Darmstädter Tagblatt 1929


08. März 1929

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Einzelnummer 10 Pfennige

Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitang der Landeskauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſt. Tagbl. geſtattet.
Nummer 67
Freitag, den 8. März 1929.
192. Jahrgang

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Rabat, weg. Bankonto Deutſche Boni und Darme
ſtädter und Nationalbani.

* Zur Reparationsſachverſtän=
digen
=Konferenz organiſa=
toriſche
Foriſchritte.

w Die zweite Woche der Pariſer Sachverſtändigenberatungen
hatte die erſten Schwierigkeiten gebracht, als man ſich zum erſten
Male den Erörterungen von Einzelfragen zuwandte. Damit ſoll
nicht geſagt ſein, daß etwa die Diskuſſion dem Kern des Nepara=
menſetzung
ſtimmt deshalb bedenrlich, weil geſtern tionsproblems, der Feſtſetzung der deutſchen Zahlungsfähigkeit,
Chamberlain in ſeiner Erklärung zur Minderheitenſache einen näher gekommen iſt, im Gegenteil, die Erörterungen bewegen ſich
digen hat, rein äußerlich betrachtet, noch weniger gebracht als die
zweite, aber gerade der langſame Gang der Verhandlungen, die
auch weiter in einer Atmoſphäre der Sachlichkeit ohne jede poli=
tiſche
Beeinfluſſung geführt werden, beweiſt die vorſichtige Behut=
Die Form des 14köpfigen Ratskowitees iſt ein ſamkeit, mit der die 24 Sachverſtändigen der Weltwirtſchaft an die
ihnen geſtellten Probleme herangehen, und zeugt zugleich davon,
wie verantwortungsvoll ihre Aufgaben ſind.
Nach den erſten zwei Wochen der Pariſer Sachverſtändigen=
verhandlungen
konnte man vielfach die Meinung hören, daß ein
Abbruch der Konferenz angeſichts der aufgetretenen Schwierig=
keiten
bevorſtehe, ja man erwartete das Ende ſogar ſchon in der
abgelaufenen Woche. Man iſt jedoch dieſer Schwierigkeiten durch
die Gründung von Unterausſchüſſen Herr geworden, und dieſe
Unterausſchüſſe ſind tatſächlich in medias res gegangen, indem
ſie eine Dreiteilung der gegenwärtig zu behandelnden Fragen
vorgenommen und ſich mit dem Transferſchutz, der Kommerzia=
liſierung
und den Sachlieferungen zu beſchäftigen haben. Damit
iſt man in die intenſive Bearbeitung der wichtigſten Einzelfragen
eingetreten, die wohl zu der Schaffung eines neuen Reparations=
erfüllungsplanes
beitragen können. Die Beratungen in den Un=
terausſchüſſen
verfolgen einen doppelten Zweck: Man will durch
eine Erörterung der Zahlungsmethoden und Zahlungswege Be=
ſchlüſſe
vorbereiten, die gefaßt werden müſſen, wenn dann ſpäter
in den Hauptſragen eine Verſtändigung erreicht werden ſollte.
Mit anderen Worten, es ſoll durch dieſe Verhandlungsmethode,
die den einzigen Ausweg bildet, um die tiefklaffenden Gegenſätze
der deutſchen und der anderen Verhandlungsſeite hinſichtlich der
deutſchen Zahlungsfähigkeit zu überbrücken, verſucht werden, die
Grundlage der Summenentſcheidung vorzubereiten. Der gegen=
teilige
Weg, nämlich die Feſtſtellung einer Summe und dann auf
Grund dieſer des Verteilungsſchlüfſels konnte eben nicht beſchrit=
ten
werden, wenn die Reparationsſachverſtändigenkonſerenz vor
einem ſchnellen Abbruch bewahrt werden ſollte. Der zweite Zweck,
den die Beratungen in den Unterausſchüſſen haben, iſt der, daß
auch den Hauptvertretern der einzelnen Delegationen, ſolange ſich
die eigentliche Konferenz in den Verhandlungen dieſer Unteraus=
ſchüſſe
abſpielt, reichlich Gelegenheit zu unverbindlichen Beſprech=
ungen
und damit zu vertraulichem Meinungsaustauſch gegeben
iſt. Schon heute kann geſagt werden, daß die wichtigen Entſchei=
dungen
nicht in der Vollkonferenz, ſondern bei den Beratungen
der kleinen Unterkommiſſionen getroffen werden.
Angeſichts dieſer Umſtände kann es ſich vorläufig nicht han=
deln
und hat es ſich bisher natürlich nicht um die Feſtſetzung einer
Jahresrate oder einer Zahlungsdauer der deutſchen Reparations=
zahlungen
gehandelt, und alle die Ziffern, die in der auslän=
diſchen
Preſſe als mehr oder weniger wahrſcheinlich genannt
ſvorden ſind, entbehren der tatſächlichen Grundlage, wenngleich
ſelbſtverſtändlich in den unverbindlichen Beſprechungen außerhalb
der Delegationsſitzungen Ziffern von den Beteiligten angegeben
ſein können. Dieſe ziffernmäßigen Angaben, die von alliierter
Seite weit über das hinaus gehen, was von Deutſchland auf
Grund des Dawesplanes zu zahlen iſt, laufen anſcheinend darauf
aus, die deutſchen Vertreter zur Abgabe eines feſten Zahlungs=
neuert
immer wieder ihre Bemühungen in dieſer Richtung, weil
ſie eine deutſche Zahlungsfähigkeit ſieht, die in Wirklichkeit gar
nicht vorhanden und die feſtzuſtellen ja gerade Zweck und Auf=
gabe
der Sachverſtändigenkonferenz iſt. Desgleichen drängt
Frankreich auf die Kommerzialiſierung, wenigſtens eines Teiles
der deutſchen Schuld, d. h. auf die Verwandlung in handels=
fähiges
ſofort verwendbares Geld, weil es im Auguſt dieſes
Jahres ſeine ſogenannte Handelsſchuld an Amerika, die noch
aus der Liquidation des Krieges herrührt, im Betrage von 400
Millionen Dollar zurückbezahlen ſoll. Dem gleichen Zwecke dienen
die Behauptungen, daß die Darlegungen der deutſchen Delegation
in der erſten Verhandlungswoche über die ſchwere wirtſchaftliche
und finanzielle Lage Deutſchlands die Sachverſtändigen nicht
hätten überzeugen können. Vom deutſchen Standpunkt muß es
als unmöglich bezeichnet werden, und die Richtigkeit dieſer Auf=
faſſung
beſtätigt die Haltung der deutſchen Delegation in Paris,
die bisher keine zahlenmäßige Angaben hinſichtlich der Annui=
täten
gemacht hat, deutſche Jahresleiſtungen, wenn auch in noch ſo
geringer Höhe feſtzuſetzen, ohne daß gleichzeitig grundlegende
Vorſchläge über die Art ihrer Aufbringung und ihrer Tragbarkeit
von der Konferenz gemacht worden ſind. Zudem ſollen die Sach=
verſtändigen
durch ihre finanziellen Kenntniſſe und durch ihre
wirtſchaftliche Einſicht, unvoreingenommen durch politiſche Abſich=
ten
, alſo nur auf dem Wege der wirtſchaftlichen Vernunft, einen
einſtimmigen Vorſchlag zur Löſung des Weltreparationsproblems
ausarbeiten.
Mit allem Nachdruck muß dabei auch betont werden, daß
die Ausſicht auf baldige Rheinlandräumung mit der Haltung der
deutſchen Delegation in Paris nichts zu tun hat. Selbſt die
Reichsregierung wäre nicht bereit, zur Beſchleunigung der Rhein=
landräumung
von dem Wege der wirtſchaftlichen Vernunft, der
nun einmal für ein Gelingen und einen Erfolg der Reparations=
ſachverſtändigenkonferenz
, ſoweit man davon ſprechen kann, vor=
gezeichnet
iſt, abzuweichen. Dieſe Konferenz hat ſich ohne einen
bolitiſchen Rahmen abzuwickeln, und das unverändert hartnäckige
Verharren der deutſchen Delegation in ihrer Haltung, aus der
man beſonders dem Reichsbankpräſidenten Dr. Schacht in der
Auslandspreſſe Voxwürfe machen will, muß gerade angeſichts
der organiſatoriſchef Fortſchritte der Reparationsſachverſtändigen=

ſehr konſervativ ablehnenden Standpunkt eingenommen hat. Man nach wie vor immer noch an der Peripherie der zu löſenden Auf=
ſagt
ſich jedoch, daß alles von der Stellung des Ratskomitees gaben. Die dritte Beratungswoche der Reparationsſachverſtän=
abhängen
wird, und daß deſſen Haltung davon abhängt, mit wel=
chen
Argumenten die Antragſteller und die intereſſierten Staaten
in der Zwiſchenzeit durch Denkſchriften und Memoranden ihre
Stellungen zur Geltung bringen.
Kompromiß zwiſchen den Anträgen Dandurands, den deutſchen
Forderungen und den Kräften, die es nicht zur Bildung
eines eigentlichen Studienkomitees kommen laſſen
wollten. Man hat dieſe Form gewählt, weil ſo der Rat zwar
über den ganzen Fragenkomplex beraden kann, jedoch juriſtiſch
nicht zu Entſcheidungen gezwungen iſt, wie ſie ihm durch den
Wortlaut der Minderheitenverträge und des Völkerbundspaktes
vorgeſchrieben ſind.

* Genf, 7. März. (Priv.=Tel.)
er d4 Zuſammenſetzung des Ratskomitees,
vomſlkif: bis zur Junitagung die verſchiedenen Min=

mvornfi e geprüft werden ſollen, haben die Juriſten
nochtt 8 fſpät in die Nacht hinein beraten, ohne jedoch
im (Erlmis gekommen zu ſein. Ihre Beſprechungen

ute mym fortgeſetzt worden und es kurſieren verſchie=
rüchfitei
, es als möglich hinſtellen, daß das Komitee aus
atsmunt evern beſtehen wird, zu denen Dandurand und
ſanny Antragſteller kommen, um ihre Sache vor dem
zu kurten.
Zuſſim enſetzung des Komitees hat auch eine große
bei ſ0 Beſprechung zwiſchen Streſemann
Chguuerlain geſpielt, die heute morgen von
11151y im Hotel Metropole ſtattgefunden hat. Bei
beſputzſſtns ſind natürlich auch die anderen Fragen be=
vord/
dre beide Länder intereſſieren, wie z. B. die
atfltem und die damit zuſammenhängenden
Ratikjung, die kurz vor 12 Uhr heute vormittag begann
der Füriches Publikum angelockt hatte, wurde mit einer
ebetcanung eröffnet. Die vorgeſehene Diskuſſion
dAcheitenanträge wurde nämlich auf heute
ſtichſtertagt, weil man ſich über die Zu=
Etrg des Ratskomitees zur Behandlung
gehlo nicht ſchlüſſig geworden iſt. Die
ſtäune Uiegen hier bei Polen, das ſich gegen
ielſug der beiden Antragſteller Dandu=
UndAſt eſemann ſträubt. Man ſucht jetzt nach
*Komptmiß, über das verlautet, daß der Rat im Juni
vWier eisgtlichen Tagung zu einer Vorkonferenz zuſammen=
Tol, Myertweder ſelbſt die Anträge zu behandeln, oder
zu bi (it ßen, wie das Komitee zuſammengeſetzt ſein und
fohle

An maßgebender deutſcher Stelle faßt man die
Beurteilung des Ergebniſſes der Minderhei=
tendiskuſſion
dahin zuſammen, daß gegenüber den anfäng=
lichen
Abſichten, die Minderheitendebatte ſchon in der März=
tagung
abzudrehen oder ſie durch einen formellen Bericht zu
bagatelliſieren, der Verlauf der ganzen Angelegenheit außer=
ordentlich
befriedigend beurteilt werden könne, zumal nun die
Minderheitendiskuſſion wahrſcheinlich auch
über den Juni hinaus fortgeſetzt werde. Ange=
ſichts
der wenig günſtigen Situation, in der ſich Deutſchland im
Nat befinde, ſei das ein Vorteil. Ein Vorteil ſei auch, daß
nunmehr ſämtliche Mitgliedsſtaaten des gan=
zen
Völkerbundes, wie es in dem heutigen Ratsbeſchluß
vorgeſehen iſt, durch Denkſchriften und Memoran=
den
an der Erörterung der Minderheiten=
frage
teilnehmen können. Man rechnet damit, daß
dem Dreierkomitee, das ſich ſelbſt jeder eigenen Stellungnahme
(nthalten wird, eine große Anzahl ſolcher Denkſchriften zugehen
wird. Das Ratskomitee, an dem außer Adatſchi, Cham=
berlain
und Quinones de Leon vorausſichtlich eine große Anzahl
Ratsmitglieder, z. B. Dr. Streſemann und Dandu=
rand
, teilnehmen werden, wird ſchon einige
Tage vor der nächſten Ratstagung zuſammen=
treten
. Als Tagungsort iſt, wie man hört, San Se=
baſtian
in Spanien in Ausſicht genommen, von wo ſich
die Mitglieder des Komitees zu der am 27. Mai beginnenden
Tagung des Völkerbundsrats nach Madrid be=
geben
. Die Tagung in Madrid wird am Samstag durch den
Völkerbundsrat, dem Quinones de Leon die offizielle Einladung
ſeiner Regierung vorlegen wird, beſchloſſen werden.
Die Befürchtung, daß die Minderheitenfrage wegen der für
Madrid vorgeſehenen feierlichen Empfänge und Feſtlichkeiten
etwas eingeengt werden könnte, teilt man in deutſchen Kreiſen
nicht, da man der Anſicht iſt, daß vorher genügend Zeit gegeben
iſt, um die Fragen ſehr eingehend im Verkehr mit dem Dreier=
komitee
und in den Beratungen des Ratskomitees zu behandeln.
Die oberſchleſiſchen Minderheitenpetitionen und der Fall lilitz angebotes zu veranlaſſen. Beſonders die franzöſiſche Preſſe er=
werden
den Rat morgen beſchäftigen.

Nachh zu gsſitzung des Völkerbundsrates, die um 5 Uhr
halzer Beratung der Kompromißformel, die
e 3Aſmmenſetzung des Ratskomitees ge=
woricht
iſt, das in den nächſten Monaten die Minder=
wchle
trrüfen ſoll. Die Reſolution, die Adatſchi als
eſtattt dan Rat vorſchlug, ſieht vor, daß Adatſchi
m Jcni. auf der Grundlage der Vorſchläge Dandu=
lund
Aßſennanns unter Berückſichtigung aller
90ſſion von den Mitgliedern des
zumht; druck gebrachten Meinungen einen
r auh Rat ausarbeitet. Dabei wird er von
derhin und Quinones de Leon unterſtützt.
9Mtnaten, die Minderheitenverpflich=
ürnommen
haben, können dieſem

iEkiolltee ihre Haltung zur Minderheitenfrage
Ailerh aus gleiche kann auch von Seiten jedes
IEn Altnliedſtaates des Völkerbundes ge=
2 Die shiäkteilungen müſſen dem Generalſekretär bis zum
i de sJuhres zugegangen ſein. Das Komitee ſeinerſeits
Pe A 4 us=künfte beſorgen, die es zur Förderung ſeiner
2 ür noß lält. Zu gegebener Zeit werde ſich der Rat,

Der Rat hielt am Donnerstag vormittag eine kurze öffent=
liche
Sitzung ab, in der eine Reihe von Kommiſſionsberichten
angenommen wurde. Staatsſekretär v. Schubert berichtete über
die Arbeiten des Wirtſchaftskomitees des Völkerbundes im letzten
halben Jahr auf dem Gebiete der Handelspolitik, der Meiſtbe=
günſtigungsklauſel
und der Zolltarife. Weiter nahm der Rat
einen Bericht über die einzuberufende Konferenz für die Codi=
fizierung
des internationalen Rechts entgegen, die im Frühjahr
1930 zuſammentreten ſoll. Ferner lag dem Rat der Bericht der
Opiumkommiſſion vor. Hierbei ſtellte der Vorſitzende der Opium=
kommiſſion
, der zur Ausſprache über dieſen Punkt hinzugezogen
war, feſt, daß die Hälfte der Mitglieder des Völkerbundes die
Opiumkonvention von 1925 noch nicht ratifiziert habe. Der Rat
beſchloß ſodann, die europäiſche Konferenz für die Ausarbeitung
eines internationalen Abkomanens über die den Emigranten aus=
zuſtellenden
Ausweiſe auf den Juli des Jahres nach Genf ein=
zuberufen
.

2 Lilen. Fall als Komitee, in dem ſämt=
Nind; bertreten ſind, tagt, mit dem Ergeb=
Arbast wes Dreierkomites befaſſen und ſich zu dieſem
E Iin Ein Fautſprechenden Zeitpunkt vor der nächſten Nats=
Iperic hem. Der Generalſekretär teilt allen Mitglieds=
P8 ürrbundes, auch denjenigen, die Minderheiten=

Jeane Fucht übernommen haben, den Wortlaut dieſer
We ion Blaizrs überſendet ihnen gleichzeitig die Berichte über
rausgepgrnen Debatten im Rat.
E Rade yr dieſen Beſchluß debattelos entgegen und trat

P in eiktiſgotöffentliche Sitzung ein.
Gnd dSſches Völkerbundskompromiß.
Ne redlihaurewöhliche Löfung, die der Völkerbundsrat
E Mr Saliang der Minderheitenanträge gefunden hat,
Ei gertigemein als eintypiſches Völkerbunds=
LIJLnslargeſehen, wie es bei derartigen Gelegenheiten
L Sp Rdrauing iſt. Es zeigt deshalb auch ale Vorteile
Seicheits iges ſolchen. Der Hauptvorteil bei der jetzigen
Hin dilh er ſein, daß die Fortführung der Min=
teithatte
im Funz und nahrſcheinlich auch im
Mnd
1s geſichert zu betrachten iſt.
unmenſetzung des Dreierkomitees

* Genf, 7. März. (Priv.=Tel.)
Chamberlain wandte ſich heute vor der engliſchen Preſſe
gegen einige Entſtellungen ſeiner kürzlichen Ausführungen zum
Kelloggpakt durch amerikaniſche Journaliſten. Er erklärte, daß
er durchaus der gleichen Auffaſſung ſei, die Herr Hoover in ſeiner
Antrittsrede im Senat bekundet habe. Man dürfe den Wert des
Kelloggpaktes nicht her=bſetzen, wenn er auch keine abſolute Ga=
rantie
gegen alle Kriegsfälle ſei. Der Kelloggpakt werde ſicher
auf den allgemein beſtehenden Willen zur Abrüſtung fördernd
einwirken, und überhaupt müſſe man jede Beſtrebung, die den
heiligen Gedanken des Friedens und die heilige Pflicht ſeiner
Aufrechterhaltung fördere, begrüßen. Selbſtverſtändlich müſſe
man ſich darüber klar ſein, daß der Kelloggpakt, ſo wichtig er auch
ſei, nicht alle Beſorgniſſe und Schwierigkeiten beſeitigen könne.

nesßtsza Wberkafn-dutinones de Beon fin=
in
M‟
Irheitenkreiſen etwas geteilte Auf=
L2 Wazu Ner gewulnſcht häe, dos Konite breiter 1u
dunnich Mleicht auf fünf Mitglieder zu erhöhen, unter
un den Minderheitenfragen ſpeziell intereſſierte
den 5al
Alatz finden können. Die jetzige Zuſam=

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Seite 2

Freitag, den 8. März 1929

konferenz, die ſich zweifellos aus der durch die Gründung der
Unterausſchüſſe für die wichtigſten Einzelfragen geſchaffenen neuen
Verhandlungsmethode ergeben, als richtig, beſtimmt aber als vor=
läufig
richtig anerkannt werden, ſolange eben nicht über Zahlungs=
methoden
und Zahlungswege definitive Erkenntniſſe und Be=
ſchlüſſe
, die einſtimmig gefaßt werden müſſen, vorliegen. Darum
kann auch nicht erwartet werden, daß von deutſcher Seite in der
laufenden Woche, der vierten der Konferenz, ein feſtes Angebot
gemacht wird.
Wenn auch bisher offizielle Nachrichten über die Sitzungen
der drei Unterausſchüſſe für Transferſchutz, Sachleiſtungen und
Kommerzialiſierung nicht vorliegen, ſo genügt doch die Kenntnis
dieſer drei Problemſtellungen der Reparationsfrage, um den
Grundriß zu erkennen, in welchem nach dem jetzigen Stande der
Dinge der neue Reparationszahlungsplan aufgeſtellt werden ſoll.
Die von dem Transferausſchuß, der gegenwärtig den Schlüſſel
der Konferenz in ſeinen Händen hält, vorgeſchlagene Zweiteilung
der deutſchen Annuität in einen geſchützten und ungeſchützten Teil
iſt in der Vollſitzung der Reparationskonferenz als gangbarer
Weg zu einer Löſung angenommen worden. Selbſtverſtändlich
kann dieſer Vorſchlag vorerſt nichts Konkretes bringen, ſolange
man ſich nicht über die Frage der Größenverhältniſſe der beiden
Teile verſtändigt hat. Und das iſt gerade das Weſentliche, die
Feſtſtellung der Größenordnung. Wenn jetzt bereits von den
Unterausſchüſſen ein einheitlicher Organismus ins Auge gefaßt
wird und die drei Kommiſſionen gemeinſam arbeiten und einen
Geſamtplan aufſtellen ſollen, ſo muß man ſich fragen, ob denn die
Diskuſſion über die Zuſammenſetzung und die Aufgaben, die der
neue Transferausſchuß erhalten ſoll, überhaupt einen Sinn hat,
ehe nicht die Frage über die Höhe der Zahlungen geklärt iſt.
Die Arbeiten der Konferenz laufen wiederum Gefahr, ſich in
wiſſenſchaftlichen Auseinanderſetzungen ohne einen praktiſchen Er=
folg
und ohne den Gang der Verhandlungen weiter zu bringen,
zu verlieren. Denn ſchließlich ſind die Zahlen, mit denen der
Rahmen eines einheitlichen Organismus' ausgefüllt werden ſoll,
das Weſentliche, und von ihnen hängt eigentlich auch die Eignung
und der Wert eines ſolchen Rahmens ab.
Mit dem Fünfer=Ausſchuß der Konferenz und ſeinen Trans=
ferplänen
hat ſich die öffentliche Meinung bereits recht eingehend
beſchäftigt. Zweifellos iſt es das Beſtreben maßgebender, gegne=
riſch
eingeſtellter Kreiſe, die im Dawesplan befindlichen Klauſeln
und Beſtimmungen, die für Deutſchland ein ſtarkes Aktivum be=
deuten
, zu entfernen und die deutſche Regierung mit den Riſiken,
die der Transfer in ſich trägt, zu belaſten. Es iſt an dieſer Stelle
bei Behandlung des Reparationsproblems ſchon wiederholt
darauf hingewieſen worden, daß an eine Aufgabe des Transfer=
ſchutzes
ſeitens Deutſchlands nicht zu denken iſt, es ſei denn, daß
dieſes Opfer auf der anderen Seite weiteſtgehende Zugeſtändniſſe
einbringen würde. Eine Aufhebung der durch den Dawesplan
geſchaffenen Organiſation oder auch nur eine Lockerung derſelben
müßte ſich zu Deutſchlands Ungunſten auswirken. Es ſcheint die
Abſicht zu beſtehen, der deutſchen Regierung die bisher dem
Reparationsagenten bzw. dem Transferkomitee übertragenen
Kompetenzen im Transfer zu übergeben, d. h. ihr die volle Ver=
antwortung
nicht nur für die Einhaltung des Schutzes der Wäh=
rung
, ſondern auch für die Transferierung ſelbſt aufzuerlegen,
und zwar für die Transferierung des Teiles, der vom Transfer=
ſchutz
ausgenommen werden ſoll. Gewiß würde durch die Auf=
hebung
des bisherigen Transferkomitees Deutſchland ſeine volle
wirtſchaftliche Souveränität wieder erlangen, aber dies würde
durch die Ueberlaſſung des vollen Riſikos an die deutſche Regie=
rung
bzw. an den Geſamtkredit des Deutſchen Reiches mit der
Erfüllung unmöglicher Verpflichtungen verbunden ſein. Gerade
weil kein Weg zu ſehen iſt, wie nach der Erſchöpfung der deutſchen
Fähigkeit, Auslandskredite aufzunehmen, die Deviſen für weitere
Tribute beſchafft werden könnten, da eben die Reparationszah=
lungen
unter den heutigen Verhältniſſen jeder volkswirtſchaft=
lichen
Einſicht und Logik widerſtreiten, kann Deutſchland unmög=
lich
Riſiken und Verantwortlichkeiten übernehmen, die bisher bei
den Vertretern unſerer Gläubiger gelegen haben.
Die einmütige Auffaſſung der deutſchen Vertreter auf der
Reparationskonferenz geht dahin, daß eine Aenderung des Trans=
ferſchutzes
überhaupt nur im Rahmen einer Geſamtlöſung denk=
bar
iſt, und dieſe liegt noch in weiter Ferne. Vor allem wird
bei der Beantwortung der Transferfrage das meiſte davon ab=
hängen
, ob die Gegenſeite bereit iſt, für eine teilweiſe Aufhebung
des Transferſchutzes die Geſamtheit ihrer Forderungen auf ein
Maß zurückzuſchrauben, das es Deutſchland möglich macht, wenig=
ſtens
für die Bezahlung eines Teils der ſogenannten Reparatio=
nen
die volle Verantwortung zu übernehmen. Eine Erſatzlöſung
müßte dem grundſätzlichen Transferſchutz des Dawesplanes gleich=
wertig
ſein, und was er geleiſtet hat, das weiß heute jeder
Deutſche. Ob Deutſchland überhaupt bei der gegenwärtigen
Wirtſchaftslage in der Lage iſt, die volle Verantwortung auch
nur für einen Teil der Reparationszahlungen zu übernehmen, iſt
ſehr zweifelhaft.

Vom Tage.
Reichsarbeitsminiſter Wiſſell begibt ſich am
Samstag zu internationalen ſozialpolitiſchen Beſprechungen nach
Genf.
Der amtliche preußiſche Preſſedienſt teilt mit, daß die Gerüchte
über Lungenpeſt der Beſatzung in Trier unzutref=
fend
ſind. Unter der meiſt ſüdfranzöſiſchen Beſatzung herrſcht
die Grippe, häufig mit ſchweren Lungenentzündungen
verbunden, der bereits zahlreiche Soldaten zum Opfer gefallen ſind.
Der in Brüfſel verhaftete angebliche Dokumentenfälſcher Frank=
Heine iſt am Mittwoch abend aus der Haft entlaſſen worden, weil
keine Gründe für eine weitere Inhaftierung vorliegen.
Der franzöſiſche Miniſterrat hat Trotzki die Ein=
reiſeerlaubnis
nach Frankreich verſagt. Gegen Trotzki
iſt übrigens noch immer ein Ausweiſungserlaß gültig.
Poincaré ſtellt in einer Erklärung ausdrücklich feſt, daß er, ſobald
er durch eine Kammerabſtimmung in die Minderheit verſetzt werden
ſollte, ſein Amt aufgeben und keine neue Regierung mehr bilden werde.
Der Präſident der Kommiſſion für die Kontrolle der
Rüſtungsinduſtrie Graf Bernſtorff, iſt mit den deutſchen Sach=
beratern
zu einer Vorbeſprechung für die am 15. März beginnende
Tagung der Kommiſſion in Genf eingetroffen.
Die rumäniſche Regierung genehmigte auf das
deutſche Erſuchen die Ueberfliegung rumäniſchen Ge=
biets
durch den Graf Zeppelin.
Wie bekannt wird, hat das amerikaniſche Staatsdeparte=
ment
beſchloſſen, in Zukunft auch den ausländiſchen
Botſchaftern und Geſandten die Verſorgung mit
alkoholiſchen Getränken unmöglich zu machen.
In Detroit iſt der Gründer der Autowerke Buſck. Da=
rid
Buick, im Alter von 74 Jahren geſtorben. Er lebte zuletzt in
größter Armut.
Präſident Hoover hat eine Verordnung veröffentlicht, wo=
burch
der Kongreß auf den 15. April zu einer außer=
ordentlichen
Seſſion einberufen wird. Es ſoll vor allem
die neue Zolltarifvorlage zur Behandlung kommen.
Die mexikaniſche Regierung gibt bekamnt, daß die Auf=
ſtändiſchen
auf allen Fronten im Rückzug begriffen ſind.

Nobile kommt vor ein Kriegsgericht.
* Berlin, 7. März. (Priv.=Tel.)
Gegen General Nobile, den Führer der verunglückten Italia=
Nordpolexpedition, geht das Verfahren weiter. Muſſolini ſelbſt
hat das ganze Material durchgearbeitet, um ſodann mit eigener
Hand das Urteil gegen die Expeditionsteilnehmer zu ſchreiben.
Dabei ſind Zappi und Mariano verhältnismäßig gut weg=
gekommen
. Weit ſtrenger iſt man mit General Nobile ins Ge=
richt
gegangen, der jetzt vor ein Kriegsgericht geſtellt werden
ſoll, um die Frage zu entſcheiden, ob dem General wenigſtens
eine Penſion gelaſſen wird, oder ob er aus dem Heere ausgeſtoßen

werden ſoll. Ein andere Wahl bleibt dem Gericht nach den
Anweiſungen Muſſolinis nicht. Jetzt wird auch bekannt, daß
Muſſolini ſelbſt die gewagte Fahrt Nobiles nicht gewünſcht hat,
aber Nobile verſuchte ſeine ehrgeizigen Pläne mit allen Mitteln
durchzuſetzen. Die italieniſche öffentliche Meinung erhebt gegen
den General den Vorwurf, er hätte den Flug nur zu Befrie=
digung
ſeiner Eitelkeit vorbereitet, weil Amundſen erklärt hatte,
Nobile ſei wohl ein guter Luftſchiffbauer, aber ein ſchlechter
Pilot. Muſſolini habe nur nachgegeben, weil Nobile mit
Deutſchland Verhandlungen wegen eines Polfluges angeknüpft
hatte.

* Mannequins.
Von Kaſimir Edſchmid.
Alle Schneider der Welt verfügten zu allen Zeiten über ge=
naue
Modelle vom Körper ihrer hervorragenden Kunden. Da
ſtanden ſie, aus Holz mit Seide überzogen, ſeltſame Torſos, ohne
Leben, manchmal ohne Köpfe. Ueber ihre feſtgeſpannten Büſten
wurden die Jacken, die Weſten, die Roben und die Taillen ange=
zogen
und durchprobiert. Sie hatten einen ehrenwerten und
ruhigen Beruf, ſolange die Kleider Koſtüme waren, die ſich um
die Menſchen wie Pfquenräder ſchwangen.
Mannequin heißt eigentlich Gliederpuppe und iſt, Gott weiß
warum, aus dem deutſchen Wort Männeken entſtanden. Jeden=
falls
hat dieſes Wort ſeinen Wohnort in Paris aufgeſchlagen,
und ſeitdem ſind die Manneguins wie die Helden eine internatio=
nale
Geſellſchaftsſchicht geworden. Denn ſie haben mit der Zeit,
ohne den Tiefſinn ihres Namens zu verlieren, ſich in Fleiſch und
Blut verwandelt und ſind ſchön wie die Engel geworden.
Schon Anatole France hat den alten Probierpuppen aus
Stoff einen ſymboliſchen Sinn gegeben, als er Profeſſor Berge=
ret
, der die Untreue ſeiner Gemahlin entdeckte, nicht dieſe, ſon=
dern
ganz heimlich deren Probierpuppe zum Fenſter hinaus=
werſen
ließ. Er gab der Puppe einen menſchlichen Sinn. Nun,
die Erſindung der lebenden Propierpuppen hat denſelben Weg
berfolgt, aber es ſcheint manchmal, als ob dieſe ſchönen ſtummen
Frauen, die den Beſucherinnen die neuen Modelle der Mode=
häuſer
vorführen, in ihren graziöſen, aber automatenhaften Be=
wegungen
doch nur eine Zwiſchenſchicht ſeien zwiſchen den Pup=
pen
und den Menſchen.

Während die Büſte des Mannes im Atelier des Schneider
traurig ſtehen blieb und die Bruſt ſtramm vor Schmerz herau
ſtreckte, iſt die ſeibliche Probierpuppe ein richtiggehender weil
licher Stand geworden, ein echter Beruf, eine Gewerkſchaft v.
bübſchen Frauen mit raſſigen Beinen und hohen Schultern u
ſchmalen Hüften. Die alten Gliederpuppen waren bald reſtle
beſiegt und in die Warenhäuſer zurückgeſchlagen und d
großen Häuſer der Mode verfügten plötzlich über eine woh
diſziplinierte Schar von ſehr lebendigen Amazonen, die i
Schöpfungen vorführten. Ein entzückender Beruf, denn m
muß dazu ſchön ſein und gute Bewegungen haben.
Die Frauen, die wiſſen, was ſie kaufen wollen, die aber nie
wiſſen können, wie es ſich trägt, laſſen dieſe Armee von Man=
quins
vor ſich exerzieren wie die Souveräne ihre Soldaten. e
ſitzen in Stühlen und nehmen Parade ab. Die Mannegui=
kommen
in den Probierraum herein, manche in Deſſous, mang
in Abendmänteln, manche in Pelzen, manche in Abendkleide

andere in Morgenpyjama. Die Mannequins gehen auf und ab,
beivegen ſich, reichen etwas hin, ſtecken ſich eine Zigarette an,
ſagen guten Tag, kämmen ſich vor dem Spiegel kurz,
ſie nehmen in Koſtümen, die ihnen nicht gehören, alle kleinen
diskreten und öffentlichen Handlungen vor, die eine Frau liebt.
Uind die Frauen, die kaufen wollen, wiſſen dann bald, ob ihre
Bewegungen zu den Koſtümen paſſen. Aber ſie müſſen noch feſt=
ſtellen
, ob die Farben zu ihrem Teint paſſen und ob die Koſtüme
zu ihren Figuren ſtehen werden. Und die Chefs der Modehäuſer
werden ihnen ſofort aus der ſchönen Meute ihrer Mannequins
diejenigen hervorjagen, welche im Teint, in der Bewegung und
in der Figur ihren Auftraggeberinnen ähneln. Das iſt das Ge=
heimnis
dafür, warum es auch dicke Mannequins gibt.
Jeder Modeſchöpfer hat natürlich ſeinen eigenen Stil und
daher auch in ſeinen Manneguins eine ſpezielle Note. Poiret,
der vor dem Kriege ſehr bekannt war und der, vom Jugendſtil
herkommend, einen ziemlich phantaſtiſchen Stil beſaß, bereiſte
eine Zeitlang mit einer Art Ballett die Welt. Er war noch nicht
ſo ſachlich wie ſeine Nachfolger die Frauen trugen noch
lange oder wenigſtens ziemlich lange Röcke, und er half ihnen
ein wenig, in einer formloſen Zeit wenigſtens ein paar Ideen in
ihrer Kleidung zu haben. Seine Mannequins waren unterſetzt,
ein wenig üppig, ein wenig mädchenhaft und ſchwärmeriſch. Vor
dem Kriege gab es, ausgenommen in England, noch keine
Linie‟. Das kam erſt mit dem Sport und mit den Automobilen.
Ja, dann kam die ſchlanke Linie, die Frau nahm den Körper
und die Haltung ſchöner Knaben und ſchöner Jünglinge an, hatte
breitere Schultern als ſie Hüften hatte. Ein ganz neuer Typ Frau
wuar entſtanden, die ihre Beine bis zu den Knien zeigte, den
Rücken entblößte und nur den Anſatz einer Bruſt noch beſaß
und die ſich in Reithoſen und in Badetrikots genau ſo un=
geniert
fühlte wie die Männer. Noch ungenierter, denn ſie beſaß
ja das Geheimnis der Wirkung.
Trotzdem blieben für die Mannequins, die das alles ja in
ſörmlichen Idealverkörperungen vorführen ſollten, viele Nuan=
cen
. Es gab, was der Schneider Worth bevorzugte, dieſen Typ
mit reträſentativen Bewegungen für den Salon, und dieſen Typ
auf klein und ſportiv für das Land, wie ſie das Atelier Regnie
anzieht. Es gibt die Nuance auf ſtill und nachdenklich und auf
ſehr bewegt. Vor allem die Unterſchiede von blond und ſpröd
und von ſchwarz und geheimnisvoll.
Man ſieht, man kann aus der Elitetruppe der Mannequins,
die jedes Haus ſich hält, nicht nur verſchiedene Figuren, ſondern
auch verſchiedene Temperamente herausſpringen laſſen. Eine
Lederjacke trägt ſich anders wie ein Breitſchwanzmantel, und ein
Pyjama für den Lido iſt eine andere Welt wie ein Spitzenhemd.
Wenn Lucien Lelong in Biarritz ſeine Mannequins auftreten
läßt, ſo hat er am Strand der Silberküſte natürlich andere Mo=

Von unſerem A=Korreſpondentt=
* Paris,
Briands Rede bei der Ratifikation des Kellomu
den Ton der Völkerbundstagung im voraus feſtlegem
ihre ganze Bedeutung. Briands Rede ſie war einn,
Meiſterwerk, wie faſt alle Reden des franzöſiſchen
ſters brachte zweifellos einen großen Erfolg; dad
daraus hervor, daß die franzöſiſche Kammer, mit Arlou
Kommuniſten, einſtimmig für die Ratifikation ſtinn
der Erfolg galt nicht dem Kelloggpakt, von dem
was er will; er galt auch nicht der Regierung, denn
nichts beſſer iſt als früher, er gilt einzig und alleirnd
Briands. Ob dem Außenminiſter, als dem VertreterMuf
in Genf, ob dem volkstümlichſten Politiker und dem 41
zukünftigen Miniſterpräſidenten: das iſt ſchwer 104
Jedenfalls hatte aber Briand vor ſeiner Abrein
die moraliſche Stärkung eines parlamentariſchen Eiyf
denn in Genf hat die franzöſiſche Außenpolitik keuu

Stand. Bei den Verhandlungen in Genf kommt

Knalleffekte ſondern auf politiſche Realitäten an, rm A
verſtändlich, daß man die Genfer Ereigniſſe in Parisinie‟
Spannung verfolgt. Frankreich iſt zwar an dem Ieenſ
problem nicht ſo unmittelbar intereſſiert als ſeine AM0
bündeten. Nichtsdeſtoweniger bleibt die Minoritädumſt
die man insgeheim Zaleſki verantwortlich macht, EhfM
Genfer Verhandlungen. Ihre grundlegende Wichtny=
man
wenigſtens nicht ab, wenngleich ſie jeden mit 2 gee
erfüllt. Immerhin war es gelungen, die Debatte irüf=
ruhige
und ſachliche Bahnen zu lenken. Trotzdem i! ſn
ganz ohne Sorgen. Schlimme Ueberraſchungen ky/d
Augenblick eintreten, aber die Ausſprache zwiſchen 15f ri
und Briand ſoll ſehr günſtige Ergebniſſe gezeitigtrhigmichtg!
man überhaupt den vertraulichen Beſprechungen inſu /d
diesmal wieder außerordentliche Wichtigkeit beimi i,/hche
kelſten Fragen ſollen jedoch auf die nächſte Genfernzen fördern
kunft vertagt werden. Streſemanns Politik erfährt u=/ Zulm
blicklich in der franzöſiſchen Preſſe eine günſtige ünzd
Ueber die Ausſprache der beiden Außenminiſter= bsür=
der
Reparationsfrage hört man jedoch niling

Un

ringſte. Nur Vermutungen kurſieren. Sie ſind ſpärlü. um
ſehr auseinander. Die Peſſimiſten möchten ſelbſtve uns ench ge
wie bei ſolchen Gelegenheiten immer ihre Bek.1,6-0
Möglichkeit herabſetzen, andere wollen ſchon wiei: dnß
Atmoſphäre in Genf die Folgerung ziehen, daß di WaAa
befriedigend verlaufen iſt. Eine der größten Gefal= 070g
ruhigen Verlauf der Auseinanderſetzungen in Genf ſü=
fellos
der polniſche Außenminiſter Zaleſki, der von emu
franzöſiſcher Seite unter Druck genommen wurde, u.n
zurückzuhalten, Streſemann indirekt noch einmal ſo
taktiſchen Dienſt zu erweiſen wie er es bei der letn
getan hat. . . .
Die bisherigen Ergebniſſe der Sachverſtändig
Man
werden nicht ungünſtig beurteilt; allerdings verhesu
nicht, daß die Arbeiten der Sachverſtändigen noch m.7.* Mooſt
Mrwunden, in
können, da ſie nur ſehr langſam fortſchreiten. F:
unter dieſen Umſtänden großes Intereſſe an polüſe, ſſchen
et Fin
ſprachen in Genf.
Mui heißt ni
Hoovers Amtsantritt wird hier viel kommentie
underer v
angenehm enttäuſcht darüber, daß er ſich nicht ſo ſchn M. beiſſiteſte
kaniſch zeigt, wie man es erwartet hat. Viel kann.
Lrt auf
ſeine Haltung bis jetzt noch nicht ſagen, aber einm
ſchon feſt, daß er auch die Demokraten leben läf/. Mten
überhaupt viel Ueberraſchungen bringen. Freilich aaud 4-us auf,
dieſen Erwägungen auch nicht vergeſſen, daß in din eM zun
taren der Pariſer Preſſe auch die franzöſiſche 0 !ſänden.
mitſpricht, denn allzuſehr entzückt war man ja ſſee nz
Frankreich von der Wahl Hoovers zum Präſidenten 1/92.10 fünr
M Etant
faue
Primo de Rivera bleibt bis 1931 im Mhaien
Paris,I,l. Dts üb
General Primo de Rivera hat dem zurzeit in 1, dr A
lenden Außenpolitiker des Matin erklärt, er wengl dſſige
März 1931 im Amte bleiben. Bis zu dieſem Zeittil alt eile
er, durch ſeine Maßnahmen eine Lage geſchaffen zud ſit, di.
durch die guten Bürger die Oberhand über die 4
winnen könnten. Bis dahin werde es auch wahrſchn,
eine gerechte Verfaſſung in Kraft zu ſetzen, da die 2
doch nur eine vorübergehende Einrichtung ſein konm=

delle und andere Mannequins wie in Paris. Die 2
der Seeluft und der Sonne des Baskenlandes
den Spiegeln und den elektriſchen Flammenmaſſenn.
gewachſen ſein. Das iſt augenfällig.
Aber es gibt nicht nur profeſſionelle Mannequinn
Bezahlung ein Scheindaſein führen und in Koſtümen 9, Filmdiven und Fürſtinnen durch die Säle
ohne es zu ſein. Ich habe manche Schneider in Vec. 0.2

ſie auch viele Damen, von denen niemand es ahn
eine diskrete Reklame für ihre Schöpfungen zu Muhe.
Bühnenkünſtlerinnen von ihnen gekleidet werden, i.!
nis. Die Theaterzettel verkünden es laut genug=
wie
Patou zum Beiſpiel, die bei ihren Diners eilſih
Geſellſchaft von Namen und Köpfen bei ſich ſehen.
ihren Gäſten ſicher Damen, denen dies niemand zunal.
denen ſie aber vielleicht doch mit der Einladung güche e ni
die Robe zugeſchickt haben, mit der dieſe anonymen

erſcheinen werden.

Aus den Darmſtädter Lichtſ
Union=Theater.

* Die Hölle der Heimatloſen. Ei
Film mit romanhafter Handlung aus der franzoſſch.
legion, aber doch viel weniger als ein Film aus Peict
leben, wie man ihn in mancher Hinſicht für nützlich !e
Die Einſamkeit des afrikaniſchen Wüſtenſandes.!
Untertitel ſpricht, iſt in den wenigen Aufnahmen Ne
nicht zu ſpüren. Von dem Daſein des Legionärs D.
ſtellung vermittelt, denn dazu genügt nicht das Nec
einer unter glühender Sonne dahin taumelnden KLylt.
Zu den mancherlei Unwahrſcheinlichkeiten des Nchce
men empfindliche Mängel der Regie. Die Szeneiſ.
kuliſſenhaft, die Darſtellung oberflächlich. Man Vel.
der verheerende Sandſturm dem adretten Ausſehe.
anhaben kann, wie ſalonmäßig er zwiſchen den Leih

ter Soldaten mit ſeinem Lebensretter konverſiert.
läſſigkeiten kann ſich heute der Film nicht mehl.
verſchafft, wie geſagt, der Inhalt und auch das Leſſ
folge eine lebhafte Spannung und es iſt zu bedolt.
twas mehr Beobachtungsſinn, Tatſachentenntns D.
Wirklichkeit am Werke war.
Der engliſche Geſellſchaftsfilm Verſuch!,
mutte
aber durchaus nicht bewährtem Rezept hergeſl.
Ueberbleibſel aus der Zeit an, in der mon I.
Mimik und verdrehten Augen phrafenhaſte Geſtihe.
gehört zu jener unangenehmen Sorte Kitſch, vo.*
illen Umſtänden verſchont bleiben möchte.

[ ][  ][ ]

Fr Hefſtſce eint oor vein Lanuiag.

*1929.

Erlsgurg des Staatshaushalts iſt unſtreitig die wich=
jährychſn
iederkehrende Aufgabe jedes Parlaments. Sie
aul u dere insbeſondere in den Parlamenten der

3 dem

Läuyr; die ſich ja mit den Aufgaben der großen Poli=
zu
üſen haben. Wenn die Erörterungen über die
Sbarzm es heſſiſchen Staates darüber hinaus die Ge=
ch
zgu beſonders bewegten, ſo hat das ſeine Urſache
fſ/rrade aus finanziellen Gründen die Exiſtenz=
des
hiſchen Staates ſchlechthin ſchon mehrfach beſtritten
61 zu Unrecht. Das kann keinem Zweifel unter=
Dennilgeſehen davon, daß ſich ja auch das ärmſte
das u ne Gcen zfähigkeit bewahren kann, dadurch, daß es ſich
Auußlenwirtſchaft nach der Decke ſtreckt, konnte der
dr ſeim Finaxpumiſter Kirnberger in ſeiner geſtrigen Etatsrede
feſttſſten, daß die ſinanzielle Situation in Heſſen im all=
Außems dern wen anderen deutſchen Ländern durchaus ent=
Genf tDak inag es in dieſem Zuſammenhang dahingeſtellt
ütz ob ſie Optimismus, der in dem Zahlenmaterial des
ſeüläiniſt enſellenweiſe zum Ausdruck kommt, in allen Ein=
war
mebereſchgr iſt. Mit Recht hat er darauf hingewieſen,
heſſiſia Staat ein Glied des deutſchen Reiches, daß die
eWircſaft eng verflochten iſt mit der geſamtdeutſchen
tumc ſie damit abhängig iſt von deren allgemeiner
ung. ſie bedeutſame und erfreuliche Feſtſtellung: Es
W5ereintsſ; etwas wie eine öffentliche Meinung heraus=
über
e troſtloſe Lage der heſſiſchen Finanzwirtſchaft.
es üfümeine Pflicht, gegen ſolche Behauptungen anzu=
ſie
ſſiu iicht nur objektiv unrichtig, ſondern ſie wirken
aufruſre Wirtſchaft und unſere Verwaltung. Man
ſchigicht glauben, daß man durch die Dis=
veruſyder
heſſiſchen Wirtſchaft die große
eutſſt Frage, das Verhältnis von Reich
indſſin fördern oder löſen kann. Ganz gleich=
elche/s
ſie l wir dabei verfolgen, darüber müſſen wir uns
eite A, daß ſes dieſer Ziele mit einem geſunden wirtſchafts=
izkrätſten
Heſſen leichter und ſicherer zu erreichen iſt, als
wan n innd öffentlichen Meinung diskreditierten. Das iſt
ziß u linſere Meinung, und wir begrüßen es daher,
r Aukſerch gerade von dieſer Stelle aus erfolgte. Der
Audskuk kommende Gedankengang wird noch unter=
urch
be Hinweis an anderer Stelle, daß alle ſtatiſtiſchen
us dinVorkriegszeit beweiſen, daß Heſſen ein wirtſchaft=
iges
(uv geſundes Land war, und daß es zu den be=

deuchſen Volkes ſind für Heſſen durch die Beſetzung
ndens )rückend geworden. Einen beſonderen Hinweis
Erſatzwicht des Reichs für die Beſatzungsſchäden haben
mleitn vermißt. Der Herr Finanzminiſter hat ſich mit der
ng blegügt, daß in dem Maße, wie es gelingen werde,
ſche nſchaft wieder aufzubauen, und die Kriegs=
zu
ül winden, in dem Maße, wie es gelingen werde,
hältm zwwiſchen Reich und Ländern neu zu ordnen,
heſſäſen Finanzen ihrer Geſundung entgegengehen
Düſheißt nicht, daß wir uns auf die
eit underer verlaſſen wollen. . . . Wir
ſch ſcher ſät beiſeiteſtehen, ſondern unſeren Anteil an der
Eigen AAneit auf uns nehmen. Wir legen auf dieſe
anz ſbeonderen Wert, denn wir faſſen ſie als einen
des Alllens auf, eine Beſſerung der heſſiſchen Staats=
ai
Rmüf zu nehmen auch unter den gegen=
ſen
ilm ſtänden. Denn wenn auch die anderen
Länihe ganz allgemein unter chroniſchem Defizit lei=
ſſt
deis och für uns nur ein ſchwacher Troſt. Da eine
eng daStaatseinnahmen in Anbetracht der Verhält=
ſt
in ige kommen kann, und da dieſe Einnahmen die
en Auzuben nicht zu decken vermögen, bleibt uns nun
ſichts ütderes übrig, als dieſen Verhältniſſen durch eine
Rge Saung der Ausgaben Rechnung zu tragen. Wir
nach ſa geſtrigen Rede, daß der heſſiſche Finanzminiſter
otwenzöikeit erkennt, und daß er den ernſten Willen
Rechnug zu tragen, und wir hoffen, daß er ſich auch
Parthet, die hinter der derzeitigen Regierung ſtehen,
ſetzen /ym ag, wobei das Gutachten des Reichsſpar=
ars
bi dicht auch eine gewiſſe Rolle ſpielen wird. Die
Zukunm, ſo ſchloß Herr Kirnberger, ſtellt uns alle,
N9 Lärwr, Selbſtverwaltungen und jeden Einzelnen, vor

n Gebten unſeres Vaterlandes gehörte.
in dem verlorenen Krieg ergebenden allgemeinen

große Aufgaben, die wir erfüllen müſſen, wenn wir leben wollen.
Bei der hohen Bildungsſtufe und bei dem großen Fleiß unſeres
Volkes ſcheint es mir nicht zweifelhaft, daß wir die großen
Schwierigkeiten überwinden, und daß wir die Verhältniſſe
meiſtern werden. Zu unſerem Heſſenland vor allem habe ich
das Zutrauen, daß es bei dieſer Arbeit für den Wiederaufſtieg
unſeres Volkes nicht an letzter Stelle ſtehen wird. Das wün=
ſchen
auch wir von Herzen.
M.

Der Sihungsbericht.

Präſident Delp eröffnet die 37. Sitzung des Heſſiſchen Landtages
um 10.25 Uhr bei gutbeſetztem Saal und ſchwachem Tribünenbeſuch. Die
Regierung iſt vollzählig erſchienen.
Auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Böhm und Hergeus über
den Bericht des Reichsſparkommiſſars wird geantwortet:
Das Gutachten des Reichsſparkommiſſars über die
heſſiſche Staatsverwaltung iſt noch nicht erſchienen. Wohl aber iſt vor
kurzem bei dem Staatspräſidenten ein Schreiben des Reichsſparkommiſ=
ſars
mit umfangreichem Prüfungsmaterial ſeiner Beamten eingelaufen,
hinſichtlich deſſen der Reichsſparkommiſſar ausdrücklich um ſtreng ver=
trauliche
Behandlung erſucht, da er ſich erſt ſelbſt ein Urteil
bilden müſſe. Die Heſſiſche Regierung hat bereits vor Wochen dem Ael=
teſtenrat
des Landtags eingehende Mitteilungen über die Sachlage er=
ſtattet
und bei dieſer Gelegenheit ausdrücklich betont, daß ſie, ſobald der
Bericht des Reichsſparkommiſſars eingegangen ſei, dem Landtag das
Gutachten des Reichsſparkommiſſars zur Kenntnis bringen werde.
Es werden außerdem noch einige Anfragen beantwortet.
Abg. Sumpf hatte gegen ſeinen Ausſchluß aus der vorgeſtrigen Sitzung
Einſpruch erhoben. Dieſer wird vom Haus als unbegründet zurück=
gewieſen
.
Der kommuniſtiſche Antrag auf Aenderung der Kontrolle der Ar=
beitsloſen
findet Annahme.

Die Generaldebatte zum Skaaksvoranſchlag
eröffnel Sinanzminiſter Kirnberger,

der folgendes ausführt:
Meine Damen und Herren! In Ihrem erſten Ausſchuſſe habe ich
Ihnen bereits die Gründe dargelegt, warum für 1929 kein Staatsvoran=
ſchlag
aufgeſtellt wurde. Die Regierung ſchlägt vor, den Voranſchlag
von 19B8 auf 1929 zu erſtrecken und Ihnen dazu die inzwiſchen notwendig
gewordenen Ergänzungen und Berichtigungen vorzulegen. Zu dieſem
Verfahren hat ſich die Regierung nur ungern entſchloſſen, aber es war
diesmal ausnahmsweiſe notwendig und berechtigt, weil uns die Unter=
lagen
auf den wichtigſten Gebieten für einen neuen Voranſchlag fehlten.
Die Landesſteuergeſetzgebung war noch im Fluß, der Stellenplon hatte
noch nicht ſeine endgültige Geſtaltung, es war unklar, wie ſich der Fi=
nanzausgleich
zwiſchen Reich und Ländern vom 1. April 1929 geſtalten
würde. Man nahm an, daß in Kürze das Gutachten des Reichsſparkom=
miſſars
vorliege. Die Etatsberatung für dieſes Jahr iſt dadurch in kei=
ner
Weiſe beſchränkt, weil in den Ergänzungen ud Berichtigungen zu
dem vorjährgen Voranſchlag ausreichende Unterlagen zur Beratung ge=
geben
ſind. Auch iſt es ſelbſtverſtändlich, wie ich das ſchon in Ihrem
erſten Ausſchuß betont habe, daß damit das Budgetrecht des Landtags
in keiner Weiſe berührt wird.
Dieſe Ergänzungen bringen Ihnen einem

Mehrbedarf

von rund 2,5 Mill. RM. Es handelt ſich dabei meiſt um einmalige grö=
ßere
Ausgaben, die auch bei ſchärfſter Prüfung nicht zu vermeiden
ſind. Es ſind die notwendigen Herſtellungen an Gebäuden, techniſchen
Anlagen, inneren Einrichtungen von Stoatsanſtalten, außerdem die er=
höhten
Beträge für Verzinſung der wachſenden Staatsſchuld und dann
die von 1928 an laufenden Verpflichtungen aus der vermögensrechtlichen
Auseinanderſetzung mit dem vormals regierenden Großherzog. Selbſt=
verſtändlich
mußte auch der zwangsläufigen Erhöhung mancher Ausgaben
Rechnung getragen werden, ſo bei den öffentlichen Abgaben, den Arbei=
terlöhnen
als Auswirkung der Lohntarife und dergleichen. Im übrigen
ſind weſentliche Mehrforderungen bei den laufenden Ausgaben der Ver=
waltung
vermieden.
Das iſt eine Folge der Erſtreckung des Voranſchlags für 1929, denn
mit einem neuen Voranſchlag wären ſelbſtverſtändlich auch eine Reihe
neuer Bedürfniſſe angemeldet worden. Daß auf dieſe Weiſe der Bedarf
für 1929 im großen und ganzen auf dem Stand von 1928 gehalten wurde,
dürfen Sie ruhig als eine weitere ſehr einſchneidende Sparmaßnahme
verbuchen und Sie werden mir nachfühlen können, daß ich über dieſe
Nebenwirkung der Erſtreckung nicht betrübt bin.
Gleichzeitig war es aber auch möglich,

die Einnahmeſeite

um rund 2,3 Mill. RM. zu verbeſſern, vor allem durch die ſteigenden
Ueberweiſung an Reichsſteuern. Dann aber führen auch die Eingänge
bei der Grunderwerbſteuer, dem Urkundenſtempel, dem Eichweſen, der
Fahrzeugprüfung und dem Vermeſſungsweſen zu höheren Eimmahmen.
Auch die Forſterträge dürſen wieder etwas höher angeſetzt werden als
im Voranſchlag 1928, wenn auch nicht entfernt die Hochkonjunkturergeb=
niſſe
der letzten Jahre zu erwarten ſein werden.

Da alſo der Mehrbedarf dunch Mehreinnahmen faſt ausgeglichen
wird, hat ſich
der Fehlbekrag

im Voranſchlag des Jahres 1928 von 11,4 Mill. RM. für 1929 nur auf
11,6 Mill. RM. erhöht. Dieſes Ergebnis konnte erzielt werden trotz
der Mehrbelaſtung aus dem Stellenplan und trotz einem Einnahmeaus=
fall
von mehreren Millionen Reichsmark aus der Senkung der Sonder=
gebäudeſteuer
.
Dieſer Fehlbetrag iſt ohne Zweifel für unſere Verhältniſſe ſehr hoch,
aber es wäre ein Unrecht, wenn ich Sie nicht darauf hinweiſen würde,
daß aller Vorausſicht nach dieſer Fehlbetvag

im Rechnungsergebnis

ohl erheblich geringer ſein wird. Daß die Rechnungsergebniſſe gün=
ſtiger
als der Voranſchlag abſchloſſen, hat ſich in den letzten Jahren er=
freulicherweiſe
faſt regelmäßig wiederholt. 1925 war der voranſchlags=
mäßige
Fehlbetrag 8,5 Mill. RM., der vechnungsmäßige dagegen nur
1,5 Mill. RM., 1926 bildet allerdings eine Ausnahme. Hier iſt der
Fehlbetrag von 78 Mill. RM. im Voranſchlag auf 11,3 Mill. RM. in
der Rechnung geſtiegen. Urſache davon war die ungeheure Belaſtung
durch die Erwerbsloſenfürſorge. Durch die Einführung der Verſicherung
iſt glücklicherweiſe dieſer ſchwankende Poſten aus unſerem Etat ver=
ſchwunden
. 1927 war der voranſchlagsmäßige Fehlbetrag 7,3 Mill. RM.,
der rechnungsmäßige nur 5,3 Mill. RM., obwohl die Rechnung im letzten
Halbjahr von 1927 bereits mit 4,9 Mill. RM. Mehrausgaben für die
neue Beſoldungsordnung belaſtet war, die im Voranſchlag noch nicht
berückſichtigt werden konnten und obwohl die Landesſteuern damals einen
bedeutenden Ausfall aufwieſen. Die Fehlbeträge konnten übrigens in
1925 ganz. in 1926 zum großen Teil aus den noch vorhandenen Ueber=
ſchüſſen
früherer Jahre ausgeglichen werden.
Auch für den

Rechnungsabſchluß von 1928,

ſoweit ſich das jetzt überblicken läßt, wird der Fehlbetrag des Voran=
ſchlags
mit 11,4 Mill. RM. auf 534 Mill. RM. herunterſinken und dies,
obwohl die Rechnung nur den vollen Mehrbedarf, für die Beſoldungs=
ordnung
enthält und obwohl auf dem Gebiet der Landesſteuern wie=
derum
mit erheblichen Ausfällen gerechnet werden muß, ſo z. B. bei der
Sondergebäudeſteuer für die landwirtſchaftlichen Gebäude allein mit
etwa 500 000 RM.
Die erfreuliche Beſſerung des Rechmungsergebniſſes iſt dem Umſtand
zu verdanken, daß die günſtigen Wirtſchaftsverhältniſſe des Jahres 1927
zum Teil noch auf die Staatsfinanzen von 1928 nachwirkten, daß die
forſtlichen Einnahmen, z. B. die aus der Holzverwertung im Winter
1927/28 ſtammen, ein Mehr von 1,6 Mill. RM. gegenüber dem Voran=
ſchlag
bringen, vor allem aber, daß der Anteil Heſſens on Ueberwei=
ſungsſteuern
des Reichs vorausſichtlich den Voranſchlag um etwa 5 Mill.
RM. übertreffen wird. Dieſe Steigerung ſtammt zum Teil, wie aus dem
Vorjahr, aus dem erhöhten Aufkommen, zu einem erheblichen Teil aber
auch aus der Verbeſſerung des heſſiſchen Schlüſſelanteils. Er iſt bei der
Einkommenſteuer von 1,86 im Jahre 1926 auf 1,91 geſtiegen. Das iſt er=
freulich
, weil daraus wohl die Hoffnung geſchöpft werden darf, daß die
heſſiſche Wirtſchaft allmählich wieder beginnt, den Platz in der Geſamt=
wirtſchaft
unſeres Volkes einzunehmen, den ſie vor dem Kriege einge=
nommen
hat. Bis zu der Höhe des Schlüſſelanteils von 2,98 aus dem
Jahre 1922 iſt allerdings immerhin noch ein beträchtliches Stück.
Wie ſehr Heſſen unter dem Kriege, unter der Beſetzung und unter
dem Ruhreinbruch gelitten hat und noch leidet, dafür gibt es kaum einen
beſſeren Beleg als dieſe

Kurve des Schlüſſelankeils.

Alle ſtatiſtiſchen Belege aus der Vorkriegszeit beweiſen, daß Heſſen ein
wirtſchaftlich kräftiges und geſundes Land war, und daß es zu den be=
günſtigteren
Gebieten unſeres Vaterlandes gehörte. Die wirtſchaftlichen
Meßziffern ſtanden damals allgemein über der Meßziffer unſeres Be=
völkerungsamteils
, während heute es umgekehrt der Fall iſt. Dieſer Rück=
gang
in unſerem Wirtſchaftsleben, iſt für die Beurkeilung der heſſiſchen
Finanzen von allergrößter Bedeutung, und die Kritiker an der heſſiſchen
Finanzwirtſchaft müſſen ſich darüber klar ſein, daß es nur gelingem
wird, die Fehlbeträge der heſſiſchen Finanzwirtſchaft zum Verſchwindem
zu bringen, wenn es auch gelingt, unſere wirtſchaftlichen Verhältniſſe
wieder zu beſſern. Daß wir auf dem Wege dazu ſind, dafür darf uns
hoffentlich die Steigerung des Schlüſſelanteils ein Anzeichen ſein.
Soweit ſich die Verhältniſſe überblichen laſſen, darf auch für 1929
angenommen werden, daß

der Fehlbefrag des Rechnungsergebniſſes

mit einigen Millionen Reichswark hinter dem des Voranſchlags zurüch=
bleiben
wird. Das iſt kein übertriebener Optimismus, wie mir von
nancher Seite vorgeworfen wird, ſondern das iſt eine Darlegung der
wirklichen Verhältniſſe. Ich würde mich umgekehrt eines Unrechts ſchul=
dig
machen, wenn ich die heſſiſchen Finanzen ſchwärzer darſtellte, als ſie
in Wirklichkeit ſind. Wir tragen ſo ſchon eine ſchwere Laſt und wir wer=
den
alle Energie anſpannen müſſen, um die Fehlbeträge allmählich aus
uſerem Etat zum Verſchwinden zu bringen, nur muß man das nicht
von heute auf morgen erwarten.
Es hat ſich bereits ſo etwas wie eine öffentliche Meinung
herausgebildet über

die kroftloſe Lage der heſſiſchen Finanzwirkſchaft.

Ich halte es für meine Pflicht, gegen ſolche Behauptungen anzukämpfen.
Sie ſind nicht nur objektiv unrichtig, ſondern ſie wirken lähmend auf
unſere Wirtſchaſt und auf unſere Verwaltung. Man ſoll auch ja nicht

ie Meiſterin der Ballade.

Ineslliegels 50. Geburtstag am 9. März.
Von Hans Sturm.
Wöie gehch zu den von allen Seiten Anerkannten. Und es
Schſas um ſolche Anerkennung, aber ſie ſelbſt bleibt
* Erzſ,d klingende Schelle, ſolange ſie ſich mit oft ſo
BEndennFarten begnügt, anſtatt zum Bekenntnis zu wer=
Dekade ere Beſten verſchwindende Ausnahmen ſind
Mu9 ſerden durch die marmorkühle Berühmtheit dem
ehtrücktund, ſollten ihm in inniger Vertrautheit verbun=
Re Mglge der ſogenannten literariſch Gebildeten führen
Men diM Modefernen mit bewunderndem Ah! und Oh!
SchmanzAlhrer Unkenntnis) im Mande und leſen, genauer,

ngen 1Avon raffinierter Betriebſamkeit foreierten, von

igen Käuzer hinaufgelobten, dem Zeit= und Publikums=
E it entaliſchlommenden Macher, weil dieſe in aller Munde
* Pux)) und weil man ſie geleſen haben muß! Das
D Nan uu-mal als literariſch Gebildeter ſich ſchuldig! Die
öi im hatten wartende Berühmtheit braucht gar nicht
Leonntk Uu= nur genannt zu werden, einmal, weil ſie nie
D 19 nie wird, dann, und das dürfte der tiefere
2 Filß, EAſie dem denkträgen, in der gleichförmigen Bana=
Nees Aalas behäbig plätſchernden Gebildeten keinerlei
genkommx exrweiſt.
e der Uteußiſchen Dichterin Agnes Miegel kommt noch
Jaß i0 RcEicher meiſt Verſe enthalten. Und wer dürfte
Da 2 5 Ceſen, ohne dem Fluche der Lächerlichkeit zu
Seudl Giſters zyniſchen Witzblatreimereien ſchenkt man
eriſhomters Fur wenige wiſſen noch um die Schönheit deut=
Seniches t. Balladen, wie deren die Miegel geſchrieben hat.
Sindien Aröt Anthologien bieten meiſt mehrere köſtliche Stücke,
A den Mtien Leſebüchern findet man die Dichterin, doch

E i. Achanche ſchulblanmäßige Erläuterung ſcheitert
Nnem Eeſchloſſenheit dieſer Dichtungen. Da iſt die
Dom. Rlt. Manuel, der auf des fremden Magiers Ge=
Sen Tült in eine Zauberſchale bog, Und als ers

zeigen, wie Sage undGeſchichte durch die glasklareSeele des Dichters
gehen und an uns weitergegeben werden mit der Luft darüber
und dem Atem darin, in den Farben der Landſchaft, aus der ſie

Dxh.*e. Agnes Miegel.

Mies DnA aſſer zog, war ſein Geiſt verwirrt. Leiſe und
Lei Sndeashark ſpürt man aus den Verſen die ſpuckhaften
Sndoie Dirißt gebenheit. Oder die Geſchichte von der ſchönen
DoD Be Herrlichſte Bearbeitung des uralten Volksliedes
Jer Hmns, Eilofe, oder Die Nibelungen, in denen die
Sin nichkt ue das Weſen Krimhilds, ſondern auch das von
Serahtzwes zu ene Schickſal der Burgunden in vier Zeilen
Seie Ein rieder und ſchürte die Glut. / Von ihren ſchma=
ESiden Alare der Schein wie Gold und Blut / Und ſprang
D NMänden. Die Balladen und Spiele der Miegel

wuchſen. Und wer nicht gleich zu den Balladen greifen will, der
leſe die Geſchichten aus Altpreußen; hier wird nicht Ver=
ſchollenes
als Puppentheater auffriſiert, ſondern Menſchen und
Geſchehniſſe aus dem geſchichtlichen Jenſeits in ein reales, von
mütterlicher Schollenkraft umwittertes Diesſeits gehoben. Auch
mit dieſem Buche ſteht die Dichterin einzig da, zwiſchen den Gene=
rationen
, und gilt nicht als alt, nicht als zeitgem.ß, ſie iſt nur an=
erkannt
und vielbewundert, doch wie ſagte ſchon Leſſing über jene
fatale Selbſtverſtändlichkeit des Berühmtſeins: Wir wollen
weniger erhoben und fleißiger geleſen ſein! Hier ſollte jeder
Gebildete, und wer wäre das heute nicht, ſein Scherflein beitra=
gen
; vermag er das nicht, kann er ſich nicht frei machen von der
Bequemlichkeit der Banalen, ſo bleibt er eben nur ein Bildungs=
heuchler
, der mit dem protzt, was ihm fehlt.

Wenn alſo der Nachbar keines der wenigen Bücher der Agnes
Miegel beſitzt und es in der Leihbibliothek gerade verliehen iſt,
dann nehme man ſich Mut zu dem opfervollen Weg zum Buch=
laden
. Das iſt jeder, der ſich von der Bildungslüge freihalten
will, der Miegel und überhaupt den weſentlichen Dichtern ſchuldig
und nicht zuletzt ſich ſelber!

Vorkragsabend.

Schüler der Meiſterklaſſen des Meiſterlehrers Göſta Andreaſſon
(Städt. Akademie für Tonkunſt) ſpielten geſtern abend im
Kleinen Saal des Saalbaues. Es macht Freude, zu berichten,
wie muſiziert wurde. Sie ſpielten nach Maßgabe des Talents,
nach dem Stand der Ausbildung verſchieden; allen aber gemein=
ſam
iſt die ganz prachtvolle Sorgfalt, die ſie auf alles Hand=
werkliche
legen. Ohne das gibts ja keine Kunſt; und dieſe liebe=
volle
Kleinarbeit, das Streben nach plaſtiſcher Klarheit und
rhythmiſcher Exaktheit iſt ſelbſt ſchon Kunſt. Bewundernswert,
wie Andreaſſon verſteht, den Sinn hierfür bei ſeinen Schülern
zu wecken, bewundernswert, was er mit ihnen erreicht. Von
den Spielenden waren etliche keine Unbekannten mehr auf dem
Podium.
Anmutig anzuhören und anzuſehen, eröffneten Frl. Lotte
Dornbuſch und Frl. Tilly Fiſcher mit einer tadellos ſauber ge=
ſpielten
J. S. Bach=Sonate ((=Dur); dann kam Frl. Hildegard
Finger, die mit bemerkenswerter Energie des Tons und hör=
barem
Streben nach perſönlicher Geſtaltung einen Satz aus
dem G=Moll=Konzert von Vivaldi wirkungsvoll zu bringen ver=
ſtand
. Herr Heinrich Müller fand für die liebenswürdige, tech=
niſch
und muſikaliſch gediegene Wiedergabe eines Satzes aus
dem D=Moll=Konzert von Kreutzer ebenſo verdienten Beifall, wie
ſein Namensvetter Fritz Müller, der mit 2 Sätzen aus Viottis
A=Moll=Konzert die reifſte Leiſtung des Abends bot; den erſten
Satz von Mozarts A=Dur=Konzert zeigte Herrn H. Crößmann
trotz bemerkbarer Nervoſität in ſtetigem und hoffnungsvollem
Wachſen. Nelly Birrenbach begleitete in vorzüglich überlegener
und gewandter Weiſe.
Erfreulich iſts, wenn ein Lehrer ſo begabte Schüler hat, und
glücklich können Schüler ſein, wenn ſie einen ſolchen Lehrer
O.
haben.

Von deutſchlands Hohen Schulen.

Halle a. d. S.: Der Ordinarius der mittleren und neueren Geſchichte
Prof. Dr. Robert Holzmann wurde durch den Allgemeinen Deut=
ſehen
Hiſtor ker=Ausſchuß zum Mitglied des Iniernationalen Ausſchuſſes
für Hiſtoviſche Wiſſenſchaften als Nachfolger des verſtorbenen Profeſſorg
Dr. Reincke=Bloch in Breslau beſtellt.

[ ][  ][ ]

Seite 4

glauben, daß man durch die Diskreditierung der heſſiſchen Wirtſchaft die
große innerdeutſche Frage, das Verhältnis von Reich und Ländern, för=
dern
oder löſen kann. Ganz gleichgültig, welche Ziele wir dabei ver=
folgen
, ob wir auf zentraliſtiſchem oder föderaliſtiſchem Boden ſtehen,
ob wir den Anſchluß Heſſens an ein anderes Land oder ein Großheſſen
für erſtrebenswert halten, darüber müſſen wir uns klar ſein, daß jedes
dieſer Ziele mit einem geſunden, wirtſchaftlichen und finanziell kräftigen
Heſſen leichter und ſicherer zu erreichen iſt, als mit einem in der öffent=
lichen
Meinung diskreditierten.
Es wirkt auch nicht ermunternd auf unſere Verwaltung, wenn die
Zuſtände in unſerem Lande immer denbbar ungünſtig, ja als hoffnungs=
los
hingeſtellt werden. Ich glaube, wenn deutlich wird, daß ſich unſere
Verhältniſſe beſſern, wenn jeder die Zuverſicht hat, daß es gelingen wird,
die Fianzen zu ordnen, dann iſt bei allen Beteiligten auch die äußerſte
Anſpannung der Kräfte zu erwarten. Dieſe iſt allerdings nötig.
Es iſt auch ein Unrecht, wenn es immer ſo hingeſtellt wird, als ob
an dem Zuſtande der heſſiſchen Finanzen die Mißwirtſchaſt oder
mangelnde Inikiakive
der Regierung ſchuld daran iſt. Die ſo reden, überſehem gefliſſentlich,
daß in der Geſtaltung unſerer Finanzen viele Dinge zwangsläufig ſind,
daß angeſichts der geſamten Lage, in der ſich Reich und Länder unter
dem außenpolitiſchen Druck befinden, Aenderungen und Verbeſſerungen
nur in beſcheidenem Maße und nur allmählich möglich ſind.
Die heſſiſchen Fehlbeträge ſind eine Folge der Erſchütterung unſerer
Finanzeu durch Krieg und Nachkriegszeit. Ihre Urſachen liegen nicht in
Heſſen, ſondern im gemeinſamen Schickſal des deutſchen Volkes. Für
Heſſen iſt durch die Beſetzung dieſe Not noch beſonders drüchend gewor=
den
. Die Nöte können deshalb auch nur gemeinſam wit den Nöten des
deutſchen Volkes behoben werden. In dem Maß, wie es gelingt, die
deutſche Wirtſchaft wieder aufzubauen und die Kriegsſchäden zu über=
winden
, in dem Maße, wie es gelingt, das Verhältnis zwiſchen Reich und
Ländern neu zu ordnen, werden auch die heſſiſchen Finanzen ihrer Ge=
ſundung
entgegengehen; d. h. nicht, daß wir uns auf die Tätigkeit an=
derer
verlaſſen wollen, ſondern es heißt, daß wir beſcheiden genug ſind
und einſehen, wie ſehr unſere Aufgaben verflochten ſind in die Auf=
gaben
des ganzen deutſchen Volkes. Wir wollen ſicher nicht beiſſeite ſtehen,
ſondern unſeren Anteil an der notwendigen Arbsit auf uns nehmen,
aber wir müſſen uns dabei bewußt bleiben, daß wir dieſe Arbeit nur
im engſten Zuſammenhang mit der Arbeit des Reichs und der übrigen
Länder bewältigen können. Daß das ummöglich die Leiſtung einer ein=
zigen
Perſönlichkeit, und wenn ſie noch ſo bedeutend wäre, ſein kann,
ſondern daß es der Zuſammenarbeit vieler bedarf, und daß die Arbeit
auch nicht von heute auf morgen zu bewältigem iſt, ſondern daß viele
Zeit und noch mehr Geduld dazu nötig iſt; das dürfte nicht allzu ſchwer
einzuſehen ſein.
Im Gegenſatz zu früher, wo das Reich Koſtgänger der Länder war,
ſind die Länder jetzt Koſtgänger des Reichs geworden. Bei den großen
Laſten, die der Krieg aufgehäuft und die ſein unglücklicher Ausgang ins
nie Dageweſene geſteigert hat, war dieſe Entwicklung unvermeidlich.
Das Reich war gezwungen, die Länder überall in zweite Linie zu ſetzen,
aber damit iſt auch klar, daß die finanzpolitiſche Handlugs= und Be=
wegungsfreiheit
der Lämder ſtark eingeengt iſt. Bisher hat ſich das Reich
noch nicht entſchließen können, den Ländern und dem von ihwen abhängi=
gen
Selbſtverwaltungskörpern ausreichende Steuerquellem zur eigenen
Bewirtſchaftung zu überlaſſen. Wir ſind in unſeren Einnahmem zum
größtem Teil auf die Ueberweiſungsſteuern vom Reich und auf Real=
ſteuern
angewieſen.
Deshalb iſt
die künftige Geſtalkung des Finanzausgleichs
für uns von ſo großer Bedeutung. Bei der Schätzung unſerer Anteile
an der Reichseinkommen= und Körperſchaftsſteuer für 1929 iſt der Vor=
ſchlag
des Reichs, von dem Aufkommen der Ueberweiſungsſteuern vor=
weg
120 Mill. RM. für ſich einzubehalten und erſt vom Reſt die Länder=
anteile
auszuſchütten, berüchſichtigt. Der Ausfall für die heſſiſche Staats=
kaſſe
würde dadurch 0,9 Mill. RM. betragen. Wir ſind ſo zu einem Be=
trag
von 32.1 Mill. RM. gekommen und haben alſo den Anteil um 3,6
Mill. RM. höher veranſchlagt als im Voranſchlag 1928, wo er nur mit
28,5 Mill. RM. eingeſetzt war. Die Schätzung darf aber trotzdem als
ſehr vorſichtig gelten. Es wäre außerordentlich bedauerlich und würde
ſich auf die Finanzen der Länder und der Gemeinden denkbar ungünſtig
auswirken, wenn der in der Oeffentlichkeit laut gewordene Vorſchlag ver=
wirklicht
würde, wonach ſtatt der 120 Mill. RM. ſogar 300 Mill. RM.
an dem Aufkommen der Reichsſteuern vorweg zugunſten des Reichs ge=
kürzt
würden. Die Folge wäre, daß Länder und Gemeindem gezwungen
wären, die ihnen verbliebene Steuer (Grund= und Gewerbeſteuer) in un=
erträglichem
Verhältnis wieder zu erhöhen. Sollte aber was gerüicht=
weiſe
verlautet ſogar verlangt werden, daß die Realſteuern nicht wei=
ter
geſteigert werden dürfen, ſo wäre das gleichbedeutend mit einer Zer=
rüttung
der Länder= und Gemeindefiwanzen.
Mit Aufmerkſamkeit verfolgen wir auch die von anderer Seite ver=
tretene
Fordevung,
die Umſahſteuer

zu erhöhen und damit das Defizit des Reichshaushalts zu beſeitigen.
Wir holten eine Umſatzſteuererhöhung für äußerſt bedenklich. Ich darf
an dieſer Stelle auch betonen, daß die heſſiſche Regierung entſchiedener
Gegner einer
Wiedereinführung der Beinſteuer
iſt, fei es in Form einer Reichs= oder einer kommmalen Abgabe.
Auf dem Gebiet der Landesſteuern, wo den Ländern noch
eine gewiſſe Freiheit gegeben iſt, iſt in Heſſen bereits manches geſchehen.
Es wird immer wieder behauptet, daß der heſſiſche Staat die ihm durch
das Reichsgeſetz auferlegte Verpflichtung zur
Henkung der Skeuern

nicht erſüllt habe. Demgegenüber betone ich, daß die Forterhebung der
gleichen Steuerſumme bei den heſſiſchen Realſteuern trotz Anwachſens
der Beſteuerungsgrundlagen rechtlich und wirtſchaftlich durchaus gleich=
bedeutend
iſt mit einer Senkung des Steuertarifs. Auch iſt es nicht zu
beſtreiten, daß in anderen Gebieten des Deutſchen Reiches die Grund=
ſteuer
erheblich drückender iſt als bei uns. Ich hoffe, daß die Reichs=
geſetzgebung
guch auf dieſem Gebiet endlich zum Ziele kommt, andern=
falls
wird es eine wichtige Aufgabe ſein, demnächſt unſer heſſiſches
Grundſteuervecht den geänderten Anſchauungen unſerer Zeit anzupaſſen.
Bei der
Gewerbefteuer

aber iſt nunmehr ſogar der rechneriſche Beweis für die Senkung de
Steuertarifs geliefert inſofern, als der Steuerſatz beim Gewerbekapit
um 10 Prozent herabgeſetzt worden iſt.
Nachdem das neue Gcwerbeſteuergeſetz im Frühjahr 1928 die 3
ſtimmung des Landdags gefunden hatte, iſt inzwiſchen die erſtmalige Ver
anlagung durchgeführt worden, ſo daß wir vor kurzem die Möglichke
hatten, die Gewerbſteuerſätze feſtzulegen. Die berufenen Vertretunger
des Handwerks, des Handels und der Induſtrie haben ſich in dankens
werter Weiſe über die Verteilung der Gcwerbſteuerlaſt auf das Ge
werbſteuerkapital einerſeits und den Ertrag andererſeits und damit aue
über die feſtzulegenden Steuerſätze geeinigt. Für die politiſchen Faktore
war es deshalb nicht ſchwierig, den entſcheidenden Beſchluß zu faſſer
Gegenüber einem früheren Steuerſatz von 70 Rpf. konnte der Gewerk
ſteuerſatz vom Betriebsvermögen auf 63 Rpf. je 100 RM. Vermögen fei
geſetzt werden. Der Steuerſatz vom Ertrag, der ſeit der Inflation no
niemals feſtgelegt worden war, konnte auf 2,70 RM. je 100 RM. Ertre
beſtimmt werden. Dieſer Satz hält den Vergleich mit dem entſprechende

Freitag, den 8. März 1929

Steuerſatz der übrigen Länder ſehr wohl aus. Insbeſondere darf ich
feſtſtellen, daß die Gewerbſteuer in Heſſen den Vergleich mit derjenigen
in unſerer Nachbarſtadt Frankfurt a. M. keineswegs zu ſcheuen braucht.
Eine Senkung der Sondergebäudeſteuer, die nach dem Sprachge=
brauch
des Reichsrechts die Bezeichnung Geldentwertungsausgleich bei
bebauten Grundſtüchen führt, iſt reichsgeſetzlich nicht vorgeſchrieben.
Gleichwohl haben wir dieſe Steuer, die ja auch von der geſamten Be=
völkerung
als die drückendſte empfunden wird, ganz beträchtlich herab=
geſetzt
, ſo daß wir für das Jahr 1929 mit einer Wenigereinnahme von
3½ Mill. RM. zu rechnen haben. Dieſe Summe erhöht ſich übrigens
noch zugunſten des Steuerzahlers inſofern, als die Senkung der Staats=
ſteuer
eine entſprechende Verminderung der Gemeindſteuer nach ſich
zieht. Die Neuregelung, die in der Richtung einer Angleichung an die
Reichsvorſchriften geht, wird wohl allen Kreiſen der Bevölkerung, im
beſonderen Maße aber den Kleingewerbetreibenden, den kleinen Land=
wirten
und den Arbeitern zugute kommen! Trotz dieſes erheblichen Aus=
falls
haben wir wiederum 12 Mill. RM. für den Wohnungsbau zur
Verfügung geſtellt. Ich muß zugeben, daß die Sondergebäudeſteuer auch
nach dieſer Senkung immer noch ſehr drüchend iſt für die Kleinventner
und für ähnliche wirtſchaftlich ſchwache Bevölkerungskreiſe. Um dieſem
Notſtand abzuhelfen, werden vom Herrn Miniſter für Arbeit und Wirt=
ſchaft
mit meinem Einvernehmen Richtlinien hevausgegeben, nach denen
die Fürſorgeverbände, künftig bei Gewährung von Unterſtützungen an
dieſe Kreiſe zu verfahren haben.
Die wichtigſte Maßnahme für die Finanzverwaltung unſeres Landes
iſt die Einſchränkung der Ausgaben. Es iſt hier bereits viel
geſchehen.
Dieſe Ausführungem fanden den lebhaften Beifall der Koalitions=
parteien
.
Abg. Kaul (Soz.) begrüßt es, daß der Finanzminiſter ſeinen Aus=
führungen
endlich der immer wieder aufgeſtellten Behauptung von der
Mißwirtſchaft der Weimarer Koalition in Heſſen den Boden entzogen
habe. Er vertritt die Auffaſſung, daß der in dem Expoſé des Finanz=
miniſters
zum Ausdruck gebrachte Optimismus in dieſem Ausmaße an=
geſichts
der Arbeitsloſigkeit ud der Notlage des Reichshaushalts nicht
unbegrenzt zu teilen ſei. Die Sozialdemokvaten hätten zwar der Er=
ſtreckung
des Etats 28 und 29 zugeſtimmt, aber das ſei keine Präjudiz.
Die Hoffnung des Bauernbundes und überhaupt der Rechten, die Be=
völkerung
mit dem Ergebnis des Spargutachtens ſchrechen zu können,
werde ſich nicht erfüllen. Es ſei bemerkenswert, daß in den Ländern
mit Rechtsregierungen die finanzielle Lage noch ſchlechter als in Heſſen
ſei. Die Beſtrebungen, etwa auf Koſten lebenswichtiger kultureller und
ſozialer Aufgaben die Eigenſtaatlichkeit Heſſens erhalten zu wollen, werde
bei ſeiner Fraktion keine Gegenliebe finden. Angeſichts des immer wieder=
holten
Rufes nach Sparſamkeit ſei der Widerſtand gerade der Rechten
gegen die Aufhebung von Kreisämtern, die Zuſammenlegung von Amts=
gerichten
und die Uebertragung von Aufgaben der Kreisämter auf die
Bürgermeiſtereien bemerkenswert. Geſpart könne werden durch eine
Nationaliſierung im Schulweſen, durch eine grundlegende Reform der
Hochſchulen, durch die Ueberführung der höberen Schulen in die deutſche
Oberſchule. Redner ſetzt ſich dann mit der Frage der Großen Koglition
in Heſſen auseinander, wobei er feſtſtellt, daß für die Sozioldemokratie
keine Vevanlaſſung beſtehe, ſich mit dieſer Frage zu befaſſen, ſolange
die an ihrer Herbeiführung intereſſierten Perteien nicht einig ſeien.
Nedner begrüßt den beim jetzigen Wirtſchaftsminiſterium herrſchenden
ſozialen Geiſt. Man werde im Hinblick auf die ſteigende Not der Ar=
beitsloſen
weitere Mittel flüſſig machen müſſen. Redner übt ſchärfſte
Kritik an den von den Kommuniſten organiſierten Spektakelſtückem, wie
er ſie nennt, mit Hilfe der Arbeitsloſen. Die Sozialdemokratem erſtreb=
ten
die Darchſetzung des Beamtenkörpers mit republikaniſchem Blut,
Er kommt dann auf die Frage des Einheitsſtaates zu ſprechen, wobei er
die Auffaſſung vertritt, daß dieſe Frage dank der Widerſtände, vor allem
Preußens, nicht ſo raſch zu löſen ſei. Er kommt dabei auch auf den Vor=
ſchlag
des heſſiſchen Steatspräſidenten und des Innenminiſters zu ſpre=
chen
. Mit ſchärfſten Worten geißelt er den von den Kreiſen um die
Menſchheit in Wiesbaden betriebenen, falſch verſtandenen Pazifismus
zugunſtem der Gegner Deutſchlands zur Schaffung eines Pufferſtoates
zwiſchen Deutſchland und ſeinem Nachbarn. Eine Syntbeſe des von den
Sozialdemokraten wie von allen anderen Deutſchen geliebten Vaterlandes
und der Menſchheit ſei das von den Sozialdemokraten angeſtrebte Ziel
Abg. Hoffmann (Zrr.) ſpricht von einer Konſolidierung der
Verhältniſſe in Heſſen und beſchäftigt ſich dann ausſü lich mit den
Borgängen bei der Regierungskriſe im Reich. Das Ec. ort von der
Perſönlichkeit und der Diktatur, gegen das er ſich in ſchärfſter Form
wendet, ſei nnv geeignet, den mit allen Mitteln zu bekämpfenden Bürger=
krieg
herbeizuführen. Die Reparationslaſten ſeien die Wurzel alles
Uebels. Abg. Hoffmann ſetzt ſich für eine Dezentralifation in dem
Sinne ein, daß eine Uebertragung möglichſt vieler Aufgaben vom Reich)
an die Länder und Gemeinden erfolgen möge, was nur der Stärkung
des Staatsgedankens dienlich ſei und keineswegs etwa eine Machtver=
ringerung
der Zentralſtellen bedeuten müſſe. Seine weiteren Ausführun=
gen
ſind der Frage des Einheitsſtaates gewidmet, den er ſolange nichſt
kommen ſieht, als niucht die Macht Preußens gebrochen iſt. Bei dieſer
Gelegenheit bommt er auch auf die Beſetzung des Landesarbeitsamts
Frankfurt a. M. mit dem neuen Schlichter aus Kaſſel zu ſprechen und
auf den von Heſſen dagegen eingelegten Proteſt, über den wir ſeinerzeit
ausſührlich berichteten. Es ſei auffallend, daß im Landesarbeitsamt
in Frankfurt nicht ein einziger höherer Beamter ein Heſſe ſei, und daß
bei den mittleren Beamten zwei ganze Heſſen ſich befänden. Wenn
überhaupt an einen Einheitsſtaat gedacht werde, ſo müßten die Macht
gelüſte einzelner Glieder verſchwinden und die Bleichberechtigung aller
geſichert ſein.
Abg. Dr. Leuchtgens (Bbd.), der ſich als Vertreter der ver=
antwortungsbewußten
Oppoſition bezeichnet, hält den roſigen Opvimis=
mus
des hefſiſchen Finanzminiſters für finanzpolitiſch und geſamt=
Politiſch falſch. Das Geſamtdeſizit der letzten vier Jahre betrage dock,
nach Angabe der Regierung 24 Millionen Mark. Das andauernde
Betteln in Verlin ſei nur dazu angetan, die heſſiſche Finanzwirtſchaft
zu diskreditieren. Redner vertritt die Auffaſſung, daß es nicht not=
wendig
geweſen ſei, ſich erſt den Reichsſparkommiſſar aus Berlin zu ver=
ſchreiben
. Heſſiſche Beamte hätten ſicher ebenſogut, wenn nicht beſſer,
die Nachprüfung vornehmen können. Wichtiger ſei jedoch die Beſeiti=
gung
des Defizits. Er begegnet dem Spargutachten mit äußerſtem Miß
trauen. Redner übt Kcitik daran, daß vom Finanzminiſter nicht zwi=
ſchen
reinem Finanzbedarf und Zuſchußbebarf unterſchieden worden ſei
Dann würde ſich ein ganz anderes Bild der Finanzlage Heſſens er=
geben
haben. Redner bezeichnet es als abſurd, etwa von der Löſung
der Frage des Einheitsſtaate3 die Beſeitigung der Finanzſchwierigkeiten
zu erwarten
Das Haus vertagt ſich um 2 Uhr auf Freitag vormittag 10 Uhr.

Dominion Oſtafrika.
* Berlin, 7. März. (Priv.=Tel.)
Die engliſche Regierung verfolgt ſchon ſeit längerer Zeit
zielbewußt die Abſicht, an der oſtafrikaniſchen Küſte ein einheit=
liches
Dominion zu ſchaffen durch Zuſammenlegung der Kenia=
Kolonie und des ehemaligen Deutſch=Oſtafrika. Vor kurzer Zeit
iſt eine Studienkommiſſion mit Vorſchlägen über die Zuſammen=
legung
zurückgekehrt, und die engliſchen Zeitungen behaupten,
daß das engliſche Kabinett in ſeiner letzten Sitzung dieſen Vor=
ſchlägen
zugeſtimmt habe. Wir möchten das vorläufig noch an=
zweifeln
. Deutſch=Oſtafrika iſt England nur als Mandat zuge=
wieſen
worden. Ohne Zuſtimmung des Völkerbundes und
Deutſchlands kann eine Veränderung dieſes Zuſtandes nicht her=
geſtellt
werden. Soweit wir wiſſen, hat das Auswärtige Amt
dieſe Auffaſſung auch ſchon vor längerer Zeit in London zur
Kenntnis bringen laſſen.

Nnmmin

Die ianete Pointit teor Monf
Der Reichsfinanzminiſter verhandelt mit denn

* Berlin, 7. März. (Pria
Trotz der Vertagung des Reichstages ſind die
Verhandlungen nicht eingeſchlafen. Beſtimmte Kreiſe
gierung ſcheinen vieimehr gerade dieſen Zeitpunkt 1
zu halten, weil das Echo des Parlaments fehlt, um 10
die beim Scheitern der Koalition abgeriſſen ſind, win
ſpinnen oder neu zu tnupfen. Was ſich hier unter
Ausſchluß der Oeffentlichkeit vollzieht, iſt nicht ganz
Es ſcheint aber, als ob ein doppeltes Spie=
wird
. Der Reichsfinanzminiſter verhanm
den Parteien über die Sparmöglichkeiti
beim Reichsetat ergeben. Er hat zunächſt die Ve0l
Deutſchen Volkspartei empfangen und läßt nun dum
naheſtehende Preſſe verbreiten, direkte Vorſchläge, udh
gemacht werden ſollten, ſeien von der Volkspartei ninn
worden. Das mag wir wiſſen es nicht dem Woll
richtig ſein, tatſächlich aber kann dem Kanzler nichtau=,
ſein, daß die D.V.P. Vorſchläge ſchon vor Wochen araa zu
und davon auch dem Reichskanzler Mitteilung guus
Dr. Scholz hat dieſe Bereitſchaft dem Kaf
nur einmal, ſondern wiederholt erklärt und die MApR
Fraktion für die Erreichung dieſes Zieles zur Verfügin
Die Gedanken innerhalb der Volkspartei gehen dahich
Balancierung des Etats ohne neue
nicht nur notwendig, ſondern auch dur hänſ=
reichbar
ſei, ohne daß die Länder, den ihnen u fmn
weiteren Abſtrich von 180 Millionen als Unbilligkei ie scrn
könnten, weil dieſe 180 Millionen ihnen durch den letzimsinſonielanzert
Aus
ausgleich zugefloſſen ſeien gegen die Zuſage einer ennvhr
Senkung der Realſteuern. Statt deſſen hätten die Läſo=
ihre
Realſteuern nochmals um 500 Millionen erhöhrg P
den alſo praktiſch, auch wenn ihnen dieſe 180 Millionm.
würden, imer noch ein glänzendes Geſchäft machen
rigen hat die Volkspartei für den Fall, daß anders &a
gewicht nicht zu ſchaffen ſei, die Anregung a9s
Steuerfreiheit der öffentlichen Hand,i eymlläuft.
ungerechte Bevorzugung auf Koſten deMtzurſtgu
wirtſchaft iſt, aufzuheben, um dadurch Äen,ien gäl
noch vorhandenes Loch zu ſtopfen. Gerade 35, Mtaſt am naa ſten
möchte Dr. Hilferding herumkommen. Deswegen N=inien 9
1 Dr i m
Aktion der Volkspartei abfangen.
Wir hören davon, daß er mit den übrigen Regymſch Kurten im
teien verhandelt, um die Weimarer Koalition einſoliſt.
der
Bayeriſchen Volkspartei zu einem gemeinſamen Pr.an
ſammenzufaſſen und dadurch die Volkspartei entwedegela
zu machen oder ſie in eine taktiſche Lage hineinzunnn
daß ihr nichts mehr übrig bleibt, als den Abmas=eſtrud
anderen Parteien zuzuſtimmen. Zu dieſem Zweck ſen 2er
Bayern anbieten, die Erhöhung der Bierſthy in in Ee
oder teilweiſe abzubauen und den dadurch Dmindt beie
Fehlbetrag durch eine Erhöhung der Ta Ir Msſ.

auszugleichen. Es ſcheint, als ob das Zesund ſrme Wo

Anregung ganz gern aufgegriffen hat, weil es dadur /. H.en hel
un 1
Weiſe in die Regierung wieder hineinzukommen hogi. um gele

die Bayern vorläufig noch zurückhaltend ſind. Da.
mS worden

aber vorläufig noch recht vage und wohl auch meh0enen died in
ſcher Stoß gegen die Volkspartei gedacht.
gie in Satle der
Ar Abend der
brim nachſ
ergeben, äußern ſich die amtlichen deutſchen Stelwv den Bei
licherweiſe ſehr zurückhaltend. Sie wollen den Parnru zu biet
rungen nicht vorgreifen und vor allem vermeiden, da hixen Deutſch
lin ſo etwas wie eine Parole ausgegeben wird, II0 Bandernund
Bindung der deutſchen Delegation aufgefaßt werden, iho I des Wa
ganz ſo zugeknöpft ſind die führenden Bank Eſ* güunden. St
ja ſchon Gelegenheit gehabt haben, ſich vor Monattp 0e Zußgänger und 9

Der Plan der Reparakionsban., k. Pſunger
Weiſe
Ueber die Möglichkeiten, die ſich aus der GruxAäden vm
beſonderen Tributbank für die deutſche Kriegsesku=) Gemn=M=

Plan zu befaſſen, als die erſten Anregunge? hutigen Tag
die ſoviel wir wiſſen von Parker Gilben 7e Gder nich
Aber auch die Großbanken entſcheiden ſich vorläuftül.,u ſa whm
ein Ja noch für ein Nein, weil ſelbſtverſtändlich 109a
geſtaltung der Bank alles abhängt. Sie begrüßen We=
Gedanken, das ganze Reparationsproblem aus deidem
Atmoſphäre herauszunehmen und in eine rein nI.ß
Grundlage einzubetten. Aber ſie ſehen doch auch da ß!
die entſtehen können, wenn ein ſolches Clearingham
nationalen Geldmitteln ausgeſtattet wird, und nuſann
die deutſchen Milliardenzahlungen imſtande waie?
Valutadifferenzen auszugleichen, ſondern auch. dukein
ſung der Wechſelkurſe auf die Produktionsbedini
Landes entſcheidend einzuwirken. Daß dabei Deutſchle
Teil des ſchwächſten Widerſtandes, ſehr leicht der 7.0
ſein könnte, iſt nicht zu überſehen. Den Vorteilen,

der zentraliſierten Abwicklung der Reparationen Ain
leicht der deutſchen Auslandsanleihen ergeben konſtan,
infolge der Kreditwürdigkeit dieſes neuen Inſt 9,
nung auf eine Verbilligung unſerer Landesanleihen"
würde ſtehen die Gefahren völliger 4.0
keit der deutſchen Wirtſchaft von )!0

ſtitut gegenüber, die ſich bis zur ausgeſprochenend.
kontrolle auswachſen könnte. Vor allem aber Miclke
wenn der Plan in dieſen Umriſſen feſtliegt, imihle.
müſſen, ihm den rechten Inhalt zu geben, und da54
ausſetzung, daß eine Verſtändigung
eine für Deutſchland tragbare Re9'
Kriegsentſchädigung ſelbſt, wie aug"
und Dauer der einzelnen Zahlunge!
Davon ſind wir aber noch weit entfernt. Die Eiſt
von 48 Milliarden, die Franzoſen ſogar von 72.90c
Engländer wollen bei den Jahresraten auf 22.M0
untergehen, die Franzoſen aber multiplizieren Le
ſprechen von einer Minimalforderung von 3. M0ſ4
ſind phantaſtiſche Summen, die für uns undisküſte
ſonders, wenn dazu berückſichtigt wird, daß bei."
der Geſamtſumme ſehr viel Technik mitredet, 1e. ſcs
Gegenwertberechnung oder die einzelnen Zahlunhe.
den. Vorläufig iſt auch die Weltbank nur eine
kuſſionsgrundlage, und Deutſchland wird ſehr ſi.
einbauen müſſen, bevor es dabei mitarbeitel.

[ ][  ][ ]

eſinfh A undesthealer. Heute Freitag geht Martha von
m Sinſtudierung und Inſzenierung erſtmalig in Szene.
cen ſino die Damen Walter, Jacobs und die Herren
Ic beſchäftigt Muſikaliſche Leitung: Berthold C

4s der Landeshaupkſtadk.

Darmſtadt, 8. März.

niete 1005en, und beginnt um 19,30 Uhr. Die erſte Wieder=
zie

fiündetz rien Samstag ſtatt (Zuſatzmiete III, Beginn 19,30 Uhr).
doppeliurgen Er*ag gelangt im Großen Haus Napoleon, von
miniſter) zur 0 cur führung. Das geſamte Schauſpielperſonal des Lan=
Sparmzuters iſtiüiſſtüftigk. Die Titelrolle ſpielt Fritz Valk. Inſzenie=

ten und e
direſe Nutuntag gſter in beiden Häuſern des Landestheaters vier Vor=
on
der D.u en ſtatzz ſni Großen Haus gelangt um 15 Uhr der Waffen=
zumliefführung
, abends 19,30 Uhr (iete B) geht in die=
nes
nicht -hielzeit m erſten Male Cavalleria ruſtieana, in
uin dem Ka Iu danaaptrollen ſind die Damen Landwehr, Walter, Liebel
ſchon vo g, Herrenſteger, Komregg beſchäftigt. Hierauf folgt der Bg=
unzler
Mi mit G4 Grahl in der Titelrolle. In den übrigen Haupi=
Bereitthm und Mm4 Harre, Hans Komregg, Franz Tibaldi, Herbert
Muſikaliſche Leitung: Berthold Goldſchmidt. Zu
Emun U Forſtellim pverden nur Tauſchkarten für Sonntagsopern ein=
ſes
3i
olsparte / Klein=end us gelangt Sennkag nachmittag 15 Uhr der Schwank
is ohn machtal les zur Wiederholung (Heſſenlandmiete III).
ndern au 19,30 M Findet eine Anfführung der Shielgemeinſchaft ſtatt,
Länder dn. Lokalgut Der Glasſchrank von Rüthlein bringt. Am
ſionen gls / Tage uſiet, im Feſtſpielhaus Worms ein Gaſtſpiel des Landes=
nihnen
dunz mit Aßerils Lamberthier ſtatt.
6. Süf niekonzert Montag, den 11. März, gelangen
Kindyertiilieder und Aus den Liedern eines fahrenden Ge=
beſſen
hug um Wwax. Für die erkrankte Soliſtin Louiſe Willer wurde
ſängermEenmi Leisner (Berlin) verpflichtet. Außerdem
nen dieſe 15 Pſitzins Duvertüre zu Chriſtelflein und Nichard Strauß
ndes Geſcz taliennr Aufführung. Leitung: Generalmuſikdirektor Dr.
en Fall. Mf
die Anre Inhaſſte Ser Weihnachtsgeſchenkbons und Weihnachtsſchecks
entlichen ren rt daß die Gültigkeitsfriſt zur Einlöſung derſelben
ngauf go Märühläuft.
en um dureie LHar iſch=Künſtleriſche Geſellſchaft. Nach Ablauf der den
zuſtonfen rice Kälteperiode veranſtaltet die Freie Literariſch=
iche
GeſhTaft am naclſten Mittwoch, dem 13. März, im
der Wan gten Geſellſchaft einen Vortragsabend von Rudolf
dingy dr in weiten Kreiſen hochgeſchätzte Dichter wird aus
en üh Verkenl ſeri. Karten im Vorverkauf bei Buchhandlung Berg=
mRtheinfürze
6).
ſim m MAſſnsſemiuar auf der Merienhöhe hielt der Geſchäfts=
s Gei ziſen, Landesvereins vom Noten Kreuz, Herr Amtmann
gen P hrax über den Zweck und die Ziele des Roten Kreuzes
eſondelreiler die Friedenstätigkeit des Heſſiſchen Roten Kreu=
desvermiund
Alice=Frauenve ein) unter Vorführung von eini=
Zu dieſe Lichtbilägr Der große Saal des Seminars war bis auf das
ung der litzchen Ay Hen Seminariſten und den Mitgliedern der San=
und den ſene Sbchrntt beſetzt und folgten die Zuhörer mit geſpannter
höhung /hmkeite) Ausführungen des Redners. Für die Schulleitung
rr Veyu ſarme Worte der Begrüßung an die Erſchienenen
mt, as 9* Daukelsn den Redner gefunden daſür, daß vom Heſſiſchen
en hat, meit rein w mNoten Kreuz während des zurzeit im Seminar von
einzum r. meun ſm geleiteten Kurſus für die erſte Hilfe dieſer Vor=
end
fz. id vercrnß worden war.
und mahl er Rhelmin Lied iſt das Kennwort für die am Sonntag, dem
ch. im ſſen Saale der Beſſunger Turnhalle ſteigende Früh=
Umdy Abend den Charakrer einer gediegenen Veranſtal=
geben
, aerden nachſtehende Vereine: Orthſcher Männevhor
nſchaft ᛋF Beſſunger Turngemeinde Bürgerverein Beſſun=
liebensrpdiger
Weiſe angepaßte Chöre vortragen. Die Be=
begt
i=änrden von ſchmurken Rheinländerinnen. Der muſi=
au
ummreht Herrn Matthias Weber, und ſind ſomit alle Vor=
en
getwufn, den Beſuchern einige Stunden echt frühlicher und
Stnunx zu bieten. Näheres folgt im Inſeratenteil.
Sie Hoc, hin=Rlllizau Deutſche Turnerſchaft. Tagung der Ver=
ain
IrtefWandern und Geſang. Von allen Zweigen
Bübunnp hat das Wandern in den deutſchen Turnvereinen
aufgeſiß Pflegehſiäte gefunden. Schon die Turner unter Fr. L. Jahn,
jhrendel ein rirſſer Fußgänger und Wanderer geweſen iſt, wanderten
m ſich miſterumg ind heutigen Tages gibt es wohl keinen der 12000
gten 40 urntherne, der nicht in gewiſſen Zeitabſtänden regelmäßig
Mitze dr Zunahme des Wandertriebes wurde es in den
PA r Tux ſchaft aber unumgänglich notwendig, den Ausbau
erns z 1=ganiſieren; ſo wurde in den Kreiſen und Gauen der
2 einznelen Männern übertragen, und die Aemter der Wan=
geſchauff
. In zielbewußter und muſtergültiger Arbeit iſt
W eleithein ge in der D.T. vorangegangen und hat das Gebiet
herns ſchr frühzeirig, unter ſachkundiger Leitung, aufgenom=
waß
ſich eies, wie alle anderen Zweige der Leibesübungen,
RaS betreen werden, voll und ganz in den Rahmen der Gau=
ugt
. kjährlich kemmen nun die Vereinswanderwarte der
vt we ne zu e ht Zahrestagung zuſammen, die für 1929 am kommen=
Ntag, 1 m10. März, vormittags 10 Uhr, im Turnhauſe der
chaft FArm ſtadt 1875 ſtattfindet. Zum Wandern gehört aber
cer Sſy, und ſo wird mit obiger Tagung gleichzeitig die=
Verenweſangswarte verbunden.

hat zmiu Carl CK/ Bühnenbilder: Wilhelm Reinkung (Miete I, Beginn

Freitag, den 8. März 1929
Odenwalöklub, Ortsgruppe Darmſtadt. Im März noch über
Schnee und Eis zu wandern, iſt ſelten. Lcſcht fällt dann das Wandern
nuht, und es gehören ſchon erprobte Wanderer dazu, eine ſechsſtündige
Wanderung gut zu beenden. So war es am letzten Sonntag eine Wan=
derung
beſonderer Art, die von Heppenheim über die Juhöhe, nach
Virkenau, über die Wachenburg zum Endziel Weinheim führte. Der
eine oder andere Teilnehmer glaubte ſich manchmal auf einem vollenden
Band, ſo ſchmell verſchwand der Boden unter ihm. Blitzſchnell ſaß er
auf der Mutter Erde. Aber ſolche luſtigen Vorkommniſſe ſchadeten
wichts, ſie brachten Leben und Fröhlichkeit in die Schar. So mancher
lachte eben noch recht herzlich über einen verblüfft daſitzenden Wander=
kameraden
, um im nächſten Augenblick deſſen Schichſal zu teilen. Ent=
zlickende
Bilder boten der verſchneite Odenwald, die Bergſtraße und
die Rheinebene. Sie enrſchädigten reichlich für die etwas mühevolle
Wanderung. Die Unterkunft auf der Juhöhe und im Grünen Baum
in Weinheim waren ſehr gut. Tadellos dunhgearbeitet waren die Vor=
bereitungen
zur Wanderung, und glänzend wurde ſie geführt. Führer
waren die Herren L. Bauer und Ph. Gwald.
Schö.

Med ſeüsel Schubert

Singt (3954
am Freitag, 15. März, abends 8 Uhr im Kl. Haus.

Jugend und Beruf! Ueber dieſes Thema ſpricht heute abend die
Reichsjugendführerin des Verbandes der weiblichen Handels= und Büiro=
angeſtellten
, Fräulein Anna Schulze aus Berlin, im Grünen Zim=
mer
. Hotel Kaiſerſaal, Grafenſtraße 18, verbunden mit Lichtbüldern
vom Reichsjugendtag des V. W.A. in Nürnberg. Dieſer Vortrag dürfte
beſonders auch für die jungen Mädchen von größtem Intereſſe ſein,
welhe an Oſtern in den kaufmänniſchien Beruf eintreten.
dand Habolgenbkikener!
Von einer allerersten Fabrik erhielt ich einen
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Lernt Stenographieren! Gelegenheit zur Erlernung bihetet die
Stenographen=Vereinigung Gabelsberger, die in ihren Unterrichts=
häuwen
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Ramſtädter Straße, neue Anfängerkurſe in Reichskurzſchrift am Frei=
tag
, dem 8. März, eröffnet. Unter Leitung eines ſtaatlich geprüften
Lehrers der Stenogrophie iſt jedem Gelegenheit geboten, dieſe Kunſt
gründlich zu erlernen. Das ſehr niedrig bemeſſene Unterrichtsgeld kann
in Raten bezahlt werden.

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Tagesordnung zur öffentlichen Sitzung des Kreisausſchuſſes de
Kreiſes Darmſtadt am Montag, dem 11. März 1829, nachmittags 3.30
Uhr: 1. Klage des Jakob Merſhroch 10. zu Hahn gegen den Gemeinde=
ratsbeſ½luß
vom 14. Januar 1529, betr. Ernennung des Karl Scmitt
zum Gemeindereehner der Gemeinde Hahn. 2. Fürſorge für das un=
eheliche
Kind Eiiſabeth Miſchlih zu G=iesheim: hier: Beſchwerde des
Jakob Müller 2. in Griesheim gegen einen Beſchluß des Kreiswohl=
fahrtsamts
Darmſtodt auf Unterbringung in das Arbeitshaus

Seite 5
Reichsbund der Kriegsbeſchädigten,
Kriegskeilnehmer und Kriegerhinkerbliebenen.
Die Kreisvereinigung des Reſchsbundes der Kriegsbeſchädigten des
Kreiſes Darmſtadt hielt ihre Kreisgeneralverſammlung in Nieder= Nam=
ſtadt
ab. Vor Eröffimng der Kreistagung trug der Männergeſangver=
ein
Eintracht Nieder=Ramſtadt zwei wirkungsvolle Begrüßungschöre
vor. Kamerad Schiller von Nieder Ramſtadt hieß die Kreiskonſe=
renz
herzlich willkommen. Sobann wurde die Konferenz vom Kreisvor=
ſitzenden
, Kamerad Pritſch=Eberſtadt, eröffnet und der Orisgruppe
Rieder=Nauſtadt für ihren herzlichen Empfang, ſowie dem Geſangverein
Eintrailſt herzlich) gedankt.
Die Tagesordnung wurde genehmigt und von Kamerad Storc=
Arheilgen die Protokolle vom abgelaufenen Geſ=häftsjahr bekanutgege=
ben
. Den Kaſſenbericht erſtattete Kamerad Feuerbach=Griesheim.
Den Jahresgeſchäftsbericht erſtattete Kamernd Pritſch= Eber=
ſtadt
. Einleitend führte er aus, daß auch in dieſem Jahre erheblich viel
Arbeit im Intereſſe der Kregsopfer zu leiſten war, und dieſe Arbeit
beſonders rerlhaltig war durch die unzählig vielen Wiedergewährungs=
anträge
der ehemaligen 20prozentigen, ſowie die vielen Anträge auf
Elternrente und Elternbeihilfe, außerdem durch die vielſeitigen Fürforge=
beſtimmnngen
, mit denen ſich die Kriegsopfer ſehr wenig zurechtfinden
uind dadurch die Organiſation und ihre Xunktionäre erheblich in An=
ſpruch
genommen werden. Die Mitgliederzahl im Kreiſe Darmſtadt be=
kägt
zurzeit 18:8, dauon ſind 1941 Kriegsbeſchädigte, 760 Kriegshinter=
bliebene
und 77 Kriegsteilnehmer; verſtorben ſind im Jahre 1928
26 Mitglieder. Das Andenken der verſtorbenen Mitglieder ſoſvie das
Andenten der Gefallenen anläßlih des am gleichen Tage ſtattgefundenen
Volkstrauertages ehrt die Kreiskonferenz durch Erheben von den Sitzen
und minutenlanges E lweigen.
Der Kreisvorſtand wurde einſtimmix wiedergewählt, und ebenſo
wurden die Anträge, weiche hauptſählich die Fürſorge betrafen, ein=
ſtimmig
angewommen und die Kreisleitung beauftragt, dieſelben unge=
ſäumt
dem Kreisſohlfahrtsamt zu übermitteln.
Am Nachmittag, anſchließend an die Kreisgeneralverſammlung,
fand eine öffentliche Verſammlung ſtatt, in der Kamerad Bezirksleiter
Benner=Gießen über Kriegsopferverſorgung und Fürſorge refe=
vierte
. Zu der Verſammlung waren aus dem Ortsgruppen Nieder=
Ramſtadt, Traiſa und Ober=Ramſtadt eine große Zahl Mitglieder er=
ſchienen
. Das Kreiswohlfahrtsamt war durch Herrn Verwaltungs=
inſpektor
Heißt, die Gemeinde Nieder=Ramſtadt durch Herrn Büirger=
meiſter
Jährling und das Kreisausſchußmitglied Herrn Keil ver=
treten
; ebenſo nahm an der Verſammlung Herr Bürgermeiſter Sche=
rer
von Traiſa teil. Kamerad Benner behandelte ſehr eingehend die
Frage der Verſorgung, und zwar nach dem jetzigen Recht der Geſetz=
gebung
und dem wirklichen Recht, wie es ſich auf Grund ihrer jahre=
langen
Erfahrungen der Reichsbund der Kriegsbeſchädigten und Hinter=
bliebenen
denkt. Im Vergleich mit der Offiziersverſorgung konnte Ka=
merad
Benner den Beweis führen, daß die derzeitige Verſorgung ſich
reiht lvenig unterſcheidet von der früheren Klaſſenverſorgung. Die
1;ſtündigen Ausführungen des Kameraden Benner=Gießſen waren ge=
tragen
von großer Sachkenntnis und zeugten davon, daß derſelbe die
Verſorgungs= und Fürſorgegeſetzgebung voll beherrſcht. Zum Schluß
des Referats dankte die Verſammlung durch reichen Beifall.
In der Diskuſſion kam auch der Vertreter des Kreiswohlfahrtsamts
zu Wort. Herr Keil vom Kreisausſchuß des Kreiſes Darmſtadt betonte,
ſeine Fraktion im Kreistag alles run würde, um die Fürſorge für
die Kriegsopfer zu einer gehobenen Fürſorge zu machen. Mit einem
Hoch auf den Reichsbund der Kriegsbeſchädigten, im welches die Ver=
ſammlung
begeiſtert einſtimmte, fanden die Kreisgeneralverſammlung
und öffentliche Verſammlung ihr Ende.

Der erfolgreiche Verkäufer. Der für den 5. März d. J.
vom Zentralverband der Angeſtellten einberufene Vortragsabend
über das obige Thema hatte einen außerordentlich zahlreichen Be=
ſuch
aufzuweiſen. Die Referentin, Fräulein Dr. Weppler, ver=
ſtand
es, in feſſelnder Art die Anweſenden in das Gebiet der mo=
dernen
Verkaufskunſt einzuführen. Sie verſuchte zunächſt die
Frage zu beantworten, worin der erfolgreiche Verkauf liegt. Das
Schlagwort vom Dienſt am Kunden gilt es zu verwirklichen.
Der Weg zum Erfolg liegt vor allen Dingen in der Perſönlichkeit
des Verkäufers ſelbſt begründet; in ſeiner äußeren Erſcheinung,
dann aber auch in der ſeeliſchen Struktur. Genaue Warenkennt=
nis
iſt erſte Vorausſetzung. Genaue Kundenkenntnis erleichtert

chend einzuſtellen. Er hat die Aufgabe, eine geſunde Kaufatmo=
ſphäre
zu ſchaffen. Von der Frageſtellung an den Kunden hängt
ſehr viel ab. Das richtige und falſche Vorzeigen von Waren be=
einflußt
weſentlich den Entſchluß des Käufers. Der Vortrag hat
gezeigt, daß von dem Verkaufsperſonal pſychologiſche Kenntniſſe
vorausgeſetzt werden. Mögen auch die weiteren Vorträge des
Z.d.A. fur die Angeſtellten des Einzelhandels und der Genoſſen=
ſchaft
dazu beitragen, ihr berufliches Wiſſen zu erweitern.
Orpheum. Original=Kölner=Volksbühne. Die köſtliche
Schwank=Operette Prinzeß Wäſcherin geht heute letzt=
nalig
in Szene. Ab morgen, Samstag, 9. März, gelangt der
tolle Schwank Familie Schmitz in 3 Akten, von Hermann
Bopf erſtmalig zur Aufführung. Dieſer heitere Schwank weiſt
eine Kette komiſcher Situationen auf. Gerade im unmöglichſten
Moment treffen ſich die, die ſich nicht treffen ſollten. Er wirkt
durch unvorhergeſehene Begegnungen und Situationskomik. Die
Preiſe ſind mäßig gehalten und bewegen ſich von 1 bis 3 Mark.
Rundfunkteilnehmer ſowie Klein= und Sozialrenter erhalten die
bekannten Vergünſtigungen. (Siehe Anzeige.)

[ ][  ][ ]

Seite 6

Freitag, den 8. März 1929

Nun

Die Zeit für die Frühjahrsbeſtellung iſt kurz.
Von Dipl.=Landwirt Dr. Sommerkamp.
Der diesjährige ſtrenge Winter ſchiebt den Beginn der Arbeiten
für die Frühjahrsbeſtellung weit hinaus. Die Zeit, die hierfür ver=
bleibt
, wird daher ſehr kurz ſein. Es wird ſich alles ſehr zuſammen=
drängen
, und oft wird es nicht möglich ſein, die Arbeiten in der gewohn=
ten
Weiſe zu erledigen.
Wie bei jeder Arbeitshäufung muß auch hier der Grundſatz gelten:
Das Wichtigſte zuerſt! Das iſt ohne Frage die richtige Verſorgung
der Kulturen mit den notwendigen Nährſtoffen. Sobald der Bann des
Froſtes gebrochen iſt und die Felder wieder abtrocknen, ſind daher zu
den zu beſtellenden Sommerfrüchten die Nährſtoffe Kali und Phosphor=
ſäure
unverzüglich auszuſtreuen. Eine Auswaſchung dieſer beiden Nähr=
ſtoffe
iſt nicht zu befürchten. Etwas anderes iſt es bei den Stickſtoff=
düingemitteln
. Dieſe werden daher meiſt kurz vor der Saat oder auch
nach der Ausſaat gegeben. Bei dieſer vorſorglichen Anwendungsweiſe
der künſtlichen Düngemittel finden die zarten Wurzeln der jungen
Pflanzen die notwendige Nahrung zur Zeit des Bedarfs fein verteilt
im Boden vor.
Neben dieſen Vorbereitungen für die Sommerfrüchte dürfen aber
auch die Winterſaaten nicht vergeſſen werden. Dieſe waren den Gefah=
ren
des außerge vöhnlich ſtrengen Winters ausgeſetzt, und ſie bedürfen
zur ſchnellen Anregung des Wachstums, ſobald der Boden offen iſt und
betreten werden kann, einer Kopfdüngung mit Kali und Stickſtoff und
unter Umſtänden auch mit Phosphorſäure. Die Kalidüngung darf hier=
bei
nicht fehlen, wenn der gewünſchte Erfolg eintreten ſoll. Einſeitige
Stickſtoffdüngung würde Lagergetreide zur Folge haben. Dies iſt gleich=
bedeutend
mit Erſchwerung und Verteuerung der Erntearbeit, Wert=
verminderung
des Korns, alſo mit Verluſt. Aber nicht nur gegen die
Lagergefahr, ſondern auch gegen den beim Weizen in den letzten Jahren
ſtark beobachteten Roſt ſchützt eine ausreichende Kalidüngung. Erfah=
rungen
und Beobachtungen vieler Forſcher und Praktiker haben das
einwandfrei ergeben.
Auf den Wieſen und Weiden werden die Düngemittel vielfach im
Laufe des Winters gegeben. In dieſem Winter mußte das aber wegen
des hohen Schnees unterbleiben. Sollen auf dem Grünland keine Ernte=
ausfälle
eintreten, ſo iſt auch dieſe Düngung ſobald als möglich nach=
zuholen
.
Mit Eintritt milderer Witterung wird bei der Reichsbahn ein
großer Wagenmangel eintreten; es müſſen Kohlen, Lebensmittel, Bau=
materialien
und ſonſtige Maſſengüter befördert werden. Hierdurch
kann trotz reichlicher Vorräte an allen Düngemitteln eine Verzögerung
der Lieferung verurſacht werden. Der vorſichtige Landwirt beſtellt
daher ſofort, damit er in der kurzen Zeitſpanne der Frühjahrsbeſtellung
nicht warten muß.
Bei der ſehr geſpannten Lage der Landwirtſchaft kann jedes Ver=
ſäumnis
zum Verhängnis werden. Welcher Landwirt könnte es aber
heute verantworten, durch eigenen Fehler ſeine wirtſchaftliche Lage ver=
ſchlechtert
zu haben?
Hohes Alter, Herr Privatier Andreas Beſt, Frankfurter Str. 11,
feiert am 8. d. M. in körperlicher und geiſtiger Friſche ſeinen 87. Ge=
burtsta

Charloste Maſſenburg, das ehemalige Mitglied des Heſſiſchen
Laudestheaters, der das Darmſrädter Publikum ene Reihe unvergeß=
licher
künſtleriſcher Leiſtungen verdankt und die jetzt als erſte hoch=
dramatiſ
he Sängerin am Stadttheater in Mainz tätig iſt, hat dort von
Mal zu Mal ſich ſteigernde, außergewöhnliche Erfolge. Ueber die
Wiedergabe der Elektra von Richa=d Strauß, die die Künſtlerin unter
der muſikaliſchen Leitung Panl Breifachs jetzt zum erſten Male geſungen
hat, ſ hreibt die Preſſe: . . . eine überragende Leiſtung, Ausdauer und
dur gebildete Schönheit des vokalen Ausdrucks verſchmolzen mit einer
ſchauſpieleriſchen Konzentration, in der es keine leeren Augenblicke
gab Charlotte Maſſenburg war die ihm (Breiſcch) kongeniale Ver=
treterin
der Tite(rolle, gleihbedeutend als Sängerin wie Schauſpiele=
rin
. . . Mit dem Erfolge dieſer Elektra=Aufführung iſt in erſter Linie
der Name der Titelträgerin, Charlotte Maſſenburg, verkmüpft. Ihre
Elektra iſt unbeſtreitbar ihre Gipfeileiſtung an unſerer Bühn=
Die Künſtlerin nimmt ihre Studien ſat langer Zeit bei der Geſangs=
meiſterm
Maria Franke, aus deren Schule u. a. auch Margarete
Albrecht, jetzt Opernhaus Königsberg, und Alfred Karen, Städtiſche
Vühnen Duisburg, hervorgegangen ſind.
Volkshochſchule. Unſere Gymnaſtikkurſe, geleitet von Frl.
Kaſten, werden am Freitag, den 7. März, in der Turnhalle der
Viktoriaſchule fortgeſetzt, die von Frl. Pfuhl geleiteten in
der gleichen Schule am Montag, den 11. März.
Liedertafel 1842 E. V. Zu unſerem Konzert am 15. April b. J.,
abends, im Großen Haus des Landestheaters tritt Thea Böhm= Lin=
hardt
, von ihrem Gatten, Herrn Generalmuſikdirektor Dr. Böhm, am
Fſügel begleitet, zum erſten Male als Liederſängerin vor die hieſige
Oeffentlichkeit. Die Mitwirkung dieſer beiden Künſtler gibt unſerem
Konzert eine beſondere Not. Nach dem erfolgreichen Auftreten der
Künſtlerin als Oratorienſängerin in dem letzten Muſikvereinskonzert
darf man eine ho=bkünſtleriſch= Leiſtung als Liederſängerin erwarten.
Das Konzert enthälr die dritte Folge aus Deutſche Lieder aus 8 Jahr=
hunderten
12. Jahrhundert und bringt die Entwicklung des deut=
ſihen
Chor= und Sololiedes. Die Liedertafel, die die beiden erſten Fol=
gen
dieſes von ihrem Dirigenten zuſammengeſtellten Zhklus mit
auſierordentli chem Erfolg bei Preſſe und Publikum durchgeführt hat,
wird alles daran ſetzen, auch in dieſer dritten und vorletzten Folge in
Chren zu beſtehen, zumal gerade dieſ Folge das ureigene Gebiet des
Männerchorweſens die Entſtehung und die Entwicklung des Männer=
cherliedes
enthält. Näheres folgt.
Geſangverein Frohſinn 1884. Generalverſammlung.
Der erſte Vorſitzende Herr Baſtian gedachte der im vergangenen Jahr
verſtorbenen Mitglieder, deren Gedenken durch Erheben von den Sitzen
geehrt wurde. Herr Baſtian berichtete ſogann ausführlich über das
verfloſſene Jahr. Seine Worte ließen erkennen, daß wiederum recht er=
ſprießliche
Arbeit geleiſtet wurde. Anſchließend ließ der Rechner Herr
Gg. Crößmann den Bericht über die Kaſſenverhältniſſe folgen. Die
Neuwahl des erſten Vorſitzenden und Vorſtandes brachte keine Verände=
rung
. Es wurde hier der Geſamtvorſtand wiedergewählt. Die Ehrung
von fünf Sängern, die ein Jahr, ſowie von zwei Sängern, die zwei
Jahre keine Singſtunde verſäumt haben, ſchloß die in allen Teilen an=
genehm
verlaufene Verſammlung.
Liederzweig. Der Ehrenabend unſerer Jubilare und Aus=
zeichnung
der Sänger findet am Samstag, den 9. März, abends auf
dem Heiligen Kreuzberg ſtatt. Ein ganz beſonderes Gepräge verleiht
dem Feſt das 50jährige Vereinsjubiläum des erſten Vor=
ſitzenden
Herrn Adolf Schneider. Konzert, Chöre, Soli um=
rahmen
die Feier; ein flotter Tanz wird den Abſchluß bilden.
Turngeſellſchaft Darmſtadt 1875 Wanderabteilung.
Wir machen unſere Mitglieder darauf aufmerkſam, daß die für Sonntag,
den 10. März, feſtgelegte Wanderung nicht ſtattfindet; den ge=
nauen
Termin geben wir reihtzeitig bekannt. Gleichzeitig weiſen wir
auf die am Sonntag, vormittags 10 Uhr, ſtattfindende Verſammlung
der Gauwander= und =Geſangswarte in unſerem Turnhauſe hin, und
bitten die Mitglieder des Wanderausſchuſſes um zahlreiches Erſcheinen.
Kompoſitionsabend J. Klaas. J. Klags, der zurzeit in Auer=
bach
lebt, iſt in Darmſtadt kein Unbekanntar mehr. Sein Streichquartett,
vom Schnurrbuſch=Quartett aufgeführt, ſeine Lieder, die in der Freien
Literariſch=Künſtleriſchen Geſellſchaft geſungen wurden, dürften in guter
Erinnerung ſtehen. Ferner erlebten eine große Zahl ſeiner Werke
zahlreiche Aufführungen bei den Rundfunkſendern. Das in Darmſtadt
am 12. März im Saale der Loge ſtattfindende Konzert bringt Lieder,
eine Sonate und 6 Stücke für Bratſche und Klavier. Ausführende des
Abends ſind: Fran Suſanne Horn=Stoll (Sopran) und Kammermuſiker
Horn (Viola). Am Flügel der Komponiſt. Karten im Vorverkauf bei
Konzert=Arnold. Eliſabethenſtraße 28, Telephon 2566.

Die Werner=Schule vom Roken Kreuz
(ehem. Deutſche Peſtalozzi=Stiftung),
Berlin=Lankwitz, Frobenſtraße 55,
beendet Ende März den 2. Lehrgang der Abteilung II der Haus=
haltungsſchule
.
Die kurzen Jahre haben auch dieſer Schule eine günſtige Ent=
wicklung
gegeben, die ſich äußerlich in dem ſchnellen Anwachſen der
Schülerinnenzahl zeigt (zurzeit 35). Junge Mädchen aus allen
Teilen Deutſchlands werden als Heimſchülerinnen aufgenommen
oder beſuchen in der Nähe wohnend als Tagesſchülerinnen
den Unterricht. Lycealſchulbildung iſt erwünſcht, aber keine Be=
dingung
. Die Haushaltungsſchule iſt ſtaatlich anerkannt. Gedie=
gener
Unterricht theoretiſch und praktiſch wird nach vorge=
ſchriebenem
Lehrplan ſorgfältig von vorgebildeten und geprüften
Lehrkräften erteilt
Die herrliche Lage des Hauſes inmitten des alten Gartens
von 26 Morgen Größe und doch vom Mittelpunkt Berlins leicht
erreichbar, bietet viele Vorteile für die Schule. Helle, neuzeitlich
eingerichtete Wirtſchafts= und Unterrichtsräume, geſchmackvoll aus=
geſtattete
Wohn= und Schlafzimmer ſind für die jungen Mädchen
ein Heim, in dem ſie ſich wohlfühlen, wie ſich durch fröhliche Stim=
mung
, freudiges Schaffen und Lernen ſowie durch eine durchweg
geſunde gute körperliche wie geiſtige Entwicklung zeigt.
Aufnahmen neuer Schülerinnen für den einjährigen Lehr=
gang
, wie auch für halbjährigen Beſuch der Schule Anfang Avril.
Die Schülerinnen erhalten Fahrpreisermäßigung von der Reichs=
jahn
. Nähere Mitteilungen und Auskunft, wie die Bedingun=
gen
zur Aufnahme werden jederzeit gern durch die Oberin der
Werner=Schule gegeben.
Werner=Schule vom Roten Kreuz,
Berlin=Lankwitz, Frobenſtraße 55, Fernruf ( 3 Lichterfelde 3593.

Ber Stuhlverſtopfung
NUR
APOTHEKER
RICH BRANDrS MLlllBErzErsfEr

Im Rahmen eines Teenachmittags, den die Jugendgruppe
des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutſche über See. Ab=
teilung
Darmſtadt, am Dienstag, den 12. März, ½5 Uhr, im
Muſikvereinsſaal, Steinſtraße, veranſtaltet, tanzen Schülerinnen
der Osberte=Schule Marburg unter Leitung von Fräulein Erika
Simon. Die Mitglieder des Frauenvereins und alle diejenigen,
die bei dem letzten Feſt des Vereins ſo freundlich geholfen haben,
ſind dazu herzlichſt willkommen. (Teekarte 50 Pfg.)
Paulusgemeinde. Nachdem der Jugendbund (weibliche
Jugend) unſerer Gemeinde am letzten Sonntag mit einem wohl=
gelungenen
Werbeabend ſein Wollen und Wirken wieder einmal
vor der Oeffentlichkeit dargetan hat, folgt am kommenden Sonn=
tag
die Jugendvereinigung (männliche Jugend) ihrerſeits mit
einer entſprechenden Veranſtaltung, Konfirmanden und Gemeinde=
glieder
ſind herzlichſt eingeladen. Ein Einblick in das große deutſch=
evangeliſche
Jugendwerk an Hand von zahlreichen Lichtbildern
wird neben anderem für jung und alt von Intereſſe ſein.
Paulusgemeinde. Wir machen unſere Gemeindeglieder,
inſonderheit die Mitglieder des Frauenvereins, darauf aufmerk=
ſam
, daß am Freitag, den 8. März, im Gemeindeſaal die
Hauptverſammlung des Frauenvereins ſtattfindet. Daran
ſchließt ſich ein Teeabend an mit einem Vortrag von Frau
Paula Friedrich über: Elſa Brändſtröm der
Engel der Kriegsgefangenen, und ihr Werk‟ Den
muſikaliſchen Teil des Abends beſtreiten Frl. Jſolde und Ortrud
Pützer. Gäſte ſind willkommen.
Markusgemeinde. Im nächſtm Vortragsabend unſeres Ge=
neindevereins
, der am Montag, dem 11. März, abends 8 Uhr, im Ge=
meindehaus
, Kiesſtraſte 17, ſtattfindet, wird Herr Pfarrer Bergér über
die Wiederaufrichtung des römiſchen Kirchenſtaates
ſprehen. Es ſteht zu erwarten, daß der Vortragende auf Grund ſeiner
gründlichen Kenntnis der Geſchicſte des Kirchenſtaates ein klares Bild
von der Bedeukung ſeiner Wiederaufrichtung geben wird. Nach dem Vor=
trag
iſt eine freie Ausſprahe vorgeſehen. Wegen der Wichtigkeit des
Gegenſtaudes iſt ein zahlreiher B=ſuch dringend erwümſht. Der Ein=
tritt
iſt frei.
Tanzunterhaltung. Die Abteilung Gefelligkeit der Kaufmänni=
ſchen
Stenographen=Geſelſſchaft E. V. veranſtaltet am kommenden Sams=
tag
, dem 9. März, im Konkordiaſaal, Waldſtraße, eine Tanzunterhal=
tung
, wozu die Mitglieder mit ihren Angehövigen, ſowie Freunde und
Gönner der Geſellſihaft freundlichſt eingeladen ſind.

(IV 253
Unter uns geſagt, ſprach der Geſchäftsführer,
man weiß allgemein, daß Naumann die beſte Kernſeiſe macht. Wir
führen billigere Sorten nur für ſolche, die lediglich den augenblick=
lichen
Vorteil ſehen und ſpäter durch vorzeitigen Wäſcheverſchleiß
ſchwer geſchädigt werden. Naumann’s weiße Kernſeife Extrafeine
Qualität wird immer mehr verlangt. Das Gute ſetzt ſich ſtets durch.

Hilfsverein für die Geiſteskranken in Heſſen. Der Hilſsverein
für die Geiſteskranken in Heſſen, für deſſen Ziele die Darmſtädter Ein=
wohnerſchaft
gerade in dieſen Tagen in einer Hausſammlung um ihr
Scherflein gebeten wird, hat die Freude, einem ungenaunten Wohltäter
aufs herzlichſte zu danken, der ihm durchr die Darmſtädter und National=
bank
am 22. Februar d. J. für ſeine Schutzbefohlenen den Betrag von
1060 RM. hat zugehen laſſen. Der hochherzige Geber ſei überzeugt,
daß ſeine Gabe zur Milderung ſo mancher materiellen Nor verwandt
werden wird, die durch ſeeliſche Erkrankung Angehöriger über Familien
gekommen iſt. So wie der Verein für die kleinſte und beſcheidenſte Gabe
dankbar iſt, weil er in ihr auch ein Bekenntnis des Gebers zu den
Zielen ſeiner Arbeit erblickt, ſo ſagt er ganz beſonderen Dank für die
hier ſeit Kriegsende erſtmals in ſolcher Höhe empfangene Summe,
die es ihm ermöglicht, ſeine Hilfe bei aller gebotenen ſorgſamen Prü=
fung
des Grades der Bedürftigkeit doch wieder durchgreifend, nuchhaltig
und liberal zu bringen. Der Vorſtand gibt der Hoffnung Ausdruck,
daß das edle Beiſpiel Nachfolge findet, und daß mit Beſſerung der wirt=
ſchaftlichen
Lage unſeres Volkes des Vereins wieder, wie vor dem
Krieg, in Schenkungen. Stiftungen und Legaten zu geeigneter Zeit von
denen gedacht werde, die in der glücklichen Lage ſind, großzügig wohl=
tätig
handeln zu können.

AlllOT

hilft bei Rheuma, Oschias, Hexenſchuß,
Nerven= und Erkältungsſchmerzen. S
Karmelitergeiſt Amol iſt in allen s
Apotheken und Drogerien erhältlich.

Briefkaſten.

Soweit die Mutter auf Grund ihrer Unterhaltspflicht (nach Geſetz)
den Sohn unterſtützt hat, dürfte eine ſpätere Anrechnung eines gewähr=
ten
Unterhalts ausgeſchloſſen ſein. Nur inſoweit die geleiſtete Unter=
ſtützung
über den Rahmen der Unterhaltspflicht hinaus=
gegangen
wäre, könnte bei ſpäterer Beerbung der Mutter eine Anrech=
nung
bei erbrechtlicher Auseinanderſetzung in Frage kommen.
Briefkaſtenabteilung des D. T.

Schwurgericht.

*p. Wegen Meineids hat ſich ein Probeſtreckenarbeite
zu verantwolten. Der wiſſenrlich falſche Offenba
nach der Anklage am 10. Auguſt 1928 vor dem Amsag
leiſtet. Der Angeklagte war wegen Unterhaltsanſprück= der Anklage aus dem Wege ging, verklagt wo=
auf
Grund des Urteils zum Haftbefehl, und erſt untse
erſchien er zur Eidesleiſtung. Es handelt ſich hier dar
klagter in dem beſchworenen Vermögensverzeichniſſ=
verſchwiegen
habe; dasſelbe war aber zur Zeit der Es
nicht auf die Erben (Kinder) grundbuchmäßig überſchr,
der noch lebenden Mutter die deutſch echtliche leben
nießung zuſteht. Der Vater iſt am 23. Oktober 1911
Eltern haben im Jahre 1898 alſo vor Inkrafttrites
nach dem geltenden Pfälzer Landrechte geheiratet. De=
am
4. Juli 1900 g boren, war alſo beim Tode des Vatg
Der Angeklagte will bei der Eidesleiſtung angenomme
hörten Haus und Acker der Mutter, ſolange ſie lebe,
Richter beſtätigt, daß die Offenbarungseide jeweils Fru
Folge abgenommen zu wirden pflegen, ihm waren insbs
vorliegenden perſönlichen und familien= und erbrech:!;
nicht bekannt. Der Staatsanwalt betont, der Angeka
mäßig ſich aller Vermögensobjekte (Geſchäftsaufgabe) ern
Alimentenverpflichtungen zu entgehen. Daß er am
keinen Spaß mehr gehabt habe, erſcheine doch nur als=
er
der ältere ſci nun um Lohn im Geſchäft des ii.
tätig. In Konſequenz dieſes Verhaltens habe Angeklan.
Eid vrweigert und bei der Eidesleiſtung das Grur,
Vater her dann verſchwiegen. Es wird eine 1½jährig./
mit den Nebenſtrafen beantragt. Der Verteidiger verw.
ſchuldete Vermögen des Vaters hin, die Mutter habe
ſich und die Kinder durchzubringen. Die Allein innahnn
mögen habe wohl das Geſchäft geboten, deſſen Erträgr;
Hand der Mutter fielen. Die Geſchäftsaufgabe ſei an
ſchaftlichen Verhältniſſe wohl zu verſtehen nach dem
kennt kein Gebot‟. Durch Einſicht des Grundbuchs ſeie
verhältniſſe feſtzuſtellen geweſen, aber eine Zwangsvolll
Grundbeſitz ſei angeſichts des lebenslänglichen Nutznä=z
Mutter völlig zwecklos geweſen. Wieviel Laien kenne=
früheren
partikulären Güterrechte und wieviele der jüü
Die Mutter des Angeklagten ſei zu ¼ Erbin gewor.
geſetzlichen Nießbrauch. Der Angeklagte ſei ſich deshalbh
tumsverhältniſſe nicht klar geweſen. Hier verſagten dodk.
auskunftsſtellen, wo es ſich um ſolche ſchwierige Spezia=
Wirtſchaftliches Recht habe doch der Angeklagte an dem
nicht gehabt. Es fehle deshalb das Tatbeſtandswerkmaut
beit, um einen Meineid anzunehmen. Dem Angeklagtsi
Glaube zur Seite und er müſſe freig ſprochen werden..
macht den Angeklagten darauf aufmerbſam, daß auch fol
eid in Frage kommen könne. Das Urteil ſpricht
geklagten könne geglaubt werden, daß er geglaubt habe:
dem Tode der Mutter Erbe werden würde. Auch Fahrll
nicht zur Laſt.
Tagesordnung zur Sitzung der Stadtverordwre
am Donnerstag, den 14. März, um 17 Uhr, im 2.
anſchlag für 1928; hier: Krediterweiterung für Rubrin!
pflege (Berichterſtatter: Stadtv. Aßmuth). 2. Antrag Eu
Schneider auf Einführung einer Warenhausſteuer
heimer). 3. Inſtandſetzung der Gartenmöbel des Städrre
(Stadtv. Metzler). 4. Feſtſetzung von Einheitspreiſen
ſtellungen zu Laſten der Anlieger (Stadtv. Hummel).
des Kredits für Taglöhne und Fuhrlöhne bei der ae
(Stadtv. Tempel). 6. Kanal= und Straßenherſtellungen
ſchen Wohnungsbauten am Schlachthof (Stadtv. Hüb:
mung eines Gemeindevertreters für die Baulandumle
Oſannſtraße (Stadtv. Haury). 8. Fluchtlinienändern
Oſannſtraße (Stadtv, Walbe). 9. Bewilligung eines
Herausgabe einer volkstümlichen Geſchichte der Stac)
10. Mitteilungen.
Lokale Veranftalkungen.
Die bierunier erſcheinenden Rotzizen ſind au :ſchließlich als Hinweiſe auf Eizl
in leinem Falie irgendwie als Be prechung oder
Potemkin. Der Vorverkauf entwickelt ſict
ſehen, wiederum ſehr lebhaft. Es wird nochmals drinnſt
Karten im Vorverkauf zu beſorgen und möglichſt die
ſtellung zu beſuchen.
Morgen Samstag und Sonntag, den 10. Mär
Reſtauraut Zur Poſt am Heuptbalnhof Märzeny.
bunden mit Schlachtfeſt und Tanz. Der Beſuch iſt ſe
Kunſknolizen.
(eber Werie, Künſtier oder künſtleriſche Veran kaliungen, deren im Nach 47
geſchieht, behält ſich die Redaition ihr Urtell vorn
Hugo Kaun hat ſein neueſtes Werk, Der
Alt=Selo, Männerchor und großes Oucheſter, eine Bes
nach einer wahren B=gebenheit, ſeinem Freunde, der
direktor Ferd. Biſchof=Frankfurt a. M., und dem Zäng a0
Vereins Offenbach a. M. ge dmet, welcher das Wei=
Heſſiſchen Sängerbundsfeſtes im Juli in Darmſtadt z-/

auf. Der Führer und Lied des Glöckners.
kende zur Auffuhrung bringen.

Gottesdienſt der iſraelitiſchen Religionsgeri
Hauptſynagoge (Friedrichſtraße).
Große Synagoge.
Freitag, den 8. März: Vorabend nottesdienſt 6 uI.
Samstag, den 9. März: Morgengottesdienſt
Schrifterklärung. Sabbatausgang 7 Uhr G5 5
Gottesdienſt an den Wochentagen:
Morgen3 7 Uhr 30 Min. Abends 6 Uhr 00 M15
Gebetszeiten in der Synayoge der Fſraelitiſchen Relig?
Samstag, den 9. März; Parſchas Schekon
5 Uhr 45 Min. Morgens 8 Uhr, Nachm. 4 UN7
gang 7 Uhr 05 Min.
Wochengottesdienſt: Morgens 6 Uhr 30 Min.
45 Minuten.
Dienstag und Mittwoch, den 12. und 13. März:
deſch Adar Scheni.
Tageskalender für Freitag, den 8. Marz7
Heſſ. Ländestheater, Großes Haus: Reine
Kleines Haus, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr, 94-
Orpheum, abends 20.15 Uhr, Millowitſch=Ghai .
Wäſcherin. Konzerte: Schloßkaffee Kaſſ
Schmitz, Weinhaus Maxim, Kaffee Ganßmanſ,
Koplan. Fürſtenſaal 20 Uhr: Lichtbilderss
kultur und Erziehung. Zimmerſtraße4,ſ
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[ ][  ][ ]

Freitag, den 8. März 1929

Seite 7

Aus Heſſen.
Skarkenburg.

. 77. März. Für die Ortserveiterung nach Oſten wurde
z uwiſchen der Flurgrenze 2 und 3, Neue Darmſtädter=
GSertſtraße und Alten Darmſtädterweg ein neuer Orts=
meen
= und Baufluchtlinien aufgeſtellt. Außerdem ſollen
edm Schillerſtraße zwiſchen Neue Darmſtädterſtraße und
Aworgärten angelegt werden. Die neu feſtgeſetzten
Lſa Ffluchtlinien wurden für dieſe Erweiterung ſowohl
atſchließenden Ortsbauplanblätter 7, 8 und 10 in der
vom 1. März 1923 genehmigt. Die betr. Ortsbau=
in
der Zeit vom 6. bis W. März d. J. auf der
f) immer 8) während der Dienſtſtunden zur Einſicht
Eilſeſsger Einwohner hat eine Katze, ein wertvolles Tier,
elrben Tagen vermißte und deshalb eine Belohnung für
hrhtwwx ausſetzte. Vorgeſtern kam das Tier wieder zurück,
nnt, und die beiden Vorderpfoten faſt ganz abgehackt.
wtules Tier in eine aufgeſtellte Marderfalle geraten und
dAuche Zeit über feſtgehalten, weil niemand nach der Falle
5 elche Fallen gegen Raubzeug aufſtellen, ſollten doch
chien damit nicht nützliche Haustiere, die zufällig hinein=
½ warin unter den größten Qualen feſtgehalten werden
Hm= zu Grunde gehen.

Griesheim, 7. März. Am Samstag hielt der Neicksbund der
Kriegskeſchädigten und Hinteröliebenen uſw. ſeinen Familienabend ab.
Der Einzug der Künſtler eröffnete die Feier. Zur Begrüßung ergriff
der Vorſitzende Feuerbach das Work. Er begrüßte im beſonderen den
Gauverſitzenden, Kamerad Seibert=Darmſtadt, und betonte, daß der
Familienabend von beſonderer hiſtoriſcher Bedeutung ſei, indem die
Ortsgruppe in dieſem Jahre 10 Jahre beſtehe, aus dieſem Anlaß hier am
15. und 16 Juni das 10jährige Beſtehen gefeiert wird, an dem ſich
ſämtliche Ortsgruppen des Kreiſes Darmſtadt beteiligen. Dann ſtellte
der Vorſitzende das Künſtlerperſonal vor: Fräulein Landau, Förſter,
Knoth, Sauerwein, Müller ſowie die Herren Kiſſinger, Ritter, Devers,
Kurz, Landau, Ritter Wilh. und Mönch Karl nebſt dem Komiker Wink=
ler
=Darmſtadt. Er warf al3dnnn einen Nückblick auf alles das, was wir
erkämpft und mitgemacht haben, und unterſtrich die Worte des Kamera=
den
Feuerbach, daß es unſere Pflicht ſei, beſonders für unſere Hinter=
kliebenen
das Leben erträglicher zu geſtalten. Im Anſthluß folgte die
Abwicklung des Programms. Die beiden Theaterſtücke ſtanden im Zei=
chen
der Lachſalven von Anfang bis zu Ende. Die Rollen waren ſo ver=
teilt
, daß es ſich erübrigt, den einen oder andern beſonders hervorzu=
heben
. Die Muſikvereinigung unter Leitung Hoppſtock und Löſch trugen
zur Freude bei.
Weiterſtadt, 7. März. Die Sängervereinigung 1859
hielt am Sonntag einen Delegiertentag, zu dem am 29. und 30. Juni
und 1. Juli 1923 ſtattfindenden nationalen G ſangswettſtreit ab. An
dem Wettſtreir beteiligen ſich 23 Vereine mit 1052 Sängern. Die Tagung
nahm einen friedlichen Verlauf. Man kann ſchon jetzt mit Beſtümtheit
annehmen, daß auf dem Wettſtreit anerkennungswerte Leiſtungen von

den beteiligten Vereinen erzielt werden. Für Vereine der 1. Stadt=
klaſſe
, ſowie der 1. Landklaſſe findeh am Sonntag, den 17. März 1929,
nachmittags, ein weiterer Delegiertentag ſhatt. Den an dem Wettſtreit
noh nicht beteibigten Vereinen iſt ſomit die Gelegenheit geboten, im
friedlichen Wetrboverb die Kunſt des deutſchen Männergeſangs zu zeigen.
E. Wixhauſen, 7. März. Ein Kirchenkonzert der Darmſtädter
Muſikantengilde findet vorausſichtlich am Samstag, den 16. März,
abends in der hieſigen Kirche ſtatt. Die Eintrittskarten, welche gleich=
zeitig
als Programm gelten, ſind bei den Mitgliedern des evangeliſchen
Kirchenchors erhältlich. Wie alljährlich hält der hieſige Frauenoerein
am Donnerstag, den 14. März, im Saale des Gaſthauſes Zur Krone‟
ein Kaffeekränzchen ab. Hierbei wird ein Pfarrer aus Ginsheim
einen Vortrag mit Lichtbildern über ſeine Orientreiſe halten.
By. Egelsbach, 7. März. Ruwo. Anlüßlich der Reichsunfallver=
hütungswoche
veranſtaltete am Dienstag abend Las Gezverkſchaftskartell
in Verbindung mit dem Baugewerksbund einen Lichtbildervortrag über
Unfall im Baugewerbe und aller darin beſchäftigten Berufe‟.
Theaterabend. Nächſten Samstag findet hier das 5. Gaſtſpiel des
Frankfurter Künſtlertheaters ſtatt, und zwar wird anläßlich der
200jährigen Geburtstagsfeier Leſſings Minna von Barnhelm auf=
geführt
.
f. Roßdorf, 7. März. Lichtbildervortrag. Der Militär=
verein
und die Ortsgruppc ehemaliger Leibgardiſten veranſtalten am
Samstag, den 9. März, abends 8 Uhr, im Ssale Zur Sonne einen
Vortrag mit Lichtbildern über die Winterſchlacht in den Maſuren 1915.
Als Reener iſt Heir Oberſtleutnant a. D. von Hagen=Darmſtadt ge=
tronnen
. Der Eintritt iſt frei. Zu der Veranſtaltung iſt jedermann
herzlich eingeladen.

Unsere Firma hat sich mit dem 1. Februar 1929 der bestens bekannten FlrmaC. Artmeler
in Barmen angeschlossen, zum Zwecke gerneinsamen Einkaufs und gerneinsamer
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[ ][  ][ ]

Seite 8

Freitag, den 8. März 10239

dar vie einnnang dei Soeltealche i Mcelſtäot.

FC1. Michelſtadt, den 6. März 1929.
Geſtern fand im Zeichenſaale der Oberrealſchule eine von über 100
Perſonen beſuchte Elternverſammlung ſtatt. Dieſe Verſammlung war
dem Wunſche entſprungen, endlich aus der jährlichen Unſicherheit über
das Weiterbeſtehen der Vollanſtalt herauszukommen und eine ſichere
Grundlage fur den dauernden Beſtand zu gewinnen. Zunächſt wurde
der Elternbeirat ergänzt und zum Verſammlungsleiter Gutspächter
Prilipp gewählt. Auf Grund einer Darſtellung der ſeitherigen Entwick=
lung
, die der Leiter der Anſtalt gab, kam die Verſammlung einmüitig
zu dem Beſchluß, in einer Eingabe an die Negierung die drohende Ge=
fährdung
des Oberbaues der Anſtilt zu betonen und darauf hinzuwei=
ſen
, daß die Anſtalt als ein zige des ganzen hinteren Odenwaldes unter
allen Umſtänden erhalten werden müſſe. Die Vedeutung der Anſtalt
liege darin, daß ſie von nahezu 40 Gemeinden des Kreiſes Erbach aus=
ſilließlick
beſ hickt werde und hadurch eine eigentliche Bezirksſchule ſei,
und der auch die Regierung ein erhöhtes Intereſſe zuwenden müſſe. Die
Entfkließung, die einſtimmig ungenommen wurde, hat folgenden
Wortlaut:
Entſchließung.
Die Bebölkerung des hinteren Odenwaldes, vorzugsſveiſe des Kreiſes
Erbach, proteſtiert auf das Entſchiedenſte gegen die durch die Entwicklung
der Verhältniſſe begründete Gefährdung der Oberrealſchule Michelſtadt.
Die Anſtalt iſt für den hinteren Odenwald und im beſonderen für den
Kreis Crbach von ſolcher Wichtigkeit, daß ihre Gefährdung ein nicht ver=
tretbarer
Akt der Außerachtlaſſung lebenswichtiger Intereſſen eines gan=
zen
Landesteiles bedeuten würde. In allen möglichen Berufen wird
heute eine Ausbildung gafordert, die auch die Elternſchaft des Kreiſes
Erbach ihren Kindern zuteil werden laſſen muß, wenn ſie nuht die un=
geheure
Verantwortung auf ſich nehmen will, ihren Kindern nicht alle
diejenigen Wohltaten zugeführt zu haben, die den Kindern in anderen
Bezirken des Landes, infolge des Vorhandenſeins zahlreicher höherer
Schulen ohne weiteres ermöglicht werden können. Während in Ober=
heſſen
und in den heſſiſchen Stidten die höheren Schulen in großer Zahl
vertreten ſind, verfügt der ganze hintere Teil des Odenwaldes nur über
eine einzige höhere Lehranſtalt, die Oberrealſchule in Michelſtadt.
75 Prozent der Kinder der Anſtalt kommen aus dem Kreis Erbach, 25
Prozent aus der Sitzgemeinde Michelſtadt. Hieraus allein ſpricht ſchon
die Tatſache der überlokalen Bedeutung der Anſtalt. Die Oberreglſchule

Michelſtadt iſt in einem ſeltenen Umfange eine Bezirksſihule. Ihr Ein=
gehen
würde zu ſchwveren kulturellen und wirtſchaftlichen Schädigungen
eines im heſſiſ hen Staatsleben nicht unwichtigen Bezirks führen müſſen.
Wir bitten die Regierung dringend darum, ſich der berechtigten In=
tereſſen
der Bewohner des hinteren Odenwaldes zu erinnern und dafür
Sorge zu tragen, daß die Oberrealſchule in Michelſtadt in ihrem heutigen
Beſtand über die Zeit des 1. April 1929 erhalten wird. Die Bevölkerung
des Kreiſes Erbas) würde es nie verſtehen, wenn die Regierung durch
Paſſivitär es ſo weit komnmen ließe, daß die Oberrealſchule in Michel=
ſtadt
einginge. Nachdem der Kreis Erbauh und die Stadt Michelſtadt
Jahre hindurch große Opfer gebracht haben, um die Anſtalt zu erhalten,
iſt es nach unſerer einmütigen Ueberzeugung nunmehr die Pflicht der
Heſſiſchen Regierung, dafür zu ſorgen, daß die Anſtalt nicht kurz vor der
Schaffung eines neuen Geſetz=s über die Koſten der höheren Schulen
verloren geht und damit ein lebenswichtiger Teil des heſſiſchen Volks=
ſtaates
kulturell verödet.
Wir erwarten von der Regierung und insbeſondere von dem Herrn
Staatspräſidenten, daß die Anſtalt unter allen Umſtänden erhalten bleibt.
Darnach trat man in Erwägungen ein, auf welche Weiſe, der Bei=
trag
der Gemeinde herabgemindert werden hönne. Man kam überein,
daß, nahdem ſchon, im laufeuden Schuljahr zwei Lehrkräſte abgebaut
wurden, eine weitere Lehrkraft durch Zuſammenlegung der Primen für
die Gemeinde einzuſparen ſei. Eine Erhöhung des Sonderbeitrags der
Eltern für die S=lüiler der beiden Primen könne ebenfalls die Gemeinde
entlaſten. Die einmütige Stimmung und Meinung ging dahin, daß ſo=
wohl
der Bevölkerung wie der im hinteren Odenirald tätigen Beamten=
ſchaft
die einzige Bilduingsgelegenheit für ihre Kinder auch ſeitens der
Regierung zugeſichert werden müſſe. Es wurde bittere Klage darüber
geführt, daß zu allen ſonſtigen Entbehrungen, zu denen ſchon der Be=
zuohner
des hinteren Odenwaldes gezoungen werde, erhöhte Opfer an
Weg und Schulgeld für die Ausbildung der Kinder von ihm gefordert
werden. Es wurde gebührend hervorgehoben, welche Opfer Gemeinde
und Kreis ſeither ſchon, für die Aufrechterhaltung des Oberbaues ge=
bracht
haben. Die Verſammlung ging mit dem heißen Wimſche aus=
einander
, daß ſie zum letzten Male mit dem Gegenſtand dieſer Tages=
ordnung
behelligt werde und daß Eltern, Schüler und Lehrer endlich
die Hoffnung hegen dürfen, daß ennueder durch ein Geſetz oder durch
eine ſonſtige Maßnahne der Beſtand der Oberrealſchule baldigſt geſichert
wäre.

F. Eberſtadt, 7. März. 67. ordentliche Mitglieder= Ver=
fammlung
der Vereinsbank e. G. m. b. H. Eberſtadt.
Geſtern abend fand im Saale Zum Bergſträßer Hof (Fiſcher) die
67. ordentliche Mitgliederverſammlung der hieſigen Vereinsbank e. G.
m. b. H. ſtatt. Die Verſammlung war gut beſucht und wurrde von dem
Vorſitzenden des Aufſichtsrats, Weißbindermeiſter Georg Geißler,
geleitet. Der Direktor der Kaſſe, Herr Bickel, gedachte zunächſt der
im abgelaufenen Geſchäftsjahr verſtorbenen Mitglieder, beſonders des
verſtorbenen Vorſtandsmitglieds Adam Nettig des Alufſichtsrats=
mitglieds
Ludwig Kolb und des Bankdieners Jakob Knieß, zu deren
Ehrung ſich die Anweſenden von ihren Sitzen erhoben. Aus dem darauf
von Herrn Bickel erſtatteten Rechenſchaftsbericht entnehmen wir fol=
gendes
: Die Entwicklung der Genoſſenſchaft war auch im abgelaufenen
Jahre befriedigend. So iſt der Umſatz um 4 Millionen auf rund 30 Mäil=
lionen
RM. geſtiegen. Auch die Bilanzſumme erhöhte ſich von 1,5 Mill.
auf rund 2 Mill. RM. Ebenſo angenehm war auch der weitere Zuſtrom
von fwmden Geldern in Form von Spareinlagen und Depoſiten. Die
wirtſchaftliche Not der Zeit brachte für die Bank bermehrte Kreditan=
ſprüche
, die durchweg befriedigt werden konnten. Die Ausleihungen be=
licfen
ſich Ende Dezember 1988 auf 1 700 000 MM. Die Kaſſe zählte zu
Beginn des Jahres 1929 728 Mitglieder gegen 708 am Anfange des
vovigen Jahres. Der Vorſitzende des Auſſichtsrats, Geißler, erſtattete
den Bericht des Aufſichtsrats. Nach dieſem haben ſich bei den vorgenom=
menen
Reviſionen der Kaſſe Beanſtandungen nicht ergeben. Rechen=
ſchafts
= und Aufſichtsratsbericht wurden einſtimmig angenommen, die
beantragte Entlaſtung der Verwaltungsorgane einſtimmig erteilt. Die
Bilanz wurde genehmigt. Der Reingewinn beläuft ſich im Berichtsjahre
auf 19584,99 RM. Hiervon werden auf Vorſchlag des Vorſtandes und
Aufſichtsrad=s auf die am 1. Januar 1928 vorhandenen Geſchäftsanteile
10 Prozent Dividende und auf die im Jahre 1988 auf Geſchäftsanteil=
Konto geleiſteten Einzahlungen 10 Prozent Zinſen ausgeſchüttet, wäh=
rend
der Reſt den Reſervefonds zugeführt wird. Der Antrag des Vor=
ſtandes
den Geſchäftsanteil von 300 auf 500 RM. und dementſprechend
die Haftſumme von 600 auf 1000 RM. zu erhöhen, was eine Aenderung
der 88 45 und 48 der Satzung erforderte, wurde einſtimmig angenommen.
Fabrikant Auguſt Leining wurde anſtelle des durch Tod ausgeſchie=
denen
Kaufmanns Adam Rettig als ehrenamtliches Vorſtandsmitglied
neu gewählt. Bei der Ergänzungswahl des Aufſichtsrats wurden die
fatzungsmäßig ausſcheidenden Mitglieder: Ludwig Bauer II., Philipp
Dächert II., Johannes Dieter III. und Adam Götz wieder= und Kauf=
mann
Ludwig Mettig und Metzgermeiſter Wilhelm Heil neugewählt.
Mit der Bitte an die Mitglieder, der Kaſſe auch im meuen Jahre die
Treue zu bewahren, ſchloß der Vorſitzende des Aufſichtsrats die Ver=
ſammlung
.
A. Pfungſtadt, 7. März. Liederabend. Der evgl. Bläſerchor
veranſtaltet am kommenden Sonntag, dem 10. März, im evgl. Gemeinde=
haus
einen Liederabend. Mitwirkende ſind mußer dem Vereinschor Frl.
Ottilie Metzner=Guſtavsburg und Stud. muſ. Karl Schäfer.

Ak. Nieder=Ramſtadt, 7. März. Feaeralarmſirene. Am
kommenden Samstag, nachmittags 12 Uhr, wird die Sirene auf ihre Ge=
brauchsfähigkeit
ausprobiert. Holzverſteigerung. Die am
Montag abgehaltene Holzverſteigerung im Gemeindewald iſt genehmigt.
Die Abfuhrſcheine könnem gegen Bürgſchaftsleiſtung oder Bezahlung bei
der Gemeindekaſſe in Empfang genommen werden. Geſangverein
Eintracht‟. Die Vorbereitungen zu dem am 4. und 5. Mai l. Js.
ſtattfindenden Stiftungsfeſte ſind in vollem Gange. Die einzelnem Aus=
ſchüſſe
ſind in Tätigkeit, um das Feſt ſo vorzubereiten, daß es reibungs=
ws
verläuft. Die Zahl der ſich beteiligendem Vereine einſchließlich der
Ortsvereine iſt mittlerweile auf 27 angewachſen. Am Samstag, den 16.
März I. Js., abends, findet im Vereinslokal Gaſthaus zur Poſt ( Brei=
dert
) die erſte Sitzung des Ehrenausſchuſſes ſtatt. Am kommenden
Sonntag beteiligt ſich der Verein an dem Liedertag des Geſangvereins
Eintracht Rohrbach. Vorausſichtlich wird in Anbetracht des eingetre=
temem
Tauwetters die Hin= und Herreiſe per Onmibus bewerkſtelligt.
Näheres am Freitagabend in der Uebungsſtunde.
G. Ober=Ramſtadt, 7. März. Pflichtfeuerwehr. Wie die
Bürgermeiſterei bekannt gibt, liegt das Verzeichmnis der im Jahre 1929
zur Pflichtfeuerwehr neu zugegangenen Mannſchaften aus den Jahr=
gängen
1907 und 1908 vom 8. März ab acht Tage lang auf dem Rathaus
zur Einſicht und Erhebung etwaiger Einwendungen offen. Nachträgliche
Einſprüche können nicht berückſichtigt werden.

Groß=Zimmern, 7. März. Männer=Geſangverein. 9
ber Operette Frühling in Heidelbeng, die der vorgenannte Verein am
kommenden Sonntag abend im Saale Zur Harmonie zur Aufführnn
bringt, haben wir im Intereſſe der Mitwirkenden, die in den letzten zwei
Wochen durch Vühnenproben überlaſtet ſind, von einer Kindervorſtellimn
Abſtand genommen.
Groß=Umſtadt, 7 März. In dieſem Frühjahr ſind 60 Jahre ſei
der Grundung der hieſigen Realſchule, die 1921 Oberrealſchule wurde
vergangen. 40 Jahre ſind in dieſem Winter verfloſſen, ſeit die mit ihr
verbundene Höhere Landnirtſchaftsſchule errichtet wurde. Im Laufe
dieſes Jahres wiru der ſtattliche Erweiterungsbau vollendet, den die Ge=
meinde
errichtet hat in verſtündnisvoller Wüirdigung des hohen Wertes
einer höheren Schule und um der ſtändig nachſem

ſangs Zult ſtatſiden wird, gdenken die eemaligen Schiſe
durch eine Wiederſehensfeier eine große Zahl von Teilnehmern zu de
Jubliäen zu vereinigen.

c. Kleeſtadt, 7. März. Der Schnitter Tod hielt in den letzten
Tagen in unſerem kleinen, ſtillen Dorfe reiche Ernte. Sind doch in di
Zeit nicht weniger als fnf treue Menſchen ins Jenſeits ange
worden. Margarete Breitwieſer erreichte das 81., Joh. Glaſer da
Heinrich Hauck das 67., Lconhard Steiger das 61. Lebensjahr und 2
Schäfer wurde in blühenden Alter von 37 Jahren vom Tode dahl
rafft. Viele Grippekranke gab es in der letzten Zeit in unſerer
meide, doch ſcheint die Epidemie jetzt abzuflauen. Unſer jetzt
älteſtes Gemeindeglied Adam Krebs feierte am letzten Sonntag
körderlicher und geiſtiger Friſche ſeinen 83. Geburtstag.
Ober=Modau, 7. März. Todesfall. Unſere älteſte Eint
nerin, Frau Marchrethe Hahn Wtwe, geb. Keller, iſt im 85. Lel
jahre geſtorben.
g Groß=Bieberau, 7. März. De= hieſige Dorfälteſte wurde
Dieustag im 91. Lebeusjahre zu Grale getragen. Johann (
Schiemer, von Beruf Schuhmacher, war noch einigermaßen r
und half in der Werkſtatt noch mitarbeiten. Ein Stück Dorfgeſc
geht mit ihm dahin

Al. Höchft i. Odw., 6. März. Feuer in Hetſchbach. Heute
nachmittag gegen 3 Uhr brach in dem Wohnhaus des Landwirts Michael
Blitz im benachbarten Hetſchbach Feuer aus. Seine Ehefrau, die das
Feuer zuerſt bemrkte, glarmierte ſofort die Nachbarſchaft und in kurzer
Zeit war ſchon die Hetſchbacher Wehr zur Stelle. Die Einwohnerſchaft
beteiligte ſich ſehr rege an den Löſcharbeiten, und ſo konnte ein Ueber=
greifen
auf Nachbargebäude, die zum Teil ſehr ſtark gefährdet waren,
verhindert werden. Bald war auch die Höchſter Freiwillige Feuerwwehr
zur Stelle und beteiligte ſich tatkräftig bei der Bekämpfung des Brandes.
Das geſamte Mobiliar konnte reſtlos in Sicherheit gebracht werden.
Außer dem Dachſtock, der völlig abgebrannt iſt, wurde die hintere Seite
des Hauſes, wo auch ſcheinbar der Brandherd liegt, ſtark mitgenommen.
Gegen 6 Uhr abends war der Brand, der auch ſhr viel auswärtige Zu=
ſchauer
angelockt hatte, ſoweit gelöſcht, ſo daß die Höchſter Wehr wieder
abrücken konnte. Infolge der frühzeitigen energiſchen Bekämpfung iſt
der entſtandene Gebäudeſchaden nicht allzu erheblich. Gemeinde=
ratsſitzung
. Die auf letzten Montag einberufen geweſene Gemeinde=
ratsſitzung
mußte wegen Beſchlußunfähigkeit des Gemeind kollegiums ver=
tagt
werden, da verſchiedene Mitglieder wegen Krankheit amErſcheinen
behindert waren. Berufsjubiläum. 25 Jahre ſind am 7. März
verfloſſen, daß ſich Herr Dr. med. vet. Fr. Bauer hier als Tierarzt
niedergelaſſen hat. In den Kreiſen der Tierhalter hat man es ſicherlich
immer begrüßt, daß in den Zeiten der Not raſch ärztliche Hilfe zur Hand
iſt, wie überhaupt ſich Herr Dr. Bauer ſtets bemühte, allen Anforde=
rungen
an ſeinen ärztlichen Beruf in ſeinem ausgedehnten Bezirk ge=
recht
zu werden.

A. Aus dem mittleren Odenwald, 7. März. Froſtſchaden. Da
es nun ſeit einer Woche in unſerer Gegend tagsüber taut (es war an
manchen Nachmittigen über 10 Grad warm), nachts aber immer wieder
gefriert, ſo kann man an der Sommerſeite vieler Berge, die zum Teil
ſchon ganz vom S hnee entölößt ſind, die traurige Entdeckung machen,
daß dort ſowohl Winterſaat wie junger Klee erfrogen ſind. In land=
wirtſchaftlichen
Kreiſen befürchtet wan, wenn die Witterung nicht bald
umſchlägt, daß auch die Knoſpen der Biume, durch die Tageswärme
zum Treiben verurſacht, durch die Nachtfröſte Schaden nehmen. Viele
junge Bänmchen ſind ſchon erfroren und ihre Rinden aufgeplatzt.
Reinigungsflug der Vienen. Durch die Nachmittagswärme
terlockt, haben in den letzten Tagen viele Bienenvölker nach der anhal=
tenden
, grimmigen Kälte ihren erſten Aus= und Reiwigungsflug gehal=
ten
. Die Befürchtungen, daß ſie alle erfroren ſein könnten, haben ſich=
glückliherweiſe
nicht erflillt, wenn auch manche Völker eingingen. Leider
mußten viele ausgeflogene Immen, die in den Schnee niederfielen, ihr
Leben laſſen. Aber die Völker ſind doch fürs erſte gerettet, währenddem
für die, die noch nicht ausflogen, die große Gefahr beſteht, daß ſie die
Ruhr behommen. Deshalb wire auch den Imkern milderes Wetter und
baldiger Frühlingseinzug ſehr erwvünſcht.

Was ist Togal?
Togal=Tabletten ſnd ein hervorragendes Mittel bei Rheuma,
Sicht, Ischias. Grippe, Nerven- und Kopfschmerz, Erkäl-
tungskrankheiten
! Schädigen Sie ſich nicht durch minderwer=
tige
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Aerzte, darunter viele bedeutende Profeſſoren die gute Wirkung
des Togal, Fragen Se Ihren Arzt. In allen Apoth. Mk. 1.40.
0.46 Chin. 12,6 Lith, 74,3 Acid, acet. sal. ad. 100 Amyl.
(.Mch 188
m. Beerfelden, 7. März. Feuerwehrfeſt. Gelegentlich der Jah=
resverſammlung
der Freiwilligem Feuerwehr fand eine rege Aus=
ſprache
ſtatt über das vom 22. bis 24. Juni d3. Js. geplante Jubiläums=
feſt
des 50jährigen Beſtehens der Wehr. Auf die himausgeſandten Ein=
ladungen
ſind ſchon zahlrciche Zuſchriften befreundeter Wehren erfolgt.
Unter anderem wurde feſtgelegt, den Feſtzug durch hiſtoriſche Gruppen
zu beleben, z. B. die erſten Anfänge der Beerfelder Wehr im Jahre
1879; die Feuerwehr in der Jetztzeit; die Zukunft der Freiwilligen
Feuerwehr; die Jungfeuerwehr Beerfeldens. Für das in bezug auf
das Feſt zu Erledigende ſind Ausſchüſſe gebildet, die eifrig in der vor=
gezeichneten
Nichtung arbeiten. Zur Abwicklung der Tagesordnung wäre
zu erwähnen, die einſtimmige Neuwahl des Vorſtandes, die Ehrung des
Rechners, Herrn Schott, durch den Präſidenten für die Rechmungsführung
im Verein ſeit dem Jahre 1895. Der Pukt Verſchiedenes brachte manche
Anregung zwecks weiterer Erhöhung der Schlagfertigkeit der Wehr durch
Erneuerung in der Ausüſtung und der Geräte. Der 1. Brandmeiſter,
Herr W. Bechtold, feuerte die Anweſenden an, auch durch pünktlichen
Beſuch der kommenden Uebungen die Leiſtungsfähigkeit der Wehr zu
erhalten und zu erhöhen. Auch der Klub der Naturfreunde hielt
ſeine Generalverſammlung ab, auf der der 1. Vorſitzende feſtſtellen
konnte, daß der neugegründete Verein an Spar= und Vereinsgeldern bei
der hieſigen Volksbank ſchon ein Guthaben von zirka 900 Mark beſitzt.
Im abgelaufenen Vereinsjahr wurdem an geeigneten Punkten unferer
ſchönen Waldungen Ruhebänke aufgeſtellt, hierin ſoll auch im angefange=
nen
Jahr Fortſetzung gemackt werden; ferner wurde die ſofortige Auf=
ſtellung
einer Anzahl Futterhäuschen für die gefiederten Wald= und
Flurbewohner beſchloſſen. Das laufende Vereinsjahr bringt eine Rhein=
tour
, für deren richtige Vorbereitung ein Ausſchuß gewählt wurde.

Nummteig

Eine Schweinezucht= und Maſta
für Souo Scdtine.

Ein Projekt des Dipl.=Ingenieurs Kauth=Gernsit

inder-SI

g. Gernsheim, 7. März. Auf der Grünen Woche in Be
Beſitzer des Gernsheimer Edelſchweinezuchthofes, Herr Dihla
dahier, eimen großen Erfolg mit ſeinen Stallkonſtruktionen;
zucht und Maſt erzielt, indem ihm neben der allgemeinen
und verſchiedenen Entwürfen beſonders der Entwurf
1N
lage für 5000 Schweine übertragen wude :.
ſich hier um ein ſowohl volkswirtſchaftlich wie bautechniſch
züchteriſch hochinteveſſantes Problem. Die Anlage wird mo
größte Deutſchlands und in ihrer Art einzigartig anzuſehe ½,Hinder Spän2
zunächſt die volkswirtſchaftliche Bedeutung angeht, ſo liegt
Problems darin, daß hiermit in Deutſchland der erſte Zeſthiasschnütschen
wird, durch Maſſenerzeugung an Fleiſch eine Verbilligun,
Das Projekt erſcheint, an den deutſchen Maßſtäben gemeſftkestwige Kihdel2!
Es wird dem Leſer verſtändlicher, wenn er erfährt, dan
nehmer ein Berliner Großſchlächter iſt, der einen Wouſh
Schweinen im Werte von zirka 30 bis 35 000 RM. hat, Aa/4 Uf feNl OIE
bis 230 Schweine im Gewichte von 2 Zeutnern. Um die
Aufgabe der geringſten Produktionskoſten zu löſen, wird
nikern die Aufgabe geſtellt, den Betrieb ſo billig, wie mög
ten. Neben dem Futter und dem Tiermaterial, iſt bei 64
das Teuerſte die Arbeitskraft. Es muß auch hier, wie bei
am Bande in der Induſtrie, das Beſtreben dahin gehen, diüin
Arbeitskräfte auf möglichſt einfache mechaniſche Vorrichtungg MMiſk 14
habungen zurückzuführen. Wenn früher für 300 Maſtiſchn
Stallkonſtruktionen 2 Arbeiter dieſe zu verſorgen hatten, ſod
Verbeſſerung der Stallanlagen ſchon ſoweit gekommen,
Schweinen nicht einmal die tägliche Arbeitskraft eines ermm
ſchen ausgenutzt werden kann. Herr Dipl.=Ingenieur Am
reits im vorigen Jahre, als die Verſuchs= und Lehrurt
Schweinezucht in Gernsheim noch zu erwarten war, einenm
für Maſtſchweine ausgeführt, der ſo durchgebildet war, daßü
in einer Futterzeit von höchſtens 2 Minuten, alſo bei zuor.
terung 40 Minuten, durch 2 Mann bedient werden konnt
iſt die Vorausſetzung gemackt, daß das Futter, vom D77h a
Miſchgefäßen in den darunter liegenden zweigeſchoſſigen 19
Rohrleitungen und Rinnen abgeführt wird. Es iſt erfrunh
Idee nunmehr durch die beſonderen Verhältniſſe der Herm
ſſtelltem Aufgabe zur Wirklichkeit werden ſoll. Die in Frgeatun in
lage wird in einem altem Beſitz des Bauherrn vor den 29
errichtet. Es handelt ſich um ein ehemaliges dem Staat
weſen, bei dem große Reithallen von 80 bis 120 Meter Läute
14 Meter Breite bereits vorhanden ſind. Der Beſitzer 9.
Hallen Böden einziehen laſſen und die Gebäude bisher z.
zucht benutzt. Da durch die ungünſtigen HandelsverträgegW
mit Frankreich, die deutſche Championzucht vollſtändig lchmr
ſo hat der Bauherr, der als Großſchlächter auch der größ

züchter Deutſchlands war, dieſe Zucht aufgegeben und willt
Näume zur Schweinezucht= und Maſtanſtalt benützen. Wt h= ſi.
ſtaltung iſt eine ganze Summe bautechniſcher Probleme / f0 und mi
ſie kaum einmal in Deutſchland einem Stallkonſtrukteur enn.
ſind. Es gilt die wärmeteckniſchen, arbeitstechniſchen mrthſfrigen E

auch die hygienetechniſchen Einrichtungen zur größten Wänu
zu bringen; denn nur, wenn gerade die letzte Löfung gelitie f6.
einwandfreie geſunde Ställe zu ſchaffen, kanne Las ganzes
beſtehen. Nur wer die Bedeutung des Stalles für die ESch
kann die Größe der Aufgabe beurteilen. Ohne geſunden a1
überhaupt keine Großhaltung von Schweinen. Mit einem aM/
betriebe laſſen ſich auch die in der bekannten von Herrn 20.M M0ſcAkNtadr

Kauth herausgegebenen Denkſchrift über die Errichtung escek u ihrer Erzeugni
und Lehrwirtſchaft für Schweinezucht in Süddeutſchland iN I0 Sportgarne
Fragen prüfen: Welches ſind die Stämme in der grolex1a2t üchtigen
familie, die in der Verwertung des Futters, der Wüchſigki.
zeitig in der Erzeugung der Fleiſchqualität, wie ſie der 1M
verlangt, die beſten ſind. Man findet es ſelbſtverſtändli Weiftenel
den Schweinezüchter und Konſtrukteur eine Genugtuung
Projekt eine teilweife Verwirklichung ſeiner großen Plänearnſe: Textilbranche
er mit der Errichtung einer Verſuchs= und Lehrwirtſchuft lat hoben, werden
zucht in Süddeutſchland hatte, die aber leider hier nichick b. 4 956 Geſchſt, (3
werden konnten,

Afft

Lorſch (Heſſen), 7. März. Der Landesverbaud Gel
bund der Kinderreichen Deutſchlands hielt unter reger Bek)eſicherung.
Delegiertem aus Lem ganzen Lande hier ſeine Hauptprſt
Infolge Erkrankung des erſten Vorſitzenden, Prof. Dr. beſtiel ſiele ſucht zu
ſtadt, wurde dieſelbe von Herrn Chr. Nübling geleitet. MyRk. 0 Mnduſtrie=
üte
, ſchon g
vertreten waren die Ortsgruppen Offenbach und Durmſtal
gruppe Lorſch hatte Sorge getragen, den frenden Gäſtinrl. SI
riſchen Mauern der alten Kloſterſtadt recht angenehmen
bieten. Nachmittags fand im Saale Zum Goldenenn
Zuet
r.

Bürgermeiſter mit zwei Vertretern des Gemeinderates, 8 Mkr 7ic in Aa 4
Gewerbelehrer Dotter von Bürſtadt, die Herren Eiſenhlie
Wikſner von der Wohnungsfürſorgegeſellſchaft Darmſtadt, 19. darmſiadt.
Miniſter für Arbeit und Wirtſchaft und des Innern, ſohn
geladene Herren des Landtages, der Gemeinden und der M0
ſchaftem hatten Entſchuldigungsſchreiben geſandt mit den beit
ür den Verlauf der Tagung und der Verſicherung ihrer
Unterſtützung. Der Bundesvorſitzende, Herr Kans Konra
behandelte in zweiſtündiger, zu Herzen gehender Auſprach
Enz
Der Schutz der Familie, die Schickſalsfrage des deutſchken
die Familie, als Keimzelle des Volkes, krank, ſo kam auch ! 6

geſund ſein und umgekehrt. Redner erörtert in feinſimich
zeugender Weiſe die Urſachen der Familiennot, Mohnungu,
not, und gibt von den vielem Arbeiten und Bemühungen Sad

allen behördlicken Stellen Kenntnis, um dieſe zu der drmſtc

digem Abhilfe wachzuruſen. Es ſind harte Anklagen, getzt Falt
Sorge um die Geſund= und Neinerhaltung des deutſcheu Diß Al.
die aus den zu Herzen gehendem und das Gemiſt erhehede
des Kämpfers ſprekren. Starker Beifal bewies die eugte 1n
mung der großen Beſuckerzahl zu den lehrreichen Ausſichte 2u
einem Muſikvortrag erſtattete Herr Hausmeiſter Woll /5"
ein eingehendes Referat über die Möglichkeiten der 9it ih
lung von Eigenheimen für die kinderreichen Familien ud. O
günſtigung, welche durch vevbilligte Baudarlehen zu ertehl
empfiehlt genoſſenſchaftlichen Zuſammenſchluß uodurch be
rung und Typiſierung und weitgehender Selbſthlie weiet
gung erreicht werden kann. Als praktiſches Beiſpiel vite
hingewieſen, wo in zwei Jahrem 14 Häuſer fertiggeſtel.
Herr Reis gibt dazu eingehende Erläuterungen. Auch 2a0
des Bundes der Kinderreichen zur Wohnugsfürſorgegeſt
äutert durch Herrn Wikſner. Nachdem noch von ele
mern die Wohnungsſchwierigkeiten beſonders der knders
und die unzureichenden behördlichen Maßnahmen für Ved

wähnt wurden, ſchloß die eindrucksvolle Kundgebung geoeh.
dem der Landesvorſtand nochmals ſeine Erklärung 8bt

Verbindung mit der Leitung des Reichsbundes uerwöc.
drücklich ſich für die Beſſergeſtaltung des Loſes der Lil
ſetzen.
m. Finkenbach i. O., 7. März. Ein Veter

Geſtern feierte Herr Jakob Krämer, hier, ſeinen B. Ne
Jubilar erfreut ſich eines noch guten körperlichen 1v L
beſindens und erzählt gelegentlich gern von ſeinen grud k.
aus dem Krieg 1870 71, den er mitmachte. Dem algehe.
beliebten biederen Alten wünſchen ſeine Fraunde ud 2.

viele Jahre eines ruhigen und angenehmen Lebenzißel..
i. Von der Bergſitraße, 7. März. Ein entſetzlicher 1.

ereignete ſich auf der Landſtraße zwiſchen Leuteshole. 2
heim. Das Pferd eines landturtſchaftlichen Fullugels
einem entgegenkommenden Munnheimer Laſkraſtode.

sbeck
genig befeſtigte obere Plandccke im Winde hiu= uud 2.

ſchenende, noch junge Pferd lief ju das Auts hibe eath mall
des Fuhrwverkes, dem GGjährigen Landwirt Valenlin
hauſen, der Schidel durch einen Hufſülag ſens Ve.
zuurde, ſodaß der Tod ſofort eintrat. Des Verſtorbel..

Mann, hinterläßt eine Mitwe mit mehreren erwachg im 8
Unterſuchung der nach niht geklärten Schuldirage

Oberheſſen.
Gießen, 6. März. Verhängnisb?:"
wurf. Geſtern mittag beluſtigten ſich eine Anäch.
Tabakfabrik während der Mittagspauſe mit Sche.
flog dem 2 Jahre aſten Schloſſer Artzur hod 8e Jen4
ſchneeball ſo unglücklich ins Auge, daß er mit
letzung der hieſigen Augenklinik zugeführt werden Me.

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...
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Der Plan über die Herſtellung einer
oberirdiſchen Fernſprechlinie in der Ver=
längerung
der Mühlſtraße Nieder= Ram=
ſtadt
bis Frauenerholungsheim Nieder=
Ramſtadt liegt bei dem Poſtamt in
Nieder=Ramſtadt auf die Dauer von
4 Wochen aus.
(3906
Darmſtadt, den 7. März 1929.
Telegraphenbauamt.

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TAMER HROSSER
wird der Leſerkreis des DarmſtädterTagblatt,
und damit ſieigt auch die Werbekraft der
Inſerate. Sie ſieigt in doppelter Beziehung:
Einmal in der Vergrößerung des Angebots=
kreiſes
, und zum anderen, daß der alte Stamm
der Leſer ſeine jahrelange Anhänglichkeit an

unſer Blatt auch auf die Inſerenten überträgt.
Denn darin beruht ja gerade die Wirkſam=

keit der Inſerate gegenüber ſonſtigen Reklame=

mitteln, daß ſie in einem geachteten, überall
gerne geleſenen Blatte ſiehen, und das Ver=
trauen
, das unſerem Blatte entgegengebracht
wird, ſich auch auf die Geſchäftsanzeigen über=
trägt
. Deshalb ſieht unter allen Rekame=

mitteln an erſter Stelle das Inſerat im
Darmſtädter Caablatt


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[ ][  ][ ]

Seite 11

G ox die eingefrorenen Schiffe auf
derichensſelr, mittags den Hafen von Weſel
chli ßes r f einer Kraftwagenfahrt nach
die äurſetzungen zwiſchen Weſel und
Am u4r5 ſetzte der Staatsſekretär ſeine
b Kobik wrt, um dort im Oberpräſidium
ombaugeilltung) einen Vortrag über die
gen Mwy men zur Beſeitigung der Hoch=
ahr
en hunzunehmen. Als Abſchluß war
Kraf zuymifahrt von Koblenz nach Bingn
n. umt Verhältniſſe dieſer Strecke, und

die Cßit etzungen an der Lorelei zu be=

Kreiſic ves Reichsverkehrsminiſteriums
eteilt: ü Maßnahmen der Reichswaſſer=
waltutmzrr
Bekämpfung des Eiſes und
ſtung hochwaſſers nehmen überall einen
den 4Manf. Wenn nicht beſonders wid=
ände
, au twa Regen eintreten, dürfte es
zuf derhlü ſen einen normalen Verlauf des
es un hnen richtigen Ablauf des Waſſers
n. Angſh in können die Verhältniſſe al=
dadurah
ſchwert werden, daß die Eis=
eiten
ü räederländiſchen Gebiet nur ge=
tſchritttenachen
, da die niederländiſchen
die ſuhefegen Eisverſetzungen nur ſchwer
nt könim / Die f ſte Eisbarriere auf hol=
Gebiüeurterhalb der Reichsgrenzen er=
auf
ig Länge von über 100 Kilometer.
das viminigen Tagen abgegangene Moſel=
wlb
Dulätig eingetretene m ue Eisbarriere
Arren Mem Anaren des Waſſers von drei Me=
t
. ThTackeis ſcheint ſich aber langſam
Der fsrbgang wird noch durch Spren=
terſtürtt
Die ſeit dem 20. Februar im
indlichmKprengungen oberhalb der Lore=
eingrutt
werden, da ſich eine ſehr große
in Be’gung ſetzte und einen Dampfer in
achte, 4 nrächſt muß dieſe Scholle durch
rechert ſtarlt werden. Auch mit Rückſicht
prengswen chaften muß mit größter Vor=
fangerz
eSen. Zum Schutze der Ortſchaf=
eiche
4üVorſorge getroffin. Am Nieder=
en
zu eſem Zweck bei Bedarf Pioniere
verder
ererözun g des Eiswachdienſtes.
fum. M. Der Main unterhalb Frank=
r
Mcun g iſt faſt eisfrei. Oberhalb von
nehmmt)e offenen Stellen immer mehr
geus Main= und Rheinlinie herrſch=
früld
errperatuven über Null bis zu
.4FEiswachdienſt am Main iſt ſeit
h wieic röffnct. Nach Schätzungen des
10 Fihazamtes in Schweinfurt ſoll das
IADK R Mar von Bamberg bis Aſchaffenburg
m Kutänker umfaſſen. Welche Gefahren
ſtadts ſie Kſſeirrh plötzlichem Tauen und Eisgang
ſann ihr Eaum ermeſſen. Die Schiffahrt
gzeilichend ain üt u. ſchon ſeit dem 8. Januar ein=
nell
uch Fſſe Ge ümengen, die ſonſt umgeſchlagen
tr u6s Sſch gehen, nun aber von der Reichs=
gtigt
ucſenn müſſen, belaufen ſich in den
Januannd Februar auf rund 2300 La=
F BEih Tonnen Gewicht.
im Rex ſt vorgeſtern bei Worms und
das Aßrbgegangen und hat ſich bei
wieb Rgſtellt. Die Eisverhältniſſe auf
mRp ſind unverändert.
lugzeit zum Hochwaſſerſchutz.

Enu. B anhaltiſche Staatsminiſterium
Eut, daft hauf Anregung des Staatsmini=
* Jurilé=Flugzeugwerke bereit erklärten,
Uge z Bbekämpfung des Hochwaſſers ein=
chre
Allabe wird in erſter Linie Melde=
rung
=Enf ſein. Weiter ſollen ſie dazu
Veriäung mit den vom Verkehr ab=

Orskunen aufrecht zu erhalten und
in ſor Iher Weiſe Hilfe zu bringen, z. B.
erfen E) Medikamenten uſw.
Großluer in Mannheim.
n heöc Ein Großfeuer zerſtörte geſtern
nd zu der ſica=Betrieben gehörige Kabarett
hid md di arzdiele Clou, die zur gleichen
gehötn 2 ie Brandſtätte befindet ſich in
ſ chergehk int aße, neben dem Palaſtkaffe.
chodenst ſeor groß, da die Lokalitäten bis

undmarzy ausgebrannt ſind. Der Brand
Hnlich) zveiten Stock, in der Küche des
andens t wurde in den frühen Morgen=
ſtdect
,h eien 9 Uhr konnte der Brand,
Nannb3t1 Feuerwehr Energiſch zu Leibe
Ferloſch Aiyelten.
Dder MMlechloß niedergebrannt.
erboi Mittwoch nachmittag brach im
Amborrnt Paderborn in dem Dachgeſtühl
* We des Waſſermangels verbreitete

rhnell. Bald ſtand das ganze
BarIn und wurde vollſtändig einge=
Dn deulrin neinrichtung konnte nur wenig

BebäuAikor inten erhalten bleiben.
Schaden gekommen.

Schaden iſt ſehr hoch. Die

Per=

fet tersbrunſt.

nwch früh, gegen 10 Uhr, brach
eſl ärter Urſache in der Scheune
hen 9 Awetter und Wetter gelegenen
Mde Fi ß uau3, das ſich auch ſchnell auf die
A ausktis. Sofortiges Gingreifen der
tter und der umliegenden Ort=
t
werhindern, daß Scheune und
de Grundmauern niederbrannten.
9nhaus und die Mühle konnten

WVieh wurde gerettet, jedoch ſind
errrichtet.

Die Ausſtellung Das ſpaniſche Dorf
auf der Weltausſtellung von Barcelona wird viele Beſucher intereſſieren. Dieſer Teil im Frei=
gelände
der Ausſtellung gehört zur ethnologiſchen Abteilung und wird die charakteriſtiſchen Merk=
male
der Bauweiſe und Lebensart der ſpaniſchen Dorfbevölkerung in typiſchen Beiſpielen zeigen.

Freitag, den 8. z 1929

Beildusſtenang Bureelond 194s.

Wieder Landverluſt auf Helgoland.

Die gefährdete deutſche Inſel Helgoland
hat durch den Eisgang der letzten Wochen wieder 700 Kubikmeter Geſtein verloren, die von der
Felſeninſel weggeriſſen wurden.

Der Kampf gegen Hochwaſſerſchäden.

Die Stadt Emmerich ſchützt ſich vor drohendem Hochwaſſer.

Mit einſetzendem Tauwetter iſt das ganze Rheintal aufs ſchwerſte gefährdet
einen Laden unweit des Rheinufers den ſein Beſitzer mit Sandſäcken und Brettern verbarrikadiert

hat, um ſich vor Hochwaſſerſchäden zu ſchützen.

Fernbeben.
Heidelberg. Der Seismograph der König=
Sternwarte verzeichnete geſtern nacht ein ziem=
heftiges
Fernbeben. Die erſten Wellen kamen
2.46.51 Uhr, die zweiten Wellen um 2.56.54 Uhr,
langen Wellen um 3.14 Uhr. Das Maximum fiel
3.25 Uhr. Die Bewegung erloſch erſt gegen
hr. Die Herdentfernung beträgt etwa 9000 Kilo=
r
.
Verbrühtes Kind.
Diez. Das dreijährige Kind des Arbeiters
oit warf bei einem B.ſuh in Staffel einen
gen Ofen um. Der auf dieſem ſtehende Topf mit
udem Waſſer ergoß ſich über das Kind. An den
tenen ſchweren Verbrühungen ſtarb das Kind am
ern Tage unter qualvollen Schmerzen.

Exploſion bei Krupp.
Eſſen. Geſtern früh gegen 9 Uhr ereignete ſich
in der Kruppſchen Fabrik, in einem Glühofen im
Feinblechwalzwerk, eine Gasepploſion. Während zwei
Arbeiter zur Seite geſchleudert wurden, ſtürzte ein
anderer in einen Kanal und wurde dort von einer
herabſtürzenden ſchweren Eiſenplatte ſo unglücklich
getroffen, daß der Tod ſofort eintrat Die beiden
anderen Arbeiter mußten ins Krankenhaus geſchafft
werden.
Dreizehn Perſonen von einer Lawine verſchüttet
Konſtantinopel. In dem armeniſchen
Dorfe Sanig ſind 13 Perſonen durch ein= Lawine
verſchüttet worden. Mehrere Häuſer wurden fort=
geriſſen
und zahlreiche Einwohner verletzt

Der umſtritkene Dichker.

Peter Martin Lampel
beſchäftigt die Oeffentlichkeit durch ein neues
Theaterſtück: Giftgas über Berlin‟. Die Be=
horden
unterſagten die öffentliche Aufführung,
da man bei der radikalen Tendenz des Autors
Ruheſtörungen befürchtete. Eine Aufführung vor
geladenem Publikum fand bei der Kritik eine
entſchiedene Ablehnung.

Schweres Flugzeugunglück in Mecklenburg.
Die beiden Piloten getötet.
Röbel (Mecklenburg=Schwerin). Ein ſchweres
Flugzeugunglück ereignete ſich am Mittwoch nachmit=
tag
auf der Feldmark Kotzow. Ein aus Richtung
des Flugzeugplatzes Ellerholz kommendes Uebungs=
flugzeug
iſt aus ungeklärter Urſache abgeſtürzt und
wurde völlig zertrümmert. Die beiden Piloten waren
auf der Stelle tot. Zu dem Flugzeugunglück auf
der Feldmark Kotzow erfahren wir noch, daß die
Verunglückten der 31jährige Flugzeugbeobachter
Düring aus Stettin und der 2jährige Arendt aus
Berlin ſind. Das Flugzeug iſt mit ſeiner ganzen
Breite auf den hartgefrorenen Boden aufgeſchlagen
und völlig in kleine Stücke zerſplittert. Lediglich der
Schwanz des Flugzeugs iſt erhalten geblieben. Die
Leichen wurden noch am abend vom Herrenhaus der
Domäne Kotzow nach Rechlin geſchafft, wo ſich der
Flugplatz befindet. Eine techniſche Kommiſſion iſt zur
Unterſuchung des Unglücksfalls an der Unglücksſtelle
eingetroffen.
Folgenſchwere Exploſion.
Paris. In Bonneville (Departement Hoch=
ſavohen
) wurden bei einer Exploſion in einer Ched=
ditfabrik
zwei Arbeiter getötet, ſechs andere ſchwer
verletzt.
Wiedergefundene Gemälde.
Paris. Am 18. Februar war von einem aus
New York eingetroffenen Ueberſeedampfer eine Kiſte
verſchwunden, in der ſich wertvolle Gemälde, darun=
ter
auch ein Murillo, befanden. Die beiden Täter,
zwei Franzoſen, ſind jetzt feſtgenommen worden. Auch
die Kiſte mit dem wertvollen Inhalt iſt wieder her=
beigeſchafft
worden.
Hundert Perſonen durch einen Erdrutſch getötet.
London. Ein folgenſchwere Navurkataſtrophe
wird von der Inſel Madeira gemeldet, der nach den
erſten Meldungen annähernd 100 Perſonen zum
Opfer gefallen ſein ſollen. Durch die anhaltenden
Regengüſſe der letzten Zeit haben ſich im Tale von
St. Vincenz, im Norden der Inſel Madeira, tau=
ſende
Tonnen von Steinen und Erdwaſſen gelöſt
und eine große Anzahl Häuſer begraben. Während
man die Zahl der Toten auf hundert ſchätzt, dürfte
die Zahl der Verletzten noch weſentlich höher ſein.
Zwei amerikaniſche Luftſchiffe durch einen
Sturm zerſtört.
Waſhington. In Bollingfield wurden zwei
Lenkluftſchiffe der amerikaniſchen Marine während
eines ſtarken Sturmes gegen die Schuppen gedrängt
und vollſtändig zerſtört. Zwvei andere Luftſchiffe
konnten nur mit großer Mühe durch ein Aufgebot
von 700 Soldaten vor dem gleichen Schickſal bewahrt
werden.
Brand der Ausſtellungshalle von Los Angeles.
New York. In der Internationalen Ausſtel=
lung
von Los Angeles iſt durch einen Rieſenbrand
ein Sachſchaden von 1½ Millionen Dollar angerichtet
worden. Unter anderem ſind 300 Automobile und
zahlreiche Flugzeuge zerſtört worden. Bei Ausbruch
des Brandes befanden ſich etwa 2500 Beſucher in der
Ausſtellungshalle. Es gelang aber, ſie in aller Ruhe
aus dem Ausſtellungsgebäude zu entfernen.
* Eiſenbahnromantik.
(b) Sofia. Aſparuch Nankoff und Georgi
Stohanoff waren Söhne einer armen Eiſenbahner=
familie
in Ruſtſchuk. Aus der Schule waren ſie ent=
laſſen
, konnten aber keine Arbeit finden. Zuſammen
traten ſie im vorigen Frühjahr die Wanderſchaft an,
durchquerten halb Bulgarien zu Fuß und gelangten
ſchließlich nach Sarambey, einer Station an der
großen Eiſenbahnlinie Belgrad-Konſtantinopel.
Auch hier war keine Arbeit zu bekommen. In ihrer
Enttäuſchung beſchloſſen ſie, das Vaterland zu ver=
laſſen
und ſie bedienten ſich dazu des vornehmſten
Verkehrsmittels, deſſen ſie in Bulgarien habhaft
werden konnten. In Sarambey macht allnächtlich
der Orientexpreß einen kurzen Halt, um Waſſer zu
faſſen. Als Eiſenbahnerkinder war ihnen ein Bahn=
hof
wohlvertrautes Gelände und unbemerkt gelang
es ihnen, ſich auf den Achſen der mächtigen Simplon=
vagen
zu verſtecken mit drei Lewva in der Taſche,
ohne jegliche Nahrung. Bis Oſijek, ſchon jenſeits
der Donau, hielten ſie aus, denn die damals beſon=
ders
ſcharfe Grenzkontrolle an der jugoſlawiſch=
bulgariſchen
Grenze entdeckte wunderbarerweiſe die
beiden blinden Paſſagiere nicht und es war noch
nicht ſibiriſch kalt. In Oſijek konnte ſie unbemerkt
ausſteigen, ſich etwas Nahrung erbetteln und
in der nächſten Nacht wieder den zweiten Simplon=
expreß
beſteigen, der ſie nach Venedig führte. Die
ſtalieniſche Polizei aber hatte ſchärfere Augen, ent=
deckte
die bis zur Unkenntlichkeit durch Rauch, Oel
und Staub verſchmierten Burſchen und nahm ſie
feſt. Fünf Monate brachten ſie dann in verſchie=
denen
italieniſchen Gefängniſſen zu, um ſchließlich
auf Staatskoſten in die Heimat befördert zu werden.
Jetzt ſind ſie, durch entſprechende Reklame der So=
fioter
Preſſe, zu kleinen Berühmtheiten geworden
und werden jetzt wohl ohne weiteres Arbeit finden.

[ ][  ][ ]

Seite 12

Freitag, den 8. März 1929

* Die New Horker Verbrecherwelle‟

Erſchreckende Kriminalität der Jugend. Eine Weltſtadt unter
Rauſchgift.

Von
James Jimmy Walker,
Oberbürgermeiſter von New York.

Was iſt New Yorks Verbrecherflut? Eine Gruppe willens=
ſchwacher
Jünglinge . . . einer Jugend, die unter günſtigeren
Lebensumſtänden zu biederen, nützlichen Bürgern herangewachſen
wäre. Ihre Abenteuerluſt wird von einer Hand voll gewiſſenloſer
Führer geſchürt, die ihre Opfer dahin bringen, wo ſie ſie haben
wollen, die gleichſam den böſen Geiſt im Marionettentheater ver=
körpern
. . . Sie verſchaffen dieſen Knaben Opiate . . . unter=
graben
ihre Geſundheit .. . ein Gewehr, nicht für Knabenhände
beſtimmt, geht unter ihren unſicheren Fingern los . . . Mord iſt
die Folge ..
Das iſt New Yorks Verbrecherwelle!
Rauſchgifte die verdammenswerteſte Erſcheinung des moder=
nen
Lebens.
Das verheerendſte Laſter, dem die heutige Polizei gegenüber=
ſteht
!
Rauſchgifte in den Händen hartgeſottener Verbrecher, die
nicht den kleinen Finger eines der Knaben wert, ſind, die ſie
ruinieren.
So ſieht das große Problem aus, das wir augenblicklich be=
kämpfen
. Es iſt ein Problem, das wir nach und nach bewältigen
und daz wir hoffentlich aus der Welt ſchaffen werden. Iſt dies
gelungen, ſo kann ich verſichern, daß die Verbrecherwelle, wie
die Schlagzeilen der Zeitungen es nennen, nicht mehr beſtehen
wird.
Das bedeutet natürlich nicht, daß es dann keine Verbrechen
mehr geben wird. Die Welt iſt voll von Menſchen, die verbreche=
riſch
veranlagt ſind. Und ſo lange es Menſchen gibt, wird es auch
Uebe=ſchreitungen der Geſetze geben, die in unſerer Sprache mit
dem Ausdruck Verbrechen bezeichnet werden. Doch es wird ſich
um Einzelverbrechen handeln, um Verbrechen, die gerade deshalb
leicht durchkreuzt werden können.
Wenn Sie über New Yorks Verbrecherwelle leſen, halten
Sie hirr einen Moment inne und machen Sie eine Pauſe. Machen
Sie ſich klar, wie viele Millionen Menſchen dieſe Stadt bewohnen,
und dann erſt betrachten Sie die Statiſtiken. Sie werden dann
feſtſtellen, daß gerade New York gegenüber allen anderen
großen Städten Amerikas am wenigſten von Verbrechen heim=
geſucht
iſt. Doch, da es eben die größte Stadt der Welt iſt, ſo wird
jedes Verbrechen, das hier geſchieht, ſogleich dem ganzen Lande
mitgeteilr.
Wenn Elder Jones aus Keentaucket mit einer Choriſtin durch=
geht
, ſo werden die dortigen Zeitungen dieſer Angelegenheit viel=
leicht
einen Abſatz widmen. Selbſtverſtändlich intereſſieren ſich die
New Yorker Blätter überhaupt nicht für den Fall.
Aber laßt einen mißleiteten Arbeitsloſen im Weichbild von
The Bronx der Anſicht ſein, daß der Weg zum Wohlſtand durch
Beraubung eines Delikateſſenhändlers um 8 Dollars zu erreichen
iſt, ſo wird dies in ſechs= bis achtſpaltigen Artikeln (ie nach Größe
der Keentaucketer Zeitung) in eben demſelben Blatt, das die Ver=
fehlung
des Herrn Johns unterdrückte, aufgemacht.
Dies gilt von jedem Keentaucket in jedem Staate der Union,
ſo lange, bis es keinen Bürger im Hinterlande mehr gibt, der im=
ſtande
wäre, eine Verſammlung einzuberufen, um Gott zu danken,
daß man nicht zu den bedauernswerten Bewohnern von New
York gehört.

New York iſt meine Heimatſtadt. Ich bin dort geboren
und manchmal, wenn ich noch jemanden finde, der auch dort ge=
boren
iſt, ſo lade ich ihn ins Theater ein.
Ich bin ſtolz auf die Fortſchritte New Yorks, ſeine großartigen
Maßnahmen großen Problemen gegenüber, ſein unbeirrbares Be=
harren
, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun und ohne Zaudern
das Allgemeinwohl über egoiſtiſche Intereſſen des Einzelnen zu
ſtellen. Doch ich gebe offen zu, dieſes Rauſchgift=Problem hat mir
viele ſchlafloſe Nächte verurſacht.
Das Rauſchgift=Problem iſt das ſchwerſte, das New York zu
löſen hat, und, ſoweit ich unterrichtet bin, verhält es ſich in ande=
ren
großen Städten ebenſo. Gewiß, jede Unterſuchung des Ueber=
handnehmens
der Verbrechen führt zum Weltkrieg zurück. Da=
mals
ſah die Jugend ſoviel Mord und Töten, die bis dahin herr=
ſchenden
ethiſchen Grundſätze waren über Nacht weggefegt, das
Menſchenleben war auf einen Wert von Null geſunken.
Man konnte vernünftigerweiſe nicht erwarten, daß die Opfer
dieſer Erfahrungen ohne weiteres wieder zum Normalzuſtand zu=
rückfinden
würden. Dies erforderte ſorgfältige Uebung, Pflege,
Belehrung, unermüdliche Anleitung. In vielen Fällen wurde
unſerer Jugend, als ſie, an Leib und Seele gebrochen, aus dem
Kriege heimkehrte, nichts davon zuteil. Sie wurde vernachläſſigt.
Der Grund darin liegt nicht in Gleichgültigkeit, ſondern darin,
daß das Heimatland in der Nachkriegszeit ſo viele Schwierig=
keiten
überwinden mußte, um den Staat aufrecht zu erhalten,
daß dadurch dieſe Angelegenheit in den Hintergrund geſchoben
wurde.
Und auf dieſe Weiſe wurde ein großer Teil der heimgekehrten
Jugend vernachläſſigt. Die Erlebniſſe im Chaos des Krieges
hatten ſie untauglich gemacht, normale Bürger zu werden. Der
verrohende Einfluß hat ſich auf die heutige Generation fort=
gepflanzt
. Und ſo iſt die Unkenntnis und der jugendliche Mut
dieſer Generation Ton in des Töpfers Hand. Und dieſe Töpfer
lehren ſie alles Böſe und halten ſich ſelbſt abſeits von den Konſe=
quenzen
, die ihr Unterricht hervorbringt.
Unlängſt hielt ein 18jähriger Burſche einen Händler an, be=
raubte
ihn um 8 Dollars, ſchoß ihn dann tot und ſchritt dann
über den Leichnam hinweg, ohne auch nur das geringſte Ent=
ſetzen
über ſeine Tat zu fühlen.
Glaubt ihr, dieſer Jüngling war ein unmenſchlicher Unhold,
jeden Gefühls bar? Ganz gewiß nicht. Unter normalen Umſtän=
den
wäre er wahrſcheinlich ein anſtändiger Menſch geworden,
allerdings in einer geſunden Umgebung und mit guten Vorbil=
dern
. Doch er war nicht mehr der Knabe, wie ihn ſeine Mutter
einſtmals kannte er war ein giftgefülltes Gefäß, vergleichbar
einem mit Giftgas gefüllten Kriegsluftſchiff.
Der Knabe war vollgeſtopft mit Rauſchgiften!
Ich muß wieder auf den Anfang meines Artikels hinweiſen:
Dieſer vergiftete Knabe iſt New Yorks größtes heutiges Ver=
brechen
!
Doch wir ſind dabei, es zu löſen. Wir werden es vollbringen.
Dieſer heutige Verführertypus trägt am ſtärkſten zu den in
New York herrſchenden betrüblichen Zuſtänden bei. Dieſer Ver=
führer
iſt eine finſtere Geſtalt, aus lauter Eitelkeit zuſammen=
geſetzt
und ſo lange gefährlich, ſolange er ſeine Eitelkeit
behält.
Hier ſei dieſer Typus gekennzeichnet: Ein junger Burſche,
dem ſeine Spielgefährten in ſeiner Straße nicht genügend Beach=
tung
ſchenken, fühlt ſich dadurch verletzt und, da er eben dem ge=
nannten
Typus angehört, beſchließt er, ſich einen Namen zu
machen und ſo ſeinen Genoſſen zu imponieren. Der gewöhn=
liche
Vorgang bei einem Anfänger auf dieſem Gebiete iſt der,
daß er erſt einmal ein paar unſchuldige Tiere tötet, um ſeinen
Mut zu beweiſen, und wenn dies nicht genügt, ſo nimmt er das
erſte beſte Inſtrument und zerfetzt damit die Opfer und weiſt
voller Stolz ſein Werk vor. Damit hat er bereits die Bewunde=

Numrith,

rung ſeines Trupps gewonnen. Ein gefährlicher Bk.
er wird als Führer anerkant.
Es iſt immer fatal, einen ſolchen verhaften zu laſiy
dadurch zum Märtyrer geſtempelt. Doch laßt ihn
mit jemanden geraten, der ihn öffentlich verprügelt
liert er ſchnell ſein Preſtige. Ein paar von den Bunz
monatelang tyranniſiert hat, ſind ſchnell bei der Hag)
geln ihn windelweich.
So ſind die Burſchen, die uns ſo viel Unannehmmt
reiten. Aber wir bekommen ſchon noch das Uebergemt
Dieſe Burſchen ſind unglücklicherweiſe in den lex
bei den Wirtſchaftskämpfen herangezogen und geheut
Jedesmal, wenn bei Fabrikanten Gegenſätze entſtag)
wurden dieſe Burſchen von der einen oder anderes
auch von beiden Parteien herangeholt, um zur Eniſieh
beizutragen. Für derartige geſetzwidrige Handlungafz
gezahlt, und dieſe Einnahmequelle hat mehr als alle) 1u
Macht dieſer Burſchen geſtärkt.
ſ4
Während des letzten dieſer Kämpfe holte die einn
Burſchen herbei, die andere unterließ es. Stat derc=
ſich
die Hilfe der Polizei, um dieſen Methoden ein
reiten, und die Polizei gewann auch die Schlacht.
Der Durchſchnitt=New Yorker iſt heute in größern
des Lebens und der Freiheit als jemals zuvor. Eimztu ni

beinahe aufgehört. Den Taſchendieben iſt dunch befſintza dau
nahmen der Polizei ein Ende bereitet. Die Strau//t40
ſäubert. Proſtitution iſt ſo gut wie unbekannt. und ock. 0
ſpiel iſt abgeſchafft. Tatſächlich wäre es ſelbſt mirauMl
möglich, einen Ort zu finden, wo Glücksſpiele geſpiitEät W
Ebenſo wie die Taſchendieb=Truppe der Polizeſ
hat, das Publikum vor Taſchendiebſtahl zu ſchützeun
Verdächtige in großem Maßſtab eingeſperrt hat, bevuu

Verbrechen anrichten konnten, ſind wir jetzt dabei,
uns auch gelingen, die Verbrechen zu unterdrückem

die Brutſtätten der Verbrechen vernichten.
Nehmt den Verbrechern die Zuſammenkunftsan (

werden keine Mßglichkeit mehr haben, die Ausführrn/!
geſetzlichkeiten zu beſprechen. Zumindeſt werden ſie AN
legenheit dazu haben.
Bäi
Ich bin kein Spaßverderber. Ich habe volless!
für Lebensgenuß, Freiheit und Glücklichſein. Ich in Mlchlice Nad
Publikum in ſeinen Bemühungen, ſich zu unterhaut
um die
freien Stunden die Schwere des Lebens zu verge mſthn
en Termine
mutigen. Und deshalb bin ich kein Feind der Nach 7.BzA0 Giuh- Stutgart
ſie nicht überhandnehmen und anſtändig geleitet ſiutzigt. MSm Darmſtad
einen notwendigen Beſtandteil der Großſtadt. ich Gruppe 1
Doch wir prüfen ſehr ſorgfältig alle Eingaben zrr Frtſtrdungſviel zwiſche
derartiger Klubs. Wenn nur der leiſeſte Verdach 7 ln en 2. März
daß einer der Antragſteller gegen, die von uns oſtn im Anil Meiſt
dingungen verſtoßen könnte, und die Gefahr beſtekl,/!
Nachtklub zum Unterſchlupf für Geſetzesübertreter mut khünner der
ſo erhält er keine Konzeſſion.
M au gemäß einem Be
Eine der wichtigſten gegenwärtigen Tätigkeitemräytag in nächſten
iſt der Kampf gegen die Verkäufer von flüſſigen IMlüteiſchaft teilzune
Ein Mann, der an ſeine mißleiteten Mitbürger Giü (
begeht ein ſchweres Verbrechen. Er iſt ein Mördet
Beſtrafung iſt ſchwer genug für ihn.
ſchieß
Ich glaube, die New Yorker Polizei als die britz
bezeichnen zu können. Sie vollbringt wahrhaftig 20f00 0
ihrem Bereich, und wenn der jetzige Kampf beendun,
ſo werden ſeine Reſultate als eine der erfolgreichſtenälrtg
gegen das Verbrechertum in der Geſchichte der Pollten4ke
Der Verbrecher, der Verführer, der Nauſchgifthändll f. aſc
müſſen vertilgt werden, und die New Yorker Poll 4x dufemmengeht
ausrotten, indem ſie ihnen den Boden zu heiß machtt M Märks ſtreſt.
Hufim ſachresberi=

DadrOieTadiemtatbmtbu

Kennen Sie die Porteile des deutſchen Kraftwagens?

El, dunswr Ane
Rtdinen Fob=
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Frie. Eine Aus
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Beachten Sie, was von maßgeblicher Seite über den deutſchen Automobilbau geſagt

Der Automobilclub von Deutſchland hält es für ſeine Pflicht, ſeine Mitglieder auf das eindringlichſie zu bitten! von Kraftfahrzeugen die Erzeugniſſe der deutſchen Automobilinduſirie in erſter Linie zu berückſichtigen.
Der Ankauf ausländiſcher Kraftfahrzeuge liegt nicht im Intereſſe der deutſchen Wirtſchaft.

Die Frage, ob in Deutſchland ein Bedürfnis nach ausländiſchen Wagen vorhanden ſei, iſt zu verneinen. S
Konſtruktion der deutſchen Automobile als auch ihre äußere Ausſiattung haben einen Stand erreicht, der jeden Peſ‟
ausländiſchen Fabrikaten aushält. Der beſie Beweis hierfür iſt die Anerkennung, die deutſche Fahrzeuge aul
ſiellungen in Genf, Paris, London u. a. m. gefunden haben. Ueberall hob man die außerordentlichen techniſchen

des deutſchen Kraftfahrzeugbaues als führend hervor. Auf die letzte und größte Motorfahrzeugſchau des Kontinenis,
nationale Automobil= und Motorrad=Ausſiellung, Berlin 1928, darf aber noch beſonders hingewieſen werden, da ſie
Ueberlegenheit die Leiſtungsfähigkeit, Qualität und Preiswürdigkeit der deutſchen Fabrikate zeigte. Es kanl !4
die Preisſiellung der deutſchen Wagen heute keinen Grund mehr bilden, ausländiſchen Fabrikaten den Vorzug 3u 94
Auch die ſportlichen Erfolge auf der Internationalen Alpenfahrt und bei den Prüfungen des Nürburgringes We7

die Güte der deutſchen Wagen, während die auf den internationalen Schönheitskonkurrenzen errungenen Triuſmen!!
ſchmackvolle Ausſiattung bezeugen.

W 3944

Automobilclub von Deutſch
Das Präſidium: Graf v. Arnim=Muskau, Präſidenl.

NdT
Mier De die Taatat 7

[ ][  ][ ]

konnngeeiſt, daß ſich hier zwei handballtechniſch gleichwertige
am S.Eitig treffen werden. Mainz 05 ſteht nicht nur techniſch,
auch /7ſö rte der Polizei nicht nach. Es iſt ſomit am nächſten
mit flotten Wettkampf zu rechnen.
demrten Platze läßt Sonntags darauf die deutſche Sport=
das
/4ſSeidungsſpiel um den Handball=Pokal zwiſchen der
Meiczſ chen 4u miitteldeutſchen kombinierten Mannſchaft austragen.
beut ee 4Mäiddeutſche Bokal=Mannſt

dasun 17. März in Darmſtadt zum Austrag kommende
nrunddep el um den Handball=Pokal der D. S.B. gegen
eutſchzld hat Süddeutſchland die folgende Mannſchaft
rt: Ahrer (V.f.R. Schwanheim); Reuter (Sportv. 98
dt), ürwächter II (Mainz 05) Gebhardt (Sp.Vg.
Schmut (Pol. Spp. Darmſtadt), Stumpp (Stuttgarter
Fiſer. Werner (beide Sportv. 98 Darmſtadt), Jans
uev. ZMkadt), Dietz (Pol. Spv. Worms), Hennemann
geibern ſe, 98 /4ſinſtadt). Erſatz: Schiffer (Pol. Spv. Darm=
2 wir jet lsauenwut (F. S.V. Frankfurt).
zu
De deruchkands Mannſchaft gegen den Süden.
r (9sben): Mordhorſt (Magdeburg), Rentzſch ( Leip=
nathy
ſellle), Fiedler (Leipzig), Hupfer (Freital); Kam=
eipziny
wering (Werdau), Männel, Böhme (Freital),
Dresade)
übeutſche Handball=Endſpiele.
die bdwiele um die ſüddeutſche Handball=Meiſterſchaft
folgueſeſ neuen Termine angeſetzt worden: 24. März:
: Sr19) FürthStuttgarter Kickers), Gruppe II: V.f.R.
zuten 7 P ol. Spv. Darmſtadt: 7. April: Gruppe I: Stutt=
Lickerts=Fäirth, Gruppe II: Darmſtadt-Kaiſerslautern;
Emſſe dungsſpiel zwiſchen den Gruppenſiegern. Bei
ſeint Enen ihlem am 24. März Meiſter Rhein=SaarMeiſter
die hm Iiſſen ru/ am 7. April Meiſter Main=Heſſen gegen Meiſter
gar.
ar= ſyinner der Handball=Pokalrunde
tiſonn gemäß einem Beſchluß des Handball=Ausſchuſſes
chtig wm im nächſten Jahre an dem Endkampf um die
ſe Algerſchaft teilzunehmen.

Freitag, den 8. März 1929

Seite 13

Spotg Sptet und Tarnen.

polics vorkverein Darmſtadt-Mainz 05.

b ſanm=interpauſe findet nun am 10. März, nachmit=
nhuu
dem Sportplatz des Plizei=Sportvereins das ange=

Spöör, die Bezirksmeiſterſchaft zwiſchen Polizei=
Frein 2n tadt und Mainz 05 ſtatt. Das knappe Reſultat 2:1,
ger /4zi=Sportverein das Vorſpiel im goldenen Mainz ge=

A
der erfuhm
chicht W

Schießſpork.
pitt ung des Ver. Heſſ. Schühenbundes.

den zu

einiger ſagen fand in Darmſtadt die Haupttagung des Ver.
ützenbeige:, Landesverband Heſſen des Deutſchen Kartells für
Spr theßen, Abt. K.K.S. E.V., Berlin=Wannſee, ſtatt. Zahl=
en
die Aitglieder aus allen Gauen erſchienen, ein Beweis, daß
iI derr Eſtmmengehörigkeit vorhanden und der Landesverband
gefeſt*y urfwärts ſtrebt.
aus’üllichen Jahresbericht erſtattete der Vorſitzende Knapp=
Mc ill gemeiner Anerbennung wurde auf die ſportlichen
es ve iſſenen Jahres hingewieſen; auch in organiſatoriſcher
urde letes geleiſtet. An Stelle des erkrankten Schatzmeiſters
amſtafätyrlas der Vorſitzende den aufgeſtellten, ſehr genauen
ſcht. 19 Bilanz zeigte einen guten Jahresabſchluß, erweckte
Zuſ ännng, ſo daß dem Schatzmeiſter die einſtimmige Ent=
teilt
umdr. Eine Ausſprache über die im Sportjahr 1928 ge=
Efah nr ergab die Tatſache, daß auch in ſportlicher Hin=
hichtige
Big eingeſchlagen wurde. Hieran anſchließend wurde
die Andesmeiſterſchaften im Jahre 1929 in den Gauen aus=
Um a. reibungsloſes Abwickeln aller Vevanſtaltungen 1929
eiſtem, geht den angeſchloſſenen Vereinen und Gauen ein
der =Aung März zu. Eine Ehrung verdienter Mitglieder
ine u ne beſchloſſen.
der Fnhlägſten Punkte der Tagesordnung bildete die Auf=
* Prchfz Heſſen=Naſſau in das Verbandsgebiet des Volks=
eſſen
. 4 beſem ſowie der damit verbundenen Satzungsänderung
ſſtimmatzu geſtimmt. Die Aufnahme erfordert die Umbenen=
Bumm. Die Tagung beſchloß die Bezeichnung: Landesver=
en
uin/Yaffau, Sitz Darmſtadt (Heſſen=Naſſauiſches Schieß=

fell). 2 tattgefundene Wahl des Vorſtandes und deſſen Zu=
Hung Füſte für Weiterentwicklung des Landesverbandes beſte
biereng,

ag1 vdesſcheßen des Heſiſchen Schühenbundes.

erſtex ſesjährige Bundesſchießen wurde vom Heſſiſchen
Lund E/ Schützengeſellſchaft Tell‟ Darmſtadt, gegründet
dertrax Dasſelbe findet am Sonntag, den 17. März,
Räumurdes Rummelbräu, Rhein=Allee, 5 Minuten vom
hhoig ſtiernt, ſtatt. In liebenswürdiger und dankens=
Peiſe ) Herr Staatspräſident Dr. Adelung einen Ehren=
Riſtetz, eirere Preiſe kommen ebenfalls zum Austrag.

Mhball im Kreis Starkenburg.
jüßt der n9 HSvielausfälle. Eine Kreisliga=Beſprechung.
Er außHey öhnlich harte Winter und dadurch verurſacht die
ſ en Plschrhältniſſe haben es lange Wochen nicht zur Spiel=
Dimmeeia ſen. Auch der 10. März macht noch keine Aus=
Sin Amr Teil der Vereine meldet noch unbeſpielbare Plätze,
Mr dies Eisbehörde auch für dieſen Sonntag die Spiele noch
u Abgeſetzil
Nun E ütl ein klares Bild zu gewinnen, ruft die Kreisleitung
Sue DeAre Sliga für Freitag, den 8. März, abends 7.30 Uhr,
SrchuerzEich ul in Darmſtadt zu einer Ausſprache zuſammen.
N c 9 9 Ellem einmal über die Neuordnung der noch aus=
Der Shie ausſprechen. Ein weiterer Punkt der Tagesord=
i
des i. nach Schluß der Verbandsſpiele vorgeſehenen
Dieléſer unteren Klaſſen. Zum dritten werden
Ggläos beren für eine eventuelle Neuorientierung hinſichtlich
Zuteiluſhſeinzelner Vereine.
M2
20 beſteht bei einzelnen Vereinen die Neigung, die
L Bſeh urnz ruhen zu laſſen und erſt nach den Oſtertagen
Zunktokvien wieder zu beginnen. Dieſe Meinung iſt bedenk=
lich
Mislier Ausfälle beginnt die bisher verneinte Terminnot
La A4 ARn. Es wird ſich wohl empfehlen, zu verſuchen, be=
L Z ßdrr zu ſpielen, zumal bei Fortdauer des Tauwetters
Fche Füſte, daß die Plätze mit Sandboden bis dahin ſpiel=
de
Sie Hereinnahme des einen Oſtertages in die Termin=
eit
AA Wegen der Pokalrunde iſt damit zu rechnen, daß
Eeandſchies Re gung der Kreisliga nicht erfolgt. Man wird erſt
Ne Arctet bung abwarten, zumal ja auch feſtſteht, daß die
S 2Ehyſang Juni mit den Verbandsſpielen beſchäftigt ſind.

Damenſechken beim Darmſtädter Fechtklub.

Für einen am 24. April geplanten Gruppenkampf der Fechterinnen
des Mainzer und Darmſtädter Fechtklubs fand am geſtrigen Abend
vor zahlreich erſchienenen Mitgliedern ein Uebungsfechten ſtatt, bei dem
vor einem Kampfgericht formgemäß jede Fechterin gegen jede andere
Mitbewerberin einen Kampf auf 5 Treffer auszutragen hatte. Erfreu=
licherweiſe
zeigten auch hier wieder die Fechterinnen gute Fortſchritte in
Klingenführung und Haltung und fochten alle mit Eifer und ernſtem
Streben ihre Kämpfe aus. Durch eine unerwartete knappe Niederlage
der Siegerin vom letzten Bewerb konnte als Erſte aus dem Kampf Frl.
Tilde Brückner hervorgehen. Zweite wurde Frl. M. Niebel, 3. Frl.
K. Jordan, 4. Frl. V. Engel, 5. Frl. L. Melcher und 6. Frl. Hein. Nach
Beendigung der Kämpfe verſammelten ſich die Mitglieder in dem
Klubzimmer, wo der Vorſitzende die Fechterinnen zu ihrem Erfolg be=
glückwünſchte
. Daran anſchließend erſtattete er einen eingehenden Be=
richt
über den ſportlich und geſellſchaftlich hervorragenden Erfolg des
deutſch=ungariſchen Länderkampfes in Nürnberg, bei dem er zum
Lampfrichter berufen war. Die Anweſenden folgten mit Intereſſe den
Ausführungen und beſichtigten das als Andenken von der Stadt Nürn=
berg
geſtiftete Prachtalbum von der deutſch=ungariſchen Kulturwoche
und die den Teilnehmern und Kampfrichtern des Länderkampfes ver=
liehene
kleine Dürermedaille.

Redo Nadi, der Welimeiſter der Berufsfechter.
in Frankfurk.

Der große Anklang, den das erſte Auftreten des berühmten Italie=
ners
auf deutſchem Boden kürzlich in Hannover, Offenbach und Frank=
furr
gefunden hat, veranlaßte den Fechtklub in Frankfurt, Nedo Nadi
gelegentlich ſeiner Rückfahrt von einem Kampf in Antwerpen zu einem
zweiten Beſuch aufzufordern. Der Weltmeiſter wird am Samstag, den
9. März, abends, im Hauſe der Fechter, Kaiſerhofſtraße 11, im Rah=
men
einiger Kämpfe Frankfurter Fechter Schaukämpfe in Florett und
Säbel gegen den 2. Olympiaſieger und deutſchen Meiſter Erwin Casmir
und gegen Accomando, den zweiten Fechtmeiſter des Frankfurter Fecht=
klubs
, austragen.

Welkmeiſterſchaftskämpfe im Eiskunſtlanf.

Der ſchwediſche Olympia=Meiſter Grafſtröm (links) hat
die Weltmeiſterſchaft im Londoner Titelkampf im Eiskunſtlauf

errungen. Das deutſche Meiſterpaar Kißhauer=Gaſte
(rechts) konnte im Londoner Weltmeiſterſchaftskampf im Paar=
lauf
den zweiten Platz belegen.

Polizei-Sporkverein-Hörſtein (bei Aſchaffenburg).

Sonntag, den 10. März, vormittags 10 Uhr, führt die Ringer=
mannſchaft
des Polizei=Sportvereins in der Polizei=Sporthalle, Eſcholl=
brückerſtraße
24, einen Aufſtiegskampf zur Liga gegen die Mannſchaft
des Kraftſport=Vereins Hörſtein bei Aſchaffenburg durch. Der Kampf
iſt ein Vor= und Rückkampf und ſein Beſuch iſt infolge der niedrigen,
ganz volkstümlichen Eintrittspreiſe ſelbſt dem wirtſchaftlich Schwachen
möglich.

Das Turner=Hallenfeſt in Nürnberg am kommenden Sonntag
hat eine ſtarke Beſetzung gefunden. U. a. geht auch Lammers an
den Start.
Dr. D. Rothſchild iſt aus dem F. S.V. Frankfurt ausgetreten.
Die Pokal=Wiederholungsſpiele in England brachten fol=
gende
Ergebniſſe: Huddersfield TownWeſtham United 2:1: Bol=
ton
WanderersBlackburn Rovers 2:1.
Con OKelly, der iriſche Schwergewichtler, wurde in Phila=
delphia
von Matt Adgie über zehn Runden klar nach Punkten
geſchlagen.
20 Berufsfahrer=Straßenrennen ſind vom B.D.R. für die kom=
mende
Saiſon vorgeſehen.

Wetterbericht.
Gießen, 7. März.
Oeſtlich der Elbe haben kältere Luftmaſſen an der Rückſeite der ab=
ziehenden
Störung ſowie vielfaches Aufklaren wieder zu Froſt geführt.
So meldeten heute morgen Swinemünde 6, Königsberg 16, Dres=
den
1 Grad Celſius. Weſtlich der Elbe dagegen lagen die Tempe=
raturen
um Null und darüber (Hannover + 1, Karlsruhe + 2 Grad
Celſius). Das britiſche Hochdruckgebiet hat ſich unter weiterem Druck=
anſtieg
ſüdöſtlich nach dem Kontinent verlagert. Im Bereich hohen
Druckes wird die Bewölkung zurückgehen und vorwiegend trockenes
Wetter herrſchen. Die Temperaturen nehmen tagsüber zu, dürften
aber nachts bei Aufklaren bis unter den Gefrierpunkt zurückgehen.
Ausſichten für Freitag, den 8. März: Wolkig mit Aufheiterung, beim
Aufklaren leichter Nachtfroſt, vorwiegend trocken.
Ausſichten für Samstag, den 9. März: Vielfach aufheiternd, weiter=
hin
Gefahr leichten Nahtfroſtes.

Hauptſchriftleitung Rudolf Maupt
Veranwortlich für Poltilk und Wirtſchaft: Rudolf Mauve für Feuiſleton, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmann;
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch für den Schlußdienſt: Andreas Bauer; für
Die Gegenwart‟ Dr. Herbert Nette; für den Inſeratenteil Willv Kuble: Druck
und Verlag L. C. Wittich ſämtlich in Darmſtadt
Für unverlangte Manuſtripte wird Garantte der Rückiendung nint übernommen.

Die heutige Nummer ba: 20 Seiten

Geſchäffliches.
Handarbeiten.
In der Schulſtraße, Ecke Kirchſtraße, hat die Firwa Willi Karg
ein Handarbeiten=Spezialgeſchäft am 20. 2. eröffnet. Durch wöchent=

lichen Eingang von Neuheiten in Handarbeiten finden Sie ſtets das
neueſte.

Gute Stoffe für Bekleidung
kauft man bei der Firma mit Weltruf Schwetaſch & Seidel,
G. m. b. H., Spremberg, L. Ein Proſpekt iſt der heutigen Auf=
II Bln. 3736
lage beigelegt.

Der Samstag in 100 Jahren.
Hoffentlich müht ſich dann die Hausfrau nicht mehr ſo ab, um auf
den Sonntag das Heim ſchön zu machen. Eigentlich müßte man nicht ſo
lange warten. Sie können ſich mit einem guten Bohnerwachs die Arbeit
ſchon jetzt erleichtern. Wichsmädel braucht nur hauchdünn auf=
getragen
zu werden, und ſofort gibt es trittfeſten Hochglanz. Dieſes
reine Edelwachs iſt doppelt ſo ausgi big und darum auch im Gebrauch
das billigſte. Sie erhalten Wichsmädel in allen Drogerien und ein=
ſchlägigen
Geſchäften.

32. Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlokkerie.

23. Tag, 5. Klaffe. In der Vormittags=Ziehung fielent
4 Gewinne zu je 5000 RM. auf Nr. 250928 369064; 4 Gewinne zu je
3000 RM. auf Nr. 198255 278266; 14 Gewinne zu je 2000 RM. auf Nr.
107729 114529 117481 176567 186716 188288 246491; 28 Gewinne zu je
1000 RM. auf Nr. 47480 65049 89826 105057 161955 188152 192678
195640 261765 339248 342216 344B4 378376 381499: ferner 105 Gewinne
zu je 500 RM. und 182 Gewinne zu je 300 RM. In der Nach=
mittags
=Ziehung fielen: 2 Gewinne zu je 5000 RM. auf Nr.
2750; 10 Gewinne zu je 3000 RM. auf Nr. 161946 175943 303289 317668
383197; 18 Gewinne zu je 2000 RM. auf Nr. 18185 46571 183679 188614
243867 291647 296568 323992 351298; 28 Gewinne zu je 1000 RM. auf
Nr. 41211 67281 112646 126381 129809 171908 217673 260989 278587
295980 337876 342510 369245 372935; ferner 68 Gewinne zu je 500 RM.
und 186 Gewinne zu je 300 RM. Im Gewinnrade verblieben:
2 Prämien zu je 500 000 RM. 2 Gewinne zu je 50 000 RM., 2 Ge=
winne
zu je 25 000 RM., 16 Gewinne zu je 10 000 RM., 34 Gewinne
zu je 5000 RM., 68 Gewinne zu je 3000 RM., 154 Gewinne zu je 2000
RM., 356 Gewinne zu je 1000 RM., 938 Gewinne zu je 500 RM. und
2514 Gewinne zu je 300 RM. Ohne Gewähr.

Rundfunk=Programme.

Frankfurt.
Freitag, 8. März. 6.30: Morgengymnaſtik. O 12.15: Schall=
platten
. O 15.05: Stunde des Jugend. Mittelſchullehrer Hering:
Hochwaſſer. O 15.55: Hausfrauendienſt. 16.35: Hausfrauen=
Nachmittag, veranſtaltet vom Frankfurter Hausfrauenverein O 17.15:
Von Kaſſel: Johanna Waeſcher: Zehn Jahre politiſche Gleich=
berechtigung
der Frauen. O 17.45: Stuttgart: Konzert des Funk=
orcheſters
. O 18.10: Leſeſtunde. Aus Karu und Anna von Leonhard
Frank O 18.30: Dr. Laven: Das Rundfunkgymnaſtikbuch. O 18.45:

Stenographiſcher Fortbildungskurſus. o 19.15: Zwanzig Minuten
Fortſchritte in Wiſſenſchaft und Technit. O 19.35: Film=Wochenſchau.
19.45: Von Stuttgart: Indien. Ein Hörfilm nach Werken von
Waldemar Bonſels H. H. Ewers, Dhan Gopal Mukerdſchi,
Rudyard Kipling, Rabindranath Tagore u. a. Als Intermezzo:
Halzentzündung Groteske von Mark Twain. O 21.30: Rund=
funk
=Singſtunde. Von Prof. Fritz Jöde. o Anſchl.: Schallplatten.
Fortſetzung des Wunſchkonzertes Wünſchen Sie, wir wünſchen auch.
Stuttgart.
Freitag, 8. März 10.30: Schallplatten. 12.15: Schallplatten.

Techmann. Funkorch., W. Hahn (Flügel). O 18.45: Karlsruhe:
Prof. Dr. Keßner: Konſtruktion und Werkſtoff in den Forſchungs=
arbeiten
von Prof. Junkers (anläßlich ſeines 70. Geburtstages)
O 19.15: Eſperantokurs. S 19.45: Eine Film=Analogie. Hörſpiele
am Charlottenplatz, Welle 374,1: Erſtaufführung des großen Kul=
tur
=Hörfilms des Südfunks: Indien‟ Das Land der tauſend
Rätſei und Wunder. Manuſkript unter Mitw. von Waldemar Bon=
ſeis
. H. H. Ewers, Dhan Gopal Mukerdſchi, Rudyard Kipling,
Rabindranath Tagore u. a. von K. Köſtlin. Orgelvorſpiel. Muſikal.
Leitung: E. Kahn. Dazu: die Südfunk=Wochenſchau u. a.:
Halsentzündung‟ Eine Groteske nach Mark Twain mit Elſie
und Charlie. O 21.30: Frankfurt: Funkſingſtunde. Leitung: Prof.
Jöde. O Anſchl.: Schach.

Amtliche Winterſportnachrichten

herausgegeben von der
Heſſ. Offentl. Wetterdienſtſtelle am Landwirtſch, Inſtitut der
Univerſität Gießen.

Ort Witterung Beſchaffenhei=
der

Schneedecke Sport.
möglichkei: eute morgen
ml em heut Vogelsberg:
Hoherodskopf
(767 m). bedeckt Pulverſchnee ſehr gut Skt u. Rodel Herchenhainerhöhe heiter Skt u. Rodel
ſehr aut Odenwald:
Tromm
(523 m) Nebel Pappſchnee Ski u. Rodel
ziemlich gut Neunkirchen
4513 m) Taunus:
Kl. Feldberg
50 Rhön:
Waſſerkuppe
Wfßf. 50 Schwarzwald:
Feldberg
(1427 m) bewölkt 88 Pulverſchnee Ski u. Rodel
gut Hornisgrinde
(1160 m) Ruheſtein
(930 m) Nebel 55 vereiſt Ski mäßig;
Rodel gut Furtwangen
(850 m) Alpen:
Garmiſch= Parten=
kirchen
(718 m) bewölkt ſetwas verharrſcht Ski gut
Rodel mäßig Berchtesgaden
(572m) leichter
Schneefalt 11-
15 Pulverſchneel Sie Mobet
ſehr au Harz:
Schierke
(620 m heiter etwas verharrſcht Sfi u. Rodel
ſehr gut Thuringer Waud:
Oberhof
(310 m:

die deutsche Weinbrandmarke

II.Mgdis

[ ][  ][ ]

Seite 14

Freitag, den 8. März 1929

Todes=Anzeige.
Heute früh 10 Uhr entſchlief ſanft nach
kurzem Leiden im 80. Lebensjahr unſere liebe
Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schweſter
und Schwiegermutter
Frau
Margarethe Sußmann
geb. Probſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Th. Marſchner
Familie K. Schäffer
Familie A. Reuling
Familie A. Kinkel
Familie Ph. Gußmann.
Darmſiadt, Mannheim, Berlin. (3927
Die Beerdigung findet am Samstag, den 9. März,
nachmittags ½/,3 Uhr, auf dem alten Friedhof zu
Darmſtadt ſtatt.

Statt beſonderer Anzeige.
Heute früh entſchlief ſanft meine liebe
Mutter
verw. Frau Staatsminiſter
Marie Rothe
geb. Merck
im achtzigſien Lebensjahr.
Im Namen der Familie:
Marie Bendemann
geb. Rothe.
Darmſtadt, den 7. März 1929. (3926
Die Beerdigung findet in der Stille ſiatt.

Statt beſonderer Anzeige.
Nach langem, ſchwerem Leiden iſt heute
Nachmittag mein innigſigeliebter Mann, unſer
treuſorgender Vater, Großvater und Schwieger=
vater
, mein lieber Bruder und Schwager
Herr Geh. Regierungsrat
Cart Sichmann
Großh. Heſſ. Kreisrat i. R.
Oberleutnant d L. a. D.
Mitkämpfer von 1870/71
kurz nach Beendigung des 81. Lebensjahres
zur ewigen Ruhe eingegangen
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Maria Bichmann
geb Hoffmann.
Darmſiadt, den 2. März 1929. (8981
Annaſtraße 30.
Die Beiſetzung findet am Samstag, den 9. März, um
3/, Uyr nachmittags, von der Kapelle des alten Fried=
hofes
aus ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen wird gebeten abzuſehen.

Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meinen lieben Mann, unſeren guten, treuen
Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder,
und Onkel
Herrn
Heinrich Kornmuuer
Landwirt
im Alter von 22 Jahren nach einem kurzen,
ſchweren Leiden heute abend 91/,. Uhr in die
Ewigkeit abzurufen.
In tiefer Trauer:
Elifabeth Barb. Kornmüller, geb. Mennel
Familie Adam Scherer, Berutsſchullehrer.
Auerbach, den 6. März 1929.
Die Beerdigung ſindet Samstag, den 9. März, nach=
mittags
2 Uhr, vom Trauerhauſe, Bachgaſſe 42 aus
ſtatt.

Statt beſonderer Anzeige.

Todes=Anzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, gute Frau,
unſere treue Mutter, Schweſier, Schwägerin und Tante
Frau Anna Klingelhöffer
geb. Ittmann
nach langem, mit Geduld und Gotivertrauen ertragenem Teiden geſtiern
abend in die Ewigkeit zu ſich zu nehmen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
R. Klingelhöffer, Miniſterialrat i. R.
Hanns Albert Hofmann
Wilma Hofmann. geb. Schlachter
Eliſe Bücking, geb. Jttmann.
Darmſtadt, den 7. März 1929.
Die Beerdigung findet ſiatt am Samstag, 9. März, vormittags 111/, Uhr,
vom Portale des Friedhofes an der Nieder=Ramſtädterſtraße aus.
Beileidsbeſuche dankend verbeten.

Unterfertigter C. C. erfüllk hiermit die
traurige Pflicht, ſeine A. H. und ia. Cb.
von dem am 6. März in Vienenburg er=
folgten
Ableben ſeines lb. A. H.
v1. Sunus Sendd
aktiv 1888 89
geziemend in Kenntnis zu ſeßzen.
Der C. C. der Rhenania Darmſtadt.
J. A.: P. Heine (X, X)XX
(3924

Statt beſonderer Anzeige.
Heute verſchied ganz plötzlich und unerwartet
an den Folgen einer ſchweren Operation meine liebe
Tochter, unſere unvergeßliche und treuſorgende
Schweſter, Tante und Schwägerin
Fräulein
Eliſabeth Dörner
im blühenden Alter von 26 Jahren.
In tiefer Trauer:
Joh. Konrad Dörner
Hermann Dörner
Annemarie Dörner
Familie Jakob Dörner.

Darmſtadt, den 6. März 1929.
Teichhausſtr. 55.

(3951

Die Beerdigung findet am Samstag, den 9. März,
vormittags 11 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.

Todes=Anzeige.
Heute abend 6 Uhr entſchlief ſanft nach kurzem
Leiden mein lieber Bruder
Herr Philipp Wittmann
im 84, Lebensjahre,
Die trauernde Schweſter:
Kath. Wiltmann.
Darmſtadt, den 6. März 1929
(3946
Die Beerdigung findet Samstag, den 9. März, vor=
mittags
11 Uhr, auf dem Beſſunger Friedhof ſtatt.

Statt beſonderer Anzeige.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Teilnahme beim Heimgang meines lieben
Mannes ſpreche ich, zugleich im Namen
meiner Kinder, auf dieſem Wege meinen
herzlichſien Oank aus.
Käthe Grebert
geb. Endner.
Darmſiadt, den 6. März 1929.

Nach kurzem ſchweren Leiden
entſchlief ſanft unſre herzensgute
Mutter, Schwiegermutter, Schwe=
ſter
, Schwägerin und Tante
Frau Eliſabeth Leißler
im 67. Lebensjahre.
Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen:
Heinrich Leißler.
Die Beerdigung findet Freitag
nachmittag 3 Uhr auf dem Wald=
friedhof
ſtatt.

Todesanzeig
Heute, Mittwoch, abendic
verſchied nach langen
Leiden meine liebe Fro=
gute
Mutter, Großmutter
ſter, Schwägerin und T=
Abertine Bieg
geb. Wilhelmn
im Alter von 52 Jahren,
Im Namen d=
trauernden
Hinterbil
Hch. Wiegnm/
und Kinder
Darmſtadt, den 6. Märzx,
Wendelſtadtſtr. 44.
Die Beerdigung ſindet 1
nachmittag 3 Uhr auf d
Friedhof (Nied.=Ramſtädä,
ſtatt.

Statt Karter
Für die tröſiende 2.
beim Heimgang unſerr/
Entſchlafenen ſagen
lichen Dank.
ImNamen aller Hinter
Anna Arna4
Darmſiadt, den s. Mſt.

Am Samstag, den 9 Na
Herr Eiſenbahn=Oberſekrat
Roth und Gemahlln An
geb. Raab, hier, Schwan
das Feſt der ſlg
Hochzeit.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
nahme bei dem Heimgang unſerer lieben
ſchlafenen ſagen wir auf dieſem Wege unnk
herzlichſten Oank.
Georg Lang und F

bevorzu
Sacco-
nreizen

btön
man
Monaten

Ernſthofen, den 7. März 1929.

Dankſagung

d an

Für die Beweiſe liebevoller Teil=

nahme bei dem Hinſcheiden unſerer
lieben Entſchlafenen ſagen herzlichen

Oank

Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Ebner.

Schade Frau Neumann!
Sie hätten es bei Ihrem Beruf als Waſch=
frau
gewiß nicht unterlaſſen, von der großen
Ausgiebigkeit und dem leicht zu erzielenden
Glanz zu erzählen, wenn Sſe ſelbſt- Wichs=
mädel
, dieſesbeſſere Edelwachs, gekannt und
verſucht hätten. Vielleicht tun Sie es ſetzt
noch Ihre Aberraſchung an Wichsmädel
wird ſſch nicht ändern. -Wichsmädel Bohner=
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Die amtliche Großhandelsindexziffer im Monatsdurchſchnitt Fe=
bruar
1929. Die für den Monatsdurchſchnitt Februar berechnete Groß=
handelsindexziffer
des Statiſtiſchen Reichsamts hat ſich mit 139,3 gegen=
über
dem Vormonat (138,9) um 0,3 v. H. erhöht. Von den Haupt=
gruppen
iſt die Indexziffer für Agrarſtoffe um 1,7 v. H. auf 133,9
(131,7) und diejenige für Kolonialwaren um 1,0 v. H. auf 125,2 (123,9)
geſtiegen. Die Indexziffer für induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren
hat um 0,3 v. H. auf 133,6 (134,0) und die Indexziffer für induſtrielle
Fertigwaren um 0,4 v. H. auf 158,2 (158,8) nachgegeben.
Noch geringe Zunahme der Arbeitsloſigkeit. Am 15. Februar 1929
betrug die Zahl der Hauptunterftützungsempfänger in der Arbeitsloſen=
verſicherung
und der Sonderfürſorge bei berufsüblicher Arbeitsloſigkeit
nach den vorläufigen Bercchnungen rund 2,3 Millionen; davon ent=
fielen
etwa 1,55 Millionen auf die Arbeitsloſenverſicherung. Zur glei=
chen
Zeit bezogen 155000 Perſonen Kriſenunterſtützung. Ende Januar
gak es nach den endgültigen Zahlen in der Arbeitsloſenverſicherung
und der Sonderfürſorge 2,255 Millionen Unterſtützte. In dieſen bei=
den
Gruppen iſt alſo in den zwei erſten Februaxwochen eine Steigerung
um rund 50 300 Perſonen, in der Krüiſenunterſtützung um rund 10 000
Perſonen eingetreten. Gegenüber dem großen Amvachſen der Arbeits=
loſigkeit
in den vorausgegangenen Monaten hielt ſich die Zunahme in
verhältnismäßig engen Grenzen
Vom Holzmarkt. Das innerdeutſche Geſchäft auf den Rundholz=
märkten
, welches bis jetzt infolge der geübten Zurückhaltung der Produ=
zenten
und Abnehmer in ruhigen Bahnen verlief, hat in beſchränktem
Umfange eine Belebung erfahren, die in einer gewiſſen Stabiliſierung
der Preiſe zum Ausdruck kommt. Auf dem Nadelſtammholzmarkt kointe
ein Wachſen des Kaufbedürfniſſes der Sägewerke feſtgeſtellt werden.
Geſucht wa en Fichtenqualitätshölzer, für die ſich zum Teil dem Wald=
beſitz
einigermaßen beſſere Preiſe erzielen ließen als für Schwachhölzer.
Die Nachfrage nach Nadelſtangen erfuhr keine Beſſerung. Die verſtärkte
Nachfrage nach Papierholz hielt weiter an. Die feſtere Tendenz der
ausländiſchen Papierholzmärkte hatte auch ein Anziehen der Preiſe im
Inland zur Folge. Auf dem Brennholzmarkt ergaben ſich keine weſent=
lichen
Aenderungen. Die Lage auf dem Laubholzmarkt und auf dem
Schwellenmarkt iſt unverändert. Die Preiſe für Grubenholz, Rüller=
holz
und Gerbholz ſind nach wie vor ſehr gedrückt.
Abſchluß der Diskontogeſellſchaft 1928. Der A.R. beſchloß, der
G.V. am 25. März eine Dididende von wieder 10 Prozent vorzuſchla=
gen
. Einſchließlich Vortrag ergab ſich ein Rohgelinn (alles in Mill.
RM.) von 71,225 (70,054), wovon für Verwaltungskoſten uſw. 47,826
(47,474). für Steuern 8,02 (7,206) erforderlich waren, ſo daß an Nein=
gewinn
15,376 (15,374) verbleiben. Die Hauptpoſten der Bilanz zeigen
Kaſſe, Deviſen uſw. 26,45 (14,03), Guthaben bei Noten und Girobanken
50,62 (49,83), Weilſel, Schecks 437,01 (321,8), Noſtro=Guthaben bei Ban=
ken
139,52 (155,8), Reports und Lombards 102,87 (69,15), Vorſchüiſſe auf
verfrachtete oder eingelagerte Waren 228,3 (131,59), eigene Werlpapier=
12,84 19,64), Konſortialbeteiligungen 32,78 (24,92), Beteiligung Nord=
deutſche
Bank wieder 12, dto. Schaafhauſenſche Bankverein wieder 25,
dauernde Beteiligungen bei anderen Banken 34.37 (33,75), Schuldner
564,18 (527,82), Bankgebäude 35,34 (32,34), ſonſtige Liegenſchaften 5,36
(5,74); unte= den Vaſſiven werden Gläubiger mit 1,436 (1,140) und
Akzepte mit 62,25 (68,22) ausgewieſen.
Deutſche Girozentrale Deutſche Kommunalbank. Der Roh=
gewinn
des Geſchäftsjahres 1928 betrug einſchließlich 53 000 RM. Ge=
winnvortrag
aus 1927 zuſammen 7 183 000 (im Vorjahre 6 234 000)
RM. Daran ſind Zinſen mit 4951000 RM. und Proviſionen mit
2 179 000 RM. beteiligt. Andererſeits beanſpruchten Geſchäfts= und
Verwaltungsunkoſten einſchließlich der des Verbandes 4092 709 RM.,
Steuern und Abgaben 326 402 RM. (im Vorjahre beide Poſten zuſam=
men
4 100 000 RM.). Die Abſchreibungen auf Gebäude und Inventar
ſind von 134 000 auf 545 000 RM. erhöht worden. Aus dem dann ver=
bleibenden
Reingewinn von 2 219 000 (2 Mill.) RM. werden 10 Prozent
221900 RM. der Sicherheitsrücklage überwieſen, die Anteile der Mit=
gliedsverbände
am Betriebskapital mit 5 Prozent verzinſt und der kleine
Reſt von rund 10 000 RM. zur Hälfte ebenfalls der Sicherheitsrücklage
zugeführt, zur anderen Hälfte auf neue Rechnung vorgetragen. Der
Bericht läßt wiederum eine zufriedenſtellende Geſchäftsentwicklung des
Inſtitutes erkennen.
Preußiſche Central=Bodenkredit=A. G. Verdoppelung des Pfand=
briefabfatzes
. Die Preußiſch= Central=Bodenkredit=A. G., Berlin, konnte
vm Jahre 1928 einſchließlich 34,48 Mill. RM. Liquidationspfandbriefe
(i. V. ) 95,24 Mill. RM. (41,34) Pfandbriefe und 19,60 (16,43) Mill.
Reichsmark Kommunal Obligationen noch Abzug der Tilgungen uſw.
abſetzen. Der Geſamtumlauf betrug am 31. Dezember 1928 301,19
SMill. RM. (205,94) Pfandbviefe und 100,01 Mill. RM. (80,41) Kommu=
nal
=Obligationen, zuſammen 401,20 (286,35) Mill. RMM., denen an Hypo=
thekendarlehen
304,13 (213,28) Mill. RM. und an Kommunaldarlehen
101,83 (33,13) Mill. RM., zuſammen 405,96 Mill. RM. gegenüberſtehen.
Im Auslande wurben nur 5 Mill. RM. (10 Mill. RM.) untergebrackt,
ſo daß ker Auslandsabſatz nunmehr 31 Mill. RM. beträgt, davon 10
GMill. RM. 6½prozentig, 21 Mill. NMM. 7prozentig. Der Gegenwert
wurde wiederum ausfchließlich der Landwirtſchaft zugeführt. Die in=
ländiſchen
Emiſſionen waren faſt durchweg 8prozentig. Infolge des er=
weiterten
Geſchäfts erhöhten ſich die Einnahmen an Akvibzinſen, Ge=
bühren
und Proviſionen (alles in Mill. NM.) vom 21,98 auf 28,45,
dazu konmen noch ſonſtige Zinſen, Kursgetmne uſw. von 3,95 (1,64).
Dagegen erforderten Paſſitzünſen inkl. 1,59 (0,61) Proviſionen 25,99
(18,89), Verwaltungskoſten 1,50 (1,30), Steuern (zirka 66 Prozent des
Reingewinns) 1,64 (0,88), Einrichtungskoſten 0,51 (0,11), Abſchreibungen
0,68 (0,08), die Ueberweiſung an den Penſionsfonds wieder 0,2. Es
verbleibt einſchließlich 0,17 (0,17) Vortrag ein Reingewinn von 2,12
(2,17), aus dent 0,50 (0,45) der ſpeziellen Reſerve überwieſen, 10 Prozent
(9 Prozent) Dividende verteilt und 0,23 (0,17) auf neue Rechnung vor=
getragew
werden ſollen.
Rheiniſche Hypothekenbank, Mannheim (10 Prozent Dividenbe).
Nach, dem vorliegenden Geſchäftsbericht konnte ſich der Imlauf von
Pfandbriefen und Kommunalobligationen ohne liquidierte Pfandbriefe
um über 57 Mill. RM., der Beſtand an Hypotheken= und Kommunal=
darlehen
um über X Mill. erhöhen. Am Jahresſchluß betrug der Ge=
ſamtbeſtand
an Hypotheken=, Kommunaldarlehen rund 233 Mill. RM.
Der Geſamtumlauf an Pfandbriefen und Kommunalobligationen auf
rund 224 Mill. RM. Die Hypothekengeſuche konnten infolge günſtigen
Pfandbriefabſatzes fortlaufend befriedigt werden. Vorzugsweiſe berück=
ſichtigt
wurden die Bedürfniſſe des kleinen und mittleren Haus= und
Grundbeſitzes. Eine beſondere Förderung erfuhr die Finanzierung des
Wohnungsbaues. Die Aufwertungsarbeiten wurden weiter gefördert.
Das Erträgnis iſt infolge des vergrößerten Geſchäftsumfanges von
8,34 auf 16,27 Mill. RM. geſtiegen. Andererſeits ſind auch Unkoſten
geſtiegen, und zwar von 1,77 auf 2,44 Mill. RM. Der Reingewinn be=
trägt
, wie bereits gemeldet, 1 447 485 RM., woraus 10 Prozent auf das
vollge innberechtigte Aktienkapital von 6 Prozent (im Vorjahre 9 Pro=
zent
auf 5,28 Mill. RM. Aktienkapital) ausgeſchüttet werden.
Frankfurter Bankverein A.G. Dividendenermäßigung. Im
Jahre 1928 konnte der Umſatz auf 328 (i. V. 300) Mill. RM. erhöht
werden. An Zinſen wurden 1,05 (1,04), an Effekten, Deviſen Sorten
und Proviſionen 0,44 (0,46) Mill. NMN. eingenommen. Andererſeits
beanſpruchen Zinſen 0,88 (0,78) und Unkoſten und Steuern 0,56 (0,61)
Mill. RM. Aus dem einſchließlich 46 000 RMM. Vortrag 106 000 RM.
betragenden Reinge inn wird eine ermäßigte Dividende von 6 (i. V. 8)
Prozent verteilt, nachdem an die Aufwertungsrücklage 30000 RM. ab=
geführt
worden ſind. 16 000 RM. werden vorgetragen.
Frankfurter Pfandbriefbank A. G. Auf Antrag eines Konſortiums, be=
ſtehend
aus der Deutſchen Hypothekenbank und der Preußiſchen Boden=
credit
A.G., ſind 10 Mill. EM. 8proz. Goldpfandbrieſe, Emfſion 13,
nicht rückzahlbar vor 1. Januar 1935, und 5 Mill GM. 8proz. Gold=
ſchuldverſchreibungen
(Kommunalobligationen), Emiſſion 14, nicht rück=
zahlbar
vor 1. Januar 1935, auf Feingoldbaſis der zur Gemeinſchafts=
gruppe
Deutſcher Hytothekenbanken gehörenden Frankfurter Pfand=
briefbank
AG. in Frankfurt zum Handel und zur Notiz an der Ber=
liner
Börſe zugelaſſen worden.
Gemeinfchaftsgruppe Deutſcher Hypothekenbanken. Wie wir erfah=
ren
, werden die der Gemeinſchaftsgruppe Deutſcher Hypothefenbanken
angehörigen Inſtitute ihre Dividende für das abgelaufene Geſchäfts=
jahr
mit 19 Prozent gegen 9 Prozent im Vorjahre vorſchlagen.
Miag Mühlenbau und Induſtrie A.=G., Frankfurt a. M. Der
Aufſichtsrat beſchloß, für 1928 aus dem nach 1814 250 (im Vorjahuu=
1803 182) RM. Abſchreibungen verbleibenden Reingewinn von 880 30,,
(824 860) RM. eine Dividende von wieder 10 Prozent auf das um
1 Mill. RM. erhöhte Aktienkapital vorzuſchlagen. Die Generalver=
ſammlung
findet am 28. März in Frankfurt a. M. ſtatt.

Südweſtdeutſche Rundfunk A.G., Frankfurt a. M. Das Geſchäfts=
jahr
1928 brachte eine weitere erhebliche Erhöhung der Teilwehmer=
ahlen
, und zwar von 134 299 im Januar 1928 auf 166 468 im Dezem=
Eer 1928. An neuen Problemen, wie Rundfunktermittlungsanlagen und
Tonfilmen, hat die Geſellſchaft mitgearbeitet. Zur Durchführung des
Bauprogramms für bie neuen Beſprechungsräume wurde ein Nachbar=
grundſtück
erworben. An Teilnehmergebühren wurden 2,473 MMill. RM
vereinnahmt. Andererſeits erforderten Unkoſten 2,328 Mill. R=M. und
Abſchreibungen 80 380 RM. Aus dem Rcingewinn von 78 690 R=M.
werden laut GV.=Beſchluß wieder 10 Prozent Dividende verteilt, 20000
Reichsmark dem Reſervefonds zugeführt und 10 690 RM. vorgetragen.
Aus der Bllanz (in Mill. RM.): 0,207 Kreditoren, 0,196 Paſſivhypo=
thek
, andererſeits 0,124 Guthaben, 0,161 Debitoren, 0,020 Wertpapiere,
1,040 Aktivhypothek, 0,430 Immobilien, 0,082 Mobilien, ferner 0.150
Reſteinzahlung auf die im verfloſſenen Jahre vorgenommene Kapital=
erhöhung
auf 0,500. Neu in den Aufſichtsrat gewählt wurde Chef=
redakteur
Dr. Heinrich Scharp=Frankfurs a. M.
Auflöſung der Seidenwarengroßhandlung J. u. W. Levy, Frauk=
furt
a. M. Das Unternehmen, das bereits vor zwei Jahren ein Mo=
ratorium
erhielt, wenn ſich erneut an ſeine Gläubiger und beabſichtigt,
eine außergewöhnliche Liquidation durchzuführen.
Lederwerke vorm. Ph. Jgce. Spicharz i. Liqu., Offenbach a. M. Die
Grundſtücke der Geſellſchaft konnten verwertet werden, ſo daß die Aus=
ſchüittung
einer Liquidationsquote von 8 Prozent auf die Aktien er=
folgen
kann. (G.V. 28. März.)
Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darmſtadt.
Neue Verfahren. Mainz: Pelzwarenhandlung Eva Neumann.
Anmeldefriſt 10. 3., Gläubigerverſammlung und Prüfungstermin
15. 3. Dieburg: Kolonialwarenhandlung Georg Rehm. Anmeldefriſt
27. 3., Gläubigerverſammlung 27. 3., Prüfungstermin 10. 4. Neue
Vergleichsverfahren. Darmſtadt: Fa. Heſſiſcher Atomobil=
Kühler= und Apparatebau Pohl u. Co. in Erzhauſen b. D. Vergleichs=
termin
8. 3.
Die Ausfuhr von Metallhalbzeug im Januar 1929. Die Ausfuhr
von Metallhalbzeug aus Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zink. Zinn
und ihren Legierungen ſtellte ſich im Januar 1929 nach den in der
Metallwirtſchaft veröffentlichten Berechnungen des Zentralverbandes
der deutſchen Metall=Walzwerks= und Hütten=Induſtrie e. V., Berlin,
auf 9444,8 Tonnen im Werte von 16 096 000 RM. gegen 5952,1 Tonnen
im Werte von 10 139 000 RM. im Januar 1928. Die Gefamtziffer für
die Januarausfuhr verteilt ſich auf die einzelnen Halbzeuggruppen wie
folgt: 361,0 To. Aluminiumhalbzeug, 552,2 To. Bleihalbzeug, Halbzeug
aus Kupfer und Kupferliegierungen 8747,0 Tonnen, 24,9 Tonnen
Nickelhalbzeug, 129,7 Tonnen Zinkhalbzeug und 30,0 Tonnen Zinn=
halbzeug
.
Bericht über den Stickſtoffmarkt im Monat Februar. Das Stickſtoff=
Syndikat teilt mit: Der Abrufseingang in Stickſtoffdüngemitteln im In=
land
entſprach im Monat Februar dem des gleihen Monats des Vor=
jahres
. Die Erzeugung, namentlich diejenige von Kalkſtickſtoff und
Leunakalk, litt unter dem ſtrengen Froſt. Auf den Verſand habben die
Witterungsverhältniſſe noch keine beſonders nachteiligen Folgen gehabt.
Der Preis für 1 Kg. Stichſtoff im ſchwefelſauren Ammoniak, Leuna=
ſalpeter
BASF. (Amwonſulfotſalpeter), Montanſalpeter DAVV.
(Ammonſulfatſalpeter), Kalkammonſaltzeter J.G., Kaliammonſalpeter
BASF. und Harnſtoff BASF. betrug im Februar 0,95 Mk., im Kalt=
ſtickſtoff
und ſalzſaurem Ammoniak 0,88 Mk., im Kalkanrmon DAVV.
0,03 Mk. Dieſe für Februar gültigen Preiſe erfahren im März keine
Aenderung. Im Natronſalpeter koſtet das Kilogramm Stickſtoff 1,23
Mark, im Kalkſalpeter 1,13 Mk. Der Preis für Kalkſalpeter verſteht
ſich einſchließlich neuem 100=Kg.=Spezialſack. Von Nitvophoska JG. I
koſteten die 100 Kg. Ware bis auf weiteres 26 Mk., von Nitrophoska
JG. II 24,50 Mk., von Nitrophoska JG. III 26 0Mk. Alle Preiſe ver=
ſtehen
ſich für Bezug in ganzen Wagenladungen. Die durch die Tarif=
erhöhung
der Reichsbahn am 1. Oktober 1928 eingetretene Erhöhung
der Frachten der Stickſtoffdüngemittel wird wie folgt in Rechnung ge=
ſtellt
: Bei den nach Sitckſtoffgehalt berechmeten Düngemitteln wit einem
Durchſchnittsſatz von 0,45 Pf. für das Kg. Stickſtoff und bei den Nitro=
phoskaſorten
mit einem Durchſchmittsſatz von 16,5 Pf. für 100 Kg.
Ware. Im Ausland war der Abſatz kofriedigend.
Doch rumäniſche Lieferungsaufträge für die deutſche Induſtrie. Von
zuverläſſiger Seite erfahren wir, daß die neue rumäniſche Regierung
den bei den ſeinerzeitigen Berliner Anleiheverhandlungen in Ausſicht
geſtellten Lieferungskredit grundſätzlich in Anſpruch nehmen
will. Ueber die Höhe der tatſächlichen Inanſpruchahme ver=
lauten
noch keine Einzelheiten, ebenſowenig über die Verteilung auf
die Lieferfirmen. Dem Srahlverksverband dürfte höchſtens ein Auf=
trag
von 20 Mill. RM. zuſallen.

Metallnokierungen.

Die Berliner Mekallnotierungen vom 7. März 1929 ſtellten ſich für
Elektrolytkupfer, prompt eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam ( No=
tierung
der Vereinigung für die deutſche Elektrolytkupfernotiz) auf
185.25 RM. Die Notierungen der Kommiſſion des Berliner Börſen=
vorſtandes
(die Preiſe verſtehen ſich ab Lager in Deutſchland, für
prompte Lieferung und Bezahlung) ſtellten ſich für Originalhütten=
aluminium
, 98= bis 99proz., in Blöcken, Walzen oder Drahtbarren auf
190 RM., desgl. in Walzen oder Drahtbarren 99proz. 194 MM., Rein=
nickel
, 98= bis 99proz. 350 RM., Antimon Regulus 7984 RM., Fein=
ſilber
(1 Kilogr. fein) 77,25 bis 79,00 RM.
Die Berliner Metalltermine vom 7. März 1929 ſtellten ſich für
Kupfer: Januar und Februar 168.75 (168.75), März 166.50 (168,50),
April 167.00 (168.50), Mai 167.75 (168.2), Juni. 167.75 (168.75), Juli
und Auguſt 168.00 (168.50), September bis November 168.50 (168.50),
Dezember 168.50 (169.00). Tendenz: ruhig. Für Blei: Januar
48.75 (49.00), Februar 49.00 (49.00), März 47.75 (48.50), April 47.50
(48.50), Mai 48.00 (48.50), Jum 48.25 (48.75), Juli bis Oktober 48.50
(48.75), November und Dezember 48.75 (49.00). Tendenz: befeſtigt.

Frankfurker und Berliner

Frankfurt a.
Die etwas freundlichere Srimmung an der geſtrig
die in der Hauptſache durch Interventionen einiger
zerufen wurde, konnte ſich zu Beginn des heutigen Marktot
wirken. Eine ſtarke Anregung bot vor allem die Vermutct,
einem günſtigen Endergebnis der Reparationsverhandlummt
werden könnte. Von dieſer Tatſache ausgehend, zeigte diute
vermehrte Unrernehmungsluſt, zumal noch gleichzeitig Qr uzut
likumsſeite und auch vom Auslande in größerem Umfangus
ſein ſollen. Die Tendenz erfuhr eine allgemeine Befeſtica
Geſchäft nahm in Spezialaktien zeitweiſe recht lebhafte Fo0lmal
ſchwache Verlauf der geſtrigen New Yorker Börſe infolge ddtzeuamiid
Der
gerten Geldſatzes am dortigen Platze konnte nicht den g0/ bund die eine bei
fluß ausüben. Bei den meiſten Werten gingen die Gem.
über der geſtrigen Abendbörſe zumeiſt bis zu 3½ Prozenunw IN. M Sieherälte
einen und Rogg
Papiere überſchritten auch noch dieſe Grenze. So warmf
Karſtadt mir plus 10 Prozent ſtark gefragt. Als Grundy
nur zu hören, daß die Berliner Arbitrage größere Poom
Hehnd
hieſigen Markte zog. Auch für Kaliaktien beſtand lebhaft
Aſchersleben konnten 5½ Prozent und Weſteregeln 4 Prozutzim Fmr
Von Elektroaktien waren noch bevorzugt: Siemens mit 1 B.f
zent, Schuckert mit plus 2½ Prozent, Licht u. Kraft mit 199/
Bergmann mit plus 2½ Prozent. A. E. G. und Gesfürs
fügig gebeſſert waren, fanden nur wenig Beachtung. /ſihwucht vo 2. Sice
Lebe
konnten ſich der allgemeinen Aufwärtsbewegung, nicht vo/ N.
J. G. Farben eröffneten 1¾ und Scheideanſtalt 1 Proze!"
ſier Wock
Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich, das Gefzzf. )M
verlauf
ſich jedoch erheblich ein, da Kaufaufträge nur noch in Aemänn mit
Umfange eintrafen. Die Kurſe blieben gegenüber dem
gehalten. Die Erhöhung des Berliner Privatdiskontſayes
zent verſtimmte und die Spekulation ſchritt zu Realiſatioma! wont volh ie Aict
luſte blieben jedoch klein. Zum Schluß machte ſich bald win, o Mechſae
neigung bemerkbar, und die vorübergehende Abbröcklunghöhe, der Mi cht S
Je Preiſe ſtellten ſich
etwas überſchritten werden. Am Geldmarkt machte ſich
mit 6½ Prozent eine erhebliche Erleichterung bemerkbar, Itzesen un ehenlobiet
markt war Madrid weiter angeboten und mit 32,85 mutt H0 Shofe lephant,
ſchwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4.2163, ſrlhr d W-i4,eI9
20.456. London=Kabel 4.8518, Paris 124.25, Mailand / 70 4B, Schweine
m3 unde
12.11½.
5 Si-
Die Abendbörſe war faſt geſchäftslos. Das Nivearu=
Beginn etwa den Berliner Schlußkurſen. Farben zogenns,
mann 1, Mansfeld ½ Prozent an. Im weiteren Verlauu=
Kursrückgänge ein. Zu Sonderbewegungen kam es nichtck
der ausländiſchen Renten und Kunſtſeidewerte zeigte nZ
änderungen.
Berläl
Trotz der immer noch zu Beſorgnis Anlaß gebenden ii=
Geldmarktlage, die durch das Anziehen der Tagesgeldrate 0
auf 12 Prozent eine weitere Verſchärfung erfuhr, eröffnen
Börſe in einheitlich freundlicher Haltung. Nach Feſtſetzuir=
Kurſe hielt die Belebung bei weiter freundlicher Tenkü;
weiteren Verlauf der Börſe wurde das Geſchäft etwas fr
konnte die Befeſtigung teilweiſe noch leichte Fortſchritte m.5 Wutschaftsjahres
einer Diskonterhöhung in London für heute nicht gerechr- Wangebracht un
Börſe ſchloß bei vereinzelten Tagesglattſtellungen in du raß dechlagnahl
licher Haltung. Gegen Schluß belebte ſih das Geſchäft amalde gesteigertem
Halbjahr bereits
6. 3.
Lzuigung in einzel
A. C. G. . . . . . 1 1652, 1167 Hirſch anpfer
-R erund in Wan
Höſch Eiſen.
Augsb.=Nürnb Maſch / 871/,
55. 56.75 Hohenlohe Werke. ./ 7 G9lder zufällie
Baſalt .."
203.75 1207.50 Kahla Porzellan . /10/5zzuderen Indr
Beramann.
Berl. Karlsruhe Ind )/ 66.25 66.50 Kali Aſchersleben:) 120-ℳ+ Gleichmadie
Salzdetfurths) 130
229. 1231.
Berl. Kand.=Geſ.
Braunkohl. Briketts/ 164. 1164). Weſteregeln 2/.1204 Jerbrauchs o
213. 1212.50 Lindes- Eisnnſchr. 1el/70 1 erkreut
Bremer=Wolle
219-4 unck Papte
L. Loeive E Co.
276.23 (278.
Danatbank.
Deutſche Bank.
170. 1170.5 Lingel Schuh
Ri gengehse
163.75 163.75 4 Mannesmann Röhren/ 1
Diskontogeſ.
Niederlauſitzer Kohle/ 1Bis eemeinen Volkz
169. 1170.
Dresdner Bank.
jawMagehälter im Her
Deutſche Maſchinen / 50.5 50.7 Nordd. Lloyd
BRMpolltischer Mac
120.5 122.50 Orenſtein ..
Deutſche Erdöl-
74.50 Polyphon .. . . 134/1 S0rialpolltischen
Deutſche Vetroleuml 74.5
Rütgerswerke . / BE5 ine anschnligh
115. 1115.
Tynamit Nobel
Elektr. Lieferung /162.5 1163. Sachſenwerke
LLrdumicht kallende Eir
246.25 1249. Siemens Glas
J. G. Farben
j7i- augeren Glterpr‟
129. 1129.75 Ver. Glanzſtoff
Gelſenk. Berg. .
Ri Miltnskosten, also
225.25 Ver. Stahlwerke
Geſ. f. elektr. Untern./ 226.
Han. Maſch.=Egeſt. / 46. 47. / Bolkſtedter Porzellanl AMdeutet Minderung
Sanſa Dampfſch. /167. 167. Wanderer Werke: / Pl,Nel Kapitals Prei=
127.75 1127,75 I Miſſner Metall, a-PlkM4i0 Iniande und 4 u=
apag
....
Harpener . . . . 1138.5 1139.25 Wittener Gußſtahl PFaisehlieh das all=
Hemoor Zement . .1276.5 1276.50
Ddes, Konien
*) Die 3 Kaliwerte verſtehen ſich exkl. Bezugsrecht.
Einde Wlenehn
End ier zuilctet z
Hidictze gelitan
Deviſenmarkk.
Auodandidhe nicht

Helſingfors. . .
Wien.. .. . .
Prag ......"
Budapeſt ..
Sofia ..
Solland.
4 Slo ........
Kopenhagen..
Stockholm".
London .
Buenos Aires
Nei York ..."
Belgien ..

6. 3. 7. 3. Geld Brief Geld Brie vo. 592/10.612 0.592/10,612 Italien 59.155 9.275/59.175 9.295 Paris .. 12.468 2 486 12.46= 2.494 Schweiz 73.375 3.515 3 38 (73.52 Spanien. 3.037 .004: 3.037 3.043 Danzig. 189.67/169.0 168.67 169.01 Japan. . . 112 27t12.481 12.27/112.49 Rio de Janeirol 0.500 021hg 112.2: 112.451 12.23/112.45 Jugollawien
Portugal. . .. 112.45 112 6 12.44112.66 20.43 20.47 0.431 20.471 Athen .." 1.770 1774 1.770 1.774 4. 2110 4.2190l4. 21 10 4.2190) Kanada ... 58.42 58.54 58.43 8.55 Uruguay ...

Frankfurter Kursbericht vom 7. März 1929.

% Dtſche. Reichs=
anl
. v. 27
(% Baden Frei=
ſtaat
v. 27 ...
6% Bayern Frei=
ſtaat
v. 27
/ Heſſen Volks=
ſtaat
v. 28.
6% Preuß. Staats=
anl
. v. 28.
6% Sachſen Frei=
ſtaat
v. 27..
72 ThüringerFrei=
ſtaat
v. 27.

Dtſche. Anl. Auslo=
jungsſch
. + 1n
Ablöſungsant.
Dtſche. Anl. Ablö=
ungsſch
. (Neub.

Dtſche. Schutzge=
bietsanleihe
.

6% Bad.=Bad.v. 26
6% Berlin v. 24..
8% Darmſtadt v. 26
v. 28
8%
7% Frki. a. M. v. 26
8% Mainz v. 26..
8% Mannh. v. 26
8% Nürnberg 26
Di. Komm. Sam=
mel
=Ablöf.-Anl.
* Ausl Ser.
* Ser.I.
50 Ber .Shp.=Bf
82 Frkf. Onp. Bk.
4½%r Lia. Pfhr
8½% PfbrBk.
½ %r- Lig. Pfbr.

87.35
77
19.4
90
91.4

83.n0

53.85
12.95

5.05
92
91.5
91.5
87
93.5
94

52.55
69.1
97.5
98
29.30
98
80-1.

2 Heſi. Landesbk.
26 Heſſ. 2d3. Hp.
Bk.=Ligid. Pfbr.,
8% Kom. Landes=
bank
Darmſtadt
% Mein. Hyp.Bi.
4½½ Lig. Pfbr.
18% Pfälz.Hyp. Bk.
8% Preuß. Ztr.=
Stadt ſchaft. .
8% Rhein. Hyp.=Bk
4½% Lig. Pfbr.
8% Rhein.=Weſtf.=
Bd.=Cred .. ...
8% Südd. Bod.-
Cred.=Ban! ..."
8% Württ. Gyp.=B
6% Daimler Benz
von 27.......
8% Klöckner=Werke
Berlin v. 26.
7% Mainirw. v. 26.
7% Ver. Stahlwvke
mit Opt. v. 26..
8% VoigtckHäffner
von 26 ..

J. G. Farben Bonds
28..
..

5% Bosn. 2. E. B.
v. 1914......."
4:/.% Oſt Schatz=
anw
. v. 1914 ...
4% Oſt. Goldrentel
4:1,% Rum Gold
von 1913
420 Türk. Admin
4% 1.Badgad
47
Zollanl.
4:1, 2 ungarn 1913

97.25
88
75.95
93.9
84.5
98
n82
97.75
97
97.75
810,
e
98.5
98

74
91
82
93.75
Ar.
36
38
19.1
10.75
Rr6

41/,20 Ungarn 1914
Goldr..
Altien.
Allg. Dt. Crebitanſt
Bk. f. Brauinduſtr.
Berl. Handelsgeſ..
Comm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nt.=Bk./
Deutſche Bank ...
-Eff.-u Wechſel=
bank

Vereinsbant ..
Diskonto=Geſellich.
Dresdener Bank .
Frankf. Bank
Hyp.=Bk.
Pfdbr.=Bk.....
Gotha. Grundkr. B
Mein. Hyp.=Bank
Mitteld Creditbf.
Nürnb. Vereinsbk
Oſt. Creditanſtalt. .
Pfälz. Hyp.=Ban!
Reichsbank=Ant
Rhein. Creditbt
Hyp.=Bank . .
Südd. Bod.-r. Bt.
Wiener Banlverein
A.G. Vertehrsw
Dt. Eiſenb.=Geſ..
2o Dt. Reichsbahn
Vorzge
Hapag ......"
Nordd. Lloyd ....!
Schantung=Eiſenb
Südd Eiſenb.=Geſ.

Accum. Berlin
Adlerw. (v. Kleyer)/ 57
6% AEG. Vorzu
5%

271/,
25.25

139.5
170
195.5
279.5
71.75
124.75
102
165
170.5
113.5
151
157.25
142
1a2.25
194
180
34=
160.5
09
124.75
210
190
14.5
167.5
16-

127
125.5

84.25

AEG. Stamm. . . .
Baſt Nürnberg ...
Bergm. G. Werke
BrownBroverickCie
Brüning & Sohn..
Buderus Eiſen
Cemen: Heidelbere
Karlſtad
Chem. WerkeAlbert.
Chade ..
Daimler=Benz ....
Dt. Atl.=Telegr.. . .
Eiſenh. Berlin.
Erdöl
Gold= u. Silb.,
ſcheide=Anſtalt.
Linoleumwerk.
Eichbaum, Brauer
Elektr. Lich u. Kraft
Liefer.-Ge
Eſchw Bergwer!
Eßlinger Maſchinen
Ettlinger Spinnere
J. G. Farbenindſtr.
Feinmech. (Jetter).
Felt. & Guilleaum.
Frkft. Gas ......."
Hof
Geiling & Cie ...
Gelſen: Bergwer
Geſ. elektr. Un=
ternehmungen

Goldſchmidt Th.
Gritzner Maſchinen
Grün & Bülfinger
Dafenmühle Frrft
Hammerſen (Osn.)
Harpener Bergbau
Henninger. Kemof.
Hilpert Armaturfb.
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch Kupfer ....

167-.
21.

149
112
138
174
13
58
155

170
328
30
207
162
42
225
249.25
88
137.7.
138.5

.
129
83
100
169
132

92.75
103
139

Hochtief Eſſen ....!
Holzmann, Phil. ..
Holzverk.=Induſtrie
Flſe Bergb. Stamm
Genüſſe
Junghans Stamm
Kali Aſchersleben.
. Salzdetfurth.
Weſteregeln
Kammgarnſpinn
Karſtadt, R. . .
Klein, Schanzl. .
Klöcknerwerke ..
Kraftw. Alt=Württ.
Lahmeyer & Co. .
Lech, Augsburg.
Löwenbr. Münch.
Lüdenſcheid Metal!
Lutz Gebr. Darmſt.
Mainfr.=W. Höchſt.
Mainz. Akt.=Br. ..!
Mannesm Röhren
Mansfeld Bergb.
Mars=Werke
Metallgeſ. Franift.
Miag. Mühlenbau
MontecatiniMaild.
Motorenfb. Darmſt.
Neckar). Fahrzeug.
Nicolay. Hofbr..
Oberbedar
Oſterr. Alpine Mo.
Otavi Minen.
Beters Union Fr i.
Phönt Bergbau
Reiniger. Gebb.
Rh. Braunkohlen
Elektr. Stamm
Stahlwerke
Riebeck Montan
Roeder Gb. Darmſt

103.5
123.-
92.2.
216.7.
133
72
An
310
213
228
89
93
163
283

119.25
250
122.75
1 3.25
95
190
63

26"
152

69
104.7.
95.75
106.25

162.5
127
127.5

6 Let ihd, Brsatz dar
Sed Rrst ichen der du
22.045/247
e 5ieed iche dilligerg U.
e Weclidh isclindien Uindel
Sin bischit it die zuesmane
usß aundldeiekralt i e.
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7.3301 1.f U=
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2usd 2 2u ß mud dureh Lundel
Konſtantinpel 20d z ebit, daud dei einer Uut
4.100 L-P0 1ie
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Ait
Zel

[ ][  ][ ]

Freitag, den 8. März 1929

nerifl

Produkkenberichke.

Geite 12

wuktenbericht vom 7. März. An der Produkten=
zuter
Weizen, Braugerſte und Mais etwas ſchevächer.
melüurde um 25 Pf. je 100 Kg. im Preiſe ermäßigt.
ſde 100 Kg. waggonfrei Mannheim ohne Sack in
ml. 24,75, ausl. 2829,25, Roggen inl. 2424,25,
y. ausl. 23,75, Braugerſte, ladiſche und fränkiſche,
7525,50, Futtergerſte 20,5022,50, Mais mit Sack
haAldenmehl, Spezial Null, 34,50, ſüddeutſches Roggen=
iſch
Augtllung, 31,2533, Gleie 14,25.

ffrußurter Pluktenbericht vom 7. März. Die Frankfurter Ge=
lag
lwei ruhig. Die Preiſe ſind wie am Vortage. Es
1000 or Weizen 24, Roggen 23.75, Sommergerſte 24.25

afer /M24.75, Mais 24.50, Weizenmehl ſüdd. 33.75 bis
niedermit iſch 33.5033.75, Roggenmehl 30,7531.75, Wei=
1414 Koggenkleie 15.25.
Prmtimbericht vom 7. März. Obgleich von den Aus=
n
ſchtngere Meldungen vorlagen und auch die Cifofferten
namezut), für Lokoware und kurzfällige Partien, weiterhin
gren, Zt ſich hier eine recht feſte Veranlagung des Brot=
ſtes
. Aßgebend hierfür war in erſter Linie das anhaltend
indsg wbet von Weizen und Roggen bei der keineswegs
n VeF=ſigung der Mühlen. Eine Ueberraſchung bot die
entlicſcStatiſtik des Deutſchen Landwirtſchaftsrates über
in ewiſe Hand, die eine beträchtliche Abnahme der Weizen=
enner
ßr. Am Lieferungsmarkt ſtellten ſich die Eröff=
ungen
f Weizen und Roggen um ½ bis 1½ Mark höher.

Viehmärkke.

Sienebter 1,Gümarkt vom 7. März. Aufgetrieben waren 8 Ochſen,
muſ=l Schſuf Die Preiſe für Kälber ſtellten ſich auf a) 6976,
m /561Ffg. kro Pfund. Marktverlauf: geräumt.
enig Ramex Ghrrarkt vom 7. März. Dem Kleinviehmarkt waren
und nu i die 50 Kg. Lebendgewicht je nach Klaſſe gehan=
ilber
/K6, 15 Schafe 5054, 192 Schweine 7782, 447
Läufef, ferkel bis vier Wochen 2025, über vier Wochen
räge m Züufe 4 50 Marktverlauf: Mit Kälbern rußig, langſam
zen gegn ut Scinen mittelmäßig, ausverkauft; mit Ferkeln und
ſchrit zu K ter Aſimarkt vom 7. März. Aufgetrieben waren: 1275
ſi Schafent ud 776 Schweine. Der Auftrieb war um 815 Kälber
fe grtöß=, aber um 3642 Schweine geringer als am letzten
t mkt. 2MBreiſe ſtellten ſich bei Kälbern um 1 Mk. höher
hterung hi Schwnen um ebenſoviel nach. Marktverlauf: Schweine
und m Nälbemrh g, Schafe lebhaft, ausverkauft. Preiſe pro Zent=
ar
zwicht / lilber b) 7074, c) 6469, d) 5763, Schafe a1) 56
55, 194245, Schweine b) 7779, c) 7880, d) 7880,
fleiſchinßyandelspreiſe: Ochſenfleiſch I 8590, dito II 80
enflein6 8085, Kuhfleiſch II 5060, III 4050, Kalb=
115, N 85100, Hammelfleiſch 100115, Schweinefleiſch
ierflekſt Rindfleiſch), Vorderviertel 54, Hinterviertel 60.
ſchletend.

Amerikaniſche Kabelnachrichten.

* Chicago, 7. März (Priv.=Tel.).
Weizen: Am Weizenmarkt trat heute eine neue Aufwärtsbewegung
der Preiſe ein. Maßgebend hierfür waren gute Kaufluſt des Handels,
ein Kälterückſchlag im Anbaugebiet, größere Aufnahme des Weltkon=
ſums
(ſeit Auguſt 572 Millionen Buſhels gegen 474 Mill. Buſhels im
Vorjahre) und Meldungen, daß die Anbaufläche nur zu 77 Prozent der
vorjährigen Fläche mit Winterweizen beſtellt ſei.
Roggen: Hier entwickelte ſich eine ſehr feſte Stimmung auf lebhafte
Nachfrage per Mai, die Feſtigkeit der Märkte in Minneap ulis und Win=
nipeg
ſowie die Wetterberichte aus dem nördlichen Europa.
Hafer ſchloß ſich der feſten Haltung der übrigen Märkte an.

* New York, 7. März (Priv.=Tel.).
Kaffee: Anfangs erfolgten Liquidationen und Abgaben europäiſcher
Häuſer auf die ermäßigten braſilianiſchen Kabel. Vorübergehend trat
eine Erholung ein, bis der Schluß auf Liquidationen erneut nachgab.
Zucker: Am Rohzuckerterminmarkt wurden zunächſt Deckungen vor=
genommen
. Im Verlaufe drückten dann Liquidationen, doch erfolgte
ſpäter auf Deckungen eine Erholung.

Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 7. März:
Getreide. Weizen: März 122½, Mai 127½, Juli 1297;
Mais: März 95½, Mai 99½8 Juli 102½; Hafer: März 46. Mai
und Juli 49; Roggen: März 109½, Mai 150½, Juli 111½.
Schmalz: März 12,22½, Mai 12,57½, Juli 12,95, Septem=
ber
13,27½.
Fleiſch. Rippen: Mai 13,80, Juli 14,27½; Speck, loko 13,50;
leichte Schweine 11,2512,00, ſchwere Schweine 11,5012,00;
Schweinezufuhren: Chicago 27000, im Weſten 90000.
Baumwolle: März 20,19, Mai 20,53.
Es notierten nach Meldungen aus New York am 7. März:
Getreide. Weizen: Rotwinter 155, Hartwinter 138; Mais,
neu angek. Ernte 111½; Mehl, ſpring wheat clears 5,656,00;
Fracht: nach England 1,91,9 Schilling, nach dem Kontinent
1112 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern, loko 12,95; Talg, extra loſe 9½.
Kakav. Tendenz: flau; Umſatz in Lots: 248; Loko: 107;
März 10,51, April 10,64, Mai 10,80, Juni 1094, Juli 11,12,
Auguſt 11,26, September 12,40, Oktober 11,45, Dezember 11,25.

Kleine Wirtſchaftsnachrichten.

Wie wir hören, hat die Devifenlage bereits zu Goldabgaben der
Reichsbank in Höhe von 46 Mill. RM. geführt.
Da ſich wider Erwarten am Donnerstag größeres Wechſelangebot
ergab, wurde, wie aus Berlin gemeldet wird, der Privatdiskont für
beide Sichten um ½ Prozent auf 6½ Prozent heraufgeſetzt.
Der Gewerkſchaftsbund der Angeſtellten (G.D.A.) hält am Sonn=
tag
, dem 10. März 1929, in Kaſſel eine Tagung der Angeſtellten des
deutzſchen Kabiberghaues ab.

Die Firma Deutſche Pelzinduſtrie G. m. b. H., Berlin, befindet ſich
in Zahlungsſtockung und iſt zwecks Sanierung an die Gläubiger heran=
getreten
. Die Paſſiven belaufen ſich auf zirka 300 000 Mark.
Wie verlautet, finden in der nächſten Woche wieder neue Beratun=
gen
zwiſchen der Friedr. Krupp A.G. und der Linke=Hoſmann=Buſch
A.G. über den bekannten Plon eines Fabrikationsaustauſihes ſtatt. Die
Ausſilten über das Zuſtandekommen einer Vereinbarung ſeien noch
nicht ſicher zu beurteilen.
Die Hermann Wronker A.G., Frankfurt a. M., hat die aus der
Kapitalserhöhung vom Auguſt 1928 ſtammenden 3,3 Mill. RM. Vor=
zugsaktien
zu 140 Prozent an ein unter Führung der Dresdener Bank
ſtehendes Konſortium verkauft. Der Erlös dient zur Tilgung eine3
für die Erwerbung der qualifizierten Mehrheit der Société Internatio=
ncle
des graudes Bazares SA. in Lüttich notwendig gelvordenen ſchwe=
benden
Kredites.
Für die Angeſtellten ber Rheinſchiffahrt iſt nach monatelangen
Verhandlungen ein Schiedsſpruch zuſtande gekommen, der die 48ſründige
Arbeitszeit vorſieht und am 1. April in Kraft tritt. Der Gehaltstarif
zerfällt in vier Gruppen von 85 bis 350 Mk. monatlich.
Gegen Ende des Monats Februar haben ſich die Anfuhren am
Schrottmarkt etwas gebeſſert, ſo daß die Verſorgung hinreichend befrie=
digt
weiden konnte.. Die Zufuhr an Eiſenbahnnutzmaterial macht ſich
jetzt bemerkbar.
Ein Pionier der Harburger Induſtrie, der Seniorchef der Harbur=
ger
Oelwerke Brickmann u. Mergell, Arnold Mergell, iſt im Alter von
74 Jahren geſtorben. Mergell hatte im Jahre 1896 mit dem vor eini=
gen
Jahren verſtorbenen Kommerzienrat Brickmann die Firma Har=
burger
Leinöl= und Firnisfabrik gegründet.
Nach einer Brüſſeler Meldung beſchloſſen die Verkreter der Tubize,
der Soie d’Obourg und der Visaoſe auf einer kürzlich abgehaltenen Kon=
ferenz
, eine Aenderung der zuletzt am 15. Dezember 1928 feſtgeſetzten
Kunſtſeidenpreiſe nicht vorzunehmen.
Nach einer Parſer Meldung droht infolge des Froſtwetters im
Nordfrankreich ein kataſtropkaler Kohlenmangel einzutreten, da einmal
die Eiſenbahn, nicht genügend Wagen zu ſtellen in der Lage iſt, und
außerdem die Kanalſchiffahrt völlig daniederliegt.
Wie aus Paris gedrahtet wird, wurde unter der Firma Socicté
Financiére de UEſr (Sofineſt) von der Finanzgruppe Bally, die be=
kanntlich
große Poſten Kalipapiere der Saint Thereſe Blodelsheim und
andeve Kuxen ehemabiger deutſcher Kaligewerkſchaften beſitzt, eine neue
Holding Geſellſchaft gegründet, um dieſe und andere Poſten Kalikuxen
aufzunehmen.
Am 6. März begann, nochdem der urſprünglich als erſter Auktions=
tag
anberaumte 5 März wegen Nebels ausgefallen war, die zweite
diesjährige Verſteigerungsferie der Londoner Kolonial=Wollauktion,
Dureh die zahlreich anneſenden Käufer konnte ſich laut Konfektionär
eine rege Kaufluſt entwickeln. Insbeſondere war die Nachfrage nach
guten Krenzzuchten ſtark.
Das engliſch=ruſſiſche Komitee beſtätigte auf einer von 150 führen=
den
engliſchen Firmen beſuchſten Verſammlung den am 5. Februar ge=
faßten
Beſchluß, eine induſtrielle Delegation nach Rußland zu entſen=
den
. Die Verſammlungsteilnehmer ſetzten ſich einmütig für die Wieder=
herſtellung
normaler Handelsbeziehungen mit Rußland ein.

DeTO4

OAlNTA

Geschäfts bericht für das Jahr 1928.

auf dhs Virtschaftsjahres 1928 war enttäuschend, obwohl
eErm ingebracht und nach jahrelangem Mühen die Frei-
Ameruabeschlagnahmten deutschen Eigentums erreicht
egenahr gesteigertem Warenumschlag war die Produk-
erstez
lalbjahr bereits leicht, im zweiten sogar erheblich
lehrerzgung in einzelnen Industrien (z. B. Braunkohlen,
at ihte Grund in Wandlungen der Technik oder des Ge-
N s0Zuger zufälliger Faktoren und wird daher durch
Etion junderen Industrien (z. B. Sfeinkohlen, Baumwolle,
Wogen Gleichmäßig guten Geschäftsganges, infolge Zu-
lgemennn
Verbrauchs oder der Ausfuhr, hatten sich nur

HffSrTc zu erfreuen (besonders Brauereien, Chemische
Re
Wtrind ung Papterſ.

Frauels it gewachsen; der Zuwachs entsprang aber nicht
edeslalemeinen Volkseinkommens, Im Anschluß an die
* Beaautngehälter im Herbst 1927 setzten Arbeiter und
u1 Grau politischer Macht und einer Praxis des Schlich-
mns
, dhaozialpolitischen Erwägungen mehr Raum gibt als
itlichen eine ansehnliche Erhöhung ihres Einkommens

Ains wwicht fallende Einkommenssteigerung der Arbeit-
uner
jungeren Güterproduktion ohne wesentliche Ver-
Herzielungskosten, also bei kaum gleichgebliebenem
men, ineutet Minderung der bisher schon geringen Ver-
Wwestilenten Kapitals. Preiserhöhungen, die sich mit Rück-
Absaszm Inlande und Auslande in sehr engem Rahmen
LundEhsächlich das allgemeine Preisniveau nur ganz un-

eeinflufd baben, konnten keinen genügenden Ausgleich
Widerssind der Unternehmer gegen weitere Lohnwünsche
Aensennd hat zuletzt zu der großen Aussperrung in der
i Eiskandustrie geführt. Die Unternehmer sehen sich
Venn che ohnhöhe nicht durch Produktionssteigerung aus-
Eden kun, Ersatz der teueren Menschenhände durch
deil xn uchen oder durch Zusammenschlüsse und Zu-
18 dern Btriebe billigere Massenproduktion anzustreben.
Pleligem laschinellen Umstellung durch den Kapitalmarkt
Senl silad ist die Zusammenschlußtendenz stärker hervor-
hri
WW Arbmitlosigkeit ist daher, namentlich zum Ende des
das sonbedingte oder durch Minderproduktion ver-
MM D A hinawit rheblich gestiegen.
eMe Jeher Vebrauch und gesteigerte Ausfuhr bei nicht ver-
we
Beugurgnuß durch Zurückgriff auf die Vorräte befriedigt
Dlles exlirt, daß bei einer Mehrausfuhr von einer Milliarde
An Feriwaren die Einfuhr von Rohstoffen und Halb-
B8en dE/Vorjahr unverändert geblieben ist. Mitteilungen
Vorratu-die in der kurzen Zeit seit Jahresschluß unserem
chen breau von 500 Betrieben verschiedenster Größe
Nerdsz uigen zugegangen sind, ergeben aber, daß im Jahre
Wanma ie Vorräte in der überwiegenden Mehrzahl nicht
MIMd Wau, gar geringer als sie dem uns angegebenen Rück-
MMBäizes Busprochen hätte. Man wird daher den Verkauf vom
Ta Bemeinar icht als planmäßige Rationalisierungsmaßnahme
Heil, BElern vorwiegend als Dispositionen, die sich aus
alg s venblicklichen Geldverhältnisse ergaben.
Nehen Husichten haben unser ganzes Wirtschaftsleben im
W Jahrn teitgehend beherrscht. Neben dem gewachsenen
Be Moch imar für Nachholung der Versäumnisse von 15 Jahren
RDer Sir, dllein im Wohnungsbau RM 3 Milliarden, in Er-
BEWervihen und öffentlichen Gebäuden RM 4,1 Milliarden
Neden, M 1928 wird die Aufwendung gewiß nicht kleiner
Meltte Lands Provinzen und Kommunen, aber auch Industrie
epünterwimungen müssen weiter beabsichtigte produktive
Weitebien weil unser Kanitalmarkt die nötigen Mittel nicht
W kann.

iSStoHjätigkeit in Dentschland war etwa gleich hoch
Gure unkuch der Betrag an Auslandsanleihen ist unver-
iepen
, TI den gestiegenen Löhnen und Gehältern ist an-
Sbart weyen; die Sparkassen konnten aus ihren höheren
de Vorgttkrungsgesellschaften aus gewachsener Prämien-
ee
2 BethF zur Verkagung stellen. Da sie in der Anlage ihrer
eL inrankt zi und wegen der Kapitalertragssteuer nur in ge-
D Weri-Wiere hereinnehmen, kommen sie hauptsächlich
We Miarkt iAHypothekengeldgeber in Betracht, Ihrer Mehr-
Lid in Senilzungsweise gleicher Höhe allgemeine Kaufkraft-
S am DSttenmarkte gegenüber; denn zu den inländischen
eianen manlz weit mehr als im Vorjahre das Ausland heran-
Reden, TI Mdem war für die normalen Investitionen und die
F Der hordt in Auftrag gegebenen Rationalisierungsarbeiten
Rneit deis lapitalmarktes unzureichend. Die Zunahme der
auslaniech uld, die jetzt auf RM 6 Milliarden geschätzt

LuSmettutMtes Bankkredits und die Erhöhung des Wechsel=

P AbnaH m der Warenläger gehen über die Ansprüche, die
ieehlag ach unter Berücksichtigung des Mehrbedarfs für
De Ernter ktellt haben kann, hinaus; es sind also, weil der
Be die 2Mdartnisse nicht befriedigen konnte, noch In-
Mir RuuHistigem Gelde finanziert worden.
Scertra ßGr Ernto war gegen 1927 mengenmäßlis sehr be-
ErEde Alscrkung auf Wirtschaft und Handelsbilanz wird

D Hie Wibrreigabe des in Amerika beschlagnahmten Eigen-

Mchen. Markt hauptsächlich erst im laufenden Jahre

Die sehr üble Verfassung, inder sich unsere Landwirtschaft be-
findet
, kann durch die gute Ernte eines Jahres nicht entscheidend er-
leichtert
werden, umsoweniger, als die erlösten Preise für den Landwirt
unbefriedigend sind. Die Erkenntnis der gefahrvollen Lage ist aber jetzt
allgemein verbreitet und der Wille zur Aufhilfe im ganzen Volke
lebendig.
Soweit der Zustrom ausländischen Geldes nicht durch die Dawes-
Zahlungen aufgewogen worden ist, hat er den Goldbestand der Reichs-
bank
einerseits und andererseits auch ihre Notenzirkulation erheblich
vergrößert, Wenn auf unser Preisniveau, das während des Jahres ziem-
lich
unverändert geblieben ist, die Vermehrung der Geldmenge und die
allgemeine Kreditausweitung nicht steigernd gewirkt Haben, so ist das
vermutlich nür einer Verringerung der Zirkulattonsgeschwindigkeit des
Geldes zuzuschreiben, Von einer Notenvermehrung der Reichsbank um
RM 366 Millionen vom Dezember 1927 bis Dezember 1928 entfallen
allein RM 304 Millionen auf Noten zu RM 20. Auch in den Depositen
der Kreditbanken dürfte eine solche Abnahme der Zirkeulations-
geschwindigkeit
festzustellen sein. Bei den Depositenkassen der
Deutschen Bank in Groß-Berlin ist die Umsatzgeschwindigkeit der
Depositen von 16,6 im Jahre 1927 auf 13,2 im Jahre 1928 gesunken; im
Jahre 1924 hatte sie 30,8 betragen.
An der Börse spiegelte sich die Wirtschaftsentwicklung deutlich
wider.
Daß an dem Mißverhältnis der zur Verfügung stehenden Kapital-
menge
zum Kreditbedarf der Wirtschaft die Konjunktur zerschellt, ist
nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist nur, daß der Aufschwung
nach kaum 1½ Jahren von rückläufiger Bewegung abgelöst wird. Im
Deutschland der Vergangenheit und in anderen kapitalstarken Ländern
wickelten sich solche Konjunkturphasen in ungleich längeren Zeit-
räumen
ab. Darin und in dem übermäßig hohen Zinsniveau, unter dem
insbesondere unsere Landwirtschaft zu leiden hat, Cas aber auch für
Handel und Industrie auf die Dauer unerträglich ist, ze gt sich die ganze
innere Schwäche unserer Wirtschaft. Sie ist durch Steuern, wie sie der
viel zu teuere Staatsbetrieb erfordert, durch überhohe Soziallasten und
insbesondere durch die nunmehr in voller Normalhöhe zur Ein-
hebung
gelangende Reparation dermaßen belastet und überlastet, daß
ihr gesundes Wachstum unterbunden ist. Entfaltung ist nur in dem
Maße möglich, in dem ihr diese würgenden Ketten gelockert werden.
Umsatz und Umfang unserer Bank haben sich weiter ausgedehnt.
Die Zahl der Konten beträgt 422694 gegen 375889 am Ende des
Vorjahres.
Die Umsätze sind von RM 207,792,606,000 auf RM 225,126,388,000
um 8,3% gestiegen.
Die Niederlassungen der Hildesheimer Bank, die im Februar
durch Fusion auf uns übergegangen ist haben wir in unser Filialnetz
eine egliedert, Im laufenden Geschäftsjahre ist die Aktienmajorität der
Osnabrücker Bank von uns nahestehender Seite erworben worden.
Der bevorstehenden Generalversammlung dieser Bank wird die Fusion
mit unserem Institute vorgeschlagen. Wir erwarten aus diesem Zu-
sammenschluß
eine Ausdehnung der Geschäfte im bisherigen Tätig-
keitsgebiete
der Osnabrücker Bank über den Rahmen hinaus, den sie
bei ihren beschränkten Eigenmitteln erreichen konnte.
Wir unterhalten jetzt an 181 Plätzen Niederlassungen, da-
neben
103 Stadt-Depositenkassen, von denen auf Berlin 37 entfallen.
Unsere in- und ausländischen Filialen haben zu unserer Zufrieden-
heit
gearbeitet. Die Konstantinopeler Filiale ist mit ihrem Haupt-
betriebe
in die Räume der Jonian Bank Ltd. in Stambul, die ihr Ge-
schäft
liguidiert hat, übergesiedelt und hat durch Ubernahme eines
Teils der Kundschaft dieser Bank an Ausdehnung zugenommen.
Unser Personalbestand betrug am Ende des Geschäftsjahres
13341 Köpfe. Für unsere Wohlfahrtseinrichtungen und zur Ausbildung
des Nachwuchses sind etwas höhere Beträge als im Vorjahre auf-
gewandt
worden.
Zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und
Verlust-Rechnung bemerken wir folgendes:
Unsere Nostroguthaben bei Banken und Bankfirmen be-
stehen
zu 81½½ aus fremden Währungen.
Die Vorschüsse auf verfrachteteoder eingelagerte Waren,
lediglich mit dem Außenhandel zusammenhängende Kredite, enthalten
uber 97% Valuta-Vorschüsse. Die Summe dieser Vorschüsse hat sich
im Zusammenhang mit der Steigerung unserer Fertigwarenausfuhr
stark erhöht.
Unsere Beteiligungen an Gemeinschafts-Geschäften sind
weiter gewachsen.
Unsere Bankgebäude und unser sonstiger Grundbesitz
stehen einerseits nach der vorjährigen Abschreibung und andererseits
nach dem Zugang, der sich aus der Aufnahme der Hildesheimer Bank
ergab, in gleicher Höhe wie im Vorjahre zu Buch. Da sich bei Durch-
rührung
der Fusion mit der Osnabrücker Bank wiederum eine Erhöhung
des Buchwertes unserer Immobilien ergeben wird, schlagen wir der
Generalversammlung vor, RM 1,500,000. aus dem Reingewinn dieses
Jahres zur Abschreibung auf unseren Grundbesitz zu verwenden.
Der Anteil der Ausländer an der Gesamtsumme der Gläubiger
unserer inländischen Niederlassungen ist von 32,8% auf 35% gestiegen
aber lediglich durch das Anwachsen des Remboursgeschäftes. Scheidet
man die seitens der Kundschaft bei Dritten benutzten Kredite aus,
denen verfrachtete oder eingelagerte Waren zu Grunde liegen, so be-

läuft sich der Anteil der Ausländer überhaupt auf 27,550 und zwar
auf 15,15% aus Valutaguthaben gegen 19,95% im Vorjahre und auf
12,40% in Reichsmarkguthaben gegen 7,700 im Jahre 1927. Der in
den ersten fünf Bilanzposten enthaltene Devisenbesitz unserer in-
ländischen
Niederlassungen deckt 71% unserer Währungs- Verpflich-
tungen
an Inländer und Ausländer (einschließlich der von der Kund-
schaft
bei Dritten benutzten Kredite). Der Rest ist leicht aus sonstigen
Valuta-Aktiven und von Währungs-Schuldnern flüssig zu machen. Von
den Guthaben unserer inländischen Reichsmark-Gläubiger (ohne die
stärker schwankenden Guthaben deutscher Banken und Bankiers) ent-
fallen
auf Beträge
1
bis RM 5,000
von 5,000 bis RM 50,000 26,5900
100,000 6,420
50,000
100,000 1,000,000 16,950
32,04 %
1,000,000 und mehr
Die Vermehrung hat im Jahre 1928 26,40% betragen.
Die Zunahme der von uns geleisteten Bürgschaften von
RM 168,972,773.35 auf RM 192,850,187. hat wie im Vorjahre ihren
Grund hauptsächlich in Reparations-Sachlieferungen und Zollgarantien.
Dem Dr. Georg von Siemens-Wohlfahrtsfond, der die vom
Beamten-Fürsorgeverein nur nach Maßgabe seiner Satzungen be-
willigten
Pensionen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Ver-
hältnisse
aufbessern soll und an den jetzt größere Ansprüche gestellt
werden, schlagen wir vor, RM 1,583,019.10 gegen RM 715,615.50 im
Vorjahre zuzuführen, sodaß sein Vermögensbestand nunmehr die Höhe
von RM 8,000,000. erreicht.
Zinsen und Gebahren haben sich infolge des Geschäftszu-
wachses
erhöht, die Zinsen aber bei weitem nicht im Verhältnis der Zu-
nahme
von Gläubigern und Schuldnern, weil die Zinsspanne geringer
war.
Aus dem Gewinn von Wertpapieren und Gemeinschafts-
geschäften
bringen wir je RM 1,500,000. zur Verrechnung.
Das Erträgnis der Dauernden Beteiligungen stellt die Ein-
nahme
aus den Dividenden für 1927 dar. Das Ergebnis der Deutschen
Uberseeischen Bank war auch für 1928 befriedigend.
Aus der Freigabe des in unserer Bilanz nicht bewerteten, in Amerika
beschlagnahmten Vermögens ist uns im vergangenen Jahre ein Bar-
betrag
von RM. 13,000,000. zugeflossen. Wir schlagen vor, davon
RM 7,500,000. unserer bilanzmäßigen Reserve zuzuführen, die sich
dann unter Einschluß der Zuweisung aus dem Reingewinn auf
RM 90,000,000. 60% unseres Aktienkapitals
belaufen wird.
Einschließlich des Vortrags aus dem Jahre 1927 von RM1,912,996.74
und nach Vornahme der Abschreibungen auf Bankgebäude
Sonstiger Grundbesitz und Mobilien von insgesamt RM318,084.38
beläuft sich das
Erträgnis des Jahres 128 auf. RM 25,788,125.36
Hiervon erhalten zunächst die Aktionäre (nach
8 33b der Satzungen) 4% Dividende auf
RM 150,000,000 ..
6,000,000.

Von den verbleibenden . . . . . . . . ..
beantragen wir,
RM 5,000,000.
der Reserve.
dem Dr. Georg von Sie-
mens
-Wohlfahrtsfond 1,583,019.10
zu überweisen und
alsSonder-Abschreibung
auf unseren Grundbe-
sitz
zur Herabminderung
des Buchwertes auf
RM 43,500,000.. .
1,500,000.
zu verwenden.

RM 19,788,125.36

8,083,019.10

Von dem übrigbleibenden Betrage von. . . .
abzüglich RM 2,027,686.91 Vortrag auf neue
Rechnung erhält (nach § 33d der Satzungen)
der Aufsichtsrat ..

RM 11,705,106,26
677,419.35

Wir schlagen vor, von den restlichen
6% Superdividende auf RM 150,000,000
mit.

zu verteilen und den Uberschuß von. . . . .
auf neue Rechnung vorzutragen,
Es würde demnach erhalten
jede Aktie von nom. RM 100.: RM 10.
500.: 5
100
1000.
Berlin, im März 1929.

RM 11,027,686.91

9,000, 000.
RM 2,027,686.91

10% Dividende
1V.3960

Der Vorstand der Deutschen Bank

4. Blinzig P Bonn S. Fehr W. Kehl 0. Schlitter
E. G. v. Stauß 0. Wassermann
Stellvertretend: 0. Abshagen J. Rerne P Brunswig J. Riell
0. Sperber K. Weigele F. Wintermantel

[ ][  ][ ]

reitag, den 8. März 1929

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Die Frau ohne Namen
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Nicht für Jugendliche.
Beginn 3½ Uhr.

Bie Hölle
der Heimatlesen

Nur bis Sonntag
Henny Porten
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8 Akte von der Legion der Einsamen

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8. März 1929 7014 Für dielenig.
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Menteurer von Ehre.

Roman von Max Uebelhör.
(Nachdruck verboten.)

jefes föhnen der Befriedigung entrang ſich der brei=
des
briogs, und dann krachte das ſchwere Schreib=
ſoriß
es zerſplitterte.
Marmgut. Ah . . . das müſſen Sie mir noch genau
AF). . 2ypleiben wir bei uns. Was.veranlaßte Sie, ſich
dſe Tne zu kümmern?
fenner Kathleen ſchon ſeit vielen Monaten. Wir
s ſchulange, bevor ich um dieſe Dinge wußte. Wir
heuren, Sir. Wir liebten uns, und dies war mein
Aiv zrm K andeln.
1 n Richard Manroe alſo Ihr Schwiegervater
inte?
u ſoufs Sir.
ſch inn beide, und wieder änderte ſich das Geſicht
gs, ei3öte ſich, ein leichtes, ein zufriedenes Lächeln
ſes idiht, das Lächeln deſſen, der ein leichtes Ende

ſieh!: te der Herzog endlich. Und da wäre es dem
ſtor): El Hohlander, gebürtig aus Deutſchland, ver=
ht
anxehm, wenn Richard Manroe mit einer anſtän=
ift
hausrücken wollte? Oder nicht?
ächelwmrde zum Lachen, es war ein behagliches, ein
chen / ach, es war ja immer das Gleiche, am Ende
den eiche Pferdefuß heraus, immer war es die
nach zeld, mit dem ſie ja alle zu kaufen waren, die
e die lroßen.
mußza wohl herausrücken, aber er hatte ja Geld; es
Blincicht AZerſtemal, daß er bluten mußte, daß man ihm
ſeß, im er dachte an all die Wunder, die richtig an=
Gelds ſon bei der Werbearbeit für ſeine Partei voll=
NEi;er ie an die überzeugende Kraft des Geldes, mit
nſo nöle Gegner zum Schweigen gebracht, meiſt aber
eundknungewandelt hatte.
Uohlazrs Geſicht war keine Maske mehr; mit blin=
gen
Eeachtete er das Mienenſpiel des Herzogs, deſſen
varer icht ſchwer zu erraten, auch ſprach dies fettige
U Kinden/ lich rug.
lich / kalt, innerlich aber kochend vor Wut, ſagte
2che, Ia4mit g silt läſſiger Stimme:
egen V5der Scer des Richard Manroe zukommt und was
überhrffen wir wohl am beſten den Juriſten. Sie iſt
Kini denn ſollte Richard Manroe glauben, doch ein
haber vielleicht einen Sohn, ſo würde er ſich ſehr
Die Anter dieſes illegitimen Sohnes iſt mit dem
zte and von Windſor abgefahren, zu ihren Eltern,
er Fückehr wird wohl nie die Rede ſein.
LeIArzogifte mit dem Lachen aufgehört.
hat tuo recht, Sie haben zuſammen mit meiner Frau

Frſegig und iar nicht. Da Parker aber ſeinen Mund nicht
te, exfyr die Herzogin den ganzen Sachverhalt und

Ich hörte der Unterredung zwiſchen der Herzogin und Parker
zu, kurz vor Ihrer Abfahrt, Sir; man ſprach laut und eindeutig
genug.

Ich ſehe, Sie arbeiten gut. Und was Sie wollen, weiß ich
jetzt auch. Fahren Sie fort, bemeſſen Sie Ihre Anſprüche, raſch,
es eilt.

Nun, Sir, ſo werde ich mich beeilen. Sie werden anfangs
nicht richtig verſtehen. Was ich ſagen werde, liegt Ihrer Men=
talität
etwas fern, immerhin . . . Ich verlange folgendes: Die ſo=
fortige
Auflöſung Ihrer Partei, Ihr Ausſcheiden aus jeder äuße=
ren
, gegen Deutſchland gerichteten Politik. Mit einem Wort,
das Aufgeben Ihres Zieles, des Krieges zwiſchen Ihrem Vater=
land
und dem meinigen. Dies iſt alles, nicht mehr und nicht
weniger, Sir.
Ein ungläubiges Staunen legte ſich auf das ſchwere Fleiſcher=
geſicht
, die Augen traten aus ihren fetten Polſtern hervor, die
Lippen, dieſe fleiſchigen, dicken, wundervollen Saugwerkzeuge,
öffneten ſich wie bei einem Menſchen, der Wichtiges falſch oder
gar nicht zu hören fürchtet.
Mann, ſind Sie verrückt? Sind Sie auch reif fürs Irren=
haus
? Sie verlangen . . .
Und jetzt übermannte den Herzog eine wilde Heiterkeit, wahr=
haftig
, dieſes Menſchlein unterfing ſich, Weltgeſchichte machen zu
wollen; glaubte, ungeheure Kräfte und vor allem die ſeinigen zu=
rückdämmen
zu können!
Wie man ein ſeltenes, komiſches und poſſierliches Tier im
Zoologiſchen Garten betrachtet, ſo beſah ſich der Herzog jetzt Hoh=
lander
, und dann lachte er von neuem.
Nicht mehr und nicht weniger . . . . dies iſt alles
höhnte er. Mann, Sie ſind reif fürs Irrenhaus.
Hohlander ſtand auf.
Sir dann kann ich ja gehen. Ich kann Ihnen wirklich nicht
zumuten, ſich mit einem Irren zu unterhalten."
Der Herzog gab lange keine Antwort, ſondern er lachte wei=
ter
; es war jenes dröhnende, aus tiefer und breiter Bruſt kom=
mende
Lachen, mit dem er ſeine Gegner niederzulachen, mit dem
er Säle mit Tauſenden von Zuhörern zu erobern pflegte; es war
das ſiegreiche Lachen des ſeiner Sache vollkommen ſicheren
Mannes.
Endlich ſagte der Herzog:
Bleiben Sie, junger Mann. Bleiben Sie, ich bin ſicher, daß
wir uns noch einigen werden.
Hohlander ſetzte ſich wieder.
Junger Mann, ſpielen wir mit offenen Karten. Welche
Trümpfe haben Sie in der Hand? Einen; einen guten, ich gebe
es zu. Und wenn Sie dieſen ausſpielen, was werden Sie erreicht
haben? Nichts. Dann gibt es einen Skandal mehr, dann falle
ich vielleicht, junger Mann, aber meine Sache du lieber Gott!
Und glauben Sie, daß ich mich für dieſe Sache nicht unbedenklich
opfern würde, glauben Sie das?
Mit Spannung hatte Hohlander dieſen Worten gelauſcht; das
Lachen war reichlich kräftig, die ganze Heiterkeit war ſehr laut
geweſen, als wäre da etwas, was übertönt werden müſſe.
Und dieſes junger Mann war reichlich jovial und auch ein
wenig geſchmacklos geweſen".
Aber am Schluß hatten die Worte des Herzogs anders, ſie
hatten echt geklungen, und das ſchwere, ſchwülſtige Fleiſchergeſicht
war in dieſen Augenblicken faſt ſchön geweſen; nein, daran war

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höher ſtand als die eigene Perſon.
Sir, von der Bereitwilligkeit, ſich für Ihre Sache zu opfern,
bin ich vollkommen überzeugt. Aber es wäre ein törichtes Opfer.
Sir, Ihre Partei iſt groß, aber ſie hat auch eine große Schwäche,
und dieſe beſteht darin, daß ſie nur auf zwei Augen und zwei
Beinen ſteht, auf den Ihrigen. Es ſind ſehr ſolide Beine; aber
fallen, ja ſchwanken ſie nur, dann fällt die ganze Partei. Sir,
Sie ſind nicht nur die Seele dieſer Partei, ſondern auch deren
motoriſche Kraft. Und dann hat Ihre Partei den Sieg noch nicht
errungen, nur eine Ueberrumpelung, ein Handſtreich gewiſſer=
maßen
, vermöchte ſolches. Einen Handſtreich haben Sie jetzt vor,
nun wohl, zu dieſem wird es eben nicht kommen.
Und warum nicht?
Gehen Sie auf meine Bedingungen nicht ein, fuhr Hohlan=
der
jetzt wieder ganz leiſe, aber mit unheimlich kalter Stimme
fort, ſo gibt es morgen keine einzige Zeitung, die nicht das Bild
des Herzogs Berwick bringen würde, und mit der Unterſchrift:
ein Bigamiſt. Und am Abend ſchon, Sir, wären Sie verhaftet.
Nein, dies wäre keiner der kleinen, landesüblichen Skandale. Es
wäre ein Skandal von internationalem Rang; die ganze Welt
würde widerhallen, und alle Ihre Gegner, alle jene, die den
Krieg haſſen, wie ich es tue, würden mit Gier nach dieſer Waffe
greifen. Sir, ich maße mir über Ihr perſönliches Tun kein Urteil
an, aber eines iſt ſicher: mit Ihnen wäre auch Ihre Sache ge=
richtet
.
Hohlander ſchwieg; er hatte geſehen, wie Gedanke für Ge=
danke
ſich in das Hirn dieſes Mannes eingebohrt hatte, zugleich
wurde er aber der Tatſache gewahr, daß der Herzog das Spiel
noch nicht aufgab, daß er hinter dem Gitter dieſer Tatſachen auf
und ab rannte, wie ein maßlos gereiztes Tier hinter den Stäben.
Und weiter ſah er, wie den Herzog allmählich eine raſende
Wut überkam, wie ſich die ſchweren Hände wieder ballten, wie ſich
der runde Kopf in die mächtigen Schultern zog, wie das kräftige
Rot des Geſichtes wiederum bläulich anlief.
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