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Franffurt a. M. 1301.
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iluſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit + verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſfattet.
Nummer 234
Samstag, den 24. Auguſt 1929.
192. Jahrgang
2 mm breite Zeile im Kreiſe Darmſtadt 25 Reichspfs.
Finanz=Anzelgen 40 Reſchspfg. Rellamezele (92 mm
breit/2 Reichsmark. Anzelgen von auswärts 40 Reſchspfg.
Finanz=Anzelgen 60 Relſchspfg. 92 mm breite
Rellame=
zeſie 3,00 Reichsmark. Alle Preiſe in Reſchsmark
(1 Dollar — 4.20 Markl. — Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Strelk uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüſlung der
Anzeigen=
aufträge und Leiſfung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerichtlicher Beltreibung fälli jeder
Rabatt weg. Banſkonto Deutſche Bank und Darme
ſädter und Natſonalbant.
Der Mamp; un die Kongeſſionen.
zawden gegen die Ueberkragung der Daweszahlungen. — Er will das Geld von der richkigen (franzöſiſchen
10 ikalienichen) Adreſſe. — Die Konferenz doch noch über das Wochenende hinübergerekkei.—Die Franzoſen
verſuchen, deutſchland gegen die Engländer auszuſpielen. — Beſprechungen der Deutſchen
mit den Engländern klären die Sitnakion.
ſchläge der fünf Angebotsmächte enthielten
nur ganz geringe Fortſchritte gegen die ſchon
Erneuke Verkagungen im Haag.
vorher gemachten Angebote. Er habe Herrn Jaſpar
Ais allierte Angebok ungenügend. — Ergebnisloſe erklärt, daß er von dieſen Angeboten durchaus
unbefrie=
digt ſei. Wie von engliſcher Seite erklärt wird, hat er ſich im
Räumungsbeſprechungen.
vertrauten Kreiſe dahin ausgedrückt, ſeine Forderungen
* Haag, 23. Aug. (Priv.=Tel.)
Die vier Gläubigermächte Frankreich, Belgien, Italien und
Zoan ſind am Freitag morgen zum dritten Male mit den
deut=
iſchn Sachverſtändigen Curtius und Hilferding im Binnenhof
mbaag zuſammengetreten, um über die Gegenangebote auf die
mliſchen Forderungen zu beraten. Die Verhandlungen im
bag ziehen ſich auch heute wieder in die Länge. Die Finanz=
Uehandlungen zwiſchen den vier
Gläubiger=
ſnchten und Deutſchland wurden um 11.30 Uhr
been=
um heute nachmittag 3 Uhr in Gegenwart von
Sachver=
radigen, zu denen Dr. Schacht gehört, fortgeſetzt zu werden. In
ſſchluß an dieſe Sitzung traten die drei
Beſatzungs=
uchte mit Dr. Streſemann und Dr. Wirth zur Fortſetzung
hr politiſchen Beratungen zuſammen. Kurz nach 1 Uhr wurde
die Beſprechung der Beſatzungsmächte
noch=
s auf heute nachmittag 4 Uhr verſchoben. Es hat ſich in
Beſprechung, wie Hymans mitteilte, um die
Be=
ßungsſchäden, die Beſatzungskoſten und die
ſtage der Kontrollkommiſſion im Rheinland
ge=
adelt. Den beiden Beſprechungen war ein Beſuch des
Prä=
mten der Konferenz, Jaſpar, bei Snowden vorausgegangen,
y deſſen Ergebnis Jaſpar den beiden Gremien Mitteilung
icte.
Wie aus engliſcher Quelle verlautet, ſoll ſich Snowden
mſt den Konzeſſionen der fünf „
Angebots=
chte”, wie jetzt Deutſchland, Frankreich, Italien, Belgien
Japan im engliſchen Munde heißen, noch nicht haben
averſtanden erklären können. Von gut unterrichteter
eng=
iſter Seite erklärt man heute nochmals, daß man nicht nur von
dtſchland, ſondern vor allem von den im
Young=
an beſonders bevorzugten Mächten
Zuge=
findniſſe haben wolle. Das ſoll der Grund ſein,
mum die Beſprechung nochmals auf heute nachmittag vertagt
iu auch die für heute nachmittag vorgeſehene Verhandlung der
ſes einladenden Mächte auf morgen verſchoben worden iſt.
Man beurteilt dieſe ganze Entwicklung, ohne daß man etwas
Uihr den ſachlichen Inhalt weiß, in allen Kreiſen im Haag heute
ugen wieder ſehr ernſt. Es ſcheint, daß die Verhandlungen
in doch in die nächſte Woche hineingezogen werden, weil man
ugen noch nicht zu einem abſchließenden Reſultat, ſei es
poſi=
i oder negativ, gelangen könne. Zum mindeſten wird man
ſihr den Sonntag zuſammenbleiben und am Montag evtl. eine
üintliche Vollſitzung abhalten, in der die einzelnen Beteiligten
un ihren Standpunkt darlegen können.
5nowdens Widerſtand noch nichk aufgegeben.
Der Kampf mit der Parole: hie finanzielle
Kon=
ſionen, hie politiſches Entgegenkommen, ſetzt
itim Haag mit ziemlich unveränderten Fronten fort. Die
Be=
ſtich ungen im Haag ſind am Freitag nachmittag von 3 bis
Uhr zwiſchen den fünf Angebotsmächten und den
Beſatzungs=
ſchten, die nominell zwei Unterkommiſſionen der Konferenz
Atellen, in engſtem Konnex fortgeführt worden. Beim Schluß
der Beſprechungen, die heute abend nach dem Diner bei der
händiſchen Königin Wilhelmine um 10 Uhr fortgeſetzt
wer=
ſollen, wahrſcheinlich unter der Beteiligung der Engländer,
nde von deutſcher Seite geäußert, daß die Dinge jetzt etwas
der ſtänden, und zwar ſowohl hinſichtlich der finanziellen, als
* der politiſchen Fragen. Der belgiſche Außenminiſter Hymans
kärte, daß man ſich über die Frage der Kontrollkommiſſion am
heſten auseinandergeſetzt habe. — Uebereinſtimmend laſſen
die Delegierten vernehmen, daß man wohl noch bis zum
Untag oder Dienstag forttagen müſſe.
Wie verlautet, hat Snowden ſeinen Widerſtand
ch nicht aufgegeben. Er verlangt immer noch, daß
) ſeine Anſprüche von der „richtigen Adreſſe” d. h. Frankreich
M Italien, erfüllt würden. — Man ſpricht bereits davon, daß
Konferenz im Haag mit verſchiedenen Reſolutionen ausein=
Veigehen werde, in denen die Brücke für eine weitere Ver=
*ölung in Genf geſchlagen würde. So ſoll den
Englän=
in prinziviell ihr Anrecht auf Beteiligung
Young=Plan im Spa=Verhältnis
zugeſtan=
aber erklärt werden, daß die
Detailrege=
ug noch weitere Verhandlungen erfordere.
Plößzlicher Skimmungsumſchwung im Haag.
Die Taktik der Franzoſen.
Die Verhandlungen im Haag haben in den Abendſtunden
Freitag eine höchſt ſonderbare Wendung genommen. Jetzt
1O nämlich Deutſchland von den übrigen vier
eebotsmächten gegen die Engländer
vorge=
at. Der engliſche Schatzkanzler Snowden
doch ſeiner Preſſe erklären laſſen, die ihm heute im
des Tages durch Jaſpar übermittelten Vor=
ſeien von den übrigen vier Gläubigermächten
umadreſ=
ſiert worden; er wolle aber das Geld von der
rich=
tigen Adreſſe haben.
Daraufhin hat nun heute abend der franzöſiſche Miniſter
Loucheur der franzöſiſchen Preſſe Erklärungen
abgege=
ben, die eine ganz ſcharf ausgeklügelte Taktik verraten. Loucheur
beteuert, daß die übrigen vier Gläubigermächte in keiner Weiſe
daran dächten, von Deutſchland irgendwelche Zugeſtändniſſe zu
erlangen oder ihm gar Zuſatzleiſtungen abzupreſſen. Wenn
Deutſchland auf dem Gebiete der Sachlieferungen und der
Ver=
ſchiebung zwiſchen geſchützten und ungeſchützten Annuitäten
Ent=
gegenkommen, zeigen wolle, ſo ſei das eine ganz freiwillige
Handlung, der die vier übrigen Gläubiger wohl zuſtimmen
könn=
ten, die ſie aber nicht erzwingen. Dagegen laufe das ganze
Ver=
halten Snowdens darauf hinaus, Deutſchland indirekt zu ſolchen
Zugeſtändniſſen zu veranlaſſen. Trotzdem lehne Snowden dieſe
Zugeſtändniſſe dann ab. Es ſcheine darum am beſten, wenn man
ſich Deutſchland mit England auseinanderſetzen laſſe, denn dann
werde ſich herausſtellen, was Herr Snowden in Wirklichkeit wolle.
Wenn England ſich in den Beſprechungen, die im Laufe des
Frei=
tagabend zwiſchen dem Reichsaußenminiſter Dr. Streſemann,
Miniſter Hilferding, Miniſter Curtius und Snowden ſtattfinden,
mit dem deutſchen Angebot einverſtanden erklärt, dann würden
die übrigen vier Gläubigermächte nichts dagegen haben. Wenn
er ſie aber ablehne, dann werde man klar ſehen, wo hinaus
Snowden mit ſeiner Taktik wolle.
Wie in franzöſiſchen gut unierrichteten Kreiſen erklärt wird,
ſoll Snowden durch dieſe Taktik gezwungen werden, Klarheit
darüber zu ſchaffen, ob England gewillt iſt, einen Druck auf
Deutſchland auszuüben. Man hofft, dadurch Deutſchland
noch enger in die Hand der ſogenannten fünf
An=
gebotsmächte hineinzuziehen und England mit dem
Odium entweder der Preſſion auf Deutſchland oder einem
et=
waigen Scheitern der Verhandlungen zu belaſten.
Ueber den Verlauf, der politiſchen Beſprechungen hat ſich
Henderſon engliſchen Journaliſten gegenüber dahin geäußert, daß
er hoffe, den franzöſiſchen und deutſchen Standpunkt in der
Frage der Kontrollkommiſſion einander annähern zu können.
Keinen Schrikt weiter wie vor drei Wochen.
England verlangk ein Enkgegenkommen von ſeinen
Allierken, nichk aber von Deutſchland.
Die Haager Konferenz iſt am Freitag abend wieder an dem
Punkt angelangt, wo ſie vor drei Wochen ſtand. Die Fronten
haben ſich nach dem Beſuch der deutſchen Vertreter
Dr. Hilferding und Dr. Curtius bei Snowden
geklärt, und das Problem ſpitzt ſich ganz klar
wie=
der auf die engliſch=franzöſiſche
Auseinander=
ſetzung zu, wie ſie zu Anfang der Verhandlung beſtand.
Der engliſche Schatzkanzler Snowden hat den deutſchen
Ver=
tretern zu verſtehen gegeben, daß England in der
Repara=
tionsregelung nicht in der Lage ſei, an Deutſchland
einen rechtlich begründeten Anſpruch auf ein
Entgegenkommen außerhalb der jetzigen im
Young=Plan vorgeſehenen Regelung zu
ſtel=
len. Wie von engliſcher Seite erklärt wird, bedeutet das, daß
Herr Snowden auf die Bereitſchaft Deutſchlands,
zu einem Kompromiß beizutragen, in
logi=
ſcher Verfolgung ſeiner bisherigen Haltung
verzichtet.
Kein deutſches Angebok.
Auf deutſcher Seite wird am Freitag abend dementſprechend
auf das beſtimmteſte erklärt, daß Deutſchland in keiner
Weiſe eine Angebot gemacht habe und ſich in
irgend=
einer Form gebunden habe. Man habe mit Herrn Snowden
nur über den deutſchen Rechtsſtandpunkt
geſpro=
chen und ſei auch hier keinerlei Bindungen eingegangen. Dieſe
Erklärung läßt die Interpretation zu, daß nach dem ablehnenden
Beſcheid Snowdens die von den übrigen 4 Gläubigermächten
ins Auge gefaßte Möglichkeit unter Beteiligung Deutſchlands
einen Kompromißvorſchlag zu machen und dann auch die bisher
durch franzöſiſche Verlautbarungen bekannt gewordenen
Ver=
ſuche, Deutſchland zur Erweilerung des ungeſchützten Teiles der
Annuitäten zu veranlaſſen, hinfällig geworden ſind.
Prager Lockruf an Oefterreich.
Zuſammenkunft Beneſch—Streeruwitz. — Beſtrebungen zur
Ein=
beziehung Oeſtrreichs in die Kleine Entente.
Von unſerem E=Korreſpondenten.
Prag, im Auguſt 1929.
Es iſt Auguſt. Es ſind die Hundstage. Alſo wird das
Pilſener Rendevous zwiſchen dem öſterreichiſchen Bundeskanzler
Streeruwitz und dem tſchechoſlowakiſchen Außenminiſter Dr.
Beneſch von einem großen Teil der tſchechiſchen Preſſe zum
An=
laß weitgehender Kombinationen genommen, obwohl die
offi=
zielle Berichterſtattung betont, daß die Zuſammenkunft nur dem
Wunſche der beiden Diplomaten, einander kennen zu lernen,
ent=
ſprang. Aber das kennt man. Wenn die offiziöſe
Nachrichten=
ſtelle gar zu intenſiv auf den „abſolut unpolitiſchen Charakter”
eines Politiker=Rendezvous hinweiſt, ſo heißt das häufig, daß
eine politiſche Aktion im Entſtehen begriffen iſt, von der die
Oeffentlichkeit erſt dann erfahren darf, wenn das Anfangsſtadium
überwunden erſcheint. Kein Wunder, daß in dieſem Fall den
Mutmaßungen über die tieferen Urſachen des Pilſener
Stelldich=
eins freier, freieſter Lauf gelaſſen wird, umſomehr, als es
augen=
blicklich — vom Tukaprozeß abgeſehen — an politiſchen
Sen=
ſationen in der Teſchoſlwakei mangelt.
Hören wir alſo das intereſſante Ergebnis der von der
tſchechiſchen Preſſe angeſtellten Unterſuchung über die Motive,
die Beneſch veranlaßt haben, Streeruwitz ein paar Stunden
hindurch Geſellſchaft zu leiſten!
Sie legt ihren Erörterungen die Statiſtik des öſterreichiſchen
Handelsminiſteriums zugrunde, welche „nachweiſt, daß einerſeits
der öſterreichiſche Export nach Deutſchland in der letzten Zeit
einen bedeutenden Rückgang aufzuweiſen hat, während
anderer=
ſeits die wirtſchaftlichen Beziehungen zur Tſchechoſlowakei und
die öſterreichiſche Ausfuhr in dieſe eine neuerliche Zunahme
ver=
zeichnen.” Sieht man ſich die Wiener Ziffern genauer an, ſo
er=
gibt ſich, daß im erſten Halbjahr 1928 die öſterreichiſche Ausfuhr
in die Tſchechoflowakei 133,7 Millionen Schilling, dagegen nach
Deutſchland 208,7 Millionen Schilling betragen hat. In der
gleichen Zeit des heurigen Jahres iſt die Ausfuhr in die
Tſchecho=
ſlowakei auf 142,8 Millionen Schilling geſtiegen, wogegen die
Ausfuhr nach Deutſchland auf 165,5 Millionen Schilling
geſun=
ken iſt. Auch die Ausfuhr aus der Tſchechoſlowakei nach
Oeſter=
reich iſt um faſt eine Million Schilling geſtiegen. Nüchterne
Zah=
len alſo, aus denen hervorgeht, daß es in der Tat der
Tſchecho=
ſlowakei im heurigen Jahre gelungen iſt, im Wettlauf mit
Deutſchland um den öſterreichiſchen Markt um einige
Naſen=
längen aufzuholen. Grund genug alſo fürPrag, mit der „
ungewöhn=
lichen Entwicklung der tſchechoſlowakiſchen Wirtſchaft” den
öſter=
reichiſchen Nachbarn zu ködern und die „innigere Zuſammenarbeit
auf wirtſchaftlichem Gebiete” als ein dringendes Gebot
ſtaats=
männiſcher Klugheit hinzuſtellen; es klingt unverfänglich und
beruhigend, viel weniger bedenklich jedenfalls als das offene
Ein=
geſtändnis des wahren Zweckes der „innigeren wirtſchaftlichen
Annäherung.” Undiplomatiſch ausgedrückt heißt das, was Prag
will, (und die Zuſammenkunft Beneſch—Streeruwitz galt dieſem
Ziel): dem Gedanken des Anſchluſſes Oeſterreichs an Deutſchland
den Todesſtoß zu verſetzen.
Hundstagsphantaſie?
Nein; die Patenſchaft der Kleinen Entenre wird allen Ernſtes
den Wienern und Linzern in den verlockendenſten Tönen
ge=
ſchildert. Die „Narodni Politika”, das Blatt des
nationaldemo=
kratiſchen Führers Kramarſch, der ein ehrlicher und fanatiſcher
Deutſchenhaſſer iſt, weiſt deutlich auf ein für Oeſterreich weit
ge=
öffnetes Türchen der tſchechiſch=jugoſlawiſch=rumäniſchen
Liebes=
laube hin, indem er ſagt: „Die engen Beziehungen zwiſchen
bei=
den Ländern ſind auch durch ihre geographiſche Lage gegeben,
aus der ſich auch die Vertretung gemeinſamer Lebensfragen
er=
gibt. Die öſterreichiſchen Induſtrie= und Handelskreiſe ſprechen
ſehr laut die Ueberzeugung aus, daß zwiſchen der
Tſchechoſlowa=
kei und Oeſterreich eine ganze Reihe feſter Gürtel entſteht,
abge=
ſehen davon, daß Oeſterreich an ſeinem guten Verhältnis zur
tſchcchoſlowakiſchen Republik geradezu ein politiſches und
wirt=
ſchaf=liches Lebensintereſſe hat. Oeſterreich wird von der einen
Seite von Italien und von der anderen von Ungarn bedrängt,
wo ihm ſtändig die Gefahr der ungariſchen Propaganda im
Bur=
genland droht, ſodaß es ſich umſomehr die guten Wege ſichern
muß, die ihm nach der Tſchechoflowakei offenſtehen.‟ Das Blatt
will wiſſen, daß Oeſterreich eine enge Zuſammenarbeit mit der
Kleinen Entente wünſche und vorläufig nach einer Baſis für
die Annäherung an die Tſchechoſlowakei ſuche, „dem Land, das
ein richtiges Verhältnis zu den Konſolidierungsbeſtrebungen in
Mitteleuropa gefunden hat”, verſchließt ſich aber oſtentativ der
Einſicht, daß für Oeſterreich kein Grund vorhanden iſt, ſich der
Kleinen Entente auszuliefern. Die wirtſchaftlichen Beziehungen
zu Deutſchland ſind, wenn auch die Bedeutung des tſchechiſchen
Marktes für die öſterreichiſche Produktion nicht in Abrede geſtellt
werden ſoll, für dieſes Land ebenſo wichtig wie die kulturelle
Verbindung, die nun einmal Wien mit Berlin untrennbar
verknüpft hält über Raum und Zeit hinweg. Es erübrigt ſich
daher auch, über die von der tſchechiſchen Preſſe angeſchnittene
Frage einer ungariſchen oder italieniſchen Gefahr für Oeſterreich
ausführlich zu ſprechen, da ſelbſt für den Fall des Beſtehens einer
ſolchen Gefahr Oeſtereich Deutſchlands Hilfe mehr zuſtatten käme,
als dieienige der Staaten der Kleinen Entente
Immerhin: der Zuſammenkunft Beneſch—Streeruwitz kommt
Bedeutung zu, und man muß der tſchechiſchen Preſſe, bzw. den
Hundstagen dankbar ſein, daß ſie zu ausführlicher Erörterung
dieſer Dinge geführt hat. Es iſt nicht zu überſehen, daß das
Prager Außenminiſterium Beſitzer mehrerer einflußreicher Wiener
deutſchgeſchriebenen Tageszeitungen iſt, die immer und überall
dem Gedanken des Anſchluſſes opponieren, immer und überall
die Verknüpfung öſterreichiſcher Wirtſchaftsintereſſen mit den
tſchechoſlowakiſchen als erſtrebenswert und vorteilhaft hinſtellen
und ein von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde ſich
wieder=
holendes Propagandamittel der Abſichten und Wünſche der
Pra=
ger Regierung ſind. Es wird alſo gut ſein, die Entwicklung der
Dinge zwiſchen Prag und Wien in der nächſten Zukunft ſehr
auf=
merkſam zu verfolgen und Ueberraſchungen vorzubeugen. Pilſen
iſt eine Etappe geweſen; ſie zeigt, daß man marſchiert!
Seite 2
Frankreichs Abſicht fehlgeſchlagen.
Snowdens Borderung richkek ſich gegen Frankreich
und Ikalien.
Die franzöſiſche Taktik hat alſo heute abend
erreicht, daß nunmehr die Forderung
Snow=
dens, Frankreich und Italien ſollten
Zuge=
ſtändniſſe machen, wieder ſcharf in den
Vor=
dergrund tritt. Wenn auch zurzeit die wildeſten Gerüchte
über den weiteren Gang der Konferenz umherſchwirren, ſo dürfte
nach der ganzen Sachlage als wahrſcheinlich anzunehmen
ſein, daß nunmehr die Franzoſen und Italiener
ſich doch wenigſtens zu der prinzipiellen
Aner=
kennung des engliſchen Rechtes an einer dem
Spa=Schlüſſel entſprechenden Beteiligung an
dem geſamten Young=Plan bereitfinden werden.
Ein ſolches prinzipielles Eingeſtändnis, bei dem die
Detail=
regelung der neuen Verteilung der Zahlungen im geſchützten
und ungeſchützten Teil ſpäteren Verhandlungen
überlaſſen bliebe, würde die Brücke zur Verſtändigung und
Fortſetzung der Konferenz in Genf bieten. Einen gleich
tranſi=
toriſchen Charakter würde dadurch freilich auch die Erledigung
der andren auf der Konferenz zur Debatte ſtehenden Fragen
er=
halten. Immerhin dürfte es noch einige Tage dauern, bis ſich
die Franzoſen zu der ſchweren Entſcheidung durchgerungen
haben. Die vier Gläubigermächte ſind jetzt ſchon in ihren eigenen
Angeboten und nach ihren eigenen Ziffern der engliſchen
For=
derung von 48 Millionen bis auf 45 Millionen
entgegengekom=
men. Es würde ſich nach der franzöſiſchen Berechnung alſo
ledig=
lich noch um 3 Millionen handeln, nach der engliſchen Rechnung
allerdings um zirka 28 Millionen, um welchen der engliſche
An=
teil heraufgeſetzt werden müßte.
Die polikiſchen Folgen nach engliſcher Anſicht.
Wir erhalten am Freitag abend aus engliſcher Quelle
fol=
gende intereſſante Verſion: Falls es zu einer Einigung
über das Prinzip der 22proz. engliſchen Beteiligung am Young=
Plan kommt, dann iſt die proviſoriſche
Inkraft=
ſetzung des Young=Planes erfolgt, während
man die nähere Verteilung der Reparationen
ſpäteren Verhandlungen überlaſſen könnte.
Es ſei dann auch möglich, da der Young=Plan in dieſem
Augenblick wirkſam geworden ſei, gewiſſe politiſche
Bindungen hinſichtlich der Räumung der
zweiten Zone einzugehen, während man die
Räumung der dritten Zone ebenfalls einer
ſpäteren Auseinanderſetzung überlaſſen könnte,
weil für die ſofortige Räumung der franzöſiſche Anſpruch auf
die effektive Inkraftſetzung des Young=Planes hindernd im
Wege ſtehe und außerdem noch die franzöſiſche Theſe mit einer
Verſtändigung über die Frage der Rheinlandkontrollkommiſſion
verbunden ſei.
Die Diskuſſion über die Sachlieferungen beendei.
Auf dem Binnenhof im Gebäude der Erſten Kammer trafen
ſich am Freitag um 10 Uhr abends zu ihrer heutigen 4. Sitzung
die Vertreter der fünf „Angebotsmächte‟. Die Delegierten, für
Deutſchland Dr. Curtius und Dr. Hilferding, kamen von dem
Diner der Königin Wilhelmine und waren noch im Abendanzug.
Die Beſprechungen dauerten bis kurz vor 12 Uhr. Die
Delegier=
ten teilten lediglich mit, daß man mit der Diskuſſion über die
Sachlieferungen, bei denen es ſich hauptſächlich um die
Kohlen=
lieferungen gedreht habe, und mit der Frage der Sachlieferungen
im Falle eines Moratoriums zu Ende gekommen ſei. Morgen
vormittag 11.30 Uhr werde man weiterverhandeln.
2as Ueberleitungskomitee gebildel.
Das Organiſationskomitee für die
Anglei=
chung der deutſchen Geſetze über die Dawespfänder
an den Youngplan hat ſich heute zu ſeiner erſten
konſtituieren=
den Sitzung verſammelt. Zum neutralen Vorſitzenden wurde der
Urheber des früheren Sachlieferungsplanes Marius Wallenberg
gewählt. Das Komitee ſetzt ſich aus 3 Unterkomitees zuſammen,
und zwar für die Dawespfänder, für die Aendewng des
Reichs=
bankgeſetzes und für die Aenderung des Reichsbahngefetzes. Das
Reichsbahnkomitee iſt zuſammengeſetzt aus Dr. Dorn=
Deutſch=
land, Dr. Vogel=Deutſchl., Bianchini=Ital., Lefévre=Belg.; das
Pfänderkomitee aus Dr. Berger=Deutſchl., Statsſekretär a. D. Dr.
Bergmann=Deutſchland, Sir A. Maifadyland=England, und
Billotteau=Frankreich; das Reichsbankkomitee aus Sir Charles
Addis=England, Villacroix=Belgien, Dr. Scheffer=Deutſchland, und
Dr. Folcke=Deutſchland. Die Komitees treten unter dem
Vor=
behalt einer prinzipiellen Einigung im Hauſe der Haager
Kon=
ferenz zuſammen.
Morphium!
Von H. Aaſe.
China iſt das klaſſiſcheLand desMorphinismus. Um dieſer ganze
Länder verwüſtenden Volksſeuche Einhalt zu gebieten, hat das
alte Katſerreich einmal Millionen von Menſchen dem
alleszer=
malmenden Rachen eben dieſes Molochs ausgeliefert. Der
be=
ſonders im Orient verbreitete Mißbrauch des Opiumrauchens iſt
nichts als Morphinismus. Wohl iſt Opium eine Miſchung von
etwa 20 verſchiedenen Stoffen, aber entſcheidend iſt ſein Gehalt
an Morphium.
Vor der Mitte des vorigen Jahrhunderts wehrte ſich China
beſonders gegen das Vordringen des unheimlichen Laſters und
verbot kurzerhand die Opiumeinfuhr, wodurch der Mohnbau in
Bengalen ſchwer geſchädigt wurde. Das traf die Briten mitten
ins geſchäftliche Herz! Und England, das an Chriſtentum,
from=
mer Heidenmiſſion und Moral ſich nicht genug tun kann, erzwang
durch die Kulturſchmach des berüchtigten Opiumkrieges die
ge=
waltſame Einfuhr ſeiner aufgeſtapelten Giftmengen. Da
ent=
ſchloß ſich der „Himmelsſohn” in Peking zu einem verzweifelten
Schritt. Die Zentralregierung ließ nun ſelber maſſenhaft Opium
anbauen! Bewußt nahm ſie damit die Vernichtung unzähliger
Familien, die Zerrüttung weiter Gebiete auf ſich, aber auf dieſem
grauſigen Wege gelang endlich das Werk: Englands
Opium=
handel wurde niederkonkurriert.
Wie durch eine geheimnisvolle Rache des Schickſals hat ſeit
damals der Morphinismus unter den weißen Völkern gewaltig
zugenommen. Freilich: auch zu dieſem Leiden bringt man
mei=
ſtens ſeine Anlagen ſchon mit auf die Welt. Nicht ſo ſehr die
Er=
dulder großer Schmerzen greifen zu dem trugeriſchen Saft als
vielmehr die Nervenſchwächlinge aller Art. Hier genügt oft
ſchon 3—4 maliger Gebrauch des Mittels, und mit unbegreiflicher
Geſchwindigkeit iſt der Haltloſe bis an ſein troſtloſes Ende
Opfer der Droge geworden. Ein radikales Vorgehen gegen die
Sucht müßte alſo vor allem die Zahl dieſer erblich Belaſteten
eindämmen. Doch auch Gelegenheit macht Diebe. Ein gutes
Drittel der Kranken ſetzt ſich aus Aerzten, Apothekern und
Pflege=
ſchweſtern zuſammen. Auch Ehepaare und Geſchwiſter verfallen
leicht gemeinſam dem Gift, zumal der Morphiniſt ſtets
Proſe=
lyten zu machen ſucht. Natürlich ſind auch die beruflich zu
häu=
figer, plötzlicher Geiſtes= und Körperanſpannung Gezwungenen
gefährdet, alſo z. B. Redner, Schauſpieler und Sportsleute.
Bekanntlich verſetzte der General Boulanger nicht lange nach
1870/71 Frankreich in einen Taumel der Revancheſtimmung. Von
der Regierung bekämpft, drang er dennoch beſonders in Paris
völlig durch, wo ihm Hunderttauſende zujubelten und die ge=
Samstag, den 24. Auguſt 1929
Vom Tage.
Reichskanzler Müller iſt im Kurhaus Bühlerhöhe
zu längerem Kuraufenthalt eingetroffen.
Am 22. Auguſt haben im Auswärtigen Amt die
Verkandlun=
gen zwiſchen der deutſchen und der finniſchen
Dele=
gation begonnen, die gewiſſe Abänderungen des zwiſchen
bei=
den Ländern geltenden Handelsvertrags zum Gegenſtand haben.
Die Handelsvertragsverhandlungen zwiſchen der
Schweiz und Belgien ſind zum Abſchluß gelangt. Der
Han=
delsvertrag ſoll am kommenden Montag unterzeichnet werden.
In Baſel iſt die Internationale Konferenz für
kirchliche Hilfswerke eröffnet worden, zu der führende
Kirchen=
männer faſt aller europäiſchen Ländern ſowie aus Nordamerika
er=
ſchienen ſind.
In Bilbao hielt Primo de Rivera bei einem Bankett, das
zu ſeinen Ehren von der patriotiſchen Union veranſtaltet wurde, eine
Rede, in der er die Diktatur rechtfertigte und ſein
Werklobte.
Zu der bevorſtehenden Reiſe des engliſchen
Premier=
miniſters Maedonald wird erklärt, daß Macdonald am 3 1. 8.
London verlaſſen und ſich nach Genf begeben werde.
Als letzten Verſuch, ſeine ſtark erſchütterte Stellung zu retten, hat
Habib Ullah auf den Kopf ſeines Gegners Nadir
Khan eine Prämie von 7000 Pfund ausgeſetzt. Die
Lage des gegenwärtigen Machthabers iſt nahezu verzweifelt,
da er ſich von drei Seiten durch die Truppen Nadir Khans und deſſen
Bruder angegriffen ſieht.
Die amerikaniſche Bundesregierung wird der
Ameri=
can Steamſhip Corporation 6,9 Millionen Dollar leihen, um den Bau
von vier Handelsſchiffen zu finanzieren. Dieſe Maßnahme
bezweckt, die Arbeitsloſigkeit in den Werften zu verhindern.
Ein Präſidenk geſuchl.
* Stuttgart, 23. Aug. (Priv.=Tel.)
Seit einigen Monaten iſt der Poſten des Präſidenten
des württembergiſchen Landesfinanzamtes in
Stuttgart unbeſetzt, eine nicht unwichtige Stellung, von
der man eigentlich annehmen ſollte,daß ſie nicht länger offengehalten
wird als unbedingt notwendig iſt. Reſſortmäßig zuſtändig iſt
dafür das Reichsfinanzminiſterium, das ſich auch ſicher
hin=
reichend bemüht hat, entſprechende Anwärter zu finden. Wenn
trotzdem die Entſcheidung noch nicht gefallen iſt, dann liegt
das an den ſtark widerſprechenden Einflüſſen, die ſich hier
aus=
wirken. Da iſt zunächſt die politiſch ganz anders ſchattierte
würt=
tembergiſche Regierung; das württembergiſche Zentrum iſt rechts
und möchte natürlich keinen Sozialdemokraten. Da iſt die
all=
gemeine Demokratie, die Wert darauf legt, daß ein
ausgeſproche=
ner Republikaner in die Stellung kommt, weil der
Finanzamts=
präſident der höchſte Reichsbeamte in Smttgart iſt. Aus dem
Grunde hätte man auch gern, daß er irgendwie vepräſentiert,
was er von ſeinem Gehalt allein nicht tun kann — er muß
alſo Privatvermögen haben. Dahinein miſchen ſich Ehrgeize
mehr perſönlicher Art. Die Württemberger möchten gerne einen
bodenſtändigen Kandidaten. Der Reichstagsabgeordnete des
Zentrums Dr. Köhler, der erſt in Baden und dann im Reiche
Finanzminiſter war, möchte ſeine Kenntniſſe gern verwerten,
und hält die Stellung in Stuttgart dazu für außerordentlich
ge=
eignet. In ſeiner Partei hat er aber nur teilweiſe Gegegenliebe
gefunden, ſo daß dieſe Kandidatur, die lange an erſter Stelle
ſtand, wohl als erledigt gelten kann. Hinter den Kuliſſen geht
der Kampf der widerſtreitenden Intereſſen weiter und wird
ver=
mutlich noch einige Zeit dauern, bis man endlich einen geeigneten
Mann gefunden hat.
419 Arbeitsloſe in Frankreich!
Frankreich iſt eines der wenigen glücklichen Länder Europas,
in dem Arbeitsloſigkeit nicht exiſtiert. Eine Veröffentlichung
be=
ziffert die Zahl der Arbeitsloſen in Frankreich auf 419, davon 288
Männer und 131 Frauen. Dabei iſt die Zufuhr ausländiſcher
Arbeitskräfte unverändert. So haben in der Woche vom 5. bis
10. Auguſt 2295 ausländiſche Arbeiter die Grenze überſchritten
und in Frankreich Arbeit gefunden, während nur 850 ausländiſche
Arbeiter abgewandert ſind. In einer weiteren Meldung heißt es:
In der franzöſiſchen Eiſeninduſtrie werden unaufhörlich Klagen
über den Mangel an gelernten und ungelernten Arbeitern laut.
Allein in der nordfranzöſiſchen Induſtrie fehlen 20 000 Arbeiter.
Die Induſtriellen müſſen nach Oſteuropa gehen, um ſich
Arbeits=
kräfte in Serbien, Rumänien und Polen zu verſchaffen.
waltſame Machtergreifung erwarteten. Die Gelegenheit zum
Staatsſtreich bot ſich denn auch endlich dem ſtolzen Offizier, aber
... unfaßlicher Weiſe nutzte er die Schickſalsſtunde nicht. Das
enttäuſchte Volk wandte ſich ab und war um eine damalige
Hoff=
nung ärmer. Boulanger ſelber tauchte ebenſo im Dunkel unter,
wie er leuchtend aufgeſtiegen war. Seine politiſchen Gegner
hatten ihm eine Geliebte zugeſpielt, die ihn zum Morphiniſten
erzog. Die entſcheidende Minute fand ihn bereits gebrochen...
Das Morphium iſt chemiſch dem Phenanthren verwandt und
wirkt narkotiſch vom Großhirn abſteigend bis zum Rückenmark.
Doch gehen auch Erregungsſymptome parallel, die bei manchen
Tierarten (Katzen!) und ſelbſt einzelnen Menſchen ſo ſtark im
Vordergrunde ſtehen, daß das Mittel nur äußerſte Unruhe und
Beſchwerden erzeugt. Bei Abſpaltung eines Waſſermoleküls durch
Behandlung mit konzentrierterSalzſäure gewinnt man ſogar einen
ausgeſucht erregenden Stoff, Apomorphin genannt, der ſpeziell
das Brechzentrum im verlängerten Rückenmark reizt, und daher
vorzüglich gegen Vergiftungen wirkt. Beſonders bei Tieren zeigt
ſich die Großhirnerregung; aus einem langweiligen Kaninchen
wird ein Haſe. Im allgemeinen tritt aber beim reinen Morphin
die Lähmung umſo mehr hervor, je höher das
Zentralnerven=
ſyſtem entwickelt iſt.
Beim Menſchen iſt das erſte Zeichen ſchon nach Gabe von
5 mg eine Herabſetzung der Schmerzempfindung ohne
Vermin=
derung ſonſtiger Leiſtungsfähigkeit. Die Natur hat uns damit
das überragende Mittel zur Schmerzbekämpfung in die Hand
gegeben. Hier ſollen und dürfen wir bei akuten Fällen von
Morphin Gebrauch machen, um einem durch Unfall, Koliken,
plötzliche Entzündungen uſw. Gepeinigten Linderung und damit
Erholung für ſein Herz, überhaupt Körper und Geiſt zu
ver=
ſchaffen. Eine Beruhigungsſpritze im rechten Augenblick wird den
größten Segen bringen, auch, wo nötig, qualvolles Sterben
er=
leichtern. Aber wehe, wenn bei Neuropathen oder durch geraume
Zeit Kranken die Hilfe zu lange gegeben wird! Nie darf der
Arzt dem Patienten etwa ſelbſt die Spritze überlaſſen! Er muß
ſuchen, möglichſt mit der allerdings ſchwächer wirkenden
Medi=
kation durch den Magen auszukommen. Niemals iſt Morphium
ein Schlafmittel!
Bald ſtellt ſich eine unbezähmbare Gier nach dem Gift ein.
Schwere Störungen folgen: Verſtopfung, Mangel an
Ver=
dauungsſäften mit Appetitloſigkeit und Abmagerung bis zum
Gerippe, ſchlechter Schlaf, Zahnausfall, Ekzeme, Launenhaftigkeit
und Depreſſionen. Jede genügende Zufuhr ſchafft zauberhaft
wie=
der leidliches Wohlbefinden. Wird das Präparat entzogen, ſo
ſtellen ſich die gefürchteten, oft lebensgefährlichen
Abſtinenzerſchei=
nungen ein. Alle gehemmten Organe beginnen übermäßig zu
arbeiten: Darm, Tränen= und Naſendrüſen! Speichel= und
Prozenkweiſe Räumung. — Wo bleibt das deutſi
„Unannehmbar”?
Die Torſchlußpanik, die ofſenbar im Haag die S-n
mung beherrſcht, ſpiegelt ſich auch in Berlin wenigſtens inſoßn
wieder, als an amtlichen Stellen über die Entwi
lung der kommenden Ereigniſſe keinerlei Kl.a
heit beſteht. Sicher iſt wohl nur das Eine: daß ein Abſchu
am kommenden Samstag noch nicht erfolgt, daß es vielmehr ge
lingt, die Konferenz auf die nächſte Woche hin
über zu retten. Welchen Ausgang ſie dann nehmen wn
Sil
am
Puniſt
t aſt.
eit N4
kann im Augenblick noch niemand ſagen, da ſich offenbar
Haag das Bild von Stunde zu Stunde verſchie
und das Ende weſentlich davon abhängen wird, inwieweit 9
deutſche Delegation die Nerven und die innere Widerſtandsc.
hat, auf einem „Nein” gegenüber unmöglichen Zumutungen /
beharren. Die Linie, in der Herr Briand zielt, geht zweifelld ne di
in der Richtung einer Zermürbungstaktik gegenüber der deutſc/ (uemed
Delegation. Herr Briand weiß, daß der Reichsfinanzminiſter
Hilferding nicht ahnt, wie er über den 1. September hinnu/ t. Ab
kommen ſoll. Er glaubt deshalb, daß heute der Youngplan M „wie
uns einen Erfolg bedeutet, um den wir jeden Preis zahlen. D4 neſche
halb iſt auch von unſeren politiſchen Forderungen ſo gut wie kc” keheru.
Rede mehr. Die Räumung wird günſtigſtenfalls für den Scl ieren
mer nächſten Jahres in Ausſicht ſtehen und auch dann noch M. . letzte
beſtimmten Einſchränkungen. Briand hat ſich aus Mainz Her vieben
Guillaumat kommen laſſen, der ihm klar gemacht hat, daß a Kuriti
im Falle einer Räumung ein Verzicht auf beſuch im
ſüdlichen Teil der Pfalz an der elſäſſiſch=ſid
Grenze vor 1935 nicht in Frage käme. Die Zuſammm
ufwar
hänge ſind offenbar die, daß die Franzoſen die Pfalz als führer
„Einfallstor” Deutſchlands nach Frankreich betrachten und / Deutſä
Feſtungsfront, die ſie als Verteidigungswall dagegen bauen, MStge
inſteh
1936 fertig wird. Infolgedeſſen wollen ſie ſolange die Südp)” islan
als Aufmarſchgebiet behalten und hier etwa 8 Diviſionen zuſch ſch abe
nenziehen. Der Alpdruck einer deutſchen Offenſive beherrſcht u Gefühl
ſcheinend offenbar die Ueberlegungen der franzöſiſchen Militi weidel
und leider auch der franzöſiſchen Regierung ſo vollkommen, 9.
ſie für Gründe der Vernunft kein Gehör mehr hat. Vorläuſſ,
aber hält die deutſche Delegation daran feſt, daß ſie auf ℳ.
ſolche prozentweiſe Räumung ſich nicht einläßt.
Dagegen iſt der Widerſtand gegen die finanziellen Zumuty ler
ſen jedenfalls bei Herrn Hilferding nicht mehr ſo ganz beſtimn verk=
Das ſpiegelt ſich deutlich in der Berichterſtattung des „Vorwär4 In die
aus dem Haag, der ein „Unannehmbar” gegenüber den For Zeiträg
rungen, daß wir, um die Anſprüche der Engländer zu befriedige vrgeſch
auf den ungeſchützten Teil unſerer Zahlungen, auf den Reſew Nirtſcha
fonds und auf die Sachlieferungen weitgehende Zugeſtändri Annah
nachen, nicht auszuſprechen wagt. Die Sozialdemokratie n
alſo ſchon weich. Wir können uns aber nicht vorſtellen, daß
Einfluß ſtark genug iſt, um ſich in der deutſchen Delegation du
zuſetzen, weil die übrigen Miniſter wiſſen, daß ſie keine Aus
haben, damit vor dem Parlament zu beſtehen.
Henderſon beſtätigt die engliſchen Räumungsabſichkg.
w. Paris, 23. Auguſt.
Der Havasvertreter im Haag hat aus Kreiſen der Konferc üir
erfahren, der engliſche Außenminiſter habe an Dr. Streſemal
ein Schreiben gerichtet, in dem er die Abſicht der bry.
ſchen Regierung beſtätige, die britiſchen TruppiUnterſtiu
aus dem Rheinland in allernächſter Zeit u
unabhängig von dem endgültigen Schickſal de
Young=Planes zurückzuziehen. Das Schreiben
handle, außerdem gewiſſe Fragen, die ſich auf die prakti)
Durchführung, die finanzielle Liquidation der Beſatzung
ziehen und erkläre zum Schluß, daß, wenn dieſe Fragen gen
wären, die Räumung des Rheinlandes durch die britiſalg
Truppen Mitte September beginnen und innerhalb drei 90
naten durchgeführt ſein könne.
Magenſaftfluß! Herzſchwäche und Tobſucht drohen! So kann dich
der Patient nicht auf ſeinen Dämon verzichten. Die Gewöhnun
verlangt immer höhere Gaben, und ſo nehmen alte Morphini
täglich Mengen zu ſich, die für jeden Geſunden mehrfach tödi
wären. Der geſamte Körper iſt von oben bis unten zerſtock=
50 Spritzen täglich werden womöglich erreicht. Morphium me
gleichgültig: aus einer beabſichtigten Injektion werden mehri
Die Arme uſw. werden nicht mehr vorher gereinigt, es mu
zuletzt einfach durch die Bekleidung hindurchgeſtochen. Abſze
und Geſchwüre bilden ſich.
Am traurigſten aber iſt die unvermeidliche Degeneration
Charakters. Egoismus, Unwahrhaftigkeit, Verluſt der ſittlich
Gefühle entſtehen. Ein Morphiniſt ſcheut ſchließlich keinen ge
lichen Ruin ſeiner Familie, keine Urkundenfälſchung und
ſtechung, um zu ſeiner geliebten und doch verfluchten Droge
gelangen.
Die Heilungsergebniſſe ſind troſtlos. Nur 8 Prozent
Kranken werden dauernd frei. Die Neigung zu Rückfällen
ſo groß, daß ſcheinbar Hergeſtellte ſchon am erſten Tage nach
Entlaſſung wieder zur Spritze greifen können. Völlig verfo
wäre die erſatzweiſe Verordnung von Kokain. Beſchleunigte D
ſtörung der Perſönlichkeit wäre unausbleiblich. Auf jeden 7‟
iſt Anſtaltsbehandlung vonnöten, wo eine milde oder beſſer pl!
liche Entwöhnung unter ſcharfer Achtung auf Morphin
ſchmuggelverſuche ſicher ſtattfinden kann. Für die weitere
kunft iſt unbedingt jährliche Nachkontrolle anzuraten. Wer 10
den Unglücklichen aber wird gerade in heutiger Zeit die Mi
hierzu aufzubringen vermögen?
Sei ſich darum jeder der Verantwortung bewußt, die 4
ihm ruht, wenn ſeine Hand die Spritze faßt, in der Himmel 7
Hölle umſchloſſen ſind.
Von deutſchlands Hohen Schulen.
Frankfurt a. M. Die philoſophiſche Fakultät hat den Pfar
Louis Pinck zu Hambach in Lothringen wegen ſeiner Verdienſte 1
die wiſſenſchaftliche Erſchließung des deutſchen Volksliedes zu iha
Ehrendoktor ernannt. — Der Ordinarius für Statiſtik, Prof. Dr. Frc
Zizek, iſt für das kommende Winterſemeſter von der Abhaltung 1
Vorleſungen entbunden worden, um ſich größeren wiſſenſchaftlichen 2
beiten widmen zu können. Seins im Vorleſungsverzeichnis angezeig‟
Vorlefungen wird der dortige Privatdozent Dr. Paul Flaskämp
halten.
Halle a. b. S. Das Ordinariat der Soziologie iſt dem Hofrat
jur, Friedrich Hertz im Bundeskanzleramt in Wien angeboten word.
Hamburg. Der Privatdozent Dr. Walter Björkmann iſt
Nachfolger von Prof. G. Kampffmeyer zum Lehrer und Profeſſor E
Arabiſchen am Seminar für prientgliſche Sprachen in Berlin berm!
worden.
Nummer 234
Eamstag, den 24. Auguſt 1929
Seite 3
Zointſche Kaltſienschiever.
die Krienmacher an der Arbeik.
* Berlin, 23. Aug. (Priv.=Tel.)
In jeder Partei gibt es Elemente, denen es bei der Politik
ſicht ſo ſehr auf den Erfolg, wie auf die inneren
parlamentari=
hen Rückwirkungen ankommt; ſie ſehen nicht das Ziel, ſondern
ur die Folgen. Sie wittern auch jetzt bereits wieder Morgenluft.
ffür ſie iſt eine Miniſterkriſe in der kommenden Woche bereits
ewißheit, und da ſie während der parlamentariſchen Pauſe
ſicht ausreichend Beſchäftigung haben, ſitzen ſie ſchon wieder
zu=
nimen, um alle Möglichkeiten durchzukombinieren und ſogar
(rniſterliſten aufzuſtellen. Das iſt grober Unfug, wenn nicht
ehr. Die Lage iſt doch zu ernſt, als daß ſie zu Spielereien von
iebhabern benutzt werden dürfte. Vor allem ſind die
Möglich=
biten, die ſich ergeben können, noch gar nicht zu überſehen.
Vor=
ifig läßt ſich noch hoffen, daß es der Zähigkeit der deutſchen
legation gelingt, im Haag einen Abſchluß zu erreichen, der
ine parlamentariſche Mehrheit findet. Damit würde für den
lugenblick jede äußere Urſache zu einer Kriſe wegfallen. Wir
eſtreiten nicht, daß es auch noch anders kommen kann. Wir ſind
uch die letzten, die leugnen wollten, daß in jedem Falle ein
luswechſeln des Reichsfinanzminiſters am Platze iſt, da Dr.
Hil=
ding ſeiner ganzen Veranlagung nach doch mehr Finanzliterat
ſt. Aber das ſind doch alles ſpätere Sorgen. Vor allem, wenn
z zu einer Kriſe kommt, wird die Art der Kriſe für die weitere
ntwicklung beſtimmend ſein, weil es davon abhängen wird,
velche Partei ausſpringt und welche Parteien ſich für eine neue
ſtegierung zuſammenfinden können. Aber die ungeduldigen
erren ſpielen mit allen möglichen Kanzlerkandidaturen ſchon —
uit Namen wie Luther, Dr. Wirth und manchen anderen aus
er letzten Kriſe. — Das können ſie ruhig noch acht Tage
ver=
chieben. Sie können ſich heute nur darauf berufen, daß die
Pritik ander Führungder deutſchen Delegation
uch im Lager der Preſſe, die zur Regierung zählt, immer ſtärker
ſoird. Beſonders heftig iſt in dieſen Tagen das Organ der
chriſt=
ſichen Gewerkſchaften „Der Deutſche” geworden, der die Frage
ſufwarf, ob es nicht gut wäre, wenn andere Männer und andere
Führer den neuen Kurs ſteuern, der geſteuert werden muß. Der
Deutſche” gilt gemeinhin als Organ des Reichsverkehrsminiſters
Stegerwald. Dieſer hat aber erklären laſſen, daß er dem Artikel
ernſtehe und ihn mißbillige. Er bildet aber trotzdem den
Nieder=
hlag ſtarker Stimmungen in den chriſtlichen Gewerkſchaften, die
ſich aber im Augenblick nicht durchſetzen wollen, weil auch ſie das
gefühl haben, daß zunächſt der Ausgang im Haag abgewartet
verden muß.
Das Handwerk zur Beform der Arbeitsloſen
Der Reichsverband des deutſchen Handwerks nahm angeſichts
der gegenwärtigen Verhandlungen des ſozialpolitiſchen Ausſchuſſes
es Reichstags Veranlaſſung, dieſem die Auffaſſung des
Hand=
erks zur Reform der Arbeitsloſen=Verſicherung zu unterbreiten.
In dieſen Darlegungen wird ausgeführt, daß die Reform die
eichsanſtalt in die Lage ſetzen müſſe, mit ihren eigenen, durch
Zeiträge erhobenen Mitteln in Zukunft auszukommen. Gegen die
vorgeſchlagene Erhöhung um ½ Prozent wird aus grundſätzlichen
Bedenken heraus Einſpruch erhoben, da durch dieſe Erhöhung der
Virtſchaft ein erheblicher Kapitalbetrag entzogen wird und die
Innahme einer Beitragserhöhung im Augenblick nur erreicht, daß
nan ſich um die Notwendigkeit einer eingehenden Reform herum=
Lilft. Auch der vorgeſehene Ueberbrückungskredit werde die
Wirt=
haft belaſten und ihr notwendige Betriebsmittel entziehen.
Grundſätzlich wird verlangt, daß die verſicherungstechniſchen
Be=
timmungen für die Arbeitsloſen=Verſicherung ſo geſtaltet werden,
ſaß ſich Einnahmen und Ausgaben das Gleichgewicht halten.
Ebenſo müſſe die Saiſonarbeiterfrage eine befriedigende Löſung
rfahren. Für den Fall, daß eine Herausnahme der Saiſonarbei=
* aus der Verſicherung für die wiederkehrende berufsübliche
ſrbeitsloſigkeit nicht durchgeführt werden könne. müßten die
Be=
ingungen für die Inanſpruchnahme der Verſicherung durch die
SSaiſonarbeiter erheblich verſchärft werden. Die Eingabe tritt
heiter für die Einführung der Bedürftigkeitsprüfung ein, ferner
ür Anpaſſung der Leiſtungen an die Höhe der Beiträge und an
die Dauer der Beitragszahlung, ſowie ſchließlich für Einſchränkung
Der Gründe, die zur Ablehnung einer Arbeit berechtigen. Die
uinberechtigte Ablehnung angebotener Arbeit ſoll den Verluſt der
UUnterſtützung bis zum erneuten Ausſcheiden aus einem
verſiche=
ungspflichtigen Beſchäftigungsverhältnis nach ſich ziehen.
kial
Aus dem ſozialpolikiſchen Ausſchuß des Reichskags.
Berlin, 23. Auguſt.
Der Sozialpolitiſche Ausſchuß des Reichstages ſetzte heute
die Einzelberatungen über die Reform der
Arbeitsloſenverſiche=
rung fort. Nach längerer Ausſprache wurden die kommuniſtiſchen
ſund ſozialdemokratiſchen Anträge auf Einführung des
Melde=
zwanges abgelehnt. Angenommen wurde folgende Faſſung des
8 69: „Für den Fall der Arbeitsloſigkeit iſt verſichert, erſtens,
wer auf Grund der Reichsverſicherungsordnung oder des
Reichs=
knappſchaftsgeſetzes für den Fall der Krankheit pflichtverſichert
iſt, zweitens, wer auf Grund des
Angeſtelltenverſicherungs=
geſetzes pflichtverſichert iſt und der Pflicht zur
Krankenverſiche=
rung nur deshalb nicht unterliegt, weil er die Verdienſtgrenze
der Krankenverſicherung überſchritten hat, drittens, wer als
An=
geſtellter in leitender Stellung auf Grund des
Angeſtelltenver=
ſicherungsgeſetzes pflichtverſichert iſt, ſofern er nicht nach den
88 70 und 75, 80, 208 und 209 von der Verſicherungspflicht
aus=
genommen iſt.”
Zu den Beſtimmungen über die Verſicherungsfreiheit bei
Be=
ſchäftigung in der Land= und Forſtwirtſchaft wurde eine
Aende=
rung in dem Sinne beſchloſſen daß Beſchäftigungen, die zwar
in einem land= oder forſtwirtſchaftlichen Betrieb ausgeführt
werden, aber an ſich nicht landwirtſchaftlicher Art ſind, nicht unter
die Verſicherungsfreiheit fallen. § 74 Abſatz 3 wurde
folgender=
maßen geändert: „Die Verſicherungsfreiheit erliſcht 12 Monate
vor dem Tage, an dem das Lehrverhältnis durch Zeitablauf
endet. Dabei wird als Mindeſtentgelt 6 Mark wöchentlich oder
25 Mark monatlich angenommen,” § 75a fand in folgender
Form Annahme: „1. Geringfügige Beſchäftigungen, die nicht von
Perſonen, welche berufsmäßig überwiegend als Arbeitnehmer
tätig zu ſein pflegen, berufsmäßig ausgeübt werden, ſind
verſiche=
rungsfrei. 2. Geringfügig iſt eine Beſchäftigung, wenn ſie nicht
mehr als 24 Arbeitsſtunden in einer Kalenderwoche entweder nach
der Natur der Sache beſchränkt zu ſein pflegt, oder im voraus
durch den Arbeitsvertrag beſchränkt iſt oder wenn für ſie kein
höheres wöchentliches Arbeitsentgelt als 8 Mark oder kein
höheres monatliches Arbeitsentgelt als 35 Mark vereinbart oder
ortsüblich iſt. Weiterberatung am Samstag.
Oſtdeutſche Kundgebung des Jungdeutſchen Ordens
in Danzig.
Man ſchreibt uns: Die Volksnationale Aktion, die ihren erſten
großen Eindruck in Dortmund gefunden hat, nahm in der Oſtdeutſchen
Kundgebung des Jungdeutſchen Ordens in der deutſchen Stadt Danzig
ihren ſichtbaren Fortgang. Obwohl die Kundgebung, die am 18. Auguſt
in Danzig ſtattfand, nur von der Ballei Danzig veranſtaltet und faſt
ausſchließlich auf den Freiſtaat Danzig beſchränkt worden war, reichte
der größte Saal Danzigs nicht aus, um die Gäſte und Freunde und
die Angehörigen des Ordens aufzunehmen.
Der Hochmeiſter Avtur Mahraun ſtellte die Tagung unter das
Wort: „Danzigs Schickſal iſt eine deutſche Frage, und die deutſche
Frage iſt Danzigs Schickſal.” Hiervon ausgehend, legte er das Weſen
und das Ziel der Volksnationalen Aktion dar und zeigte, welche
Bedeu=
tung auch für die Deutſchen im Freiſtaar Danzig der Kampf um die
Volksgemeinſchaft und um den Volksſtaat hat.
Nach dem Hochmeiſter ſprach als erſter der Präſident der
Hand=
werkskammer, Haber. Er erklärte, daß das deutſche Handwerk an
dem Neubau des deutſchen Volksſtaates mit Hand anlegen wolle. —
Der deutſchnationale Abgeordnete Mayen erneuerte als Führer von
60 000 chriſtlich=nationalen Arbeitnehmern des Frciſtaates für den
Go=
werkſchaftsbund das bereits in Dortmund abgelegte Bekenntnis zur
Volksgemeinſchaft und zum Kampf für den Volksſtaat. — Das gleiche
tat der Führe; des Gewerkſchaftsringes, Jugenieur Schulz. — Der
Abgeordnete Friedrich überbrachte als Führer des Beamtenbundes
Grüße der geſamten Beamtenſchaft und beſonders der Lehrer, und gab
ſeine Zuſtimmung im Sinne der Volksnationalen Bewegung zu
er=
kennen. — Für die Grundbeſitzer und Landſirte ſprach der Hofbeſitzer
Wiebe. — Für die Bodenreformer ſprach Regierungsrat Richard,
und für die deutſchen Frauen die Hochmeiſterin Hanna
Kloſter=
müller.
Hatten in Dortmund politiſche Führer und neben ihnen die Führer
des Deutſchen Gewerkſchaftsbundes, des Deutſchnationalen
Handlungs=
gehilfenverbandes, des Gewerkſchaftsringes und des G. D.A. ſich
zuſtim=
mend zur Volksnationalen Attion geäußert, ſo zeigte Danzig darin
einen ſichtbaren Fortſchritt, als nicht nur politiſche Führer von der
Deutſchnationalen Volkspartei bis zu den Demokraten, ſondern auch die=
Führer der Lehrer und Beamten, der deutſchen Handwerker, der
Land=
ſuirte und der Führer der Bodenreformbewegung ſich für die Ziele der
Volksnationalen Aktion erklärten. Die Danziger Tagung bewies, daß
immer größere Kreiſe des deutſchen Volkes die Idee der
Volksgemein=
ſchaft und die Idee des Kampfes um den deutſchen Volksſtaat als reale
Macht werten und anerkennen.
Kiel, 23. Auguſt.
Der Reichsſtädtebund nahm heute eine Entſchließung zum
Finanz=
ausgleich an, in der es heißt, der Finanzausgleich dürfe nicht nur die
Sanierung der Reichsfinanzen zu erreichen ſuchen, ſondern müſſe
zu=
gleich der beſonderen Notlage der mittleren und kleineren Gemeinden
für Sicherſtellung eines Exiſtenzminimums Rechnung tragen. Dies
er=
reiche man durch zweckentſprechende Ergänzung der gemeindlichen
Ein=
nahmen, durch ausreichende Beteiligung der Gemeinden an den großen
Steuern und durch gerechten Ausgleich der Polizei= und Schullaſten
innerhalb der Länder. Die Verſammlung gab darauf mit Ausnahme
der Kommuniſten einer Erklärung ihre Zuſtimmung über die große
Be=
deutung der kleineren und mittleren Städte. — Als nächſter
Tagungs=
ort wurde Leipzig beſtimmt.
Rußland bedroht japaniſche Inkereſſen.
* Berlin, 23. Aug. (Priv.=Tel.)
Iſt es Krieg oder Frieden in der Mandſchurei? Die
Ant=
wort müßte lauten: „Weder Krieg noch Frieden!” Aber die
ſchwarzen Wolkem ballen ſich zuſammen und der Zwiſchenzuſtand
kann ſich in einem ſchwerem Unwetter über den Fernen Oſten
ent=
laden. Es iſt heute der bekannte Zuſtand, in dem ſich die
Ka=
nonen von ſelbſt entladen, und in dem unbedeutende Scharmützel
in Schlachten übergehen können. Wenn Ruſſen und Chineſen
bei Pogranitſchnaja, Mandſchuli und auf dem Sungariſtrom ſich
gegenſeitig beſchoſſen, Gefangene gemacht und einige Tote und
Verwundete zu beklagen hatten, ſo iſt das noch kein offener Krieg
nur die Kriegspſychoſe iſt geſchaffen. Da in jenen fernen
Gegen=
den ein tatkräftiges Eingreifen außenſtehender Mächte unmöglich
erſcheint, Mahnungen aber ihren Wert verloren haben, ſo kann
niemand für die Zukunft einſtehen. Heute in den kleinen
Grenz=
gefechten können noch beide Teile Siegesberichte nach Hauſe
ſen=
den und die Kriegsſtimmung dadurch ſchüren. Sowohl Ruſſen
als auch Chineſen ſchieben ſich gegenſeitig die Schuld am
Kon=
flikt zu, inzwiſchen aber nehmen die Dinge ihren fatalen Lauf.
Wenn man aber die ruſſiſchen Berichte genauer verfolgt, ſo wird
man erkennen, daß ſie an Bedeutung gewinnen. Ein Moskauer
offizieller „Kriegsbericht” meldet nämlich, daß rote Formationen,
geſtützt von koreaniſchen Abteilungen, zu einem Erkundungszug
in die Mandſchurei in der Richtung auf Girin eingerückt ſeien.
Die militäriſche Bedeutung dieſes Erkundungsdienſtes iſt gering,
um ſo größer aber iſt die politiſche. Der ruſſiſche
Oberkomman=
derende der fernöſtlichen Armee, General Blücher, hat nämlich
dadurch Japan herausgefordert. Korea gehört ſeit 1909 zu
Ja=
pan. Die Koreaner, die den roten General begleiten, ſind
japa=
niſche Untertanen, die landesflüchtig wurden und der
kommuni=
ſtiſchen Propaganda verfielen. Am Tumen=Ulla befinden ſich
ſtarke japaniſche Abteilungen, die den Weg zwiſchen Wladiwoſtok
und Korea abſperren. Sicherlich werden die Japaner nicht
wol=
len, daß koreaniſche Revolutionäre ſich unter dem Schutz
ſowjet=
ruſſiſcher Maſchinengewehre dem ſorgſam abgeſchloſſenen Korea
nähern, in dem die kommuniſtiſche Propaganda, den Japanern
ſchon ohnedem viel zu ſchaffen macht. Die ruſſiſchen Berichte
beſtätigen auch das immer ſtärkere Anwachſem weißer
Abteilun=
gen in der Mandſchurei. Vor der Station Mandſchuria ſteht ein
weißruſſiſcher Panzerzug, aus dem die Roten beſtändig beſchoſſen
werden.
große Tra
an der
en der Chineſen
Grenze.
E.P. Schanghai, 22. Auguſt.
Die Mobiliſierung der geſamten Nordoſtarmee in der Stärke von
120 000 Mann iſt nach Berichten aus Mukden von Tſchang Hſü=liang
angeordnet worden. Zu den chineſiſchen Truppenkonzentrationen wird
weiter gemeldet, daß ſich zwei gemiſchte Brigaden von Schanghaikwan
auf dem Wege nach Mandſchuli befinden. Die Geſamtſtärke der
ruſſi=
ſchen Truppen an der mandſchuriſchen Grenze wird von den Chineſen
auf ungefähr 60 00 Mann geſchätzt. Ein öſtlicher Heeresteil, beſtehend
aus 20000 Mann Infanterie und Kavallerie mit zwei Panzerzügen
und Flugzeugen iſt um Hſuanſchengtſe, und ein zweiter Flügel von
40 000 Mann, ebenfalls mit zwei Panzerzügen und über 20 Flugzeugen.
iſt um Tahuliſſu konzentriert.
Kriegsſtimmung in Moskau.
Die Meldungen über andauernde Einfälle von chineſiſcher Seite in
Sowjetgebiet und über zunehmende Repreſſalien gegen Sowjetbürger
in der Mandſchurei riefen einen erneuten Entrüſtungsſturm unter den
Werktätigen der Sowjetunion hervor. Zahlreiche
Arbeiterverſammlun=
gen billigten reſtlos die jüngſte Regierungserklärung und verlangen,
daß vor entſchiedeneren Maßnahmen zur Zügelung der
Kriegsprovo=
kateure nicht Halt gemacht werde. In zahlreichen Betrieben beſchloſſen
die Arbeiter, ſich als mobiliſiert zu betrachten und auf die erſte
Auffor=
derung hin in die Rote Armee einzutreten. Zum Wehrfonds werden
Beiträge abgeführt, und die Proklamierung des 25. Auguſt zum Tag
der Landesverteidigung wird beantragt. In den Dörfern faßten die
Bauern den Beſchluß, die Getreideüberſchüſſe dem Staat zu verkaufen.
Die Bauernjugend meldet ſich maſſenweiſe zum Freiwilligendienſt in der
Roten Armee an.
Wie von zuſtändiger Stelle in Berlin mitgeteilt wird, iſt dort
eine Luftfahrtkommiſſion der polniſchen Regierung eingetroffen,
um mit der Reichsregierung über Luftverkehrsfragen zu
verhan=
deln. Polen iſt bekanntlich der einzige Staat, der ſich bisher
ge=
wehrt hat, mit Deutſchland normale Luftverkehrsbeziehungen zu
unterhalten. Es beſteht der groteske Zuſtand, daß z. B. deutſche
Flugzeuge den polniſchen Korridor nicht überfliegen dürfen,
wäh=
rend andererſeits polniſchen Perſonenflugzeugen das Ueberfliegen
von Oſtpreußen verboten iſt. Es beſteht Ausſicht, daß nunmehr
auch zwiſchen Deutſchland und Polen ein Luftfahrt=Abkommen
zuſtande kommt.
Gaſtſpiel Marga Peter — Guſtav Bertram:
„Phips, laß dich nicht erwiſchen!“
iſt eine Schwankoperette von Carl Bretſchneider, die mit
allen möglichen Mitteln arbeitet, um Situationskomik und ſonſt
humoriſtiſche Wirkung zu erzielen. Mit Mitteln, die oft etwas
gar an den Haaren herbeigezogen wirken. Siegfried Ehrlich
aber hat eine recht hübſche, wirkungsvolle Muſik zu der tollen
Handlung geſchrieben, die mit den Unmöglichkeiten dieſer vielfach
ausſöhnt. Oeſſen ungeachtet ſteht und fällt dieſe Schwankoperette
mit der Darſtellung, die Künſtler wie Guſtav Bertram
und Marga Peter reichlich Spielraum zur Betätigung ihrer
Eigenart läßt. Bertram insbeſondere iſt ja unerſchöpflich in
luſti=
gen und ausgelaſſenen Einfällen, mit denen er eine Handlung zu
bicken weiß, die ohne dieſe Einfälle verſagen würde. Er darf den
erfolg, den der Beifall vielfach bei offener Szene äußerlich
doku=
mentiert, für ſich in erſter Linie, dann aber auch für Marga Peter
it Anſpruch nehmen. Trefflich unterſtützt wird die animierte
Dar=
ſellung aber durch das ausgezeichnete Spiel von Friedel Große,
Traude Leander und auch durch die derbe Komik von Emmy
Rentrop. Auch Fritz Daurer, Hans Bergmann, Rolf
oeder und Lia Tanzer ſtellen gute Figuren von eigenem
Schwankcharakter auf die Bühne. Das Zuſammenſpiel iſt unter
Guſtav Bertrams Spielleitung wie immer ſehr routiniert, flott
urid animiert.
Helia.
Dre Film „Geld!!!”, der Produktion Cinémondial
iſt ein Film der wilden Börſenſpekulation. Mit dem Roman
von Emile Zola, nach dem der Film entſtanden ſein ſoll, hat
er ällerdings wenig zu tun. Ein Zuſammenhang zwiſchen Roman
urid Filmhandlung iſt nur vorhanden in den Liebes= und
Ehe=
brucheriſoden, die allerdings in der Filmhandlung die Nebenrolle
ielen Techniſch haben die Franzoſen außerordentlich viel von
den Ruſſen übernommen, mehr als die deutſche Filmfabrikation.
Tie jagende, ſtändig wechſelnde Wiederkehr, gigantiſch
vergrößer=
ſr, ſauatiſch überſchnittener, einander gewiſſermaßen freſſender
Eildſzenen und Szenenfolgen iſt typiſch ruſſiſch. Iſt aber der
lSipfel filmtechniſcher Wirkſamkeit, die zurzeit möglich iſt. Hätte
der Film Marcel LiHerbiers, die ſtraffe Diſziplin einer
Südowlinſchen Regie, hätte er die von dieſem bis zum Gipfel
ge=
eigerte Beſchränkung auf das Notwendigſte an Beiwerk, würde
„Weld” zu den beſten Filmerzeugniſſen der Zeit zählen.
Ermü=
ende Längen, in erſter Linie hervorgerufen durch die Ausdeh=
Eung überflüſſigen Beiwerks, verhindern dieſe Qualifizierung.
Deſſen ungeachtet, iſt „Geld” eine ſehr gute Filmleiſtung.
Vor allem auch darſtelleriſch. Wenn wir auch Brigitte Helm
in der Rolle der ſchlangengleichen Baronin Sandorf nicht gerne
ſehen, muß doch zugeſtanden werden, daß ſie eine ausgezeichnete
ſchaufpieleriſche Leiſtung bietet, die freilich in kraſſem Gegenſatz
ſteht zu der keuſchen Rolle, die ihren Aufſtieg im Film begründete.
Auch Pierre Alcover und Alfred Abel bieten gute
Dar=
ſtellungskunſt als die beiden großen Gegenſpieler an der Börſe.
Das Beſte aber an dieſem Film iſt der ſehr illuſtrative
Quer=
ſchnitt aus dem haſtenden Treiben der Börſen= und
Spekulations=
welt und aus dem, was ſich hinter den Kuliſſen oft abſpielt.
Als Beifilm läuft eine unterhaltende Filmgroteske „Die
Affenjagd”, weiter ein ſehr intereſſanter Lehrfilm „
Eig=
nungsprüfung im Sport” Es iſt hochintereſſant, daß
ſich in Verbindung mit der Zunahme der ſportlichen Betätigung
eine ganz neue Wiſſenſchaft gebildet hat, die den Sport und ſeine
Betätigung zu erfaſſen ſucht. Techniſch wundervoll konſtruierte
Apparate, die die Hauptmomente aus allen Zweigen der
ſport=
lichen Betätigung genaueſt aufzeichnen, beſonders bei
Rekord=
leiſtungen, die aber wohl in erſter Linie dazu dienen ſollen,
ge=
wiſſe wiſſenſchaftlich feſtzulegende Anhaltspunkte für ſportliche
Mittel= und Höchſtleiſtungen, und andererſeits der Wiſſenſchaft
ſelbſt Anregung und Auswertungsmöglichkeiten durch das
Stu=
dium des menſchlichen Körpers zu geben.
* Frankfurker Muſikſommer.
Man hat ſich während der Ferien der ſtädtiſchen Theater
zu=
nächſt einmal eine Berliner Beſetzung der Offenbachſchen
„Schönen Helena” verſchrieben. Die Aufführung, die im
Opern=
haus ſtattfand, ließ ſich bei gutem Willen und der entſprechenden
Doſis Hitze ertragen. Die Aufmachung der Handlung war
durch=
aus berlineriſch und deshalb losgelöſt von der genialiſchen Muſik,
die viel zu wenig im Mittelpunkt ſtand. Mit nicht großer, aber
geſchmackvoll behandelter Stimme ſang Margrit Suchy die
Titel=
rolle, Martin Kettner verſuchte, den Menelaus zu ſpielen, ohne
Pallenberg nachzuahmen. Das gelang ihm ſogar zum Teil. Das
für Frankfurt Weſentlichſte war das Wiederſehen mit Robert
Hutt, der einſtens zu uns gehörte. Er ſang den Paris — nicht
mehr, wie er ihn in unſerer Zeit geſungen hatte. Die immer
noch ſchön klingende Stimme iſt anſcheinend in falſche
Lehrer=
hände gefallen, die den ſtrahlenden Glanz der Höhe nicht zu
wah=
ven vermochten. — Szeniſch und regiemäßig war manches „
Pro=
vinz” und daher für Frankfurt ausreichend.
Um die ſtarken Eindrücke im diesjährigen „Sommer der
Muſik” zu vermehren, gab ein Teil desſelben Enſembles
an=
ſchließend im Schauſpielhaus einen Schwank mit dem ver=
heißungsvollen Titel „Die luſtige Sünderin”. Text von Rinteln,
Muſik von F. Raymond, demſelben, deſſen
Heidelbergerherzen=
apotheoſe weite Kreiſe des deutſchen Volkes auf die Neckarſtadt
erſt gebührend hingewieſen hat. Schema=F=Handlung, muſikaliſch
ſchmiſſig von Raymond illuſtriert, gewandt und frech gegeben —
vor allem iſt hier Heidi Eisler, dann ſind K. von Möllendorff
und M. Kettner zu nennen — kurz ein Etwas, worüber man ſich
tiefſommerlich freuen konnte.
Dr. W. Kn.
— Das goldene Buch der Küche. (Verlag Ullſtein, Berlin.) Dieſes
neue großangelegte Kochbuch von Richard Urban iſt ein alles
um=
faſſendes, von beſten Kochkünſtlern geſchriebenes Werk. In ihm geht
der Herausgeber Erich Urban, Verfaſſer des erfolgreichen „Ich kann
kochen”, von neuen Geſichtspunkten aus. Er gibt mehr als das
An=
einanderreihen einer Fülle von Rezepten! Hier liegt ein Kochbuch vor,
das nichts alsbekannt vorausſetzt, das wie ein Lexikon über alles
unterrichtet. Es nennt nicht nur die Gerichte, ſondern auch, was die
Hausfrau vor dem Einkauf wiſſen will: was koſtet die
Zuſammen=
ſtellung des Eſſens?. Was und wie ſoll ſie einkaufen, wie zubereiten,
wie anrichten und ſervieren? — In drei Hauptteile gliedert das „Goldene
Buch der Küche” ſeinen Stoff. Mittelpunkt iſt der farbige
Rezept=
teil, der eine praktiſche Neuerung bedeutet! An 2000 Rezepte
ſind hier zuſammengetragen. — Ein weiterer Abſchnitt unterrichtet
über Werden und Vergehen der Materialien, gibt die bisher immer
vergeblich geſuchten praktiſchen Anleitungen über Einkauf,
Zubereitung uſw. Viele Bilder zeigen alle Handgriffe fürs Anrichten,
Servieven, Tranchieren, Tiſchdecken uſw. Krankenkoſt,
vege=
tariſche Koſt, Roh= und Naturkoſt, Junggeſellenrezepte,
auslän=
diſche Spezialitäten und Rezepte für die Wochenendküche, allerlei
Rezepte für Spezialküchen bringt ſchließlich der dritte Hauptteil. —
Ueber Gerichte für 7 Pfennig bis zu 28 Mark gibt
die Preisſkala raſch Auskunft! — Wer dieſes
Küchen=
ſtandardwerk für Stadt und Land beſitzt, ſei er nun Hausfrau,
Jung=
geſelle oder Junggeſellin, kann jede Mahlzeit vom einfachſten
Mittag=
eſſen bis zum großen Geſellſchaftsdiner herrichten. Und wer noch nie
gekocht hat, der lernt es hier!
Die zehnte Muſe, 3. Band. Satiren und Grotesken. 800 Jahre deutſchen
Humors (in Vers und Proſa). Herausgegeben von Richard
Zooz=
mann. Verlag Otto Elsner Verlagsgeſellſchaft m. b. H., Berlin S. 42.
Preis broſch. 3 RM.
Ein neues Buch, von Frohſinn und Lebensfreude erfüllt! Es bringt
Schlag auf Schlag: Witz und Geiſt, Anmut und Eleganz, Satire und
Groteske. Aber auch nachdenklichen Humor; denn ein immerwährendes
Gelächter macht ein Geſicht zum Zerrbild. Stunden edler Fröhlichkeit
will dies Buch bereiten, ein geſundes Lachen auslöſen, das uns in der
jetzigen Zeit nötiger iſt denn je! und dunkle Stunden will es erhellen!
— Schon ein Blick in das umfangreiche Inhaltsverzeichnis bezeugt die
ſtrotzende und farbenbunte Fülle des hier Gebotenen. Sind es doch
nahezu 300 Dichter und Proſaiſten beſten Rufes, die mit etwa 450
Bei=
trägen zu Worte kommen, von denen faſt 290 Originalbeiträge oder
Erſtdrucke ſind. Weit ſind die Grenzen geſteckt: von 1120 bis 1929! Vers
und Profa wechfeln in wohlabgewogener Anordnung.
Seite 4
Samstag, den 24. Auguſf 1929
Statt Karten.
Uhre Vermählung beehren sich anzuzeigen
Fritz Back
Amande Back
geb. Hilbert
Darmstadt, Boxbrunn, Vielbrunn.
Ihre
Paul Radke
Wartha Radke, geb. Brände
Vermählte
Kirchllche Trauung: Sonntag, den 25. August 1929,
nachmittags 2½ Uhr, in der Stadtkapelle.
Otto Rapp
Martha Rapp, geb. Henkel
Vermählte
(*
Frankensteinstr. 46
Darmstadt
Kirchliche Trauung: 25. August, nachmittags 2 Uhr,
in der St. Ludwigskirche.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute Nacht wurde mein herzlich geliebter,
treu beſorgter Mann
Profeſſor
Dr. Hermann kienzer
infolge Schlaganfalls plötzlich aus dieſem
Leben abberufen.
Die Feuerbeſtattung findet Montag, den
26. Auguſt 1929, vormittags 11½ Uhr, auf
dem Waldfriedhofe zu Darmſtadt ſtatt.
Um ſille Teilnahme bittet:
Lina Reutzel, geb. Rückert.
Darmſtadt, den 23. Auguſt 1929.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abzuſehen.
Statt beſonderer Anzeige.
Nach kurzem ſchweren Krankſein entſchlief
unerwartet unſere treubeſorgte, herzensgute
Frau
heute
Leopoldine Scherer
geb. Obenauer.
In tieſtem Schmerz:
L. Scherer und Tochter Helma
Wilhelmine Obenauer Wwe.
Familie Dr. Obenauer
Familie Karl Scherer.
Darmſtadt, Speſſartring 9, Leipzig,
den 22. Auguſt 1929.
Die Beerdigung findet Montag, den 26. Auguſt,
nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Friedhof ſtatt.
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mählung erwieſenen
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keiten und Geſchenke ſagen wir auf dieſem
Wege unſeren herzlichſten Dank.
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und Frau Emma, geb. Raumann.
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Darmſtadt und den Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
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Hundehalsband mit eingenähtem Ring. — mk vol
Zugeflogen: 2 Kanarienvögel. 1 Papagei, M hieſie
— Zugelaufen: 1 mittelgroß, Berhardiner, hevorte
Baſtard.
Wir machen wiederholt darauf, auf he Kün
merkſam, daß auch noch Fundgegenſtände lt davon
vorhanden ſind, die in früheren Bekannt Asich un
nachungen verzeichnet ſind. Intereſſenten” xotteri
können die Fundgegenſtände während der
Büroſtunden auf Zimmer 1 beſichtigen.
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Ang. u. L. 29 Gſt. (*
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grünlich. Anzug für
mittl., kräft. Figur.
beides gut erh., bill.
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WVendelſt.=Str. 56, II.
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nachm. Lenz,
Mar=
tinſtraße 17, II. —(
Morgen), öffenlich verſteigert.
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Reinheim, den 21. Aug. 1929.
Heſſ. Bürgermeiſterei Reinheim.
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(13391b
Hri
ſabb 2 Uh.
Das nachſtehend bezeichnete Grundſtück, das zur Zeit der
Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen / Des ein
der Gaſtwirts Friedrich Scheib Ehefrau, Anna, geb. Mize un
Grüner in Darmſtadt, im Grundbuch eingetragen war, ſoll
Freitag, den 30. Auguſt 1929, nachmittags 3/, Uhr, Anch die
zmmen
durch das unterzeichnete Gericht an Gerichtsſtelle, Zimmer 219,
verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der
Zwangsvoll=
ſtreckung.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 6. April 1929 in das
Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſteige=
rungsvermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren,
ſind, ſie ſpäteſtens im Verſteigerungstermin vor der
Auffor=
derung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten
Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht,
glaubhaft zu machen, widrigenfalls, ſie bei der Feſtſtellung
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der
Ver=
teilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des
Gläu=
digers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehens
des Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des
Zuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des
Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten Gegen
ſtandes tritt.
(9709
Darmſtadt, den 28. Mai 1929.
Heſſiſches Amtsgericht I.
Bezeichnung des Grundſtücks:
Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk I, Band II, Blatt 86.
Betrag der
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann qm
Schätzung
T 519 Hofreite Nr. 17 Große
145 3000 RM.
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544a
[ ← ][ ][ → ]Zſmmer 234
Gamstag, den 24. Auguſt 1929
Seite 3
Darmſtadt, 24 Auguſi.
enannt wurde am 16. Auguſt der Gendarmeriehauptwachtmeiſter
e Phil. Schaffner zu Eichelsdorf zum
Gendarmeriehaupt=
mſter, mit Wirkung vom 1. Auguſt 1929 an.
frledigte Stellen. Erledigt iſt eine Lehrerſtelle für einen
ſichen Lehrer an der Volksſchule in Egelsbach (Kreis
Offen=
dienſtwohnung iſt vorhanden und ſofort beziehbar; eine
Schul=
ſiefür einen katholiſchen Lehrer an der Volksſchule in
Nieder=
zſia dt (Kreis Friedberg). Dienſtwohnung iſt für einen
verheira=
mBrer nicht vorhanden, eine Mietwohnung ſchwer zu beſchaffen.
bekhaus Nauheim u. Co. geſchloſſen. Das Bankhaus
Nau=
mviCo. (Rheinſtraße) hatte geſtern ſeine Schalter geſchloſſen,
Seſn Inhaber, Herr Bankier Guthmann, ſeit vorgeſtern
„chutrſchwunden war. An den Börſen wurden bereits geſtern
ekownen vorgenommen. Es beſteht daher die Möglichkeit, daß
de Firma finanzielle Schwierigkeiten beſtehen, jedoch kann
Nſchulizend noch nicht darüber geurteilt werden, ob und in
che Höhe eine Illiquidität und Verluſte im Effekten= und
muurrentgeſchäft eingetreten ſind, da zunächſt der Status
feſt=
teiüt werden muß. Zu ſpäter Nachtſtunde wurde uns
mit=
ſeudaß Herr Guthmann, wie uns auch die Polizei beſtätigt,
ſtahm abend zu ſeiner Familie zurückgekehrt iſt. Ueber die
ünd ſeines aufſehenerregenden Verſchwindens iſt noch nichts
Aus Anlaß des 60. Geburtstages von Profeſſor Abolf Beyer
de Kunſtverein für Heſſen in allen Räumen der Kunſthalle am
eine umfaſſende Ausſtellung von Arbeiten des
ſiflers veranſtalten. Da dieſe Ausſtellung infolge anderweitiger
gruchnahme der Kunſthalle jedoch erſt kommenden Januar und
ſtattfinden kann, eröffnet Profeſſor Beyer auf vielſeitigen
in ſeiner Werkſtätte, Saalbauſtra
Eintagen nur vormittags, geöffnet iſt. — Dem Künſtler iſt eine
ngewöhnliche Menge von Glückwünſchen, Ehrungen, Blumen
n„Gen zugegangen. Offizielle Schreiben liefen ein von
Oberbürger=
raMueller nebſt einer Spende von ſtädtiſchem Wein, von
Bürger=
raBuxbaum, von der Bürgermeiſterei der Stadt Schotten (
Ober=
lvom Verkehrsverein, vom Schriftſteller= und Journaliſtenverein,
in Schriftleitung von „Volk und Scholle”, von der Vereinigung
fürsgeſchichte und Heimatkunde „Alt=Darmſtadt‟ Die „Freie Ver=
Sux Darmſtädter Künſtler” überbrachte ihrem früheren langjähri=
Vrſitzenden und Ehrenmitglied durch eine Deputation eine künſtle=
Gesgeſtattete Adreſſe, die von Kunſtmaler Hans Vielmetter äußerſt
ing Enkvoll hergeſtellt war. Eine ſehr ſinnige Ehrung haben eine
ſapatz zb hieſiger Kunſtfreunde dem Künſtler dargebracht; ſie erwarben
dimä heborragende Gemälde von Profeſſor Beher, die als Stiftung an
Feiſtadt Darmſtadt der Bürgermeiſterei überwieſen werden. Viele
qrute Künſtler von nah und fern ſandten Glückwunſchſchreiben, deren
enſtchth:) davon Zeugnis ablegt, welch hohes Anſehen Profeſſor Beher
Bekan:Naſch und Künſtler genießt.
end — Datterich” im Kleinen Haus. Heute Samstag gelangt im Kleinen
ſus kiebergalls Lokalpoſſe „Der Datterich”, dargeſtellt durch die
ſiſte Spielgemeinſchaft, zur Aufführung. Die Vorſtellung findet
ſeien Preiſen ſtatt (0,50, 1,00, 1,50 Mark) und beginnt um 20 Uhr.
leinertrag der Vorſtellung wird dem Fonds für das
Nie=
vhll=Denkmal zugeführt, deſſen Aufſtellung in der letzten
tomtsſitzung beſchloſſen worden iſt.
Schloßmuſeum. Das Schloßmuſeum kann jetzt jeden Tag be=
Awerden. Es finden Führungen ſtatt: Sonntags vormittags 11.00
13 Uhr und an allen Wochentagen vormittags 11.00 und 11.30
—rd nachmittags 3.00 und 3.30 Uhr.
—Evangel. Petrusgemeinde. Noch einmal rufen wir die Glieder
un Gemeinde zu feſtlichem Begehen des Jugendſonntages
hr ja ſchon von vielen mit großer Freude erwartet wird. Dieſen
hnttag 3 Uhr nehmen die Veranſtaltungen mit der Ausſtellung von
nhein
i4warbeiten im Frauenheim (Forſtmeiſterſtraße 9) und mit der
Aus=
anz turneriſcher und ſportlicher Wettkämpfe in der Mornewegſchule
FGeormr Anfang. Zu deren Beſuch ſei nochmals freundlichſt eingeladen.
D. niaß oll die Freude der Jugendgemeinde ſein bei der Feier des heil.
verwaly/e nnahls, das ihr heute abend 8.30 Uhr in der Beſſunger Kirche
ſon/Eeltt wird. Möge die Schar derer, die den Weg zum Tiſche des
ntheſe finden, auch in dieſem Jahre wieder wachſen, ſodaß gerade dieſe
für ei ein Zeichen des Zuges ſtarker Verinnerlichung, der trotz allem
eitgtriebe durch die Reihen evangeliſcher Jugend geht. — Der
Sonn=
galngt nach Kurrendeſingen und Weihe des Wimpels der
Mädchen=
rringung vor allem den Feſtgottesdienſt als erhebende Feierſtunde,
(134ad ganzen Gemeinde gegeben iſt. Liturgie und Predigt ſtehen, im
groſteismusjahr 1929, unter der diesjährigen Loſung des Reichsver=
* evangeliſcher Jungmännerbünde Deutſchlands: Wir ſollen
nü fürchten und lieben. Die Jugend ſelbſt wird durch
ſägreis, Sprechchor und Einzelſprecher bei der Liturgie mitwirken.
ſahverden zwei Kanons von der ganzen Jugend geſungen werden.
whlb 2 Uhr erfolgt an der Kirche der Abmarſch — ein Feſtzug ſoll
inden — zum Herrgottsberg, wo ein fröhliches Jugendtreiben den
ſathittag ausfüllen ſoll. Beſonders freut man ſich auf das
Märchen=
ſial Das einfältige Brüderlein” von Walter Blachetta, ſowie auf die
Mokänze und geſanglichen Darbietungen. Für Erfriſchungen und
Ge=
ſſa t beſtens Sorge getragen. Vor dem gemeinſamen Rückmarſch
„ſiidioch die Ehrung der Sieger aus den ſportlichen Wettkämpfen
vor=
enamen werden. Das Feſtſpiel des Jugendſonntags iſt Karl
Roett=
e— ramatiſche Legende „Die Heimkehr”, eine neuzeitliche Be=
Freung und Schau des Gleichniſſes vom verlorenen Sohn. Zei
Aiſhrungen finden ſtatt: am Sonntagabend nur für die
Jugendge=
han, der hierzu Freikarten zugeſtellt wurden, und am Montagabend
„R4 Luguſt), 8.30 Uhr, im Gemeindehaus Eichwieſenſtraße 8 für die
übrie Gemeinde. Zu dieſer Aufführung ſind unter Umſtänden noch
Rdun an der Abendkaſſe zum Preiſe von 50 Pfg. erhältlich. — Wir
re m damit, daß auch in dieſem Jahre die Gemeinde das früher be=
weſe Intereſſe an ihrer Jugend bezeigt und hoffen darum auf eine
Beteiligung bei allen Veranſtaltungen, zu denen nochmals
herz=
licsh ingeladen ſei.
* Das Stadtorcheſter veranſtaltet unter Leitung ſeines
Kapellmei=
ta½Willi Schlupp am Samstag, den 24. Auguſt, von 12—1 Uhr, am
Uhlminenplatz ſein dieswöchentliches Promenaden=Konzert
necholgendem Programm: „Unſere Grenadiere” Marſch von
Blanken=
brm Ouvertüre zur Opererte „Banditenſtreiche” von Suppé „La
Bar=
cv” Walzer aus „Hoffmanns Erzählungen” von Fetras; Czardas
CVer Oper „Der Geiſt des Wojewoden” von Großmann; Fantaſie aus
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Geschäftshaus
Ludwigstr. 15
Darmstadt
Das Haus der Vertrauens-Qualitäten.
U. Tagung der
Anläßlich der 3. Tagung der deutſchen Auslandslehrer in
Darm=
ſtadt ſind im Realgymnaſium und in der Liebigs=Oberrealſchule
Aus=
ſtellungen zunächſt fachkundlich=philologiſcher Art, darüber hinaus aber
doch alle die angehend, die für auslandsdeutſches Weſen, für die
Heran=
bildung deutſcher Menſchen in= und außerhalb der Reichsgrenzen reges
Intereſſe haben. Außer einer phyſikaliſchen fachkundlichen Ausſtellung
befindet ſich im Realgymnaſium eine kleine, aber ſehenswerte
Bilderausſtellung des V.2.A.
Vor allem fallen auf die Bilder des in Sofia an der dortigen
deut=
ſchen Schule als Lehrer tätigen H. Repberg. Eine Anzahl von
Oel=
bildern, Radierungen und Aquarellen, die bulgariſche Landſchaft und
bulgariſche Menſchen uns plaſtiſch und farbig vor Augen ſtellen.
Er=
wähnenswert ſind beſonders zwei Aquarelle der Jokuſch=Moſchee in
Ka=
ſanlik, ſodann ein „Bildnis einer bulgariſchen Zigeunerin” in ſchwarz
und braun und ſchließlich eine Radierung Plovdiv. — Der Darmſtädter
Graphiker Hallerſtede hat eine ganze Anzahl gelungener
Meeres=
bilder beigeſteuert, unter denen ein Dampfer in Seegang beſonders
ge=
fällt. — Außer einer großen Anzahl von Photos, die die bisherigen
Tagungen des V. D.A. in Goslar, Kufſtein, Hirſchberg und Kiel ſowie
ſonſtige Erinnerungen aus dem Vereinsleben feſthalten, ſind dann noch
zu erwähnen Bilder des Malers Bleſſing, eines ehemaligen
Schü=
lers der Anſtalt. Auch ſie entnehmen ihre Motive meiſt der
Meeres=
küſte, ſind zum großen Teil allerjüngſten Datums. — Der
Geſamtein=
druck der einfachen, aber trotzdem wohlgelungenen Ausſtellung iſt
der=
art, daß man ihr wohl einen lebhafteren Beſuch wünſchen möchte, als
ſie bisher — dem Vernehmen nach — gehabt hat. Dagegen erfreut ſich die
in der Liebigs=Oberrealſchule eines regen Zuſpruchs. Die
Buchausſtel=
lung iſt ein zweiſchneidiges Schwert für den Berichterſtatter. Immer
wieder ertappt er ſich beim Studium des einzelnen Werkes. Und
trotz=
dem ſoll verſucht werden, den Geſamteindruck zu erfaſſen. Die
Ausftel=
lung iſt zunächſt überſichtlich gegliedert nach den einzelnen Stoffgebieten.
Räumlich und geiſtig im Mittelpunkt ſtehen Geſchichte und
Staatsbür=
gerkunde des eigenen Volkes ſowohl in Lehrbüchern wie in
eingehen=
deren Werken zum Selbſtſtudium. In der Runde gruppieren ſich die
Abteilungen: Engliſch, bei der von neueren Werken Kirchers Engländer
und Feilers: Amerika—Europa auffallen. In der Abteilung Franzöſiſch
— der ſehr klein und beſcheiden eine Abteilung Latein und Griechiſch
vorgelagert iſt — ſehen wir u. a. mehrere Nummern der Deutſch=
Fran=
zöſiſchen Rundſchau, der Revue d’Allemagne. Einen breiten Raum
nimmt die Abteilung: Deutſch naturgemäß ein, der ſich eine weitere
Grupve: Erdkunde anſchließt. Hier ſind bemerkenswert die neuerdings
im Verlag Wachsmuth=Berlin herausgegebenen Bilderbände einzelner
Länder. In wundervollen Kubfertiefdrucken werden auserleſene Bilder
der verſchiedenen Länder und Landesteile gezeigt, derart, daß nicht nur
das Landſchaftliche in aller Eindrücklichkeit erſtehr, ſondern daß dahinter
auch das Geiſtige des Volkes geahnt wird. Bemerkenswert vor allem
der Band: Amerika. — Eine große Gruppe: Vädagogik, den
Bedürf=
niſſen der Lehrerſchaft vor allem dienend, bildet den Abſchluß dieſer
Ausſtellung, die nicht nur für den Philologen Anregung bieten will,
ſondern die allen am geiſtigen Leben Anteilnehmenden von gleichem
Wert ſind.
Zweite Vorverſaxmlang.
Nachmittags um 2.30 Uhr fand im Fürſtenſaal eine zweite
Vorber=
ſammlung ſtatt.
Hier wurden zunächſt einige Fragen, die Stellung des deutſchen
Auslandslehrers betreffend, verhandelt. Nach längerer Diskuſſion
er=
ſtattete Schriftführer Weber einen knappen Bericht über die „
Vor=
bildung für die Tätigkeit an Auslandsſchulen, über den ebenſo wie über
den zweiten Bericht über die Methodik des Deutſchunterrichts an
deut=
ſchen Auslandsſchulen ſich eine ſehr angeregte und lebhafte Debatte
entſpann. Insbeſondere wurde ſehr eingehend über eine neue. in
Spanien von Georg Lapper zum erſtenmal mit ausgezeichneten
Erfol=
gen angewandte Methode des Deutſchunterrichts verhandelt. Um etwa
5 Uhr wurde die Sitzung geſchloſſen. — Nach halbſtündiger Pauſe
be=
gann die
m Fürſtenſaal. Unter den ſehr zahlreich Erſchienenen bemerkte man
u. a. Finanzminiſter Kirnberger, Wirtſchaftsminiſter Korell,
Miniſterial=
direktor Urſtadt vom Landesamt für das Bildungsweſen,
Oberbürger=
neiſter Mueller, Oberkirchenrat Dr. Müller als Vertreter der Heſſiſchen
evangeliſchen Landeskirche, außerdem die Vertreter verſchiedener
Par=
teien und Wirtſchaftsverbände. Nach einem einleitenden Muſikſtück
er=
öffnete
Skaatsraf Block
die dritte Verſammlung, die erſte, in der der junge Verband vor die
Oeffentlichkeit tritt. Er drückt ſeine Freude darüber aus, daß ſo viele
amtliche Stellen, Behörden, Vereine und Verbände durch ihre
Gegen=
wart zugleich die innere Anteilnahme an den Zielen und Aufgaben des
Weltbundes bekunden. Er ſieht in jedem der Ehrengäſte die
Verkörpe=
rung eines Arbeitsgebietes des Verbandes, der mit allen Schichten des
Volkes verbunden iſt, und zeigt in längerer Anſprache die vielfachen
Beziehungen, die die deutſche Auslandsſchule mit allen kulturellen und
wirtſchaftlichen Kräften unſeres Volkes verbindet. Er verlieſt folgendes
Telegramm des Staatspräſidenten Dr. Adelung,
in dem es heißt: „Zu meinem Bedauern verhindert, an
Hauptverſamm=
lung teilzunehmen, entbiete deutſchen Auslandslehrern und =lehrerinnen
herzlichen Gruß und Willkomm. — Möge auch diesjährige Tagung
Willen und Kraft derer ſtärken, die berufen ſind, an Auslandsſchulen
deutſche Kultur und Bildung in fremden Landen zu erhalten und zu
verbreiten in engſter Fühlung mit dem geſamten deutſchen Volkstum
zum Nutz und Frommen aller Völker.”
Der Redner dankt ihm und den Vertretern der Regierungen des
Reiches und der Länder, dem Auswärtigen Amt, dem
Landtagspräſiden=
ten, den Vertretern der Kirchen beider Bekenntniſſe, die auf dem Gebiet
ſchuliſcher Betreuuung Vorbildliches leiſten; er dankt dem Deutſchen
Städtetag und der gaſtlichen Stadt Darmſtadt, begrüßt die Preſſe, die
mannigfachen Auslandsorganiſationen, die vielen
Standesorganiſatio=
nen, die vertreten ſind, er begrüßt Nachkommen von Auswanderern, die
anweſend ſind und in Polen und Rumänien deutſches Kulturgut an
deutſchſtämmige Jugend übermitteln; er begrüßt die Vertreter der
Wiſ=
ſenſchaft und fordert von den Gelehrten, daß ſie — wie früher in den
Schſalsſtunden deutſcher Geſchichte, Führer ihres Volkes auch in
Volks=
tumsfragen ſind; er dankt den Vertretern der Wirtſchaft, die,
gleich=
den Auslandslehrern draußen Pionlerarbeit leiſten und dem deutſchen
Kulturbeamten, dem Lehrer, oft den Weg rſt bereiten. Mit herzlichen
Worten begrüßt er die zahlreichen Auslandslehrer aus aller Herren
Länder, aus Europa und Ueberſee, auch die ehemaligen, die Veteranen,
und die Neulinge, die Rekruten, die unmittelbar von der Tagung in
das Ausland reiſen zu vaterländiſcher Arbeit. Er gedenkt insbeſondere
mit herzlichen Worten des am 2. April d. Js. in Braſilien im
jugend=
lichen Alter von 27 Jahren verſtorbenen Lehrers Dr. Rudolf Feick,
der in der kurzen Zeit ſeiner auslandsdeutſchen Wirkſamkeit ſich
un=
geheure Verdienſte um die deutſche Kultur in Braſilien erworben hat.
Am Schluſſe ſeiner Ausführungen gibt der Redner ein kurzes,
pro=
grammatiſches Wort über das, was der Bund will. Er will treue
Ge=
werkſchaft, er will große geiſtige Gemeinſchaft ſein; er will materiell,
mehr noch ideell den Auslandslehrern helfen; er will das Verſtändnis
für die kulturelle und wirtſchaftliche Bedeutung der deutſchen
Auslands=
ſchule, „des beſten Ausfuhrartikels Deutſchlands”, in allen Schichten
unſeres Volkes wecken und fördern. Er will Auslandslehrer und
In=
landslehrer zu gemeinfamer Arbeit zuſammenführen, weil Einzelarbeit
Stückwerk iſt und weil auch der Deutſche außerhalb der ſchwarz=rot=
gol=
denen Grenzen ſeinem Volkstum erhalten bleiben muß, gerade in der
Zeit der Weltenwende, da das alte Reich ſich wandelt, das neue Reich,
das dritte Reich gegründet werden ſoll, das Reich des
Hundertmillionen=
volkes, das Reich der Kultur= und Schickſalsgemeinſchaft, das geiſtige
Großdeutſchland, das niemanden bedroht, das keine Irredenta kennt,
das aber die Miſſion des deutſchen Volkes erfüllen will, die ihm in der
geiſtigen Umſtellung der Welt, die ſich eben vollzieht, zufällt.
Der Auslandslehrer will der Verkünder dieſes geiſtigen und
fried=
lichen Großdeutſchland ſein, er will die ihm anvertraute Jugend zur
geiſtigen Einſtellung auf dieſe Miſſion erziehen.
Wir wollen, ſo ſchließt der Redner, das Deutſeſland der
Gegen=
wart, wir wollen das größere Deutſchland der Zukunft lieben und ihm
in treuer Verbundenheit mit den deutſchen Volksgenoſſen dienen in
aller Welt und in dieſem Sinne uns zu dem Gelöbnis bekennen:
„Deutſchland, Deutſchland über alles, über alles in der Welt”.
Finanzminiſter Kirnberger
begrüßte im Namen der heſſiſchen Regierung die Feſtverſammlung und
ſeſonders im Namen des verhinderten Staatspräſidenten und
Kultus=
miniſters Dr. Adelung. Die heſſiſche Regierung freue ſich von ganzem
Herzen, daß der Weltverband der deutſchen Auslandslehrer wieder in
Darmſtadt tage, daß ein ſo ausgezeichneter Beamter Heſſens, Staatsrat
Block, als Gründer und Führer an der Spitze des Verbandes ſtehe.
Be=
ſonders erfreut ſei er, daß es gelungen ſei, den Verband in dieſer Weiſe
in die Höhe zu führen, ſo daß er jetzt die Oeffentlichkeit zu ſeiner
Tagung einladen könne. Der Zuſammenſchluß der deutſchen
Auslands=
lehrer ſei ja nicht erfolgt um materieller Intereſſen willen, wie das
heute in ſo vielen Fällen üblich ſei, ſondern aus idealen Gründen. Er
ſagte dann u. a.: Die Auslandslehrer arbeiten ja nicht mit der Flinte
oder Giftgasbombe in der Hand, ſondern mit den Waffen des Geiſtes,
um zu bewachen und zu bewahren deutſches Geiſtesgut. Viele Deutſche,
die jetzt außerhalb deutſcher Grenzen ſtehen, ſind ſicher auch loyale
Bür=
ger ihrer neuen Heimat, aber deutſche Kultur, deutſche Sprache und
deutſche Art wollen ſie ſich bewahren und ihren Kindern erhalten, um
Angehörige des deutſchen Kulturkreiſes zu bleiben. Sie, meine Damen
und Herren, ſind hierzu die Pioniere. Dank ſchulden Ihnen dafür die
Auslandsdeutſchen, die Sie betreuen, heißen Dank aber ſchuldet Ihnen
die Heimat, die finanzielle Ketten gefeſſelt und in weiten Teilen
be=
ſetzt iſt. Wir wiſſen, daß Sie das Deutſchtum mit allen Faſern lieben,
und daß Sie ihre ganze Kraft dafür einſetzen, daß die Bande zwiſchen
draußen und der Heimat erhalten bleiben. Glauben Sie an unſere
Mitarbeit und an den heißen Dank der Heimat.”
Anſchließend führte
Oberbürgermeiſter Mueller
zur Begrüßung der deutſchen Auslandslehrer in der Landeshauptſtadt
u. a. folgendes aus:
Als Oberbürgermeiſter der Stadt, in der der Bund der Deutſchen
Auslandslehrer geboren iſt, begrüße ich die Delegierten aus aller Welt
mit beſonderer Freude und Genugtuung. Und mit Stolz gedenke ich
dabei der Tatſache, daß eine ausgezeichnete Darmſtädter Perſönlichkeit
der Schöpfer des Bundes iſt. Für einen Mann, der — wie Staatsrat
Block — eine führende Stellung in der deutſchen Auslandsarbeit
ein=
nimmt, deren Probleme ihn dauernd beſchäftigen, mag der Gedanke
dieſer Gründung ja nahe gelegen haben. Aber das kann den Wert
dieſes Gedankens nicht ſchmälern, und es kann nicht hindern, ſeine
Aus=
führung als eine Tat anzuerkennen, deren hohe Bedeutung ihre
Wir=
kung bewieſen hat. Kaum ins Leben gerufen, ſtellt der Bund bereits
eine achtunggebietende Organifation dar, für deren Arbeit eine Fülle
von Anregungen gegeben iſt. Ehre, wem Ehre gebührt! Wir wollen
uns nicht nachſagen laſſen, daß der Prophet nichts gelte in ſeinem
Vaterlande.
Ein Doppeltes zu leiſten, iſt der Weltbund berufen: Die Heimat
aufzuklären über den Boden, auf dem die deutſche Kulturarbeit geleiſtet
werden muß, und über die Menſchen und die Verhältniſſe, unter denen
ſich dieſe Arbeit vollzieht. Und dem Lehrer ſelbſt ſoll er einen feſten
Rückhalt geben, er ſoll ihm den Glauben und das Vertrauen vermitteln,
daß ſeine Arbeit in der Heimat Anerkennung und Verſtändnis findet.
Denn das braucht der Auslandspionier, um immer wieder neuen Mut
und neue Freudigkeit für ſeine aufreibende Tätigkeit ſchöpfen zu können.
Ein Drittes kommt hinzu: Der kollegiale Gedanke, die neugeſchaffene
Möglichkeit für den Auslandslehrer, ſich mit ſeinesgleichen auszuſprechen.
Und das iſt beſonders wertvoll. Denn aus der praktiſchen Arbeit wird
die beſte Erfahrung gewonnen, und wirkliche brauchbare Winke und
Rat=
ſchläge kann nur der geben, dem die gleichen Aufgaben geſtellt ſind. Und
ſchließlich kann in ſeiner ganzen Tiefe nur der Kollege verſtehen, was
den Kollegen da draußen in der Fremde bekümmert und was ihn beglückt.
Niemals iſt die deutſche Auslandsarbeit wichtiger geweſen als
heute. Mit den friedlichen Mitteln der deutſchen Kultur, die in der
Deutſchen Schule ihren wertvollſten Ausdruck findet, wollen wir der
Welt zeigen, daß das Leben der Völker nicht lebenswert iſt, ohne die
geiſtigen Güter, die ſie der deutſchen Kultur verdankt. — Mit den beſten
Wünſchen für Ihre Tagung, die ich namens unſerer Stadt wiederholt
ausſpreche, verbinde ich zugleich die herzlichſten Wünſche und Grüße
des Deutſchen Städtetags, der mich gebeten hat, auch ihn heute zu
ver=
treten.
Weiterhin überbrachten Wünſche und Grüße der Behörden und
Ver=
bände Miniſterialrat Dr. Jahnke für das Reichsminiſterium des
In=
nern und das preußiſche Kultusminiſterium; Legationsrat Dr. Böhme
im Auftrag des Auswärtigen Amtes; Geheimrat Dr. Melber als
Mitglied des Gutachterausſchuſſes für das deutſche Auslandsſchulweſen.
Geheimrat Prof. Dr. Walbe begrüßte die Verſammlung im Auftrag
der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt. Im Namen der Evangel.
Lan=
deskirche ſprach Oberkirchenrat Dr. Müller. Oberſtudiendirektor
Luſchey=Stettin, Direktor Schulz=Berlin, Rektor Winter=
Mainz, Schulrat Krämer überbrachten die Grüße der verwandten
Organiſationen, des Deutſchen Philologenverbandes, des Deutſchen
Leh=
rervereins, des Kathol, deutſchen Lehrerverbandes, des Verbandes für
die kathol. Auslandsdeutſchen. Rektor Ziegler wünſcht im Auftrag
hauptamtlicher Lehrer an gewerblichen Schulen der Tagung den beſten
Erfolg. Dr. Rüdiger=Stuttgart vom Deutſchen Auslandsinſtitut
grüßt die Verſammlung namens des Inſtituts ſowie namens der großen
auslandsdeutſchen Verbände, des V. d. A., des Deutſchen Schulvereins
und des Bundes der Auslandsdeutſchen, und übermittelt die Einladung
zum Beſuch des Stuttgarter Auslandsinſtituts. Senator Dr.
Lebou=
ton=Czernowitz bringt die beſonderen Wünſche der Deutſchen in der
Bukowina. Weiterhin ſprachen Frau v. Kulezka, M. d. L., die als
2. Vorſitzendg des Allg. Deutſchen Lehrerinnenverbandes deſſen Wünſche
und Grüße ſie überbrachte, Frl. Schulz namens des Kathol.
Leh=
rerinnenvereins, Gymnaſialdirektor Schmalenberg=Stanislau.
Alle Redner betonten die große Wichtigkeit, die die Arbeit des
Verbandes deutſcher Auslandslehrer und =lehrerinnen für die deutſche
Kultur, für die Ausbreitung und das Anſehen des Deutſchtums in der
Welt überhaupt hat. Gerade in der deutſchen Schule im Ausland
wer=
den nicht nur die deutſchen Kinder im Ausland dem eigenen Volkstum
erhalten, ſondern es werden auch den Angehörigen des Gaſtlandes in
ihrem jugendlichen Alter die deutſchen Kulturgüter zugänglich gemacht.
Auf dieſe ſachliche und ernſte Kulturpropaganda iſt das deutſche Volk
und das Deutſche Reich gerade in der heutigen Zeit beſonders
ange=
wieſen.
Sodann ſprach Geh. Regierungsrat Profeſſor Dr. Franz Schmidt
aus Berlin über
Kulkurpropaganda und deutſche Auslandsſchulen.
Er begann mit dem Hinweiſe, daß Kulturpropaganda, wenn auch
das Wort einen unangenehmen Beigeſchmack habe, im Auslande
not=
wendig ſei, weil die Weltgeltung der deutſchen Kultur ſtändigen
Angrif=
fen unterliege. Die kulturelle Propaganda der Weltmächte ſei ſehr
leb=
haft und, wie ſchon vor dem Kriege, ſtark gegen Deutſchland gerichtet.
Freilich gebe es, da die Welt auch in kulturpolitiſcher Hinſicht ſo
ziem=
lich vergeben ſei, nur noch wenige, große Kulturkampfgebiete: Oſteuropa,
Orient, China, Südamerika. Die deutſche Kulturpropaganda habe vor
dem Kriege an letzter Stelle geſtanden; denn eine auf das Ausland
ge=
richtete deutſche Kulturpolitik gebe es erſt ſeit der Jahrhundertwende.
Ihre erſten großen Schritte waren der deutſch=amerikaniſche
Profeſſoren=
austauſch und die Gründung dreier deutſch=chineſiſchen Hochſchulen in
China. Auch höhere Schulen für einheimiſche Süler wurden in China,
in der Türkei und in Perſien gegründet. Deutſche Schulmänner und
Wiſſenſchaftler wurden in großer Zahl in ſüdamerikaniſche Staaten und
in die Türkei berufen. Auch die deutſchen Auslandsſchulen ſtellten ſich
ſeit der Jahrhundertwende, veranlaßt durch den ſtarken Andrang
ein=
heimiſcher Schüler, die deutſch lernen und ſich deutſche Bildung aneignen
wollten, in den Dienſt der Kulturpropaganda, ohne damit den
Vor=
wurf der „Germaniſierung” zu verdienen. Der Weltkrieg vernichtete
alle deutſchen Propagandaſchulen (bis auf die Medizin= und Techniſche
Hochſchule in Wanghai) und ſchränkte auch den Beſuch der deutſchen
Auslandsſchulen durch nichtdeutſche Schüler bedeutend ein. Es ſei heute
nötig und möglich, die mannigfaltigen Aufgaben der deutſchen
Kultur=
propaganda im Auslande wieder feſter in die Hand zu nehmen. Die
ethiſche Berechtigung dazu ſei gegeben, ſo lange fremde Völker die Hand
nach der deutſchen Kultur ausſtrecken. — Er fand mit ſeinen
intereſſan=
ten Ausführungen lebhaften Beifall.
Wegen der ſchon ſehr vorgerückten Zeit mußte man das Referak
von Direktor Dr Gaſter=Antwerpen über „Die Wanderungen des
deutſchen Volkstums” ausfallen laſſen. — Am Abend fand im
Orangerie=
haus ein von Staat und Stadt gegebener Bierabend ſtatt.
Gemüſe-Einfuhr aus dem Auslande.
Nachdem vor zirka 14 Tagen die Einfuhr ausländiſcher Tomaten
eine bis jetzt nicht gekannte Höhe erreicht hatte, gingen die Preiſe auf
den deutſchen Märkten derart zurück, daß nicht nur die deutſchen
Er=
zeuger nicht auf ihre Koſten kamen, ſondern auch die ausländiſchen
Er=
zeuger. Die Folge war, daß das Ausland den ungaſtlichen deutſchen
Markt mied, der ſo ſchlechte Preiſe ergab. In demſelben Augenblick
zogen dann die Preiſe für Tomaten etwas an, und der deutſche Erzeuger
ſchöpfte neue Hoffnung, nun wenigſtens auf ſeine Erzeugerkoſten zu
kommen. Das dauerte einige Tage, bis auch die Auslandserzeugung
ſich dieſe höheren Preiſe durch geſteigerte Einfuhr wieder nutzbar machen
wollte. Prompt gingen die Preiſe für Tomaten wieder zurück
nach=
dem in den Tagen vom 1. bis 15. Auguſt üiber den Brenner und Chiaſſo
723 Waggons Tomaten anrollten. Das ſind im Tage durchſchnittlich
50 Waggons.
Derartige Mengen Tomaten aus dem Auslande machen den
deut=
ſchen Anbau in Tomaten ohne Zweifel unrentabel. Andererſeits wirken
ſich dieſe Preisſenkungen in den Erzeugerpreiſen lange nicht in dem
Maße auf den Verbraucherpreis aus, wie es folgerichtig wäre.
Ausflugfahrken mit Poſtkraftwagen.
Samstag, den 31. Auguſt, und Sonntag, den 1. September, wollen
wir, mehrfachen Wünſchen entſprechend, eine Schwarzwaldfahrt
unteu=
nehmen. Abfahrt in Darmſtadt Samstag, 8 Uhr. Ueber Heidelberg
geht die Fahrt nach Ettlingen—Herrenalb. In Gernsbach zwei Stunden
Aufenthalt. Weiter durch das Murgtal über Raumünzach-—Kloſter
Rei=
chenbach nach Freudenſtadt. Nach zweiſtündigem Aufenthalt daſelbſt
Weiterfahrt über den Kniebis und durch das Renchtal nach Oppenau.
Hier treffen wir um 19 Uhr ein und übernachten.
Sonntag, 8 Uhr, wird weitergefahren. Berührt werden
Allerhei=
ligen, Ruheſtein, Mummelſee, Hornisgrinde, Schönmünzach,
Raumün=
zach, Sand, Plättig. In Baden=Baden iſt eine größere Pauſe zum
Mittageſſen und zur Beſichtigung der weltbekannten Badeſtadt
vorge=
ſehen. Die Heimfahrt führt über Raſtatt nach Karlsruhe, zu deſſen
Be=
ſichtigung ebenfalls eine kleine Pauſe eingelegt wird. Zurück nach
Darm=
ſtadt kommen wir vorausſichtlich um 21 Uhr.
Die Fahrt bietet etwas Neues und Beſonderes: Zwei Tage mit
offenen Ausflugwagen im Schwarzwald in ſeinen ſchönen
Tannenhoch=
wäldern, herrlichen Tälern und Höhen! Die bei der Länge billige Fahrt
verbürgt den Teilnehmern eine Fülle einzigartiger Genüſſe. Recht
früh=
zeitige Löſung der Fahrſcheine wird auch deshalb dringend empfohlen,
weil die Unterbringung der Teilnehmer ſonſt auf Schwierigkeiten ſtößt.
Sonſt hat die Deutſche Reichspoſt für die nächſten 14 Tage folgende
Aus=
flugsfahrten vorgeſehen:
Mittwoch, den 28. Auguſt,
nachmittagsfahrt, die Bergſtraße entlang bis Heppenheim, weiter über
Fürth, Lindenfels, Neunkirchen nach Darmſtadt zurück. In Lindenfels
längerer Aufenthalt.
Sonntag, ben 1. September,
eine Tagesfahrt nach dem Taunus über Bad=Homburg, die Saalburg
mit Römerkaſtell, dann weiter durch das reizvolle Uſatal nach Bad=
Nauheim mit ſeinen berühmten Quellen und Bädern und zurück nach
Darmſtadt durch die fruchtbare Wetterau; in Bad=Homburg und
Saal=
burg einſtündiger Aufenthalt, in Bad=Nauheim Mittagsraſt.
Mittwoch, ben 4. September,
herrliche Tagesfahrt durch den Odenwald über Lindenfels, Waldmichel
bach nach Hirſchhorn am Neckar, wo ein zweiſtündiger Aufenthalt
vor=
geſehen iſt; Rückweg durch das prachtvolle Finkenbachtal über
Beer=
felden, dann weiter über Michelſtadt, Spreng, Gerſprenztal.
Sonntag, den 8. September,
Tagesfahrt durch die Bergſtraße über Weinheim, Mannheim,
Ludwigs=
hafen nach Bad=Dürkheim in der Pfalz, zurück über Grünſtadt und
Worms nach Darmſtadt (in Bad=Dürkheim Mittagsraſt, in Mannheim
und Grünſtadt längerer Aufenthalt),
Auch die diesmaligen Fahrten ſind wieder ſorgfältig
zuſammenge=
ſtellt. Unter zuverläſſiger und ſicherer Führung verſprechen ſie
unge=
trübten Genuß.
Auszahlung der Invaliden= und Unfallrenten. Die Onbaliden=
und Unfallrenten für September werden bereits am Samstag, den 31.
Auguſt, im große Saale des Bürgerhofs, Eliſabethenſtraße 2, in der
Zeit von 7½—12 und 14—17 Uhr gezahlt. DDie nicht abgehobenen
Rentenbeträge werden an den nachfolgenden Werktagen in der
Nenten=
ſtelle des Poſtamts (Rheinſtraße) von 8½—12½ Uhr gezahlt.
— Hohes Alter. Frau Anna vonder Au, Stiftſtraße 21 part.,
begeht heute ihren 80ſten Geburtstag.
— „Das Rentnerelend und der Weg zur Abhilfe” lautet ein Referat,
das in der Mitgliederverſammlung des Rentnerbundes am Dienstag,
den 22. Auguſt, nachmittags 4 Uhr, im Fürſtenſaal gehalten wird.
In=
tereſſenten ſind freundlichſt eingeladen. (Näheres ſ. Anz.)
— Ausflugs=Sonderzug nach Baden=Baden. Der von der
Reichs=
bahndirektion Mainz für den 25. Auguſt in Ausſicht genommene
Ver=
waltungsſonderzug nach Baden=Baden wird beſtimmt verkehren.
Son=
derzugskarten können noch bis einſchließlich Samstag, 24. Auguſt, gelöſt
werden.
Wem gehören die Kleidungsſtücke und Gegenſtände? Am 24. 7.
wurden am Rheinufer in der Gemarkung Herrnsheim ein alter
braun=
gelber Anzug, ein dunkelbrauner Filzhut mit ſchwarzem Rand (auf der
linken Seite ein kleines Loch), ein Paar ſchwarze Schnürſchuhe, ein
brauner Ledergürtel, ein weißes zerriſſenes Hemd mit den Buchſtaben
L. Sch., ein weißer Gummikragen und eine braune Krawatte gefunden.
In der Weſtentaſche befand ſich eine Herrenuhr mit der Nummer 72 847
mit Kette. Es wird vermutet, daß die Kleider von einer Perſon, die
im Rhein badete und ertrunken iſt, zurückgelaſſen wurden. Kleider ſind
auf der Bürgermeiſterei Herrnsheim ſichergeſtellt. Sachdienliche
Mit=
teilungen erbeten bei der Vermißtenzentrale bei der Kriminalzentrale
für Heſſen (Polizeiamt Darmſtadt), Wilhelm=Gläſſing=Str. 21.
— Zahlreiche neue Großtiere im Franbfurter Zoo. Die Firma Carl
Hagenbech, Stellingen, ſtellte zwei in Frankfurt a. M. noch nie geſehene
Hirſch=Arten im Zoologiſchen Garten ein. Am auffallendſten ſind wohl
die in ihrem rotbraunen, mit großen weißen Tupfen gezierten,
pracht=
vollen Sommerkleid prangenden Dybowſki=Hirſche, auch Mantſchuriſe
Sikas genannt, ein auffallend großer, im Kolbengeweih ſtehender Hirſch
und drei Hivſchkühe, von denen eine bald nach der Ankunft ein
mun=
deres Kälbchen geſetzt hat. Neu ſind auch die aus Schottland
ſtammen=
den weißen Edelhirſche, ein ſchöner, im Kolbengeweih ſtehender Hirſch
und zwei etwa dreijährige Küſhe.
Lokgle Beranſtalkungen.
Die Aietwter erſiheinenden Noüiyen ſind ausfchüapſich als Hinwelfe auf Kuase
im ſtiem Jalle irgendwie als Beſprechung oder Kriikk.
— Danzabend im Hotel Prinz Heinrich. Im Hotel
Prinz Heinrich findet Samstag und Sonntag Tanzabend ſtatt.
— Am Sonntag, den 1. Sept., feiert der Gärtner= Verein
Feronia ſein 45. Stiftungsfeſt. Wie alljährlich, verſpricht das
Pro=
gramm auch diesmal wieder recht ſchön und reichhaltig zu werden,
zu=
mal in dieſem Jahre die nette Operette „Frühling am Rhein” zur
Auf=
führung kommt. Unſere Kollegen und Gäſte werden jetzt ſchon hiermit
darauf aufmerkſam gemacht, ſich dieſen Sonntag frei zu halten.
— Schloß=Kaffee. Allgemeinem Wunſche entſprechend findet
bis auf weiteres auch Samstags abends Geſellſchaftsabend ſtatt. (S. Anz.)
— Brauerei Schul (Schloßgaſſe 25). Auch in dieſer Woche
finden Samstag und Sonntag, abends 8 Uhr, Konzerte — ausgeführt
von einem Enſemble des Stadtorcheſters — in der Brauerei Schul ſtatt.
OPIOH, Frankfurt a. M.
Café, Oabaret
und
Casino
Franzu Bott, Lisel Sternard
und das übrige Programm
Eintritt frei.
(I.161
Tageskalender für Samstag, den 24. Auguft 1929.
Orpheum, 2.15 Uhr: „Phips, laß dich nicht erwiſchen”.
Konzerte: Schloßkaffee, Hotel Schmitz, Kaffee Oper, Sportplatz=
Reſtauvant, Alte Poſt, Bismarckeck, Hotel Prinz Heinrich,
Wald=
ſchlößchen. — Sommerfreilichtbühne, 20½ Uhr: Dir. D.
Steh, auf dem Mercksplatz am Schwimmbad. —
Herrngarten=
xaffee, 16 und 20 Uhr: Konzert. — Oberwaldhaus,
90 Uhr: Tanz. — Brauerei Schul 20 Uhr: Konzert. — Kino=
Vorſtellungen: Union=Theater, Helia. —
Mathilden=
böhe, 10—18 Uhr: Ausſtellung „Der ſchöne Menſch”
Aus Heſſen.
Straßenbericht für Heſſen
für die Woche vom 25. bis 31. Auguſt 1925.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
Dieburg—Groß=Umſtadt Km. 16,68—23,4 vom 7. 8. bis 12. 9.
ge=
ſperrt. Umleitung: Klein=Zimmern-Habitzheim.
Altheim-Babenhauſen (Km. 22,20—26,75) vom 24. 8. bis 14. 9.
geſperrt. Umleitung; Harpertshauſen-Langſtadt.
Etzen=Geſäß-König i. Odw. (Km. 39,0—41,19) vom 21. 8. bis 6. 9.
geſperrt. Umleitung: für Perſonen= und Laſtkraftwagen bis 3 Tonnen
Etzen=Geſäß-Nieder=Kinzig-Kirch=Brombach-Zell j. Odw. Für
Laſt=
kraftwagen über 3 Tonnen Höchſt—Hummetroth, Ober= und Mittel=
Kinzig, Kirch=Brombach-Zell i. Odw.
Mainz—Bingerſtraße nach Gau=Algesheim bis 27. 8. geſperrt.
Oſthofen—Weſthofen vom 19. bis 31. 8. geſperrt. Umleitung:
Aben=
heim.
Büdingen—Gelnhauſen (Km. 61,4—65,9) vom 5. 6. bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Büdingen-Büches—Orleshauſen-Lorbach-
Von=
hauſen.
Lauterbach—Alsfeld (zwiſchen Lauterbach und Neu=Maar) vom 22.
7. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Reblos.
Gießen—Hungen (Ortsdurchfahrt Hungen) vom 5. 8. bis auf
weite=
res geſperrt. Umleitung für leichten Verkehr über die
Güterverlade=
ſtraße des Bahnhofs Hungen, für ſchweren Verkehr über Langsdorf—
Bellersheim—Trais=Horloff.
Friedberg—Bad=Nauheim um die Burg bei Friedberg vom 19. 8.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung wird in Friedberg örtlich gevegelt.
Romrod—Alsfeld vom 26. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
Nenzendorf-Vadenrod—Strebendorf oder Angenro-Zell.
so urteilt dle durch Schänheit
Film schauspieleriv
und Kunst berühmte
Marv Kid
Die Entfernung von Härchen and Haarflaum auf Armen. Nacken
und Beinen gehört zur Schönheitspfege jeder Dame. Die Anwen
dung des Rasiermessers verbietet sich, weil ee kratzt und Pickel
verursacht: audere Enthaarungsmittel sind unbeauem in der
Ap-
wendung und riechen schlecht.
TAKT 1929 in neuer Zusammensetzung überwindet alle Schwierig
keiten: es kommt gebrauchsfertig als weiche Oreme aus der Dube
und wirkt, auf tede beliebige Hautstelle aufgetragen. in 5 Minuten
Die Parkilmierung ist angenehm: die Haut wird weiß. glatt and
zart. Dabei hält sicb TAKF unbeschränkt bie zum letzten
Tuben-
rest und ist daber äußerst sparsam im Gebrauch, Jede Dame, die
einen Versuch mit TAKF gemacht hat, wird zur Überzeugten
Ap=
hängerin von TAKT 1929.
T AKP ist in allen einschlägigen Oeschäften erhältlich zum Preise von
M. 2.50 pro Tube, jeder Tube ist ein Garantieschein beigefügt.
Oeneral-
vertretung für Deutschlana; A. Bornstein & Co., Berlin W 62,
V
(IV. 8148)
Sonſtige Straßen in Heſſen.
Gernsheim-Klein=Rohrheim (Km. 21,0—23,1) vom 12. 8. bis 1. 9.
geſperrt. Umleitung über Hähnlein-Langwaden-Jägersburg.
Trebur-Königſtädten bei Eiſenbahwübergang Nr. 18 in Km. 16,6
auf Wahnhof Nauheim am 26. 8. von 6—17 Uhr geſperrt. Umleitung
geht über den nahegelegenen Uebergang Mr. 17.
Ockenheim—Genſingen, Km. 23,4—29,5, vom 12. 8. bis 20. 9.
geſperrt. Umleitung: Gaulsheim-Bingen—Rüdesheim.
Sprendlingen—Pfaffen=Schwabenheim vom Bahnhof Sprendlingen
bis zur Kreuzung mit der Straße Genſingen—Gau=Bickelheim bis 4. 9.
geſperrt.
Gau=Algesheim—Genſingen (zwiſchen Gau=Algesheim und
Ocken=
heim) vom 15. 8. bis 10. 9. geſperrt. Umleitung: Gaulsheim.
Freiweinheimer Straße (Mainz) Km. 17,0—19,2 vom 15. 8. bis 10. 9.
geſperrt. Umleitung erfolgt über Gemeindewege.
Wendelsheim—Wonsheim (Km. 36,3—38,9) von Abzweig nach
Eckels=
heim bis Wonsheim vom 19. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
Eckelsheim—Wöllſtein—Siefersheim.
Wolfsheim—Partenheim bis zur Bingerſtraße vom 19. 8. bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Vondersheim.
Oſſenheimerkreuz—Aſſenheim vom 21. 6. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: Bruchenbrücken.
Berſtadt—Wölfersheim vom 21. 6. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Wohnbach.
Selters—Stockheim (Ortsdurchfahrt Selters) vom 25. 6. bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Bleichenbach—Stockheim.
Staden—Nieder=Mockſtadt vom 25, 6. bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung: Leidhecken—Blofeld-Dauernheim—Ober=Mockſtadt.
Alsfeld—Schwabenrod (Ortsdurchfahrt Alsfeld) vom 9. Juli bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Leuſel.
Ilbenſtadt—Altenſtadt, Km. 0,0—8,6, vom 18. 7. bis auf weiteres
geſperrt. Umleitung: Bruchenbrücken—Oſſenheim—Staden—Stammheim
—Altenſtadt—Heldenbergen—Eichen—Altenſtadt.
Friedberg—Staden—Ranſtadt (Ortsdurchfahrt Fauerbach) vom 7. 8.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Friedberg—Nieder=Wöllſtadt.
Angersbach-Rudlos (Ortsdurchfahrt Angersbach) vom 19. 8. bis auf
weiteres geſperrt. Umleitung: Stockhauſen—Müs.
Daubringen—Mainzlar vom 19. 8. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: Staufenberg.
Lauterbach-Willofs—Schlitz am Nordbahnhof Lauterbach vom 19. 8.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitng: Bad=Salzſchlirf.
Nidda—Rixfeld vom Abzweig Feldkrücken bis Rebgeshain vom 19. 8.
bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Feldkrücken-Babenhauſen II —
Urichſtein—Helperskhain—Engelrod.
Grüningen—Holzheim vom 23. 8. bis auf weiteres geſperrt.
Um=
leitung: über das Straßenkreuz in Richtung Wanggöns reſp. Dorf=Güll.
Nieder=Mockſtadt—Ober=Mockſtadt in Fortſetzung der Strecke Staden
—Nieder=Mockſtadt bis auf weiteres geſperrt. Umleitung wie ſeither
üüber Staden-Leidhecken-Blofeld-Dauernheim-Ober=Mockſtadt und
umgekehrt.
Aa. Eberſtadt, 23. Aug. Geburtstagsfeiern. Nicht
weni=
ger als drei gemeinſame Geburtstagsfeiern älterer Jahrgänge ſind
gegenwärtig hier in Vorbereitung. Die 30=Jährigen halten am
Sams=
tag abend ihre letzte Vollſitzung im Gaſthaus „Zur Roſe” ab. Die
Geburtstagsfeier der 40=Jährigen wird am Samstag abend in einer
Verſammlung im Gaſthaus „Zur Linde” beſprochen. Auch die 60=
Jähri=
gen kommen am Samstag abend zur Beratung einer gemeinſamen
Ge=
burtstagsfeier zuſammen, und zwar im Gaſthaus „Zum goldenen
Adler” am Marktplatz. — Herbſtgeſellenprüfung. Die
ge=
ſetzliche Herbſtgeſellenprüfung findet zu Anfang Oktober ſtatt. Wie der
Prüfungsausſchuß des Ortsgewerbevereins mitteilt, haben alle
Anmel=
dungen von Lehrlingen, deren Lehrzeit bis zum 15. Oktober beendet iſt,
bis zum Mittwoch, 28. Auguſt, unter Vorlage der nnotwendigen Papiere
zu erfolgen. Die Prüfungsgebühr beträgt 6 Mark. — Die Freie
Turnerſchaft Eberſtadt beteiligt ſich am kommenden Sonntag an
der Platzeinweihung der Darmſtädter Freien Turngemeinde.
Pfungfkädter Gewerbeſchau 1929.
Am Eröffnungstag.
Aa. Pfungſtadt, 23. A.
Am Freitag nachmittag kurz nach 4 Uhr wurde die Pfun
Bewerbeſchau der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Noch bis zu
ten Minute regten ſich viele fleißige Hände, um alles zu ſichten
ordnen. Von einer offiziellen Eröffnung wurde abgeſehen. We
die früheren Ausſtellungen (die bekanntlich immer mit den Tag
Zuchtviehmarktes zuſammenfielen) mehr rein handwerkliche Aus
gen waren, wurde diesmal der Verſuch einer großzügigen Gewer
gemacht — und dieſer Verſuch iſt gelungen! Rund 30 Ausſtelenicn
den Kreiſen von Handwerk und Gewerbe haben ſich zu einem Ma
zuſammengetan: Pfungſtadts Gewerbefleiß und Handwerkskönn.
heitlich vor Augen zu führen. Die Ausſtellungsleitung hat ſich
alle Mühe gegeben, um die einzelnen Ausſtellungsgegenſtände
zu placieren. Die ehemal. Gandenbergerſche Maſchinenfabrik, in
Räumen die Ausſtellung diesmal — ſonſt war ſie im „Goldenen
— untergebracht iſt, eignet ſich ſehr gut für die Zwecke der Ge
ſchau.
Bei einem Rundgang durch die Ausſtellung zeigt ſich auf den
Blick, daß alle Ausſtellungsgegenſtände entweder gediegene Fa
oder gutes handwerkliches Können verraten. Gleich am Eingang
„Gasausſtellung‟. Hier iſt die Ausſtellung des
Gaswerkes=
ſtadt, dem ſich die vereinigten Pfungſtädter Inſt
teure: A. Büttel, Bauer, H. Gräff Witwe, Fritz Gräff, Ph.
Ph. Hoffmann. J. Ley, G. Schaffner, L. Schaffner Wwe., L. Jäge
K. Wagner, angeſchloſſen haben. Die ſehenswerte Zuſammenſ
der Gasverbrauchsmöglichkeiten iſt unter die Deviſe: „Heize,
koche, brate nur mit Gas!” gebracht. Und in der Tat, was ſieh
da nicht alles: Warmwaſſerapparate zur Waſſerverſorgung von
und Bad, Gasherde, Gasbügeleiſen, Kaffeemaſchinen, gasbeheizte
maſchinen, Lötkolben für Spengler, Kochapparate uſw. Dabei
man, daß beiſpielsweiſe der Gasverbrauch für die Bereitung
Bades nur einen halben Kubikmeter, und für ein Mittageſſen fün
Perſonen bei den ſogen. Deha=Apparaten nur 350 Liter beträgt
ausgeſtellten Gasherde ſtammen aus der Herdfabrik Ruckelshauſen
dieſe Kategorie der Ausſtellung gehört auch der Stand der ebeng
ten Firma „Herd= und Ofenfabrik A. Ruckelshauſen” (gegr. 187
Gasherde, Keſſel, Oefen, Eisſchränke uſw. zur Schau ſtellt. Seh
hat auch die Firma Karl Wagner, Inſtallateur, ausgeſtellt, inſon
Lampen, Bügeleiſen uſw. Einen umfangreichen und ſehr eind
vollen Stand hat die Firma Ph. Höhl mit elektriſchen Anlagen
tafeln) und Gegenſtänden aller Art, alles muſtergültig und über
geordnet. Herde und Oefen, Haus= und Küchengeräte hat auch
helm Heß ausgeſtellt. Sehenswert iſt der Stand der Firma Anton
Bauer: Elektriſche Licht=, Kraft= und Signalanlagen, Spenglere
Inſtallationsarbeiten. Ein ſchönes Badezimmer mit der beleud
Inſchrift „Bade im Haus” ſchließt ſich den vielen anderen Ausſtell”y u
gegenſtänden der genannten Firma an. Die Eiſenhandlung Fiſl gau
hat moderne Waſchmaſchinen in Betrieb. Sie hat außerdem alle 9 8e
von Haus= und Küchengeräte, landwirtſchaftliche Maſchinen und 9 Nä
andere ausgeſtellt. Hervorzuheben iſt eine Zuſammenſtellung vo
Verbindungsteilen für Rohre an Gas= und Waſſerleitungen. —
zellanwaren hat die Firma Heinrich Gräff Wwe. in ſ
Servicen ausgeſtellt. Desgleichen wartet die Firma M. Lautz mit)/
zellanwaren, darunter ſolche mit Handmalereien, auf. — Das Sch
derhandwerk iſt ebenfalls vertreten, und zwar durch Vall B=
Riehl, Herren= und Damenſchneider (Damenmäntel, Stoffe u. dgl.)) Sie
Modehaus G. Koch mit Herren=, Sport= und Berufskleidung, und 1.—g
die Damenſchneiderin Gretel Stein, die ſchicke Damenkleider, Teepl, ilter
u. dal. vorführt. Auch Schreiner und Drechſler haben ſpreit
geſtellt, ſo Georg Meſſer 3. Küchenmöbel uſw. und Georg Will na
Schüßler Küchenmöbel, Kochkiſten und Nähtiſche. Daneben befinde
die Holzdrechſlerei und =Dreherei Stemm, die Drechſlerwaren aller
darunter wunderſchöne Kerzenleuchter und Lampengeſtelle, präſer
Korbmöbel zeigt die Firma Spät, Ludwig Bonhajo in einem
leh=
kungsvollen Raum Polſtermöbel und Fenſterpartien, und die
gewerbefabrik Joh. Jakob Sauer ein ſchönes Gartenhäuschen, um
Rohrwaren augenfällig dem Publikum zu präſentieren. — Aud
Küfer laſſen ſich ſehen: Adam Böttiger mit Weinfäſſern, Fleiſe
dern, und Luwig Niehl mit Fäſſern und Bütten aller Größen
Schokolade= und Zuckerwaren eigener Herſtellung,
türen u. dgl. offeriert Heinrich Sand; Fahrräder und Motorräder
Diamant) Heinrich Schaffner, Damenfriſuren und Toiletteartikel Fi
Wilhelm Küchler, und Schreibmaterialien, Schreibmaſchinen, Bilde
Bureauartikel Julius Helene. J. Haſſenzahl hat einen ſehr in
Augen ſpringenden Stand mit Uhren, Gold= und Silherw
Schmuckſachen aller Art, daneben in einer Sonderabteilung S
maſchinen und Radiogeräte der Firma Telefunken. Ein Stand iſ
die Firma Konditorei Eiermann reſerviert. Auch eine Reſtauratio
och in der Ausſtellung Platz gefunden. Die Gärtnerei Reinhard
ibrigens für ſchönen Pflanzen= und Blumenſchmuck geſorgt.
Der Ueberblick zeigt, daß die Ausſtellung äußerſt reichhaltig
vielſeitig iſt. Der Ortsgewerbeverein (Handwerkervereinigung)
Führung des verdienſtvollen Vorſitzenden J. Haſſenzahl hat einel
werbeſchau zuſammengebracht, die ſich ohne Zweifel ſehen laſſen
und die es verdient, daß ſie — die Ausſtellung iſt bis zum Mrd
bend geöffnet — beſucht wird. Jeder Beſucher (man rechnet auch.
einer Beſichtigung durch auswärtige Gewerbevereine) wird ſich dan
Hand der ausgeſtellten Handwerker= und Gewerbe=Erzeugniſſe übe
gen können, daß Handwerk und Gewerbe es verdienen, weitge
unterſtützt zu werden. Mit Recht heißt daher das in großen Le
angebrachte Motiv für die Gewerbeſchau:
„Verachtet mir die Meiſter nicht
Und ehret mir die Kunſt!”
Cp. Pfungſtadt, 23. Aug. Automatiſches Läutewerk.
hieſige evgl. Kirche wird mit einem automatiſchen Läutewerk verſ
Nach dem Einbau desſelben ſoll die ſeither nur proviſoriſch bei
Stelle eines Kirchendieners und Glöckners definitiv beſetzt werden
Anläßlich des Viehmarktes findet am Samstag nachmittag
4 Uhr ab im Gaſthaus „Rheiniſcher Hof” Tanzmuſik ſtatt. — Zu
am 8. und 9. September ſtattfindenden Kirchweihe ſind nockl
Plätze für Schaubuden, Spiel=, Galanterie= und Zuckerwaren aus f
Hand zu vergeben.
Aa. Eberſtadt, 23. Aug. Unfall. In der Heidelberger St.
kamen an der Kurve um die Kirche zwei auswärtige Motorradfay
infolge Glätte der Fahrbahn zu Fall. Beide zogen ſich leichtere 3e
letzungen zu. Das Motorrad des einen wurde ſtark demoliert.
G. Ober=Ramſtadt, 23. Aug. Gemeinderatsſitzung.
ſeinerzeit vom Gemeinderat beſchloſſene Waſſerbezugsordnung für
Gemeinde Ober=Ramſtadt fand nicht die Genehmigung der Aufſic
behörde, da zwiſchenzeitlich durch das Miniſterium eine Muſterſatz”
für ſämtliche Landgemeinden ausgearbeitet und dieſe der Gemeinde
Schreiben des Kreisamts vom 5. Auguſt zur Beſchlußfaſſung überſcl
wurde. Dieſe Muſterſatzung wird im Wortlaut bekannt gegeben
genehmigt. Der Gemeinderat genehmigt den Umbau des Hauſes Beu
hofſtraße 18 auf der ſeitherigen, alten Baufluchtlinie. Um Abgabe /
Baugelände in der Wehrſtraße anſchließend an die Turnhalle bewene
ſich die Herren Franz Radomicki, Karl Göckel 2. und Franz Emich=
Es wird beſchloſſen, das fragliche Gemeindegelände zu Privatbauzwe‟
nicht abzugeben, über die Verwertung desſelben durch die Geme
ſelbſt, ſoll demnächſt verhandelt werden. Peter Frankenberger 4.
frau beantragt Erhöhung ihrer Vergütung für Reinigen der Schur.
in der Gewerbeſchule. Dem Geſuch wird ſtattgegeben und die 2
gütung ab 1. Auguſt 1929 auf monatlich 25 RM. feſtgeſetzt. Ueber
Feſtſetzung einer einmaligen Vergütung für Reinigung gelegentlich
in den Sälen ausgeführten Weißbinderarbeiten ſoll die Finanzkomu
ſion endgültig beſchließen. Das Kreisamt empfiehlt mit Verfügung EV
25. Juli 1929 den Erlaß einer Polizeiverordnung zur Bekämpfung
Obſtbaumſchädlingen. Die Angelegenheit wird zurückgeſtellt. 2
Heinrich Liebermann 2. wird auf die Rechnung für Herſtellung er
Waſſerleitungsanſchluſſes ein Nachlaß von 1,80 RM. für Schärfen
Geſchirr gewährt und der letztgenannte Betrag auf die Waſſerwerksl.
übernommen. Die Arbeiten für die Verbreiterung bzw. Neuherſtella!
der Modaubrücke in der Ernſt=Ludwigſtraße ſollen wie folgt verge
werden: Die Maurerarbeiten an Wilhelm Schulz 1. zum Angebotspr.
unter der Bedingung, daß die Arbeiten genau nach den Bedingun.
auszuführen ſind, Unternehmer eine Kaution von 100 RM. ſtellen mi
und nur hieſige Arbeiter dabei beſchäftigen darf. Die Schloſſerarben
an Wilhelm Emich 6. als Wenigſtfordernden, die Lieferung der Tra.
an Wilhelm Rückert 1. zum Angebotspreiſe. Dem Verkauf eines Fan
an den nach dem Submiſſionsergebnis meiſtbietenden Willi Bendr.
Ober=Ramſtadt wird zugeſtimmt. Betr. Brunnenbohrung in der Fc!
bach werden die vom Kulturbauamt Darmſtadt am 17. Auguſt mil”
teilten Preiſe der Firma J. Nohl, Darmſtadt, bekannt gegeben und
nebmigt. Für die Faſelhofreite ſollen 100 Zentner Hafer auf dem
S=
miſſionswege angekauft werden. Hieran anſchließend nichtöffentln
Sitzung mit Beratung von Wohlfahrtsſachen, Stundungen uſw.
Nummer 234
Nachrichten des Standesamts Darmſiadt.
Geſtorbene. Am 15. Auguſt: Lang, Ludwig, Hofbeamter i. R., 69
gGre, Jahnſtr. 56; Sohl, Katharina, geb. Geher, Witwe des
Proku=
ſſen, 81 Jahre, Erbacherſtr. 25. Am 16. Auguſt: „Weigel, Jakobine
ſria Margarete Katharine Henriette, Hausangeſtellte, ledig, 64 Jahre,
FaHacherſtr. 25; Patenſchneider, Jakob, Schloſſer, 27 Jahre, Wixhaufen,
ſer Stadtkrankenhaus. Am 17. Auguſt: Kriechbaum, Marie, 64 Jahre,
di g, Steinackerſtr. 1. Am 16. Auguſt: Meher, Marie, geb. Breitwieſer,
Jahre. Witwe des Fuhrmanns, Ludwigshöhſtr. 3; Heß, Heinrich
tilipp Guſtav., Privatier, 82 Jahre, Alicenſtr. 18; Spamer, Marie,
Tag, Urberach, Kr. Dieburg, hier Lagerhausſtr. 24. Am 18. Auguſt:
ſcharmann, Marie Eliſabeth, geb. Grafenſtadt, Ehefrau des
Straf=
aſtaltshauptwachtmeiſters, 63 Jahre, Riedeſelſtr. 64; Delp, Georg,
Ae=
ſerungs=Inſpektor, 51 Jahre, Wienerſtr. 97. Am 17. Auguſt: „Hau,
ihriſtian Valentin, Kürſchner, 65 Jahre, Wenckſtr. 10; Herbſt, Friedrich,
ſehrer i. R., 52 Jahre, Herderſtr. 16. Am 18. Auguſt: Schreitz, geb.
ſſeb. Witwe des Heizers, 81 Jahre, Illigweg 40. Am 19. Auguſt:
Leiß=
r. geb. Ebner, Witwe des Rentners, 72 Jahre, Soderſtr. 10; Ihrig,
foleph, 3 Tage, Eberſtadt b. Darmſtadt, hier Lagerhausſtr. 24. Am
Auguſt: Deußinger geb. Puder, Ehefrau des Kaufmanns, 50 Jahre,
gupſtr. 52; Götz, Ernſt Helmut, 1 Tag, Frankfurterſtr. 74; Poth,
eorg Heinrich, Schloſſer 67 Jahre, Geiſtberg 3; Hinze, Elfriede
Anne=
te, 4 Jahre, Gervinusſtr. 65. Am 21. Auguſt: Bergmann, Katharina,
eh. Zimmermann, Ehefrau des Zimmermanns, 65 Jahre, Gräfenhauſen,
er Stadtkrankenhaus; Roth, Heinrich, Maſchinentechniker, 23 Jahre,
Schwanenſtr. 39. Am 22.: Marie Leopoldine Scherer geb. Obenauer,
5 J., Speſſartring 9. Am 23.: Friedrich Hock, 3 Mon., Nieder=
Ram=
adt, hier Heinheimerſtr. 21. Oberlehrer i. R. Karl Adam Hermann
ſteutzel, Profeſſor Dr., 73 J., Stiftſtr. 21.
Samstag, den 24. Auguſt 1929
Seite 7
Kirchliche Nachrichken
Evangeliſche Gemeinden.
13. Sonntag nach Trinitatis (25. Auguſt).
Jugendſonntag..
Kollekte in allen Kirchen für die kirchliche Jugendarbeit.
Stadtkirche. Wegen Bauarbeiten geſchloſſen.
Stadtkapelle. Samstag, 24. Auguſt, abends 8.30 Uhr: Andacht. —
Sonntag, 25. Auguſt, vorm. 8 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß.
- Vorm. 10 Uhr: Hauptgoltesdienſt mit Feier des heiligen
Abend=
nahls. Landesjugendpfarrer Lie. von der Au. — Vorm. 11.30 Uhr:
indergottesdienſt. Pfarrer Kleberger,
Spielwieſe am Böllenfalltor. Nachm. 3 Uhr: Jugendfeſt. Abmarſch
Uhr vom Tierbrunnen an der Nieder=Ramſtädter Straße.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte:
Vorm. 9.30 Uhr: Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. — Vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer
Ntutenſchläger. — Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Weiß.
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 27. Auguſt, abends 8 Uhr:
Nädchenvereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, B8. Auguſt, und
Samstag, 31. Auguſt, nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der
Stadt=
emeinde. — Samstag, 31. Auguſt, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung
er Stadtgemeinde, Poſaunenchor.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 25. Auguſt, vorm. 11.15
lahr: Chriſtenlehre für die Reformationsgemeinde Weſt. Pfarrer
Vagner. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt der Stadtkirche.
Farrer Heß. — Abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde.
— Montag, 26 Auguſt, abends 8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde
hältere Abteilung). — Dienstag, 27. Auguſt, abends 8 Uhr:
Jugend=
ereinigung der Stadtgemeinde. — Mädchenvereinigung der
Refor=
ationsgemeinde (jüngere Abteilung). — Mittwoch, 28. Auguſt, nachm
—4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde. — Abends 8 Uhr:
Jugend=
bund der Markusgemeinde (iltere Abteilung). — Mädchenvereinigung
er Reformationsgemeinde (ältere Abteilung). — Donnerstag, 29. Aug.,
bends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. — Jugendkund
der Lukasgemeinde (jüngere Abteilung). — Freitag, 30. Auguſt, abends
5.30 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde, Sportplatz. — Abends
Uhr: Jugendbund der Markusgemeinde (jüngere Abteilung).
ugendbund der Kaplaneigemeinde.
Walderholungsſtätte am Beffunger Forſthaus. Sonntag, 25. Aug.,
orm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Bergér.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Bis 31. Aug. Pfarrer Beringer;
bom 1. September ab Pfarrer Köhler.
Feierabend (Stiftsſtr. 51). Bibelſtunde fällt aus bis 11. September.
Kraukenpflege durch Digkonen: „Hauptſtation im Digkonenhein,
Geidelbergerſtraße 21. Fernſprecher 2883.
Ev. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17. Fernſprecher
379. Sprechſtunden vormittags von 10—12 Uhr: Jugendfürſorge
Jugendgerichtshilfe, Soziale Gerichtshilfe, Rechtsauskunftsſtelle (auch
üir Steuer= und Verſicherungsangelegenheiten) Beratung in
Woh=
nungsangelegenheiten, Eheberatung, Trinkerfürſorge, Wanderer= und
Sefangenenfürſorge.
Gemeindeamt für kirchliche Steuerangelegenheiten: „Gemeindehaus,
Ricsſtraße 17, Vorderhaus, 1 Treppe. Geſchäftsſtunden vorm. von 8 bis
92 Uhr und nachm. von 3—6 Uhr. Fernſprecher 2379
Sprechſtunde des Lutherbaupereins: Donnerstag 6—8 Uhr im
Feier=
bend.
Evangeliſches Arbeiterſekretariat (Feierabend, Stiftsſtr. 51):
Nechts=
uskunftsſtelle. Sprechſtunden vorm. von 10—1 Uhr. Fernſpr. 2288.
Martinskirche. Vorm. 7.30 Uhr: Frühgottesdienſt. Pfarrer
Ber=
ger. — Vorm. 8.30 Uhr: Chriſtenlehre für die Martinsgemeinde Weſt,
. Abteilung. Landeskirchenrat D. Waitz. — Vorm. 10 Uhr:
Haupt=
vottesdienſt. Landeskirchenrat D. Waitz. — Vorm. 11 Uhr:
Kinder=
jottesdienſt für die Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Beringer.
Freitag, 30. Auguſt, abends 8 Uhr: Bibelbeſprechſtunde im
Mar=
insſtift.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Sonntag, 25. Auguſt, nachm
8 Uhr: Jugend= und Gemeindefeier auf der Kohlplatte. Abmarſch
12 Uhr von der Kirche. — Dienstag, den 27. Auguſt, abends 8 Uhr im
Gemeindehaus: Jugendbereinigung. — Donnerstag, den 22. Auguſt,
abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung Weſt;
Mauer=
ſtraße 5: Poſaunenchor. — Freitag, den 30. Auguſt, abends 8 Uhr im
Gemeindehaus: Jugendvereinigung (ältere Abteilung).
Johanniskirche. Samstag, den 24. Auguſt, abends 8 Uhr:
Jugend=
abendmahl für die geſamte konfirmierte Jugend der Gemeinde von 14
bis 25 Jahren. — Sonntag, den 25. Auguſt, vorm. 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Goethe. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt,
Die Johanniskirche iſt wochentags von 7—7 Uhr zu ſtiller Andacht
ge=
öffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Marx. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beffunger Kirche (Petrusgemeinde). Samstag, 24. Auguſt, abends
8.30 Uhr: Feier des heiligen Abendmahls für die Jugendgemeinde. —
Sonntag, 25. Auguſt, vorm 2.15 Uhr: Wimpelweihe der
Mädchen=
vereinigung. — Vorm. 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic.
zur Nieden. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Lic. zur Nieden. — Nachm 130 Uhr: Feſtzug nach dem Herrgottsberg.
Abends 8.30 Uhr: Aufführung des Spiels „Die Heimkehr” durch die
Jugendbüinde im Gemeindehaus.
Veranſtaltungen: Montag, 26. Auguſt, abends 8.30 Uhr:
Auffüihrug des Spiels „Die Heimkehr‟. — Dienstag, 27. Auguſt,
abends 8.15 Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch, 28. Auguſt, abends 8.15
Uhr: Mädchenabend der Jüngſten=Abteilung. — Freitag, 30. Auguſt,
abends 8 Uhr: Mädchenchor. — 8.15 Uhr: Kirchenchor. — Samstag,
31. Auguſt, abends 8 Uhr: Singekreis.
Pauluskirche. (Kollekte für die evangeliſche Jugendarbeit.) Vorm.
9.30 Uhr: Choralblaſen vom Turm. — Vorm. 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Müller. — Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Müller. — Abenbs 8 Uhr: Konzert des Birkenauer Bläſerchors
im Gemeindeſaal der Pauluskirche unter Mitwirkung des Singekreiſes
und anderer muſikaliſcher Kräfte.
Veranſtaltungen: Sonntag, 25. Auguſt, nachm. 2.30 Uhr:
Abmarſch der Jugend und ihrer Freunde zum fröhlichen Treiben am
Bismarcksturm. — Abends 8 Uhr: Konzert. — Montag, 26. Auguſt,
abends 8 Uhr: Jugendbund. — Mittwoch, 28. Auguſt: Spielwieſe. —
Freitag, 30. Auguſt, abends 8 Uhr: Singekreis.
Stiftskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel. —
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Evang. Sonntagsverein:
Nachm. 4—7 Uhr: Vereinsſtunden. (Um zahlreiches Erſcheinen wird
gebeten.) — Donnerstag, den 29. Auguſt, abends 8 Uhr: Betſtunde.
Luth. Gottesdienſt (Selbſtändige evang.=luth. Kirche) am 13. Sonntag
nach Trinitatis, 25. Auguſt, im „Feierabend”, Stiftsſtraße 51: 10 Uhr
Predigtgottesdienſt. Pfarrverwalter Lucius.
Stadtmiſſion. (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr:
Wald=
gottesdienſt am Botaniſchen Garten. — Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Nachm. 3.30 Uhr: Bibelſtunde. Stadtmiſſionar Anders. —
Montag, nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. — Abends 8.30 Uhr:
Kriegerdankbund — Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. —
Abends 8.30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. Prediger Semmel. —
Mitt=
woch: Philadelphia=Konferenz. Vorm. 9 Uhr:
Morgen=
andacht und Gebetsvereinigung. — 10 Uhr: Vortrag. — Nachm. 3 Uhr:
Vortrag. — 5 Uhr: Abendmahlsfeier. — Abends 8.30 Uhr:
Abendver=
ſammlung. — Tagesthema: „Die Gotteskindſchaft der Gläubigen‟. Als
Nedner dienen: „Pfarrer Herzog, Pfarrer Grünewald, Miſſionar
Groh=
mann, Lehrer Weimar u. a. — Donnerstag fällt die Bibelſtunde aus.
— Freitag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde in der Kinderſchule,
Beſſun=
gerſtraße 80. Stadtmiſſionar Anders. — Samstag, abends 8.15 Uhr:
Poſaunenchor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtraße 24). Sonntag, nachm. 2,30 Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. — 4.45 Uhr:
Bibelbeſprech=
ſtunde für junge Mädchen. — Montag, abends 8.30 Uhr:
Geſchäfts=
ſtunde. — Dienstag, abends 8.30 Uhr: Mädhenkreis. — Donnerstag,
abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Männer.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtr. 22.
In=
fanterie=Kaſerne, Hof links). Sonntag, 25. Auguſt: Landheimſonntag
(Familienkreis). Näheres bei Sekretär Bähr. — Montag, 26. Auguſt,
abends 8.30 Uhr: Familienbibelſtunde. — Dienstag, . Aug., abends
7.30 Uhr: Sport. — Mittwoch, 28. Auguſt, abends 8,30 Uhr:
Jung=
männerbibelſtunde. — Donnerstag, 29. Auguſt, abends 8.30 Uhr: Jung=
C.=Heimabend. — Samstag, 31. Aug., nachm. 3 Uhr: Jungſcharſtunde.
Voranzeige: Vom 1. bis 6. September ſpricht Herr
Bundes=
gauwart Dornemann täglich abends 8.30 Uhr in unſerem Heim.
B.=K., Bund deutſcher Bibelkreiſe (Alexanderſtraße 22, Infanterie=
Kaſerne, Hof links). Samstag, den 24. Auguſt, nachm. ½5—½6 Uhr:
Spielen. — 16—½7 Uhr: Andacht. — Sonntag, 25. Anguſt:
Nad=
fahrt zum Altrhein. Näheres Samstag im B.=K.
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akademie, für Tonkunſt,
Eliſabethenſtraße). Sonntag, 25. Auguſt. Die nächſte
Menſchenweihe=
handlung findet Sonntag, den 1. September, ſtatt.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Chriſtlich wifſenſchaſtliche Vereinigung (Chriſtian Science Society)
Aula der Landesbauſchiele, Neckarſtr. 3. Bottesdienſte jeden Sonntag,
vorm 10 Uhr, und jeden erſten Mittwoch im Monat, abends 8,15 Uhr.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. Sonntag, vorm. 11.15
Uhr: Sonntagsſchile. Nachm. 4.30 Uhr: Wortverkündigung. —
Mitt=
ſvoch, abends 8.15 Uhr: Gebetſtunde. — Freitag, abends 8.15 Uhr:
Wort=
betrachtung. Jedermann herzlich eingeladen.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Eliſabethenſtraße 44) Sonntag (
Viertel=
jahrsfeſt), vormittags 10 Uhr: Predigt. Ppediger M. Kratt von
Bruch=
ſal. Vormittags 11 Uhr: Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Predigt.
Prediger M. Kratt=Bruchſal. Anſchließend, die Feier des hl.
Abend=
mahles. — Montag, abends 8.15 Uhr: Jugendverein. — Dienstag,
abends 8.15 Uhr: Singſtunde. — Mittwoch, nachmittags 3 Uhr:
Frauen=
miſſionsverein, Mädchenbund und katechetiſcher Unterricht; 5 Uhr:
Knabenbund. — Donnerstag, abends 8.30 Uhr: Bibelſtunde.
Jeder=
mann iſt herzlich eingeladen! P. Schanz, Prediger.
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40), Sonntag, den
25. Aug., vorm. 9.30 Uhr: Andacht. Nachm. 3 Uhr: „Jugendbund; abds.
8 Uhr: Evangeliumsverkündigung. — Mitwoch, abenbs 8.15 Uhr:
Bibel=
ſtunde. Jedermann herzlich eingeladen.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den B. Auguſt, abends 8.30
Uhr im Feierabend, Stiftſtraße 51, Bibelſtunde.
Gemeinde glänbig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße 17.
Sonntag, den 25. Auguſt, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Um 11 Uhr
Sonntagsſchule. Nachm. um 4 Uhr Vortrag: Erlebniſſe und Eindrücke
von dem 16. Zioniſtenkongreß in Zürich.” Prediger N. Rudnitzky.
Anſchließenb Feier des heil. Abendmahls. Abends 8.15 Uhr:
Jugend=
ſtunde. — Mittwoch, den 28. Auguſt, abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde.
Zu allen Verſammlungen jedermann freundlichſt eingeladen.
Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag früh 8 Uhr: Gebetsſtunde.
Vorm. 10 Uhr: Heiligungsverſammlung, geleitet von Kommandant
Flade aus Heidelberg. Vorm. 11.30 Uhr: Kinderverſammlung. Nachm.
3 Uhr: Wegwveiſer=Unterricht. Nachm. 4.30 Uhr: Frei=Verſammlung
auf dem Spielraſen am Oberwvaldhaus. Nachm. 5 Uhr: Kinder=Heils,
Verſammlung. Abends 8 Uhr: Extra=Verſammlung, geleitet von
Kommandant Flade. — Montag, abends 8 Uhr: Jugendliga. —
Diens=
tag, abends 8 Uhr: Mitglieder=Verſammlung. — Mittwoch, abends
8 Uhr: Heilsverſammlung. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Heimbund
für Frauen und Mädchen. — Freitag, abends 8 Uhr: Heiligung3=
Ver=
ſammlung.
Neuapoſtoli he Gemeinde Darmſtadt I., Hindeaburgſtr. (ehem. Kaſino).
Sonntag, den 25. Auguſt vorm 9.30 Uhr, nachm. 4 Uhr, und Mittwoch,
den 28. Auguſt, abends 8.30 Uhr: Gottesbienſt.
Neugpoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt II., Bismarckſtraße 54.
Sonntag, den 25. Auguſt, vorm 9.30 Uhr, nachn. 4 Uhr, und Mittwoch,
den 28. Auguſt, abends 830 Uhr: Gottesdienſt.
Freunde und Gönner herzlich willkommen.
Auswärtige Gemeinſchaften.
Neuapoſtoliſche Gemeinde, Arheilgen, Alte=Darmſtädterſtraße 14.
Sonntag, den 25. Auguſt, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 29. Aug.,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neugpoſtoliſche Gemeinde Griesheim (Groß=Gerauer Straße 3):
Sonntag, den 25. Auguſt, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 29. Aug.,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Eberſtadt (Weingartenſtraße Nu. 35):
Sonntag, den 25. Auguſt, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 29. Aug.,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Nieder=Namſtadt, Bahnhofſtraße 25.
Sonntag, den 25. Auguſt, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 29. Aug.,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Noßdorf (Diebuvger Straße. Nr. 22).
Sonntag, den 25. Auguſt, nachm. 4 Uhr, und Donnerstag, den 29. Ang.,
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Freunde und Gönner herzlich willkommen.
Auswärtige Gemeinden.
Evangeliſche Kirche Eberſtadt. Sonntag, den 25. Auguſt, vorm.
8.45 Uhr: Chriſtenlehre der Kuaben. Vorm. 9.30 Uhr: Jugend=
Gottes=
dienſt. Vorm. 11 Uhr: Kindengottesdienſt. 14 Uhr:
Eröffnungsgottes=
dienſt des Konfirmandenunterrichts. — Der Spaziergang des
Frauen=
vereins wird um 8 Tage verſchoben. — Montag 20 Uhr Poſaunenchor.
— Dienstag 19.30 Uhr Mädchenvereiwigung. — Mittwoch 20 Uhr
Kir=
chengeſangberein. — Freitag 19.30 Uhr Wartburgverein. — Der
Gottes=
dienſt in der Provinzial=Pflegeanſtalt muß ausfallen.
Evangeliſche Kirche Ober=Namſtadt. Sonntag, 25. Auguſt, Vorm.
9.30 Uhr: Gottesdienſt. Eröffnungsgottesdienſt des diesjährigen
Kon=
firmandenſtunden. 10.30 Uhr: Kindergottesdienſt. — Montag:
Jugend=
verein. — Mittwoch: Kirchenchor. — Donnerstag: Poſaunenchor. —
Freitag: Mädchenverein. — Samstag: Jugendvereinsabend fällt aus.
Abfahrt ncch Wimpfen, 3=Tage=Wanderung.
Evangeliſche Kirche Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 25. Auguſt
(Landesjugendſonntag), vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Vormittags 111 Uhr: Chriſtenlehre. Nachmittags ½2 Uhr:
Eröff=
nungsgottesdienſt des Konfirmandenunterrichns. Die Jugendveneine
verſammeln ſich um 1 Uhr am Pfarrhaus zum Gang nach dem
Herr=
gottsberg. Dort fröhliches Treiben in Gemeinſchaft mit der Jugend der
Darmſtädter Petrusgemeinde. — Montag: Jugendvereine.
Zuſammen=
kunft mit der Traiſger Jugendgemeinde in der Turnhalle. — Dienstag:
Kirchenchor. — Mittwoch: „Jugendvereinigung.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. 13. Sonntag nach Trinitatis,
25. Auguſt. Londesjugendſonntag. Vorm. ½10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mitwirkung des Poſaunenchors. Kollekte für den
Landesjugendver=
band. Vorm. ½11 Uhr: Chriſtenlehre. Nachm. 12 Uhr: Gottesdienſt
zur Eröffnung des Konfirmandenunterrichtes. Abends 8 Uhr:
Bibel=
ſtunde. — Donnerstag: Jungmädchenverein.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, 25. Auguſt, vorm. ½10
Uhr: Hauptgottesdienſt (Feier des Landesjugendſonntags, verbunden
mit der Eröffnung des Konfirmandenunterrichts). Anſchließend: Feier
des heil. Abendmahls. Nachm. 1 Uhr: Kindergottesdienſt der Kleinen.
Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienſt der Großen. — Montag:
Gemein=
ſomer Tanzabend der E.JG. mit den Nieder=Ramſtädter Gruppen,
Treffen um 8.15 Uhr am neuen Kriegerdenkmal. — Mittwoch: E.J. G.
Gemeinſamer Abend. — Donnerstag: Frauenabend.
Evangeliſche Gemeinde Erzhauſen. Sonntag, den 25. Auguſt, vorm.
10 Uhr: Gottesdienſt. Vorm 11 Uhr: Chriſtenlehre für die
männ=
liche und weibliche Jugend. Abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung. —
Mittwoch: „Jungmannſchaft. — Donnerstag: Kirchenchor. — Freitag:
Mädchenvereinignug (Vibeltreis). — Samstag: Jungmannſchaft.
Katholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauenkirche (Klappacherſtr. 44). Samstag, um 17 und um
20 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, vorm. von 6 Uhr an:
Gelegenheit zur hl. Beichte. Um 7 Uhr: Frühmeſſe mit Austeilung der
hl. Kommunion vor und in der hl. Meſſe. Um 100 Uhr: Hochamt und
Predigt. Vorher Austeilung der hl. Kommunion. Nachm. um 14 Uhr:
Chriſtenlehre und um 14.30 Uhr Andacht. Werktags: hl. Meſſe um 6.15
Uhr. Montag und Freitag abend 8 Uhr: Jugendverſammlung,
Hermannſtraße 43.
Martinskapelle (Ecke Herdweg und Bruchwieſenſtraße). An allen
Sonn= und Feiertagen 8 Uhr hl. Meſſe und Predigt. Um 7.45 Uhr
Beichtgelegenheit. Vor und in der hl. Meſſe Ansteilung der hl.
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KARL PULLMANN BERNH.PULLMANN
ZUM „KAlSERSAAL" ZUM „LUDWIGSSAAL‟
Immmer 234
Samstag, den 24. Auguſt 1929
Seite 9
Sraf Zeppelin” zur 3. Weltetappe geſtartet
Sturm wieder auffriſchen könnte, den Vorteil des ruhigeren
Die Abfahrk von Tokio.
Wetters wahrzunehmen und die Weiterfahrt anzutreten. Fahr=
Reiſe iber den paziſiſchen Ozean die größte
Ueberwaſſerfahrk.
Tokiv, 23. Auguſt.
„Graf Zeppelin” iſt um 15.13 Uhr japaniſcher Zeit (7.13 Uhr
Mt 3) zum Pazifik=Flug nach Los Angeles geſtartet.
„Graf Zepbelin” hat das ſo überaus gaſtfreundliche Land
Japaner verlaſſen, um die 3. Etappe der Weltreiſe anzutreten.
paar Tage Aufenthalt
jun lokio waren ja mehr dazu
Inütz, um geduldig das
Feſt=
wramm der liebenswür=
Mügn Japaner gewiſſenhaft
ſu bſolvieren als
Vorberei=
wnen für die Weiterfahrt
reffen. Nach der
aus=
geichnet verlaufenen Fahrt
ſſiee Rußland und Sibirien
Ninnnte.
wan faſt keine Reparaturen
A
ſowendig, die Motore wur=
MAnnur flüchtig durchgeſehen,
ſe zalt nur Traggas und
ſabſtoff zu ergänzen, was
inHilfe japaniſcher
Mann=
ühſten ſchnell genug gelang.
nun beginnt der dritte
des Fluges um den
ſcwhall, die Reiſe über den
ufiſchen Ozean, den ein
ſichiff noch nicht überflogen hat. Welchen Kurs wird Dr.
Veer nehmen?
gäſte und Beſatzung erhielten die Weiſung, ſich an Bord des
Luſt=
ſchiffes zu begeben, und man begann ſchnell mit den
Vorberei=
tungen zum Aufſtieg. 20 Minuten vor dem Aufſtieg des „Graf
Zeppelin” wurden die Motoven in Gang geſetzt. Um 3 Uhr
begannen die Haltemannſchaften, die Stützen unter dem Luftſchiff
zu entfernen, worauf es an den Halteſeilen aus der Halle geführt
wurde. Das Herausbringen des Luftſchiffes aus der Halle ging
unter großer Vorſicht vonſtatten, da zwiſchen der Halle und den
Schwanzfloſſen nur wenige Zentimeter Zwiſchenraum waren.
Vor der Halle tauſchte man Abſchiedsgrüße. Die Muſikkapelle
ſpielte die japaniſche und die deutſche Nationalhymne. Die
An=
veſenden klatſchten in die Hände und winkten den Inſaſſen des
Und nun zur drikten Ekappe des Weltfluges: Tokio-Los Angeles!
FEE
-Germundas I0-
Japans entlang bis beinahe zur nördlichen Spitze. Es ſchien,
Dr. Eckener nehme direkten Kurs auf die Aleuten. Inzwiſchen
aber hatte ſich ein ſehr heftiger Gewitterſturm
auf=
gemacht, und zwar gerade in dem Augenblick als das Luftſchiff
die Höhe des Pazifik erreicht hatte. Dr. Eckener umfuhr die
Sturmzone ſo glücklich, wenn er auch eine Schleife nach
rück=
wärts machen mußte, und kam dann recht gut vorwärts, als der
Sturm abgezogen war.
Dieſer Pazifiſche Ozean, der allein etwa ein Drittel der
Erdoberfläche für ſich in Anſpruch nimmt, führt auch den Namen
Stiller Ozean, übrigens gar nicht einmal zu Recht. Denn wenn
auch im Vergleich mit den Unwettern des Atlantiſchen Ozeans
die Stürme nicht ganz ſo häufig ſind, ſo ſtehen die
Gewitter=
ſtürme den Gewitterſtürmen des Atlantiſchen Ozeans nicht nach,
höchſtens, daß die Stürme in regelmäßigerem Abſtande auftreten
und faſt ſtets beſtimmte Gebiete überziehen, die die Seefahrer
recht gut kennen und nach Möglichkeit zu vermeiden ſuchen. Das
trifft allerdings nicht zu für die bösartigſten von Wettern, für
die Taifune, die in der weſtlichen Hälfte des Pazifik auftreten,
alſo gerade da, wo ſich zurzeit das Luftſchiff befindet. Man
rech=
net in den oſtaſiatiſchen Gewäſſern mit jährlich durchſchnittlich
20 Taifunen, die meiſt bei den Philippinen beginnen, den Ozean
überſtürmen und bis zu den Aleuten reichen. Wie die
Gewitter=
ſtürme, ſind auch die Taifune Wirbelſtürme, die ſich fehr raſch
zuſammenballen und in einem beſtimmten beſchränkten Gebiet
die höchſte Kraft entfalten, ſie erreichen die höchſten bisher
ge=
meſſenen Windſtärken und Windgeſchwindigkeiten bis zu
180 Kilometer. Kommt das Luftſchiff in einen ſolchen Taifun,
ſo iſt es natürlich immer in der Lage, ſich durchzuwinden, venn
auch die Fahrtgeſchwindigkeit außerordentlich berabgemindert
werden könnte.
„Graf Zeppelin” im Sturm.
Tach Amerika führt ein Weg, der nur 4800 Kilometer lang
Iſo in rund 48 Stunden durchflogen werden kann. Dann
ſte die Reiſe von Tokio hart nördlich nach Alaska gehen, die
kikette der Aleuten entlang. Viele Bedenken ſprechen
aller=
ſe gegen dieſen Weg, vor allem die klimatiſchen Unterſchiede,
ich bei einem ſolchen Flug ſchwierig auswirken könnten.
ſogen beſtünden günſtigere Ausſichten für einen weiter ſüdlich
ſyaden Kurs, alſo von Tokio aus quer über den Ozean bis
de Gegend von San Franzisko, dann mit Kurs auf Los
ſol/s nach San Diego. Hier wären rund 9 500 Km. zu
durch=
lan, alſo erheblich mehr als auf einer Atlantikfahrt.
In rund 85 Stunden könnte alſo der „Graf Zeppelin” ſeine
mLeiſtungsprüfung ablegen und am Sonntag mittag könnte
K2uftſchiff an der amerikaniſchen Küſte eintreffen.,
Der Wiederaufſtieg des „Graf Zeppelin”
die Wetterlage, die am Freitag früh noch ſo ungünſtig war,
ein baldiger Wiederaufſtieg des „Graf Zeppelin” nicht in
be zu kommen ſchien, beſſerte ſich in den erſten
Nachmittags=
hen. Die Windſtärke nahm plötzlich ab, und Dr. Eckener
be=
ſo mit Rückſicht darauf, daß bei längerem Verweilen in dieſer
heszeit, in der die Taifune beſonders zahlreich auftreten, der
Luftſchiffes begeiftert zu. Langſam ging das ſtolze Schiff unter
dem Jubel und den „Banzai”=Rufen der Zuſchauer in die Höhe
und entſchwand dann in ſchneller Fahrt in nordöſtlicher Richtung.
Zur Abfahrt des „Graf Zeppelin”.
Während die Mehrzahl der Schauluſtigen, als ſich die
Abfahrt des Luftſchiffes „Graf Zeppelin” verzögerte, das
Flug=
feld verlaſſen hatte, hatten doch mehrere hundert Perſonen, die
im Freien ihr Nachtlager aufgeſchlagen hatten, unentwegt
ge=
wartet, um dem Aufſtieg beizuwohnen. Trotz der Kürze der Zeit,
die zwiſchen der unerwarteten Ankündigung des Aufſtiegs und
dem Aufſtieg ſelbſt lag, hatte ſich bei der Abfahrt bereits eine
Menge eingefunden, die auf zehntauſend Köpfe geſchätzt wird.
Kurz vor dem Verlaſſen der Halle ſtieg Dr. Eckener
noch einmal aus der Gondel, begrüßte die anweſenden
japani=
ſchen Behördenvertveter durch Handſchlag und nahm einen
Ab=
ſchiedstrunk aus dem ihm gereichten Ehrenbecher. Die Muſik
ſpielte, ehe er das Luftſchiff wieder beſtieg, die deutſche
National=
hymne.
„Graf Zeppelin” über dem Pazifik.
Am Freitag nachmittag 15.13 Uhr japaniſcher Zeit iſt „Graf
Zeppelin” glatt geſtartet. Der Kurs ging zunächſt die Küſte
Die Führung des Luftſchiffes teilte der japaniſchen
Regie=
rungsfunkſtation mit, daß ſie am Freitag abend (japaniſcher
Zeit) plötzlich einen Gewitterſturm mit Böen vor ſich gehabt
habe. Als das Luftſchiff um 22 Uhr (14 Uhr M. E.3.) ſeinen
Standort bekannt gab, kündigte es zugleich an, daß es ſeine
Geſchwindigkeit geſteigert habe und 130. Km. zurücklege. Im
Sturmgebiet ſei das Luftſchiff heftig geſchüttelt worden, doch
habe unter den Paſſagieren keine Unruhe geherrſcht, und nach
Durchfahren der Sturmzone nahmen die Paſſagiere ihr
Abend=
eſſen in aller Ruhe ein. Dr. Eckener iſt nach dem Abflug nach
Südoſten abgedreht, um den an der Küſte von Okkaido
herr=
ſchenden Stürmen auszuweichen, iſt aber anſcheinend doch in
einen Ausläufer hineingeraten.
Um 1 Uhr morgens (17 Uhr M.E. Z.) gab das Luftſchiff
fol=
genden Standort an: 36 Grad nördl. Breite und 151 Grad öſtl.
Länge, etwa 600 Meilen öſtlich von Kaſumigaura und deutet an,
daß das Luftſchiff der Dampferoute nach Seattle folgt. Die
Durchſchnittsgeſchwindigkeit betrage 96 Km. Aus den
Standort=
meldung geht hervor, daß das Luftſchiff eine mehr ſüdliche
Rich=
tung eingeſchlagen hat und mutig in die weiten Strecken des
Pazifik hineinſteuert. Es entgeht dadurch den auf der
nördliche=
ren Route herrſchenden Stürmen, wenn auch die Entfernung
größer wird.
Amerikaniſcher Funkverkehr mit „Graf Zeppelin”.
Die Radio Company ermächtigte die Radio Company of
America, mit dem „Graf Zeppelin” durch ihre Stationen
Boli=
nus in Kalifornien und Mukden während des Fluges von Tokio
nach Los Angeles mittels Kurzwellen zu verkehren. Die
Er=
mächtigung wurde mit Rückſicht auf das ungewöhnliche
Unter=
nehmen des Luftſchiffes ſowie als Sicherheitsmaßnahme geſtattet,
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Seite 10
Direktor Sauerbrey befindet ſich in einem
Sanatorium.
Frankfurt a. M. Das Rätſel um das
Ver=
ſchwinden des Direktors der Südweſtdeutſchen Bank,
A.=G., die als Hausbank der Frankfurter
Allge=
meinen Verſicherungs=A.=G. ebenfalls
zuſammenge=
brochen iſt, hat nunmehr ſeine Löſung gefunden. In
einem Brief, der bei der Schweſter des
Verſchwun=
denen eingetroffen iſt, teilt dieſer mit, daß er infolge
der Vorkommniſſe der letzten Tage einen vollſtändigen
Nervenzuſammenbruch erlitten habe. Um Ruhe zu
finden, habe er ſich in ein Sanatorium begeben.
Gleichzeitig teilte er mit, daß er ſofort wiederkommen
werde, ſobald ſeine Aerzte ihm das Arbeiten
er=
laubten.
Ein Verbrechen in den Salzburger Alpen?
Dresden. Seit dem B. Juli wird eine im
An=
fang der 30er Jahre ſtehende Dresdener
Verwaltungs=
ſekretärin, Marta Riemer, vermißt, die eine
Er=
holungsreiſe in das Gebiet der Salzburger Alpen
unternommen hatte. Am vorgenannten Tag brach ſie
auf, um bei Gilgen eine Hochgebirgstour zu
unter=
nehmen, von der ſie am Spätnachmittag zurückkehven
wollte. Seit dieſer Zeit iſt ſie verſchollen. Würde die
Vermißte auf der von ihr bezeichneten Strecke
ber=
unglückt ſein, dann hätte man ſie auffinden müiſſen,
ſo gründlich und umfaſſend wurden die
Nachfor=
ſchungen betrieben. Man neigt daher zu der Anſicht,
daß ſie an irgendeine Stelle gelockt und dort das
Opfer eines Verbrechens geworden iſt.
Der Ueberfall auf den Hüttendirektor Bögel.
Köln. Zur Angelegenheit des vermißten
Hüt=
tendirektors Bögel meldet der Polizeibericht, daß der
Vermißte geſtern auf der Kriminaldirektion erſchien
und angab, daß er von Köln eine Geſchäftsreiſe nach
Luxemburg und weiter nach der Schweiz gemacht und
erſt vorgeſtern erfahren hobe, daß er vermißt werde.
Er gab weiter an, daß er in der Nacht zum 15. Aug.
auf der Rheinpromenade von zwei Männern
über=
fallen und der Brieftaſche mit 188 RM. beraubt
wurde. Aus geſchäftlichen Gründen habe er von dem
Ueberfall keine Anzeige gemacht.
Der Ueberfall von Mechernich.
Brüſſel. „Peuple” meldet: Ein von Vervier
im Autobus eingetroffener Reiſender aus Eupen
be=
merkte vier Männer, auf die die Beſchreibung der
Räuber paßte, die zwei Beamte der Grube von
Mechernich im Rheinland getötet hatten. Die von
ihm benachrichtigte Polizei verhaftete die vier Leute,
als ſie in den Zug nach Lüttich einſteigen wollten.
Nach einem Verhör wurden ſie zur Verfügung des
Staatsanwvalts geſtellt. Bei einem der vier Häftlinge
fand man die Aktentaſche aus nachgemachtem
Krokodil=
leder, die man nach dem Ueberfall von Mechernich in
den Händen eines der Angreifer geſehen hatte,
Mordverſuch.
Görlitz. Wie erſt jetzt bekannt wird, berſuchte
in der Nacht zum Donerstag ein Glaspreſſer aus
Polay, eine aus ſechs Perſonen beſtehende hieſige
Familie, zu deren Tochter er Beziehungen unterhalten
hatte, mit Gas zu bergiften, um einen Diebſtahl
beſ=
ſer ausführen zu können. Er hatte zu dieſem Zweck
den Gasſchlauch in der Küche durchſchnitten und auch
die Gashähne zum Kocher und gur Lampe geöffnet.
Ferner hatte er in der Küche ein Beil verſteckt, das
vorher im Keller gelegen hatte, was auf die Abſicht
einer Mordtat ſchließen läßt. Da das Gas einem
Automaten entſtrömte, der nach einiger Zeit ſich ſſelbſt
abſtellte, gelangte die Tat nicht zur Ausführung.
Schüſſe eines Zeugen im Gerichtsſaal.
Königsberg. Vor einem hieſigen
Schöffen=
gericht fand geſtern eine Verhandlung gegen den
Sel=
terswaſſerfabrikanten Greilich aus Angerburg ſtatt.
Die Anzeige gegen ihn war von ſeinem Schwager,
dem als Zeugen erſchienenen Fahrradhändler Arthur
Grunau aus Groß=Lindenau, erſtattet worden.
Greilich wurde darin beſchuldigt, die Gebrüder
Ar=
thur und Bruno Grunau ſtraſbarer Handlungen
be=
zichtigt zu haben. In der geſtrigen Verhandlung
wurde Greilich freigeſprochen. Als der Angeklagte
nach der Verkündung des Urteils den Sitzungsſaal
verlaſſen wollte, zog der auf der Zeugenbank ſitzende
Arthur Grunau plötzlich einen Revolver und gab auf
den Angeklagten drei Schüſſe ab, von denen zwei den
Angeklagten in den Rücken und den Oberſchenkel
tra=
fen. Graunau wurde ſofort verhaftet und in das
Gefängnis eingeliefert, während Greilich in die
Chi=
rurgiſche Klinik geſchafft wurde.
Schwerer Betriebsunfall.
Zwei Tote.
Wolfen bei Bitterfeld. Vorgeſtern abend
ſtürz=
ten in einem der Betriebe des Werkes Premnitz der
J.=G. Farbeninduſtrie, A.=G., ein Betriebsingenieur
und ein Meiſter aus bisher noch ungeklärder Urſache
in einen gemauerten und mit Blei ausgebleideten,
etwa 4 Meter hohen, leeren Behälter, Wie der
Un=
fall ſich zugetragen hat, konnte noch nicht feſtgeſtellt
werden, da Zeugen nicht anweſend waren. Die beiden
Verunglückten zogen ſich ſchwere Schädelverletzungen
zu, an denen ſie im Rathenoſwer Krankenhaus
geſtor=
ben ſind, ohne das Bewußtſein wiedererlangt zu
haben.
Schweres Fährunglück.
München. Am Donnerstag fuhr eine mit
zehn Perſonen beſetzte Fähre gegen die Brücke bei
Tittmoning, zerſchellte und ging unter. Acht
Per=
ſonen konnten von bayeriſchen und öſterreichiſchen
Waſſerbauarbeitern gerettet werden. Zwei Inſaſſen
ertranken.
Elefantentod durch einen Eiſenbahnzug.
Aus Zürich wird uns geſchrieben: Während
des Gaſtſpiels des Zirkus Schneider in Zürich
ereig=
nete ſich ein tragiſcher Vorfall. Ein neun Jahre alter
Elefant riß ſich in ſeinem Stall von der Hette los
und trabte in die vermeintliche goldene Freiheit.
Sein Erſcheinen erſchreckte die Amvohner mehrerer
Straßen, dann gelangte der Dichhäuter auf den
Bahn=
körper und wollte es ſich ausgerechnet auf den Gleiſen
ber Bundesbahn bequem machen. Im gleichen
Augen=
blick ſchon wurde er von der elektriſchen Lokomotive
eines dahevbrauſenden Schnellzuges erfaßt und
töd=
lich verletzt. Als die beſtürzten Wächter und die
an=
deren Verfolger herankamen, war das wertvolle Tier
nicht mehr zu retten. Die hundert Quo=Vadis=Löwen
des Kapitäns Schneider durften ſich an dem
Elefanten=
fleiſch gütlich tun. Sie haben nach den cwvigen
Pferdefleiſchrationen dieſen Feſtbraten mit beſon=
derem Behagen verzehrt.
Samstag, den 24. Auguſt 1929
Wder Beurtſchen Heigsiergr.
von den He
Künſtliche Vernebelung zur Deckung eines Flußüberganges.
An den diesjährigen Herbſtmanövern der Reichswehr waren beſonders die Spezialtruppen beteiligt.
Bei Hohenwarthe an der Elbe wurden Pionierübungen nach dem neueſten Stand der
Militär=
technik abgehalten, bei denen auch Vernebelungen zum Schutze eines Flußuberganges vorgenommen
wurden.
Um den Schneider=Pokal.
Der Favorit: das engliſche Rolls=Royce=Flugzeug S. VI; rechts: der erfolgreiche Pilot Leutnant
Atcherley; oben: S. VI. im Fluge.
Die Engländer haben alle Vorbereitungen zur Verteidigung des Schneider=Pokals getroffen. Die
neue engliſche Maſchine kann bereits Leiſtungen, von 563 Kilometer Stundengeſchwindigkeit
auf=
weiſen, ſo daß ſchon vor Beginn der Kämpfe der Rekord des Vorjahres (525 Kilometer)
über=
boten iſt.
Verheerender Brand auf Frankreichs modernſtem Luxusdampfer.
Das Promenadendeck des Dampfers „Paris” nach dem Brande.
Schweres Autvunglück.
Kamen (Weſtfalen). Geſtern nacht ſtreifte der
Lieferkraftwagen des Klempnermeiſters Fluhme aus
Bergkamen auf der Heerener Straße einen Baum,
wobei Kaſtenaufbau und Verdeck vollkommen
zerſplit=
terten. In dem Wagen befanden ſich zwölf
Per=
ſonen. Auf der Stelle getötet wurde der Klempner
Dehner. Sechs weitere Inſaſſen wurden auf die
Straße geſchleudert. Sie erlitten ſchwere
Schädel=
brüche, Gehirnerſchütterungen und Knochenbrüche und
wurden ſämtlich in das Kamener Krankenhaus
ein=
geliefert. Die polizeiliche Unterſuchung iſt eingeleitet.
Der Wagen muß eine ungeheure Geſchwindigkeit
entwickelt haben, da er erſt 90 Meter hinter, der
Un=
glücksſtelle zum Stehen gebracht werden konnte.
Grubenunglück.
Beuthen. Auf der Blei=Scharley=Grube
ber=
unglückten durch Zubruchgehen einer Strecke zwei
Bergarbeiter tödlich, während zwei andere noch lebend
geborgen werden konnten, von denen allerdings der
eine ebenfalls im Knappſchaftslazarett inzwiſchen
ſeinen Verletzungen erlegen iſt.
Exploſionskataſtrophe in Toulon.
Paris. In Toulon hat ſich an Bord des 10 000=
Tonnen=Kreuzers „Duguah=Trouin”, als das Schiff
an der Landungsbrücke des Arſenals feſtmachen
wollte, eine Exploſionskataſtrophe ereignet, bei der
drei Mann der Beſatzung getötet und zwei
verwun=
der wurden. Es ſoll ſich um die Exploſion eines
Turbo=Kompreſſor=Hilfsmotors handeln.
Wie der Zuſammenſtoß vor ſich gä
Wien. Nach Mitteilung der Generaldire4
der Oeſterreichiſchen Bundesbahnen ſind bei
Eiſenbahnunglück bei Schwarzach—St. Veit vier
ſonen tödlich verunglückt, deren Namen bereits
kannt ſind. Die in einer früheren Nachricht
ſchwer verletzt gemeldeten Reichsdeutſchen ſind
leicht verletzt.
Ueber das Eiſenbahnunglück auf der Tauern)
erhält die „N. F. P.” aus Schwarzach=St. Veit
folgende Einzelheiten: Das Unglück ereignete
kurz nachdem der Schnellzug Prag—Trieſt die
tion Schwarzach=St. Veit verlaſſen hatte, ung (6
50 Meter vor dem erſten Tunnel der Tauern=E
Die Paſſagiere, die getötet oder verwundet wun
befanden ſich in dieſem Schnellzug. Der Zuſamu
ſtoß war ſehr heftig, obwohl die Lokomotive ber,
fuhr. Der Zug wurde von einer Lokomotive gez
und von einer zweiten rückwärts geſchoben; er
ſehr lang, und ſo konnte der Führer der rück.
tigen Lokomotive den vorderen Teil des Zuges
ſehen, weil ſich an der Stelle eine Biegung befin
Die Lokomotiven beider Züge fuhren ineinander.
Packwagen des Schnellzuges wurde zertrümmert
beiden anſchließenden Waggons 2. und 3. K/
bohrten ſich ineinander. Die Paſſagiere dieſer
den Waggons, die nach einem adriatiſchen Set
fahren wollten, wurden das Opfer der Kataſtro
Vom Perſonenzug Villach-Salzburg wurden
erſten drei Waggons, nämlich der Poſtwagen,
Dienſtwagen und ein Perſonenwagen förmlich in
ander geſchoben. Der Tender der Lokomotive kam
den Poſtwagen zu liegen. Die vier Poſtbeamten,
ſich im Poſtwagen befanden, unter ihnen Regieruf
rat Scheider aus Villach, wurden unter den Te
geſchleudert und leicht verletzt. Der Poſtwagen
wurde vollſtändig zertrümmert. Aus Schwar,
St. Veit und anderen Stationen waren Hilfsd
ſehr raſch zur Stelle. Die Verwundeten konnten
kurzer Zeit verbunden werden. Die Schwerverle/
wurden ins Spital nach Schwarzach=St. Veit gebr)
Ueber die Schuldfrage konnte bisher nichts feſtgeſier br
hiie
werden.
Ein Anwärter für den Flieger=Schneider=Po/
tödlich verunglückt.
Rom. Bei den ſeit vielen Wochen an
beſonderen Flugbaſis von Deſenzano am Gamf Punlt
ſee ſtattfindenden Uebungsflügen der italieſhin
ſchen Mannſchaft für den Geſchwindigkeitswß 4u
bewerb um den Schneider=Pokal hat ſich geſt
ein tödlicher Unfall ereignet, dem der Vizei/
mandant dieſer Fliegerſchule zur Erreich
hoher Geſchwindigkeiten, Hauptmann Giuſſ
Motta, zum Opfer fiel. Er ſtürzte nachmit
3 Uhr mit dem neuen Renn=Waſſerfluge
„M. 67” nach einem Fluge von nur wen
Minuten aus 100 Meter Höhe ſenkrecht in Mch
See und ging ſofort unter. Infolge der gre
Tiefe des Sees an dieſer Stelle konnten bis
weder Leiche noch Apparat geborgen wer
Hauptmann Motta war einer der geſchickte
Piloten für Rennflugzeuge und als italieni
Teilnehmer am Wettbewerb um den Schnei
Pokal vorgeſehen. Der Unfall wird dahe
Fachkreiſen nicht auf ein falſches Manöver
dern auf ein plötzliches Unwohlſein des Pillt
oder auf einen Bruch an irgendeiner Stelle
Apparates zurückgeführt. Infolge der Tra
über den ſchweren Verluſt hat die italien
Mannſchaft bei England offiziell um einen
ſchub des Renndatums nachgeſucht und hofft,
England dem italieniſchen Wunſche entgen
kommen wird, da auch im Jahre 1926 in
folk eine Verſchiebung des Rennens erfolcun
weil damals nur die amerikaniſchen und itafde/
niſchen Piloten rechtzeitig bereit waren.
Die vermißten Schweizer Flieger.
New York. Die Befürchtungen, daß
Schweizer Flieger einem Unglück zum Opfer gef!
ſind, nehmen immer tiefere Formen an. Man glad
daß ſie ins Meer gefallen ſind. Das amerikar
Marineminiſterium hat an alle Schiffe der Oſt
den Befehl gegeben, nach den Fliegern zu ſuhl Eiß1
Es beſteht noch die Möglichkeit, daß die Fliege
ihrem kleinen Gummiboot auf den Wellen ſch)
men. Sie führen Lebensmittel für mehrere Tage
ſich, können jedoch, da ſie keinen Funkapparat an A
haben, ſich nicht bemerbbar machen.
Erneuter Start zum Fluge Moskau—New 20
Moskau. Scheſtakow ſtartete vorgeſtern
3 Uhr auf dem Moskauer Flugplatz wiederum
Fluge nach New York. Er wird die gleiche Route
folgen wie beim erſten Verſuch.
Mißgeſchick der amerikaniſchen Fliegerinu/higs
beim Rundflug.
New York. Die Konkurrentinnen des eiß
Internationalen Rundfluges für Frauen durch
Vereinigten Staaten ſind vom Mißgeſchick verf”
Nachdem vor einigen Tagen erſt die Amerikan
Miß Croſſon tödlich verunglückte, haben am vor
rigen Tage nicht weniger als drei Fliegerinnenl
Leben laſſen müſſen; alle drei ſind amerikan !
Nationalität. Die deutſche Fliegerin Thea Rd
die auf der erſten Etappe gezwungen war, nd
landen, behauptet, es ſei ein Sabotageakt vd
worden, indem ihr Benzin beſchmutzt worden ſei.
befindet ſich in ſchlechter Poſition, hat aber noch
aufgegeben. Von 17 Konkurrentinnen ſind nur
10 im Wettbewerb.
Folgen einer Granatexploſion.
Brünn. In Gzeiſch bei Göding fuhr der O1
wirt Surman mit Mitgliedern ſeiner Familie u
einem Hilfsarbeiter Klee vom Felde heim. Beim!
laden des Klees fiel aus einem Bund eine Grad
Das Geſchoß explodierte. Die Folgen waren f1:
bar. Der fünfjährige Knabe eines Arbeiters und
16jährige Tochter des Landwirts Surman wrrd
ſofort getötet; die 21jährige Tochter des Landanf
und ihre Mutter ſowie der Hilfsarbeiter wrun
ſchwer verletzt. Der Hilfsarbeiter und die 21 J
alte Tochter erlagen bald darauf im Krankend
ihren Verletzungen. Auf dem Kleefeld hatten vor
zem Artillerieübungen ſtattgefunden.
Taifun über Hongkong.
London. Ueber dem Gebiet ſüdlich von Su
kong ging im Laufe des Donnerstags ein ſchtn
Taifun nieder. Der Wind erreichte teilweiſe 2
Stärke von 120 Stundenmeilen. Im Hafen ſind
ſchiedene Schiffe abgetrieben und einige auf E*
gelaufen.
hir mer 234
Samstag, den 24. Auguſf 1929
Spht, Shter und Tarnen,
Geite 11
Gunonnn.
Weiß, V. ſ. R. — Germania Pfungſtadk.
erſten Verbandsſpiel muß die Ligamannſchaft des Rot=Weiß,
gegen Germania Pfungſtadt auf deſſen Platz antreten.
Pfung=
lches in vergangener Saiſon nicht ſeine alte Poſition in der
behaupten konnte, wäre um ein Haar dem Abſtieg verfallen
ht die Verbandsbehörde noch kurz vor der neuen Saiſon den
daß nur der Tabellenletzte abſteigt) verkündete. Wie es nun
am Sonntag beginnenden Verbandsſpielen werden wird, kann
beurteilen, denn das vergangene Jahr hat gelehrt, daß ſelbſt
ſellenletzten nicht viel ſchwächer als die Spitzenvereine waren.
emtag in Pfungſtadt wird die Darmſtädter Mannſchaft keinen
Stand haben, denn gerade auf ihrem Platz ſind die Germanen
jür ein ſchwer zu ſchlagender Gegner geweſen. Man tut alſo gut,
an den Ausgang dieſes Treffens offen hält. Rot=Weiß, V. f. R.,
ſeiner ſtärkſten Aufſtellung an.
Untere Mannſchaften:
rſatz=Liga — Neu=Iſenburg (Samstag), dort.
Mannſchaft — Ober=Ramſtadt 1. Mannſchaft, dort.
Jugend — 1. Jugend Sportv. 98 (Rheinallee), 10 Uhr.
. 3. Jgd. komb. — Sportv. 98 5. Jgd. (Rheinallee), 9 Uhr.
Turn= u. Sp.=V. Meſſel e. V.
ute Samstag empfängt Meſſels erſte Elf zum zweiten Male
Spiel Pfingſten 1929) die erſte Pokal=Elf des V. f. R.
ſeim. Durch das Spiel am 1. Pfingſtfeiertag 1929 haben
V. f. R.=Spieler durch ihr ſchönes Spiel allzeit Freunde
und man begrüßt es allgemein, die Mannſchaft am
eih=Samstag hier wieder zu ſehen. Wir hoffen, daß auch
eite Spiel genau ſo werbend wirkt wie das Spiel an
Pfing=
ſa dem Meſſels erſte Elf ſehr ehrenvoll 2:3 unterlag. Das
beginnt Samstag nachmittag ½6 Uhr. Zum Schluß möchte
u. Sp.V. Meſſel es nicht verſäumen, ſeine Gäſte auch an
Stelle zu begrüßen und hoffen, daß es ihnen auch diesmal
in Meſſel gut gefällt.
in Sonntag vormittag 11 Uhr ſpielt die 1.
Schülermann=
ßiegen die 2. Jugend des F. C. Eintracht Darmſtadt in Meſſel.
Türnen.
Jugend=Turnſeſt in Reinheim.
bringen nachſtehend die uns verſpätet übermittelten
Er=
ſue des Jugendtreffens des 3. Bezirks in Reinheim. Den
nenbericht finden unſere Leſer in der Freitag=Nummer.
Mädchen.
ung 1911/12 — Sechskampf: 1. Anita Schmitt. Neuſtadt,
Punkte.
ſung 1913/14 — Sechskampf: 1. O. Habermehl. Gr.=Bieberau,
Punkte: 2. H. Schäfer, Neuſtadt 90 Punkte: 3. A. Kappes
=Crumbach, 89 Punkte: 4. L. Vetter, Fr.=Crumbach, 79 P.
haſtg 1915/16 — Dreikampf: 1. M. Pfeifer, Gr.=Bieberau,
d M. Krebs Gr.=Bieberau, 55 Punkte: 2. E. Hartmann,
G.=Bieberau, 53 Punkte; 3. H. Levi Gr.=Bieberau, 52 Punkte.
gang 1917/18 — Dreikampf: 1. G. Luſt Pf.=Beerfurth, 64
unkte: 2. A. Maul, Fr.=Crumbach, und A. Kopp Reinheim,
Punkte: 3. M. Schäfer, Neuſtadt, 56 Punkte: 4. M. Kramer,
=Beerfurth, 55 Punkte.
jang 1919/20 — Dreikampf: 1. K. Arras, Pf.=Beerfurth. 66
Ankte; 2. Elli Strücker, Reinheim, 59 Punkte: 3. K. Trietſch,
inheim. 54 Punkte: 4. M. Stühlinger, Reinheim, 53 Punkte;
Erna Schwebel. Reinheim, 52 Punkte.
Knaben.
ang 1911/12 — Sechskampf: 1. L. Wolf. Brensbach. 105
Unkte: 2. F. Peter. Gr.=Bieberau, 101 Punkte: 3. Gg. KLenk.
inſthofen, 100 Punkte: 4. K. Altſtätter, Werſau. 99 Punkte.
jang 1913/14 — Sechskampf: 1. Karl Daab, Gr.=Bieberau,
Punkte: 2. Hch. Kaffenberger, Gr.=Bieberau. 123 Punkte;
W. Leinert, Reinheim, 114 Punkte; 4. S. Lehmann.
Rein=
m. 112 Punkte.
hang 1915/16 Dreikampf: 1. Hch. Rößler, Neuſtadt 68
ſinkte: 2. Fr. Mahr, Gr.=Zimmern, 63 Punkte: 3. Willi
lietſch, Reinheim. und Ph. Kollbacher, Werſau, 61 Punkte.
ang 1917/18 — Dreikampf: 1. Gg. Göckel, Spachbrücken,
Punkte: 2. K. Schneider, Werſau, 66 Punkte: 3. Hch. Kübler,
ber=Klingen, und Hch. Hild, Ober=Klingen, 64 Punkte.
hang 1919/20 — Dreikampf: 1. A. Altſtätter, Werſau, 69
unkte: 2. J. Leinert, Ober=Klingen, und Gg. Weyrauch,
borgenhauſen, 66 Punkte: 3. L. Amann, Werſau, und Gg.
Pt, Nieder=Klingen, 65 Punkte: 4. K. Völker, Werſau, 63 P.
Bafferbant.
Rol=Weiß, V. ſ. R., in Nürnberg und Gießen.
Am kommenden Sonntag ſtartet die 1. Waſſerballmannſchaft des
Rot=Weiß, V. f. R., in Nürnberg gegen die
Ligawaſſerballmann=
ſchaft des 1. Fußballklubs, die am 11. Auguſt an dem Pokalturnier der
Darmſtädter teilgenommen hat. Hierbei haben die Rot=Weißen
Gelegen=
heit, ihre 5:3=Niederlage zu korrigieren. Leicht wird ihnen das nicht
fallen. Nach Lage der Sache iſt ſogar wieder mit einem Sieg der
Nürn=
berger zu rechnen, die nunmehr bei dem Rückſpiel auf eigenem Platze
mit kompletter Mannſchaft antreten werden, während Rot=Weiß ohne
Merz, der in der Handballiga gegen V., f. R. Schwanheim mitſpielt,
nach Nürnberg fährt. Immerhin ſollte Rot=Weiß ein ehrenvolles
Re=
ſultat erkämpfen können, wenn die Mannſchaft aus den Fehlern des
Vorſpiels Erfahrungen geſammelt hat. — Das Spiel findet abends ſechs
Uhr nach dem 1. Verbandsſpiel des ſüddeutſchen Fußballmeiſters auf
dem Sportplatz am Zabo ſtatt. Die Darmſtädter haben alſo neben den
vielen Sehenswürdigkeiten, die allein die Stadt Nürnberg bietet,
Ge=
legenheit, den ſüddeutſchen Fußballmeiſter zu bewundern. Leider
war es nicht möglich, auch die Jugendmannſchaft nach Nürnberg
mit=
zunehmen. Als Erſatz wird deshalb die Rot=Weißjugend am
Samstag und Sonntag nach Gießen zu dem dortigen
Schwimm=
verein fahren und ihr erſtes Verbandsſpiel ſowie einige
Staffelwett=
kämpfe austragen.
Baden-Badener Rennwoche 1929.
Tantris ſiegt im Fürſtenberg=Rennen.
Das fünf Tage umfaſſende Meeting des Internationalen Klubs zu
Baden=Baden nahm am Freitag einen in jeder Beziehung glücklichen
Anfang. Der herrlich im Tal der Oos gelegene Iffezheimer Rennplatz
wies bei etwas ſchwülem Wetter fehr guten Beſuch auf und der
ge=
botene Sport konnte mit einigen Ausnahmen auf der ganzen Linie
be=
friedigen.
1. Eröffnungs=Rennen: 1. Frau J. v. Opels Irländer (K. Narr);
2. Gemma; 3. Friedrichshafen. Tot.: 44, Pl.: 13, 11, 12: 1½—2 Lg.
Ferner: Hoffnung II, Tarzan, Zupo, Anteſignano. — 2. Schwarzwald=
Renenn: 1. M. J. Oppenheimers Maſſo d’Arezzo (E. Grabſch); Ladro
gefallen. Tot. 15. — 3. Preis von Karlsruhe: 1. Geſt. Altefelds
Lu=
cetta (E. Huguenin); 2. Reiherbeize; 3. Paſtete. Tot.: 24, Pl.: 18, 34;
5).—3 Lg. Ferner: Rochus, Pronto. — 4. Fürſtenberg=Rennen: 1. Geſt.
Weils Tantris (M. Schmidt); 2. Metrodorus (A. Bleuler); 3. Atalante;
4. Antonia. Tot.: 34, Pl.: 18, 25, 24; ——Hals. Ferner: Fauſt,
Re=
bell, Aſſignation, Sankt Felix. — 5. Fremersberg=Ausgleich: 1. A. u. C.
v. Weinbergs Palmieri (A. Bleuler); 2. Träumer; 3. Polaſchin. Tot.:
59, Pl.: 16, 12, 17: 3—2 Lg. Ferner: Pompejus, Hector, Doroſt,
Nem=
rod, Groenendal. — 6. Wellgunde=Jagdrennen: 1. G. Ehrenfrieds Kili
(W. Wolff); 2. Lakai; 3. Geſelle. Tot.: 39, Pl.: 19, 22, 25; 2½—8 Lg.
Ferner: Hellespont, Kabalia, Plutarch, Lahſe, Quelle, Sonnengöttin,
Brombeere.
D. Prenn beſiegte beim Endſpiel des Herren=Einzels im Berliner
Boruſſia=Tennisturnier Dr. Landmann 6:3, 6:4, 4:6, 6:4.
Die deutſche Mannſchaft für den Länderkampf gegen England iſt
ohne Kilp, dafür aber mit Kohn nach Stamford Bridge gefahren.
Hanne Sobeck hat ſich bei ſeinem Verein, Hertha/BSC., abgemeldet.
33. Preußiſch=Süddeniſche Klaſſenlotkerie.
13. Tag der 5. Klaſſe. In der Vormittags=Ziehung vom
22. Auguſt fielen: 6 Gewinne zu je 10000 Mark auf Nr. 67 162,
147 017, 239 652: 2 Gewinne zu je 5000 Mank auf Nr. 22028; 10
Ge=
winne zu je 3000 Mark auf Nr. 176 084, 182849 210 005, 314 544,
378 387; 26 Gewinne zu je 2000 Mark auf Nr. 57 412, 69 213, 85 343,
108 136, 130 683, 204 213, 247 513 949809, 281 230, 294 401, 348 112,
354 806, 361 308; 42 Gewinne zu je 1000 Mark auf Nr. 24 422, 34 819,
67 428, 88 587, 98363, 101 198, 104 597, 126 935, 149 938, 193 332, 213 592,
221 494, 228887, 242 379, 261 695, 298 009, 308 051, 320 371, 330 525,
371 807, 381 609; ferner 102 Gewinne zu je 500 Mdark 232 Gewinne zu
je 300 Mark. In der Nachmittags=Ziehung fielen: 2 Gewinne
zu je 10000 Mark auf Nr. 285 899; 2 Gewinne zu je 5000 Mark auf
Nr. 266 579; 8 Gewinne zu je 3000 Mark auf Nr. 187 279, 194 723,
334 738, 376 356; 12 Gewinne zu je 2000 Mark auf Nr. 113 364 73 864,
286 549, 311 193, 322942, 377 321; 46 Gewinne zu je 1000 Mark auf
Nr. 2394, 8247, 11325, 34 969, 51 718, 57 G7, 70 606, 88 373, 108 703,
120 766, 126 G74, 166 824, 172104, 178 115, 183 242, 288415, 305 774,
319 581, 322 233 338 799, 349 975, 367 077, 379811; ferner 58 Gewinne
zu je 500 Mark und 162 Gewinne zu je 300 Mark. Im
Gewinn=
rade verblieben: 2 Prämien zu je 500 000 Mark, 2 Gewinne zu
je 500 000 Mark, 2 Gewinne zu je 200 000 Mark, 2 Gewinne zu je
100 000 Mark, 4 Gewinne zu je 75 000 Gark, 4 Gewinne zu je 50 000
Mark, 4 Geſvinne zu je 25 000 Mark, 52 Gewinne zu je 10000 Mark,
2 Gewinne zu je 5000 Mark, 230 Gewinne zu je 3000 Mark, 438
Ge=
winne zu je 2000 Mark, 1096 Gewinne zu je 1000 Mark, N722 Gewinne
zu je 500 Mark, 6366 Gewinne zu je 300 Mark. — (Ohne Gewähr.)
Geſchäftliches.
Eſſex der Sieger der „Tour de France” 1929.
Die „Tour de France” iſt eine Zuverläſſigkeitsfahrt über faſt 5000
Kilo=
meter, die alle Straßen und Steigungsverhältniſſe umfaßt und an
Wagen und Fahrer die höchſten Anforderungen ſtellt. Der diesjährige
Sieger iſt A. Morel auf dem neuen Eſſex Super Six 1929. Damit
iſt erneut die überlegene Qualität des Eſſex bewieſen, deſſen
charakteri=
ſtiſchſte Eigenſchaften Eleganz, Zuverläſſigkeit und Schnelligkeit ſind.
Während andere Automobilfabriken ihre Werkſtätten verkleinern oder
ihren Betrieb gar ſchließen, vergrößert ſich das Eſſex=Werk in Berlin=
Spandau auf eine Leiſtung von hundert und mehr Wagen täglich. —
Der kritiſche deutſche Käufer hat geſprochen: Eſſex in Front! Alle Eſſes
Super=Six=Wagen haben 10/50 PS. Sechszylinder=Motor nach dem
Super=Six=Prinzip, hydrauliſche Stoßdämpfer, neue Vierradbremſe und
werden in ſieben verſchiedenen Standard=Modellen in zahlreichen
Farb=
abtönungen durch die autoriſierten Eſſex=Händler geliefert.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Samstag, 24.= Aug., 10.40: Schulfunk: D. Lange: Was ich als
deutſcher Junge in Paläſtina erlebte. o 13.15: Schallplatten:
Aus Werken von Bellini und Donizetti. o 14.45: Uebertr. von
Stamford=Bridge bei London: Leichtathletik=Länderkampf
Deutſch=
land—England. e 16.15: Konzert des Funkorch. Mitw.: Anita
Franz (Sopran). O 18.10: Leſeſtunde: Aus „Rot und Schwarz”
von Stendhal. Sprecher: Studtmann. O 18.30: Briefkaſten. 0 18.45:
Eſperanto. O 19.05: Vortrag des Geheimrats Neuberg, Steglitz.
O 19.25: Herr Weishaar: Verſicherungsbetrieb der deutſchen
Arbeit=
nehmerſchaft. 19.45: Dr. Ritzmann: Wie der Philoſoph John
Locke das Privateigentum rechtfertigte. O 20.15: Die Aetherflaſche.
Funk=Kabarett. Mitw. u. a.: W. Hageen (Anſage), E. Milder
(Vortragskünſtler), Funkorch. o Anſchl.: Berlin: Tanzmuſik,
Königswuſterbauſen.
Deutſche Welle. Sonnabend, 24. Aug. 12: Künſtleriſche
Dar=
bietungen für die Schule: Muſik und Tier. Ausf.: Irene Reichel,
J. Andreſen, Käte Conrad, Dr. H. Fiſcher. O 14.30:
Kinderbaſtel=
ſtunde. O 15: Prof. Dr. Lampe: Aus der pädagogiſchen
Zeitſchriften=
literatur. O 15.40: Frauenſtunde: Dr. Gertrud Haupt: Wie ſieht
der Dichter die moderne Frau? e 16: Frau Dr. Ilſe Hildebrandt:
Die gemeinſame Erziehung der Geſchlechter Erfahrung im In=
und Ausland‟ O 16.30: Prof. Peters: Welche Aufgaben ergeben
ſich aus der Neuordnung der Gemeindeverfaſſung? 0 17: Hamburg:
Romaniſche= Violin=Konzert. Mitw.: Caſpar Pypers (Violine),
Ro=
meo Scarpa (Bratſche), Ccarpa=Orch. O 18: „Kurz vor der
Statton (Ein Geſpräch zwiſchen Lokomotivführer, Poſtſchaffner
und Mitreiſenden.) o 18.30: Franzöſiſch für Anf. 0 18.55: Dr.
med. Schindler, Dr. med. Kunkel und Dr. K. Würzburger:
Indwidual=Pſychologie und Pſychonalyſe in der Praxis. O 19.20:
F. Warſchauer: Die kulturpeſſimiſtiſche Utopie. O 20:
Sonderver=
anſtaltung: Sende=Spiele: „Robert der Teufel” Oper in drei
Teilen. Muſik von Giacomo Meyerbeer. Perſ.: Robert, Herzog der
Normandie; Bertram, ſein Freund; Raimbaud, ein junger
Land=
mann aus der Normandie; Jſabelle, Prinzeſſin von Sicilien; Alice,
ein Landmädchen aus der Normandie; Waffenherolde; Ritter:
Hof=
damen; Hofleute; Knappen; Landmädchen; Geiſter. Dämonen.
Schauplatz: Palermo. Zeit: Im 13. Jahrhundert. O. Danach:
Tanzmuſik. Ben Berlin=Tanz=Orch. — Pauſe: Bildfunk.
Größte Auswahl
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Tel. 2140 (6617a
Wetkerbericht.
Ausſichten für Samstag, den 24. Auguſt: Wechſelnde Bewölkung,
zeit=
weiſe Niederſchläge, nach anfänglichem Temperaturanſtieg ſpäter
wieder kühler, ſüdweſtliche bis weſtliche Winde.
Ausſichten für Sonntag, den 25. Auguſt: Bei weiterer Abkühlung
ver=
änderliches Wetter mit Regenſchauern, teils gewitterhafter Art,
um Weſt drehende Winde.
Hauptſchriftleitung: Rudoif Maupe
Verantwortſich für Polltik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; für Feullleton, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Sireeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmann;
für den Handel: Dr. E. H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; fär
„Die Gegenwart”: Dr. Herbert Nette; für den Inſeratentell: Willp Kuble; Drud
und Verlag: L. C. Wittſch — ſämtlich in Darmſtadt
Für unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen,
Die heutige Nummer hat 14 Seiten.
Familie ſucht nach= DEißtich mittags Beſchäftig.,
am liebſten z. Kin=
dern. Ang. u. L. 25
. d. Geſchäftsſt. (* Verfekte
Mokypufkin
fakturiſtin (21
), die ſchon in
und und Lohn=
halt, tätig war,
ſüht per 1. 10.
bäter Stellung
erändern. Gefl.
hügen u. K. 116
A1Geſchſt. (13380 ſitiges Mädchen
Stelle z. 1. 9.
ieher in gutem Ill
halt. Erfr. bei/ 19 J
Mnann. Erbach.=/Schr
ze 45.
lſich
ſhaftsköch., perf. als
Rnädch., näh. u. au
üin dergätm, und Ratſ P Alleinmädch., die geb. Gu. n. koch. k., ſ.f. an die Geſchſt. (*as 9o ſpät Stellung
ine Beck, gewerbs=
Stellenvermittl.
Hſtr. 25.
Mi Hausmeiſterſtelle in
gut. Hauſe m. Wohn.
ſucht alsb. verhei=
ratet Reichsbeamter Tüchl. Mädchen
Schaffner) Meine
kl. 3=Z.=Wohn. gebe
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u. K. 112 Geſchſt. (
Cann, 24 Jahre, ver=
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Wie das Inſtitut für Konjunkturforſchung mitteilt, wurden im
Juli für 4,6 Milliarden RM. Wechſel neu gezogen, d. ſ. 420 Millionen
mehr als im Juni. Trotzdem hat ſich die Summe der umlaufenden
Wechſel in den Monaten Juni und Juli um ſchätzungsweiſe 280 Mill.
RM. vermindert, ſo daß der größte Teil der außerordentlichen
Wechſel=
ziehungen der Frühjahrsmonate aus dem Umlauf ausgeſchieden iſt. Da
in den Herſtmonaten wieder eine verſtärkte Inanſpruchnahme des
Wech=
ſelkredits zu erwarten iſt, iſt die Bedeutung des letzten Rückganges des
Wechſelumlaufs noch ungewiß. Gegenüber dem Vorjahr hat ſich der
Wechſelumlauf bei einer Erhöhung der volkswirtſchaftlichen Umſätze
von 1,5 Prozent um etwa 2,5 Prozent erhöht. Eine Erleichterung in
der Umſatzfinanzierung iſt demnach alſo noch nicht feſtzuſtellen.
Der Wechſelkredit unterlag in den letzten Jahren neben einem
kon=
junkturellen offenbar auch einem ſtrukturellen Auftrieb. Der
ſtruktu=
relle Auftrieb, der die Umlaufziffer um die Jahreswende 1928/29 bis
auf 12 Milliarden trieb, iſt keine ungeſunde Erſcheinung. Auch in der
Vorkriegszeit hat ſich der Wechſelkredit entſprechend dem Wachstum der
Umſätze erhöht. Die ſteigende Zahl der Erwerbstätigen läßt eine
wei=
tere Vermehrung der Wechſelbeziehungen erwarten. Der Wechſelumlauf
iſt im Verhältnis zur Zahl der Erwerbstätigen gegenwärtig noch
erheb=
lah niedriger als in der Vorkriegszeit. Die Qualität der umlaufenden
Wechſel hat ſich gegenüber dem Vorjahre etwas verſchlechtert, da die
Wechſelproteſte ſtärker geſtiegen ſind, als es die Zunahme des
Wechſel=
umlaufes zugelaſſen hätte.
Vom Ledermarkf.
In der Berichtswoche zeigte der Ledermarkt keine beſonderen
Be=
lebungen. Es wurden wohl einige Umſätze getätigt, doch machte ſich
keine rechte Kaufluſt bemerkbar, obwohl an ſich die Vorbedingungen
zu einem größeren Geſchäft gegeben waren. So iſt z. B. der
Rohhäute=
markt in letzter Zeit wieder feſter geſtimmt und die Ausſichten auf
einen Preisrückgang ſind wieder in größere Ferne gerückt. Weiter ſteht
das Herbſt= und Frühjahrsgeſchäft bevor. Trotzdem entwickelte ſich
kein größerer Umſatz. Schuhinduſtrie und Lederhandel nahmen nur
kleinere Partien auf und verhalten ſich ziemlich zurückhaltend. Das an
ſich nicht reichliche Angebot reicht daher vollkommen aus, eine beſondere
Knappheit iſt trotz der großen Betriebseinſchränkungen bisher noch nicht
eingetreten. Die Zahlungsweiſe iſt noch nicht beſſer geworden. Die
Preiſe halten ſich auf der Höhe der letztgenannten und zeigen nur
un=
weſentliche Veränderungen.
Wirtſchaftliche Rundſchar.
Weitere Einlagenſteigerung bei den preußiſchen Sparkaſſen. Die
Einlagen bei den preußiſchen Sparkaſſen ſtiegen im Juli um 70,6 auf
5988,6 Mill. RM., während ſich die Giro=, Scheck=, Kontokorrent= und
Depoſiteneinlagen um 15,6 auf 896,6 Mill. RM. ermäßigten.
Zahlungsſchwierigkeiten der Prometheuswerke, Hannover. Die
Pro=
metheuswerke in Hannober, die ſich mit der Herſtellung
exploſions=
ſicherer Tanks und Spezialmaſhinen für die Kali= und chemiſche
Groß=
induſtrie befaſſen, ſind plötzlich in große Zahlungsſchwierigkeiten
ge=
raten und haben das gerichtliche Vergleichsverfahren mit den
Gläubi=
gern beantragt.
Das Ergebnis der Banken=Gläubigerverſammlung. Das Dreimonats=
Moratorium geſichert. Die Banken=Gläubigerverſammlung über die
Schuldenabwicklung der Frankfurter Allgemeinen Verſicherungs A. G.,
die bis in die ſpäten Abendſtunden des Donnerstag andauerte, hat zu
dem Ergebnis geführt, daß ſowohl die deutſchen wie die ausländiſchen
größeren Gläubiger einem Dreimonats=Moratorium
zuge=
ſtimmt haben. Da jedoch nicht alle Gläubiger in den Verhandlungen
vertreten waren, ſteht die Zuſtimmung einiger Gläubiger noch aus. Es
wird jedoch an zuſtändiger Stelle angenommen, daß auch die noch
aus=
ſtehenden Gläubiger zum Moratorium ihre Zuſtimmung geben werden.
Ueber die geſtrige Bankenverhandlung wird mirgeteilt: In der
vorgeſtrigen Verſammlung inländiſcher Gläubiger der Frankfurter
All=
gemeinen Verſicherungsgeſellſchaft wurde unter den Erſchienenen eine
grundſätzliche Uebereinſtimmung über ein dreimonatiges
Stillhalte=
konſortium erzielt. Mit den geſtern nicht erſchienenen inländiſchen
und den ausländiſchen Gläubigern wird wegen Beitritts zum
Still=
haltekonſortium verhandelt. Dem unter Vorausſetzung des
Zuſtande=
kommens des in= und ausländiſchen Stillhaltekonſortiums gegründeten
Abwickelungskonzern gehören die der Geſellſchaft naheſtehenden
Ban=
ken und eine Anzahl anderer Bankinſtitute an; mit weiteren
Vank=
firmen wird wegen Beitritts verhandelt. Das Aboickelungskonſortium
hat die Aufgabe, mit den ihm zur Verfügung geſtellten Mitteln eine
ruhige und zweckmäßige Abwickelung der Geſchäſte durchzuführen.
Südweſtdeutſche Bank A. G. Das in der letzten A. R.=Sitzung der
Süidw=ſtdeutſchen Bank A.G. zuſtande gekowmene Kontrollprowiſorium
iſt nunmehr bis auf weiteres in eine endgültige Form gebracht worden.
Der A.R. hat beſchloſſen, Herrn von Schack von der Deutſchen
Waren=
treuhand=A. G., Hamburg=Berlin, Geſchäftsſtelle, Frankfurt a. M.,
ſo=
wie Diplomkaufmann Helmuth Heberle=Karlsruhe zum Vorſtand zu
be=
ſtellen und Direktor Schumacher, der dem Vorſtand der neuen
Frank=
furter Allgemeinen Verſicherungs=A.G. angehört, vom Aufſichtsrat in
den Vorſtand der Südweſtdeutſchen Bank A. G. zu delegieren.
Schiedsſpruch in der Steininduſtrie. In den Streitigkeiten zwiſchen
dem Arbeitgeberverband für die mittlere Lahn und benachbarte Gebiete
und den einſchlägigen Arbeitnehmerverbänden iſt folgender
Schieds=
ſpruch gefällt worden: Dem Arbeitgeberverband wird aufgegeben, den
Tarifvertrag mit 72 Pf. Spitzenlohn für die Hilfsarbeiter über 21 Jahre
anzuerkennen. Die anderen Löhne werden nach der bisherigen
Staf=
fel berechnet. Dieſer Tarif gilt bis 31. März 1930. Erfolgt zwei Wochen
vorher keine Kündigung, ſo läuft er jeweils einen Monat weiter.
Ch=mietruſt A. G. Schaffhauſen. Im Zuſammenhang mit Vorgängen
bei der Frankfurter Allgemeinen iſt, wie wir erfahren, Direktor Becker
als Präſident des Verwaltungsrats der Chemietruſt A. G. (A. K. 20 Mill.
S. Fr.) ausgeſchieden.
Metallnokierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 23. Auguſt 1929 ſtellten ſich
für Elektrolytkupfer auf 170.75 RM., Originalhüttenaluminium 190.00
9uM., desgl. 194.00 RM., Reinnickel 350.00 RM., Antimon Regulus
64.00—68.00 RM., Feinſilber 72.25—74.00 RM.
Die Berliner Metall=Termine vom 23. Auguſt 1929 ſtellten ſich für
Kupfer: Januar 148.25 (148,75), Februar 148.50 (148.75), März
148.25 (148.50), April 148.25 (148,75), Mai und Juni 148.25 (148.50),
Juli 148.50 (148.75), Auguſt 145.50 (147.00), September 146.00 (147.00),
Oktober 147.25 (147.75), November 147.75 (148.25), Dezember 148.00
(148.50). Tendenz: ſtetig. — Für Blei: Januar bis April 46.50
(46.50), Mai 46.50 (46.75), Juni und Juli 46.75 (46.75), Auguſt 45.75
(46.50), September 46.00 (46.25), Oktober und November 46.25 (46.50),
Dezember 46.50 (46.50). Tendenz: ſtetig. — Für Zink: Januar 49.50
51.00), Februar 50.00 (50.,75), März bis Juli 50.00 (51.00), Auguſt 49.00
(51.50), September 49.00 (50.50), Oktober und November 49.50 (50.50),
Dezember 49.50 (51.00). Tendenz: luſtlos. — Die erſten Zahlen
bedeu=
ten Geld, die in Klammern Brief.
Produkkenberichke.
Frankfurter Produktenbericht vom 23. Auguſt. Der Frankfurter
Produktenmarkt verkehrte zum Wochenſchluß in ſtiller und etwas
ſchwä=
cherer Haltung. Das Geſchäft war ſehr klein. Preisveränderungen
traten nur für Mehle ein, die eine Viertelmark niedriger notierten.
Weizen 26—26,25, Roggen 20,75, Hafer inländ, alter Ernte 21, desgl.
neuer Ernte 20, Mais für Futterzwecke 21.25, Weizenmehl ſüddeutſches
und niederrheiniſches Spezial Null 39—40, Roggenmehl 29,50—30,75,
Weizenkleie 10,75 und Roggenkleie 11 RM. Allgemeine Tendenz: matt.
Berliner Produktenbericht vom 23. Auguſt. Während im
Vormit=
tagsverkehr infolge des uneinheitlichen Verlaufes der überſeeiſchen
Ter=
minbörſen der hieſige Produktenmarkt bei gegen geſtern kaum
veränder=
ten Preiſen ziemlich ruhig verlief, machte ſich zu Börſenbeginn unter
dem Eindruck der höheren Liverpooler Notierungen eine Befeſtigung
geltend, wovon insbeſondere die Lieferungspreiſe für die ſpäteren
Sich=
ten profitieren konnten. Weizen ſetzte 2 RM., Roggen bis 1 RM. feſter
ein. Das Inlandsangebot von Brotgetreide war angeſichts der
Zurück=
haltung der Mühlen ausreichend, jedoch wurden für Weizen und
Rog=
gen zur Promptverladung etwa 0,5—1 RM. höhere Preiſe bewilligt.
Für Roggen wa en weitere Inter ntionskäufe zu bemerken. Weizen=
und Roggenmehl hatte geſtern nachmittag in billigen Provinzſorter
nos etwas lebhafteres Geſchäft zu Mittagspreiſen, heute beſchränkten
ſich Umſätze auf Deckung des laufenden Bedarfs. Hafer hat bei
ausrei=
chendem Angebot und wenig veränderten Preiſen ruhiges Geſchäft. Von
Braugerſten werden weiterhin nur Ausſtichqualitäten beboten.
Frankfurker und Berliner Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 23. Auguſt.
Zum Wochenſchluß war die Tendenz an der Börſe wieder recht
un=
ſicher. Die immer noch ungeklärte Lage im Haag ſtimmte peſſimiſtiſch
und hemmte die Unternehmungsluſt. Es wurden Exekutionen
vorge=
nommen, und zwar wurde dies auch mit der Zahlungseinſtellung der
Bankfirma Nauheim u. Co. in Darmſtadt in Zuſammenhang gebracht.
Das Geſchäft war äußerſt klein. Es konnte ſich jedoch zu Beginn des
offiziellen Marktes die Stimmung wieder etwas beſſern, ſo daß die
Ver=
luſte gegenüber der geſtrigen Abendbörſe im allgemeinen kein größeres
Ausmaß annahmen. Auf der anderen Seite konnte die feſtere geſtrige
New Yorker Börſe und die günſtigeren Geldmarktverhältniſſe eine
ge=
wiſſe Stütze bieten. Vereinzelte Märkte traten ſpäter etwas mehr
her=
vor, da einiges Intereſſe von Rheinlandſeite ſowie auch vom Ausland
beſtanden haben ſoll. Die Gründung der „Neuen Frankfurter
Allge=
meinen Verſicherungs A. G.” führte in dieſer Angelegenheit zur
Beruhi=
gung, doch lag dieſes Papier mit 130 Mark Brief eher angeboten. Am
Elektromarkt verloren Chade 2,5 Mark, Siemens 1,5 Prozent, Schuckert
2 Prozent. A.E.G. und Geſ. für El. waren kaum verändert. Am
Mon=
tanmarkt gaben Buderus 2 Proz. und Mannesmann 1,25 Proz. nach.
Stahlverein waren etwas gefvagt. Autowerte gehalten. Von Banken
lagen Danatbank ſtärker im Angebot mit minus 2,5 Prozent. Dresdener
Bank büßten 1 Prozent und Berliner Handelsgeſellſchaft 1,5 Prozent
ein. Sonſt gingen die Verluſte kaum über 1 Prozent hinaus. Etwas
lebhafteres Intereſſe beſtand für Karſtadt mit plus 2 Prozent. Renten
leicht gedrückt. Im Verlaufe blieben die Kurſe auf dem etwas
gebeſ=
ſerten Niveau durchweg gut gehalten. Die Tendenz zeichnete ſich durch
eine nicht zu verkennende Widerſtandsfähigkeit aus. Am Geldmarkt
war Tagesgeld mit 6 Prozent unverändert. Am Deviſenmarkt lag das
Pfund international etwas ſchwächer. Man nannte Mark gegen Dollar
4.1985, gegen Pfunde 2.351, London-Kabel 4.8477½, —Paris 123,87,
—Mailand 92,66, —Madrid 32,96 und —Holland 12,10.
Die Abendbörſe war faſt geſchäftslos. Etwas beachtet waren
Montanwerte, ohne daß jedoch nennenswerte Umſätze zuſtande kamen.
Die Mittagsſchlußkurſe waren im allgemeinen gehalten. Für
Frank=
furter Allgemeine kam ein Kurs nicht zuſtande, da größerem Angebot
kaum Nachfrage gegenüberſtand. Kurstaxe ca. 120 Reichsmark.
An=
geblich ſei nunmehr mit einem ungünſtigeren Status zu rechnen. Am
Nentenmarkt waren keine Kurstaxen zu hören. Der Börſenverlauf
blieb ohne Geſchäft, nur für AGG. mit 193 etwas Nachfrage. An der
Nachbörſe nannte man AEG. mit 193,75, Farben 217,50.
Berlin, 23. Auguſt.
Ebenſo wie geſtern hörte man im heutigen Vormittagsverkehr im
Zuſammenhang mit der Unſicherheit im Haag ſchwächere Kurſe, um
dann zu Beginn des offiziellen Verkehrs angenehm enttäuſcht zu ſein.
Wieder ſcheinen die Banken etwas interveniert zu haben, jedenfalls trat
eine beachtliche Widerſtandsfähigkeit hervor, und die günſtigeren
Mo=
mente gelangten bei den Diskuſſionen mehr in den Vordergrund. So
war man ſich darüber einig, daß die Angelegenheit der Frankfurter
All=
gemeinen Verſicherung durch das Moratorium der Gläubiger für die
nächſten drei Monate eine weitere Entſpannung erfahren hat. Auch die
trotz erhöhter Börſenkredite feſte New Yorker Börſe befriedigte, und
man wies darauf hin, daß die Geldverhältniſſe drüben in der letzten
Zeit viel konſtanter geworden ſind. Beſonders, daß die amerikaniſchen
Großbanken noch weitere 50 Millionen Dollar dem New Yorker
Tages=
geldmarkt zur Verfügung ſtellen wollen, könne zu einer weiteren
Er=
leichterung der internationalen Geldſätze führen. Von der Feſtſetzung
des Reportgeldſatzes heute erwartet man keine Ueberraſchung, der Satz
dürfte wohl unverändert bleiben. Zu erwähnen wäre noch die
Inſol=
venz der Bankfirma Nauheim u. Co. in Darmſtadt, die bekannt wurde,
die für die Börſe aber keine größere Bedeutung haben dürfte. Bei den
erſten Notierungen traten nur ganz vereinzelt etwas größere
Verände=
rungen ein. Die Börſe lag bei geringem Geſchäft luſtlos. Im Verlauf
wurde die Stimmung allgemein feſter und das Geſchäft an einzelnen
Märkten lebhafter. Später bröckelten die Kurſe infolge der
Orderloſig=
keit aber wieder ab. Auch zu Beginn der zweiten Börſenſtunde änderte
ſich an der Luſtloſigkeit der Börſe nichts. Die Kurſe lagen im großen
und ganzen etwas über Anfangsniveau behauptet, nur Glanzſtoff
büß=
ten 3 Prozent ein.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 23.
Getreide. Weizen: Sept. 133½, Dez. 143, März 19
15278: Mais: Sept. 10178, Dez. 98½, März 10228: Hafer,
47, Dez. 51½8, März 54½; Roggen: Sept. 104½, Dez
März 118.
Schmalz: Sept. 12,15, Okt. 12,25, Dez. 12,30, Jan. 12
Fleiſch. Rippen: Sept. 12,75, Okt. 12,90; Speck, loko
leichte Schweine 11,05—11,19, ſchwere Schweine 10,50.
Schweinezufuhren: Chicago 9000, im Weſten 50 000.
Baumwolle: Oktober 18,49, Dezember 18,78.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 23
Getreide. Weizen: Rotwinter und Hartwinter 138¾
113½, Mehl 6,30—6,90; Fracht: nach England 1,6—2,3
nach dem Kontinent 8—9 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern, loko 12,90; Talg, extra, I
Kakao. Tendenz: kaum ſtetig; Umſätze in Lots: 217;
1058: September 10,70, Oktober 10,74, November 10,67,
ber 10,36; Januar 1930: 10,24, Februar 10,22, März
April 10,29.
Kaffee: Nahe Sichten anfangs befeſtigt; ſpätere Sich
Liquidationen nachgebend; gegen Schluß bemerkte man
tionslöſungen.
Zucker: Bei unregelmäßiger Preisgeſtaltung erfolgte
ter Sicherungsverkäufe, ſo daß die Vortagspreiſe knapp ge
wurden.
Kleine Wirkſchaftsnachrichken.
Die Preisindexziffer der „Metallwirtſchaft” ſtellte ſich am 21
auf 125,2 gegen 125,3 am 14. Auguſt (Durchſchnitt 1909—13 — 1
alſo um 0,1 Prozent.
Der Aufſichtsrat der Hamburgiſchen Elektrizitätswerke beſchl
Verteilung einer Dividende von wieder 10 Prozent vorzuſchlagen
Am 22. Auguſt haben im Auswärtigen Amt in Berlin d
handlungen zwiſchen der deutſchen und der finniſchen Del
begonnen, die gewiſſe Abänderungen des zwiſchen beiden Lände
tenden Handelsvertrags zum Gegenſtand haben.
Die von einem Teil der Preſſe gebrachte Notiz, wonach die
zur Zeit wegen Uebernahme der Allgemeinen Betriebs=Kredit Guie
Verlin, der Tochtergeſellſchaft der Frankfurter Allgemeinen 2
rungs A. G., verhandle, entbehrt, wie die Citag mitteilt, jeglicher E4zin
lage.
Die Metallgeſellſchaft gründete gemeinſam mit der Dewch,,
Almy Chemical Comp. in Cambridge mit 500 000 RM. A.K. die
A. G. für Caoutchoueverarbeitung mit dem Sitze in Frankfurt
Dieſe bildet die Fabrikationsgeſellſchaft der Caoutchouc G.m.b.H.,
furt, welche ſich ſeit 1926 erfolgreich auf dem Gebiete der Caouh
Chemie (Latex) betätigte.
In Offenburg wurde die Gasfernverſorgung Mittelbaden Gr
mit 200 000 RM. Stammkapital für den Bau und Betrieb von En
verſorgungsanlagen für Mittelbaden beſonders für die Gasfern
gung gegründet. Bekanntlich ſoll auch eine Gasfernverſorgung
baden G.m.b.H. mit dem Sitz in Freiburg i. B. in Wirkſamkeit
Im geſtrigen öſterreichiſchen Miniſterrat iſt der Bundesmini
Land= und Forſtwirtſchaft in einem Referar über die Notlage de
reichiſchen Landwirtſchaft für die Einführung eines Getreidehe
monopols eingetreten. Ein Beſchluß wurde nicht gefaßt.
Nach Angaben des polniſchen ſtatiſtiſchen Hauptamts betr
volniſche Ausfuhr im Juli 2 139 000 To. im Werte von 276,4 M
und die Einfuhr 474 000 To. im Werte von 266,4 Mill. Zl. Es
ſich ſomit ein Aktivſaldo von 10 Millionen Zloty.
In Indien ſind 10 000 Arbeitnehmer der Burda Shell Oil Col
und der Standard Oil Company geſtern in den Streik getreten.
Nach auſtraliſchen Blättermeldungen iſt die Verfchiffung vo.
Millionen Gold der auſtraliſchen Bundesbank für Rechnung der
von England zu erwarten. Es wird darauf hingewiefen, daß das
gegenwärtig für die Bank von England von größerem Nutzen
für die auſtraliſche Nationalbank, deren Goldreſerven in den
Jahren ſtändig gewachſen ſind.
Berliner Kursbericht
vom 23. Auguſt 1929
Danatbank Ve
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Deviſenmark”
vom 23. Auguſt
111.84
18.74
Frankfurter Kursbericht vom 23. Auguſt 1929.
6% Dtſche.
Reichs=
anl. v. 27 ....."
6% Baden
Frei=
ſtaat v. 27 ...
6‟ Bahern Frei
ſtaat v. 27
89 Heſſen
Volks=
ſtaat. . . . . v. 28
8‟.
v. 2
6% Preuß.
Staats=
anl. v. 28 ....."
6% Sachſen
Frei=
ſtaat v. 27
7½ Thüringer
Frei=
ſtaat v. 27 ...."
Dtſche. Anl.
Auslo=
ſungsſch. + 1/.
Ablöſungsanl. .
Dtſche. Anl. Ablö
ſungsſch. (Neub.
Dtſche. Schutzge
bietsanleihe ..."
30 Bad.=Bad. v. 20
6% Berlin v. 24.
8% Darmſtadt v. 26
8o
v. 21
2o Frlf. a. M. v. 26
8% Mainz v. 26 ..
8% Mannh. v. 26.
3% Nürnbergv. 26
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31, Heſſ. Landesbk.
Goldpfbr.
82/, Heſſ. Landesbk
Goldoblig.
4 I.%. Heſſ. Ld8.
Hyp.=Bf.=Liquid.
Pfbr.
„o Preu ß. Lds.-
Pfbr.=Anſt.
Gold=
pfbr.
8%, Preuß. Lds.=
Pfbr.=Anſt.
Gold=
obl. ..
27.25
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Re
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91.4
79
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10.6
2.55
91
Re
87.5
84
90
96.9
93.5
8‟. Darmſt. Komm.
Landesbk. Goldobl
8‟/=
KaſfelerLandes=
kredit Goldpfbr.
8‟). Naſſ. Landesbk.
Goldpfbr. .
Dt. Komm. Sam
mel=Ablöſ.-Anl.
* Ausl. Ser. I
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Dt. Komm. Samm.
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o „Liqu.=Pfbr
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4:/,% „ Lig. Pfbr
8% „ Pfbr. Bk.
41/.% „Lia. Pfrb.
8% Mein. Hyp. Bk.
14:/.% „ Lig. Pfbr.
32 Pfälz. Hyp.B
4½-0 „Lig. Pfbr.
8. Preuß.
Boden=
cred.=Bk.
Lig. Pfk
Preuß. Centrl.
Bodencr.=Bk.
4:/.0. „ Lig. Pfb=
8‟/„Rhein. Hyp.=B!
4/.-1. „Lia. Pfb.
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werfe v. 27 ..
93.5
96
97
50.9
67.5
21
97
78.5
73.75
74
76.5
S7.5
72.1
97
7775
96.5
97.5
97.25
73.
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ſieammer 234
Moter an Liutn.
Roman von Bruno Winkler.
Copyright: Greiner u. Co., Berlin, Luiſenſtr. 19.
Nachdruck verboten
Sie ſchwiegen. Nach einer Weile ſagte Stamer: „Edwin iſt
de Bruder. Aber mir iſt oft geweſen, als ſeiſt du mein einziger
Hn.”
Und Doritt iſt meine Schweſter,” flüſterte Teves und
Samstag, den 24. Auguſt 1929
Seite 13
ſelte.
„Edwin reißt nieder, was ich geſchaffen habe,” fuhr Stamer
„Du aber bauſt mit mir. Du ſchützt das wankende Werk.
gi Motor wird uns zu Königen der Wirtſchaft machen.” Er
gchränkte die Arme über der Bruſt und lehnte ſich tiefer ins
hſter. „Morgen wird man von dem Unglück in Oberhauſen
i. Dann werden ſie mich für ganz erledigt halten. Große
gige ſind im Gang: Konzernbildung, Zuſammenſchlüſſe,
Vor=
witungen auf den kommenden Kampf um den inneren Markt.
ych hat man dabei nicht haben wollen, wenn man mir auch
die Ehre des Vorſitzes beim Kongreß gab. Meine
Unter=
mmungen, ſo rechnet man, werden dem Truſt, der im
Ent=
ſen iſt, ſchon von ſelbſt zufallen, aufgeſogen werden von einer
ſitalkräftigen Rieſengeſellſchaft. Siegrot wartet nur auf den
, an dem er mich ſchlachten kann. — Das iſt die Lage. Davon
du nichts gewußt?”
Nein”, murmelte Teves.
„Sie wäre hoffnungslos ohne deine Erfindung. Du biſt
ner Sache ſicher? Der Motor hält, was er verſpricht?”
Keine Sorge, Vater! Er wird Unerwartetes leiſten.”
Die ruhige Stimme des Sohnes tat Stamer wohl. Wie
und voll er das Wort „Vater” ſprach! Heiße Freude ſtieg
ſdem Fabrikauten auf. Er ſpürte das Verlangen, dem neben
Sitzenden irgendwie ſeine Liebe zu erkennen zu geben, ein
hlangen, das er Edwin gegenüber ſo mächtig nie empfunden
ſte. Aber ſein hartes Männertum hinderte ihn, ſein Gefühl
eigen.
Sie näherten ſich der Außenſtadt, glitten aus glitzernder Helle
das Dunkel der Landſtraße. Auf dem Flugplatz tanzten Lich=
Scheinwerfer ſandten Strahlenbündel gegen den Himmel.
Bahnhof Tempelhof leuchteten rote und grüne Laternen.
Zug fuhr mit dumpfem Rollen ein.
Als ſie in die Fabrik kamen, mußten ſie vor dem Tor einige
tzenblicke warten. Der Pförtner öffnete verwundert. Gebäude
änteſw Höfe lagen im Finſtern. Teves ging ins Ingenieurbüro
zw holte den Schlüſſel für die Halle, die den neuen Wagen barg.
Mit leiſem Knarren wich die hohe Tür. Teves ſchaltete das
Rin ein. Da ſtand ſeine Schöpfung, ein kleines ſchnittiges
Fahr=
eg. Der dunkelrote Lacküberzug glühte wie Burgunder im
Aeußerlich unterſchied ſich das Gefährt nicht von einem
weööhnlichen Automobil. Geſtell, Aufbau, Motorhaube: alle wie
Aich.
Der Ingenieur ſchlug den Deckel der Haube hoch. „Ich muß
noch die Flaſche einſetzen.‟ Er nahm eine nickelglänzende
Stahl=
granate, die nicht viel größer als eine Sektflaſche war, legte ſie
in die für Se beſtimmte Höhlung und ſchraubte ſie mit einigen
kräftigen Griffen feſt. Dann ſtellte er an einem Ventil. Ein
Ziſchen klang auf. Der verflüſſigte Waſſerſtoff, der in der Flaſche
war, lief in die Motorkammer ein.
„Eine Flaſche reicht für fünftauſend Kilometer, Vater”, ſagte
Teves. „Mit einem Dutzend ſolcher Granaten fahre ich um die
ganze Erde.”
Er drückte auf einen Knopf. Ein ſchwaches Surren. „Nimm
Platz!”
Stamer ſtieg ein. Otto Teves ſetzte ſich neben ihn ans Steuer.
Die Scheinwerferlampen leuchteten auf. Langſam rollte der
Wagen ins Freie.
Geſpenſtig huſchte das lautlos dahingleitende Gefährt über
die Höfe. Sie fuhren durch ein Gittertor, das Teves öffnete,
auf die Prüfungsbahn. Die Betondecke glänzte wie ein weißes
Tafeltuch in den Lichtkegeln der Wagenlaternen. Um ſie und
üiber ihnen war ſchwarze Unendlichkeit.
Schweigend legten ſie Runde um Runde zurück. Zwei
Lich=
ter jagten um das Oval, zwei Zwillingsſterne im der Finſternis.
Der Wagen fuhr tatſächlich ohne jedes Geräuſch. Die Inſaſſen
hörten nicht das Arbeiten des Motors.
Allmählich ſteigerte Teves die Geſchwindigkeit. Der Zeiger
des Tachometers ſprang in kleinen Rucken vor. Stamer hüllte
ſich feſter in ſeinen Mantel.
Die Bahn war an den Kurven überhöht, ſo daß man dieſe,
ohne die Schnelligkeit zu mindern, nehmen konnte.
Es war ein ſeltſam leichtes Fahren. Selbſt jetzt, als der
Motor ſeine volle Kraft entfaltete, lief er, ohne mehr als ein
leiſes Schnurren hören zu laſſen. Die beiden Männer
vernah=
men es nur, wenn ſie darauf achteten; es ertrank im Sauſen
des Luftzugs, im Rauſchem der Gummireifen auf dem Beton.
So fuhren ſie durch die Nacht: eine Stunde, zwei Stunden,
drei Stunden. Legten Hunderte von Kilometern zurück. Die
Wolkendecke am Himmel verzog ſich und gab den Blick auf die
Sterne frei. Sie grüßten von oben die beiden Lichter, die wie
ſie ſelbſt eine vorgezeichnete Bahn durchraſten.
Teves war voll angeſpannter Aufmerkſamkeit. Er fuhr mit
einer Stundengeſchwindigkeit von 180 Kilometern. Stamer aber
ließ ſeine Gedanken ſchweifen. Er arbeitete ſchon an der
Ge=
ſtaltung des Kommenden. Dieſe Stunden bedeuteten den
Be=
ginn einer neuen Zeit: Gewaltige Anlagen wuchſen vor ſeinem
Auge; Rieſenwerke zur Erzeugung und Verflüſſigung des
Waſſer=
ſtoffs, gegen die das in den nächſten Tagen fertig werdende erſte
Werk nur eine Hütte war, neue Fabriken entſtanden, durch die
der zu erwartende Maſſenbedarf an Motoren und Wagen
befrie=
digt werden ſollte: Straßen wuchſen, von Stadt zu Stadt das
Land durchſchneidend, wie Rennbahnen gebaut, die Straßen und
Wege des alten Verkehrs überbrückend oder unter der Erde in
Tunnels kreuzend. Seine Gedanken jagten ſich. Plan türmte
ſich auf Plan. Er ſelbſt würde dieſe Straßen bauen, die ſich wie
ein Netz über das Reich, über ganz Europa ſpannen ſollten.
Stamermonopol=Betriebsſtoff, Wagen; Fahrbahn: der Reiſende
würde alles aus ſeiner Hand empfangen. Kampf! Mit der
Konkurrenz: er würde den Ring ſprengen, würde, ſtatt
aufge=
ſogen zu werden, das Haupt eines neuen ungeheuren Truſts
werden. Mit dem Staat: denn wieviel würden wohl noch mit
der Eiſenbahn fahren, wenn jeder ſeinen Wagen beſaß, mit dem
er ſchnell und zu einem Spottpreis überall hingelangen konnte.
Man würde ſich einigen, und es wäre nicht die ſchlechteſte Löſung,
wenn aus dem Stamermonopol ein neues Staatsmonopol würde.
Der Einzelne ging immer in der Welt voran, und wenn er Großes
vollbracht, ſeinem Volk, der Menſchheit neue Werte geſchaffen
hatte, überließ er ſein Werk den Händen derer, denen es zu
die=
nen beſtimmt war
Stamer ſaß in einem Rauſch, aber in einem Rauſch, der das
Denken nicht trübte ſondern zu ungewöhnlicher Klarheit ſteigerte.
Er ſah bereits geſtaltet, was an Möglichkeiten noch dunkel in der
Zukunft lag, und er war ſich deutlich bewußt, daß nicht er der
Einzelne war, dem das Verdienſt der ſchöpferiſchen Tat zufiel,
ſondern daß es Otto Teves, ſein Sohn war.
Unwillkürlich blickte er nach ihm hin. Sein Kopf war von
der kleinen Lampe am Schaltbrett ſchwach beleuchtet. Teves
hatte, wie er ſelbſt, Lederkappe und Fahrbrille auf. Kühn ragte
die Naſe nach vorn und die Wangen ſtanden ſtraff um den
feſt=
geſchloſſenen Mund.
Otto fühlte, daß der Vater ihn anſah. Aber er wandte ihm
das Geſicht nicht zu. Seine Blicke waren ſtarr auf das ihnen
entgegenraſende weiße Band der Fahrbahn geheftet. Ab und zu
glitten ſie über die Zifferblätter der Meßvorrichtungen. Seine
Hände umſpannten das Steuerrad. Selten nur rückte die Rechte
an einem Hebel.
Auf einmal aber drückte er auf den Hupenknopf. Ein helles
jauchzendes Signal erſcholl. Gleichzeitig mäßigte er die Fahrt.
Warm umſpielte die Luft der milden Septembernacht die durch
den kalten Windſtrom erſtarrten Geſichter.
„Fünfhundert Kilometer”, ſagte Teves. „Das iſt genug.
Biſt du zufrieden, Vater?”
Stamer fand, was ihm noch nie vorgekommen war, keine
Antwort. Er nickte nur. Langſam rollte der Wagen nach der
Fabrik zurück.
FI.
Edwin und Jenny verbrachten in Heringsdorf nur eine
Nacht. Zur Verwunderung des jungen Stamer trieb die Diva
ſchon am andern Tag weiter.
„Nach Zoppot, Edwin, hier iſt es langweilig. Hier gibt es
ja nicht einmal ein Roulette.”
Edwin machte Einwendungen. „Wir können doch ruhig ein
paar Tage bleiben."
„Du haſt mir einen Europabummel verſprochen. Das hier
iſt nur ein beſſerer Vorort Berlins.”
Launen! Aber ſchließlich war es gleichgültig, wo man die
Zeit hinbrachte. Achſelzuckend fügte er ſich.
Sie fuhren mit dem Dampfer nach dem ſchönen, einſt
deut=
ſchen Seebad. Jenny trällerte, als ſie an Land gingen, die
Melo=
die eines Vorkriegsſchlagers aus der Operette „Polniſche
Wirt=
ſchaft."
(Fortſetzung folgt.)
„Tarina gesenüber,
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