Einzelnummer 10 Pfennige
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
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Gewalt, wie Krieg, Aufruhr. Streit uſw., erliſcht
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Franfurt a. M. 1301.
Nummer 301
Samstag, den 29. Oktober 1932.
195. Jahrgang
ſtädter und Natſionalbank.
Herriots neuer Sabotage=Plan:
Miernde Konkrolle über Deutſchland. — Beſeikigung der Reichswehr und Zerſchlagung der Schukpolizei als Vorausſehung
tzöſiſcher Dienſtzeikverkürzung. — Neues regionales Pakkſyftem in Guropa mit den inkerallierken Armeen als
Kollektiv=
macht des Bölkerbundes. — Sicherheik, Schiedsgerichtsbarkeit und amerikaniſche Garankie geforderk.
Die außenpolikiſche Debakke
in der franzöſiſchen Kammer.
EP. Paris, 28. Oktober.
die große außenpolitiſche Debatte in der Kammer, die erſte
zü felen Monaten, begann bei auffallender Intereſſeloſigkeit des
ſubſums mit den Interpellationen über die
Abrüſtungskon=
n Zunächſt gab der unabhängige Kommuniſt Chaſſaigne
zue Bedauern darüber Ausdruck, daß Frankreichs Regierung
reſſe dem Abrüſtungsplan, des Präſidenten Hoover keine
ſtere Aufnahme bereitet habe. Der franzöſiſche Generalſtab
ür eine Offenſiv=Armee ein, die zugleich gegen den Rhein
91e Alpen gerichtet ſei, was alle Manöver der letzten Jahre
ewiten hätten. Er richte an den Miniſterpräſidenten und an den
rätzminiſter die Frage, ob Frankreich ſeine alte Politik
fort=
tehnvolle, die darin beſtehe, für ſich ſelbſt alle Kriegsmittel zu
garen, dagegen die anderen abzurüſten. Es ſei zu bedauern,
aßh 4s bisherige Zögern Frankreichs den Anſtoß zu der deutſchen
vugeslber die Gleichberechtigungsfrage gegeben habe. Frankreichs
icheheit werde nicht durch Verbündete gewährleiſtet, für die es
üie glich Milliarden Franken ausgeben müſſe. — Als der
Red=
r7) dieſem Zuſammenhang von den „Raub=Nationen” Polen
Ind Lumänien ſprach, erhoben ſich auf der Rechten ſtürmiſche
Pro=
jAr ſozialiſtiſche Abgeordnete Léon Blum beſtieg darauf
ntlullgemeiner Spannung die Tribüne, um ſeine aus
zahlrei=
demUrtikeln des „Populgire” bereits bekannte Theſe zu
vertre=
ent. ſr erkenne grundſätzlich die Gleichberechtigung Deutſchlands
141grechtfertigt an. Der Friedensvertrag von Verſailles ſei
ein lertrag im juriſtiſchen Sinne, denn bei ſeinem Abſchluß ſei
4 ve Willensbeſtimmung des „Beſiegten” ausgeſchloſſen geweſen.
*sl0undenkbar, daß eine Macht oder gar eine Mächtegruppe
uf 1aige Zeit hinaus zu einem Zuſtand der Unterlegenheit
ge=
wuctzuin werden könne. Im Friedensvertrag ſei ſelbſt eine Grenze
vorgdhen worden, nämlich die Verpflichtung der Sieger,
abzu=
üſtt Die Sozialiſten lehnten jedoch unter allen
Amſinden den Gedanken ab, daß die
Gleichbe=
ecilgungsforderung eine Wiederaufrüſtung
Müuchlands nach ſich ziehe. (Beifall im gauzen Hauſe.)
Ach kurzer Unterbrechung ergriff der berüchtigte Nationaliſt
ſelin=Bouillon das Wort zu einer einſtündigen Rede,
19er nach ſeiner Gewohnheit Deutſchland
beſchul=
ia1, ſämtliche Klauſeln des Verſailler
Ver=
rmg’s verletzt zu haben. Das ganze deutſche Volk denke
uk ic einen Revanchekrieg.
In lebhaftem Beifall der Linken begrüßt, verteidigte
Herriol
ſeine Abrüſtungspolitik, die er auf der Londoner
Kon=
s ertreten habe. Den intereſſanteſten Teil ſeiner Rede
bil=
etzheine Ausführungen zur
Gleichberechtigungsfor=
s Deutſchlands. Die Abrüſtungskonferenz, betonte
Auurch die Vorlegung der deutſchen Forderung kompliziert
9 deutſche Note enthalte drei konkrete
Forde=
uihn:
erabſetzung der Militärdienſtzeit auf 6 Jahre,
1 lusrüſtung der Reichswehr mit ſchwerem Material,
ſchaffung einer Miliz von 30—40 000 Mann mit
drei=
ronatlicher Dienſtzeit.
Entſind ſei ebenſo wie Frankreich davon über=
Beung, daß Deutſchland aufrüſten wolle. Dieſes
Auf=
rüſte sprogramm des deutſchen Generalſtabes ſei das
Pro=
ergm des Generals v. Seeckt, der die Schaffung von
Zwei= Ameen, einer ſchnellen, gut ausgerüſteten
Stoß=
armſ von Berufsſoldaten und einer nationalen
ſM 7 10, vorſehe.
ſeriot erklärte ſich mit Leon Blum und Franclin=Bouillon
einisllhrin, daß das gegenwärtige Deutſchland aufrüſten wolle.
Deur=penüber fordere er Einrichtungeiner
internatio=
nalld Kontrolle. Dieſe Kontrolle werde den Mittelpunkt
des ſmöſiſchen Abrüſtungsplanes bilden. Das Kontrollrecht
müſſis ſis zu der Befugnis zur Vornahme von
Unter=
ucſsen an Ort und Stelle gehen.
Ndre Aufrüſtung Deutſchlands feſtſtehe, ſtelle ſich die Frage,
wel4A wege Frankreich einſchlagen ſolle. Solle Frankreich ſelbſt
ſtärr eüften? Das würde zur Folge haben, daß Frankreich aller
juriſächten Argumente verluſtig ginge und zu einem Wetrüſten
ähr Im bsſonders zwiſchen Frankreich und Deutſchland.
Deutſch=
landl ut ſeiner großen Bevölkerung und ſeiner gewaltigen Ju=
Eußt riehcre darin Frankreich von vornherein überlegen. Da die
Nräß 45efahr ſei, wenn Frankreich ſich auch nur einige Tage
ioli Seistem freien Deutſchland gegenüber befände, müſſe
Frank=
reichch ine neue Anſtrengung für die Organiſation des Friedens
mach / (Lebhafter Beifall des ganzen Hauſes.)
Frankreich ſei bereit, erklärte Herriot bei der Darſtellung
des „konſtrukäiven Planes” Frankreichs.
ſeine im Mutterlande ſtationierten Streitkräfte
in der Dienſtzeit herabzuſetzen unter
folgen=
den Bedingungen:
1. daß alle Formationen, die dieſer Heeresorganiſation
zuwi=
derlaufen, wie die Deutſche Reichswehr,
aufge=
löſt und die Polizeiſtreitkräfte
reglemen=
tiert würden.
2, daß die internationale Kontrolle
organi=
ſiert und das Inveſtigationsrecht
obligato=
riſch einbegriffen würde.
3. Daß, um die Locarno=Verträge zu ergänzen, ein
regionaler Pakt für gegenſeitige
Hilfelei=
ſtung derart abgeſchloſſen würde, daß jede europäiſche
Na=
tion daran teilnehmen könne, und die vorgeſehene
Kollektivmacht ausreiche, um Angriffe zu unter=
drücken, wobei dieſe Streitmacht eine erſte
Staffelung von nationalen,
ſpezialiſier=
ten Kontingenten umfaſſen müßte, die
ſo=
fort verfügbar wären und über ein
mäch=
tiges Kriegsmaterial verfügten.
4. Daß die Vereinigten Staaten
Sicherheits=
garantien, wie ſie ſie ſelbſt ins Auge gefaßt haben,
be=
willigen würden.
5. Daß die Mitgliederſtaaten des Völkerbunds
ſich verpflichten würden, alle Verpflichtungen aus
Artikel 16 des Völkerbundspaktes zu erfüllen.
6. Daß das Schiedsgerichtsverfahren für alle
Teil=
nehmer am Pakt obligatoriſch ſein würde.
Herriot ſchloß mit der Bemerkung, ob dieſes Projekt
ange=
nommen werde oder nicht, wiſſe er nicht. Falls es abgelehnt
werde, müſſe die Arbeit in den Kommiſſionen der
Abrüſtungskon=
ferenz fortgeſetzt werden, denn Frankreich wolle unter
keinen Umſtänden die Verantwortung für ein
Scheitern der Konferenz übernehmen.
Angerikaniſche Aktion in London.
Das Ergebnis der Londoner Vorſtellungen Davis” bei Macdonald und Simon. — Borſtoß auf dem Gebiel
der Seegbrüſtung. — Amerika will an Bierer=Konſerenz keilnehmen.
„Abrüſtungs”- Enkenke
gegen prakfiſche deutſche Gleichberechligung?
TU. London 28. Oktober.
Der amerikaniſche Unterhändler Norman Davis hat außer
mit dem italieniſchen, franzöſiſchen und japaniſchen Botſchafter
auch mit dem deutſchen Geſchäftsträger Graf Bernſtorff
ge=
legentlich eines privaten Beſuches über die Londoner Vorgänge
geſprochen.
Ueber das Ergebnis der Londoner Unterredung von Norman
Davis, ſoweit ſie ſich auf die Abrüſtung bezogen, ergibt ſich jetzt
folgendes vorläufiges, amtlich allerdings noch nicht beſtätigtes
Bild:
1. England und Amerika ſtimmen dahin überein, daß
ener=
giſche Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens und zur
Wieder=
belebung der Wirtſchaft notwendig ſind.
2. Seeabrüſtung: Norman Davis hat die äußerſten
An=
ſtrengungen gemacht, um bei England die Annahme der
allgemei=
nen Grundſätze des Hooverplanes durchzuſetzen, ohne hierbei auf
der ſtarren Mathematik der Zahlen zu beſtehen. Dieſe Aufgabe
iſt ihm zu einem erheblichen Teil gelungen, inſofern, als England
die Notwendigkeit von Sparſamkeit beim Marinehaushalt
aner=
kannt und ſich mit einer Verminderung der Geſamttonnage
ein=
verſtanden erklärt hat
3. Amerika und England verſuchen, die Zuſtimmung Japans
und dann auch Frankreichs und Italiens zu den neuen Richtlinien
der Seeabrüſtung zu erwirken.
4. Es iſt anzuſtreben, daß die Vereinbarungen die Form eines
Abkommens der fünf Seemächte annehmen.
5. England und Amerika ſtimmen dahin überein, daß die
Schritte zur Herabſetzung der Rüſtungen zur See eine
Nückwir=
kung auf die Land= und Luftabrüſtung haben und zu
einer praktiſchen Anwendung der allgemeinen Grundſätze des
Hoo=
verplanes auf dieſen Gebieten führen ſollen. Es verlautet, daß
eine Formel in Vorbereitung ſei, die die gemeinſamen Anſichten
Englands und Amerikas darſtellt.
Es wird zuverſichtlich damit gerechnet, daß Italien ſich den
engliſch=amerikaniſchen Richtlinien anſchließen wird, und daß
da=
mit ein moraliſcher Druck auf Frankreich und Deutſchland io
Sinne eines deutſch=franzöſiſchen Ausgleiches ausgeübt werden
kann.
6. Amerika und England ſind ſich darüber einig, daß die
Feſt=
legung der Rüſtungsherabſetzung eine Sache iſt, die zunächſt nur
die noch nicht abgerüſteten Mächte angeht. Andererſeits aber iſt
man ſich darüber klar, daß die Abrüſtungsverhandlungen in Genf
nur dann von wirklich praktiſchem Nutzen ſein können, wenn
Deutſchland an ihnen beteiligt iſt.
7 Amerika ſtimmt ſtillſchweigend der engliſchen Auffaſſung
zu, daß die Frage, wie ſich die durch den Austritt Deutſchlands
aus der Abrüſtungskonferenz entſtandenen Schwierigkeiten
beſei=
tigen laſſen, durch eine Ausſprache zwiſchen England, Frankreich,
Italien und Deutſchland bereinigt werden ſollen.
Engliſch-amerikaniſche Annäherung.
Der diplomatiſche Mitarbeiter des „Daily Telegraph” faßt
das Ergebnis der Londoner Beſprechungen in folgende drei Punkte
zuſammen:
1. Die Unterſuchungen über die Flottenherabſetzung haben
ge=
zeigt, daß es nicht ſchwierig ſein werde, ein engliſch=
amerikaniſches Einvernehmen über die
Zuſam=
menſetzung ihrer Flotten nach Beſſerung der
Lage in Europa zu erzielen.
2. Eine Formel, die ſofort greifbaren Gewinn bringen könne,
ſei noch nicht fertiggeſtellt. Zu dieſem Zweck werde Davis ſpäter
nach London zurückehren.
3. Amerika habe ſich zur Teilnahme an einer
Viermächtekonferenz oder entſprechenden
Ver=
handlungen bereit erklärt. Man könne jedoch keine
Verpflichtungen hinſichtlich der europäiſchen Sicherheit
über=
nehmen.
Der diplomatiſche Mitarbeiter der „Morningpoſt” befaßt ſich
mit den Ausſichten für die Viermächtekonferenz und erklärt, die
engliſche Regierung begünſtige den Gedanken, daß die
Abrüſtungs=
konferenz baldmöglichſt in großen Zügen die Art und das
Aus=
maß der beabſichtigten Abrüſtung niederlege und danach feſtſtellen
ſolle, ob Deutſchland bereit ſei, ſeine Mitarbeit auf der neuen
Grundlage wieder aufzunehmen. Bejahendenfalls würde
Deutſch=
land bei der Fertigſtellung des Plans mitwirken. Wahrſcheinlich
werde England noch etwas warten, um feſtzuſtellen, wie weit der
neue franzöſiſche Plan mit der Aufgabe in Einklang gebracht
wer=
den könne, Deutſchland an den Konferenztiſch zurückzubringen.
Die „Times” ſagen, man könne ſich nicht vorſtellen, daß der
Plan der Viererkonferenz lediglich wegen einer zeitweiligen
Mei=
nungsverſchiedenheit, über den Zuſammenkunftsort aufgegeben
werden ſolle. Uebergehend auf die Abrüſtungsverhandlungen ſagt
das Blatt, es ſeien gute Fortſchritt gemacht worden, um die
eng=
liſche und die amerikaniſche Auffaſſung in der Flottenfrage
mit=
einander in Einklang zu bringen. Die Schwierigkeit liege darin,
ein Einvernehmen über eine ſofort ſichtbare Flottenherabſetzung
herbeizuführen, die der Abrüſtungskonferenz als Beweisgrund für
die Herabſetzung der geſamten bewaffneten Macht vorgelegt
wer=
den könne. Es ſei möglich, daß Sir John Simon und Maedonald
in der nächſten Woche nach Genf gehen würden.
Der Waſhingtoner Korreſpondent des „Daily Telegraph”
mel=
det: Die Erklärung Hoovers zum Flottentag ſollte dazu dienen,
die Bedeutung der Londoner Verhandlungen zu unterſtreichen und
die Bemühungen der engliſchen und amerikaniſchen Vertreter zu
unterſtützen. Man hoffe, daß die Haltung Amerikas England zur
Ausübung eines Druckes auf Frankreich im Sinne, eines
Aus=
gleichs mit dem deutſchen Gleichberechtigungsanſpruch beeinfluſſen
werde.
Zwiſchenfall im bulgariſchen Parlamenk.
TU. Sofia, 28. Oktober.
Bei der Eröffnung der Herbſttagung der Sobranje ereignete
ſich ein Zwiſchenfall. Als König Boris mit der Verleſung der
Thronrede beginnen wollte, ertönte von den Bänken der 31
kommu=
niſtiſchen Abgeordneten der Nuf: „Nieder mit der fasciſtiſchen
Re=
gierung!” Im Saal und auf den Tribünen, brach darauf ein
ohrenbetäubender Lärm los. Die Kommuniſten wurden von den
übrigen Abgeordneten aus dem Saal hinausgeprügelt. Aus den
Reihen der Mehrheit wurden den abziehenden Kommuniſten
Pult=
deckel nachgeworfen. Sichtlich erregt und mit ſcharfer Betonung
verlas darauf König Boris die Thronrede. Die Rede kündigt 15
Geſetzentwürfe an, darunter das Preſſegeſetz, die
Verwaltungsver=
einfachung, die Unterrichtsreform, Zinsherabſetzung und
Land=
wirtſchaftshilfe.
Seite 4 — Nr. 301
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 29. Oktober 1933
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Aus dem Inhalt: Wie verbütet man Altersersche
nungen — Arterienverkalkung heilbar? — Gesunder
Schlaf ohne Gifte! — Stuhlverstopfung in 10 Tagen
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Samstag, 29. Oktober 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 301 — Seite 5
15n
Aus der Landeshauptſkadk.
Darmſtadt, den 29. Oktober 1932.
—Erledigt iſt: Eine Lehrerſtelle für einen evangeliſchen
Leh=
nan der Volksſchule in Büdingen. Dienſtwohnung iſt nicht
vor=
ſuden.
Ernannt wurde: Am 17. Oktober 1932: der Landgeſtütsauf=
. i. e. R. Heinrich Maurer in Darmſtadt unter Berufung
ndas Beamtenverhältnis zum Amtsgehilfen bei dem Kreisamt
Bngen, mit Wirkung vom 1. November 1932 an.
Hohes Alter. Am 31. Oktober begeht Frl. Sophie Köb=
Dieburger Straße 10, in Rüſtigkeit ihren 75. Geburtstag.
Schloßmuſeum. Einem allgemeinen Wunſche Rechnung
tra=
zch. finden am Sonntag, den 30. Oktober, um 11 und 11.30 Uhr
ut., Führungen zu ermäßigten Eintrittspreiſen ſtatt.
Erwach=
ſe Fahlen 50 Pfg. Studenten, Militär und Kinder 30 Pfg. Voo
ſovember ab ſind nur noch vormittags Führungen.
Sonder=
üeu ngen für Geſellſchaften und Vereine können nach
Uebereig=
uf. zu beſonders ermäßigten Preiſen zu jeder gewünſchten Zeit
nrnſtaltet werden.
Die Ruſſiſche Kapelle auf der Mathildenhöhe iſt jeden Tag
ſBeſichtigung von 10—12.30 Uhr und von 3—5 Uhr geöffnet.
Bücherſtube Alfred Bodenheimer. Ausſtellung Ernſt
utitz Engert, Berlin. Sonntag vormittag 11.45 Uhr
jönet Hans Schiebelhut, der ſich mit dem künſtleriſchen
Auk Engerts eingehend befaßt hat, die Ausſtellung in den
Räu=
mu der Bücherſtube. Die Scherenkunſt Engerts, die in ihrer Art
umein reizvoll wirkt, dürfte von beſonderem, künſtleriſchem
nreſſe ſein.
Wohltätigkeitsveranſtaltung im V. D.A. Die reſtlichen
Kar=
für die große Veranſtaltung der Frauenortsgruppe am
Sonn=
tuden 30. Oktober, werden von 11 Uhr an im Saalbau verkauft
Vortreffen der Teilnehmer hebt um 4 Uhr an bei Konzert
AAStadtorcheſters und gemütlichem Kaffeeſchwatz. Das
reichhal=
tua Programm beginnt um 5 Uhr.
Drittes Akademie=Konzert. Claudio Arrau der Soliſt
5/43 Akademie=Konzertes, Donnerstag, den 3. November, 20 Uhr,
inn roßen Saale des Städt. Saalbaues, iſt eines der
Wunderkin=
dſtz das den Uebergang zum reifen Künſtler aufs glücklichſte
ge=
fyinen hat, und ein Spieler von Ernſt und Tiefe geworden iſt.
Wuer der dreimaligen Auszeichnung mit dem Liſzt=Stipendium
ſt+ auch Inhaber des Ibach=Preiſes. Er iſt einer der wenigen
Kütler, denen gleichzeitig Schönheit des Tones, imponierende
Kiut, glockenhaft verlende Paſſagen. Kultiviertheit des
Empfin=
dan Temperament und Poeſie nachgerühmt wird. In dem
be=
nngſehenden Klavierabend ſpielt der Künſtler neben dem Rondo
DAr von Mozart. Beethovens Sonate Es=Dur op. 31 Nr. 3 und
Jymanns Fantaſie C=Dur op. 17. Den Abſchluß des Programms
bihn drei Sätze aus Petruſchka von Stravinsky.
* Märchenbühne im Orpheum Sonntag nachmittag 3.30 Uhr
zuuerſten Male: „Max und Moritz”, nach Wilhelm Buſch.
B5 Bubenſtreiche in ſieben Bildern in gänzlichneuer
Aus=
ſtürt ung. Der Beſuch ſei auch Erwachſenen beſtens empfohlen.
die ich mit der Jugend freuen wollen. (Siehe Anzeige.)
Heſſiſches Landestheater.
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29. Oktober
Anf. 20, Ende geg. 22.30 Uhr. Darmſt. Volkb. R
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Das Konzert.
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2. November La Traviata.
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3. November Wetter für morgen: veränderlich. Pr. 0.60—3.50
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4. November die Cſardasfürſtin.
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5. November
20—22 Uhr. Erſter Kammerinuſik=Abend des
Schnurrbuſch=Quartetts Preiſe 0.75, 1.- u. 1.50
371crms: Sonntag, 30, Oktober: Wetter ür morgen; veränderlich=
Heute abend im Kleinen Haus Premiere „Die
Cſardas=
füüſſt‟. Heute abend findet die erſte Aufführung von Kalmans
Omttte „Die Cſardasfürſtin” ſtatt, die in der hieſigen
Veuuſzenierung durch Rabenalt und Reinking als
Revue=
ette erſcheint. Neben den Hauptdarſtellern. Erna
Gorgi. Joachim Sattler, Lilli Palmer Hermann
Golinger, Eugen Vogt, Käthe Gothe und Joſef
Sie=
bazwirkt die Tanzgruppe und der Bewegungschor
Gli aller Platzarten, die ſonſt den Mietern vorbehalten ſind,
am deſem Abend zur Verfügung, worauf die Tagesbeſucher, die
Wlünieter und die Inhaber der Gutſcheine Nr. 1. 11. 12 und 13
beſshets hingewieſen werden. Am Montag dem 31. Oktober,
„Die Cſardasfürſtin” für Zuſatzmiete II zum erſten
Mallwiederholt. — Morgen Sonntag wird die vorläufig letzte
Sonnagsvorſtellung des „Roſenkavalier” von Richard
3t4G in der bekannten Premierenbeſetzung gegeben, die am
Diſtuag, dem 25. Oktober, in Worms einen außergewöhnlich
ſtagk Beifall vor ausverkauftem Hauſe fand.
Feierliche Rektoratsübergabe.
Der akademiſche Akk
in der Oklo=Berndk=Halle.
** Rektor und Senat der Techniſchen Hochſchule hatten, für
geſtern vormittag zur feierlichen Uebergabe des Rektorats durch
den Prorektor Prof. Reuleaux an den neugewählten Rektor
Prof Dr. Thum eingeladen. Der feierliche Akt wurde in dem
üblichen Rahmen in der Otto=Berndt=Halle abgehalten, und zwar
bei außergewöhnlich zahlreicher Beteiligung der Dozentenſchaft,
der Ehrengäſte und der Studenten. Den muſikaliſchen Teil hatte
Obermuſikmeiſter M. Weber mit ſeinem Orcheſter
übernom=
men. Nach den Klängen eines Pirmaſenſer Marſches aus dem
18. Jahrhundert zogen die Chargen in Wichs mit ihren Fahnen
ein und nahmen auf und vor der Bühne Aufſtellung. Rektor.
Senat. Profeſſoren und Ehrengäſte, unter dieſen Staatspräſident
Dr. Adelung. Finanzminiſter Kirnberger, Oberbürgermeiſter
Mueller, S. Manifiz, der Rektor der Landesuniverſität Gießen,
Prof Dr. Jehs, die Ehrendoktoren und Ehrenſenatoren, betraten
die Halle, während das Orcheſter Rich. Wagners „Tannhäuſer”
ſpielte.
Prorektor Prof. Reuleaux erſtattete zunächſt den
Bericht über das Studienjahr 1931/32.
Nach Bekanntgabe der (von uns bereits im Laufe des Jahres
berichteten) Perſonalveränderungen, gedachte er der im
Berichts=
jahr Verſtorbenen, zu deren Ehrung ſich die Verſammelten von
ihren Plätzen erhoben.
Sodann erinnerte der Prorektor an die wichtigſten Ereigniſſe
der Hochſchule: Mit dem Ende des Winter=Semeſters 1931/32
ſchloß das Pädagogiſche Inſtitut Darmſtadt ſeine
Pfor=
ten, um mit demjenigen in Mainz vereinigt zu werden. Das neue
Inſtitut iſt in einem von der Stadt Mainz zur Verfügung
ge=
ſtellten und auf ihre Koſten muſterhaft hergerichteten ehemaligen
Schulgebäude untergebracht worden.
Im Zeichen der Not, die die Schaffung von Neubauten
aus=
ſchließt, ſteht auch die vor mehr als fünf Jahren begonnene
Her=
richtung der angrenzenden Kaſernenbauten für die Zwecke der
Hochſchule. Nachdem im Sommerſemeſter d. J. das
Gastech=
niſche Inſtitut im Erdgeſchoß der Magdalenen=Kaſerne‟
aus induſtriellen Stiftungen ausgebaut — eröffnet werden konnte,
ſehen wir nunmehr der endgültigen Unterbringung der
Lehr=
ſtühle für Flugtechnik, Flugmeteorologie und
Botanik in den oberen Stockwerken entgegen; die Bereitſtellung
der Mittel, die durch Einſchränkung des urſprünglichen
Eiſ=
wurfs herabgemindert werden konnten, verdanken wir gerne
Re=
gierung und Landtag. Im Sommerſemeſter konnte die Hochſchule
auch in die ſeit langem für ſie beſtimmte ehemalige
Infanterie=
kaſerne einziehen, in der aus Stiftungen der Induſtrie die Räume
für eine Verſuchs=Holzſchleiferei baulich hergerichtet
und mit den nötigen Maſchinen ausgerüſtet wurden. Die
Befrie=
digung eines ſchon lange beſtehenden Bedürfniſſes für ein
neu=
zeitliches Waſſerbaulaboratorium iſt in greifbare Nähe
gerückt; es war möglich, durch die Bereitſtellung vorhandener
militäriſcher Bauten und die Stiftung von Bauſtoffen und
Ma=
ſchinen den noch nötigen Geldbedarf ſo weit herabzudrücken, daß
er aus Erſparniſſen an anderer Stelle gedeckt werden konnte. Hier
ſind wir der perſönlichen Initiative des Herrn Staatspräſidenten,
der wirkſamen Unterſtützung der oberſten Baubehörde und des
Heſſiſchen Hochbauamtes Darmſtadt, ſowie dem verſtändnisvollen
Eingehen des Landtages zu beſonderem Dank verpflichtet.
Die Leibesübungen der Studierenden erfreuen ſich
wachſender Teilnahme. Die Akademiſche Fliegergruppe
hat ſich trotz der widrigen Zeiten und trotz mancher Verluſte und
Enttäuſchungen zäh behauptet. Die „1) 22” war ein voller
Er=
folg im Motorflugzeugbau; auch im Segelflug wurden weitere
Fortſchritte erzielt.
Die Anzahl der Studierenden unſerer Hochſchule
betrug im Winterſemeſter 2581 hierzu =330 Hörer und Gäſte,
zu=
ſammen waren es alſo 2911 Beſucher. Im Sommer waren die
entſprechenden Zahlen 2446 252 und 2698. Im Berichtsjahr
ha=
ben 289 Studierende die Diplom=Hauptprüfung abgelegt. Der
Doktor=Ingenieurprüfung unterzogen ſich 39 Diplom=Ingenieure.
Es wurden ſodann die im Berichtsjahr verliehenen Preiſe und
Auszeichnungen verkündet.
Zuſammenfaſſend ſchloß der Bericht mit folgenden
Ausfüh=
rungen: Das abgelaufene Hochſchuljahr ſtand im Zeichen der
Wirt=
ſchaftsnot. Sehr ſcharfe Einſchränkungen der Mittel für Lehre und
Forſchung hat die Hochſchule hinnehmen müſſen; ich denke hierbei
u. a. an die im Vergleich zu anderen Hochſchulen beſonders
ge=
drückten Aſſiſtenzmittel. Die Lage iſt um ſo empfindlicher, als
Bei=
hilfen aus der Induſtrie angeſichts ihrer eigenen Not nur noch
vereinzelt und äußerſt ſpärlich vorkommen. — Sehr getroffen hat
uns weiter die Aufhebung von etwa einem Dutzend Lehraufträgen
der verſchiedenen Diſziplinen und die kürzlich überraſchend
er=
gangene Verfügung, daß ein ordentlicher und zwei
außerordent=
liche Lehrſtühle vom Haushaltsjahr 1933 ab geſtrichen werden
ſol=
len. — Die Dinge laufen heute ſchon ſo, daß man ſagen muß:Die
Hochſchule gerät in Gefahr, ihre hohe Aufgabe wiſſenſchaftlicher
Lehre und Forſchung nur noch leidlich erfüllen zu können! Wenn
aber eine Hochſchule ihre Aufgaben nur noch
leidlich erfüllt, dann geht ſie zurück. Es muß im
Rahmen dieſes Berichts genügen, dieſen Gedankengang nur
anzu=
deuten, um damit zu ſagen, welche Folgerungen ſich aus der
heu=
tigen Lage ergeben. Ausdrücklich möchte ich aber den vorgeſetzten
Behörden, in erſter Linie dem Herrn Kultusminiſter und ſeinem
Referenten, auch dem Herrn Finanzminiſter, dafür danken, daß
ſie unter den ſchwierigen Verhältniſſen, unter denen ſie ihr Amt
zu führen haben, für unſere Hochſchule taten, was iynen möglich
ſchien. Weiter dankte der Prorektor ſeinen Kollegen und
Verwal=
tungsbeamten für ihre Mitarbeit. Den Studenten ſprach er ſeine
Anerkennung dafür aus, daß ſie ſich in dieſen politiſch ſo erregten
und wirtſchaftlich ſo unſicheren Zeiten ſtets der akademiſchen Ziele
und der verpflichtenden Hoheit der Alma Mater bebußt
geblie=
ben ſind. Bei der Zuſammenarbeit mit dem Ausſchuz der
Stu=
dentenſchaft habe ſich ſchmuckloſe Offenheit als das beſte Mittel
erwieſen, ſich zu verſtändigen und alle Dinge zum Wohl des
Gon=
zer, zu wenden.
Zum Schluß überreichte der Prorektor dem neugewählten
Rektor das äußere Zeichen der Würde, die goldene
Amtskette und wünſchte zugleich von Herzen eine
erfolg=
reiche Amtstätigkeit, die der Hochſchule zum Segen gereichen möge.
S. Magnifizenz Prof. Dr. Thum
übernahm das hohe Amt mit dem Gelöbnis, es als ſeine Pflicht
und Hauptaufgabe betrachten zu wollen, alles zu tun, um das
ver=
antwortungsvolle Amt des Rektors zum Wohle der Hochſchule zu
verwalten. S. Magnifizenz fuhr dann fort: „Meine erſte
Amts=
handlung ſei, Ihnen, verehrter Herr Prorektor, namens der
Hoch=
ſchule von Herzen zu danken für all das was Sie in Ihrem
Amts=
jahre für die Hochſchule getan haben. Sie haben ſich ſtets als
ge=
treuer pater kamiligs bewährt und haben mit vorbildlicher
Ge=
wiſſenhaftigkeit und Sachlichkeit alle, ſelbſt die ſchwierigſten
Amts=
geſchäfte erledigt. So iſt es Ihnen gelungen, das Ihnen
anver=
traute Schifflein durch alle Klippen und Fährniſſe ohne Schaden
durchzuſteuern. Mein Ziel kann es nur ſein, Ihnen nächzueiſern
und mit derſelben Ausdauer und Treue alle an mich
herantreten=
den Aufgaben durchzuführen. Die Hochſchule wird Ihnen für Ihre
zielſichere Amtsführung ſtets dankbar ſein. Nach beſonderem Dank
an die Kollegen, für das Vertrauen, das ihm durch die Wahl
entgegengebracht wurde, wandte ſich= Prof. Thum an die
Studen=
ten mit den Worten: Ich hoffe, daß das gute vorbildliche
Ein=
vernehmen, das an unſerer Hochſchule ſchon immer zwiſchen den
Studierenden und der Profeſſorenſchaft geherrſcht hät, auch unter
meinem Rektorat weiter erhalten bleiben möge, ich hoffe, daß
auch die Freundſchaft und Einigkeit unter Ihnen ſtets immer ſo
muſtergültig wie bisher ſein möge. Schlimm zwar ſind die
Zei=
ten, in denen wir leben. Wie alle Berufe, iſt auch der techniſche
infolge der Wirtſchaftskriſe überfüllt. Aber laſſen Sie ſich
trotz=
dem nicht die Freude an Ihrem Beruf, den Sie in jugendlicher
Begeiſterung gewählt haben, rauben. Es gibt trotz alledem keinen
ſchöneren Beruf, als den eines Ingenieurs; denn er iſt der
Er=
bauer der Zukunft. Und über kurz oder lang verziehen ſich auch
die düſteren Wolken, und dann kommt wieder der Tag der
Tech=
nik. Die Technik ſteht nicht etwa, wie ängſtliche Gemüter meinen,
am Ende, ſondern erſt in ihren Anfängen. Die
naturwiſſenſchaft=
liche und techniſche Forſchung hat in den letzten Jahren ungeheures
Material herängeſchafft, das zur techniſchen Anwendung drängt.
Und dazu braucht man Ingenieure, und namentlich junge
Inge=
nieure, die mit friſchen Kräften an die neuen Aufgaben
herantre=
ten. Darum bitte ich Sie, nützen Sie Ihre Studienzeit gut aus
für Ihren ſpäteren Beruf. Friſchauf Kommilitonen, ans Werk!
Der Vorſitzende des Ausſchuſſes der Studentenſchaft, stud. eltr.
Heinz Hackert=Rhenania, dankte dem Herrn Prorektor für ſeine
Mühe und Arbeit um ſtudentiſche Dinge und wies auf die
tradi=
tionell gewordene, vorbildliche Zuſammenarbeit von
Dozenten=
ſchaft und Studentenſchaft an unſerer Techniſchen Hochſchule hin.
Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Verhältnis zwiſchen
Rek=
tor, Dozentenſchaft und Studentenſchaft weiterhin bleiben möge,
wie es in der Amtszeit des Herrn Prorektorst war. Die
Glück=
wünſche von S. Magnifizenz. dem die Studentenſchaft ihr vollſtes
Vertrauen entgegenbringe, ſchloß er mit den Worten: Wir wollen
mit unſerer Arbeit helfen, einen möglichſt großen Teil unſeres
deutſchen Volkes zu verantwortungsbewußten Trägern, der
Staatsidee zu machen. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß Ew.
Magnifizenz, die Herren Profeſſoren und wir Studenten uns zu
ſachlicher Arbeit, die durch unſere gemeinſamen Verpflichtungen
gegenüber der Hochſchule und unſerem deutſchen Vaterlande
be=
dingt iſt, auch in dieſem Amtsjahr zuſammenfinden. Und ſo habe
ich die Ehre, im Namen der Studentenſchaft Ew. Magnifizenz als
Rektor der Hochſchule zu begrüßen.
Anſchließend hielt Rektor Prof. Thum ſeine Antrittsrede:
„Techniſcher Fortſchritt. Techniſche Hochſchule und die Not unſerer
Zeit”, deren Inhalt wir an anderer Stelle (vergl. Seite 11)
ver=
öffentlicht haben.
Unter den Klängen des Händelſchen Feſtchors aus dem
Ora=
torium „Judas Maccabäus” zogen der Senat, die Ehrengäſte und
die Chargen aus der Otto=Berndt=Halle.
— Ortsverband im B.D.J. Wir machen unſere Mitglieder,
ſowie alle ſonſtigen Freunde der Jugendarbeit hiermit nochmals
aufmerkſam auf den Vortrag des neuen Leiters des Bundes
Deut=
ſcher Jugendvereine. Pfarrer Brandmeyer aus Braunſchweig,
der heute abend 8 Uhr im Gemeindehaus der Johannesgemeinde
(Kahlertſtraße 26) bei freiem Eintritt ſtattfindet.
Beachten Sie Bitte die Anzeige der
Palast=Lichtspiele A.G.
auf Seite 14
Volkshochſchule. Am Dienstag dem 1 November,
beginnt Herr Dr. med. B. Günther mit ſeinen Vorträgen über
„Kunſt und Wiſſenſchaft naturgemäßer,
Ernäh=
rung”. Vorgeſehen ſind vier Vorträge, in denen über die
richtige Ernährung, über Stoffwechſel, Vitamine und Salze,
Fleiſch, Vegetarismus. Rohkoſt und Genußmittel geſprochen wird.
Die Vorträge, die auch einzeln beſucht werden können, finden ſtatt
im Saal 267 der Techniſchen Hochſchule ab 20,.15 Uhr.
Anmel=
dungen ſind an die Volkshochſchule. Neckarſtraße 3. zu richten.
Modell= und Segelflug=Wettbewerb des Sturmpogel. An
dieſer Stelle ſei auf den heute und morgen ſtattfindenden
Wett=
bewerb obigen Verbandes hingewieſen. Die Vorarbeiten geben
berechtigte Hoffnung auf einen guten Erfolg. Die
Modellausſtel=
lung für Motor= und Segelflugzeuge findet im Saal der Brauerei
„Zum Goldenen Anker”, hier, Große Ochſengaſſe, von heute
nach=
mittag 3 Uhr ab, ſtatt. Der Segelflugwettbewerb wird
am Hang des Roßbergs (bei Roßdorf) morgen Sonntag, den
30., von vormittags. 9 Uhr bis nachmittags, 5 Uhr ausgetragen.
Den Hauptpreis des Wettbewerbs bildet der „Hauptmann Jans=
Gedächtnispreis”, der von der heſſiſchen Staatsregierung geſtiftet
wurde.
— Förderkurſe für Hausangeſtellte. Auf Veranlaſſung des
Hausfrauenbundes und einer Anzahl Hausangeſtellter veranſtaltet
die Alice=Eleonorenſchule ab November einmal wöchentlich abends
oder nachmittags Kurſe für erfahrene Hausangeſtellte. Dauer ein
halbes Jahr. Die Teilnehmerinnen arbeiten unter Anleitung einer
Gewerbelehrerin praktiſch in den Gebieten: insbeſondere Kochen
(einſchl Nahrungsmittellehre. Ernährungslehre), unter beſonderer
Berückſichtigung moderner Ernährung und der feineren Küche,
außerdem Servieren, Tiſchdecken, Waſchen mit neuen Geräten und
Maſchinen, Glanzplätten. Hausarbeit unter Verwendung neuer
Methoden, hauswirtſchaftliche Buchführung uſw. Nach Abſchluß
des Kurſes wird auf Wunſch ein entſprechendes Zeugnis
ausge=
ſtellt. Anmeldungen beim Sekretariat der Schule, Friedrichsſtr. 4,
Telephon 1839, oder bei der Geſchäftsſtelle des Hausfrauenbundes,
Rheinſtraße 4. (Siehe Anzeige.)
roRlscHei le
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An-
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ausstattung.
Wietel e e
Eete
GENERAL-VERTRETER: HAAS &BERNHARD, DARMSTADT, RHEINSTRASSE
202
[ ← ][ ][ → ]Telephon und Drehbühne.
Neue Methoden zu Kraft und Schönheit.
Es iſt mit dem Fußballſpiel Bühne gegen Preſſe, das am
12. November, nachmittags 14.30 Uhr, im Stadion des
Sport=
vereins 1898 ſtattfindet, doch eine ernſtere Sache, als man
ge=
meinhin annimmt. Die beiden Mannſchaften befinden ſich ſchon
ſeit Wochen in einem harten Training, das ohne Rückſicht auf
die Wetterlage durchgeführt wird. Wie wir hören, ſind ſogar
ſchon Verletzungen, Muskelkater und ähnliches eingetreten. Man
muß ſich vor Augen halten, daß die Bühnenelf aus ſehr gut
pro=
portionierten Männern beſteht, die gewohnt ſind, von ihrem
Körper Höchſtleiſtungen zu verlangen. Bei der Preſſe liegt der
Fall leider nicht ſo. Wohl iſt das Leben eines Journaliſten eine
ewige Hatz. Aber doch wohl mehr unſichtbarer Art. Während
er ſtill ſitzt, flitzt ſein Geiſt überall herum! Aber mit Geiſt allein
iſt gegen ſo harte Kämpen, wie ſie die Bühnenleute ſind, nichts
zu gewinnen. Dazu gehört ſchon eine gute körperliche
Kondi=
tion. Um der Lauftechnik den letzten Schliff zu geben, um die
Reaktionsfähigkeit zu beſchleunigen und den Atem zu verlängern.
ſind in den Redaktionen jetzt grundlegende Umwandlungen vor
ich gegangen! Die Tiſchtelephone ſind 3—4 Zimmer weitergelegt
worden. Sobald das Klingelzeichen ertönt, hat der Redakteur
alles ſtehen und fallen zu laſſen. Er muß ſofort und ſo ſchnell
wie möglich zum Telephon rennen. Andere Redaktionsmitglieder
begutachten den Laufſtil. Unſer Bild zeigt, wie Hartmuth Pfeil
einen Preſſeprominenten heimlich beobachtete. Das Publikum
fann viel zum Training tun, indem es öfters anruft.
Die Bühne iſt natürlich auch hier wieder der Preſſe
über=
legen. Die heimlich feſtgeſtellte Trainingsmethode iſt ſo raffi=
niert, daß es erſt der Bekundungen mehrerer Zeugen bedurfte,
bis wir wagten, unſeren Leſern davon Mitteilung zu machen.
Die Drehbühne macht man nach Schluß der
Ver=
anſtaltung frei! Der Generalintendant ſitzt perſönlich am
Schalthebel und reguliert die Geſchwindigkeit! Alle Fußballer
laufen — laufen — laufen — der einzigſte, dem es nie ſchnell
genug geht, iſt Herr Drath. Er überrundet ſeine Kollegen, wie
er will. Herrmann, Kuhn ſind nicht ganz mit dieſer Methode
einverſtanden. Scheerkamp und Dr. Allmeroth brauchen nur
einen Schritt zu machen, dann ſind ſie ſchon rum. Hirſchfeld will
immer ſeinem Chef helfen (beim Schalten, denn das iſt
beque=
mer), aber ſtets wird er wieder in die Jungmühle hineingeſchickt
Manchmal haben die Soliſten gar keine Zeit, ſich umzuziehen.
Und ſo iſt es ſchon paſſiert, daß Herr Baron Ochs dem Wilhelm
Tell um den Hals fällt mit dem Ruf: „Tell, gebt mir Luft!” und
Tell erwidert: „Was kümmert mich der Ochs dort auf der Platte,
komm”, laß uns laufen — laufen — laufen — laufen . .
Das Spiel findet am 12. November, nachmittags 14 30 Uhr,
auf dem Platz des Sportvereins 1898 ſtatt. Eintritt: 1 Mark für
den Tribünenſitzplatz 50 Pf. für Stehplatz, 25 Pf. für Kinder
und Erwerbsloſe. Der Sportverein hat gerne ſeine. Anlagen
koſtenlos zur Verfügung geſtellt, damit dem wohltätigen Zwecke
der Veranſtaltung möglichſt große Summen zugeführt werden
können. Außerdem finden durch die Jugend= und
Damenabtei=
lung des Vereins ſpörtliche Werbevorführungen ſtatt, die einen
Einblick in das große Arbeitsgebiet und die damit beabſichtigte
Erziehungsarbeit gewähren.
In der nächſten Zeit werden wir eine eingehende
Mann=
ſchaftsbeſprechung bringen.
— Das Schnurrbuſch=Quartett veranſtaltet dieſen Winter
wie=
derum drei Kammermuſikabende. Der erſte Abend am
Sams=
tag, den 5. November, bringt zwei Meiſterwerke der
Kam=
mermuſik Beethovens, das Cis=Moll Streichquartett, Opus
131, und das Schubertſche Streichquintett in C=Dur. An den
bei=
den anderen Abenden kommen zur Aufführung: Brahms C=Moll,
Opus 51, Vivaldi, Grieg G=Moll (2. Abend). Smetanas
Streich=
quartett. Aus meinem Leben”, Rinkens Suite und Dvoraks
Streichquintett Es=Dur (3. Abend). Für alle drei Abende liegt
ein Abonnement zu mäßigem Preis auf. Vorverkauf an der
Tageskaſſe des Großen Hauſes.
— Oſtnot iſt Reichsnot! Dieſe Erkenntnis wird Allgemeingut
jedes vaterländiſch fühlenden Deutſchen. Ihre Grundlage zu
feſtigen, bezweckt die heutige Abendveranſtaltung des Deutſchen
Oſtbundes im „Weißen Saal” bei Chriſt, Grafenſtraße. Es wird
ſprechen Herr W. J. Kluge. Direktor der Darmſtädter Volksbank.
über „Deutſche Wirtſchaft und deutſcher Oſten”. Unterſchiedslos
iſt jedermann hierzu bei freiem Eintritt freundlichſt eingeladen.
— Der Chriſtliche Verein junger Männer Darmſtadt e. V.
ver=
anſtaltet am Sonntag, den 30. Oktober 1932, abends 8.15 Uhr, in
ſeinem Heim Eliſabethenſtr. 17, 1. (Ecke Wilhelminenſtr.) einen
Familienabend, zu dem jedermann herzlich eingeladen iſt. Der
Eintritt iſt frei; beſondere Einführung nicht erforderlich. Aus
dem ſorgfältig zuſammengeſtellten Programm ſei beſonders das
Melodrama „Die Mette von Marienburg” hervorgehoben, in der
Felix Dahn den Vorkämpfern deutſcher Kultur im Oſten und
chriſtlicher Glaubenstreue ein ergreifendes Denkmal geſetzt hat.
Die geniale Muſik von Ferd. Hummel unterſtützt in
eindrucks=
voller Weiſe die packende Handlung. Perlen der Tonkunſt, wie
Lieder von Schubert, Flöten=, Zither= und Klaviervorträge ſowie
eine Auswahl ernſter und humoriſtiſcher Gedichte verſprechen allen
Beſuchern einen genußreichen Abend.
Evangeliſche Jugendgemeinſchaft. Alle Mitglieder ſind
hierdurch nochmals hingewieſen auf den Vortrag des neuen
Lei=
ters des B.D.J., heute abend 8 Uhr im Gemeindehaus,
Kahlert=
ſtraße 26. Das Thema lautet: „Mein Weg zum Bund und der
Weg des Bundes‟. Der Eintritt iſt frei.
Im Kampf um die Weltanſchauung. Die Vorträge, die
im Verlaufe der Evangeliſationswoche der Petrusgemeinde jeden
Abend geboten werden, erfreuen ſich wachſender Beteiligung und
geſteigerter Aufmerkſamkeit. Hier wird wirklich im Wirrwarr
der Zeit eine klare Führung geboten und ſtarker Impuls
ver=
mittelt, den Weg zu froher und frommer Lebensauffaſſung zu
finden. Heute Samstag abend wird der Redner, Direktor
Pfar=
rer Stuhrmann, ſeinen letzten Vortrag halten unter dem Thema:
Zwei Fronten. In der Predigt morgen vormittag 10 Uhr wird
er ſich von der Gemeinde ſeiner Zuhörer verabſchieden. Es ſei
darauf beſonders hingewieſen.
Paulusgemeinde. Am Montag, den 31. Oktober, als dem
Gedächtnistag der Reformation, findet vorm. 9 Uhr
Feſtgottes=
dienſt in unſerer Kirche ſtatt, zu dem auch die Gemeinde herzlichſt
eingeladen iſt. Abends 8 Uhr wird in einem Gemeindeabend
Herr Pfarrer D. Wagner=Bensheim, der Schriftführer des
Heſſiſchen Hauptvereins der Guſtav=Adolf=Stiftung, einen
Vor=
trag halten über „Hundert Jahre Guſtav=Adolf=
Verein”. Ihre muſikaliſche Mitwirkung haben zugeſagt Frau
Häuſer (Klavier), Frl. Eckhardt (Harmonium), Herr Wenz (
Vio=
line). Der Eintritt iſt frei. Recht zahlreicher Beſuch ſeitens der
Gemeindeglieder und Freunde des Guſtav=Adolf=Vereins wird
er=
wartet.
Oer Darmſtädter Ziegelbuſch.
Zur Sonderſchau der Ausſtellung „Die Bogelwelk und ihr Schuh” auf der Künſtlerkolonie.
beitragen, dem Ziegelbuſch neue Freunde zu erwerben, denn
ſind noch weitere Maßnahmen notwendig, wenn der Schutz rich
Stühpunkke der Tierwelk.
Erfolg haben ſoll. Es muß dafür Sorge getragen werden, df
Das Ideal des Natur= und Vogelſchutzes iſt die Schaffung von
Freiſtätten, als Stützpunkte der Tierwelt. Im Kulturgelände und
beſonders zur Erhaltung ſeltener in ihrem Beſtande bedrohter
Pflanzen= und Tierarten.
Der Ziegelbuſch iſt ein intereſſantes Beiſpiel für die
Errich=
tung ſolcher Reſervate, denn es handelt ſich hier nicht um ein Stück
urſprünglicher, von Menſchenhand unberührter Natur, ſondern
um ehemaliges Induſtriegelände, das ſich die Natur zurückerobert
hat. Hier wurde ſeit Jahrhunderten Lehm zum Backſteinbrennen
gegraben. Die verlaſſenen Gruben füllten ſich mit Waſſer. An
den Rändern breitete ſich Schilf und Buſchwerk aus, überſchattet
von alten Bäumen, die unſere Vorfahren (welche nicht erfaßt
waren von dem Reinigungsdrang unſerer Tage) ruhig an Plätzen,
wo ſie die Arbeit nicht hinderten, ſtehen ließen. Tierarten, die
längſt der modernen Kulturſteppe weichen mußten, fanden hier
noch einen Stützpunkt. Die Hecken belebte die Nachtigall in großer
Zahl, aus dem Schilfdickicht ertönte das Brüllen der Rohrdrommel,
und in den ſteilen Lehmwänden brütete der Eisvogel.
Eine Reihe großer Künſtler der Heimat fanden hier
An=
regung zu künſtleriſchem Geſtalten. Es ſeien hier nur genannt
Eugen Bracht, Karl Schweich Karl Seeger, Karl Beyer, Heinrich
Hoffmann, Hermann Schlegel, Wilhelm Baader, dann vor allen
Dingen, Adolf Beyer, Heinrich Zernin, Fritz Büchner, Eliſabeth
Freund=Fiſcher. Hilde Roeder, Emil Anthes, Ferdinand Bahrt
und andere. Arbeiten dieſer Künſtler führen den Beſuchern der
Ausſtellung die Schönheit des einſt ausgedehnten
Ziegelbuſchge=
ländes vor Augen. Erſt unſeren Zeiten blieb, es vorbehalten, die
Eigenart der Landſchaft im Ziegelbuſch zu zerſtören, ja gerade
ſinnlos zu vernichten. Damit dieſe Arbeit ja gründlich
durchge=
führt werde, ließ man Zigeuner, ausgerechnet in dem ſchönſten
Teil des Ziegelbuſches, dem Eichwäldchen, hauſen.
Jahrelang kämpften Natur= und Heimatfreunde vergeblich um
die Erhaltung des Ziegelbuſches. Im Intereſſe des Heimatſchutzes.
Erſt im vergangenen Jahre gelang es, dank der Unterſtützung der
Herren Bürgermeiſter Ritzert und Oberbaurat Heuſel, einen
klei=
nen Teil der letzten Reſte unter Schutz zu ſtellen.
Prof. Adolf Beyer, der große Kenner der Schönheiten unſerer
Umgebung, hat dieſen Teil des Ziegelbuſches in einer Reihe ſchöner
Gemälde feſtgehalten, die auf der Ausſtellung einem größeren
Be=
ſucherkreis zugänglich gemacht werden. Die Arbeiten ſollen dazu
das Schutzgebiet nicht iſoliert wird, ſondern organiſch mit a.
Umgebung verbunden bleibt. Spätere Generationen werden di.
Maßnahmen erſt danken. Wenn ſich das Häuſermeer der Staol
noch weiter ausgedehnt hat, wird die Bedeutung dieſes
Gebies=
in dem an Grünflächen armen Nordteil der Stadt erſt richtig.
würdigt werden.
Der Tierſchutzverein hat die Koſten übernommen, um
mBi=
lichſt ſchnell die Spuren, der Zerſtörungswut beſeitigen zu laſſ=
Außer der Vogelwelt werden auch Eidechſen, Schlangen und ſonſt=
Sumpf= und Waſſertiere hier geeignete Lebensbedinguns,
finden.
Die vielfach vorgebrachte Befürchtung, die Teiche des Schuu
gebietes könnten die Urſache zur Schnakenplage werden, iſt w.
wegig, denn die reiche Tierwelt, beſonders ein guter Fiſchbeſta
wird keine Schnakenbrut aufkommen laſſen. Die Schnakenplc
des letzten Jahres hatte uns der Weſtwind gebracht und n.
weit in die Odenwaldberge hineingetragen. Dieſe Schnaken kam ſwſt
aus den Riedwieſen als Rache für die übereifrigen Kulturma 7
nahmen, die dort die Natur, aus ihrem Gleichgewicht gebra=/nce
haben.
Zum Schluſſe ſei noch kurz zu der Frage der Schaffung vu ch (M
Naturfreiſtätten Stellung genommen. Gern lenken unſere inodel nich
nen Wirtſchaftler, Kultur= und Städtebauer den Blick nach Nom. m
Teit=
amerika. Dem Zuge der großen Mode folgend, wollen auch mi/rſü
Natur= und Heimatſchützer den Blick über das große Waſſer woe ſEie cer,
fen. So beiſpiellos die Vernichtung der Naturwerte in dieſet ſund darun
Lande war, ſo beiſpiellos ſind auch die Maßnahmen, die Reſte Oe pcden.
alten Pracht zu retten. Eine Reihe großer Schutzparks, die ma Aevüſer
chen deutſchen Bundesſtaat an Größe übertreffen, dienen der S. Gruhne
haltung der Naturſchönheiten. Genannt ſeien nur der Yellowſtorn, „Areginal
Park, ein Gebiet faſt ſo groß, wie der Freiſtaat Sachſen. Der Q.mu eihitze
uoia=Park, der Grant=Nationalpark. Mountrainer=Park, ſonu filgblat
eine Reihe anderer Schutzparks bis zur Vogelinſel Layſan (S. ſimn, eiſt
vaijarchipel) mit etwa 15 Millionen Vögel. In Deutſchland E=au über
nan auch die Bedeutung der Naturſreiſtätten erkannt und einä gs Beiall
Großtaten auf dieſem Gebiet zu verzeichnen, doch manches könrnſu zu ve
noch ohne große Opfer erreicht werden. Gerade jetzt, wo auf de=
Wege des Arbeitsdienſtes überall Entwäſſerungs= und Berein
gungsmaßnahmen durchgeführt werden, iſt die Schaffung von
ſervaten zur Erhaltung von Tier= und Pflanzenarten, die ſich de
Kulturland nicht anpaſſen können, unbedingt notwendig.
Schäfet.
— Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft. Das
hiſto=
riſche Konzert „Sixt und Bettina”, das die Freie Literariſch=
Künſtleriſche Geſellſchaft am nächſten Dienstag, dem 1.
No=
vember, 8 Uhr, im Feſtſaal der Loge veranſtaltet, wird einen
wertvollen muſikaliſchen Fund den Darmſtädter Kunſtfreunden
zum erſtenmal erſchließen: die Lieder und Tänze eines ſeither
völ=
lig unbekannten Komponiſten aus der Goethezeit. Johann
Auguſt Sixt. Der bekannte Muſikforſcher Dr. Erich Fiſcher
hat die verſtaubten Muſikalien in der Bibliothek des Fürſten
Für=
ſtenberg in Donaueſchingen entdeckt, und wird in einem
einleiten=
den Vortrag über die geheimnisvolle Perſönlichkeit des
Kom=
poniſten berichten. Die junge Sängerin Charlotte an der
Hei=
den wird Lieder und Tänze vorführen. Ein intereſſanter und
reizvoller Abend ſteht bevor. (Siehe Anz.)
Der Chriſtliche Mekallarbeikerverband
gegen die hohen Belaſtungen der Auko=Induſrig
Auf dem Verbandstag des Chriſtlichen Metallarbeiterv=e
bandes Deutſchlands, der vor einiger Zeit in Königswinter ſt.
fand, machte der Bezirksleiter Weſp, M.d.L., Darmſtadt,
beachtenswerte Ausführungen über die hohen Belaſtungen, B
die deutſche Auto=Induſtrie zu tragen hat. Sehr ſcharf wandt.
erfdteſäundf der unfſäiſche grerläfe en Siſenfansk
zwang. Ferner gegen die Unterbindungen, die der Auto=
Güte=
ferntransport durch den Genehmigungszwang auferlegt bekomm
Am Samstag, den 29. Oktober, iſt
Seine Ausführungen erhielten ihren Niederſchlag durch die
unte=
ſtehende, einſtimmig angenommene Entſchließung durch den Ve=
bandstag.
Entſchließung!
Demfpalia
„Sparen iſi die ſichere Vorausſetzung
für die wirtſchaftliche Geſundung!”
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt
Haupiſtelle: Rheinſtraße 34
Zweigſtellen: Hügelſiraße 22 und Beſſungerſtraße 48.
St. 14947
— Zum 2. Be=ha=Nachmittag, welcher am 2. November,
nach=
mittags 3 Uhr, unter dem Motto „Kunterbunt” im Saalbau
ſtattfindet, ſind dieſes Mal v. Georgi und Joachim Sattler vom
hieſigen Landestheater, ſowie die beliebte Vortragskünſtlerin
Cilli Bauer gewonnen worden. Das weitere Programm ſiehe
Anzeige. Die mit dem Nachmittag verbundene Modenſchau wird
von den Firmen D. Rehfeld u. Co., Karl Jordan, Koffer=Kolb,
Speiers Schuhwaren und Württ, Metallwarenfabrik beſtritten.
Die hauswirtſchaftliche Ausſtellung iſt reich beſchickt und wird
der Nachmittag durch das gute reichhaltige Programm genau wie
am 15. April d. J. ein voller Erfolg werden.
— „Die Tegernſeer” im Orpheum. Heute, Samstag. 29.
Ok=
tobe, 8.15 Uhr: „Das Glöckerl unterm Himmelbett.” Morgen,
Sonntag: „Der Eheſtandskandidat”, zwei Bauernſchwänke von
eigenartiger humoriſtiſcher Wirkung. Dazu die beliebten
Zither=
vorträge und oberbayeriſchen Volkstänze. Kleine Preiſe.
— Kegler=Vereinigung Darmſtadt und Umgebung e. V. In
Ergänzung unſeres Berichts von der Jahres=Hauptverſammlung
der Keglervereinigung bringen wir das Ergebnis der
Vorſtands=
wahl für das Geſchäftsjahr 1932/33: 1. Vorſitzender Hermann
Thummel, 2 Vorſitzender Paul Pohl. 1. Schriftführer Georg
Seibert, 2. Schriftführer Hermann Scherer, Rechner Alois
Geb=
hardt. Sportwart und Preſſewart Hermann Reichert.
Vorſitzen=
der des Vergnügungsausſchuſſes Karl Zimmer, Beiſitzer Heinrich
Bangert, Adam Hübner. Peter Bär und Adam Berg.
Aus dem Gerichtsſaal.
Aw. Vor dem Bezirksſchöffengericht ſtand am
Frei=
tag ein nationalſozialiſtiſcher Schloſſerlehrling
wegen öffentlicher Beleidigung des
Innenmini=
ſters Leuſchner. Er hatte ſich auf der Rheinſtraße an einer
Unterhaltung mit andersgeſinnten, ihm aber vollkommen
unbe=
kannten Leuten beteiligt und bei dieſer Gelegenheit ſchwere
be=
leidigende Aeußerungen gegen Miniſter Leuſchner getan. Im
Braunen Haus hätte man es ſchwarz auf weiß. Der junge Mann
beſtritt vor Gericht die ganze Unterredung. Die
Zeugenaus=
ſagen beweiſen jedoch das Gegenteil. Das Gericht verurteilt ihn,
da er zurzeit noch jugendlich war, zu ſechs Tagen
Gefäng=
nis, für die ihm eine dreijährige Bewährungsfriſt zugebilligt
wird, und zu einer Geldbuße von 50 Mark.
Eine andere Verhandlung mußte zum dritten oder vierten
Male abgeſetzt werden, weil ein Zeuge nicht erſchienen war. Es
wird dann noch gegen einen jungen Kaufmann wegen
Ur=
kundenunterdrückung verhandelt. Er wird beſchuldigt,
daß er, als früherer Angeſtellter des Ehape, Bonbücher im
Augenblick der Reviſion vernichtet habe. Man vermutete
an=
fänglich Unterſchlagungen, doch erſcheint das dem Gericht nicht
wahrſcheinlich, vielmehr iſt es der Anſicht, daß durch die etwas
ſaloppe Dienſthandhabung des Angeklagten vielleicht eine geringe
Schädigung entſtanden war, und der Angeklagte das nicht offen
werden laſſen wollte. Der bisher unbeſtrafte Angeklagte erhält
daher nur eine Geldſtrafe von 40 Mark, hilfsweiſe fünf Tage
Gefängnis.
Die 13. Generalverſammlung des Chriſtlichen Metallarbeite
verbandes Deutſchlands hält eine blühende deutſche Automol
Induſtrie aus nationalen, volkswirtſchaftlichen und arbeitsmar:
politiſchen Gründen für unbedingt notwendig. Sie erwartet v.
der Induſtrie, daß ſie alle Anſtrengungen macht, um ihre Km.
kurrenzfähigkeit gegenüber dem Auslande zu ſteigern und aud
der Arbeitnehmerſchaft beſſere Exiſtenzmöglichkeiten zu geben.
In der Erkenntnis daß ſozial rückſtändige oder unter ander
techniſchen und marktmäßigen Vorausſetzungen produzierem
Länder namentlich durch hohe Schutzölle Vorteile im Konkurrer
kampf genießen, fordert die Generalverſammlung einen Schl
der die Maſſeneinfuhr ausländiſcher Kraftwagen unterbinde
Der europäiſchen Wirtſchaftsſolidarität ſind hierbei die Wege
ebnen.
Die Generalverſammlung wart Regierung und Parteien, d
Ausdehnung des Autoverkehrs in Deutſchland durch
unzwe=
mäßige und ungerechtfertigt hohe Steuern und Abgaben, zu hert
men oder gar zu unterbinden. Eine Entlaſtung und Reform ?
Beſteuerung wird für dringend erforderlich erkannt.
Die gemeinſamen Intereſſen der Fahrzeuginduſtrie und de
in derſelben beſchäftigten Arbeitnehmer macht eine dauernde be
derſeitige Fühlungnahme und gemeinſame Anſtrengungen erſoo
derlich. Empfohlen wird die freiwillige Bildung eines Wier
ſchaftsausſchuſſes der deutſchen Fahrzeuginduſtrie unter
v=
trauensvollem paritätiſchem Zuſammenwirken von Induſtrie un
Arbeitnehmerſchaft.
„Die Gedok” Gemeinſchaft deutſcher und öſterreichiſchon
Künſtlerinnen und Kunſtfreundinnen, tagt am 29. Oktober, nachm
4.30 Uhr, im Hotel Traube, wozu ſie die intereſſierten Fraue
Darmſtadts, die der Malerei, Literatur, Rezitation, dem Kunſti
gewerbe und der Schauſpielkunſt irgendwie naheſtehen, freundlio
einladet. Frau Ida Dehmel=Hamburg, die Gründerin der Ged0c
wird ſprechen.
— Im Union=Theater wurde der Groß=Tonfilm in deutſches
Sprache mit Greta Garbo und Ramon Novarro „Mata Hari” dau
Geheimnis einer Tänzerin und großen Spionin, die 2. Woche ver
längert
— Die Helia=Lichtſpiele zeigen nur noch kurze Zeit die Seſl.
ſation dieſer Saiſon, Lilian Harvey und Hans Albers in deus
luſtigen Ufa=Tonfilm „Quick”. Dazu das hervorragende Beiptt4
gramm.
— In den Palaſt=Lichtſpielen läuft heute und folgende T009
das ſpannende Tonfilmwerk „Die zwei vom Süderpreß” mit Trud”
Berliner, Ernſt Buſch, Otto Wernicke. Im Beiprogramm, ſiel
man einen hervorragenden „Film vom Funk”, der einen inten
eſſanten Blick hinter die Kuliſſen des bayeriſchen Rundfunl
tun läßt
— Helia=Film=Morgenfeier. Morgen Sonntag, vorm. 11.1
Uhr, wird der hervorragende Kulturfilm „Auf Tigerjagd in 50!
dien”, in dem auch Hagenbeck ſpricht, unwiderruflich zum letzte
Male wiederholt.
— Reſi=Theater. Heute beginnt im „Reſi” die Feſtwoche )‟
100 Reichsmark Bargeld=Preisausſchreibens „Ein Kino ſucht ſe”
nen Namen”, das in allen Kreiſen großes Intereſſe gefundell.
hat. Bei der heutigen Feſtvorſtellung unter Leitung Harry L9ſ
lers vom Rundfunk werden die Gewinne verteilt. Zur Erſtalule
führung gelangt der gewaltige neue Tonfilm der an die Herze!
aller Menſchen rührt, „Mutter”. Jugendliche zugelaſſen.
Lokale Beranſtalkungen.
— Hotel und Reſtaurant zur Poſt (am Hauptbo!
hof) veranſtaltet, wie immer, am Samstag und Sonntag ſeiſſe
beliebten Geſellſchaftsabende. Auf vielfachen Wunſch bringen w‟
„Ein Abend in London”
— In der Weinſtube „Mutter Krauß”. Tau
ſtraße 6, findet Samstag und Sonntag Konzert ſtatt. (Sſe
morgige Anzeige.)
Vereinskalender.
— Verein der Pioniere und Verk.=Trupp,
Darmſtadt u Umg., K.K.=Schützen=Abtlg. Sonntag, den 2
d. M. 9 Uhr: Uebungsſchießen und Wertungsſchießen, verbuſl.
mit Königsſchießen, Fortſetzung
Tageskalender für Samstag, den 29. Oktober 1932.
Union=Theater: „Mata Hari”, — Helia=Lichtſpiele: „Quick
Orpheun:
Ludwig, Brauſtübl; Reſt. Mohr, Wendelſtadtſtr.; Hotelreſt. d
Poſt.
Palaſt=Lichtſpiele: „Die Zwei vom Südexpreß”
„Das Glöckerl unterm Himmelbett” — Konzerte: Cafs Erſſ”e
Samstag, 29. Oktober 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 301 — Seite 7
Der Kornkäſer.
Die heſſiſche Hauptſtelle für Pflanzenſchutz in Gießen
ſteibt uns: Der Kornkäfer ((Jlandra granaria L.), auch Kornkrebs
ſer ſchwarzer Kornwurm genannt, iſt der ſchlimmſte Feind des
ſgernden Getreides. Er befällt beſonders Weizen und Roggen,
ſer auch Gerſte, Hafer und Mais. In letzter Zeit ſind
verſchie=
mtlich Klagen über ſeine Einſchleppung durch Auslandsweizen
ſx. Hühnerweizen) laut geworden. Wenn auch die Hühner bei
r Verfütterung von mit Kornkäfer beſetztem Weizen
wahr=
ſernlich nicht geſchädigt werden, ſo beſteht die Gefahr des
Ueber=
underns in Saatgut und Brotgetreide. Hierdurch kann,
beſon=
urs bei Maſſenvermehrung des Schädlings infolge höherer
Tem=
arrtur, eine Wertverminderung des Getreides, welche bei ſehr
ikem Befall bis zur Unverkäuflichkeit führt, verurſacht werden.
eshalb iſt die Bekämpfung des Kornkäfers bereits bei ſeinem
ten Auftreten und nicht erſt bei ſtarkem Befall dringend
erfor=
ich. — Der durch den Kornkäfer angerichtete Schaden beträgt
ſch vorſichtiger Schätzung im Jahre etwa 100 Millionen Reichs=
Nach hieſigen Erfahrungen iſt die Sauberkeit der
Getreide=
ger und Speicher in erſter Linie zu beachten. Von beſonderer
lichtigkeit iſt die ſorgfältige Entfernung aller Getreidereſte aus
e enritzen und Winkeln.
In gut abdichtbaren Speichern und Lageräumen kann die
Be=
fypfung mit dem flüſſigen Vergaſungsmittel „Areginal” der
G. Farbeninduſtrie, bei geräumten Speichern mit dem
Anſtrich=
tel „Grodyl” der gleichen Firma erfolgen. Nach der
Behand=
lig mit Grodyl muß der Speicher längere Zeit gelüftet werden.
ℳer von neuem mit Getreide belegt wird. Als weniger ſtark
ſchende, aber auch ſchwächer wirkſame Mittel kommen „Eryl”
w Tetraſinſeifenbrühe in Frage. Iſt der Speicher nicht gasdicht
v
urden. Ein beſonderes Augenmerk iſt auf die Verſchleppung der
Amikäfer durch leere Säcke zu richten. Dieſe ſind vor der
Her=
nahme in Lageräume in einer dichtſchließenden Kiſte mit
greginal” zu vergaſen oder etwa eine Stunde auf 60—80 Grad
erhitzen. Einzelheiten über die Bekämpfung ſind aus dem
fugblatt 63, welches bei der hieſigen Anſtalt bezogen werden
ſun, erſichtlich. — Als Unterſuchungsunterlagen ſind
Mitteilun=
g über Häufigkeit des Auftretens der Kornkäfer und Stärke
Befalls, ſowie Einſendung von Proben und lebenden Käfern
igut verſchließbaren Gefäßen (Blechſchachteln) an die Heſſiſche
huptſtelle für Planzenſchutz, Gießen, erwunſcht.
Griesheim, 28. Okt. Geſellenprüfung 1932 Am
snntag, den 30. Oktober, findet im „Darmſtädtere Hof” hier die
ärliche Ueberreichung der Geſellenbriefe an die Prüflinge ſtatt.
ärzu ſowie zur Beſichtigung der ausgeſtellten Geſellenſtücke ſind
MPrüflinge, deren Eltern und Angehörigen ſowie ſonſtige
In=
eiſſenten eingeladen. — Winterhilfe 1932/33. Der
ſige Ortsausſchuß für die Winterhilfe hat nunmehr ſeine
Tätig=
eaufgenommen. Die Hausſammlung findet am nächſten Sonn=
Aſtatt. — Kaninchen=Ausſtellung. Der
Kaninchen=
ſtverein „Vorwärts” veranſtaltet am Sonntag, den 30.
Ok=
oer, im Saale „Zum Rheingauer Hof” eine Kaninchen=
Ausſtel=
ug mit Pelzſchau. Daß die Kaninchenzucht immer mehr Freunde
n Gönner gewinnt, bewies der ſtarke Beſuch und die überaus
Areiche Beſchickung der letzten Ausſtellung.
P. Eberſtadt, 28. Okt. Verſteigerung. Am Dienstag (1.
lvember), vormittags 10 Uhr, läßt die Gemeinde durch den
ſnispfandmeiſter Oehlenſchläger 1 neue Pavierſchneidemaſchine
„Peſto”, 1 Bronziermaſchine, verſchiedene Flaſchenzüge,
Schmied=
zn Schloſſerwerkzeuge, Rohmaterial und verſchiedene
Maſchinen=
fützteile öffentlich gegen Barzahlung verſteigern.
Zuſammen=
ut der Steigerer: Weinweg 2. (Siehe auch
Verſteigerungsan=
eie im Anzeigeteil.) — Ausflug des Kirchenchors. Der
Enhenchor unternimmt am Sonntag, den 30. Oktober, einen
Aus=
in nach Nieder=Ramſtadt. Dort Treffen mit dem Kirchenchor
ſider=Ramſtadt. Sammlung: 1 Uhr am Gemeindehaus. —
herztlicher Sonntagsdienſt. Den ärztlichen
Sonntags=
eſt verſieht am Sonntag, den 30. Oktober, Dr. med. Blum. —
rratungsſtunde. Am Montag, den 31. Oktober,
nachmit=
tiß von 3—4 Uhr, findet in der Gutenbergſchule wieder eine
Be=
ringsſtunde der Mutter= und Säuglingsfürſorge ſtatt.
1f. Roßdorf, 28. Okt. Unglücksfall. Phil. Helfmann,
Ianerſtraße, war mit Inſtandſetzung eines dem Heinrich Friedr.
Atzler, Gartenſtraße, gehörigen Revolvers beſchäftigt. Der
Beolver enthielt noch eine Patrone, was H. nicht bemerkte. Beim
Baſtieren ging der Schuß los und traf den in der Nähe ſtehenden
Karad Sauerwein, Riedgaſſe, in den Unterleib. Die Kugel
Eie ſtecken. Der Verletzte mußte auf Anordnung des praktiſchen
Bues Dr. Heck ſofort in ein Krankenhaus nach Darmſtadt
ver=
blraht und operiert werden. Der Zuſtand des Verletzten iſt
be=
dnlich.
Roßdßorf. 28. Okt. Bürgerſteuer. Der Gemeinderat
hürte die Erhebung der Bürgerſteuer in Höhe von 500 Prozent
dasLandesſatzes einſtimmig abgelehnt. Nunmehr hat das
Kreis=
mn angeordnet, daß eine 500proz. Bürgerſteuer einzuführen iſt.
An. Groß=Zimmern, 28. Okt. Vortrag. Im Rahmen einer
Wennſtaltung der hieſigen evangeliſchen Kinderſchule wird am
Sontag, den 30. Oktober, der Ortspfarrer einen Vortrag halten:
„Verhütung der Schwererziehbarkeit” (Aus den Erziehungs=
Bentungsſtellen in Wien).
Gundernhauſen, 28. Okt. Sonntag, den 30. Oktober feiert
daeälteſte Einwohnerin unſerer Gemeinde, Frau Eliſabethe
Saſtein, in geiſtiger Friſche ihren 90. Geburtstag.
Dieburg, 28. Okt. Gemeinſame
Geburstags=
ſr. Am nächſten Sonntag wird ein feierliches Hochamt in
derbnadenkapelle für die Verſtorbenen und Gefallenen die
Fünf=
züührigen zuſammenführen. Die weltliche Feier findet am
Abnd im „Mainzer Hof” ſtatt. Gemeinſame Geſänge,
humori=
ſte Vorträge und ein eigens für dieſen Tag geſchriebenes
Tterſtück werden, den Abend füllen. — Ortsausſchuß
Winterhilfe. Im Rathausſaale hielt der Ortsausſchuß
anr dem Vorſitz von Herrn Lehrer Blank eine vorbereitende
Ihng ab. In den nächſten Tagen wird ein Aufruf ergehen,
Symelliſten werden verteilt werden, um nach den
Einzeichnun=
berinen Ueberblick zu gewinnen, in welchem Ausmaße der
Orts=
agshuß in der Lage ſein wird, Gaben an die Bedürftigen
ver=
teiſ zu können.
p. Eppertshauſen, 28. Okt. Der Gemeinderat ſetzte den
däcährigen Losholzpreis auf 6,50 RM. feſt. Der Preis ſoll im
Wohlfahrtsunterſtützungsempfänger er=
ziEhöffentlichen Verkauf gelangen.
Lindenfels, 26 Okt. Winterhilfe. Wir wollen helfen!
us war auch unſer Entſchluß, als wir im Herbſt des vorigen
es eine Suppenküche in unſerer Gemeinde eingerichtet haben.
Awollen uns gegenſeitig helfen, über die Not eines ſchweren
Aöſters derart hinauszukommen, daß ſie erträglich wird. Heute
DlAün wir beim Rückhlick feſtſtellen, daß wir erreicht haben, was
ebuht werden ſollte. Wir haben alle Urſache, von Herzen
dank=
deu ſein: der Gemeindekaſſe, den einzelnen gütigen Spendern,
weee entweder mit Geldbeiträgen, oder mit der Lieferung von
2Gchralien oder Kohlen ſich an unſerem Hilfswerk beteiligt haben,
Ameoeſonders den verehrten Frauen (aus dem Arbeiterfrauen=
Beiki und aus den beiden konfeſſionellen Frauenvereinen), welche
nou ir die tägliche Arbeit in der Küche hergegeben haben. Die
Erfahrungen des vergangenen Jahres ermutigen uns, unſer
werk auch im bevorſtehenden Winter fortzuſetzen — nur mit
nlnterſchied, daß wir nicht ſo früh wie das letzte Mal, ſondern
m 3. Januar 1933 mit der Suppenausgabe beginnen wollen.
„Fſind überzeugt: Auch diesmal wird es nicht an freundlichen
Odern und an fleißigen Mitarbeiterinnen fehlen, die ſich wie=
Lehern daran erinnern laſſen, daß gemeinſame Not auch gemein=
WRAbwehr in gemeinſamem Dienſte verlangt. Wir erlauben
A7 X)ernnächſt allen Gemeindegliedern die bekannte Liſte vorlegen
zua ſen, in welche die Art und der Umfang der Spenden einge=
M werden ſoll. Möge auch diesmal das Ergebnis ſo ermuti=
98Aſein, daß wir ohne Sorge und guten Mutes an unſer
Hilfs=
wellhe rangehen können.
Affolterbach, 28. Okt. Silbernes
Kirchenjubi=
in der Guſtav=Adolf=Kirche. Am Sonntag feiert
Rirk Affolterbach des Kirchſpiels Waldmichelbach ſein 25.
Lenbaujubiläum. Die Kirche wurde mit Unterſtützung des
MNAt
s Profeſſors Friedrich
ſit dem Kirchenjubiläum iſt das Bezirks=Guſtav=Adolffeſt des
Sſors Erhach=Weſt verbunden. Am Vormittag findet ein Feſt=
MDuch Menſt ſtatt, und nachmittags wird eine öffentliche Kund=
BeA9 verbunden mit Guſtav=Adolffeſt, abgehalten.
Siraßenbericht
für die Woche vom 30. Oktober bis 5. November 1932.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club
Fernverkehrsſtraßen in Heſſen:
40 Albig—Alzey Klm. 30,65—32,4 vom 31. Okt. bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Heimersheim.
15 Heldenbergen—Windecken bis auf weiteres für allen Verkehr
geſperrt. Umleitung für den Durchgangsverkehr: Friedberg,
Vilbel, Bergen, Mainkur, Hanau; für den Lokalverkehr: Eichen,
Oſtheim, Windecken.
45 Ortsdurchfahrt Heldenbergen vom Abzweig nach Büdesheim
bis Abzweig nach Groß=Karben vom 26. Sept. bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Ilbenſtadt — Erbſtadt — Eichen für den
Lokalverkehr; für den Durchgangsverkehr ſiehe vorſtehende
Sperre.
49 Gießen—Fulda (zwiſchen Alsfeld und Renzendorf) vom 19. 9.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Eifa. Reinrod.
49 Gießen—Fulda (zwiſchen Alsfeld und Romrod) vom 11. 10.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Zell, Angerod.
Hauptſtraßen in Heſſen:
Hersfeld—Selters (zwiſchen Hartmannshain und Gedern) vom 8.
9. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Richtung
Hartmanns=
hain—Gedern über Volkartshain—Ober=Seemen. Richtung
Schotten über Eichelſachſen—Glashütten bzw. Burkhards—
Sichenhauſen.
Altenſtadt-Lindheim vom 6. 9. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Rodenbach-Heegheim.
Selters—Ortenberg vom 19. 9. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Bleichenbach-Bergheim.
Ober=Ramſtadt—Ernſthofen bis Klm. 21.0 vom 26. Sept. bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Rohrbach, Asbach.
Ober=Ingelheim nach dem Bahnhof vom 10. 10. bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Grundſtraße in Ober= und Nieder=
Ingel=
heim.
Ortenberg—Lißberg bis zum Abzweig, nach Eckartsborn vom 7.
10. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Bleichenbach-
Berg=
heim—Uſenborn-Hirzenhain.
Lauterbach—Selters (Ortsdurchfahrt Herbſtein) vom 6. 10. bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Rixfeld—Stockhauſen—
Alten=
ſchlirf bzw. Engelrod-Lanzenhain—Ilbeshauſen—Altenſchlirf.
Hirſchhorn-Langenthal Klm. 0.00—4,75 vom 17. Okt. bis auf
wei=
teres nur Werktags geſperrt. Umleitung: Finkenbach, Falken=
Geſäß, Olfen, Affolterbach.
Gau=Algesheim-Bad=Kreuznach: 1. im Ort Ockenheim, 2. im Ort
Genſingen bis auf weiteres geſperrt. Umleitung für den
Durchgangsverkehr über Bingen; für den Lokalverkehr zu
1. über Bingen, zu 2. über Boſenheim, Pfaffen=Schwabenheim
Hoheſtraße.
Sonſtige Straßen in Heſſen:
Eberſtadt—Seeheim-Jugenheim-Zwingenberg (alte Bergſtraße)
vom 8. 9. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Seeheimer
Tanne. Bickenbach.
Mainz—Harrheim, Km. 4.0—8,2, vom 30. 8. bis auf weiteres
ge=
ſperrt. Umleitung: Mainz, Weiſenau, Laubenheim,
Boden=
heim. Nackenheim, Lörzweiler.
Langgöns—Holzheim vom Abzweig Grüningen bis Holzheim vom
22. Sevt. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Grüningen.
Nieder=Weiſel—Oſtheim vom 24. Okt. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: Butzbach, Hoch=Weiſel.
Dk. Waldmichelbach, 28. Okt. Die freiwilligen
Ar=
beitsdienſtgruppen von Waldmichelbach, Siedelsbrunn,
Kreidach und Ober=Abtſteinach unternahmen vorgeſtern mit dem
Poſtauto einen gemeinſamen Ausflug durch das Neckartal nach
Wimpfen. Kochendorf und Bad Rappenau. Mit einer Fahrt durch
das badiſche Bauland, über Sinsheim, Neckargemünd, endete der
an Eindrücken und Erlebniſſen reiche Ausflug.
Bb. Auerbach, 28 Okt. Kirchweih. Die hieſige Kirchweih
iſt mit Rückſicht auf die am 6. November ſtattfindende
Reichstags=
wahl um eine Woche vorverlegt worden, und wird am
kommen=
den Sonntag, den 30., und Montag, den 31. Oktober, gefeiert.
Unter den einheimiſchen Gaſtſtätten, die alle Vorbereitungen
ge=
troffen haben, um die Gäſte gebührend bewirten zu können, haben
ganz beſonders die beiden erſten Hotel des Ortes, das „Hotel
Weygold” und die „Krone” ſowohl in bezug auf Ausſchmückung
der Räume als auch bei Wahl der Tanzkapellen den verwöhnteſten
Anſprüchen Rechnung getragen. (Näheres ſiehe Anzeige)
W Heppenheim a. d. B., 28. Okt. Schlußübung der
Freiwilligen Feuerwehr. Unter der Leitung des
zwei=
ten Kommandanten fand die Schlußübung der Freiwilligen
Feuer=
wehr ſtatt. Sie beſtand in einem fingierten Brandangriff auf die
Scheune des Gaſthauſes „Darmſtädter Hof‟. Dem Brandobjekt
kommt beſondere Bedeutung inſofern bei, als im Ernſtfalle das
Gebäude der Stadtſchule gefährdet iſt. Die Kritik brachte der
Wehr volle Anerkennung für die in allen Teilen gut gelungene
und zweckmäßig durchgeführte Uebung. An die techniſche Uebung
ſchloß ſich eine kleine Feier mit Ehrung verſchiedener Kameraden
an. Den Veteranen A. Saul und P. Levaſier wurde vom
Herrn Miniſter des Innern das Ehrenzeichen für 40jährige treue
Dienſte verliehen. Im Namen der Wehr beglückwünſchte Herr
Kommandant Apfel und im Namen der Stadt Herr
Bürgermei=
ſter Schiffers die Jubiläre. Die ſchlichte Feier ſchloß mit einem
flotten Marſche der Spielleute und der Feuerwehrkapelle.
Dr. Neckarſteinach, 28. Okt. Bürgerſteuer. Nach einem
Beſchluß des Gemeinderats kommt der einfach Satz der
Bürger=
ſteuer (100 Prozent) zur Erhebung. Im Steuerjahr 1931 wurde
auch nur der einfache Satz erhoben.
(f1. Lorſch, 28. Okt. Streikende. Die geſamte Belegſchaft
der Zigarrenfabrik A. F. Carſtanjen Söhne dahier in Stärke von
350 Männern und Frauen hat heute vormittag nach 4 Tagen
Ar=
heitsruhe die Tätigkeit wieder aufgenommen. Die Firma iſt den
Forderungen der Arbeiterſchaft erfreulicherweiſe
entgegengekom=
men und macht von den zuläſſigen Lohnkürzungen gemäß der
Not=
verördnung vom 5. September ds. Is. keinen Gebrauch.
röde Hauf
g. Gernsheim a. Rh, 28. Okt. Gernsheimer
Winter=
hilfe 1932/33. In wenigen Tagen wird der Ausſchuß der
Gernsheimer Winterhilfe mit ſeiner Tätigkeit beginnen und mit
der Bitte um reichliche Gaben an die Bevölkerung herantreten.
Da in dieſem Winter die Not noch größer und die Hilfe noch
drin=
gender ſein wird als im vergangenen Jahre, ſei jetzt ſchon die
Bitte ausgeſprochen, nach Kräften Mittel bereitzuhalten, die,
ausreichen, um wenigſtens der ſchlimmſten Not in unſerer
Ge=
meinde zu ſteuern. Ein beſonderer Aufruf wird in Kürze ergehen.
S. Lampertheim, 28. Okt. Diebe. Einem hieſigen
Hand=
werksmeiſter wurden kürzlich nächtlicherweiſe aus ſeinem gut
ein=
gefriedigten und verſchloſſenen Garten einige Zentner Aesfel und
Birnen die er hängen ließ, damit ſie gut ausreiften, geſtohlen.
Die Diebe waren über das Gartenhaus eingeſtiegen. Um für die
Folge ſicher zu ſein, hatte er nun auch über dieſes in einhalb
Meter Höhe Stacheldraht gezogen. In dem Anweſen hatte er ſich
einen Behälter angelegt, in dem er Bärſche, Schleien und Aale
zog. Wie ſtaunte er, als er dieſer Tage ſeinen Garten, den er
jetzt für geſichert hielt, betrat und die Wahrnehmung machen
mußte, daß ihm in der Nacht ſämtliche Fiſche geſtohlen waren. Da
die Langfinger nicht mehr über das Dach einſteigen konnten,
hat=
ten ſie an der Hinterſeite, des Gartens das Drahtgeflecht einen
Meter hoch mit einer Schere aufgeſchnitten und waren
einge=
drungen.
Dö. Urberach, 28. Okt. Goldenes Jubiläum. Sonntag,
den 30. Oktober, begehen Töpfermeiſter und Raiffeiſen=
Lagerver=
walter Mich. Genſert und Ehefrau Margarethe geb.
Schwarz=
kopf den Feſttag ihrer Goldenen Hochzeit.
By. Langen, 28. Okt. Ausſtellung. Geſtern abend wurde
im Saalbau „Zum Lindenfels” und im evang. Gemeindehaus die
Eigenheim=Ausſtellung der D.B.G. eröffnet. Gleichzeitig iſt
da=
mit eine Gewerbeſchau hieſiger Firmen verbunden.
Da. Egelsbach, 28. Okt. Hohes Alter. In ſelten ſchöner
Rüſtigkeit vollendet Herr Phil. Werner 6., Landwirt, am 31.
dieſes Monats ſein 80. Lebensjahr.
Hirſchhorn, 28. Okt. Waſſerſtand des Neckars am
Pegel am 27. Oktober 1,72 Meter, am 28. Oktober 1,75 Meter.
— Gernsheim, 28. Okt. Waſſerſtand des Rheins am
Pegel am 27. Oktober plus 0,17 Meter, am 28. Oktober plus 0,42
Meter.
Rheinheſſen.
* Mainz 28. Okt. Exploſion aufeinem
Proviant=
boot. Auf einem in der Nähe des Winterhafens am Rheinufer
ſtationierten Proviantboot, das die vorüberfahrenden
Schlepp=
dampfer und Güterboote mit Lebensmitteln verſieht, explodierte
der Motor und ſetzte die Holzteile des Bootes in Brand. In der
Nähe befindliche Schiffer eilten mit ihren Nachen zu Hilfe und
verſuchten das Feuer zu löſchen. Die herbeigerufene
Berufs=
feuerwehr übernahm die Löſchung des Brandes, und es gelang
ihr, das Feuer einzudämmen. Ein großer Teil der
Nahrungs=
mittel und der Holzbekleidung des Proviantbootes war verbrannt
und der Motor ebenfalls ſchwer beſchädigt.
— Adele Kern ſingt in Mainz. Auch die zweite
Veranſtal=
tung der Mainzer Liedertafel war ein Soliſtenkonzert. Zum erſten
Male hörte man hier Kammerſängerin Adele Kern, die in
uner=
hört ſteilem Aufſtieg nun als gefeierte Koloraturſopraniſtin an
der Wiener Staatsoper wirkt. Die Künſtlerin beſitzt eine wirklich
ungewöhnliche Technik des Ziergeſanges, mit ſpieleriſcher
Leichtig=
keit rollen ihr die ſchwierigſten Paſſagen in glockenklarer Reinheit
aus der Kehle. Iſt die Stimme auch ein wenig flach, wie bei den
allermeiſten Vertreterinnen, dieſes Faches, und fehlt ihr die
Wärme (ein Organ wie das Hanſi Books iſt immer noch ein
Phä=
nomen), ſo vereint ſie mit ihrem ſtrahlenden Können einen
be=
ſtrickenden Liebreiz in der Wiedergabe ihrer Lieder. Auffallend
groß iſt der Umfang der Stimme, die auch in der Tiefe vollen
Klang behält. Die Künſtlerin ſang eingangs zwei italieniſche
Arien von Mozart, ging dann über mehrere alte Volkslieder zu
den großen deutſchen Liedkomponiſten Schubert, Pfitzner, Mahler,
Richard Strauß über und ſchloß mit mehreren Walzerliedern von
Johann Strauß eindrucksvoll ihre Vortragsfolge ab. Als
Beglei=
ter war der Gothaer Generalmuſikdirektor Heinz Bongartz
ge=
wonnen, der uns als Orcheſterleiter beſſer gefallen hat. So
durch=
aus muſikaliſch und techniſch vollendet ſein Spiel auch iſt, ſo war
ſeine Begleitung doch mehrfach allzu ſchwer für die hauchzarte
Dr. B.
Pianodynamik gerade der feinſten Liedvorträge.
Wochenſpielplan des Mainzer Stadttheaters
für die Zeit vom 29. Oktober bis 6. November 1932.
Samstag, den 29. Oktober. Anfang 19.30 Uhr. „Die Blume
von Hawaii”
Sonntag, den 30. Oktober. Anfang 15 Uhr. „Im weißen
Roßl”. Anfang 20 Uhr. „Die Blume von Hawaii”
Montag, den 31. Oktober. Anfang 19.30 Uhr. „Die Macht des
Schickſals”
Dienstag (Allerheiligen), den 1. November. Anfang 20 Uhr.
„Katte. Schauſpiel in 5 Aufzügen von Hermann Burte.
Mittwoch, den 2. November. Anfang 20 Uhr. „Salome
Donnerstag, den 3. November. Anfang 19.30 Uhr. „Die Blume
von Hawaii”
Freitag, den 4. November. Anfang 20 Uhr. „Katte
Samstag, den 5. November. Anfang 19.30 Uhr. „Die Blume
von Hawaii”
Sonntag, den 6. November. Anfang 20 Uhr. „Friedemann
Bach”. Oper in 3 Akten (4 Bildern) von Paul Graener.
Gemütliches zber BLAU PUNKT!
So-o-0 gemütlichistes bei uns, seitdem mein Herr.
die BLAUPUNKT raucht: Neulich hater sogarnichts
gesagt, als der Mann wegender Hundesteuer kam
Es ist auch etwas Herrliches, wenn man zu 4 Pfg. eine Zigarette gefunden hat,
die schmeckt, als ob sie mindestens 5 kostet, dabei lang und dick ist.
Außer-
dem die Wertmarken . . . — Nein, wenn wir das alles hier erklären müßten,,
würde das Inserat zu lang. Der Zigaretten-Händler weiß ja auch Bescheid!
Blau Punkt 4 Pf.
mit und ohne Mundstück,
A S T OR I A GMB:H
W A. L D O R R
Seite 8 — Nr. 301
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 29. Oktober 1932
Nachrichten des Skandesamts Darmftadk.
Geſtorbene. Am 10. Oktober: Petermann Georg,
Amts=
gehilfe i. R., 67 J., Parcusſtr. 17. — Am 21. Oktober:
Scheu=
ring, Margarethe, Eliſabeth, geb. Hofmann, 66 J.. Ehefrau des
Lehrers i. R., Soderſtr. 5; Keller, Emilie Erneſtine Joſephine
Friedrike, geb. Hofmann, 86 J., Witwe des Hausverwalters i. R.,
Gutenbergſtr. 59: Schaefer, Hermann Georg Viktor,
Ober=
bürgermeiſter i. R., 84 J., Roquetteweg 26; Monsheimer,
Carl Philipp, Eiſenbahnſchloſſer i. R., 84 J., Liebigſtr.
Am 22. Oktober: Keil, Georg, 1., Handarbeiter, 64 J.. Ober=
Ramſtadt, hier, Eliſabethenſtift. — Am 23. Oktober: Jacob,
Auguſte, geb. Weiland, 40 J., Ehefrau des Metzgers,
Moosberg=
ſtraße 93; Weber. Anna Margarethe Caroline Louiſe
Her=
mine, geb. Hein, 73 J., ohne Beruf, Soderſtr. 64; Hofmann,
Eva Mina Petronella, geb. Fuhr, 67 J.. Witwe des Schuhmachers,
Viktoriaſtraße 50½ Vonderſchmitt, Eliſe Johanna,
Büro=
angeſtellte, ledig, Alexanderſtr 22: Dingeldein,
Wilhel=
mine, geb. Trietſch, 51 J., ohne Beruf. Mühlſtr. 60. — Am 24.
Ok=
tober: Schmidt, Emilie, geb. Kraus, 63 J., Grüner Weg 19;
Göbel, Wilhelm, Monteur, 78 J., Barkhausſtraße 18;
Lau=
tenſchläger, Eliſabeth. geb. Müller, 65 J., Ehefrau des
Metz=
germeiſters, Kranichſteiner Straße 13; Buß, Friedrich Jakob,
Fabrikdirektor a. D., Dr. phil., 74 J., Hügelſtr. 53. — Am
25. Oktober: Vollrath Anna Maria, geb. Graber, 69 J.,
Ehefrau des Privatiers, Nieder=Ramſtädter Straße 51: Zöller,
Marie, geb. Lauterbach, 71 J.. Ehefrau des
Landgeſtütsoberauf=
ſehers i. R., Alicenſtr. 39: Speck, Margaretha. geb. Gerbig,
41 J., Ehefrau des Sattlers und Polſterers. Dieburger Str. 54;
Weber, Marie, geb. Feldermann, 72 J., Witwe des
Kammer=
ſängers i. R., Dieburger Straße 124. — Am 26. Oktober: Becker.
Friedrich, Metzgermeiſter, 86 J., Elſiabethenſtr. 32: Nöll, Karl
Berthold, Maler und Lackierer, 66 J., Im Wingert 2; Riehle,
Franz Xaver, Polizei=Bekleidungsobermeiſter, 54 J.. Beſſunger
Straße 106: Jeſche, Max, Gärtnereibeſitzer, 57 J.,
Lauteſchlä=
gerſtr. 24; Pfeifer Johann Daniel, Hilfsarbeiter, 63 J..
Bie=
besheim, hier, Stadtkrankenhaus; Dingeldein Marie, geb.
Bangert, 59 J., Witwe des Bürgermeiſters, Reichelsheim, Kreis
Erbach, hier, Eliſabethenſtift.
Kirchliche Nachrichken.”
Evangeliſche Gemeinden.
1. Gottesdienſte.
Samstag (29. Oktober).
Stadtkirche. Abends 8,30 Uhr: Abendandacht.
23. Sonntag nach Trinitatis (30. Dktober).
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer F. Müller. — Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Wagner.
Die Stadthirche iſt wochentags von 9 bis 5 Uhr zu ſtiller Andacht geöffnet. Eingang
Nordtüre.
Stadtkapelle. Vorm. 8,30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer F. Müller. — Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Beringer. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Vogel.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte: Vorm. 9,30 Uhr:
Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer Lautenſchläger.
Martinskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Landeskirchenrat D. Waitz. —
Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Weſt. Landeskirchenrat
D. Waitz. — Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Beringer.
Kapelle im Altersheim. Vorm. 10 Uhr: Erntedankfeſtfeier unter Mitwirk. des
Kir=
chenchors der Martinsgemeinde. Pfarrer Köhler.
Johanneskirche. Vorm. 10 Uhr; Hauptgottesdienſt. Pfarrer Goethe. — Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Reith aus Seeheim. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Reith.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Direktor
Pfarrer Stuhrmann. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für beide Bezirke. Pfarrer
Weiß.
Pauluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer A. Müller. — Vorm.
11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer A. Müller.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Waldeck. — Vorm. 11,15 Uhr
Kindergottesdienſt.
Montag (31. Dktober).
Feier des Reformationstages.
Stadikirche. Vorm. 9 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger.
Stadtkapelle. Vorm. 9 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß.
Schloßkirche. Vorm. 9 Uhr: Hauptgottesdienſt. Dekan Zimmermann.
Martinskirche. Vorm. 9 Uhr: Gemeindegottesdienſt. Pfarrer Köhler. — Abends
8 Uhr: Guſtav=Adolf=Feuier mit Vortrag von Landeskirchenrat D. Watz.
Johanneskirche. Vorm. 9 Uhr: Reformationsgottesdienſt. Pfarrer Marx. — Abends
8 Uhr: Liturgiſcher Gottesdienſt. Pfarrer Goethe.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 9,30 Uhr:
Refor=
mationsgottesdienſt für Schulkinder und Erwachſene. Pfaraſſ. Junker.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 9 Uhr: Jugend= und
Gemeindegottes=
dienſt. Pfarrer Weiß. — Abends 8 Uhr: Liturgiſche Reformationsfeier mit Feier des
heiligen Abendmahls. Anmeldung ab 7,30 Uhr. Pfarrer Irle.
Pauluskirche. Vorm. 9 Uhr: Feſtgottesdienſt. Pfarrer A. Müller.
Mittwoch (2. November).
Feierabend (Stiftsſtr. 51.) Abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Köhler.
Donnerstag (3. November).
Stiftskirche. Abends 8 Uhr: Betſtunde.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Bis 31. Oktober: Landeskirchenrat D. Waitz;
vom 1. November ab: Pfarrer Beringer.
2. Veranſtaltu ngen.
Stadtgemeinde: Gemeindehaus (Kiesſtr. 17.) Sonntag, 30. Okt., abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Montag, 31. Oktober, abends 8 Uhr;
Jugendbund der Lukasgemeinde. — Dienstag, 1. Nov., abends 8 Uhr:
Kirchengeſang=
verein der Stadtkirche. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. —
Mädchenver=
einigung der Reformationsgemeinde. — Mittwoch, 2. Nov., abends 8 Uhr:
Kirchen=
geſangverein der Stadtkapelle und Schloßkirche. — Jugendbund der Markusgemeinde. —
Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde. — Freitag, 4. Nov., abends 8 Uhr:
Mütterabend der Stadtgemeinde. — Jugendbund der Kaplaneigemeinde.
Konfirmandenſaal im Schloß. Freitag, 28. Okt., abends 8,15 Uhr:
Hauptver=
ſammlung der Sterbekaſſe. — Dienstag, 1. Nov., abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung
der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 2. Nov., nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der
Stadtgemeinde. — Donnerstag, 3. Nov., abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der
Stadt=
gemeinde. — Samstag, 5. Nov., nachm. 2 bis 4 Uhr: Handarbeitsſchule der
Stadt=
gemeinde. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Poſaunenchor.
Martinsgemeinde: Gemeindehaus (Liebfrauenſtr. 6). Dienstag, 1. Nov., abends
8 Uhr: Jugendvereinigung. — Mittwoch, 2. Nov., nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und
Strickſchule. — Donnerstag, 3. Nov., abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung (Weſt). —
Freitag, 4. Nov., abends 8 Uhr: Mütterabend (Weſt). — Jugendvereinigung, ältere
Abtla. — Samstag, 5. Nov., nachm. 2 Uhr: Handarbeits= und Strickſchule.
Martinsſtift (Müllerſtr. 28). Dienstag, 1. Nov., abends 8 Uhr: Kirchenchor. —
Donnerstag, 3. Nov.; abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung (Oſt). — Freitag, 4. Nov.
abends 8 Uhr: Mütterabend (Oſt).
Saal der Kleinkinderſchule (Mauerſtr. 5). Donnerstag, 3. Nov., abends 8 Uhr:
Poſaunenchor.
Johannesgemeinde: Gemeindehaus (Kahlertſtr. 26). Mittwoch, 2. Nov., nachm.
2 Uhr: Strickſchule; nachm. 2,30 Uhr: Nähnachmittag. — Abends 8 Uhr: Konzert der
Opernſchule der Städt. Akademie für Tonkunſt unter Leitung von Herrn Hofrat
Otten=
heimer zum Beſten der Gemeindenothilfe.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Dienstag,1. Nov., abends
8 Uhr: Bibelſtunde. — Donnerstag, 3. Nov., abends 8 Uhr: Mütterabend.
Petrusgemeinde: Gemeindehaus (Eichwieſenſtr. 8). Dienstag, 1. Nov., abends
8.15 Uhr: Poſaunenchor. — Abends 8,15 Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch, 2. Nov., nachm.
3 Uhr: Sitzung der Frauenhilfe. — Nachm. 3,30 Uhr: Mädchenjungſchar. — Donnerstag,
3. Nov., abends 8 Uhr: Mütterabend. — Abends 8,15 Uhr: Mädchenvereinigung:
Alterenkreis. — Poſaunenchor. — Freitag, 4. Nov., abends 8 Uhr: Mädchenchor.
Abends 8,15 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, 5. Nov., abends 7,30 Uhr: Singekreis.
Saal der neuen Trainkaſerne (Eſchollbrücker Str. 44). Mittwoch, 2.Nov.,
abends 8,15 Uhr: Chriſtliche Pfadfinderſchaft.
Panlusgemeinde: Gemeindeſaal unter der Kirche. Sonntag, 30. Okt., abends:
8 Uihr: Jugendvereinigung. — Montag (Reformationstag): 31. Okt., abends 8 Uhr,
Gemeindeabend mit Vortrag von Pſarrer Wagner=Bensheim: „100 Jahre Guſtav=
Adolf=Verein” — Dienstag, 1. Nov., vorm. 10 Uhr: Vorſtandsſitzung des
Frauen=
vereins. — Abends 8 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 3. Nov., abends 8 Uhr:
Mütter=
abend. — Samstag, 5. Nov., nachm. 4,30 Uhr: Jungſchar. — Abends 8 Uhr:
Jugend=
vereinigung.
Eliſabethenſtift (Erbacher Str. 25): Ev. Sonntagsverein. Sonntag, 30. Okr.,
nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtunden.
Stadtmiſſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. — Vorm. 11 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Uhr: Bibelſtunde. Herr Bringmann. — Montag,
nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. — Abends 8,30 Uhr: Männerabend. Thema:
„Die Stellung des Chriſten zu Staat und Volk.” — Dienstag, nachm. 4 Uhr:
Frauen=
bibelſtunde. — Abends 8,30 Uhr: Blaukrenz=Bibelſtunde, Herr Weimer. — Mittwoch,
abends 8,30 Uhr: Gemiſchter Chor. — Donnerstag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde.
Herr Bringmann. — Freitag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde in der Beſſunger
Mädchen=
ſchule (Werkunterrichtsraum). Herr Bringmann. — Samstag, abends 6 Uhr:
Eiſen=
bahner=Vereinigung. — Abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr: Jugendbundſtunde
für junge Männer. — Nachm. 4,45 Uhr: Jugendbundſtunde für junge Mädchen. —
Abends 8,30 Uhr: Weiheſtunde und Spielkreis für junge Mädchen. — Montag, abends
8,30 Uhr: Geſchäftsſtunde. — Dienstag, abends 8,30 Uhr: Greundeskreis für junge
Mädchen: Bibelbeſprechſtunde. Herr Bringmann. — Mittwoch, nachm. 3 Uhr:
Kinder=
bund und E. C.=Jungſchar für Mädchen. — Abends 8,30 Uhr: Freundeskreis für junge
Männer: Fortſetzung über die Ortsſatzung. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde
für junge Männer. — Samstag, nachm. 3 Uhr: Kinderbund und E. C.=Jungſchar für
Knaben.
Ehriſtlicher Berein junger Männer e. V. (Eliſabethenſtr. 17, I, Ecke
Wilhelminen=
ſtraße). Sonntag, abends 8,15 Uhr: Muſikabend für Damen und Herren. — Dienstag,
abends 8,30 Uhr: Familien=Bibelſtunde mit Herrn Prof. Knöpp. — Donnerstag, abends
8,30 Uhr: Heimabend. — Jungvolk (14 bis 17 Jahre): Sonntag, abends 8,15 Uhr:
Familienabend (Muſikabend). — Mittwoch, abends 8 Uhr: Jungvolkſtunde: „Wir ſind
alle da!‟ — Jungſchar (Jungen bis 14 Jahre): Sonntag, abends 8,15 Uhr:
Familien=
abend (Muſikabend). — Mittwoch, nachm. 4 Uhr, im Heim: Singen, Spielen, Geſchichte
und Andacht. — Weitere Stunden werden noch bekanntgegeben.
Heimabende für ortsfremde junge Mädchen: Freundinnenheim, Sandſtr. 24.
Jeden Donnerstag, abends 8,15 bis 10 Uhr: Zuſammenkunft. — Jeden zweiten und
vierten Mittwoch im Monat: Nähen und Zuſchneiden. — Donnerstag, 27. Okt.:
Ge=
danken zum Erntedankfeſt. Vorbereitung zum Jahresfeſt. — Donnerstag, 3. Nov.:
Probe. — Donnerstag, 10. Nov.: Jahresfeſt. — Donnerstag, 17. Nov.:
Mitgliederver=
ſammlung der B. E. H. — Meldungen zur Teilnahme am hausw. Förderkurs für
Haus=
angeſtellte in der Alice=Schule erbeten.
B.,K. Darmſtadt im Bund deutſcher Bibelkreiſe./ Gliſabethenſtr. 41, Ecke
Wilhel=
minenſtraße.) Samstag, 29. Okt. und Sonntag, 30. Okt.: Wanderung. — Dienstag
1. Nov., abends 8,15 Uhr: Bibelbeſprechung mit Pfr. Köhler. — Samstag, 5. Nov.,
nachm. 4 Uhr: B.=K. im Heim.
Svangeliſcher Arbeiter= und Handwerkerverein: Feierabend. (Stiftsſtraße zu=
Dienstag, den 1. Nov., abends 8,30 Uhr: Monatsverſammlung.
3. Gemeindeämter.
Ev. Bohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Vorderhaus, 1 Treppe, Sprech,
tunden vorm. 10—12 Uhr u. nachm. (außer Samstags) v. 5 bis 6 Uhr. Fernſprecher
4584. Jugendfürſorge, Jugendgerichtshilfe, Soziale Gerichtshilfe, Beratung in Wohnungs g
angelegenheiten, Eheberatung, Trinkerfürſorge, Wanderer= und Gefangenenfürſorge.
Rechtsauskunftsſtelle (auch für Steuer= und Verſicherungsangelegenheiten): Sprech.
ſtunden nur vormittags, außer Mittwoch und Samstag.
Diakonenſtation für männliche Krankenpflege: Heidelberger Straße 21. Femor
ſprecher 2883.
Diakoniſſenſtationen: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17: Martinsſtift, Müllerſtraße 2
Gemeindehaus, Liebfrauenſtr. 6; Gemeindehaus, Kahlertſtr. 26; Gemeindehaus, Eich
wieſenſtr. 8; neben der Pauluskirche, Ohlyſtr.
Gemeindeamt für Kirchenſteuerangelegenheiten: Gemeindehaus, Kiesſtr.
Hinterhaus, Saal 3. Geſchäftsſtunden vorm. von 8 bis 12 Uhr und nachm. von 3 bis 5.30
Uhr, außer Dienstag= und Freitagnachmittag. Fernſpr. 2379.
Zahlſtelle für das Kirchnotgeld: Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, Hinterhaus, Zimmer4.
Zahltage: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm. von 9 bis 12 Uhr.
Evangeliſches Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51): Rechtsauskunſz,
ſtelle. Sprechſtunden vorm. von 10 bis 1 Uhr. Fernſprecher 2288.
Die Chriſtengemeinſchaft. Im Saal der Städt. Akademie für Tonkunſt, Eliſabethen,
ſtraße: Sonntag, 30. Okt., 10 Uhr: Menſchenweihehandlung mit Predigt. Montog,
31. Oft., 20,15 Uhr: Offentl. Vortrag von Dr. Doldinger=Freiburg über: Goethe und
ſeine Toten. — Im Raum, Alexanderſtr. 22: Mittwoch, 2. Nov., 7,45 Uhr: Menſchen
weihehandlung. — Donnerstag 3. Nov. 10,30 Uhr: Menſchenweihehandlung.
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Gemeinde Eberſtadt. Samstag, 8 Uhr :Schlußabend der Chriſtenleh
der Buben. — Sonntag, vorm. 9,45 Uhr: Hauptgottesdienſt. Anſchließend Kindergottei,
dienſt. 1 Uhr: Kirchenchorausflug ab Gemeindehaus. — Montag, 10 Uhr: Schulgotte:
dienſt zum Reformationsfeſt. 5,30 Uhr: MF II; 8 Uhr: Reformationsabend der Jugen
— Dienstag, 5,30 Uhr: Kirchenſteuerſprechſtunde. 8 Uhr: Reformationsfeier des Frau
vereins mit Lichtbildern. — Mittwoch, 2 Uhr: Nähſtube; 4 Uhr: MFTV; 5,30 Uhr: M
BFIII und TV; 8 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 5,30 Uhr: MFIIT; 8 Uhr: Singen
der EJG. — Freitag, 5,30 Uhr: BJ II. — Samstag, 4 Uhr: MF V: 8 Uhr: Klamp
Prov. Pflegeanſtalt. Vorm. 11 Uhr: Gottesdienſt.
Evangeliſche Kirche zu Griesheim. Vorm. 10 Uhr: Predigtgottesdienſt. Pfan
i. R. Göbel=Darmſtadt. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr: Bibelſtunt
Stadtmiſſionar Bringmann.
Friedenskirche. 10 Uhr vorm.: Predigtgottesdienſt. Pfarrer Mangold. 11 Uhr vorm.
auKe
Kindergottesdienſt.
Montag; 31. Okt., Reformationstag. 9 Uhr Feſtgottesdienſt unt. Mitwirk, der
Schule. Pfarrer Mangold.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, 30. Okt., vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt
Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt der Gr. 13 Uhr: Kindergottesdienſt der Kl. — Montag
9 Uhr: Reformationsfeier in der Volksſchule. — Montag: Jungvolk. — Mittwoch;
Mädchengruppe. — Donnerstag: Frauenabend.
Evangeliſche Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 30. Okt., Erntedankfeſt: Vorm.
0 Uhr: Hauptgottesdienſt. Mitwirkung des Kirchenchors. Kollekte für eine bedürftig
evang. Gemeinde in Heſſen. — Montag, 31. Okt.: Reformationstag. Vorm. 9,15 Uhr:
Jugendgottesdienſt mit Geſängen und Sprechchören. Die erwachſenen Gemeindemit
glieder ſind eingeladen. — Dienstag: Jugendvereinigung. —Mittwoch: Kirchenchor.
Donnerstag: Frauenverein. — Freitag: Jungmädchenverein.
Evangeliſche Kirche zu Ober=Ramſtadt. Sonntag, 30. Okt., 9,30 Uhr vorm.: Gott
dienſt. Vorm. 10,30 Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8 Uhr: im Gaſthaus „Zum Löwe
Gemeindeabend des Poſaunenchores. — Montag, 31. Oft., 9 Uhr: Jugendgottesdien
jungſchar. — 8.30 Uhr: Kirchenchor. — Donnerstag, 6 Uhr: Bubenjungſchar. 8,30 10
Mütterabend. — Poſaunenchor im Schulſaal. — Freitag: 4—6 Uhr Sprechſtunde der
„vgl. Kreiswohlfahrtsdienſtes. 8,30 Uhr: Mädchenverein. — Samstag: Jugendverein,
Evangeliſche Gemeinde zu Roßdorf. Sonntag, vorm. 9,45 Uhr: Gottesdienſt
Montag, 31. Okt., Reformationstag. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Abends:
Frauen=
verein. — Dienstag, nachm. 5.30 Uhr: Jungſchar Mädchen ält. Gruppe, 6 Uhr:
Kirchen=
ſteuerſprechſtunde. Abends: Kirchengeſangverein. — Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Ju
ſchar Mädchen jüng. Gruppe, 5 Uhr: Jungſchar Buben. Abends Jugendbund Wartby
— Donnerstag: Poſaunenchor, Freitag: Jungmädchenverein.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Schulſtraße 9. Sonntag, vorm. 9,30 Uhr: Gottesdienſ
Vorm. 10,30 Uhr: Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Verſammlung. — Montag, abends
8 Uhr: Jugendverein. 9 Uhr: Singſtunde. — Mittwoch, nachm. 3,30 Uhr: Kinderbund.
Nachm. 5 Uhr: Katech. Unterricht. — Abends 8 Uhr: Streichchor. — Donnerstag, nachm
3 Uhr: Miſſions=Arbeitsverein. Abends 8 Uhr: Bibelſtunde. Abends 9 Uhr: Gitarrenchor.
Methodiſten=Gemeinde (Evgl. Freikirche), Darmſtadt, Wendelſtadtſtraße 3.
Sonntag, vorm. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Sonntag abends, 8 Uhr: Reformationz=
Geſangsgottesdienſt. — Mittwoch, abends 8 Uhr: Bibelſtunde. (Gebet des Hen
4. Bitte.) — Freitag, abends 8 Uhr: Frauenmiſſions=Verein. Jedermann iſt herzlich
eingeladen.
Adventsgemeinde, Waldſtraße 18. Sonntag, 30. Okt., abends 20 Uhr: Offentlichet
Vortrag: Glaube und Enttäuſchung: 1900 Jahre Chriſtentum und jetzt Chriſtusmüdigleit
— Mittwoch, 2. Nov., 14,30 Uhr: Religions= und Erſatzunterricht für Kinder. 20 Um:
Jugendſtunde. — Freitag, 4. Nov., abends 20 Uhr: Lithurg. Abendfeier mit Licht
bildern. — Samstag, 5. Nov., vorm. 9,30 Uhr: bis 11,30 Uhr: Gottesdienſt. Abends
20 Uhr: Jugendverſammlung. — Sonntag, 6. Nov., abends 20 Uhr: Offentl. Lichtbilder
vortrag. (Von 4. Nov. bis 6. Nov. als Gaſt, Buſch, München.)
Ehriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt, Mollerſtraße 40. Sonntag, 30. Okt., vorm.
9,30 Uhr: Andacht. Prediger Kruſt. Vorm. 11,15 Uhr: Sonntagsſchule. Jugendbunk
ſtunde und Abendverſammlung fallen aus. — Dienstag, abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde,
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[ ← ][ ][ → ] Für die liebevolle Anteilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben
Entſchlafenen und die troſtreichen
Worte des Herrn Pfarrer Beringer
am Grabe dankt herzlichſt
Im Namen der Trauernden:
Die Verlobung unserer Tochter
Liselotte mit dem prakt. Arzt
Herrn Dr. med. Adi Zaengler
in Groß-Zimmern geben wir
hier-
mit bekannt.
Rechtsanwalt und Notar
Dr. jur. Oarl Kutz
und Frau Helene
geb. Kämmler.
Schloppe, Grenzmark-Posen (Westpr.)
Meine Verlobung mit Fräulein
Liselotte Kutz beehre ich
mich anzuzeigen.
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Dr. med Adi Zaengler
Darmſtadt, den 28. Oktober 1932.
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Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden
beim Heimgang unſerer lieben Entſchlafenen
ſagen wir herzlichſien Dank.
Familie Zöller.
Darmſiadt, den 28. Oktober 1932.
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Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachri ſten
Nr. 301 — Seite 9
[ ← ][ ][ → ]Seite 10 — Nr. 301
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Samstag, 29. Oktober 1938
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wies früher zwei Drehbrücken auf, um der Schiffahrt eine Durchfahrt zu ermöglichen. Bei den
jetzigen Erneuerungen wird das veraltete Prinzip durch eine Hubbrücke erſetzt, bei der während
der Durchfahrt des Schiffes ein Brückenbogen durch einen rieſigen Fahrſtuhl (Gerüſt im
Hinter=
grund) 38 Meter über Waſſer gehoben wird.
Inkereſſanke Gasſchukübungen in Berlin.
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Schleuſe in den Gasſchutzkeller.
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Auf dem Gelände einer Brauerei hat der Berliner Stahlhelm einen Gasſchutz=Muſterkeller erbaun
der der Bevölkerung zur Beſichtigung freigegeben iſt. Im Falle der Gefahr können Nachzüg!
auch nach der luftdichten Abſchließung durch einen zweiten Eingang in den Keller gelängen. Dieſt
Zugang führt durch ein Waſſerbecken, das von außen, unter der Wand des Kellers hindurch, no
innen reicht. Nur ein geringes Tauchen iſt nötig, wobei das Waſſer alles Gas „abtötet”, das m
etwa in die Kleidung oder in die Haare des Neuankommenden feſtgeſetzt hat.
Ddich aus.
Not
zhen den
ſirtung ſeine
Organe
s Natur in
vorfand.
was uns
Reich und Ausland.
Neue Momenke
in der Mordſache Wagner.
Frankfurt a. M. Bei der
Kriminalpoli=
zei erſchien vorgeſtern ein Mann, der die etwas
myſteriöſe Angelegenheit der im Café
Rumpel=
mayer abgegebenen Piſtole klären konnte. Der
Mann iſt ein angeſehener Kaufmann aus
Ha=
nau, der einen Waffenſchein beſitzt und die
Pi=
ſtole ſtets in ſeinem Wagen mit ſich führte.
Wäh=
rend ſeines Aufenthalts im Café gab er ſeine
Piſtole dem Portier zur Aufbewahrung. Mit
der Mordſache Wagner hat die Angelegenheit
nichts zu tun. Dagegen hat ſich bei der
Poli=
zei eine Zeugin gemeldet, die einige Tage vor
der Mordtat den ihr bekannten Brotkutſcher
Wagner ſah, neben dem auf dem Kutſcherbock
ein Mann ſaß, der heftig mit ihm diskutierte.
Im Unterſuchungsgefängnis wurde ſie einer
Reihe von Häftlingen gegenübergeſtellt; ſie
er=
kannte in Förſter einwandfrei den Mann, der
bei Wagner auf dem Brotwagen geſeſſen hat.
Dieſes Zeugnis iſt außerordentlich wertvoll, da
Förſter bisher energiſch beſtritt, Wagner
über=
haupt gekannt zu haben.
Großer Brillantendiebſtahl im D=Zug
Köln—Frankfurt a. M."
Frankfurt a. M. Einem Kaufmann aus
Antwerpen wurde im D=Zug 88, der von der
belgiſchen Grenze über Frankfurt nach Bayern
fährt, ein Briefumſchlag mit über 200
Brillan=
ten, im Werte von 16 000 RM., geſtohlen. Der
Kaufmann war in einem Abteil 3. Klaſſe
ein=
geſchlafen. Während dieſer Zeit wurden ihm von
einem Unbekannten die wertvollen Steine aus
der Taſche geholt, ohne das er etwas merkte.
Von dem Dieb., fehlt jede Spur.
Der Untergang der „Niobe” vor dem
Kriegs=
gericht.
Kiel. Die „Kieler Neueſten Nachrichten”
melden, daß der Untergang der „Niobe” vor das
Kriegsgericht kommen werde. Das Blatt
be=
richtet, daß in der erſten Novemberwoche die
Verhandlung gegen den Kommandanten des
Segelſchulſchiffes, Kapitänleutnant Ruhfus, vor
dem Gericht der Aufklärungsſtreitkräfte in Kiel
ſtattfinden werde. Der genaue Termin der
Verhandlung ſtehe noch nicht feſt, da ſich der
Gerichtsherr, Konteradmiral Kolbe, zurzeit mit
der „Königsberg” in See befindet.
Verhand=
lungsführer dürfte, wie das Blatt weiter
er=
fahren haben will, Kriegsgerichtsrat Becker ſein.
Die Inthroniſation des Biſchofs von Eichſtätt.
Eichſtätt. Unter lebhafter Anteilnahme
der Bevölkerung fanden die Feierlichkeiten aus
Anlaß der Konſekration und Inthroniſation des
neuernannten Biſchofs. Dr. Conrad Graf von
Preyſing ſtatt. Unter den Ehrengäſten bemerkte
man u. a. Miniſterpräſident Held und
Kultus=
miniſter Goldenberger.
Das Einſchwimmen der Tangermünder
Elbebrücke.
Tangermünde. Das Einſchwimmen des
großen Brückenbogens der Elbebrücke fand
ge=
ſtern hier ſtatt. Der Bau dieſer Brücke, die als
Straßen=, Eiſenbahn= und Fußgängerbrücke über
die Elbe gebaut iſt, wurde im Juni 1931
be=
gonnen. Mit dieſem Einſchwimmen iſt das
ſchwerſte Stück dieſes techniſchen Meiſterwerkes
beendet. Das Geſamtgewicht des Brückenbogens
beirägt 1070 Tonnen. Eine neue Verkehrsader,
die von Berlin nach dem Weſten führt, wird mit
dieſer Brücke im nächſten Jahr dem Verkehr
übergeben werden. Das Einſchwimmen des
Brückenbogens fand unter dem Beiſein von
zahl=
reichen Behördenvertretern ſtatt. Auch aus der
näheren und weiteren Umgebung Tangermündes
hatten, ſich große Scharen Neugieriger
einge=
funden.
Neue Großſender verſtärken das deutſche Rundfunkneß.
Deutschlands Rundkiknofz
Deulſche Feſtſikung
der Ungariſchen Goethe=Geſelſchaft
Budapeſt. Die Ungariſche Goethe=Geſel
ſchaft hielt geſtern, anläßlich des 50. Geburtstaau
des ungariſchen Dichters Johann Arany eine
deutſcher Sprache veranſtaltete Feſtſitzung ab
a=
der in Vertretung der deutſchen Geſandtſcha=
Legationsrat Dr. Martin Schlimpert teilnahnt
In ſeiner Eröffnungsrede wies der Vorſitzend
Geh.=Rat Dr. Georg Lukacz, darauf hin, daß d0
ungariſche Goethe=Geſellſchaft erſt vor kurzs
den hundertjährigen Todestag Goethes in beſor
ders großzügiger Weiſe begangen habe, 900
Heimatdichter Arany gehöre zu den Dichter
die von Goethe wertvölle Anregungen erhale
hätten, ſo habe er u. a. eine Goetheſche Balla”
ins Ungariſche übertragen. — Es folgten
ſodan=
verſchiedene deutſche Vorträge und Rezitationef
aus Werken des berühmten ungariſchen Dichter:
und
Miuand in d
ſetzte ein
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Unſer Schaubild zeigt die Standorte und die Stärke der deutſchen Sender, die jetzt durch zwei neue
Großſender in Leipzig und Frankfurt weiteren Zuwachs erhalten. Die beiden Sender, von denen
der Leipziger eine Stärke von 150 Kilowatt, der in Frankfurt eine ſolche von 17 Kilowatt hat,
werden beide am 28. Oktober in Betrieb genommen. Der Frankfurter Sender befindet ſich, wie
unſer Schaubild durch eine geſtrichelte Doppellinie anzeigt, in Sendegemeinſchaft mit dem Groß=
Sender Stuttgart=Mühlacker.
Eröffnung des Groß=Rundfunkſenders
Leipzig.
Leipzig. Der Großrundfunkſender Leipzig
in Wiederau, mit 150 Kilowatt, der ſtärkſte
deutſche Sender, wurde geſtern vormittag mit
einer ſchlichten Feier im Kleinen Saal des
Gewandhauſes ſeiner Beſtimmung übergeben.
Dieſe Feier wurde zugleich auf den Sender
über=
tragen. Nach dem von Prof. Dr. Neubeck mit dem
Leipziger Sinfonieorcheſter gebotenen
Meiſter=
ſinger=Vorſpiel, begrüßte der Präſident der
Ober=
poſtdirektion Leipzig, Bergs; die Vertreter der
Reichs=, Staats= und Gemeindebehörden, von
Kunſt und Wiſſenſchaft, Handel und Induſtrie,
Gewerbe und Landwirtſchaft, der Beamten und
Arbeiterſchaft.
Hierauf ſprach Dr. Kohl, als
Vorſtandsmit=
glied der Mitteldeutſchen Rundfunk=A.=G. Für
die ſächſiſche Regierung ſprach ſodann
Miniſter=
präſident Schieck.
Der Miniſterpräſident wies u. a. darauf hin,
daß der Rundfunk dem ganzen deutſchen Volke
zu dienen beſtimmt ſei, und daß er ſich nicht ein=
ſeitig in den Dienſt einer einzelnen
Weltan=
ſchauung oder Partei ſtellen dürfe. Die Achtung
vor dem deutſchen Volke im Ausland werde nur
dann gewahrt ſein, wenn der deutſche Rundfunk
deutſche Art und deutſche Sitte wirklich pflege
Neben dieſen Pflichten, die allen deutſchen
Sen=
dern gemeinſam ſeien, falle den Sendern der
ein=
zelnen Bezirke noch die beſondere Aufgabe zu, die
wirtſchaftliche und kulturelle Entwicklung, das
eigene Gepräge und die Vielgeſtaltigkeit der
deutſchen Landſchaft, auf der zum großen Teil
das Heimatgefühl des Deutſchen beruht, zu
pfle=
gen. Man müſſe es deshalb lebhaft begrüßen,
daß der neue Großſender in der Umgebung
Leip=
zigs auf ſächſiſchem Boden geblieben ſei. Das
habe mit partikulariſtiſchen Gedankengängen
nichts zu tun.
Für die Stadt Leipzig ſprach darauf
Oberbür=
germeiſter Dr. Goerdeler, für die
Univer=
ſität Leipzig, der derzeitige Rektor, Prof. Dr.
Litt. Die Rednerreihe beſchloß der Vorſitzende
des Aufſichtsrates der Mitteldeutſchen
Rund=
funk=A.=G., Dr. Otto. Nach Schluß der Feier
begaben ſich die Teilnehmer im Poſtkraftwagen
nach Wiederau, zur Beſichtigung des neuen
Wunderwerkes deutſcher Technik.
Winter auf dem Brocken.
Halberſtadt. Auf dem Brocken hat am
Donnerstag abend Schneefall eingeſetzt, der die
ganze Nacht anhielt. Die Schneedecke beträgt
5 bis 6 Zentimeter.
Profeſſor Wilhelm Löwith f.
München. Der weit über München hinaus,
insbeſondere durch ſeine Tätigkeit im
Reichsver=
band bildender Künſtler Deutſchlands, bekannte
Maler Prof. Wilhelm Löwith iſt im 70.
Lebens=
jahre Mittwoch nacht in München geſtorben. Er
ſtand bis zuletzt noch an ſeiner Staffelei.
v. Gronau ſchon in nächſter Woche in
Friedrichs=
hafen?
Karatſchi. Der deutſche Weltflieger von
Gronau iſt programmäßig von Bombay
ge=
ſtartet und in Karatſchi, an der Mündung des
Indu, eingetroffen. Der Geſundheitszuſtand des
zweiten Führers v. Roth hat ſich
erfreulicher=
weiſe gebeſſert und gibt zu ernſteren Bedenken
nicht mehr Anlaß. Mit dem Eintreffen von
Gronaus in Deutſchland iſt ſchon in der
kommen=
den Woche zu rechnen. Der erſte Flughafen, den
der Dornier=Wal anſteuern wird, dürfte
Fried=
richshafen am Bodenſee ſein.
Frau Bindernagel auf dem Wege der Beſſermz
Berlin. Im Befinden der
Kammerſäng=
rin Gertrud Bindernagel iſt ſeit vorgeſtern nadt
mittag eine leichte Beſſerung eingetreten. Kohn
plikationen ſind jedoch noch immer nicht aus)
ſchloſſen.
Oeſterreich ehrt Kleiber.
Berlin. Der öſterreichiſche Geſandte 1
Frank empfing den Generalmuſikdirektor de
Berliner Staatsoper Erich Kleiber, dem er ſa)
ihm vom öſterreichiſchen Bundespräſidenten vel
liehene Große ſilberne Ehrenzeichen für Veu
dienſte um die Republik Oeſterreich überreichie
Rieſige Kohlenvorräte im Fernen Oſten ende!
Moskau. Einer amtlichen Meldung /
folge, iſt es ruſſiſchen Ingenieuren gelungen,”
Oſtſibirien im Gebiete des Fluſſes Buria rieſ0g
Kohlenlager zu entdecken. Der Reichtum )e2
neuen Kohlenvorkommen wird auf 30 Millionel
Tonnen geſchätzt. Die Ausbeutung ſoll baldi!
in Angriff genommen werden. Man hofft 9
die neue Kohle im Fernen Oſten die Grund/0ſ
für eine neue Induſtrie ergeben wird.
Die neue Pinakothek des Vatikans.
Rom. In feierlicher Weiſe iſt vorgeſtern!
großartige „Pinakothek des Vatikans eröfiſl
worden. Sie enthält 465 Gemälde, die auf
Säle verteilt ſind, von denen jeder einem 9
Meiſter gewidmet iſt.
300 Todesopfer eines Taifuns.
Paris. Wie die Agentur Indo Paciſie
aus Saigon meldet, hat der Taifun, der .
15. Oktober über den anamitiſchen Küſtengeg‟
den niedergegangen iſt, 300 Todesopfer geſ
dert. Der Sachſchaden iſt ungeheuer.
Tod der Gattin Heinrich Schliemanns.
Athen. Frau Sophie Schliemann,
Witwe des bekannten deutſchen Archäologe
Heinrich Schliemann, iſt geſtern in Athen geſto
ben. Frau Schliemann war von Geburt Griegl
und hat ihren Gatten bei ſeinen Ausgrabuſſ.
arbeiten in Troja und Mykenä eifrig unſe
ſtützt.
Lindbergh=Baby II.
New York. Das zweite Lindbergh=B0ſ
wird den ſchwediſchen Vornamen Jon fühle
Zu ſeiner Wärterin haben die Lindberghs
Schottin Betty Gow kommen laſſen, die beis”
den unglücklichen erſten Sohn Lindberghs
treute, eine Zeitlang im Verdacht ſtand, bel.”
Entführung ihre Hand im Spiel gehabt z0. "
ben, und daraufhin in ihre Heimat zurücſuh,
Dieſe Vertrauenskundgebung der Lindbein”
wird wohl allen Verdacht von der Schol”
nehmen.
Schnellzug Nanking—Schanghai verungluſt.
Schanghai. Der Schnellzug Nanknſ.
Schanghai iſt geſtern bei Souchon entgleiſ.
Lokomotivführer hatte die Halteſignale, die
tenbauarbeiten anzeigten, überfahren. Die.
der Toten und Verwundeten wird auf eib
geſchätzt.
A
n4
AIe
zemskag, 29. Oktober 1932
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Nr. 301 — Seite 11
Technik und Hochſchule.
Techniſcher Borkſchritt, Techniſche Hochſchule und die Nok unſerer Zeik.
Grundlagen und Enkwicklung der Technik.
Se. Magnifizenz Rektor Prof. Dr. Thum hielt geſtern bei
1ſfeierlichen Rektoratsübergabe eine Antrittsrede, in der er
zru ausführte: Er weiche von der ſonſt bei dieſem Anlaſſe
niten Gepflogenheit, das Thema aus den aktuellen Fragen des
zinen Lehr= und Forſchungsgebietes zu wählen, ab, weil ſich
ngen zur Feier des 25jährigen Beſtehens der
Materialprü=
msanſtalt Gelegenheit biete, über die Ergebniſſe der neueren
0kſtoff=Forſchung, ſeines eigentlichen Fachgebietes, zu
be=
v iten.
In ſeinen weiteren Ausführungen ſchildert er, wie ſich in der
heugen Kriſenzeit weite Kreiſe von der Technik abwenden —
der Errungenſchaften ſie in guten Zeiten begeiſtert geprieſen
hwn —, weil ſie in der mit ihr verbundenen zunehmenden
Ma=
ſo hirliſierung und Mechaniſierung die Urſache der heutigen,
gro=
ßiArbeitsloſigkeit gefunden zu haben glauben.
Bevor er ſich mit dieſen Vorwürfen, die gegen den techniſchen
Gſuſchritt erhoben werden, auseinanderſetzt, geht der neue
Rek=
toi auf die Grundlagen der Technik und ihre Entwicklung ein,
umdabei zu ſehen, ob vielleicht ſchon in ihren Anfängen
menſch=
hſtitſchädliche Teile ſtecken, die ſich erſt im Laufe der Zeit ſo
ſcheälich auswirkten.
Dre Not und der dauernde Kampf um das nackte Leben
muten den Menſchen der Urzeit erfinderiſch, und er lernte die
Witung ſeiner Leibesorgane zu erhöhen, indem er ihnen
künſt=
lißy Organe zufügte, Arbeitswerkzeuge und Waffen, die er in
desrſatur in Form von günſtig geformten Baumäſten und
Stei=
nanvorfand. Dieſe einfachen Gebrauchsgegenſtände ſind das
ein=
ziſt was uns bis heute von ihm erhalten iſt. Seine Technik
üllemittelt uns allein unſere Kenntnis von ſeinem Daſein, ſonſt
wnitzen wir nichts vom Leben des Urmenſchen. So ſehen wir,
dauß die Technik am Anbeginn der Menſchwerdung ſtand.
Un dem Maße, wie ſich die Methoden der Technik
verfeiner=
tewwurde der Menſch ſeßhaft. Es entſtanden Blütenperioden
der echniſchen Kunſt, beſonders im Bauweſen in Aſſyrien,
Baby=
lomm und Aegypten. Die Griechen, als gelehrige Schüler
die=
ſen kölker, beherrſchten bereits die Phyſik des Hebels, der Walze,
deß Zahnrades. Die Römer konnten Glas, Spiegel und Seife
heſillen und leiſteten Hervoragendes im Wege=, Straßen und
Bküenbau und in der Kriegstechnik.
Nit dem Untergang des Römerreiches tritt ein gewiſſer
Stſtand in der Entwicklung der Technik ein. Erſt im
Mittel=
alle ſetzte eine neue Blüte der techniſchen Schöpferkraft der
Mnhen ein, die in den gewaltigen Domen ihren Ausdruck fand.
ir ſehen aus dieſer Geſchichte der Menſchheit, wie mit der
Euiwicklung der Technik das menſchliche Daſein immer weiter
erleichtert wurde, daneben zeigt ſich auch in der Technik das
Spiel der Gegenſätze, wie in allem Erdengeſchehen: der Keim
zum Schädlichen in all dieſen Errungenſchaften, die Wandlung
des nutzbringenden Werkzeuges in eine todbringende Waffe. „Es
iſt unſere Aufgabe, wie immer im Leben, die
guten Seiten der Technik zu pflegen und die
ſchädlichen einzudämmen.”
Eine völlige Umgeſtaltung der Technik fand ſtatt durch die
Erfindung der Dampfmaſchine gegen Ende des 18. Jahrhunderts.
Das Verkehrsweſen wurde völlig umgeſtaltet. Daneben
ent=
wickelten ſich die Telegraphie, Telephonie, Elektrotechnik und
Chemie. Das Automobil, das Flugzeug und das Luftſchiff
ent=
ſtanden. Unſer Leben wurde grundlegend umgeſtaltet. Auch
un=
ſere Weltanſchauung wurde durch die neue Technik wirkſam
be=
einflußt. Der Grund aber, warum im letzten Jahrhundert das
Schrittmaß der Technik ſo überaus ſtürmiſch geworden iſt, und
warum ſie alles in ihren Bann gezogen hat, liegt daran, daß ſie
gelernt hat, ihre Methoden zu ändern. Aus der primitiven rein
empiriſchen Technik entwickelte ſich allmählich die wiſſenſchaftliche
Technik, die auf dem Naturwiſſenſchaftlichen fußt. Das Prinzip
der Subjektivität iſt in der Technik durch das der Objektivität
erſetzt worden.
Welches ſind nun angeſichts der erörterten Entwicklung der
Technik die Aufgaben der Techniſchen Hochſchulen?
Der von der Mittelſchule kommende junge Student kommt
bei ſeinem Eintritt in die Techniſche Hochſchule in eine neue
Geiſteswelt. Galt ſeine bisherige Ausbildung nur der
Entwick=
lung des logiſchen Denkens und der Betrachtung der Dinge als
von Natur aus gegeben, ſo muß ſich ſein Denken jetzt noch dazu
auf das Konſtruktive und Schöpferiſche richten. Denn die
Tech=
nik iſt in ihrem Weſen nicht konſervativ, ſie begnügt ſich nicht
mit dem Betrachten der Dinge, ſondern ſie will das Antlitz der
Erde umwandeln. Daher iſt die Ausbildung des jungen
Tech=
nikers an den Hochſchulen anders als die des
Univerſitätsſtuden=
ten. Er muß vor den Beginn des eigentlichen Studiums eine
praktiſche Tätigkeit ſetzen, wo er gleichſam an der Wiege der
Technik ſteht, um richtig in ihre geiſtige Sphäre einzudringen.
Darauf erfolgt an der Hochſchule die Einführung in das Gebiet
der Naturwiſſenſchaften und der Konſtruktion, die ihm das
Rüſt=
zeug zum ſpäteren Fachſtudium geben. Daneben müſſen die
Stu=
dierenden ſchon während ihrer Ausbildung das Ringen um den
techniſchen Fortſchritt kennen lernen, damit ſie unmittelbar an
ſeiner Weiterentwicklung mitarbeiten können. Dasſelbe gilt in
höchſtem Maße für die Lehrer an der Hochſchule. Sie müſſen in
enger Fühlung mit der Praxis ſein, müſſen gleichſam den
Puls=
ſchlag der techniſchen Entwicklung mitfühlen.
Der Nutzen, den der techniſche Fortſchritt durch die enge
Zu=
ſammenarbeit zwiſchen Praxis und Hochſchule erfährt, wird am
beſten illuſtriert an zwei Beiſpielen: das 50jährige Beſtehen des
Elektrotechniſchen Inſtituts und das 25jährige Beſtehen der
Mate=
rialprüfungsanſtalt. Mit der Gründung des erſteren iſt der Name
Erasmus Kittler verbunden, der die Bedürfniſſe der jungen
Elek=
trotechnik klar erkannte und mit wiſſenſchaftlichen Meß=Methoden
an die Löſung ihrer Probleme heranging. Er konnte eine große
Zahl von Schülern in die Induſtrie ſchicken, deren raſches
Auf=
blühen um die Jahrhundertwende nicht zuletzt durch die
gründ=
liche Vorbildung der Ingenieure entſtanden iſt. Auch die
Ent=
wicklung der Materialprüfungsanſtalt iſt mit dem weitblickenden
Geiſt eines Otto Berndt und Ernſt Preuß eng verbunden.
Betrachten wir nun, nachdem wir ihre Entwicklung kurz
ge=
ſtreift haben, die Bedeutung der Technik für die Menſchheit.
Ohne ihren gewaltigen Leiſtungs= und Verſorgungsapparat
könn=
ten die heutigen Menſchenmaſſen nicht mehr leben, und trotzdem
leidet heute ein großer Teil an brennenden Sorgen um das
Da=
ſein. Jedoch beweiſt der Umſtand, daß die heutige Kriſe eine
Ueberflußkriſe und keine Mangelkriſe iſt, deutlich, daß ihre
pri=
märe Urſache nicht in der Technik liegt. Gewiß werden durch die
Aufſtellung neuer Maſchinen oft viele Arbeiter brotlos. So brach
durch die Erfindung des mechaniſchen Webſtuhles zunächſt eine
fürchterliche Not unter den Handwebern aus. Bald jedoch ſtieg
der Verbrauch an Textilwaren durch die Verbilligung ſo
gewal=
tig, daß bald wieder ein Bedarf an Textilarbeitern einſetzte,
außerdem entſtand eine blühende Textilmaſchinen=Induſtrie, in
der über die urſprüngliche Zahl hinaus ſehr viele ihr Brot
fan=
den. Aehnliche Verhältniſſe lagen bei jeder weiteren
umwäl=
zenden Erfindung vor, und jedes Mal ſchuf die Technik nicht nur
für die urſprünglich brotlos Gewordenen neue
Arbeitsgelegen=
heit, ſondern gliederte noch weitere in den Produktionsprozeß
ein. Es ſind demnach nicht die Maſchinen und der techniſche
Fortſchritt, die unſere heutige Not verurſachen, ſondern die
Män=
gel in unferen politiſchen und geſellſchaftlichen Einrichtungen.
Der Neſtor der techniſchen Phyſik in England, Sir Alfred
Ewing, charakteriſiert dies ſehr treffend in einer Rede: „Infolge
der langſamen Entwicklung des ſittlichen Empfindens iſt der
Menſch noch nicht der ungeheuren Verantwortlichkeit gewachſen,
die dieſe Rieſenaufgaben und Rieſenwaffen der modernen
Natur=
wiſſenſchaften ihm in die Hand geben. Die Herrſchaft über die
Natur iſt in die Hand des Menſchen gelegt worden, noch bevor
er ſich ſelbſt zu beherrſchen gelernt hatte.”
Sollen wir uns nach dieſer Kennzeichnung der geiſtigen
Situation der Zeit von der Technik abwenden? Ganz
entſchie=
den: Nein. Die Geſchichte der Menſchheit iſt eine Geſchichte der
Technik. Der Weg der Techniſierung muß weiter gegangen
wer=
den; denn ſonſt würde das menſchliche Daſein unerträglich ja
unmöglich. Wir dürfen uns nicht den Glauben an den techniſchen
Fortſchritt nehmen laſſen, uns nicht von
Verzweiflungsſtimmun=
gen übermannen laſſen. Beſonders muß es das Ziel unſeres
deutſchen Volkes ſein, die anderen Völker an Erfindungen zu
übertreffen, damit wir wieder zu neuem Wohlſtand gelangen
können. Eng damit verbunden iſt der Ruf und die Forderung:
„Fortſchritt tut not”, denn ſie zahlt die Gaben, die man ihr
ſpen=
det, mit tauſendfachen Zinſen zurück.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 12 — Nr. 301
Darmſtädter Tagblatt / Heſſiſche Neueſte Nachrichten
SdoTaerlio Sadttent
Zußball.
SV. 98 Darmſtadt—Germania Pfungſtadt.
Den Auftakt zu der morgigen, um 1.45 Uhr beginnenden
Doppelveranſtaltung auf dem Platz am Böllenfalltor bildet das
Fußball=Verbandsſpiel der 98er gegen Germania Pfungſtadt. Das
Spiel iſt beſonders für die 98er von Bedeutung. Nachdem die
urſprünglich geſtellte, ausſchließlich aus jungen Kräften beſtehende
Mannſchaft ſich nicht durchſetzen konnte, wird es ſich im
bevor=
ſtehenden Spiel zu zeigen haben, ob mit der Umgruppierung der
Elf durch Wiederaufſtellung älterer Spieler — Bärenz,
Girm=
ſcheid, Ruppel. Schäfer, Kratz u. a. — eine derartige Hebung der
Spielſtärke eingetreten iſt, daß mit einer alsbaldigen Beſſerung
des Tabellenplatzes gerechnet werden kann. Dabei darf man
allerdings nicht verkennen, daß es den 98ern in dieſer
Aufſtel=
lung nicht ſofort gelingen kann, zur Beſtform aufzulaufen, da
die Elf ſich erſt einſpielen muß. Die Routine der älteren Spieler
ſollte es jedoch zumindeſt zuwege bringen, eine weit größere
Durchſchlagskraft zu zeigen, als das ſeitherige Stürmerquintett.
Da die Gäſte gerade in techniſcher Hinſicht gut ausgebildet
ſind und ſtets einwandfrei fair kämpften, darf man mit einem
ſchönen Spiel rechnen.
Anſchließend, um 3.30 Uhr, kommen die Handballer zu Wort.
Ueber die Bedeutung des Spiels der 98er gegen den hieſigen
Polizeiſportverein iſt ſchon geſchrieben. Wenn nicht alle Anzeichen
trügen, wird es morgen zu ſpannenden Kämpfen kommen.
Am Vormittag ſpielen die Reſerven. Um 10.30 Uhr
Hand=
ball=Reſerve-Polizei, Reſerve. Um 12 Uhr Fußball=Reſerve.
Reſerve Germania Pfungſtadt.
98 Reſerve—Polizei Reſerve, Stadion, 10.30 Uhr 98 1. Jgd
Polizei 1. Jgd., Polizeiplatz, 9 Uhr. 98 2. Jgd.—Polizei 2. Jgd.,
Polizeiplatz 9 Uhr. 98 1. Schüler-Polizei 1. Schüler,
Polizei=
platz. 9.45 Uhr.
Rot=Weiß Darmſtadt—Haſſia Dieburg.
Zur Fortſetzung der Verbandsſpiele empfängt Rot=Weiß am
Sonntag, nachmittags 3 Uhr Haſſia Dieburg. Die Haſſianer
ſitzen hart auf dem zweiten Platz in der Tabelle und ſind an
Hand ihrer guten Spielſtärke wirklich die einzige Mannſchaft,
welche der hieſigen Polizei die Meiſterſchaft evtl. noch gefährden
könnte. Es wird ſich ohne Zweifel am Sonntag auf dem Rot=
Weiß=Platz ein ſpannendes Treffen entſpinnen, denn die Gäſte
werden alles hergeben, dem Tabellenletzten die beiden Punkte
abzujagen. An und für ſich wäre ja an dieſer Tatſache nicht
zu rütteln, wenn nicht im Fußballſpiel mit Ueberraſchungen zu
rechnen wäre. Die Rot=Weißen haben am letzten Sonntag in
Egelsbach gezeigt, daß die Mannſchaft (trotz einer Anzahl
kalt=
geſtellter Spieler) nicht ſo einfach zu überrennen iſt. Die
Auf=
ſtellung für dieſes Spiel iſt folgende: Hahndorf; Fehlberg. Delp
Trumpfheller, Süßenböck. Engel; Heiſer, Dörner, Plößer, Hamm.
Eiſinger.
Vor dem Spiel der Ligamannſchaften empfangen die Alten
Herren von Rot=Weiß die neu zuſammengeſtellte
Sondermann=
ſchaft des hieſigen FC. Eintracht. Beginn 1.20 Uhr.
Germania Eberſtadt—SV, Mörfelden.
Im vorletzten Heimſpiel empfangen die Leute von der
Berg=
ſtraße den SV. Mörfelden. Mörfelden liegt in dieſer Saiſon
gut im Rennen und wird auch bei den Germanen nichts
unver=
ſucht laſſen, ſeine Poſition weiter zu befeſtigen. Die Vorſtädter
ſelbſt gehen mit einem gewiſſen Handicap in das ſchwere Spiel,
da ſie ihren ausgezeichneten Mittelläufer Kaißer erſetzen müſſen.
der drei Wochen geſperrt iſt. Die Elf ſollte aber doch ſtark genug
ſein, ſich auf eigenem Gelände die Punkte zu holen.
Um 1.15 Uhr ſpielen Reſerven. 1. Jgd.—1. Jgd SpVgg.
Arheilgen 10 Uhr, dort. 1. Schüler—1. Schüler SpVga. Arheil=
gen 1 Uhr, dort. 2. Schüler—2. Schüler SpVgg. Arheilgen,
1 Uhr, dort.
Spielvereinigung 1928, Groß=Umſtadt.
Groß=Zimmern, derzeitiger Tabellenführer der
Odenwald=
gruppe, iſt am Sonntag, nachm. 3 Uhr, Gaſt der Groß=Umſtädter.
Dieſes Verbandstreffen nach einjähriger Pauſe der alten
Nach=
barrivalen verſpricht eines der intereſſanteſten, aber auch eines
der ſchwerſten zu werden. Die Platzbeſitzer haben gegen das
aus=
gereifte Können der Gäſte einen ſchweren Stand, zumal dieſelben,
ihre Tabellenführung nicht verlieren wollen. In hieſigen
Sport=
kreiſen erwartet man ſchon mit Spannung dieſes Treffen. — Um
1½ Uhr: 2. Fußball=Mannſchaften.
Fr. Tgde. Darmſtadt — Urberach.
Samstag nachmittag 2.30 Uhr ſtehen ſich am „Müllersteich”
obige Mannſchaften im Kampf um die Punkte gegenüber. Die
Urberacher Elf, die nach anfänglich ſchlechtem Start ſich zuletzt gut
nach vorn gearbeitet hat und zurzeit an 2. Stelle liegt, wird am
Samstag alles daranſetzen, um den Sieg an ſich zu reißen.
Ur=
berach ich eine ausgeſprochene Kampfmannſchaft, die einen
halb=
hohen Fußball zu ſpielen pflegt. Darmſtadt hat bis jetzt mit
wech=
ſelndem Glück gekämpft und ſchwebt immer noch in Abſtiegsgefahr.
Es gilt, am kommenden Sonntag alles auf eine Karte zu ſetzen
und zu zeigen, daß die Elf doch einen beſſeren Platz als den
jetzigen verdient. Es iſt deshalb mit einem ſpannenden Spiel zu
rechnen. Weitere Spiele: Darmſtadt Jgd. — Egelsbach Jgd.,
9 Uhr, hier; Darmſtadt, Sch. — Egelsbach, Sch., dort.
Kein Umſchwung zu erwarten!
FV. Biblis — Normannia Pfiffligheim,
Olympia Lampertheim — FV. Hofheim.
F.=El. 07 Bensheim — Spv. Weinsheim,
Spv. Hochheim — V. f. L. Lampertheim.
Der Tabellenführer, Starkbg. Heppenheim, hat ſehr gut „auf
Reſerve” gearbeitet. Die Heppenheimer ſind auch diesmal
wie=
der nicht einzuholen, obwohllſie ſpielfrei ſind. Die Vorrunde
ſcheint ein „normales” Ende zu nehmen. Man wird wohl kaum
fehlgehen, wenn man allen Platzbeſitzern diesmal einen mehr oder
weniger glatten Sieg zutraut. Die Pfiffligheimer haben bis jetzt
erſt zwei Punkte geholt, doch iſt das ſpieleriſche Können dieſer
Mannſchaft nicht ſchlecht, ſo daß die Bibliſer ja nicht glauben
dürfen, im „Vorbeigehen” dieſe beiden Punkte einſtecken zu können.
Auch Olympia Lampertheim hat einen ſpieltüchtigen Gegner auf
eigenem Platz, der evtl. eine allzu geringe Einſchätzung ganz
emp=
findlich quittieren könnte. Das Spiel an der Bergſtraße wird
wohl kaum eine Ueberraſchung bringen; dagegen iſt es allerdings
nicht ausgaeſchloſſen, daß V. f. L. Lampertheim in Hochheim
viel=
leicht eine Punkteteilung erzwingt.
In der Gruppe 3, Ried, beginnen bereits die Spiele der
Nach=
runde. Der Sonntag bringt folgende Paarungen:
Olympia Biebesheim — Klein=Häuſen,
Tgmde. Stockſtadt — Groß=Rohrheim,
Tv. Biebesheim — V.f. R. Fehlheim.
Während man den beiden Biebesheimer Vereinen jeweils
einen glatten Sieg zutrauen kann, werden die Stockſtädter
Tur=
ner, trotz ihrer aufſteigenden Form, ſicherlich nicht um eine
Nie=
derlage herumkommen.
Ringen.
Handball.
Wormatia Worms—TSV. Braunshardt.
Zum fälligen Rückſpiel fahren die Braunshardter am
Sonn=
tag zur Wormatia. Die Braunshardter werden in dieſem Spiel,
das vormittags 10.30 Uhr ſtattfindet, zweifellos einen ſchweren
Stand haben, zumal die Mannſchaft nicht in ſtärkſter Aufſtellung
antreten kann. Wormatia hat nach anfangs ſchlechtem Start in
letzter Zeit wieder eine ganz ſtarke Formverbeſſerung zu
ver=
zeichnen und iſt durch die Erfolge in den letzten Spielen bis zur
Mittelgruppe der Tabelle aufgerückt.
Tgde. Beſſungen—Egelsbach.
Am Sonntag weilt die Tgde 1865 in Egelsbach. Die
Beſſun=
ger ſind zurzeit vom Unglück verfolgt, denn durch Krankheit oder
Verletzung ſind der Torhüter Aßmuth, Kaltenbach. Dölp u. a.
ſpielunfähig und mußte bereits am vergangenen Sonntag gegen
Tgſ. 1875 wie auch jetzt wieder gegen Egelsbach Erſatz für die
nicht ſo leicht zu erſetzenden Spieler herangezogen werden.
Beſſun=
gen muß ſich daher ſehr anſtrengen, um ein ehrenvolles Reſultat
auf die Beine zu bringen, zumal Egelsbach eine ſehr ſpielſtarke
Mannſchaft beſitzt, die ſchon manchem namhaften Gegner, den
Sieg in Frage ſtellte. Wir hoffen, daß die Beſſunger auch dieſe
Kriſe in der Mannſchaft recht bald überwunden haben, damit ſie
wieder mit der kompletten Garnitur antreten können.
TV. Nieder=Ramſtadt—Tſch. Griesheim 3.
Zum letzten Vorrundenſpiel empfängt Nieder=Ramſtadt auf
eigenem Platze die 3. Mannſchaft der Turnerſchaft Griesheim.
Die Gäſte haben in dieſer Klaſſe naturgemäß wenig zu beſtellen
und zieren ohne Punkte das Ende der Tabelle. Auch bei
die=
ſem Spiel werden ſie wieder beide Punkte ihrem Gegner
über=
laſſen müſſen. Beginn 3 Uhr. — Vorher, um 2 Uhr: Schüler—
Tgde. 46 Darmſtadt Schüler.
Turngeſellſchaft 1900 Ober=Ramſtadt.
Im weiteren Verlaufe der Pflichtſpiele ſpielt Ober=Ramſtadt
am kommenden Sonntag, 3 Uhr, gegen die TSGd.
Erzhau=
ſen. Im Vorſpiel konnte Ober=Ramſtadt knapp 3:2 gewinnen,
ſo daß man das Spiel als offen bezeichnen kann.
Hockey.
Techniſche Hochſchule—SV. 98 Darmſtadt.
Heute Samstag, 15.30 Uhr, trägt der Deutſche
Hochſchul=
meiſter im Hockey — Techniſche Hochſchule Darmſtadt — in
die=
ſem Semeſter ſein erſtes Spiel gegen SV. 98 Darmſtadt aus. Da
die 98er in der letzten Zeit einige gute Erfolge aufweiſen
kön=
nen, ſteht ein ſpannendes Treffen auf dem Hochſchulſportplatz
bevor.
Main=Rhein=Gau Deutſche Turnerſchaft.
Das Arbeitsprogramm für November.
Der vorletzte Monat des Jahres ſteht nochmals im Zeichen
der Lehrarbeit. Das Fachgebiet des Kinderturnens beſchließt am
6. November mit einem Uebungstag in Bensheim a. d. B. den
diesjährigen Lehrgang. Die Volksturner kommen am 13.
No=
vember in Darmſtadt im Turnhauſe der Turngeſellſchaft zu einer
Gauübungsſtunde zuſammen. Der Uebungsſtoff, der hier den
Teilnehmern vermittelt werden ſoll, iſt ganz auf die
Winter=
arbeit des Sportlers abgeſtimmt. „Alt werden und jung
blei=
ben!” Unter dieſem Leitwort ſteht am 20. November eine
Gau=
übungsſtunde für Altersturner unter Leitung von Gau=
Ober=
turnwart Hofferbert in Darmſtadt im Hauſe der Turngemeinde
1846. Den Abſchluß bringt die Vereinsvertreter=Verſammlung
am letzten Novemberſonntag in Darmſtadt. Hier ſteht im
Mittel=
punkt die Wahl der Feſtorte für das kommende Jahr. Von den
Gauvereinen veranſtaltet die Turngemeinde Egelsbach ab
Mon=
tag, den 31. Oktober, eine Werbewoche für Deutſches Turnen in
Form von öffentlichen Uebungsabenden aller Abteilungen. Der
Tv. Arheilgen wartet mit einem Bühnen=Schauturnen am 26.
November auf.
Kegler=Vereinigung Darmſtadt und Umgebung.
Mannſchaftskampf Darmſtadt—Eberſtadt.
Am kommenden Sonntag treffen ſich im Rückkampf auf den
Bahnen „Zur deutſchen Flotte” in der Kiesſtraße die 2.
Kampf=
mannſchaft der hieſigen Vereinigung und eine kombinierte
Mann=
ſchaft von Eberſtadt, die ſich am 16. Oktober im Vorkampf, in
Eberſtadt gegenüberſtanden. Damals blieben die Darmſtädter
mit 59 Holz Vorſprung Sieger. Die Frage nach dem endgültigen
Sieger ſteht noch durchaus offen, da die beiden Mannſchaften
ſtavke Kräfte beſitzen. Der Kampf verſpricht ein anregender zu
werden und dürfte ſich ein Beſuch lohnen. Das Kegeln beginnt
um 1 Uhr nachmittags.
Sporkabzeichen=Prüfung.
Heute nachmittag 2.30 Uhr findet auf dem Stadion noch
ein=
mal eine Prüfung in den leichtathletiſchen Wettbewerben — alle
Läufe Weitſprung und Kugelſtoßen — für das Deutſche
Sport=
abzeichen ſtatt.
Englands Frauen meſſen nach Metern.
Der Engliſche Frauen=Athletik=Verband hat jetzt auf ſeiner
Generalverſammlung einen Beſchluß gefaßt, der von größter
Wichtigkeit iſt und noch dadurch an Bedeutung gewinnt, daß er
in England gefaßt wurde, wo man ſehr an Traditionen feſthält.
Die Meiſterſchaften der engliſchen Leichtathletinnen werden in
Zukunft nicht mehr in Yards=, ſondern in Meter=Strecken
aus=
geſchrieben. Dies iſt beſonders bemerkenswert, weil im
kommen=
den Jahre in London die Frauen=Weltſpiele durchgeführt
wer=
den. Das wird auch wohl in erſter Linie zu dem Schritt die
Veranlaſſung geweſen ſein.
Polizei Darmſtadt 2.—Kraftſportklub 1910 Arheilgen.
Schon in früheren Jahren, als beide Mannſchaften noch in
der gleichen Klaſſe mit ihren 1. Mannſchaften ſtarteten lieferten
ſich die Gegner jeweils ſpannende und erbitterte Kämpfe.
Nach=
dem ſich die Poliziſten die Oberliga erkämpft hatten, ſetzten dieſe
Kämpfe aus. Die 2. Mannſchaft der Polizei, die in dieſem
Jahre erſtmals an den Kämpfen der Liga teilnimmt, in ihrer
Särke der 1. Mannſchaft jedoch nicht viel nachſteht, wird am
Sonntag den Beweis liefern müſſen, ob ſie den Kampf zu dem
intereſſanten der früheren Jahre geſtalten kann. Arheilgen
ver=
fügt auch in dieſem Jahre wieder über eine gut durchtrainierte,
eifrige, ſympathiſche Mannſchaft die ſich keinesfalls leicht
ge=
ſchlagen gibt. Es wird jedenfalls harte Kämpfe geben, die man
am Sonntag vormittag 10 Uhr in der Polizeiſporthalle,
Eſcholl=
brücker Straße 27, zu ſehen bekommt.
Für zehn Schillinge 1773 Pfund. — Eine Rieſenquote in England.
35 460:10, dieſe rieſige Quote ergab die Totaliſator=
Doppel=
wette über die beiden klaſſiſchen engliſchen Herbſtrennen,
Ceſare=
witſch und Cambridgeſhire. Ein Glücklicher hatte die richtige
Kombination gewählt, und erhielt für ſeine zehn Schillinge 1773
Pfund ausgezahlt.
Im Berliner Sportpalaſt verlief am Freitag ein
vor Vertretern der Behörde unternommener Verſuch, die
Holz=
bahn für Steherrennen mit Motorführung zu benutzen, ſehr gut.
Sawall, Carpus und Wolke erreichten hinter ihren Schrittmachern
Geſchwindigkeiten bis 65 Km.
102 Torerfolge erzielte der heute beim DSV. Saaz
tätige frühere Breslauer Fußballſpieler Hanke, der im Vorjahre
für den WAC. Wien tätig war, im Laufe der Saiſon für den
deutſch=böhmiſchen Verein.
Der Mitropacup=Wettbewerb wurde am Freitag
abgeſchloſſen. In Prag ſiegten die Tſchechen vor 30 000 Zuſchauern
über Italien 2:1 (1:1). Dadurch wurde Italiens Chance noch
mit den Oeſterreichern gleichzuziehen, vernichtet, ſo daß jetzt
Oeſter=
reich nach zweijähriger Dauer aus dem Wettbewerb als Sieger
hervorgegangen iſt.
Der deutſche Marathonläufer Brauch=Berlin nahm
am Freitag mit drei weiteren Deutſchen am Kaſchauer
Marathon=
lauf teil. Er belegte hinter dem in 2:43:14,4 ſiegenden Ungarn
Galambos den zweiten Platz mit einer Minute Rückſtand. Die
übrigen Deutſchen, Herſing, Boß und Jäckel, belegten den 11., 13.
und 14. Platz.
Adolf Heuſer ſoll nach amerikckniſchen Meldungen bereits
am 15. November in New York gegen Maxie Roſenbloom um die
Weltmeiſterſchaft im Halbſchwergewicht kämpfen. Dieſer Meldung
ſteht allerdings die Suspendierung Heuſers für ganz Amerika bis
jetzt im Wege.
Die Zwangsvollſtreckung gegen verſchiedene
Frank=
furter Turn= und Sportvereine wegen Nichtzahlung der
Grund=
vermögensſteuer wurde im letzten Augenblick durch die Initiative
der Frankfurter DRA.=Ortsgruppe verhindert.
Dihmpin Anetier.
Olympia=Steuer in USA.
Zu den Vorbereitungen für Olvmpiſche Spiele gehört nat:)
lich in erſter Linie die Beſchaffung der notwendigen finanziellu= od
Mittel. Die Amateur=Athletic=Union der USA. hat zur Fins
zierung der Reiſe 1936 nach Berlin einen Plan ausgearbeint;
der eine Beſteuerung aller kommenden Sportveranſtaltungen v.. Es handelt ſich dabei nicht um einen Zuſchlag auf
Eintrittskarten, ſondern um eine Abgabe, die die Ausrichter 7u
verſchiedenſten Veranſtaltungen an die AAU. abzuführen hab
Man glaubt, auf dieſe Weiſe ohne Staatsunterſtützung die n.
wendigen Mittel hereinzubekommen.
Frankreichs Vorbereitungen für 1936.
Das Franzöſiſche Olympiſche Komitee hat dieſer Tage
Sportverbände aufgefordert, ſich umgehend zu äußern, welu
Mittel für die Vorbereitung zu den 11. Olympiſchen Spielen
nötigt werden. Der Generalſekretär des Komitees, Marcel
larbe, äußert ſich dazu: „Es hat keinen Sinn, ſich erſt ein hal 1=
Jahr vor Beginn der Spiele darauf vorzubereiten. Wir hab
vier Jahre Zeit, und dieſe Zeit ſoll nicht ungenützt vorük
gehen. Nachdem die Antworten der Verbände eingegangen ſi.
werden wir einen allgemeinen Plan aufſtellen, nach dem ge=d 77,ch
beitet werden ſoll. Dann können wir auch an die Regier.
wegen Bewilligung der notwendigen Mittel herantreten. T
müſſen mindeſtens drei Jahre vor den Spielen wiſſen, über —
viel Mittel wir verfügen können und wie groß unſere Expe)l),0
tion ſich geſtalten wird. Erſt dann werden wir in der Lage ſe
uns auf die ſportliche Vorbereitung unſerer Aktiven richtig /100
konzentrieren.”
Japaniſche Athleten in Europa.
Nachdem bereits in dieſem Winter eine größere japani
Skitruppe ſich zur Vorbereitung auf die Olympiſchen Winterſp5.
an den größten europäiſchen Skiveranſtaltungen beteiligen way(t
werden im nächſten Jahre auch die Vertreter anderer Spo
zweige aus dem fernen Oſten kommen, um die europäiſchen
Sp=
verhältniſſe im Hinblick auf 1936 eingehend zu ſtudieren.
Leichtathletik=Mannſchaft wird im nächſten Frühi
insbeſondere Deutſchland Schweden und
Finnl=
einen Beſuch abſtatten. Zum Studium und zur Vervollkom/
teſt und
nung im Modernen Fünfkampf werden zu gleicher
verſchiedene junge Offiziere nach Europa beordert. Schließsün Spare
hat das japaniſche Olympiſche Komitee auch den Beſchluß gefan
den beſten Ringern des Landes Gelegenheit zu geben, ſich zund ſiche
den beſten Europäern zu meſſen. Man wird alſo auch im nshund den
ſten Jahre japaniſche Ringer begrüßen können. Aus alledem Mn des E
ſieht man, daß Japan die Vorbereitungen für 1936 mit eiAhü der 9.
Gründlichkeit betreibt, die ſchlechthin kaum zu übertreffen iſt. annderen
Geſchäftliches.
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National=Politiſchen Arbeitsgemeinſchaft, Berlin, bei.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt a. M.
Samstag, 29. Oktober
10.10: Schulfunk: Im Junghof wird geſpielt! Eine Hörfolge 7e4
Dokumenten zu Alt=Frankfurts Theatergeſchichte.
15.30: Stunde der Jugend.
17.00: Hanau: Platzkonzert der Reichswehrkapelle Marburg.
18.00: Die Erfahrungen bei der Wiesbadener hupfreien Wochl nw
Geſpräch.
18.25: Dr. Fürth: Der Arbeiter in Italien.
18.50: Welche Möglichkeiten bietet die Notverordnung dem Gf/An
werbebetrieb? Geſpräch.
19.20: Ihr Leute, hört die Trauermär. Eine Stunde gruſelig iſeier
Moritaten. Von Br. Fritz u. H. Chr. Schulz.
20.00: Jabuka (Das Apfelfeſt). Operette von Joh. Strauß.
22.05: Hörbericht von der Hirſchbrunft im Meſſeler Park.
22.20: Zeit, Nachrichten. Wetter, Sport.
Anſchl. Interview mit den drei Mannſchaftsführern, anläßlich d /Aet
Internationalen Kunſtturnens am 30. 10.
22.45: Nachtmuſik des Philharm. Orcheſters Stuttgart.
Königswuſterhauſen.
Deutſche Welle: Sonnabend. 29. Oktober
11.00: Stunde der Unterhaltung.
12.05: Schulfunk: Bach’ſche Choralvorſpiele a. d. Berliner Dom.
15.00: Kinderbaſtelſtunde: Herr Pim auf der Alm.
15.45: Dr. Elſe Möbus: Künſtlerinnen der Bauernſtube.
16.00: Min.=Rat Dr. Grabein: Die Studentenſprache.
6.30: Berlin: Nachmnittagskonzert.
17.30: Viertelſtunde für die Geſundheit. Geſpräch.
17.50: M. Maur: Denkwürdige Reden.
18.05: Prof. Ebert: Heutige Aufgaben der Opernpflege.
18.30: Dr. Günther: Deutſch für Deutſche.
19.00: Stille Stunde: Einkehr in ſich ſelbſt.
19.30: Stunde der Reichsregierung.
20.00: München: Konzertſtunde.
20.45: München: Bunter Abend.
22.20: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten.
Anſchl. Tanzmuſik der Kapelle Oscar Jooſt.
Wekterbericht.
An der Rückſeite der Nordſee= und Kanalſtörung dringt Kl.
luft vor wobei gleichzeitig Luftdruckanſtieg erfolgt. Durch
Nordweſtluft ſinken die Temperaturen und ſchauerartige Nie
ſchläge treten vorerſt noch auf. Die Wolkendecke lichtet ſich
öfteren, ſo daß Aufklaren eintritt. Mit dem Luftdruckan
wird ſpäter die Witterung beſtändiger und dürfte einer F
rung entgegengehen. Dabei führt nächtliches Aufklaren zu 170
tem Froſt.
Ausſichten für Samstag, den 29. Oktober: Kälter, wechſelnd
NAn=
kig mit Aufklaren, weſtliche bis nordweſtliche Winde.
Ausſichten für Sonntag, den 30. Oktober: Nachtfroſtgefahr.
ſtändiger, neblig=wolkig und mehr aufklarend, meiſt tro‟
Hauptſchriffleitung: Rudolf Mauve
Verantwortlich für Politſk und Wirtſchaff: Rudolf Mauve; für Feuilleton Reich”
Ausland und Heſſiſche Nachrſchten: Max Streeſe; für Sport: Kari Bohm”
ür den Handel: Dr. C. H. Queiſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bautr!;
„Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort: Dr. Herbert Nektei
für den Inſeraienteil und geſchäftliche Mitteilungen: Willy Kuhle:
Druck und Verlag: L. C. Wittich — ſämilich in Darmſfadt
Für unverlangte Manuſkripie wird Garantie der Rückſendung n icht übernommei.
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
[ ← ][ ][ → ]Samstag, den 29. Oktober
in Aufruf der Sparkaſſen der ganzen Welt.
Sparen — ſichere Vorausſehung für wirkſchaftliche Geſundung.
Bei der gegenwärtigen Lage der internationalen Politik und
Autſchaft hört man ſelten von gemeinſamen Aktionen der Staa=
. Um ſo größere Beachtung wird daher der Aufruf finden.
9 anläßlich des diesjährigen Weltſpartags Ende Oktober von
In Sparkaſſen der ganzen Welt erlaſſen wird. Aus
den Ländern und Erdteilen, ohne Unterſchied der Sprachen, der
Iligionen und der Inſtitutionen, weiſen die Sparinſtitute auf die
oße nationale, kulturelle, weltwirtſchaftliche Aufgabe des
ver=
ſunftigen Sparens hin und ſuchen dadurch auch das Vertrauen in
d künftige wirtſchaftliche Entwicklung zu ſtärken. Am Aufruf
ſd folgende Staaten beteiligt: „Amerika, Auſtralien, Belgien,
Gile, Dänemark, Deutſchland, England, Finnland, Frankreich,
ölland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Oeſterreich, Polen,
Sweden, Schweiz, Spanien, Tſchechoſlowakei, Ungarn.
Der Aufruf, der in allen Ländern den gleichen Wortlaut trägt,
Nagt:
„Der Weltſpartag iſt kein Tag der Feiern und der Feſte,
Aiſt und Tat ſind an dieſem Tage ganz beſonders in den Dienſt
Sparens geſtellt.
Das Sparen iſt neben der Arbeit die grundlegendſte
d ſicherſte Vorausſetzung für das Gedeihen
wd den Fortſchritt ſowie für ein geſundes
Selbſtbewußt=
ien des Einzelnen. Das Sparen ſchult den Willen; die
Einfach=
ut der Lebensführung, die es auferlegt, bringt die Menſchen
gander näher und ſchafft die Möglichkeit, ihre Arbeit auf die
Fhrſtellung der für alle nützlichſten Erzeugniſſe einzuſtellen. Das
Zuren, das uns mit denen verbindet, die uns vorangingen und
m denen, die uns auf Erden folgen, iſt der Weg zum
Auf=
tiegdes Einzelnen und zum Aufbauderkulturel=
Macht eines Volkes.
Der Ruf, den wir, als die Vertreter der Sparkaſſen der gan=
0 Welt, die im Internationalen Inſtitut des Sparweſens
ver=
ſigt ſind, am Weltſpartag an alle Völker richten,
Inhält eine Mahnung und eine Feſtſtellung. Zu jener
gechtigt uns die jahrhundertalte Erfahrung und die Lebenskraft
uerer Einrichtungen, die ungebrochen Revolutionen und Kriege,
füſen und Spekulationstaumel, Untergang von Regierungen und
Mſtionen überſtanden haben. Zu dieſer gibt uns die aufrichtige
Fundſchaft das Recht, die uns im gemeinſamen guten Werk über
1Grenzen von 24 Ländern hinweg vereint.
Die Mahnung weiſt denen, die mittel= oder unmittelbar
nöffentlichen und privaten Aemtern zu Hütern des
Spar=
üſtes geſetzt ſind, ihre Pflicht, es mit
unerſchütter=
iher Ehrlichkeit, treu den geſetzlichen
Vor=
briften und nach dem Willen, und zum Nutzen
erer, die es ihnen anvertrauten, zu verwalten.
Die Feſtſtellung betrifft die Solidarität unter
in Sparern der ganzen Welt, deren gemeinſames
In=
kaſſe den Frieden unter den Völkern fordert. Die Friede iſt der
inig wirkſame Schutz nicht nur des eigenen, mühſelig erworbenen
Srgroſchens, ſondern des wirtſchaftlichen, geiſtigen und ſittlichen
Rchtums der Menſchheit.
brliner und Frankfurker Effekkenbörſe.
Nach längerer Zeit bemerkte man geſtern erſtmalig in Ber=
15 wieder einige Publikumskäufe, was wohl auf die freundlicher
utenden Wirtſchaftsberichte die feſteren Auslandsmeldungen,
Zrachtungen über die Möglichkeit einer
Reichsbankdiskontſen=
ug, größere Einlagen bei den Sparkaſſen und eine weiter
be=
rügte Beurteilung der innerpolitiſchen Situation zurückzuführen
10. Die techniſche Poſition des Marktes war einer
Aufwärts=
etegung recht günſtig, und ſo lagen die Anfangsnotierungen
viel=
fu bis zu 1 Prozent feſter. Etwas lebhafter umgeſetzt wurden
Nntane. Siemens waren im Zuſammenhang mit der
Aufſichts=
roſitzung 2½ Prozent, Rheiniſche Braunkohlen auf Material=
Twpheit 2 Prozent und Stöhr auf günſtigere Berichte aus der
Sſtilinduſtrie bei mäßigem Umſatz 3½ Prozent gebeſſert. Nen=
Ueswerte Abſchwächungen waren geſtern überhaupt nicht
feſtzu=
ſſielen. Im Verlaufe vermochten ſich weitere Beſſerungen
durch=
aßen. Die Stimmung blieb durchaus freundlich, und auch die
Unſder ſchwächere Veranlagung des engliſchen Pfundes vermochte
Uhnn nichts zu ändern. In Führung lagen Charlottenburg=
Waſ=
ſt Rheiniſche Braunkohlen und Siemens, die bis zu 1½ Prozent
gerannen, während im übrigen Gewinne bis zu 1 Prozent erzielt
Vden. Montane und Schiffahrtswerte wurden etwas ſtärker
um=
geßt. Die Lombardverkäufe ſcheinen beendet zu ſein und da
ſſon keine Ware herauskommt, ſtellt ſich ſtets ſehr raſch Material=
Üſwpheit ein. Gegen 13 Uhr fielen Gummiwerte durch
Beſſe=
wügzen bis zu 1½ Prozent auf. Am Rentenmarkt war die
Ten=
den gleichfalls freundlicher. Deutſche Anleihen hatten kleine
Beſ=
ungen zu verzeichnen. Reichsbahnvorzugsaktien und
Reichs=
ſihdbuchforderungen gewannen bis zu einem halben Prozent,
un für Pfandbriefe beſtand gleichfalls einiges Intereſſe.
Die Frankfurter Börſe eröffnete recht freundlich. In
11e Hauptſache beurteilt man die innenpolitiſche Lage durch ge=
10e Entſpannungen zwiſchen Reich und Preußen beruhigter, auf
Kanderen Seite regte vor allem eine Meldung über Erweite=
1m des Arbeitsbeſchaffungsprogramms durch Kommunalaufträge
ühlusmaße von ½ Milliarden an. Allerdings liegen hierüber
niche Begründungen nicht vor. Verſchiedene Spezialmärkte
men ihre Stütze in günſtigen Brancheberichten, vor allem aus
daNontaninduſtrie, daneben aus der Textilfabrikation. Schließ=
IIcrechnet man nun ernſthaft, daß möglicherweiſe ſchon im Laufe
deinächſten Woche ein weiterer Abbau des Reichsbankdiskontes
un’ Prozent beſchloſſen wird. Die Spekulation ging angeſichts
deletwas lebhafteren Aufwärtsbewegung in größerem Umfange
9Rückdeckungen über, auch waren wieder im Gegenſatz zu der
IE7n Zeit etwas Kaufaufträge ſeitens der Bankenkundſchaft zu
xbigen. JG. Faxbeninduſtrie zogen um 7 Prozent bei
größe=
rOlUmſätzen an. Stark belebt war der Montanmarkt. Hier ge=
Minen Rheinſtahl ½. Stahlverein 5. Mannesmann 1½,
Gelſen=
klRn 1, Buderus 1 Prozent. Am Elektromarkt waren Siemens
ſtüiſket geſucht und 2½ Prozent feſter. Hier erwaxtet man einen
9ähigen Bericht aus der Aufſichtsratsſitzung. Schuckert zogen
Bekula ½, Lahmeyer 1. Gesfürel ½. Licht u. Kraft 1. AEG.
rozent an. Kunſtſeidewerte bis 1 Prozent freundlicher. Am
„Atoffmarkt regte der Beſchluß des internationalen Syndikats
üük die Neufeſtſetzung der Preiſe an. Waldhof 1. Aſchaffenbur=
929 Prozent höher. Transportaktien lagen ziemlich ruhig.
DEchlg 7. Reichsbahnvorzüge ½ Prozent gebeſſert. An den Neben=
ddnentenmarkt lag etwas lebhafter, wo ſpäte
Schuldbuchforde=
rAden mit einer Beſſerung von ½ Prozent bevorzugt ſind. Auch
füül Re ichsanleihen beſtand Intereſſe. Altbeſitz um ½.
Neubeſitz=
aMhe um 0.1 Prozent feſter.
Die Abendbörſe verzeichnete etwas lebhafteres Geſchäft bei
FrrN befeſtigten Kurſen. Anregend wirkten die Verlautbarun=
BPyüb er das Arbeitsbeſchaffungsprogramm ſowie die feſteren
slandshörſen. An den einzelnen Marktgebieten iſt wieder
4e Publikumsintereſſe feſtzuſtellen. JG. Farben lagen im
iau fe 1 Prozent feſter. Am Elektromarkt gewannen Siemens
ſhl ckert Z, AEG. ½, Licht u. Kraft ½ Prozent. Von Montan=
E). befeſtigten ſich Harpener um 1½, Mannesmann ½ Rhein=
01. Stahlverein ½, Buderus ½ Prozent. Am Kunſtſeidemarkt
107 Aku 1 Prozent höher. Der Rentenmarkt war etwas ruhi=
818 dach gleichfalls freundlicher. Frankfurter Schätze von 1929
h” mian 1½ Prozent höher. Im Verlauf blieb die Haltung
f1 Farben ſchloſſen bei 96½ Prozent.
Wirkſchaftliche Rundſchau.
Die deutſchen Sparkaſſen im September. Nachdem der Auguſt
eine Zunahme des Spareinlagenbeſtandes von 9718 auf 9734 Mill.
RM. gebracht hatte, ergibt ſich für den September bei den
Spar=
kaſſen des Deutſchen Reiches auf 366 000 RM. Gutſchriften gegen
275 Mill. im Vormonat und 371 gegen 459 Mill. Auszahlungen
eine Abnahme des Spareinlagenbeſtandes auf 9730 Mill. RM.
Im Giroverkehr hat der Einlagebeſtand einen Rückgang von 1218
auf 1183 Mill. RM. erfahren, nachdem er ſich im Vormonat um
19 Mill. RM. verbeſſert hatte.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft, Metallwiſſenſchaft,
Metalltechnik” ſtellte ſich für den 26. Oktober 1932 auf 49 6 gegen
51,3 am 19. Oktober 1932 (Durchſchnitt 1909/13 — 100), fiel alſo
um 3,3 Prozent. Für die einzelnen Metalle, wurden nach dem
Preisſtande vom 26. Oktober 1932 folgende Einzelindexziffern
er=
rechnet: Kupfer 38,2 (am 19. Oktober 1932: 40,4), Blei 51,6 (53,1),
Zink 43,1 (43,6), Zinn 59,1 (60,7). Aluminium 111,1 (111,1),
Nickel 107,7 (107,7), Antimon 56,8 (56,8).
Frankfurt a. M. nimmt Stücke ſeiner eigenen Anleihe in
Zahlung? Wie wir hören, beſtehen innerhalb der Frankfurter
Stadtverwaltung Erwägungen nach dem Beiſpiele, der Stadt
Magdeburg und neuerdings auch der Stadt Eſſen zwecks
Erleich=
terung von Schuldverpflichtungen gegenüber der Stadt,
Anleihe=
ſtücke der Frankfurter Stadtanleihe von 1926 in Zahlung zu
neh=
men. Dieſer Vorgang betrifft bekanntlich nicht Steuerzahlungen,
ſondern nur die privaten Schuldbeziehungen aus verſchiedenen
An=
läſſen wie Reſtkaufgeldern, Darlehen uſw. Ein Beſchluß über die
Inzahlungnahme liegt noch nicht vor. Offenbar, will man in
Frankfurt a. M. auch erſt die Obligationärverſammlung am 8.
November über die Regelung der 30 Mill. RM.
Schatzanweiſun=
gen abwarten. Möglicherweiſe, wird in dieſem Zuſammenhang
auch von dieſer Seite her der Vorſchlag zur Inzahlungnahme der
Anleihe von 1926 gegen private Schuldverpflichtungen gemacht.
Nach dem guten Erfolge des Magdeburger und Eſſener
Vorſchla=
ges könnten ſich die Frankfurter Erwägungen gleichfalls eher
ver=
wirklichen laſſen. Letzter Kurs der Frankfurter Anleihe etwa
57½ Prozent.
Von der Frankfurter Getreidebörſe. Der Vorſtand der
Frank=
furter Börſe (Abteilung Getreide) hat beſchloſſen, mit Wirkung
ab 1. November 1932 die Börſenzeit am Montag und Mittwoch auf
12 bis 16 Uhr feſtzuſetzen. Vom gleichen Tage ab finden die
amt=
lichen Notierungen um 13.45 Uhr ſtatt. Vom gleichen Datum ab
werden Sojaſchrot, Palmkuchen und Erdnußkuchen amtlich notiert,
die Notierungen für Erbſen und Linſen fallen dagegen fort.
Holländiſch=engliſche Wirtſchaftsbeſprechungen. Mit 96 gegen
2 Stimmen hat die holländiſche Kammer beſchloſſen die
Erörte=
rung über den Geſetzentwurf, der eine beträchtliche Erhöhung der
Zollſätze für ausländiſche Waren vorſieht, auf unbeſtimmte Zeit
zu verſchieben. Demnächſt wird ein holländiſcher Vertreter ſich
nach London begeben, um die Möglichkeiten für den Abſchluß eines
holländiſch=engliſchen Abkommens zu prüfen. Holland ſucht
an=
ſcheinend den engliſchen Markt für ſeine landwirtſchaftlichen
Er=
zeugniſſe mehr als bisher heranzuziehen, und ſcheint bereit zu ſein,
dafür engliſche Induſtrie=Erzeugniſſe in größerem Ausmaß zu
kau=
fen. Man ſpricht insbeſondere von Konzeſſionen für die engliſche
Kohleneinfuhr nach Holland.
Süddeutſche Induſtrie= und Handelsbörſe. Baumwollgarne
Nr. 20 engl. Troſſels, Warbs und Pincobs 1,27—1.31, dito Nr. 30
1.65—1,69, dito Nr. 36 1,72—1,76, dito Nr. 42 Pinc. 182—1,87
RM. je Kilogramm; Baumwollgewebe, echte füddeutſche Qualität.
88 Zentimeter Cretonnes 18/18 pr. 4 frz. Zoll aus 20/20 — 25
bis 26 88 Zentimeter Renforce 18/18 pr. ½ frz. Zoll aus 30/30 —
24,6—25,5 92 Zentimeter glatt Kattune 19/18 pr. ½ frz. Zoll aus
36/42 — 18,8—19,8 Pfg. Nächſte Börſe am 9. November.
viehwärkke.
1. Auf dem Weinheimer Obſtgroßmarkt
folgende Preiſe bezahlt: Nüſſe 26—29 Pfg.,
maten 16, Birnen 6—17, Aepfel 8—16 Pfg.
frage befriedigend.
wurden pro Pfund
Quitten 6—10. To=
Anfuhr gut. Nach=
Die Berliner Metallnotierungen vom 28. Oktober ſtellten ſich
für je 100 Kilogramm für Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg,
Bremen oder Rotterdam (Notierung der Vereiniquag für die
deutſche Elektrolytkupſernotiz) auf 50 RM. — Die Notierungen
der Kommiſſion des Berliner Metallbörſenvorſtandes (die Preiſe
verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland, für prompte Lieferung
und Bezahlung) ſtellten ſich für Originalhüttenaluminium 92 99proz., in Blöcken, Walz= oder Drahtbarren auf 160 RM.,
desgleichen in Walz= oder Drahtbarren 99proz. 1641 RM.
Rein=
nickel. 98= bis 99proz. 350 RM., Antimon Regulus 37—39 RM.,
Feinſilber (1 Kilogr fein) 37.25—40.50 RM.
Die Berliner Metalltermine vom 28. Oktober ſtellten ſich für
Kupfer: Oktober 37.50 (38.50), November 38,25 (38.50). Dez.
39 (39). Januar 39.25 (39.50). Februar 39.75 (40.25). März
40.50 (40 75), April 41 (41.50), Mai 41.75 (41.75), Juni 42.25
(42.50), Juli 42.75 (43), Auguſt 43.25 (43.25), September 43.75
(43.75), Tendenz: feſter. — Für Blei: Oktober 15.25 (16), Nov.
15.50 (15.75), Dezember 15.75 (16). Januar 16 (16.50), Februar
16.25 (16.75), März und April 16.50 (17), Mai 16.50 (17.50),
Juni 16.75 (17.75). Juli und Auguſt 17 (18), September 17.25
(18), Tendenz: ruhig. — Für Zink: Oktober 20 (21)
Novem=
ber 20.25 (21), Dezember 20.50 (21.50), Januar 20.75 (21.75),
Februar 20.75 (21.25) März 20.75 (21.50), April 21 (22), Mai
21.25 (22.50), Juni 21.50 (22.75), Juli 22 (22.75), Auguſt 22
(23) September 22.50 (23). Tendenz: ſtetig. — Die erſten
Zah=
len bedeuten Geld, die in Klammern Brief.
Produkkenmärkke.
Berliner Produktenbericht vom 28. Oktober. Bereits geſtern
nachmittag iſt die Abwärtsbewegung am Getreidemarkt zum
Still=
ſtand gekommen, und im heutigen Produktenverkehr war faſt
all=
gemein nach den Preisrückgängen der letzten Zeit eine Erholung
feſtzuſtellen. Dies iſt allerdings weniger auf eine Belebung der
Konſumnachfrage zurückzuführen, vielmehr hat ſich das erſthändige
Offertenmaterial auf dem ermäßigten Preisniveau merklich
zurück=
gezogen, und nur zu höheren Forderungen iſt an der Küſte noch
verſchiedentlich Angebot vorhanden. Weizen wird von den
Müh=
len und vom Handel nur vorſichtig aufgenommen, immerhin
muß=
ten etwa 2 RM. höhere Preiſe als geſtern angelegt werden.
Prompter Roggen iſt bei den Mühlen, angeſichts der durch die
Stützungskäufe eingetretenen Preisparität in Waggonware ſtark
vernachläſſigt, die DGH. nimmt dagegen weiter Material auf,
und das Preisniveau war gleichfalls gebeſſert. Am
Lieferungs=
markt kamen die Oktoberſichten wieder nicht zur Notiz, die noch
laufenden Engagements werden anſcheinend durch tägliche
Andie=
nungen glatt erfüllt. In den ſpäteren Sichten war Weizen bis
3 RM., Roggen bis 2,75 RM. befeſtigt, allerdings nannte man
nach den erſten Notierungen wieder etwas niedrigere Briefpreiſe.
Weizen= und Roggenmehle ſind zu unveränderten Preiſen
offe=
riert, der laufende Bedarf wird zumeiſt aus alten Kontrakten
ge=
deckt, während neue Abſchlüſſe ſchwer zuſtande kommen. Hafer
bleibt bei ſtetigen Forderungen ausreichend offeriert, für Gerſte
zeigt, ſich in Futterqualitäten vereinzelt Kaufluſt, das Angebot
hat ſich auch hier verringert.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Der Aufſichtsrat der Amperwerke Elektrizitäts A.=G.
Mün=
chen, beantragt, der auf den 25. November 1932 einzuberufenden
Generalverſammlung wieder die Verteilung einer Dividende von
7 Prozent auf die Stammaktien und von 6 Prozent auf die
Vor=
zugsaktien vorzuſchlagen.
Die Goldſendungen nach Frankreich aus England halten an.
Im Flughafen von Le Bourget ſind wieder 250 Kilogramm Gold
im Werte von 4,3 Millionen Franken eingetroffen.
Die holländiſche Regierung hat beſchloſſen, die Einfuhr von
Weizenbrot für die Zeit vom 1. November 1932 bis 1. November
1933 zu kontingentieren. Das Kontingent iſt auf 100 Prozent der
Einfuhrmenge feſtgeſetzt worden, die durchſchnittlich in 12
Mona=
ten der Jahre 1930 bis 1932 erreicht wurde.
In der franzöſiſchen Eiſen= und Stahl=Induſtrie iſt laut
Agence Economique et Financiere im September eine ſtarke
Bele=
bung des Geſchäftes im Vergleich zum Vormonat feſtgeſtellt
worden.
Der Londoner Goldpreis beträgt am 28. Oktober 1932 für eine
Unze Feingold 125 sh 8 d — 87,0242 RM., für ein Gramm
Fein=
gold demnach 48 4833 d — 2,79789 RM. Zu dieſem Preiſe wurden
geſtern 400 000 Pfund Sterling gehandelt, die ins Ausland gingen.
Der amerikaniſche Gewerkſchaftsbund ſchätzt die Zahl der
Ar=
beitsloſen in den Vereinigten Staaten auf 10,9 Millionen, was
einer Verminderung im Monat September um rund eine halbe
Million gleichkommt.
Berliner Kursbericht
vom 28. Okiober 1932
Deviſenmarft
vom 28. Oktober 1932
Mte
Deutſche Bank u.
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban)
Gapag
Hanſa Dampſch.
Nordd. Llohzd
A.E. 6.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau 29.—
Contt. Gummt
Deutſche Cont. Gas
Re
75.—
61.75
16.25
26.25
16.75
32.125
60.125
54.75
20.75
102.—
89.
Mi
Hlektr. Lieſerung
F. G. Farben
Gelſ. Bergw.
Geſtfelektr. Untern.
Harpener Bergbau
Soeſch Eiſen u.
Köln=Neueſſen
Phil. Holzmann
Kali Aſchersleben
glöcknerwerke
Mannesm. Röhr.
Maſch.=Bau=Untn.
Oberſchleſ. Kotsw.
Orenſtein & Koppell
Va
65.25
95.375
38.75
69.75
72.50
35.25
53.25
98.50
33.—
36.25
39.375
33.75
Minee
Rütgerswerke
Salzbetfurth galt
Leonh. Tietz
Berein. Stahlwerke
Weſteregeln Akali
Agsb.=Nnrb. Maich
Baſalt Linz
Berl. Karlsr. Ind.
birſch Kupſer
Hohenlohe=Werte
Lindes Eismaſch.
BogelTelegr. Draht
Banderer=Verke.
Mfe
39.—
162.50
43.25
23.125
uos.—
36.—
16.—
47.875
10.50
66.50
26.50
24.125
Selſingfor?
Wien
Prag
Budapeſt
Sofig.
Holland
Oslo
Kopenhagen
Stockholm
London.
Währung
100 finn. Mk.
100 Schilling!
100 Tſch.Ke. 12.,485
100 Bengö=
109 Leva
100 Gulden 183.53/1
100 Kronen
100 Kronen
100 Kronen
1 2. Stg.
Buenos=Aires /1 Pap. Peio
New York 1 Dollar
100 Beigo
Belgien
Italien
100 Lire
Paris
100 Francs
Geld
s.024
Sl.gs
3.057
70.53
72u13
13.83
OSie
16,535
Brieſt
6s.0361 Schweiz
52.05 Spanien
5 12.485 Danzig
Fapan
3.063 Rio de Fanetro
189.871 Fugoſlawien 1o0 Dinar
70,87 Bortugal
71.88 72,02 Athen.
72.27 Fſtambu
13.87 Kairo
1.9221 Kanada
4.2091 4.2171 üruguah
58.54 158.,68 Fsland
21.56 21.60 Talinn Eſtl.)
18.575! Riga
Saraftädter und Karianatount Surmſtaut, slhane dei Arescher Banr
Frankfurter Kursbericht vom 28. Oktober 1932.
O
60S
„ v.27
5½%Intern.,
6% Baden. ...”
6% Bahern...."
68½ Heſſen ...v.20
6% Preuß, St.v. 28
62 Sachſen . v.27
6%0 Thüringen v. 27
Diſche. Anl.
Anslo=
ungsſch. */.
Ab=
löſungsanl..
Liſche. Anl.
Ablö=
ungsſch. (Neub.
Deutſche Schupge=
Getsanleihe
625 Baden=Baden.
6%Berlin. . ..b.24
69 Darmſtadt . . .
62 Dresden „v.26
62 Frankfurt a. M.
Schätze, v.29
v. 26
62Mainz
620 Mannheim v.27
6%München, v. 29
6% Wiesbadenv.28
62 Heſt. Landesbl.
Goldoblig.!
5½%Heſſ. Landes=
Hyp.=Bk.=Liguid.
1¾% „Kom.,Obl.
62 Preuß. Landes=
Pf”.=Anſt. G.Bf.
6% „ Geldoblig.
86.5
67.5
61.5
48.6
6.25
5.45
56
59
53
67.25
57
51.5
S5.5
61
88.5
875
Vein L
Br. Girozentr. für
Heſſchldobl. R.111
„ R.12
62 Kaſſeler Land. Goldpfbr.,
825 Naſſ Landesbk.
5½% Liau. Obl
Dt. Tomm.
Sam=
mel=Ablöſ.=Anl.
*Auslser. 1
„. Ser. 110
Dt. Komm. Samm.
Abl. (Neubeſiß).
6% Berl. Syp. Bl.
5½2%n Ligu.=Bfbr.
8% Frki.Hyb.=Bl.,
5½2% — Lia. Pfbr.
Golboblie
82 Frkf. Pfbr.=Bl
5½%0 „ Lig. Pfbr.
6% Mein. Hyp.=Bk.
5½0 Bg. Bſbr.:
a25 Pfälz. Oyp.=Bi.!
5½% „ Lig. Pfbr.
6% Rhein. Hyp. Bt.
5½2% — Lig. Pfbr.,
Golboblig
625 Sldd. Bod.=
Cred.=Banl....
5½%0 Lig. Pſbr.
6% Würt. Gyp. B.)
6% Dalmler=Ben;
Tt. Linol. Verkel
82Mginkriuv, v. 26
Mitteld. Stahl.
%Ver. Stahlwerke
Rde
75
48.
65
5.75
72.5
76.5
80.4
5274
76.25
82.5
74.75
79.7
78.25
75.25
80.,5
65.5
80
83.25
78.5
5s.75
18% Boigtckchäffner
3. G. Farben Bonds
5% Bosn. L.E.B
5%5 „ L.Inbeſt.
5% Bulg. Tab. v. 621
4:/,2 Oſt. Schätze
425 Oſt. Goldrente
3% vereinh. Rumän
425 Türk. Admin.
1. Bagbad
Zollail.
225 ungarn 1913
1914
4i32
Goldr.
1910
42
4½Budp Stadtanl.
4%Liſſabon
4% Stockholm,
Altien
Big. Kunſtziibellniel
A. E. 0.
.
AndregeNoris Zahn
Aſchaffbg. Brauerei
Zeliſteff
Bemberg, 3. P...
Berl. Kraft u. Licht /118.25
Buderus Eiſen.
Eement Heidelbergl 48.75
Karlſtadt.
7. G.Chemie, Baſel/127.23
Chem.Werke Abert
Chade ........."
Contin. Gummiw.
Linoleum!
Daimler=Benz..
94.5
10
11.25
8.5
4.5
2.5
6.25
6.5
6.45
Rae
85
55.5
32.3
74‟
85.
38.75
Z.S
Dt. Akl. Telegr.
Grböl.
Di. Gold= u.
Silber=
ſcheide=Anſtalt
„ Linoiwerk.Berl.
Dortm. Ritterbräu
Dyckerhoffu. Widm
Eichbaum=Werger.
Elettr. Lieferg.-Geſ.
Licht u. Kraft!
Eſchw. Bergwerk. . 1
Eßling. Maſchinen.
Faber & Schleicher
F.0. Farbeninduſtr.
Feinmech. (Fetter)
Felt. & Guilleaumel
Frankfurter Hof:.
Gelſenl. Bergwerk
Geſ. f.elektr. Untern
Golbſchmiot Th.
Gritzner=Kauſer
Grün 8 Bilfinger:
Hafenmühle Prkft.
Hammerſen (Osn.)
Hanauer Hofbrauh.
Hanfwerke Füüſen.
Harpener Vergbau
Henninger, Lempf.
bilvertArmaturfrb.
Hindrichs=Aufferm
Hirſch Kupfer.
Hochtief Eiſen
Holzmann, Phil.
Ziſe Bergb. Slantint
Genüiſſe
Fulighans
Kali Chemie.
„ Aſchersleben
glein, Schanzlin
72.75
139.5
437.
81.25
18.1.
40.5
Are
181
18.5
35
95.3
25
39
70.25
25.25
253
168
52.5
82
34.5
72"
35
8.5
67.5
54,75
Miſee
KnorrC. H.
Lahmeher & Co. .I=
Saurahültte .
Lech, Augsburg.
Löwenbr. Münich. 1
Lus Gebr. Darmſt.!
Mainkr.=W. Höchſt:
Mainz.=Ait.=Vr.
Mannesun.=Nöhren
Mansſeld Vergb.
Metallgeſ. Franki.
Miag. Mühlenbaui.
Montecatini Maild
MotorenDarmſtadi
SOberbedarf....
Phönix Bergbau,.
Reiniger. Gebbert
R9. Vraunkohlen
Elektr. Stamm
Stahlwverke ...
Niebeck Montan.:
Noeder Gebr. ...!
Ritgerswerle
Salzbetfurth Kall :
Salzuv. Seilbronn
Schöfferhof=Bind..
*chramm, Lackfbr,
Schriftg. Steinpel.
Schucker: Eleltr.
Schwarz=Storchen
Siem. Glasinduſtr.
Sſemens e Halste.
Südd. Zuder-A. G./1
Tellus Bergbau
Thür. Liefer.=Geſ.
Eieß Leouhard.
Uitterfranken ..
Ber. Stahlwerle
101.75
12.75
177.5
54.5
Ki.
26.5
25.5
9.5
26.25
51
65s
35.5
161
128
138
545
70.75
130
Voigt & Gaefiner
Wat/” C Freutag.
Weſteregeln Kali, 11
Zellſtoff Waldho!
Memel=
Mlig. Dt. Ereditanſt.
Badiſche Banl=
Bk. f. Brauinduſtr
Baher. Hhp. u. 43
Berl. Handelsge)
oypotherbl.
Comm. u. Priuatib.
Dt. Bank und Dise
Dt. Eff. u. Wechſel
Dresdner Bau!
Frankſ. Ban!
Hyp.=Ban!
Mein. Hyp. Ban!
Pfälz. Hyp.=Ban!
Neichsbauk= Ant.
Rhein. Hyp.=Bun!
Südd. Bob.=Cr. Bf.
Württb. Notenban:
A.,G. ſ. Verietrsw.
Atlg. Lokalb. Nraftn
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4.7
102.78
42.75
22.5
86.5
88
89.5
53.5
81.75
73
127.25
se
85
40.5
86‟
16.25
16.5
321,
161
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Samstag, 29. Oktober 1932
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Tonfilmwerk der Sensationen
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Bayrischen Rundfunks.
Technisches und Unterhaltendes in
einem interessanten Reportage-Film
zusammengedrängt.
Gnäd’ge Frau,
komm und spiel mit mir
singt Hans Albers als Mnsical-
Clomn zu der schönen Lilian
Harvey in diesem
leidenschaft-
lichen u. sensationellen Ufa-Film
Das Geheimnis einer Tänzerin
und großen Spionin.
Wir erleben das Schicksal einer Frau,
die eine Abenteuerin größten
Stils war.
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Samstag nacht durchgehend geöffnel
Die Leitung des Abends bat liebenwürdiger Weise
Herr Harry Cobler vom Rundfunk übernommen.
Im Mittelpankt des reichhaltigen Programms steht
die Erstauflührung des neuen Tonflms, der bei
der Erölfnung des Schumann Theaters Frankfurt a M.
den ungeheueren Erfolg hatte
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Vorverkauf an der Kasse. — Jugendliche zugelassen
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Bitte ſehr meine Gnädige”, ſagte der Beſucher höflich. Die
Ahn rauſchte hinaus, Phil hatte ſie nicht mehr angeſehen, ihr
häu m umſchwebte ihn noch, aber es ſchien nunmehr nach
zſuofsblumen zu duften. Der Herr blieb im Türrahmen
fſty- Phil zwingend, ſeinen Blick zu erwidern, einen kalten,
achtmungsloſen Raubtierblick. Phil bemerkte erſt jetzt, daß die
her ſich zu den leicht angegrauten Schläfen ſchlitzartig
zu=
ſtir. „Bis fünf Uhr” ſagte der Herr leiſe, nich werde Sie
Ra1 zu finden wiſſen!”
3ie Türe ſchloß ſich hinter ihm.
bei dieſer Kälte geht man nicht ſpazieren.
aben Sie ſchon einmal geträumt, verfolgt zu werden?
1Ein drohende Gefahr, wälzt ſich auf Sie zu, ungeheure
ANafswogen oder eine wütende Meute. Sie können nicht
ent=
t1mmn, wollen laufen, davonſtürzen, um Hilfe ſchreien, nichts
1y Agt, alle Kräfte verſagen, hilflos wanken Sie und erwarten,
fünächſten Moment zerſchmettert zu werden. Aber Sie werden
uch Zerſchmettert, Sie erwachen, ſchwer atmend, in Schweiß
giiſco t, ſammeln ſich, zünden Licht au, erkennen das alte
Zim=
mu rie war es ſo vertraut, aufſeufzend ſinken Sie zurück —
eg ar nur ein Traum.
4so erging es an dieſem Morgen Philipp Spoor. Zwei
Süden ſaß er nun auf dem holprigen Sofa, klappernd vor
Fu, er hatte nicht einmal die Energie gefunden, hinter den
Fuden die Türe zu verſperreu, denn ſie konnten doch
zurück=
kumen, dutzende Male hatte er die Augen geſchloſſen und
er=
zuget, jetzt aus dieſem blödſinnigen Traum zu erwachen. Er
hüut die Augen geöffnet, den Anblick des dürftigen Zimmers
inſich aufgeſogen, alles war wie ſonſt, die Plüſchdecke, das
Wülnnſtück, der Waſchtiſch mit der hölzernen Marmorplatte und
duc flaſche Bairum für eine Mark fünfzig, die Barba ihm
küſnch verehrte, das Kaffeegeſchirr ſtand noch auf dem Tiſch —,
wu ir drei Teufels Namen, ſollte ſich denn verändert haben—
wiffu Traum gehabt
ind dann kam jedesmal die Beſtätigung der Wirklichkeit.
Dn auf der Tiſchdecke protzte wahrhaftig der
Fünfzigmark=
ſcht, über dem Bett lag ſein Mantel und in der Manteltaſche
ſteſſt ein Stück Malheur, um deſſen Beſitz fremde Leute ihn ein
biſizen in Stücke reißen wollten.
komantiſch, aber roh, hatte der Schlitzäugige geſagt, Namen
nüch behalten. Sehr treffend, der Herr. Unheimlich romantiſch
und entzückend roh. So wie der zuletzt ausgeſehen hatte, konnte
man ihn beim beſten Willen nicht für einen Spaßmacher halten!
Und ſie, die Dame, die er beinahe geküßt hatte — hier wurde
Phil rot vor Wut, denn die Komödie war ihm inzwiſchen
auf=
gegangen —, auch ſie hatte in nicht mißzuverſtehender Art
ge=
ſprochen, zweifellos ein hochintereſſantes Abenteuer, das ſich
hinter den Treſorräumen der Bank befunden hatte, niedliche
Unterbrechung des Alltages, das war es ja, was man wollte,
mehr kann man wirklich nicht verlangen, und wer ſich in Gefahr
begibt, hat viele Meiſter.
Was nun?
Scham vor ſich ſelbſt und vor Barba, die Luſt, ſich
ſtunden=
lang zu ohrfeigen, und die Einſicht, daß die Strafe gerecht war,
wenngleich übertrieben, das alles änderte nichts an der nackten
Tatſache: Der gefundene Gegenſtand iſt gewiſſen Leuten mehr
wert als das Leben eines idiotiſchen Stellungsloſen.
Wie einfach hatte Phil ſich das gedacht. Man inſeriert,
je=
mand kommt, ſagt danke, die Sache iſt ein bißchen krumm.
aber vielleicht iſt doch allen geholfen. Wer konnte ahnen, daß
zwei kommen würden mit Anſprüchen, deren Berechtigung nicht
nachzuprüfen war, und die nicht ſo ausſahen, als ob ſie
frei=
willig verzichteten, zwei, die ſich kannten, aber keineswegs intim
befreundet waren. Verdammt nochmal.
Phil, im Zimmer auf und abrennend, kam ſich vor wie
ein gefangener Eisbär, die Temperatur wenigſtens paßte zu
dieſem Vergleich. Er, og ſeinen Mantel an und fühlte erbebend
die Kühle des Goldſtückchens in der Taſche, Es gab einen Stich
bis ins Herz, er wollte das Ding auf den Tiſch werfen, neben
den Fünfziger, aber plötzlich ward ihm bewußt, daß er Angſt
hatte. Angſt! — Mißtrauiſch blickte er ſich um und ärgerte ſich
gleichzeitig darüber, Anſtgefühle waren ihm bisher fremd
ge=
weſen. Nun aber mußte er konſtatieren, daß hier im kärglichen
Zimmer der Frau Greben plötzlich aus jeder Ecke eine
beklem=
mende Unruhe auf ihn einſtrömte. Er ließ das Ding in der
Taſche, ſtreichelte ſcheu über die ſanfte Rundung des
dunkel=
blauen Auges, allmählich wurde er ruhiger. Er ſetzte ſich wieder,
genau zu überlegen, was zu tun war.
Faſt neigte er dazu, das Amulett um fünf Uhr dem
Schlitz=
äugigen in die Hand zu drücken, denn die Frau, ſollte es nicht
haben — ſie nicht! Trotz ihrer Drohung, die beſtimmt auch nicht
ſcherzhaft gemeint war. Eine verflucht entſchiedene Ausſprache
hatte ſie, und der Revolver ſchien auch nicht von Pappe zu ſein.
Daß der andere, im Beſitz des Wertſtückes, ſich noch einen Deut
um den Finder kümmern würde, war kaum anzunehmen. Jede
Löſung eine riskante Sache, immerhin. Er dachte nicht mehr daran,
die Berechtigung der Fordernden zu prüfen —, Berechtigung hatte
ſchließlich nur die Polizei. Mochte ſie ihn einſperren, vielleicht
war das der beſte Schutz, wenn er bloß mit dem Ding nichts mehr
zu tun hatte.
Phil ging entſchloſſen hinaus, beantwortete den Fragenſchwall
der Frau Greben mit einem Achſelzucken und verließ das Haus
feſten Schrittes. Das nächſte Polizeikommiſſariat befand ſich etwa
zwanzig Minuten entfernt. Ohne Zögern ſchlug er den Weg
dort=
hin ein.
Das gewohnte Bild der traurigen Straße beſtärkte ſeine
Sicherheit. Alles war bekannt, dort der Bäcker, dort der Metzger,
dort der Kohlenhändler, wo man zur Zeit nichts zu kaufen bekam
ſelbſt wenn man Geld hatte. Haſtig gingen die Leute, nüchterne
Alltagsmenſchen genau wie er, mit den gleichen Sorgen, ohne einen
Hauch von Abenteuerlichkeit oder myſtiſcher Bedrohung. Der
Bo=
den knirſchte unter den Füßen, und in der Luft klirrte der
unge=
heure Froſt wie Glas.
Phil ging zunächſt unbekümmert, allmählich drängte ſich die
ſeltſame Beklemmung aus dem ſtillen Zimmer wieder auf ſein
Ge=
müt, wurde laſtender mit jedem Schritt, wiederholt blickte er ſich
um, blieb dann mit jähem Todesſchreck ſtehen, ging weiter, bog in
Seitenſtraßen ein und wußte nach einigen Minuten, was los war.
Ein unſcheinbar gekleideter Mann folgte ihm in beſtimmter
Ent=
fernung, gleichgültig geradeausblickend, aber nicht abzuſchütteln.
Zufall, murmelte Phil mit erblaßten Lippen, jetzt erſchien
das Polizeikommiſſariat erſt recht als Rettungsſtation. Wenn ſie
ihn nicht von ſelbſt dabehielten, konnte er ja um Schutzhaft bitten,
ſeine Schritte beſchleunigten ſich, er ſah nicht mehr zurück, aber als
er in die Straße einbog, in der das Büro lag, empfand er dicht
neben ſich die Nähe eines Menſchen. Er blickte in das
Durchſchnitts=
geſicht ſeines unauffälligen Verfolgers. „Ich würde das nicht tun”,
ſagte der Mann ruhig, „dort ſind Sie auch nicht ſicher. Ich würde
Ihnen raten, um fünf Uhr vernünftig zu ſein.”
Es muß geſagt werden, daß Phil mehr verblüfft war als
be=
ſtürzt. Selbſt wenn der Sprecher an ſeiner Seite geblieben wäre,
hätte er ihn kaum angeredet, doch der Mann hatte ſich ſofort
wie=
der entfernt. Mechaniſch ging Phil weiter. Etwa zweihundert
Meter trennten ihn noch von dem Amtsraum.
(Fortſetzung folgt.)
Heute Samstag und am Mentag
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gechlossen. / Warten Sie bitte mit ihren Einkäufen und
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[ ← ][ ]Seite 16 — Nr. 301
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