Mf
elau
Ruf
wingem Erſcheinen vom 1. März
I Reichsmart und 22 Pfennig
FeMelt 2.25 Reichsmart, durch die
zatsumart frei Haus. Poſlbezugspreis
„tls rid monatlich 2.75 Reichemark.
ir * Aufnahme von Anzeigen an
Teſlowtrd nicht übernommen.
Nicht=
einzeßl eimmmern infolge höherer Gewalt
„Iden fü c er nicht zur Kürzung des
ſſes. Aailungen und Abbeſtellungen durch
hleliſchkeit für uns. Poſiſcheckkonto
inrt a. M. 1304
Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrſchten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 25
192. Jahrgang
Samstag, den 16. März 1929.
Anzeigenpreis:
27 mm breite Zeile im Kreiſe Darmſiadt 25 Reichspfg.
Finanz=Anzelgen 40 Reichspfg. Rellamezelle (92 mm
breit/ 2 Reichsmark. Anzeigen von auswärts 40 Reichspfg.
Finanz=Anzeigen 60 Reichspig. 92 mm breite
Reliame=
zeiſe 3.00 Reichsmari. Alle Preiſe in Reichsmart
(1 Dollar — 4.20 Marfl. — Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Strell uſw., erliſcht
ſede Verpflichtung auf Erfüllung der
Anzeigen=
aufträge und Leiſtung von Schadenerſatz. Bel
Konkurs oder gerichtlicher Beitreibung fäll jeder
Rabatt weg. Bankkonto Deutſche Bank und
Darme=
ſädter und Natſonalbank.
Mausſstächender den eint iin kelhniag
Eine Kanzlerrede.
Mbefſte Leſung des Ekals beendel.
* Berlin, 15. März. (Priv.=Tel.)
Auf Antm / Parſh enatlich anzunehmen, daß die ſtark verſpätete
Etat=
dehce chstages in dieſem Jahre ſich ausſchließlich um
heim we
iaſhil lle Problem drehen würde, das ja alles
5
un 2/Zuung weit überragt, weil es die Lebensfrage des
in Grois3
ge der Genn bewſbe iſt: Die Deutſchnationalen haben aber von
ſechülre: Oppoſition Gebrauch gemacht und neben dem
ſchehrurh einen politiſchen Redner vorgeſchickt, Herrn
2u
Gl. I N. 79 FScſſt ragen aus Pommern, der ſich den Kanzler
Her=
au, geſäi ſülleſſtnis Korn nahm, den er mit einigen peinlichen Fra=
Dienstag, M
z Uhr duz die enume zu bringen ſuchte. Leider ließ ſich Herr
richt auf da herlAer) ſofort zu antworten, wobei ihn aber ſeine
Be=
ſt =ſres, ſo daß er prompt in die Fallen lief, die ihm
Zinme
tſchy vy aler Seite geſtellt worden waren, und ſich in
Diebung,
eguſ ihmeinredete, die bei ihm nicht den Kanzler,
ſon=
nſriden Sozialdemokraten zu Worte kommen ließ.
nrütſaß er dieſe beiden Eigenſchaften bunt
durchein=
t, Ab5ß zuletzt niemand mehr zu unterſcheiden ver=
Audtd
ſcheſtr/ Hälften ſeines Weſens gerade am Worte iſt.
antißel Moniag
konſtiſil denn auch, daß er der Reihe nach allen bürger=
und ſden 19. M0 hartehl mor den Kopf ſtößt. Er lehnt zwar die
Auf=
tände beginnend.” hlsi ſ=s für die Sozialdemokraten den Begriff des
Rii
brrahnmicht gebe, mit aller Entſchiedenheit ab, um dann
hotiſt tt auf eine Lobrede über die lebendige Kraft des
mer
busY hommen. Die geſchichtlichen Reminiſzenzen, die
eut ſſter die Urſprünge des Parlamentarismus, ſind
anſitkaar. Von den Bayern iſt ihm denn auch bereits
Mter geſagt worden, er müſſe künftighin auf die
ihſkr e einigten Eigenſchaften größeres Gewicht legen,
rülich untragbar, daß der Chef einer
Koalitions=
irſtur auch bürgerliche Paxteien ſitzen, den
Sozialis=
dahr=lein ſeligmachende Rezept verſchreibe. Obwohl
ſllerhi ſſeiner ſtarken Abwehr gegen die Deutſchnatio=
Phafhfilmterſtützung nicht nur bei ſeiner eigenen Partei,
auchſnr Zentrum und den Demokraten fand, wäre es
geſauts holitiſche Lage klüger geweſen, wenn dieſe Rede
ſltehwdex mindeſtens erheblich mehr nuanciert geweſen
RceI, dem früheren Reichsfinanzminiſter Dr.
Rein=
hrke keuſtützung fand, der nicht ganz ſoweit geht wie
spahls ſaber doch Erſparniſſe von 120—150 Millionen
ſchaugüglich hält. Ueber die übrige Debatte läßt ſich
enlweiſterung bei den Bayern für die Koa=
Nnfalls nicht geſtiegen und auch die Deutſche
hu eine ſolche Verwiſchung ab, weil ſie doch in
Fia grundſätzlich anderer Auffaſſung iſt. Herr
alpoffenbar gegen die Deutſche Volkspartei ſtark ge=
8 Aſte ſich ſchon in einem Zwiſchenruf, den er dem
ſemec genüber machte, worin er ihn daran erinnerte,
ſchlhüige zwiſchen der Regierung und den
Regierungs=
beſtſſiue Bindungen beſtanden. Er zog aber auch da
erenc3 Dr. Cremer ihm erwiderte, daß die Sozialdemo=
Pahr durch ihre Haltung beim Panzerkreuzer ja das
hiſſſchend bewieſen habe. Der Etatredner der D.V.P.
ſicht Abrigen, in ſehr großer Ruhe den
Sozialdemo=
die / mkengänge ſeiner Fraktion nahezubringen. Er
alle gn reſſive und wollte ſogar dem Begriff des
Ulti=
dalellletzende nehmen, in dem er es ſehr geſchickt
umat ulncht einer Partei, ſondern des Volkes und der
aft alrle Verantwortlichen interpretierte. Nachdenklich
beſonhi”s / ein Hinweis, daß die Steuerbelaſtung in Reich,
n un Werneinden auf mindeſtens 25 Prozent des ganzen
Momats; geſtiegen ſei, wohl verſtanden ohne die ſozialen
Trch m, ſcheint er auf die Sozialdemokraten keinen
Eindin gemacht zu haben, obwohl er auch bei dem demo=
inbesh Eh:: die Wirtſchaftspartei bläſt ſchon
wie=
imfarehru: Auflöſung des Reichstages, die
inkWyffen vor allem gegen die Erhöhung der
eug (srnährungsminiſter Dietrich=Baden verteidigt
Schickta m. Politik gegen die Deutſchnationalen, und da
ihen 2 ſtehsen in ihrer Redeluſt ſich weiſe
Selbſtbeſchrän=
ie Whierle, ggelingt es, die erſte Leſung des Etats
End cü, daß in der kommenden Woche der Verſuch ge=
Derden Tun, im engſten Kreiſe zwiſchen dem
Reichsfinanz=
e unden; Finanzreferenten der Parteien mit dem
Rot=
e Erſchrſuiche Summe aus dem Etat herauszuſtreichen.
Somste nill ſchon wieder der Reichstag Wochenende
2½ um a Abe Woche den Nachtragsetat fertigzuſtellen.
eAs anuakum der deutſchen Nok und des
Nigchaftlichen Zuſammenbruchs.
2begann die Plenarſitzung am Freitag wieder um die
wurde die Ausſprache über den Etat 1929 fortgeſetzt.
ar Kommuniſt Stöcker, der gegen die Regievung
eöialdemokratie polemiſierte. Abg. Dr. Cremer
Sden Ausführungen des Miniſters über die
Vermögens=
zm. Im Gegenſatz zur Uebereinſtimmung in der
aber wenig Einigkeit zwiſchen den Parteien über
die kranke Wirtſchaft, deren gegenwärtiger Zuſtand
mache ihr weitere Steuerlaſten aufzubürden. Für
ei liche Belaſtung der Wirtſchaft mehr als ein Viertel
valbermögens b tragen und zuſammen mit den
Sozial=
cn Drittel. Inzwiſchen habe ſich das Verhältnis noch
t. Bei der Forderung, daß der Etat keine neuen
Quertſchaft bringen dürfe, handele es ſich nicht um das
Hirtei an andere Parteien, ſondern um das Ultimatum
mnd des wirtſchaftlichen Zuſammenbruchs an die Ge=
Sltwortlichen Stellen. Eine Verſtändigung über eine
ſei möglich, wenn ſich hierbei die Regierung führend
Tlund der Finanzuiniſter ſich bereits vor der Beratung
den Parteien in Verbindung ſetze.
Es ſei durchaus möglich, bei den verſchiedenen
Ekaispoſilionen über 200 Millionen zu ſparen.
Bei der Kürzung der Ueberweiſungen an Länder und Gemeinden müſſe
verhindert werden, daß die Folge eine Erhöhung der Realſteuern ſei.
Es ließe ſich leicht nachweiſen, daß die Länder und Gemeinden ſehr gut
in der Lage ſeien, in dieſem Notjahr auf 3,5 Prozent ihrer Einnahmen
vom Reiche zu verzichten. Eine Erhöhurng der Realſteuern wäre
des=
wegen nicht notwendig. Angeſichts der Steigerung der Reparationslaſten
müſſe nicht nur das Reich, ſondern müßten auch die Länder ihre
Aus=
gaben einſchränken. Die Beſteuerung der erwähnten Betriebe würde
dem Reiche eine Mehreinnahme von 70—80 Millionen erbringen. Es ſei
eine beweisbare Tatſache, daß das Defizit des Etats ohne ſteuerliche
Be=
laſtung der Wirtſchaft gedeckt werden könne. Das Notjahr 1929 ſei nicht
geeignet, die Sanierung unſeres Budgets durchzuführen. Die jetzige
finanzielle Geſtaltung der Arbeitsloſenverſicherung ſei unhalubar und
auch ein Umbau der Alters= und Invaliditätsverſicherung werde ſich nicht
wehr lange aufſchieben laſſen. Die Volkspartei wolle durch eine
Stär=
kung des Einfluſſes des Finanzminiſters eine Sparſamkeitspolitik
er=
möglichen. Ihre dahin lautenden Anträge beſtrebten nicht eine
Schwä=
chung, ſondern eine Stävkung des parlamentariſchen Regimes. Es
be=
ſtehe keine Koalitionsregierung, ſondern lediglich ein Kabinett der Köpfe,
ſo daß die Teilnahme prominenter Parteimitglieder an der Regierung
die Parteien nicht an die Regierungsbeſchlüſſe binde. Der Redner bat,
die Erſparniswänſche der Volkspartei ernſthaft zu prüfen, und zwar
unter Führung der Regierung.
Abg. Dr. Reinhold (Dem.) erklärte, der Miniſter hätte etwas
deutlicher ausſprechen ſollen, daß auch er eine weitere Belaſtung der
deutſchen Wirtſchaft für unmöglich halte. Der Redner machte dann
all=
gemeine Angaben über Abſtriche an den einzelnen Etats, wonach ſich etwa
120 bis 150 Millionen weiter erſparen ließen. Die Kürzung der
Zu=
weiſungen an die Länder und Gemeinden dürfe ein gewiſſes Maß nicht
überſchreiten. Dr. Reinhold ſprach ſich gegen einen Abbau der
Sozial=
politik aus, meinte jedoch, daß die Sozialberſicherung ſo umgeſtaltet
werden könne, daß nicht die hohen Millionenbeträge in den Kaſſen
lie=
gen, ſondern der Allgemeinheit zur Verfügung ſtehen. Auch die
Ar=
beitsloſenverſicherung bedürfe einer gründlichen Umgeſtaltung.
Abg. Drewitz (W.P.) erklärte, die Wirtſchaftspartei ſei für einen
Defizitetat nicht zu haben. Sollten die Schwierigkeiten bei den jetzigen
Koalitionsverhandlungen, die hauptſächlich in den
Meinungsverſchieden=
heiten über die Steuerfragen lägen, nicht, bald gelöſt werden, ſo ſollte
man einfach an die Wähler appellieren.
Abg. Pfleger (B. V.P.) erklärte,
Eine Erhöhung der Bierſteuer würde für die
Bayeriſche Volksparkei abſoluk unannehmbar ſein,
zumal ſie nicht alle Gebietsteile gleichmäßig treffe, ſondern vor allem die
ſüddeutſchen Länder. Wer gegen die Auffaſſung der B.V.P. die
Ueber=
weiſungen an die Länder kürzen wolle, ohne zwangsläufig eine
Er=
höhung der Realſteuern zu erreichen, der müſſe auch ſagen, welche der
reichsgeſetzlich feſtgelegten Länderaufgaben er beſeitigen wolle.
Deukſchnakionale Angriffe.
Die zweite Rednerreihe eröffnete Abgeordneter Schlange=
Schöningen (Dn.). Die Regievung, ſo evklärte er, habe das S.O.S.=
Zeichen aufgezogen. Sie liege vor dem Hafen wie ein Panzerkreuzer
mit ſchwerer Schlagſeite, deſſen Kapitän hilflos auf der Brücke ſteht,
während die Seeleute unter bewährter Führung von Dittmann und
Levi meutern und die Paſſagiere fluchtartig das ſinkende Schiff
ver=
laſſen. (Lärmende Zwiſchenrufe und Unruhe bei den Soziald mokraten.)
Man werde nächſtens erleben, daß ſich der Kampf fremder Firmen auf
deutſchem Boden um deutſche Abſatzmöglichkeiten abſpielt. Der Redner
erinnerte an die große nationalpolitiſche Gefahr im Oſten. Man fühle
ſich im Oſten verraten und verkauft, im Zuſtand vermanent drohender
Kriegsgefahr, wenn ein Mann, wie der Reichsbannerführer und frühere
General von Schöneich in Oſtpreußen umherreiſt und die Leute zur
Kriegsdienſtverweigerung und zum Generalſtreik aufruft, auch im
Augenblick eines Poleneinfalls. Der Redner richtete an den
Reichs=
kanzler die Frage, ob er nichk auch der Meinung ſei, daß Landesverrat
die größte Schande iſt. Der Redner widerſprach der Auffaſſung, daß
an unſeren heutigen parlamentariſchen Verhältniſſen die Fraktionen und
die Methoden ſchuld ſeien. Im Augenblick werde man über das
Schlimmſte hinwegkommen, indem die Menſchen ſich zu einer großen
Fraktion der Vernünftigen zuſammenfinden, die geſinnungsmäßig
zu=
ſammengehören und zum Handeln entſchloſſen ſind. Für die Dauer werde
man aber immer wieder vor der Entſcheidung ſtehen: entweder geht
Deutſchland zugrunde an der Unbernunft des Shſtems, oder dieſes
Syſtem geht zugrunde an der Vernunft des deutſchen Volkes. Wir
Deutſchnationalen ſtellen an die Spitze der Beratung dieſes Etats der
Hilfloſigkeit den Satz: „Wir wollen, daß dieſer übertriebene
Parlamen=
tarismus ſterbe, damit Deutſchland leben kann!” (Beifall rechts.)
Bei der fortgeſetzten Beratung des Reichshaushaltsplanes für 1929
und des Notetats im Reichstag nahm
Reichskanzler Müller
ſofort zur Erwiderung das Wort. Er erinnerte daran, daß das vom
Vorredner bekämpfte parlamentariſche Syſtem im Oktober 1918 durch
die Hohenzollern eingeführt worden ſei, weil man überzeugt geweſen
ſei, daß das alte Syſtem völlig verſagt hatte. (Zuſtimmung links.) Und
wenn Herr Schlange geſagt habe, bei uns ſei die Revolution zuſammen
mit der Kapitulation gekommen, dann vergeſſe er, daß ſchon im
Sep=
tember 1918 Ludendorff dringend den Waffenſtillſtand verlangt habe.
Bei beſſerem Gedächtnis hätte Herr Schlange dieſe alten Kamellen nicht
aufgewärmt. Er ſollte lieber die Frage erörtern, warum er und ſeine
Freunde damals die Revolution nicht aufgehalten hoben. Wenn Herr
Schlange von nationalen Fragen ſprach, ſollte er nicht immer ſo falſch
diſtanzieren zwiſchen der deutſchen Nation und den anderen. In keinem
anderen Lande iſt von den leitenden Staatsmännern ſo deutlich wie in
England der Grundſatz abgelehnt worden, Recht oder Unrecht, mein
Vaterland! Dieſer Grundſatz hat allerdings nichts für eine praktiſche
Politik, die ſich auf Moral und Ethik aufbaut. Ich bin auf der Seite
meines Landes, wenn es im Recht iſt. Wber ich habe auch den Mut, es
zu ſagen, wenn es im Unrecht iſt. (Beifall.) Das Oſtpreußenprogramm
wird ſeit Wochken im Kabinett beraten. Keine Regierung vorher hat ſich
mehr der öſtlichen Probleme angenommen. Der Redner wies die in
die=
ſem Zuſammenhang vom Abg. Schlange erhobenen Angriffe zurück. Im
übrigen ſei er davon überzeugt, daß ſich die Bevölkerung in Oſtpreußen
ebenſo wie die am Rhein und an der Saar von ihrer kerndeutſche
Ge=
ſinnung nicht abbringen laſſen werde, insbeſondere auch nicht durch
ir=
gendwelche Machinationen von auswärts. (Lebhafte Zuſtimmung.)
Ver=
handlungen, bei denen ſoviel auf dem Spiele ſtehe, wie bei den
deutſch=
volniſchen Handelsvertragsverhandlungen, müßten aus der Agitation
(Fortſetzung auf Seite 2, Spalte 1.)
Neuaufbau der deutſchen Wirtſchaft.
Von
Arthur Zmarzly, Breslau.
Die deutſche Wirtſchaft ſteht in einer ſchweren Kriſis, deren
Ende noch nicht abzuſehen iſt und von der noch niemand zu ſagen
vermag, ob ſie nicht am Ende zu kataſtrophalen
wirtſchaftspoliti=
ſchen Zuſtänden führen wird. Die Kriſis iſt zweifellos durch einige
äußere Umſtände, wie den außergewöhnlich langen und harten
Winter und die Verhältniſſe auf den ausländiſchen Geldmärkten
verſchärft worden, aber der Erſtarrungszuſtand der deutſchen
Wirtſchaft iſt doch in der Hauptſache auf die Reparationsbelaſtung
und auf die wirtſchaftlichen Maßnahmen der letzten 10 Jahre
zurückzuführen. Selbſt wenn es gelingen ſollte, die Kriſis zum
Stillſtand zu bringen, wofür gegenwärtig noch keine Ausſicht
be=
ſteht, wird der deutſchen Wirtſchaft nicht nur eine Schonfriſt für
die Reparationszahlungen eingeräumt werden müſſen, ſondern
es wird auch eine innere Umſtellung notwendig ſein, ein
Neu=
aufbau der wirtſchaftlichen Grundlagen, wenn wir nicht völlig zu
einem Spielball der Gläubigernationen werden wollen.
Was heute in Deutſchland ſelbſt in den breiteren
Wirtſchafts=
kreiſen noch fehlt, iſt Klarheit über die Urſachen des
wirtſchaft=
lichen Verfalls. Man kennt die Millionenzahlen der
Arbeits=
loſen und Kurzarbeiter, die abnehmende Kreditſicherheit, die
ge=
wagten Geſchäftsmanipulationen, die vielen Zuſammenbrüche
großer und alter Firmen, die ſich täglich verſchärfende Kriſis in
der Landwirtſchaft, das Steigen der Deviſenkurſe und betrachtet
mit Sorgen den Ablauf zahlrenicher Tarifverträge, die neue
Lohn=
kämpfe für rund 5 Millionen Arbeitnehmer ankündigen, aber
man bewegt ſich reſigniert wie in einem Labyrinth, deſſen
Aus=
gang man nicht mehr zu finden hofft. In der Zeit der Depreſſion
ſinkt auch das Selbſtvertrauen, in den Tagen der Konjunktur ſteigt
der Optimismus über alle Gipfel. Gegen die Kriſen iſt noch kein
Mittel gefunden worden; es wird auch nicht gefunden werden,
Es iſt ein Irrwahn, zu glauben, daß die Kriſen eine Folge der
privatkapitaliſtiſchen Wirtſchaftsform ſind. Jedes
Wirtſchafts=
ſyſtem, auch die Zwaugswirtſchaft des Sozialismus und
Kommu=
nismus wird von Kriſen erſchüttert werden; denn ihre tieferen
Urſachen liegen in der Naturverbundenheit des menſchlichen
Da=
ſeins. Der Hinweis auf Nordamerika kann weder die eine noch
die ander Theorie als richtig erweiſen, da ja die jahrelange
Kon=
junktur der amerikaniſchen Wirtſchaft eine Folge des
wirtſchaft=
lichen Niedergangs Enropas iſt. Unter normalen europäiſchen
Verhältniſſen wäre die Union in den letzten 15 Jahren ſchon
mehrere Male von wirtſchaftlichen Tiefs heimgeſucht worden. Das
Bedenkliche der wirtſchaftlichen Depreſſion in Deutſchland iſt aber
nicht allein die Kriſis, ſondern das Hervortreten von Anzeichen,
die auf einen wirtſchaftlichen Verfall hinweiſen. Das äußerliche
Wachstum der deutſchen Wirtſchaft ſeit der Wiedererlangung einer
ſtabilen Währung iſt mit einer ſchweren Belaſtung an Schulden und
Zinſen erkauft worden, die auf die Dauer jede Rentabilität
er=
ſticken müſſen.
Die deutſche Wirtſchaft krankt an dem Mißverhältnis zwiſchen
Schuldenzinſen und Produktionsrente. Mit der
Auslandsverſchul=
dung ſollte zweierlei erreicht werden: Die Leiſtung der
Kriegs=
tribute und die Erhöhung der Produktivität der Wirtſchaft und
der Kapitalbildung in einem Umfange, daß die Wirtſchaft wieder
rentabel wurde, daß alſo die Ueberſchüſſe dazu ausreichten,
Zin=
ſen, Amortiſation und Kriegslaſten abzutragen. Dieſe
Erwar=
tungen ſchlugen fehl. Nach dem gegenwärtigen Stande der
Wirt=
ſchaft können wir dieſen Verpflichtungen nur nachkommen, wenn
wir uns weiter verſchulden. Die neue Verſchuldung hilft uns
aber ebenſowenig wie die vorhergegangene, denn ſo lang die
Zinsſätze ſo hoch bleiben, iſt an eine Ueberwindung der
Schwierig=
keiten nicht zu denken. Die Dawes=Sachverſtändigen ſtützten ſich
bei Aufſtellung ihres Planes auf Theorien, die nicht wirkſam
werden konnten. Man glaubte, daß der hohe Zinsſatz einen
Druck auf die Löhne und Preiſe ausüben würde, dadurch die
Ausfuhr gehoben und die Kapitalbildung gefördert werden
könnte. Gerade das Gegenteil iſt eingetreten. Sieht man
zu=
nächſt davon ab, daß die deutſche Wirtſchaftspolitik die ſtarken
Rückſchläge mit verurſacht hat, ſo muß feſtgeſtellt werden, daß die
Rechnung der Dawes=Sachverſtändigen, ihren guten Willen
vor=
ausgeſetzt, durch die hohen Schutzzölle aller Staaten durchkreuzt
wurde. Die Erhöhung der Ausfuhr im letzten Jahre iſt kein
Gegenbeweis, denn wir exportieren in großem Umfange mit
Ver=
luſt. Volkswirtſchaftlich betrachtet, bedeutet erhöhte Ausfuhr unter
den gegenwärtigen Verhältniſſen Verminderung der
Kapitalbil=
dung; ſie iſt teilweiſe aus produktionstechniſchen und
abſatzpoliti=
tiſchen Gründen zu rechtfertigen.
Auf der anderen Seite hat die Revolution, die Inflation und
nicht zuletzt das hereinſtrömende Auslandskapital die Anſprüche
des öffentlichen Verwaltungsapparates und der ſozialen Etats
weit über die wirtſchaftliche Tragfähigkeit anwachſen laſſen. Dazu
kam, daß der dauernde Abfluß von Kapital in Geſtalt von
Tribut=
zahlungen den Abbau des Zinſenſtandes verhinderten, die hohen
Zinſen aber nicht auf die Löhne und Preiſe drückten. Die Folge
davon iſt Ueberteuerung der Produktion, Unterverzinſung des
Induſtriekapitals, Unrentabilität der Landwirtſchaft und ein
Ver=
mögensverfall in den mittleren Schichten der Wirtſchaft, die für
die geſamte Wirtſchaft heute noch immer ausſchlaggebend ſind.
Die Bank für Induſtrie=Obligationen ſtellt in ihrem neuen
Be=
richt auch zahlenmäßig einen Vermögensſchwund der zur
In=
duſtriebelaſtung herangezogenen Induſtrien feſt. Das
Auslands=
kapital iſt zum Teil für die Tributzahlungen verwendet worden,
zum Teil für Produktionszwecke, die keine genügende Rente
ab=
werfen. Große Summen wurden aber auch dem zuſätzlichen
Ver=
brauch zugeführt, den wir aus Exportüberſchüſſen oder aus
ande=
ren Forderungen an das Ausland nicht bezahlen konnten. Neben
der Verſchuldung müßten wir aber doch Vermögensſubſtanz
über=
tragen. Die Ueberfremdung hat in Deutſchland einen großen
Ulmfang angenommen. Die unerträglichen Steuerlaſten und die
unzureichenden Rentabilitätsmöglichkeiten veranlaßten weiterhin
eine ſteigende Kapitalabwanderung in das Ausland, obwohl wir
unter dringendem Kapitalbedarf leiden. Dadurch muß ſich
natür=
lich die Lage am Kapitalmarkt immer mehr zuſpitzen, zumal wir
in der nächſten Zeit keine große Unterſtützung von Amerika zu
Seite 2
erwarten haben. Dollargeld iſt heute teurer als Markgeld. Es
werden deshalb nicht nur Dollarkredite zurückgezahlt, ſondern
Markgeld wird in Dollar umgewandelt und in New York
aus=
geliehen. Die ſtarke Nachfrage nach Deviſen hat die Deviſenkurſe
erhöht. Dollar und Pfund ſtehen nahe am Goldausfuhrpunkt.
Unter dieſen Umſtänden iſt damit zu rechnen, daß trotz der
äußer=
lichen Geldflüſſigkeit in der nächſten Zeit die Zinsſätze ſich weiter
erhöhen werden.
Viele Wirtſchaftler hoffen auf ein günſtiges Ergebnis der
Pariſer Reparationskonferenz. Worauf ſich dieſe Hoffnungen
ſtützen, iſt recht unklar, da in keinem der ehemaligen
Feindbund=
ſtaaten der Wille vorhanden iſt, die Höhe der Tributzahlungen
der deutſchen Leiſtungsfähigkeit anzupaſſen. Das Zinsniveau
bleibt aber in jedem Falle von den Entſchädigungszahlungen
abhängig, ganz gleich, ob die Verpflichtungen politiſche bleiben
oder kommerzialiſiert werden. Würde Deutſchland nach dem
Wunſch Frankreichs der Privatiſierung von 15—16 Milliarden
Mark zuſtimmen, dann müßte ſich der Zinſenſtand noch weiter
erhöhen, weil dem deutſchen Kapitalmarkt dann jede, auch jede
kurzfriſtige Hilfe der ausländiſchen Kapitalmärkte verſchloſſen
bliebe. Auch das Fortbeſtehen des Dawesvertrages muß in
ab=
ſehbarer Zeit zu einer Transferkriſis führen. Der Generalagent
wird ſich nicht ſcheuen, ſie mittels eines Deflationsdrucks ſolange
als möglich hinauszuſchieben; ſeine Wirkungen auf das
Wirt=
ſchaftsleben ſind ſchwer vorauszuſagen.
Wie auch die Reparationskonferenz ausfallen mag, die
Be=
laſtung mit Entſchädigungszahlen wird nicht weſentlich
vermin=
dert werden. Die deutſche Wirtſchaft bedarf daher einer
Schon=
friſt. In dieſer Zeit muß die Umſtellung, der Neuaufbau der
wirtſchaftlichen Grundlagen vorgenommen werden. Hierzu gehört
die grundlegende Aenderung der Finanz= und Steuerpolitik, die
die Kapitalbildung bevorzugt und die Subſtanzerhaltung ſichert.
Hierzu gehört aber auch eine Umſtellung in der Zollpolitik, denn
wir können uns allein nicht den Luxus leiſten, das Land mit
aus=
ländiſchen Waren überſchwemmen zu laſſen, während Millionen
Arbeitshände beſchäftigungslos ſind. Die deutſche Wirtſchaft
be=
ſitzt noch bedeutende Wachstumsmöglichkeiten im inneren Markt.
Wir können als einzelnes Land die Entwicklungstendenzen zum
Protektionismus hin nicht aufhalten. Der Kapitalvergeudung
durch überorganiſierte Zwangsverſicherungen muß Einhalt
ge=
boten werden. Dieſer Verwaltungsapparat verſchlingt ungeheure
Summen, die dem Arbeiter den Lohn vermindern. In der Arbeit
muß wieder das Leiſtungsprinzip zur Anerkennung kommen. Mit
dem Prinzip, private Betriebe unter öffentlichen und ſozialen
Laſten notleidend werden zu laſſen, dann zu ſubventionieren und
am Schluß zu ſozialiſieren, muß gebrochen werden. Die
privat=
wirtſchaftliche Betätigung der öffentlichen Hand iſt abzubauen
und geſetzlich zu regeln, denn ſie ſtellt die teuerſte
Wirtſchafts=
führung dar. Aber auch die Wirtſchaft ſelbſt wird Umſtellungen
vornehmen müſſen, namentlich gilt das für die Kreditwirtſchaft,
die in der Kapitalverteilung vieles gut zu machen hat.
Auch nach dieſem Neuaufbau werden wir noch nicht
voll=
kommen unabhängig ſein, aber die Ausſicht beſitzen, es zu werden.
Wenn wir aber ſo weiter wirtſchaften wie in den letzten Jahren,
werden wir zu einem willigen Ausbeutungsobfekt der großen
Kapitalländer werden, wie wir es teilweiſe ſchon heute ſind.
Rede des Reichskanzlers Müller.
(Fortſetzung von Seite 1.)
herausgenommen werden. Im Intereſſe Deutſchlands und Polens müſſe
alles getan werden, um dieſe Verhandlungen zu einem günſtigen
Ergeb=
nis zu führen. Der Abg. Schlange habe die preußiſche
Minderheiten=
verordnung als eine Vorleiſtung bezeichnet. Leider ſeien infolge des
unglücklichen Kriegsendes ſo viele Deutſche im Auslande, daß wir allen
Anlaß hätten, in dieſer Frage mit gutem Beiſpiel voranzugehen. (
Zu=
timmung.) Der Kanzler beſchäftigte ſich dann mit der Frage des Abg.
Schlange wegen des Landesverrats. Er halte dieſe Frage für
voll=
kommen überflüſſig, wobei er natürlich nicht alles als Lamdesverrat
an=
vehme, was der Abg. Schlange darunter verſtehe. Wenn in einer
Bro=
ſchüre gefagt ſei, der Vorwurf des Landesverrats ſei nichts gegenüber
einer Partei, die Pflichten gegenüber der Flagge hat, ſo ſtelle er feſt,
daß er Aeußerungen dieſer Art nicht wur energiſch ablehne, ſondern nie
in ſeinem Leben vertreten habe. Man ſollte endlich aufhören, mit dem
Vorwurf des Landesverrats. Draußen nimmt das doch niemand ernſt,
weil die Kriegserinnerungen noch zu gut im Gedächtnis ſind. Wenn der
Abg. Oberfohren evklärt habe, dieſe Regierung röchle nur noch und die
vorherige bürgerliche Regierung habe beſſer gearbeitet, ſo müſſe er ſchon
ſagen, daß wohl jedermann noch das Angſtgeſtöhn in Erinnerung habe,
als die vorige Regierung ihre Schularbeiten machte. Die Regierung
habe ſich für verpflichtet gehalten, einen ausgeglichenen Haushalt
vorzu=
legen, um dadurch angeſichts der Pariſer Verhandlungen den Beweis
dafür zu erbringen, daß Deutſchland trotz ſeiner ungeheuer ſchwierigen
Lage alles tue, um ſeine Verpflichtungen zu erfüllen. Die Regierung
Samstag, den 16. März 1929
Vom Tage.
Der deutſche Delegierte Geheimrat Caſtlreiſt
am Montag für zwei Tage nach Berlin, um an einer
Präſi=
dialſitzung des Reichsverbandes der Deutſchen Induſtrie
teilzu=
nehmen.
Der Vorſitzende der Bayeriſchen
Volkspar=
tei, Präſident a. D. Speck der ſeit zehn Jahren an der
Spitze der Bayeriſchen Volkspartei ſtand, hat der
Landesvorſtand=
ſchaft in einem Schreiben mitgeteilt, daß er aus geſundheitlichen
Verhältniſſen ſich entſchloſſen habe, den Parteivorſitz
niederzulegen.
Durch eine Verfügung des polniſchen Kriegsminiſters
Pil=
ſudſki iſt in 36 verſchiedenen Bezirken Nordoſt= und
Oſtpolens eine Probemobiliſierung der
Reſer=
viſten angeordnet worden. Demnach erfolgt die Mobiliſierung
in den Bezirken Pomerellen, Thorn, Bromberg, Graudenz,
Star=
gard und Dirſchau.
Die Gegenſätze zwiſchender Nankingregierung
und der Kwangſigruppe, die eine Zeitlang zu
Feindſelig=
keiten zu führen drohten, ſind wieder ausgeglichen. Die
Kwangſigruppe hat nachgegeben, da ſie erkannt hat, daß ſie gegen
die Nankingregierung zu ſchwach iſt. Inzwiſchen wurde am
Frei=
tag der dritte Nationalkongreß der Kuomintang eröffnet, auf dem
die Nankingregierung die Mehrheit hat.
billige alle Tendenzen, weitere Streichungen vorzunehmen. Die
Regie=
rung werde unter allen Umſtänden daran feſthalten, daß der Etat
in ſeinem Ordinarium im Gleichgewicht ſei,
Bei der Beratung des Reichshaushaltsplanes und des Notetats im
Reichstag wandte ſich
Reichsernährungsminiſter Diekrich
dagegen, daß der Abg. Schlonge ſeine, des Miniſters, Rede, die er in
einer Verſammlung in Stettin gehalten habe, unrichtig dargeſtellt und
verſucht habe, ſie lächerlich zu machen. Die Ausführungen des
Abge=
ordneten Schlange beruhten eben auf falſchen Preſſemitteilungen.
Abg. Dr. Neubauer (Kom.) betonte, Reichsfinanzminiſter Dr.
Hilferding habe mit ſeinem Haushalt ein feſtes Bollwerk des Kapitals
errichtet, während er als junger Nationalökonom die Dikratur des
Finanzkapitals bekämpft hatte. Seine geſtrige Rede hätte ebenſo Dr.
Köhler oder von Schlieben halten können. Der Redner rief zum Sturz
der Regierung des Hungers und der Arbeiterfeindlichkeit auf.
Abg. Kling (Deutſche Bauernpartei) gab die Schuld an dem
De=
fizit der verkehrten Wirtſchaftspolitik der litzten Jahre. Auch die
Finanzminiſter Köhler und Reinhold ſeien mitſchuldig. Der Redner
forderte im übrigen, daß man verſuche, ohne neue Steuern auszubommen.
Abg. Feder (Nat. Soz.) verlangte Beſteuerung der Börſengewinne
und Beſeitigung der Daweslaſten.
Damit ſchloß die Ausſprache. Der Haushaltsplan und der
Not=
etat wurden dem Haushaltsausſchuß überwieſen, die Deckungsvorlagen
dem Steuerausſchuß. Die Abſtimmung über den nationalſozialiſtiſchen
Mißtraucnsantrag gegen den Reichswehrminiſter findet am Montag ſtatt.
Das Haus vertagt ſich auf Montag 2 Uhr: Mißtrauensantrag der
Nationalſozialiſten gegen de mReichsinnenminiſter, Bankkreditgeſetz,
Sa=
nierung der Schichau=Werft.
Schluß gegen 20 Uhr.
Annahme der Zuſchüſſe für Theaker und Kirche.
Präſident Delp eröffnet die 42. Sitzung des Landtags um 10 Uhr
45 Minuten. Er teilt mit, daß auf Beſchluß des Aelteſtenrats jede
Fraktion und jede Gruppe zu den einzelnen Kapiteln nur eine
Viertel=
ſtunde Redezeit habe.
Auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Müller betr.
Ein=
ſäuern von erfrorenen Kartoffeln und Rüben, antwortet das Miniſterium
für Arbeit und Wirtſchaft, daß das Einſäuern der Kartoffeln ſchon des
öfteren in Fachzeitſchriften behandelt worden iſt. Mit Rückſicht auf die
große Bedeutung des Einſäuerns ſowohl von Kartoffeln wie auch von
Rüben hat die Reichsregierung Mittel zur Bewilligung von Zuſchüſſen
bei der Herſtellung von Einſäuerungsanlagen in das Notprogramm
ein=
geſtellt. Auch Heſſen iſt ein Betrag hierfür zur Verfügung geſtellt und
der Landwirtſchaftskammer überwieſen worden Die letztere hat in
Nr. 46 des Jahrgangs 1923 der „Heſſiſchen landwirtſchaftlichen
Zeit=
ſchrift” auf die Gewährung von Zuſchüſſen aufmerkſam gemacht und in
derſelben Nummer einen Auffatz über das Einſäuern veröffentlicht. Ein
zweiter Artikel erſchien in Nr. 9 des Jahrgangs 1929 der
Kaurmerzeit=
ſchrift, und auch die Deutſche Landwirtſchafts=Geſellſchaft hat in ihren
Mitteilungen in Stück 10 des Jahrgangs 1929 ein Flugblatt Nr. 98
herausgegeben mit dem Titel „Winke für die Verwertung erfrorener
Kartoffeln”
Außerdem ſind die Landwirtſchaftsämter angewieſen, die
Bürger=
meiſtereien aufzufordern, dunh ortsübliche Bekanntgabe nochmals auf die
Verwertung erfrorener Kartoffeln und Rüben hinzuweiſen und auf die
oben erwähnten Anleitungen für die Einſäuerung ſowie die Möglichkeit
des Bezuges von Milchſäurekulturen durch Vermittlung der
Landwirr=
ſchaftsämter aufmerkſam zu machen.
Die Verwendung von Milchſäurebaktevienkulturen iſt nicht unbedingt
erforderlich, da die Milchſäurebildung bei ſachgemäßem Einbringen in
Gruben und Bottiche in genügendem Ausmaße erfolgt. Die Zugabe von
Milchſäurekulturen erhöht allerdings die Sicherheit der erwünſchten
Säurebildung.
Das Haus ſetzt die Beratung des Ergänzungsvoranſchlags bei dem
Kapitel 33 (Polizei und Gendarmerie) fort, zu dem, ebenſo wie zum
Von Oscar A. H. Schmitz.
Albauien hat bisher für ein klaſſiſches Räuberland gegolten.
Das Reiſen im Innern war ſo gefährlich, daß unter dem alten
türkiſchen Regime (ich weiß nicht, wie es heute iſt) in
Konſtanti=
nopel eine ſchriftliche Erlaubnis eingeholt werden mußte, wenn
ein Forſcher das Land bereiſen wollte. Dieſe Erlaubnis wurd
ſehr ungern gegeben, da trotz militäriſcher Bedeckung die
Sicher=
heit des Reiſenden nicht über allen Zweifel war, nichtsdeſto
weniger ſind Forſcher in Albanien ſicherere gereiſt als in mancher
Gegenden Europas. Ich habe einen ſolchen Herrn in der
Haup=
ſtadt des Landes geſprochen, und er war ſo freundlich, mir ſein
Rezept zu verraten. Er hat in dem Bazar von Skutari die
Be=
kanntſchaft von Albaneſen geſucht, die von Zeit zu Zeit zu=
Proviantierung in die Stadt konmen, mit ihnen Kaffee getrun
ken, geraucht, geſcherzt und geplaudert, ſich von ihren Dörfer
erzählen laſſen und ſo viel Intereſſe und Verſtändnis gezeigt,
bis ſie ihn zu ſich einluden. Nun ſtand er unter ihrem Schutz,
er galt als einer von ihnen, und wer ſich an ihm vergriffen hätte
wäre der Blutrache des Stammes ausgeſetzt geweſen. Man
brachte ihm albaneſiſche Kleider, in denen er mit ſeinen Freunden
die Grenze des Stadtbezirkes und des gefährlichen
Gebiete=
überſchritt. So kam er von Dorf zu Dorf, indem ihn immer ein
paar Leute weiter brachten und dem Schutze der Nachbarn emp
fahlen. Der Beſitzer der Hütte, wo er den letzten Kaffee getrun
ken hatte, haftete noch vierundzwanzig Stunden für ſein Leber
und Eigentum. So war er in die moraliſche Atmoſphäre dieſer
Menſchen eingedrungen und unter ihrem ungeſchriebenen Geſetz
ſicherer, als in der Umgebung von Berlin oder Paris unter den
preußiſchen Strafgeſetzbuch oder dem Code pénal.
Vor dem Kriege iſt einem Bekannten von mir in der
römi=
ſchen Campagna folgendes Stückchen paſſiert. Drei Herren
fuh=
ren gegen Sonnenuntergang auf ihren Rädern nach der Stad
zurück. Plötzlich ſtürzten alle drei im ſelben Augenblick. Räube
hatten ein Seil über den Weg geſpannt, um ſie zu Fall zu
bringen. Ein paar wilde Kerle ſtanden vor ihnen, die ihuen
ſamt den Rädern alles abnahmen, was ſie in den Taſchen hatter
Eine von den Herren hatte nun die Geiſtesgegenwart, zu ſagen
„Wir ſehen, ihr ſeid die Stärkeren, alſo nehmt alles, aber laf
uns nur ſoviel, daß wir in irgend einer Oſteria uns etwas ſtär
ken können, denn zu Fuß haben wir noch vier Stunden nae
Hauſe.‟ Die Räuber verhandelten leiſe, da ſie darin irgendein
Falle vermuteten. Schließlich aber boten ſie ſich an, die Aus
geraubten ſelber in eine Oſteria zu führen, ihnen dort unter ihr
Aufſicht etwas vorſetzen zu laſſen und ſie dann wieder auf der
Der berühmte Geigenvirkuoſe Profeſſor Burmeſter
60 Jahre all.
Geh. Hofrat Prof. Willy Burmeſter
wird am 16. März 60 Jahre alt. Der weltbekannte Geiger hat
ſeine Laufbahn ſchon mit vier Jahren begonnen und mit ſieben
Jahren iſt er zum erſten Male in einem öffentlichen Konzert
auf=
getreten. Nach ſeinem Studium bei Hans von Bülow hat er ſich
durch Selbſtſtudium während ſeines Aufenthalts in Helſingfors
zur Meiſterſchaft emporgearbeitet. Die Glückwünſche der
muſik=
liebenden Kreiſe aller Länder begleiten den Ehrentag des
Virtuoſen.
Weg zu bringen. Unterwegs kam man ins Geſpräch. Im Wir
haus weigerten ſich jedoch die Räuber erſt, mit ihren Opfern
trinken. Das hielten ſie offenbar nicht für anſtändig, und
fürchteten ſich vielleicht ſelbſt, ihre edleren Inſtinkte durch W.
und freundliches Geſpräch zu wecken. Schließlich aber wi
ſtanden ſie dem guten Humor meines Bekgnnten nicht läng
M
folgenden Kavitel 34 (Arbeitshaus Dieburg) keine B.
Die Debatte wird für beide Kapitel zurückgeſtellt,
Das Kapitel 38 (Kirchen), das dann zur Beratung
ſtand einer längeren Debatte,
Abg. Axt (VR.P.) begründet den von ihm undch
eingebrachten Antrag, die Beiträge um 50 Prozent
daß dadurch die Gewvährung eines Darlehens von 600
Kirchen zu den bisherigen Bedingungen auch im Jahg
tigt wird.
Abg. Hammann (Kom.) kritiſiert die Eintrein,
ſteuern.
Abg. Schreiber (Dem.) unterſtreicht die
rechtlll=
gen des Staates den beiden Kirchen gegenüber.
Der=
den ihm von der Reichsverfaſſung vorgeſchriebenen
Vex=
gekommen.
Abg. Frau Heraeus (Dnatl.) betont die
kirchlichen Einrichtungen für den Staat und weiſt auf
Liebestätigkeit dem Staat abgenommenen Aufgaben hih
erzielten Erſparniſſe. Sie ſetzt ſich im übrigen für :,
gebrachten Antrag ein, der wünſcht, daß man um derenr
ſtehenden finanziellen Not der evangeliſchen Landeshz
ſteuern, 300 000 Mark mehr als im Vorjahre in den
1929 eingeſtellt werde.
Abg. Kaul (Soz.) erklärt, die ſozialdemokratiſiü
jeden Verſuch einer Einführung des Konkordates ablelen
demokratiſche Partei werde ſich bei der Abſtimmung ü
der Stimme enthalten.
Abg. Heinſtadt (Ztr.) begründet die Haltung
Frage des Konkordats. Er kommt auf das geringe
lichen zu ſprechen und drückt den Wunſch aus, daß
da=
gierung in Ausſicht genommene ſchiedsgerichtliche Verin
geführt werde.
Abg. Galm (Kom.) wendet ſich gegen die Maché
erklärt, die Liebestätigkeit ſei nur Mittel zum Zwecn
Staatspräſident Adelung wendet ſich vor alllln
den Kommuniſten vorgebrachten Verallgemeinerung:g
bungen. Er ſei langjähriger Referent der Liebest,4i
geweſen und habe bei dieſer Gelegenheit feſtſtellen körug
Liebestätigkeit aus den verſchiedenſten Motiven heraun
daß ſie aber ſtets einen edlen Hintergrund habe, ob esen
weltanſchaulicher oder politiſcher Ueberzeugung ge
Kommuniſten würden wohl für ihre Liebestätigkeit ex.
ſpruch nehmen. Er kommt dann auf das von ihm
gerichtsverfahren zu ſprechen, da er nur hierin die Mag
Frage der Verpflichtungen des Staates gegenüber den N.
ſeitigen Intereſſe zu klären. Die Frage der Unterſtüng
Religionsgemeinſchaften muß erſt noch geklärt
werder=
von einem Verſtoß gegen die Parität nicht geſprochen 1
zum Schluß, es bei dem von der Regierung vorgefell
zu belaſſen.
Abg. Dr. Werner (Dnatl.) bedauert, daß das i
ſchen Fakultät geforderte Gutachten nicht vorliegt. 0 die Tatſache hin, daß die Pfarrer ſich einen GM
10 Prozent gefallen laſſen müßten, und auf die Bedräuh
tätigkeit.
Das Kapitel wird gemäß dem Ausſchußbeſchluß
von der Regierung vorgeſchlagene Zuſchuß iſt damit I.
gierung wird ermächtigt, den Kirchen ein Darlehen zrig
ſelben Höhe und zu denſelben Bedingungen wie ijn
1928. Die Anträge der Deutſchen Volkspartei und derr?
werden abgelehnt.
Sodann werden die zurückgeſtellten Abſtimmunt wi
Das Kapitel „Landestheater” wird gegen die Stimmex
der Deutſchnationalen, der Volksrechtpartei und wert
abgeordneten genehmigt. Angenommen werden ferm
(Zuſchuß aus den Ueberſchüſſen früherer Jahre und 7
tel 10 (Landesſteuer, indirekte Auslagen uſw.), Kapitat 1
Soziale Fürſorge uſw.), Kapitel 18 (Landtag), Kapit*
Gendarmerie), Kanitel 34 (Arbeitshaus Dieburg), Kal)
ſtelle für die Landesſtatiſtik).
Das Haus ſtimmt außerdem den Kapiteln 39 (äran
40 (tierärztlicher Dienſt) zu. Bei der Ausſprache 3
(ärztlicher Dienſt) bringt Abg. Donath (Dem.) die Wur
Apothekerſtandes vor allem bezüglich des in Heſſen ükkid
weſens vor, wobei er die Anfrage an die Regierung
tun gedenke, wenn Preußen bei dem Ausbleiben der 257
ſelbſtändige Regelung vornehme.
Zu dem Kapitel 41 (Hebammenlehranſtalten in AE.
Hammann die Wünſche der Hebammen bezüglich ihren
ihrer Anſtellung vor.
Abg. Donath (Dem.) iſt für die freie Praxis Br
Miniſter des Innern Leuſchner kündigt die 7H
dernen Hebammengeſetzes an. Der Geſetzentwurf wen
und dem Hebammenverband demnächſt vorgelegt werch.!ſ
Das Kapitel ſelbſt wird angenommen.
Bei dem Kapitel 42 (Landesheil= und Pflegeanſtang
die Arbeitstherapie Gegenſtand der Diskuſſion.
Abg. Haury wendet ſich gegen die durch die
Staates ermöglichte, dem Handwerk entſtehende Korg
Abg. Rentz (Soz.) äußert Wünſche bezüglich derm
Anſtaltsinſaſſen.
Das Kapitel wird angenommen, ebenſo die dannne
Kapitel des Miniſteriums des Innern von 42—49 (24
ſchwache, Aliceſtift bei Darmſtadt, Volksgeſundheitsh”
ſorge und beſondere Maßnahmen zur Bekämpfung vong
Staatsunterſtützungskaſſe, Fonds für öffentliche Me.
Zwecke).
Schluß der Sitzung 2 Uhr. Nächſte Sitzung 22
10 Uhr: Fortſetzung der Spezialdebatte zum Stantsmſ.
nit der
M. Aber
tein, und d
ſd ihre Offen
im in ihre frühe
Wu üren bürgerl.
2ie ſchlimmf
Fufen drohen.
Hunsmitglieder
Für4s ſollen ſogar b
Aus Kabinetts vor
w Hultung der Regieru
—hei Koalitions
ihr jetzt ſoll die P
Wien und ſprunghaft
Hualt der Regierun
Fmet, und viele reck
rafe aus eit
fützen, und
geh
Naß
ſeine lauteſte
duß er offenſichtli
äüthenden Opp
uierungspartei legt.
ſte erwartet im C
Du den Sturz Poinca
t Tig nur konfuſer
Nehrheit der zuk
erwägt man
Anderheitsregierung,
aniſieren würt
un heitler ſein als
der immer von neuem einſchenkte und Schnurfé?
er die Leute weit genug hatte, ſtand er plöblien
„Himmel, es iſt gleich zehn Uhr, wir müſſen nach.
wollten ihn die Räuber ganz und gar nicht forn!
fand eine rührende Geſchichte von einer kran me
ihn auf ſchlafloſem Lager erwartete. Die edlen I.
es nicht mit anſehen, daß ihre neuen Freunde ſ9 *
ziehen ſollten, und ſie gaben in großmütiger De
Geraubte mit den Worten zurück: „No, no, tra.*
cattivi” (nein, nein, unter Freunden ſind wilt
Mein Freund erzählte mir, es habe ihm Mühe 9c
rer zur Annahme ſeines ſilbernen Zigarettell.”
Geld anzubieten, hatte er in dieſem Augenbliſch.
Taktloſigkeit gehalten.
Ein junger, in Paläſtina anſäſſiger Macdl
folgendes: Er ſchlenderte mit ſeinem Malkaſtel
an der Küſte entlang, wo beſonders wilde Stahln.
Habgier zweier Araber wird durch ſeinen Raſtel.
wie ſie ſich zuflüſtern, man müſſe ihm dieſen Nick
Schon tritt einer an ihn heran und fragt gehſes
für ein Kaſten ſei. Er antwortet, er ſei ein Mo0
Medikamente darin. Sofort ändert ſich Le
des Mannes, der ſagt: „Dann hat dich May 86
bin krank und du kannſt mir helfen.” „Gechl
Maler, „wo fehlt es dir?” „Iich habe Schmetd.
Der Maler fühlte nun mit geheimnisvollen Ge"
ab, nahm möglichſt grelle Farben hervor, mic.
ſuchte die Miſchung mit dem Pinſel, flüſtert.
bemalte dem verwunderten und von ſolcher .
Mann die Stelle, wo es ihm weh tat. Der ſihe
beſſer und beſtand darauf, daß der gottgeſtl.
Dach kommen und mit ihm Kaffee trinken Mall.
zuſammen, was in dem Dorfe irgendweiſt.
und der junge Mann bemalte Hände, Füße.
von Männern, Weibern und Kindern. *
Arzt genießt, beruht übrigens nicht nur
kenntnis ſeiner Nützlichkeit. Vor allem ſüt..
kanns
Geiſter gebietende Macht, die ihn — we.
über ſein Ende hinaus noch befähigt, de.
Tod zu ſenden.
Die ſchönſte Geſchichte aber iſt diele
ber
machte von Indien aus einen Ausſtlnt und
Grenze. Er wird in einem Dorf konſulte. dub
und
Aſpirin, Pyramidon, Abführmitteln
HEu n
Menſchenfreundlich, will er noch etwas Flucht.
diſcher Diener mahnt ihn zu nächtlichet.
fahrung gebracht, daß die Leute ihn töteſ wot.
mächti!
tätigen Gebeine eines über die Geiſter
ihrer Heimaterde zu bergen.
einer En
Runten
1 daß ſeit
Aiatzung=
jedoch te
aude
erd
Samstog, den 16. März 1929
Ceite 3
PoN
LInnzlan und Spannungen. — Diſferenzen
unerhalb des Kabinekks.
onſu erem A=Korreſpondenten.
* Paris, 15. März.
belung wendtet für, fehl
rgebrachten Ver
von
gahriger
Reie=
dieſer Geleg
ine
en verſchiedenſten Aenan” ſin.
er edlen Hintergrun
ße
politiſcher Ieberzn, / der
wohl für ihre
nder
kommt dann auf du
—.
ſpurchen, da er n
ſchlof
gen des Eit
Hären 2ie
der ſte, in der franzöſiſchen Kammer zu urteilen,
n vrbunger gewiſſen Entſpannung ſprechen. Die
Re=
urdchi fder Kongregationsdebatte nicht geſtürzt und
Beitnumg nach auch bei der Debatte über die Vor=
Biyzungsarmee nicht geſtürzt werden.
Selbſtver=
ißt ᛋ inicht, daß dieſe Debatte nicht außerordentlich
nwittwotz der bei in ſolchen Fällen üblichen
Loyali=
dt den
ozialtt. Aber die Regierung kann vor den Ferien
zt Apun, und deshalb haben die Radikalſozialiſten
Augſpeie; ihre Offenſive wieder etwas gedämpft. Und
Euet ſiö gua b iſtenit di in ihre frühere Paſſivität zurückgeſallen —
SD I mnr Aitze i querte ſihren bürgerlichen Waffenbrüdern fehlt bei
E2je ſchlimmſte Gefahr ſoll aber der Regierung
feni drohen. Es verlautet immer wieder, daß
imitglieder unter ſich vollkommen
os ſollen ſogar verſchiedene politiſche Richtun=
1M2abinetts vorhanden ſein. Eine gewiſſe
Zag=
raſt=ung der Regierung war bei gewiſſen Fragen
u wei Koalitionsregierungen kann dies ja nicht
ei jetzt ſoll die Politik der Regierung
vollkom=
k5 nnd ſprunghaft ſein. Die Meinungsverſchie=
Inneyab3der Regierungspartei werden jetzt nicht ein=
daß die Pfarer fiü
gelerſtit; und viele rechtsſtehende Deputierte bekennen
rn muß er
ſie Pkraré aus einer unumgänglichen politiſchen
Not=
gen die Pm
E von der Reverm=hera)ſunterſtützen, und daß der Miniſterpräſident ihre
ng rſtnuder Not gehorchend akzeptiert.
* 2nau) wma ” Tatſſſr ſaß Poincaré kaum eine Gelegenheit vorüber
Guumn uch Lax ohyſreme lauteſten Anhänger vor der Kammer zu
ßien m) m en. 4dſuß er offenſichtlich mehr Wert auf die
Zuſtim=
linuſthrenden Oppoſition als auf die des rechten
grmaß dem Ausſtuer Rchrungspartei legt. Die Rechte iſt dieſer Situa=
Hlagen Zuchßäg, unſſte erwartet im Grunde ihrer Seele vielleicht
. den Aicn em Luk edul /vonn Sturz Poincarés als die Linke. Die Lage
denielben Bemmm jedeſtrag nur konfuſer und niemand kann die Zu=
Leunchen Lalsmm” ung // Mehrheit der zukünftigen Regierung erraten.
tiſcheſtrife erwägt man auch ſchon die Möglichkeit der
die zri
ner Monrheitsregierung, welche von Fall zu Fall eine
o gpür ſiſttra aniſieren würde; die Lage einer ſolchen
Re=
der Vollsrecht
urde ſa/heikler ſein als die der jetzigen.
dirckn Au=
) Kapitel 18 (Gr
3 Arbeushaut
An
19w
Zesfſt Bei der Rheinarmee: „Es iſt alles
in Ordnung”.
* Paris, 15. März. (Priv.=Tel.)
) x. Bim” rmeehrmäſſion der franzöſiſchen Kammer hörte am
2z. Lonch ch g derin emcht des Armee=Hygiene=Inſpektors Abg. Dr.
Aen bzulc W/Eider re ner Enquete über die ſanitären Verhältniſſe
die Aufrage m N i ſatzunſrmee im Rheinland beauftragt war. Dr. Pe=
„ße bei den Au.e on de varſitzenden des Heeresausſchuſſes, Oberſt Picot,
azyzu, daß ſeit dem Eintreten der Froſtperiode bei
tte
ſiſchertk eſttzungstruppen 273 Todesfälle zu verzeichnen
Krnnnte
Hammef
äfüRf
mLeufchtei!
A
WI
fich nva
Hu ne
R
te diugleſcoch teilweiſe auf die auch unter der
Zviil=
herfnde Grippe zurück. Die erkrankten Soldaten
jedſhiu erdenkliche Fürſorge genoſſen. Oberſt Picot
inenmen icht die ſeltſame Behauptung auf, daß ſeiner
hde eiiundheitszuſtand der
Rheinland=
u puutſ ſchen Zwecken ausgebeutet
wor=
die iſmſammenhang zu ſtehen ſchienen mit
ird auedme ipasſge die im Auslande unternommen werde, um
(Dand rwiezeitlebheinlandräumung zuerreichen.
uand d 28he Fahlmfarrderte diſziplinariſche Beſtrafung der dafür
tlicheſſraßdurch ihr Vorgehen das Preſtige der franzö=
Nnarmſige ſchädigt worden ſei. Die erſte Rückwirkung
ſchts Addce Billigung der Armeekommiſſion der
fran=
ammer no, äußerte ſich bereits nach einer Mitteilung
für Aslſch enrechte in einer Strafverſetzung mehrerer
Bedhen, im Rheinland, die zugleich Mitglieder der
Menſchzy eihte ſind und zuerſt auf die Uebelſtände im
hingtxeſnn haben, nach Innerfrankreich Auffallend
Uecſemtimmung des Berichts der vom Senat nach
Wand Aeandten Unterſuchungskommiſſion mit dem der
mmiſſ?l DDie beiden Berichte gleichen ſich wie ein Ei
en. (ſwurde jede Verantwörtlichkeit der
Militärbehörden in Abrede geſtellt und die
Ver=
hältniſſe in der Rheinarmee werden als durchaus geordnet
be=
zeichnet.
Der „Populaire” proteſtiert in einem Artikel gegen die
Schlußfolgerungen der beiden Unterſuchungskommiſſionen. Die
ganze Affäre ſei wie eine Komödie aufgezogen
worden. Die Kommandanten ſeien von der Ankunft der
Unter=
ſuchungskommiſſion rechtzeitig telegraphiſch verſtändigt worden.
Die Soldaten hätten in Reih und Glied in Anweſenheit der
Offi=
ziere Aufſtellung nehmen müſſen, und die Mitglieder der
Unter=
ſuchungskommiſſion hätten darauf die Soldaten befragt. Dieſe
hatten es wohlweislich unterlaſſen, ſich in ungünſtigem Sinne zu
äußern, da ſie wohl gewußt hatten, daß ſie in dieſem Falle Strafe
zu gewärtigen hätten. Im Hinblick auf die Ankunft der
Unter=
ſuchungskommiſſion ſeien außerdem Kohlen verteilt worden und
man habe die Schlafräume der Soldaten geradezu überhitzt. Wenn
der Populaire” weiter ſchreibt, daß die franzöſiſchen Soldaten zu
Hunderten durch die Schuld der Militärbehörden dahinſterben
und der Kriegsminiſter Painlevé dafür vor der Nation und der
Menſchheit zur Rechenſchaft gezogen werden müſſe, ſo iſt das eine
Sache, die — ſo ſehr man die menſchliche Seite dieſer
Angelegen=
heit bedauern mag — nur die Franzoſen angeht. Wir haben
durch=
aus keine Verankaſſung, uns für die innerfranzöſiſchen
Streitig=
keiten zu erwärmen. Deutſchland intereſſiert lediglich die politiſche
Seite der ganzen Angelegenheit, und darin ſtimmen wir mit dem
„Populaire” überein, der nach eingehender Erörterung der ganzen
Affäre zu dem Schluß kommt:
„Die Beſetzung deutſcher Gebiete durch franzöſiſche
Truppen zehn Jahre nach dem Friedensvertrag ohne
irgend einen Grund für die nationale Verteidigung und
Sicher=
heit iſt eine ſinnloſe Politik, die ſich der
Schaf=
fung des Friedens, die man beim Abſchluß des
Kellogg=
paktes gefeiert hat, als Hindernis entgegenſtellt.”
Der Sozialiſt Barthé erklärt das Oberkommando
für ſchuldig.
EP. Paris, 15. März.
In der franzöſiſchen Kammer fand heute nachmittag die
Interpellationsdebatte über die Soldatenſterblichkeit in den
fran=
zöſiſchen Garniſonen des Rheinlandes ſtatt. Als erſter Redner
ſprach der Sozialiſt Barthé, der im Gegenſatz zu den
ver=
ſchiedenen offiziellen Unterſuchungskommiſſionen, die nach dem
Rheinland geſandt worden ſind, das Oberkommando als
ſchuldig erklärt. Der Redner bezeichnete es zunächſt als
unerhört, daß man ausgerechnet nur Südfranzoſen nach dem
Rheinland entfandte, die an große Kälte nicht gewöhnt ſeien.
Der Redner verlieſt darauf mehrere Dutzend
Soldaten=
briefe, aus denen hervorgeht, daß die Soldaten
allgemein ſehr ſchlecht behandelt worden ſind.
Der Herzog von York in Berlin.
Der Herzog von York,
der zweite Sohn des Königs von England, traf Freitag früh in
Berlin ein und reiſte am Abend über Saßnitz weiter nach
Nor=
wegen, wo er bei der in Oslo am 21. März ſtattfindenden
Hoch=
zeit des Kronprinzen Olaf Brautführer ſein wird. Es iſt nach
dem Kriege das erſte Mal, daß ein engliſcher Prinz durch die
deutſche Reichshauptſtadt reiſt.
Die Klage ſei allgemein, daß die Ernährung, Bekleidung
und Heizung ungenugend waren. Die
Verwaltungs=
ſtellen hätten ſich offenbar auf die Lebensmittelſendungen der
Familien der Soldaten verlaſſen. In den Schlafräumen ſei die
Heizung in verſchiedenen Garniſonen ſo ſchlecht, daß die Soldaten
ſich voll bekleidet ins Bett legten. Beim Drill ſeien die
Offi=
ziere zum Teil mit unerhörter Härte
vorgegan=
gen. Ein Bataillon ſei gezwungen worden, bei einer Kälte von
26 Grad einen Marſch von 25 Kilometer zu undernehmen. Dabei
ſei ein Soldat erfroren. In einer anderen Garniſon habe man
die Soldaten veranlaßt, bei einer Kälte von 10 Grad, nur mit
einem Trikot betle det, im Freien zu turnen. In Koblenz ſeien
die Solda en gezwungen worden, bei der Ankunft eines
Generals bei 15 Grad Kälte 10 Minuten lang
ſtramm zu ſtehen. Die meiſten dieſer Soldaten ſeien am
folgenden Tage krank geweſen. In Koblenz ſei das
Kranken=
zimmer überhaupt nicht geheizt. Man habe mehrfach
ge=
brauchte Bettücher aus Krankenbetten an die
geſunden Soldaten verteilt und ſie dadurch
angeſteckt. Ein Soldat ſei zu ſechs Monaten Gefängnis
ver=
urteilt worden, weil er beim Poſtenſtehen das Gewehr abſtellte,
um ſich die halb erforenen Hände in der Taſche zu wärmen. In
Trier ſei zur Zeit, als bereits 40 Soldaten geſtorben waren und
mehrere ihrer Leichen noch in den Kaſernen aufgebahrt waren,
ein Maskenball der Offiziere veranſtaltet worden unter der
De=
viſe: „Ganz Trier lacht” Am 3. März ſei trotz der Proteſtbriefe
von den Eltern der Soldaten ein weiterer Offiziersmaskenball
veranſtaltet worden. In Koblenz habe man ſich verſchiedentlich
geweigert, Kranke anzuerkennen, was zu zahlreichen Todesfällen
geführt habe. In Mainz ſei das Spital eine bloße Holzbaracke,
die nicht genügend geheizt werden könne. In Düren werde das
Spital erſt von 8 Uhr morgens an geheizt. Den Kranken ſeien
nie heiße Getränke verabreicht worden, ſondern immer nur
eis=
kaltes Waſſer. Es habe durchweg an Medikamenten gefehlt.
Der Redner forderte unter Nachdruck ſcharfe Sanktionen,
denn es fehle nicht an Handhaben dazu. Die Sitzung wurde darauf
unterbrochen.
Der Kommuniſt Cachin forderk Beſtrafung der
Schuldigen.
Nach Wiederaufnahme ergriff der Kommuniſt Cachin das
Wort. Cachin erltarte, die Regierung ſei für den Tod von über
300 Soldaten der Rheinarmee verantwortlich und müſſe gegen
die Schuldigen ſtrenge Sanktionen ergreifen. Der
Hauptverant=
wortliche ſei der Kriegsminiſter. Bei der Unterſuchung der
Todesfälle ſei von den Schuldigen alles vertuſcht worden. Die
Haupturſache der Todesfälle ſei die Unterernährung der
franzö=
ſiſchen Soldaten, die man mit 4,98 Franken pro Tag ernähre,
Man ſorge mehr für die Pferde, weil dieſe Geld koſteten, als für
die Menſchen, die nichts koſteten. In Düren ſeien 15 Soldaten
nach einem Manöver bei 20 Grad Kälte geſtorben. Dieſe ſeien
nicht ſür das Vaterland geſtorben, ſondern ermordet worden.
Der Schuldige ſei das militäriſche Syſtem ſelbſt, in dem die
Sol=
daten als Kanonenfutter betrachtet werden. — Darauf ſprach der
Abgeordnete Maurice Robert. Auch er führte
zahl=
reiche Beiſpiele von Soldatenmißhandlungen an. Man
habe den Truppen erfrorene Kartoffeln und Rüben als
Ernäh=
rung gegeben. In einer Batterie ſei während zwei Tagen kein
Brot verteilt worden. Die Schlafſäle ſeien oft tagelang nicht
geheizt worden. Der Abegrodnete forderte Schadenerſatz für die
Familien. Die Kammer vertagte ſich darauf auf 9 Uhr zu einer
Nachtſitzung.
Die Affäre der „Gazeike du Franc”.
Frau Hanau wurde neuerdings vom
Unterſuchungs=
richter über die Herkunft der Geldmittel vernommen, die ihr die
Gründung der Gazette du Franc” ermöglicht haben. Frau Hanau
entgegnete, ſie habe darüber bereits früher Ausſagen gemacht und
ſie denke nicht daran, den Interpellanten in der Kammer Stoff
zum weiteren Aufwühlen der Angelegenheit zu liefern. Frau
Hanau überreichte dann dem Unterſuchungsrichter die Kopie eines
an den Miniſterpräſidenten Poincaré gerichteten Schreibens, in
dem es u. a. heißt, es gebe weder einen Zuſammenbruch noch
eine Betrugsaffäre der Gazette du Franc. Alle angeblichen Opfer
würden voll entſchädigt werden. Die Paſſiven der Gazette
be=
liefen ſich auf etwa 120 Millionen Franken, die Aktiven auf
140 Millionen Franken. Ihre Geſamtunternehmen ſchlöſſen mit
205 Millionen Franken Aktiven gegenüber 170 Millionen Franken
Paſſiven. Zum Schluß behauptet Frau Hanau erneut, daß nur der
gerichtliche Eingriff eine Panik unter der Kundſchaft der Gazette
hervorgerufen habe, und daß durch ihre Verhaftung die
Schalter=
ſchließung herbeigeführt worden ſei. Wenn man auf dem jetzt
eingeſchlagenen Weg fortfahre, werde die Entſchädigung der
Kun=
den, die gegenwärtig noch zu 100 Prozent möglich ſei, auf 50—60
Prozent zuſammenſchrumpfen.
Bei; Haus. — Freitag, 15. März.
Nſämanns Erzählungen.
Oeper von J. Offenbach.
Füte ſaklia, Herrn Kitzinger aus Berlin als
Gaſt=
vi Pullctzhe: junge Muſiter iſt offenbar ſehr begabt und
Veie E swerter Sicherheit über ſeiner heiklen
Auf=
vun dielelber iſt wegen der vielen Wechſel von Formen
wel nichAicot zu dirigieren. Die rhythmiſche Schärfe,
Entbolgkeßebung, nachgiebige Führung iſt
anzuerken=
eang 98 Bühne und Orcheſter gut zuſammenzuhalten.
Ne EinMungen ſind bei einer ſtehenden Oper und in
2e mrem Mcl u taum zu erwarten. Alzu heftige Bewegun=
B gewid Riu gbereifrigkeit ſind Schönheitsfehler.
gDimcn jung aushilfsweiſe L. Waldmann aus
Karls=
gepſlechs Sstimmitteln und ſchönem Gelingen. v. II.
* Hans Chriſtoph Kaergel:
Gerhart und Carl Hauptmann.
fanzert Theo Heuſer.
beuſerr u ſich durch ſeine Bühnentätigkeit hier viele
Eworken die ihm auch als Konzertſänger die Treue
Sur ſießte ſich geſtern zahlreich im Kleinen Haus
ein=
i9 er 3h ertlieder. Wir rechnen es ihm hoch an, daß
Fhirt belulen. und populären Schukert bot, ſondern auch
Weu üeſerd ichende Geſänge, wie „Kriegers Ahnung”, „An
MAr K EWiderſchein”; er iſt der geſchmackvolle, vor=
Soger, hiſen, der er immer war; ſein Vortrag reißt
Erſchulge richt, aber ſeinen ſchönen ſonoren Bariton
Wer machtbtzmnügen. Er begann mit dem „Wanderer”
EiL Soi Tich und unſentimental; ebenſo gur gerieten
lebenſonrin.
Muſik”/ „An Silvia‟. Der Doppelgänger” und
Tmetheus” wer kann ihn gauz ausſchöpfen,
Men gatAbraoßen2) wurde auch von ihm nicht ganz er=
WSDhir. 2 2 „Der Muſenſohn” wirkten durch die liebens=
Sſchne init des Vortrags, hätten es aber noch mehr
LSih Dis krmnpo bei beiden Liedern, namentlich aber
Eiepiokezutcht zu ſchnell geweſen wäre. Hans Simon,
Mshe Tälker am Klavier, kam mit; aber” weniger
nandle, Welelagt, beſſer und richtiger geweſen. Unſerer
in pich Aa g : dagegen „Der Lindenkaum” zu lang=
SHmeler Heuſer ſeine, weiche Cantilene beſonders
Runſtler, Heuſer und Simon, mußten für
O.
Im Rahmen der Veranſtaltungen des Schleſiervereins ſprach
geſtern abend der ſchleſiſche Schriftſteller Hans Chriſtoph
Kaer=
gel — ſein jüngſtes Werk: Zingel gibt ein Zeichen, eine
Aus=
einanderſetzung mit dem Spiritismus, erſchien vor kurzem in
Bremen — über das Dichterbrüderpaar Gerhart und Carl
Hauptmann.
Der Abend, zu dem ſich eine große Zuhörerſchar eingefunden
hatte, wurde eröffnet mit drei Liedern A. Mendelsſohns, die Frl.
Klara Herbert rein und ruhig zu Gehör brachte. —
Einen Dichter über ſeinesgleichen zu hören mag immer wohl
von beſonderem Reiz ſein. Hier ſprach der Schleſier von den
Schleſiern, der Dichter von den Dichtern.
Vieles war weggelaſſen, was ſonſt einem literariſchen
Vor=
trag unentrinnbar verhaftet erſcheint — vielleicht weil kein
Lite=
rarhiſtoriker, ſondern eben ein Dichter ſprach. Unter Verzicht au
alles Biographiſche, verſuchte Kaergel ein Bild der beiden Brüder
Hauptmann zu entwerfen, indem er — in reicher, bildhafter
Sprache — jene tiefen Beziehungen aufzulegen verſuchte, die Menſch
und Erde verbinden, ohne dabei zu vergeſſen, daß in dieſer
Be=
ziehung ſchon jene andere eingeſchloſſen liegt, nach der ſtrebend
ſich jeder bemüht, nach der beſonders die beiden Hauptmann —
jeder auf ſeine Weiſe — gerungen haben.
Wohl mochte der äußere Anlaß mitſprechen, die Brüder
Hauptmann rein erdhaft, rein „ſchleſiſch” — nicht zu erklären, denn
darauf kam es dem Vortragenden nicht an. Wohl aber die
Wur=
zeln ertaſten lehren. Und doch — uns ſcheint dieſes fauſtiſche
Ringen ſchließlich nicht an die Berge der Sudeten und die Täler
des Waldenburger Landes gebunden zu ſein.
Und indem wir, nur flüchtig auf Goethe weiſend, meinen,
daß noch niemand habe ſein Werk daraus zu erklären verſucht,
daß er an den Ufern des Mains und zu Füßen des Taunus
geboren ſei — deuten wir zugleich auf die Grenzen hin, die ſich
erdhafter Erklärung entſcheidend entgegenſtellen.
Kaergel ſprach nicht nur über Gerhart Hauptmann, er ließ
ihn ſelbſt ſprechen. In ausgezeichnetem Vortrag ließ er Szenen
aus den „Webern” und Emanuel Quint” vor dem Auge des
Hörers erſtehen — im Rhythmus der Sprache Linien zeichnend.
So führte er zugleich die Straße vom Naturalismus zur
Ver=
ſonnenheit und Beſinnlichkeit.
Vielleicht aber war der Rahmen zu weit geſpannt. Die
un=
endliche Fülle des Stoffes, den der Redner nicht nur beherrſchte,
ſondern zu geſtalten wußte, ſie wurde nicht dadurch verkleinert,
daß man die Bruder Hauptmann nebeneinander ſtellte. Und
wenn man dem Redner für das Goethe’ſche Eingangswort, daß
„jeder nur ſich ſelber im andern erkennen könne”, als Zeichen
wahrhafter Aufgeſchloſſenheit danken wird, ſo mag die Frage doch
nicht ungeſtellt bleiben, ob es ein und demſelben vergönnt ſei,
zwei Weſensverſchiedenheiten zu begreifen, derart, daß er davon
ergriffen ſei. —
Daß Kaergel es auch verſtand, Carl Hauptmann’ſche
Weſens=
züge verſtändlich zu machen, konnte nicht den Eindruck verhindern,
daß er das Weſen Gerhart Hauptmanns mit feiner Einfühlung
fühlbar erſtehen ließ. —
Und ſo klang der reiche Abend denn auch in einem dichteriſchen
Mahnruf Gerhart Hauptmanns an das deutſche Volk aus. W.S.
Das Mainzer Gukenberg-Muſeum ſtellkt in Sevilla aus
Das Mainzer Gutenberg=Muſem ſtellt, einer
ehrenvollen Aufforderung folgend, auf der großen
ibero=
amerikaniſchen Ausſtellung in Sevilla ſeine rekonſtruierte
Guten=
berg=Werkſtatt aus und führt ſie dort in Betrieb vor.
Druck=
geſellen in der Tracht Gutenbergs werden Stempel ſchneiden.
Schriften mit dem Handgießinſtrument gießen, mit hölzernen
Winkelhaken aus Manuſkriptbruchſtücken des 15. Jahrhunderts
Texte ſetzen und auf der Holzpreſſe drucken. Alle Koſten werden
von der Ausſtellungsleitung getragen. Das wertvolle
Ausſtel=
lungsgut iſt bei einer deutſchen Verſicherungsgeſellſchaft
ver=
ſichert und wurde in 11 Kiſten und 26 Verſchlägen nach Spanien
abgeſandt. Der Direktor der Stadtbibliothek und des Gutenberg=
Muſeums, Dr. Ruppel, reiſt ſelber nach Spanien, um die
Guten=
bergwerkſtatt in Sevilla aufzubauen und die Druckgeſellen in der
ordnungsmäßigen Handhabung der Inſtrumente zu unterrichten.
Wilfried Wrooſt: Mein Onkel Kaſpar. Nach John Brinckmanns
be=
rühmter Erzählung „Kaſper Ohm un ick” aus der Roſtocker Mundart
ins Hochdeutſche übertragen und für die Jugend bearbeitet. Mit
Bildern von Ernſt Kutzer. 212 Seiten 80. In Ganzleinen 4,50 Mk.
Verlag Georg Weſtermann, Braunſchweig, Berlin, Hamburg.
John Brinckmanns beſtes Werk kommt mit dieſer Uebertragung
endlich zu voller Geltung; die Roſtocker Mundart, die das Original ſo
ſchwer lesbar macht, wird hier — ins Hochdeutſche übertragen — auch
dem Mittel= und Süddeutſchen verſtändlich gemacht. Und beſonders
die Jugend wird Wrooſt von Herzen dankbar ſein, daß er dieſes
präch=
tige Buch mundgerecht machte, ohne daß es in der wohlgelungenen
Umformung etwas von ſeiner Wirkung einbüßte. Denn welch eine
ſtattliche Reihe heiterer Begebenheiten erzählt uns der Dichter, und
zwar aus einer Zeit, die man noch die gute
al=
it nannte, nämlich
ſo um 1800 berum, als Kaiſer Napoleon, von deſſen Marſchallen und
Generälen, Offizieren und Soldaten im letzten Kapitel manches erzählt
wird, unſer Vaterland noch nicht unterjocht und jahrclang geknechtet
hatte.
Seite 4
Eamstag, den 16. März 1929
Reviſion der Arbeitsloſenverſicherung.
Sicherheiten gegen willkürliche Ausnuhung
dieſer Einrichkung.
* Berlin, 15. März. (Priv.=Tel.)
Der Reichsfinanzminiſter hatte in ſeiner Etatrede bereits
darauf hingewieſen, daß er die 250 Millionen für die
Arbeits=
loſenverſicherung nur in der Erwartung einer Reviſion des
Ge=
ſetzes eingeſetzt habe, die noch im Sommer dieſes Jahres
ſtatt=
finden ſolle. Seine Erklärung hat in politiſchen Kreiſen ſtarke
Beachtung gefunden, da bisher nur bekannt war, daß man ſich im
Reichsarbeitsminiſterium ſehr loſe mit der Frage einer Reviſion
beſchäftigte, allerdings den Standpunkt vertritt, daß das Geſetz iſt kein endgültiger. Im weſentlichen beſteht jedoch über die
wich=
in ſeiner gegenwärtigen Anwendung zahlloſe Mißbräuche im
Gefolge gehabt hat, die beſeitigt werden müſſen. Da der Reichs= Berichts des Unterausſchuſſes über das Sachlieferungverfahren
finanzminiſter offen über die Reviſion des
Arbeitsloſenverſiche=
intern über die Notwendigkeit der Reviſion ſchlüſſig geworden iſt.
Welche Teile verändert werden müſſen und welche neue
Sicher=
heiten gegen willkürliche Ausnutzung dieſer
Einrichtung durch Unterſtützungsjäger eingemauert Ländern weiter exportiert zu werden. Sir Joſuah Stamp hat als
werden ſollen ſteht noch nicht feſt. Darüber wird man ſich aber
bald ſchlüſſig werden, zumal bei den Beratungen im
Sozialpoli=
tiſchen Ausſchuß dieſe Fragen ſehr eingehend behandelt werden
dürften. Reichsarbeitsminiſter Wiſſell, der aus Genf wieder nach
Berlin zurückgekehrt iſt, hat alſo Gelegenheit, bei der Beratung
ſeines Etatsabſchnittes eingehende Mitteilungen zu machen.
Forkgang der Reparakionsberalungen.
w. Paris, 15. März.
Die heutige Vollſitzung der Reparationskonferenz dauerte von
3—6 Uhr. Lord Revelſtoke legte einen interimiſtiſchen Bericht
des Unterausſchuſſes vor, der ſich bekanntlich mit der
Kapital=
beſchaffung, dem Verhältnis der geplanten Zentralbank zu den
Notenbanken und der Kreditorganiſation beſchäftigt. Der Bericht
tigſten Fragen Einheitlichkeit. Zu einer nochmaligen Durchſicht des
wird der Sachlieferungsausſchuß am Samstag und Montag früh
rungsgeſetzes ſprach, nimmt man an, daß das Kabinett ſich ſchon nochmals tagen. Was das Sachlieferungsverfahren betrifft, ſo
ſoll auch zugleich die Organiſationsfrage im voraus geregelt
werden. Es handelt ſich dabei u. a. darum, von den Sachlieferun= abläuft, iſt vom Verwaltungsrat einſtimmig win
gen ſolche auszuſchließen, die geeignet wären, von den beziehenden direktor der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft
Der große
Generalberichterſtatter einen Fragebogen
über=
gramm vorgelegt, deſſen Beſprechung den cö
Sitzung beanſpruchte. Ueber die heute aufgesn
beſteht Einheitlichkeit, doch werden ſie noch 3—
ſprochen werden. Die Erörterung über die m.
heute gute Fortſchritte gemacht haben. Auch bee
der Transferfrage ſoll im weſentlichen Einm,t
haben, doch iſt hier ein Punkt offengeblieben,
der Reparationsannuität in Zuſammenhang
Zahlungsmechanismus ſoll man ſich
beinahe=
nächſte Vollſitzung findet am Montag nachmittay
Dorpmüller in den Verwalkungsrak diu
geſellſchaft wiedergewägl
Am 14. und 15. März 1929 tagte der Vä=
Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft in Berlin.
Der.=Ing. Julius Dorpmüller, deſſen dreijähn
Der Reichspräſident hat die Ernennung beſtätält/
Spezial-Verkauf=
u
Hus S
zen
fh0
Schlub
Nes e
pamen
DASo
U
TAL
Reiel iheet
Eet
Eeite
Untere
HNuas ne
AAA
de
Damen
Hese e
au”
scpögel
arben
vamel.
hIUP
FhoS
Ne
ch
aus !‟
AA
ob
ap2!
Blugen-
zitt..
pitze
Aa e
Hes e
4.95,
„K1e1
de
9.
30
Ne
Hes ne
hellen
Eet
2=
DaNeN
HIuP
FhoSeN
ee
He e ehe eie
SchllN
Dame
us e
3.80.
fhose
Hes e
9
95
pamell. n
Ee
od untel Lucehe
PW er
mit
eles
ert
R l
Br
Eleganfe.
ae ne
Hes e
S‟
„Hlup
Bee
Rls
zuf
themlehos
engal viert=
25
e
Eet
Delehe
goeckhe wd.
Damen
Ee
9
Has e
Ne
Ko8
thehchd‟
1t
Bogen-
reich
aten
Ees e
Elegante
Hee
K e
Aa
K
ote Bekolek.
iture
5
Besichtige
unser
Fenste
am
Haupt-Eingi
Ees e
12.75,
Unterkleid
Ein
gl
oßer
sten
durchgarn!
Ho
aus
R
Prr
Hes e
Kuns
seileh
ter
k!
He n
sehöaneitslehlerh.
prei‟
pe‟
„ährtem
*
ku
sts
14
„50,
Nues ne
Schlup
those
DARMSTADT
Paddeiboet
am Altrhein, erſtklaſſig. Kanu, f. 2—3 Perſ. in möglichſt zentraler
mit Zubeh. preiswert zu verk. Anfr. unter
M 193 an die Geſchäftsſt. d8. Bl.
Neue Chaiſelongue 1½ Tonnen, zu vk.
zu verkauf. Mühl=) „Kahlertſtr. 13.
ſtraße 60½.
(4555)
Nähmaſchine
zugeb. Hahn & Co.
4 VS. Opel, Vier=
Anfr u M. 195 in
der Geſchäftsſt.
2 Röhren, Annode
uſw. bill. zu verkf.
Dieburgerſtr. 86, I. g
Schwz. Gehrock=
Anzug zu verk.
Mühlſtr. 9. 1. St. l. mit Küche o. Küch.
Faſt neuer Konfir= Benutzung.
Haus=
mandenanzugMaß= u. Gartenarb. kann
arb., bill. z. v. Gar= übernommen, werd
diſtenſtr. 5. Stb. (* Ang. u. M. 171. (
4-Röhr.-Radio Zim. Nähe Grüner
Angeb unt M. 213
Cheprolet=
Schneitazwagen
Ratenzahl. geſt. (.
Herrenrad 35 Mk., Herrenfahrrad
Damenrad 28 Mk. gebr., noch gut er= Amt dringend vor=
Saalbauſtr. 27.
9-Rad
wie neu. billig ab= mit Zündlicht z. vr. weiſt. Ang. u. M.
Gr.Ochſeng. 12.(4556 Ratenzahl. geſt. (*
ſitz, m. Klappperd, wagen, faſt neu, zu geſucht Angeb unt, vermieten.
niesſtr. 10, I.
Kinderſtühlch. z. vk mit Küche. Angeb.
Wilhelmſtr. 16, I.(* Div.Haushaltungs= Beſchlagnahmefreie Saub., trock. Raum
gegenſtände. 2Ober=
Kohlenherd betten m. Kiſſen, ſ.
4fl. Gasherd, gut (* gut erh. an Privat baldigſt zu mieten Möbeln abzug.
erh. billigſt z. verk. zu verk. Näh. Gſt. (* geſucht. Angeb. u. Heidelbergerſtr. 5, p.
Kühlraum
Lage, zur Lagerung
von Lebensmitteln,
evtl. verbunden mit
Lager= und
Kontor=
räumen, zu mieten
geſucht. Angeb. unt.
M 125 Geſchſt. (4396b
O
Kinderloſ. Ehepaar
ſucht 1—2 Zimmer
Ungeſt., gut möbl.
für 85 ℳ zu verk. Weg v. Student z. Kanarienvögel z. vk.
4. geſ. Ang. unt.
a. d. Geſchäftsſt. (* M. 201 Geſchſt. (* ſtraße 28. (90a
Gr. Ochſengaſſe /2, halten, 25.— ℳ. gemerkt, ſucht eine im 2 od. 3. St. zu
Wohnung. 100 Mk. u. M. 173 Geſchſt. (*
Belohnung dem, der
mir eine ſolche nach= LI
Kahlertſtr. 13. 187 Geſchſt. (*sg Roßdörferſtr. 58, I.
Alleinſtehender ru= gr. Zim. m. Küche
Weiß, guterh. Kin= higer Herr ſucht 1/1. kl. Keller ſof. zu
Kadial derwagen u niedr. bis 2 unmöbl Zim. vermieten Näheres
Wilhelmſtr. 51. p.4* unter M. 212 an d
Geſchäftsſtelle.
4=Zimm.=Wohnung zum Unterſtellen v.
M. 190 Geſchſt. (*
Student aus ſehr
guter Familie ſucht
zum 15. April ſchön
möbl. Zimmer ſtätte, auch für and.
n beſter Lage: El. Betr. g., z. v. (*sgi
Licht. Zentralheiz. Werkſtatt mit Büro
erwünſcht. Ang. u. und Autogarage zu
M.182 Geſchſt. (*sg vermieten. Hein=
Truffel. Bismarck=
2,5 Mille fleurs,
1,2 Hamburg.
Sil=
berlack, Zwerge,
3 Paar weiße
Brünner Kröpfer
wegen Platzmangel
billig abzugeben. (*
Beckerſtraße 23, II. Landwehrſtr. 39, pt.
gut möbl. Wohn= möbl. Z. mit oder
u. Schlafzimmer m. ohne Penſ. z. vm. (*
2 Bett. ſof. z. vm. (* Wittmannſtr. 25, II.
Pankratiusſtr. 14½
Zahlungsfähiger Schöne 4=3.=Wohn.
Mieter, b. Wohn.= m. Bad, 1. St.,
Oſt=
viert., geg. gleichw.
Laden, Hahn & Co.) H Pullmann, geräumige 5—6=3.= tauſchen geſ. Ang. gut mbl. 3.,z,vm. (*sg gr. Zimmer mit el.
1 möbl. u. 1 leeres leeres Zim m. ſep.
Eleganter, Kinder= Zimmer z. 1. Apr. Eingang (Südl.) 71 beſſ. möbl. Zim. m. Heidelbergerſtr. 92,
Verkauf zu 1000 ℳN. verk. Näh. Ploen= M. 216 Geſchſt. (* Wittmannſtr. 4, I. Herrn z. 1. 4. 3. v.( möbl. ſonn. Zimm,
V
O
möbl. Z. m. 2 Bett.
u. el. L. zu verm.
Ballonplatz 9. Zu erfr. i. Laden.( in beſſ. Hauſe, gut
Eichbergſtraße 2, I.
möbliertes Zimmer
mit elektriſch. Licht
ſofort zu verm.
2—3 möbl. Zim. m.
Küchenben.z. v. mds
Wendelſtadtſtr. 8, II.,
möbl. Wohn= und
Schlafz. z. vm., ev.
auch getrennt. (4325b
Heidelberger Str. 1
(am Marienplatz)
Bleichſtr. 35 1. Stock, ſchön möbl.
Kranichſteinerſt. 7, II. Licht u ſep. Eing.
(Hill) ſep. möbliert, per 1. April z. vm.
Zimmer ſofort zu Näh. daſ. (4535a
vermieten.
Vornehm möblierte el. L. u ſep Eing.
Zimmer
parterre, Kugel (*ſſof beziehb Hügel= gut möbl. Zimmer
ſtr. 15 Lad. (2168a ab 1. 4. zu verm. (
Mühlſtr. 37 möbl.
Alexanderſtr. 5, I. Manſ.=Zim z. v. (*
el. L. an Dame od. 3. St., b. Rühl. frd.
an ſol. Herrn z. v.
Grafenſtr. 8, II.
O
Wienerſtr. 54 große
helle
Schreinerwerk=
heimerſtraße 13. (*
Se
Ai
A44
Liebigſtr. 8, II.
gut möbl. 3. z. v. (*
Supinator-
Fußhilfe
nur noch heute
Reformhaus
499 Eos Thalyſſa
Eliſabethenſtraße, Ecke Luiſenſtraße
Geſchäftsräume
beſtehend aus: 2 Büros, 5:3,10 und
3: 3,80 qm, 2 Lagerräumen, 3:6 und
6:9,50 gm. Speicher, 12:6, Keller,
5,50: 18 gm, mit oder ohne Garage
ſofort event, ſpäter zu verm. Näh Alfred
Hammer, Eliſabethenſtr. 48 3244 g Zeitctor!
Kleinerer
TANen
allererſter Lage
zu vermieten. Angeb. unter M 176
an die Geſchäftsſt. ds. Bl. (4515
So erſtr. 22, 1, gut
möbl. Zimmer mit
el. Licht u. Küche zum
1 April z vm. ( msm
Rain Oſargutz
za7t On Mstr.
Wienerſtr. 52 möb.
3. m. el. L.z. vm. (*
Soderſtr. 22, I.
gut möbl. Wohn u.
Schlafz. mit el. L.
u. Küchenben. zum
15. 4. zu verm. (*
Lauteſchlägerſtr. 121.
gut mbl. Zim.z.v.(*
Wendelſtadtſt. 26,II.
2 gut mbl. Zim. m.
1 od 2 Bett., el. L.
u. Schreibt. z. v. (* Schlafz. mit el.
Gervinusſtr. 18, II.
Licht, zu verm. (* ſofort zu verm.
Grüner Weg 25, II.
gut möbl. Wohn= u.
Schlafz., el. Licht, a. F
1 od. 2 Herr ſof. o.
zum 1. April z. v. (*
Rhönring 6, II. r.
möbl. Zimmer mit
elektr. Licht an beſſ
Herrn zu verm. (*
mit ca. 8—10 000 ℳ
von Fabrik der
Le=
bensmittelbranche,
die gut beſchäftigt
ſof geſ. Ang. u.
M. 177 an die
Ge=
ſchäftsſtelle. (4525
Geld frei:
für 1. u. 2. Hypoth.,
Beteiligungen,
Pri=
vat=Darlehen,
Neu=
bauten, Vergleiche.
Prompte u. diskrete
Verm. Fa. Gg.Ebert
— Saalbauſtr. 60
Tel. 1117.
Arheilgerſtr. 2, III. W an öffentliche
verſetzungshalb. gut Beamte.
möbl. Z., Schreibt.,
el. Licht, z. vm. (* S geſut t. / K9 4369
N.Ramſtädterſtr.57b
2St. gut möbl. gr.
Zim. an berufstät.
Herrn zu verm. (*
Barkredite
Reelle Vermitler
aumann c Eo.,
Kön,
HAntwerpenerſt.3.
Liebigſtr. 13, I.
gut möbl. Wohn= u.
zu vermiet. (4545b
(bei Bayer), möbl Schleiermacherſtr. 18,
Manſ.=3., heizb., el. 1. St., möbl Zim AMaini=
Abſah SinlNAl
Diskontierung voc.
durch angeſehene
unter A. 9539 a0l
Nauslauger!
Wir Hiafann Ilnan din balten Sabrikan=
Maßien Manatsratan. Tallmenn & Col,m
Samstag, den 16. März 1929
Seite 5
FMder enndeshauprkiadt.
Orterun
Darmſtadt, 16. März.
ſall im wi
umden: am 6. Februar der Schulamtsanwärter Emil
ein Punk
mrſpiel (Kreis Offenbach) zum Lehrer an der
Volks=
inuit
„kden (Kreis Dieburg) mit Wirkung vom Tage des
ſam 28. Februar der Gendarmeriehauptwachtmeiſter
ues Maicher in Darmſtadt zum Gendarmeriehaupt=
„Wfirkung vom 1. Februar 1929 an; am 5. März der
vel. Ewald in Gießen zum Kanzliſten beim Kreisamt
den Derngliu
tym vom 1. April 1929 an; am 6. März: der Lehrer
uru Sponsheim (Kreis Bingen) zum Lehrer an der
eielichaft viet
zuſumtten (Kr. Bingen), der Lehrer Val. Joſ. Klingler
ülbehe u= (Kreis Oppenheim) zum Lehrer an der Volksſchule
eimſ’s Bingen), beide mit Wirkung vom Tage des
Dienſt=
uF März der Lehrer Jakob Ohl zu Stockheim (Kreis
tro an der Volksſchule zu Langen=Brombach (Kreis Er=
Ungeſelſchaſt in Neu, Wit; om Tage des Dienſtantritts an; am 9. März der
erbeßzen Franz John zu Sprendlingen (Kreis Alzey) zum
u8 Lorpmg
hrerzy er Fortbildungsſchule zu Sprendlingen und Um=
Sermaltungsrat
eis 93y mit Wirkung vom Tage des Dienſtantritts an.
ſetztymü in den Ruheſtand: Auf Grund des Art. 1 des
Ge=
ſchen Reichsb
Fees=sgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli bzw. 19.
ent hat die Eme
in i Füſſung des Geſetzes vom 8. Oktober 1925 (Reg.=Blatt
1. Märt 129
etenſtv !— April 1929 in den Ruheſtand: der Lehrer an der
mA-Krotzenburg (Kreis Offenburg) Peter Burk, der
t kü ſchule zu Langen (Kreis Offenbach) Georg Witt=
Muheſtand treten ferner in ſinngemäßer Anwendung
hesi über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. 7.
f:* der Bauoberinſpektor bei der
Brandverſicherungs=
hmolaus in Gießen, der Oberbaurat bei der
Brand=
ker Friedrich Reh in Darmſtadt, der Rechnungs=
ᛋriry bei der Brandverſicherungskammer, der Bau=
Dder Brandverſicherungskammer Georg Grünig in
tlih am 31. März 1929. — In den Ruheſtand verſetzt
½ er Lehrer an der Volksſchule zu Seligenſtadt (Kr.
ylehling auf ſein Nachſuchen mit Wirkung vom
gefſliſchen Schuldienſt entlafſen wurden auf Grund des
Iführhen Perſonalabbaugeſetzes vom 19. Dezember 1923
unchr UArtikel 14 der Reichsperſonalabbauverordnung vom
ſer
A.
Besichtigt
ſei Diplomhandelslehrerin an der kaufmänniſchen Ab=
Falu ungsſchule zu Worms Martha Held verehelichte
merin Margarete Bertaloth verehelichte
Mar=
küſchule zu Bullau (Kreis Erbach) — beide mit Wir=
*z1 1929 an.
hnd:: eine Schulſtelle für einen evangeliſchen Lehrer
uſche Lehrerin an der Volksſchule zu Steinbach
Hodv.). Dienſtwohnung iſt vorhanden und wird
dem=
id hrerſtelle für einen evangeliſchen Lehrer in der
ikheim (Kreis Erbach i. Odw.). Dienſtwohnung iſt
eil demnächſt frei.
.Handes=Univerſität Gießen. Der ordentl. Profeſſor
ly gie Dr. Walter Fiſcher hat den an ihn
er=
d.e Handelshochſchule Leipzig für Wirtſchaftsangliſtik
HAbprelehnt.
enst
Haupt=
ei=hre: Erna Schieferdecker, mit ihrer hübſchen Stimme
(R n nierten Geſange, entwickelt ſich immer freudiger.
RMed) Wagner=Verband deutſcher Frauen veranſtaltet
den A=Wärz, nachmittags 5 Uhr, im Hauſe der Frau von
AAeiie muſikaliſche Feier zugunſten der Rich.
ſtiftung. Fräulein Käthe Walter und Herr Hans
heater, ſowie Herr Kapellmeiſter Hans Simon haben
(Weiſe ihre Mitwirkung zugeſagt. Fräulein Walter
ſti ionen R. Wagners und Volkslieder, Herr Grahl
Ayy= bringen. (Siehe Anzeige.)
e AMarkusgemeinde. In unſerem Gemeindeverein
wor einer zahlreichen Zuhörerſchaft Herr Pfarrer
Asiedererrichtung des römiſchen Kirchenſtaates”, ein
e henden Betrachtung bei allen Konfeſſionen gewiß
woch in drei Verträgen zwiſchen dem italieniſchen
ſiſchit=Lamdestheater. Vorſtellungsänderung im
Haſ bWegen plötzlicher Erkrankungen im Perſonal wird
Stafl —— die Gemeinde G der Darmſtädter Volksbühne
an=
braAu Mapoleon” Bruckners Schauſpiel „Die
Verbre=
bents den Gemeinden F und R der Volksbühne bereits
nd ide Gemeinde G ſchon Anfangs März in Ausſicht
waſtr2 e zu „Napoleon” gelöſten Eintrittskasten behalten
rſteik„„Verbrecher” ihre Gültigkeit oder können an der
des ioßen Hauſes zurückgegeben werden. Beginn 20 Uhr.
Eineſkuass gelangt heute „Martha” von Flotow in neuer
ing /4Imſzenierung zur Aufführung. Muſikaliſche Leitung
SErag: „Die Meiſterſinger von Nürnberg”
merit noſch, Jacobs und den Herren Biſchoff, Grahl,
Herr=
im, Igür den Hauptrollen. Muſikaliſch= Leitung: General=
8y hm. Beginn 17 Uhr.
iſh) f”, ein luſtiger Schwank von Friedmann=Frederich,
erſk enter Berlin annähernd hundertmal vor ausverkauf=
A=ünme erregt. Dieſe Rolle iſt eine der beſten Mag
vwird dem Darmſtädter Publikum Gelegenheit geben,
=Bemliner Künſtler von ſeiner beſten Seite kennen zu
yha, Adalbert ſind eine Reihe prominenter Berliner
hedwig Wangel, Max Landa, Ferry Sikla, Ernſt
AMteunhoff, Colette Corder beſchäftigt. Die Vorſtellung
c. MMärz, im Kleinen Haus ſtatt.
iMen- Marz, gaſtiert das Enſemble des Frankfurter
ſichin Wleinen Haus des Landestheaters und bringt Ferd.
hzel, „Krankheit der Jugend” zur Aufführung.
ſäiß! hrünſtler auswärts. Fräulein Erna Schiefer=
ISchülerin von Müller=Söllner nach Koblenz
um bedeutend günſtigeren Bedingungen an das
Stadt=
eiſe verpflichtet wurde, ſingt mit ſtetig wachſenden
hikſ ſchreibt: Unter den Darſtellern bot Erna Schiefer=
Tehen Leiſtungen. Sie fand vor allem Gelegenheit,
uiczves Können zu zeigen, und ließ die in Wohllaut
i vollem Glanze erſtrahlen. Auch ſchauſpieleriſch
Aufgabe gewachſen, auch wenn ſie noch die Routine
99Mharme erſetzt. — Von den mitwirkenden Damen
—räulein Erna Schieferdecker zu nennen. Die junge
raicht nur durch ihre wohlklingende Stimme,
ſon=
cr, perſönliche Lieblichkeit. Ebenſo entwickelt ſie ſich
Mnes mehr. — Die Sanftbeſchienene, die liebe blonde
ominis Regierung und dem päpſtlichen Stuhle, dem
helltniſſe grundlegend geändert worden, die ſeit der
ſeniſchen Einheitsſtaates, ſeit 1870, unverändert
be=
waren ungemein intereſſante Ausführungen, die
Emorten des Vorſitzenden, Herrn Helmreich, der ge=
G=vangeliſchen Bundes über das Weſen des
Kirchen=
eut zurückreichenden Geſchichte und über ſeine
Aus=
weren Zeit für Rom, Italien und die katholiſche
Sehr reale Geſichtspunkte dürfen dabei nicht außer
n— von allen Aeußerlichkeiten und Zeremoniell ganz
BB., daß die Willens= und Meinungskundgebungen
Esi nun wiedererſtandenen Staatsſouveräns ihren nur
arakter einbißen und dafür in Zukunft einer
koedeutung unterliegen. Was der Kirchenſtaat im
ſes Staat im Staate vorzuſtellen vermöge (trotzdem
ſ=abhiſcher Umfang etwa nur ein Zehntel der Stadr
8ahlreichen Hinweiſen auf die Vergangenheit und
gewungen in der Gegenwart dargetan. — Im An=
Shärteten geſchichtlichen Belegen von Herrn Pfarrer
o=Iteten Vortrag wurde von dem Herrn Vorſitzenden
Voleliſche Tagung in Speher am Pfingſtmontage und
hat ab Darmſtadt 4.— NM. hin und zurück) hinge=
ahrigen Gedenken der dorr erfolgten „Proteſtation”
ſas ganz Heſſen und dem Neich zahlreich vereinen
Die Landgrafenſtandbilder.
Zu den Zeitungsnachrichten in den Tageszeirungen über die beiden
Landgrafenſtandbilder in Darmſtadt iſt unter Hinweis
auf die im Finanzausſchuß des Landtags bereits von Regierungsſeite
gemachten Mitteilungen folgendes feſtzuſtellen:
Die Sorge um die Erhaltung der Landgrafenſtandbilder beſchäftigt
die Baubehörde ſchon eine ganze Reihe von Jahren. Die erſten
Anzei=
chen von Verwitterungserſcheinungen an den Denkmälern gehen auf
das Jahr 1889 zurück. Im Jahre 1905 wurden einzelne verwitterte
Teile ausgebeſſert. Eine genauere Unterſuchung fand dann im Jahre
1907 ſtatt, wobei bereits die Frage erörtert wurde, ob man, da der
Sandſtein, aus dem die Denkmäler hergeſtellt ſind, der Zerſtörung
ent=
gegengehe, die Standbilder von ihrem Standort entfernen und an einen
geſchützten Platz verbringen ſolle. Da aber nach eingeholten
Sachver=
ſtändigengutachten die Geſamtmaſſe des Steins der Denkmäler noch gut
erhalten ſchien, beſchränkte man ſich auf weitere Beobachtungen und die
von Zeit zu Zeit ſich ergebenden notwendigen Ausbeſſerungen. Man
glaubte auch von der in jenen Jahren angeregten Herſtellung einer
Ab=
formung der Denkmäler in Gips, um den Beſtand für eine künftige
Erneuerung feſtzuhalten, abſehen zu können. Erſt nachdem im Jahre
1926 eine weitere Unterſuchung zeigte, daß die
Verwitterungserſcheinun=
gen in bedenklicherem und für den Beſtand gefährlicherem Maße
fort=
geſchritten waren, entſchloß man ſich, die Statuen von ihren Sockeln
abzunehmen. Sie wurden im November 1926 an geſchützter Stelle im
Schloß vorläufig untergebracht, wo ſie heute noch ſtehen.
Der Vorſchlag der Bauverwaltung geht dahin, die
Denkmäler in den ſeitlichen Kolonnaden der
Ein=
gangshalle des Schloſſes von der Marktſeite auf
neuen Steinſockeln aufzuſtellen, die Schrifttafeln aus den alten
Poſtamenten herauszunehmen und für die neuen Sockel wieder zu
ver=
wenden. An Stelle der Schrifttafeln ſollen dann in die alten Sockel
glatte Sandſteinplatten eingelaſſen und als oberer Abſchluß der Sockel
eine Sandſteinplatte, etwa ſo hoch wie die Fußſockel an den
Landgrafen=
figuren ſind, angebracht werden. Es bleibt dann noch offen, ob und
welche Bekrönung die Sockel finden ſollen. Verſchiedene Möglichkeiten
beſtehen hierfür: entweder Käſten mit Blumen und Hängepflanzen,
plaſtiſche Vaſen oder Urnen aus Stein oder Bronze oder neue figürliche
Plaſtiken. Wird die erſte mit geringen Koſten verbundene Möglichkeit
gewählt, ſo wird damit ſpäteren Möglichkeiten nicht vorgegriffen.
Die Frage, ob die Standbilder in dauerhaftem Geſtein an der alten
Stelle erneuert werden ſollten, iſt von der Bauverwaltung
ſelbſtver=
ſtändlich auch ſchon erwogen, aber nicht weiter verfolgt worden, da dann
Original und Kopie in unmittelbarer Nähe zu ſtehen kämen, was wohl
zur Kritik herausfordern würde, ganz abgeſehen davon, ob es der heu=
tigen Kunſtanſchauung entſpräche, Wiederholungen von Steinbildwerken,
falls ſolche nicht unbedingt geboten erſcheinen, zu fertigen; ob dann
nicht die Gelegenheit offengehalten werden müßte, daß ein Bildhauer
dort neue Werke erſtelle, für die eine Löſung auch bei Beibehaltung der
alten Steinſockel durchaus denkbar erſcheint. Bei der ganzen
Denkmals=
angelegenheit ſpielen künſtleriſche, techniſche und finanzielle Erwägungen
nicht ganz einfacher Art mit, weshalb ſie auch ihren Abſchluß noch nicht
gefunden hat. Für die ſeither getroffenen Maßnahmen iſt die
Bau=
verwaltung verantwortlich, auf deren Antrag Ende 1926 die Entfernung
der Figuren mit dem Ziel, ſie an geſichertem Platz wieder aufzuſtellen,
erfolgte. Ueber die Gründe dieſer Veränderung iſt die Oeffentlichkeit
durch eine Zeitungsnotiz ſeinerzeit aufgeklärt worden. Ein Modell für
die neue Aufſtellung war im vorigen Jahre in den Hallen des Schloſſes
für jedermann zu ſehen. Die Entfernung der Figuren vom jetzigen
Standort geſchah lediglich im Intereſſe ihrer dauernden Erhaltung,
und dieſen Rückſichten gegenüber mußte auch der Wunſch, ſie wieder an
die altgewohnte Stelle zu verbringen, zurücktreten.
Was nun den in Ausſicht genommenen Standort der Standbilder
anbelangt, ſo kann er keineswegs als ungeeignet bezeichnet werden, denn
urſprünglich ſollten die Landgrafen zu beiden Seiten des Schloßportals
der Marktfront, unmittelbar vor die Wand geſtellt werden. Der neue
Standort käme alſo dem erſtmals geplanten Platz, für den der
Bild=
hauer die Denkmäler auch als Wandſtatuen geſtaltet hatte, am nächſten.
Diefer Platz vor der Marktſeite des Schloſſes iſt allerdings dann, ohne
daß die Aufſtellung dort erfolgt wäre, aufgegeben worden, und es
wur=
den für mehrere andere Standorte Verſuche gemacht, ſo an der Stelle,
wo heute das Reiterdenkmal Ludwigs IV. ſteht, ferner vor dem alten
Zeughaus, bis dann der Platz zwiſchen Zeughaus und Theater gewählt
wurde.
Aus dem dargelegten Sachverhalt ergibt ſich, daß keinerlei politiſche
Geſichtspunkte, ſondern lediglich ſachliche Erwägungen, und zwar der
gleichen Art, wie ſie ſchon vor 20 Jahren pflichtgemäß angeſtellt
wur=
den, für die Entfernung der Landgrafenſtandbilder von ihrem früheren
Aufſtellungsert maßgebend waren; daß ihre Wiederaufſtellung,
aller=
dings an anderer Stelle, und zwar unter Wiederverwendung der alten
Inſchrifttafeln, beabſichtigt iſt. Bevor man dies ausführt, wird es, um
ganz ſicher zu gehen, gegeben ſein, den heutigen Zuſtand des
Stein=
materials der Figuren nochmals genau zu unterſuchen und feſtzuſtellen,
nachdem der Stein nun einige Jahre unter ſchützendem Dach geſtanden
hat. Dabei iſt auch die Frage zu prüfen, ob und inwiefern auch unter
Anwendung der neueſten Konſervierungsmethoden der Beſtand der
Denkmäler noch weiterhin geſichert werden kann. Dieſer Sicherung
zu=
liebe muß ſchließlich auch der alte Standort geopfert werden, nachdem
die Denkmäler dort nicht mehr verbleiben konnten.
Orpheum.
Harry Forreſter=Neumeyer
hatte mit der geſtrigen Premiere ſeiner großen Kabarett= und
Ausſtattungsrevue „Rund um den Ozean” einen ganz
un=
gewöhnlichen Erfolg. Die reiche Revue führt in 38 farbenfroh
ausgeſtatteten Bildern die Beſucher auf einer Luftreiſe durch die
Erdteile. Ueberall wird geſungen und getanzt, wie überhaupt
Geſang, Tanz und Humor die Hauptnote der Revue ſind. Wir
kommen morgen auf die Vorſtellung zurück.
— Im Schloßmuſeum finden Führungen ſtatt: Sonntag bis
Freitag, vormittags 11 und 11.30 Uhr. Samstag geſchloſſen.
— Jubiläum. Am Sonntag, den 17. März, werden es 25 Jahre,
daß Herr Bankdirektor Ludwig Habicht. Aliceſtraße 12, in den
Vorſtand der Darmſtädter Volksbank e.G.m.b.H. eingetreten iſt. Sehr
zu ſtatten kamen dem Jubilar ſeine reichen kaufmänniſchen Erfahrungen
und Kenntniſſe, die er ſich in verſchiedenen Poſitionen im In= und
Aus=
lande erworben hat. Er betätigte ſich indeſſen nicht nur im Dienſte der
Darmſtädter Volksbank, ſondern auch im genoſſenſchaftlichen
Verbands=
leben, teils als Reviſor, teils in leitender Stellung. Im Jahre ,924
legte er dieſes Amt nieder, um ſich nun ganz ſeiner Tätigkeit bei der
Darmſtädter Volksbank zu widmen. Viel Arbeit und Verantwyrtung
lagen auf ſeinen Schultern. Hoffentlich iſt es dem Jubilar vergönnt,
ſeine ſtarke Arbeitskraft noch lange Jahre in gleich rüſtigem Schaffen
der Volksbank zu widmen. — Es iſt innerhalb weniger Monate das
vierte Jubiläum, welches alte treue Mitarbeiter der Darmſtädter
Volks=
bank begehen konnten. Gewiß ein ſchönes Zeichen harmoniſchen
Zu=
ſammenarbeitens.
(4597b
Von der Städtiſchen Haushaltungsſchule. Die ſeit dem Jahre
1889 hier beſtehende Städtiſche Haushalrungsſchule hat die Aufgabe,
ſchulentlaſſenen Mädchen eine gründliche Vorbereitung auf
den Hausfrauenberuf zu vermitteln. Das geſchieht in
be=
ſonderen Tageskurſen. Hier werden die Mädchen in 31
Wochen=
ſtunden in allen Gebieten der Hauswirtſchaft unterrichtet.
Selbſtver=
ſtändlich kommt dabei auch die Allgemeinbildung nicht zu kurz.
Schü=
lerinnen, die an den Zweijahreskurſen teilnehmen, alſo volle 1)
Schul=
jahre haben, ſind vom 11. Schuljahre befreit. — Für ältere Mädchen
beſtehen beſondere Abendkurſe, in denen die praktiſche
Hauswirt=
ſchaft beſonders zu ihrem Recht kommt. Sie ſind mehr als
Wieder=
holungskurſe gedacht, und in ihnen hat ſich ſchon gar manche Braut und
manche ſunge Frau das Rüſtzeug für eine richtige Haushaltungsführung
geholt. — Anmeldungen werden am Montag, den 18. März,
16—19 Uhr, Alexanderſtraße 27, noch von denen entgegengenommen, die
nicht bereits für das kommende Schuljahr als Schülerinnen ei getragen
ſind. (Siehe die betr. Anzeige.)
— Ausbau der Angeſtelltenverſicherung. Der Ortsausſch=ß
Darm=
ſtadt der Vertrauensleute für die Reichsangeſtelltenverſicherung (
Ge=
ſchäftsſtelle: Landgraf=Georgſtraße 64) teilt folgendes mit: Der
Reihs=
tag hat am 1. März d. J. ein Geſetz zur Aenderung des
Angeſtellten=
verſicherungsgeſetzes mit Wirkung vom 1. März 1929 angenommen. Nach
dieſem Geſetz dauert die Wartezeit allgemein nur noch 60
Beitrags=
monate. Sind weniger als 30 Beitragsmonate auf Grund der
Verſihe=
rungspflicht zurückgelegt, beträgt die Wartezeit 90 Beitragsmonate (
frei=
willig Verſicherte). Fernes wird nunmehr beim Vorliegen der
ſonſti=
gen Vorausſetzungen Ruhegeld auch ſolchen Verſicherten gewährt, die
das 60. Lebensjahr vellendet haben und ſeit mindeſten3 einem
Jahr arbeitslos ſind. Es wird aber nur für die weitere Dauer der
Ar=
beitsloſigkeit gezahlt. Beſteht ein Anſpruch auf
Arbeitsloſennnter=
ſtützung (verſicherungsmäßige Arbeitsloſenunterſtützung,
Krifenunter=
ſtützung oder Sonderunterſtützung bei berufsühlicher Arbeitsloſigkeit),
ſo beainnt das Ruhegeld früheſtens mit dem Wegfall dieſes Anſpruck 3.
Der Wortlaut des neuen Geſetzes iſt veröffentlicht im Reichsgeſetzblatt,
Teil I. Nr. 11, vom 9. Mürz 1923.
Wochenſpielplan des Hefſiſchen Landeskheakers
vom 17. bis 24. März 1929.
Großes Haus.
Sonntag, den 17. März, 17 Uhr, Ende 22 Uhr. D 16. „Die
Meiſterſinger von Nürnberg”. Oper von R.
Wagner. — Preiſe 1,20—12 Mark.
Montag, den 18. März: Keine Vorſtellung.
Dienstag, den 19. März, 20 Uhr, Ende 22 Uhr. L 18. R 13.
Darm=
ſtädter Volksbühne), Gruppe 1—4. „Toboggan”,
Schau=
ſpiel von G. Menzel. — Preiſe 1—10 Mark.
Mittwoch, den 20. März, 19,30 Uhr, Ende 22 Uhr. B 18. „
Napo=
leon”, Schauſpiel von Ch. D. Grabbe. — Preife 1—10 Mk.
Donnerstag, den 21. März, 19,30 Uhr, Ende 22 Uhr. K 14. (
Büh=
nenvolksbund) T, Gruppe 6, Nr. 251—300. „Ein
Masken=
ball”. Oper von Verdi. — Preiſe 1—10 Mark.
Freitag, den 22 März, 19 1.hr, Ende 20 Uhr. E 20. In neuer
Ein=
ſtudierung. „Der Freiſchütz. Oper von Weber. — Preiſe
1—10 Mark.
Samstag, den 23. Mäirz, 20 Uhr, Ende nach 21.30 Uhr.
Zwei=
tes Volkskonzert: Schubert. — Preiſe 0,50—2 Mk.
Sonntag, den 24. März, 17 Uhr, Ende 22 Uhr. H 7. (
Bühnen=
volksbund). T, Gruppe 4 u. 5 (Nr. 151—250). „Parſifal”,
Bühnenweihfeſtſpiel von R. Wagner. — Vorverkauf für
Mie=
ter zu Preiſen von 1,20—12 Mark am 19. und 20. März.
Allgemeiner Vorverkauf zu Preiſen von 1,50—15 Mark ab
21. März.
Kleines Haus.
Sonntag, den 17. März, 19,30 Uhr, Ende 22 Uhr. Außer Miete.
Einmaliges Caſtſpiel Max Adalbert mit Enſemble. „Der
Dickkopf”. Luſtſpiel von Friedmann=Frederich. — Preiſe
2—10 Mark.
Montag, den 18. März, 19,30 Uhr, Ende 22 Uhr. Außer Miete.
Einmaliges Gaſtſpiel des Frankfurter Schaufpielhauſes.
„Krankheit der Jugend”. Schauſpiel von F. Brucner.
Preiſe 1,50—7,50 Mark.
Dienstag, den 19. März. 19.30 Uhr, (Cnde 22 Uhr. Zuſatzmiete I7.
„Der Waffenſchmied” Oper von Lortzing. — Preiſe
1.20—6 Mark.
Mittwoch, den 20. März: Keine Vorſtellung.
Donnerstag, den 21. März, 19,30 Uhr, Ende 22 Uhr. C 16 (Für
diejenigen C=Mieter, die keine Zuſazmiete haben.) „Die
tote Tante und andere Begebenheiten”. Von
Curt Goetz. — Preiſe 1—5 Mark.
Freitag, den 22. März, 19,30 Uhr, Ende 22 Uhr. Außer Miete.
Einmaliges Gaſtſpiel Aſta Nielſen mit Enſemble. „Das
Ge=
witter”, Schauſpiel von Oſtrowſki. — Vorverkauf für
Mieter zu Preiſen von 1,50—7,50 P hrk am 17. und 18. März.
Allgemeiner Vorverlauf zu Preiſen von 2—10 Mark ab
20. März.
Samstag, den 23. März, 19,30 Uhr, Ende gegen 22 Uhr.
Zuſatz=
miete Vlo. Zum erſten Male. „Das Kamel geht durch
das Nadelöhr”. Komödie von Langer. — Preiſe 1,20
bis 6 Mark.
Sonntag, den 24. März, 15 Uhr, Ende 18 Uhr. „Jeruſalem”
Paſſionsſpiel von H. Houben. — Aufgeführt von Kath.
Jung=
männerverein St. Eliſabeth, Darmſtadt. — Preiſe 0,50 bis
3 Mark.
— 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatzmiete II. „Herr
Lam=
berthier”. Schauſpiel von Verneuil. — Preiſe von 1,20
bis 6 Mark.
— Paſſionsſpiel im Kleinen Haus, am 24. und 26. März. Der
kathol. Jungmännerverein St. Eliſabeth hat ſich die
große Aufgabe geſetzt, ein Paſſionsſpiel zur Aufführung zu bringen. Es
iſt eine moderne Dichtung von Hch. Houben, die die Chriſtus=Rolle
auf der Bühne nur in eingelegten Bildern kennt und ſo alles, was
be=
fremdend wirken könnte, fernhält. Der Kartenvorverkauf hat bereits
eingeſetzt und erfährt regen Zuſpruch. Vorverkaufsſtellen ſind in allen
Stadtteilen eingerichtet. Wir geben ſie hiermit nochmals bekannt:
Zigar=
renhandlung Reſch (Rheinſtraße), Kolonialwarenhandlung Eyſen (
Hei=
delberger Str. 96), Kolonialwarenhandlung Grünewald (Herdweg), Kol.. Nohrer (Liebfrauenſtr. 82), Wirtſchaft Arnold (Bismarckſtr.
105), Wirtſchaft Heim (Ludwigshöhſtr. 35), Metzgerei Rüdinger (
Pal=
laswieſenſtraße), Buchhandlung Griesheimer (Wilhelminenplatz),
Papier=
handlung Gehring (Pankratiusſtraße 8) und an der Kaſſe des Kleinen
Hauſes.
Seite 6
Eamstag, den 16. Mörz 1929
Butunt unfet Unnnaſtant 40o 47ag
Teinen Keavau erhielt.
Von Dr. Adolf Müller.
* Es war im Frühjahr 1831. Das „Landesgymnaſium” in
Darm=
ſtadt befand ſich noch in dem 1623 erbauten Pädagoggebäude, aber
Schü=
ler und Lehrer fühlten ſich nicht mehr wohl in dem alten Haus.
Darm=
ſtadt war in den letzten 25 Jahren ſtark gewachſen. Die Klaſſenzimmer
wurden zu klein; eine Aula; in der man Schulfeiern oder gar
Theater=
aufführungen wie 1606 im Rathausſaal veranſtalten konnte, fehlte
voll=
ſtändig; die wertvolle Bibliothek der Anſtalt muste aus Naummangel
ſo unüberſichtlich aufgeſtellt werken, daß man lieber auf ihre Benutzung
verzichtete, als ſtundenlang fruchtlos zu ſuchen. Mehrfach hatte die
Lei=
tung der Schule bereits auf die Mängel hingewieſen, jedoch ohne
Er=
folg. Mittelmäßige Privatſchulen begannen der Staatsauſtalt gefährlich
zu werden, zumal man auch in der Stadt munkelte, der Beſuch des Piu
ſei lebensgefährlich, es ſtürze bald ein. Umbau, das wußte man, iſt oft
teuerer als Neubau. Begabte Baumeiſter, unter ihnen ein Moller,
war=
teten auf Aufträge. Was Wunder, daß nach und nach
Pädagogkommif=
ſion, Oberbaudirektion und Regierung ſich zu der Ueberzeugung
durch=
rangen, „daß die Erbauung eines neuen Landesgymnaſiums in dahieſiger
Reſidenz dringendes Bedürfnis” ſei. Zwar hatten die Kammern die
Mittel noch nicht bewilligt, doch waren Schwierigkeiten nach Mollers
Gutachten von dieſer Seite kaum zu befürchten. Was ſein muß, muß
ſein! So ging man denn daran, Pläne auszuarbeiten und
Koſtenvoran=
ſchläge aufzuſtellen. Vor allem aber galt es, die Platzfrage zu löſen.
Die Pädagogkommiſſion ſchlug den Bleichzarten hinter dem Kametzkyſchen
Haus (heute Warenhaus Tietz) vor. Das geplante Gebäude ſollte ſeinen
Eingang durch die vom Lucwiasplatz aus bereits angefangene heutige
Ernſt=Ludwigsſtraße erhalten. Baumeiſter Moller äußerte ſich dazu
fol=
gendermaßen: „Um in der Stellung des Gebäudes nicht beſchränkt zu
ſein und um erforderlichenfalls die Rralſchule damit verbinden zu
kön=
nen, möchte es nötig werden, den Struveſchen Garten und das zwiſchen
dieſem und dem Bleichgarten liegende Stück der Emmerichſchen Erben
anzukaufen, wogegen man den Nachbarn Noack, Lang, Veiht und Graf
zur Vergrößerung ihrer Hofreiten einen Teil des Bleichgartens abgeben
könnte. Dieſe Lage in der Mitte der Stadt und doch vom Geräuſch des
Markts und der Hauptſtraße entfernt möchte den Anforderungen, welche
an ein ſolches Gebäude gemacht werden, . . . . entſprechen . . . .‟.
Groß=
herzog Ludwig II. forderte hierauf ein Gutachten des
Oberhofmarſchall=
amtes ein, ob das Gelände entbehrt werden könne. Dieſes Gutachten
war noch nicht eingegangen, als Moller nach einer neuen Unterſuchung
des Pädagoggebäudes einige weitere Pfoſten zur Unterſtützung des
Ge=
bälkes aufſtellen ließ. Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich die Kunde von
dieſer Maßnahme in der Stadt. Die Angſt der Eltern und Scküler ſtieg.
Stimmen wurden laut, das alte baufällige Gebäude könne einmal
wäh=
rend des Unterrichts zuſammenſtürzen und 200 Jünglinge und Knaben
nebſt ihren Lehrern verſchütten. Moller und andere Sachverſtändige
ſuchten die öffentliche Meinung zu beruhigen. In einem Gutachten hob
er hervor, daß eine unmittelbare Gefahr nicht beſtehe, durch fortgeſetzte
Aufſicht könne das Gebäude nech einige Jahre (!) erhalten werden. Doch
nun verlor auch die Regierung die Nerven. (Viclleicht tat ſie auch nur
ſo.) Das günſtige Gutachten der Bauleute wurde angezweifelt.
Garan=
tieren könne niemand, daß kein Unglück geſchehe. Welche Garantie gäbe
es auch, „wenn es ſich um die Gefahr des Lebendiabegrabenwerdens von
300 Sckülern nebſt ihren Lehrern” handele. Man müſſe ein Gebäude
ausfindig machen, wohin das Gymnaſium im Falle der Not flüchten
könne. Das Waiſenhaus ſei dazu geeignet (ſchon im Januar hatte das
Miniſterium auf dieſes Gebäude hingewieſen). Moller und Dilthe)
ſeien der Anſcht, „daß mit Ausnahme der etwas beſchänkten
Direktorial=
wohnung in dem Waiſenhaus . . . . . die erforderlichen Räume zur
tem=
porären Unterbringung der verſchiedenen Klaſſen des Gymnaſiums
vor=
handen ſeien‟. Die Krone willigte ein. Das Gymnaſium ſiedelte um.
Man ſah, es ging auch ohne Neubau. Die Ausſicht, ein vielleicht von
Moller entworfenes Gymnaſialgebäude zu erhalten, zerſtob. Das
Wai=
ſenhaus blieb Gymnaſium — bis heute.
Heift Unfälle verhüken!
Ueber dieſes Thema ſprach am 11. März Herr Baurat Schilling
von der Direktion der ſtädtiſchen Betriebe im Vortragsſaal vor der
unterſtellten Arbeiterſchaft.
Redner führte etwa aus, daß gerade die Arbeiterſchaft ein Vorreiht
hinſichtlich von Unfällen beſitzt, um das ſie nicht zu beneiden iſt. Neben
den zahlreichen allgemeinen Unfallsgefahren iſt ſie auch noch ſolchen
beſonderer Art in Werkſtätte und Betrieb ausgeſetzt und hat an deren
Folgen ſchwer zu tragen. Da es aber gegen alle Unfälle ein allgemein
wirkſames Mittel nicht gibt, ſo iſt zu deren Vorbeugung und Verhütung
die Mitwirkung aller Beteiligten erforderlich. Der Arbeitgeber muß
für größtmöglichſte Betriebsſicherheit ſorgen und der Betriebsrat ihn
auf Grund des Betriebsrätegeſetzes dabei tetkräftig unterſtützen.
Im Anſchluß hieran wurden die Gefahren des Straßenderkehrs
er=
wähnt, die den Arbeiter, ſei es als Fußgänger oder als Benutzer von
Fahr= und Motorrad, Kraftwagen und Autobuſſen, Straßen= und
Eiſen=
bahnen bedrohen. Sie erfahren noch eine weſentliche Erhöhung keim
eigentlichen Betriebsverkehr. Deshalb beſtehen auch für Werkſtätte und
Betrieb beſondere Unfallverhütungsvorſchriften, die zum perſönlichen
Schutz des Arbeiters, d. h. für die Erhaltung von Geſundheit und
Ar=
beitskraft, erlaſſen ſind.
An Hand von Beiſpielen wird eine große Anzahl ſolcher
Gefahren=
quellen allgemeiner Art beſprochen, und dann auf die beſonderen im
Gas= und Waſſerwerk, im Schlachthof, im Hallenſchwimmbad ſowie in
der Abdeckerei und auf deren Bekämpfung übergegangen. Dabei ergab
ſich als wichtigſte Vorausſetzung jeder Unfallverhütung im Betrieb:
Ueberſichtlichkeit der Anlagen, Ordnung und Sauberkeit in allen
Be=
triebsräumen, beſonders auch auf Wegen, Höfen, Fluren uſw. Auch
Feuermelder, Feuerlöſch= und Rettungsgeräte müſſen jederzeit ſchnell,
leicht und ſicher zu erreichen ſein.
Ebenſo hat neben der Unfallverhütung in jedem Betriebe ſtets noch
die Vorſorge für ausreichende Hilfe an die Verletzten zu treten. Es
folgte dann eine Darſtellung von Maßnahmen für Wundbehandlung,
Verhalten bei vorkommenden elektriſchen Unfällen, Gasvergiftungen und
Augenverletzungen. Dabei muß jedoch ſtets als Grundſatz gelten, in
allen ſchweren Fällen für ſofortige Herbeiholung des Arztes beſorgt zu
ſein. Die intereſſanten Ausführungen ſchloſſen mit dem Hinweis, daß
wir überall der Fülle von Unfallgefahren mit Erfolg begegnen können,
wenn Verſtändnis und Verantwortungsbewußtſein unſer Denken und
Handeln ſtets und ſtändig überwacht. Beſonnenheit, Einſicht und
Ueber=
legung bei dem Einzelnen ſind die Haupt=, wenn auch nicht einzigen
Vorausſetzungen für eine ſichere Unfallverhütung.
Eine große Zahl an den Wänden angebrachter Tafeln gab den
Zuhörern Gelegenheit, nach Schluß des Vortrags die geſchilderten
Un=
fallgefahren von Straße, Betrieb und Werkſtätte, ſowie deren
regel=
mäßige Verhütung nochmals eingehend im Bilde zu beſichtigen.
— Dampferexpeditionen des Norddeutſchen Lloyd, Bremen. (
Aende=
rungen ohne vorherige Anzeige vorbehalten.) Nach New York, ab
Bremen=Bremerhaven: D. Republic 10. 3., D. Stuttgart 14. 3.,
D. Amerika 17. 3., D. Dresden 21. 3., D. Preſ, Harding 26. 3.,
D. München B8. 3., D. Karlsruhe 31. 3., D. Sehdlitz 2. 4.; ab
Southampton: D. Republie 11. 3., D. Stuttgart 15. 3., D. America
18. 3.. D. Pr. Harding 27. 3., D. Leviathan 30. 3. — Nach New
York via Halifax ab Bremen=Bremerhaven: D. Stuttgart 14. 3.,
D. Dresden 2. 3. — Nach Boſton ab Bremerhaven: D. Republie
10. 3., D. Amerika 17. 3. — Nach Philadelphia, Baltimore,
Norfolk, ab Bremen: D. Weſtfalen 22. 3. — Nach
Nordame=
rika, Weſtküſte, ab Bremen: D. Witell 16. 3., D. Jſar 6. 4., D.
Schwaben 2. 4. — Nach Cuba, New Orleans, ab Bremen:
D. Raimund 14. 3., D. Ingram 16. 4. — Nach Mittelbraſilien
und dem La Plata (Paſſagierdampfer), ab Bremerhaven: D. Sierra
Morena 23. 3., D. Gotha 30. 3.; Frachtdampfer, ab Bremen: D.
Tur=
pin 16. 3., D. Holſtein 26. 3. — Nach Mittelbraſilien: D.
Attika 30. 3. — Nach Nordbrafilien, ab Bremen: D.
Arn=
fried 14. 4. — Nach Süd=Amerika (W. ſtküſte), durch den
Panama=
kanal, ab Bremen: D. Wido 30, 3.; durch die Magelhaens=Straße,
ab Bremen: D. Ludwigshafen 2. 4. — Nach Weſtküſte, Zentral=
und Mittelamerika und Mexiko, ab Bremen: D. Minden
25. 3. — Fruchtfahrt Canar. Inſeln, ab Brewen: D. Arucas
16. 3., D. Orotava 30. 3 — Nach Oſtaſien: D. Pfalz ab
Ham=
burg 13. 3., M.=S. Fulda ab Bremen 16. 3., ab Hamburg 20. 3.,
D. Ilmar ab Bremen 23. 3., ab Hamburg 27. 3., D. Main ab Bremen
30. 3., ab Hamburg 3. 4., M.=S. Königsberg ab Bremen 6. 4., ab
Hamburg 10 4. — Nach Auſtralien, ab Bremen: D. Moſel 1. 4.,
D. Odr ab Bremen 4. 5. — Nach der Levante, ab Bremen zirka
acht Abfahrten im Monat. — Nach Finnland, ab Bremen:
Acht=
tägiger Dienſt nach allen Haupthäfen. — Nach Reval, ab Bremen:
Abfahrten alle 8 bis 10 Tage. — Nach Leningrad, ab Bremen:
je nach Bedarf. — Nach England, ab Bremen-London: 3 bis 4
Abfahrten in der Woche; „Bremen—Hull: 2 Abfahrten in der Woche;
Bremen—Middlesborough—Newcaſtle: zehutägig. —
Geſellſchafts=
reiſen: Orientfahrt: D. Lützow ab Venedig 5. 4.; Mittelmeerfahrt:
D. Lützow ab Genua 3. 5. — Mitgeteilt von: Anton Fiſcher Vertreter
des Nordd, Lloyd ſeit 1873, Tel. 186, Darmſtadt, Frankfurter Straße
12 bis 14.
— Städtiſche Saalbau=Gaſtſtätte. Sonntag, 17. März, findet in den
feſtlich dekorierten Räumen der Tages=Reſtauration ein Bockbierfeſt
ſtatt. Abends Konzert. (Näheres ſiehe morgige Anzeige.)
Kochkurſus. Vielfachen Wünſchen entſprechend wird vom 15. April
ab in der Alice=Eleonorenſchule (Friedrichſtraße 4) Dienstag
und Donnerstag, abends von 7—11 Uhr, ein Kochkurſus eingerichtet.
Wir verweiſen auf die heutige Anzeige im Inſeratenteil.
Skimmen aus dem Leſerkreiſe.
Seit etwva drei Wollen werden die Rundfunkhörer in der mittleren
Roßdörfer Straße regelmäßig mittags von 1—2 und abends von 9 bis
ſo Uhr ganz eutfindlich im Rundfunkempfang geſtört. Die Urſache iſt
wahrſcheinlich ein elektriſcher Maſſageapparat oler ſonſt ein Heilgerät,
das regelwäßig um dieſe Zeit benutzt wird. Vielleicht iſt ſich der
Be=
nützer gar nicht darüber klar, daß er mit ſeinem Gerät derartige
Stö=
rungen verurſacht, daß dort in der ganzen Umgegend ein Radioempfang
zu den angegebenen Zeiten vollkommen unmöglich iſt. Hoffentlich
ge=
nigt dieſe Notiz, um den Benutzer zu veranlaſſen, ſeine Tätigkeit in
andere Zeiten, elwa von 10—11 und 6—7 Uhr, zu verlegen. Viele
Rundfunkempſänger werden ihm dankbar ſein.
Verbands= und Jubiläumskagung des Berbandes
der Amksgehilfen und Hausmeiſter im heſſiſchen
Skaatsdienſt.
Recht zahlreich fanden ſich die Vertreter des Verbandes zu dieſer
Tagung und Feier ein. Vom Heſſiſchen Beamtenbund überbrachte der
2 Vorſitzende, Herr Rechnungsdirektor Koch, die beſten Grüße und
Wünſche zum guten Gelingen der Tagung.
Ueber die Erhaltung des Berufsbeamtentums für Volk und Staat
ſprach der 1. Vorſitzende des Heſſiſchen Beamtenbundes, Herr Dr. Claß,
was großen Beifall fand. An Zahlen und Beiſpielen gegenüber anderen
Ländern zeigte der Vortragende, daß das deutſche Berufsbeamtentum
ſich zu allen Zeiten beivährte. Auch heute ſtehe das Berufsbeamtentum
in der Erkenntnis der Pflichten zum heutigen Staat nicht an letzter
Stelle. Verſchiedene Vorgänge der letzten Jahre haben dies bewieſen.
Eine Amerikaniſierung unſeres Berufsbeamtentums würde die
ſchver=
ſten Folgen für Volk und Staat nach ſich ziehen. Tvotzdem alle dieſe
Tatſachen den Volfsführern bekannt ſeien, würden ſich immer wieder
Dinge entwickeln, die die Erhaltung des Berufsbeamtentums verneinten.
Bei der Feier de3 25jährigen Beſtehens des Verhandes fanden neben
muſikaliſchen Vorträgen zwei Vorträge der beiden Verbandsvorſitzenden
Wolf und Dietz allgemeine Beachtung. Erſterer ſchilderte das
Wer=
den kes Verbandes, wobei ganz beſonders die verdienten Führer
Häußer=Darmſtadt und Schffer=Mainz geehrt wurden. Auch der
gefalle=
nen Kollegen im Weltkrieg= wurde in ergreifender Weiſe gedacht und
als Zukunftsaufgabe die Arbeit an dem Gemeinſchaftsſinn al3 eie der
wickzigſten in den Vordergrung geſtellt. Mit dem gemeinſamen Geſang
der dritten Strophe des Deutſchlandliedes fand die Feſtrede ihren
Ab=
ſchluß. Letztere gab ein Bild über die hiſtoriſche Entwicklung des
Berufsbeamtentums in grauer Vorzeit bis zur heutigen Zeit, das
all=
gemeine Beachtung fand. Vom Heſſiſchen Beamtenbund ſproch Herr
Dr. Claß die Glüchwiinſche aus. Der Herr Büirgermeiſter von
Jugen=
heim übermittelte infolge Erkrankung ſeine Glüchwüinſche ſchriftlich.
An=
ſchließend fand unter Führung des Kollegen Arnold eine Beſichtigung
des Erholungsheims zur Poſt ſtatt, wobei auch Bericht über die Arbeit
in der Heſſiſchen Sdatlichen Betriebskraukenkaſſe erſtattet wurde.
n. Familiengeſchihſtliche Vereinigung. In der nächſten Sitzung am mitgeteilt war — um acht Tage verſchoben werden,
Dienstag den 19. März, abends 8½ Uhr, im „Prinz Karl”
ſpricht Stadtadivay Dr. A. Müller über „Quellen für Darmſtädter
Familienforſchunge 2 Gäſte ſind willkommen.
Zum Schufz
gegen
ja
V
GRIPPE
Aus dem Bericht der Reichsverſicherungsanſtalk für
Angeſtellie für das Geſchäftsjahr 1928.
(Eingeklammert ſind die Zahlen des Jahres 1927 angegeben.)
(Mitgeteilt vom Ortsausſchuß Darmſtadt der Vertrauensleute für die
Reichsangeſtelltenverſicherung (Geſchäftsſtelle: Darmſtadt, Landgraf=
Georgſtraße 64))
Am 31. Dezember 1928 liefen 72 751 (60 926) Ruhegelder mit 10 245
(8145) Kinderzuſchüſſen, 46 459 (39 523) Witwen= und Witwerrenten und
30 513 (27 363) Waiſenrenten. Insgeſamt waren im Berichtsjahre 65 067
(60 288) Leiſtungsanträge zu bearbeiten.
Der Geſamtaufwand für die Rentenleiſtungen, Abfindungen und
Bei=
tragserſtattungen betrug im Jahre 1928 105 Millionen RM. Im Jahre
1227 betrug er 78,4 Millionen RM., wozu noch die einmalige Zahlung
zur endgültigen Abgeltung für Rentenauſwendungen an Angeſtellte aus
der Invaldenverſicherung mit 33 Millionen RM. trat.
Die Zahl der Anträge von Verſicherten auf Heilverfahren ſtieg auf
106 788 (92 794). Hiervon entfallen auf ſtändige Heilverfahren 65 396
(58 889), auf nichtſtändige Heilverfahren (Zahnerſatz uſw.) 41 392 (33 905).
Es wurden 38 716 (34 374) ſtändige Heilverfohren durchgeführt. Die
durchſchmittliche Dauer der Kuren betrug in den Lungenheilſtätten 95
(91) Tage, in den Sanatorien 31 (31) Tage und in den Bädern 29 (31)
Tage. Die Zahl der Anträge auf Gewährung von Zuſchüſſen zu
Heil=
verfahren für tuberkulöſe, tuberkulosgefährdete und rachitiſche Kinder
von Verſicherten und für Waiſenrentner betrug 6082 (6812). Ziſchüſſe
wurden bewilligt in 3894 (4878) Fällen. Für die G=ſundheitsfürſorze
wurden insgeſamt 18,9 Millionen RM. (17,1 Millionen RM.)
aufge=
wendet.
Die Geſamtbeitrags innahme betrug, faſt 317 Millionen RM. (280
Millionen RM.). Die Beiträge betragen etwa 5 vom Hundert des
durch=
ſchnittlichen Monatsverdienſtes gegen 7 vom Hundert in Ler
Vorkriegs=
zeit. Die Zahl der Verſicherten wird für Ende 1928 auf 3,3 Millionen
geſchätzt.
Die Vermögensverwaltung ſtrebte an, die verfügbaren Mittel ſicher
und zu volkswirtſchaftlich und ſozial nützlichen Zwechen anzulegen und
ſie möglichſt gleichmäßig den Kreiſen und Wirtſchaftszweigen wieder
zu=
zuführen, aus denen ſie kamen. Ganz beſonders wurde der Wohnungsbau
gefördert. Die hierfür langfriſtig zur Verfügung geſtellten Mittel
be=
trugen rund 100 Millionen RM. (75 Millionen RM.).
Die geſamten Verwaltungskoſten beliefen ſich auf rund 11 3 Millionen
NM. (9,6 Millionen RM.). Der Geſamtaufwand einſchließlich der Koſten
Les Beitrags= und Ueberwachungsverfahrens, der an die Reichspoſt zu
leiſtenden Vergütung für den Marberverkauf, der Koſten der geſamten
Nechtſprechung ſowie aller Abſchreibungen auf das Dienſtgebäude und
Inventar betrug 3,5 (3,4) Prozent der Beitragseinnahme (ohne
Zinſen=
einnahme)
— Gartenarbeit. In der Gartenſtadt Darmſtadt darf alles auf
In=
tereſſe rechnen, was dem Gartenfreund Anlage und Pflege ſeines Beſitzes
erleichtert. Vor kurzem erſchien der erſte Band eines praktiſchen
Garten=
buchs, das von Profeſſor Schindler und Gartenbauinſpektor Kache
herausgegeben wird. Das Buch will lehren, was zum Verſtändnis und
zur Pflege der Pflanzen notwendig iſt. Es behandelt nach dem Kreislauf
des Jahres die Arbeit im Garten und erzählt alles Nötige über das
Leben der Pflanzen, ihre Entwicklung und ihren Kampf ums Daſein.
Das Buch iſt aus der Praxis entſanden und für die Praxis beſtimmt.
Gartenfreunde finden es in der Bücherei des Gewerbemuſeums.
Bezitksſchöffengericht.
. 1. Vater und Sohn, die ein Kolonialwarenoef
unter des Vaters Firma in einer Stadt der Beyoſtru
im November 1925 in einen heute erledigten Konkuuss
Betrugs gegenüber einem Landwirt und einer bad5
ſchaft angeklagt.
Es handelt ſich um ſehr komplizierte und verwise
niſſe, die auch ſihon das Zivilgericht beſchäftigt haben.
aufnahme geht heuvor, daß das Rechtsverhältnis xz
Aktiengeſellſchaft auch durch den Konkursverwalter nnn
konnte, namentlich beſtanden auch Unſtimmigkeiten beni
ter Kaffecvorräte.
Am 3. Oktober 1925 hatte eine benachbarte Bezirn=
Firma gowähiten Kredit auf Eude des Monats gekünn;
war die Kreditnoi im eigenen Bezirke.
Der Staatsanwalt erackſtet die betrügeriſchen MA.
Nachteil der badiſchen Aktiengeſellſchaft nur auf ſeitin
einem Falle für erwieſen, ein daueruder oder erhen
nicht eingetreten. Gegen den Sohn wird eine Geldſtrtf
gegen den Vater die Freiſerechung beantragt. Der
mißt, daß dem Mannheimer Geſchäft gegenüber einen
gung eingerreten war oder eingetreten iſt. Ein S
in dieſer Sache nicht gehört worden. Ein Nachwe
ſchädigung ſei nicht geführt. Die Bauk hebe ihren Kol
Konkurſe nicht angemeldet, vielmehr zwei Wechſel he
in der Bankbranche doch nicht Uſance ſci. Angekla
demnach in gutem Glauben ſein dürfen. Auch f
zuſamnienhang zwiſchen Täuſchungshandlung und einn=
Schließlich, fehle auch die Abſicht, ſich einen rechtswidriei
teil zu verſchaffen, mindeſtens ſei ſie nicht nachgewin
Das Urteil ſprichr den Vater frei und verurteille
Freiſprechung im übrigen wegen Betrugs in eine:
gegenüber) zu ciner Geldſtrafe von 600 Matk. Diei
übergebenen Wechſel durſten nicht als Warenwechſel!4
handelt werden.
2. Cin Einwohner von Walldorf iſt der
Anſtiſtru=
ſtahl und der Hehlerei angeklagt. Die Söhue desſelber
diebſtahls zum Nachteil des heſſiſchen Fiskus verurteii,
Der Staats inwalt beantragt die Freiſprecn
erkannt wird.
Die voreilig gepfändeke Reichs
(Nachdruck verboten.)
js. In einem Rechtsſtreit zwiſchen einer Pari
der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft erſtritt die Pariſef
1925 vor dem Oberlandesgericht Darmſtadt ein
bares Urteil auf Zahlung von 6000 RMark nebſt Zin”
lichem Scheitern der Verſuche, das Urteil gegen dieß
ſtrecken zu laſſen, erwirkte der Mainzer Vertreter dc
Rechtsanwalt M., vor dem zuſtändigen Amtsgericht
daß die Pfändung nicht behindert ſei, da die Reiche:
im Art. 2 des Heſſiſchen Durchführungsgeſetzes aurd
ſchaften öffentlichen Rechts gehöre, gegen die Zwang B
den Ablauf einer Friſt gebunden ſind. Rechtsanwalt A2
Forderung in das Guthaben der Reichsbahn bei dd.
vollſtrechen und überſandte das Geld ſeiner Auftragx=
Inzwiſchen hatte aber die Reichsbahn gegen das ihr.
des Oberlandesgerichts Darmſtadt beim Reichsre
eingelegt. Das Reichsgericht kam zu einem für die Wid
ren Ergebnis, indem es die Bahn nur zur Zahlung w iſ
die Pariſer Firma außerdem zur Tragung eines 2
koſten verurtoilte. Nunmehr erhob die Reichsbahn gu
tüchtigen Anwalt Klage auf Schadenserſatz, der ihr
mäßige Beitreibung der zirka 6000 RMark und di.
Gerichtskoſten entſtanden iſt. Der Klageanſpruch wu.
Inſtanzen — Landgericht Mainz, Oberlandesger n
und Reichsgericht — abgewieſen. Es könne den
zum Verſchulden angerechnet werden, daß er die Vollſth d
durchührte. Er handelte inſoweit als Vertreter ſeinn
der Pariſer Firma. Ein Anſpruch aus ungerechtfert.
ſteht der Reichsbahn nur gegen die Paiſer Firma z*
briefe‟. (Fl 596/B. — 11. März 1929.)
— Die Weidenkätzchen ſind geſchützt. Die Weidem=ll
Oehrchenweide, graue Weide Purpurweide, ſowie dI
Arten) bilden das wichtigſte Nährmittel des Vorfrühlin.”
Die Kätzchen dürfen deshalb zum Zwecke des Verkauff
noch abgeſchnitten werden.
Mädchen=Fortbildungsſchule. Durch das Ableber?!
bürgermeiſters mußte unſer Elternabend — wiei
nächſten Dienstag, den 19. März, abends 8 Uhc
halle am Woogsplatz ſtatt. (Der Saalbau i70
— Oſterpaketverkehr. Die Deutſche Reichspoſt
Eu=
dung von Anhäufungen und Verzögerungen die
Oſtf=
kurz vor dem Feſt aufzuliefern, ſie gut zu verpacken, 1
bar zu befeſtigen und den B=ſtimmungsort unter näüd
ſeiner Lage beſonders groß und kräftig niederzuſcheln
Paket ſoll die vollſtändige Anſchrift des Abſenders
das Paket ein Doppel der Aufſchrift gelegt werden.
recht haltbar zu verpachen und zu verſchnüren, Hohlro.
Holzivolle uſw. auszufüllen, damit die Sendungen nich
den können. Die deutliche Bezeichnung „Briefpägchem
darf nicht fehlen.
Die Sonntagsrückfahrkarten gelten an Oſterm
Hinfahrt: am Gründonnerstag von 12 Uhr an, 0
Samstag, am Oſterſonntag, am Oſtermontag; zur W.
Karfreitag, am Samstag, wenn bis 9 Uhr die Rückrer
am Oſterſonntag, am Oſtermontag, am Dienstag, we30
Nückreiſe angetreten iſt.
Lokale Beranſtalkungen.
Die bierunter erſcheinenden Rotizen ſind au=ſchließlich als Hinwelſe.20
in keinem Falle irgendwie ale Vebrechung oder 2.4
— Kriegerverein Darmſtadt. Zu dem
16. ds. Mts., abends 8 Uhr, im ſtädtiſchen Saalbad
15. Stiftungsfeſt der Vereinigung früherer Leibgaromt.
raden des Vereins herzlichſt eingeladen. Ferner wolle
des Vereins recht zahlreich zu der am Sonntag, del
mittags 3 Uhr, im „Bürgerhof” (Eliſabethenſtraße) ſi0!
Daup.verſammlung erſcheinen.
— Hiſtoriſcher Verein. Montag, den L
wird im Saale des Realgymnaſiums der Gießeſſe.
Friedrich Maurer ſprechen über: „Die heſſiſchen 9.4
Erforſchung”. Bekanntlich iſt bis vor kurzem aul
heſſiſchen Mundartforſchung ſehr wenig geſchehen. Drc
der jetzt in Angriff genommenen Forſchung in vorde.
ein ſehr anregender Vortrag zu erwarten iſt.
— Vereinigte Kriegervereine Darm
meraden werden gebeten, ſich an dem Stiftungsfel. 2
gardiſten am 16. März im Saalbau recht zahlreich ”e
Fahnenabordnungen ſammeln ſich um 7.30 Uhr G.
ſchwarzer Anzug und Zylinder: Orden und Haſſigcbe
legen.
— Kriegerkam. „Germanig‟ Darmſt.
Samstag, 16. März, abends ſtattfindenden 1hüährige.
Vereinigung ehem. 1l5er im Saalbau bitten wi. de
nebſt Angehörigen um recht zahlreiche Beteilicund.
—Schulbrauerei, Schloßgaſſe. Wie 0ls
zeige erſichtlich, findet das Schlachtfeſt in Schuls Ne
Fortſetzung und erhält durch die Mitwirkung eine.
Stadtorcheſters eine beſondere Note.
— Im botel Prinz Heinrich chleiche..
Samstag großes Schlachtfeſt mit Konzert und 290l
Tanzabend ſtatt. Der Beſuch beider Veranſtaltzhe 7
fehlen. (Siehe Anzeige.)
9
Mädl
Tageskalender für Samstag, den I0.
Heſf. Landestheater, G.oßes Haus, Zl.
nach 22 Uhr, C 12: „Naholeon”.— glins bos.
Dr
Ende 22 Uhr, K 13: „Martha‟. — Orbh
Nebzue: „Rund um den Ozean” — 45n4‟
g.Dg
Kaffee Rheingold, Hotel Schmitz, Reichshof, 2.
Kaffee Ganßmann, Brauerei Schul botel R. e
Malaga, Zur Roſenau, Beſſunger Turnhale. 9
bau, abends 20 Uhr: 18. Stiftungsiſt 2 undus
Leibgardiſten. — Kinovorſtellunge!"
Palaſt=Lichtſpiele.
Camstag, den 16. März 1929
Ceite 7
Aus Heffen.
Skarkenburg.
hrfett ärz. Das Kirchenkonzert der
Darm=
inteiſtzel das am Samstag hier in der Kirche abgehalten
wi h)musſichtlich erſt nach Oſtern abgehalten.
dt. 4ſürz= Wahl. Am Sonntag, den 17. März, findet
r bis nachmittags 2 Uhr die Wahl eines Ver=
Kritiſche Betrachtungen
zu der Umſtellung des oberen Pogelsbergs.
feſelli
i ön
z0 Wandwirtſchaftskammer im Rathausſaal ſtatt.
Turnverein 1876 e. V. veranſtaltet am nächſten
rz feine diesjährige dritte Wanderung. Sie führt
achtt er=Modau, nach Ober=Ramſtadt, von wo aus
ſang er wird. Abmarſch 9 Uhr am Schweizerhaus. —
ſigſuy gen. Das Forſtamt Eberſtadt hält am
kom=
ag Aicm kommenden Montag je eine Holzverſteigerung
eigerſky mn Samstag findet im Gaſthaus „Zum Mühltal”
ſtagtt ulGr, diefenige am Montag zu Burg Frankenſtein
Mut- Zum Ausgebot gelangt Brennholz und
Nutz=
ſElſi EWilbrandshöhe, 1 und 2, Steinern Kreuz Abt. 8,
nlkaute 1 und 2, Mühlacker 3, Kieſelsgrund 5 und
Narz. Das Haus Schloßſtraße 3 muß wegen
Ein=
r Aſ4meite geräumt werden,
ſtadt)“, März. Gemeinderatsſitzung. In der
ſeraßeunng erklärte der Bürgermeiſter, daß alle
Maß=
tArr ſeien, um den ſchweren Eisgang auf der Modau
iſte8tfahr durch Hochwaſſer uſw. zu verhüten. — Auf
ekannten Anweſens Neff, das abgebrochen wer=
Ariat fangebot eingegangen. Das Angebot foll erſt
Lrü
wil
Et mnterzogen werden, ehe ihm nähergetreten wird.
Zeifionsgeſuche des Georg Krämer aus Gberſtadt
ſ ür der Rheinſtraße und des Kark Dietz aus Soden
ſchucucker in der Eberſtädter Straße ſind ſeitens der
riftyemres Gemei deratsbeſchluff=s genehmigt worden.
ſreifſt der Gaſtwirtevereinigung vor, die aber
er=
teig=genheit dem Ermeſſen der Gemeinde überlaſſe.
ſſellnlmen mit neuen Bänben ausgeſtattet werden. Eine
Mn bzw. des Auftrages iſt nicht erfolgt, da man
ſchieſigen Schreiner zu berückſichtigen. —
Ge=
umd Krankenbezüge. Zur Beratung
in=
eſras ſtand dieſer Tage auch die Frage der Ge=
Krautwöirüigen (im Sinne des 8 169 der
Reichsverſiche=
an)) ungeſtellten Gemeindebeamten. Die Gemeinde=
Genſeiemedienſteten ſind gegenwärtig mit ihren
Fami=
nutugen Krankheit ohne Gewährung von
Kranken=
da in. Falle einer Krankheit den vollen Gehalt für
ſter alnen. Von den Beiträgen zur
Erwerbsloſenfür=
neind/ken! Angeſtellte befreit unter der Bedingung, daß
im Aſc feiner Entlaſſung und Arbeitsloſigkeit den Be=
Lohria vi das Gehalt auf 26 Wochen weiterbezahlt. Das
benflle zu. der genannten Angelegenheit bereits Stellung
ehs EErgänzung der hieſigen Beſoldunsordnung an=
Rzausſchuß hatte ſich damit einverſtanden erklärt.
itzrſſtu mante aber in der betr. Frage keine Entſcheidung
feitfinemes Teiles des Gemeind rats auf dem Stand=
„ſtäch näher informieren zu müſſen. Der Gemeinde=
* Gl feun L. einiſiasmgplatz=, Tauſchgeſuche fowie in geheimer Sache
Rricsmch m 4 ſußerth wurden Wohlfahrtsangelegenheiten erledigt.
Dmmiet En 9 möt, Kärz. Die Stadtkaſſe Pfungſtadt macht
St lan zu enn 7 fam, / as 6. Ziel der Gemeinde=, Kreis= und
Provin=
e die Bmm i W B ſchliehtz Ger Sondergebäudeſteuer für das
Rechnungs=
en zur Trepc E Meilſch Uder Mahnung bis Ende März 1929 zu ent=
hr erhnab die Rutz
II.*)
* Es ſei mir geſtattet, auch noch die weitere Frage zu prüfen, ob die
Durchführung des Umſtellungsprojektes nach dem Feldbereinigungsgeſetz
übevhaupt durchführbar iſt. Das Miniſterium hat zum Ausdruck
ge=
bracht, daß die Umſtellung nur im Wege der Feldbereinigung möglich
ſei. Maßgebend für die Bildung der Erſatzgrundſtücke iſt demnach der
Artikel 29 des G=ſetzes die Feldbereinigung betreffend vom 22.
Novem=
ber 1923 (Reg=Bl. Nr. 46 S. 440 ff.). Dieſer Artikel ſchreibt vor „e8
ſind die Grundſtücke eines Grundeigentümers durch andere, jenen in ihrer
Güte gleicken oder naheſtehenden Grundſtücke unter Berückſichtigung ihrer
Lage und ihrer Kulturart zu erſetzen. Verſchedenheit in der
Güte, der dem Umtauſche unterworfenen Grundſtücke ſind hierbei durch
eine entſprechende Veränderung des Flächengehaltes ſo auszugleichen.
daß der Geſamtwert der Erſatzgrundſtücke . dem des früheren Beſitzes
möglichſt gleichkommt‟. Dieſer Artikel entſpricht dem Artikel 21 des
Feldbereinigungsgeſetzes in der Faſſung der Bekanntmachung von 1905.
Hierzu bemerkt der Kommentar von Spamer Seite 41 Ziff. 6
ausdrück=
lich: „In der Regel ſollen zur Befriedigung der wirtſchaftlichen
Bedürf=
niſſe annähernd gleiche Werte als Ackerland, Wieſen, Wald, We den
uſw. ausgewieſen werden.‟ Bei dieſer geſetzlichen Grundlage erſcheint
es mir im Fellbereinigungsverfahren kaum durchführbar zu ſein, eine
großzügige Umwandlung von Acker in Wieſe und Weide
vorzu=
nehmen. Denn die Zuteilungskommiſſion iſt im
Feldbereinigungsver=
fahren an dieſe geſetzliche Beſtimmung gebunden, und muß dem
Land=
wirt, der dies verlangt, wieder ſoviel Ackerland zuteilen, als dieſer
ein=
geworfen hat. Da aber auch die Zuteilung in der Regel dort zu erfolgen
hat, wo der betreffende Grundbe”t anſpruchsberechtigt iſt, können
einige wenige Gundbeſitzer, die die Umſtellung nicht mitmachen wollen,
die Bildung von neuen, und insbeſondere großen Wieſengewannen
ver=
eiteln. Das Miniſterium hat davon weiter geſprochen, daß die
Boni=
tierungskommiſſion im Feldbereinigungsverfahren durch Sachverſtän ige
(Landwirtſchaftslehrer, Oberförſter, Vertrauensleute der
Landwirtſchafts=
kammer) ergänzt werden ſollen. Die Mitglieder der
Bonitierungskommiſ=
ſion und die Art ihrer Abſtimmung iſt verbindlich im Art. 77 Abſatz 1
des Feldberenigungsgeſetzes geregelt. Dieſe neuen Mitglieder könnten
*) Vergl. den Aufſatz in unſerer geſtrigen Ausgabe.
demmach nur beratende, aber keine beſchließenden Stimmen haben. Da
aber wegen des Artikels 29, Bildung der G=ſamtabfindung (ſiehe oben),
die Möglichkeit, Ackerland in Wieſen und Weiden umzuwandeln, ganz
und gar von den Anträgen der beteiligten Grundbeſitzer abhängt, könnte
dieſe Frage erſt im 3. Abſchnitt bei der Zuteilung geprüft werden: alſo
erſt kurz vor Abſchluß des Verfahrens beim 3. Abſchnitt beſteht rechtlich
und daher auch praktiſch durchführbar die Möglichkeit, Gewanne
umzu=
wandeln. Man konn mir entgegenhalten, daß man bei der Aufſtellung
der Meliorationspläne ja bereits die Bildung neuer Wieſengewanne
vor=
ſehen könne. Gewiß, das iſt möglich, aber was nützt es denn, in dem
Meliorationsplan Flächen mit der Bezeichnung zu Wieſen” einzutragen,
wenn die Einzelbeteiligten, die ja bei dem Meliorationsplan ihre
Zu=
teilungswünſche noch nicht anmellen können, dann beim Wunſchtermin
andere Anträge ſtellen. Es nützt auch nichts, den Wunſchtermin etwa
früher abzuhalten, denn für den Wunſchtermin muß die Grundlage
Meliorationsplan, Beſitzſtandsaufnahme und Bodenabſchätzung vorliegen;
und etwa dem Landwirt zuzumuten, zu Beginn des Verfahrens
anzu=
geben, wieviel vom Ackerland er in Wieſe oder Weide umgewandelt
haben will. Das wird jeler, der unſere Vogelsberg=Bauern kennt, für
unmöglich halten. Alſo auch hier müſſen andere Wege eingeſchlagen
werden, die geſetzgeberiſche Grundlage muß geſchaffen werden, um hier
die Möglichkeit zu haben, durchgreifen zu können, dabei wohlgemerkt:
ſoll die Ausübung von Zwang ganz im Sinne des Miniſteriums nur für
den äußerſten Notfall vorgeſehen werden. Aber ohne eine ſolch=
Grund=
lage iſt an eine ernſthafte Durchführung der Umſtellung, die Ausſicht
auf Exfolg verſpricht, nicht zu denken.
Noch auf einen Punkt möchte ich hinweiſen. Die Erweiterung des
Apparats durch die drei oben angeführten Sachverſtändigen halte ich für
unzweckmäßig. Man denke ſich einmal, welcher Stab auf eboten wird,
wenn dann eine Sitzung ſtattfindet! Und wer ſoll dann die Koſten für
die Diäten und Reiſckoſten bezahlen?. Grundſatz für die Umſtellung
muß ſein, möglichſte Vereinfachrna, möglichſt geringe
Verwaltungs=
koſten! Durch die Vorſchläge des Miniſteriums wird dieſen Grundſätzen
aber niemals Rechnung getragen. Man müßte deshalb daran denken,
Mittel und Wege zu ſchaffen, um ohne Koſtenvermehrung ſich die
wert=
vollen Erfahrungen, Lie beſonders von der Landwirtſchaftskammer auf
dem Selgenhof geſammelt worden ſind, nutzbar zu machen.
auf SchrRnzr’s FMantatt,/ 15. März. Der ehemalige Maurermeiſter Ad.
er zirla 60 Ra, 4, voll fin arm 19. b. M. ſein 80. Lebensjahr in verhältnis=
Der Kchiſ irperltüe mnd geiſtiger Friſche. Möge ihm noch längere
m Main; Cnn— an ſna— Lebensabend beſchieden ſein. — Obſt= und
— abgesieſen. 6
„ru. Dieſer Tage trifft die dem Verein zur
Ver=
prden di a
ahufs BBaumſpritze ein. Sobald es die
Bodenverhält=
git als
zen iſſmhen, wird mit dem Spritzen der Bäume
begon=
muich aus I
zundſit mur mit Obſtbaumkarbolineum (Avenarus=Den=
— 9äh* eines Vertrauensmannes zur
kamnyr /ür den Wahlbezirk. Nieder=Ramſtadt=
Traiſa=
ergwisser als Vertrauensmann der Landwirt Adam
„0aſchützt, 2424 Miclſtohr mſtadt. Wie man hört, kandidiert dieſer auch
finue kommende Wahlperiode. Die Stimmzettel für
rden mmtlich hergeſtellt, ſondern ſind handſchriſtlich
niſchttzArege anzufertigen. Im Wahllokal findet eine
StimimatII nicht ſtatt. Die Wahl findet am kommenden
littagMlin 11 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, im
Bürger=
uf dallntarhaus ſtatt.
Ramſt 9 15. März. Landwirtſchaftskammer=
Sohlmg, den 17. März, in der Zeit von 11. Uhr
vor=
uenu=tags, findet die Wahl der Vertrauensmänner
Bezirk iſt der obere, für den 2. Bezirk der
eſEinteilung der Wahlbezirke iſt die gleiche wie
SSäuglingsfürſorge. Am Montag, den
Bum 2—3 Uhr, findet im unteren Rathausſaal
ſe ſtatt.
äux. Wahlen zur Landwirtſchafts=
— den 17. d. M., von vormittags 11 Uhr bis
ſe. die Wahl der Vertrauensmänner ſtatt. Die
Eicklbezirke eingeteilt. Das Wahllokal des erſten
Skulhaus Erbacher Straße. Wahlvorſteher des
rekEic—nkel, Stellvertreter Georg Heinrich Becker 3.
des B irks befindet ſich im Rathaus. Wahlvorſteher
R Ludwig Haas, Stellbertreter Philipp Eduard
* Vom Stillen Ozean zu den Hochanden.
Lichtbildervortrag von Dr. Anton Stiefenhoſer in der Heppenh=imer
Ortsgruppe des V.D.A.
Ein Vortrag mit durchgehender Spannung. Dies der Geſamteindruck
der im „Halben Mond” am 14. März 1929 gebotenen Veranſtaltung der
von Herrn Oberſtudiendivektor Beiſinger mit Tatkraft geleiteten
produktiven Heppenheimer Ortsgruppe des V.D.A. Ein Vortrag, frei
von fälſchender Globetrotterphraſe, verzichtend auf, oberflächliches
Er=
raffen kinematographiſcher Bruchſtücke. Eine in erwanderter
Natur=
ſympathie wurzelnde Sprache, unterſtützt bis zur greifbaren Anſchauung
von den ſo einprägſamen Lichtbildern, vermittelte den Hörern ein
Er=
leben der erhabenen Hochgebirgswelt der Anden. Dieſe
Lantſchafts=
bilder mit ihrer Urwaldſtimmung, mit ihrer bis zum paniſchen Schrecken
ſich ſteigernden unheimlichen Einſamkeit werden unvergeſſen bleiben. In
den Maſſivs der emporwuchtenden, gletſchertragenden vulkaniſchen
Berg=
riefen, in der ungeheuerlichen Urwaldwildnis verſpürt man noch den
unſichtbaren Schöpfer am Werk, der in ſolcher Welt am allerrealſten iſt.
— Der Vortrag vermied mit Abſicht ein längeres Verweilen in den
Küſtenſtädten Chiles. Der Sprung mitten hinein in die Andenwildnis
gab gewiß keine Vorſtellung, was Chile wirtſchaftlich heute iſt, aber um
ſo eindringlicher, was es wirtſchaftlich werden kann. Ungeahnte
Sied=
lungsmöglichkeiten wurden durch feſſelnde Angaben über deutſche —
heſ=
ſiſche! — Koloniſten mitten im immergrünen chileniſchen Urwald
auf=
gezeigt. Wie Glanzlichter ſetzte der Vortragende gerade diefe
Mitteilun=
gen auf die Schilderung ſeiner Wildw=ſtwanderung vom Paz fik bis zu
den Hochanden. Dieſe Kordillevenfahrt Dr. Stiefenhofers nahm ihren
Ausgang von der ſüdchileniſchen Hafenſtadt Puerto=Montt, dem
Ein=
gangstor zur ſogengnnten chileniſchen Schweiz und dem Ausgangspunkt
der deutſchen Koloniſation in den fünfziger Jahren des letzten
Jahr=
hunderts, berührte die heſſiſche Siedlung La Chamiſa am Meerbuſen von
Neloncavi und führte dann durch unberührten Urwald landeinwärts
an den einſamen Chapo=See am Fuße des neuerdings wieder tätigen
Vulkans Calbuco. Hier in dieſer weltabgelegenen Wildnis hat ſich
heſſiſches Volkstum durch drei Generationen in Sprache und Sitte rein
erhalten. Weiter führte die Wanderung nach dem Fiord von Reloneabi
und daun in die Seen= und Gletſcherwelt der Hochkordilleven, bis
hin=
über nach Argentinien. — Daß der Vortragende nach dieſer
hochge=
ſtimmten Naturſchilderung auch noch einen ethnograph’ſchen Einblick in
das Leben der in dieſer Urnatur hineingebovenen Menſchen gab,
be=
ſonders des tapferen Indianerſtammes der Mapuche, rundete den
Vor=
trag zu wünſchenswerter geographiſcer Geſchloſſenheit ab. — Und zum
Schluß wurde der Sprung in die Ziviliſation getan, in das moderne
Chile, inſoweit es für den deutſchen Ueberſeehandel von Bedeutung iſt.
Und mit keinem anderen Schlußbild hätte der Vortragende deutlicher
dartun können, was D utſchland von Chile und Chile von Deutſchland
erwarten kann, als mit dem Hamburger Chilehaus des genialen
norddeut=
ſchen Architekten Fritz Böger. Wie ein Rieſenozeaner iſt es im
Stadt=
bild Hamburgs gelegen, eu monumentales Werk moderner deutſcher
Bau=
kunſt, ein Symbol neuzeitlthen Wikingertums. — Für die aus ezeichnete
Regie am Lichtbilderapparat ſind wir Herrn Dr. Menninger zu
be=
ſonderem Dank verpflichtet. — Möge dieſer mit Verantwortungsgefühl
gegebene Chile=Vortrag Dr. Stiefenhofers verdiente Beachtung auch
anderwärts finden, beſonders bei unſeren deutſchen kaufmänniſchen
Ver=
bänden!
Dr. Zeh.
Heſiſcher Straßenbericht
für die Woche vom 17. bis 23. März 1929.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
Lauterbach—Schlitz—Hersfeld (Ortsdurchfahrt Schlitz) vom 3. 1. bis
auf weiteres geſperrt. Umleitung: Angersbach—Salzſchlirf.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
Oppenheimer Ueberfahrt wegen ſtarken Eistreibens auf dem Rhein
für den geſamten Fahrverkehr eingeſtellt. Umleitung: Brücken in
Mainz und Worms.
Sprendlingen—Buchſchlag vom 26. 11. 28 bis auf weiteres geſperrt.
Umleitung nach Bahnhof Buchſchlag—Sprendlingen über die
forſtfiska=
liſche Waldſtrecke zum Forſthaus Mitteldick.
Ortsdurdfahrt Nieder=Eſchbach vom 19. 11. 28 bis auf weiteres
ge=
ſperrt. Umleitung: Ober=Eſchbach-Ober=Erlenbach reſp. Bonames—
Harheim—Nieder=Erlenbach.
— Dornberg, 15. März. Auf der Straße von Nauheim nach Groß=
Gerau fuhr geſtern eine Abteilung franzöſiſcher Radfahres.— In dem
Augenblick, als ein Soldat aus der Guuppe herausfuhr, kam ein
Motor=
fahrer aus der entgegengeſetzten Nichtung, Beide Fahrer rannten
zu=
ſammen. Der Soldat wurds verletzt und deſſen Rad ſtark beſchädigt.
— Gernsheim, 15. März. Waſſerſtand des Rheins am
14. März: —0.40 Mcter; am 15. März: —0 50 Meter.
— Hirſchhorn, 15. März. Waſſerſtand des Neckars am
14. März: 1,71 Meter; am 15. März: 1.48 Meter.
— Offenbach a. M., 15. März. Ein Arzt beim
Aufſprin=
gen aufdie Straßenbahn verunglückt. An einer
Straßen=
kreuzung verſuchte am Donnerstag nachmittag der praktiſche Arzt Dr.
Nosner auf die fahrende Straßenbahn zu ſpringen, kam dabei zu Frll
und geriet zwiſchen die Steine des Bürgerſteiges und die Elektriſche. Er
erlitt ſchwere innere und äußere Verletzungen und mußte in das
Kranken=
haus gebracht werden.
OPIOH, Frankfurt a. M.
Oafé, Oabaret
Gastspiel
und
Casino
Hans Schnitzer
Mit Carl Hagenbeck auf Tierfang!
Mit der Ufa in der Wildnis!
Wer horcht nicht aut bei Schilderungen über Tierfavg-Expeditioven und Tierjagden iv
Atrika, in Asien oder in Brasiliev, wo glutheiße Sonne unbarmherzig aut Mensch und Tiere
viederbrennt? Wen interessieren nicht jeve unzähligen Gelahren und Abenteuer, die eine
Krokodiltang-Expedition im Amasonenstrowgebiet Nordbrasilievo zu bestehen hat, wenn
Stahlgeschosse schwirren, Lassos dureh die Luft zausen und der Schweit getrotfener oder
gefangener, wutschnaubender Tiere, im Schmer; sich windend, vach den Kanus der Fänger
schlägt. Wer möchte weiterhin vicht auch ertahren, wie Krokodile an Land gebracht.
ent-
tesselt, transporttert und schließlich gezähmt werden. — Halpaus-Tierbilder,
zusammen-
gestellt nach authentiochem Fotowaterial der Eirma Carl Hagenbeck, Tierpark-Stellingev,
und der Ufz, io vollendet farbiger Ausführung geben darüber anschauliche Antwort, und
intereseant für den Raucher und belehrend für seine Kinder; sie liegen allen Packupgen den
Halpaue-Cigaretten bei und eignen sich in hervorragend ausgestatteten Sammelalben, die
zuw Preise vov 1.50 Mk. durch die Halpaus-Cigaretten-Fabrik G. m. b. H.,
Breslan 6, Wachtpletr. erhältlich sind, ale wertvolles Geschenk für unsere Jugend.
Moten 9e
R
[ ← ][ ][ → ] Seite 8
Nachrichten des Standesamis Darmſtadt.
Geſtorbene. Am,8. März: Arnold Kleber, Kaufmann, 80 J.,
Vis=
marckſtraße 3. Johannes Andres, Ciſendreher, 78 J.,
Liebfrauen=
ſtraße 50. Marie Juſtine Langrock, geb. Köhler, 77 J., Witwe des
Pro=
feſſers, Wilhelminenplatz 15. Kutharine Luiſe Zwingler, geb. Egly,
58 J. Ehefrau des Wagueus, Schloßgartenſtraße 23. Willi Sauer,
Obeugärtner, 40 J., Jugenheim a. d. Bergſt., hier Hermannſtraße 6.
Jakob Friedrich Köppler, Landgeſtütsaufſeher i. R., Wendelſtadtſtraße 46.
Georg Heinrich Schumann, Metzgermeiſter, 58 J., Roßdorf bei
Darm=
ſtadt, hier Grafenſtraße 9. Eliſabeth Glock, Fabrikarbeiterin, ledig,
Hahn bei Pfungſtadt, hier Lagerhausſtraße 24. Eliſabeth Margarete
Mahr, geb. Hirſch, 81 J., Witwe des Maurermeiſters,
Heinheimer=
ſtraße 56. Auguſte Römer, Handarbeitslehrerin i. R.,
Gervinus=
ſtraße 68. Apollonie Steuernagel, geb. Appell, 82 J., Witwe des
Eiſen=
bahnſekretärs i, R., Vkotriaſtraß= 91. Am 9. März: Anna Dororhea
Shäfer, geb. Lutz. 50 J. Ehefrau des Bürſtenmachers.
Sandberg=
ſtraße 7. Am 8. März: Auna Arnold, 86 J., ohne Beruf, ledig,
Kra=
ni ſteiner Straße 41. Am 10. März: Adam Möller, Privatier, 71 J.,
Ballonplatz 3. Ottilie Keil, geb. Jakobi, 69 J., Ehefrau des
Zollſekre=
tärs i. R., Ballonplatz 3½ Magdalene Friederike Trackert, geb. Katz,
62 J., Ehefrau des Friſeurs, Mühlſtraße 58. Anna Ziergöbel, 5 J.,
Zeilhard, hier Eliſabethenſtraße 25. Magdalene Ratharine Chriſimann,
geb. Fuchs, 62 J., Witwe des Steinmetzen in Egelsbach, hier
Grafen=
ſtraße 9. Am 9. März: Pxer Kiſſinger, Kammſchleifer, 61 J.,
Gries=
heim b. D., hier Grafenſtraße 9. Am 10. März: Marie Müller, geb.
Götz, 38 J., Ehefrau des Shuhmahers in Bockenrod, hier Dieburger
Straße 21. Am 11. März: Alois Loibl, Bicker, 36 J., hier Kolonie
Grohberg 14. Am 19. März: Dr. Wilhelm Gläſſing, Oberbürgermeiſter
der Stadt Darmſtadt, Steinſtraße 28. Am 11. März: Emma Simon,
geb. Langenbach, 84 J., Witwe des Rentners, Rheinſtraße 20. Ernſt
Georg Knell, Ruthsſtraße 15. Am 12. März: Adela Eſſelborn, geb.
Dittler, 72 J., Ehefrau des Profeſſors, Heudweg 63. Friederike Jor
hanna Sonnthal, geb. Müller, 68 J., Ehefrau des Zimmermeiſters,
Lauteſchlägerſtraße 17. Am 11. März: Hermann Seeger, 1 J., in
Biſchofferode, Kreis Worbis, hier Grafenſtraße 9. Am 12. März;
Kunigunde Schäfer, 35 J., ohne Beruf, ledig, Feldbeugſtraße 34.
Kon=
rad. Friedrich Baum, Schmiedemeiſter, 75 J., Groß=Umſtadt, hier
Lich=
tenbergſrraße 80. Auguſte v. Kreß, Lehrerin, ledig, Gießen,
Frankfur=
ter Straße 12, hier Erbacher Straße 25. Gretchen Siegel, geb. Böhme,
37 J. Ehefran des Kaufmanns, in Mörfelden, hier Grafenſtraße 9.
Gerorgine Johanua Henriette Schulze, geb. Eckert, 56 J., Witwe des
Schloſſers, Blumenthalſtraße 54. Anna Nauſhenberg, geb. Schmwitt,
78 J. Witwe des Schauſpielers, Alexanderſtraße 5. Marie Dammel,
geb. Diebl, 38 J., Ehefrau des Landwirts, in Nauheim, Kreis Groß=
Gerau, hier Lagerhausſtraße 24. Am 13. März: Georg Friedrich
Bcihtold, 2 Mon., in Ersach i. Odw., hier Erbocher Straße 25. Am
12. März: Heinrich Maus, Aktuar i. R., 77 J., Landskronſtraße 89.
Am 13. März: Johanna Schöpfer, ohne Bernf, ledig, Kiesſtraße 81.
Cugen Sterl, Händler, 51 J., Gräfenhauſen, hier Grafenſtraße 9.
Jo=
hann Jakob Kirchner, Eiſenbahnoberaſſiſtent i. N., Bleichſtraße 40. Am
12. März: Dorothea Streuber, 1 Mon., Hügelſtraße 87. Am 13. März:
Crasmus Kittler, Geheimerat, Profeſſor an der Teckmiſchen Hochſ hule,
Dr., Dr.=Ing., 76 J., Herdweg 71. — Am 14.: Weißbindermeiſter Och.
Ganß I., 55 J., aus Groß=Zimmern, hier Erbacherſtr. 25. Am 15.:
Kaufmann Georg Konrad Werner, 50 J., Riedlingerſtr. 17: Karoline
Eberhardt geb. Hartung, 75 J., Witwe des Maſchinenarbeiters,
Karl=
ſtraße 115.
Kirchliche Nachrichken
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Judica (17. März).
Stadtkirche. Samstag, 16. März, abends 8 Uhr:
Vorbereitungs=
gottesdienſt zum heiligen Abendmahl. Pfarrer Lautenſchläger. —
Sonn=
tag, 17. März, vorm. 9,30 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Konfirmation
und Feier des heiligen Abendmahls für die Reformatiensgemeinde=Oſt.
Pfarrer Lautenſchläger. (Kollekte fir die Armenpflege der
Neforma=
tionsgemeinde.) — Der Hindergottesdienſt der Stedikirche findet um
11,15 Uhr im Gemeindehaus ſtatt. — Nachm. 3 Uhr: Vorſtellung und
Prüfung der Konfirmanden der Markusgemeinde. Pfarrer Vogel. —
Abends 8 Uhr: Kirchenmuſikaliſche Paſſionsfeier. Eintritt frei. —
Mon=
tag, 18. März, abends 8 Uhr: Landesverein des Evangeliſchen Bundes:
Vierhundertjahrfeier der Proteſtation zu Speher Vortrag des
Univer=
ſitätsprofeſſors D. Bornkamm=Gießen, Kirchenh’iſtoriker der
Landesuni=
verſität, über: „Die Geburtsſtunde des Proteſtantismus”. Mitwirkend
Studienkat Vorngäſſer (Orgel), P=ſaunenchor dev Maruinsgemeinde.
Stadtkapelle. Samstag, 16. März, abends 8 Uhr:
Vorbereitungs=
gottesdienſt zum heiligen Abendmahl. Pfarrer Heß. — Sonntag,
17. März, vorm. 9,30 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Konfirmation und
Feier des heiligen Abendmahls für die Kaplaneigemeinde. Pfarrer Heß.
(Kollekte für die Kleinkinderſchule im Schloß.) — Der Kindergottes=
Lienſt fällt aus. — Mittwoch, 20. März, abends 6 Uhr: 6.
Paſſions=
andacht: „Gelitten unter Pontius Pilatus”. Pfarrer Lautenſchläger.
Schloßkirche. Samstag, 16. März, abends 6 Uhr:
Vorbereitungs=
gottesdienſt zum heiligen Abendmahl. Pfarrer Zimmermann. —
Sonn=
tag, 17. März, vorm. 9,30 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Konfirmation
(Mädchen) und Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer Zimmermann.
(Kollekte für die A=menpflege der Schloßgemeinde.) — Vorm. 11,45 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Zimmermann. — Donnerstag, 21. März,
abends 8 Uhr: Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte:
6. Paſſionsandacht. Pfarrer Lautenfehläger.
Konfirmandenſaal im Schloß. Dienstag, 19. März, abends 8 Uhr:
Mädchenvereinigung der Schloßgemeinde. — Mittwoch, 20. März, und
Saustag, B3. März, nachm. 2—4 Uhr: Handarbeitsſchule der
Stadt=
gemeinde. — Saustag, 23 März, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung
der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung), Poſaunenchor.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 17. März, abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung der Staotgemeinde (BdJ.). — Montag, 18. März,
abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde im Heſſenbund:
Eltern= und Konfirmandenabend: 1. Muſikaliſche Darbietungen;
2. Hans=Sachs=Spiel; 3. Filmbilde:. — Jugendbund der Lukasgemeinde
(ältere Abteilung) — Dienstag, 19. März, abends 8 Uhr: Kirchenchor
der Stadtkirche. — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (Heſſenbund).
— Mäd envereinigung der Reformationsgemeinde (jüngere Abteilung).
— Mittwocl), 20. März, nacm. 2—4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde.
— 4—5 Uhr: Frauenverein der Lucasgemeinde: Guſtav Adolf=Kreis.
— Abends 8 Uhr: Kir henchor der Stadtkapelle und Schloßtirche. —
Jugendbund der Markusgemeind= (ältere Abteilung). — Mädchenver=
Autoggragen
z zerles= u verſetzbare Gebäude für
*alleZwecke in bewährter
Betonbau=
weiſe mit Holz= oder
Stahlkon=
ſtruktion
576a
Westfälischer Hallenbau
Kreuztal i. W., Poſtfach 40.
Fahrräder
in vorzüglicher Ausſtattung von Mk. 75. — an.
Erſiklaſſ. Markenräder
Dürkopp & Torpedo
m großer Auswahl, äußerſt billig.
Günſtige Zahlungs
Fahrradhaus 2. Baldſchmitt
Hölgesſtraße 1— 3
(4186b
ueußerſt preiswert
Franz Breitwieser
Möbelfabrik (4048b
Ober=Ramſtadt
Nieder=Ramſtädterſtr. 32. Teleph. 111.
Lanfdecken
2
3 50
Gebirgsdecken 4,50
Euftſchläuche , 1 2..
Pedalen.
Ket’en
Sättel, gelb,
vernickelt 4,50
Repa aturen
von Fahrrädern,
emaillieren und
ver=
nickeln ſchnell und
billigſt. (39742
Benz & Comp.
Grafenſtraße 20 22.
2,20
1.80
Gelegenheit!
B.M.W 500 ccm
neueſtes Modell,
krankheitsh. weit
unter Preis. Ang.
u. L. 248 Geſchſt.
(4220b)
Gamstag, den 16. März 1929
einigung der Reformationsgemeinde ſätere Abteilung). — Donnerstag,
21. März, abends 8 Uhr: Familienabend des Frauenbereins der
Refor=
mationsgemeinde: Lichrbildervortrag von Herrn Studienrat Dr. Ph.
Krämer — Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (Heſſenbund). —
Jugendbund der Lukasgemeinde (jungere Abteilung). — Freitag, 22.
März, abends 8 Uhr: Mütterabend der Stadtgemeinde. — Jugendbund
der Markusgemeinde (jüngere Aßteilung). — Jugendbund der
Kaplanei=
gemeinde. — Samstag, 23. März, nachm. 2—4 Uhr: Jungſchar der
Stadtgemeinde.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Vogel.
Martinsgemeinde. Samstay, 16. März, abends 6 Uhr: Beichte und
Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. Pfarrer D. Waitz. — Sonntag,
17. März, vorm. 3 Uhr: Konfirmation der 1. Konfirmandenabteilung
der Martinsgemeinde Weſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer
D. Waitz. — Kollekte für kirchliche Zwecke. — Nachm. 2 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt für die Martinsgemeinde Oſt. Pfarrer Beringer. —
Nach=
mittags 3.30 Uhr: Vorſtellung der 1. Konfirmandenabteilung der
Martinsgemeinde Oſt. Pfr. Beringer. — Abends 8 Uhr: Pfr. Berger.
Nachm. 3 Uhr: Bibelbeſpreihſtunde im Mautinsſtft. — Mittwoch,
20. März, abends 8 Uhr: 6. Paſſionsandacht. Pfarrer Beringer.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Dienstag, den 19. März, abends
8 Uhr, im Martinsſtift; Kirchenchor; im Gemeindehaus:
Jugendver=
einigung. — Donnerstag, den 21. März, bends 8 Uhr, im
Martins=
ſtift: Mädchenvereinigung Oſt; im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung
Weſt; Mauerſtraßze 5: Poſaunenchor. — Freitag, den 22. März, abends
8 Uhr, im Martinsſtift: Kirchenchor; im Gemeindehaus: Mütterabend
Weſt; Jugendver=inigung (ältere Abteilung).
Joſianneskirche. Samstag, den 16. März, nachm. 5 Uhr:
Vorberei=
tungsgottesdienſt zum heiligen Abendmah’. Pfarrer Goethe. —
Sonn=
tag, den 17. März, vorm 10 Uhr: Konfirmation der Konfirmanden des
Südbezirks mit heiligem Acendmahl. Pfarrer Goethe. — Von
Sonn=
tag, den 17. März, bis Sonntag, den 24. März: Evangeliſationswoche
tüglich abends 8 Uhr in der Kirch=. Pfarrer D. Nambaud.
Paul=Gierhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarr— D. Rambaud. — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt. — Nachm 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der
Konfirmanden des Weſtbezi ks. Pfarraſſiſtenr Georgi. — Dienstag,
19. März, abends 8 Uhr: 5. Paſſionsandacht. — Donnerstag, 21. März,
abends 8 Uhr: Mütterabend.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Sumstag, den 16. März, abends
8 Uhr: Vorbereitungsgottesdienſt für das Konfirmationsabendmahl. —
Sonntag, den 17. März, vorm 2,30 Uhr: Konfirmation der 1.
Abtei=
lung der Konfirmanden mt Feier des heiligen Abendmahls.
Pfarraſſi=
ſtent Lic. zur Nisden. — Abends 6 Uhr: Abendgotesdienſt (6.
Paſſions=
andacht). Pfarrer Weiß.
Veranſtaltungen: Sonntag, 17. März, abends 8,15 Uhr:
Jugendvereinigung. — Montag, 18 März, abenbs 8,15 Uhr:
Mädchen=
vereinigung. — 8,15 Uhr: Kleiner Kreis der Jugendvereinigung. —
Dienstag, 19 März, abends 8,15 Uhr: Kirchenchor. — Mittwoch, 20.
März, abend3 8 Uhr: 7. Paſſionsandacht. Pfarraſſiſtent Lic. zur Nieden.
— Donnerstag, 21. März, abends 8 Uhr: Mütterabend. — Freitag,
22. März, abends 8,15 Uhr: Kirchenchor.
Pauluski=che. Vorm. 9,30 Uhr: Konfirmationsfeier der
Konfirman=
den des Oſtbezirks, mit Feier des heibigen Abendmahls. Pfarrer
Rückert. (Kollekte für die Pauluskirche.) — Nachm. 3 Uhr: Vorſtellung
und Prüfung der Konfirmanden des Weſübezirks. Pfarrer Müller. —
5 Uhr: Nachfeier mit Austeilung der Gedenkſcheine. Pfarrer Rückert.
Veranſtaltungen: Sonntag, abends 8 Uhr:
Jugendvereini=
gung — Mentag, abends 8 Uhr: Jugendbund. — Dienstag, abends
8 Uhr: Kir=benchor. — Mitrwoch, abends 8 Uhr: 6. Paſſionsandacht.
Pfarrer Müller. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Mütterabend. —
Frei=
tag, abends 8 Uhr: Kirchenchor. — Samstag, abends 8 Uhr: Turnen.
Stiftskirche. Samstag, den 16. März, abends 8 Uhr: Beichte. —
Senntag, den 17. März, vorm. 10 Uhr: Hauptgotesdienſt mit heiligem
Abendmahl (Konfirmation). Pfarrec Hickel — Vorm. 11,15 Uhr:
Kindergottesdienſt in der Kinderſchule. — Ev. Sonntagsverein. Nachm.
4—7 Uhr: Die Vereinsſtunden fallen aus. Beteiligung abend3 8 Uhr
am Miſſionsfilm. — Mittwych, den 20. März, abends 8 Uhr: 6.
Paſſions=
andacht.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde.
— 11,15 Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. 3,30 Uhr: Bibelſtunde.
Prediger Semmel. — Montag, nachm. 4 Uhr: Miſſionsarbeitsſtunde. —
Abends 8,30 Uhr: Kriegerdankbund. — Dienstag: Miſſionsverkauf von
10—7 Uhr. — Abends 8,30 Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. — Mittwoch,
abends 8,30 Uhr: Gemiſchter Chor. — Donnerstag, abends 8,30 Uhr:
Bbelſtunde. Stadtmiſſionar Anders. — Freitag, abends 8,30 Uhr:
Babelſtunde in der Kinderſchule, Beſſunger Straße 80. Prediger
Sem=
mel. — Samstag, abends 8,30 Uhr: Poſaunenckor.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2.30 Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer — 4,45 Uhr: Bibelbeſprechſtunde
für junge Mädchen. — Dienstag, abends 8,30 Uhr: Jugendbundſtunde.
Sekretär Nöll. — Mittwoh, abends 8,15 Uhr: Freundeskreis für junge
Männer. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunde für junge Sonntag, den 17. März, nachm. 4 Uhr, und Donnest
Männer
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtraße 22,
In=
fanterietaſerne, Hof links), Sonntag, 17. März, abends 7,30 Uhr:
Vor=
trag mit Lichtbildern: „Die Wunderwelt des Meeres”. — Montag,
18. März, abends 8,30 Uhr. Familienbibelſtunde. — Dienstag,
19. März, abends 8,30 Uhr: Poſaunenchor. — Mittwoch, 20. März,
abends 8,30 Uhr: Jungmännerbibelſtunde. — Freitag, 22. März, abends
8 Uhr: Turnen.
B.K., Bund deutſcher Bibelkreiſe (Infanteriekaſerne,
Alexander=
ſtraße 22, Hof links). Samstag, den 16. März, nachm. 4,30 Uhr: Singen
und Spiele. — 5,30 Uhr: Bibelſtunde. — Montag, den 18. März,
nachm. 5 Uhr: Heimnachmittag für Jung=Siegfried. — Abends 8 Uhr:
Heimabend für Trenburg — Mittwoch, 20. März, abends 8,15 Uhr:
Budenabeud für den älteren Kreis, Beckſtraße 4.
M.=B.=K., Mädchenbibelkreiſe (Stiftsſtr. 14). Samstag, 16. März,
nachm 3 Uhr: Bibelſtunde (jüngerer Kreis). — Montag, 18. März,
abends 8 Uhr: Bibelſtunde (mit’lerer Kreis). — Dienstag, 19. März, Kirchliche Verſammlung der Jungfrauen, Jünglinch!,
abends 8 Uhr: Bibelſtund= (älterer Kreis).
Sonſtige Gemeinſchaften.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten) Mauerſtraße 17.
Sonntag, den 17. März, vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt: „Gottesſohn im
Ringen für die Menſchenſeel”. Um 11 Uhr: Sonntagsſchule. Nachm.
um 4 Uhr: Predigt: „Die Flucht der Treuen”. Abends 8,15 Uhr
Jugendſtunde. Prediger Rudnitzky. — Mittwoch, den 20. März, abends
8.15 Uhr: Bibel= und Gebetsſtunde. Prediger Rudnitzky. Zu allen
Verſammlungen jedermann herzlich eingeladen.
Chriſtlich wiſſenſchaſtliche Vereinigung Chrſti
Aula der Landesbauſchule, Neckarſtr. 3. Gottesdien
rorm. 10 Uhr, und jeden erſten Mittwoch im Mom
Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraft.
nahme der Gemeinſchaft am Jahresfeſt in Frankfr
Gotesdienſt am Sonntag, 17. März, hier aus.
8,15 Uhr: Bibelſtunde. Jedermann herzlich willkun
Die Chriſtengemeinſchaft (in der Städt. Akay=
Cliſabethenſtraße), Sonntag, den 17. März, vorm.
weihehandlung.
Chriſtliche Verſammlung, Zimmerſtraße 4. SSn
Uhr: Sonntagsſchule; nachm. 4,30 Uhr: Worwerm
woch, abends 8,15 Uhr: Gebetsſtunde. — Freitgag
Wortbetrachſtung. Jeder herzlich eingeladen.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 18. Mc.
Feierabend, Stiftſtraße 51: Bibelſtunde.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Elifabethenſtraße 44.1 10 Uhr: Predigt. Vorm. 11 Uhr: Kindeon
8 Uhr: Predigt. — Mittroch, nachn. 3 Uhr: Kmſt
bund. Von Montag, den 18., bis einſchließlich Fran
finden Vorträge ſtatt, gehalten von Prediger Kick2)
Themen werden behandelt: Montag abend: Zeichen
Endes. Dienstag abend: Der Wider hriſt und ſeinne
abend: Ein kauſendjähriges Nesh des Friedens.
Das Endgericht und die damit zuſammenhängenden
abend: Cwiges Leben, awiger Tod. Die Vortuägn
und werſden gehalten im Saale der Evangaliſchenns
bethenſtraße 44. Jedermann iſt herzlich eiugeladen
Die Heilsarmee (Schulzengaſſe 3). Sonntag,
ſtunde. 10 Uhr: Heiligungsverſammlung. Vorm.nl
gottesdienſt Nachm. 3 Uhr: Wegweiſerunterricht :1
5 Uhr: HinderHeilsverſancmlung. Abends 8 Uhrn
— Montag, abends 8 Uhr: Jugenöliga. — Dienm=
Extraverſammlung, gel. v. Kommd. Flade. — Mittttel
verſammlung. 8 Uhr: Heilsverſammlung. — Donm?
bund für Frauen und Mädchen. — Freitag, 5 U:
lung. 8 Uhr: Heiligungsverſammlung. Jederr
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt I (Hinda/
Kaſino), Sonntag, den 17. März, vorm 9,30 Uhrnn
Mittwoch, den 20. März, abends 8,30 Uhr: Gotte.n.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Darmſtadt II (Bisnucch”
tag, den 17. März, vorm 9,30 Uhr, nachm. 4 Uhmm
20. März, abends 8,30 Uhr: Gotlesdſenſt.
Jedermann herzlich willkommen!
Auswärtige Kirchenn
Evangel. Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, 9.30/
der Knaben mit Beichte und heil. Abendmahl;
20 Uhr Paſſionsandacht. — Montag, 20 Uhr: Poau
tag, 20 Uhr: Frauenverein; 19.30 Uhr: Mädchenrt./
woch, 20 Uhr: Kirchengeſangverein. — Freitag, 1214
verein. — In der Provinzial=Pflege=Anſtalt Gottes=/
Evang. Gemeinde Traiſa. Sonntag, 17. Mi).
Hauptgottesdienſt mit Vorſtellung und Prüfung 9
4 Uhr: Jugendgemeinde. (Vomittagsgottesdienſt*
Paſſionsandacht fallen aus!) — Montag und C.”
der Jugendgemeinde. — Donnerstag: Diskuſſionsaen
über Heimatgeſchichte Traiſi2, Fortſetzung).
Evang. Gemeinde zu Nieder=Ramſtadt. Sonnt/”
10 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der diesjährigerr
leke für die ausländiſche Diaſpora. Abends 8 UEſ
— Montag: Jugendvereinigung. — Dienstag: Kiräry) V
Jungmädchenverein.
IHn.
m
Evangel. Kirche zu Ober=Ramſtadt. Sonntag.//
Vorſtellung und Prüfung der Konfirmanden; aben EA
andacht in der Kirche. — Montag: Mütterabend ufi”
Jugendvereinigung im Pfarrhaus. — Mittwoch: 473,
Donnerstag: Poſaunenchor. — Freitag: Mädchenuud /0
Jugendvereinigung.
Evang. Gemeinde zu Erzhauſen. Somtag, 17 2
Vorſtellung der Konfirmanden. Nachm. 6 Uhr:
8 Uhr: Mäd henv=reinigung. — Dienstag, 5. Uhr
Frauenabend. — Mittwoch: Jungmannſchaft. —
chor. — Freitag: Mädchenvereinigung (ältere AE5
cung). — Samstag: Jungmannſchaft
Neuapoſtoliſche Gemeinde Arheilgen (Alte DcM
Sonntag, den 17. März, nachm. 4 Uhr, und Donnech
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Griesheim (Groß=Geuwie
tag, den 17. März, nolm. 4 Uhr, und Donnerss)/
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Nieder=Ramſtadt
abends 8,30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Noßdorf (Dieburger 79
tag, den 17. März, nahu 4 Uhr, und Dennerss Marie Wert
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Neuapoſtoliſche Gemeinde Eberſtadt (Weingartt7
tag, den 17. März, nachm. 4 Uhr, und Donnerstäfl Aiü dan 15
abends 8.30 Uhr: Gottesdienſt.
Jedermann herzlich willkommen!
Katholiſche Gemeinden End
St. Liebfrauenkirche (Klappacherſtr. 44). Samar-Pi
Uhr: Gelegenheit zur hl. Va hte. Sonntag, vorm. *
legenheit zur hl. Veichte. Um 7 Uhr: Frühmeſſe miftel
Kommunion vor und in der hl. Meſſe. Generalkoich
frauenkongregation. Entlaſſung der Schulpflichtig?
Hochamt und Predigt, Borher Austoilung ber hI.:
um 14 Uhr: Chriſtenlehre, und um 14,30 Uhr: Ang
16,20 Uhr: Weltliche Verſanmmlung. Um 8 Uhr‟
Herrn Studienrat Dr. Konzelka Bensheim. Werttz/
6,45 Uhr. — Donnerstag, 18 Uhr: Beichte. Vorhe) he
— Freitag, 6 Uhr: Herz=Jeſu=Meſſe. — Mittwoch
Montag, abends 20 Uhr: Jugendverfammlung, Geicd
Martinskapelle (Ecke Herdweg und Bruchwieſe!?
Sonn= und Feiertagen 8 Uhr hl. Meſſe und Predls
Beichtgelegenheit. Vor und in der hl. Meſſe Austetg
munion. Während der Schulzeit Dienstags und
Vorher Beichtgelegenheik.
ſich
Kür und Frau
a Rreh
chaafheim
zuntag 11. März.
ir nder Siadtapelle.
unen u
Herrn
Hildegard
Strämpfe
la daschseide
95
325, 288 1
Bembergseide 995
4.95, 3.95. d
Verstärkte
A95
Waschseide
prima Oualität
3.75 d
95
Macco plattiert
besonders gute Oualität . . 3.95 Z
in den modernen
rühjahrs-Farben
Handschuhe in Stoff, Leder und Waschleder
Unterwäsche n Schals und Tücher
Aparte Neuheiten in großer Auswahl!
Karl Schdrmann & Co.
Schmif
Lebensmitts
Infanterie d-
4 Pfund ſüße Dran e
3 „ Jazz=Drange.!
3 „ Blut= Blut=b. S.
Ia feſte Tomaten per :
Keoofſalat Stück
feldſa at 94 Pfund
Kot= u. Weißkrant pe.
Wi=ſing 3 Pfund
Ia Roterüben per Pſr*
Btumenkohl Stück
A pfel Pfd. 35—4b-
(ymnasiel-1
Famrih
(4544
[ ← ][ ][ → ]Samstag, den 16. März 1929
Geite 9
Hurten.
rlobAu geben bekannt:
Malt WHerd
nanmllvogelt
di, MNErz 1929.
ts auß
vAhlte
Reinheim i. H.
amit z
„Mchideo, 1Uhr in
Darm-
im Saſe 4.
stauAly Astadt Frankfurt.
maun iſt he
uſiM,Bode
Schulzengaf
mgs
U.
venſam
Ur. 7.
1. Kmmd
Eeicheniumin. „Nni Bode
n9 Mä wen
gehſiNartin
gungsverſe
Grmeinde Darmiel
en 1I. März am „Peſiählte
März akends 83 U.
Gemärde Lumſeln m, 10 486. März 1929
vorm 9,30 Uhr, mir
3 Mr: Gzurchim. .b* .
r7ch willtor
Auswärtige
zu Eberſtadt.
mähtflg, beebren ſich
Reichte ud heil. Aien
and ig en:
— Montag
verein: 193 Uhr.
Sengeſangverein. —
Rroinzu giges uf.h Mr. und Frau
inde Traiſz. Sort
ng, l. Kreh
mit Dex7)
Schaafheim
Imn
auumnzsu nntag, 17. März.
*2
de zu Risde
And der Stadikapelle.
71Gützu rund Frau
Statt Karten.
Uhre Vermählung beehren sich anzuzeigen:
Heinrich Drott
Georgine Drott, geb. Fischer
Darmstadt
Schwanenstr. 61
Kirchliche Trauung: Sonntag nachmittag 3 Uhr in der
Johanneskirche,
Statt Karten.
Uhre Vermählung beehren sich anzuzeigen"
Dr. phil. Albert Peppler
Hochschulprofessor
Direktor der badischen Landeswetterwarte
(4506
Emmy Peppler, geb. Schenck
Karleruhe
Durlacher Allee 56
Darmstadt
Heinrichsstr. 118
Stalfülassten.
en Ehürgan und Geſchenke,
zu Che: Namſall. E-zu mmen r 80. Geburtstage
nung der Konirmerte leitenl, kell wurden, ſpreche
Nomag: Miudieſertmege herzlichen Dank.
Viarrha
indentnhtuaße 11.
u Erzhauſer. Ein
Nrmn
tt deslkallmächtigen hat es gefallen, unſeren
Manpfzn” treuforgenden Vater
G
Tuf
Herrn
ſit
Gemeinde Grieihei
mEn. 1 Uhr, m.
eſt g Werner
uedienſt
gemeirde Aikt.!
„nach 4 Mi 0 der vo h/0 Jahren in ein beſſeres Jenſeits
Marie Werner, geb. Wilk
R
raim. 4 MI.
Hildegard. Werner.
Statt beſonderer Anzeige.
Am 14. März entſchlief ſanft nach langem,
ſchweren, mit großer Geduld getragenem
Teiden im 80. Tebensjahr unſer lieber Vater,
Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater,
Schwager und Onkel
Heit Sohunnes Bein.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Familien Dörr und Baumann.
(4562
Rohrbach, Hahn.
Die Beerdigung ſindet Sonntag, den 17. März,
nach=
mittags 2 Uhr ſiatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Teil=
nahme anläßlich des Heimganges unſerer
lieben Entſchlafenen ſagen wir auf dieſem
Wege unſeren herzlichſien Dank.
Familie Konrad Dörner
Familie Zafob Dörner,
4554)
Dankſagung.
Für die uns beim Heimgang unſerer lieben
Großmutter
Frau Profeſſor Langrock
geb. Köhler
erwieſene Teilnahme ſprechen wir hierdurch allen
herzlichen Dank aus.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Leutnant Ludwig Langrock
7. Art.=Regiment.
Darmſtadt, den 16. März 1929.
Hervenleiden jeder Art, Fallsucht
(seelische Leiden)
Hagen, Darm- und Hierenleiden
Hautausschläge, oflene Beige,
Krampf-
adern, Flechten, Wassersucht, Hals-
und Lungenleiden.
Rheuma, Haarausfafl
Gallensteine, Schlatlosigkeit.
Kopf-
schmerz n, Schwindel, Kropf usw,
wer-
den nach eigenem Verfahren, gestützt
auf reiche Erfobrungen, mit
nachweis-
lich guten Erfolgen behandelt.
Krankheitsfeststellungen durch
Augen-
diagnose und Urinuntersuchungen
bezw. Urinsckau
(Urin mitbringen)
E. Hirschfeld
Masie-Honöopathie
Beglaubigter Vertreter vom Heilinstitut
V.3825
Schröder.
Sprechstunden in Darmstadt jeden
Mon-
tag von ½ —7 Uhr nachmittags bei Frau
Kunzendorf, Nied-Ramstädt rstr. 49, I.
Dämeniad 10,80 X1.,30, zu verkf.
gebr. bill z. vk. (*
Barkhausſtr. 15, pt.
Kohlenherd m. Gas
Herdweg 58 Adreſſe
abgeben.
(*sg
Rakurfreund.
Anf. 30. ſ. z. ein= u.
mehrtag, ſow Fer.=
Wanderung.
Kame=
raden, der die Nat.
liebt u. deſſ. Ziel n.
d. Wirtshaus. Habe
i. Wandern Erfahr.
u. bin gern bereit,
Ortsfremde z. führ.
Angeb. u. M. 41
a. d. Geſchäftsſt. (*
Mädel, 25 J.. aus
gut. Familie, ſehnt
ſich nach lieb. Leb.=
Kameraden. Herren
in ſicherer Poſition,
lebensluſtig u. doch
ideal veranl.,
wer=
den um ernſte
Zu=
ſchriften gebeten.
Diskret. Angeb. u.
M. 133 an die
Ge=
ſchäftsſtelle (4418
NORDDEUTSCHER LLOID BREMEN
Regelmäßige direkre Abfahrten nach
I Bln 940
Nähere Auskunft über Einreisebedingungen u. Abfahrten erreilr
in Darmstadt: Anfon Fischer, Frankfurterstraße 12 14;
Lioyd-Reisebüro Landwirtschaftsbank A.-G., Rheinstr. 17
Grmire ner 1ſtaddl dier 15. März 1929.
gerſtrtzt
Dankſagung.
die bM4 Beweiſe herzlicher Teilnahme bei dem
den milt ſieben Frau, unſerer guten Mutter,
ermuttAlun). Großmutter
Jau kiederike Trackert
geb. Katz
ir Ackan )it ihr die letzte Ehre erwieſen, ſowie
Mzlpend:chun ſeren herzlichen Dank. Für die liebe=
ſege B:Gu-rmherzigen Schweſſern danken wir
Felonderdulr Schweſter Dativus.
W Für dAlrhuernden Hinterbliebenen:
Georg Trackert.
ankſagung.
(Statt Karten.)
zur die Hickus zahreichen Beweiſe herzlichſter Teil=
2 We Die Rkn anz= und Blumenſpenden, jowie für
Meichene nige des Herrn Pfarrers Zimmermann
Ainſcheidetnaiterer lieben Eniſchlafenen
Frel Ottilie Keil
geb. Jakobi
We aach
ſemn Wege unſeren tiefgefühlten Dank
Zenzunehce
Iml men der trauernden Hinterbliebenen:
Jakob Keil.
Miod, De R „März 1929.
(4528
Gefallene Maschen
werden durch Aufnahme mit der
Steles- Nadel
rasch, billig und fast unsichtbar repariert.
Nachenbulgen
Das Haus für Strümpfe - Trikotagen — Strickwaren
Pheinsdaße1.
4551
Der moderne
bedarf keiner
wort=
reichen Anpreiſung.
Alleinverkauf:
K. Jäger.
Georgenſtraße 11
Telefon 2579
Nepa aurwerkſt. (4552
Mehrere geſpielte
Frühjahrs-Hut
in Oualitäts-Ware
und unerreichter Auswahl
nur bei
Otte Titze
Ellsabetkenstr. 4
1(4564
dar 1 Schwechten”
u. 1 „Schiedmayer”.
Große Auswahl in
neuen Pianos. Nur
beſte Fabnkate. 10
Jahre Garantie,
Re=
paraturen,
Stim=
mungen. (B4451
Nic. Berg
Heidelbergerſtr. 85
Fahrraddecken
Fahrradſchläuche
am billigſten bei
B. Orio (3879a
Karlſtr. 14/16.
Prachtv. großer zarter Kopfſalat
Blütenweißer Blumenkohl
Mainzer Rieſen=Sellerie
Mainzer dunkelrote Rotrüben
zum billigſten Tagespreis bei
Stilling, Hochstr. 4
Telefon 421
Technikum lage INGEhieux-Senute
MaschinendauElektro.
wiecnnik. Hoc R UHeidaß,
Afonindustria Setreset
War kmaister-A bfeliorrraß
HHfddkEDaf Sieefsstss Lomreltemtret!
. K6. 173
Aubinge
tete (R000), gelbgold ſehr
Wu ferticühr preiswert
Meunst leiblamdwerk
Wu. Schütz
F, 1. Etage. (4376a
Welche Frau oder
Nädchen möchte ihr
Kind i. gute Pflege
auf das Land geg.
billige Vergütung
geben? Anfrag ſind
zu richten an Peter
Egger in Rimbach
(Odenw.). (4567b
Mafzimmer ſefent preiswert die
in Eiche und Edelhölzern
(Einzige
5447
Spezialſchlafzimmermöbelfabrik Darmſtadts
K. Klenk Nachf. Lambeck & Co., Landwehrſtraße 31.
Wir verkaufen nur eigene Fabrikate!
Darmſtädter Qualitätsmöbel!
Samstog.
wollen Sie sicherlich dieses oder jenes einkaufen um ein Ostergeschenk zu
Oder aber, Sie haben für sich irgendwelchen Bedarf. Um Ihnen den Einkel
leichtern haben wir deshalb eine Reihe besonders preiswerter Artikel in nach-
Osterangebof zusammengestellt. Bitte, bedienen Sie sich der günstigen Kaufges
Herren-Artikel Damen-dätche Tischui
Damen-Träger-Hemden, reiche
Aus-
wahl, in hübsch. Ausführ. . . . 1.65, 1.25,
Damen-Nachthemaen
m. reich. Klöppelgarn. mod. Form. 2.95, 2.25,
Damen-Hemdhosen
tarb Batist mit feiner Val.-Spitze. 2.75,
Damen-Prinzessröcke
mit Stickere und Klöppelgarn . 2.95, 3.45,
Unterkleider aus gest. Kunstseide
mod. Farben, mit Val.-Spitze . . 3.05 glatt
Schlüpfer
Kunstseidentrikot, in all. Farben 2.75, 1.95,
Complets aus Kunstseide mit Val.-Spitze
in zarten Farben, gestr. 7.90 . . . . glatt
Damen Schlafanzitge
aus farb. Batist, hübsche Fantasieausf. 6.90,
Herren-Oberhemden
3.75,
neueste Dessins. . .
Herren-Oberhemden Rumpf aus sol.
Cret. mit mod. Eins. u. Klappmansch. 4.95,
Zefir-Oberhemden
5.90,
moderne Streifen.. ."
Triko ine-Oberhemden
weiß und beige durchgemustert .
Selbstbinder
gute Kunstseide, neue Dess. . . 0.95, 0.58,
Selbstbinder in den neuesten
Frühjahrs-
mustern . . . . . . . . . . . 2.45, 1.93,
Hosenträger
sol. Gummi mit Lederpatte . . . . 0.75,
Steh-Umlegkragen
„. 0.50,
4fach Macco mod. Form
Cretonne-Hilienx Größe 88
und beigefonds . . .
Crepe-M f1 nx
80X80, Künstlerdruck.
Hafſee- Becke
Größe 110X140
Hnffee-Decke
Größe 120X120, buntgewebt
Haffoe-Decke
Größe 110X150, gute Qualität. .
Tisch-Decke, Größe 120X160, soi
Qualität .....
Rips-Decke Größe 130X160, Küz*
druck, gar, waschecht . .
Zimmer-Decke Größe 125X160,
schwere Ausführung.
Unterzieh-Schlüpfer, weiß und
.
0.95,
farbig ..
Damen-Schlünfer, Baumwolle, in allen
... 0.75,
modernen Farben
Damen-Hemdhosen Windelform
„..... .... . . .. . .. 1.10,
Herren-Einsatz-Hemden m. modernen
Einsätzen . . . . . . . . . . . . . 1.95,
Popeline, 80 cm breit
großes Farbensortiment . . . . . Meter
Popeline, 100 cm breit
reine Wolle ...
... . Meter 3.75,
Crepe-Caid. reine Wolle
solide Kleiderware
.. Meter
Woll-Creve de eirine
reine Wolle, 100 cm breit, mod. Farb., Meter
Mantelstoffe, ca. 140 cm breit
solide Qualität . . . . . Meter 5.75, 4,75, U.
Mantel- und Kostümstoffe, ca. 140 cm
breit, Herrenstoffart. gem., Meter 9.75, 6.75, U.
Damassé
Kunsts. mit Baumwolle, ca. 70 cm br., Meter 1
Crepe Maroenin
Kunsts., Ca. 100 cm breit".
Meter 14
Crepe dle chine
10
reine Seide, ca. 100 cm breit
Tramatine
Kunsts, für eleg. Wäsche, 140 cm br., Meter 40
Veloutine
Seide m. Wolle, ca. 100 cm br. . Meter 9.0
Crepe Satin
reine Seide, ca. 100 cm br., mod. Farb, Meter 1.0
Büstenhalter, aus Kunstseide m.
Gummi-
zug .
.. . . . Stück
Züstenhalter, aus Cret. mit Garn.,
ver-
schiedene Austührungen . . . 0.95, 0.68,
Strumpfbandzürtel, in reicher Auswahl,
sol. Qual., 2 Paar Halter . . . 0.95, 0.78,
Hüftgürtel, guts tzende Form. m.
Gummi-
einlagen und Strumpthalter . . 2.95, 1.95,
Handschuhe
Damen-Handschuhe mit bestickter
Manschette, gezwirnt . . .
Damen-Handschuhe, Milanese, mit eleg.
Manschette . ..
-
Damen-Fantasfe-Handschuhe
Kunsts. mit entzückender Stulpe
Käinder-Handschuhe gute Zwirn-Qual.,
mit Manschette . .
Damen-Jumper-Schürzen, aus buntem
Creton.
Damen-Jumper-Schürzen, aus buntem
Satin.
Damen-Jumper-Schürzen, aus blauem
Indanthren mit buntem Besatz. .
Damen-Gumml-Schürzen, neueste
Muster ...."
0.58,
Damen-Inmper-Sehürzen, a. gestreitt
Bwollstolf
1.45,
Knaben-Schürgen, aus gestreift.
Baum-
wollstoff, mit 2 Taschen.
Hädehen-Schürzen, aus einf. Zefir, mit
tarb. Paspel . ..
Iädchen-Schürzen, aus buntem Satin,
hübsche Muster ..
Beaciten Sie unser Stezalfenster!
Landhaus-Gardinen, besonders große
Auswahl . . . . . . . Meter 0.75, 0.68,
Gardinen-Mall
weiß, doppelbreit
.. Meter
Spannstoffe, moderne Zeichnungen
...
.. . . Meter 1.90, 1.65,
Dekorationsstoffe, neue Austührungen
. . Meter 3.50, 2.35,
Fantasle-Volles
weiß und ecru . . . . . . . Meter 3.50,
Halbstores reichhaltige Auswahl
.. . . . . . . Stuck 2,50, 1.95,
LEONHARD
AKTIEN-GES
[ ← ][ ][ → ] rapſlwarkehr Frankfurt a. M.=Berlin.
Ffußa M. Der bereits angekündigte
gpheſerhehr zwiſchen Berlin und
Frank=
will n mehr am 15. März eröffnet. An
r tar alle deutſchen ſowie alle
öſter=
ſunkk niſſchen Poſt= und
Telegraphenan=
behᛋ: DDie Bilder müſſen rechteckig ſein
Grenſe rgen nach Quadratzentimetern
be=
ſähe ſſuskunft wird an den Telegraphen=
Feifft
Farzm, einer römiſchen Villa.
elbſſe./ Ein Heidelberger Gelehrter
ent=
rhaftſe Burg Rauchſtein bei Binau
e einfarmmiſchen Villa, die einen Verputz
echaſian; Farben tragen. Der Fund iſt
dereuſe duutung, weil noch nie einwandfrei
wer /” onnte, ob Binau ſchon in römiſcher
beit 4
eßneuer bei Wetzlar.
gr.). Sohnberg a. d. Lahn entſtand ein
er ſichs!) zu einem Großfeuer entwickelte
fingritz von 20 Wehren novwendig machte.
Faſwnchaus an der Alten Ringmauer
F au evnochen, das bald auf das
Neben=
grifffſ yiolge Waſſermangels war die
Be=
desMades ſehr ſchwicrig. Die Feuer=
* gcn Machbarſchaft, ſowie aus Wetzlar
burg / tdrn alarmiert. Insgeſamt hat das
dreix häude übergegriffen und erſt nach
ſger dex gelang es, eine weitere
Aus=
zu bſſendern
zinch vſ on unter dem Pflaſter.
Ateirchen (Weſterwald) ereignete ſich
ſere / Somon. Von den Einſteigeſchächten
ſiſatihovarde eine Anzahl der bis zu drei
ſchwcller Beeck.! mit großer Wucht bis zu
hochſt die Luft geſchleudert. Die Fenſter
ſer amſſt auktplatz und in der Nachbarſtraße
Trühſu: Ein Ochſengeſpann, das gerade
em KHderkel hielt, wurde hochgeſchleudert,
nes ditein re in die Kanaliſation rutſchte.
ſere Aſü el litt ſchwere Verletzungen.
Ein=
bſonerg=urhen leicht durch Glasſplitter
ver=
ſcheinlnswar aus einem Tank, der gereinigt
ollte, He größere Menge Benzin abgelaſſen
das iſ wel Kanaliſation gelangte und dort
nichtiſ lüste Weiſe zur Entzündung kam.
mbr.. .M
ſe Stäſenxi vom Feuer vernichtet.
weg/k=Ach ein Großfeuer iſt in der Nacht
„wod Tard,Iien
etag /1 WJollgarnſpinnerei der Gebrüder
dt im AchSarten Frieda bis auf die
Grund=
niede ramnt. Auch das Wohngebäude
Siezalfenste
Ungeäſti 3. Die Entſtehungsurſache iſt noch
Nt. 2lzanverichtete Schaden iſt ſehr groß.
den G’lihkeiten ſind auch ſämtliche Ma=
und 2Zralien mitverbrannt. Das Werk
der Ii04 Beit voll beſchäftigt. Durch den
N ein Aößere Anzahl Arbeiter erwerbslos
iwer Förderunfall.
Fider Zeche „Carolus Magnus”
Lhxen ein mit 68 Bergleuten be=
Arb. Da die Fangvorrichtungen
her Ko.b auf einer tieferen Sohle
manerhin wurden durch die Wucht
haenm Anhalten des Korbes fünf
ano eine ganze Reihe leicht verletzt.
Seig en dauerten bis Freitag früh
Auffache des Unfalls iſt noch nicht
erſſoaftete Mörder.
Der Bäckerlehrling Seinſoth,
ve / gamen Woche ſeinen Lehrherrn
er=
wi4 un Berlin feſtgenommen. Er hatte
Nadr2 Mordtat eine größere Geldſumme
benone”n ſund war dann über Trier und
Nrr a. 20 Un Samstag nach Berlin gekommen.
halA züun luſtiges Leben geſührt und den
Sei Mcheldes verbraucht. Als er ſich am
un einem Eiſenbahnwagen zum
featt hatte, wurde er feſtgenommen
zen präſidium ſofort als der Mörder
Röächſtädt erkannt. — Auf Grund
emalements wurde der Italiener
eihnem Wirtshausſtreit im Stadtteil
mtosmann durch zahlreiche
Meſſer=
ſtourch die Kriminalpolizei in Metz
Der Mikkelmeerflug des „Graf Zeppelin”.
Ve
zi Friedrichsh.
A
Der vorausſichtliche Weg des „Zeppelin”=Mittelmeerfluges.
Ein deutſcher Bergungsdampfer ſtrandet bei einem Rekkungsverſuch.
Der däniſche Dampfer, „Merkur” (oben) und der deutſche Dampfer „Hermes” ſtrandeten in der
Elbemündung auf der Höhe von Cuxhafen. Der däniſche Dampfer geriet in dichtem Nebel auf
eine Sandbank. Als ihm der deutſche Dampfer, Hermes” zu Hilfe eilen wollte, ereilte ihn
das=
ſelbe Schickſal. Unſer Bild zeigt unten den deutſchen Dampfer „Hermes”, oben das geſtrandete
däniſche Schiff.
Die Wiener Kindesentführerin feſtgenommen.
Wien. Die Hausangeſtellte Joſephine Strob, die
zwei im Alter von 14 und 15 Jahren ſtehende Söhne
ihres Dienſtgebers, des Direktors der
Oeſterreichi=
ſchen Filmſtelle, von der Schule weg entführt hatte,
iſt am Donnerstag nachmittag von der Polizei bei
Verwandten in Wien feſtgenommen worden, wohin
ſie ſich mit den Kindern begeben hatte.
Brand von Zuckerrohrfeldern auf Kuba.
Hapanna. Der Zuckerrohrplantagen=Diſtrikt
Violeta wird von ſchweren Feldbränden heimg ſucht,
die vom Winde dauernd weitergetragen werden. Der
Verluſt an auf den Feldern verbranntem Zuckerrohr
beträgt etwa 32 500 Zentner, das entſpricht
ſchätzungs=
weiſe etwa 75 000 Sack fertigen Zucke:s. Wie aus
Oriente g meldet wird, ſtehen auf den Plantagen der
United Fruit Co. ebenfalls ausgedehnte Feldflächen
in Brand. Es beſteht wenig Hoffnung, daß die
Brände zum Erlöſchen kommen, ſolange kein Regen
fällt.
Hochwaſſerkataſtrophe in Süd=Alabama.
Die Stadt Elba von den Fluten eingeſchloſſen.
Alabama berichtet wird, iſt infolge eines
Damm=
eingeſchloſſen. Der Bezirksgouverneur hat durch geladen wurden, habe er ſich für den Zug ein Billett
Rundfunk um ſofortige Hilfe gebeten und
Awveiſun=
teilung gegeben, die ſich an der Rettung der
Be=
an die Bevölkerung erklärt er, daß, wenn nicht eilige geworfen.
Hilfe geleiſtet würde, die geſamte Bevölkevung von
Elba ſchon am nächſten Tage ertrunken ſein könnte.
Ein Bü ger der eingeſchloſſenen Stadt, der ſich mit
einem Boot rettete, berichtet, daß er in ſechs Meilen. Meldungen aus Süd=Karolina ſind bisher 11 Tote
Boot an drei Lichen vorübergekommen. Acht Laſt= graphenleitungen in den heimgeſuchten Gebieten
wur=
kraftwagen ſind von Troy in Alabama mit Rettungs= den zerſtört, ſo daß Einzelheiten über die
angerich=
booten nach dem Ueberſchwemmungsgebiet abgefahren teten Verheerungen noch nicht worliegen.
Die ſechs Reichswehrſoldaken gerekkek.
Aſchaffenburg. Die ſechs
Reichswehrſol=
daten, die bei der Sprengung des Maineiſes bei
Gemünden auf einer Scholle abgetrieben
wur=
den, konnten inzwiſchen gerettet werden. Von
der Lohrer Mainbrücke aus wurden den
Sol=
daten lange Seile mit Rettungsringen
zuge=
worfen und die Abgetriebenen ans Land
gezo=
gen. Ein Seil mit dem daranhängenden
Solda=
ten fiel ins Waſſer. Es gelang dem Soldaten,
ſchwimmend eine große Eisſcholle zu erreichen,
auf der er dann erneut vom Waſſer fortgetragen
wurde. Erſt bei Erlach gelang es dann, den
Soldaten wieder an Land zu bringen. In der
Nähe Gemündens lagert auf dem Main noch ein
großer Eisſtoß, an deſſen Beſeitigung 70
Reichs=
wehrſoldaten mit Sprengungen arbeiten. Viele
hundert Zuſchauer wohnen den Sprengungen
bei. Einige Reichswehrſoldaten ſind durch
Eis=
ſtücke leicht verletzt worden. In Gemünden iſt
Hochwaſſer; ungefähr zwei Dutzend Häuſer
wer=
den vom Waſſer umſpült. Man befürchtet, daß
das Hochwaſſer noch weiter ſteiat.
Miß Europa in Buvapcſti.
Budapeſt. Die Ankunft der „Miß Europa”
in Budapeſt, die am Donnerstag nachmittag erfolgte,
geſtaltete ſich zu einem wahren Triumphzug. Eine
30—40 000köpfige Menſchenmenge umlagerte lange,
bevor noch der Wiener Schnellzug eintraf, den
Oſt=
bahnhof. Die Straßen, durch die die ſchönſte Frau
Europas in die Stadt fuhr, mußten durch ſtarke
Polizeiabteilungen geſichert werden. Der Wiener
Schnellzug traf mit halbſtündiger Verſpätung in
Budapeſt ein. Es dauerte mehr als eine
Viertel=
ſtunde, bis der Empfangsausſchuß und die Polizei
den Bahnſteig des Bahnhofes ſoweit geſichert hatten,
daß „Miß Europa” aus dem Zuge ſteigen bonnte.
Miß Europa wird zwei Tage in Budapeſt bleiben
und wird am Sonntag abend vor der Oeffentlichkeit
auf einem ihr zu Ehren veranſtalteten Ball erſcheinen.
Eiſenbahnzuſammenſtoß auf der Strecke
Paris—Orleans.
Paris. In der Nacht auf Freitag ſind auf der
Eiſenbahnſtrecke Paris—Orleans in der Nähe von
Epinay=ſur=Orge zwei Perſonenzüge
aufeinanderge=
fahren, wobei einer von ihnen entgleiſte. Der
Zu=
ſammenprall konnte glücklicherweiſe durch die
Geiſtes=
gegenwart des Lokomotivführers des auffahrenden
Zuges, der noch in letzter Minute alle Bremſen
an=
zog, erheblich abgeſchwächt werden. Trotzdem wurde
ein Gepäckwagen des vorderen Zuges völlig
zertrüm=
mert, und ſechs Perſonen erlitten mehr oder weniger
ſchwere Verletzungen.
Zu dem Mord im Zuge bei Epernay.
Der 21 Jahre alte Gewerbeſchüler Steffens, der
unter dem Verdacht verhaftet worden war, den
Zug=
führer des Schnellzuges Paris-Nanch ermordet zu
haben, hat die Tat eingeſtanden. Er hatte ſich aller
Barmittel entblößt geſehen und wollte ſich neue
Geld=
mittel beſchaffen. Steffens iſt in Hagenau im Elſaß
geboren. — Die Morgenpreſſe berichtet, daß der
Mörder des Zugführers des D=Zuges Paris—Nancy,
der in Epernay verhaftete Gewerbeſchüler Steffens,
in Hagenau als der Sohn belgiſcher Eltern geboren
worden ſei. Bei ſeiner Vernehmung ſagte Steffens
aus, er habe ſich, ohne im Beſitz von Geld zu ſein,
mit einem Freunde von Paris nach Verſailles
be=
geben, um dort irgendjemand zu ermorden, um ſich
Geld zu beſchaffen. Unverrichteter Dinge wieder nach
Paris zurückgekehrt, habe er in einer Zeitung, eine
Beſchreibung eines Ueberfalles auf einen
Eiſenbahn=
poſtwagen in Amerika geleſen. Daraufhin habe er
ſich zum Oſtbahnhof begeben, um die Abfertigung
London. Wie aus Montgomery im Staate der Poſuvagen zu verfolgen und eventuell einen
ſolchen Plan auszuſüihren. Den Revolver habe er ſich
bruches durch das Hochwaſſer des Pea=Fluſſes die ge= am Tage gekauft. Als er ſah, wie Kiſten, die Geld
ſamte Bevölkerung der Stadt Elba von den Fluten, zu enthalten ſchienen, in den D=Zug nach Nanch
ein=
bis nach Epernay gekauft. Während der Fahrt ſei
gen für die umgehende Entſendung einer Truppenab= er in den Gepächwagen eingedrungen und habe den
Zugführer niedergeſtreckt. Er habe ſeine Brieftaſche
wohner von Elba beteiligen ſoll. In ſeinem Aufruf durchſucht, aber nichts gefunden und ſie deshalb weg=
Der Wirbelſturm über Süd=Karolina.
NewYork. Nach neueren hier eingetroffenen
Entfernung die Hilferufe der Bewohner hören und 20 Verletzte als Opfer des Wirbelſturmes
feſtz=
konnte. Während ſeiner Rettung ſei er mit dem geſtellt worden. Die geſamten Telephon= und Zele=
Geite 12
Hide-Bleonorenschule
(älice-Verein für Frauenbildung und Erwerb.)
Kochkursus
für berufstätige Frauen und Mädchen
Dienstag und Donnerstag, abends von
7 bis 11 Uhr. Beginn am 15. April.
Anmeldungen Montag und Freitag
von 2 bis 4 Uhr im Schulhause
(4560
Friedrichstraße 4.
Der Vorstand.
Aus den Amtsverkündigungen des Kreisamts
Darmſtadt und den Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 2 Zwanzigmarkſtücke in
Gold. 1 Zehnmarkſtück in Gold. 1
Ehe=
ring. 1 goldenes Armband. 1
Brief=
mappe. 2 Portemonnaie mit Inhalt.
1 Türvorlage, 2 Herrenhandſchuhe. 1
weißer Kindermuff. 1 neuer Mülleimer.
1 Kindergummiſchuh 2 Bund Schlüſſel.
Zugelaufen: 1 Pinſcher. 1 Baſtard.
Wir machen wiederholt darauf auf=
merkſam, daß auch noch
Fundgegen=
ſtande vorhanden ſind, die in früheren
Bekanntmachungen verzeichnet ſind. —
Intereſſenten können die
Fundgegen=
ſtände während der Büroſtunden auf
Zimmer 1 beſichtigen.
Sonntagdient und Nachtdienſt in
den Apotheken Darmſtadts Es verſehen
den Sonnta /sdienſt und in der daran ſich
anſchließenden Woche den Nachtdienſt vom
16. März bis einſchließlich 23. März die
Apot jeke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtr. 9,
Einhorn=Alpotheke, Kirchſtraße 10½
Städkiſche Haushalkungsſchule
Darmftadk.
Unterrichtsgegenſtände der Tageskurſe:
Hand= und Maſchinennähen, Flicken.
Stopfen, Sticken, Bügeln, Kochen mit
Einmachen. Einkochen und Backen,
Lebens= und Bürgerkunde. Deutſch
und Rechnen.
Abendkurſe: Handarbeit und Kochen,
mit Einmachen und Einkochen und
Backen.
(St.4517
Anmeldungen für das kommende
Schul=
jahr: Montag, den 18 März 1929,
16—19 Uhr, Alexanderſtr. 27.
Darmſtadt, den 11. März 1929.
Der Oberbürgermeiſter.
J. E.: Mueller, Bürgermeiſter.
Jagdverpachkung.
Samstag, den 23. März 1929,
nach=
mittags um 2 Uhr, wird die Jagd der
Gemeinde. Annelsbach bei Gaſtwirt
Peter Jung in Annelsbach öffentlich
unter den bei der Verpachtung bekannt
werdenden Bedingungen auf ſechs Jahre
anderweitig verpachtet.
Die Jagd iſt ca 750 Heſſ. Morgen
groß hat guten Wildſtand und iſt in
15 Minuten von Station Höchſt i. Odw.
zu erreichen.
Hummetroth, 14. März 1929.
Heſſ. Bürgermeiſterei Hummetroth.
Friedrich.
(4520
Nr. 5.
Donnerstag, den 21. März 1929,
vor=
mittags 10 Uhr beginnend, ſollen aus
dem Eberſtädter Gemeindewald, Diſtrikt
Klingsackertanne, die nachverzeichneten
Holzſortimente öffentlich meiſtbietend
verſteigert werden:
45,2 Rm. Buchen=Scheitholz,
18 Rm. Buchen=Knüppelholz.
1140 Stück Buchen=Wellen,
119,6 Rm. Kiefern=Stockholz.
Zuſammenkunft der Steigerer im
Gaſthaus zur Harmonie (Frau Kunz).
Nähere Auskunft erteilt Herr Förſter
Kirſchner, Müllerſtr. 11.
Eberſtadt, den 12. März 1929
Heſſ. Bürgermeiſterei Eberſtadt (Bergſtr.)
4504) Dr. Uecker.
Holzberſteigerung M. 9.
Freitag, den 22. März 1929, vorm.
9 Uhr, wird in Darmſtadt (Wirtſchaft
„Heilig Kreuz”) aus Diſtrikt V im Jagen
25, Mörsbacherſchlag 29, VI Kühruh 40
Geishecke 60, VII Kernwieſenteil 4, VIII
Tiergarten 22, nachſtehendes Holz
ver=
ſteigert:
Stammholz Kl. 1, Stück: 10 Eiche,
10 Buche, 15 Hainbuche, 2 Birke, (Eiche
und Birke zu Deichſel, Buche und
Hain=
buche zu Langwieden geeignet).
Nutzſcheiter Rm.: Eiche 3 I geſpalten,
2 II geſpalten, II rund, Hainbuche 23,3
II rund. Nutzknüppel Rm.: Hainbuche
2,5 I.
(4574
Scheiter Rm.: 210 Buche, 20
Hain=
buche, 132 Eiche, 20 Birke, 3 Erle, 10
Linde, 2 Eſche, 1 Fichte. Knüppel Rm.:
78 Buche, 30 Hainbuche, 99 Eche, 20
Birke, 6 Linde, 1 Fichte, 1 Weymouth.
Reiſerholz 1. Kl. Rm.: 3 Buche, 2 Eiche.
Reiferholz 3. Kl. Wellen: 2180 Buche.
300 Hainbuche, 570 Eiche, 200 Birke, 100
Linde. Stöcke Rm.; 44 Buche, 2 Eiche,
10 Birke.
Das Holz iſt vor der Verſteigerung
einzuſehen. Mit H geſchlagene Nummern
kommen nicht zum Ausgebot. Das
Stamm=
holz und Eiche Nutzſcheit lagert in
För=
ſterei Einſiedel, das Hainbuchen=,
Nutz=
ſcheit= und Nutzknüppelholz in Förſterei
Kleeneck das Brennholz in Förſterei
Einſiedel und Faſanerie. Auskunft durch
die Förſter Wex. Meſſ. Falltorhaus,
Loh=
fink, Forſthaus Einſiedel (Tel. Meſſel 9),
Schmidt, Forſthaus Faſanerie (Telephon
Dſtdt. 3077) und unterzeichnetes Amt.
Darmſtadt, den 15. März 1929.
Heſſ. Forſtamt Kranichſtein.
Samstag, den 16. März 1929
Mil
Bie neuen
MalüerM O MOdelB
ATALDTIA
io
Sialf-Mäuel
schön. kar. Muster,
in mod.
jugend-
ichen Formen
22.00, 15.75.
19
Eibjalrs-Mänutel
eine Auswahl etrene
mod. Stoffen, in 4
fesch. Formen
24.00, 19.75,11
Herrenstoſt-Mäntel
reine Wolle, bes. eleg. u.
geschmack volle
Macharten
45.00, 36.00, 80
Frübjahrs-Mäntel
aus modernen
engl.
gemuster-
ten Stoffen
56.—, 42.—, 0B
Englisch
Rein wollenen
gemustert. Mantel
Herrnsloft-Mantel
ganz auf kunstseiden
Damassé gefüttert, in
den herrlichsten
Frühjahrsfarben
900
schön kariert, ganz
auf kunstseidenen
Duchesse gefüttert
AILTOEA
Wollkleider Tesche Macharten in allenmodernen hellen u. dupkien
Farben, 16.75 13.50, 10.75, 0 Leloutine-Kleider schöne mode ne Formen
in allen Frühjahrstarben
39 00, 3 00, 29.00, E 0 Crepe de Chine-Hleider reinseidene Ouaitäten, in
en zückenden Farben und
Macnar‟, 12.10,39.00,36.00. B 10 Wolk Georgelle Hleider in apart. hellen u. dunklen
Farben für die Frühjahrs-
Saison, 49.00 42.00, 39.00, 0 1U Reinzeidenes Hochelegant’s Lrepe Salin Hleid Crepe Salin-Hleid mit Crepe de Chine-
kragen und Man-
schetten in vielen reinseidene Oua ität,
in feschen jugend-
lichen Form n modernen Farben 100
Zu 0
A
Sdaubbb
DARMSTADT
MARKT
4540
Am Mittwoch,
de=
werden im Roßdörfer G)
Abt. 3, 38, 39, 50, 54.
mente Nutzholz verſteigt
Eichenſtämme Kl.
„II
1
Kiefernſtämme
Lärchenſtämme
Fichtenſtämme
Eſchenſtämme
Eſchen=Derbſt.
Fichten=Derbſt.
Fichten=Reisſt.
Fichten=Nutzknüppel 2
Zuſammenkunft vocn
Ecke Brunnersweg undis
der Kubig. Bei ungü 1.
findet die Verſteigerai,
zum Darmſtädter Hof
Roßdorf, den 14. M.
Heſſiſche Bürgez,
Lorem
Dienstag, den 19.1.
den 20. März 1929, ftn
10 Uhr anfangend,
meindewald Schaafheir.
bietend an Ort und Sti
1. Fichtenſtämme:
a) 355 Stück Klaſſe
b) 339
c) 50
d) 5
e) 2
2. Fichtenderbſtanges
a) 166 Stück in allen
3. Fichtenreisſtangem
a) 166 Stück.
4. Eichenſtämme: 175
5. Buchenſtämme; E.
Klaſſen 3a bis 5.
6. Buchenderbſtange
7. Kiefernſtämme:
a) 3 Stück Klaſſe 2r7.-
3a
b)10
3413
c) 11
4
sl-
d) 6 „
demg
eine
als der Sieber
Dio
den iſt d
enzug, ein
mn mit unbedeut
Unde Bergieite b
ſtlichen Seite
fen, an den
cließt, welche die
ſe und Wie
Boden
m bis zu zw
ſie N
und Baſchkire
Hun, ſondern auc
denen Steppenf
M Emten in gute
im Kahren — da
urehntelanges b=
Am 1. Tage der Ve=n
men nur Fichtenſtämmelt
am 2. Tage ebenfalls Fioi=
=Stangen, ſowie die übd
vermerkten Nutzhölzer zuſ
Die Zuſammenkunſt
a) am Dienstag an da
Straße am Eingang /
ſchneiſe,
b) am Mittwoch an 1
Straße am Zimmerp”
Schaafheim, den 12.
Heſſiſche Bürgermeiſteren
Höreth../
ltf an der Wo
Mtdn Bauerr
und das bei
eiwvg 700
Hoßzberſeil
D enstag, den 19. 21/
vormittags 10 Uhr
werden im hieſigen Geme*
Struth und Buchenberey
Holzſortimente an Ort un
lich verſteigert.
A. Nutzholzl
Stämme, Kiefern, 6 St. K143
Lärchen, 57 „ N
Fichten, 21 , rU.
60„ u
22
9„
2
Derbſt. Lärchen, 35 Stünt
Fichten, (Bohnenſtangen)
ſcheiter Kiefer (rund) Rmu
B. Brennhol!
Scheiter Rm., 2 Buck
24 Fichten; Knüppel Ami.
Kiefern, 6. Fichten; Reiſios
1050 Kiefern, 1385 Fichten”
14 Kiefer, 56 Fichten.
Die Fichtenſtämme lag
zum Ausgebot. Zuſammenn!
Struth bei Fichtenſtamm.
Eichenſtammholz aus demr.
meindewald kommt in den !
zur Verſteigerung.
Niedernhauſen, den
Heſſiſche Bürgern!!
Daab=
Antiquitäten
Möbel, Oelgemälde,
Kupferſtiche, Uhren
uſw. kauft: Car!
Müller,
Frank=
furt a. M., Gr.
Hirſch=
graben 22. (13590
Gebr.
Kinderbett=
ſtellchen zu kaufen
geſucht. Ang. unte
M. 200 Geſchſt.
zu kaursſ
L.
t
furt au”
Slurlll
gut elb
fen P2S
2 Sr
a. d.
Camstag, den 16. Mirz 1929
Seite 13
Aus dem Oſten.
Deutſchkum in Rußland. — Noch heuke über eine
ruſſiſchen Reiche.
Million Deutſcher im
lalln ſcher größte und waſſerreichſte Fluß nicht nur
chſtuſt ußland, ſondern auch Europas; die Wolga iſt
Breiſz) urnd damit die wichtigſte Lebensader Rußlands
ſcheſtih iſt die Wolga auch der fiſchreichſte Strom
rdkußgy ! Von allen Fiſchereien der Wolga ſind
die=
fihrckzll üindungsdelta bei Aſtrachan die berühmteſten:
han /he awiar gilt gleich dem Kaviar aus der Krim als
(avil r Welt und wird dementſprechend von
Fein=
ganſte jonders geſchätzt.
deuſuche Prinzeſſin iſt die Gründerin des
tury an der Wolga! Friderieus Rex, der
fig, (bwer Kaiſerin Eliſabeth von Rußland die
Prin=
hie=Kürwotte von Anhalt=Zerbſt als Gemahlin ihres
d ah=iarten Nachfolgers auf dem ruſſiſchen Kaiſer=
Hertis/Peter von Holſtein=Gottorp, empfohlen. Als
Kelrir Katherina II. — ihr Gemahl, Kaiſer
wall=gi ſetzt und ermordet worden — iſt die deutſche
Solt= Charlotte eine der bedeutendſten abſoluten
Hes Rums, Rtmos geweſen!
S der Ruöig Yu rahrcht 6),/ als der Siebenjährige Krieg beendet war,
nwdet die Lu ſiſchtfeaſſerin Katharina II. fremde Koloniſten, denen
zum Lamſäln heit 6 uveitgehende Unterſtützung für ihr Siedlungs=
Noßdnf m ichenturden, in menſchenleere Gebiete ihres
Rieſen=
beiſee Tvielelewztruen Deutſchlands, insbeſondere aber aus
Baſgln, und der Pfalz zogen etwa 6000 deutſche
amſſtnach Rußland an die Wolga und ſiedelten ſich
Seitltehrres unteren Laufes in der Gegend der Stadt
mn. ’ſss Land der Wolga=Deutſchen iſt die äußerſte
MndDin ftmatrn Guropa und liegt etwa auf der gleichen geo=
Dienziay zt Bru wie das deutſche Rheinland zwiſchen Koblenz
den 20 Mär/. Gſſt gerſchieden iſt die Bodengeſtaltung zu beiden
i Uhr anſag inſetlhen Wolga: Während die rechte, weſtliche
Ufer=
mindewal Eter der olga=Höhenzug, eine ſtrichweiſe bewaldete, von
bieend m 2a uſchniit mmit unbedeutenden Flußläufen, nach der
1. Fichtenſtinnl ablpende Bergſeite bildet, iſt das deutſche Wolga=
Siüt der ſen,, öſtlichen Seite des Stromes zunächſt ein
mmtmstrreifen, an den ſich terraſſenförmig eine
ein=
ippe jlließt, welche die Wieſenſeite genannt wird.
e enſeite und Wieſenſeite — haben einen
aus=
n, fumhraren Boden mit einer Humusſchicht, die an
Stellflu orar bis zu zwei Meter in die Tiefe reicht.
12 Rictendeninder iſtz), der Kaiſerin Katharina II. hatten die
deut=
zu0 Szn berfatziaer im fernen Oſten im Wolgaland aber nicht
cher ihre Nachbarn, die unruhigen, räuberiſchen
2 Sichtenelsl
Kilben und Baſchkiren, ſowie gegen die ruſſiſchen
166
A1 Eichenſänn n Schwp, ſondern auch den Kampf gegen große Kälte
Hitzierenen Steppenſtürme und Viehſeuchen zu be=
3. Buchenſin
orzückale Ernten in guten Jahren wechſelten mit Miß=
Aloſſen 4
s Ruchenelukrockeft! Fahren — da der Boden ſehr waſſerarm iſt —
ein irzehntelanges bzw. ein mehr als ein und ein
Kieſernd, hrhut ket. langes Ringen deutſcher Beharrlichkeit und
21 3 0 Fleißftliß an der Wolga eine große deutſche Siedlung
5u 7 dalſchm Bauerntums entſtehen, das in großem
du
lebſtuſd das bei Beginn des Weltkrieges eine Be=
9 8 Fahl //t (twa 700 000 deutſcher Brüder und Schweſtern
Am 1 Ju küten Aetm waren oft ſo ergiebig, daß es große Mühe
in Mtischeunen zu bringen. Eine Folgeerſcheinung
men mu 7
Nam 2 Tan ”w” hen HEt ſegens an Getreide, war die Entſtehung vie=
„Sjangen ſot ken, dher Zahl zu Beginn dieſes Jahrhunderts auf
vurmernen 99u4 undlſ aſ ermühlen, eine größere Zahl Dampfmühlen
2ie Yuſahe 70 Maichlen, die den Ertrag der
Sonnenblumen=
am Luntu en beßtzhet teten, angewachſen. Jekaterinenſtadt — nach
Snaſt aſ kin Küzunrna II. genannt — an der Wolga oberhalb
ſbildette Bentrale des Getreide= und Mehlhandels für
PDeuthen, während die aufgeblühte Stadt Saratow
straß a Khr3=, MKdels= und gewerblicher Knotenpunkt iſt.
überl)A waren die deutſchen Siedler ihrer Umgebung
auelly Der frühzeitige Anbau von Kartoffeln und
e hierztzhr viel beigetragen; dieſe deutſche Ueberlegen=
Wolgkreut tſchen wurde auch noch günſtig unterſtützt
weitchhiü lich am Wolga=Knie gelegenen Herrnhuter
SarepAleie ſtets einen muſtergültigen
landwirtſchaft=
trieb litt=
Erfinſt g der Wolga=Deutſchen, die ſich hauptſächlich
weitlie Teil des deutſchen Anſiedlungsgebietes, der
Dens
Adem 14 handwirtſchaftlicher Maſchinen widmeten, war
deputchich ine, deren Exemplare weit über das Wolgg=
Maus rn zihirien, Turkeſtan und Beſſarabien abgeſetzt
derrnhuter Kolonie Sarepta aus eingebürgert,
ſich eſalls auf der Bergſeite des deutſchen Wolga=
Darde Textilinduſtrie: eine Art Kattun wurde
und wird im Winter auf Zehntauſenden von Webſtühlen
herge=
ſtellt, während ſich auf der Wieſenſeite öſtlich der Wolga Stroh=
und Korbflechterei als Hausinduſtrie neben dem Ackerbau
ent=
wickelt hat. Alle Erzeugniſſe befördert die Wolga billig ab; ſie
dient aber auch als Zubringer allen Rohmaterials für die
deut=
ſchen Sägewerke.
Dem ruſſiſchen Mirſyyſtem gemäß, nach dem das
Gemeinde=
land ca. alle 10 Jahre gleichmäßig unter die männlichen
Ge=
meindemitglieder verteilt wird, wurde durch die
Bevölkerungs=
zunahme der Anteil des Einzelnen immer kleiner; extenſive
Be=
wirtſchaftung, Abnahme des Wohlſtandes und Auswanderung
waren die Folgeerſcheinungen. Wenn auch der Uebergang zum
Privateigentum die ſozialen Unterſchiede vertieft hat und ein
Stand landwirtſchaftlicher und Induſtrie=Arbeiter entſtanden iſt,
ſo haben die Wolga=Deutſchen ſich im allgemeinen doch ihren
alten konſervativen Sinn erhalten.
Viele Wunden haben Weltkrieg und Revolution geſchlagen,
Wißernten kamen hinzu; über die Hälfte der Höfe war nicht
mehr in der Lage, eine eigene Wirtſchaft zu führen; der
Ernte=
ertrag ging auf zwei Prozent des Ernteertrages der
Vorkriegs=
zeit zurück, 35 000 Deutſche wanderten aus dem deutſchen
Wolga=
land aus; bis zum Jahre 1924 hatte die Anbaufläche aber ſchon
wieder 65 Prozent der Vorkriegszeit erreicht und nimmt weiter zu.
Im Januar 1924 bildete die derzeitige ruſſiſche Regierung
aus dem deutſchen Wolgaland eine „autonome ſozialiſtiſche
Sow=
jet=Republik der Wolga=Deutſchen”, deren muſterhafte Ordnung
— das Verdienſt der blauäugigen Wolga=Deutſchen — von den
ruſſiſchen Machthabern als Propaganda für das Sowjet=Syſtem
ausgewertet wird. Die Verleihung der Autonomie ermöglichte es
den Wolaa=Deutſchen die „Deutſche Wolga=Bank” zu gründen,
die Verbindung mit den aus dem deutſchen Wolgaland nach
Amerika ausgewanderten Deutſchen aufnahm und von dieſen
Geld zur intenſiveren Bewirtſchaftung des Ackerlandes und zum
Ausbau der Textilinduſtrie erhielt.
Unſtreitig hat das Zarentum ſich große
Ver=
dienſte um das Rufſiſche Reich erworben: In
weit=
blickender Weiſe hatten die Zaren großzügige Kanalſyſteme
aus=
gebaut, von denen hier, die Wolga betreffend, erwähnt ſeien: Das
unter Peter dem Großen im Jahre 1710 begonnene und unter
Alexander I. im Jahre 1808 vollendete „Marienkanalſyſtem”, das
die Wolga mit Petersburg, alſo das Kaspiſche Meer mit der
Oſtſee, und das „Herzog Alexander von Württemberg=
Kanal=
ſyſtem”, das die Wolga mit der Dwina, und damit das Kaspiſche
Meer mit dem Nördlichen Eismeer verbindet.
Die Sowjet=Regierung ſoll beabſichtigen, den Plan der Zaren,
den neunzig Kilometer breiten Landrücken zwiſchen dem Wolga=
Knie bei Sarepta und dem Don=Knie bei Kalatſch durch einen
Kanal zu durchſtechen, auszuführen. Hierdurch würde eine
Ver=
bindung zu Waſſer zwiſchen der Oſtſee und dem Schwarzen
Meere und damit mit dem Mittelländiſchen Meere hergeſtellt, die
eine weitere Belebung des Waſſerweges der Wolga im Gefolge
haben und ſich auch von Nutzen für die Wolga=Deutſchen
aus=
wirken würde.
Im letzten Jahre haben unſere deutſchen Brüder und
Schweſtern in der Wolga=Republik durch große Unwetter mit
Hagelſchauern und Ueberſchwemmungen ſehr zu leiden gehabt;
der Hagel lag ſtellenweiſe bis zu 26 Zentimeter hoch und in
vie=
len Dörfern mußten die Bauern auf den Dächern ihrer Häuſer
Rettung vor dem Hochwaſſer ſuchen. Neben den Kämpfen gegen
dieſe Naturereigniſſe befinden die Wolga=Deutſchen ſich auch noch
in dauerndem Abwehrkampfe gegen die kommuniſtiſche
Propa=
ganda, die auch die chriſtliche Religion aus den Seelen der
deut=
ſchen Bevölkerung reißen will, die aber treu zur evangeliſchen
Kirche und zu ihren Paſtoren ſteht.
Ein ſteter, ſehr harter Kampf iſt das Leben der etwa eine
halbe Million Deutſchen an der Wolga. Wie an einem ſteilen
Felſen werden ſich auch in Zukunft die Angriffe der ringsum
wohnenden Slawen gegen das ferne Wolga=Deutſchtum an der
treudeutſchen Sinnesart, dem Fleiß, der Beharrlichkeit und dem
Gottvertrauen unſerer deutſchen Brüder und Schweſtern brechen!
Sibirien — das ganze nördliche Aſien, das ſeinen Namen
von dem alten Herrſcherſitz Sſibir am rechten Ufer des Irtyſch
unweit Tobolsk herleitet — beſitzt für den Mitteleuropäer keine
große Anziehungskraft. Die klimatiſchen Verhältniſſe, die
Vege=
tation und die Verbannungsorte der ruſſiſchen Verbrecher üben
keine magnetiſche Kraft aus. Aber im ſüdlichen Teile Sibiriens,
zu beiden Seiten der großen Sibiriſchen Eiſenbahn, iſt der
An=
bau aller Getreidearten möglich.
Ebenſo wie die im neunten Jahrhundert von verſchiedenen
Staaten des heutigen Rußland gerufenen Normannen auch
wei=
ter öſtlich nach Sibirien zogen, ſo haben auch Deutſche aus dem
Wolaa=Gebiet den Ural überſchritten und haben in Sibirien
An=
ſiedlungen gegründet. Sie wohnen dort nicht wie im Wolgaland
in einer großen Kolonie vereinigt, ſondern mehr verſtreut, aber
in geſchloſſenen deutſchen Dörfern, die ſich heute durch
Reinlich=
keit und Ordnung ſcharf und ſehr vorteilhaft von den ruſſiſchen
Dörfern unterſcheiden. Die Wohlhabenheit der Deutſchen
Sibi=
riens iſt durch die große Revolution zerſtört worden, aber deutſcher
Fleiß und deutſche Ausdauer haben in den letzten Jahren wieder
reiche Früchte getragen. Zuverläſſige Angaben über die Zahl der
Deutſchen uld der deutſchen Gemeinden in Sibirien zu machen,
iſt nicht leicht; während im Jahre 1926 ſechzig Tauſend Deutſche
in 350 Gemeinden angegeben wurden, werden
neuer=
dings hunderttauſend Deutſche in faſt 500 Gemeinden in
Sibi=
rien gezählt. Sicher iſt, daß die Einwanderung Deutſcher in
Sibirien in den letzten Jahren zugenommen hat. So ſind im
fernſten Oſten Sibiriens, im Amurgebiet, neue deutſche
Dör=
fer entſtanden. In allen deutſchen Siedlungen Sibiriens wird
die deutſche Mutterſprache geſprochen — man hört norddeutſchen
wie auch ſüddeutſchen Dialekt, auch Plattdeutſch und bayeriſche
Mundart —, bisweilen mit einzelnen Worten, der ruſſiſchen
Sprache untermiſcht. Kirchlich unterſcheidet man lutheriſche,
katho=
liſche und Mennoniten=Dörfer.
Die Oſtwanderung der Deutſchen macht aber im Amurgebiet
nicht halt, ein Teil wandert noch weiter nach Oſten über den
Stillen Ozean nach den Ländern Nord= und Südamerikas.
Die Deutſchen in Sibirien haben ſich ebenſo wie die Wolga=
Deutſchen eine höchſt geachtete, wenn auch oft angefeindete Stellung
erworben und ſind im wahrſten Einne Pioniere des
Deutſch=
tums! Ihr Kampf um ihre Eriſtenz iſt ein Kampf für das
deutſche Anſehen in der Welt, den ſie wie bisher ſo auch bis in die
fernſte Zukunſt ſiegreich beſtehen werden, wenn ſie wie ſeither
ſtets — uns Deutſchen im Deutſchen Reiche ein Beiſpiel! — auch
fürderhin untereinander einig bleiben und das alte deutſche
Erb=
übel der Zwietracht nicht aufkommen laſſen!
Ri.
Geſchäfflices.
Die bequeme Lenkfähigkeit des neuen Citroen.
Citroén hat beim Bau ſeiner Mod lle ſein Hauptqugenmerk darauf
gerichtet, daß ſeine Wagen von jedermann verläßlich gelenkt werden
können. Der Führerſitz iſt je nach Größe des Fahrers mit wenigen
Hand=
griffen raſch verſtellbar und die Fußpedale können ebenfalls der Lage
angepaßt werden. Ohne Veränderung des Oberhörpers iſt die
Be=
tätigung des Schalt und des Bremshebels ermöglicht. Das Lenkrad
kann unter geringſtem Kraftaufwand gedreht werden und iſt ſelbſt auf
ſchlechteſten Straßen vollkommen erſchütterungsfrei. Als beſondere
An=
nehmlichkeit iſt die Lichtſchaltung für Scheinwerfer, Seitenlampen und
Vorfeldbeleuchtung und weiter die Betätigung des Signalhorns auf
dem Lenkrade angeordnet. Schließlich ſei erwähnt, daß die Citroön=
Wagen mit Weſtinghouſe=Vakuumbremſe ausgeſtattet ſind, wodurch der
Fahrer ſchon durch leichten Druck auf das Pedal in der Lage iſt, die
höchſte Bremswirkung zu erzielen. Alle dieſe Vorzüge ſchaffen die hohe
Eignung des Citroén=Wagens für Selbſtfahrer.
Lebensmittel immer in der Packung bewährter Firmen kaufen!
Dann haben Sie ſtets die Sicherheit, um ihr gutes Geld auch die
entſprechende Qualität zu erhalten. Die bekannten bayeriſchen
Mar=
garinemarken gibt es allerorts in gleicher Güte und zu gleichem Preis:
Reſi” zu 50 Pfg., „Suſi” zu 43 Pfg. das Halbbſund in den bekannten
Pergamentwürfeln. Pro Pfund wird ein hübſches Hausbuch der Reſi=
Werke mit anregendem, ſtets wechſelnden Inhalt gratis abgegeben.
—
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Samstag, 16. März. 6.30: Gymnaſtik. O 12.45: Schulfunk:
A. Neumann: Zwei deutſche Dichterinnen: A. von Droſte=Hülshoff
und Agnes Miegel. 8 13.15: Schallplatten: Kammermuſit. 15.05:
Kaſſel: Jugendſtunde: Liedervorträge von Schulen. 0 15.55:
Haus=
frauendienſt. 0 16.35: Konzert des Funkorch.: G. B. Pergoleſi.
Einfonte in G=dur für Streichorch. und zwei Hörner. — Sonate
(„Sinfonta”) in F=dur für Violoncell und Klavier. — Zwei Arien
aus dem Intermezzo „Die Magd als Herrin”. — Erſtes Trio in
G=dur für zwei Violinen und Continuo. — L. Cherubini Ouv.
zur Oper Faniska”. — Aus dem erſten Quartett in Es=dur. —
Zwei Lieder aus dem „Hymnes ſacres”. — Zwiſchenakt aus der
Oper „Ali Baba”. Mitw; Aice Brandt=Nau (Sopran), das
Wiggelaar=Quartett des Rundfunks. 0 18.10: Leſeſtunde: Aus
den Kaiſerbiographien des Sueton. 18.30: Brieftaſten. 0 19:
Aus dem chineſiſchen Roman „Das Wunder der zweiten
Pflaumen=
blüte‟. 0 19.30: Eſperanto=Unterricht. O 19.45: Herbert Scheffler;
Das Tier in der Dichtung. O 20.15: Köln: Bunter Abend.
6 Anſchl.: Berlin: Tanzmuſik.
Stuttgart.
Samstag, 16. März. 10.30: Schallplatten. O 12.15:
Schall=
platten. 0 13: Schallplatten. O 14; Jugendſtunde: Elſa Pfeiffer,
K. Köſtin, Funkorch=ſter. o 15: Unterhatungskonzert. Mitw.*
Martha Körner, Herm. Lingor, Funkorch. 0 16.3): „Tanztee‟
Kapelle Rihard Würmel. O 18.15: Freiburg: Prof. Dr. Kunkel:
Aus der Welt der Papyrus=Urkunden. 8 18.45: Landgerichtsrat
Dr. Leibfried: Hexenpror=ß und Folter, eine kulturgechichtliche
Be=
trachtung. O 19.15: Handelsſchu a ſeſſor Dr. Wolf:
Buchführungs=
kurs: Der Abſchluß. 0 20: Humoresten. Mitw.: Elſa Pfeiffer, Th.
Brandt, E. Stockinger, Funkorch. Reger: Humoreske. — Lorm:
Ritterlichkeit. — Armando a: Humoreske aus der Ballettſuite.
Morgan: Die ſeltene Krant
Merſchaumpfeie. Eine Szene nach Georges Courteline. Ort der
Handlung: Die Terraſſe eines Parier Caes. — Tſchaikowsky:
aus der Nußfnackeruite o 21: Städt. Feſthalle in Karlsruhe:
Konzert der Volks ingakademie. Zwei deutſche Volksweiſen für
Frauenchor a cappella. — Deutſche volkstümliche Lieder für Sopran
und Orgel: Brahms: In ſtiler Nacht: Guten Abend, gut Nacht. —
geger: Mariä Wiegentied. — Franz: Gottes Segen; Kindergebet.
— Drei ruſſiſche Vo ksweiſen für Männrchor a cappela. 6 22.15:
Aus der Bunde halle in Reutlingen: Funkbrettl. Mitw.: Lotte
Herzog, Käte Mann, Hans Hanus, M. v. Witinghauſen, C. Struve,
Arbeitergeſangverein Froh inn, Stadt apelle Reutlingen, Reutlinger
Mandolinen=Gitarrenverein. O 23.15: Berlin: Tanzmufik.
im Automobilbau brachte MERCEDES-BENZ mit seinen neuen Modellen 1929.
Durch umfassendste Vervollkommnung des Maschinenparks und der Einrichtungen, durch rationellste
Fabri-
kationsmethoden auf Grund der letzten technischen Erfahrungen ist es gelungen, bei den mittelstarken Wagen,
also der am meisten gekauften Klasse, eine
außergewöhnliche Verbilligung
zu erzielen. Diese Verbilligung kommt restlos unseren Kunden zugute.
Sie erhalten
den eleganten Zweisitzer Typ Stuttgart 200 ... ..
... . . zu RM. 6700.—
den eleganten Innenlenker Typ Sturtgart 200 ...
. zu RM. 6880.—
den bildschönen Innenlenker des fabelhaften Typ Stuttgart 200 zu R)1. 7880.—
Vergleichen Sie Konstruktion, Ausführung, Leistung und Preis dieser Wagen mit anderen Fabrikaten,
beachten Sie den gewaltigen Forischritt, den unsere neuen Modelle in Leistung und Preis darstellen und
beurteilen Sie selbst, was Mercedes-Benz auch Ihnen damit bietet! Wir stehen jederzeit gerne zu lhrer Vertügung!
MLLR-BENAAKTTENGESELLSCHART
e: Frankfurt a. Main, Abt. Personenwagen, Kathenauplatz 14
Vertretung: „Kraftfahrzeug‟ Motorwagen-Verkaufsburo Otto Heinrich
Fernruf Hansa 2440, 2441
Graf Hagenburg, Darmstadt, Elisabethenstr. 54. Fernruf 4104.
Seite 14
Samstag, den 16. März 1929
PALASL-LICHTSPIELE
Grafenstraße
Ab heute:
Der neueste
Mady Christians-Großfitm
Das Brennende Herz
Neben Mady Christians: Gustav Fröhlich,
Frida Richard, Ida Wüst, Rosa Valetti.
Vorführungsdauer allein dieses Films 1½ Std.
Vorher:
Hugend ohne Tagend
Groteske in 2 Akten
und die
Neueste Emelka-Woche-
Beginn 3½ Uhr.
2 Filme, die Sie sehen mussen:
Ein Bandie vonEhre
mit Fred Thomson
und
Die Komödiantin
mit
Norma Shearer
Ein heiteres Spiel aus versunkenen Tagen.
Beginn 3½ Uhr.
BollTädt.
und
Rinstimetin
unter Verbres
das Großprogramm.
Nur noch heute und morgen!
Alexander-
PERKEO Straße 12.
Samstag ab 8 Uhr
Konzert
mit Tanzeinlagen
Hörlicht ladet ein (.) Georg Hart!
Zur Rosenau
Heute Samstag u. morgen Sonntag
KONZERT
K. 2. Dullmann, Feldbergſtraße 28
Oafé Rheingold
Samstag, den 16. März
Konzert mit Tand-Einlagen.
Fi Neue Tanzfläche —
ORPHEU
Abends 8.15 Uhr: Nur noch 5 Tage!
Revue „Rund um den Ozean‟
in 30 Bildern mit Harry Forrester W umever.
(4553
Kl. Gastsbielpreise: l. bis 3.51. Karten: Verk. Büro, de Waal, Rheinstr. 14
Restauration Karl Glenz
Ecke Kahlert= und Landwehrſtraße.
Samstag und Sonntag 4582
KONZERT
Es ladet freundlichſt ein Karl Gienz.
Rte
Großes Haus 20 — 22.30 Uhr
G 12
Hessisches
Landestheater Gruppe 1—1V
N7 13 (tür Zu=
Samstag
satz M. X1)
16. März 1929
T3(101-150)
19.30—22 Uhr
Kleines Haus
Die Verbrecher
Schauspiel von Ferdinand Bruckner
Preise: 1—10 Mk.
Martha
Oper von Fr. v. Flotow
Preise: 1.50—7.50 Mk.
Heute abend
Konzert
Im
Salvator
Reichshof
Mf
Brennabor=
wagen
preisw. zu verkauf.
Phil. Huck.
Alexan=
derſtr. 6. Tel. 4116.
(4516)
(B4541
wozu freundlichſt einladet
Georg Sauerburger
Eche Moosberg= u. Tannenſtraße
Eigene Keltere: Eigene Schlachterei
Böttingers Brauerei, Ludwigsplatz 8
Heute Samstag großes
EBentkenner
Ke
wozu freundlichst einladet
Sperialitzt, Schlschtblatten Fl. Gieſol?
Wein-, Café und Bier-Restaurent
früher Hassie
Heute bis 3 Uhr geöffnet
Hohober Bleichstr. 43
Dauvelein Buheim.
Die diesjährige
Generalverſammlung
findet:
Montag, den 25. März 1929, abds. 8½, Uhr
im Kaiſerſaal, Grünes Zimmer, ſtatt.
Tagesordnung:
1. Berichterſtattung des Vorſtandes.
2. Genehmigung der
Goldmarkeröffnungs=
bilanz und Umſtellung der Anteilſcheine
3. Entlaſung des Vorſtandes.
4. Ergänzungswahlen zum Vorſtand.
5. Satzungeänderungen.
6. Ausgabe neuer Anteilſcheine.
7. Verſchiedenes.
Der I. Vorſitzende:
Dr. H. Neuſchäffer.
Ryeinſtraße 44
Rechtsanwalt.
Fazrrad-Ersatzteile
Gg. Thiele, Obergasse 32
(4057a)
R. Wagner Verband deutſcher Frauen
Sametag, den 23. März 1929, nachm. 5 Uhr, Neckarſiraße 19
Muſikaliſche Feier
Mitwirkende: Käthe Walter
Hans Grahl
Hans Simon.
(4497
Karten: Für Mitglieder zu 1.50 Mk. bei Fr. b. Gelzam,
Neckarſtr. 19. für Nichimitglieder zu 2 30 Mk. bei Konzeri=
Arnold, Eli abethenſtr. 28, Chr. Arnold, am Weißen
Der Vorſtand.
Turm, Heß, Eliſabethenſtr. 34.
Heute
und
Morgen
42)
Künstler-
Konzert
Es ladet höflichst ein
André Renar:.
Gaſthaus „Stadt Durlach”
empfiehlt guten und billigen Mittag= und
Abendtiſch und Lillig:8 L gieren —,80 u.
1 Mk. Beſte Getränke (*is
Inhaber Emil Knauer
Elisabeihen.
Strade fr.2.
Konzert-
Arnold
Paar 45 Pfg.
Carl Lorſch,
Fahr=
zeuge,
Neparatur=
werkſtätte,
Pankra=
tiusſtraße 2) (4449a
Ostern
und
Konfirmation
empiehle
meine usgesuchten, herrlichen
direkt importlerten
Original-Auslands-Weine
in großer Auswahl.
Hochfeine spanische Weiß- und Rot-Weine
sowie exguisite Süß-Weine
Moscatel, Malage, Tarragona
usw., sowie Bordeaux- u. Burgunder-, Douro-,
Port, Madeira-, Griech sche u. Tokayer-Weine
Versand im ganzen Deuts chen Reiche
in Leihgebilae od Flaschen.
Preisliste wollen Sie bitte verlangen.
UUAM PRIM
Wein-Import — Spanische Weinstube
Fernsprecher 3281 Mathildenplatz 8
DARMSTADT
B.5.A New Imperlal Vertreter: Baumert Darmstadt
3141n
Hotel brinz
Heute, Sam!
Schla
Konzert it
Saxofou
Morgen C0
Tanzaſtit
J
KeSSufcf
Bessunger ih.
Inh.: Ot4
Heun
Metzel,
Fay=Bier
mit Kog
Ei ene Sdt.
Seinn
Felſen
Dieburgera=
heute 5
Metzell
R
TNSI
Telex
auch während
geöffil
Vereinen IUn
empfehlen wir auf ET
ermäßigten Preiſen
Sommer eine Tagest
Rhein
entlang dem Rheinr
(Niederwalddenkmal),
zurückr
Fed. Deutſche muß ſeir:
Koſtenloſe Auskünfte,
gen für Bahn= und
Heimatsort bereit
Reisebüro Lysse
Ludwigsſtrr.
Eilt, da bere ts viele
Eine Anzahl zurück=
Bosig
geſetzter
Kinder= und
Klappwagen
hr billig abzugeben.
J Donges & Witſt
Eliſabethenſtr. 25½
Schützen Sie
Ihre Uhr!
durch das amerik.
Elas Bricht nicht.
Kriſtallklar mit
harter Oberfläche
Alleinverkauf
Uhrmacher (2867a
Kolb
Eliſabethenſtr. 31
Die
ToOlIe
Blevte
beginnt
Samstag, den 16. März.
Sehen Sie sich die Ausstellung särtlicher
Benle-Membeiten
in meinen 5 Schaufenstern an.
Führen Sie auch Ihre Kinder hin. Der einzige Osterwunsch
wird dann sein
Bieple.
Theodor Kalbfuß
Gamstag, den 16. März 1929
Seite 15
Huftprogramm des Sonnkags.
Nich i/1r) Frühling auch bei uns eingezogen und langſam
in veſwelr, daß es Wochen und Wochen gab, wo man ſich
In
nagteſzedden am Sonntag Fußballkämpfe, überhaupt
le rAug ſein oder nicht. Hauptſächlich litt der
Fußball,
sürtz uund Anhänger jetzt wieder zu ihrem vollen
hmeiſdne Fortſetzung der Spiele:
Im M lülodeutſche Meiſterſchaft und Vertretung
Solu” insgeſamt 11 Kämpfe an. In der
Runde der Meiſter
in Akherg: 1. FC. Nürnberg — Eintracht Frankfurt.
erig/negeszug des deutſchen Exmeiſters läßt mit
Be=
deſſ uſchließen, daß er den Rückkampf deutlicher
ge=
girdſy as Vorſpiel in Frankfurt, deſſen Reſultat 2:1
Dukl Abergt=tite, da Eintracht mangels entſprechenden
Trai=
e geſſrrld che Schnelligkeit eingebüßt hat. In München
ayeytyläinchen — Wormatia Worms. Auch hier kann
einenule tten Sieg der Platzbeſitzer rechnen, da ſie ſelbſt
behü’erfaſſung antreten, Worms aber noch weit von
rjahKrrm entfernt iſt. Ferner ſpielen in Mannheim:
Oſlkaraß-Wermania Brötzingen. Die Paarung iſt
inter=
ſchſtezkemlich offen zu ſein. Das wahrſcheinlichſte iſt
ſchit wvie im Vorſpiel in Brotzingen. Zum Schluß
Konz
Ahhirchen: Boruſſia Neunkirchen — Karlsruher FV.
braytnur wieder in ſolch guter Form zu ſein, wie am
nntcßregen Neckarau, dann hat Boruſſia wenig Ausſich=
Funiſte Wir tipen daher auch auf einen ſicheren Sieg
Die Troſtrunden
2Aſtin tellung Nordweſt 3 Treffen. FSV. Frankfurt
ſteutzt gegen Saar 05 Saarbrücken einen ſehr aus=
OOKlcfu und dürfte ſeine Spitzenſtellung ebenſo halten
3. MIdnof, der beim 1. FC. Idar zu Gaſt weilt..
Im=
eüt eſls hichwerer als ſein Rivale aus Frankfurt. In
rgig en die Chancen in dem Kampf V.f. L. Neu=Iſen=
BESSANAFfA/Shannheim ziemlich gleich. Die augenblickliche
dentti en. In Abteilung Südoſt herrſcht voller
Spiel=
heidelſ=blellenführer, ſowohl Schwaben Augsburg als die
ſirth) hen vor weiteren Siegen. Die Schwaben
wer=
zuſelte den SV. München 1860 bezwingen, und die
TEtFſrthſ’t- ebenſo ſicher gegen den Freiburger FC. die
mu ügattt4 ! Auf eigenem Platz kämpfend, muß man die
zm öig Xdeß kättgarter Kickers, gegen den ASV. Nürnberg
bliſten, als gut bezeichnen. Phönix Karlsruhe wird
nAgscrfolg unterſtreichen, wenn es gegen den V.f.B.
rfchotich bleibt. Vorerſt gelten aber die Stuttgarter
fauftrei.
Um den Beo=Pokal
geſpielt. Gruppe I bringt Arheilgen —
Ger=
rmiſäa Bingen — Pfalz Ludwigshafen, Gruppe II
ihl Ludwigshafen 03 Viktoria Aſchaffenburg
gerſtrprmppe III Offenbacher Kickers — Sp.Vg.
Sand=
marſſy Worms — Hanau 93 und SV. Wiesbaden —
Ludrlwhö=fen. Die Bayeriſche Vokalrunde beſchert:
94 zranken Nürnberg und Jahn Regensburg —
undürkWeſtmarkpokal: Sportfreunde Saarbrücken —
riechunu Trier 05 — Sp.V. Sulzbach.
heuſt ſeich urden die Endſpiele der verſchiedenen
Landesver=
erh ert.
flaltreſſeln vor allem zwei Länderkämpfe von
Bedeu=
ru achſt in Amſterdam die Begegnung Holland—
„p. der deshalb für uns intereſſant iſt, weil wir
wü= Schweiz ſo glorios abſchnitten und wir dabei
hr die Spielſtärke von Holland bekommen, und
Fras das traditionelle Spiel Tſchechoſlowakei—
r gen, auf deſſen Ausgang man auch bei uns
Handball.
ſr des Handballſportes ſehen die Mannſchaften
ſeich Yerbände noch in den Spielen der Zwiſchen=
Mkal der D.S.B. beſchäftigt. So findet in Darm=
4ug zwiſchen Süddeutſchland und
Mitteldeutſch=
heute iſt der Sieg der ſpielſtarken ſüddeutſchen
bütsf ſicher feſtſtehend zu betrachten. Das in Berlin
„mviſchen Berlin und Südoſtdeutſchland muß
be=
inſwlge der ſchlechten Bodenverhaltniſſe abgeſagt
afürn Verſchiebung des Endſpieltermins notwendig
Mdſeie Spiele um die ſüddeutſche
Handballmeiſter=
varden, die zwiſchen Stuttgarter Kickers und
hAnerſeits, andererſeits zwiſchen Darmſtadt und
laſſen angeſetzt waren. Denn aus dieſen Vereinen
ſchPm. Spieler für die repräſentative Mannſchaft
1 m. Rugbyſport
Yerbandsſpiele fortzuſetzen. So ſollen in
Heidel=
hotalvereine Heidelberger R.K. und Heidelberger
rreſſen. Der dritte Heidelberger Verein, der
grifft ſich in Neuenheim mit dem dortigen S.C.
uiſt, in Offenbach zwiſchen B.SC. Offenbach und
Ennweiteres Verbandsſpiel angeſetzt.
Hocke y.
aſt, von dem Frankfurter Sportklub 1880 fährt
lnat dem dortigen Berliner H.C. ihre Kräfte zu
ktexe Begegnung der Herren= und der Damen=
E riesheim Elektron und Frankfurt 1880 beſitzt
IAeſe. Geſpannt darf man auf den Ausgang des
elsE AGüſſeldorf zwiſchen Süddeutſchland und
Weſt=
ein2Jnt die ſüddeutſche Mannſchaft auch nicht gerade
ſarkſtil, häßt das Spiel doch verſchiedene Rückſchlüſſe zu.
Tenni s.
erMeim etwas abwechſlungsreicheres Programm als
2n. Sonntagen zu konſtatieren. In Bremen gegen
EMumnendes Treffen zu erwarten, das in Hamburg
hand trifft ſich mit Amſterdam/Haag in Eſſen.
und Xyn Austragung der Meiſterſchaften von Südoſt=
24 AYufieren, die Nizza zum Austragungsort haben.
Boxen.
chn edene Unterverbände ihre Anwärter auf die
enama ttelt haben, nehmen jetzt die Endkämpfe um
Verſch In der Landesverbände ihren Fortgang. In
Miterna ſoies der ſüdweſtdeutſche und in Krefeld der
W’semrboxverband, der ſeine Meiſter ermitteln will.
en Kaiſerslautern eine Verbandstagung ſtatt.
SSchauplatz, an dem die bayeriſchen
Amateur=
wrriß varden ſollen. — Die Berufsboxer geben ſich in
EASeiun, wo u. a. Haymann und Domgörgen einen
Npf bMlhngen werden.
dier Schwimmſport
ſich A dirſem Sonntag nur auf den Klubkampf Hellas
urg 90 (Sparta Köln in Köln.
Dſer Winterſport
epfalgehn, den Abſchluß der ereignisvollen Saiſon mit
werha ß ullen Sprungkonkurrenz im Schwarzwald vor.
Der Radſport
Derich aunes Sfeld jetzt auf die Straße verlegt. So veran=
Ineenrennen „Quer durch die Lüneburger Heide‟
Heſchaffſt mußten einige Termine infolge der ſchlechten
it verlegt werden.
90er Motorſport
Dgern nur das internationale Kilometerrennen
des / denzer A.C. bekannt.
Tagungen
lnd ſich der Baltiſche Sportverband verſammelt,
ie die Deutſche Lebensrettungsgeſellſchaft ein=
2 findet in Prag eine Zuſammenkunft der
ion ſtatt.
Süddeukſchland — Mikkeldeukſchland.
Wenn nicht in letzter Stunde Aenderungen vorgenommen werden,
tritt am Sonntag, 17. März, nachm. 14,30 Uhr, auf dem Sportplatz des
Polizeiſportvereins zu der Zwiſchenrunde um den Handballpokal der
D. S. B. die ſüddeutſche repräfentative Mannſchaft in folgender
Aufſtel=
lung an:
Bender
(Schwanheim)
Einwächter Reuter
(ainz 05)
(SpV. 98)
Otto Gebhardt
Stumpp
(Pol. Sp. V.) (SpV. Fürth) (Stuttg. Kickers)
Fiedler Werner Jans Dietz Hennemann
(SpV. 98) (SpV. 98) (Pol.SV.) (PSV. Worms) (Sp. V. 98)
Die ſpieleriſchem Qualitäten der Stürmerreihe ſind allen
Handball=
ſport treibenden Kreiſen bekannt. Alle 5 ſind von früheren Spielen her
aufeinander und auf die Darmſtädter Taktik eingeſpielt. Aus dieſem
Grunde ſind Auswahl= und Uebungsſpiele unterblieben.
Für die Läuferreihe, die neben Gebhardt zwei Neulinge enthält, die
noch nicht in repräſentativen Mannſchaſten geſpielt haben, war der
Aus=
fall der Trainingsſpiele zweifellos ein Fehler. Darum bleibt die
Läufer=
reihe für Sonntag das große Rätſel und von ihrem Spiel wird Sieg
oder Niederlage abhängen.
In der Verteidigung wird Reuter, auch eine der ſeſten altbewährten
Säulen der ſüddeutſchen Mannſchaft, von Einwächter (Mainz 05)
aſſi=
ſtiert. Nach dem Spiel, das Einwächter am letzten Sonntag hier
vorge=
führt hat, dürfen wir behaupten, daß wir beſtimmt beſſer= Verteidiger
im Bezirk hoben; er müßte denn am Sonntag weit über ſein letztes
Können hinauswachſen.
Ueber den Torwächter Bender, der ſchon öfter in
Repräſentativ=
mannſchaften ſeinen Mann geſtanden hat und deſſen große Leiſtung vom
vorjährigen Endſpiel um den deutſchen Handballpokal (Süden gegen
Brandenburg) uns noch erinnerlich iſt, ſind nicht viel Worte zu verlieren.
Dagegen hat Mitteldeutſchland durch verſchiedene Auswahl= und
Probeſpiele eine Mannſchaft zuſammengebracht, die zwar wenig
alt=
bekannte Namen enthält, mit deren Spielſtärke aber ſehr zu rechnen iſt.
Bär
(Dresd. Sportklub)
Northorſt
Rentſch
(PSV. Magdeburg) (PSV. Leipzig)
Donath
Ficdler
Hupfer
(PSV. Halle)
(VfB. Leipzig)
(Freithal)
Kampick Hering . Männel Böhme
Beſſer
(Fortuna L.) (Werdau)
(Freithal)
(R Sp. Dresden)
Der Polizei=Sportverein, der diesmal von der DS.B. mit der
Durchführung des Spieles beauftragt iſt, wird ſich die größte Mühe
geben, um den mitteldeutſchen Gäſten den Aufenthalt in der heſſiſchen
Hauptſtadt ſo angenehm wie möglich zu machen, und um einen glatten
Verlauf des Spieles zu garantieren. Als Stankquartier für die am
Samstag, 17,45 Uhr, eintreffende mitteldeutſche Mannſchaft, für die
Behörden und Freunde des Handballſportes iſt das Bahnhafskofel
aus=
gewählt. Während des gemütlichen Beifammenſeins am Samstag,
20 Uhr abends, im Bahnhofshotel werden ſich die Spieler, die am
näch=
ſten Tag gegeneinander antreten, kennen lernen, und der
thüringiſch=
ſächſiſchen G=mütlichkeit entſprechend, etwas anfreunden. Die Rundfahrt
am Sonntaa, Abfahrt 10 Uhr am Bahnhofshotel, wird den Gäſten zeigen,
daß Darmſtadt nicht nur eine Hochburg des Hand allſvortes, ſondern
auch eine baulich ſchöne Kunſt=, Garten= und Wohnſtadt iſt.
Zu dem Spiel am Mittag 14.30 Uhr auf dem Sportplatz des Polizei=
Sportvereins, ſind die Bebörden boſonders und der ſportlich intereſſi rte
Chef der heſſiſchen Polizei, der Miniſter des Innern, ſowie zu der
offi=
ziellen Empfangs= und Bearüßungsfeier am Samstaa, na mittags 18
Uhr, in den Geſellſchaftsräumen des Bahnhofshotels eingeladen.
Ni=Weiß, V.f.5. — 5.C.
Nach langer Ruhepauſe, die durch die Schnee= und Eisperiode
be=
dingt war, beginnen am Sonntag erſtmalig wieder die Handballſpiele.
Die Ligamannſchaft des Not=Weiß, V.f.R., die ihre Verbandsſpiele
ab=
geſchloſſen hat, wird am Sonntag in die Runde der Freundſchaftsſpiele
eintreten.
Als erſter Gegner wurde der Sportverein Kreuznach verpflichtet
Mit deſſen Handballmannſchaft har Rot=Weiß keinen ſchlechten Griff
getan. Kreuznach iſt im Saarbezirk Tabellenzweiter hinter dem Meiſter,
V.f.R. Kaiſerslautern. Am letzten Sonntag konnten die Kreuznacher
gegen S.C. Wiesbaden mit 11:4 ſiegreich bleiben. Die Not=We ßen
müſſen ſich mächtig anſtrengen, wenn ſie dieſen Gegner ſchlagen wollen.
Durch die lange Ruhevauſe wird zudem das Zuſammenſpiel notgelitten
haben. Beide Mannſchaften treten in ſtärkſter Aufſtellung an. Das
Handballſpiel findet auf dem Rot=Weiß=Platz an der Rheinallee vorm.
10.15 Uhr ſtatt, alſo vor dem Fußballverbandsſpiel der Rot=Weißliga
gegen „Germania”=Pfungſtadt, das um 11.15 Uhr beginnt. In
An=
betracht dieſer Doppelveranſtaltung iſt wohl, trotz dem Pokal=
Handball=
treffen Süddeutſchland—Mitteldeutſchland, ein guter Beſuch zu erwarten,
Spiel der unteren Mannſchaften:
1. Schüler Rot=Weiß, V.f.R.—1. Schüiler Sv.V. 98 (Samstags 4 Uhr)
1. Jugend Rot=Weiß, V.f.R.—1. Jgd. Fußb. Sp. Frankfurt a. M.
Liggerſatz Rot=Weiß, V.f.R.—Ligaerſatz Sp.V. 98 (Sonntag 10 Uhr,
(Stadion).
Reichsbahn T. u. Sp. B. Darmſtadt — T. V. Bickenbach.
Am Sonntag, den 17. März, nachm. 2 Uhr, trägt nach langer
Ruhe=
pauſe die erſte Mannſchaft des Reichsbahn=Turn= und Sportvereins gegen
die gleiche des Turnvereins Bickenbach ein Freundſchaftsſpiel aus, und
zwar das Rückſpiel. Bei dem Spiel in Bickenbach konnte die
Reichsbahn, da ſie C=Klaſſe ſpielt, ein für ſie recht ſchmeichelhaftes
Ergeb=
nis von 4:7 Toren herausholen. Trotzdem Bickenbach Meiſterklaſſe
ſpielt, dürfte es dem Reichsbahn=Turn= und Sportverein gelingen, bei
dem Rückſpiel ein ähnliches Ergebnis zu erzwingen, da auf dem Platz
am Dornheimer Weg ſehr ſchwer Tore zu erzielen ſind.
Sporkvereinigung Arheilgen — Germania Bieber.
Nach langer zwangvoller Pauſe wird am kommenden Sonntag die
Vereinigung erſtmals wieder auf den Plan treten. Arheilgen als
Teil=
nehmer an den Beo=Pokal=Spielen empfängt nun als erſten Gegner am
Arheilger Mühlchen „Germania”=Bieber. An dieſen ſogenannten Beo=
P.=Spielen nehmen ſämtliche nichtplacierte Bezirks=Ligavereine des
Be=
zirks Main=Heſſen und Rhein=Saar teil, welche in drei Gruppen
ein=
geteilt ſind. Arheilgen ſpielt in Gruppe 1 und hat noch folgende
Ver=
eine als Gegrer: Krenznach 02, Bingen, Höchſt, Bieber, Hanau 69/94,
Mannheim 08 und Pfalz=Ludwigshafen. Das nun am Sonntag
ſtei=
gende Treffen gegen Bieber dürfte ſicherlich das größte Intereſſe für
ſich in Anſpruch nehmen, da die Spielſtärke der Gäſtemannſchaft zur
enüge bekannt ind Arheilgen immer gerade gegen ſtärkere Gegner die
beſten Spiele lieferte. Bei den nun kommenden Spielen wird Arheilgen
verſuchen, die bei den Verbandsſpielen erlittene Scharte wieder
auszu=
wetzen, denn das Zeug dazu iſt da. Alſo am kommenden Sonntag wird
es ſicherlich keiner bereuen, einen Gang nach dem Arheilger Mühlchen
zu machen, um dieſer Begegnung beizuwohnen. Wir möchten nicht
ver=
ſäumen, darauf hinzuweiſen, daß das für Darmſtadt ausgeſprochene
Spielverbot fir Arheilgen nicht gültig iſt, dieſes Spiel alſo beſtimmt
ſtattfindet. — Anſchließend ſpielen die Damen des Vereins um
die Bezirksmeiſterſchaft gegen „Alemannia”=Worms. Auch dieſes Spiel
dürfte unbedingt das Intereſſe der Allgemeinheit erregen. — Vor dem
Treffen der Liga, das um 3 Uhr beginnt, werden ſich die Reſerven von
Rot=Weiß und dem Platzverein gegenüberſtehen. Laſſe ſich alſo niemand
die Gelegenheit entgehen, dieſen Begegnungen beizuwohnen, denn es
wird beſtimmt jeder auf ſeine Koſten kommen, da unter anderem ja
auch der Eintrittspreis ſehr nieder gehalten iſt. Hoffen wir alſo auf
gutes Wetter, ſchönes Spiel und einen guten Beſuch
Nach einer durch die Witterungsverhältniſſe veranlaßten
zwei=
monatigen Wettſpielpauſe beginnt man auch im Lage der 98er an dem
morgigen Sonntag mit der Wiederaufnahme der Spieltätigkeit.
Aller=
dings kann, durch verſchiedene Umſtände veranlaßt, an dem erſten
wie=
der zur Verfügung ſtehenden Sonntag nur dem kleineren Bruchteil der
den 98ern zur Verfügung ſtehenden Mannſchaften Gelegenheit geboten
werden, Wettſpiele auszutragen. Das Handballpokalſpiel gegen
Mittel=
eutſchland, zu dem der Sportverein 1898 vier Spieler zu ſtellen hat,
das mit dieſem Spiel in Zuſammenhang ſtehende Verbot, weitere Spiele
nach 12 Uhr nachmittags auszutragen, und der weitere Umſtand, daß
erſt ein Teil der Plätze am Böllenfalltor beſpielbar iſt, zwingt einen
froßen Teil der Mannſchaften zu einer nochmaligen Ruhepauſe. So
müſſen die Ligamannſchaften beider Abteilungen noch einen wei eren
Sonntag tatenlos zuſehen, wobei allerdings die Handballanhänger des
Vereins dadurch en ſchädigt werden, daß zwei intereſſante Spiele für
den 24. und 31. März in Darmſtadt bevorſtehen, und zwar gegen
Karlsruher Fußballverein (Badiſcher Gruppenmeiſter) und Kickers
Stutt=
jart (Bezirksmeiſter von Württemberg=Baden), während die
Fußball=
anhänger ſich mit dem Gedanken tröſten müſſen, daß die noch
ausſtehen=
den acht Verbandsſpiele ab 1. April in ununterbrochener Reihenfolge
zur Abwicklung gelangen werden. Das morgige Wettſpielprogramm
der 98er weiſt immerhin noch elf Spiele auf. Von den aktiven
Fuß=
ballmannſchaften iſt nur die zweite Mannſchaft und die
Juniorenmann=
ſchaft beſchäftigt, von denen die erſtere in Meſſel, die letztore gegen
Viktoria=Aſchaffenburg vormittags 10.30 Uhr auf eigenem Gelände
an=
tritt. Die Liga=Erſatzmannſchaft der Handballer ſpielt auf dem Not=
Weiß=Platz gegen die Liggerſatzmannſchaft des Platzvereins. Vier Spiele
der Jugend=Fußballabteilung und vier Spiele der Jugend=
Handballab=
teilung vervollſtändigen die Wettſpielſerie, mit der die Frühjahrsfaiſon
ihren Anfang nimmt.
* Fußiall im Kreis Skarkenburg.
Wiederbeginn der Verbandsſpiele am 17. März.
Die in der vorigen Woche ſtattgefundene Beſprechung der
Kreisliga=
vereine hat als Hauptergebnis den Wiederbeginn der Verbandsſpiele
um kommenden Sonntag gezeitigt. Nachdem das warme Wetter
ange=
halten hat, iſt ja auch damit zu rechnen, daß die Plätze wieder (mehr
oder weniger) ſpielfähig ſind und Spielausfälle ſollten nur noch
Aus=
nahmen ſein. Zweifelles wird der Beginn der Spiele allſeits ſehr
be=
grüßt werden, denn nicht nur die Aktiven hoben das Bedürfnis, ſich
wieder auf den Spielfeldern zu tummeln, auch die Maſſe der Zuſchauer
wird jetzt Sonntags wieder altgewohnter Beſchäftigung nachgehen
kön=
nen, und das iſt gut ſo. — Das Programm des Sonntags iſt von dem
am gleichen Tage in Darmſtadt ſtattfindenden großen Han balltreffen
Süddeutſchland — Mitteldeutſchland beſtimmt worden. Da für
Darm=
ſtadt ab 12 Uhr mittags Spielſperre beſteht, mußten die Spiele in der
Hauptſache in die Provinz gelegt werden, während zwei in Darmſtadt
ſtattfindende Treſſen bereits vormittags 11 Uhr vor ſich gehen. So ſehem
wir am Sonntag folgende Vereine im Kampf ſtehen:
Polizei Darmſtadt — Sportverein Mörfelden (Vorſpiel 0:1).
VfR. Rot=Weiß — Germania 03 Pfungſtadt (1:7).
Viktoria Walldorf — Union Darmſtadt (1:1).
Germania Oberroden — Fußballverein Sprendlingen (0:2).
Union Wixhauſen — Sporwerein Münſter (3:7).
Sportverein 98 Darmſtadt und Viktoria Urberach ſind ſpielfrei.
Es hält ſchwer, für die Spicle des Sonntags einen beſtimmten Tip
ab=
zugelen, und auch die oben angegebenen Vorſpielergebniſſe bieten keinen
Anhalt. Mit Ausnahme der drei morgen ſpielenden Darmſtädter
Ver=
eine, die je ein Spiel ausgetragen haben, ſind ſämtliche Vereine
wäh=
rend der unfreiwilligen Pauſe nicht in Tätigkeit getreten. Man weiß
abſolut nicht, ob die Zeit zum Training genutzt wurde oder ob
Aende=
rungen im Mannſchaftsg=füge vorgegangen ſind, und kann nur kurz
ſagen, daß die Polizei Fovorit gegen Mörfelden iſt, daß Rot=Weiß ſthre
leicht (allerdings auch ſehr kngpt) Revanche an den Pfun ſtädtern
neh=
men kann, daß Walldorf ziemlich ſicher und Sprendlingen ſehr knapp
in Front bleiben dürfte, und daß auch Mrinſter in Wixhauſen
Gewinn=
chancen hat. Ueberraſchungen natürlich vorbehalten.
Auch in den unteren Klaſſen r at es ſich wieder, denn auch hier
ſol=
len die Spiele wieder beginnen. Hier ſind angeſetzt worden bzw. nach
alter Terminliſte zu ſpielen:
Gau Vergſtraße: SV. Grof Gexau — SV. Geinsheim, Eintracht
Darm=
ſtadt — SV. Roßdorf; SV. Len feld — SV. Weiterſtadt.
Gan Dreieſch: FC. 03 Egelsbach Haſſia Dieburg; SV. Offenthal —
SV. 1911 Neu=Iſenburg; FC. 02 Dreieichenhain Sportgemende
Sprendlingen; FV. Expersthauſen — VfL. Neu=Iſenburg Reſ.
In beiden Gauen müſſen die Termine nochmals überprüft werden,
ſo daß neue Terminliſten der reſtlichen Spicle zu erwarten ſind.
In der bereits erwähnten Beſprechung der Kreisliaa, die von allen
Vereinen beſchickt worden war, kam auch die geplante Pokalrunde
inner=
halb des Kreiſes zur Shrache. Wie nicht anders zu erwarten, wurde von
der Kreisliga eine Beteiligung abgelehnt, da ja die Vereine faſt durchweg
bis Mitte Mai mit Vrbanksſpielen beſchäftigt ſind. Es iſt nun auch
fraglich. ob die Spiele auch innerhalb der unteren Klaſſen zur
Durch=
führung kommen werden, da durch die Abfage der Kreisliga die Rnde
ſichtlich an Reiz verloren hat. Jedenfalls finden aber vorerſt in beiden
Gauen einmal B ſprechungen der Equvereine ſtatt. Die Vrine des
Dreieichaaues treffen ſich bereits am Samstag, dn 16. März in
Drei=
eichenlain, während die Bergſträßer Vereine ſich am Senntag, den 24.
März, in Darmſta.t verſammeln. Nebn der Erledigung der reſtlichen
Verbandsſpiele iſt die Durchkkührung der Pokal unde A sſprachepunkt.
Weiter aber wird über eine eventuelle Kreselung verhandelt werden.
Da nämlich im ganzen Bezirk Gren=bericktigungen zu erwarten ſind, iſt
es möglich, daß auch der Kreis Sta kenburg dovon betroffen wird.
Weiter aber ſoll verſucht werden, zwiſchen dem Gau Dreieich und dem
Gau Beraſtraße einen gewiſſen Aus leich zu ſchaffen, da der Gau
Bra=
ſtraße weit über das Doppelte der Dreieicher Vereinszehl umfaßt. Es
iſt auch bereits das Problem der Sckaffung eines dritten Gaues in die
Debatte geworfen worden, doch dürfte dieſer Plan aus
verwaltungs=
techniſchen Grinden keine Ausſicht auf Annahme habn. Aber auch die
Frage der Zuteilung von Vereinen zum Dreieſchazu iſt chver zu löfen,
da hier wieder verkehrstechniſche Fragen eine große Rolle ſpielen. Man
darf geſpannt ſein, wie dieſes Problem gelöſt werden wird.
32. Preußiſch=Süddeukſche Klaſſenlokkerie.
30. Tag der 5. Klafſe. In der Vormittags=Ziehung des
15. März fielen: 2 Gewinne zu 1000 Mark und die beiden Prämien
von je 50)000 Mark auf Nr. 297 785; 2 Gewinne zu 10 000 Mark auf
Nr. 260 728: 4 Gewinne zu 3000 Mark auf Nr. 71917, 259 245; 10
Ge=
winne zu 2000 Mark auf Nr. 80 461, 129 804, 202 318, 212 054, 325 169;
12 Gewinne zu 1000 Mark auf Nr. 71 269, 95 879, 126 855, 129 641,
146 647, 270 653; ferner 46 Gewinne zu 500 Mark und 118 Gewinne zu
300 Mark.
In der heutigen Schlußziehung wurden die heiden Prämien von
500 000 Mark den mit je einem Gewinn von 1000 Mark gezogenen Loſen
Nr. 297 785 zugeſchlagen. Sie fielen in Abteilung I nach Berlin, in
Ab=
teilung II nach Berlin.
Die Ziehung der 1. Klaſſe der 33. Preußiſch=Süddeutſchen (259.
Preußiſchen) Klaſſen=Lotterie findet am 19. und 20. April 1929 ſtatt.
Ausſichten für Samstag, den 16. März: Noch meiſt neblig=wolkiges We
ter mit Aufheiterung, bei wenig veränderten Temperaturen trocke
Ausſichten für Sonntag, den 17. März: Fortdauer des herrſchende
Wetters.
Hauptichriftleitung. Rudolf Maupe
Veranwwortlich für Polliſk und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für Feullleten, Reich
Ausland und Hefſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Bunlme
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch, für den Schlußdlenſt: Andreas Bauer;
„Die Gegenwart”: Dr. Herbert Nette; für den Inſeratentell: Willp Kuhle:
und Verlag: C. C. Wittich — ſämtlich in Darmſtadt
Für unverlangte Manufkripte wird Garantie der Rückiendung nict übernommen,
Die heutige hat Nummer 20 Seiten.
Ceite 16
Samstag, den 16. März 1929
Mtw am Boilutn.
Novelle von Hella Radolf.
(Nachdruck verboten.)
Wo nur Jutta ſtecken mochte? Es war ihm gar nicht wohl,
wenn er an das Mädchen dachte.
Als ob die Frau ſeine Gedanken erraten hätte, brachte ſie die
Nede darauf.
„Du ſchriebſt ſo ſchwärmeriſch von einem Mädchen, welches du
das „Morgenwunder” nannteſt. Haſt du es wieder geſehen? Iſt
es hier?”
Vielleicht war dies ein kleines Verhör. Welche Frau iſt nicht
zutiefſt den Regungen der Eiferſucht zugänglich, wenn von einer
Anderen die Rede iſt? Wer weiß, ob ſie nicht überhaupt deshalb
hierher reiſte?
Rolf aber war ſo geiſtesabweſend, daß er weder Rinis
Inquiſitorenblick bemerkte, noch überhaupt antwortete. Er grübelte
angeſtrengt.
Nach Tiſch hatte er Jutta auf ihr Zimmer begleitet, damit ſie
ihre Kopfſchmerzen ausſchlafe. Vorhin, als Rini ſich umzog, hatte
er die Gelegenheit wahrgenommen und bei dem Mädchen
ange=
klopft. Aber das Zimmer war leer, wie er ſich überzeugte.
Fragen konnte er niemand, denn auch Magda Weſthofen war
unſichtbar geblieben. — Es war wirklich ſonderbar.
Eine unerklärliche Angſt und Unruhe folterte ihn, ließ ihn
ſelbſt die Lage vergeſſen, in der er ſich durch Rinis überraſchenden
Beſuch befand. Er merkte auch nicht, daß dieſe — noch immer auf
die Beantwortung ihrer Frage wartend — ihn unverwandt
anſah . . .
Nun ſuchte ſie zuerſt am Strand entlang ihre Kleider, denn
ſie fror. Dann ſehnte ſie ſich nur noch nach ihrem warmen,
trockenen Lager im ſchützenden Zimmer.
Taumelnd vor Müdigkeit, ging ſie den weiten Weg nach der
Stadt zurück.
Die Türe des Hotels war noch auf, das war ein Glück...
Ungeſehen erreichte ſie ihr Zimmer — fiel aufs Bett, dehnte
ſich in dem ſauberen, trockenen Zeug.. ſchloß ſelig die Augen.
Aber immer wieder jagte die Traumangſt ſie auf, die ſie
warnte, ſich nicht ſinken zu laſſen in den weichen Wellen ...
Immer von neuem mußte ſie ſich vergewiſſern, daß ſie
unbe=
ſorgt einſchlafen dürfe,
Schließlich beruhigten ſich die überreizten Nerven, verſank
das Bild des wogenden Waſſers..."
Sie ſchlief in den Tag hinein.
Als ſie erwachte, war es von dem anhaltenden Klopfen des
Zimmermädchens, das fragte, ob das Frühſtück am Bett ſerviert
werden ſolle.
Dann kam der Vater, beſorgt und zärtlich, ein wenig
ſchuld=
bewußt auch . . . Ob ihre Kopfſchmerzen noch ſo ſchlimm ſeien wie
am Tage zuvor?
Ach nein . . . Aber ſie wolle jetzt gerne etwas eſſen — dann
weiter ſchlafen.
„Weshalb laſſen Sie ſich nicht ſcheiden, ANu
die einen Teil ruiniert und dem anderen auf=
Unding! Sie geben ſich ja ſelbſt auf!“
Die kleine Frau ſchwieg. Nach langer Pgg
ter Juttas Stirn rebelliſche Gedanken jagten, am=
„Ich ſprach ſchon von Scheidung. Er erkkin
goriſch, den Jungen auf keinen Fall heraus:
will er mich mit dieſer Drohung, gegen die es
mittel gäbe, nur zum Bleiben zwingen — au
Skandal . . . Weiß ich überhaupt, warum?
Geliebten wie ſeine Hemden. Vielleicht braucht
den Pol in der Erſcheinung Flucht:!“
Jutta ſah ſie nachdenklich an.
„Vielleicht liebt er Sie doch, auf ſeine Woei
wer weiß überhaupt, wo ſeine Schuld aufhörri
fängt, Magda? Man müßte beide Teile hörez
zu beurteilen".
Sie hob abwehend die Hand:
„Nicht böſe werden — ich möchte Ihnen
einen Ausweg zu finden aus dieſer Troſtloſigkex.
und ſchön und reiben ſich eigentlich zwecklos auu
Trümpfen in der Hand.
Ich glaube, Ihre einzigen Fehler ſind 43/
Wehrioſigkeit und Schwäche, die Sie umgibt, ru
lichkeit, mit der Sie ſich dem Kinde widmen.
Die Männer wollen auch ein bißchen unterahd
wöhnt werden. Man darf ſie nicht langweilen
Ihrem Kinde auch Ihrem Gatten gegenüber Md
es nicht merkwürdig, daß ſehr ſtille, ſanfte Fraug
weniger Begeiſterung erwecken als in Büche
Temperament beſticht weit mehr. Man kann H.5
Jutta kämpfte noch immer gegen die Wellen.
In ſtummer Verzweiflung, um ſich abzulenken und
anzu=
regen, zwang ſie ſich, an den Vater zu denken, ſich vorzuſtellen, wie
er vor dem Tiſch im Hotelzimmer ſaß und eifrig las und ſchrieb —
ohne Ahnung von der bitteren Todesnot ſeines Kindes...
Des Mädchens Gedanken ſchleppten ſich todmüde durch das
ganze Haus.., der Speiſeſaal war dunkel wo Rolf eigentlich
ſein mochte? Sie klammerte ſich krampfhaft an ſein Bild —
ſuchte ſeine Geſtalt in allen Räumen. Ah im Leſezimmer! . ..
Sie betrachtete ihn mit äußerſter Konzentration. Deutlich ſah ſie
ſeine Augen. Sie hatten den eigenen Ausdruck, den ſie noch ſelten
an ihnen beobachtet hatte — nur wenn der geliebte Mann ſehr
ernſt, ſehr angeſtrengt mit etwas beſchäftigt war . . .
Eindringlich drang ſein Blick zu ihr in die grauenvolle
Ver=
laſſenheit.
Sagte er nicht etwas zu ihr?
„Durchhalten . .. durchhalten! . ."?
„Ja!”..., dachte ſie folgſam, riß ſich noch einmal zuſammen,
arbeitete ſich ſtumpf und bis zum äußerſten erſchöpft weiter durch
das Waſſer...
Endlich war es geſchafft! . . . Mit klammen, faſt verſagenden
Fingern zog ſie ſich hinauf ans Ufer — brach bewußtlos
zu=
ſammen . . .
die wundervolle goldklare Haarwaschseife
für jedes Haar, auch als Shampoon
Gott ſei Dank! Niemand hatte eine Anhnung von ihrem
Erlebnis, wußte um die Dinge der verfloſſenen Nacht, die ewig
ihr Geheimnis bleiben mußten...
Ihr Kopf ſank von neuem auf die Kiſſen — wunſchlos und
glücklich wie ein Kind ſchlief ſie wieder ein
Jugend kann vieles ertragen!
ſchaft beobachten — es iſt nicht nur der Geſchnnt
Sie müſſen mehr Spannkraft zeigen, Ihr Innu
ſchehniſſen der Außenwelt ſteigern, die kleino
Kinderſtubenmama” gegen eine größere und ſchh.n
Es wäre ſicher beſſer für Sie und Ihre klon
Sie ein kleiner Teufel wären — Ihren Mann i
keit mit Anſprüchen, Wünſchen und wechſelnd ne,
und beſchäftigten — ungefährlicher wäre dies
Andere tun .
Sie müſſen Einfluß auf ihn, ſeine Denkunnst
nen verſuchen, ſich in ſeine Welt einleben, und füc
deren Schwäche ausfindig zu machen — dieſe Hyca
im Kampf zu nützen. Sie werden dann ſcho eitzen,
auf Ihre Worte hört, Ihre Anſichten auf ihn a ud4
IV.
gilt es, ihm zum Bewußtſein zu bringen, wie uhrnma
Ein feiner Landregen rieſelte vom grauverhangenen Himmel.
Ruhelos wellte das Waſſer mit dumpfen Schlägen gegen die
Kaimauer, Frierend und zerzauſt ließen die Uferbäume ihre
herbſt=
bunten Blätter hängen.
Kein freundlicher Tag überm Bodenſee!
öffentliche Untreue iſt, welche Rückſchlüſſe aun
dieſer Mangel an Takt zuläßt. Sein Kavalierintune
Goldkrönchen tanzten auf krauſen Wellenköpfen. Vom
Him=
mel ſtrahlte in wunderbar reinem Glanze der Mond. Die
Wolken ſanken wie läſtige Gewande von der Bläue des
Sternen=
himmls.
Die laute Stimme des Sees weckte Jutta aus ihrer
Ohn=
macht. Sie hatte keine Ahnung, wie lange ſie ſo gelegen hatte —
es konnten Stunden, konnten Minuten ſein...
Jutta Jordan ſaß mit Frau Rechtsanwalt Weſthofen an
einem der Fenſter der Straßenſeite am gedeckten Kaffeetiſch.
Die kleine Frau war nur noch ein Schatten ihrer ſelbſt. Des
Mädchens Augen folgten ihrem geſpannten Blick.
„Wer?‟ ... frug es unwillkürlich.
„Der neueſte Flirt meines Mannes! Ich ſage „Flirt!” ...
Ein Zug von unendlicher Bitterkeit entſtellte das reizende,
junge Frauengeſicht.
In Jutta durchbrach das Mitleid alle Schranken
konventio=
neller Zurückhaltung.
über muß geweckt werden!
Und die Hauttſache: Machen Sie ſich koſtf.ſ.
glaube, das iſt das Weſentliche, was Frauer: /
Mät ier am dringendſten zu empfehlen iſt. Einel?
träge und gedankenlos ihre Hingebung verſchwu/)
Ehe ſind beſtimmt kein Faulbett. Eher ein /
Zuneigung. Man muß ſich ſelbſt dabei findennmuß,
naufgeben, zurücktreten hinter dem Andern —
guten Weggefährten nicht! Es nimmt die Achrrſt
Schulter ſei die Parole! Ehrlich geteilte Veram;/
Auch zu der Außenwelt muß das richtige
den werden. Man lebt nicht einſam auf einer
ſel, ſondern im erbitterten Konkurrenzkampf deg
auf Großmut nicht zu rechnen! Man muß die 2i
ſie ſind — ohne feiges Vertuſchen und den Lüc
der Voridealiſierung".
(Fortſetzung folgt.)
8
Hart
Wolen Sie
schlank sein?
Dann tragen Ste die
gra-
ztösen, vorzüglich
strek-
kenden Original-Modelle
Prima Donna „Corselett”
Prima Donna „Hüftformer‟
Wie zeigen in unserem
Schaufenster die neuesten
Modelle
4514
Korsettenhaus
L. Roth Nacht.
Ernst-Ludwigstrasse 11.
1 Orehſtrommotor
mit Kurzſchlußanker
2 PS., 220—380 Volt, 1350 Touren, mit
Sterndreieckſchalter ohne Spannſchiene. —
1 desgl. ½ Ps., 1000 Touven, zu kaufen
geſucht. Angebote unter Leonhard 9aſt,
Darmſtadt, Glasinduſtrie, Holzhofallee 11
Kloſettpapier liefert billigſt
Papler-Eiller, Mühlſtraße 28, Tel 1
Argent. W
zum Braten
zum Kochen / P 1nd O0 Pſg.
Spezialität: Rouladen
Im Ausſchnitt: Roaſtbcef u. Lenden
Prima Kalbfleiſch
Mierenbraten, in all. Größen Pfd 1.20
Kalbsbruſt, zum Füllen .. Pfd. 1 0
Kalbsbug. zum Braten .... Pfd 120
Kalbshaxen ...... .. .. .. Pfd 100
Stets friſch gehackte Kalbs=Koteletts
Stück 20 und 30 Pfd.
Ausgelaſſenes Hackſett Pfd. 50 Pfg.
(4568
kaufen Sie bei
Metzgerel
Fel. 1910
(4534b
Sügelſt
[ ← ][ ][ → ]Seite 17
Zum besten Betrieb
Bestes Bersonal
4337
Entzückende Strickkleider
Hauptprei lagen:
9.75 16.50 22.— 29.75 38.— 45.—
Reizende Pullover und Westen
Hauptpreislagen:
550 975 12.50 15.— 19.50 22.50 28.—
darunter Wiener und Münchener Modelle
Darmstadt, Strumpfhaus
Wihelmnenstr. 11-18 Elite
LOMäSdtt
erhalten Sie bei mir
auf alle Waren. Benutzen
Camstag, den 16. März 1929
ſchſtitet
rau
ſich dem
len
an darf ſie
Ihrem Ga
* daß ſehr fill
ing erwecken als
es iſt nicht nur d
II
Spannkraft ze
nwelt ſteiger
Eſt
gegen eine gri
Sie diese außerordentlich
günstige Gelegenheit zu
Ihren
Oster-Einkäufen
Als praktische und
be-
liebte Festgeschenke
empfehle ich besonders
dhr mit mir MrFkMA OIPSHOBOT
eAOlt AaBolOBRR
beſſer für Sie
MLiegestühle
ufel wären —
Dünſchen
ungeſäh
Gartenschirne
Reine Korpwaren
und vieles andere
in meinen anerkannt
guten Qualitäten!
Eine große und
geschmackvolle Auswahl
erwartet Sie!
rriez
Hdwig Netz
Karl-Straße 120
Ka
durch die kostenfreie
Angestelltenvermittlung
des GDA Frankturt a. M. (4359a
Bezirksgeschättsstelle Darmstadt, Hügelstraße 20.
C aſtwirtſchaft
ie mnit Saal und Fremden=Zimmern
ihn) rän gutbeſucht. Luf kurort im Odenwald
MA iu verkaufen. Preis ℳ 30000.— Anz.
he Wereinba. Näheres durch Conrad &
HHellmund, Waldſtraße 3, Telef. 3084
Lücht. Vertreter
für Rollo= und Jal.=
Neuheiten geg. hohe
Prov geſ (1.rr.4527
Goltschlich & Co.
Oberſteine, Kr.
Neu=
rode i. Schleſ.
Weltbekannte Konzernfrma
ſucht für den Bezirk Darmſtadt noch
einige erfahrene
Herkäufen
zum Vertrieb ihrer elektriſchen
Staub=
ſauger, Bohner und Waſchapparate.
Erfahrene Aquifiteure aus der
Zeit=
ſchriften=, Verſicherungs=,Fahrrad= und
Näh=
maſchinenbranche uſw., finden ſelten hohe
Verdienſtmöglichkeit Bewerbungen mit
Angabe von Referenzen unter M 223 an
die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. (4602
Für unſ. beſtbewährten radioſtörungsfreien
Horktreguenz-ApFarat
ſuchen wir bei hoher Verdienſtmöglichkeit
Provisions-Vertreter.
Angebote mit Referenzen über bisherige
Tätigkeit an Hudler & Co., München,
Lindwurmſtraße 88. ( V 4470
Buchhandlung
M
He. UMa8g. Werbs v.
Abonnenten
Schulsraße 5
für, eine erstklassige Zeitschrift, d e
mo-
natlich einmal erscheint und in
Aus-
stattung und Inhalt gleich vorzügl 1st.
jarn
M
mit entsprechendem Auftreten und guter
Garderobe. Aber auch
können durch diese
SBasni Werbung zu autem
Verdien-t kommen.
Vorstellungen vormittags erbeten.
Wir ſuchen zum baldigen Eintritt je einen
kaufmänniſchen und techniſ hen
Lehrling
möglichſt fortbildungsſchulfrei). Schriftliche
Angebote an August Jacobi A.-G.
Darmstadt
4522
Zahntechniker
Lehrling
geſucht. Schriftliche Angebote erbeten unt.
M 18½ an die Geſchäftsſtelle ds. Bl.
—eimarbeit schriftl.
H Vitals-Verlag
München C 1. (TV.537
Tüchtig., zuverläſſig
Spengler und
Inſtallateur
für dauernde Be
ſchäftigung geſucht
Ludwig Kling
Luiſenſtre
Braver Junge, der
das Fahrradſchloſſ.=
Handwerk erlernen
will. ſofort geſucht.
Eidenmüller.
Darmſtadt.
Kahlertſtraße 13.
Fahrradſchloſſermſtr
Lehrling.
der das Schmiede
handwerk erl will
geſucht. H. Laut,
Arheilgerſtr. 35. (*sg
WE.BL.CH
Altbekannte, ſeit Jahrzehnten eingeführte
Gleingaget s Arelitrei
ſucht, einen Platzvertreter
(Alleinvertreter) für Wirte.
Kund=
ſchaft vorhanden. Angebote unter
M 85 an die Geſchäftſt. ds. Bl. (*
Tüchtiger, flotter
Friſeurgehilie
Bubikopfſchneider)
für ſofort geſucht.
Hans Weißmann
Damen= u.
Herren=
friſeur, Schützenſt. 10.
Teleph. 1007. (4550
Fleißig, ehrl.
Haus=
burſche geſ
Vorzu=
ſtellen 11 Uhr vorm
Karlſtraße 15, pt.
Aparte Frühja rs-Meuneiten
UO Hegborolehe
Verkäuferin
weiche zu Osterr
auslernt, gesucht
Fachkenntnisse
be-
vorzugt,
Spielwaren-
Zetzsche. (*s0
Lehrmädchen
per Oſtern ds. Js.
Geſ. für ſofort jg.
fleiß. Mädchen vom
Lande f. Haus= u.
Küchenarb Zeugn.
erf. Conzelmann,
Saalbauſtr. 72.
Aelteres (*sg
Alleinmädchen
für 3=Verſ.=Haush.
3. April geſucht.
Langjähr. Zeugniſſe
und gute
Empfeh=
lungen erforderlich.
Hobrechtſtr. 10, I.
Mädchen für
Haus=
arbeit 2 Std.
vor=
mittags geſucht. (
Bismarckſtr. 22, pt.
Licht zu jung.
Mäd=
chen (oder Frau),
d. koch. u. näh. kann
u. gute Zeugn. hat,
als Haushälterin zu
einz. Dame alsbald
geſucht. Schriftliche
Anfragen u M. 221
a. d. Geſchſt. (4565
Geſucht für
Auer=
bach a. d. Bergſtr.
gut bürgerliche
Kächin
mit gut. Zeugn. z.
April. Ang
M.222 Gſchſt. (4575b
Solides. fleißiges
Mädchen
für Küche u. Haus=
geſucht
(4507 halt per ſof. geſucht.
Klinck & Schroth Dieburgerſtr.26.p. (*
Babenhauſen/Heſſ.
Putzfrau geſucht
Manufakt.=.
Mode=
u. Kurzwaren.
Prakt. Arzt.
Oden=
wald, ſucht geb. ev
Fräulein
Bedienung elektr.
derlich. Ausf. Ang
mit Ref., Bild u.
Anſprüchen unt. M.
178 Geſchſt. (4521
Beſſ.
Alleinmäd=
chen, welch. perf.
kochen und alle
Hausarb.
verrich=
ten kann. f. klein.
Haush. (3 erw. )
Perſ.) f. 1. April !
geſ. Gute Zeugn.
erforderl. Frau v.
Reeken, Mainz,
Hindenburgſtr. 28.
T.3918)
Aelt. Ehepaar ſucht
einfaches, gediegen.
älteres Mädchen,
das einen beſſeren
Haushalt u Kochen
vollſt ſelbſtändig u.
gewiſſenh. beſorgt.
Waſchfrau vorhand
Familienanſchluß.
Dauerſtell. b. guter
Führung. Näheres
d. Geſchſt. (4524
Tücht., gutempfohl.
Alleinmädchen für
1. April geſucht.
Luiſenplatz 1, I.
1mal woch. 2 Stun=
den. — Roſenheim.
Herdweg 56½.
Als Stütze
für meinen Haushalt
Apparate. Stenogr., 1 etw. leichte
Büro=
ärztl. Buchführ u. arbeit (Stenogr. und
Mithilfe im Haus=/Schreibmaſch ) neit
halt (Nähen) erfor= Mädchen tagsüb.
ge=
ſucht. Angeb. m.
Ge=
haltsang. unt. M .11
n die Geſchſt.
Saub ehrl. Mädch;
das ſchon in beſſeren
Häuſern, gedient hat
und alle Hausarbeit.
verſteht, für
kinder=
loſen Hausgalt geſ.
Frau Dr. Martn,
Viktoriaſtr. 64, 1I. (*
O
Schäferhund
Rüde, hellbraun u.
dunkel, auf d.
Na=
men „Strolch”
hö=
rend. entlaufen. —
Soderſtraße 6 pt.
Fernſprecher 1559.0
Deutſche Dogge
10 Wochen alt.
ge=
ſtreift, zu verkaufen
Jugenheim.
Bahn=
hofſtr. 3. (4379b
Dobermann=Rüde
mit Stammb., 1 J.
alt, zu verkaufen.
Schneider.
Rheinſtraße 49.
4495
[ ← ][ ][ → ] Die leichte Erholung in der Vorwoche iſt, wie wir damals ſchon als
wahrſcheinlich ankündigten, bald wieder einer Ermattung und einer
Abwärtsbewegung gewichen, die faſt während der geſamten hinter uns
liegenden Berichtswoche anhielt. Die Börſe vermochte dem
zermürben=
den Druck, der von den anhaltenden internationalen und vor allem
auch den heimiſchen Geldſorgen, der reparationspolitiſchen Unſicherheit
und dem konjunkturellen Tiefſtand der Wirtſchaft ausging, nicht länger
zu widerſtehen und gab dieſem ſtärker nach, da die Auslandskäufe, die
bis dahin die weſentlichſte Stütze der Tendenz geweſen waren, faſt völlig
ausfielen und, foweit ſie vorlagen, größtenteils durch eigene Beſtände
der Banken ihre Erledigung fanden. Erſt am letzten Tage der
Berichts=
woche trat auf Deckungen und auf eine leichte Entſpannung der
inter=
nationalen Geldmarktlage eine Wendung zum Beſſeren ein, die von recht
anſehnlichen Kurserholungen begleitet war, zum größten Teil jedoch
auf verſtärktes Deckungsbedürfnis zurück zuführen iſt. Die Situation am
internationalen Geldmarkt bleibt jedoch weiter geſpannt, obwohl das
Abſinken der New Yorker Diskontrate und die Befeſtigung des engliſchen
Pfundes als beruhigende Momente angeſehen werden. Die
Befürchtun=
gen über eine Erhöhung der ofiziellen Bankrote in New York, London
und auch in Amſterdam bleiben, wenn auch verringert, weiter beſtehen.
Auch der Entwicklung des hieſigen Geldmarktes ſieht man angeſichts der
Finanznöte des Reiches mit größter Beſorgnis entgegen. Die geringe
und nur vorübergehende Erleichterung wird durch die erſt nachträglich
bekannt gewordene Tatſache wirkungslos, daß die Reichsbank ſeit dem
1. März wiederum rund 90 Millionen RM. an Gold und Deviſen
ver=
loren, alſo ſeit Jahresbeginn über 300 Millionen RM. Deckungsmittel
eingebüßt hat.
Die Beſprechungen Dr. Schachts während ſeines kurzen Berliner
Aufenthalts ſollen zwar nicht ganz unbefriedigend verlaufen ſein. Auch
der nun anſcheinend zur Ausführung kommende Plan einer
Repara=
tionsbank wird nicht ungünſtig beurteilt; doch ſcheinen die Anſichten
über die Form und Aufgabenbegrenzung noch weit auseinanderzugehen.
Die Börſe gibt ſich jedoch darüber keiner Selbſttänſchung hin, daß es erſt
jetzt gilt, die Hauptſchwierigkeiten zu löſen. Man iſt heute bezüglich der
Feſtſetzung der Geſamtſchuld und der Jahresannuitäten genau ſo weit wie
zu Beginn der Konferenz. Die Zahlen, die bieher genannt wurden,
ſind reine Phantaſiegebilde und wohl auch Verſuchsballons. Man
fürch=
tet außerdem, daß Deutſchland durch Schaffung der Clearing=Bank dann
der vollſtändigen Finanzkontrolle des Auslandes unterworfen ſein wird.
Der Tiefſtand der Wirtſchaftskonfunktur hat ebenfalls noch keine
Aenderung erfahren. Die Zahl der Arbeitsloſen ſteigt, wenn auch
lang=
ſam, weiter. Die vor der Tür ſtehenden Lohnkämpfe — liegen doch
be=
reits Tarifkündigungen, die für 1,3 Millionen Arbeiter gelten, vor —
geben dem an und für ſich ſchon trüben Wirtſchaftsbild eine weitere
graue Färbung. Welche wirtſchaftlichen Folgen allein durch die
Arbeits=
loſigkeit gezeitigt werden, iſt aus den Darlegungen des Inſtituts für
Konjunkturforſchung erſichtlich, wonach des Arbeitseinkommen für die
beiden erſten Monate des Jahres um 100—150 Millionen RM. niedriger
veranſchlagt iſt als in derſelben Zeit des Vorjahres. Die verringerte
Kaufkraft wird im bevorſtehenden Frühjahrsgeſchäft ſich ſchmerzlich
fühl=
bar machen. Faſt aus allen Wirtſchaftszweigen lauten die Nachrichten
unbefriedigend.
Der Kaſſamarkt zeigte im Einklang mit der allgemeinen Tendenz
gleichfalls eine faſt durchweg ſchwächere Haltung. — Die Börſe wird
auch weiterhin durch Reparationspolitik=, Geld= und Konjunkturſorgen
gehemmt bleiben; vor einer Löſung der in Paris zur Verhandlung
ſtehenden Fragen wird eine entſcheidende Wendung zum Beſſeren wohl
nicht zu erwarten ſein.
Am Berliner Geldmarkt hat die Nachfrage für Tagesgeld eine
Ein=
ſchränkung erfahren, während Monatsgeld ſtärker geſucht bleibt. Der
Satz für Tagesgeld hält ſich unverändert auf der Höhe von 6,5—8,5
Pro=
zent, dagegen ſtieg derjenige für Monatsgeld auf 7,5—8,5 Prozent. Auch
das Diskontangebot hat gegen die letzten Tage erheblich zugenommen,
ſodaß eine Heraufſetzung des Privatdiskots um 1ᛋ Prozent für beide
Sichten auf 6S. Prozent vorgenommen wurde. Die Beſorgniſſe wegen
einer Diskonterhöhung in London und New York traten, wie bereits
oben erwähnt, in den beiden letzten Tagen etwas in den Hintergrund, da
aus London ein ſtärkerer Geldzugang gemeldet wurde und außerdem
die Tagesgeldrate in New York ein Abſinken auf zirka 6 Prozent zeigt.
— Da eine Entſcheidung über die Deckung des reſtlichen Kaſſenbedarfs
des Reiches, um Quartalstermin von 0,5 Milliarde RM. noch nicht
vor=
liegt, wird die Situation als weiter recht undurchſichtig betrachtet.
Die Goldverkäufe der Reichsbank.
Während Anfang 1927 bei ſtarken Deviſenabgaben durch die
Noten=
banken der Goldbeſtand leicht geſtiegen war, iſt gegenwärtig eine
Ab=
nahme des Goldvorrats der deutſchen Notenbanken zu beobachten. Dies
bedeutet jedoch noch nicht, daß die Deviſennachfrage ſtärker iſt als
da=
mals; es iſt zunächſt lediglich eine Verſchiebung in der „Bedarfsdeckung”
auf dem Deviſenmarkt eingetreten: Ende 1926 ſtand bei den Notenbanken
einem Goldbeſtand von 1,9 Milliarden RM. ein Deviſenbeſtand von
540 Millionen RM. gegenüber; Ende 1928 betrug der Goldbeſtand 2,8
Milliarden RM., der ausgewieſene Deviſenbeſtand dagegen nur rund
191 Mill. RM. Eine gleich ſtarke Deviſennachfrage mußte daher
gegen=
wärtig früher zu einem Rückgriff auf die Goldvorräte führen als 1927.
Bei den Goldverkäufen der Reichsbank handelt es ſich demnach in der
Hauptſache um banktechniſche Maßnahmen, die die Kreditlage fürs erſte
wohl nicht beeinfluſſen werden. In welchem Umfange die
Deviſennach=
frage, die letztlich zu den Goldverkäufen der Reichsbank geführt hat, noch
ſteigen wird, läßt ſich ſchwer beurteilen. An ſich pflegt ſie in den erſten
Monaten des Jahres zuzunehmen (Nückzahlung kurzfriſtiger
Auslands=
gelder nach dem Jahresultimo, Zins= und Amortiſationsraten auf
Aus=
landsanleihen und die Induſtrieobligationen uſw.), anderſeits iſt bei
anhaltendem Konjunkturrückgang mit einem geringeren Deviſenbedarf
für die Einfuhr zu rechnen.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Wieder 8 Prozent bei der Süddeutſchen Diskonto=Geſellſchaft. Der
Aufſichtsrat beſchloß, der Generalverſammlung aus einem Reingewinn
von 2 188 596 RM. (2 126 264) die Verteilung einer Dividende von
wie=
der 8 Prozent vorzuſchlagen. 0,25 Mill. RM. ſollen dem Beamtenfonds
zugewieſen, 0,08 Mill. RM. zu Abſchreibungen verwandt und 628 596
(576 264) RM. auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Veithwerke A.=G., Sandbach b. Höchſt i. O. Vor Eintritt in die
Generalverſammlung machte die Verwaltung Mitteilung, daß auf Grund
einer freien Verſtändigung mit der angekündigten Oppoſition eine
beider=
ſeitige Vertrauensperſon zur Ueberprüfung der als zu hoch betrachteten
Unkoſten beſtellt wird. Da ein erhöhter Umſatz und Bruttogewinn nie
einen Reingewinn und eine auch nur geringe Dividende in den letzten
Jahven zeitigte, müßten die hohen Unkoſten, beſonders in der ſtillen Zeit,
herabgedrückt werden. Nach längerer Diskuſſion wurde der Abſchluß für
1927/28, der hekanntlich noch 103 654 RM. Abfchreibungen einen Verluſt
von 147 10
keine Belebung gebracht, beſonders durch den ſtrengen Winter. Die
Fabrikate würden auf voller Höhe ſtehen. Eine Ende Januar 1929
auf=
geſtellte Zwiſchenbilanz ſchließt mit einem Gewinn ab. Vertreten waren
etwa die Hälfte des Aktienkapitals, davon durch die erledigte Oppoſition
etwa 10 Prozent,
Utnveränderte Weiterführung Dörr u. Reinhardt in Worms. Die
Bankenbeſprechung über eine evtl. Neuordnung bei dieſer Wormſer
Lederfirma kam zu dem Ergebnis, daß die Firma bei Weiterbelaſſung
der bisherigen Kredite von rund 10 Millionen RM. durch die Banken
in unveränderter Form ſelbſtändig weitergeführt werde. Allerdings
geben noch die Erwägungen wegen Ueberleitung in die Form einer A. G.
weiter.
Metellnokigrungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 15. März ſtellten ſich für
Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam (
No=
tierung der Vereinigung für die deulſche Clektroly.kupfernotiz) 194,50
RM. — Die Notierungen der Kommiſſion des Berliner Börſenvorſtandes
(die Preiſe verſtehen ſich ab Lager Deutſchland für prompte Lieferung
und Bezahlung) ſtellten ſich für Original Hüttenaluminium, 98—99 Proz.
190 RM., desgl. in Walzen oder Drahtbarren 194 RM., Reinnickel 94—99
Proz., 350 RM., Antimou Regulus 79—84 RM., Feinſilber (1 Kg. fein)
77,25—79 MM.
Frankfurker und Berliner Effekkenbörſe.
Frankfurt a. M., 15. März.
Auch heute war zu Beginn des offiziellen Verkehrs die Börſe
freund=
lich geſtimmt. Das Geſchäft war jedoch gegen geſtern etwas ruhiger, da
Orders kaum eingetroffen waren. Dieſe Tatſache enttäuſchte etwas und
die Spekulation zeigte in verſchiedenen Werten Abgabebedürfnis, ſo daß
gegenüber der geſtrigen Abendbörſe vereinzelte kleine Kursrückgänge
eintraten. Im großen und ganzen blieben die Kurſe, eber behauptct.
Doch machte ſich bald eine erneute Geſthäftsbelebung, in der Hauptſache
aber nur in Spezialwerten, bemerkbar. Der feſte Schluß der geſtrigen
Neſv Yorker Börſe und die unverändert belaſſenen Diskontſätze regten
an und trugen zur allgemeinen Beſſerung der Tendenz bei. Auch dürfte,
angeregt hievvon, die Spekulation wieder in etwas größerem Umfange
zu Deckungskäufen geſchritten ſein. Lebhafter gefragt und im
Vorder=
grunde ſtanden von internationalen Werten Svenska mit plus 4 Mark.
Im Verlaufe wurde das Geſchäft ſehr ſtill und die vorübergehenden
Gewinne wurden wieder eingebüßt. Auch wurde das Aufangsnivenn
teilweiſe von den Werten, in denen größere Abgaben vorgenommen
wurden, unterſchritten. Siemens gaben bis 2 Prozent und J. G.
Far=
ben bis 1 Prozent nach. Nur für AEG. erhielt ſich bei gut behauptetem
Kurs das Intereſſe. Am Geldwarkt war der Satz für Tagesgeld mit
7 Prozent angeſpannter. Am Deviſenmarkt nannte man Mark gegen
Dollar 4,2153, gegen Pfunde 20,45½, London=Kabel 4,8522½ Paris
124.25½, Mailand 92,65, Holland 12,11¾. Spanien wan mit 31,70 weiter
etwas erholt.
Die Abendbörſe war im weſentlichen behauptet und teilweiſe
zunächſt etwas freundlicher. Allerdings lagen Montanwerte noch
un=
ſicher, beſonders Mannesmann, die bis 113,75 Prozent weiter nachgaben.
Die Kursrückgänge betrugen durchweg 0,5 Prozent. Ausgeſprochen feſt
lagen Kunſtſeideſhares auf höhere holländiſche Kurſe bei Erhöhungen
von 1—3 Dollars.
Berlin, 15. März.
Im heutigen Vormittagsverkehr herrſchte eine bemerkenswerte
leb=
hafte Umſatztätigkeit und Feſtigkeit. Demgegenüber brachte der offizielle
Börſenbeginn eiwe Enttäuſchung. Es machte ſich das Fehlen neuer
Kauſ=
orders fühlbar, nur für einige Spezialpapiere beſtand wieder
Auslands=
intereſſe, und an den meiſten Märkten hatten die hohen Vormittagskurſe
ſogar Angebot hervorgerufen, das nur zu niedrigeren Kurſen Aufnahme
fand. Dadurch gingen faſt alle Gewinne des Freiverkehrs wieder
ver=
loren, und die Veränderungen gegen geſtern waren im allgemeinen nur
noch gering. Auch nach den erſten Kurſen überwog die Abgabeneigung
und die Abſchwächungen ſetzten ſich an den meiſten Märkten bis zum
Schluß fort.
2. E. G.
Baſalt . .
Beramann.
Berl. Hand.=Geſ.
Braunkohl. Briketts/ 163.— 1162.50
Bremer=Wolle".
Tanatbank ..
Teutſche Bank
Diskontogeſ.
Tresdner Bank ..
Deutſche Erdöl . . . / 120.— (121.75 Orenſtein
Polyphon.
Deutſche Petroleuml 68.50
113. 25 1115. — Nütgerswerke
Tynamit Nobel
Elektr. Lieferung • / 161.75 1161.75 Sachſenwerke
244.75 1245.— Siemens Glas".
J. G. Farben
126.75 1127.— v Ver. Glanzſtoff
Gelſent. Berg.
Ver. Stahlwerke
Eeſ. f. eleftr. Untern 1 225. 1226-.
Han. Maſch.=Egeſt. 45.75 / 46.— Bolkſtedter Porzellan
— Wandeter Werke.
167.—
Sanſa Dampfſch.
127.50 1127.75 Wiſſner Metall ..
Kapag..."
135. (134.50 Wittener Gußſtahl".
Harpener .
Hemoor Zement . . 1 270.50 1272.—
*) Die 3 Kaliwerte verſtehen ſich exkl. Bezugsrecht.
Deviſenmarkk.
Helſingfors.
Wſen...
Prag.
Budapeſt.
Sofia ..
Kolland
4 2ſo ......
Kexenhagen..
Stodholm"
London.
Buenos Aires
Aer York .."
Belgien ....."
14. 3.
Geld Brie
0.593 10.613
59.15 59.27
12.47 112.49
73 38 73.51
3.039/ 3.045
168.63 168 97
112.29/112 50
112.24/112.46
112.46 112.68
20.437/20.477
1.771 1.77
4. 211 l4.219
58.47 58.59
15. 3.
Geld/Brief
10.592110.612
59. 145 59.265
12.466/12 486
73 37 h3.51
3.038/ 3.045
v8. 63,168.97
112 27/112.4
112.21/1 12.43
12.451112 67
20.433/20.473
1.770/ 1774
4 2110/4. 2130
58.465/58.585
Italien ..
Paris ...
Schweiz".
Spanien.
Danzig
Japan. . . . . .
Rio de Janeire
Jugollawien
Portugal. . .
Athen ......
Konſtantinpel
Kanada".
Uruguay ..
14. 3.
Geld /Brie
22.075 22.11
6.445 16.4851
30.935 81.1-
13.29 63.41
81.67 81.8:
1 875 1 37
0.493 0.501
7.393/ 7.401
18.80 18.84
5 445/ 5.455
2u73/ 2.07
4.175/ 4 183
4.276/ 4 284
15. 3.
Geld Briet
22.045 22.085
5 44
80 98
64.50
81.70
1.87:
1.499
7.391
18. 80
5.445
2.071
4.175
4.276
16.48
31. 14
4.62
81.86
1 877
0.501
7.405
18.84
5 435
2.075
4.183
4.284
Produklenberichte.
Wormſer Produktenbörſe. Tendenz: Gerſte ruhig; ſonſt ſtetig. Es
notierten: Weizen 24,5; Roggen 23,5; Gerſte, rheingeſſiſche, 24,25—24,5;
ſtied 24,25; Pfälzer 24,75—25; Ausſtich 25,25; Futtergerſte 20—21;
Hafer 24,5—25; Mais 25,25; Weizenmehl Baſis Nuu 34,5; Roggenmehl
60proz. 33,75; Weizenfuttermehl und Nachmehl 16—20; Rogsenfuttermehl
und Nachmehl 17,5—21; Roggenkleie 15,25—15,5; grove We zenſchalen
15—15,25; feine Weizenkleie 14,5; getrocknete Biertreber 22,5—:3;
Malz=
keime 21; Maisſchrot 26,5; Heu 11—14; Stroß 3,75—5; Kartoffeln 8—9.
Frankfurter Produktenbericht vom 15. März. Die Frankfurter
Ge=
treidebörſe war wieder ruhig. Roggen iſt teilweiſe um 10 Pfg. erhöht
worden. Es notierten je 100 Kilo: Weizen 24—24,15, Roggen 23,50—
23,60, Sommergerſte 24,50—24,75, Hafer 24,50—24,75, Mais 24,50,
Wei=
zenmehl ſüddeutſches 33,50—34,50, desgl. niederrhein. 33,25—33,75,
Wei=
zenkleie 14,25—14,35, Roggenmehl 30,75—31,75, Roggenkleie 15,50.
Chicago, 15.:
Weizen: Der Markt zeigte während des größt
Verlauf auf Kaufneigung angeſichts der ungünſtü
dem Südweſten und der hohen Liverpooler KaEl
Gewinnen (bis 1:½ Cts.) ging ſpäter auf Regliſo
verloren, doch war der Schluß ſtetig.
Roggen: Gute Lokonachfrage führte
zunächzü=
da die Zufuhren ſich in mäßigen Grenzen hielten
einer Reaktion, doch waren gegen Schluß immmn
zu verzeichnen".
Mais: Anfangs zogen die Preiſe an auf unnu
und kleinere argentiniſche Verſchiffungen.
Hafer: Der Markt verlief heute in ſchwächern
tende Liquidationem.
New York, 15.
Baumwolle: Höhere Liverpooler Kahel und 0)
ſtigem, Meldungen aus dem öſtlichen
Anbaugebim=
feſtigung, da auch die Kommiſſionäre Kaufinters”
laufe erfolgten dann Gewinnmitnahmen und Verg.
Der Schluß war jedoch kräftig erholt.
Kabel aus Braſilien und Deckungen der Spekul=
Es notierten nach Meldungen aus Chi
März 96, Mai 99½, Juli 102½; Hafer, Mſt=
Juli 48¾ Roggen, März 109½, Mai 110½,
Fette: Schmalz, März 12.25, Mai 12.55
tember 13.275: Rippen, Mai 14, Juli 1444.
leichte Schweine 11.35—12.00, ſchwere Schrrf
Schweinezufuhren Chicago 14 000, im Weſten
Es notierten nach Meldungen aus New
nach England 1,6—1,9, nach dem Kontinend!
Schmalz: Prima Weſtern loco 13.10; Tall
Kakao: Tendenz willig, Umſätze in lots S
10.34, April 10.40, Mai 10.52, Juni 10.68.,
10.91, September 11.09, Dezember 11.07.
Kleine Wirkſchaftsnachti
Die Geſamtvereinigung der Weiß= und S lrn
Induſtrie teili mit: Verhandlungen über einer.
Eiſen= und Stahlwaren=Induſtriebundes,
Elberfes=
der deutſchen Metallwareninduſtrie, Berlin, und
der Weiß= und Schwarzbleih verarbeitenden Ind.i
jetzt noch nichſt geführt worden.
Der Verein der Thomasmehlerzeuger teilt nn
Thomasmehl zur Lieferung im April
unverändss=
je Kilogramm zitrſl. Phosphorſäure, Frachtgru-)
Erde einſchließlich 100 Kilogramm=J iteſack beträg.
Zu dem Lohnſtreik in der Metallinduſtrie mr
Arbeitgeber nunmehr an den Schlichter für Süü=
Vermittelung herangetreten ſind. Der Schlichter
einer Beſprechung auf den 18. März gekaden.
Zu den Zahlungsſchwierigkeiten bei der oſtpres5!
ung Hermann u. Hugo Naphaelſohn erfahren dek
eine Gläubigerverſammlung ſtattgafunden hat, imn
ſchuß geählt wurde. Dieſer wird über die weiten;
nahmen beraten.
Die Steinkohlenförderung des oſtoberſchleſiſchEr
Februar insgeſamt 2 379 970 Tonnen (Januar
täglichen Durchſchnitt 103 477 Tonnen (115 287
innerhalb Oſtoberſchleſiens 665 6094 Tonnen (715 77
Polen 821 841 Tonnen (1 060 268), die Ausfuhr 560.
Der Rückgang des Abſatzes, der beſonders ſtark
ergab ſich als Folge der unz reichenden Wagenges.
Eine Frauenbank iſt in Amſterdam eröffnet E1 Klara Moyers, die 18 Jahre lang Prokuriſt
Bankvereinigung geweſen iſt. Die Frauenbank,
geſtellte beſchäftigt, wird als Filiale des Na
geführt.
Am 19. März wird in Holland eine Million
nen der Republik Chile als Teil einer 10 Mill. 22
von 93½ aufgelegt. Die Anleihe, von der in Lab
Millionen Pfund aufgelegt werden, und die in
York zur Notierung beantragt wird, ſoll fir died
wie Eiſenbahnen, Waſſerleitungen, Häfen, Kaneu
lichen Gebäude dienen.
Während der Verſtsigerungsſerie in Shdr”
Ballen Wolle zum Angebot. Die ſehr gute Auss
Preiſen verkauft. Sämtliche Sorten, Merinoſchle
und Kreuzzuchlen hatten feſte Tendenz. — In 2
885C Ballen Wolle an die anweſenden Käufer, Leuſ
länder und Japaner, abgeſehzt. Die Preisbildung 1.
Auch in Dunedin fand eine Verſteigerung ſtaif.
hafte Kaufluſt entwickelte. Die Konkurrenz für min
unregelmäßig. Die Preiſe für Beſtware feſt. 2 die Hauptkonkurrenten am Markte. Englce
Frankfurter Kursbericht vom 15. März 1929.
%0 Dtſche. Reichs
anl. v. 27
Baden
Frei=
ſtaat v. 27.
6% Bahern
Frei=
ſtaat v. 27
% Heſſen
Volks=
ſtaat v. 28.
6% Preuß.
Staats=
anl. v. 28
6‟ Sachſen
Frei=
ſtaat v. 27
72
ThüringerFrei=
ſtaat v. 27
Diſche. An:.
Auslo=
uungsſch. *
Ablöſungsant.
Dtſche. Anl.
Ablö=
ungsſch. Neub.
Dtſche.
Schutzge=
bietsanleihe
8% Bad.=Bad. v. 26
6% Berlin v. 24..
8% Darmſtadt v. 26
89
v. 28
% Frkl. a. M. v. 26
8% Mainz v. 26..
80 Mannh. v. 26
8½ Nürnber / 26
87.3
79.4
90
91.4
84
53.90
12.3
4.725
93
Di. Komm.
Eam=
mel=Ablöſ.-Anl.
* Ausl. Ger.
„ Ser.I
8% Ber Khp.=B!
5% Frkf. Hhv. Bk.
Lia Pfbr.
5
PfbrBk.
4½% Lig. Pfbr
91.5
91.5
86.9
89.95
92.5
52‟
68.75
97.-
98
18.25
98
A
8% Heſſi. Landesbl
4½% Heſſ. Ld3. Hp.
Bk.=Ligid. Pſbr.
36 Kom.
Landes=
ban: Darmſtadt
8%o Mein. Gyp. Bt.
4½% „ Lig. Pfbr.
80 Pfälz. Hyp.Bk.
8% Preuß. Ztr.,
Stadt chaft.
8% Rhein. Hyp.=B
4½% „ Lig. Pfbr
8% Rhen.=Weſtf.=
Bd.-Cred
8% Südd. Bod.=
Cred.=Ban1 ..."
8% Württ. Hyp.=B
6% Daimler Benz
von 27........
39 Kiöckner=Werle
Berlin v. 26.
7% Mainirw. v. 26.
7%o Ver. Stahlwke
mit Opt. v. 26..
3% VoigtckHäffner
von 26.
3. G. Farben Bonds
28..
1% Bosn. L. E. B.
v. 1914......."
1,% Oſt
Schatz=
anw. v. 1914
4% Oſt. Goldrente
41/,% Rum Gold
von 1913
4%0 Türk. Admin
4½ „ 1.Badgad
4½ „ Zollanl.
4:/.% Ungarn 1913
Nec
88
75‟.
93.9
84.5
98
76.5
97
95
97.75
81
97.5
98.5
95.25
73
81.8
93.1
31.5
36.5
37.5
4:/,% Ungarn 1914/ 26.8
Goldr.
O2ſo
Aktien.
Allg. Dt. Creditanſt.
Bk. f. Brauinduſtr.
Berl. Handelsgeſ..
Comm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nt.=Bk.
Deutſche Bank ...!"
„ Eff.=u.
Wechſel=
bank
„ Vereinsbant
Diskonto=Geſellch
Dresdener Bant .."
Franff. Bank
„ Hyp.=Bf..
„ Pfdbr.=Bk....
Gotha. Grundfr. B
Mein. Hyp.=Bank
Mitteld. Creditbk..
Nürnb. Vereinsbk.).
Oſt. Creditanſtalt. .
Pfälz. Hyo.=Ban1.
Reichsbanf=Ant .
Rhein. Creditbt
„ Hyp.=Bank.."
Südd. Bod.-Cr. Bf.).
Wiener Banwerein!
1395
165
n5
196.25
275
170.25
19.1
A.=G. Verkehrsw)
Dt. Eiſenb.=Geſ..
7% Dt. Reichsbahn
Vorzge
Hapag....."
Nordd. Lloyd ....!
Schantung=Eiſenb.
Südd. Eiſenb=Geſ.
Accum. Berlin.
Adlerw. (v. Kleher
6% AEG. Vorzu
124‟
102
163
61
106
150
156
142
140.5
83
13)
34.4
52.5
303.5
121. 75
93.25
9.)
14.5
167.75
89.75
126.-
25.25
4
120
56
82.25
81.5
AEG. Stamm
Baſt Nürnberg
Bergm. El. Werke
Brown BroverickCie
Brüning & Sohn..
Buderus Eiſen
Cemen: Heidelbere
Karlſtad
Chem. WerteAlbert.
Chade
Daimler=Benz....
Dt. Atl.=Telegr.. . .
„ Eiſenh. Berlin
„ Erdöl
Gold= u. Silb.=
„ ſcheide=Anſtalt.
„ Linoleumwerk
Eichbaum. Brauer
Elettr. Lich u. Kraft),
„ Liefer.-Geſ.
Echw Bergwert.
Eßlinger Maſchinen
Ettlinger Spinnere
J. G. Farbenindſtr.
Feinmech. (Jetter)
Feli. & Guilleaum.
Frkft. Gaé .......
„ Hol
Geiling ECie.
Gelſen:. Bergwer!
Geſ. eiektr.
Un=
ternehmungen.
Goldſchmidt Th..
Gritzner Maſchinen
Grün & Bülfinger.
Hafenmühle Frtfu.
Hammerſen (Osn.
Harpener Bergba
Henninger, Kempf.
Hilpert Armaturfb
Hindrichs=Aufferm
Hirſch Kupfer .
165.75
147.5
111.5
138
173
76
462
56.25
127
167.5
330,5
300
208
161
210
44
225
244.5
86.5
38
50
87.5
95.7.
172.5
133),
170
92.5
102
143.5
Hochtief Eſſen
Holzmann. Phil. 122.25
Holzverk.=Induſtrie/ 93
Flſe Bergb. Stamm/213.5
Genüſſe
Junghans Stamm 72.5
Kali Aſchersleben 1210
„ Salzdetfurth
Weſteregeln /214
Kammgarnſpinn /229
Karſtadt, R. ....."
Klein, Schanzl. 88
Klöcknerwerke
Kraftw. Alt=Württ.
Lahmeher & Co.
Lech. Augsburg ...
Löwenbr. Münch..
Lüdenſcheid Metal=
Lutz Gebr. Darmſt.
Mainkr.-W. Höchſt.
Mainz. Akt.=Br.. ..
Mannesm Röhren
Mansfeld. Bergb
Mars=Werle
Metallge). Frantft. /190
Miag. Mühlenbau. 1141
MontecatiniMaild
Motorenfb Darmſt
Reckar). Fahrzeug.
Nicolay. Hofbr ...!
Oberbedar
Sſterr. Alpine Mo.
Otav Minen ....
Peters Union Fr.:1.
Phöni Bergbau
1100.5
131.
314.5
225.5
92
114
277
104
19
242
124
93
62.5
56.25
24.75
152
68.5
102.5
92.5
Reiniger. Gebb.
Rh. Braunkohlen
Elektr. Stamm/162
Stahlwerke
Riebeck Montan..
Roeder Gb. Darmſt./1.16
R
eiene, gek
M April
Tungsverme
Rutrage
Nu 3=
be von
Mhe ein
Mnun
[ ← ][ ][ → ] P lstnatunneines
Mlanzertett.
1aß Bich nicht durch dfsrsich
Hlingende Namen
ederdfg-
liche Padkuungen käusshen!
Seidenfor
der beste Strumpf
Deutschlands
Inaltbarste!
Inh. F. Gissinger
uasverſteigerung.
*dBezeichnete Grundſtück, das zur Zeit der
rr=eigerungsvermerks auf den Namen der
enrg, Händler,
ilgene, geb. Rebſcher, Ehefrau, gen. zu 1
zehragen waren, und zwar Geſamtgut der
ſi genſchaftsgemeinſchaft vor Auseinander=
26. April 1929, nachmittags 3”/, Uhr,
hwete Gericht verſteigert werden.
angsvermerk iſt am 3. Dezember 1928 in
gekragen worden,
eſsur Zeit der Eintragung des
Verſteige=
em Grundbuche nicht erſichtlich waren,
un Verſteigerungstermin vor der Auf=
Ahs von Geboten bei dem unterzeichneten
uund, wenn der Gläubiger widerſpricht,
a, widrigenfalls ſie bei der Feftſtellung
wus nicht berückſichtigt und bei der
Ver=
ſen ungserlöſes dem Anſpruche des
Gläu=
tie en Rechten nachgeſetzt werden.
uchr ein der Verſteigerung
entgegenſtehen=
uh en aufgefordert, vor der Erteilung des
Heſsung oder einſtweilige Einſtellung des
Gführen, r drigenfalls, für das Recht der
an die S le des verſteigerten Gegen=
F2. Januar 1929.
Schlachtho pank.
Eamstag, den 16. März 1929
Seite 19
9½, Juli 1
gen, März 10
alz, März 12
Rippen. Mai
1135
en Ch
legramm-J50
in der Met
n den Schlichtt
eten ſind. Dr e
8. Mär nl
Betrag der
tKulturart u. Gewann am Schätzung
iſſtiſches Amtsgericht I.
Beßihmung des Grundſtücks:
fürm rmiſtadt, Bezirk V, Band IV, Blatt 213.
W 9rabgarten Weinberg=
401 2800 RM.
ſtraße
dſteznundſtücke:
* I NAA15 Hofreite Nr. 10 Wingertsgäßchen,
WA16 Grabgarten ebenda
Ntrag /s; Zwangsverſteigerungsverfahren aufge
den.
Frei=
Von 8—11 Uhr (54a
und von 4 Uhr ab:
Rind=u. Schweinefl.
Klavier= u.
Violin=
unterricht erteilt
Gg. Göbel.
Eliſa=
bethenſtr. 35, II. r. (*ſg
Klavierunterricht
von Fräul. geſucht
Gefl. Angebote mit
Angabe der
Vergü=
tung unter M. 181
a. d. Geſchſt. erb. (*
Wer ert. Unterricht
in
Finanzmathema=
tik? Ang. m. Preis
u. M. 205 Gſchſt. (*
Benſion geſucht
ür 10jähr Schüler
Nähe Kapellplatz.
Ang. u. M. 184. (
Raumkunſtſchüler,
Veget., ſ. Wohn. u.
Verpfl. Gemiſchtkoſt
bevorz. Ausf. Ang.
nit Pr. u. M. 189
a. d. Geſchſt. (*sg
Doppelkaus
in der Kaupſtr., m.
11X3=Z.=Wohnung.,
Friedenswert 70000
Mk., wird m. 30000
Mk. dem Verk.
un=
terſtellt. Ausk ert.
d. Alleinbeauftragte
Ferd. Braun,
Immob.=Verwertg.,
Larlſtr. 66. Tel.517.
Beziehbare 2= u. 3.=Häuſ., Hotels,
Gaſthäuſer, Wein=,
Café=, Konditorei=
Wirtſchaften,
Metz=
gerei, Bäckerei zu
verm oder zu verk.
Ad. Dingeldein ſen.
nur Landwehrſtr. 39
Teleph. 2067.
Kl. Haus m.
Obſt=
garten.
Induſtrie=
viertel. evtl. auch
nit Lagerplatz. für
Hühnerzucht o.
Ge=
werbe geeign.,
be=
ſchl.=frei, für 100 ℳ
mon. z. verm. Ang
. M. 180 Geſchſt. (*
Suche einige
Speze=
reigeſchäfte f. Brot
und Brotchen. Nur
UlerbeſteQualitäts=
ware. Angeb. unter
M. 214 Geſchſt. (*
Silger
Tallelliä
TaALNNIA
Maritplatz.
G0
Frankfurterſtraße 55
Hinkergebäude
zu jedem
Geſchäfts=
betrieb geeignet oder
auch als Lager zu
vermieten. (2291a
mit 20 Obſtbäumen
am Roſenhöhweg
verp. Ringſtr 108,
Ecke Dieburg. Str. (
Schlofſerei.
Hier am Platze iſt
eine kleine
Schloſſe=
rei mit gut.
Kund=
ſchaft zu verk. Ang.
u. M. 196 Geſchſt. (*
Etag.=Hau=
zu kaufen geſucht.
Angeb. u. M. 180
a. d. Geſchſt. (4532b
SeeheimlBgſtr.)
Einfam.-Haus
in beſt. Zuſt., 5 Z.,
Küche, Balkon,
Gar=
ten. Gas, el. Licht,
Waſchküche.
Bügel=
kammer, gr. Trock.=
Speicher, per 1.Mai
beziehbar, für RM.
14 000.— zu verk.
Anfragen u. M. 220
a. d. Geſchſt. (4566b
Der verehrlichen Darmstädter Einwohnerschaft
zur gefäll gen Kenntnisnahme, daß ich in der
Biebargerstraße
ein Spezialgeschäft für spanische
Südfrüchte und Weine
heute Samstag, den 16. März 1929,
eröffne. Es wird stets mein Bestreben sein, meine
werte Kundschaft bestens zu bedienen und bitte
ich um geneigten Zuspruch.
401
Frau Anna Wetzel
Gelegenheitskauf für Geflügel
farmer.
zwihg sverſteigerung.
ſachſteK ezeichneten Grundſtücke, die zur Zeit der
8 deslStſeigerungsvermerks auf den Namen des
Eeslch uths III. in Darmſtadt im Grundbuch
wayg’ ſch llen
9, dMk7. Mai 1929, nachmittags 31), Uhr,
ernt cneſte Gericht, an Gerichtsſtelle, Zimmer 201,
werd=
(45129
Verſteiß
ihg erfolgt im Wege der Zwangsvoll=
LundbyBreyagetragen worden.
weit Mlee pur Zeit der Eintragung des Verſteige=
Werts EAdrm Grundbuche nicht erſichtlich waren,
areſt Er imm Verſteigerungstermin vor der
Auf=
dur 20 äh= von Geboten bei dem unterzeichneten
Soßmenlt mnd, wenn der Gläubiger widerſpricht,
9 may, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung
Hſen / hu; nicht berückſichtigt und bei der Ver=
Pe Benie gerungserlöſes dem Anſpruche des Gläu=
70 den /0 igen Rechten nachgeſetzt werden.
Etuigen Alche ein der Verſteigerung entgegenſtehen=
Mabend zertioen aufgefordert, vor der Erteilung des
2 Die 9 Nhung oder einſtweilige Einſtellung des
ie Verbghüchren, widrigenfalls für das Recht der
Lschgsernes un die Stelle des verſteigerten
Gegen=
tritt.
Lerſte Kluggsvermerk iſt am 18. Januar 1920
wſtadt. ) 1.. März 1929.
ſtiſſches Amtsgericht I.
Be Rhyaung der Grundſtücke:
in fir Wzuſtadt, Bezirk I., Band Xl. Blatt 505.
Hlu
1ir
durchklingen bald die Lande, dem
lieb-
lichen Fest, dem Frühling zum Gruß.
Gberall werden schon die
Vorbereitun-
gen getroffen, um die Ostertage auch zu
wahren Festtagen zu machen. Die Kauf.
mannschaft unserer Städt hat durch die
Anzeige in dem „Darmstädter Tagblatt‟
das bewährte Mittel, alle Interessenten
auf vorteilhafte Festeinkäufe
aufmerk-
sam zu machen. Wir möchten alle die
Firmen, die vor den Ostertagen eine
besonders intensive Werbung zu
ent-
falten gedenken, um rechtzeitige
Zu-
stellung der erforderlichen Unterlagen
ersuchen, damit wir für geschickte
Raumeinteilung der Ankündigungen
Sorge tragen können.
(4508
Ein größeres Grundſtück, in
allernäch=
ſter Nähe der Stadt Bensheim gelegen,
zirka 4½ Morgen, mit 60 tragenden
Obſtbäumen bepflanzt, größtenteils als
Wieſe angelegt, Waſſer und eine Quelle
vorhanden, ſehr geeignet als
Geflügelfarm
(4494
zu verkaufen. Kann evtl. noch durch
Zukauf bis zu 8—10 Morgen
vergrö=
ßert werden. Nähere Auskunft erteilt
Franz Schaider, Bensheim, Neugaſſe 37,
hürlturart u. Gewann
4 Rcauplatz Eckhardtſtr.
ALL. 48 Shrofreite Nr. 33 daſ.
II 48
Grabgarten daſelbſt
am
88
243
160
Betrag der
Schätzung
8000 RM.
in der Wilhelminenſtraße, mit ſelten
ſchönen Räumen, Inneneinrichtung
erſtklaſſig, Zentralheizung uſw.,
Ein=
fahrt, großer Hof und Garten, für
Aerzte uſw. beſonders zu empfellen,
wird dem Verkauf unterſtellt. Bei
Kauf werden 8 Zimmer nebſt
Zu=
behör frei. Als Anzahlung ca. Mk.
30—35 000 erforderlich. Näheren
Auf=
ſchluß erteilt
(*ds
Ferdinand Braun, Immobilienverwerig.
Karlſtraße 66.
Fernruf 517
AoBer
Feelle südd. Fabrikate,
Schlafzimmer in eiche
u. lackiert, Küchen,
la-
siert und lackiert
Einzel-Möbel
all. Art, Bettstell., Matr.,
Kleiderschr.,
Wasch-
kommoden, Tische,
Stühle, Diwans,
Chaise-
longues, Büfetts,
Bü-
cherschränke,
Schreib-
tische, Flurgarderoben,
Kuchenschränke sowie
Hlelnmübel all. Hri, Steppdecken,
Strohmalralzen. Federbelten,
Beltharchent v. Stück, Belikoltern,
Chalselongue-Decken z. a. mehr
auf lelchte Teillzahlang!
Ialius Wagner
Darmstadt
Karlstr. 30 Möbelladen
(4304n)
Camstag, den 16. März 1929
Konfirman
preiswerte und hübsche Getl
Lederbeutel mit Ceil
von 2.50 Mk. an,
Besuchstaschenfürlunged
relzende Neuheltenl
Buntledertäschchen
die große Mode,
Seiden-Täschchen
für Theater und kou
Brieftaschen
In allen Preislages,
Portemonnafes
größte Auswahl,
Aktenmappen
gutes Leder von 4-
Büchermappen
alle Größen und 13
Musikmappen
6.50 Mk., 7.50 Mk. IM
Schreib- u. Klebe-Albun
entzückende Neun
Schreibzeug-Garniture!
Zteilig, von 6.— Mch
Manikures, sehr bellebt
Mk. —.50, 1.—, 15
und höher,
Kamm-Garnituren
Stellig, von 1.40
Zum Frühling, den neuent Citroen
Die letzten Errungenschaften wünschen Sie sich an lhrem neuen Wagen:
Sie werden begeistert sein von dem C 6 Citroén-Sechszylinder. Mit
nie zuvor gekannter Sicherheit, mit einem Komfort ohnegleichen,
reisen Sie in diesem Fahrzeug. Warum? Weil zum ersten Mal im
Autobau die Karosse — die widerstandstähige Ganzstahlkarosserie —
statt nur aufgesetzt, test mit dem Fahrgestell zu einem einheitlichen
Ganzen verbunden ist — eine bahnbrechende Neuerung!
In der geräumigen C 6 Limousine tinden Sie 6 bequeme Sitzplätzel
mit Luxuspolsterung und allen erdenklichen Verfeinerungen,
Vorbild-
lich hohe Motorleistung, denkbar geringe Betriebskosten! In seinen
vollendeten Eleganz ist der C 6 Erfüllung Ihrer verwöhnten Ansprüche.
Genießen Sie das Glück sorglos frohen Reisens und fahren Sie den
schönen neuen C 6.
BerOster
nit einem
Verschieden!
leihweise ge!"
von RM. 1
Verkaufsstelle: Wiliy Holzinger, Rundeturmstraße 16.
ernst-- unt
Ansicht und
Kaufzwang.
Fahrraddecken
Lufiſchläuche
Erſahkeile
allerbilligſt bei
J. Donges &. Wieſt
Eliſabethenſtr. 25½
(3343a)
Eine fahrbare
1.50M. tägl. — 45.- Mk. monatl.
haben Sie
übrig für das gute Piano!
Arnold, Steinway, Schiedmayer, Jbach u. v. a. von
täglich friſch liefert
holl. Firma zum
bil=
ligſten Tagespreiſe
an Wiederverkäuſer.
Anfr. u. M 202 an
die Geſchäftsſtelle.(
N e
cemeni-
F. Gs0
Landwehrſtraße
Holz= und Kohlb.
zum
Brennholz=
ſchneiden zu verkf.
Büttelborn,
Mar=
tinſtr. 17. (451
kaufen
Fahrräder
ſowie ſämtliche
Zubehörteile
am vorteilhafteſten
beim Fachmann
Langjährige ſchriftliche
Ga=
rantie, auch bei gebrauchten
Inſtrumenten.
Eventuell ohne Anzahlung.
Gebrauchte Pianos und
Flügel von 500.— Mk. an
jederzeit am Lager. (3912a
AArdhclelfeneſer
Gr. Ochſengaſſe 12
1455921
Sportstrumpf
grau — braun — beige — meliert Paar
Waschseide
mit Makorand, in schwarz und allen
Fraß jahrsfarben
Paar
Bembergselde
in allen hochmodernen Farben, Mako-
. Paar
rand
Wasch selde
in schwarz und farbig, mit kleinen
Paar
Schonheltsfehlern.
Eliſabethenſtr. 28 — Seit 1830
und (4546
Auste
Empfehle
Rehbraten in jeder Größe
Ferner empfehle in ſeltener Qualität:
Junge Tauben, junge Hahnen, Ponlar en
Kapaunen feint gemä ete junge Gänſe
und ſelten ſchine Kochhüner „Täglich
fr ſche, ſchwere Eier aus meinem Hühnerhof.
Kiesſtraße 15
L. Schröder relefon 1969
TAPETEN
Nachfolger, G.m b.6.
Mühlſtraße 22.
Herrenfahrrad
Rhe=
nania, gut erh., m.
neuer Bereifung u.
Torpedofreil., ſowie
Kontr.=Schreibkaſſe
National, ſehr gut
erh.. zum Preiſe v.
je 35 Mk. zu verk.
Näh. Geſchäftsſt. (
Elektr. Licht-
Kraft-, Klingel-, Uhren- Telephon-
und Signalanlagen
führt er tklassig und bil ig au=
Kostenvoranschläge grafls. Mielanlagen
L. Lange
Eleykrotechnisches Institut
Telephon 399
Schulstraße 6
Gegrandet 1890 (4541
LINOLEUM
Luowiespiarz6
Kire”straße 12 Darmstadt an der Apotheke
gebr., billig abzug.
Benz & Comp.,
Grafenſtraße 20/22.
(4485b)