Werke einer geliebten Frau
widmen —
Sein Arm zuckte, und er ſah ſie begehrend an. Aber
ſie lächelte nur ſchwach, erwiderte den Druck ſeines
Armes nicht und ſagte freundlich: Sie haben mir eine
große Gefälligkeit erwieſen, mich ſo ſpät noch
anzu=
hören. Ich weiß, was einem Manne, der einſam lebte
trotz aller böſen Künſte der Weltſtadt, was einem
ſol=
chen das Glück am häuslichen Herde bedeuten muß.
Wenn man ſelbſt ſo gemütlich zu Hauſe lebt — —
Er ſtaunte und biß die Lippen. Sie fuhr fort,
manchmal ſtehen bleibend und ein Schaufenſter
betrach=
tend: Man weiß erſt, wofür man lebt. Und durch die
Frau, die natürlich Laſten auferlegt und demgemäß
auch begütert ſein ſollte, wird Sicherheit in die
Ver=
hältniſſe gebracht, Anſchluß an Kreiſe, die ſtabil ſind
und uns nützen können. Einmal muß man ja den
Son=
derling beiſeite werfen und Weltmenſch werden. Nur
den Größten, den Grobianen und Weltverächtern darf
man allenfalls erlauben, Junggeſelle zu bleiben. Sind
Sie nicht auch meiner Meinung?
Gnädige Frau! ſagte er gepreßt, ich habe das
Ge=
fühl, als wenn Sie mit mir ſpielten.
Nein, nein! Ich ſpiele nie wieder mit einem Manne.
Unheil habe ich ſchon diesmal angerichtet — und wiſſen
Sie bei wem? Bei meinem Goldkind!
Bei Käthchen! rief er beſtürzt. Er kam ſich wie von
Sinnen vor, hatte etwas ganz anderes erwartet. Seine
Phantaſie erlahmte plötzlich, und er hatte nur den einen=
Wunſch, ſeine törichten Gedanken nicht zu verraten.
Ja — bei Käthchen! ſagte Frau Anni mit
Nach=
druck. Es erſcheint Ihnen komiſch, daß ich Fürſprecherin
bin für meine Nichte — und Sie dazu in die Nacht jage
und das Schneewetter, das ſo abſcheulich iſt. Aber ich
konnte es nicht mitanſehen, man quält mir das arme
Kind, und ich hätte dieſe Nacht kein Ange zutun können.
Und der Schlaf, lieber Freund, iſt gerade in meinem
kritiſchen Alter das Sicherheitsventil, bei dem man
Entlaſtung ſucht. Ich muß den Schlaf konſervieren
damit konſerviere ich mich ſelbſt. Warum ſehen Sie ſo
finſter aus?
Ich? — O, ich bin guter Laune — wahrhaftig! Er
lachte; es klang gepreßt.
Frau Anni ſah ihn mit einem ſeltſamen Blick an.
Noch einmal erfaßte ſie der helle Brand des Lebens,
und ſie wünſchte, der lachende Mann ſolle weinen,
wei=
nend zu ihren Füßen knien — ſei es auch unter ſo vilen.
Menſchen und in dem abſcheulichen Schueeſchmutz.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
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Schlitten, zerknüllte ihr Taſchentuch und weinte hinein.
Und das um ſie beide, die ſich ſo gut verſtellen konnten,
die vor dem ungeſtümen Wort, das dumme und morſche
Ketten zerreißen würde, einen Reſpekt der Anſtändigen
haben.
Nein, er war nicht naiv; er war ein Mann, der
zur Ergänzung eine naive Frau brauchte. Beſſer der
gewöhnliche Weg zum Standesamt, als der der
Him=
mels= und Höllenſtürmer!
Nun? fragte ſie, ſtehen bleibend. Sie ſagen nichts
— gar nichts? Ein Abenteuer — denken Sie und
wün=
ſchen ſich in Ihre warme Klauſe zurück. Nun, wenn
Sie wiſſen wollen, wie die Kleine Sie liebt; ſie hat
ihr halbes Verlöbnis aufgehoben, um Sie — und weil
ſie hoffter- ſeit dem Chriſtabend hoffte, Sie würden ſich
ihr erklären.
— Er war ſtumm, fühlte ſich von ihrer
unbegreif=
lichen Willenskraft gelähmt.
Sagten Sie ihr nicht, Sie hätten für ſie ſo ſchön
ge=
ſpielt?
Wann? rief er erſchreckt.
Am heiligen Abend.
Ich war in Verlegenheit über das Geſchenk, das
die junge Dame mir machte.
Und ſchmeichelten nur ſo obenhin, wußten aber
nicht, daß gläubige Gemüter alles für ein Mirakel
nehmen.
Ich hatte für Sie geſpielt! ſagte er trotzig. Quälen
Sie mich doch nicht ſo!
Wirklich? fragte ſie mit einem feinen Lächeln.
Weil Sie auch in Verlegenheit waren? Aber einem
Schmeichler glanbt man nicht, wenn er auch die
Wahr=
heit ſpricht. Sie haben auf der einen Seite Unheil
an=
gerichtet; ſeien Sie ein Mann, und betrachten Sie es
als das, was es iſt: Ihr Glück!
Was ſoll ich tun, Frau Anni! rief er bewegt. Ich
fühl’s ja, daß ich kein Adler bin, der ſich ſeine Bente
ins Felſenneſt ſchleppt.
Nun alſo — bleiben Sie bei dem Menſchlichen!
Wenn man einmal glaubte, Schwingen zu haben,
einer Sonne zuzufliegen?
Im gewöhnlichen Wortlaut: ſich die Flügel
ver=
brannt hat! Mein lieber Gregor, wenn wir äls
Ver=
wandte und Freunde die Sonne ſuchen, wird ſie uns
ſpäter und reiner untergehen. — Iſt das, was ich von
Ihnen verlange, ſo ſchwer? Sie müſſen ſich jung trin=
ien en der bichenden Aurend. 30 bere ſhon . i., die darüber klingen.
Er preßte ihre Hand. Seine Augen ſtanden voll
Tränen. Sie führte ihn zurück, manchmal die Hand
des Willenloſen leiſe drückend. Nun ſtanden ſie an dem
Schlitten.
Sie fuhren über die Schloßbrücke. Der Marmor
der Bildwerke ſah etwas aſchfarben unter den
Schnee=
hauben aus, die die Götter und Halbgötter aufgeſetzt
hatten. Das hohe, düſtere Schloß leuchtete noch mit den
unzähligen Fenſtern in die Dunkelheit hinaus. Dann
ging’s am Begasbrunnen vorbei und dem Rathauſe zu.
Die Schlitten glitten ſchnell dahin.
Wie er ſich beeilen muß — und ob er wohl fertig
wird? dachte Frau Anni mit einer kleinen Spötterei.
Sie hatte die Handſchuh ausgezogen und ballte den
Schnee, der auf ihrer Decke lag, zuſammen. Es war
ein ſo wohliges Gefühl, dieſe Kälte — faſt dem der
Wärme gleich. Grenzten ſo Lebenswut und Entſagung
zuſammen? Gab’s überhaupt etwas, was ſich nicht in
ſein Gegenteil verkehren ließ und noch gerade ſo gut
war?
Die Schlitten hielten. Fahren Sie, Kutſcher; wir
ſind zu Hauſe! Frau Anni trat zu Gregor, der
Käth=
chen behilflich war, auszuſteigen. Ein Blick belehrte
die kluge Madame Tizian, daß ihr Werk erblüht war.
Sie fühlte ſich wirklich in dieſem Augenblick wie eine
Mutter, die für das gute Kind einen guten Mann
aus=
geſucht hat.
Tante Anni — liebe Tante Anni! ſchluchzte
Käth=
chen und preßte die Arme um den Hals der Pſeudo=
Mutter. Es war ja alles anders — jetzt ſehe ich’s ein.
Er liebt mich — und ich ſoll ſeine Frau werden!
Frau Anni küßte ſie herzlich.
Nun, habe ich es Dir nicht immer geſagt? Lieber
Freund, Sie brauchen in mir noch die Bundesgenoſſin,
um das feſt zu machen, was wir heute knüpften. Sehen
wir Sie morgen?
Ich komme! ſagte er ernſt. Die Frage: Warum haſt
Du mir das getan? lag in ſeinem Blick. Ein
Schmerz=
gefühl, das vernichtet oder adelt, erfaßte ihn, als er ſie
vor ſich ſah, das ſchöne, dunkle Auge ſo heiter und ruhig
auf ihn gerichtet. Seine Braut ſtand daneben. Er
ver=
glich nicht — er fühlte nur, daß der Reiz, den
Lieblich=
keit und Jugend hat, ein ſtarker und zukunftsfroher iſt.
Aber er hatte nach Leidenſchaft verlangt. — —
Noch einen Handkuß an Kächchen, einen Vlick von
Frau Anni; die Tür ſchlug zu; Gregor ging als
Bräu=
tigam nach Hauſe.
Der Wind war ſtärker geworden, und der
Schnee=
fall nahm zu. Sein Weg war weit; aber er ging.
lang=
ſam, die Augen geſenkt.
Er hätte gern gewußt, wie er nach Hauſe gegangen
wäre, wenn er das Abbild von Tizians Tochter in dem
Arm gehalten, ihre Lippen geküßt hätte. Wie dumm,
daß er darüber nachdenken konnte! Die ſtolze Frau
Anni hatte ſich einen kleinen Scherz gemacht und ihn
dann gnädig verlobt. War er ihr Sklave? Mußte er
nehmen, was ſie ihm bot, bloß um ferner ihr
Zeitver=
treib und Genoſſe zu ſein — auf verwandtſchaftlichem
Fuße, ſicher vor der Leidenſchaft, die beſeligt, aber auch
zerſtört ?
Vielleicht hatte ſie Recht, und er ſchuf aus der
Ent=
ſagung heraus Größeres, als im Rauſche. — Ja —
ſchaffen — ſchaffen — dem bitteren Gefühl entgehen, zu
ſpät gekommen zu ſein — auf ewig zu ſpät.
Er preßte die Hand vor die Augen und ſchluchzte.
Es war ein ſeltſames Bild, der weinende Mann in der
ſtillen, verſchneiten Straße. Wer ihn ſo geſehen häſtte,
würde geglaubt haben, einen Schiffbrüchigen vom
gro=
ßen Strome der Weltſtadt vor ſich zu haben.
Und er war doch von einem ſo guten Schiffe
ge=
rettet worden. Aber freilich, das, mit dem er die ganze
Welt umſegeln wollte, war ihm genommen.
*
*
*7
Frau Anni hatte das Fenſter ihres Schlafzimmers
geöffnet und ſah in die Nacht hinaus. Noch brannten
die Küſſe der ſeligen Braut auf ihren Wangen. Sie
war ruhig, faſt ein wenig amüſiert. Da hörte ſie über
ſich das tiefe Summen, das dem Glockenſpiele
voran=
ging. Na ja! dachte ſie, auch das noch —
Aber das Lied von Treu und Redlichkeit blieb aus.
Sie horchte verwundert; nur der Stundenſchlag Eins
tönte durch die Winternacht. Verwundert befragte ſie
ihre Uhr. Dann wendete ſie ſich zu der Jüngfer herum.
Wie kommt’s, daß die Glocken nicht ſpielen?
Ach, wiſſen gnädige Frau noch nicht, das Spiel ſoll
kaput ſein; der Uhrmacher iſt oben geweſen —
Fran Anni winkte ihr. Sie war allein und ſchloß
das Fenſter. Ihr Lächeln wurde immer ſtärker; vor
dem Spiegel betrachtete ſie ſich und ſagte laut, als rede
ſie mit ihren Geiſtern: Welche Ironie nach ſo viel Treue
und Redlichkeit! Und da ſoll man nicht lächeln — —
Ende. —
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
66 3.
Samstag, 8. Januar.
1910.
Die Stadt Mainz beabſichtigt mit den am 21. April und 27. Oktober 1910 inf
Mainz ſtattfindenden Pferde= und Fohlenmärkten je eine Verloſung von Wagen,
Pferden, Pferdegeſchirren und ſonſtigen Gegenſtänden zu verbinden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veranſtaltung
dieſer Verloſungen unter der Bedingung erteilt, daß für jede Verloſung bis zu 25 000 Loſe
zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 50% des Bruttoerlöſes
aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind.
Der Vertrieb der Loſe iſt im Großherzogtum geſtattet.
Das Komitee für Abhaltung der Viehmärkte zu Alzey beabſichtigt mit dem am
13. Mai 1910 ſtattfindenden Vieh= und Pferdemarkt eine Verloſung von Pferden, Fohlen,
Kühen, Rindern und landwirtſchaftlichen Geräten und Gebrauchsgegenſtänden zu
ver=
binden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veranſtaltung
dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 20 000 Loſe zu 1 Mk. das
Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 55% des Bruttoerlöſes aus dem
Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind. Der
(800
Vertrieb der Loſe iſt im Großherzogtum geſtattet.
Polizei=Verordnung.
Betreffend: Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken von Raupenneſtern ꝛc.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 und 37 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom 13. Juli 1904,
der Artikel 78 und 48, V, Nr. 2 der Kreis= und Provinzialordnung vom 12. Juni 1874 und
des § 368 Nr. 2 des Reichsſtrafgeſetzbuchs wird mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes
und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern vom 10. Februar 1905
zu Nr. M. d. J. III 1335 für den Kreis Darmſtadt nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, alljährlich bis ſpäteſtens
15. März ſämtliche auf ſeinem Grundſtück befindliche Bäume, Sträuche und Hecken von
Raupenneſtern zu ſäubern und alle mit Raupenneſtern behafteten Zweige und Aeſte in
geeigneter Weiſe zu entfernen und zu vernichten.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten, alljährlich bis
ſpäteſtens 15. März die auf den Bäumen wachſenden, denſelben ſchädlichen Miſteln
auszuſchneiden,
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen die in § 1 oder § 2 getroffenen Anordnungen
werden auf Grund des § 368 Nr. 2 des Reichsſtrafgeſetzbuchs, bezw. des Artikels 37
des Feldſtrafgeſetzbuchs mit Geldſtrafe bis zu ſechzig Mark oder mit Haft bis zu
vierzehn Tagen beſtraft.
Auch wird die nötig werdende Säuberung der Bäume und Entfernung der Aeſte
und Zweige, ſowie das Ausſchneiden der Miſeln auf Koſten der Säumigen verfügt.
§ 4. Vorſtehende Polizei=Verordnung tritt alsbald nach ihrer Publikation im
Darmſtädter Tagblatt in Kraft.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
von Grancy.
Betreffend: Wie oben.
Darmſtadt, den 3. Januar 1910.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Die vorſtehende Polizei=Verordnung wollen Sie wiederholt in ortsüblicher Weiſe
zur Kenntnis der Gemeindeangehörigen bringen und die Ihnen unterſtellten
Polizei=
organe und das Feldſchutzperſonal auf die Durchführung derſelben hinweiſen. Wie
geſchehen wollen Sie bis 1. April 1910 an uns berichten.
(833
von Grancy.
Polizei=Verordnung
Betreffend: Das Beſchneiden der Hecken.
Auf Grund des Art. 43 Abſ. 2 des Feldſtrafgeſetzbuchs vom 13. Juli 1904, der
Artikel 78 und 48, V, 2 der Kreis= und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 wird
mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III. 1336 für den Kreis Darmſtadt
nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, die auf dem Grundſtücke
be=
findlichen Hecken und Sträuche, ſoweit ſie an öffentliche Fahr= und Fußwege oder
Plätze angrenzen, alljährlich und zwar in der Zeit zwiſchen dem 1. Auguſt des einen
und dem 1. März des folgenden Jahres ſoweit zurückzuſchneiden und jederzeit ſoweit
zurückzubinden, daß ſie nicht über die Nachbar= und Weggrenze hinausragen.
§ 2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten, die zu demſelben
gehörigen Garten=Einfriedigungen, ſoweit ſie an öffentliche Wege oder Plätze angrenzen,
ſtets in ordnungsmäßigem Zuſtande zu erhalten und etwaige Lücken in ihnen
aus=
zubeſſern.
§ 3. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Geldſtrafe von einer bis dreißig Mark,
außerdem wird das Zurückſchneiden der Hecken und Sträuche, Zurückbinden der
Schöß=
linge und die Ergänzung der mangelhaften Garteneinfriedigung erforderlichenfalls auf
Koſten der Säumigen von Amts wegen ausgeführt.
§ 4. Vorſtehende Polizeiverordnung tritt alsbald nach ihrer Publikation im
Darmſtädter Tagblatt in Kraft.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
von Grancy.
Betreffend: Wie oben.
Darmſtadt, den 3. Januar 1910.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Die vorſtehende Polizei=Verordnung wollen Sie alsbald wiederholt in ortsüblicher
Weiſe zur Kenntnis der Gemeindeangehörigen bringen und die Ihnen unterſtellten
Polizeiorgane und das Feldſchutzperſonal auf die Durchführung derſelben hinweiſen.
von Grancy.
(834
Bekanntmachung.
Betrffend: Die Nachſuchung der Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt auf
Grund von Schulzeugniſſen.
Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugniſſe die
Berech=
tigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt nachſuchen wollen, werden hierdurch auf die
fügen aufmerkſam gemacht, daß hiernach unvollſtändige Geſuche ohne weiteres
zurück=
gegeben werden.
1. Das Geſuch iſt bei der unterzeichneten Prüfungs=Kommiſſion nur dann
einzureichen, wenn der ſich Meldende im Großherzogtum geſtellungspflichtig iſt, d. h.
ſeinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Dienſt kann nicht vor vollendetem
17. Lebensjahr und muß ſpäteſtens bis zum 1. Februar des Jahres nachgeſucht
werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird.
Sollten einzelne der nachſtehend unter a—d aufgeführten Papiere und insbeſondere
das Schulzeugnis wegen noch nicht vollendetem Schulbeſuch bis zu vorangeführtem
Termin nicht vorgelegk werden können, ſo iſt gleichwohl das Geſuch bis zu dieſem
Zeit=
punkt einzureichen und in demſelben anzugeben, daß die etwa noch fehlenden Papiere
nachfolgen würden. Die Einreichung dieſer Papiere muß bei Verluſt des Anrechts
der Berechtigung ſpäteſtens bis 1. April desſelben Jahres erfolgen.
3. Das Geſuch muß von dem Betreffenden ſelbſt geſchrieben ſein und iſt hierzu
ein Bogen im Aktenformat (nicht Brieſpapier) zu verwenden. Auch iſt die nähere
Adreſſe anzugeben. Das Geſuch iſt an die unterzeichnete Behörde, ohne perſönliche
Adreſſe zu richten.
4. Dem Geſuche ſind folgende Papiere beizufügen
a) Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilſtandsregiſter, nicht Taufſchein).
b) Die Einwilligung des geſetzlichen Vertreters mit der Erklärung, daß für
die Dauer des einjährigen Dienſtes die Koſten des Unterhalts, mit Einſchluß
der Koſten der Ausrüſtung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber
ge=
tragen werden ſollen; ſtatt dieſer Erlärung genügt die Erklärung des
geſetz=
lichen Vertreters oder eines Dritten, daß er ſich dem Bewerber gegenüber zur
Tragung der bezeichneten Koſten verpflichte und daß, ſoweit die Koſten von
der Militärverwaltung beſtritten werden, er ſich dieſer gegenüber für die
Er=
ſatzpflicht des Bewerbers als Selbſtſchuldner verbürge.
Die Unterſchrift des geſetzlichen Vertreters und des Dritten, ſowie die
Fähigkeit des Bewerbers, des geſetzlichen Vertreters oder des Dritten, zur
Be=
ſtreitung der Koſten iſt obrigkeitlich zu beſcheinigen. Uebernimmt der geſetzliche
Vertreter oder der Dritte die in vorſtehendem Abſatze bezeichneten
Verbindlich=
keiten, ſo bedarf ſeine Erklärung, ſofern er nicht ſchon kraft des Geſetzes zur
Gewährung des Unterhalts verpflichtet iſt, der gerichtlichen oder notariellen
Beurkundung.
c) Ein Unbeſcholtenheitszeugnis, welches für Zöglinge von höheren Schulen
(Gymnaſien, Realgymnaſien, Ober=Realſchulen, Progymnaſien, Realſchulen,
Realprogymnaſien, höheren Bürgerſchulen und ſonſtigen miltärberechtigten
Anſtalten) durch den Direktor der Anſtalt, für alle übrigen jungen Leute durch
die Polizei=Obrigkeit oder ihre vorgeſetzte Dienſtbehörde auszuſtellen iſt.
d) Das Schulzeugnis.
Sodann wird noch beſonders bemerkt:
zu pos. d) daß die Schulzeugniſſe, mit Ausnahme der Reifezeugniſſe, für die
Uni=
verſität und die derfelben gleichgeſtellten Hochſchulen und Reifezeugniſſe
für die Prima der Gymnaſien, Realgymnaſien und Ober=Realſchulen,
ſowie Reifezeugniſſe (Zeugniſſe über die beſtandene Schlußprüfung) der
Progymnaſien, Realprogymnaſien und Realſchulen, ſämtlich nach Muſter 18
zur Wehr=Ordnung vom 22. November 1888 — Neuabdruck Reg.=Bl.
Nr. 68 von 1901 — ausgeſtellt ſein müſſen.
Im übrigen wird auf die Beſtimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der
an=
geführten Wehrordnung verwieſen.
Großherzogliche Prüfungs=Kommiſſion für Einjährig=Freiwillige zu Darmſtadt.
Der Vorſitzende:
von Starck, Regierungsrat.
(21446a
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Erſatz=Geſchäft pro 1910, hier die Zurückſtellung der mit dem
Berechtigungs=
ſchein zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt verſehenen Militärpflichtigen.
Diejenigen im Jahre 1890 geborenen Militärpflichtigen, welche ſich im Beſitz des
Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt befinden und im
Kreis Darmſtadt dauernden Aufenthalt haben, werden darauf hingewieſen, daß ſie
gemäß § 93, 2 der Wehr=Ordn. ihre Zurückſtellung beantragen müſſen und daher
auf=
gefordert, ihre Berechtigungsſcheine alsbald hier, Neckarſtraße 3, 3. Stock — Zimmer
Nr. 38 — vorzulegen, damit in denſelben der erforderliche Zurückſtellungsvermerk
ein=
tragen werden kann.
Es wird noch ausdrücklich darauf hingewieſen, daß die Abſicht, ſich am 1. April
oder 1. Oktober 1. J. zum Dienſtantritt melden zu wollen, von der Verpflichtung, die
Zurückſtellung zu beantragen, nicht entbindet.
Darmſtadt, den 28. Dezember 1909.
Der Zivil=Norſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
v. Werner, Reg.=Rat.
(197a
Bekanntmachung.
Betreffend: Geſuche Militärpflichtiger um Verlängerung ihrer Zurückſtellung.
Ich bringe hierdurch zur Kenntnis derjenigen Militärpflichtigen, welche
Berechti=
gungsſcheine zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt beſitzen und deren Zurückſtellang
am 1. Oktober I. Js. abläuft, daß Geſuche um Verlängerung der Zurückſtellung
1. bei derjenigen Erſatz=Kommiſſion einzureichen ſind, welche nach Ausweis
des Berechtigungsſcheins die erſte Zurückſtellung verfügt hat,
2. daß dieſe Geſuche ſchriftlich unter näherer Begründung zu ſtellen und
den=
ſelben der Berechtigungsſchein, ſowie eine Beſcheinigung, aus der ſich die
Not=
wendigkeit weiterer Zurückſtellung ergibt, beizufügen und
3. daß dieſe Geſuche, ſoweit die Erſatzkommiſſion Darmſtadt zuſtändig iſt, im
Juli oder Auguſt l. Js. anzubringen ſind. Geſuche, die jetzt ſchon eingereicht
werden, würden als verfrüht zurückgegeben werden müſſen.
Darmſtadt, den 28. Dezember 1909.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
(199a
v. Werner.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Hebeiſen mit Ring. 2 neue farbige Hemden. 1 Binde=Kette.
1 Handwagen, 1
1 Monatskarte, auf den Namen Stahl lautend. 3 Milchkannen. 1 ſilb.
Damen=Uhr. 1 ſilberner Zwicker. 1 Zehnmarkſtück. 1 Reiſedecke. 2 Sturmlaternen.
1 Regen=Pelerine. 1 gelbes Handtäſchchen mit Inhalt. 1 brauner Kinder=Handſchuh.
1 weißer Kinder=Handſchuh. 1 Schirm=Futteral. 1 älteres gelbledernes Portemonnaie
mit einigen Pfennigen Inhalt. 4 mittelgroße Schlüſſel und 1 Türdrücker an einem
Ring. 2 mittelgroße Schlüſſel an einer Kette. 1 brauner und 1 grauer Herren=
Hand=
ſchuh. 1 weißer Kinder=Handſchuh. 1 ſchwarzer Damen=Samtgürtel. 1 großer Schlüſſel.
1 Fahrrad=Schraubenſchlüſſel mit Schraubenmutter. 6 verſchiedene Schlüſſel (zumeiſt
Kaſſenſchlüſſeh) an einem Ring. 1 Brille. In einem Laden liegen geblieben: 3 einzelne
ſchwarze Handſchuhe. 1 neuer blauer Schlips. 1 Stück roſafarbener Stoff.
Im Orpheum liegen geblieben und von der Direktion abgeliefert: 2 Paar
ſchwarze Handſchuhe. 1 Paar gelbe Handſchuhe. 1 ſchwarzes Portemonnaie. 1 kurze
braune Tabakspfeife.
Verloren: 1 graue Rodelkappe. 1 ſchwarzer Herren=Handſchuh. 1 kl. brauner
Kinder=Pelz. 1 goldener Zwicker mit Futteral. 1 große Vorſtecknadel mit Pferdekopf.
1 Zwicker. 1 kleine goldene längliche Broſche mit 1 roten und 1 weißen Steinchen.
1 Zwanzigmarkſtück. 1 Preuß. Klaſſen=Lotterielos Nr. 254488. 1 weißes Taſchentuch
mit Spitzenrand und dem Namen „Doris”. 1 Militär=Invalidenbuch, auf den Namen
Emil Weiß lautend. 1 Korallen=Kette. 1 Zehnmarkſtück, 1 ſchwarzes Handtäſchchen
mit Kettenhalter und 2 Schlüſſeln. 1 goldene Broſche in Zopfform. 1 ſchwarzer
Leder=
gürtel mit weißen Kanten. 1 Damenſchirm mit gebogenem Griff. 1 breites Nickel=
Armband. 1 Portemonnaie mit 8 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzſeidener Arbeitsbeutel mit
goldenem Zwicker. 1 noch neuer grauer Herren=Handſchuh. 1 Damen=Ring mit 3 kl.
Steinchen. 7 Mk. in bar. 1 goldener Ring mit dunkelgrünem Stein. 1 Korallen=Kette.
1 Regenſchirm mit Silbergriff. 1 Paar weiße Tanzſchuhe in einem grauen Beutel.
1 Haarpfeil. 1 goldenes Bröſchchen in Form eines Maiglöckchens. 1 ſchwarzgerändeter
Damen=Zwicker. 1 Damen=Schirm mit geradem braunen Griff. 1 dunkelgrauer Kinder=
Umhang. 1 Portemonnaie mit 32 Mk. Inhalt. 1 weißes Kinder=Pelzchen. 1 Zwicker
mit Futteral. 1 Paar Schnee=Ueberſchuhe. 1 Dienſtbuch, auf den Namen El.
Huf=
lbauer. 1 Hundemaulkorb. 1 roter Plüſch=Arbeitsbeutel mit Portemonnaie und 4 Mk.
Inhalt. 1 ſchwarzes Damen=Portemonnaie mit 6 Mk. Inhalt. 1 goldenes Ketten=
Armband. 1 Damen=Schirm mit ſchwarzem Griff. 1 ſchwarzes geſtricktes
Umhänge=
tuch. 1 kleines braunes Portemonnaie mit 39 Pfennigen Inhalt. 1 Damengoldgürtel.
1 Zwanzigmarkſtück. 1 mit Blumen durchwirkter Goldgürtel mit Rokokoſchloß. 1 gelber
Kinder=Stiefel. 1 Päckchen, enthaltend 2 weiße Kragenſchoner.
Zugelaufen bei Privaten: 1 kleiner gelber Schäferhund (Baſtard). 1 ſchwarze
Katze. 1 weißes Huhn. 1 kleine gelb, grau und weiße Katze. 1 dunkelbraune Katze.
Entlaufen: 1 Dobermannpinſcher. 1 Wolfshund. 1 geſcheckter Jagdhund. 1
tiger=
farbiger Boxer. 1 rotgeſcheckter alter Jagdhund.
Entflogen: 1 Kanarienvogel.
(935
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
he=
finden ſich: 1 Spitzhund, 2 Pinſcher, 1 Boxer. 2 Pinſcher (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 9. Januar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Merckſche Engel=Apotheke Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
In der Nacht von Samstag, den 8.,
auf Sonntag, den 9. Januar lfd. Js.,
findet eine Druckrohr=Spülung ſtatt, welche
in der Zeit von 10 Uhr abends bis
5 Uhr morgens eine zeitweiſe Unter=
brechung der Waſſrabgabe, ſowie eine
Trübung des Waſſers mit ſich bringt. Die
Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten,
ſich vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Darmſtadt, den 6. Januar 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
(928
Rudolph.
Ein Posten
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weiss u. weiss m. roter Bordüre, jetzt Mtr.
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Aussuchen
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Besonderes Aufsehen erregen werden 3 Warenposten, welche wir ir der
[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.
Ochſenfleiſch . . . . per ½ kg 86 Pfg.
Rindfleiſch . . . . .
, ½ „ 80 „
Kalbfleiſch
,,,
½ „ 80
Hammelfleiſch
. „
„ „80—60₰
Bruſt .
„ 60 „
2
Schweinefleiſch (Bratenſt.) „ ½ „ 96 „
Bauchläppchen . .
72 „ 90 „
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „
„100 „
Speck, geräuchert
„½ „110 „
per ½ kg 110 Pfg.
Dörrfleiſch
„ 110 „
Schinken m. Bein . . „
Rollſchinken .
½ „130 „
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen.
½ „, 90 „
Schwartenmagen, Fleiſch=
90
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „ 7 „ 72 „
Aufru
Unſere ſtädtiſche Sammlung für Lokalgeſchichte (ſtädtiſches Muſeum) iſt
nun=
mehr eröffnet und allgemein zugänglich gemacht worden.
Von den zahlreichen Beſuchern, die bisher die Sammlung beſichtigt haben, wird
mancher durch das bereits vorhandene an frühere Verhältniſſe und Ereigniſſe in
unſerer Stadt erinnert worden ſein, auch manche Anregung empfangen haben.
Anderer=
ſeits werden die meiſten unter dem Eindruck ſtehen, daß doch in vielen Punkten erſt
ein Anfang gemacht iſt und noch viele und große Lücken in der Sammlung
vor=
handen ſind.
Um dieſe Lücken ausfüllen zu können, richten wir an die Bürgerſchaft unſerer
Stadt erneut die Bitte, uns bei dieſem Vorhaben unterſtützen und ihre Mithilfe
be=
tätigen zu wollen durch Zuwendung hiſtoriſch intereſſanter Gegenſtände, die vielleicht
zu Hauſe nicht beachtet und nicht gewürdigt in der Ecke ſtehen oder ſonſt ein
ver=
borgenes Daſein friſten. Alles was auf die Geſchichte unſerer Stadt in engerem und
weiterem Sinne Bezug hat, wird geſammelt, insbeſondere aber — neben Bildern,
Urkunden, Flugblättern, alten Adreßbüchern, Zeitungsausſchnitten, Plakaten,
Pro=
grammen von Feſtlichkeiten und dergleichen — Werke der Kleininduſtrie und Kleinkunſt,
Doſen, Taſſen, Becher, Zinngeräte, Porzellan, ferner kunſtvoll gearbeitete Möbelſtücke
und ſonſtiger Hausrat, Münzen, Siegel uſw., mit Beziehungen auf Darmſtädter
Verhältniſſe oder Ereigniſſe. Wer ſich nicht von dem Original wertvoller Bilder
trennen will, der möge wenigſtens eine Kopie zur Verfügung ſtellen oder geſtatten,
daß eine ſolche gemacht wird. Charakteriſtiſche Bauteile von älteren Häuſern, die zur
Niederlegung beſtimmt ſind, bittet man, dem ſtädtiſchen Muſeum zur Verfügung zu
ſtellen, entweder im Original oder in Gipsabgüſſen. Dasſelbe gilt von Liebhaber=
Photographien, die von Gebäuden, hervorragenden Perſönlichkeiten oder bei beſonderen
Ereigniſſen uſw. gefertigt wurden und in der Folge noch entſtehen.
Bei der Schnelligkeit, mit der ſich in unſeren Tagen das Stadtbild Darmſtadts
verändert, muß die Mitwirkung jedes Einzelnen bei allen dieſen Dingen willkommen
geheißen werden, zumal es ſich darum handelt, die Früchte dieſer Mitarbeit der
Allge=
meinheit zugänglich und nutzbar zu machen.
Mitteilungen über den Verbleib von Altertümern, Verzeichniſſe der Gegenſtände,
die man dem ſtädtiſchen Muſeum anbieten möchte, bittet man Großherzogl.
Bürger=
meiſterei übermitteln zu wollen, die auch gerne bereit iſt, weitere Auskunft auf Wunſch
zu erteilen.
Wir zweifeln nicht, daß die Opferwilligkeit und das Intereſſe unſerer
Bürger=
ſchaft, die bei der Entſtehung der Sammlung ja ſo erfreulich zu Tage traten, ihr auch
für die Folge erhalten bleiben werden, und bitten um recht zahlreiche weitere
Zu=
wendungen.
(285msm
Darmſtadt, den 31. Dezember 1909.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
J. V.: Jaeger.
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſerrohrnetzes in
den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche in der Zeit von 10 Uhr abends
bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung
des Waſſers mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich vorher
mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 10. zu Dienstag, den 11. Januar I. Js.,
werden geſpült:
die Spülbezirke 1 und II.
In dieſe Bezirke fallen alle Straßenzüge ſüdlich der Bismarckſtraße, weſtlich vom
Paradeplatz, nördlich des Teiles der Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigs=Platz und
Wilhelminenſtraße, weſtlich des Teiles der Wilhelminenſtraße, zwiſchen Rheinſtraße
und Heinrichſtraße, weſtlich vom Wilhelminenplatz, nördlich des Teiles der
Heinrich=
ſtraße von der Wilhelminenſtraße bis zur Heidelbergerſtraße, öſtlich des Teiles der
Heidelbergerſtraße, zwiſchen Heinrichſtraße und Eſchollbrückerſtraße, nördlich der
Eſcholl=
brückerſtraße, zwiſchen Heidelbergerſtraße und Stadtallee, nördlich der Stadtallee von
der Eſchollbrückerſtraße bis zur Main=Neckar=Bahn und öſtlich der Main=Neckar=Bahn
zwiſchen Stadt=Allee und Bismarckſtraße.
Von den dieſe Spülbezirke umgrenzenden Straßen und Plätzen werden mitgeſpült
die Bismarckſtraße, die oben angegebenen Teilſtrecken der Wilhelminenſtraße und der
Heinrichſtraße und die Nordſeite der Rheinſtraße, zwiſchen Ernſt=Ludwigsplatz und
Wilhelminenſtraße. Ferner wird noch mitgeſpült die Frankfurterſtraße, zwiſchen
Bis=
marck= und Kahlertſtraße.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 12. zu Donnerstag, den 13. Januar
I. Js. werden geſpült:
die Spülbezirke III und IV.
In den Spülbezirk III fallen ſämtliche Straßenzüge nördlich der
Bismarck=
ſtraße und weſtlich der Frankfurter=Straße, ſowie die Straßenzüge nördlich der
Holzhof=
allee und weſtlich der Main=Neckar=Bahn.
Von den dieſen Bezirk umſchließenden Straßen werden mitgeſpült die
Frank=
furter=Straße von der Kahlertſtraße aus in der Richtung nach Arheilgen und die
Holzhofallee.
In den Spülbezirk IV fallen die Straßenzüge öſtlich des Teiles der
Wil=
helminenſtraße, zwiſchen Heinrich= und Rheinſtraße, ſüdlich des Teiles der
Rhein=
ſtraße, zwiſchen Wilhelminenſtraße und Ernſt=Ludwigs=Platz, ſüdweſtlich vom Ernſt=
Ludwigs=Platz und Marktplatz, ſüdweſtlich und weſtlich der Kirchſtraße, weſtlich des
Teiles der Karlsſtraße, zwiſchen Kirchſtraße und Heinrichsſtraße und nördlich des Teiles
der Heinrichsſtraße, zwiſchen Karls= und Wilhelminenſtraße.
Von den dieſen Spülbezirk eingrenzenden Straßen und Plätzen werden mitgeſpült
die Kirchſtraße, die oben angegebenen Strecken der Karls= und Heinrichsſtraße, ſowie die
Südweſtſeite des Ernſt=Ludwigs= und des Marktplatzes und die Oſtſeite des
Wilhelminen=
platzes, ferner wird mit dieſem Bezirk geſpült die Kapellſtraße.
3. In der Nacht von Samstag, den 15. zu Sonntag, den 16. Januar I. Js.,
die Spülbezirke VI und VII.
werden geſpült:
Dieſe Bezirke liegen einmal zwiſchen Dieburger= bezw. Alexanderſtraße und
Heinrichsſtraße und erſtrecken ſich ferner vom Parade=, Ernſt=Ludwigs= und Marktplatz,
ſowie der Kirch= und Karlsſtraße bis zum Woog und der Odenwaldbahn; ausgeſchloſſen
iſt die Mathildenhöhe, ſowie die Alexander= und Dieburger=Straße ſelbſt.
Darmſtadt, den 6. Januar 1910.
(929,30so
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Ga
Großy. Lehrerinnen=Heminar der Bintorta=Schule
zu Darmſtadt.
Die Aufnahmeprüfung für das Lehrerinnen=Seminar findet Mittwoch, den
6. April 1910, vormittags ½ 8 Uhr, im Schulhauſe der Viktoriaſchule (
Hoch=
ſtraße 44) ſtatt.
Selbſtgeſchriebene Geſuche um Zulaſſung zu dieſer Prüfung oder um
Auf=
nahme in das Seminar ſind bis ſpäteſtens zum 1. Februar 1910 bei der
unter=
zeichneten Behörde einzureichen.
Dem Geſuch iſt beizulegen:
1. ein ſelbſtgeſchriebener Lebenslauf,
2. ein Tauf= oder Geburtsſchein,
3. die Zeugniſſe über die bisher empfangene Schulbildung,
4. Impfſchein.
Die Bewerberin muß am 30. September 1910 das 16. Lebensjahr vollendet haben.
Eine beſondere Anzeige der geſchehenen Zulaſſung zu der Prüfung oder der
Aufnahme wird nicht erfolgen.
Der Unterricht in Schule und Seminar beginnt Montag, den 4. April 1910,
8½ Uhr.
Darmſtadt, 18. Dezember 1909.
(24340a
Die Großherzogliche Direktion
der Viktoriaſchule und des Lehrerinnen=Seminars.
Dr. Otto.
Bekanntmachung.
Wir machen hiermit darauf aufmerkſam, daß in hieſiger Stadt eine ſtädtiſche
Zentral=Uhrenregulierungsanlage beſteht, welche den Zweck hat, diejenigen Uhren
(Außenuhren ſowie Zimmeruhren), die an dieſe Anlage angeſchloſſen ſind, in
Zeit=
abſchnitten von je 6 Stunden auf die Normalzeit der Berliner Sternwarte zu regulieren.
Die Bedingungen für den Anſchluß von Uhren an dieſe Zentral=
Uhrenregulierungs=
anlage ſind auf dem Büro des ſtädtiſchen Elektrizitätswerks, Luiſenſtraße 22, erhältlich.
Anträge auf Herſtellung von Anſchlüſſen werden daſelbſt entgegengenommen, wie
auch jede weiter gewünſchte Auskunft daſelbſt erteilt wird.
Zur Zeit ſind die Uhren folgender öffentlicher Gebäude angeſchloſſen:
1. Stadthaus,
9. Mädchenmittelſchule, Viktoriaſtraße,
2. Rathaus,
10. Schule am Ballonplatz,
3. Städt. Gebäude, Ecke Eliſabethen= und111. Johanneskirche,
Grafenſtraße,
12. Martinskirche,
4. Neues Gaswerk, Frankfurterſtraße,
13. Kirche des Eliſabethenſtifts,
5. Pfründnerhaus,
14. Katholiſche Kirche,
6. Schlachthof,
15. Beſſungerkirche,
7. Wagenhalle der elektriſchen Straßenbahn 16. Pauluskirche,
am Böllenfalltor,
17. Schule in der Emilſtraße,
8. Knabenmittelſchule, Friedrichſtraße,
18. Hallenſchwimmbad.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1909.
(3195a
Städtiſche Elektrizitätswerksverwaltung Darmſtadt.
Meyer.
Großherzogliches Hoftheater.
Abonnement für 190910.
Die Erhebung der 3. Rate des Abonnementsgeldes für die Spielzeit 1909/10 findet
Montag, den 10. bis Mittwoch, den 12. Januar 1910,
nachmittags von 3 bis 5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im Hoftheater.
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten, die erhaltenen Zettel bei der
Zah=
lung zur Quittierung vorlegen zu wollen.
(835
Darmſtadt, den 8. Januar 1910.
Großherzogliche Hoftheater=Hauptkaſſe.
Die Rechnung der evangeliſchen Paulusgemeinde
für 1908 liegt 8 Tage lang bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen.
(895
Darmſtadt, 6. Januar 1910.
Der evangeliſche Kirchenvorſtand:
Rückert, Pfarrer.
Holzverſteigerung.
Donnerstag, den 13. Januar 1910
ſollen in der Schneider’ſchen Gaſtwirtſchaft in Nieder=Ramſtadt aus dem Diſtrikt
Bordenberg verſteigert werden:
1. Vormittags von 9 Uhr ab: Stämme: 2 Kiefern — 1,12 cbm, 12 Lärchen
3,80 cbm, 4 Fichten — 1,15 cbm: Derbſtangen: 168 Lärchen —
6,73 cbm, 576 Fichten — 28,89 cbm; Reisſtangen: 91 Fichten —
0,76 cbm.
2. Mittags von 12 Uhr ab: Scheiter rm: 31 Buchen, 2 Lärchen, 9 Kiefern;
Knüppel rm: 158 Buchen, 7 Eichen, 2 Birken, 8 Lärchen, 21 Kiefern, 9 Fichten;
Reiſig Hdt. Wellen: 64 Buchen, 1 Eichen, 3 Kiefern, 15 Fichten; Stöcke rm:
26 Buchen, 3 Lärchen, 5 Kiefern.
Das mit F gezeichnete Holz wird nicht verſteigert.
Ober=Ramſtadt, den 3. Januar 1910.
(797
Großherzogliche Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.
Stamm=, Stangen= und Preunholz=Verſteigerung.
In dem Gemeindewald Ober=Ramſtadt Diſtrikt Eichelberg werden an Ort=und
Stelle verſteigert:
(937
Dienſtag, den 11. Januar I. Js.
2 Lärchen=Stämme von 12—14 cm mittl. Durchm. 11—17 m Länge
311 Fichten=
8—23 „
„ 12—26 „
14—20
10—20 „
22 Weißtanne=,
,
Mittwoch, den 12. Januar 1. J.
238 Stück Fichten Derbſtanzen von 7—12 em mittl. Durchmeſſer 8—17 m Länge
6 Rm. Kiefern und 2 Rm. Fichtenſcheiter 12,6 Hdt. Fichten=Wellen, 15=Rm.
Kiefern und 35 Rm. Fichten=Stöcke.
Zuſammenkunft an beiden Tagen vormittags 10 Uhr auf dem Vicinalweg
Nieder=Ramſtadt=Nieder=Modau oberhalb der Kreuzſtraße.
Ober=Ramſtadt, den 5. Januar 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
J. V.: Heim, Beigeordneter.
VV
Vy IKeimahf
E
öffentlich angestellter
beeidigter Bücherrevisor und Buchsachverständiger
Darmstadt, Landgraf-Georgstrasse 10½
(Nähe Schwimmbad)
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Aufstellung und Beglaubigung von Bilanzen, Inventur-Abschlüssen, Steuer-
Erklärungen etc. Praktische Einrichtung, Fortführung (monatliche,
laufende Instandhaltung), Revision der Buchführung.
Organisation bestehender Buchführungen nach eigenen Kürzungs-Methoden.
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Kinder der städtischen Schulen werden in meinem Institut geheilt.
Dipl.=Ing. Klemens Herszberg & Co.
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DARMSTADT
Wilhelminenstrasse 27. Telephon Nr. 1695.
Nummer 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Seite 145
Freiſtellen an den Mittelſchulen.
Geſuche um Freiſtellen an den
Mittel=
ſchulen für das Schuljahr 1910 11 ſind bis
zum 25. Januar ds. Js. bei uns
einzu=
reichen. Freiſtellen können nur bis zu 5%
der Zahl der Schüler und Schülerinnen und
nur in den fünf oberen Klaſſen vergeben
werden. Vorausſetzung der Bewilligung
iſt Bedürftigkeit der Eltern ſowie
regel=
mäßiger Schulbeſuch, Fleiß, Ordnungsliebe,
Reinlichkeit und gutes Betragen des
be=
treffenden Kindes.
Die Vergebung der Freiſtellen erfolgt
auf ein Jahr und in ſtets widerruflicher
Weiſe; es muß daher für diejenigen, die
im ablaufenden Schuljahr bereits
Frei=
ſtellen hatten, um weitere Verleihung
nach=
geſucht werden.
In den Geſuchen iſt neben deutlicher
Angabe des Berufs und der Wohnung der
Eltern oder Pflegeeltern, noch die
Schul=
gruppe, die das betreffende Kind beſucht,
(897sss
näher zu bezeichnen.
Darmſtadt, den 4. Januar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſiug.
Städtiſche Sparkaſſe.
Bei unſeren im unterſten Stockwerk
ge=
legenen Kaſſen können im Monat Januar
1910 die Zinfen für das abgelaufene
Jahr erhoben werden. Nicht erhobene
Zinſen werden dem Kapital zugeſchrieben.
Dieſes Zinſen=Beiſchreiben beginnt am
1. Februar 1910. Dabei iſt darauf zu
achten, daß durch das Beiſchreiben der
Zinſen bei Ueberſchreitung des Betrags von
Mk. 10 000. — eine Verzinſung von nur
3 % eintritt, und zwar für die ganze
Ein=
lage (nicht nur für den Ueberſchuß über
Mk. 10 000.— vergl. § 15 pos. 4).
In der Zeit vom 2. bis 15. Januar ſind
die Kaſſen, außer den ſonſt üblichen
Zahl=
ſtunden, vormittags von 8½ bis 12½
Uhr, ausnahmsweiſe auch nachmittags von
3 bis 5 Uhr geöffnet.
Samstags nachmittag ſind die Kaſſen
geſchloſſen.
Gleichzeitig wird bemerkt, daß wegen
des außergewöhnlich ſtarken Andrangs in
der Zeit vom 2. bis 15. Januar die
Aus=
zahlung der Jahreszinſen nur nachmittags
von 3 bis 5 Uhr ſtattfindet.
(130a
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen
Sparkaſſe.
Purgold, Direktor.
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter, Abteilung B,
Band 10, unter Ord.=Nr. 3 wurde bei der
Firma Johann Weber & Co., G. m. b. H.
in Griesheim, am 29. Dezember 1909
fol=
gendes eingetragen:
Die Satzungen ſind am 20. November
1909 wie folgt abgeändert worden:
Die Dauer der Geſellſchaft iſt auf zehn
Jahre feſtgeſetzt worden und gilt auf
je=
weils drei Jahre verlängert, falls nicht
vor Beginn des letzten Jahres Kündigung
erfolgt.
§ 8.
Sind Prokuriſten beſtellt, ſo haben die
Geſchäftsführer zu beſtimmen, ob die
Pro=
kuriſten einzeln oder nur in Gemeinſchaft
mit einem anderen Prokuriſten die
Geſell=
ſchaft vertreten können.
(930
§ 9.
Das erſte Geſchäftsjahr endigt am
1. Februar 1910.
Darmſtadt, den 28. Dezember 1909.
Großherzogliches Amtsgericht II.
En unſer Handelsregiſter B wurde heute
hinſichtlich der Firma:
Bank für Handel und Induſtrie,
Darmſtadt,
folgender Eintrag vollzogen:
Die ſtellvertretenden Direktoren
Adolf Hügel in Darmſtadt,
Paul Hartog in Berlin,
ſind aus dem Vorſtande ausgeſchieden.
Die ſeitherigen ſtellvertretenden
Direk=
toren:
Jean Andrae jr.,
Siegmund Bodenheimer,
beide in Berlin, ſind zu Direktoren
be=
ſtellt.
(934
Darmſtadt, den 31. Dezember 1909.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
Montag, den 7. Febuar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kaufmann Georg Schwab
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft=
Flur Nu
qm
III
3¾1/100 321 Hofreite Stiftſtraße,
3=
III 332/00 141 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K174/09
Darmſtadt. den 30. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L.839,61
Bekanntmachung.
Montag, den 7. Februar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Hugo Stieſi Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur
qm
Nr.
er,
IV 6329/1e
259 Hofreite Mollerſtraße,
in unſerem Büreau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K178/09
Darmſtadt, den 31. Dezember 1909.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L838,61
Bekanntmachung.
Samstag, den 29. Januar 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Karl Groll und dem
Ferdi=
nand Groll zu Darmſtadt zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Nr.
qm
Flur
822 264 Hofreite
Hölges=
ſtraße Nr. 3,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K243/08
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 4. Januar 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(L837,61
Bekanntmachung.
Montag, den 7. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Landwirt Ludwig Simon
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegen=
ſchaft:
Flur Nr.
qm
IV 3304/16e 7479/10 Hofreite
Müller=
ſtraße Nr. 15,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
K182/09
Darmſtadt, den 4. Januar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L836,60
Müller.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
zu auffallend biligen Preisen.
Der alle Jahr nur einmal stattfindende Soeder’s Inventur-Ausverkauf hat begonnen
und endigt in 4 Tagen. — Die Läger sind einer genauen Durchsicht unterzogen worden
und sind alle Artikel die geschmacklich der jetzigen Mode nicht entsprechen, sowie
die neu eingetroffenen Winterwaren, wegen der vorgerückten Jahreszeit zu ganz
bedeutend reduzierten Preisen zum Verkauf aufgelegt. — Ein grosser Posten
zurück-
gesetzter Schuhe und Stiefel wird um rasch zu räumen zur Hälfte bis ½ unter dem
8
Selbstkostenpreis verkauft
6 6 6 2 6
Selten günstige Gelegenheit, um in den Besitz guter wirklich gediegener Schuhwaren zu gelangen.
Schluss des Ausverkaufes Mittwoch, den 12. Januar 1910.
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alle Grössen
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alle Grössen
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8 Posten
*75
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mit Filz- und Ledersohle
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Boxcalf- und Chevreaux- 750
Schnürstiefel
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jetzt7 Eienen
Boxcalf-Schnürstiefel
America-Form
jetzt 4
alle Grössen 750 Posten
*990
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mit Sohlen und Flecken
jetz6 Herren-
Boxcalf- Zugstiefel
Nur Nr. 39 u. 40
iet 50 Mienten
M
Boxcalf-Zugstiefel
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Beste Qualität
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Schnürstiefel ovale Form
Nur Nr. 36 und 37
MsC 380
9 Damen-
Chevr.-Schnürstiefel
hocheleganterStiefel, ovale Form
alle Grössen
jetzt 160
Damen-
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Leder-Pantoffel
m. warm. Futter, ohne Absatz jetztz Damen-
Boxcalf- und Chevreaux-
Knopfstiefel ovale Form
8
Nur Nr. 36 und 37 980 Posnten
A
Chevr.-Schnürstiefel
mit Lackkappen, ovale Form
alle Grössen
jetzt 180
15 Mieten
schwarze und braune
935
Leder-Pantoffel
warm gefüttert, ohne Absatz jetzt6 Damen-
Boxcalf-Knopfstiefel
Fabrikat „Hassia‟
Nur Nr. 36 und 37
jetzt 150 Damen- Elegante
A
Boxcalf-Schnürstiefel
mit und ohne Derbyschnitt
alle Grössen
jetzt 80 Posten
7980
Leder-Niedertreter
warm Futter
2 Damen-
Filz-Pantoffel
mit Sohlen und Absätzen
Nur Nr. 36 und 37
jetzt 185 Zurückgesetzte S
„HERZ‟ Herren-
Chevreaux-Zugstiefel
*80
mit Lackbesatz
Nur Nr. 39—41 und 44—46
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jetzt Schuhwaren unter Selbstkostenpreis
Ein Posten Herren-
„Herz‟-Kalbl.-Zugstiefel 6480
Nr. 39—41
früher 15—18.−
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Serie I
7
Nur Nr. 36—37 8
juhe
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/80
„Herz‟-Knopfstiefel
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Nur Nr. 36 u. 37
jetzt
990
3
220
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*280
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
Pariſer Brief.
(Eigener Bericht.)
(Nachdruck verboten.)
hys. Paris, Anfang Januar 1910.
Merkzeichen des Winters. — „Mein Heim
mein
Stolz!” — „Heiliger” Abend; Mitternachtsmeſſe.
Ehre ſei den Königen Philipp VII. und Patand I., die
den „Frieden auf Erden” nicht ſtörten! — Vom
un=
patriotiſchen Weihnachtsmann und ſeinen Anklägern.
Allerlei Konkurrenz.
Wenn man nur die Sache ſelbſt beſſer machen
könnte, hätte man ſchon längſt Anlaß gehabt, den Herren
Aſtronomen und Kalendermännern zu kündigen, aber
ſo muß man ihnen eben immer noch Glauben ſchenken:
nach ihren beſtimmten Verſicherungen ſoll der Winter
vor wenigen Tagen ſeinen Anfang genommen haben.
Zum Glück hat der Pariſer eine Menge anderer
Merk=
zeichen, die ihm die einzelnen Jahreszeiten und
auch den Winter verkünden; denn nach den natürlichen,
wie Sonnenſchein, Kälte oder Schnee, ſich ein
Orientie=
rungsurteil zu bilden, iſt bei den „verſchobenen
Jahres=
zeiten”, in denen wir leben, nicht mehr gut möglich.
An genug Dingen und Vorgängen läßt ſich der
Win=
ter konſtatieren: das fröhliche Singen und Lachen der
kleinen Midinetten iſt mit dem Tage der heiligen
Ka=
tharina verſtummt, und die Straßenkünſtler gehen zum
Winterprogramm über — ſie etablieren ſich als
Feuer=
freſſer —, die Verkäufer von Heizmaterialien und die
Schneider bringen ſich in empfehlende Erinnerung.
Weil ſich der Pariſer einbildet, Südländer zu ſein, ſo
heizt er erſt, wenn die Temperatur ſeines Waſchwaſſers
in der Nähe vom Nullpunkt iſt. Zu Hauſe wird es noch
ungemütlicher, wie es ſchon ſonſt iſt, und darum flüchtet
der Pariſer ins Café, wo ſich eine warme Ecke für Leute
finden läßt, die den Mut nicht haben, vor der Türe
was man Terraſſe nennt — den Unbilden der
Witter=
ung zu trotzen, wie man das von einem richtigen
Bon=
lebardmann vorausſetzt. Der Pariſer kennt nicht den
ſchönen Spruch: „Mein Heim — mein Stolz!
Sein Heim iſt die Straße und ſein Stammkaffeehaus,
denn anſtatt ſich’s zu Hauſe in ſeinen vier Wänden
ge=
mütlich zu machen, richtet er ſich lieber draußen häuslich
ein. Deshalb iſt man auch auf den einzigartigen
Ein=
fall gekommen — die Straße zu heizen! Zwiſchen
den ſtaunenden und ſich beſtaunen laſſenden
Terraſſen=
beſuchern befinden ſich mächtige Koksofen, an denen ſich
Zeitungsverkäufer, fliegende Händler und allerlei
Her=
ren mit eingedrückten Hüten und zerriſſenen Stiefeln
ein Rendezvous geben, um etwas Wärme zu ſchinden
— An den Straßenecken iſt eine Verwandlung vor ſich
gegangen: die Fruchteismaſchine iſt der Maronenpfanne
gewichen, und der Duft von pommes de terre frites und
crèpes (dünne Pfannkuchen) umſpült unſere Naſe.
Die Pariſerinnen ſtellen ſich zahlreicher zum Fife v’elock=
Tea ein, tragen große Pelze und Müffe, die dieſes
Jahr einen guten Teil der Vorderanſicht unſichtbar
machen. — Die Droſchken hahen ihr kleines Schild „
ge=
heizt” angebracht, dabei keine geringen Anſprüche an.
die Phantaſie der Fahrgäſte ſtellend. — In den Auto=
und Omnibuſſen ſind die teueren Parterreplätze immer
komplett, und auf dem Verdeck, in der Vogelperſpektive,
ſitzen zuſammengekauerte Geſtalten. — Die vornehme
Halb= und die große Welt haben den Bois de Bonlogne
verlaſſen und gehen zum Eispalaſt. — Schließlich denkt
man auch zu Hauſe ans Heizen. Mit der Heizung, das
iſt ein ziemlich dunkler Punkt im hellen Paris. So
wenig, wie von dem unhygieniſchen Rokokomöbel, kann
ſich der traditionelle Pariſer von ſeinem
mittelalter=
lichen Kamine trennen. Weil genug darüber geſchimpft
wird, daß dieſe Heizung nicht zum Wärmen taugt, daß
ſie unpraktiſch, teuer, rauchend, rußend und ſchmutzend
iſt, es aber doch beim alten bleibt, ſoll hier für ſie
ge=
rettet werden, was zu retten iſt. Wo bliebe die Poeſie,
wenn es keine Kamine mehr gäbe? Wo kann man
ſchö=
ner — allein oder allein zu zweien — die Dämmerſtun=
den verträumen und ſüßen Gedanken nachhängen, als
am Kamine mit ſeiner traulichen Wärme? Und wo
ſchläft man ſanfter und friedlicher ein, als am Kamine,
wenn die Augen vom Hinſtarren in die rote Glut müde
werden und ſchließlich von ſelbſt zufallen?
Wenn auf den großen Boulevards unzählige kleine
Buden aufgeſtellt werden, in denen viel Nützliches uud
Unnützliches feilgeboten wird, wo man dem Spielteufel
im kleinen huldigt, oder ſeine Viſitenkarten gleich
fertig=
mitnimmt, wenn der Hausmeiſter, der Briefträger,
Zimmer=, Dienſt= und Milchmädchen, der Kellner und
der Barbier überaus freundlich und geſchäftseifrig
wer=
den; das ſind Zeichen, daß Weihnachten vor der
Türe ſteht. Wenn am Abend des 24. Dezember vom
Darmſtädter Stadtkirchturm die Muſik ertönt, und ſich
die Familien um die Chriſtbäume verſammeln, eilt auch
der Pariſer, um „Weihnachten” nach ſeiner Weiſe zu
be=
gehen. Die Bildung des Programms für den „
heili=
gen” Abend bietet wenig Schwierigkeit: von halb 9
bis halb 12 Uhr Theater, von halb 12 bis halb 2 Uhr
Mitternachtsmeſſe, dann bis zum Morgen in
ausgelaſ=
ſener Stimmung im Reſtaurant. Die Kleinen ſind
ſchlafen gegangen und haben die Schuhe in den Kamin
geſtellt, dem Weihnachtsmann Gelegenheit gebend, ſeine
Sachen abzuladen. Die Poeſie iſt bei den Großen im
Abnehmen begriffen: haben die Menſchen die
werktäg=
lichen Gedanken für ein paar Stunden abgeſtreift,
dänn=
wollen ſie ſich eben amüſieren, das gilt für die
Theater=
beſucher, — nur „luſtige Stücke”, bei denen man nichts
zu denken braucht, ziehen — wie für die Beſucher der
Mitternachtsmeſſe. Die große, regelmäßige
Sonntags=
meſſe findet keine Zuhörer; dagegen kann man nicht
rechtzeitig genug ſich ein Billett, vielleicht für 20 Frks.,
für die Mitternachtsmeſſe beſorgen. Sie iſt
aber auch ſo zerſtreuend: aufgeputzte, ſchöne Frauen,
deren Parfüm den Weihrauch überduftet, große Sänger
von der Oper, alles im Rahmen größter Pracht, dazu
um die Mitternachtsſtunde, das hat ſchon einen
beſon=
deren Reiz, das gleicht ja faſt einer luſtigen Soiree auf
Montmartre. Die Kirchen ſind bis auf den letzten Platz
gefüllt, und daß ſich das anſpruchsvolle Publikum nicht
bei der heiligen Muſik von Bach und Händel langweile,
wurden einige Allegro=Stücke moderner Meiſter
züge=
geben. Dann ſtrömten die Beſucher der luſtigen
Varie=
tétheater und die der Mitternachtsmeſſen in die
Reſtau=
rants, die, dem dringenden Bedürfniſſe entſprechend, die
ganze Nacht geöffnet blieben, und ließen in brüderlicher
Gemeinſchaft Hunderttauſende von Kilogramm
unſchul=
diger Vögel, anderthalb Millionen Auſtern, 25000
Languſten, 150 000 Krebſe und Hummern, dazu eine
an=
ſehnliche Herde von Vierfüßlern, verſchwinden;
natür=
lich war dies löbliche Tun mit der entſprechenden
An=
zahl von Hektolitern — mehr oder weniger alkoholiſcher
Feuchtigkeit begleitet. Dies alles zur Feier des
Tages, an dem ein Kind in Windeln auf Heu und Stroh
in einem Stalle gebettet. — Schluß: Die Pariſer
be=
kümmern ſich mehr um ein gutes Daſein, als um ihre
einſtige Seligkeit, und viele meinen noch dabei: „Bei den
ſchlechten Zeiten wäre es leichter zu ſterben, als zu
leben!”
*
*
*
Ehre den Königen Philipp VII. und Pataud I., die
den „Frieden auf Erden” nicht ſtörten! Was wäre aus
dem Weihnachtsfrieden geworden, wenn dieſe zwei Könige
nicht ſo viel Einſicht gehabt hätten? Von Philipp VII.
(der die Hoffnung auf die franzöſiſche Krone noch nicht
auf=
gegeben) lief das Gerücht, er wolle Réveillon in ſeinem
geliebten Paris, von dem man ihn fernhält, feiern, was
man ihm nicht verübeln kann. Aber er kam nicht;
immer=
hin hatte man zur Vorſicht, des „hohen Beſuches” wegen,
alle Tore beſetzt und unterſuchte gewiſſenhaft alle
Auto=
möbile nach —
„oktroipflichtigem Benzin”! Nicht
minder Ehre gebührt Pataud I., König des Lichts,
Se=
kretär der Elektrizitätsarbeiter. König Pataud und einige
ſeiner glorreichen Feldzüge ſind den Leſern des „
Tag=
blatt” ſchon bekannt; am Heiligen Abend war er wieder
einmal beſonders rührig. Er wollte für ſeine Untertanen
wahrſcheinlich, um ihnen eine Weihnachtsfreude zu be=
reiten — unbebingt eine Sohnerhöhung durchbrügen und
klopfte deshalb, noch ſpät nachts, an die Türe des Herrn
Ariſtide Briand, jetziger Miniſterpräſident und früherer
„Genoſſe” Patauds. Herr Briand war nicht zu Hauſe —
vielleicht iſt er als „jetziger Mann der Ordnung” gerade in
der Madeleinenkirche zur Mitternachtsmeſſe geweſen — und
König Pataud mußte ſich begnügen, von zwei
Regierungs=
vertretern empfangen zu werden, denen er ſofort ſeine
Wünſche und „dunklen Abſichten” (als Herr über Licht und
Finſternis) unterbreitete. König Pataud ging
unzufrie=
den, da man ihm nur „auf Ehrenwort” verſprochen, und
es ihm nicht „ſchriftlich” gegeben hatte, ſeinen Wünſchen
gerecht zu werden. Seiner königlichen Gnade verdanken
war, daß Paris nicht verfinſterte und dir Pariſer ihre
materiellen Weihnachtsfreuden in Ruhe genießen
konn=
ten!
*:
Verlief ſoweit Weihnachten friedlich, ſo gab der
un=
patriotiſche Weihnachtsmann öfters Anlaß zu
Klagen, da er ſeinen großen Sack immer in . . .
Nürn=
berg anſtatt in der eigenen Patrie füllte. Die
dar=
über empörten Patrioten hatten es durchgeſetzt, daß keine
Bude auf den großen Boulevards für ausländiſche
Spiel=
ſachen (gemeint ſind die der Nachbarn überm Rhein)
ab=
gegeben wurde. In den großen Warenhäuſern zeigte der
Weihnachtsmann nach wie vor wenig Patriotismus.
Ueber dieſe böſe Konkurrenz hat ſich manch braver
Vater=
landsverteidger ins Feuer geredet und geſchrieben, ſodaß
er ſchließlich ins nächſte Reſtaurant eilte, um ſich zu
ſtär=
ken. Mit einem tiefen Seufzer bemerkte er dann beim
Bezahlen — 1 Dutzend portugieſiſche Auſtern,
ruſ=
ſiſche Kaviar= und italieniſche Salamibrötchen,
eine Portion Straßburger Sauerkraut mit
Frank=
furter Würſtchen, ein ſchweizer Abſinth und ein
Münchener Spatenbräu — daß es nicht nur dem
Weihnachtsmann, ſondern ihm auch ſelbſt recht ſchwer
fällt, der Patrie immer treu zu ſein!
Da gerade von Konkurrenz die Rede, ſei noch eine, die
ſich nur in anderer Weiſe fühlbar macht, erwähnt.
Bel=
giens Hauptſtadt möchte unbedingt ein zweites
Paris ſein oder werden. Hat Paris einen Salon, ein
Wettfliegen, kurzum irgend eine Veranſtaltung oder
Neu=
heit, da brauchts nicht lange, da haben es ſicher auch die
Brüſſeler. Alles wird von der vorbildlichen Schweſter
prétiert, kopiert und importiert, das ginge ja noch, daß
ſie aber obendrein übertroffen werden ſoll, das iſt doch zu
viel. In dieſen Tagen ſchrumpft der letzte, große Pariſer
Senſationsroman, im Verhältnis zu dem der
Mademoi=
ſelle Delacroir, zu einem unſcheinbaren Senſatiönchen
zu=
ſammen. Gefahr war in Sicht, das haben unſere
Jour=
naliſten jedoch rechtzeitig bemerkt, und nicht verſäumt, von
der „königlichen Affäre”, ſo viel wie nur irgend
möglich, für Paris zu reklamieren; es war ein heißes
Ringen und ein furchtbares „Wettinterviewturnier”
letz=
teres wurde weſentlich erleichtert durch die weniger
könig=
lichen, aber ſehr geſprächigen Geſchwiſter der halben
Kö=
nigin, die in Paris wohnen, beſonders der Madame
Ver=
ger, beſcheidene Gattin eines Arbeiters und des befrackten
Bruders im Café in der Rue du Temple. Betrübend iſt
nur, wenn man ſieht, wie bei einem
ſo „wichtigen”
Kampfe, eine „Konkurrenz unter den eigenen Brüdern”
entſteht, die die Kräfte zerſplittert und den Sieg
zweifel=
hafter werden läßt. Als Beleg diene: Zwei große
Mor=
genzeitungen ſagen ſchon lange „aus Prinzip” ſtets das
Gegenteil, ſagt die eine Peary, dann ſagt die andere Cook
und ſo auch diesmal. Die eine wußte die „angehende
Königin, ihrer zahlloſen Tugenden und ebenſovieler Schön
heiten halber nicht genug zu verherrlichen, da beeilte ſich
die andere feſtzuſtellen, daß es ſich nur um eine „Reine
d’Aventure” handle, u. fügt den detaillierten Untugenden
noch bei — und das iſt das ſchlimmſte — daß ſie plumpe
Hände habe, und nicht wie „eine” Zeitung behauptete,
kleinere Füße wie die Prinzeſſinnen von Sachſen=Koburg.
ſondern beim ſchönen Wetter Stiefel in der Güte „39‟. bei
Regenwetter gar ſolche Nummer 41 trage! — Man ſieht,
im leidenſchaftlichen Konkurrenzkampfe vergißt der
Fran=
zoſe ſeine nationalen Intereſſen und vernachläſſigt ſeinen
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ct.
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
Nummer 6.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Die Stockholmer Geſchmacksrätin und der Berliner
Geſchmacksrat. — Ein frommer Wunſch! —
Geſchmack=
loſigkeiten und Taktloſigkeiten.
Perſönliches und
Unperſönliches. — Nationales Empfinden! — Auch ein
„Wettkampf”! — Geſunder und ungeſunder Sport. —
Die Luſt am Vergnügen. — Ein moderner Kunſtpalaſt.
— Keller u. Reiner. — Berlins neueſte
Sehenswürdig=
keit. — Vom verkrachten Hebbel=Theater. — Theater
und Publikum.
Kürzlich ging durch die Zeitungen eine Notiz, daß
ſich in Stockholm eine „Geſchmacksrätin” befände,
die „Rat in Fragen des guten Geſchmacks zu
ſeſtgeſetz=
ten Zeiten gegen feſte Preiſe” erteile; hinzugeſetzt ward.
daß die „Geſchmacksrätin” ihren Aufgaben völlig
ge=
wachſen ſei, denn ſie beſitze die zu ihrem Beruf
erforder=
lichen Gaben, ſei viel gereiſt, ſprachenkundig und
ver=
füge über künſtleriſche Begabung. Ach, wir wünſchten
bei Beginn des neuen Jahres, daß ſich auch für Berlin
und viele Berliner ein „Geſchmacksrat” einſtellte,
der unentgeltlich zu jeglicher Stunde „Rat in Fragen
des guten Geſchmackes” erteilte und zwar in weithin
hörbarſter Weiſe, man könnte hier ſolchen Mann oft
ſehr gut gebrauchen!
Wir wollen hier gar nicht zurückkommen auf die
ſturmbewegten Szenen während der Silveſternacht
auf der Straße und in einzelnen guten Lokalen, an
denen ſich mit Vorliebe auch Angehörige der „beſſeren”
Geſellſchaftskreiſe beteiligten, das ſind ſchließlich
vor=
übergehende Epiſoden einer ſehr hochgetriebenen „
tem=
peramentvollen” Stimmung, die mit dem ſchweuen
Katzenjammer meiſt auch offene Reue zur Folge haben.
Geſchmacklos ſind hauptſächlich jene Erſcheinungen in
unſerem öffentlichen Leben, die ernſte Schlüſſe zulaſſen
auf erhebliche Lücken in unſerer Erziehung, Bildung
und dem damit zuſammenhängenden Benehmen inner=
und außerhalb des Hauſes, privatim und allgemein, der
Heimat und Fremde gegenüber. An dieſer Stelle iſt ja
Politik verpönt, aber erwähnt mag doch werden, als
wie unſinnig — um noch ein ruhiges Wort zu wählen
jene von beſtimmter Seite ausgehenden Angriffe und
Quertreibereien gegen unſeren Staatsſekretär des
Aeußeren Freiherrn von Schoen betrachtet
wer=
den, die jede ſeiner durch die einfachſte Höflichkeit
ge=
botenen perſönlichen Handlungen politiſch entſtellen und
die ſich ſogar auf die Lesart ſeiner Viſitenkarten
er=
ſtrecken! Von welch’ engem Horizont ſpricht das und
von welch’ geringem Umſchauen draußen! Und mit
welch' Behagen oder mit welchem Spott mögen Fremde,
nicht am wenigſten fremde Diplomaten, derartige
Kräh=
winkeleien betrachten und verfolgen!
Zeigt ſich hier und leider oft genug in ähnlichen
Fällen eine nationale Rückſichtsloſigkeit, ſo in anderen
wieder eine Betonung der Nationalität, die wahrlich
einer beſſeren Sache würdig wäre. „Haben Sie ſchon
gehört, ein Deutſcher hat das Sechs=Tage=Rennen
ge=
wonnen?” — wurde man häufig während der erſten
Januartage erregt gefragt. Ach du lieber Gott, wenn
wir auf nichts weiter ſtolz ſein dürfen, als auf die
Ausdauer eines Paares gut trainierter deutſcher Beine
und dies, wie geſchehen, zum Ausbruch von
Jubelhym=
nen machen, dann müßte es ſchlecht um uns beſtellt ſein.
Die verrückte, 144 Stunden währende Strampelei
im Velodrom am Zoologiſchen Garten iſt
ja glücklicherweiſe nun auch vorüber, und es werden
wohl allmählich jene nach hunderten zählende
Enthuſia=
ſten und Enthuſiaſtinnen, die ſtumpfſinnig das
Abge=
martere der Teilnehmer am erwähnten internationalen
„Wettkampf” viele, viele Stunden hintereinander
ver=
folgten — wohl nur in der Hoffnung, einem grauſigen
Unglücksfall beiwohnen zu können —, aus ihrem
Stumpf=
ſinn erwacht ſein, falls ſie dazu überhaupt noch im
Stande.
Auch ein Geſchmack, die Verherrlichung dieſes
„Sports”, gegen den ein ſpaniſcher Stierkampf ein
edles Vergnügen iſt und ein mexikaniſcher
Hahnen=
kampf einen kleinen Nervenreiz bedeutet.
Vorausſicht=
lich gehen ja dieſe Uebertreibungen an der eigenen
Langeweile zu Grunde und beeinträchtigen nicht die
ſeit mehreren Jahren bei uns ſo ſehr angefachte und
mit heller Frende aufgenommene Luſt an einem
ver=
nünftigen und geſunden Sport. Neuerdings hat ſich
hier der Rollſchuh viele Anhänger erworben, eine große
Rollſchuhbahn wurde vor kurzem am Kurfürſtendamm
eröffnet und findet zahlreichen Zuſpruch, aber wen die
Grazien nicht ein wenig bevorzugt, der ſoll lieber die
Füße von den gar flinken Rädchen unter der Holzſohle
laſſen, ſie ſind noch heimtückiſcher wie die glatte Schneide
des Schlittſchuhs, der uns ein altgewohnter
Vertrau=
ter iſt.
Oft iſt ja allerdings die ſehr zur Schau getragene
Luſt am Sport nur Luſt am Vergnügen, d. h. an
Zerſtreuung, beſonders wenn dieſe eine Bereicherung
der weltſtädtiſchen Beluſtigungen bildet. Als kürzlich
ein vielgereiſter fremder Beſucher Berlins gefragt
wurde, was ihm am meiſten an unſerer Stadt auffalle,
meinte er, daß man hier ſcheinbar keine Nacht kenne.
Stimmt! Und dabei oder vielmehr deshalb hört man
von immer neuen Vergnügungsſtätten, die hier
ent=
ſtehen ſollen, ſo u. a. ein rieſiges Nachtlokal in nächſter
Nachbarſchaft des Metropol=Theaters Unter, den
Lin=
den, mit Konzertſälen, Caſés, Weinreſtaurants, Bars
und ſonſtigen Eigentümlichkeiten nach Pariſer Muſter.
Bloß daß an der Seine das Amüſement nicht bis in
den dämmernden Morgen hinausgeſchoben wird, wie
bei uns. Wir müſſen doch noch über verflixt viel Zeit,
Geld und Kraft verfügen!
Dieſe drei guten Dinge wurden in anderer Weiſe
aufgewendet, um etwas wirklich Glänzendes und
Eigen=
artiges zu ſchaffen und zwar einen modernen
Ber=
liner Kunſtpalaſt, den der raſtlos tätige
Mar=
tin Keller, Inhaber der Firma Keller u.
Rei=
ner, in der Potsdamerſtraße, unweit ſeines bisherigen,
allmählich viel zu klein gewordenen Kunſt=Salons
er=
richtet. Eine Sehenswürdigkeit echt weltſtädtiſchen
Cha=
rakters, bei der ein erleſener Geſchmacksrat Pate
ge=
ſtanden und alles bis ins Kleinſte vortrefflich
angeord=
net, unterſtützt von einem Stab der tüchtigſten
Architek=
ten und Künſtler, von denen jeder etwas Beſonderes
geleiſtet, im umfaſſenden Rahmen des Ganzen. Nicht
weniger wie ſechzig Räume enthält das vierſtöckige
Gebäude, das nicht nur der Kunſt und dem
Kunſtge=
werbe an ſich als willkommene und würdige Heimſtätte
dient, ſondern auch zu Vorleſungen, Verſteigerungen
und feſtlichen Veranſtaltungen zweckdienlich eingerichtet
wurde. Hoheitsvoll und doch behaglich zugleich wirkt
die von Bruno Schmitz entworfene, durch zwei
Ge=
ſchoſſe gehende Empfangshalle mit ihren ſchimmernden
Marmorwänden, der ſinnreich bemalten, mit auf
künſt=
leriſche Beſtrebungen hinweiſenden Emblemen
geſchmück=
ten Decke, den Bronzezierraten und dem
Moſaikfuß=
boden. Das Hochparterre mit ſeiner 85 Meter langen
Flucht von Ausſtellungsſälen iſt dem Kunſtgewerbe
be=
ſtimmt und vereint eine Fülle von Herrlichkeiten, die
bei näherem Intereſſe ein ſtundenlanges Betrachten
er=
fordern; ein großer Ausſtellungsſaal, an den ſich zwei
kleinere ſchließen, iſt durch Oberlicht erhellt und eignet
ſich ausgezeichnet zur Geſelligkeit, zu muſikaliſchen und
theatraliſchen Darbietungen. Das erſte Stockwerk birgt
die Abteilungen für Wohnungskunſt in verſchiedenſten
Stilarten; da finden wir die Epoche Ludwigs XIV.,
den holländiſchen Barockſtil, Gothik und
Biedermeier=
zeit, deutſche wie italieniſche Renaiſſance, frieſiſchen
Ernſt in einem Speiſezimmer, einen koketten Empire=
Salon, ein reizendes Schlafgemach à la Ludwig XVI.
uſw., während die zweite Etage die Muſterzimmer in
modernem Geſchmack enthält, die dritte eine
vollſtän=
dige Landhaus=Einrichtung, neben mehreren Gemälde=
Sälen. Vom Hochparterre aus gelangt man über eine
breite Freitreppe in einen etwa 1500 Quadratmetr
großen Garten mit ſchönem alten Baumbeſtand, der im
Sommer ebenfalls der Ausſtellung dienſtbar gemacht
werden ſoll, für plaſtiſche Werke, für Vorführungen auf
dem Gebiete der Gartenkunſt, für Gartenmöbel uſw.
Es iſt geplant, dort einen großen Pavillon zu errichten
und im Garten Empfänge, Künſtlerfeſte uſw. zu
ver=
anſtalten, wie uns dies der kurzgefaßte Führer
ver=
heißt. Denn ohne letzteren kann man ſich kaum
zu=
rechtfinden in den Sälen, Gemächern, Hallen, Gängen,
Treppenfluren, die ſoviel des Köſtlichen bergen, zu
deſſen näherer Betrachtung man gar nicht im Trubel
des Eröffnungstages kam, der „ganz Berlin” in
drang=
voller Enge hier vereinte. Die Kunſt iſt recht
verſchie=
dentlich vertreten, alt und neu und ganz neu dicht
neben=
einander; Berlin macht ſich breit gegenüber Düſſeldorf,
München, Karlsruhe, Dresden, und es macht ſich nicht
angenehm breit. Ein von Felix Borchard nach dem
Leben gemaltes größes Freilichtporträt des Kaiſers in
Hofjagduniform, den Monarchen auf einem mit
Haide=
kraut bewachſenen Hügel darſtellend, hat einen
bevor=
zugten Platz erhalten, verdient ihn aber nicht. Das
knallig ſich vordrängende Bild wurde im Auftrage des
„Figaro” gemalt, das erklärt vieles, entſchuldigt aber
nichts!
Wie auch der Zuſammenbruch des Hebbel=,
Theaters, in dem es ſchon lange kriſelte, zu erklären,
aber nicht zu entſchuldigen iſt. Denn von vornherein
hatte dies Theater keinerlei Lücke in unſerem
Bühnen=
leben ansgefüllt, wenn es auch ein klangvolles
Aus=
hängeſchild gewählt, als ob ſich dahinter ein geſunder
Kern verberge; aber es wußte nicht die hochtrabenden
Verſprechungen zu erfüllen, wie auch ſein Leiter bei der
Direktionsübernahme keinerlei Erfahrungen im
Ber=
liner Bühnenleben beſeſſen. Dazu kamen gar bald
finanzielle Schwierigkeiten, die jeden flotten Anlauf
und infolgedeſſen auch eine allmählich ſich kräftigende,
gedeihliche Entwicklung hinderten, was im Intereſſe der
tüchtigen Künſtlerſchar, die oft darſtelleriſch
Ausgezeich=
netes leiſtete, aufrichtig zu beklagen iſt. Vorläufig ſoll
„auf Teilung” weitergeſpielt werden, bis ſich ein neuer
Direktor findet, der Kenntniſſe, Mut und — — Geld
vereinigt! Solche Männer ſind jetzt dünn geſät in
unſerem bühnenreichen Berlin, in welchem, durch bittere
Erfahrungen gewitzigt, auch die ſonſt ſo theaterfrohen
Kapitaliſten vorſichtig geworden ſind, faſt ſo vorſichtig,
wie das liebe Püblikum, das ſich gleichfalls ſehr zähe
den theatraliſchen Lockungen gegenüber verhält.
Allzu=
viel iſt ungeſund, es iſt uns eben gar zu viel in dem
Artikel zugemutet worden!
Das Beſte iſt ſtets das Billigſte.
Wie für jedes bekannte und
einge=
führte Präparat, ſo wird auch für
Scotts Emulſion eine Reihe von mehr
oder weniger minderwertigen
Nach=
ahmungen angeboten. Hierüber laufen
täglich Klagen bei uns ein, zumal nach
Gebrauch dieſer Nachahmungen der
ge=
wünſchte Erfolg ausgeblieben iſt.
Des=
halb ſollten alle Eltern, die es gut mit
ihren Kleinen meinen, wohl überlegen,
ob es nicht vorteilhafter iſt, das in allen
Fällen bewährte Original=Präparat
Scotts Emulſion
zu nehmen, und ob ſich
nicht auch hier der Spruch
beſtätigt: das beſte iſt
ſtets das Billigſte.
Man verlange daher
ausdrücklich: Scotts
Emulſion mit unſerer
Nur echt mit dieſer
Marke-denziſcher bekannten nebenſtehenden
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zeichen des
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Nummer 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
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Samstag, den 8. Januar 1910.
Außer Abonnement.
Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen.
Der G’wiſſenswurm.
Bauernkomödie mit Geſang in 3 Akten.
von L. Anzengruber.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Muſikal. Leitung: Chordirektor Heinz.
Perſonen:
Grillhofer, ein reich. Bauer Hr. Heinz
Duſterer, ſein Schwager Hr. Wagner
Hr. Speiſer
Waſtl,
Dienſtleute bei Hr. Klotz
Michl,
Grillhofer Fr. Scherbarth=
Rosl,
Fr. Ungibauer
Annamirl,
Frl. Zeiller
Die Horlacherlies .
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Hr. Baumeiſter
Poltner, der Bauer an der
kahlen Lehnten . . . . Hr. Knispel
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deren . . . . Hr. Kroczak
Hanns, ) Söhne . . . . Hr. Holler
Nach dem 1. Akte findet eine längere
Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.— Mk., Fremdenloge
— Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. Rang
2.— Mk., 2. Rang 1.— Mk., Sperrſitz
1.50 Mk., Parterre 1.— Mk., 1. Galerie
40 Pfg., 2. Galerie 30 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende gegen 9½ Uhr,
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Sonntag, 9. Jan. 92. Ab.=Vorſt. A 23.
„Die Dollarprinzeſſin”
Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 11. Jan. 93. Ab.=Vorſt. C 24.
„Carmen‟. Joſé . . . Hr. Tecker vom
Hof= und Nationaltheater in Mannheim,
als Gaſt. Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 12. Jan. 94. Ab.=Vorſt. D24.
„Kyritz=Pyritz.” Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Sonntag, den 9. Januar 1910.
92. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement A 23.
Die Dollar=Prinzeſſin.
Operette in 3 Akten von Leo Fall.
Muſikaliſche Leitung: Kapellmeiſter Kittel.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
John Couder, Präſident
eines Kohlentruſts. . . Hr. Jordan
Frl. Geyersbach
Alice, ſeine Tochter .
Hr. Holler
Dick, ſein Sohn
Daiſy Gray, ſeine Nichte . Frl. Grünberg
Hr. H. Hacker
Fredy Wehrburg ..
Hans Freiherr von Schlick Hr. Speiſer
Olga Labinska, Chanſonette Frl. Howard
Tom, Couders Bruder . . Hr. Schwarze
Miß Thompſon,
Wirt=
ſchafterin
Fr. Rudolph
James, Kammerdiener bei
Hr. Indorf
Couder
Hr. Jungmann
Bill, Chauffeur . . .
Nach dem 1. und 2. Akte findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe,
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.
Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende nach 10 Uhr.
Kartenverkauf von 11—1 Uhr und von
6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Dienstag, 11. Jan. 93. Ab.=Vorſt. C 24.
„Carmen.”
Joſé . . . . Hr. Decker vom
Hof= und Nationaltheater in Mannheim,
als Gaſt. Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 12. Jan. 94. Ab.=Vorſt. D 24.
„Kyritz=Pyritz”. Kl. Pr. Anf. 7 Uhr.
Donnerstag, 13. Jan. 95. Ab.=Vorſtell.
B 24. Zum erſten Male: „Das
Kon=
zert”. Luſtſpiel in 3 Akten von Hermann
Bahr. Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Die Erhebung der 3. Rate des
Abonnementsgeldes für die Spielzeit 1909/10
findet Montag, den 10. bis Mittwoch, den
12. Januar 1910, nachmittags von 3 bis
5 Uhr, ſtatt. — Zahlſtelle: Veſtibüle im
Hoftheater. — Die Abonnenten werden
freundlichſt gebeten, die erhaltenen Zettel
bei der Zahlung zur Quittierung vorlegen
zu wollen.
Montag, den 10. Januar 1910:
Viertes Konzert der Hofmuſik.
Anfang 7 Uhr.
(24338a
Ge ee
Okr HLor
(1025)
Tel.
1224
MaurE
ente en e en
amilien-Abend
Einer frage den Andern
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Deujahrs=Programm.
2
erstklassige
10 = Debuts = 10
eAli ben d'Arak Prof. Orlae
Joéla Oscar Huber-Biograf
Bumsti-Bumsti 4 Spisels
3 Resua Elvira Loretta
Paul Carro Willé u. Stoewas
Mondns
Sonntag, den 9. Januar 1910
Grosse
20
Vorstellungen
M
nachm. 4 Uhr
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Volks-Vorstellung
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sowie abends 8¼ Uhr.
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Nur noch wenige Tage!
2 2 Aufang Si Mhtr. 2 5
Programm
zu dem am Samstag, den 8. Januar
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Garde=Dragoner=Regts. Nr. 23.
1. „Durch Nacht zum Licht”, Marſch von
Laukien. 2. Ouvertüre zur Operette „Flotte
Burſche” von Suppé. 3. Fantaſie aus der
Oper „Der fliegende Holländer” von R.
Wagner. 4. Dollar=Walzer aus der
Ope=
rette „Die Dollarprinzeſſin” von Fall.
5. „Dort unten im Süden”, amerik.
Fan=
taſie von Myddleton.
Sonntag, den 9. Januar.
Von 11½ bis 12¼ Uhr Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der Kapelle
des Großh. Inf.=(Leibgarde)=Regts. Nr. 115.
1. „Blau=weiß‟ Marſch von Schmidt.
2. Ouvertüre zu „Phädra” von J. Maſſenet.
3.Einzug der Götter in Walhall aus „Das
Rheingold” von R. Wagner. 4. Fantaſie
aus „Hänſel und Gretel” von E.
Humper=
dinck. 5. „Neu=Wien”, Walzer von Joh.
Strauß. 6. a) Marſch von Sardinien,
b) Marſch Oranien=Gelderland.
uter Privat=Mittags= und =Abendtiſch
Wittmannſtr. Anfr. u. k. V. D. Postamtz. (B903
Pilo ist überall zu haben.
Chriſtlicher Verein junger Männer
Darmſtadt=Oſt.
Riegerplatz 3.
Sonntag, Jugendabteilung: Nachmittags
Uhr: Mitgliedervereinigung. — Abends
8½ Uhr: Monatliche
Mitgliederverſamm=
lung (Teeabend) mit Aufnahme.
Soldatenheim: von nachmittags 2 Uhr
ab geöffnet.
Montag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Poſaunenchors.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Streichchors. — Unterricht in Engliſch.
Unterhaltungsabend der Jugendabteilung.
Bibelbeſprechſtunde für Soldaten.
Mittwoch, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde für
Frauen. — Abends 8½ Uhr: Bibliſche
Beſprechung der älteren Abteilung.
(Apoſtelgeſchichte.) Nach Schluß:
Ver=
ſammlung der tätigen Mitglieder.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Sitzung der
Beſuchskommiſſion. — Bibelſtunde der
Jugendabteilung,
Freitag, abds. 8½ Uhr: Männerchor.
Samstag, abends 9 Uhr:
Gebetsver=
einigung.
Chriſtliche Gemeinſchaft
„Immanuel”. E. V.
Rheinſtraße 2.
Sonntag, vormittags 9 Uhr:
Bibelbe=
beſprechung. — Vormittags 11 Uhr:
Sonntagsſchule. — Nachmittags 4 Uhr:
Jugendbund. — Abends 8¼ Uhr:
Evan=
geliſation.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Blaukreuz.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Freitag, abends 8½ Uhr: Gebetſtunde.
Chriſtlicher Verein junger Männer
„Wartburg”.
Lokal: Karlſtraße 21.
Protektor Se. Kgl. Hoheit der Großherzog.
Sonntag, abends 7½ Uhr: Weihnachtsfeier
im Feierabendſaal, Stiftſtraße 47, mit
vorwiegend muſikaliſchen Darbietungen.
Eintritt 30 Pfennige.
Montag, 8½ Uhr: Franzöſiſch. — 9 Uhr:
Männerchorprobe.
Dienstag, 9 Uhr: Poſaunenchor.
Mittwoch, 9 Uhr: Bibelſtunde. Herr Prof.
Matthes.
Donnerstag, 8¾ Uhr: Turnen.
Lagerhaus=
ſtraße 25.
Freitag, 9 Uhr: Orcheſterprobe.
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Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 8. Januar 1910.
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Samstag, 8. Zannar.
Bekanntmachung.
Odenwaldklub
Ortsgruppe Darmstadt, E. V.
in Gemeinſchaft mit der
Ortsgruppe Darmstadt des
292
Deutschen Flottenvereins.
Dienstag, den 11. Januar 1910, abends 8½ Uhr (pünktlich)
im großen Saale des Städtiſchen Saalbaus:
Vortrag mit Lichtbildervorführungen
Sr. Excellenz des Herrn Generalleutnant a. D. v. Nieber=Mannheim
(I. Vorſitzender des Deutſchen Luftflottenvereins) über
(656ds
„Heronautik‟,
Die Mitglieder und Freunde des Odenwaldklubs und des Luft=Flottenvereins
nebſt Damen ſind hierzu herzlichſt eingeladen.
Der Vorstand.
Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Die
DmG
Ordentliche Hauptver sammlung
des Vereins für das Jahr 1910 findet Montag, den 17. Januar 1910, im
Grünen Zimmer des „Kaisersaals” mit folgender Tagesordnung statt:
1. Jahresbericht des Vorsitzenden. 2. Rechnungsablage und Entlastung des
Rech-
ners. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Beratung und Beschlusskassung über die
(1002‟
vorliegenden Anträge.
Der Vorstand.
Vortrag!
Sonntag nachmittag präzis 430 Uhr
im Vortragsſaal Neckarſtraße 22 (Hinterhaus)
Thena: „Besagt die Bibel den Welt-Frieden?‟
Redner H, Dirkens vom Ausland.
(*549
Eintritt frei.
Jedermann willkommen.
Verein für das Deutſchtum im Ausland
(Allgemeiner deutſcher Schulverein) E. 9.
Nächſten Montag, den 10. Jan., 6 Uhr, findet im Gartenſaal der Vereinigten
Geſellſchaft, Rheinſtr. 36, eine Mitgliederverſammlung ſtatt. Tagesordnung:
Jahres=
bericht, Rechnungsablage, Verfügung über die vorhandenen Mittel und Vorſtandswahl.
Die verehrten Mitglieder werden gebeten, in großer Zahl zu erſcheinen.
(926
Der Vorſtand.
Montag, den 10. Januar 1910, abends 7 Uhr:
Viertes Konzert
im Grossherzoglichen Hoftheater
zum Besten des Witwen- und Waisenfonds der Grossh. Hofmusik
und unter Mitwirkung des Herrn Karl Friedberg, Pianiſt
aus Köln.
en-Verein
armstadt.
Samstag, den 22. Januar 1910, abends 8 Uhr,
findet im
Schützenhof, Hügelstrasse,
unſer diesjähriger
12
ſtatt, wozu wir unſere Mitglieder und Freunde des Vereins höflichſt einladen.
Fremdenkarten ſind bei Herrn Ludwig Möser, Dieburgerſtraße 11, zu haben.
(931ss.
Am Ballabend werden keine Karten ausgegeben.
Der Vorstand.
Schutzennof.
Sonntag, den 9. Januar, abends 8 Uhr:
Erstes grosses
Larnevalistisches Konzert.
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. 61.
Leitung: M. Weber.
Eintritt 25 Pfg.
(1015
Programm mit Liedertext und Kappen an der Kaſſe.
1. Ouvertüre „Meeresſtille u. glückliche 3. Drei Klavierſtücke:
Fahrt”
Mendelssohn.
2. Es-dur=Konzert für Klavier mit
Orcheſterbegleitung
Beethoven.
Ballade (G-moll)
F. Chopin.
Rondo (D-dur)
F. Schubert.
Rhapfodie Nr. 9 (Peſter
F. Lisst.
Karneval) .
4. Sinfonie (E-moll Nr. 4) J. Brahms.
Hauptprobe: vormittags 10 Uhr. Karten zur Hauptprobe à
Mk. 1.50 an der Hoftheater=Tageskaſſe 9½—10½ Uhr und im Vorverkauf in der
Muſikalien=Handlung von L. Schutter, Eliſabethenſtraße 12.
VB. In dieſer Hauptprobe werden alle Nummern des Programms zu Gehör
gebracht.
(498ms
Zum Besten des Orgelbaufonds der Stadtgemeinde.
Sonntag, den 9. Januar, abends ½6 Uhr,
in der Stadtkirche:
Zweites Orgel-Konzert
S
von Herrn Professor Karl Straube aus Leipzig.
Programm: Orgelwerke von Max Reger und Johann
Se-
bastian Bach.
Eintrittskarten zu 50 Pfg. (für alle Plätze der Kirche) bei Georg Thies
Nachf. und Uhrmacher Kolb, neben der Stadtkirche.
(1001
Darmſtädter Männergeſangverein.
Wir laden unſere Mitglieder und Freunde des Vereins zu der morgen
Sonntag mittag 4 Uhr im Park=Hotel
ſtattfindenden
Nach-Feier mit Tanz
freundlichſt ein.
(981
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Sonntag, den 9. Januar, kommt zum Ausſchank:
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wozu höflichſt einladet
J. Mohr.
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Ludwigshöhe.
Sonntag, den 9. Januar 1910
(B1022
Konzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
Dirigent: Ober=Musikmeister Hauske.
Aus dem Programm: Ouvertüre z. „Figaros Hochzeit” von Mozart; Fantaſien
aus „Undine” von Lortzing und „Prinz Methuſalem” von Joh. Strauß; Konzertſtück
für Klarinette über Motive aus „Rigoletto” von Baſſi, (Soliſt Herr Fritz Heynan),
„Das wunderbare Echo”, von A. Schreiner; „Mein Lied” von Sabathil u. a. m.
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
Cafe Heirobol.
Täglich Konzert
des Wiener Damen-Orchesters, Dir. Jenny Lerch.
(*534
Sonntags 2 Konzerte, 4 und 8 Uhr.
Programm 10 Pfg.
Eintritt frei.
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Mittagstiſch à 70 Pfg. und 1 Mk. Im Abonnement billiger.
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
Morgen Sonntag verschiedenes Geflügel, Fische, Braten,
:: Ragouts und sonst reichhaitige, abwechselnde Speisekarte.
Die meiſten Speiſen werden ſofort ſerviert.
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Von 4 Uhr ab Tanzkränzchen im weissen Saale.
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Dienstbach.
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Sonntag, den 9. Januar:
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Glosses Karnevalsstusches Konzert.
Anfang 4 Uhr.
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Heute Samſtag 8 Uhr (Eintritt frei), Sonntag Anfang 4 Uhr
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Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborenc. Am 29. Dez.: dem Schuhmacher Chriſtian
Traſch, Wendelſtadtſtr. 24, e. T. Anna Maria Chriſtine.
Am 30.: dem Bahnarbeiter Johannes Freidel, Neue
Ireneſtraße 19, e. T. Anna. Am 31.: dem Taglöhner
Johannes Schnellbächer, Geißberg 6, e. T. Eva. Am
29.: dem Buchhalter Karl Bernhard, Viktoriaſtr. 98,
e. T. Elſa Chriſtine. Dem Wirt Adam Treuſch,
Hein=
richſtr. 104, e. T. Maria Emma. Am 2. Jan.: dem
Kauf=
mann Bernhard Fuchs, Arheilger Straße 27, e. S
Max. Am 29. Dez.: dem Kellner Friedrich Maier,
Schwanenſtr. 8, e. S. Ludwig Friedrich. Am 31.: dem
Hoboiſten im Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115
Reinhold Burkhardt, Pankratiusſtr. 48, e. S.
Johannes Karl. Dem Poſtboten Heinrich Stephan,
Liebfrauenſtr. 53, e. T. Margarete. Am 3. Jan.: dem
Uhrmacher Rud. Schäffer, Feldbergſtr. 43, e. S.
Wil=
helm. Am 4.: dem Poſtboten Ludwig Dietz,
Hein=
heimerſtr. 23, e. S. Adam Ludwig. Am 5.: dem
Tag=
löhner Gg. Wagner, Langegaſſe 31, e. T. Johannette.
Am 3.: dem Forſtwart Wendel Ahlheim, Kahlertſtr. 12,
e. T. Anna Maria. Am 4.: dem Lokomotivhilfsheizer
bei der Staatsbahn Phil. Laun, Mollerſtr. 43, e. S.
Georg Am 31. Dez.: dem Kaufmann Ferdinand
Braun, Kiesſtr. 36, e. S. Johann Ludwig Ferdinand.
Am 2. Jan.: dem Schutzmann Friedrich Günther,
Wendelſtadtſtr. 52, e. T. Maria.
Aufgebotene. Am 4. Jan.: Proviſionsreiſender
Johann Georg Heinrich Hettinger in Kaſſel=
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hauſen mit Maria Eliſabetha Peter, ebendaſelbſt.
Schloſſer Ludwig Keller, Ballonplatz 9, mit
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tenarbeiterin Marie Pfiſter, ebendaſelbſt. Am 5.:
Bahnarbeiter Heinrich Platz I. in Bürſtadt mit
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Wilhelmine Pfühler, Roßdörfer Straße 72. Am 6.:
Landwirt Heinrich Sehring XV. mit Emilie Anna
Saßmannshauſen, beide in Langen. Töpfer Karl
Richard Schmidt mit Anna Lina Ketzer, beide in
Meißen. Hausburſche Philipp Raſcher mit Dienſtbote
Margar. Uhrig, beide Holzſtraße 23.
Geſtorbene. Am 2. Jan.: Tapezier Adolf Jäckel,
58 J., ev. Am 3.: Maria Kathar. Filſinger geb.
Kramer, Ehefrau des Pfandmeiſters, 62 J., kath.,
Mollerſtr. 4. Am 4.: Bureaubeamter i. P. Fdch. Heedt,
68 J., kath., Lichtenbergſtr. 56. Privatin Amalie Knorr,
62 J., ev., ledig, Frankfurter Straße 4. Am 5.: Roſa
* Dammel geb. Dilfer, 46 J., ev., Ehefr. d. Büfettiers,
Liebfrauenſtr. 67. Babette Schuchmann geb. Schnell,
Witwe des Fabrikanten, 73 J., ev., Steinſtr. 5.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 23. Dez.: dem Großh. Oberlehrer
Dr. Wilhelm Martin Hermann Becker, Hochſtr. 55, e.
T. Guſtel Magda Mechthild. Dem Bankprokuriſten
Oskar Schütze, Moosbergſtr. 58, e. T. Erna Ruth. Dem
Taglöhner Ludwig Hirſch, Weinbergſtr. 26, e. T. Dina
Johanna. Am 25.: ein unehel. Sohn Kurt Jakob. Am
26.: dem Oberfeuerwerker Otto Karl Michael Fibranz,
Moosbergſtr. 18, e. T. Emilie Alma Erna. Am 27.:
eine unehel. Tochter Auguſte. Am 29.: dem Kaufmann
Ludwig Konrad Darmſtädter, Heidelberger Straße 28,
e. T. Erna Suſanna Käthe. Am 28.: dem Glaſer Richard
Alfred Refert, Sandbergſtr. 29, e. S. Franz Alfred.
Am 21.: dem Poſtboten Philipp Nungeſſer. Ahaſtr. 20.
e. S. Ernſt Philipp. Am 2. Jan.: dem Trompeter=
Sergeanten im Artilleriekorps Hermann Auguſt
Friedrich Müller, Heidelberger Straße 79, e. S.
Her=
mann Auguſt Rudolf. Am 30. Dez.: dem Buchbinder
Johann Heinrich Ernſt Götz, Sandbergſtr. 37, e. S.
Friedrich Karl. Dem Hofgartenarbeiter Wilhelm
Wittmann, Tannenſtr. 3, e. T. Helene Lina. Am
1. Jan.: dem Weißbinder Ludwig Bergſträßer,
Moos=
bergſtr. 68, e. S. Karl. Am 27. Dez.: dem Oberleutnant
im Leib=Dragoner=Regiment Nr. 24 Franz Theodor
Graf von Limburg=Stirum, Annaſtr. 23, ein Sohn.
Am 30.: dem Kupferſchmied Johann Ludwig Heck,
Beſſunger Straße 53, ein Sohn Ernſt Karl.
Aufgebotene. Am 24. Dez.: Kaufmann Heinrich
Joſeph Pings in Koblenz=Lützel mit Katharina
Günther, Wilhelmſtr. 51. Am 3. Jan.: Sergeant im
Großh. Artilleriekorps Philipp Bleſſing, Heidelberger
Straße 47, mit Anna Barbara Bitſch in Schlierbach,
Kreis Bensheim.
Eheſchließungen: Am 24. Dez.: Schreiner Ludwig
Uhrhan, Schießhausſtr. 51, mit Maria Dorothea
Geyer, Niederſtr. 18. Schreiner Georg Seibert,
Saalbauſtr. 27, mit Sophie Luiſe Ehrhardt,
Tannen=
ſſtraße 17. Am 30. Dez.: Kaſernenwärter Adam
Zehr=
bach, Heidelberger Straße 49, mit Anna Martha
Berge, Heinrichſtraße 125.
Geſtorbene. Am 26. Dez.: Karl Wilhelm. Röttger,
4 Mon., ev., Ludwigshöhſtr. 13½.
Am 28.: Rentner
Georg Heinrich Hermann Müller, 76 J., ev.,
Heidel=
berger Straße 69. Eliſabeth Barthel, 7 J., ev.,
Heidel=
berger Straße 103. Auguſt Bernhard Dorſch, 4 Mon.,
kathol., Moosbergſtr. 97. Am 2. Jan.: Weichenſteller
Friedrich Herzberger, 31 J., ev., Wingertsgäßchen 12.
Barbara Goldapp geb. Ziegler, Witwe des
Grenzauf=
ſehers, 56 J. , ev., Neue Niederſtr. 20. Am 5.: Luiſe
Schaefer geb. Buff. Ehefrau des Diviſionsarztes a. D.,
78 J., ev., Martinſtraße 2½.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
1. Sonntag nach Epiphanias, den 9. Januar 1910
Landes=Miſſionsfeſt
Kollekte für die Heiden=Miſſion
Hofkirche: Samstag, den 8. Januar, abends 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 9. Januar, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. — Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des hl. Abendmahls. — Nachm. 3 Uhr: Vesper. —
Mittwoch, den 12. Januar, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Prälat D. Flöring.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte. — Nachm. ½6 Uhr: Zweites
Kirchenkon=
zert des Profeſſors Karl Staube aus
Leipzig.
Stadtkapelle: Vorm. um ½ 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
14. Januarr, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Dr. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Miſſionar
Ruhland. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Oſt=Bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends
um 6 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Hofmann.
Eliſabethenſtiſt: Samstag, den 8. Januar,
nachmit=
tags 3 Uhr: Beichte. Pfarrer Deggau. — Sonntag,
den 9. Januar, vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
mit Abendmahl. Pfarrer Deggau.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. 10 Uhr:
Pfarrer Walz. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Walz. — Abends 6 Uhr:
Oberhof=
prediger Ehrhardt.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8:
Mitt=
woch, den 12. Januar, abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Ge=
heimerat D. Walz.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Lutheriſcher Hottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 1. Sonntag nach Epiphanias, den 9. Jan.,
nachmittags 5 Uhr, im „Feierabend‟, Stiftſtraße 47.
Pfarrer Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 9. Januar,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Dienstag, den 11. Januar, abends 8½ Uhr:
Frauen= und Jungfrauen=Verſammlung. — Donnerstag,
den 13. Januar, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Veller.
Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 9. Januar,
vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehaus der evangel.
Johannesgemeinde, Kahlertſtr. 26, Gottesdienſt und Ge
legenheit zum Empfang des hl. Abendmahls. Herr Pfarrer
Ullmann aus Heßloch.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Hemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr.
— Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 9. Januar, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. —
Nachmit=
tags 4 Uhr: Predigt und Abendmahl. Prediger
Wein=
hold=Worms a. Rh. Zutritt frei für jedermann.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 8. Januar,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
1. Sonntag nach Epiphanie, den 9. Januar 1910
Feſt der Erſcheinung des Herrn
Kollekte für die afrikaniſchen Miſſionen
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt, beſtehend in
hl. Meſſe und Predigt. — Nachmittags um 3 Uhr: Vesper.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr:
Ver=
ſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Verſamm=
lung des Vereins chriſtlicher Mütter. — Um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fränkein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakramentaliſche Betſtunde.
Ht. Eliſabetßenkirche: Samstag, den 8. Januar,
nach=
mittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 9. Januar 1910
Feſt der Erſcheinung des Herrn
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit
Predigt. — Um ½10 Uhr: Feierliches Hochamt mit
Predigt. — Nachmittags um 2 Uhr: Feierliche Vesper.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 8. Januar,
nach=
mittags um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
1. Sonntag nach Epiphanie, den 9. Januar 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½ 7 Uhr:
Aus=
teilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr:
Hoch=
amt und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
Während der Woche um ¾8 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 1. Sonntag nach Epiphanie,
Vorm. um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Vorher
Beicht=
gelegenheit.
The English Church (Hofkirche)
Divine Service
on Sunday, the 9th of January 1910
at 4,00 p. m.
Reverend Dr. MacDonald Chaplain at Heidelberg.
Getaufte, Getraute und Heerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 19. Dezember: Dem
Magazin=
arbeiter Peter Bitſch S. Georg Adam, geb. 14. November.
Dem Dekorationsmaler Heinrich Wilhelm Klein T.
Wil=
helmine Margarethe, geb. 17. Aug. 26. Dezember: Dem
Schriftſetzer Friedrich Karl Schnell S. Karl Hans, geb.
24. Nov. Dem Magazinier Meent Brunken S. Walter
Hans, geb. 14. Dezember. Dem Schuhwarenhändler
Karl Ludwig Fiſcher T. Lina Berta, geb. 10. November.
27. Dezember: Dem Portier Friedrich Wilhelm Schrör
T. Selma Hildegard, geb. 30. Oktober. 28. Dezember:
Dem Tapezier Philipp Friedrich Karl Glückert L. Eiſa,
geb. 3. April. Dem Maler= und Weißbindermeiſter Georg
Hillgärtner T. Anna Sophie Hertha, geb. 18. November.
25. Dezember: Dem Rohrmacher Karl Ludwig
Sommer=
korn T. Karoline Wilhelmine, geb. 25. November. Dem
Dentiſt Georg Hermann Viel S. Egon Georg Hermann
Hans, geb. 1. Dezember. Dem Weißbinder Johann
Adam Berlieb S. Adam Johann Peter. 2. Januar:
Dem Mechaniker Johann Jakob Haller T. Suſanna,
geb. 8. Dezember. Dem Kaufmann Georg Philipp
Trietſch S. Jean Karl Andreas Johannes Friedrich, geb.
20. Oktober. 21. Dezember: Dem Briefträger Ludwig
Merz S. Heinrich Ludwig, geb. 20. Nov. 25. Dezember:
Dem Inſtallateur Georg Karl Eduard Mitſchdörfer S.
Georg, geb. 19. November. Dem Lehrer Peter Claß S.
Richard Peter Hans, geb. 22. Oktober. 26. Dezember:
Dem Kutſcher Friedrich Harſtein, T. Dorothea Veronika,
geb. 13. Dez. Unehelicher Sohn Johann, geb. 5. Dez.
31. Dezember: Dem Schneider Georg Jakob Ihrig T.
Hennriette Wilhelmine, geb. 6. Mai 09. 1. Januar:
Dem Wirt Jakob Uhrig L. Elſa, geb. 26. November 09.
2. Januar: Dem Finanzaſpirant Friedrich Adam Zulauf
S. Helmut Heinrich, geb. 29. November 09.
Johannesgemeinde: 1. Januar: Dem Bäcker
Gottlieb Danzer L. Anna Margarete, geb. 5. Dezember.
Dem Mineralwaſſerfabrikant Karl Enders S. Heinrich,
geb. 24. Dezember. 2. Januar: Dem Schneider Albert
Oehlert S. Hermann Gottfried, geb. 7. Dezember. Dem
Schreiner Friedrich Unmacht S. Karl Chriſtian, geb. 13. Dez.
Dem Former Wilhelm Feldmann S. Friedrich geb.
7. Oktober.
Martinsgemeinde: 1. Januar: Dem Architekt
Wilhelm Mickel S. Wilhelm Paul, geb. 8. November.
Dem Flaſchenbierhändler Johann Gottlieb Kugler S.
Johann Heinrich Gottlieb Herbert, geb. 15. Nov. Dem
Schmied Georg Michael Hannewald T. Eva Eliſabeth,
geb. 1. Dez. 2. Januar: Dem Schloſſer Adam Weiß
S. Guſtav Albert, geb. 15. Dezember. Dem Kaufmann
Karl Friedrich Reukeßer S. Karl Felix. Dem Fuhrmann
Heinrich Ludwig Heß T. Mathilde, geb. 19. Dezember.
5. Januar: Dem Briefträger Balthaſar Fußmann S.
Jean, geb. 28. Dezember. 1. Januar: Dem Bäcker
Richard Schüle S. Albert Gisbert, geb. 2. Dez. Dem
Gerichtsſchreiberaſpirant Theodor Friedrich Auguſt Strauch
T. Paula, geb. 11. Dezember.
Petrusgemeinde: 1. Januar: Dem Schneider
Georg Falter S. Leonhard, geb. 2. Dezember. Unehel.
S. Karl Ludwig, geb. 9. Dezember.
Paulusgemeinde 29. Dezember: Dem
Ober=
lehrer Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Fiſcher T. Suſe Lotte
Ingeborg, geb. 27. Auguſt. Dem Taglöhner Philipp
Weicker S. Philipp, geb. 21. November. Dem Lehrer
Chriſtian Schäfer S. Georg Wilhelm, geb. 28. Septemb.
30. Dezember: Dem Referendar Freiherrn Louis Ferd.
Leo Robert Löw von und zu Steinfurth T. Mathilde
Carita Hedwig Dorothea. 31. Dezember: Dem Diplom=
Ingenieur und Architekten Erwin Albert Blankenhorn
T. Gerda, geb. 9. Oktober. 4. Januar: Unehel. S. Alfred
Anton, geb. 17. Dezember.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 14. Dezember: Referendar
Dr. Karl Wilhelm Walz und Louiſe Auguſte Antonie
Hallwachs. 27. Dezember; Lehrer Heinrich Ackermann
in Groß=Rohrheim und Marie Eliſabethe Ehrhardt.
4. Januar: Lehramtsaſſeſor Ferdinand Franz Wilhelm
Dern und Wilhelmine Petry.
Petrusgemeinde 2. Januar: Kaſernenwärter
Adam Zehrbach und Anna Martha Berge.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Dezember: Kellner
Johan=
nes Jungk, 38 J., ſtarb 5. Dezember. 23. Dezember:
Johannette Ziegler, geb. Biermann, Witwe des
Schrei=
ners Karl Ziegler, 63 J., ſtarb 21. Dez. 29. Dezember:
Anna Margarete Becker, T. des Spenglermeiſters Johann
Heinrich Becker, 18½ J., ſtarb 27. Dez. 2. Januar:
Privatin Eliſe Ruths, 82 J., ſtarb 31. Dezember.
Johannesgemeinde: 6. Januar: Amalie Knorr,
ledig, 62 J., ſtarb 4. Januar.
Martinsgemeinde: 29. Dezember: Katharine.
Noll, geb. Amend, Witwe des Taglöhners Karl Noll, 59 J.,
ſtarb 27. Dezember. 30. Dezember: Privatier Georg
Philipp Dröll, 71 J., ſtarb 27. Dezember, Katharine
Marie Battige, geb. Walz, Ehefrau des Schuhmachers
Albert Battige, 29 J., ſtarb 27. Dezemb. 31. Dezember:
Anna Schmidt, T. des Schriftſetzers Thomas Schmidt,
1 J., ſtarb 29. Dezember. 2. Januar: Mathilde Winter,
Witwe des Oberſtleutnants Ludwig Winter, 60 J.,
ſtarb 31. Dezember.
Petrusgemeinde: 30. Dezember: Rentner
Georg Heinrich Hermann Müller, 76 J., ſtarb 28. Dez.
31. Dezember: Elſe Barthel, T. des Schneidermeiſters
Vinzenz Barthel, 7 J.. ſtarb 28. Dezember. 4. Januar:
Barbara Goldapp, geb. Ziegler, Witwe des
Grenzauf=
ſehers Goldapp, 56 J., ſtarb 2. Januar.
Paulusgemeinde: 5. Januar:
Oberpoſt=
praktikant Heinrich Lang, 38 J., ſtarb 1. Januar.
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