Darmstädter Tagblatt 1934


24. Februar 1934

[  ][ ]

Einzelnummer 10 Pfennige
T
M4
A
jüdter Taf
Ta!t
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Bezugspreis:
Anzeigenpreis:
Sri wöchentlich 7maligem Erſcheinen vom 1. Februar

M 28 Februar 2. Reichsmark und 20 Pfennig Ab=
rgegebühr
, abgeholt 2. Reichsmarf, durch die
Ugenzuren 2.20 Reichemark frei Haus. Poſibezugspreis
m Februar ohne Beſtellgeld monatlich 2.40 Reichsmark.
Nchterſcheinen einzelner Nummern infolge höherer
Hewalt berechtigt den Bezieher nicht zur Kürzung des
öezugspreiſes. Beſiellungen und Abbeſtellungen durch
Fernruf obne Verbindlichkeit für uns

Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſi. Tagbl. geſtattet.
Nummer 54
Samstag, den 24. Februar 1934.
196. Jahrgang

Zum Gauparteitag der NSOAP.
Der 24./25. Februar Tage der Erinnerung. Ehrung der verdienken alten Kämpfer der Bewegung.
Zum Tag des Treuſchwurs der polikiſchen Leiter.

Reichsſtatthalter Gauleiter Sprenger

Gauleiker Sprenger
an ſeine Unkerführer in der P9.
Polikiſche Leiter im Fronkabſchnitt Heſſen=Naſſau!
Der letzte Parteitag des Gaues ſtand unter der Parole
Arbeit und Friede.
Der Beweis, daß es der Partei mit dieſer Loſung nicht um
in billiges Schlagwort zu tun war, ſondern daß es ſich um ein
eierliches Gelöbnis für das ganze
Volk handelte, iſt auch im Ab=
ſhnitt
Heſſen=Naſſau der deut=
hen
Arbeitsſchlacht voll erbracht
die Partei hat ſich das reſtloſe
Vertrauen der Maſſen der rhein=
nainiſchen
Bevölkerung durch
hre Leiſtungen erworben. Die
kräger dieſes Vertrauens ſeid
hr, meine Politiſchen Leiter im
bau. Es gibt keinen Reichtum
ſieſer Erde, der mehr ernſteſte
Verpflichtungen umſchließt, als
ſieſer Reichtum an gläubigem
dertrauen des Volkes. Darum
ſat dieſer Gautag, den wir heute
ſegehen, die Loſung
der Gautag heiliger
Verpflichtung
Zu ſein. In Nürnberg erklärte
er Führer in ſeiner Rede an die
Anter ihren Fahnen angetretenen
60 000 Politiſchen Leiter und
mtswalter:
Die Nationalſozialiſtiſche
Partei iſt der Staat geworden
und ihre Führer ſind heute die
vor der Geſchichte verantwort=
lichen
Leiter des Deutſchen
Reiches. Sie, meine Amtswal=
ter
, ſind vor Gott und unſerer
Geſchichte dafür verantwort=
lich
, daß durch politiſche Er=
ziehung
der deutſchen Menſchen
niemals wieder ein
November 1918 in der
deutſchen Geſchichte möglich
wird Sie ſind als Träger der politiſchen Organiſation verpflich=
tet
, jene Führerhierachie zu bilden, die wie ein Fels unerſchüt=
terlich
im Getriebe des Lebens unſeres Volkes ſteht! . ..."
Dieſe Worte des Führers haben wir zum Leitſatz unſeres
Adienſtes gemacht. Die lebendigen Kräfte des Staates liegen ſomit
Un Nationalſozialismus. Wer nicht begreift, daß die Partei über=
u
vorherrſchend iſt und bleiben muß, wird ſich niemals in der
Meugeſtaltung zurechtfinden und früher oder ſpäter von ſeinem
Ißlatz zurücktreten müſſen, wenn er im öffentlichen Leben ſteht. An
Ien verantwortlichen Stellen des öffentlichen Lebens ſollt ihr als
ſie Männer ſtehen, die durch Bewährung im Kampf eingeſetzt
lourden und vom Führer der Bewegung und des Reiches für ihre
Bewährung die neue Bezeichnung
Politiſche Leiter
verkannt erhalten. Es gibt keinen höheren und ehrenvolleren
eickel im neuen Deutſchland, als den eines Politiſchen Leiters und
führers innerhalb der nationalſozialiſtiſchen Bewegung.
So verſchwören wir uns an dieſem Gautag in 38 Kreisſtädten
2s Gaues zur Harmonie zwiſchenPartei, Staat und
Wolk, verſchwören uns zugleich mit allen Kameraden im Reich
1 höchſten Pflichten, höchſter Treue und Selbſtloſigkeit im Dienſte
er Nation und des Führers!
Wer heute zur Vereidigung auf unſere heilige Fahne antritt
oll und muß ſich eindeutig klar darüber ſein, daß er mit allem
das er iſt und allem, was er hat, ſich der Bewegung verſchreibt
und im Gau Heſſen=Naſſau nicht zurückſtehen darf vor den ſtolzen
eekſtungen der alten Kämpfer, die unſeren rhein=mainiſchen Front=
libſchnitt
aufgebaut haben. In dieſem Sinne ſchwören wir: Adolf
öickler unverbrüchliche Treue, ihm und den von ihm beſtimmten
Führern unbedingten Gehorſam. Es lebe der Führer!
Sprenger.
Zum Programm des 24. Februar in München.
Berlin, 23. Februar.
Im Programm der Münchener Veranſtaltungen am Sams=
2, den 24. Februar, treten folgende Aenderungen ein:
19 Uhr: Großes Symphoniekonzert im Odeon (ſtatt 20 Uhr);
20 Uhr: Parteigründungsfeier im Hofbräuhaus=Feſtſaal,
Kongreß der alten Garde (ſtatt 20.30 Uhr),
20 Uhr: Kameradſchaftsabende (nicht 20.30 Uhr).
ementſprechend ändern ſich auch die Zeiten für die Rundfunk=
iertragung
.
Die Rundfunkübertragung des Wagner=Konzertes mit der
Imſprache Alfred Roſenbergs findet von 1819 Uhr (nicht von
420 Uhr) ſtatt.

Die Verleihungsurkunde zum Ehrenzeichen
hat folgenden Wortlaut:
Der alte Kämpfer der N. S. D. A. P.
Das Höchſte im Dienſte der Idee iſt die ſelbſtloſe Treue. Sie
folgt bedingungslos der Fahne und dem Führer. Sie iſt un=
perſönlich
, unermüdlich, unwiderſtehlich. Selbſtloſe
Treue, ſturmfeſt geworden im zähen Ringen
um die Macht, iſt das Geheimnis der Alten
Garde. Die Geſchichte ſichert ihr den höchſten Lohn, wie
ihn keine Macht und kein weltlicher Reichtum verleiht:
Den Lohn ehrenvoller Unſterblichkeit!

Kreisleiter Wamboldt

Die Garde der allen Kämpfer
der NSDAP. im Kreiſe Darmſtadl.
Ringshauſen Mitgl.=Nr. 8 993; Wittkopf, Wilhelm, 12736;
Abt, Ferd., 13 986: Mühlfeld, Sebaſtian, 13 987; Eberhardt, Her=
mann
, 13980; Keutzer, Albert, 3 550; Barnewald, Johannes,
13 985; Lotz, Hch., 13922; Weger, Hans, 13 977; Armbrüſter,
Karl, 14897; Wentzel, Hans, 14 971; Altvater, Auguſt, 17 337;
Baur, Hans, 17 327; Gehbauer, Theodor, 17 329; Schaffner, Karl,
17 325: Reeg, Karl, 18905; Otto, Edmund 18 911; Spatz, Karl,
21 635; Friedrich, Joh., 21 627; Weiler, Rudolf, 21 693; Lang=
litz
, Willi, 21641; Kopp. Otto, 24 133; Hofmann, Jakob, 24 125;
Haug, Wilhelm, 24 398; Kappes, 24 124; Wenner, Ludwig,
24 132; Kupffer, Ernſt, 26 384; Sommer, Wilhelm, 30 911; Kuniſch,
Walter, 30 898: Ebert, Karl Friedr., 30 904; Bohnſack, Ernſt,
30 896; Möſer, Hermann, 30 900; Meyer, Alex, 34 740; Hanſen,
Kurt, 35 393; Schneider, Adam, 38 013; Cramer, Gottfried, 38 011;
Herbert, Willi, 43222; Neff, Hans, 48 756; Meyer, Hch., 55 897;
Klein, Walter, 55 148: Menzel, Ellen, 56 180; Borchert, Hans,
56 557; Pfleger, Joh. 59 597; Vollrath, Peter, 60 924; Joſt, Hch.,
60 920; Kauf, Walther, 60 921; Otto, Hans, 61313; Sulzbach.
Otto, 61317; Hauſchildt, Theobald, 61311; Weygand, Karl,
61320; Pforr, Karl, 63 331; Jayme, Gg., 64 760; Jung, Georg,
64 762; Jockel, Wilh., 64 761; Will, Auguſt, 64 769; Bund, Karl.
66 641; Schneider, Joſ., 68 602; Kramer, Ludwig, 68 611: Schwinn,
Wilhelm, 69 459; Bauer, Ludwig, 70 331; Marquardt, Fritz,
70 334; Weber, Adolf, 70 337; Litzius, Willi, 70339; Dees,
Andreas, 72973; Hoffmann. Alex, 73 240; Braun, Hch., 73 239;
Haberländer, Marx, 73 940; Maurer, Karl, 74 029; Bormet,
Eginhard, 74 988; Stroh, jun., Ernſt, 84 153; Büxler, Philipp,
84147; Bräunig, Philipp, 84 146; Jäger, Wilhelm, 89 211;
Düſterbehn, Dr., Fritz, 90 706; Zürtz, Alfred, 91 668; Schorbach,
Georg, 98 073.
Am Grabe Horſt Weſſels.
Berlin, 23. Februar.
Inmitten der zahlloſen Menſchen, die am Todestage Horſt
Weſſels die blumenüberſchüttete letzte Ruheſtätte des Freiheits=
helden
förmlich umlagerte, erſchien am Nachmittag der Gau=
leiter
von Berlin, Reichsminiſter Dr. Goebbels, und legte am
Grabe ſeines jungen Mitſtreiters aus den Tagen der Kämpfe um
die Befreiung des Roten Berlin einen Kranz nieder, deſſen
Schleife die Inſchrift trug: Gauleitung. Gau Groß=Berlin
Unſerem Kameraden Horſt Weſſel.

Die 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil, 1 mm hoch,
7 pfennig Die 92 mm breite Zeile im Textteil 1 mm
hoch 100 Pfennig. Platzaufſchlag (nach vorheriger Ver=
einbarung
ſür Plazlerung unter Text oder an be=
ſtimmter
Stelle 25%. Rabatt nach Tarf. Privatanzeigen
ſeinſpaltig) das fetigedruckte Ueberſchriftewort 20 Pfg.,
ſedes weitere Wori 8 pfennig. Famillen= Anzeigen
die 22 mm breite Zeiſe 1 mm hoch 6 Pfennig.
Poſtiſcheckkonto: Frankfurt a. M. 1301. Bankkonto:
DD= Bank und Darmſtädter und Natlonalbank.

Wir ſchwören Adolf Hitler...
14 Jahre Programm der NSDAP. 9 Jahre nach der Neu=
gründung
der NSDAP. Horſt Weſſels Todestag als Symbol
und Verpflichtung.
Von
Alfred=Ingemar Berndt.
Da der Verfaſſer der engſte journaliſtiſche Mit=
arbeiter
der Reichskanzlei iſt, dürften die nach=
folgenden
Ausführungen für unſere Leſer von
beſonderem Intereſſe ſein.
Die Schriftleitung.
Die Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiterpartei trägt zwar
auch heute noch die Bezeichnung Partei, den Rahmen einer
Partei aber hat ſie endgültig geſprengt, denn ſie iſt Volk ge=
worden
. Sie bildet nun nach dem Sinne des Führers den ge=
ſchloſſenen
Orden, der Deutſchland trägt und ſeine Zukunft
verbürgt, denn immer kann es nur eine Minderheit entſchloſſener
Männer ſein, die Fahnenträger ſind für eine große Idee und
Stroßtrupp. Erſt hinter ihnen folgt der Heerbann, den Blick
auf Fahne und Symbol gerichtet.
Und ſo ſind die Ehrentage der nationalſozialiſtiſchen Be=
wegung
Ende Februar mehr als Ehrentage der Partei, denn
alles, was die Partei berührt, iſt heute Sache des Volkes.
Dreimal waren Tage im Februar entſcheidend für die
nationalſozialiſtiſche Bewegung. Am 24. Februar 1920 wagte die
junge Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiterpartei zum erſten
Male die Abhaltung einer großen Maſſenverſammlung in
München, die nach anfänglichen Störungsverſuchen der Kommu=
niſten
ein rieſenhafter Erfolg wurde. Damit war die erſte Durch=
bruchsſchlacht
geſchlagen und die Keimzelle gelegt zu allem, was
dann in 14 Jahren wurde. In der gleichen Verſammlung ver=
kündete
Adolf Hitler zum erſten Male die 25 Programmpunkte
der Partei und damit die Lebensgrundſätze, nach denen der
neue Staat heute geformt wird. Der 9. November 1923 zerſchlug
zunächſt die äußere Form der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen
Arbeiterpartei, der Geiſt aber und ihr Programm blieben be=
ſtehen
, und als Adolf Hitler Weihnachten 1924 die Feſtung
Landsberg am Lech verlaſſen hatte, ging er ſofort wieder daran,
der Idee eine Form zu geben, die ihr Zukunft und Leben ver=
bürgi
. In der Zwiſchenzeit hatten zwar die Führer der völ=
kiſchen
Gruppen verſucht, die Führung der nationalſozialiſtiſchen
Bewvegung an ſich zu reiſen, aber ſie waren kläglich geſcheitert,
weil eine alte Erfahrungstatſache lehrt, daß es nicht dasſelbe
iſt, wenn zwei dasſelbe tun, zum zweiten weil ſie das ſozia=
liſtiſche
Programm der Bewegung verwäſſerten und den un=
deſinierbaren
verſchwommenen Begriff völkiſch an ſeine Stelle
zu ſetzen verſuchten. Falſche Propheten, die es vielleicht gut
meinten, trugen das Ihre dazu bei der völkiſchen Bewegung
den Todesſtoß zu geben, indem ſie ſie der Lächerlichkeit preis=
gaben
. Sie glaubten ein Volk retten zu können, indem ſie die
germaniſche Vorzeit wieder lebendig zu machen verſuchten, ohne
zu berückſichtigen, daß 2000 Jahre an der Entwicklung der
Menſchheit nicht ſpurlos vorübergehen.
Am 27. Februar 1925 ſprach der Führer zum erſten Mal
wieder in einer öffentlichen Verſammlung in München und ver=
kündete
die Wiedergründung der Partei. Die völkiſchen Ideolo=
gen
wollten oder konnten dieſen Schritt nicht verſtehen. Sie
ſprachen von Spaltung, von Antiparlamentarismus, den ſie zu
vertreten vorgaben, wobei allerdings nach dem Wahlmißerfolg
vom 7. Dezember 1924 das Gleichnis vom Fuchs und den
ſauren Trauben anzuwenden wäre. Adolf Hitler hat die Wahl
der Form einer Partei, die ſich 1919 zwangsläufig aus der
politiſchen Entwicklung und 1925 erneut aus den Erfahrungen
des 9. November 1923 ergab, in ſeinem Buche Mein Kampf
wie folgt begründet:
Jede Weltanſchauung, ſie mag tauſendmal richtig und von
höchſtem Nutzen für die Menſchheit ſein, wird ſolange für
die praktiſche Ausgeſtaltung eines Völkerlebens ohne Bedeu=
tung
bleiben, als ihre Grundſätze nicht zum Panier einer
Kampfbewegung geworden ſind, die ihrerſeits wieder ſolange
Partei ſein wird, als ſich ihr Wirken nicht im Siege ihrer
Idee vollendet hat und ihre Parteidogmen die neuen Staats=
grundgeſetze
der Gemeinſchaft eines Volkes bildet.
Hat nicht die Entwicklung die Richtigkeit dieſer Definition voll
und ganz beſtätigt? Wer vermag heute noch dieſen damals ſo
umkämpften Schritt anzuzweifeln? Es hat ſich gezeigt, daß man
einen Gegner mit den gleichen Waffen ſchlagen muß, die er an=
wendet
, und daß man nicht mit geſchwungenem Säbel gegen
einen Gasangriff vorgehen kann.
Das Programm der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbei=
terpartei
wie wurde allein dieſe Bezeichnung von den völ=
kiſchen
Kreiſen angefeindet hat in allen Stürmen und Kämpfen
nicht nur ſeine Anziehungskraft, ſondern auch ſeine Richtigkeit
erwieſen, obwohl es einmal eine Zeit gab, wo die ewigen
Beſſerwiſſer auch dieſes Programm zu zerpflücken und anzu=
zweifeln
wagten, nicht weil es ihnen nicht gefiel, ſondern weil
ſie den Grundſatz der Programmloſigkeit vertraten. Ich erinnere
mich eines völkiſchen Agitators der 1925 vor allen Programmen
warnte, weil ſie nur tote Verſprechungen ſeien, die niemals in
die Wirklichkeit umgeſetzt würden. Das mochte bezogen auf
die Programme der bürgerlichen und marxiſtiſchen Parteien
richtig ſein. Denn der Marxismus hatte die Macht und ver=
ſäumte
es, ſeine programmatiſchen Forderungen durchzuſetzen
oder nur einen Verſuch dazu zu unternehmen. Die bürgerlichen
Parteien verſprachen das Blaue vom Himmel, obgleich ſie auch
niemals nur einen Bruchteil dieſer Verſprechungen hätten er=
füllen
können, denn hart im Raum ſtoßen ſich die Dinge‟ Die
Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiterpartei ſtellte nur einen
einzigen einprägſamen Grundſatz auf: Gemeinnutz geht vor
Eigennutz, und aus dieſem Grundſatz allein ergab ſich alles
weitere. Sie verſprach nicht jedem alles, ſondern im Sinne jenes
preußiſchen Sozialismus Jedem das Seine‟ Die Ehrlichkeit
dieſes Programms, die Tatſache, daß er keine goldenen Berge
verſprach, ſondern nur Laſten und Mühen bis einſt das ganze
Volt wieder zu geſunderen Zuſtänden geführt ſein würde, die
Ehrlichkeit ſeiner 25 Punkte, ſicherten dem Nationalſozialismus
Zukunft und Führung. Und ſie wurden nach und nach bis in

[ ][  ][ ]

Seite 2 Nr. 54

die letzte Hütte getragen und damit bewieſen, was der Führer
über das Programm der Partei ſagt:
Die organiſatoriſche Erfaſſung einer Weltanſchauung kann
aber ewig nur auf Grund einer beſtimmten Formulierung
derſelben ſtattfinden, und was für den Glauben die Dogmen
darſtellen, ſind für die ſich bildende politiſche Partei die
Parteigrundſätze.
Der 24. Februar hat deshalb im neuen Staat eine beſondere
Bedeutung erhalten, denn er iſt nun der Tag der Lebensgrund=
ſätze
des Deutſchen Volkes. Symbolhaft kommt hinzu, daß für
die Durchſetzung dieſer Lebensgrundſätze Ströme von Blut ge=
floſſen
ſind, und gerade einen Tag vor der 10. Wiederkehr der
Verkündung des Parteiprogramms jener Kämpfer für Deutſch=
land
für immer die Augen ſchloß, der als ſichtbarer Zeuge jener
ungeheuren Blutopfer der nationalſozialiſtiſchen Bewegung im
Herzen jedes Deutſchen fortlebt: Horſt Weſſel.
Am 24. Februar 1934, ein Jahr nach der Ergreifung der
Macht durch Adolf Hitler, werden nun in ganz Deutſchland
Hunderttauſende von Amtsträgern der Nationalſozialiſtiſchen
Deutſchen Arbeiterpartei noch einmal den Eid leiſten auf ihren
Führer und ſeine Getreuen, in denen ſich Werden und Weſen
der nationalſozialiſtiſchen Bewegung und ihr Programm un=
löslich
verköpern.
Auf den 25. Februar 1934 fällt der Volkstrauertag für die
zwei Millionen Toten des großen Krieges. Wenn am 24.
Februar Hunderttauſende den heiligen Eid auf den Führer lei=
ſten
, dann tragen ſie damit auch einen Teil des Dankes ab, den
Deutſchland den zwei Millionen unbekannten feldgrauen Helden
ſchuldet, die auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges ihr Leben
gaben, um Deutſchland zu retten. Zum erſten Male kann aber
der Volkstrauertag mit dem Bewußtſein begangen werden, daß
die Opfer nicht umſonſt waren und das aus den Gebeinen der
Toten des Weltkrieges den Lebenden die Kraft erwuchs, Opfer
auf ſich zu nehmen und das große Werk zu beginnen und zu
vollenden, daß dem deutſchen Volk Leben und Freiheit ſichert für
ein neues Jahrtauſend deutſcher Geſchichte.

Volksgenoſſen und Parkeidienſtſtellen.
G.P.A. Die NSDAP. in ihrem heutigen Aufbau und Glie=
derung
iſt die anerkannt beſte Organiſation der Welt. Jede
Gliederung, Dienſtſtelle, Amtsleitung und Abteilung hat ihre
feſtumriſſene Beſtimmung und Aufgabe. Daß dabei ein Neben=
einanderarbeiten
vermieden und das gemeinſame Ziel in allen
Fällen erreicht wird, iſt Aufgabe der Hoheitsträger (Gauleiter,
Kreisleiter, Ortsgruppenleiter). Hier laufen die Fäden zuſam=
men
. Daß ein Hoheitsträger dabei alle Arbeiten und Maßnahmen
bis zu einem gewiſſen Grade von hoher Warte aus betrachten
muß, iſt ſelbſtverſtändlich. Hier das Weſentliche von dem Unwich=
tigen
zu ſichten, iſt Aufgabe der Amtsleiter und Abteilungsleiter.
Der Hoheitsträger beſtimmt alles Grundſätzliche und zieht zur
ſachlichen Betrachtung von Einzelfällen jeweils den zuſtändigen
Amtsleiter mit heran. Die eigentliche Bearbeitung erfolgt durch
die jeweiligen Amtsleitungen, bei wichtigen Angelegenheiten im
Sinne der Entſcheidung des Hoheitsträgers; in weniger wichtigen
Fällen, bei denen die Grundſätzlichkeit der Bearbeitung ſchon feſt=
gelegt
iſt, durch den Amtsleiter oder ſeine Abteilungsleiter.
Hieraus ergibt ſich ein ganz natürlicher, vernunftsmäßiger
Arbeitsgang, deſſen Beachtung ſeitens der Parteigenoſſenſchaft
und der Bevölkerung noch immer nicht genügend gewürdigt wird.
Direkte Schreiben an den Gauleiter oder gar an den Führer be=
deuten
eine Mißachtung des Dienſtweges. Solche Schreiben wer=
den
immer wieder an die zuſtändige Stelle zurückgeleitet. Die
Diſziplinloſigkeit derartigen Verhaltens iſt alſo nicht nur erfolg=
los
, ſondern ſogar nachteilig für den Schreiber. Auch beim Inhalt
derartiger Schreiben hat ſich eine gewiſſe Norm herausgebildet.
Sie zeichnen ſich durchweg aus durch einen Umfang von minde=
ſtens
2 Seiten, möglichſt dazu noch in faſt unleſerlicher Hand=
ſchrift
. Meiſtens genügt es dann, wenn mit Rotſtift ein einziger
der 99 Sätze unterſtrichen wird, um den Sinn des Schreibens ſo
feſtzulegen, wie es der Schreiber tun ſollte.
Was wird nun alles geſchrieben? Am. meiſten handelt es ſich
um Geſuche nach wirtſchaftlicher Unterſtützung. Dabei wirkliche
Notlage von notoriſchen Bettlern zu unterſcheiden, iſt eine prak=
tiſche
Unmöglichkeit. Es erfolgt daher faſt durchweg eine Weiter=
leitung
an das Kontrollamt für Arbeitsbeſchaffung oder an die
NS.=Volkswohlfahrt. Die Partei iſt eine politiſche Organiſation.
In dieſen politiſchen Rahmen gehört allerdings, auch das wirt=
ſchaftliche
Wohlergehen der Parteigenoſſen und des geſamten
Volkes, nicht jedoch die Sorge um eine Einzelexiſtenz. Hier ſetzt
die Aufgabe der Volkswohlfahrt ein, die jedem Hilfe gibt, dem
es am Lebensnotwendigen fehlt. Darüber hinaus ſteht dem Par=
teigenoſſen
das Kontrollamt für Arbeitsbeſchaffung zur Ver=
fügung
. Aber auch hier iſt unbedingt der Dienſtweg einzuhalten.
Während im allgemeinen die Kreisdienſtſtellen hier zuſtändig
ſind, erfolgt für die alten Kämpfer durch die Gaudienſtſtelle
eine beſondere Ueberwachung der Arbeitsbeſchaffung.

Zwei Spikenleiſtungen deukſcher Filmkunft.

Man hört das Herz der Front ſchlagen, den Quell
jener Kraft, die unſere unvergänglichen Siege ſchuf.
Und ungewollt greift die ſoziale Frage ins.Geſchehen
ein, das Denken der vaterlandsloſen Geſellen
Das Buch hat allen etwas zu ſagen: Dem Solda=
ten
, dem Politiker, den ſchaffenden Deutſchen aller
Stände. Der heranwachſenden Jugend iſt es das
Erbe der Front!
Dieſe Worte gab der Führer Adolf Hitler dem Buch Hans
Zöberleins, einem der beſten deutſchen Kriegsbücher, mit auf den
Weg. Zu dem Film, der ſeine Entſtehung einem Abſchnitt dieſes
Buches Der Glaube an Deutſchland, verdankt, ſprach der Führer
die Schlußworte, die das Geſchehen zuſammenfaſſen und das, was
der Film uns ſagen ſoll, herauskriſtalliſieren: Den Glauben an
Deutſchland, den Friedenswillen, weil wir die
Schrecken des Krieges kennen.
Stoßtrupp 1917 gehört zu den beſten Leiſtungen, die die
deutſche Filmkunſt, die deutſche Frontteilnehmer und Schauſpieler
jemals ſchufen. Ein Film von unerhörter Wahrhaftigkeit und von
unerhörtem Eindruck, der ſo ſtark iſt, daß geringe Schwächen, die
ſich auf ganz wenige Szenen beſchränken, reſtlos vergeſſen werden
oder im Vorüberrauſchen der furchtbaren Kriegsſzenen, in denen
ſie ein Aufatmen ermöglichen, unbemerkt bleiben.
Es iſt dem Laien unerfindlich, wie die techniſche Herſtellung
des Films in dieſer Wahrhaftigkeit überhaupt möglich wurde.
Wenn der eine oder andere kurze Abſchnitt auch aus Filmbericht=
erſtattung
des Krieges ſtammen mag, iſt doch der Geſamtfilm im
allergrößten Umfang augenſcheinlich geſtellt und geſpielt. Eine
Leiſtung der Regie und der Darſtellung, die ebenſo unübertreff=
lich
iſt, wie die Bildtechnik, die Geſchehniſſe vermittelt, die wir
alle erlebt haben, die beim Anblick des Films traumhaft aus dem
Vergeſſen, richtiger aus dem Schleier, den gütiges Geſchick über
das furchtbare Erleben gebreitet, breiten mußte, weil das Leben
des Alltags ſonſt unerträglich wäre, wieder emporſteigen und blick=
und gefühlsnahe lebendig werden laſſen. Ein Kriegsfilm, der
nur den Frieden propagieren kann, weil er von Männern ge=
ſchaffen
wurde, die den Krieg in ſeinen furchtbarſten Phaſen er=
lebten
und ihn ſicher nicht mehr wollen, was ſelbſtverſtändlich
mit verweichlichendem Pazifismus nicht das Geringſte zu tun hat.
Zu den Bildern, richtiger zu den brutal=wahrhaftigen Bild=
berichten
, die in keiner Phaſe übertreiben, die insgeſamt gelebt
ſcheinen, kommen kurze Worte und Sätze, die in dem Grauen des
Krigserlebens ſchon Kampf anſagen denen, die in der Heimat von
Sch. dindel ſprachen und aus denen dämmerte, daß wenn einmal

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Bei dieſer Gelegenheit wird auf eine beliebte Redewendung
hingewieſen: Ich bin ein alter Kämpfer, alter Parteigenoſſe‟
Wenn man nachforſcht, ſtellt ſich heraus, daß es ſich nicht ſelten
um Jahrgang 1932 handelt. Alte Kämpfer ſind ein= für alle=
mal
die Parteigenoſſen unter 300 000, alte Garde nur die Par=
teigenoſſen
bis 100 000 oder aus der HJ. gekommene Pgg.
Was an die Dienſtſtellen und vornehmlich die Gauleitung
ſonſt noch ſchriftlich und mündlich herangetragen wird, ſpottet
aller Beſchreibung. Die Partei ſoll Anweſen aufkaufen, die vor
einigen Jahren zwangsverſteigert wurden; ſie ſoll zwiſchen un=
friedlichen
Ehegatten vermitteln, ſoll in Eheſcheidungen eingrei=
fen
, ſoll private Geſchäfte finanzieren, ſoll Erfindungen fördern.
ſoll unentdeckten Kräften zum Aufſtieg verhelfen und ſoll ge=
richtliche
Entſcheidungen anfechten, die vor einigen Jahren nur
deshalb nachteilig für den Antragſteller geweſen ſein ſollen, weil
der Richter ein Jude war. Nein, bei allem ehrenvollen Vertrauen,
ſo geht es nicht; hierfür ſind die ſtaatlichen Einrichtungen, In=
ſtitute
, Berufsverbände und beſtenfalls die zuſtändigen Amts=
leitungen
der Partei (Rechtsberatung, Kreisgericht, allerdings
nur für Pgg.) zuſtändig.
Ein weiterer Uebelſtand iſt das Berufen auf den und den
Prominenten mit dem man dann und wann das und das erlebt
haben will. Die Partei hält ſich allein an den auf dem Dienſt=
wege
beigebrachten Leiſtungszeugniſſen. Ueberhaupt iſt die Be=
läſtigung
der Hoheitsträger und Amtsleiter mit privaten Ange=
legenheiten
oder Dingen, die außerhalb des Sonderarbeitsgebie=
tes
liegen, zu einer Belaſtung geworden. Dies trifft beſonders
für die politiſchen Leiter zu, die durch den jahrelangen Kampf im
Gau als Redner o. a. von Zehntauſenden gekannt ſind. Auch hier
bitte etwas mehr Diſziplin.
Die Gattung der Wichtigtuer ſoll nicht vergeſſen werden.
Meiſtens laſſen ſie bei ſtundenlangem Redefluß ihre Perſönlich=
keit
wirken. Sie haben wichtige Meldungen, gute Ratſchläge,
Anregungen, berechtigte Vermutungen.
Auch Beſchwerdeführer erfreuen ſich zweifelhafter Beliebt=
heit
. Mit aller Eindeutigkeit ſei hier geſagt: Der Spruch War=
um
zum Schmittche, wenn der Schmitt da iſt, hat in der NSDAP.
keinen Raum. Denunzianten verfallen der Verachtung, Anonymes
dem Papierkorb.
In dieſem Reigen verdienen die Stammgäſte, ebenfalls er=
wähnt
zu werden. Sie kommen auf die Dienſtſtellen, ſprechen
von Wind und Wetter, und wenn ſie gehen, fragt man vergebens,
warum ſie gekommen ſind. Hier könnte vielleicht die Anſicht auf=
kommen
, daß es ſich hier um Zeitgenoſſen handelt, die ſich gerne
bekannt und beliebt machen.
Volksgenoſſen, entziehen Sie nicht oberflächlich oder gedanken=
los
die Dienſtſtellen der Partei und deren Politiſche Leiter ihren
eigentlichen Aufgaben durch ewige ellenlange Eingaben und
Schriftſätze. Wenn nach gewiſſenhafter Prüfung die Notwendig=
keit
eines Verkehrs mit den Dienſtſtellen vorliegt, ſo wenden Sie
ſich im Intereſſe einer ſchnellen ordnungsmäßigen Erledigung
gleich an die richtige Stelle. Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Die
NSDAP. iſt zum Gemeinnutz da.
Der Reichsbiſchof
beruft das neue geiſtliche Miniſterium.
Berlin, 23. Februar.
Kirchenamtlich wird durch den Evangeliſchen Preſſedienſt
mitgeteilt:
Der Reichsbiſchof hat zu Mitgliedern des geiſtlichen Mini=
ſteriums
berufen: Den Pfarrer D. Dr. Forſthoff, zurzeit
ſtellvertretenden Landespfarrer in Koblenz, den Paſtor D. En=
gelke
, Direktor des Rauhen Hauſes in Hamburg.
Das reformierte Mitglied des bisherigen geiſtlichen Mini=
ſteriums
, Studiendirektor Pfarxer Weber aus Elberfeld,
führt die Geſchäfte kommiſſariſch weiter,
Die Mitglieder des geiſtlichen Miniſteriums führen ihr Amt
ehrenamtlich. Die Amtsbezeichnung Kirchenminiſter fällt in
Zukunft fort. Das geiſtliche Miniſterium wird am Donnerstag
nächſter Woche zuſammentreten und eine Erklärung abgeben.
*
Die Berliner Stadtverwaltung hat beſchloſſen, Reichsminiſter
Dr. Goebbels als den Eroberer Berlins für die nationalſozialiſti=
ſche
Idee das Ehrenbürgerrecht der Reichshaupſtadt zu verleihen
und ihm damit ihren Dank für die Befreiung Berlins vom roten
Terror und marxiſtiſcher Mißwirtſchaft und für die Wiederher=
ſtellung
des Anſehens der Reichshauptſtadt zum Ausdruck zu
bringen.
Für die verhafteten öſterreichiſchen Marxiſten wurde ein be=
ſonderes
Konzentrationslager eingerichtet.
Aus dem Pariſer Arbeitsminiſterium ſind, wie jetzt feſtgeſtellt
wurde, wichtige Akten aus dem Staviſky=Skandal entwendet
worden.

wieder Frieden, einmal wieder der Weg nach Hauſe gefunden,
aufgeräumt werden müſſe. Aus denen die Gewißheit ahnend ſich
feſtigt, daß ein neues Volk auferſtehen muß, ſoll dieſer Krieg,
der die Welt umfaßte, nicht ſinnlos geweſen ſein.
Ein Film, der auch der heutigen Generation den überzeugen=
den
Beweis liefert, wie Frontgeiſt geboren wurde, den ja
heute viele noch nicht verſtehen, wie der Sinn ſchlichter und ſelbſt=
verſtändlicher
Kameradſchaft erſtand und damit für die
Hunderttauſende, die aus der Front zurückkehrten, das Nichtver=
ſtehen
der repolutionierten Heimat, vor allem derer, die die furcht=
bare
Verantwortung vor dem Weltgericht, vor der Geſchichte zu
tragen haben, für das, was der Revolution vorausging und ſie,
die Front verratend, vorbereitete,
Hier iſt das Vermächtnis der Front niedergelegt! Ein ein=
facher
Soldat, der nicht beabſichtigte, die Kriegsliteratur zu
vermehren, hat ſich in jahrelanger, mühevoller Arbeit neben
ſeinem Beruf eine Laſt von der Seele geſchrieben. Kämpfe und
Schlachten ſtehen in hiſtoriſcher Treue mit Tag und Stunde,
Ort und Gelände wieder auf. Nicht ſo, wie man vielleicht die
Ereigniſſe heute nach Jahren erſt ſieht. Gipfel und Abgründe
ſtehen nebeneinander und immer die turmfeſte Treue der Kame=
radſchaft
dabei.
Auch das ſchrieb Adolf Hitler. Das gleiche kann von dieſem
Film geſagt werden. Hans Zöberlein, der Autor des Buches,
hat auch das Filmmanuſkript geſchrieben, gemeinſam mit Franz
Adam und Marian Kolb. Und Zöberlein ſelbſt führte in erſter
Linie die Regie. Ihm müſſen die Kriegseindrücke tief in die
Seele eingebrannt worden ſein. Ihm und ſeinen Kameraden, deren
viele er zur Herſtellung des Filmwerkes heranzog. Gewiß, er gibt
im weſentlichen die Erlebniſſe einer kleinen Kameradſchaft, des
Stoßtrupps 1917, der etwa 15 Mann umfaßte, von denen am
Schluß des Krieges noch 4 oder 5 am Leben waren, mit denen
aber im Geiſte alle an den Unternehmungen teilnahmen, die vor=
her
fielen, Kameraden, die durch andere erſetzt wurden, die ſich
nicht immer, aber meiſt, zum mindeſten der Kameradſchaft und
dem Geiſt dieſes Stoßtrupps einfügten. Die Filmhandlung be=
ginnt
mit der Frühjahrsoffenſive 1917 an der franzöſiſchen Front.
Eine gewaltſame Erkundung bringt in der Ausſage eines Gefan=
genen
die Gewißheit des geplanten Großangriffes. In raſendem
Tempo werden die Gegenmaßnahmen getroffen, wird gegraben
und immer wieder gegraben, werden Unterſtände gebaut, die
Truppen verteilt, Munition herangeſchafft uſw. Gewiß kannte man
1917 ſchon Trommelfeuer. Trommelfeuer von Stunden und auch
ſchon von 12 Tagen. Das Furchtbare aber, was ein Trommel=
feuer
von 1214 Tagen für die in ihren Löchern hungernd und
dürſtend, auf den Angriff wartend, bedeutet, das iſt etwas, was
kühnſte Phantaſie, was grauenvollſte Vorſtellung nicht zu ſchildern
vermag. In Einzelſzenen, die in ihrer Schlichtheit ſo unendlich
groß wirken, daß ihre Verlebendigung heute faſt unglaublich

Kreisleiter: Pg. Otto Wamboldt.
Amtsleiter: Adjutant und Geſchäftsführer: Pg. Peter
Reuter; Kaſſenwart: Pg. Wilh. Aug. Raabe; Organiſa=
tions
= und Perſonalamtsleiter: Dr. Alfred Weihl; Propaganda=
Amt: C. Malcomes, Schulungsamt: H. Borchert, Preſſeamt
Wilh. Müller; Kreisgericht: Chr. Kelſch; Kreisbetriebszelle
Rich. Zachow; Landw. Kreisfachberater: Georg Bernhard,
Kommunalpolitiſcher Fachberater: Georg Steinmetz; Amt für
Beamte: Heinrich Schmidt; NS.=Hago: Hans Schäfer
NS. Volkswohlfahrt m. d. L. b.: Heinrich Hanſel; Amt für Er.
zieher: Dr. Otto Maſer; Amt für Kriegsopfer=Verſorgung
Heinrich Schab; Frauenſchaftsleiterin: Marie Krauth.

Orisgruppen=, Skühpunkk= und Zellenleiker.

OG. Darmſtadt=Steinberg: Dr. Schneider. OG. Darm=
ſtadt
=Beſſungen: Johann Schwinn. OG. Darmſtadt=Rheintor
Herm. Gerdes. OG. Darmſtadt=Maintor: A. Schneider,
OG. Darmſtadt=Schloßgarten: Rich. Bender. OG. Darmſtadt=
Gutenberg: Franz Ettl. OG. Darmſtadt=Gervinus: Joſef Fär
ber. OG. Darmſtadt=Mitte: Emil Bauer. OG. Arheilgen: Ju
lius Birkenſtock. OG. Meſſel: S. Fröhner. Stp. Wixhau
ſen: Phil. Storck. OG. Erzhauſen: Phil. Vollrath. OE
Eberſtadt: Fritz Marguardt. Zelle Malchen: Fr. Wiemer
OG. Griesheim: Fritz Seibert. OG. Gräfenhauſen: Phi=
Mager 3. Zelle Schneppenhauſen: Wilh. Rückert. OG. Nie
der=Ramſtadt: Carl Malcomes. Zelle Waſchenbach: Geor
Thaler. Stp. Nieder=Beerbach: Georg Bernhardt. OG,
Ober=Ramſtadt: Anton Jörgeling. OG. Roßdorf: Hch. Ni
colay. OG. Pfungſtadt: Wilhelm Gräff. OG. Hahn: Fri
Opitz. Stp. Eſchollbrücken: Ludw. Hechler 2. OG. Traiſa: Gu=
ſtav
Eckert. OG. Weiterſtadt: Georg Weber, Zelle Brauns=
hardt
: Georg Schuchmann 6.

ſeichen Ke

neiden di
Ghmbol
Sie wi
akenkreuz
ſitzt, was

Kreisführer und Orksgruppenwalter
der NS-Volkswohlfahrt.
Kreisführung Darmſtadt: Pg. Heinrich Hanſel, Geſchäftsl
ſtelle: Wilhelminenſtr. 34, Telephon 4661/3.
OG. Darmſtadt=Steinberg: Pg. Chriſtoph Roß, Geſchäfts
ſtelle: Hochſtr. 44, Telephon 4661/3, Nebenſtelle 93. OG. Beſſunger

Pg. Dr. jur. Ernſt Büchler, Geſchäftsſtelle: Eſchollbrückerſtr. 19/ hiht: Du
Telephon 4661/3, Nebenſtelle 94. OG. Rheintor: Pg. Karl Heirz) Yu

Koſt, Geſchäftsſtelle: Rheinſtr. 62, Tel. 4661/3. Nebenſtelle 9u/Geiheit
OG. Maintor: Pg. Heinrich Heldmann, Geſchäftsſtelle: Dieſter/ud denM
wegſchule, Lagerhausſtr., Tel. 4661/3, Nebenſtelle 96. OG. Schloß=) De
garten: Pg. Chriſtoph Sames, Geſchäftsſtelle: Altershein, de NSDA
Emilſtr., Tel. 4661/3, Nebenſtelle 97. OG. Gutenberg: Pg. Phi=ſtiſche Leiter
lipp Sturmfels, Geſchäftsſtelle: Alexanderſtr. 20, Tel. 4661/½/in weltanſ
Nebenſtelle 98. OG. Gervinus: Pg. Wilhelm Scheufler. Ge cher nicht

benzigen

ſchäftsſtelle: Stiftsſtr. 32, Tel. 4661/3, Nebenſtelle 99. OG. Mitte, velmehr
Pg. Ludwig Paatſch, Geſchäftsſtelle: Berufsſchule Ecke Karbl ung, die
und Nieder=Ramſtädter Str., Tel. 4661/3, Nebenſtelle 90.
O.G. Arheilgen: Arthur Zeidler, Etteſterſtraße, Tel/coldaten
Darmſtadt 229. O.G. Eberſtadt: Fritz Heil, Heidelbergerſtr. 8 un gewot
Tel. Eberſtadt 12 Tel. Darmſtadt 1499. OG. Gräfenhauſen, Martin herufung
Hoch, Schloßgaſſe52. OG. Griesheim: Pfarrer Mangold, Pfar=/tagen ei
gaſſe, Tel. Griesheim 8. OG. Nd.=Beerbach: Hch. Schüler, Nieder
Beerbach, Tel. Eberſtadt 26. OG. Nieder=Ramſtadt: Dr. me)
Ernft Schultheiß, Karlſtraße 15, Tel. Darmſtadt 1190
OG. Ob.=Ramſtadt: Phil. Breitwieſer, Hohlgaſſe 20, Teſ
Ob.=Ramſtadt 19. OG. Pfungſtadt: Wilh. Martin, Bgn=
Tel. Pfungſtadt 11. Stp. Eſchollbrücken: Fr. Kiſtinger. St
Hahn: Adam Weicker, Hahn. Stp. Eich: Bürgermeiſter Gil
bert Eich. OG. Roßdorf: Hch. Lorenz, Beunegaſſe PInoſten A
OG. Traifa: Fr. Kilian, Ludwigſtr, 29, Tel. Darmſtadt 473Mahrzehnte,
OG. Weiterſtadt: Bürgermeiſter Meinhardt, Darmſtädt
Straße 43, Tel. Darmſtadt 4498.
NSV.=Küchenzentrale: Geſchäftsſtelle Darmſtadt, Wilhelminen
ſtraße 34, Tel. 4661/3 Nebenſtelle 7.
NSV.=Kleiderſtelle: Geſchäftsſtelle Darmſtadt, Mackenſenſtr. 180un
Tel. 4661/3 Nebenſtelle 92.
arteidikt
Im Berliner Sportpalaſt hielt geſtern abend Dr. Goebbelsſchen Stun
in einer revolutionären Feierſtunde der Standarte TIII eine ſei/lNicht zu
ner hinreißenden Reden. Zu der Veranſtaltung waren die Beinen Kraft
liner SA.=Vorgänger in ihren alten, ſeinerzeit verbotenen unſſſaſt daſ
Tarn=Uniformen erſchienen.
Auf dem St. Matthäusfriedhof in Schöneberg fand am Frei
tagnachmittag die feierliche Beiſetzung des SS.=Gruppenführe
Seidel=Ditmarſch ſtatt. In ſeinem Nachruf erklärte der Reich=
führer
der SS. Himmler, er habe, die Einwilligung des Führet
vorausgeſetzt, zum Gedenken an dieſen Getreuen der 54. Bayriſche
SS.=Standarte den Namen Seidel=Dittmarſch=Standarte, pe
liehen.

dünkt, vermittelt es der Film. Gräben, die keine mehr ſind, Unter
ſtände, die, zerhauen, zerfetzt, dieſen Namen längſt nicht mehr ve
dienen, Granatlöcher voll Schlamm und Waſſer, Mauerreſte ods
ſchnell immer wieder aufgeworfene Erdhügel bergen die Reſte de
vorderſten Beſetzung. Menſchen, die kaum noch wiſſen, daß
Menſchen ſind, denen Waſſermangel die Zunge am Gaumen klebe
läßt, und die dem Verhungern nahe ſind, weil ſeit Tagen keif
Tragkolonnen mehr durch das mörderiſche Feuer kommen, erwar
ten den Angriff und atmen auf, als endlich ihre eigentliche u
ſchwerſte Aufgabe kommt: Den Angriff abſchlagen. Und ſie ſchaffe
es. An den ausgemergelten, dürſtenden und hungernden deutſche
Feldgrauen ſcheitert der mit ſtärkſtem Elan vorgetragene Angri
ausgeruhter, beſtens genährter, glänzend ausgerüſteter franzo
ſcher Soldaten. Das Unglaubliche wird wahr, die deutſche Fro
hält. Heiliger Heimatboden bleibt immer noch vom Feind. vo
der Zerſtörung frei. Und nun, da die franzöſiſche Front verzwe
felnd demoraliſiert wird, beginnt zur Entlaſtung der furchtbei
Angriff der Engländer, vor allem die Tankſchlacht bei Cambr
Der gleiche Stoßtrupp, der hier Unerhörtes geleiſtet, wi
nach kurzer Erholung in Flandern eingeſetzt. Wenn es noch Furcl
bareres zu erleben gab, geſchieht es hier in den mit Waſſer un
Schlamm gefüllten Gräben und Löchern, gegen einen neuen, b=
her
unbekannten Feind der Kriegstechnik. Aber auch hier wi
das Unglaubliche zur Tat. Es gelingt den Engländern, in
vorderſten deutſchen Gräben zu kommen. Der Stoßtrupp wirft
wieder hinaus. Die letzten Weihnachten nach dieſem furchtba iel
Kriegserleben im vorderſten Grabenloch beſchließen den Film. Ci
vor dem Graben um Hilfe rufender Engländer haucht in 2
Armen deutſcher Kameraden beim brennenden Chriſtbäumchen n!
einem Mr mother auf den Lippen ſein Leben aus. Sehnſucht mi
Frieden ergreift auch unſeren Stahlgewitter gehärteten Ste
trupp. Nicht Haß und Vernichtungswillen trieb deutſche So
daten zum Kampf, ſondern der Wille zu dauerhaftem Friede
für ihr Volk.

Die geſtrige Premiere des Films, bei dem die Wehrmah
die SA., SS. und der Stahlhelm mitwirkten und der unter .N
Schirmherrſchaft der Nationalſozialiſtiſchen Kriegsopferverſorgu/)
geſchaffen wurde, fand im Rahmen einer Feſtvorſtellung ſtatt. e
Theater war ernſt geſchmückt, Bühne und Proſzenium von Fahr!
Blumen und Girlanden würdig umrahmt. Ein ſchöner Aufdr
zum Heldengedenktag. Die Landespolizeikapelle unter Mul
meiſter Buslau ſtellte die Feſtmuſik. Fahnenabordnungen
SA. und SS. flankierten den Eingang und, nach feierlichem Eil
zug unter den Klängen des Präſentiermarſches, die Bühne.
S=A.=Oberführer Dr. Ivers wies in einer kurzen Anſprse
auf den Volkstrauertag am Sonntag hin, an dem das deur
Volk Rückſchau hält und der 2 Millionen ſeiner beſten Deuſel
gedenkt voll Dankbarkeit und Ehrfurcht, aber auch voll Stolz

[ ][  ][ ]

Samstag, 24. Februar 1934

Dr. Ley zum Tage des Treuſchwurs.

Berlin, 23. Februar.
Dr. Robert Leyhielt, laut NSK., am Freitag abend
un Tage des Treuſchwurs eine Rundfunkanſprache, in
ſer er u. a. ausführte: Im ganzen nationalſozialiſtiſchen Deutſch=
arrd
ſind in dieſen Tagen die Vorbereitungen im Gange für die
nroße Vereidigung der politiſchen Leiter der NSDAP., der Führer
er HJ. einſchließlich der Führerinnen des BdM. und der Unter=
ührer
des Freiwilligen Arbeitsdienſtes. Im Zeichen dieſer Ver=
idigung
ſtehen der Samstag und der Sonntag, der 24. und 25.
ſebruar 1934. Der 24. Februar iſt zugleich ein Tag der Erinne=
ung
an 14 Jahre des Kampfes der NSDAP.
Vor 14 Jahren ſprach an derſelben Stelle, an der er auch
ſiesmal das Wort nehmen wird, im Hofbräuhaus=Feſtſaal, der
führer in der erſten großen Maſſenverſammlung der Partei. Hier
durden die Theſen verkündet, mit denen die Bewegung ihren Sie=
ſeszug
zu ihrer heutigen Bedeutung durchführen konnte. Von hier
us nahm die neue deutſche Entwicklung ihren Weg.
In der Erinnerung an dieſe erſte große Maſſenverſammlung
und in der Weihe
der Skunde des Eides
ringen die beiden letzten Tage dieſer Woche den deutſchen Na=
ſonalſozialiſten
ein ernſtes Gedenken an die Verſchworenheit im
leichen Kampfgeiſt, aus dem in den letzten 14 Jahren des deut=
hen
Geſchickes deutſches Schickſal geworden iſt. Hunderttauſende
verden die Hände zum Schwur auf die Fahne heben, die zum

f

5ymbol unſerer Bewegung, und gepaart mit der alten Fahne der

radition, das Sinnbild unſeres Reiches iſt.
Sie wiſſen, daß, wer auf das Fahnentuch mit dem ſchwarzen
hakenkreuz im weißen Feld auf rotem Grunde ſchwört, nichts mehr
eſitzt, was ihm ſelber gehört.
Der Eid der Hunderttauſende bindet Führer und Gefolgſchaft,
ie in den parteiamtlichen Trägern der Organiſation in die Er=
heinung
tritt, in der großen Kampfgemeinſchaft für das welt=
inſchauliche
Prinzip der Bewegung. Und dieſe Bekundung der
Verſchworenheit der Kämpfer mit ihrem Führer iſt der Grund=
ſein
allen politiſchen Lebens unſeres neuen Deutſchland. In dem
Eid auf Adolf Hitler werden die Träger der Politik zu klarer
Zielſetzung und in feſter Marſchrichtung gebunden ſein.

DG. Beſſunge

Das Ziel

übrückerſtr. ſeißt: Durchſetzung des Nationalſozialismus auf allen Gebieten
Tg. Karl He: ſeutſchen Lebens. Die Marſchrichtung heißt: Deutſchlands
Nebenſtelle / Freiheit und Frieden in Ehre und Würde. Das Marſchtempo
sſtelle: Dieſ= und den Marſchrhythmus gibt allein der Führer an!
1. O6. Schlt= Der Rahmen, in den unſere Lebensarbeit geſpannt iſt, iſt
: Altershen, ſie NSDAP. Wir ſind deren Hoheitsträger, wir ſind deren poli=
berg
: Pg. P iſche Leiter, Führer der Jugend, auch der im Arbeitsdienſt, die
0, Tel. 4601½ m weltanſchaulichen Geiſt dieſer Partei erzogen wird. Wir ſind
eufler ſe ber nicht etwa nur Arbeiter im Apparat der Partei, wir ſind
ielmehr und in erſter Linie die Repräſentanten einer Bewe=
ung
, die zur Umſetzung ihres Willens die Apparatur der großen,
inzigen Partei Deutſchlands braucht. Wir ſind die Werber und
ſterſtraße, Al Holdaten für Adolf Hitlers Weltanſchauung, die zu der unſeri=
delbergerſtr
, 3 en geworden iſt durch die Erkenntnis der Einmaligkeit und der
Zerufung zur deutſchen Schickſalsgeſtaltung dieſes Mannes. Wir
ragen eine große Ehre, aber wir tragen eine höhere Pflicht.
Dieſer Kampf wird getragen von einem

neuen Typ des polikiſchen deutſchen Führers
und Unkerführers.

Dieſer neue Typ des politiſchen Menſchen hat nicht den ge=
ingſten
Weſenszug gemeinſam mit dem Politiker vergangener
Jahrzehnte. Er dünkt ſich nie ein fertiger Befehlsgewaltiger, der
Tin blaſſes parteiegoiſtiſches Programmſchema ſeiner lebendigen
Amwelt aufpreſſen will, vielmehr bleibt er ſtrebend bemüht, mit
einen Volksgenoſſen zugleich in ſich der Vollendung näher zu
hreiten, die ihn als deutſchen Nationalſozialiſten Hitlerſcher Prä=
ung
zeigen wird. Dieſer neue deutſche politiſche Menſch lebt nach
en fließenden Geſetzen der Bewegung, nicht in den Dogmen einer
Farteidiktatur. Denen, die als innerlich Beteiligte der feier=
ichen
Stunde am Sonntag entgegenſehen, all dieſen rufe ich zu:
Nicht zu befehlen, zu Führen nach dem Willen einer überlege=
weſen
Kraft ſeid Ihr, Adolf Hitlers treueſte und älteſte Gefolg=
u/
chaft, da!
Das Volk hat uns im Kampf mit all unſeren Vorteilen
eiſ ind Fehlern geſehen und geliebt, und will uns jetzt in den
ziüsKragen des Sieges nicht als andere ſehen.
Bleibt beſcheiden: denn nichts gefährdet den Glauben
n unſere Bewegung ſtärker als Handlungen, die dem Volk das
vlkecht geben würden, hohnlachend auf neuen Byzantinismus
einer Führer mit dem Finger zu deuten.

d,u
ſcht ncht
jie Reſt
ziſſel. 2.
0
Tagen

ie, die im Glauben an Deutſchlands Freiheit und Größe den
Opfertod ſtarben. Marxiſtiſche Parteien wollten den Sinn des
erreſte E Cſeldenhaften Sterbens nicht erkennen oder bewußt verdrehen. Erſt
der Kanzler baute auf den Glauben an die Gefallenen, auf
as unerhörte Erleben der Front das neue, das Dritte Reich, der
beſtaltung des deutſchen Schickſals Richtung gebend. Soklingt durch
ie Jahre 1914 bis 18, durch die Jahre unſagbarer Not und un=
aßlichen
Leides das Lied vom guten Kameraden! Gute
Rameraden waren es, die den Gefallenen Denkmäler ſetzten aus
Bronce und Stein. Der Führer des deutſchen Volkes, Adolf Hitler,
enden deulekletzte dieſen Gefallenen das Denkmal aus Fleiſch und Blut, die
Mliſtutſche Volksgemeinſchaft! Sie ehrt alle, die gefallen
ind und gewährleiſtet die Erfüllung ihrer Sehnſucht.
Sie ſehen heute einen Bildſtreifen aus dieſer großen Zeit.
Bilder, die blaß ſein müſſen gegen die Wirklichkeit, die aber ihren
zweck erfüllen, wenn ſie uns lehren: Bereit zuſein wie ſie,
kipferbereit zu ſein wie ſie, treu zu ſein wie ſie!
Die Muſtk ſpielte: Ich hatt’ einen Kameraden!
Der Landesobmann der NSKOV., Pg. Ziegler, hieß die
Etſchienenen im Namen der Landesleitung dieſer Vereinigung
villkommen, gedachte ebenfalls der 2 Millionen Toten und der
Mällionen noch lebenden Kriegsopfer, die zu ehren und zu achten
Pflicht der Nation iſt. An dieſe Pflicht zu erinnern, ſei Zweck des
Hilms, der beſonders zur Jugend, zu der Generation ſprechen ſoll,
die die Wirklichkeit des Krieges nicht kennt. Daß das deutſche Volk
die Kämpfer des großen Krieges achten und ehren wird, dafür
bürgt unſer herrlicher Führer Adolf Hitler!
Das vollbeſetzte Haus nahm den Film, deſſen Ablauf mehr
als zwei Stunden währt, gleich einem Erlebnis.
M. Streeſe.
Abel mit der Mundharmonika im Helia.
Was nicht allzuoft glückt, iſt hier in einem nahezu voll=
ymmenen
Maße gelungen: die Ueberſetzung eines ſchönen Buchs
us Filmiſche in einer Weiſe, die dem Buch und dem Film
Ueicherweiſe gerecht wird. Die vielen Freunde, die Manfred
ausmanns Roman in wenigen Monaten gefunden hat,
nnen ſich hier, ohne enttäuſcht zu werden, noch einmal an der
eckzückenden Geſchichte von dem zarten Abel, der ſo ſchön
Anundharmonika ſpielt, von dem Mädchen Corinna und den bei=
Mm Jungens von der Waſſerkante, die unter ſo aufregenden
lmſtänden auf einem Segelkutter zuſammentreffen, herzlich
Neuen, und neue Freunde wird der Film ſicherlich zahlreich
üunzugewinnen.
Die Handlung des Romans kommt ja den Bedingungen
Des Films in glücklicher Weiſe entgegen. An ſpannenden Er=
ichniſſen
und aufregenden Zwiſchenfällen iſt kein Mangel, zumal
Der Freiballonflug durch das Unwetter im Film auch noch in

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Ihr ſeid die lebendigen Träger des Prinzips vom Primat
des Nationalſozialismus in der deutſchen Politik.
Ihr habt die Pflicht, zu wachen, daß alle politiſchen
Handlungen in Deutſchland im Geiſte der Weltanſchauung getan
werden, für die der Führer mit der NSDAP. als dem partei=
rganiſatoriſchen
Apparat eines Willens kämpft und für die Hun=
derte
Nationalſozialiſten ihr Leben ließen. Werdet in aller
Wachſamkeit über die praktiſche Verwirklichung eurer edlen
nationalſozialiſtiſchen Ziele nicht kleinlich!
Vernichtet das Denunziantentum! Haſſet aus
tiefſter Seele die Kritiker aus Bösartigkeit und Dummheit!
Verachtet nichts ſo tief wie das Nörglertum,

Nr. 54 Seite 3

wie Hohn und Spott aus Bosheit, Geiſtesarmut, Willens
ſchwäche.
Tut als Soldaten eure Pflicht in nüchterner, ſachlicher
Arbeit, in diſziplinierter exakter Durchführung der euch ge=
gebenen
Befehle und ſeid Werber in leidenſchaft=
licher
Liebe.
Bleibt dankbar dafür, daß wir in einer Kampfzeit leben
dürfen, die von uns das Letzte an Kraft und Kämpfertum erfor=
dert
für die Erhaltung unſeres Volkes.
Der Schwur, den uns Rudolf Heß auf Adolf Hitler abneh=
men
wird, dieſer Schwur gilt einzig und zuletzt Deutſchland,
nur Deutſchland, immer nur Deutſchland!

Deutſcher Proteſt in Kowno.
Deukſchland prokeſtierk auf das enkſchiedenſte gegen die neuerlichen Verlehungen des Memelſtaluks
durch die likauiſche Regierung. Hemmungsloſe likauiſche Unkerdrückungs=
maßnahmen
gegen die memelländiſche Bevölkerung.
Vor kurzem iſt nun ein

Wo bleiben die Signakarmächke
der verletzken Memelkonvenkion?
DNB. Kowno, 23. Februar.
Der deutſche Geſandte überreichte am Freitag der litauiſchen
Regierung eine Note, in der Einſpruch gegen das am 8. Februar
in Kraft getretene Geſetz zum Schutz von Volk und Staat er=
hoben
wird, das ſich bekanntlich auf das Memelgebiet erſtreckt.
Die Reichsregierung hat durch den Geſandten in Kowno
dem litauiſchen Außenminiſter eine Note überreichen laſſen, in
der ſie gegen die Vergewaltigung des Memellandes auf das
ſchärfſte Proteſt eingelegt hat. Sie hat mit dieſem Schritt nicht
länger zögern können, da Litauen jetzt auch die letzten Hem=
mungen
beiſeite geſchoben hat, die es vielleicht noch gegenüber
der von den Großlitauern geforderten Entrechtung des Memel=
landes
beſaß:
Was ſich heute in dem geraubten deutſchen Gebiet abſpielt, iſt
eine brukale Knechkung der deutſchen Volksgenoſſen,
die im Jahre 1923 durch den Verrat der franzöſiſchen Beſatzung
Memels unter litauiſche Herrſchaft kamen. Litauiſche Freiſchärler
brachen an dem Tag, als franzöſiſche Truppen in das Ruhr=
gebiet
einmarſchierten, über die Grenze vor. Sie beſetzten nach=
einander
die kleinen Städte und Dörfer des Memelgebietes und
konnten auch die Stadt Memel ſelbſt in ihre Gewalt bringen,
weil diejenigen, die den Auftrag erhalten hatten, Memel zu
ſchützen, es vorzogen, den litauiſchen Freiſchärlern das Feld zu
überlaſſen und ſich auf ihre Schiffe zurückzuziehen. Immerhin
ſahen ſich die Großmächte veranlaßt, in einer mit Litauen ab=
geſchloſſenen
Konvention den Memelländern das Selbſtverwal=
tungsrecht
zu geben, das aber von den litauiſchen Machthabern
ſtets mit Füßen getreten wurde.
Immer wieder mußte Litauen daran erinnert werden, daß
es ſich im Rahmen der getroffenen Abmachungen zu halten habe.
Immer wieder gingen der Gouverneur und der Kriegskomman=
dant
ihre eigenen Wege.
Die memelländiſche Bevölkerung hat den Litauern gegenüber
trotzdem ein einwandfreies loyales Verhalten an den Tag gelegt
und verſucht, auf Grund der Memeler Konvention mit Litauen
zu einem verträglichen Verhältnis zu kommen. Alle Anſtrengun=
gen
von memelländiſcher Seite ſind wirkungslos verpufft, weil
die Großlitauer, die im Memelgebiet ſelbſt nur eine verſchwin=
dende
Minderheit bilden, in Kowno über einen ſtarken Rückhalt
verfügen. Ihnen iſt es zuzuſchreiben, wenn es immer wieder
zu neuen Reibungen und Schwierigkeiten kam, die ſich ſelbſt=
verſtändlich
auf das deutſch=litauiſche Verhältnis auswirken
mußten.
In der letzten Zeit iſt nun die
Kownder Regierung in ein bekonk deutſchſeindliches
Fanaſer eingeſienk.
Sie griff wiederholt in das Selbſtverwaltungsrecht des Memel=
landes
ein, wobei die Abſicht mitſprach, Deutſchland zu reizen.
Sie drohte dann mit der Ausweiſung von Reichs=
deutſchen
, ſo daß noch immer ungefähr 1000 Perſonen,
die in Litauen beſchäftigt ſind, in der Gefahr ſchweben,
kurzerhand litauiſchen Boden verlaſſen zu
müſſen.

Geſek zum Schuk von Volk und Staat
in Kraft geſetzt worden, das zwar für den geſamtlitauiſchen
Raum gilt, aber doch in allen ſeinen Teilen auf das Memeler
Gebiet zugeſchnitten wurde. Durch dieſes Geſetz, deſſen gummi=
artige
Beſtimmungen wohl kaum ihres gleichen finden, hat ſich
Litauen eine Waffe geſchaffen, die es unverzüglich gebrauchte,
um die Knechtung des Memellandes in ganz
großem Stil fortzuſetzen. Zwei Parteien, die
Sozialiſtiſche Volksgemeinſchaft zu der ſich faſt das
geſamte Memelland bekennt, und die Chriſtlich=Soziale
Arbeitsgemeinſchaft ſind aufgelöſt worden. Man
hat ihnen den Vorwurf gemacht, daß ſie das Ziel verfolgten,
das Memelgebiet auf dem Wege eines bewaff=
neten
Aufſtandes von Litauen loszureißen.
Etwas Unſinnigeres gibt es gar nicht. Die
Memelländer ſind unbewaffnet und denken gar nicht daran,
ſich in irgendwelche Abenteuer zu ſtürzen. Sie brauchen das auch
nicht, weil ſie wenigſtens dem Buchſtaben nach die
Großmächte auf ihrer Seite haben, die durch ihre
Unterſchrift unter die Memelkonvention alle Rechte und Frei=
heiten
garantiert haben.
Es würde ſich übrigens empfehlen, das Material, das
angeblich die Kownoer Regierung gegen die Sozialiſtiſche Volks=
gemeinſchaft
geſammelt hat, der Oeffentlichkeit zuüber=
geben
. Innerhalb weniger Minuten wären alle Behauptungen
widerlegt. Kommt man mit derartigem Material, dann können
wir ſchon heute ſagen, daß es erdichtet und erlogen iſt. Unter=
läßt
es die litauiſche Regierung, die erhobenen Anklagen zu be=
legen
, dann iſt es ein klarer Beweis ihres ſchlechten Gewiſſens.
Maßgebend für die Auflöſung dieſer Parteien war un=
zweifelhaft
in erſter Linie.
Deukſchland in der ſchwerſten Weiſe heraus=
zufordern
.
Dann aber auch die Abſicht, die Memelländer mundtot
zu machen. Exiſtieren die großen deutſchen Parteien nicht
mehr, dann fällt die wichtigſte Stütze des Memeltums fort, dann
gibt es keinen memelländiſchen Anwalt mehr, der
nach innen und außen hin für die Nechte der deur=
ſchen
Bevölkerung eintreten kann. Das berüchtigte
Schutz geſetz erklärt ja ſchon jeden, der es wagt, mit dem Völker=
bund
in Verbindung zu treten, für einen Feind des Staates.
Sieht man ſich die einzelnen Beſtimmungen dieſes Geſetzes an,
dann ergibt ſich aus ihnen zwingend, daß nicht nur die Juſtiz=
hoheit
des Memelgebietes ausgelöſcht, ſondern die Konvention
überhaupt in allen ihren Teilen buchſtäblich beſeitigt wird.
Hier ſteht die Exiſtenz von Deutſchen auf dem Spiel, mit
denen wir uns auf das engſte verbunden fühlen und für die
wir uns mit aller Kraft einſetzen werden.
Daß die Signatarmächte es bis heute unterlaſſen haben, ein
ernſtes Wort an die litauiſche Regierung zu richten, bedauern
wir auf das tiefſte. Wir hoffen aber, daß der Proteſt in Lon=
don
, Paris und Rom die von uns gewünſchte Reaktion auslöſt
und die Signatarſtaaten veranlaßt, dafür zu ſorgen, daß im
Memelgebiet ſchleunigſt wieder die Verhältniſſe hergeſtellt werden,
wie ſie durch die Beſtimmungen und den Sinn der Memel=
konvention
vorgezeichnet ſind.

die Sturmnacht verlegt iſt, in der die jugendliche Beſatzung des
Segelboots ihre Abenteuer erlebt. Daß dieſe Spannungs=
momente
im Film faſt noch ſtärker wirken, iſt natürlich und
durchaus berechtigt, weil die mehr innerlichen Erlebniſſe die
zwiſchen den vier jungen Menſchen ſich abſpielen Kameradſchaft,
zaghafte Liebe, Freiheitsgefühl und ungewiſſer Weltſchmerz der
Jungen zwiſchen Fünfzehn und Achtzehn, Uebermut und ver=
haltene
Melancholie natürlich nicht in dem Maße, wie es im
Buch geſchieht, zur Darſtellung kommen konnten, wenn man den
Dialog nicht über Gebühr ausdehnen wollte. Doch hat auch hier,
in der Mitteilung der beſonderen Stimmung jugendlichen Da=
ſeins
, die das Ganze durchzieht, der Film alles mögliche geleiſtet.
Einfach vorbildlich aber iſt die Art, wie die umgebende
Natur hier zu lebendigſter Anſchauung gebracht iſt. Die Atmo=
ſphäre
, die zur Handlung gehört, iſt hier einmal wirklich vor=
handen
und ganz eingefangen, nicht durch Stimmungsmache,
ſondern durch reine Wirkung des Bildhaften. Die herrlichen
Aufnahmen von Wolken, Watt und Meer in verſchiedenſter Be=
leuchtung
wirken nirgends als Beiwerk oder Kuliſſe, drängen
ſich auch nicht vor, ſondern ſind als ein weſentlicher Beſtandteil
mit ſicherem künſtleriſchen Gefühl ganz in die Handlung hinein
verwoben.
Das uneingeſchränkte Lob, das wir dieſem Film erteilen
wollen, darf man, da die Geſamtleiſtung befriedigt, auch auf
die Darſteller ausdehnen (Karin Hardt, Karl Ludwig Schreiber,
Carl Balhaus, Götz Wittgenſtein, Heinz von Cleve). Auch die
muſikaliſche Begleitung iſt beſonders nett, nur beiläufig und fern
von der üblichen Aufdringlichkeit. Faſſen wir unſere Freude
an dieſem ſauberen, anſtändigen und herzerfriſchenden Film in
dem bejahenden Stoßſeufzer, zu dem ſo ſelten Anlaß iſt, zu=
*
ſammen: Solche Filme wollen wir haben!

Reims
Zur Uraufführung des Dramas von Friedrich Bethge
im Schauſpielhaus Frankfurt a. M. am 25. Februar.
1918: Aus den Türmen der Kathedrale ſchlägt die Garbe des
Lichts lodernd gen Himmel.
Reims. Maſchinengewehre knattern, Granaten rollen, die
Sichel des Todes rauſcht über die Erde. Mann, Sergeant, Leut=
nant
. General; jeder Soldat ſteht mit ſeinem Leben für die Lieben
der Heimat, für das Leben ſeines Volkes. Ihnen allen, den guten
Kameraden der Front, iſt das Kreuz auferlegt, das Kreuz des
Leidens, aber auch der Erlöſung.
Zuhauſe: die Weiber verrichten Männerarbeit: ſchaffen, war=
ten
und dulden. Hinter der lebendigen Mauer des Heeres beſtehen
auch ſie ihren Kampf, ſchweigend und dienend dem Sturm ihrer
weiblichen Schickung. Sie leben mit der Front und von jedem
Zeichen der Front, wie die Front, aus der Heimat Kraft und
Troſt ſchöpft. Wird aber das Band zerriſſen, ſchweigt Front oder

Heimat, dann ſcheint aller Kampf und alle Selbſtüberwindung
vergeblich und ungeſegnet: der Einzelne verfällt ſeinem ſelbſtiſchen
Drang, Ordnung und Sitte iſt aufgelöſt und ſtatt Zucht und
Würde regiert die Anarchie des Triebs. Die Frau verrichtet ihr
Tagewerk um nichts als um des nackten Daſeinswillen, ihr Leben
verliert ſeine Beſtimmung; ſie bricht aus und wird ſündhaft eine
Gefangene ihres Blutes. Die von der Heimat Verlaſſenen
draußen an der Front fliehen aus der Kameradſchaft des Krieges,
Gefangene auch ſie in der Selbſtſucht des eigenen Daſeins Dieſen
Gefangenen aber der Heimat und der Front: ihnen leuchtet nicht
mehr die Fackel des Kampfes, ſie verraten den Geiſt jener da
draußen, die für ſie ſtürmen und ſterben, ſie ſind Gefallene ſchon
vor dem Ende und ihnen glänzt kein Zeichen der Gnade.
Die Front aber läßt keinen Kameraden los. Sie fordert ihn
zurück. Denn über ſeinem Eigenleben hat ſich unentrinnbar die
Gemeinſchaft aufgerichtet, das Blut der Gefallenen bindet den
Krieger, wie nur Blutsbande binden. Mann für Mann, ſie
ſtürmen und kämpfen; vor ſich den Feind und hinter ſich den
Feind, aber über ſich den Himmel und in ſich die Freiheit, die
über den Tod hinausgeht: Treue, Kameradſchaft, Würde. Mit
ihrem Tod wird die Heimat aber auch entſühnt; es ſind die fal=
lenden
Kämpfer, die immer und ſtets die Schuld der Lebenden
auf ſich nehmen. Sie ſtürmen wahrhaft das himmliſche Tor. Un=
lösbar
iſt das Band zwiſchen Heimat und Front durch den Opfer=
tod
des Kriegers, unlösbar die Schickung von Mann und Weib.
Aus den Türmen der Kathedrale ſchlägt die Garbe des Lichts
lodernd zum Himmel: Reims, 1918.
Hans Meißner,
Generalintendant der Städtiſchen Bühnen, Frankfurt. a. M.

Uraufführung in Eſſen.
Hermann Erpf: Himmliſche Ernte‟.
Von Hermann Erpf, der ſeit Jahren als Direktor der Eſſener
Folkwangſchule tätig iſt und als Theoretiker wie als Komponiſt
einen geachteten Namen hat, kam in einem Eſſener Sinfonie=
Konzert ein für gemiſchten Chor, Blechbläſer und Pauken ge=
ſchriebenes
Werk Himmliſche Ernte zur Uraufführung. Erpf.
der früher einem aſketiſchen Ausdrucksſtil huldigte, zeigt ſich hier
gefühlshaft ſtärker bewegt, als er ſich beſtrebt, den dichteriſchen
Gehalt der zugrunde gelegten Verſe Hermann Burtes auszu=
ſchöpfen
. Der ſchon durch die Verwendung der Bläſer betonte
feierliche Charakter der Kompoſition iſt trotz der ſtrengen Durch=
dringung
des thematiſchen Materials und des ſehr klaren Auf=
baues
flüſſig im melodiſchen Duktus und ſehr wirkſam im hym=
niſch
ausmündenden Schluß. Die gelegentliche Herbheit wird durch
die Friſche der Empfindung überwunden, die ſich vorteilhaft von
der Haltung der früheren Werke Erpfs abhebt. Die Eſſener Auf=
führung
unter der Leitung des Städtiſchen Muſikdirektors Joh.
chüler war charaktervoll und im teils polyphonen, teils
lomophonen Vokalpart beim Chor des Eſſener Muſikvereins
beſtens aufgehoben. Starker Beifall rief am Schluß den Kompo=
niſten
häufig hervor.
hef.

[ ][  ][ ]

EP. Budapeſt, 23. Februar.
Der italieniſche Unterſtaatsſekretär Suvich hat heute mittag
12,30 Uhr nach einer letzten, zweiſtündigen Beſprechung mit den
Mitgliedern der ungariſchen Regierung ſeine Budapeſter Be=
ſprechungen
abgeſchloſſen. Der amtliche Bericht über das Ergeb=
nis
dieſer Beſprechungen ſtellt zunächſt feſt, daß der Budapeſter
Beſuch von Suvich, der im Namen Muſſolinis als Erwiderung
der mehrfachen Beſuche ungariſcher Staatsmänner beim Duce er=
folgt
ſei, einen neuen Beweis für das innige, freundſchaftliche
Verhältnis darſtelle, das zwiſchen Ungarn und Italien beſtehe.
Naturgemäß wurden, wie es in dem Communigus weiter heißt,
bei dieſem Beſuch alle politiſchen und wirtſchaftlichen Fragen er=
örtert
, die die beiden Staaten direkt betreffen und näher intereſ=
ſieren
, darunter vor allem die mitteleuropäiſche Frage, für die
Muſſolini ein beſonders reges Intereſſe bekunde, von dem Be=
ſtreben
geleitet, ſämtliche politiſchen und wirtſchaftlichen Probleme
Mitteleuropas zu löſen, um damit die Konſolidierung der Lage
zu fördern und die lokalen Verhältniſſe zu verbeſſern. Während des
Budapeſter Aufenthaltes von Suvich wurde, wie es weiter heißt,
wiederholt das zwiſchen Ungarn und Italien beſtehende innige
und freundſchaftliche Verhältnis feſtgeſtellt, das auch in einer in
jeder Beziehung vollſtändigen gegenſeitigen Uebereinſtimmung be=
züglich
der Mitteleuropa berührenden Fragen zum Ausdruck kam.
Der Schlußbericht endet mit der Feſtſtellung, daß die Buda=
peſter
Beſprechungen geeignet ſeien, für die beiden Regierungen
den Boden zu einer Aktion im Intereſſe der Verbeſſerung und
Konſolidierung der mitteleuropäiſchen Lage vorzubereiten,

Keine Wilkür geftatkek.
Berlin, 23. Februar.
Zu einer kürzlich verbreiteten Verlautbarung des Treu=
händers
der Arbeit für den Bezirk Berlin=Brandenburg teilt,
um Zweifel auszuſchließen, der Reichsarbeitsminiſter ergänzend
folgendes mit:
Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß das Inkrafttreten des Geſetzes
zur Ordnung der nationalen Arbeit nicht zu einer Aufhebung
aller tariflichen Bindungen und zu einer mehr oder weniger
willkürlichen Feſtſetzung der Arbeitsbedingungen führen darf.
Infolgedeſſen ſieht das Geſetz in den Ueberleitungsbeſtimmungen
auch die Möglichkeit einer Verlängerung der Tarifverträge und
Tarifordnungen vor. Es bedarf aber eingehender Prüfung, wie
weit von dieſer Verlängerung bisher geltender Tarifverträge
Gebrauch zu machen iſt.
Saweit es angängig erſcheint, wird der ordnungsmäßige
Erlaß neuer Tarifordnungen unter Mitwirkung der neuen Sach=
verſtändigenausſchüſſe
einer einfachen Verlängerung der alten
Abmachungen vorzuziehen ſein.

dee Huangeritätie Har Lontdon.
Von unſerem (O=Korreſpondenten.

Hierüber ſchweben noch Erwägungen, die bisher noch nicht
abgeſchloſſen ſind. Die Bekanntmachung des Treuhänders für
Berlin=Brandenburg iſt nur als eine Beſtätigung des mehrfach
auch von der Reichsregierung ausgeſprochenen Grundſatzes zu
werten, daß für irgendeine Beunruhigung über das künftige
Schickſal der Arbeitsbedingungen nicht der mindeſte Anlaß be=
ſteht
. Die Form der Sicherung der Arbeitsbedingungen wird
rechtzeitig von der Reichsregierung bekanntgegeben werden.
Ungülligkeitserklärung von Kündigungen und
Enklaſſungen bei der Niederſchleſiſchen Bergbau=AG.
Waldenburg, 23. Februar.
Der Treuhänder der Arbeit hat folgende Anordnung er=
aſſen
:
Die in den Betrieben der Niederſchleſiſchen Bergbau A.=G.
Neu=Weiſenſtein ſeit dem 12. Januar vorgenommenen Kün=
digungen
und Entlaſſungen von Bergarbeitern werden hiermit
für ungültig erklärt. Weitere Kündigungen ſind unzuläſſig.
Dieſe Anordnung gilt bis auf Widerruf.

Die Vereidigung des belgiſchen Königs:
DNB. Brüſſel, 23. Februar.

Wr
A

Im (
ndungs
Nertei. A
durmſta
F Kreiſes
Um der

Suvichs Ernke.
Zwiſchen Rom-Wien=Budapeſt.
Der Beſuch des italieniſchen Unterſtaatsſekretärs Suvich in
Budapeſt hat in der internationalen Politik eine Fülle von Kom=
binationen
und Kommentaren ausgelöſt. Aus Budapeſt ſelbſt iſt
durchgeſickert, daß es ſich um die Ausarbeitung eines Organiſa=
tionsſtatuts
gehandelt haben ſoll, wodurch eine engere politiſche
Zuſammenarbeit zwiſchen Oeſterreich, Ungarn und Italien unter
der Führung Roms geſichert würde. Aus Rom iſt dieſe Meldung
mit außerordentlicher Heftigkeit abgelehnt worden. Das Dementi
beſagt aber noch nicht, daß der Gedanke ſelbſt falſch iſt.
Richtig iſt zweifellos, daß es ſich bei dem Budapeſter Beſuch
nicht um den Abſchluß eines ſolchen Vertrages gehandelt haben
kann, ſondern nur um die Vorbereitung, während die Krönung
der ganzen Unterhandlungen, die ja nun ſchon ſeit Wochen, zum
Teil auch in Wien, geführt wurden, in Rom erfolgen ſoll, wohin
Gömbös und Dollfuß eingeladen ſind.
Es wird aber wohl noch einige Zeit dauern, bis der Tatbe=
ſtand
ſoweit geklärt iſt, daß er auch von außen her genau beurteilt
werden kann.
Im Großen geſehen liegen die Dinge ſo, daß Italien ſich
eine Sicherung ſchaffen will und muß gegenüber
dem Balkanpakt, der eine von keiner Seite geleugnete ita=
lienfeindliche
Spitze beſitzt, allerdings in ſeiner politiſchen Wir=
kung
dadurch entwertet wurde, daß es den Italienern gelang,
Bulgarien aus dieſem Pakt heraus zu halten. Trotzdem wird Ita=
lien
ſich ſeine Stellung im Donauraum nicht aus der Hand winden
laſſen. Ein ſolches Organiſationsſtatut wäre ein nicht unwichtiges
politiſches Mittel.
Nebenher gehen aber auch die wirtſchaftlichen Be=
dürfniſſe
. Italien ſucht ſeinen Abſatzmarkt zu ſichern, der
durch die Kleine Entente bedroht iſt, und daneben ſeinen Adria=
häfen
das Hinterland wieder zu erobern, das ihnen durch die
Friedensdiktate verloren gegangen iſt.
Bisher hat Italien immer wieder daran feſtgehalten, daß
eine ſolche wirtſchaftliche Konſtellation nur un=
ter
Einſchluß Deutſchlands möglich wäre, weil nur
dann der Austauſch zwiſchen induſtriellen und Agrarprodukten
auf geſunder Grundlage erfolgen kann. Italien würde in Oeſter=
reich
und Ungarn wohl ein beſtimmtes Abſatzfeld für ſeine Indu=
ſtrie
finden, aber den beiden Ländern würde kein Markt für ihre
Erzeugniſſe zur Verfügung geſtellt.
Eine vernünftige Löſung iſt eben im mittel=
europäiſchen
Raum ohne oder gegen Deutſchland
nicht möglich. Deshalb ſind die Verſuche, die jetzt in Budapeſt
gemacht wurden, zunächſt auch nur konſtruktiver Natur, ſie wer=
den
, auch wenn ſie ſich ſpäterhin etwa auf Wirtſchaftliches be=
ſchränken
ſollten, doch auch wieder pokitiſch intereſſant. Einmal
durch die Bemühungen, die von franzöſiſcher Seite einſetzen könn=
ten
, den Italienern irgendwelche Kompenſationen zu bieten, um
ſie in der Abrüſtungsfrage auf die Pariſer Seite hinüberzuziehen,
zum anderen aber durch die unhaltbare Lage des Kabinetts
Dollfuß.
Ein Oeſterreich mit dieſer Regierung wird auch für Muſſolini
kaum mehr vollverhandlungsfähig ſein können. Es iſt vielleicht
auch mehr als ein Zufall, wenn jetzt wieder von einer geſtei=
gerten
Tätigkeit der Legitimiſten, der Schwarz= Gel=
ben
, die Rede iſt, und ſogar davon geſprochen wird, daß Fürſt
Starhemberg der Exkaiſerin Zita und ihrem Sohn, dem habs=
burgiſchen
Thronfolger, in Belgien einen Beſuch gemacht habe.
Die Frage der Rückkehr der Habsburger könnte alſo auch unter
Umſtänden aus den innerpolitiſchen Verhältniſſen Oeſterreichs
wieder akut werden, womit ein Streitapfel unter die Nachfolge=
ſtaaten
geworfen würde, da in dieſem Fall die Intereſſen Ungarns,
der Tſchechoſlowakei und Jugoſlawiens ſcharf aufeinander platzen
dürften.

Berlin, 23. Februar.
Nach Abſchluß ſeiner hieſigen Beſprechungen trat der Lord=
ſiegelbewahrer
Eden heute vormittag um 9.56 Uhr die Weiter=
reiſe
nach Rom an. Zur Verabſchiedung des engliſchen Sonder=
beauftragten
hatten ſich im Fürſtenzimmer des Anhalter Bahn=
hofs
von deutſcher Seite eingefunden Miniſterialrat Thomſen
von der Reichskanzlei, Vortragender Legationsrat Frowein und
Legationsrat von Pleſſen vom Auswärtigen Amt, von engliſcher
Seite der Botſchafter Sir Eric Phipps mit den Botſchaftsmit=
gliedern
Kirkpatrick und Mallit.

DNB. Paris, 23. Februar.
Die franzöſiſche Kammer hat in einer Nachtſitzung die Haus=
haltsberatungen
beendet und die Finanzgeſetze mit 469 gegen
123 Stimmen verabſchiedet. Der Haushalt für 1934 ſtellt ſich
wie folgt: Einnahmen 48 477 Millionen Franken, Ausgaben
48 418 Millionen Franken. Theoretiſch iſt alſo ein Ueberſchuß
von 59 Millionen Franken vorhanden. Durch die Vollmachten,
die die Kammer der Regierung erteilt hat, iſt dieſe ermächtigt,
für den Fall eines Einnahmerückganges neue Streichungen am
Ausgabenhaushalt vorzunehmen, um das Gleichgewicht ſicher=
zuſtellen
. Der Haushalt wird vom Senat am Montag in Angriff
genommen werden und dürfte am Mittwoch in einer Nacht=
ſitzung
endgültig in zweiter und dritter Leſung verabſchiedet
werden.

GP. London, 23. Februar.
Durch die Weltpreſſe geht die Nachricht, daß zur Zeit wieder,
genau wie im Frühjahr 1932, mehrere Abteilungen von ſogenann=
ten
Hungermärſchern von Glasgow, Newcaſtle, Plymouth,
Derby und anderen Städten Schottlands, Wales und Englands
ausgehend, mit dem Endziele London unterwegs ſind, um hier
gegen die angeblich ungerechte Arbeitsloſen=
politik
der Regierung zu proteſtieren. Und man=
cher
Leſer, der den wahren Sachverhalt nicht genau kennt, könnte
vielleicht annehmen, daß es in England in der Tat Maſſen von
Hungernden gibt, die in äußerſter Verzweiflung von ihren ver=
ſchiedenen
Heimatſtädten aufbrechen und, weil ſie nicht genügend
Mittel zu einer Eiſenbahnfahrt haben, unter unſäglichen Entbeh=
rungen
einen hunderte von Meilen weiten Weg zurücklegen. Dieſe
Vorſtellung, ſollte ſie irgendwo beſtehen, wäre jedenfalls eine irr=
tümliche
. Der Hungermarſch iſt nicht eine ſpontane Bewegung,
ſondern eine Demonſtration, die von der Unabhängigen Labour
party und den Kommuniſten auf Geheiß Moskaus organiſiert
worden iſt. Die Hungernden ſind zum größeren Teil kommu=
niſtiſche
Sendlinge, zum geringeren von dieſen irregeleitete Ar=
beitsloſe
oder, wie ein engliſcher Labour=Führer ſie treffend ge=
nannt
hatte, profeſſi nelle Arbeitsloſe‟. Der Zweck des ganzen
Unternehmens iſt nur, der kommuniſtiſchen Agitation zu dienen.
Die Urheber und Organiſatoren dieſer Hungermärſche ſind
den britiſchen Behörden gut bekannt. Bereits im Winter 1929,
d. h. vor mehr als fünf Jahren, gelangte in die Hände der Lon=
doner
Polizei eine von der Moskauer Zentrale an die National
Unemployed Worker’s Movement (einer kommuniſtiſchen Körper=
ſchaft
, die damals, ebenſo wie jetzt, die Hungermärſche organiſiert
hat) gerichtetes Schreiben, in welchem erklärt wurde: Die Ar=
beitsloſen
ſind eine ewig gährende Maſſe von Unzufriedenen. Ihre
Stimmung muß ausgenutzt werden. Und letzten Endes muß ſie
auf den Sturz des kapitaliſtiſchen Syſtems und
die Begründung eines kommuniſtiſchen Regimes
in England gerichtet werden ... Dieſe Inſtruktionen
liegen auch dem diesjährigen Hungermarſch zugrunde. Für deſſen
Zuſtandekommen haben die kommuniſtiſchen Agenten unter den
engliſchen Arbeitsloſen bereits ſeit Monaten eine heftige Agita=
tion
entwickelt. Die wirklichen Arbeiterführer des Landes, ſo bei=
ſpielsweiſe
die Leiter der National Federation of Unemployed
Aſſociations haben aber ihre Gefolgſchaft ernſtlich vor den kom=
muniſtiſchen
Agitatoren gewarnt. Die große Mehrzahl der Ar=
beitsloſen
ſchenkte denn auch den Moskauer Aufwieglern kein Ge=
hör
. Doch einige Hundert arbeitsloſer Männer und Frauen ließen
ſich dennoch düpieren und von den Kommuniſten für deren Zwecke
ausnutzen. Vorher mußten ſie jedoch ihren kommuniſtiſchen Auf=
traggebern
eine ſchriftliche Erklärung abgeben, des Sinnes, daß
ſie 1. unterwegs gegebenenfalls für Nahrung und Unterkunft ſelbſt
aufkommen würden; 2. daß ſie ſich den Anforderungen der Führer
ſtrikt fügen werden; 3. daß ſie keinen Anſpruch auf Unterſtützung
ihrer daheimgebliebenen Angehörigen erheben und 4. daß ſie im
Falle eines Ermüdens unterwegs die Heimreiſe auf eigene Koſten
pornehmen würden. Im allgemeinen hat Moskau aber bei der
Organiſation des Hungermarſches mit Geldmitteln keineswegs
gekargt: die meiſten Teilnehmer erhielten vor Antritt des Mar=
ſches
von der Oberleitung neues Schuhzeug, wollene Unterwäſche
und allerhand andere Kleidungsſtücke; an einigen beſonders ſchwie=
rigen
Wegſtrecken, ſo bei Shap Fell in Schottland, ſtanden Dutzende
von Autobuſſen zu ihrer Verfügung; und jede Abteilung war wäh=
rend
des ganzen Hungermarſches von einer reichlich mit Pro=
piant
verſehenen Gulaſchkanone begleitet.
Die größte Abteilung ſetzte ſich vor mehr als Monatsfriſt
von Glasgow aus in Bewegung. Sie iſt ganze 33 Tage unter=
wegs
geweſen. Eine andere, in Newcaſtle formierte Abteilung
brauchte, bis ſie London erreichte, 23 Tage. Und
eine von Derby aus aufbrechende Abteilung weiblicher
Hungermärſchler hatte 11 Tage zu marſchieren. Ins=
geſamt
ſind am Hungermarſch jedoch nicht mehr
als 300400 Männer und Frauen beteiligt.
Trefftag iſt der 25. Februar und Treffpunkt der Hyde Park in
London. Hier wird zunächſt eine Maſſendemonſtration abgehal=
ten
und dann geht es nach Bermondſey, wo am 27. Februar
der eigens dem Arbeitsloſenproblem gewidmete Kongreß der
Unabhängigen Labour Party und der Kommuniſtiſchen Partei
ſtattfindet. Einen praktiſchen Nutzen zur Löſung des Arbeits=
loſenproblems
wird der Hungermarſch natürlich nicht ergeben.
Die Not der Arbeitsloſen kann das iſt evident nur durch
eine graduelle Beſſerung der allgemeinen Wirtſchaftslage gemil=
dert
werden. Die Demonſtration wird vorausſichtlich nur
wie das vor zwei Jahren der Fall war Straßenunruhen,
Zertrümmerung von Schaufenſtern und Störung der allgemeinen
Ruhe und Ordnung zur Folge haben. Die engliſchen Blätter
fragen daher mit Recht, ob es nicht möglich wäre, derartige, das
britiſche Wirtſchaftsleben ſtörende Manifeſtationen überhaupt
oder zum mindeſten in den zentralen Stadtvierteln Londons zu
verhindern. Als vor Jahr und Tag die Kommuniſten auch in
Frankreich Anſtalten machten, einen Hungermarſch auf Paris
zu organiſieren, verbot die franzöſiſche Polizei dieſes Unter=
nehmen
und jagte die Demonſtranten kurzerhand auseinander.
Ließe ſich das nicht auch in England tun? fragt die Daily
Mail, Oder muß England aus einem, in dieſem Falle etwas
übertriebenen Reſpekt vor demokratiſchen Prinzipien es ruhig
anſehen, wie kommuniſtiſche Unruheſtifter die Ordnung und
Sicherheit im Lande gefährden und der Wirtſchaft einen Rieſen=
ſchaden
zufügen?

Der Vortrupp der ſeit Wochen unterwegs befindlichen Teil=
iehmer
an dem ſogenannten Hungermarſch aus dem Norden
Englands iſt am Donnerstag abend in den Londoner Vororten
eingetroffen. Das Gros der Zweitauſend wird heute erwartet.
Am Sonntag findet im Hyde Park eine Maſſenverſammlung
ſtatt. Die Polizei hat umfangreiche Vorſichtsmaßnahmen ge=
troffen
und zweitauſend Sonderpoliziſten vereidigt.

Vor dem vereinigten Parlament leiſtete am Freitag mittag
König Leopold III. im Beiſein der Mitglieder des königlichen

wialiſtiſchen
Unwohner

Hauſes, zahlreicher fremder Fürſten und Prinzen, der Ver=
heich
zu b
treter der Staatschefs vieler Länder und vor den Mitgliedern

des Diplomatiſchen Korps feierlich mit erhobener Hand den

vorgeſchriebenen Eid auf die Verfaffung, und zwar in fran=/ 2 Ne
wig entertd

Am So

vegehen, we

zöſiſcher und flämiſcher Sprache.
In ſeiner Thronrede, die der König ebenfalls in beiden
Sprachen verlas, wies er auf den Ernſt der Stunde hin und Harm
erklärte, daß er die vorgeſchriebene feierliche Verpflichtung über=
nehme
, gemäß der Verfaſſung einen gegenſeitigen Vertrauens=
pakt
zwiſchen dem Souverän und der Nation zu beſiegeln. Zum
Schluß erklärte er: Die Unabhängigkeit des Landes und die
Unverſehrtheit des Gebietes ſind von der nationalen Einheit
nicht zu trennen. Das unteilbare und unabhängige Belgien iſt
ein geſchichtlicher Faktor für das Gleichgewicht Europas. Die
Eintracht und Einigkeit, die ſich in dieſem Augblick kundtun, be= duch
rechtigen mich in dieſer Hinſicht für die Gegenwart und Zukunft Hedengeden
die ſtärkſten Hoffnungen zu hegen.
Belgien wird auch in Zukunft mitarbeiten an der Organi= Zu E
ſation des Friedens und hofft, daß ein direkter und ehrenvoller ſe Bevölke
Friede durch die Annäherung der Völker der Welt lange er=Einsta,
halten bleibt. Belgien bleibt auch in Zukunft zu allen notwen= Erſt a
digen Opfern entſchloſſen, um die Unverſehrtheit ſeines Bodens
Zereidigung
und ſeine Freiheit zu ſichern.
lnen des
Die Rede des Königs wurde von der Verſammlung mi
lbmaß
Begeiſterung aufgenommen.
Nach der Eidesleiſtung und Verleſung der Thronrede im Par=
lament
hielt der neue Herrſcher der Belgier ſeinen Einzug ins
Schloß. Der Zug führte am Grabmal des Unbekannten Sol=
daten
vorbei. Der König hielt kurz an und grüßte ehrfurchtsvoll./ Ernan
während die Menge einen Augenblick ebnfalls in ihren begeiſter
ten Zurufen innehielt. Am Eingang des Schloſſes wurde der
König nochmals vom Bürgermeiſter von Brüſſel begrüßt. Kaun)
hatte der König und die Königin das Schloß betreten, als die
Menge die Abſperrungen durchbrach und auf den Platz vor den
Schloß flutete. In einem gewaltigen Chor ſang das Volk die Bra
bangonne, die belgiſche Nationalhymne. Der König und die Köni=
gin
zeigten ſich wiederholt auf dem Balkon des Schloſſes. Die
Schüler der Militärakademie, die den Ehrendienſt vor dem Schlof
hatten, miſchten ſich in die Bevölkerung und ſchwangen begeiſter
ihre Gewehre zum Balkon hinauf.
Den ganzen Nachmittag war das Schloß von Menſchen umt
lagert.
Gnade für Reuige im Sowjetſtaak.

OE. Moskau, 23. Februar.
Die unterwürfige Haltung der ehemaligen Oppoſitionsführet
auf dem Parteikongreß und ihre dort nochmals abgelegten Reue
bekenntniſſe ſcheinen nunmehr die Parteileitung zu einem ge
wiſſen Entgegenkommen angeregt zu haben. Bucharin, de
bekanntlich zu dieſen Reuigen gehört, iſt ſoeben zum Hauptſchrift
leiter der offiziöſen Isweſtija ernannt worden, deren bisheri
ger Leiter Gronſki von dieſem Poſten zurücktritt. Damit wir)
Bucharin die Möglichkeit zu neuer Betätigung im Dienſte de
Sowjetſtaates auf einem recht einflußreichen Poſten gegeben
Auch Rakowſki, der ehemalige Sowjetbotſchafter in Paris,
der wegen ſeiner oppoſitionellen Haltung in ſchwerſte Ungnade
fiel und ſeit längerer Zeit in Barnaul in Sibirien leben mußte,
hat die Erlaubnis zur Rückkehr nach Moskau erhalten. Sein
Reuebekenntnis hatte er nicht vor dem Kongreß abgelegt, an dem
er gar nicht teilnehmen durfte, ſondern in einem Telegramm an
das Zentralkomitee der Partei. Rakowſki wurde bisher als ei
beſonders hartnäckiger Vertreter der Oppoſition angeſehen. Sein=
Unterwerfungserklärung zeigt, welchen Eindruck die unangefoch,
tene Stellung des Zentralkomitees auf dem letzten Kongreß ge
macht hat. Mit Rakowſki hat nunmehr der letzte Prominent:
der Oppoſition den Widerſtand gegen die Generallinie der Par
tei aufgegeben.
Unſichere Lage in Kiukiang. Die Rote Armee
rückk vor.

EP. Schanghai, 23. Februar
Zwei engliſche Kanonenboote ſind heute nach Kiukiang, der
von 5000 Kommuniſten bedrohten Stadt am Jangtſe, eingetro
fen, um nötigenfalls die Ausländer zu beſchützen. Ein amerike=
niſches
Kanonenboot befindet ſich bereits in Kiukiang, während
ein zweites unterwegs dorthin iſt. Außerdem ſind von Hankal
zwei japaniſche Torpedoboote nach Kiukiang abgefahren. D
Rote Armee hat die gegen ſie aufgebotenen Regierungstruppell
geſchlagen und ſteht bereits ſechs Kilometer vor der Stadt.
Sandino auf Anordnung der Regierung hingerichtel!
DNB. London, 23. Februar.
Wie Reuter aus Managua (Nicaragua) meldet, iſt dort üb ?
den Tod Sandinos und ſeiner Begleitung noch eine andere Les
art verbreitet. Danach ſollen Sandino ſowie ſeine Begleir
Umanzor und Eſtrada auf dem Rückweg von einem Frühſtr)
beim Präſidenten Sacaſa aus dem Kraftwagen heraus verhafk
und auf dem Flugplatz von Managua durch Maſchinengeweh‟
feuer hingerichtet worden ſein. Später ſoll der Bruder Sand
nos, Sokrates, von demſelben Hinrichtungskommando erſchoſſe
worden ſein. In Regierungskreiſen wird dagegen erklärt, de
Präſident Sacaſa mit dem Verbrechen nichts zu tun habe.
habe mit Sandino während des Frühſtücks eine überaus her3l 7n
verlaufene Unterredung gehalten, in der er den Wunſch ausg
ſprochen habe, daß die Streitigkeiten zwiſchen den Anhänge?
Sandinos und den Nationalgarden ein baldiges Ende find.
mögen.

[ ][  ][ ]

Aus der Landeshauptſtadt
Darmſtadt, den 24. Februgr 1934.
Aufruf!

* Hand M
var in fral

Aus Anlaß der Gründungsfeier der Nationalſozialiſtiſchen
ſeutſchen Arbeiterpartei und der Vereidigung der politiſchen
ſiter wird die Bevölkerung des Kreiſes Darmſtadt auf=
efordert
, am
Samstag, den 24. Februar 1934. und
Sonntag, den 25. Februar 1934,
e Häuſer reich zu beflaggen.
Für Sonntag, den 25. Februar 1934, ſind aus An=
des Heldengedenktages einer Anordnung der Reichsregie=
ung
entſprechend die Flaggen auf Halbmaſt zu ſetzen.
Heil Hitler!
Darmſtadt, den 22. Februar 1934.
gez. Wamboldt.
Kreisleiter.
Am Samstag, den 24. Februar 1934, iſt der
ſündungstag der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiter=
ſrtei
. Am Sonntag, den 25. Februar, findet in
jarmſtadt die feierliche Vereidigung der politiſchen Leiter
s Kreiſes Darmſtadt ſtatt.
Um der Verbundenheit der Bevölkerung mit der natioval=
hialiſtiſchen
Bewegung Ausdruck zu verleihen, fordere ich die
inwohner Darmſtadts auf, die Häuſer an beiden Tagen
ſtich zu beflaggen.
Am Sonntag, den 25. Februar 1934, ſind aus An=
ſ
6 des Heldengedenktages einer Anordnung der Reichsregie=
ung
entſprechend die Flaggen auf Halbmaſt zu ſetzen.
Heil Hitler!
e h M) Darmſtadt, den 22. Februar 1934,
gez. Wamboldt,
komm. Oberbürgermeiſter.

Fahnen heraus!

8 in beide
ichtung übe
Vertrauens
jegeln. Zu
des und 9
alen Einhel
e Belgien
Furopas. 21
hundtun, Durch das Zuſammenfallen der Vereidigung der P.O. mit dem
und Zuku öldengedenktag haben ſich bezüglich des Flaggens Unklarheiten
legeben, weshalb das Gau=Preſſeamt folgendes mitteilt:
der Organ! Zu Ehren der P. O., anläßlich ihrer Vereidigung, wird
d ehrenvolt ) Bevölkerung um Fahnenſchmuck der Häuſer ab
ſelt lange lkamstagfrüh gebeten.
n noihe! Erſt ab Sonntag, 12 Uhr mittags, nach vollzogener
4reidigung und mit Beginn der Reichsgedenkfeier für die Gefal=
IInen des Krieges und der Bewegung, ſind die Flaggen auf
lhalbmaſt zu ſetzen.

Bekannkmachungen des Perſonalamkes.

grede im Pa
Einzug in
S0
Ernannt wurden der Polizeioberleutnant. Heinz Balſer
u Darmſtadt mit Wirkung vom 1. Januar 1934 zum Polizei=
ren
begeiſt huwtmann der Heſſiſchen Landespolizei; der Polizeihauptwacht=
miter
a. Pr. Karl Leber in Mainz mit Wirkung vom 1. Febr.
egrüßt, Kauf 134, unter Berufung in das Beamtenverhältnis, zum Polizei=
ten
, als di huptwachtmeiſter.
ſor den
Kunſthalle am Rheintor. Die zurzeit von dem Kunſtver=
Bro
veranſtaltete Sammelausſtellung Die Runde erfreut ſich,
ie zu erwarten war, eines guten Beſuches. Die Urteile, die
an hierbei zu hören bekam, waren durchweg günſtig. Ein

dem Sc il veifel hierüber konnte im ürigen ja auch nicht beſtehen, wenn
ſich um Namen wie Fritz und Erich Erler, Schönleber, Fer=
mand
Spiegel, Steppes u. a. m. handelt. Es iſt mit Beſtimmt=
t
damit zu rechnen, daß auch der kommende Sonntag viele
iſerer Darmſtädter Kunſtfreunde in der Kunſthalle vereinigen
ard, die dann ſicher über die derzeitige Ausſtellung ihre beſon=
dre
Befriedigung kundtun werden.
Hohes Alter. Am heutigen Tage begeht der Altveteran
Februgt bttlieb, Münſter, Schreinermeiſter Mollerſtraße 7. ſeinen
sfühifl A. Geburtstag. Der Jubilar erfreut ſich geiſtiger und körper=
ſten
Rell her Rüſtigkeit.

arin,
Hauptſchrif

Heſſiſches Landestheater.

Btag

Miſte He
15 Ende 18.45. D. Bühne, Jugendr. III, 0.1u.2
Preiſe 0.503.00
Hänſel und Gretel.

24. Februar Anf. 19½, Ende 22.45 Uhr.
undine.

E18
Preiſe 0.705.50

Anf. 15, Ende 17 Uhr. (Außer Miete).
Fugend von Langemarck. Preiſe 0.502.00
ag
B. Febrar Anf. 19½., Ende 22. D. Bühne, Volksmiete 5
Alle gegen Einen Einer für Alle. 0.504.50
Anf. 19½, Ende geg. 22¾. Gruppe A u. B 11300
za
(Kein Kartenverkauf)
B8. Februar / Gräfin Mariza.
Anf. 19½ Ende 22½ Uhr, 4 16.
ſenstag
Maſte 3.50r5.30
27. Februar Die Zauberflöte.

Anf. 20, Ende gegen 22½ Uhr. B16
ſittvoch
23. Februar Alle gegen Einen Einer für Alle. 0.504.50
Auf. 20, Ende 22½ Uhr. G15
Wieerstag
Preiſe 0.705.50
1. März / Tiefland.
Anf. 20, Ende 23 Uhr. D 16.
Were
2. März / HänſelundGretel hierauſ: DieBuppenfee. 0. 30,5.50

timstag

3. März

Anf. 19½, Ende 22 Uhr. E19
Die Fabel vom vertanſchten Eohn.

0.705.50

4. März

humstag

2. Jchaſ

Anf. 19½, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Der Barbier von Sevilla, Preiſe 0.955.76

Kleines Haus
Aufang 19.30, Ende 22. Zuſatzmiete 18
Alm Himmel Europas.

bintag

25, Februar

erstag
W. Jſraße
tezmpoch
A0. J56n0a0

Preiſe 0.703.80
Auf. 11½ Uhr.
Gefallenen=Gedächtnisfeier. Pr. 0.30, 0.50, 1.00.
Anf. 20, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Muſikaliſche Feier aus Anlaß des Volks=
Preiſe 0.75, 1.00, 1.50
trauertages.
Anf. 20, Ende 22½ . D. Bühne M 10, Gr. 1u.2
Preiſe 0.703.80
Am Himmel Enropas.

Anf. 20, Ende nach 22 Uhr.
Don Pasquale.

Zuſatzmiete V8.
Preiſe 0.804.50

ſoumerstag
itag.

1. März

Anf. 20, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Schuurrbuſch=Quartett. Pr. 0.75, 1.00 n. 1.50

Mär

Anf. 20, Ende 22½

D. Bühne M 10, Gr. 3 u. 4
Preiſe 0.703.80
2

nStag
3. März Anf. 19½, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Die Erbtante oder Familie Luſtig. 0.50, 1., 1.50 Anf. 22½, Ende 24 Uhr.
Mreſe 5.503.50
Bunter Abend. 4, März Zuſatzmiete II 10
Anf. 20, Ende 22 Uhr,
Preife 0.703.80
Die Hochzeitsreiſe.

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 54 Seite 5

Der Gauparteitag in Darmſtadt=
Tagesplan für die Bereidigung der PO.
Sonntag, den 25. Februar 1934

7.30 Uhr: Uebertragung des Standkonzertes an
der Feldherrnhalle München.
8.00 Uhr: Antreten.
Auf dem Mercksplatz:
Die Politiſchen Leiter, die Führer des
Arbeitsdienſtes, der HJ. und des Jung=
volks
.
Auf dem Marienplatz:
Die Führerinnen des BDM., die mit
Ausweiſen der Ortsgruppen= oder Kreis=
leitung
verſehenen Leiterinnen und Hel=
ferinnen
der NS. Frauenſchaft und alle
nichtuniformierten Amtswalter der Neben=
organiſationen
, ſoweit ſie mit den Vor=
läufigen
Ausweiſen verſehen ſind.
Dieſe auf dem Marienplatz angetretenen
Leiter und Führer begeben ſich in einzel=
nen
Abteilungen nach dem Saalbau, wo
ſie bis 8.30 Uhr ihre Plätze eingenommen
haben müſſen.
8.30 Uhr: Abmarſch der Politiſchen Leiter, Führer
des Arbeitsdienſtes, der HJ. und des Jung=
volks
vom Mercksplatz. Marſchweg durch die
Landgraf=Georg=Straße, Schillerplatz, Ernſt=
Ludwig=Platz, Rheinſtraße, Saalbauſtraße
nach dem Saalbau.
9.30 Uhr: Die Unterführer der PO. bzw. HJ.
melden dem Kreisleiter bzw. Unterbann=
führer
die Stärkezahl der Angetretenen.
9.45 Uhr: Rundfunkübertragung von Frankfurt
a. M. für das Gaugebiet Heſſen=Naſſau:
1. Anſprache des Gebietsführers Pg. Kramer
an die Führer der HJ.
2. Der Gau=Organiſationsleiter meldet dem
Gauleiter:

Die geſamten Politiſchen Leiter des Gaues
Heſſen=Naſſau angetreten in 38 Kreis=
ſtädten
.
3. Appell des Gauleiters an die Politiſchen
Leiter.
10.20 Uhr: Beginn der Reichsſendung aus Mün=
chen
mit Rundfunkrevortage.
10.30 Uhr: Singen der erſten Strophe des Horſt=
Weſſel=Liedes.
10.31 Uhr: Der Gauleiter München=Oberbayern
leitet durch Begrüßungsworte die feierliche
Vereidigung der Politiſchen Leiter und
Hitler=Jugendführer ein.
Während der Rede des Gauleiters:
Gedenken der Toten.
10.35 Uhr ſpricht Reichsjugendführer Baldur von
Schirach.
10.45 Uhr: Muſikſtück.
10.48 Uhr: Der Stabsleiter der PO.,, Dr. Ley,
ſpricht.
10.58 Uhr: Muſikſtück. Während des Muſikſtücks
14 Salutſchüſſe aus Anlaß des 14jährigen
Beſtehens der Partei.
11.00 Uhr: Der Stellvertreter des Führers, Pg.
Rudolf Heß, ſpricht und vereidigt ſämtliche
Politiſchen Leiter und Hitlerjugendführer
Deutſchlands mit der Eidesformel:
Ich ſchwöre Adolf Hitler unver=
brüchliche
Treue, ihm und den
mir beſtimmten Führern unbe=
dingten
Geborſam.
Schlußmuſikvortrag: Volk ans Gewehr.
Anſchließend an die Vereidigung wird im Saale
die Reichstotenehrung angehört.

Volkskrauertag.
Der Verband Heſſiſcher Regimentsvereine
nimmt mit ſeinen in Darmſtadt anſäſſigen Vereinen an der Ge=
fallenengedenkfeier
des Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfür=
ſorge
am Sonntag, den 25. Februar 1934, vormittags
11.30 Uhr, im Kleinen Haus teil.
Die Vereinsführer ſorgen dafür, daß die Vereine in ent=
ſprechender
Zahl vertreten ſind.
Fahnentrager in Uniform melden ſich (ohne Begleitmann=
ſchaften
) um 11.15 Uhr vor dem Kleinen Haus bei Herrn
W. Zinſel.
Heldengedenktag. Hiermit ſei nochmals auf die am näch=
ſten
Sonntag, dem Heldengedenktag, vormittags 11.30 Uhr im
Kleinen Haus des Heſſ. Landestheaters ſtattfindende, vom Volks=
bund
Deutſche Kriegsgräberfürſorge veranſtaltete Gedächtnis=
feier
zu Ehren der Gefallenen des Weltkrieges und der für
Deutſchlands Neugeſtaltung Geſtorbenen hingewieſen. Ein Tag
reiner und echter Trauer iſt dieſer Sonntag, an dem das deutſche
Volk mit ſeinen toten Helden Zwieſprache hält. Der Volks=
trauertag
redet aber nicht bloß vom bitteren Tode. Er iſt viel=
mehr
auch der Tag der Hoffnung und Zuverſicht. Sie ſtarben,
damit wir leben. Es iſt deshalb unſere Pflicht, ſie nie zu ver=
geſſen
. Wer ihrer in ernſter Weiheſtunde gedenken will, komme
zur Feier. Die Gedächtnisrede hält der als vorzüglicher Redner
bekannte Landesjugendpfarrer v. d. Au.
Kriegerkameradſchaft Germania. Die Kameraden werden
erſucht, zu der am Sonntag, den 25. ds. Mts, vormittags 11.30
Uhr, im Kleinen Haus (Landestheater) ſtattfindenden Feier des
Heldengedenktages recht zahlreich zu erſcheinen.
Petrusgemeinde. Wegen der beſchränkten Raumverhält=
niſſe
unſerer Kirche werden morgen vormittag als am Helden=
gedenktag
zwei Gottesdienſte gehalten werden. Der Gottesdienſt
im 8 Uhr vormittags iſt insbeſondere für die Beſſunger Sturm=
abteilungen
beſtimmt.

* Auflöſung des H.A.C.
Im 25. Jahre ſeines Beſtehens, wenige Monate vor der
beabſichtigten Feier ſeines Jubiläums, beſchloß die letzte Haupt=
verſammlung
des HAC. ſeine Auflöſung und Ueberführung in
die neue Ortsgruppe des DDAC. im Rahmen des großen Eini=
gungswerkes
, das ſich im deutſchen Volke vollzieht und das ſelbſt=
verſtändlich
auch die Automobilklubs einbeſchließt.
Der Präſident des HAC., jetzige Bezirksführer Herr W.
Merck, konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen. Die notwendi=
gen
formellen Angelegenheiten wurden ſchnell und in harmoni=
ſcher
Uebereinſtimmung erledigt. Die Berichte des Vorſtandes,
des Schriftführers Max Kienzle jr. und des Rechners Himm=
ler
genehmigt. In dem Jahresbericht des Präſidenten wurde
die Notwendigkeit der Neuordnung kurz geſtreift und die Tat=
ſache
betont, daß die Zuſammenfaſſung der deutſchen Automobil=
clubs
unter einheitlicher Leitung zum erſten Male bei der 2000=
Kilometer=Fahrt ſchon zum Ausdruck kam. Die Mehrzahl der
HAC.=Mitglieder, über 90 Prozent, konnten bereits in den
DDAC. überführt werden. Zum letzten Male konnten Verdienſte
um den HAC. auf dem Gebiete der Werbung, des Sports uſw.
durch Verleihung des Clubbechers belohnt werden. Allen und
auch den Mitgliedern, die dem Club ein Vierteljahrhundert hin=
durch
die Treue hielten, ſprach der Präſident herzlichen Dank
aus und knüpfte daran die Hoffnung und den Wunſch, daß die
Mitglieder auch dem neuen DDAC. die gleiche Treue und die
gleiche freudige Mitarbeit entgegenbringen möchten, damit die
Einheitsfront der deutſchen Kraftfahrer nach dem Willen des
Führers gewährleiſtet werde.
Dem Geſamtvorſtand konnte Entlaſtung erteilt werden.
In der unmittelbar anſchließenden außerordentlichen Haupt=
verſammlung
wurde ſodann die Auflöſung des HAC. entſpre=
chend
dem Antrag des Vorſtandes und den Statuten beſchloſſen
und formell durchgeführt.
Zu Liquidatoren wurden beſtellt die Herren W. Merck
Notar Dr. Valbracht und Himmler. Das Mobiliar und
ſonſtiges Sacheigentum des HAC wird der neuen Orts=
gruppe
Darmſtadt des DDAC. überwieſen, zu deſſen
Führer bekanntlich Herr Architekt Eugen Seibert beſtimmt
worden iſt, der ſeinen Dank für die Ueberweiſung ausſprach.
Sämtliche anweſenden Mitglieder traten der Ortsgruppe bei,
Eine automatiſche Ueberweiſung aller Darmſtädter DBAC.=
Mitglieder erfolgt nicht. Es iſt alſo ein Aufnahmeankrag an
den Führer Eugen Seibert erforderlich.
Mit nochmaligen Dankesworten an die Mitglieder und einem
Sieg=Heil auf den Führer ſchloß Präſident Merck die Haupt=
verſammlung
.
Im Anſchluß daran hielt Herr Prieger einen ſehr inter=
eſſanten
und inſtruktiven Vortrag über die techniſchen und fahr=
techniſchen
Erfahrungen der Winterfahrt Oberſtaufen.
M. St.

BNSDJ., Fachgruppe Referendare. Am Donnerstag, dem
22. Februar, 14 Uhr, ſprach in einem der üblichen Vortragsnach=
mittage
der Fachgruppe Referendare im Sitzungsſaal der II. Zivil=
kammer
(altes Gerichtsgebäude) Herr Obermedizinalrat Dr.
Schmitt über das Geſetz zur Verhütung erbkranken Nachwuch=
ſes
. Als Arzt, der jahrelang in der Fürſorge tätig war, brachte
der Vortragende ſo viel Erfahrungsmaterial mit, daß ſchon allein
dadurch das Referat von beſonderem Intereſſe ſein konnte Aus=
gehend
von der ſchon ſeit Jahren mancherorts erkannten Gefahr
der langſamen Ueberwucherung der ſogenannten Intelligenzkreiſe
durch das ſtetig wachſende Heer der Schwachſinnigen, ſchilderte
Dr. Schmitt die Vorgeſchichte des Geſetzes. Während in manchen
außerdeutſchen Ländern die Steriliſierung wenn auch nicht
konſequent angewandt wurde beſtand in Deutſchland bisher
keine entſprechende geſetzliche Regelung. Wenn das Hauptziel
des neuen Geſetzes die qualitative Verbeſſerung der Bevölkerung
iſt, ſo ergibt ſich daraus, daß der Geſetzgeber nicht etwa an eine
Beſeitigung der Fürſorge überhaupt denkt, ſondern im tief=
ſten
Grunde einen charitativen Zweck verfolgt. Nachdem der
Referent Inhalt und Folgen, ſowie die von mancher Seite er=
hobenen
Einwände gegen das Geſetz behandelt hatte, kam er
ſchließlich auf die Einrichtung der Erbgeſundheitsgerichte zu ſpre=
chen
(für Heſſen: Worms, Offenbach. Gießen). Im Anſchluß an
die aktuellen Ausführungen des mediziniſchen Fachmannes ent=
ſpann
ſich eine Ausſprache, die z. 2. allerdings auch auf rein
juriſtiſches Gebiet übergriff.
Altf.
Heſſiſche Spielgemeinſchaft. Die erſte Wiederholung der
von Publikum und Preſſe begeiſtert aufgenommenen Dialektpoſſe
Familie Luſtig oder Die Erbtante von Dr. G.
Büchner findet kommende Woche (Samstag, den 3. März) im
Kleinen Haus des Landestheaters ſtatt.
Herr Karl Köther vom Stadttheater Nürnberg, der kürz=
lich
am Heſſiſchen Landestheater in Lortzings Undine mit gro=
ßem
Erfolg gaſtierte, iſt, wie wir hören, ein Schüler des im
Jahre 1930 verſtorbenen bekannten Geſangsmeiſters und Muſik=
ſchriftſtellers
Heinrich Müller=Söllner aus Darmſtadt.

[ ][  ][ ]

Seite 6 Nr. 54

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Politiſche und Friminelle Vergehen.

AAw. Am Freitag ſind Verhandlungen in allen Ecken. Die
Große Strafkammer im neuen und im alten Gebäude
das Bezirksſchöffengericht und der
Strafſenat des Oberlandesgerichts
der wieder drei Hochverratsſachen verhandelt. Der kommuniſtiſche
Funktionär Willi Michel aus Griesheim a. M. wird wegen
Vorbereitung zum Hochverrat er vertrieb noch Bei=
tragsmarken
nach dem Verbot der Partei zu zwei Jahren
Zuchthaus verurteilt. Die Parteigenoſſen, an die er die Bei=
tragsmarken
verkaufte, wurden ſchon vor einiger Zeit beſtraft.
Der Zimmermann Georg Heckmann und der Weißbinder
Adolf Bickelhaupt III., beide aus Reichelsheim i. O., erhal=
ten
je ein Jahr und ſechs Monate Gefängnis. Heck=
mann
hatte Sprengſtoffe hergeſtellt und Bickelhaupt, der vor et=
lichen
Jahren als kommuniſtiſcher Bürgermeiſterkandidat auftrat,
bat die Sprengſtoffe beiſeite geſchafft, ſo daß ſie bis heute nicht
ermittelt werden konnten.
Der Schuhmacher Eduard Nagel aus Dudenrodt, der wegen
Aufrechterhaltung des organiſatoriſchen Zuſammenhanges der
KPD. angeklagt war man hatte bei ihm illegale Schriften
und Briefe gefunden wurde freigeſprochen, da man ihm
ein verbotenes Treiben nicht nachweiſen konnte. Die ganze Ver=
handlung
fand wegen Gefährdung der Staatsſicherheit unter Aus=
ſchluß
der Oeffentlichkeit ſtatt.

Das Bezirksſchöffengericht
verhandelte den ganzen Vormittag gegen einen 21jährigen Chauf=
feur
und einen Gemüſehändler, beide aus Griesheim, wegen eines
Autounfalls, der ſich im Juni vorigen Jahres auf der Weiter=
ſtädter
Straße, an der Einmündung in die Pallaswieſenſtraße,
zutrug. Der Chauffeur, der bei dem Gemüſehändler angeſtellt war,
fuhr an dieſem Tage mit deſſen Lieferlaſtwagen von Weiterſtadt
nach Darmſtadt. An der Ecke, an der das Unglück geſchah, ver=
ſuchten
zwei Radfahrer, die in der ſelben Richtung fuhren, noch
ſchnell an dem Auto vorbeizukommen, doch gelang das nur dem
erſten, der aber dann im Straßengraben landete. Der zweite
wurde von dem Wagen gefaßt und ſtieß mit dem Kopf anſcheinend
derart gegen den Wagen, daß er bald ſeinen Verletzungen erlag.
Die ſehr ausführliche Beweisaufnahme ergibt, daß einmal die
Radfahrer das Vorfahrtrecht hatten, und daß außerdem die Brem=
ſen
des Autos vollkommen in Unordnung waren, und der An=
geklagte
infolgedeſſen längſt nicht ſo ſchnell hätte fahren dürfen.
Das Gericht erkennt gegen den jungen Chauffeur wegen fahr=
läſſiger
Tötung auf eine Gefängnisſtrafe von drei
Monaten und gleichzeitig auf eine fünfjährige Bewährungs=
friſt
, da er noch nicht vorbeſtraft iſt, und ſeinen Dienſt bisher gut
ausführte. Der Gemüſehändler, der an ſich als Beſitzer des Wa=
gens
ebenfalls die Verpflichtung hat, für den guten Zuſtand der
Bremſen uſw. zu ſorgen, wird freigeſprochen, da er nichts
von Autos verſteht, und ſich mit Recht auf ſeinen bisher ſehr
zuverläſſigen Fahrer verlaſſen konnte, zudem er nachweiſen konnte,
daß er noch jede nötige Reparatur anſtandslos hatte ausführen
laſſen.
Am Nachmittag verhandelt das Bezirksſchöffengericht gegen
einen jungen Kaufmann aus Halle in Weſtfalen, der vor Jahren
hier als Vertreter einer Krankenkaſſe beſchäftigt war, und als
ſolcher etwa 250 RM. unterſchlagen und zweimal Urkunden ge=

fälſcht hatte. Der Angeklagte, der bereits zweimal vorbeſtraft
war, erhält wegen Unterſchlagung und Urkunden=
fälſchung
in zwei Fällen in Tateinbeit mit Be=
trug
eine Gefängnisſtrafe von zwei Monaten.
Daß er in Not war hält das Gericht nicht für erwieſen, obgleich
es ihm anerkennt, daß er nicht gerade in roſigen Verhältniſſen
lebte.
Als letzter wurde gegen den Halberſtädter Fritz Schöne=
mann
wegen Diebſtahls verhandelt. Der Angeklagte hat
eine Unmenge Vorſtrafen, auch Zuchthausſtrafen, hauptſächlich we=
gen
Diebſtahls uſw. Im Januar kam er hierher und benutzte die
Gelegenheit, unbemerkt in ein hieſiges Hotel einzudringen und
einen Koffer auf Lebensmittel, wie er ſagt, zu unterſuchen. Er
wurde dabei erwiſcht. Der Angeklagte ſchildert in beweglichen
Worten, daß er gern wieder arbeiten möchte, aber es bliebe ihm
ja gar nichts anderes übrig als zu ſtehlen und zu betteln, denn
ſowie irgend jemand, ſei es Privatmann oder Behörde, ſeine Pa=
piere
bekomme und man ſehe, daß er im Zuchthaus war, ſetzte
man ihn vor die Tür und verweigere ihm jegliche Unterſtützung
oder Arbeitszuweiſung. Das Gericht erkennt gegen ihn wegen
verſuchten Diebſtahls auf die Mindeſtſtrafe von
einem Jahr Zuchthaus und auf Sicherheitsver=
wahrung
.
Die Große Strafkammer
verhandelt zunächſt gegen einen jungen Mann aus Schwetzingen
wegen Urkundenfälſchung und Unterſchlagung. Er
war aus dem Arbeitsdienſt beurlaubt worden und hatte ſich den
Urlaub ſelbſtändig um zwei oder drei Tage verlängert. Damit
ihn keine Strafe ereilen konnte, hatte er das Datum auf dem
Urlaubspaß abgeändert. Außerdem hatte er einem Bekannten, der
ihm 1 RM. gab und ihn bat, Zigaretten zu holen, weder Geld
noch Zigaretten zurückgebracht. Er erhält einen Monat Ge=
fängnis
, der durch die Unterſuchungshaft als verbüßt gilt.
Gegen einen ſchweren Sittlichkeitsverbrecher von
hier, der vor Jahren die ganze Künſtlerkolonie in Aufregung und
Unruhe verſetzte, und der deswegen zu zwei Jahren drei Mona=
ten
Zuchthaus verurteilt wurde, wird nach dem neuen Geſetz die
Entmannung angeordnet.
Im Schwurgerichtsſaal
wird in der Verhandlung gegen die ehemaligen Angeſtellten der
Grube Meſſel plädiert. Der Staatsanwalt iſt der Auffaſſung, daß
die beiden Angeklagten, Direktor W. und Prokuriſt Dr. ſich der
fortgeſetzten Untreue in ungeheurem Umfang ſchuldig gemacht
hätten. Er glaubt aber, daß die größere Schuld den Prokuriſt Dr.
treffe und beantragt gegen ihn insgeſamt drei Jahre Ge=
fangnis
, gegen Direktor W. zwei Jahre ſechs Monate,
gegen den Kaufmann J. R. ein Jahr ſechs Monate und
gegen den Kaufmann G. neun Monate Gefängnis in
beiden Fällen wegen Beihilfe. Direktor W beteuert zum Schluß
nochmal, daß er ſich keinesfalls ſchuldig fühle, ſonſt ſei er nie=
mals
hierher gekommen. Er ſei nur gekommen, um ſeine Ehre zu
verteidigen. Auch R. tritt in ſeinem Schlußwort ſehr für Direktor
W. ein, der nicht an ſeiner Firma beteiligt geweſen ſei, der im=
mer
nur daran gedacht habe, daß Meſſel keinen Schaden erleide,
und der ihm nur deshalb immer wieder mit eigenem Geld unter
die Arme gegriffen habe. Das Urteil wird Samstag vormit=
tag
gegen 12 Uhr verkündet werden.

Religion als Sinnerfüllung des Lebens.
Vortrag Paul Krannhals.
Im Rahmen der Darmſtädter Vortragsgemein=
ſchaft
ſprach am Freitag abend im außerordentlich gut beſuch=
ten
Fürſtenſaal der bekannte Kulturphiloſoph Paul Krann=
hals
über das Thema Religion als Sinnerfüllung
des Lebens und gab mit ſeinem Vortrag eine Ueberſicht über
die Grundzüge ſeines unter dem gleichen Titel erſchienenen
Werkes.
Nach kurzer Begrüßung im Namen der Vortragsgemeinſchaft
durch Herrn Bergrat Hundt führte Paul Krannhals
gleich mit den erſten Sätzen in die Weſenszüge und in die
Weſensforderungen ſeines Themas ein und charakteriſierte die
Gegenpole der gegenwärtigen religiöſen Situation auf beiden
Seiten der chriſtlichen Konfeſſion und die dazwiſchen liegenden
Uebergangsformen. Auch auf religiöſem Gebiet leben wir in
einer Zeit des Aufbruchs bewußt oder unbewußt getragen
von dem heiligen Willen zum Glauben, durchglüht von dem gött=
lichen
Fünklein, das auf dem Grunde unſerer Seele wirkt. Hier
haben wir die Einheit beider Ordnungen, der
ſtaatlich=völkiſchen und der religiöſen in ihrem
Muttergrunde. Wir wiſſen, daß aus dieſen beiden Ordnungen
eine einzige geſchaffen werden muß, wir wiſſen, daß in unſe=
rer
weltenwendenden Zeit die ſtaatlich=völkiſche Macht als die
Lebensform der Volksgemeinſchaft ihre letzte Gründung in der
kosmiſch verankerten Religioſität des germaniſch=deutſchen Seelen=
tums
findet. Der Vortragende ſtreifte die rein biologiſche Sphäre,
die von der Ewigkeit in ihren tauſendfältigen Formen durch=
zogen
und durchleuchtet wird, mit deren Bewußtſein ſich freilich
der religiöſe Menſch nicht begnügen darf, wenn er ſich nicht auf
eine rein naturaliſtiſche oder pantheiſtiſche Religion beſchränken
will. Unerfaßbar unerforſchlich, unvergleichlich bleibt uns die
göttliche Weſenheit, und darum weſenlos im Sinne der Welt,
ſo wie alte indiſche Mythen oder Goethe im Geiſte der deutſchen
Myſtik es empfunden und ausgeſprochen hat. Das Ziel unſe=
res
metaphyſiſchen Bedürfniſſes, einzugehen in die
unendliche Welt, kann nur im Wege der Selbſterfaſſung und
Selbſterfüllung planmäßig und zielſtrebig erreicht werden.
Krannhals nahm ſcharf Stellung gegen die Lehre von der Sünd=
haftigkeit
der Welt, die im Gegenſatz ſteht zu der Welt, die doch aus
Gottes ſchöpferiſchem Geiſt, ihm gleich, geworden iſt. Die Welt
an ſich iſt nicht gut oder böſe ſondern nurdie be=
ſtimmte
Geltung der Menſchen zur Welt, nur die
Abſonderung des Teiles vom Ganzen als Selbſtzweck iſt ein
Uebel. Erſt in der Sinnerfüllung der natürlichen Weltordnung
erfüllen wir auch das ſelbſtaufgelegte natürliche Sittengeſetz, ge=
treu
den Maximen Kants, den beſtirnten Himmel über uns
und das göttliche Geſetz in uns. Nicht dürfen wir aber von der
Religion Troſt nur in Leiden ſuchen, denn dann betrachten wir
das Göttliche als ein Mittel zu unſerer individuellen Glückſelig=
keitsmachung
. Wir ſind gliedhafte Teile eines Ganzen, und der
Widerſpruch gegen dieſes Ganze iſt Gott=Widerſpruch. Hier
offenbart ſich das Böſe, nicht in der Weſenheit, nicht in dem Da=
ſein
, in der Gegenſätzlichkeit polarer Begriffe. Die ſchöpfe=
riſche
Weltheiligung erhellt das Leben zum allgemeinen Sakra=
ment
, ſtie fordert den Gottesdienſt in jedem Tun, fordert die
religiöſe Durchdringung aller Lebensgebiete. Erſt dann kann
die gewaltige Tat der Geſtaltung einer organiſchen Volksgemein=
ſchaft
und völkiſchen Kultur wahrhaft fruchtbar und weltbedeut=
ſam
gelingen.
Der tiefangelegte Vortrag, der an manche Probleme in der
Knappheit einer Vortragsſtunde nur rühren konnte, regte zur
vertieften Betrachtung an.

Kampfbund der deutſchen Archikekken u. Ingenieure
im Kampfbund für deutſche Kulkur e. B.
Am 10. und 11. März 1934 findet der Tag der Deutſchen
Technik in Leipzig ſtatt. Für den Bereich der Gebiete Baden,
Rheinpfalz, Heſſen=Süd und Nord, Koblenz, Trier und Thürin=
gen
iſt der Gebietsleiter Heſſen=Süd (Frankfurt a. M., Adolf=
Hitler=Haus) als Beauftragten für den Sonderzug Frankfurt
am MainLeipzig beſtellt. Sämtliche Meldungen zur Teilnahme
(auch geſchloſſene Meldungen von Verbänden) ſind an die Ge=
bietsleitung
Frankfurt a. M., Adolf=Hitler=Haus, ſpäteſtens bis
zum 26. 2. 34 zu richten. Auskünfte werden von der Gebiets=
leitung
des KDAJ. (Adolf=Hitler=Haus. Gutleutſtraße 8/12,
2. Stock, Zimmer 36, Fernruf 30 381/41) erteilt.

Vereins= und lokale Veranſtaltungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Kriegerverein Darmſtadt. Die Kameraden werden
hiermit zur Teilnahme an der Gefallenengedenkfeier Sonntag,
den 25. Februar, vormittags 11,30 Uhr, im Kleinen Haus des
Landestheaters aufgefordert. Der Vereinsführer.

Hiklerjugend ſpielt und ſingk.
Am Eingang ſchon heißts: Ausverkauft! Im großen Saale
des Saalbaues iſt jedes Eckchen ausgenützt und beſetzt; viel Ju=
gend
, Mädels und Jungen in Braun, auf den Balkonen und im
Saal Freunde der Jugend, Eltern und Lehrer. Und dann
ſchmettern die Fanfaren los und die Fahnen halten ihren Ein=
zug
. Bannführer Karl Horn begrüßt die Gäſte und erinnert
daran, daß heute der Todestag Horſt Weſſels ſei, deſſen Geiſt der
Hitlerjugend ein Vorbild ſei. In ſtummem Gedenken erhebt ſich
alles von den Sitzen. Dann beginnt eine bunte Folge von
Marſchliedern und Sprechchören, tadellos diſzipliniert und friſch
vorgetragen. Unterbrochen werden die Vorträge durch eine
Rede des Gebietsführers Kramer. Die Hitlerjugend, ſo führt
er aus, kämpft um das Vermächtnis des Geiſtes Horſt Weſſels.
Sie will die deutſche Revolution in den Seelen verankern, denn
dieſe Revolution iſt nicht zeitlich gebunden, ſondern ewig, und
die Jugend iſt ihr Garant. Sie kennt keinen anderen Wunſch
und Willen als den: dem Volke und dem Führer zu dienen!
Der zweite Teil des Abends brachte eine Aufführung des
Spiels Die Bauernführer von Walter Flex Spiel=
ſcharführer
Münch, der ſich zuvor mit ſeinem Vortrag des
Pidder Lüng ſchon ſtarken Beifall geholt hatte, hatte das Ein=
ſtudieren
übernommen. Es war wirklich eine Freude, zu ſehen.
mit wie viel echter Begeiſterung die Jungen beim Spiel waren!
Die Hauptrolle des Thomas Münzer ſpielte der Spielſcharführer
Münch ſelbſt. Mit viel Temperament und Ueberzeugungskraft
trug er ſein Evangelium des Schwertes vor. Die Zuſchauer
gingen begeiſtert mit und ſparten nicht mit Beifall. Das Lied
der Hitlerjugend und ein dreifaches Sieg=Heil auf den Führer
beſchloſſen den Abend, der am Donnerstag wegen des großen Er=
folges
wiederholt werden ſoll.

Der Polizeibericht.
Tödlicher Betriebsunfall. Der 26 Jahre alte verheiratete
Maſchiniſt Peter Georg Funk aus Altheim bei Dieburg iſt am
23. Februar 1934, vormittags gegen 4 Uhr, während der Be=
triebszeit
auf Grube Meſſel tödlich verunglückt. Funk war mit
anderen Arbeitern zuſammen damit beſchäftigt, eine Ma=
ſchine
, die betriebsunfähig geworden war, zu reparieren. Wäh=
rend
der Reperaturarbeiten ſind, anſcheinend durch falſche Wei=
chenſtellung
, andere Wagen auf dieſe Maſchine aufgefahren und
haben die aufgebockte Maſchine weggeſchoben. Funk wurde hier=
bei
zu Tode gedrückt. Die Schuldfrage iſt noch nicht geklärt.
Vermißte Perſon. Seit dem 14. 2. 34 wird das Lehrmädchen
Annemarie Reck geb. am 18. 9. 1919 zu Mainz, wohnhaft da=
ſelbſt
, vermißt. Beſchreibung: 1.65 Meter groß, rundes,
friſches Geſicht, dunkelblondes, langes Haar, das in zwei Zöpfen
getragen wird, blaugraue Augen, vollſtändige Zähne. Die Reck
trug bräunlichen Wintermantel, roten Pullover dunkelblauen
Rock, hohe braune Schnürſchuhe, weißes Trikothemd. geſtrickte
Unterhoſen und Trikotunterrock. Sie hat einen Koffer im Beſitz,
enthaltend ein rot= und braunkariertes Wollſtoffkleid 2 blaue
Pullover, Hemden und ſonſtige Leibwäſche, 1 Paar ſchw. Lack=
ſchnürſtiefel
, 2 Handtaſchen und vermutlich 150 RM. in bar. Um
Schutzhaftnahme wird erſucht. Nachricht an die Landeskriminal=
polizeiſtelle
Darmſtadt, Zentrale für Vermißte und unbekannte
Tote.
Einbruchsdiebſtahl. In der Zeit vom 11. bis 19. 2. 34 wur=
den
eine Gartenhütte und zwei kleinere Schuppen in einem Gar=
ten
an der Nieder=Ramſtädter Straße oberhalb des Aliceſtifts
gewaltſam erbrochen und folgende Gartengeräte geſtohlen: 3 ver=
ſchiedene
Harken, 1 großer Rechen mit Stiel, 1 Gartenſchere und
1 Beſen mit Stil. Sachdienliche Angaben werden bei der Landes=
krimnalpolizei
, Hügelſtraße 31/33, Zimmer 3, entgegengenommen.
Wer hat Wahrnehmungen gemacht? In der Nacht zum 19.
34 wurde ein Firmenſchild mit der Aufſchrift Wienold=
Weine am Hauſe Hoffmannſtraße 5 gewaltſam abgeriſſen und
geſtohlen.
Feſtgenommen wurde von der Landeskriminalpolizei Darm=
ſtadt
wegen Eidesverletzung der Weichenſteller Ph. G. aus Bicken=
bach
. G. wurde dem Richter in Zwingenberg vorgeführt und
von dieſem in Unterſuchungshaft genommen,

Arbeitsgemeinſchaft für Muſik der Kreiſe Darmſtadt=Stadt
und Land und Groß=Gerau des NSLB.
Samstag, den 24. Februar 1934, nachmittags 3 Uhr. findet a.
der Aula des Realgymnaſiums, Darmſtadt, die 2. Tagung de
Arbeitsgemeinſchaft ſtatt. Es wird ein neuartiger Muſikleh n
apparat mit Lehrprobe vorgeführt; anſchließend Ausſprache. Jig
bitte die Herren Kreisarbeitsleiter und Chorleiter des Heſſiſchs,
Sängerbundes, an dieſer Tagung zahlreich teilzunehmen.
N. S. V. der Ortsgruppe Rheintor (III).
Gutſcheine für Spitzenroſetten ſind in der Geſchäft
ſtelle Rheinſtraße 62 (Bauernkammer) zu haben.
Film.
Die Ortsgruppenfilmwarte Arheilgen, Eberſtadt, Grieshein,
Pfungſtadt, Ober=Ramſtadt treten am Montag, den 26. Februg
18 Uhr, pünktlich auf der Kreisleitung an. Erſcheinen unbeding:
Pflicht.
Heldengedenktag.
Von kirchlicher Seite wird mitgeteilt, daß der Heldengeden
tag am nächſten Sonntag, den 25. Februar, in allen evangeliſch=a
Kirchen unſerer Stadt gottesdienſtlich gefeiert wird.
Rechtsbetreuungsſtelle Darmſtadt der NSDAP.
Die im Bund Nationalſozialiſtiſcher Deutſcher Juriſten ve
einigte Deutſche Rechtsanwaltſchaft hat die Rechtsbetreuung all=
unbemittelten
deutſchen Volksgenoſſen übernommen.
Die Sprechſtunden finden wöchentlich zweimal. Dien
tag und Freitag, nachmittags 46 Uhr, im Anwaltszimm=
1. Stock, altes Juſtizgebäude, Mathildenplatz 13, erſtmals am 2.
Februar 1934, ſtatt.
NS. K.=V.
Am 24. ds. Mts., abends 8 Uhr, iſt Kameradſchaft=
abend
des Stützpunkts 5 (Waldkolonie) bei Reſt. Waldmaxu
Erſcheinen iſt Pflicht.
NSBO.
Alle Ortsgruppen=Betriebszellen=Obmänner treten am Sox)
tag, den 25. Februar 1934, zu Vereidigung, ſoweit ſie unifor
bzw. braunhemdberechtigt ſind, bei der zuſtändigen Ortsgrup
der Partei vormittags 7.45 Uhr auf dem Mercksplatz an.
Hitler=Jugend, Oberbann Starkenburg,
Darmſtadt, Zeughausſtraße 2 (Telephon 2265),
Betr.: Vereidigung!
Antritt für die Mitglieder des Oberbannſtabes, ſoweit
einen Dienſtgrad haben, Sonntag früh 7.30 Uhr, Zeughausſtr.
F. d. R.
Der Führer des Oberbannes 3/13, m. d.
Richter,
gez. Walter Bloch,
Bannführer.
Stabsleiter.

7. Lehrgang der Luftſchuhſchule.
Männer und Frauen vereinigt.
Leitung der Schule; J. V. Dr. Scriba.
Ort der Schule: Glockenturm des Schloſſes.
Beginn: 15. Februar 1934.
Ende: 8. März 1934.
Schulungstage: Montag und Donnerstag, 20 Uhr pünktl
B) Praktiſcher Teil.
4. Abend: Montag, den 26. Februar 1934, 20 Uhr.
Uebung 1: Verpaſſen der Gasmasken (Reizraum)
Uebungsmarſch mit Masken (2 Stunden). Reſ
renten: Ing, Altmannsberger und Betrie)
Aſſ. Aßmus.
5. Abend: Donnerstag, den 1. März 1934, 20 Uhr.
Uebung 2: Uebungsmarſch mit Masken. Auf Wunſch kah
der Uebungsmarſch auch auf Samstag nachmitn
verlegt werden (2 Std.). Referenten: Ing. 20
mannsberger und Betriebs=Aſſ. Aßmus.
Bekanntmachungen:
Es empfiehlt ſich dringend, für raſcheſte Anmeldung
8, Lehrgang Sorge zu tragen.
Zu allen Lehrgängen werden die Anmeldungen auf
RLB.=Geſchäftsſtelle, Rheinſtraße 48, entgegengenommen.
Koſten eines Lehrganges betragen 2 RM., für Unterſtützung
empfänger 1 RM. Als Einzahlung werden 0,50 RM. erhob
die auch bei evtl. Nichtteilnahme als Unkoſtenbeitrag einbelg
ten werden. Die Dauer eines Lehrganges beträgt 34 Wocſ
bei wöchentlich zweimaligem Abendunterricht.
Einzeichnungsliſten für den ROB. liegen auf:
Polizeidirektion, Hügelſtraße;
Danatbank. Rheinſtraße;
Techniſche Nothilfe, Marſtall;
RLB.=Geſchäftsſtelle, Rheinſtraße; und
in allen Apotheken und Drogerien
Zahlungen für den RLB. können geleiſtet werden: Poſtſald
konto Frankfurt a. M. 33880 der RLB.=Ortsgruppe Darmſtadl
Darmſtädter und Nationalbank, Filiale der Dresdener Bank,
Konto 3845, und in der Geſchäftsſtelle in der Rheinſtraße din

Wochendienſtplan.
Sonntag, den 25. Februar: 7.15 Uhr: Antreten aller erwer
loſer Nothelfer (uniformiert und nichtuniformiert) im De
ſtall. Abmarſch zum Müllersteich.
Montag, den 26. Februar: 20.00 Uhr: Antreten der Gas=
Luftſchutzabteilung, Zug 1 und 2. im Marſtall, Zug 3 hin
der Stadtkirche an der Feuerwache, 20.00 Uhr: Antreten
Spielmannszuges im Marſtall zur Uebung. 20.30 2M
Einzelprobe des Muſikzuges im Verkehrslokal Reichskro)
Mühlſtraße.
Dienstag, den 27. Februar: 20.00 Uhr: Antreten der Gas=
Luftſchutz=Abteilung, Zug 1, 2 und 3, im Marſtall
Schulungskurſus.
Mittwoch, den 28. Februar: 19.30 Uhr: Antreten der Nachriche
Abteilung, Zug 1 und 2, im Marſtall zum Gruppenaben)!
Donnerstag, den 1. März: 18.30 Uhr: Führerbeſprechung
Marſtall. 19.30 Uhr: Antreten aller Nothelfer (unifornit
und nichtuniformiert) zum Pflichtappell, Quittungska
mitbringen. Anſchließend für die Nichtuniformierten
gemeinübung. 20.00 Uhr: Antreten des Spielmannszuges
Marſtall zur Uebung. 20.30 Uhr: Geſamtprobe des M‟
zuges in der Reichskrone, Mühlſtraße.
in der Reichskrone, Mühlſtraße.
Freitag, den 2. März: 20.00 Uhr: Anteeten der Nachriche
Abteilung, Zug 1 und 2. im Marſtalt zum Schulungsku
Samstag, den 3. März: Dienſtfrei.
Sonntag, den 4. März: Dienſtfrei.

Kriegsbeſchädigte bei der Deutſchen Reichspoſt. In dem
ſtreben, die Not der Kriegsopfer zu vermindern, hat auch
Deutſche Reichspoſt, ſoweit es die dienſtlichen Verhältniſſe
ſtatteten Arbeitsplätze für Kriegsbeſchädigte ſchaffen laſſen.
ihrem Geſchäftsbereich waren Ende des Jahres 1933 5,27 v.
aller Stellen für Beamte. Angeſtellte. Arbeiter und Poſtage
mit Schwerkriegsbeſchädigten beſetzt, d. i. mehr als das 2,60
des im Schwerbeſchädigtengeſetzt vorgeſehenen Pflichtſatzes
2 v. H. Unter den Kriegsbeſchädigten befinden ſich gegenwör
72 Kriegsblinde, Für dieſe haben ſich vereinzelt Arbeitsplätze,
Auskunfts=, Schreib= und Rechenmaſchinendienſt bilden laſſen.
neben ſind ſie hier und da in kleinen Hausvermittlungen t0
Für die übrigen Schwerbeſchädigten ſind vielfach Arbeiten der
ſchiedenen Betriebszweige zuſammengezogen worden, nur um
beitsmöglichkeiten für ſie zu ſchaffen. Soweit es der Betrieb
zuläßt, iſt die Deutſche Reichspoſt auch weiter bemüht, bei
ſtellungen Schwerbeſchädigte zu berückſichtigen.
Briefkaſten.
Jeder Anfrage iſt die letzte Bezugsqulttung beizufügen. Anonyme Anfragen weib‟
aicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt obne Rechtsverbindlichkeit
R. Frei von Vermögenſteuer ſind bis zu 20 000 RM.
natürlichen Perſonen, ungeachtet der Höhe ihres Einkommeri

[ ][  ][ ]

WANDERER
VeRDEFEE
MNANDACT
UND KUNDE
ANNSS
WIEWIRAIS
N
KEUE
LURHEIMAI

Samstag, 24. Februar 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 54 Seite 7

KAMERADENGRAB AUF DER DEUTSCHEN KRIEGSGRABERSTATTE MONTDIDIER FRANKREICH
AUSGESTALTET VOM VOLKSBUND DEUTSCHE KRIECSGRABERFURSORGE EN
Gaflr eoeltSebrlttrgd T O

Sonntag Reminiſzere iſt deutſcher Heldengedenktag. Der
Tag gehört unſeren toten Brüdern, die im Kriege und in
der Freiheitsbewegung ihr Leben für Volk und Vaterland
dahingaben.
Die Fahnen gehen auf Halbmaſt der Lärm des All=
tags
verſtummt das deutſche Volk hält Zwieſprache mit
ſeinen Frühvollendeten. Es fühlt an dieſem Tage in inni=
ger
Verbundenheit unauslöſchlichen Dank und Verehrung
für die, die heldiſch opfernd uns vorangegangen ſind. Es
hofft, daß die von Gott geſäte Saat dereinſt am Tage der
Garben reife.
Um die Mittagsſtunde läuten die Glocken den Remi=
niſzere
=Dank. Sie rufen ſich ihren Gruß zu von Turm
zu Turm durch alle deutſchen Lande und über die
Grenzen hinaus bis weit in die fernſte Fremde, in
der noch eine deutſche Hand den Glockenſtrang rühren
kann. Denn es iſt gleiches Fühlen unter den Deut=
ſchen
in aller Welt, wenn ſie das Gedenken ihrer
Toten feiern.
Ein einender Tag für das ganze Volk ſollte der
Heldengedenktag ſein, das war der brennende Wunſch
des Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfürſorge von
Anfang an. Dieſer bereits im Jahre 1920 auf ſeiner
erſten Tagung einmütig gefaßte Beſchluß iſt nun in
Erfüllung gegangen. Wir haben heimgefunden zu
Volk, heimgefunden zur Volksgemeinſchaft.
Am Sonntag Reminiſzere jedes Jahr kehren un=
ſere
teuren Toten heim zum Volke und ſchenken ihre
lebenſpendende Kraft allen gläubigen Kämpfern, die
in heldiſcher Lebensauffaſſung ihrer Sendung folgen.
So lag ein tiefer Sinn in der gleichfalls bereits im
Jahre 1920 erhobenen Forderung des Volksbundes
Deutſche Kriegsgräberfürſorge, die Feier des Ge=
dächtniſſes
unſerer Toten am Sonntag Reminiſzere
mitten in den erwachenden Frühling hineinzuſtellen.
Unſere Gefallenen ſollen uns ein Symbol ſein, daß
nach dem Winter, den wir durchmachen müſſen, auch
für uns ein neuer Frühling kommt, das war die
große Sehnſucht des Volksbundes Deutſche Kriegs=
gräberfürſorge
von Anfang an. Indem auch wir heim
wollten zu unſeren teuren Toten, die unſere beſten
Söhne waren, ſenkten wir den frühlingsſtarken Glau=
ben
in die Seele des Volkes, daß in unſerem Kampfe
und unſerer Sehnſucht die lebendigen Kräfte unſerer
Frühvollendeten die Schrittmacher für Deutſchlands
Wiedergeburt ſeien.
Mit freudiger Zuverſicht und hingebender Liebe
haben wir in den verfloſſenen ſchickſalsſchweren Nach=
kriegsjahren
dieſem Ziel gedient, haben uns in un=
ſerem
Kampf um den geſetzlichen Schutz des Helden=
gedenktages
, von Jahr zu Jahr vertröſten laſſen,
haben gerungen gegen volksfremde Mächte, denen
die einigende Kraft dieſes Gedenktages und das Wie=
deraufleben
einer heldiſchen Lebensauffaſſung uner=
wünſcht
waren. Aber das Volk wollte anders, weil
es den Willen zur Einigung im Totengedenken hatte,
weil es ſich den Glauben an den Ewigkeitswert des
Opfertodes für das Vaterland bewahrt hatte, weil
das deutſche Mutterherz in ſeiner Sehnſucht nach
dem lieben, dem Vaterland geſchenkten Jungen ja gar nicht
anders konnte!
So ſchloſſen ſich unter der Führung des Volksbundes
Deutſche Kriegsgräberfürſorge die Reihen für den deutſchen
Heldengedenktag, ſo ſpannen und feſtigten ſich die Fäden
zwiſchen den deutſchen Brüdern und Schweſtern im Aus=
lande
mehr und mehr von Jahr zu Jahr, ſo wurde der Tag
ſchließlich zu einer ſchönen deutſchen Sitte, die aus dem
Volksleben nicht mehr wegzudenken iſt, und die die Ver=
bundenheit
aller in der Welt lebenden Deutſchen zum Aus=
druck
bringt.
Die deutſche Seele iſt rein geblieben. Kämpfend iſt ſie
in das Reich Adolf Hitlers eingegangen und kann heute

frei und unbeſchwert das Gedächtnis der für Volk und
Vaterland Gefallenen feiern, Unaufhörlich leuchtet das
Licht auf Millionen von Gräbern rings um das Reich und
daheim, es leuchten die Hügel wie Segnungen des Him=
mels
. Unaufhörlich ſtrömen die Quellen aus den Tiefen
der deutſchen Seele dieſem Lichte entgegen, das uns den Weg
weiſt empor zu neuen Höhen des Lebens und Sterbens.
Reminiſzere 1934. Herrgott, ſegne uns dieſen Tag!
Eulen,
Bundesführerdes Volksbundes DeutſcheKriegsgräberfürſorge.

Rheinheſſiſcher Patenfriedhof in Servon.

bichts als Deutſchland!
Zum Volkstrauertag am 25. Februar.
Von Reinhold Braun.
Nichts als Deutſchland!
Parole, Panier!
Nichts als Deutſchland!
So leben, ſo ſterben wir!
Das ganze Volk, ein einziger, urgewaltiger Sprechchor,
ſich hindehnend bis an die äußerſten Grenzen des geliebten

Landes, von den Winden der Heimat überrauſcht, von den
hunderttauſend Glocken überwogt! Und es tönt auf aus
der deutſchen Seele, herrlicher Einklang, wie nie zuvor:
Nichts als Deutſchland!
Die liebreichen Winde tragen es fort auf breiten be=
glänzten
Schwingen, tragen es hin zu dem fernſten Grab
im Meer und auf dem Land, wo ein deutſcher Krieger
ſchläft, oder hin zu der Ruhſtatt, die einen hegt, der, als
Bruder gegen Bruder auf deutſcher Erde ſtand, für das
neue Deutſchland ſein Leben ließ.
Ob Namen leuchten wie Horſt Weſſel oder Hitlerjunge
Norkus, was tut’s! Die Namenloſen ziert die gleiche Treue.
Und dem braunen Ehrenkleid geſellt ſich der graue
Rock bei.
Jeder Tote ſei geprieſen, ob der Krieg ihn hin=
raffte
oder die ſchmähliche, kampfvolle Friedenszeit!
Es war das gleiche Ziel, für das ſie ſtritten und
in den Tod gingen. Sie ſind ein Heer, eine Front
von Kameraden!
Sie gingen alle im gleichen Schritt und Tritt!
Der Takt ihrer Schritte iſt nicht verklungen mit
dem Tode. Er hallt uns allen, wie vom Zauber
ewiger Lieb genährt, im Blute und wird darin wei=
terhallen
, ſolange deutſche Kinder geboren werden.
Und der Ton ihrer Kriegs= und Sturmliedeu iſt
nicht verweht mit dem letzten Atemzug der geliebten
Toten. So lange dieſe Lieder aus deutſchem Herzen
klingen, weht ein Stück vom Odem der Opfer=
helden
mit.
Alles fließt! ſagten einſt die Menſchen des
Altertums. Ja, alles iſt Strom, ſagen auch wir Gegen=
wättigen
!
O) Wunder, wie ſchön und mächtig ward wieder
der Strom des deutſchen Lebens, der Volkheit quel=
lende
Jnnenkraft!
Ja, o Wunder, durch Wüſte und Trümmer mußte
er während einer guoßen Spanne Zeit fließen. Sie
wollten ihn zuſchütten, ihn verſchlammen, vergiften,
den heiligen Lebensſtrom, die äußeren und die in=
neren
Feinde!
Doch zähe, furchtloſe, heiße Liebe hielt die Quel=
len
rein und wach.
Ihr Toten, ihr Opfergänger aus deutſchem Ge=
blüt
, hött ihr das helle Wandern und Klingen des
Stromes, ſeine neu erbrauſende Macht?
Nichts als Deutſchland! Das war die große,
wunderbare Sturm=Melodie eures Lebens bis in
den Tod!
Nichts als Deutſchland! Das iſt auch die Sturm=
Melodie des zu ſeinem Sinn und ſeiner Kraft neu
erwachten Volkes.
Eins ſchwingt ins andere. Klangbrücken wölben
ſich von der Heimat bis hin ins fernſte, tiefſte Grab,
darin ein deutſcher Kämpfer ruht.
Nichts als Deutſchland! Das war euch das
Geſetz eures Lebens, das ihr erfüllet mit Glanz und
Größe eures Opfers!
Schlafende Brüder, wir wollen und werden eurer
würdig ſein!
Euer Geſetz iſt unſer Geſetz! Wir knüpfen uns feſter
denn je aneinander, die Toten und die Lebenden!
Wo iſt Ende! Wo iſt Anfang! Es wallt ein Strom!
Und klingt ein Lied! Und euer Herz ſchlägt fort in unſern.
Unſterblich iſt die Volkheit! Und aus dem Wunder der
Einheit ſchwingt, mächtig auf wie das Rauſchen von unzäh=
ligen
gewaltigen Flügeln, der Schwur, der Lebens=Sang
des Volkes, des neuen, des Dritten Reiches: Nichts als
Deutſchland!
Flammt, ihr Herzen, dröhnt, ihr Glocken! Ueber jedem
Heldengrabe, jeder Opferſtatt zuckt es wie Oſterlicht!
O deutſcher Tag!

[ ][  ][ ]

Seite 8 Nr. 54

Aus Heſſen.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 23. Febr. Ratsbericht. Vor Ein=
tritt
in die Tagesordnung wurde den infolge Erreichung der Al=
tersgrenze
in Ruheſtand getretenen Gemeindebeamten Oberſchutz=
mann
Bender und Hausmeiſter J. Beck für die langjährige
treue Dienſtleiſtung in der Gemeinde je eine Ehrenurkunde über=
reicht
, dem Letzteren auch aus Anlaß des 25jährigen Dienſtjubi=
läums
nachträglich noch ein Ehrengeſchenk in Form von zwei Ruhe=
ſeſſeln
. Hinſichtlich der Steuerbefreiung für neu errichtete
Wohngebäude ſchließt ſich die Gemeinde den Richtlinien des Staa=
tes
an. Der Antrag auf den Ausbau der Modau im Wege des
Arbeitsbeſchaffungsprogramms der Reichsregierung, ein Projekt
von zirka 2300 Arbeitstagewerken mit insgeſamt 43 000 Mark
Koſtenaufwand, findet Genehmigung. Bezüglich der Gasfern=
verſorgung
ſoll in aller Kürze eine gemeinſchaftliche Ausſprache
mnit den intereſſierten Nachbargemeinden und mit einem Vertreter
des Gaswerkes zur genauen Durcharbeitung des Vertrages ſtatt=
finden
. Einen überaus wichtigen Beſchluß faßte der Gemeinde=
rat
in bezug auf die Bereinigung der Rückſtände an Gemeinde=
gefällen
. Es ſoll in all den Fällen, wo der Geſamtrückſtand 300
RM. und mehr beträgt, auf etwaigen Grundbeſitz des Schuldners
eine Zwangshypothek eingetragen werden. Ferner wird hinſicht=
lich
der Stromverſorgung beſchloſſen, daß bei allen Schuldnern,
die im Beitreibungsverfahren für pfandlos und zahlungsunfähig
erklärt werden, ſofort die Stromſperrre zu verhängen iſt. Die
Gemeinderechnung für 1932 Rj. wurde begutachtet. Infolge
Unrentabilität der Turbinenanlage in der Schneckenmühle ſoll
verſucht werden, eine Löſung des Pachtverhältniſſes herbeizufüh=
ren
. Die bisherigen Strompreiſe des Gemeinde= Elektrizitäts=
werks
, ganz beſonders aber der Kraftſtromtarif, gaben ſchon des
öfteren Anlaß zu Erinnerungen. Die Elektrizitätskommiſſion wird
beauftragt, alsbald in eine Nachprüfung der Stromtarife einzu=
treten
und demnächſt geeignete Vorſchläge zur Beſchlußfaſſung zu
unterbreiten.
G. Ober=Ramſtadt, 22. Febr. Hohes Alter. In voller
körperlicher und geiſtiger Friſche vollendete Frau Wilhelm Bur=
ger
Witwe, Bauſtraße, heute ihr 79. Lebensjahr.
G. Ober=Ramſtadt, 23. Febr. Reichsluftſchutzbund
Frauenverſammlung. Die Verſammlung, die recht gut
beſucht war, wurde vom Stützpunktleiter eröffnet, der in ſeinen
einleitenden Worten auf die Notwendigkeit des Luftſchutzes über=
haupt
, ſowie auf die Aufgaben, die beſonders der Frau auf dieſem
Gebiete zur Pflicht gemacht werden müſſen. hinwies. Die Rednerin
des Abends, Frau Dr. Seidel aus Darmſtadt, verſtand dann vom
Standpunkte der Frau und Mutter aus, mit anſchaulichen und
warmherzigen Worten die Zuhörerinnen über Zweck und Ziele
des Luftſchutzes zu unterrichten. Einem kurzen Eingangsvortrag
ſchloß ſich eine Lichtbildfolge, die das geſprochene Wort noch klarer
und einprägſamer werden ließ, an. In ſeinem Schlußwort wies
der Stützpunktleiter auf die Notwendigkeit einer weiteren ſtarken
Werbung für den Reichsluftſchutzbund hin. Der hieſige Stützpunkt,
der ungefähr 120 Mitglieder zählt, müſſe bald auf die doppelte
Mitgliederzahl gebracht werden. Jeder Heimatfreund gehört in
den Reichsluftſchutzbund.
Reinheim, 23. Febr. Vortrag. Im Rahmen der Mütter=
ſchulungsarbeit
des hieſigen evangeliſchen Frauenver=
eins
hielt im Gemeindeſaal vor etwa 200 Frauen Herr Dr. med.
Sell=Darmſtadt einen Vortrag über das Thema Geſunde Frau,
geſundes Volk. In feſſelnder und volkstümlich=anſchaulicher Weiſe
behandelte der Redner eine Reihe bedeutſamer bevölkerungspoli=
tiſcher
Fragen, vor die unſer Volk geſtellt iſt, und über die es Auf=
klärung
haben muß, wenn ſein Weg in die Zukunft kein Abſtieg,
ſondern ein Aufſtieg ſein ſoll. Unendlich viel hänge hier von den
Frauen und Müttern ab. Welche beſonderen hygieniſchen For=
derungen
für die Frau als werdende Mutter, als Pflegerin und
Erzieherin der Kinder, als Hausfrau und Wirtſchaftlerin zu er=
heben
ſeien, das führte Dr. Sell in ernſter und würdiger Weiſe
aus. Er tat dies in der Form einer Führung durch die von dem
hygieniſchen Muſeum (Dresden) neulich in Darmſtadt gezeigte
Wanderausſtellung. Der Vortrag feſſelte die Zuhörerinnen von
Anfang bis zu Ende. Sie bedauerten, daß er wegen der allmäh=
lich
vorgerückten Stunde abgebrochen werden mußte und ſind alle
der Ueberzeugung, daß ſie ſehr Wiſſenswertes gelernt haben.
f. Roßdorf, 23. Febr. Ortsgruppe Roßdorf der
NS.=Frauenſchaft Werbekundgebung. Nach einer
Begrüßungsanſprache durch die Führerin der Ortsgruppe, Frau
Ottilie Ackermann, verſtand es die Graurednerin Frl. Eſchenfelder
ganz vortrefflich, der Zuhörerſchaft die Aufgaben der deutſchen
Frau im Dritten Reich klarzulegen, der Führer habe der deutſchen
Frau wieder ihre ureigenſten Aufgaben zugewieſen, von denen ſie
ſich in den letzten Jahren zum Schaden des ganzen Volkes nur
allzuweit entfernt habe. Jetzt ſei die Frau wieder an die Stelle
geſtellt, wo ihr eigentlicher Platz iſt, in die Familie. Hier habe
ſie große Aufgaben zu erfüllen, die, je nachdem wie ſie ausgeübt
würden, zum Gedeihen oder auch zum Verderb des Volkes ſich
auswirken können. Bis ins einzelne erklärte Frl. Eſchenfelder
dieſe Tätigkeiten der Frau.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadk.
Geſtorbene. Am 15 Februar: Feuerbach, Philipp, 2.,
Kaufmann, 30 Jahre alt, verh., Griesheim. Stadtkrankenhaus;
Sternfels Edith Alma 18 J., ledig, ohne Beruf. Viktoria=
ſtraße
52; Döring, Joh., Heinrich, Verwaltungsinſpektor,
62 J., verh., Am Weinweg. 6. Am 16. Febr.: Felger Willi,

Am 17. Februar: Trautmann. Helmut, 1 Jahr alt. Sohn
des Fuhrmanns, Schulzengaſſe 22: Breiter, Karoline Auguſte
Adele Friederike, geb. Ritter, Ehefrau des Sattlers u. Tapez.,
78 J., Kaupſtr. 46: Geier, Anna, geb. Heim, Ehefrau des
Maurers, 41 J.. Groß=Zimmern. Eliſabethenſtift; Schönleber,
Eva Maria, Ehefrau des Dipl.=Ing., geb. Kinsberger, 47 J.,
Fiedlerweg 3: Schäfer Margarethe, Ehefr. des Hausmeiſters
i. R., geb. Willand, 72 J., Ahaſtr. 10: Sperhake Robert,
Garniſonverwaltungsdirektor i. R., 82 J., verwitwet Riedeſel=
ſtraße
60; Ruhl. Johanna Louiſe Sophie geb. Stöſſel, Witwe
des Bahnbeamten, 78 J.. Ruthsſtr 24. Am 19. Febr.: Supp.
Ferdinand Martin Philipp. Oberjuſtizinſpektor i. R., 72 J.,
verh., Wendelſtadtſtr. 23; Geiß, Friedrich, Feilenhauer, 26 J.,
verh., Roßdorf Rundeturmſtr. 8; Wolf. Anna Maria Katha=
rina
Roſina, geb. Abelein, 83 J., Witwe des Braumeiſters Bruch=
wieſenſtr
. 6½. Am 20. Februar: Spielmann Philipp 2.,
Landwirt. 49 J., verh., Meſſel. hier, Stadtkrankenhaus: Buch=
bold
. Emilie Friederike, 84 J.. ledig, ohne Beruf, Nieder= Ram=
ſtädter
Str. 30; Dreher Herbert, 3 J., Sohn des Schneiders,
Pfungſtadt. Stadtkrankenhaus. Am 21. Februar: Stoeſſel
Jakob. Keſſelſchmied, 71 J., verh., Wenckſtr. 7: Buff, Friedrich
Georg Ludwig Karl, Reichsgerichtsrat i. R., Dr. jur., verh., 75
Jahre, Herdweg 64: Schmitt, Johann Peter, Schneidermeiſter,
64 J., ledig, Gervinusſtr. 55. Am 22. Februar: Schmidt,

machermeiſters, 68 J., Liebfrauenſtr. 46; Huth Karl. Verwal=
tungsoberinſpektor
i. R., 60 J., verh., Mackenſenſtr. 13. Am
23. Februar: Traiſer, Eliſabeth, geb. Ade. Witwe des Fabri=
kanten
, 64 J.. Mackenſenſtr. 25.

Kirchliche Nachrichten.

Evangeliſche Gemeinden.
1. Gottesdienſte.
Samstag, 24. Febr.
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Abendandacht.
Sonntag, 25. Febr., Reminiſzere. Volkstrauertag.
Stadtkirche. (Kollekte für die heſſiſche Gemeinde Güttersbach.) Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer F. Müller. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Heß. Nachm. 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der Konfirmanden der Markusgemeinde.
Pfarrer Vogel. Die Stadtkirche iſt wochentags von 94 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Eingang Nordtüre.

Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte. Vorm. 9,30 Uhr:
Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
des heiligen Abendmahls. Pfarrer Lautenſchläger.
Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: 3. Pafſionsandacht. Pfarrer Lautenſchläger.
Martinskirche. (Kriegergedächtnisfeier. Kollekte für evangeliſche Wohlfahrtspflege.
Berm. 10 Uhr; Hauptgottesdienſt, Pfarrer Beringer, Vorm, 11 Uhr: Kindergottesdcenſt

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Das Skeinmehhandwerk eine ausſterbende Kunſt?
Von Jakob Waſſum, Michelſtadt.
Die Anfänge des Steinmetzhandwerkes gehen bei allen Völ=
kern
, wo es zur Ausführung kam. bis in die graue Vorzeit zurück.
Selbſt aus der Steinzeit ſind heute noch Spuren der Bearbeitung
des Steines erhalten. Vor tauſenden von Jahren ſchon bearbeite=
ten
die Inder das Hartgeſtein mit einem Geſchick, das wir ſtau=
nend
bewundern. Von den Aegyptern wiſſen wir, daß das Stein=
metzhandwerk
in voller Blüte ſtand und einen hohen Rang ein=
nahm
, und das antike Griechenland endlich ließ uns Zeugen in
Fülle von der damaligen hohen Stufe, auf dem das Steinmetz=
handwerk
ſtand, zurück.
Die uns aus Stein gebliebenen Kunſtwerke ſind der geſamten
Kulturwelt von ungeheurem Werte. Eben deshalb, weil der Stein,
d. h. der bearbeitete Stein, meiſtens bis in unabſehbare Zeiten
hinein Denkmal vergangener Zeiten eines Volkes iſt, iſt er ſo
wertvoll, iſt das Handwerk der Bearbeitung des Steines ſo wich=
tig
. Es gibt keine Kunſt, die jahrtauſendelang ſo uneingeſchränkt
zur breiten Maſſe des Volkes ſpricht, als die Steinmetzkunſt in
Bildwerk und Architektur.
Wir finden in der Blütezeit dieſer Kunſt in Deutſchland die
Zunft der Steinmetze auch als eine ganz beſondere Organiſation.
Es iſt die Zeit der Gotik, in der unſere ſchönſten Bauwerke ent=
ſtanden
. Nicht jeder konnte damals dieſes wichtige Handwerk er=
lernen
oder ausüben, und es war ſehr ſchwer, in die Zunft der
Steinmetze aufgenommen zu werden. Das Recht der Ausübung
dieſes Handwerkes vererbte ſich meiſtens in der Familie. Die
Zunft der Steinmetze hatte ſogar ihre eigene Gerichtsbarkeit. Mit
dem Zerfall des Zunftweſens zerfiel auch allmählich dieſe Kunſt.
Zwar wurde ſpäterhin, in Einzelfällen, noch Großes geleiſtet, doch
der Steinmetz verlor immer mehr an Bedeutung. In den Grün=
derjahren
nach dem Kriege 1870/71 erholte ſich das Handwerk noch
einmal, aber die ſtilloſe Zeit von damals war kein Boden dafür
noch einmal Großes entſtehen zu laſſen. Das verfloſſene, vom Ma=
terialismus
erfaßte Zwiſchenreich der Marxiſten, verſetzte wie ſo
vielem anderen, auch dieſer Kunſt den Todesſtoß. Es kam Zement,
Zement und wieder Zement. Es kamen nüchterne Faſſaden, kalt
und glatt hingehauen, ſchauderhaft kalte Straßenbilder, die den
ganzen Geiſt dieſer Zeit widerſpiegeln, Straßenbilder ohne
Wärme und Gefühl. Heute lernt faſt niemand mehr das edle
Handwerk des Steinmetzen. Die Alten ſterben allmählich aus
und mit erſchreckender Deutlichkeit iſt feſtzuſtellen, wie das eigent=
liche
Steinmetzhandwerk ſeinem Ende entgegen geht.
Nur in der Grabmalbranche wird das nachgezüchtet, was ge=
braucht
wird, um meiſtens nur das Bearbeiten von glatten Flä=
chen
für Hartgeſteine zu erlernen. Doch fragen wir uns heute, dür=
fen
wir nicht hoffen, daß mit der geiſtigen und völkiſchen Erneue=
rung
Deutſchlands auch unſere Kunſt neu auflebt? Wird unſer
großer Führer nicht auch dieſes edle und wichtige Handwerk ret=
ten
? Es wäre neben Arbeit und Brot auch ein bleibender Kultur=
wert
geſchaffen und in die Hand des Architekten müßte von oben
her die Rettung des Steinmetzhandwerkes gelegt werden.

r. Babenhauſen, 21. Febr. Der Odenwaldklub unter=
nahm
, von ſchönem Wetter begünſtigt, eine außerplanmäßige Wan=
derung
nach Stockſtadt am Main. Der Weg führte über Harres=
hauſen
und an der romantiſch im Walde gelegenen Papiermühle
vorbei. Stamm= und Nutzholzverſteigerungen
finden zurzeit faſt täglich hier und in den Nachbargemeinden ſtatt.
Da der Brennholzbedarf unſerer Gemeinde in dieſem Jahre grö=
ßer
iſt als im Vorjahre, werden im hieſigen Gemeindewald noch
ungefähr 150 Rm. Brennholz mehr geſchlagen und in der nächſten
Zeit zum Verkauf gebracht.
Groß=Bieberau, 23. Febr. Hohes Alter. Frau Eliſa=
beth
Schwebel, geb. Röder, begeht am 24. Februar 1934 in kör=
perlicher
und geiſtiger Friſche ihren 89. Geburtstag.
Dd. Ernſthofen, 23. Febr. Die Ortsgruppe Ernſthofen der
NSBO., zu der auch die Orte Asbach, Kl.=Bieberau, Ob.=Modau,
Nd.=Modau, Frankenhauſen, Rohrbach gehören, hielt eine gut be=
ſuchte
Verſammlung ab. Nach Eröffnung durch den Ortsgruppen=
obmann
ſprach der Kreisleiter der NSBO., Pg. Knauf=Dieburg.
In ſeinen Ausführungen brachte er beſonders die Geſchichte der
NSBO. und ihre Ziele und berührte zuletzt das neue Arbeiter=
geſetz
, das am 1. Mai in Kraft tritt.
Dk. Waldmichelbach, 21. Febr. Der Reichsluftſchutzbund, Orts=
gruppe
Waldmichelbach. veranſtaltete im Saale des Parteilokals
Waldenberger einen Werbe= und Aufklärungsabend, der gut be=
ſucht
war. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Abtei=
lungsleiter
Schuhmacher ſprach der Bezirksgruppenführer des
Reichsluftſchutzbundes, Velten=Darmſtadt, über die deutſche Ohn=
macht
bei Luftgefahr und über die uns erlaubten Selbſtſchutzmaß=
nahmen
. Der intereſſante Vortrag und die Lichtbilder zeigten
draſtiſch die Ohnmacht des deutſchen Volkes im Falle eines Krie=
ges
. Zum Schluſſe forderte der Redner die Anweſenden auf, durch
ihre Mitarbeit im Reichsluftſchutzbund mitzuhelfen am Neubau
unſeres Vaterlandes Ortsgruppenleiter Strauß unterſtrich die
Ausführungen des Redners und mahnte zum Dienſt an Volk und
Vaterland durch den Reichsluftſchutzbund.

für die Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler, Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt.
Pfarrer D. Waitz.
Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 2. Paſſionsandacht. Pfarrer Dr. Berger.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heiligem Abendmahl und
Vorbereitung. Pfarrer Goethe. Vorm. 11,30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht in der Kirche. Pfarrer Marx.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 8 bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr: Haupt=
gottesdienſt
. Pfarraſſiſtent Junker. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Junker. Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr: Paſſionsandacht.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde(. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Weiß. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Weiß. Abenbs
6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Irle.
Bibelſtundenſaal der neuen Trainkaſerne. Vorm. 9,30 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer
Irle. Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Weiß.
Pauluskirche. Vorn. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer A. Müller, Vorm. 11,15
Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer A. Müller.
Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Wolf.
Die Pauluskirche iſt wochentags von 9 bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang
Hauptportal.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Baldeck. Borm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Marx, Liebigſtr. 20, Fernruf 1224.
2. Beranſtaltungen.
Stadigemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtr. 17). Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr:
Kirchenchor der Stadtkirche. Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: Kirchenchor der
Stadtkapelle und Schloßkirche. Freitag, 2. März, abends 8 Uhr: Mütterabeud der
Stadtgeineinde. Die Jugendabende wvie geſuöhnlich..
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Licbfrauenſtr. 6). Mittſoch, 28. Febr.,
nachm. 2 Uihr: Handarbeits= und Strickſchule. Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr:
Mädchenvereinigung Weſt. Freitag, 2. März, abends 8 Uhr: Mütterabend Weſt.
Jugendvereinigung ältere Abtlg. Samstag, 3. März, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und
Strickſchule.
Martinsſtift (Müllerſtr. 28). Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr: Kirchenchor.
Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung Oſt. Freitag, 2. März,
abends 8 Uhr: Mütte rabend Oſt.
Saal der Kleinkinderſchule (Mauerſtr. 5). Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr:
Poſaunenchor.
Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtr. 26). Montag, 26. Febr., nachm.
5 Uhr: Helferſitzung des Nordbezirks. Mittwoch, 28. Febr., nachm. 2 Uhr: Strickſchule;
2,30 Uhr: Nähnachmittag. Abends 6 Uhr: Helferſitzung des Südbezirks.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie), Montag, 26. Febr., abends
8,30 Uhr: Kirchenchor. Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: Mütterabend.
Petrusgemeinde: Gemcindehaus (Eichwieſenſtr. 8). Dienstag, 27. Febr., abends
8,15 Uhr: Kirchenchor. Donnerstag, 1. März, abends 68 Uhr: Poſaunenchor.
Abends 8 Uhr: Mütterabend. Freitag, 2. März, abends 8 Uhr: Mädchenchor. Abends
8,15 Uhr: Kirchenchor. Samstag, 3. März, abends 7,30 Uhr: Singekreis
Paulusgemeinde: Gemeindeſaal unter der Kirche. Montag, 26. Febr., abends
8 Uhr: Jugendbund. Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr: Kirchenchor. Donnerstag
1. März, abends 8 1hr: Mütterabend mit Vortrag von Frau Keim über=Tütterſchulungs
kurſe‟ Samstag, 3. März, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Eliſabethenſtift (Erbacher Str. 25), Ev. Sonntagsverein: Sonntag, 25. Febr.,
nachm. 4 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Nachm. 3,34 Uhr: Gemeinſchaftsabendmahlsfeier. Pfarrer Köhler
Montag, nachm. 4 Uhr: Frauenarbeitsſtunde. Männerabend fällt aus. Dienstag:
Frauenbibelſtunde und Blaukreuzſtunde fallen aus. Abends 8,15 Uhr: Vertreterver=
ſammlung
mit Paſtor D. Michaelis. Mittwoch: Philadelphiakonferenz laut beſonderem
Programm. Konferenzredner: Paſtor D. Michaelis, 1. Borſitzender des Gnadauer Ver=
bandes
. Donnerstag: Die Bibelſtunde fällt aus. Freitag, abends 8 Uhr: Bibel=
ſtunde
in der Beſſunger Mädchenſchule, Herr Menne. Samstag, abends 8 Uhr:
Poſaunenchor.
Voranzeige: Mittwoch, 7. März: Miſſionsverkauf der Stadtmiſſion.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr: Jugendbundſtunde
für junge Männer. Nachm. 4,45 Uhr: Jugendbundſtunde für junge Mädchen. 5,45 Uhr:
Gebetsſtunde für junge Mädchen. Abends 8,30 Uhr: Gemütliches Beiſammenſein für
junge Mädchen. Dieustag, abends 8,30 Uhr: Freundeskreis fällt aus. Mittwoch:
Beteiligung an der Philadelphiakonferenz. Samstag, nachm. 3 Uhr: Kinderbund und
E. C.=Jungſchar für Knaben.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24.
Jeden Donnerstag, abends 8,15 bis 10 Uhr: Zuſammenkunft. Jeden zweiten und
vierten Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden.
3. Gemeindeämter.
Ev. Bohlfahrtedienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Borderhaus, 1 Treppe. Sprech=
ſtunden
vorm. von 10 bis 12 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 5 bis 6 Uhr, Fern=
ſprecher
4584.

Eu. Hammelbach, 21. Febr. Im Saale von E. Bauer fand
eine Verſammlung der NSDAP., Stützpunkt Hammelbach, ſtatt,
Nach einleitenden Muſikſtücken ſprach Pg. Scherer aus Worms zu
den aufmerkſamen Zuhörern. Er verſtand es in meiſterhafter
Form, die verſchiedenen Probleme der aktuellen Innen= und
Außenpolitik zu klären. Mit dem heiligen Gelöbnis, Führer und
Vaterland die Treue zu halten, und dem Horſt=Weſſel=Lied ſchloß
Stützpunktleiter Bürgermeiſter Steinmann die Verſammlung.
Unter zahlreicher Beteiligung wurde geſtern Frau Eva Katharina
Rothermel zu Grabe getragen. Mit nahezu 97 Jahren war ſie die
älteſte Frau der Gemeinde.
Ds. Rimhorn, 23. Febr. Am Samstag, den 24. d. M., begeht nP.
der älteſte männliche Einwohner, Peter Knierim, dahier, in
jeit Witd
guter Geſundheit ſeinen 83. Geburtstag.
Lm. Heppenheim a. d. B., 23. Febr. Auf einer gut beſuchten. ſch. 600
Verſammlung der LOF. und LVL. des Kreiſes uuen emig
Heppenheim in Weinheim gab Kreisbauernführer und Fach= i, imm ge!
berater Pg. Reinheimer=Reiſen bekannt, daß am Samstag, dei .ed progno
3. März, im Halben Mond in Heppenheim eine große Bauern=
kundgebung
der Kreiſe Heppenheim und Bensheim ſtattfindet. 60ſc

m Zuhörer

Ferner teilte er mit, daß die ſeitherigen Kreisbauernſchaften M0B
Heppenheim. Bensheim und Erbach i. O. durch die Neuorganiſie= mauſte S
rung der heſſiſchen Bauernſchaften zu Bezirksbauernſchaften wur= humatüel.
den, und daß dieſe drei Bezirksbauernſchaften nunmehr die Kreis= ſracht, und
bauernſchaft Starkenburg=Süd bilden, deren Leiter er ſei.
Eb. Schönberg, 21. Febr. Eingemeindung nach Bens=, Bas iſt
heim beantragt. Die hieſige Gemeinde hat bei dem Stadt= gahrlich
rat in Bensheim die Eingemeindung Schönbergs nach der Kreis=
Von
ſtadt Bensheim beantragt. Der Stadtrat von Bensheim hat dem
Antrag bereits in nichtöffentlicher Sitzung grundſätzlich zuge=
ſtimmt
. Die hieſige Gemarkung umfaßt ungefähr 194 Hektar.
Bm. Hofheim (Ried), 22. Febr. Eierſammelſtelle. In ſſt ausge
iner Verſammlung der Landwirte und Hühnerhalter in der
Krone wurde in Anweſenheit des Ortsfachberaters, Pg. Kär= W0, Hl."
cher, die Eierſammelſtelle gegründet, die Pg. Kärcher inne hat, Die Min

ent hiſtori

Die Ablieferungszeit wurde auf Mittwochs von 68 Uhr abends m ſtedriß
feſtgeſetzt. Die Landwirtſchaftliche Bezugs= und Abſatzgenoſſenſchaft Sockſal wohl
iſt als korporatives Mitglied beigetreten.
Rüſſelsheim, 23. Febr. Die gefährliche Anſtecknade IMüber Che
Beim Spielen mit einer Mütze, an der ſich eine nicht geſicherte ime
Anſtecknadel befand, ſchlug ſich ein fünfjähriger Junge ins Auge
Die Verletzungen führten den Verluſt der Sehkraft herbei.
Aus Mainz und Rheinheſſen.
Mainz. 23. Febr. Tötung auf Wunſch. Selbſt.ſe*
mordverſuch des Täters. Heute vormittag verſuchte einſii une
junger Mann am Fiſchtorplatz, ſeine Braut, ein Dienſtmädchen,/ Die neue
auf deren Verlangen durch einen Schuß zu töten. Er traf das0s Richtige
Mädchen am linken Oberkiefer; die Kugel blieb in der Wirbel=, Waller
ſäule ſtecken. Darauf brachte ſich der junge Mann ſelbſt einenſeihals. Str
ſchuß in den Mund bei. Beide wurden lebensgefährlich verlet=
nach
dem Krankenhaus verbracht. Die Unterſuchung iſt eingeleiter,/ eicſſie.
UI. Wintersheim (Rhh.), 23. Febr. Ein gemeines Bu=ſchen Al
enſtück. Ein Landwirt hatte in ſeinem Hof eine Fuhre micl F0lgen.
Säcken voll Gerſte geladen ſtehen, die er am nächſten Tag zumM Abſetzun
Verkauf in die Stadt bringen wollte. Während der Nacht habenſſt vom Kal
unbekannte Täter ſämtliche Säcke von unten bis oben aufgeſchlitztmr nicht.
ſo daß die Frucht auslief. Aber damit nicht genug, auch auf deme Gallas. 2
Fruchtſpeicher waren ſämtliche Säcke zerſchnitten und das Getreideſſnng der
bedeckte den Boden.
Lpd. Wörrſtadt (Rhh.), 23. Febr. Drei Dutzend Eiero ens
für jeden Neugeborenen! Der Geflügel= und VogeWdr Seil
ſchutzverein will auch ſeinerſeits zur Behebung des GeburtenrückWidg hat ſo
ganges im deutſchen Volke beitragen. Er beſchloß in ſeiner letztenſhen ſvollen
Mitgliederverſammlung, den Mitgliedern bei Geburt eines Kin=Audſtein ein
des ein Geſchenk zu machen, und zwar in Form von Eiern, beiſeiten Mal=

einem Sohn drei Dutzend, bei einer Tochter zwei Dutzend!

Gießen, 23. Febr. Großfeuer

einem Säge

verk. In der vergangenen Nacht brach in dem großen Sägewen
von Ludwig Kröck in Abendſtern bei Gießen Großfeuer aus, dac nole ſo.
infolge ſtarken Waſſermangels erhebliche Ausdehnung gewannp ohne
Der weiträumige Arbeitsplatz des Sägewerks, eine große Aufßhau
bereitungshalle, die Holzſtapel und das Keſſelhaus bildeten eiſſtoriler
rieſiges Flammenmeer. Wegen des ſtarken Waſſermangels konnthm er war
die Motorſpritze überhaupt nicht in die Brandbekämpfung eingreiſtellung mit
fen, während die Spritzen der übrigen Wehren mit erhebliche/ſem weni=
Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Um den Flammen möglich
Einhalt zu tun, wurden eine brennende große AufbereitungshauP Adelnde
und brennende große Holzſtöße auseinandergeriſſen und beſeitig/
wodurch es möglich wurde, eine weitere Aufbereitungshalle, eine
Teil der Holzbearbeitungsmaſchinen, das Wohnhaus des Säge

iſche Ober
Dankung
eir rechtzei
verſchwe
t auch Ald

werksbeſitzers und eine Scheune zu retten. Das Keſſelhaus branntl
nit allen Einrichtungen völlig aus. Wodurch der Brand entſtanl
den iſt, weiß man bisher noch nicht. Der Schaden iſt groß, abe
zum größten Teil durch Verſicherung gedeckt.

Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Liesſtr. 1
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 812 Uhr und nachm. von 3 bis 5,
Uhr, außer Dienstag= und Freitagnachmittag. Fernſpr. 2379.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Hinterhaus, Zimmel
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm. von 9 bis 12 Uhr.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Str. 21. Fernſpr. 29
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17: Martinsſtift, Müllerſtr.
Gemeindehaus, Liebfrauenſtr. 6; Gemeindehaus, Kahlertſtr. 26; Gemeindehaus, C
wieſenſtr. 8: neben der Pauluskirche, Ohlyſtr.
Evaugeliſch. Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51): Rechtsauskunftsſtel
Sprechſtunde: vorm. 101 Uhr.
Privatpflegeſtation des Heſſiſchen Digkonievereins, Freiligrathſtr. 8, Fernſpr.
Auswärtige Gemeinden.
Evgl. Kirche Dieburg. Sonntag, 25. Febr. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. (Bu
trauertag.) Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Dienstag abend: Evgl. Frauenver
bei Maher.
Edgl. Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 25. Febr, (Heldengedenktag). Borm. 10
Gottesdienſt. (Kollekte). Abends 5 Uhr: Paſſionsandacht. Montag: Poſaunenck
Dienstag, 67 Uhr: Bücherausgabe. 8,30 Uhr: Kirchenchor. Mittwoch, 5 1
Mädchenjungſchar. 8,30 Uhr: Bibelſtunde. Donnerstag; Frauenverein. Helferin
im Pfarrhaus. Freitag: Mädchenverein.
Evgl. Kirche Nieder=Ramſtadt, Sonntag, 25. Febr., vorm. 10 Uhr: Hauptgol
dienſt. Mitwirkung des Kirchenchors. Abends 8 Uhr: Gottesdienſt in Waſchenbach
anſchließender Abendmahlsfeier. Mittwoch: Kirchenchor. Freitag= Jungmädg
verein
Evgl. Gemeinde Traiſa. Sonntag, 25. Febr. (Volkstrauertag), Vorm. 9.30
Gedächtnisgottesdienſt. Kollekte für die Kriegsgräber. Der Kindergottesdienſt der
fällt aus. Nachm. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kl. Abends 8 Uhr: Paſſionsande
Evgl. Kirche Griesheim. Sonntag, 25. Febr. (Volkstrauertag), Vorm. 10 N
Predigtgottesdienſt, Dr. Grünewalb. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Abet
8 Uhr: Paſſionsandacht, Pfarrer Mangold.
Friedenskirche. Vormittags 10 Uhr: Predigtgottesdienſt unter Mitwirkung
Poſaunenchors, Pfarraſſiſtent North. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt
Schloßkapelle Kranichſtein. Bormitt. 10 Uhr: Gottesdicnſt zum Gedächtnis
Gefallenen. Pfarraſſiſtent Göbel.
Evgl. Gemeinde Roßdorf. Sonntag, 25. Februar, vorm. 10 Uhr: Hauptgol
dienſt. Kollekte für die Kriegsgräberfürſorge. Vorm. 11 Uhr: Chriſtenlehre. Nach
2 Uhr: Evang, Arbeiterverein. Abends 8 Uhr: Paſſionsgottesdienſt. Mond
Frauenverein. Dienstag: Kirchengeſangverein. Poſaunenchor. Mittwoch), 30
Jungſchar Mädchen. Abds. 8.30 Uhr: Jugendbund Wartburg. Freitag: Mädchen!
Sonſtige Gemeinſchaften.
Vereinigung evangeliſcher Freikirchen Deutſchlands.
Evgl. Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, 25. Febr., vorm. 10 Uhr: Predigtg‟
dienſt. Prediger Veihelmann. Vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 4 Uhr: Lob=
Dankerſammlung. Montag, abends 8,15 Uhr: Generalverſammlung (Jugendbu=
Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Singſtunde. Donnerstag, abends 8,15 Uhr: Bibelſtu
Evgl. Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten(, Mauerſtr. 17. Sonnt
25. Febr., vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt: Pred. Würfel, Mannheim. Vorm. 1
Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8,15 Uhr: Evangeliſation: Pred. Würfel, Mannhe
Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Bibelbeſprechung. Freitag, abends 8,30 Uhr: Gebeis
Methodiſten=Gemeinde, Wendelſtadtſtr. 38. Sonntag, 25. Febr., vorm. 11
Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Predigtgottesdienſt. (Thema: Zu Volkstraun
Pred. K. Hirtz.) Montag, abends 57 Uhr: Ausſtellung der angefertigten Miſſt
arbeiten. Abends 8 Uhr: Miſſionsabend. Lichtbildervortrag: Aus der Miſſionsc
in Sumatra. Mittwoch, abends 8 Uhr: Bibelſtunde (Koloſſerbrief). Jedermon
herzlich eingeladen.
Die Chriſtengemeinſchaft, Heidelberger Str. 14 (nächſt Heinrichſtr.). Sonn
25. Febr. vorm. 10 Uhr: Menſchenweihehandlung mit Predigt. Vorm. 11,30
Kinderſonntagshandlung. Mittwoch, 28. Febr., vorm. 7,45 Uhr: Menſchen.0
handlung. Donnerstag, 1. März, vorm. 10,30 Uhr: Menſchenweihehandlung
Samstag, 3. März, 20,30 Uhr: Vibelabend (Altes Teſtament), Pfr. Thielemanu=
Chriſtliche Gemeinſchaft Daxmſtadt Mollerſtr. 40. Sonntag, 25. Febr.,
9 Uhr: Andacht. Abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. Dienstag, abenb!
Uhr: Bibelſtunde.
Chriſtlich=wiſſenſchaftliche Bereiniguug (Chriſtian Science Society) in Darmf
Aula der Adolf=Hitler=Bauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdienſte jeden Sonntag.
10 Uhr und jeden Mittwoch, abends 8.15 Uhr. Thema am 25. Februar: Ge
Goldener Text: 1 Petrus 3.:8.
Advent=Gemeinde, Zandſtraße 10. Samstag, 9.30 11.30 Uhr: Gemeiziſt
Gottesdienſt. Sonntag, 20 Uhr: Religionsgeſchichtliche Betrachtung. (Wia
nachmitag Tabeaſtunde.) Mittwoch, 15 Uhr: Religionsunterricht für Kindſl
(Donnerstag nachmittag Tabeaſtunde.) Freitag, 20 Uhr: Erbauungsſtunds.

[ ][  ][ ]

samstag, 24. Februar 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 54 Seite 9

*Dank vom Hauſe Habsburg.
Zum 300. Erinnerungskage an die Ermordung Wallenſteins am 25. Februar 1634.

Dreihundert Jahre ſind am 25. Februar 1934 vergangen,
jdem der Kaiſerliche Generaliſſimus Albrecht Wenzel Euſebius
z. Wallenſtein, Herzog von Friedland, zu Schloß Eger er=
urdet
wurde; Wallenſtein hat nur ein Alter von 51 Jahren
gſcht. So glänzend war ſein Aufſtieg, daß Grimmelshauſen in
ſeiem ewig währenden Kalender im Jahre 1670 erzählt: Iſt
za einem gemeinen Edelmann zu ſolcher Dignität geſtiegen, ihm
mrd prognoſtociert worden, daß er glückſamb mit Saitenſpiel
zu König ſollte gemacht werden.
Oft genug, noch in neuerer und neueſter Zeit iſt die ſo=
mannte
Schuldfrage aufgeworfen worden. Der größte deutſche
ſyumatiker hat ſie zum Problem ſeines großartigſten Werkes
pacht, und jede Aufführung der Trilogie fordert die Zuſchauer
ſu Zuhörer dazu heraus, ſich mit ihr zu beſchäftigen.
Was iſt Wahrheit?

Uhr

Wahrlich Schillers Wort trifft noch heute zu:
Von Parteien Gunſt und Haß verwirrt,
Schwankt ſein Charakterbild in der Geſchichte.
Wallenſteins Perſönlichkeit ſteht fremd in unſerer Geſchichte.
5 iſt ausgeſchloſſen, daß Wallenſtein über den Parteien
end, ein neues deutſches Staatsweſen hätte begründen kön=
m
. Die Art, wie man ſich ſeiner glaubte entledigen zu ſollen,
ſime niedrig genug, aber eine tiefere Teilnahme kann ſein
Sickſal wohl bei dem Dichter, nicht bei dem Hiſtoriker erwecken.
Bm hiſtoriſchen Standpunkte aus ſteht die Grundauffaſſung
ſich über Charakter und Stellung des Herzogs gegenüber dem
ſicener Hofe während ſeines zweiten Generalats.
Man hat in Wien ſehr gut gewußt, mit wem man under=
hodelte
, denn man war über die vorausgegangenen Verhand=
iugen
des Herzogs mit den evangeliſchen Ständen genau unter=
ſeigtet
. Nach der Lützener Schlacht wurde der Mann, der ſo
Selbſ=ſeße Vollmachten des Kaiſers beſaß, unbequem, ja man kann
verſuchte erſgen unerträglich. Dies war ſeine tragiſche Schuld.
ädche ) Die neueſte Geſchichtsſchreibung (Czech=Jochberg) trifft wohl
Er traf dshß Richtige mit der kurzen Charakteriſtik:
der Withe=/ Wallenſtein, ſelbſtzerriſſen. Politiſches Genie und klebriger
ſeibſe einlcizhals Streber und Seher, Idealiſt und Raffer, Hannibal
hrlich verl
ſiſt eingelefter ud Craſſus verbiſſener Tſcheche und Träumer von einer hohen
mtſchen Staatsidee ...
Folgen wir nun dem Gang der Ereigniſſe. Wir wiſſen, daß
zund Abſetzungsdekret gegen Wallenſtein in Wien am 24. Januar
ten
Nacht habenl64 vom Kaiſer unterzeichnet worden iſt; ſeinen Text kennen
aufgeſchlittmr nicht.
auch auf dene Gallas, Aldringen und Piccolomini wurden mit der Durch=
ſrung
der Abſetzung beauftragt. Gallus, der als Nachfolger
Ellenſteins vorgeſehen war, verfuchte den alten Kriegsgefährten
te
und Vogelm der Seite des Kaiſers zu erhalten. Es war zu ſpät. Der
Gehurtenruahr zog hat ſich vielleicht wirklich vom öffentlichen Leben zurück=
ſeiner
letzterſſhen wwollen, im Januar hat er durch ſeinen Vetter Max
rt eines Kinlildſtein einen derartigen Antrag in Wien ſtellen laſſen. Zum
on Eiern, beſeiten Male ſandte er bei ſeiner Abreiſe von Pilſen zwei
ſtſche Oberſten zum Kaiſer, um ihm ſeine Unterwerfung und
Adankung anbieten zu laſſen. Dieſe beiden kamen aber nicht
hhr rechtzeitig nach Wien, denn ſie wurden von den Truppen
verſchworenen welſchen Generale zurückgehalten. Vergebens
nem Sägeſ auch Aldringen noch einmal allein dorthin. Der ſpaniſche
bßen SageweFfandte ſoll ihm den kaiſerlichen Befehl gezeigt haben, es gelte,
heuer
ſ ohne Zögern der Perſon Wallenſteins, lebend oder tot zu
ſächtigen: Ein Wallenſtein ſagt einer unſerer großen
toriker ließ ſich nicht in das Verhältnis a. D. ſetzen,
niin er war eine Großmacht. Sein ungeheurer Beſitz, der dieſe
ſellung mit begründete, ſollte dem Kaiſer zufallen; ſo hat man
ſem wenigſtens vorgeſpiegelt; in Wahrheit freilich hatten
handelnden Perſonen den größten Teil der Beute für ſich
Eſt beſtimmt. Wallenſtein wartete indeſſen auf Nachrichten von
h Schweden und Sachſen. Oxenſtierna hatte im Anfang, nach=
man
ihm das geſpannte Verhältnis zwiſchen dem Kaiſer
nho ſeinem Feldherrn vorgeſtellt, von einer neuen Verbindung
Brand entſtalht Wallenſtein nicht viel wiſſen wollen. Er änderte jedoch ſeine
iſt groß abAl ſicht, weil ſich Richelieus Agent Feuguiéres lebhaft dafür
ſereſſierte. Wallenſtein hatte durch den Oberſten Schlieff ſein
litiſches Programm für den Kurfürſten von Sachſen nieder=
ſreiben
laſſen: er wolle das Dominat der Spanier brechen,
ankreich von einem etwaigen Rheinübergang abhalten. Die
Kalz müſſe reſtituiert werden, Tirol und was dem anhängig,
ile allezeit beim Kaiſertum verbleiben. Kurbrandenburg und
ruhard von Weimar würden durch elſäſſiſche oder bayeriſche
bbiete wohl befriedigt werden können.
Für Kur=Sachſen war er bereit, nächſt Ober= und Nieder=
ſuſitz
auch die Stifte Magdeburg und Halberſtadt in Ausſicht
nehmen. Dieſes Programm hat auch dem Herzog Bernhard
brgelegen, der es ſeinerſeits für annehmbar hielt, aber die Not=
bendigkeit
, ſich ſofort darüber zu einigen, dem Kur=
frſten
nicht ernſtlich und nicht dringlich genug vorſtellte.
In Wien brauchte man ſich weiter nicht zu entſchließen; die
zierende Partei, d. h. die des Königs Ferdinand von Ungarn,
hlur zur Tat entſchloſſen und ließ ſie ſofort ausführen; weil ſie
Krch Zögern die Gunſt des Augenblicks verloren hätte.
Wallenſtein war am 22. Februar 1634 mit den ihm geblie=
unen
zehn Kompagnien, mit Trzka, Illo, Kinſky und ihren
Mrauen von Pilſen nach Eger aufgebrochen; es war der Weg
8 Todes, den er zog.
Unterwegs noch traf er auf Grund ſeines Generalats Anord=
ugen
zur Konzentration der Regimenter, die er treu glaubte,
ind ſuchte alle Truppen an ſich zu ziehen, die er traf. So den
berſt Butler, einen Irländer aus vornehmem Hauſe, mit ſeinen
ragonern. Butler ſchöpfte aus Wallenſteins Reden ſchweren
erdacht und ſchickte durch ſeinen Feldkaplan, Pater Taafe, Bot=
yaft
an Gallas und Piccolomini, daß er gezwungen nach Eger
ehe, um eine heroiſche Tat zu vollbringen.
Am Nachmittag des 24. Februar kam Wallenſtein, der nur in
ner Sänfte reiſen konnte, krank in Eger an. Befehlshaber der
eſtung war Oberſt Gordon, unter ihm ſtand Oberſtwachtmeiſter

deslie, beides proteſtantiſche Schotten.
Hören wir nun, was uns Merians Theatrum Europaeum

einer zeitgenöſſiſchen Darſtellung erzählt: ſie (Gordon, Butler
O Leslie) haben die Generale zu einer Abendmahlzeit geladen,
2 dieſe willig erſchienen ſind. Als aber die Mahlzeit faſt

orüber und die beſtimmte Zeit zwiſchen 9 und 10 Uhr heran=
elommen
war, iſt die Burg raſch von Butlerſchen Dragonern,
H

die Irländer geweſen, beſetzt worden. Dieſe ſind in das Ge=
mach
, wo das Bankett abgehalten wurde, mit entblößtem Degen
eingedrungen: Wer iſt gut kaiſerlich? Worauf Oberſt Butler
Oberſtleutnant Gordon und Oberſtwachtmeiſter Leslie ſchnell
antworteten: Vivat Ferdinandus und zur Wehre griffen und
auf eine Seite getreten ſind. Die Irländer haben den
Tiſch über den Haufen geworfen und ſind auf den Feldmarſchall
Illo und die beiden Grafen eingedrungen, haben ſie geſtochen
und geſchlagen, alſo daß Illo, ob er ſich wohl etwas gewehrt,
Kinſky gleich anfangs totgeblieben: Graf Trzka aber, wie man
ſagt, ins Vorhaus geflohen, dort aber auch von den Dragonern
mit der Muskete totgeſchlagen worden. Dies alles iſt, während
die Diener zum Eſſen geführt und dort eingeſchloſſen worden
waren, nach ihrem (der Anſtifter) Befehl verrichtet worden.

Butler und Gordon haben mit zwei Fackeln geleuchtet. Hierauf
hat Gordon die Wache auf der Burg, Leslie auf dem Markte
übernommen. Butler iſt mit dem iriſchen Kapitän Deveroux und
zwölf Musketieren, denen aber auf dem Fuß noch mehrere folg=
ten
aus der Burg zu des Herzogs von Friedland Quartier
geeilt. Da nun der Mundſchenk, ſo dem Herzog einen Trunk
Bier gebracht, am erſten an einem Arm verwundet worden war,
worauf er angefangen zu rufen: Rebellen, Rebellen haben ſie
das fürſtliche Loſement mit drei Stößen eröffnet und alſo hinein=
geſtürmt
. Und hat beſagter Kapitän Deveroux, den Herzog, ſo
im Hemd am Tiſch lehnend geſtanden, aber als der Kapitän
auf ihn zueilte, ans Fenſter wollte, mit einer Partiſane durch=
ſtochen
, daß er ohne ein einzig Wort zu ſprechen, zur Erde
gefallen und den Geiſt aufgegeben.
Am nächſten Tage wurde das Ereignis in Eger bekannt=
gemacht
, die Offiziere der Regimenter wurde neuerlich für den
Kaiſer in Pflicht genommen. Die Leichname warf man unbe=
kleidet
in roh gezimmerte Holzkäſten, bis ſie Angehörige des
Herzogs nach Mies ſchafften. Illo, Trzka und Kinſky wurden im
Franziskanerkloſter zu Mies beigeſetzt, der Rittmeiſter Niemann,
Wallenſteins Sekretär, wurde unter dem Galgen verſcharrt. Der
Herzog ſelbſt fand zunächſt in der Karthauſe Walditz, ſpäter in
der Kirche zu München=Graetz ſeine Ruheſtätte. Der Wiener
Hof ſah ſich veranlaßt, Auf Kaiſerlicher Majeſtät Befehl eine
Rechtfertigungsſchrift zu veröffentlichen. Zahlreiche Flugſchriften
im Wallenſtein=freundlichen Sinne erſchienen, eine aus Frank=
furt
am Main, welche die bezeichnenden Worte enthält: Die
Mörder ſollen in Eger vom Herzog Bernharden von Weimar
bloquieret ſein, helfe Gott, daß es wahr, und die Mörder
wiederumb ihren verdienten Lohn bekommen möchten, wiewohl
ſie dem gerechten Gott, ob er wohl eine Zeitlang zuſieht, nicht
entlaufen werden. Gott behüte andere redliche Offiziere und
Soldaten vor ſolchen Spaniſchen, jeſuitiſchen hinterliſtigen An=
ſchlägen
.
Auch über dieſes Kapitel der öſterreichiſchen Geſchichte kann
man die Worte ſetzen: Dank vom Hauſe Habsburg. Es war
eine Grauſamkeit, und Undankbarkeit ſondergleichen, daß man
den Mann, der das Haus Habsburg zweimal vom Untergange
errettet hat, der Wut der betrunkenen Iren und Schotten über=
Dr. Ludwig Roth.
antwortete.

Schmalſpurbahn macht Seikenſprünge!
(l) Sofia. Auf der Schmalſpurſtrecke Dunnitza=Petritſch, die
im Weltkriege von deutſchen Pionieren erbaut wurde und jetzt im
Frieden den armen mazedoniſchen Grenzgebieten wertvolle Dienſte
leiſtet, läuft eine alte, brave Lokomotive. Beſſer geſagt, ein Loko=
motivchen
. Im Volksmunde auch Teekocher genannt. Schön an
Formen iſt ſie beileibe nicht. Aber treu und pflichtbewußt erfüllt
ſie ſeit 20 Jahren ihre Aufgabe: Jahrein, jahraus fährt ſie ihre
Strecke Dupnitza-Petritſch, Petritſch-Dupnitza. Manchmal geht
es bißchen ſchwer, denn das Gebiet iſt gehirgig und der Weg oft
ſteil. Doch noch immer brachte ſie ihr Zügelchen mit den Bauern,
Schafen und Hühnern über Berg und Tal ans Ziel.
Doch dieſer Tage erlaubte ſich der ſonſt ſo friedliche Veteran
einen ſelten ſtörriſchen Seitenſprung, der unabſehbares Unglück
hätte heraufbeſchwören können. Mitten während der Fahrt kop=
pelte
ſich der Teekocher zuſammen mit dem Gepäckwagen von

dem übrigen Zugteil los und ſprang geradewegs über die =
ſchung
in eine 20 Meter tiefe Schlucht hinab, an der er eben vor=
beirollte
. Während der Gepäckwagen an einem Baum hängen
blieb, ſauſte die Lokomotive ungehemmt weiter, überſchlug ſich noch
zweimal unterwegs und blieb ſchließlich in der Tiefe des Ab=
grunds
, ſo wie es ſich für einen braven Veteranen gehört, ſchön
auf ihren vier Rädern ſtehen. Oben auf dem Geleiſe aber hatten
die beiden mit Fahrgäſten vollgeſtopften Perſonenwagen und
einige Güterwagen nach etwa 40 Meter Weiterfahrt hübſch Halt
gemacht. Die Bäuerlein, Schafe und Hühner waren zwar etwas
bleich geworden, aber ſonſt ganz unverſehrt geblieben. Das Aben=
teuer
war auch für den Lokomotivführer und den Heizer, die ſich
mit ihrem lieben Maſchinchen plötzlich unten in der Schlucht ſahen,
halbwegs gut ausgegangen. Sie hatten rechtzeitig und geſchickt
die Köpfe eingezogen und waren mit einigen Schrammen, ſonſt
aber mit dem Schrecken, davongekommen.
Ganz Bulgarien amüſiert ſich über dieſe Kataſtrophe der
Kleinbahn, die leicht ein böſes Ende hätte nehmen können. Statt
Trauer und Weinen Freude und Lachen!
Downing=Skreet beſſer beleuchkel.
() London. Wenn jemand ſagt, in der letzten Zeit
habe es recht dunkel in der Downingſtreet ausgeſehen, dann
konnte er das ſymboliſch oder auch ſehr real meinen. Denn in
der Downig=Street wohnt bekanntlich der Premierminiſter,
Aber in der Downing=Street war bisher auch die Beleuchtung
unter aller Kritik.
Dieſe dunkle Zeit, real geſehen, iſt nun bald vorbei. Denn
man beginnt ſoeben, die Downing=Street von Grund auf zu er=
neuern
. Sie habens nötig, die (wirklichen) Leuchten der Dow=
ning
=Street. Der Suchende hatte alle Mühe, auch nur eine
Hauspforte bei dieſem Licht zu endecken, das zu nächtlicher
Stunde die wenigen Rieſenlampen ſpendeten.
Wahrhaft Rieſenlampen, aber aus dem Jahre 1880. Eine
Senſation damals, ſtrahlende Helligkeit für die Anſprüche vor
50 Jahren. Heute klägliche Trauerfunzeln, die in kraſſem Gegen=
ſatz
zur Lichtfülle am Piccadilly ſtehen.
Die Downing=Street bekommt alſo jetzt neue Lampen. An
die Stelle der 180=Kerzen=Lampen ſetzt man ſolche von 300 Ker=
zen
. Woraus man den Schluß ziehen kann, daß in der Downing=
Street nach Fertigſtellung dieſer umſtändlichen Arbeiten ein
neues Licht ſtrahlen werde oder eine erbauliche Erleuchtung Platz
greifen könne . . .
Gewinnauszug
5. Klaſſe 42. Preußiſch=Süddeutſche Staats=Lotterie.
Ohne Gewähr
Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar fe einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen I und II

13. Ziehungstag.
22. Februar 1934
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M.
gezogen
4 Gewinne zu 5000 . 179930 298983
10 Gewinne zu 3000 M. 63692 189780 213268 260456 886013
4 Gewinne zu 2000 M. 51032 378137
12 Gewinne zu 1000 M. 31063 65763 69684 96492 128534 154808
70 Gewinne zu 500 M. 27273 40399 66046 65017 66915 87544
94627 101227 135020 137713 147066 182841 212887 215544 222316
228227 256083 261062 262823 263589 2864 19 291366 299036 316727
330473 335446 340882 544019 362442 368814 380237 383474 386232
398108 396413
386 Gewinne zu 300 M. 3260 4150 4969 7676 11266 12163 13343
15372 17594 18312 20268 22928 33166 34307 37781 42340 42813
43340 43630 46801 49961 60268 50884 64555 65380 68275 68893
72032 75676 75879 79133 80579 80976 81056 81419 88846 96410
101593 105380 106490 108024 114438 115035 115687 118872 119634
123549 126216 199133 130448 133056 134062 138269 138781 139782
144461 144988 147653 150345 150551 152360 153233 163706 158662
157025 158192 159886 159880 162257 167486 169479 173616 175847
176011 178434 180648 181182 182050 182172 188622 192260 194048
194649 201145 02437 203457 205475 205488 205587 210861 212044
214333 218956 219981 222871 224148 226056 227981 228934 229926
231982 233150 233373 234664 234688 235399 236811 235993 238231
239982 240416 240458 245713 248225 749694 251803 255240 256807
261240 267286 273686 275716 278284 278865 279443 281641 282281
282423 282706 283631 987385 795702 297608 297642 298227 300837
303081 305163 305926 306958 306669 308681 309458 312267 313017
318636 316507 317082 318513 319210 320354 3206 18 320624 323274
323400 324060 324421 325995 327780 330346 333429 337637 338417
341968 343424 343987 346394 349353 350431 353962 354917 356031
359153 359920 360174 360377 363992 3653223 367637 368605 371369
372843 374168 374638 375072 379264 385340 386330 388489 393689
393898 396209 396986
13. Ziehungstag
22. Februar 1934
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M.
gezogen
2 Bebinne zu 20000 m. 78281
6 Gewinne zu 10000 M. 166629 276168 348487
4 Oewinne zu 5000 M. 95490 933922
10 Gewinne zu 3000 M. 22601 130793 222412 368326 37717
18 Gewinne zu 2000 M. 52527 55611 83694 124865 270167 812729
344085 350006 354131
16 Gewinne zu 1000 M. 129487 149439 237643 247216 262533
263128 312416 342028
68 Gewinne zu 600 M. 14386 15161 16459 28001 66111 80816
105769 106032 122858 125424 143760 162089 177013 201912 229812
230895 242613 264689 273468 277072 299668 302667 812580 317040
346301 366468 366273 377426 887478
322 Gewinne zu 300 M. 2211 7985 8633 9126 11802 14367 14524
17108 19016 19208 23821 26731 96733 26925 27114 29638 3i678
3i934 34821 36247 36793 37441 39768 44843 45239 46741 46897
48270 50885 50980 58602 68005 69409 74131 74796 81063 83825
85596 87337 95600 95956 97676 99923 101838 1osiss 106612
109678 109714 109989 110260 1141i4 1i6t17 115280 116044 117252
122526 122619 124997 126096 127198 131188 137312 144995 148329
148518 152063 153214 153270 155762 169711 160250 164410 166786
167046 167289 169414 175878 177345 179720 181342 182646 183264
183817 185699 188751 188987 191894 195344 204267 208544 21 1283
211683 213012 213136 213621 224109 224781 226802 227670 234262
234668 234969 238556 239686 240778 242249 256868 269147 260882
264286 265233 267587 269987 270535 272099 274231 277936 279991
280297 286779 291610 301623 303476 303936 308150 309054 309684
314407 316038 316867 321323 321679 328332 331373 337470 337937
338160 3388M 339232 340184 342164 343934 348891 366945 35723:
360021 363498 364743 365699 372890 376492 378568 378130 382742
383146 383318 383970 384600 386356 392994 398878
20 Tagesprämfen.
Auf ſede gezogene Nummer ſind zwei Prämien zu ſe 1000 RM
gefallen, und zwar je eine auf die Loſe gleicher Nummer in den
beiden Abteilungen I und II:

35148 46949 48420
276783 284200

68823 71565 94818 111014 124662

Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je
300000, 2 zu je 750P, 6 zu je 3-000, 6 zu je 20000, 16 zu je
10000, 112 zu je 5000, 202 zu je 3000, 308 zu je 2000, 530 zu
je 1000, 1658 zu je 500, 10778 zu je 300 und 340 Tages=
prämien
zu je 1000 Mark.

bei Kopfschmerzen, Rigräne,
Unbehagen aller Art, Muskel-
und Gelenk-Rheumatismus

Moderne.
Herrenkleidung
Aac Maß. Re=
a
aturen und
ügeln billigſt
Vetter, Nd.=
Zanſt.=Str. 3. (a

Serren=Rad
MEig zu verkauf.
Swderſtraße 59.

Komplettes
Eßzimmer
(Eiche), Bücher=
ſchrank
. Schreib=
tiſch
(Eiche), all.
ſehr gut erhal=
ten
, und andere
Möbelſtücke ſof.
billig abzugeben.
Näh. Roquette=
weg
28. Tel. 293.
Werktags 96
Sonnt. 11-5 Uhr.

Sofa
mit Umbau
(Eichen) u. ein
Ruhebett, beide
ſehr gut erhalt.,
zu verkaufen.
Wilhelmſtr. 6,pt.

Verſchiedene
Hausgeräte
(faſt neu) billie
zu verk. Diebur.
gerſtraße 6, III.

Roederherd.
gut erhalt., bil=
lig
zu verkaufen
Inſelſtraße 18,
Erdgeſchoß.

Naether und
Brennabor,
größte Auswahl.
Gg. Moll, Eliſa=
bethenſtr
. 25½. (c

Kohlenlager
a. Haupt= Güter=
bahnhof
mit 2
groß. Hallen iſt
zu verkaufen.
Anfr. u. J. 181
Geſchäftsſtelle.

1 gebr. Herrenrad
Marke Wanderer
mit Zubeh. billig
zu verkauf. Pan=
kratiusſtr
. 33, 4., St

mod..
PiaNds mneu
ſehr bill. Fiſcher
Schlageterſtr. 7

Neue Granik
Bruchſteine
beſte Qualität.
preiswert abzu=
geben
. Pallas=
wieſenſtr
. 153. (b

Lautſprecher,
Akku, Anode zu= Nähmaſchin.
ſammen 8. , neu v. 115. ab
Fahne, ſchwarz= gebr. v. 20. ab.

veiß=rot 2.50 .
Heidelberger=
ſtraße
17½, I.

Zweiſchläfiges
Bett
u verkaufen.
Off. J. 194 Gſch.

Georg Moll,
Eliſabethen=
ſtraße
25½: (e

Konfirmandena zug
und Halbſchthe,
Größe 41, zu ver=
kauf
. Roßdörfer=
ſtraße
114,1,. Stock.

Elsernes Gartentor
ungefähr 3.20 Meter breit
Eiserne Gartentür
ungefähr 1.10 Meter breit
zu kaufen geſucht. Angebote mit
Preis unter 1 185 Geſchäftsſtelle

AKAUFEA
Gebrauchte
Büromöbel
zu kauf. geſucht
Off. J. 191 Gſch.

Großes
ſpaniſch=deutſch.
Wörterbuch
geſucht. Ang. n
Preis u. J. 183
I. d. Geſchäftsſt.

Pflaſterſteiue
gebraucht,zu kau=
fen
geſucht. Ang.
unt. JT 208 Geſch.

geg. bar
Pland v. Prib
geſucht. Preisoff.
u. J 207 Geſchſt.

Guterhaltene
Schreibmaſchine
zu kauf. geſucht.
Off. J. 196 Gſch.

Altmetall
Rotguß, Kupfes
Zinn kauft
Weber
Alexanderſtr. 13.

Eiſenfäſſer
neu u. gebraucht
verzinkt oder ver
bleit zu kaufel
geſucht. Ang.
J. 201 a. d. Geſch

[ ][  ][ ]

Originalbild von der Beiſehung des

Die Skagerrak=Feier auf der erſten Nordſeefahrk der Hamburger Studenken.

Die Teilnehmer beim gemeinſamen Geſang des Horſt=Weſſel=Liedes,
das den Abſchluß der Gedenkſtunde bildete.
Die Hamburger Univerſität veranſtaltete eine Nordſeefahrt bis nach Norwegen hinauf, auf der die
Teilnehmer, rund 1400 Studenten und Studentinnen, Mitglieder der SA, SS. der HJ und NSBO,
über Nordſee=Probleme geſchult wurden. Am Skagerrak wurde eine eindrucksvolle Weiheſtunde ab=
gehalten
, bei der der Rektor der Univerſität einen Kranz ins Meer verſenkte.

Rieſenfeuer
in den Wäldern am Lago Maggiore.
Mailand. Ein äußerſt heftiger Waldbrar)

bütet ſeit Donnerstag morgen in den Bergen ay Zu der
ſidenden
mittleren Lago Maggiore nordweſtlich von Pc’y wohei
lanza. Bei ſtarkem Wind breitet ſich das Feschur Beſe

trotz aller Abwehrmaßnahmen weiter aus. Großeucſeßen
leſten we
Waldgebiete und mehrere Hütten ſind bereits veswreich zu
nichtet. Der Feuerſchein iſt von allen Punkten de
Lago Maggiore aus zu ſehen. Aus der ganzelſe Man
Umgebung ſind zahlreiche Feuerwehren, die durß) Stelle.
ſtarke Abteilungen Miliz und Alpini=Soldaten
unterſtützt werden, zur Hilfeleiſtung herang/
M das V
ogen worden.
ſragen.
ſit endet
Zuſammenſtoß zwiſchen Eiſenbahn
m Spiel
und Laſtkraftwagenzug.
u wieder

Köln. Am Freitag gegen 0,30 Uhr ereignelgſitt und
ſich, wie die Preſſeſtelle bei der Reichsbahndir nh einzige

tion Wuppertal meldet, an dem Wegübergang; Fußt, um
184 der Strecke UnnaHolzwickede und der Kölſſen, und
Mindener Strecke ein ſchwerer Zuſammenſtoh
Ein aus Richtung Unna kommender Laſtkraf
wagen mit Anhänger aus Hännover wurde 5c
dem Perſonenzug 296 Hamm-Duisburg angeſ
fahren. Dabei wurden drei Perſonen ſchwer un
vier Perſonen leicht verletzt. Die Lokomoti)
wurde leicht, dagegen der Kraftwagen mit An

hänger ſowie die aus Umzugsgut beſtehende Ladun
erheblich beſchädigt. Die Verletzten wurden in de
Krankenhäuſer nach Unna gebracht.

Großer Schmuggel von Seidenſtrümpfen
und Thermosflaſchen nach Frankreich.
Paris. Wie Havas aus Straßburg bericht
iſt die Staatsanwaltſchaft gegenwärtig mit de
Unterſuchung eines großen Schmuggels von Se
denſtrümpfen und Thermosflaſchen nach Fraukſ00 Ssk.
reich beſchäftigt. Es ſollen große Mengen dieſeh
Waren in das innere Frankreich geſchmuggell
worden ſein, die einen Wert von mehreren Mi
lionen haben ſollen.

Der erſte Straßenkehrer von Nürnber!


Wcte3

Ein Nürnberger Straßenkehrer
aus dem Jahre 1434,
eine intereſſante Abbildung aus dem bekannrm
Nürnberger Zwölfbrüderbuch‟. Der Hüter D7
öffentlichen Reinlichkeit trägt hohe Trippel
ſchuhe, die ihn davor bewahren ſollen, zu tiet
den Straßenſchmutz einzuſinken.

Reich und Ausland.
Der rheiniſche Urlauberzug
im Schwarzwald eingekroffen.
Neuſtadt (Schwarzwald). Nach herrlicher
Fahrt lief der erſte Urlauberzug um 11 Uhr vor=
mittags
in Neuſtadt ein, wo ſich der Empfang der
Rheinländer zu einem wahren Triumphzug ge=
ſtaltete
. Nach Muſik und Geſang wurden die Gäſte
von Vertretern der Deutſchen Arbeitsfront be=
grüßt
; dan gings zum Rathaus, wo Bürgermeiſter
Müßle, die rheiniſchen Arbeitskameraden auf=
richtig
willkommen hieß. Der Transportleiter
dankte für den herzlichen Empfang und gab der
Hoffnung auf ein gutes Einvernehmen mit den
Gaſtgebern, Ausdruck.
In Freiburg i. B: waren die Fahrtteilnehmer
während des Aufenthaltes vom Kreisleiter der
DAF. Pg. Sieder ebenfalls willkommen geheißen
worden. Sodann wurden die Gäſte mit Markgräf=
ler
Wein, Würſten und Brot bewirtet; daneben
fehlten auch nicht die weltbekannten Freiburger
Brezeln.
Während des Aufenthalts in Neuſtadt werden
Wanderungen in den Hochſchwarzwald durchge=
führt
. Ein Heimatabend wird die rheiniſchen
Gäſte mit den Trachten, Sitten und Gebräuchen
der Schwarzwälder bekannt machen.

Willem Kes geſtorben.
München. In der Nacht zum Donnerstag ver=
ſtarb
in der Univerſitätsklinik zu München Ge=
neralmuſikdirektor
Willem Kes im Alter von
78 Jahren. Kes war der Gründer des Konzert=
gebouw
=Orcheſters in Amſterdam, der erſten Stätte
klaſſiſcher, insbeſondere deutſcher Muſik in Hol=
land
, an der ſpäter Mengelberg gewirkt hat. Im
Jahre 1894 erhielt Kes auf Veranlaſſung von Pa=
derewſki
einen Ruf an das Scottiſh Orcheſtra in
Glasgow und einige Jahre ſpäter an das Kaiſer=
liche
Konſervatorium in Moskau. 1905 kam Kes
nach Koblenz, wo er 20 Jahre als Leiter des Mu=
ſikinſtitutes
tätig war. Kes war ein Schüler Jo=
achims
und iſt auch, als Komponiſt hervorgetreten
insbeſondere mit der Chorballade Der Taucher

Wiederſehen mit Sonia.

London in Erwarkung der Hungermarſch=Demonſtranken.

Abordnung arbeitsloſer Frauen mit Proteſtſchildern in einem der Demonſtrationszüge,
die aus allen Teilen Englands ſich in Richtung auf London in Bewegung geſetzt haben und nun
unmittelbar vor den Toren der Millionenſtadt ſtehen. Die Zahl der auf dem Marſch befindlichen
Demonſtranten beträgt zwar nur einige Tauſend, jedoch hat die Arbeiterpartei die Maſſen Londons
ſelbſt aufgerufen, um die Demonſtranten mit gewaltigen Kundgebungen zu begrüßen. Man befürch=
tet
, daß es zu ſchweren Zuſammenſtößen kommen wird.

Grundloſe Panik in einem Ankobus.
Köln. Wie aus Frankenholz (Saargebiet)
gemeldet wird, entſtand in einem Kraftomnibus
der Kraftpoſtlinie WahnwegenFrankenholz ohne
jeden ernſtlichen Grund eine Panik. In dem Wa=
gen
befanden ſich 40 bis 50 Bergleute, die ſich zur
Schicht begeben wollten. Beim Löchener Forſthaus
rief einer der Mitfahrenden plötzlich Feuer!
Der Inſaſſen bemächtigte ſich im gleichen Augen=
blick
eine furchtbare Erregung. Ohne ſich Gewiß=
heit
zu verſchaffen, ob es tatſächlich brenne, ſchlu=
gen
die Bergleute die Fenſter ein. Dabei erlitten
mehrere von ihnen beſonders durch Glasſplitter
erhebliche Verletzungen. Man zählte zwei Schwer=
und 10 Leichtverletzte. Die Unterſuchung ergab.
daß abſolut keine Feuersgefahr vorhanden war.
Der Wagen war völlig in Ordnung. Man nimmt
an, daß einer der Inſaſſen den Ruf Feuer! im
Schlaf ausgeſtoßen hatte. Noch größeres Unheil
wurde nur dadurch verhindert, daß der Wagen=
führer
geiſtesgegenwärtig ſofort bremſte.

Sonja Henie,
die neue=alte Eiskunſtlauf=Weltmeiſterin, umringt
von den Grosvenor Houſe=Canadians. Sonja
und die kanadiſchen Eishockey=Spieler gaben jetzt
ein Gaſtſpiel in der Reichshauptſtadt, bei dem ſie
ihr hohes Können bewieſen.

Ein Hund beſucht käglich das Grab
ſeines verſtorbenen Herrn.
Trier. In dem Moſelort Mehring ſtarb im
Dezember 1933 ein Metzgermeiſter, der eine große
deutſche Dogge beſaß. Der Hund war ſeinem Herrn
ſehr zugetan und konnte den Tod des Mannes
kaum verſchmerzen. Seit dem Tage des Begräb=
niſſes
läuft die Dogge jeden Tag zum Friedhof
und legt ſich neben dem Grab nieder. Gegen
Mittag kehrt das Tier faſt pünktlich auf die Mi=
nute
wieder in das Haus zurück. Die ſprichwört=
liche
Hundetreue hat in dieſem Falle wieder ein=
mal
einen ſichtlichen Beweis mehr erfahren.

Schiffszuſammenſtoß in der Themſemündung.
London. Gegen Mitternacht ſtieß in der
Themſemündung bei dichtem Nebel der däniſche
Dampfer Maja, 2203 Tonnen groß, mit einem
unbekannten Dampfer zuſammen. Letzterer ſcheint
geſunken zu ſein. Einer ſpäteren Meldung zufolge
iſt das gerammte Schiff ein britiſches Motorſchiff,
deſſen aus ſechs Mann beſtehende Beſatzung ge=
rettet
wurde,

Zweiter 9zeangeſchwaderflug
der amerikaniſchen Marine.
Berlin. Im vorigen Monat, am 11. Jan.,
war bekanntlich ein Geſchwader von ſechs Ma=
ſchinen
der amerikaniſchen Marine, unter dem
Kommando des Kapitänleutnants Mc. Ginnis,
zu einem erfolgreichen Transozeanflug von San
Franzisko nach Honolulu geſtartet. Jetzt wird
ein zweites Geſchwader der rieſigen Amphibium=
Maſchinen diesmal ſind es fünf Flugzeuge
den Flug nach den Hawai=Inſeln unternehmen.
Das Geſchwader wird von einer Reihe von
Kriegsfahrzeugen auf ſeiner Route begleitet
werden, damit im Falle einer notwendigen, vor=
zeitigen
Waſſerung ſofort. Hilfe zur Stelle iſt.
Die Strecke beträgt ungefähr 3250 Kilometer. Es
kommt der oberſten Marineleitung hauptſächlich
darauf an, bei dieſem Flug den Beweis zu füh=
ren
, daß es auch trotz der rieſigen Entfernung
durchaus möglich iſt, auf dem Luftwege dem ſtra=
tegiſchen
Punkt in Honolulu in kürzeſter Zeit
eine wirkſame Hilfe zu bringen.

Razzia auf Hähne!

Brüſſel. Eine blutige Rauferei in der
belgiſchen Stadt Menin, bei der ein Mann er=
ſchoſſen
und zwei ſchwer verletzt wurden, hat der
Behörde Anlaß zu einer Razzia gegeben, die ſich
von anderen politiſchen Razzien dadurch unter=
ſcheidet
, daß ſie ſich nicht gegen die menſchliche
Unterwelt, ſondern gegen Federvieh richtete.
Beim Verhör der an dem Raufhandel Schul=
digen
ſtellte ſich nämlich heraus, daß ſie ſamt und
ſonders einem heimlichen Hahnenkampfe zuge=
ſehen
, am Toto viel Geld gewonnen und dieſen
Anlaß dann zum Trinken rieſiger Alkoholmengen
benutzt hatten. Da Hahnenkämpfe in Belgien
aber verbotene Vergnügungen ſind, bot die Po=
lizei
ihre Mannen auf, um in den Gehöften nach
den gefiederten Kämpfern zu pirſchen. Es ge=
lang
, auch, vier Kampfhähne zu finden, deren
Herren nun ſchwere richterliche Strafen zu ge=
wärtigen
haben,

Die Sarglafette auf dem Wege vom königlichen Schloß in Brüſſel zur Kirche St. Gudule,
wo die Einſegnung erfolgte.

[ ][  ][ ]

Saamstag, 24. Februar 1934

Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten

Nr. 54 Seite 11

Starslagd Toltat

Deutſchland ohne Weltklaſſendoppel.

Frühere Verſäumniſſe.
Der Tennisbund hat jehzt Machkmikkel.
Wo iſt unſer Doppel? Die Ausloſung in London für den
Yois=Pokal konnte für uns nicht ſchlechter ausfallen als dies=
ſm
. Sie iſt noch niemals ſo ungünſtig geweſen, mit Ausnahme
p einen Jahres, als wir in der erſten Runde auf Grasplätzen
gen England antreten mußten und im ſtrömenden Regen (die
Heler ſpielten auf Strümpfen) glatt verloren. In dieſem Jahre
aumen wir in der erſten Runde gegen Frankreich, das ſechs
dre lang den Pokal beſaß und ihn erſt im vorigen Jahre an
ſigland abtreten mußte. Wenn wir gegen Frankreich gewinnen,
ſamen wir in der zweiten Runde gegen den Sieger aus dem
uffen Auſtralien gegen Japan, werden alſo ausſichtslos ge=
ſigen
.
Aber es würde doch ſchon etwas bedeuten, wenn wir wenig=
s
Frankreich ſchlagen könnten. An Weltklaſſeſpielern beſitzen
nur einen: v. Cramm. Der könnte an ſich beide Franzoſen
ſtgen. Aber wo nehmen wir den dritten Punkt her? Der
Franzoſe heißt vorausſichtlich Borotra, der zweite Bouſſus
Merlin. Das Doppel ſpielen Borotra=Brugnon oder Brug=
u
=Bouſſus. Daß v. Cramm gegen Bouſſus und Merlin ge=
ſanen
wird, drüfte ziemlich ſicher ſein vorausgeſetzt, daß er
gten guten Tag hat. Er kann auch den nicht mehr jungen
N9Jahre alten) Borotra ſchlagen. Aber um den dritten Punkt
ubekommen, müßte der zweite Deutſche einen Sieg herausholen
wir müßten das Doppel gewinnen.
Der zweite Deutſche wer wird es ſein? Wahrſcheinlich doch
ener Menzel, der gerade kürzlich den Schweden Oeſtberg beſie=

Fußball.
Sb. 98 Darmſtadt Olympia Lorſch.
Zu dem am morgigen Sonntag auf dem Stadion ſtatt=
ſiuenden
Spiele treten die 98er in einer veränderten Aufſtellung
zu wobei beſonders darauf geſehen iſt, daß ſich der Sturm in
eunger Beſetzung bei der ſtarken Hintermannſchaft der Lorſcher
Auchſetzen kann. Das Vorſpiel in Lorſch endete 2:2; beide Mann=
äften
werden alles daran ſetzen, das Spiel für ihre Farben
lüfgreich zu geſtalten, denn Lorſch kann den dritten Platz in der
Aoelle nur halten, wenn es die Punkte entführt, während die
Mienträger Wert darauf legen, den vierten Platz zu ſichern.
Mannſchaftsaufſtellung veröffentlichen wir morgen an die=
duce
Stelle.
FC. Union Darmſtadl.
Am kommenden Sonntag begibt ſich Union nach Weiterſtadt,
uu das Verbandsrückſpiel gegen den dortigen Sportverein aus=
ſragen
. Das Vorſpiel auf der Rennbahn vor nicht allzulanger
ſet endete unentſchieden, wobei ſich Weiterſtadt gerade bei die=
Spiel als eine eifrige, kampfesfrohe Elf entpuppte. Union
u wiederum ſeine Junioren herangezogen und am letzten Sonn=
g
gegen Rot=Weiß bewieſen, daß dieſe Elf einen guten Geiſt
eleitz= und auch zu ſpielen verſteht. Die jungen Leute um den
u rinzigen alten Kämpfer Darmſtädter herum ſind ſich wohl
hußt, um was es geht. Aber auch Weiterſtadt hat Abſtiegs=
en
, und deshalb dürfte wiederum ein ſpannender und ab=
Wſelungsreicher Kampf bevorſtehen. Vorher (1 Uhr) Reſerve=
hanſchaften
. Abfahrt ver Rad ab Vereinslokal 1. Mannſch.
W. Uhr, 2. Mannſch. 12 Uhr. JugendJugend Polizei (dort),
Uhr. Pflichtſpiel. SchülerSchüler Ober=Ramſtadt ( Renn=
hn
), Samstag nachm. 4 Uhr, Pflichtſpiel.
SC. HotaUnion Darmſtadt 3:7.
nion trat mit ihren alten Herren, bis auf 3 Mann (Sturm)
1. Mannſchaft, an. Die erſte Halbzeit zeigte, daß Hota ſich
Stärke des Gegners bewußt war. Von Lejacks wird ein
meter verſchuldet, der aber vom Torwart glänzend pariert
gd. Der Hota=Sturm bricht durch und das Spiel ſteht 1:0.
ſtei Eckbälle der Union können nicht verwandelt werden. In
30. Minute kann Steinmann zum 2. Treffer einſchießen.
arz vor der Pauſe erzielt Union in kurzer Folge den Aus=
ich
. Wieder iſt es Steinmann, der von der äußerſten Ecke
3. Tor ſicherſtellt. Nunmehr wird Union warm, denn das
Aa=Heiligtum wird immer mehr bedrängt. Leider iſt dort die
Arteidigung nicht auf der Höhe und es werden in kurzen Ab=
eülniden
4 Tore aufgeholt. Techniſch iſt Union beſſer geſchult,
40 es kann den Hotanern nur empfohlen werden, daß auch ſie
mehr dem Training widmen.
Der Schiedsrichter gab zu Unrecht 2 Tore für Union, war
ſr im allgemeinen gut. Das nächſte Treffen findet am 22.
Mirz 1934 ſtatt.
SC. 1928 Ober=RamſtadtSV. Lengfeld.
Morgen Sonntag, 2.30 Uhr, empfängt SC. Ober=Ramſtadt
Ne SV. Lengfeld zu Freundſchaftsſpielen. Lengfeld iſt durch
Nürhue ikre fairen und ſchönen Spiele, die es dem SC. in der 4=Klaſſe
ierte, bei den Ober=Ramſtädtern in guter Erinnerung. Auch
Sonntag iſt mit ſehr ſchönen Kämpfen zu rechnen, die ihre
ziehungskraft nicht verfehlen dürften. Vorher 2. Mannſch.,
45 Uhr.
Viktoria GriesheimRot=Weiß Darmſtadt.
In dieſem Verbandsſpiel am kommenden Sonntag nachmittag
Bhhr auf dem Viktoria=Sportplatz in Griesheim ſind beide Par=
ben
gezwungen, das Spiel mit Erſatz zu beſtreiten. Der Aus=
ſau
des Zuſammentreffens iſt als offen zu betrachten. Obwohl
Wiesheim das Vorſpiel auf fremdem Platze knapp 4:3 gewinnen
Mnte iſt noch nicht geſagt, ob Rot=Weiß diesmal wiederum das
ichſehen haben wird. Eins iſt jedoch mit gewiſſer Beſtimmt=
ſt
anzunehmen, daß das Zuſamentreffen morgen in Griesheim
21 Intereſſantes bringen wird. Vorher 1.15 Uhr. 2. Mann=
ſaiten
. Weitere Spiele: JuniorenSV. 98 Darmſtadt, 10 Uhr,
ite HerrenUnion Wirhauſen, dort.
Bezirksmeiſterſchaften der Kegler.
Die erſten Vorentſcheidungen Ausſcheidungskegeln für
Bundesmeiſterſchaftskämpfe ſind in allen Verbänden des
tues durchgeführt und die Einzelmeiſter und Kampfmannſchaf=
n
ermittelt worden. Nunmehr ſetzen die Kämpfe um die Be=
ksmeiſterſchaften
ein.
Der Gau 13 iſt in drei Bezirke eingeteilt. Der Bezirk 3
Ahſaßt in Gruppe 3 die Verbände Bensheim Neu=Iſenburg,
ſembach, Worms und Darmſtadt. Alle beteiligten Verbände
ben eine 10er=Mannſchaft zu den Bezirksmeiſterſchaften zu ent=
nden
und je 1000 Kugeln abzuwerfen. Sie werden im Vor=
Rückkampf auf neutralen Bahnen ausgetragen.
Am nächſten Sonntag ſteht die Mannſchaft des Verban=
* Darmſtadt auf den Bahnen der Kegelſporthalle in Kel=
D ach a. M. im Vorkampf mit den Mannſchaften von Worms
42 Offenbach, die einen ſtarken Gegner bilden. Darmſtadts
annſchaft hat dort zu zeigen, ob ſie ihre ſeitherige Poſition in
Bezirkskämpfen, wo ſie ſtets in vorderſter Linie ſtand, halten
nr. Nach den Ergebniſſen bei dem Ausſcheidungskegeln, ſowie
0folgenden Klubkämpfen und Uebungskegeln darf man ſich mit
Hoffnung tragen, daß ſie ſich auch in dieſem Jahre behaup=
n
kann.
Schwimmen.
Reichsbahn Darmſtadt (Schwimmabteilung).
Wir machen die Mitglieder darauf aufmerkſam, daß die
arpimmſtunde am Mittwoch, den 28. Februar, aus Anlaß der
Unrterrunde ausfällt. Nächſte Schwimmſtunde Mittwoch, den
März1 19,30 bis 20.30 Uhr.

gen konnte. Daß Menzel Borotra nicht ſchlägt, iſt ſicher aber
Menzel wird auch kaum gegen den die größere Routine und auch
das ſtärkere Können beſitzenden Bouſſus gewinnen können.
Bleiht das Doppel. Unſer Schmerzenskind. 1912 wurden
Kleinſchroth=von Biſſing in Paris Weltmeiſter 1914 wurden
Froitzheim=Kreuzer Weltmeiſter. Nach dem Kriege hatten wir
in Prenn=Moldenhauer ein erſtklaſſiges Doppel. Aber dann?
Alle Verſuche, aus den jungen Leuten etwas zuſammenzuſtellen,
was einem guten Doppel ähnlich ſähe, ſind geſcheitert. Weder
Knüppel=Schwenker noch Jänecke=Hartz, weder Haenſch=Menzel,
noch Henkel=Wilhelmi ſind weitergekommen als bis zur erſten
Klaſſe. Weltklaſſe ſieht anders aus. Es iſt merkwürdig, daß
jedes andere Land der Welt ein Weltklaſſendoppel beſitzt, nur
wir nicht, v. Cramm ſt körperlich nicht ſtark genug, um an drei
aufeinander folgenden Tagen zu ſpielen und zu gewinnen!. Wo
iſt der Einzelſpieler, der den zweitbeſten Franzoſen beſiegt? Wo
iſt das deutſche Doppel, das Brugnon=Bouſſus oder Borotra=
Brugnon ſchlagen könnte? Wir ſehen ſie nicht.
Aus Gründen, die hier nicht erörtert werden können, haben
die maßgeblichen Stellen in den letzten Jahren nichts oder nur
ſehr wenig und niemals energiſch genug etwas unternommen, um
ein gutes Doppel zu managen‟. Ein gutes Doppel braucht
einige Jahre, um Weltklaſſentennis zu ſpielen. Man muß alſo
ſehr junge Leute zwiſchen 18 und 22 zuſammentun, denn mit 30
Jahren iſt ein Tennisſpieler ſchon alt. Sehr junge Leute aber
brauchen eine feſte Hand, und die baben ſie beim Deutſchen
Tennisbund bisher nicht gefühlt. Allerdings hatte der Bund
niemals die Macht= und Druckmittel wie heute. Es iſt anzu=
nehmen
, daß der Tennisbund jetzt von dieſen Machtmitteln Ge=
brauch
macht, damit Deutſchland endlich auch einmal im Tennis=
ſport
die Rolle ſpielt, die es eigentlich darin ſpielen müßte.
Viktor Grent.

Handball=Pokalendſpiel in Nürnberg.
Der alte DSB.=Handballpokal wird in dieſem Jahre in ver=
änderter
Form wieder aufleben. Die 16 Gaue des Deutſchen
Leichtathletik=Verbandes kämpfen um einen neu ausgeſchriebenen
Kampfſpielpokal, deſſen Endſpiel am 29. Juli im Rah=
men
der Deutſchen Kampfſpiele in Nürnberg ausgetragen wird:
am 17. Juni erfolgt die Zwiſchenrunde, und am 28. Juli ſtehen
ſich die letzten vier Mannſchaften in der Vorentſcheidung in Nürn=
berg
gegenüber.
Termine zur Handball=Meiſterſchaft.
Die Kämpfe zur Ermittlung des deutſchen Handballmeiſters
beginnen in dieſem Jahre am 29. April. An dieſem Tage ſteigen
die acht Spiele der Vorrunde, an der die Meiſter der 16 deutſchen
Handballgaue beteiligt ſind. Die zweite Vorrunde findet am 13.
Mai ſtatt, wiederum 14 Tage ſpäter, am 27. Mai, werden die
beiden Spiele der Vorſchlußrunde ausgetragen, deren Sieger ſich
am 10. Juni das Endſpiel liefern. Auch das entſcheidende Spiel
der Frauen findet am 10. Juni ſtatt, dagegen können die Vor=
rundenſpiele
der Frauen erſt nach Eingang der Meldungen feſt=
gelegt
werden.
Polizei=5y.
Berichtigung: Das für kommenden Sonntag, 15 Uhr, auf dem
Polizei=Platz angeſetzte Treffen wird von der 2. Handball=Elf
gegen den TV. Auerbach ausgetragen.
TSV. BraunshardtSpVgg. 04 Arheilgen.
Für kommenden Sonntag, nachmittags 3 Uhr, haben ſich die
Braunshardter die SpVgg. 04 Arheilgen zu einem Freundſchafts=
ſpiel
verpflichtet. Zwei bekannte Mannſchaften der früheren Be=
zirksliga
, die ſich ſchon viele ſchöne und ſpannende Spiele gelie=
fert
haben. Ganz beſonders Arheilgen wußte von jeher in
Braunshardt zu gefallen, und die Braunshardter ſind bisher auf
eigenem Platze noch zu keinem Sieg über die 04er gekommen.
Aus dieſem Grunde wird man um ſo mehr auf den Ausgang des
Spieles geſpannt ſein. 2 Uhr 2. Mannſchaften beider Vereine.

Zwei deutſche Skiſiege gab es bei den Franzöſiſchen
Meiſterſchaften in Supersbagners bei Luchon in den Pyrenäen.
Der Sieger der Slalomrennen von St. Moritz, Franz Pfnür=
Schellenberg, gewann den Abfahrtslauf mit zwei Sekunden Vor=
ſprung
vor dem Schweizer v. Allmen, während Frau Paumgar=
ten
=Innsbruck den Abfahrtslauf der Damen gewann.
Vor ausverkauftem Hauſe fand im Berliner Sport=
palaſt
am Donnerstag die letzte eisſportliche Veranſtaltung dieſer
Saiſon ſtatt. Die kanadiſchen Eishockeyſpieler, Grosvenors Houſe=
Canadians, ſchlugen den Berliner Schlittſchuclub erneut, diesmal
mit 3:0, und in den beiden Pauſen zeigte die Weltmeiſterin Sonja
Henie ihr großes Können.
Einen ſchönen deutſchen Erfolg gab es am Frei=
tag
in den Fis=Rennen in Solleftea, da die deutſche
Staffel in der Beſetzung Motz, Schreiner, Bogner, Leupold im
4mal=10=Kilometer=Staffellauf in 2:51,23 Stunden hinter den in
2:40,28,2 Stunden ſiegenden Finnen den zweiten Platz be=
legen
konnte. Die Schlußläufer von Norwegen und Schweden hat=
ten
ſich verlaufen und büßten dadurch wertvolle Zeit ein. Die
vier deutſchen Vertreter befanden ſich in ſehr guter Verfaſſung.
Einen deutſchen Eishockeyſieg gab es am Don=
nerstag
abend in Mailand. Der auf einer Italienreiſe befind=
liche
bayeriſche Meiſter ESV. Füſſen ſchlug eine Rote Teufel
benannte italieniſche Auswahlmannſchaft mit 4:2 (2:0. 1:1, 1:1).
Birger Ruud, der bekannte norwegiſche Skiläufer, wurde
jetzt vom Deutſchen Ski=Verband offiziell als Olympiatrainer
verpflichtet. Der Norweger wird ſein Quartier in München auf=
ſchlagen
und mit dem theoretiſchen Unterricht ſchon im Sommer
beginnen.
Sechstageſieger in Kopenhagen wurde die deutſche
Mannſchaft Funda/Pützfeld mit 209 Punkten, 3390,600 Kilo=
metern
und zwei Runden Vorſprung vor. Rieger Falck=Hanſen,
Bielliet Martin und Choury Fabre. Die übrigen fünf Mannſchaf=
ten
lagen vier bis acht Runden zurück.
Als Weltrekorde anerkannt wurden jetzt vom In=
ternationalen
Radſportverband die von dem Dresdener Dauer=
fahrer
Nedo am 3. Oktober auf der Bahn in Dresden aufgeſtell=
ten
Höchſtleiſtungen ohne Schrittmacherführung über ſieben, acht,
neun und zehn Stunden, ſowie über 300 Kilometer.
Deutſche Schwimmer wurden für den 7. April nach
Paris eingeladen. Im Rahmen ſeiner Olympiavorbereitungen
führt an dieſem Tage der Franzöſiſche Schwimmverband eine Ver=
anſtaltung
durch, an der Deiters=Köln und Schwarz=Göppingen
teilnehmen werden.
Zum Ehrenführer des Deutſchen Luftſport=Verbandes wurde
durch den Reichsminiſter für Luftfahrt, Hermann Göring, Mini=
ſterialdirektor
Brandenburg ernannt.
Dr. P. Schlatter=Heidelberg, der Führer der Gaugruppe Süd
im Deutſchen Rugby=Verband, iſt von ſeinem Amt zurückgetreten.
Die Führung übernimmt bis auf weiteres Hermann Meiſter=
Heidelberg.
Einen neuen Flugweltrekord für Landflugzeuge über eine
Diſtanz von 100 Kilometer ſtellte der Amerikaner James R. We=
dell
mit einer Stundengeſchwindigkeit von 426 Kilometer auf.
Beim Frankfurter Reitturnier am 10. und 11. März wird
auch eine Auktion edler oſtpreußiſcher Pferde ſtattfinden. Es
werden diesmal nur fertige, volljährige Pferde, die geritten und
teilweiſe auch gefahren ſind, angeboten.

8 Sahrradfabriken ftellen Maunſchaften
für die deutſchen Berufsſahrer=Skraßenrennen 1934.
Mit der Wiederbelebung des Berufsfahrer=Straßenrennſports
in Deutſchland iſt nun endlich ernſt gemacht worden. Die kom=
mende
Sommerſaiſon bringt zwölf große Straßenrennen für Be=
rufsfahrer
, die über das ganze Reich verteilt ſind. Als Veran=
ſtalter
tritt nicht mehr. wie in früheren Jahren, der Ibus, ſon=
dern
der Deutſche Radfahrer=Verband ſelbſt auf. Zur Unter=
ſtützung
der Veranſtaltungen wurden allerdings acht große Fahr=
radfabriken
veranlaßt, Fahrer zu verpflichten. Außerdem werden
vorausſichtlich noch zwei Nabenfabriken Mannſchaften ſtellen. In
allen 12 Rennen werden ſtarke Felder an den Start kommen.
Unter den verpflichteten Fahrern findet man neben den alten
Routiniers auch viele Neulinge, die eben erſt aus dem Amateur=
lager
kommen. Der Verband wird für jedes Rennen einen Ma=
terialwagen
ſtellen, der unter Leitung von Martin Schmidt, dem
bekannten, Betreuer unſerer Tour de France=Mannſchaften,
ſteht. Im einzelnen werden die folgenden Fabrik=Mannſchaften
verpflichtet:
Opel: Ahrens, Ickes=Wiesbaden Hoden Künzer, Giebler= Stutt=
gart
, Richard und Bruno Wolke, Puſch=Mainz, Kroll.=
Diamant: R. Huſchke, Händel, Bautz, Säuberlich, Stach, Riſch;
Erſatz: Dubaſchny.
Dürkopp: Siebelhoff. Weckerling, Tadewald, Thyroff. Kolbe,
Gruhn, Giehl, Niehaus, Evers; Erſatz: Kuhtz. Negh, Kranzer,
Göricke: Geyer, Uſſack, Neckar=Weſtig; Erſatz=Klauſch.
Phänomen: Stöpel, Hertwig. Umbenhauer, Eſſing, Nolte, Münck;
Erſatz: Pietzſch, Walter,
Preſto: Kiejewski. Funke, Sieronski, Koch, Heide, Grindel; Er=
ſatz
: Schenk. Richter.
Seidel u. Naumann: Thierbach, Siegel. Nitzſchke, Bartholomäus,
Fuggerer, Ebeling; Erſatz; Hermann Müller, Albrecht.
Wanderer: Buſe Altenburger Kutzſchbach, Handke, Hoffmann,
Roth, Saſſe, Boſſe, Karl Steger; Erſatz: Meier, Langmann,
Schellhorn.

Tandaun Samnklaut w. M.
Kaſſel, Trter, Freiburg 251.
Frankfurt: Sonntag, 25. Februar
7.15: Morgenſpruch: Choral. 7.30: München: Reichsſendung.
Standmuſik an der Feldherrnhalle. 9.00: Volkstrauer. Der
Intendant ſpricht. 9.05: Stuttgart: Katholiſche Morgenfeier
9.30: Kaſſel: Evangeliſche Morgenfeier. 10.05: Franz Geis:
Emn Volk ſorgt für ſeine Kriegsgräber. 10.20: München:
Reichsſendung. Hörbericht der feierlichen Vereidigung auf dem
Königsplatz. 10.30: München: Reichsſendung. Feierliche Ver=
eidtgung
aller politiſchen Amtsleiter in Deutſchland. Es ſprechen:
Der Reichsjugendführer; der Stabsleiter der oberſten Leitung
der PL.; der ſtellvertretende Führer. Anſchl.: Funkſtille.
1200: Berlim: Reichsſendung. Uebertragung vom Ehrenmal in
Berlm anläßlich der Totengedenkfeier am Volkstrauertag.
13.00 Stuttgart: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Mit=
tagskonzert
. Tod und Auferſtehung. (Schallplatten). 14.30:
Der Bauer gedenkt der Toten. Hörfolge in Wort und Lied.
15.00: Stuttgart: Beſmnliche Muſik. 16.30: Stuttgart: Kinder=
ſtunde
: Märchen von Anderſen. 17.00: München: Nachmit=
tagskonzert
. Ltg.: Erich Kloß. 18.00: Orgelkonzert. Von
Bernhard Dreier. 18.30: Vom Stürmen und Sterben deut=
ſcher
Soldaten. Em Lied der Kameradſchaft. Szenen von W. W.
Knoeckel.
19.05: Vom Deutſchlandſender:
und die Fahne iſt mehr
als der Tod. Eine choriſche Hörſolge dem Gedenken aller
toten Kämpfer. Worte von Baldur von Schirach, E. W. Möller
und Franz Koeppe. Muſik von Georg Blumenſaat. 19.55:
Trauer und Aufblick. Feierliche Sendung für den Rundfunk,
von R. G. Binding. Muſik: C. Sezuka. 20.30: Stuttgart=
Wallenſtein. Szenen aus Schillers Drama. 22.00: Zeit,
Nachrichten. 22.15: Nachrichten, Wetter, Sport. 22.30:
Kammermuſik. 23.00: Leipzig: Konzert am Volkstrauertag.
Das Simfonieorcheſter, Lig.: Generalmuſikdrektor H. Weisbach
24.00: Nachtkonzert am Schallplatten.
Anudigandtandee
(Welle 1571)
Deutſchlandſender: Sonntag, 25. Februar
7.15: Morgenſpruch und Choral. 7.30: Reichsſendung: München:
Standmuſik aus der Feldherrnhalle. 9.00: Berlin: Morgen=
feier
9.30: Sperrzeit. 10.2: Reichsſendung: München:
Hörhericht der feierlichen Vereidigung auu dem Königsplatz.
10.30: Reichsſendung: München: Feierliche Vereidigung aller poli=
tiſchen
Amtsleiter in Deutſch and. Es ſprechen: Der Reichsjugend=
führer
, der Stabsleiter der Oberſten Leitung der PO., der Stell=
vertreter
des Führers. 12.00: Deutſcher Seewetterbericht.
1215: Reichsſendung: Berlin; Totengedenkfeier am Ehrenmak
ud in der Staatsoper anläßl, des Volkstrauertages. 12,55:
Zeitzeichen.
13.00: Muſik am Mittag. M.=3. der SS.=Standarte 4. SA.=
Chor, Berlin. 14.00: Glückwünſche. Anſchl.: Kinderlieder=
ſingen
. 14.20: Jugendfunkſpiele: Das deutſche Volksſpiel
von St. Geong. 14.55: Jumge Muſiker am Werk: Gerh.
Frommel. Sonate in Fis=Moll für Pianoforte. 15.15:
Erhardt Poſt: Wie wird man Schachmeiſter? 15.30: Doku=
mente
des Todes Dokmente des Lebens. Unterhaltung
über die Kriegsbriefe gefallener Studenten.

um eine alte Dorftirche. 17.55: Siegm. Graff: Das Er=
lebnis
der endloſen Straße‟.
18.15: .. und die Fahne iſt mehr als der Tod. Eine choriſche
Hörfolge dem Gedenken aller toten Kämpfer. Worte von Baldur
on Schirach, E. W. Möller u. Franz Köppe. Muſik: Georg
Blumenſaat. 19.05: Lieder, die wir an der Front ſangen,
Aufnahme.) 19.30: Beſinnliche Stunde (auf Schallplatten).
200: Die endloſe Straße, Frontſtück von S. Graff u. C. E.
Hintze. 21.20: Rirchen=Konzert. Aus der St. Nieolai=Kirche
in Flensburg. Im Rahmen des Flensburger Heinrich=Schltz= Jah=
res
. Ltg.: Joh. Röder. 22.00: Wetter=, Tages= u. Sport=
nachr
. 22.3: Seewetterber. 23.00: Leipz.: Nachtmuſik.

Welerberichl.

Das heute noch mit ſeinem Kern über den Alvenländern lie=
gende
Hochdruckgebiet wird weiter abgebaut und nach Süden ab=
gedrängt
. Sein Einfluß dürfte jedoch noch ſtark genug ſein, die
nördliche Störungstätigkeit von unſerem Gebiet vorerſt noch
fernzuhalten. Später wird bei nach Südweſt drehenden Winden
eine ſtärkere Dunſt= und Nebelbildung auftreten, wobei mit Nie=
derſchlägen
noch nicht gerechnet werden kann.
Ausſichten für Samstag und Sonntag: Teils neblig, dunſtig,
teils aufheiternd, tagsüber mild, ſtellenweiſe nachts Boden=
froſt
, noch trocken.
Hauptſchriftlettung: Ruvol/ Mauve.
Verantwortlich für Politik und Wirtſchat: Rudol, Mauve: jür Feuilleton, Reich
und Ausland und Heſiſche Nachrichten: Max Streeſei fürden Schlußdienſt: Andreas
Bauer: für den Sandel: Dr. C. 6 Quetſch: für Sport: Kart Böhmann: für Die
Gegenwart: Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Nette: ür den Anzeigen=
eil
und geſchäftliche Mitteilungen: Bilty Kuhle, ſämtl. in Darmſtadt. D. A I. 34: 23606
Druck und Verlag: L. C. Wittich. Darmſtadt, Rheinſtraße 23.
Für unverlangte Manufkrivte wird Garantic der Rückſendung nicht übernommen.

Die heutige Nummer haf 14 Geiten.

[ ][  ][ ]

Nummer 54

Standardiſierung der deutſchen Käſeerzeugung
Einführung von Fektſtufen. Beſtimmungen über Mindeſtfektgehall. Kennzeichnung der Ware
durch Land der Herſtellung, durch Fetkſtufe und Erzeugerfirma bezw durch Konkrollmarken.

Schaffung einheitlicher Sorken
für Bukter und Käſe.
Der Reichsernährungsminiſter Darré hat eine Verordnung
der Käſe= und Butterwirtſchaft erlaſſen. Der im deutſchen Zoll=
gebiet
gewerbsmäßig hergeſtellte, fertig gelagerte oder in den
Verkehr gebrachte Lab= und Sauermilchkäſe aus Kuh=, Ziegen=
und Schafsmilch einſchließlich der Koch=, Schmelz= und Zigerkäſe
unterliegt den Vorſchriften der einen dieſer Verordnungen, die
die Standardiſierung, den Mindeſtfettgehalt und den Kennzeich=
nungszwang
für die einzelnen Käſeſorten bringt.
Die Käſeverordnung.
Beſondere Vorſchriffen für offene Ladengeſchäfte,
Verkaufsſtände, Märkke und Gaſtwirtſchaften.
Zu der Käſeverordnung des Reichsernährungsminiſters Darré
wird noch berichtet:
Die Standardiſierung wird auf den Fettgehalt der Käſeſorten
aufgebaut. Es werden acht Fettſtufen unterſchieden, und
zwar Doppelrahmkäſe mit einem Mindeſtfettgehalt von 60 v.H.
in der Trockenmaſſe (i. T.), Rahmkäſe mit mindeſtens 50 v.H, Fett
i. T., Vollfettkäſe mit mindeſtens 45 v.H. Fett i. T., ½=Fettkäſe
mit mindeſtens 30 v. H. Fett, Halbfettkäſe mit mindeſtens 20 v. H.,
Viertelfettkäſe mit mindeſtens 10 v. H. und Magerkäſe mit weni=
ger
als 10 v.H. i. T.
Die Beſtimmungen über den Mindeſtfettgehalt
ſtützen ſich auf den Grundſatz, daß alle Käſe wenigſtens als Halb=
fettkäſe
in den Verkehr gebracht werden müſſen, ſoweit nicht aus=
drücklich
Ausnahmen vorgeſehen ſind. Für gewiſſe hochwertige
Käſearten iſt ein höherer Mindeſtfettgehalt als 20 v. H. vorge=
ſchrieben
. So dürfen Gervais=Käſe nur als Doppelrahmkäſe (60
v.H. Fett) in den Verkehr kommen, andere bekannte Sorten mit
einem ähnlich hohen Fettgehalt. Ausdrücklich wird feſtgeſetzt, daß
Käſe, die nur mit Phantaſienamen, ohne nähere Sortenbezeich=
nung
, verſehen ſind, mindeſtens Vollfettkäſe ſein müſſen. Als
Viertelfettkäſe oder Magerkäſe können vor allem nur ſolche
Käſe in den Verkehr gebracht werden, die ſchon bisher als der=
artige
Käſeſorten hergeſtellt wurden. Die Erfindung
neuer Sorten derartiger Käſe iſt unzuläſſig. Es wird
lediglich die Herſtellung gewiſſer fettarmer
Käſeſorten weiterhin geſtattet, die wegen ihrer Bil=
ligkeit
guten Abſatz haben, wie Harzer Käſe, Mainzer Käſe uſw.
Was die Kennzeichnung anlangt, ſo ſoll ſie in gut
haltbarer und ſichtbarer Weiſe erfolgen. Magerkäſe
braucht nicht als ſolcher gekennzeichnet zu werden. Aller der
Kennzeichnung unterliegender Käſe, abgeſehen von
den Hartkäſen und halbfetten Schnittkäſen, darf nur ver=
packt
in den Verkehr gebracht werden.
Wo der Käſe unverpackt in den Verkehr kommt, muß die
Kennzeichnung auf dem Käſe ſelbſt erfolgen. Die Kennzeich=
nung
muß umfaſſen das Land und die Herſtellung, die Fettſtufe,
die Erzeugerfirma. Anſtelle der letzteren kann dort, wo Kontroll=
marken
ausgegeben werden, die Kontrollmarke treten. In
offenen Ladengeſchäften und Verkaufsſtänden,
ſowie auf Märkten muß bei Käſe, der zum Zwecke
des Kleinverkaufs angeſchnitten wurde, die
Fettſtufe durch Anbringung, von Zetteln oder
Schildern deutlich ſichtbar gemacht werden. Auf
Speiſekarten in den Gaſtwirtſchaften uſw. muß
neben der Sorte des Käſes auch die Fettſtufe ange=
geben
werden. Das gleiche gilt für Zeitungsan=
zeigen
und ſchriftliche Angebote. Auslandskäſe.
der ebenfalls dem Kennzeichnungszwang unterliegt. muß auf
der Verpackung, vor allem auch in deutſcher Sprache, das
Herkunftsland tragen.
Die Bukkerverordnung.
In Zukunft nur noch Matkenbukter.
Der planvolle Aufbau der deutſchen Milchwirtſchaft im natio=
nalſozialiſtiſchen
Staat hat eine weſentliche Förderung erfahren
durch die neue Verordnung des Reichsernährungsminiſters
Ueber die Schaffung einheitlicher Sorten von Butter‟. Dieſe
Butterverordnung beſeitigt die bisherige Vielheit der Butterſor=
ten
und ſtellt gleichzeitig Klarheit her über die Güte der auf dem
Markt angebotenen Butter. Sie bringt weiter den geſetzlichen
Schutz der Markenbutter dagegen, daß Erzeugniſſe, die den an
Markenbutter geſtellten Anforderungen nicht entſprechen, unter
mißbräuchlicher Verwendung der Bezeichnung Markenbutter an=
geboten
werden.
Es werden noch zugelaſſen die Sortenbezeichnungen: Marken=
butter
, Feine Molkereibutter, Molkereibutter, Landbutter und
Kochbutter. Alle anderen Bezeichnungen ſind in Zukunft grund=
ſätzlich
verboten. Ihre Verwendung iſt ſogar ſtrafbar. Die zahl=
reichen
Phantaſiebezeichnungen für Butter ſind damit ausgemerzt
worden. Die Verordnung ſetzt dann feſt, unter welchen Voraus=
ſetzungen
die fünf erlaubten Sortenbezeichnungen verwendet wer=
den
dürfen oder müſſen. Es werden für jede Sorte beſtimmte
Mindeſtanforderungen aufgeſtellt, die nicht unterſchritten werden
dürfen. Dabei ſoll ſich die Beurteilung der Butter nach der Zahl
der Merkmale richten, die ſie für Geſchmack, Geruch, Ausarbeitung,
Ausſehen und Gefüge aufweiſt. Die Verordnung beſtimmt die
Beurteilungsgrundſätze im einzelnen. Inländiſche Butter darf
ebenſo wie inländiſcher Käſe (mit Ausnahme von Magerkäſe) nur
unter Kennzeichnung nach Herkunft und Sorte in den Verkehr
gebracht werden. Für den Kleinhandel mit Markenbutter wird
ein Ausformungszwang eingeführt; das Ausformen darf nur bei
dem Herſteller oder bei den zu errichtenden Abſatzzentralen vor=
genommen
werden. Das Miſchen von Butter iſt verboten, außer
bei Butter aus dem gleichen Erzeugungsgebiet, wenn es ſich um
die gleiche Sorte handelt, wobei Feine Molkereibutter und Mol=
kereibutter
als eine Sorte gelten.
Die Ausformungsbeſtimmungen treten am 1. Januar 1935,
die übrigen Beſtimmungen der Butterverordnung am 1. April 34
in Kraft. Ebenſo gelten die Vorſchriften der Käſeverordnung über
ſachliches Geltungsgebiet, Fettgehalt und Kontrollnummern ab
1. April 1934. Das Inkrafttreten der übrigen Beſtimmungen
beſtimmt der Reichsernährungsminiſter.
Produklenmärkke.
Mainzer Getreidegroßmarkt vom 23 Februar. Es notierten
(Großhandels=Einſtandspreiſe je 100 Kilo loko Mainz) in RM.:
Weizen 19,60, Roggen 16,90. Hafer 14 6014,85, Braugerſte 17,50
bis 18.00, Induſtriegerſte 17,25, Malzkeime 13,75. Weizenmehl
ſüdd. Spezial Null 30,10, Roggenmehl 060proz. nordd. 23,00
23,50, desgl. ſüdd. 2424,50 Weizenkleie fein 10,40, desgl. grob
10.90, Roggenkleie 10,5011.00, Weizenfuttermehl 11,75, Bier=
treber
15,7516,00. Soyaſchrot 15,25 Trockenſchnitzel 9,65.
Berliner Getreide=Großmarktbericht vom 23. Februar. Grund=
ſtimmung
auch heute wieder bei ruhigem Geſchäft ſtetig. Angebot
weiter allgemein ausreichend. Preiſe ungefähr auf Vortagsbaſis.
Mehle ruhig; eine weſentliche Belebung war hier noch nicht zu
verzeichnen. Haferangebot reichlich; andererſeits Abſatzmöglich=
keiten
kaum gebeſſert. Gerſte auch in feinſten Qualitäten ruhiger,
Induſtriegerſte vereinzelt gefragt.

Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Die Rede des Reichsbankpräſidenten vor den Berliner Ban=
kiers
ſtand geſtern im Mittelpunkt der Diskuſſion. Die Ausfüh=
rungen
Dr. Schachts zur Zinskonverſion und ſeine klaren Formu=
lierungen
gegen jede Abwertung der Mark hatten dem Renten=
markt
geſtern neue Käufer zugeführt. Das Geſchäft an der Ber=
liner
Börſe war teilweiſe recht lebhaft. So konnten die um=
getauſchten
Reichsmark=Obligationen bei, großen Umſätzen um
durchſchnittlich ½½ Prozent anziehen. Stahlbonds waren etwa
1 Prozent feſter. Rentenbank ſtiegen von 88½ auf 88½. Reichs=
ſchuldbuchforderungen
lagen ruhiger, aber ebenfalls ¼ Prozent
höher. Die Altbeſitzanleihe befeſtigte ſich um ½ Prozent. Neu=
beſitz
, die vorbörslich mit 19,85 genannt wurden, ſetzten mit 19,70
nach 19,65 vorgeſtern ein. Induſtrieobligationen gewannen ¼
Prozent. Vereinigte Stahlobligationen 7 Prozent. Reichsbahn=
Vorzugsaktien ſtiegen auf 113. Aktienbeſitz lag ruhiger, aber bei
weiteren Käufen des Publikums faſt durchweg freundlich. Die
Höhe der vorliegenden günſtigen Nachrichten veranlaßte auch die
Kuliſſe zu Neuengagements. Die 10prozentige Zunahme der
Steuereingänge im Januar ſowie der Bericht der Reichspoſt und
die weiter ſteigende Rohſtahlerzeugung verſtärkten die zuverſicht=
liche
Auffaſſung der Börſe. Montanwerte waren meiſt um ½ bis
½ Prozent erholt. Im Verlauf traten unter Führung von Far=
ben
, die gegen den Anfang 2 Prozent gewannen, weitere Befeſti=
gungen
ein. Schultheiß erhöhten ihren Gewinn auf 4½ Prozent;
von Montanwerten waren Phönix 1 Prozent befeſtigt. Nieder=
lauſitzer
Kohlen, ſtiegen um 2½ Prozent. Deutſche Eiſenhandel
wurden mit 57 nach 55 umgeſetzt. Von Brauereiwerten waren
Engelhardt durch die Schultheißbewegung mitgeriſſen und ſtiegen
um 2½. Am Rentenmarkt konnten ſich Alt= und Neubeſitz nicht
behaupten; auch Reichsſchuldbuchforderungen wurden wieder auf
Vortagsbaſis gehandelt, dagegen lagen Kaſſarenten feſt.
Die Ausführungen des Reichsbankpräſidenten im Großen
Ausſchuß des Zentralverbandes des Deutſchen Bank= und Bankier=
gewerbes
brachten eine allgemeine Beruhigung und neue Zuver=
ſicht
an den Markt. Vor allem löſte die Ausführung Dr. Schachts
gegen jede Abwertung der Mark eine Befriedigung aus, und mit
Genugtuung wurde auch die Bemerkung über die organiſche Zins=
ſenkung
, die auf loyalem Wege ohne jeden Druck erfolgen ſoll,
aufgenommen. So war geſtern vor allem wieder Intereſſe am
Rentenmarkt vorhanden, wo neben beachtlichen Publikumsaufträ=
gen
auch die Kuliſſe in größerem Ausmaße Neueindeckungen vor=
nahm
. Durch dieſe Bewegung wurde auch der Aktienmarkt mit=
gezogen
und zeigte gegenüber den ruhigen Vortagen eine ſpürbare
Belebung, die zu einer zuverſichtlichen Kursgeſtaltung an der
Frankfurter Börſe, beſonders im Verlaufe, führte. Bei leb=
haften
Umſätzen eröffneten am Rentenmarkt Altbeſitzanleihe 88,
ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen ½ und Stahlvereinbonds ein
Prozent höher. Neubeſitz lagen gut behauptet. Reichsmark= An=
leihen
(aus Dollarbonds) waren feſt und zogen bis 1 Prozent an.
Am Aktienmarkt waren JG. Farben zunächſt ½ Prozent leichter,
glichen aber ſpäter den Verluſt wieder voll aus. Th. Goldſchmidt
konnten ſich auf Berliner Käufe um insgeſamt 2 Proz. befeſtigen.
Der Montanmarkt lag durchſchnittlich bis ½ Prozent freundlicher.
Mannesmann gewannen 4 Prozent und Laurahütte ſogar 1,5
Prozent. Am Elektromarkt lagen Geſfürel mit plus 1,5 Prozent
feſt, während Schuckert 0,75 Prozent verloren. Schiffahrtswerte
weiter vernachläſſigt und gedrückt; Hapag verloren 0,75 Prozent.
Im einzelnen lagen Reichsbankanteile 0,5 Prozent höher. Zell=
ſtoffaktien
gut behauptet, während Kunſtſeidenwerte bis 0,5 Proz=
nachgaben
. Im Verlaufe blieb der Aktienmarkt feſt, die durch=
ſchnittlichen
Kursſteigerungen betrugen 0,51 Prozent.
Die Stimmung an der Abendbörſe war freundlich, im
Hinblick auf das Wochenende fanden aber größere Umſätze nicht
ſtatt. Am Aktienmarkt lagen die Kurſe gegen den Berliner Schluß
überwiegend gut behauptet, vereinzelt traten auch Beſſerungen
bis zu 0.5 Prozent ein. So wurden die meiſten Elektropapiere
etwas höher bezahlt, auch Montanpapiere fanden etwas mehr
Beachtung, wobei die fortſchreitende Beſſerung des Auftragsein=
ganges
bei den Mannesmann=Röhrenwerken anregte. JG. Far=
beninduſtrie
bröckelten im Verlaufe leicht ab.

Berliner Kursbericht
vom 23. Februar 1934

Berl. Handels=Geſ. 94.50
deutſche Bank u.
65.25
Disconto=Geſ.

Dresdner Ban!
Hapag
Nordd. Llotzd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas

G7.
27.50
30.625
29.50
149.
53.75
22.
153.25
120.50

Deutſche Erdöl
Elektr. Lieferung 100.50
J. 6. Farben
Gelſ. Bergwerke
Geſ.f.elektr. Untern
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen und
Köln=Neueſſen
Phil. Holzmann 70.625
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Koksw. Chem. Fabr.
Mannesm. Nöhr
Maſch.=Bau=Untn.
Orenſtein & Koppel

110.50
133.125
62.375
99.
95.25
75.875
113.56
66.
89.125
67.875
25.375
70.25

Ke
Rütgerswerke
Salzdetfurth Ka
Kaufhof
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkali 1
Agsb.=Nnrb. Maſch.
Baſat Lin=
Berl. Karlsr. Ind. .
Hohenlohe=Werke 25.50
Lindes Eismaſch.
BogelTelegr. Drahtl
Wanderer=Werke

Samstag, 2 4. Februar

Deutſchlands Kohlenprodukkion im Januar.
Nach den Ermittelungen des Statiſtiſchen Reichsamts wur)
im Monat Januar 1934 in Deutſchland gefördert bzw. gewon ni,
(in Tonnen, alle Ziffern ohne Saargebiet):
19
1933
1934

Steinkohlen
Braunkohlen
Koks
Steinkohlenbriketts
Braunkohlenbriketts

10 592 905
12167 553
1968 818
557 467
2 797 757

9 299 266
11 233 370
1764 676
426 973
2 557 954

Wirkſchaftliche Rundichau.

1913
12 166 88 Pt M.
7 375 561 Pte Moil.
2. 504 50/ / Hülde.
468 25i/t da git
1 771 181 ten Lugel
En
Mein.

Die Preisindexziffer der Metallwirtſchaft, Metallwiſſenſch
Metalltechnik‟. Die Preisindexziffer der Metallwirtſchaft,
tallwiſſenſchaft, Metalltechnik ſtellte ſich am 21. Februar auf-Aymt ſchon
gegen 47,7 am 14. Februar 1934 (Durchſchnitt 190913 gleich 10
ſtieg alſo um 1,3 Prozent der Ziffer vom 14. Februar. Für
einzelnen Metalle wurden nach dem Preisſtand vom 21. Fehr/ eein Läche
folgende Einzelindexziffern errechnet: Kupfer 35,2 (am 14.
34,8), Blei 47,7 (46,9), Zink 40,0 (39,0), Zinn 79,3 (77,7), A
minium 111,1 (111,1), Nickel 93,8 (93,8), Antimon 59,8 (59.,8
Ueber 122 000 Kraftwagen von der Steuer losgekauft.
dem Recht zur Ablöſung der Kraftfahrzeugſteuer, das zwiſ
Juni und September vor. Js. gewährt war, haben 122 758 9g00 1 N
ſonenwagen und 74 763 Krafträder Gebrauch gemacht.
Steuerablöſung war möglich durch einmalige Zahlung in Hil Vor drei
der anderthalb= bis dreifachen Jahresſteuer. Es haben alſol7
Prozent der ſteuerpflichtigen Perſonenwagen und 20,4 Prozent Renden Bu
Krafträder die Ablöſung durchgeführt. Insgeſamt kamen d
53,5 Millionen RM. an Ablöſungsbeträgen auf. und zwar bei pſe vor M
Krafträdern 5 Millionen, bei Perſonenwagen 48,5 Millionen. / prlich.
hat danach alſo jeder beteiligte Wagen ſich durch eine einmad ſtämmiger

A
m ſo merkw
Alio bitt
e Jroni
* unterbri
fine Erin

Zahlung von durchſchnittlich 390 RM. von der Steuer losgekauſen hinein,

was das durchſchnittlich anderthalbfache der Jahresſteuer bedeu, Chaufeur
Pfälziſche Hypothekenbank. Die Pfandbrief=Teilungsmuhne die ic

enthielt am 31. Dez. 1933 GM. 2.,73 (Juni 1933: 2,64) Mill.,

unter 1,11 Barmaſſe, wogegen Mk. 384,25 (384,27) Mill. Anſpri
ſtanden. Das entſpricht einer Reſtquote von 0,71 (0,69) Pro=

häten an.
loſe Masl

dationspfandbriefen ausgeſchüttet wurden.
daß Baron
und ſoeben
mt. Der 3o
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
nſch gewe
Nach Ausverkauf der letzten Emiſſion wurden geſtern von i einer d
Reichsbank neue unverzinsliche Schatzanweiſungen per 16. 74par der
zur Verfügung geſtellt. Der Diskontſatz, der bisher 4½ Pro/
ſend Stalin=
betragen
hatte, wurde auf 4½ Prozent ermäßigt.
Auf Grund des Geſetzes über die Induſtrie= und Handelski=
mern
in der Faſſung vom 28. Februar 1933 hat die Induſtrie=
Handelskammer zu Berlin beſchloſſen, ſämtliche Einzelhän
des Kammerbezirks zu einer Einzelhandelsvertretung (Einzel)
delsamt) zuſammenzufaſſen.
Die zum Konzern der Ver. Stahlwerke gehörende Ruhrſ
AG. Witten=Ruhr hat im Laufe der letzten drei Monate 250
beiter neu einſtellen können, davon allein 100 im Januar.
die Eheleut
Da aus verſchiedenen Vorkommniſſen deutlich zu erkennen Marie, geb.
daß einzelne Baumſchulbetriebe mit ihrem Pflanzenmaterial ſeute das
rückhalten in der Hoffnung, im Frühjahr noch höhere Preiſe ſpaulieren
ausſchlagen zu können, haben ſich die zuſtändigen Stellen gezruteis hilfsbe
gen geſehen, hiergegen durch Höchſtpreisfeſtſetzungen einzuſchreu
Die Pflanzenpreiſe werden ſo feſtgelegt werden, daß ſowohl 4
Erforderniſſen der Baumſchulen als auch der Forſtwirtſchaft N
nung getragen wird.
Die Adam Opel AG. hat allein in ihrem Rüſſelsheimer A
ſeit Anfang Januar 1934 noch weitere 2000 Arbeitnehmer
geſtellt und damit ihre Belegſchaft auf insgeſamt 12 000 Ard
nehmer erhöht. Während im Januar 1933 etwa 6000 Men
im Rüſſelsheimer Werk verkürzt arbeiteten, iſt heute die dopM
Anzahl in der Sechstagewoche voll beſchäftigt.
Die Stolberger Bergwerksgeſellſchaft als Inhaberin der E.
Blei= und Silberwerke hat die Kündigungsfriſten für Arbeit
mer, die auf eine ununterbrochene fünfjährige Tätigkeit im
triebe zurückblicken können, auf vier Wochen verlängert.
Vom 16.25. März findet die diesjährige Genfer Autom=
Ausſtellung ſtatt, an der die Vereinigten Staaten mit 20 Ma Mſonde
Frankreich mit 13 Marken, Deutſchland und England mit je Au
Marken vertreten ſein werden.
Die Niederländiſche Nationalbank hat in der abgelauf
Woche einen Goldverluſt von 19,6 Millionen Gulden gehabt,
Goldbeſtand der Bank beträgt gegenwärtig 813,6 Mill. GuM
Der größte Teil des Goldes iſt nach Paris gegangen.
Oeviſenmarkt
isconto=Geſelſchaft von 22. Februar 194

21.
56.
154.
19.75
42.
114.
66.875
19.125
106.25
83.375
68.75
9825

Buenos=Aires

Kanada
Japan

Kairo.
Iſtanbu

London

Newv Yort t
Rio de Janeirol
uruguah
Amſterdam
Athen.

Brüſſel
Budapeſt
Danzig
belſingfor

Währung
1 Pap. Peſo
1eanad. Doll.
Yen
1 äaypt.
türk. *
12. Stg.
1 Dollar
1 Milreis
1 Goldpeſo
100 Gulden
100 Drachm.
100 Belga.
100 Peng
100 Gulden
100 finn. Mk.

Geld Brieff
0.6481 0.852
2.507 2.513
13. 185/ 13.195
1.9951 1.994
2.785 12.815

0.7641 0.768

2.522
0.214
1.289
168.78
2.396
58.44
a1.70
5.6441

2.528
0.216
1.291
169.12
2.400
58.56
81.86
5.656

Italien
Jugoſlawien
Kopenhagen
Liſſabon
Sslo
Paris
Prag
Island
Rigg.
Schwe=
Sofia.
Spanien
Stockholm
Tallinn (Eſtl.
Wien

Währung
100 Lire
100 Ding
100 Kronen s
100 Escudos
00 Kronen
100 Franes
100 Tſch.=Kr.
100 isl. Kr Is
00 Lais
00 Fran ien
00 Leva.
100 Peſeta s
100 Kronen 65.86
100 eſtl. Kr.
100 Schilling

Reie
21.87
S.ee4l
57.09
1.84
64.24
16.49
10.38
57.67
79.52
80.84
3.047
33.37
68.78
47.20

Durikſtäuter und Karioharbant Surmfragt, Filiane Di Btesoner Buin
Frankfurter Kursbericht vom 23. Februar 1934.

Kene
Gr. IIp. 1934
. . 1935
1936
1937
. 1938
*
GruppeI
6% Dtſch. Reichsanl.
6% v.27
5½%Intern., v.30
6%Baden ... v.27
6%Bayern .. b.27
6%Heſſen. . .. v. 29
6% Preuß. St. v. 28
6% Sachſen .. b.27
6% Thüringen v. 27
Dtſch. Anl. Auslo=
ſungsſch
. 4:ſ, Ab=
löſungsanl
. . . . . .
Otſche. Anl. Ablö=
jungsſch
. (Neub.)
Deutſche Schutzge=
bietsanleihe
...
6%Baden=Baden.
6%Berlin ... v.24
6% Darmſtadt . . .
6%Dresden.. v. 26
6%Frankfurt a. M.
Schätze v.29
7,
v. 26
6%Mamz..... .."
6Mannheim v.27
69München . b.29
6%Wiesbaden v. 28
6%Heſſ. Landesbk.
6% Goldoblig.
5½ %Heſſ. Landes=
hyp
.=Bk.=Liquid

102.25
100,
97
931,
92
951.
100
96".
93,
94.75
95.5
94.25
105-
96
92.25

96.75
19.65

82:,
85
82
87.5
Rré
92
88.5
90.75

D Lee
Hyp.=Bk. Ligu.=
Komm. Obl. . .
6% Preuß. Landes=
Pfb.=Anſt. G. Pf.
6% Goldoblig.
6%Landeskomm.=
Bk. Girozentr. f.
Heſſ. Gldobl. R.11
R.19
6%o
6%Kaſſ. Landeskrd.
Goldpfbr. . ..
6%Naſſ. Landesbk.
5½% Liqu. Obl.
Dt. Komm. Sam=
mel
=Ablöſ.=Anl.
*Ausl. Ser.
FAusl. Ser.I
Dt. Komm. Samm.,
Abl. (Neubeſitz).
6%Berl. Hyp.=Bt.
5½ % Lig.=Pfbr.
6% Frkf. Hyp.=Bk.
5½%0 Lig. Pfbr.,
629
Goldoblig
69Frkf. Pfbr.=Bi.
5½% n Lig.=Pfbr
6%Mein.Hhyp.=Bk.
5½% Lig. Pfbr.
6% Pfälz. Hhp.=Bi.
5½% Lig. Pfor.
6SRhein. Hyp. Bk.
5½% Lig. Pfbr
Golboblig.
6% Südd. Boden=
Cred.=Bank...
5½% Lig. Pfbr.
6%Württ. Hhp.=B.

9a

86
93
91.75

14,8
18.9
91.5
81.5
92.25
9177,
88.75
92.25
RKe
92.5
93.25
94.5
93.25
93
92.

D
3% Dt. Linol=Werke
6%Mginkrw. v. 2
62Mitteld. Stahl,
6%Salzmann &Co.
16%Ver. Stahlwerke
162 Boigt & Häffner
J. G. Farben Bondsl;
5%Bosn. L.E.B
L.Inveſt.
5%Bulg. Tab. v. 02
4½% Oſt. Schätze
47 Oſt. Goldrente.
5 %vereinh. Rumän
4½%
47
4% Türk. Admin..
1. Bagdad
Zollanl.
4½ %üngarn 1913
4½%
1914
429
Goldr.
1910
429
4½Budp.Stadtanl.
42Liſſabon
42, Stockholm
Aktien.
Aig. Kunſtziide Unn
A. E. G. ........"
AndregeNoris Zahn
Aſchaffbg. Brauerei
Beliſtoff
Bemberg, J. P..
Berl. Kraft u. Licht
Buderus Eiſen.
Cement Heidelberg
Karlſtadt
J. 6. Chemie Baſel

Ke
95.25
88

21.5
18.5

52.5
292
98
38.5
53.5
129
781,
93
100
135.75

esgarnas
Chade
Contin. Gummiw.
Contin. Linoleum
Daimler=Benz
Dt. Atl. Telegr.
Erdöl
..1
Di. Gold= u. Silber=
ſcheide
=Anſtalt.
Linoleum
Dortm. Ritterbräu
Dnckerhoffc Widm.
Eichbaum=Werger.
Eleitr. Liefera.=Geſ./100.5
Licht u. Kraft 103.25
Eſchw Berowert 1220
erßling. Maſchinen.
Faber & Schleicher
3. G. Farbeninduſtr. 133
Feinmech. (Jetter)
Felt & Guillegume
Frankfurter Hof
Gelſenk.Berawer!
Geſ.f.elektr. Uintern.
Goldſchmidt Th
Gritzner=Kayſer
Grün & Bilfinge 1200
Ha enmühle ?
Hanauer Hoifbräuh 106
Hanfwerke Füſſer
HarpenerBere
Henninger Lempf.
HilpertArmaturfrb
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch Kupfer
Hochtief Eſſen
Holzmann, Phil.
Flſe Bergb. Stamml142
Genüſſel?
..!
Junghans ..

Sn

183
48.25

77.5
36
43.5
37
59.75
G2I.
99
61
28.75
38
95.25
108
35.5
68
115
70.5
118
36.9

Muee
Aſchersleben
glein, Schanzlin.
Klöcknerwerke.
Anorr C.6. ....
Lahmeyer & Co. ..
Laurahütte ...
Lech, Augsburg
Löwenbr. Münch.
Mainir.=W. Höchſt
Mainz. Akt Br....
Mannesm.=Röhren
Mansfeld Bergb.
Metallge Frankf.
Miag, Mühlenbau.
Motoren Darmſtadt
Neckarwer Eßling.
Oberbedar
Phön; Bergbau.
Rh. Braunlohlen .=
Elektr. Stamm
Stahlwerke.
Riebeck Montan.
Roeder. Gebr
Rütgerswerte..
Salzdet urth Kal.
Salzw. Heilb=
Schöfferhof=
Schramm
Schuckert
Schwartz.
Siemens
Reinie
Südd. Zucker=A. 6./1
Thür. Liefer.=Geſ.
Kaufhoe ....
Unterfranken .. . . .

216,
n4.75

67.75
37.25

88.75
13.
49.5
203.75

56.5
154.75

102.5
85.5
150.
180.5

Meie Kdeee
Ver Ultramarin.
Boigt & Haeffner.
Weſteregeln Kali..
Zeliſtoff Waldhof..
Allg. Dt. Creollanſt.
Badiſche Banl.
Br. f. Brauinduſtr.
Bayer, Hyp. u. W.
Ber Handelsge)
Gypothelbl
Comm. u. Privatl.
Dt. Banl und Dise.
Dt. Eff. u. Wechſel
Dresdner Ban.
Frankf Ban!.
Hyp.=Ban
Mein Hyp.=Ban
Pfälz. Hhp.=Ban
Reichsbant=Anz
Rhein. Hnp.=Ban
Südd. Bod.-Cr. B1.
Bürtib Notenbonil=
A.G. Veriehrcw.
Allg. Lokalb. Kraftw).
72 Dt. Reichsb. Vze
Hapag
Nordd Lloyd.
Südd Eiſenb.=Gei‟
Allianz u. Stutie lal
Verſicherung
Verein. Verſ.
Frankona Rück=u.M
Mannheim. Verſich.
Otavi Minen
Schantung Handelsl

2.

[ ][  ][ ]

Roman von Wilhelm Schneider.
(Nachdruck verboten.)
Guten Abend, ſagte ich auf deutſch, was verſchafft mir
ditz Vergnügen?
Im Sicherheit zu gewinnen, ſetzte ich mich auf den Tiſch und
züzuete mir gemächlich eine neue Zigarette an. Der Mann be=
ſeſute
meine Bewegungen.
Hallo, ſagte ich, ſoll der Film ſtumm bleiben?
Da glitt ein winziges Lächeln um ſeinen Mund. Und im
ueien Augenblick wußte ich, daß ich ihn ſchon irgendwo geſehen
Nein, ſagte er, natürlich haben wir ſo allerlei zu beſprechen,
vier Munk.
Sein Deutſch ſchien mir völlig einwandfrei, trotzdem hatte es
ſue ſo merkwürdigen ſingenden Tonfall. Dieſe Stimme hatte ich
ſinmt ſchon einmal gehört
Alſo bitte, mit wem habe ich das Vergnügen?
Sein Lächeln wurde breiter und unangenehmer; eine brutale,
hunde Ironie legte ſich über ſeine Züge.
Sie kennen mich alſo nicht?
O doch, ich kenne Sie ich kann Sie nur augenblicklich
unterbringen. Halt, einen Moment ich glaube faſt
in ich im Bilde.
Eine Erinnerung ſchoß in mir hoch.
Vor drei Jahren in Urga, in der nördlichen Mongolei. Auf
ſagd nach Baggenſen. Ich hatte eine Audienz angeſucht beim
hnden Buddha", dem Scheinherrſcher von Rußlands Gnaden,
ind z
die war mir bewilligt worden. Als ich nach der Audienz den
M
tlſt verließ, ſtand ein ſchwerer Tourenwagen vor dem Porlal.
jnſtämmiger Burjäte warf einen unförmigen Koffer in den
oen hinein, ungeſchickt, unbeholfen, dem Manne, der hinter
mChauffeur im Wagen ſaß, auf die Füße. Da hörte ich die
Einme, die ich jetzt vernahm: kalt und ſchneidend ſprang ſie den
uäten an. Das Geſicht prägte ſich mir ein: dieſe gelbe, aus=
lutzloſe Maske. . . . Der Mann hatte ruſſiſch geſprochen. Gleich
Wbraf fuhr das Auto davon. Wenige Minuten ſpäter vernahm
laß Baron Elck beim lebenden Buddha zu Gaſt geweſen
id ſoeben mit dem Auto Urga verlaſſen hätte. Ziel unbe=
Er. Der Zorn hatte mich damals gepackt; lange war es mein
buſch geweſen. Baron Elck perſönlich kennen zu lernen. Er
nria einer der ganz Großen, ich hatte viel über ihn gehört.
par der Vertrauensmann der Sowjets im fernen Oſten,
ſtend Stalins, Drahtzieher ganz großen Formats, einer der
iuhalssslast:VG-IIE

meiſt genannten Leute. Vor dem Kriege war er Marineattachö
des Zaren in Tokio geweſen, er hatte es verſtanden, ſich auf den
neuen Kurs umzuſtellen. Von Geburt war er Balte, daher auch
ſein ſingendes Deutſch. Immer wieder hatte man ihn mit Bag=
genſen
in Zuſammenhang bringen wollen. Man ſprach von Zu=
ſammenarbeit
der beiden gegen Japan, andere wieder bezeich=
neten
ſie als Todfeinde. Mir ſtieg damals der Verdacht auf,
daß Elck und Baggenſen im Hauſe des lebenden Buddha, zu
Urga eine geheimnisvolle politiſche Zuſammenkunft gehabt hät=
ten
, aber Beweiſe dafür hatte ich nicht...
Und dieſer Mann ſtand jetzt vor mir. Der große Elck! Er
hatte mich geſucht: in Wien, Europa, im Hinterzimmer einer
Heurigenſchenke. Unfaßbar und phantaſtiſch! Nur mit Mühe
meiſterte ich meine Erregung.
Immer noch ſtand er an der Tür und lächelte ironiſch. Nun.
ſagte er endlich, ich ſehe, daß Sie mich erkennen, Herr Munk.
Ich ging auf ihn zu. Was wollen Sie von mir, Baron
Elck?
Da reichte er mir die Hand. Baggenſen, anwortete er
leiſe.
Sie kommen von ihm?
Um Gottes willen! Sind Sie ſo naiv, mein Lieber?"
Ich hatte plötzlich Herzklopfen. Er legte ruhig ſeinen Man=
tel
ab und ſetzte ſich auf das Sofa. Ich klingelte, und das
Mädchen brachte uns Wein.
Er nippte an ſeinem Glaſe und zündete ſich eine Zigarette an.
Entſchuldigen Sie die kleine Entführung, begann er faſt
liebenswürdig, ich konnte mich Ihnen unmöglich im Hotel ſtel=
len
, da ich keinesfalls mit Baggenſen zuſammenſtoßen möchte.
Hier haben wir neutralen Boden unter den Füßen.
Wo iſt Baggenſen? fragte ich heiſer. Ich ſetzte mich ihm
gegenüber; ich hatte Angſt, daß er mir jetzt das Unfaßbare er=
zählen
würde..
Vorläufig iſt er noch in Wien.
Mir fiel ein Stein vom Herzen.
Er beugte ſich ein wenig vor: Offen geſagt, Herr Munk,
ich begreife Sie nicht ganz Sie ſind doch ein angeſehener Jour=
naliſt
Sie haben einen Namen zu verlieren.
Und?
Sie exponieren ſich und haben es nicht nötig. Ich finde es
geradezu fatal, daß Sie ſich auf derartige Abenteuer einlaſſen.
Sie verwickeln ſich in die unmöglichſten Geſchichten, Sie paſſieren
Landesgrenzen, ohne ſich den Behörden zu legitimieren, Sie
wohnen in einem ziviliſierten Lande Europas unter fremdem
Namen das iſt doch unmöglich.
Darüber bin ich Ihnen keine Rechenſchaft ſchuldig, Baron
Elck, ſagen Sie mir lieber, wie ich am ſchnellſten Baggenſen er=
reichen
kann.
Er lachte offen und zeigte mir ſeine gelben Zähne. Das
iſt augenblicklich nicht möglich, Herr Munk.
Warum nicht?
Weil er Sie gar nicht ſehen will. Sonſt hätte er ſich ja mit
Ihnen in Verbindung geſetzt.

Der Mann war ziemlich genau im Bilde.
Sie ſind offener, als ich erwartete, Baron Elck.
Ihnen gegenüber habe ich keinen Grund, mit verdeckten
Kauten zu ſpielen.
Ausgezeichnet. Was iſt denn eigentlich los? Wie kommen
Sie überhaupt hierher, wie haben Sie uns aufgeſpürt?
Ziemlich einfach. Ich beobachte Baggenſen ſchon ſeit einigen
Tagen.
Schon ſeit Kopenhagen?
Nein, ſeit Berlin.
Ich finde es trotzdem ſeltſam, daß Sie uns hier gefunden
haben."
Meine Verbindungen, Herr Munk.
Hm. Alſo gut, was wollen Sie von Baggenſen? Und
warum ziehen Sie meine Wenigkeit hinein, Baron Elck?
Auch das will ich Ihnen ganz offen ſagen. Ich bin ja, wie
Sie wiſſen, ein Diplomat alter Schule.
Na, na.
Ich betone nochmals, daß ich keinerlei Grund habe, vor
Ihnen Verſtecken zu ſpielen. In wenigen Minuten werden Sie
begreifen, warum ich ſo offen bin.
Schießen Sie los, Herr Baron!
Wiſſen Sie, wer die Dame iſt, die mit Baggenſen reiſt?
Selbſtverſtändlich.
Wiſſen Sie auch, daß ſie Baggenſens ſchlimmſter Feind iſt?"
Ich ſtarrte ihn an. Es war erſtaunlich, was er nicht alles
wußte.
Sie wiſſen es alſo nicht? Das kann ich mir denken. Bag=
genſen
ſelber hat ja keine Ahnung.
Baron Elck, Sie tun, als ob Baggenſen keinen beſſeren
Freund hätte als Sie
Zuviel geſagt, mein Lieber, auch darin bin ich ehrlich. Rein
perſönlich ſchätze ich ihn außerordentlich, ich weiß auch ſeine Ar=
beit
zu würdigen, ſeine großen Ziele und ſein Ethos. Aber ich
ſelber trete ja vor dem zurück, was ich repräſentiere. Ich bin ein
Diener meines Landes, meiner Regierung. Und mein Land will,
daß Baggenſen ſein hohes Ziel weiter verfolgt. Alſo muß es uns
beunruhigen, wenn Baggenſen ein Bündnis mit ſeinen eigenen
Feinden eingeht.
Bündnis mit ſeinem Feind? Baggenſen kennt nur einen
Feind, und dieſer Feind iſt eine Großmacht.
Sehen Sie, Herr Munk: die Repräſentantin dieſes Feindes,
das iſt die Dame.
Ich ſprang auf. Teufel iſt das Ihr Ernſt?
Jawohl, die Dame iſt ſeit kurzem das Werkzeug der betref=
fenden
Großmacht.
Baron, Sie ſprechen immer von der Dame‟ Warum
nennen Sie nicht offen ihren Namen.
Weil es mir nicht klar iſt, wie ſie wirklich heißt. Aber das
ſpielt doch keine Rolle.
Ich weiß nur, daß ſie Rhoda Horn heißt, und daß es die
Schweſter jenes Olaf Horn iſt, den man vor zwei Jahren in
(Fortſetzung folgt.)
Tokio erſchoſſen hat.

jörende
Monate 250
Januar. 1Ze Eheleute Philipp Steuernagel und Fr
ch zu erkenne//Aarie, geb. Kramer, in Nieder=Ramſtadt, feiern

unzenmateria /k
höhere Preiſe
Stellen get
en einzuſch=
daß
ſowohl
ſtwirtſchaf
ſelshe
für Ar
enfer
nit

au

te das Feſt der Silbernen Hochzeit. Wir
ulieren herzlich! Dem allſeits beliebten und
hilfsbereiten Jubelpaar alles Gute.
2983

enmarkt
jebruar

Dankſagung.
für alle herzliche Anteilnahme und Blumen=
enden
beim Heimgange unſerer lieben Mutter
Frau Sophie Rühl
geb. Stöfſel
brechen wir unſeren herzlichſten Dank aus. Ganz
ſeſonders danken wir Herrn Pfarrer Bergér für
eine troſtreichen Worte am Grabe, den Herren
Urzten und Schweſtern des Städt. Krankenhauſes,
derrn Dr. Hofmann, der Krankenſchweſter der
Nartinsgemeinde und nicht zuletzt den Mitbe=
vohnern
im Hauſe für ihre liebevolle Pflege.
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Willy Rühl.
(2286
Darmſtadi, Ruthsſtraße 24.

Runst im Kandwerk‟
am Budwigsplats 4150
Neuanfertigung Sold u. Silber Anweben, anſtricken von Strümpfen
Strickerei Braunwarth
Schulzengaſſe 3 42a Telefon 3369 Möbelkaſſakäufer
Einige hocheleg. Edelholz pol. Schlaf=
zimmer
, Speiſezimmer, Herr nzimmer beſ.
Umſtände wegen ab Fabrik billig zu
verkaufen. Eilang. u. 168 Geſch. (2282 Verchromen, Vernickeln
schnell, sauber u. preiswert (1197
Darmstadt
Erb, Wlih., Pankratiusstr.31

Gedächtnisfeier.
u Ehren der Toten des Weltkrieges und
der für Deutſchlands Erneuerung Gefallenen
im Volkstrauertage, Sonntag, 25. Februar,
vormittags 11½ Uhr, im Kleinen Haus des
Hefſiſchen Landestheaters, veranſtaltet vom
Darmſtädter Volksbund Deutſche Kriegs=
gräberfürſorge‟
.
Mitwirkende: Rudolf Wünzer von der
Pfalzoper in Kaiſerslautern, Hans Bau=
neiſter
vom Heſſiſchen Landestheater und
das Orcheſter des Heſſiſchen Landestheaters
(Leitung: Kapellmeiſter Bohne).
Am Flügel: Erwin Born.
die Gedächtnisrede hält Landesjugend=
pfarrer
Lie, von der Au, Darmſtadt.
Eintrittskarten zu 0.30, 0.50, u. 1.00 Mk. ſind
uuch im Vorverkauf an der Kaſſe des Kleinen
(2174b
Hauſes erhältlich

lärgerſieuerMahnung.
as 1. Ziel der durch Steuerbeſcheid angeforderten
erſteuer 1934 iſt bei Meidung der Beitreibung
ſtoſtenberechnung bis zum 3. März 1934 an die
(st 2289
zichnete Kaſſe zu zahlen.
armſtadt, den 24. Februar 1934.
Stadtkaſſe.

Wellenſittich
fulker
IaQual. Pf. 20.9
10 Pf. 1.80.
Zoo=Erdmann,
Mühlſtraße. (a

Lokomobilen

von 1560 PS billig
abzugeben.
Gebr. Lutz A. G.
Darmſtadt, Landwehrſtr. 38

AMISOAIIA
Ist eine wirklich gute
ZAHNPASTA
Haben Sie schon den Versuch gemacht?
Uberall in Darmstadt erbältllch
Gr. Tube (mit Patentverschl.) RM. 0.90

Haus= Ber=
waltungen

übern. billig.
Off. J. 72 Gſch.

Littmannſtr. 27,
große 5=Zim.=
Wohng. mit Ve=
anda
, Badezim.
1. 2 Manſarden=
zimm
. zum 1. 4.
zu vermieten.
Näh. Erdgeſchoß.

Für 1. April
zu vermieten:
5 Zimmer,
Bad, große ged
Glasveranda,
Manſ., ſep. Spei
cher, beſte Wohn=
lage
. Nah. Haus
beſitz.=Verein. (a
*

4000. Mark
auf 1. Hypothel
von Selbſtgeber
geſucht. Off. u.
J. 180 Geſchſt.

3/15
DIXI
Vierſitzer tadellos
erhalten, billig zu
verkaufen. Karl=
ſtr
. 28½ (Laden).
B. M. W.
Limouſ., 6 Zyl.,
5/30 PS., ſteu., ca. 8000 km
gelauf., m. voll.
Garantie, preis=
wert
. J. Donges
& Wieſt, (b
Heinrichſtr. 52.
4 PS. Opel,
offen, m. vielem
Zubehör. Vier=
ſitzer
, gut erhal=
ten
, auch Motor,
jederzeit fahrbe=
reit
, 1 Radio=
Apparat. Sach=
ſenwerk
. 4 Röh=
ren
, mit Akku u.
Lautſpr., 1 gebr.
Herren=Fahrrad
(Naumann),
1 Luftgewehr
(Diana) gebr. z.
verkaufen. Ang.
unt. J. 58 Gſchſt.

Landhaus
in Alsbach, 7 Zim=
mer
,2 Manſarden
neuerbaut, mit
zirka 300 qm. Vor=
undHinte
garten,
mit all. Bequem=
lichkeiten
, für 90
Mark per Monat
zu vermieten, An=
geb
u. J. 203 a.
die Geſchäftsſt.

Roßdörferſtr. 73,
5=Zim.=Wohnung
an ruhige Fa=
milie
per 1. April
zu vermieten.
Näher, parterre.

die Hotton Aommen!
Erfolgreiche Bekämpfung durch Vergasung mitdem
Elektrolux-Vergaser
Auskunft und Vorführung
durch Elektrolux Verkaufsstelle Mainz
Telefon 31190 (2294) Horst-Wesselplatz 12

Die junge Frau Peſchke iſt eine Frau, wie ſie in die heutige
Welt paßt. Die Zeitung lieſt ſie ſo eifrig wie ihr Mann. Und
das muß eine Frau auch heutzutage, wenn ſie Beſcheid
wiſſen will. Einkäufe machen ihr am wenigſien Kopf=
zerbrechen
, denn ſie ſiudiert mit Gründlichkeit auch den An=
zeigenteil
der Geſchäftswelt. Denn wer in einer guten Zeitung
inſeriert, ſagt ſie ſich, muß auch etwas Beſonderes bieten.
Und damit krifft ſie den Nagel auf den Kopf. Ubrigens
hat ſie ſich kürzlich ein Kindermädchen ins Haus genommen,
wegen Baby, das ſie jetzt nicht mehr ſo betreuen kann. Auf
eine kleine Anzeige in unſerem Blatt meldeten ſich bei ihr an
die 2o Mädchen.
In den meiſten Lebenslagen
kannſ Dn ſeis die Zeitung fragen!
Beſiellen auch Sie das
Darmſtädter Tagblatt
Gegründet r737

Ecke Heinrichsſtr.
u. Gervinusſt. 95,
3. Stock, ſonnige
Wohnung, 5 Zim=
mer
, Bad und 2
Manſarden zum
1. April zu verm.
Beſichtigung: 11
bis 1 Uhr. Näh.
Hch. Funk, Wil=
helmſtraße
40.
Telefon 446. (a

Heinheimerſt. 63
2. St., ſchön möb
iertes Zimme
zu vermieten.

In Jugenheim
ſchöne 5=Zimmer
Wohnung
mit Bad, Kam
mer und großen
Gartenanteil ſo
fort oder ſpäter
zu vermieten. Zu
erfr. Geſchäftsſt.

Schöne 3=bezw.
4=Zim.= Wohn
in ſchöner Lag
Nied. =Ramſtadts
per 15. 3. od. 1. 4
zu verm. Anzuſ
ab 5 Uhr nachm.
Ob= Ramſtädter=
ſtraße
58.

Neubau=
Wohnung
Im tief. See 48
I., 3 Zimmer u.
Küche, eingerich=
tetes
Bad, groß
Balkon in Süd=
lage
u. Zubehör
zum 1. 4. eventl.
früher zu verm.,
58 monatlich.
Auskunft Stadt
haus, Zi. 48. (c

Gut mb. Wohng.
von 3 Zimmern
(ev. teilw. möb=
liert
), kl. Küche,
ſepar. Eingang,
Gartenausblick
und =benutzung
Bade= u. Telef.=
Gelegenheit, ſof
od. ſpät. zu ver
mieten. Saal=
bauſtraße
72.

Sonnige
3=Zim.=Wohng.
n. Bad. Etagen=
heizg
., 2 Keller,
Veranda, Gart.,
preisw. zu ver
miet. in Langen,
Eliſabethenſtr. 9

2 Zimmer
leer oder möbliert
zu verm. Wendel
ſtadtſtr. 38, II.

Schwanenſtr. 72,
II., gut möbliert.
Zimmer billig zu
vermieten.

Wendelſtadtſtr.
26, II., möblier=
Zimmer mit vod
hne Penſion.

Wohn= u. Schlaf=
zimmer
, möbliert
ev. leer, f. Einzel=
perſon
zu verm.
Blumenthalſtr. 1,
2. St., Ecke Bis=
marckſtr
.

Aliceſtraße 8, I.
möbliertes Zim=
mer
zu verm.

Gut möbliertes
Zimmer
billig zu verm.
Jaukratiusſt. 26, I.

Paulusviertel
zut möbl. Zim=
mer
, Zentralhz.,
zu vermieten.
Bruſtſtraße

Einfach möbl.
Zimmer
zu vm. Kranich=
ſteinerſtr
. 8½, I.
Hartmann.

Schlafſtelle
verm., monat
lich 12 . evt!
Badbenutzung.
Schuknechtſtr. 47,
part. links.

Wilhelmſtr. 27
2 ruhige möbl.
Zimmer
zu vermieten

Gut möbliertes
Zimmer
ſofort. Bismarck=
ſtraße
7.

Schleiermacher=
ſtraße
18,Pietſch
ein ſchön möbl.
Zimmer 3. vm

Schönes große=
möbliertes

Zimmer
mit Balkon und
kleines möbliert
Zimmer zu vm.
Lindenhofſtr. 31,
II. (Meßplatz)

Schön möbliert
Zimmer,
Telefon. Neckar=
ſtraße
9, part.

Möbliertes
Zimmer,
eig. Kochgelegen=
heit
u. Waſſer,
ſepar. Eingang,
vermietet billig,
mögl. berufstät.
Sandbergſtr. 65,
parterre.

Freundl. möbl.
Zimmer
u verm., 15 A
monatl. Alexan
derſtr. 9, II. r.

Möbliertes
Zimmer
1. März. Eliſa=
bethenſtr
. 66, pt.

K

Suche
2 Büroräume
part. im Stadt=
zentrum
alsbald.
Offert. u. F 204
Geſchäftsſtelle.

Junges Ehepaar
ſucht per ſofort
oder ſpäter
23= Zimmer=
wohnung

ſpünktlich. Miet.
Preisoff. J 205
Geſchäftsſtelle.

24= Zimmer=
wohnung

mit Küche u. Bad,
am liebſten im
Oberſtock einer
Villa ab 1. April
geſucht. Offerten
unter J. 210 an
die Geſchſt.

1- oder 2=Zim.=
Wohnung
von Ehepaar zu
mieten geſucht.
Angeb. u. JT 214
an die Geſchſt.

Kleines Haus
mit Stall oder
Lagerraum ode
23=Zi.=Wohng
zu miet. geſucht.
Off. J. 197 Gſch

Komfortable
3-4
Zimmer-
Wohnung
mit Bad, Zube.
hör etc., zum 1.
Mai 34 v. Aka=
demiker
zu mie=
ten
geſucht. An=
geb
. unt. J. 158
a. d. Geſchäftsſt.

Alleinſteh. Dame,
Offiziers=Wtw.,
ſucht
2-Zi. -Wohn.
m. Zub. u. Bad
in gutem Hauſe.
Off. u. J. 148 a.
Geſchſt. erb. (b

2 Damen ſuchen
ſofort
leeres Zimmer
(möglichſt Manſ.)
Angeb. u. J 199
Geſchäftsſtelle.

Berufstätiges
Fräulein
ſucht möbliertes
Zimmer, ſep., ev.
m. Morgenkaffee.
Angeb. u. J 215
an die Geſchſt.eb
Suche
in zentral. Lage
möblierkes
Zimmer
mit Telefon und
Schreibtiſch.
Off. J. 182 Gſch.

Gut möbliertes
Zimmer,
entral gelegen.
geſucht. Off. mit
Preis unt. A. L.
1900 hauptpoſt=
lag
. Darmſtadt.

3=Zim.=Wohng.
mit oder ohne
Laden, evtl. Ge=
ſchäftsübern
., ge
ſucht. Offert. u
J. 149 Geſch. (b

Hochſchulaſſiſtent
ſucht 2 gemütl.
Zimmer,
möglichſt. Nähe
Hochſchule und
Stadtzentrum.
Iff. J. 192 Gſch.

Junge, berufst.
Dame
ſucht gut möbl.
Zimmer, mögl.
mit fließendem
Waſſer. Am lieb=
ſten
bei älterer,
alleinſteh. Dame.
Off. J. 198 Gſch.

Größ. geräumig.
Bodenraum
für Taubenhal=
tung
geſucht.
Gfl. Offerten u.
J. 154 Geſchſt.

[ ][  ]

Der grobe Prewieren=Erlolg,
der gewaltigste deutsche Rriegsfilm

Bionnaßs lenn

Die Schlacht an der Hisne. Die Schlacht
in Flandern. Die Tankschlacht bei Cambraj.
Der deutsche Frontflm nach dem preisge-
krönten
Kriegsbuch von Hans Zöberlein.

Dor audro an Boalberkana

Jugendliche haben Zutritt.
Der großen Nachfrage wegen wird gebeten,
mögl. die Nachm.-Vorstellung zu besuchen.

SEITENNEGE
Ges Leockk
Die Tragödie einer großen Liebe nach
dem berühmten Roman von
Fannie Hurst.
Hauptdarsteller: (T2303
Irene Dunne John Boles
Eine wirklich vollendete Filmschöpfung.

Doppelherz, das bewährte
kungsmittel, ehthält Nerver
Nimmt diese zu, nimmt die
vosität ab. Doppelherz ern au
aber auch Blut und Körper
bei regelmäßigem Ge-
brauch
. Es ist deshalb
für alle, die newvös sind, W
sich matt und elend fühle-
Kräftigungsmittel unentbeh
Flaschen zu 1,95 RM, 3,70/
und 4,65 RM, Doppelherz-M 4 14e0lch
gees 1.50 RM.
Zu haben in den nachstehn unteg 29 1
Drogerien: Adler Drogerie eu gfinn !
Fischer, Frankfurterstr. 1 Meſcheiln
und Rheinstraße 12¼, Fad wu berech
Schaefer, Ludwigspl. 7, Arheig sushel
Löwen-Drogerie Th. Brüch
Darmstädterstraße 31. Ebers/
Hirsch-Drogerie Philipp Eyser
Grieshelm: Central-Dru
Phi ipp Engel X. Pfunes
Gustav Hess, Eberstädterst,
(TV1003)

Fräulein
oder Witwe oh.
Anhang, evang., Zum Vern
mit angenehm. eines bill.
Aeußern (ohne fettes nu
Bubikopf), 40-45 Bäckern gu
Jahre, zur Füh= geführte
rung eines frau=
enloſ
. Haushalts) Veilte
auf dem Lande geſucht. An

Männ!

Beginn: 3.45, 6.00 und B.20 Uhr.

von alleinſtehen= N. N. 5205
dem Herrn geſ. Ann.=Exp.
Bei gegenſeitig. Gabler,
Verſtandnis ſpa= berg I. Be
tere Heirat nicht gaſſe 58/60/
(l. Mch.22
ausgeſchloſſen.
Off. J. 178 Gſch. Redegewauen

ACHTUNG!
Bürgerhof
Elisabethenstraße 2

Heute abend Honzert mit Tanz
große Parkett-Tanztläche.
Eintritt frei!
Eintritt frei! (2305)

ab
1Uurr AlV
Aadostdnt 8Uhr

Es splelt Tanzkapelle R. Zahn Tanz frei.

Samstag, den 24. Februar:
Gesellschafts-Abend
mit Tanz
Sonntag, den 25. Februar:
Schlachtfest
mit Konzert
HOTEL PO8T
(2284
am Hauptbahnhof.

Hefſiſches Landestheater
Samstag, den 24. Februar 1934
1516.45 Uhr
Großes Haus
D. B., Jugendr. III, Gr. 1 u. 2
Hänſel und Gretel
Märchenoper von Humperdinck
Darſteller: Gmeiner, Harre,
Heilmann, Jakobs, Krauß,
Liebel, Drath
Preiſe: 0.503.00
Hauptm. E. 18 19.3022.45
Undine
Zauberoper von G. A. Lortzing
Darſteller: Reining, Krauß,
Liebel, Blaſel, Kuhn, Ritzinger,
Sattler, Schlüter, Vogt
Preiſe: 0.705.50
Kleines Haus
Zuſatzm. I8 19.3022 Uhr
Am Himmel Europas
Luſtſpiel v. Schwenzen=Malina
Darſteller: Gothe, Wien,
Baumeiſter, Beſt, Blech, Gehre,
Handſchumacher, Langer, Loh=
kamp
, Laubenthal, Magel, Ma=
letzki
, Schudde, Schwartz, Worret
Preiſe: 0.703.80

Privak=
Autd=
vermietg
.
hch. Creter
Telefon 4522.
Langgaſſe 34,
im Hauſe der
Schweinemetzge=
rei
K. Roch. (a

Samstag Sonntag
Schlachtfest
in der
Bockshaut

Rot-Weiß V. F. R.
General-
Versammlung
am Samstag, 3. März, abends
8.30 Uhr, in der Krone,
Schustergasse.
Erscheinen aller Mitglieder
ist Pflicht.
(2287

R.

WENZ
Eliſabethenſtr. 4
Verzkt. Geflechte
4= und Geckige (a
Maſchen=,
Stacheldrähte
Spanndrähte.

Stühle
werden geflocht
Gervinusſtr. 39.*

Vorbereitungs=
Kurſe zur
Kaufmanns=
Lehrlings=
Prüfung
in den Tages= u.
Abendſtund. i. d.
Handelsſchule
Saalbauſtr. 73.
(IV. 2231)

1d.

Rommisioh-
stehen
vor der Türl Dezente
Kleider in Wolle, Kunstseide
und Seide für junge Mädchen
bringen wir in wundervoller
Auswahl. Wie alle W. u. P-
Kleidung zeichnen sich auch
diese Kleider durch höchste
Preiswürdigkeit aus.
Bitte, besuchen Sie uns!

Alleinmädchen
ſauber,ehrlich und
fleißig, perfekt im
Kochen u. Haus=
arbeit
,per 1. März
geſucht. Bewer=
berinnen
, welche
bereits in guten
Hauſe tätig warer
und gute Zeug=
iſſe
haben, wol=
len
ſich vormitt.
1012 Uhr vor=
ſtellen
. Wilhelm=
ſtraße
28, part.

Tüchtige ehrliche
Hilfe
bis nach d. Spü=
len
geſucht. Off.
J. 186 Gſchſt.

Wir ſuchen für die Bezirke Heſſen
und Pfalz gut eingeführten
Reiſe=Vertreter
für unſeren Artikel Bettwäſche
nerſtklaſſiger Verarbeitung. Herren,
die mit den in Frage kommenden
Geſchäften arbeiten bitten wir um
ausführl. Bewerbung mit Lichtbild
u. Angabe über derzeit. Tätigkeit unt.
J 209 an die Geſchäftsſt. (TV 2295

Maſchinenfabrik ſucht für
ihr kaufmänn. Büro einen
Lehrling
mit guter Schulbildung zum 1. 4. 34.
Angebote unter J 190 Geſchſt. (2280

Alte rheinische
Lebens-Versicherungs-Geselschalt
mit leistungsfähigen Tarifen und modernsten
Einrichtungen sucht
für den hiesigen Bezirk
einen befähigten
Außenbeamten
für Werbung und Organisation.
Geboten werden bei guten Aufstiegsmöglich-
keiten
: Feste Bezüge, Reisespesen,
Abschluß- und Umsatzprovisionen.
Nichtfachleuten, die einen Berufswechsel be-
absichtigen
, ist bei Eignung Gelegenheit zur Er-
langung
einer aussichtsreichen Position gegeben.
Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften
und Erfolgsnachweisen erbeten unter J80 an
(TV 2163
die Geschäftsstelle d. Bl.

Wohin gehen wir am Samstag u
Sonntag?
Mutti Krauß
In die Weinſtube, Taunusſtr. 6.

3. Wiederholung der
Ski=Sonderfahrt
nach Jungholz 1100m
ſchneeſicher, ſonnenreich, erſtkl. Ski=
ſchule
nur Mk. 56.00 kompl. ab
Darmſtadt u. zurück mit Skiſchule.
Abfahrt Sonntag, den 25. Februar.
Näheres durch die
Hessenskikurse
Ernſt=Ludwigſtr. 11 Tel. 2194

Dans
mit Bäckerei
in heſſ. Kreis=
ſtadt
zu 14500
bei 4000
Anzahlung zu
verkaufen dch.
Wolff, Moos
& Co., Immo=
bilien
. Bens=
heim
a. d. B.

KonditoreiHeeb
Elisabethenstr. 28. Tel. 4635.
Sonntags geö. fnet von 11-3 Uhr
Wiener Feingebäck.

Pension
Erholungsheim Kümmelbacherhof
bei Heidelberg
bietet erholungsuchenden Gästen
angenehmen Aufenthalt. Erhöhte
Lage am Neckar, unmittelb. Waldes-
nähe
, herrl. Spaziergänge, Zentral-
hag
., Liegehalle, vorzügl. Verpfleg
a. W. Diät. Pensionspreis ab 4. M.
Prospekt auf Wunsch (2281

(II.K5.2297)

Gut eingeführt.
Zigarren=
Geſchäft
zu verkaufen.
Off. J. 216 Gſch.

Moderne Romane
Billige Volksausgaben
Gute Jugendschriften
in reicher Auswahl bei
billigsten Preisen
Buch- und Kunsthandlung
WAGNER
Elisabethenstr. 7 Tel. 2439
Bitte genau auf Firma achten.

A

Weiblich.

Suche für meine
Tochter,
17 Jahre, evan=
gel
., welche die
Haushaltungs=
ſchule
beſuchte ſo=
wie
Kenntniſſe
im Nähen hat,
Stelle in gu
tem Hauſe. Off
J. 156 Gſchſt.

Fräulein ſucht
Stellung
als Haustochter,
zwecks Fortbil=
dung
im Haus=
halt
. Offerten u.
J. 179 Gſchſt.

Junge Frau ſucht
Stelle
bis nach dem Spü=
en
. Ang. u. J 200
a. d. Geſchäftsſt

Junges fleißiges
Mädchen
vom Lande ſucht
Stelle in Haus=
halt
, auch tagsüb.
Off. u. T 213 Gſch.

Ordentl., fleißig.
Mädchen
geht Flicken, pro
Tag 1.50 .
Off. J. 189 Gſch

Wer will im Frübjahr ein
neues Fahrrad kaufen?
Schreiben Sie ung, wir machen ihnen
dV 85
einen Vorschlag, der Sie begeistert.
Fahrradstricker, Brackwede-Bielefeld Nr. 218

O

Tüchtiges
Servierfräulein
ſucht Stellg. ſof.
Ang. u. T211 Gſch.

Ehrliches, ſauber.
Tagesmädchen
berufsſchulfrei)
für leichte Haus=
arbeit
geſucht =
heres
Geſchäftsſt.

Sofort ſolides
Mädchen m. gut.
Zeugniſſ. geſucht:
Näh. Geſchſt. (*

Fleißiges,
ehrliches
Haus=
Madchent
ſof. geſucht.
Vorſtellen ab 9
Uhr vormittags.
Hammer,
Eliſabethen=
ſtraße
48.

Ehrl fleißiges
Mädchen,
am liebſten vom
Lande, in klein.
Geſchäftshaush.
für alle Arbei=
ten
von morgens
7 Uhr bis nach=
mitt
. 5 Uhr per
März geſucht.
Iff. J. 188 Gſch.

Fleiß.; ehrliches
Mädchen
tagsüber geſucht.
Vorzuſtellen täg=
lich
v. 34 Uhr
Arheilgerſtraße
Nr. 94, parterre.

Verkreiu Bevor
emuſ
Uinne in Krieger!
(Arbeits llmswalter
(F 1428 zum Beſuchmien mit
Viehhalter
Sauberes, fleiß. ſucht. Prog
Mädchen wird ſofor
bis nach d. Spü= gezahlt. Of
len im Oſtvier= Duſſeldorf,
tel geſucht. Off. ſchließfach
u. J. 152 Gſchſt. (IV. 225eie

Großartige Neuhe.
tüchtige Bertreter (innen)
meine 2 konkurrenzl. einz
der Welt daſtehende neue H
haltartikel im Haushalt N
entbehrlich z. Beſuch der Prihiü=
kundſchaft
in Stadt und Jchd.
bei hohem Verdienſt für ſoher
geſucht Nuchweisbar grö
Verdienſtmöglichkeit, Da
exiſtenz. Offerte an Poſſ
247 Mainz.
Selbſtändiger

Deiets Serlte
möglichſt mit eigenem Wo
geſuchtfür Darm adt und we
Me Adol
Umgebung. Es handelt ſich
einen geſch., glänzend begutacißſin mpu
* Rundf
Ande, bi
Markenartikel
der Autobranche. Lf. Bedarinſ
gr. Umſatzmöglichkeit. Mittgh
Kapi al für Lagerhaltung eit
derlich. Ausf. Bewerbungen!

F.M 6125 an Ala Haaſenſten

Sie echdtien
wenn Sie Ihre Bestellung sofort aufgeben, das
Darmſtädter Cagblatt

bis Ende Februar

kostenlos

Vogle Frankfurt=M. (II. K04

Beſtellſchein
Der Unterzeichnete beſtellt hiermit das

Darmſtädter Cagblatt

bom.

an und bittet

um laufende Zuſendung durch die Agentur/Xrägerin/Poſt

Name.

Genaue Adreſſe