Darmstädter Tagblatt 1896


13. Januar 1896

[  ][ ]

öf=
ad
Frey.

der 6.
ſt=Lud=

r8en

lobey.
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Abonnemenlspreis
leljährlich 1 Marl 10 Pf., halb=
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3 Mark incl. Bringerlohn.
zwärts werden von allen Poſ=
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Beſtellungen, entgegenge=
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zu 1 Mark 50 Pi. pro
Quartal incl. Poflauiſichlag.

Argarg.
ſonntags=Beilage:

Unterhaltungsblatt.

Zuſerate
für das
wöchentl. Gmal erſcheinens= Tagblatt
werden angenommen: in Darmitadt
von der Expedition, Rheinſr. Nr. 27.
in Beſjungen von Friedr. Blößet,
Schießhausſtraße 1½, ſowie auswärls
von allen Annoncen=Expedtionen.

Amtliches Organ
für die Bekanntmachungen des Großh. Kreisamts, des Großh. Polizeiamts und der

den.

be=

26. 2

lh.

Montag den 13. Januar.

1896.

lei

B e k a n n t m a ch u n g.
Nachdem in letzter Zeit die Klagen über die Zudringlichkeit von Hau=
erern
in den Häuſern und über Beläſtigungen der hieſigen Einwohner in ihren
Johnungen durch ſolche in vermehrter Zahl laut geworden ſind, ſehen wir uns
emein=
eranlaßt
, darauf hinzuweiſen, daß nach der Beſtimmung des 8 600 Abſatz 2 der
nar: .
3 ½ eichsgewerbeordnung den Hauſierern der Eintritt in fremde Wohnungen
drich En.
5. Ja
um zwecke des Gewerbebetriebs nur nach vorgängiger Erlaubniß
es Wohnungsinhabers, ſowie das Betreten fremder Häuſer und
rgar,ſge Zehöfte zum gleichen Zwecke während der Nachtzeit überhaupt nicht
4
eſtattet iſt.
Cang;
1. 5
Zuwiderhandlungen werden, ſofern nicht der Thatbeſtand des Vergehens des
f.gs Zausfriedensbruches (8 123 des Reichsſtrafgeſetzes) oder eines anderen Ver=
lon
ehens vorliegt und demgemäß höhere Strafe verwirkt iſt, nach Maßgabe des
2. 148 der Gewerbeordnung mit Geldſtrafe bis zu 150 Mark und im Un=
ermögensfalle
mit Haft bis zu 4 Wochen beſtraft.
Wir haben unſer Aufſichtsperſonal angewieſen, jeden Fall, der zu deſſen
Lenntniß kommen ſollte, zur Anzeige zu bringen.
Darmſtadt, den 10. Januar 1896.

Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Fey.

[9422

giün

emein:
rer ßr
rgarm
chrel

Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Chauſirungs=
Arbeiten wird die Pfründnerhaus=
ſtraße
, zwiſchen Schloßgarten= und
Pallaswieſenſtraße, ſowie die Victoria=
ſtraße
, zwiſchen Pallaswieſenſtraße und
Emilsplatz bis auf Weiteres für den
Fuhrwerks= und Reiterverkehr polizeilich
geſperrt.
Die bezüglich der Taunusſtraße
ſeither angeordnet geweſene Sperre wird
hiermit aufgehoben.
Darmſtadt, den 10. Januar 1896.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Fey.
1943

Konkursverfahren.
Ueber das Vermögen des Schuhmachers
Peter Weber III. von Arheilgen iſt
heute am 9. Januar 1896, Nachmittags
4 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet
und der Gerichtstaxator Reichard zu
Darmſtadt zum Konkursverwalter er=
nannt
worden.

30. Januar 1896 Anzeige zu machen.
Schell,
Hilfsgerichtsſchreiber Großh. Amtsgerichts
944
Darmſtadt II.

Konkurgverfahren.
Das Konkursverfahren über das Ver=
mögen
des Bäckers Johannes Johann
von Griesheim iſt nach Abhaltung des
Schlußtermins durch Gerichtsbeſchluß
vom Heutigen aufgehoben worden.
Darmſtadt, 7. Januar 1896.
Schell,
Hilfsgerichtsſchreiber Großherzoglichen
Amtsgerichts II.
[945

Konkursforderungen, ſind, bis zum
30. Januar 1856 bei dem Gerichte
anzumelden.

Es iſt zur Beſchlußfaſſung über die
Wahl eines andern Verwalters, ſowie
über die Beſtellung eines Gläubigeraus=
ſchuſſes
und eintretenden Falls über die
in 8 120 der Konkursordnung bezeichneten
Gegenſtände und zur Prüfung der an=
gemeldeten
Forderungen auf
Freitag, den 7. Februar 1806,
Nachmittags 3½ Uhr,
vor dem Gr. Amtsgerichte Darmſtadt II.
Termin anberaumt.

Bekanntmachung.
Anf gerichtliche Verfügung ſoll die
den Johann Heinrich Karl Schnabel
Eheleute dahier gehörige Hofraithe:
Flur. Nr. ⬜Meter.
I.
642½₀ 1126 Sandſtraße
Nr. 38.
ſowie das geſammte Wirthſchaftsinventar.
Moutag, 24. Februar 1806,
Vormittags 9 Uhr,
im Ortsgerichtslokal öffentlich verſteigert
werden.
Darmſtadt, 10. Januar 1896.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
9463

Allen Perſonen, welche eine zur Kon=
kursmaſſe
gehörige Sache in Beſitz haben
oder zur Konkursmaſſe etwas ſchuldig
ſind, iſt aufgegeben, nichts an den Ge=
meinſchuldner
zu verabfolgen, oder zu
leiſten, auch die Verpflichtung auferlegt,
von dem Beſitze der Sache und von den
Forderungen, für welche ſie aus der Sache
abgeſonderte Befriedigung in Anſpruch
nehmen, dem Konkursverwalter bis zum

Bekauntmachung.
In Folge gerichtlicher Verfügung ſoll
die im Grundbuch auf den Namen der
Georg Rothermel Wittwe, geb.
Köberlein dahier ſtehende Hofraithe:
Meter.
Flur. Nr.
II. 901₁o 269¾₀ Teichhausſtraße
Nr. 2½,
Montag, 24. Februar 1896,
Vormittags 9½ Uhr,
im Ortsgerichtslokal öffentlich verſteigert
werden.
Darmſtadt, 10. Januar 1896
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
[947
Müller.
22

[ ][  ][ ]

10

Nr. 10

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verhaufe,
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Politiſche Ueberſicht.
Deutſches Reich. Der Reichstaa ſetzte am Freitag die
erſte Leſung des Börſen= und des Devotgeſetzes fort.
Aba. v. Cunh fnatlib.) erklärt, daß ſeine Vartei die Vorlage für
geeignet halte, den Zweck zu erſüllen, für den ſie beſtimmt ſei,
und beantragt, beide Geſetzentwürfe einer Kommiſſion von 21
Mitaliedern zu überweiſen. - Abg. Fritzen (Ctr.) begrüßt die
Vorlage gleichfalls mit Befriedigung und betont, daß die Börſen=
reform
auf unabſehbare Zeit hinausgeſchoben würde. wenn ſie
nicht jetzt eneraiſch in Angriff genommen werden ſollte. - Abg.
Schönlank ſſoz.) führt aus, daß die Sozialdemokratie der Börſen=
reform
als kühle Beobachterin gegenüberſtehe. Wenn ſeine Partei
für die gegenwärtig vorgeſchlagene Reform eintrete, ſo wiſſe
ſie. daß die Reform nur ein Palliatiomittel ſei; die Uebel=
ſtände
ſelbſt ſeien nur das Ergebnis des herrſchenden Papi=
talis
mus. - Abg. Fiſchbeck (deutſchfreiſ. Volksp.) bemerkt,
da die Vorlage die Bewegungsfreiheit der Börſe beeinträchtige
ſo erklärten ſich ſeine Freunde gegen dieſelbe und könnten nur
eingelne Beſtimmungen, wie beiſvielsweiſe die adminiſtrativen
Vorſchriſten, billigen. - Abo. Liebermann v Sonnenberg (dtſchſog.
Refv.) will das Börſengeſer annehmen, behält ſich aber vor, in
ber Kommiſſion einzelne Abänderungsvorſchläge zu machen. Das
Depotgeſetz erklärt der Redner ebenſalls annehmen zu wollen

Der Reichsbankpräſident Koch hebt gegenüber einer Bemerkung
des Abg. Liebermann v. Sonnenberg hervor, daß er nicht geſaat
habe, daß die Verſchärfungsvorſchläge des Abg. Grafen Kanitz
die Vorlage zum Scheitern brirgen würden, ſondern er habe
nur vor ſolchen Verſchärfungen gewarnt, die nicht im Einklang
ſtänden mit den Zielen der hier in Rede ſtehenden Reform.
Nächſte Sitzung Samstag 1 Uhr: Fortſetzung der erſten Leſung
der Börſenreform; erſte Leſung des Margarinegeſezes.
Am Montag oder Dienstag wird der Reichstag die Juſtiz
novelle in erſter Leſung beraten. Die Budgetkommiſſion bei
ſtimmte in der Freitags=Sitzung die Reihenfolge des Etats. Zu=
nächſt
ſtieht der Etat des Reichskanzlers, der Reichskanzlei und
des Reichstags zur Beratung. dann der Etat des Reichkamts
des Innern, der Poſtetat, hierauf der Etat des Auswärtigen,
der Kolonialetat, der Militär, und Marineetat. Die Verhand=
lungen
des Juſtizausſchuſſes des Bundesrats über das Bürger=
liche
Geſetzbuch ſind jetzt im weſentliche; abgeſchloſſen. Es iſt
begründete Ausſicht vorhanden. daß der Bundesrat das Geſetzbuch
ſchon in ſeiner nächſten Sitzung am Donnerstag annehmen wird,
0 daß es dann unverzüglich dem Reichstage zugehen könnte
Auch die Beralung des Einſührungsgeſetzes wird thunlichſt ge
ſördert, und ſeine Einbringung im Reichstane noch im Laufe
dieſes Monats iſt mit Luverſicht anzunehmen.
3talien. Die talia militarer meldet, daß am 12. d. M.
2 Vataillone von Neavel nach Maſſauah abgehen und : weltere)

[ ][  ][ ]

Kr.

illone am 13. d. M. ſolgen werden. Auch werden mehrers
VBerehp= erien nach Maſſauab geſandt werden.
Spanien. Die Geierale Navarro und Molino haben die
inz Vinar del Rio vollſtändig von den Inſurgenten ge=
ert
. Dieſelben machten zahlreiche Gefangene und erbeuteten
Vferde
Der niederländiſche Transvaalgeſandte Beclaerts. welcher
lagerriVer nach Berlin und jetzt nach Paris gereiſt iſt, ſoll von der
erung mit der Miſſion betraut ſein, in Berlin und Paris
Gedanken einer internationalen Konferenz behufs Neutrali=
i
7ng Trausvaals anzuregen. Nach Verlaerts Aeußerungen
n Kaiſer Wilhelm den Gedanken günſtig auf. Miniſter Ber=
hul
. Ect k It verſprach dem Vertreter Transvaals, die Neutralitätsfrage
gert zu erwägen
2ie -Times' ſagt, die militäriſche Polizei=Kontrolle über das
1½.
ritorium der Chartered Company 5te ganz oder teilweiſe
ofort im der ergiſchen Regierung übernommen werden. Eine voll
ſ dige Furücknahme der Charte würde aber ganz ungerecht=
iat
ſein, außer es würden noch neue Thatſachen ans Tages=
kommen
. Das Neuterſche Bureauz meldet aus Prätoria,
reu=P

hlwaa=

uchte

rten

Ttell=

inſolge der Erklärung des Reſorm=Koniitees,. in der es ver
cht. die Entwaffnung ſeiner Leute auszuführen, ſich der ong=
e
Agent De Wet wieder nach Johannesburg begeben hat
00 Boeren ſind unter den Waffen und werden nicht eher in
Heimat zurückkehren, a s bis die Angelegenheit endgültig ge=
elt
iſt. Der Vertreter der Heitung Prätoria Peeß; iſt ant=
benachrichtiat
worden, daß die Regierung der Südafrikaniſchen
gublik alles Mögliche thun werde um den Betrieb der Minen
fordern, deren Beſitzer daher nicht nötig hätten, ihre Intereſſen
Gunſten einer Schaar von Aufwieglern zu opfern. Aus
hannesburg wird gemeldet, daß die Stadt ihr gewöhnliches
3ſeben annimmt. Die Börſe iſt wieder geöffnet, der Markt
jedach findet wenig Geſchäft ſtatt. Auch die Kaufläden ſind
eder geöffnet. Die Regierungsbeamten ſammeln, ohne Wider
nd zu ſinden, die Waffen ein, wobei ſie von dem Reformkomitee
terſtützt werden. 22 Mitglieder des Reſormkomitees. darunter
r Bruder von Cecil Rhodes. Oberſt Rhodes, Sir Drummond
inbar und Lyonel Vhilips wurden in vergangener Nacht unter
r Beſchuldigung des Hochverrats in ihrem Klub verhaftet und
ch Brätoria gebracht
Die Times' ſchreiben in ihrem letzten Leitartikel: Es er=
lle
mit Genugthuung, zu ſehen, daß der Transvaal=Zwiſchenfall
3t in Deutſchland als beendet angeſehen werde. Wenn die
ſeutſchen zufriedengeſtellt ſeien, habe England keinen Grund,
nicht zu ſein. Als Nation empfinde England jede fremde
nmiſchung. Selbſt wenn die Feindſeligkeit des deuiſchen Volkes
el weniger tief wurzele, als aus der Heſtigkeit der deutſchen
reſſe geſchloſſen werden könnte, ſo laſſe doch der Stand der
tswärtigen Angelegenheiten es für England klug erſcheinen,
ter den Waffen zu bleiben! Oeſterreich und Italien ſänden
re Politik in Europa ernſtlich behindert durch das plötzliche
ingreifen des Deutſchen Kaiſers, der ein gemeinſames Wirken
nglands mit dem Dreibund, beſonders bezüglich der türkiſchen
ngelegenheiten, ſchwierig gemacht habe.

Stadt und Land.
Darmſtadt. 13. Januar.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am Sams=
aa
in Audienz: den Großh. Baurat Schoberth von Gießen, den
Niniſterialkanzleidiener Weitzel, die Herren Guſtav Weck von
Jungen, Wilhelm Trautmann von Wimpfen und Heinrich Gold=
nann
von Laubach, den Kreisrat a. D. v. Zangen, Mitglied des
Verwaltungsgerichtshofs, den Kabinettsſekretär und Kammer=
unker
Frhrn. v. Starck, den Forſtmeiſter Engelhardt von Offen=

ymnaſium zu Worms, den Lehrer Kullmann von der Höheren,
Bürgerſchule zu Ober=Ingelheim, den Steuerrat Zimmer von
Dieburg, den Oberforſtmeiſter Krauß, den Forſtmeiſter Frhrn
Schenck zu Schweinsberg von Alzey. den Medizinalrat Dr. Kirn
berger, den Kommerzienrat Weismann und den Kommerzienrat
Schmitz von Mainz. den Dirigenten Wollweber aus Beerfelden:
zum Vortrag: den Staatsminiſter Finger, den Oberkammerherrn
Frhrn. Schenck zu Schweinsberg=Wäldershauſen, den Ordens=
kanzler
Generalmajor v. Herff.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Dr. Georg
Freiherrn v. Wedekind zu Darmſtadt das Ritterkreus 1. Kl.
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen. - den
Lehramtsaſſeſſor Dr. Georg Jacob zu Alsfeld zum Lehrer an
der Realſchule daſelbſt, den Lehramtsaſſeſſor Ludwig Haſſel=
baum
zu Darmſtadt zum Lehrer an dem Realghmnaſium daſelbſt,
den Lehramtsaſſeſſor Ludwig Balſer zu Darmſtadt zum Lehrer
an der Realſchule dajelbſt und den Lehramtsaſſeſſor Joſeph
Enders zu Oppenheim zum Lehrer an der Realſchule daſelbſt
ernaunt.
Ticherem Vernehmen nach werden ſich Ihre Könial=
doheiten
der Großherzog und die Großherzogin zur Teil=

ach, die Profeſſoren Dr. Nies. Dr. Heilmann und Veith von

10
143
nahme an der Feier des Allerhöchſten Geburtsſeſtes Sr. Majeſtät
des Kaiſers nach Berlin begeben. (Darmſt. 3tg.)
Ernannt wurde der Hilfsbremſer bei den Oberheſſiſchen Eiſen=
bahnen
Wilhelm Köhler aus Queckborn zum Bremſer bei dieſen
Bahnen.
In dem Bericht des ErſtenAusſchuſſes der Zweiten
Kammer über den Antrag des Abg. Dr. Vogt, ſtaatliche Unter=
ſtützung
ſolcher Teilnehmer an den letzten deutſchen Kriegen,
velche erwerbsunfähig und bedürftig, einen rechtlichen Anſpruch
auf den Inüalidenſonds ꝛc. nicht zu erheben in der Lage ſind,
betreffend, wird beantragt, die Kammer wolle Großh. Regierung
trſuchen, die bei den verſchiedenen Kreisverwaltungen liegenden
Kapitalien in einen Fonds einzuſammeln und alljährlich deſſen
Zinſen an bedürſtige Veteranen zur Verteilung zu bringen und
damit den Antrag des Aba. Vogt ſür erledigt zu erklären.
In dem Bericht des Bierten Ausſchuſſes der
Zweiten Kammer über den Antrag der Abog. Schröder
und Genoſſen, das Submiſſionsweſen bei Vergebung ſtaatlicher
Arbeiten betreffend. wird beantragt, an Großh. Regierung das
Erſuchen zu richten, die genaue Durchführung der hinſichtlich des
Verdingungswejens neuerdings erlaſſenen Beſtimmungen auf das
ſorgfältiaſte zu überwachen.
Die Großh. Bürgermeiſterei richtet an die Einwohner=
ſchaft
von Darmſtadt folgendes Erſuchen: Im Anſchluß
an den in den hieſigen Blättern bereits erſchienenen Auſruf zur
Begehung der Jubeifeier des Deutſchen Reiches
richten wir hiermit an die verehrlichen Einwohner der Stadt
das freundliche Erſuchen, am 18 und 19. Januar die Häuſer
eſtlich ſchmücken und den 18. Januar durch eine um 7½ Uhr
abends beginnende, thunlichſt allgemeine und glänzende Jllu=
mination
ganz beſonders ausze chnen zu wollen. Der ſtets
bewährte patrit tiſche Sinn der Darmſtädter berechtigt uns zu
der angenehmen Hoffnung. daß unſrer Bitte gerne und in
weiteſtem Maße zur Ehre unſrer Stadt entſprochen werde.
Seitens Großh. Bürgermeiſterei wird uns das
Folgende mitgeteilt: Der in der letzten Stadtverordneten= Ver=
ſammlung
mitgeteilte Beſchluß der Deputation für das Armen=
und Pfründnerweſen bezüglich der Unterbringung der
Kinder in ländliche Pflege aeht dahin, daß die im Wege
der öffentlichen Armenpflege, der Waiſenpflege und auf Grund
erkannter Zwangserzie hung in Familien unterzubringenden Kin=
der
künftighin in größerem Umfang wie ſeither, und zwar
an beſtimmten Orten, in ländliche Vflege gegeben werden ſollen,
ſoweit dies nicht verwandtſchaftliche Beziehungen der Kinder
oder ſonſtige berückſichtigungswerte Umſtände verbieten. Die in
bieſiger Stadt jetzt untergebrachten Kinder, bei denen nicht aus
anderen Gründen ein Pflegewechſel erforderlich erſcheint, werden
ſelbſtverſtändlich bei ihren Pflegeeltern belaſſen. Es wird daher
in Rückſicht auf die angeführten Einſchränkungen an der Zahl
der unter der anerkennens= und dankenswerten Auſſicht des Alice=
Frauen=Vereins für die Waiſenpflege ſtehenden, bereits hier unter=
gebrachten
Armen= und Waiſenkinder nicht nur nichts geändert,
ſondern es wird auch für die Folge ein großer Teil ſolcher Kin=
der
in bieſige Familien unterzubringen ſein. Bezüglich der hier
untergebrachten und unterzubringenden Kinder werden wir aber
auch in Zukunſt der wertvollen und ſegensreichen Mitwirkung
des Alice=Frauen=Vereins für die Waiſenpflege nicht entbehren
können.
G. HTh.Das Glückim Winkel, das neueſte Schauſpiel
des bekannten modernen Dramatikers Hermann Sudermann,
wird bereits am nächſten Schauſpielabend, Dienstag, 14. Januar,
über unſere Hofbühne gehen. Seine Erſtaufführung erlebte das
Stück am 11. November v. J8. im Wiener Hoſburgtheater und
ſchon folaten die Hoſtheater Dresden, München, die Stadttheater
Leipzig, Hamburg, Frankfurt mit Aufführungen der intereſſanten
Novität, die zur Zeit wohl von den meiſten deutſchen Bühnen
bereits zur Darſtellung erworben worden iſt. - Am Donnerstag,
16. Januar, ſoll die Over Figaros Hochzeitr in neuer
Inſzenierung auf dem Spielplan erſcheinen. Dem Vorgange
namhafter Bühnen folgend, wird die Handlung der Oper nun=
mehr
in die Rococozeit verlegt, wodurch die Oper ſzeniſch erſt
das richtige Kolorit erhält. n der Partie der Gräfinz wird
eine Schülerin der berühmten Geſangsmeiſterin Aglaja Orgenh
in Dresden, Fräulein Wally Grub, zum erſtenmale die Bühne
betreten.
Im Kunſiverein Darmſtadt ſind weiter neu aus=
geſtellt
: Fannh Aſſenbaum: Auf Rügen. - V. V. Müller: Am
Kanal. Joſef Schmitzberger: Gute Freunde. - Paul Reiffen=
ſtein
: Winter. Otto Gampert: Landichaft.
2 Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Darm=
ſtadt
. Die in dieſer Geſellſchaft zuſammengefaßten Eiſenbahn=
unternehmungen
, welche von der Bauk für Handel und Induſtrie
und dem Eiſenbahnbauunternehmer Herrmann Bachſtein erbaut
worden ſind, befinden ſich faſt ſämtlich bereits ſeit längeren Jah=
ren
im Betrieb und ſind von dem genamten Konſortium erſt in
die Geſellſchaft eingebracht worden, nachdem ſic in eine gute Neu=
tabilität
eingelreten waren. Die Lage der einzelnen Bahnen ""

[ ][  ][ ]

S.
v.
S

16

144
Nr.
proſpe ierenden Städten und wirtſchaftlich entwickelten Landes=
teilen
, läßt in dem relativ ſtarken Anwachſen der Bevölkerung
der betreffenden Städte und in der Aufſchließung neuer Verkehrs=
quellen
eine weitere Entwickelung der finanziellen Reſultate des
Betriebs erwarten, wie auch das laufende Betriebsjahr für die
Zeit bis zum 1. Dezbr. einen abermaligen Zuwachs der Brutto=
einnahmen
von ea. M. 72000.- aufweiſt. Die Betriebsausgaben
haben ſich hierbei bis jetzt innerhalb der normalen Grenzen ge=
halten
. Bezüglich des zu erwartenden Geſamtreſultats des lau=
fenden
Betriebsjahres kommt in Betracht, daß im Vorjahr in
den Monaten Degember bis März ein ungewöhnlich ſtrenger und
auhaitender Winter eine ungünſtige Einwirkung ausgeübt hatte;
es iſt hierdurch, ins beſondere im Perſonenverkehr, abgeſehen von
einzelnen, durch Elementarereigniſſe verurſachten Betriebsſtör
ungen, eine Beeinträchtigung der Einnahmen eingetreten, während
zugleich die hiervon beeinflußten Betriebsausgaben - wie 3. B.
für Beſeitigung des Schnees für die Straßenbahnen ꝛc.
eine
ungewöhnliche Höhe erreicht hatten. Die Geſellſchaft hat die
Verpflichtung übernommen, eine elektriſche Bahn von den Wies=
badener
Bahnhöfen nach der Walkmühle und eine Fortſetzung der
Nebenbahn Sprendlingen-Wöllſtein nach Neubamberg zu erbauen.
Die hierfürerforderlichen Anlagekoſten betragenfür die erſtere Linie
M. 450000.- für die letztere M. 200 000, welche Beträge aus den
noch unbegebenen 3½progentigen Obligationen der Geſellſchaft
beſtritten werden ſollen. Der Betriebsrechnung werden ſpäter
die Erträaniſſe dieſer zwei Linien, andererſeits e ne Belaſtung
von M. 2600 - für Verzinſung und Ti=gung der Obligationen
zuwachſen. Die Walkmühle=Linie befindet ſich im Bau und wird
deren Iubetriebſetzung in einigen Monaten er vartet. Von dem
noch in erſter Hand befindlich=n, geſamten Aitienkapital der Ge=
ſellſchaft
von M. 6500000.- Nominal wird bei der bevorſtehen=
den
Sub=kr ption nur ein Teilbetrag von M. 2100000.- zur Be
gebung gebracht.
1. Auf Einladung des Ortsgewerbevereins, Han=
delsvereinsſVerkehrs
= und Detailliſtenvereins
fand am Freitag abend im weißen Saale der,Stadt Pfungſtadt=
eine
Verſammlung ſtatt, wlcher etwa 63 Verſonen bei=
wohnten
. Die hieſige Bürgerſchaft war ſehr ſchwach vertreten,
von Oppenheim und Nierſtein waren dagegen mehrere Herren
erſchienen. Nachdem der Vorſitzende, Herr Buchhändler Waitz,
die Anweſenden begiüßt hatte, hielt Landtagsabgeordneter Dr.
Schröder einen Vortrag über die Bahnverbindung
Darmſtadts mit Oppenbeim. Er legte dar, daß bereits
in den Jahren 1889 und 1890 eine Nebenbahn Darmſtadt-
Geineheim-Oopenheimer Fahrt, erſtrebt wurde, daß hierfür
damals aber wenig Liebe gefunden wurde. In neuerer Zeit ſei
die Frage namentlich durch Alzey wieder in Fluß gekommen, auf des=
fallſigen
Antraz habe das Miniſterium immerhin ſeine Bereitwillig=
keit
ausgeſprochen, der Frage näher zu treten und Verhandlungen
wegin des Grunderwerbs einzuleiten. Redner hob hervor, daß
ſowohl die Linien Bickenbach-Seeheim als auch Fürth-Weinheim
gebaut ſeien, obwohl von dieſen noch keine Rede war, als bereits
die Bahn Darmſtadt-Oppenheim begehrt wurde. Letztere werde
keine ſehr hohe Summe koſten. Bis jetzt ſei Darmſtadt ſtief
mütterlich behandelt worden, deshalb ſei es an der Zeit, daß es
dem Beiſpiele von Worms und Karlsruhe fſolge und für ſeine
Intereſſen eintrete. Schon jetzt beſtehe von Rheinheſſen herüber
ein nicht unbedeutender Verkehr, auf den Fähren bei Gernsheim
und Oppenheim wurden im Jahre 1894 47000 Verſonen,
13000 Tiere und 15 bis 16 000 Fuhrwerke beſördert. Würde de
Linie Oppenheimer Fahrt-Geinsheim -Wallerſtädten-Groß=
Gerau gebaut, ſitze Darmſtadt wieder daneben. Er beantrage
eine Reſolution dahin, die Verſammlung ſpreche ſich aus:
1) Für die baldige Herſtellung einer direkten Eiſenbahnverbindung
Darmſtadt-Oppenheim über Leeheim und Geinsheim nach der
Mitte von Rheinheſſen, Alzey. wodurch die allgemeine geſchäftlich=
Entwicklung der Landeshauptſtadt, welche ſeither durch andre
Bahnen mehr Schaden als Nutzen erſuhr, ſowie allen beteiligten
Gemeinden rechts und links des Rheins die lange entbehrte
Forderung endlich geboten würde 2 die Vorſtände, welche die
heutige Verſammlung einberufen, haben den vorſtehenden Beſchluß
der Stadtverwaltung in Darmſtadt, ſowie der Regierung und
den beiden Kammern der Stände mit der Bitte zu übermitteln,
mit, aller Kraft für verlangte Bahnverbindung einzutreten
An die beifällig aufgenommene Darlegungen knüpſte ſich eine
längere Beſprechung. Stadtv. Kahlert, Sekretär Jutzi und
Hoſweißbindermeiſter Friedrich Mahr betonten die Notwendig=
keit
, raſchen Vorgehens. Landtagsabg. Wolfskehl, erkannte
ebenſo an, daß die erhobenen Klagen nicht grundlos ſeien.
Dabei dürſe man aber nicht vergeſſen, daß die Lage des
Großherzogtums gerade für Darmſtadt, ſehr ungünſtig ſei.
Darmſtadt ſei bei dem Nebenbahnenſturm zu kurz gekommen,
und gelte es, das Verſäumte nachzuholen. Er hoffe ſicher,
daß die Verbindung mit dem Rhein bei Oppenheim bald zur
That werde. Regierungsrat Hechler ſprach für die Reſolution,
alaubte jedoch auch, daß die Linie Groß Gerau-Oppenheim;
Tarmſtadt kaum Schaden bringe, da ſie in die Bahn Darm=

16
ſtadt-Mainz münde. Landtagsabg. Bergſträßer erinnerte
die Bahn Hevvenheim-Fürth, die Millionen gekoſtet, hät
obne einem Bedürfniſſe zu genügen. Diejenige Weinheim
Fürth entſpreche dagegen den natürlichen Verhältniſſen. W
die Bahnen Lindenfels-Bensheim und Lindenfels-Ober= Ra=
ſtadt
angehe, werde erſtere viel größere Schwierigkeiten zeig lerſte
wie letztere. Von der Bahn nach Oppenheim ſei er überzeu lnirrn.
daß dieſelbe kommen werde. Kaufmann Lanaenbach erwar=
von
der letzteren für Darmſtadt erhebliche Vorteile. Stad=
Kalbfuß verlangte, daß Leeheim bei derſelben in Betracht gezog
werde. Landtagsaba. Wernher von Nierſtein erklärte, daß
Bewohner von Rheinheſſen ſowohl für die Linie nach Gro ſerch
Gerau wie für die nach Darmſtadt ſeien und betonte, daß me olle
nicht bei Oppenheim, ſondern zwiſchen Oppenheim und Nierſte en!
an den Rhein komme. Rechtsanwalt Schmeel gab die Verſich eſin
rung. daß die gevlante Linie von der geſamten Bürgerſchaft g
wünſcht werde. Bei der Abſtimmung fand die Reſolution ei wel=
ſtimmige
Annahme.
en 2

4 Während des ganzen abgelaufenen Jahres 1895 hati Henten=

unſerer Stadt nicht eine einzige Ortsbürgeraufnahm rey=
ſtattgefunden
.
gwal.
2 Intereſſenten und Verehrer des am 19. Dezember v. J hatſich
in Düſſeldorf verſtorbenen bekannten Landſchaftsmalers Fri jenor=
Ebel ſeien darauf aufmerkſam gemacht, daß gegenwärtia ei
Aquarell Candſchaft) desſelben in dem Schaufenſter des Herr ꝛsſ=
Hofvergolder H. Sonnthal, Eliſabethenſtraße 14, ausgeſtellt iſt. Frin
N Als Kurioſum mag hier Erwähnung finden, daß ei l8.a
hieſiger Dienſtmann von der von ihm geſtellttn Kaution vo Lalſ=
26 Mark ſeit 1876 keine Zinſen bei der Kaſſe erhoben batte un n der
dieſer Tage, als er dieſes angenehme Geſchäft vornahm, meh Sclo=
an
Zinſen bekam, als die Höhe des Kapitals be rägt.
nüſſe
9 Die Wochenmärkte werden jetzt nur mit dem nötig geil=
ten
Tagesbedarf an Butter, Eiern, Gemüſen, Obſt u. ſ. w. be Aui
fahren. Was die Preisverhältniſſe betrifft, ſo iſt davon zu mel
den, daß der nach den Feiertagen eingetretene Vreisrückgang der die
Butter ſtand gehalten hat. Dieſelbe koſtet per ½ ke 90 Pfa. bie Uusl=
1 Mk. in Partien 80-85 Pfg, Eier per Stück 6-10 Pfa Aevfe erſol
ſind noch reichlich vertreten, der Kumpf (0Liter) wird mit 80 Vfa
bis 1 Mk. 80 Pfg., je rach der Qualität bezahlt. Kartoffelr A
kommen eben nur ganz wenige und in nur kleine ren Quantitäten
zu Markt; der Kumpf koſtet 35-50 Pfo.
; Gedenktage aus dem Jabre 1871. Am 13. Januar.
jandte König Wilhelm aus Veriailles folgende Depeſche an die
Königin Auguſta nach Berlin: Geſtern nachmittag nahm das 3
und 10. Corps Le Mans, und das 9. und 13. ging ſi greich ſüdlich
bei St. Corneille vor. Große Vorräte genommen. - Ein=
weitere
Depeſche meldete: General=Feldmarſchall Prinz Friedric
Karl, deſſen Corps ſeit dem 8. unter fortwährenden Kämpfen die,
Armee des Generals Chanzh aus der Gegend von Vendöme bis
auf Le Mans zurückgedrängt, nahm am 12. nachmittags die=
Stadt und warf den Gegner gleichzeitig aus ſeinen nordöſtlich
davon befindlichen Stellungen bei St. Corneille. Große Vor
räte wurden in Le Mans erobert. Die feindliche Armee iſt in
Rückzuge.
Eingeſandt.) Gegen meine ſonſtige Gewohnheit erlaube
ich mir auf das Eingeſandt in Nr. 9 Ihres Blattes näher ein=
zugehen
, da es eine Unkenntnis des Herrn Einſenders mit del
beſtehenden Verhältniſſen beweiſt, wie ſie wohl ſelten vorkommen
dürfte. Der Preis von 11 Mk. für den Doppelcentner Korn, wiel
ihn Einſender verzeichnet, entſpricht, wie jeder Kenner der Markt=
lage
weiß, durchaus nicht den Thatſachen, da der Preis ſchor
ſeit Monaten ein weit anderer iſt. Dieſem wohl ſelbſt gemarten
Kornpreis ſtellt Einſender den hieſigen Brotpreis gegenüber,
Weiter beſitzt der Einſender nach meiner Ueberzeugung nicht ein=
mal
die Fähigkeit auszurechnen und zu beurteilen, ob bei dem
bezeichneten Kornpreis die Bäcker mit dem betreffenden Brot=
preis
überhaupt beſtehen können. Weiter möchte ich den Herrn
Einſender erſuchen mir gefl. ſeine Adreſſe anzugeben, da ich zuſ
dem Preis von 11 Mk., Käufer jeden Quantums Roggen wäre.
Was der Herr Einſender weiter in ſeinem=Eingeſandt: über den
Landwirt mit ſeinen fetten Schweinen erzählt, klingt mir auch
etwas unwahrſcheinlich; denn, daß ein Landwirt ſeine fetten
Schweine aufs gute Glück in die Stadt fährt und dieſelben durch
Hauſieren an den Mann zu bringen ſucht, iſt nicht recht glaubhaft.
Derartige unzutreffende, ja oft unwahre Einſendungen die von
Zeit zu Leit erſcheinen, rufen offenbar nur Unzufriedenheit in
der Bevölkerung hervor und gehen meiſtens laber doch nicht
immer! D. R.) von ſolchen Leuten aus, die wenig oder gar keine
Sachkenntnis beſitzen.
Ludwig Keller Bäckermeiſter.
D. Heppenheim. 10. Jan. Das hieſige Kreisamt hat die
Gendarmerie angewieſen, bei den Händlern des Kreiſes von Zeit
zu Zeit Petrolcum zur chemiſchen Unterſuchung zu entnehmen.
Schlechte, in der letzten Zeit in den Handel gebrachte Ware ſoll
zu dieſer Maßnahme veranlaſſen.
Gießen, 11. Jan. In der Ghnäkologiſchen Klinil
unſerer Hochſchule kamen im verfloſſenen Jahre 340 Entbindungen
bei einer Thätiakeit von nur 20 Prakilkanten vor, ſomit entfallen!

[ ][  ][ ]

Nr. 10

to
Veinlatg! hiſchnittlich auf jeden derſelben pro Jahr 16 Fälle oder pro
niſſen
eſter S. Es ſteht dieſes Inſtitut in Bezug auf die Frequenz
Oberduf in Rückſicht auf die Zahl der dabei beteiligten angehenden
ten z21zte an erſter Stelle unter derartigen Anſtalten aller deutſchen
erzl.
erſitäten. GG. Anz.)
rm.
5½.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt. 11. Jan. Der Lokalanzeiger
chtet aus Kiel: Die Indienſtſtellung der Kaiſerjacht Hohen=
ern'
zur Mittelmeerreiſe des Kaiſerpaares iſt auf
15. Februar ſeſtgeſetzt. Die Jacht iſt zunächſt nach Genua
immt. Nach einer Meldung der Blätter aus Stuttgart
mt das Königspaar am 26. ds. zu Kaiſers Geburtstag zu
itägigem Aufenthalte nach Berlin und beſucht auf der Rückreiſe
Dresdener Hof. Profeſſor Virchow erhielt anläßlich der
tenarfeier des Inſtituts de France in Paris das Kommandeur=
3 der Ehrenlegion. Die Gattin des verſchwundenen Rechts=
galts
Dr. Fritz Friedmann, die früher Schauſpielerin war,
ſich um ein Engagement bei der Direktion des Wintergartens
orben, iſt aber ablehnend beſchieden worden.
Fürſt Bismarck hatte durch ein ſehr gnädiges Schreiben
Kaiſers eine Einladung zu der Feier erhalten, welche zur
nnerung an die Neubegründung des Deutſchen Reiches am
Januar im Weißen Saale des hieſigen königlichen Schloſſes
tfinden ſoll. Wie verlautet, hat der Fürſt Bismarck. welchem
dem Allerhöchſten Handſchreiben auch Wohnung im königlichen
loſſe angeboten war, ſich leider bei dem Kaiſer entſchuldigen
ſſen, da nach ärztlichem Urteil ſein Geſundheitszuſtand nicht
attet, die Reiſe und Beteiligung an der hiſtoriſchen Feier in
3ſicht zu nehmen.
Aus Trani wird gemeldet, daß ſich die Anklagekammer für
Auslieferung v. Hammerſteins ausgeſprochen hat. Die
slieferung. die darnach ſicher iſt, wird erſt in etwa 14 Tagen,
olgen, weil der Geſchäftsgang außerordentlich ſchleppend iſt.
n der Anklagekammer Trani geht die Entſcheidung an das
pellaericht und dann durch mehrere Miniſterien.
Würzburg, 11. Jan. Profeſſor Roentaen erhielt eine
ladung des Kaiſers, morgen nachmittag im königlichen Schloſſe
Verlin einen Vortrag über ſeine neueſte Erfindung zu halten.
Coblenz. 11. Jan. Heute morgen 3 Uhr 40 Minuten wurde
r ein Erdſtoß verſpürt.
Eiſenach, 11. Jan. Dank der günſtigen Witterung kann der
ederaufbau Brotterodes eifrig fortgeſetzt werden. Bis jetzt
d ſchon 51 Häuſer neu erſtanden. In den nächſten Tagen tritt
auf Grund der Notſtands=Verordnung zuſammengetretene
undſtücks reaulierungs=Kommiſſion, die mit weitgehenden Beſug=
ſen
ausgeſtattet iſt, in Aktion. Man nimmt an, daß ſie in
va 3 Monaten ihre Arbeiten vollendet.
Trieſt, 11. Jan. Seit geſtern herrſchte hier eine furchtbare
Ora. Die Stadt iſt verödet. Zahlreiche Unalücksfälle ſind
rgekommen. Der Schiffsverkehr iſt teilweiſe geſtört.
Brüſſel, 11. Jan. Der Miniſterpräſident de Burlet wird
it erla;
her ish zur Geneſung auf zwei Monate nach Mentone begeben. er König begibt ſich am Montag nach England, und zwar, wie
heißt, zum Beſuch bei dem Herzog und der Herzogin von
vorkomr,
evonſbire.
Korn,
Varis, 11. Jan. Der unter dem Pſeudonym Jacges
der Ma.
reis v2) t. Core bekannte Journaliſt und Mitarbeiter des Figaro
unter der Beichuldigung der Erpreſſung in der Angelegenheit
gemall(
lgegenes3 baudy verhaftet worden. Er wird beſchuldigt. von Lebaudy
nicht 34, 000 Franes gegen das Verſprechen erhalten zu haben, ſeine
ze reimachung vom Militärdienſt zu erwirken.
bei;
London. 11. Jan. Die Hoffnung auf eine Beilegung des
den c⁄l us ſtandes am Clyde iſt dieſe Nacht geſchwunden, infolge
n 4as r Entſchließung des Meiſterkomitees. daß die Arbeiter 8 Wochen
niool ng zu den alten Lohnſätzen arbeiten ſollen, ebe irgend eine
ohnerhöhung ſtattfindet. Die Arbeiter lehnten dieſe Bedingung
5. würden aber gern die Arbeit wieder aufnehmen, wenn die
335 egierung verſprechen wollte, vermittelnd einzutreten, ſobald
ie gegenwärtigen auswärtigen Fragen erledigt ſind.
14)
New=York. 11. Jan. Durch den Einſturz einer Brücke über
nen Ohio ſtürzte ein vollbeſetzter, elektriſcher Tramway=Wagen
wa. us einer Höhe von 150 Fuß in den Fluß. Von den Inſaſſen
23 Wagens konnte nur ein einziger gerettet voerden.
Kleine Chronik. Die Geſchenke des Sultans für
en Kaiſer von Rußland wurden von dem außerordentlichen
irkiſchen Geſandten. Viseadmiral Arif Paſcha, nach Harskoje Selo
bergeführt. Zu den Geſchenken gehört ein Eichenſchrank von
anſtvoller Arbeit, der mit Elfenbein ausgelegt und mit ver=
ge
= hiedenen Fächern zur Aufbewahrung von Tabak und Cigaretten
bE erſehen iſt; in einem der Fächer befinden ſich verſchiedene
hr.
igarrenſpitzen aus ſchönſtem Bernſtein und ein goldener pracht=
ſiöſefe
oll ciſelierter und mit koſtbaren Brillanten geſchmückter Paphros.
vEnd ehälter. Zu dem Schrank gehört ein mit kunſtvollen Gravierungen
erſebener Rauchtiſch. der auf drei ſilbernen Fützen ruht und mit
iner goldenen Platte verſehen iſt; auf dem Tiſch ſtehen drei mit

15
Brillanten gaeſchmückte Cigarrengläſer und ein koſtbares Feuer=
zeug
. Aus New York wird die Verlobung des Mr. Olivier
Belmont mit Mis. Vanderbilt gemeldet. Frau Vanderbilt,
die Schwiegermutter des Herzoas von Marlborough, hatte vor
einem Jahre die Scheidung von ihrem Gatten William R. Vander=
bilt
durchaeſetzt. Nach einer Meldung des Reuterſchen Bureaus
aus Perth ſoll in Mullagen in Nordweſt=Auſtralien ein großes
Diamanten=Lager entdeckt worden ſein.
Großherzogliches Hoftheater.
Samstag. 11. Januar.
Die Räu b e r.
WI. Heute abend ſand die erſte Schüler= und Volks=
vorſtellung
zu ermäßigten Preiſen ſtatt. bei der Schillers
Räuber= zur Auffübrung gelangten. Bekanntlich handelte
es ſich bei dieſer erſten Samstags=Aufführung. für welche ſich
die Preiſe zwiſchen den Grenzen von 30 Pf. bis 2 M. bewegen.
Um einen Verſuch. von deſſen Gelingen es abhängen wird. ob
dieſe volkstümlichen Vorſtellungen dauernd bei uns eingeführt
werden ſollen. Die Direktion des Hoftheaters iſt damit in
dankenswerter Weiſe einem oft und viel geäußerten Wunſche
derer nachgekommen, die in dem Theater mehr als eine Stätte
der Unterhaltung erblicken und ihm den Charakter eines Bildungs.
inſtituts für das Volk und unſere Jugend erhalten wiſſen wollen
und aus dieſem Grunde wünſchen, daß ihnen die Möglichkeit
gegeben werde. von Zeit zu Leit wirklich gute und klaſſiſche
Stücke für ein geringes Eintrittsgeld in guten Aufführungen zu
ſehen bezw. kennen zu lernen. Jeder, der eine einigermaßen
höhere Auffaſſung von den Aufgaben unſerer Litteratur und
unſerer Bühnen hat und dem nicht nur das leibliche, ſondern auch
das geiſtige Wohl der Jugend und unſeres Volkes am Herzen
liegt, muß dieſen Standpunkt teilen. In vielen größeren Städten
haben ſich dieſe vorkstümlichen Vorſtellungen bereits eingebürgert
und den an ſie geknüpften Erwartungen nach jeder Richtung hin
entſprochen. Fraglich kann es erſcheinen, oh für unſere Stadt
der Samstag=Abend, der ſür Vereinsveranſtaltungen und geſellige
Luſammenkünfte aller Art reſerviert zu werden pflegt, für dieſe
Vorſtellung ebenſo geeignet iſt. wie es der Sonntag=Nachmittag
vorausſichtlich ſein würde. Man wird darüber Erſahrungen
ſammeln müſſen.
Die Frage, ob der heutige erſte Verſuch als gelungen zu be=
trachten
iſt, kann. da bei der Beanzwortung derſelben die Fre=
quenz
des Beſuches der Vorſtellungen ausſchlaggeberd bleibt,
zweifellos bejaht werden. Las Haus war mit Ausnahme des
erſten Ranges überall dicht beſetzt, der Sperrſitz z. B. bis auf
wenige Plätze ausverkauft. Dar Publikum das ſich in ſeiner
Zuſammenſetzung übrigens nicht ſehr weſentlich von dem ſonſtigen
Theaterpublizum unterſchied und nur etwa zur Hälſte aus Schi=
lern
und Schülerinnen beſtand - de junge Damenwelt war
anſcheinend zahlreicher vertreten - wurde durch die Aufführung
in eine gerad zu enthuſiaſtiſche Stimmung verietzt und ſvendete
nicht nur nach den Aktſchlüſſen, ſondern nach jeder Ve=wandlung
zwei= bis dreimaligen rauſch=nden Beifall.
Die mitwirkenden Künſtler wurden von dieſer Stimmung
offenbar mit beeinflußt; denn ſie ſpielten mit einem wahren Feuer=
eiſer
. Die Rieſenrolle des Karl von Moor= wurde von
Herrn Hacker mit echtem künſtleriſchen Temperament und einer
Leidenſchaft durchgeführt, die alles mit fortriß; ihm iſt ſomit neben
Herrn Wagner. welcher den teufliſchen Franz von Moor mit
gut gezeichneter Charakteriſtik und dramatiſch packend darſtellte, der
Erſolg des Abends vor allem zu danken. Auch Frl. Eichelsheim
entſprach als Amalie;, auf deren Rolle ſie großen Fleiß ver=
wendet
hatte, ganz dem Bilde dieſer von Schiller mit großer
Liebe behandelten Frauengeſtalt. Sehr lobenswert war auch
Herr Knispel als Graf von Moor= und recht tüchtig Herr
K re idemann als -Hermann: Die Räuber, unter denen nur
einzelne Figuren, 3. B. die des Spiegelberg' verzeichnet waren,
ſtellten ein gutes Enſemble; die Räuberſzenen waren ſehr wirk=
ſam
inſgeniert und die Aufführung im ganzen eine ſehr achtungs=
werte
Leiſtung des Hoftheaters.
Der titaniſche Geiſt Schillers, der in den Räubern' ſich
offenbart. hat dieſem ſeinem Erſtlingswerke Unſterblichket ver=
liehen
. Mit Staunen und Bewunderung überzeugt man ſich bei
jeder Aufführung wieder von der geradezu beiſpielloſen Vühnen;
wirkung dieſes bekanntlich ohne Bühnenerfahtung entworfenen
nur von dem Inſtinkte eines großen Genies eingegebenen und
beherrſchten Stückes.
Kunſt und Wiſſenſchaft.
In der Würzburger phyſikaliſch=mediginiſchen Geſellſchaft
hat im vergangenen Monat der Univerſitätsprofeſſor Dr. W. C.
Roentgen, Vorſtand des phyſikaliſchen Juſtituts, einen in=
tereſſanten
Vortrag über eine neue von ihm gemachte Ent=
deckunggehalten
, die von Fachblättern a's geradezu epoche=
machend
und ſenſationell bezeichnet wird. Profeſſor Roentgen
nimmt eine Crookesſche Röhre - eine ſehr ſtark ausgepumpte

[ ][  ]

146
Nr.
Glasröhre, durch die ein Induktionsſirom geht, und photo=
grapbiert
mit Hilfe der Strahlen, welche dieſe Röhre nach außen
hin ausſendet, auf gewöhnlichen pholographiſchen Platten. Dieſe
Strahlen nun, von deren Exiſtenz man bisher keine Ahnung
hatte, ſind für das Auge vollſtändig unſichtbar: ſie durchdringen,
im Gegenſatz zu gewöhnlichen Lichtſtrahlen, Holznoſie organiſche
Stoffe und dergleichen undurchſichtige Körper: Metalle und
Kuochen hingegen halten die Strahlen auf, Man kann bei
hellem Tageslicht mit geſchloſſener Kaſette; photograßhieren;
das heißt: die Lichtſtrahlen gehen den gewöhnlichen Weg und
durchdringen auch den Holzdeckel, der vor die lichtemvfindlichen
Platten geſchoben iſt und ſonſt vor dem Vhotographieren ent=
fernt
werden muß. Sie durchdringen auch eine Holzhülle vor
dem zu photographierenden Obiekt. Profeſſor Röntgen photo=
graphiert
z. B. die Gewichtſtücke eines Gewichtſatzes, ohne das
Holzetui zu öffnen, in welchem die Gewichte aufbewahrt ſind.
Auf der gewonnenen Photographie ſieht man nur die Metall=
gewichte
, nicht die Kaſette. Ebenſo kann man Metallgegenſtände,
die in einem Holgkaſten verwahrt ſind photographieren, ohne
den Kaſten zu öffnen. Wie die gewöhnlichen Ochtſtrahlen durch
Glas gehen, ſo gehen dieſe neuentdeckten von Crookesſchen Röhren
ausſtrömenden Strahlen durch Holz und auch durch Weichteile
des menſchlichen Körpers. Am überraſchendſten iſt nämlich die
durch den erwähnten photographiſchen Prozeß gewonnene Ab=
bildung
von einer menſchlichen Hand. Das Bild enthält die
Knochen der Hand, um deren Finger die Ringe frei zu ſchweben
ſcheinen. Die Weichteile der Hand ſind nicht ſichtbar. Der
Würzburger Gelehrke kam, wie dies ſo häufig bei ſolchen ſen=
ſationellen
Entdeckungen geſchieht, durch Zufall auf ſeinen großen
Fund. Er hatte eine Crookesſche Röhre, mit Stoff umwickelt,
auf ſeinem Laboratoriumstiſche und ließ zu irgend einem Zwecke
einen ſtarken elektriſchen Strom durch dieſelbe gehen. Nack
einiger Zeit bemerkte er, daß in einer gewiſſen Entfernung ein
präpariertes Papier Linien zeigte, die bisher bei Einwirkung von
Elektrizität nicht beobachtet wurden. Der ſcharfſinvige Gelehrte
verfolgte dieſe Beobachtung weiter und das vorläufige Ergebnis
ſeiner Studien iſt das ſoeben Mitgeteilte. Für die Medizin iſt
die Entdeckung inſofern wichtig, als zunächſt die Chiurgie Vorteil
von Knochenphotoaraphien ziehen kann. Auch kann man vielleicht
im Innern des Körpers gewiſſe Veränderungen, wie Tumoren
u. ſ. w., dadurch leichter unden.

Zur Erinnerung an den deutſch=franzöſiſchen Krieg.
Von Frhr. von Rothenburg.
XVI.
Nachdruck verboten.
Die Schlacht bei Le Mans.
Nach der Schlacht bei Beaugerey hatte das 10te Corps. ſüd=
weſtlich
ſnarſchierend, Blois beſitzt, wohin das 9te nachkam. Nach
allen Seiten hin wurden Recogroscierungen vorgenommen. Be=
ſonders
zeichneten ſich bei einer ſolchen Oberſtlieutenant von
Boltenſtern mit 2 Kompagnien des 79ten Regimens, einem Luge
der 4ten leichten Batterie des 10ten Artillerieregiments und einer
Schwadron der 12ten Ulanen aus. Eine ganze ſeindliche Diviſion
ſuchte ihm den Weg zu verlegen; er aber ſchlug ſich tapfer
kämpfend durch und brachte noch zahlreiche Geſangene mit. Ge=
neral
von Voiats.=Rhetz machte mit dem (rözten Teil des 10ten
Corps einen Vorſtoß gegen Tours. Bei demſelben ritten die
9ten Ulanen zwei brillante Attacken, um den hart bedrängten 78ern
Luft zu machen. Major Graf von Wengeisky führte ſie. Bei
der erſten Attacke warfen ſie vier feindliche Bataillone und
machten zahlreiche Gefangene, bei der zweiten hatten ſie ſehr
ſchwere Verluſte. Die 4te Schwadron mußte umkehren, weil die
Pferdeleichen einen unüberſteiglichen Wall bildeten: bei den
andren drei Schwadronen war iein Offizier mehr im Sattel.
Da inzwiſchen Bourbaki Orlkans zu bedrohen ſchien, wurde
das 9te Corps dorthin zurückgenommen; das 10te Corps ging
unter General von Voigts Rhetz über Bendome. wo Chanzh eine
ſich gut zur Vetheidigung eignende Stellung freiwillig auſgab,
nach Tours vor. Die bisher dort reſidierende Delegation der
franzöſiſchen Regierung hatte ſchleunigſt die Flucht nach Toulouſe
ergriffen. General Chanzy hatte in der Gegend von Le Mans
wieder eine Achtung gebietende Streitmacht geſammelt. Das
16te Corvs unter Admiral Jauréquiberrh mit der Kavallerie
diviſion Michel, 30 Bataillonen, 28 Schwadronen und 16 Batterien
umfaſſend: das 17te Corvs unter General de Colomb mit der
Kavalleriediviſion d’Eſpeuilles, 38 Bataillonen, 24 Schwadronen
und 17 Balterien, das 21te Corps, deſſen Beſehlshaber erſt ernannt
werden ſollte. mit der Kavalleriediviſion Gouillon, 64 Bataillonen,
21 Schwadronen und 15 Batterien. Außerdem ſtand unter Chanzh
noch das bei Alençon verſammelte Ie und das noch in der For=
mation
begriſſene 2ote Corps. Prinz Friedrich Carl hatte zu
ſeiner Verfügung das 3te Armeecorps. die 18te Diviſion des 9ten
Corps - die 23te, die Großh. heſſiſche Diviſion nahm
an der Beſetzung von Orlcans teil und hielt außerdem Blois-
das
10te Armeecorvs. das 13te, aus der 17ten und der 22ten

Diviſion gebildet und vier Kavalleriediviſionen, insgejamt;
Mann Infanterie, 15 126 Mann Kavallerie und 318 Geſe
Der Feind war ihm alſo bei weilem überlegen. Prinz Frie
Carl ließ ſeine Truppen in ſolgender Weiſe marſchieren
weiteſten nördlich, bei Illiers, den rechten Flügel bildend,
das 13te Corps, bei Vendöme als Centrum das 3te Corps
ſolgt von der 18. Diviſion, am weiteſten ſüdlich. bis St. An
den linken Flügel bildend. das 10. Corvs. In dieſer Ord
wurde der konzentriſche Vormarſch auf Le Mans angetr
Das Centrum hatte hierbei fortwährende Gefechte zu beſt=
während
es auf den Flügeln zunächſt nur zu kleinen 6
müßheln kam.
Ueberall litten die Truppen ſehr unter der Kälte. Die
ſormen waren vollſtändig aufgetragen, die Tuchhoſen wu
oft nur noch durch die ubergezogenen Drillichhoſen zuſam
gehalten, häufig ſah man Beinkleider von Mobilgarden
Civiliſten, franzöſiſche Holzſchuhe oder Veluche morgenſchuhe w
hier und da an Stelle der zerſetzten Stiefel getreten, aus Vſe
decken oder Gardinen hergeſtellte Kapuzen und Chawls ſchü
Kopf und Hals. Parademäßig ſahen die Truppen eben nicht
aber man mußte ſich helfen, ſo gut es ging. Am 6 Januar
ſtürmte die 5te Diviſion die Stellungen des Feindes am Azah
bei Mazange und dieſen Ort ſelbſt. wobei ſich Hauptmann!
pritz mit der 5ten und der 8ten Kompagnie beſonders auszeicht
Die 48r ſochten ebenfalls auf das Tapferſte. Am 7. Jan
nahm die Avantgarde des 10ten Armeecorbs in heftigem Gef=
bei
dem 230 Gefangene gemacht wurden. Pacé, die des 3ten Ar=
corps
das ſtark befeſigte Epuiſay. Die 6te Diviſion erſtür
alsdann den Brahabſchnitt. Am 8. Januar ſanden übe
kleinere Gefechte ſtatt. Ein Seitendetachement des 13ten Arn
corvs aus dem 94ten Regiment, den 6ten Ulanen, der 6ten ſchwe
Batterie und der 3ten Pionierkomvagnie beſtehnd. war ur
Führurg des zum Kommandeur der 94er ernannten Oberſilier
nants von Sulicki bei La Fourche auf den Feind geſtoßen. h. W.
den Ort genommen und einem mehr als dreiſach überlege=
Gegner nicht allein Stand gehalten, ſondern denſelben auch
der Richtung nach Nogent zurückgeworfen. Der 9. Januar ſte-
mit
ſeinen Schneeſtürmen ſehr hohe Anſprüche an die deutſc
Truppen. die troßdem ſehr bedeutende Marſchleiſtungen
wieſen. Unter kleineren Gefechten bis Ardenay gekommen, ſe
die in der Vorhut des 3ten Armeecorps marſchierende 12te B
gade dieſen Ort und das feſte Schloß desſelben von der Diviſi

Baris des 17ten Corps beſetzt. Das Schloß, der vorgeſchoben
Punkt der feindlichen Stellung. wurde von dem 64ten Regim=
erſtürmt
und durch einen im ſtärkſten feindlichen Feuer muſt=
haft
ausgeführten Bajonettangriff auch das Lorf Ardenayv
der 12ten Brigade genommen. Noch weiter drang, trotzdem 1
zurückgeworfene Feind immer ſtärkere Truppenmäſſen entfalte
die 12te Brigäde am nächſten Tage vor. nahm am Abend n
das Dorf Champagne und bezog in der Nähe Biwak. (Schluß

Letzte Nachrichten.
Berlin, 11. Jan. Der Reichstag überwies das Börje
und Depotaeſetz einer Kommiſſion von 21 Mitgliedern.
Metz, 11. Jan. Reichstagserſatzwahl. Pierſon
hielt 8839. Martin 3869 Stimmen. Zwei Gemeinden ſieh=
noch
aus.
Paris. 12. Jan. Der Bankier Jacques Meyer, der ind
Panama=Angelegenheit verwickelt iſt nahm ſich das Leben, a
ſcheinend wegen Beteiligung an der Affaite Lebaudh.
London, 11. Jan. Nach einem Telegramm des=Reuterſche
Bureaus; aus Nyiſa iſt Prinz Heinrich von Battenber
infolge eines leichten Fieberanfalles nach Cap Coaſt=Caſtle zurüd
gekehrt.
Vetersburg, 11. Jan. Das Kaiſerpaar und die Kaiſerin
Witwe nebſt Familie überſiedelten heute nach Petersburg.

Tageskalender.
Konzert der Großh. Hofmuſik um 7 Uhr. Hauptprobe un
10 Uhr.
Vorſtellung abends 8 Uhr im Orbheum=
Sitzung der Handelskammer um 6 Uhr.
Kaiſer=Panorama im Darmſtädter Hof=.
Kunſtverein, geöffnet Sonntag von 10-1 Uhr, Dienstag, Mitt=
woch
, Donnerstag und Freitag von 11-1 Uhr, Mittwock nach
mittags von 2-4 Ubr.
Verſteigerungskalender.
Dienstag, 14. Januar.
Verſteigerung um 10 Uhr Rundeturmſtraße 16.
Holzverſteigerung um 9 Uhr. Zuſammenkunft an der
Kreuzung von Schnampelweg und Brückenſchneiſe.
Holzverſteigerung um 10 Uhr im Eberſtädter Gemeindewald.
Holzverſteigerung um 9 Uhr im Ober=Ramſtädter Gemeinde=
wald
.

Druck und Verlag: L. C. Wittich'ſche Hofbuchdruckerei, verantwortlich für die Redaktion: Dr. O. Waldaeſtel, beide in Darmſtadt.