Lebenserinnerungen Heinrich v. Hahn


Künste

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Die Zeit, sie mäht so Rosen als Dornen,
Aber das treibt immer wieder von vornen.

Goethe │ []


Künste

[]


Eigenschaften, die werden schon haften,
kultiviere deine Eigenschaften!

Goethe


Wer den Künstler will verstehn,
muß in Künstlers Lande gehn.

Westöstl[icher] Divan
[]


Musik

[]


Musik wird oft nicht schön befunden,
weil sie stets mit Geräusch verbunden

Busch []


Die schönen Künste – wie sie nicht ohne Recht
bezeichnet werden, um in ihnen das Schmük-
kende zu erkennen, das sie fürs Leben be-
deuten – haben mich von Anbeginn beglei-
tet. Ich war und bin Dilettant, bildete mir
nie ein, irgendwie Künstler zu sein. Was
auf den Gebieten der Musik, der Malerei, der
Schriftstellerei u. Baukunst in den Grenzen
meiner Fähigkeiten, nach Maßgabe von Ge-
legenheit u. Zeit mir erreichbar schien, war
ich bemüht zur Freude u. Bereicherung mei-
nes Lebens mir zuzueignen. Künstler wer-
den kann Niemand; entweder er ist es, oder
ist es nicht. Sich mit Kunst zu beschäftigen,
u. zw[ar] nicht sowohl Liebhaber sein, das führt
leicht zum Snob, vielmehr sie sich handwerk-
lich zu erarbeiten – das können nicht genug
Menschen tun, weil sie den Nährboden berei-
ten helfen, auf dem Künstler gedeihen.


Meine stärkste Begabung lag auf musikali-
schem Gebiet. Sie zeigte sich, wie ich schon erzähl-
te, früh und drängte nach Unterweisung. Ich
kam nicht in die Schmidtsche Akademie, in der []
die Mutter eine der ersten Schülerinnen gewe-
sen, und wohin alle Nachbarskinder geschickt
wurden, sondern erhielt, ich weiß nicht auf
wessen Empfehlung, Privatunterricht bei Frau
Meister, anfangs zusammen mit Lili, die aber
bald ausschied. Doch besuchte ich fast alle Prü-
fungskonzerte des Schmidtschen Konservatoriums,
u. guckte mir Vieles ab von den damaligen Mei-
sterschülerinen: Fr[äu]l[ein] Kuhlmann, Hickler, Marie
v. Rotsmann. Auch lernte ich da vieles kennen.
Es wurde 4 händig, ja an 6-8 Klavieren Orchester-
Ouvertüren u. Sinfonien gepaukt. Entsetzli-
cher Gedanke! Aber mein Ohr lernte, wenn
mir auch das Gehacke sehr misfiel.


Meine Geschwister waren alle in verschiedenen
Graden musikalisch. Fritz sang als Natur-
sänger nicht übel u. versuchte sich auch mal an der
Flöte; aber da bekamen wir Zahnweh davon.
Lili sollte ihre „Altstimme“ bei Frl. Kaiser aus-
bilden, aber erstens war es ein Mezzo, zwei-
tens hatte sie zum Studium nicht die Energie.
Es war eben Mode; es genügte auch, daß sie im
Kirchengesangverein mitwirkte. Mariechen []
hat, glaube ich, auch eine Zeit lange geklim-
pert, doch ja, sie hat mich etliche Male recht
brav auf dem Cello begleitet. Bernhard lern-
te gründlich bei Hofmusiker Müller, und konn-
te nicht virtuos, aber sicher so ziemlich alles nicht
gerade Konzertmäßige spielen. Die Mutter kon-
nte mein Ueben überwachen, es setzte sogar
manchen Klapps auf die „schmuddelnden“ Finger;
selbst spielte sie auf dem ganz guten Schied-
mayer-Pianino in Mahagoniholz nicht mehr.
Der Vater hatte in seiner Jugend gesungen u.
sich auf der Guitarre, die noch lange vorhanden
war, begleitet; war Gründungsmitglied des
Musikvereins gewesen, besaß ein sicheres Ge-
hör. Beider Eltern Musikverständnis ging von
Händel, Haydn, Mozart, Beethovens Jugend-
werke, Schumann bis Felix Mendelssohn, der ton-
angebend war. In der Oper Mozart, italieni-
sche u. französische Spielopern, Webers Freischütz
u. Preciosa, Spontinis Vestalin und Cortez, Belli-
nis Norma u. Nachtwandlerin, Gounods Margar-
ete, vor allem Meyerbeers Prophet u. Hugenotten,
bis grade noch zu Tannhäuser und Lohengrin, []
letztere hauptsächlich weil der vergötterte
Tenor Niemann die Titelrolle sang. Die
Eltern hatten die Glanzzeit der Darmstädter
Oper unter Ludwig I. miterlebt, u. waren be-
geisterte Theaterliebhaber. Der Geschmack war
in Oper u. absoluter Musik verdorben, dort
durch Meyerbeer, hier durch Mendelssohn, also
schon damals durch jüdisches Gift. Das mußte
auch ich im Musikunterricht erfahren. Salon-
musik u. Mendelssohn standen im Vordergrund.
An dessen Liedern ohne Worte (ein Widerspruch
in sich selbst) sollte ich Ausdruck lernen, und es
waren doch nur erlogene Phrasen. Ich spielte
Haydn u. Mozart-Sonaten – viel zu früh;
denn ich fand den ersten trocken, den anderen
süß – wie schiefe Urteile; sie sind beide nichts
für Kinder. Beethoven, natürlich nur in den
Sonaten der ersten Epoche, packte mich unmittel-
bar, u. hat mich nie mehr losgelassen, Chopin
verwirrte mich zunächst, u. gewann erst viel
später Land bei mir, als ich auch Liszt in
seinem mir technisch erreichbaren Stücken zu
bewundern lernte. Schumann lehnte ich als []
weichlich ab, Brahms kam damals grade erst
auf, und ich gewann nie ein Verhältnis zu
ihm. Schubert war, ohne noch seine Sonaten zu
kennen, mir nah vertraut. Aber ich mußte
auch Stücke „zum Vorspielen“ lernen, u. da waren
es eben die von Rubinstein ,Stephen Heller, Field,
Mendelssohn, Hiller, Lassen – alles Juden.
Bachs wohltemperiertes Klavier, Mozarts
dmoll u. Fantasiesonate, Schuberts Spätwer-
ke, Beethovens gewaltige Sonaten der Spätzeit,
die ja damals von kaum einem verstanden,
geschweige gespielt wurden, alle lernte ich erst
spät kennen, als ich sie mir im Selbststudium
aneignete.


Frau Meister, eine rundliche Maschine mit
gutem Kopf u. sehr schönen Händen, war eine
strenge, gute Lehrmeisterin, pedantisch, ohne
Geschmack u. tieferes Verständnis. Ihr Mann
war II. Hornist im Hoforchester, der zu Hause kochte,
da sie auf Stunden ging. Ihre Schwester war die
berühmte Contra-Altistin in Rotterdam u. Bay-
reuths erste Erda; deren Töchterchen Toni Jaihde,
von der Tante angeleitet, Klavier studierte: []
es hörte sich an wie eine Spieluhr. Ich habe
bei Frau Meister gut u. schnell das gelernt,
was ihr zu lehren möglich war; ich war ihr
bester Schüler, nur Notenlesen, vom Blattspie-
len, das konnte sie mir nicht beibringen.
Von den Nachbarkindern war es nur Aug[ust]
Becker, der mich überragte an Begabung u.
Fertigkeit. Er hatte das Vorbild seines täglich
u. zw[ar] vollendet spielenden Vaters, der freilich
auch Mendelssohn u. Schumann bevorzugte,
während sein Sohn sich früh auf Beethoven
warf. Jung kam ich in Konzerte. Da gab es
die Sinfoniekonzerte des Hoforchesters im Saal-
bau unter de Haans Leitung. Ich habe aber auch
noch welche unter Schmidts u. Neswadbas Lei-
tung gehört, in denen de Haan als Klaviersolist
auftrat. Keines dieser Konzerte hat mich be-
eindruckt. Eher noch die Oratorien des Musik-
vereins unter Mangold, obwohl auch hier der
Zeitströmung entsprechend vorwogen: Schumann
(Paradies u. Pavi), Mendelssohn (Paulus; Elias),
Mangold (Frithjof) Unvergeßlich jedoch blieben
mir die großen herrlichen Chorwerke: Haydns []
„Schöpfung“ u. „Jahreszeiten, Händels „Makka-
bäus“, „Messias“, „Alexanderfest“. Vortreffliche
Solisten waren damals: Mayr-Olbrich, Fillun-
ger Spieß, Meschart. Nun trat mir auch
Bach zum erstenmal u. zw[ar] gleich ganz mäch-
tig vor die Seele in einer Matthäuspassion
in der Stadtkirche. Ich war vorbereitet durch
die Schützischen Passionen, die der Kirchenge-
sangverein unter Ferdinand Bender auf-
führte. Das war nun doch etwas Anderes,
ganz Neues. Dort Mittelalter, hier Barock.
Solche Chorwirkungen, die erschütternden Cho-
räle, die von Ausdruck geladenen Rezitative,
die innigen Arien, mochten sie auch sehr pie-
tistische Texte haben, die süßen Begleitungen
der Viola, Bratsche, Oboe, Klarinette. Ich lernte
später die Johannispassion fast noch höher schät-
zen und die Hmoll-Messe lieben. Für die Missa
solemnis von Beethoven, damals kaum je auf-
geführt, wurde ich erst allmählig reif; sie ist
mir heute höchste Offenbarung.


Der Gesang-Schulunterricht von Mangold, an sich
sehr ungenügend, ohne System u. theoretische []
Unterweisung konnte dem Musikalischen
trotzdem Manches geben, weil der Lehrer doch
ein musikalisch hochgebildeter Mann war.
Lehrer F[erdinand] Bender, der mir lange Zeit nahe
war, hat mich praktisch u. in Gesprächen erst
musikalisch ausgebildet.


Größte Eindrücke hinterließ ganz früh ein
Konzert im Theater eines blutjungen Geigen-
virtuosen, dessen Namen ich vergaß, der die
Kaiservariationen von Haydn mir unvergeß-
lich in die Ohren sang (offenbar eine Bearbei-
tung aus dem Kaiserquartett). Sodann ein Kon-
zert des Kölner Männergesangvereins, wobei Prof.
Pauer mit seinem Sohn (damals mit mir etwa
gleichaltrig) ein Stück für zwei Klaviere spielte;
es wird wohl ein Mozartkonzert gewesen sein.
Dann ein Klavierkonzert des berühmten Anton
Rubinstein, damals besten Beethovenspielers,
mit der Mondscheinsonate als Kernstück – so recht
für Jugendliche – schließlich ein Beethovenkonzert
der Meininger Hofkapelle unter Hans v. Bülow,
der ohne Noten das mit Ausnahme der Celli durch-
weg stehende Orchester mit höchster Konzentration []
so plastisch dirigierte, daß mir von nun an
Beethoven erst richtig erschlossen war: Leono-
re III., Cmoll-Sinfonie, Egmont-Ouvertüre.
In Berlin u. später im Wagnerverein in Darm-
stadt hörte ich dann d’Albert, Risler, Lamond,
die letzten Sonaten 110, 111 unvergleichl[ich] groß
spielen. Bülow stand in Berlin oft an der
Spitze des Philharmonischen Orchesters. Ich war
dabei, als in einem Brahms-Abend der Kom-
ponist am Schluß seine Akademische Festou-
vertüre selbst dirigierte, und Bülow unter
dessen Taktstock die Pauken bediente.


Zu Schubert neigte ich schon früh: gutes Ge-
gengewicht zu Beethoven. Wie oft mußte ich
beim üblichen Vorspielen nach dem Abendessen,
während die Familie Zeitung oder Romane las,
immer wieder den heftig verlangten Schubert-
band aufschlagen: Impromptus u. Moments
musicaux. Ich konnte sie alle; nur das lange
in g moll lernte ich erst nach dem Krieg bei
einem Abend im Hause v. Heyl kennen, und
spiele es seit der Zeit mit Vorliebe auswendig.
Vorbilder für Schubertspielen waren mir früh []
die Lisztschülerin Martha Remmert , später Konr[ad]
Ansorge, allenfalls noch Artur Schnabel.


In der Oper galten mir in meiner Jugend
die Italiener nichts, (später auch nur Verdi
u. Rossini, Puccini mit starken Vorbehalten)
Verdi auch nichts, der ja freilich nur mit sei-
nen Erstlingswerken zu hören u. auf Dreh-
orgeln reichlich abgeleiert war. Die wert-
volleren seiner mittleren Epoche: „Maskenball,
Macht des Schicksals, Macbeth, Don Carlos“, erst
recht die späten Meisterwerke „Aida, Othello,
Falstaff“, als ich sie nach dem Krieg kennen
lernte, begann ich alsdann so hoch schätzen,
daß zeitweise Rich[ard] Wagner dagegen zurück-
treten mußte. Aber im Grunde galt – denn
auch C[arl] M[aria] v. Weber lernte ich erst spät schätzen
- mein tiefstes Interesse durch alle Jahre hin-
durch dem Meister des Rings, des Tristan, der
Meistersinger. Merkwürdigerweise erkannte
ich „Tannhäuser“ u. „Lohengrin“ in ihrer Bedeu-
tung damals noch nicht, offenbar abgestumpft
durch die „Potpourris“ der Militärkapellen. Be-
stimmend für meine Wagner-Verehrung wurde []
eine Gastspiel-Aufführung der Truppe Angelo
Neumanns im Hoftheater, der mit dem Ring,
dessen gesammte Ausstattung er in Bayreuth
nach dem finanz[iellen] Zusammenbruch 1876 erstei-
gert hatte, durch die ganze Welt reiste. Ich
durfte „Walküre“ und „Götterdämmerung“ hören, währ-
end Fritz, der auf Hochschulferien hier war,
- er hatte sich am Ring schon in Leipzig be-
geistert – „Rheingold u. Siegfried“ sah. Von der
Besetzung erinnere ich mir nur noch, daß
Marianne Brandt die Brunhilde sang.
Nach der Matthäuspassion war die Walküre das
zweite Ereignis, das mich im Innersten erschüt-
terte. Wie damals konnte ich in der Nacht kein
Auge schließen; Bilder u. Töne hatten Sinne
u. Nerven so stark erregt.


Mozart-Opern hatte ich damals noch nicht ge-
hört, hätte sie auch kaum begriffen. Einem ju-
gendlichen Wagnerschwärmer muß es schwer
fallen, sich in diese andere Welt zurückzuver-
setzen. Sehr langsam fühlte ich mich in sie ein.
Selbst eine „Don Giovanni“. Aufführung hinter-
ließ mir fast ausschließlich den Eindruck der []
Darstellung der Titelrolle durch d’Andrade,
nicht den Mozartscher Musik. Die Zauberflöte
schien mir langweilig, wie auch Fidelio mich
einschläferte. Heute gelten mir Figaro- u.
Don Giovanni-Aufführungen als Festtage.
Ebenso festlich gestimmt genieße ich alle Opern
von Richard Strauß , den ich als einer der Ersten
u. Wenigen bewundert habe, während unser
Großherzog bekanntlich dessen, [über der Zeile eingefügt: Opern, ja sogar] „Rosenkavalier“
von seiner Bühne ausschloß. Ich lasse mich
durch meine Wagner-Verehrung nicht ein-
seitig machen. Nicht wie Balling, der sagte:
bei Richard meine ich immer Wagner, bei Strauß
immer Johann.


Ich mußte nach Mainz fahren, um „Salome“
u. „Rosenkavalier“, nach Karlsruhe, um „Ariadne“
zum erstenmal zu hören. Als ich von solchen Ge-
nüssen glühend wie im Fieber berauscht heim-
kehrte, wurde ich nicht verstanden. Ich erhielt erst
nach 10 Jahren Recht. „Rosenkavalier“ wurde erst
1914 unter Weingartner „Aridane“ erst gar 1922
unter Rosenstock in Darmstadt herausgebracht.


Wagner der schon im „Tannhäuser“ das Musik-[]
drama anpackte, es im „Lohengrin“ zu sei-
nem klassischen Werk machte, im Ring zur Spitze
trieb, leider überlastet mit philosophischen und
moralischen Ideen, kehrte im „Parsifal“ zur hand-
festen Oper zurück. „Parsifal“ ist kein religiö-
ses Bekenntnis, sondern ein Opernstoff. Das Mi-
tleidthema - [Passage überklebt: übrigens das semitische Kernstück
der christlichen Kirche, das nordischem Heldentum
völlig fernliegt]
- ist ein Stoff wie jeder andere
auch, der von ihm in priesterlichem Gewand ver-
tont wurde, in gewissem Sinne katholisch –
die zwei Hauptthemen entstammen der Liturgie
der katholischen Dresdener Hofkirche – die katholi-
sche Kirche
[Passage überklebt: hat dem Semitentum ganz in sich auf-
genommen: Reue, Buße, Unduldsamkeit, Ket-
zertum]
Klingsor ist ein Opernbösewicht alten
Schlages, die Blumenmädchen der alte Theaterchor,
der zweite Aktschluß ein fast Spontinischer Effekt.
Verdi umgekehrt beginnt mit Schaueropern,
und endigt im „Othello“ mit der musikdramati-
schen Tragödie, im „Falstaff“ der musikdramatischen
Komödie. Verdi soll von Wagner gelernt haben?
Falsch; jeder ging seinen eigenen Weg. []
Ich stand später oft vor der Frage, wem von
beiden, Wagner oder Verdi, ich den Vorzug ge-
ben sollte. Der Entscheid war [über der Zeile eingefügt: mir] schwer gemacht,
weil einerseits Wagner durch völlig abwegige
Inszenierungen verballhornt, Verdi anderer-
seits besser gesungen und phantasievoller heraus-
gebracht wurde, auch die erwachende Einsicht der
Verdischen Genialität das Genie Wagners zu
verdunkeln vermochte. Wir sollen doch froh sein,
zwei solche Kerle zu haben und Beide vom
Blickpunkt ihrer rassischen Natur aus gleich-
mäßig verehren!


Der Maßstab, inwieweit Jemand wirklich mu-
sikverständig ist, scheint mir in seinem Verhal-
ten zu Mozart, Händel, [über der Zeile eingefügt: Schumann u. z. T.; wieder gestrichen] Beethoven zu liegen.
Bei den Verehrern von Bach, Schumann, Brahms,
Reger laufen zuviele Komponenten von ande-
ren Quellen u. auf anderen Wegen hin u. her.
In der Oper spielen noch verzwicktere Fragen
eine Rolle. Für Wagner schwärmen häufig
gänzlich Unmusikalische. Auch Bruckner u.
Mahler werden durch nicht rein musikalische
Brillen gesehen. Das restlose Verstehen Beetho-[]
vens erschließt den Weg des Verständnisses zu
allen neuen Entwicklungen, dem Im- und Ex-
pressionismus, zur Atonalen Musik. Die in
Wagner verbohrte Liebe findet in ihr auch gleich-
zeitig ihre Grenze. Nichts einseitigeres gibt es,
als den Wagnerianer.


Was ist nicht alles in meiner Jugendzeit auf
dem Klavier geklimpert worden! Spezifische
Klaviermusik haben m[eines] E[rachtens] nur Mozart, Chopin,
Liszt geschrieben – und zum Teil auch Beethoven,
aber nicht immer; auch [gestrichen: vielfach] Schubert, Schu-
mann. Bach schrieb Cembalomusik; die ande-
ren, [über der Zeile eingefügt: h[au]pt[säch]l[ich] Brahms] halte ich für orchestrale, instrumental er-
dachte Musik. Mozart, Chopin, Liszt komponier-
ten vom Klavier aus für das Klavier.


Damit komme ich endlich nach langen Abschweif-
ungen wieder zu meinen Klavierstunden.


Als ich in der Schule zweitweise nicht gut
mitkam, u. Frau Meister mir auch nichts mehr
beibringen konnte, hörten die Stunden auf. Ich
fand in Dr. Bender den besten Musiklehrer in hö-
herem Sinne, den ich finden konnte. Im Uebrigen
mußte ich sehen, mich durch Selbststudium weiter []
zu fördern. Ich abonnierte mich im Verleih-
geschäft Bölling, u. zog jede Woche mit Stößen
von Noten nach Hause, um mich allmählig [eingefügte Zeile: in den Schulferien, die wir Kinder ja zu Hause verbrachten, Sommerfrische gabs nicht],
mit der ganzen Klavierliteratur bekannt
zu machen. Was meiner Fingerfertigkeit
nicht erreichbar war, obgleich ich sie durch syste-
matisches Exerzieren zu erhöhen mich emsig
bemühte, spielte ich eben durch; manches
aber wurde auch regelrecht studirt. In Hugo
v. Leonhardi fand ich, auch in dessen Wagnerbe-
geisterung, einen wenn auch oberflächlicheren
Gesinnungsgenossen. Er war begabt, kompo-
nierte sogar ganz nett u. phantasierte – wie
man das nannte – frei aus Opern u. Operetten,
was ich in meiner gründlichen Art denn auch
nachahmte. Ich konnte alles, was ich einiger-
maßen studirt hatte, schnell auswendig, und
vermochte jede einmal gehörte Melodie nachzu-
spielen. Große Freude machte es mir, in den
Klavierauszügen nun die gehörten Opern ge-
nau kennen zu lernen u. mein Phantasieren
zu überprüfen. Es verdarb zwar etwas die pia-
nistische Technik, erwarb mir dafür orchestrales []
Spielen. Das arme alte Instrument stöhnte
oft unter der Fülle Wagnerscher Polyphonie.
Ich habe mir als Leutnant, auch in Berlin,
immer ein Klavier gemietet, u. mir allmäh-
lig auch eine reichhaltige Notenbücherei, besond[ers]
in Klavierauszügen geschaffen. Später lern-
te ich noch Cello spielen auf dem alten Fami-
lien-Instrument, spielte Harmonium, sogar
auf Dorfkirchenorgeln im Manöver, versuchte
mich auch auf der Trompete, um auf den Gebieten
aller Instrumente mein handwerkliches Wissen
zu vervollkommnen.


In Berlin bei meinen viermaligen z. T. län-
geren Kommandos konnte ich Kenntnisse und
Urteilskraft wesentlich verstärken. Ich hörte
viel, und gut vorbereitet, hauptsächlich Klavier-
konzerte der größten Virtuosen: d’Albert, Busoni,
Lamond, Rosental, Risler, Ansorge. Bach, Liszt,
Chopin, auch Brahms wurde mir da erst richtig
erschlossen, in Orchesterkonzerten der Philharmoni-
ker; Beethoven, Berlioz, Mahler, Bruckner und im
Phil[harmonischen] Chor unter Ochs die Missa, Te Deum u. A.


Als ich 1889 von Artillerieschule zurückgekehrt []
war, trat ich als Mitglied in den soeben von
Oberleut[nant] Selzam gegründeten Rich[ard] Wagner-
verein ein. Es dauerte nicht lange, so kam ich
in dessen Vorstand u. wurde, als Selzam zu-
rückgetreten u. Ungern-Sternberg versagte,
1897 zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ich ver-
waltete das für einen aktiven Offizier unge-
wöhnliche Amt 16 Jahre lang bis zu meiner
Versetzung im Jahr 1913. Ich habe große Erfol-
ge geerntet, u. bei befriedigender Arbeit große
Freude daran erlebt. Die Geschichte des Darmstädter
R[ichard] Wagnervereins muß noch geschrieben werden. [+ Nachtrag am Seitenende: ist inzwischen von mir verfaßt u. auf der Landesbibl[iothek] handschriftlich
niedergelegt]
Es wird aus ihr seine beherrschende Bedeutung
für das Darmstädter Musikleben, sein Einfluß
auf das Konzertleben überhaupt, und sein
Ansehen in der deutschen Kunstwelt hervorgehen.


Selzam hatte die Aufgabe lediglich in der
Pflege u. Propagierung Rich[ard] Wagners gesehen.
Nachdem auch dessen Spätwerke schnell Gemein-
gut aller Bühnen geworden waren, erübrigte
sich die unvollkommene Wiedergabe von Bruch-
stücken im Konzertsaal mit Klavierbegleitung,
widersprach auch dem Sinn u. dem Willen Wagners []
durchaus. Infolge dieses Fehlers, und noch an-
derer Misgriffe verlor Selzam die Fühlung u.
Führung seines Publikums. Der hohe Mitglie-
derstand, von deren Beitrag die Veranstaltungen
lebten, schwand auf einen Stand, der nicht aus-
reichte. Mit dem Eintritt Hermann Sonnes als
Schriftführer u. Arnold Mendelssohns als musika-
lischem Fachmann setzte sich der Verein ein neu-
es, zugkräftiges Programm. Es galt der Pflege neu-
er Kunst lebender Meister im Sinne Rich[ard] Wagners,
Komponisten ebenso wie ausübender Künstler,
außerdem der Pflege des alten Beethovens in
seinen letzten Sonaten und Quartetten.


Unter Führung des Trios – Sonne, Mendelssohn,
ich – begann nun ein rascher Aufstieg. Die Mit-
gliederzahl stieg von 150 auf 500, von 500 auf
1000. Alle Säle wurden zu klein. Wir erhöhten
die Zahl der Konzerte von 6 auf 8 u. auf 10 [über der Zeile eingefügt: u. 14], ohne
den Beitrag von 12 M[ar]k zu ändern, legten trotz-
dem einen Betriebsfonds von einigen Tausenden
Mark zurück [über der Zeile eingefügt: zuletzt 14000 M[ark]]. Wir verloosten alle 2 Jahre 10 [über der Zeile eingefügt: bis 40] Frei-
karten für Bayreuth, u. unterstützten den Stipen-
dienfonds dort u. den Festhaus-Gedanken in []
Darmstadt, der von uns ausging. Wir schu-
fen einen Lesezirkel von Musik u. Kunstzeit-
schriften und eine Bücherei. Wir gaben jeden
einzelnen Abend ein durchdachtes u. streng durch-
geführtes Profil in Inhalt u. Form, die vorbild-
lich wurde. Wir gestalteten Abendprogramme, Druck-
sachen, Mitgliedkarten künstlerisch aus. Unsere
Abende brachten Werke für Klavier, Kammer-
musik, Instrumentalmusik, Lieder, schließlich
auch Orchester. Alle Solisten, alle Sänger und
Sängerinen von Namen holten wir heran.
15 verschiedene Quartettvereinigungen, 2 Chöre,
5 auswärtige Orchester ließen wir spielen,
etwa [überschrieben: 5] 60 lebende Komponisten in den [gestrichen: etwa] 36
Jahren zu Wort kommen! Wir brachten als Erste
Hugo Wolf, Mahler, Bruckner, [über der Zeile eingefügt: Pfitzner, Reger] nach Darmstadt.
Ich kann es mir nicht versagen noch eine An-
zahl Namen zu nennen, um den Umfang un-
serer Tätigkeit ins Licht zu setzen.


Von lebenden Komponisten, denen wir meist
ganze Abende für Liedergruppen, Sätzen aus
Klavier u. Instrumental-Werken gaben, sind bei
uns [über der Zeile eingefügt: persönlich] erschienen Hugo Wolf, Arnold Mendelssohn, []
Humperdinck, Max Reger [gestrichen: Richard Strauß, Gust[av]
Mahler], Hans Pfitzner, [gestrichen: F. Busoni], v. Othegraven,
Max v. Schillings, Leo Blech, S[iegmund] v. Hausegger, Otto
Vrieslander, Herm[ann] Zilcher, Hans Sommer, Georg
Vollerthun, Paul Scheinpflug, W[ilhelm] Kienzl , Ottmar
Schoeck, Hugo Kaun, Jul[ius] Weismann; [gestrichen: viele er-
schienen persönlich], die meisten waren in Darm-
stadt völlig unbekannt. Hugo Wolf war am
29 Januar 1894 da, und begleitete 15 seiner
schönsten, hier noch nie gehörten Lieder, die von
Frl. Zerny u. Richard Senff gesungen wurden,
am Klavier. So genial konnte nur er sie spie-
len, denn die Begleitungen sind ja selbständige
Klavierstücke. Der schmale, schweigsame, kränk-
lich aussehende Mann mit den intelligenten Au-
gen wuchs am Klavier zum schöpferischen Genie.
Da erklangen zum erstenmal Lieder, die heute
Jeder auswendig kann: „In dem Schatten meiner
Locken, Prometheus, Schlafendes Jesuskind, Auf
ein altes Bild, Fußreise, Anakreons Grab, Ge-
sang Weylas, Elfenlied, Tambour, Rattenfänger.“
Auch an Humperdinck erinnere ich mich gut.
Der bescheidene Mann mit dem träumerischen []
Blick war am 30. März 1895 bei uns. Er spiel-
te zusammen mit Mendelssohn eine 4 händige
Humoreske. Frl. v. Santa (später Frau Sonne)
sang eine Gruppe Lieder, alsdann folgte aus
dem Manuskript sein Märchenspiel Schneewitt-
chen, das als Bühnenstück nicht ausgearbeitet
wurde. Arnold Mendelssohn erschien alle 2 - 3
Jahre stets mit einem großen blühenden Strauß
neuer Lieder.


Von berühmten Sängerinnen nenne ich die
Meilhac, Ende-Andrießen, Reuß-Belce, Rocke-
Heindl, Metzger-Froitzheim, Schauer-Bergmann,
Charlotte Huhn, Olga Klupp, Julia Culp, Cahier,
Luise Debogis, Schabbel-Zodder, Erika Wedekind,
Matzenauer, Metzger-Lattermann, Lilly Onegin.


Von Sängern: Reichmann, Plank, Burgstaller,
Forchhammer, Ludwig Heß, Ludwig Wüllner.
Zu Vortragsabenden: Possart, Thode, Wolzogen,
Conrad, Neitzel.


Virtuosen: Frieda Kwast-Hodapp, Erika v. Binzer,
Alice Ripper, Klothilde Kleeberg, Elly Ney
Friedberg, Pauer, Risler, Schnabel, Lamond, []
Godowski, Backhaus, Ansorge, Pembaur.


Instrumental: Havemann, Marie Soldat,
Stefi Geyer, Henri Marteau, Petschnikoff,
Klengel, Grümmer;


Quartette: das Mehmel, Triester, Steindel, Böh-
mische, Brüsseler, Sevcik, Petri, Post, Rosé,
Capet-Quartett.


Orchester: Kaim, Winderstein, Meininger
2mal unter Berger, 3mal unter Reger, das
Wiener Konzervereinsorchester.


Die Orchesterkonzerte waren immer Festabende,
wozu die Großherzogliche Familie erschien.
Sie kosteten uns jedesmal 15 - 1600 Mark. Aber
wir konnten es gut darstellen, denn jeder Ab[en]d
sonst brachte uns ja 1000 Mark ein, u. viele kosteten
uns nur 4 - 500 M[ar]k.


Es läßt sich unschwer ermessen, wie groß die
künstlerische und menschliche Ausbeute aus dem
persönlichen Bekanntwerden mit dieser schier
unabsehbaren Menge von Künstlern von mehr
oder minder Weltruf für mich sein mußte.
Denn ich lernte sie nicht nur in ihrem Beruf,
auch persönlich in ihren großen u. kleinen Nöten []
kennen – es gab bei den Damen manche
Tränen, bei den Herren manchen Fluch –
da ich sie in der Regel vom Bahnhof abholte,
ins Hotel brachte, und nach dem Konzert ge-
sellig in kleinem, meist hochinteressantem Kreis
bewirtete. Unser Erfolg gründete sich auf das
Junge, Zukunfttragende, das Neue u. Andere
unserer Ziele u. Wege, für das ich ja von jeher
mich einsetzte. Wir standen nie still, blickten
immer vorwärts, hatten Mut auch zum Wagnis.
Die letzte Verantwortung lag auf mir; das
war ich als Offizier gewohnt, u. trug sie gern.
Die Jugend spürte diesen Geist, der uns beseel-
te, und ging begeistert mit. Das war die
Quelle unseres unerhörten Erfolgs, den kein
deutscher Konzertverein je erreicht hat.


Der Erfolg wurde nicht mir allein, viel mehr
noch meinen hervorragenden Mitarbeitern ver-
dankt: Arnold Mendelssohn und Hermann Sonne.


Arnold Mendelssohn, in seiner ragenden Ge-
stalt, mit dem im Alter an Goethe u. Bismarck
gemahnenden geistreichen Künstlerkopf, in dem
wei scharf blitzende Augen saßen, war eine []
Persönlichkeit von unvergeßlicher Eigenheit.
Er war befreundet mit Hugo Wolf u. mit Hum-
perdink. Mit Siegfried Wagner kam er sich in
die Haare, der ihm den Opernstoff zum Bärenhäu-
ter wegschnappte. Mit allen Komponisten sei-
ner Zeit stand er in Verbindung, den Jungen
ein gesuchter u. verehrter Lehrer u. Berater:
Schreck, Huber, Zilcher, Knab, Hindemith. Er kann-
te Händel so genau wie Bach, Mozart so gut
wie Wagner, Bruckner so gut wie Strauß, am
besten aber Beethoven und Bach. Brahms ebenso
wie Reger mochte er nicht. Sein kluges, über-
zeugendes Urteil würzte er gern mit einem
Goetheschen Kernspruch – Goethe, Keller und die
Bibel kannte er fast auswendig – oder noch lie-
ber mit einem Vers von Wilhelm Busch, denn
auch er hatte einen sarkastischen Humor. Als
Komponist von Chorwerken u. Kirchenmusik
(Pandora, Kriegsmesse, Motetten, a-capella-
Messe) hat er einen großen Namen, und seine
Lieder, meist auf Goethe-Texte, sind das Beste
ihrer Art in unserer Zeit [nachträglicher Einschub mit Bleistift am unteren Seitenrand: der mit Oberschuldir[ektor] Nodnagel u. Mus[eums]dir[ektor] Back s[einen] Abendschoppen trank u.
im schäbigen Haarlok, die Pipe im Mund durch die Straßen schloff, war der feingebildet-
sten Musiker einer u. ein in sich vollendeter Mensch. Bescheiden, doch nicht verschlossen
gab er sich unter Freunden völlig frei.] Er betrachtete jedes
Ding auf besondere Art u. fand seinen treffen-[]
den Ausdruck dafür. Niemand ging von ihm
ohne inneren Gewinn. Er war sich seines jü-
dischen Blutes vom Großvater her bewußt.
Vielleicht ist dies doch daran schuld, daß er zu
ganz originalem Schöpfertum nicht gelan-
gen konnte.


Hermann Sonne war die eigentliche Seele
des Vereins, ohne den er keinen Erfolg gehabt
hätte, ohne den auch ich nicht arbeiten konnte.
Er trug die Sorgen, die Lasten, die Unbequem-
lichkeiten, die Kleinarbeit der Vorbereitungen,
der Verträge, der Abrechnungen, des ganzen
Schriftverkehrs. Er war der Schriftführer,
Journalist, Jurist, Vermögensverwalter, Verbin-
dungsmann überallhin. Der kleine Mann
von etwas philisterhaftem Aussehen trug einen
blondmelierten Spitzbart; unter langen Wim-
pern blickten nur selten [über der Zeile eingefügt: die] sinnenden Augen auf.
Ohne selbst ausübend zu sein, war er musik-
liebend, im Fall Wagner bis zur Einseitigkeit,
im Uebrigen musikkundig u. aufnahmebe-
reit, auch für Neues. Sein kritisches Urteil stütz[te]
sich auf theoretisches Wissen, bekannte Vorbilder, []
auf Intelligenz, Musikalität u. Erfahrung
seiner Frau, die jugendl[iche] dramatische Sänge-
rin am Darmstädter u. Frankf[urter] Opernhaus ge-
wesen war, und – merkwürdiger Fall – als
Katholikin den Rat beim Hess[ischen] Oberkonsistorium
geheiratet hatte. Er war ein musterhaft flei-
ßiger, ordnender Mensch, der mit alles beden-
kender Klugheit aus Erfahrung jeden Nutzen
zu ziehen verstand; ein Aneignungstalent,
journalistisch vielgewandt, Menschenkenner,
eine Spürnase, ein Finanzgenie, im Herzen
gütig u. nachsichtig, der ohne je von dem, was
er wollte abzulassen, sein Ziel mit großem
Erfolg zäh verfolgte. Das brachte ihm, der auch
etwas Hans in allen Gassen war, Feinde, die
natürlich auch mir nicht fehlten, wie keinem,
der Erfolg hat. Unverdient, denn er intrigier-
te nicht; er erntete nur, was er leistete.


Die anderen Herrn des Vorstands traten gegen
diese beiden zurück, an Wort u. an Einfluß.
Ich beschreibe sie mit kurzen Strichen.


War Mendelssohn in Allem, was er tat u. sprach,
genialisch, so wollte Richard Senff, der Akade-[]
miker, Gesanglehrer, Sänger u. Chordirigent,
Genialität vortäuschen. Der „interessante“
Mann mit blondem Vollbart, der die Herzen sei-
ner Schülerinen knickte, war ein guter Gesell-
schafter u. hatte stets einen Berliner Witz auf
der Pfanne. Fritz Rehbock war sein Nachfolger
als Leiter des Mozart-Männerchors. Hatte S[enff]
diesem etwas eingeschlafenenen Verein neuen
Schwung gegeben, so schulte ihn Rehbock jetzt
in unerbittlicher Probearbeit zu exaktester
Ausführung. Der noch zu Füßen Liszts gesessen,
u. unter Muck in Prag Korepititor gewesen,
war als Pianist kühl u. streng, aber von sauber-
ster Objektivität und ein gesuchter, wenn auch
gefürchteter Klavierlehrer. Denn vorbehaltloses
Lob gab es für ihn nicht. Unzulänglichkeiten
fanden anstatt Entschuldigung meist Spott.
Ein feiner überkritischer Kopf, dessen lächelnder
Mund zu ironischen Glossen jederzeit geneigt
war; eine Lichtenberg-Natur.


Wilibald Nagel war der geborene Musikkri-
tiker. Theoretisch u. praktisch durchgebildet, Privat-
dozent an der Hochschule, schriftstellerisch begabt []
und anerkannt, überspannte er wohl zu-
weilen seine Ansprüche an zu hoch gesetztem
Maßstab u. neigte zu nörgelndem Tadel.
Im Grunde traf aber sein Urteil in der Tat
den „Nagel“ auf den Kopf. Sein Hauptwerk:
die Sonaten Beethovens, das er mir dedizierte,
schätze ich sehr hoch.


Da ich nun doch schon beim Charakterschildern
begriffen bin, gehören noch zwei Darmstädter
Musikergestalten hierher, die nicht ohne Einfluß
auf mich waren: K[arl] A[mand] Mangold und Will[em] de Haan.


Als Mangold unser Singlehrer im Gymna-
sium wurde, war er schon ein alter Mann, der
seinen Ruhm hinter sich hatte. Als Komponist war
er Romantiker, deutschtümelnd, auf den Spuren
Wagners, ohne ihn billigen zu können. Er kompo-
nierte eine Oper „Gudrun“, sein Singschulbuch über-
schrieb er „Braga u. Iduna“. Er stand noch ganz im
Banne Felix Mendelssohns, dessen Chöre zu „Antigone“
denn auch unsere Glanzchöre bei Aktussen waren.
Er gab ungern Stunden, war krittelig, ja oft
unwirsch. Er redete mehr, als er singen ließ.
War er bei Laune, konnte er unserem einstimmigem []
Gesang auf dem verstimmten Tafelklavier die
ganze Polyphonie des Chorsatzes erzaubern. Er
führte uns zu Mozart, Beethoven, Schubert. Im
Musikverein, den er Jahrzehnte lang leitete, bevor-
zugte er die Händelschen Oratorien. Der alte Herr
mit dem breiten bebrillten Gesicht, dem grauen
mächtigen Vollbart u. der Perrücke hatte für mich
etwas Ehrwürdiges. Er war ein ehrlicher Musiker,
der manches Persönliche überzeugend zu sagen
hatte. Aus dem „Frithjof“, seinem besten Chorwerk,
sangen wir den „Wikingerbalk“ immer mit auf-
richtiger Begeisterung. Als er Gichtfinger bekam,
bat er mich die Klavierbegleitung in der Sing-
stunde zu übernehmen. Ich entsinne mich nicht
mehr genau, ob und wie ich es ausführte.
Jedenfalls tat er mir eine große Ehre an.
Willem de Haan, der holländische Günstling
des Kabinetsrats Becker, war als Hofkapellm[ei]st[e]r
u. Dirigent der Sinfoniekonzerte u. des Musik-
vereins lange Jahre der Führer des Darmstädter
Musiklebens. Auch er war Romantiker, aber
schon über die Mendelssohn-Periode hinaus, obwohl
er doch noch „Paulus“ u. „Elias“ aufführte, die mich []
anwiderten. Seine Sterne waren Schumann
u. Brahms. Beethoven lag ihm garnicht, und bei
Wagner ging er mit dem Herzen nur bis „Lo-
hengrin“ mit. Rich[ard] Strauß hat er nie gebracht.
Reger war ihm zu trocken, Bruckner völlig un-
verständlich. Ich saß neben ihm, als wir im Wag-
nerverein dem Darmstädter Publikum eine Bruck-
ner-Sinfonie vorsetzten. Er schüttelte den Kopf:
„ich kann mir garnichts dabei denken“. Schnee-
voigt dirigierte. Aber für Berlioz hatte er Sinn.
Im blonden Vollbart, mit feinen Klavierhänden,
intelligentem Blick, stand seine vornehme Erschei-
nung, in Gesten maßvoll, doch beherrschend, wie-
wohl etwas temperamentlos vor dem Pult. Ich
sah ihn vom Pianist zum Dirigent wachsen,
als einen feingebildeten, fleißigen, freilich
nicht ganz leicht zu nehmenden Musiker.
Ich stand stets gut mit ihm, der im Verkehr sym-
patisch, wenn auch nicht immer zuverlässig war.
Er führte Darmstadt sicher u. solid, wagte keine
Experimente, setzte sich für Niemand ein, wollte
neutral bleiben. Darmstadt erhielt dadurch ein sehr
gleichmäßiges Niveau, doch ohne persönl[iche] Note. []
Gelockt durch die Erfolge, gestützt auf das An-
sehen u. Vertrauen, das unsere Vereinstätig-
keit genoß, u. unsere führenden Persönlichkeiten
besaßen, versuchten Sonne und ich zu noch höhe-
rem Ziele vorzustoßen: wir wagten den Plan
eines Festhauses zu verwirklichen. Darmstadt,
die Kunst und Musikstadt, besaß nichts dergleichen;
nur mehr oder minder große Gasthaus-, Turnhal-
le, Gesellschaftssäle, keinen ausreichenden Kon-
zertsaal. Der Saalbausaal war klein, unakus-
tisch, unpraktisch, ohne Garderobe u. Nebenräume,
ohne Orgel. Die Sinfonie u. Musikvereinskonzer-
te, die anfangs dort stattfanden, mußten ins
Hoftheater verlegt werden. Unsere Konzerte be-
gannen im Ballsaal der Vereinigten Gesellsch[aft],
dann im Saal des Hotels Traube. Als auch dieser
zu klein wurde, siedelten wir in den fürchterli-
chen Kaisersaal über, und fanden im Saal der
Turngemeinde am Woogsplatz schließlich einen
Raum, der wohl seiner Größe u. guten Akustik
nach genügte, doch infolge der nüchternen Aus-
stattung, Fehlen aller Nebenräume u. Zugänge höchst
unbefriedigend u. unwürdig wirkte. Der []
Saalbau erwies sich für einen Umbau, ohne
den Garten zu opfern, als nicht geeignet, auch
an sich wenig wertvoll. Eine Neubau sollte ent-
stehen, der kleine, mittelgroße u. einen ganz gro-
ßen Saal enthielt, mit allen Nebenräumen, die
den Erfordernissen u. Bequemlichkeiten neuzeit-
licher berechtigter Ansprüche Rechnung trug.
Ich hielt eine vorbereitende Versammlung ab; der
Gedanke zündete, da ja alle Konzertvereine
daran interessiert sein mußten, Prof. Pützer ,
Erbauer des neuen Bahnhofs u. der Pauluskirche,
entwarf einen bestechenden Plan auf dem Bau-
gelände gegenüber dem alten Bahnhof, die Presse
stellte sich hinter mich, erhebliche Stiftungen strö-
mten zu, ein Festhausverein mit Jahresbeiträ-
gen wurde gegründet, u. gedieh – da kam der
Krieg und gebot Halt. Das angesammelte Ver-
mögen von etwa 50.000 Mark verschlang die
Inflation.


Selbstverständlich trat ich auch mit Bayreuth
in Verbindung. Ich wohnte 6mal den dortigen
Festspielen bei. Ich hörte 3 mal den „Ring, den
Tannhäuser, Tristan, Holländer, Meistersinger, []
und jedesmal Parsifal“. Es dirigierten Rich-
ter, Mottl, Muck, Elmendorff, Siegfried Wag-
ner, Balling, Toscanini, Furtwängler.
Ich sah u. sprach Siegfried Wagner oft, und
war auch einmal [über der Zeile eingefügt: im Jahre 1896] zum abendlichen Empfang
in Wahnfried zu Cosima Wagner geladen.
Er ist mir unvergeßlich, denn, mag man
sich zu ihr stellen wie man will, der Eindruck
einer bedeutenden, starken Persönlichkeit war
suggestiv. Eine große Frau des Verstandes, der
Energie, der Welt, trotz aller Einseitigkeit
des Ziels u. der Wege zu ihm. Alle maßge-
benden Personen des Bayreuther Kreises war-
en versammelt. Cosima, wie eine Fürstin
in der Mitte Cercle haltend, wechselte mit
jedem unter Händedruck einige Worte; Sieg-
fried stand neben ihr und blies ihr ein. Ue-
ber mich war sie sofort im Bild, u. sprach über
Darmstadt, den Großherzog u. meinen Verein.
Das Rosé-Quartett spielte eins der letzten
Beethoven-Quartette im Oberlichtsaal; Cosi-
ma dankte u. hielt eine kurze Kritik. Die 3
Gralknappen erschienen, die Gralsträgerin []
erhielt einen Kuß Cosimas auf die Stirn,
dann geleiteten sie die hohe Dame hinab, wie-
der in die Erdgeschoßräume, wo Tee gereicht
wurde. Diese Räume sind auf das Geschmack-
loseste überfüllt – so wie in allen Schlössern –
mit Geschenken u. Andenken. Doch sah ich
die eigenhändigen Ring-Partituren auf dem
von Mathilde Wesendonck geschenkten Erard-
Flügel liegen. Ich habe noch den alten Liszt
gesehen.


Ich wohnte in Bayreuth immer, auch mit Maria
in Bürgerquartieren. Das gehört dort dazu, u.
ist sehr gemütlich, denn die Bayreuther sind
ganz darauf eingerichtet u. äußerst nette Gast-
geber. Das Essen in den Speisehäusern ist nicht
gut, aber billig. Teuer ist es oben in der Speise-
halle am Festspielhaus. Aber interessant ist es
da, wo in den beiden 3/4stündigen Pausen die
gute Gesellschaft der Festbesucher zusammenflutet,
um sich zu erholen, zu bestaunen, zu suchen, zu
sprechen, zu kritisieren und zu flirten. Impo-
sant war jedesmal die Auf und Abfahrt am
Festspielhügel. Wenn dieses 1896 nach 40 – 50 []
pferdebespannte Wagen waren, so sausten
1931 drei bis vierhundert Autos aus aller Herren
Länder hinauf u. herunter. Die ganze alte
gut-barocke Stadt wimmelt von den 2000 Gästen,
die alle 8 Tage wechseln, u. die alle nur ein
Gespräch kennen: Wagner und die Mitwir-
kenden. Diese konnte man im hübschen Stadt-
kasino oder im niederen Bierstübl „die Eule“
treffen. Die Aufführungen selbst begeister-
ten mich restlos, so lange ich jung war. Spä-
ter lernte ich mehr u. mehr die Schwächen ken-
nen, ohne die Vorzüge nicht nach wie vor anzu-
erkennen. Ich mußte hauptsächlich feststellen,
daß die Kunst der Inszenierung, die noch 1896
vorbildlich war, sich versteift hatte. Bayreuth
blieb stehen, weil die Leitung veraltete. 1931
konnte ich den erfreulichen Umschwung als
angebahnt feststellen, der durch die Berufung
von Tiedje u. Furtwängler erreicht war. Frau
Winifred Wagner hat sich die richtigen Männer
geholt.


Der Wagnerianer, der ich 1889 war, verblaßte
von Jahr zu Jahr mehr u. mehr, und wich dem []
ehrlichen Bewunderer ohne Einseitigkeit.
Ich sah zurück auf ebenso große Meister
der Vergangenheit, und auf heranwachsende
Genies der Gegenwart. Ich erwartete sehnlich
die Neugeburt der Oper, nachdem das Musik-
drama mit einer unüberschreitbaren Spitze
abgeschlossen war. Diese Wiedererweckung
scheint mir durch Richard Strauß verwirklicht
zu werden. So und nicht anders ist Straußens
Opernschaffen zu begreifen. Er hat sich ebenso,
wie alle Neuschaffer gegen nicht so schwere
Widerstände wie Wagner, dennoch gegen harte,
heute noch gegen ihn kämpfende Feinde durch-
setzen müssen, und ist wesentlich noch nicht
verstanden. Auch er fing als Wagnerianer an,
erkämpfte sich mit dem Rüstzeug seiner sinfoni-
schen Dichtungen durch „Salome“ und „Elektra“ seinen
dramatischen Stil, und wandte sich, als er den
toten Ast erkannte, auf dem er saß, zu Mozart.
Es entstanden „Rosenkavalier, Frau ohne Schatten,
Aegyptische Helena, Arabella, Schweigsame Frau“,
ein Kranz leibhaftiger Opern, in alter Form wie
neuer Inhalt, berauschende Mittel, unerhörtes []
Können, geistreich und musikantisch, voll
Phantasie, ohne Belastung des Verstandes.


Wo der Verstand Alleinherrscher wird,
entstehen die sonderbarsten Gebilde. Die ato-
nale Musik – ein etwas schiefes, aber kurzes
Schlagwort – hatte das Gute, daß sie die Prob-
leme eines Jeden, der über Musik nachdachte,
in neue Bewegung brachte. Ist nicht der Vogel-
gesang auch atonal, ja nach unseren alten
Lehrbegriffen direkt falsch? Sind nicht alle Na-
turtöne atonal von Mensch und Vieh, das Schrei-
en, Ächzen, Juchzen, Weinen, Schreien, Brül-
len, Heulen der Tiere, das Singen der Sägen,
das Rauschen des Wasserfalls, das Pfeifen
des Windes? Natur! – Hier liegt der Hase im
Pfeffer! Natur u. Kunst sind nicht eins, son-
dern Gegensätze. Die nach bestimmten Gesetzen
u. Grenzen geordnete, durch die Seele des Künst-
lers erfaßte u. gedeutete Natur wird erst zur
Kunst. Hier befand sich also die atonale Mu-
sik auf einem Irrweg. Denn unter Misach-
tung ihrer eingeborenen Gesetze wurde aus
Musik Mathematik, die als Schrift od[er] Druckbild []
wundervoll klar auf dem Papier sich aus-
nahm; leider klangen aber diese Satzgebil-
de nicht, ergaben keine Musik nur Geräusch.
[über der Zeile eingefügt: versagten in dem, worin Musik allein fähig ist: Ausdruck‘ seelischer Vorgänge.]


Andere Probleme kamen neu zur Erör-
terung z. B. die Auffassungs u. Anpassungs-
fähigkeit des Ohres an obere u. untere Ton-
grenzen, an sogen. Dissonanzen, an harmo-
nische Verschiebungen, Klangveränderungen,
durch Verwendung neuer Instrumente z. B.
Tuben, Celesta, Harmonium, Harmonika, Saxo-
phons, Schlagzeug. Das Ohr mußte umlernen,
und hat es vielfach getan. Was haben uns s[einer] Z[ei]t
schon Beethoven, Berlioz, Liszt, Wagner, Strauß
anfangs entrüstet abgelehnte „Kakophonien“
vorgesetzt! Wir haben sie alle verdaut, u. bekom-
men nicht die Ohrschmerzen, unter denen noch
ein Mangold beim Anhören des „Tristan“ [über der Zeile eingefügt: litt], mein
Lehrer Trümpert aus den „Meistersingern“ hinaus-
lief. Wie ist aber beim Neuen das Richtige
vom Falschen zu unterscheiden? Letztlich ent-
scheidet nur der Erfolg. Ewig wiederholt sich
der Kampf der Generationen, und immer siegt
die Jugend. Das Alter muß mit, wenn es []
nicht stehen bleiben will. Meinetwegen,
aber dann bewußt und nicht schimpfen u.
nicht sich ärgern. Diejenige Musik wird sich
als echt u. richtungsgebend erweisen, die sich
mit dauerhaftem Erfolg gegen jeden Wider-
stand durchsetzt. Das kann, wie wir erleben,
lange dauern, u. schließt oft Wellenbewegun-
gen ein, in denen Anerkennung u. Misachtung,
ja Schwärmerei u. Feindschaft wechseln. Sie
früh zu erkennen ist eine seltene Gabe. Es
gehört vorwärtsgerichteter, vorurteilsloser Sinn
u. jugendliche Schwungkraft dazu, wohl auch
ein gewisser Instinkt.


Die Jungfranzosen u. Jungitaliener Atona-
listen sind in meinen Augen Durchgangs-
erscheinungen jüdischen Gepräges. Die ato-
nale Musik ist eine Erfindung jüdischen Gei-
stes, ebenso wie der Expressionismus es war.
In allen Ländern, wo das Judentum noch die
Macht hat, wird sie sich halten, so lange dieses
sich hält. Bei uns ist sie seit 1933 verschwun-
den. Aber – und das ist sehr interessant – ab-
gefärbt hat sie doch. Unsere Jüngsten Tonsetzer []
- anerkannt und erfolgreich z. B. in der Zau-
bergeige [über der Zeile eingefügt: von Egk] haben das Brauchbare aus ihr sich
dennoch angeeignet: Rytmik, Farben,
Taktwechsel, Witz, Ulk, Saxophon, Schlagzeug.
Ein offener Sinn ist eben gegen die Zeit-
strömungen unmöglich völlig abzuschließen.


Nachdem ich den Richard-Wagner-Verein
und Festhaus-Verein in der geschilderten Art
geleitet 16 lange Jahre hindurch, mußte ich ihn,
im Jahr 1913 von Darmstadt nach Perleberg
versetzt, verlassen. Zum Ehren-Vorsitzenden
ernannt, nahm ich von meinen lieben und
aufrichtig verehrten Mitarbeitern Abschied, der
mir wahrlich nicht leicht ward. Ich ordnete
vor Weggang meine Nachfolge, die ich [über der Zeile eingefügt: in] Sonnes
treue Hand legte, und ihm für die äußere
Repräsentation Oberl[eutnan]t v. Küchler beigab, den
ich als einen gewandten, musikalisch gebilde-
ten Menschen erkannt hatte. Der Verein blühte
weiter, hielt den Krieg durch, um nachher freilich der
Inflation zum Opfer zu fallen. Näheres steht in meiner
Geschichte des R[ichard]-Wagner-Vereins Darmst[adt]; selbstgeschriebenes
Exempl[ar] auf d[er] Landesbibl[iothek]; erste Niederschrift bei mir. []
Ich habe bis zum Krieg nicht oft, doch gern Altes und
Neues auf d[em] Klavier gespielt, besonders auf dem herrlichen
Mandflügel, den Maria in die Ehe brachte, auch zuweilen das
Harmonium, das mir vom Schwiegervater zufiel. In Perleberg
spielte ich sogar in einem Klavier-Konzert mit schönem Erfolg.
Im Krieg hatte ich in Blerancourdelle 1915/16 einen guten Erard-
Flügel im Quartier. In der Nachkriegszeit begann ich von
Neuem zu üben u. machte mir die Schubert u. letzten Beethoven-
Sonaten zu eigen. Vollends als Opernkritiker kam es mir
zu statten, daß ich die Klavierauszüge, die ich z. T. besaß, z. T.
anschaffte, studieren konnte. Später lockte mehr das Grammoph[on],
u. heute nimmt das Radio, das Musik aller Formen u. Länder
in zunehmender Vollendung überträgt, alle Zeit u. Lust weg,
beim Unvermögen, es so bequem u. fehlerlos selbst zu geben,
zudem Gehör u. Geschmack immer anspruchsvoller wurde.


Indeß glaube ich, daß die Zeit nicht fern ist, da der mus-
ikalisch Gebildete sich wieder selbst ans Instrument setzten wird
und nicht sich alles noch so vollendet vorspielen lassen, sondern
selbst, auch weniger vollendet, sich seine Musik erarbeiten u.
persönlich schöpferisch mitschaffen will. Ich bin gerüstet,
wenn ich es noch erlebe.

[]


Bildende Kunst

[]


Den größten Ruhm wird der verdienen,
der Farben kauft und malt mit ihnen.

Busch []


Zur Malerei kam ich erst spät. Als Mulus,
zwischen Schule und Beruf, schickte mich der Va-
ter zu Professor Kröh, mit dem er befreundet
war. Kröh ist der älteste, bekannteste hessische Ma-
ler. Er ist kein Genie, nicht einmal eigentlich
ein Künstler im wahren Sinne: ein ehrlicher
Maler von unbeirrbarem Standpunkt, ein ge-
mäßigter Impressionist mit romantischem Ein-
schlag, unberührt von den „Richtungen“, ein gu-
ter Lehrer, denn er hat ein solides Können.
Er war gerade der rechte für mich; er leitete an,
korrigierte überzeugend, ließ mich aber ziem-
lich in Ruhe u. bald allein laufen. Er malte
h[au]pt[säch]l[ich] Landschaften (Portraits sind ihm nie geglückt),
die er populär betitelte u. fast alle käuflich
absetzte. Er nennt sie nicht etwa: Frühling im
Odenwald, sondern Blick vom Felsberg nach Ober-
modau, nicht Hochsommer, sondern Ernte am Hau-
weg bei Darmstadt, nicht Herbst am Rhein, sondern
Weinlese am Binger Weg, nicht Winter im Vo-
gelsberg, sondern Schneeschmelze am Hohenrodskopf.
Da weiß Jeder: Aha, da ist die schöne Aussicht hi-
naus bis Worms, da ist der steinige Weg, auf dem []
ich mir den Fuß vertreten, da stimmt alles ge-
nau, wie ich es auch gesehen, da steht der Weg-
weiser, da die Bank, dort die hohe Tanne. Er
verstand sein Handwerk, auch hierin.


Gezeichnet hatte ich ja schon immer. Vorbild u.
Ansporn waren Fritz mit seinen Männchen-
zeichnungen vom Kaiser Langbart, später
seinen Studienköpfen, die er beim Galerie-Hof-
mann hoch oben im Schloß arbeitete, Gelegen-
heitsskizzen von Eduard Selzam u. Ludwig
v. Hofmann als Schüler. Auch ich zeichnete Männ-
chen, Indianer u. Ritterschlachten, Kostüme u.
Pferde. Ich kolorierte Personen zum Puppenthea-
ter, illustrierte Kataloge, Münchner Bilderbogen,
Sachen von Schwind, Leutemann, Busch. Ich
hatte Sinn für Farben, Proportion, Perspektive.
Durch Vater, der Vorsitzender des Kunstvereins
für Hessen war, sah ich dessen Jahresausstellun-
gen, die anfangs noch im Bildhauer-Atelier von
Prof. König in der Saalbaustraße (jetzt Atelier Prof.
Beyer) stattfanden. Ich ward in die Ateliers vom
alten Hartmann u. Noack mitgenommen; ich
durfte Vaters Kupferstichsammlung betrachten []
und ordnen helfen. Der Vater hatte die Zeit
der Romantiker miterlebt u. war darüber hi-
naus nicht weit mitgegangen. Diese, die Na-
zarener, die Klassizisten waren seine Sterne.
Von Alten: Raffael, nicht Michelangelo, Rubens,
nicht Rembrandt, Tizian, nicht Velasquez. So
gut wie nichts vom Mittelalter; gleich Schwind,
Führich, [über der Zeile eingefügt: Overbeck], Mengs; dann vor Allem Wilhelm von
Kaulbach, nicht Cornelius, Lessing, Hofmann,
Makart, nicht Feuerbach, Leibl. Er verehrte also,
wie seine ganze Zeit, nicht das Genie, sondern
das Talent, nicht so sehr das Große, als das Ge-
fällige. Aehnlich wie in der Musik Mendels-
sohn, nicht Beethoven; Meyerbeer, nicht Wagner.
In der Gegenwartskunst interessierte er sich
für die Düsseldorfer Historienmalerei, die Karls-
ruher Landschafter und für Eugen Bracht.


Ich besuchte oft, eine Zeit lang fast jeden
Sonntag die Gemäldegalerie im Schloß und das
Museum. Die Altarwerke u. die mittelalterlichen
Meister – berühmte Stücke – hatten keinerlei An-
ziehungskraft für mich. Die Bilder der Hofmaler
u. die vereinzelten modernen Genre-Sachen fan-[]
den schon mehr Gefallen. Der große Rubens
u. etliche holländische Portraits zogen mich
schon mehr an. Zu Hause u. in befreundeten
Häusern sah ich manches gute Portrait von
Trautschold, Hartmann, Hofmann, Backofen
Lucas, Gläser, [eingefügt: u. betrachtete mit Vorliebe Kaulbachs Reinecke Fuchs]. So war mindestens mein
Auge schon gut vorgebildet.


Kröh ließ mich nach Vorlagen zeichnen mit
Kreide, mit Bleistift, mit Tusche bis zu ganz
großen Formaten haargenau ausgeführt;
dann, als er mir noch die Anfangsgründe der
Aquarellmalerei beigebracht, schickte er mich
mit Skizzenbuch vor die Natur, mein Glück
zu probieren. Ich zeichnete (aquarellierte zunächst
nicht) in den Ziegelhütten, im Wildpark, an der
Bergstraße, im Ludwigshöhwald. Ueberallhin
mußte ich zu Fuß laufen, Räder gabs noch nicht.


Als ich ins Regiment eingetreten, war
es lange Jahre aus mit der Malerei. Immerhin
tat sich die geschickte Hand auf Kriegsschule im
Planzeichnen hervor, sodaß ich mit der Anfer-
tigung eines Meßtischblattes beauftragt wurde.
Als Leutnant fielen meine Krokis stets als die []
besten auf. Im Manöver boten sich mir so
viele Landschaftsmotive an, daß ich nun
immer den Aquarellblock u. Farbenkasten mit
Wasserfläschchen mitnahm. Das flutschte besser,
als finzeliges Zeichnen. Ich lernte schnell, ganz
nette Skizzen zu machen, die jedesmal in
1 - 2 Stunden fertig sein mußten, mehr Zeit
war meist nicht verfügbar. Grade deshalb
wurden sie gut. Ich eignete mir eine eigne
Methode an, die den Augeneindruck, nachdem
Beleuchtung u. Blickpunkt gefunden war, fix
zur Hand gegen ließ. Die Bildchen, oft Post-
kartenformat, wurden von Jahr zu Jahr zügi-
ger u. kräftiger. Sie machten mir u. Anderen
Freude; sie waren gesuchte Geschenke. Auch in
der Garnison fuhr ich, mit dem Rad ausgerüstet,
denn oft Sonntags hinaus in Bergstraße und
Odenwald, u. kam oft mit zwei Bildchen am
Tag heim. Ich sah mich wesentlich gefördert
durch meine Bekanntschaft mit Wilh[elm] Bader,
der virtuos aquarellierte, und August Wondra,
der allerdings nur u. zw[ar] sehr großzügig in Oel
malte, fand aber immer meine eignen Motive []
und meinen eignen Stil. Er war impressio-
nistisch, viele Lufttöne, starke Gegensätze.
Ich malte oft in Lützelbach, dem Stammsitz
des Kreises um Wondra. Das kleine Odenwald-
fleckchen am Fuß der Neunkircher Höhe war
damals noch nicht so überlaufen, wie jetzt;
es war ein Idyll, der alte Gastwirt Meyer
ein Original. Dort konnte sich das Wondra sche
Genie – denn er war eins – so recht austoben.
Von Beruf Juwelier, voll Wissen, [gestrichen: u.] Können,
Erfahrung u. Urteil, wo man ihn anpackte,
und in Allem original, ganz nur er. Er war
Maler, Bildhauer, Töpfer, Goldarbeiter; er be-
saß eine prachtvolle Baritonstimme, war ein
urwüchsiger Komiker, der geborene Schauspie-
ler, besser: Mime, ein Sprachtalent auch für
Dialekte, ein glänzender Gesellschafter, ein
bon-vivant voll überschäumendem Tempera-
ment u. unersättlicher Lebenslust: ein präch-
tiger lieber Mensch mit feinem vornehmen
Charakter u. Takt. Wenn es Menschen gibt, die
man nicht vergessen kann, so er. In nichts
Dilettant, in Allem ein echter Künstler. Starb []
er auch früh, so lebte er nicht vergebens,
denn er ließ alle, die ihn kannten, an seinen
großen Gaben teilnehmen.


Als ich nun zum Malen vor der Natur saß,
mußte ich bemerken, daß ich vieles anders sah,
als ich es in Bildern dargestellt fand, auch an-
ders, als mein Lehrer, mein Vater, meine Ge-
schwister u. Freunde sagten, es zu sehen, sich
so gewöhnt oder gelehrt bekommen hatten.
Zurückgekehrt betrachtete ich aber auch im
Atelier, in der Galerie die Bilder anders, wie
früher. Ich sah bisher unbeobachtete Einzelhei-
ten, entdeckte vermeintliche Fehler, kritisierte
Komposition, Bildausschnitt, Auffassung, Aus-
druck. Ich begriff die künstlerisch persönliche
Note, ebenso die Geheimnisse der Technik. Mir
schien, daß jedes Auge anders sieht, und An-
deres, als die Anderen. Ich glaubte zu erkennen,
daß die Malerei nicht von Lehrbüchern, Kunst-
professoren, Galeriedirektoren, Akademien
a posteriori gemacht wird, sondern a priori
letzlich von den Malern, am wenigsten vom
Publikum, das wechselt zwischen Snob, Kind u. []
Hammel. Kein Fürst, kein Staat kann Kunst
kommandieren; der Künstler diktiert; alle
müssen folgen. Sie wehren sich dagegen, weil
alles Neue Widerstand finden muß. Haben
sie erst neu gelernt zu sehen, wird es ihnen
bald zur Selbstverständlichkeit; das ganze Zeit-
alter sieht mit diesen neuen Augen. Aber nur
eine Generation lang. Ist diese Jugend alt ge-
worden, u. eine neue herangewachsen, wachsen
auch wieder neue andere Augen; der Kampf
der Generationen wiederholt sich. Das Problem
besteht darin, wer ist der Künstler, dem ich folgen
soll, wer ein falscher Prophet. Die Antwort
lautet nicht anders wie in der Musik. Den Aus-
schlag gibt der Erfolg, stellt er sich auch oft
spät ein – Feuerbach, Leibl, schließlich auch Grü-
newald - der Erfolg, der [gestrichen: sich] allen Widerstän-
den zum Trotz sich durch [über der Zeile eingefügt: ge] setzt hat.


Zwei Jahre hintereinander studierte ich die
Glaspalast u. Sezessions-Ausstellungen in
München sehr eingehend; meine Aufent-
halte in Berlin, Dresden, Kassel, Frankf[urt] (Städel),
wurden ausgiebig ausgenutzt. Ich las viele []
Kunst u. Künstlerbücher u. lernte wenig-
stens aus Abbildungen die Fülle der Meister-
werke aller Länder u. Kulturen mit Genuß
u. Kritik, so gründlich ich es vermochte, kennen.


Schon früh hatte ich Abneigungen und
Zuneigungen zu und von einzelnen, wie gan-
zen Gruppen von Künstlern alter u. neuer Zeit.
In der Kindheit stand ich der Vergottung von
Raffael, Kaulbach, den Nazarenern kühl gegen-
über. Die heroische Landschaft ließ mich kalt,
Dürer galt mir nur als Zeichner, wozu ich heu-
te noch stehe. Malerei als solche begriff ich erst
spät, wenn ich darunter mehr als kolorierte
Zeichnungen verstanden haben will. Es ist
schlimm zu bekennen, daß erst Makart mir die
Laterne angesteckt hat, vor dessen „Jagd der Dia-
na“ u. „Einzug Karls V. in Antwerpen“ ich bewun-
der[gestrichen: t; eingefügt: nd] stand, und später Böcklin: beide sonst gewiß
keine Leitsterne. Nun wurden meine Lieblinge
Tizian, Rubens, der mich in Antwerpen im Krieg
anleuchtete, Holbein, Velasquez, die Venezianer
in der Dresdener Galerie, spät in Holland erst
Rembrandt, schließlich Grünewald.

[]


In der Plastik galt von der Schule her die atti-
sche Klassik u. zw[ar] die der späteren Periode, nicht
Pheidias, sondern Praxiteles u. der Laokoon. Für
die gotischen Meister von Bamberg, Merseburg,
Nürnberg gewann ich erst spät Verständnis.
Das ganze Barock war mir lange fremd.
Canova war mir immer widerlich; Michelange-
lo bestauntes Genie.


Von Böcklin wandte ich mich zu Feuerbach u.
zu Leibl. Stuck, Lenbach, Klinger waren die
Vorbilder in der Wilhelminischen Blütezeit nur
kurz; die unbekannteren Berliner u. Münche-
ner Sezessionisten überwogen, denen ich zu-
jubelte, während ich zu Thoma, ein so schöner
Charakter er ist, bis heutigen Tages kein Ver-
hältnis habe, ebensowenig zu Eugen Bracht.
Die Franzosen Monet, Manet, Cezanne, technisch
u. illusionistisch staunenswert, für mich zu
seelenlos, Goya, Zuloaga, Farbvirtuosen, van
Gogh, Munch, Gaugin mir unzugänglich,
Hodler dekorativ steckengeblieben. Die neuesten
bis Picasso, Kokoschka u. darüber hinaus: interes-
sante Fälle, z. T. krankhaft u. jüdisch orientiert. []
In der Bildhauerkunst gehören Hildebrand,
Rodin, Minne zu den Großen; Lehmbruck, Archi-
penko, Despiau gehen mir zu weit.


Die Zeiten der Ismen habe ich alle der Reihe
nach mit wägenden Sinnen miterlebt: das
Entstehen, die Blüte, den notwendigen Verfall
des Expressionismus, die Extreme des Futuris-
mus u. Kubismus, das Werden der neuen
Sachlichkeit, die teilweise Rückkehr zur Roman-
tik und die heutige politische Malerei u. Bild-
hauerkunst. Presseleute erfanden diese Be-
zeichnungen, um jeweilig dem Publikum
die Rubrik bequem zu machen, unter die Jeder
Künstler ein für allemal zu klassifizieren war.
Ich fand diese revolutionären Bewegungen
höchst interessant, ja z. T. heilsam; denn sie
rüttelten Freund u. Feind aus ihrer Trägheit
auf. Ich nahm sie nicht allzu ernst, sah sie
größtenteils als Experimente an. Die Welt
mußte sich nach dieser Kriegswirrsal absurd
gebärden.


Die Leutnants-Liebhaberei des Aquarellierens
nach der Natur setzte ich noch in die ersten Hauptm[anns] []
Jahre fort. Verheiratet skizzierte ich nur noch
in Hoxhohl manchmal. Bald befriedigte es mich
auch dort nicht mehr, u. ich gab es auf. Meine
Begabung ging auf unseren ältesten Buben
über, entwickelte sich jedoch in ihm seinem Wesen
u. der neuen Zeit folgend ganz anders.


Im Jahre 1922 berief mich Bürgermeister Mueller
zum Schrift und Geschäftsführer des Ständigen Rates
zur Pflege der Kunst. Damit erhielt ich eine Tätig-
keit, die mir sehr lag. In Kunstverstand den Mit-
gliedern gleichstehend, wenn auch nicht gleichge-
richtet, da ich neuzeitlicher dachte, hierin mit dem
Vorsitzenden Mueller auf einer Linie, diesem jedoch
an Kenntnissen u. Erfahrung überlegen, der so-
mit auf mein Urteil angewiesen war, u. es
willig annahm – errang ich bald einen maßgeb-
lichen Einfluß auf das Darmstädter Kunstleben.
Denn dem Ständigen Rat bzw. der aus ihm gebil-
deten Arbeitsgemeinschaft bild[ender] Künstler oblag die
Führung der hess[ischen] Künstlerschaft, u. die Leitung
der jährlichen Kunstausstellungen auf der Mathil-
denhöhe. Man hatte 1917 eingesehen, daß einerseits
angesichts der zunehmenden Zersplitterung der []
Künstler in Gruppen u. Grüppchen eine straffe
h[au]pts[ächlich] geschäftliche Führung not tat, andererseits
das Ausstellungswesen zum Besten der Kunst
u. Künstler einer Neuordnung bedurfte. Zur För-
derung von staatlichen u. städtischen Ankäufen
war ferner eine breitere, womöglich durch Stif-
tungen unterstützte Grundlage zu gewinnen.
Der Ständige Rat bestand anfangs aus je zwei
Vertretern des Großherzogs, des Staates, der Stadt;
er wurde später durch Zuwahl aller Direktoren der
staatl[ichen] u. städt[ischen] Kunstinstitute auf die doppelte
Zahl ergänzt. Von diesen drei Stellen war ein
jährlicher Zuschuß von je 30.000 Mark vorgesehen,
u. bis 1919 auch geleistet worden. Eine Privat-
stiftung kam hinzu. Aus diesen Mitteln und
Ueberschüssen der Ausstellungen [19]17, [19]18 sind die
bedeutenden Ankäufe zur Bildung einer sogen[annten]
Modernen Galerie bestritten worden; einer Gale-
rie moderner Meister als Ergänzung der Staats-
Galerie alter Meister im Museum, dessen geringe
Mittel anderen Zwecken zu dienen hatte. Die füh-
renden Männer waren Prof. Back, Museumsdi-
rektor und Ob[er] Reg[ierungs] Rat Emmerling, Vorsitzender []
des Kunstvereins: zwei grundverschiedene Men-
schen, überhaupt u. in Kunstdingen. Der erstere
Archäologe, aber allem Neuen aufgeschlossen,
der mitging bis Lehmbruck u. Pechstein.
Der letztere im politischen wie Kunstleben der
Stadt ein gewandter Schwimmer, ohne selbstän-
diges Urteil. Der Ständ[ige] Rat als Plenum hat sei-
ne Aufgabe nicht erfüllt, dazu war er zu büro-
kratisch. Besser schon die Arbeitsgemeinschaft, die
auch oft heftigen Kämpfen nicht aus dem Wege
ging. Hierbei stellte Emmerling seinen Mann; da
kam der alte Korpsstudent heraus. Ich fand bei
ihm stets Unterstützung. Die A[rbeits]G[emeinschaft] war ein ge-
schäftsführendes Gremium von je 3 - 4 Mitgliedern
einerseits des Ständigen Rates, andererseits der
ausübenden Künstler. Sie hat unter mannig-
fachen Umbildungen beiderseits, während ich stets
blieb, bis 1933 die z. T. großen, zweimal sogar
international aufgezogenen Ausstellungen auf
der Mathildenhöhe u. teilweise gleichzeitig im
Kunstverein aufgebaut und geleitet. Die Auf-
gabe war für mich nicht leicht, sehr arbeitsreich,
oft wenig dankbar, voll Verantwortung und []
Zeitanspruch, aber auch voll interessanter Er-
lebnisse, anregender Künstlerbekanntschaften.
Ich erlebte viele Kämpfe, nie einen wirklichen
Krach, obwohl sich drei Gruppen untereinander in
den Haaren lagen: Prof. Beyer, Alexander Posch,
Paul Thesing. Prof. Hoelscher baute oft die Brücke
zwischen den Streitenden. Es gab viel zu reden,
mehr zu schreiben. Bei den internationalen Veran-
staltungen ging der Briefwechsel, auch z. T. in fran-
zösischer u. engl[ischer] Sprache auf Tausend. Etliche Ma-
le schrieb ich auch die Besprechungen für die Presse.
Ich gab dem Auf- u. Abbau der Ausstellungen,
überhaupt dem ganzen Betrieb eine feste Orga-
nisation, die bis heute maßgebend geblieben ist,
u. sich praktisch bewährt. Auch der Verschickungs-
art der Ausstellungsgüter, der Spedition wies ich
ganz neue, billigere Wege, die allseitig Nachah-
mung fanden. Ich verfaßte die Jahresberichte
der A[rbeits] G[emeinschaft], und die Denkschriften des Ständ[igen] Rates.
In den Abrechnungen stand mir Sparkassendirek-
tor Kräckmann hilfreich zur Seite, der sie auch
vielfach selbständig übernahm. Die gemeinsa-
me Arbeit mit meinem Hilfspersonal, das für []
mich durchs Feuer ging, war erfreulich. Ich
nenne hier die braven alten Herrn Luther u. Petri,
die Damen: Ria Möser, Liesl Wenderoth, Käte
Künstle, Lu Wittmann, Emmi Darmstädter, Paula
Müller, vor allem Sophie Guyot; im Stadthaus auch
Frau Döring und Fr[äu]l[ein] Hildebrand. Anfangs wurde
ich auch gut honoriert u. hatte Gewinnanteil
an den Verkaufsspesen, da ich z. B. in der Hoch-
inflation 2/3 aller ausgestellten Bilder verkau-
fen konnte. Ich erwarb mir dafür manches
gute Oelbild u. Aquarell.


Von den Darmstädter Künstlern – die wenigen
in Mainz, Worms, Gießen spielten keinerlei
Rolle – hatten Führerbegabung nur Prof. Beyer
u. A[lexander] Posch. Sie waren im Stande, selbständig
Ausstellungen zu planen, einzuberufen, auf-
zubauen. Beyer, als Maler handwerklich solid,
künstlerisch unter dem Durchschnitt, fand anfangs
Gefolgschaft der in Darmstadt Geborenen, auch aus-
wärts Wohnenden, die er in einer Vereinigung zu-
sammenschloß, die notdürftig hält, obwohl sie innerlich
auseinanderfällt, da die Einheit des zufällig ge-
meinsamen Geburtsorts ja nie eine Gesinnungs-[]
gemeinschaft bilden kann. Diese hat dagegen
die von Al[exander] Posch geschaffene Darmstädter Gruppe
zur einzigen Grundlage, damit ihr einheitliches
Gesicht u. kunstpolitische Macht. Auch findet hier
gegenseitige Befruchtung Boden, während dort
die Kräfte auseinanderstreben. Dazu kommt
Poschs Führer- u. Vermittler-Begabung, wogegen
Beyers gallige Natur wie der Fuchs im Hühner-
stall wirkt. Außerdem hier ein von der Gegenwart
frisch belebter, keiner Anregung ausweichender
Geist, unbeirrt auch von Ab oder Umwegen vor-
wärts treibend – dort ein starrer, rückschauender,
misverstanden-konservativer Geist, daher mit
begrenzter, bei unbedeutender eigener Leistung
angreifbarer Urteilsfähigkeit.


Es war klar, daß zwischen beiden Lagern äußere
u. innere Feindschaft bestehen mußte, die jeweils
wuchs, je nachdem das eine oder andere politischen
Einfluß gewann. Die Darmstädter Sezession schließ-
lich mit fast nur auswärtigen Mitgliedern, trat
nur periodisch hervor, dann jedoch mit starken Wir-
kungen. Sie hatte Intelligenz, impulsive Kraft,
u. kühnen Wagemut. Sie ist es, die jene zwei []
erfolgreiche internationale Ausstellungen
zu Wege brachte. Jedenfalls hat sie, ebenso
wie in engerem Ausmaß die Poschgruppe,
die hessische Kunst u. das künstlerische Ansehen
Darmstadts mehr gefördert, als die um Beyer,
dessen Kreis, da er unfähig ist, die Jugend in
seine Reihen aufzunehmen, dem Aussterben
geweiht ist. Paul Thesing, die stärkste, aber auch
gröbste Maler-Begabung der Darmst[ädter] Nachkriegs-
zeit – neben vielleicht noch Gunschmann - geht
in Stoffen u. Mitteln über alle hinaus, ganz
in Fesseln ausländischer Extremisten, vorläu-
fig wenigstens. Den alten Kröh habe ich schon
geschildert. Hölschers formal gute Begabung
bleibt trocken u. lehrhaft.


In den 80er Jahren war Heinz Heim die große
Zukunftshoffnung, dessen Genius sich grade ent-
faltete, als er früh ins Grab sank. Ich kannte den
allzubescheidenen Künstler persönlich. Wondra,
der bewußteste u. berufenste Odenwaldmaler wurde
leider nie mit der heißerstrebten technischen Be-
wältigung fertig. Von Bildhauern begann
Ludwig Habich aussichtsreich, um bald akademisch []
zu verknöchern. Jobst ist ein Eklektiker von
solidem Können. Der junge Antes ein eige-
ner Kopf voller Ideen, etwas preziös u. parfü-
miert; Well Habicht mehr Kunstgewerbler.
Daniel Greiner, in allen Sätteln sich tum-
melnd, halte ich für einen religiösen u. poli-
tischen Phantasten; der dilettantische Pferde-
fuß lugt überall heraus. Der vom Großher-
zog berufene Bernhard Hoetger konnte mit sei-
ner ungesunden Exotik die durch den alten Scholl
so bodenständig begründete Bildhauerkunst
nur schädigen. Die Bildwerke im Platanenhain
sind eine irreführende Verunzierung, die zu
verschwinden hat, wie m[eines] E[rachtens] fast alle Bestrebun-
gen des phantasievollen Fürsten auf künstleri-
schem Gebiet, ursprünglich richtig empfunden
u. in bester Absicht geplant, in der Ausfüh-
rung auf schiefe, ja falsche Bahnen kamen.
Alles, was auf der Mathildenhöhe an Bauten
u. Bildwerken steht, ist heute schon veraltet,
überholt, ja z. T. als Kitsch anzusehen. Wären
die immerhin beträchtlichen Geldbeträge im Sinne
einer die Darmstädter gute Ueberlieferung – []
- Moller, Schuknecht, Scholl, die Porträtmaler,
Fiedler, Fohr, Issel, Schmitz, Schilbach, Engel,
Lucas – weiterführende Kunstpolitik an-
gewendet worden – das hätte im modernem
Geist geschehen können u. müssen, aber nicht
im Allerweltsgeist – so hätte Darmstadt heute
ein anderes Gesicht, ein einheitliches, persön-
liches Gesicht. Der hilflos verunglückte Mu-
seumsbau, dem das wundervolle, technisch
unerhört vollendete Zeughaus hat weichen
müssen, stünde ebensowenig, wie das innerlich
völlig verbaute Theater.


Aus diesen Schlußbetrachtungen mag hervor-
gehen, daß trotz all‘ meiner Neigungen für
Moderne Kunst die Anerkennung, ja Liebe
für alte Kunst u. gute Ueberlieferung immer
in mir lebendig war.


Ständ[iger] Rat u. Arbeitsgemeinsch[aft] lösten sich bald nach 1933
auf. Auch die vielen Künstler-Verbände verfielen. Ein neu
gegründeter Verband vereinigt alle. Diese Organisation ist
ein politisches Gebilde. Die Kunst ist uniformiert u. nivel-
liert. Künstlerisches Eigenleben wird nicht gewünscht u. nicht
gefördert. Dieser Stillstand muß zum Rückschritt führen.
Näheres schrieb ich in meiner Geschichte des Ständigen Rates.

[]


Baukunst

[]


Der Architekt ist hochverehrlich,
obschon die Kosten oft beschwerlich.

Busch. []


Das Thema ist schon eben angeschlagen wor-
den; nun mag es einseitiger u. vollständiger
weiter gesponnen werden.


Vielleicht hatte mir schon als Kind der Neubau
in der Heinrichsstraße den Sinn fürs Bauen
geweckt, jedenfalls beobachtete ich schon früh
an alle Neu- u. Umbauten in der Umge-
bung mit Aufmerksamkeit. Die Ruinen u.
Burgen im Odenwald ließen mich Eltern und
Lehrer fragen, wie die wohl früher ausgesehen
haben mochten. Viele u. große Architektur hat
ja Darmstadt nicht aufzuweisen. Die meisten
früheren Fürsten-Palais waren anderen Zwek-
ken zugeführt, die alten Torbauten gefallen,
die Stadtmauer bis auf geringe Reste zerstört.
Der großzügige Schloßneubau Landgraf Ernst-
Ludwigs blieb Stückwerk, die reizvollen Zopf-
häuser im Birngarten Ansätze ohne Nachfolge.
Immerhin hatten die edlen Maße der Moller-
schen Häuser in Rhein, Neckar, Wilhelminenstr.,
der 16 eckige Luisenplatz, die Kanzlei, der Mar-
stall, das Schuknechtsche Zeughaus ausgeprägten
Stil; der Rundbau u. Oberlichtraum der kathol[ischen] []
Ludwigskirche, die den Baseler Burckhardt so
entzückte, die Innenräume des Zivilkasinos
u. des Ministerhotels, die ich als Kind u. Schul-
junge sah, oder an ihnen fast täglich verbei-
ging: alles hat sicherlich mein Auge gebildet.
Ich durfte mit dem Vater als Kind in Worms
den Dom u. die Liebfrauenkirche sehen, der
Rheinstein u. der Mäuseturm bei Bingen ver-
setzte mich in die Ritterromantik – die übri-
gens diese Ritter nie empfunden haben. Das
Heidelberger Schloß kannte ich schon vor Schul-
eintritt von Ausschneidebogen her in allen sei-
nen Gebäudeteilen genau. Das barocke Amor-
bach, mittelalterliche Miltenberg, Renaissance-
schloss in Aschaffenburg, das römische Pompeja-
num dort gaben mir Stilbilder aus verschie-
denen Jahrhunderten. Zumeist interessierten mich
die romanischen Dome; Gotik kam mir zu ge-
künstelt vor; für Barock hatte ich vorläufig kei-
nen Sinn, ja ich sah bei Kirchenbesichtigungen
geflissentlich über barocke Zutaten, die fast nir-
gens fehlen, hinweg, um das Auge für die ur-
sprünglichen Formen rein zu halten. Ich war []
gewohnt, nicht auf die innere Ausschmückung
die Denkmale, Altäre, Kanzeln, Fenster zu sehen,
sondern zuerst mir den Grundriß klar zu machen,
die Raumgestaltung, die Gliederung der Hallen,
Schiffe, Chöre, Anordnung der Türme, Kapellen,
Emporen, Lettner, Chorumgänge, Orgeleinbau,
Sakristei u. a. Dann erst betrachtete ich mir die
umfüllende Außenarchitektur in Haupt- und
Anbauten, und zuletzt die Ausschmückung
innen und außen. Ich legte Kritik an, und
war selten in Allem einverstanden. Ich är-
gerte mich über den Stil-Mischmasch, den fast
alle alten Kirchen aufwiesen; ich meine
im Inneren der romanischen u. gotischen Bauten
die Renaissance, Barock, Zopf-Zutaten, im Äu-
ßeren die An- u. Ausbauten anderer Stile, als
des Grundbaus, als Beweise der Uneinheitlichkeit.
Ich war nicht [gestrichen: naiv; über der Zeile eingefügt: erfahren] genug, um zu wisssen, daß in
früheren Zeiten gesunder Kunstanschauung je-
der Künstler baute, formte, bildete aus dem Ge-
genwartsbewußtsein seiner Zeit, nicht rückschau-
end in vergangenen Stilarten. Da die großen Do-
me Bauzeiten von Jahrzehnten, Jahrhunderten []
brauchten, nicht eine, sondern 2 - 3 Generationen
daran bauten, ergänzten, änderten, verschön-
ten, jeder Künstler das grade Modernste schuf
u. stiftete, weil er garnicht anders schaffen konn-
te, wollte er ehrlich bleiben, so entstand das
für unsere Augen sonderbare Neben u. Durchein-
ander verschiedener Stile in u. an vielen Kirchen;
ich bin überzeugt, daß die damalige Mitwelt
nicht so empfunden hat, wie wir heute. Ich war
so verbildet, das nicht verstehen zu können, weder
das Zwangsläufige, noch das Reizvolle, das sich
daraus ergibt. Denn in den seltensten Fällen ist
die Zusammenstellung unkünstlerisch. Falsch, sie
pedantisch abzulehnen; richtiger, Geschmack und
Urteil daran zu bilden. Ich muß gestehen, daß mir,
nachdem ich dies eingesehen u. mich eingefühlt
hatte, eine bis ins letzte reinstilige Kirche lang-
weilig, reizlos, ohne Cachet vorkam.


Bis zum Biedermeier baute man aus der Zeit
heraus (Ludwigskirche Darmst[adt], Dreifaltigkeitskirche
Worms u. a.). Von 1870 an beginnt das blödsinnige
Gotisieren u. Romanisieren in allen Städten, Zeug-
nisse einer doktrinären, phrasenhohlen, unschöpfe-[]
rischen Verwirrung, von oben unterstützt,
von unten angehimmelt.


Ich bereiste die Städte allein, war also von Willen
u. Richtung Anderer unabhängig. Ich war im
Schauen u. Beobachten unersättlich, unermüd-
lich, lief herum bei Tag, bei Nacht, nach bestimm-
tem im Voraus überlegtem Plan, der schriftlich
festgelegt wurde. Das Gesehene wurde nachher
durch Studium theoretisch untermauert u. durch
Diskussion mit Künstlern geklärt.


Voll Ergriffenheit stand ich vor romanischen
Bauten in Worms, Speyer, Bamberg, in Goßlar,
Hildesheim, Limburg, voll Bewunderung in u.
vor den Kirchen von Oppenheim, Freiburg, Köln,
Straßburg, Ulm, Basel, Nürnberg, Brüssel, Laon.
Das Barock ist mir erst in Prag erschlossen worden,
wo auf der Kleinseite Palais an Palais steht.
Nachdem ich danach das Würzburger Schloß u.
Wilhelmstal gesehen, auch Augsburg u. Schleis-
heim, wurde ich ganz erfüllt davon, u. war reif,
Dresden, Bamberg, Fulda, Antwerpen zu genie-
ßen. Ich entdeckte in allen Kulturstädten Barock,
u. war überhaupt nun erst im Stande, gute und []
schlechte Bauten aus allen Stilperioden
aus ihrer Zeit heraus zu beurteilen. Zuletzt,
als meine Garnison in der Mark stand, lern-
te ich Backstein u. Klinkerbauten schätzen und
lieben, in Brandenburg, Königsberg/Mark, Klo-
ster Chorin, Hamburg, Bremen, Lübeck, Wis-
mar. Ich hatte schließlich, durch einen Aufent-
halt in Holland bestärkt, sozusagen einen
Narren daran gefressen. Ich baute unser ei-
genes Haus in der Moserstraße aus Klinkern,
die eigens aus Bockhorn in Oldenburg geschickt
werden mußten. Denn das kleine Holländer-
format brennen die Pfungstädter Fabriken
nicht; sie haben weder die dunkle Erde, noch die
heißen Oefen dafür. Ich wählte nicht erste Sor-
te, die natürlich für Treppen u. Bodenbelag ihrer
korrekten Form wegen den Vorzug haben, son-
dern zweiter, ja dritter Sorte, um jene wechseln-
de rauhe Flächenwirkung der schlichten Wände
zu erzielen, mischte die in Aussehen u. Farbe
sehr unterschiedlichen Steine untereinander, und
wählte schwarzen Fug, der eben die perlmutteri-
gen Töne der Steine erst leuchten läßt. Den []
Arbeitern, gewohnt die rechtwinkligen glatten
Seiten der Steine nach außen zu setzen, muß-
ten wir erst mühsam beibringen, daß wir
grade das Entgegengesetzte wünschten. Wie
oft war ich mit Frau und Söhnen Abends am
Bau, um die am Tag gemauerten hübschen
glatten Steine rücksichtslos herauszureißen u.
umzudrehen, bis der Polier endlich kopfschüt-
telnd gehorchte. So haben wir selber mitge
baut. Das Klinkermaterial ergibt zwangs-
läufig nordische Bauart. So erhielt das Äu-
ßere unseres Hauses einen Typ, der in moder-
ner Fassung an niederrheinische Bauten an-
klingt. Es ist ein Giebelbau mit sehr steil ge-
stelltem Dach. Alle Fronten, jede in sich ein ge-
schlossenes künstlerisches Ganzes, sind glattflä-
chig ohne Simse, Verzierungen, Kanten. Oben
läuft eine starke Rolle herum. Die Türe ist ein-
getieft, die Umrahmung betont. Innerhalb des
Mauerwerks sind die Klinkerreihen mannigfach
gegliedert in Stürzen, Zwickeln, Polstern. Das
Dach ist nicht auf-, sondern eingesetzt, von den
beiden hohen Giebeln überragt, deren Form in []
Gaupen sich wiederholen. Die Fenster sitzen
an der Außen, nicht Innenkante der Mauern,
mit tiefen marmornen Fensterbänken, unter
denen die Heizkörper stehen. Die Zimmer grup-
pieren sich um einen Mittelraum, in dem
die kühn geschwungene Haupttreppe von der
Unter- zur Oberdiele führt – der Stolz von Zimmer-
meister Haury. Schlaf- und Waschräume oben,
Balkons nach Süden u. Osten, Terrasse nach dem
architektonisch angelegten Garten mit Obst,
Blumen, Gartenhaus, Bleichplatz. Mansarde
als 3 Zimmerwohnung ausgebildet, zu der die
steinerne Nebentreppe führt. Reichliche Neben-
räume u. großer hoher Speicher.


Die Besprechungen u. Vorarbeiten in engster
Fühlung mit dem Architekt – F[riedrich] Soeder war es –,
die Jahre lang gingen, ergaben genußreiche,
höchst anregende Stunden.


Als ich jung war, lebte nach Mollers Tod so
gut wie kein Architekt in Darmstadt. Die Häu-
ser bauten, auch das väterliche, Bau-Unterneh-
mer, meist tüchtige Zimmermeister. Es entstanden
Zweckbauten, die mit Architektur nichts zu tun []
hatten, während Mollers Zweckbauten auch
nie die künstlerische Linie vermissen ließen.
Später schossen sogenannte Architekten wie
Pilze aus dem Boden, u. wollten alle Künst-
ler genannt werden. Vier davon traten be-
sonders hervor. Pützer, der Erbauer des Bahn-
hofs und der Pauluskirche war ein nüchterner
Konstrukteur ohne künstlerische Begabung.
Buxbaum, der Stadtbaumeister, Erbauer des
Hallenschwimmbades [über der Zeile eingefügt: . u. Waldfriedhofs], ein praktischbegabter Archi-
tekt solider Schulung, wäre bei längerer Amts-
tätigkeit wohl fähig gewesen, bodenständigen
Stadtbau zu fördern. Professor der Hochschule
Meißner, Erbauer der Hypothekenbank, inte-
ressanter Außenarchitekt, im Innenausbau Ver-
sager. Mit Olbrich kam ein junger Meister her,
der anfangs phantastisch-malerisch u. wienerisch
ausschlagend, bald zum wirklich großzügigen
Baukünstler reifte, dennoch uns boden u. art-
fremd blieb. Das Städt[ische] Ausstellungsgebäude u.
der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe sind sei-
ne Hauptwerke. Albinmüller sein Nachfolger,
blieb in allen seinen Bauten des Olbrich u. Roquette-[]
wegs mehr Innenarchitekt, als Baumeister,
obwohl ihm oft eine Lösung auf kleinstem
Raum erstaunlich glückt. Alle versuchten auch
ihren Zweckbauten persönliche Züge [über der Zeile eingefügt: zu] geben. Die
Heutigen sehen davon ab. Sie stülpen, um doch
Billigkeit anzulocken, über eine raffiniert
ausgeklügelte Inneneinrichtung eine dünne
Mauerhülle, die wie Pappdeckel wirkt, u. legen
das Dach drauf; alles aus minderwertigem Back-
stein, Beton, Eisen. Die neueste Großbaukunst ist Kasernenstil.
Eine Ausnahme scheint mir F[riedrich] Soeder zu sein,
der ernsteste, bodenständigste, künstlerischste,
gleichzeitig ein Praktiker durch u. durch. Er hat
u. A. einen großzügigen Plan für Um- u. Aus-
bau der Stadt von mächtigem Ausmaß entwor-
fen u. ein Modell hergestellt. Er sieht vor u. A.:
Aufbau der Stadtkirche zum Dom, als beherr-
schender Mittelpunkt der Stadt, Blickpunkt, Wahr-
zeichen. Aufteilung der Altstadt, Vereinfachung
der Verkehrsstraßen u. Straßenbahnlinien, Verle-
gung öffentlicher Gebäude u. Behörden, der Plätze,
der Denkmäler: ein Millionenobjekt, doch keine
Utopie, wert der Annahme u. Durchführung.

[]


Schriftstellerei

[]


Wie wohl ist dem, der dann u. wann
Sich etwas Schönes dichten kann.

Busch []


Ich habe schon früh versucht, Gedichte zu
verfassen; so muß ich mich wohl ausdrücken,
denn sie kamen mir nicht angeflogen,
sie waren alle Ergebnisse von Fleiß, Anpas-
sung, Geschicklichkeit. Wer hat das nicht
auch getan? Es ist eine Kinderkrankheit;
bösartig nur, wenn der Junge, im Glücks-
fall von den Verwandten angebetet, sich
einbildet, Dichter zu sein oder gar zur werden,
als ob man das könnte. Dergleichen kam
mir nicht bei. Aber ich konnt’ es nie ganz
lassen. Ich besaß die Gabe des Humors,
wie alle Hahns, und hatte Sinn für Reim
u. Versmaß. So wurde ich Familien und
Gelegenheitsdichter. Ich fand mein Feld u.
den Erfolg bei Geburtstagen u. Weihnachten
zu Hause und im Regiment, bei Hochzeiten,
Abschiedsessen, Barbarafesten, Silbernen Hoch-
zeiten u. a.


Ich konnte schon als Schuljunge schöne Briefe
schreiben mit einer „wie gestochenen“ Hand-
schrift. Sie schossen zu Liebeszeiten üppige Triebe.
Ich kultivierte meinen Briefstil. Ich glaube, []
er kann eine persönliche Note [über der Zeile eingefügt: nicht] verleugnen.


Als Kind liebte ich Märchen und Sagen.
Aufs Stärkste wirkte die uns früh gelehrte ger-
manische Götterwelt auf mich ein, u. führte
mich schon als Schüler zur Edda u. Islandsaga.
Die Grimm’schen Märchen mochte ich weniger, als
die Hauff schen u. Andersens, obgleich Ferdinand
Bender mir sie als Kunstmärchen verleiden
wollte. In 1001 Nacht fühlte ich mich erst später
ein, nachdem ich morgenländische Dichtung ken-
nen gelernt, wonach mir schließlich das damit
verwandte, wenig bekannte „Papageienbuch“
noch wertvoller schien. Wilhelm Busch konnte
ich natürlich auswendig. Dagegen haben Reuter
u. Raabe nie Eingang bei mir gefunden, wohl
aber Niebergalls Dialektstücke. Ich war ein flei-
ßiger, konzentrierter Leser, bevorzugte jedoch
schwere, ernste Bücher. Die Romane, die ich gelesen,
kann ich an den Fingern herzählen. Die drama-
tischen Hauptwerke aller Völker z. T. auch ihre
Lyrik studierte ich systematisch; allmählig und
in fortschreitenden Jahren auch die großen Histori-
ker u. Philosophen. Großen Eindruck u. Einfluß []
gewann das Aufsehen erregende Buch: Rem-
brandt als Erzieher, das viele Vorurteile in
mir umstieß. Angeregt durch häufiges Dekla-
mieren in den Lehrstunden u. an Schulfeiern
kam ich der Literatur immer näher. An Schiller
hatten wir in der Schule genug; ich las den gan-
zen Shakespeare, am oftesten „Hamlet“ u. “Lear”.
Lessing mochte ich garnicht, glaube, daß er als
Dichter überschätzt wird, u. als Kritiker arg da-
nebengehauen hat; die Klinge, die er führte, frei-
lich bleibt bewundernswert. Zu Schiller, nicht
zum ganzen, sagen wir zur guten Hälfte, bin
ich erst im Alter zurückgekehrt. Inzwischen war
mir Goethe alles, als Dichter, wie als Mensch. Ich
gehöre, glaube ich, zu den Wenigen, die seine „Wahl-
verwandtschaften“ öfter „Wilhelm Meister“, u. zwar
auch die Wanderjahre mit ihren sonderbaren Gestal-
ten immer wieder gelesen haben. Kleist war ganz
mein Mann, Hebbel steht mir nahe, nicht warm, doch be-
wundert, aus Grillparzer machte ich mir nichts,
wiewohl ich seine „Jüdin“ u. „Weh dem, der lügt“ mit
Kainz u. der Sorma in Berlin sah, wonach ich der
Sorma einen glühenden Brief schrieb, den sie mir, []
kleinem Leutnant, mit einem Autogramm
beantwortete.


Durch Beschäftigung mit morgenländischer
Lyrik, deren virtuose Reim, Form u. Wortbeherr-
schung in Übersetzungen von Rückert u. Daumer
mich entzückten, kam ich auf Platen, den
so wenige kennen. So gewann ich das Hand-
werkszeug für meine kleinen Machwerke u.
fühlte mein Verständnis für die Dichtkunst über-
haupt geweckt. Das kam mir zugut, als ich
in Berlin in den Kreis Dehmel trat, der die Re-
formation der Lyrik auf seine Fahne geschrieben
hatte. Ich hätte sonst nie so schnell Liliencron,
Dehmel, Falke, George u. alle Neuerer verstehen
können. In diesem Dichter und Künstlerkreis ent-
hüllte es sich mir, wie es in ihren Seelen aussieht.
Die inneren Kämpfe, Verwirrungen u. Beglück-
ungen, Aufregungen und Vereinsamungen, de-
nen ihr Leben u. Treiben ausgesetzt ist, wobei
oft aus kleinsten Begebenheiten oder plötzlichen
Eingebungen stärkste Gedichte herausspringen, –
oder erst nach langem qualvollem Ringen und
Reifen geformt werden, alles habe ich mit-[]
erleben können. Manchmal wurden später b
erühmt gewordene Strophen in meiner Gegen-
wart niedergeschrieben. Ich stand mit Dehmel
in Briefwechsel; in der Ausgabe seiner Briefe
ist ein besonders schöner an mich enthalten.
Die Wildenbruch-Aera war überwunden. Auf
Sudermann fiel ich wie Alle, herein, war aber
bald geheilt. Gerhard Hauptmanns Realistik
siegte. Um so erstaunter waren wir in der
Uraufführung der „Versunkenen Glocke“ über
den romantischen Rückfall. Wedekind stieß
mich ab, imponierte mir aber. Strindberg war
mir interessant, aber zu zerfahren. Wenn
Romantik, dann lieber gleich Maeterlinks
„Pelleas u. Melisande,“ das sich vorgelesen, wun-
dervoll anhört, auf der Bühne mit Debussys
Musik zerfließt.


Was Epik betrifft, so konnte mir die philist-
ische Schullektüre doch Homer nie verderben.
Rud[olf] Alex[ander] Schröder hat ihn so herrlich übersetzt.
Das Nibelungenlied trat mir in seiner Kraft
u. der Wucht seiner letzten Abschnitte erst ent-
gegen, als ich es im Krieg auf der 6 tägigen []
Eisenbahnreise von der Champagne bis
Osterlenka in einem Zuge durchlas. Mit
Miltons „verlorenem Paradies“ und Byrons Haupt-
werken war ich vertraut. Von Franzosen
war mir Viktor Hugo zuwider, von Zola,
Maupassant, Balzac, Flaubert hatte ich man-
ches nicht ohne Vorbehalte gelesen. In der
Fachliteratur wurde selbstredend Friedrich der
Große, Clausewitz, Moltke, Schlieffen erns-
tlich studiert. Von Historikern Ranke, Tritschke,
Sybel, v. Hofmann, von Politikern eigentlich
nur Bismarck.


Meine Bücherschränke füllten sich mehr und
mehr; ich freue mich an der Vielseitigkeit
ihres Inhalts.


In den Jahren kurz vorm Krieg und in der
Nachkriegszeit hielt ich mich auf dem Laufen-
den. Außer der Weiterentwicklung Gerhard Haupt-
manns, die mir vielseitig, aber etwas steril vor-
kommt, und dem Aufschwung Stefan Georges zu
freilich schwer zugänglicher, etwas verstiegener
Höhe, sehe ich bisher kein Genie, nur Talente u.
Konjunktur-Poeten. Die erste Intendanz von []
Gustav Hartung hat uns mit dem revolutio-
nären Dichterkreis um F[ritz] von Unruh hinreichend
bekannt gemacht. Mußte ich diesen ablehnen,
so konnte ich doch die starke motorische, freilich
skrupellose Kraft dieses Intendanten und sein
selten fehlgreifendes Spürtalent nicht ver-
kennen.


So bin ich glücklich beim Theater gelandet,
mit dem mich 12 Nachkriegsjahre sehr eng ver-
binden sollten. Das kam folgendermaßen.


Im Jahre 1922 erhielt ich ohne Bewerbung
von der Firma Wittich den Auftrag, die Opern-
kritik im Darmstädter Tagblatt zu übernehmen.
Ich willigte ohne Bedenken ein. In diesem er-
freulichen, wie ehrenvollen Auftrag schlossen sich
alle meine Begabungen zu einer Tätigkeit
zusammen, für mich aufschlußreich u. schöpfe-
risch gestaltbar, in der Oeffentlichkeit aufbau-
end und führend. Von Jugend auf mit dem
Theater verwachsen, über Musik in Konzert und
Oper unterrichtet, in Kunstdingen in vorderster
Linie stehend, im Sprechen u. Schreiben vorberei-
tet u. erfahren, durfte ich meinen Kenntnissen []
Fähigkeiten, Erfahrungen vertrauen. Ich
kannte viele Bühnen, viele Künstler, führen-
de Bühnenmänner. Ich hatte Aufführungen
in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Kassel, Karls-
ruhe, Stuttgart, München, Dresden, Berlin ge-
sehen, und war 4 mal in Bayreuth.


Der vielseitige Musikmensch, Lehrer, Dozent,
Dirigent, Gelehrter, also der hochverehrte Musik-
fachmann ist m[eines] E[rachtens] ein schlechter Opernkriti-
ker. In der Regel – es gibt natürlich Ausnah-
men – fehlt ihm Allgemeinbildung, Vielseitig-
keit, Objektivität und die Kenntnis der eigen-
tümlichen Atmosphäre, die ein Theater ein u.
ausströmt. Was muß der Opernkritiker nicht
alles kennen u. zu beurteilen verstehen!


Als da sind: Geschichte der Oper u. ihre besonde-
ren Lebensgesetze, Wesen der Orchester, Vokal-
musik u. Instrumentation, Grundsätze der
Stimmbildung u. Gesangskunst, Wert des Lib-
rettos, Aufgaben der Inszenierung, Beleuchtung,
Projektion u. a.


Ich nahm die Aufgabe nicht leicht, u. benutzte
die Sommerpause, um mich theoretisch vorzubereiten. []
Das Amt war beschwerlich, da Nachtkritik ver-
langt war. Doch ich bekam Routine. Vorher
Einsicht in Stoff, Text, Partitur; in der Vorstel-
lung gespannte Ohren u. Augen, ohne an Ge-
nuß zu denken, nach ihr straffe Sammlung zur
Urteilsformulierung, rasche Niederschrift.
Wie oft widerfuhr es mir zu Anfang, daß mir
auf dem Heimweg von der Druckerei ein passsen-
deres Wort, eine treffendere Formulierung ein-
fiel, aber es war zu spät, schon klapperte die
Setzmaschine. Die Besprechungen durften nie
langweilig werden. Wer nur lobt, wird lang-
weilig, u. bald überhaupt nicht mehr gelesen.
Ich prüfte mein Urteil im Vergleich, durch Be-
such der Nachbar-Opernbühnen. Ich machte nicht
Schmus mir meinen Kollegen der anderen Zei-
tungen. Ich las Musikzeitschriften, studierte
Musikgeschichte, Fachbücher u. Partituren weiter.
Ich versuchte grade bei schon 100 mal aufgeführ-
ten Stücken jedesmal etwas Anderes, weniger
Bekanntes auszusagen, sei es aus dem Leben
des Schöpfers, der Art der Entstehung des Werks,
oder seiner Zeit, den Typen der Rollen, dem []
Stil der Musik, der Form des Texts, der Art
des Stoffs; ich gab Einführungen, Vorbesprech-
ungen, Jahresüberblicke. Ich haßte das Jour-
nalistendeutsch, ebenso das lehrhafte Besser-
wissen, die phrasenreiche Fachsimpelei. Ich
schrieb von der Leber weg, persönlich ja oder
nein, in kurze Sätze gedrängt. Mein Stil
war überall bekannt, erkennbar auch ohne
Unterschrift. Wie ich erfuhr, haben Viele, die
nie ins Theater gingen, meine Kritiken
ästhetisch genossen. Ich blieb natürlich nicht
ohne Anfeindung. Die meisten Beschwerden
konnte ich entkräften oder versöhnend besei-
tigen. Mein Urteil wurde mit den Jahren
zutreffender und begehrter. Vieles, was ich vo-
raussagte, traf ein. Gefürchtet war ich eigent-
lich nicht, aber Manschetten hatten sie alle
vor mir. Der wirkliche Künstler u. der was
konnte, hatte es immer gut bei mir. Zeugnis
dafür ist, daß viele Jahre hindurch fast alle
Solisten, Dirigenten, Regisseure in unserem
Hause vertrauensvoll verkehrten, ja oft unge-
laden vorsprachen, um sich Rat od. Trost zu []
holen. Künstlerverkehr ist mir von je der
liebste gewesen u. leicht gefallen. Jeder fühlte
die gleiche Plattform. Das Völkchen ist nervös,
überschwänglich mal, mal niedergeschlagen,
jeder Stimmung unterworfen, aber leicht zu füh-
ren, wenn man sie wie Kinder behandelt.
Es gab ausgelassene Stunden mit ihnen.


Ich kannte das Darmstädter Theater seit
den [18]80er Jahren u. habe ein gut‘ Teil seiner
Geschichte miterlebt. Unter Direktor Wünzer
blühte das Schauspiel. Er selbst war ein unver-
geßlicher Tell, Götz, Kreon, Wallenstein. Im
Ensemble: Wagner, Edward, die Berl, Ethel, die
Kramer, Butterweck, Franke vor allem Werner,
der Wünzers Nachfolger wurde; auch er ein
vortrefflicher Jago Mephisto, Richard III., Franz.
Unter ihm die Eichelsheim, Conradi, Hacker.


Die Oper stand bei beiden unter de Haan, Reh-
bock, Kaiser. Das Opernensemble z. T. schon da-
mals recht verjudet: Bär Weber Riechmann,
Hofmüller, die Roth, Finkelstein, Steinmann,
später: Hettstedt, Stury, Feßler Bucar, Basil, die
Neumeyer, Frank, Milena, Santa, Egli, Borchers. []
Kaschowska, Rödiger, Kapust, Jungk, Spemann.
Unter Intendant Eger kurz vorm Krieg
kam alsdann Weingartner nebst Ottenheimer,
aber nur kurze Zeit. Wie es von 1913 - 18 aus-
sah, weiß ich nicht. Als ich [19]19 wiederkam,
war unter Krätzer, dann Hartung Michael
Balling als Generalmusikdirektor berufen wor-
den, an dessen Seite bald Rosenstock trat: eine
ideale Lösung: zwei grundverschiedene, beide
in ihrer Art ausgezeichnete Musiker u. Dirigen-
ten, Balling sogar als Bayreuther von Welt-
ruf. Sie ergänzten sich herrlich. Balling brachte
den ganzen Wagner u. Weber z. T. auch Verdi,
u. zwar jetzt das Zwischenwerk „Maskenball“ u.
die späten „Othello“ u. „Falstaff“. Rosenstock Mozart:
„Figaro, Cosi [fan tutte], Zauberflöte“ und Richard Strauß:
„Salome, Elektra, Ariadne, Rosenkavalier“.
Unter Intendant Ebert wurde Rosenstock als-
dann General. Er brachte atonale Musik zur
Diskussion mit Hindemiths „Cardillac“ und
Strawinskis „Geschichte des Soldaten“, letzterem ich
mich ablehnend gegenüber verhalten mußte.
Die zweite Hartung-Intendantenzeit brachte []
Dr. Karl Böhm an die Spitze, der wieder Wag-
ner bevorzugte, aber auch Verdis „Macht des Schick-
sals“ aufführte, ja sogar Bergs „Wozzek“, den ich
zerpflückte. Das Ensemble war hervorragend:
Grahl, Draht, Almeroth, Herrmann, Tibaldi, Kom-
regg, Bischoff, Albrecht, v. Stosch, Müller-Wischin, Wal-
ter, Landwehr, Kienzl, Varena, Vogt, Mitrovic, Kapper.
Und Bühnenarchitekten Pilartz, Schenk, Rein-
king. Als Böhm nach Hamburg kam, machten
sich die Kapellmeister Zwißler u. Schmidt-Isser-
stedt den Rang streitig – einer so gut wie der
andere, sehr verschieden in ihrer Art.


Balling, schon alt, studierte nicht viel ein, holte alles
improvisatorisch am Abend selbst heraus; Rosenstock stu-
dierte bis auf kleinste Nuancen, nichts dem Zufall über-
lassend; Böhm, ohne den kleinsten Fehler durchzulassen,
war der überschäumende Wiener Musikant; Isserstedt
hatte die korrekte große Linie, Zwißler die tempera-
mentvolle Kleinarbeit. Nach diesen 5 Meistern des Takt-
stocks erhielt unsere Oper zuletzt in K. Fridrich lediglich
einen Taktschläger, demzufolge Orchester u. Bühne um
so rascher u. tiefer absanken, als ein interesse- u. macht-
loser Intendant – nach Prasch, Everth – das frühere []
künstlerische Niveau zu halten sich unfähig erwies.
Ich setzte mich für eine endlich sachgemäße, wür-
dige Wagner-Inszenierung durch Strohbach ein, so-
dann für den späten Verdi u. Rich[ard] Strauß.


Die Kritikertätigkeit brachte mit [über der Zeile eingefügt: lange Zeit] viel Freude u.
Anerkennung. Dazu die Annehmlichkeiten: zwei
Plätze zu jeder Oper, auch Wiederholungen, fürs
Schauspiel bei diesen, Freiplätze für alle Konzerte
jeder Art. Wir haben es reichlich genossen!


Plötzlich riß sie ab. Die Schriftleitung löste mit
meinem Einverständnis meine Verpflichtung we-
gen eines an sich bedeutungslosen Zwischenfalles.
Ein Vollblüter scheitert nie an schwerem Hindernis,
sondern strauchelt über den kleinen Stein am Bo-
den – Das Ausscheiden war mir nicht unlieb.
Der politische Umsturz hatte augenblicklich eine
Atmosphäre gebracht, in der meine Kritik meine Auf-
fassung von Kunst u. Künstlern, von Beruf u. Führung
des Theaters u. der Oper nicht gedieh. Ich hatte die Lust
u. den Boden verloren, und setzte mich zur Ruhe.
Näheres schrieb ich in meinen Erinnerungen an die
Darmstädter Oper 1878-1935.

1155

Auszug aus einem Gedicht von Johann Wolfgang v. Goethe, aus: West-Östlicher Divan (Gedichte: Sprichwörtlich | Goethe (textlog.de))

1156

Goethe, Johann Wolfgang v.: West-östlicher Divan, umfangreichste Gedichtsammlung Goethes (erschienen 1819, erweitert 1827), durch Werke des persischen Dichters Hafis inspiriert (West-östlicher Divan – Wikipedia)

1157

Wilhelm Busch, Bildergeschichten Dideldum! Der Mauwurf, 1874 (Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verb... (aphorismen.de)

1158

Darmstadt, Schmidtsche Akademie: 1857 gegründet von Philipp Carl Schmidt (1826-1909), Geiger an der großherzoglichen Hofkapelle, 1878 „Philipp Schmitt’sche Academie für Tonkunst“ in der Elisabethenstraße Nr. 36, Ecke Zimmerstraße (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/a/akademie-fuer-tonkunst.html)

1159

Meister, Elisabethe geb. Orth (1825-1899)

1160

Möglicherweise Kuhlmann, Bertha (1860-1928), Lehrerin in Darmstadt (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 550/5)

1161

Hickler, Lili (1885-1977), Geigerin, Musikpädagogin und Komponistin in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/h/hickler-gustav.html)

1162

Hahn, Marie v. geb. v. Rotsmann (1860-1932), Cousine Heinrich v. Hahns

1163

Wittich, Marie (Mariechen) geb. v. Hahn (1873-1966), Schwester Heinrich v. Hahns

1164

Müller, Richard, 1888 Hofmusiker Hofoper Darmstadt (HStAD, S 1 Müller, Richard) oder Müller, Georg, Hofmusiker Hofoper Darmstadt (HStAD, S 1 Müller, Georg))

1165

Schiedmayer: Name einer deutschen Instrumentenbauer-Familie, seit 1735 als Hersteller von Tasteninstrumenten tätig (https://de.wikipedia.org/wiki/Schiedmayer)

1166

Händel, Georg Friedrich (1685-1759), deutsch-britischer Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel)

1167

Haydn, Joseph (1732-1809), Komponist
(https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Haydn)

1168

Mozart, Wolfgang Amadeus (1746-1791), österreichischer Musiker und Komponist (Wolfgang Amadeus Mozart – Wikipedi))

1169

Beethoven, Ludwig van (1770-1827), Pianist und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven)

1170

Schumann, Robert (1810-1856), Komponist, Musikkritiker und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Schumann)

1171

Mendelssohn- Bartholdy (1809-1847), Komponist, Pianist und Organist (https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Mendelssohn_Bartholdy)

1172

Weber, Karl Maria v. (1786-1826), Komponist, Dirigent und Pianist (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Maria_von_Weber)

1173

Spontini, Gaspare (1774-1851), italienischer Komponist und Dirigent
(https://de.wikipedia.org/wiki/Gaspare_Spontini)

1174

Bellini, Vincenzo (1801-1835), italienischer Komponist
(https://de.wikipedia.org/wiki/Vincenzo_Bellini)

1175

Gounod, Charles (1818-1893), französischer Komponist
(https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Gounod)

1176

Meyerbeer, Giacomo (1791-1864), Komponist
(https://de.wikipedia.org/wiki/Giacomo_Meyerbeer)

1177

Niemann, Albert (1831-1917), Opernsänger und Wagner-Interpret (https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Niemann_(S%C3%A4nger))

1178

Chopin, Frédéric (1810-1849), polnisch-französischer Komponist, Pianist und Klavierpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Chopin)

1179

Liszt, Franz (1811-1886), Komponist, Pianist, Dirigent, Musiklehrer, Theaterleiter und Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Liszt)

1180

Brahms, Johannes (1833-1897), Komponist, Pianist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Brahms)

1181

Schubert, Franz (1797-1828), österreichischer Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schubert)

1182

Rubinstein, Anton (1829-1894), russischer Komponist, Pianist u. Dirigent und Bruder Nikolai Rubinstein
(1835-1881), Pianist, Dirigent, Musikpädagoge und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Grigorjewitsch_Rubinstein)
(https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Grigorjewitsch_Rubinstein)

1183

Heller, Stephen (1813-18888), ungarischer Komponist und Pianist
(https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Heller)

1184

Field, John (1782-1837), irischer Komponist, Pianist und Klavierpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/John_Field)

1185

Hiller, Ferdinand v. (1811-1885), Komponist, Dirigent und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_von_Hiller)

1186

Lassen, Eduard (1830-1904), Komponist und Dirigent
(https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Lassen)

1187

Bach, Johann Sebastian (1685-1750), Komponist, Kantor, Orgel- und Klaviervirtuose (https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach)

1188

Meister, Balthasar (1825-1895), Hautbpoist im Hoforchester (HStAD, G 18 Nr. 109/8)

1189

Orth, Louise, verh. Jaide, auch Jaide-Schlosser (1842-1914), Opernsängerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Jaide)

1190

Jaide, Toni (Antonia)

1191

Becker, August (1866-1951), Oberbaurat in Darmstadt (HStAD, O 59 Becker Familie (Gliederung))

1192

Becker, Ernst Dr. phil. (1826-1888), Geheimer Kabinettsrat in Darmstadt (HStAD, O 59 Becker Familie (Gliederung))

1193

Darmstadt, Saalbau: städtischer Saalbau, 1873 eröffnete Festhalle (Ecke Riedesel- und Saalbaustraße, heute Stauffenbergstraße) (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/f/festhallen.html)

1194

Haan, Willem de (1849-1930), Pianist und Hofkapellmeister am Hoftheater Darmstadt
(https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/f/festhallen.html)

1195

Schmidt, Gustav (1816-1882), Komponist und Hofkapellmeister in Darmstadt
(https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/f/festhallen.html)

1196

Neswadba, Joseph (+ 1876), Hofkapellmeister in Darmstadt (HStAD, G 28 Darmstadt Nr. F 2346/12a)

1197

Mangold, Carl Amand (1813-1889), Komponist und Dirigent aus Darmstadt
(https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Amand_Mangold)

1198

Mayr-Olbrich, Antonie, (1842-1912), Opernsängerin (Sopran) aus Darmstadt
(https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6578688&icomefrom=search)

1199

Fillunger, Marie (1850-1930), österreichische Opernsängerin
(https://en.wikipedia.org/wiki/Marie_Fillunger)

1200

Spieß, Hermine (1861-1893), Konzertsängerin (https://www.deutsche-biographie.de/sfz80739.html)

1201

Messchaert, Johannes (auch John, Johan) (1857-1922), holländischer Opernsänger (Bariton) und Vokalpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Messchaert)

1203

Bender, Ferdinand Dr. (1847-1891), Philologe, Dichter, Komponist und Chorleiter in Darmstadt
(https://www.lagis-hessen.de/pnd/116480832X)

1204

Pauer, Ernst v. (1826-1905), österreichischer Pianist, Komponist, Musikpädagoge und –theoretiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Pauer_(Musiker))

1205

Pauer, Max v. (1866-1945), Pianist und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_Pauer)

1206

Bülow, Hans Freiherr v. (1830-1894), Klaviervirtuose, Dirigent und Kapellmeister (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_B%C3%BClow)

1207

Darmstadt, Richard-Wagner-Verein: Der Verein wurde 1889 von Major Karl Selzam gegründet und konnte v. a. durch Arnold Mendelssohn durch eine musikalische Öffnung über das Werk Wagners hinaus groß werden. Zusammen mit Hermann Sonne und Heinrich v. Hahn entwickelte sich der Verein zu einem der wichtigsten Musikveranstalter der Stadt. (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/r/richard-wagner-verein.html)

1208

Albert, Eugen d‘ (1864-1932), Komponist und Pianist (https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_d%E2%80%99Albert)

1209

Risler, Edouard (1873-1929), französischer Pianist (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89douard_Risler)

1210

Lamond, Frederic (1868-1948), schottischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Frederic_Lamond)

1211

Heyl zu Herrnsheim, Maximilian v. (1844-1925), Berufssoldat, seit 1876 mit Ehefrau Doris im Besitz des Riedeselschen Gartens mit Herrenhaus in Darmstadt, ab 1890 der Stadtvilla „Heylshof“ in der Weyprechstraße in Darmstadt mit Kontakt zum großherzoglichen Hof (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/h/heyl-zu-herrnsheim-maximilian-von.html)

1212

Remmert, Martha (1853-1941), Pianistin (https://de.wikipedia.org/wiki/Martha_Remmert)

1213

Ansorge, Konrad (1862-1930), Pianist, Komponist und Musikpädagoge (https://www.deutsche-biographie.de/pnd116014326.html)

1214

Schnabel, Artur (1882-1951), österreichischer Pianist und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Artur_Schnabel)

1215

Verdi, Guiseppe (1813-1901), italienischer Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Verdi)

1216

Rossini, Gioachino (1792-1868), italienischer Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Gioachino_Rossini)

1217

Puccini , Giacomo (1858-1924), italienischer Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Giacomo_Puccini)

1218

Wagner, Richard (1813-1883), Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent
(https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wagner)

1219

Neumann, Angelo (1838-1910), Opernsänger und Theaterintendant (https://de.wikipedia.org/wiki/Angelo_Neumann)

1220

Bayreuth, Wagner-Festspiele: Die ersten Festspiele begannen am 13. August 1876 und waren ein finanzieller Misserfolg: es verblieben Schulden in Höhe von 148000 Mark, so dass die nächsten Festspiele erst 1882 ausgerichtet werden konnten. (https://de.wikipedia.org/wiki/Bayreuther_Festspiele)

1221

Brandt, Marianne (1842-1921), österreichische Opernsängerin und Gesangspädagogin (https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Brandt_(S%C3%A4ngerin))

1222

Andrade, Francisco d‘ (1859-1921), portugiesischer Opernsänger (https://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_d%E2%80%99Andrade)

1223

Strauß, Richard (1864-1949), Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Strauss)

1224

Balling, Michael (1866-1925), Generalmusikdirektor Landestheater Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Balling)

1225

Weingartner, Felix (1863-1942), österreichischer Dirigent, Komponist, Pianist und Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Weingartner)

1226

Rosenstock, Joseph (1895-1985), Komponist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Rosenstock)

1227

Reger, Max (1873-1916), Komponist, Organist, Pianist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Reger)

1228

Bruckner, Anton (1824-1896), österreichischer Komponist, Organist und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Bruckner)

1229

Mahler, Gustav (1860-1911), österreichischer Komponist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Mahler)

1230

Bölling, M.: Musikalienhandlung, Inhaber Moritz Bölling, Casinostraße 30 in Darmstadt (Adressbuch Darmstadt 1894, S. 19)

1231

Leonhardi, Hugo Freiherr v. Dr. jur. (1864-1922), Oberhofmeister in Darmstadt (HStAD, S 1 Leonhardi, Hugo v.)

1232

Busoni, Ferruccio (1866-1924), italienischer Pianist, Komponist, Librettist, Essayist, Dirigent und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Ferruccio_Busoni)

1233

Rosental, Manuel (1904-2003), französischer Komponist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Manuel_Rosenthal)

1234

Berlioz, Hector (1803-1869), französischer Komponist und Musikkritiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Hector_Berlioz)

1235

Ochs, Siegfried Prof. (1858-1929), Dirigent und Komponist
(https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Ochs)

1236

Selzam, Eduard (1828-1889), Oberleutnant in Darmstadt (HStAD, S 1 Selzam, Eduard)

1237

Ungern-Sternberg, Reinhold Freiherr v. (1860-1914), Kammerherr in Darmstadt (HStAD, S 1 Ungern-Sternberg, Reinhold v.)

1238

Heinrich v. Hahn, Geschichte des Richard Wagner Vereins 1889-1925, Manuskript, gebunden, 93 Seiten: (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 94)

1239

Sonne, Hermann (1865-1928), Oberkonsistorialsekretär in Darmstadt (HStAD, S 1 Sonne, Hermann)

1240

Mendelssohn, Arnold Prof. Dr. h. c. (1855-1933), Komponist, Musiklehrer, Kirchenmusikermeister, Musiker und Gymnasiallehrer am Neuen Gymnasium in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Mendelssohn)

1241

Wolf, Hugo (1860-1903), österreichischer Komponist und Musikkritiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Wolf)

1242

Pfitzner, Hans (1869-1949), Komponist, Dirigent und Autor (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Pfitzner)

1243

Humperdinck, Engelbert (1854-1921), Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_Humperdinck)

1244

Othegraven, August v. (1864-1946), Komponist und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Othegraven)

1245

Schillings, Max v. (1868-1933), Komponist, Dirigent und Theaterintendant (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_Schillings)

1246

Blech, Leo (1871-1958), Komponist und Dirigent https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Blech

1247

Hausegger, Siegmund v. (1872-1948), österreichischer Komponist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Siegmund_von_Hausegger)

1248

Vrieslander, Otto (1880-1950), Komponist, Pianist, Musikforscher und –pädagoge (https://www.deutsche-biographie.de/gnd117452319.html)

1249

Zilcher, Hermann (1881-1948), Komponist, Pianist, Dirigent und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Zilcher)

1250

Sommer, Hans (1837-1922), Komponist und Mathematiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Sommer_(Komponist,_1837))

1251

Vollerthun, Georg (1876-1945), Komponist, Dirigent und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Vollerthun)

1252

Scheinpflug, Paul (1875-1936), Komponist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Scheinpflug)

1253

Kienzl, Wilhelm (1857-1941), österreichischer Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Kienzl)

1254

Schoeck, Othmar (1886-1957), Schweizer Komponist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Othmar_Schoeck)

1255

Kaun, Hugo (1863-1932), Komponist, Dirigent und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Kaun)

1256

Weismann, Julius (1879-1950), Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Weismann)

1257

Zerny, Frieda geb. Zimmer, verh. Hallwachs (1864-1917), Opernsängerin (Mezzosopran) (https://de.wikipedia.org/wiki/Frieda_Zerny)

1258

Senff, Richard (1858-1932), Gesangspädagoge, Dirigent und Komponist in Darmstadt (https://lessing.ub.uni-duesseldorf.de/name/view/11399956)

1259

Santa, Melanie Edle v. Rozmer, verh. Sonne (* 1866), österreichische Sängerin (HStAD, S 1 Sonne, Hermann)

1260

Weilhac, Pauline Rebekka (1858-1946), österreichisch-deutsche Opernsängerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Pauline_Mailhac)

1261

Ende-Andriessen, Pélagie geb. v. Sthamer-Andriessen (1860-1935) (auch Greef-Andriessen), Opernsängerin (Sopran, Alt) aus Wien (https://bmlo.de/g0606)

1262

Reuss-Belce, Luise (1862-1945), österreichisch-deutsche Opernsängerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Luise_Reuss-Belce)

1263

Rocke-Heindl, Anna (1867-1963), Opernsängerin und Gesangspädagogin (https://www.leo-bw.de/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/116578602/Rocke-Heindl+Anna)

1264

Metzger-Lattermann, Ottilie, verw. Froitzheim (1878-1943), Opernsängerin und Gesangslehrerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Ottilie_Metzger)

1265

Schauer-Bergmann, Martha, Opernsängerin, um 1903 tätig (https://performance.musiconn.de/person/schauer-bergmann-martha)

1266

Huhn, Charlotte (1865-1925), Opernsängerin (Alt) (https://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Huhn_(S%C3%A4ngerin))

1267

Klupp, Olga verh. Fischer (1879-1956), Opernsängerin (https://www.deutsche-biographie.de/gnd118533193.html)

1268

Culp, Julia (1880-1970), Opernsängerin (Mezzosopran) (https://de.wikipedia.org/wiki/Julia_Culp)

1269

Cahier, Charles Madame geb. Sara Jane Layton Walker (1870-1951), Lied- und Opernsängerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Mme._Charles_Cahier)

1270

Debogis, Marie-Luise (1879-1950), Pianistin und Opernsängerin (Sopran) https://fr.wikipedia.org/wiki/Marie-Louise_Debogis

1271

Schabbel-Zoder, Anna (1882-), Kammersängerin (https://www.wikidata.org/wiki/Q95207888)

1272

Wedekind, Erika (1868-1944), Opernsängerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Wedekind)

1273

Matzenauer, Margarethe verh. Preuse-Matzenauer (1881-1963), Opernsängerin (Mezzosopran) (https://www.isoldes-liebestod.net/Isolden_ohne_Liebestod/Matzenauer_Margarete.htm)

1274

Onégin, Sigrid (1880-1943), Opernsängerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Sigrid_On%C3%A9gin)

1275

Reichmann, Theodor (1849-1903), Opernsänger (https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Reichmann)

1276

Plank, Fritz (1848-1900), Opernsänger (https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Plank)

1277

Burgstaller, Alois (1871-1945), Kammersänger (https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Burgstaller)

1278

Forchhammer, Ejnar (1868-1928), dänischer Opernsänger (https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4282)

1279

Heß, Ludwig (1877-1944), Opernsänger und Komponist (https://kalliope-verbund.info/de/eac?eac.id=11676855X)

1280

Wüllner, Ludwig (1858-1938), Konzert- und Opernsänger, Schauspieler sowie Rezitator (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_W%C3%BCllner)

1281

Possart, Ernst v. (1841-1921), Schauspieler (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Possart)

1282

Thode, Henry (1857-1920), deutscher Kunsthistoriker aus Kopenhagen (https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Thode)

1283

Wolzogen, Ernst v. (1855-1934), Schriftsteller, Verlagslektor und Gründer eines der ersten literarischen Kabarette in Deutschland (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Wolzogen)

1284

Conrad, Michael Georg (1846-1927), Schriftsteller (https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/conradmg.html)

1285

Neitzel, Otto (1852-1920), Komponist, Pianist, Musikschriftsteller, Journalist und Hochschullehrer (https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Neitzel)

1286

Kwast-Hodapp, Frieda (1880-1948), Pianistin in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Frieda_Hodapp)

1288

Ripper, Alice (1889-), Pianistin (https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Ripper)

1289

Kleeberg, Clotilde (1866-1909), französische Pianistin (https://de.wikipedia.org/wiki/Clotilde_Kleeberg)

1290

Ney, Elly (1882-1968), Pianistin (https://de.wikipedia.org/wiki/Elly_Ney)

1291

Friedberg, Carl (1872-1955), Pianist (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedberg)

1292

Godowski, Leopold (1870-1938), Pianist und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Godowsky)

1293

Backhaus, Wilhelm (1884-1969), Pianist (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Backhaus)

1294

Pembaur, Josef (1875-1950), österreichischer Pianist und Komponist oder Karl Pembaur (1876-1939), Komponist, Chorleiter und Kirchenmusiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Pembaur)

1295

Havemann, Gustav (1882-1960), Geiger, 1933-1935 Leiter der „Reichmusikerschaft“ in der Reichsmusikkammer (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Havemann)

1296

Soldat-Röger, Marie (1863-1955), Violinen-Virtuosin (https://de.wikipedia.org/wiki/Marie_Soldat-R%C3%B6ger)

1297

Geyer, Stefi (1888-1956), ungarische Violinistin (https://de.wikipedia.org/wiki/Stefi_Geyer)

1298

Marteau, Henri (1874-1934), deutsch-französischer Geiger und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Marteau_(Geiger))

1299

Peschnikoff, Alexander Prof. Dr. (1873-1949), deutsch-russischer Geiger und Komponist (https://www.deutsche-biographie.de/pnd116134771.html)

1300

Klengel, Julius (1859-1933), Cellist und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Klengel)

1301

Grümmer, Paul (1879-1965), Cellist (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Gr%C3%BCmmer)

1302

Mehmel-Quartett: Darmstädter Streichquartett seit 1899 mit Fritz Mehmel (1861-1929), Gustav Spohr, Richard Senff; Albert Dietrich, Willy Volke, Fritz Brückmann, August Weyns, Emil Andrae (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/k/kammermusik.html )

1303

Triester Streich Quartett: mit Jancovich, Viezzoli, Baraldi und Dudovich (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Das_Triester_Quartett.jpg)

1304

Steindel-Quartett: (Albin Steindel, Vater Steindel, Max und Bruno Steindel) aus Stuttgart (https://sannapederson.oucreate.com/blog/archives/2136)

1305

Böhmisches Quartett: eine seit 1892 reisende Kammermusikvereinigung, begründet von vier am Prager Konservatorium ausgebildeten Musikern, von denen der Violoncellist Otto Berger (1873-1897) krankheitsbedingt ausschied, worauf Hans Wihan (* 1855) an dessen Stelle trag, seit 1888 Lehrer am Prager Konservatorium. Erster Geiger war Karl Hoffmann (* 1872), zweiter Geiger Joseph Suk (* 1874), Violaspieler Oskar Nebdal (* 1874) aus: Meyers Großes Konversations-Lexikon (https://www.mgg-online.com/article?id=mgg01744&v=1.0&rs=mgg01744)

1306

Brüsseler Quartett: Streichquartett aus Brüssel (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Streichquartett-Ensembles)

1307

Sevcík-Lhotský Quartett: Streichquartett aus Prag (Bohuslav Lhotský, Karel Procházka, Karel Moravec, Bohuslav Váska) von 1903 bis in die 1930er Jahre (https://en.wikipedia.org/wiki/%C5%A0ev%C4%8D%C3%ADk-Lhotsk%C3%BD_Quartet)

1308

Leipziger Gewandhausquartett unter Leitung von Konzertmeister Henri Petri (1856-1914), niederländischer Violinist (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewandhaus-Quartett)

1309

Post-Quartett: Streichquartett unter Leitung von Willy Post (+ 1947), Konzertmeister im Orchester der „Palmgarten-Gesellschaft“ in Frankfurt am Main, 10 Jahre erster Geiger des Streichquartetts (file:///C:/Users/eva.haberkorn/Downloads/admin,+pdf_12592444.pdf)

1310

Rosé-Quartett: 1882 von Arnold Rosé (1863-1946), Konzertmeister des Wiener Opernorchesters und Violonist, gegründetes Streichquartett (https://de.wikipedia.org/wiki/Ros%C3%A9-Quartett)

1311

Capet-Quartett: 1893 von Lucien Capet (1873-1928), französischer Violinist, Musikpädagoge und Komponist, gegründetes französisches Streichquartett (https://de.wikipedia.org/wiki/Quatuor_Capet)

1312

Kaim, Franz (1856-1935), Konzertveranstalter und königlich württembergischer Hofrat (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Kaim)

1313

Winderstein, Hans (1856-1925), Dirigent und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Winderstein)

1314

Meininger Hofkapelle: 1885 geleitet von Richard Strauss, dann 1886 bis 1903 von Fritz Steinbach (1855-1916) und von 1903-1911 von Wilhelm Berger (1861-1911), von 1911 bis 1914 von Max Reger (https://de.wikipedia.org/wiki/Meininger_Hofkapelle)

1315

Berger, Wilhelm (1861-1911), Komponist, Dirigent und Pianist (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Berger_(Komponist))

1316

Wien, Konzertvereinsorchester: spätere Wiener Symphoniker, ein Symphonieorchester, das 1900 als Wiener Concertverein gegründet wurde und im 1913 erbauten Konzerthaus in Wien eine Heimstätte fand. Im Ersten Weltkrieg wurde das Orchester mit dem Wiener-Tonkünstler-Orchester fusioniert und trat ab 1921 als Wiener Sinfonieorchester in die Dienste der beiden großen Wiener Konzertveranstalter, ohne selbst weiter eigenständige Konzerte zu geben. (https://www.wienersymphoniker.at/historie)

1317

Bismarck, Otto v. (1815-1898), Politiker und Staatsmann (https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck)

1318

Wagner, Siegfried (1869-1930), Komponist, Librettist und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Wagner)

1319

Schreck, Gustav (1849-1918), Musikerzieher, Komponist und 1893 bis 1918 Thomaskantor der Thomasschule in Leipzig (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Schreck)

1320

Huber, Hans (1852-1921), Schweizer Komponist, Pianist und Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Huber_(Komponist))

1321

Knab, Armin (1881-1951), Komponist, Musiker und Jurist (https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Knab)

1322

Hindemith, Paul (1895-1963), Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Hindemith)

1323

Keller, Gottfried (1819-1890), Schweizer Dichter und Politiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Keller)

1324

Nodnagel, Ludwig Karl Gustav (1845-1922), Altphilologe und Geheimer Oberschulrat in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/n/nodnagel-ludwig-karl-gustav.html)

1325

Back, Friedrich (1860-1932), Museumsdirektor Hessisches Landesmuseum Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Back_(Kunsthistoriker))

1326

Rehbock, Friedrich (Fritz) (1861-1940), Pianist, Kapellmeister, Klavierpädagoge in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/r/rehbock-friedrich.html)

1327

Muck, Karl Dr. (1859-1940), Dirigent aus Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Muck)

1328

Nagel, Willibald (1863-1929), Musikwissenschaftler und –kritiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilibald_Nagel)

1329

Haan, Willem de (1849-1930), niederländischer Dirigent und Komponist in Darmstadt (https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/soziales-und-gesellschaft/kirchen/friedhoefe/ehrengraeber/willem-de-haan)

1330

„Gudrun“ (C. A. Mangold), große Oper, 4 Akte, op. 36 (1850; 1851 Darmstadt) (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Amand_Mangold)

1331

Bragi – Gott der Dichtung und Iduna – nordische Göttin der Jugend (https://www.uni-frankfurt.de/98273613/prasentation_bragi.pdf)

1332

Wikingerbalk (des Seemanns Gesetze): Chorwerk für Männer aus Frithjofs Sage (https://www.digitale-sammlungen.de/en/details/bsb11133720)

1333

Schnéevoigt, Georg (1872-1947), finnischer Dirigent und Cellist (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schn%C3%A9evoigt)

1334

Pützer, Friedrich Prof. (1871-1922), Architekt und Stadtplaner in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_P%C3%BCtzer)

1335

Richter, Hans (1843-1916), österreichisch-ungarischer Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Richter_(Dirigent))

1336

Mottl, Felix (1856-1911), ödterreichischer Dirigent und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Mottl)

1337

Muck, Karl (1859-1940), Dirigent aus Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Muck)

1338

Elmendorff, Karl (1891-1962), Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Elmendorff)

1339

Toscanini, Arturo (1867-1957), italienischer Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Arturo_Toscanini)

1340

Furtwängler, Wilhelm (1886-1954), Dirigent und Komponist (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Furtw%C3%A4ngler)

1341

Wesendonck, Mathilde (1828-1902), Schriftstellerin und Muse Richard Wagners (https://de.wikipedia.org/wiki/Mathilde_Wesendonck https://de.wikipedia.org/wiki/Cosima_Wagner)

1342

Erard, Sébastien (1752-1831), französischer Instrumentenbauer deutschsprachig-elsässischer Herkunft mit Taufname Sebastian Ehrhardt (https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A9bastien_%C3%89rard)

1343

Tiedjen, Heinz (1881-1967), Regisseur, Intendant und Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Tietjen)

1344

Wagner, Winifred (1897-1980), Schwiegertochter Richard Wagners, 1930-1944 englisch-deutsche Festspielleiterin von Bayreuth (https://de.wikipedia.org/wiki/Winifred_Wagner)

1345

Salome (op. 54): Oper in einem Akt von Richard Strauss nach Drama von Oscar Wilde; Uraufführung 1905 Dresden (https://de.wikipedia.org/wiki/Salome_(Oper))

1346

Elektra (op. 58): Oper in einem Akt von Richard Strauss; Libretto von Hugo v. Hoffmansthal; Uraufführung 1909 Dresden (https://de.wikipedia.org/wiki/Elektra_(Strauss))

1347

Rosenkavalier (op. 59): Oper in drei Aufzügen von Richard Strauss; Libretto von Hugo v. Hoffmansthal; Uraufführung 1911 Dresden (https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Rosenkavalier)

1348

Frau ohne Schatten (op. 65): Oper in drei Aufzügen von Richard Strauss; Libretto von Hugo v. Hoffmansthal ; Uraufführung 1919 Wien (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Frau_ohne_Schatten)

1349

Ägyptische Helena (op. 75): Oper in zwei Akten von Richard Strauss; Libretto von Hugo v. Hoffmansthal nach der „Helena“ des Euripides; Uraufführung 1928 Dresden (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_%C3%A4gyptische_Helena)

1350

Arabella (op. 79): Oper in drei Aufzügen von Richard Strauss; Libretto von Hugo v. Hoffmansthal; Uraufführung 1933 Dresden (https://de.wikipedia.org/wiki/Arabella_(Strauss))

1351

Schweigsame Frau (op. 80): komische Oper in drei Aufzügen von Richard Strauss; Libretto Stefan Zweig nach Ben Jonsons Komödie "Epicoene or The Silent Woman“; Uraufführung 1935 Dresden (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_schweigsame_Frau)

1352

Celasta ist ein Idiophon in der Form eines kleinen Klaviers oder eines Harmoniums. Der Name kommt vom französischen céleste, was so viel wie „himmlisch“ bedeutet.(https://de.wikipedia.org/wiki/Celesta)

1353

Trümpert, Rudolf Karl Wilhelm (+ 1911), Gymnasiallehrer in Darmstadt (HStAD, S 1 Trümpert, Rudolf Karl Wilhelm)

1354

Egk, Werner (1901-1983), Komponist (https://en.wikipedia.org/wiki/Werner_Egk)

1355

Küchler, Karl v. (1831-1922), Oberst (https://www.deutsche-biographie.de/sfz46567.html)

1356

Heinrich v. Hahn, Geschichte dees Richard-Wagner Vereins Darmstadt 1889-1925 (gebundenes Manuskript, 93 Seiten) (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 94)

1357

Blérancourt: französische Gemeinde im Département Aisne (https://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%A9rancourt)

1358

Busch, Wilhelm, Auszug aus: Maler Klecksel (https://www.projekt-gutenberg.org/wbusch/klecksel/klecksel.html)

1359

Mulus war bis ins 20. Jahrhundert hinein in Deutschland die Bezeichnung für einen Abiturienten in der Zwischenzeit, wenn er nicht mehr zur Schule ging, aber noch nicht auf einer Universität immatrikuliert war. (Mauleselzeit) (https://de.wikipedia.org/wiki/Mauleselzeit)

1360

Kröh, Heinrich Reinhard Prof. (1841-1941), Maler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhard_Kr%C3%B6h)

1361

Hofmann, möglicherweise Glaser Adam Hofmann, Werkstätte: Ernst-Ludwigstraße 35 (Adressbuch Darmstadt 1894, S. 69)

1362

Hofmann, Ludwig v. (1861-1945), Maler und Grafiker aus Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_von_Hofmann)

1363

Schwind, Moritz v. (1804-1871), Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Schwind)

1364

Leutemann, Heinrich (1824-1905), Tiermaler, Autor und Illustrator (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Leutemann))

1365

König, Benedikt Prof. (1842-1906), Bildhauer, Gießer und Modelleur (https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_K%C3%B6nig)

1366

Darmstadt, Waldstraße 1: Atelier Beyer für Theaterdekorationsmalerei, früher Atelier Prof. König in der Saalbaustraße (Adressbuch Darmstadt 1894, S. 14)

1367

Beyer, Cal (1826-1903), Kunst- und Theatermaler, Fotograf in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/b/beyer-carl.html)

1368

Hartmann, Joseph Adam (1812-1885), Maler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Adam_Hartmann)

1369

Raffael (1483-1520), italienischer Maler und Architekt (https://de.wikipedia.org/wiki/Raffael)

1370

Michelangelo (1475-1564), italienischer Maler, Bildhauer, Architekt und Dichter (https://de.wikipedia.org/wiki/Michelangelo)

1371

Rubens, Peter Paul (1577-1640), flämischer Barockmaler und Diplomat der spanisch-habsburgischen Krone (https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Paul_Rubens)

1372

Rijn, Rembrandt van (1606-1669), niederländischer Maler des Barocks (https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Paul_Rubens)

1373

Tizian (1490-1576), italienischer Maler der Hochrenaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Tizian)

1374

Velázquez, Diego (1599-1660), spanischer Barockmaler (https://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Vel%C3%A1zquez)

1375

Führich, Joseph Ritter v. (1800-1876), Theologe und Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_F%C3%BChrich)

1376

Overbeck, Friedrich (1789-1869), Maler, Zeichner und Illustrator
(https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Overbeck)

1377

Mengs, Anton Raphael (1728-1779), Maler
(https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Raphael_Mengs)

1378

Kaulbach, Wilhelm v. (1805-1874), Maler und Illustrator (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Kaulbach)

1379

Cornelius, Peter v. (1783-1867), Maler des Nazarener-Stils (https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Cornelius)

1380

Lessing, Carl Friedrich (1808-1880), romantischer Maler des 19. Jahrhunderts (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedrich_Lessing)

1381

Feuerbach, Anselm (1829-1880), Maler
(https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_Feuerbach)

1382

Leibl, Wilhelm (1844-1900), Maler des Realismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Leibl)

1383

Bracht, Eugen (1842-1921), Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Bracht)

1384

Trautschold, Wilhelm (1815-1877), Porträtmaler (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Trautschold)

1385

Backofen, Franz (1806-1881), Hofmaler, Fotograf und Hofmusikus in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Backofen)

1386

Lucas, August (1803-1863), Grafiker und Landschaftsmaler der Romantik in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/August_Lucas)

1387

Glaeser, Gotthelf Leberecht (1784-1851), Maler des Biedermeiers (https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthelf_Leberecht_Glaeser)

1388

Bader, Wilhelm (1855-1920), Maler, Grafiker und Zeichner in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/b/bader-wilhelm.html)

1389

Wondra, August (1857-1911), Maler in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/w/wondra-august.html)

1390

Grünewald, Matthias (1470-1528), Maler und Grafiker der Renaissance (https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Gr%C3%BCnewald)

1391

Dürer, Albrecht (1471-1528), Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_D%C3%BCrer)

1392

Holbein, Hans der Ältere (1465-1524) oder Holbein, Hans der Jüngere (1497-1543), Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Holbein_der_%C3%84ltere) (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Holbein_der_J%C3%BCngere)

1393

Phidias (480 v. Chr.-430 v. Chr.), antiker Bildhauer und Toreut (https://de.wikipedia.org/wiki/Phidias)

1394

Praxiteles (um 390 v. Chr.-um 320 v. Chr.), Bildhauer der griechischen Antike (https://de.wikipedia.org/wiki/Praxiteles )

1395

Laokoon: trojanischer Priester des Apollon in der griechischen und römischen Mythologie (Laokoon-Gruppe im Vatikanischen Museum mit Darstellung des Todeskampfs Laokoons und seiner Söhne) (https://de.wikipedia.org/wiki/Laokoon-Gruppe)

1396

Canova, Antonio (1757-1822), italienischer Bildhauer (https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Canova)

1397

Stuck, Franz v. (1863-1928), Zeichner, Maler und Bildhauer des Jugendstils und des Symbolismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Stuck)

1398

Lenbach, Franz v. (1836-1904), Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Lenbach)

1399

Klinger, Max (1857-1920), Bildhauer, Maler und Grafiker, auch Medailleur (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Klinger)

1400

Thoma, Hans (1839-1924), Maler und Grafiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Thoma)

1401

Monet, Claude (1840-1926), französischer Maler des Impressionismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Monet)

1402

Manet, Edouard (1832-1883), französischer Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89douard_Manet)

1403

Cézanne, Paul (1839-1906), französischer Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_C%C3%A9zanne)

1404

Goya, Francisco de (1746-1828), spanischer Maler und Grafiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_de_Goya)

1405

Zuloaga, Ignacio (1870-1945), spanischer Maler des Impressionismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Ignacio_Zuloaga)

1406

Gogh, Vincent van (1853-1890), niederländischer Maler und Zeichner der Moderne (https://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_van_Gogh)

1407

Munch, Edvard (1863-1944), norwegischer Maler und Grafiker des Symbolismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Edvard_Munch)

1408

Gaugin, Paul (1848-1903), französischer Maler und Keramiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Gauguin)

1409

Hodler, Ferdinand (1853-1918), Schweizer Maler des Symbolismus und des Jugendstils (https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Hodler)

1410

Picasso, Pablo (1881-1973), spanischer Maler, Bildhauer und Grafiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Pablo_Picasso)

1411

Kokoschka, Oskar (1886-1980), österreichischer Maler, Grafiker und Schriftsteller des Expressionismus und der Wiener Moderne (https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Kokoschka)

1412

Hildebrand, Adolf v. (1847-1921), Bildhauer und Medailleur (https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Hildebrand)

1413

Rodin, Auguste (1840-1917), französischer Bildhauer und Zeichner (https://de.wikipedia.org/wiki/Auguste_Rodin)

1414

Minne, George (1866-1941), flämischer Kunstmaler, Zeichner und Bildhauer (https://de.wikipedia.org/wiki/George_Minne)

1415

Archipenko, Alexander (1887-1964), US-amerikanischer Bildhauer ukrainischer Herkunft https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Archipenko

1416

Despiau, Charles (1874-1946), französischer Bildhauer (https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Despiau)

1417

Mueller, Rudolf (1869-1954), Jurist, leitender Beamter, Oberbürgermeister Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/m/mueller-rudolf.html)

1418

Darmstadt: Ständiger Rat zur Pflege der Kunst in Hessen – privatrechtliches Gremium zur Leitung des Darmstädter Ausstellungswesen von 1918 bis 1932 (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/s/staendiger-rat-zur-pflege-der-kunst-in-hessen.html)

1419

Emmerling, Paul, Oberregierungsrat im Landes-Ernährungsamt Darmstadt (HStAD, S 1 Emmerling, Paul)

1420

Lehmbruck, Wilhelm (1881-191), Bildhauer, Grafiker und Medailleur (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Lehmbruck)

1421

Pechstein, Max (1881-1955) Maler, Grafiker des Expresssionismus, zeitweise Mitglied der Künstlervereinigung „Brücke“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Pechstein)

1422

Beyer, Adolf (1869-1953), Maler, Kunstpädagoge und Kunstpolitiker in Darmstadt (HStAD, S 1 Beyer, Adolf)

1423

Posch, Alexander (1890-1950), Maler in Darmstadt (HStAD, R 12 P Nr. 4866)

1424

Thesing, Paul (1882-1954), Maler, Zeichner, Karikaturist und Illustrator in Darmstadt (HStAD, R 12 P Nr. 6561)

1425

Hoelscher, Richard (1867-1943), Maler in Darmstadt (HStAD, R 12 P Nr. 2342)

1426

Kräckmann, Karl Friedrich Wilhelm (* 1879), Sparkassendirektor in Darmstadt (HStAD, H 3 Darmstadt Nr. 30606)

1427

Möglicherweise Luther, Hermann (* 1887), Buchhalter (StadtA Darmstadt, ST 12/18 Nr. 603/1)(N. N.)

1428

Möglicherweise Wenderoth, Elisabeth (* 1891), Schneidermeisterin in Darmstadt (HStAD, H 3 Darmstadt Nr. 11476)

1429

Möglicherweise Wamboldt, Katharina geb. Künstle (* 1905) (HStAD, H 3 Darmstadt Nr. 73679)

1430

Möglicherweise Wittmann, Luise geb. Darmstädter (* 1900), Telefonistin (HStAD, H 3 Darmstadt Nr. 11756)

1431

Möglicherweise Darmstädter, Emilie geb. Eigenbrodt (HStAD. H 3 Darmstadt Nr. 17139)

1432

Möglicherweise Guyot, Sophie (* 1892), Schwester (HStAD, H 3 Darmstadt Nr. 23568)

1433

Darmstädter Sezession: Vereinigung bildender Künstler mit Sitz in Darmstadt, gegründet 1919 (https://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_Sezession)

1434

Gunschmann, Carl (1895-1984), Maler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gunschmann)

1435

Heim, Heinz (1859-1895), Maler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Heim)

1436

Habich, Ludwig (1872-1949), Bildhauer in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Habich)

1437

Jobst, Heinrich (1874-1943), Bildhauer in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Jobst)

1438

Antes, Adam (1891-1984), Bildhauer aus Worms (https://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Antes)

1439

Habicht, Well (1884-1966), Bildhauer und Keramiker, Gründungsmitglied der Darmstädter Sezession (https://de.wikipedia.org/wiki/Well_Habicht)

1440

Greiner, Daniel (1872-1943), Bildhauer, Maler, Grafiker, Politiker und Dichter in Darmstadt und Jugenheim an der Bergstraße (https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Greiner)

1441

Hoetger, Bernhard (1874-1949), Bildhauer, Architekt, Maler, Grafiker und Designer in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Hoetger)

1442

Scholl, Johann Baptist d. Ä. (1784-1854), Bildhauer in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Baptist_Scholl_d._%C3%84.)

1443

Darmstadt, Platanenhain auf der Mathildenhöhe: 1914 von Bernhard Hoetger künstlerisch ausgestaltet mit umfassendem Figurenprogramm mit dem übergreifenden Thema des Kreislaufs des Lebens (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/p/platanenhain.html)

1444

Moller, Georg (1784-1852), Architekt in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Moller)

1445

Schuknecht, Johann Martin (1724-1790), Zimmermann und Baumeister in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/sch/schuknecht-johann-martin.html)

1446

Fiedler, Johann Christian (1697-1765), Maler in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/f/fiedler-johann-christian.html)

1447

Fohr, Carl Philipp (1795-1818), Maler und Zeichner in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Philipp_Fohr)

1448

Issel, Georg Wilhelm (1785-1870), Kunstsammler, Wissenschaftler und Maler in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/i/issel-georg-wilhelm.html)

1449

Schmitz, Adolf (1825-1894), Historien-, Genre- und Porträtmaler aus Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Schmitz)

1450

Schilbach, Johann Heinrich (1798-1851), Maler, Zeichner und Theatermaler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Schilbach)

1451

Engel von der Rabenau, Carl (1817-1870), Maler des späten Biedermeier aus Gießen (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Engel_von_der_Rabenau)

1452

Darmstadt, Hessisches Landesmuseum: 1906 von dem Darmstädter Architekten Alfred Messel (1853-1909) als Großherzogliches Museum erbaut, seit 1919 Hessisches Landesmuseum (https://de.wikipedia.org/wiki/Hessisches_Landesmuseum_Darmstadt)

1453

Darmstadt, Zeughaus: 1860/61 erbaut von Hofbaumeister Ludwig Weyland (1818-1889) (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/w/weyland-ludwig.html)

1454

Darmstadt, Hessisches Landestheater: 1904/05 von den Wiener Architekten Fellner und Helmer umgebaut durch vollständige Entkernung von Bühnen- und Zuschauerraum und vom Gründerzeit-Prunk befreit (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/l/landestheater-hessisches.html)

1455

Heinrich v. Hahn, Geschichte des Ständigen Rats zur Pflege der Kunst in Hesen und der Hessischen Arbeitsgemeinschaften der bildenden Kunst (gebundenes Manuskript, 121 Seiten) (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 110)

1456

Busch, Wilhlem, Zitat aus: „Maler Klecksel“, erschienen 1884 (https://www.projekt-gutenberg.org/wbusch/klecksel/klecksel.html)

1457

Darmstadt, Heinrichstraße 99: Haus der Familie v. Hahn (Adressbuch Darmstadt 1878, S. 181)

1458

Darmstadt, Schloss: nach dem Schlossbrand von 1715 betraute Landgraf Ernst Ludwig Hofbaumeister Louis Remy de la Fosse (um 1659-1726) mit einem barocken Neubau, dem sogenannten Neuschloss. De la Fosse entwarf eine vierflügelige Schlossanlage mit zentralem Turm. Im Jahr 1726 war etwa ein Viertel des Schlossbaus ausgeführt - weitere Arbeiten wurden aus finanziellen Gründen eingestellt.( https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/sch/schloss.html)

1459

Ernst Ludwig Landgraf v. Hessen-Darmstadt (1667-1739) (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Ludwig_(Hessen-Darmstadt,_Landgraf)

1460

Zopfstil: wird in der deutschen Baukunst ein Stil im Übergang zwischen Rokoko und Klassizismus in der Zeit um 1760 bis 1790 genannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Zopfstil)

1461

Darmstadt, Birngarten (Alexanderstraße): an das Schloss angrenzender Nutzgarten, sogen. „Birngarten“, 1567 einbezogen in den barocken Lustgarten außerhalb der Befestigungsanlage nordöstlich des Schlosses, wo 1572 bis 1696 ein Lusthaus entstand, heute Herrngarten (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/a/alte-vorstadt.html)

1462

Darmstadt, Neues Kanzleigebäude am Mathildenplatz: 1825 von Georg Moller erbaut (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/k/kollegiengebaeude.html)

1463

Darmstadt, Marstall: ursprünglich zweigeschossiges barockes Stallgebäude an der Zeughausstraße, Ecke Friedensplatz, 1746 von Baumeister Erich Philipp Ploennies (1672-1751) gebaut (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/m/marstall.html)

1464

Darmstadt, St. Ludwigskirche: katholische Kirche auf dem Wilhelminenplatz, 1822 von Georg Moller erbaut (https://de.wikipedia.org/wiki/St._Ludwig_(Darmstadt))

1465

Burckhardt, Carl (1878-1923), Schweizer Maler und Bildhauer (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Burckhardt_(K%C3%BCnstler))

1466

Darmstadt, Kasino: Haus der Vereinigten Gesellschaft (Kasino) Ecke Rhein- und Neckarstraße: 1816/17 von Georg Moller errichtet (https://www.georg-moller-landkirchen.de/de/content/Georg-Moller/~nm.11/Georg-Moller.html)

1467

Darmstadt, Hotel „Zur Traube“ (vormals Scheuerhof): Ende des 17. Jahrhunderts vor dem Neuen Tor errichtet (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/t/traube.html)

1468

Worms, rheinischer Kaiserdom: erbaut von 1130 bis 1181 (https://de.wikipedia.org/wiki/Wormser_Dom)

1469

Worms, Liebfrauenkirche: ehemalige Stifts- und heutige Pfarrkirche der Gotik (https://de.wikipedia.org/wiki/Liebfrauenkirche_(Worms))

1470

Trechtingshausen, Burg Rheinstein: Spornburg im Landkreis Mainz-Bingen (https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Rheinstein)

1471

Bingen, Mäuseturm: ehemaliger Wehr- und Wachtturm auf der Mäuseturminsel im Rhein vor dem Binger Stadtteil Bingerbrück (https://de.wikipedia.org/wiki/Binger_M%C3%A4useturm)

1472

Heidelberg, Schloss: Ruine, bis zur Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg Residenz der Kurfürsten von der Pfalz (https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberger_Schloss)

1473

Aschaffenburg, Pompejanum: idealer Nachbau einer römischen Villa aus Pompeji am Hochufer des Mains (https://de.wikipedia.org/wiki/Pompejanum)

1474

Cachet, schweizerisch (veraltet): Eigenart, Eigentümlichkeit, Gepräge (https://dict.leo.org/forum/viewWrongentry.php?idForum=34&idThread=1256468&lp=itde&lang=it)

1475

Worms, Dreifaltigkeitskirche: protestantische Kirche am Marktplatz, barocker Saalbau (https://www.dreifaltigkeitskirche-worms.de/)

1476

Darmstadt, Moserstraße 14 (Adressbuch Darmstadt 1929, S. 462)
Ansicht des Hauses: (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6942163&icomefrom=search)

1477

Porträt Heinrich v. Hahns vor seiner Haustür in der Moserstraße 14 (https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6601044&icomefrom=search)

1478

Haury, Wilhelm (* 1904), Zimmermeister in Darmstadt (HStAD, H 3 Darmstadt Nr. 68469)

1479

Soeder, Friedrich (* 1887), Architekt in Darmstadt (HStAD, H 3 Darmstadt Nr. 74881)

1480

Pützer, Friedrich Prof. (1871-1922), Architekt in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/p/puetzer-friedrich.html)

1481

Buxbaum, August (1876-1960), Architekt und Stadtbaurat in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/b/buxbaum-august.html)

1482

Darmstadt, Zentralbad: seit der Sanierung 2009 Jugendstilbad genannt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/z/zentralbad.html)

1483

Meißner, Paul Prof. (1868-1939), Architekt, Denkmalpfleger und Hochschullehrer in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/m/meissner-paul.html)

1484

Olbrich, Joseph Maria (1867-1908), Architekt und Designer (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/o/olbrich-joseph-maria.html)

1485

Müller, Albin Camillo gen. Albinmüller (1871-1941), Architekt, Maler, Entwerfer für angewandte Kunst und Schriftsteller in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/m/mueller-albin-camillo.html)

1486

Busch, Wilhelm, Zitat aus: „Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter“ (https://www.projekt-gutenberg.org/wbusch/baehlamm/baehlamm.html)

1487

Edda: zwei verschiedene, in isländischer Sprache verfasste literarische Werke aus dem 13. Jahrhundert, die skandinavische Götter- und Heldensagen behandeln (https://de.wikipedia.org/wiki/Edda)

1488

Grimm’sche Märchen: Sammlung von Kinder- und Hausmärchen von den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm, Erstausgabe 1812 bis 1858 (https://de.wikipedia.org/wiki/Grimms_M%C3%A4rchen)

1489

Hauffs Märchen: von Schriftsteller der Romantik Wilhelm Hauff (1802-1827) (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Hauff)

1490

Andersens Märchen: von dem dänischen Dichter und Schriftsteller Hans Christian Andersen (1805-1875) (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Christian_Andersen)

1491

Das Papageienbuch basiert auf einer indischen Märchensammlung, die im 12. Jahrhundert in Sanskrit niedergeschrieben wurde. Der Titel bezieht sich auf Erzählungen eines Papageis, gestützt durch eine Rahmenhandlung. (https://de.wikipedia.org/wiki/Papageienbuch)

1492

Reuter, Fritz (1810-1874), Dichter und Schriftsteller der niederdeutschen Sprache (https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Reuter)

1493

Raabe, Wilhelm (1831-1910), Pseudonym Jakob Corvinus, Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Raabe)

1494

Niebergall, Ernst Elias (1815-1843), Schriftsteller in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/n/niebergall-ernst-elias.html)

1495

Langbehn, Julius (1851-1907), Schriftsteller, Kulturkritiker und Philosoph sowie Autor von „Rembrandt als Erzieher“( https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Langbehn)

1496

Schiller, Friedrich v. (1759-1805), Arzt, Dichter, Philosoph, Antisemit, Nationalist und Historiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller)

1497

Shakespeare, William (1564-1616), englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler (https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare)

1498

Lessing, Gotthold Ephraim (1729-1781), Dichter der deutschen Aufklärung (https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing)

1499

Kleist, Heinrich v. (1777-1811), Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Kleist)

1500

Hebbel, Friedrich (1813-1863), Dramatiker und Lyriker (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hebbel)

1501

Grillparzer, Franz (1791-1872), österreichischer Schriftsteller und Dramatiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Grillparzer)

1502

Grillparzer, Franz, „Die Jüdin von Toledo“ (1855) (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_J%C3%BCdin_von_Toledo_(B%C3%BChnenst%C3%BCck))

1503

Kainz, Josef (1858-1910), österreichischer Schauspieler (https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Kainz)

1504

Sorma, Agnes (1862-1927), Schauspielerin (https://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_Sorma)

1505

Rückert, Friedrich (1788-1866), Pseudonym Freimund Raimar, Reimar oder Reimer, Dichter, Sprachgelehrter und Übersetzer sowie einer der Begründer der deutschen Orientalistik (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_R%C3%BCckert)

1506

Daumer, Georg Friedrich (1800-1875), Religionsphilosoph und Lyriker, Erzieher von Kaspar Hauser. Als Lyriker trat Daumer vor allem mit Liebesgedichten und mit Übersetzungen orientalischer Gedichte (u. a. von Hafis) hervor. Neben Friedrich Rückert und August Graf von Platen gehört er zu den bedeutendsten Dichtern in der arabisch-persischen Gedichtform des Ghasels (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Friedrich_Daumer)

1507

Platen-Hallermünde, August Graf v. (1796-1835), Dichter (https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Platen-Hallerm%C3%BCnde)

1508

Richard Dehmel. Ausgewählte Briefe aus den Jahren 1883 bis 1902, posthum hrsg. von Ida Dehmel, Berlin 1922 und „Ausgewählte Briefe aus den Jahren 1902 bis 1920“, posthum hrsg. von Ida Dehmel, Berlin 1923 (https://de.wikisource.org/wiki/Richard_Dehmel)

1509

Wildenbruch, Ernst v. (1845-1909), Schriftsteller und Diplomat (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Wildenbruch)

1510

Sudermann, Hermann (1857-1928), Schriftsteller und Bühnenautor (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Sudermann)

1511

Wedekind, Frank (1864-1918), Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler (https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Wedekind)

1512

Strindberg, August (1849-1912), schwedischer Schriftsteller und Künstler
(https://de.wikipedia.org/wiki/August_Strindberg)

1513

Maeterlinck, Maurice: Schauspiel „Pelléas et Mélisande“, Hauptwerk des Theaters des Symbolismus, 1893 in Paris uraufgeführt (https://de.wikipedia.org/wiki/Pell%C3%A9as_et_M%C3%A9lisande_(Schauspiel))

1514

Debussy, Claude (1862-1918), französischer Komponist des Impressionismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Debussy)

1515

Homer, griechischer Autor der Ilias und der Odyssee (https://de.wikipedia.org/wiki/Homer)

1516

Schröder, Rudolf Alexander (1878-1962), Schriftsteller, Übersetzer, Dichter, evangelischer Kirchenlieddichter sowie Architekt und Maler (https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Alexander_Schr%C3%B6der)

1517

Nibelungenlied: mittelalterliches Heldenepos (https://de.wikipedia.org/wiki/Nibelungenlied)

1518

Osterlenka: Stadt in Polen (Schlacht bei Osterlenka im August 1915) (https://en.wikipedia.org/wiki/Ostro%C5%82%C4%99ka)

1519

Milton, John (1608-1674), englischer Dichter, politischer Denker und Staatsbediensteter unter Oliver Cromwell (https://de.wikipedia.org/wiki/John_Milton)

1520

Byron, George Gordon (1788-1824), bekannt als Lord Byron, britischer Dichter (https://de.wikipedia.org/wiki/George_Gordon_Byron)

1521

Hugo, Victor (1802-1885), französischer Schriftsteller, Dichter und politischer Publizist (https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Hugo)

1522

Zola, Emile (1840-1902), französischer Schriftsteller und Journalist (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89mile_Zola)

1523

Maupassant, Guy de (1850-1893), französischer Schriftsteller und Journalist (https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_de_Maupassant)

1524

Balzac, Honoré de (1799-1850), französischer Schriftsteller https://de.wikipedia.org/wiki/Honor%C3%A9_de_Balzac

1525

Flaubert, Gustave (1821-1880), französischer Schriftsteller (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustave_Flaubert)

1526

Friedrich II. König v. Preußen und Kurfürst v. Brandenburg (1712-1786), genannt Friedrich der Große oder der Alte Fritz (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Preu%C3%9Fen))

1527

Clausewitz, Carl v. (1780-1831), preußischer Generalmajor, Heeresreformer, Militärwissenschaftler und –ethiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Clausewitz)

1528

Moltke, Helmuth Karl Bernhard v. (1800-1891), preußischer Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabs (https://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_von_Moltke_(Generalfeldmarschall))

1529

Schlieffen, Alfred Graf v. (1833-1913), preußischer Generalfeldmarschall, Chef des Generalstabs und Autor des Schlieffen-Plans (https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_von_Schlieffen)

1530

Ranke, Leopold v. (1795-1886), Historiker, Historiograph des preußischen Staates, Hochschullehrer und königlich preußischer Wirklicher Geheimer Rat (https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Ranke)

1531

Tritschke, Heinrich v. (1834-1896), Historiker, politischer Publizist und Reichtstagsmitglied (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Treitschke)

1532

Sybel, Heinrich v. (1817-1895), Historiker, Archivar und Politiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Sybel)

1533

Hofmann, Albert v. (1867-1940), Historiker und Honorarprofessor an der Universität Marburg (https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_von_Hofmann)

1534

Hartung, Gustav (1887-1946), Theaterleiter und Regisseur in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/h/hartung-gustav.html)

1535

Unruh, Fritz v. (1885-1970), Schriftsteller, Maler, Redner und Dichter des literarischen Expressionismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_von_Unruh)

1536

Darmstadt, Wittich’sche Hofbuchdruckerei: ab 1874 Verlag des „Darmstädter Tagblatts“ (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/w/wittichsche-hofbuchdruckerei.html)

1537

Wünzer, Theodor (1831-1897), Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W%C3%BCnzer)

1538

Tell, Wilhelm, Schweizer Freiheitskämpfer um 1307: Theaterstück von Friedrich v. Schiller (https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Tell_(Schiller))

1539

Berlichingen zu Hornberg, Gottfried (Götz) v. (1480-1562), fränkischer Reichsritter: Schauspiel „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“ von Johann Wolfgang v. Goethe (https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_von_Berlichingen_(Goethe))

1540

Sophokles, griechischer Dichter: Autor des antiken Tragödie „Antigone“ mit der Figur des Kreon als König von Theben (https://de.wikipedia.org/wiki/Antigone_(Sophokles))

1541

Waldstein, Albrecht Wenzel Eusebius gen. Wallenstein (1583-1634), böhmischer Feldherr und Politiker, Herzog von Friedland und Sagan: Figur in der Dramen-Trilogie „Wallenstein“ von Friedrich v. Schiller (https://de.wikipedia.org/wiki/Wallenstein_(Schiller))

1542

Wagner, Ludwig, Hofschauspieler in Darmstadt (HStAD, S 1 Wagner, Ludwig)

1543

Edward, Hugo (1839-1914), eigentlich Hugo Edward Stach, Hofschauspieler in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 134/6)

1544

Berl, Antonie (1839- 1906), Hofschauspielerin in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Antonie_Berl)

1545

Ethel, Anna (1850-1939), Sängerin und Schauspielerin in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 134/3)

1546

Cramer, Amalie (Mimi) (1856-nach 1913), Schauspielerin in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 132/2)

1547

Butterweck, Hermann (1816-1898), Tänzer und Theaterschauspieler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Butterweck)

1548

Franke, Louis, Hofschauspieler in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 135/8)

1549

Werner, Emil (1845-1934), Schauspieler, Theaterdirektor in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Werner)

1550

Shakespeare, William (1564-1616), Autor des Stücks „Othello“ mit der Figur des Jago als dämonischer Narr (https://de.wikipedia.org/wiki/Othello)

1551

Goethe, Johann Wolfgang v. (1749-1832), Autor der Faust-Tragödie mit der Figur des Mephistopheles, kurz Mephisto als Teufel (https://de.wikipedia.org/wiki/Faust._Eine_Trag%C3%B6die)

1552

Richard III. König v. England (1452-1485): Figur im Drama „Richard III.“ von William Shakespeare (https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_III._(Drama))

1553

Eichelsheim, Frieda (vor 1875-1940), Hofschauspielerin in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Frieda_Eichelsheim)

1554

Conradi, Gustav (1852-1926), Hofschauspieler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Conradi)

1555

Hacker, Georg Heinrich (1856-1922), Hofschauspieler in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Heinrich_Hacker_(Schauspieler))

1556

Kaiser, Hermann (1889-1978), Pädagoge und Theaterhistoriker in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Kaiser_(Theaterkritiker))

1557

Bär, Ludwig (1844-1900), Geiger, Opernsänger, Konzertmeister und Gesangspädagoge in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_B%C3%A4r_(Musiker))

1558

Weber, Georg (1862-1922), Hofopernsänger in Darmstadt (HStAD, S 1 Riechmann, Friedrich)

1559

Riechmann, Friedrich (1854-1913), Schauspieler und Opernsänger (Bass) in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_Riechmann)

1560

Hofmüller, Sebastian (1855-1923), Hofopernsänger (Tenor), Wagnerinterpret in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Hofm%C3%BCller_(S%C3%A4nger))

1561

Roth, Sidonie, Hofopernsängerin in Darmstadt (+ 1909), in: Hermann Kaiser, Das Großherzogliche Hoftheater zu Darmstadt 1810-1910, Darmstadt 1962, S. 217

1562

Finkenstein, Jettka, eigentlich Jettchen Karfunkelstein (* 1865), Hofopernsängerin in Darmstadt (https://www.rambow.de/download/dbe-Buchstabe-f.pdf)

1563

Steinmann-Lampé, Caroline, Hettstedt 1875-77, 81, 1889-93 Opernsängerin in Darmstadt, in: Hermann Kaiser, Das Großherzogliche Hoftheater zu Darmstadt 1810-1910, Darmstadt 1962, S. 217

1564

Hettstedt, Emil (1859-1930), Opernsänger in Darmstadt, in: Hermann Kaiser, Das Großherzogliche Hoftheater zu Darmstadt 1810-1910, Darmstadt 1962, S. 208

1565

Stury, Max (1869-1946), Opernsänger in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Stury)

1566

Feßler, Eduard (1841-1901), Hofopernsänger in Darmstadt (https://www.deutsche-biographie.de/pnd116474254.html)

1567

Bucar de Petru, Franz (1861-1926), slowenischer Opernsänger in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Bucar_(S%C3%A4nger))

1568

Basil, Hans, eigentlich Hans Meyer (1872-nach 1914), Theaterschauspieler und Opernsänger in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Basil)

1569

Neumeyer, Johanna (1858-1929), Opernsängerin in Darmstadt (HStAD, O 59 Harres Nr. 9)

1570

Blech-Frank, Martha (auch Martha Frank-Blech) geb. Frank (1871-1962), Opernsängerin in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Martha_Blech-Frank)

1571

Milena, Emilie bzw. Hržić de Topuska (1868–1961), spätere Ehefrau von Prinz Heinrich v. Hessen und bei Rhein (1838-1900), 1895 „Freifrau von Dornberg“ (https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/rsrec/sn/bio/register/person/entry/hrzic-topuska%252C%2Bemilie%252A%2B%2528milena%252A%2529%2Bmathilde%2Bhedwig%2Bvon)

1572

Knüpfer-Egli, Marie (1872-1924), Opernsängerin in Darmstadt (https://www.deutsche-biographie.de/pnd116412739.html)

1573

Borchers, Henny (1864-nach 1910), Kinderdarstellerin und Opernsängerin (Mezzosopran) in Darmstadt
(https://de.wikipedia.org/wiki/Henny_Borchers)

1574

Kaschowska, Felice (1867-1951), Opernsängerin in Darmstadt (https://www.isoldes-liebestod.net/Isolden_ohne_Liebestod/Kaschowska_Felicie.htm)

1575

Rödiger, Clara, 1902-1909 Opernsängerin in Darmstadt, in: Hermann Kaiser, Das Großherzogliche Hoftheater zu Darmstadt 1810-1910, Darmstadt 1962, S. 215

1576

Kapust, Hermine, 1898-1899 Opernsängerin inn Darmstadt, in: Hermann Kaiser, Das Großherzogliche Hoftheater zu Darmstadt 1810-1910, Darmstadt 1962, S. 209

1577

Jungk, Emma (1862-1907), Opernsängerin in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 139/6)

1578

Spemann, Heinrich (* 1873), Hofopernsänger in Darmstadt (HStAD, S 1 Spemann, Heinrich)

1579

Eger, Paul (1881-1947), Generaldirektor des Hoftheaters Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Eger)

1580

Ottenheimer, Paul (1873-1951), Komponist und Kapellmeister in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 145/4)

1581

Krätzer, Adolf (1879-1970), Intendant Landestheater Darmstadt, in: Hermann Kaiser, Modernes Theater in Darmstadt 1910-1933, Roether Verlag, Darmstadt 1955, S. 49

1582

Balling, Michael (1866-1925), Dirigent, Generalmusikdirektor in Darmstadt (https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/b/balling-michael.html)

1583

Rosenstock, Joseph (1895-1985), Generalmusikdirektor in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Rosenstock)

1584

Hindemith, Paul (1895-1963), Komponist der Moderne (Neue Musik) (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Hindemith)

1585

Strawinski, Igor (1882-1971), russisch-französischer, US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Vertreter der „Neuen Musik“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Igor_Strawinsky)

1586

Böhm, Karl (1894-1981), österreichischer und deutscher Dirigent, Wagnerinterpret (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_B%C3%B6hm)

1587

Berg, Alban (1885-1935), österreichischer Komponist der Zweiten Wiener Schule (https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Berg)

1588

Grahl, Hans (1895-1966), Opernsänger (Tenor) in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Grahl)

1589

Draht, Johannes (1902-1983), 1931-1934 Opernsänger in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Drath)

1590

Allmeroth, Heinrich (1901-1961), Opernsänger (Tenor), Intendant und Politiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Allmeroth)

1591

Herrmann, Josef (1903-1955), Opernsänger in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Herrmann_(S%C3%A4nger))

1592

Tibaldi, Franz (* 1895), Opernsänger in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 114/2)

1593

Komregg, Hans (* 1895), Opernsänger in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 55/1)

1594

Bischoff, Johannes (1874-1936), Opernsänger (Bassbariton), Theaterschauspieler und –regisseur in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Bischoff)

1595

Albrecht, Margarethe (1896-1981), Opernsängerin (Mezzosopran, Sopran) in Darmstadt (https://rme.rilm.org/article?id=gsl00163&v=1.0&rs=gsl00163)

1596

Stosch, Anny v. (1895-1994), Opernsängerin (Tenor), Wagner-Interpretin in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Anny_von_Stosch)

1597

Müller-Wischin, Sitta, 1924-1929 Opernsängerin in Darmstadt, in: Hermann Kaiser, Modernes Theater in Darmstadt 1910-1933, Roether Verlag, Darmstadt 1955, S. 96

1598

Walther, Carl (* 1901), Opernsänger in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 117/1)

1599

Landwehr, Rose (* 1902), Opernsängerin in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 62/9)

1600

Kienzl/Bartos, Marie (* 1902), Opernsängerin in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 50/7)

1601

Varena, Elsa (* 1895), Opernsängerin in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 115/10)

1602

Vogt, Eugen * (1885), Opernsänger in Darmstadt, HStAD (G 55 Nr. 551)

1603

Mitrovic, Anita, Opernsängerin (Sopran) in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 74/5)

1604

Kapper, Paula (1903-1963), Sopranistin und Musikpädagogin in Darmstadt (https://www.ku-spiegel.de/portraits/r-bis-z/stuttgart-100/)

1605

Pilartz, Theodor Caspar (1887-1955), Bühnenbildner, Bildhauer, seit 1920 Mitglied der Darmstädter Sezession (https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Caspar_Pilartz)

1606

Schenck von Trapp, Lothar (1889-1950), Bühnenbildner und Ausstattungsleiter in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Schenck_von_Trapp)

1607

Reinking, Wilhelm (1896-1985), Bühnenbildner inn Darmstadt (https://www.deutsche-biographie.de/pnd118599496.html https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Reinking)

1608

Zwißler, Karl Maria (1900-1984), Dirigent, Musikpädagoge (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Maria_Zwi%C3%9Fler)

1609

Schmidt-Isserstedt, Hans (1900-1973), Dirigent (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schmidt-Isserstedt)

1610

Friedrich, Hans Karl (1904-1985), Schauspieler, Hörspielsprecher, Regisseur und Intendant, Opernspielleiter in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Karl_Friedrich)

1611

Prasch, Rolf (1883-1960), Schauspieler, Theaterintendant und –regisseur in Darmstadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Prasch)

1612

Everth, Franz (1880-1965), Schauspieler, Regisseur und Generalintendant in Darmstadt (https://www.deutsche-biographie.de/116612355.html)

1613

Strohbach, Hans (1890-), Oberspielleiter in Darmstadt (HStAD, G 55 Nr. 111/4)

1614

Heinrich v. Hahn, Das Theater von den Anfängen bis zum 20. Jahrhundert, August 1944 (gebundenes Manuskript, 152 Seiten) (HStAD, O 59 v. Hahn Nr. 113)