Moskau protestiert
Gegen Pläne zur Wiederbewaffnung Westdeutschlands
London, 17. Dezember (AP.) Die Sowjetunion hat bei den Regierungen Frankreichs und Großbritanniens in zwei fast gleichlautenden Noten gegen Pläne zur Wiederbewaffnung Westdeutschlands protestiert und die Westmächte der Verletzung des Potsdamer Abkommens und anderer Verträge beschuldigt.
In den Noten heißt es, in den letzten Monaten hätten Besprechungen zwischen den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich unter Hinzuziehung anderer westeuropäischer Staaten stattgefunden, die eine Einbeziehung Westdeutschlands und dessen bewaffneter Streitkräfte in eine westeuropäische und nordatlantische Mächtegruppe zum Ziele gehabt hätten und vor ihrem Abschluß ständen. Diese westdeutsche Armee werde zahlreiche Hitlergenerale und -Offiziere umfassen, und ihr würde eine Kriegsindustrie, einschließlich des Ruhrgebietes, zur Verfügung stehen. Aus den bisherigen Verhandlungen ließe sich entnehmen, daß die deutschen Truppen zunächst ein Fünftel der Streitkräfte der Atlantikpaktmächte umfassen sollten, wodurch „die Tore für eine künftige Vorherrschaft dieser' westdeutschen Armee unter den Streitkräften Westeuropas geöffnet sind“.
Ferner wird gesagt, „Leute wie Adenauer und Schumacher“ verlangten unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung die Ausstattung mit schweren Waffen,
eine Wiederherstellung des deutschen Generalstabes, die Wiedererrichtung der westdeutschen Rüstungsindustrie und sprächen öffentlich über einen neuen Krieg in Europa.
Westmächte „allein verantwortlich“
Die Tatsache, daß die Westmächte mit einer derart eingestellten westdeutschen Regierung ein militärisches Bündnis vorbereiteten, bedeute eine ernste Bedrohung des Friedens, eine Verletzung des Potsdamer Abkommens, des anglosowjetischen Vertrages vom 26. Mai 1942 und des französisch-sowjetischen Vertrages vom 10. Dezember 1944.
Die Sowjetunion beschuldigt die Westmächte ferner, durch die sogenannte Westunion und den Nordatlantikpakt die Sowjetunion und die anderen friedliebenden Staaten zu bedrohen. „Im gegenwärtigen Zeitpunkt wird der Angriffscharakter dieser beiden Organisationen am besten durch die Tatsache der Einbeziehung Westdeutschlands unter der Führung des Revanchisten Adenauer unterstrichen.“
Abschließend wird gesagt, daß die Sowjetunion bereits mehrfach auf die Verletzung von Abkommen durch die Westmächte hingewiesen habe. Für alle Folgen, die aus einer Wiederbewaffnung Westdeutschlands herrührten, seien die Westmächte allein verantwortlich. In diplomatischen Kreisen wird als bemerkenswert angesehen, daß die Noten kurz vor Beginn der für Montag angesetzten Konferenz des Atlantikpaktrates in Brüssel überreicht wurden. Französische Kreise bezeichneten den sowjetischen Schritt als einen Versuch, der Brüsseler Konferenz die Rechtsgrundlage zu entziehen.
Pariser Diplomaten arbeiten bereits eine Antwortnote aus, in denen in fünf Punkten klar die Gründe herausgestellt werden, die Frankreich veranlaßt haben, sich mit einer Erhöhung der Sicherheit für sich selbst und Westeuropa zu befassen.
„Taktischer Schritt“
London, 17. Dezember. (AP.) Ein Sprecher des britischen Außenministeriums hat den sowjetischen Protest gegen die Wiederbewaffnung Westdeutschlands als „offenkundig taktischen Schritt“ bezeichnet.
Amerika mobilisiert alle Reserven
Weitestgehende Vollmachten zur zentralen Lenkung der Produktion
Washington. 16. Dezember. (AP.) Präsident Truman hat den nationalen Notstand verkündet und alle Amerikaner zur Mobilisierung sämtlicher Reserven gegen die drohende „kommunistische Welter^B^rpng“ aufgefordert.
Unmittelbar' nach der Proklamation hat er ein Amt für Verteidigungsmobilisierung gebildet. Diese von Wilson geleitete Behörde ist für eine zentrale Lenkung der industriellen Produktion, die Materialbeschaffung, den Arbeitseinsatz, das Transportwesen und die Wirtschaftsstabilisierung verantwortlich.
Sie überwacht ferner die Preis- und Lohnverhältnisse, die Erweiterung der Industrieanlagen, Rationalisierungsmaßnahmen auf dem zivilen Sektor, die Materialbelieferung der Streitkräfte und den Arbeitsmarkt.
Im Rahmen der weiteren außerordentlichen Vollmachten können unter anderem folgende Anordnungen getroffen werden: Verlängerung der Arbeitszeit in den Rüstungsbetrieben, Beschlagnahme von Schiffen, Einziehung der Reservisten des Küstenschutzes zum aktiven Dienst, zeitweise Beförderungen innerhalb der Streitkräfte, Verzicht auf Konkurrenzangebote für Verteidigungsaufträge und Zulassung von Versicherungen gegen Kriegsrisiko.
Als erste Maßnahme hat die amerikanische Regierung einen Preisstopp für fabrikneue Kraftfahrzeuge nach dem Stand vom 1. Dezember 1950 verfügt. Die angekündigte Preiserhöhung der Fordwerke und General Motors wird dadurch unwirksam. Die Verfügung gilt bis zum I. März und ist die erste Preisstopp-Maßnahme seit Auflösung der Preisbehörde im Jahre 1946.
Zu Anstrengungen bereit
Washington, 17. Dezember (dpa). Der Präsident des amerikanischen Gewerkschaftsbundes, Green, erklärte, die Arbeiter würden den Arbeitgebern und der Landwirtschaft bei der Steigerung der Produktion für Verteidigungszwecke „mehr als den halben Weg“ entgegenkommen. Die acht Millionen Mitglieder seien bereit, länger zu arbeiten und, falls man sie darum ersuche, auch auf das Kampfmittel des Streiks zu verzichten.
Die amerikanischen Eisenbahner, die sich seit vier Tagen im Streik befinden, sind bereits am Samstag der Aufforderung Präsident Trumans zur Wiederaufnahme der Arbeit gefolgt.
Sperrung chinesischer Guthaben
Washington, 17. Dezember, (dpa) Die amerikanische Regierung sperrte alle Guthaben des kommunistischen Chinas und Nordkoreas in den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig wurde den unter amerikanischer Flagge fahrenden Schiffen verboten, Häfen der Volksrepublik China anzulaufen.
Pan-amerikanische Konferenz
Washington, 17. Dezember. (AP.) Die Regierung der Vereinigten Staaten hat eine Konferenz der Außenminister von 21 Staaten der westlichen Hemisphäre gefordert, auf der die kommunistische Bedrohung der „gesamten freien Welt“ behandelt werden soll.
Folgen für die Bundesrepublik
Da. Bonn, 17. Dezember. (Eigener Bericht.) Die Proklamation des nationalen Notstands durch Truman wird für die Bundesrepublik nicht ohne Folgen sein. Im Bundeskanzleramt wurde erklärt, daß auf die offizielle Verkündigung des nationalen Notstands für die Bundesrepublik verzichtet werden würde. Jedoch werden einschneidende Maßnahmen gegen Preissteigerungen und entbehrliche Importe ergriffen werden.
Massen-Hinrichtungen in Korea
Geistliche appellieren an die Vereinten Nationen
Söul, 17. Dezember. (AP/dpa) Eine Gruppe von fünf Geistlichen, darunter drei Amerikaner, hat am Sonntag die UN-Kommission von Korea ersucht, die südkoreanische Regierung zur Einstellung der Massenhinrichtungen koreanischer Kollaborateure aufzufordern.
Die Geistlichen teilten dem Vorsitzenden der UN-Kommission, Plimsoll, mit, daß die Hinrichtungen ohne ausreichende Rechtsgrundlage erfolgten. Auch Frauen und Kinder würden dabei erschossen. Britische und amerikanische Truppen seien mehrfach Augenzeugen solcher Exekutionen gewesen. Allein innerhalb von fünf Tagen seien 578 Personen hingerichtet worden. Am Samstag hatte man in Gegenwart britischer Truppen nördlich von Söul weitere 37 Personen erschossen.
Soldaten eines amerikanischen Spähtrupps berichteten am Wochenende ebenfalls von einer solchen Massenexekution. Durch Schüsse aufmerksam geworden, kamen sie auf ein Feld, auf dem gerade 26 Einwohner eines Dorfes, Männer, Frauen und Kinder, von fanatischen Angehörigen einer rechtsgerichteten südkoreanischen Selbstschutzorganisation hingerichtet wurden. Die Amerikaner konnten allerdings durch ihr Hinzukommen nur noch einer Frau das Leben retten.
38. Breitengrad überschritten?
Tokio, 17. Dezember. (AP./dpa) Das zehnte amerikanische Armeekorps hat am Wochenende unter dem Druck der kommunistischen Angriffe die Industriestadt Hamhung im Brückenkopf an der Nordostküste Koreas aufgegeben und seine Stellungen auf den Hafen Hungnam zurückgenommen.
In Mittelkorea tauchten seit längerer Zeit erstmalig wieder nordkoreanische Truppen auf. Auch von der Westküste werden Truppenbewegungen der Nordkoreaner gemeldet. Nach einer Mitteilung aus dem südkoreanischen Hauptquartier haben diese Verbände nach der Eroberung von ’ Haeju den 38. Breitengrad überschritten und stoßen auf Paekschon, etwa 19 Kilometer westlich von Kaesong vor. Der Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt Jonan, 13. Kilometer südlich des 38. Breitengrades, soll bereits von ihnen besetzt sein.
Wu stellt neue Bedingungen
Der chinesische Delegierte fordert den Rückzug der Amerikaner aus Formosa
Lake Success, 17. Dezember. (AP.) General Wu, der Leiter der rotchinesischen Delegation in Lake Success, forderte auf einer Pressekonferenz den Rückzug der amerikanischen Truppen von Formosa und die Zulassung des kommunistischen Chinas zu den Vereinten Nationen.
General Wu erklärte, die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine Feuereinstellung in Korea seien eine „Falle“, durch die den nordkoreanischen und chinesischen kommunistischen Streitkräften die Hände gebunden werden sollten. Trotzdem sei seine Regierung bereit, die chinesischen Freiwilligen in Korea zu „ermahnen“, die Kämpfe sobald als möglich zu beenden.
Optimist Wyschinski
Neuyork, 16. Dezember. (AP) Der sowjetische Außenminister Wyschinski hat die Vereinigten Staaten beschuldigt, die Grundsätze der Vereinten Nationen in „flagranter und systematischer Weise“ immer dann verletzt zu haben, wenn sie der amerikanischen Delegation unbequem waren.
Kurze Zeit später ging Wyschinski an Bord des französischen Ozeandampfers „Liberte“, um in die Sowjetunion zurückzukehren.
Vor der Abfahrt des Schiffes wechselte der Sowjetaußenminister den Ton und wünschte dem amerikanischen Volk „Frieden, Wohlergehen und viel Glück im kommenden Jahr“.
Auf die Frage eines Reporters, ob er zu der nächsten Sitzung der Vereinten Nationen wieder nach Amerika kommen werde, antwortete der sowjetische Außenminister: „Warum sollte ich nicht kommen? Sie sollten nicht so pessimistisch sein.“
Kein Kompromiß mit Peking?
Neuyork: Möglichkeiten verringert
Neuyork, 17. Dezember, (dpa) Die Möglichkeiten für ein Kompromiß zur friedlichen Regelung der Koreafrage haben sich nach Ansicht vieler Beobachter in UNO-Kreisen wesentlich verringert. Man erklärt, daß sich sowohl die Haltung der Amerikaner, als auch die der Chinesen in den letzten Tagen versteift hat.
Der Norden gewann Handball-Pokal
In Wuppertal gewann Norddeutschland erstmalig den Handball-Pokal. Süd, als Verteidiger des Preises, unterlag mit 7:9.
Im Fußball gab es eine Reihe von Ueberraschungen. VfR Mannheim vom FSV Frankfurt mit 5:0 geschlagen. Fürth spielt gegen Bayern 1:1, und der BC Augsburg trennt sich vom 1. FC Nürnberg mit dem gleichen Ergebnis. Mühlburg schlug mit 7:2 die Schwaben, Schweinfurt war mit 4:0 über Darmstadt 98 erfolgreich.
Der SV Wiesbaden erfreute seine Anhänger durch einen 3:2-Sieg über Ulm 46. Jahn Regensburg wurde in der zweiten Liga Halbzeitmeister.
Gruppensieger der Gruppe Süd im Kampf um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft wurde der EV Füssen durch ein 3:3 über Rießersee. VfL Bad Nauheim gewann sein letztes Punktspiel gegen Köln mit 9:1.
Motorradrennen im neuen Jahr ohne Kompressoren.
„Gardez“
*** Im ostwestlichen Schachspiel hat Rußland einen Springer gezogen und „Gardez“ gesagt. „Gardez“ im Schachspiel bedeutet soviel wie „gib Obacht“ oder „sieh dich vor“. Das „Gardez“ gilt der französischen Dame und bedroht gleichzeitig den englischen Turm in der ausgesprochenen Absicht, die Verteidigungsstellung der Westmächte zu spren-
gen. Die Warnung und Drohung des „Gardez“ ist in zwei sowjetischen Noten ausgesprochen, die an Frankreich und England gerichtet worden sind. Die Noten berufen sich, wie üblich, auf das Potsdamer Abkommen, das man nicht mit Unrecht die Wurzel alles Uebels genannt hat. Außerdem auf wechselseitige Bündnispakte, die im Jahre 1945 zwischen der Sowjetunion einerseits und Frankreich, beziehungsweise England andererseits geschlossen wurden. Rußland folgert aus diesem Abkommen, die Westmächte seien in keiner Weise ermächtigt, die Bundesrepublik in das westeuropäische Verteidigungssystem einzubeziehen und mache daher England und Frankreich im voraus für alle Folgen verantwortlich, die sich aus einem solchen Schritt ergeben würden.
Die Westmächte können Rußland mit gutem Recht entgegenhalten, daß es sich selbst nicht an den Potsdamer Vertrag gehalten und die Sowjetzone weitgehend im Rahmen einer kriegsmäßig bewaffneten Polizei aufgerüstet habe. Sie können ferner darlegen, die Wiederherstellung des Gleichgewichtes in Europa bedeute keine Angriffsabsichten und widerspreche daher nicht den noch bestehenden Bündnispakten. Ein solcher Hinweis würde jedoch auf die Russen ebensowenig Eindruck machen, wie seinerzeit der Protest der Westmächte gegen die Aufrüstung der Sowjetzone. Die Russen lassen eben nur ihre eigenen Begründungen gelten und nicht die eines anderen. Daher wird die am Dienstag beginnende Brüsseler Konferenz das Thema des deutschen Wehrbeitrags im Hinblick auf die russischen Noten besonders sorgfältig behandeln müssen.
In der Schweizer Presse wird bereits angedeutet, die Außenminister neigten dazu, in Brüssel noch keinen endgültigen Beschluß zu fassen, sondern zunächst das Ergebnis der kommenden Vierer-Konferenz abzuwarten. Es ist die große Frage, ob der amerikanische Außenminister Acheson, dem Truman, im Gegensatz zu den Republikanern, erneut sein Vertrauen bestätigt hat, eine solche „Beschwichtigungspolitik" billigen wird, die sowohl der amerikanische Präsident wie auch Attlee abgelehnt hat. Die Weltlage hat sich sowieso wieder verschärft. Die Abreise der chinesischen Delegierten aus Lake Success steht bevor, und General Wu hat in einer Pressekonferenz wenig Hoffnung auf eine Feuereinstellung in Korea gegeben. Die chinesischen Guthaben in Amerika sind gesperrt worden und China selbst hat Ausfuhren nach dem britischen Hongkong und Japan eingestellt. Die amerikanische Rüstungsproduktion hat sofort nach Erklärung des nationalen Notstandes im vollen Umfange eingesetzt.
In einem solchen Augenblick, in dem sich außerdem die Generalversammlung der Vereinten Nationen ohne Termin vertagt hat, ist es verständlich, wenn Rußland sein „Gardez“ ansagt, um Verwirrung in die westliche Verteidigungsfront zu bringen. Alle politischen Schachspieler warten mit merkbarer Erregung auf den nächsten Zug der Westmächte.
„Nicht bedenkenlos und mutwillig“
Der britische Ministerpräsident über die Anwendung der Atombombe
London, 17. Dezember. (AP.) Die Atombombe werde nicht „bedenkenlos oder mutwillig“ von den Westmächten eingesetzt werden, erklärte Ministerpräsident Attlee in einer Rundfunkrede an die britische Bevölkerung.
Zur Lage in Korea sagte Attlee, man dürfe die Angreifer diesmal nicht ungestraft davonkommen lassen, sonst würde nur der Mutwillen der an den zügellosen Gebrauch der Macht glaubenden Kreise gefördert werden.
Die Korea-Frage sollte desungeachtet zu ehrenhaften Bedingungen am Verhandlungstisch gelöst werden. Man müsse eine Einigung erzielen, die die Autorität der Vereinten Nationen nicht antaste, aber die Ursache des Konfliktes beseitige.
Attlee stellte unverhüllt fest, daß die Sowjetunion und ihre Satelliten sich einer friedlichen Lösung in Korea widersetzen.
Er habe dem Präsidenten Truman versichert, daß Großbritannien zu den Vereinten Nationen halten und, wenn nötig, für die Sache der Vereinten Nationen kämpfen werde.
Der westdeutsche Beitrag
Eine Rede Schumans
Saargemünd, 17. Dezember. (AP.) „Westdeutschland ist jetzt in der Lage, an der Verteidigung Europas mitzuwirken, es darf und kann sich dieser Aufgabe nicht entziehen“, erklärte Außenminister Schuman am Sonntag in einer Rede in Saargemünd, Frankreich strecke Deutschland die Freundeshand hin. „Wir möchten in dieser Grenze nicht länger einen Trennungsstrich sehen“, rief Schuman unter Hinweis auf die nahegelegene deutsche Grenze aus.
Mit 28 Studenten abgestürzt
Flugzeug-Katastrophe in den Bergen Venezuelas
Neuy or k, 17. Dezember, (dpa) Im bergigen Gebiet von Südwest-Venezuela ist am Sonntag ein Flugzeug mit 28 venezuelischen Studenten an Bord abgestürzt.
Beim Absturz der Maschine sind alle Insassen ums Leben gekommen. Bergungsmannschaften, die sich am Sonntag in eisiger Kälte bis an die Unglücksstelle vorarbeiteten, konnten nur noch den Tod aller Passagiere und der Besatzung feststellen.
Die Unglücksstelle liegt im Monte-Carmelo-Massiv nahe der kolumbischen Grenze. Die Maschine befand sich auf dem Wege von Merida nach Maracaibo, wohin sie 28 Zöglinge einer katholischen Schule, darunter Kinder prominenter venezuelischer Familien, für die Weihnachtsferien bringen sollte.
Neuer Ausbruch des Aetna
Catania, 17. Dezember. (AP.) Nach vorübergehender Beruhigung hat der Aetna am Sonntagabend erneut eine gewaltige Flut heißflüssiger Lava ausgeworfen.
Der neue Lavastrom ergießt sich aus den zwei Hauptkratern in über 2000 Meter Höhe über den Ostabhang des Berges und hatte nach wenigen Stunden über 900 Meter zurückgelegt. In einer Breite von 140 Meter und fast 15 Meter tief rückt die Lavaflut um 18 bis 25 Meter stündlich auf Ilice südlich Zafferana Etnea vor.
Schneedecke über Europa
Hamburg, 17. Dezember. (dpa) Der größte Teil des nördlichen und westlichen Europas lag am Sonntag unter einer Neuschneedecke. In Großbritannien tobten heftige Schneestürme bei starker Kälte. Andere Länder meldeten Verkehrsbehinderung durch Schneeglätte. Die Schneefälle, die aus den meisten französischen Departements gemeldet werden, gaben auch Paris ein winterliches Gewand. Im Pas de Calais lag der Schnee fast einen Meter hoch. Auf einer Straße nach Boulogne blieb ein Zirkus, der nach England verlegen wollte, im Schnee stecken.
Neue Schneefälle bestätigten die Ansicht der Wettersachverständigen, daß ein strenger Winter bevorsteht. In Rußland war die Kälte nicht so streng, wie man es sonst um diese Jahreszeit gewohnt ist.
Staatsnotstand
O Für Amerika und die ganze Welt bedeutet die Erklärung des Staatsnotstandes durch den Präsidenten Truman ein nicht zu übersehendes Notsignal. Alle Kräfte des riesigen amerikanischen Industrie- und Rüstungspotentials werden aufgerufen, um der Gefahr, die den Weltfrieden bedroht, begegnen zu können. Das Amt für die Mobilisierung der Verteidigung unter dem bisherigen Präsidenten der General Electric Company, Charles E. Wilson, hat eine außerordentlich weitgehende Blankovollmacht erhalten, wodurch es in den wirtschaftlichen Apparat eingreifen und ihn nach ganz bestimmten Gesichtspunkten dirigieren und umwandeln kann. Diese Eingriffe berühren das gesamte Leben der amerikanischen Bürger, die bisher in Erkenntnis der akuten Gefahr auf die verkündeten und erwarteten Maßnahmen zustimmend reagiert haben.
Wilson ist für eine zentrale Lenkung der industriellen Erzeugung, die Materialbeschaffung, den Arbeitseinsatz, das Transportwesen und für die Stabilisierung der Wirtschaft verantwortlich. Preis- und Lohnverhältnisse, Gestaltung der Arbeitszeit, Erweiterung und Rationalisierung der Industrieanlagen werden überwacht und je nach Bedarf und Notwendigkeit geändert.
Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich auszumalen, was die Verwirklichung dieses Programms, die bereits begonnen hat, bedeutet. Die persönlichen Freiheiten werden empfindlich eingeschränkt und die gesamte Wirtschaft einer Intensivierung und einer umfassenden Lenkung unterworfen, auch wenn manche der Vollmachten nur eine Bekräftigung von Rechten darstellen, die Präsident Truman bereits besessen hat.
Kein Zweifel kann darüber bestehen, daß die von Amerika ausgehende gelenkte Konzentration aller Kräfte sich nicht auf die Vereinigten Staaten beschränken läßt. Die ganze Welt, auch Europa und Westdeutschland, werden davon nicht unberührt bleiben, weder in der Verfügungsgewalt über die Rohstoffe noch in der Art der Wirtschaftsführung. Einschränkungen auf dem zivilen Sektor und stärkere Wirtschaftslenkungen müssen überall folgen.
Wer erhält Waffen?
Kassel, 17. Dezember, (dpa) In einer Antwort auf eine Eingabe des Deutschen Industrie- und Handelstages über Schußwaffen für Banken und Werkschutz weist das Bundeskanzleramt darauf hin, daß deutsche Stellen Waffen beim zuständigen Landes-Ministerpräsidenten beantragen müssen. Dieser müsse sich mit dem jeweiligen Landeskommissar ins Benehmen setzen.
In wenigen Zeilen...
Die Rechtsabteilung des amerikanischen Oberkommissariats will untersuchen, ob Kreise des US-Bezirksgerichts in Frankfurt in den Frankfurter- Polizei-Korruptions-Skandal verwickelt sein könnten.
Der Bund deutscher Jugend (BdJ) will auf seiner ersten Bundes-Delegiertentagung am Sonntag Stalin zu seinem 71. Geburtstag bitten, die deutschen Kriegsgefangenen freizulassen.
Der Bundestagsausschuß für Geschäftsordnung und Immunität beschloß, dem Plenum die erneute Aufhebung der Immunität des Abgeordneten Hedler zu empfehlen.
Der Zentralausschuß für Frauenfragen der SPD bat in einem Telegramm an den Präsidenten Frankreichs um eine Revision der Urteile gegen die von französischen Kriegsgerichten zum Tode verurteilten deutschen Soldaten.
Die kommunistische Zeitung des Saarlandes, die „Neue Zeit“, ist von der Saarregierung wieder auf die Dauer von vier Wochen verboten worden.
Der Ost-Berliner Magistrat hat beschlossen, das ostzonale „Gesetz zum Schutze des Friedens“ auch in Berlin anzuwenden.
Der bisherige Ministerialdirektor im ostzonalen Postministerium, Dr. Rudolf Lang, ist nach West-Berlin geflüchtet. Die Sechsmächte-Konferenz für den Schumanplan wurde am Sonntag bis zum Januar vertagt.
Togliatti, der italienische Kommunistenführer, ist am Sonntagmorgen mit der Bahn über Wien—Warschau nach Moskau abgereist.
Winston Churchill ist am Sonntag mit dem Flugzeug zur Erholung in Marrakesch eingetroffen.
Die Sowjetunion forderte erneut, daß der japanische Kaiser Hirohito zur Aburteilung wegen Kriegsverbrechen vor einen internationalen Gerichtshof gestellt wird.
Der Wehrausschuß des amerikanischen Senats hat Vollmachten für ein System gebilligt, das die Zivilisten gegen mögliche feindliche Angriffe gegen Atombomben oder anderer Kampfmittel schützen soll.
Papst Pius hat am Samstag 30 000 Pilger in der Peterskirche empfangen.
Die Hintergründe des Grotewohl-Briefes
Verwirklichung der ostzonalen Vorschläge bedeutet Rückkehr zum Kontrollrat-System
Da. Bonn, 17. Dezember. Die Entwicklung scheint über den Brief des Ministerpräsidenten der Sowjetzone, Grotewohl, an Bundeskanzler Dr. Adenauer hinweggegangen zu sein, bevor die Bundesregierung über die offizielle Antwort, die auf diesen Brief erfolgen soll, entschieden hat.
Unerträgliche Zumutungen
Man darf zu der Annahme berechtigt sein, daß Dr. Adenauer trotz des Friedensschutzgesetzes den Brief des Ministerpräsidenten Grotewohl in einer allerdings noch nicht bestimmten Form beantworten wird. Niemand wird diesseits des Eisernen Vorhangs die Verantwortung dafür übernehmen wollen und übernehmen können, daß nicht das Aeußerste geschieht, um das Deutschlandproblem zu lösen.
Schon aus dem Grotewohl-Brief war hervorgegangen, daß wir uns unerträglichen Zumutungen gegenüber sehen würden. Die Verwirklichung der Prager Ostblockbeschlüsse würde ja nichts anderes zu bedeuten haben, als die Rückkehr zum Kontrollratssystem mit dem sowjetischen Veto gegen jede freiheitliche, demokratische Regelung für Deutschland. Gleichzeitig würde sich die „Entmilitarisierung“, da der militärische Charakter der Volkspolizei strikt geleugnet wird, in der Weise abspielen, daß das Bundesgebiet, jeden militärischen Schutzes entblößt, dem Terror der militärähnlichen Sowjetzonenpolizei ausgesetzt sein würde.
Propaganda-Offensive
Das sind die in höflicher Form umschriebenen Konsequenzen des Grotewohl-Briefes. Das Friedensschutzgesetz stellt, wenn man den tatsächlichen Inhalt des Grotewohl-Briefes erkannt hat, keinesfalls einen Gegensatz zu diesem scheinbaren Verständigungsschritt dar. Vielmehr ergänzen Grotewohl-Brief und Friedensschutzgesetz einander und sind Teile einer propagandistischen Offensive, die sich durchaus nicht auf Deutschland beschränkt.
Gegen die Wühlarbeit
Frankfurt, 17. Dezember, (dpa) Staatssekretär Prof. Dr. Hermann Brill forderte am Sonntag auf einer Mitgliedervensammlung des Königsteiner Kreises in Frankfurt verstärkte Abwehr und Vergeltungsmaßnahmen gegen den Kommunismus. Während in der sowjetischen Besatzungszone der „schrecklichste Terror“ herrsche, sei es den Terroristen gleichen Geistes möglich, im Bundesgebiet ungestört zu agieren. Die erste Aufgabe der Bundesregierung müsse es sein, die illegale Wühlarbeit der KPD auszumerzen. Außerdem sei die Ausschaltung der Intellektuellen zu fordern, die im Bundesgebiet ungestört in „idealem Kommunismus“ machen könnten.
Untragbare Preiserhõhungen
Höhere Strom- und Gastarife gefordert
Wiesbaden, 17. Dezember, (dpa) Die kommunalen Versorgungsunternehmen wünschen, daß die Stromtarife um zwei Pfennig pro Kilowattstunde und der Gastarif um drei Pfennig pro Kubikmeter erhöht werden. Der Vorstand des Verbandes kommunaler Unternehmen beschloß in Wiesbaden, diese Tariferhöhungen vom Bundeswirtschaftsministerium zu fordern, weil nur so die Rentabilität der meisten dieser Unternehmen wiederhergestellt werden könne. Die Werke könnten die Preiserhöhungen für Kohle und Eisen, die 0,7 Pfennig bei Strom und einen Pfennig beim Gas ausmachten, nicht tragen.
Noch vor der Brüsseler Konferenz
Das Kabinett entscheidet heute über die Auslandsschulden
Da. Bonn, 17. Dezember. Das Kabinett ist für Montag zu einer Sondersitzung einberufen worden, in der über die Anerkennung der Vor kriegsschulden endgültig beschlossen wird. Falls das Kabinett an seinem zustimmenden Beschluß festhält, wird Dr. Adenauer die Schuldenerklärung den Oberkommissaren noch vor ihrer Abreise zur Brüsseler Konferenz übermitteln.
Keine deutsche Beteiligung in Brüssel
Brüssel, 17. Dezember, (dpa) An den Brüsseler Besprechungen über den deutschen Verteidigungsbeitrag werden keine Vertreter der Bundesrepublik teilnehmen. Die meisten Teilnehmer sind am Sonntag in der belgischen Hauptstadt eingetroffen. Der amerikanische Außenminister Dean Acheson erklärte bei seinem Abflug, jr fliege mit dem „vollen Vertrauen“ Präsident Trumans nach Europa.
Große Koalition in Bayern
München, 17. Dezember (dpa) In einer Besprechung zwischen den Verhandlungsgremien der CSU, SPD und des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten in der bayrischen Staatskanzlei wurde beschlossen, in Bayern eine große Koalition zu bilden, i
Wie bekannt wurde, soll die CSU vier Ministerien und drei Staatssekretariate, die SPD drei Ministerien und drei Staatssekretariate und der BHE zwei Staatssekretariate -erhalten.
Verleger fordern Klarheit über Kohlenversorguns fũr Papierfabriken
Wiesbaden, 17. Dezember, (dpa) Die Zeitungsverleger fordern vom Bundeswirtschaftsministerium Klarheit über die Kohlenversorgung für Papierfabriken.- Der Verein deutscher Zeitungsverleger hat beim Beaüftragten des Bundeswirtschaftsministeriums für die Kohlenversorgung, Dr. Martin Sogemeier, angefragt, ob sich die Kohlenversorgung für die Papierfabriken bessern werde, nachdem Bundeswirtschaftsminister Professor Ludwig Erhard zugesagt habe, der Papiererzeugungsindustrie eine Vorrangstellung einzuräumen.
Der Zeitungsverleger-Verein teilte mit, daß die Papierfabrik Lang in Ettringen (Schwaben) am Montag ihren Betrieb einstellen muß, falls sie keine Kohlen erhält, auch die Fabrik Feldmühle in Düsseldorf melde Schwierigkeiten wegen Kohlenmangels.
„Kenstruktive Opposition“
Die Politik der CDU in Hessen
Fulda, 17. Dezember, (dpa) Als Richtlinien für die künftige Politik der Christlichen Demokraten in Hessen nach den dortigen Landtagswahlen beschloß der CDU-Landesausschuß in Fulda, eine konstruktive Oppositionspolitik zu treiben und für eine sozialbetonte Wirtschaftspolitik und eine christliche Kulturpolitik einzutreten.
In einer Entschließung betont der Landesausschuß, daß die Opposition entsprechend dem eigenen Charakter der Union als Partei der Mitte eigenständig und selbständig sein müsse. Die Wirtschaftspolitik müsse „entsprechend dem nationalen Notstand unseres Volkes“ zur sozialen Gerechtigkeit und zum sozialen Frieden beitragen. Es sei selbstverständlich, dcß .die CDU kompromißlos eine christliche Kulturpolitik vertreten werde.
Dem Landesvorsitzenden Dr. Werner Hilpert und dem Landesvorstand wurde das Vertrauen ausgesprochen.
700 Millionen Mark erforderlich
Ein Hilfsprogramm für Notstandsgebiete
Mainz, 17. Rezember. (Eigener Bericht.) Die Regierung von Rheinland-Pfalz hat der Bundesregierung eine hundertseitige Denkschrift zugeleitet, in der ihr Antrag auf Anerkennung der „Roten Zone“ und des Oberwesterwaldkreises als Notstandsgebiet begründet wird. Die Regierung hat ferner ein großes Hilfsprogramm ausgearbeitet, das nicht weniger als siebenhundert Millionen Mark erfordert
„Anpassungszulage“
Bonn, 17. Dezember, (dpa) Der Bundesvorstand des Deutschen Beamtenbundes fordert eine SS'/sprozentige „Anpassungszulage“ auf alle Beamtengehälter. Die Beamtenschaft habe jetzt die Verelendungsgrenze erreicht. Jeder Beamte sei gegenwärtig mit zwei Monatsgehältern verschuldet.
Eine „Erziehungswoche“
Wiesbaden, 17. Dezember, (dpa) Hessische Lehrer, die Studienreisen nach Amerika unternommen haben, planen die alljährliche Veranstaltung einer „Erziehungswoche“ m Hessen.
Verbitterter „Held der Sowjetunion“
General Gonzalez berichtet über seine Erfahrungen in Rußland
Paris, 17. Dezember. (AP.) General Gonzalez, ehemaliger Befehlshaber der republikanischen, Streitkräfte im spanischen Bürgerkrieg, erklärte, er sei nach der roten Niederlage in Spanien in Moskau als Held empfangen, aber schon kurz darauf in ein Konzentrationslager gesperrt worden.
Gonzalez, der als Zeuge in dem Beleidigungsprozeß des französischen Schriftstellers Rousset gegen die kommunistische Zeitschrift „Les Lettres Francaises“ auftritt, behauptete, in den sowjetischen Zwangsarbeitslagern seien heute noch über 19 000 000 Menschen eingesperrt.
Der ehemalige General, der im Krieg gegen Franco elfmal verwundet wurde, sagte, über 6000 Republikaner seien damals in der Erwartung nach Rußland gegangen, dort das „Vaterland der Werktätigen“ zu finden. Statt dessen hätten sie jedoch das Sklaventum kennengelernt. Ende 1948 seien von ihnen nur noch 1200 am Leben gewesen, die anderen seien elendig zugrunde gegangen. Gonzalez selbst, der an einer sowjetischen Militärakademie studierte, wurde verhaftet, weil er gegen die Behandlung seiner Landsleute protestierte. Vorher war sein Bild auf sowjetischen Briefmarken erschienen. „Ich bereue nicht, mein Blut im Kampf gegen den Faschismus gelassen zu haben“, so rief der General in den dichtgedrängten Gerichtssaal, „aber ich verfluche mich selbst, weil ich meiner Heimat den Kommunismus aufzwingen wollte.“
Gonzalez, der jahrelang unter furchtbaren Verhältnissen eingesperrt War, konnte nach zwei ergebnislosen Ausbruchsversuchen beim drittenmal aus dem Kz. und aus der Sowjetunion entfliehen.
Stimmen der Anderen
Deutschland im Mittelpunkt
Ein Teil der Schweizer Blätter neigt zu der Auffassung, die beschleunigten Rüstungsanstrengungen des Westens, vor allem aber die Vorbereitungen zur militärischen Eingliederung der Bundesrepublik, sollten die Plattform für ein „letztes Angebot“ der Westmächte an den Kreml schaffen. In Paris, so schreibt die Basler „Nationalzeitung“ werde diese These schon lange vertreten. Neuerdings bekenne sich auch London zu ihr.
Großbritannien und Frankreich sind übereingekommen, auf die Bewaffnung Deutschlands zu verzichten, sofern die Sowjetunion eine vernünftige Kompromißlösung vorschlägt, welche eine Remilitarisierung Deutschlands überflüssig machen, sollte. Die ursprüngliche Absicht einer Teilaufrüstung Westdeutschlands ist aufgegeben worden, weil man sich vernünftigerweise sagen mußte, daß jeder Druck einen Gegendruck erzeugt. Nun ist man sich aber in westlichen Kreisen der Schwäche bewußt, die darin liegt, daß Deutschland bis jetzt noch gar keine Neigung gezeigt hat, die begehrten Soldaten zu stellen. Man muß also damit rechnen, daß die Sowjetdelegierten dem Westen entgegnen, er verkaufe das Fell des Bären, bevor er ihn erlegt habe. Folglich müssen die Westmächte so rasch wie möglich die Zustimmung der westdeutschen Regierung gewinnen, wobei es fürs erste genügt, daß diese Zustimmung grundsätzlicher Natur ist. Je dringlicher aber eine deutsche Zusage benötigt wird, um so generöser müssen die Gegenleistungen an Deutschland sein.
Der Washingtoner Korrespondent des Blattes „Le Mond e“ prophezeit amerikanische Zugeständnisse an Deutschland vor allem auf politischem und wirtschaftlichem, aber nicht so sehr auf militärischem Gebiet, Zugeständnisse, die „zu einer fast völligen deutschen Souveränität führen würden.“ In dem Artikel heißt es:
Die Oberkommission ist dem Untergang geweiht. Man weiß noch nicht, ob sie sich in eine Botschafterkonferenz verwandeln wird, oder einfach den beim Bundespräsidenten akkreditierten Botschaftern weichen muß. Die politischen und wirtschaftlichen Kontrollen werden aufgehoben und durch Besprechungen über die beiderseits interessierenden Fragen abgelöst. Es wird kein Veto mehr geben, sondern nur frei ausgehandelte Abmachungen.
Die USA hätten vorgeschlagen, Deutschlands politische, wirtschaftliche und militärische Eingliederung in das westliche Verteidigungssystem durch ein formgerechtes Vertragsdokument zu-vollziehen.
Margueriten IM BLAUEN FELD
Kriminalroman von Ullrich v. Bissing6. Fortsetzung Die Ehe erhielt an dem Tage der Einweihung dieser modernen menschlichen Heilstätte einen Riß. Und seit diesem Tage war Suzanne Csatow von der zweiten Ehe, die sie eingegangen war, enttäuscht. Sie hatte sich in ihrer ersten Ehe von ihrem Mann umsorgt gesehen, obgleich sie damals nichts und ihr Mann alles besaß. Nun hatte sie ihrem zweiten Manne den Reichtum der ersten Ehe mitgebracht, und manchmal hatte Suzanne den Eindruck, als hätte er es nur darauf abgesehen gehabt. Seitdem er seine eigene Klinik besaß, hatte er keine Zeit mehr. Jetzt kannte er nur noch seinen Operationssaal, seine Kranken, seine Schwestern und diesen aufgeblasenen Assistenzarzt Magnus Bürckler, der, wenn er die junge Frau seines Chefs sah, vor Liebenswürdigkeit nicht wußte, was er anstellen konnte. Und von dem Irene die Behauptung aufgestellt hatte, er wäre ein Pfau. Seit jener Zeit war jedenfalls der gesellschaftliche Verkehr im Hause Csatow versiegt. Selbst die Abende, an denen man das bekannte Paar und Irene in den Logen der großen Opernhäuser und Theater auftauchen sah, wurden von Monat zu Monat seltener. Suzanne versuchte einige Wochen, ihren Mann darauf aufmerksam zu machen, daß sein Verhalten eine Gefahr heraufbeschwor. Sie war keineswegs gewillt, die Ehe Hals über Kopf wieder aufzugeben. Aber sie war auch nicht bereit, die besten Jahre ihres Lebens als unverstandene Frau zu Hause zu verbringen oder von einem Bad ins andere zu fahren. Zumal Irene sich in einem Alter befand, in dem sie schließlich ein Recht darauf besaß, daß sich die Eltern ihrer annahmen.
Suzanne Csatow wußte, daß ihre Tochter schnell und leicht Freunde gewann. Es waren junge Männer, mit denen sie Sport trieb und tanzte. Irenes Mutter stellte sich ihren zukünftigen Schwiegersohn mehr in einer Art vor, die ihrem ersten Manne glich. Ihr Einfluß auf Irene war klug und geschickt und nicht unbedeutend. Sie selbst war mit ihren zweiundvierzig Jahren eine aparte Erscheinung. Das tizianrote Haar harmonierte mit ihrem blassen Teint, und ihre grazile Figur ließ sie außerordentlich jung erscheinen. Ihr glückliches Temperament ließ sie Sorgen kaum empfinden. Aber ihre Tränen bei dem Tod ihres ersten Mannes waren tief und aufrichtig gewesen- Der Entschluß zu ihrer zweiten Ehe war spontan erfolgt. Sie brauchte die Nähe eines Mannes, seine Zuneigung und seine Fürsorge. Außerdem hatte sie von materiellen Dingen keine Ahnung. Das große Vermögen, das ihr aus erster Ehe zufloß, lag glücklicher in der Hand eines Mannes. Abgesehen davon war Cornelius Csatow eine stattliche und repräsentative Erscheinung. Sie hatte ihn im Arztkittel kennengelemt und war überrascht gewesen, als sie ihn später bei Freunden im Zivilanzug wiedergesehen hatte.
Später behauptete sie, ihr Mann sei der einzige unter allen Professoren, dem man diese Würde nicht schon auf hundert Meter Entfernung ansah. Die elegante und unbekümmerte Art, mit der er um sie geworben hatte, bestach sie. Als er sie bei einem Turnier im Tennisclub in vier Sätzen rettungslos schlug, gab sie ihm neben dem Ballsieg ihr Jawort. Vielleicht hätte diese ausgeglichene Ehe nie einen Riß erhalten, wenn er mit seiner Stellung als Chefarzt jenes städtischen Krankenhauses zufrieden gewesen wäre. Suzanne hatte es nie ganz verstanden, warum er sich die Arbeit einer eigenen Klinik aufbürden wollte. Aber sie hatte auch nicht versucht, ihn von seinem Plan abzubringen. Sie fürchtete, ihm die Freude an seinem Beruf zu nehmen. Nun mußte sie feststellen, daß die Arbeit ihr den Mann mehr und mehr fortnahm. Ein Jahr lang versuchte sie, diplomatisch ihre Ansprüche an seine Zeit durchzusetzen. Dann erkannte sie. daß diese Versuche vergebliche Bemühungen blieben. Ihr stärkster Gegner war jener Assistenzarzt Magnus Bürckler, ein, wie sie ehrlich zugab, glänzender Organisator, der rücksichtslos über das Tagesprogramm ihres Mannes verfügte. Irene sagte zwar, Bürckler sei ein Pfau, aber er war nicht nur ein zuverlässiger Arzt, der sich vollständig auf Csatow eingestellt hatte, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht der tragende Pfeiler der Klinik. Bürckler kam aus kleinen Verhältnissen. Er war, bevor er bei Csatow eingestellt worden war, vierzehn Monate arbeitslos gewesen. Er hatte auf Grund eines Stipendiums Medizin studiert. Er war ein Sozialfanatiker. Der Ruf Csatows als Chirurg gestattete ihm, seine Theorien in die Praxis umzusetzen. In der Klinik standen zwanzig Betten für minderbemittelte Kranke zur Verfügung. Diese zusätzliche Bettenzahl belastete die Aerzte außerordentlich, zumal sich diese Abteilung nie über Mangel an Patienten zu beklagen hatte. Der Umstand, daß aber gerade Csatow diese Patienten viel Freude bereiteten, machte es Suzanne schwer, ihm die Belastung vor Augen zu führen, die ihm Bürckler hiermit aufbürdete. Suzanne verstand die soziale Größe dieser Einrichtung, aber sie verstand nicht, daß ihr Mann all seine Zeit dafür opferte und ihre Ehe daran zugrunde gehen sollte. So war sie eines Tages zu Bürckler gegangen, er wohnte in der Klinik, und hatte ihn gebeten, dafür zu sorgen, daß ein weiterer Arzt eingestellt würde, der ihren Mann entlaste. Hier hatte sie zum erstenmal Irenes gesunden Menschenverstand kennengelemt. Als sie Irene von ihrer Absicht, Doktor Bürckler aufzuzusuchen, in Kenntnis gesetzt hatte, hatte diese zu ihr gesagt, es wäre unwahrscheinlich, daß dieser Pfau sich eine Konkurrenz heranzüchten würde. Und so war es wohl auch gewesen. Bürckler hatte ihr zwar versprochen, Abhilfe zu schaffen, aber bei dem Versprechen war es geblieben. Diese Unterredung war nun drei Monate her. Geschehen aber war nichts. Eines Tages fragte sie ihren Mann danach. Dies war der Anlaß der ersten heftigen Auseinandersetzung geworden. Er hatte ihr rund heraus erklärt, er verbitte sich ihre Einmischung in Angelegenheiten. die die Klinik beträfen. Später allerdings hatte er sich entschuldigt, aber die frostige Stimmung, die dieser Streit hervorgerufen hatte, war nie mehr ganz verklungen. Suzanne aber begann ihr Leben umzustellen.
Sie folgte nun wieder mit ihrer Tochter gesellschaftlichen Einladungen. Auch wenn ihr Mann in der Klinik aufgehalten wurde. Sie begann, die Theaterbesuche wieder aufzunehmen und arrangierte kleine und beliebte Feste in ihrem Haus. Bald war ein ständiger Kreis interessanter Menschen um sie und eine Reihe guter Freunde. Es kam nun häufiger vor, daß der Abendbrottisch nur für den Arzt gedeckt wurde. Wenn Suzanne im Haus Gäste hatte, war er nach wie vor der liebenswürdige und zuvorkommende Hausherr, der nur den Fehler zu starker beruflicher Anspannung besaß. Er gab dies ganz offen zu.
Irenes Vater war Csatow so recht eigentlich nie geworden. Als er sie mit zwölf Jahren einer geringfügigen Operation unterziehen mußte, hatte er in ihr ein kluges aufgewecktes Mädchen kennengelernt, das schon damals Sympathie und Antipathie recht vorsichtig verschenkte. Dies war bei den Geschenken, die er ihr großzügig bei jeder Gelegenheit mitbrachte. recht ungewöhnlich. Später fragte sie ihn einmal, ob er Mutti nur geheiratet habe, um in diesem schönen, großen Haus zu leben. Csatow war ihr vor Verwunderung die Antwort schuldig geblieben. Als Irene älter wurde, waren sie gute Freunde geworden. Und nun, wo sie erwachsen war, bestand zwischen ihnen eine Kameradschaft, die auch jene häßliche Auseinandersetzung zwischen ihm und ihrer Mutter nicht zu trüben vermocht hatte. Irene war zu klug, dieses Thema zu berühren, Csatow war zu taktvoll, um es in ihrer Gegenwart anzuschneiden. Suzanne aber zu stolz, um sich ihren Aerger anmerken zu lassen.
Irene war ihrem Vater nachgeschlagen. Sie war wenige Zentimeter größer als ihre Mutter und hellblond. Sie trug das Haar lang und locker, und ihre Mutter sprach nur von ihrer Mähne. Das schmale Gesicht beherrschten zwei große, graue, ein wenig skeptisch blic'-ende Augen. Der sinnliche, etwas breite Mund vermittelte dem sonst mehr herben Antlitz einen aparten Reiz. Ihre Stimme war seltsam tief und klang voll und warm. Sie sprach langsam und überlegt. Nicht selten waren ihre Bemerkungen voller Ironie. Diese kam zum Vorschein, wenn sie gefragt oder ungefragt ein Urteil fällte. (Fortsetzung folgt)
Darmstadt und Umgebung
Meisterbrief als Qualitäãtsnachweis
Überreichung der Meisterbriefe der Darmstädter Handwerkskammer
In den Räumen der Eberstädter Turnhalle konnte am Samstag 276 Prüflingen nach bestandener Prüfung durch den Präsidenten der Handwerkskammer Darmstadt Baumeister Gisbert, die Meisterbriefe überreicht werden. Aus dem ganzen Regierungsbezirk Darmstadt hatten sich die Prüflinge in der mit den Fahnen der einzelnen Stände geschmückten Turnhalle eingefunden.
Vizepräsident Scherer begrüßte die Anwesenden. Präsident Gisbert führte in seiner Rede aus, daß sich trotz der bestehenden Gewerbefreiheit eine derart große Zahl von Handwerkern zur Ablegung der Meisterprüfung gefunden habe. Die jahrhundertealte Tradition des deutschen Handwerks bedinge den Meisterbrief als Befähigungsnachweis. Die Erziehung und Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses könne nur durch ausgezeichnete Fachkräfte erfolgen. 30 000 Betriebe seien in der Handwerkskammer des Regierungsbezirkes zusammengeschlossen. Erfreulicherweise hätten sich alle Parteien im Bundestag mit der Beibehaltung der Meisterprüfung einverstanden erklärt. Befremdend wirkten jedoch die kürzlich gemachten Ausführungen von Oberkommissar McCloy auf die Handwerkerschaft, daß sich der Standpunkt der Oberkommission bezüglich der Gewerbefreiheit, wie im Hinblick auf die dadurch überflüssig gewordene Meisterprüfung, nicht geändert habe. Man könne nicht von Demokratie reden, wenn auf der einen Seite die Wiederbewaffnung als Zeichen der deutschen Gleichberechtigung verlangt würde und auf der anderen Seite eine unglaubliche Bevormundung bestünde. 900 000 Betriebe in den Westzonen verlangten die Uebergabe deutscher Belange in deutsche Hände. Es sei unmöglich, den Willen des Handwerkerstandes bezüglich der Beibehaltung des großen Befähigungsnachweises zu ignorieren. Ein besonderes Augenmerk gelte es der Ausbildung der Lehrlinge zu schenken. Während vor 1914 die Lehrlinge 10 400 praktische Lehrstunden bis zur Ablegung der Gesellenprüfung benötigten, seien es heute gerade noch 5500 Stunden. Es sei daher notwendig, daß die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen des Handwerks und den Berufsschulen verstärkt würde. Die Einführung des Religionsunterrichtes in den Berufsschulen müsse kategorisch abgelehnt werden. Dies habe nichts mit einer Kirchenfeindlichkeit des Handwerkerstandes zu tun.
Erfreulicherweise hätten sich bereits jetzt wieder 371 Prüflinge für die im kommenden Jahre durchzuführenden Meisterprüfungen angemeldet. In der Zeit von 1945 bis 1950 konnten 4835 Meisterbriefe nach bestandener Prüfung überreicht werden.
Regierungspräsident Arno ul, wie Dr. Holtzmann, Landrat Wink, Dr. Hüfner, Bürgermeister Treffert und Herr Mayer als Vertreter der Gewerkschaft überbrachten die Grüße ihrer Aemter und Organisationen. Im Anschluß daran erfolgte die Ueberreichung der Urkunden.
Ein buntes Programm, das von Angehörigen des Landestheaters Darmstadt, Charlotte Raab, Aline Federlin, Otto Boettcher, Walter Horn, wie von den Geschwistern Heck gestaltet wurde, beschloß den offiziellen Teil des Programms. Ein Großteil der Anwesenden blieb bei Tanz und Unterhaltung bis in die späte Nacht hinein zusammen. hfl
Verdi-Festwoche am Landestheater Darmstadt
Aus Anlaß des 50. Todestages von Giuseppe Verdi veranstaltet das Landestheater Darmstadt in der Zeit vom 21. bis 28. Januar 1951 eine Verdi-Festwoche, in deren Rahmen die Opern „Macbeth“, „Othello“, „Aida“, „Der Troubadour“ und das Requiem zur Aufführung gelangen werden.
Als Solisten wurden bisher verpflichtet: Tilla Briem, Carin Carlsson, Helge Roswaenge und Joachim Sattler.
Die künstlerische Gesamtleitung haben Dr. Siegmund Skraup und Richard Kotz übernommen.
Für die Festwoche wird ein übertragbares Abonnement aufgelegt.
Blinde Künstler konzertierten in der Stadthalle
In der Stadthalle brachten zwei Künstler eine weihnachtliche Feierstunde, die der „Verein Freischaffender Blinder Künstler“ des Deutschen Musikerverbandes veranstaltete. Die beiden Mitwirkenden, Elfriede Notz (Sopran) und Bernhard Notz (Baß-Bariton) sangen Lieder und Duette, wobei der Sänger der Sopranistin und sich ein ausgezeichneter Begleiter am Flügel war.
Die Vortragsfolge umfaßte nicht nur weihnachtliche Lieder, sondern leitete von solchen besinnlichen und allgemeinmenschlichen Charakters zu Liedern weihnachtlicher Stimmung über. Außer Werken von Haydn, Schubert, Schumann, Peter Cornelius und anderen kamen auch drei Liedkompositionen von Bernhard Notz „Hertfstlied“, „Liebessehnsucht“ und „Markt und Straßen steh’n verlassen“) zum Vor trag, von denen das den Schluß des Konzertes bildende Duett wiederholt werden mußte. Den beiden reifen Künstlern dankte das Publikum in der leider nur schwach besetzten Stadthalle mit reichem Beifall, rw.
Haus der 18 000 Medikamente
Am Samstag eröffnete am Ludwigsplatz die Fa, Friedrich Schäfer ihre neue Drogerie
Wer an dem Haus vorbeigeht, der wird nicht glauben, daß diese Drogerie nur ein Bruchteil des Unternehmens ist, das sich bei Durchschreiten des Torbogens zu beiden Seiten in großen Gebäuden erstreckt, die zusammen ein bebautes Quadrat von annähernd zweitausend Quadratmetern bilden. Es sind die umfangreichen Lagerräume der 1863 in Darmstadt gegründeten pharmazeutischen Vollgroßhandlung Friedrich Schaefer. 1878 wurde das Unternehmen von Carl Bosselmann und Kaiser übernommen, 1905 von Herrn Bosselmann alleine weitergeführt, bis die beiden Söhne Carl und Fritz Bosselmann 1921 in das Geschäft eintraten.
In der Katastrophennacht 1944 brannte nicht nur die ganze Anlage ab, sondern auch Fritz Bosselmann fiel mit seiner Familie dem Angriff zum Opfer. Heute ist Herr Carl Bosselmann der alleinige Inhaber der Großhandlung. Die Firma, die 18 000 verschiedene Artikel führt, beliefert in der Hauptsache Apotheken mit Medikamenten, Chemikalien und Drogen Dabei erstreckt sich das Liefergebiet bis in die Pfalz hinein, zum Hunsrück, Siegerland, Marburg, Fulda, Würzburg und nach Nordbaden. Mehr als 150 Angestellte und Facharbeiter werden in diesem Betrieb beschäftigt. Ein eigener Kraftwagenpark beliefert den großen Kundenkreis, und es gibt wohl kein Medikament und keine Chemikalie, die die Firma Friedrich Schaefer ihren Apotheken nicht zu liefern imstande wäre. Eine Filiale in Kaiserslautern beliefert die französische Zone.
Die Bearbeitung der eingegangenen Aufträge erfolgt mit ungewöhnlicher Schnelligkeit, wobei die neuesten Errungenschaften der Technik, wie Rohrpostanlagen und Etikettaufzüge, abgeschlossene Telefonzellen für Auftragsannahme und eine Reihe von Fahrstühlen, eine ausschlaggebende Rolle spielen. In kürzester Zeit ist aus den riesigen Lagerbeständen die Sendung zusammengestellt, und die bekannten gelben Lieferwagen transportieren die Medikamente auf den schnellsten Weg zum Kunden. Die Visitenkarte der Firma, die Medizinal-Drogerie, wie auch die Vollgroßhandlung, konnten nur durch die intensive und einsatzfreudige Mitarbeit des treuen Stammpersonals der Firma aus den Trümmern des letzten Krieges wieder aufgebaut werden, zur umgehenden Belieferung Hunderter von Apotheken, und damit auch letztlich zum Wohle aller Kranken. -st.
Über 3000 DM verschwanden:
Lehrmädchen an der Ladenkasse
Wen trifft die Schuld?
Um den Diebstahl bzw. die Unterschlagung von 3000 bis 4000 DM ging es dieser Tage in einer JugendgerichtsverOhandlung. Innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren waren sie allmählich aus der Geschäftskasse einer Darmstädter Firma verschwunden. Erst reichlich spät bemerkte man den Diebstahl und die damit verbundenen Buchungsbelegmanipulationen.
Wer aber nun war der Schuldige? Das 14 Jahre alte Lehrmädchen, das trotz seiner jungen Jahre die Kasse bedienen mußte?
Die 22jähri.ge Buchhalterin, welche die Vierzehnjährige zu den gemeinsamen Manipulationen und Griffen in die Kasse veranlaßte?
Oder — wie die Verteidigung der beiden erklärte — die Geschäftsführung selbst, die nicht nur ein so junges Lehrmädchen unverantwortlicherweise mit einem so wichtigen Posten betraute, sondern es auc han genauen Kontrollen und regelmäßigen Nachprüfungen fehlen iieß?
Unter Berücksichtigung des letzteren Umstandes erhielt die Zweiundzwanzigjährige fünf Monate Gefängnis, das Lehrmädchen ein Zuchtmittel in Form von vierzehn Tagen Jugendarrest'.
Das Bücherlädchen
Vor einiger Zeit konnte Herr Gehecke in der Frankfurter Straße 2 das „Bücherlädchen“ eröffnen. Der Besitzer beabsichtigt nicht, nur die ausgesprochen gängigsten Werke zu verkaufen, sondern möchte dem persönlichen Geschmack seiner Kunden im weitesten Maße Rechnung tragen. Insbesondere stehen dem Publikum die vielfachen Ausgaben der Insel- und Krönerbücher zur Verfügung, und außerdem ist Gelegenheit gegeben, Restposten der guten Li-
Eberstadt kämpft gegen Wohnungsnot
Bilanz dieses Jahres und Pläne für das Jahr 1951
Die Ortsverwaltung des Stadtteils Eberstadt und seine Einwohner können auf ein arbeitsreiches, mit sichtbaren Erfolgen gekennzeichnetes Jahr zurückblicken. Im Vordergrund der kommunalpolitischen Aufgaben stand die Milderung der Wohnungsnot durch Schaffung von neuem Wohnraum.
In vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit wurde in den letzten zwölf Monaten mit Zähigkeit, Konsequenz und Fleiß das Problem bewältigt, Wohnblöcke mit möglichst niedrigem Kostenaufwand und daher auch verhältnismäßig billigen Mieten zu bauen, in denen auch sozial Schwächere ein gemütliches Heim erhalten konnten.
In dem Bewußtsein, daß der Einzelne allein nichts vermag, legten alle mit Hand an: Die Wohnungsuchenden selbst in ihren freien Stunden, die Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren, die straßenweise zum Einsatz aufgerufen wurden, die Maurer, Dachdecker, Weißbinder und Schreiner, die sich jeden dritten Sonntag freiwillig abwechselnd unentgeltlich zur Verfügung stellten, die Landwirte, die ihre Pferde einspannten, um mit ihren Fuhrwerken die Baumaterialien an Ort und Stelle zu bringen, und nicht zuletzt die Eberstädter Bürger, die durch monatliche Zahlungsleistungen bei der Volksbank und der Städtischen Sparkasse zugunsten des sozialen Wohnbauprogrammes der Ortsverwaltung eine finanzielle Grundlage schufen. So wurden seit 15. Dezember vorigen Jahres in der Kirchtannensiedlung vier Häuserblöcke von 35 Flüchtlings-, zehn Darmstädter Ausgebombten- und 32 Eberstädter Familien bezogen, der 5. Block konnte im Rohbau erstellt und die Siedlung auf 40 Häuser erweitert werden.
Auch in das kommende Jahr geht die Ortsverwaltung von Eberstadt mit dem Ziel, wieder einem größeren Kreis von Bewohnern ein behagliches Heim zu errichten. Sie ruft der Einwohnerschaft zu, so unermüdlich wie seither ihre Kräfte für den notleidenden Nachbar zum Einsatz zu bringen, damit einmal für jede Eberstädter Familie eine gewisse Wohnkultur sichergestellt sein wird.
Außer dem Wohnbauprogramm plant die Ortsverwaltung noch folgende Projekte: Den Bau der Verbindungsstraße zwischen Wilhelm-Leuschner- und Hügelstraße, über die der Süd-Nordverkehr von der gefahrvollen Darmstädter und Heidelberger Straße abgeleitet werden soll. Die Schaffung von finanziellen Rücklagen für den Bau einer Entwässerungsanlage für ganz Eberstadt. Die Planung eines Schulhausneubaues für den südlichen Ortsteil. Die Aufriahme von Verhandlung mit der Stadt Darmstadt um Festlegung des Platzes für ein in Selbsthilfe zu bauendes Schwimmbad im Mühltal. t-s
Aus Amerika zurück
Stadtschulrat E. B r a t u der am Samstag von seiner Studienreise aus Amerika zurückkehrte, wurde von Kindern der Lessingschule besonders herzlich begrüßt. Wie wir erfahren, konnte Schulrat Bratu auf dem Gebiete des Schulwesens reiche Erfahrungen sammeln, auf die wir in weiteren Beiträgen zurückkommen werden. *
Die Walderholungsstätte wird vergrößert
Die Walderholungsstätte am Bessunger Forsthaus bei Roßdorf, in der das ganze Jahr über Kinder von Darmstadt und auswärts nachhaltige Erholung finden, ist durch die Fertigstellung weiterer Räume vergrößert worden. Diese Räume ermöglichen nun, vorübergehend erkrankte Kinder von den gesunden Kindern, besser als bisher möglich, getrennt unterzubringen. In Kürze können daselbst auch weitere Kinderspiel- und Abstellräume in Benutzung genommen werden.
Schon wieder Geschäftseinbruch
Beim Oeffnen des Geschäftes am gestrigen Sonntagnachmittag stellte der Inhaber der Firma Elisabeth von Wangelin, Liebfrauenstraße 2, fest, daß in der Nacht zum Sonntag Diebe eingedrungen waren und größere Posten Trikotagen und Textilien entwendet haben- Die Kriminalpolizei nahm sofort die Ermittlungen auf.
In der Stadt notiert
Die nächste Sitzung des Juniorenkreises der IHK Darmstadt findet heute, Montag, um 17 Uhr im Sitzungssaal der Industrie- und Handelskammer statt. Stadtrat Dr. Holtzmann spricht über das Thema „Der Bürger und seine Gemeinde“.
Ueber das Thema „Die Kirche und die soziale Frage“ sprach dieser Tage auf Einladung der evangelischen Studentengemeinde der T.H. Oberkirchenrat ließ - Wiesbaden. Das wichtigste Problem seien heute die Flüchtlinge, Bomben- und Währungsgeschädigten, erklärte der Redner, nachdem er einen Ueberblick über die Entstehung der sozialen Frage seit der zunehmenden Industrialisierung gegeben hatte. Die Kirche habe dabei die Aufgabe, so lange zur Befriedigung berechtigter sozialer Forderungen aufzurufen, bis auch dem Letzten geholfen sei. K f w
ix. r . vv . Die Wohnungs-Tauschstelle, die sich beim Wohnungsamt befindet, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Im. zweiten Halbjahr 1950 war festzustellen, daß monatlich bis zu 40 Tausche auf freiwilliger Basis durchgeführt wurden, ri
Die Lustspieloperette „Liebe macht blind“ wird der Gesangverein „Frohsinn“ Eberstadt am 30. Dezember um 20 Uhr in der Turnhalle zugunsten der Kriegsbeschädigten wiederholen. *
Zwei Stände eingerissen wurden am Samstag von einem Lieferwagen am Marktplatz, der bei dem Versuch, zu seinem Stand zu fahren, in einem Lichtkabel hängenblieb.
Eine Laterne umgefahren wurde in der Nacht vom Samstag auf Sonntag vor einem amerikanischen Personenwagen in der Frankfurter Straße.
Auf der Autobahn kam es in den gestrigen Abendstunden infolge der Straßenglätte zu verschiedenen Unfällen. Unter anderem fuhr bei Lorsch ein Personenwagen auf einen Lastwagen auf.\
Ein Herrenfahrrad Marke „Wanderer“ und ein Gummimantel wurden in der „Klingackertanne“, Gemarkung Eberstadt, in Näeh des „Pfungstädter Galgens, gefunden. *
Wie witrd das Wetter?
Winterlich
Vorhersage: Am Montag vorwiegend stark bewölkt, noch geringe Neuschneefälle. Tagestemperaturen um null Grad, nachts leichter bis mäßiger Frost, schwache Winde. Weitere Aussichten: Auch am Dienstag wenig Aenderung.
Wohin gehen wir heũte?
Landestheater, Orangerie: 19 Uhr „Die Csardasfürstin“.
Lichtspieltheater: siehe Anzeigenteil. Stadthalle: 20 Uhr Symphoniekonzert, Pf.alz-Orchester, Leitung Gibson Morissey (USA), am Flügel: Margot Pinter (USA).
Landesmuseum: 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr, Künstler-Weihnachtsmesse. veranstaltet vom Neuen Hessischen Kunstverein.
Hygiene-Lichthof, Neckarstr. 3a: 10 bis 18 Uhr, Ausstellung „Gesundes Leben“.
Zwischen Nikolaus und Weihnachten Weihnachtsfeiern am 3. Advent
Frohe Gesichter
Sehr feierlich war es bei der Weihnachtsfeier des Wanderclubs „Falke 1916“ im Heiligkreuz. In dem festlich geschmückten Saal, an den reizvoll dekorierten Tischen, saßen die Eltern, zum Teil mit ihren Kindern, und lauschten hingebungsvoll den wohl ausgewählten ernsten und heiteren Darbietungen, die im wesentlichen von Mitgliedern des Clubs vorgebracht wurden. Nachdem das Lied „O du fröhliche“ verklungen war und ein etwa lOjähriger Junge den Weihnachtsmann angekündigt hatte, gab es die große erwähnte Ueberraschung: St. Nikolaus erschien, sackbeschwert, hielt eine „don¬ •nemde“ Moralpredigt und bewies mit dem Austeilen der Geschenke, daß an Weihnachten die Liebe vorherrschen und man den Menschen großzügig ihre kleinen Verfehlungen des letzten Jahres verzeihen muß.
Die Akteure des Abends: Vorsitzender, Herr Landzettel, die Herren Herbig, Späth und Stromberger, Fräulein Vetter vom Landestheater sowie das Mandolinenorchester des Wanderclubs „Falke“ unter der Leitung des Herrn Schweitzer. H. G, R.
Nikolaus bei Mereck
Über 250 Kinder, Waisen und Halbwaisen, saßen an der weihnachtlich geschmückten Tafel in der Werkskantine. Nicht nur aus Darmstadt, aus fast allen Teilen Starkenburgs hatte die Firma sie herbeigeholt. Dr. Fritz Merck begrüßte die kleinen Gäste, und bei Kakao und Kuchen — in solchen Mengen, daß manches Kind noch etwas vom Kuchen mit nach Hause nehmen konnte — sahen sie ein buntes Programm auf der von zwei großen Weihnachtsbäumen eingerahmten Bühne.
Ein Zwergenspiel, ein Krippenspiel und das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ wurden aufgeführt, und ein Kinderchor sang die alten Weihnachtslieder. Ein großes Hallo gab’s, als der Nikolaus kam und denen, die ein Gedicht aufsagen konnten eine Belohnung zusteckte. Aus groß v Körben bekamen die Kinder dann Süßigkeiten, Gebrauchsgegenstände und ein Geldgeschenk. rw.
Weihnachtsmärchen
Das diesjährige Weihnachtsmärchen, das die Kinderspielgruppe des GYA-Jugendheimes in der Fichtestraße spielte, hieß „Die drei Männlein im Walde“. Frau H. Goerlitz schrieb es (nach Grimm) in Reimen und studierte es auch ein. Die alten Märchenfiguren traten auf: die böse Stiefmutter mit ihrer bösen Tochter. die rechte Tochter und deren sanfter Vater und die drei hilfreichen Zwerge. Kleine kurze Tänze der Kleinsten als Sterne, Erdbeeren und Schneeflocken waren eingestreut und halfen mit, der lärmenden Schar der kleinen Zuschauer Freude zu machen. rw
Weihnachtsbaum bei L.C.Wittich
Am Freitag fanden sich im Gasthaus Ripper die Angehörigen der L. C. Wittich-Betriebe zu einer kleinen Feierstunde zusammen. Direktor Vierheller wies in einer kurzen Ansprache auf die stete Opferbereitschaft der Betriebsmitglieder hin, die nach dem Krieg mit ungebrochener Tatkraft an die Wiedererrichtung ihrer Arbeitsstätten gingen. Es läge in der Tradition des Hauses Wittich begründet, daß die Angehörigen stets eine verschworene Gemeinschaft seien, denn nur aus der Gemeinschaft erwachse die Stärke, die zur Durchführung der oft nicht leichten Arbeiten notwendig sei.
Dr. Wittich dankte allen Anwesenden für ihre Einsatzbereitschaft und verteilte sodann die Weihnachtsgaben. Veteran Müller ergriff zum Schluß das Wort. Beim Scheine des Weihnachtsbaumes und den Klängen der Musik blieben die Betriebsangehörigen bei Tanz und Wein bis in die späte Nacht hinein zusammen. hfl.
Feier im Elisabethenstift
Am dritten Adventssonntag fanden sich die Angehörigen des Elisabethenstifts im großen Speisesaal zu einer Weihnachtsfeier zusammen. Nach verschiedenen Weihnachtsliedern ergriff Pfarrer Knell das Wort, um auf die Bedeutung des Elisabethenstifts als sozialer Einrichtung hinzuweisen. Viel konnte in den letzten Jahren wieder aufgebaut werden. Alleine die Bettenzahl wurde von 240 vor dem Kriege auf 300 gesteigert. Selbstverständlich sei eine derartige Einrichtung ein Zuschußbetrieb, der alleine im vergangenen Jahr 100 000 DM Mehraufwendungen erfordert habe, als eingenommen worden sei. Ein derartiger Betrieb könne nur durch die Opferbereitschaft der Schwesternschaft, der Ärzte, wie überhaupt aller Angestellten erhalten werden. Eine lustige Weihnachtsgeschichte, die Oberarzt Dr. Simon verlas und ein Krippenspiel in der Kapelle beschlossen die Feierstunde, von der jeder Betriebsangehörige ein kleines Geschenk mit nach Hause nehmen konnte. -st.
Feier des Jugendrotkreuzes in der Heimstättensiedlungs
Im Gemeindesaal des Matthäuskirchleins der Heimstättensiedlung brachte die unter Leitung von Herrn Rosenkranz stehende JRK-Gruppe, Darmstadt, den geladenen Gästen, den ältesten Bewohnern und Bewohnerinnen der Donausiedlung und ungardeutschen Kindern in einer Weihnachtsfeier zum Ausdruck, daß das Rote Kreuz seine Aufgabe darin sehe, leidgeprüften Menschen Freude und Trost zu schenken. Nach einer Ansprache von Dr. Schenck über die aufbauende, völkerverbindende Arbeit des JRK dankten der Leiter der Donausiedlung, Dipl.- Ing. S t e i n s c h, und Herr D e r n e r für die Gaben an die Kinder und alten Leute. Geschenke für die Kinder hatte das amerikanische JRK gestiftet. t—s
Bescherung für Waisenkinder
140 Jungen und Mädchen, Waisen und Halbwaisen von Eberstadt, nahmen am Samstag im Gasthaus „Zur Eisenbahn“ freudestrahlend Gebäcktüten, Kleidungsstücke oder Spielzeuge in Empfang, die ihnen der Verband für Kriegsbeschädigte, Hinterbliebene und Sozialrentner zum Geschenk gemacht hatte. Nach einer Ansprache für die Kinder durch den ersten Vorsitzenden der Ortsgruppe, Christian Böhm, stimmten alle Anwesenden in die alten Weihnachtsweisen ein.
Kriegsbeschädigte feierten
Kriegsbeschädigte, Sozialrentner und Witwen — insgesamt 118 — beschenkte der Verband im Gasthaus „Zur Eisenbahn“, Eberstadt, mit brauchbaren Gegenständen, die zum Teil von Eberstädter Geschäftsleuten gespendet wurden. Im vollbesetzten Saal sprach der Geschäftsführer der KB-Siedlung Frankfurt a. M., Herr Pfannenschmidt. Die beiden Quartette vom Gesangverein „Frohsinn“, Solistin Frau Peters, Ansager K n i e ß, Kapelle Eidenmüller und das Duo vom Zither- und Mandolinenclub Eberstadt gestalteten einen frohen Abend. t—s
Überall brennt der Lichterbaum
Eine Weihnachtsfeier veranstaltete der katholische Kindergarten von Eberstadt am Sonntagnachmittag im Gasthaus „Zur Harmonie“. *
Die Starkenburger Molkereigenossen¬ schaft veranstaltet am 23. Dezember, 20 Uhr, eine Weihnachtsfeier im Gasthaus „Zur Eisenbahn“, Eberstadt. *
Eine Kinderbescherung führt die Gesangsabteilung der Polizeibeamten Darmstadts am Donnerstag, dem 21. Dezember, 15 Uhr, im Concordiasaal durch. *
Das 25jährige Jubiläum der Gesangsabteilung der Polizeibeamten Darmstadts wird am 21. Dezember, 20 Uhr, im Concordia-Saal mit einem gemütlichen Besammensein, Tanz und einem bunten Programm gefeiert. *
Die Turngesellschaft 1875 Darmstadt führt am ersten Weihnachtsfeiertag, 16 Uhr, im Concordia-Saal ihre Weihnachtsfeier durch. *
Eine kirchenmusikalische Weihnachts¬ feierstunde veranstaltet das Ludwigs-Realgymnasium in der Pauluskirche am Dienstag, dem 19. Dezember, um 16 Uhr, mit Werken von J. S. Bach.-Alle Eltern, Schüler und Freunde der Schule sind hierzu eingeladen. *
Das Rote Kreuz, Bezirksverband Darmstadt, wird — durch verschiedene besondere Spenden ermöglicht — eine kleine Wedhnachtsbescherung für 14 be¬ dürftige Kinder am kommenden Donnerstag durchführen. *
STARKENBURG
12 Vorträge für Landwirte
Michelstadt, (ch) — Die „ Friedrich-Aereboe-Schule Michelstadt“, als höhere Landbauschule der Landwirtschaftskammer Hessen-Nassau, veranstaltet vom 3. bis 5. Januar im großen Saal der Schule eine Vortrags- und Aussprachetagung für praktische Landwirte. Kapazitäten der Landwirtschaft werden in zwölf Referaten wichtige Gegenwartsprobleme der Landwirtschaft behandeln.
Im einzelnen sieht das Programm vor: je drei Vorträge von Direktor Dr. Ott: „Wichtigste Bodenbearbeiitungsfragen für den praktischen Landwirt“. „Zweckmäßiger Futterbau“, „Wie können wir unsere Getreideerträge erhöhen?“; von Prof. Dr. Ries: „Die größten Mängel der bäuerlichen Arbeitstechnik“, „Das Dauergrünland. unsere stille Reserve“, „Wegweiser im Wirrwarr der Schleppertypen“; und Dr. D ör r i c h : „Die Bedeutung und Verwendung wirtschaftseigener Futtermittel für die Ernährung unserer Haustiere“, „Welche Kalkulation für den Futtervoransch’ag kann der Landwirt nach Abschluß der Gesamternte am Schreibtisch vornehmen?“ und „Wie kann der Landwirt unter den diesjährigen Futterverhältnissen die Mast der Schweine gestalten?“. Oberlandwirtschaftsrat Manke spricht über „Rechtsaufgaben der Landwirtschaftskammer“. Landwirtschaftsrat Dr. Barth über „Die ländliche Arbeitswirtschaft im Wandel dar Zeiten“. Ueber alle Themen finden Aussprachen statt. _ ~
Kohlenverein hat Sorgen
Unter-Flockenbach (vir) — Die Generalversammlung des Kohlenvereins, die kürzlich stattfand, konnte verständlicherweise einen sehr guten Besuch verzeichnen. Im Jahre 1950 wurden, wie Rechner Abraham Kohl bekanntgab, von 218 Mitgliedern 27 462 DM eiingezahlt. Dem standen infolge der schwierigen Kohlenversongungslage nur Lieferungen im Gesamtbeträge von 8917 DM gegenüber.
Zur Beruhigung der Mitglieder konnte der 1. Vorsitzende Müller bekanntgeben, daß die bisher bestellten, aber noch nicht ausgelieferten Kohlen bzw. Briketts auf Grund der neuen Kontigentierungsbestimmungen in Kürze würden ausgeliefert werden können. Immerhin sei größte Sparsamkeit am Platze. Neue Mitglieder kann der Verein, ausgenommen Jungvermählte, nur als Sparer aufnehmen.
„Wollen wir wieder marschieren?“
Groß-Umstadt, (gi) — Heute abend führt der Stadtjugendring im Jugendforum eine Aussprache über das Thema „Wollen wir wieder marschieren?“ durch. Vertreter der Jugendverbände werden mit den politischen Parteien dieses zur Zeit aktuellste Problem diskutieren. Als Sprecher wurden eingeladen: Beigeordneter Wedel (SPD), Rechtsanwalt Dr. Schott (CDU), Dipl.- Ingenieur Molter,. Reinheim (FDP), und Bürgermeister Rein har d, Groß-Zimmem (KPD).
„Gesundheit kann nie vergũtet werden
Weihnachtsfeier des Ortsverbandes der Körperbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen Rimbach
Rimbach (vir.). Der Ortsverband der Körperbeschädigten. Sozialrentner und Hinterbliebenen hatte kürzlich zu einer Weihnachtsfeier in den Saalbau Schütz ein. geladen. Fast alle 158 Mitglieder samt Angehörigen sowie eine große Anzahl Gäste, darunter Bürgermeister und M. d. L. Schmitt, M. d. L. Dr. Hans Wagner und Vertreter des Gemeindeparlamentes waren erschienen.
Der L Vorsitzende der Ortsgruppe und 2. Kreisvofsitzende Heinrich Geiß begann mit einem ausgedehnten Referat. Ausgehend von der Botschaft des Friedens und der Liebe, erinnerte er daran, daß es in d:eser Zeit, da erneut Kriegslärm die Welt durchziehe und noch immer kein Friedensvertrag mit Deutschland geschlossen sei, zur Aufgabe jedes einzelnen gehöre, im eigenen Wirkungsbereich Friede und ge-
genseitiges Verständnis walten zu lassen. Der VdK-Kreis Bergstraße sei mit seinen nahezu 6000 Mitgliedern der größte in der Bundesrepublik: er werde seinen nächsten Kreistag in Rimbach abhalten.
Nach eingehenden Darlegungen über das Bundesversongungsgesetz und seine Auswirkung verwies der Redner darauf, daß die Opfer des Krieges und der Arbeit unter allen Forderungsberechtigten an erster Stelle zu rangieren hätten, da Gesundheit oder Leben materiell nie völlig vergütet werden könne. Der Verband werde auch in Zukunft parteipolitisch neutral bleiben, fordere jedoch, in der Frage der Wiederbewaffnung gehört zu werden, da erst die alten Kriegswunden geheilt werden müßten. ehe Voraussetzungen für neue geschaffen würden.
Nach einigen Gedichten. Liedern und Musikvorträgen der Blaskapelle Jakob wurde an jedes Mitglied ein Los verkauft, dessen Gegenwert in Spenden der einheimischen Wirtschaft sowie zahlreicher auswärtiger Firmen bestand. ,
, Im weiteren Verlauf des Abends wurden eie Mitglieder Elis. Dingeldein, Margar. Kadel, Joh. Ad. Dörr. Friedr. Schütz, Phil. Rettig. Jak. Trautmann IV. Marg Schmitt, Ad. Schäfer V., Elis. Mick, Heinr. Wollbeck, Mart. Schmitt, Pet. Schäfer 111., Kath. Hofmann. Peter Schenk. Ad. Schäfer IV., Jos. Zcech und Ad. Knöll für dreißigjährige Mitgliedschaft sowie sechs weitere für 20- bezw. 10jährige Mitgliedschaft im Kriegsopferverband geehrt
Siehen Häuser erbaut
Gadernheim (uka) — In der Gemeinde wurden im vergangenen Jahr sieben Häuser erbaut. Drei davon werden bereits bewohnt,, drei andere sollen zum Weihnachtsfest teilweise bezugsfertig sein, eines steht noch im Rohbau da. — Durch einen Umbau im „Erbacher Hof“ wurden vier mit allen Bequemlichkeiten ausgestattete Doppelzimmer gewonnen. Die Gemeinde selbst hat in der Roßmannsmühle mehrere Wohnungen ausgebaut, die schon längere Zeit bewohnt werden.
Gadernheim, (nka) - Am 20. Dezember lädt die Volksschule zu einem Elternabend ein. Es kommen neben einigen Weihnachtschören zwei Märchenspiele: „Schneewittchen“ und „Die Prinzessin, die alles schon hatte“ zur Aufführung. Die Kleinsten planen einen Reigen der Schneeflocken und die größeren Mädchen wollen mit zwei Volkstänzen aufwarten.
Mörlenbach (vir) — Pfarrer Dr. Ziegler ist zur Zeit dabei, mit der Schuljugend ein Krippenspiel einzuüben, das am kommenden Mittwoch aufgeführt werden soll.
„Süßer die Glocken nie klingen...“
Auch Auerbach hat nun wieder sein volles Geläute
L>ensheim-Auerbach. (HB) — Kürzlich konnten die langerwarteten neuen Glocken für die evangelische Kirche von der Giockengießerei Rinker in Sinn/ Dillkreis abgeholt werden. Sie sollen noch vor Weihnachten durch ihren Klang zum Gottesdienst rufen.
In festlichem Zuge unter starker Beteiligung der Bevölkerung und Schuljugend wurden am Freitagvormittag die Glocken vom Hotel „Krone“ über das Fürstenlager hinaus zu der alten Bergkirche geleitet, wo Pfarrer D ö rg e r eine kurze Feier hielt. Schon am gleichen Nachmittag konnte mit den Montagearbeiten begonnen und bereits in der Nacht um 22.30 Uhr das neue Geläute probeweise in Tätigkeit gesetzt werden.
Am Sonntagvormittag hatte sich eine zahlreiche Gemeinde, an ihrer Spitze der Kirchenvorstand sowie als Vertreter der Stadtverwaltung Bürgermeister Treffer t, Beigeordneter Seidel, Beigeordneter Nungässer und1 Polizeichef D e 1 ar u e in der Kirche zum festlichen Einweihungsgottesdienst versammelt. Die Festrede hielt Dekan Ullmann, Jugenheim. An der Gestaltung des Gottesdienstes waren der evangelische Posaunenchor Bensheim, der Auerbacher Männer-Gesangverein und der evangelische Kirchenchor Auerbach unter Leitung von Ludwig Seitz beteiligt.
In einer Rede wies der Dekan darauf hin, daß die innere Not die weitaus größere sei und er müsse es daher als Hauptaufgabe der evangelischen Kirche betrachten, in die Herzen der Gemeindemitglieder Gottesfurcht und Nächstenliebe hineinzutragen.
Darum sei es notwendig, zerstörte Gotteshäuser aufzubauen, Notkirchen zu errichten und Kircheneinrichtungsgegenstände, vor allem Glocken, neu zu beschaffen. Bei der Mehrzahl der Bevölkerung habe im Jahre 1942 Trauer über die Ablieferung der Glocken geherrscht und es sei bezeichnend gewesen, daß die Stimmen der Tiefe, wie etwa die Luftschutzsirenen, die Schrecken und Angst über die Menschheit brachten, in dem Maße zugenommen hätten, wie der Klang der Glocken, der Stimme von oben, schwächer wurde. Mit dem Jubellied „Nun danket alle Gott“ schloß der Gottesdienst.
Was aŭch interessiert:
Als 2. Gastspiel des Landestheaters Darmstadt in der Erbacher Festhalle kommt heute um 20 Uhr Shakespeares „Maß für Maß“ zur Aufführung. -ch
Ein eigenartiger Unfall ereignete sich dieser Tage in der Hauptstraße Groß - Bie - heraus. Um beim Ueberqueren der Fahrbahn von einem langsamfahrenden Pkw. nicht angefahren zu werden, sprang der Jugendliche G. Sch. auf diesen auf, zertrümmerte dabei die rechte Vorderlampe und die Windschutzscheibe, landete selbst aber völlig unverletzt wieder auf dem Boden. Der Fahrer hat Anzeige auf Schadenersatz erstattet. (GD)
Um sein eigenes Gotteshaus baldmöglichst erstellen zu können, entwickelt der Kirchenbauverein Krumstadt in diesem Winter besondere Aktivität. Außer laufenden Sammlungen sollen mehrere Veranstaltungen den Gebefreudigen angenehme Stunden der Unterhaltung bieten. Mit einem Weihnachtsmarkt im Gasthaus „Zur Rosenhöhe“ wurde jetzt bereits ein bemerkenswerter Betrag zusammengebracht. (vir)
Heimstätten, nicht Wohnkasernen!
Gemeinsames Richtfest an der Erbacher Selbsthilfe-Siedlung
Erbach, (ch) Für den ersten Bauabschnitt von vier Doppelwohnhäusern mit 16 Wohnungen, die von Heimatvertriebenen und Fliegergeschädigten durch Selbsthilfe in mehrmonatiger harter Arbeit errichtet wurden, hatte Kreisvorsitzender und Flüchtlingsvertrauensmann Robert Zemann etn gemeinsames Richtfest in schlichtem Rahmen veranstaltet.
Es war nicht leicht für die Siedler, die aus allen Berufen, nur nicht vom Baugewerbe stammen, sämtliche Arbeiten alleine auszuführen. Vom Erdaushub über Betonarbeiten am Fundament und Kellergeschoß bis zum Mauern der Außen- und Zwischenwände und schließlich das Aufbereiten des Dachgebälks bis zum Dachdecken machten sie alles selbst, nür von wenigen Fachleuten beraten und angewiesen. Die Bauleitung hatte Architekt Böhm aus Michelstadt, ebenfalls Heimatvertriebener.
Im Juli begannen die Arbeiten, nachdem die langwierigen Vorbereitungen erledigt und vor allen Dingen die Finanzierung gesichert waren. Eigenes Kapital besitzen die Siedler ja nicht; ihr Anteil ist der Gegenwert ihrer Arbeitskraft. Für jede Wohnung standen 3 000 DM Landesbaudarlehen und von der Kreissparkasse Erbach eine 1. Hypothek in gleicher Höhe zur Verfügung. Diese 6 000 DM waren ausschließlich für die Materialbeschaffung erforderlich.
Die 16 Wohnungen, die jetzt im Rohbau fertiggestellt und im kommenden Frühjahr bezugsfertig gemacht werden, bestehen aus je zwei Zimmern mit Küche, Bad und sonstigem Zubehör. Das Gesamtprojekt, das ursprünglich vom Ortsausschuß Erbach des Kreisverbandes der Heimatvertriebenen und Fliegergeschädigten in Angriff genommen wurde, umfaßt 11 Doppel- und zwei Einzelhäuser mit insgesamt 48 Wohnungen. Im nächsten Jahr soll mindestens ein gleichgroßer Bauabschnitt durchgeführt werden. An dem Richtfest nahmen neben den Siedlerfamilien Regierungsrat Zörgiebel, Bürgermeister Volk, Stadtinspektor Stellwag, Direktor Kromer von der Kreissparkasse, Fabrikant Koziol, Michelstadt, und Pfarrer Rudershausen, Erbach, teil. Architekt Schönbein vom Gemeinnützigen Siedlungswerk Frankfurt am Main, das als genossenschaftliche Trägerin des Werks vertreten war, bezeichnete die Erbacher Siedlung als die schönste und zweckmäßigste Anlage dieser Art in ganz Hessen.
Kreisvorsitzender Zemann dankte anschließend allen Förderern der Siedlung, besonders Bürgermeister Volk und der Stadtverwaltung Erbach, die das Baugelände kostenlos zur Verfügung gestellt hat, die neue Straße ausbaute und auch sämtliche Anschlußkosten übernahm.
50 Jahre im Gemeindewald
Weitengesäß, (ch) Regierungsrat Zörgiebel überbrachte dem Haumeister der Gemeinde, Leonhard Hartmann, Hauptstraße 19, anläßlich seines 50jährigen Arbeitsjubiläums die Glückwünsche der Hessischen Staatsregierung und des Landrats. Forstmeister Ritter vom Staatsforstamt Bad-König überreichte dem Jubilar ein Gemälde. Bürgermeister Rösinger dankte ihm im Namen der Gemeinde, die ihm einen Ruhesessel schenkte.
Planung neuer Volkshochschule
Erbach, (ch) Seit längerer Zeit sind in verschiedenen Teilen des Kreises Erbach Anstrengungen gemacht worden, eine Volkshochschule oder ein ähnliches allgemeinbildendes Institut für Erwachsene ins Leben zu rufen. Bisher sind diese Bestrebungen immer wieder gescheitert, obwohl die Nachfrage nach einer solchen Einrichtung in Kreisen der Bevölkerung groß ist. Am Dienstag. 19. Dezember. 20 Uhr, soll deshalb in der amerikanischen Lesehalle Erbach eine öffentliche Aussprache aller an der Gründung eines derartigen Instituts interessierten Kreise stattfinden.
255 Jahre Bäckerei Meyer
Michelstadt, (ch) Ein seltenes Geschäftsjubiläum kann die Bäckerei Meyer in der Großen Gasse begehen. Seit 255 Jahren ist sie Eigentum derselben Familie 1695 heiratete der Bäckermeister Johann Jakob Meyer die Witwe des Bäckermeisters Johannes Lippold und kam so in den Besitz des Grundstücks und der Bäckerei, die nun schon seif, acht Generationen von seinen Nachkommen betrieben wird.
Gemeindenachrichten Erbach
Vielbrunn (Im) — Als Wiesenvorstände wurden verpflichtet: Georg Krauß, Jakob Weyrich VI., Friedrich Hofmann und Phiiiläpp Lautenschläger jun. — Der Gemsinderat beschloß, an 71 Familien eine Weihnachtsbeihilfe zu gewähren.
Kinderprostitution
Schwerer Unzuchtsfall vor Gericht
Dreieinhalb Jahre Gefängnis für einen 40jährigen
Darmstadt, (wst) — In einer besonders schweren Unzucht-Strafsache, die am Wochenende vor dem Landgericht in Darmstadt verhandelt wurde, ging die Zweite Strafkammer in ihrem Urteilsspruch erheblich über den Antrag des Anklagevertreters hinaus und verhängte gegen den Bürogehilfen Heinrich N. aus Pfungstadt drei Jahre* und sechs Monate Gefängnis.
Wie die mehrstündige Beweisaufnahme ergab, hatte sich der 40 Jahre alte verheiratete Mann innerhalb eines Zeitraumes von etwa zwei Jahren in sechs oder acht Fällen fortlaufend an Kindern — Mädchen im Alter von acht bis dreizehn Jahren — in unzüchtiger Weise vergangen.
Die Tatsache, daß in dieser Affäre zum ersten Male in unserem Gebiet eine Art Kinderprostitution in Erscheinung trat, war kennzeichnend für diesen wirklich erschütternden Fall, der nicht einer gewissen Tragik insofern entbehrte, als die Angehörigen des Angeklagten ordentliche Leute sind, die jetzt schwer unter den Verfehlungen ihres Ernährers zu leiden haben.
Seit seiner Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft stand N. in schlechten sexuellen Beziehungen zu seiner Frau. Durch dieses Auseinanderleben geriet er, der bisher keinerlei sittliche Delikte begangen hat, auf solche Abwege. Die minderjährigen Mädchen, die er mißbrauchte, stammen durchweg aus schlechten sozialen Verhältnissen und hinterließen vor Gericht bis auf wenige Ausnahmen in moralischer Hinsicht einen negativen Eindruck. Untereinander hatten sie sich erzählt, daß es bei N. „Geld und Schokolade gebe, wenn man zu ihm ginge“. Der zum Teil sittlichen Verdorbenheit der Kinder bot der 40jährige keinen Einhalt, sondern förderte sie noch durch sein schändliches Treiben.
Ahtuelles zwischen gesteru und heute
Geistesschwacher mißhandelt
Reinheim, (le.) Vor dem Amtsgericht hatte sich die 44jährige D. K. aus Nieder-Modau zu verantworten. Sie hatte im Oktober ihren geistesschwachen Schwager, der die in der Futterküche abgestellte Milch getrunken hatte, mit einem 80 cm langen Stock geschlagen, daß er eine blutende Wunde davontrug.
Die Angeklagte war geständig und gab zu. ihren Schwager schon mehrmals geschlagen zu haben. Zeugen schilderten in drastischer Weise, wie der Geistesschwache vernachlässigt wurde. Seit dem Tode seiner Mutter sei er in den letzten Monaten immer mehr körperlich verfallen. Das Gericht erkannte wegen gefährlicher Körperverletzung und Mißhandlung eines Gebrechlichen auf 5 Monate Gefängnis.
40 DM für Ohrfeige
Reinheim, (le) — Ein 20jähriger junger Mann aus Wersau, der bei der diesjährigen Kirchweih mit einer 41jährigen Frau in intimer Beziehung gestanden hat und dieser danach 50 Pfennig angeboten hatte, damit sie über den Vorfall schweigen solle, stand dieser Tage wegen Körperverletzung vor dem Amtsgericht Reinheim. Auf Grund widerspruchsvoller Angaben der Frau kamen der Staatsanwaltschaft Zweifel auf, ob es sich um ein echtes Notzuchtsverbrechen handelte. Sie wurde auf den Weg der Privatklage verwiesen. Dagegen erkannte das Gericht gegen den Angeklagten, der ihr während des intimen Beisammenseins mehrere Ohrfeigen verabreicht hatte, wegen Körperverletzung auf 40 DM Geldstrafe.
Einsichtiger Angeklagter
Michelstadt, (ch) Der Beruf eines Provisionsvertreters ist sehr vage und birgt in Zeiten wirtschaftlicher Spannungen für nicht sehr charakterfeste Menschen große Gefahren in sich. Diese Feststellung traf Amtsgerichtsrat Loesch bei einer Verhandlung des Bezirksschöffengerichts Michelstadt gegen einen 51 Jahre alten Kaufmann aus Hirschhorn, der als Vertreter einer privaten Krankenversicherung ohne Inkassovollmacht Mitgliedsbeiträge kassiert und für sich verwendet hatte Insgesamt beliefen sich seine Verfehlungen auf 605 DM. Auf eine Frage des Vorsitzenden erklärte der Angeklagte, daß er sein Tun für Betrug halte. Da er bereits zweimal einschlägig vorbestraft war. kannte er sich aus. obwohl er die ersten beiden Strafen nicht abzusitzen brauchte, weil sie beide unter Amnestien fielen. Diesmal beantragte der Staatsanwalt deshalb acht Monate Gefängnis, damit er einmal den Ernst der Strafe erfahre. Das Gericht erkannte auf sechs Monate unter Anrechnung der Untersuchungshaft.
An Minderjährigen vergangen
Michelstadt (ppi) — Der 65jährige Fremdsprachlehrer Bruno M. wurde am Freitag vom Amtsgericht Michelstadt verhaftet. M. stand unter dem dringenden Verdacht, sich seit Sommer dieses Jahres an mehreren minderjährigen Mädchen im Alter von 9 bis 13 Jahren., denen er privaten Englisch-Unterricht gab, in verwerflichster Weise unsittlich vergangen zu haben. Bald, nachdem eindeutiges Beweismaterial herbeigeschafft worden war, legte M. vor Amtsrichter Dr. Rein am Samstagnachmittag ein Teilgeständnis ab. Die Untersuchungen dauern an.
Kühlerhaube im Schlafzimmer
Am 14. Dez. 1950 fuhr gegen 1.30 Uhr ein Fernlastzug bei der Fahrt durch Froschhausen in ein Wohnhaus, wobei er die rechte Begrenzungsstange und Kühlerhaube im Schlafzimmer der Eheleute Valentin Junker verlor. Bevor sich die Geschädigten darum kümmern konnten, ging der Fahrer mit seinem Fahrzeug flüchtig. Der Fahrer sowie die Daten des Fahrzeuges blieben daher unbekannt. Das Fahrzeug
Bulldogs auf dem Rücken
Groß-Bieberau. (GD) — Infolge der Straßenglätte kam ein von Wembach kommender Bulldog ins Rutschen, fiel einen Abhang hinunter und blieb mit den Rädern nach oben liegen. Die drei Begleitpersonen kamen mit dem Schrecken davon.
Hilfe gegen Kälte und Not
Gemeinderat billigt KPD-Anträge zur Unterstützung der Notleidenden
Groß-Zimmern, (gi) — Im Vordergrund der 32. öffentlichen Gemeinderatssilzung am Freitag stand die Genehmigung zweier KPD-Anträge, in denen Weihnachtszuwendungen an Rentenempfänger bzw. Brcnnholzzuteilung an Minderbemittelte gefordert wurden.
Zu Beginn der Sitzung befaßte man sich mit der Vergebung der Installationsarbeiten für die Entwässerungsanlage der Bäder im Schulhausneubau. Der Kostenvoranschlag der Firma Hermann Herbert in Höhe von 2890 DM wurde angenommen. Die Arbeiten des Kanalprojektes II wurden an die Firma Angermeier für 6000 DM Gesamtkosten vergeben. Einstimmig wurde beschlossen, die Licht-, Glaser- und Schreinerarbeilen öffentlich auszuschreiben; es sollen jedoch nur Ortsgewerbetreibende berücksichtigt werden.
Eine Weihnachtszuwendung von je 50 DM erhalten die evangelische und katholische Schwesternstation. Bei den Forstbehörden soll eine Kommission . vorstellig werden, um einen Mehreinschlag von Brennholz zu erreichen. Der Antrag der Gastwirteinnung Dieburg, die Getränkesteuer fallenzulassen, wurde bis zur neuen Etatsberatung zurückgestellt
Dem Antrag der KPD-Fraktion, an alle Renten-, Kriegsbeschädigtenrenten- und Unterstützungsempfänger, welche nicht unter die vom Bund bzw. Kreis bewilligte Weihnachtsbeihilfe fallen, Gemeindebeihilfen zu zahlen, wurde entsprochen. Ebenfalls gebilligt wurde eine weitere KPD-Vorlage, die eine Zuteilung von zusätzlichem Brennholz an Minderbemittelte forderte. Zu den ortsüblichen Preisen erhalten die Renten- und Fürsorgeempfänger einen Festmeter Brennholz zuzüglich ihrer normalen Zuteilung. Ueber den Verkauf von Industriegelände wurde u. a. in nichtöffentlicher Sitzung beraten.
Zum 30. Male die „Goldene“
Groß-Bieberau. (GD) Anläßlich der Generalversammlung der Ortsgruppe des Odenwaldklubs wurde der Wanderplan für 1951 festgelegt. Er sieht neben 6 Halbtags- und 6 Ganztagswanderungen eine Fahrt nach Frankfurt zum Besuch des Palmengartens vor. 35 Erwachsene und 20 Kinder haben die Voraussetzungen für die Auszeichnung mit der goldenen Wandemadel erfüllt. Dem Wanderfreund Georg Krebs I. kann sie bereits zum 30. Male verliehen werden. Bis auf den 2. Vorsitzenden, den Georg Nieder übernahm, wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt. Das Wandererehrungsfest findet am 27. Januar statt. Die Kinder erhalten ihre Auszeichnungen 8 Tage vorher im Rahmen einer Feier im Klublokal.
Notizen aus dem Kreis Dieburg
In Eppertshausen wurden dieser Tage 44 Morgen Wiesen in Einzelgrundstücken zu je einem Morgen auf sechs Jahre verpachtet. Noch in dieser Woche soll die Wohnbaracke fertig werden. Insgesamt erhalten sieben Familien neuen Wohnraum. Eine Schaltuhr zur automatischen Regelung der Ortsbeleuchtung wurde angeschafft.
Aus Münster nahm Kaplan Ra c h o r von der Bevölkerung Abschied, um seine neue Stelle anzutreton. — Eine öffentliche Geine'inderatssitzung wurde für heute abend anberaumt. Verschiedene Anträge zum Grundsteuererlaß sollen behandelt werden. Der Gemeinderat von Klein-Zimmern gewährte an seiner letzten Sitzung eine Winterbeihilfe für alle Fürsorgeempfänger und Minderbemittelte.
Kreisgeschäftsführer Gold vom Kreisverband der Heimatvertriebenen spricht am 19. Dezember in einer Bürgerversammlung in Habitzheim im Saal Russenschuck. Mit dem Ablauf des Jahres legt in Kleestadt der langjährige, 84 Jahre alte Glöckner und Kirchendiener Nikolaus Metzler seine Aemter nieder. gi
Zweite Odenwaldschau
Fränkisch-Crumbacb (-st) — Der Geflügelzuchtverein veranstaltete am Sonntag seine zweite Odenwaldschau. Wie im vergangenen Jahr, so soll auch dieses Mal die Scha,u als Zeichen dafür gelten, daß Fränkisch-Crumbach auf dem Wege ist, den vor-- deren Odenwald zur Hochburg der Geflügelzucht zu erheben.
Als Preisrichter für die ausgestellten Tiere fungierten die Herren Weber, Weinheim, Friedmann, Seligenstadt, 'Mogk, Echzell, Ruths, Groß-Bieberau, Gerhard, Weiskirchen, Daum, Eberstadt, Pfeffer, Darmstadt und Hu ß - lein aus Hanau.
„Wasser marsch“ am Jahresende
Braunshardt (Vo). - Der Gemeinderat wählte in seiner letzten Sitzung Herrn Ludwig Bender einstimmig zum zweiten Beigeordneten. Es wurde beschlossen, die nunmehr fertiggestellte Wasserleitung am 31. Dezember einzuweihen. Sie wird an diesem Tage anläßlich einer Feuerwehrübung der einheimischen und auswärtigen Wehren, unter Leitung von Kreisfeuerwehrinspektor Pfaff, Wixhausen, ihre Bewährungsprobe zu bestehen haben. Am Nachmittag findet ein Festzug unter Beteiligung der Ortsvereine, anschließend ein Festakt im Gasthaus „Zum Adler“ statt..
Vom Herzen zum Herzen
Kulturabend der Heimatvertriebenen in Reinheim
Reinheim, (eb) — Nach mehrmaligen erfolgreichen Aufführungen in anderen Gemeinden des vorderen Odenwaldes boten die Jugendgruppen der Heimatvertriebenen aus den Orten Groß-Zimmern, Spachbrükken, Ueberau und Reinheim das Programm ihres vorweihnachtlichen Kulturabends am vergangenen Samstagabend im Gasthaus „Zum kühlen Grund“ in Reinheim. Der Abend war so recht geeignet, einen Einblick in die Arbeit der Jugendgruppen der Heimatvertriebenen zu geben und zeigte, daß hier größte Mühe darauf verwandt wird, die kulturellen und sittlichen Werte der alten Heimat zu pflegen und sich den inneren Reichtum der neuen Heimat zu erschließen.
Ganz in diesem Sinne war das Programm des Abends gehalten, dessen erster Teil in bunter Folge Lieder, buntgemischte Erzählungen aus der alten und neuen Heimat sowie Volkstänze aus Schlesien, dem Sudetenland und dem Odenwald brachte. Im zweiten Teil gelangte ein weihnachtliches Laienspiel nach Peter Rosegger, „Weihnacht in der Pecherhütte“, zur Aufführung, mit Hingabe gespielt und durch seine Echtheit überzeugend.
Wie immer, war auch dieser Veranstaltung der Heimatvertriebenen ein guter Besuch beschieden. Ihr Erlös wurde von den Mitwirkenden für eine Weihnachtsbescherung der ärmsten Kinder zur Verfügung gestellt.
Unsere Geburtstagskinder
Gräfinmutter Elisabeth 80 Jahre alt
Michelstadt (ch) — Heute begeht Gräfinmutter Elisabeth zu Erbach-Fürstenau in außerordentlicher geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag. Die alte Dame, die bis zu ihrer Ausbombung in Darmstadt wohnte und dort jahrzehntelang im Deutschen Roten Kreuz sowie im Bund der Freundinnen junger Mädchen „Eleonorenstift“ maßgeblich tätig war, ist eine treue Leserin des „Darmstädter Tagblatts“, das ihr herzlich gratuliert.
80. Geburtstag: Dorothea Melchior, Leeheim, Erfelder Straße 50.
75. Geburtstag: Frau Anna Kälber, Wixhausen, Messeler Straße.
75. Geburtstag: Herr Philipp Hamm, Wixhausen, Freystraße.
73. Geburtstag: Margarethe Schaffner, Goddelau, Hintergasse 8.
71. Geburtstag: Frau Elisabethe Huck, Wixhausen, Dietergasse.
DER SPORT
Zahlen und Tabellen Fußball
Erste Liga Süd
Vfß Mühlburg—Schwaben Augsburg 7:2 Fürth—Bayern München 1:1 £,C Singen 04—VfB Stuttgart 0:3 FSV Frankfurt—Vfß Mannheim 5:0 ioco ™ ^einfurt Oä~SV Darmstadt 98 4:0 1860 München—Kickers Offenbach 3:1 BC Augsburg—1. FC Nürnberg 1:1 ^ee^arau—Eintracht Frankfurt 1:3 »B>V Reutlingen—SV Waldhof 3:3
Zweite Liga Süd
Wacker München—Kickers Stuttgart 2:2 ASV Cham—Hessen Kassel 2:1 FC Freiburg—Bayern Hof 1:1 1. FC Pforzheim—l. FC Bamberg 1:0 Viktoria Aschaffenburg—VfL Konstanz 6:2 SV Wiesbaden—Ulm 46 3:2 Jahn Regensburg—Union Röckingen 5:1 TSV Straubing—ASV Durlach 3:0
Erste Liga Nord
Hamburger SV—Arminia Hannover 8:3 FC St. Pauli—Göttingen 05 1:1 Eintracht Osnabrück—Hannover 96 1:2 SV Itzehoe—Bremerhaven 93 1:8 Werder Bremen—Vfß Oldenburg 2:1
Oberliga Südwest
TuS Neuendorf—Eintracht Trier 2:2 FV Engers—ASV Landau 3:0 VfL Neustadt—Spvgg Andernach 1:0 Wormatia Worms—FSV Mainz 5:0 1. FC Kaiserslautern—Tura Ludwigsh’en 7:0 FK Pirmasens—Eintracht Kreuznach 6:1
Landesliga Hessen
Germania Bieber—Union Niederrad 2:0 Vfß Friedberg—Rot-Weiß Frankfurt 3:2 Hessen Uersfeld—Hermannia Kassel 2:0 Olympia Lampertheim—VfL Biedenkopf 5:3 VfL Marburg—Hessen Lichtenau 4:1 Spvgg. Griesheim 02—FC Hanau 93 2:1 Eintracht Wetzlar—VfL Kassel 8:0 Spielverein Kassel—Homburg 05 2:3 CSC 03 Kassel—Opel Rüsselsheim 7:1 Borussia Fulda—FC Rödelheim 2:2
| FSV Frankfurt | 17 | 9 | 5 | 3 | 35:22 | 23:11 |
| Vfß Mühlburg | 16 | 10 | 2 | 4 | 52:25 | 22:10 |
| Schweinfurt 05 | ||||||
| 17 | 10 | 2 | 5 | 34:20 | 22:12 | |
| Spvgg. Fürth | ||||||
| 16 | 9 | 3 | 4 | 41:19 | 21:11 | |
| 1. FC Nürnberg | 17 | 8 | 5 | 4 | 38:25 | 21:13 |
| Eintracht Frankfurt | 17 | 8 | 5 | 4 | 29:30 | 21:13 |
| Vfß Stuttgart | 16 | 9 | 2 | 6 | 41:21 | 20:12 |
| 1860 München | ||||||
| 17 | 9 | 1 | 7 | 40:33 | 19:15 | |
| Vfß. Mannheim | 17 | 8 | 1 | 8 | 44:35 | 17:17 |
| Schwaben Augsburg | ||||||
| 17 | 6 | 4 | 7 | 29:40 | 16:18 | |
| Kickers Offenbach | 16 | 6 | 3 | 7 | 32:29 | 15:17 |
| Bayern München | 17 | 3 | 4 | 8 | 29:30 | 14:20 |
| SV Waldhof | ||||||
| 17 | 4 | 5 | 8 | 30:35 | 13:21 | |
| Darmstadt 98 | ||||||
| 17 | 5 | 3 | 9 | 24:45 | 13:21 | |
| SSV Reutlingen | 17 | 4 | 4 | 9 | 25:55 | 12:22 |
| FC Singen 04 | 16 | 4 | 3 | 9 | 20:44 | 11.21 |
| VfL Neckarau | 16 | 4 | 2 | 10 | 28:49 | 10:22 |
| BC Augsburg | 17 | 3 | 4 | 10 | 25:40 | 10:24 |
| Jahn Regensburg | 17 12 | 3 | 2 | 40:17 | 27:7 |
| ASC Cham | |||||
| 17 11 | 4 | 2 | 35:16 | 26:8 | |
| Kickers Stuttgart | 16 10 | 4 | 2 | 44:25 | 24:8 |
| Bayern Hof | 17 10 | 3 | 4 | 29:16 | 23:11 |
| Vikt. Aschaffenburg | 17 9 | 3 | 5 | 47:31 | 21:13 |
| 1. FC Eamberg | 17 8 | 4 | 5 | 28:22 | 20:14 |
| Hessen Kassel | |||||
| 17 7 | 4 | 6 | 42:32 | 18:16 | |
| Wacker München | 17 8 | 2 | 7 | 38:32 | 18:16 |
| ASV Durlach | 17 7 | 3 | 7 | 36:32 | 17:17 |
| 1. FC Pforzheim | 17 7 | 3 | 7 | 31:29 | 17:17 |
| TSV Straubing | 17 6 | 3 | 8 | 36:35 | 15:19 |
| SV Wiesbaden | 17 6 | 2 | 9 | 38:31 | 1420 |
| FC Freiburg | 17 5 | 4 | 8 | 29:38 | 14:20 |
| Union Bückingen | 17 6 | 2 | 9 | 24:34 | 14:20 |
| Ulm 46 | 17 5 | 4 | 8 | 26:38 | 1420 |
| VfL Konstanz | 16 5 | 1 | 10 | 17:37 | 11:21 |
| SG Arheilgen | 17 3 | 2 | 12 | 21:55 | 8:26 |
| SV Tübingen | 17 1 | 1 | 15 | 17:61 | 3:31 |
| VfL Osnabrück | 16 9 5 2 | 43:23 | 23:9 |
| Werder Bremen | 14 9 3 2 | 43:18 | 21:7 |
| Göttingen 05 | 16 8 5 3 | 40:31 | 21:11 |
| Hamburger SV | 15 8 4 3 | 49:25 | 20:10 |
| St. Pauli | 15 7 6 2 | 36:20 | 20:10 |
| Holstein Kiel | 15 8 3 4 | 25:22 | 19:11 |
| Bremerhaven 93 | 16 8 3 5 | 39:29 | 19:13 |
| Eimsbüttel | 15 6 5 4 | 23:21 | 17:13 |
| Bremer SV | 16 7 3 6 | 35:33 | 17:15 |
| Arminia Hannover | 16 6 3 7 | 31:28 | 15:17 |
| Eintr. Braunschweig | 15 5 4 6 | 35:29 | 14:16 |
| Altona 93 | 16 4 5 7 | 28:47 | 13:19 |
| Vfß Oldenburg | 16 4 4 8 | 28:39 | 12:20 |
| Hannover 96 | 16 3 4 9 | 24:40 | 10:22 |
| Concordia Hamburg | 13 2 5 6 | 14:29 | 9:17 |
| Eintr. Osnabrück | 14 1 5 8 | 21:36 | 7:21 |
| SV Itzehoe | 16 1 1 14 | 20:66 | 3:29 |
| 1. FC Kaiserslautern 14 12 | 1 | 1 | 52:9 | 25:3 | ||
| Wormatia Worms | 14 | 12 | 1 | 1 | 52:15 | 25:3 |
| FK Pirmasens | ||||||
| 14 | 10 | 2 | 2 | 43:16 | 22:6 | |
| Phönix Ludwigsh’n | ||||||
| 14 | 8 | 3 | 3 | 43:27 | 19 9 | |
| Eintracht Trier | ||||||
| 14 | 8 | 2 | 4 | 28:18 | 18:10 | |
| TuS Neuendorf | ||||||
| 13 | 6 | 3 | 4 | 34:28 | 15:11 | |
| VfL Neustadt | ||||||
| 14 | 5 | 4 | 5 | 21:29 | 14:14 | |
| FV Engers | ||||||
| 14 | 6 | 0 | 8 | 23:28 | 12:16 | |
| VfR Kaiserslautern | 14 | 3 | 4 | 7 | 17:35 | 10:18 |
| Spvgg Andernach | ||||||
| 14 | 4 | 1 | 9 | 21:31 | 9:19 | |
| ASV Landau | ||||||
| 14 | 4 | 1 | 9 | 18:45 | 9:19 | |
| Eintr. Kreuznach | ||||||
| 13 | 2 | 2 | 9 | 14:30 | 6:20 | |
| Tura Ludwigshafen | ||||||
| 14 | 3 | 0 | 11 | 17:39 | 6:22 | |
| FSV Mainz 05 | ||||||
| 14 | 1 | 2 | 11 | 13:46 | 4:24 |
| Olymp.Lampertheim | |||||||||||
| 17 | 11 | 5 | 1 | 42:20 | 27:7 | ||||||
| CSC 03 Kassel | |||||||||||
| 17 | 12 | 1 | 4 | 38:20 | 25:9 | ||||||
| Borussia Fulda | |||||||||||
| 17 | 10 | 3 | 4 | 44:21 | 23:11 | ||||||
| Rot-Weiß Frankfurt | |||||||||||
| 18 | 10 | 1 | 7 | 40:29 | 21:15 | ||||||
| Griesheim 02 | Germania Bieber | ||||||||||
| 18 | 9 | 3 | 6 | 33:29 | 21:15 | ||||||
| 16 | 10 | 0 | 6 | 24:21 | 20:12 | ||||||
| VfL Marburg | |||||||||||
| 18 | 10 | 0 | 8 | 32:36 | 20:16 | ||||||
| Hanau 93 | Hermannia Kassel | ||||||||||
| 15 | 17 | 8 | 8 | 3 | 3 | 4 | 6 | 35:24 | 23:21 | 19:11 | 19:15 |
| PC Rödelheim | |||||||||||
| 18 | 8 | 3 | 7 | 34:32 | 19:17 | ||||||
| Eintracht Wetzlar | |||||||||||
| 17 | 7 | 4 | 6 | 32:22 | 18:16 | ||||||
| Homburg 05 | |||||||||||
| 17 | 8 | 1 | 8 | 41:38 | 17:17 | ||||||
| Opel Rüsselsheim | Union Niederrad | ||||||||||
| 17 | 6 | 4 | 7 | 39:36 | 16:18 | ||||||
| 17 | 5 | 6 | 6 | 14:22 | 16:18 | ||||||
| Hessen Hersfeld | |||||||||||
| 18 | 7 | 2 | 9 | 28:30 | 16:20 | ||||||
| Vfß Friedberg | |||||||||||
| 18 | 4 | 4 | 10 | 33:31 | 12:24 | ||||||
| VfL Kassel | |||||||||||
| 18 | □ | 1 | 12 | 22:48 | 11:25 | ||||||
| Spielverein Kassel | VfL Biedenkopf | ||||||||||
| 18 | 17 | 3 | 4 | 4 | 1 | 11 | 12 | 22:37 | 30:53 | 10:26 | 9:25 |
| ussspn Lichtenau | |||||||||||
| 18 | 2 | 3 | 13 | 24:62 | 7:29 |
Der richtige Tip
West Hessen: 1,1, 0,2, 0. 2,0, 1, ausgef., 0 0,1, 1- 2. Rheinland-Pfalz: 1,2, 2,0, 0,1, 0, 2. 0, 1. Württemberg-Baden: 1,2, 2,0, 0,1, 0,0, 0, 0. 1, 2. Bayern (Zwölfertip): 0,1, 1,0, 1,2, 2, 0, 0. 0,0, 1. Bayern (intern. Zehn): 2,0, ausgef., 2,1, 0,0, 1,2, 1, 1. Nordblock: 0,2, 2,1, 0 1,1, 1,0, 0,0, 1, 2. 1.
Sepp Gantner gewann in Tegernsee einen Gedächtnistorlauf mit 95,2 Sekunden vor Kari Maurer, der mit 44,6 Sekunden die schnellste Laufzeit des Tages erzielte.
98 er ohne Schmidtmer für Kupferelf zu harmlos
FC Schweinfurt 05—SV Darmstadt 98 4:0 (3:0) / Schweinfurter Blitzstart entscheidet das Spiel / Merz bremst Bohmann / Leichtlein bester Darmstädter / SV 98 beendet Vorrunde als bester Neuling auf dem 14. Platz
(ei) — In Schweinfurt mußte sich der SV 98 einem besseren Gegner beugen. Durch das Fehlen von Schmidtmer, der nun einmal unentbehrlich für die Darmstädter Mannschaft ist, fand die Liliendeckung nicht mehr die gewohnte Sicherheit und spielte besonders in den ersten Minuten sehr nervös. Deckungs- und Abwehrfehler führten bereits nach 18 Minuten zu einer entscheidenden 3:0-Führung für die Gastgeber, die auch durch aufopfernden Einsatz in den weiteren Spielminuten nicht mehr wettgemacht werden konnten. Hinzu kam eine glänzende Spielform der Schweinfurter Mannschaft. Zweifellos hätten die Darmstädter mit Schmidtmer ein besseres Ergebnis erzielt.
FC Schweinfurt 05: Käser; Morgenroth, Hippler; A. Kupfer, Merz, Gorski; Molly Köpfer, Geyer 11, Meusel, Fischer, Lotz. SV Darmstadt 98: Müller; Barth, Abt; Mühlbach, Herder, Leichtlein; Thalheimer, Reeg, Bohmann, Herwig, Becker 11. Nach der Pause tauschten Reeg und Thalheimer sowie Mühlbach und Barth die Plätze.
Schiedsrichter: Pennig, Mannheim. Zuschauer: 6000.
Leider mußte die Darmstädter Mannschaft das Schweinfurter Spiel mit einem starken Handicap bestreiten. Stopper Schmidtmer, sonst der ruhende Pol in der Liliendeckung, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht spielen. Trainer Snopek sah sich schweren Herzens gezwungen, die Mannschaft umzustellen und den gleichfalls nicht voll einsatzfähigen Thalheimer spielen zu lassen.
Meusel nicht zu halten
So fehlte der Liliendeckung der ruhende Pol und Abwehnstratege was sich besonders in den ersten Spielminuten bemerkbar machte. Die Liliendeckung Wirkte zerfahren und nervös. Hinzu kam, daß Stopper-Ersatz Herder in dem quirligen und stets rochierenden Mlibbeistürmer Meusel, der leichtfüßig wie ein Rennpferd über das Spielfeld raste und aus allen Lagen aufs Lilientor schoß, in keiner Spielphase bremsen konnte. Er war einfach zu langsam. Auch Abt hatte mit dem wuchtigen und nassanen Rechtsaußen Mollv Kupfer seine liebe Not und mußte diesen mehr als einmal ziehen lassen. Allein Lelehtlein und in der zweiten Halbzeit Mühlbach und Torwart Müller verhüteten durch aufopferndes Spiel eine höhere Niederlage.
Merz und Kupfer beherrschten das Mittelfeld
Wo blieb der in Augsburg so zügig spielende und erfolgreiche Liliensturm? Durch die Umstellung fehlte dem Durchreißer Bohmann das in Augsburg so entscheidende Flügelspiel Reegs. Adlern auf sich angewiesen hatte der Mittelstürmer gegen die aus^ gezeichneten und routinierten FC-Stopper keine Aussicht. Das Mittelfeld beherrschten souverän der 44fache internationale A. Kupfer sowie Metz und Gorski, die ihren Sturm mit Steilpässen immer und immer wieder in die Gassen schickten. Nur Herwig konnte in der zweiten Halbzeit mit einigen Durchbrüchen gefährlich werden.
In 18 Minuten 3 Tore
Das Spiel begann mit einem Schweinfurther Angriffswirbel, in dem manche Schwächen in der Liliendeckung klar aufgezeichnet wurden. In der 5. Minute schoß Gorski aufs Darmstädter Tor. Torwart Müller bringt den flachen Ball nicht unter seine Kontrolle, so daß Meusel aus kürzester Entfernung zum 1:0 einsenden kann. Auch in den folgenden Minuten hält die Nervosität der 98er Deckung an.
In der 13. Minute ist es Geyer 11, der einen Vorstoß des Rechtsaußen Molly Kupfer zum zweiten Tor für die Schweinfurter ausnutzen kann. In der 18. Minute kann Barth einen Querpaß nicht mehr erreichen, und Schweinfurts Linksaußen Lotz schießt zum 3:0 für die Grünjacken ein. Dann kommen die Lilien durch aufopferndes und verbissenes Kämpfen zu einem verteilten Spiel, doch Ihre Hoffnungen werden nach der Pause durch ein vermeidbares viertes Tor zerstört. Wieder ist es Geyer 11, der eine Flanke des nach rechts getändelten Meusel zum klaren Endergebnis verwandelt. Wohl zeigen die Lilien in den letzten Minuten ein besseres Spiel, und besonders Torwart Müller macht vieles durch gutes Abwehrspiel wett, aber trotzdem hatten die Schweinfurter bis zum Schlußpfiff noch manche gute Torchance. Schiedsrichter Pennig (Mannheim) hatte das Spiel stets in der Hand.
Die Lilien tapfere Verlierer
Sehr anerkennend über den Kampfgeist der Darmstädter äußerte sich der Trainer des FC Schweinfurt, der Altinternationale Albin Kitzinger, nach dem Spiel: „Trotz des Schocks in den ersten Minuten kämpften die Lilien unermüdlich. Allerdings hätte bei etwas konzentrierterem Schießen unser Sturm das Torergebnis noch erhöhen können.“
Snopek: „Schmidtmer fehlte an allen Ecken und Kanten. Heute zeigte sich ganz kraß, was Stopper Schmidtmer für die Mannschaft bedeutet. Hinzu kam der schwere Boden, auf dem sich die Schweinfurter Spieler viel besser zurecht fänden als wir.“
Walldorf Herbstmeister der Gruppe II
KSV Urberach in Egelsbach geschlagen — Eberstadts 1. Sieg
Biblis—Bensheim 3:2 (1:2) Langen—Groß-Gerau 1:1 (0:0) Hofheim—Vikt. Urberach 1:0 (0:0) Pfungstadt—Groß-Rohrheim 2:1 (0:0) Eberstadt—Roßdorf 3:0 (1:0)
Biblis—Bensheim 3:2 (1:2)
Der Sieg der Platzbesitzer ist verdient. Sie begannen mit einem Blitzstart und hatten nach, zehn Minuten bereits drei Bälle an die Latte gesetzt. In der 14. Minute erzielte Heimberger die Führung. Aber die Gäste blieben mit schnellen Angriffen gefährlich, und Büttner schoß in der 21. Minute den Ausgleich. Fünf Minuten später ging Bensheim sogar in Führung. Nach dem Wechsel dominierte aber die Bibliser Elf. In der 60. Minute verwandelte Heimberger einen Foul-Elfmeter zum Ausgleich. Den Siegestreffer schoß Diel im Anschluß an einen Eckball zehn Minuten vor dem Abpfiff. Ka.
VfR Langen—Groß-Gerau 1:1 (0:0)
Beide Mannschaften lieferten sich ein flottes Treffen, das mit dem Unentschieden einen gerechten Ausgang nahm. Groß-Gerau war eifriger als Langen und hatte In manchen Spielphasen mehr vom Spiel. Bis zur Halbzeit waren sich beide Mannschaften gleichwertig. Dietz im Langener Tor rettete wiederholt großartig. Nach der Pause brachte Schäfer die Gastgeber in der 50. Minute in Führung. Ein Deckungsfehler wurde von Wirth in der 63. Minute durch Kopfball geschickt zum Ausgleich ausgenutzt. Mei.
Hofheim—Urberach 1:0 (0:0)
In Hofheim sah man trotz der schlechten Platzverhältnisse das schönste und spannendste Spiel der Saison. In fairem Einsatz lieferten sich beide Mannschaften eine ausgeglichene Partie. Dem etwas gefährlicheren Sturm der Platzbesitzer stand eine hervorragende Gästeverteidigung gegenüber, in der sich besonders der Torwart die Sympathien der zahlreichen Zuschauer erspielte. Gegen den Ball, den Nold ihm in der 70. Minute zum Siegestreffer der Gastgeber in die Maschen setzte, war er jedoch machtlos. Ka.
Pfungstadt—Groß-Rohrheim 2 1 (0:0)
Nur mit großer Mühe konnte Pfungstadt diesen Sieg herausspielen. Zwar beherrschten die Einheimischen in der ganzen ersten Halbzeit den Groß-Rohrheimer Strafraum, kamen aber trotz großer Chancen zu keinem Erfolg. Nach der Pause wurden die Gäste sehr gefährlich. Sie fanden geschickt die schwache Stelle der Pfungstädter Verteidigung, was zu einem schönen Tor durch den Linksaußen führte. Weitere scharfe Schüsse wußte der Tormann abzuwehren. Erst als in der 68. und 78. Minute der Pfungstädter Linksaußen Weber zweimal blitzschnell reagierte, war der Pfungstädter Sieg sichergestellt. Md. Eberstadt—Roßdorf 3:0 (1:0)
Gegen Roßdorf konnte Eberstadt endlich zu seinem ersten Sieg kommen. In der 25. Minute erzielte Weizenmüller nach prachtvoller Kombination das erste Tor. Obwohl die Einheimischen durch ihr technisches Können meist dominierten, konnte Welzenmüller eist in der 85. Minute auf 2:0 erhöhen. Kurz darauf stellte Hechler mit wunderbarem Kopfball das Endergebnis her. Egelsbach—KSV Urberach 4:1 (2:1) Dieburg—Nauheim 3:2 (1:1) Bischofsheim—Erbach 6:1 (2:0) Messel—Michelstadt 1:2 (1:2)
Egelsbach—KSV Urberach 4:1 (2:1)
Egelsbach ist wieder nufgcwächt und hatte einen tadellos arbeitenden Sturm zur Stelle. Man war gegen den Tabellenzweiten frisch und munter bei der Sache, und die Fünferr-elhe sorgte für eine verdiente Niederlage der Gaste. Urberach erhielt in den ersten Spielminuten bereits einen Foul-Elfmeter zugesprochen, der von Kraus zum 1:0 in die Maschen gesetzt wurde. Urberach hatte dann kaum noch etwas zu bestellen. Tore von Haller und Jungermann sorgten für den Halbzeitstand. Die nach der Pause besser werdenden Gäste verschossen nach dem 3:1-Erfolg von Anthes I einen Hand-Elfmeter. Ein Zuspiel von Anthes I zu Anthes II brachte das Endresultat von 4:1. Mei.
Dieburg—Nauheim 3:2 (1:1)
Dieburg ging durch Stumpf in der 8. Minute in Führung, die der Mittelstürmer der Nauheimer in der 25. Minute ausglich. Nach der Pause kamen die Platzherren aus einem Gedränge heraus zum 2:1, doch die Gäste konnten durch ihren Rechtsaußen nochmals ausgleichen. Der Siegestreffer für Dieburg wurde von Hornung erzielt. Nauheim stellte eine überraschend schnelle und energische Mannschaft, die in den kommenden Spielen noch einen beachtlichen Gegner abgeben dürfte. RG
Bischofsheim—Erbach 6:1 (2:0)
Der klare 6:1-Sieg der Bischofsheimer entsprach den gezeigten Leistungen. Bischofsheim lag bis zur Pause durch Tore von Chr. Thalheimer und Becker 2:0 in Führung. Gleich nach dem Wechsel verkürzte Erbach auf 2:1. Die Gäste konnten sich dann nicht mehr den schnellen Angriffen der Bischofsheimer widersetzen und mußten noch vier weitere Tore von Chr. und H. Thalheimer hinnehmen. od.
Messel—Michelstadt 1:2 (1:2)
Nachdem Messel in Führung gegangen war, drängte Michelstadt und konnte auch zum Ausgleich kommen. Im Anschluß an einen Eckball erzielten die Gäste noch vor der Pause das Führungstor. Mit dem Endergebnis von 1:2 wurden die Seiten gewechselt. Obwohl Messel in der zweiten Halbzeit drängte, konnte Michelstadt seinen Vorsprung halten. Scho.
| Lorsch | 13 12 | 1 | 0 | 54:11 | |
| 25:1 | Bürstadt | 14 10 | 1 | 3 | 35:16 |
| 21:7 | Ober-Ramstadt | 14 9 | 0 | 5 | 46:26 |
| 18:10 | Groß-Gerau | 14 7 | 1 | 6 | 36:27 |
| 15:13 | Hofheim | 14 7 | 1 | 6 | 18:16 |
| 15:13 | Vikt. Urberach | 13 6 | 2 | 5 | 30:21 |
| 14:12 | Bobstadt | 14 6 | 2 | 6 | 37:31 |
| 14:14 | Heppenheim | 12 6 | 1 | 5 | 23:21 |
| 13:11 | Langen | 13 5 | 3 | 5 | 25:25 |
| 13:13 | Biblis | 14 5 | 2 | 7 | 34:46 |
| 12:16 | Bensheim | 14 5 | 2 | 7 | 22:34 |
| 12:16 | Roßdorf | 13 5 | 1 | 7 | 27:45 |
| 11:15 | Pfungstadt | 14 5 | 1 | 8 | 22:37 |
| 11:17 | Eberstadt | 13 1 | 4 | 8 | 17:31 |
| 6:20 | Groß-Rohrheim | 14 1 | 2 | 11 | 8:44 |
| 4:24 |
| Walldorf | 14 11 | 0 | 3 30:10 | 22:6 |
| Bischofsheim | 14 9 | 1 | 4 41:21 | 19:9 |
| KSV Urberach | 13 7 | 4 | 2 34:20 | 18:8 |
| Dieburg | 12 7 | 3 | 2 49:21 | 17:7 |
| Ober-Roden | 14 7 | 3 | 4 34:22 | 17:11 |
| Mörfelden | 13 5 | 5 | 3 31:23 | 15:11 |
| Nauheim | 14 4 | 6 | 4 29:28 | 14:14 |
| Wixhausen | 14 5 | 3 | 6 23:24 | 13:15 |
| Münster | 14 4 | 4 | 6 24:30 | 12:16 |
| Messel | 13 4 | 3 | 6 27:37 | 11:15 |
| Michelstadt | 13 4 | 3 | 6 24:39 | 11:15 |
| Erbach | 12 5 | 0 | 7 30:47 | 10:14 |
| Egelsbach | 13 3 | 3 | 7 31:38 | 9:17 |
| Trebur | 14 3 | 1 | 10 11:35 | 7:21 |
| Eppertshausen | 13 0 | 5 | 8 15:38 | 5:21 |
FSV blieb an der Spitze
Tabellenführer bleibt vorläufig der FSV Frankfurt, der sich am Bornheimer Hang mit dem glatten Schneeboden weitaus besser zurechtfand, als der deutsche Meister des Jahres 1949, VfR Mannheim. Wer die Mannheimer spielen sah, versteht es, daß diese Elf auswärts keinen Blumentopf zu gewinnen vermag. Wenn die Bornheimer ein wenig mehr Glück mit ihren Schüssen (vier Pfosten- und Lattenschüsse!) gehabt hätten, wäre ein zweistelliges Ergebnis fällig gewesen.
Achttausend Fürther verließen enttäuscht den Ronhof. Sie waren gut gelaunt, als Appis in der 2. Minute das 1:0 schoß. Damit hatten die Kleeblattträger jedoch ihr Pulver verschossen. Die „Bayern“ fühlten sich auf dem glatten Schneeboden viel wohler. Als in dem an sich sehr fairen Spiel der Münchener Läufer Witt wegen Foulspiels herausgestellt wurde, kämpften die restlichen zehn Münchener unermüdlich weiter, ihr Eifer wurde schließlich in der 65. Minute durch den Ausgleich — der famose Halblinke Siedl war der glückliche Torschütze — belohnt.
In München bekamen fünfzehntausend Zuschauer in den ersten 45 Minuten kalte Füße, denn die „60er“ stellten sich nicht in „Nürnberger Form“ vor, aber auch die Offenbacher Kickers kamen nicht recht ins Spiel. Nach dem Wechsel wurde es munterer. Der gute Halbrechte Mondschein verwandelte eine uneigennützige Thannervorlage zum 1:0 und dann ergab eine sehr schöne Mondscheinflanke, die Torwart Rikker verfehlte, durch Koller das 2:0. Schreiner brachte die Elf vom Main auf 2:1 heran und es roch mitunter bedenklich nach dem Ausgleich. Nachdem Stopper Sommer dann einen Handelfmeter verschossen hatte — Ricker faustete den Ball weg —, wurde das Schicksal der Lederstädter fast mit dem Schlußpfiff durch ein schönes Kopfballtor von Thanner endgültig besiegelt.
Die Augsburger „Schwaben“ hatten in Mühlburg kein Glück. Einmal ließen sie sich von dem Mühlburger „Blitzstart“ überraschen und zum anderen wurde ihr „Spielmacher“ Lechner verletzt, so daß sie mit 7:2 unter ihrem Wert geschlagen wurden.
Der FC Singen 04 hatte im Spiel gegen den Deutschen Meister Vfß Stuttgart viel Pech. Dennoch war der 3:0-Erfolg der Schwaben verdient; er beweist, daß die Elf vom Cannstatter Wasen im Kommen ist und noch recht kräftig mitmischen wird.
Dem „Club“ scheint die O:6 -Niederlage gegen die Münchener „Löwen“ doch arg in die Knochen gefahren zu sein, das 1:1 beim BC Augsburg ließ die Nürnberger auf den fünften Tabellenplatz zurückfallen. Der VfL Neckarau mußte sich dem besseren Spiel der Frankfurter „Eintracht“ mit 1:3 beugen, während sich der SV Waldhof neuerdings auf 3:3-Resultate spezialisiert zu haben scheint. Dem 3:3 des Vorsonntags beim VfL Neckarau folgte jetzt ein 3:3 beim SSV Reutlingen.
HSV wie in alten Tagen
Die Fußballfreunde im Norden müssen sich noch etwas gedulden, denn die Frage nach dem „Halbzeitmeister“ bleibt immer noch unbeantwortet. Der große Favorit Werder Bremen spielte gegen den Vfß Oldenburg nicht so. wie man es erwartet hatte, das 2:1 besagt wieder einmal, daß die Rolle des Favoriten immer undankbar ist.
Der FC St. Pauli und Göttingen 05 trennten sich 1:1. Bei den Platzherren fehlte der gesperrte Boller, während Göttingen auf seinen Stopper Raytarowski verzichten mußte. Kruppa sorgte für eine 1 ^-Führung der Elf vom Millerntor, aber in der 62. Minute glich Göttingen durch Gunkel aus. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff wurde Forner (Göttingen) vom Platz gestellt. St. Pauli drängte nun mächtig, aber der ausgezeichnete Göttinger Torwart Vogel rettete seiner Elf das Remis.
Achttausend Besucher freuten sich am Rothembaum über den imponierenden B:3— Sieg (4:2) des HSV über Arminia Hannover. Die Rothosen spielten insbesondere nach, dem Wechsel prächtig zusammen und die Abwehr der Arminen wurde' völlig durcheinandergewirbelt. Adamkiewicz, Ebeling und Woitkowiak (je 2), Spundflasche (11 m) und Rohrberg schossen die Tore für den HSV, während für Arminia Bertram dreimal erfolgreich war. Eine kleine Ueberraschung gab es in Osnabrück, wo die „Eintracht“ gegen Hannover 96 1:2 unterlag und weiterhin Abstiegskandidat bleibt. Der SV Itzehoe hat sich anscheinend damit abgefunden, die „Rote Laterne“ zu tragen ^el^-Heimniederlage gegen Bremerhaven 93 laßt Itzehoe hoffnungslos am Tabellenende.
Alemannia spielte 0:0
In der 1. Liga West ist die Vorrunds nun bis auf das Spiel Borussia München-Gladbach gegen Borussia Dortmund abgeschlossen Im einizgen Spiel am „Goldenen Sonntag trennten sich Rot-Weiß Oberhausen und Alemanniia Aachen 0:0 unentschieden, so daß Alemannia Aachen mit 18:12 Punkten zum 1. FC Köln aufgeschlossen hat.
Handballpokal nach dem Norden
Der Süden in Wuppertal 9:7 (4:4) besiegt Den Süddeutschen fehlte ihr „Kopf“ Bernhard Kempa. Immer wieder rannten sie sich mit ihrem zu engen Innenspiel an der „Gummideckung“ des Nordens fest. Kam einmal das Leder zu dem gefährlichen rechten Flügel, so wurde Schäfers folgender Wurf eine Beute des aufmerksamen Torhüters Heesch. Die besten Noten in dem sehr spannenden und guten Kampf verdienen bei Nord Heesch, Vidi, Dahlinger und Rohwer, bei Süd Thome. Bernhard, Winterlin, von Wodtke und Spahr. Der schneebedeckte Grasplatz stellte an Spieler und Schiedsrichter höchste körperliche Anforderungen.
Iserlohn. Der Hauptkampf der Iserlohner Berufsboxveranstaltung nahm ein unerfreuliches Ende, denn der Neuyorker Halbschwergewichtler Burl Charity boxte gegen den Dortmunder Hans Strelecki sehr unsauber, so daß sich der Ringrichter in der dritten Runde gezwungen sah, den Amerikaner wegen eines Nierenschlags zu disqualifizieren.
Tgmd. Bessungen 1865. In der Weihnachts- und Neujahrswoche fallen die Übungsstunden in der Turnhalle der Bessunger Knabenschule aus. Erste Uebungsstunde im neuen Jahr: Montag, den 8. Januar 1951. — Am Dienstag, dem 19. Dezember 1950, findet in Gaststätte Chima, Bessunger Straße, eine Sitzung des Technischen Ausschusses statt. Beginn 20.30 Uhr.
Die Boxstaffel des ABC Darmstadt-Eberstadt verlor am Samstag in Lorsch gegen eine Auswahl der Bergstraße mit 9:11. Der Rückkampf findet am 30. Dezember im „Schwanen“ zu Eberstadt statt.
Im Tischtennis unterlag der SV 98 dem 1. ABC Wiesbaden mit 7:9. Mit dem gleichen Ergebnis wurden die Damen vom SV Wiesbaden geschlagen. Ausführliche Berichte in unserer morgigen Ausgabe.
Basketball-Landesliga
SK Roßdor? Halbzeitmeister
Durch zwei Sietge in den letzten Vorrundenspielen wahrte die SKG Roßdorf ihre Spitzenstellung sowohl in der Männer- als auch in der Frauengruppe.
Im Spiel der Frauen, das 15:9 endete', hatte Roßdorf zunächst klare Vorteile und holte sich mit schönen Korbschüssen eine 6:0-Führung. Gegen Schluß der 1. Halbzeit kam allerdings die Frankfurter Mannschaft auf und verkürzte den Vorsprung der Gäste auf 5:7. Nach Wiederbeginn bestimmten jedoch die Roßdorfer Mädel das Spielgeschehen und siegten mit 15:9 Körben. Die Frauenmannschaft der SKG Roßdorf liegt nach diesem Erfolg mit 8:0 Punkten klar an der Tabellenspitze.
Bei den Männerp spielte Roßdorf in bester Verfassung und ließ die gefährlichen Frankfurter nicht zum Zuge kommen. Durch einen guten Start legten die Rot-Weißen einige Körbe vor, vermochten aber weitere günstige Chancen nicht zu nützen, so daß die Gastgeber aufikamen und bis zur Pause ein gleichwertiger Gegner waren (15:10 für Roßdorf). — Nach dem Seitenwechsel erreichten Roßdorfs Spieler eine prächtige Form und erweiterten ihren Vorsprung innerhalb weniger Minuten auf 12 Punkte. Noch einmal stemmte sich der BC Frankfurt verbissen gegen die drohende Niederlage, doch als schließlich Mannschaftsführer Seile mit 4 persönlichen Fehlern vom Feld mußte, verloren die Frankfurter den Zusammenhalt. Mit 51:30 Körben erspielte sich die SKG Roßdorf einen sicheren Sieg.
In der Tabelle der Südgruppe führt jetzt Roßdorf mit 275:101 Körben und 8:0 Punkten. Auf den nächsten Plätzen folgen der BC Frankfurt (6:2 Punkte) und der TV Heppenheim (4:4) Punkte). -er-
Gunst / Mohr siegreich
Der Velociped-Club 1899 Darmstadt veranstaltete am Samstagabend im Concordiasaal seine Jahresabschlußfeier. Ein damit verbundenes Hallenradsportfest zeigte aufschlußreiche Darbietungen in den einzelnen Sparten des Saalsports. In dem Städtekampf Darmstadt — Rüsselsheim siegten nach spannenden Spielen Gunst/Mohr (VCD) in dem notwendig gewordenen Entscheidungsspiel gegen Eidt/Rothengatter (Rüsselsheim) und revanchierten sich dadurch für ihre bei den Deutschen Meisterschaften erlittene knappe Niederlage. Eine imposante und hinsichtlich Exaktheit und Rasanz kaum zu übertreffende Leistung bot im Einer-Kunstfahren Fräulein Edith Mehring, die durchaus befähigt ist, einmal das Erbe der vierfachen Deutschen Meisterin Frau Erna Menz-Weber anzutreten. Auch im gemischten Zweier-Kunstfahren begeisterte sie als Partnerin von Heiner Matthes das beifallsfreudige Publikum. Das Kunstfahren des Jugendlichen Günter Groß und des Schülers Norbert Ningler läßt für die Zukunft viel erhoffen. Zum Abschluß des sportlichen Teils ergötzten Hugo und „Jungfrau“ Heiner die Anwesenden. Anschließend wurden Verdienstvolle Mitglieder geehrt, und eine Preisverteilung gab noch einmal einen Überblick über die großen Erfolge des VCD im Jahre 1950 auf Bahn und Straße.
TEC am Schönbusch ohne Glück
dr. - Für den TEC war der „Goldene Sonntag“ ein schwarzer Sonntag. Er weilte zu den Rückspielen in Aschaffenburg. Die Jugend, die wieder einmal gegen Junioren antrat, verlor 3:0, die Damen gaben — sie traten mit sieben (!!) Spielerinnen an — ihre Punkte mit einer 8:2-Niederlage an die Gastgeber. Zur Halbzeit stand die Partie noch durch Tore von Frl. Dielmann und Horn 2:2. Frl. G. Schnell im Tor verhinderte eine höhere Niederlage. Die ersten Herren hatten in den ersten zehn Minuten wenig zu bestellen, machten sich aber bald frei und erzwangen ein offenes Feldspiel, das allerdings auf Kosten der Verteidiger und Läufer ging. Den Chancen nach war die in der 25. Minute erzielte Führung der Aschaffenburger verdient, denn dem Darmstädter Sturm, in dem drei Ersatzspieler standen, fehlte die zum Toreschießen nun einmal notwendige Entschlossenheit. In der zweiten Halbzeit kam Darmstadt besser ins Spiel, ohne den mehr als einmal möglichen Ausgleichstreffer zu erzielen. Dann kam wieder eine Drangperiode der Gastgeber. Ein über ihren ausgezeichneten Rechtsaußen eingeleiteter Angriff fand die TEC-Verteidigung nicht ganz informiert, und das 2:0 war fertig. Damit unterlag der TEC mit dem gleichen Ergebnis, mit dem er die Mannschaft aus der ersten hessischen Spielklasse in Darmstadt schlug. Mit kompletter Elf — die Darmstädter ersetzten fünf Spieler — wären die Aschaffenburger, die nicht in der gleichen Form wie in Darmstadt spielten, wohl kaum um eine Niederlage herumgekommen. — Die 11. Herren trennten sich mit dem gleichen l:l-Ergebnis wie in Darmstadt.
Fußball-Kreisklassen
A-Klasse Darmstadt
Hähnlein gegen Hahn 2:0 TSG 46 gegen SSG Langen 5:1 TuS Griesheim gegen Grafenhausen 0:5 Bickenbach gegen Erzhausen 2:1 Weiterstadt gegen Alsbach 5:2 Seelieim gegen Nieder-Ramstadt 1:1
B-Klasse Darmstadt
Rohrbach gegen Nieder-Beerbach 2:1 Union Darmstadt gegen Eschollbrücken 2:3 Ober-Beerbach gegen SV 98 (Soma) 0:7 SC Griesheim gegen Brandau 6:0 Traisa gegen Jugenheim 2:5
A-Klasse Dieburg
Ober-Rodcn gegen Lengfeld ausgefallen Kleestadt gegen Spachbrücken 3:1
B-Klasse Dieburg, Gruppe I
Niedernhausen — Fränkisch-Crumbach ausgef. Ober/Nieder-Kllngen gegen Hering ausgef. Hassia II gegen Wersau ausgef. Georgenhausen gegen Brensbach 3:2
B-Klasse Dieburg, Gruppe II
Fr. Spvgg Münster gegen Heubach 3:1 Raibach gegen Klein-Umstadt 4:2 Hergershausen gegen TV Groß-Umstadt 8:1 Schaafheim gegen Wiebelsbach 7;o
A-Klasse Groß-Gerau
Dornheim gegen Walldorf 1:2 Raunheim gegen Wolfskehlen i;o Ginsheim gegen Klein-Gerau 0:0 Gustavsburg gegen Astheim 0 0 Stockstadt gegen Büttelborn 2:2 Biebesheim gegen Gernsheim o:2
B-Klasse Groß-Gerau
Geinsheim gegen Erfelden 1-3 Königstädten gegen Worfelden 1:3 Goddelau gegen Leeheim ausgefallen Wallerstädten gegen Bischofsheim Ib ausgef. SC Opel Ib gegen SSV Raunheim 1:1
A-Klasse Erbach
KSG Erbach (Soma) gegen TSV Höchst 1:1 Neustadt gegen Würzberg 6:1 Günterfürst gegen Lützel-Wiebelsbach 3:2
A-Klasse Bergstraße
Aschbach — Starkenburgia Heppenheim (Fr. Spvgg 0:6 Unterabtsteinach — Reichelsheim 6:1
Ringen
SV Darmstadt 98 gegen KSV Neu-Isenburg 4:4
In der Goetheschule standen sich am Samstagabend zwei alte Bekannte gegenüber. Beide Mannschaften hatten zu diesem Freundschaftskampf nicht ihre komplette Staffel zur Verfügung. So mußten die Lilienträger Ebert und Schnauber und die Gäste Euler und Schnappauf ersetzen. Trotzdem gab es auf der ganzen Linie technisch schöne und einwandfreie Kämpfe.
Nachdem die Darmstädter im Vorkampf knapp 5:3 siegreich bleiben konnten, wurde diesmal auf eigener Matte nur ein Unentschieden erzielt. Das Ergebnis entspricht aber den beiderseits gezeigten Leistungen. Im Fliegengewicht war Volz (98) seinem Gegner Fuchs (Isenburg) körperlich klar unterlegen und mußte bereits in der zweiten Minute durch Hüftzug den Sieg dem Gästeringer überlassen. Die folgenden Begegnungen brachten klare Darmstädter Erfolge. Scheidler siegte gegen Malsy im der vierten Minute durch Schulterzug, Brorowski bereits in der ersten Minute durch Ausheber über Tischer, Gerhardt in der dritten Minute durch Hammerlock über Fliersbach und Heckhaus über Pfeiffer in der sechsten Minute durch Halbnelson. Im Mittelgewicht hatte der junge und noch unerfahrene Stein (98) gegen Schmitt (Isenburg) nichts zu bestellen und verlor in der zweiten Minute durch Untergriff. Den schönsten Kampf des Abends gab es im Leichtgewicht. Mischky (98) und Roth (Isenburg), beide technisch versierte Ringer, standen sich nichts nach. Durch eine Wertung von Roth wurde der Gästeringer knapper, aber verdienter Punktsieger. Im letzten Kampf konnte Waldhaus (98), der zweifellos verbessert erschien, nicht den notwendigen Siegespunkt erringen. Sein Gegner Holzapfel (Isenburg) war ihm technisch einwandfrei überlegen. In der vorletzten Minute konnte Holzapfel seinen Gegner, bis dahin klar in Führung liegend, durch Armzug am Boden entscheidend besiegen. -eri-
SG Arheilgen TSV Pfungstadt 5:3
Am Samstagabend gastierte die Staffel des TSV Pfungstadt in Arheilgen. Die Gäste, die an zweiter Stelle in der Kreisklasse stehen, entpuppten sich bei den Kämpfen durchaus als gleichwertige Gegner. Die Gastgeber standen bis auf das Leichtgewicht komplett. Unter der Leitung von Kampfrichter Veith (1910 Darmstadt) gab es folgende Ergebnisse: Im Fliegengewicht konnten die Arheilger durch Freudenberger in Führung gehen, der seinen Gegner Reichel bereits in der ersten Minute durch Eindrücken der Brücke besiegen konnte. Spatz baute die Führung weiter aus. Ein Untergriff in der dritten Minute besiegelte das Schicksal von Dietzel. Den schönsten Kampf des Abends lieferten sich im Bantamgewicht Ebert (Arheilgen) und Steinmetz (Pfungstadt). Der Gästeringer gewann diesen sauber durchgeführten Kampf in der achten Minute durch Aufreißer. Klar war der Punktsieg von Fiedler (Arheilgen) über Weber im Halbschwergewicht. Im Federgewicht war es Kuchar (Arheilgen), der die Gastgeber mit 4:1 in Front brachte. Sein Punktsieg über Weber war verdient. In den beiden folgenden Kämpfen zeigten sich die Gästeringer von ihrer besten Seite. So konnte im Mittelgewicht Koch (Pfungstadt) über Becker in der fünften Minute durch Schulterschwung siegreich bleiben. Im Leichtgewicht war der erstmals eingesetzte Bohl (Arheilgen) zu schwach, um über Hofmann bestehen zu können. Der Pfungstädter gewann seinen Kampf in der sechsten Minute durch Nackenhebel. Wie so oft, sollte auch hier der letzte Kampf erst die Entscheidung bringen. Die Weltergewichtsbegegnung zwischen Arnold (Arheilgen) und Frommherz war durchaus offen, als der Arheilger in der sechsten Minute eine Unachtsamkeit seines Gegners ausnutzte und durch Ueberroller den knappen, aber verdienten Sieg der Gastgeber sicherstellen konnte. -eri-
Der Handhball vom Sonntag
Gelnhausen—Kempten 6:4 (3:1) Mombach—Offenbach 6:7 (5:2) Wiesbaden—Wormatia 15:4 (7:2) Nied—Griesheim 6:6 (4:1)
Handball-Gruppenliga Süd TSC Alzey—TSV Pfungstadt 4:5 (2:2) TuS Wörrstadt—VfL Herrnsheim 4:5 (3:3) SG Bretzenheim—TSG Darmstadt 5:7 SV Kostheim—SKG Bauschheim 11:7 TG. Rüsselsheim—Cone. Gernsheim 15:4
Bretzenheim—TSG 46 Darmstadt 5:7 (2:6) Auf dem völlig vereisten Platz entwickelte sich ein Spiel, das keinerlei Höhepunkte aufwies. Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit den Gästen nicht gewachsen, kamen aber in der zweiten Halbzeit besser auf. Die Gäste traten in veränderter Aufstellung an. Für K. Schmidt spielte Meier im Sturm und in der Läuferreihe war wieder Wolf dabei. In der 5. Minute ging Bretzenheim in Führung. Die Darmstädter konnten dann in schönen Kombinationen den 6:2-Pausenstand sicherstellen. Nach dem Wechsel spielte der Angriff der TSG 46 zusammenhanglos, so daß den Einheimischen noch drei Treffer gelangen, denen die Woogsleute nur noch einen entgegenstellen konnten. Bei Darmstadt war Torhüter Haber der beste Spieler seiner Elf. Die Tore für die TSG warfen Konrad, Meier und Ruffier je 2, Lautz 1. Reserven 15:3 für TSG. A.
| Dietzenbach | 12 | 171:61 | 24:0 |
| Offenbacher Kickers | 12 | 134:108 | 20:4 |
| SV 98 Darmstadt | 10 | 104:90 | 16:4 |
| TSG Griesheim | 12 | 93:96 | 15:9 |
| TSV Nied | 10 | 70:59 | 14:6 |
| SV Gelnhausen | 12 | 95:100 | 10:14 |
| VfR Wiesbaden | 12 | 90:95 | 10:14 |
| Eintracht Mombach | 12 | 87:108 | 9:15 |
| SG Kempten | 10 | 53:112 | 2:18 |
| TSV Herrnsheim | 8 | 47:91 | 0:16 |
| Wormatia Worms | 10 | 46:104 | 0:20 |
Bezirksklasse Odenwald
Mörfelden—Eppertshausen 4:3 (1:3) Groß-Bieberau—Langen ausgefallen Kirch-Brombach—Seeheim 7:2 (3:0)
Kreisklasse Darmstadt
Gruppe I: Arheilgen—TG 75 Darmstadt 7:1 Bessungen—Bickenbach (Bickenbach hat seine Mannschaft zurückgezogen) Eberstadt—Nieder-Ramstadt 2:1 (1:1) Gruppe II: Büttelborn—Schneppenhausen 18:0 (10:0) Mörfelden—TV Langen 3:9 -ei-
Kreisklasse Bergstraße
Krumbach—Lorsch 2:5 Auerbach—Ober-Mumbach 8:8 Siedelsbrunn—Bonsweiler ausgef. Zell-Erbach ausgef. Preisklasse Dieburg Gruppe I Langstadt-Schlierb. I—TV Reinheim 9:13 Klein-Umstadt—Richen 7:8 Semd—Schaafheim 9:5 Kreisklasse Dieburg Gruppe II Groß-Zimmern—Groß-Umstadt ausgef. TS Ober-Roden—Münstr 12:4 Nieder-Klingen—SV 45 Reinheim ausgef. -ff-
DT —— Nach einem arbeitsreichen Leben verschied in der Nacht zum ® 15. 12. 1950, 0.30 Uhr, nach kurzem, schwerem Krankenlager im Alter von 77 Jahren mein lieber, guter Mann, unser M herzensguter Vater, Schwiegervater und Opa Philipp Schmidt Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Christiane Schmidt geb. Wenz Christian Schmidt nebst Frau Paula Vollhardt geb. Schmidt Käthe Friedrich geb. Schmidt Darmstadt-Eberstadt (Oberstraße 2), den 15. Dezember 1950. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 19. Dezember 1950, um 14.30 Uhr auf dem Eberstädter Friedhof statt.
Bestattungen am Montag, dem 18. Dez. 1950 Beerdigungen: Bessunger Friedhof: 15.00 Heymann, Jakob, Bessunger Straße 55, 77 Jahre Waldfriedhof: 13.45 Scherer, Elisabeth, Klappacher Straße 18, 80 Jahre 14.15 Leichtweiß, Ludwig, Am Eichbaumeck 22, 68 Jahre
Zwangsversteigerungen 3 K 37/50. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuch von Darmstadt, Band 60, Blatt Nr. 3205 eingetragenen, nachstehend beschriebenen Grundstücke am Montag, 19. Februar 1951, vormittags 1/a9 Uhr an der Gerichtsstelle, Mathildenplatz Nr. 12, Zimmer 303, versteigert werden. 1) Dst. 22, 20*/ro, Bauplatz, Prälat-Diehl-Straße, 7,39 ha, Schätzungswert 5 200,— DM. 2) Dst. 22 , 207Ao, Bauplatz in der Landskrone, 4,65 ha, Schätzungswert 3 300,— DM. 3) Dst. 7, 523, Grasgarten, Heinrichstraße, 1,5 ha, Schätzungswert 2 500,— DM. t 4) Dst. 7, 524, Hofreite Nr. 73, daselbst, 2,06 ha, Schätzungswert 4 200,— DM. Zulässiges Höchstgebot: 3 700,—, 2 800,—, 1 800, — und 3 000,— DM. Die Versteigerung erfolgt zwecks Aufhebung der Erbengemeinschaft. Der Versteigerungsvermerk ist am 26. Juli 1950 in das Grundbuch eingetragen. Als Eigentümerin war damals die Else Metzler geb. Siegmund, Ehefrau des Apothekers Hans Metzler in Darmstadt im Grundbuch eingetragen. Darmstadt, den 9. Dezember 1950 Amtsgericht, Abt. 3 Mittwoch, 20. 12. 1950, 9.30 Uhr, werden zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert: 1. Spielwaren aller Art 2. Lederwaren (u.a. Aktenmappen, Stadt-Einkaufs- und Markttaschen, Boxinbeutel usw.). Versteigerungsort: Concordiasaal, Darmstadt, Adelungstraße. Röder, Gerichtsvollzieher Eichenauer, J.-Ass., als Gerichtsvollzieher
„Diese Weste" „diesen Pullover" „diesen Strickrock" habe ich vor 25 Jahren bei Ihnen erworben. Ich war sehr zufrieden! Aber dieses Jahr möchte ich mir bei Ihnen etwas Neues leisten. Sie haben ja eine schöne Auswahl! — So sprechen viele Kunden immer wieder! { EXT IIH AU S / Darmstadt - Kahlertstraße 7 Spezielle W eihnachtswünsche Bleyle-Skihosen Bleyle-H.-Westen Bleyle-D.-Westen Bleyie-U.-Röcke Bleyle-Röcke Bleyle-Schlüpfer
Am Dienstag, dem 19. 12. 1950, wird in Da-Eberstadt gegen sof. Barzahlung zwangsweise meistbietend versteigert: Wein, Fruchtsirup, verschied. Konserven, wie Ochsenschwanzsuppe, Bohnensuppe, Mischkonserven, rote Beete, Kohlrabi, 5 Benzinkanister, 1 Dezimalwaage. Zusammenkunft: 10.00 Uhr, Schwanenstraße, Ecke Darmst. Straße. 1 Motorrad BMW, 300 ccm. Zusammenkunft: 14.00 Uhr, Georgenstraße, Ecke Darmst. Straße. NEUBERT. Gerichtsvollzieher (b)
ROTTNICK reinigt in 3 Tagen Landwehrstraße 19 Lautenschlägerstraße 18 Moderne Augengläser ' Feldstecher und Operngläser in allen Preislagen Optiker am Weißen (/ Turm ERNST-LUDWIG-STRASSE 7 Warum Baukostenzuschuß? Dafür eigenes BLUM-FERTIGHAUS auf Teilzahlung. Blum & Cie., 655 a, Bielefeld.
auch turn Fl« ^ick 3 ack- tojw । iituKiöi Biwpfzflnniihen Sticken u. Stopfen Vs Anzahlung 12 Monatsraten Geradnähmaschine versenkbar 305.- Urschel Kirchstr. 21
> Achtung! Die Teilnahme an den im Januar 1951 beginnenden Kursen für Anfänger u. Fortgeschrittene beträgt wöchentlich für Damen 2,- DM Herren 3,- DM lIIiHIiOEJU Paare 4,- DM Anmeldung: A. Stroh, Darmstadt, Heinheimer Straße 13
Gute Nachricht für junge Frauen! Das berühmte Wiener Hormonpräparat „B-TONIKUM Dr. Englisch“ ist nun auch tn Westdeutschland erhältlich. „B-TONIKUM“ macht schwach entwickelte oder erschlaffte Brust voll, straff u. schön. Originalpackung 7,50 DM. Alleinvertretung: Kosmetisches Laboratorium Dr. med. H. Dürr. Göppingen/ Wttbg.. Hauptstraße 23 T. Gummi-Gewebe-Treibriemen Preisliste kostenlos Hubert Lauter, (15) Fulda
Immobilien Grundstücksverkauf Ein Dreifamilienhaus im Rohbau an der Bergstraße mit Straßenbahnanschluß aus einer Konkursmasse günstig zu verkaufen. Näheres bei Rechtsanwalt Dr. J. Reyl Konkursverwalter
^@-^friljitaii)tsmäril)rn: W u r z e Iw i I o s Weihnachtsgang Verse: Margarete Dierks, Bilder: Eberhard Schlotter
XIV. Onkel Pillebeke liebt Hannel sehr, und lächelnd gibt, kaum hat er von ihr vernommen, weshalb Wilo hergekommen, er für Windgeschwind die Pillen, welche alle Schmerzen stillen. Mv/ll „Diese Tropfen hier sind gut Vi ■ gegen böse Fieberwut. />-' Gib's nur deinem Wilowicht", zwinkernd Pillebeke spricht, ri xj V „und hier hab’ ich ein Paketchen LLL/Xss^C noch für dich, mein Hannel-Mädchen. Morgen ist ja Weihenacht, „ hab’ dazu an dich gedacht." v Hannel dankt und strahlt beglückt, heimlich sie den Wilo zwickt bloß aus Freude: „Hier die Sachen, a die gesund das Eichhorn machen! Und jetzt komm! Ich geh ein Stück Fortsetzung in der nächsten Ausgabe deines Wegs mit dir zurück!"
Verkäufe Zu verkaufen Herrenmantel, Größe 48, 2 Herrenanzüge, Gr. 48/50, 3 Damenmäntel, Gr. 40/42, Anzusehen Montag bis Mittwoch einschließl. 15-18 Uhr. NiebergaMweg 30 part. rechts. Gebrauchte guterh. Näh¬ maschinen mit Garantie, verkauft ab 65 DM: Hellmut Bartsch An- und Verkäufe aller Art Elisabethen-, Ecke Neckarstraße Das Haus der Gelegenheiten. Fahrrad- Beleuch¬ tungen in großer Auswahl. Pullmann, Bessunger Straße 2. Batterien, Birnchen etc. Sägemehl¬ öfen ab 49 DM Ansehen: Krämer Kasinostraße 20 Dreigang¬ fahrräder Dietrich Kapellplatz
Gufe Spielwaren auch an den letzten Tagen bei FAIX AM LANGEN LUDWIG Puppen-Klinik - Märklin-Kundendienst - Fernruf 23 03 Stürmischen Jubel lösen Sie mit allem aus, was das Rad ver¬ bessert und verschönt: 3-Gang-Schaltungen, km-Zähler, Lam¬ pen, elektr. Sucher und so vieles andere finden Sie in den Schaufenstern bei Benz so übersichtlich — alles mit Preisen — ausgestellt, daß Ihnen diese vielen Möglichkeiten (schon ab —,95) selbst Freude machen. Deshalb unwiderruflich zu BENZ Darmstadt - Grafenstraße 22 Puppenwagen, Dreiräder, Jugend-, Touren- und Sporträder in unübersehbarer Auswahl ALLEINVERKAUF || J RHEINSTR. 14 und LUDWIGSSTR. 3 FÜR DARMSTADT Egg hiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiM Die Fundgrube
Ankäufe 9 Kupfer - Messing ® Blei • Akkublei ■ Zinn • Zink ■ alte Badeöfen und -wannen • Zinn-Deckel • Zinn-Geschirr kauft zu garantierten Spitzen-Preisen HILSENBECK - DARMSTADT Steubenplatz 17 Wir kaufen für unser Schmelzwerk Kupfer, Messing, Zink u. a. Altmetalle zu allerhöchsten Tagespreisen ALLG. ROHSTOFFVERWERTUNGS-GMBH DARMSTADT Bleichstraße 34
Ankauf Kupfer, Messing und andere Metalle Krämer Kasinostraße 20 Kaufe alte Badeöfen, Badewann. Akku-Blei Frickel Adelungstr. 16 Postkarte genügt.
Kaufe Kupfer Messing Zink, Blei für Metallgießerei zu Höchstpreisen sowie Alteisen. Wird a. abgeholt. Preis, liste im Geschäft. Frickel, Adelung¬ straße 16. Ankauf von Gold, Silber und Platin, Otto Mair, Goldschmiedemeister, Darmstadt, Liebfrauenstraße 52.
Automobil markt
Auto- Avemarie An. und Verkauf Verschrottung Verkauf von Ersatzteilen u. gebr. Reifen Artilleriestraße 15 Telefon 894
Auto- Avemarie Fahrschule alle Klassen eigene Fahrzeuge. Artilleriestraße 15. Tel. 894.
Alte Autobatterien, alte Badeöfen und Wannen kauft höchstzahlend: Hilsenbeck, Darmstadt,Steubenpl.l7
Fahrschule GROH Ausbildung In allen Klassen. Darmstadt Groß-Gerauer Weg 7 und Reinstraße 46. Ruf 416 Opel P 4 fahrbereit, preisw. abzugeben. Anzuseh. Tankstelle Friedr. Seeger, Reinheim.
Kapitalmarkt Baugeld-, Hypotheken-, Betriebs¬ kapital- und Darlehen¬ suchende wenden sich an Werner Heinrigs Darmstadt, Hohler Wee 22. Wochentaes von 14—17.30 Uhr, außer samstags.
1 Tausch¬ gesuche Heimkino mit Filmen gegen Handharmonika zu tauschen. Günther, Frankfurter Str. 126 Verschiedenes Annoncen- HECHT vermittelt Anzeigen zu Originalpreisen für alle Zeitungen Darmstadt Kirchstraße 17 Telefon 25 33 Jam. Rum- Verschnitt 38 Vol. ’/o, Vi, Ltr. -,90 DM. Ferrer, Mühlstr. 19 Kinder¬ werkzeuge Laubsäge¬ bogen und andere schöne Weihnachtsgeschenke Pullmann, Bessunger Straße 2. Puppenwag. Dreiräder Roller Dietrich Kapellplatz
Jetzt ist es Zeit Ihr Fahrrad in Ordnung zu bringen, zu putzen und zu ölen. Fahrrad-Pullmann, Bessunger Str. 2. Zu Weihnachten Offenbacher) Lederwaren ■ Reise - Necessaires, Manicures, Stadt-Einkaufs-Hand- und Aktentaschen Geldbörsen, Etuis und vieles andere kaufen Sie billigst im Lederwaren- Etaaen¬ aeschäft Käte Stork Schuknechtstr. 47. Kleine Geschenke die Freude machen, finden Sie im Bücherlädchen Frankfurter Str. 2. Badeanstalt im Haupt¬ bahnhof Hühneraugen sind heute nicht mehr erforderlich. Schmerzlose Beseitigung aller Fußbe. schwerden.
B Das i
„Das hätte ich mir nicht träumen Bassen", so sagt mancher glückliche GUTBROD-Besitzer dervorhergarnichf die Absicht hatte, „auch noch’ den GUTBROD anzusehen. Heute weifj er die unübertroffenen Vorzüge dieses gediegenen Vierrad - Fahrzeuges zu schätzen, wie die Besitzer der vielen GUTBROD-Kleinlastwagen, die einem tagtäglich begegnen. Anzahlung 25°/o, Rest 18 Monatsraten Vereinbaren Sie deshalb unter Ruf 810 unverbindliche Probefahrt bei der WERKVERTRETUNG DARMSTADT SAUF DEN WEIHNACHTSTISCH: ? Dannftßbt unö (Soet^e I • VON I f DR. WALTER GUNZERT f Hierzu schreibt Prof. Reinhold Schneider: ® „Es ist darin ein Symbol dessen ergriffen, ® X was einmal Deutschland war, die wunderbare X Verbindung von Enge und Weite, in die ich •r mich immer wieder mit Freude versenke.“ X ® Umfang 96 Seiten und 4 Tafeln x X Kart. 4,— DM | L. C. WITTICH VERLAG, DARMSTADT f ÄWSÄÖSOM’ÄM I Orangeriehaus: Heute 19.00 (Volksbühne 2. Gruppe) I DIE CSARDASFÜRSTIN
II M I A U Letzter Tag! U H E V H Ein Filnl von besonderer Schönheit (Der Wildschütz von Tirol) • Bergkristall nach der gleichnamigen Novelle von Adalbert Stifter mit Franz Eichberger, Maria Stolz u. a. Ruf 33 73 Anfg-: 13.45 - 16.00 - 18.15 - 20.30 Uhr Vorverkauf ab 11.00 Uhr T U A I I A Letzter Tag! IHALIA 5 unter Verdacht • Ein spannungsgeladener Kriminalfilm mit Hans Nielsen, Josef Sieber, Dorothea Wieck u. a. Anf.: 14.00 - 16.00 - 18.15 - 20.30 Uhr Ruf 33 90 Vorverkauf ab 11.00 Uhr Jugendverbot bis 16 Jahre! R f I IAA Letzter Tag! 1/LLIIzM Tatort Springfield • mit Humphrey Bogart, Alexis Smith Bitte beachten Sie unsere Anfangszeiten! Ruf 395 Heute nur: 1815 und 20-30 Uhr PALAST Die 3 Musketiere der Prärie in a 3 Cowboys und 1 Mädel ” Ein neuartiger Abenteuer-Wild-West-Fiim Ruf 22 40 13,45 ’ 16,00 ‘ 18J5 ' 20-30 Uhr