Einzelnummer 10 Pfennige
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Nummer 54
Samstag, den 24. Februar 1934.
196. Jahrgang
Zum Gauparteitag der NSOAP.
Der 24./25. Februar Tage der Erinnerung. — Ehrung der verdienken alten Kämpfer der Bewegung.
Zum Tag des Treuſchwurs der polikiſchen Leiter.
Reichsſtatthalter Gauleiter Sprenger
Gauleiker Sprenger
an ſeine Unkerführer in der P9.
Polikiſche Leiter im Fronkabſchnitt Heſſen=Naſſau!
Der letzte Parteitag des Gaues ſtand unter der Parole
Arbeit und Friede.
Der Beweis, daß es der Partei mit dieſer Loſung nicht um
in billiges Schlagwort zu tun war, ſondern daß es ſich um ein
eierliches Gelöbnis für das ganze
Volk handelte, iſt auch im
Ab=
ſhnitt Heſſen=Naſſau der
deut=
hen Arbeitsſchlacht voll erbracht
die Partei hat ſich das reſtloſe
Vertrauen der Maſſen der
rhein=
nainiſchen Bevölkerung durch
hre Leiſtungen erworben. Die
kräger dieſes Vertrauens ſeid
hr, meine Politiſchen Leiter im
bau. Es gibt keinen Reichtum
ſieſer Erde, der mehr ernſteſte
Verpflichtungen umſchließt, als
ſieſer Reichtum an gläubigem
dertrauen des Volkes. Darum
ſat dieſer Gautag, den wir heute
ſegehen, die Loſung
der Gautag heiliger
Verpflichtung
Zu ſein. In Nürnberg erklärte
er Führer in ſeiner Rede an die
Anter ihren Fahnen angetretenen
60 000 Politiſchen Leiter und
mtswalter:
„Die Nationalſozialiſtiſche
Partei iſt der Staat geworden
und ihre Führer ſind heute die
vor der Geſchichte
verantwort=
lichen Leiter des Deutſchen
Reiches. Sie, meine
Amtswal=
ter, ſind vor Gott und unſerer
Geſchichte dafür
verantwort=
lich, daß durch politiſche
Er=
ziehung der deutſchen Menſchen
niemals wieder ein
November 1918 in der
deutſchen Geſchichte möglich
wird Sie ſind als Träger der politiſchen Organiſation
verpflich=
tet, jene Führerhierachie zu bilden, die wie ein Fels
unerſchüt=
terlich im Getriebe des Lebens unſeres Volkes ſteht! . ..."
Dieſe Worte des Führers haben wir zum Leitſatz unſeres
Adienſtes gemacht. Die lebendigen Kräfte des Staates liegen ſomit
Un Nationalſozialismus. Wer nicht begreift, daß die Partei
über=
u vorherrſchend iſt und bleiben muß, wird ſich niemals in der
Meugeſtaltung zurechtfinden und früher oder ſpäter von ſeinem
Ißlatz zurücktreten müſſen, wenn er im öffentlichen Leben ſteht. An
Ien verantwortlichen Stellen des öffentlichen Lebens ſollt ihr als
ſie Männer ſtehen, die durch Bewährung im Kampf eingeſetzt
lourden und vom Führer der Bewegung und des Reiches für ihre
Bewährung die neue Bezeichnung
„Politiſche Leiter”
verkannt erhalten. Es gibt keinen höheren und ehrenvolleren
eickel im neuen Deutſchland, als den eines Politiſchen Leiters und
führers innerhalb der nationalſozialiſtiſchen Bewegung.
So verſchwören wir uns an dieſem Gautag in 38 Kreisſtädten
2s Gaues zur Harmonie zwiſchenPartei, Staat und
Wolk, verſchwören uns zugleich mit allen Kameraden im Reich
1 höchſten Pflichten, höchſter Treue und Selbſtloſigkeit im Dienſte
er Nation und des Führers!
Wer heute zur Vereidigung auf unſere heilige Fahne antritt
oll und muß ſich eindeutig klar darüber ſein, daß er mit allem
das er iſt und allem, was er hat, ſich der Bewegung verſchreibt
und im Gau Heſſen=Naſſau nicht zurückſtehen darf vor den ſtolzen
eekſtungen der alten Kämpfer, die unſeren rhein=mainiſchen
Front=
libſchnitt aufgebaut haben. In dieſem Sinne ſchwören wir: Adolf
öickler unverbrüchliche Treue, ihm und den von ihm beſtimmten
Führern unbedingten Gehorſam. — Es lebe der Führer!
Sprenger.
Zum Programm des 24. Februar in München.
Berlin, 23. Februar.
Im Programm der Münchener Veranſtaltungen am Sams=
2, den 24. Februar, treten folgende Aenderungen ein:
19 Uhr: Großes Symphoniekonzert im Odeon (ſtatt 20 Uhr);
20 Uhr: Parteigründungsfeier im Hofbräuhaus=Feſtſaal,
Kongreß der alten Garde (ſtatt 20.30 Uhr),
20 Uhr: Kameradſchaftsabende (nicht 20.30 Uhr).
ementſprechend ändern ſich auch die Zeiten für die
Rundfunk=
iertragung.
Die Rundfunkübertragung des Wagner=Konzertes mit der
Imſprache Alfred Roſenbergs findet von 18—19 Uhr (nicht von
4—20 Uhr) ſtatt.
Die Verleihungsurkunde zum Ehrenzeichen
hat folgenden Wortlaut:
Der alte Kämpfer der N. S. D. A. P.
Das Höchſte im Dienſte der Idee iſt die ſelbſtloſe Treue. Sie
folgt bedingungslos der Fahne und dem Führer. Sie iſt
un=
perſönlich, unermüdlich, unwiderſtehlich. Selbſtloſe
Treue, ſturmfeſt geworden im zähen Ringen
um die Macht, iſt das Geheimnis der Alten
Garde. Die Geſchichte ſichert ihr den höchſten Lohn, wie
ihn keine Macht und kein weltlicher Reichtum verleiht:
Den Lohn ehrenvoller Unſterblichkeit!
Kreisleiter Wamboldt
Die Garde der allen Kämpfer
der NSDAP. im Kreiſe Darmſtadl.
Ringshauſen Mitgl.=Nr. 8 993; Wittkopf, Wilhelm, 12736;
Abt, Ferd., 13 986: Mühlfeld, Sebaſtian, 13 987; Eberhardt,
Her=
mann, 13980; Keutzer, Albert, 3 550; Barnewald, Johannes,
13 985; Lotz, Hch., 13922; Weger, Hans, 13 977; Armbrüſter,
Karl, 14897; Wentzel, Hans, 14 971; Altvater, Auguſt, 17 337;
Baur, Hans, 17 327; Gehbauer, Theodor, 17 329; Schaffner, Karl,
17 325: Reeg, Karl, 18905; Otto, Edmund 18 911; Spatz, Karl,
21 635; Friedrich, Joh., 21 627; Weiler, Rudolf, 21 693;
Lang=
litz, Willi, 21641; Kopp. Otto, 24 133; Hofmann, Jakob, 24 125;
Haug, Wilhelm, 24 398; Kappes, 24 124; Wenner, Ludwig,
24 132; Kupffer, Ernſt, 26 384; Sommer, Wilhelm, 30 911; Kuniſch,
Walter, 30 898: Ebert, Karl Friedr., 30 904; Bohnſack, Ernſt,
30 896; Möſer, Hermann, 30 900; Meyer, Alex, 34 740; Hanſen,
Kurt, 35 393; Schneider, Adam, 38 013; Cramer, Gottfried, 38 011;
Herbert, Willi, 43222; Neff, Hans, 48 756; Meyer, Hch., 55 897;
Klein, Walter, 55 148: Menzel, Ellen, 56 180; Borchert, Hans,
56 557; Pfleger, Joh. 59 597; Vollrath, Peter, 60 924; Joſt, Hch.,
60 920; Kauf, Walther, 60 921; Otto, Hans, 61313; Sulzbach.
Otto, 61317; Hauſchildt, Theobald, 61311; Weygand, Karl,
61320; Pforr, Karl, 63 331; Jayme, Gg., 64 760; Jung, Georg,
64 762; Jockel, Wilh., 64 761; Will, Auguſt, 64 769; Bund, Karl.
66 641; Schneider, Joſ., 68 602; Kramer, Ludwig, 68 611: Schwinn,
Wilhelm, 69 459; Bauer, Ludwig, 70 331; Marquardt, Fritz,
70 334; Weber, Adolf, 70 337; Litzius, Willi, 70339; Dees,
Andreas, 72973; Hoffmann. Alex, 73 240; Braun, Hch., 73 239;
Haberländer, Marx, 73 940; Maurer, Karl, 74 029; Bormet,
Eginhard, 74 988; Stroh, jun., Ernſt, 84 153; Büxler, Philipp,
84147; Bräunig, Philipp, 84 146; Jäger, Wilhelm, 89 211;
Düſterbehn, Dr., Fritz, 90 706; Zürtz, Alfred, 91 668; Schorbach,
Georg, 98 073.
Am Grabe Horſt Weſſels.
Berlin, 23. Februar.
Inmitten der zahlloſen Menſchen, die am Todestage Horſt
Weſſels die blumenüberſchüttete letzte Ruheſtätte des
Freiheits=
helden förmlich umlagerte, erſchien am Nachmittag der
Gau=
leiter von Berlin, Reichsminiſter Dr. Goebbels, und legte am
Grabe ſeines jungen Mitſtreiters aus den Tagen der Kämpfe um
die Befreiung des Roten Berlin einen Kranz nieder, deſſen
Schleife die Inſchrift trug: „Gauleitung. Gau Groß=Berlin
Unſerem Kameraden Horſt Weſſel”.
Die 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil, 1 mm hoch,
7 pfennig Die 92 mm breite Zeile im Textteil 1 mm
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DD= Bank und Darmſtädter und Natlonalbank.
„Wir ſchwören Adolf Hitler...
14 Jahre Programm der NSDAP. — 9 Jahre nach der
Neu=
gründung der NSDAP. — Horſt Weſſels Todestag als Symbol
und Verpflichtung.
Von
Alfred=Ingemar Berndt.
Da der Verfaſſer der engſte journaliſtiſche
Mit=
arbeiter der Reichskanzlei iſt, dürften die
nach=
folgenden Ausführungen für unſere Leſer von
beſonderem Intereſſe ſein.
Die Schriftleitung.
Die Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiterpartei trägt zwar
auch heute noch die Bezeichnung Partei, den Rahmen einer
Partei aber hat ſie endgültig geſprengt, denn ſie iſt Volk
ge=
worden. Sie bildet nun nach dem Sinne des Führers den
ge=
ſchloſſenen Orden, der Deutſchland — trägt und ſeine Zukunft
verbürgt, denn immer kann es nur eine Minderheit entſchloſſener
Männer ſein, die Fahnenträger ſind für eine große Idee und
Stroßtrupp. Erſt hinter ihnen folgt der Heerbann, den Blick
auf Fahne und Symbol gerichtet.
Und ſo ſind die Ehrentage der nationalſozialiſtiſchen
Be=
wegung Ende Februar mehr als Ehrentage der Partei, denn
alles, was die Partei berührt, iſt heute Sache des Volkes.
Dreimal waren Tage im Februar entſcheidend für die
nationalſozialiſtiſche Bewegung. Am 24. Februar 1920 wagte die
junge Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiterpartei zum erſten
Male die Abhaltung einer großen Maſſenverſammlung in
München, die nach anfänglichen Störungsverſuchen der
Kommu=
niſten ein rieſenhafter Erfolg wurde. Damit war die erſte
Durch=
bruchsſchlacht geſchlagen und die Keimzelle gelegt zu allem, was
dann in 14 Jahren wurde. In der gleichen Verſammlung
ver=
kündete Adolf Hitler zum erſten Male die 25 Programmpunkte
der Partei und damit die Lebensgrundſätze, nach denen der
neue Staat heute geformt wird. Der 9. November 1923 zerſchlug
zunächſt die äußere Form der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen
Arbeiterpartei, der Geiſt aber und ihr Programm blieben
be=
ſtehen, und als Adolf Hitler Weihnachten 1924 die Feſtung
Landsberg am Lech verlaſſen hatte, ging er ſofort wieder daran,
der Idee eine Form zu geben, die ihr Zukunft und Leben
ver=
bürgi. In der Zwiſchenzeit hatten zwar die „Führer” der
völ=
kiſchen Gruppen verſucht, die Führung der nationalſozialiſtiſchen
Bewvegung an ſich zu reiſen, aber ſie waren kläglich geſcheitert,
weil eine alte Erfahrungstatſache lehrt, daß es nicht dasſelbe
iſt, wenn zwei dasſelbe tun, zum zweiten weil ſie das
ſozia=
liſtiſche Programm der Bewegung verwäſſerten und den
un=
deſinierbaren verſchwommenen Begriff „völkiſch” an ſeine Stelle
zu ſetzen verſuchten. Falſche Propheten, die es vielleicht gut
meinten, trugen das Ihre dazu bei der völkiſchen Bewegung
den Todesſtoß zu geben, indem ſie ſie der Lächerlichkeit
preis=
gaben. Sie glaubten ein Volk retten zu können, indem ſie die
germaniſche Vorzeit wieder lebendig zu machen verſuchten, ohne
zu berückſichtigen, daß 2000 Jahre an der Entwicklung der
Menſchheit nicht ſpurlos vorübergehen.
Am 27. Februar 1925 ſprach der Führer zum erſten Mal
wieder in einer öffentlichen Verſammlung in München und
ver=
kündete die Wiedergründung der Partei. Die völkiſchen
Ideolo=
gen wollten oder konnten dieſen Schritt nicht verſtehen. Sie
ſprachen von Spaltung, von Antiparlamentarismus, den ſie zu
vertreten vorgaben, wobei allerdings nach dem Wahlmißerfolg
vom 7. Dezember 1924 das Gleichnis vom Fuchs und den
ſauren Trauben anzuwenden wäre. Adolf Hitler hat die Wahl
der Form einer Partei, die ſich 1919 zwangsläufig aus der
politiſchen Entwicklung und 1925 erneut aus den Erfahrungen
des 9. November 1923 ergab, in ſeinem Buche „Mein Kampf”
wie folgt begründet:
„Jede Weltanſchauung, ſie mag tauſendmal richtig und von
höchſtem Nutzen für die Menſchheit ſein, wird ſolange für
die praktiſche Ausgeſtaltung eines Völkerlebens ohne
Bedeu=
tung bleiben, als ihre Grundſätze nicht zum Panier einer
Kampfbewegung geworden ſind, die ihrerſeits wieder ſolange
Partei ſein wird, als ſich ihr Wirken nicht im Siege ihrer
Idee vollendet hat und ihre Parteidogmen die neuen
Staats=
grundgeſetze der Gemeinſchaft eines Volkes bildet.”
Hat nicht die Entwicklung die Richtigkeit dieſer Definition voll
und ganz beſtätigt? Wer vermag heute noch dieſen damals ſo
umkämpften Schritt anzuzweifeln? Es hat ſich gezeigt, daß man
einen Gegner mit den gleichen Waffen ſchlagen muß, die er
an=
wendet, und daß man nicht mit geſchwungenem Säbel gegen
einen Gasangriff vorgehen kann.
Das Programm der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen
Arbei=
terpartei — wie wurde allein dieſe Bezeichnung von den
völ=
kiſchen Kreiſen angefeindet — hat in allen Stürmen und Kämpfen
nicht nur ſeine Anziehungskraft, ſondern auch ſeine Richtigkeit
erwieſen, obwohl es einmal eine Zeit gab, wo die ewigen
Beſſerwiſſer auch dieſes Programm zu zerpflücken und
anzu=
zweifeln wagten, nicht weil es ihnen nicht gefiel, ſondern weil
ſie den Grundſatz der Programmloſigkeit vertraten. Ich erinnere
mich eines völkiſchen Agitators der 1925 vor allen Programmen
warnte, weil ſie nur tote Verſprechungen ſeien, die niemals in
die Wirklichkeit umgeſetzt würden. Das mochte — bezogen auf
die Programme der bürgerlichen und marxiſtiſchen Parteien
— richtig ſein. Denn der Marxismus hatte die Macht und
ver=
ſäumte es, ſeine programmatiſchen Forderungen durchzuſetzen
oder nur einen Verſuch dazu zu unternehmen. Die bürgerlichen
Parteien verſprachen das Blaue vom Himmel, obgleich ſie auch
niemals nur einen Bruchteil dieſer Verſprechungen hätten
er=
füllen können, denn „hart im Raum ſtoßen ſich die Dinge‟ Die
Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbeiterpartei ſtellte nur einen
einzigen einprägſamen Grundſatz auf: „Gemeinnutz geht vor
Eigennutz”, und aus dieſem Grundſatz allein ergab ſich alles
weitere. Sie verſprach nicht jedem alles, ſondern im Sinne jenes
preußiſchen Sozialismus „Jedem das Seine‟ Die Ehrlichkeit
dieſes Programms, die Tatſache, daß er keine goldenen Berge
verſprach, ſondern nur Laſten und Mühen bis einſt das ganze
Volt wieder zu geſunderen Zuſtänden geführt ſein würde, die
Ehrlichkeit ſeiner 25 Punkte, ſicherten dem Nationalſozialismus
Zukunft und Führung. Und ſie wurden nach und nach bis in
Seite 2 — Nr. 54
die letzte Hütte getragen und damit bewieſen, was der Führer
über das Programm der Partei ſagt:
„Die organiſatoriſche Erfaſſung einer Weltanſchauung kann
aber ewig nur auf Grund einer beſtimmten Formulierung
derſelben ſtattfinden, und was für den Glauben die Dogmen
darſtellen, ſind für die ſich bildende politiſche Partei die
Parteigrundſätze.”
Der 24. Februar hat deshalb im neuen Staat eine beſondere
Bedeutung erhalten, denn er iſt nun der Tag der
Lebensgrund=
ſätze des Deutſchen Volkes. Symbolhaft kommt hinzu, daß für
die Durchſetzung dieſer Lebensgrundſätze Ströme von Blut
ge=
floſſen ſind, und gerade einen Tag vor der 10. Wiederkehr der
Verkündung des Parteiprogramms jener Kämpfer für
Deutſch=
land für immer die Augen ſchloß, der als ſichtbarer Zeuge jener
ungeheuren Blutopfer der nationalſozialiſtiſchen Bewegung im
Herzen jedes Deutſchen fortlebt: Horſt Weſſel.
Am 24. Februar 1934, ein Jahr nach der Ergreifung der
Macht durch Adolf Hitler, werden nun in ganz Deutſchland
Hunderttauſende von Amtsträgern der Nationalſozialiſtiſchen
Deutſchen Arbeiterpartei noch einmal den Eid leiſten auf ihren
Führer und ſeine Getreuen, in denen ſich Werden und Weſen
der nationalſozialiſtiſchen Bewegung und ihr Programm
un=
löslich verköpern.
Auf den 25. Februar 1934 fällt der Volkstrauertag für die
zwei Millionen Toten des großen Krieges. Wenn am 24.
Februar Hunderttauſende den heiligen Eid auf den Führer
lei=
ſten, dann tragen ſie damit auch einen Teil des Dankes ab, den
Deutſchland den zwei Millionen unbekannten feldgrauen Helden
ſchuldet, die auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges ihr Leben
gaben, um Deutſchland zu retten. Zum erſten Male kann aber
der Volkstrauertag mit dem Bewußtſein begangen werden, daß
die Opfer nicht umſonſt waren und das aus den Gebeinen der
Toten des Weltkrieges den Lebenden die Kraft erwuchs, Opfer
auf ſich zu nehmen und das große Werk zu beginnen und zu
vollenden, daß dem deutſchen Volk Leben und Freiheit ſichert für
ein neues Jahrtauſend deutſcher Geſchichte.
Volksgenoſſen und Parkeidienſtſtellen.
G.P.A. Die NSDAP. in ihrem heutigen Aufbau und
Glie=
derung iſt die anerkannt beſte Organiſation der Welt. Jede
Gliederung, Dienſtſtelle, Amtsleitung und Abteilung hat ihre
feſtumriſſene Beſtimmung und Aufgabe. Daß dabei ein
Neben=
einanderarbeiten vermieden und das gemeinſame Ziel in allen
Fällen erreicht wird, iſt Aufgabe der Hoheitsträger (Gauleiter,
Kreisleiter, Ortsgruppenleiter). Hier laufen die Fäden
zuſam=
men. Daß ein Hoheitsträger dabei alle Arbeiten und Maßnahmen
bis zu einem gewiſſen Grade von hoher Warte aus betrachten
muß, iſt ſelbſtverſtändlich. Hier das Weſentliche von dem
Unwich=
tigen zu ſichten, iſt Aufgabe der Amtsleiter und Abteilungsleiter.
Der Hoheitsträger beſtimmt alles Grundſätzliche und zieht zur
ſachlichen Betrachtung von Einzelfällen jeweils den zuſtändigen
Amtsleiter mit heran. Die eigentliche Bearbeitung erfolgt durch
die jeweiligen Amtsleitungen, bei wichtigen Angelegenheiten im
Sinne der Entſcheidung des Hoheitsträgers; in weniger wichtigen
Fällen, bei denen die Grundſätzlichkeit der Bearbeitung ſchon
feſt=
gelegt iſt, durch den Amtsleiter oder ſeine Abteilungsleiter.
Hieraus ergibt ſich ein ganz natürlicher, vernunftsmäßiger
Arbeitsgang, deſſen Beachtung ſeitens der Parteigenoſſenſchaft
und der Bevölkerung noch immer nicht genügend gewürdigt wird.
Direkte Schreiben an den Gauleiter oder gar an den Führer
be=
deuten eine Mißachtung des Dienſtweges. Solche Schreiben
wer=
den immer wieder an die zuſtändige Stelle zurückgeleitet. Die
Diſziplinloſigkeit derartigen Verhaltens iſt alſo nicht nur
erfolg=
los, ſondern ſogar nachteilig für den Schreiber. Auch beim Inhalt
derartiger Schreiben hat ſich eine gewiſſe Norm herausgebildet.
Sie zeichnen ſich durchweg aus durch einen Umfang von
minde=
ſtens 2 Seiten, möglichſt dazu noch in faſt unleſerlicher
Hand=
ſchrift. Meiſtens genügt es dann, wenn mit Rotſtift ein einziger
der 99 Sätze unterſtrichen wird, um den Sinn des Schreibens ſo
feſtzulegen, wie es der Schreiber tun ſollte.
Was wird nun alles geſchrieben? Am. meiſten handelt es ſich
um Geſuche nach wirtſchaftlicher Unterſtützung. Dabei wirkliche
Notlage von „notoriſchen Bettlern” zu unterſcheiden, iſt eine
prak=
tiſche Unmöglichkeit. Es erfolgt daher faſt durchweg eine
Weiter=
leitung an das Kontrollamt für Arbeitsbeſchaffung oder an die
NS.=Volkswohlfahrt. Die Partei iſt eine politiſche Organiſation.
In dieſen politiſchen Rahmen gehört allerdings, auch das
wirt=
ſchaftliche Wohlergehen der Parteigenoſſen und des geſamten
Volkes, nicht jedoch die Sorge um eine Einzelexiſtenz. Hier ſetzt
die Aufgabe der Volkswohlfahrt ein, die jedem Hilfe gibt, dem
es am Lebensnotwendigen fehlt. Darüber hinaus ſteht dem
Par=
teigenoſſen das Kontrollamt für Arbeitsbeſchaffung zur
Ver=
fügung. Aber auch hier iſt unbedingt der Dienſtweg einzuhalten.
Während im allgemeinen die Kreisdienſtſtellen hier zuſtändig
ſind, erfolgt für die „alten Kämpfer” durch die Gaudienſtſtelle
eine beſondere Ueberwachung der Arbeitsbeſchaffung.
Zwei Spikenleiſtungen deukſcher Filmkunft.
„Man hört das Herz der Front ſchlagen, den Quell
jener Kraft, die unſere unvergänglichen Siege ſchuf.
Und ungewollt greift die ſoziale Frage ins.Geſchehen
ein, das Denken der „vaterlandsloſen Geſellen”
Das Buch hat allen etwas zu ſagen: Dem
Solda=
ten, dem Politiker, den ſchaffenden Deutſchen aller
Stände. Der heranwachſenden Jugend iſt es das
Erbe der Front!“
Dieſe Worte gab der Führer Adolf Hitler dem Buch Hans
Zöberleins, einem der beſten deutſchen Kriegsbücher, mit auf den
Weg. Zu dem Film, der ſeine Entſtehung einem Abſchnitt dieſes
Buches „Der Glaube an Deutſchland”, verdankt, ſprach der Führer
die Schlußworte, die das Geſchehen zuſammenfaſſen und das, was
der Film uns ſagen ſoll, herauskriſtalliſieren: Den Glauben an
Deutſchland, den Friedenswillen, weil wir die
Schrecken des Krieges kennen.
„Stoßtrupp 1917” gehört zu den beſten Leiſtungen, die die
deutſche Filmkunſt, die deutſche Frontteilnehmer und Schauſpieler
jemals ſchufen. Ein Film von unerhörter Wahrhaftigkeit und von
unerhörtem Eindruck, der ſo ſtark iſt, daß geringe Schwächen, die
ſich auf ganz wenige Szenen beſchränken, reſtlos vergeſſen werden
oder im Vorüberrauſchen der furchtbaren Kriegsſzenen, in denen
ſie ein Aufatmen ermöglichen, unbemerkt bleiben.
Es iſt dem Laien unerfindlich, wie die techniſche Herſtellung
des Films in dieſer Wahrhaftigkeit überhaupt möglich wurde.
Wenn der eine oder andere kurze Abſchnitt auch aus
Filmbericht=
erſtattung des Krieges ſtammen mag, iſt doch der Geſamtfilm im
allergrößten Umfang augenſcheinlich geſtellt und geſpielt. Eine
Leiſtung der Regie und der Darſtellung, die ebenſo
unübertreff=
lich iſt, wie die Bildtechnik, die Geſchehniſſe vermittelt, die wir
alle erlebt haben, die beim Anblick des Films traumhaft aus dem
Vergeſſen, richtiger aus dem Schleier, den gütiges Geſchick über
das furchtbare Erleben gebreitet, breiten mußte, weil das Leben
des Alltags ſonſt unerträglich wäre, wieder emporſteigen und blick=
und gefühlsnahe lebendig werden laſſen. Ein Kriegsfilm, der
nur den Frieden propagieren kann, weil er von Männern
ge=
ſchaffen wurde, die den Krieg in ſeinen furchtbarſten Phaſen
er=
lebten und ihn ſicher nicht mehr wollen, was ſelbſtverſtändlich
mit verweichlichendem Pazifismus nicht das Geringſte zu tun hat.
Zu den Bildern, richtiger zu den brutal=wahrhaftigen
Bild=
berichten, die in keiner Phaſe übertreiben, die insgeſamt gelebt
ſcheinen, kommen kurze Worte und Sätze, die in dem Grauen des
Krigserlebens ſchon Kampf anſagen denen, die in der Heimat von
„Sch. dindel” ſprachen und aus denen dämmerte, daß wenn einmal
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Bei dieſer Gelegenheit wird auf eine beliebte Redewendung
hingewieſen: „Ich bin ein alter Kämpfer, alter Parteigenoſſe‟
Wenn man nachforſcht, ſtellt ſich heraus, daß es ſich nicht ſelten
um Jahrgang 1932 handelt. „Alte Kämpfer” ſind ein= für
alle=
mal die Parteigenoſſen unter 300 000, „alte Garde” nur die
Par=
teigenoſſen bis 100 000 oder aus der HJ. gekommene Pgg.
Was an die Dienſtſtellen und vornehmlich die Gauleitung
ſonſt noch ſchriftlich und mündlich herangetragen wird, ſpottet
aller Beſchreibung. Die Partei ſoll Anweſen aufkaufen, die vor
einigen Jahren zwangsverſteigert wurden; ſie ſoll zwiſchen
un=
friedlichen Ehegatten vermitteln, ſoll in Eheſcheidungen
eingrei=
fen, ſoll private Geſchäfte finanzieren, ſoll „Erfindungen” fördern.
ſoll „unentdeckten Kräften” zum Aufſtieg verhelfen und ſoll
ge=
richtliche Entſcheidungen anfechten, die vor einigen Jahren nur
deshalb nachteilig für den Antragſteller geweſen ſein ſollen, weil
der Richter ein Jude war. Nein, bei allem ehrenvollen Vertrauen,
ſo geht es nicht; hierfür ſind die ſtaatlichen Einrichtungen,
In=
ſtitute, Berufsverbände und beſtenfalls die zuſtändigen
Amts=
leitungen der Partei (Rechtsberatung, Kreisgericht, allerdings
nur für Pgg.) zuſtändig.
Ein weiterer Uebelſtand iſt das Berufen auf den und den
„Prominenten” mit dem man dann und wann das und das erlebt
haben will. Die Partei hält ſich allein an den auf dem
Dienſt=
wege beigebrachten Leiſtungszeugniſſen. Ueberhaupt iſt die
Be=
läſtigung der Hoheitsträger und Amtsleiter mit privaten
Ange=
legenheiten oder Dingen, die außerhalb des
Sonderarbeitsgebie=
tes liegen, zu einer Belaſtung geworden. Dies trifft beſonders
für die politiſchen Leiter zu, die durch den jahrelangen Kampf im
Gau als Redner o. a. von Zehntauſenden gekannt ſind. Auch hier
bitte etwas mehr Diſziplin.
Die Gattung der Wichtigtuer ſoll nicht vergeſſen werden.
Meiſtens laſſen ſie bei ſtundenlangem Redefluß ihre „
Perſönlich=
keit” wirken. Sie haben „wichtige Meldungen”, gute Ratſchläge,
Anregungen, berechtigte Vermutungen.
Auch „Beſchwerdeführer” erfreuen ſich zweifelhafter
Beliebt=
heit. Mit aller Eindeutigkeit ſei hier geſagt: Der Spruch „
War=
um zum Schmittche, wenn der Schmitt da iſt”, hat in der NSDAP.
keinen Raum. Denunzianten verfallen der Verachtung, Anonymes
dem Papierkorb.
In dieſem Reigen verdienen die „Stammgäſte”, ebenfalls
er=
wähnt zu werden. Sie kommen auf die Dienſtſtellen, ſprechen
von Wind und Wetter, und wenn ſie gehen, fragt man vergebens,
warum ſie gekommen ſind. Hier könnte vielleicht die Anſicht
auf=
kommen, daß es ſich hier um Zeitgenoſſen handelt, die ſich gerne
bekannt und beliebt machen.
Volksgenoſſen, entziehen Sie nicht oberflächlich oder
gedanken=
los die Dienſtſtellen der Partei und deren Politiſche Leiter ihren
eigentlichen Aufgaben durch ewige ellenlange Eingaben und
Schriftſätze. Wenn nach gewiſſenhafter Prüfung die
Notwendig=
keit eines Verkehrs mit den Dienſtſtellen vorliegt, ſo wenden Sie
ſich im Intereſſe einer ſchnellen ordnungsmäßigen Erledigung
gleich an die richtige Stelle. Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Die
NSDAP. iſt zum Gemeinnutz da.
Der Reichsbiſchof
beruft das neue geiſtliche Miniſterium.
Berlin, 23. Februar.
Kirchenamtlich wird durch den Evangeliſchen Preſſedienſt
mitgeteilt:
Der Reichsbiſchof hat zu Mitgliedern des geiſtlichen
Mini=
ſteriums berufen: Den Pfarrer D. Dr. Forſthoff, zurzeit
ſtellvertretenden Landespfarrer in Koblenz, den Paſtor D.
En=
gelke, Direktor des Rauhen Hauſes in Hamburg.
Das reformierte Mitglied des bisherigen geiſtlichen
Mini=
ſteriums, Studiendirektor Pfarxer Weber aus Elberfeld,
führt die Geſchäfte kommiſſariſch weiter,
Die Mitglieder des geiſtlichen Miniſteriums führen ihr Amt
ehrenamtlich. Die Amtsbezeichnung „Kirchenminiſter” fällt in
Zukunft fort. Das geiſtliche Miniſterium wird am Donnerstag
nächſter Woche zuſammentreten und eine Erklärung abgeben.
*
Die Berliner Stadtverwaltung hat beſchloſſen, Reichsminiſter
Dr. Goebbels als den Eroberer Berlins für die
nationalſozialiſti=
ſche Idee das Ehrenbürgerrecht der Reichshaupſtadt zu verleihen
und ihm damit ihren Dank für die Befreiung Berlins vom roten
Terror und marxiſtiſcher Mißwirtſchaft und für die
Wiederher=
ſtellung des Anſehens der Reichshauptſtadt zum Ausdruck zu
bringen.
Für die verhafteten öſterreichiſchen Marxiſten wurde ein
be=
ſonderes Konzentrationslager eingerichtet.
Aus dem Pariſer Arbeitsminiſterium ſind, wie jetzt feſtgeſtellt
wurde, wichtige Akten aus dem Staviſky=Skandal entwendet
worden.
wieder Frieden, einmal wieder der Weg nach Hauſe gefunden,
„aufgeräumt” werden müſſe. Aus denen die Gewißheit ahnend ſich
feſtigt, daß ein neues Volk auferſtehen muß, ſoll dieſer Krieg,
der die Welt umfaßte, nicht ſinnlos geweſen ſein.
Ein Film, der auch der heutigen Generation den
überzeugen=
den Beweis liefert, wie „Frontgeiſt” geboren wurde, den ja
heute viele noch nicht verſtehen, wie der Sinn ſchlichter und
ſelbſt=
verſtändlicher Kameradſchaft erſtand und damit für die
Hunderttauſende, die aus der Front zurückkehrten, das
Nichtver=
ſtehen der repolutionierten Heimat, vor allem derer, die die
furcht=
bare Verantwortung vor dem Weltgericht, vor der Geſchichte zu
tragen haben, für das, was der Revolution vorausging und ſie,
die Front verratend, vorbereitete,
„Hier iſt das Vermächtnis der Front niedergelegt! Ein
ein=
facher Soldat, der nicht beabſichtigte, die Kriegsliteratur zu
vermehren, hat ſich in jahrelanger, mühevoller Arbeit neben
ſeinem Beruf eine Laſt von der Seele geſchrieben. Kämpfe und
Schlachten ſtehen in hiſtoriſcher Treue mit Tag und Stunde,
Ort und Gelände wieder auf. Nicht ſo, wie man vielleicht die
Ereigniſſe heute nach Jahren erſt ſieht. Gipfel und Abgründe
ſtehen nebeneinander und immer die turmfeſte Treue der
Kame=
radſchaft dabei.”
Auch das ſchrieb Adolf Hitler. Das gleiche kann von dieſem
Film geſagt werden. Hans Zöberlein, der Autor des Buches,
hat auch das Filmmanuſkript geſchrieben, gemeinſam mit Franz
Adam und Marian Kolb. Und Zöberlein ſelbſt führte in erſter
Linie die Regie. Ihm müſſen die Kriegseindrücke tief in die
Seele eingebrannt worden ſein. Ihm und ſeinen Kameraden, deren
viele er zur Herſtellung des Filmwerkes heranzog. Gewiß, er gibt
im weſentlichen die Erlebniſſe einer kleinen Kameradſchaft, des
Stoßtrupps 1917, der etwa 15 Mann umfaßte, von denen am
Schluß des Krieges noch 4 oder 5 am Leben waren, mit denen
aber im Geiſte alle an den Unternehmungen teilnahmen, die
vor=
her fielen, Kameraden, die durch andere erſetzt wurden, die ſich
nicht immer, aber meiſt, zum mindeſten der Kameradſchaft und
dem Geiſt dieſes Stoßtrupps einfügten. Die Filmhandlung
be=
ginnt mit der Frühjahrsoffenſive 1917 an der franzöſiſchen Front.
Eine gewaltſame Erkundung bringt in der Ausſage eines
Gefan=
genen die Gewißheit des geplanten Großangriffes. In raſendem
Tempo werden die Gegenmaßnahmen getroffen, wird gegraben
und immer wieder gegraben, werden Unterſtände gebaut, die
Truppen verteilt, Munition herangeſchafft uſw. Gewiß kannte man
1917 ſchon Trommelfeuer. Trommelfeuer von Stunden und auch
ſchon von 1—2 Tagen. Das Furchtbare aber, was ein
Trommel=
feuer von 12—14 Tagen für die in ihren Löchern hungernd und
dürſtend, auf den Angriff wartend, bedeutet, das iſt etwas, was
kühnſte Phantaſie, was grauenvollſte Vorſtellung nicht zu ſchildern
vermag. In Einzelſzenen, die in ihrer Schlichtheit ſo unendlich
groß wirken, daß ihre Verlebendigung heute faſt unglaublich
Kreisleiter: Pg. Otto Wamboldt.
Amtsleiter: Adjutant und Geſchäftsführer: Pg. Peter
Reuter; Kaſſenwart: Pg. Wilh. Aug. Raabe;
Organiſa=
tions= und Perſonalamtsleiter: Dr. Alfred Weihl; Propaganda=
Amt: C. Malcomes, Schulungsamt: H. Borchert, Preſſeamt
Wilh. Müller; Kreisgericht: Chr. Kelſch; Kreisbetriebszelle
Rich. Zachow; Landw. Kreisfachberater: Georg Bernhard,
Kommunalpolitiſcher Fachberater: Georg Steinmetz; Amt für
Beamte: Heinrich Schmidt; NS.=Hago: Hans Schäfer
NS. Volkswohlfahrt m. d. L. b.: Heinrich Hanſel; Amt für Er.
zieher: Dr. Otto Maſer; Amt für Kriegsopfer=Verſorgung
Heinrich Schab; Frauenſchaftsleiterin: Marie Krauth.
Orisgruppen=, Skühpunkk= und Zellenleiker.
OG. Darmſtadt=Steinberg: Dr. Schneider. OG.
Darm=
ſtadt=Beſſungen: Johann Schwinn. OG. Darmſtadt=Rheintor
Herm. Gerdes. OG. Darmſtadt=Maintor: A. Schneider,
OG. Darmſtadt=Schloßgarten: Rich. Bender. OG. Darmſtadt=
Gutenberg: Franz Ettl. OG. Darmſtadt=Gervinus: Joſef Fär
ber. OG. Darmſtadt=Mitte: Emil Bauer. OG. Arheilgen: Ju
lius Birkenſtock. OG. Meſſel: S. Fröhner. Stp. Wixhau
ſen: Phil. Storck. OG. Erzhauſen: Phil. Vollrath. OE
Eberſtadt: Fritz Marguardt. Zelle Malchen: Fr. Wiemer
OG. Griesheim: Fritz Seibert. OG. Gräfenhauſen: Phi=
Mager 3. Zelle Schneppenhauſen: Wilh. Rückert. OG. Nie
der=Ramſtadt: Carl Malcomes. Zelle Waſchenbach: Geor
Thaler. Stp. Nieder=Beerbach: Georg Bernhardt. OG,
Ober=Ramſtadt: Anton Jörgeling. OG. Roßdorf: Hch. Ni
colay. OG. Pfungſtadt: Wilhelm Gräff. OG. Hahn: Fri
Opitz. Stp. Eſchollbrücken: Ludw. Hechler 2. OG. Traiſa:
Gu=
ſtav Eckert. OG. Weiterſtadt: Georg Weber, Zelle
Brauns=
hardt: Georg Schuchmann 6.
ſeichen Ke
neiden di
Ghmbol
Sie wi
akenkreuz
ſitzt, was
Kreisführer und Orksgruppenwalter
der NS-Volkswohlfahrt.
Kreisführung Darmſtadt: Pg. Heinrich Hanſel, Geſchäftsl
ſtelle: Wilhelminenſtr. 34, Telephon 4661/3.
OG. Darmſtadt=Steinberg: Pg. Chriſtoph Roß, Geſchäfts
ſtelle: Hochſtr. 44, Telephon 4661/3, Nebenſtelle 93. OG. Beſſunger
Pg. Dr. jur. Ernſt Büchler, Geſchäftsſtelle: Eſchollbrückerſtr. 19/ hiht: Du
Telephon 4661/3, Nebenſtelle 94. OG. Rheintor: Pg. Karl Heirz) Yu
Koſt, Geſchäftsſtelle: Rheinſtr. 62, Tel. 4661/3. Nebenſtelle 9u/Geiheit
OG. Maintor: Pg. Heinrich Heldmann, Geſchäftsſtelle: Dieſter/ud denM
wegſchule, Lagerhausſtr., Tel. 4661/3, Nebenſtelle 96. OG. Schloß=) De
garten: Pg. Chriſtoph Sames, Geſchäftsſtelle: Altershein, de NSDA
Emilſtr., Tel. 4661/3, Nebenſtelle 97. OG. Gutenberg: Pg. Phi=ſtiſche Leiter
lipp Sturmfels, Geſchäftsſtelle: Alexanderſtr. 20, Tel. 4661/½/in weltanſ
Nebenſtelle 98. OG. Gervinus: Pg. Wilhelm Scheufler. Ge cher nicht
benzigen
ſchäftsſtelle: Stiftsſtr. 32, Tel. 4661/3, Nebenſtelle 99. OG. Mitte, velmehr
Pg. Ludwig Paatſch, Geſchäftsſtelle: Berufsſchule Ecke Karbl ung, die
und Nieder=Ramſtädter Str., Tel. 4661/3, Nebenſtelle 90.
O.G. Arheilgen: Arthur Zeidler, Etteſterſtraße, Tel/coldaten
Darmſtadt 229. O.G. Eberſtadt: Fritz Heil, Heidelbergerſtr. 8 un gewot
Tel. Eberſtadt 12 Tel. Darmſtadt 1499. OG. Gräfenhauſen, Martin herufung
Hoch, Schloßgaſſe52. OG. Griesheim: Pfarrer Mangold, Pfar=/tagen ei
gaſſe, Tel. Griesheim 8. OG. Nd.=Beerbach: Hch. Schüler, Nieder
Beerbach, Tel. Eberſtadt 26. OG. Nieder=Ramſtadt: Dr. me)
Ernft Schultheiß, Karlſtraße 15, Tel. Darmſtadt 1190
OG. Ob.=Ramſtadt: Phil. Breitwieſer, Hohlgaſſe 20, Teſ
Ob.=Ramſtadt 19. OG. Pfungſtadt: Wilh. Martin, Bgn=
Tel. Pfungſtadt 11. Stp. Eſchollbrücken: Fr. Kiſtinger. St
Hahn: Adam Weicker, Hahn. Stp. Eich: Bürgermeiſter Gil
bert Eich. OG. Roßdorf: Hch. Lorenz, Beunegaſſe PInoſten A
OG. Traifa: Fr. Kilian, Ludwigſtr, 29, Tel. Darmſtadt 473Mahrzehnte,
OG. Weiterſtadt: Bürgermeiſter Meinhardt, Darmſtädt
Straße 43, Tel. Darmſtadt 4498.
NSV.=Küchenzentrale: Geſchäftsſtelle Darmſtadt, Wilhelminen
ſtraße 34, Tel. 4661/3 — Nebenſtelle 7.
NSV.=Kleiderſtelle: Geſchäftsſtelle Darmſtadt, Mackenſenſtr. 180un
Tel. 4661/3 — Nebenſtelle 92.
arteidikt
Im Berliner Sportpalaſt hielt geſtern abend Dr. Goebbelsſchen Stun
in einer revolutionären Feierſtunde der Standarte TIII eine ſei/lNicht zu
ner hinreißenden Reden. Zu der Veranſtaltung waren die Beinen Kraft
liner SA.=Vorgänger in ihren alten, ſeinerzeit verbotenen unſſſaſt daſ
„Tarn”=Uniformen erſchienen.
Auf dem St. Matthäusfriedhof in Schöneberg fand am Frei
tagnachmittag die feierliche Beiſetzung des SS.=Gruppenführe
Seidel=Ditmarſch ſtatt. — In ſeinem Nachruf erklärte der
Reich=
führer der SS. Himmler, er habe, die Einwilligung des Führet
vorausgeſetzt, zum Gedenken an dieſen Getreuen der 54. Bayriſche
SS.=Standarte den Namen „Seidel=Dittmarſch=Standarte”, pe
liehen.
dünkt, vermittelt es der Film. Gräben, die keine mehr ſind, Unter
ſtände, die, zerhauen, zerfetzt, dieſen Namen längſt nicht mehr ve
dienen, Granatlöcher voll Schlamm und Waſſer, Mauerreſte ods
ſchnell immer wieder aufgeworfene Erdhügel bergen die Reſte de
vorderſten Beſetzung. Menſchen, die kaum noch wiſſen, daß
Menſchen ſind, denen Waſſermangel die Zunge am Gaumen klebe
läßt, und die dem Verhungern nahe ſind, weil ſeit Tagen keif
Tragkolonnen mehr durch das mörderiſche Feuer kommen, erwar
ten den Angriff und atmen auf, als endlich ihre eigentliche u
ſchwerſte Aufgabe kommt: Den Angriff abſchlagen. Und ſie ſchaffe
es. An den ausgemergelten, dürſtenden und hungernden deutſche
Feldgrauen ſcheitert der mit ſtärkſtem Elan vorgetragene Angri
ausgeruhter, beſtens genährter, glänzend ausgerüſteter franzo
ſcher Soldaten. Das Unglaubliche wird wahr, die deutſche Fro
hält. Heiliger Heimatboden bleibt immer noch vom Feind. vo
der Zerſtörung frei. Und nun, da die franzöſiſche Front verzwe
felnd demoraliſiert wird, beginnt zur Entlaſtung der furchtbei
Angriff der Engländer, vor allem die Tankſchlacht bei Cambr
Der gleiche Stoßtrupp, der hier Unerhörtes geleiſtet, wi
nach kurzer Erholung in Flandern eingeſetzt. Wenn es noch Furcl
bareres zu erleben gab, geſchieht es hier in den mit Waſſer un
Schlamm gefüllten Gräben und Löchern, gegen einen neuen,
b=
her unbekannten Feind der Kriegstechnik. Aber auch hier wi
das Unglaubliche zur Tat. Es gelingt den Engländern, in
vorderſten deutſchen Gräben zu kommen. Der Stoßtrupp wirft
wieder hinaus. Die letzten Weihnachten nach dieſem furchtba iel
Kriegserleben im vorderſten Grabenloch beſchließen den Film. Ci
vor dem Graben um Hilfe rufender Engländer haucht in 2
Armen deutſcher Kameraden beim brennenden Chriſtbäumchen n!
einem „Mr mother” auf den Lippen ſein Leben aus. Sehnſucht mi
Frieden ergreift auch unſeren Stahlgewitter gehärteten Ste
trupp. Nicht Haß und Vernichtungswillen trieb deutſche So
daten zum Kampf, ſondern der Wille zu dauerhaftem Friede
für ihr Volk. —
Die geſtrige Premiere des Films, bei dem die Wehrmah
die SA., SS. und der Stahlhelm mitwirkten und der unter .N
Schirmherrſchaft der Nationalſozialiſtiſchen Kriegsopferverſorgu/)
geſchaffen wurde, fand im Rahmen einer Feſtvorſtellung ſtatt. e
Theater war ernſt geſchmückt, Bühne und Proſzenium von Fahr!”
Blumen und Girlanden würdig umrahmt. Ein ſchöner Aufdr
zum Heldengedenktag. Die Landespolizeikapelle unter Mul
meiſter Buslau ſtellte die Feſtmuſik. Fahnenabordnungen
SA. und SS. flankierten den Eingang und, nach feierlichem Eil
zug unter den Klängen des Präſentiermarſches, die Bühne.
S=A.=Oberführer Dr. Ivers wies in einer kurzen Anſprse
auf den Volkstrauertag am Sonntag hin, an dem das deur
Volk Rückſchau hält und der 2 Millionen ſeiner beſten Deuſel
gedenkt voll Dankbarkeit und Ehrfurcht, aber auch voll Stolz
Samstag, 24. Februar 1934
Dr. Ley zum Tage des Treuſchwurs.
Berlin, 23. Februar.
Dr. Robert Leyhielt, laut NSK., am Freitag abend
un Tage des Treuſchwurs eine Rundfunkanſprache, in
ſer er u. a. ausführte: Im ganzen nationalſozialiſtiſchen
Deutſch=
arrd ſind in dieſen Tagen die Vorbereitungen im Gange für die
nroße Vereidigung der politiſchen Leiter der NSDAP., der Führer
er HJ. einſchließlich der Führerinnen des BdM. und der
Unter=
ührer des Freiwilligen Arbeitsdienſtes. Im Zeichen dieſer
Ver=
idigung ſtehen der Samstag und der Sonntag, der 24. und 25.
ſebruar 1934. Der 24. Februar iſt zugleich ein Tag der
Erinne=
ung an 14 Jahre des Kampfes der NSDAP.
Vor 14 Jahren ſprach an derſelben Stelle, an der er auch
ſiesmal das Wort nehmen wird, im Hofbräuhaus=Feſtſaal, der
führer in der erſten großen Maſſenverſammlung der Partei. Hier
durden die Theſen verkündet, mit denen die Bewegung ihren
Sie=
ſeszug zu ihrer heutigen Bedeutung durchführen konnte. Von hier
us nahm die neue deutſche Entwicklung ihren Weg.
In der Erinnerung an dieſe erſte große Maſſenverſammlung
und in der Weihe
der Skunde des Eides
ringen die beiden letzten Tage dieſer Woche den deutſchen
Na=
ſonalſozialiſten ein ernſtes Gedenken an die Verſchworenheit im
leichen Kampfgeiſt, aus dem in den letzten 14 Jahren des
deut=
hen Geſchickes deutſches Schickſal geworden iſt. Hunderttauſende
verden die Hände zum Schwur auf die Fahne heben, die zum
f
5ymbol unſerer Bewegung, und gepaart mit der alten Fahne der
radition, das Sinnbild unſeres Reiches iſt.
Sie wiſſen, daß, wer auf das Fahnentuch mit dem ſchwarzen
hakenkreuz im weißen Feld auf rotem Grunde ſchwört, nichts mehr
eſitzt, was ihm ſelber gehört.
Der Eid der Hunderttauſende bindet Führer und Gefolgſchaft,
ie in den parteiamtlichen Trägern der Organiſation in die
Er=
heinung tritt, in der großen Kampfgemeinſchaft für das
welt=
inſchauliche Prinzip der Bewegung. Und dieſe Bekundung der
Verſchworenheit der Kämpfer mit ihrem Führer iſt der
Grund=
ſein allen politiſchen Lebens unſeres neuen Deutſchland. In dem
Eid auf Adolf Hitler werden die Träger der Politik zu klarer
Zielſetzung und in feſter Marſchrichtung gebunden ſein.
DG. Beſſunge
Das Ziel
übrückerſtr. ſeißt: Durchſetzung des Nationalſozialismus auf allen Gebieten
Tg. Karl He: ſeutſchen Lebens. Die Marſchrichtung heißt: Deutſchlands
Nebenſtelle / Freiheit und Frieden in Ehre und Würde. Das Marſchtempo
sſtelle: Dieſ= und den Marſchrhythmus gibt allein der Führer an!
1. O6. Schlt=‟ Der Rahmen, in den unſere Lebensarbeit geſpannt iſt, iſt
: Altershen, ſie NSDAP. Wir ſind deren Hoheitsträger, wir ſind deren
poli=
berg: Pg. P iſche Leiter, Führer der Jugend, auch der im Arbeitsdienſt, die
0, Tel. 4601½ m weltanſchaulichen Geiſt dieſer Partei erzogen wird. Wir ſind
eufler ſe ber nicht etwa nur Arbeiter im Apparat der Partei, wir ſind
ielmehr und in erſter Linie die Repräſentanten einer
Bewe=
ung, die zur Umſetzung ihres Willens die Apparatur der großen,
inzigen Partei Deutſchlands braucht. Wir ſind die Werber und
ſterſtraße, Al Holdaten für Adolf Hitlers Weltanſchauung, die zu der
unſeri=
delbergerſtr, 3 en geworden iſt durch die Erkenntnis der Einmaligkeit und der
Zerufung zur deutſchen Schickſalsgeſtaltung dieſes Mannes. Wir
ragen eine große Ehre, aber wir tragen eine höhere Pflicht.
Dieſer Kampf wird getragen von einem
neuen Typ des polikiſchen deutſchen Führers
und Unkerführers.
Dieſer neue Typ des politiſchen Menſchen hat nicht den
ge=
ingſten Weſenszug gemeinſam mit dem Politiker vergangener
Jahrzehnte. Er dünkt ſich nie ein fertiger Befehlsgewaltiger, der
Tin blaſſes parteiegoiſtiſches Programmſchema ſeiner lebendigen
Amwelt aufpreſſen will, vielmehr bleibt er ſtrebend bemüht, mit
einen Volksgenoſſen zugleich in ſich der Vollendung näher zu
hreiten, die ihn als deutſchen Nationalſozialiſten Hitlerſcher
Prä=
ung zeigen wird. Dieſer neue deutſche politiſche Menſch lebt nach
en fließenden Geſetzen der Bewegung, nicht in den Dogmen einer
Farteidiktatur. Denen, die als innerlich Beteiligte der
feier=
ichen Stunde am Sonntag entgegenſehen, all dieſen rufe ich zu:
Nicht zu befehlen, zu Führen nach dem Willen einer
überlege=
weſen Kraft ſeid Ihr, Adolf Hitlers treueſte und älteſte
Gefolg=
u/ chaft, da!‟
Das Volk hat uns im Kampf mit all unſeren Vorteilen
eiſ ind Fehlern geſehen und geliebt, und will uns jetzt in den
ziüsKragen des Sieges nicht als andere ſehen.
Bleibt beſcheiden: denn nichts gefährdet den Glauben
n unſere Bewegung ſtärker als Handlungen, die dem Volk das
vlkecht geben würden, hohnlachend auf neuen Byzantinismus
einer Führer mit dem Finger zu deuten.
d,u
ſcht ncht
jie Reſt
ziſſel. 2.
nü0
Tagen
ie, die im Glauben an Deutſchlands Freiheit und Größe den
Opfertod ſtarben. Marxiſtiſche Parteien wollten den Sinn des
erreſte E Cſeldenhaften Sterbens nicht erkennen oder bewußt verdrehen. Erſt
der Kanzler baute auf den Glauben an die Gefallenen, auf
as unerhörte Erleben der Front das neue, das Dritte Reich, der
beſtaltung des deutſchen Schickſals Richtung gebend. Soklingt durch
ie Jahre 1914 bis 18, durch die Jahre unſagbarer Not und
un=
aßlichen Leides das Lied vom guten Kameraden! Gute
Rameraden waren es, die den Gefallenen Denkmäler ſetzten aus
Bronce und Stein. Der Führer des deutſchen Volkes, Adolf Hitler,
enden deulekletzte dieſen Gefallenen das Denkmal aus Fleiſch und Blut, die
Mliſtutſche Volksgemeinſchaft! Sie ehrt alle, die gefallen
ind und gewährleiſtet die Erfüllung ihrer Sehnſucht.
Sie ſehen heute einen Bildſtreifen aus dieſer großen Zeit.
Bilder, die blaß ſein müſſen gegen die Wirklichkeit, die aber ihren
zweck erfüllen, wenn ſie uns lehren: Bereit zuſein wie ſie,
kipferbereit zu ſein wie ſie, treu zu ſein wie ſie!
Die Muſtk ſpielte: „Ich hatt’ einen Kameraden!“
Der Landesobmann der NSKOV., Pg. Ziegler, hieß die
Etſchienenen im Namen der Landesleitung dieſer Vereinigung
villkommen, gedachte ebenfalls der 2 Millionen Toten und der
Mällionen noch lebenden Kriegsopfer, die zu ehren und zu achten
Pflicht der Nation iſt. An dieſe Pflicht zu erinnern, ſei Zweck des
Hilms, der beſonders zur Jugend, zu der Generation ſprechen ſoll,
die die Wirklichkeit des Krieges nicht kennt. Daß das deutſche Volk
die Kämpfer des großen Krieges achten und ehren wird, dafür
bürgt unſer herrlicher Führer Adolf Hitler! —
Das vollbeſetzte Haus nahm den Film, deſſen Ablauf mehr
als zwei Stunden währt, gleich einem Erlebnis.
M. Streeſe.
Abel mit der Mundharmonika im Helia.
Was nicht allzuoft glückt, iſt hier in einem nahezu
voll=
ymmenen Maße gelungen: die Ueberſetzung eines ſchönen Buchs
us Filmiſche in einer Weiſe, die dem Buch und dem Film
Ueicherweiſe gerecht wird. Die vielen Freunde, die Manfred
ausmanns Roman in wenigen Monaten gefunden hat,
nnen ſich hier, ohne enttäuſcht zu werden, noch einmal an der
eckzückenden Geſchichte von dem zarten Abel, der ſo ſchön
Anundharmonika ſpielt, von dem Mädchen Corinna und den bei=
Mm Jungens von der Waſſerkante, die unter ſo aufregenden
lmſtänden auf einem Segelkutter zuſammentreffen, herzlich
Neuen, und neue Freunde wird der Film ſicherlich zahlreich
üunzugewinnen.
Die Handlung des Romans kommt ja den Bedingungen
Des Films in glücklicher Weiſe entgegen. An ſpannenden
Er=
ichniſſen und aufregenden Zwiſchenfällen iſt kein Mangel, zumal
Der Freiballonflug durch das Unwetter im Film auch noch in
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Ihr ſeid die lebendigen Träger des Prinzips vom Primat
des Nationalſozialismus in der deutſchen Politik.
Ihr habt die Pflicht, zu wachen, daß alle politiſchen
Handlungen in Deutſchland im Geiſte der Weltanſchauung getan
werden, für die der Führer mit der NSDAP. als dem
partei=
rganiſatoriſchen Apparat eines Willens kämpft und für die
Hun=
derte Nationalſozialiſten ihr Leben ließen. Werdet in aller
Wachſamkeit über die praktiſche Verwirklichung eurer edlen
nationalſozialiſtiſchen Ziele nicht kleinlich!
Vernichtet das Denunziantentum! Haſſet aus
tiefſter Seele die Kritiker aus Bösartigkeit und Dummheit!
Verachtet nichts ſo tief wie das Nörglertum,
Nr. 54 — Seite 3
wie Hohn und Spott aus Bosheit, Geiſtesarmut, Willens
ſchwäche.
Tut als Soldaten eure Pflicht in nüchterner, ſachlicher
Arbeit, in diſziplinierter exakter Durchführung der euch
ge=
gebenen Befehle und ſeid Werber in
leidenſchaft=
licher Liebe.
Bleibt dankbar dafür, daß wir in einer Kampfzeit leben
dürfen, die von uns das Letzte an Kraft und Kämpfertum
erfor=
dert für die Erhaltung unſeres Volkes.
Der Schwur, den uns Rudolf Heß auf Adolf Hitler
abneh=
men wird, dieſer Schwur gilt einzig und zuletzt Deutſchland,
nur Deutſchland, immer nur Deutſchland!
Deutſcher Proteſt in Kowno.
Deukſchland prokeſtierk auf das enkſchiedenſte gegen die neuerlichen Verlehungen des Memelſtaluks
durch die likauiſche Regierung. — Hemmungsloſe likauiſche
Unkerdrückungs=
maßnahmen gegen die memelländiſche Bevölkerung.
Vor kurzem iſt nun ein
Wo bleiben die Signakarmächke
der verletzken Memelkonvenkion?
DNB. Kowno, 23. Februar.
Der deutſche Geſandte überreichte am Freitag der litauiſchen
Regierung eine Note, in der Einſpruch gegen das am 8. Februar
in Kraft getretene Geſetz zum Schutz von Volk und Staat
er=
hoben wird, das ſich bekanntlich auf das Memelgebiet erſtreckt.
Die Reichsregierung hat durch den Geſandten in Kowno
dem litauiſchen Außenminiſter eine Note überreichen laſſen, in
der ſie gegen die Vergewaltigung des Memellandes auf das
ſchärfſte Proteſt eingelegt hat. Sie hat mit dieſem Schritt nicht
länger zögern können, da Litauen jetzt auch die letzten
Hem=
mungen beiſeite geſchoben hat, die es vielleicht noch gegenüber
der von den Großlitauern geforderten Entrechtung des
Memel=
landes beſaß:
Was ſich heute in dem geraubten deutſchen Gebiet abſpielt, iſt
eine brukale Knechkung der deutſchen Volksgenoſſen,
die im Jahre 1923 durch den Verrat der franzöſiſchen Beſatzung
Memels unter litauiſche Herrſchaft kamen. Litauiſche Freiſchärler
brachen an dem Tag, als franzöſiſche Truppen in das
Ruhr=
gebiet einmarſchierten, über die Grenze vor. Sie beſetzten
nach=
einander die kleinen Städte und Dörfer des Memelgebietes und
konnten auch die Stadt Memel ſelbſt in ihre Gewalt bringen,
weil diejenigen, die den Auftrag erhalten hatten, Memel zu
ſchützen, es vorzogen, den litauiſchen Freiſchärlern das Feld zu
überlaſſen und ſich auf ihre Schiffe zurückzuziehen. Immerhin
ſahen ſich die Großmächte veranlaßt, in einer mit Litauen
ab=
geſchloſſenen Konvention den Memelländern das
Selbſtverwal=
tungsrecht zu geben, das aber von den litauiſchen Machthabern
ſtets mit Füßen getreten wurde.
Immer wieder mußte Litauen daran erinnert werden, daß
es ſich im Rahmen der getroffenen Abmachungen zu halten habe.
Immer wieder gingen der Gouverneur und der
Kriegskomman=
dant ihre eigenen Wege.
Die memelländiſche Bevölkerung hat den Litauern gegenüber
trotzdem ein einwandfreies loyales Verhalten an den Tag gelegt
und verſucht, auf Grund der Memeler Konvention mit Litauen
zu einem verträglichen Verhältnis zu kommen. Alle
Anſtrengun=
gen von memelländiſcher Seite ſind wirkungslos verpufft, weil
die Großlitauer, die im Memelgebiet ſelbſt nur eine
verſchwin=
dende Minderheit bilden, in Kowno über einen ſtarken Rückhalt
verfügen. Ihnen iſt es zuzuſchreiben, wenn es immer wieder
zu neuen Reibungen und Schwierigkeiten kam, die ſich
ſelbſt=
verſtändlich auf das deutſch=litauiſche Verhältnis auswirken
mußten.
In der letzten Zeit iſt nun die
Kownder Regierung in ein bekonk deutſchſeindliches
Fanaſer eingeſienk.
Sie griff wiederholt in das Selbſtverwaltungsrecht des
Memel=
landes ein, wobei die Abſicht mitſprach, Deutſchland zu reizen.
Sie drohte dann mit der Ausweiſung von
Reichs=
deutſchen, ſo daß noch immer ungefähr 1000 Perſonen,
die in Litauen beſchäftigt ſind, in der Gefahr ſchweben,
kurzerhand litauiſchen Boden verlaſſen zu
müſſen.
„Geſek zum Schuk von Volk und Staat”
in Kraft geſetzt worden, das zwar für den geſamtlitauiſchen
Raum gilt, aber doch in allen ſeinen Teilen auf das Memeler
Gebiet zugeſchnitten wurde. Durch dieſes Geſetz, deſſen
gummi=
artige Beſtimmungen wohl kaum ihres gleichen finden, hat ſich
Litauen eine Waffe geſchaffen, die es unverzüglich gebrauchte,
um die Knechtung des Memellandes in ganz
großem Stil fortzuſetzen. Zwei Parteien, die
Sozialiſtiſche Volksgemeinſchaft zu der ſich faſt das
geſamte Memelland bekennt, und die Chriſtlich=Soziale
Arbeitsgemeinſchaft ſind aufgelöſt worden. Man
hat ihnen den Vorwurf gemacht, daß ſie das Ziel verfolgten,
das Memelgebiet auf dem Wege eines
bewaff=
neten Aufſtandes von Litauen loszureißen.
Etwas Unſinnigeres gibt es gar nicht. Die
Memelländer ſind unbewaffnet und denken gar nicht daran,
ſich in irgendwelche Abenteuer zu ſtürzen. Sie brauchen das auch
nicht, weil ſie — wenigſtens dem Buchſtaben nach — die
Großmächte auf ihrer Seite haben, die durch ihre
Unterſchrift unter die Memelkonvention alle Rechte und
Frei=
heiten garantiert haben.
Es würde ſich übrigens empfehlen, das Material, das
angeblich die Kownoer Regierung gegen die Sozialiſtiſche
Volks=
gemeinſchaft geſammelt hat, der Oeffentlichkeit
zuüber=
geben. Innerhalb weniger Minuten wären alle Behauptungen
widerlegt. Kommt man mit derartigem Material, dann können
wir ſchon heute ſagen, daß es erdichtet und erlogen iſt.
Unter=
läßt es die litauiſche Regierung, die erhobenen Anklagen zu
be=
legen, dann iſt es ein klarer Beweis ihres ſchlechten Gewiſſens.
Maßgebend für die Auflöſung dieſer Parteien war
un=
zweifelhaft in erſter Linie.
Deukſchland in der ſchwerſten Weiſe
heraus=
zufordern.
Dann aber auch die Abſicht, die Memelländer mundtot
zu machen. Exiſtieren die großen deutſchen Parteien nicht
mehr, dann fällt die wichtigſte Stütze des Memeltums fort, dann
gibt es keinen memelländiſchen Anwalt mehr, der
nach innen und außen hin für die Nechte der
deur=
ſchen Bevölkerung eintreten kann. Das berüchtigte
Schutz geſetz erklärt ja ſchon jeden, der es wagt, mit dem
Völker=
bund in Verbindung zu treten, für einen Feind des Staates.
Sieht man ſich die einzelnen Beſtimmungen dieſes Geſetzes an,
dann ergibt ſich aus ihnen zwingend, daß nicht nur die
Juſtiz=
hoheit des Memelgebietes ausgelöſcht, ſondern die Konvention
überhaupt in allen ihren Teilen buchſtäblich beſeitigt wird.
Hier ſteht die Exiſtenz von Deutſchen auf dem Spiel, mit
denen wir uns auf das engſte verbunden fühlen und für die
wir uns mit aller Kraft einſetzen werden.
Daß die Signatarmächte es bis heute unterlaſſen haben, ein
ernſtes Wort an die litauiſche Regierung zu richten, bedauern
wir auf das tiefſte. Wir hoffen aber, daß der Proteſt in
Lon=
don, Paris und Rom die von uns gewünſchte Reaktion auslöſt
und die Signatarſtaaten veranlaßt, dafür zu ſorgen, daß im
Memelgebiet ſchleunigſt wieder die Verhältniſſe hergeſtellt werden,
wie ſie durch die Beſtimmungen und den Sinn der
Memel=
konvention vorgezeichnet ſind.
die Sturmnacht verlegt iſt, in der die jugendliche Beſatzung des
Segelboots ihre Abenteuer erlebt. Daß dieſe
Spannungs=
momente im Film faſt noch ſtärker wirken, iſt natürlich und
durchaus berechtigt, weil die mehr innerlichen Erlebniſſe die
zwiſchen den vier jungen Menſchen ſich abſpielen Kameradſchaft,
zaghafte Liebe, Freiheitsgefühl und ungewiſſer Weltſchmerz der
Jungen zwiſchen Fünfzehn und Achtzehn, Uebermut und
ver=
haltene Melancholie natürlich nicht in dem Maße, wie es im
Buch geſchieht, zur Darſtellung kommen konnten, wenn man den
Dialog nicht über Gebühr ausdehnen wollte. Doch hat auch hier,
in der Mitteilung der beſonderen Stimmung jugendlichen
Da=
ſeins, die das Ganze durchzieht, der Film alles mögliche geleiſtet.
Einfach vorbildlich aber iſt die Art, wie die umgebende
Natur hier zu lebendigſter Anſchauung gebracht iſt. Die
Atmo=
ſphäre, die zur Handlung gehört, iſt hier einmal wirklich
vor=
handen und ganz eingefangen, nicht durch Stimmungsmache,
ſondern durch reine Wirkung des Bildhaften. Die herrlichen
Aufnahmen von Wolken, Watt und Meer in verſchiedenſter
Be=
leuchtung wirken nirgends als Beiwerk oder Kuliſſe, drängen
ſich auch nicht vor, ſondern ſind als ein weſentlicher Beſtandteil
mit ſicherem künſtleriſchen Gefühl ganz in die Handlung hinein
verwoben.
Das uneingeſchränkte Lob, das wir dieſem Film erteilen
wollen, darf man, da die Geſamtleiſtung befriedigt, auch auf
die Darſteller ausdehnen (Karin Hardt, Karl Ludwig Schreiber,
Carl Balhaus, Götz Wittgenſtein, Heinz von Cleve). Auch die
muſikaliſche Begleitung iſt beſonders nett, nur beiläufig und fern
von der üblichen Aufdringlichkeit. — Faſſen wir unſere Freude
an dieſem ſauberen, anſtändigen und herzerfriſchenden Film in
dem bejahenden Stoßſeufzer, zu dem ſo ſelten Anlaß iſt, zu=
*
ſammen: Solche Filme wollen wir haben!
„Reims”
Zur Uraufführung des Dramas von Friedrich Bethge
im Schauſpielhaus Frankfurt a. M. am 25. Februar.
1918: Aus den Türmen der Kathedrale ſchlägt die Garbe des
Lichts lodernd gen Himmel.
Reims. Maſchinengewehre knattern, Granaten rollen, die
Sichel des Todes rauſcht über die Erde. Mann, Sergeant,
Leut=
nant. General; jeder Soldat ſteht mit ſeinem Leben für die Lieben
der Heimat, für das Leben ſeines Volkes. Ihnen allen, den guten
Kameraden der Front, iſt das Kreuz auferlegt, das Kreuz des
Leidens, aber auch der Erlöſung.
Zuhauſe: die Weiber verrichten Männerarbeit: ſchaffen,
war=
ten und dulden. Hinter der lebendigen Mauer des Heeres beſtehen
auch ſie ihren Kampf, ſchweigend und dienend dem Sturm ihrer
weiblichen Schickung. Sie leben mit der Front und von jedem
Zeichen der Front, wie die Front, aus der Heimat Kraft und
Troſt ſchöpft. Wird aber das Band zerriſſen, ſchweigt Front oder
Heimat, dann ſcheint aller Kampf und alle Selbſtüberwindung
vergeblich und ungeſegnet: der Einzelne verfällt ſeinem ſelbſtiſchen
Drang, Ordnung und Sitte iſt aufgelöſt und ſtatt Zucht und
Würde regiert die Anarchie des Triebs. Die Frau verrichtet ihr
Tagewerk um nichts als um des nackten Daſeinswillen, ihr Leben
verliert ſeine Beſtimmung; ſie bricht aus und wird ſündhaft eine
Gefangene ihres Blutes. — Die von der Heimat Verlaſſenen
draußen an der Front fliehen aus der Kameradſchaft des Krieges,
Gefangene auch ſie in der Selbſtſucht des eigenen Daſeins Dieſen
Gefangenen aber der Heimat und der Front: ihnen leuchtet nicht
mehr die Fackel des Kampfes, ſie verraten den Geiſt jener da
draußen, die für ſie ſtürmen und ſterben, ſie ſind Gefallene ſchon
vor dem Ende und ihnen glänzt kein Zeichen der Gnade.
Die Front aber läßt keinen Kameraden los. Sie fordert ihn
zurück. Denn über ſeinem Eigenleben hat ſich unentrinnbar die
Gemeinſchaft aufgerichtet, das Blut der Gefallenen bindet den
Krieger, wie nur Blutsbande binden. Mann für Mann, ſie
ſtürmen und kämpfen; vor ſich den Feind und hinter ſich den
Feind, aber über ſich den Himmel und in ſich die Freiheit, die
über den Tod hinausgeht: Treue, Kameradſchaft, Würde. Mit
ihrem Tod wird die Heimat aber auch entſühnt; es ſind die
fal=
lenden Kämpfer, die immer und ſtets die Schuld der Lebenden
auf ſich nehmen. Sie ſtürmen wahrhaft das himmliſche Tor.
Un=
lösbar iſt das Band zwiſchen Heimat und Front durch den
Opfer=
tod des Kriegers, unlösbar die Schickung von Mann und Weib.
Aus den Türmen der Kathedrale ſchlägt die Garbe des Lichts
lodernd zum Himmel: Reims, 1918.
Hans Meißner,
Generalintendant der Städtiſchen Bühnen, Frankfurt. a. M.
Uraufführung in Eſſen.
Hermann Erpf: „Himmliſche Ernte‟.
Von Hermann Erpf, der ſeit Jahren als Direktor der Eſſener
Folkwangſchule tätig iſt und als Theoretiker wie als Komponiſt
einen geachteten Namen hat, kam in einem Eſſener Sinfonie=
Konzert ein für gemiſchten Chor, Blechbläſer und Pauken
ge=
ſchriebenes Werk „Himmliſche Ernte” zur Uraufführung. Erpf.
der früher einem aſketiſchen Ausdrucksſtil huldigte, zeigt ſich hier
gefühlshaft ſtärker bewegt, als er ſich beſtrebt, den dichteriſchen
Gehalt der zugrunde gelegten Verſe Hermann Burtes
auszu=
ſchöpfen. Der ſchon durch die Verwendung der Bläſer betonte
feierliche Charakter der Kompoſition iſt trotz der ſtrengen
Durch=
dringung des thematiſchen Materials und des ſehr klaren
Auf=
baues flüſſig im melodiſchen Duktus und ſehr wirkſam im
hym=
niſch ausmündenden Schluß. Die gelegentliche Herbheit wird durch
die Friſche der Empfindung überwunden, die ſich vorteilhaft von
der Haltung der früheren Werke Erpfs abhebt. Die Eſſener
Auf=
führung unter der Leitung des Städtiſchen Muſikdirektors Joh.
chüler war charaktervoll und im teils polyphonen, teils
lomophonen Vokalpart beim Chor des Eſſener Muſikvereins
beſtens aufgehoben. Starker Beifall rief am Schluß den
Kompo=
niſten häufig hervor.
hef.
EP. Budapeſt, 23. Februar.
Der italieniſche Unterſtaatsſekretär Suvich hat heute mittag
12,30 Uhr nach einer letzten, zweiſtündigen Beſprechung mit den
Mitgliedern der ungariſchen Regierung ſeine Budapeſter
Be=
ſprechungen abgeſchloſſen. Der amtliche Bericht über das
Ergeb=
nis dieſer Beſprechungen ſtellt zunächſt feſt, daß der Budapeſter
Beſuch von Suvich, der im Namen Muſſolinis als Erwiderung
der mehrfachen Beſuche ungariſcher Staatsmänner beim Duce
er=
folgt ſei, einen neuen Beweis für das innige, freundſchaftliche
Verhältnis darſtelle, das zwiſchen Ungarn und Italien beſtehe.
Naturgemäß wurden, wie es in dem Communigus weiter heißt,
bei dieſem Beſuch alle politiſchen und wirtſchaftlichen Fragen
er=
örtert, die die beiden Staaten direkt betreffen und näher
intereſ=
ſieren, darunter vor allem die mitteleuropäiſche Frage, für die
Muſſolini ein beſonders reges Intereſſe bekunde, von dem
Be=
ſtreben geleitet, ſämtliche politiſchen und wirtſchaftlichen Probleme
Mitteleuropas zu löſen, um damit die Konſolidierung der Lage
zu fördern und die lokalen Verhältniſſe zu verbeſſern. Während des
Budapeſter Aufenthaltes von Suvich wurde, wie es weiter heißt,
wiederholt das zwiſchen Ungarn und Italien beſtehende innige
und freundſchaftliche Verhältnis feſtgeſtellt, das auch in einer in
jeder Beziehung vollſtändigen gegenſeitigen Uebereinſtimmung
be=
züglich der Mitteleuropa berührenden Fragen zum Ausdruck kam.
Der Schlußbericht endet mit der Feſtſtellung, daß die
Buda=
peſter Beſprechungen geeignet ſeien, für die beiden Regierungen
den Boden zu einer Aktion im Intereſſe der Verbeſſerung und
Konſolidierung der mitteleuropäiſchen Lage vorzubereiten,
Keine Wilkür geftatkek.
Berlin, 23. Februar.
Zu einer kürzlich verbreiteten Verlautbarung des
Treu=
händers der Arbeit für den Bezirk Berlin=Brandenburg teilt,
um Zweifel auszuſchließen, der Reichsarbeitsminiſter ergänzend
folgendes mit:
Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß das Inkrafttreten des Geſetzes
zur Ordnung der nationalen Arbeit nicht zu einer Aufhebung
aller tariflichen Bindungen und zu einer mehr oder weniger
willkürlichen Feſtſetzung der Arbeitsbedingungen führen darf.
Infolgedeſſen ſieht das Geſetz in den Ueberleitungsbeſtimmungen
auch die Möglichkeit einer Verlängerung der Tarifverträge und
Tarifordnungen vor. Es bedarf aber eingehender Prüfung, wie
weit von dieſer Verlängerung bisher geltender Tarifverträge
Gebrauch zu machen iſt.
Saweit es angängig erſcheint, wird der ordnungsmäßige
Erlaß neuer Tarifordnungen unter Mitwirkung der neuen
Sach=
verſtändigenausſchüſſe einer einfachen Verlängerung der alten
Abmachungen vorzuziehen ſein.
dee Huangeritätie Har Lontdon.
Von unſerem (O=Korreſpondenten.
Hierüber ſchweben noch Erwägungen, die bisher noch nicht
abgeſchloſſen ſind. Die Bekanntmachung des Treuhänders für
Berlin=Brandenburg iſt nur als eine Beſtätigung des mehrfach
auch von der Reichsregierung ausgeſprochenen Grundſatzes zu
werten, daß für irgendeine Beunruhigung über das künftige
Schickſal der Arbeitsbedingungen nicht der mindeſte Anlaß
be=
ſteht. Die Form der Sicherung der Arbeitsbedingungen wird
rechtzeitig von der Reichsregierung bekanntgegeben werden.
Ungülligkeitserklärung von Kündigungen und
Enklaſſungen bei der Niederſchleſiſchen Bergbau=AG.
Waldenburg, 23. Februar.
Der Treuhänder der Arbeit hat folgende Anordnung
er=
aſſen:
Die in den Betrieben der Niederſchleſiſchen Bergbau A.=G.
Neu=Weiſenſtein ſeit dem 12. Januar vorgenommenen
Kün=
digungen und Entlaſſungen von Bergarbeitern werden hiermit
für ungültig erklärt. Weitere Kündigungen ſind unzuläſſig.
Dieſe Anordnung gilt bis auf Widerruf.
Die Vereidigung des belgiſchen Königs:
DNB. Brüſſel, 23. Februar.
Wr
A
Im (
ndungs
Nertei. A
durmſta
F Kreiſes
Um der
Suvichs Ernke.
Zwiſchen Rom-Wien=Budapeſt.
Der Beſuch des italieniſchen Unterſtaatsſekretärs Suvich in
Budapeſt hat in der internationalen Politik eine Fülle von
Kom=
binationen und Kommentaren ausgelöſt. Aus Budapeſt ſelbſt iſt
durchgeſickert, daß es ſich um die Ausarbeitung eines
Organiſa=
tionsſtatuts gehandelt haben ſoll, wodurch eine engere politiſche
Zuſammenarbeit zwiſchen Oeſterreich, Ungarn und Italien unter
der Führung Roms geſichert würde. Aus Rom iſt dieſe Meldung
mit außerordentlicher Heftigkeit abgelehnt worden. Das Dementi
beſagt aber noch nicht, daß der Gedanke ſelbſt falſch iſt.
Richtig iſt zweifellos, daß es ſich bei dem Budapeſter Beſuch
nicht um den Abſchluß eines ſolchen Vertrages gehandelt haben
kann, ſondern nur um die Vorbereitung, während die Krönung
der ganzen Unterhandlungen, die ja nun ſchon ſeit Wochen, zum
Teil auch in Wien, geführt wurden, in Rom erfolgen ſoll, wohin
Gömbös und Dollfuß eingeladen ſind.
Es wird aber wohl noch einige Zeit dauern, bis der
Tatbe=
ſtand ſoweit geklärt iſt, daß er auch von außen her genau beurteilt
werden kann.
Im Großen geſehen liegen die Dinge ſo, daß Italien ſich
eine Sicherung ſchaffen will und muß gegenüber
dem Balkanpakt, der eine von keiner Seite geleugnete
ita=
lienfeindliche Spitze beſitzt, allerdings in ſeiner politiſchen
Wir=
kung dadurch entwertet wurde, daß es den Italienern gelang,
Bulgarien aus dieſem Pakt heraus zu halten. Trotzdem wird
Ita=
lien ſich ſeine Stellung im Donauraum nicht aus der Hand winden
laſſen. Ein ſolches Organiſationsſtatut wäre ein nicht unwichtiges
politiſches Mittel.
Nebenher gehen aber auch die wirtſchaftlichen
Be=
dürfniſſe. Italien ſucht ſeinen Abſatzmarkt zu ſichern, der
durch die Kleine Entente bedroht iſt, und daneben ſeinen
Adria=
häfen das Hinterland wieder zu erobern, das ihnen durch die
Friedensdiktate verloren gegangen iſt.
Bisher hat Italien immer wieder daran feſtgehalten, daß
eine ſolche wirtſchaftliche Konſtellation nur
un=
ter Einſchluß Deutſchlands möglich wäre, weil nur
dann der Austauſch zwiſchen induſtriellen und Agrarprodukten
auf geſunder Grundlage erfolgen kann. Italien würde in
Oeſter=
reich und Ungarn wohl ein beſtimmtes Abſatzfeld für ſeine
Indu=
ſtrie finden, aber den beiden Ländern würde kein Markt für ihre
Erzeugniſſe zur Verfügung geſtellt.
Eine vernünftige Löſung iſt eben im
mittel=
europäiſchen Raum ohne oder gegen Deutſchland
nicht möglich. Deshalb ſind die Verſuche, die jetzt in Budapeſt
gemacht wurden, zunächſt auch nur konſtruktiver Natur, ſie
wer=
den, auch wenn ſie ſich ſpäterhin etwa auf Wirtſchaftliches
be=
ſchränken ſollten, doch auch wieder pokitiſch intereſſant. Einmal
durch die Bemühungen, die von franzöſiſcher Seite einſetzen
könn=
ten, den Italienern irgendwelche Kompenſationen zu bieten, um
ſie in der Abrüſtungsfrage auf die Pariſer Seite hinüberzuziehen,
zum anderen aber durch die unhaltbare Lage des Kabinetts
Dollfuß.
Ein Oeſterreich mit dieſer Regierung wird auch für Muſſolini
kaum mehr vollverhandlungsfähig ſein können. Es iſt vielleicht
auch mehr als ein Zufall, wenn jetzt wieder von einer
geſtei=
gerten Tätigkeit der Legitimiſten, der Schwarz=
Gel=
ben, die Rede iſt, und ſogar davon geſprochen wird, daß Fürſt
Starhemberg der Exkaiſerin Zita und ihrem Sohn, dem
habs=
burgiſchen Thronfolger, in Belgien einen Beſuch gemacht habe.
Die Frage der Rückkehr der Habsburger könnte alſo auch unter
Umſtänden aus den innerpolitiſchen Verhältniſſen Oeſterreichs
wieder akut werden, womit ein Streitapfel unter die
Nachfolge=
ſtaaten geworfen würde, da in dieſem Fall die Intereſſen Ungarns,
der Tſchechoſlowakei und Jugoſlawiens ſcharf aufeinander platzen
dürften.
Berlin, 23. Februar.
Nach Abſchluß ſeiner hieſigen Beſprechungen trat der
Lord=
ſiegelbewahrer Eden heute vormittag um 9.56 Uhr die
Weiter=
reiſe nach Rom an. Zur Verabſchiedung des engliſchen
Sonder=
beauftragten hatten ſich im Fürſtenzimmer des Anhalter
Bahn=
hofs von deutſcher Seite eingefunden Miniſterialrat Thomſen
von der Reichskanzlei, Vortragender Legationsrat Frowein und
Legationsrat von Pleſſen vom Auswärtigen Amt, von engliſcher
Seite der Botſchafter Sir Eric Phipps mit den
Botſchaftsmit=
gliedern Kirkpatrick und Mallit.
DNB. Paris, 23. Februar.
Die franzöſiſche Kammer hat in einer Nachtſitzung die
Haus=
haltsberatungen beendet und die Finanzgeſetze mit 469 gegen
123 Stimmen verabſchiedet. Der Haushalt für 1934 ſtellt ſich
wie folgt: Einnahmen 48 477 Millionen Franken, Ausgaben
48 418 Millionen Franken. Theoretiſch iſt alſo ein Ueberſchuß
von 59 Millionen Franken vorhanden. Durch die Vollmachten,
die die Kammer der Regierung erteilt hat, iſt dieſe ermächtigt,
für den Fall eines Einnahmerückganges neue Streichungen am
Ausgabenhaushalt vorzunehmen, um das Gleichgewicht
ſicher=
zuſtellen. Der Haushalt wird vom Senat am Montag in Angriff
genommen werden und dürfte am Mittwoch in einer
Nacht=
ſitzung endgültig in zweiter und dritter Leſung verabſchiedet
werden.
GP. London, 23. Februar.
Durch die Weltpreſſe geht die Nachricht, daß zur Zeit wieder,
genau wie im Frühjahr 1932, mehrere Abteilungen von
ſogenann=
ten „Hungermärſchern” von Glasgow, Newcaſtle, Plymouth,
Derby und anderen Städten Schottlands, Wales und Englands
ausgehend, mit dem Endziele London unterwegs ſind, um hier
gegen die angeblich ungerechte
Arbeitsloſen=
politik der Regierung zu proteſtieren. Und
man=
cher Leſer, der den wahren Sachverhalt nicht genau kennt, könnte
vielleicht annehmen, daß es in England in der Tat Maſſen von
Hungernden gibt, die in äußerſter Verzweiflung von ihren
ver=
ſchiedenen Heimatſtädten aufbrechen und, weil ſie nicht genügend
Mittel zu einer Eiſenbahnfahrt haben, unter unſäglichen
Entbeh=
rungen einen hunderte von Meilen weiten Weg zurücklegen. Dieſe
Vorſtellung, ſollte ſie irgendwo beſtehen, wäre jedenfalls eine
irr=
tümliche. Der „Hungermarſch” iſt nicht eine ſpontane Bewegung,
ſondern eine Demonſtration, die von der Unabhängigen Labour
party und den Kommuniſten auf Geheiß Moskaus organiſiert
worden iſt. Die „Hungernden” ſind zum größeren Teil
kommu=
niſtiſche Sendlinge, zum geringeren von dieſen irregeleitete
Ar=
beitsloſe oder, wie ein engliſcher Labour=Führer ſie treffend
ge=
nannt hatte, „profeſſi nelle Arbeitsloſe‟. Der Zweck des ganzen
Unternehmens iſt nur, der kommuniſtiſchen Agitation zu dienen.
Die Urheber und Organiſatoren dieſer „Hungermärſche” ſind
den britiſchen Behörden gut bekannt. Bereits im Winter 1929,
d. h. vor mehr als fünf Jahren, gelangte in die Hände der
Lon=
doner Polizei eine von der Moskauer Zentrale an die „National
Unemployed Worker’s Movement” (einer kommuniſtiſchen
Körper=
ſchaft, die damals, ebenſo wie jetzt, die Hungermärſche organiſiert
hat) gerichtetes Schreiben, in welchem erklärt wurde: „Die
Ar=
beitsloſen ſind eine ewig gährende Maſſe von Unzufriedenen. Ihre
Stimmung muß ausgenutzt werden. Und letzten Endes muß ſie
auf den Sturz des kapitaliſtiſchen Syſtems und
die Begründung eines kommuniſtiſchen Regimes
in England gerichtet werden ...‟ Dieſe Inſtruktionen
liegen auch dem diesjährigen „Hungermarſch” zugrunde. Für deſſen
Zuſtandekommen haben die kommuniſtiſchen Agenten unter den
engliſchen Arbeitsloſen bereits ſeit Monaten eine heftige
Agita=
tion entwickelt. Die wirklichen Arbeiterführer des Landes, ſo
bei=
ſpielsweiſe die Leiter der „National Federation of Unemployed
Aſſociations” haben aber ihre Gefolgſchaft ernſtlich vor den
kom=
muniſtiſchen Agitatoren gewarnt. Die große Mehrzahl der
Ar=
beitsloſen ſchenkte denn auch den Moskauer Aufwieglern kein
Ge=
hör. Doch einige Hundert arbeitsloſer Männer und Frauen ließen
ſich dennoch düpieren und von den Kommuniſten für deren Zwecke
ausnutzen. Vorher mußten ſie jedoch ihren kommuniſtiſchen
Auf=
traggebern eine ſchriftliche Erklärung abgeben, des Sinnes, daß
ſie 1. unterwegs gegebenenfalls für Nahrung und Unterkunft ſelbſt
aufkommen würden; 2. daß ſie ſich den Anforderungen der Führer
ſtrikt fügen werden; 3. daß ſie keinen Anſpruch auf Unterſtützung
ihrer daheimgebliebenen Angehörigen erheben und 4. daß ſie im
Falle eines Ermüdens unterwegs die Heimreiſe auf eigene Koſten
pornehmen würden. Im allgemeinen hat Moskau aber bei der
Organiſation des „Hungermarſches” mit Geldmitteln keineswegs
gekargt: die meiſten Teilnehmer erhielten vor Antritt des
Mar=
ſches von der Oberleitung neues Schuhzeug, wollene Unterwäſche
und allerhand andere Kleidungsſtücke; an einigen beſonders
ſchwie=
rigen Wegſtrecken, ſo bei Shap Fell in Schottland, ſtanden Dutzende
von Autobuſſen zu ihrer Verfügung; und jede Abteilung war
wäh=
rend des ganzen „Hungermarſches” von einer reichlich mit
Pro=
piant verſehenen „Gulaſchkanone” begleitet.
Die größte Abteilung ſetzte ſich vor mehr als Monatsfriſt
von Glasgow aus in Bewegung. Sie iſt ganze 33 Tage
unter=
wegs geweſen. Eine andere, in Newcaſtle formierte Abteilung
brauchte, bis ſie London erreichte, 23 Tage. Und
eine von Derby aus aufbrechende Abteilung weiblicher
Hungermärſchler hatte 11 Tage zu marſchieren.
Ins=
geſamt ſind am Hungermarſch jedoch nicht mehr
als 300—400 Männer und Frauen beteiligt.
Trefftag iſt der 25. Februar und Treffpunkt der Hyde Park in
London. Hier wird zunächſt eine Maſſendemonſtration
abgehal=
ten und dann geht es nach Bermondſey, wo am 27. Februar
der eigens dem Arbeitsloſenproblem gewidmete Kongreß der
Unabhängigen Labour Party und der Kommuniſtiſchen Partei
ſtattfindet. Einen praktiſchen Nutzen zur Löſung des
Arbeits=
loſenproblems wird der Hungermarſch natürlich nicht ergeben.
Die Not der Arbeitsloſen kann — das iſt evident — nur durch
eine graduelle Beſſerung der allgemeinen Wirtſchaftslage
gemil=
dert werden. Die Demonſtration wird vorausſichtlich nur —
wie das vor zwei Jahren der Fall war — Straßenunruhen,
Zertrümmerung von Schaufenſtern und Störung der allgemeinen
Ruhe und Ordnung zur Folge haben. Die engliſchen Blätter
fragen daher mit Recht, ob es nicht möglich wäre, derartige, das
britiſche Wirtſchaftsleben ſtörende Manifeſtationen überhaupt
oder zum mindeſten in den zentralen Stadtvierteln Londons zu
verhindern. Als vor Jahr und Tag die Kommuniſten auch in
Frankreich Anſtalten machten, einen „Hungermarſch” auf Paris
zu organiſieren, verbot die franzöſiſche Polizei dieſes
Unter=
nehmen und jagte die Demonſtranten kurzerhand auseinander.
„Ließe ſich das nicht auch in England tun?” fragt die „Daily
Mail”, „Oder muß England aus einem, in dieſem Falle etwas
übertriebenen Reſpekt vor demokratiſchen Prinzipien es ruhig
anſehen, wie kommuniſtiſche Unruheſtifter die Ordnung und
Sicherheit im Lande gefährden und der Wirtſchaft einen
Rieſen=
ſchaden zufügen?”
Der Vortrupp der ſeit Wochen unterwegs befindlichen
Teil=
iehmer an dem ſogenannten „Hungermarſch” aus dem Norden
Englands iſt am Donnerstag abend in den Londoner Vororten
eingetroffen. Das Gros der Zweitauſend wird heute erwartet.
Am Sonntag findet im Hyde Park eine Maſſenverſammlung
ſtatt. Die Polizei hat umfangreiche Vorſichtsmaßnahmen
ge=
troffen und zweitauſend Sonderpoliziſten vereidigt.
Vor dem vereinigten Parlament leiſtete am Freitag mittag
König Leopold III. im Beiſein der Mitglieder des königlichen
wialiſtiſchen
Unwohner
Hauſes, zahlreicher fremder Fürſten und Prinzen, der
Ver=
heich zu b
treter der Staatschefs vieler Länder und vor den Mitgliedern
des Diplomatiſchen Korps feierlich mit erhobener Hand den
vorgeſchriebenen Eid auf die Verfaffung, und zwar in fran=/ 2 Ne
wig entertd
Am So
vegehen, we
zöſiſcher und flämiſcher Sprache.
In ſeiner Thronrede, die der König ebenfalls in beiden
Sprachen verlas, wies er auf den Ernſt der Stunde hin und Harm
erklärte, daß er die vorgeſchriebene feierliche Verpflichtung
über=
nehme, gemäß der Verfaſſung einen gegenſeitigen
Vertrauens=
pakt zwiſchen dem Souverän und der Nation zu beſiegeln. Zum
Schluß erklärte er: „Die Unabhängigkeit des Landes und die
Unverſehrtheit des Gebietes ſind von der nationalen Einheit
nicht zu trennen. Das unteilbare und unabhängige Belgien iſt
ein geſchichtlicher Faktor für das Gleichgewicht Europas. Die
Eintracht und Einigkeit, die ſich in dieſem Augblick kundtun, be= duch
rechtigen mich in dieſer Hinſicht für die Gegenwart und Zukunft Hedengeden
die ſtärkſten Hoffnungen zu hegen.”
Belgien wird auch in Zukunft mitarbeiten an der Organi= Zu E
ſation des Friedens und hofft, daß ein direkter und ehrenvoller ſe Bevölke
Friede durch die Annäherung der Völker der Welt lange er=Einsta,
halten bleibt. Belgien bleibt auch in Zukunft zu allen notwen= Erſt a
digen Opfern entſchloſſen, um die Unverſehrtheit ſeines Bodens
Zereidigung
und ſeine Freiheit zu ſichern.
lnen des
Die Rede des Königs wurde von der Verſammlung mi
lbmaß
Begeiſterung aufgenommen.
Nach der Eidesleiſtung und Verleſung der Thronrede im
Par=
lament hielt der neue Herrſcher der Belgier ſeinen Einzug ins
Schloß. Der Zug führte am Grabmal des Unbekannten
Sol=
daten vorbei. Der König hielt kurz an und grüßte ehrfurchtsvoll./ Ernan
während die Menge einen Augenblick ebnfalls in ihren begeiſter
ten Zurufen innehielt. Am Eingang des Schloſſes wurde der
König nochmals vom Bürgermeiſter von Brüſſel begrüßt. Kaun)
hatte der König und die Königin das Schloß betreten, als die
Menge die Abſperrungen durchbrach und auf den Platz vor den
Schloß flutete. In einem gewaltigen Chor ſang das Volk die Bra
bangonne, die belgiſche Nationalhymne. Der König und die
Köni=
gin zeigten ſich wiederholt auf dem Balkon des Schloſſes. Die
Schüler der Militärakademie, die den Ehrendienſt vor dem Schlof
hatten, miſchten ſich in die Bevölkerung und ſchwangen begeiſter
ihre Gewehre zum Balkon hinauf.
Den ganzen Nachmittag war das Schloß von Menſchen umt
lagert.
Gnade für Reuige im Sowjetſtaak.
OE. Moskau, 23. Februar.
Die unterwürfige Haltung der ehemaligen Oppoſitionsführet
auf dem Parteikongreß und ihre dort nochmals abgelegten Reue
bekenntniſſe ſcheinen nunmehr die Parteileitung zu einem ge
wiſſen Entgegenkommen angeregt zu haben. Bucharin, de
bekanntlich zu dieſen Reuigen gehört, iſt ſoeben zum Hauptſchrift
leiter der offiziöſen „Isweſtija” ernannt worden, deren bisheri
ger Leiter Gronſki von dieſem Poſten zurücktritt. Damit wir)
Bucharin die Möglichkeit zu neuer Betätigung im Dienſte de
Sowjetſtaates auf einem recht einflußreichen Poſten gegeben
Auch Rakowſki, der ehemalige Sowjetbotſchafter in Paris,
der wegen ſeiner oppoſitionellen Haltung in ſchwerſte Ungnade
fiel und ſeit längerer Zeit in Barnaul in Sibirien leben mußte,
hat die Erlaubnis zur Rückkehr nach Moskau erhalten. Sein
Reuebekenntnis hatte er nicht vor dem Kongreß abgelegt, an dem
er gar nicht teilnehmen durfte, ſondern in einem Telegramm an
das Zentralkomitee der Partei. Rakowſki wurde bisher als ei
beſonders hartnäckiger Vertreter der Oppoſition angeſehen. Sein=
Unterwerfungserklärung zeigt, welchen Eindruck die unangefoch,
tene Stellung des Zentralkomitees auf dem letzten Kongreß ge
macht hat. Mit Rakowſki hat nunmehr der letzte Prominent:
der Oppoſition den Widerſtand gegen die „Generallinie der Par
tei” aufgegeben.
Unſichere Lage in Kiukiang. — Die Rote Armee
rückk vor.
EP. Schanghai, 23. Februar
Zwei engliſche Kanonenboote ſind heute nach Kiukiang, der
von 5000 Kommuniſten bedrohten Stadt am Jangtſe, eingetro
fen, um nötigenfalls die Ausländer zu beſchützen. Ein
amerike=
niſches Kanonenboot befindet ſich bereits in Kiukiang, während
ein zweites unterwegs dorthin iſt. Außerdem ſind von Hankal
zwei japaniſche Torpedoboote nach Kiukiang abgefahren. D
Rote Armee hat die gegen ſie aufgebotenen Regierungstruppell
geſchlagen und ſteht bereits ſechs Kilometer vor der Stadt.
Sandino auf Anordnung der Regierung hingerichtel!
DNB. London, 23. Februar.
Wie Reuter aus Managua (Nicaragua) meldet, iſt dort üb ?
den Tod Sandinos und ſeiner Begleitung noch eine andere Les
art verbreitet. Danach ſollen Sandino ſowie ſeine Begleir”
Umanzor und Eſtrada auf dem Rückweg von einem Frühſtr)
beim Präſidenten Sacaſa aus dem Kraftwagen heraus verhafk
und auf dem Flugplatz von Managua durch Maſchinengeweh‟
feuer hingerichtet worden ſein. Später ſoll der Bruder Sand”
nos, Sokrates, von demſelben Hinrichtungskommando erſchoſſe
worden ſein. In Regierungskreiſen wird dagegen erklärt, de
Präſident Sacaſa mit dem Verbrechen nichts zu tun habe.
habe mit Sandino während des Frühſtücks eine überaus her3l 7n
verlaufene Unterredung gehalten, in der er den Wunſch ausg
ſprochen habe, daß die Streitigkeiten zwiſchen den Anhänge?
Sandinos und den Nationalgarden ein baldiges Ende find.”
mögen.
Aus der Landeshauptſtadt
Darmſtadt, den 24. Februgr 1934.
Aufruf!
* Hand M
var in fral
Aus Anlaß der „Gründungsfeier” der „Nationalſozialiſtiſchen
ſeutſchen Arbeiterpartei” und der „Vereidigung der politiſchen
ſiter” wird die Bevölkerung des Kreiſes Darmſtadt
auf=
efordert, am
Samstag, den 24. Februar 1934. und
Sonntag, den 25. Februar 1934,
e Häuſer reich zu beflaggen.
Für Sonntag, den 25. Februar 1934, ſind aus An=
Iß des Heldengedenktages — einer Anordnung der
Reichsregie=
ung entſprechend — die Flaggen auf „Halbmaſt” zu ſetzen.
Heil Hitler!
Darmſtadt, den 22. Februar 1934.
gez. Wamboldt.
Kreisleiter.
Am Samstag, den 24. Februar 1934, iſt der
ſündungstag der „Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen
Arbeiter=
ſrtei”. Am Sonntag, den 25. Februar, findet in
jarmſtadt die feierliche Vereidigung der politiſchen Leiter
s Kreiſes Darmſtadt ſtatt.
Um der Verbundenheit der Bevölkerung mit der
natioval=
hialiſtiſchen Bewegung Ausdruck zu verleihen, fordere ich die
inwohner Darmſtadts auf, die Häuſer an beiden Tagen
ſtich zu beflaggen.
Am Sonntag, den 25. Februar 1934, ſind aus
An=
ſ6 des Heldengedenktages — einer Anordnung der
Reichsregie=
ung entſprechend — die Flaggen auf „Halbmaſt” zu ſetzen.
Heil Hitler!
e h M) Darmſtadt, den 22. Februar 1934,
gez. Wamboldt,
komm. Oberbürgermeiſter.
Fahnen heraus!
8 in beide
ichtung übe
Vertrauens
jegeln. Zu
des und 9
alen Einhel
e Belgien
Furopas. 21
hundtun, Durch das Zuſammenfallen der Vereidigung der P.O. mit dem
und Zuku öldengedenktag haben ſich bezüglich des Flaggens Unklarheiten
legeben, weshalb das Gau=Preſſeamt folgendes mitteilt:
der Organ! Zu Ehren der P. O., anläßlich ihrer Vereidigung, wird
d ehrenvolt ) Bevölkerung um Fahnenſchmuck der Häuſer ab
ſelt lange lkamstagfrüh gebeten.
n noihe! Erſt ab Sonntag, 12 Uhr mittags, nach vollzogener
4reidigung und mit Beginn der Reichsgedenkfeier für die Gefal=
IInen des Krieges und der Bewegung, ſind die Flaggen auf
lhalbmaſt zu ſetzen.
Bekannkmachungen des Perſonalamkes.
grede im Pa
Einzug in
S0
Ernannt wurden der Polizeioberleutnant. Heinz Balſer
u Darmſtadt mit Wirkung vom 1. Januar 1934 zum
Polizei=
ren begeiſt huwtmann der Heſſiſchen Landespolizei; der
Polizeihauptwacht=
miter a. Pr. Karl Leber in Mainz mit Wirkung vom 1. Febr.
egrüßt, Kauf 134, unter Berufung in das Beamtenverhältnis, zum
Polizei=
ten, als di huptwachtmeiſter.
ſor den
— Kunſthalle am Rheintor. Die zurzeit von dem Kunſtver=
Bro
veranſtaltete Sammelausſtellung „Die Runde” erfreut ſich,
ie zu erwarten war, eines guten Beſuches. Die Urteile, die
an hierbei zu hören bekam, waren durchweg günſtig. Ein
dem Sc il veifel hierüber konnte im ürigen ja auch nicht beſtehen, wenn
ſich um Namen wie Fritz und Erich Erler, Schönleber,
Fer=
mand Spiegel, Steppes u. a. m. handelt. Es iſt mit
Beſtimmt=
t damit zu rechnen, daß auch der kommende Sonntag viele
iſerer Darmſtädter Kunſtfreunde in der Kunſthalle vereinigen
ard, die dann ſicher über die derzeitige Ausſtellung ihre
beſon=
dre Befriedigung kundtun werden.
Hohes Alter. Am heutigen Tage begeht der Altveteran
Februgt bttlieb, Münſter, Schreinermeiſter Mollerſtraße 7. ſeinen
sfühifl A. Geburtstag. Der Jubilar erfreut ſich geiſtiger und
körper=
ſten Rell her Rüſtigkeit.
arin,
Hauptſchrif
Heſſiſches Landestheater.
Btag
Miſte He
15 Ende 18.45. D. Bühne, Jugendr. III, 0.1u.2
Preiſe 0.50—3.00
Hänſel und Gretel.
24. Februar Anf. 19½, Ende 22.45 Uhr.
undine.
E18
Preiſe 0.70—5.50
Anf. 15, Ende 17 Uhr. (Außer Miete).
Fugend von Langemarck. Preiſe 0.50—2.00
ag
B. Febrar Anf. 19½., Ende 22. D. Bühne, Volksmiete 5
Alle gegen Einen — Einer für Alle. 0.50—4.50
Anf. 19½, Ende geg. 22¾. Gruppe A u. B 1—1300
za
(Kein Kartenverkauf)
B8. Februar / Gräfin Mariza.
Anf. 19½ Ende 22½ Uhr, 4 16.
ſenstag
Maſte 3.50r5.30
27. Februar Die Zauberflöte.
Anf. 20, Ende gegen 22½ Uhr. B16
ſittvoch
23. Februar Alle gegen Einen — Einer für Alle. 0.50—4.50
Auf. 20, Ende 22½ Uhr. G15
Wieerstag
Preiſe 0.70—5.50
1. März / Tiefland.
Anf. 20, Ende 23 Uhr. D 16.
Were
2. März / HänſelundGretel hierauſ: DieBuppenfee. 0. 30,5.50
timstag
3. März
Anf. 19½, Ende 22 Uhr. E19
Die Fabel vom vertanſchten Eohn.
0.70—5.50
4. März
humstag
2. Jchaſ
Anf. 19½, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Der Barbier von Sevilla, Preiſe 0.95—5.76
Kleines Haus
Aufang 19.30, Ende 22. Zuſatzmiete 18
Alm Himmel Europas.
bintag
25, Februar
erstag
W. Jſraße
tezmpoch
A0. J56n0a0
Preiſe 0.70—3.80
Auf. 11½ Uhr.
Gefallenen=Gedächtnisfeier. Pr. 0.30, 0.50, 1.00.
Anf. 20, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Muſikaliſche Feier aus Anlaß des Volks=
Preiſe 0.75, 1.00, 1.50
trauertages.
Anf. 20, Ende 22½ . D. Bühne M 10, Gr. 1u.2
Preiſe 0.70—3.80
Am Himmel Enropas.
Anf. 20, Ende nach 22 Uhr.
Don Pasquale.
Zuſatzmiete V8.
Preiſe 0.80—4.50
ſoumerstag
itag.
1. März
Anf. 20, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Schuurrbuſch=Quartett. Pr. 0.75, 1.00 n. 1.50
Mär
Anf. 20, Ende 22½
D. Bühne M 10, Gr. 3 u. 4
Preiſe 0.70—3.80
2
3. März Anf. 19½, Ende 22 Uhr. (Außer Miete).
Die Erbtante oder Familie Luſtig. 0.50, 1., 1.50 Anf. 22½, Ende 24 Uhr.
Mreſe 5.503.50
Bunter Abend. 4, März Zuſatzmiete II 10
Anf. 20, Ende 22 Uhr,
Preife 0.70—3.80
Die Hochzeitsreiſe.
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 54 — Seite 5
Der Gauparteitag in Darmſtadt=
Tagesplan für die Bereidigung der PO.
Sonntag, den 25. Februar 1934
7.30 Uhr: Uebertragung des Standkonzertes an
der Feldherrnhalle München.
8.00 Uhr: Antreten.
Auf dem Mercksplatz:
Die Politiſchen Leiter, die Führer des
Arbeitsdienſtes, der HJ. und des
Jung=
volks.
Auf dem Marienplatz:
Die Führerinnen des BDM., die mit
Ausweiſen der Ortsgruppen= oder
Kreis=
leitung verſehenen Leiterinnen und
Hel=
ferinnen der NS. Frauenſchaft und alle
nichtuniformierten Amtswalter der
Neben=
organiſationen, ſoweit ſie mit den „
Vor=
läufigen Ausweiſen” verſehen ſind.
Dieſe auf dem Marienplatz angetretenen
Leiter und Führer begeben ſich in
einzel=
nen Abteilungen nach dem Saalbau, wo
ſie bis 8.30 Uhr ihre Plätze eingenommen
haben müſſen.
8.30 Uhr: Abmarſch der Politiſchen Leiter, Führer
des Arbeitsdienſtes, der HJ. und des
Jung=
volks vom Mercksplatz. Marſchweg durch die
Landgraf=Georg=Straße, Schillerplatz, Ernſt=
Ludwig=Platz, Rheinſtraße, Saalbauſtraße
nach dem Saalbau.
9.30 Uhr: Die Unterführer der PO. bzw. HJ.
melden dem Kreisleiter bzw.
Unterbann=
führer die Stärkezahl der Angetretenen.
9.45 Uhr: Rundfunkübertragung von Frankfurt
a. M. für das Gaugebiet Heſſen=Naſſau:
1. Anſprache des Gebietsführers Pg. Kramer
an die Führer der HJ.
2. Der Gau=Organiſationsleiter meldet dem
Gauleiter:
„Die geſamten Politiſchen Leiter des Gaues
Heſſen=Naſſau angetreten in 38
Kreis=
ſtädten.”
3. Appell des Gauleiters an die Politiſchen
Leiter.
10.20 Uhr: Beginn der Reichsſendung aus
Mün=
chen mit Rundfunkrevortage.
10.30 Uhr: Singen der erſten Strophe des Horſt=
Weſſel=Liedes.
10.31 Uhr: Der Gauleiter München=Oberbayern
leitet durch Begrüßungsworte die feierliche
Vereidigung der Politiſchen Leiter und
Hitler=Jugendführer ein.
Während der Rede des Gauleiters:
„Gedenken der Toten”.
10.35 Uhr ſpricht Reichsjugendführer Baldur von
Schirach.
10.45 Uhr: Muſikſtück.
10.48 Uhr: Der Stabsleiter der PO.,, Dr. Ley,
ſpricht.
10.58 Uhr: Muſikſtück. Während des Muſikſtücks
14 Salutſchüſſe aus Anlaß des 14jährigen
Beſtehens der Partei.
11.00 Uhr: Der Stellvertreter des Führers, Pg.
Rudolf Heß, ſpricht und vereidigt ſämtliche
Politiſchen Leiter und Hitlerjugendführer
Deutſchlands mit der Eidesformel:
„Ich ſchwöre Adolf Hitler
unver=
brüchliche Treue, ihm und den
mir beſtimmten Führern
unbe=
dingten Geborſam.”
Schlußmuſikvortrag: „Volk ans Gewehr”.
Anſchließend an die Vereidigung wird im Saale
die Reichstotenehrung angehört.
Volkskrauertag.
Der Verband Heſſiſcher Regimentsvereine
nimmt mit ſeinen in Darmſtadt anſäſſigen Vereinen an der
Ge=
fallenengedenkfeier des Volksbundes Deutſche
Kriegsgräberfür=
ſorge am Sonntag, den 25. Februar 1934, vormittags
11.30 Uhr, im Kleinen Haus teil.
Die Vereinsführer ſorgen dafür, daß die Vereine in
ent=
ſprechender Zahl vertreten ſind.
Fahnentrager in Uniform melden ſich (ohne
Begleitmann=
ſchaften) um 11.15 Uhr vor dem Kleinen Haus bei Herrn
W. Zinſel.
— Heldengedenktag. Hiermit ſei nochmals auf die am
näch=
ſten Sonntag, dem Heldengedenktag, vormittags 11.30 Uhr im
Kleinen Haus des Heſſ. Landestheaters ſtattfindende, vom
Volks=
bund Deutſche Kriegsgräberfürſorge veranſtaltete
Gedächtnis=
feier zu Ehren der Gefallenen des Weltkrieges und der für
Deutſchlands Neugeſtaltung Geſtorbenen hingewieſen. Ein Tag
reiner und echter Trauer iſt dieſer Sonntag, an dem das deutſche
Volk mit ſeinen toten Helden Zwieſprache hält. Der
Volks=
trauertag redet aber nicht bloß vom bitteren Tode. Er iſt
viel=
mehr auch der Tag der Hoffnung und Zuverſicht. Sie ſtarben,
damit wir leben. Es iſt deshalb unſere Pflicht, ſie nie zu
ver=
geſſen. Wer ihrer in ernſter Weiheſtunde gedenken will, komme
zur Feier. Die Gedächtnisrede hält der als vorzüglicher Redner
bekannte Landesjugendpfarrer v. d. Au.
— Kriegerkameradſchaft Germania. Die Kameraden werden
erſucht, zu der am Sonntag, den 25. ds. Mts, vormittags 11.30
Uhr, im Kleinen Haus (Landestheater) ſtattfindenden Feier des
Heldengedenktages recht zahlreich zu erſcheinen.
Petrusgemeinde. Wegen der beſchränkten
Raumverhält=
niſſe unſerer Kirche werden morgen vormittag als am
Helden=
gedenktag zwei Gottesdienſte gehalten werden. Der Gottesdienſt
im 8 Uhr vormittags iſt insbeſondere für die Beſſunger
Sturm=
abteilungen beſtimmt.
* Auflöſung des H.A.C.
Im 25. Jahre ſeines Beſtehens, wenige Monate vor der
beabſichtigten Feier ſeines Jubiläums, beſchloß die letzte
Haupt=
verſammlung des HAC. ſeine Auflöſung und Ueberführung in
die neue Ortsgruppe des DDAC. im Rahmen des großen
Eini=
gungswerkes, das ſich im deutſchen Volke vollzieht und das
ſelbſt=
verſtändlich auch die Automobilklubs einbeſchließt.
Der Präſident des HAC., jetzige Bezirksführer Herr W.
Merck, konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen. Die
notwendi=
gen formellen Angelegenheiten wurden ſchnell und in
harmoni=
ſcher Uebereinſtimmung erledigt. Die Berichte des Vorſtandes,
des Schriftführers Max Kienzle jr. und des Rechners
Himm=
ler genehmigt. In dem Jahresbericht des Präſidenten wurde
die Notwendigkeit der Neuordnung kurz geſtreift und die
Tat=
ſache betont, daß die Zuſammenfaſſung der deutſchen
Automobil=
clubs unter einheitlicher Leitung zum erſten Male bei der 2000=
Kilometer=Fahrt ſchon zum Ausdruck kam. Die Mehrzahl der
HAC.=Mitglieder, über 90 Prozent, konnten bereits in den
DDAC. überführt werden. Zum letzten Male konnten Verdienſte
um den HAC. auf dem Gebiete der Werbung, des Sports uſw.
durch Verleihung des Clubbechers belohnt werden. Allen und
auch den Mitgliedern, die dem Club ein Vierteljahrhundert
hin=
durch die Treue hielten, ſprach der Präſident herzlichen Dank
aus und knüpfte daran die Hoffnung und den Wunſch, daß die
Mitglieder auch dem neuen DDAC. die gleiche Treue und die
gleiche freudige Mitarbeit entgegenbringen möchten, damit die
Einheitsfront der deutſchen Kraftfahrer nach dem Willen des
Führers gewährleiſtet werde.
Dem Geſamtvorſtand konnte Entlaſtung erteilt werden.
In der unmittelbar anſchließenden außerordentlichen
Haupt=
verſammlung wurde ſodann die Auflöſung des HAC.
entſpre=
chend dem Antrag des Vorſtandes und den Statuten beſchloſſen
und formell durchgeführt.
Zu Liquidatoren wurden beſtellt die Herren W. Merck
Notar Dr. Valbracht und Himmler. Das Mobiliar und
ſonſtiges Sacheigentum des HAC wird der neuen
Orts=
gruppe Darmſtadt des DDAC. überwieſen, zu deſſen
Führer bekanntlich Herr Architekt Eugen Seibert beſtimmt
worden iſt, der ſeinen Dank für die Ueberweiſung ausſprach.
Sämtliche anweſenden Mitglieder traten der Ortsgruppe bei,
Eine automatiſche Ueberweiſung aller Darmſtädter DBAC.=
Mitglieder erfolgt nicht. Es iſt alſo ein Aufnahmeankrag an
den Führer Eugen Seibert erforderlich.
Mit nochmaligen Dankesworten an die Mitglieder und einem
Sieg=Heil auf den Führer ſchloß Präſident Merck die
Haupt=
verſammlung.
Im Anſchluß daran hielt Herr Prieger einen ſehr
inter=
eſſanten und inſtruktiven Vortrag über die techniſchen und
fahr=
techniſchen Erfahrungen der Winterfahrt Oberſtaufen.
M. St.
— BNSDJ., Fachgruppe Referendare. Am Donnerstag, dem
22. Februar, 14 Uhr, ſprach in einem der üblichen
Vortragsnach=
mittage der Fachgruppe Referendare im Sitzungsſaal der II.
Zivil=
kammer (altes Gerichtsgebäude) Herr Obermedizinalrat Dr.
Schmitt über das Geſetz zur Verhütung erbkranken
Nachwuch=
ſes. Als Arzt, der jahrelang in der Fürſorge tätig war, brachte
der Vortragende ſo viel Erfahrungsmaterial mit, daß ſchon allein
dadurch das Referat von beſonderem Intereſſe ſein konnte
Aus=
gehend von der ſchon ſeit Jahren mancherorts erkannten Gefahr
der langſamen Ueberwucherung der ſogenannten Intelligenzkreiſe
durch das ſtetig wachſende Heer der Schwachſinnigen, ſchilderte
Dr. Schmitt die Vorgeſchichte des Geſetzes. Während in manchen
außerdeutſchen Ländern die Steriliſierung — wenn auch nicht
konſequent — angewandt wurde beſtand in Deutſchland bisher
keine entſprechende geſetzliche Regelung. Wenn das Hauptziel
des neuen Geſetzes die qualitative Verbeſſerung der Bevölkerung
iſt, ſo ergibt ſich daraus, daß der Geſetzgeber nicht etwa an eine
Beſeitigung der Fürſorge überhaupt denkt, ſondern im
tief=
ſten Grunde einen charitativen Zweck verfolgt. Nachdem der
Referent Inhalt und Folgen, ſowie die von mancher Seite
er=
hobenen Einwände gegen das Geſetz behandelt hatte, kam er
ſchließlich auf die Einrichtung der Erbgeſundheitsgerichte zu
ſpre=
chen (für Heſſen: Worms, Offenbach. Gießen). Im Anſchluß an
die aktuellen Ausführungen des mediziniſchen Fachmannes
ent=
ſpann ſich eine Ausſprache, die z. 2. allerdings auch auf rein
juriſtiſches Gebiet übergriff.
Altf.
— Heſſiſche Spielgemeinſchaft. Die erſte Wiederholung der
von Publikum und Preſſe begeiſtert aufgenommenen Dialektpoſſe
„Familie Luſtig” oder „Die Erbtante” von Dr. G.
Büchner findet kommende Woche (Samstag, den 3. März) im
Kleinen Haus des Landestheaters ſtatt.
— Herr Karl Köther vom Stadttheater Nürnberg, der
kürz=
lich am Heſſiſchen Landestheater in Lortzings „Undine” mit
gro=
ßem Erfolg gaſtierte, iſt, wie wir hören, ein Schüler des im
Jahre 1930 verſtorbenen bekannten Geſangsmeiſters und
Muſik=
ſchriftſtellers Heinrich Müller=Söllner aus Darmſtadt.
Seite 6 — Nr. 54
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Politiſche und Friminelle Vergehen.
AAw. Am Freitag ſind Verhandlungen in allen Ecken. Die
Große Strafkammer im neuen und im alten Gebäude
das Bezirksſchöffengericht und der
Strafſenat des Oberlandesgerichts
der wieder drei Hochverratsſachen verhandelt. Der kommuniſtiſche
Funktionär Willi Michel aus Griesheim a. M. wird wegen
Vorbereitung zum Hochverrat — er vertrieb noch
Bei=
tragsmarken nach dem Verbot der Partei — zu zwei Jahren
Zuchthaus verurteilt. Die Parteigenoſſen, an die er die
Bei=
tragsmarken verkaufte, wurden ſchon vor einiger Zeit beſtraft.
Der Zimmermann Georg Heckmann und der Weißbinder
Adolf Bickelhaupt III., beide aus Reichelsheim i. O.,
erhal=
ten je ein Jahr und ſechs Monate Gefängnis.
Heck=
mann hatte Sprengſtoffe hergeſtellt und Bickelhaupt, der vor
et=
lichen Jahren als kommuniſtiſcher Bürgermeiſterkandidat auftrat,
bat die Sprengſtoffe beiſeite geſchafft, ſo daß ſie bis heute nicht
ermittelt werden konnten.
Der Schuhmacher Eduard Nagel aus Dudenrodt, der wegen
Aufrechterhaltung des organiſatoriſchen Zuſammenhanges der
KPD. angeklagt war — man hatte bei ihm illegale Schriften
und Briefe gefunden — wurde freigeſprochen, da man ihm
ein verbotenes Treiben nicht nachweiſen konnte. Die ganze
Ver=
handlung fand wegen Gefährdung der Staatsſicherheit unter
Aus=
ſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt.
Das Bezirksſchöffengericht
verhandelte den ganzen Vormittag gegen einen 21jährigen
Chauf=
feur und einen Gemüſehändler, beide aus Griesheim, wegen eines
Autounfalls, der ſich im Juni vorigen Jahres auf der
Weiter=
ſtädter Straße, an der Einmündung in die Pallaswieſenſtraße,
zutrug. Der Chauffeur, der bei dem Gemüſehändler angeſtellt war,
fuhr an dieſem Tage mit deſſen Lieferlaſtwagen von Weiterſtadt
nach Darmſtadt. An der Ecke, an der das Unglück geſchah,
ver=
ſuchten zwei Radfahrer, die in der ſelben Richtung fuhren, noch
ſchnell an dem Auto vorbeizukommen, doch gelang das nur dem
erſten, der aber dann im Straßengraben landete. Der zweite
wurde von dem Wagen gefaßt und ſtieß mit dem Kopf anſcheinend
derart gegen den Wagen, daß er bald ſeinen Verletzungen erlag.
Die ſehr ausführliche Beweisaufnahme ergibt, daß einmal die
Radfahrer das Vorfahrtrecht hatten, und daß außerdem die
Brem=
ſen des Autos vollkommen in Unordnung waren, und der
An=
geklagte infolgedeſſen längſt nicht ſo ſchnell hätte fahren dürfen.
Das Gericht erkennt gegen den jungen Chauffeur wegen
fahr=
läſſiger Tötung auf eine Gefängnisſtrafe von drei
Monaten und gleichzeitig auf eine fünfjährige
Bewährungs=
friſt, da er noch nicht vorbeſtraft iſt, und ſeinen Dienſt bisher gut
ausführte. Der Gemüſehändler, der an ſich als Beſitzer des
Wa=
gens ebenfalls die Verpflichtung hat, für den guten Zuſtand der
Bremſen uſw. zu ſorgen, wird freigeſprochen, da er nichts
von Autos verſteht, und ſich mit Recht auf ſeinen bisher ſehr
zuverläſſigen Fahrer verlaſſen konnte, zudem er nachweiſen konnte,
daß er noch jede nötige Reparatur anſtandslos hatte ausführen
laſſen.
Am Nachmittag verhandelt das Bezirksſchöffengericht gegen
einen jungen Kaufmann aus Halle in Weſtfalen, der vor Jahren
hier als Vertreter einer Krankenkaſſe beſchäftigt war, und als
ſolcher etwa 250 RM. unterſchlagen und zweimal Urkunden ge=
fälſcht hatte. Der Angeklagte, der bereits zweimal vorbeſtraft
war, erhält wegen Unterſchlagung und
Urkunden=
fälſchung in zwei Fällen in Tateinbeit mit
Be=
trug eine Gefängnisſtrafe von zwei Monaten.
Daß er in Not war hält das Gericht nicht für erwieſen, obgleich
es ihm anerkennt, daß er nicht gerade in roſigen Verhältniſſen
lebte.
Als letzter wurde gegen den Halberſtädter Fritz
Schöne=
mann wegen Diebſtahls verhandelt. Der Angeklagte hat
eine Unmenge Vorſtrafen, auch Zuchthausſtrafen, hauptſächlich
we=
gen Diebſtahls uſw. Im Januar kam er hierher und benutzte die
Gelegenheit, unbemerkt in ein hieſiges Hotel einzudringen und
einen Koffer auf Lebensmittel, wie er ſagt, zu unterſuchen. Er
wurde dabei erwiſcht. Der Angeklagte ſchildert in beweglichen
Worten, daß er gern wieder arbeiten möchte, aber es bliebe ihm
ja gar nichts anderes übrig als zu ſtehlen und zu betteln, denn
ſowie irgend jemand, ſei es Privatmann oder Behörde, ſeine
Pa=
piere bekomme und man ſehe, daß er im Zuchthaus war, ſetzte
man ihn vor die Tür und verweigere ihm jegliche Unterſtützung
oder Arbeitszuweiſung. Das Gericht erkennt gegen ihn wegen
verſuchten Diebſtahls auf die Mindeſtſtrafe von
einem Jahr Zuchthaus und auf
Sicherheitsver=
wahrung.
Die Große Strafkammer
verhandelt zunächſt gegen einen jungen Mann aus Schwetzingen
wegen Urkundenfälſchung und Unterſchlagung. Er
war aus dem Arbeitsdienſt beurlaubt worden und hatte ſich den
Urlaub ſelbſtändig um zwei oder drei Tage verlängert. Damit
ihn keine Strafe ereilen konnte, hatte er das Datum auf dem
Urlaubspaß abgeändert. Außerdem hatte er einem Bekannten, der
ihm 1 RM. gab und ihn bat, Zigaretten zu holen, weder Geld
noch Zigaretten zurückgebracht. Er erhält einen Monat
Ge=
fängnis, der durch die Unterſuchungshaft als verbüßt gilt.
Gegen einen ſchweren Sittlichkeitsverbrecher von
hier, der vor Jahren die ganze Künſtlerkolonie in Aufregung und
Unruhe verſetzte, und der deswegen zu zwei Jahren drei
Mona=
ten Zuchthaus verurteilt wurde, wird nach dem neuen Geſetz die
Entmannung angeordnet.
Im Schwurgerichtsſaal
wird in der Verhandlung gegen die ehemaligen Angeſtellten der
Grube Meſſel plädiert. Der Staatsanwalt iſt der Auffaſſung, daß
die beiden Angeklagten, Direktor W. und Prokuriſt Dr. ſich der
fortgeſetzten Untreue in ungeheurem Umfang ſchuldig gemacht
hätten. Er glaubt aber, daß die größere Schuld den Prokuriſt Dr.
treffe und beantragt gegen ihn insgeſamt drei Jahre
Ge=
fangnis, gegen Direktor W. zwei Jahre ſechs Monate,
gegen den Kaufmann J. R. ein Jahr ſechs Monate und
gegen den Kaufmann G. neun Monate Gefängnis in
beiden Fällen wegen Beihilfe. Direktor W beteuert zum Schluß
nochmal, daß er ſich keinesfalls ſchuldig fühle, ſonſt ſei er
nie=
mals hierher gekommen. Er ſei nur gekommen, um ſeine Ehre zu
verteidigen. Auch R. tritt in ſeinem Schlußwort ſehr für Direktor
W. ein, der nicht an ſeiner Firma beteiligt geweſen ſei, der
im=
mer nur daran gedacht habe, daß Meſſel keinen Schaden erleide,
und der ihm nur deshalb immer wieder mit eigenem Geld unter
die Arme gegriffen habe. — Das Urteil wird Samstag
vormit=
tag gegen 12 Uhr verkündet werden.
Religion als Sinnerfüllung des Lebens.
Vortrag Paul Krannhals.
Im Rahmen der „Darmſtädter
Vortragsgemein=
ſchaft” ſprach am Freitag abend im außerordentlich gut
beſuch=
ten „Fürſtenſaal” der bekannte Kulturphiloſoph Paul
Krann=
hals über das Thema „Religion als Sinnerfüllung
des Lebens” und gab mit ſeinem Vortrag eine Ueberſicht über
die Grundzüge ſeines unter dem gleichen Titel erſchienenen
Werkes.
Nach kurzer Begrüßung im Namen der Vortragsgemeinſchaft
durch Herrn Bergrat Hundt führte Paul Krannhals
gleich mit den erſten Sätzen in die Weſenszüge und in die
Weſensforderungen ſeines Themas ein und charakteriſierte die
Gegenpole der gegenwärtigen religiöſen Situation auf beiden
Seiten der chriſtlichen Konfeſſion und die dazwiſchen liegenden
Uebergangsformen. Auch auf religiöſem Gebiet leben wir in
einer Zeit des Aufbruchs bewußt oder unbewußt getragen
von dem heiligen Willen zum Glauben, durchglüht von dem
gött=
lichen Fünklein, das auf dem Grunde unſerer Seele wirkt. Hier
haben wir die Einheit beider Ordnungen, der
ſtaatlich=völkiſchen und der religiöſen in ihrem
Muttergrunde. Wir wiſſen, daß aus dieſen beiden Ordnungen
eine einzige geſchaffen werden muß, wir wiſſen, daß in
unſe=
rer weltenwendenden Zeit die ſtaatlich=völkiſche Macht als die
Lebensform der Volksgemeinſchaft ihre letzte Gründung in der
kosmiſch verankerten Religioſität des germaniſch=deutſchen
Seelen=
tums findet. Der Vortragende ſtreifte die rein biologiſche Sphäre,
die von der Ewigkeit in ihren tauſendfältigen Formen
durch=
zogen und durchleuchtet wird, mit deren Bewußtſein ſich freilich
der religiöſe Menſch nicht begnügen darf, wenn er ſich nicht auf
eine rein naturaliſtiſche oder pantheiſtiſche Religion beſchränken
will. Unerfaßbar unerforſchlich, unvergleichlich bleibt uns die
göttliche Weſenheit, und darum weſenlos im Sinne der Welt,
ſo wie alte indiſche Mythen oder Goethe im Geiſte der deutſchen
Myſtik es empfunden und ausgeſprochen hat. Das Ziel
unſe=
res metaphyſiſchen Bedürfniſſes, einzugehen in die
unendliche Welt, kann nur im Wege der Selbſterfaſſung und
Selbſterfüllung planmäßig und zielſtrebig erreicht werden.
Krannhals nahm ſcharf Stellung gegen die Lehre von der
Sünd=
haftigkeit der Welt, die im Gegenſatz ſteht zu der Welt, die doch aus
Gottes ſchöpferiſchem Geiſt, ihm gleich, geworden iſt. Die Welt
an ſich iſt nicht gut oder böſe ſondern nurdie
be=
ſtimmte Geltung der Menſchen zur Welt, nur die
Abſonderung des Teiles vom Ganzen als Selbſtzweck iſt ein
Uebel. Erſt in der Sinnerfüllung der natürlichen Weltordnung
erfüllen wir auch das ſelbſtaufgelegte natürliche Sittengeſetz,
ge=
treu den Maximen Kants, den beſtirnten Himmel über uns
und das göttliche Geſetz in uns. Nicht dürfen wir aber von der
Religion Troſt nur in Leiden ſuchen, denn dann betrachten wir
das Göttliche als ein Mittel zu unſerer individuellen
Glückſelig=
keitsmachung. Wir ſind gliedhafte Teile eines Ganzen, und der
Widerſpruch gegen dieſes Ganze iſt Gott=Widerſpruch. Hier
offenbart ſich das Böſe, nicht in der Weſenheit, nicht in dem
Da=
ſein, in der Gegenſätzlichkeit polarer Begriffe. — Die
ſchöpfe=
riſche Weltheiligung erhellt das Leben zum allgemeinen
Sakra=
ment, ſtie fordert den Gottesdienſt in jedem Tun, fordert die
religiöſe Durchdringung aller Lebensgebiete. Erſt dann kann
die gewaltige Tat der Geſtaltung einer organiſchen
Volksgemein=
ſchaft und völkiſchen Kultur wahrhaft fruchtbar und
weltbedeut=
ſam gelingen.
Der tiefangelegte Vortrag, der an manche Probleme in der
Knappheit einer Vortragsſtunde nur rühren konnte, regte zur
vertieften Betrachtung an.
Kampfbund der deutſchen Archikekken u. Ingenieure
im Kampfbund für deutſche Kulkur e. B.
Am 10. und 11. März 1934 findet der Tag der „Deutſchen
Technik” in Leipzig ſtatt. Für den Bereich der Gebiete Baden,
Rheinpfalz, Heſſen=Süd und Nord, Koblenz, Trier und
Thürin=
gen iſt der Gebietsleiter Heſſen=Süd (Frankfurt a. M., Adolf=
Hitler=Haus) als Beauftragten für den Sonderzug Frankfurt
am Main—Leipzig beſtellt. Sämtliche Meldungen zur Teilnahme
(auch geſchloſſene Meldungen von Verbänden) ſind an die
Ge=
bietsleitung Frankfurt a. M., Adolf=Hitler=Haus, ſpäteſtens bis
zum 26. 2. 34 zu richten. Auskünfte werden von der
Gebiets=
leitung des KDAJ. (Adolf=Hitler=Haus. Gutleutſtraße 8/12,
2. Stock, Zimmer 36, Fernruf 30 381/41) erteilt.
Vereins= und lokale Veranſtaltungen.
(Ohne Verantwortung der Schriftleitung.)
Kriegerverein Darmſtadt. Die Kameraden werden
hiermit zur Teilnahme an der Gefallenengedenkfeier Sonntag,
den 25. Februar, vormittags 11,30 Uhr, im Kleinen Haus des
Landestheaters aufgefordert. — Der Vereinsführer.
Hiklerjugend ſpielt und ſingk.
Am Eingang ſchon heißts: Ausverkauft! Im großen Saale
des Saalbaues iſt jedes Eckchen ausgenützt und beſetzt; viel
Ju=
gend, Mädels und Jungen in Braun, auf den Balkonen und im
Saal Freunde der Jugend, Eltern und Lehrer. — Und dann
ſchmettern die Fanfaren los und die Fahnen halten ihren
Ein=
zug. Bannführer Karl Horn begrüßt die Gäſte und erinnert
daran, daß heute der Todestag Horſt Weſſels ſei, deſſen Geiſt der
Hitlerjugend ein Vorbild ſei. In ſtummem Gedenken erhebt ſich
alles von den Sitzen. — Dann beginnt eine bunte Folge von
Marſchliedern und Sprechchören, tadellos diſzipliniert und friſch
vorgetragen. — Unterbrochen werden die Vorträge durch eine
Rede des Gebietsführers Kramer. Die Hitlerjugend, ſo führt
er aus, kämpft um das Vermächtnis des Geiſtes Horſt Weſſels.
Sie will die deutſche Revolution in den Seelen verankern, denn
dieſe Revolution iſt nicht zeitlich gebunden, ſondern ewig, und
die Jugend iſt ihr Garant. Sie kennt keinen anderen Wunſch
und Willen als den: dem Volke und dem Führer zu dienen!
Der zweite Teil des Abends brachte eine Aufführung des
Spiels „Die Bauernführer” von Walter Flex
Spiel=
ſcharführer Münch, der ſich zuvor mit ſeinem Vortrag des
„Pidder Lüng” ſchon ſtarken Beifall geholt hatte, hatte das
Ein=
ſtudieren übernommen. Es war wirklich eine Freude, zu ſehen.
mit wie viel echter Begeiſterung die Jungen beim Spiel waren!
Die Hauptrolle des Thomas Münzer ſpielte der Spielſcharführer
Münch ſelbſt. Mit viel Temperament und Ueberzeugungskraft
trug er ſein Evangelium des Schwertes vor. — Die Zuſchauer
gingen begeiſtert mit und ſparten nicht mit Beifall. — Das Lied
der Hitlerjugend und ein dreifaches Sieg=Heil auf den Führer
beſchloſſen den Abend, der am Donnerstag wegen des großen
Er=
folges wiederholt werden ſoll.
Der Polizeibericht.
Tödlicher Betriebsunfall. Der 26 Jahre alte verheiratete
Maſchiniſt Peter Georg Funk aus Altheim bei Dieburg iſt am
23. Februar 1934, vormittags gegen 4 Uhr, während der
Be=
triebszeit auf Grube Meſſel tödlich verunglückt. Funk war mit
anderen Arbeitern zuſammen damit beſchäftigt, eine
Ma=
ſchine, die betriebsunfähig geworden war, zu reparieren.
Wäh=
rend der Reperaturarbeiten ſind, anſcheinend durch falſche
Wei=
chenſtellung, andere Wagen auf dieſe Maſchine aufgefahren und
haben die aufgebockte Maſchine weggeſchoben. Funk wurde
hier=
bei zu Tode gedrückt. Die Schuldfrage iſt noch nicht geklärt.
Vermißte Perſon. Seit dem 14. 2. 34 wird das Lehrmädchen
Annemarie Reck geb. am 18. 9. 1919 zu Mainz, wohnhaft
da=
ſelbſt, vermißt. Beſchreibung: 1.65 Meter groß, rundes,
friſches Geſicht, dunkelblondes, langes Haar, das in zwei Zöpfen
getragen wird, blaugraue Augen, vollſtändige Zähne. Die Reck
trug bräunlichen Wintermantel, roten Pullover dunkelblauen
Rock, hohe braune Schnürſchuhe, weißes Trikothemd. geſtrickte
Unterhoſen und Trikotunterrock. Sie hat einen Koffer im Beſitz,
enthaltend ein rot= und braunkariertes Wollſtoffkleid 2 blaue
Pullover, Hemden und ſonſtige Leibwäſche, 1 Paar ſchw.
Lack=
ſchnürſtiefel, 2 Handtaſchen und vermutlich 150 RM. in bar. Um
Schutzhaftnahme wird erſucht. Nachricht an die
Landeskriminal=
polizeiſtelle Darmſtadt, Zentrale für Vermißte und unbekannte
Tote.
Einbruchsdiebſtahl. In der Zeit vom 11. bis 19. 2. 34
wur=
den eine Gartenhütte und zwei kleinere Schuppen in einem
Gar=
ten an der Nieder=Ramſtädter Straße oberhalb des Aliceſtifts
gewaltſam erbrochen und folgende Gartengeräte geſtohlen: 3
ver=
ſchiedene Harken, 1 großer Rechen mit Stiel, 1 Gartenſchere und
1 Beſen mit Stil. Sachdienliche Angaben werden bei der
Landes=
krimnalpolizei, Hügelſtraße 31/33, Zimmer 3, entgegengenommen.
Wer hat Wahrnehmungen gemacht? In der Nacht zum 19.
34 wurde ein Firmenſchild mit der Aufſchrift „Wienold=
Weine” am Hauſe Hoffmannſtraße 5 gewaltſam abgeriſſen und
geſtohlen.
Feſtgenommen wurde von der Landeskriminalpolizei
Darm=
ſtadt wegen Eidesverletzung der Weichenſteller Ph. G. aus
Bicken=
bach. G. wurde dem Richter in Zwingenberg vorgeführt und
von dieſem in Unterſuchungshaft genommen,
Arbeitsgemeinſchaft für Muſik der Kreiſe Darmſtadt=Stadt
und Land und Groß=Gerau des NSLB.
Samstag, den 24. Februar 1934, nachmittags 3 Uhr. findet a.
der Aula des Realgymnaſiums, Darmſtadt, die 2. Tagung de
Arbeitsgemeinſchaft ſtatt. Es wird ein neuartiger Muſikleh n
apparat mit Lehrprobe vorgeführt; anſchließend Ausſprache. Jig
bitte die Herren Kreisarbeitsleiter und Chorleiter des Heſſiſchs,
Sängerbundes, an dieſer Tagung zahlreich teilzunehmen.
N. S. V. der Ortsgruppe Rheintor (III).
Gutſcheine für Spitzenroſetten ſind in der Geſchäft
ſtelle Rheinſtraße 62 (Bauernkammer) zu haben.
Film.
Die Ortsgruppenfilmwarte Arheilgen, Eberſtadt, Grieshein,
Pfungſtadt, Ober=Ramſtadt treten am Montag, den 26. Februg
18 Uhr, pünktlich auf der Kreisleitung an. Erſcheinen unbeding:
Pflicht.
Heldengedenktag.
Von kirchlicher Seite wird mitgeteilt, daß der Heldengeden
tag am nächſten Sonntag, den 25. Februar, in allen evangeliſch=a
Kirchen unſerer Stadt gottesdienſtlich gefeiert wird.
Rechtsbetreuungsſtelle Darmſtadt der NSDAP.
Die im Bund Nationalſozialiſtiſcher Deutſcher Juriſten ve
einigte Deutſche Rechtsanwaltſchaft hat die Rechtsbetreuung
all=
unbemittelten deutſchen Volksgenoſſen übernommen.
Die Sprechſtunden finden wöchentlich zweimal. Dien
tag und Freitag, nachmittags 4—6 Uhr, im Anwaltszimm=
1. Stock, altes Juſtizgebäude, Mathildenplatz 13, erſtmals am 2.
Februar 1934, ſtatt.
NS. K.=V.
Am 24. ds. Mts., abends 8 Uhr, iſt
Kameradſchaft=
abend des Stützpunkts 5 (Waldkolonie) bei Reſt. Waldmaxu
Erſcheinen iſt Pflicht.
NSBO.
Alle Ortsgruppen=Betriebszellen=Obmänner treten am Sox)
tag, den 25. Februar 1934, zu Vereidigung, ſoweit ſie unifor
bzw. braunhemdberechtigt ſind, bei der zuſtändigen Ortsgrup
der Partei vormittags 7.45 Uhr auf dem Mercksplatz an.
Hitler=Jugend, Oberbann Starkenburg,
Darmſtadt, Zeughausſtraße 2 (Telephon 2265),
Betr.: Vereidigung!
Antritt für die Mitglieder des Oberbannſtabes, ſoweit
einen Dienſtgrad haben, Sonntag früh 7.30 Uhr, Zeughausſtr.
F. d. R.
Der Führer des Oberbannes 3/13, m. d.
Richter,
gez. Walter Bloch,
Bannführer.
Stabsleiter.
7. Lehrgang der Luftſchuhſchule.
Männer und Frauen vereinigt.
Leitung der Schule; J. V. Dr. Scriba.
Ort der Schule: Glockenturm des Schloſſes.
Beginn: 15. Februar 1934.
Ende: 8. März 1934.
Schulungstage: Montag und Donnerstag, 20 Uhr pünktl
B) Praktiſcher Teil.
4. Abend: Montag, den 26. Februar 1934, 20 Uhr.
Uebung 1: Verpaſſen der Gasmasken (Reizraum)
Uebungsmarſch mit Masken (2 Stunden). Reſ
renten: Ing, Altmannsberger und Betrie)
Aſſ. Aßmus.
5. Abend: Donnerstag, den 1. März 1934, 20 Uhr.
Uebung 2: Uebungsmarſch mit Masken. Auf Wunſch kah
der Uebungsmarſch auch auf Samstag nachmitn
verlegt werden (2 Std.). Referenten: Ing. 20
mannsberger und Betriebs=Aſſ. Aßmus.
Bekanntmachungen:
Es empfiehlt ſich dringend, für raſcheſte Anmeldung
8, Lehrgang Sorge zu tragen.
Zu allen Lehrgängen werden die Anmeldungen auf
RLB.=Geſchäftsſtelle, Rheinſtraße 48, entgegengenommen.
Koſten eines Lehrganges betragen 2 RM., für Unterſtützung
empfänger 1 RM. Als Einzahlung werden 0,50 RM. erhob
die auch bei evtl. Nichtteilnahme als Unkoſtenbeitrag einbelg
ten werden. Die Dauer eines Lehrganges beträgt 3—4 Wocſ
bei wöchentlich zweimaligem Abendunterricht.
Einzeichnungsliſten für den ROB. liegen auf:
Polizeidirektion, Hügelſtraße;
Danatbank. Rheinſtraße;
Techniſche Nothilfe, Marſtall;
RLB.=Geſchäftsſtelle, Rheinſtraße; und
in allen Apotheken und Drogerien
Zahlungen für den RLB. können geleiſtet werden: Poſtſald
konto Frankfurt a. M. 33880 der RLB.=Ortsgruppe Darmſtadl
Darmſtädter und Nationalbank, Filiale der Dresdener Bank,
Konto 3845, und in der Geſchäftsſtelle in der Rheinſtraße din
Wochendienſtplan.
Sonntag, den 25. Februar: 7.15 Uhr: Antreten aller erwer
loſer Nothelfer (uniformiert und nichtuniformiert) im De
ſtall. Abmarſch zum Müllersteich.
Montag, den 26. Februar: 20.00 Uhr: Antreten der Gas=
Luftſchutzabteilung, Zug 1 und 2. im Marſtall, Zug 3 hin
der Stadtkirche an der Feuerwache, 20.00 Uhr: Antreten
Spielmannszuges im Marſtall zur Uebung. 20.30 2M
Einzelprobe des Muſikzuges im Verkehrslokal „Reichskro)
Mühlſtraße.
Dienstag, den 27. Februar: 20.00 Uhr: Antreten der Gas=
Luftſchutz=Abteilung, Zug 1, 2 und 3, im Marſtall
Schulungskurſus.
Mittwoch, den 28. Februar: 19.30 Uhr: Antreten der Nachriche
Abteilung, Zug 1 und 2, im Marſtall zum Gruppenaben)!
Donnerstag, den 1. März: 18.30 Uhr: Führerbeſprechung
Marſtall. 19.30 Uhr: Antreten aller Nothelfer (unifornit
und nichtuniformiert) zum Pflichtappell, Quittungska
mitbringen. Anſchließend für die Nichtuniformierten
gemeinübung. 20.00 Uhr: Antreten des Spielmannszuges
Marſtall zur Uebung. 20.30 Uhr: Geſamtprobe des M‟
zuges in der „Reichskrone”, Mühlſtraße.
in der „Reichskrone”, Mühlſtraße.
Freitag, den 2. März: 20.00 Uhr: Anteeten der Nachrich”e
Abteilung, Zug 1 und 2. im Marſtalt zum Schulungsku
Samstag, den 3. März: Dienſtfrei.
Sonntag, den 4. März: Dienſtfrei.
Kriegsbeſchädigte bei der Deutſchen Reichspoſt. In dem
ſtreben, die Not der Kriegsopfer zu vermindern, hat auch
Deutſche Reichspoſt, ſoweit es die dienſtlichen Verhältniſſe
ſtatteten Arbeitsplätze für Kriegsbeſchädigte ſchaffen laſſen.
ihrem Geſchäftsbereich waren Ende des Jahres 1933 5,27 v.
aller Stellen für Beamte. Angeſtellte. Arbeiter und Poſtage
mit Schwerkriegsbeſchädigten beſetzt, d. i. mehr als das 2,60
des im Schwerbeſchädigtengeſetzt vorgeſehenen Pflichtſatzes
2 v. H. Unter den Kriegsbeſchädigten befinden ſich gegenwör
72 Kriegsblinde, Für dieſe haben ſich vereinzelt Arbeitsplätze,
Auskunfts=, Schreib= und Rechenmaſchinendienſt bilden laſſen.
neben ſind ſie hier und da in kleinen Hausvermittlungen t0
Für die übrigen Schwerbeſchädigten ſind vielfach Arbeiten der
ſchiedenen Betriebszweige zuſammengezogen worden, nur um
beitsmöglichkeiten für ſie zu ſchaffen. Soweit es der Betrieb
zuläßt, iſt die Deutſche Reichspoſt auch weiter bemüht, bei
ſtellungen Schwerbeſchädigte zu berückſichtigen.
Briefkaſten.
Jeder Anfrage iſt die letzte Bezugsqulttung beizufügen. Anonyme Anfragen weib‟
aicht beantwortet. Die Beantwortung erfolgt obne Rechtsverbindlichkeit
R. Frei von Vermögenſteuer ſind bis zu 20 000 RM.
natürlichen Perſonen, ungeachtet der Höhe ihres Einkommeri”
WANDERER
VeRDEFEE
MNANDACT
UND KUNDE
ANNSS
WIEWIRAIS
N
KEUE
LURHEIMAI
Samstag, 24. Februar 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 54 — Seite 7
KAMERADENGRAB AUF DER DEUTSCHEN KRIEGSGRABERSTATTE MONTDIDIER FRANKREICH
AUSGESTALTET VOM VOLKSBUND DEUTSCHE KRIECSGRABERFURSORGE EN
Gaflr eoeltSebrlttrgd T O
Sonntag Reminiſzere iſt deutſcher Heldengedenktag. Der
Tag gehört unſeren toten Brüdern, die im Kriege und in
der Freiheitsbewegung ihr Leben für Volk und Vaterland
dahingaben.
Die Fahnen gehen auf Halbmaſt — der Lärm des
All=
tags verſtummt — das deutſche Volk hält Zwieſprache mit
ſeinen Frühvollendeten. Es fühlt an dieſem Tage in
inni=
ger Verbundenheit unauslöſchlichen Dank und Verehrung
für die, die heldiſch opfernd uns vorangegangen ſind. Es
hofft, daß die von Gott geſäte Saat dereinſt am Tage der
Garben reife.
Um die Mittagsſtunde läuten die Glocken den
Remi=
niſzere=Dank. Sie rufen ſich ihren Gruß zu von Turm
zu Turm durch alle deutſchen Lande und über die
Grenzen hinaus bis weit in die fernſte Fremde, in
der noch eine deutſche Hand den Glockenſtrang rühren
kann. Denn es iſt gleiches Fühlen unter den
Deut=
ſchen in aller Welt, wenn ſie das Gedenken ihrer
Toten feiern.
Ein „einender Tag für das ganze Volk” ſollte der
Heldengedenktag ſein, das war der brennende Wunſch
des Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfürſorge von
Anfang an. Dieſer bereits im Jahre 1920 auf ſeiner
erſten Tagung einmütig gefaßte Beſchluß iſt nun in
Erfüllung gegangen. Wir haben heimgefunden zu
Volk, heimgefunden zur Volksgemeinſchaft.
Am Sonntag Reminiſzere jedes Jahr kehren
un=
ſere teuren Toten heim zum Volke und ſchenken ihre
lebenſpendende Kraft allen gläubigen Kämpfern, die
in heldiſcher Lebensauffaſſung ihrer Sendung folgen.
So lag ein tiefer Sinn in der gleichfalls bereits im
Jahre 1920 erhobenen Forderung des Volksbundes
Deutſche Kriegsgräberfürſorge, die Feier des
Ge=
dächtniſſes unſerer Toten am Sonntag Reminiſzere
mitten in den erwachenden Frühling hineinzuſtellen.
„Unſere Gefallenen ſollen uns ein Symbol ſein, daß
nach dem Winter, den wir durchmachen müſſen, auch
für uns ein neuer Frühling kommt”, das war die
große Sehnſucht des Volksbundes Deutſche
Kriegs=
gräberfürſorge von Anfang an. Indem auch wir heim
wollten zu unſeren teuren Toten, die unſere beſten
Söhne waren, ſenkten wir den frühlingsſtarken
Glau=
ben in die Seele des Volkes, daß in unſerem Kampfe
und unſerer Sehnſucht die lebendigen Kräfte unſerer
Frühvollendeten die Schrittmacher für Deutſchlands
Wiedergeburt ſeien.
Mit freudiger Zuverſicht und hingebender Liebe
haben wir in den verfloſſenen ſchickſalsſchweren
Nach=
kriegsjahren dieſem Ziel gedient, haben uns in
un=
ſerem Kampf um den geſetzlichen Schutz des
Helden=
gedenktages, von Jahr zu Jahr vertröſten laſſen,
haben gerungen gegen volksfremde Mächte, denen
die einigende Kraft dieſes Gedenktages und das
Wie=
deraufleben einer heldiſchen Lebensauffaſſung
uner=
wünſcht waren. Aber das Volk wollte anders, weil
es den Willen zur Einigung im Totengedenken hatte,
weil es ſich den Glauben an den Ewigkeitswert des
Opfertodes für das Vaterland bewahrt hatte, weil
das deutſche Mutterherz in ſeiner Sehnſucht nach
dem lieben, dem Vaterland geſchenkten Jungen ja gar nicht
anders konnte!
So ſchloſſen ſich unter der Führung des Volksbundes
Deutſche Kriegsgräberfürſorge die Reihen für den deutſchen
Heldengedenktag, ſo ſpannen und feſtigten ſich die Fäden
zwiſchen den deutſchen Brüdern und Schweſtern im
Aus=
lande mehr und mehr von Jahr zu Jahr, ſo wurde der Tag
ſchließlich zu einer ſchönen deutſchen Sitte, die aus dem
Volksleben nicht mehr wegzudenken iſt, und die die
Ver=
bundenheit aller in der Welt lebenden Deutſchen zum
Aus=
druck bringt.
Die deutſche Seele iſt rein geblieben. Kämpfend iſt ſie
in das Reich Adolf Hitlers eingegangen und kann heute
frei und unbeſchwert das Gedächtnis der für Volk und
Vaterland Gefallenen feiern, Unaufhörlich leuchtet das
Licht auf Millionen von Gräbern rings um das Reich und
daheim, es leuchten die Hügel wie Segnungen des
Him=
mels. Unaufhörlich ſtrömen die Quellen aus den Tiefen
der deutſchen Seele dieſem Lichte entgegen, das uns den Weg
weiſt empor zu neuen Höhen des Lebens und Sterbens.
Reminiſzere 1934. — Herrgott, ſegne uns dieſen Tag!
Eulen,
Bundesführerdes Volksbundes DeutſcheKriegsgräberfürſorge.
Rheinheſſiſcher Patenfriedhof in Servon.
bichts als Deutſchland!
Zum Volkstrauertag am 25. Februar.
Von Reinhold Braun.
Nichts als Deutſchland!
Parole, Panier!
Nichts als Deutſchland!
So leben, ſo ſterben wir!
Das ganze Volk, ein einziger, urgewaltiger Sprechchor,
ſich hindehnend bis an die äußerſten Grenzen des geliebten
Landes, von den Winden der Heimat überrauſcht, von den
hunderttauſend Glocken überwogt! Und es tönt auf aus
der deutſchen Seele, herrlicher Einklang, wie nie zuvor:
„Nichts als Deutſchland!”
Die liebreichen Winde tragen es fort auf breiten
be=
glänzten Schwingen, tragen es hin zu dem fernſten Grab
im Meer und auf dem Land, wo ein deutſcher Krieger
ſchläft, oder hin zu der Ruhſtatt, die einen hegt, der, als
Bruder gegen Bruder auf deutſcher Erde ſtand, für das
neue Deutſchland ſein Leben ließ.
Ob Namen leuchten wie Horſt Weſſel oder Hitlerjunge
Norkus, was tut’s! Die Namenloſen ziert die gleiche Treue.
Und dem braunen Ehrenkleid geſellt ſich der graue
Rock bei.
Jeder Tote ſei geprieſen, ob der Krieg ihn
hin=
raffte oder die ſchmähliche, kampfvolle Friedenszeit!
Es war das gleiche Ziel, für das ſie ſtritten und
in den Tod gingen. Sie ſind ein Heer, eine Front
von Kameraden!
Sie gingen alle im „gleichen Schritt und Tritt”!
Der Takt ihrer Schritte iſt nicht verklungen mit
dem Tode. Er hallt uns allen, wie vom Zauber
ewiger Lieb genährt, im Blute und wird darin
wei=
terhallen, ſolange deutſche Kinder geboren werden.
Und der Ton ihrer Kriegs= und Sturmliedeu iſt
nicht verweht mit dem letzten Atemzug der geliebten
Toten. So lange dieſe Lieder aus deutſchem Herzen
klingen, weht ein Stück vom Odem der
Opfer=
helden mit.
„Alles fließt!” ſagten einſt die Menſchen des
Altertums. Ja, alles iſt Strom, ſagen auch wir
Gegen=
wättigen!
O) Wunder, wie ſchön und mächtig ward wieder
der Strom des deutſchen Lebens, der Volkheit
quel=
lende Jnnenkraft!
Ja, o Wunder, durch Wüſte und Trümmer mußte
er während einer guoßen Spanne Zeit fließen. Sie
wollten ihn zuſchütten, ihn verſchlammen, vergiften,
den heiligen Lebensſtrom, die äußeren und die
in=
neren Feinde!
Doch zähe, furchtloſe, heiße Liebe hielt die
Quel=
len rein und wach.
Ihr Toten, ihr Opfergänger aus deutſchem
Ge=
blüt, hött ihr das helle Wandern und Klingen des
Stromes, ſeine neu erbrauſende Macht?
„Nichts als Deutſchland!‟ Das war die große,
wunderbare Sturm=Melodie eures Lebens bis in
den Tod!
„Nichts als Deutſchland!‟ Das iſt auch die Sturm=
Melodie des zu ſeinem Sinn und ſeiner Kraft neu
erwachten Volkes.
Eins ſchwingt ins andere. Klangbrücken wölben
ſich von der Heimat bis hin ins fernſte, tiefſte Grab,
darin ein deutſcher Kämpfer ruht.
„Nichts als Deutſchland!‟ Das war euch das
Geſetz eures Lebens, das ihr erfüllet mit Glanz und
Größe eures Opfers!
Schlafende Brüder, wir wollen und werden eurer
würdig ſein!
Euer Geſetz iſt unſer Geſetz! Wir knüpfen uns feſter
denn je aneinander, die Toten und die Lebenden!
Wo iſt Ende! Wo iſt Anfang! Es wallt ein Strom!
Und klingt ein Lied! Und euer Herz ſchlägt fort in unſern.
Unſterblich iſt die Volkheit! Und aus dem Wunder der
Einheit ſchwingt, mächtig auf wie das Rauſchen von
unzäh=
ligen gewaltigen Flügeln, der Schwur, der Lebens=Sang
des Volkes, des neuen, des Dritten Reiches: „Nichts als
Deutſchland!”
Flammt, ihr Herzen, dröhnt, ihr Glocken! Ueber jedem
Heldengrabe, jeder Opferſtatt zuckt es wie Oſterlicht!
O deutſcher Tag!
Seite 8 — Nr. 54
Aus Heſſen.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 23. Febr. Ratsbericht. Vor
Ein=
tritt in die Tagesordnung wurde den infolge Erreichung der
Al=
tersgrenze in Ruheſtand getretenen Gemeindebeamten
Oberſchutz=
mann Bender und Hausmeiſter J. Beck für die langjährige
treue Dienſtleiſtung in der Gemeinde je eine Ehrenurkunde
über=
reicht, dem Letzteren auch aus Anlaß des 25jährigen
Dienſtjubi=
läums nachträglich noch ein Ehrengeſchenk in Form von zwei
Ruhe=
ſeſſeln. — Hinſichtlich der Steuerbefreiung für neu errichtete
Wohngebäude ſchließt ſich die Gemeinde den Richtlinien des
Staa=
tes an. — Der Antrag auf den Ausbau der Modau im Wege des
Arbeitsbeſchaffungsprogramms der Reichsregierung, ein Projekt
von zirka 2300 Arbeitstagewerken mit insgeſamt 43 000 Mark
Koſtenaufwand, findet Genehmigung. — Bezüglich der
Gasfern=
verſorgung ſoll in aller Kürze eine gemeinſchaftliche Ausſprache
mnit den intereſſierten Nachbargemeinden und mit einem Vertreter
des Gaswerkes zur genauen Durcharbeitung des Vertrages
ſtatt=
finden. — Einen überaus wichtigen Beſchluß faßte der
Gemeinde=
rat in bezug auf die Bereinigung der Rückſtände an
Gemeinde=
gefällen. Es ſoll in all den Fällen, wo der Geſamtrückſtand 300
RM. und mehr beträgt, auf etwaigen Grundbeſitz des Schuldners
eine Zwangshypothek eingetragen werden. Ferner wird
hinſicht=
lich der Stromverſorgung beſchloſſen, daß bei allen Schuldnern,
die im Beitreibungsverfahren für pfandlos und zahlungsunfähig
erklärt werden, ſofort die Stromſperrre zu verhängen iſt. — Die
Gemeinderechnung für 1932 Rj. wurde begutachtet. — Infolge
Unrentabilität der Turbinenanlage in der Schneckenmühle ſoll
verſucht werden, eine Löſung des Pachtverhältniſſes
herbeizufüh=
ren. — Die bisherigen Strompreiſe des Gemeinde=
Elektrizitäts=
werks, ganz beſonders aber der Kraftſtromtarif, gaben ſchon des
öfteren Anlaß zu Erinnerungen. Die Elektrizitätskommiſſion wird
beauftragt, alsbald in eine Nachprüfung der Stromtarife
einzu=
treten und demnächſt geeignete Vorſchläge zur Beſchlußfaſſung zu
unterbreiten.
G. Ober=Ramſtadt, 22. Febr. Hohes Alter. In voller
körperlicher und geiſtiger Friſche vollendete Frau Wilhelm
Bur=
ger Witwe, Bauſtraße, heute ihr 79. Lebensjahr.
G. Ober=Ramſtadt, 23. Febr. Reichsluftſchutzbund
Frauenverſammlung. Die Verſammlung, die recht gut
beſucht war, wurde vom Stützpunktleiter eröffnet, der in ſeinen
einleitenden Worten auf die Notwendigkeit des Luftſchutzes
über=
haupt, ſowie auf die Aufgaben, die beſonders der Frau auf dieſem
Gebiete zur Pflicht gemacht werden müſſen. hinwies. Die Rednerin
des Abends, Frau Dr. Seidel aus Darmſtadt, verſtand dann vom
Standpunkte der Frau und Mutter aus, mit anſchaulichen und
warmherzigen Worten die Zuhörerinnen über Zweck und Ziele
des Luftſchutzes zu unterrichten. Einem kurzen Eingangsvortrag
ſchloß ſich eine Lichtbildfolge, die das geſprochene Wort noch klarer
und einprägſamer werden ließ, an. In ſeinem Schlußwort wies
der Stützpunktleiter auf die Notwendigkeit einer weiteren ſtarken
Werbung für den Reichsluftſchutzbund hin. Der hieſige Stützpunkt,
der ungefähr 120 Mitglieder zählt, müſſe bald auf die doppelte
Mitgliederzahl gebracht werden. Jeder Heimatfreund gehört in
den Reichsluftſchutzbund.
— Reinheim, 23. Febr. Vortrag. Im Rahmen der
Mütter=
ſchulungsarbeit des hieſigen evangeliſchen
Frauenver=
eins hielt im Gemeindeſaal vor etwa 200 Frauen Herr Dr. med.
Sell=Darmſtadt einen Vortrag über das Thema „Geſunde Frau,
geſundes Volk”. In feſſelnder und volkstümlich=anſchaulicher Weiſe
behandelte der Redner eine Reihe bedeutſamer
bevölkerungspoli=
tiſcher Fragen, vor die unſer Volk geſtellt iſt, und über die es
Auf=
klärung haben muß, wenn ſein Weg in die Zukunft kein Abſtieg,
ſondern ein Aufſtieg ſein ſoll. Unendlich viel hänge hier von den
Frauen und Müttern ab. Welche beſonderen hygieniſchen
For=
derungen für die Frau als werdende Mutter, als Pflegerin und
Erzieherin der Kinder, als Hausfrau und Wirtſchaftlerin zu
er=
heben ſeien, das führte Dr. Sell in ernſter und würdiger Weiſe
aus. Er tat dies in der Form einer Führung durch die von dem
hygieniſchen Muſeum (Dresden) neulich in Darmſtadt gezeigte
Wanderausſtellung. Der Vortrag feſſelte die Zuhörerinnen von
Anfang bis zu Ende. Sie bedauerten, daß er wegen der
allmäh=
lich vorgerückten Stunde abgebrochen werden mußte und ſind alle
der Ueberzeugung, daß ſie ſehr Wiſſenswertes gelernt haben.
f. Roßdorf, 23. Febr. Ortsgruppe Roßdorf der
NS.=Frauenſchaft — Werbekundgebung. Nach einer
Begrüßungsanſprache durch die Führerin der Ortsgruppe, Frau
Ottilie Ackermann, verſtand es die Graurednerin Frl. Eſchenfelder
ganz vortrefflich, der Zuhörerſchaft die Aufgaben der deutſchen
Frau im Dritten Reich klarzulegen, der Führer habe der deutſchen
Frau wieder ihre ureigenſten Aufgaben zugewieſen, von denen ſie
ſich in den letzten Jahren zum Schaden des ganzen Volkes nur
allzuweit entfernt habe. Jetzt ſei die Frau wieder an die Stelle
geſtellt, wo ihr eigentlicher Platz iſt, in die Familie. Hier habe
ſie große Aufgaben zu erfüllen, die, je nachdem wie ſie ausgeübt
würden, zum Gedeihen oder auch zum Verderb des Volkes ſich
auswirken können. Bis ins einzelne erklärte Frl. Eſchenfelder
dieſe Tätigkeiten der Frau.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadk.
Geſtorbene. Am 15 Februar: Feuerbach, Philipp, 2.,
Kaufmann, 30 Jahre alt, verh., Griesheim. Stadtkrankenhaus;
Sternfels Edith Alma 18 J., ledig, ohne Beruf.
Viktoria=
ſtraße 52; Döring, Joh., Heinrich, Verwaltungsinſpektor,
62 J., verh., Am Weinweg. 6. — Am 16. Febr.: Felger Willi,
— Am 17. Februar: Trautmann. Helmut, 1 Jahr alt. Sohn
des Fuhrmanns, Schulzengaſſe 22: Breiter, Karoline Auguſte
Adele Friederike, geb. Ritter, Ehefrau des Sattlers u. Tapez.,
78 J., Kaupſtr. 46: Geier, Anna, geb. Heim, Ehefrau des
Maurers, 41 J.. Groß=Zimmern. Eliſabethenſtift; Schönleber,
Eva Maria, Ehefrau des Dipl.=Ing., geb. Kinsberger, 47 J.,
Fiedlerweg 3: Schäfer Margarethe, Ehefr. des Hausmeiſters
i. R., geb. Willand, 72 J., Ahaſtr. 10: Sperhake Robert,
Garniſonverwaltungsdirektor i. R., 82 J., verwitwet
Riedeſel=
ſtraße 60; Ruhl. Johanna Louiſe Sophie geb. Stöſſel, Witwe
des Bahnbeamten, 78 J.. Ruthsſtr 24. — Am 19. Febr.: Supp.
Ferdinand Martin Philipp. Oberjuſtizinſpektor i. R., 72 J.,
verh., Wendelſtadtſtr. 23; Geiß, Friedrich, Feilenhauer, 26 J.,
verh., Roßdorf Rundeturmſtr. 8; Wolf. Anna Maria
Katha=
rina Roſina, geb. Abelein, 83 J., Witwe des Braumeiſters
Bruch=
wieſenſtr. 6½. — Am 20. Februar: Spielmann Philipp 2.,
Landwirt. 49 J., verh., Meſſel. hier, Stadtkrankenhaus:
Buch=
bold. Emilie Friederike, 84 J.. ledig, ohne Beruf, Nieder=
Ram=
ſtädter Str. 30; Dreher Herbert, 3 J., Sohn des Schneiders,
Pfungſtadt. Stadtkrankenhaus. — Am 21. Februar: Stoeſſel
Jakob. Keſſelſchmied, 71 J., verh., Wenckſtr. 7: Buff, Friedrich
Georg Ludwig Karl, Reichsgerichtsrat i. R., Dr. jur., verh., 75
Jahre, Herdweg 64: Schmitt, Johann Peter, Schneidermeiſter,
64 J., ledig, Gervinusſtr. 55. — Am 22. Februar: Schmidt,
machermeiſters, 68 J., Liebfrauenſtr. 46; Huth Karl.
Verwal=
tungsoberinſpektor i. R., 60 J., verh., Mackenſenſtr. 13. — Am
23. Februar: Traiſer, Eliſabeth, geb. Ade. Witwe des
Fabri=
kanten, 64 J.. Mackenſenſtr. 25.
Kirchliche Nachrichten.
Evangeliſche Gemeinden.
1. Gottesdienſte.
Samstag, 24. Febr.
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Abendandacht.
Sonntag, 25. Febr., Reminiſzere. Volkstrauertag.
Stadtkirche. (Kollekte für die heſſiſche Gemeinde Güttersbach.) Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer F. Müller. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Heß. Nachm. 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der Konfirmanden der Markusgemeinde.
Pfarrer Vogel. Die Stadtkirche iſt wochentags von 9—4 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Eingang Nordtüre.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte. Vorm. 9,30 Uhr:
Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
des heiligen Abendmahls. Pfarrer Lautenſchläger.
Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: 3. Pafſionsandacht. Pfarrer Lautenſchläger.
Martinskirche. (Kriegergedächtnisfeier. Kollekte für evangeliſche Wohlfahrtspflege.
Berm. 10 Uhr; Hauptgottesdienſt, Pfarrer Beringer, Vorm, 11 Uhr: Kindergottesdcenſt
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Das Skeinmehhandwerk eine ausſterbende Kunſt?
Von Jakob Waſſum, Michelſtadt.
Die Anfänge des Steinmetzhandwerkes gehen bei allen
Völ=
kern, wo es zur Ausführung kam. bis in die graue Vorzeit zurück.
Selbſt aus der Steinzeit ſind heute noch Spuren der Bearbeitung
des Steines erhalten. Vor tauſenden von Jahren ſchon
bearbeite=
ten die Inder das Hartgeſtein mit einem Geſchick, das wir
ſtau=
nend bewundern. Von den Aegyptern wiſſen wir, daß das
Stein=
metzhandwerk in voller Blüte ſtand und einen hohen Rang
ein=
nahm, und das antike Griechenland endlich ließ uns Zeugen in
Fülle von der damaligen hohen Stufe, auf dem das
Steinmetz=
handwerk ſtand, zurück.
Die uns aus Stein gebliebenen Kunſtwerke ſind der geſamten
Kulturwelt von ungeheurem Werte. Eben deshalb, weil der Stein,
d. h. der bearbeitete Stein, meiſtens bis in unabſehbare Zeiten
hinein „Denkmal” vergangener Zeiten eines Volkes iſt, iſt er ſo
wertvoll, iſt das Handwerk der Bearbeitung des Steines ſo
wich=
tig. Es gibt keine Kunſt, die jahrtauſendelang ſo uneingeſchränkt
zur breiten Maſſe des Volkes ſpricht, als die Steinmetzkunſt in
Bildwerk und Architektur.
Wir finden in der Blütezeit dieſer Kunſt in Deutſchland die
Zunft der Steinmetze auch als eine ganz beſondere Organiſation.
Es iſt die Zeit der Gotik, in der unſere ſchönſten Bauwerke
ent=
ſtanden. Nicht jeder konnte damals dieſes wichtige Handwerk
er=
lernen oder ausüben, und es war ſehr ſchwer, in die Zunft der
Steinmetze aufgenommen zu werden. Das Recht der Ausübung
dieſes Handwerkes vererbte ſich meiſtens in der Familie. Die
Zunft der Steinmetze hatte ſogar ihre eigene Gerichtsbarkeit. Mit
dem Zerfall des Zunftweſens zerfiel auch allmählich dieſe Kunſt.
Zwar wurde ſpäterhin, in Einzelfällen, noch Großes geleiſtet, doch
der Steinmetz verlor immer mehr an Bedeutung. In den
Grün=
derjahren nach dem Kriege 1870/71 erholte ſich das Handwerk noch
einmal, aber die ſtilloſe Zeit von damals war kein Boden dafür
noch einmal Großes entſtehen zu laſſen. Das verfloſſene, vom
Ma=
terialismus erfaßte Zwiſchenreich der Marxiſten, verſetzte wie ſo
vielem anderen, auch dieſer Kunſt den Todesſtoß. Es kam Zement,
Zement und wieder Zement. Es kamen nüchterne Faſſaden, kalt
und glatt hingehauen, ſchauderhaft kalte Straßenbilder, die den
ganzen Geiſt dieſer Zeit widerſpiegeln, Straßenbilder ohne
Wärme und Gefühl. Heute lernt faſt niemand mehr das edle
Handwerk des Steinmetzen. Die „Alten” ſterben allmählich aus
und mit erſchreckender Deutlichkeit iſt feſtzuſtellen, wie das
eigent=
liche Steinmetzhandwerk ſeinem Ende entgegen geht.
Nur in der Grabmalbranche wird das nachgezüchtet, was
ge=
braucht wird, um meiſtens nur das Bearbeiten von glatten
Flä=
chen für Hartgeſteine zu erlernen. Doch fragen wir uns heute,
dür=
fen wir nicht hoffen, daß mit der geiſtigen und völkiſchen
Erneue=
rung Deutſchlands auch unſere Kunſt neu auflebt? Wird unſer
großer Führer nicht auch dieſes edle und wichtige Handwerk
ret=
ten? Es wäre neben Arbeit und Brot auch ein bleibender
Kultur=
wert geſchaffen und in die Hand des Architekten müßte von oben
her die Rettung des Steinmetzhandwerkes gelegt werden.
r. Babenhauſen, 21. Febr. Der Odenwaldklub
unter=
nahm, von ſchönem Wetter begünſtigt, eine außerplanmäßige
Wan=
derung nach Stockſtadt am Main. Der Weg führte über
Harres=
hauſen und an der romantiſch im Walde gelegenen Papiermühle
vorbei. — Stamm= und Nutzholzverſteigerungen
finden zurzeit faſt täglich hier und in den Nachbargemeinden ſtatt.
Da der Brennholzbedarf unſerer Gemeinde in dieſem Jahre
grö=
ßer iſt als im Vorjahre, werden im hieſigen Gemeindewald noch
ungefähr 150 Rm. Brennholz mehr geſchlagen und in der nächſten
Zeit zum Verkauf gebracht.
Groß=Bieberau, 23. Febr. Hohes Alter. Frau
Eliſa=
beth Schwebel, geb. Röder, begeht am 24. Februar 1934 in
kör=
perlicher und geiſtiger Friſche ihren 89. Geburtstag.
Dd. Ernſthofen, 23. Febr. Die Ortsgruppe Ernſthofen der
NSBO., zu der auch die Orte Asbach, Kl.=Bieberau, Ob.=Modau,
Nd.=Modau, Frankenhauſen, Rohrbach gehören, hielt eine gut
be=
ſuchte Verſammlung ab. Nach Eröffnung durch den
Ortsgruppen=
obmann ſprach der Kreisleiter der NSBO., Pg. Knauf=Dieburg.
In ſeinen Ausführungen brachte er beſonders die Geſchichte der
NSBO. und ihre Ziele und berührte zuletzt das neue
Arbeiter=
geſetz, das am 1. Mai in Kraft tritt.
Dk. Waldmichelbach, 21. Febr. Der Reichsluftſchutzbund,
Orts=
gruppe Waldmichelbach. veranſtaltete im Saale des Parteilokals
Waldenberger einen Werbe= und Aufklärungsabend, der gut
be=
ſucht war. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den
Abtei=
lungsleiter Schuhmacher ſprach der Bezirksgruppenführer des
Reichsluftſchutzbundes, Velten=Darmſtadt, über die deutſche
Ohn=
macht bei Luftgefahr und über die uns erlaubten
Selbſtſchutzmaß=
nahmen. Der intereſſante Vortrag und die Lichtbilder zeigten
draſtiſch die Ohnmacht des deutſchen Volkes im Falle eines
Krie=
ges. Zum Schluſſe forderte der Redner die Anweſenden auf, durch
ihre Mitarbeit im Reichsluftſchutzbund mitzuhelfen am Neubau
unſeres Vaterlandes Ortsgruppenleiter Strauß unterſtrich die
Ausführungen des Redners und mahnte zum Dienſt an Volk und
Vaterland durch den Reichsluftſchutzbund.
für die Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Köhler, Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt.
Pfarrer D. Waitz.
Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 2. Paſſionsandacht. Pfarrer Dr. Berger.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heiligem Abendmahl und
Vorbereitung. Pfarrer Goethe. Vorm. 11,30 Uhr: Kindergottesdienſt.
Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht in der Kirche. Pfarrer Marx.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 8 bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Junker. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Junker. — Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr: Paſſionsandacht.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde(. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Weiß. Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer Weiß. Abenbs
6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Irle.
Bibelſtundenſaal der neuen Trainkaſerne. Vorm. 9,30 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer
Irle. — Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Weiß.
Pauluskirche. Vorn. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer A. Müller, Vorm. 11,15
Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer A. Müller.
Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Wolf.
Die Pauluskirche iſt wochentags von 9 bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang
Hauptportal.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Baldeck. Borm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Marx, Liebigſtr. 20, Fernruf 1224.
2. Beranſtaltungen.
Stadigemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtr. 17). Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr:
Kirchenchor der Stadtkirche. — Mittwoch, 28. Febr., abends 8 Uhr: Kirchenchor der
Stadtkapelle und Schloßkirche. — Freitag, 2. März, abends 8 Uhr: Mütterabeud der
Stadtgeineinde. — Die Jugendabende wvie geſuöhnlich..
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Licbfrauenſtr. 6). Mittſoch, 28. Febr.,
nachm. 2 Uihr: Handarbeits= und Strickſchule. — Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr:
Mädchenvereinigung Weſt. — Freitag, 2. März, abends 8 Uhr: Mütterabend Weſt. —
Jugendvereinigung ältere Abtlg. — Samstag, 3. März, nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und
Strickſchule.
Martinsſtift (Müllerſtr. 28). Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr: Kirchenchor. —
Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung Oſt. — Freitag, 2. März,
abends 8 Uhr: Mütte rabend Oſt.
Saal der Kleinkinderſchule (Mauerſtr. 5). Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr:
Poſaunenchor.
Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtr. 26). Montag, 26. Febr., nachm.
5 Uhr: Helferſitzung des Nordbezirks. — Mittwoch, 28. Febr., nachm. 2 Uhr: Strickſchule;
2,30 Uhr: Nähnachmittag. Abends 6 Uhr: Helferſitzung des Südbezirks.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie), Montag, 26. Febr., abends
8,30 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 1. März, abends 8 Uhr: Mütterabend.
Petrusgemeinde: Gemcindehaus (Eichwieſenſtr. 8). Dienstag, 27. Febr., abends
8,15 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 1. März, abends 6—8 Uhr: Poſaunenchor. —
Abends 8 Uhr: Mütterabend. — Freitag, 2. März, abends 8 Uhr: Mädchenchor. Abends
8,15 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 3. März, abends 7,30 Uhr: Singekreis
Paulusgemeinde: Gemeindeſaal unter der Kirche. Montag, 26. Febr., abends
8 Uhr: Jugendbund. — Dienstag, 27. Febr., abends 8 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag
1. März, abends 8 1hr: Mütterabend mit Vortrag von Frau Keim über„=Tütterſchulungs
kurſe‟ — Samstag, 3. März, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung.
Eliſabethenſtift (Erbacher Str. 25), Ev. Sonntagsverein: Sonntag, 25. Febr.,
nachm. 4 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. Nachm. 3,34 Uhr: Gemeinſchaftsabendmahlsfeier. Pfarrer Köhler
Montag, nachm. 4 Uhr: Frauenarbeitsſtunde. — Männerabend fällt aus. — Dienstag:
Frauenbibelſtunde und Blaukreuzſtunde fallen aus. Abends 8,15 Uhr:
Vertreterver=
ſammlung mit Paſtor D. Michaelis. — Mittwoch: Philadelphiakonferenz laut beſonderem
Programm. Konferenzredner: Paſtor D. Michaelis, 1. Borſitzender des Gnadauer
Ver=
bandes. — Donnerstag: Die Bibelſtunde fällt aus. — Freitag, abends 8 Uhr:
Bibel=
ſtunde in der Beſſunger Mädchenſchule, Herr Menne. — Samstag, abends 8 Uhr:
Poſaunenchor.
Voranzeige: Mittwoch, 7. März: Miſſionsverkauf der Stadtmiſſion.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr: Jugendbundſtunde
für junge Männer. Nachm. 4,45 Uhr: Jugendbundſtunde für junge Mädchen. 5,45 Uhr:
Gebetsſtunde für junge Mädchen. Abends 8,30 Uhr: Gemütliches Beiſammenſein für
junge Mädchen. — Dieustag, abends 8,30 Uhr: Freundeskreis fällt aus. — Mittwoch:
Beteiligung an der Philadelphiakonferenz. — Samstag, nachm. 3 Uhr: Kinderbund und
E. C.=Jungſchar für Knaben.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24.
Jeden Donnerstag, abends 8,15 bis 10 Uhr: Zuſammenkunft. — Jeden zweiten und
vierten Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden.
3. Gemeindeämter.
Ev. Bohlfahrtedienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Borderhaus, 1 Treppe.
Sprech=
ſtunden vorm. von 10 bis 12 Uhr und nachm. (außer Samstags) von 5 bis 6 Uhr,
Fern=
ſprecher 4584.
Eu. Hammelbach, 21. Febr. Im Saale von E. Bauer fand
eine Verſammlung der NSDAP., Stützpunkt Hammelbach, ſtatt,
Nach einleitenden Muſikſtücken ſprach Pg. Scherer aus Worms zu
den aufmerkſamen Zuhörern. Er verſtand es in meiſterhafter
Form, die verſchiedenen Probleme der aktuellen Innen= und
Außenpolitik zu klären. Mit dem heiligen Gelöbnis, Führer und
Vaterland die Treue zu halten, und dem Horſt=Weſſel=Lied ſchloß
Stützpunktleiter Bürgermeiſter Steinmann die Verſammlung.
Unter zahlreicher Beteiligung wurde geſtern Frau Eva Katharina
Rothermel zu Grabe getragen. Mit nahezu 97 Jahren war ſie die
älteſte Frau der Gemeinde.
Ds. Rimhorn, 23. Febr. Am Samstag, den 24. d. M., begeht nP.
der älteſte männliche Einwohner, Peter Knierim, dahier, in
jeit Witd
guter Geſundheit ſeinen 83. Geburtstag.
Lm. Heppenheim a. d. B., 23. Febr. Auf einer gut beſuchten. ſch. 600
Verſammlung der LOF. und LVL. des Kreiſes uuen emig
Heppenheim in Weinheim gab Kreisbauernführer und Fach= i, imm ge!
berater Pg. Reinheimer=Reiſen bekannt, daß am Samstag, dei .ed progno
3. März, im „Halben Mond” in Heppenheim eine große
Bauern=
kundgebung der Kreiſe Heppenheim und Bensheim ſtattfindet. 60ſc
m Zuhörer
Ferner teilte er mit, daß die ſeitherigen Kreisbauernſchaften M0B
Heppenheim. Bensheim und Erbach i. O. durch die Neuorganiſie= mauſte „S
rung der heſſiſchen Bauernſchaften zu Bezirksbauernſchaften wur= humatüel.
den, und daß dieſe drei Bezirksbauernſchaften nunmehr die Kreis= ſracht, und
bauernſchaft Starkenburg=Süd bilden, deren Leiter er ſei.
Eb. Schönberg, 21. Febr. Eingemeindung nach Bens=, Bas iſt
heim beantragt. Die hieſige Gemeinde hat bei dem Stadt= gahrlich
rat in Bensheim die Eingemeindung Schönbergs nach der Kreis=
„Von
ſtadt Bensheim beantragt. Der Stadtrat von Bensheim hat dem
Antrag bereits in nichtöffentlicher Sitzung grundſätzlich
zuge=
ſtimmt. Die hieſige Gemarkung umfaßt ungefähr 194 Hektar.
Bm. Hofheim (Ried), 22. Febr. Eierſammelſtelle. In ſſt ausge
iner Verſammlung der Landwirte und Hühnerhalter in der
„Krone” wurde in Anweſenheit des Ortsfachberaters, Pg. Kär= W0, Hl."
cher, die Eierſammelſtelle gegründet, die Pg. Kärcher inne hat, Die Min
ent hiſtori
Die Ablieferungszeit wurde auf Mittwochs von 6—8 Uhr abends m ſtedriß
feſtgeſetzt. Die Landwirtſchaftliche Bezugs= und Abſatzgenoſſenſchaft Sockſal wohl
iſt als korporatives Mitglied beigetreten.
Rüſſelsheim, 23. Febr. Die gefährliche Anſtecknade IMüber Che
Beim Spielen mit einer Mütze, an der ſich eine nicht geſicherte ime
Anſtecknadel befand, ſchlug ſich ein fünfjähriger Junge ins Auge
Die Verletzungen führten den Verluſt der Sehkraft herbei.
Aus Mainz und Rheinheſſen.
Mainz. 23. Febr. Tötung auf Wunſch. — Selbſt.ſe*
mordverſuch des Täters. Heute vormittag verſuchte einſii une
junger Mann am Fiſchtorplatz, ſeine Braut, ein Dienſtmädchen,/ Die neue
auf deren Verlangen durch einen Schuß zu töten. Er traf das0s Richtige
Mädchen am linken Oberkiefer; die Kugel blieb in der Wirbel=, „Waller
ſäule ſtecken. Darauf brachte ſich der junge Mann ſelbſt einenſeihals. Str
ſchuß in den Mund bei. Beide wurden lebensgefährlich
verlet=
nach dem Krankenhaus verbracht. Die Unterſuchung iſt eingeleiter,/ eicſſie.
UI. Wintersheim (Rhh.), 23. Febr. Ein gemeines Bu=ſchen Al
enſtück. Ein Landwirt hatte in ſeinem Hof eine Fuhre micl F0lgen.
Säcken voll Gerſte geladen ſtehen, die er am nächſten Tag zumM Abſetzun
Verkauf in die Stadt bringen wollte. Während der Nacht habenſſt vom Kal
unbekannte Täter ſämtliche Säcke von unten bis oben aufgeſchlitztmr nicht.
ſo daß die Frucht auslief. Aber damit nicht genug, auch auf deme Gallas. 2
Fruchtſpeicher waren ſämtliche Säcke zerſchnitten und das Getreideſſnng der
bedeckte den Boden.
Lpd. Wörrſtadt (Rhh.), 23. Febr. Drei Dutzend Eiero ens
für jeden Neugeborenen! Der Geflügel= und VogeWdr Seil
ſchutzverein will auch ſeinerſeits zur Behebung des GeburtenrückWidg hat ſo
ganges im deutſchen Volke beitragen. Er beſchloß in ſeiner letztenſhen ſvollen
Mitgliederverſammlung, den Mitgliedern bei Geburt eines Kin=Audſtein ein
des ein Geſchenk zu machen, und zwar in Form von Eiern, beiſeiten Mal=
einem Sohn drei Dutzend, bei einer Tochter zwei Dutzend!
— Gießen, 23. Febr. Großfeuer
einem Säge
verk. In der vergangenen Nacht brach in dem großen Sägewen
von Ludwig Kröck in Abendſtern bei Gießen Großfeuer aus, dac nole ſo.
infolge ſtarken Waſſermangels erhebliche Ausdehnung gewannp ohne
Der weiträumige Arbeitsplatz des Sägewerks, eine große Aufßhau
bereitungshalle, die Holzſtapel und das Keſſelhaus bildeten eiſſtoriler —
rieſiges Flammenmeer. Wegen des ſtarken Waſſermangels konnthm er war
die Motorſpritze überhaupt nicht in die Brandbekämpfung eingreiſtellung mit
fen, während die Spritzen der übrigen Wehren mit erhebliche/ſem weni=
Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Um den Flammen möglich
Einhalt zu tun, wurden eine brennende große AufbereitungshauP Adelnde
und brennende große Holzſtöße auseinandergeriſſen und beſeitig/
wodurch es möglich wurde, eine weitere Aufbereitungshalle, eine
Teil der Holzbearbeitungsmaſchinen, das Wohnhaus des Säge
iſche Ober
Dankung
eir rechtzei
verſchwe
t auch Ald
werksbeſitzers und eine Scheune zu retten. Das Keſſelhaus branntl
nit allen Einrichtungen völlig aus. Wodurch der Brand entſtanl
den iſt, weiß man bisher noch nicht. Der Schaden iſt groß, abe
zum größten Teil durch Verſicherung gedeckt.
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Liesſtr. 1
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 8—12 Uhr und nachm. von 3 bis 5,
Uhr, außer Dienstag= und Freitagnachmittag. Fernſpr. 2379.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Hinterhaus, Zimmel
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm. von 9 bis 12 Uhr.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Str. 21. Fernſpr. 29
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17: Martinsſtift, Müllerſtr.
Gemeindehaus, Liebfrauenſtr. 6; Gemeindehaus, Kahlertſtr. 26; Gemeindehaus, C
wieſenſtr. 8: neben der Pauluskirche, Ohlyſtr.
Evaugeliſch. Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51): Rechtsauskunftsſtel
Sprechſtunde: vorm. 10—1 Uhr.
Privatpflegeſtation des Heſſiſchen Digkonievereins, Freiligrathſtr. 8, Fernſpr.
Auswärtige Gemeinden.
Evgl. Kirche Dieburg. Sonntag, 25. Febr. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. (Bu
trauertag.) Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. — Dienstag abend: Evgl. Frauenver
bei Maher.
Edgl. Kirche Ober=Ramſtadt. Sonntag, 25. Febr, (Heldengedenktag). Borm. 10
Gottesdienſt. (Kollekte). Abends 5 Uhr: Paſſionsandacht. — Montag: Poſaunenck
Dienstag, 6—7 Uhr: Bücherausgabe. 8,30 Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch, 5 1
Mädchenjungſchar. 8,30 Uhr: Bibelſtunde. — Donnerstag; Frauenverein. — Helferin
im Pfarrhaus. — Freitag: Mädchenverein.
Evgl. Kirche Nieder=Ramſtadt, Sonntag, 25. Febr., vorm. 10 Uhr: Hauptgol
dienſt. Mitwirkung des Kirchenchors. Abends 8 Uhr: Gottesdienſt in Waſchenbach
anſchließender Abendmahlsfeier. — Mittwoch: Kirchenchor. — Freitag= Jungmädg
verein
Evgl. Gemeinde Traiſa. Sonntag, 25. Febr. (Volkstrauertag), Vorm. 9.30
Gedächtnisgottesdienſt. Kollekte für die Kriegsgräber. Der Kindergottesdienſt der
fällt aus. Nachm. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kl. Abends 8 Uhr: Paſſionsande
Evgl. Kirche Griesheim. Sonntag, 25. Febr. (Volkstrauertag), Vorm. 10 N
Predigtgottesdienſt, Dr. Grünewalb. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Abet
8 Uhr: Paſſionsandacht, Pfarrer Mangold.
Friedenskirche. Vormittags 10 Uhr: Predigtgottesdienſt unter Mitwirkung
Poſaunenchors, Pfarraſſiſtent North. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt
Schloßkapelle Kranichſtein. Bormitt. 10 Uhr: Gottesdicnſt zum Gedächtnis
Gefallenen. Pfarraſſiſtent Göbel.
Evgl. Gemeinde Roßdorf. Sonntag, 25. Februar, vorm. 10 Uhr: Hauptgol
dienſt. Kollekte für die Kriegsgräberfürſorge. Vorm. 11 Uhr: Chriſtenlehre. Nach
2 Uhr: Evang, Arbeiterverein. Abends 8 Uhr: Paſſionsgottesdienſt. — Mond
Frauenverein. — Dienstag: Kirchengeſangverein. Poſaunenchor. — Mittwoch), 30
Jungſchar Mädchen. Abds. 8.30 Uhr: Jugendbund Wartburg. — Freitag: Mädchen!
Sonſtige Gemeinſchaften.
Vereinigung evangeliſcher Freikirchen Deutſchlands.
Evgl. Gemeinſchaft, Schulſtr. 9. Sonntag, 25. Febr., vorm. 10 Uhr: Predigtg‟
dienſt. Prediger Veihelmann. Vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 4 Uhr: Lob=
Dankerſammlung. — Montag, abends 8,15 Uhr: Generalverſammlung (Jugendbu=
Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Singſtunde. — Donnerstag, abends 8,15 Uhr: Bibelſtu
Evgl. Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten(, Mauerſtr. 17. Sonnt
25. Febr., vorm. 9,30 Uhr: Predigtgottesdienſt: Pred. Würfel, Mannheim. Vorm. 1
Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8,15 Uhr: Evangeliſation: Pred. Würfel, Mannhe
Mittwoch, abends 8,15 Uhr: Bibelbeſprechung. — Freitag, abends 8,30 Uhr: Gebeis”
Methodiſten=Gemeinde, Wendelſtadtſtr. 38. Sonntag, 25. Febr., vorm. 11
Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Predigtgottesdienſt. (Thema: Zu Volkstraun”
Pred. K. Hirtz.) — Montag, abends 5—7 Uhr: Ausſtellung der angefertigten Miſſt
arbeiten. — Abends 8 Uhr: Miſſionsabend. Lichtbildervortrag: Aus der Miſſionsc
in Sumatra. — Mittwoch, abends 8 Uhr: Bibelſtunde (Koloſſerbrief). Jedermon”
herzlich eingeladen.
Die Chriſtengemeinſchaft, Heidelberger Str. 14 (nächſt Heinrichſtr.). Sonn
25. Febr. vorm. 10 Uhr: Menſchenweihehandlung mit Predigt. Vorm. 11,30
Kinderſonntagshandlung. — Mittwoch, 28. Febr., vorm. 7,45 Uhr: Menſchen.0
handlung. — Donnerstag, 1. März, vorm. 10,30 Uhr: Menſchenweihehandlung
Samstag, 3. März, 20,30 Uhr: Vibelabend (Altes Teſtament), Pfr. Thielemanu=
Chriſtliche Gemeinſchaft Daxmſtadt „Mollerſtr. 40. Sonntag, 25. Febr.,
9 Uhr: Andacht. Abends 8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. — Dienstag, abenb!
Uhr: Bibelſtunde.
Chriſtlich=wiſſenſchaftliche Bereiniguug (Chriſtian Science Society) in Darmf
Aula der Adolf=Hitler=Bauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdienſte jeden Sonntag.
10 Uhr und jeden Mittwoch, abends 8.15 Uhr. Thema am 25. Februar: Ge
Goldener Text: 1 Petrus 3.:8.
Advent=Gemeinde, Zandſtraße 10. Samstag, 9.30 — 11.30 Uhr: Gemeiziſt
Gottesdienſt. — Sonntag, 20 Uhr: Religionsgeſchichtliche Betrachtung. — (Wia
nachmitag Tabeaſtunde.) — Mittwoch, 15 Uhr: Religionsunterricht für Kindſl
(Donnerstag nachmittag Tabeaſtunde.) — Freitag, 20 Uhr: Erbauungsſtunds.
samstag, 24. Februar 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 54 — Seite 9
*Dank vom Hauſe Habsburg.
Zum 300. Erinnerungskage an die Ermordung Wallenſteins am 25. Februar 1634.
Dreihundert Jahre ſind am 25. Februar 1934 vergangen,
jdem der Kaiſerliche Generaliſſimus Albrecht Wenzel Euſebius
z. Wallenſtein, Herzog von Friedland, zu Schloß Eger
er=
urdet wurde; Wallenſtein hat nur ein Alter von 51 Jahren
gſcht. So glänzend war ſein Aufſtieg, daß Grimmelshauſen in
ſeiem ewig währenden Kalender im Jahre 1670 erzählt: „Iſt
za einem gemeinen Edelmann zu ſolcher Dignität geſtiegen, ihm
mrd prognoſtociert worden, daß er glückſamb mit Saitenſpiel
zu König ſollte gemacht werden.”
Oft genug, noch in neuerer und neueſter Zeit iſt die
ſo=
mannte „Schuldfrage” aufgeworfen worden. Der größte deutſche
ſyumatiker hat ſie zum Problem ſeines großartigſten Werkes
pacht, und jede Aufführung der Trilogie fordert die Zuſchauer
ſu Zuhörer dazu heraus, ſich mit ihr zu beſchäftigen.
Was iſt Wahrheit?
Uhr
Wahrlich Schillers Wort trifft noch heute zu:
„Von Parteien Gunſt und Haß verwirrt,
Schwankt ſein Charakterbild in der Geſchichte.”
Wallenſteins Perſönlichkeit ſteht fremd in unſerer Geſchichte.
5 iſt ausgeſchloſſen, daß Wallenſtein — über den Parteien
end, ein neues deutſches Staatsweſen hätte begründen
kön=
m. Die Art, wie man ſich ſeiner glaubte entledigen zu ſollen,
ſime niedrig genug, aber eine tiefere Teilnahme kann ſein
Sickſal wohl bei dem Dichter, nicht bei dem Hiſtoriker erwecken.
Bm hiſtoriſchen Standpunkte aus ſteht die Grundauffaſſung
ſich über Charakter und Stellung des Herzogs gegenüber dem
ſicener Hofe während ſeines zweiten Generalats.
Man hat in Wien ſehr gut gewußt, mit wem man
under=
hodelte, denn man war über die vorausgegangenen
Verhand=
iugen des Herzogs mit den evangeliſchen Ständen genau
unter=
ſeigtet. Nach der Lützener Schlacht wurde der Mann, der ſo
Selbſ=ſeße Vollmachten des Kaiſers beſaß, unbequem, ja man kann
verſuchte erſgen unerträglich. Dies war ſeine tragiſche Schuld.
ädche ) Die neueſte Geſchichtsſchreibung (Czech=Jochberg) trifft wohl
Er traf dshß Richtige mit der kurzen Charakteriſtik:
der Withe=/ „Wallenſtein, ſelbſtzerriſſen. Politiſches Genie und klebriger
ſeibſe einlcizhals Streber und Seher, Idealiſt und Raffer, Hannibal
hrlich verl
ſiſt eingelefter ud Craſſus verbiſſener Tſcheche und Träumer von einer hohen
mtſchen Staatsidee ...
Folgen wir nun dem Gang der Ereigniſſe. Wir wiſſen, daß
zund” Abſetzungsdekret gegen Wallenſtein in Wien am 24. Januar
ten
Nacht habenl64 vom Kaiſer unterzeichnet worden iſt; ſeinen Text kennen
aufgeſchlittmr nicht.
auch auf dene Gallas, Aldringen und Piccolomini wurden mit der
Durch=
ſrung der Abſetzung beauftragt. Gallus, der als Nachfolger
Ellenſteins vorgeſehen war, verfuchte den alten Kriegsgefährten
te
und Vogelm der Seite des Kaiſers zu erhalten. Es war zu ſpät. Der
Gehurtenruahr zog hat ſich vielleicht wirklich vom öffentlichen Leben
zurück=
ſeiner letzterſſhen wwollen, im Januar hat er durch ſeinen Vetter Max
rt eines Kinlildſtein einen derartigen Antrag in Wien ſtellen laſſen. Zum
on Eiern, beſeiten Male ſandte er bei ſeiner Abreiſe von Pilſen zwei
ſtſche Oberſten zum Kaiſer, um ihm ſeine Unterwerfung und
Adankung anbieten zu laſſen. Dieſe beiden kamen aber nicht
hhr rechtzeitig nach Wien, denn ſie wurden von den Truppen
verſchworenen welſchen Generale zurückgehalten. Vergebens
nem Sägeſ auch Aldringen noch einmal allein dorthin. Der ſpaniſche
bßen SageweFfandte ſoll ihm den kaiſerlichen Befehl gezeigt haben, es gelte,
heuer
ſ ohne Zögern der Perſon Wallenſteins, lebend oder tot zu
ſächtigen: „Ein Wallenſtein — ſagt einer unſerer großen
toriker — ließ ſich nicht in das Verhältnis „a. D.” ſetzen,
niin er war eine Großmacht. Sein ungeheurer Beſitz, der dieſe
ſellung mit begründete, ſollte dem Kaiſer zufallen; ſo hat man
ſem wenigſtens vorgeſpiegelt; in Wahrheit freilich hatten
handelnden Perſonen den größten Teil der Beute für ſich
Eſt beſtimmt. Wallenſtein wartete indeſſen auf Nachrichten von
„h Schweden und Sachſen. Oxenſtierna hatte im Anfang,
nach=
man ihm das geſpannte Verhältnis zwiſchen dem Kaiſer
nho ſeinem Feldherrn vorgeſtellt, von einer neuen Verbindung
Brand entſtalht Wallenſtein nicht viel wiſſen wollen. Er änderte jedoch ſeine
iſt groß abAl ſicht, weil ſich Richelieus Agent Feuguiéres lebhaft dafür
ſereſſierte. Wallenſtein hatte durch den Oberſten Schlieff ſein
litiſches Programm für den Kurfürſten von Sachſen
nieder=
ſreiben laſſen: er wolle das Dominat der Spanier brechen,
ankreich von einem etwaigen Rheinübergang abhalten. Die
Kalz müſſe reſtituiert werden, Tirol und was dem anhängig,
ile allezeit beim Kaiſertum verbleiben. Kurbrandenburg und
ruhard von Weimar würden durch elſäſſiſche oder bayeriſche
bbiete wohl befriedigt werden können.
Für Kur=Sachſen war er bereit, nächſt Ober= und
Nieder=
ſuſitz auch die Stifte Magdeburg und Halberſtadt in Ausſicht
nehmen. Dieſes Programm hat auch dem Herzog Bernhard
brgelegen, der es ſeinerſeits für annehmbar hielt, aber die
Not=
bendigkeit, ſich ſofort darüber zu einigen, dem
Kur=
frſten nicht ernſtlich und nicht dringlich genug vorſtellte.
In Wien brauchte man ſich weiter nicht zu entſchließen; die
zierende Partei, d. h. die des Königs Ferdinand von Ungarn,
„hlur zur Tat entſchloſſen und ließ ſie ſofort ausführen; weil ſie
Krch Zögern die Gunſt des Augenblicks verloren hätte.
Wallenſtein war am 22. Februar 1634 mit den ihm
geblie=
unen zehn Kompagnien, mit Trzka, Illo, Kinſky und ihren
Mrauen von Pilſen nach Eger aufgebrochen; es war der Weg
8 Todes, den er zog.
Unterwegs noch traf er auf Grund ſeines Generalats
Anord=
ugen zur Konzentration der Regimenter, die er treu glaubte,
ind ſuchte alle Truppen an ſich zu ziehen, die er traf. So den
berſt Butler, einen Irländer aus vornehmem Hauſe, mit ſeinen
ragonern. Butler ſchöpfte aus Wallenſteins Reden ſchweren
erdacht und ſchickte durch ſeinen Feldkaplan, Pater Taafe,
Bot=
yaft an Gallas und Piccolomini, daß er gezwungen nach Eger
ehe, um eine heroiſche Tat zu vollbringen.
Am Nachmittag des 24. Februar kam Wallenſtein, der nur in
ner Sänfte reiſen konnte, krank in Eger an. Befehlshaber der
eſtung war Oberſt Gordon, unter ihm ſtand Oberſtwachtmeiſter
deslie, beides proteſtantiſche Schotten.
Hören wir nun, was uns Merians „Theatrum Europaeum”
einer zeitgenöſſiſchen Darſtellung erzählt: „ſie (Gordon, Butler
O Leslie) haben die Generale zu einer Abendmahlzeit geladen,
2 dieſe willig erſchienen ſind. Als aber die Mahlzeit faſt
orüber und die beſtimmte Zeit zwiſchen 9 und 10 Uhr
heran=
elommen war, iſt die Burg raſch von Butlerſchen Dragonern,
H
die Irländer geweſen, beſetzt worden. Dieſe ſind in das
Ge=
mach, wo das Bankett abgehalten wurde, mit entblößtem Degen
eingedrungen: „Wer iſt gut kaiſerlich?” Worauf Oberſt Butler
Oberſtleutnant Gordon und Oberſtwachtmeiſter Leslie ſchnell
antworteten: „Vivat Ferdinandus” und zur Wehre griffen und
auf eine Seite getreten ſind. Die Irländer haben den
Tiſch über den Haufen geworfen und ſind auf den Feldmarſchall
Illo und die beiden Grafen eingedrungen, haben ſie geſtochen
und geſchlagen, alſo daß Illo, ob er ſich wohl etwas gewehrt,
Kinſky gleich anfangs totgeblieben: Graf Trzka aber, wie man
ſagt, ins Vorhaus geflohen, dort aber auch von den Dragonern
mit der Muskete totgeſchlagen worden. Dies alles iſt, während
die Diener zum Eſſen geführt und dort eingeſchloſſen worden
waren, nach ihrem (der Anſtifter) Befehl verrichtet worden.
Butler und Gordon haben mit zwei Fackeln geleuchtet. Hierauf
hat Gordon die Wache auf der Burg, Leslie auf dem Markte
übernommen. Butler iſt mit dem iriſchen Kapitän Deveroux und
zwölf Musketieren, denen aber auf dem Fuß noch mehrere
folg=
ten aus der Burg zu des Herzogs von Friedland Quartier
geeilt. Da nun der Mundſchenk, ſo dem Herzog einen Trunk
Bier gebracht, am erſten an einem Arm verwundet worden war,
worauf er angefangen zu rufen: „Rebellen, Rebellen” haben ſie
das fürſtliche Loſement mit drei Stößen eröffnet und alſo
hinein=
geſtürmt. Und hat beſagter Kapitän Deveroux, den Herzog, ſo
im Hemd am Tiſch lehnend geſtanden, aber als der Kapitän
auf ihn zueilte, ans Fenſter wollte, mit einer Partiſane
durch=
ſtochen, daß er ohne ein einzig Wort zu ſprechen, zur Erde
gefallen und den Geiſt aufgegeben.”
Am nächſten Tage wurde das Ereignis in Eger
bekannt=
gemacht, die Offiziere der Regimenter wurde neuerlich für den
Kaiſer in Pflicht genommen. Die Leichname warf man
unbe=
kleidet in roh gezimmerte Holzkäſten, bis ſie Angehörige des
Herzogs nach Mies ſchafften. Illo, Trzka und Kinſky wurden im
Franziskanerkloſter zu Mies beigeſetzt, der Rittmeiſter Niemann,
Wallenſteins Sekretär, wurde unter dem Galgen verſcharrt. Der
Herzog ſelbſt fand zunächſt in der Karthauſe Walditz, ſpäter in
der Kirche zu München=Graetz ſeine Ruheſtätte. Der Wiener
Hof ſah ſich veranlaßt, „Auf Kaiſerlicher Majeſtät Befehl” eine
Rechtfertigungsſchrift zu veröffentlichen. Zahlreiche Flugſchriften
im Wallenſtein=freundlichen Sinne erſchienen, eine aus
Frank=
furt am Main, welche die bezeichnenden Worte enthält: „Die
Mörder ſollen in Eger vom Herzog Bernharden von Weimar
bloquieret ſein, helfe Gott, daß es wahr, und die Mörder
wiederumb ihren verdienten Lohn bekommen möchten, wiewohl
ſie dem gerechten Gott, ob er wohl eine Zeitlang zuſieht, nicht
entlaufen werden. Gott behüte andere redliche Offiziere und
Soldaten vor ſolchen Spaniſchen, jeſuitiſchen hinterliſtigen
An=
ſchlägen.”
Auch über dieſes Kapitel der öſterreichiſchen Geſchichte kann
man die Worte ſetzen: „Dank vom Hauſe Habsburg”. Es war
eine Grauſamkeit, und Undankbarkeit ſondergleichen, daß man
den Mann, der das Haus Habsburg zweimal vom Untergange
errettet hat, der Wut der betrunkenen Iren und Schotten über=
Dr. Ludwig Roth.
antwortete.
Schmalſpurbahn macht Seikenſprünge!
(l) Sofia. Auf der Schmalſpurſtrecke Dunnitza=Petritſch, die
im Weltkriege von deutſchen Pionieren erbaut wurde und jetzt im
Frieden den armen mazedoniſchen Grenzgebieten wertvolle Dienſte
leiſtet, läuft eine alte, brave Lokomotive. Beſſer geſagt, ein
Loko=
motivchen. Im Volksmunde auch „Teekocher” genannt. Schön an
Formen iſt ſie beileibe nicht. Aber treu und pflichtbewußt erfüllt
ſie ſeit 20 Jahren ihre Aufgabe: Jahrein, jahraus fährt ſie ihre
Strecke Dupnitza-Petritſch, Petritſch-Dupnitza. Manchmal geht
es bißchen ſchwer, denn das Gebiet iſt gehirgig und der Weg oft
ſteil. Doch noch immer brachte ſie ihr Zügelchen mit den Bauern,
Schafen und Hühnern über Berg und Tal ans Ziel.
Doch dieſer Tage erlaubte ſich der ſonſt ſo friedliche Veteran
einen ſelten ſtörriſchen Seitenſprung, der unabſehbares Unglück
hätte heraufbeſchwören können. Mitten während der Fahrt
kop=
pelte ſich der „Teekocher” zuſammen mit dem Gepäckwagen von
dem übrigen Zugteil los und ſprang geradewegs über die
Bö=
ſchung in eine 20 Meter tiefe Schlucht hinab, an der er eben
vor=
beirollte. Während der Gepäckwagen an einem Baum hängen
blieb, ſauſte die Lokomotive ungehemmt weiter, überſchlug ſich noch
zweimal unterwegs und blieb ſchließlich in der Tiefe des
Ab=
grunds, ſo wie es ſich für einen braven Veteranen gehört, ſchön
auf ihren vier Rädern ſtehen. Oben auf dem Geleiſe aber hatten
die beiden mit Fahrgäſten vollgeſtopften Perſonenwagen und
einige Güterwagen nach etwa 40 Meter Weiterfahrt hübſch Halt
gemacht. Die Bäuerlein, Schafe und Hühner waren zwar etwas
bleich geworden, aber ſonſt ganz unverſehrt geblieben. Das
Aben=
teuer war auch für den Lokomotivführer und den Heizer, die ſich
mit ihrem lieben Maſchinchen plötzlich unten in der Schlucht ſahen,
halbwegs gut ausgegangen. Sie hatten rechtzeitig und geſchickt
die Köpfe eingezogen und waren mit einigen Schrammen, ſonſt
aber mit dem Schrecken, davongekommen.
Ganz Bulgarien amüſiert ſich über dieſe Kataſtrophe der
Kleinbahn, die leicht ein böſes Ende hätte nehmen können. Statt
Trauer und Weinen — Freude und Lachen!
Downing=Skreet — beſſer beleuchkel.
(—) London. Wenn jemand ſagt, in der letzten Zeit
habe es recht dunkel in der Downingſtreet ausgeſehen, dann
konnte er das ſymboliſch oder auch ſehr real meinen. Denn in
der Downig=Street wohnt bekanntlich der Premierminiſter,
Aber in der Downing=Street war bisher auch die Beleuchtung
unter aller Kritik.
Dieſe dunkle Zeit, real geſehen, iſt nun bald vorbei. Denn
man beginnt ſoeben, die Downing=Street von Grund auf zu
er=
neuern. Sie habens nötig, die (wirklichen) Leuchten der
Dow=
ning=Street. Der Suchende hatte alle Mühe, auch nur eine
Hauspforte bei dieſem Licht zu endecken, das zu nächtlicher
Stunde die wenigen Rieſenlampen ſpendeten.
Wahrhaft Rieſenlampen, aber aus dem Jahre 1880. Eine
Senſation damals, ſtrahlende Helligkeit für die Anſprüche vor
50 Jahren. Heute klägliche Trauerfunzeln, die in kraſſem
Gegen=
ſatz zur Lichtfülle am Piccadilly ſtehen.
Die Downing=Street bekommt alſo jetzt neue Lampen. An
die Stelle der 180=Kerzen=Lampen ſetzt man ſolche von 300
Ker=
zen. Woraus man den Schluß ziehen kann, daß in der Downing=
Street nach Fertigſtellung dieſer umſtändlichen Arbeiten ein
neues Licht ſtrahlen werde oder eine erbauliche Erleuchtung Platz
greifen könne . . .
Gewinnauszug
5. Klaſſe 42. Preußiſch=Süddeutſche Staats=Lotterie.
Ohne Gewähr
Nachdruck verboten
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
gefallen, und zwar fe einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen I und II
13. Ziehungstag.
22. Februar 1934
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M.
gezogen
4 Gewinne zu 5000 . 179930 298983
10 Gewinne zu 3000 M. 63692 189780 213268 260456 886013
4 Gewinne zu 2000 M. 51032 378137
12 Gewinne zu 1000 M. 31063 65763 69684 96492 128534 154808
70 Gewinne zu 500 M. 27273 40399 66046 65017 66915 87544
94627 101227 135020 137713 147066 182841 212887 215544 222316
228227 256083 261062 262823 263589 2864 19 291366 299036 316727
330473 335446 340882 544019 362442 368814 380237 383474 386232
398108 396413
386 Gewinne zu 300 M. 3260 4150 4969 7676 11266 12163 13343
15372 17594 18312 20268 22928 33166 34307 37781 42340 42813
43340 43630 46801 49961 60268 50884 64555 65380 68275 68893
72032 75676 75879 79133 80579 80976 81056 81419 88846 96410
101593 105380 106490 108024 114438 115035 115687 118872 119634
123549 126216 199133 130448 133056 134062 138269 138781 139782
144461 144988 147653 150345 150551 152360 153233 163706 158662
157025 158192 159886 159880 162257 167486 169479 173616 175847
176011 178434 180648 181182 182050 182172 188622 192260 194048
194649 201145 02437 203457 205475 205488 205587 210861 212044
214333 218956 219981 222871 224148 226056 227981 228934 229926
231982 233150 233373 234664 234688 235399 236811 235993 238231
239982 240416 240458 245713 248225 749694 251803 255240 256807
261240 267286 273686 275716 278284 278865 279443 281641 282281
282423 282706 283631 987385 795702 297608 297642 298227 300837
303081 305163 305926 306958 306669 308681 309458 312267 313017
318636 316507 317082 318513 319210 320354 3206 18 320624 323274
323400 324060 324421 325995 327780 330346 333429 337637 338417
341968 343424 343987 346394 349353 350431 353962 354917 356031
359153 359920 360174 360377 363992 3653223 367637 368605 371369
372843 374168 374638 375072 379264 385340 386330 388489 393689
393898 396209 396986
13. Ziehungstag
22. Februar 1934
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M.
gezogen
2 Bebinne zu 20000 m. 78281
6 Gewinne zu 10000 M. 166629 276168 348487
4 Oewinne zu 5000 M. 95490 933922
10 Gewinne zu 3000 M. 22601 130793 222412 368326 37717
18 Gewinne zu 2000 M. 52527 55611 83694 124865 270167 812729
344085 350006 354131
16 Gewinne zu 1000 M. 129487 149439 237643 247216 262533
263128 312416 342028
68 Gewinne zu 600 M. 14386 15161 16459 28001 66111 80816
105769 106032 122858 125424 143760 162089 177013 201912 229812
230895 242613 264689 273468 277072 299668 302667 812580 317040
346301 366468 366273 377426 887478
322 Gewinne zu 300 M. 2211 7985 8633 9126 11802 14367 14524
17108 19016 19208 23821 26731 96733 26925 27114 29638 3i678
3i934 34821 36247 36793 37441 39768 44843 45239 46741 46897
48270 50885 50980 58602 68005 69409 74131 74796 81063 83825
85596 87337 95600 95956 97676 99923 101838 1osiss 106612
109678 109714 109989 110260 1141i4 1i6t17 115280 116044 117252
122526 122619 124997 126096 127198 131188 137312 144995 148329
148518 152063 153214 153270 155762 169711 160250 164410 166786
167046 167289 169414 175878 177345 179720 181342 182646 183264
183817 185699 188751 188987 191894 195344 204267 208544 21 1283
211683 213012 213136 213621 224109 224781 226802 227670 234262
234668 234969 238556 239686 240778 242249 256868 269147 260882
264286 265233 267587 269987 270535 272099 274231 277936 279991
280297 286779 291610 301623 303476 303936 308150 309054 309684
314407 316038 316867 321323 321679 328332 331373 337470 337937
338160 3388M 339232 340184 342164 343934 348891 366945 35723:
360021 363498 364743 365699 372890 376492 378568 378130 382742
383146 383318 383970 384600 386356 392994 398878
20 Tagesprämfen.
Auf ſede gezogene Nummer ſind zwei Prämien zu ſe 1000 RM
gefallen, und zwar je eine auf die Loſe gleicher Nummer in den
beiden Abteilungen I und II:
35148 46949 48420
276783 284200
68823 71565 94818 111014 124662
Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je
300000, 2 zu je 750P, 6 zu je 3-000, 6 zu je 20000, 16 zu je
10000, 112 zu je 5000, 202 zu je 3000, 308 zu je 2000, 530 zu
je 1000, 1658 zu je 500, 10778 zu je 300 und 340
Tages=
prämien zu je 1000 Mark.
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bleit zu kaufel
geſucht. Ang.
J. 201 a. d. Geſch
Originalbild von der Beiſehung des
Die Skagerrak=Feier auf der erſten Nordſeefahrk der Hamburger Studenken.
Die Teilnehmer beim gemeinſamen Geſang des Horſt=Weſſel=Liedes,
das den Abſchluß der Gedenkſtunde bildete.
Die Hamburger Univerſität veranſtaltete eine Nordſeefahrt bis nach Norwegen hinauf, auf der die
Teilnehmer, rund 1400 Studenten und Studentinnen, Mitglieder der SA, SS. der HJ und NSBO,
über Nordſee=Probleme geſchult wurden. Am Skagerrak wurde eine eindrucksvolle Weiheſtunde
ab=
gehalten, bei der der Rektor der Univerſität einen Kranz ins Meer verſenkte.
Rieſenfeuer
in den Wäldern am Lago Maggiore.
Mailand. Ein äußerſt heftiger Waldbrar)
bütet ſeit Donnerstag morgen in den Bergen ay Zu der
ſidenden
mittleren Lago Maggiore nordweſtlich von Pc’y wohei
lanza. Bei ſtarkem Wind breitet ſich das Feschur Beſe
trotz aller Abwehrmaßnahmen weiter aus. Großeucſeßen
leſten we
Waldgebiete und mehrere Hütten ſind bereits veswreich zu
nichtet. Der Feuerſchein iſt von allen Punkten de
Lago Maggiore aus zu ſehen. Aus der ganzelſe Man
Umgebung ſind zahlreiche Feuerwehren, die durß) Stelle.
ſtarke Abteilungen Miliz und Alpini=Soldaten
unterſtützt werden, zur Hilfeleiſtung herang/
M das V
ogen worden.
ſragen.
ſit endet
Zuſammenſtoß zwiſchen Eiſenbahn
m Spiel
und Laſtkraftwagenzug.
u wieder
Köln. Am Freitag gegen 0,30 Uhr ereignelgſitt und
ſich, wie die Preſſeſtelle bei der Reichsbahndir nh einzige
tion Wuppertal meldet, an dem Wegübergang; Fußt, um
184 der Strecke Unna—Holzwickede und der Kölſſen, und
—Mindener Strecke ein ſchwerer Zuſammenſtoh
Ein aus Richtung Unna kommender Laſtkraf
wagen mit Anhänger aus Hännover wurde 5c
dem Perſonenzug 296 Hamm-Duisburg angeſ
fahren. Dabei wurden drei Perſonen ſchwer un
vier Perſonen leicht verletzt. Die Lokomoti)
wurde leicht, dagegen der Kraftwagen mit An
hänger ſowie die aus Umzugsgut beſtehende Ladun
erheblich beſchädigt. Die Verletzten wurden in de
Krankenhäuſer nach Unna gebracht.
Großer Schmuggel von Seidenſtrümpfen
und Thermosflaſchen nach Frankreich.
Paris. Wie Havas aus Straßburg bericht
iſt die Staatsanwaltſchaft gegenwärtig mit de
Unterſuchung eines großen Schmuggels von Se
denſtrümpfen und Thermosflaſchen nach Fraukſ00 Ssk.
reich beſchäftigt. Es ſollen große Mengen dieſeh
Waren in das innere Frankreich geſchmuggell
worden ſein, die einen Wert von mehreren Mi
lionen haben ſollen.
Der erſte Straßenkehrer von Nürnber!
Wcte3
Ein Nürnberger Straßenkehrer
aus dem Jahre 1434,
eine intereſſante Abbildung aus dem bekannrm
Nürnberger „Zwölfbrüderbuch‟. Der Hüter D7
öffentlichen Reinlichkeit trägt hohe „Trippel
ſchuhe”, die ihn davor bewahren ſollen, zu tiet
den Straßenſchmutz einzuſinken.
Reich und Ausland.
Der rheiniſche Urlauberzug
im Schwarzwald eingekroffen.
Neuſtadt (Schwarzwald). Nach herrlicher
Fahrt lief der erſte Urlauberzug um 11 Uhr
vor=
mittags in Neuſtadt ein, wo ſich der Empfang der
Rheinländer zu einem wahren Triumphzug
ge=
ſtaltete. Nach Muſik und Geſang wurden die Gäſte
von Vertretern der Deutſchen Arbeitsfront
be=
grüßt; dan gings zum Rathaus, wo Bürgermeiſter
Müßle, die rheiniſchen Arbeitskameraden
auf=
richtig willkommen hieß. Der Transportleiter
dankte für den herzlichen Empfang und gab der
Hoffnung auf ein gutes Einvernehmen mit den
Gaſtgebern, Ausdruck.
In Freiburg i. B: waren die Fahrtteilnehmer
während des Aufenthaltes vom Kreisleiter der
DAF. Pg. Sieder ebenfalls willkommen geheißen
worden. Sodann wurden die Gäſte mit
Markgräf=
ler Wein, Würſten und Brot bewirtet; daneben
fehlten auch nicht die weltbekannten Freiburger
Brezeln.
Während des Aufenthalts in Neuſtadt werden
Wanderungen in den Hochſchwarzwald
durchge=
führt. Ein Heimatabend wird die rheiniſchen
Gäſte mit den Trachten, Sitten und Gebräuchen
der Schwarzwälder bekannt machen.
Willem Kes geſtorben.
München. In der Nacht zum Donnerstag
ver=
ſtarb in der Univerſitätsklinik zu München
Ge=
neralmuſikdirektor Willem Kes im Alter von
78 Jahren. Kes war der Gründer des
Konzert=
gebouw=Orcheſters in Amſterdam, der erſten Stätte
klaſſiſcher, insbeſondere deutſcher Muſik in
Hol=
land, an der ſpäter Mengelberg gewirkt hat. Im
Jahre 1894 erhielt Kes auf Veranlaſſung von
Pa=
derewſki einen Ruf an das Scottiſh Orcheſtra in
Glasgow und einige Jahre ſpäter an das
Kaiſer=
liche Konſervatorium in Moskau. 1905 kam Kes
nach Koblenz, wo er 20 Jahre als Leiter des
Mu=
ſikinſtitutes tätig war. Kes war ein Schüler
Jo=
achims und iſt auch, als Komponiſt hervorgetreten
insbeſondere mit der Chorballade „Der Taucher”
Wiederſehen mit Sonia.
London in Erwarkung der Hungermarſch=Demonſtranken.
Abordnung arbeitsloſer Frauen mit Proteſtſchildern in einem der Demonſtrationszüge,
die aus allen Teilen Englands ſich in Richtung auf London in Bewegung geſetzt haben und nun
unmittelbar vor den Toren der Millionenſtadt ſtehen. Die Zahl der auf dem Marſch befindlichen
Demonſtranten beträgt zwar nur einige Tauſend, jedoch hat die Arbeiterpartei die Maſſen Londons
ſelbſt aufgerufen, um die Demonſtranten mit gewaltigen Kundgebungen zu begrüßen. Man
befürch=
tet, daß es zu ſchweren Zuſammenſtößen kommen wird.
Grundloſe Panik in einem Ankobus.
Köln. Wie aus Frankenholz (Saargebiet)
gemeldet wird, entſtand in einem Kraftomnibus
der Kraftpoſtlinie Wahnwegen—Frankenholz ohne
jeden ernſtlichen Grund eine Panik. In dem
Wa=
gen befanden ſich 40 bis 50 Bergleute, die ſich zur
Schicht begeben wollten. Beim Löchener Forſthaus
rief einer der Mitfahrenden plötzlich „Feuer!”
Der Inſaſſen bemächtigte ſich im gleichen
Augen=
blick eine furchtbare Erregung. Ohne ſich
Gewiß=
heit zu verſchaffen, ob es tatſächlich brenne,
ſchlu=
gen die Bergleute die Fenſter ein. Dabei erlitten
mehrere von ihnen beſonders durch Glasſplitter
erhebliche Verletzungen. Man zählte zwei Schwer=
und 10 Leichtverletzte. Die Unterſuchung ergab.
daß abſolut keine Feuersgefahr vorhanden war.
Der Wagen war völlig in Ordnung. Man nimmt
an, daß einer der Inſaſſen den Ruf „Feuer!” im
Schlaf ausgeſtoßen hatte. Noch größeres Unheil
wurde nur dadurch verhindert, daß der
Wagen=
führer geiſtesgegenwärtig ſofort bremſte.
Sonja Henie,
die neue=alte Eiskunſtlauf=Weltmeiſterin, umringt
von den „Grosvenor Houſe=Canadians”. Sonja
und die kanadiſchen Eishockey=Spieler gaben jetzt
ein Gaſtſpiel in der Reichshauptſtadt, bei dem ſie
ihr hohes Können bewieſen.
Ein Hund beſucht käglich das Grab
ſeines verſtorbenen Herrn.
Trier. In dem Moſelort Mehring ſtarb im
Dezember 1933 ein Metzgermeiſter, der eine große
deutſche Dogge beſaß. Der Hund war ſeinem Herrn
ſehr zugetan und konnte den Tod des Mannes
kaum verſchmerzen. Seit dem Tage des
Begräb=
niſſes läuft die Dogge jeden Tag zum Friedhof
und legt ſich neben dem Grab nieder. Gegen
Mittag kehrt das Tier faſt pünktlich auf die
Mi=
nute wieder in das Haus zurück. Die
ſprichwört=
liche Hundetreue hat in dieſem Falle wieder
ein=
mal einen ſichtlichen Beweis mehr erfahren.
Schiffszuſammenſtoß in der Themſemündung.
London. Gegen Mitternacht ſtieß in der
Themſemündung bei dichtem Nebel der däniſche
Dampfer „Maja”, 2203 Tonnen groß, mit einem
unbekannten Dampfer zuſammen. Letzterer ſcheint
geſunken zu ſein. Einer ſpäteren Meldung zufolge
iſt das gerammte Schiff ein britiſches Motorſchiff,
deſſen aus ſechs Mann beſtehende Beſatzung
ge=
rettet wurde,
Zweiter 9zeangeſchwaderflug
der amerikaniſchen Marine.
Berlin. Im vorigen Monat, am 11. Jan.,
war bekanntlich ein Geſchwader von ſechs
Ma=
ſchinen der amerikaniſchen Marine, unter dem
Kommando des Kapitänleutnants Mc. Ginnis,
zu einem erfolgreichen Transozeanflug von San
Franzisko nach Honolulu geſtartet. Jetzt wird
ein zweites Geſchwader der rieſigen Amphibium=
Maſchinen — diesmal ſind es fünf Flugzeuge —
den Flug nach den Hawai=Inſeln unternehmen.
Das Geſchwader wird von einer Reihe von
Kriegsfahrzeugen auf ſeiner Route begleitet
werden, damit im Falle einer notwendigen,
vor=
zeitigen Waſſerung ſofort. Hilfe zur Stelle iſt.
Die Strecke beträgt ungefähr 3250 Kilometer. Es
kommt der oberſten Marineleitung hauptſächlich
darauf an, bei dieſem Flug den Beweis zu
füh=
ren, daß es auch trotz der rieſigen Entfernung
durchaus möglich iſt, auf dem Luftwege dem
ſtra=
tegiſchen Punkt in Honolulu in kürzeſter Zeit
eine wirkſame Hilfe zu bringen.
Razzia auf Hähne!
Brüſſel. Eine blutige Rauferei in der
belgiſchen Stadt Menin, bei der ein Mann
er=
ſchoſſen und zwei ſchwer verletzt wurden, hat der
Behörde Anlaß zu einer Razzia gegeben, die ſich
von anderen politiſchen Razzien dadurch
unter=
ſcheidet, daß ſie ſich nicht gegen die menſchliche
Unterwelt, ſondern gegen — Federvieh richtete.
Beim Verhör der an dem Raufhandel
Schul=
digen ſtellte ſich nämlich heraus, daß ſie ſamt und
ſonders einem heimlichen Hahnenkampfe
zuge=
ſehen, am Toto viel Geld gewonnen und dieſen
Anlaß dann zum Trinken rieſiger Alkoholmengen
benutzt hatten. Da Hahnenkämpfe in Belgien
aber verbotene Vergnügungen ſind, bot die
Po=
lizei ihre Mannen auf, um in den Gehöften nach
den gefiederten Kämpfern zu pirſchen. Es
ge=
lang, auch, vier Kampfhähne zu finden, deren
Herren nun ſchwere richterliche Strafen zu
ge=
wärtigen haben,
Die Sarglafette auf dem Wege vom königlichen Schloß in Brüſſel zur Kirche St. Gudule,
wo die Einſegnung erfolgte.
Saamstag, 24. Februar 1934
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 54 — Seite 11
Starslagd Toltat
Deutſchland ohne Weltklaſſendoppel.
Frühere Verſäumniſſe.
Der Tennisbund hat jehzt Machkmikkel.
Wo iſt unſer Doppel? Die Ausloſung in London für den
Yois=Pokal konnte für uns nicht ſchlechter ausfallen als
dies=
ſm. Sie iſt noch niemals ſo ungünſtig geweſen, mit Ausnahme
p einen Jahres, als wir in der erſten Runde auf Grasplätzen
gen England antreten mußten und im ſtrömenden Regen (die
Heler ſpielten auf Strümpfen) glatt verloren. In dieſem Jahre
aumen wir in der erſten Runde gegen Frankreich, das ſechs
dre lang den Pokal beſaß und ihn erſt im vorigen Jahre an
ſigland abtreten mußte. Wenn wir gegen Frankreich gewinnen,
ſamen wir in der zweiten Runde gegen den Sieger aus dem
uffen Auſtralien gegen Japan, werden alſo ausſichtslos
ge=
ſigen.
Aber es würde doch ſchon etwas bedeuten, wenn wir
wenig=
s Frankreich ſchlagen könnten. An Weltklaſſeſpielern beſitzen
nur einen: v. Cramm. Der könnte an ſich beide Franzoſen
ſtgen. Aber wo nehmen wir den dritten Punkt her? Der
Franzoſe heißt vorausſichtlich Borotra, der zweite Bouſſus
Merlin. Das Doppel ſpielen Borotra=Brugnon oder
Brug=
u=Bouſſus. Daß v. Cramm gegen Bouſſus und Merlin
ge=
ſanen wird, drüfte ziemlich ſicher ſein — vorausgeſetzt, daß er
gten guten Tag hat. Er kann auch den nicht mehr jungen
N9Jahre alten) Borotra ſchlagen. Aber um den dritten Punkt
ubekommen, müßte der zweite Deutſche einen Sieg herausholen
wir müßten das Doppel gewinnen.
Der zweite Deutſche wer wird es ſein? Wahrſcheinlich doch
ener Menzel, der gerade kürzlich den Schweden Oeſtberg beſie=
Fußball.
Sb. 98 Darmſtadt — Olympia Lorſch.
Zu dem am morgigen Sonntag auf dem Stadion
ſtatt=
ſiuenden Spiele treten die 98er in einer veränderten Aufſtellung
zu wobei beſonders darauf geſehen iſt, daß ſich der Sturm in
eunger Beſetzung bei der ſtarken Hintermannſchaft der Lorſcher
Auchſetzen kann. Das Vorſpiel in Lorſch endete 2:2; beide
Mann=
äften werden alles daran ſetzen, das Spiel für ihre Farben
lüfgreich zu geſtalten, denn Lorſch kann den dritten Platz in der
Aoelle nur halten, wenn es die Punkte entführt, während die
Mienträger Wert darauf legen, den vierten Platz zu ſichern.
„Mannſchaftsaufſtellung veröffentlichen wir morgen an
die=
duce Stelle.
FC. Union Darmſtadl.
Am kommenden Sonntag begibt ſich Union nach Weiterſtadt,
uu das Verbandsrückſpiel gegen den dortigen Sportverein
aus=
ſragen. Das Vorſpiel auf der Rennbahn vor nicht allzulanger
ſet endete unentſchieden, wobei ſich Weiterſtadt gerade bei die=
Spiel als eine eifrige, kampfesfrohe Elf entpuppte. Union
u wiederum ſeine Junioren herangezogen und am letzten
Sonn=
g gegen Rot=Weiß bewieſen, daß dieſe Elf einen guten Geiſt
eleitz= und auch zu ſpielen verſteht. Die jungen Leute um den
u rinzigen alten Kämpfer Darmſtädter herum ſind ſich wohl
hußt, um was es geht. Aber auch Weiterſtadt hat
Abſtiegs=
en, und deshalb dürfte wiederum ein ſpannender und ab=
Wſelungsreicher Kampf bevorſtehen. Vorher (1 Uhr)
Reſerve=
hanſchaften. Abfahrt ver Rad ab Vereinslokal 1. Mannſch.
W. Uhr, 2. Mannſch. 12 Uhr. — Jugend—Jugend Polizei (dort),
Uhr. Pflichtſpiel. Schüler—Schüler Ober=Ramſtadt (
Renn=
hn), Samstag nachm. 4 Uhr, Pflichtſpiel.
SC. Hota—Union Darmſtadt 3:7.
nion trat mit ihren alten Herren, bis auf 3 Mann (Sturm)
1. Mannſchaft, an. Die erſte Halbzeit zeigte, daß Hota ſich
Stärke des Gegners bewußt war. Von Lejacks wird ein
meter verſchuldet, der aber vom Torwart glänzend pariert
gd. Der Hota=Sturm bricht durch und das Spiel ſteht 1:0.
ſtei Eckbälle der Union können nicht verwandelt werden. In
30. Minute kann Steinmann zum 2. Treffer einſchießen.
arz vor der Pauſe erzielt Union in kurzer Folge den
Aus=
ich. Wieder iſt es Steinmann, der von der äußerſten Ecke
„ 3. Tor ſicherſtellt. Nunmehr wird Union warm, denn das
Aa=Heiligtum wird immer mehr bedrängt. Leider iſt dort die
Arteidigung nicht auf der Höhe und es werden in kurzen
Ab=
eülniden 4 Tore aufgeholt. Techniſch iſt Union beſſer geſchult,
40 es kann den Hotanern nur empfohlen werden, daß auch ſie
mehr dem Training widmen.
Der Schiedsrichter gab zu Unrecht 2 Tore für Union, war
ſr im allgemeinen gut. Das nächſte Treffen findet am 22.
Mirz 1934 ſtatt.
SC. 1928 Ober=Ramſtadt—SV. Lengfeld.
Morgen Sonntag, 2.30 Uhr, empfängt SC. Ober=Ramſtadt
Ne SV. Lengfeld zu Freundſchaftsſpielen. Lengfeld iſt durch
Nürhue ikre fairen und ſchönen Spiele, die es dem SC. in der 4=Klaſſe
ierte, bei den Ober=Ramſtädtern in guter Erinnerung. Auch
Sonntag iſt mit ſehr ſchönen Kämpfen zu rechnen, die ihre
ziehungskraft nicht verfehlen dürften. Vorher 2. Mannſch.,
45 Uhr.
Viktoria Griesheim—Rot=Weiß Darmſtadt.
In dieſem Verbandsſpiel am kommenden Sonntag nachmittag
Bhhr auf dem Viktoria=Sportplatz in Griesheim ſind beide
Par=
ben gezwungen, das Spiel mit Erſatz zu beſtreiten. Der
Aus=
ſau des Zuſammentreffens iſt als offen zu betrachten. Obwohl
Wiesheim das Vorſpiel auf fremdem Platze knapp 4:3 gewinnen
Mnte iſt noch nicht geſagt, ob Rot=Weiß diesmal wiederum das
ichſehen haben wird. Eins iſt jedoch mit gewiſſer
Beſtimmt=
ſt anzunehmen, daß das Zuſamentreffen morgen in Griesheim
21 Intereſſantes bringen wird. Vorher 1.15 Uhr. 2.
Mann=
ſaiten. Weitere Spiele: Junioren—SV. 98 Darmſtadt, 10 Uhr,
ite Herren—Union Wirhauſen, dort.
Bezirksmeiſterſchaften der Kegler.
Die erſten Vorentſcheidungen — Ausſcheidungskegeln — für
Bundesmeiſterſchaftskämpfe ſind in allen Verbänden des
tues durchgeführt und die Einzelmeiſter und
Kampfmannſchaf=
n ermittelt worden. Nunmehr ſetzen die Kämpfe um die
Be=
ksmeiſterſchaften ein.
Der Gau 13 iſt in drei Bezirke eingeteilt. Der Bezirk 3
Ahſaßt in Gruppe 3 die Verbände Bensheim Neu=Iſenburg,
ſembach, Worms und Darmſtadt. Alle beteiligten Verbände
ben eine 10er=Mannſchaft zu den Bezirksmeiſterſchaften zu
ent=
nden und je 1000 Kugeln abzuwerfen. Sie werden im Vor=
Rückkampf auf neutralen Bahnen ausgetragen.
Am nächſten Sonntag ſteht die Mannſchaft des Verban=
* Darmſtadt auf den Bahnen der Kegelſporthalle in Kel=
D ach a. M. im Vorkampf mit den Mannſchaften von Worms
42 Offenbach, die einen ſtarken Gegner bilden. Darmſtadts
annſchaft hat dort zu zeigen, ob ſie ihre ſeitherige Poſition in
Bezirkskämpfen, wo ſie ſtets in vorderſter Linie ſtand, halten
nr. Nach den Ergebniſſen bei dem Ausſcheidungskegeln, ſowie
0folgenden Klubkämpfen und Uebungskegeln darf man ſich mit
Hoffnung tragen, daß ſie ſich auch in dieſem Jahre
behaup=
n kann.
Schwimmen.
Reichsbahn Darmſtadt (Schwimmabteilung).
Wir machen die Mitglieder darauf aufmerkſam, daß die
arpimmſtunde am Mittwoch, den 28. Februar, aus Anlaß der
Unrterrunde ausfällt. Nächſte Schwimmſtunde Mittwoch, den
März1 19,30 bis 20.30 Uhr.
gen konnte. Daß Menzel Borotra nicht ſchlägt, iſt ſicher aber
Menzel wird auch kaum gegen den die größere Routine und auch
das ſtärkere Können beſitzenden Bouſſus gewinnen können.
Bleiht das Doppel. Unſer Schmerzenskind. 1912 wurden
Kleinſchroth=von Biſſing in Paris Weltmeiſter 1914 wurden
Froitzheim=Kreuzer Weltmeiſter. Nach dem Kriege hatten wir
in Prenn=Moldenhauer ein erſtklaſſiges Doppel. Aber dann?
Alle Verſuche, aus den jungen Leuten etwas zuſammenzuſtellen,
was einem guten Doppel ähnlich ſähe, ſind geſcheitert. Weder
Knüppel=Schwenker noch Jänecke=Hartz, weder Haenſch=Menzel,
noch Henkel=Wilhelmi ſind weitergekommen als bis zur erſten
Klaſſe. Weltklaſſe ſieht anders aus. Es iſt merkwürdig, daß
jedes andere Land der Welt ein Weltklaſſendoppel beſitzt, nur
wir nicht, v. Cramm ſt körperlich nicht ſtark genug, um an drei
aufeinander folgenden Tagen zu ſpielen und zu gewinnen!. Wo
iſt der Einzelſpieler, der den zweitbeſten Franzoſen beſiegt? Wo
iſt das deutſche Doppel, das Brugnon=Bouſſus oder Borotra=
Brugnon ſchlagen könnte? Wir ſehen ſie nicht.
Aus Gründen, die hier nicht erörtert werden können, haben
die maßgeblichen Stellen in den letzten Jahren nichts oder nur
ſehr wenig und niemals energiſch genug etwas unternommen, um
ein gutes Doppel zu „managen‟. Ein gutes Doppel braucht
einige Jahre, um Weltklaſſentennis zu ſpielen. Man muß alſo
ſehr junge Leute zwiſchen 18 und 22 zuſammentun, denn mit 30
Jahren iſt ein Tennisſpieler ſchon alt. Sehr junge Leute aber
brauchen eine feſte Hand, und die baben ſie beim Deutſchen
Tennisbund bisher nicht gefühlt. Allerdings hatte der Bund
niemals die Macht= und Druckmittel wie heute. Es iſt
anzu=
nehmen, daß der Tennisbund jetzt von dieſen Machtmitteln
Ge=
brauch macht, damit Deutſchland endlich auch einmal im
Tennis=
ſport die Rolle ſpielt, die es eigentlich darin ſpielen müßte.
Viktor Grent.
Handball=Pokalendſpiel in Nürnberg.
Der alte DSB.=Handballpokal wird in dieſem Jahre in
ver=
änderter Form wieder aufleben. Die 16 Gaue des Deutſchen
Leichtathletik=Verbandes kämpfen um einen neu ausgeſchriebenen
Kampfſpielpokal, deſſen Endſpiel am 29. Juli im
Rah=
men der Deutſchen Kampfſpiele in Nürnberg ausgetragen wird:
am 17. Juni erfolgt die Zwiſchenrunde, und am 28. Juli ſtehen
ſich die letzten vier Mannſchaften in der Vorentſcheidung in
Nürn=
berg gegenüber.
Termine zur Handball=Meiſterſchaft.
Die Kämpfe zur Ermittlung des deutſchen Handballmeiſters
beginnen in dieſem Jahre am 29. April. An dieſem Tage ſteigen
die acht Spiele der Vorrunde, an der die Meiſter der 16 deutſchen
Handballgaue beteiligt ſind. Die zweite Vorrunde findet am 13.
Mai ſtatt, wiederum 14 Tage ſpäter, am 27. Mai, werden die
beiden Spiele der Vorſchlußrunde ausgetragen, deren Sieger ſich
am 10. Juni das Endſpiel liefern. Auch das entſcheidende Spiel
der Frauen findet am 10. Juni ſtatt, dagegen können die
Vor=
rundenſpiele der Frauen erſt nach Eingang der Meldungen
feſt=
gelegt werden.
Polizei=5y.
Berichtigung: Das für kommenden Sonntag, 15 Uhr, auf dem
Polizei=Platz angeſetzte Treffen wird von der 2. Handball=Elf
gegen den TV. Auerbach ausgetragen.
TSV. Braunshardt—SpVgg. 04 Arheilgen.
Für kommenden Sonntag, nachmittags 3 Uhr, haben ſich die
Braunshardter die SpVgg. 04 Arheilgen zu einem
Freundſchafts=
ſpiel verpflichtet. Zwei bekannte Mannſchaften der früheren
Be=
zirksliga, die ſich ſchon viele ſchöne und ſpannende Spiele
gelie=
fert haben. Ganz beſonders Arheilgen wußte von jeher in
Braunshardt zu gefallen, und die Braunshardter ſind bisher auf
eigenem Platze noch zu keinem Sieg über die „04er” gekommen.
Aus dieſem Grunde wird man um ſo mehr auf den Ausgang des
Spieles geſpannt ſein. — 2 Uhr 2. Mannſchaften beider Vereine.
Zwei deutſche Skiſiege gab es bei den Franzöſiſchen
Meiſterſchaften in Supersbagners bei Luchon in den Pyrenäen.
Der Sieger der Slalomrennen von St. Moritz, Franz Pfnür=
Schellenberg, gewann den Abfahrtslauf mit zwei Sekunden
Vor=
ſprung vor dem Schweizer v. Allmen, während Frau
Paumgar=
ten=Innsbruck den Abfahrtslauf der Damen gewann.
Vor ausverkauftem Hauſe fand im Berliner
Sport=
palaſt am Donnerstag die letzte eisſportliche Veranſtaltung dieſer
Saiſon ſtatt. Die kanadiſchen Eishockeyſpieler, Grosvenors Houſe=
Canadians, ſchlugen den Berliner Schlittſchuclub erneut, diesmal
mit 3:0, und in den beiden Pauſen zeigte die Weltmeiſterin Sonja
Henie ihr großes Können.
Einen ſchönen deutſchen Erfolg gab es am
Frei=
tag in den Fis=Rennen in Solleftea, da die deutſche
Staffel in der Beſetzung Motz, Schreiner, Bogner, Leupold im
4mal=10=Kilometer=Staffellauf in 2:51,23 Stunden hinter den in
2:40,28,2 Stunden ſiegenden Finnen den zweiten Platz
be=
legen konnte. Die Schlußläufer von Norwegen und Schweden
hat=
ten ſich verlaufen und büßten dadurch wertvolle Zeit ein. Die
vier deutſchen Vertreter befanden ſich in ſehr guter Verfaſſung.
Einen deutſchen Eishockeyſieg gab es am
Don=
nerstag abend in Mailand. Der auf einer Italienreiſe
befind=
liche bayeriſche Meiſter ESV. Füſſen ſchlug eine Rote Teufel”
benannte italieniſche Auswahlmannſchaft mit 4:2 (2:0. 1:1, 1:1).
Birger Ruud, der bekannte norwegiſche Skiläufer, wurde
jetzt vom Deutſchen Ski=Verband offiziell als Olympiatrainer
verpflichtet. Der Norweger wird ſein Quartier in München
auf=
ſchlagen und mit dem theoretiſchen Unterricht ſchon im Sommer
beginnen.
Sechstageſieger in Kopenhagen wurde die deutſche
Mannſchaft Funda/Pützfeld mit 209 Punkten, 3390,600
Kilo=
metern und zwei Runden Vorſprung vor. Rieger Falck=Hanſen,
Bielliet Martin und Choury Fabre. Die übrigen fünf
Mannſchaf=
ten lagen vier bis acht Runden zurück.
Als Weltrekorde anerkannt wurden jetzt vom
In=
ternationalen Radſportverband die von dem Dresdener
Dauer=
fahrer Nedo am 3. Oktober auf der Bahn in Dresden
aufgeſtell=
ten Höchſtleiſtungen ohne Schrittmacherführung über ſieben, acht,
neun und zehn Stunden, ſowie über 300 Kilometer.
Deutſche Schwimmer wurden für den 7. April nach
Paris eingeladen. Im Rahmen ſeiner Olympiavorbereitungen
führt an dieſem Tage der Franzöſiſche Schwimmverband eine
Ver=
anſtaltung durch, an der Deiters=Köln und Schwarz=Göppingen
teilnehmen werden.
Zum Ehrenführer des Deutſchen Luftſport=Verbandes wurde
durch den Reichsminiſter für Luftfahrt, Hermann Göring,
Mini=
ſterialdirektor Brandenburg ernannt.
Dr. P. Schlatter=Heidelberg, der Führer der Gaugruppe Süd
im Deutſchen Rugby=Verband, iſt von ſeinem Amt zurückgetreten.
Die Führung übernimmt bis auf weiteres Hermann Meiſter=
Heidelberg.
Einen neuen Flugweltrekord für Landflugzeuge über eine
Diſtanz von 100 Kilometer ſtellte der Amerikaner James R.
We=
dell mit einer Stundengeſchwindigkeit von 426 Kilometer auf.
Beim Frankfurter Reitturnier am 10. und 11. März wird
auch eine Auktion edler oſtpreußiſcher Pferde ſtattfinden. Es
werden diesmal nur fertige, volljährige Pferde, die geritten und
teilweiſe auch gefahren ſind, angeboten.
8 Sahrradfabriken ftellen Maunſchaften
für die deutſchen Berufsſahrer=Skraßenrennen 1934.
Mit der Wiederbelebung des Berufsfahrer=Straßenrennſports
in Deutſchland iſt nun endlich ernſt gemacht worden. Die
kom=
mende Sommerſaiſon bringt zwölf große Straßenrennen für
Be=
rufsfahrer, die über das ganze Reich verteilt ſind. Als
Veran=
ſtalter tritt nicht mehr. wie in früheren Jahren, der „Ibus”,
ſon=
dern der Deutſche Radfahrer=Verband ſelbſt auf. Zur
Unter=
ſtützung der Veranſtaltungen wurden allerdings acht große
Fahr=
radfabriken veranlaßt, Fahrer zu verpflichten. Außerdem werden
vorausſichtlich noch zwei Nabenfabriken Mannſchaften ſtellen. In
allen 12 Rennen werden ſtarke Felder an den Start kommen.
Unter den verpflichteten Fahrern findet man neben den alten
Routiniers auch viele Neulinge, die eben erſt aus dem
Amateur=
lager kommen. Der Verband wird für jedes Rennen einen
Ma=
terialwagen ſtellen, der unter Leitung von Martin Schmidt, dem
bekannten, Betreuer unſerer „Tour de France”=Mannſchaften,
ſteht. — Im einzelnen werden die folgenden Fabrik=Mannſchaften
verpflichtet:
Opel: Ahrens, Ickes=Wiesbaden Hoden Künzer, Giebler=
Stutt=
gart, Richard und Bruno Wolke, Puſch=Mainz, Kroll.=
Diamant: R. Huſchke, Händel, Bautz, Säuberlich, Stach, Riſch;
Erſatz: Dubaſchny.
Dürkopp: Siebelhoff. Weckerling, Tadewald, Thyroff. Kolbe,
Gruhn, Giehl, Niehaus, Evers; Erſatz: Kuhtz. Negh, Kranzer,
Göricke: Geyer, Uſſack, Neckar=Weſtig; Erſatz=Klauſch.
Phänomen: Stöpel, Hertwig. Umbenhauer, Eſſing, Nolte, Münck;
Erſatz: Pietzſch, Walter,
Preſto: Kiejewski. Funke, Sieronski, Koch, Heide, Grindel;
Er=
ſatz: Schenk. Richter.
Seidel u. Naumann: Thierbach, Siegel. Nitzſchke, Bartholomäus,
Fuggerer, Ebeling; Erſatz; Hermann Müller, Albrecht.
Wanderer: Buſe Altenburger Kutzſchbach, Handke, Hoffmann,
Roth, Saſſe, Boſſe, Karl Steger; Erſatz: Meier, Langmann,
Schellhorn.
Tandaun Samnklaut w. M.
Kaſſel, Trter, Freiburg 251.
Frankfurt: Sonntag, 25. Februar
7.15: Morgenſpruch: Choral. — 7.30: München: Reichsſendung.
Standmuſik an der Feldherrnhalle. — 9.00: Volkstrauer. Der
Intendant ſpricht. — 9.05: Stuttgart: Katholiſche Morgenfeier
9.30: Kaſſel: Evangeliſche Morgenfeier. — 10.05: Franz Geis:
Emn Volk ſorgt für ſeine Kriegsgräber. — 10.20: München:
Reichsſendung. Hörbericht der feierlichen Vereidigung auf dem
Königsplatz. — 10.30: München: Reichsſendung. Feierliche
Ver=
eidtgung aller politiſchen Amtsleiter in Deutſchland. Es ſprechen:
Der Reichsjugendführer; der Stabsleiter der oberſten Leitung
der PL.; der ſtellvertretende Führer. — Anſchl.: Funkſtille. —
1200: Berlim: Reichsſendung. Uebertragung vom Ehrenmal in
Berlm anläßlich der Totengedenkfeier am Volkstrauertag. —
13.00” Stuttgart: Kleines Kapitel der Zeit. — 13.15:
Mit=
tagskonzert. Tod und Auferſtehung. (Schallplatten). — 14.30:
Der Bauer gedenkt der Toten. Hörfolge in Wort und Lied.
15.00: Stuttgart: Beſmnliche Muſik. — 16.30: Stuttgart:
Kinder=
ſtunde: Märchen von Anderſen. — 17.00: München:
Nachmit=
tagskonzert. Ltg.: Erich Kloß. — 18.00: Orgelkonzert. Von
Bernhard Dreier. — 18.30: Vom Stürmen und Sterben
deut=
ſcher Soldaten. Em Lied der Kameradſchaft. Szenen von W. W.
Knoeckel.
19.05: Vom Deutſchlandſender:
und die Fahne iſt mehr
als der Tod. Eine choriſche Hörſolge dem Gedenken aller
toten Kämpfer. Worte von Baldur von Schirach, E. W. Möller
und Franz Koeppe. Muſik von Georg Blumenſaat. — 19.55:
Trauer und Aufblick. Feierliche Sendung für den Rundfunk,
von R. G. Binding. Muſik: C. Sezuka. — 20.30: Stuttgart=
Wallenſtein. Szenen aus Schillers Drama. — 22.00: Zeit,
Nachrichten. — 22.15: Nachrichten, Wetter, Sport. — 22.30:
Kammermuſik. — 23.00: Leipzig: Konzert am Volkstrauertag.
Das Simfonieorcheſter, Lig.: Generalmuſikdrektor H. Weisbach
24.00: Nachtkonzert am Schallplatten.
Anudigandtandee
(Welle 1571)
Deutſchlandſender: Sonntag, 25. Februar
7.15: Morgenſpruch und Choral. — 7.30: Reichsſendung: München:
Standmuſik aus der Feldherrnhalle. — 9.00: Berlin:
Morgen=
feier — 9.30: Sperrzeit. — 10.2: Reichsſendung: München:
Hörhericht der feierlichen Vereidigung auu dem Königsplatz. —
10.30: Reichsſendung: München: Feierliche Vereidigung aller
poli=
tiſchen Amtsleiter in Deutſch and. Es ſprechen: Der
Reichsjugend=
führer, der Stabsleiter der Oberſten Leitung der PO., der
Stell=
vertreter des Führers. — 12.00: Deutſcher Seewetterbericht. —
1215: Reichsſendung: Berlin; Totengedenkfeier am Ehrenmak
ud in der Staatsoper anläßl, des Volkstrauertages. — 12,55:
Zeitzeichen.
13.00: Muſik am Mittag. M.=3. der SS.=Standarte 4. SA.=
Chor, Berlin. — 14.00: Glückwünſche. — Anſchl.:
Kinderlieder=
ſingen. — 14.20: Jugendfunkſpiele: Das deutſche Volksſpiel
von St. Geong. — 14.55: Jumge Muſiker am Werk: Gerh.
Frommel. Sonate in Fis=Moll für Pianoforte. — 15.15:
Erhardt Poſt: Wie wird man Schachmeiſter? — 15.30:
Doku=
mente des Todes — Dokmente des Lebens. Unterhaltung
über die Kriegsbriefe gefallener Studenten”.
um eine alte Dorftirche. — 17.55: Siegm. Graff: Das
Er=
lebnis der „endloſen Straße‟.
18.15: „.. und die Fahne iſt mehr als der Tod. Eine choriſche
Hörfolge dem Gedenken aller toten Kämpfer. Worte von Baldur
on Schirach, E. W. Möller u. Franz Köppe. Muſik: Georg
Blumenſaat. — 19.05: Lieder, die wir an der Front ſangen,
Aufnahme.) — 19.30: Beſinnliche Stunde (auf Schallplatten).
200: Die endloſe Straße, Frontſtück von S. Graff u. C. E.
Hintze. — 21.20: Rirchen=Konzert. Aus der St. Nieolai=Kirche
in Flensburg. Im Rahmen des Flensburger Heinrich=Schltz=
Jah=
res. Ltg.: Joh. Röder. — 22.00: Wetter=, Tages= u.
Sport=
nachr. — 22.3: Seewetterber. — 23.00: Leipz.: Nachtmuſik.
Welerberichl.
Das heute noch mit ſeinem Kern über den Alvenländern
lie=
gende Hochdruckgebiet wird weiter abgebaut und nach Süden
ab=
gedrängt. Sein Einfluß dürfte jedoch noch ſtark genug ſein, die
nördliche Störungstätigkeit von unſerem Gebiet vorerſt noch
fernzuhalten. Später wird bei nach Südweſt drehenden Winden
eine ſtärkere Dunſt= und Nebelbildung auftreten, wobei mit
Nie=
derſchlägen noch nicht gerechnet werden kann.
Ausſichten für Samstag und Sonntag: Teils neblig, dunſtig,
teils aufheiternd, tagsüber mild, ſtellenweiſe nachts
Boden=
froſt, noch trocken.
Hauptſchriftlettung: Ruvol/ Mauve.
Verantwortlich für Politik und Wirtſchat: Rudol, Mauve: jür Feuilleton, Reich
und Ausland und Heſiſche Nachrichten: Max Streeſei fürden Schlußdienſt: Andreas
Bauer: für den Sandel: Dr. C. 6 Quetſch: für Sport: Kart Böhmann: für „Die
Gegenwart: Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Nette: ür den
Anzeigen=
eil und geſchäftliche Mitteilungen: Bilty Kuhle, ſämtl. in Darmſtadt. D. A I. 34: 23606
Druck und Verlag: L. C. Wittich. Darmſtadt, Rheinſtraße 23.
Für unverlangte Manufkrivte wird Garantic der Rückſendung nicht übernommen.
Die heutige Nummer haf 14 Geiten.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 54
Standardiſierung der deutſchen Käſeerzeugung
Einführung von Fektſtufen. — Beſtimmungen über Mindeſtfektgehall. — Kennzeichnung der Ware
durch Land der Herſtellung, durch Fetkſtufe und Erzeugerfirma bezw durch Konkrollmarken.
Schaffung einheitlicher Sorken
für Bukter und Käſe.
Der Reichsernährungsminiſter Darré hat eine Verordnung
der Käſe= und Butterwirtſchaft erlaſſen. Der im deutſchen
Zoll=
gebiet gewerbsmäßig hergeſtellte, fertig gelagerte oder in den
Verkehr gebrachte Lab= und Sauermilchkäſe aus Kuh=, Ziegen=
und Schafsmilch einſchließlich der Koch=, Schmelz= und Zigerkäſe
unterliegt den Vorſchriften der einen dieſer Verordnungen, die
die Standardiſierung, den Mindeſtfettgehalt und den
Kennzeich=
nungszwang für die einzelnen Käſeſorten bringt.
Die Käſeverordnung.
Beſondere Vorſchriffen für offene Ladengeſchäfte,
Verkaufsſtände, Märkke und Gaſtwirtſchaften.
Zu der Käſeverordnung des Reichsernährungsminiſters Darré
wird noch berichtet:
Die Standardiſierung wird auf den Fettgehalt der Käſeſorten
aufgebaut. Es werden acht Fettſtufen unterſchieden, und
zwar Doppelrahmkäſe mit einem Mindeſtfettgehalt von 60 v.H.
in der Trockenmaſſe (i. T.), Rahmkäſe mit mindeſtens 50 v.H, Fett
i. T., Vollfettkäſe mit mindeſtens 45 v.H. Fett i. T., ½=Fettkäſe
mit mindeſtens 30 v. H. Fett, Halbfettkäſe mit mindeſtens 20 v. H.,
Viertelfettkäſe mit mindeſtens 10 v. H. und Magerkäſe mit
weni=
ger als 10 v.H. i. T.
Die Beſtimmungen über den Mindeſtfettgehalt
ſtützen ſich auf den Grundſatz, daß alle Käſe wenigſtens als
Halb=
fettkäſe in den Verkehr gebracht werden müſſen, ſoweit nicht
aus=
drücklich Ausnahmen vorgeſehen ſind. Für gewiſſe hochwertige
Käſearten iſt ein höherer Mindeſtfettgehalt als 20 v. H.
vorge=
ſchrieben. So dürfen Gervais=Käſe nur als Doppelrahmkäſe (60
v.H. Fett) in den Verkehr kommen, andere bekannte Sorten mit
einem ähnlich hohen Fettgehalt. Ausdrücklich wird feſtgeſetzt, daß
Käſe, die nur mit Phantaſienamen, ohne nähere
Sortenbezeich=
nung, verſehen ſind, mindeſtens Vollfettkäſe ſein müſſen. Als
Viertelfettkäſe oder Magerkäſe können vor allem nur ſolche
Käſe in den Verkehr gebracht werden, die ſchon bisher als
der=
artige Käſeſorten hergeſtellt wurden. Die „Erfindung”
neuer Sorten derartiger Käſe iſt unzuläſſig. Es wird
lediglich die Herſtellung gewiſſer fettarmer
Käſeſorten weiterhin geſtattet, die wegen ihrer
Bil=
ligkeit guten Abſatz haben, wie Harzer Käſe, Mainzer Käſe uſw.
Was die Kennzeichnung anlangt, ſo ſoll ſie in gut
haltbarer und ſichtbarer Weiſe erfolgen. Magerkäſe
braucht nicht als ſolcher gekennzeichnet zu werden. Aller der
Kennzeichnung unterliegender Käſe, abgeſehen von
den Hartkäſen und halbfetten Schnittkäſen, darf nur
ver=
packt in den Verkehr gebracht werden.
Wo der Käſe unverpackt in den Verkehr kommt, muß die
Kennzeichnung auf dem Käſe ſelbſt erfolgen. Die
Kennzeich=
nung muß umfaſſen das Land und die Herſtellung, die Fettſtufe,
die Erzeugerfirma. Anſtelle der letzteren kann dort, wo
Kontroll=
marken ausgegeben werden, die Kontrollmarke treten. — In
offenen Ladengeſchäften und Verkaufsſtänden,
ſowie auf Märkten muß bei Käſe, der zum Zwecke
des Kleinverkaufs angeſchnitten wurde, die
Fettſtufe durch Anbringung, von Zetteln oder
Schildern deutlich ſichtbar gemacht werden. Auf
Speiſekarten in den Gaſtwirtſchaften uſw. muß
neben der Sorte des Käſes auch die Fettſtufe
ange=
geben werden. Das gleiche gilt für
Zeitungsan=
zeigen und ſchriftliche Angebote. Auslandskäſe.
der ebenfalls dem Kennzeichnungszwang unterliegt. muß auf
der Verpackung, vor allem auch in deutſcher Sprache, das
Herkunftsland tragen.
Die Bukkerverordnung.
In Zukunft nur noch Matkenbukter.
Der planvolle Aufbau der deutſchen Milchwirtſchaft im
natio=
nalſozialiſtiſchen Staat hat eine weſentliche Förderung erfahren
durch die neue Verordnung des Reichsernährungsminiſters
„Ueber die Schaffung einheitlicher Sorten von Butter‟. Dieſe
Butterverordnung beſeitigt die bisherige Vielheit der
Butterſor=
ten und ſtellt gleichzeitig Klarheit her über die Güte der auf dem
Markt angebotenen Butter. Sie bringt weiter den geſetzlichen
Schutz der Markenbutter dagegen, daß Erzeugniſſe, die den an
Markenbutter geſtellten Anforderungen nicht entſprechen, unter
mißbräuchlicher Verwendung der Bezeichnung Markenbutter
an=
geboten werden.
Es werden noch zugelaſſen die Sortenbezeichnungen:
Marken=
butter, Feine Molkereibutter, Molkereibutter, Landbutter und
Kochbutter. Alle anderen Bezeichnungen ſind in Zukunft
grund=
ſätzlich verboten. Ihre Verwendung iſt ſogar ſtrafbar. Die
zahl=
reichen Phantaſiebezeichnungen für Butter ſind damit ausgemerzt
worden. Die Verordnung ſetzt dann feſt, unter welchen
Voraus=
ſetzungen die fünf erlaubten Sortenbezeichnungen verwendet
wer=
den dürfen oder müſſen. Es werden für jede Sorte beſtimmte
Mindeſtanforderungen aufgeſtellt, die nicht unterſchritten werden
dürfen. Dabei ſoll ſich die Beurteilung der Butter nach der Zahl
der Merkmale richten, die ſie für Geſchmack, Geruch, Ausarbeitung,
Ausſehen und Gefüge aufweiſt. Die Verordnung beſtimmt die
Beurteilungsgrundſätze im einzelnen. Inländiſche Butter darf
ebenſo wie inländiſcher Käſe (mit Ausnahme von Magerkäſe) nur
unter Kennzeichnung nach Herkunft und Sorte in den Verkehr
gebracht werden. Für den Kleinhandel mit Markenbutter wird
ein Ausformungszwang eingeführt; das Ausformen darf nur bei
dem Herſteller oder bei den zu errichtenden Abſatzzentralen
vor=
genommen werden. Das Miſchen von Butter iſt verboten, außer
bei Butter aus dem gleichen Erzeugungsgebiet, wenn es ſich um
die gleiche Sorte handelt, wobei Feine Molkereibutter und
Mol=
kereibutter als eine Sorte gelten.
Die Ausformungsbeſtimmungen treten am 1. Januar 1935,
die übrigen Beſtimmungen der Butterverordnung am 1. April 34
in Kraft. Ebenſo gelten die Vorſchriften der Käſeverordnung über
ſachliches Geltungsgebiet, Fettgehalt und Kontrollnummern ab
1. April 1934. Das Inkrafttreten der übrigen Beſtimmungen
beſtimmt der Reichsernährungsminiſter.
Produklenmärkke.
Mainzer Getreidegroßmarkt vom 23 Februar. Es notierten
(Großhandels=Einſtandspreiſe je 100 Kilo loko Mainz) in RM.:
Weizen 19,60, Roggen 16,90. Hafer 14 60—14,85, Braugerſte 17,50
bis 18.00, Induſtriegerſte 17,25, Malzkeime 13,75. Weizenmehl
ſüdd. Spezial Null 30,10, Roggenmehl 0—60proz. nordd. 23,00—
23,50, desgl. ſüdd. 24—24,50 Weizenkleie fein 10,40, desgl. grob
10.90, Roggenkleie 10,50—11.00, Weizenfuttermehl 11,75,
Bier=
treber 15,75—16,00. Soyaſchrot 15,25 Trockenſchnitzel 9,65.
Berliner Getreide=Großmarktbericht vom 23. Februar.
Grund=
ſtimmung auch heute wieder bei ruhigem Geſchäft ſtetig. Angebot
weiter allgemein ausreichend. Preiſe ungefähr auf Vortagsbaſis.
Mehle ruhig; eine weſentliche Belebung war hier noch nicht zu
verzeichnen. Haferangebot reichlich; andererſeits
Abſatzmöglich=
keiten kaum gebeſſert. Gerſte auch in feinſten Qualitäten ruhiger,
Induſtriegerſte vereinzelt gefragt.
Berliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Die Rede des Reichsbankpräſidenten vor den Berliner
Ban=
kiers ſtand geſtern im Mittelpunkt der Diskuſſion. Die
Ausfüh=
rungen Dr. Schachts zur Zinskonverſion und ſeine klaren
Formu=
lierungen gegen jede Abwertung der Mark hatten dem
Renten=
markt geſtern neue Käufer zugeführt. Das Geſchäft an der
Ber=
liner Börſe war teilweiſe recht lebhaft. So konnten die
um=
getauſchten Reichsmark=Obligationen bei, großen Umſätzen um
durchſchnittlich ½—½ Prozent anziehen. Stahlbonds waren etwa
1 Prozent feſter. Rentenbank ſtiegen von 88½ auf 88½.
Reichs=
ſchuldbuchforderungen lagen ruhiger, aber ebenfalls ¼ Prozent
höher. Die Altbeſitzanleihe befeſtigte ſich um ½ Prozent.
Neu=
beſitz, die vorbörslich mit 19,85 genannt wurden, ſetzten mit 19,70
nach 19,65 vorgeſtern ein. Induſtrieobligationen gewannen ¼
Prozent. Vereinigte Stahlobligationen 7 Prozent. Reichsbahn=
Vorzugsaktien ſtiegen auf 113. Aktienbeſitz lag ruhiger, aber bei
weiteren Käufen des Publikums faſt durchweg freundlich. Die
Höhe der vorliegenden günſtigen Nachrichten veranlaßte auch die
Kuliſſe zu Neuengagements. Die 10prozentige Zunahme der
Steuereingänge im Januar ſowie der Bericht der Reichspoſt und
die weiter ſteigende Rohſtahlerzeugung verſtärkten die
zuverſicht=
liche Auffaſſung der Börſe. Montanwerte waren meiſt um ½ bis
½ Prozent erholt. Im Verlauf traten unter Führung von
Far=
ben, die gegen den Anfang 2 Prozent gewannen, weitere
Befeſti=
gungen ein. Schultheiß erhöhten ihren Gewinn auf 4½ Prozent;
von Montanwerten waren Phönix 1 Prozent befeſtigt.
Nieder=
lauſitzer Kohlen, ſtiegen um 2½ Prozent. Deutſche Eiſenhandel
wurden mit 57 nach 55 umgeſetzt. Von Brauereiwerten waren
Engelhardt durch die Schultheißbewegung mitgeriſſen und ſtiegen
um 2½. — Am Rentenmarkt konnten ſich Alt= und Neubeſitz nicht
behaupten; auch Reichsſchuldbuchforderungen wurden wieder auf
Vortagsbaſis gehandelt, dagegen lagen Kaſſarenten feſt.
Die Ausführungen des Reichsbankpräſidenten im Großen
Ausſchuß des Zentralverbandes des Deutſchen Bank= und
Bankier=
gewerbes brachten eine allgemeine Beruhigung und neue
Zuver=
ſicht an den Markt. Vor allem löſte die Ausführung Dr. Schachts
gegen jede Abwertung der Mark eine Befriedigung aus, und mit
Genugtuung wurde auch die Bemerkung über die organiſche
Zins=
ſenkung, die auf loyalem Wege ohne jeden Druck erfolgen ſoll,
aufgenommen. So war geſtern vor allem wieder Intereſſe am
Rentenmarkt vorhanden, wo neben beachtlichen
Publikumsaufträ=
gen auch die Kuliſſe in größerem Ausmaße Neueindeckungen
vor=
nahm. Durch dieſe Bewegung wurde auch der Aktienmarkt
mit=
gezogen und zeigte gegenüber den ruhigen Vortagen eine ſpürbare
Belebung, die zu einer zuverſichtlichen Kursgeſtaltung an der
Frankfurter Börſe, beſonders im Verlaufe, führte. Bei
leb=
haften Umſätzen eröffneten am Rentenmarkt Altbeſitzanleihe 88,
ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen ½ und Stahlvereinbonds ein
Prozent höher. Neubeſitz lagen gut behauptet. Reichsmark=
An=
leihen (aus Dollarbonds) waren feſt und zogen bis 1 Prozent an.
Am Aktienmarkt waren JG. Farben zunächſt ½ Prozent leichter,
glichen aber ſpäter den Verluſt wieder voll aus. Th. Goldſchmidt
konnten ſich auf Berliner Käufe um insgeſamt 2 Proz. befeſtigen.
Der Montanmarkt lag durchſchnittlich bis ½ Prozent freundlicher.
Mannesmann gewannen 4 Prozent und Laurahütte ſogar 1,5
Prozent. Am Elektromarkt lagen Geſfürel mit plus 1,5 Prozent
feſt, während Schuckert 0,75 Prozent verloren. Schiffahrtswerte
weiter vernachläſſigt und gedrückt; Hapag verloren 0,75 Prozent.
Im einzelnen lagen Reichsbankanteile 0,5 Prozent höher.
Zell=
ſtoffaktien gut behauptet, während Kunſtſeidenwerte bis 0,5
Proz=
nachgaben. Im Verlaufe blieb der Aktienmarkt feſt, die
durch=
ſchnittlichen Kursſteigerungen betrugen 0,5—1 Prozent.
Die Stimmung an der Abendbörſe war freundlich, im
Hinblick auf das Wochenende fanden aber größere Umſätze nicht
ſtatt. Am Aktienmarkt lagen die Kurſe gegen den Berliner Schluß
überwiegend gut behauptet, vereinzelt traten auch Beſſerungen
bis zu 0.5 Prozent ein. So wurden die meiſten Elektropapiere
etwas höher bezahlt, auch Montanpapiere fanden etwas mehr
Beachtung, wobei die fortſchreitende Beſſerung des
Auftragsein=
ganges bei den Mannesmann=Röhrenwerken anregte. JG.
Far=
beninduſtrie bröckelten im Verlaufe leicht ab.
Berliner Kursbericht
vom 23. Februar 1934
Berl. Handels=Geſ. 94.50
deutſche Bank u.
65.25
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban!
Hapag
Nordd. Llotzd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
Conti=Gummi
Deutſche Cont. Gas
G7.
27.50
30.625
29.50
149.—
53.75
22.
153.25
120.50
Deutſche Erdöl
Elektr. Lieferung 100.50
J. 6. Farben
Gelſ. Bergwerke
Geſ.f.elektr. Untern
Harpener Bergbau
Hoeſch Eiſen und
Köln=Neueſſen
Phil. Holzmann 70.625
Kali Aſchersleben
Klöcknerwerke
Koksw. Chem. Fabr.
Mannesm. Nöhr
Maſch.=Bau=Untn.
Orenſtein & Koppel
110.50
133.125
62.375
99.—
95.25
75.875
113.56
66.—
89.125
67.875
25.375
70.25
Ke
Rütgerswerke
Salzdetfurth Ka
Kaufhof
Verein. Stahlwerke
Weſteregeln Alkali 1
Agsb.=Nnrb. Maſch.
Baſat Lin=
Berl. Karlsr. Ind. .
Hohenlohe=Werke 25.50
Lindes Eismaſch.
BogelTelegr. Drahtl
Wanderer=Werke
Samstag, 2 4. Februar
Deutſchlands Kohlenprodukkion im Januar.
Nach den Ermittelungen des Statiſtiſchen Reichsamts wur)
im Monat Januar 1934 in Deutſchland gefördert bzw. gewon ni,
(in Tonnen, alle Ziffern ohne Saargebiet):
19
1933
1934
Steinkohlen
Braunkohlen
Koks
Steinkohlenbriketts
Braunkohlenbriketts
10 592 905
12167 553
1968 818
557 467
2 797 757
9 299 266
11 233 370
1764 676
426 973
2 557 954
Wirkſchaftliche Rundichau.
1913
12 166 88 Pt M.
7 375 561 Pte Moil.
2. 504 50/ / Hülde.
468 25i/t da git
1 771 181 ten Lugel
En
Mein.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft, Metallwiſſenſch
Metalltechnik‟. Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft,
tallwiſſenſchaft, Metalltechnik” ſtellte ſich am 21. Februar auf-Aymt ſchon
gegen 47,7 am 14. Februar 1934 (Durchſchnitt 1909—13 gleich 10
ſtieg alſo um 1,3 Prozent der Ziffer vom 14. Februar. — Für
einzelnen Metalle wurden nach dem Preisſtand vom 21. Fehr/ eein Läche
folgende Einzelindexziffern errechnet: Kupfer 35,2 (am 14.
34,8), Blei 47,7 (46,9), Zink 40,0 (39,0), Zinn 79,3 (77,7), A
minium 111,1 (111,1), Nickel 93,8 (93,8), Antimon 59,8 (59.,8
Ueber 122 000 Kraftwagen von der Steuer losgekauft.
dem Recht zur Ablöſung der Kraftfahrzeugſteuer, das zwiſ
Juni und September vor. Js. gewährt war, haben 122 758 9g00 1 N
ſonenwagen und 74 763 Krafträder Gebrauch gemacht.
Steuerablöſung war möglich durch einmalige Zahlung in Hil Vor drei
der anderthalb= bis dreifachen Jahresſteuer. Es haben alſol7
Prozent der ſteuerpflichtigen Perſonenwagen und 20,4 Prozent Renden Bu
Krafträder die Ablöſung durchgeführt. Insgeſamt kamen d
53,5 Millionen RM. an Ablöſungsbeträgen auf. und zwar bei pſe vor M
Krafträdern 5 Millionen, bei Perſonenwagen 48,5 Millionen. / prlich.
hat danach alſo jeder beteiligte Wagen ſich durch eine einmad ſtämmiger
A
m ſo merkw
„Alio bitt
e Jroni
* unterbri
fine Erin
Zahlung von durchſchnittlich 390 RM. von der Steuer losgekauſen hinein,
was das durchſchnittlich anderthalbfache der Jahresſteuer bedeu, Chaufeur
Pfälziſche Hypothekenbank. Die Pfandbrief=Teilungsmuhne die ic
enthielt am 31. Dez. 1933 GM. 2.,73 (Juni 1933: 2,64) Mill.,
unter 1,11 Barmaſſe, wogegen Mk. 384,25 (384,27) Mill. Anſpri
ſtanden. Das entſpricht einer Reſtquote von 0,71 (0,69) Pro=
häten an.
loſe Masl
dationspfandbriefen ausgeſchüttet wurden.
daß Baron
und ſoeben
mt. Der 3o
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
nſch gewe
Nach Ausverkauf der letzten Emiſſion wurden geſtern von i einer d
Reichsbank neue unverzinsliche Schatzanweiſungen per 16. 74par der
zur Verfügung geſtellt. Der Diskontſatz, der bisher 4½ Pro/
ſend
Stalin=
betragen hatte, wurde auf 4½ Prozent ermäßigt.
Auf Grund des Geſetzes über die Induſtrie= und
Handelski=
mern in der Faſſung vom 28. Februar 1933 hat die Induſtrie=
Handelskammer zu Berlin beſchloſſen, „ſämtliche Einzelhän
des Kammerbezirks zu einer Einzelhandelsvertretung (Einzel)
delsamt) zuſammenzufaſſen.
Die zum Konzern der Ver. Stahlwerke gehörende Ruhrſ
AG. Witten=Ruhr hat im Laufe der letzten drei Monate 250
beiter neu einſtellen können, davon allein 100 im Januar.
die Eheleut
Da aus verſchiedenen Vorkommniſſen deutlich zu erkennen Marie, geb.
daß einzelne Baumſchulbetriebe mit ihrem Pflanzenmaterial ſeute das
rückhalten in der Hoffnung, im Frühjahr noch höhere Preiſe ſpaulieren
ausſchlagen zu können, haben ſich die zuſtändigen Stellen gezruteis hilfsbe
gen geſehen, hiergegen durch Höchſtpreisfeſtſetzungen einzuſchreu
Die Pflanzenpreiſe werden ſo feſtgelegt werden, daß ſowohl 4—
Erforderniſſen der Baumſchulen als auch der Forſtwirtſchaft N
nung getragen wird.
Die Adam Opel AG. hat allein in ihrem Rüſſelsheimer A
ſeit Anfang Januar 1934 noch weitere 2000 Arbeitnehmer
geſtellt und damit ihre Belegſchaft auf insgeſamt 12 000 Ard
nehmer erhöht. Während im Januar 1933 etwa 6000 Men
im Rüſſelsheimer Werk verkürzt arbeiteten, iſt heute die dopM
Anzahl in der Sechstagewoche voll beſchäftigt.
Die Stolberger Bergwerksgeſellſchaft als Inhaberin der E.
Blei= und Silberwerke hat die Kündigungsfriſten für Arbeit
mer, die auf eine ununterbrochene fünfjährige Tätigkeit im
triebe zurückblicken können, auf vier Wochen verlängert.
Vom 16.—25. März findet die diesjährige Genfer Autom=
Ausſtellung ſtatt, an der die Vereinigten Staaten mit 20 Ma Mſonde
Frankreich mit 13 Marken, Deutſchland und England mit je Au
Marken vertreten ſein werden.
Die Niederländiſche Nationalbank hat in der abgelauf
Woche einen Goldverluſt von 19,6 Millionen Gulden gehabt,
Goldbeſtand der Bank beträgt gegenwärtig 813,6 Mill. GuM
Der größte Teil des Goldes iſt nach Paris gegangen.
Oeviſenmarkt
isconto=Geſelſchaft von 22. Februar 194
21.—
56.—
154.—
19.75
42.—
114.—
66.875
19.125
106.25
83.375
68.75
9825
Buenos=Aires
Kanada
Japan
Kairo.
Iſtanbu
London
Newv Yort t
Rio de Janeirol
uruguah
Amſterdam
Athen.
Brüſſel
Budapeſt
Danzig
belſingfor
Währung
1 Pap. Peſo
1eanad. Doll.
Yen
1 äaypt.
türk. *
12. Stg.
1 Dollar
1 Milreis
1 Goldpeſo
100 Gulden
100 Drachm.
100 Belga.
100 Peng”
100 Gulden
100 finn. Mk.
Geld Brieff
0.6481 0.852
2.507 2.513
13. 185/ 13.195
1.9951 1.994
2.785 12.815
0.7641 0.768
2.522
0.214
1.289
168.78
2.396
58.44
a1.70
5.6441
2.528
0.216
1.291
169.12
2.400
58.56
81.86
5.656
Italien
Jugoſlawien
Kopenhagen
Liſſabon
Sslo
Paris
Prag
Island
Rigg.
Schwe=
Sofia.
Spanien
Stockholm
Tallinn (Eſtl.
Wien
Währung
100 Lire
100 Ding
100 Kronen s
100 Escudos
00 Kronen
100 Franes
100 Tſch.=Kr.
100 isl. Kr Is
00 Lais
00 Fran ien
00 Leva.
100 Peſeta s
100 Kronen 65.86
100 eſtl. Kr.
100 Schilling
Reie
21.87
S.ee4l
57.09
1.84
64.24
16.49
10.38
57.67
79.52
80.84
3.047
33.37
68.78
47.20
Durikſtäuter und Karioharbant Surmfragt, Filiane Di Btesoner Buin
Frankfurter Kursbericht vom 23. Februar 1934.
Kene
„ Gr. IIp. 1934
„. . 1935
„ „ „ 1936
„ „ 1937
„. 1938
*
„ GruppeI
6% Dtſch. Reichsanl.
6% „ „ v.27
5½%Intern., v.30
6%Baden ... v.27
6%Bayern .. b.27
6%Heſſen. . .. v. 29
6% Preuß. St. v. 28
6% Sachſen .. b.27
6% Thüringen v. 27
Dtſch. Anl.
Auslo=
ſungsſch. 4:ſ,
Ab=
löſungsanl. . . . . .
Otſche. Anl.
Ablö=
jungsſch. (Neub.)
Deutſche
Schutzge=
bietsanleihe ...
6%Baden=Baden.
6%Berlin ... v.24
6% Darmſtadt . . .
6%Dresden.. v. 26
6%Frankfurt a. M.
Schätze v.29
7,
v. 26
6%Mamz..... .."
6Mannheim v.27
69München . b.29
6%Wiesbaden v. 28
6%Heſſ. Landesbk.
6% Goldoblig.
5½ %Heſſ.
Landes=
hyp.=Bk.=Liquid
102.25
100,
97‟
93‟1,
92
951.
100
96".
93‟,
94.75
95.5
94.25
105-
96
92.25
96.75
19.65
82:,
85
82
87.5
Rré
92
88.5
90.75
D Lee
Hyp.=Bk. Ligu.=
Komm. Obl. . .
6% Preuß. Landes=
Pfb.=Anſt. G. Pf.
6% „ Goldoblig.
6%Landeskomm.=
Bk. Girozentr. f.
Heſſ. Gldobl. R.11
R.19
6%o
6%Kaſſ. Landeskrd.
Goldpfbr. . ..
6%Naſſ. Landesbk.
5½% „ Liqu. Obl.
Dt. Komm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
*Ausl. Ser.
FAusl. Ser.I
Dt. Komm. Samm.,
Abl. (Neubeſitz).
6%Berl. Hyp.=Bt.
5½ % „ Lig.=Pfbr.
6% Frkf. Hyp.=Bk.
5½%0 Lig. Pfbr.,
629
Goldoblig
69Frkf. Pfbr.=Bi.
5½% n Lig.=Pfbr
6%Mein.Hhyp.=Bk.
5½% „ Lig. Pfbr.
6% Pfälz. Hhp.=Bi.
5½% Lig. Pfor.
6SRhein. Hyp. Bk.
5½% Lig. Pfbr
Golboblig.
6% Südd. Boden=
Cred.=Bank...
5½% — Lig. Pfbr.
6%Württ. Hhp.=B.
9a
86
93
91.75
14,8
18.9
91.5
81.5
92.25
9177,
88.75
92.25
RKe
92.5
93.25
94.5
93.25
93
92‟.
D
3% Dt. Linol=Werke
6%Mginkrw. v. 2
62Mitteld. Stahl,
6%Salzmann &Co.
16%Ver. Stahlwerke
162 Boigt & Häffner
J. G. Farben Bondsl;
5%Bosn. L.E.B
L.Inveſt.
5%Bulg. Tab. v. 02
4½% Oſt. Schätze
47 Oſt. Goldrente.
5 %vereinh. Rumän
4½%
47
4% Türk. Admin..
1. Bagdad
Zollanl.
4½ %üngarn 1913
4½%
1914
429
Goldr.
1910
429
4½Budp.Stadtanl.
42Liſſabon
42, Stockholm
Aktien.
Aig. Kunſtziide Unn
A. E. G. ........"
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Aſchaffbg. Brauerei
Beliſtoff
Bemberg, J. P..
Berl. Kraft u. Licht
Buderus Eiſen.
Cement Heidelberg
Karlſtadt
J. 6. Chemie Baſel
Ke
95.25
88
21.5
18.5
52.5
292
98
38.5
53.5
129
781,
93
100
135.75
esgarnas
Chade
Contin. Gummiw.
Contin. Linoleum
Daimler=Benz
Dt. Atl. Telegr.
Erdöl
..1
Di. Gold= u.
Silber=
ſcheide=Anſtalt.
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Grün & Bilfinge „1200
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Hanfwerke Füſſer
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HilpertArmaturfrb
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch Kupfer
Hochtief Eſſen
Holzmann, Phil.
Flſe Bergb. Stamml142
„ Genüſſel?
..!
Junghans ..
Sn
183
48.25
77.5
36
43.5
37‟
59.75
G2I.
99
61
28.75
38
95.25
108
35.5
68
115
70.5
118
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72 Dt. Reichsb. Vze
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Otavi Minen
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2.
[ ← ][ ][ → ] Roman von Wilhelm Schneider.
(Nachdruck verboten.)
Guten Abend,” ſagte ich auf deutſch, „was verſchafft mir
ditz Vergnügen?‟
Im Sicherheit zu gewinnen, ſetzte ich mich auf den Tiſch und
züzuete mir gemächlich eine neue Zigarette an. Der Mann
be=
ſeſute meine Bewegungen.
Hallo,” ſagte ich, „ſoll der Film ſtumm bleiben?”
Da glitt ein winziges Lächeln um ſeinen Mund. Und im
ueien Augenblick wußte ich, daß ich ihn ſchon irgendwo geſehen
„Nein,” ſagte er, natürlich haben wir ſo allerlei zu beſprechen,
vier Munk.
Sein Deutſch ſchien mir völlig einwandfrei, trotzdem hatte es
ſue ſo merkwürdigen ſingenden Tonfall. Dieſe Stimme hatte ich
ſinmt ſchon einmal gehört
Alſo bitte, mit wem habe ich das Vergnügen?”
Sein Lächeln wurde breiter und unangenehmer; eine brutale,
hunde Ironie legte ſich über ſeine Züge.
Sie kennen mich alſo nicht?”
„O doch, ich kenne Sie — ich kann Sie nur augenblicklich
unterbringen. Halt, einen Moment — ich glaube faſt —
in ich im Bilde.
Eine Erinnerung ſchoß in mir hoch.
Vor drei Jahren in Urga, in der nördlichen Mongolei. Auf
ſagd nach Baggenſen. Ich hatte eine Audienz angeſucht beim
hnden Buddha", dem Scheinherrſcher von Rußlands Gnaden,
ind z
die war mir bewilligt worden. Als ich nach der Audienz den
M
tlſt verließ, ſtand ein ſchwerer Tourenwagen vor dem Porlal.
jnſtämmiger Burjäte warf einen unförmigen Koffer in den
oen hinein, ungeſchickt, unbeholfen, dem Manne, der hinter
mChauffeur im Wagen ſaß, auf die Füße. Da hörte ich die
Einme, die ich jetzt vernahm: kalt und ſchneidend ſprang ſie den
uäten an. Das Geſicht prägte ſich mir ein: dieſe gelbe, aus=
„lutzloſe Maske. . . . Der Mann hatte ruſſiſch geſprochen. Gleich
Wbraf fuhr das Auto davon. Wenige Minuten ſpäter vernahm
laß Baron Elck beim „lebenden Buddha” zu Gaſt geweſen
id ſoeben mit dem Auto Urga verlaſſen hätte. Ziel unbe=
Er. Der Zorn hatte mich damals gepackt; lange war es mein
buſch geweſen. Baron Elck perſönlich kennen zu lernen. Er
nria einer der ganz Großen, ich hatte viel über ihn gehört.
par der Vertrauensmann der Sowjets im fernen Oſten,
ſtend Stalins, Drahtzieher ganz großen Formats, einer der
iuhalssslast:VG-IIE
meiſt genannten Leute. Vor dem Kriege war er Marineattachö
des Zaren in Tokio geweſen, er hatte es verſtanden, ſich auf den
neuen Kurs umzuſtellen. Von Geburt war er Balte, daher auch
ſein ſingendes Deutſch. Immer wieder hatte man ihn mit
Bag=
genſen in Zuſammenhang bringen wollen. Man ſprach von
Zu=
ſammenarbeit der beiden gegen Japan, andere wieder
bezeich=
neten ſie als Todfeinde. Mir ſtieg damals der Verdacht auf,
daß Elck und Baggenſen im Hauſe des „lebenden Buddha”, zu
Urga eine geheimnisvolle politiſche Zuſammenkunft gehabt
hät=
ten, aber Beweiſe dafür hatte ich nicht...
Und dieſer Mann ſtand jetzt vor mir. Der große Elck! Er
hatte mich geſucht: in Wien, Europa, im Hinterzimmer einer
Heurigenſchenke. Unfaßbar und phantaſtiſch! Nur mit Mühe
meiſterte ich meine Erregung.
Immer noch ſtand er an der Tür und lächelte ironiſch. „Nun.”
ſagte er endlich, „ich ſehe, daß Sie mich erkennen, Herr Munk.”
Ich ging auf ihn zu. „Was wollen Sie von mir, Baron
Elck?‟
Da reichte er mir die Hand. „Baggenſen”, anwortete er
leiſe.
„Sie kommen von ihm?‟
„Um Gottes willen! Sind Sie ſo naiv, mein Lieber?"
Ich hatte plötzlich Herzklopfen. Er legte ruhig ſeinen
Man=
tel ab und ſetzte ſich auf das Sofa. Ich klingelte, und das
Mädchen brachte uns Wein.
Er nippte an ſeinem Glaſe und zündete ſich eine Zigarette an.
„Entſchuldigen Sie die kleine Entführung”, begann er faſt
liebenswürdig, „ich konnte mich Ihnen unmöglich im Hotel
ſtel=
len, da ich keinesfalls mit Baggenſen zuſammenſtoßen möchte.
Hier haben wir neutralen Boden unter den Füßen.”
„Wo iſt Baggenſen?” fragte ich heiſer. Ich ſetzte mich ihm
gegenüber; ich hatte Angſt, daß er mir jetzt das „Unfaßbare”
er=
zählen würde..
„Vorläufig iſt er noch in Wien.”
Mir fiel ein Stein vom Herzen.
Er beugte ſich ein wenig vor: „Offen geſagt, Herr Munk,
ich begreife Sie nicht ganz — Sie ſind doch ein angeſehener
Jour=
naliſt — Sie haben einen Namen zu verlieren.”
„Und?‟
„Sie exponieren ſich und haben es nicht nötig. Ich finde es
geradezu fatal, daß Sie ſich auf derartige Abenteuer einlaſſen.
Sie verwickeln ſich in die unmöglichſten Geſchichten, Sie paſſieren
Landesgrenzen, ohne ſich den Behörden zu legitimieren, Sie
wohnen in einem ziviliſierten Lande Europas unter fremdem
Namen — das iſt doch unmöglich.”
„Darüber bin ich Ihnen keine Rechenſchaft ſchuldig, Baron
Elck, ſagen Sie mir lieber, wie ich am ſchnellſten Baggenſen
er=
reichen kann.”
Er lachte offen und zeigte mir ſeine gelben Zähne. „Das
iſt augenblicklich nicht möglich, Herr Munk.”
„Warum nicht?”
„Weil er Sie gar nicht ſehen will. Sonſt hätte er ſich ja mit
Ihnen in Verbindung geſetzt.”
Der Mann war ziemlich genau im Bilde.
„Sie ſind offener, als ich erwartete, Baron Elck.”
„Ihnen gegenüber habe ich keinen Grund, mit verdeckten
Kauten zu ſpielen.”
„Ausgezeichnet. Was iſt denn eigentlich los? Wie kommen
Sie überhaupt hierher, wie haben Sie uns aufgeſpürt?”
„Ziemlich einfach. Ich beobachte Baggenſen ſchon ſeit einigen
Tagen.
„Schon ſeit Kopenhagen?‟
„Nein, ſeit Berlin.”
„Ich finde es trotzdem ſeltſam, daß Sie uns hier gefunden
haben."
„Meine Verbindungen, Herr Munk.”
„Hm. Alſo gut, was wollen Sie von Baggenſen? Und
warum ziehen Sie meine Wenigkeit hinein, Baron Elck?
„Auch das will ich Ihnen ganz offen ſagen. Ich bin ja, wie
Sie wiſſen, ein Diplomat alter Schule.”
„Na, na.”
„Ich betone nochmals, daß ich keinerlei Grund habe, vor
Ihnen Verſtecken zu ſpielen. In wenigen Minuten werden Sie
begreifen, warum ich ſo offen bin.
„Schießen Sie los, Herr Baron!”
„Wiſſen Sie, wer die Dame iſt, die mit Baggenſen reiſt?”
„Selbſtverſtändlich.”
„Wiſſen Sie auch, daß ſie Baggenſens ſchlimmſter Feind iſt?"
Ich ſtarrte ihn an. Es war erſtaunlich, was er nicht alles
wußte.
„Sie wiſſen es alſo nicht? Das kann ich mir denken.
Bag=
genſen ſelber hat ja keine Ahnung.”
„Baron Elck, Sie tun, als ob Baggenſen keinen beſſeren
Freund hätte als Sie
„Zuviel geſagt, mein Lieber, auch darin bin ich ehrlich. Rein
perſönlich ſchätze ich ihn außerordentlich, ich weiß auch ſeine
Ar=
beit zu würdigen, ſeine großen Ziele und ſein Ethos. Aber ich
ſelber trete ja vor dem zurück, was ich repräſentiere. Ich bin ein
Diener meines Landes, meiner Regierung. Und mein Land will,
daß Baggenſen ſein hohes Ziel weiter verfolgt. Alſo muß es uns
beunruhigen, wenn Baggenſen ein Bündnis mit ſeinen eigenen
Feinden eingeht.”
„Bündnis mit ſeinem Feind? Baggenſen kennt nur einen
Feind, und dieſer Feind iſt eine Großmacht.”
„Sehen Sie, Herr Munk: die Repräſentantin dieſes Feindes,
das iſt die — Dame.”
Ich ſprang auf. „Teufel — iſt das Ihr Ernſt?”
„Jawohl, die Dame iſt ſeit kurzem das Werkzeug der
betref=
fenden Großmacht.”
„Baron, Sie ſprechen immer von der „Dame‟ Warum
nennen Sie nicht offen ihren Namen.
„Weil es mir nicht klar iſt, wie ſie wirklich heißt. Aber das
ſpielt doch keine — Rolle.”
„Ich weiß nur, daß ſie Rhoda Horn heißt, und daß es die
Schweſter jenes Olaf Horn iſt, den man vor zwei Jahren in
(Fortſetzung folgt.)
Tokio erſchoſſen hat.”
jörende
Monate 250
Januar. 1Ze Eheleute Philipp Steuernagel und Fr
ch zu erkenne//Aarie, geb. Kramer, in Nieder=Ramſtadt, feiern
unzenmateria /k
höhere Preiſe
Stellen get
en
einzuſch=
daß ſowohl
ſtwirtſchaf
ſelshe
für Ar
enfer
nit
au
te das Feſt der Silbernen Hochzeit. Wir
ulieren herzlich! Dem allſeits beliebten und
hilfsbereiten Jubelpaar alles Gute.
2983
enmarkt
jebruar
Dankſagung.
für alle herzliche Anteilnahme und
Blumen=
enden beim Heimgange unſerer lieben Mutter
Frau Sophie Rühl
geb. Stöfſel
brechen wir unſeren herzlichſten Dank aus. Ganz
ſeſonders danken wir Herrn Pfarrer Bergér für
eine troſtreichen Worte am Grabe, den Herren
Urzten und Schweſtern des Städt. Krankenhauſes,
derrn Dr. Hofmann, der Krankenſchweſter der
Nartinsgemeinde und nicht zuletzt den
Mitbe=
vohnern im Hauſe für ihre liebevolle Pflege.
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Willy Rühl.
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Darmſtadi, Ruthsſtraße 24.
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u Ehren der Toten des Weltkrieges und
der für Deutſchlands Erneuerung Gefallenen
im Volkstrauertage, Sonntag, 25. Februar,
vormittags 11½ Uhr, im Kleinen Haus des
Hefſiſchen Landestheaters, veranſtaltet vom
Darmſtädter „Volksbund Deutſche
Kriegs=
gräberfürſorge‟.
Mitwirkende: Rudolf Wünzer von der
Pfalzoper in Kaiſerslautern, Hans
Bau=
neiſter vom Heſſiſchen Landestheater und
das Orcheſter des Heſſiſchen Landestheaters
(Leitung: Kapellmeiſter Bohne).
Am Flügel: Erwin Born.
die Gedächtnisrede hält
Landesjugend=
pfarrer Lie, von der Au, Darmſtadt.
Eintrittskarten zu 0.30, 0.50, u. 1.00 Mk. ſind
uuch im Vorverkauf an der Kaſſe des Kleinen
(2174b
Hauſes erhältlich
lärgerſieuerMahnung.
as 1. Ziel der durch Steuerbeſcheid angeforderten
erſteuer 1934 iſt bei Meidung der Beitreibung
ſtoſtenberechnung bis zum 3. März 1934 an die
(st 2289
zichnete Kaſſe zu zahlen.
armſtadt, den 24. Februar 1934.
Stadtkaſſe.
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wiſſen will. — Einkäufe machen ihr am wenigſien
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Und damit krifft ſie den Nagel auf den Kopf. — Ubrigens
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