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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illnſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit 4 verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſi. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 241
Samstag, den 31. Auguſt 1929.
192. Jahrgang
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Konfurs oder gerſchtlicher Veltreibung ſäll jeder
Nabalt weg. Banſionio Deuſche Banſt und
Darm=
ſtädter und Nationalbank.
Die Saager Konferenz vor dem Abſchluß.
Die Unkerzeichnung der Rheinland=
der Unkerzeichnungsakt.
* Haag, 30. Aug. (Priv.=Tel.)
Der Unterzeichnungsakt, mit dem die politiſchen Beratungen
darbaager Konffrenz abgeſchloſſen wurden, erſtreckt ſich auf ein
guminſames Protokoll, das die Unterſchriften ſämtlicher
ſoich einladenden Mächte trägt und in dem das Uebereinkommen
im en politiſchen Fragen im erſten Teil der Haager Konferenz
nnürgelegt iſt.
Dieſem Protokoll iſt ein von Deutſchland, England,
Frank=
rentch Italien und Belgien unterzeichnetes Schriftſtück
bei=
guhltet, das das gemeinſame Einverſtändnis über die
Fomulierung der Aufgaben der
Vergleichs=
kytmiſſionen von Locarno feſtlegt. Dem Protokoll iſt
gnürdem ein gemeinſamer Brief, Frankreichs, Englands und
Wiens beigefügt, worin Deutſchland die Bedingungen der
Miunung mitgeteilt wurden. Die Unterzeichnung des politiſchen
Uühreinkommens der Haager Konferenz fand am Freitag mittag Die Aebergangscegelung bis zur Inkraftſehung
121Uhr 15 Minuten in einem feierlichen Akt ſtatt.
Faſpar eröffnete die Verhandlungen. Der engliſche
Außen=
mnſter Henderſon als Vorſitzender, des politiſchen Komitees
wucherholte den geſtern bereits gemeldeten Bericht des politiſchen
Küutees, betonte die Einſtimmigkeit dieſes Beſchluſſes und
ver=
latz ſen von den Beſatzungsmächten an Reichsaußenminiſter Dr.
Bäif verleſen, die die Einzelheiten bezüglich der Räumung und
darAmneſtie, wie bei der Näumung der erſten Zone enthalten.
Da/ Streſemann verlas hierauf die deutſche Antwort, die
glltfalls in ausführlicher Wiederholung der getroffenen
Ver=
eführungen das deutſche Einverſtändnis damit erklärt. Hieran
ſchd ſich die Unterzeichnung dieſer Briefe durch die Delegierten
derſechs eipladenden Mächte, die in feierlicher Form unter
Be=
nutzng eines beſonderen goldenen Füllfederhalters geſchah. Nach
des Unterzeichnung wechſelten die Beteiligten unter dem Beifall
dar unweſenden Diplomaten freundſchaftliche Händedrücke und
dear Präſident der politiſchen Kommiſſion, Henderſon, überreichte
dam Präſidenten der Hagger Geſamtkonferenz. Jaſpar, den
gol=
dem Füllfederhalter, mit dem die Unterzeichnung vollzogen
wnie. Jaſpar nahm mit Dankesworten an.
Exzellenzen von heute mittag zu beſtätigen, welche ſie im Namen
Ihrer Regierungem an mich gerichtet haben.
ſiſche Parlament und dem Inkrafttreten des Planes einſetzen, intereſſierten Organiſationen der Wirtſchaft z. T.
unerfreulicher=
nicht über das Ende Juni 1930 ausgedehnt wird.
ſammenhang ſtehen. gez. Dr. Streſemann.”
Die feierliche Berkündung der Räumung
des Melandes.
Neber den Abſchluß der politiſchen Verhandlungen der
Haa=
ges ouferenz wurde folgendes Communigus verbreitet:
lDas Rheinland frei! Das in der heutigen Sitzung
der ſHaager Konferenz übergebene gemeinſame Schreiben der
Beſtzungsmächte enthält als hauptſächlichſtes Ergebnis der
lanpierigen Verhandlungen die feierliche Verkündung
difRäumung des Rheinlandes. Mit der
Räu=
müg ſoll bereits im September begonnen werden.
D=Befreiung der zweiten Zone ſoll ſpäteſtens
bümen drei Monaten beendet ſein. In der gleichen
Füüſverlaſfen die engliſchen Truppen, die
bekannt=
lich ur einen Abſchnitt der dritten Zone beſetzt halten,
end=
gülig das Rheinland. Auch die in der zweiten Zone
umſt zebrachten belgiſchen Truppen rücken innerhalb
dieſſt Zeitraumes ab. Die franzöſiſchen Truppen, die dann noch
auchließlich die dritte Zone beſetzt halten, werden mit der
Räu=
mit dieſes Abſchnittes ſofort mit der Ratifizierung des Young=
Plems durch das deutſche und franzöſiſche Parlament und nach
der inkraftſetzung des Young=Planes beginnen. Die letzten
indzöſiſchen Truppen werden den deutſchen
Bioſen innerhalb der hierauf folgenden acht Monate,
ſpäte=
ſt ßaber Ende Juni 1930 verlaſſen.
Lem gemeinſamen Schreiben der drei Beſatzungsmächte ſind
betgügt: je eine franzöſiſche, engliſche und belgiſche Anlage.
Diech Anlagen enthalten zunächſt gewiſſe Einzelheiten über die
Mhrkung deutſcher Behörden zur Erleichterung und
Beſchleu=
nilag des Abtransportes der Truppen. Ein weiterer Abſchnitt
bräit die bereits bekannte Regelung der Beſatzungskoſten.
ScAßlich ſind noch in Koblenz Einzelverhandlungen vorgeſehen
üblcviderſeitige Gnadenmaßnahmen in Strafſachen, die mit der
B” hurig zuſammenhängen.
Miſchlands Ankwork auf die in Ausſichk geſtellke
Manunk.
die heute abend über die politiſchen Abkommen der Haager
Rechrenz durch das offizielle Communique veröffentlichten Texte
dei ſerte ausgetauſchten Briefe enthalten hinſichtlich der Näu=
Moi d es Rheinlandes die gleichen Angaben, die geſtern bereits
dier Fenderſon in ſeiner Nede vor der Politiſchen Kommiſſion
maſtelt worden ſind. Der Brief, in dem Dr. Streſemann auf
dalschreiben der drei Beſatzungsmächte gegutwortet hat, lautet
folttdermaßen:
eutſche Delegation. Scheveningen, 30. Auguſt 1929. Gure
OAirzen!. Ich habe die Ehre, den Gmpfang der Noten Eurer
des Young=Plans.
Suſemann gerichteten Brief, der den Kommiſſionsbericht im Deutſchland ſchon am 1. September zugutekommen läßt. Danach tet hatte. Die Peſſimiſten, die ſeinerzeit bei der Aufſtellung des
eifunen beſtätigt. Dann wurden die drei Anlagen zu dieſem erhält der Reparationsagent die Anweiſung, vom 1. September, geben haben, daß die Einnahmeanſätze des Etats zu hoch angeſetzt
ſchüſſe ſollen in Reichsanleihe und anderen Reichspapieren Anlage die Einkommenſteuer, die Umſatzſteuer und die Zölle erheblich
Inkrafttreten des Young=Plans. Für die Unterhaltung der bis
den Dawes=Organiſation ſtellt das Reich eine einmalige Höchſt= Fehlbetrag wird ſich nach Schätzung von zuſtändiger Seite auf
falls verbleibende Reſt wieder in die Reichskaſſe zurückgeht.
Zuſtimmung vor allem von den kleinen Staaten von gewiſſen
mit den übrigen Gläubigermächten noch auseinanderſetzen müſſen.
Aber es ſind auch von ſeiten Englands und Deutſchlands in der
Liuidationsfrage Reſerven gemacht worden. Die Diskuſſion in
der Finanzkommiſſion war ſehr angeregt. Beſonders lebhaft
be=
teiligten ſich die Vertreter der kleinen Staaten. Die Beratungen
werden am Samstag zu Ende geführt. Von den etwa zehn
Unter=
komitees, in denen die einzelnen Diskuſſionen über den Young=
Plan fortgeſetzt werden ſollen und die eigentlichen Beratungen der
finanziellen und techniſchen Detailfragen vor ſich gehen werden,
ſind bis jetzt ſechs gebildet, und zwar die drei Unterkomitees für
die Reichsbahn, die Reichsbank und die Dawes=Pfänder. Dieſe
Komitees haben ſchon in den vergangenen Wochen getagt. Außer
ihnen iſt vorgeſehen die Bildung eines Komitees für die
Sach=
lieferungen zur Reviſion des Wallenberg=Abkommens, ein
weite=
res für die Regelung der Schuldenverhältniſſe der Nachfolgeſtaaten
in ihren Beziehungen zur Reparationskommiſſion. Dieſem
Komi=
tee werden Polen, Rumänien, die Tſchechoſlowakei. Südſlawien
und Griechenland angehören. Es erfolgt auch die Bildung eines
Juriſtenausſchuſſes, der für die Rechtsfragen, die ſich aus dem
Young=Plan und ſeiner Anwendung ergeben, zuſtändig iſt. Zu
ſeiner Aufgabe gehört es, die juriſtiſchen Fragen aus der
Ueber=
leitung der Kompetenzen des Reparationskomitees, das mit der
Ingangſetzung des Young=Plans verſchwinden wird, auf die
Inter=
nationale Bank zu übertragen. Außerdem iſt die Bildung eines
Unterausſchuſſes für die Internationale Bank vorgeſehen, dem
Vertreter der auf der Konferenz anweſenden Regierungen
ange=
hören ſollen, und ſchließlich die Bildung des im Aoung=Plan
vor=
geſehenen Organiſationskomitees, für die Internationale Bank,
dem die Präſidenten der Notenbanken angehören werden.
Ueber=
einſtimmung wurde auch wegen der Einſetzung eines
Ueberleitungs=
ausſchuſſes erzielt, der die zwiſchen der Dawes= und Youngplan=
Regelung beſtehenden Unterſchiede zu prüfen hat — Es kann als
ſicher gelten, daß keines dieſer Unterkomitees im Haag tagen wird.
Keine Schlußſihung der Konferenz.
In der Freitagnachmittagsſitzung des Finanzkomitees wurde
der Beſchluß gefaßt, daß von der Abhaltung einer zuerſt für
Konferenz abgeſehen werden ſoll. Die für Samstag einberufene ratungen des Ausſchuſſes verſucht, mit politiſchen Druckmitteln
Sitzung des Finanzkomitees ſoll vielmehr kurz vor ihrer Beendi= auf ſeine Mitglieder einzuwirken. Das Eigenartigſte aber iſt, daß
gung in eine nichtöffentliche Plenarſitzung übergeleitet werden, die Vorlage dieſes ſachlichen Gutachtens bei den freien Gewerk=
Der Beginn der Plenarſitzung iſt vorläufig für 11.,30 Uhr vorge=
Arbeiten fertig geworden iſt.
Abreiſe der Haupkdelegierken.
ſen. Briand, Henderſon und Hymans ſind im Laufe des
Nach=
mittags vom Konferenzort über Paris nach Genf abgereiſt. Die digen, wenn es auch in ſeinen finanziellen Auswirkungen an die
deutſche Delegation wird den Haag am Samstag verlaſſen und von Arbeitgeberſeite vorgeſchlagene Reform der
Arbeitsloſen=
der Haager Konferenz teilnehmen werden, wird dahin ausgelegt, der Reichsregierung ſein Gutachten vorgelegt hat, iſt jedoch von
tionen wegen der finanziellen Einigung über die
Aoungplan=
regelung bei ihr im Hagg anzubringen.
w. Der Sozialpolitiſche Ausſchuß des Reichstages hat ſich
Die deutſche Regierung nimmt Kenntnis von der Erklärung auf den 5. September vertagt. Damit iſt die Entſcheidung in der
der belgiſchen, britiſchen und franzöſiſchen Regierung hinſichtlich Beratung der noch unerledigt gebliebenen Hauptpunkte der
Re=
der Räumung des Rheinlandes, derzufolge die Räumung wäh= form der Arbeitsloſenverſicherung, insbeſondere in der Frage der
rend des Monats September beginnen wird. Die belgiſchen und in der Regierungsvorlage vorgeſehenen Beitragserhöhung um
britiſchen Truppen werden innerhalb eines Zeitraumes von drei ½ auf 3½ Prozent, vorläufig aufgeſchoben worden. Gleichzeitig
Monaten vom Beginn der Räumungsoperationen an vollkommen mit der Vertagung des Sozialpolitiſchen Ausſchuſſes hat aber
zurückgezogen. Die franzöſiſchen Truppen werden die zweite der zuſtändige Ausſchuß des Reichsrates ſeine Beratungen über
Zone in dem gleichen Zeitraum räumen. Die Räumung der drit= die Vorlage des Reichsarbeitsminiſteriums aufgenommen, und
ten Zone durch die franzöſiſchen Truppen wird ſofort nach der in Anbetracht der lebhaften und heſtigen Erörterung, die in der
Natifizierung des Youngplanes durch das deutſche und franzö= letzten Zeit von der Oeffentlichkeit und von den unmittelbar
Die Näumung wird ohne Unterbrechung und ſo ſchnell, als es weiſe gepflogen worden iſt, erwartet man mit beſonderer
Span=
die phyſiſchen Bedingungen erlauben, durchgeführt; ſpäteſtens nung, wie ſich nun der Reichsrat zu den entſcheidenden Punkten
innerhalb einer Periode von acht Monaten, die in jedem Falle der Regierungsvorlage ſtellen wird. Es wird ſich vor allem
darum handeln, ob der Reichsrat bei der Nachprüfung eines ſo
Zu gleicher Zeit habe ich die Ehre, Euren Exzellenzen die großen Problems, deſſen Schwierigkeiten ſelbſt von anerkannten
Zuſtimmung der deutſchen Regierung zu den Angaben zu be= Autoritäten auf dem Gebiete der Arbeitsloſenverſicherung als faſt
ſtätigen, die in den drei Annexen zu Ihrer Note hinſichtlich ge= unlösbar bezeichnet werden, zu einer Auffaſſung kommt, die auf
wiſſer Fragen enthalten ſind, die mit der Räumung im Zu= der einen Seite die finanzielle Lage der Reichsanſtalt für
Ar=
beitsloſenverſicherung und Arbeitsvermittlung, auf der anderen
Seite die arbeitsmoraliſche bzw. ethiſche Grundlage des ſozialen
Verſicherungsgebäudes berückſichtigt. Man muß ſich darüber
klar ſein, daß die Schwierigkeiten, die ſich auf dem Gebiete der
Arbeitsloſenverſicherung ergeben haben, ja letzten Endes dadurch
entſtanden ſind, daß hier ſozialpolitiſche Aufgaben und finanz=
Zwiſchen den fünf Gläubigermächten und Deutſchland iſt am politiſche Erforderniſſe miteinander in Einklang gebracht werden
Freitag ein Abkommen zuſtandegekommen, durch das eine vor= müſſen. Dieſe Verbindung iſt um ſo ſchwerer herzuſtellen, als
läufige Inkraftſetzung des Young=Plans vermieden, dagegen eine die finanzielle Lage des Reichs gerade im neuen Etatjahr eine
Regelung getroffen wird, die die Vorteile des Uebergangsregimes Eutwicklung genommen hat, die man nicht ohne weiteres erwar=
Etats und ſeiner Verabſchiedung der Befürchtung Ausdruck
ge=
an die Ueberſchüſſe zwiſchen Dawes= und Young=Zahlungen nicht worden ſeien und infolgedeſſen nicht erreicht werden könnten,
mehr zu transferieren. Vom 1. Oktober an ſollen dieſe Ueber= haben Recht behalten. Die labile Lage der Konjunktur hat dazu
ſchüſſe zur Verfügung des Reiches gehalten werden. Dieſe Ueber= geführt, daß gerade ſo ausſchlaggebende Einnahmequellen wie
finden. Die Regelung gilt bis ſpäteſtens Jahresende bzw. bis zum uuter den Iſt=Sätzen im erſten Vierteljahr des laufenden
Etat=
jahres geblieben ſind. Man kann daher’ ſchon heute das
Etat=
zu dem effektiven Inkrafttreten des Young=Plans weiterbeſtehen= jahr 1929/30 als Defizitjahr betrachten, und der vorausſichtliche
ſumme von 6 Millionen zur Verfügung, während der gegebenen= 200—300 Millionen RM. belaufen. Angeſichts dieſer Lage der
Neichsfinanzen und ihrer vorausſichtlichen Entwicklung, die
aller=
dings von dem Young=Plan bzw. ſeiner Inkraſtſetzung ab 1.
Sep=
tember ds. Js. entſcheidend beeinflußt werden kann, wird, ſelbſt
Die grundſätzliche Zuſtimmung zum Young=Plan iſt alſo in im Falle der dann eintretenden Erſparniſſe für den
Reichshaus=
den Finanzberatungen herbeigeführt worden. Allerdings iſt dieſe halt, der Zwang zu äußerſter Einſchränkung aller nicht
notwen=
digen Ausgaben beſtehen bleiben, um wenigſtens die Hoffnung
Vorbehalten abhängig gemacht worden, über die ſich dieſe Staaten, auf die Erzielung eines kleinen Ueberſchuſſes im laufenden
Etat=
jahr in Erfüllung gehen zu laſſen. Damit rückt natürlich die
finanzpolitiſche Seite des Problems der Reform für die
Arbeits=
loſenverſicherung ſtark in den Vordergrund, ja man kann ſogar
ſoweit gehen, in dieſem Problem, je nachdem von weſchen
Auf=
faſſungen man finanzpolitiſch das ganze Problem betrachtet, ein
Problem der Reichsfinanzſanierung ſehen. Man muß dieſe
Un=
terſcheidung zwiſchen der ſozialpolitiſchen und finanzpolitiſchen
Seite nicht nur wegen der durch die geſchilderten
Zuſammen=
hänge geſchaffenen Zwangslage machen, ſondern auch vor allem
deshalb, weil man in der öffentlichen Diskuſſion über dieſen
Ge=
genſtand ſich nicht immer deſſen klar bewußt gezeigt hat.
In dieſem Zuſammenhang muß daran erinnert werden, daß
das Reichskabinett und der Reichsfinanzminiſter ſich bereils ſeit
Mai zu wiederholten Erklärungen veranlaßt geſehen haben, in
denen die Reform der Arbeitsloſenverſicherung als eine der
drin=
gendſten politiſchen Aufgaben dieſes Sommers bezeichnet wurden.
Der Reichsfinanzminiſter hat ſeinerzeit in ſeiner Etatrede mit
fol=
genden Worten auf die Schwierigkeiten der Reichsanſtalt
hin=
gewieſen: „Ich habe dieſen Betrag (gemeint ſind die im
Reichs=
haushalt vorgeſehenen 250 Millionen RM. für Darlehn an die
Reichsanſtalt) eingeſetzt in der Erwartung, daß es im Laufe dieſes
Jahres gelingen wird, zu einer Reviſion des
Arbeitsloſenver=
ſicherungsgeſetzes zu kommen; einer Reviſion, die aus
verſchie=
denen Gründen notwendig iſt und die es ermöglichen ſoll,
daß wir in der Tat mit einem ſolchen Betrage, wie ich ihn
ein=
geſetzt habe, auskommen werden.” Was iſt nun inzwiſchen
ge=
ſchehen? Tatſächlich iſt weder von der Reichsregierung, noch vom
Neichstag ein entſcheidender Schritt getan worden. Der
Sach=
verſtändigenausſchuß war ſeinerzeit mit der ausdrücklichen
Zu=
ſtimmung der Gewerkſchaften eingeſetzt worden, die ſich auch
dahin ausgeſprochen hatten, was hiermit ausdrücklich feſtgeſtellt
ſei, daß es notwendig ſei, ein ſachliches Gutachten über
die Reform der Arbeitsloſigkeit zu ſchaffen. Entgegen dieſer
Auf=
morgen in Ausſicht genommenen öffentlichen Schlußſitzung der faſſung haben die Gewerkſchaften ſchon nach Aufnahme der
Be=
ſchaften, die den Ausſchuß ſelbſt mit einberufen haben, keitte
Auerkennung gefunden hat; im Gegenteil, ſie wandten ſich gegen
ſehen, vorausgeſetzt, daß das Finanzkomitee bis dahin mit ſeinen das Gutachten, und zwar aus durchſichtigen
Zweckmäßigkeits=
gründen, die nicht mehr auf arbeitsmoraliſcher und
verſicherungs=
techniſcher Grundlage baſierten, ſondern erkennen laſſen, daß die
rein fürſorgemäßige Betrachtung der Dinge wieder in den
Vor=
derarund gerückt iſt, welche die finanzielle Klärung des Problems
Die Hauptdelegierten beginnen bereits den Haag zu verlaſ= natürlich von vornherein ausſchließen muß. Es iſt an dieſer
Stelle nachgewieſen worden, daß das Gutachten der
Sachverſtän=
ebenfalls am Sonntag ſchon in Genf eintreffen. Die Tatſache, verſicherung bei weitem nicht heranreicht, doch weſentliche
Fort=
daß die Allierten am Samstag nicht mehr an der Endſitzung ſchritte aufzuweiſen hat. Nachdem der Sachverſtändigenausſchuß
daß beſonders die franzöſiſche Delegation den kleinen Staaten die dieſer ein Geſetzeutwurf ausgearbeitet worden, der in den ent=
Möglichkeit entziehen will, noch im letzten Augenblick Reklama= ſcheidenden Fragen von dieſem Gutachten abweicht. Er ſchließt
ſich iu den entſch=idenden finanziellen Fragen, vor allem in der
Anpaſſung der Leiſtuing an den Beitrag bzw. der Abſtufung von
Seite 2
Samstag, den 31. Auguff 1929
Nummer 2=
Beitrag zu Leiſtung, wie ſie allein ſchon der
Verſicherungscharak=
ter des Arbeitsloſengeſetzes verlangt, nicht dem Mehrheitsvotum
des Sachverſtändigenausſchuſſes, ſondern lediglich dem von einer
geringen Minorität, den Vertretern der Freien Gewerkſchaften
und der Sozialdemokratiſchen Partei, im Ausſchuß der
Sachver=
ſtändigen verfochtenen Standpunkt an. Die Regierungsvorlage
ging aber auch an allen den Vorſchlägen in weſentlicher
Be=
ziehung vorüber, die das Gutachten des
Sachverſtändigenaus=
ſchuſſes in organiſcher Hinſicht für die Reform der
Arbeitsloſen=
verſicherung macht und in denen man gerade erhebliche
Fort=
ſchritte erblicken konnte. Obwohl auch der Regierungsentwurf
eine Beitragserhöhung um ½ Prozent vorſchlägt, bleibt er in
ſeiner finanziellen Auswirkung um rund 70 Millionen RM.
gegenüber dem Sachverſtändigen=Gutachten zurück und enthält
ein auch für die Zukunft für die Reichsanſtalt ungedecktes Defizit
von 47 Millionen RM. Dieſes Defizit errechnet ſich auf
folgen=
der Grundlage: Einem zu deckenden Jahresbedarf der
Reichs=
anſtalt von 279 Millionen RM. werden nach dem
Regierungs=
entwurf an Mehreinnahmen und Erſparniſſen gegenübergeſtellt
Beitragserhöhung ½ Prozent gleich 140 Millionen RM.,
An=
rechnung von Wartegeld, Renten uſw. 16 Millionen RM.,
Herabſetzung der Leiſtungen an Saiſonarbeitsloſe der
Lohn=
klaſſen VII—XI 21 Millionen RM., Veränderung der Wartezeit
25 Millionen RM., Herabſetzung der Krankenkaſſenbeiträge 30
Millionen RM., insgeſamt alſo 230 Millionen RM. Darüber
hinaus enthält der Regierungsentwurf aber noch einen
zuſätz=
lichen Fehlbetrag von 106,9 Millionen RM. für den Winter
1929/30. Das Eigenartige der Regierungsvorlage iſt nun die
Tatſache, daß für eine Deckung dieſer zu erwartenden Fehlbeträge
keine Vorſchläge gemacht werden, ſondern daß, wie es in der
Vorlage ausdrücklich heißt, die Löſung dieſer Aufgabe vielmehr
den kommenden Verhandlungen überlaſſen bleiben ſoll. Man
hätte gerade in dieſer Hinſicht von der Regierung bzw. vom
Reichsarbeitsminiſterium die Initiative erwartet, die es
über=
haupt in der Frage der Arbeitsloſenverſicherung bisher hat
ver=
miſſen laſſen, aber auch hier wird wieder die Entſcheidung den
Parteien zugeſchoben.
Wie dringlich die Reform der Arbeitsloſenverſicherung iſt,
wie notwendig es bleibt, eine Entſcheidung ſo raſch wie möglich
zu treffen, darauf deuten aber auch der Umfang der
bevorſtehen=
den Winterarbeitsloſigkeit hin und die Erforderniſſe, die ſie
vorausſichtlich an die Reichsanſtalt ſtellen wird. Die Reichsanſtalt
hat zurzeit eine Schuldenlaſt an das Reich in Höhe von 350
Mil=
lionen RM., die nach dem Sachverſtändigengutachten bis 1935
zinslos geſtunden werden können. Am 1. Oktober läuft die
Ver=
ordnung über die Saiſonarbeitsloſenfürſorge ab, wodurch ein
Betrag von 100 Millionen RM. die Reichsanſtalt zuſätzlich außer
den bereits genannten 107 Millionen RM. belaſten würde. Wenn
auch für dieſe 107 Millionen RM. nach dem Regierungsentwurf
ein Ueberbrückungsgebiet in Ausſicht genommen iſt, ſo weiß doch
niemand, woher er genommen werden ſoll bzw. wer ihn dem
Reiche zur Verfügung ſtellen wird. Die Ausgaben der
Reichs=
anſtalt für die 5 Wintermonate ab 1. November dürften ſich auf
650 Millionen RM. ſtellen, ihnen ſtehen Beitragseingänge in
Höhe von 350 Millionen RM. gegenüber, ſo daß ſich ein
Fehl=
betrag von 300 Millionen RM. ergeben dürfte. Dieſer
Fehl=
bedarf iſt vorerſt nur durch 68 Millionen RM. aus dem Darlehn
des Reiches (ſiehe Reichshaushalt) und in Höhe von 5—6
Mil=
lionen RM. vorausſichtlich aus der Reſerve gedeckt, die ſich aus
dem Ueberſchuß der Einnahmen und Ausgaben der Reichsanſtalt
im Sommer ergeben wird. Damit ſteht aber die Reichsanſtalt
vor der Finanzkataſtrophe. Angeſichts dieſer Umſtände iſt es nur
zu erklärlich, daß die Sorge um die Exiſtenz und das Anſehen
der Reichsanſtalt für Arbeitsloſenverſicherung und
Arbeitsver=
mittlung die Arbeitgeberverbände erneut veranlaßt hat, auf die
unbedingte Notwendigkeit einer ausreichenden Reform der
Ar=
beitsloſenverſicherung hinzuweiſen. Dieſe Reform muß kommen,
wenn die außerordentlich ernſten Folgen vor Eintritt der
Winter=
erwerbsloſigkeit vermieden werden ſollen, die ſich für die
Reichs=
anſtalt und für die Verſicherten ſelbſt klar abzeichnen. Die Zeit
für die Umſtellung iſt kurz, denn man muß auch bedenken, daß
verwaltungstechniſch von der Reichsanſtalt mit ihren 361
Arbeits=
ämtern und Zahlſtellen Erhebliches zu leiſten iſt, um die
ent=
ſprechenden Maßnahmen durchzuführen. Die Vereinigung der
Arbeitgeberverbände hat ſich erneut auf ihre bekannten und von
uns auch erörterten Vorſchläge berufen, die dahin gehen, daß es
möglich und notwendig iſt, die Reichsanſtalt unter Vermeidung
einer Beitragserhöhung und ohne Gefährdung des
Reichshaus=
haltes zu ſanieren, ohne dabei den ſozialen Effekt
herabzumin=
dern bzw. zu beſeitigen. Ein Blick auf die Finanzlage des Reiches
und ihre vorausſichtliche Geſtaltung im laufenden Etatjahr
ge=
nügt, um zu ſehen, daß jede Erhöhung der Ausgaben einer
Etat=
vergewaltigung gleichkommt, die dem Kredit des Reiches und der
Geſamtheit ſchwer ſchaden muß. Andererſeits ſollte man ſich auch
darüber klar ſein, daß die vorgeſchlagene Beitragserhöhung im
Grunde nichts anderes iſt als eine neue Steuer, die Arbeitgeber
und Arbeitnehmer gleichmäßig trifft. Der Reichstag iſt an die
Regierungsvorlage des Reichsarbeitsminiſteriums nicht gebun=
Bom Tage.
Reichsminiſter Dr. Wirth hat den Haag verlaffen, um
ſich zum Katholikentag nach Freiburg i. Br. zu
be=
geben. Er wird dort Gelegenheit nehmen, die Zentrumsfraktion des
Reichstags, die, wie alljährlich aus Anlaß des Katholikentags, eine
Sit=
zung abhält, über die Ergebniſfe der Haager Konferenz zu informieren.
Die preußiſche Landtagsfraktion der Deutſchen
Volkspartei hält am 14. und 15. September in Kreuznach eine
Tagung ab.
Der argentiniſche Generalinſpekteur des Heeres,
General Toranzo, iſt in Berlin eingetroffen. Zu ſeiner
Be=
grüßung fand eine Parade der Wachttruppe auf dem Moabiter
Exerzier=
platz ſtatt. Anſchließend wurde zu Ehren des Generals Toranzo im
Offiziersheim der Wachttruppe ein Frühſtück gegeben.
Im polniſchen Regierungsanzeiger vom 28. Auguſt werden zwei
ſogenannte dritte Liquidationsbeſchlüfſe veröffentlicht, wonach das
Eigen=
tum in den Beſitz des polniſchen Staates übergeht. Es handelt ſich erſtens
um das der Familie von Oertzen gehörige Rittergut Pempowo (3066
Hetar) und zweitens um den Kleingrundbeſitz Paul Fritz in Martfchen,
Kreis Wirſitz. Die Räumungsfriſt beträgt im erſten Falle einen Monat,
im zweiten 14 Tage.
Die judenfeindlichen Bewegungen unker den
Ara=
bern im Nahen Orient nehmen weiter an Umfang zu. Auch
in Syrien haben große Kundgebungen ſtattgefunden.
Der engliſche Premierminiſter Macdonald wird am Samstag
nachmittag auf der Durchreife nach Genf in Paris einige
Stunden Aufenthalt nehmen und mit dem Miniſterpräſidenten Briand
eine Beſprechung haben.
Die Beſprechungen zwiſchen General Dawes und
Premier=
miniſter Maedonald über die Seeabrüſtung ſcheinen in
einer Weiſe fortgeſetzt zu werden, die den baldigen Abſchluß eines
eng=
liſch=amerikanifchen Abkommens über die Abrüſtung zur See verſprechen.
der Kaner ai Mnag drginm.
Kabinettsrak am Monkag? — Streſemann fäht
nach Genf.
* Berlin, 30. Auguſt. (Priv.=5
den. Er ſollte Mittel und Wege finden, dieſe Beitragserhöhung
zu vermeiden, zumal ſie die wirkliche Reformbedürftigkeit der
Arbeitsloſenverſicherung nur verſchleiern, mit anderen Worten
die wirkliche Reform aufſchieben würde, die einmal doch kommen
muß, dann aber, wenn jetzt eine grundlegende Aenderung nicht
eintritt, unter noch ſchwierigeren Verhältniſſen vollzogen werden
müßte.
Beginn des Abzugs der Rheinarmee
am 14. Hepkember.
London, 30. Auguſt.
Wie das engliſche Kriegsamt ankündigt, wird der Abzug der
engliſchen Rheinarmee am 14. September d. J. beginnen und
binnen drei Monaten beendet ſein.
Die Karte des beſetzten Gebietes.
Die Räumung wird am 14. September beginnen. Die belgiſchen
und engliſchen Truppen werden in einer Zeit von drei Monaten
gänzlich zurückgezogen werden. In derſelben Zeit werden die
franzöſiſchen Truppen die zweite Zone räumen. Die Räumung
der dritten Zone durch die franzöſiſchen Truppen wird ſofort be=
ginnen, nachdem die Ratifizierung des Young=Plans durch das
deutſche und das franzöſiſche Parlament erfolgt und der Young=
Plan in Kraft getreten iſt.
Murtſehen mit Genf Teas.
Von Dr. Philipp Krämer.
Daß das Genf von heute nicht mehr dasjenige des Rudolph
Töpfer iſt, wen wundert das? Aber es iſt auch ſchon nicht mehr
das des unvergeßlichen Philipp Monnier, dieſes Kulturhiſtorikers
großen Stils, dem wir das beſte Buch über Venedig verdanken,
und die zarten Seelenſchilderungen des Gymnaſiaſten Blaiſe,
der das Latein ſo ſehr liebte und den Staub der Komödien
Shakeſpeares. Heute las ich wieder im Engliſchen Garten ſeine
Genfer Cauſerien, die 1910 erſtmals erſchienen, und es wehte
mich auf jeder Seite die hiſtoriſche Luft der Vergangenheit an,
wozu der leicht melancholiſche Stil beigetragen haben mag, der
mit Hermann Bang und Eduard Keyſerling ausgeſtorben iſt.
Niemand kann den genius loei dieſer Stadt ſo genau ins
Wort bannen, wie es Töpfer, wie es Monnier noch konnten, wie
es Henri de Ziegler vielleicht einmal können wird, von dem jetzt
alle Welt um den See — und das iſt keine große Welt! — den
eben erſchienenen Roman La Vega lieſt.
Kommt man auf einem der weißen Dampfer, die den
un=
wahrſcheinlich blauen See wie helle Viſionen zu überſchweben
ſcheinen, aus der Oſtecke mit ihrer tumulthaft balladesken
Schön=
heit um Montreux und Villeneuve in den ſanfteren lyriſchen
Weſten, ſo rufen die Türme von Saint Pierre immer noch den
Namen Calvins auf. Und auf „ſeiner” Inſel ſitzt immer noch
der häßliche bronzene Jean=Jaques, der größte Sohn Genfs, mit
dem pädagogiſchen Zeigefinger. Aber Rouſſeaus Geiſt begegnet
einem hier nicht. Eher noch trifft man ihn auf jener Inſchrift
am Wahlgebäude, wo er zu allen neuen Geſchlechtern ſpricht mit
dem Satz aus den Konfeſſionen: „Es war ein erhabener
Augen=
blick, als mein Vater mir zum erſten Male ſagte: Jean=Jaques,
liebe dein Vaterland‟ Genf — die Stadt der Pädagogen, der
Bildung? Sie lebt in dieſer Hinſicht von altem Ruhm, ohne
ihm neuen hinzuzufügen. Mit dem Verfall der humaniſtiſchen
Studien, als man das Gymnaſium „realiſierte”, fing es an. Und
heute iſt die Klage über das ſchlechte Franzöſiſch der Genfer
all=
gemein. Ziegler erzählt die heiter=peſſimiſtiſche Anekdote von
dem Genfer, der in Paris in einem Geſchäft ſehr genau und
ein=
gehend auseinanderſetzt, was er wünſcht, und dem man endlich
erwidert: „Ich errate, was Sie meinen”. In einem Aufſatz über
die Sprachenfrage fordert er erneute Vertiefung des lateiniſchen
Unterrichts als Rettung aus der Sprachennot: „Die
aleman=
niſchen Eidgenoſſen werden verſtehen, daß wir eiferſüchtig
dar=
über wachen, der romaniſchen Schweiz in allem ihren lateiniſchen
Charakter zu erhalten, wie wir mit ihnen darin einig ſind, daß ihren
Kantonen der helvetiſch=germaniſche Charakter erhalten bleibt.”
Das neue Genf hat einen ſtark antihiſtoriſchen Zug
bekom=
men. Man reißt ein. In der Corraterie gehen gerade
Ver=
wüſtungen vor ſich. Um anderes wird noch gekämpft. Das
große Ereignis der letzten Jahre: Genf, Sitz des Völkerbundes
— hat die Seele und den Leib dieſer Stadt gänzlich zu verändern
begonnen. Genf will aus einer angehenden Großſtadt eine
Kapitale werden und alle Zwiſchenſtufen überſpringen. Das
wird nicht ſo leicht gehen, denn die Lage dieſer Stadt zwiſchen
hohen Bergen und Seeufern iſt aller räumlichen Ausdehnung
ſehr entgegen. Das Stadtbild war ſchon immer das völliger
Unordnung. Man findet nicht zurecht und weiß nie, auf
welchen Etappen einen die Eelektriſche an das Ziel bringt, das
am Wagen verſprochen wird. Man iſt lange auf den Beinen,
um da oder dort hinzukommen. Der See legt ſich wie eine
Schranke zwiſchen die Stadt, und der „Schnellverkehr” auf den
kleinen Schiffchen, die ſich anmaßend genug „Möven” nennen,
iſt noch durchaus 18. Jahrhundert. Auch die Landſchaft
wird mehr und mehr „eingeriſſen”. Noch ſteht erſt das
bureau du travail, der Völkerbundspalaſt wird bald folgen.
Ein Stück der alten Parks nach dem anderen fällt. Die
Hotel=
fronten an den Seeufern ſind ſchon immer eine Zumutung für
architektoniſch anſpruchsvolle Augen gewefen.
Eine Kapitale kann man nicht durch einen Beſchluß ſchaffen.
Die Grundlage einer Kapitale iſt auch nicht die wachſende
Bevöl=
kerungsziffer. Weder Athen noch Florenz waren in ihren großen
Zeiten ſtark bevölkert, auch Weimar war eine Kapitale. Welche
Grundlage braucht Genf, um die Kapitale der Nationen zu
wer=
den, die ſie werden möchte? Es hört ſich ja ſehr trompetenhaft
an: Genéve, capitale des nations. Aber es ſind doch immer
noch in der Hauptſache die Dinge da, die in älteſten Baedekern
ſchon ſtehen. Das Neue iſt noch zumeiſt Wunſch.
Vorausſetzung für eine Kapitale und dafür, daß ſie ein
Zen=
trum des Geſchmacks, der Moden und Meinungen wurde, war
immer eine geſellſchaftliche Elite, die ſich in den Salons traf. Es
gibt heute in Genf keine Salons mehr. Geſetzt den günſtigen
Fall, der Völkerbund führe eine Elite der Nationen nach Genf,
werden dieſe Menſchen je eine Gefellſchaft bilden? Sie wurzeln
nicht in dieſer Stadt, ſie ſind nur ihre Gäſte, immer werden ſie
die Fahrpläne der Schnellzüge und Flugzeuge bei ſich haben.
Wenn Salons entſtehen, werden ſie im beſten Fall Reſtaurants
ſein, in denen man ſich unterhält, ohne einen Wirt dafür zu
entlohnen.
Einſichtige Genfer ſehen die große Gefahr, die für ihre Stadt
darin beſteht, daß ſie zwar einen erhabenen Titel bekommt und
einen unbeſtrittenen Weltruf — in der Tat gibt es auf der
gan=
zen Welt keine noch ſo kleine Zeitung mehr, in deren Spalten
nicht der Name Genfs immer wieder auftaucht! —, daß ſie ader
Während Briand und Henderſon am Freitag abreiſten,
die deutſche Delegation bis zur Schlußſitzung am Samst
Haag. Der Gedanke eines Kabinettsrates am Rhein iſt
gegeben worden. Die Mitglieder der Delegation fahren,
ſie in Genf gebraucht werden, unmittelbar vom Haag do
Die Führer der Delegation, die Miniſter, fahren nach
zurück. Sie werden am Sonntag dort eintreffen und dan
mutlich am Montag in einem Kabinettsrat die übrigen M
über die Ergebniſſe der Konferenz unterrichten, womit dan
innenpolitiſche Kampf beginnt, der vermuulich
am Samstag eingeleitet wird in Freiburg, wohin Dr.
zum Katholikentag und zur Fraktionsſitzung des Zentrums
Endgültig ſicher ſind aber dieſe Dispoſitionen noch nicht
Haag wird jedenfalls noch mit der Möglichkeit gerechne=
Dr. Streſemann ſich ebenfalls direkt nach Genf begibt.
E=
autet, daß auch Macdonald dort am Montag eintreffen ur
einige Tage dort aufhalten will.
ie Hallung der Parkeien zu den Haager Abmachn
* Berlin, 30. Auguſt. (Priv.=Laſder
Ueber die Aufnahme der Haager Abmachungen bei den
ſchen Parteien iſt noch wenig zu ſagen. Die Flügelparteie
mit ihrer Meinungsbildung natürlich ſehr raſch bei der A0 ſof
Für die Völkiſchen und die Deutſchnationalen gibt es nurſßieder
„Nein” in ſchroffſter Form, währnd bei den Sozialdemonlzm
eine ebenſo unbegrenzte Begeiſterung feſtzuſtellen iſt. Sie mdtine au
aber Zweckoptimismus, um ſich dieſen außenpolitiſchen Cn
aufs eigene Konto ſchreiben zu können, und um ihre inne
liſche Poſition zu verſtärken. Aber es macht doch einen AAhſt u
oſen Eindruck, wenn der „Vorwärts” mit der FeſtſtellungG Bo=
Youngplan könne nach menſchlichem Ermeſſen ſobald, nichtz einer
indert werden, gleichzeitig zu behaupten wagt, es ſei unnsawalt
wenn Deutſchland unter dieſen Laſten zuſammenbrechen wwurden.
um dann im gleichen Atemzug als letzte Auskunft den Appueſchel
die Wähler zu verkünden. Die übrigen Parteien haben ſich ſeichtes
nicht feſtgelegt. Die demokratiſche Fraktion hat ihre Mitguſl V.
ug de
für die nächſte Woche einberufen, ebenſo die Wirtſchaftsw.
Zentrum und Volkspartei dagegen ſchweigen ſich aus. Venym al
lich werden beide Parteien nach dem Prinzip des kleiungerm
Uebels dem Gefamtwerk zuſtimmen. Es iſt aber nicht au In
ſchloſſen, daß vorher noch ein ſtarkes Ringen in den Frakruſhr die
einſetzt. Das kann ſich beim Zentrum ſchon am Samstymſtelber
Freiburg bemerkbar machen. Die Volkspartei will mit
Fraktionsſitzung warten, bis Reichsaußenminiſter Dr. Shll. 9.
mann aus Genf zurückgekehrt iſt.
Und die Saar?
* Haag, 30. Aug. (Prib.=2
Als die deutſche Delegation nach dem Haag fuhr, galt ewmmer
ſelbſtverſtändlich, daß in den Bereich unſerer Forderungendr Rat
die Rückgabe des Saargebietes eingezogen werden ſollte. Kund d
haben uns nie verhehlt, daß unſere Lage hier beſonders ſchtyundes
iſt, weil das Regime im Saargebiet dem Völkerbund unteſſegliſche
daß alſo noch andere Inſtanzen eingeſchaltet werden müſſetſſiution
die im Haag Verſammelten. Ebenſo richtig iſt aber auch, ſchnell it
die Entſcheidung allein bei Frankreich liegt. Im Völke-Scialoja
wird niemand gegen eine Aenderung Einſpruch erheben, ſt
die Franzoſen einverſtanden ſind. Die deutſche Delegation
deshalb auch die Hoff=ung, daß es ihr gelingen würde, mi
Franzoſen zu einem Rahmenvertrag zu kommen, der unter
behalt weiterer Verhandlungen das Endziel, die Rüchgab
Saargebietes, feſtlegte. Das haben wir offiziell nicht err
können. Wir erhielten, wie die Dinge bisher zu liegen ſche
utionen
Punſche
en Gen
onvent
der
ediglich eine Abmachung zwiſchen den Außenminiſtern Sneſt nad
mann und Briand, daß im September befondere din 9ie
matiſche Verhandlungen angekurbelt werden ſ.00 Uhr,
Irgendwelche Bindungen iſt Herr Briand — ſoweit ſich E9
erkennen läßt — nicht eingegangen. In amtlichen deutſchen MyM4
ſen hegt man die Hoffmng, daß die Verhandlungen ſehr
vorwärts gehen und daß ſchon im kommenden Jahre eine
lung erfolgt, die auch das Saargebiet wieder reſtlos unte
deutſche Souveränität bringt.
nur ein Treffpunkt wird und damit ihre Seele verliert, de
aus einer religiös=pädagogiſchen Stadt ein politiſcher Rar
bahnhof werde. Dagegen gibt es nur ein Mittel, das Eſ
verſpricht, zu bleiben, was man iſt, und nicht ſcheinen zu wu
was man nicht iſt. Je mehr Genf ſeine kantonalen Eigenſchſſ,
pflegen wird, um ſo weltläufiger und weltanziehender winſ
werden. Man lebt nur von dem, was einen von anderen uu. i
ſcheidet, nicht was man mit ihnen gemein hat.
Genf mache ſein Theater zu einem literariſchen. Es E., ho
die baudioſen Schriftſteller. Es verderbe dieſe Bühne nicht
immer neue Gaſtſpiele des Auslands. Es helfe ſeinen Scrl en
ſtellern, indem es ſie lieſt, auch ehe ſie erſt auf dem Umweg
Paris zu ihm kommen, was bis jetzt nur bei dem einen
nahmefall von Ramuz eingetreten iſt. Die Indifferenz der
fer für ihre „einheimiſchen” Schriftſteller iſt außerordentlich, / Pel
Paris interefſiert ſich für die Werke der romaniſchen Schri)
faſt gar nicht. Die Romanen beneiden ihre alemanniſchen /
egen, die in Deutſchland ſeit Keller und Meyer bis Federer
Jegerlehner ein ſo zahlreiches Leſevolk gefunden haben
immer neu finden. Frankreich verzichtet auf die Schweizer.
für haben Pariſer Buchhandlungen Filialen in Genf, überſchtA 40
men die Stadt mit franzöſiſcher Literatur und finden dande
Abnehmer. Franzöſiſche Schauſpieler und Conférenciers
glücken die Stadt im Winter, aber immer zwiſchen zwei 3A
und nur, um Geld mitzunehmen. Sie kommen, um zu gee
ind wollen nicht empfangen, denn die Genfer ſind für ſie 40
Europäer franzöſiſcher Sprache.
Das internationale Genf wird nur groß werden durch
nationale, wenn aber das nationale Genf klein wird durch
internationale, was durchaus nicht der Fall zu fein bra?
dann iſt feine hiſtoriſche Rolle ausgeſpielt, weil dort nur
an der Hiſtorie — anderer gearbeitet wird.
ten
Bon deutſchlands Hohen Schulen.
Frankfurt a. M.: Geheimer Medizinalrat Prof. Carl v. Nd
den=Frankfurt hat von der Stadtverwaltung Wien eine Berufunc”
konſultierender Arzt für Stoffwechſel und Ernährungsſtörungen—
den ſtädtifchen Krankenanſtalten und als Vorſtand der Sonderc
ſung für einſchlägige Krankheiten, die am Städtiſchen Krankenn.”
Lainz eingerichtet werden ſoll, erhalten. Geh. Rat von Noorden hau
Berufung angenommen und wird Anfang Januar 1930 nach Wien.*
ſiedeln.
— Bühnenchronik. Intendant Sioli=Mannheim hat das Werl —
bisher noch unbekannten Dramatikers, Waldemar Jollos „Das B. Gortes” zur alleimigen Uraufführung im Nationglihe.”
Mannheim angenommen.
Nummer 241
Samstag, den 31. Buguſt 1929
Seite 3
Berkrefer auf der
* Genf, 30. Auguſt. (Priv.=Tel.)
Als Auftakt zu der bevorſtehenden zehnten
Völkerbundsver=
inmlung, an der in noch größerer Zahl als ſonſt amtierende
hiniſter und Miniſterpräſidenten, darunter auch Macdonald,
kiand und Streſemann, teilnehmen werden, iſt am Freitag der
bilkerbundsrat zu ſeiner 56. Tagung zuſammengetreten.
Infolge der noch ausſtehenden Schlußverhandlung im Haag
blen am Ratstiſch die eigentlichen Ratsdelegierten
Deutſch=
ads, Frankreichs, Englands, Japans, Polens und Rumäniens,
z vertreten ſind durch Graf Bernſtorff, der zum erſtenmal als
atsmitglied auftritt, Maſſigli=Frankreich, Unterſtaatsſekretär
alton=England, Sato=Japan, Sokal=Polen und
Antoniade=
umänien.
Wie bekannt, verändert ſich die Zuſammenſetzung des Rates
ſrlich durch das turnusgemäße Ausſcheiden von drei
Mit=
tedern. Infolge dieſer ſeit der Ratsreform von 1926
beſtehen=
m Regel läuft das Mandat der Ratsmitglieder von Chile,
umänien und Polen mit der Neuwahl ihrer Nachfolger am
1 September ab. Polen hatte ſich bekanntlich vor drei Jahren
ſofortige Wiederwählbarkeit ausſprechen laſſen und an ſeiner
biederwahl darf wohl nicht gezweifelt werden. Als Nachfolger
ſumäniens kommt Südſlawien in Frage, während für Chile noch
une ausſichtsreiche Kandidatur vorhanden iſt.
Die neue Rakskagung
am
iht unter dem Vorſitz des perſiſchen Ratsmitgliedes Forughi,
9s Botſchafters in Angora. Der Rat trat wie üblich zunächſt
z einer vertraulichen Sitzung zuſammen, in der die laufenden
Arwaltungsgeſchäfte erledigt und die Tagesordnung genehmigt
mrden. Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung ſtehen
unſt den Mfmſchiedene Hygienefragen, die Entgegennahme des
Tätigkeits=
ien h.
hrichtes des Wirtſchaftskomitees und des Völkerbundsausſchuſſes
ſat i
ür geiſtige Zuſammenarbeit ſowie eine Erklärung der
Regie=
ung des Irak, in der dieſe den Wunſch bekundet, der Genfer
Hiumkonvention von 1925 beizutreten. Die Beitrittserklärung
kan aber erſt rechtsgültig werden, nachdem der Rat der
Irak=
wierung eine Kopie der Opiumkonvention zugeſtellt hat.
In der anſchließenden öffentlichen Sitzung wurde ein Bericht
in den Früer die internationale Vereinheitlichung der amtlichen
Arznei=
iuttelverzeichniſſe entgegengenommen, mit deren Vorbereitung
de Hygieneabteilung des Völkerbundes beauftragt werden ſoll.
Or der endgültigen Stellungnahme des Rats, in dem heute
Kialoja=Italien, wie bereits früher bei ähnlichen Anläſſen, ge=
Iuſſe Bedenken gegen die Ausdehnung des Aufgabenkreiſes des
Vlkerbundes und ſeiner Organe vorgebracht hatte, ſoll das
Hgienekomitee ſich darüber äußern, wie der von der belgiſchen
Agierung auf Wunſch der zweiten internationalen Konferenz
für die Vereinheitlichung des Arzneimittelverzeichniſſes
unter=
ta fuhr, galt ſſummene Schritt verwirklicht werden kann. Ferner genehmigte
Forderungeffur Rat einen Bericht des italieniſchen Ratsmitglieds über den
berden ſolleſäand der Ratifikationen der unter den Auſpizien des
Völker=
beſonders ſalundes abgeſchloſſenen internationalen Konventionen, wobei das
terbund unſagliſche Ratsmitglied die Notwendigkeit möglichſt ſchneller
Rati=
werden müſk fation aller dieſer Abkommen unterſtrich, damit dieſe möglichſt
iſt aber ac ſtnell internationale Rechtswirkung erhalten. Nach dem Bericht
Im Väll/l Sialojas wurden im letzten Halbjahr u. a. 8 weitere
Rati=
ſch erheben ftationen zu dem Abkommen über die Gründung eines
Selbſt=
e Delegatuſt uthilfeverbandes vollzogen. Schließlich nahm der Rat von einem
ſen würde, M Lunſche der Regierung des Irak zum Beitritt zur Genfer
en der uſt Qiumkonvention vom Jahre 1925 Kenntnis und beauftragte
die Rüchtifdn Generalſekretär der Regierung drs Frak, eine Abſchrift dieſer
el nicht al Anvention zuzuſtellen, da die Beitrittserklärung des Frak, der
Ia der Genfer Opiumkonferenz nicht vertreten geweſen war,
zu liet
eit nach dieſer Formalität vollzogen werden kann.
Die nächſte Sitzung wurde auf Samstag, den 31. Auguſt,
ond
1 Uhr, angeſetzt.
Das Arbeiksprogramm des Völkerbundsraks.
Die Dauer der Tagung läuft mit den Neuwahlen in den
Völkerbundsrat ab, die am 11. September ſtattfinden werden und
hi denen nach der ſeit 1926 beſchloſſenen Ratsreform alljährlich
ds turnusmäßige Ausſcheiden von drei nichtſtändigen Ratsmit=
Aus den Darmſtädter Lichtſpielkheakern.
Union=Theater
jigt in ſeinem neuen Programm zwei Filme franzöſiſcher
Pro=
dktion. „Die Prinzeſſin und der Narr” nach einem Roman
hn Jean=Jos, und die Verfilmung des bekannten Romans von
Enoit „Die Schloßherrin von Libanon‟. Es ſcheint dem
deut=
ſten Betrachter, als ob die franzöſiſche Filminduſtrie, hierin
nem Grundzug des franzöſiſchen Weſens durchaus gemäß, noch
ſyr ſtark an einer Filmidee und Filmtechnik feſthält, die vor
viel=
ſicht einem Jahrzehnt modern zu nennen geweſen wäre, die aber
hute, nachdem Pudowkin dem Film ſo umſtürzende Geſtaltung
geben hat, kaum mehr anzuſprechen vermögen. Beide Filme
ſd auf einer ſehr flachen und äußerlichen Handlung aufgebaut,
zgen auch kaum irgendwie aufnahmetechniſch wertvolle Szenen,
ſndern beſchränken ſich auf eine durch Maſſe und Dekoration
hrvorzurufende Wirkung. Zwar wird in dem Film „Die
Schloß=
ſerrin von Libanon” anfänglich der Verſuch gemacht, die
eigen=
ſtig grandioſe Landſchaft der ſyriſchen Wüſte und die Ruinen
dr Zenobia=Stadt Palmyra in faſt kulturfilmartigen Aufnahmen
3 zeigen, aber nach einem ſehr ſchwachen anfänglichen Verſuch
trſickert die Handlung in eine ſeichte Kinodramatik. Innerhalb
1s ſo gezeichneten Rahmens mag den Filmen ein gewiſſes
In=
teſſe entgegengebracht werden.
„Unker der Diltheykaſtanie‟
In dieſen Tagen erſcheint bei C. F. Winter in Darmſtadt zur
Drei=
usertjahrfeier des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums ein wertvolles Buch:
inter der Diltheykaſtanie”, Schulerinnerungen ehemaliger
ſarmmſtädter Gymnaſiaſten, herausgegeben von Karl. Eſſelborn
ner Mitarbeit von Wilhelm Hammann. Der Titel des Werkes
nnbildlich zu verſtehen. Von der Diltheh=Kaſtanie dem Wahrzeichen
8 Schulhofes, ſagt Eſſelborn in ſeinem poetiſchen Vorſpruch:
„Ein Mal für Hellas und für Rom, die alten,
Die immerdar in Jugendſchönheit ragen,
Wölbt ſich der Baum zu kühnen Tempelhallen”.
Ebenſo frei, wie ſich die Schüler ehemals im Schulhof unter der
0 anie tummelten, ergehen ſie ſich jetzt in der nach ihr benannten
f9mmlung von Schulerinnerungen.
Bereits im Jahre 1917 hat Eſſelborn ein derartiges Werk angeregt,
0 in ſeinen 1924 erſchienenen „Darmſtädter Erinnerungen” tritt er
-7 Anm. 1 dafür ein, daß recht viele ehemalige Schüler des Gym=
Mums ihre Schulerinnerungen zu Papier bringen möchten, deren
mmlung eine ſchöne und ſinnreiche Feſtgabe bilden könne zum 300 Jubelfeſte der Anſtalt. Je näher die Feier heranrückre, deſto
ſwer wurde die Zahl der überlaſſenen Aufzeichnungen, ſo daß das
gliedern zu erfolgen hat. In der jetzigen Zuſammenſetzung wird
ſich der Rat noch mit der Kontrolle der Rüſtungsinduſtrie und der richtig heißen. Denn Moskau iſt nur die Hauptſtadt dieſes
Lan=
eventuellen Herabſetzung der jährlichen Ratstagungen von vier
mit dem Tätigkeitsbericht des Mandatsausſchuſſes, der weiteren
Verſchiebung der Saaranleihe und einer größeren Anzahl
Be=
ſchwerden aus Polniſch=Oberſchleſien zu befaſſen haben. Nach
den Neuwahlen tritt der Völkerbundsrat ſofort zu einer 57.
Tagung zuſammen.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 30. Auguſt.
In der letzten Minute iſt es zu einer Einigung gekommen,
vor allem dank der Haltung der deutſchen Außenpolitik. Snowden
hat ſich durchgeſetzt, wenn auch nicht alle ſeine Wünſche reſtlos in
Erfüllung gingen. In Paris ſchwebt man augenblicklich zwiſchen
einander recht widerſprechenden Gefühlen. Man iſt glücklich
dar=
über, daß es zu keinem Abbruch der Konferenz kam. hauptſächlich
deshalb, weil ſich dann die franzöſiſche Außenpolitik ſichtbar in
einer Sackgaſſe befunden hätte. Aber davon abgeſehen iſt man
mit den Reſultaten höchſt unzufrieden. Es iſt unleugbar, daß
Snowden einen Preſtigeerfolg errungen hat. Das läßt ſich
ſelbſt=
verſtändlich auch ſo hinſtellen, als ob dank der verſöhnlichen
Poli=
tik Briands die europäiſche Verſtändigung wieder einmal gerettet
wurde. Aber es gibt ſehr wenige, die dieſer Darſtellungsweiſe
huldigen. Ihnen fehlt der Glaube, um an einer tatſächlichen oder
poſierten Märtyrerrolle Gefallen zu finden. Lieber gibt man noch
die Niederlage zu. Und nachträglich imponiert Snowden ein
bißchen. Man hätte es viel lieber geſehen, wenn die franzöſiſche
Delegation eine ähnliche Rolle geſpielt hätte. Das hängt eben
mit der herrſchenden Auffaſſung über die internationalen
Konfe=
renzen zuſammen. Wie ſagte doch Capus: „Eine internationale
Konferenz iſt ein Ort, wo ein Herr einem anderen etwas nicht
Salonfähiges ſagt und der Dolmetſcher es mit den Worten: „Ich
bin nicht ganz Ihrer Meinung, mein Herr,”überſetzt.‟ Der
Miß=
erfolg für Frankreich iſt da, und der Umſtand, daß es ſich nur um
eine Preſtigefrage handelt, macht ihn keineswegs annehmbarer.
Englands Lage war keineswegs günſtig, doch war die franzöſiſche
Diplomatie England gegenüber ungeſchickt .."
Die Auswirkung des Haager Ergebniſſes wird für das
deutſch=
franzöſiſche Verhältnis nicht ohne günſtige Wirkung bleiben.
Tat=
ſachen ſind wichtiger als Stimmungen, deshalb kann man heute
darüber hinweggehen, daß die Konferenz im Haag keine reſtlos
befriedigende Atmoſphäre hinterläßt. Auf der Völkerbundstagung
kann man jedoch noch manches gutmachen. Das eine ſcheint aber
ſicher, daß die Einigung im Haag nicht das Ende, ſondern vielmehr
den Anfang der engliſch=franzöſiſchen Meinungsverſchiedenheiten
bedeutet . . ."
Doppelzüngigkeit bis zuletzt.
* Haag, 30. Auguſt. (Priv.=Tel.)
Eine intereſſante Epiſode, die zeigt, wie bis zuletzt Herr
Briand ſich noch um klare Formulierungen herumdrücken wollte,
ſchildert die „Nacht”=Ausgabe. Sie berichtet, daß die deutſche
Delegation noch in der vorigen Nacht und noch am Freitag
vormittag einen ſchweren Kampf um die Durchſetzung
der tags zuvor vereinbarten
Räumungsbedin=
gungen zu beſtehen hatte. Es hatte ſich nämlich herausgeſtellt,
daß die franzöſiſche Delegation den
vereinbar=
ten Text hinterrücks ſo weſentlich umgeſtaltet
hatte, daß er in Wirklichkeit kein Räumungsvertrag, ſondern nur
eine perſönliche Vereinbarung zwiſchen den beiden Miniſtern
war. Man ſcheint im Haag anzunehmen, daß es Herr Briand
geſchobenen Räumungstermin durchzuſetzen. Er hat der
deut=
ſchen Delegation erklärt daß er nicht weitergehen könne, weil ſonſt
drei franzöſiſche Generäle ihre Demiſſion angedroht hätten. Den
franzöſiſchen Chauviniſten iſt aber auch der 1. Juli noch zu früh.
Deshalb tut Herr Brinad ſo, als ob er mit ſchweren,Sorgen
nach Paris zurückkehre und im Kabinettsrat noch allerlei
Schwie=
rigkeiten erleben könne. Aber Herr Briand iſt ein ſo geſchickter
Schauſpieler, daß er dieſes Stirnrunzeln nur markiert, um ſeine
Siegesfreude dahinter beſſer verbergen zu können.
nun entſtanden= Buch an den ſtattlichen Umfang ſeines Patenbaumes
gemahnt.
Ein Teil der hier mitgeteilten Schulerinnerungen iſt vorhandenen
Selbſtbiographien entnommen, oder ſie ſtellen abgeſchloſſene
Einzel=
epiſoden dar. Eine große Zahl von Beiträgen Verſtorbener ſind bisher
noch nicht veröffentlicht worden. Die Beiträge noch lebender Verfaſſer
ſind mir wenigen Ausnahmen eigens für die vorliegende Sammlung
erfaßt. Auch der Bildſchmuck des Buches rührt zum großen Teil von
ekemaligen Schülern des Gymnaſiums her.
Die Herausgabe dieſes Buches durch Profeſſor Dr. Karl
Eſſel=
born und ſeinem Mitarbeiter Profeſſor Dr. Wilhelm Hammann
iſt eine hervorragende Leiſtung. Die Beiträge verſtorbener Verfaſſer
ſind von Eſſelborn mit kurzen Einleitungen verſehen worden. Eine
Fülle von Arbeit ſteckt in den alphabetiſch geordneten, dem Buche
bei=
gefügten Anmerkungen, die zugleich als Regiſter dienen. Sie machen
den Leſer mit den Trägern ihm unbekannter Namen bekannt und geben
Von unſerem Berichterſtatter.
N. Moskau, 29. Aug.
„Rußland und der Zeppelinflug” — ſo ſollte es eigentlich
des, iſt ein Begriff zudem, der einen beſtimmten Klang hat, der
auf drei, ferner mit dem ungariſch=rumäniſchen Optantenſtreit, in den diplomatiſch=politiſchen Sprachenſchatz übergegangen iſt.
Moskau kann einerſeits mit „Kreml”, andererſeits mit „
Bolſche=
wismus” interpretiert werden. Es iſt die uralte Metropole dieſes
unendlich weiten Landes, von der aus es politiſch beherrſcht und
nach kommuniſtiſchen Grundſätzen bearbeitet wird. Während der
Zeppelinflug eine Sache des Volkes, des ganzen ruſſiſchen Volkes
war. Und erſt die Unart der Kommentierung durch
bolſchewiſtiſche Parteiorgane und die — zumindeſt!
— Taktloſigkeit in der Berichterſtattung eines deutſchen
Ver=
treters droht ſie zu einer Angelegenheit des Kreml, zu einer
Moskauer Sache zu machen.
Dem Start in Friedrichshafen waren natürlich die
ent=
ſprechenden Verhandlungen mit den Sowjetbehörden
voran=
gegangen. Wir wiſſen nicht, ob das beſtehende
Luftfahrtabkom=
men zwiſchen Deutſchland und der Sowjetunion auch deutſchen
Zeppelinen das Ueberfliegen ruſſiſchen Gebietes ohne weiteres
geſtattet. Die freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen beiden
Ländern, die Förderung, die die Sowjetregierung jedem
tech=
niſchen und kulturellen Fortſchritt angedeihen läßt, und nicht
zu=
letzt die Ausſichten, die ſich auch Rußland durch die geplante
Errichtung einer ſtändigen Luftſtrecke Berlin—Tokio verſpricht,
ließen natürlich eine negative Stellungnahme der
Sowjetbehörden von vornherein ausſchalten. Im
Gegen=
teil: man machte auch hinter den Kremlmauern gar keinen Hehl
daraus, daß man die Ehre des ſeltenen Beſuches zu ſchätzen
wiſſe, daß man dem fliegenden Ungeheuer alle Hilfe bieten werde
und auf das noch nie geſehene Schauſpiel geſpannt ſei. Und wie
geſpannt man war, das bewieſen die ungezählten Stunden
frucht=
loſen Wartens der Bevölkerung in Städten und Dörfern,
be=
wieſen die Menſchenanſammlungen in Moskau ſelbſt. die Straßen
und Plätze in Mengen füllten, wie ſie nicht jedes Parteimeeting
in ähnlicher Zahl zu ſehen bekommt. Faſt ſtündlich wurden vom
Oſſoaviachim, der Geſellſchaft der Freunde der Luftfahrt,
Be=
richt: über den jeweiligen Stand des Luftkreuzers ausgegeben,
vor den Redaktionen der Sowjetblätter ſtaute ſich die Menge, und
die Begeiſterung über den Fortſchritt äußerte ſich in immer neuer
Bewunderung der Technik „dieſes verfl. Deutſchen”, der ſich durch
keine Kriegsniederlage unterkriegen ließ und noch immer der
Welt zeigte, was er kunn. Gibt es eine ehrlichere Bewunderung
deutſcher Größe als dieſes :„Dieſer verfluchte Deutſche‟? Oder
als das Unternehmen jenes Arbeiters, der mit Kind und Kegel
das Dach ſeines Hauſes erſtiegen und ſich auf ein ſo langes
Warien eingerichtet hatte, daß er gleich auch den Samowar
mit=
nahm, um ſich die Wartezeit durch das traditionelle Teetrinken
zu verkürzen? Oder als die beſondere Schlauheit eines anderen
von der Kultur nur halb Beleckten, der, um das Luftſchiff auch
ja zu erſpähen, einen Kirchturm erklommen hatte mit — einem
rußgeſchwärzten Scherben in der Fauſt, im Eifer den
Zeppe=
lin mit einer Sonnenfinſternis verwechſelnd?
— Einen Weſteuropäer muten dieſe Bilder nahezu grotesk an.
Man lache aber nicht. Das Empfinden dieſes letzten „
Sonder=
lings”, wie ihn die „Prawda” biſſig nennt, iſt ſymboliſch. Der
ruſſiſche Bauer ſieht in dem Luftſchiff den Ausdruck einer
elemen=
taren Größe, ſieht in der weiten ruſſiſchen Provinz in ihm eine
übernatürliche Schöpfung, die, wenn nicht vom Teufel,
dann — mindeſtens unmittelbar vom lieben Gott kommt. Und er
bekreuzigt ſich und bereut ſeine Sünden, während der ſilberne
Rieſenfiſch ſeine Kreiſe zieht. Mittelalter? Vielleicht. Aber
zu=
gleich im Unterbewußtſein eine Anerkennung der
eige=
nen Rückſtändigkeit und eine um ſo glühendere
Bewunderung deutſchen Schöpfergeiſtes.
Von ähnlichen Bildern aus der endloſen ruſſiſchen Provinz
iſt die Preſſe voll. Mit einem Gemiſch von Spott und — Aerger.
Denn nur wenige der größeren ruſſiſchen Städde bekamen das
Luftwunder zu ſehen, und ſelbſt Moskau, deſſen Fabrikſirenen
ſchon ſozuſagen Luft geſchöpft hatten, um mit dem
Begrüßungs=
heulen zu beginnen, hatte vergebens den Hals gereckt. Betrübt
und unſagbar enttäuſcht zerſtreuten ſich die Maſſen erſt langſam,
als von dem Oſſoaviachim und der deutſchen Botſchaft
wieder=
nicht leicht haben wird, ſelbſt dieſen um 8 Monate hinaus= holt verſichert wurde, daß das Luftſchiff bereits weit über der
Hauptſtadt hinaus ſei, daß Dr. Eckener wegen der
Sturm=
gefahr leider Moskau keinen Beſuch abſtatten
konnte. — Was war geſchehen? In einem offiziöſen Bericht
der Swjetregierung wurde zugegeben, daß der Kursänderung
durch die Luftſchiffleitung eine Verſtändigung mit der Regierung
vorangegangen war. Danach hat ſie ſich aus Gründen der
Brenn=
ſtofferſparnis gezwungen geſehen, ihre urſprüngliche Abſicht,
Mos=
kau zu überfliegen, zu ändern, da infolge der dort herrſchenden
wwidrigen Winde die Berührung Moskaus die Gefahr eines
ihm dadurch manchen Anknüpfungspunkt. Hier finden auch die
lebens=
geſchichtlichen Angaben über noch lebende Verfaſſer ihren Platz. Dieſe
Anmerkungen ſind das geiſtige Band, das die zahlreichen
Einzeldarſtel=
lungen zu einem Geſamtbild verknüpft; ſie verleihen dem Buch
bleiben=
den wiſſenſchaftlichen Wert.
So iſt ein Quellenwerk entſtanden, wie es keine andere heſſiſche
Schule beſitzt. Es gibt in nahezu lückenloſer Folge ein getreues Abbild
des Schülerlebens des Darmſtädter Gymnaſiums von der Mitte des
18. Jahrhunderts bis zur jüngſten Gegenwart. Es enthält für die ältere
Zeit alle erreichbaren Schülererinnerungen ehemaliger Darmſtädter
Gymnaſiaſten, und für die Zeit von der zweiten Hälfte des 19.
Jahr=
hunderts ab bietet es allen jetzt noch lebenden Schülergenerationen eine
Daxſtellung, an die ihre eigene Erinnerung anknüpfen kann.
Dieſe Schulerinnerungen zeigen, wie die Schule auf ihre Schüler
eingewirkt hat, wie ſich das Gymnaſium in der Vorſtellung ſeiner
Schü=
ler widerſpiegelt. Sie ſind Quellen für die Geſchichte des Gymnaſiums
im allgemeinen und des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums im beſonderen,
und ſie bieten zugleich wertvolle Anregungen auf dem Gebiet der
päda=
gogiſchen Pſychologie. Aber ſie haben außerdem auch Bedeutung für
die Geſchichte der Stadt Darmſtadt und des Heſſenlandes überhaupt,
denn große weltgeſchichtliche Ereigniſſe bilden oft den Hintergrund für
die einzelnen Erzählungen.
Die Diltheykaſtanie” iſt in der Tat eine „ſchöne und
ſinn=
reiche‟ Feſtgabe zur Jubelfeier des Gymnaſiums. Sie wird nicht nur
den früheren Schülern der Anſtalt willkommen ſein, ſondern auch einem
jeden, der Sinn hat für Schulgeſchichte und Kulturgeſchichte,
Familien=
geſchichte und Ortsgeſchichte, viel Anregendes und Neues bieten. Möge
das wertvolle, 595 Seiten ſtarke, reichilluſtrierte Buch viele Leſer
finden. (Preis 4,50 Mk., zu haben im Ludwig=Georgs=Gymnaſium.)
Gebrauchsgraphik. International Advertiſing Art. Juli 1929.
Her=
ausgegeben von Profeſſor H. K. Frenzel. Illuſtrationsdruck und
Verlag.
Der im Zeichen des Reklamekongreſſes ſtehenden Welt will dieſes
beſonders reichhaltig ausgeſtattete Heft der Gebrauchsgraphik dienen.
Weniger durch Worte tut ſie das, fondern durch geſchickte
Zuſammen=
ſtellung prägnanter typiſcher Reklamebilder. Die Ausleſe und
Kom=
bination iſt derart klug getroffen, daß es ſchwer ſein dürfte, zwiſchen
dem „Text” und dem „Inſeratenteil” zu trennen. Vielmehr möchte man
das ganze Heft als eine gelungene Illuſtration des Zuſtandes der
Re=
klame unſerer Zeit bezeichnen. Ueber Sinn und Zweck der Reklame iſt
in dieſen Wochen von allerlei Seiten Verbindliches und Wertvolles
ge=
ſagt worden. So ſei zu dieſem Heft nur dies noch bemerkt, daß es dem,
der pſychologiſchen und ſoziologiſchen Gegebenheiten und Bedingtheiten
nachſpürt, reichſtes Anſchauungsmaterial bietet, das nur darauf wartet,
von kundiger Seite einmal bearbeitet und ausgeſchöpft zu werden.
In=
dem eine Reihe von Reklamebildern der verſchiedenen Völker
zuſammen=
geſtellt ſind, bietet ſich Gelegenheit zu eingehenden
völkerpſychologi=
ſchen Studien, die nicht nur zu klaren und ſicheren Erkenntniſſen führen,
ſondern die zugleich dadurch dem Verſtändnis für andere Völker dienen
und damir — denn Verſtändnis iſt notwendige Vorausſetzung — der
Verſtändigung. Damit wäre das erreicht, was zu wiederholtenmalen
von allen Seiten auf dem Reklamekongreß in Berlin verkündet wurde.
W. Ach.
Seite 4
Samstag, den 31. Auguſt 1929
Nummer 241
übermäßigen Gasverbrauchs und damit einer
Not=
landung irgendwo in der ſibiriſchen Einöde bedeutet hätte.
Aer=
gerlich zwar und mit dem Gefühl, um einen noch nie erlebten
Genuß gekommen zu ſein, aber fataliſtiſch ergeben, zerſtreuten ſich
die Maſſen wieder. Und niemand wäre auf den Gedanken
ge=
kommen, „genasführt” worden zu ſein, wenn — es der „Prawda‟
nicht vorbehalten geblieben wäre, nach „anderen Motiven für
den ſeltſamen Entſchluß” Dr. Eckeners zu forſchen. In einem
ellenlangen Aufſatz „unterſucht” das Blatt die „Frage, warum
das fliegende Wunder der deutſchen Technik” nicht die ruſſiſche
Hauptſtadt überflogen hat und ſagt dabei nicht nur Eckener
per=
ſönlich, ſondern auch dem deutſchen Volk ſoviel
Liebenswürdig=
keiten, daß die ganze ruſſiſche Hilfsbereitſchaft in einem anderen
Lichte erſcheinen würde, wenn man die gehäſſigen Ausfälle ernſt
nehmen oder ſie gar als Auffaſſung der amtlichen ruſſiſchen
Kreiſe anſehen wollte. Nicht nur auf die „kläglichen
deut=
ſchen Imperialiſten ohne Imperium, die
Mili=
tariſten ohne Heer und die Koloniſatoren ohne
Kolonien” werden ganze Kübel kommuniſtiſchen Haſſes
aus=
geſchüttet, auf dieſe Imperialiſten, von denen die ganze Welt
wiſſe, daß ſie Hungerleider ſeien, die ſich eigentlich nur mit
frem=
den Federn ſchmückten, da ihre ganze Luftfahrt ja den
Amerika=
nern gehöre, für die ſie jahrzehntelang arbeiten müßten — auch
das „freche adlige Benehmen” eines Eckener findet die gebührende
kommuniſtiſche Würdigung. Er habe bewußt die Ueberfliegung
Moskaus vermieden, und zwar aus Gründen, die mit techniſchen
Erwägungen nicht das mindeſte zu tun hätten, die vielmehr rein
politiſcher Natur ſeien. — Warum über Nacht dieſe plötzliche
Meinungsänderung? fragt man verwundert. Was hat Eckener
verbrochen, das ihm ſo gründlich die Sympathien der Ruſſen
wieder entziehen konnte? Die Gründe will das Blatt aus
Ber=
liner Berichten erhalten haben, und es erweiſt ſich, daß
Unvor=
ſichtigkeit eines deutſchen an Bord befindlichen
Berichterſtatters dem Blatt — wenn ſeine Darſtellung au
Wahrheit beruht — dieſe Unterlagen für ſeine gehäſſigen
Aus=
fälle geliefert hat. Dieſer Preſſevertreter ſoll eine Darſtellung
gegeben haben, wonach die Fahrtteilnehmer „zufrieden ſeien, daß
ſie Moskau nicht geſehen und lediglich unverfälſchtes ruſſiſches
Land überflogen hätten, dem noch nicht der Stempel des
Bol=
ſchewismus aufgedrückt ſei‟. Derſelbe deutſche Vertreter ſoll auch
die Fabel von den angeblich mitgeführten ſchweren Waffen
er=
zählt haben, ſo von Maſchinengewehren, „die für beſondere
Zwecke, und zwar nicht nur für die Bärenbekämpfung bei einer
etwaigen Notlandung” beſtimmt ſeien. Es kann aber dem
be=
treffenden Verlag überlaſſen bleiben, ſich mit der „Prawda”
dar=
über auseinanderzuſetzen. Was indeſſen eine Angelegenheit
aller Deutſchen iſt, das iſt die Art, wie das bolſchewiſtiſche
Blatt dieſe Dinge gegen Eckener und ganz Deutſchland
aus=
ſchlachtet. Dies um ſo mehr, als es die Schlußfolgerung zieht,
der ſich auch das offizielle Organ der Sowjetregierung, die
„Isweſtija” anſchließt, daß es nämlich ſchließlich doch
von dem guten Willen der Sowjetbehörden
ab=
hängt, ob die projektierte Luftſtrecke Berlin—
Tokio zuſtandekommt. Denn, ſo heißt es dort, wenn es
den Sowjets paſſen werde, werde jeder deutſche Flieger in
Mos=
kau ſeine auch noch ſo kühnen Flüge unterbrechen und vor dem
Kreml den Hut ziehen müſſen.
Man ſoll daraus gewiß noch keinen diplomatiſchen
Zwiſchen=
fall oder auch nur die wirkliche Gefahr einer ruſſiſchen Störung
der deutſchen Luftverkehrspläne erblicken. Denn es liegen, wie
geſagt, untrügliche Zeichen dafür vor, daß die Sowjets
einen Anſchluß an die kommende größte und
kühnſte Luftſtrecke der Welt warm begrüßen
wür=
den. Aber in den Zeppelinflug über Rußland hat ſich damit
ein Mißton eingeſchlichen, der im beiderſeitigen Intereſſe beſſer
hätte vermieden werden können. Er iſt von einer Sache des
ruſſiſchen Volkes, die durch die Grandioſität des Erlebens
gekenn=
zeichnet wäre, zu einer Angelegenheit geworden, der der Kreml
ſein ſpezielles Intereſſe zuwendet, und die er unter einem
be=
ſtimmten, durch Voreingenommenheit gezeichneten Geſichtspunkt
betrachtet. Dieſe Feſtſtellung hindert aber nicht, daß von
deut=
ſcher Seite energiſch gegen derartige Verunglimpfungen des
deut=
ſchen Volkes und ſeiner Helden Front gemacht werden muß.
Dr. Eckener in Lakehurft. Nen York und Waſhingkon.
Lakehurſt, 30. Aug.
Dr. Eckener wurde von der begeiſterten Menge förmlich
be=
ſtürmt. Auf die Frage, wie lange er im ganzen in der Luft war,
erklärte Dr. Eckener: 288 Stunden. Er ſprach ſeinen Dank für
den wunderbaren, herzlichen Empfang aus, den er in Amerika
ge=
funden habe. Das Luftſchiff durchfuhr glatt jedes Wetter, nicht
ein einziges Mal auf dem ganzen Fluge ſetzten die Motoren aus.
Von den 89 Stunden des Pazifikfluges flog das Luftſchiff 60
Stunden durch ſo dicken Nebel, daß man nur ſelten Himmel und
Waſſer ſah. In Zukunft iſt für Langſtreckenflüge von Luftſchiffen
eine Verbeſſerung des Wetterdienſtes notwendig. Richardſon
und Commander Roſendahl wechſelten ſich in der Unterſtützung
der Zeppelin=Navigatoren während der Amerikafahrt ab. Dr.
Eckener nahm die Einladung der Stadt New York zum Empfang
und Lunch am Freitag an. Er flog am Donnerstag nach
Waſhing=
ton, wo ihn Präſident Hoover empfing, und kehrte am Freitag
früh wieder nach New York zurück. Die ſieben Mitglieder der
Beſatzung, die zur Erleichterung des Luftſchiffes in Los Angeles
ausgeſtiegen waren, trafen in Lakehurſt am Donnerstag mittag
ein. Sie waren zwei Tage im Flugzeug und zwei Nächte in der
Eiſenbahn gefahren. Wie hier verlautet, wird der „Graf
Zeppe=
lin” nach ſeiner Rückkehr nach Friedrichshafen eine neue Hülle
erhalten, da Dr. Eckener mit der jetzigen nicht mehr ganz
zu=
frieden iſt.
von ungeheurem Jubel ergriffen. Alle Dächer, Fenſter,
Wolls=
kratzer und Straßen waren voll Menſchen, die ununterbrock
„Hurra!” riefen und Ladungen von Papierſchnitzel aus Hu
Fenſtern warfen. Währenddeſſen ertönten ununterbrochen f0
Sirenen der Dampfer. Der Feſtzug erreichte um die Mitta,
ſtunde das Rathaus, wo eine rieſige Menſchenmenge wartg
Die Truppen bildeten eine Front vor dem Rathaus, währe=
Dr. Eckener in Begleitung des Polizeipräſidenten Wahlen
unr=
den Klängen des Deutſchlandliedes und der amerikaniſchen R.
tionalhymne im Rathaus eintraf. Oberbürgermeiſter Walker mu
ſeine Mitarbeiter gingen Dr. Eckener entgegen und entboten
ih=
den Willkommengruß der Stadt New York. Walker erklär
„Ich heiße Sie im eigenen Namen und im Namen der Ste=)
und der ganzen Bevölkerung New Yorks willkommen.‟ Darau,f
überreichte er Dr. Eckener eine Ehrenurkunde. Dr. Eckener dan-/
Oberbürgermeiſter Walker und der Stadt für den glänzend
Empfang in New York und in ganz Amerika. Beide Red
ſpurden durch Rundfunk weitergegeben. Damit war die Feier
Rathaus beendet. Die Teilnehmer fuhren in Autos in Begl
tung von Militär und berittenen Schutzleuten in einem
Triumt=
zuge ohnegleichen den ganzen Brogdway hinauf. Ueberall wo
teten rieſige Menſchenmaſſen, deren Begeiſterung keine Grer
kannte, als der Zug vorbeikam. Der Zug ging weiter zum Ho=
„Aſtor” wo ein rieſiges offizielles Feſteſſen zu Ehren Dr. Ec
ners und ſeiner Begleiter ſtattfand, an dem ſämtliche führem
Leute New Yorks teilnahmen.
Abflug des „Graf Zeppelin” Samstag um Mikkerngs
Begeiſterker Empfang Dr. Eckeners in New York.
Dr. Eckener und die Zeppelinleute wurden in New York
ungeheuer ehrenvoll empfangen. Eckener traf mit einem
Extra=
zuge in Hoboken ein, von wo er mit dem New Yorker Schiff
„Macon” abgeholt und zur Batterie gebracht wurde. Dort
er=
wartete ihn der Feſtzug der amerikaniſchen Truppen und der
Polizeikorps. — Während das Luftſchiff „Los Angeles”. New
York umkreiſte, ſetzte ſich die Parade in Bewegung. Die Truppen
marſchierten voran, dann folgten die Schutzleute und hinter ihnen
in Autos Dr. Eckener und ſeine Leute. Ganz New York war
Vor der Abfahrt nach Waſhington erklärte Dr. Eckener
Lakehurſt noch, er möchte beſondere Dankesworte ausſprechen
die Unterſtützung, die ihm die amerikaniſche Regierung, beſonde
das Marineamt, gewährte. Dieſe Unterſtützung bedeutete mer
als in Worten auszudrücken ſei. Er habe einen tiefen Eindry
empfangen von dem intenſiven Intereſſe, das das amerikaniſst
Volk jetzt der Leichter=als=Luft=Frage entgegenbringe. Vor zu.
Jahren ſei dieſes Intereſſe noch nicht ſo ſtark geweſen. Dama
waren noch viele ſkeptiſch, aber nach dieſem Weltflug ſei d.
Luftſchiff zur Geltung gekommen. Der Abflug werde am Sam=re
tag um Mitternacht erfolgen. Leutnant Richardſon erklärte,
Höchſtgeſchwindigkeit des Zeppelins auf dem Pazifik=Fluge ha n/
176,765 Kilometer betragen, und das Luftſchiff habe den größt=
Teil der Pazifikſtrecke in 2000 Meter Höhe zurückgelegt.
Die Empfangsfeierlichkeiken für „Graf Zeppelin”
in Friedrichshafen.
Die Vorbereitungen für den Empfang des Luftſchiffes „Gr.
Zeppelin” in Friedrichshafen werden von der württembergiſchsi
Staatsregierung und der Stadtverwaltung Friedrichshafen 9
meinſam getroffen. Wer als Vertreter der Reichsregierung 5
den Empfangsfeierlichkeiten nach Friedrichshafen kommen wir
ſteht noch nicht feſt. Um der Beſatzung und den Paſſagieren na
der Ankunft Ruhe zu gönnen, werden bei der Landung nur einie
kurze Begrüßungsanſprachen gehalten werden. Die eigentlichs
Empfangsfeierlichkeiten finden an dem auf die Landung folgen
den Tage im Rahmen eines Frühſtücks im Kurgartenhotel ä
Friedrichshafen ſtatt.
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ſammer 241
Samstag, den 31. Auguff 1929
Seite 5
Aus der Landeshauptſtadk.
Darmſiadt, 31 Auguſi.
Unſer verſchonerungsverein.
ſechsundſechzig Jahre ſind es her, da er gegründet wurde. Aus
gbſBerufsklaſſen kamen begeiſterte Anhänger für die Sache. Galt
es/h nicht nur die Stadt ſelbſt mit Grünanlagen zu ſchmücken,
ſon=
mirch die heirlichen Wälder der Umgebung für die Allgemeinheit
zäglich zu machen. Aber nicht nur den Einheimiſchen ſollte für
und Herz nach der alltäglichen Berufsarbeit Erholung geboten,
auch für die Fremden Anziehungspunkte geſchaffen werden; kurz,
uchte Freunde für unſere ſchöne Hauptſtamt zu werben. Vielleicht
die vielen, hier im Militärdienſt tätigen Offiziere aus dem Flach=
Norddeutſchlands mehr Bewunderung für unſere Wälder — ſei
Felddienſte, ſei es auf der Jagd —, für das ihnen fremde
Land=
uröild, als viele unſerer Einheimiſchen, die in dieſer ſchönen Gegend
„etvorden waren. So ſind unſere Landsleute in Rheinheſſen treue
jeſper des ihnen in der Hauptſache doch fremden Waldbildes; unter
kennen wir treue Anhänger des Odenwaldklubs. Ein Blick auf
Generalſtabskarre zeigt uns, daß zu vier Fünfteln Darmſtadt
Vald umgeben iſt; nur nach Norden öffnet ſich der Waldgürtel.
ſiſend von der Täubcheshöhle nach Süden hin faſt ohne
Unterbre=
geſchloſſener Nadelwald auf Sand ſtockt, finden wir über die
wgShöhe hinweg nach Oſten bis nach dem Einſiedel prächtige
Laub=
wngen, reinen Buchenwald wie auch Miſchbeſtände von Buchen,
Birken uſw. mit Nadelholz, darunter herrliche Lärchen und auch
s Amerika eingeführte flott wachſende Douglaſie, z. B. am
Südoſt=
wg des Herrgottsberges (auf Uralith=Diabas). Je nach dem
Stand=
ranit, Diabas, Rotliegendem, Sanddünen uſw.) wechſelt das
Wald=
cin lehrreiches Gebiet für den Forſtmann, Geologen und Botaniker.
Sie aus der Geſchichte des Vereins hervorgeht (vgl. das Heft „50
„Arbeit, 1863—1913”), lag das Arbeitsfeld in erſter Zeit im
Stadt=
cſelbſt. Da wurden Straßen und Plätze mit Anlagen und
Baum=
i geſchmückt; den Aelteren iſt noch in Erinnerung, wie troſtlos
93 früher in der Reſidenzſtadt ausſah. Unſere Landesherren, von
Lueürg III. und IV bis Ernſt Ludwig, nahmen lebhaftes Intereſſe an
ſ Arbeiten. Ich erinnere nur an die Baumpflanzungen am Alten
Bſthof. am Baſſinteil, an der Annaſtraße (Sophora japonica, die
lei=
deten dem oberen Straßenteil gefallen ſind), an der Heinrichſtraße
Shren), am alten Eberſtädter Weg, am Infanterie=Exerzierplatz,
ari Kaſtanienallee nach der Ludwigshöhe, am Weg nach der Kraft=
—uan dem Martinspfad, am Luiſenplatz, an der Neckarſtraße, an der
Rüettraße, an der Schloßgartenſrraße, an der Wilhelminenſtraße und
a=y Innerhalb der Stadt trat allmählich die Stadtverwaltung in
munnenswerter Weiſe in die Fußſtapfen des Vereins. Deſſen
Mit=
zzahl wuchs unter der hervorragenden Leitung des Herrn Geh.
WSSusrat Wilbrand außerordentlich. Er verlegte die Tätigkeit des
Vchs in die Waldungen der Stadt. Er kannte im Walde jeden Baum,
wir die Waldbeſucher zahlreiche Bänke aufſtellen, Schutztempel
er=
ricit, Quellen faſſen u. dal. mehr. Hoffen wir, daß unſer das
Allge=
mneriwohl fördernde Verein in ſeinem Sinne weiterarbeitet zur Freude
ttei
allber Darmſtädter Einwohner. Er kann das aber nur, wenn ihm die
kokichshyf Mxu dazu an die Hand gegeben werden. Mögen daher unſere
ſeit=
chSregierm hexun Mitglieder uns treu bleiben und neue in den Verein eintreten!
kommen
Dr. Walther.
ngiene
Ernannt wurden: am 14. Auguſt der Kanzleigehilfe beim
Amts=
dung mu
Die eigen ge rit Alzey Karl Corell zum Kanzliſten, der Kanzleigehilfe beim
Ladung /LaLiszuchthaus Marienſchloß Heinrich Rühl zum Kanzliſten —
beyumit Wirkung vom 1. September 1929.
* In den Ruheſtand verfetzt wurde am 24. Auguſt der Lehrer an
den ſolksſchule zu Weiterſtadt (Kreis Darmſtadt) Jakob Seeger auf
ſein lachſuchen mit Wirkung vom 1. September 1929 an. — Auf Grund
des Ertikels 14 des Polizeibeamtengeſetzes vom 31. März 1928 tritt der
Krtmalſekretär Wilhelm Rau zu Lampertheim mit Wirkung vom
1. Nember 1929 in den Ruheſtand.
Heſſiſches Landestheater Darmſtadt. Erſtaufführung
„Ne es vom Tage” im Landestheater. Der Komponiſt Paul
Hin=
de it wird bei der am Mittwoch, 11. September, im Großen Haus des
Lan)stheaters ſtattfindenden Erſtaufführung ſeiner Oper „Neues vom
Tcy (Muſikaliſche Leitung: Dr. Karl Böhm, Inſzenierung: Arthur
Man Rabenalt und Wilhelm Reinking) perſönlich zugegen ſein. Den
Tartzu „Neues bom Tage” ſchrieb der bekannte Revue=Librettiſt
Mar=
cel—; Schiffer. „Neues vom Tage” iſt keine komiſche, vielmehr eine
lufig, ins Parodiſtiſche ſich ſteigernde Muſizieroper. Der Stil der
Pakſur bildet eine Fortentwicklung der ſich in den letzten Jahren mehr
un rehr verdichtenden konzertanten Schreibweiſe Hindemiths. Wenige
Stämen, oft nur zwei Inſtrumente, vollführen, von einei melodiſch
um hhthmiſch aus dem Vollen ſchöpfenden Phantaſie angetrieben, ein
kar=rrmuſikaliſches Bewegungsſpiel, in dem jede Szene wieder zu einer
gewſfen thematiſchen Einheit gebracht iſt. In dieſer geiſtigen
Sou=
veantät, die zugleich auch den poſſenhaften Stoff auf eine höhere
EEn hebt, liegt das Zwingende der Muſik. Die Oper „Neues vom
Tax wurde unmittelbar nach der erfolgreichen Berliner Uraufführung
vox 5 Bühnen des Reiches zur Aufführung erworben. Das Heſſiſche
Landstheater bringt „Neues vom Tage” als erſte Bühne nach Berlin
zux Lfführung.
Sinfoniekonzerte im Landestheater 1929/30. Im
Konzertpro=
grem der neuen Spielzeit ſind von Romantikern Carl Maria von
Wler mit ſeiner hier zum erſtenmal zur Aufführung gelangenden
Outxtüre „Beherrſcher der Geiſter” und Robert Schumann mit
dem Konzert für Violoncello und Orcheſter” vertreten. Von Guſtav
MYIler wird die längere Zeit nicht mehr geſpielte „Erſte Sinfonie”,
vonſax Reeger deſſen ebenfalls einige Jahre nicht mehr
gehör=
ters Pariationen über ein Thema von Hiller” und eine „Soloſonate
für sioloncello” aufgeführt.
* Die Photoſchau im Landesmuſeum, die erſte in Darmſtadt, welche
mann und zeitgemäß genannt zu werden derdfent und damit die
ſeiseit vom Gewerbemuſeum veranſtaltete hiſtoriſche Photoſchau
er=
gänſ und fortführt, geht ihrer Fertigſtellung entgegen und wird
decusſichtlich am 8. September eröffnet. Ueber 300 zum
grrfn Teil großformatige Aufnahmen werden die Ausſtellungsräume
des uofeſtichkabinetts einnehmen. Statt der üblichen, Querſchnitte
ra, lediglich drei beſonders ſtarke und miteinander kontraſtierende
Pleat)raphencharaktere auf: Nenger mit ſeiner Natur und Technik,
cder Smiſſen mit ſeinen Reproduktionen nach Kunſtwerken
zesgirt, Collmann mit ſeinen pſyc ologiſch intereſſanten
Porträt=
reig.
* Darmſtädter Künftler auswärts. Lene Berdolt, von ihrem
ma mihrigen Engagement am hieſigen Landestheater noch in
Erinne=
ru.5 zurzeit Ballettmeiſterin am Stadttheater in Mainz, wurde in
gielitr Eigenſchaft für die neue Spielzeit von Direktor Anton Kohl an
da iſtmärkiſche Landestheater in Stendal verpflichtet. Die an
der=
ſeLBühne tätige Opernſoubrette Felicia Guttmann wurde
Se kommende Spielzeit wieder verpflichtet.
Deutſchnationaler Handlungsgehilfen=Verband, Ortsgruppe
Darm=
ſag. Zum Kreistag des Kreiſes 3 in Offenbach am Sonntag, den
lEitember, fahren die Darmſtädter Kollegen mit dem Zug 7.55 Uhr
aus Euotbahnhof mit Sonntagskarte dritter Klaſſe nach Frankfurt. Ab
Oa=Anit der Straßenbahn nach Offenbach. Zu dem nachmittags 3.30
Un eginnenden 30. Stiftungsfeſt der Ortsgruppe Offenbach mit
an=
ſſtileen dem Feſtball iſt für uns der Eintritt frei. Wir bitten die
Kol=
ſeclhaft um zahlreiche Beteiligung.
*Berſchönerungsverein. Am Donnerstag fand eine
Vorſtands=
ung des Verſchönerungsvereins ſtatt, in der beſchloſſen wurde, in
De kichſten Zeit eine Generalverſammlung einzuberufen, um
Dean Laufe der letzten Jahre etwas in Vergeſſenheit geratenen
Ver=
ſE ſrungsverein wieder en neuem Leben zu bringen. Zu gegebener
9 Turd über die weiteren Verhandlungen berichtet werden.
Kirchengeſangverein der Stadtkirche. Die regelmäßigen Pro=
Hbe ginnen wieder am 3. September, abends, im Gemeinde=
9 Wgiesſtraße 17. Die Mitglieder des Chores werden zu
vollzähli=
e 4Erſcheinen herzlich eingeladen. Zugleich ergeht an die muſikaliſch
DeAer Gemeindeglieder aufs neue die dringende Aufforderung zum
Snit in den Chor, der vor großen Aufgaben ſteht. So Gott will,
WAdie Stadtkirche nach Vollendung der umfangreichen Erneuerungs=
* Aen am 1. Adsent wieder in Gebrauch genommen, und bei der Ein=
Eug sfeierlichkeit wird der Kirchenchor an verantwortungsvoller
Si mitzuwirken haben. Sollten da nicht alle, die dazu fähig ſind,
2 SJunſch haben, ihre Stimmen in den Dienſt dieſer Feier zu ſtellen,
ARbei zu ſein, wenn unſer altehrwürdiges Gotteshaus inn neuen
* Ende die feiernde Gemeinde in ſeine Mauern aufnimmt? Darum
ur der Verein zahlreiche Anmeldungen, um ſeine Aufgaben in
2PEer Weiſe löſen zu können. Der Dirigent des Vereins, Herr
SSarat Borngäſſer (Im Emſe: 17), und der derzeitige Vor=
D Herr Pfarrer Vogel (Stiftsſtraße 5), nehmen Anmeldungen,
E-) im Probelokal, Kiesſtraße 17, Dienstags, 8 Uhr, erfolgen
* n, jederzeit entgegen.
Zur Einweihung des denkmals für die 2. Abkeilung
des Feldarkillerie-Regimenks 61 in Babenhauſen
am 1. Hepkember.
Ueberſchüſſe aus Baummitteln für das Demkmal für die Heſſiſche
Ar=
tillerie in Darmſtadt und Beiträge der alten Kameraden haben es
er=
möglicht, der Babenhäuſer 6ler=Abteilung und ihren Toten auch in der
alten Garniſonſtadt ein Ehrenmal zu errichten. In maleriſcher
Ge=
gend, zwiſchen Schloß und Stadtmühle an der Gerſprenz, iſt es
er=
baut worden. Sein Entwurſ und die künſtleriſchen Arbeiten ſind das
Werk des hochbegabten jungen Babenhäuſer Pfarrersſohn Fritz Kehr.
Sein ſchönes Werk kündet auf mächtigen, zu einem ragenden Block
ge=
fügten Qundern, der vom Wahrzeichen der Artillerie, der flammenden
Granate, gekrönt wird, die Ruhmestaten der ſtolzen 6ler=
Haubitz=
batterien, und erinnert an die einſtige, heute ſo ſchmerzlich vermißte
Garniſon im alten Babenhauſen. Sauberſte Steinmetzarbeit der Firma
Hock harmoniert mit der Leiſtung des Künſtlers.
Viele Hunderte alter Soldaten aus allen Teilen Heſſens und auch
von fern her haben ſich zur Weihe bereits jetzt angeſagt, und aus den
Hunderten werden wohl mehrere Tauſend werden, wenn das Wetter
günſtig bleibt. Faſt alle Babenhäuſer und viele fremde Vereine wollen
beim Feſt erſcheinen. So deutet alles darauf hin, daß die Feier das
wird, als was ſie gedacht iſt: ein Kameradſchaftsfeſt, ein machtvoller
Beweis des Verbundenbleibens unſeres Volkes mit ſeinen ſtolzen
Ueber=
lieferungen und dem alten Heere, ein Tag dankbarer Erinnerung an
die Ruhmestaten der heſſiſchen Artillerie und in alle die, die ihr Leben
ließen für unſeres Vaterlandes Größe und Beſtand.
— Landesbibliothek. Neue Erwerbungen Auswahl, vom
2. September an auf 14 Tage zur Anſicht im Leſeſaale aufgeſtellt:
Emil Abderhalden: Handbuch der biologiſchen Arbeitsmethoden, Abt. IV,
Teil 8, 2, Berlin u. Wien 1928; Hector Berlioz: Lebenserinnerungen,
2. Aufl., München 1929; Sophie Buxhoeveden: The life and tragedy
of Alexandra Feodorovna empreß of Ruſſia, London 1929; H. Heller:
Europa und der Fascismus, Berlin 1929; Alfred Aloyſius Horn:
Abenteuer an der Elfenbeinküſte, Leipzig 1928; A. Isbert: 30 Jahre
Auto, Frankfurt a. M. 1929: Die Kunſtdenkmäler von Niederbayern:
20, Bez.=Amt Bogen, München 1929: Leon Lichtenſtein: Grundlagen
der Hydromechanik, Berlin 1929; Das Frankfurter Parlament in Briefen
und Tagebüchern, herausgegeben von L. Bergſträßer, Frankfurt a. M.
1929; Rijks geſchiedkundige Publicatien, Bd. 24: N. Japikſe:
Cor=
reſpondentie van Willem III. en wan Hans Willem Bentinck,
SGraven=
hage 1928; Gg. Reismüller und Joſef Hofmann: Zehn Jahre
Rhein=
landbeſetzung, Breslau 1929; Mich. J. Reu: Dr. Martin Luthers
kleiner Katechismus, München 1929; Hans Schlieper: Das Raumjahr,
Jena 1929; Fritz Stier=Somlo: Reichsverſicherungsordnung,
Hand=
kommentar, 3. Aufl., München 1929; Germaniſche Studien, Heft 65 bis
39, Berlin 1929; Wiſſen und Wirken, Heft 54—58, Karlsruhe 1928/29.
— Zeitſchriften: Berichte der Deutſchen botaniſchen
Geſell=
ſchaft, 46. Jahrg. Bd. 46, Berlin=Dahlem, 1928; Jahrbuch für
Kinder=
heilkunde, 122, 123, 3. Folge, 72, 73, Berlin 1929; Jahrbuch des
Zen=
tralverbandes deutſcher Konſumvereine, 27. Jahrg., Bd. 1, Hamburg
1929: Deutſche Zeitſchrift für Chirurgie, 215. Bd., Leipzig 1929;
Zeitſchrift für Morphologie und Oekologie der Tiere, Bd. 13, Berlin
1929: Zeitſchrift des deutſchen Paläſtina=Vereins, 51. Bd., Leipzig 1928;
Zeitſchrift für Pſychologie und Phyſiologie der Sinnesorgane, 1. Abt.,
Zeitſchrift für Pſychologie, 109., 110. Bd., Leipzig 1929: Zentralblatt
für die geſamte Neurologie und Pſychiatrie, 51. Bd., Berlin 1929. —
Vom 16. September an verleihbar. Vormerkungen werden im
Leſe=
aal entgegengenommen.
DIRECTONDER
DiCONTO-GEtELLCHRFT
Filiale Darmstadt • Rheinstraße 14 Tel.-Sammel-Nr. 3550
Ausführung afler BanKmäßlgen Geschäfte (13582a
— Im Schloßmuſeum finden Führungen ſtatt am Sonntag um
11 und 11.30 Uhr vormittags und an allen Wochentagen um 11 und 11.30
Uhr vormittags, 3 und 3.30 Uhr nachmittags.
— Volksbühne. Die Mitglieder der Volksbühne haben Gelegenheit,
Samstag, den 7. September, 16 Uhr, und Sonntag, den 8. September,
10 Uhr, die Internationale Ausſtellung auf der Mathildenhöhe „Der
ſchöne Menſch in der neuen Kunſt” zu dem bedeutend
er=
mäßigten Preiſe von 50 Pfg. zu beſuchen. Kunſtmaler Alexander Poſch
hat ſich zur Führung in liebenswürdiger Weiſe zur Verfügung geſtellt.
Eintrittskarten ſind zu haben in der Geſchäftsſtelle der Volksbühne,
Eliſabethenſtraße 34 (Haus Alter).
— Die Wohlfahrtsſchule (ſoziale Frauenſchule) des Heſſiſchen
Diakonievereins, der bekanntlich in dieſem Soymer die ſtaatliche
Aner=
kennung erteilt worden iſt, eröffnet, wie aus dem Anzeigenteil
erſicht=
lich iſt, am 15. Oktober einen neuen Lehrgang. Anmeldungen werden
in dem Büro der Schule, Freiligrathſtraße 8, entgegengenommen.
— Orpheum. Braſilianiſches Kaleidoſkop. Zum morgigen Beginn
des Gaſtſpiels der exotiſchen Super=Revue im Orpheum
nach=
ſtehend eine Preſſeurteil der „Dortmunder Zeitung”: Alſo da ſetzt man
ſich hin und — iſt weg! Das am erſten Abend vollbeſetzte Haus iſt den
Exoten, der Fülle und dem „Tempo” (Tempo, Tempo!) nicht gewachſen,
wagt kaum einen Beifall, um nicht zu ſtören, ſtaunt, ſtaunt, ſtaunt!
Vom zarteſten Weiß, Berliner Pflanzen, bis zum ſatten Braun der
ge=
röſteten Kaffeebohnen des Vollblutnegers ziehen alle Schattierungen
fleiſchlich vorbei. 20 Girls, 40 Arme, 40 Beine und Beinchen, 40 Brüſte
und Brüſtchen, hei, wie das lacht und tollt und ſingt und ſpringt! Hei!
Wie das mit 40 Augen klappert, rollt und kullert! Und die Stars!
Bitte drei Ausrufungszeichen!!! Im Mittelpunkt Saſcha Morgowa,
eine prachtvolle Beſtie, in verführeriſchſter Menſchengeſtalt und
groß=
artiger Aufmachung. Weiter der fabelhafte Neger=Excentric und ſeine
wundervoll gefeſſelte weiße Partnerin; ein ſo ſeltener Genuß dieſe
bei=
den, daß ſich allein ihretwegen der Beſuch reichlich lohnt. 54 Nummern!
Vierundfünfzig in 2½ Stunden: Urwaldtänze, indianiſche Beil= und
Meſſerkünſte, Entkleidung in der Luft, dreſſierte Hunde, Schlangentanz,
indiſcher Fakir, Laſſo= und Peitſchenkünſte amerikaniſcher Gauchos,
Schattenſpiele, Marmorbilder, Caſanovas Liebesleben, exotiſche und
ero=
tiſche Tänze, ein deutſcher Humoriſt, ein italieniſcher Caruſo,
affen=
bevölkerte Palmen, elektriſcher Zweikampf, Feuerfreſſer, Lichtballett —
uſw. uſw. Die Schlußſzene, an der das außer Rand und Band geratene
Publikum tätig teilnahm, mußte vom Fleck weg viermal wiederholt
werden. Noch auf dem Marktplatz hörte ich die ſtürmiſch verlangte fünfte
Wiederholung und das Einſetzen der Muſik: Schönes Rio de
Ja=
neiro! Ein kunterbunt zuſammengewürfeltes Enſemble ausgeſucht
ſchöner junger Menſchen aller Herren Länder, glänzend eingeſpielt,
vol=
ler Schwung und Begeiſterung, mit ganz wenigen Ausnahmen auf
künſtleriſchem Niveau weit über dem Revue=Durchſchnitt ſtehend.
Son=
nige Freude, lachende Luſt, hervorragende künſtleriſch=artiſtiſche
Einzel=
leiſtungen, beſtechende Pikanterien, trotz aller Freiheit des Stoffes und
Knappheit der Stoffe keinen Moment die Grenze überſchreitend.
End=
lich mal eine Revue, die als Volltreffer zu werten iſt. (Siehe heutige
Anzeige.)
— „Milliarden, die verloren gehen”. Es wird uns geſchrieben: „Die
Gegenwart” des „Darmſtädter Tagblatts” vom 25. Auguſt weiſt mit
Rekt darauf hin, daß Roggenbrot bekömmlicher, geſünder und
nahrhafter als Weizenbrot iſt. In weiten Kreiſen der Bevölkerung
wird aber das billigere Roggenbrot, weil es eben billiger iſt, als das
Brot der armen Leute angeſehen. Dieſe Auffaſſung kam in Offenbach
vor einigen Monaten recht bezeichmend zum Ausdruck. Ein Kommuniſt
behauptete in öffentlicher Stadtverordnetenſitzung, die Erwerbsloſen
könnten kaum noch die Lebensmittel kaufen. Da meinte der
Ober=
bürgermeiſter, ſie möchten durch den Genuß von Roggenbrot ihre
Lebens=
haltungskoſten herabmindern. Damit ſtach er aber in ein Weſpenneſt.
Der Wortführer der Kommuniſten erwiderte ihm in großer Entrüſtung,
der Oberbürgermeiſter ſehe Weißbrot als das Brot der Beſitzenden an,
während ſich die Arbeitsloſen mit Schwarzbrot begnügen ſollten. Er
gab damit nur der landläufigen Meinung Ausdruck. — Es darf bei
dieſer Gelegenheit aber auch einmal geſagt werden, daß manche Bäcker
das Verbacken reinen Roggenmehles für unmöglich erklären. Will der
Städter ſolches Brot, ſogen. „Bauernbrot”, doch eſſen, und er wohnt
bei einem Bäcker, der Schwarzbrot nicht backt, ſo gerät er in eine
miß=
liche Lage. Es iſt auch ſchon unangenehm, wenn der Bäcker, der
über=
gangen werden muß, nur in der Nähe wohnt, weil man ihn beim
Bezug anderer Backwaren wieder aufſuchen muß. Es müßte in der
gegenwärtigen Notzeit aus volkswirtſchaftlichen Gründen jedem Bäcker
zur Pflicht gemacht werden, auch Noggenbrot zu backen.
Das elekkriſche Skoppzeichen bei Kraftfahrzeugen.
Man ſchreibt uns: In Ihrer Nummer 236 vom Montag, den
26. Auguſt 1929 behandelt Herr Ober=Ing. Gg. Hoffmann die Frage,
ob ein mechaniſches Stoppzeichen genügt, um die Vorſchrift des § 26
der Kraftfahrzeugverkehrsordnung zu erfüllen, wonach der Führer die
Abſicht des Stillhaltens anderen Pevſonen zu erkennen zu geben hat.
Herr Hoffmann erklärt das mechaniſche Stoppzeichen nicht für
aus=
reichend. Dieſer Anſicht kann nicht beigetreten werden. Stillhalten iſt
mehr als Bremſen und Langſamerfahren. Wenn der Führer alſo
be=
reits das Langſamerfahren anzeigt, ſo gur er damit mehr als die
Vor=
ſchrift verlangt. Wenn er aber mehr tut, erfüllt er damit auch das
geringere Erfordernis, das die Verordnung verlangt.
Es handelt ſich hier um die Auslegung einer geſetzlichen Vorſchrift,
alſo um eine reine Rechtsfrage, und nicht um eine Frage, die der
Beur=
teilung des Sachverſtändigen unterliegt. Es iſt nicht angängig, daß der
Automobilſachverſtändige die Entſcheidung hierüber in Anſpruch nimmt,
ſie muß vielmehr allein dem Gericht überlaſſen bleien.
Die Durchprüfung der Deutſchen Reichspoſt durch den
Reichs=
ſparkommiſſar iſt nahezu beendet. Vor kurzem hat der
Reichsſparkom=
miſſar ein Gutachten über den Poſtbetriebsdienſt vorgelegt, das eine
wertvolle Anerkennung der Vervaltungsarbeit der Deutſchen Reichspoſt
darſtellt. In dieſem Gutachten heißt es: „Die Durchprüfung des
Poſt=
betriebsdienſtes hat ergeben, daß es ſich dabei um einen Dienſtzweig
handelt, der ſeinen Auſgaben gerecht wird und den Anforderungen
einer wirtſchaftlichen Betriebsführung durchaus entſpricht.” In dem
weiteren Sondergutachten über das Kaſſen= und Rechnungsweſen der
Deutſchen Reichspoſt, das einen ſchwierigen und vielfältigen
Dienſt=
zweig darſtellt, faßt der Reichsſparkommiſſar ſein Urteil dahin
zuſam=
men: „In ſeiner Geſamtheit bietet das Kaſſen= und Rechnungsweſen
der Deutſchen Reichspoſt ein in ſich wohlgeordnetes und geſchloſſenes
Bild, das in vieler Hinſicht für die von der Reichsregierung erlaſſene
Reichskaſſenordnung richtunggebend geweſen iſt.”
— Bibelkurſus! Kommende Woche wird der vielen Darmſtädtern
von früher bekannte Bundesſekretär Wilh. Dornemann, in dem
Heime des Chriſtlichen Vereins Junger Männer, Alexanderſtraße 22,
Infanteriekaſerne, Hof links part., einen Bibelkurſus halten, der in
die ewigen Wahrheiten, die uns die Heilige Schrift gegeben hat, tiefer
hineinführen ſoll. Als Themata ſind vorgeſehen für Sonntag, den
1. Sept.: „Batte Jeſus auf Erden nur wenig Erfolg?” Montag, den
2. Sept.: „Hat Jeſus nur unter Ifrael gewirkt?‟ Dienstag, 3. Sept.:
„Ein ausgewählt Rüſtzeug Jeſu Chriſti”, Mittwoch, den 4. Sept.: „Ein
ausgewählt Rüiſtzeug Jeſu Chriſti” (Fortſetzung), Donnerstag, den
5. Sept.: „Der Apoſtel Programm und des Herrn Plan”, Freitag, den
6. Sept.: „Der Angriff des Herrn auf Europa”. Zu dem Kurſus iſt
jedermann freundlichſr eingeladen. Beteiligung an dem Bibelkurſus iſt
frei. Gäſte ſind willkommen.
— Unlauterer Wettbewerb? Man ſchreibt uns: In der vergangenen
Woche tagte in Eiſenach der Reichsverband deutſcher Photographen. Bei
dieſer Gelegenheit wurde auf die Tätigkeit einer Berliner Firma
Feigenbaum aufmerkſam gemacht, welche unter dem Motto:
„Deutſcher Photo=Werbedienſt”, an die Geſchäftsinhaber
des Kleinhandels ſich wendet, und als Zugabe bei Einkauf eines
ge=
wiſſen Betrages, „Gutſcheine für eine Gratis=
Photo=
graphie, verkauft‟ Es wird dringend gewarnt, dieſes
Geſchäfts=
gebaren durch den Ankauf ſolcher Zettel zu unterſtützen, indem
die Photographen=Innung ihren Mitgliedern das Anfertigen
von Gratisbildern nach Paragraph 10 ihrer Statuten bei Strafe
verbietet, ganz abgeſehen davon, daß die Ausgabe ſolcher Gutſcheine
gegen die guten Sitten, und das Geſetz wegen unlauteren Wettbewerbs
verſtößt. Es iſt auch undenkbar, daß der Kaufmann auf ſeine
Koſten, dem Kunden ein Geſchenk macht; es iſt vielmehr anzunehmen,
daß ſolche Angebote auf Rechnung des kaufenden Publikums geſchehen.
Deshalb Vorſicht vor dieſem — plumpen Geſchäftsmanöver !!! Es
wurde bereits in Köln, Hamburg uſw. die Ausgabe dieſer Bons
poli=
zeilich unterſagt.
— Durchführung von Bauten im Winter. Bei der gegenwärtigen
Lage des Arbeitsmarktes und den wenig ünſtigen Ausſichten für den
Winter erſcheint es in dieſem Jahre beſonders dringlich, die
Beſchäfti=
gung des Baugewerbes möglichſt weit in den Winter hinein
fortzu=
führen. Der Reichsarbeitsminiſter hat daher auch in dieſem Jahre bei
den Beſchaffungsſtellen des Reiches und der Länder und bei den
bom=
munalen Spitzenorganiſationen angeregt, öffentliche Bauten,
insbeſon=
dere Inſtandſetzungsarbeiten und Innenarbeiten bei Hochbauten, nach
Möglichkeit in den Wintermonaten durchzuführen. Die
Beſchaffungs=
ſtellen ſind gleichzeitig gebeten worden, über die Erfahrungen, die ſie
bisher mit der Durchführung von Bauten im Winter gemacht haben,
zu berichten.
p. Stadtrats=, Kreistags= und Provinzialtagswahlen. Am 17.
Novem=
ber 1929 ſind nach Bekanntmachung des Oberbürgermeiſters zu wählen:
48 Stadträte, 30 Kreistags= und 50 Provinzialtagsmitglieder.
p. Umſtellung ſtädtiſcher Gebühren auf Reichsmark. Die
Gebühren=
ſätze in Baupolizeiſachen (Bekanntmachung vom 2. Oktober 1924), für
Benutzung von Straßen und Plätzen zu Bauzwecken (Bek. vom 27.
Oktober 1924), den Wochenmarkttarif (Bek. vom 8. Juli 1924), das Städt.
Leihamt (Satzung vom 1. März 1913 mit Nachtrag vom 23. Juni 1928)
ſind auf Reichsmark umgeſtellt.
Diebſtähle im Woog. Nach langen Bemühungen iſt es endlich
den Badewärtern des Woogs gelungen, die am Woog tätigen Diebe zu
ermitteln und der Polizei zu übergeben.
Jugenblicher Ausreißer. Drei jugendliche Ausreißer, die im
Lehrverhältnis ſtehen, entwendeten hier in der Gewerbeſchule in der
Landgraf=Philipp=Anlage drei Fahrräder und ſuchten das Weite. In
Naſtatt hat ſie ihr Schickſal ereilt. Dort wurden ſie von der Polizei
feſtgenommen. Die geſtohlenen Räder ſind ſichergeſtellt, die Ausreißer
hierher transportiert und der Fürſorgebehörde zur Ergreifung weiterer
Maßnahmen vorgeführt.
— Dampferexpeditionen des Norddeutſchen Lloyd, Bremen. (
Aende=
rungen ohne vorherige Anzeige vorbehalten.) Nach New York ab
Bremen=Bremerhaven: D. Bremen 4. 9. D. George Waſhington 4. 9.
D. Stuttgart 5. 9. D. America 11. 9. D. Dresden 12. 9. D. Verlin
14. 9. D. Preſ. Harding 18. 9. D. München 19. 9. D. Republic 20. 9.
D. Bremen 25. 9. D. Pr. Rooſevelt 25. 9. D. Karlsruhe 26. 9.
D. Lützow 2. 9. D. George Waſhington 30. 9. D. Stuttgart 3. 10.
Nach New York ab Southampton: D. Bremen 5. 9. D. George
Waſhington 5. 9. D. Stuttgart 6. 9. D. America 12. 9. D. Berlin
15. 9. D. Preſ. Harding 19. 9. D. München 20. 9. Nach New York
via Halifax ab Bremen=Bremerhaven: D. Lützow N. 9., D.
Dres=
den 7. 11. Nach Bonſton ab Bremerhaven: D. Karlsruhe 26. 9.
Nach Canada (Montreal) ab Bremen: D. Köln 17. 9. Nach
Philadelphia-Baltimore-Norfolk ab Bremen: D. Ulm
8. 9. D. Holger 22. 9. Nach Nordamerika (Weſtküſte) ab
Bremen: MS. Havel 31. 8. MS. Saale 14. 9. D. Donau 5. 10. D.
26. 10. Nach Havanna—Galbeſtone ab Bremen=
Bremer=
haven: D. Seydlitz 17. 9. D. Yorck 15. 10. Nach Cuba-New
Orleans ab Bremen: D. Raimund 14. 9. Nach
Mittelbraſi=
lien und dem La Plata (Paſſagierdampfer) ab Bremerhaven:
D. Weſer 2. 9. D. Sierra Ventana 16. 9. D. Gotha 23. 9. D. Sierra
Morena 7. 10. Nach Mittelbraſilien (Frachtdampfer) ab
Bre=
men: D. Alda 3. 9. D. Arnfried 11. 9. D. Eiſenach 24. 9. D. Arta
9. 10. Nach dem La Plata (Frachtdampfer): D. Berengar ab
Bremen 3. 9., ab Hamburg 7. 9. D. Nienburg ab Bremen 24. 9., ab
Hamburg 28. 9. Nach Nordbraſilien: D. Attika ab Bremen
9. 10., ab Hamburg 12. 10. Nach Südamerika (Weſtküſte)
durch den Panamakanal ab Bremen: D. Wido 31. 8. D. Wiegand 18. 9.
D. Aachen 12. 10., durch die Magellan=Straße ab Bremen: D. Rapot
3. 9. D. Remſcheid ab Bremen: 1. 10. D. Göttingen 29. 10. Nach
Weſtküſte, Zentral= und Mittelamerika u. Mexiko:
D. Grandon ab Bremen: 9. 9., ab Hamburg: 14. 9. D. Witram 2. 11.
Fruchtfahrt Canar. Inſeln; ab Bremen: D. Arucas 31. 8.
D. Orotava 14. 9. D. Arucas 28. 9. D. Orotava 12. 10. Nach
Oſt=
aſien: D. Pfalz ab Hamburg 28. 8. D. Trier ab Bremen 31. 8.,
ab Hamburg 4. 9. MS. Trave ab Bremen 7. 9., ab Hamburg 11. 9.
D. Lahn, ab Bremen 14. 9., ab Hamburg 18. 9. D. Ilmar ab Bremen
21. 9., ab Hamburg 25. 9. MS. Königsberg ab Bremen 28. 9., ab
Hamburg 2. 10. D. Lippe ab Bremen 5. 10., ab Hamburg 9. 10. D.
Fſar ab Bremen 12. 10., ab Hamburg 16. 10. Nach Auſtralien:
ab Bremen: D. Oder 7. 9. D Erlangen 7. 10. D. Neckar 9. 11. Nach
der Levante: ab Bremen ca. 8 Abfahrten im Monat. Nach
Finnland ab Bremen 8täg. Dienſt nach allen Haupthäfen. Nach
Neval ab Bremen: Abfahrten alle 8—10 Tage. Nach
Lenin=
grad ab Bremen: je nach Bedarf. Nach England ab Bremen—
London 3—4 Abfahrten in der Woche, Bremen-Hull 2
Abfahr=
ten in der Woche. Bremen-Mdddlesborough-
New=
caſtle 10täg. Bremen-Hamburg—Frankreich: Abfahrt
Montags von Bremen, Freitags von Hamburg. Nach Afrika:
Angola=Linie D. Wolfram ab Bremen 26. 8. Goldküſten und Benin=
Linie: D. Jvo ab Hamburg 30. 8. Mitgeteilt von Anton Fiſcher,
Vertreter des Norddeutſchen Lloyds ſeit 1873. Telephon 186.
Darm=
tadt, Frankfurterſtraße 12—14.
Seite 6
Eamstag, den 31. Auguſt 1929
Bezirksſchöffengericht.
p. 1. Unter der Anklage der Unterſchlagung im Amte ſteht ein
Schutzmann eines Riedortes; er ſoll als Vertrauensmann der Heſſiſchen
Brandverſicherungskammer für eine Witwe beſrimmte
Entſchädigungs=
beträge, die er in amtlicher Eigenſchaft in zwei Raten empfangen, für
ſich verwendet haben. Er beſtreitet, daß er in amtlicher Eigenſchaſt
gehandelt habe. Un=erſuchungshaft beſteht ſeit 27. Juli d. J. Der
Bürgermeiſter hatte den Angeklagten der Kammer als
Vertrauens=
mann vorgeſchlagen.
Der Verteidiger beſtreitet eine Beamtenqualität, ein
öffentlich=
rechtliches Gewaltverhältnis habe nicht beſtanden; lediglich ein
ver=
tragsmäßiges Vevhältnis liege vor. Er bittet um eine entſprechend
milde Strafe und Aufhebung des Haftbefehls.
Das Urteil erkennt nur wegen Unterſchlagung nach § 246 StGB.
auf 4 Monate Gefängnis, abzüglich 1 Monat der Unterſuchungshaftz
es iſt rechtskräftig.
2. Ein in Frankfurt a. M. wohnhafter Dekorateur ſoll ſich im
Ja=
nuar und Februar 1927 in Kelſterbach eines Logisſchwindels und
Zech=
betrugs ſchuldig gemacht haben. Nach der Beweisaufnahme gab er an,
Angeſtellter einer Berliner Firma mit gutem Gehalt und Speſen zu
ſein; plötzlich verſchwand er.
Der Staatsanwalt beantragt wegen Nückfallbetrugs die
Mindeſt=
ſtrafe von 3 Monaten Gefängnis, auf die das Urteil erkennt.
3. Wegen Urkundenfälſchung und Betrugs ſteht ein Agent unter
Anklage; die Manipulationen ſollen zum Nachteil einer
Verſicherungs=
geſellſchaft bewirkt worden ſein; ein weiterer Angeklagter ſoll ſich der
Beihilfe und Begünſtigung ſchuldig gemacht haben.
Das Urteil iſt freiſprechend.
* 2as Aukounglück nächſt der Waldvillenkolonie
vor dem Bezirksſchöffengericht.
p. Wegen fahrläſſiger Tötung hat ſich der Volontär Viktor Benoit
in Worms zu verantworten. Nach ſeiner Angabe fuhr er mit einem
Adlerwagen am 3. Juni d. Js. abends gegen 11 Uhr von Darmſtadt
Richtung Eberſtadt und gewahrte bei naſſer Straße ein Licht, von dem
er nicht unterſcheiden konnte, ob der Wagen (Taxameter), der das Licht
abgeblendet hatte, ſtehe oder fahre. Als er bemerkte, daß das Licht
unbeweglich bleibe, will er die Fahrt verlangſamt und ſelbſt abgeblendet
haben. Durch das Bremſen ſei der Wagen ins Schleudern gekommen.
Leichenſchau und Sektion der Leiche des Penſionärs Moldenhauer
er=
gaben ſtarken Blutverluſt und zahlreiche Knochenbrüche. Die
Unfall=
ſtelle befindet ſich nahe der Halteſtelle „Ludwigshöhe”, Bremsſpuren
waren beim Zuſtand der Straße nicht zu erkennen, die Nacht ſelbſt war
ſtockdunkel. Der Lenker des Taxameters ſchätzt die Geſchwindigkeit des
Autos des Angeklagten auf 70 Kilometer. Auch ein hieſiger Kaufmann
hat damals Verletzungen davongetragen; er fand ſich plötzlich im
Stra=
ßengraben. Auch dieſe Körperverletzung umfaßt die Anklage.
Der Sachverſtändige betont die Verminderung der Sichtweite durch
das Abblenden beider Wagen; hier müſſe der Lenker nach § 18 der
Ver=
ordnung erheblich langſamer fahren; er hätte nach links
auszuweichen verſuchen müſſen.
Der Staatsanwalt beantragt ſechs Monate Gefängnis wegen
fahr=
läſſiger Tötung und 200 Mark Geldſtrafe wegen fahrläſſiger
Körper=
verletzung.
Der Verteidiger betont das unrichtige Halten des Taxameters auf
der falſchen Seite. Auf freier Strecke hätte Angeklagter ein
Zwie=
geſpräch mit dem Lenker eines Taxameters nicht annehmen können. Es
liege ein Zuſammentreffen verſchiedener Unrichtigkeiten vor, ſo daß
man nicht von einem Verſchulden reden könne.
Das Urteil erkennt auf ſechs Monate Gefängnis.
— Wer iſt die Tote? Bei Eberſtadt in der Klingsackertanne wurde
am Freitag vormittag weſtlich der Bahnlinie Darmſtadt—Eberſtadt eine
etwa 60—66 Jahre alte, dem Arbeiterſtande angehörende Frau
an einem Baum erhängt aufgefunden. Die Tote iſt etwa 1,55 Meter
groß, von mittelmäßiger Geſtalt, hat breites Geſicht, graumelierte
Haare, hohe Stirn, grau=grüne Augen, graumelierte Augenbrauen,
Naſenrücken leicht gewölbt, der breite Mund iſt zahnlos. Sie trug
gol=
denen Trauring, der innen gezeichnet iſt M. P. 24. 5. 06, geſtempelt 585.
Die Tote iſt bekleidet mit graukariertem Kleid, ſchwarzer Schürze, an
der der obere Teil abgeſchnitten iſt. Die Schürze iſt mit roten Buchſtaben
auf weißen Stoff gezeichnet: M. M., ferner mit weißem Hemd und
ſchwarzen Halbſchuhen (Größe 41). — Am Donnerstag abend ſprach
die Frau mit der Bahnwärtersfrau und ſagte ihr, ſie komme von Nieder=
Ramſtadt, wo ſie eine Schweſter in der Anſtalt gehabt habe. Sie ſelbſt
ſei ein Beſſunger Kind. — Sachdienliche Mitteilungen werden erbeten
an die Landeskriminalzentrale für Vermißte und unbekannte Tote in
Darmſtadt, Wilhelm=Gläſſingſtraße 21.
—Feſtgenommen. Auf Grund eines Ausſchreibens im Deutſchen
Steckbriefregiſter des Amtsgerichts Lippſtadt wurde am 28. Auguſt 1929
der Knecht Theodor Cohaus hier feſtgenommen und dem zuſtändigen
Nichter zugeführt.
takele Betanftaltuagen.
Die dieruter erſiheinenden Notiyen find ausfchä-Fiich alt Hinweift arf Knzcsm!
in leem Jalle irgendwie als Deſprechung oder Kritk.
— Landſturm=Kameradſchaft. Auf die morgen
nach=
mittag 3 Uhr im Saale des Reſtaurant Rummelbräu hier ſtattfindende
Wiederſehensfeier des 1. Landſturm=Inf.=Batls. Darmſtadt (Weſten) wird
nochmals hingewieſen.
— Der Gärtnerverein „Fernonia” feiert am Samstag,
den 1. September, im Konkordiaſaal (Waldſtraße 33) ſein 45.
Stiftungs=
feſt. Wie alljährlich, wird auch diesmal außer einem ſehenswerten
Programm eine Blumen=, Obſt= und Gemüſeverloſung ſtattfinden. —
— Wie aus der heutigen Anzeige zu erſehen iſt, findet im Reſtaurant
Bender eine Weinwoche vom 31. Auguſt bis 10. September ſtatt.
Zum Ausſchank gelangt ein ganz vorzüglicher 1928er Bechtheimer zu
einem Preiſe, wo man ſich wieder in die Vorkriegszeit zurückverſetzen
kann: das Glas, 2/„o=Liter, koſtet nur 25 Pfg. Vornehme Dekoration
mit Winzer= und Winzerinnen=Bedienung helfen das Ganze verſchönern.
— Schuls Felſenkeller (Dieburger Straße Nr. 85). Heute
abend 8 Uhr findet in Schuls Felſenkeller wieder ein Künſtler=Konzert,
ausgeführt von einem Enſemble des Stadtorcheſters, ſtatt. (S. Anz.)
— Brauerei Schul (Schloßgaſſe) veranſtaltet heute Samstag,
den 31. Auguſt, und morgen Sonntag, den 1. Sept., abends 8 Uhr,
wie=
der Konzerte, ausgeführt von einem Enſemble des Stadtorcheſters.
Volkstümliche und heitere Muſikſtücke bilden die Spielfolge, und ein
ganz vorzügliches Spezialbier iſt im Zapf. (Siehe Anzeige.)
— Herrngarken=Kaffee. Es wird an dieſer Stelle
noch=
mals auf die im Herrngarten=Kaffee täglich nachmittags 4 Uhr und
abends 8 Uhr ſtattfindenden Künſtlerkonzerte hingewieſen. (S. Anz.)
— Heute und morgen Tanzabend im Hotel Prinz
Hein=
rich. Der Beſuch wird beſtens empfohlen. (Siehe Anzeige.)
Tageskalender für Samstag, den 31. Auguſt 1929.
Orpheum: Geſchloſſen. — Konzerte: Schloßkaffee, Hotel
Schmitz, Kaffee Oper, Alte Poſt, Hotel Prinz Heinrich,
Waldſchlöß=
chen, Hotel Prinz Karl, Weinhaus Maxim, Reichskrone, Stadt
Mürnberg, Spaniſche Bodega. — Sportplatz=Reſtaurant
20 Uhr: Großes Sommerfeſt. — Herrngartenkaffe: 16 und
20 Uhr: Konzert. — Schuls Felſenkeller, 20 Uhr: Konzert.
— Brauerei Schul, 20 Uhr: Konzert. —
Kinovorſtel=
lungen: Union=Theater, Helia. — Mathildenhöhe, 10 bis
18 Uhr: Ausſtellung „Der ſchöne Menſch”.
Weiterbericht.
Noch immer beherrſcht der hohe Druck die Wetterlage. Sein
Maxi=
mum hat ſich nördlich verlagert und liegt heute morgen über
Nord=
deutſchland. Wenn auch über Irland ſich wieder ein neues
Tiefdruck=
gebiet zeigt, deſſen Warmluft daſelbſt ſchon Niederſchläge verurſacht, ſo
wird bei uns doch noch das ſchöne Wetter bleiben. Erſt im Laufe des
Sonntags dürfte zeitweiſe Bewölkung aufkommen und lokale
Gewitter=
neigung hervorrufen.
Ausſichten für Samstag, den 31. Auguſt: Meiſt heiter, warm und trocken.
Ausſichten für Sonntag, den 1. September: Aufkommende Bewölkung
mit Gewitterneigung.
Geſchäftliches.
Die Möbeleinrichtung des Stahlhauſes, welches von Samstag bis
Montag am Hopfengarten beſichtigt werden kann, ſtellte die Firma
Ludwig Stritzinger, Heinrichſtraße, während die Dekorationen vom
Teppichhaus. Heinrich Me her, Ernſt=Ludwigſtraße, und die
Beleuch=
tungskörper von der Firma Sallwey u. Co. geliefert wurden.
Ans Hefſen.
der Hpargelroft.
Von Landw.=Rat Dr. Görlach, Groß=Umſtadt.
Zu den ungeheuren Schäden, die in dieſem Jahre durch die
Spargelfliege verurſacht worden ſind, tritt jetzt noch der Spargelroſt
hinzu. In denjenigen Gemeinden, die am ſtärkſten in Mitleidenſchaft
gezogen ſind (z. B. Babenhauſen), findet man auf vielen Aeckern nicht
eine grüne Pflanze mehr. Der rotbraune Pilz, der ſich ſpäter ſchwarz
verfürbt, hat den befallenen Pflanzen die Nährſtoffe entzogen. In
Folge des frühen Abſterbens der grünen Pflanzenteile ſind dem
Wurzelſtock alſo nur wenig Speicherſtoffe zugeführt worden. Die Folge
hiervon iſt, daß ſeine Wachstumsfreudigkeit, d. h. der nächſtjährige
Ertrag, weiteſtgehend vermindert wird. In vielen Fällen werden
ſo=
gar die Pflanzen zugrunde gehen. Es empfiehlt ſich, die ſtark
be=
fallenen Anlagen im nächſten Jahre ſchonend zu behandeln, d. h. nicht
acht Wochen, ſondern nur etwa fünf bis ſechs Wochen zu ſtechen.
Da der Roſt bekanntlich diejenigen Pflanzen am ſtärkſten befällt,
die infolge ſchlechter Ernährung widerſtandslos ſind, hat es jeder
Spargelzüchter mehr oder weniger in der Hand, durch kräftige
Düngung mit Stallmiſt und künſtlichen Düngemitteln ſeine Anlagen
vor völliger Vernichtung zu ſchützen. Selbſwerſtändlich gehören auch
hierher eine richtige Bodenpflege und rechtzeitige Unkrautbekämpfung.
Wo der Grundwaſſerſpiegel zu hoch ſteht, muß, wenn möglich, für
Entwäſſerung geſorgt werden.
Die direkte Bekämpfung des Spargelroſtes, und damit die
Ver=
hütung des nächſtjöhrigen Befalles, iſt nur möglich, wemn die
Maß=
nahme, die auch zur Bekämpfung der Spargelfliege empfohlen worden
iſt, von allen Spargelbauern peinlichſt genau befolgt wird:
Die einzelnen Spargelſtauden müſſen, ſobold ſie anfangen, ſich
gelb zu verfärben, möglichſt nahe am Wurzelſtock abgeſchnitten und
ſofort an Ort und Stelle verbrannt werden!
An. Arheilgen, 30. Auguſt. Sportvereinigung 04. Das
Sportfeſt der Vereinigung findet am 29. September ſtatt. —
Gemein=
deratswahl. Bei den am 17. November d. J. ſtattfindenden
Neuwahlen ſind hier 18 Gemeinderäte zu wählen. —
Reichs=
jugendwettkämpfe. Wie man hört, finden hier in der
kom=
menden Woche in den beiden Oberklaſſen die Reichsjugendwettkämpfe
ſtatt. — Umbau. Das hieſige Geſchäftshaus des Bezirkskonſum=
Vereins Darmſtadt wird zurzeit umgebaut. Dasſelbe erkhält
Schau=
fenſter, auch ſoll die innere Einrichtung des Ladens umgeſtaltet werden.
J. Griesheim, 30. Auguſt. Unſer Kirchweihfeſt das faſt
immer mir dem letzten Auguſt=Sonntag zuſammenfällt, war von
herr=
lichſtem Wetter begünſtigt, das dem ſcheidenden Sommermonat noch
einmal ein glänzendes Gepräge gab. Klarer Sonnenſchein leuchtete
tagsüber unter einem blauen Himmel, nicht nur zur großen Freude
all der zahlreichen Kirchweihbeſucher, die ſich von auswärts eingefunden
hatten, ſondern auch der hieſigen Geſchäftswelt, und beſonders der
Wirte, für welche das Wetter an dieſen beiden Tagen die Hauptrolle
ſpielt, denn von ihm hängt das finanzielle Ergebnis des Feſtes in
erſter Linie ab. Vielfach wird behauptet, daß der Fremdenbeſuch nicht
ſo zahlreich geweſen ſei, wie in den beiden Vorjahren, dennoch aber
waren die Tanzlokale und auch die übrigen Wirtſchaften am erſten Tag
meiſt überfüllt und auch am zweiten Tag noch recht gut beſetzt. Wie
in den Vorjahren, ſo hatte die Heag am Sonntag nachmittag einen
Viertelſtundenverkehr eingerichtet, und jedesmal waren alle Wagen gut
beſetzt. Die Umzüge der „Kerweborſch” mit ihren bunten Mützen
fan=
den auch in dieſem Jahr wieder viele Zuſchauer. Von einer Maskerade
wie in früheren Jahren hatte man wiederum Abſtand genommen, was
der Sache durchaus keinen Abbruch tat. Alles in allem iſt auch unſer
diesjähriges Kirchweihfeſt ohne jeglichen Zwiſchenfall verlaufen. —
Gefunden: Eine Peitſche, eine Weißbinderbürſte, eine Kindermütze,
ein Portemonnaie mit Inhalt, ein Schirm und ein weißes Kopftuch. Die
Gegenſtände können bei der Bürgermeiſterei (Zimmer 1) abgeholt
wer=
den. — Die Herbſt=Geſellenprüfung findet im Monat
Sep=
tember ſtatt. Anmeldungen hierzu nimmt der Vorſitzende der Gewerbe=
und Handwerker=Vereinigung, Herr Zimmermeiſter Valentin Schick 1.,
hier, entgegen.
Bei Kopf-und Hervenschmerzen
ſowiebeiRheu=
ma, Gicht,Jschias und Erkältungskrankheiten, haben ſich Togal=
Tablet=
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Aa. Eberſtadt, 30. Aug. Odenwaldklub. Die hieſige
Orts=
gruppe des Odenwaldklubs unternimmt am kommenden Sonntag ihre
10. Wanderung: König—Momart—Weitengeſäß—Eulbach-—Michelſtadt.
Die Abfahrr erfolgt vormittags 6,25 Uhr mit der Straßenbahn.
Cp. Pfungſtadt, 30. Aug. Unfall beim Dreſchen. Landwirt
Fey in der Hahnerſtraße kam beim Hausdruſch mit einem Fuß in das
Getriebe der Dreſchmaſchine. Dabei zog er ſich eine ſchwere Verletzung
des Fußes zu. Dem Vernehmen nach wurde der Fuß gebrochen. —
Die landwirtſchaftliche Bezugs= und
Abſatzgenoſſen=
ſchaft hält am kommenden Sonntag nachmittag im „Rheiniſchen Hof”
eine Generalverſammlung ab.
Cp. Pfungſtadt, 30. Aug. Grummetgrasverſteigerung.
Am Montag nachmittag (2. September) wird im Rathausſaal das
Grummetgras von den Wieſen Weidäcker (ſog. Fohlenweide), Schwarzem
Stock, der Erlenwaldlauf, Kleiner Judenkirchhof, der Heidedamm,
Rädgeswieſe uſw. öffentlich verſteigert. Wie die Bürgermeiſterei dazu
ergänzend mitteilt, wird gegen ſichere Bürgſchaftsleiſtung Zahlungsfriſt
bis 1. September gewährt. — Bei der Neuwahl zum Gemeinderat
werden hier 18 Gemeinderatsmitglieder gewählt. — Ueberfall.
Zwi=
ſchen hier und Eſchollbrücken wurde zur Nachtzeit ein junger Mann von
zwei jungen Burſchen überfallen und übel zugerichtet. Er wurde
ſo=
lange geſchlagen, bis er bewußtlos liegen blieb. Die Gründe zu der
Tat ſind unbekannt.
Cp. Hahn bei Pfungſtadt, 30. Aug. Wahleines
Gemeinde=
einnehmers. In der letzten Sitzung des Gemeinderats wurde über
die Wahl eines Gemeinderechners (die erſte Wahl war angefochten
wor=
den) erneut entſchieden. Vier Mitglieder des Gemeinderats konnten
wegen verwandtſchaftlicher Beziehungen nicht abſtimmen. Mit 7 gegen
3 Stimmen wurde der gegenwärtig bei der Untererhebeſtelle Pfungſtadt
beſchäftigte Karl Schmidt zum Gemeinderechner gewählt. Schmidt war
bereits bei der erſten Wahl gewählt worden.
Cp. Eſchollbrücken, 30. Aug. Neues
Gemeinderatsmit=
glied. Der anſtelle des Gemeinderechners Kiſtinger in den
Gemeinde=
rat nachgerückte Schmiedemeiſter Georg Diefenbach wurde in der letzten
Sitzung des Gemeinderatskollegiums durch den Bürgermeiſter eingeführt.
Diefenbach wurde gleichzeitig in den Schulvorſtand gewählt. Der
Ge=
meinderat von Eſchollbrücken hat den Abſchluß einer
Schülerunfallver=
ſicherung vorerſt abgelehnt. — Die Entwäſſerungsarbeiten auf der „
vor=
derſten Weide” ſollen in Kürze ihren Anfang nehmen. Gleichzeitg ſoll
der Sandbach vom Crumſtädter Wald bis an den Eiſernen Steg
her=
geſtellt werden.
— Nieder=Beerbach, 30. Aug. Anläßlich der 25. Wiederkehr ſeines
Gründungstages (2. September 1894) veranſtaltet der hieſige
Turn=
verein lokale Gedenkfeiern in der Gartenwirtſchaft des „Darmſtädter
Hofes”. Auswärtige Turner und Sänger werden am Samstag abend
in Gemeinſchaft mit dem Turnverein und dem Geſangverein „Frohſinn”
ein reichhaltiges Programm darbieten. Anſchließend an die am
Denk=
mal des Rhein=Maingaues auf dem Frankenſtein wie alljährlich am
nächſten Sonntag ſtartfindende Gefallenen=Ehrung beabſichtigen die dort
teilnehmenden Vereine den Bruderverein Nieder=Beerbach bei ſeiner
Feſttagung am Sonntag nachmittag zu beſuchen. Der Veranſtaltung
ein kräftiges „Gut Heil”.
G. Ober=Ramſtadt, 30. Aug. Kirchweihe und
Verkehrs=
umleitung. Die direkte Lage unſeres Marktplatzes an der
Darm=
ſtädterſtraße, als Hauptverkehrsſtraße nach dem Odenwald, hat es in
den letzten Jahren angebracht erſcheinen laſſen, zur Vermeidung von
Verkehrsſtörungen den Auto= und Fuhrwerksverkehr vorübergehend
um=
zuleiten. Dies ſoll nun auch in dieſem Jahre am Sonntag, den 1.
Sep=
tember, geſchehen. Der Auto= und Fuhrwerksverkehr wird in den
Nach=
mittagsſtunden von der Darmſtädterſtraße durch die Ernſt=Ludwigsſtaße,
Bauſtraße, Brückengaſſe wieder nach der Darmſtädterſtraße umgeleitet.
Auch die Omnibuſſe werden dieſe Umleitung vorübergehend vornehmen.
Der Umweg wird durch entſprechende Schilder gekennzeichnet.
f. Roßdorf, 30. Aug. Feſtnahme. Die in der Wirtſchaft „Zur
Krone” dahier geſtohlenen 34 Grammophonplatten ſind im Pfandhaus
zu Darmſtadt aufgefunden worden. Als Diebe kommen zwei Perſonen
aus Darmſtadt in Betracht, die von der Polizei ausfindig gemacht und
verhaftet wurden und ihre Tat auch bereits eingeſtanden haben.
Skraßenbericht für Heſſen
für die Woche vom 1. bis 7. September 1929.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
Dieburg—Groß=Umſtadt Km. 16,68—23,4 vom 7. 8. bis 12. 9.
ſperrt. Umleitung: Klein=Zimmern-Habitzheim.
Altheim-Babenhauſen (Km. 22,20—26,75) vom 24. 8. bis 14.
geſperrt. Umleitung: Harpertshauſen-Langſtadt.
Biebesheim—Gernsheim vom 2. 9. bis 21. 9. geſperrt. Umleitum
Bruchmühle.
Alzeh—Weinheim vom Viadukt in Alzey bis zur Kreishausho.;
tungsſchule vom 2. bis 14. 9. geſperrt. Umleitung: Alzey—Erbes=
Büdesheim bis zum Abzweig nach Weinheim.
Lauterbach—Alsfeld (Ortsdurchfahrt Hungen) vom 5. 8. bis ai
weiteres geſperrt. Umleitung für leichten Verkehr über die Gütn=,
verladeſtraße des Bahnhofes Hungen, für ſchweren Verkehr über Lanre
dorf-Bellersheim—Trais—Horloff.
Friedbevg—Bad=Nauheim um die Burg bei Friedberg vom 19.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung wird in Friedberg örtlich gewgss” ſe
Romrod—Alsfeld vom 26. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleituns un
Nenzendorf-Vadenrod—Strebendorf oder Angenrod=Zell.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
Ockenheim—Genſingen, Km. 23,4—29,5, vom 12. 8. bis 20.
geſperrt. Umleitung: Gaulsheim-Bingen-Rüdesheim.
Gau=Algesheim—Genſingen (zwiſchen Gau=Algesheim und Oce-,
heim) vom 15. 8. bis 10. 9. geſperrt. Umleitung: Gaulsheim.
Freiweinheimer Straße (Mainz) Km. 17,0—19,2 vom 15. 8. bis 10,
geſperrt. Umleitung erfolgt über Gemeindewege.
Wendelsheim—Wonsheim (Km. 36,3—38,9) von Abzweig nach Eckenl
heim bis Wonsheim vom 19. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleitunz, en
Eckelsheim—Wöllſtein—Siefersheim.
St. Johann—Partenheim bis zur Bingerſtraße vom 19. 8. bis aal faſſe
weiteres geſperrt. Umleitung: Ober=Hilbersheim.
Oſſenheimerkreuz—Aſſenheim vom 21. 6. bis auf weiteres geſper
Umleitung: Bruchenbrücken.
Berſtadt—Wölfersheim vom 21. 6. bis auf weiteres geſperrt. Um Pirgel
leitung: Wohnbach.
Zernh
Selters—Stockheim (Ortsdurchfahrt Selters) vom 25. 6. bis au ahr
ſtel A
weiteres geſperrt. Umleitung: Bleichenbach—Stockheim.
Staden—Nieder=Mockſtadt vom 25. 6. bis auf weiteres geſper, iuen
Umleitung: Leidhecken—Blofeld-Dauernheim—Ober=Mockſtadt.
Alsfeld—Schwabenrod (Ortsdurchfahrt Alsfeld) vom 9. Juli bis au ais
ſveiteres geſperrt. Umleitung: Leuſel.
Ilbenſtadt—Altenſtadt, Km. 0,0—8,6, vom 18. 7. bis auf weiter ſcaſt
geſperrt. Umleitung: Bruchenbrücken—Oſſenheim—Staden—Stammhefi= in abe
—Altenſtadt—Feldenbergen—Eichen—Altſtadt.
Friedberg—Staden—Ranſtadt (Ortsdurchfahrt Fauerbach) vom
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Friedberg—Nieder=Wöllſtadt. 27.8,
Angersbach—Rudlos (Ortsdurchfahrt Angersbach) vom 19. 8. bis cu ſahrt
weiteres geſperrt. Umleitung: Stockhauſen—Müs.
hifa.
Daubringen—Mainzlar vom 19. 8. bis auf weiteres geſperrt. 1s nd Su
leitung: Staufenberg.
ingten
Lauterbach—Willofs—Schlitz am Nordbahnhof Lauterbach vom 19. . Sep
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Bad=Salzſchlirf.
Nidda—Rixfeld vom Abzweig Feldkrücken bis Rebgeshain vom 19.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Feldkrücken-Bobenhauſen II
Ulrichſtein—Helpershain—Engelrod.
Grüningen—Holzheim vom B. 8. bis auf weiteres geſperrt. U
leitung: über das Straßenkreuz in Richtung Langgöns reſp. Dorf=Gläl,
Nieder=Mockſtadt—Ober=Mockſtadt in Fortſetzung der Strecke Stad
—Nieder=Mockſtadt bis auf weiteres geſperrt. Umleitung wie ſeitl
üüber Staden-Leidhecken-Blofeld-Dauernheim—Ober=Mockſtadt u
umgekehrt.
Vom Bahnhof Großen=Linden-Leihgeſtern vom 2. 9. bis a
weiteres geſperrt. Umleitung: Gießen bzw. Lang=Göns.
Ortsdurchfahrt Echzell in Richtung Biſſes vom 29. 8. bis a
weiteres geſperrt. Umleitung: Grundſchwalheim.
Ortsdurchfahrt Bindſachſen in Richtung Gelnhaar und Büding.
vom 2. 9. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Kefenrod bz,
Wenings.
Cp. Dieburg, 30. Aug. Sturz aus dem Fenſter. In du
Rathenauſtraße ſtürzte in einem unbewachten Augenblick ein zweieinhau
Jahre altes Kind der Eheleute aus dem zweiten Stockwerk der Wohnuw.
Das Kind erlitt beſonders ſchwere Verletzungen am Kopf (Gehir,
erſchütterung). — Der Ortsgewerbeverein hielt dieſer
Ta=
eine Verſammlung ab, in der Dr. Kirmeier von der Handwerkskamme
Nebenſtelle ein Referat über das Thema „Die Stellung des Arbe:
gebers im Wirtſchaftskampf” hielt. Im Verlauf ſeiner Ausführungn
kam der Redner auch auf die Altersverſorgung der Handwerker zu
ſpm=
chen. — Die Wieſengründe ſind von jetzt ab wieder geöffnet.
Bz. Reinheim, 30. Auguſt. Geſtern wurde das Grummergre
im Reinheimer Teich verſteigert und trotz des ſchlechten Graswuchſſ
infolge der anhaltenden Trockenheit ein edeutender Mehrerlös
genüber den Vorjahren für die Gemeinde erzielt.
b. Erbach, 30. Aug. Obſternte. Die Ernte der früheren Ob
ſorten hat bereits begonnen. Die Obſtverwerrungsgenoſſenſchaft fn.
den Kreis Erbach in Erbach kauft bereits Frühäpfel und
Graubirns=
zum Verſand an. — Evang. Kirchengeſangverein. Du
Verein unternimmt am Sonntag, den 1. September d. J., ſeinen
pla=
mäßigen Jahresausflug. Die Fahrt geht diesmal per Poſtauto gum
durch den Odenwald und endet in Weinheim an d. B. — Deutſche.
Sportabzeichen. Bewerber um das Deutſche Turn= und Spor.
abzeichen, die in dieſem Jahre noch ihre Pflichtübung in der Gruppe
(Radfahren) erledigen wollen, haben dazu am Samstag, den 31. Augm
d. J., letztmals Gelegenheit. Meldungen ſind an Herrn Willi Knm=
Erbach zu richten. Treffpunkt Jagdſchloß Eulbach, nachm. 5 Uhr
dm
Cl. Beerfelden, 30. Aug. Einbruch. Nach dem mißglückten Eim —en
bruch bei Metzgermeiſter N., hier, verſuchten am Sonntag auf Montgs Ameinde
nacht ſchon wieder zwei Diebe in das Anweſen des Gaſtwirts B. einzu Feie
dringen. Auch hier wurden die Strolche rechtzeitig bemerkt und mußter Griſt
das Weite ſuchen.
Ge
Cl. Gammelsbach, 30. Aug. Einbruch. Geſtern nachmittar Ghriſt
gegen 2 Uhr wurde bei dem Landwirt J. eingebrochen. Die Bewohncx
Uhr=
waren auf dem Felde beſchäftigt. Die Diebe ſchnitten eine Scheibe au. 4 Uhr
dem hinteren Fenſter des Anweſens und gelangten ſo in die Wohnſtub=” gſend=
Sie ſtahlen 70 Mark und hießen noch zwei Anzüge aus einem unber)
ſchloſſenen Kleiderſchrank mitgehen. Gerade in der jetzigen Ernteperiocl
m
gilt für unſere Landbevölkerung ganz beſonders die Mahnung; dan
Heim möglichſt zu ſichern und ſofort die Gendarmerie benachrichtiger! W
irch
In dem vorliegenden Falle wurden die Diebe noch beobachtet, wie ſu
Guend
waldwärts die Richtung Hirſchhorn einſchlugen.
ſirm
A. Fürth i. O., 30. Auguſt. Schwerer Abtounfall. Am —uh
Mitwwoch morgen ereignete ſich zwiſchen hier und Ellenbach, auf de2
Landſtraße nahe der Ziegelei, ein ſchweres Autounglück, das ſich nacl Aiche
Bericht eines Augenzeugen wie folgt zutrug. Das Auto wollte die dolk
befindliche Steigung nehmen und der Führer desſelben einen andere:? Endd
Gang einſchalten. Plötzlich ging das Auto rüchwärts und blitzſchnels
über die dort mehrere Meter hohe Böſchung hinab in den drunteis
vorbeifließenden Schlierbach. Das Verdeck des Autos wurde dabei von.
ſtändig demoliert. Wie ein Wunder entging der Fahrer dem Toch u
Schwerverletzt kroch er unter dem Auto hervor, Leute, die voruhe*
kamen und auch ſolche, die in der Nähe auf dem Feld tätig
warell=
kamen ſofort zu Hilfe. Auch war Herr Dr. Lindenborn aus Fürn
ſchnell zur Stelle und legte ſofort Nowverband an, worauf der Schwern
verletzte in ein Krankenhaus abtransportiert wurde. Das demolierlle 2i
Auto wurde durch Pferde aus dem Bach gezogen und abgeſchlepm.
Obſthandel. Nachdem es bis jetzt auf dem Obſtmarkt ziemlich ru94
war, kommt nun etwas mehr Leben in den Obſthandel. Zunächſt komil.*
der Kauf von Falläpfeln und von Birnen in Betracht, denn Steinooſa.
gibt es in unſerer Gegend in dieſem Jahr nicht viel. Die Preiſe Vee
wegen ſich für Fallobſt zwiſchen 2 bis 3 RM., für Birnen zwiſchen L
bis 15 RM. pro Zentner, je nach Qualität. Alſo mithin ſind die Preſſe.
verhältnismäßig niedrig. Dabei mag als Kurioſum erwähnt werden,4 Mi
daß in zwei Nachbardörfern, die kaum eine halbe Stunde voneinalſoe. IA
liegen, für die gleiche Qualität und Sorte Birnen 9= bez. 15 Mcde
alſo ein Preisunterſchied von 6 RM. am Zentner, geboten wurde.t
Wenn man dann die Markwreiſe der Städte damit vergleicht, ſo ſ
nan feſtſtellen, daß die Landwirte als Erzeuger oft ſchlecht beim Liee
handel abſchneiden.
Bp. Bickenbach, 30. Aug. Das aufgeſpießte Auto. H
recht eigenartige Weiſe trug ſich auf der Straße zwiſchen Eberſtadt A0
Bickenbach in der Kurve am Mittwoch abend ein Unfall zu. „n...
von Eberſtadt kommendes Bensheimer Langholzfuhrwerk ſtieß I
Mannheimer Auto. Die Deichſel des Wagens drang durch den Küyle.
bis an den Führerſitz des Autos. Wie durch ein Wunder erlitten Ve*
Autoinſaſſen nur Hautabſchürfungen, und die Pferde des Wagel”.*
zwiſchen denen das Auto regelrecht aufgeſpießt war, blieben unberlen
Der Perſonenwagen mußte abgeſchleppt werden, die Schuldfrage w‟
noch geprüft.
Nummer 241
Samstag, den 31. Auguſt 1929
Seite 7
Dirigenkenkagung in Offenbach a. M.
Der Heſſ. Chordirigenten=Verband hält ſeine diesjährige
Hauptver=
mmlung am Samstag, den 7., und Sonntag, den 8. September d. J.,
Der Turngeſellſchaftshalle zu Offenbach a. M. Neben internen
Ver=
msangelegenheiten wird die berufliche Ausbildung und Weiterbildung
Vordergrund ſtehen. Tüchtige Fachleute, wie Geheimrat Prof.
ſyvickerath=Bonn und Muſikſchriftſteller M. Bartſch=Frankfurt a. M.
d. dafür gewonnen. Der Begrüßungsabend wird in choriſcher und
5tiſcher Hinſicht Intereſſantes bieten, im „Bunten Teil” iſt für
Unter=
lrung geſorgt. — Lt. Verfügung des Heſſ. Kultusminiſters vom 29.
Ui kann den Lehrerdirigenten Urlaub zur Tagung gewährt werden.
Mitglieder werden in ſtattlicher Anzahl erwartet, jedoch ſind auch
cht angeſchloſſene Dirigenten eingeladen und herzlich willkommen.
An=
ſeldungen an die Geſchäftsſtelle: Offenbach a. M., Ludwigſtraße 23, und
Beginn der Tagung am 7. September.
W. Heppenheim a. b. B., 29. Aug. Motorradunfall. An
Straßenkreuzung Kleiner Markt—Fürtherſtraße ſtießen zwei Motor=
„dfahrer zuſammen. Beide Räder wurden ſtark beſchädigt, während
Fahrer verhältnismäßig gut davonkamen. Durch den Anprall
urde der eine von dem Rad geſchleudert und trug Quetſchungen
da=
vn, während der andere ohne Verletzungen blieb. — Deutſche
ugendkraft. Der Werbetag der D.J.K. Heppenheim verlief zur
lgemeinen Befriedigung. An ſämtlichen Veranſtaltungen nahm die
evölkerung Heppenheims regen Anteil, ſo daß der Tag, in ſeinem
weck als Werbetag betrachtet, als voller Erfolg verzeichnet werden
inn. Die ſportlichen Veranſtaltungen ergaben folgendes Ergebnis: Bei
dm Pokalſtafettenlauf waren Mannheim, Heppenheim und Lorſch am
ſtart erſchienen. Es galt 18mal 100 Meter zu bezwingen. Als Sieger
ung Lorſch durch das Ziel. Bei dem Korſo=Gehen nach dem
Sport=
jatz fand die Jugendkraftabteilung Heppenheim allgemeine Beachtung
egen ihres ſchmucken, flotten Auftretens und wegen ihrer ſtrammen,
raffen Haltung, ſo daß ihr mit 225 Punkten der erſte Preis zuerkannt
uurde. Heppenheim verzichtete jedoch auf die Auszeichnung, ſo daß der
ſreis an den zweiten Sieger, Mannheim=Neckarſtadt, mit 207 Punkten
fel. Es folgten Ludwigshafen mit 192 Punkten, Neudeutſchland mit 187,
lürgel und Waldmichelbach mit je 182 Punkten. Das Fußballſpiel
ſiernheim gegen Offenbach=Bürgel endet nach hartem Kampf und
Ab=
jehr auf beiden Seiten mit 2:1 für Viernheim. Im zweiten
Fußball=
ſiel Mannheim gegen Heppenheim bildete die erſtgenannte Mannſchaft
men ſtarken Gegner für Heppenheim, da ſie bereits in den Gauſpielen
m die Meiſterſchaft kämpfte. Das Spiel endete mit 2:1 für Mannheim.
las Handballſpiel zwiſchen der kombinierten Mannſchaft von
Mann=
bimn=Neckarſtadt gegen Ludwigshafen=Nord endete mit 3:3. Die
Mann=
haft von Neckarſtadt hatte offenbar den Gegner etwas unterſchätzt, der
ir aber, wie ſich bald zeigte, vollkommen gewachſen war, und es folgte
in ſchönes ausgeglichenes Spiel. — Die Begrüßung bei der abendlichen
ſeranſtaltung ſtand unter dem Leitſatz: für die Zukunftsarbeit der
.J.K. — Sammel= und Blumentag der
Arbeiterwohl=
ſahrt. Wie alljährlich, ſo auch dieſes Jahr, veranſtaltet die
Arbeiter=
tohlfahrt ihren Sammel= und Blumentag am Samstag, den 31. Auguſt,
ud Sonntag, den 1. September. An beiden Tagen finden von
beauf=
tagten Sammlerinnen Straßen= und Hausſammlungen ſtatt. Am
September abends findet eine gemütliche Abendunterhaltung ſtatt,
ſobei der erſte Heppenheimer Mandolinenklub, ſowie der Arbeitergeſang=
verein und Arbeiterturnverein ihre Mitwirkung zugeſagt haben. —
Mandatsniederlegung. Der Stadtverordnete Otto Kraſtel
hat ſeinen Austritt aus der Komm. Partei vollzogen und ſein Mandat
als Stadtverordneter und Mitglied des Kreistages niedergelegt.
— Hirſchhorn, 30. Aug. Waſſerſtand des Neckars am
29. Auguſt: 0,56 Meter; am 30. Auguſt: 0,54 Meter.
Cm. Wallerſtädten, 30. Aug. Autounfall. Ein Frankfurter
Perſonenwagen rannte vorgeſtern auf der Straße nach Geinsheim an
einen Baum. Die Firma Rauch in Groß=Gerau ſchleppte geſtern früh
den Wagen ab. An einer Kurve verſagte die Steuerung des defekten
angeſeilten Wagens. Glücklicherweiſe konnte er noch im letzten
Augen=
blick zum Halten gebracht werden, ohne Schaden am Hauſe Burkhard,
das erſt neuerdings durch einen Laſtkraftwagen beſchädigt und neu
her=
gerichtet wurde, anzurichten.
Rheinheſſen.
* Mainz, 30. Aug. Chronik. Der Poſtbeamte Maus aus
Nieder=Olm ſtürzte am Zornheimer Berg aus noch nicht ganz
aufgeklär=
ter Weiſe vom Rade und blieb bewußtlos liegen. Von einem zufällig
vorbeifahrenden Laſtauto wurde er ins Mainzer Krankenhaus verbracht,
wo er an den Folgen eines doppelten Schädelbruches
ver=
ſtorben iſt. — Wegen fortgeſetzter Blutſchande und
Sittlichkeits=
verbrechens hatte ſich der 37jährige Meßgehilfe vom Tiefbauamt Mainz,
Chriſtian Schmitt, vor dem Bezirksſchöffengericht zu verantworten. Sch.
hatte ſich im Frühjahre mehrmals in brutaler Weiſe an ſeiner 13
jähri=
gen Tochter vergangen, wodurch dieſelbe ſchwanger wurde. Das Gericht
verurteilte Sch. wegen fortgeſetzter Blutſchande in Tateinheit mit
Sitt=
lichkeitsverbrechen zu 3½ Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverluſt. —
Ein Landwirt in Ebersheim ſtellte einen Unbekannten als Arbeiter ein.
Nachdem der Unbekannte kaum ſeinen Dienſt angetreten hatte,
der=
ſchwand er heimlich unter Mitnahme eines Anzuges, einer Aktentaſche
und eines Geldbetrages von 20 RM. — Auf der Meſſe ſtürzte eine
junge Frau aus einer Schiffsſchaukel und zog ſich einen Oberſchenkelbruch
zu. — Vorleſungen über amerikaniſches
Erziehungs=
weſen in Mainz. Der erſte Tag der amerikaniſchen
Pädagogen=
tagung brachte noch Vorträge des Prof. Raup „Ueber Pſychologie und
Erziehung in Amerika”, des Prof. Rugg über „Die neue Schule”, und
als Abſchluß und Höhepunkt der Vorleſungen des erſten Tages eine
Vorleſung von Profeſſor Kilpatrik über „Die Philoſophie der
Er=
ziehung in Amerika”, Kilpatrik iſt zuſammen mit Dewey als der
her=
vorragendſte Repräſentant der Philoſophie des Amerikanismus der
Gegenwart in der ganzen Welt bekannt. Sein Buch über „Demokratie
und Erziehung” wirbt in allen Teilen der Welt für die Ideale und
praktiſchen Grundſätze der Amerikaner in Politik und Erziehungsweſen.
Der genial aufgebaute Vortrag wirkte in der Fülle ſeiner Gedanken und
in der Geſchloſſenheit der Darſtellung auch auf diejenigen, die der
eng=
liſchen Sprache nicht mächtig waren. Die große Schwierigkeit der
Ueber=
tragung eines ſo abſtrakten philoſophiſchen Gedankenganges machte ſich
bemerkbar. Bei der großen Hitze und nach der Anſtrengung des langen
Vorleſungstages, fiel es der Zuhörerſchaft ſchwer, dieſem Programm des
Kulturwillens der fernen Kontinente in vollem Umfange zu folgen, und
doch waren ſich die Zuhörer bewußt, einen hiſtoriſchen Augenblick zu
erleben, in dem dieſer Exponent der amerikaniſchen Wiſſenſchaft ſich den
deutſchen Pädagogen entgegenſtellte. Leider befiel den Philoſophen
ge=
rade am Schluß ſeiner Vorleſung ein leichtes Unwohlſein. Die Zu=
hörerſchaft und die deutſchen Pädagogen werden dem amerikaniſchen
Profeſſor Dank wiſſen, daß er es trotz der Mühen einer langen Reiſe
und einer Fülle weittragender Aufgaben auf ſich genommen hat, dieſe
Rede in Mainz zu halten. Profeſſor Dr. Kilpatrik darf den Eindruck
mitnehmen, daß dieſe Auseinanderſetzung mit den Grundſätzen ſeiner
Philoſophie eine nachhaltige Wirkung bei allen Beteiligten erzeugt hat,
und darum nicht vergeblich geweſen iſt.
Bg. Vilbel, 30. Auguſt. Vor einigen Jahren erkrankte ein Mädchen
in Maſſenheim an Kopfgrippe. Seitdem litt das Mädchen an geiſtigen
Störungen und trug ſich wiederholt mit Selbſtmordgedanken. Seit
Samstag wurde es plötzlich vermißt. Vergeblich ſuchten die Angehörigen
agelang nach ihm. Heute morgen wurde die Leiche des unglücklichen
Mädchens in der Nidda geländet. Anſcheinend hat es in einer neuen
Umnachtung den Tod geſucht.
Bp. Bad=Nauheim, 30. Aug. Ein Faſadenkletterer am
Werk. Ein etwa 2jähriger Mann, der mit einem Sweater, dunkler
Kniehoſe und ſchwarzer Baskenmütze bekleidet war, hat ſich in den
geſtri=
gen Frühſtunden als Faſadenkletterer betätigt. Er beſuchte in einem
Kurheim verſchiedene Schlafzimmer und wurde ſchließlich dabei
ver=
ſcheucht. Die Polizei fahndet nach dem Einbrecher.
Aus den Parkeien.
F. Eberſtadt, 30. Aug. Am Mittwoch abend fand im Saake
des Gaſthauſes „Zur Eiſenbahn” (Hartmann) eine von der Ortsgruppe
Eberſtadt der Deutſchen Demokratiſchen Partei veranſtaltete
Verſamm=
lung ſtatt, in der Gemeinderat Peter Heißt über das Thema: „Die
bevorſtehenden Kommunalwahlen und die Finanzpolitik der Gemeinde‟
referierte. Redner ging zunächſt auf die Kommunalwahlen näher ein,
von denen er ſagte, daß ihre Bedeutung in weiten Kreiſen noch vielfach
unterſchätzt würde. Sachlich und parteitaktiſch ſei die Arbeit in den
Gemeindevertretungen deswegen von ſo großer Bedeutung, weil ſich in
den Gemeinden die Wirkung der Geſetzgebung auf allen Gebieten dem
Einzelnen gegenüber am unmittelbarſten und fühlbarſten auswirke und
weil ſich hier in der Art der praktiſchen Handhabung der Geſetze der
Geiſte offenbare, von dem die Gemeindeverwaltungen und ihre
Vertretun=
gen erfüllt ſeien. Aufgabe der Parteien ſei es, bei den bevorſtehenden
Wah=
len Männer und Frauen in die Gemeindevertretungen zu bringen, die
auf dem Boden politiſcher, wirtſchaftlicher und kultureller
Gerechtig=
keit und Ordnung ſtehen und beſonders in finanziellen Dingen ein
Muſterbeiſpiel der Selbſtverantwortlichkeit ſind. Redner behandelte
ſo=
dann die Löſung der Gasfrage, indem er auf die Gründung der „Neue
Gaswerk Eberſtadt A.=G.” und die zwiſchen ihr und der Gemeinde
ge=
ſchloſſenen Verträge näher einging. Als weſentlich bezeichnete er es,
daß es der Gemeinde gelungen ſei, das Elektrizitätswerk in ihre Hand
zu bekommen. Im weiteren Verlauf ſeines Referates übte Redner
ſcharfe Kritik an der Finanzpolitik der Gemeinde, deren Entwicklung
man mit wachſender Beſorgnis gegenüberſtände. Insbeſondere wandte
ſich Redner gegen die Anleihewirtſchaft, die er bei der diesjährigen
Voranſchlagsberatung wiederholt bekämpft habe. Lehrer Heinrich
Schneider der die Verſammlung leitete, dankte dem Referenten
für ſeine ausführliche Berichterſtattung, an die ſich eine recht rege
Dis=
kuſſion anſchloß.
Nachrichten des Standesamts Darmſiadt.
Geſtorbene. Am B. Auguſt: Horſt Friedrich Chriſtian Huber,
J., Kranichſteiner Straße 22. Am 24. Auguſt: Dorothea Reith, geb.
1mende, 84 J., Witwe des Privatmanns, Krawichſteiner Straße 36.
Im 25. Auguſt: Marie Elifabeth Brunner, geb. Geiſt, 82 J., Witwe
ud
der
ts Stadtſekretärs, Nieder=Ramſtädter Straße 31. Am 24. Auguſt:
(arolina Fiſcher, geb. Hiſſerich, 76 J., Witwe des Fabrikanten,
Nieder=
kamſtädter Straße 30. Sofie Vögler, geb. Klöppinger, 33 J., Ehefrau
ds Kanzleioberaſſiſtenten, Pfungſtadt, hier Grafenſtraße 9. Ernſt
Naſſing, 1 Mon., Griesheim, Kr. Darmſt., hier Grafenſtraße 9. Am
b. Auguſt: Eliſabeth Jacoby, ohne Beruf, ledig, 32 J., Ober=
Ram=
hidt, hier Alicehoſpital. Am 26. Auguſt: Margarete Fiſcher, geb.
teeger, 55 J., Ehefrau des Küchenchefs, Pfungſtadt, hier
Grafen=
fraße 9. Am 27. Auguſt: Marie Eliſabeth Jakobi, geb. Jockel, 45 J.,
fhefrau des Maurers, in Büttelborn, hier Grafenſtraße 9. Richard
(mbreit, Photograph, 30 J., ledig, Soderſtraße 8. Am 26. Auguſt:
ſuſanna Enders, geb. Sulzmann, 89 J., Witwe des Rentners,
Her=
rgunſtraße 33. Am 27. Auguſt: Martin Vollhardt, Ofenſetzer, 67 J.,
ſaupſtraße 32. Friederike Katharina Eliſabeth Chriſtiane Lämmerhirt,
b. Staab, 75 J., Witwe des Telegraphenſekretärs, Mollerſtraße 25.
im 28. Auguſt: Anna Neumeher, ohne Beruf, ledig, Lucasweg 19.
Verner Buß, 4 J., Ober=Ramſtadt, hier Erbacher Straße 25. Maria
ßchiiler, Lehrerin i. R., ledig, Soderſtraße 100. Max Auguſt Robert
Feiſch, Felbſchütz i. R., Taunusſtraße 10.
Evangeliſche Gemeinden.
14. Sonntag nach Trinitatis (1. September).
Stadtkirche. Wegen Bauarbeiten geſchloſſen.
Stadtkapelle. Samstag, 31. Auguſt, abends 8,30 Uhr: Andacht.
bonntag, 1. Sept., vorm. 8,45 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Kle=
ſerger. — Vorm. 10,15 Uhr: Hauptgortesdienſt. Pfarrer. Heß. —
ſorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel. — Abends
Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Lautenſchläger.
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Profeſſor Dr.
Iimmermann.
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 3. Sept., abends 8 Uhr:
Nädchenvereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 4., und
Sams=
ag, 7. Sept., nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der Stadtgemeinde.
Samstag, 7. Sept., abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der
Stadt=
ſemeinde, Poſaunenchor.
Feierabend (Stiftsſtraße 51). Sonntag, 1. Sept., vorm. 9 Uhr:
ſhriſtenlehre für die Markusgemeinde (Knaben und Mädchen). Pfarrer
Zogel.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 1. Sept., vorm. 9 Uhr:
hriſtenlehre für die Kaplaneigemeinde. Pfarrer Heß. — Vorm. 11,15
Uhr: Kindergottesdienſt der Stadtkirche. Pfarver Heß. — Abends
Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Montag, 2. Sept.,
bends 8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde (ältere Abreilung). —
Nännervereinigung der Lukasgemeinde: Bericht über die
Hauptver=
ammlung des Heſſiſchen Landesverbandes ev. Männevvereinigungen
in Bingen von Kaufmann Schork. — Dienstag, 3. Sept., abends 8 Uhr:
Lirchenchor der Stadtkirche (Wiederbeginn der Singpvoben).
ſugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Mädchenvereinigung der
Re=
ormationsgemeinde (jüngere Abteilung). — Mittwoch, 4. Sept., nachm.
—4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde. — Nachm. 4—6 Uhr:
Frauen=
erein der Lukasgemeinde (Guſtav=Adolf=Kreis) — Abends 8 Uhr:
Lirchenchor der Stadtkapelle und Schloßkirche (Wiederbeginn der
Sing=
roben). — Jugendbund der Markusgemeinde (ältere Abteilung). —
Nädchenvereinigung der Reformationsgemeinde (ältere Abteilung).
Lonnerstag, 5. Sept., abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der
Stadt=
emeinde. — Jugendbund der Lukasgemeinde (jüngere Abteilung). —
Freitag, 6. Sept, abends 8 Uhr: Jugendbund der Markusgemeinde
jüngeve Abteilung). — Jugendbund der Kaplaneigemeinde.
Walderholungsſtätte am Befſunger Forſthaus. Sonntag, 1. Sept.,
ſorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Goethe.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarxer Köhler.
Kraukenpflege durch Diakonen: Hauptſtation im Diakonenheim,
Geidelbergerſtraße 21. Fernſprecher 2883.
Ev. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17. Fernſprecher
379. Sprechſtunden vormittags von 10—12 Uhr: Jugendfürſorge,
Su gendgerichtshilfe, Soziale Gerichtshilfe, Rechtsauskunftsſtelle (auch
Steuer= und Verſicherungsangelegenheiten), Beratung in
Woh=
ilngsangelegenheiten, Eheberatung, Trinkerfürſorge, Wanderer= und
Drfangenenfürſorge.
Gemeindeamt für kirchliche Steuerangelegenheiten: „Gemeindehaus,
ie sſtraße 17, Vorderhaus, 1 Treppe. Geſchäftsſtunden vorm. von 8 bis
12 Uhr und nachm. von 3—6 Uhr. Fernſprecher 2379
Sprechſtunde des Lutherbauvereins: Donnerstag 6—8 Uhr im
Feier=
be ud.
Evangeliſches Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51):
Rechts=
ilSkunftsſtelle. Sprechſtunden vorm. von 10—1 Uhr. Fernſpr. 2288.
Martinskirche. Vorm. 7.30 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer
Lau=
erſchläg .. — Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre für die Martinsgemeinde
DE, 1. Abteilung in der Martinskirche. Pfarrer Beringer; für die
Mrirtinsgemeinde Weſt, 1. Abteilung im Gemeindehaus. Landeskirchen=
Tar D. Waitz; 2. Abteilung im Gemeindehaus. Pfarrer Bergér. —
Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls.
Aarrer Bergér. Anmeldung von 9,30 Uhr an in der Sakriſtei.
Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt für die Martinsgemeinde Weſt.
PFarrer Bergér.
Märtinsgemeinde (Verſammlungen). Dienstag, den 3. Sept., abends
1 Uhr, im Martinsſtift: Kiuchenchor; im Gemeindehaus: Jugendver=
einigung. — Donnerstag, den 5. Sept., abends 8 Uhr, im
Gemeinde=
haus: Mädchenvereinigung Weſt; Mauerſtraße 5: Poſaunenchor.
Freitag, den 6. Sept., abends 3 Uhr, im Gemeindehaus:
Jugendvereini=
gung (ältere Abteilung).
Johanneskirche. Samstag, den 31. Auguſt, abends 8 Uhr:
Chriſten=
lehre des Nordbezirks im Gemeindehaus. — Sonntag, den 1. Sept.,
vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Marx. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Montag, 2. Sept., abends 8 Uhr: Mütterabend.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10
Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Georgi. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre
für die 2. Abteilung. Pfarraſſiſtent Lic. zur Nieden. — Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Studiendirektor Dr. Avemarie. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Diakon Uſchener.
Veranſtaltungen: Sonntag, 1. Sept., abends 8,15 Uhr:
Jugendvereinigung. — Montag, 2. Sept., nachm. 3 Uhr:
Vorſtands=
ſitzung des Frauenvereins. —. Abends 8,15 Uhr: Mädchewvereinigung.
— 8.15 Uhr: Kleiner Kreis der Jugendvereinigung. — Dienstag,
3. Sept., abends 8,15 Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch, 4. Sept., nachm.
3 Uhr: Sitzung der Frauenhilfe. — Abends 8,15 Uhr: Bibelſtunde der
Jugendgemeinde. Pfarraſſiſtent Lie. zur Nieden. — Donnerstag,
5. Sept., abends 8,15 Uhr: Monatsverſammlung der
Männervereini=
gung, Ausſpracheabend über die letzten Tagungen. — Freitag, 6. Sept.,
abends 8 Uhr: Mädchenchor. — 8.15 Uhr: Kirchenchor. — Samstag
7. Sept., abends 8 Uhr: Singekreis.
Pauluskirche. Vorm. 8,30 Uhr: Chriſtenlehre (Weſtbezirk). Pfarrer
Müller. — Vorm. 9,30 Uhr: Feſtgottesdienſt anläßlich der 300=
Jahr=
feier des Gymnaſiums. Prälat D. Dr. Diehl. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Müller.
Veranſtaltungen: Sonntag, 1. Sept., vorm. 6,24 Uhr:
Ab=
fahrt des Jugendbundes zum Verbandsfeſt in Mainz (Rheinfahrt). —
Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung. — Montag, 2. Sept., abends
8 Uhr: Jugendbund. — Mittwoch, 4 Sept., abends 6 Uhr: Spielwieſe.
— Freitag, 6. Sept., abends 8 Uhr: Singekreis. — Samstag, 7. Sept.:
Turnen der Jugendvereinigung.
Stiftskirche. Samstag, 31. Auguſt, abends 8 Uhr: Beichte. —
Sonn=
tag, 1. Sept., vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit hl. Abendmahl.
Pfarrer Hickel. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Evang.
Sonntagsverein: Teilnahme am Verbandsfeſt in Mainz. — Abfahrt
6,24 Uhr Hauptbahnhof. — Donnerstag, 5. Sept.: Die Betſtunde
fällt aus.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Gebets=
ſtunde. — Vorm. 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Uhr:
Bibelſtunde. Prediger Semmel. — Montag, nachm. 4 Uhr:
Miſſions=
arbeitsſtunde. — Abends 8,30 Uhr: Kriegerdankbund. — Dienstag,
nach=
mittags 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. — Abends 8,30 Uhr: Blaukreuz=
Bibelſtunde. — Mittwoch, abends 8,30 Uhr: Gem. Ghor. —
Donners=
tag, abends 8,30 Uhr: Bibelſtunde. — Freitag, abends 8,30 Uhr:
Bibel=
ſtunde in der Kinderſchule, Beſſungerſtr. 80. Prediger Semmel. —
Samstag, abends 6—7 Uhr: Eiſenbahner=Vereinigung. — 8,15 Uhr:
Poſaunenchor.
Voranzeige: Sonntag, den 8. Sept.: Jahresfeſt der
Stadt=
miſſion und des Jugendbundes für E. C.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. — 4,45 Uhr:
Bibalbeſprech=
ſtunde für junge Mädchen. — Abends 8,30 Uhr: Weiheſtunde. —
Diens=
tag, abends 8,30 Uhr: Mädchenkreis. — Mittwoch, abends 8,15 Uhr:
Freundeskreis für junge Männer. — Donnerstag, abends 8 Uhr:
Gebetsſtunde für junge Männer.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtraße 22,
In=
fanteriekaſerne, Hof links). Sonntag, 1. Sept., vorm. 8,30 Uhr:
Weiß=
kreuzſtunde. Bundesgauwart Dornemann. — Vom 1. bis 6. September
ſpricht Herr Dormemann über folgende Themen: Sonntag, abends
8 Uhr: „Hatte Jeſus auf Erden nur wenig Erfolg?” — Montag: „Hat
Jeſus nur unter Iſrael gewirkt? — Dienstag: „Ein auserwählt Rüſtzeug
Jeſu Chriſti” — Mittwoch: „Ein auserwählt Rüſtzeug Jeſu Ghriſti”,
(Fortſetzung). — Donnerstag: „Der Apoſtel Programm und des Herrn
Plan”. — Freitag: „Der Angriff des Herrn auf Europa” —
Sams=
tag, nachm. 3 Uhr: Jungſcharſtunde. — Sonntag, 8. Sept., abends
8,30 Uhr: Mitgliederverſammlung.
B.=K., Bund deutſcher Bibelkreiſe (Alexanderſtraße 22,
Infanterie=
kaſerne, Hof links). Samstag, den 31. Auguſt, nachm. 4,30—5,30 Uhr:
Spielen im Heim — 5,30—6,30 Uhr: Bibelſtunde. —
Samstag/Sonn=
tag, 7./8. Sept.: Landheim=Sonntag. Näheres durch die Schulvertreter.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie für Tonkunſt,
Eliſabethenſtraße). Sonntag, den 1. Sept., vorm. 10 Uhr:
Menſchen=
weihehandlung mit Predigt. Vorm. 11,20 Uhr: Kinder=Sonntags=
Handlung.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Chriſtlich wifſenſchaſtliche Vereinigung (Chriſtian Science Society)
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtr. 3. Bottesdienſte jeden Sonutag,
vorm. 10 Uhr, und jeden erſten Mittwoch im Monat, abends 8,15 Uhr.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, vorm. 11.15
Uhr: Sonntagsſchule. Nachm. 4.30 Uhr: Wortverkündigung. —
Mitt=
woch, abends 8.15 Uhr: Gebetſtunde. — Freitag, abends 8.15 Uhr:
Wort=
betrachtung. Jedermann herzlich eingeladen.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, den
1. Sept., vorm. 9,30 Uhr: Andacht. Nachm. 3 Uhr: Jugendbund; abends
8 Uhr: Evangeliumsberkündigung. — Mittwoch, abends 8,15 Uhr:
Bibelſtunde. Jedermann herzlich eingeladen.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 2. Sept., abends 8,30 Uhr,
im Feierabend, Stiftſtraße 51: Bibelſtunde.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße 17.
Sonntag, den 1. Sept., vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Um 11 Uhr:
Sonntagsſchule. Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Abends 8,15 Uhr:
Jugendſtunde. — Mittwoch, den 4. Sept., abends 8,15 Uhr:
Bibel=
ſtunde. (Vom 8. bis 15. September Evangeliſationsvorträge vom Herrn
K. W. Felgener.) Zu allen Verſammlungen jedermann freundlichſt
ein=
geladen.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Eliſabethenſtraße 44. Sonntag, vorm.
10 Uhr: Predigt. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Nachmittags 3 Uhr:
Spaziergang mit der Sonntagsſchule (Böllenfalltor, Spielwieſe). Abends
8 Uhr: Predigt. — Montag, abends 8,15 Uhr: Jugendverein (
General=
verſammlung). — Dienstag, abends 8,15 Uhr: Singſtunde. —
Mitt=
woch, nachm. 3 Uhr: Frauenmiſſionsverein, Mädchenbund und
kateche=
tiſcher Unterricht. 5 Uhr: Knabenbund. — Donnerstag, abends 8,30
Uhr: Bibelſtunde. Jedermann iſt fveumdlich eingeladen. Prediger
P. Schanz.
Heilsarmee (Schulzengaſſe 8). Sonntag früh 8 Uhr:
Gebetsvev=
ſammlung. 10 Uhr: Heiligungsverſammlung. 11,30 Uhr:
Kompagnie=
verſammlung für Kinder. Nachm. 3 Uhr: Wegweiſerverſammlung für
Kinder. 4,30 Uhr: Waldverſammlung (Oberwaldhaus), 5 Uhr:
Kinder=
verſammlung (Spielwieſen). Abends 8 Uhr: Heilsverſammlung. —
Montag, abends 8 Uhr: Jugendliga für Mädchem. — Dienstag, abends
8 Uhr: Mitgliederverſammlung. — Mittwoch, nachm. 5 Uhr:
Kinder=
verſammlug. Abends 8 Uhr: Heilsverſammlung. — Donnerstag,
abends 8 Uhr: Heimbund für Frauen und Mädchen. — Freitag, nachm.
5 Uhr: Kinderverſammlung. Abends 8 Uhr: Heiligungsverſammlung.
Neuapoſtoli he Gemeinde Darmſtadt I., Hinde aburgſtr. (ehem.Kaſino).
Sonntag, den 1. Sept., vorm, 9,30 Uhr, nachm. 4 Uhr, und Mittwoch,
den 4. Sept., abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neugpoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt II., Bismarckſtraße 54,
Sonntag, den 1. Sept., vorm, 9,30 Uhr, nachm. 4 Uhr, und Mittwoch,
den 4. Sept., abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Freunde und Gönner herzlich willkommen.
Auswärtige Gemeinden.
Evangel. Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, 8.45 Uhr: Chriſtenlehre
der Mädchen; 9.30 Uhr: Gottesdienſt; 11 Uhr: Kindergottesdienſt;
15 Uhr: Spaziergang des Frauenvereins zum Frauen=Erholungsheim.
— Montag, 20 Uhr: Poſaunenchor. — Dienstag, 20 Uhr: Frauenverein,
19.30 Uhr: Mädchenvereinigung. — Mittwoch, 20 Uhr:
Kirchengeſang=
verein. — Freitag, 19.30 Uhr: Wartburgverein. — In der Provinzial=
Pflegeanſtalt Gottesdienſt 13.30 Uhr.
Euangel. Gemeinde Roßdorf. Sonntag, vorm. halb 10 Uhr,
Gottes=
dienſt, Pfarver Schweickart=Darmſtadt. — Freitgg: Jugendbund
Wart=
burg.
Evang. Gemeinde Traiſa. Sonntag, 1. Sept., vorm. 9,30 Uhr:
Hauptgottesdienſt. 10,30 Uhr: Chriſtenlehre. Nachm. 1 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt der Kleinen. 2 Uhr: Kindergottesdienſt der Großen. —
Montag: E. J. G. Mädchenabend. — Mittwoch: E.J. G. Jungenabend.
Evang. Gemeinde Nieder=Ramſtadt. Sonntag, 1. Sept., vorm.
9,30 Uhr: Hauptgottesdienſt. 10,30 Uhr: Chriſtenlehre. — Montag:
Jugendvereinigung. — Dienstag: Kirchenchor. — Mittwoch:
Jung=
mädchenverein. — Donnerstag: Frauenverein.
Evang. Kirche Ober=Ramſtadt. Samstag, 31. Aug., nachm. 5,23
Uhr: Abfahrt des Jugendvereins zur Neckarwanderung. — Sonntag,
1. Sept., 9,30 Uhr: Gottesdienſt (Studienrat Krämer=Darmſtadt). —
Mittwoch: Kirchenchor. — Donnerstag: Mütterabend in der
Kinder=
ſchule. Uebung des Poſaunenchors in der Kiuche. — Freitag:
Mädchen=
verein. — Samstag: Gemeindeabend anläßlich des am 8. September
ſtattfindenden Guſtav=Adolf=Feſtes.
Evang. Kirche zu Erzhauſen. Sonntag, 1. Sept., vorm. 9 Uhr:
Chriſtenlehre. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. 11 Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung. — Mittwoch:
Jungmann=
ſchaft (im Pfarrhaus, Bibelkreis). — Donnerstag: Kirchenchor. —
Frei=
tag: Mädchenvereinigung (Bibelkreis). — Samstag: Jungmannſchaft.
Auswärtige Gemeinſchaften.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Arheilgen, Alte=Darmſtädterſtraße 14.
Sonntag, den 1. Sept., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 5. Sept.,
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neugpoſtoliſche Gemeinde Griesheim (Groß=Gerauer Straße 3)
Sonntag, den 1. Sept., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, dem 5. Sept.,
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Eberſtadt (Weingartenſtraße Nr. 35);
Sonntag, den 1. Sept., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 5. Sept.,
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Nieder=Ramſtadt, Bahnhofſtraße 25.
Sonntag, den 1. Sept., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 5. Sept.,
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Roßdorf (Diebuvger Straße Nr. 22).
Sonntag, den 1. Sept., nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 5. Sept.,
abends 8 Uhr: Gottesdienſt.
Freunde und Gönner herzlich willkommen.
Katholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauenkirche (Klappacherſtr. 44). Samstag, um 17 und um
20 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, vorm von 6 Uhr an:
Gelegenheit zur hl. Beichte. Um 7 Uhr: Frühmeſſe mit Austeilung der
hl. Kommunion vor und in der hl. Meſſe. Um ½00 Uhr: Hochamt und
Predigt. Vorher Austeilung der hl. Kommunion. Nachm. um 14 Uhr:
Chriſtenlehre und um 14.30 Uhr Andacht. Werktags: hl. Meſſe um 6.15
Uhr. Donnerstag, 18 Uhr: Beichte. Vorher Eliſabethenverein. —
Freitag, 6 Uhr: Herz=Jeſu=Meſſe. — Montag und Freitag, abends
Uhr: Jugendverſammlung, Hermannſtraße 43.
Martinskapelle (Ecke Herdweg und Bruchwieſenſtraße). An allen
Sonn= und Feiertagen 8 Uhr hl. Meſſe und Predigt. Um 7.45 Uhr
Beichtgelegenheit. Vor und in der hl. Meſſe Austeilung der hl.
Kom=
munion. Während der Schulzeit Dienstags und Freitags hl. Meſſe
um 6.15 Uhr. Vorher Beichtgelegenheit.
Eine durchgreifende Preissenkung!
Einige hundert Paar farbige
MerzTatdtie
Schuhhaus Friedrich Soeder
(13711
Ludwigstr. 12
Inh.: Paul Ma ihä-
HHH
Dr. phil. nat. Dipl. Ing. Paul Schaller
Erna Bchaller, geb. Kattwinkel
Vermählte
31. Auguſt 1929
Sterkrade (Rhld.), Wilhelmſtraße 29
(13701
Bernhard Hechler
Jda Hechler, geb. Glück
Vermählte
Heinheimerstr. 96.
Kirchl. Trauung: Sonntag, den 1. September 1929,
nachmittags 3 Uhr, in der Martinskirche.
Ihre Vermählung beehren ſich anzuzeigen
Karl Vogt
Marie Vogt
geb. Schimpf
Darmſtadi, den 31. Auguſt 1929.
Soderſtr. 48.
Kirchl. Trauung: Sonntag, den 1. September, nachmittags
2½ Uhr, in der Stadtkapelle.
43727
T
Dr. Hans Aschaffenburg
Anne Ascheffenburg
geb. Heinicke-Stier
Vermählte
Zi. August 1929
Köln
Berlin
z. Zt. Darmstadt, Steinackerstraße 1
(13718
Kagaagg.
Friedrich Pfeiff
Elisabeth Englert
geb. Neff
VERMAHLTE
Darmstadt, den 3i. August 1928.
Chriſtian Müller
Eliſabeth Müller
geb. Pfeifer
Vermählte
Wienerſtr. 49
Niederſtr. 19
Kirchliche Trauung: 1. September,
nachm. 3 Ur, in der Stadtkapelle.
Ihre Vermählung geben bekannt
Otto Michel
Ella Michel, geb. Neuhaus
Darmſiadt
Herrngartenſtr. 9 Heidelbergerſtr. 102
Kirchliche Trauung am Sonntag, den
4. Sepiember 1929, nachmittags 3 Uhr,
in der Petruskirche.
Die glückl. Geburt einer Tochter zeigen hierdurch an
Georg von Küchler
Oberstleutnant im Reichswehrministerium
Lisa von Küchler
geb. von Enckevort
z. Zt. Darmstadt, Privatklinik Dr. Wolff, Riedeselstr. 52
dag 39. August 1929.
Kreisverband der Freiw. Fenerwehren, Darmtadt.
Hiermit die traurige Nachricht, daß unſer Kamerad
Philipp Kunz II.
Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen
verſtorben iſt.
Die Beerdigung findet Samstag, den 31. Auguſt 1929,
nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhauſe, Gute
Garten=
ſtraße 33 aus ſtatt.
Der Kreisverband.
Karpfinger, Kreisfeuerwehr=Inſpeltor
Da mſtadt, den 30. Auguſt 1929.
Für die mir an meinem 80. Geburte.
tage ſo zahlreich erwieſenen
Aufmeri=
ſamkeiten ſeglicher Art herzlichen Dank.
Georg Maul
13703)
Roßdörferſtraße 43.
Todes-Anzeige.
Heute entſchlief ſanft nach längerem,
mit Geduld ertragenem Teiden meine
innigſigeliebte Frau, unſere
treu=
beſorgte Mutter, Schwiegermutter
und Großmutter
Frau
Dit Eeal
im 6r. Lebensjahre.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Konrad Hermann.
Darmſtadt, Große Kaplaneigaſſe 49,
Dorndiel, Hering, Hopfgarten,
den 30. Auguſt 1929. (13789
Die Beerdigung findet Montag,
den 2. September, nachmittags
3 Uhr, von der Kapelle des
Wald=
friedhofs aus ſtatt.
Dankſagung.
Für die Beweiſe der Teilnahme
bei dem Heimgang unſerer lieben
Tante danken wir herzlich.
Be=
ſonderen Dank den
Barmher=
zigen Schweſtern für ihre
liebe=
volle Pfiege.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Familie Hechler.
Rt
Zum Einmachen:
Friſche Preißelbeeren . . . 40 Pfund 3.50
Süße Mirabellen
. 10 Pfund 2.20
Billige Trauben. Billige Bananen pfd. 0.35
n Ludwigſte. 6 und Früchteſtand
Faßbender an Marzt, gegenller Tiet.
Eine schöne Sammlung
Aauarelle und Handzeis
Pauldeber
habe sehr preiswert abzugeben.
Für Liebhaber günstige Gelegenheit.
Kunstsalon Julius Hergt.
Der
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11 W2 durch die
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Samstag, den 31. Auguſt 1929
Seite 11
Toit Tant ang snnan
Tennis.
Aluhturnier des Tennis= und Gisklubs auf den
Plähen am Böllenfalltor.
lnter der tatkräftigen Leitung des Herrn Freſenius ſind die offenen
qurrenzen des Turniers bereits weitgehend gefördert worden. Die
e, mit Vorgabe allerdings, werden bis Sonntag kaum ihren
Ab=
finden, da das unerwartete Dazwiſchenkommen des
Entſcheidungs=
ve um die Bezirksmeiſterſchaft die urſprünglich geplante
Durchfüh=
m des Turniers unmöglich macht.
Im Herren=Einzel der Klaſſe 4 um die Klubmeiſterſchaft gab es
ne recht harte Kämpfe, und auch die Ueberraſchungen ließen nicht
ſich warten. Dr. Jvers, wegen ſeines geſchnittenen Spiels gefürchtet,
me, nachdem er den erſten Satz für ſich entſchieden hatte und auch im
men in Führung lag, doch noch L. Mueller die Lorbeeren laſſen.
Sieger aus dieſem Kampf gab inzwiſchen Sennewald, wie immer
läſſig ſpielend, das Nachſehen. Samesreuter, der vorher Buente
Fertigt hatte, unterlag indisponiert der auf Sicherheit eingeſtellten
4 Kraemers. Kraemer mußte dann in Claß den Ueberlegenen mit
ſ6:2 anerkennen. Wie Claß, hat auch Kleinlogel ſich bereits bis
„Vorſchlußrunde durchgeſpielt. Kleinlogel ſchlug zuerſt den Junior
ſtller in überlegener Manier 6:2, 6:0, ließ dann Dr. Moesner, den
urrafchungsſieger über Dr. Merck, nach ſchönem Kampf hinter ſich
Arang ſchließlich Eſche um den dritten Preis 7:5, 6:2 nieder. Er
u nun gegen den Sieger aus dem bevorſtehenden Spiel zwiſchen
beier und Flimm um den Eintritt in die Schlußrunde ſtreiten.
Auch bei den Damen ſah man viele feſſelnde Spiele. Beſondere
ſorhebung verdient das Spiel Frl. Pfotenhauer gegen Fr. Sander,
AYerſter nur vermöge ihrer großen Sicherheit und Ruhe für ſich
ent=
ſ wen konnte. Den Eintritt in die Vorſchlußrunde verwehrte ihr Fr.
Uhnberg, die erſtaunliche Ausdauer zeigte. Auch Frl. v. Loew hat
Nchuzwiſchen als eine der 4 Beſten in der Damenkonkurrenz
quali=
füzrt. Gegen Frl. Loy, das ſich ihr entgegenſtellte, hatte ſie zuvor in
eung beſonders ſchönen Match ihre Ueberlegenheit bewieſen. Frl.
zu bew wird nun gegen Frl. Fiſcher, Fr. Uhlenberg gegen die Siegerin
goder noch ausſtehenden Begegnung Seuffert—Scriba um den
Ein=
u in die Schlußrunde kämpfen. Genannt werden ſoll auch das ſehr
Spiel von Fr. Wittich gegen Frl. Roth, das erſtere als Siegerin
Gegen Frl. Fiſcher hatte dann aber Fr. Wittich einen ſchweren
ſiund: 2:6, 3:6.
Im Herren=Einzel der Klaſſe B haben ſich Colin und Mickel zur
cußrunde durchgekämpft.
Das Damendoppel brachte die überraſchende Niederlage von Frl.
Pſenhauerſv. Loew gegen v. Weber/Schmuttermeher.
Ergebniſſe des Freitag:
Vor einer ſtattlichen Zuſchauermenge wurden die Spiele unter der
Mu
gunezu vorbildlichen Leitung des Herrn Freſenius bei ſtrahlendem
Wgter weit gefördert. Im Herren=Einzel um die Klubmeiſterſchaft
häh ſich als letzte vier Werner, der nach ſchönem Spiel Flimm / Von den am kommenden Sonntag von der Fußballabteilung der
6f1:3 ſchlug, Kleinlogel, Brandenberger nach ſeinem Sieg
üe Sennewald 6:2 4:6 6:4 und Claß qualifiziert. Kleinlogel
er=
ryite ſogar ſchon die Schlußrunde, indem er Werner in flottem
An=
lau gri 6:1 6:2 hinter ſich ließ.
Bei den Damen beſtreiten Frl. Fifcher und Frl. Seuffert
plett / d44Schlußſpiel; erſtere durch ihren Sieg über Frl. v. Loew. der mit
lieferbaf 8ä8:3 nur recht knapp errungen wurde; letztere, indem ſie Frl.
Ulen=
eneraluen bü.n ziemlich glatt das Nachſehen gab.
to Dam Die Schlußrunde im Herren=Einzel der Klaſſe B lag zwiſchen den
einheinen büicn Junioren Mickel und Colin, von denen Mickel nach völlig
aus=
nalhenem Kampf mit 5:7 6:3 10:8 glücklicher Sieger wurde. In den
auden Konkurrenzen wurden keine Spiele von beſonderer Bedeutung
ſausetragen, trotzdem in allen Runden flott geſpielt, wobei die erfreu=
Ug Beobachtung gemacht werden konnte, daß die Spielſtärke nicht nur
bä den Cracks”, ſondern gerade auch bei den Spielern der zweiten
Mie ſich allgemein ſehr gehoben hat.
Im Samstag (heute) werden das Damen=Einzel und das Damen=
Wpel zu Ende geſpielt, die erſten ſechs Herren wegen des
bevorſtehen=
daMeiſterſchaftskampfes ſpielfrei gehalten, dagegen beſonders die
Wrabekonkurrenzen gefördert. Spielbeginn für ſämtliche Teilnehmer
parlich 3 Uhr.
Eicheidungsſpiel um die Meiſterſchaft des Bezirks Heſſen und
Vie wir beseits meldeten, findet morgen Sonntag auf den Plätzen
am Böllenfalltor das Schlußſpiel um die Meiſterſchaft des Bezirks
Ein und Heſſen=Naſſau zwiſchen dem Tennis= und Eisklub Darmſtadt
zuſdem Tennis= und Hockeyklub Wiesbaden ſtatt. Die Wiesbadener
Wunſchaft, die als erſten Spieler Froitzheim ſtellt, trifft gegen
Bür auf den Plätzen am Böllenfalltor ein, ſo daß mit dem Beginn
dür Spiele um halb 3 Uhr gerechnet werden muß. Von
Nichtmitglie=
duy wird ein Eintritt von 2 Mark erhoben. Mitglieder des Tennis=
und Eisklubs haben nur gegen Vorweis, der Mitgliedskarte freien
Oſinrit:
Segelflug.
Segelflugſpork im Odenwald.
Beitere Erfolge der Jungfliegergruppe des Heſfenflieger=Vereins
ſr Luftfahrt e. V. Darmſtadt im 10. Rhön=Schulungswettbewerb
auf dem Forſtberge bei Groß=Bieberau.
Die Jungfliegergruppe des Heſſenflieger=Vereins Darmſtadt ſchreibt
mii zus dem Fliegerlager Groß=Bieberau, 29. Auguſt:
Um 26. Auguſt legten folgende Flugſchüler ihre 4=Prüfung ab:
Karl Beetz,
Theodor Ganßert,
Walter Wittmer,
Dipl.=Ing. Adler.
lungflieger Willi Röhrig konnte durch feinen Flug, der eine
ſſwe S=Kurve darſtellte, die B=Prüfung abgenommen werden.
Im 27. Auguſt wurden 21 Starts getätigt.
den Beweis, daß auch der Kampfflieger aus dem Weltkriege nicht
auln das Motorflugzeug zu meiſtern imſtande iſt, erbrachte. Herr
Biſ=Ing. Adler von der Gewerbeinſpektion Darmſtadt. Kurz
ent=
ſ Aſen zeigte er ſofort nach Sicht der Maſchine ſeine Meiſterſchaft im
Gllefliegen.
Daß auch die Regierung, infonderheit der Miniſter des Innern
Veuhner dem Segelflug die nötige Aufmerkſamkeit widmet, bewies der
EFnte Beſuch des Miniſters, der in Begleitung des Herrn Direktors
Aiundes von der Heag erfolgte. Die Leiſtungen der Schüler übertrafen
B/Erwartungen beider Herren bei weitem. Die Flüge des jüngſten
AAliedes der Gruppe, des wohl jüngſten Gleitfliegers Deutſchlands,
Nuz Stöckeler, erweckten beſonderes Erſtaunen, ſo daß ſich die
bAn Herren genötigt ſahen, ihn zu ermuntern, auf gleicher Bahn
f1tfahren und ſeine Leiſtungen zu ſteigern. — Daß die Jungflieger
Aih ihrer ſportlichen Betätigung auch das Bedürfnis haben, kamerad=
Kliche Verbundenheit zu pflegen, förderte ein Picknick zutage, dem
9Abeiden Herren beiwohnten. Vorzüglicher Zwetſchenkuchen und
Auß der Gruppe für ihre Leiſtungen und forderte ſie auf, weiter ihr
20 zur Geſundung und zum Wiederaufbau Deutſchlands beizutragen
1Aden als vorbildlich vorgefundenen Kameradſchaftsgeiſt ſtändig zu
Ven.
Der 28. Auguſt brachte zehn Starts, die hauptſächlich weitere Flüge
Uanmuriger Landung darſtellten. Den Abfchluß des Tages bildete
tölug des Herrn Dipl.=Ing. Adler auf „Gewerberat‟. Adler er=
1öfe aus dem Start eine ziemliche Höhe und flog eine ſchöne S=Kurve,
kämtliche Zuſchauer — die ſich ebenfalls an dieſem Tage zahlreich
Nſernden hatten — in Bewunderung verſetzte.
der Golf=Länderkampf Deutſchland—Ungarn in Frankfurt endete
freitag mit einem klaren 5:1 Sieg der deutſchen Mannſchaft.
Die Stadtmannſchaft von Nürnberg=Fürth trägt am 28. September
en Fußballfpiel gegen die Stadtmannſchaft von Kaſſel aus. Am
K darauf ſpielen die Süddeutſchen gegen Düſſeldorf.
De 2. Wetzlarer Kampffpiele wurden vom 1. auf den 8. Scptember
RA
R itz Enſel (Köln) ſchlug in Berlin den Hamburger Weltergewicht=
Mreicht in der dritten Runde k. o.
*Ee Europameiſterſchaften im Gewichtheben werden am 7. und
eptember in Wien durchgeführt.
Leichkakhlekik.
Um die Kreismeiſterſchaft des 2. Kreiſes DASB. 1891
in den leichkathlekiſchen Mannſchaftskämpfen.
Am kommenden Sonntag, vormittags 9.30 Uhr, finden auf dem
Platze von Rot=Weiß, V.f.R., in unmittelbarer Nähe des
Hauptbahn=
hofes, erſtmalig leichtathletiſche Mannſchaftskämpfe ſtatt. Die einzelnen
Diſziplinen beſtehen aus 200 Meter=Lauf, Weitſprung, Kugel= und
Steinſtoßen, Hammer= und Gewichtwerfen. Es iſt hiermit zum erſten
Male in Darmſtadt Gelegenheit gegeben, das Hammer= und
Gewicht=
werfen in höchſter Vollendung zu ſchauen. In beiden Uebungsarten
wird außerdem der Deutſche Meiſter und Rekordmann Friedrich Liſt,
Neu=Iſenburg, Rekordverſuche anſtellen. Liſt erreichte bei den
deut=
ſchen Meiſterſchaften im Gewichtwerfen (50 Pfund) 1027 Meter und
warf den Hammer über 43 Meter. Aber auch Philipp Liſt, Neu=
Iſen=
burg, ſowie die Aſchaffenburger und Dieburger Werfer kommen heuer
hart an die 40 Meter=Grenze. Auch im Stein= und Kugelſtoßen werden
beachtliche Leiſtungen von den einzelnen Konkurrenten erzielt werden.
Dasſelbe gilt von dem 200 Meter=Lauf und dem Weitſprung. Konnten
doch beiſpielsweiſe die beiden Erſten in letzterer Uebungsart beim
Gau=
feſt in Roßdorf die 6 Meter=Marke weit überſpringen. Alles in allem
ein feſſelndes Wettkampfprogramm, das in ſeiner Eigenart jeden Freund
des Raſenſports zufriedenſtellen wird. Da der Eintrittspreis ebenfalls
ſehr niedrig gehalten iſt, dürfte ein Beſuch dieſer Wettkämpfe nur zu
empfehlen ſein.
10 Jahre Schiedsrichter-Vereinigung
„Gau Bergstraße‟
Samstag, den 31. August 1929
* Uhr: Pokalturnier (Rot-Weiß-V. f. R. Sportplatz)
Schiedsricht.-Vgg. Darmstadt—Schiedsricht.-Vgg. Mainz
S.-V. 98 (Alte Herren)—Schiedericht.-Vgg. Griesheim
54 Uhr: Entscheidungen
Abends 8 Uhr im Fürstensaal:
(13726
Fest-Abend m Ball d.s 0r
Zußball.
Sporkverein Darmſtadt 1898.
98er zum Austrag zu bringenden Spielen iſt zweifellos das
Verbands=
ſpiel der Ligamannſchaft gegen den vorjährigen Tabellenzweiten der
Heſſengruppe gegen Mainz 05, das Wichtigſte. Das Treffen, das
nach=
mittags 4 Uhr beginnt, wird, wie wir ſchon betonten, geeignet ſein,
darüber Aufſchluß zu geben, inwieweit das Können der Einheimiſchen
ausreicht, um auch in der Bezirksliga eine befriedigende Rolle fpielen
zu können. Zweifellos werden die 98er gegen die routinierte,
kampf=
kräftige und techniſch gut durchgebildete Gäſtemannſchaft einen ſehr
ſchweren Stand haben, zumal die Darmſtädter gezwungen ſind, für ihre
Spieler Geher und Ruppel, die im Kampf gegen Wormatia Worms
nicht unerhebliche Verletzungen davongetragen haben, Erſatz einzuſtellen.
Die einheimiſche Mannſchaft wird demgemäß in folgender Aufſtellung
antreten:
Bärenz
Rupp
Laumann
Reick
Hillgärtner
Kratz
Hebeiſen
Eßlinger
Freh
Peth
Lehr
Man iſt ſich auf ſeiten der 98er darüber im Klaren, daß ein
Er=
folg gegen Mainz ſchwer zu erringen ſein wird, zumal die Gäſte=Elf
wohl alles aufbieten wird, um ihre ſenſationelle Niederlage des
Vor=
ſonntags gegen Langen wieder auszugleichen. Man hat aber auch zu
Heſſen=Naffau auf den Tennisplätzen am Böllenfalltor. der einheimiſchen Mannſchaft das Zutrauen, daß ſie mit dem
größt=
möglichen Energieaufwand kämpft, um das Spiel in Ehren und dann
auch vielleicht erfolgreich zu beſtehen. Vor dem Ligatreffen ſpielen die
beiderſeitigen Liggerſatzmannſchaften gegeneinander; der Spielbeginn
iſt hierbei auf 2 Uhr feſtgeſetzt. Von den weiteren aktiven Mannſchaften
der Fußballabteilung iſt nur noch die 3. Mannſchaft in einem Spiel
gegen Rot=Weiß Darmſtadt tätig. Das Programm der Jugend=
Fuß=
ballabteilung geſtaltet ſich wie folgt:
1. Jugend — 1. Jugend Mainz 05 (2 Uhr); 3. Jugend — 5. Jug.;
4. Jugend — 1. Jugend Meſſel; 1. Schüler — 1. Schüler
Ger=
mania Pfungſtadt; 2. Schüler — 1. Schüler Noßdorf.
Vikkoria Arberach -Polizeiſporlverein Darmſtadt.
Am kommenden Sonntag greift auch der Pol.SV. in die bereits
begonnenen Verbandsſpiele der Kreisliga des Kreiſes Starkenburg ein.
Das erſte Spiel hat er auswärts, und zwar in Urberach auszutragen.
Daß Viktoria Urberach noch ihre alte Spielſtärke beſitzt, hat ihr guter
Start am vergangenen Sonntag (ein 6:1 Sieg gegen Sp. V. Münſter)
bewieſen. Aber auch der Pol.SV. geht nicht ſchlecht gerüſtet in die
Ver=
bandsſpiele. Wenn die Mannſchaft aus dem Spiel gegen den Deutſchen
Meiſter noch einige Lehren in techniſcher und taktiſcher Beziehung
ange=
nommen hat, ſollte auch ein Sieg in Urberach nicht unmöglich ſein.
Hoffen wir das beſte. Jedenfalls garantieren die beſtehenden guten,
ja herzlichen Beziehungen beider Vereine einen ſchönen und fairen
Spielverlauf.
F. C. Einkrachk 1919 — Sporkverein Weikerſtadk.
Am kommenden Sonntag beginnen nun wieder die Verbandsſpiele
der Klaſſe 4. Eintracht trifft im erſten Spiele auf einen der
ſpielſtärk=
ſten Vereine der Klaſſe. Die Spiele gegen den SpV. Weiterſtadt
wur=
den von jeher ſchon in muſtergültiger Weiſe durchgeführt. Das Spiel
am morgigen Sonntag wird deshalb mit großem Intereſſe verfolgt
werden.
F. C. Union 1913 Darmſtadt — 5. C. 03 Egelsbach.
Am kommenden Sonntag, den 1. September, beginnen nun auch die
Verbandsſpiele für den F. C. Union. Erſter Gegner iſt der F. C. 08
Egelsbach. Nach dem vergangenen Sonntag zu urteilen, iſt der
Neu=
ling ſehr ernſt zu nehmen, denn ein Unentſchieden gegen den F. V.
Sprendlingen iſt beſtimmt eine Leiſtung. Union hat den Vorteil des
eigenen Platzes und wird mit einer verjüngten Mannſchaft auf den
Plan treten. Auch war eine Umſtellung durch den Abgang des
9% wurden gereicht. In beredten Worten dankte der Miniſter zum Mittelläufers erforderlich. Das Spiel findet um 11 Uhr auf der
Renn=
bahn, Heidelbergerſtraße, ſtatt. Anſchließend ſpielen die zweiten
Mann=
ſchaften
Handball.
5. 5. 5. Frankfurk — Rot=Weiß, B. f. R. Darmſtadi.
Auch der kommende Sonntag ſieht Rot=Weiß auf fremdem Platze.
Für Not=Weiß wird alles davon abhängen, wie ſich der Sturm
zu=
ſammenfinden wird und ob Meher im Tor ſtehen wird. Die
Mann=
ſchaft kann wirklich mehr als ſie in Schwanheim gezeigt hat und ſollte
auch in der Lage ſein, in Frankfurt ein günſtigeres Ergebnis zu
er=
zielen.
Kickers Offenbach -Polizei Darmſtadt.
Am kommenden Sonntag ſpielt die Polizei gegen Kickers Offenbach
in Offenbach. Wenn die Polizei zu ihrer in den letzten Spielen
gezeig=
ten Form aufläuft, iſt ein Sieg auch in Offenbach anzunehmen. Der
Spielbeginn iſt auf 11 Uhr feſtgeſetzt.
3. Mannſch. Polizei — 3. Mannſch. Sportv. 98 Darmſtadt, 14,30 Uhr.
2. Mannſch. Polizei — 1. Mannſch. Biebesheim, 15,30 Uhr.
10 Jahre Schiedsrichter=Bereinigung Gau Bergftraße
im 9.z. und 2.5.
Am heutigen Tage begeht die Schiedsrichter=Vereinigung die Feier
ihres 10jährigen Beſtehens. Als Auftakt zu dem Feſt findet am
heuti=
gen Tage auf dem Rot=Weiß=Platz, Rheinallee, ein Pokalturnier ſtatt.
Beginn 4.30 Uhr nachmittags. Es beteiligen ſich: Schiedsrichter=
Ver=
einigung Mainz, Alte Herren Sportverein 98, Schiedsrichter=
Vereinigung Hauptgruppe Darmſtadt und Untergruppe
Gries=
heim. Die Spiele ſind wie folgt angeſetzt:
Hauptfeld: 4 Uhr 30 Min.: Schiedsrichter=Vereinigung Mainz—
Hauptgruppe Darmſtadt;
Nebenfeld: 4 Uhr 30 Min.: Untergruppe Griesheim—Alte
Her=
ren Sportverein 98.
Die Sieger der beiden Spiele treten anſchließend im Endſpiel um den
Pokalſieg an, während die Unterlegenen um den 3. und 4. Platz
kämp=
fen. Da bei den Spielen lauter frühere brillante Spieler tätig ſind,
ſo iſt mit intereſſanten Spielen zu rechnen.
Abends 8 Uhr findet im Reſtaurant „Fürſtenſaal” (Grafenſtraße)
das eigentliche Feſt ſtatt, das ein gutes Programm mit anſchließendem
Tanz aufweiſt. Im Mittelpunkt der Veranſtaltung ſteht die Mitglieder=
Ehrung und die Feſtrede des Herrn Rechnungsrates Elſeſſer,
Sport=
verein 98. (Wir verweiſen auch auf die heutige Anzeige.)
Pferdeſpork.
Inkernakionale Baden-Badener Rennwoche.
Oleanders Kanterſieg.
Die Internationale Rennwoche erreichte am Freitag mit der
Ent=
ſcheidung des Großen Preiſes von Baden ihren Höhepunkt. Oleander,
dem ausgezeichneten Fünfjährigen des Frhr. S. A. v. Oppenheim,
ge=
lang es zum dritten Male, die wertvolle Trophäe an ſich zu bringen.
Der Internationale Club ſcheint fürwahr mit dem Wettergott einen
Pakt abgeſchloſſen zu haben. Vom wolkenloſen Himmel ſandte die alles
in goldenes Licht tauchende Sonne ihre faſt zu heißen Strahlen auf die
Fffezheimer Bahn hernieder. Der Beſuch war natürlich auf allen
Plätzen ein enorm ſtarker. Allenthalben konnte man neben der
deut=
ſchen Sprache auch biele franzöſiſche und engliſche Laute hören. Daß
die Damenwelt ihre neueſten und ſchönſten Toiletten bei dieſem
herr=
lichen Wetter zur Schau trug, kann weiter nicht wunder nehmen.
In dem über 64 000 Mark dotierten Großen Preis von Baden ſetzte
Oleander ſeiner bisherigen Siegesſerie wohl die Krone auf, da es ihm
gelang, den diesjährigen Derbyſieger Graf Iſolani mit nicht weniger
als vier Längen leicht zu ſchlagen. Anfangs führte Avanti vor Serapis,
dahinter Daphnis. Oleander und Graf Iſolani bildeten den Schluß des
Fünfer=Feldes. Im Raſtatter=Bogen verbeſſerten Graf Iſolani und
Oleander ihre Poſition, und im Einlaufbogen führte Oleander bereits
klar. 100 Meter vor dem Ziele ſtand der Sieg des Fünfjährigen
be=
reits feſt, und die zahlreichen Zuſchauer jubelten dieſem Ausnahms=
Pferde zu. Die Zeit von 2:34,18 iſt in Anbetracht, daß der Sieger ſo
leicht gewann, ganz ausgezeichnet. — In den beiden erſten Rennen des
Tages, dem Chamant=Rennen und dem Preis vom Alten Schloß, kam
der Stall Weinberg zu einem Doppelerfolg durch Merian bzw.
Man=
tegna. — Ergebniſſe:
1. Chamant=Rennen: 1. A. u. C. v. Weinbergs Merian (A. Bleuler)?
2. Galleria Reale; 3. Chevalier. Tot.: 22, Pl. 12, 12, 2—½ Lg.
Fer=
ner: Denker, Altmühl.
2. Preis vom Alten Schloß: 1. A. u. C. v. Weinbergs Mantegna (K.
Narr); 2. Ina; 3. Junker. Tot.: 40, Pl. 17, 16. Hals bis Kopf.
Ferner: Tarzan, Anteſignano, Original.
3. Yburg=Ausgleich: 1. Florian Gehers St. Hubertus (Hahnes); 2.
Be=
luga; 3. Helmzier. Tot.: 20, Pl. 11, 12, 18. 2—1 Lg. Ferner:
Weſter=
wald, Teukros, Sans Atout, Saturn, Miſſion, Mazurka.
4. Großer Preis von Baben: 1. Frhr. S. A. v. Oppenheims Oleander
(H. Blume); 2. Graf Iſolani; 3. Daphnis; 4. Avanti. Tot: 10, Pl.
11. 12. 4—8—6 Lg. Ferner: Serapis.
5. Wafferfall=Ausgleich: 1. Frau L. Galtiers Koukentoſh (F. Harris);
2. Felix eſto; 3. Polaſchin. Tot.: 97, Pl. 29, 18, 24. 2½—½ Längen.
Ferner: Malmesburh, Pamphlet, Pronto, Caro Bube, Perfekt,
Jul=
feſt, Hokobal, Mallorka.
6. Heyden=Linden=Jagdrennen: 1. Florian Gehers Quelle (H. Müſchen);
2. Kili; 3. Fähnrich. Tok.: 37; Pl. 16, 16, B. 4—8 Lg. Ferner:
Glärniſch, Manon, Patriotin, Oketral, Bondolo.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Samstag, 31. Aug. 10.40: Studienrätin Cilla Geis: Das alte
deutſche Volkslied. Gefang: E. Fleiſchhauer. 0 13.15: Schallplatten:
Aus Werken von Jacques Offenbach. o 15.15: Liedervorträge
Frankfurter Schulen: Brüder=Grimm=Mittelſchule. Chorleiter:
Mittel=
ſchullehrer Groß. Scherzlieder. o 16.15: Konzert des Funkorcheſters.
Mitw.: Hildegard v. Buttlar (Alt). o 18.10: Aus dem Roman
Rot und Schwarz” von Stendhal. 6 18.30: Briefkaſten. 0 18.40:
Stadtſchulrat Dr. Löwenſtein, M. d. R.: Oeffentliche Erziehung
zur Gemeinſchaft. 19: Der Sternhimmel im September: Eine
Kraft und ein Stoff im Weltenraum. 19 30: Stadttheater Kaſſel:
Die Macht des Schickſals. Oper in einem Vorſpiel und drei Akten.
Muſik von G. Verdi. Perſ.: Der Marcheſe von Calatrava; ſeine
Kinder: Leonore de Vargas, Don Carlos de Vargas; Alvaro, ein
Meſtze; der Pater Guardian; Fra Melitone; Prezioſilla, eine junge
Wahrſagerin: „Maſtro Trabuco, Maultiertreiber und Hauſierer;
ein Alcade; ein Chirurgus der ſpaniſch=italieniſchen Truppen; Curra,
Kammerzofe Leonorens; Franzuskaner=Mönche, Maultiertreiber,
ſpani=
ſche und italieniſche Soldaten, ſpaniſches und itlieniſches Volk
Marke=
tenderinnen und Lagerdirnen, Kriegsvertriebene, italieniſche
Re=
kruten, arme Weiber und Bettler. Die Wirtin der Garküche. Eine
Ordonanz, Diener des Marcheſe von Calatrava. Der Prolog ſpielt
i Sevilla, der erſte und letzte Akt in Italien, um die Mitte des
18. Jahrhunderts. Muſikal. Leitung: M. de Abravanel. O Anſchl.:
Tanzmuſik. Leitung: Matthyas Seiber.
Königswuſierbauſen.
Deutſche Welle. Sonnabend. 31. Aug. 12: Künſtleriſche
Dar=
bretungen für die Schule: Muſik und Menſch. Elſa Gregory=Haag,
Kees Veening, Dr. Hans Fiſcher. o 14.30: Kinderbaſtelſtunde:
Allerlei zum Kinderfeſt: Schärte, Fahnen uſw. o 15: Prof. Dr.
Sprengel: Die deutſche Bildungseinheit. 15.45: Frauenſtunde:
Ella Behrends: Fürſt Hermann von Pückler=Muskau. Ein
Lebens=
bild. 16: Prof. Dr. Sprengel: Die deutſche Bildungseinheit.
6 16.30: Ob.=Rea.=Rat Teieſſy: Perſonalakten in der Praxis.
0 17: Hamburg: Konzert. Jan Sibelius. Leitung: Generalmuſikdir
Lerachle e eig ir Da. e Kcle eun Seliſkt.
Dr. med. Künkel, Dr. Karl Würzburger: Individualpſnchologie
und Pſychoanalyſe. o 20: Sonderveranſtaktung: Schaljapin auf
Schallplatten. Muſſorgsky: Krönungsſzene aus „Boris Godunow”.
— Maſſenet: Don Quichotes Tod. — Mozart: Regiſter=Arie aus
„Don Giovanni”. — Roſſini: Verleumdungsarie aus „Der
Bar=
bier von Sevilla‟ — Boito: „Ridda e fuga infernal”, aus
„Mefiſtofele . 6 20.30: Aus dem Haus der Funkinduſtrie: Große
Kleinkunſt. Mitw.: Iſa Kremer, Maria Ney, Paul Graetz, Paul
Nikolaus, Kapelle Dajos Bela u. a. m. The Revelers. — Pauſe:
Bildfunk. o Anſchl.: Tanzmuſik. Kapelle Erichs=Alberti.
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AOTO Bedienung
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Bossler Gmbll.
Ernst-Ludwigstr. 14
Tel. 2140 (6617a
Hauptſchriftleitung: Rudolf Maupe
Veranwortlich für Poltik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feulſſeton, Reich und
Ausland und Heſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhimanw
für den Handeſ: Dr. C. H. Quetſch: für den Schlußdienſt: Andreas Bauer: ſ
„Die Gegenwart”: Dr. Herbert Neite; für den Inſeratenteil: Willpy Kuble: Dirs
und Verlag: C. C. Wiittich — ſämtich in Darmſtadt
Für unverlangte Manuſteipte wird Garantie der Räckſendung nicht Übernommen.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 241
Samsiag, den 31. Auguſt
Leipziget Herbitteefſe.
Die Herbſtmeſſe, auf der in einzelnen Branchen am Freitag immer
noch leidlicher Geſchäftsverkehr herrſchte, hat die Hoffnungen, die auf
das Auslandsgeſchäft geſetzt wurden, im allgemeinen erfüllt. Die
aus=
ländiſche Kundſchaft hat ſich auch diesmal längere Zeit zum Orientieren
genommen und ſich erſt in den letzten Tagen oft zu Aufträgen
entſchloſ=
ſen. Auch das Inlandsgeſchäft ſcheint mit einer während der
Meſſe=
woche langſam anſteigenden Kurve im ganzen beſſer abzuſchneiden,
als der flaue Anfang erwarten ließ. In Spielwaren, Glas und
Por=
zellan und in der ganzen Beleuchtungsinduſtrie, alſo in Branchen, in
denen die Produktion zu groß iſt, hat es allerdings die Hoffnungen
mehr oder weniger ſtark enttäuſcht. Wo gute und praktiſche Neuheiten
beſonders in Haus= und Küchengeräten und Möbeln für
Kleinwohnun=
gen, den modernen Anforderungen entſprachen, wurden auch beſſere
Um=
ſätze erzielt. In ſolchen Branchen ſind teilweiſe recht erfreuliche
Ab=
ſchlüſſe zu verzeichnen. Ihre Leiſtungsprobe hat die geſamte deutſche
Induſtrie auch auf dieſer Meſſe glänzend beſtanden.
Wirkſchaftliche Rundſchge..
Kohlenförderung im Ruhrgebiet. Nach vorläufigen Berechnungen
wurden in der Zeit vom 18 bis 24. Auguſt in ſechs Arbeitstagen
2 452 968 To. Kohle gefördert gegen 2 441 343 To. in der vorhergehenden
Woche bei ebenfalls ſechs Arbeitstagen. Die Kokserzeugung ſtellte ſich
in den ſieben Tagen der Berichtswoche (in den Kokereien wird, auch
Sonntags gearbeitet) auf 645 983 To. gegen 645 202 To. in der
vorher=
gehenden Woche, die Preßkohlenherſtellung auf 71 491 To. bei ſechs
Ar=
beitstagen gegen 73 481 in der vorhergehenden Woche. Die
arbeitstäg=
liche Kohlenförderung betrug in der Zeit vom 18. bis 24. Auguſt 408 828
To. gegen 406 891 To. in der vorhergehenden Woche; die tägliche
Koks=
erzeugung ſtellte ſich auf 92 283 (92 172) To., die arbeitstägliche
Preß=
kohlenherſtellung auf 11 915 (12 247) To.
Hammonia, Allgemeine Verſicherungs=Aktien=Geſellſchaft, Hamburg.
Dieſe Geſellſchaft, die in den Berichten über die Vorkommniſſe bei
der Frankfurter Allgemeinen wiederholt genannt worden iſt, teilt uns
mit, daß ſie durch den Zuſammenbruch der Frankfurter Allgemeinen in
keiner Weiſe in Mitleidenſchaft gezogen wird, da ſie weder einen Anteil
an dem Aktienkapital der Frankfurter Allgemeinen noch deren
verſchie=
denen Unterinſtitute beſitzt. Die Frankfurter Allgemeine hat lediglich
nicht ganz ein Drittel des zurzeit 3,6 Millionen Mark betragenden
Aktienkapitals der Geſellſchaft. Die Hammonia wird alſo durch das
Vorkommen bei der Frankfurter Allgemeinen in keiner Weiſe berührt
und ſetzt ihren Betrieb in unveränderter Form fort.
Interefſengemeinſchaft Deutſcher Pianoforte= und Harmonium=
Fabriken A.=G., Berlin. Die Mitte 1928 gegründete Geſellſchaft legt
jetzt ihren Abſchluß für das erſte am 31. Dezember 1928 beendete
Ge=
ſchäftsjahr vor. Aus der Bilanz geht hervor, daß von dem 4 Millionen
RM. betragenden Aktienkapital 3 Mill. RM. noch nicht einbezahlt ſind.
Die Gewinn= und Verluſtrechnung verzeichnet:
Verwaltungskoſten=
einnahmen mit 211 747 RM., Zinſen mit 22 964 RM., denen
Handlungs=
unkoſten mit 267 816 RM., Gründungskoſten mit 66 859 RM.,
Kursver=
luſte mit 4064 RM., Abſchreibungen mit 14 248 RM., und
Rückſtellun=
gen mit 200 000 RM. gegenüberſtehen, ſo daß ein Verluſt von 318 376
RM. zu verzeichnen iſt. In der Bilanz erſcheinen Kreditoren mit
306 322 RM., Wechſeleinlöſungsverpflichtungen mit 495 047 RM.
An=
dererſeits werden ausgewieſen Bank= und Poſtſcheckguthaben mit 650 949
RM., Debitoren mit 896 838 RM., Beteiligungen mit 38 413 RM.
Organiſation von Gläubigern der Frankfurter Allgemeinen. Die
Bildung des Stillhaltekonſortiums ſcheint auf eine neue Schwierigkeit
zu ſtoßen, denn es bildet ſich, wie wir hören, beſonders zwiſchen den
Frankfurter mittleren und Kleingläubigern, die vor allem Monatsgeld
an den Konzern gegeben haben, eine Organiſation, die vollen Einblick
in die Verhältniſſe der Frankfurter Allgemeinen und Mitwirkungsrecht
bei der Abwicklung ihrer Geſchäfte, ſowie das Prüfungsrecht der
Revi=
ſionsberichte genau wie die beteiligten Verwaltungsbanken verlangt.
— Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darmſtadt.
Neue Verfahren: Darmſtadt. Verſt. Schuhwarenhandlung Gg.
Heinrich Schanz. Af. 15. Sept., GlV. und Prft. 21. Sept. — Mainz.
Ehefrau Michael Dinkler Margareta geb. Litzer. Af. 11. Sept. GlV.
und Prft. 21. 9. — Offenbach. Fa. Chemiſche Fabrik Hanſa, Jäger u.
Co. Af. 20. Sept., GlV. 11. Sept., Prft. 16 Okt. — Seligenſtadt. Fa.
Maſſoth u. Feix in Hainſtadt, Inh. Philipp Maſſoth u. Karl Felis,
Hainſtadt. Af. 10. Sept., GlV. und Prft. 18. Sept. — Beendete
Konkurſe: Butzbach. Fa. Mitteldeutſche Schmirgelwerke A. G. in
Butzbach. — Mainz. Kfm. Karl Gutſchmidt, Inh. der Fa. Hermann
Quaſthoff, Buchhandlung. Tabakwarengroßhandlung Joſef Röſch. —
Neue Vergleichsverfahren: Darmſtadt. Km. Otto Caſpary,
Inhaber der Fa. Caſpary u. Co. VglT. 6. Sept. — Mainz. Fa. Caſpar
Schneible, Seifenfabrik, perſönl. haft. Geſellſchafter: Witwe Caſpar
Schneible, Caroline geb. Hartmann, und Caſpar Schneible jun. Vergl.=
Termin 21. Sept. — Aufgehobene Vergleichsverfahren:
Darmſtadt. Kfm. Heinrich Kahn, Inhaber der Firma Spezialhaus für
Betten und Bettwaren. — Mainz: Kfm. Joſef Baumgarten, Inh. der
Firma gleichen Namegs, Kleiderfabrik. Kfm. Sally Heymann, Inh.
der Firma Sally Heymann, Holzhandlung.
Metallnokierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 30. Auguſt ſtellten ſich für
Elektrolytkupfer 170,75 RM., Original Hüttenaluminium 190 RM.,
desgleichen 194 RM., Reinnickel 350 RMM., Antimon Regulus 65—69
RöMk., Feinſilber 72—73,75 RM.
Die Berliner Metall=Termine vom 30. Auguſt ſtellten ſich für
Kupfer: Januar 149,25 (149,75), Februar, März 149,50 (149,75),
April 149,50 (150), Mai 149,75 (150), Juni 149,75 (150,50), Juli 150,25
(150,25), Auguſt 145 (147), September 146,25 (146,50), Oktober 147,50
(147,75), November 148,25 (148,75), Dezember 149 (149,25). Tendenz:
feſt. Für Blei: Januar, Februar, März, April 47,25 (47,50), Mai
47,25 (47,75), Juni, Juli 47,50 (47,75), Auguſt 46,50 (47,50), September,
Oktober 47 (47,50), November, Dezember 47,25 (47,75). Tendenz: ſtetig.
Für Zink: Januar 49 (50,50), Februar, März, April 49,25 (50,50),
Mai. Juni 49,50 (50,50), Juli 49,75 (50,50), Auguſt 48 (50), September
48 (48,75), Oktober 48 (50), November, Dezember 48,50 (50). Tendenz:
ſtill. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern beigefügten
Brief.
Produkkenberichte.
Frankfurter Getreidebericht vom 30. Auguſt. Die Tendenz an der
Frankfurter Getreidebörſe war ruhig. Im allgemeinen waren die
Preiſe wie geſtern; für Roggen und Weizen iſt eine geringfügige
Er=
höhung eingetreten. Es notierten die 100 Kilo: Weizen 25—25,10,
Rog=
gen 20—20,10, Sommergerſte 22, Hafer alter Ernte 20—19,75, neuer
Ernte 19, Mais 21, Weizenmehl ſüdd, und niederrhein. 38—39,
Roggen=
mehl 28,50—29,75, Weizenkleie 10,65, Roggenkleie 10,65.
Frankfurter Butternotierungen vom 30. Auguſt. Das Geſchäft am
Frankfurter Buttermarkt war in dieſer Woche ſehr lebhaft und die
Preiſe betächtlich höher. Das Angebot war knapp, die Nachfrage gut.
Auch deutſche Butter war weiter verlangt und höher. Es notierten:
1 Faß (50 Kg.) 202, ein halbes Faß 204, in Halbpfundſtücken 205.
Deutſche Butter 190 Reichsmark. Tendenz: feſt.
Berliner Produktenbericht vom 30. Auguſt. Da das Inlandsangebot
von beiden Brotgetreidearten nachgelaſſen hat, üben die vom Weltmarkt
eintreffenden Meldungen wieder ſtärkeren Einfluß auf die
Tendenzge=
ſtaltung des hieſigen Marktes aus. In den geſtrigen
Nachmittagsſtun=
den machte ſich eine leichte Belebung des Mehlgeſchäftes geltend, wenn
auch die Mühlen über Unrentabilität der zu erzielenden Preiſe klagen.
blieb die Tatſache der am Mehlmarkte eingetretenen Beſſerung doch nicht
ohne Wirkung auf den Brotgetreidemarkt. Für Weizen wurden geſtern
nachbörslich bereits etwa 2 Mark höhere Preiſe bezahlt, die Feſtigkeit
der überſeeiſchen Märkte bot heute vormittag eine weitere Stütze. Als
jedoch Liverpool eine Reaktion auf die Feſtigkeit Amerikas vermiſſen
ließ, waren auch hier nur noch die geſtrigen Nachmittagspreiſe zu
er=
zielen. Für Roggen waren heute von Börſenbeginn an Stützungskäufe
zu beobachten, es wurden 2 Mark höhere Preiſe als geſtern bezahlt.
Am Lieferungsmarkt blieben Septemberweizen und Roggen ziemlich
un=
verändert, während die ſpäteren Sichten eine Befeſtigung aufwieſen.
Nach den etwas lebhafteren Umſätzen des geſtrigen Nachmittags und des
heutigen Vormittags verhalten ſich Käufer am Mehlmarkte jetzt wieder
abſvartender. Weizenmehl iſt zu unveränderten Preiſen, Roggenmehl
zu etwa 25 Pfennig höheren Preiſen angeboten. Hafer in guten
Qugli=
täten ſtetig; Gerſte ſtill.
Frankfurter und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 30. Auguſt.
Die Feſtigkeit an der geſtrigen Abendbörſe übertrug ſich auch auf den
heutigen Vormittagsverkehr, und man konnte weitere Intereſſenkäufe
bemerken. Die endgültige Regelung im Haag ließ eine vermehrte
Unter=
nehmungsluſt aufkommen. Das Geſchäft war auf allen Märkten lebhaft
bei Beſſerungen bis zu 2 Prozent gegenüber der geſtrigen Abendbörſe.
Nicht ohne Einfluß blieben noch die feſte geſtrige New Yorker Börſe
und die unverändert leichten Geldmarktverhältniſſe, trotz des heutigen
Zahltages. Auch Auslandsorders ſollen in größerem Umfange eingetrof
fen ſein. Kurz vor Beginn des offiziellen Marktes kam in
Glanzſtoff=
aktien ziemlich Material an den Markt, ein ſtichhaltiger Grund war
nicht zu erkennen. Die übrigen Märkte wurden hiervon beeinflußt, und
die hohen Anfangskurſe konnten ſich nicht behaupten. Aber deſſen
unge=
achtet verblieben zu den erſten Kurſen immerhin noch beachtenswerte
Gewinne. In den Vordergrund rückten heute bei recht lebhafter
Nach=
frage Zellſtoff Waldhof mit plus 3,5 Prozent und Aſchaffenburg mit
plus 3 Prozent. Regeres Intereſſe konnten noch Kali=Weſteregeln mit
plus 3 Prozent auf ſich lenken. Aſchersleben plus 1 Prozent.
Salz=
dethfurt nach der kräftigen Aufwärtsbewegung an der geſtrigen
Abend=
börſe eher etwas vernachläſſigt. Am Chemiemarkt eröffneten J. G.
Farben, nachdem der Kurs vormittags zirka 1,5 Prozent feſter war, nur
leicht gebeſſert.
Im Verlaufe blieb die Umſatztätigkeit immer noch recht lebhaft. Die
Spekulation ſchritt aber in Auswirkung der ſchwachen Veranlagung der
Glanzſtoffaktien, es wird von einer Dividende=Reduzierung bei dieſer
Geſellſchaft geſprochen, zu Abgaben, ſo daß Verluſte bis zu 1
Prozen=
eintraten. Vereinigte Glanzſtoff lagen insgeſamt 25 Prozent ſchwächer.
Die Börſe ſchloß unter Schwankungen feſt. Am Geldmarkt war
Tages=
geld bis 7 Prozent etwas geſuchter. Am Deviſenmarkt war die Mark
wieder etwas gedrückt. — Man nannte Marl gegen Dollar 4,2005, gegen
Pfunde 20,367, London-Kabel 4,8475, Paris 123,87, Mailand 92,69,
Madrid 32,96. Holland 12,09¾.
An der Abendbörſe war die Tendenz im allgemeinen
reund=
lich, und für verſchiedene Werte machte ſich einige Nachfrage bemerkbar.
Im Verdergrunde ſtanden J. G. Farben, die 1 Prozent gewannen, und
AEG. die 1,25 Prozent höher lagen. Etwas anziehen konnten
außer=
dem Waldhof und am Montanmarkt Mannesmann. Die uibrigen
Mon=
tanwerte waren gut behauptet. Glanzſtoff blieben auf dem ſtark
er=
mäßigten Niveau des Mittagsſchlußverkehrs gehalten, Norddeutſcher
Lloyd gaben leicht nach. Renten ſtill.
Berlin, 30. Auguſt.
Als in den geſtrigen Nachmittagsſtunden die Nachrichten von dem
deutſchen Entgegenkommen und der finanziellen Einigung im Haag
be=
kannt wurden, bekamen die Kurſe und die Stimmung einen neuen
mäch=
tigen Antrieb, der auch noch im heutigen Vormittagsverkehr Fortſetzung
fand. Aber ſchon zum offiziellen Beginn der Börſe hatte man das
Ge=
fühl, daß irgendein Störungsmoment vorhanden ſein müſſe, denn die
Tendenz war nicht mehr ganz ſo feſt wie man vormittags vermutet.
hatte. Es ergaben ſich zwar gegen die geſtrigen Schlußkurſe immer noch
anſehnliche Kursgewinne, denn die eingetroffenen Kaufaufträge kamen
zur Ausführung. Aber von einem ſtürmiſchen Geſchäft, wie es
teil=
weiſe erwartet wurde, konnte nicht die Rede ſein. In erſter Linie
be=
ſtand die Nachfrage nach deutſchen Effekten wieder nur vom Auslande,
während ſich das inländiſche Publikum darauf beſchränkte, eventuell
be=
ſtehende Verkaufslimite zurückzuziehen. Glanzſtoff lagen ſchon zu
An=
fang auffallend vernachläſſigt, und gleich nach Feſtſetzung der erſten
No=
tierung erfolgte ein Kurseinbruch in dieſem Papier, der die freundliche
Stimmung der übrigen Börſe ſtark beeinträchtigte. Man wollte von
einer notwendigen Dividendenreduzierung bei der Geſellſchaft wiſſen und
konnte ſtärkere Abgaben eines Privatbankhauſes beobachten. Bemberg,
die 3 Prozent höher eingeſetzt hatten, ſchloſſen ſich der
Abwärts=
bewegung an, und die Rückgänge betrugen im Verlauf für Glanzſtoff
und Bemberg zirka 3—10 Prozent, während ſich bei den übrigen
Pa=
pieren die Verluſte in 1—2prozentigen Grenzen hielten. Allerdings
tauchte auch der Verdacht auf, daß es ſich bei dieſer Bewegung nur
um ein Börſenmanöver handele, da zweifelsohne noch größere
Baiſſe=
poſitionen beſtänden, die billig Deckung ſuchen. Gegen 1 Uhr zeigte die
Börſe auf dem ermäßigten Niveau Erholungsneigung. Es ſtellte ſich
heraus, daß das Publikum für den Einheitsmarkt Kauforders hergelegt
hatte, ſo daß mit einer feſten Haltung der Kaſſapapiere gerechnet werden
konnte.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 30. Auu
Getreide: Weizen, Sept. 132½, Dez. 142½, März 148½, MNü,
151½; Mais, Sept. 103, Dez. 100,50, März 104½; Hafer, Ses
48½, Dez. 53½, März 56½: Roggen, Sept. 102½, Dez. 1111.
März 116½.
Schmalz: Sept. 11,925, Okt. 12,05, Dez. 12,175, Jan. 12,60.
Fleiſch: Rippen, Sept. 12,55, Okt. 12,85: Speck loco 12,
leichte Schweine 10,60—11,60, ſchwere Schweine 9,75—10.
Schweinezufuhr Chicago 10 000, im Weſten 91000
Chicago Baumwolle: Okt. 19,14, Dez. 19,41.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 30. Auu
Getreide: Weizen, Hartwinter 137½; Mais 115: Mehl 6.7INer
vis 6,50; Getr. Fracht b. England 1,6—2,3, nach dem
Kop=
tinent 7—8.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,85; Talg extra loſe 78,
Kakao: Tendenz kaum ſtetig, Umſätze in Lots 157, Loco 100 ſchor
Sept. 10.67, Okt. 10.61, Nov. 10.33, Dez. 10.15, Jan. 1930 10.,3
Febr. 10.21, März 10.18, April 10.47. Juli 10.62.
Kaffee tendierte bei ruhigem Geſchäft ſtetig.
Zucker zunächſt abgeſchwächt, doch zogen die Käufe mit Ausnahs
der Septemberſicht über den geſtrigen Stand an.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Nach einer Veröffentlichung im Reichsanzeiger iſt die Tilgung 8. Gerha
am 1. Januar 1930 zurückzuzahlenden 229 000 RM. der Tprozennal. Euſt hätt
Mitteldeutſchen Kommunalgoldanleihe von 1926, Ausgabe 1, ferner v
108 000 RM. der 7prozentigen Mitteldeutſchen Kommunalgoldanſef, Meuſch”
ues Zuſa.
von 1926, Ausgabe 2 von 1927, durch Rückkauf erfolgt.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft” ſtellte ſich am 28. Augrri Abmite
auf 125,2 (Durchſchnitt 1909/13 — 100), blieb alſo gegen die Vorwoc Airen.
unverändert.
Erſt a
In der geſtrigen Aufſichtsratsſitzung der Dresdener Bank gelange zue noch
die Bilanz per 30. Juni zur Vorlage. Der Aufſichtsrat nahm von doc mauf,
Gewinnziffern und den Mitteilungen über die Geſchäftsentwicklung au obkonnte
Befriedigung Kenntnis.
Die Geſellſchaft für Lindes Eismaſchinen A.=G. in Wiesbaden g/ . M
richtet in Eſſen eine große Anlage zur Erzeugung von Sauerſtoff un 99e0
Acetylengas. Von dieſer neuen Anlage aus ſollen die großen indd.
ſtriellen Werke direkt mit Brennſtoff zum Schweißen von Eiſen belieſg;
wverden.
Das 1902 gegründete Bankhaus G. Bachſtein u. Cie. in Konſtan
die letzte Privatbank in Konſtanz, teilt mit, daß es ſich gezwungen ſiek”
das Bankgeſchäft im Vergleichswege zu liquidieren. Bereits ar
7. Auguſt 1929 gab die Firma eine gedruckte Denkſchrift über die S.
tuation heraus.
Die franzöſiſche Finanzpreſſe zeigt ſich ſehr beſorgt über die in Neu
York umlaufenden Nachrichten, daß die ſpaniſche Regierung beabſi.
tige, ein Automonopol einzuführen. Wie die amerikaniſchen, ſo M
fürchten auch die franzöſiſchen Autoinduſtriellen von der Verwirklichu
dieſer Pläne eine ſchwere Schädigung ihres Induſtriezweiges.
Zwiſchen der International Telegraph and Telephone und der frar
zöſiſchen Regierung ſoll ein Uebereinkommen getroffen worden ſein, no
welchem erſtere die Kontrölle des geſamten Telephonſyſtems in Frau
reich übernimmt.
Die Bank von England verkaufte am Donnerstag für 596 431 Pfur
Barrengold, von denen 500 000 Pfund für franzöſiſche Rechnung E
ſtimmt waren.
Wie der B.B.C. aus Baſel hört, kündigt die Svenſka Tändſti
A.B. in der Schweiz offiziell eine Kapitalerhöhung zur
Durchführu-
neuer Angliederungstransaktionen an. Es wird ein Bezugsrecht i
Verhältnis 1:4 zu 250 Prozent genannt.
Die Feldmühle A.=G. Rohrſchach, die ſich mit der Herſtellung vo
Kunſtſeide befaßt und zum Konzern der ſchweizeriſch=amerikaniſche
Stickerei=Induſtriegeſellſchaft Glarus in der Schweiz gehört, beabſichti.
in Kürze neue Fabrikanlagen in Weberlingen am Bodenſee zu bauer
Die endgültigen Zahlen des italieniſchen Außenhandels für Ju.
ſind: Einfuhr 2 261,7 Mill. Lire, Ausfuhr 1 544,5 Mill. Lire. Die vo
läufigen Zahlen, für Juli ergaben: Einfuhr 1590,1 Mill., Ausfull:
1043,5 Mill. Lire.
Berliner Kursbericht
vom 30. Auguſt 1929
Oeviſenmarkt
vom 30. Auguſt 1921
KR
Danatbank
Deutſche Ban=
Disconto=Geſ.
Dresdner Ban
Hapag
Hanſa Dampfſch.
Nordd. Lloyd
A. E. G.
Bahr. Motorenw.
C. P. Bemberg
Bergmann Elektr.
Berl. Maſch.=Bau
deutſche Cont. Gas
J. G. Farben Vff
227.n5 Kn
Rütgerswerke Mee
85.— Buenos=Aires Rikg
1 Pap. Peſ= GeId
1.759 Rit
1.76: Italien 168.— Gelſenk. Bergw. 144.50 Salzdetfurth Kan 403.25 Canada 1 canad. Doll 4. 164 4.17 153.— (Geſ.f.elektr. Unterr 218.— Leonh. Tietz 206.— Japan Yen
1ägypt. 4 1.956 1.980 Jugoſlawien 160.— Harpener Bergbau 151.75 Verein. Glanzſtoff /386.— Cairo 20.86 20.90 Kopenhagen 121.50 Hoeſch Eiſen 138.— Verein. Stahlwerk 121.75 Konſtantinop 1 türk. 2 1.99 2.0( Liſſabon 161.— Phil. Holzmann 109.— Weſteregeln Alkal 245.— London 1 s.Stg. 20.34 20.3t Oslo 113.75 Kali Aſchersleben 239.50 Agsb.=Nrnb. Maſch
Baſalt Linz 84. 625 New York 1 Dollar 4.196 4.204! Paris 198.375 Klöcknerwerke 118.— 46.— Rio de Janeirol Milreis 0.497 0.499 Prag 103.50 Köln=Neueſſ. Bgw. 134.— Berl. Karlsr. Ind. 83.— Uruguah 1 Goldpeſo 1 4. 10r 4.10 Riga 303.— Ludw. Loewe 208.— Hirſch Kupfer 139.— Amſterdam 100 Gulden 1168.1: 168.4 Schweiz 230.75 Mannesm. Röhr. 122.— Hohenlohe=Werte 95.—
Athen 00 Drachm. 5.42 5.43 Sofia
Spanien 82.25 (Maſch.=Bau=Untn 56.— Lindes Eismaſch. 159.75
Brüſſel 00 Belga 58.3: 58.4: Conti. Gummi 170.50 MNordd. Wolle 141.75 Herm. Poege 43.50
Bukareſt 00 Lei 2.486 2.49 Stockholm 199.— Oberſchleſ. Koksw. 108.25 Vogel Telegr. Draht 78.50 Budapeſt 100 Pengb 73.17 73.31 Tallinn (Eſt!. /100 eſtl. Kr. Deutſche Erdöl 117.25 Orenſtein & Koppel 89.125 Wanderer=Werke 70.25
Danzig 100 Gulden B1.34 81.50 Wien
Währun
Helſingfors 100 finn.M
100 Lire bi.25
100 Dinar
100 Kronen
100 Escudos
100 Kronen
100 Franes
100 Tſch. Kr.
100 Lats /80.74
100 Franker
100 Leva
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100 Kronen
1100 Schillingl5s.09
Ra
10.542
7.371
111.70
18.30
11.77
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Frankfurter Kursbericht vom 30. Auguſt 1929.
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Reichs=
anl. v. 27 ....."
6% Baden
Frei=
ſtaat v. 27 .....
5% Bahern
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ſtaat v. 27 ...."
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ſtaat. . . . . . v. 2
v. 2‟
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5% Preuß.
Staats=
anl. v. 28 ....."
6% Sachſen
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7%Thüringer
Frei=
ſtaat v. 27 .....
Dtſche. Anl.
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ſungsſch. +½..
Ablöſungsanl. .
Dtſche. Anl. Ablö
ſungsſch. (Neub.
Dtſche.
Schutzge=
bietsanleihe ..."
8% Bad.=Bad. v. 26
6% Berlin v. 24 ..
8% Darmſtadt v. 26
v. 2
O. Frlf. a. M. v. 26
8% Mainz v. 26
32 Mannh. v. 26.
8% Nürnbergv. 26
8‟/. Heſſ. Landesbk
Goldpfbr.
8‟. Heſſ. Landesbk
Goldoblig.
1.2. Heſſ. Lds.
Hyp.=Bk.=Liquid.
Pfbr.
I. Preuß. Lds.
Pfbr.=Anſt.
Gold=
pfbr.. .
8J. Preuß. Lbs.,
Pfbr.-=Anſt. Gold=
N.4
751.
w
91.5
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11.55
87.25
87.25
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Landesbk. Goldobl.
8
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kredit Goldpfbr.
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Goldpfbr. . . . . .
Dt. Komm. Sam
mel=Ablöſ.=Anl.
+ Ausl. Ser. I
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Dt. Komm. Samm.=
Abl. (Neubeſitz)
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1.‟. „Liqu.=Pfbr.
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Lig. Pfrb..
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Pfälz. Hyp.Bk.
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82). Preuß. Centrl.=
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41/-). „ Lig. Pſbr
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Bd.=Credit .. . . .
8% Südd. Bod.=
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82), Dt. Linol. Werke
v. 26 .
89 Klöchner=Werke
Berlin v. 26 ...
7% Mainkrw. v. 26
7% Mitteld. Stahl
werke v. 27
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G1.25
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97
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v. 26..........
7% Ver. Stahlwerkel
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J. G. FarbenBonds
v. 28 ....."
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4½ Oſt. Goldrente
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149
4% Türk. Admin.
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114
122
15
[ ← ][ ][ → ]ſrummer 241
Samstag, den 31. Auguſt 1929
Seite 13
Moter unr Lintn.
Roman von Bruno Winkler.
Copyright: Greiner u. Co., Berlin, Luiſenſtr. 19.
1M
Nachdruck verboten
Gerhard ſtieß, um ihn nicht zu reizen, mit ihm an. Seine
geſaftigkeit war ihm unbehaglich. Man ſah von den
Neben=
iſten nach ihnen hin. Es wurde Zeit, die Sitzung zu beenden.
„Wieſo!” grinſte der Angeheiterte. „Ich will es Ihnen
er=
ggn, Herr Lichtenberg. Wenn es ihr oder ihren Helfershelfern
uſt unmöglich war, durch die Wand der Stahlkammer zu
drin=
a/ Sie berſtehen, durch die Wand zu dringen ..
„Ich verſtehe. Nun?”
Nun? Haha! Sie ſind neugierig. Nun, ſo werden die
zun gnismauern kaum ein ernſtes Hindernis für ſie ſein. „Er
ge breit. „Ein Apparat der Stein und Stahl vernichtet, der
4Ge durch die Erde ſchneidet . .
„Reden Sie doch weiter!“
Juan ſchwieg. Er ſchien ſich bewußt zu werden, daß er zu
t gefaßt hatte.
„Es wurde damals in der Preſſe davon phantaſiert. Kennen
einen folchen Apparat?” fragte Lichtenberg.
Ich? Nein!. Ich weiß von nichts. Wenn ihr Deutſchen
ſchon im Kriege gehabt hättet! Ihr hättet die ganze feind=
5 Front unterwühlen und in die Luft ſprengen können.”
„Alſo ſind Sie doch der Meinung, daß es jetzt ſo etwas gibt?”
„Ich meine gar nichts. Es ſoll in der Zeitung geſtanden
1ſn. Sagten Sie nicht eben ſelbſt . . .? Der gute Edwin
Amer!“
„Wie kommen Sie auf Stamer?”
„Es ging mir gerade etwas durch den Kopf. Proſt, Herr
4ütenberg! Trinken wir noch ein Fläſchchen?”
Gerhard hatte nicht die geringſte Anlage zum Detektiv.
Fuſt hätte er jetzt weiter geforſcht. Es war ihm nicht die
5melligkeit des Denkens gegeben, die ſofort alle Möglichkeiten
ms Zuſammenhangs vor dem geiſtigen Auge aufblitzen läßt.
fronnte ſich das plötzliche Auftauchen des Namens Stamer nicht
iten.
Erſt als er in ſeinem Bett in der Kabine lag und das Ge=
1öe noch einmal an ſich vorübergleiten ließ, zuckte Begreifen in
ihauf. War bei der Rennkataſtrophe nicht von der Einwirkung
mekannter Kräfte die Rede geweſen, von Atomzertrümmerung
dr ähnlichem? Beſtand eine Verbindung zwiſchen dieſen
Ver=
ſchen und dem Einbruch in die Bank? Er beſchloß, ſcharf auf
Colombas weitere Worte zu achten. Aber dieſer ließ ſich zu
kei=
ner Unbedachtſamkeit mehr hinreißen. Er war wie verwandelt,
ſtill, langweilig, kühl. Im Weingenuß zeigte er auf einmal große
Mäßigung. Offenbar wollte er den Eindruck ſeiner im Rauſch
gemachten Andeutungen verwiſchen.
Die Aenderung in ſeinem Benehmen war zu auffallend, als
daß Gerhard ſich dadurch hätte täuſchen laſſen. Im Gegenteil:
er kam zur Ueberzeugung, daß Colomba ein gefährlicher Menſch ſei.
Man müßte ihn verhaften laſſen, dachte er. Aber ſeine
Aeußerungen boten wohl dazu noch keine Handhabe. Immerhin
würde es gut ſein, der Polizei nach der Ankunft in Bremerhaben
Meldung zu machen.
Das Schiff ſtampfte durch den Kanal. Das Meer wurde zu
haushohen Wogen aufgewühlt. Es wütete ein Orkan, wie ihn
noch keiner der Seeleute auf dem Dampfer erlebt hatte.
Wenn die Fahrgäſte über die Gänge und Treppen gingen,
mußten ſie ſich an den Geländern halten, um nicht zu fallen. Es
kamen zahlreiche Verletzungen durch Stürze und Stöße vor.
Auch Gerhard wurde ein Opfer des Sturms. Er glitt aus und
flog mit ſolcher Heftigkeit gegen die Eiſenſäule, daß er ein Bein
brach.
Der Schiffsarzt und ſeine beiden Aſſiſtenten nahmen
ihn ſofort in Behandlung. Im Operationszimmer des mit den
neueſten Errungenſchaften der mediziniſchen Technik
ausgeſtatte=
ten Schiffshoſpitals legte man ihm den Gipsverband an. Nach
der Landung wurde er in eine Bremer Klinik gebracht.
Es war nicht zu verwundern, daß er über ſeinem Unglück
den Südamerikaner vergaß. Der in Detroit und New York
er=
haltenen Aufträge aber gedachte er. Er ſandte von Bremen
aus ein Telegramm an Teves, in dem er ihm die Angebote
Mak=
kays und des Generalſekretärs der United Oil Co. mitteilte und
um unverzügliche Entſcheidung bat.
Wie er nicht anders erwartet hatte, erhielt er ablehnende
Antwort. Er funkte ſie ſofort über den Ozean weiter.
Mein Unfall hat wenigſtens ein Gutes gehabt, dachte er, als
die Schweſter mit dem Text ſeiner Depeſchen das Zimmer
ver=
ließ: ich habe die Sache mit Teves erledigen können, ohne ihn
ſehen zu müſſen.
Um ſo erſtaunter war er, als ihm zwei Tage darauf der
Beſuch des Ingenieurs gemeldet wurde.
Schweſter Eliſabeth, die ihm die Viſitenkarte brachte, glaubte
etwas wie Beſtürzung in ſeinem Geſicht zu leſen. „Wenn es
Ihnen unangenehm iſt, den Herrn zu empfangen”, ſagte ſie, „ſo
weiſen Sie ihn ab. Sie dürfen ſich nicht aufregen.”
„Es iſt ein guter Bekannter von mir” erwiderte Gerhard,
ſich zu einem Lächeln zwingend. „Führen Sie ihn nur herein.”
Teves, der nichts von den Gefühlen ahnte, die Gerhard
gegen ihn hegte, begrüßte den Kranken unbefangen und mit
großer Herzlichkeit. Er habe in Hamburg zu tun gehabt,
er=
zählte er, da ſei er herübergekommen, nach ihm zu ſehen und
ihm für die Uebermittlung der Angebote zu danken. Er habe
ſicher keinen Augenblick daran gezweifelt, daß Stamer ſie nicht
annehmen würde.
„Stamer?” fragte Gerhard verwundert.
„Ja. Ich habe meine Rechte an die Firma abgetreten, oder
vielmehr: Ich habe nie beſondere Rechte beſeſſen. Alles, was
ich im Dienſte der Firma erfinde, gehört ihr. Sie, das heißt
Stamer, hat auch die Patente angemeldet.”
„Das iſt der Brauch. Sie haben recht. Ich dachte nicht
daran. In Ihrem Falle erſcheint es mir unbillig.”
„Ich habe mich der Firma ſeinerzeit verpflichtet, wie jeder
andere. Ich kann nicht in die Zukunft ſehen. Uebrigens bin
ich zufrieden .
Gerhard fühlte ſein Herz ſchlagen. Was kam jetzt? Sollte,
was er eben geſagt, eine Andeutung ſein? Wie jeder andere...!
Seinerzeit . .! War er jetzt Stamers Schwiegerſohn? „Sie
ſtehen Stamer beſonders nahe?” flüſterte er.
Teves ſah ihn forſchend an. Seltſame Frage? Wußte er
etwas? Das war wohl nicht möglich. Was er für Augen
machte!
„Stamer hat mir bedeutende Vorteile eingeräumt.”
Die Spannung in Gerhards Geſicht löſte ſich. Er ſprach
von geſchäftlichen Vorteilen? Dann war es alſo noch nicht
ſo weit!
„Sie haben der Firma einen großen Dienſt erwieſen, Herr
Lichtenberg”, lenkte Teves ab. „Die amerikaniichen Angebote
ſind eine ungeheure Reklame für uns.”
„Ich bin ein ſchlechter Diener der väterlichen Firma.”
„Nicht doch! Stamer-Lichtenberg. Man rechnete früher
immer mit einer Verbindung.”
„Früher! Jal — Jetzt . . .?‟ Eine matte Beivegung der
Hand,
„Jetzt hat es Stamer allerdings nicht mehr nötig, damit
zu rechnen.”
„Sie meinen, daß mein Vater die Verbindung ſuchen
wird?"
„Ich denke an eine rein perſönliche Verbindung”, erwiderte
Teves behutſam.
Das war eine deutliche Anſpielung. Machte ſich der
Inge=
nieur etwas über ihn luſtig?
Teves ſprang auf anderes über. „Erzählen Sie mir von
Mackay, wenn es Sie nicht zu ſehr anſtrengt.”
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H. Er gi
doch ſt
ADRESSBUCH
der Kraftfahrzeugbesitzer
im Volksstaat Hessen
Auf Grund amtlichen Materials im Auftrag des Ministeriums herausgegeben.
Ausgabe 1929 nach dem Stand vom 1. April 1929. 160 Seiten in 4‟
(20X26 cm). Broschiert.
NACHTRAG: KREIS MAINZ
Nach dem Stand von Ende Juli 1929. 52 Seiten in 4‟
ist soeben erschienen!
Dieser Nachtrag wird nicht einzeln abgegeben. Er wird allen
Beziehern der Hauptausgabe 1929 kostenlos nachgeliefert. Der
Versand erfolgt heute.
Das Adreßbuch der Kraftfahrzeugbesitzer (einschl. Nachtrag Mainz)
verzeichnet alle im Volksstaat Hessen zugelassenen Kraftfahrzeuge
jeder Art nach dem Stand vom 1. April 1929, geordnet nach
Prorinzen und Kreisen (VS. VR. VO) und innerhalb dieser nach
Nummern. Jede Meldung enthält folgende Angaben: Name, Beruf,
Wohnort des Kraftfahrzeugbesitzers, Fabrikmarke, Motornummer,
Hubraum in ccm, Art des Fahrzeuges. Vgl. nachstehendes Beispiel:
8434 Friedrich Schaefer, Ludwigsplatz
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Inhalt etwa 20000 Heldungen.
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Zu haben in jeder Buchhandlung, in der Geschäftsstelle
des Darmstädter Tagblatt oder direkt vom Verlag.
L, C. WITTICH VERLAG DARMSTADT
[ ← ][ ][ → ] ſexlin. Am Freitag vormittag um 11 Uhr
Die 6. Große Deutſche Funkausſtellung in den
mllungshallen am Kaiſerdamm feierlich eröffnet.
den zahlreichen Ehrengäſten, die der
Eröff=
zieier beiwohnten, ſah man u. a. den amerika=
Botſchafter Schurman, den ruſſiſchen
Ge=
ſträger Brodanſki, Miniſterialdirektor
Bran=
wrg, Staatsſekretär Dr. Bredow, Staatsſekretär
jeherab nd. Staatsſekretär Gutbrod,
Reichs=
mier a. D. Hergt, Miniſterialdirektor Schnitzler,
sſekretär Dr. Sautter und zahlreiche andere
greter der Behörden der Wirtſchaft und der
Nach einem Feſtkonzert der Funkſtunde nahm
eispoſtm niſter Dr. Schätzel das Wort zur
Er=
füngsanſprache. Er wies auf den enormen
Fort=
m der deutſchen Technik und Wiſſenſchaft hin.
indeutſchen elektrotechniſchen Induſtrie, die trotz
haftlicher Bedrängnis keine Mühe ſſcheut, um
ſtder techniſchen Weltentwicklung im Gleichſchr tt
Altiben, gebührt beſondere Anerkennung. Mit
zgAusdruck des Dankes an die Stadt Berlin und
z huusſtellungs= und Meſſeamt für die großzügige
gſhtung von zwei neuen Ausſtellungshallen und
ggille übrigen Mitwirkenden, ſowie mit beſten
gzichen für den Erfolg erklärte der Reichspoſt=
Siun üſier die Ausſtellung namens der Reichsregierung
furöffnet. Für die Stadt Berlin und das Aus=
000 Mft lrg samt ſprach darauf Oberbürgermeiſter Böß.
Grankte allen Beteiligten für die Zuſammenarbeit
üuberſtellung des großen Werkes. Mit der
Ent=
ſahfäng des Funbweſens ſei die aufſteigende
Ent=
mizäng der großen Herbſtſchau des Funbweſens
un=
iſär verbunden. Wirtſchaft und Technik ſtellten ſich
ahdieſes Ereignis nicht nur in Deutſchland,
ſon=
dun auch in immer ſteigendem Maße in der Welt
enn Höher noch wie der wirtſchaftliche Wert ſei aber
ſte Rualturmiſſion der großen deutſchen
Funkaus=
ſtüllng. Als letzter Redner ſprach Dr. Erwin
il, Syndikus des Verbandes der Funkinduſtrie
zuße chriſtliche Metallarbeiter=Kundgebung
in Frankfurt a. M.
krläßlich der Eröffnung des XII.
Gewerkſchafts=
ſok eſſes der Chriſtlichen Gewerkſchaften
Deutſch=
hnA am 15. September 1929 in Frankfurt a. M.
iü am Nachmittag 4 Uhr im großen Saale des
Truch=nationalen Handlungsgehilfen=Verbandes,
Sungnyſtraße 43, eine große Kundgebung der
uiich organiſierten Metallarbeiter des Rhein=
MEcſ=Gebietes ſtatt. Die Veranſtaltung wird einen
Krimationalen Charakter tragen. U. a. werden
an=
wſed ſein, ſämtliche Metallarbeiterdelegierten zum
Warkſchaftskongreß, an ihrer Spitze der 1. Ver=
„bankvorſitzende Reichstagsabgeordneter Franz
Wie=
bür Ferner die Verbandsmitglieder Reichsminiſter
.11 Giesberts, Wohlfahrtsminiſter Dr. Hiertſiefer,
Vertreter des internationalen Arbeitsamtes in
Henſeler. Ferner werden, ſoweit ſie bereits
gunſend ſind, die Vertreter der chriſtlichen
Metall=
rürerverbände aus Holland, Belgien, Frankreich,
Scheiz, Oeſterreich, Polen und Ungarn, der
Kund=
gieug beiwohnen. Die Eröffnungs= und
Haupt=
ſarſtache wird der Bezirksleiter des C.M.V. für das
Mhm=Main=Gebiet, Landtagsabgeordneter Weſp=
Därſtadt, halten. Er wird das Thema behandeln:
2ge Bedeutung des rhein=mainiſchen
Wirtſchafts=
goßſes für die Metallarbeiterſchaft. Ferner werden
ſtau murh Anſprachen halten der 1. Verbandsvorſitzende
Fin Wieber und einige ausländiſche Gäſte.
Ein myſteriöſer Fall.
ſrankfurt a. M. Der in Höchſt beſchäftigte
Akbſter Jeckſtadt meldete ſich in der vergangenen
Nhc bei einem Rangierarbeiter zwiſchen Walldorf
öhe unth Mitteldick in blutüberſtrömten Zuſtande. Der
fü limk Arm und die rechte Hand waren ihm
abge=
rißn Er gibt an, von einem Zug überfahren zu
ſezn doch ſteht die Reichsbahn dieſer Mitteilung
etlst ſkeptiſch gegenüber, da der Verletzte in dieſem
Fäl wohl kaum imſtande geweſen wäre, ſich bis
n zun nächſten Bahnwärterhaus zu ſchleppen.
Ein guter Fang.
diesbaden. Den vereinten Bemühungen der
Wihadener und Koblenzer Polizei gelang es, einen
laungefuchten Opferſtockdieb dingfeſt zu machen. Der
VC=ftete hatte während eines ganzen Jahres die
Kſran von Koblenz bis nach Wiesbaden
ausge=
rcuß. Hauptleidtragende waren die Orte Boppard,
SShrſhein, Erbenheim, Eltwville, Wiesbaden und
eiſaſ kleinere Orte in Rheinheſſen. Man ertappte
dem dieb auf friſcher Tat in der Kirche von
Königs=
weme, und fand bei ihm Leimruten und ein
Brech=
eiſech das zum Aufbrechen von Opferſtöcken
be=
ſomps hergerichtet war. Es handelt ſich bei dem
Venfieten um einen gewiſſen Eugen Singdin, der
ſeinTaten vor der Polizei bereits eingeſtand.
Gasvergiftung und Gasexploſion.
kürzburg. Der Inhaber einer
Dampf=
fä=ſei und chemiſchen Waſchanſtalt erlitt, vermutlich
besier Arbeit, eine Gasvergiftung. Als der
Ver=
unkockte in das Krankenhaus verbracht wurde,
er=
ei sſe ſich in ſeiner Wohnung, wahrſcheinlich durch
ei=Höffene Flamme, eine Erploſion, die die
Woh=
nindemolierte. Zwei Brüder erlitten Verletzungen
udvurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.
Ein grauſiger Fund.
Elzfäller fanden in der Nähe von Rehberg
in) löhmerwald unter einem Gewirr von Bäumen,
dile er Sturm bei dem verheerenden Unwetter zu
AFlng des Monats Juni niedergeworfen hatte,
dies ſeſte eines Zeltes und daneben die Leichen von
vees Minſchen, zwei Männern und zwei Frauen,
auc ſer im Badetrikot. Die vier Leute ſind offenbar
de inem Unwetter im Walde überraſcht und von
deE mſtürzenden Bäumen erſchlagen worden. Man
nent an, daß es ſich um reichsdeutſche Touriſten
9AiAt, die auf einer Wanderung durch den
Böh=
mchſild begriffen waren.
Feuer in einer Holzwarenfabrik
aOebuſch (Mecklenburg). Durch ein Feuer
wu am Freitag in den frühen Morgenſtunden
WB3ilberrahmenfabrik Kniepcke mit großen Holz=
HIſten und vielen Maſchinen vernichtet. Der
Slgſchaden beträgt etwa 100 000 Mark. Als
Ent=
m Musurſache des Brandes wird böswillige Brand=
A Eing Tangenommen.
Gamstag den 31. Auauſf 1929
Seite 15
Schwere Schiffskakaſtrophe
an der kaliforniſchen Küfke.
Los Angeles. Der Tankdampfer der
Stan=
dard Oil Company „T. C. Dodd” iſt in der Nähe
von Pigeon Point mit dem im Küſtenverkehr
be=
ſchäftigten Paſſagierdampfer „San Juan”
zuſam=
mengeſtoßen. Beide Schiffe ſollen im Sinken
be=
griffen ſein. Der „San Juan” hat etwa 100
Paſſa=
giere an Bord.
Ueber den Zuſammenſtoß zwiſchen dem Perſonen
dampfer „San Juan” und einem Tankdampfer des
Standard Oil Company an der kaliforniſchen Küſte
laufen fortwährend Meldungen aus Los Angeles
ein, die die größte Beſorgnis um das Schickſal der
Paſſagiere des „San Juan” hervorzurufen geeignet
ſcheinen. Der Perſonendampfer iſt faſt unmittelbar
nach dem Zuſammenſtoß geſunken, ſo daß ſeine
Be=
ſatzung nicht ſämtliche Boote zu Waſſer bringen
konnte. Die Boote des Tankdampfers, über deſſen
Schichſal noch nichts Näheres bekannt iſt, retteten von
dem Paſſagierdampfer zwei Kinder. Die Unfallſtelle
iſt weithin mit Schifftrümmern bedeckt, an die ſich
ſchreiende und um ihr Leben kämpfende Menſchen
klammern. Da der Zuſammenſtoß in der Nacht
er=
folgte, mußten die erſten Rettungsarbeiten bei
Schein=
werferlicht erfolgen. Nach Angabe der Reederei
be=
fanden ſich an Bord des „San Juan” 45 Mann
Be=
ſatzung und 45 Paſſagiere.
Von den 100 Paſſagieren an Bord des
verunglück=
ten Dampfers „San Juan” ſind, ſo weit es ſich
bis=
her feſtſtellen läßt, 70 gerettet worden. Der
Tank=
dampfer „Dodd”, der mit dem „San Juan”
zu=
ſammengeſtoßen iſt, iſt mit 27 Ueberlebenden an
Bord auf dem Weg nach San Franzisko, während
der Dampfer „Munami” zu weiterer Hilfeleiſtung
an der Unglücksſtelle verbleibt. Der Zuſammenſtoß
iſt auf den dichten Nebel zurückzuführen, der in den
letzten 24 Stunden an der kaliforiſchen Küſte
ge=
herrſcht hat.
Ein Schuß in der Nacht.
Berlin. Der 32jährige Poſtangeſtellte Willi
Schwert in Nowawes hat in der Nacht zum Freitag
die 40jährige Witwe Ling Groß, in deren Haus er
wohnte und mit der er Beziehungen unterhielt, wie
er angibt, infolge eines Irrtums erſchoſſen. Schwert,
der herzleidend iſt, will in der Nacht durch einem
plötzlichen Schrei, den Frau Groß ausſtieß,
ufge=
ſchreckt worden ſein. Er habe in dem Glauben, es
ſeien Einbrecher im Haus, und ohne erſt Licht zu
machen, in der erſten Beſtürzung mit dem auf dem
Nachttiſch liegenden Revolver auf einen Schatten,
der ſich im Zimmer bewegte, geſchoſſen. Erſt bei
Licht habe er feſtgeſtllt, daß er Frau Groß
ge=
troffen habe. Schwert, der ſelbſt ſofort die Nachbarn
und die Polizei glarmierte, iſt vorläufig in Haft
genommen worden. Man iſt jedoch geneigt, ſeiner
Darſtellung Glauben zu ſchenken, da nach den
Be=
kundungen der Nachbarn zwiſchen ihm und Frau
Groß volle Harmonie geherrſcht haben ſoll.
Das Auto der Bankräuber von Hannover
aufgefunden.
Lüneburg. Das Auto, das bei dem
Ueber=
fall auf zwei Kaſſenboten der Hannoverſchen
Lan=
desbank am 28. d. M. in Hannover von den Tätern
zur Flucht benutzt wurde, iſt bei Wohlenbüttel, einem
kleinen Heidedorfe in der Nähe von Amelinghauſen
im Kreiſe Lüneburg, im Walde verſteckt aufgefunden
worden. Es handelt ſich um eine Limouſine mit dem
Zeichen H. H. 11599. Weitere Spuren der Räuber,
die — wie erinnerlich — einen der Kaſſenboten ſchwer
verletzt und etwa 60 000 Mark erbeutet haben,
konn=
ten nicht gefunden werden.
Verhängnisvoller Autounfall eines Amerikaners
Wien. Auf dem Katſchberg in Salzburg
er=
eignete ſich ein ſchweres Automobilunglück. Das Auto
des amerikaniſchen Großinduſtreillen Henry E.
Scheuer aus Ohio überſchlug ſich mehrmals und
ſtürzte um. Die Gattin des Amerikaners, der den
Wagen ſelbſt ſteuerte, und ihre Schweſter erlitten
ſchwere Verletzungen, während Scheuer ſelbſt mit
Schnittwunden und Quetſchungen davonkam.
Ein rumäniſcher Dampfer aufgelaufen.
Bukareſt. Der rumäniſche Dampfer „Macor
Ekimow”, der mit einer großen Holzladung tuf dem
Weg nach Burgas unterwegs war, iſt in der Nähe
von Mangalia im Schwarzen Meer auf eine
Sand=
bank aufgelaufen und binnen wenigen Minuten
ge=
ſunken. Von der 15köpfigen Beſatzung konnten 7 nur
ſchwimmend die Küſte erreichen, während die übrigen
acht ertrunken ſind.
Feſtnahme der Diebe von Santa Chiara.
Rom. Die Diebe, die den kürzlich gemeldeten
Einbruch im Oratorium der Baſilika Santa Chiara
in Neapel ausgeführt hatten, konnten feſtgenommen
werden. Die Edelſteine, die aus den Urnen entfernt
worden waren, wurden faſt alle wiedergefunden.
Bankdefraudanten.
Mailand. In Genua wurden zwei Beamte
einer großen Bank verhaftet, die zum Schaden der
Kunden Betrügereien im Betrage von 200 000 Lire
begangen haben, indem ſie Ueberweiſungen
italie=
niſcher Auswanderer an Amerika unterſchlugen.
Exploſion eines Benzin=Waggons.
Mailand. Als im Bahnhof von Sonzeno ein
Tanbwagen mit Benzin ausgeladen wurde, geriet
plötzlich ein Behälter in Brand und explodierte. Das
Feuer griff ſofort auf den ganzen Vorrat über und
zahlreiche Benzinfäſſer explodierten, während der
Wagen in einem ungeheuren Feuer aufging. Ein
Arbeiter erlitt ſchwere Brandwunden.
Exploſion in der Pulverfabrik.
Brüſſel. In der Pulverfabrik Herenthal
er=
eignete ſich eine furchtbare Exploſion, die die ganze
Stadt in Aufregung brachte. Die Exploſion erfolgte,
als in der Fabrik in vollem Umfang gearbeitet
wurde. Wie durch ein Wunder ſind nur zwei
Ar=
beiter zu Tode gekommen, jedoch ſind ſehr viele
ver=
letzt worden.
16 Todesopfer eines Laſtautounglücks.
Paris. Nach einer Meldung aus Tlemeen
ſtürzte in Marokko ein mit Eingeborenen beſetztes
Laſtauto infolge eines Reifenbruchs einen ſteilen
Abhang hinunter. Hierbei wurden 16 Pevſonen
getötet und 15 ſchwer verletzt.
Die Sch
der deutſchen Hochſeeflokke.
Die Ausfahrt des deutſchen Flottenverbandes.
Das vereinigte Geſchwader der Nordſee= und Oſtſeeflotte hat ſeine große Herbſtmanöverausreiſe
angetreten, die nach Schweden führt und der ſich längere Uebungen in der Oſtſee anſchließen. Unſer
Bild zeigt die Ausfahrt des Flottenverbandes mit den Linienſchiffen „Schleſien”, „Schleswig=
Holſtein”. „Elſaß” und „Heſſen” in Kiellinie mit Kurs auf Schweden.
im Berliner Weſten.
Brand= und
Beiwagenmaſchinen auf der alten Ettaler Bergſtraße,
einer der ſchwierigſten Strecken der „Sechs Tage für Motorräder”, die als internationale
Zuver=
äſſigkeitsfahrt durch die fünf Länder rund um die Alpen führen. Die meiſten Teilnehmer kamen
hier mit Motorkraft nicht mehr vorwärts und mußten ſich durch Schieben weiterhelfen.
ragiſcher Unfall einer engliſchen Fliegerin.
Cleveland. Das Opfer eines ſchweren
Flug=
igunfalls wurde die bekannte engliſche Fliegerin
dy Heath. Sie flog mit ihrem Flugzeug in einer
öhe von 20 Meter, als der Apparat plötzlich
ab=
irzte und das Dach einer Fabrik durchſchlug. Unter
oßer Mühe konnte die Fliegerin bewußtlos aus
n Trümmern des Flugzeuges hervorgezogen wer=
Die gleich darauf angeſtellte ärztliche
Unter=
hung ergab einen mehrfachen Schadelbruch.
Für 30 000 Mark Schmuckſachen aus einer
Villa geſtohlen.
Altona. Am Donnerstag abend wurde in
einer Villa an der Flottbecker Chauſſee von
unbe=
kannten Tätern ein Einbruch verübt, bei dem
Schmuck=
ſachen im Werte von 30000 Mark geſtohlen wurden.
Bei den entwendeten Sachen handelt es ſich um ein
Diadem, das mit einem großen Smaragd und etwa
100 Brillanten beſetzt war ſowie um Platin= und
Brillantringe.
Die Feuerwehr bei den ſchwierigen Löſcharbeiten.
Ein Dachſtuhlbrand von ſeltenem Ausmaß kam am Kurfürſtendamm im Weſten Berlins zum
Ausbruch. Die Feuerwehr ſtand zunächſt dem Brand machtlos gegenüber. Das oberſte Stockwerk
mit den koſtbaren Sammlungen eines Wiener Schauſpielers wurde ein Raub der Flammen. Zwölf
Feuerwehrleute wurden durch herabſtürzende Gebäudeteile ſo ſchwer verletzt, daß drei von ihnen
ihren Verwundungen bereits erlagen. Der Brand iſt einer der ſchwerſten in der Geſchichte der
Berliner Feuerwehr.
von der inkernakionalen Mokorrad=Sechskagefahrk.
[ ← ][ ][ → ]Seite 16
Somstag, den 31 Auguſt 1929
Nummer 241
Dei Orernhrmmer vm Oeplemver.
Die Zeitdauer der Tageshelligkeit iſt im
Sep=
tember in raſcher Abnahme begriffen. Zu
Monats=
anfang dunbelt es gegen 19 Uhr, am Ende bereits
eine gute Stunde früher. Am 23. September, an
welchem Tage die Sonne bei ihrem abwärts
gerich=
teten Lauf den Himmelsäquator überſchreitet,
be=
ginnt der aſtronomiſche Herbſt, der bis zu dem
Tage gerechnet wird, an dem die Sonne den tiefſten
Punkt ihrer Bahn erreicht. An der Veränderung
der Schatten von Häuſern, Türmen oder anderen
feſtaufgeſtellten Gegenſtänden läßt ſich die Wirkung
des Sonnenlaufes erkennen. Leider ſind nur noch
an wenigen Stellen Deutſchlands gut erhaltene
Sonnenuhren vorhanden, an denen man den
Schat=
tenwurf der Sonne zu verſchiedenen Jahreszeiten
verfolgen kann.
Auch am Sternhimmel macht ſich der
heran=
nahende Herbſt bemerkbar. Im Nordoſten
erſchei=
nen die Plejaden im Stier am Abendhimmel.
Fuhr=
mann, Perſeus und Widder ſtehen in größerer Höhe
über dem Horizont und kommen dadurch mehr zur
Geltung. Die Gruppe der Sommerſternbilder rückt
auf die Weſtſeite des Himmels. Im Süden
er=
ſcheint zum erſten Mal auf unſerer Karte der Stern
Fomalhaut im ſüdlichen Fiſch. Obwohl er zur 1.
Größenklaſſe gehört, iſt er wenig bekannt, weil er
ſich bei uns nur wenige Grad über den Horizont
erhebt.
Von den 5 dem bloßen Auge erkennbaren
Pla=
neten bleiben im September Merkur und Mars
wegen ihrer ſonnennahen Stellung unſichtbar.
Saturn ſenkt ſich im Südweſten zum Horizont,
während im Nordoſten der größte der Planeten
Jupiter emporſteigt. Jupiter bildet in den koy
menden Monaten die ſchönſte Zierde des nächtlich,
Sternhimmels. Ein einfaches Fernrohr — es a
nügt ein aus einem bikonvexen Brillenglas mu
einer Lupe zuſammengeſetztes Rohr — zeigt d
von Galilei entdeckten 4 hellen Monde dieſes Pl
neten. Ein größeres Fernrohr läßt auf Jupir
hellere und dunklere Streifen erkennen, die parald
zu ſeinem Aequator liegen. Das Ausſehen de
Streifen iſt veränderlich. Man vermutet, daß
ſich um wolkenartige Gebilde handelt. Aus ihr
Bewegung konnte feſtgeſtellt werden, daß ſich Su
piter in 9 Stunden 55 Minuten einmal um ſein
Achſe dreht. Es iſt für den Beobachter ein eindruck
volles Erlebnis, den Umſchwung dieſer fremSn
Welt zu ſchauen, der mehr als doppelt ſo ſchru
erfolgt als der der Erde und des Mars. D
dritte im September ſichtbare Wandelſtern iſt
Venus, die als hellſtrahlender Morgenſten
etwa 3 Stunden lang zu beobachten iſt, bis die a
gehende Sonne ihren Glanz allmählich im Tag /
lichte verſchwinden läßt.
In der Zeit der vollkommenen nächtlichen Du
kelheit tritt der matte Schein der Milchſtraße der
lich hervor. Sie ſpannt ſich in hohem Bogen Su
Horizont zu Horizont durch die Sternbilder P0
ſeus, Kaſſiopeia, Kepheus, Schwan, Adler un /M
Schlangenträger über den Himmel.
Der Mond iſt wegen ſeiner Neumondſtelluuzzeheim
in den erſten Septembertagen unſichtbar. Am 5. Boch””
fcheint ſeine ſchmale Sichel am Abendhimmel, acſpſener
aus dem
10, ſteht er im erſten Viertel, und am 19. Septeml
iſt Vollmond.
Senſakionsprozeſſe in der Türkei.
Von unſerem ſtändigen Berichterſtatter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten)
P. Konſtantinopel, im Auguſt 1929.
In letzter Zeit hat es in der Türkei wieder mehrfach
auf=
ſehenerregende Prozeſſe gegeben, die zwar gezeigt haben, daß der
türkiſche Richter und Staatsanwalt nach dem Aufhören der
Unabhängigkeitsgerichte allmählich wieder ihre eigne
Unabhängigkeit erlangen, die ſie befähigt, Prozeſſe nur nach dem
Grundſatz „Fiat juſtitia” unparteiiſch und rein nach den
Rück=
ſichten von Recht und Unrecht zu führen die aber gleichzeitig
doch auch bewieſen haben, daß die in Polizei und
Unterſuchungs=
richter in der Türkei verkörperte Staatsgewalt immer wieder
verſucht, das reine Recht nach geheimenſtaatspolitiſchen
Rückſichten zu beeinfluſſen, ja zu beugen.
Da werden Männer und Frauen verhaftet, weil ſie
ledig=
lich Unterricht in der alten Schrift erteilt haben, als
ob es nicht genügte, daß man die neue Schrift für den öffentlichen
Verkehr beherrſcht. Weil in einem Falle ein Betrunkener, im
anderen ein Irrſinniger törichte Worte geſprochen haben, wird
die Bevölkerung zweimal in die höchſte Unruhe mit Meldungen
von großen Verſchwörungen und drohenden
Nevol=
ten verſetzt, bis der Staatsanwalt die Sache auf ihren richtigen
Kern zurückführt. In Bruſſa werden eine ganze Reihe von
Männern und Frauen dem Gericht überliefert und ihre
zwei=
malige Verurteilung zum Tode durch gefälſchte Spitzelberichte
vom Gericht erzwungen, beide Male aber hebt der
Kaſſations=
gerichtshof die Urteile auf und ſchließlich wird auf Höchſtſtrafen
von einigen Jahren erkannt, viele der Angeklagten werden ſogar
freigeſrrochen. Im Smyrna fand ein Prozeß gegen faſt
40 Kommuniſten ſtatt, die verbotenermaßen organiſiert
waren und Plakate zur Maidemonſtration angeklebt hatten. Auch
hier hatte die Polizei der Oeffentlichkeit berichtet, es handele ſich
um Hochverrat und verſuchte Revolution, und der
Unterſuchungs=
richter baſierte ſeinen Anklageantrag danach auf Todesſtrafe für
35 der Angeklagten. Das Gericht aber ſprach viele frei, einige
wurden zu Strafen von 1—4 Jahren verurteilt.
Das größte Aufſehen aber haben der ſoeben zu Ende
ge=
gangene Prozeß gegen Kadrie Hanum und ihre Freunde wegen
verſuchten Attentats auf den Staatspräſidenten Muſtapha Kemal
Paſcha und der große Korruptionsprozeß gegen die früheren
In=
haber des Sprengſtoffmonopols erregt. Gerade der zweite
Pro=
zeß iſt ganz gegen die Intereſſen des Staates gelaufen. Die
Firma Ibrahim Sade Lutfi, die aus dem Namensgeber,
ferner den Gebrüdern Fresco und den Gebrüdern Baſſat beſteht,
hatte vor zwei Jahren vom Staat die Ausübung des
Spreng=
ſtoffmonopols übernommen, es dann aber an eine belgiſche
Grup=
pe weiter vergeben. Der Steuerfiskus hatte darauf von ihnen
eine Gewinnſteuer von 523 000 Ltg., alſo etwa 1050 000 RM.
gefordert, gegen deren Zahlung ſich die Firma mit Händen und
Füßen wehrte. Als der Fiskus aber nicht locker ließ, rückten ſie
mit der Angabe heraus, ſie hätten lange nicht ſoviel verdient,
wie der Staat annähme, dafür hätten ſie viel zu hohe
Schmier=
gelder und viel zu teure Geſchenke an die in Betracht
kommen=
den hohen Staatsfunktionäre verteilen müſſen. Dieſe Angabe
war gewiß für den türkiſchen Staat, der vor einem Jahre erſt
ſeinen blamablen Prozeß gegen den beſtechlichen Marineminiſter
Ihſan erlebt hat, recht unangenehm und ſo ſah man ſich
gezwun=
gen, nunmehr die Anklage gegen die Firmeninhaber
auf Beleidigung des türkiſchen Staates und auf
Betrugsverſuch gegen den Steuerfiskus zu erheben. Die
Ver=
haftung dieſer Männer, zu denen noch ein früherer Abgeordneter
und zwei Anwälte kamen, war eine wirkliche Senſation, denn
es handelte ſich bei ſämtlichen Angeklagten um die angeſehendſten
Leute aus den beſten Konſtantinopler Kreiſen. Nach wenigen
Tagen verſagte jede Berichterſtattung über den Fall und niemand
wußte, was eigentlich vorging. Da rückt nach vier Wochen
plötz=
lich die Konſtantinopler Preſſe, und zwar zuerſt der in Angora
ſehr einflußreiche Abgeordnete und Herausgeber der „République‟
Junus Nady Bey mit der Meldung heraus, daß aus den
detail=
lierten Angaben der Angeklagten hervorginge daß ſie dem
Fi=
nanzminiſter zur Zeit der Monopolvergebung, Haſſan Bey, der
heute Abgeordneter von Trapezunt und Vizepräſident der
Natio=
nalverſammlung iſt, ein ſehr teures amerikaniſches Automobil und
einem anderen hohen Staatsfunktionär 25 000 Türkpfunde
ge=
geben hätten. Eine vor wenigen Tagen erſchienene
Abwie=
gelungserklärung des Juſtizminiſters hat nach
ihrer ganzen Abfaſſung nicht vom Gegenteil überzeugen können.
Wieder hüllt ſich nun die Polizei in tiefſtes
Stillſchwei=
gen. Der Prozeß iſt noch in der Schwebe. Es ſcheint ſo, als
ob ſich bei einer weiteren Verfolgung der Sache noch recht
un=
angenehme Dinge ergeben könnten.
Das vollendete Bild übelſter Beeinflußungsverſuche auf die
ordentlichen Gerichte und auf die Oeffentlichkeit bot der Prozeß
gegen Kadrie Hanum und Genoſſen. Auf Grund völlig
nichts=
ſagender Angaben der Polizei wurden dieſe Leute Anfang
vori=
gen Dezembers verhaftet, weil ſie die Ermordung des
Prä=
ſidenten geplant und die Frau Kadrie mit der
Ausfüh=
rung betraut haben ſollten. Der Generalſtaatsanwalt von
Kon=
ſtantinopel ſtellte die Unhaltbarkeit der polizeilichen
Behaup=
tungen feſt und lehnte die Anklage ab. Aber die Polizei forderte
uer Ech
ihr Opfer, wollte ihre Macht zeigen, ein Exempel ſtatuieren. E) Vachst, A
anderer Unterſuchungsrichter Hikmet wurde mit der Sad
Nat
betraut, der Anfang Januar die ſchon Freigelaſſenen wieder v!
haften ließ. Seitdem haben ſie ſieben Monate in Unterſuchungnf für 9
haft geſeſſen. Als das Tatſachenmaterial nicht ausreichte, wol
Der
ten Polizei und Unterſuchungsrichter eine Verbindung d
Angeklagten mit der engliſchen Spionage feſte Bordeg
ſtellt haben, und geheimnisvolle Andeutungen wurden in der wi
fährigen Preſſe verbreitet. Aber Anfang Juni lehnte der Gener /.
ſtaatsanwalt von Konſtantinopel, der feſte und aufrechte Ken!
Bey, abermals die Anklage ab. Da verlegte man den Proz/
nach Smyrna. Im Juli fand dort die Verhandlung ſtch Mlſſ
Sie endete mit einem unglaublich blamablen Zuſammen
abethenil
bruch aller Beſchuldigungen, der Staatsanwalt ſel
beantragte die Freiſprechung der Angeklagten, die nunmehr
ihr Heim zurückgekehrt ſind, denen aber kein Menſch den Scky
Lesol
den an ihrer Geſundheit und an ihrer Exiſtenz erſetzt. Der gar
Prozeß war ein Verfahren, wie es ſich ſonſt höchſtens noch
der Tſcheka in Rußland denken ließe. Und die Türkei muß die ervek
ihren Richtern dank wiſſen, daß ſie durch ihr feſtes Ablehnen 9
polizeilichen Inſinuationen den überaus üblen Eindruck aus d
ſer Geſchichte in etwas verwiſcht haben.
33. Preußiſch=Süddeukſche Klaſſenlokkerie.
19. Tag, 5. Klaſſe. In der Vormittags=Ziehung fiele
2 Gewinne zu je 50 000 Mark auf Nr. 282003; 4 Gwinne zu je 5.
Mark auf Nr. 75 636 144 905; 8 Geſvinne zu je 3000 Mark auf Nr. 251
17099 27 256 342 745; 12 Gewinne zu je 2000 Mark auf Nr. 1341
197 334 209 711 230 320 341 820 395 241; 54 Gewinne zu je 1000 Mcl
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294 896 300 724 312447 327 968 347 134 360 327 378 938 387 595 396 59
ferner 92 Gewinne zu je 500 Mark und 212 Gewinne zu je 300 Mark.
In der Nachmittags=Ziehung fielen: 2 Gewinne zu je 250
Mark auf Nr. 35 673: 2 Gewinne zu je 5000 Mark auf Nr. 78 57
2 Gewinne zu je 3000 Mark auf 242 539; 8 Gewinne zu je 2000 Me/
auf Nr. 25 317 38 229 B6 224 252 M6; 46 Gewinne zu je 1000 Mark al!
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4 Gewinne zu je 75 000 Mark, 2 Gewinne zu je 50 000 Mark, 32 C
winne zu je 10 000 Mark, 44 Gwinne zu je 5000 Mark, 136 Gewinne /
je 3000 Mark, 250 Gewinne zu je 2000 Mark, 643 Gewinne zu je 1
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mit Kur= und Kindermilch etc. zu beliefern, fanden wir uns unter
Aufwendung erheblicher Mittel bereit, Ihnen fragliche Milch in ganz
einwandfreier Beſchaffenheit zu liefern, und wir dürfen wohl ſagen:
zur vollen Zufriedenheit.
Jetzt auf einmal wird eine Vorzugs=Kur= und Kindermilch
ange=
boten und es könnte den Anſchein erwecken, als wenn Sie nun eine
weit beſſere Milch haben könnten. Dem dürfte nicht ſo ſein, denn eine
beſſere, einwandfreiere Milch als die, die wir Ihnen liefern, dürfte
es kaum geben. Unſer ganzer Viehbeſtand, untergebracht in einem
Muſter=Kur= und Kindermilch=Stall, iſt nicht allein tuberkuloſe=,
ſon=
dern auch ſtreptokokken=maſtiſisfrei, was unbedingt zur Erzeugung
von Kindermilch dringend nötig iſt. Weiter ſorgt eine ſcharfe Kon=
trolle der Verſuchsſtation der landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften, des
bakteriologiſchen Inſtituts Gießen ſowie des Kreistierarztes dafür, daß
alles in beſter Ordnung iſt. Infolgedeſſen erhielten wir im Jahre 1929
in Berlin und München drei erſte Preiſe und einen Ehrenpreis. Wir
danken Ihnen nun für das uns ſeither entgegengebrachte Vertrauen
und bitten Sie höflichſt, dies auch fernerhin uns zu bewahren. Den
Verkauf unſerer Milch haben die Herren Theodor Göckel, Daniel Kraft,
Joh. Kraft, Frau Winter ſowie alle der Milchverſorgungs=G.m.b.H.
nicht angehörigen Händler.
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gutgeheißene Bebauungsplan für den
Speſſartring vom Fiedlerweg bis
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Artikel 5 der Allgem Bauordnung vom
2. bis 17. September d8. Js. auf dem
Städt. Hochbauamt zur Einſicht offen.
Einwendungen gegen den Plan ſind
bei Vermeidung des Ausſchluſſes
wäh=
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Darmſtadt, den 28. Aug. 1929 (st13748
Der Oberbürgermeiſter.
Pelanntmachung.
Mit Rückſicht auf die demnächſt
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folgende Weiterführung der Linte 3 nach
der Waldkolonie bis zum Rodenſteinweg
verkehren ab Montag, den 2. 9. 29 die
Wageu wie folgt:
Hauptbahnhof ab 06, 16, 26 uſw.
Waldkolonie an 09, 19, 29
ab 10, 20, 30 „
Hauptbahnhof an 13, 23, 33
ab 15, 25, 35
Darmſtadt, den 31. Aug. 1929. (13767
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Großer, ſchattiger Garten,
gemütliche Räume.
Jungplan=R
Café „Rheingold‟ Eberstal
Alter Darmstädter Weg, am Ortseinga
Neu eröffnet — gemütliche Räume
Erstklassiger Kaffee — Torten — Kuc
Bestgepflegte Weine — la Biere —
ten — Balkon.
Kommenden Samstag und Sonntag
3 Uhr morgens geöffnet. (*
Besitzer: B. Kauffman
beirerttid
Café=Reſtaurant
Henn
Villenkolonie Eberſtadt
Halteſtelle Schirmſchneiſe
Ia
Schattiger Garten
Geſellſchaftzimmer
Speiſen und Getränke
Der Beſ.: Fr. Henn.
— Telephon 497 A. D. —
(13640)
Dutg Hranken
hönſter Ausfugsort der Bergſtraße,
licher Ausſichtspunit. 11
Borzügliche Reſtauration
bei mäßigen Preiſen.
Halteſtelle der Linie 8 am Fuße des Fro”, ich
kenſteins. — Omnibus=Verbindung Nied=;
denen
Beeerbach
der
Tel. 318 Eberſtadt C. Hechlel
dur Nach-Rirohweine
Nieder-Ramstac
Kaa
O
Niersteiner Kirchweihe
Weinhaus zur Krone
Großer Bestbad
am 1., 2. und 3. September.
Die Muſik wird ausgeführt von der Kapelle Obermuſikmeiſter
M. Weber.
Nur Qualitätsweine eignen Wachstums
und der erſten Weingüter Nierſteins.
Gute Küche.
Spezialität Geflügel.
Es ladet ein der Beſitzer
Jakob Gerhardt.
13740)
Inn annnn nnnnnnnnnn zn nn nn nß
Waldſchlößchen
Halteſtelle der Linie 9
Samstag, den 31. Auguſt, ab 8½ Uhr:
Konzert.
ff. Weine u. Biere. Anerkannt gute Küche,
Beſitzer: Ernſt Schneider.
F4
(10535a)
Sonntag, den 1. SeptemE
adet fre undlichst ein
Wilhelm Fischer
Gasthaus und Metzgerei
Zum goldenen Anker
Für gute Speisen und Getränke ist W
immer bestens gesorgt.
(bei Kleinheubach a. M.)
Lasthaus I. Pens. zum gold. Euges
Metzgerei.
Beſitzer: Leonh. Glenz.
Herrlich am Main gelegen, Station, zw
ſchen Klingenberg und Miltenberg, ſchon
Waldſpaziergänge mit Ruheplätzen, wum
derbare Ausſicht ins Maintal. Bad in
Hauſe, Strandbad, mit anſchließend grbß-
Raſenſpielplatz. Penſionspreis Mk. 4M
Teleph.=Amt Klingenberg 31., 1430—
Gelegenheitskauf!
Opel 4/14 P8., 3 Sitzer,
einwandfr, Zuſtand preiswert zu bee
kaufen. Kiesbergſtraße 60, I.