Einzelnummer 10 Pfennige
Pbamich malgem Erſcheinen vom 4. Dezembe
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2.40 Reichsmart frei Saus. Poſtibezugspreit
7 ſohne Beſtellgeld monalich 228 Reiſchemart
jodt-tüichteit für Aufnahme von An eigen a
pe: Tagen wird nicht übernommen. Nichte
Iice geinzelner. Nummerz, infolge höherer Gewalt
den Bezieher nicht zur Kürzung
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Franfur a. M. 1304.
Hefſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iUnſtrierte Beilage::„Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit verſehenen Origlnal=Aufljätze und elgenev Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſfattet.
Nummer 353 Mittwoch, den 21. Dezember 1927. 190. Jahrgana
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Feiil 2 Reihdmark. Anzeigen von aut wärts 40 Reick spfe
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Rellame=
zelle 200 Reichsmart. Alle Preiſte m Reichem
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Doſſar — 430. Mark
Im Falle böberer
Gewalt, wie Krleg. Aufruhr. Sfreit vſw. erliſch
ſede Verpſichtun
auf Erfüllung der
Anzeigen=
uſträge und Teiſtung von Schabenerſatz. Bel
fonturs oder gerſchtlicher Beltreibung
äiſt jed
Nabatt weg. Bankkonto: Deutſche B
und Darm
ſtädter und Nationaibant.
Alerikaund dieRückgabe
desbeſchlag=
ſteahmten deutſchen Eigentums.
Mellons Auffaſſung.
* Waſhington, 20. Dez. (Priv.=Tel.)
amerikaniſche Kongreß wird in dieſer Woche über die
Rüſſith= des beſchlagnahmien deutſchen Eigentums weiter ver=
„nan. Wenn auch ein großer Teil der Kongreßmitglieder bei
derſsien Sitzungen des Hiongreſſes ſich für eine baloige
Rüc=
qſtuthärten, ſo machte ſich immerhin die Oppoſition ſo ſtark
gel=
ten waß ein Optimismus hier nicht am Platze erſchien.
Schatz=
zuckistär Mellon hatte aber dieſer Tage ertlärt, der Kongreß
eiſtidse ſo lange ſchwebende Frage endlich aus der Welt
ſchaf=
nſt gaitſchland und die anderen früheren Feindländer würden
ſtoss Zurückfluten von Kapitalien, deren Summe etwa 300
iſtlrgar Dollar betragen, großen Vorteil ziehen. Mellon glaubt
uichſcnaß ſich gegen die Annahme der Vorlage erheblicher
Wider=
ſtarihteyoeben wird. Er hofft, daß dieſes Kapitel des Krieges
endiſtl Aebgeſchloſſen wird, was ſowohl den Vereinigten Staaten,
vicſſenf frücheren Feindländern zum Vorteil gereichen werde. Die
Voſſtie werde Beſümmungen enthalten, die eine baldige
Befrie=
digſſy wer Anſprüche, die die amerikaniſchen Staa sbürger an
Deuſſliand haben, gewährleiſten. Dieſe Anſprüche ſollten
ur=
ſpruſſilich aus den Reparationszahlungen Deutſchlands befriedigt
werſr), doch ſehe die Vorlage ihre ſchnellere Abwicklung vor.
Firſt ſachverſtändige, ſo meint Mellon, ſeien der Anſicht, daß die
Rüſſzür be des beſchlagnahmten Eigentums die
iſſim zlage Deutſchlands weſentlich ſtärken
weiſt! Dies wäre wichtig in Anbetracht der jährlich höher
ſtei=
genſhi lelbgaben, die Deutſchland unter dem Dawesplan zu
lei=
ſtenſG. . Das Zurückfluten des hier feſtgelegten Kapitals würde
deirh uſ ſchen Induſtrien fküſſiges Betriebskapital liefern und
euzr Itaatsangehörige in den Stand ſetzen, Regierungspapiere
feti. Dadurch würden die Zinſen ermäßigt werden, die
eiſſtohand an das Ausland auf geborgtes Kapital zu zahlen
habſſe S ekretär Mellon iſt ferner der Anſicht, der Betrag der von
denzſ enteinigten Staaten an die früheren Feinde zurückgezahlt
wenſah / oll, ſei groß genug, um die Beſtrebungen, Deutſchlands,
auff
ſFFüße zu kommen, weſentlich zu ſtärken und den Wieder=
+arfolgreich zu Ende zu führen. Die Annahme der Vorlage
wirſchon der amerikaniſchen Regierung befürwortet.
Der amerikaniſche Kongreß beſchließt
die Rückgabe.
ts amerikaniſche Repräſentantenhaus hat
asE eſrtz über die Rückgabe des beſchlagnahmten
Eigen=
tuſ=mit 223: 26 Stimmen angenvmmen.
Die Schiedsſprüche in der
4.
).
iZen=Induſtrie verbindlich.
OMbreiden Parteien beugen ſich dem Spruch.
Berlin, 20. Dezember.
n Reichsarbeitsminiſterium fanden heute im Lohn= und
Caßmat der Großeiſeninduſtrie Rheinland=Weftfalen erneut
VeßihMkungen ſtatt. Eine Annäherung zwiſchen den Parteien
lonſwmccht erzielt werden. Der Reichsarbeitsminiſter hat darauf
dieſt den Schiedsſprüche vom 15. Dezember 1927 von
amts=
weſt ffär verbindlich erklärt.
2as iſt im Augenblick auch wohl der einzige Weg geweſen,
untd man Arbeitskampf von ungeheuren Ausmaßen zu
ver=
mel. Soweit wir feſtſtellen konnten, werden beide Parteien
ſich g eſ m Spruch beugen und ehrlich verſuchen, ob ſie unter
deuſ üſen Verhältniſſen arbeiten können. Wir glauben auch zu
wiſſi daß Herr Brauns nicht aus eigener Machtvollkommenheit
geFikeltt hat, ſondern mit Rückſicht auf die Bedeutung der
EAherher mit dem Kabinett Fühlung genommen hatte,
wenig=
ſteiſiſorveit die intereſſierten Reſſortminiſter in Frage kamen.
ſäch damit nicht nur eine Vertagung der Auseinander=
ABei verbunden iſt, bleibt abzuwarten. Die Gleichung hat
BomAfüg noch zu viele Unbekannte, als daß ſie ſich jetzt ſchon
irrß. Es fehlen im Augenblick 15—20 000 Facharbeiter, die
2u Wdie Neuordnung der Arbeitszeit eingeſtellt werden müſſen,
Anndezerſt auszubilden ſind. Auf der andern Seite ſind infolge
deF uinen Konjunktur auch ältere, früher ſtillgelegte Betriebe
Dag ims Laufen gekommen, die bei einem Nachlaſſen der
Be=
ſch Aunig und aus finanziellen Gründen ſofort wieder
ge=
werden müſſen, wodurch wieder Arbeiter für die ratio=
Na ruen Unternehmen frei werden. Auch nach der finanziellen
Scihyctet man im Augenblick noch vollkommen im Dunkel. Man
Uaach nicht, wie die neuen Lohnſätze in den einzelnen Be=
K ſſich auswirken. Darüber ſind zwar Unterſuchungen im
DA die aber nur auf theoretiſcher Grundlage angeſtellt ſind
Ne die Konkurreniſähigkeit jedes Betriebes für den
hlſiſchen Markt berührt wird. Man rechnet daher in Unter=
S imreiſen, wie wir hören, damit, daß die Eiſeninduſtrie
vor=
ücue Stillegungsanzeigen weiterlaufen laſſen, alſo irgend=
17 Monſequenzen am 1. Januar daraus nicht ziehen wird
u
Di ſie exſt zurückzukonmen, wenn die angeſte llten Nach
PyAngen im
Um den Oawesplan.
Vor einer franzöſiſchen Gegenäußerung
zu Gilberts Anregung.
Die offiziöſe Havasagentur veröffentlicht eine Erklärung zu
dem Bericht Parker Gilberts, worin angekündigt wird, daß
Herr Poincaré demnächſt über die Stellung der
franzöſiſchen Regierung reden will. Wenn bei der
Gelegenheit dagegen polemiſiert wird, daß eine Reviſion des
Dawesplanes in wirklich naher Ausſicht ſtände, ſo richtet ſich
dieſe Abwehr nicht gegen Deutſchland. Auch in amtlichen
deut=
ſchen Kreiſen glaubt niemand, daß wir auch nur in Jahresfriſt
ſchon greifbare Wirkungen des Berichtes ſehen werden. Wir
wiſſen, daß das erſte volle Dawesjahrerſt im Jahre
1928 zu laufen beginnt, und daß zwar nicht die
Wirt=
ſchaftler, wohl aber die Politiker der Gegenſeite
un=
ter allen Umſtänden den Verſuch machen wollen,
wieweit ſie mit der 2½=Milliardenzahlung
kom=
men. Erſt wenn ſie eingeſehen haben, daß es ſo
nicht geht, wird eine Aenderung möglich ſein.
Die Anregung des Reparationsagenten wird alſo vorläufig nur
den Boden vorbereiten helfen, auf dem ſich ſpäter die
Ver=
handlungen über die endgültige deutſche
Kriegs=
entſchädigung abſpielen können. Sie wird aber nur gelöft
werden, wenn gleichzeitig das Problem der interalliierten
Schul=
den geregelt wird, wozu der ausſchlaggebende Teil in
Wafhing=
ton ſitzt. Hier wird eine Aktivität erſt eintreten, wenn der neue
Präſident ſein Amt angetreten haben wird.
z
„Der Dawesplan undurchführbar.
EP. New York, 20. Dezember.
Zu dem Bericht Parker Gilberts ſchreibt das „Journal of
Commerce‟: Wir haben nun genug Geduld gehabt. Der
Dawesplan iſtlange genug geprüft worden, um
den Beweis erbracht zu haben, daß er
undurch=
führbar iſt. Der verantwortliche Zahlungsagent iſt ſelber zu
dem Schluß gekommen, daß eine endgültige Regelung geprüft und
die Auslandskontrolle in Deutſchland aufhören müſſe.
Eine Erklärung Mellons zur Frage
der Reviſion des Dawesplanes.
TU. New York, 20. Dezember.
Nach Meldungen aus Waſhington hat Schatzſekretär Mellon
in einer Erklärung der Meinung Ausdruck gegeben, daß eine
internationale Abmachung über die endgültige Summe der
deut=
ſchen Reparationszahlungen in weniger als zwei Jahren erreicht
werden dürfte. Gleichzeitig hat Mellon klar zum Ausdruck
ge=
bracht, daß die Vereinigten Staaten ſich aufs ſchärfſte jedem
Ver=
ſuch widerſetzen würden, die kommende Vereinbarung zu einer
Herabſetzung der interalliierten Kriegsſchulden zu benutzen.
Mellon iſt mit Parker Gilbert der Anſicht, daß eine endgültige
Feſtſetzung der Reparationsſumme erfolgen wüſſe. Dieſe
End=
regelung müſſe am Ende des erſten Standardjahres getroffen
ſein. Das Dawesabkownen ſei eine vorläufige Regelung zur
Feſtſtellung der deutſchen Zahlungsfähigkeit geweſen. Vor allem
aber habe man den Zuſammenbruch der deutſche: Währung
ver=
hindern wollen. Es ſei indeſſen notwendig, daß die Alliierten
und Deutſchland ſich aus eigener Initiative einigen.
In unterrichteten Kreiſen wird erklärt, daß Schatzſekretär
Mellon dieſe Erklärung abgegeben hat, weil die aus Europa
kommenden Meldungen deri Eindruck erwecken konnten, daß
Frankreich und andere Alliierte die Herabſetzung der
interalli=
ierten Schulden fordern könnten, wenn die Endſumme der
deut=
ſchen Reparationen erheblich unter der von Frankreich immer als
Reparationsſumme genannten Zahl von 132 Milliarden Mark
liegen würde. Unter keinen Umſtänden aber werde Amerika eine
Verguickung der Reparations= und Schuldenfrage zulaſſen.
Die Koſien des Reparationsbüros.
EP. London, 20. Dezember.
Ju Unterhaus lenkte der Abgeordnete Kenworthy die
Auf=
merkſamkeit auf das Gehalt des Generalzahlungsagenten und
110 000 Pfund an Gehältern uſw. pro Jahr. Der Kommiſſar
habe jüngſt Sparmaßnahmen beſchloſſen, wodurch dieſer Betrag
auf 100000 Pfund herabgeſetzt würde. Das Perſonal des
Bureaus für Reparationszahlungen in Berlin beſtände aus
130 Köpfen, worunter 41 Unterbeamte ſeien. Soweit die
eng=
liſche Regierung unterrichtet ſei, belaufe ſich der Geſamtbetrag
an Gehältern und Löhnen auf 132009 Pfund pro Jahr. Er
Informationen, wie weit dieſe Beträge auf die
heBe keine,
des Dawesplanes angerechnet pürden.
Nach Genf.
Berlin, 20. Dezember.
Die Rückkehr der deutſchen Delegation aus Genf hat ſich
diesmal ohne den ſonſt üblichen Apparat einer Maſſierung von
Berichterſtattungen beim Kanzler, beim Kabinett, beim Reichsrat
und beim Reichstag vollzogen. Das iſt immerhin ſchon ein
Fort=
ſchritt. Wir müſſen uns langſam daran gewöhnen, daß die
Genfer Tagungen nicht in das Gebiet der politiſchen
Senſatio=
nen gehören, ſondern in das der Alltagsarbeit, daß infolgedeſſen
von ihnen auch nicht jedesmal große Ueberraſchungen zu
erwar=
ten ſind, da die zähe Kleinarbeit, die hier geleiſtet werden muß,
ſich im beſten Falle erſt nach längeren Friſten auswirken kann.
Von außen her geſehen, war freilich die Stellung der deutſchen
Delegation nicht ſonderlich günſtig. Es machte den Eindruck, als
ob die Verhandlungen außerhalb der eigentlichen Tagesordnung
— die ja bei dieſer Börſe von Außenminiſtern das Wichtigſte
ſind — ſich mehr um Deutſchland herum abſpielten und daß
wie=
der einmal der Verſuch im Gange iſt, eine Verſtändigung
zvi=
ſchen Oſt und Weſt herbeizuführen, die uns zuletzt nur zur
Unter=
ſchrift vorgelegt wird.
Wieweit dieſer Eindruck richtig iſt, läßt ſich natürlich ohne
genaue Kenntnis der internen Vorgänge ſchwer beurteilen. Von
amtlichen Stellen wird er begreiflicherweiſe beſtritten. Dem
natürlichen Lauf der Dinge würde er ja auch einigermaßen
widerſprechen. Die eigentliche Senſation der Tagung war ja
das Erſcheinen der Ruſſen, das allein ſchon eine Umgruppierung
und eine Verlagerung des Schwergewichts in ſich ſchloß; eine
Verlagerung des Schwergewichts nach der Richtung
Deutſch=
lands, das dadurch mehr ins Zentrum gerückt iſt, während es
bisher, ſolange die Ruſſen ſich=draußen hielten, doch ſtark an der
öſtlichen Grenze lag. Die Ruſſen wollen auch im März
wieder=
kommen, bei der Abrüſtungskonferenz. Sie haben ihre
Anweſen=
heit benutzt, um öffentlich Propaganda für ihre Ideale zu
machen, und nicht immer in geſchickter Weiſe. Der eigentliche
Zweck aber, den ſie verfolgen, war wohl, hinten herum wieder
ins diplomatiſche Spiel hineinzukommen, aus dem ſie durch ihre
eigene Schuld hinausmanövriert waren. Ihre Verſuche, die
Fäden nach Englund neu anzuknüpfen, ſind anſcheinend
geſchei=
tert, aber doch wohl nur vorläufig. England hat wenigſtens
kom=
merziell ſeine Haltung geändert und gibt ſich Mühe, das ruſſiſche
Geſchäft wieder anzufangen, ſo daß die
Verbindungsmöglich=
keiten bleiben trotz des negativen Ausganges der Unterhaltung
zwiſchen Litwinow und Chamberlain. Das Erſcheinen der
Ruſ=
ſen hat aber auf dem europäiſchen Oſten noch ganz andere
Wir=
kungen hervorgerufen. Die Kabinette rechnen damit, daß Stalin
ſich mehr weſteuropäiſch orientieren will, und ſtellen ſich darauf
ein. Die Randſtaaten Finnland, Eſtland, Livland haben ſich
zuſcmengeſchloſſen, nicht allein, um ſich ihren Beſitz gegenſeitig
zu garantieren, ſondern auch, um ſich von ihren Nachbarn,
vor=
nehmlich alſo von Rußland, eine Grenzgarantie geben zu laſſen.
Polen und Rußland ſetzen ihre Beſprechungen über einen
Nicht=
angriffspakt fort, Rumänien und Rußland bemühen ſich um
einen Ausgleich wegen des Zankapfels Beſſarabien, ein
Ver=
ſuch, der vorderhand allerdings wohl nur mit untauglichen
Mit=
teln unternommen worden iſt.
Dieſe nachbarliche Grenzbereinigung ſpielt hinein in das
große politiſche Spiel, das zum mindeſten von Frankreich immer
noch um ein Oft=Locarno herum betrieben wird. Mag man das
nun einen öſtlichen Nichtangriffsvertrag, einen Weichſelpakt oder
ſonſtwie nennen, die Tendenz iſt dabei immer dieſelbe; daß
Deutſchland gezwungen werden ſoll, für den Oſten dieſelben
Zu=
geſtändniſſe zu machen wie im Weſten und ſich mit den in
Ver=
ſailles vorgeſchriebenen Grenzen abzufinden. Hier könnte die
Entwicklung in der Tat ſo gehen, daß um uns herum eine
Eimi=
gung auf unſere Koſten erzielt wird und wir dann nachher unter
ſtarken Druck geſetzt würden, eine ſolche Formel anzunehmen,
wenn wir nicht als europäiſche Friedensſtörer angeprangert
wer=
den ſollen. Es iſt deshalb für alle Fälle gut geweſen, wenn die
deutſche Politik erneut mit allem Nachdruck erklärt hat, daß
unſere Stellung zu dem, was mit dem Begriff Oſt=Locarno
ver=
bunden iſt, ſich nicht geändert hat und daß nach wie vor in
Deutſchland überhaupt keine Regierung denkbar iſt, die ſich auch
nur einen Tag halten könnte, wenn ſie freiwillig die
Exiſtenz=
berechtigung des Korridors anerkennen würde.
Sämtliche Kabinette Europas kennen dieſe Grundſtellung
der deutſchen Politik. Sie werden aber vermutlich deswegen ihre
Abſichten nicht aufgeben, ſchon weil Frankreich es ausgezeichnet
verſteht, die Abrüſtung mit der Sicherheit auch im Oſten zu
ver=
koppeln. Entſcheidungen freilich ſind in nächſter Zeit wohl kaum
zu erwarten. Die Dinge ſind alle im Fluß, noch hat ſich ein
greifbarer Kern nicht herauskriftalliert, ſchon weil die
Regierun=
gen der europäiſchen Großmächte in ſich nicht mehr feſt genug
verankert ſind, um Politik auf ſo weite Sicht treiben zu können.
Die Wahlen werfen eben doch ſchon ihre Schatten voraus. Im
April und Anfang Mai wird Frankreich an die Urne gehen:
ihm folgt dann England und ſpäter Deutſchland. Und erſt das
Ergebnis dieſer Wahlen wird die Grundlage bilden, auf der
dann die Verhandrungen über die künftige Neuſchichtung
Euro=
pas fortgeſetzt werden.
Geite 2
Der Fall Kolbe.
Unbaltbare Vorwürfe.
Berlin, 20. Dezember.
Das Reichswehrminiſterium gibt bekannt: „Der Kreuzer
„Berlin” lag Ende Novenber einige Tage vor Eckernförde zur
Ergänzung ſeiner Ausrüftung für die Auslandsreiſe. Beim
Kommandanten des Kreuzers „Berlin” war von dritter Seite
augeregt, dem Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen
Ge=
legenheit zu geben, die neuen Einrichtungen des Kreuzers „
Ber=
lin” anſehen zu dürfen. Der Kommandant fragte bei der ihm
vorgeſetzten Dienſtſtelle an, ob dagegen Bedenken beſtänden. Da
von dort Einwendungen gegen den Beſuch nicht erhoben wurden,
wurde der Anregung Folge gegeben und der Beſuch fand am
94. November um die Mittagsſtunde ſtatt. Nachdem der Gaſt
einige Einrichtungen des Schiffes in Augenſchein genommen
hatte, folgte er der Einladung des Komwandanten zur
Teil=
nahme an ſeinem Mittageſſen in der Kommandantenkajüte, bei
dem außer den beiden Herren nur noch zwei Offiiziere zugegen
waren. Kurz nach 2 Uhr verließ der Großadmiral den Kreuzer
und richtete, als er an einem Teil der dienſtlich auf Deck
beſchäf=
tigten Mannſchaften vorbeiging, einige Worte an dieſe, in denen
er kediglich in bezug auf ſeinen eigenen Aufenthalt in Oſtaſien
den Ausreifenden glückliche Heimkehr wünſchte. Bei dieſer
Sach=
lage iſt das Verhalten des Kommandanten des Kreuzers „
Ber=
lin” nicht zu beanſtanden, da er gegen die Beſtimmungen nicht
verſtoßen hat. Gegen den für die politiſche Zweckmäßigkeit des
Beſuches verantortlichen Inſpektor des Bildungsweſens iſt das
Erforderliche veranlaßt.
* Das große Keſſeltreiben gegen den Kommandanten des
Kreuzers „Berlin” Kapitän Kolbe, der beſchuldigt wurde, daß
er durch den Empfang des Prinzen Heinrich an Bord ſeines
Kreuzers monarchiſtiſch=hohenzolleriſche Umtriebe zum mindeſten
unterſtützt hätte, iſt kläglich zuſammengebrochen. Kapitän Kolbe
hat ſich in ſeinem Bericht vor dem Reichswehrminiſter glänzend
gerechtfertigt. Die Anklagen gegen ihn haben jeden Halt
ver=
loren, ſo daß er inzwiſchen bereits den Befehl erhalten hat, an
Bord ſeines Kreuzers zurückzukehren, um das Kommando wieder
zu übernehmen. Was aus dem ganzen Tarbeſtand übrig bleibt,
iſt lediglich, daß Prinz Heinrich den Kreuzer „Berlin” beſucht
hat, beim Kommandenten gegeſſen und beim Verlaſſen des
Schif=
fes lediglich drei Sätze ſprach, worin er darauf hinwies, daß er
früher auch in China geweſen ſei und den Matroſen gute
Heinp=
kehr wünſchte. Deswegen die Aufregung!
Es wäre zum Lachen, wenn der Hintergrund micht ſo bitter
ernſt wäre. Reichspräſident Ebert hat am 30. April 1923 eine
Flaggen=, Salut= und Beſuchsordnung erlaſſen, worin
Groß=
admiralen und Generalfeldmarſchällen eine Sonderſtellung auuch
bei außerdienftlichen Beſuchen zuerkannt worden iſt. Prinz
Hein=
rich iſt auch heute noch Großadmiral der deutſchen Marine. Da
er immer mit Leib und Seele Soldat geweſen iſt, war es
be=
greiflich, wenn er den Wunſch äußerte, ſich einmal das Schiff
anzuſehen. Kapitän Kolbe iſt vorſichtig genug geweſen, ſich
Rückendeckung zu verſchaffen. Die „Berlin” iſt Schulſchiff und
unterſteht dem Inſpektor des Bildungsweſens Kapitän Wülfing
von Ditten — der, nebenbei bemerkt, übvigens vor Kapitän
Kolbe Kommandant der „Berlin” geweſen iſt. Ob er wieder
beim Chef der Marineleitung rückgefragt hat, iſt noch nicht ſicher.
Jedenfalls hat er die Anwort erteilt, daß gegen einen Beſuch
des Prinzen keinerlei Bedenken beſtänden. Kapitän Kolbe kann
daher keinen Vorwurf treffen. Uebrig bleibt die Frage — die
Unterſuchung gegen den Inſpektor des Bildungsſpeſens geht jetzt
weiter —, ob es wirklich nötig war, deswegen einen führenden
Offizier von ſeinem Kommando abzurufen und nach Berlin zu
holen. Man ſollte doch ſagen, daß ein ſolcher Bericht auch ebenſo
gut ſchriftlich oder telegraphiſch eingeholt werden konnte. Es
ſcheint aber, als ob der Reichswehrminiſter Geßler durch den
Entrüſtungsſturm der linksſtehenden Preſſe eingeſchüchtert
wor=
den iſt und geglaubt hat, ein Exempel ſtatuieren zu müſſen. Der
Ausgang iſt für ihn einigermaßen peinlich. Er hat den ſtarken
Mann ſpielen wollen, und als er näher zufah, kein Objekt
ge=
funden, an dem er ſeine Kräfte auslaſſen konnte. Hoffentlich
wird nicht nur der Reichswehrminiſter die Lehre ziehen, daß es
künftig klüger iſt, nicht auf jedes Senſationsmärchen
hereinzu=
fallen, ſondern zunächſt den beweisbaren Tatbeſtand feſtzuſtellen.
Wir würden uns nicht wundern, wenn am Ausgang der
Geſchichte von neuem der Rücktritt des Reichswehrminiſters Geß=
Von
Vormundſchafts= und Jugendrichter Franz Gros=Gießen.
(Nachdruck verboten.)
Weihnachten ſteht vor der Tür, das Feſt der Liebe und
Freude. Nur noch wenige Stunden liegen zwiſchen heute und
dem Heiligen Abend. Für die einen gehört die Krippe im Stalle
zu Bethlehem in das Reich der Fabel, für die anderen lag und
liegt in dieſer Krippe die Fülle aller Liebe. Die Kinder, ohne
Ausnahme, macht dieſer Gedanke ſelig. An dieſer Wahrheit iſt
nicht zu rütteln. Und ſelig iſt, wer ein Kind ſelig macht.
Wenn der Wald in die Stadt kommt, wenn an ſonſt ſo
düſte=
ren Ecken die Weihnachtsbäume ſtehen und der Hand harren,
die ſie nach Hauſe trägt, wenn die Läden und Auslagen ſich
ſchmücken und des Abends in glänzendem Lichte erſtrahlen,
dann ſieht man ſo viele unſerer Kleinen auf den Straßen in die
Märchenwelt hineinlugen, in dieſe nahe und doch oft vielen ſo
unerreichbar ſerne Wunderwelt. „Mutter, kauf” mir dies
„Mutter, kauf” wir das.” Und die Mutter ſpricht vielleicht:
„Das Chriſtkind wird dir’s bringen! . . . vielleicht.”
Doch wir Großen gehen wohl mit anderen Augen durch die
Straßen und Gaſſen, durch die ſich die Menſchen drängen. Von
ganzem Herzen gönnen wir den Kleinen das Sichverſenken in
die Zauberwelt der Spielwarenläden und ihres Flimmers. Wer
aber ein ernſtes Amt zu verwalten hat, ſchaut tiefer, ſchaut —
Gott ſei’s geklagt — zu gleicher Zeit ſoviel Not um ſich her, denkt
an die vielen, die kein fröhliches Weihnachtsfeſt feiern können,
und der Vormundſchaftsrichter denkt vor allem an die
verlaſſe=
nen — Kinder und Mütter.
Es iſt mir heilige Pflicht, einmal von ihnen zu ſprechen, und
wenn nur einer einzigen Mutter, einem einzigen Kinde
hier=
durch geholfen würde und ich erführe das, wie wollte ich mich
freuen, daß ich einem der Aermſten eine Weihnachtskerze damit
angezündet hätte.
Es iſt Amtstog. Auf dem Flur des Gerichtsgebäudes oder
im Vorzimmer harren ſchon in der Morgenſtunde gar manche,
oft gar viele, die, wie ſie ſagen, zum „Obervormund” wollen.
Frauen und Männer, erſtere meiſt in der Ueberzahl. Der eine
will nur einmal das zur Aufwertung angemeldete geſperrte
Spaxkaſſenbuh mit ſeiner oft ſo kleinen Einlage vorlegen, um
etliche Mark abheben zu können, um noch ein „Chriſtkind” zu
kaufen. Die anderen kommen und klogen, daß der „Vater” ſeine
Pflicht gegen ſie und ſeine „Familie” nicht erfülle.
Ihre Klagen ſind unerſchöpflich. Wollte man die der armen
Frauen alle aufzählen — es wäre wohl ſchwerer, den Beginn als
das Ende der unzähligen Einzelheiten zu finden. Nichts
Be=
ſammernswerteres gibt es auf der Welt als den Menſchen. Das
Krankenhaus und die Gerichtsſtube ſind die Stätten, wo ſich die
Zeugen dieſer griechiſchen Dichterweisheit in Hülle und Fülle
finden.
Mittwoch, den 21. Dezember 1927
Vom Tage.
Bei ben geſtrigen Verhanölungen zwiſchen den Gewerkſchaften der
Eiſenbahner und der Reichsbahn=Hauptverwaltung
hat dieſe die Forderung nach einer beſonderen
Weihnachtsbei=
bilfe aus allgemeinen finanziellen Gründen abgelehnt.
Der Chef der Marineleitung Admiral Zenker hat
au=
läßlich des Verluſtes des amerikaniſchen U=Bootes „S. 4: der
ameri=
kaniſchen Marine durch Vermittelung des hieſigen amerikaniſchen
Marineattachés ſein und der deutſchen Marine Beileid
ausgeſprochen.
Für die erſte Januarhälfte iſt eine Ausſprache
zwi=
ſ chen Dr. Streſemann und dem litauiſchen
Miniſter=
präſidenten Woldemaras vorgeſehen, um vor allem die
Han=
delsvertragsverhandlungen einer Löſung näherzubringen, bei denen auch
die Memelpolitik Litauens eine Nolle ſpielt.
In Odeſſa iſt eine monarchiſtiſche Organiſation
entdeckt worden, die ſich Leibwache Nikolaf Nikolaſewitſchs nennt.
Die Organiſation beabſichtigte Anſchläge gegen Eiſenbahnzüge,
Spren=
gung von Eiſenbahnſtellen und tewroriſtiſche Akte gegen Beamte der
Sow=
jetregierung. Sämtliche Mitglieder der Organiſation wurden verhaftet
nud dem Gericht übergeben.
ler ventiliert würde. Das hängt aber damit nicht zuſammen.
Es iſt ja bekaunt, daß Herr Geßler ſeit Jahr und Tag amtsmüde
iſt und im Vorjahr nur auf ausdrücklichen Wunſch des
Reichs=
präſidenten ſein Amt weiter übernahm. Er hat auch in letzter
Zeit wieder ſolche Aeußerungen getan, namentlich im
Zuſam=
menhang mit der Ablehnuug des Panzerkreuzers durch den
Reichsrat. Daß der Wehrminiſter zurücktreten würde, falls der
Reichstag ebenfalls ſo entſcheidet, iſt eine Selbſtverſtändlichkeit,
da das eine politiſche Niederlage wäre. Er wird aber auch
ſach=
lich ſich mit ganzer Entſchiedenheit für den Panzerkreuzer
ein=
ſetzen mit Rückſicht gerade auf die Beziehungen im Oſten. Nach
Auffaſſung aller Sachverſtändigen kann das Gleichgewicht ohne
einen ſolchen Kreuzer gar nicht aufrecht erhalten werden. Gegen
wen richtet ſich der fieberhafte Ausbau des polniſchen
Kriegs=
hafens Gdingen bei Danzig denn? Kommt es einmal hart auf
hart, dann würde Polen von da aus nicht nur jede Verbindung
mit Danzig, ſondern auch mit Oſtpreußen abſchneiden. Darum
müſſen wir unſere geringen Verteidigungsmöglichkeiten ausmutzen.
Der abgelehnte Kreuzerbau und ſeine Folgen.
* Verlin, 20. Dezember. (Prw.=Tel.)
Das Reichskobinett und das Preußenkabinett wverden ſich am
Mittwoch nächſter Woche gemeinſam zu einer Sitzung
zuſammen=
ſinden, in der Hilfsmaßnahmen für das abgetrennte Oſtpreußen
beraten werden ſollen. Man iſt ſich im Reich und in Preußen
darüber einig, daß für die innere Notlage Oſtpreußens, die
durch ſeine Abfchnürung vom Reiche herrührt, irgend etwas
ge=
tan werden muß. Es iſt aber unbedingt notwendig, daß die
bei=
den Kabinette auch ernſtlich bedenken, wie leicht die Maßnahmen,
die für die kulturelle und wirtſchaftliche Hebung Oſtpreußens
getroffen werden follen, durch irgendeinen gewaltſamen Eingriff
von außen gegen das ſchutzloſe Oſtpreußen, illuſoriſch gemacht
werden können. In dieſem Zuſamenhang gewinnt die
Ab=
lehnung des Reichsrates zur Bewilligung der Summe für den
Bou eines Panzerkreuzers, der uns nach dem Verſailler Vertrag
geſtattet iſt, erhöhte Bedeutung. Ganz abgeſehen davon, daß
durch die Streichung des Baues im Etat der Triumph der Väter
des Verſailler Vertrages vergrößert wird, wird praktiſch auch die
Möglichkeit zur Aufrechterhaltung der Marinewerften genommen.
Was das bedeutet in einer Zeit der Arbeitsloſigkeit, dürfte ohne
weiteres klar ſein. Auch Dr. Geßler hat im Reichsrat vergeblich
verſucht, den Vertretern der Länder klar zu machen, daß, wie
ſchon oben erwähnt, der Bau von Kriegsſchiffen wegen
Siche=
rung des Seeweges nach Oſtpreußen unumgänglich notvendig iſt.
Die Oftſee iſt durch die erzwungene Abtrennung Oſtpreußens
vom Reiche und die damit verbundene Unterbindung des
Land=
verkehrs nach Oſtpreußen mehr als vorher Intereſſenſphäre
Deutſchlands geworden und hat damit den ohnehin infolge des
Verſailler Diktates geringen Schutz des deutſchen
See=
verkehrs, beſonders bei den unſtabiliſierten Verhältniſſen im
Oſten, bitter nötig. Der Wert der deutſchen Flotte
liegt unter den gegenwärtigen Verhältniſſen
hauptſächlich in dem Schutz der
Handelsbe=
iehungen. Sollte einmal es zu kriegeriſchen Verwicklungen
im Oſten kommen, oder guch nur ein Handelskrieg dort
aus=
brechen, würde ſich die Verweigerung des Kreuzerbaues bitter
rächen.
Und in der Gerichtsſtube fteht auch neben der unglücklichen
Frau das verlaſſene Mädchen. Und ſteht das vaterloſe, in das
Leben geſetzte Kind. Mit ſeinem mehr als ungewiſſen Schichſal.
Wo iſt der Vater? Schlägt ihm nicht das Gewiſſen in dieſer
ſtillen heiligen Weihnachtszeit, da er ſich daran erinnern ſollte,
daß er ſelbſt einſt ein Kind war? Und daß dieſes Kind — ſein
Kind — irgendwo in ſtunmem Verlangen die leeren, bittenden
Hände nach ihm ausſtreckt? Wie gerne möchte doch jeder
Be=
rufene ſolch einſamen Kindern helfen! Und es könnte ihnen
geholfen werden, wenn die „Väter”, die es angeht, gerade in
dieſer heiligen Weihnachtszeit eimmal tiefernſte Einkehr bei ſich
halten wollten.
In den Blättern erſcheinen jetzt die „Weihnachtsgeſchichten”
in denen, o Wunder, ausgerechnet am Weihnachtsabend etwa
der bisher vermißte Vater „zurückkehrt”. In tauſend Fällen
lie=
gen dieſen rührenden Erzählungen ebenſolche Fabeleien
zu=
grunde. Der Richter aber ſieht die Welt, wie ſie iſt, nicht wie ſie
ſein könnte. Nichts Menſchliches, ja Allzumenſchliches, bleibt ihm
dabei fremd. Und da faßt ihn oft der Menſchheit ganzer
Jam=
mer an, wenn er ſieht, wie ſo viele „Väter” das eigene Kind der
ſeligmachenden Weihnachtszeit berauben. Wo wäre unter allen
dieſen auch nur einer, der von ſich ſagen möchte: „Ich bin
glück=
lich, weil ich meine Vaterpflicht nicht erfülle!” Seine eigenen
Freunde würden ihn verlachen, ſo er ſolches behaupten wollte.
Was hält aber manchen von der Erfüllung ſeiner Pflichten
zu=
rück? Bei dem einen iſt es die Selbſtſucht oder der Leichtſinn,
beim andern falſche Scham, faſt überall das fehlende Gewiſſen,
ſehr ſelten die Unmöglichkeit, den richtigen Weg der Pflicht
zu gehen. Ein jeder, den es angeht, weiß und kennt das richtige
Ziel. Auf dieſes richte er ſeinen Schritt.
Wo iſt der Volksgenoſſe, und ſei er auch ein „Weltkind”
man wird mich richtig verſtehen —, dem das Schickſal ſeines
Nachkommen gleichgültig wäre? So es aber doch ſo ſein ſollte,
wäre er beſſer ſelbſt niemals geboren worden. Ueber den
Er=
rungenſchaften der Technik, und ſeien ſie noch ſo vollendet und
wirtſchaftlich wertvoll, über der oft zweifelhaften Wiſſenſchaft
ſteht doch der Wert der in uns ſelbſt lebenden und wirkenden
Empſindungen, ſteht nicht das exakte Wiſſen, ſo ſehr es die
Technik fördert und Handel und Wandel hebt, ſondern die allein
wahres Menſchenglück verbürgende Herzensbildung. Sie
iſt es, die gerade in der Fetztzeit ſo oft in ihrem Werte verkannt
oder gar verlacht wird. Das merke ſich vor allem unſere reifere
Jugend.
Und wie oft beſitzt ſie gerade der „kleine Maun”, der ſich
der Not ſeines Kindes aunimmt — und wie oft ſogar der des
fremden —, es buchſtäblich in Windeln wickele, während
andere, die ihre Pflichten vergeſſen, denen der äußere „Nimbus”
aber alles iſt, aller Herzensbildung und damit aller
Herzens=
froheit bar ſind.
Herzensfroheit! Wann könnte ſie größer ms ſchöner
herrſchen als zur Weihnachtszeit?
Weihnachtszeit ſei in dem Sinne, den ich hier meine, Her=
zensbildungszeit.
Nummer /
fenidel
Die ungültigen Wahlen
in Mecklenburg=Strelitt
Konflikt zwiſchen Miniſierium und Lau
Neuſtrelitz, 20. Dezig
Das Mecklenburg=Strelitzſche Miniſterium hatte gend,
einer Belanntmachung auf Grund eines Urteils des ua
gerichtshofes die am 3. Juli 1927 erfolgte Landtago
für ungültig erklärt und die Befugniſſe des
Landtu=
der neugewählte Landtag zuſammentritt, dem Landesos=
der von dem auf Grund der Wahl vom 8. Juli 1923
Landtag ſeinerzeit beſtellt worden war, übertragen. Ge
Regierungsbekanntmachung wendet ſich heute ebenfallz"
Gie
genliehe ſio
amtlichen Bekanntmachung in der Landeszeitung für beiſe,
heiſtet.
lenburg der Präſident des Mecklenburg=Strelitzſchen 94
gt
Dr. Foth. Er weiſt darauf hin, daß das Urteil des 79
bamerilt
gerichtshofes es ausdrücklich dem Lande überlaſſe, die 8
gen aus ſeinem Spruch ſelbſt zu ziehen. Das berufene O,0,
MN
Landes hierzu ſei nach § 21 des Landesgrundgeſetzes
A Ae
mit ſeinenl
der bis auf weiteres beſtehende Landtag, der allein beu
a e
über ſeine Auflöſung zu beſchließen. Der Präſident betnn
zaurfreich und
ter, daß auch die Einſetzung des früheren Landesazuſ
keine verfaſſungsmäßige Grundlage habe, weil deſſen Gxu
au ne
Mndug anſche
am 8. Juli 1927 endgültig und unwiderruflich erloſchen F10
Schluß erklärt der Präſident, daß die bereits erfolgte 00
Uu Me Geinl.
fung des Landtags für Donnerstag, den 22. Dezember.
uch bi M
ſtand bleibt.
zutreich allrorts
Hu net
Wahlbeeinfluſſungsklage auch gegen Dt
znheit gehaltenel
fir dum auch
burg=Schwerin.
Vertrag übertral
Roſtock, 20. Dezzu
Hu underen Zwe‟
Der frühere Landtagsabgeordnete Hildebrandt aus 9
Subenfrage zwiſchen
m nach immer ſc
Führer der Nationalſozialen in Mechlenburg=Schwerin.
ſtüſchen Aktion. E.
heute vormittag einem Preſſevertreter, nach dem nunml
üichen Lage, der
folgten Urteilsſpruch des Staatsgerichtshofes bezüglich An
faſſungswidrigkeit der Wahlrechtsänderungen in Heſſeng
Funder beherrſcht.
burg und Mecklenburg=Strelitz würden die mecklenburg=ſiſch
Midie kommend
ſchen Nationalſozialiſten die Klage gegen Mecklenburg=Sch
eralliierte S
beim Staatsgerichtshof einreichen.
berlauf und ein
Die ſächſiſche Regierung zur
Frag=
der Gültigkeit der Landtagswahlen
Die ſächſiſche Regierung ſtellt zur Entſcheidung des
gerichtshofes über die Gültigkeit der Wahlvorſchrift in dan
dern Heſſen, Hamburg und Mechlenburg=Strelitz feſt, Kſſy mtin den IIn
Urteil nur mit Bezug auf die ſtreitenden Parteien Rechtssi
haben könne, daß aber die Rechtsverhältniſſe in anderen Dm lmerila ganz außel.
wie zum Beiſpiel in Sachſen, von der Entſcheidung nicht 10
würden. Die ſächſiſchen Vorſchriften forderten in Ueberun
mung mit den Vorſchriften der Reichswahlgeſetze vom 1.h0 inm Bericht des
138. März 1924 im Höchſtfalle nur 500 Unterſchriſten. tuzöſchen Bolſch
Rechtsauffaſſung hinſichtlich der Kautionsſtellung richtig /
in hohem Maße zweifelhaft. Falls auch für Sachſen wickln / nicht, in dem die
warten ein ungünſtiges Urteil gefällt werden ſollte, ſo ſy=/ ninen Vertra
ud. Dieſer Entt
nach Anſicht der ſächſiſchen Regierung damit noch nicht dic
tigkeit der auf Grund der ſächſiſchen Wahlvorſchriſtern / dar, als von Fr
31. Oktober 1926 durchgeführten ſächſiſchen Landtagswahle) /1 mation des „Nehl
neint werden. Im übrigen entſcheide auf Grund der ſächzi/ /Abſchnitten, deren e
ſeien berpflich
Landesverfaſſung der Landtag über die Gültigkeit der Lamuf
greifen, Krieg
innte, wenn de
inem großen G
in würde und
Beziehungen der
Ane Zweifel hatte 7.
hinkrete Beſtim
ſeiſen. Für Fran
janzpolitiſche Bed=
Nunmehr hat
Raltangebot Stellun
wahlen.
hoheitsgebiet
Die Ortslohnzuſchläge der Reichsbahn undeFsltenden. Dieſe Ve
hedingungen eines
Durch die geſtern abgeſchloſſenen Verhandlungen iEln
Neuregelung der Ortslohnzuſchläge der Reichsbahnarbeiten
men ſchätzungsweiſe 65 Prozent der Arbeiter in den Gen=
Lohnerhöhung, die zwiſchen 1 und 6 Pfennig pro Stum.
trägt und rückwirkend mit dem 1. November in Kraft tritt
die Neuregelung der Ortslohnzuſchläge für die Reichspoſtan
iſt abgeſchloſſen. Sie bringt ab 16. Oktober für einige I
Orte Erhöhungen um 2 bis 7 Prozent, was eine Verbeſie
der Stundenlöhne von 1 bis 5 Pfennig bedeutet. Auch
Reichsarbeiter iſt mit rücwirkender Kraft ab 16. Oktob?
neue Vereinbarung getroffen, durch die die Stundenlöhig
Erhöhung von 2 bis 4 Pfennig erfahren.
mitt heißt es, d
ſchiedsverfah
nitte 3 und 4 b
indung des
ſit der Kompet
ders wird noch
er Natur, abe
brungsfragen
higen gemacht.
werika noch in ein
wendung der Mor
2. Frenſſen als Reformator.
Von D. Dr. M. Schian.
Frenſſens neues Buch berichtet, deutet, ſchildert. W.
tut nehr: es kämpft. Noch in keinem ſeiner Bücher habes/
Kampfesſtimmung ſo deutlich geſpürt wie in dieſemt. Dien
beleien” konnte man mit Recht mit dieſem Namen nenneſſ
„Möden und Mäuſe” grübeln nicht.
Es wird dem Leſer leicht deutlich, daß Freuſſen ſehif
frieden iſt. Womit? Mit dem Staat und vielen ſeiner Ve
tungen, beſonders der Juſtiz, mit der Sitte, mit der Schl
der Kirche, mit dem Volk, mit dem preußiſchen Weſen.
noch mit anderen Dingen. Er ſagt, in ſeiner Jugend ſer
wilder Revolutionär geweſen, ſpäter nicht mehr. Die *
heit iſt ihm in jungen Jahren verkrüppelt und krank erſo‟
ich glaube, ſie erſcheint ihm auch heute noch ſo.
Nun weiß ich keinen ernſten Menſchen, der mit allen”
um ihn iſt, zufrieden wäre Und wenn einer es ware,
das nur ein Beweis dafür, daß er keine rechten Maßſtae
Längſt nicht der Schlechteſte iſt, wer auch eimal mit InA
Wort dreinfährt. Und Dank gebührt jedem, der am *.
mitarbeitet. Wer zu ſolchen gewaltigen Scharen im Voln!
wie Frenſſen, der muß irgendwie vorwärts helfen wollern
wpäre er ſeiner Aufgabe nicht gewachſen. Oder ſollen die
nur ein bißchen Schmuck des Lebens geben? Oder gar
nn=
ein paar lange Stunden hinweghelfen? Aber freilich: *
ſchivere Verantwortung auf dem, der führen will.
Frenſſen iſt in H
Das macht etr
Nicht teil an Feh
Geſchichte ſei er
R Mag es denn
ſehr unzufrieden
innerlichen Unh
eit der regierend
M i9 gehöre, nit
er doch ſi
Für das Grundunglück unſeres Volkes hält Frenſll
Sentimentalität, den ſüßlichen Idealismus. Dac
Eigenſchaften vorhanden ſind, ſtimmt; daß Frenſſen ſie
freut mich. Aber ſind ſie das Grundungluck? Beſtime
unſere Volksart auch jetzt noch? Sind ſie ausſchlaggebem”
müßte doch andere Eigenſchaften hinzunehmen: die Prinſa
haftigkeit, die Reigung, zu theoritiſieren. Man mußie
ſcheiden: große, weite Teile des Volkes haben die See W
talität abgeſtreift oder in den Winlel gedrängt. Meis
Frenſſen iſt mit jener Kriegserklärung etwas einſeitſc.
W.
Es iſt übrigens durchaus nur der ſüßliche Foeg.4
den Frenſſen bekämpft. Als Ertrag des Zuſammenhruch”
dem Krieg ſieht er dies an: das deutſche Volk wird nace
fünfzig, nach hundert Jahren ein anderes ſein. Sein Je‟
mus wird wieder erſtehen. „Aber er wird allerdings Veſl
gründet ſein, realer, herber, kälter, klaräugiger, vorſichlis.
weglicher, europäiſcher, weltklüger. Und das wird kein."
ſein.” Ich möchte gern noch hinzufügen: reiner, wäNls."
lich gehaltener. Und noch Anderes. Aber ſonſt — ein. 9
ziel, das der Arbeit wert iſt.
an
DiS Aait
euht ei
Nenſe
Eer
iM
ns franzöſiſche Pakt=Angebot
an Amerika.
herika gegen die Fortſetzung der alten
Kriegs=
umdſchaft und gegen die Gewährung
beſon=
tem Vergünſiigungen in der Schuldenfrage
* Berlin, 20. Dezember. (Priv.=Tel.)
wor längerer Zeit hat der franzöſiſche Außenminiſter Briand
armerikaniſchen Regierung ein Friedenspaktangebot gemacht
dms Amerika bisher offiziell nicht reagiert hat. Lediglich
mäf ielle Informationen und Preſſekommentare ließen erken=
)raß die Art, wie Briand ſich den Vertrag mit den
Ver=
yn n Staaten gedacht hat, wahrſcheinlich drüben auf recht
Gegenliebe ſtoßen wird. Der franzöſiſche Außenminiſter,
in Meiſter in der Ausnützung günſtiger Gelegenheiten,
ſſei n Angebot in der Zeit ergehen laſſen, als die Wogen der
hißiſch=amerikaniſchen Freundſchaft anläßlich des Legionär=
und des Beſuchs zahlreicher ehemaliger amerikaniſcher
ſoi äre in Frankreich wieder einmal recht hoch gingen. Briand
zlerte mit ſeinem Vertragsangebot offenſichtlich ein doppeltes
Er wollte einmal die freundſchaftlichen Beziehungen zwi=
Frankreich und den Vereinigten Staaten auf
vertrags=
ger Grundlage für alle Zeit feſtgelegt wiſſen und dachte ſich
Bindung anſcheinend in der Form einer Verewigung der
En e, wie ſie im Kriege geſchaffen worden iſt. Den Anlaß
zuſa auch bis zu einem gewiſſen Grade die Feſtlichkeiten, die
üfrankreich allerorts zum würdigen Empfang der
amerika=
zugfe! Legionäre veranſtaltet wurden. Den Geiſt der bei dieſer
ögrnheit gehaltenen Reden wollte der franzöſiſche
Außen=
mſter dann auch feierlichſt in den mit Amerika
abzuſchließen=
wYertrag übertragen. — Briand verfolgte aber auch noch
zu anderen Zweck. Trotz der proviſoriſchen Regelung der
Süwenfrage zwiſchen Frankreich und Amerika ſteht dieſes
Pro=
ioch immer ſchickſalsſchwer im Hintergrund einer jeden
zfſchen Aktion. Es iſt ſogar der Angelpunkt der geſamten
wſthen Lage, der die Beziehungen der beiden Staaten
zu=
inder beherrſcht. Für Frankreich lag es nahe, zu überlegen,
hde kommende Auseinand erſetzung über das
u: alliierte Schuldenproblem einen anderen
lhauf und einen anderen Ausgang nehmen
inſte, wenn der Schuldnerſtaat Frankreich mit
wemgroßen Gläubiger beſonders gut Freund
eſwürde und wenn ein beſonderer Freundſchaftsvertrag
iSt ziehungen der beiden Staaten zueinander regeln würde,
1E Bweifel hatte Frankreich aber auch noch die Abſicht
ſoki:ete Beſtimmungen über die Schuldenfrage
yn ſen den künftigen Vertrag aufnehmen zu
ſa en. Für Frankreich hätte alſo ein ſolcher Vertrag mit
ſrida ganz außerordentliche allgemein= und darüber hinaus
rzwolitiſche Bedeutung gewinnen können.
ſtnnmehr hat das amerikaniſche Staatsdepartement nach
ilm? Bericht des „New York Herald” zu dem franzöſiſchen
fan gebot Stellung genommen. Staatsſekretär Kellogg hat dem
riſgöſſiſchen Botſchafter Claudel einen Vertragsentwurf
über=
gei, ſün dem die amerikaniſchen Bedingungen für
ſteir Vertragsabſchluß mit Frankreich enthalten
um MDieſer Entwurf ſtellt ſich jedoch in etwas anderem Lichte
ral.=8 von Frankreich erwartet wurde. Nach einer
Infor=
nr des „New York Herald” beſteht der Entwurf aus vier
Enl=tten, deren erſter die vertragsſchließenden
Par=
eu verpflichtet, keinesfalls einander
anzu=
erſgen, Krieg zu erklären oder Truppen in das
yeſitsgebiet des Vertragspartners zu
ent=
u n. Dieſe Beſtimmungen entſprechen alſo den üblichen
heig ungen eines Nichtangriffsvertroges. Im zweiten Ab=
Lſmt heißt es, daß politiſche Differenzen einem
aeldsperfahren unterworfen werden ſollen. Die
ctnitte 3 und 4 beſchäftigen ſich im einzelnen mit der
An=
viſedung des Schiedsgerichtsverfahrens und
iſideer Kompetenz der Schiedsgerichtshöfe.
Be=
oſſrr) wird noch feſtgeſtellt, daß Fragen
innerpoliti=
qh:!Natur, aber auch Zolltarif= und
Einwan=
eiigsfragen nicht zum Gegenſtand von
Ver=
unſan gemacht werden dürfen. Schließlich behält ſichk
mina noch in einem beſonderen Anhang alle Rechte aus der
Iheydung der Monroe=Doktrin vor.
Mittwoch den 21 Dezember 1927
Wenn auch dieſe Beſtimmungen lediglich das übliche
darſtel=
len, was auch zwiſchen europäiſchen Staaten abgeſchloſſene
Schiedsgerichtsverträge enthalten, ſo macht Amerika in einer
beſonderen Interpretationsklauſel noch ſeine Auffaſſung dahin
klar, daß der Vertrag keinerlei
Sonderbeſtim=
mungen enthalten dürfe, die nur auf Frankreich
allein Anwendung finden könnten, und daß
ähn=
liche Verträge jederzeit von Amerika auch mit
anderen Staaten abgeſchloſſen werden können.
Im großen und ganzen dürfte denn auch dieſes Angebot
Ame=
rikas Frankreich ziemlich enttäuſchen. Der Hinweis darauf, daß
der Vertrag keinerlei Sonderbeſtimmungen enthalten dürfe, iſt
ein deutlicher Wink an die Adreſſe Frankreichs, daß Amerika
weder von der Fortſetzung der alten
Kriegs=
freundſchaft noch von der Gewährung
beſonde=
rer Vergünſtigungen in der Schuldenfrage
etwas wiſſen will. Wenn dieſe Stellungnahme Amerikas
auch im allgemeinen der in den letzten Jahren eingenommenen
Haltung des Waſhingtoner Staatsdepartements entſpricht, ſo
dürfte ſie in Paris doch wie eine kalte Duſche wirken, zumal
Amerika durch die Feſtſtellung, daß der neue Vertrag als
Fort=
ſetzung des Anfang Februar ablaufenden alten
Schiedsgerichts=
vertrags gelten ſoll, deſſen Charakter bereits genügend
um=
ſchrieben hat.
Die franzöſiſch=ruſſiſche Wiederannäherung.
EP. Paris, 20. Dezember.
Wie der Präſident der franzöſiſch=ruſſiſchen Kammergruppe
Philippoteaux mitteilt, wird der neuernannte Sowjeibotſchafter in
Paris bald nach ſeinem Eintreffen ein Referat über die
ruſ=
ſiſche Politik gegenüber Frankreich halten. In der
Schuldenfrage ſei man zu einer Einigung auf
ſol=
gender Grundlage gekommen: In den erſten zehn Jahren
würde Frankreich ſich mit beſchränkten
Induſtrie=
krediten an Rußland einverſtanden erklären, ober als
Pfand Petroleumkonzeſſionen im Kaukaſus
for=
dern. Es ſei ſehr zu wünſchen, daß ein franzöſiſch=
ruſ=
ſiſcher Handelsvertrag abgeſchloſſen werde. Frankreich
ſei jetzt gegenüber Deutſchland und England im Nachteil,
beſon=
ders gegenüber dem letzteren, das die Beziehungen zu Rußland
abgebrochen, aber gleichwohl ſeine Handelsverbindungen verſtärkt
habe. Philippoteaux erklärte außerdem, er glaube an die
Mög=
lichkeit eines franzöſiſch=ruſſiſchen
Garantie=
vertrage8.
Tagung des Wirtſchaftskomitees
des Völkerbundes.
E.P. Genf, 19. Dezember.
Das Witſchaftskomitee des Völkerbundes hat ſich in ſeiner heutigen
Sitzung mit der Vorbereitung des Programms für die Konferenz
offiziel=
ler Statiſtiker, die im November nächſten Jahres ſtattfinden ſoll,
beſchäf=
tigt. Aufgabe dieſer Konferenz wird es ſein, gemeinſam ſtatiſtiſche
Me=
thoden feſtzuſetzen und die Frage der Producktionsſtatiſtiken in Angriff zu
nehmen. Ein ſpäter einzuſetzendes Komitee wird das endcfiltige
Pro=
gramm einer im November nächſten Jahres ſtattfindenden Konferenz zu
beſtimmen haben. Uebrigens iſt nach dem heutigen Meinungsaustauſch
bereits eine praktiſche Grundlage für die Zuſammenarbeit in den
betref=
fenden Fragen zwiſchen dem Wirtſchaftskomitee des Völkerbundes und
der Intermationalen Handelskammer geſchaffen worden.
Im weiteren Verlauf der heutigen Sitzung iſt auch die Frage der
Ausfuhrverbote für Knochen und Häute behandelt und beſchloſſen
wor=
den, die Vertreter aller an der Frage intereſſierten Länder einzuladen,
Anfang März nächſten Jahres in Genf zuſammenzukommen, um zu
einer vorläufigen Verſtändigung in dieſer Frage zu gelangen vor
der nächſten Sitzung der Konferenz für die Abſchaffung der Ein= und
Ausfuhrverbote, die im November 1928 ſtattfindet. Ein für dieſe Frage
ernanntes Sachverſtändigenkomitee ſetzt ſich zuſammen aus Nickl=Ungarn,
Clan=Dänemark, Poſthuma=Holland.
Außer mit dem Problem der Herabſetzung der Zolltarife hat ſich das
Wirtſchaftskomitee auch mit der Frage des Schutzes von Pflanzen und
Tieren in Vebindung mit der Notwendigkeit beſchäftigt, die nach dieſer
Richtung notwendigen Maßnahmen derart zu geſtalten, daß ſie für den
internationalen Handel das allergeringſte Maß von Hemmungen mit ſich
bringen. Für das Studium dieſes in ſeiner Wichtigkeit nicht zu
unter=
ſchätzenden Problems wurde ein Unterausſchuß ernannt, der ſich
zuſam=
monſetzt au.s Stucki=Schweiz, Dolezahl=Polen und Scüiller=Oeſterreich.
Seite 3
Die Vorgänge in China.
Japaniſche Truppenſendungen
nach Schantung?
EP. London, 20. Dezember.
Wie aus Tokio gemeldet wird, hat die japaniſche Regierung
wegen der Lage in der Provinz Schantung beſchloſſen,
nötigen=
falls die in Tſingtau befindlichen Marinetruppen nach Tſinanfu
zu ſchicken. In Tſingtau befinden ſich gegenwärtig zwei Kreuzer
und vier Zerſtörer mit 300 Marineinfanteriſten. Ferner wird
zurzeit in Saſebo ein Kreuzer mit 200 Mann Marineinfanterie
zum Auslaufen klar gemacht. In Hankau wurden
Hausdurch=
ſuchungen vorgenommen, da man eine kommuniſtiſche
Verſchwö=
rung entdeckt haben will, die am 1. Januar ausbrechen ſollte.
15 Kommuniſten, darunter 5 Frauen, wurden am Sonntag
ſtand=
rechtlich erſchoſſen; 17 Ruſſen befinden ſich noch in Haft.
Neuorientierung der japaniſchen
Wirtſcha’ts=
politik in der Mandſchurei und Mongolei.
Wie die Chineſiſche Nachrichtenagentur in Europa mitteilt,
hat der Generaldirektor der japaniſchen ſüdmanſchuriſchen
Eiſen=
bahngeſellſchaft, der vor einiger Zeit nach Tokio zurückkehrte, der
japaniſchen Regierung einen eingehenden Bericht über die
Geſell=
ſchaft erſtattet. Dem Inhalt dieſes Berichtes zufolge ſollen die
bisherigen Richtlinien, von denen ſich die japaniſche Regierung in
ihren Maßnahmen in der Mandſchurei und in der Mongolei
leiten ließ, grundlegend geändert werden. Vor allem ſollen alle
japaniſchen Unternehmen zweiten Ranges in dieſen Gebieten
nicht mehr die gleiche Förderung genießen wie bisher. So ſoll
zum Beiſpiel die Eiſenproduktion, die infolge der augenblicklich
billigen Welteiſenproduktion ſchwer mitkonkurrieren kann,
zurück=
geſtellt werden. Dagegen wurde beſchloſſen, die Kohlenproduktion
in den Bergwerken von Fuſhun durch weidgehende Verbeſſerung
der techniſchen Hilfsmittel und durch eine intenſivere Ausbeutung
möglichſt zu erhöhen. Für alle anderen zweitvangigen
Unter=
nehmungen ſollen beſondere Geldmittel nicht mehr zur
Ver=
fügung geſtellt werden. So wird es bei gleichzeitiger Anſpannung
aller Kräfte der einzelnen Unternehmungen möglich ſein,
jähr=
lich ungefähr 20 Millionen chineſiſche Dollar zu erſparen, die aus
ſchließlich den mandſchuriſch=mongoliſchen Eiſenbahnen zugute
kommen ſollen. (Die Hafenanlagen von Dairen, für die die
japaniſche Regierung große Geldmittel aufwendete, ſind vollendet
und bedürfen keiner weiteren Inveſtitionen mehr.) Man iſt ſich
an japaniſcher verantwortlicher Stelle darüber vollkommen im
klaren, daß ein großzügiger Abbau der japaniſchen Bahnen in
Nordchina außenpolitiſche Konſequenzen nach ſich ziehen muß.
Der japaniſche Generaldirektor beabſichtigt daher, in der
japani=
ſchon Hauptſtadt längere Zeit zu verweilen und auch die
General=
direktion der ſüdmanſchuriſchen Eiſenbahngeſellſchaft nach Tokio
zu verlegen, um eine engere Zuſammenarbeit mit der japaniſchen
Regierung zu ermöglichen. Ferner ſoll der zweite Direktor der
ſüdmanſchuriſchen Eiſenbahngeſellſchaft nach Peking entſendet
werden, um mit der nordchineſiſchen Regierung zu verhandeln.
Die neue Politik Japans in China wird demnach ihr
Haupt=
augenmerk auf den Ausbau der mandſchuriſch mongoliſchen
Eiſenbahnen richten und alle Probleme zweiten Ranges
zurück=
ſtellen. Zu dieſem Zwecke wird ſich die japaniſche Regierung mit
dem nordchineſiſchen Diktator Tſchangtſolin auseinanderſetzen
müſſen. Die neuen Richtlinien der japaniſchen Politik in
Nord=
china, die dem japa iſchen Miniſterrat vorgelegt werden ſollen und
auch ſchon größtenteils die Anerkennung der japaniſchen
Staats=
männer gefunden haben, ſind folgende: 1. Hevabſetzung der
kul=
turellen Ausgaben aller Art in der Mandſchurei und Mongolei
Verwendung der bezüglichen Geldmittel für Produktionszwecke
und für den Ausbau von Eiſenbahnen. 2. Induſtrien, die die
Entwicklung der Induſtrien des japaniſchen Mutterlandes
ge=
fährden (Konkurrenz) ſollen in der Mandſchurei und Mongolei
nicht mehr geförder: erben. 3. Zum Schutze der Intereſſen des
japaniſchen Handels in der Mandſchurei ſollen Geldinſtitute
ge=
ſchaffen werden, die den japaniſchen Kaufleuten zu billigen
Be=
dingungen Geld leihen, ſo daß auf dieſe Weiſe der Import
ja=
paniſcher Waren nach China erleichtert wird. 4. Der
wirtſchaft=
lichen Entwicklung der nördlichen Mandſchurei ſoll in Hinkunft
große Aufmerkſamkeit geſchenkt werden. Es ſoll feſtgeſtellt werden,
welche Bodenprodukte in dieſen Gebieten am beſten gedeihen, und
jährlich ſollen 600 000 japaniſche Arbeiter in der nördlichen
Mand=
ſchurei angeſiedelt werden, um dieſe Getreidearten anzubauen.
fnenſſen iſt in Holſtein geboren, als es noch däniſch war
18). Das macht etwas aus. Sein Volkstum — ſo ſagt er —
Fuiſcht teil an Fehrbellin, Leuthen und Leipzig. Nach Blut
un Geſchichte ſei er ein Großdeutſcher, ja ein Nordeuropäer,
Purmnag es denn wohl konmen, daß er mit dem Preußen
ſehr unzufrieden iſt, mit ſeiner dumpfhochmütigen Starr=
Einnerlichen Unbeweglichkeit, Ueberheblichkeit und
Schwer=
ſkaät der regierenden Schichten. Ich mag den Volksſtamm
m. ich gehöre, nicht gegen Frenſſen verteidigen; aber
ein=
eſtfft er doch ſicher auch hier. Wo bleiben die Vorzüge des
weüiſtahen Staates?
dr Schule iſt Frenſſen feind. Natürlich nicht der Schule
14h, aber unſerer Schule, wie ſie iſt. Er hat ſelber ſchlechte
mhmungen mit ihr gemacht. „Der ſchlechteſte Menſch, den ich
Ahn gelernt habe, war ein Lehrer von mir. Der ſchiefſt,
ſſich, den ich kennen geleint habe, war ein Lehrer von mir.
witzelſte Menſch, den ich kennen gelernt habe, war ein Lehrer
„ummkr.” Vielleicht haben ſich ſeitdem die Dinge geändert?
Gdar allerneueſten Schule ſpricht Frenſſen nicht; denn er ſetzt
ühſſein Buch die Jahreszahlen 1906—1920. Aber wenn er der
Ayt wäre, daß ſeine Reformwünſche jetzt verwirklicht ſeien, —
Bhi=tte es für Zweck, ſeine Anklagen aus früherer Zeit
nun=
brrucken zu laſſen? Die preußiſchen Volksſchulen wollten
uNünuch Frenſſen kirchlich=fromm, der Obrigkeit aus Religion
ſam, nationaliſtiſch machen. Das war nicht die reinſte Idee
MMenſchen, aber doch eine nicht unedle, klare Idee. Die
hüſce Schule hatte überhaupt keine Idee. Sie lehrte alles zu
9Aſcer Zeit und durcheinander: antike Religion und
Chriſten=
tuM Weltbürgertum und Nationalismus. Frenſſen will, daß
al übenitſchen Schulen einheitlich auf Goethe gegründet würden.
A Adgs zum Beiſpiel in den Volksſchulen geſchehen ſoll, ſogt er
SSo bleibt es bei wenigen ſcharf kritiſchen Aeußerungen
01Aernſte Klarheit.
ſoch ſchärfer ſteht Frenſſen gegen die Juſtiz. „Unſere
B Fleicht einer Stube, in der Bücher über Bücher, bis über
9 Wemſterrand, wirr durcheinander liegen. Man wird ſie eines
*mit langer Feuerzange hinauswerfen und die Stube
rei=
uI, uind nichts darin laſſen, als einen Stuhl und einen Tiſch,
Aauf dem Stuhl einen gütigen, klaren, mutigen und rechts=
9 Arten Menſchen, und auf dem Tiſch das Bild des Gekreuzig=
* Alnd der Mann wird richten nicht nach Büchern, ſondern
Meirnem Gewiſſen, das viel größer und viel feiner iſt als alle
1i0
Zr.”. Ich wundere mich über dieſe Forderung an ſich nicht.
* Hiſt die Forderung aller ſchlichten Menſchen, die von der
Plziertheit des Lebens und des Menſchen nichts wiſſen
2Parch nichts wiſſen wollen. Sie ſchreien nach dem
Natur=
häs das Naturrecht einmal nach der Natur — des Anderen
*eDst. Ich wundere mich auch an ſich nicht darüber, daß ich
hrenſſen leſe, daß in der deutſchen Juſtiz in ſehr viel, ja
den meiſten Fällen der Hauptſchuldige prinziviell und auto=
99 überſehen werde und unbeſtraft bleibe. Denn es iſt ja
leider wahr, daß die Mutter, die ihr Kind ſchon früh zum
Steh=
len anleitet, meiſt nicht beſtraft wird. Und doch wundere ich mich
auch wieder, und nicht wenig: denn ein Mann wie Guſtav
Frenſſen weiß doch etwas von der Kompliziertheit des Lebens,
von der rettungsloſen Subjektivität des Rechtsgefühls, von der
Unmöglichkeit, bei Uebung der Juſtiz die Verkettung und
Ver=
flechtung von Erziehung und Umwelt ſo auszuwerten, wie ein
raſches Schriftftellerurteil das wünſcht. Am meiſten aber
wun=
dere ich mich, daß Frenſſen will, daß jener gütige und klare
Mann auf dem Richterſtuhl auch — rechtsgelehrt ſein ſoll! Bücher
hinaus — aber rechtsgelehrter Richter? O, du Poet! — Nein,
dann nehmt lieber den berühmten „Mann aus dem Volk” und
laßt ihn richten. Es wird einige Freude geben und viel Seufzen
Und das Seufzen wird mit Schnelligkeit überhandnehmen, weil
der Richter in Berlin W. anders entſcheiden wird als in
Ber=
lin O., der in Neukölln anders als der im nächſten märkiſchen
Dorf, der in Ulrichſtein anders als der in Darmſtadt. Und
dann wird das Volk nach der Juſtiz rufen, die der Dichter
ver=
achtet.
Am Staat nagen Frenſſens Mäuſe nur nebenbei. So im
Zuſammenhang mit dem Kampf gegen die Juſtiz. Dann
natür=
lich kräftig. Und im Zuſammenhang mit dem Kampf gegen die
bürgerliche Sitte. Sonſt geht er am Staat vorbei. Gehen auch
wir lieber zum Hquptthema über. Das Hauptthema in Frenſſens
Reformgedanken iſt ſein Kampf gegen das, was er bürgerliche
Sitte nennt. Und bei „bürgerlicher Sitte” denkt er faſt
immer an das ſexuelle Gebiet. Wo Frenſſen auch ſchreibt
dies Gebiet vergißt er uirgends. In den „Möven und
Mäuſen” iſt unendlich oft davon die Rede. Und immer in dieſem
Sinn: „Es iſt klar, daß auf dieſem ganzen Gebiet ein muffiges
Getu” eine große Heuchelei im Schwange iſt. Das ganze ſexuelle
Gebiet iſt viel zu ſehr ins moraliſche eingewickelt. Es iſt aber
eine natürliche Sache wie Eſſen, Wachen, Wandern; und man
ſollte es ſo auffaſſen und nicht ſoviel Weſens davon machen.”
„Es ſcheint ſo zu ſtehen, daß die Stellung zum Weibe, überhaupt
das ganze ſexuelle Gebiet, mit Religion, Sittlichkeit, kurz, dem
ganzen zentralen Weſen und Wert eines Menſchen nichts zu tun
hat.” „Es iſt eine rein biologiſche Angelegenheit.” Frenſſen
ſpricht vom Recht der Natur. Er geſteht jedem Menſchen das
Recht auf ſexuelle Betätigung zu; auch jedem Mädchen. Wohl
findet ſich gelegentlich eine Andeutung der Gefährlichkeit dieſe=
Gebietes. Aber das bleibt Nebenſache. Die Hauptſache iſt ihm
das Recht der Natur auf Geſchlechtsverkehr wie auf Eſſen,
Trin=
ken, Wachen, Schlafen. Den Kampf für dies Recht betrachtet
Frenſſen anſcheinend als ſeine eigenſte Sache. Aeußerungen
da=
zu begegnen wir in den „Möven und Mäuſen” in gewaltiger
Zahl.
Wer das Thema, das Frenſſen ſo ſehr am Herzen liegt,
über=
denkt, wer es nach allen Seiten überdenkt, wer den Menſchen
kennt, wie er iſt, der wird, wie mir ſcheint, dieſen Kampf
Frenſſens doch nur mit Kummer anſehen können. Ja, es mag
manche Heuchelei und manches Getue mit unterlaufen: gibt es
überhaupt irgend etwas auf Erden, wobei ſich nicht Heuchelei
einniſtete? Ja, es mag manche Ungerechtigkeit des Urteils
vor=
kommen; und man wird das aufrichtig bedauern. Es wird auch
an wancher Stelle angeſetzt werden können und müſſen, um
zu=
beſſern und zu klären. Aber ſo, wie Frenſſen will? Natur?
Wie Eſſen, Trinken, Wachen, Schlafen? Nun, auch bei Eſſen und
Trinken heißt es Ernſt aufwenden und Zucht halten, damit
Natur nicht Unnatur werde, damit Eſſen nicht Freſſen, Trinken
nicht Saufen werde! Auf ſexuellem Gebiet aber liegen die Dinge
noch vielfach anders. Hier hat die Natur eine Schutzgrenze
ge=
zogen, von der Frenſſen nicht ſpricht und die er nicht beachtet
das Schamgefühl. Oder hält er das vielleicht für künſtlich
aner=
zogen, daher für falſch? Wenn er aber das Recht der Natun
vertritt, wie kommt er zu der ungeheuren, der Natur ins Ge
ſicht ſchlagenden Forderung, daß jede Frau, die ſich verheiratet,
olange die Empfängnis verhüten ſolle, bis ſie weiß, ob der
Mann redlich und wirtſchaftlich begabt iſt?! Wo bleibt da das
Recht der Natur? Nein, was Frenſſen hier rückhaltlos
pre=
digt mit einem faſt fanatiſchen Eifer, das iſt das Recht der
un=
gebundenen Sinnlichkeit, ſogar das Recht des Mannes auf
Mädchenjagd, wenn ſie nur „in guter Form” geſchieht, d.
„nicht überhaſtig, auch nicht grauſam, und nur auf jagdreifes
Wild” So wörtlich Seite 15. Und viele Stellen finden ſich,
die ähnlichen Sinn haben. Wir wiſſen, daß hier der
anfecht=
barſte, der bedenklichſte Punkt in Frenſſens Reformideen iſt. In
den „Möven und Mäuſen” führt er dieſen Kampf mit kraſſer
Einſeitigkeit, mit peinlicher Aufdringlichkeit. Er fragt, wie mam
verlangen könne, daß er von dieſen Dingen in ſeinen Büchern
nicht ſpreche; er könne das Leben doch nicht falſch zeichnen (was
Dickens getan habe). Aber ſo, wie er dieſe Dinge behandelt, ſo
kraß, ſo aufdringlich, ſo vordringlich treten ſie im wirklichen
Leben nicht auf. Durch dieſe Art gerade zeichnet er das
Leben falſch.
Frenſſens Kampf geht noch weiter. Ich aber will dabon
aufhören. Ich ſagte, „Möven und Mäuſe” ſeien alles andere,
nur nicht langweilig. Wer meinen Sätzen gefolgt iſt, wird mir
beipflichten. Reformer mit ſo ſcharfem Ton ſind nie langweilig
Aber — es kann dem Leſer leicht des Pfeffers im Gericht zu viel
werden.
Im übrigen: es iſt gut, daß Frenſſen mehr iſt als Reformer.
* Spuzze und Boſſe von Wilhelm Kaminſky. Soeben iſt das 4.
Bänd=
chen ſeiner Gedichte in Darmſtädter Mundaat „Spuzze und Boſſe”
er=
ſchienen. Das hübſche Bändchen iſt mit einem Bild des Verfaſſers nach
einer photographiſchen Aufnahme zu ſeinem 70. Geburtstag verſehen
und wird didurch für die Freunde Kaminſky’ſcher Lokaldichtung
beſon=
ders wertvoll. Durch all die Gedichte — es ſind etwa 30 in dem
Bänd=
chen vereinigt — geht ein köſtlicher Humor, hin und wieder mit einem
kleinen Einſchlag ſentimentalen Einſtes, wie dieſer bei jedem wahren
bumoriſtiſchen Dichter zu finden iſt, der nicht nur mit der Feder, auch
mit dem Herzen ſchreibt. Jedem Darmſtädter, ob jung oder alt, wird
das Bändchen eine willkommene Beigabe zum Weihnachtsgabentiſch
bieten.
Seite 4
Mittwoch, den 21. Dezember 1927
Nummer 32/
4 Von Perſailles zur Freiheit.
Der Pakt von Locarno ſollte die endgültige Befriedung
Europas anbahnen, und nach Locarno wurde der Eintritt
Deutſchlands in den Völkerbund zwangsläufig. Nun ſteht ohne
Zweifel feſt, wie in dieſen Spalten kürzlich wiederholt betont
wurde, daß die letzten Genfer Ergebniſſe in Deutſchland nicht
befriedigen konnten, aber wer wollte ſo töricht ſein, nach
Lo=
garno eine glatte und gradlinige Abwicklung der Streitfragen in
der großen und kleinen Politik zu erwarten. Die Behandlung
der Oſtfragen, der Stand der Abrüſtung und die Vornahme der
letzten Beſatzungsverminderung im Rheinland ſind gewiß dazu
angetan, in der deutſchen Oeffenulichkeit verſchieden beurteilt zu
werden. Was zum Beiſpiel die Zurückziehung der rund 8000
Maun aus dem beſetzten Gebiet anbelangt, ſo darf nicht
ver=
geſſen werden, daß bei der Ausnahmeſtellung, die das Mibitär
in Frankreich einnimmt, jede franzöſiſche Regierung, mag die
hinter ihr ſtehende Kammermehrheit groß oder gar knapp ſein,
es nicht leicht hat, gegen die Ambitionen der Militärs und gegen.
die Durchkreuzung politiſcher Richtlinien erfolgreich
anzukämp=
fen. Bei dieſer augenblicklich durch Genf bedingten Konſtellation
mag es von beſonderem Intereſſe ſein, ein Werk zur Hand zu
nehmen, das von dem bekannten Reichstagsabgeordneten und
früheren Staatsſekretär Werner Freiherr von
Rhein=
baben geſchrieben iſt. Herr von Rheinbaben, der zur deutſchen
Völkerbundsdelegation gehörte und wohl bei allen großen
inter=
nationalen Zuſammenkünften wit dabei war, gibt mit dieſem
Buch *), das er „Von Verſailles zur Freiheit, Weg und Ziel der
deutſchen Außenpolitik” nennt, eine groß angelegte Studie, die
eindringlich klarlegt, daß die kommen ſollende deutſche Freiheit
im höchſten Maße von der Einigkeit im Innern abhängt und
daß das neue Deutſchland nur in Auswirkung deſſen
aufge=
baut werden kann, was uns das alte Deutſchland gegeben hat.
Das Werk Rheinbabens führt, die einzelnen Phaſen in der
von Verſailles bis Genf führenden Entwicklungslinie
zerglie=
dernd, durch die letzten ſchweiſten Jahre deutſcher Außenpolitik
und kommt im Endergebwis zu einer unbedingten Rechtfertigung
unſerer jetzigen Außenpolitik. Verſailles, dieſes trübſte Kapitel
neudeutſcher Geſchichte, mag nur kurz geſtreift werden. Wie hat
doch Herr Scheidemann am Mittag des 9. November 1918 auf
der Freitreppe des Reichstags ausgerufen? „Das deutſche Voll
... Wie verhetzt und
irre=
hat auf der ganzen Linie geſiegt!“
geleitet war damals unſer armes Volk, deſſen politiſche Inſtinkte
der Umſturz gelähmt hatte und das nicht verſtand, ein wie
um=
freies Land Deutſchland durch den Kriegsverluſt und erſt recht
durch die Ereigniſſe des 9. November geworden war. Ein
bitte=
rer Weg führte zum Londoner Ultiwatum. Dem
Zahlenwahn=
ſinn des franzöſiſchen Finanzminiſters Klotz: „le boche pavera
tout” iſt in der politiſchen Endabſicht gleichzuſtellen die
Forde=
rung auf Auslieferung der ſogenannten „Kriegsverbrecher”. Hier
ſchwieg der Parteihader in Deutſchland kurze Zeit, hier erlebten
die Alliierten ihre erſte gemeinſame Niederlage. Und wie
mini=
mal das Ergebnis vor dem Reichsgericht! 900 „Kriegsverbrecher
wurden uns namhaft gemacht, 45 der „ſchwerſten” Fälle kamen
D) „Von Verſailles zur Freiheit.” Von Werner Freiherr von
Rhein=
haben, Staatsſehretär z. D. Hanſegtiſche Verlagsanſtalt Hamburg 1937.
B4 Seiten.
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zur Verhandlung und nur in vier Fällen konnte es zu einer
Verurteilung koumen. Die weiteren Etappen der
Reparations=
politik führten über die Konferenzen von Spa und Brüſſel und
die Pariſer Beſchlüſſe nach London. Auch die ſchonendſte Kritik
kann nicht daran vorübergehen, daß die Art, in der
Außen=
miniſter Dr. Simons vor und während der Konferenz ſachlich
arbeitete, verfehlt war. Mit der Annahme des Ultimatums
be=
gann die Aera der „Erfüllungspolitik”. Was war ihr Erfolg?
Folgen wir den lapidaren Worten Rheinbabens: „Deutſchland
wurde ausgeplündert, ſeine Währung und ſeine Finanzen
zer=
ſtört, ohne daß die Nation zur Selbſthilfe und zur Abwehr
ge=
ſammelt und ohne daß ein klarer Führerwille erkennbar war.”
Daß der Nuhreinbruch 1923 nicht vermieden werden konnte
wiſſen wir jetzt. Poincaré hatte ſo oft mit dem Ruhreinbruch
gedroht, daß er nun marſchieren laſſen mußte, und die franzöſiſche
Schwerinduſtrie erhoffte von der Beſchlagnahme große Gewinne.
Die Entwicklung des Ruhrkampfes, ſein Höhepunkt und ſein
Abklang haften noch tief in unſer aller Gedächtnis. Die
Regie=
rung Streſemann mußte den Ruhrkampf liquidieren. Statt
Rhein und Ruhr den Franzoſen zu überlaſſen und irgend eine
utopiſche Abwehr im Rumpfdeutſchland zu organiſieren, hatte
unſer Außenminiſter, der damals Reichskanzler war, mit ſeiner
Politik der Liquidation und der mühevollen Neuanbahnung der
internationalen Beziehungen die große Mehrheit des deutſchen
Volkes hinter ſich. Dann kam der Dawes=Plan, und die deutſche
Wirtſchaft, der fremdes Kaxital zuſtrömte, iſt angekurbelt, wird
rationaliſiert und arbeitet angeſtrengt, nicht zuletzt für — die
Bezahlung der Reparationsleiſtungen! Ein ausgedehntes
Kapi=
tel widmet Rheinbaben der Locarno=Politik und unterſucht den
ganzen Fragenkomplex weniger nach juriſtiſchen als nach
prak=
tiſch=politiſchen Geſichtspunkten, zu dem Schluſſe gelangend, daß
wir, die wir ehrlich der Locarno=Politik anhängen, nichts zu
bereuen haben. Die Hochſtimmung der Oktobertage von 1925 mag
verflogen ſein, aber keine hochtönenden Reden, ſondern poſitive
Handlungen werden den gemeinſam beſchworenen und dann
ver=
ſchwundenen Geiſt von Locarno wieder erſcheinen laſſen. Zur
Oſppolitk (Rußland, Polen und die Randſtaaten) iſt das
deutſch=
polniſche Problem auf abſehbare Zeit unlösbar. Vorläufig muß
unter Ablehnung ſentimentaler Zwiſchenlöſungen ein Ausgleich
gefunden werden, — die endgültige Löſung iſt von einer
Aende=
rung der augenblicklich noch durch Verſailles beſtimmten Politik
der Großmächte zu erwarten. Der Eintritt Deutſchlands in den
Völkerbund, deſſen „Realität” ſich ſchon die deutſche
Friedens=
delegation von Verſailles bewußt war, hat, wie Streſemann mit
Recht ausführte, ein ſtarkes Maß „moraliſcher Wiederherſtellung”
des deutſchen Namens und der deutſchen Ehre bedeutet. Wir
werden im Völkerbund nicht nur mitarbeiten, ſondern auch dort
um unſere Freiheit kämpfen Deutſchlands Freiheit iſt und
bleibt eine der wichtigſten Vorausſetzungen für die Erhaltung
des Weltfriedens. — Zahlreiche Dokumente, Auszüge aus Reden,
Verträgen und Reſolutionen bilden in einem Anhang eine
will=
kommene Ergänzung bei der Durcharbeitung des Buches.
Rheinbaben ſchließt ſein glänzend und flüſſig geſchriebenes
Buch mit dem Satz: „Wir beginnen leiſe zu ſpüren, daß
Gerech=
tigkeit in die Welt zurückkehrt. Gerechtigkeit iſt die
Voraus=
ſetzung und Vorbedingung des Friedens! . . . Er muß
Deutſch=
land die Freiheit wiedergeben — oder er wird kein wirklicher
Friede ſein!” Fügen wir hinzu, daß dank Locarno und dank dem
Eintritt Deutſchlands in den Völkerbund uns erſt die Möglichkeit
zur Führung einer aktiven Außenpolitik gegeben wurde.
Außenpolitik, die allein Deutſchland an der Leitung der
ſchicke in der Welt ſchöpferiſch beteiligen kann und bierbe
gioße Geſichtspunkte zu wahren haben wird: die Durchs;
der Abrüſtung und den Schutz der Minderheiten. H. um
Dasfranzöfiſche Flottenbauprograt
Argwohn gegen die deutſche Kriegs=
und Handelsflotte.
EP. Paris, 20. Dezenn
Die Kammer nahm heute einen Geſetzenwwurf über das
ten=Bauprogramm vom 1. Juli 1927 bis 30. Juni 1928 gm
dieſem Enwurf, der den zweiten Bauabſchnitt des Geſan
gramns 1927—1932 umſaßt, iſt der Bau von einem
Kreuzai=
echs Torpedojägern, fünf Unterſeebooten erſter Klaſſe
Unterſeeminenleger und zwei Hochſeeaviſos vorgeſehen. Dieſ
gaben hierfür betragen 18,5 Millionen Franken im Jahrn
und 150 Millionen Franken im Jahre 1928. —
Der Abgeordnete Daniélou von der radilalen Linken wtu
nächſt auf die italieniſchen Rüſtungen hin und hob weiter !0
daß anſcheinend Deutſchland mit der „Emden” der „Königaz
uno der „Karlsruhe” die modernſten Kreuzer der Welt beſin,
gleichzeitig die deutſche Handelsflotte einen bemerkenswerten
ſchwwung nehme, offenbar in der Abſicht, ſie zur Verwendun=
Kriege bereit zu halten. Nach dem Fehlſchlag der Genfü
rüſtungskonferenz müßten England und die Vereinigten S.
einſehen, daß Frankreich auf ſeine geographiſche Lage und on
Bedürfniſſe ſeiner Kolonien Rückſicht zu nehmen habe.
Der Sozialiſt Goude erklärte, ſeine Partei ſei für eine
ſivorganiſation der Flotte. Der geplante Bau von großen S
einheiten ſtelle eine Verſchwendung dar. Ferner ſei er erzn
daß wan im Mittelmeer ſo ſtarke Streitkräfte unterhalte, ſel=
Hinblick auf etaige Konflikte mit Italien. Aus dieſem u
werde ſeine Gruppe gegen die Kredite ſtimmen.
Ein Redner der republikaniſch=ſozialiſtiſchen Gruppe AM
im Gegenteil die Notwendigkeit für Frankreich, die Herrſchz
Mittelmeer zu behalten, da die Schwierigkeiten mit Italieig
nicht beſeitigt ſeien und deſſen Uebervölkerung eine wahre o
darſtelle. Die Mittelmeerpolitik müſſe immer die Plattform
franzöſiſchen Außenpolitik bleiben.
Eine Konferenz zur Förderung des induſtri!
Friedens in England.
EP. London, W. Dezemm!
Die meiſten Führer der großen Gewerkſchaften ſind im9
don verſammelt, um mit dem Generalgewerkſchaftsrat dien
ladung Sir Alfred Monds und anderer Induſtriellen zuue
Konferenz zur Förderung des induſtriellen Friedens zu boi
Die Verſammlung beſchloß, die Einladung anzunehmen, von
eine Minderheit gewiſſe Konzeſſionen als Vorbedingung f
Zuſage verlangte. Die Konferenz wird vorausſichtlich im Jän
ſtattfinden. Man iſt in England geneigt, dieſer Konferenz in
Bedeutung beizumeſſen.
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zAlus der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 21. Dezember.
„Scheffiſches Landestheater. Weihnachtsabonnement. Das
ma=chtzabonnement des Landestheaters üüber zwei Opern, zwei
zuwiele, eine Operette) hat allgemeines Intereſſe gefunden; um
zahl=
me Anregungen aus dem Publikum zu entſpuechen, hat die
General=
niom beſchloſſen, die Abonnementsbedingungen noch günſtiger zu
ge=
es ſollen nämlich nicht, wie bisher vorgeſehen, nur eine beſtimmte
von Werten und Vorſtellungen zur Wahl ſtehen, ſondern es wird
nſch=ieter ermöglicht, ſich die zwei Opern, zwei Schauſpiele und eine
mus aus ſämtlichen Aufführungen frei auszuwählen, die in der Zeit
M— Dezember 1827 bis 31. März 1928 ſtattfinden. Es beſteht alſo
6i iſpiel auch die Möglickkeit, die beiden Opern „Fidelio” und „
Mas=
an den Feiertagen, das Schauſpiel „Räthchen von Heilbronn”
rickten Feiertage, die Erſtaufführung der Operette „Mikado” zu
im und ein weiteres Schauſpiel innerhalb der nächſten dre5 Monate
ällen, falls (laut Bedingungen) nach der dritten Vorſtellung die
ſBtate bezahlt wurde. Die Inhaber de8 Weihnachtsabonnements
nädie Eintrittskarten zu den gewählten Voſtellungen gegen
Abliefe=
us Gutſcheins vom erſten Verkaufstage ab an der Tageskaſſe er=
Vorverkauf zur Abendvorſtellung des erſten Feiertags: „Fidelio”
heute Mittwoch, der Vorverkauf zur Abendvorſtellung des zwei=
Eeisrtags „Ein Mastenball” morgen Donnerstag. Der Vorverkauf
n” Märchenvokſtellumgen, die an beiden Feiertagen ſtattfinden,
be=
wrgen Donnerstag.
30. Dezember wird im Kleinen Haus zum erſten Male das
malſtück „Der dreizehnte Stuhl” von Wayard=Veiller ge=
Dienſtfubiläum. Herr Miniſterialoberantsgehilfe. „Guſtao
ing, beim Miniſterium des Innern, Darmſtadt, begeht am
zember ſein 2jähriges Dienſtjubiläum.
Geſellſchaft heſſiſcher Bücherfreunde. Die Jahresgabe
„Roſenhöhe”, der prächtige Druck der Ernſt=
Ludwig=
mit reichem Bilderſchmuck, kann von heute ab im
Ge=
fimmer der Geſellſchaft, Schloß am Markt, abgeholt wer=
3Ser Vorſtand hofft, daß recht viele Mitglieder die Ab=
ᛋtg bald beſorgen laſſen, da ſie ſich dadurch Portokoſten
en=
m und zudem die Möglichkeit haben, das ſchöne Buch zu
beN=kzwecken zu verwenden. — Auch das luſtige Hackerbuch
Zel. auch!” von Dr. Max Wauer iſt nunmehr erſchienen und
irm Geſchäftszimmer zum Mitglieder=Vorzugspreiſe von
„Mark bezogen werden. Allen Freunden Darmſtadts und
Driginale wird der friſche Humor des Hackerbüchleins ſehr
ur men ſein!
Bühnenvolksbund. Fin unſere Weihnachts=
Morgen=
erdam zweiten Feiertag, halb 12 Uhr, im Kleinen Haus des
Landes=
r). zeigt ſich großes Jutereſſe. Die Madrigalvereinigung
ſüt ter Profeſſor Dr. Noacks bewährter Leituug Weihnacktslieder
hut=d neuer Meiſter. Die Darmſtädter Spielſchar bringt
urges Weihnachtsſpiel zu Aufführung. Der Beſuch iſt niht auf
1M BMitglieder beſchränkt; jeboch erhalten dieſe Ermäßigung in
ntr) Geſckäftsſtelle bei Chriſtian Arnold, am Weißen Turm. Dort iſt
Sei: allgemeine Vorpenkauf, an beiden Weihuachtsfeiertagen auch an
fruwsterkaſſe.
WBolkshock,ſchule. Das Märhen mit ſeinen bunten Bildern und
mtwferen Weisheit hat die Menſchen immer wieder in ſeinen Bann
fſtgrn. Wer wollte ſich auch dem Glücksgefühl entziehen, und ſei es
miüt wenige Stunden, hinweggeführt zu werden von der rauhen
ichkeit in ein Traumland der kühnſten Phantaſie. So ſoll am
enstag, den 22. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im Kleien Haus
Arut destheaters unter berufener Führung von Frau Traute Meer=
Sebold eine luſtige Fahrt ins Märchenland alter und neuer
R
bimgetreten werden. Wer mitreiſen will, groß oder klein, ſei
herz=
tirgelaben, Karten zum Preiſe von 50 Pſg. ſind zu haben an der
Ablöles Kleinen Hauſes und in der Geſchäftsſtelle der Volkshochſckmle,
Aith enplatz 17.
/Sgrmſtädter Künſtler auswärts. Herr Otto Krebs (Schüler
ſm riefeſſor Adolf Buſch und (öſta Andreaſſon) gab am Donnerstag
m mait dem Städtiſchen Orcheſter unter Leitung des Städt.
Muſik=
iten- W. Schmitt ein Konzert in Aſchaffenburg. Ueber Herrn
hu ſchreibt die Aſchaffenburger Volksſtimme‟: „In Otto Krebs
in pran einen Violiufoliſten kennen, der ſein Inſtrument mit wirk=
A eiſterſchaft beherrſcht. Ueber das Orcheſter ſchreibt der „Beobach=
AMain”: „Das Städtiſche Oucheſter Darmſtadt gab am
Donners=
n)Frohſiunſaal ein Konzert, zu dem ſich leider nur wenige
Be=
ſch angefunden hatten. Man muß ſagen, leider, denn das Orcheſter
iſie ektable Leiſtungen, die unbedinpt Auerkennung verdienen. Es
ſtüdmn Dirigenten, Muſildirektor W. Schmitt, beſonders hoch
Fchiet werden, daß er es verſtand, aus ſeinem Orcheſter ſo viel
wozuholen, denn jeder kennt die künſtleriſchen Hemmungen, wenn
aba53 nahezu leer iſt. Gerade aus dieſem Grunde iſt ihm bei einem
ha nieuerlichen Auftreten in Aſchaffenburg ein volleres Haus zu
wiſchel-, Zu Ehren des 80. Tadestages Mendelsſohn=Bartholdys war
Ryogramm lediglich auf dieſen Meiſter abgeſtimmt. Nchen der
brie gefielen vor allem das Scherzo und der Hochzeitsmarſch aus
ſmarnachtstraum”. In ſtraffer Führung wurden die Feinheiten
die=
jearen herausgearbeitet, äußerſt ſein und klangreimn die Pianos,
ſiſu4k d kraftvoll die Forte=Sätze.
er „Braunſchweigiſchen Landeszeitung” entnehmen
ſteelgende Meldung: „Der Kaufmänniſche Verein „Union” hatte zu
2ezitationsabend Frau Traute Meerwarth=Sebold
ſerſttrdt) gewonnen. . . . Neben der klaren Durchdringung des Stof=
Bie große geiſtige Bewoglichkeit, Erfaſſung der Aufgabe, völliges
hin des Testes vonausgeſetzt, zeigte Frau Meerwarth=Sebold ein
ſurmes Organ, wie es zum Beiſpiel vorteilhaft in der weichen,
lawwdm Lyrik von Heines „Wallfahrt nach Kevelar” zur Geltung kam.
Mders zu begutißen war es, daß die Künſtlerin mit der
unbekann=
iunDr=chtung Annette Kolbs „Ave Maria” bekannt machte. Inhaltlich
ſte ſſie dieſe aus, ihr Vortrag vermittelte auch in der Tönung
Voll=
wi mket t und Stimmung. Nicht zuletzt rief auch die altdeutſche Dichtung
R.
äfVerkündigung” aus dem 16. Jahrhundert mit ihrer
holzſchnitt=
müm PPlaſtik tiefe Wirkung hervor.” — Die Künſtlerin lieſt morgen
arä tag nachmittag „Alte und neue Märchen für groß und klein”
einen Haus des Landestheaters.
WSogelsberger Höhenklub. Ende gut, alles gut! So kann man
ugor dem Verlaufe des am Samstag gefeierten Weihnachts= und
Aywcrrungsfeſtes, das in hergebrachter Weiſe das Wanderjahr ab=
R, fſagen. Der Abend vereinigte die zahlreich erſchienene V.HC.=
Faſme im Mathildenhöhſaale. Die reichhaltige Vortragsfolge brachte
nel” Wuſilvorträgen, Darbietungen der Geſangsabteilung und Solis
Mr EMitglieder derſelben, eine humorvolle Aufführung, an die ſich
dill ußseichnung der 78 Wanderer, ſowie die Ehrung der Sänger für
en Singſtundenbeſuch anſchloß. Die Leiſtungen aller
Mitwirken=
anoen ohne Ausnahme den reichſten Beifall und wohl verdienten
Dc DDie übliche Verloſung brachte den Glücklichen ſchöne Gewinne.
ceinträchtigte die im Saale herrſchende eiſige Temperatur die
Die Kälte nötigte daher jung und alt, Bewegung zu ſuchen,
mlch mit Eifer dem 3. Teil der Vortragsfolge, dem Tanze, zu
Bikn.
1Soſtdienſt am 24. Dezember. Am 24. Dezember werden die hieſi=
NA Moſt-ſchalter um 16 Uhr geſchloſſen. Beim Poſtamt 1 in der Rhein=
A nfird von 16—18 Uhr ein Schalter für den Fremarkenverkauf
ge=
iſin. Telegramme und Geſpräche können wie ſonſt werktags an
Sunchaltern des Telegraphenamtes und des Poſtamts 2 (Hautbahnhof)
ſichert bzw. angemeldet werden.
Schnakenplage. Nach 8 2 der Polizeiverordnung über die Be=
16 hu der Schnarenplage vom 6. Februar 1913 ſind die
Grund=
ſti Um.ntümer, die Mieter und Pächter verpflichtet, in ihren Kellern
M Bſiaus einmal in der dazu geeignenn Zeit, und zwar bei
Froſt=
wA ſtie überwinternden Schnaken durch Ausbrennen, oder, wo dies
W Amrgängig iſt, durch Ausräuchern zu vernichten. Bei Unterlaſſung
MWeſtrafung und polizeiliche Durchführung der Maßregeln auf
er Säumigen.
Vergeßt nicht unsere armen hungernden
P Vögel draußen in Kälte und Schnee!
Mittwoch, den 21. Dezember 1927
Darmſtadt und die Flugmeteorologie.
Die Anweſenheit des Regierungsrats Benckendorff vom
Reichsver=
jehrsminiſterium war die Veranlaſſung zu einer Zuſammenkunft und
Ausſprache der Mitglieder der Heſſiſchen Flug=A. G. und der Teilnehmer
an dem flugmeteorologiſchen Kurſus in Darmſtadt, die am Montag
abend im Flugplatz=Reſtaurant ſtattfand. Bekanntlich iſt an der
Tach=
niſchen Hock ſchule ein Lehrſtuhl für Flugmeteorologie errichtet worden,
den Profeſſor Georgi inne hat; der gegenwärtig unter ſeiner Leitung
hier abgehaltene Kurſus zählt 18 Teilnehmer und wird bis Februar
nächſten Jahres dauern. Es iſt bereits der zweite Kurſus dieſer Art.
Die Teilnehmer ſind zumeiſt ſüddeutſche Wetterkundige, doch hat auch
die öſterreichiſche Negierung Meteorologen zur Ausbildung in dieſem
Zweige der Wiſſenſchaft hierher entſandt.
Bürgermeiſter Mueller nahm Veranlaſſung, vor Beginn der
Ausſprache den Vertreter des Reichsverkehrsminiſteriums
Regierungs=
rat Benckendorff, zu begrüßen, ferner ſchloß er in die Begrüßung ein
die Mitglieder der Heſſiſchen Flug=A.G. Profeſſor Georgi und die
Teilnehmer am flugmeteorologiſchen Kurſus. Der Redner dankte
Pro=
feſſor Beorgi, daß er in hervorragender Weiſe das Fach ſeiner
Wiſſeu=
ſchaft hier vertrete und damit ſowie durch die Wetternachrichten den
Ruf Darmſtadts weit verbreitete. Bürgermeiſter Mueller dankte ferner
dem Reichsverkehrsminiſterium, insbeſondere Regierungsrat
Bencken=
dorff, daß der ueteorelogiſche Kurſus nach Darmſtadt verlegt wurde.
Dr. Eckersdörfer=München, einer der Kurſusteilnehmer,
meinte, nicht jede Stadt ſei in der Lage, den europäiſchen Flugvertehr
an ſich zu ziehen; die kleineren Flughäfen hätten auch eine große
Be=
deutung, die ſowohl auf dem theoretiſchen wie auf dem praktiſchen
Ge=
biete läge. Gerade das Beiſpiel Darmſtadts zeige dies, denn von hies
aus ſeien viele Anregungen kür das geſamte Fugweſen ausgegangen.
Der zweite meteorologiſche Kurſus werde hoffentlich nicht der letzte ſeint.
Regierungsrat Benckendorff führt in einer Nede etwa aus:
Für die Wahl Darmſtadts zur Abhaltung des Kurſus waren in erſter
Linie ſachliche Geſichtspunkte maßgebend geweſen. Was iſt dem
Flug=
metsorologie? Sie iſt die Wetterkunde in perſönlichſter Beziehung und
unterſcheidet ſich damit von der allgemeinen Witterungskunde. Auf den
Flugplätzen ſind Wetterſtationen errichtet worden, die der perſönlichen
Fühlungnahme der Meteorologen mit den Fliegern dienen ſollen. Die
ſtändige Anvegung aus der Praxis iſt für den Flugmeteorologen
unbe=
dingt notwendig, das iſt durch die ſtändige Möglihkeit einer perſönlichen
Ausſprache zu (rreichen. Wenn Darmſtadt für den Kurſus gewählt
wurde, ſo war der Geſichtspunkt maßgebend geweſen, daß von hier aus
das Segelflugweſen ausgegangen iſt und daß ſich hier jetzt ein Lehrſtuhl
für Flugmeteorologie befindet. Kein beſſerer Ort hätte zu dieſem Bwveck
gewählt werden können.
Auch Prrfeſſor Georgi machte in einer Rede darauf
aufmerk=
ſam, daß Darmſtadt die erſte Heimſtätte der Segelfliegerei war und
auch ſonſt im Flugweſen eine große Rolle geſpielt hat. Der Redner
führte dann u. a. aus, daß der Krieg und die Nadhkriegszeit gelehrt
haben, daß gerade im Luftverkehr Theorie und Praxis Hand in Hond
gehen müſſen; es iſt unmöglich, rein theoretiſch Luftfahrt zu treiben.
Fkughäfen wie Darmſtadt haben noch eine große Zukunft, denn es hat
ſieh getzeigt, daß manche kleinere Flugſtrecken rentabler ſind als größere,
auch kommt der Zubringerdienſt in Frage. Als Knotenpunkt für den
weſtdeutſchen Frendenverkehr im Flugweſen wird ſich Darmſtadt
durch=
ſetzen. Die größeren Häfen werden ihm das nicht ſtreitig machen
kömnen.
Im Anſchluß an die Ausſprache trug Robert Schneider mit
durchſchlagendem Erfolg bei einem gemütlichen Beiſammenſein mehrere
ſeiner Dichtungen in Darmſtädter Mundart vor, die ſich mit der
Ent=
ſtehung der Fliegerei und dem Luftfahrtweſen beſchäftigen.
V.
Beſucht die Weihnachtsmeſſein der Kirchſraße!
Vo teilhafte Angebote.
(19624a
— Der Weihnachtsfpielplan im Orphenm bringt in einer
ſenſatio=
nellen Gaſtſpielbeſetzung Leo Falls erfolgreiche Operette „Madame
Pompadour”. Neben Marga Peter in der Titelrolle (Madame
Pompadour) und Guſtav Bertram im ſeiner Glanzrolle als „
Ca=
licot” wurde Kammerſänger Karl Ziegler, Mitglied der Wiener
Staatsoper, als Gaſt in der Rolle des „René gewonnen. Herr
Kammer=
ſänger K. Ziegler gaſtierte zuletzt mit außerordentlichem Erfolg in dem
Neuen Operettentheater in Frankfurt a. M. — Weitere Mitteilugen
folgen. — Der Kartenvorverkauf beginnt ſchon heute bei Hugo de
Waal (Rheinſtraße 14) und im Verkehrsbtregu,
— Weihnachtsveranſtaltungen für Kinder in der Stadtbücherei. In
der Weihnachtswoche werden an drei Nachmittagen den Kindern
Weih=
nachtsgeſchichten vorgeleſen: Mittwoch, den 21. Dezember, um 5 Uhr
nachmittags, für Kinder von 4—6 Jahren; Donnorstag, 22. Dezember,
um 5 Uhr nachmittags, für Kinder von 6—8 Jahren (einſchließlich); am
Freitag, B. Dezember, um 5 Uhr nachmittags, für Kinder von 9—12
Jahren.
Mar Mee MMe
ist der
„UNOM"
GS0oat
der Slaubireie Wollbesen, Sie erhalten denselben in bester Qualität zu zelne Blatt beſitzt Sammlerwert. Dadurch, daß er neben den vielen
3.50
2.75
2.55
4.50
im ältesten
Spezialgeschäft Gradhaus
Seifen- und Bürstengroßhandel, am weißen Turm
— Der Weihnachtsbqum iſt für ſo Manchen ſchon verhängnisvoll vereins‟, Damſtadt, Eliſabethenſtraße 14,
geworden, indem er nicht nur Gardinen= und größere Brände, ſondern
leicht brennbaren Gegenſtänden Aufſtellung finden. Man verwende beim Wandererehrung. Eingeleitet und umrahyt wurde die Vortragsfolge
Baumputz am beſten gar keie verbuennbaren Sachen. Die Kerzen bringe durch mehrere Muſikſtücke des Falke=Klampf=Orcheſters, das damit
wie=
man in der Weiſe an, daß ſie entzündbare Gegenſtände, vor allem aber der ſeine Lebensfähigkeit bewies. Nach einem kernigen Vorſpruch von
auch die harzreichen Tannenzweige, nicht entflammen können. Wenn die Herrn E. L. Göbel begrüßte der 1. Vorſitzende, Herr Ludwig Jacobi,
Tannennadeln ſchon ſtark abfallen, dann ſollte der Baum überhaupt nicht die ſehr zuhlreich Anweſenden, hierbei auf die Bedeutung des Feſtes
mehr angezrmdet werden, dann gerät er nämlich ſehr leicht, und zwar beſonders hinweiſend. Nach dem gemeinſam geſungenen Weihnachtslied
und nur vorſichtia verbrennen, da ſich aus dem Harze ſtarke Gaſe ent= ſchönen Verſen ſo recht für jedes echte deutſiche Wanderherz zu hö
wickeln, die in Verbindung mit Luft den Ofen zerſtören und Menſchen= war. Die Auszeichnung der Wanderer durch den Ehrenvorſitzenden, Herrn
leben gefährden können. Anzünden der Kerzen hat ſtets von oben nech Oberreallehrer Ad. Schäfer, brachte in launigen und poetiſchen Verſen für
unten zu erfolgen. Gar häufig ſind die Fälle, in denen Bluſen, Spitzen jeden Wanderer etwas Tueffendes und bildcte wohl mit das B=ſte vom
uſw. beim Azünden der oberen Kerzen durch die bereits brennenden unte= ganzen Abend. Es wurden msgeſamt 26 Wanderer ausgezeichnet: Zum
bewährt hat.
BallrichrRagensbafz
Nur echt in blauer Packung mit dem Bilde des Erfinders. 100 Jahre unüber.
troffen geg. Folgen ſchlechter Verdauung u. Sodbrennen. Ford. Sie grat, u.
frk. Probe mit Gebrauchsanw. Pulver 250g 0.60, Tabl. 0.25 u. 1.50. Bullrich,
Berlin, Flottwellstr. 3. Erhältlich in Apotheken u. Drogerien. (I.Bin. /4464
Das Verſorgungsamt zahlt den Penſionären und Hinterbliebenen
auf die Beſoldungs=Neuregelung einen Vorſchuß in Höhe des
Okto=
ber=Vorſchuſſes. Für die Barempfänger findet die Auszahlung dieſes
Vorſchuſſes am Donnerstag, den 22. Dezember, von 3—5 Uhr
nach=
mittags, ſtatt. — Die Januar=Gebührniſſe werden in Höhe der bereits
empfangenen Dezember=Gebührniſſe gezahlt. — Die Steuerkarten für
1928 ſind — ſoweit noch nicht geſchehen — umgehend einzuſenden.
Oberfinanzkaſſe. Den Wartegeld= und Ruhegehaltsempfängern
ſo=
wie den Empfängern von Hinterbliebenenbezugen wird auf die für ſi
demnächſt neu feſtzuſetzenden Bezüge nochmals ein Vorſchuß gezahlt, de
bei der Oberfinanzkaſſe für die in Betracht komnenden Perſonen am
9. Dezember I. Js. zur Auszahlung kommt.
das befte Mittel gegen Kranl
Wärme
chmorzen, Magenſtörungen, Kopfſcht
Mrnt 3
arum Wärme durch d
und lindert Schmerzen.
Beihnachtsgeichenk wie ein
ebenſo praktiſches 2
n!‟
Escelfior=Gummik
Geſelena eu 5
(TV.4910
Seite 5
Weihnachtsverloſung des Kunſivereins.
— Bei der am 19. Dezember 1927 in der Kunſthalle am Rheintoy
ſtattgehabten Verloſung entfielen:
1. Gewinn (Gutſchein über 300 Mk.) auf Aktie Nr. 1567, Staatsminie
ſter von Ewald; 2. Gewinn (Gutſchein über 250 Mk.) auf Aktie Nr. 339,
Ludwig Raab; 3. Gewinn (Gutſchein über 200 Mk.) auf Aktie Nr. 150,
Oberbaurat Becker; 4. Gewinn (Gutſchein über 150 Mk.) auf Artie Nr. 70.
Profeſſor Kleinlogel; 5. Gewinn (Gutſchein über 100 Mk.) auf Aktie
Nr. 1060, Oberlandesgerichtsrat Dr. Zimmermann; 6. Gew. (E. Eimer,
Oelgemälde „Spazierfahrt”) auf Aktie Nr. 248, Kaffeehaus „Zur Oper”
(Leonhard Jöſt); 7. Gewin (K. Scheld, Aquar. „Im Zirku3”) auf Aktie
Nr. 44, Kaufmann Stemmer; 8. Gewinn (M. Stegmayer, Aquar. „Im
Schloß”) auf Aktie Nr. 357, Apotheker Dr. Tenner; 9. Gewinn (Paul
Theſing, Aquar. Inflation”) auf Aktie Nr. 441, Stadt Offenbach; 10.
Gewinn (Paul Theſing, Aquar. „Muſſolini”) auf Aktie Nr. 191,
General=
leutnant Frhr. v. Heyl Wwe.; 11. Gewinn (Karl Deppert, Aquar. „
Kar=
neval”) auf Aktie Nr. 78, Regierungsrat Fritz Neuling; 12. Gewinn
(H. Vielmetter, Aquar. „Kloſterkirche Corvey”) auf Aktie Nr. 389,
Juſtig=
miniſter Dittmar Wwe.; 13. Gew. (Aug. Söder, Delgem. „Lantſchuft”)
auf Aktie Nr. 215, Prof. Cauer; 14. Geſinn (A. Beyer, Federzeichn.
„Zwingenberg”) auf Aktie Nr. 924, Mühlenbeſitzer Matthäi, Worms;
15. Gewinn (Vala Lamberger, Handzeichn. „Alzey, Atzel”) auf Aktie
Nr. 1555, Landesmuſeum (Kunſt= und hiſtor. Sammlungen); 16. Gewim
(A. Bornemann, Aquar. „Rheinlandſchaft”) auf Aktie Nr. 1433, Kaufm.
Herm. Schönberger; 17. Gewinn (Lovis Corinth, Lithographie I) auf
Aktie Dr. 1532, Landgerichtsrat Tenner; 18. Gewinn (Lovis Corinth,
Lithographie II) auf Aktie Nr. 305, Direktor Kleeblatt; 19. Gewinn
(Lovis Corinth, Lithographie III) auf Aktie Nr. 99, Oberjägermeiſter
Frhr. van der Hoo). D. Gewinn (Heinz Wolff, Radier. „
Damenbild=
nis”) auf Aktie Ni. 492, Stadt Offeubach; 21. Gewinn (Heinz Wolff,
Nadier. „Immanuel Kant”) auf Artie Nr. 946, Kommerzienrat Hisgen,
Worms; 22. Gewinn (Heinz Wolff, Radier. „Waldweg”) auf Aktie Nr.
1550, Geheimerat Ulmann; 23. Gewinn (Hammann, Handzeichn. „Wald‟)
auf Aktie Nr. 1706, Oberlandwirtſchaftsrat Dr. Mah; 24. Gewinn
(Hammann, Federzeich. „Landſchaft”) auf Aktie Nr. 115,
Dekorations=
maler Delp; 25. Gewinn (E. Eimer, „Botaniker”) auf Aktie Nr. 273,
Heſſiſche Regierung; 26. Gewinn (E. Eimer, „Botaniker”) auf Aktie Nr,
1917, Kaufmann Lcopold Juda; 27. Gewinn (L. Kayſer, Radier. „Am
Darmbach”) auf Aktie Nr. 1663, Proknriſt Gg. Chelius; B8. Gewinu
(L. Kayſer, Radier. „Alte Häuſer”) auf Aktie Nr. 36, Staatsrat E.
Wag=
ner; 29. Gewinn (L. Kahſer, Radier. „Aus der Altſtadt?) auf Aktie
Nr. 77. Architekt Franz Müller; 30, Gewinn (Rich. Stumm, Nadier.
„Induſtriewerk”) auf Aktie Nr. 197, Rechtsanwalt Dr. Schiff; 31. Gew.
(E. Eimer, „Gnomenritt”) auf Aktie Nr. 302, Dr. Otto Seuffert; 32. Gew.
(H. Zernin, Radier. „Eiche mit Fels”) auf Aktie Nr. 1519, Bildhauer
H. Panicke; 33. Gewinn (H. Zernin, Radier. „Am Waldrand”) auf
Aktie Nr. 919, Dr. W. Euler, Worms; 34. Gewinn (E. Eimer, „
Häs=
chen”) auf Aktie Nr. 1459, Malermeiſter Fr. Zimmermann; 35. Gewinn
(Eugen Bracht, Lithogr. „Rabenhorſt”) auf Aktie Nr. 275, Heſſiſche
Ne=
gierung; 36. Gewinn (Eugen Bracht, Lithographie „Rabenhorſt”) auf
Aktie Nr. 1516, Dr. L. Bodenheimer; 37. Gewinn (Eugen Bracht,
Lithogr. „Rabenhorſt”) auf Aktie Nr. 1499 Dr. med. Leydhecker; 38.
Ge=
winn (Eugen Bracht Lithogr. Rabenhorſt”) auf Aktie Nr. 1484,
Bank=
direktor Brink; 39. Gewinn (Eugen Bracht, Lithogr. „Rabenhorſt”) auf
holsſcknitt „Große Drchiden) auf Altie Nr. 1331, Fabrikdtrettor May;
42. Getinn (Ella Räuber, Farbenholzſcmitt „Blumenkörbchen”) auf Aktie
Nr. 356, Sanitätsrat Dr. Heil; 43. Gewinn (Ella Räuber,
Farbenholz=
ſchnitt „Rote Papageien”) auf Aktie Nr. 1452, Lehrerin i. R. Emilie
Seeger; 44. Gewinn (Ella Räuber, Farbenholzſchnitt „Orchis mit
In=
ſekten”) auf Aktie Nr. 110, Veterinärrat i. R. Neunhöffer; 45. Gewinn
(Ella Räuber, Farbenholzſchnitt „Glockenblungen”) auf Aktie Nr. 116,
Kaufmann Joſef May; 46. Gewinn (Ella Näuber, Farbenholzſchnitt
„Glockenblumen”) auf Aktie Nr. 922, Fabrikant Schifferdecker, Worms;
47. Gewinn (Ella Räuber, Farbenholzſchnitt „Glockenblumen”) auf Aktie
Dr. 318, Kaufmann Lorenz Schneider; 48. Gewinn (Ella Räuber,
Far=
benholzſchnitt „Glockenblumen”) auf Aktie Nr. 3, Med.=Rat Dr. Peterſen
in Goddelau; 49. Gewinn (Ella Räuber, Farbenholzſchnitt „
Glocken=
blumen”) auf Aktie Nr. 316, Phil. Bernhard; 50. Gewinn (E. Eimer,
Steinzeichn. Das Lied”) auf Aktie Nr. 15
Dr. Klaus Hoffmann;
51. Gewinn (E. Eimer, Steinzeichn. „Das Lied”) auf Aktie Nr. 144, Dr.
Binder; 52. Gewinn (A. Poſch, RNadier. „Stilleben”) auf Aktie Nr. 274,
Heſſ. Negierung); 53. Gewinn (Fr. Vichner, Radier. „Im Rieb”) auf
Aktie Nr. 158, Rechtsanwalt und Notar Geißner; 54. Gewinn (Fr.
Büchner, Nadier. „Alte Häuſer”) auf Aktie Nr. 255, Miniſterialrat Dr.
Petri.
Die Gewinne können bei dem Hausmeiſter des Kunſtvereins gegen
Vorzeiguma der letzten Mitgliedskarte in Empfang genommen werden,
Die nicht bis Ende März 1928 abgeholten Gewvimne fallen an den
Kunſt=
verein zurück.
— Hefſenkalender. Eines der beſten und ſchönſten Werbemittel für
Heimat und Vollstum iſt der vom „Heſſiſchen Verkehrsverband”
heraus=
gegebene reich iluſtrierte „Heſſenkalender‟. Der Kalender it
mit reichem Bildſchmuck aus unſerem Heſſenlande verſehen. Jedes ein=
Abreißkalendern unſtreitig der billigſte iſt, hat er einen guten
Eingang gefunden, und es dürfte ſehr zu empfohlen ſein, ehe die
Auf=
lage vergriffen iſt, ſich dieſen fein ausgeſtatteten Abreißkalender — der
ſich auch vorzüglich zu Geſchenkzwecken eignet — zu ſichern. Der Kalender
kaun durch alle Buch= und Papieahandlungen bezogen werden. Wo ſolch=s
nicht der Fall iſt, wende man ſich an die Geſchäftsſtelle des „Verkehrs=
— Wanderklub „Falke‟. Im tannengrün geſchmückten Saale der
auch Schäden an Leben und Geſundheit verurſacht hat. Man dulde des= Loge, beim brennenden Weihnachtsbaum, feierte der „Falke” im Kreiſe
halb nicht, daß Weihnachtsbäume neben Gardinen, Vorhängen oder ſonſt zahlreicher Freunde und Gäſte ſein Weihnachtsfeſt, verbunden mit der
faſt exploſiv, in Brand und kann großes Unheil anrichten. Deshalb „Stille Nacht, heilige Nacht” wurde ein dem „Falke” gewidmeter
Heimat=
ſoll man gebrauchte Weihnachtsbäume nicht in einem geſchloſſenen Ofen ſang „Wanderfreude” zur Darbietung gebracht, wvelcher in
wunder=
ven zu Schaden gekommen ſind. Eine Gießkanne Waſſer oder beſſer ein erſten Male 6, zum zweiten Male 6, zum dritten Male 2, zum ſechſten
Handfeuerlöſcher in der Nähe iſt eine Vorſichtsmaßnahme, die ſich oft gut Male 2, zum ſiebten Male 1, zum neunten Malle 13 von der Jugenh=
Abteilung: Zum erſten Male 6, zum zweiten Male 2. Im weitenn
Ver=
laufe des Abends wurden noch einige beſonders humorvolle
Wander=
berichte verleſen, ſowie die bei den zwei Schnitzeliagden ſiegreichen Jäger
durch Ueberreichung von entſprechenden Urkunden bedacht. Füir den
mehr unterhaltenden Teil ſorgten u. a. mehrere Gedicht= und
Geſaugs=
vorträge, ſowie die Aufführung des Stetch: „Die Sonderprobe”, welche
von den Zuhörern mit großer Befriedigung aufgenommen wurde.
Be=
ſonders verdient gemaclt haben ſich hierbei Frau Trude Göbel=Bah,
Frl. Marie Rückert, ſowie die Herren Heinz Gutkäfe, E. L. Göbel und
E. L. Stay.
Tageskalender für Mittwoch, den 21. Dezember 1927.
Landestheater, Großes Haus, Anf 16 Uhr, Ende nach
18 Uhr: „Trilltrall und ſeine Brüder”. — Kleines Haus, Anf.
20 Uhr, Ende 22 Uhr: „Der Liebestrank” — Orpheum, Anf.
17 Uhr: „Das tapfere Schleiderlein”. — Konzerte: Hotel Schmitz,
Schloßkaffee, Weinhaus Maxim, Herrngartenkaffee. —
Kinopor=
ſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater, Palaſt=Lichtſpiele.
Seite 6
Mittwoch den 21. Dezember 1927
Nummer 34
N
*Einweihung des neuen Heims des Vereins
der Freundinnen junger Mädchen.
Am. Am Dienstag nachmittag wurde das in der Sandbergſtraße 24
gelegene neue Heim des Verems der Freundinnen junger Mädchen im
Beiſein der Frau Großherzogin eingeweiht. Die Gäſte und Teilnehmer
verſammelten ſich im Speiſeſaal, wo ein Chor von Schüülerinnen von Frl.
Walter mit einem ſchlichten, ſehr ſchön mehrſtimmig geſungenen Lied
die Feier eröffnete. Frl. de Weerth als Vorſitzende der Ortsgruppe
begyüßte die Anweſenden, die Vertreter von Staat und Stadt, dankte
allen Mitarbeitern und Helfern und gab eine Ueberſicht über die
Ge=
ſchichte des Baues, der nur dank der Hilfe von Stadt und Staat
durch=
geführt werden konnte. Die Inſaſſen des neuen Heims möchten einen
Schimmer des Weihnachtslichtes hinübernehmen für das ganze Jahr!
Herr Jugendpfarrer von der Au drückte ſeine Freude darüber aus,
daß das neue Heim ein Sammelpunkt für einſame Menſchen, alte und
junge, ſein ſolle, die kein Heim haben. Auch zur Ueberbrückung der
ſozi=
alen Gegenſätze werde das Heim beitragen. Frl. de Weerth, die als
treibende, unermüdliche Kraft die Idee zur Tat werden ließ, und Frau
Profeſſor Kellner, ihre treue, hilfsbereite Mitarbeiterin, wurden
in Anſprachen, mit Blumen und einer kleinen Gabe geehrt.
Weihnachts=
lieder des kleinen, ſehr gut geſchulten Chors ſchloſſen die ſtimmungsvolle,
ſchlichte Feier ab. Bei einem Rundgang durch das Haus führte Fräulein
de Weerth und gab die nötigen Erläuterungen; der Architekt Herr
Soeder, dem der Entwurf und die Bauleitung mit Unterſtützung des
Bauführers Herrn Phil. Müller zu danken ſind, hat ein ſehr
freund=
liches, ſehr praktiſch eingerichtetes Heim geſchaffen, das über großartige
ſanitäre Anlagen verfügt. Das Haus bietet älteren alleinſtehenden
Damen, die ihre eigenen Möbel mitbringen, em Heim; ferner auch
durch=
reiſenden jungen Mädchen. Angegliedert ſind eine Haushaltungs= und
eine Nähſchule. In dem vierſtöckigen Bau ſind 60 Zimmer mit 55 Betten
enthalten; „Bad auf jedem Stockwerk und fließendes Waſſer auf jedem
Zimmer. Vorhanden ſind: eine große Küche, in der für 100 Perſonen
gekocht werden kann; ferner ein großer Verſammlungsraum, ein Nähſaal,
ein Leſezimmer und ein ſchöner luftiger Speiſeſaal. Alles, die Tapeten,
die gewählten Farben, machen einen freundlichen, warmen Eindruck.
Binnen Jahresfriſt iſt, auf einem Eckhaus aufbauend, der ſtattliche ſchöne
Bau entſtanden, auf den der Verein der Freundinnen junger Mädchen
mit vollem Recht ſtolz ſein kann.
An der Ausführung des Baues ſind folgende Firmen beteiligt
ge=
weſen: Fr. Riedlinger. Jacob Nohl (Heizung), Zimmermeiſter Haury,
Eiſenbau Donges, Bauhütte Darmſtadt, Adam Kadel (Fußböden),
Schloſſerarbeiten: Gg. Ph. Geil, J. Jacobi, Wilh. Emmel, Gg. Schmahl;
Weißbinderarbeiten: Wilh. Klein, H. und J. Weber, Robert Klump,
Friedr. Zimmermann; Schreinerarbeiten: Fa. Klenck, Elektr. Anlagen:
Aug. Wilk, und Karl Hartmann; Glaſerarbeit: Ludwig Felmer, Fried.
Schnlz; Spenglerarbeiten: Heinrich Schwarz; Tapeten: Hochſtetter und
E. A. Stützer: Wäſchereianlage: Aug, von Heſſert (Vertretor der
Sen=
hingwerte, Hildesheim).
— Die Eisbahn auf dem Herrngartenteich iſt von heute ab
er=
öffnet. (Siehe Anzeige.)
Ohne Umſchlag verſandte gedruckte einfache Weihnachts= und
Neujahrskarten, die den Beſtimmungen für Poſtkarten entſprechen
müſſen, koſten ſowohl im Ortsbereich des Aufgabeorts, als auch im
Fernverkehr 3 R.=Pfg. Es dürfen in dieſen Karten außer den
ſo=
genannten Abſenderangaben (Abſendungstag, Name, Stand und
Wohn=
ort nebſt Wohnung des Abſenders uſw.) noch weitere 5 Worte, die aber
mit dem gedruckten Wortlaut in leicht erkennbarem Zuſammenhang
ſtehen müſſen, handſchriftlich hinzugefügt werden. Als ſolche zuläſſige
Nachtragungen gelten z. B. die üblichen Zuſätze; ſendet”, „Ihre”, auf künftige beſſere Zeiten. Der Redner ſchloß ſeine ſehr beifällig auf=
„Dein Freund”, „ſendet Dir”, „ſendet mit beſten Grüßen Ihre” uſw.
Werden ſolche Karten im offenem Umſchlag verſandt, ſo koſten
5 Rpf. Unzureichend freigemachte Sendungen werden mit Nachgebühr
belaſtet. Es kann daher den Verſendern nur dringend geraten werden,
die Beſtimmungen zu beachten. Mit Rüchſicht auf den ſtarken
Brief=
verkehr zu Neujahr iſt es der Poſt ſehr erwünſcht, wenn Geſchäftsleute, den lebhe
die ihren Kunden regelmäßig zu Neujahr Geſchäftskalender uſw.
zu=
kommen laſſen, ſolche Druckſachen nicht erſt am 30. oder 31. Dezember,
ſondern wenigſtens einige Tage früher aufliefern, bevor der eigentliche
Neujahrsverſand einſetzt.
Kunſtnotizen.
Ueder Werte, Künſtier oder künftleriſche Veranſtaltungen, deren im Nachſtetenden Crwihmmng
geſchieht, bebält ſch die Redatfon ihr Urtell vol
— Palaſi=Lichtfpiele. „Der Wege allen Fleiſches”, mit
Emil Jannings. Eine Bombenrolle für Emil Jannings. Victor
Fleming, ſein amerikaniſcher Regiſſeur, hat ihn offenſichtlich an der
reichen Entfaltung der großen Spielmöglichkeiten nicht gehindert. Läßt
ihn in drei grundverſchiedenen Typen brillieren. Als gütigen
Familien=
vater und gewiſſenhaften Bankbeamten, als forſchen Lebemann und
Draufgänger, als zerknirſchten Sünder und armſeligen Bettler. Und in
der Verkörperung aller dieſer Geſtalten ſtellt er das rein Menſchliche
in den Vordergrund, indem er darauf verzichtet, in ſchauſpieleriſches
Pathos zu verfallen. Das macht ihm kein anderer Darſteller nach. Sein
Geſichtsausdruck weiß die inneren Wandlungen des vom Schickſal ſo
hart verfolgten Mannes mit wahrer Meiſterſchaft widerzuſpiegeln, ſo
daß man ihm den treuſorgenden Vater, den Verführten, den
Zermürb=
ten, den Bettelmann glaubt. Phyllis Haver iſt ſeine ausgezeichnete
Partnerin. Verführeriſch als Kokotte und nachher, als ſie den Gimpel
gefangen hat, ſo brutal, wie man in Kriminalberichten derartige
Pracht=
exemplare von Männerjägerinnen geſchildert bekommt. — Von dieſer
Art Schauſpielkunſt im Film können wir nicht genug zu ſehen
be=
kommen. London Kinematograph Weekly. — „Der Weg allen Fleiſches”
kann als die beſte Fuſion zweier großer Schulen der Filmproduktion
angeſehen werden. London Daily Film Renter. — Jannings verſteht
es in „Der Weg allen Fleiſches” vorzüglich, deutſchen und amerikaniſchen
Geſchmack miteinander zu verſchmelzen; diefer Film wird in jedem Land
einen Kaſſenſchlager darſtellen. Lichtbildbühne. 27. 6. 27.
Aus den Parteien.
. Die Nationale Arbeitervereinigung
Darm=
ſtadt veranſtaltete im Rummelbräu eine Weihnachtsfeier, auf der,
nach einer herzlichen Begrüßungsanſprache des Vorſitzenden, des
Arbei=
terſekretärs Voeglin, Landtagsabgeordneter Dingeldey die
Feſt=
rede hielt. Der Redner führte hierin etwa aus, daß das Weihnachtsfeſt
beſonders geeigmet ſei, die Bande, die den Menſchen mit dem
Mit=
menſchen verbinden, vor Augen zu führen. Weihnachten ſei das Feſt
der Gemeinſchaft, das auch die Völker einander näher bringt; aber ein
deutſches Weihnachtsfeſt ſei ſo verinnerlicht, wie es von anderen
Natio=
nen in gleicher Weiſe nicht erlebt werden könne. Es beruhe das auf
den vom Chriſtbaum ausgehenden Gedanken der Verſöhnung und der
Liebe. Dieſes deutſche Weihnachtsfeſt habe auch die Ameſenden
zu=
ſammengeführt; ohne den Gedanken an die Notzeit unſeres Volkes
könne man es jedoch nickt feiern. Als Arbeiter — ſo bemerkte der
Nedner — kennen Sie alle die Not des Lebens. Doch haben Sie auch
erlebt, daß die Nöte leichter zu tragen ſind, wenn man fühlt, daß der
Einzelne nicht allein ſteht. Mit uns haben Sie ſich in einer großen
politiſchen Partei zuſammengefunden, in der der Menſch nicht geehrt
wird nach dem Geld, ſondern gilt, was er als Menſch und Deutſcher
iſt. Wir ſind eine Geſinnungsgemeinſchaft in Liebe zum deutſchen
Vaterland und fühlen uns alle als Glieder eines Volkes. Was wir im
letzten Jahrzehnt erlebt haben, die Feinde im Lande und die
wirtſchaft=
lichen Nöte, alles das ſteigt in der Erinnerung wieder auf, wenn wir
an die Not des Vaterlandes denken; aber bei dieſer Weihnachtsfeier ſoll
uns auch der Gedanke und der Glaube ſtärken, daß das deutſche Volk
nicht untergehen kann, das deutſche Volk, das ſo viel Leiden in ſeiner
Geſchichte erlebt hat. Der Redner ſprach dann von der Zuſammenarbeit
der Nationalen Arbeitervereinigung und der Deutſchen Volkspartei und
ihrem auf gegenſeitigem Vertrauen gegründeten Verhältnis. Alle
Ar=
beit müßte getragen ſein von dem Glauben an die Zukunft des
deut=
ſchen Volkes. Das Weihnachtsfeſt möge einen Hoffnungsſtrahl werfen
genommene Anſprache mit einem Hoch auf das Deutſche Reich und das
deutſche Volk. — Im Verlauf des Feſtes wurden Muſikvorträge der
ſie ſowohl im Ortsbereich des Aufgabeorts wie auch nach außerhalb Kapelle der Nationalen Arbeitervereinigung geboten ſowie
ſtimmungs=
volle lebende Bilder geſtellt von Mitgliedern der Vereinigung, wobei
der Chor des Vereins mitwirkte. Herr Ludwig Traum, dem die
künſt=
leriſche Leitung des Feſtes unterſtend, ſang Lieder, wofür die Anweſen=
Beifall ſpendeten, ebenſo wie bei der Auffüchrung eines
theaterwir”, —en Luſtſpiels. — Am Nachmittag war eine
Kinderbeſche=
rung, die ſehr ſtark beſucht war. Es wurde ein Krippenſpiel ſehr
ein=
drucksvoll aufgeführt, bei dem die Mitglieder der Vereinigung und
deren gemiſchter Chor mitwirkten.
*Bezirksſchöffengericht.
p. 1. Ein Schloſſer aus einem Nachbarort iſt der
Körpervern=
angeklagt. Auf Antrag der Staatsanwaltſchaft wird die Oeffentu
ausgeſchloſſen. Schon früher hatte in der Sache Termin angeſt
der Angeklagte erſchien damals nicht. Steckdrieflich verfolgt, wutz
in Dresden gefunden. Die Anklage gründet ſich auf die kurz nogt
Revolution erlaſſene Verordnung vom 11. Dezember 1918 D0,
ſoll im Oktober 1924 begangen ſein. Der Staatsanwalt begntra=
Einſtellung des Verfahrens, da der von der Verlobten (Angebc,
geſtellte Strafantrag wieder zurückgenommen wurde. Dunh
wird das Verfahren eingeſtellt. Nach der genannten Verordnunu
jährt die Strafverfolgung nach 6 Monaten, im übrigen war Rüoit
des Strafantrags zuläſſig, da ein Verlöbnis in Frage ſ.
2. Ein Schloſſer aus einem Orte der Bergſtraße ſtek
klage der ſchweren Urkundenfälſchung. Er iſt
Kriegsbeſchädia=
hat zwei ſchwere Kopfſchiſſe erlitten. Bei Aufnahme von Verſichch
nehmern bei einer Kranken= und Sterbekaſſe mit Sitz
ſoll er in einem Falle im Antrage angegeben haben, das 60..
jahr ſei noch micht vollendet. Tatſächlich iſt der Verſicherungss
am 25. Auguſt 1853 geboren, dieſes Geburtsdatum iſt im A
das Jahr 1869 abgeändert; der Angeklagte beſtreitet, dieſe
vorgenonmen zu haben. Die Mitgliedſchaft hat die Geſellſchaff!
Veglaſſung des Sterbegeldes genehmigt. Nach dem Gutachtes
Sachverſtindigen hebt ſich die Zahl 69 von dem übrigen Inhalt oe
anſchaulicher wird dies durch photographiſche Abbildung der 380
ſtatke Raſuren ſind hier ſishtbar, mehr Faſern ſind aus dem
herausgelöft, was für Raſuren ſpricht. Eine andere Zahl mum
geſtanden haben, die Zahl 69 muß ſpäter geſchrieben worden ſen.n
Form der 9 ſtimmt mit der Schreibweiſe des Angeklagten übereis,
Sachverſtändige mmmt an, daß der Angeklagte die Aenderumm
genommen haben kann. Beide Male iſt Tintenſtiſt bemutzt wacd
Der Staatsanwalt betont den Verdacht, daß Angeklagter dc
ſchung begangen habe, immerhin beſtehe die Möglihkeit, daß dieg
derung vor Unterſchrift des Antrags gemacht ſei, ſo bleibe im
ein Betrug vorliegend, wegen deſſen eine Geldſtrafe von 30 MM
antragt wird.
Das Urteil erkennt wegen Privaturkundenfälſchung in Tanu
mit Betrug auf 10 Tage Gefängnis.
Mid.
1in0 men Dere
ese et
Per
ſp. Amtsgericht I. 1. Wegen fahrläſſiger und vorſätzlicher .
verletzung hat ſich ein junger Mann zu verontworten. Er fur
einem Beifahrer am 13. Oktober d. J. auf ſeinem Motorrad, Em
Rheinſtraße kommend, durch die Nockarſtraße nach Beſſungen Ucx
Marienplatz kam nach Schluß der Arboit ein alter Schloſſer, 1
einem Ohr taub iſt, um in ſeine nahe Wohnung zu gelangen
Fahrer gab Hupenſignal, fuhr aber den Mann um. Der A.
dielleicht durch den Verletzten gereizt, packte dieſen an der Keh
ihn auf den Boden und ſchlug auf ihn ein; einem Dritven, der
alten Mann eintrat, trat er mit beſchuhtem Fuß an das Bein
Fahrläſſigkeit wird auf eine Geldſtrafe von 50 Mark, wegen da
ſätzlichen Körververletzung auf eine Geſamtgefängnisſtrafe von 5. 9
erkannt, — 2. Ohne Paß treibt ſich der Pole Mendel Feiner im?
ſchen Reiche herum, er iſt ſchon wegen Uebertretung der Paßvorfet
beſtraft, bei der Bahnhofsmiſſion ſuchte er ſich eine Fahrk
verſchafſen. Wegen Zuwiderhandlung gegen § 360 Z. 8 St.G.:.,
Angabe eines falſchen Namens erhält er 6 Wochen Haft, 5
Unterſuchungshaft kommen in Anrehnung. — 3. Gefangenenbes=M
und Widerſoand gegen die Staatsgewalt wird zwei Angeklagten zörl
gelegt, als es ſich um die Feſtſtellung der Perſönlichkeit wegenM
ſtörung handelre. Um den Widerſtand zu brechen, machte der eore
Polizeibeamten vom Gummiknüppel Gebrauch. Das Urteil erken-
Gefängnisſtrafe von 3 Wochen wegen Widerſtands, und wegen 9
genenbefreiung von 1 Monat. — 4. Gemeinſchaftlich mit einen od
Lehrling ſoll ein junger Mann einem hieſigen Kaufmann nach unu
aus einer Kaſſette einen Geldbetrag von zuſammen 240 Mark entad
haben. Während der eine das Geld nahm, ſtand der andere Schm
Die Kriminalpolizei kam und pahm Fingerabdrücke. Ein im 2i
beſchäftigtes Fräulein kam ungerechterweiſe in den Verdacht
ſchaft. Der frühere Lehrherr gibt dem Angeklagten (der Schmierer!
ein gutes Zeugnis, er ſei ein Opfer des anderen 17jährigen Lllul
geworden, der 3 Monate Gefängnis erhalten hat. Der
crde
7
ſetzt. Der Verteidiger betont, daß der Träger des Diebſiahlsgedch
3 Monate Gefängnis erhalten hat; es möge über die Minimalſtrafe
hinausgegangen werden Urteil: 3 Monate Gefängnis.
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Darmſtadt, den 17. Dez. 1927.
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Mittwoch, den 21. Dezember 1927
Geite 2
Aus Heſſen.
Weiterſtadt, D. Dez. Die hieſige Sängervereinigung tritt am
eucnachtsfeiertag ſowie Neujahrstag mit ihrer Theaterauffüh=
„ou an die Oeffentlichkeit. Ueber die Bretter geht die mit Erfolg in
mn Städten zur Aufführung gelangte Schlageroperette „Ich hab”
„wverz in Heidelberg verloren”. Entſprechend den traditionellen
Lei=
genannten Vereins dürfte ein durchſchlagender Erfolg ge=
Tein.
ABriesheim, 20. Dez. In der laufenden Woche finden auf dem
Truppenübungsplatz folgende Scharfſchießübungen ſtatt:
Don=
u. den 22. Dezember, von 12—17 Uhr; Samstag, den 24.
Dezem=
huarrt 7.30—12 Uhr.
Soddelau, 20. Dez. Bei der Beigeordneten=Stichwahl wurde der
rdnt der Sozialdemokratiſchen Partei, Herr Wilhelm Hammel, mit
ſimmmen zum Beigeordneten gewählt. Der von der Demokvatiſchen
m ind dem Bauernbund unterſtützte Gegenkandidat, Herr Apotheker
Fh. erhielt 370 Stimmen.
Eberſtadt, 2. Dez. Fechtverein „Waiſenſchutz‟. Der
FFechtverein „Waiſenſchutz” veranſtaltete im Schwanenſaale ſeine
Beihnachtsfeier, wobei etwa 100 halbwaiſe und ortsarme Kinder
Kähnachtsgaben bedacht wurden
„umgsanſprache des Vereinsvorſitzenden Meerſtädter wurden die
Kin=
die!
rden Klängen des Weihnachtsliedes „Ihr Kinderlein kommet” in
EAwclal an die gedeckten Tiſche geleitet, worauf Pfarrer Paul, der dieſes
(n dazu an der Reihe war, eine Anſprache hielt. Er bezeichnet das
cchtsfeſt als ein Feſt der Liebe, in deſſen Dienſt ſich zwar nicht alle
hämmn, aber mit deſto größerem Opfe=ſinn der Waiſenſchutz ſtelle und
i mhe’ Aermſten ſorge, kenen damſt auch der Weihnachtstiſch gedecht
Hierauf wurde zur großen Freude der Kinder ein hübſch=s
üreifſtück aufgef.hrt, das ſich Weihnachten in der Waldſchenke” be=
Durch gutes Zuſammenſpiel und Hingabe der Mitwirkenden
(sfMhter ſen. und jun., Chriſtian Schmidt, Wagner, Lieſenfeld und
zeur Braun) erzielte das ſtimungsvolle, ergreifende Stückchen eimen
mich agenden Erfolg. Nach einem paſſenden, von Fräulein Gollaſch
vr mrgenen Prolog fand die Beſcherung ſtatt, die von den Kindern
ſygeduld erwartet wurde. Wie glänzten die Augen der Kleinen, ob
tzi ichen und ſchönen Sachen! Die Feier wurde umrahmt von
Muſik=
nud wurde weſentlich verſchönt durch die lieblichen
Weihnachts=
el der Mädchenklaſſe des Lehrers Wolf, dem für dieſe Art der
Mit=
inu ebenfalls der Dank des Vereins gebührt. Allen, beſonders den
Pr- wird dieſe Weihnachtsfeier eine ſchöne Erinnerung bleiben.
Aiixgverein „Frohſinn‟. Die im Saale „Zum Bergſtr. ßer
Ffiſcher) für die Mitglieder, Freunde und Gönner des Geſangver=
örrohſinn” veranſtaltete Weihnachtsfeier nahm einen ſchönen Ver=
e brei in hellem Lichterglanze ſtrahlenden Weihnachtsbaum und
ſtim=
w3holler Muſik herrſchte, trotzdem es infolge der niederen Temperatur
een im Saale an der nötigen Erwärmung mangelte, echte weih
Mch— Stimmung. Dazu trug gleich zu Beginn ſchon der Präſident
weneeins Brückner durch ein humorvolles Expoſé bei. Der Verein
aiſtnuntter Leitung ſeines Dirigenten Samper einige Chöre und führte
mmerhaltung von Groß und Klein zwei nur von Kindern geſpielte
ſchem rüichkchen auf, die ſchön in den Rahmen des Abends hineinpaßten
trützliele Freude bereiteten. Der Dirigent wurde durch Ueberreichung
zlu ſc önen Weihnachtskorbes geehrt. Er nahm ihn mit Dank
ent=
ghsen er mit dem Zitat von Goethe: „Euch macht ihrs leicht, mir
Eicedmver” zum Ausdruck brachte. Für 25jährige aktive Mitgliedſchaft
mit iru ir wurde Herr Jak. Hummel durch Ueberreichung eies Diploms
geiſt Der Iubilar dankte dem Verein duch zwei Xylophon=Vorträge
Hrwkete damit lebhaften Beifall. Der Tombola wurde reichlich
zuge=
pſſe, und mit ihr manche freudige Ueberraſchung geboten.
/Pfungſtadt, 20. Dez. Hohes Alter. Am 1.
Weihnachtsfeier=
aeſſiamm einer der älteſten Einwohner Pfungſtadts, Heinrich
Haſſen=
aſſh,Awohnhaft Scilerſtraße 8, ſeinen 89. Geburtstag begehen. Seinen
4ſſ hmurtstag feiert am 27. Dezember ein anderer Ortsälteſter, nämlich
ſich. Kramer 2. — Treibiagdergebnis. Bei einer in der
filen! Gemarkung, und zwar hauptſächlich im Klingsackertanne=Diſtrikt
ſialwenen Treibjagd wurben 1 Fuchs und 21 Haſen zur Strecke ge=
bracht. — Ringerſieg. Bei einem Mannſchaftsringkampf zwiſchen
dem Sportwerein „Siegfried” Pfungſtadt und dem Kraftfportverein
Nimbach konnte Pfungſtadt mit 10:4 ſiegreich beſtehen. Das gleichzeitig
ſtattgefundene Meiſterſchaftsringen zwiſchen der Kraftſportvereinigung
Pfungſtadt und dem Kraftſportverein Bürſtadt endete 9:6.
Ak. Nieder=Ramſtadt, 2. Dez. Aus den Vereinen. An
Weihnachten veranſtalten die verſchiedenſten Vereine Feierlichkeiten.
Die Ortsgruppe des Reichsbundes der Kriegsbeſchädigten halt ihre
Weih=
nachntsfeier am 1. Feiertag im Saale des Gaſthauſes von Fiſcher ab.
Am gleichen Tage haben die „freien” Vereine eine gemeinſame We
nachtsfeier im „Schüitzenhof”. Am 2. Weihnachtsfeiertag haben die beiden
Geſangvereine „Harmonie” und „Eintracht” größere Veranſtaltungen,
nud zwar die „Harmonie” im „Darmſtädter Hof” die „Eintracht” im
Saale „Zur Poſt”.
G. Ober=Ramſtadt, 2. Dez. Am Sonntag nachmittag fand, wi
alljährlich, in der hieſigen Kirche die Chriſtbeſcherung für die
die Kleikinderſchule beſuchenden Kinder ſtatt. Auch diesmal haben die
Kleinen unter Leitung von Schweſſter Minna ſich ihren verſchiedenen
Aufgaben dabei wieder gut entledigt und mit ſtrahlenden Augen dann
die Geſchenke in Empfang genommen. — Arbeitsmarkt.
Gegen=
über der Vorwoche hat ſich die Zahl der Arbeitsloſen durch Zugang aus
dem Bauhandwerk und der Kammbranche wieder weſentlich erhöht. In
Arbeitsloſenfürſorge ſtehen jetzt 121 Perſonen. Von der Kriſenfürſorge
warden 12 Perſonen betreut.
* Roßdorf, 20. Dez. Unſer Geſangverein „Liederkranz”
hielt ſeine Weihnachtsfeier. Für die Kleinen hatte ein ſchver beladener
„Nikolaus” reichhaltige Gaben gebracht. Die Mitglieder mit ihren
Familien wurden mit den fröhlichen Weihnachtsliedern, teils durch den
Chor, teils durch Muſikvorträge, herzlich erfreut. In einer ernſten
An=
ſprache machte der ſtellvertretende Präſident darauf aufmerkſam, wie
wichtig es ſei, daß die deutſchen Männengeſangvereme das koſtbarſte Gut
unſeres Weihnachtsglaubens und ſeiner Segnungen treu hüten und
immer wieder alle Jahre neu in die Herzen von Jung und Alt
ein=
prägen helfen. Der zweite Teil wurde ausgefüllt mit einem ſchön vor
getragenen Feſtſpiel „Die Stiefkinder der Weihnacht: Die Rollen
waren großartig beſetzt und wurden herrlich von allen Spielern
vor=
getragen. Beſonders erwähnt ſei, daß das aus dem Leben gewonnene
Stück auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck machte.
Z. Groß Umſtadt, 20. Dez. Millionenerbſchaft. Schon ſeit
einem halben Jahrhundert pflanzt ſich in umſerer Stadt von Generation
zu Generation das Gerücht von einer Millionenerbſchaft fort, die ein
von Groß=Umſtadt nach Amerika ausgewanderter Emmerich hinterlaſſen
habe. Zahlreiche Gemüter wurden immer wieder in leichtbegreifliche
Aufregung verſetzt. Wiederholt wurden Nachforſchungen angeſtellt, die
aber ſtets erfolglos blieben, da der Vorname des Erblaſſers nicht
be=
kannt war. Nun hat ſich die Sache ſoweit verdichtet, daß die
Erbange=
legenheit greifbare Geſtalt anzunehmen ſcheint. Nach glaubwürdigen
Nackrichten aus Amerika iſt der Erblaſſer ein Johann Nikolaus
Emme=
rich, weiland Teilhaber von dem weltbebannten Pelzgeſchäft Aſtor. Als
derſelbe im Jahre 1816 verſtarb, hinterließ er ein Teſtawent, welches
die Beſtimmung enthielt, daß das ſchon damals nicht umbedeutende
Ver=
mögen erſt nach 99 Jahren an ſeine geſetzlichen Erben ausbezahlt werden
ollte. Im Laufe der Jahre hat ſich nun das Vermögen mehrfach
ver=
doppelt, ſo daß es heute zu der ſtattlichen Summe von 147000 000 Dol
lars angewachſen ſein ſoll. Außer 25 Familien im Awerika komrmt eim
Anzahl hieſiger Familien in Betracht. Letztere haben ſich num
zufam=
mengeſchloſſen und einen geſchäftsführenden Ausſchuß gewählt. Zur
Be=
ſtreitung der entſtehenden Koſten wird ein monatlicher Beitrag erhoben
Hoffentlich gelingt es nun den vereinten Kräften, den Schatz zu heben,
damit der Millionenſegen recht bald ſeinen Einzug in unſerer Stadt hält.
* Sickenhofen, 20. Dez. A
1. Weihnachtsfeiertag wird der
Männer=Geſangverein „Frohſinn” im Gauſthaus „Zur Traube” zur
Aufführung bringen: König Ethelbert” ein Schauſpiel mit Gefang
in 5 Aufzügen von J. Klauſch. Das Stück handelte von der
Be=
kehrung der Angelfachſen zum Chriſtentum. Wir werden vertraut
ge=
macht mit den Sitten und Gebräuchen unſerer Urahnen, wir lernen die
Ränke und Kämpfe kennen, die ſich der neuen Lehre von ſeiten der
Odinsprieſter entgegenſtellten, wir ſehen aber auch, wie ſich die neue
Lehre durchſetzte und wie aus den fangtiſchen Heiden überzeugte
Chriſten wurden. Eine neuerbaute geräumige Bühne mit zu den
Handlungen paſſenden Kuliſſen und hiſtoriſche Koſtüme, von der
hiſto=
riſchen Koſtümverleihanſtalt Gottfried Janſſen in München=Gladbach
und Düſſeldorf bezogen, werden zur Verſchönerung des Stückes
bei=
tragen.
r. Babenhauſen. D. Dez. Handballſport. Unſer
Polizei=
ſportverein lieferte vergangenen Sonnntag eines ſeiner ſchlechteſten
Spiele in dieſer Runde. Mit 4 Mann Erſatz für Kohlhauer, Baumann.
Schliffer und Repp trat die Mannſchaft zum Spiel an. Bis zur
Halb=
zeit konnte das Spiel 0:0 gehalten wenden. In der zweiten Spielhälfte
ging Babenhauſen durch Binder in Führung. Zwei Strafſtöße brachten.
bald darauf Rödelheim das Führungs= und Siegestor. Trotz der
Erfatzleute war die Polizeimannſchaft im ganzen Spiel tonangebrid.
Der Kampf litt ſehr unter der kalten Witterung und der Glätte des
Bodens. Dazu kam noch der ſtarke Schneefall. So wurde der 2. Ball
von dem Torwächter Bordt durch das Schneetreiben zu ſpät erkanut.
Bei ſolchem Wetter dürften keine Spiele ſtattfinden.
r.Babenhauſen, 19. Dez. Waſſerverſorgung. Die Arbeiten
für die im Frühjahr 1928 beſtimt laufende Waſſerleitung haben dieſe
Woche ihren Anfang genommen. Nachdem vergangene Woche die
Röh=
ven angefahren worden waren, wurde mit ihrer Verlegung in
vevſchie=
denen Stpaßen begonnen. In Kürze ſoll auch das Maſchinenhaus mit
den Pumpanlagen an dem Konfurter Weg errichtet werden. Die
Vor=
arbeiten zu dem Waſſerturm, der in die Harreshäuſer Allee zu ſtehen
kommt, ruhen noch in den Händen des Heſſiſchen Kulturbauamts. —
Rückſchritt. Infolge Perſonalverringerung bei unſerem Poſtamt
kann die ſeither zugeſtandene Ausgabe von Poſtſendungen und der
Freimarkenverkauf in der Sonntagsnachmittagsſtunde (11½—12½) nach
dem 2. Januar 1928 nicht mehr beibehalten werden. Es werden nur
noch Telegramme angenommen und Geſpräche der öffentlichen
Sprech=
ſtelle vermittelt. — In der letzten Mitgliederverſammlung des
Geflügel=
zuchtvereins wurde beſchloſſen, gegen Ende Januar 1928 eine
Lokal=
eflügelausſtellung zu veranſtalten. Um ein einwandfreies
Gelingen zu ſichern, ſind die umfangreichen Vorarbeiten bereits im
Gange. — Das vom Kegelklub „Unner uns” veranſtaltete große
Preiskegeln nahm einen wohlgelungenen, allſeits befriedigenden
Verlauf. Die vier erſten Sieger (K. Arzt, Hch. Sauerwein, M.
Rorh=
fuß und M. Lohſe) konnten außer werwollen Ehvenpreiſen noch bübſche
künſtleriſche Diplome mit nach Haufe nehmen.
V. Aus dem Gerſprenztal, 2. Dez. Flottes Geſchäft der
Weihnachtsbäckereien. Ein beſonders gutes Geſchäft haben
heuer die Bäckereien und Privatbetriebe, die Weihnochtslebkuchen, Anis
und anderes Weihnachtsgebäck herſtellen. Aus den Orten Kirch= und
Pfaffen=Beerfurth, Reichelshcim und anderen Orten des oberen
Ger=
ſprenztals, wo dieſes Gewerbe ſchon ſehr lange heimiſch iſe, gehen in
dieſem Jahre noch größere Lieferungen dieſer Erzeugniſſe nach den
Großſtädten als früher. Auch die Hauſierer vertreiben davon große
Mengen in den Landorten.
— Kirch=Brombach, 20. Dez. Am Sonntag hielt der
Männergeſang=
verein dahier, wie allfährlich, ſeine diesjährige Weihnachtsfeier im Kreiſe
ſeiner Mitglieder im Vereinslokal ab. Durch den Begrüßungschor „Das
iſt der Tag des Herrn” wurde der Abend eröffnet. Anſchließend hieß
der 1. Vorfitzende alle Anweſenden berzlich willkommen und dankte für
das ſo zahlreiche Erſcheinen. Im weiteren Verlauf der Feier brachte der
Verein noch wanches Lied, Couplet ſowie das Theaterſtück „Chriſtroſe‟
zum Vortrag. Alle Darbietungen hatten das Erhoffte weit übertroffen,
und iſt der Verein ſeiner guten Kräfte halber längſt ſchon über die
Grenzen unſerer engeren Heimat bekannt.
— Langen=Brombach, 20. Dez.
Der hieſige Männergeſangverein
feiert am 94. Jum 1928 ſein 60jähriges Stiftungsfeſt verbunden mit der
Weihe einer neuen Fahne. Von den Gründern des Vereins weilt nol
einer unter den Lebenden, nämlich der erſte Fahnenträger, Herr Adamr
Nicklas.
4i. Vielbrunn, 2. Dex. Von hieſigen Ausſtellern wurden auf der
mit 300 Nummern beſchickten Geflügel=Ausſtellung in König
am Sonntag mit Ehrenpreiſen bedacht: Lehrer Koch mit Weißen
Italie=
nern, Gg. Enders mit Dominikanern, Trumpfheller mit Höckergänſen,
Joſef Ruppert mit Zwergpaduanern und Johann Deitrih mit
Kanarien=
vögeln Es bietet ſich auf dieſem Gebiet ein weiteres Feld, der
Volks=
wirtſchaft und Volksernährung zu dienen.
b. Erbach i. D., 20. Dez. Der Militär= und Beteranewverein Erbach
hält am zweiten Weihnachtsfeiertage abends im Saale des Gaſthauſes
„Bum Adler” ſeine Weihnachtsfeier in Goſtalt eines Familienabends ab.
Neben Aufführung verſchiedener Theaterſtücke iſt durch muſikaliſche
Dar=
bietungen, Chriſtbaum= und Tombolaverloſung für gute Unterhaltung
geſorgt. — Seine Erlaucht der Graf zu Erbach=Erbach läßt vor den
Weih=
nachtstagen, wie alljährlich, an 72 arme Witwen unſerer Stadt ſe einen
Naummeter Brennholz unentgeltlich verteilen. Gewiß eine angenehms
Gabe bei der zurzeit herrſchenden Kälte.
1gentlich könnte man sich C
duch selbst einmal etwas
zu Weihnachten schenken.
iewuſen 1d garnich, ob
Sie von anderer Seite eine
Geſchenk-Packung mit-
Oiistrcksoke‟
Ligaretten erhalten.
Bekom-
men Sie auf dieſe Weiſe
tat-
ſächlich zwerzumſo beſſer!
Kreisgruppe Erbach des Landgemeindetages
L. Michelſtadt, 20. Dezember.
Der heſſiſche Landgemeindetag, Kreisgruppe Erbach, verſammelte
ſich zu einer Tagung im Hotel Friedrich in Michelſtadt. Vertreten
waren 56 Gemeinden mit 57 Bürgermeiſtern bezw. Beigeordneten,
außerdem war Herr Kreisdirektor von Werver=Ewbach als Gaſt des
Landgemeindetages anweſend, ſowie als Referenten die Herren: Dr.
„Völling, Bürgermeiſter von Alsſeld und Inſpektor Schick vom
Kreis=
wohlfahrtsamt Erbach. Der Vorſitzende, Herr Bürgermeiſter Ritzel=
Michelſtadt, eröffnete die Verſammlung mit Worten herzlicher
Ve=
grüßung und ſtellte als Tagesordnung feſt: 1. Aufwertung von
Gemeinde=
anleihen; 2. die Grundzüge der Reichsfürforgepflichtverordnung; 3.
Kom=
munale Zeitfragen; 4. Verſchiedenes.
Zu dem erſten Tagesordnungspunkt, Aufwertung von
Gemeinde=
anleihen, referierte in eingehender Weſſe Herr Bürgermeiſter Dr.
Völ=
ſing=Alsfeld, der es verſtand, die ſchwierige Materie und insbeſondere
die Anleihegblöſungsgeſetze den Gemeindevertretern klar zu machen.
Red=
ner hob die Unterſchiede bei der Regelung der Aufwertung von
Stadt=
anleihen gegenüber den Schuldſcheindarlehen der Landgemeinden hervor
und bewies an Hand von Einzelfällen, ſowie unter Hinweis auf
Ge=
richtsentſcheidungen, daß das Thema der Aufwertung von
Gemeinde=
anleihen der verſchiedenartigſten Auslegung leider Tür und Tor öffnet.
Das gilt ſowohl für Entſcheidungen der heſſiſchen Beſchwerdeſtelle als
guch für Urteile des Reichsgerichts. Dr. Bölſing kritiſierte ſchärfſtens
ein Urteil des Neichsgerichts vom 2. Mai 1927, das in einer übertriebenen
formaliſtiſchen Auffaſſung die Gemeindeintereſſen aufs ſtärkſte gefährdet.
Nach dieſem Reichsgerichtsurteil liegt dann kein Schuldſcheindarlehen vor,
wenn auf der von der Gemeinde immer als Schultſchein betrachteten
Urkunde nicht auch die Quittung über den Empfang des Schuldbetrages
euthalten iſt. In der neueſten Zeit hat eine Entſchließung der
Reichs=
ſchuldenverwaltung die Lage iuſofern etwas gebeſſert, als ein
Schuld=
ſcheindarlehen dann doch als heſtehend angenommen wird, wenn ein
be=
ſtimmter Tilgungsplan vereinbart wurde. Für die finanziellen
Verhält=
niſſe der Gemeinden iſt die erwähnte Reichsgerichtsentſcheidung unter
Umſtänder, von großer Bedeutung, da die Aufwertung dann nicht nach
dem Anleihe=Wblöſungsgeſetz, ſondern nach dem Aufwertungsgeſetz zu
beurteilen iſt, und ſomit höher aufgewertet werden kann. Intereſſante
Ausführungen ſchloſſen ſich an das beifällig aufgenommene Neferat in
der Debatte hinſichtlich der Feſtſtellung des Zeitpunktes an, von wann
ab die Nückzahlung von Schultſcheindarlehen der Gemeinden unter
Vor=
behalt erfolgten. Allgemein kann angenommen werden, daß
Rückzahlun=
gen in den Jahren 1919—1922 als ohne Vorbehalt erfolgt angenommen
werden, während Nückzahlungen in der Zeit der Hochinflation, alſo im
Jahre 1923 wohl nicht vorbehaltlos gelten. An der Debatte über
Auf=
wertungsfragen beteiligten ſich die Hernen; Kreisdirektor von Werner.
die Bürgermeiſter Dengler=Erbach, Meiſinger=Kirch=Brombach, Ritzel=
Michelſtadt und Heiſt=Reichelsheim.
Das Raferat zu Punkt 2 der Tagesordnung über die
Reichsfürſorge=
bflichtverordnung hatte. Herr Kreisberwaltungsinſpektor Schick=Erbach
übernommen, der ſeiner Aufgabe durch grundſätzliche Ausführungen und
Eiuzelßeiſpiele gerecht wurde. Das hier in Fnage kommende
Arbeits=
gebiet iſt ein fo weit verzweigtes, daß Einzelheiten hierüber nicht gut
4l. Höchſt i. Odw., 20. Dez. Weihnachtsfeier. Der Deutſch=
Orden, Kommende Höchſt i. O. hatte zu ſeiner diesjährigen
Weihnachts=
feier in das Gaſthaus „Zum Odenwald” eingeladen. Der ſtellvertretende
Komtur, Ordensbruder Frickel, leitete die Feier mit herzlichen Worten
ein. Hierauf ſprach Oadensbwuder Schlich in zu Herzen gehenden
Wor=
ten über Weihnachten 1977. Muſikvorträge von Fräulan Julchen
Hof=
ferberth (Klavier) und Herrn Hans Luſt CCallo) zeugten von großem
Können. Nach einigen gemeinſam geſungenen Vaterlands= und Weil
nach sliedern erſchien mit großem Gepolter Knecht Ruppreclt, welche
durch Ordensbruder Klotz verkörpert wurde und ſich ſeiner Aufgabe mit
diel Geſchick entlecigte. Einige durch die Ordensbrüder Schlich, Klotz
und Ortegel geſprochene Gedichtvorträge trugen nicht unweſentlich zur
Anterhaltung bei. Zum Schluß dankte der ſtellvertretende Komtur
allen, die zu der ſchön verlaufenen Feier beigetragen hatten. Hierauf
richtete Ordensbruder Schlich herzliche Worte des Dankes an den
ſtell=
vertretenden Komtur, Ordensbruder Frickel. —
Gemeinderats=
bericht.: In der letzten Sitzung beſchäftigte ſich der Ortsvorſtand
zu=
nächſt mit dem Schreiben des Jagdpächters Pirazzi, Offenbach, betr.
Abgabe der bis Ende 1929 gepachteten hieſigen Jagd. Der Gemeinderat
iſt bereit, eine Neuverpachtung vorzunehmen, wenn Herr Pirazzi für
einen etwaigen Minderirlös bis Ende 1929 aufkommr. Der Antrag
Ph. Lohnes und Genoſſen negen Grrichtung von Schweineſtällen bei dem
Gemeindewohnhaus wird zurückgeſtellt und der Bauaufſeher beauftragt,
einen Koſtenvoranſchlag vorzulegen. Fü das Jahr 1928 wird die
Ge=
meindehund=ſteuer im derſelben Höhe wie im Vorjahre erhoben. Ein
Antrag der „Deutſchen Landreklame‟ Mannheim zwecks Errichtung von
Anſchlagfäulen in den Ortsſtraßen wird abgelehnt, da die Gemeinde
bereils im vorigen Jahr derartige Säulen aufgeſtellt hat. Die Anträge
Jakob Schneider und P. Trautmann 2. Wwe, um Abgabe von Bauholz
werden unter der Bedingung genehmigt, daß die Bauluſtigen bis
ſpä=
teſtens 1. Mai 1998 das erforderliche Baukapital aufbringen. Jean Luſt
und Anton Fröhlich wird die übliche Bauholzvergütung gewährt. Der
Ortsaruppe des Bauernbur des wird die Anſchaffung einer
Dungſtreu=
maſchine aus dem Erlös der Schafweidenverpachtung genehmigt. Von
einem Schreiben des Forſtamtes Höchſt betr. des Hiebſatzes nimmt der
Gemeinderat Kenntnis.
N. Aus dem Kreiſe Erbach, 20. Dez. Kreisärztliche
Un=
terſuchungen in den Volksſchulen. Zum erſtenmale
wer=
den die Schulkinder des Kreiſes Erbach gegenwärtig auf Kropfkrankheiten
durch Herrn Medizinalrat Dr. Jaup von Erbach unterſucht.
Be. Ober=Kainsbach, 20. Dez. Am Sonntag abend veranſtaltete der
hieſige Damenchor eine Abendunterhaltung. Obwohl es erſt die zweite
Veranſtaltung ſeit ſeinem Beſtehen iſt, muß man ſich doch andererſeits
wundern, mit welchem Talent jede einzelne Dame die ihr zugeteilte
Nolle ſpielte. Die Vorführung, die etwa drei Stunden dauerte, hielt
die Zuſchauer ſtets imn größter Spannung. Auch Herrn S. Nicklas, der
Dirigent des Damenchors, welcher die einzelnen Stücke mit den Damen
einübte gebührt alle Anerkennung für ſeine Mühe und Arbeit. Möge
unſer Damenchor, welchem etwa 13—14 Mädchen unſeres Dorfes als
Mitglieder angehören, uns fernerhin oftmals mit derartigen
Veranſtal=
tungen erfreuen.
Bn. Hirſchhorn. W. De= Der Geſangverein „Liederkranz” in dem
unweit von hier gelegenen Kortelshüitte veranſtaltete im Gaſthaus
von Peter Siefert daſelbſt ſeinen Weihnachts=Unteahaltungsabend. Nach
einer kurzen Begrüßung durch den 1. Vorſitzenden, Herrn Adam Kabel 2.
zu Kortelshüitte, brachte der feſtgebende Verein das Eröffnungslied „Die
Weihmachtsglocken” zu Gehör. Im Verlauf des Abends wechſelten
Theateraufführungen und Geſangsvorträge mitemwander ab. Auch die
von den Sängenn vorgetragenen Lieder paßten ſich alle der
Vevanſtal=
tung an und ernteten reichen Beifall der Zuhörer. Die Veranſtaltung
nahm ihren Abſchluß mit eimem Schlußlied des Geſangvereins „Die
Auserwählte‟. Die Beſucher kamen voll und ganz auf ihre Nechnung.
Das in der Nähe des Bahnhofs gelegene Sägewverk des Herrn Franz
Grimm, Hirſchhorn, das ſeither durch die Waſſerkraft des Finkenbachs
getrieben wurde, mußte, um den Anforderungen nachzukommen bzw.
je Lieferungen rechtzeitig ausführen zu können, in Tag= und
Nacht=
ſchichten arbeiten, da durch die geringe Waſſerkraft die vorhandenen
Sägen nicht voll ausgenutzt wenden konnten. Um dieſem Uebelſtand
abzuhelfen, hat nunmehr der Beſitzer ein Dampflokomobil mit 38 P8.
(Höckſtleiſtung 46 ) angeſchafft und die neue Kaftanlage vor einigen
Tagen in Betrieb geſetzt.
Herr Leſer und Frau Leſerin.
Bewohrt den Seppl wohl im Sinn!
berichtet werden können. In der Debatte wurde insbeſondere die
Unter=
bringung von Kindern in Erholungskuren behandelt. Es ſprachen
hier=
zu die Herren Bürgermeiſter Grasmück=Zell, Meifinger=Kirch Brombach,
Heiſt=Reichelsheim u. a. Der Vorſitzende des Kreisvereins, Herr
Bürger=
meiſter Ritzel=Michelſtadt, hatte ſich die Behandlung kommunaler
Zeit=
fragen zum Thema geſtellt. Nedner erklärte, daß er ſich mit Rückſicht auf
die vorgeſchrittene Zeit kurz faſſe. Er erinnerte an die jahrelangen
Be=
ſtrebungen auf Reform der Verwaltung und der Verwaltungsgeſetze und
zeigte an einem von dem badiſchen Innenminiſter Remmele geſchilderten
Beiſpiel, wie unſinnig heute der Inſtanzenzug wirkt. Um eine einfache
Nachricht von dem Innenminiſterium des Landes Baden an das
Innen=
miniſterium etwa des Landes Sachſen gelangen zu laſſen, müſſen ſechs
Juſtanzen über Miniſterien, Geſandtſchaften uſw. in Anſpruch genommen
werden. Aus der kommunalen Erfahrung ſchilderte der Neferent ein
Einzelbeiſpiel, das ſich beliebig vermehren läßt, anläßlich der
Perſonal=
ausweiſe. Die Kritik gegen die Gemeinden iſt nach dem Neferenten zu
90 Prozent unberechtigt, man ſollte in der Oeffentlichkeit beſſer die
Un=
zahl überflüſſiger Inſtanzen kritiſieren und beſeitigen helfen. Angeſichts
der geringen Mittel, die zur Befriedigung der Bedürfniſſe des Neiches,
der Länder und der Gemeinden zur Verſügug ſtünden, ſei eine
Vereiun=
fachung des Behördenapparates ein Gebot der Stunde. Daneben ſei es
notwvendig, einen vernünftigen Finanzausgleich, und vor allen Dingen,
auch einen Laſtenausgleich raſchmöglichſt zu Wege zu bringen. Zum
Veiveis führte der Redner eine Anzahl von Beiſpielen an, die auch
dar=
ſtellen, inwieweit das flache Land jetzt gegenüber den Städten
benach=
teiligt iſt. Der Referent warnte dringend vor einem Zuſchlagsrecht zur
Einkommenſteuer, das bei der heutigen Steuergeſetzgebung den
Landge=
meinden die größten Nachteile aber keine Vorteile brächte. Im
Schluß=
teil ſeiner Ausführungen beſchäftigte ſich Bürgermeiſter Ritzel mit den
Ausführungen des Reichsbankpräſidenten Dr. Schacht, dem er nachwies,
daß der weitaus größte Teil ſeiner gegen die deutſche
Kommunalwirt=
ſchaft erhobenen Vorwürfe falſch ſei. Es ſei dunchaus möglich, daß in
der einen oder anderen Stadt Beſchlüſſe gefaßt worden wären, die
viel=
leicht beſſer nicht zu faſſen geweſen wären, aber in der Allgemeinfrage
iſt das Vorgehen Dr. Schachts gegen die deutſchen Gemeinden eine nicht
zu rechtfertigende große Gefahr. Am wenigſten könne man den
Laud=
gemeinden einen Vorwurf machen, daß ſie Luxus trieben, denn ſelbſt Herr
Dr. Schacht würde ſofort umlernen, wenn er etwa dazu verurteilt wäre,
mehr als einen Sommeraufenthalt in einer Landgemeinde zuzubringen, wo
in der Regel weder Gas, noch Elektrizität, noch Waſſerleitung,
Kanaliſa=
tion oder geordnete Straßenverhältniſſe vorhonden ſeien. Angeſichts
ſol=
cher Tatſachen von Luxus zu reden, ſei unerhört. Nachdem ſich der
Refe=
rent noch mit Notſtandsarbeiten auseinandergeſetzt, und darauf
hingewie=
ſen hatte, daß durch Berlin Anordnungen gegeben worden ſeien,
Not=
ſtandsarbeiten nicht für Wohnungsbauten bereit zu ſtellen, ſchloß er ſeine
Ausführungen, und die Verſammlung behandelte unter Punkt
Verſchie=
denes die Beteiligung der Kreisgruppe Erbach an den Ausſchußwahlen
zur Ortskrankenkaſſe Michelſtadt. Das Vorgehen des Vorſtandes wurde
einſtimmig gutgeheißen und von der bevorſtehenden Anfechtung des
Wahl=
ergebniſſes Kenntnis genommen. Die Tagung fand kurz nach 1 Uhr
ihr Ende. Die Teilnehmer blieben zu einem gemeinſamem Eſſen noch
einige Zeit im Hotel Friedrich verſammelt.
* Hirſchhorn, D. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
19. Dezember: 0.98 Meter; am 20. Dezember: 1.01 Meter.
1. Von der Tromm, 20. Dez. Die Ortsgruppe Weinheim des
Tou=
riſtenvereins „Die Naturfreunde” ſtimmte in ihrer vorgeſtrigen
Generalverſammlung der Erſtellung eines Wander= und Ferienheius
auf der Tromm zu.
* Sandbach, 2. Dez. Kleinkinderbeſcherung. Auf
Ver=
anlaſſung der Kreisfürſorgeſchweſter Emma Arheilger zu Höchſt ſowie
der Sandbach=Neuſtädter Gemeindeſchweſter. Limi Pauling fand im
weihnachtlich hergerichteten Gemeinderatsſaal eine Beſcherung aller
Kinder ſtatt, die in vorbildlicher Weiſe im Laufe des Jahres von ihren
Müttern regelmäßig der Säuglingsberatung zugeführt
wur=
den. Unter dem brennenden Lichterbaum, der die Kleinen immer
wieder zu lauten Freudeausbrüchen hinriß, lagen eine Menge Geſchenke
(Kleidchen. Käppchen, Baldis, Lebkuchen, Milchbecher) ausgsbreitet,
ſo daß kein Kind leer ausging. Insgeſaut konnten 20 Kinder befchenkt
werden. Herr Pfarrer Römheld wies in einer Anſprache auf den hohen
Wert der Mutter= und Säuglingsberatungsſtunden
hin. Vorträge hübſcher Gedichte ſowie gemeinſam geſungene, altbekannte
Weihnachtslieder rahmten die ſchlichte Feier ſtimmungsvoll ein. Es
be=
ſteht aller Grund zu der Annahme, daß die Mutter= und
Säuglings=
beratung im neuen Jahre ebenſo fleißig wie im nunmehr verfloſſenen
Jahre beſucht wird. Beiden lieben Schweſtern ſowie allen freundlichen
Spendern der zur Verteilung gelangenden Gaben ſei hiermit herzlicher
Dank geſagt. — Verſetzung des Kriegerdenkmals. Das
hieſige Kriegerdenkmal von 1870/71 hatte ſeither einen außerordentlich
ungünſtigen Standort in unmittelbarer Nähe der Hauptſtraße am neuen
Nathaus. Es wurde leßthin en die Bernhardslinde anf dem
Kirchberz verſetzt.
Bl. Lauten=Weſchnitz, 20. Dez. Der Geſangverein „Sängerluſt” hielt
im Saale des Herrn Peter Wolf ſeine Abendunterhaltung ab. Nach dem
Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht” wurde ein fröhliches
Weih=
nachtsſtückchen flott geſpielt. Danach trug der Verein recht
ſtimmungs=
voll ein oberbatzeriſches Lied vor: „Blaue Augen”. Den Höhepunkt des
Abends bildete der Schwank. Der tolle Hund‟. Eine kleine Tombola
und die Lieder „Ich lag am Waldesſaume” und „O. wie herbe iſt das
Scheiden” ſchloſſen den genußreichen Abend
H. Von der Bergſtraße, 19. Dez. Rieſentabaklager. Die
Nauchtabakwarenfabrik Ebner in Wieskoch hat in dem geräumigen
Fa=
brikgebäude ein Rieſentabaklager eingerichtet. Es wurden bereits 5000
Zentner Rohtabak aufgeſpeichert, der aus der Rheinpfalz und der oberen
Beugſtraße bezogen wurde. Weitere 200 Zentner ſollen nächſtens noch
zugelegt werden
Ay. Bensheim, 19. Dez. Der Zeichenlehrer an der Aufbauſchule,
Richard Mager, wurde zum Studienrat ernannt
Todesfälle. Im nahen Auerbach verſtarb infolge Herzſchlags
Oberſtleutnat a. D. Eugen Steffens, zuletzt Kommandeur des Kgl.
Preuß. Ulanenregiments Graf zu Dohna Nr. 8 mit dem Standort zu
Lyck in Oſtpreußen. — Im 80. Lebensjahre verſtarb der Senior der
Möbelfabrik und Sägewerk Lange u. Schachner, Herr Fabrikant Franz
J. Schachner. Wenn die Möbelinduſtrie in Bensheim heute dunh die
Firma Lange u. Schachner in beachtlicher Weiſe vortreten wird, ſo
hatte ſie dies dem Verſtorbenen zu verdanken, der, im Verein mit ſeinen
Söhnen und ſeinem Schwiegerſohn, die Firma aus kleinen Anfängen
zu beachtlicher Höhe entvorführte. — Zur Wirtſchaftslage im
Kreiſe Bensheim. Wie die Monatsüberſicht, die das
Kreis=
arbeitsamt Bensheim für den Monat November veröffentlicht,
hervor=
hebt, wurden von der nahezu vierwöchigen Ausſperrung in der
Bigar=
venbranche, die bekanntlich in den Orten Lorſch, Kleinhauſen und
Lam=
pertheim ſehr ſtark verbreitet iſt, nahezu 3000 Arbeiter und
Arbeiterin=
nen betroffen. Erfreulicherweiſe iſt die durch dieſe Maßnahme
be=
dingte Erſchütterung unſeres heimiſchen Wirtſchaftslebens wieder
bei=
gelegt. Das Anſteihten der Erwerbsloſen (männlich und weiblich) auf
über 600 und der Kriſenunterſtützten auf über 160 deutet hin auf die
Beendigung der Saiſon im Baugewerbe und auf das Ende des
Wirt=
ſchaftsjahres in der Landwirtſchaft und die hierdurch bedingte
wirt=
ſchaftliche Konjunkturſenkung ganz allgemein. Zwangsmäßig, d. h. auf
Grund der neuen geſetzlichen Beſtimmungen mußten übrigens 64
Unter=
ſtützungsempfänger von dem weiteren Bezug von Kriſenuterſtützung
ausgeſchloſſen werden.
Bb. Bensheim. 2. Dz. Die Umgeſtaltung des hied
Ritterplatzes, der infolge des denſelben berührenden außss
lich ſtauken Auto=Durchgangsverkehrs und ſeines Gefälles einenn!
größter Vorſicht mahnenden Punkte im Verkehrsleben der Stad/
dürſte nmmehr wohl bald zu erwarten ſein. Das die Umbilcht!
Platzes beteffende Preisausſchreiben hat als Reſultat die
Pwr=
des von Herrn Gewerbeſchullehrer Joſef Stoll eingereichten End.
mit dem eyſten Preis gezeitigt, der in glücklicher, verhältnisnäitl
facher Dunchführung dieſen Platz, deſſen vier Zugangsſtellen
ſehr ſtarken Verkehr aufweiſen, vorteilhaft umwandalt. Hoffent74
die Ausführung der Arbeiten nicht mehr ſo lange auf ſich warter
Es wird von den Beſuchern Bensheims aus dem Neichenbachchtl
felſer Tal md von dem das Poſtauto benützenden Publikum
gro=
empfunden, daß jetzt am Nitterplatz eine Halteſtelle dieſes 78
autobuſſes eingerichtet worden ſt, ſo daß man nicht erſt den V.
oder zum Bahnhof zu gehen braucht, um das Anto zu b
Herr Direktor Dr. Ledroit, Leiter der hieſigen Aufbauſchule (
früheren Seminars) tritt am 1. Januar auf Grund des Altersgene
den wohlverdienten Nuheſtand. Die geſamte Beoölkerung ſiehu
Hevrn mit großem Bedauern aus dem Amte ſcheiden, hat er
bei jedem, der zu ihm in Beziehung ſtand, durch ſein ſchlichtes su
freundliches Weſen vollſte Hochachtung erworben. Seinen Kollen/
Schülern war er jederzeit ein fveundlicher gerechter Vorgeſetztal
Direktor. Als Nachfolger des als Miniſterialrat nach Darmſpil
rufenen Leiters der Anſtalt, des Herrn Direktors Glückert,
übearnd=
die Leitung des Seminars und der Aufbauſchule im April 1991.
Schülern iſt er ein väterlicher Freund und Mentor, die mit großte
ehrung an ihm hängen. Auch auf wiſſenſchaftlichem Gebict ht
Oberſtudiendirektor Dr. Ledroit Hervorragendes geleiſtet. Verril
Werke ſchriftſtelleriſchen Betätigung zeugen von ſeinem große
und oimer volkstümlichen Art ſeines Tones, die auch in Zeitſchrifſf
Beiträgen beſten Ausdruck fand. Der Weltkrieg fah ihn als Gauug
an der Front im Felde ſtehen und erwarb er ſich das Giſerm
erſter Klaſſe neben vielen anderen Auszeuchnungen. Einen zuun
Hoffnungen berechtigenden Sohn im Krieg zu verlieven, blieb ihch
nicht erſpart. Vorerſt wird Herr Dr. Ledroit bis zur endgülti!
ſtellung ſeines Nachfolgers die Leitug der Geſchäfte der Schn
weiterführen. Möge ihm noch ein langer, fried= und freutvoller
abend beſchieden ſein! — Am Sonntag nachmittag um 4 Uhr
der Turnhalle der hieſigen Aufbauſchule eine ſtimmungsvolle 811
nachtsfeier ſtatt, deren Mittelpunkt neben Darbietungen derru
und Geſangsabteilung der Schule ein Weihnachtsſpiel:
Dren”
R.
ſingen” und ein Schülervortrag über die Bedeutung und Ent
Krippendarſtellungen bildete. Turnübungen am neuen Tuſt
„Sakurn” vervollſtändigten die Darbicktungen, denen eine große B5!
zahl beiwohnte.
W. Heppenheim a. d. B., 2. Dez. Ebangeliſche Gemin
Eine alte Weihnachtsſitte, das Krippenſpiel in der Kirche, wun
Sonntag in der Kirche wieder eingeſührt. Zur Aufführung 9l
ein ſchönes Krippenſpiel von L. Hilger, welches die zahlreich erſckht
Gemeindemitglieder bis zum Schluſſe feſſelte. Die Chöre des
nachtsſpiels wurden von der Chorſchule gut vorgetragen. B=1
ſchön wirkten die ſoliſtiſchen Geſangspartien, die von Frl. Mülrun
den Herren Hondrich und B. Seigel vorgetragen wurden. Die
Teilen wohlgelungene Aufführung wird für Kinder am 1. Weihnng
wiederholt. An dieſe Feier ſchloß ſich nun eine Abſchiedsfeier.
Pfarver Krämer verſetzt wunde. Welche Anhänglichkeit ud
Ve=
die hieſige Gemeinde für den nun ſcheidenden Seelſorger beſitzt
ſich in den verſchiedenen Andenken, welche im Namen des Frauempt
und des Jugendbudes dem Herrn Pfarrer Krämer überreicht
zur Erinnerung an die erfolgreiche Zeit ſeines Wirkens in Gepptlt
Verein für das Deutſchtum im Auslande. V.
hältnismäßig gut beſetztem Haufe veranſtaltete die Ortsgruppe 99
heim des V.D.A. einen Vortragsabend. Die Beſucher wurdemn!
die Vortragsweiſe ſowie den intereſſanten Inhalt der Rede bol
Schluſſe gefeſſelt. Als Redner hatte man Herrn Profeſſor Dr. .4
einen der beſten Kenner des Auslandsdeutſchtums, gewomen.
Ausführungen fanden allgemeinen Anklang. — Schlägerei
ſchen drei jungen Leuten aus Bensheim und einem von Hambau
es vorgeſtem Abend auf dem hieſigen Bahnhofsplatz zu einer Schlcy
bei welcher der junge Mann aus dem benachbarten Hambach eun
verletzt wurde.
8. Lampertheim, D. Dez. Standesamtliches. Im 24
November wurden bei dem Standesamt 20 Geburten, 16 Eheſchließin
und 10 Sterbefällg beurkundet.
Verſetzung. Lehrr
Schweizer von der hieſigen evangeliſchen Schule wurde an die 2
ſchule in Mainz verſetzt. — Holzverſteigerung. Daf 9/
Forſtamt hält nächſten Donverstag im Sagle des Rheinguld ſ
Holzverſteigerung aus dem ſraatlichen Forſtbezirk obere Wildbo
Am B. Dezember werden durch das Forſtamt die Grundſtück
3. Gutsverbandes auf die Daue= von 9 Jahren verpachtet. Dui
Pachtberiode beginnt aber erſt am 16. Oktober 1928. — Wahll/!
der Wahl der Vertrauensmänner und Erſatzmänner m der Ancßid
eprſicherung wurden von hier Verſicherungsbeamter Fiedrich Jun
Büroangeſtellter Nobert Kmietſch als Erſatzmänner gewäht.
Bm. Hofheim (Ried), D. Dez. Verſetzung. Wie wir hörm
der ebangeliſche Lehrer Fübner ein Dekret nach Darmſtadt erhaltk.
wird mit ſeinem Weggang nach dort in abſehbaver Zeit zu rolng,
Herr Lehrer Hübner hat während ſeiner hieſigen Tätigkeit als 14
und Erzieher viel geleiſtet. Auch hat er im Veveinsleben des 60
Landeslehrarvereins wichtige Vertrauensämter inne gehabt. — 2
nachtsfeier. Die Weihnachtsfeier des Fußballvereins
verll.ff
reichhaltigem Programm fehr ſchön. Ein lebendes Bild „Guldigun=
Sports feſſelte für einige Sekunden aller Augen. Die an die Juflick
zeit erinnernde Theaterauführung „Unſegen” konnte mit gefallen
der Schwank „Pannemann ſpielt Fußball”, welcher Lachtränen lerv
Die eingelegten Chöre des Sängerquartetts (Leitung Herr 11
Webor) paßten ſehr gut in den Rahmen der Feier.
* Gernsheim, 2. Dez. Waſſerſtand des Rheinn
D. Dezember: —0,70.
U. Sprendlingen (Rhh.), 19. Dez. Herr Lorenz Weller kauft!
etwa 3000 Quadratmeter großen Acker, der bisher Herrn Antälnk
Becker gehörte, zum Preiſe von 7 Mk. für das Klaſter. Der Küurt
gböichtigt, auf dem Gelände, das zwiſchen den beiden Ziegeleien 1n
Beiſer 5. gelegen iſt, die Fabrikation beſonders von Blumenta 77
größerem Umfange aufzunehmen.
Ba. Erbenheim, 20. Dez. Großfener. In der Nacht auff2
tag, etwa 2,45 Uhr, brach in dem Sägewerk des Zimmermeiſters
hier, Frankfurter Straße 60, auf bis jetzt umaufgeklärte Weiſoel
aus, das ſich innerhalb kurzer Zeit über das ganze Gebäude auslick1
In dem Erdgeſchoß des 10:30 Meter großen Gebäudes befand. 4
Gatter, mehrere Holzbearbeitugsmaſchinen ſowie Schreinerei min4l
Das Dachgeſchoß war mit Nutzholz angefüllt, wovon ein großß
erſt in letzter Woche hinzu kam. Die freiwillige Feuerwehr Grltz1
war alsbald zur Stelle und griff den Brand mit 5 Schlauchle441
an. Bei der großen Ausdehnung des Brandes und der ausſtras=
Hitze mußte ſich die Wehr zunächſt dauauf beſchränken, das Fer
Ausbreiten und Uebergreiſen auf das Wohnhaus zu verhindern.
3.30 Uhr wurde noch die Berufsfeuerwehr Wiesbaden glarmiatl
alsdann mit der Motorſpritze am Brandplatz eintmf. Dieſe nahb!
zwei F5er= uned eine 5der=Schlauchleitung vor und ging dann
ſam mit der Erbenheimer Wehr zur Offenſive über. Nach einſtt7
harter Arbeit war jede Gefahr beſeitigt. Die Löſcharbeiten war)
folge der Kälte mit beſondenen Gefahwen verbunden. Die Leiterm2
pen und die Gebäude waren in kurzer Zeit mit Eis überzogen, 19
mehrfach Wehrmänner zu Fall kamen. Von auswärtigen Wehremt
noch erſchienen die freiwillige Wehr Nordenſtadt und die freiwilligg
Bierſtadt mit der Ueberlandſpritze, die ichoch nicht mehr im 2
zu treten brauchte.
Gebörig ReſiKuchen futtern.
Weihnacht fährt er heim zu Muttern. Er wünſcht Euch auch das allerbeſte, 1 Geſundheit, Glück und Bohiergehn! 1
Viel Reſi=Bäckerei zum Feſie,
dem dicſe bayeriſche Kernmargarine0i) "
aus den VM Wihürnßeng vereinigl.
zumaſkem Mal hächſenöhrkrafß.
und höchſten Wohlgeſchmack:
Im nächſen Johr auf Bederſeht 142M1laminemd Wlnemmuch. Ko
Bu jedem Pfund der Tafelmargarine „Friſche Reſi” verlange man gratis den neueſten Band der Reſi= Hausbüchereil Vertreter der V. M. W. Nürnberg: M. Kaufmann, Darmſtadt, Aliceſtr. 20. Tel. 2039, .
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Darmstadt
Dr. phil. Margret Bücking
Dr. phil. Johannes Neumann
Verlobte
Nurmstadt
Berplatz 42
(19964
Gießen
Otann 4
Statt Karten.
Uhre Vermählung geben bekannt:
Miepraphendireltor Dipl-Ing. Fria Loesser
und Fräl Ernd, geb. Mikau.
Darmstadt, den 20. Dezember 1927.
33705)
Statt beſonderer Anzeige.
Am 17. Dezember erlöſte Gott unſeren lieben
Aoater, Großvater, Bruder und Onkel
Karl Fölſing
Lehrer i. R.
durrch einen ſanften Tod von den Beſchwerden
ſuänes hohen Alters.
Die trauernden Hinterbliebenen.
dearmſtadt, den 19. Dezember 1927.
Bae
4rranichſteinerſtr. 47.
uie Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Dezember,
vormittags 10½ Uhr, von der Kapelle des alten
Fwiedhofs an der Nieder=Ramſtädterſtraße aus ſtatt.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unſeren
Ueben, guten Vater
Herrn
Jakob Hattemer
iu 81. Lebensjahre zu ſich in die Ewigkeit
abzu=
rafen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Magdalene Hattemer, Lehrerin
Arheilgen.
(20008
Gau=Algesbeim, den 19. Dezember 1927.
Mie Beerdigung findet am Donnerstag, den 22.
De=
z—mber um 12 Uhr mittags vom Stelbehauſe Gau=
Alge heim, Ernſt=Ludwigſtraße 1 aus ſtatt.
Nach einem arbeitsreichen Leben verſchied ſanft
mnſere herzensgute, mütterlich ſorgende Tante
Liſe Oern
lurz vor Vollendung ihres 80. Lebensjahres.
Im Namen der trauernden Angehörigen:
Studienrat F. Dern.
Darmſtadt, 19. Dezember 1927,
Schützenſtraße 9.
RRff
Die Beerdigung findet Donnerstag 22. Dezember
machmittags 2½ Uhr, auf dem Friedhof an der
Nieder=Ramſtädterſtraße ſtalt
Am 16 Dezember verſchied nach kurzem
Leiden mein lieber Gatte, unſer lieber Vater,
Sroßvater, Bruder und Onkel
Anläßlich meiner Abreite nach
Val=
paraiſo Chile) allen Freunden und
Bekannten ein letztes Lebewohl!
Alma Droppelmann
geb. Ehle. (33772
Darmſtadi, den 20. Dez. 1927.
Todes=Anzeige.
Mein lieber Mann, un er gute
Vater, Schwiegervater, Großvater
Bruder= Schwager und Onkel der
Werbhelfer
wurbe heute früh im Alter von
52 Jahren durch einen Herzſchlag
von ſeinem langen ſchweren Leiden
erlöſt.
Darmſtadt, den 19. Dez. 1927
Landwehrſtr. 31.
Im Namen d. trauernd. Hinterbliebenen:
TLina Schuchmann, geb. Ebert
Die Beerdigung ſindet Mittwoch
den 21. ds Mts. nachm ½4 Uhr
von der Kapelle des Waldfnedhofs
us ſtatt.
(20000
Todes=Anzeige.
Heute nacht entſchlief ſanft nach
langem, ſchwerem Leiden unſere
gute Mutter, Schwiegermutter und
Großmutter
AnnaMargaretheschacker
geb. Dreieicher
im Alter von 64 Jahren.
Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen:
Georg Peter Schacker
Aan
Landwirt.
Roßdorf, A. Dezember 1927.
Die Beerdigung findet
Donners=
tag, den 23 Dezember, nachmittags
Uhr, vom Trauerhauſe, Ober=
Ramſtädterſtraße 43 aus ſtatt.
Todes=Anzeige.
Am 17. d3. Mts verſchied ſanft
nach kurzem Krankenlager in Mainz
meine liebe Schwiegermuttter
Frau
Anna Froelich Bwe.
geb. Meißburger.
im Alter von 84 Jahren. (20002
Minna Pütz, verw. Froelich,
geb. Becher.
Haunpver, den 19. Dez. 1927.
(Beſſemerſtr. 1.)
Die Beerdigung findet am
Mitt=
woch, den 21. Dezember 1927,
nach=
mittags 3 Uhr, in Dalmſtadt von
der Friedhofskapele an der Nied
Ramſtäderſtraße aus ſtatt.
In Solingen (Rheinland)
ſtarb an der Gehirngrippe der
Nervenarzt
Dr. med.
Sohn des F Lehrers. Abraham
Stern in Darmſtadt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Gertrud Stern
Ottilie Stern
Solingen. Weſtſtraße 25
Dr. med. Karl Stern
Florentine Stern
Fürth 1. Bayern, Hindenburgſtr. 1,
16. Dezember 1927.
Aafd
Masaan
Heil Nart Miot
Kanzleirat i. R.
Und wurde auf ſeinen Wunſch in aller Stille
beigeſetzt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Von Beileidsbeſuchen bitte abzuſehen
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Frau Erna Ebert, Darmſtad:
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Statti beſonderer Anzeige.
Heute nacht verſchied plötzlich und unerwartet infolge eines
Herzſchlags mein lieber Mann, unſer freuſorgender Vater, Bruder,
Schwager und Onkel
Karz
Klee
Architekt
im 57. Jahre ſeines arbeitsreichen Lebens.
Um ſille Teilnahme bittet
für die trauernden Hinierbliebenen:
Käte Klee, geb. Eck.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1927.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. Dezember, nachm. 3½ Uhr,
vom Portale des alten Friedhofes aus ſiatt.
Es wird gebeten, von Beileidsbeſuchen abzuſehen.
(19208
Am 4. Dezember 1927, verſiarb der
Oberlentnant d. Reſ. a. D.
des ehem. 2. Großh. Heſſ. F.-A. R. 61
Selnel Piatt.
Er hat dem unterzeichneten Regiment
von ſeiner Aufſiellung im Januar 1916 bis
zum Kriegsende als Regiments=Adjutant
angehört. EEin vorbildlicher Soldat, ein
treuer Kamerad, ein edler, liebenswerter
Menſch iſi mit ihm dahingegangen. Wir
werden ihn nicht vergeſſen.
Im Namen der Offiziere, Unteroffiziere
und Mannſchaften des ehem. Kgl. Preuß.
6.-A. R. 249
Le Tannenx I. Sainl-Paul
Regimentskommandeur u. Oberſt a. D.
Königsberg, den 20. Dezember 1927. us377
Der veue Muleula-Palent-
Rasierklngen-Schärfapparat
für alle Sorten Rasierklingen.
Deutsches Reichspatent.
Auslands-
Patente.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme
an dem Heimgange meines lieben Gatten, unſeres
unvergeßlichen Vaters und Großvaters, insbeſondere
Herrn Pfarrer Kopp für die troſtreichen Worte am
Grabe, der Gewerkſchaft Meſſel, den Beamten der
Gewerkſchaft, dem Werkmeiſter=Verband, Schleſier=
Verein, gewidmeten Nachrufen, ſowie allen
Leidtragen=
den, ſagen wir unſern herzlichſten Dank.
Im Zamen der trauernden Hinterbliebenen
Frau Kätchen Schwarzer.
Kronichffein, Herten, den 20. Dezember 1927. (33e0ß
Für die vielen Beweiſe treuer
Freund=
ſchaft und Teilnahme anläßlich des Todes
unſerer geliebten Schwägerin und Tante
Frau
Carola Hebbinghaus
geb. Freiin von Starck
ſagen aufrichtigen Dank
Dſe deftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſiadt, München, Berlin,
20. Dezember 1927,
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Mittwoch den 2:. Dezember 1927
Geite 11
feich und Ausland.
Großfeuer in Erbenheim.
ess baden. Sonntag mittag brach in dem
wir Heuß in Erbenheim Feuer aus, das in
,Asit das geſamte Gebäude in Flammen hüllte.
In/ Erdgeſchoß befand ſich ein Gatter, mehrere
ubeitungsmaſchinen ſowie Schreinerei und
Sas Dachgeſchoß war mit Nutzholz angefüllt.
wiſt=willige Feuerwehr Erbenheim griff den
gug güt 5 Schlauchleitungen an. Später wurde
„llue Berufsfeuerwehr Wiesbaden alarmiert, die
EMotorſpritze am Brandplatze eintraf. Dieſe
aan gemeinſam mit der Erbenheimer Wehr
nucau riff über. Nach einſtündiger harter Arbeit
Gefahr beſeitigt. Die Löſcharbeiten waren
ger Kälte mit beſonderen Gefahren
ver=
eie Leitern, Treppen und die Gebäude waren
Zeit mit Eis überzogen, wodurch mehrfach
BisKurner zu Fall kamen.
Großfeuer in einem Sägewerk.
Aſca. Das der Maſchinenfabrik. Wilhelm
allwar: G. m. b. H. gehörige Sägewerk iſt nachts
uine Feuersbrunſt eingeäſchert worden. Große
urinte und eine Anzahl Mobilien wurden ein
Sie- Flammen. Die Bekämpfung des Brandes
muüſtyd durch erſchwert, daß die Hydranten infolge
u-eingefroren waren und die Motorſpritze
Fulda geſpeiſt werden mußte. Die Urſache
urrs iſt noch nicht feſtgeſtellt. Der
Brand=
ir durch Verſicherung gedeckt.
Aus dem Fenſter geſtürzt.
z (Nahe). Ein junges Mädchen von hier
huſtüntt ſchweren inneren und äußeren
Verletzun=
nin hrem Straßenpflaſter gefunden. Die Unglück=
Un
tfſich in einem Anfall geiſtiger Umachtung
AEnzFenſter geſtürzt und dabei ſolche
Verletzun=
enogen, daß ſie kurz nach der Einlieferung ins
Akhaus ſtarb.
Guroßfeuer in einer Bauſchreinerei.
Bzſoorf (Sieg). Ein verheerender Brand
aiſch oer Bauſchreinerei Struthfabrik G. m. b. H.
it raſender Geſchwindigkeit verbreitete er ſich
genganze Fabrikanlage und ſetzte die geſamte
Schyſew=i, das Magazin, den Maſchinenraum und
ruizendes Wohnhaus in Flammen. Das Feuer
griftſf naſch um ſich, daß die Bewohner des
Fabrik=
ſite atum Zeit hatten, das nackte Leben zu retten.
Vieyk ſemerwehren, von Betzdorf und Kirchen
be=
käm)ſ Sen Brand. Die Löſcharbeiten wurden durch
den fng en Froſt ungemein erſchwert. Das Waſſer
uußu: dem dickvereiſten Fabrikgraben entnommen
werücund gerann in den Schläuchen zu Eis. Zwei
Wehlhrt erlitten leichte Verletzungen. Der Schaden
wirdpf istwa 150 000 Mark geſchätzt. Verbrannt ſind
nebeſtn hioſtbaren Holzbearbeitungsmaſchinen eine
großßilnenge Fertigfabrikate, darunter annähernd
1000// tige Patenttüren, Sperrhölzer und fonſtige
Holzſkrätte. Etwa 60—70 Mann werden durch das
Braßtmid lück nun vor Weihnachten arbeitslos. Die
Feu=ſſhren leiſteten in der grimmigen Kälte ſchier
Ingſtölſhes. Durchnäßt bis auf die Haut, mit
A2leidern hielten ſie tapfer Stand und trugen
for/koeſißz die benachbarten drei Wohnhäuſer nicht
hAchein Naub der Flammen wurden.
Einſhruſtſcher Kaufmann wegen
Betäubungs=
mättelhandels in Zürich verhaftet.
B8 el. Von der Züricher Kanton=Polizei wurde
der
13rrrich wohnhafte deutſche Kaufmann Felis
Wechſe rtey aus Roſtock wegen ungeſetzlichen Handels
mit /ärrbungsmitteln verhaftet. Bei einer
Haus=
ſuchuſt in der Villa Weckers wurden umfangreiche
Schyfützke beſchlagnahmt, aus denen hervorgeht,
daß hurser dem auf Grund der Konzeſſion zuläſſigen
Expywdch große, in die Tauſende von Kilogramm
geheit Mengen narkotiſcher Mittel ins Ausland,
namiſuch nach dem Oſten, ausgeführt hat. Die
Poliſſizerkslärte, daß ſich ein zuverläſſiges Bild über
den rirng des ungeſetzlichen Betäubungsmittel=
IM handis arſt nach Abſchluß der Unterſuchung
ge=
winzhelaſſſen werde.
Schiffskataſtrophe. — 11 Tote.
ENDBlo. Ein norwegiſcher Dampfer mit Iner
LadyiaHeringe an Bord iſt bei den ſchweren
Stür=
nen /ider Nordſee mit ſeiner elfköpfigen Beſatzung
Wstagen.
IM
Neues Verfahren
egen Kapitän Ehr hardt.
Kapitän Ehrhardt
WS Maldigt, Ortsgruppen dis verbotenen Wiking=
A mru organiſiert zu haben. Das gegen Ehr=
Dahgebende Verfahren iſt auch auf Kapitän
4410 esden ausgedehnt worden. — Kapitän
I Iſt 46 Jahre alt, nahm ſchon am Herero=
Affrika teil, war im Weltkrieg Führer einer
Grmotsflottille, bildete 1919 ein Marinefroi=
Sunligt, ſich mit ſeiner Brigade Ehrhardt am
P Fſckh. entfloh 1922 aus der Unterſuchungshaft
ilsgerichts, wurde ſpäter amneſtiert und
A nor einiger Zeit eine Prinzeiſin Hohenlohe.
Das geſunkene amerikaniſche U=Boot.
Das Schickſal des 8 4. — Jede Hoffnung auf Rettung
der Eingeſchloſſenen aufgegeben.
Das Unterſcebovt „S. 4” der nordamerikaniſchen Kriegsflotte
wurde von dem Küſtenſchutzdampfer „Paulding” vor Woodenol gerammt und mit einer
Be=
ſatzung von 43 Mann verſenkt. Die ziviliſierte Welt verfolgt mit Spannung den Gang des
Hilfs=
werks und hofft, daß die tapferen Seeleute, die wenn das Boot nicht leck geworden iſt — für
75 Stunden Luft haben, noch gerettet werden.
EP. New York, 20. Dezember.
Aus Provincetown wird gemeldet, daß die
Ueber=
lebenden an Bord des Unterſeebootes „8. 4” Montag
2 Uhr nachmittags, europäiſche Zeit, eine Botſchaft
folgenden Inhalts durch Klopfzeichen bekanntgegeben
haben: „Wir bedürfen dringend Sauerſtoffs und
Nahrung. Die Temperatur an Bord beträgt 37 Grad
Fahrenheit.” — Hierauf wurde geantwortet, daß
alles Menſchenmögliche getan worden ſei, um ihnen
zu helfen und auch weiterhin getan werden ſoll. Es
ſoll nun berſucht werden, durch das Torpedorohr
Trinkwaſſer und Nahrung in das Innere des Bootes
zui befördern. Die Arbeiten ſind aber ſtark erſchwert,
weil das Schiff 2 Meter tief im Schlamm liegt.
Außerdem ſind die Arbeiten auch durch den
anhal=
tenden hohen Seegang erſchwert. — Von ſeiten
Ma=
rineſachverſtändiger wird bereits die Befürchtung
ge=
hegt, daß nach Ablauf der 48 Stunden, in denen
man noch Hoffnung auf eine Rettung der
eingeſchloſ=
ſenen Seeleute hatte, jetzt nur noch wenig
Wahr=
ſcheinlichkeit beſtünde, ſie lebend anzutreffen.
Nachdem die in dem geſunkenen UI=Boot „8 4”
ein=
geſchloſſenen ſechs Seeleute im Laufe des geſtrigen
Nachmittags durch Klopfzeichen mitgeteilt haben, daß
ſie die letzte Sauerſtoffflaſche angebrochen haben, hat
man nunmehr jede Hoffnung auf die Rettung der
Eingeſchloſſenen aufgegeben, da ſämtliche Verſuche,
von außen friſche Luft zuzuführen, mißlungen ſind.
Der größte Funkſender der Welt — in Zeeſen.
Eröffnung der neuen deutſchen Rieſenſtativn.
Der neue Funkſender in Zeeſen bei Berlin
hat zwei Rieſeumaſten von je 210 Metern Höhe und beſitzt die ungeheuere Energie von 120
Kilowatt. Er wird in einem Umkreis von 150 Kilometern ſchon mit einem kleinen billigen
Detektor=Apparat zu hören ſein. — Zeeſen iſt nun die mächtigſte Funkſtation der Welt. Der
engliſche Großſender Daventry verfügt nur über 20 Kilowatt, der amerikaniſche Rieſenſender
Shenectady über 50 Kilowatt.
Das Paradies des Winterſports.
St. Moritz,
ſeit Jahrzehnten der Wallfahrtsort der Winterſportler, wird diesmgt ſich ſelbſt übertreffen und
alle Rekordmänner der Schnee= und Eiswelt anläßlich der Olympiſchen Winterſpiele vereinigen.
Dr
Eine Hirſchkuh von einem Auto totgefahren.
Stromberg. Unweit der Rheinböllerhütte
ſprang in der Dunkelheit plötzlich eine Hirſchkuh, die
durch den Lichtkegel eines Autos geblendet war,
gegen einen Kraftwagen. Das Tier wurde überfahren
und getötet, während das Auto ſolche Beſchädigungen
erlitt, daß es in Reparatur gegeben werden mußte.
Die Rache der Spritſchmuggler.
EP. Stockholm. In der Nähe von Hangö hat
ein finniſches Schmugglerfahrzeug ein eſtniſches
Schmugglerſchiff in den Grund gebohrt, weil der
Konkurrent den Sprit billiger verkaufte. Die
Be=
fatzung konnte ſich in ein Floß retten und wurde von
einem amerikaniſchen Dampfer aufgenommen.
Die Kältewelle
über Europa.
Die Kälte in Deutſchland.
Die ſtarke Kälte dauert auch in Berlin an. Das
Thermometer zeigte am Dienstag morgen in den
Außenbezirken zirka 20 Grad, während in der
ge=
ſchützten inneren Stadt 13 Grad gemeſſen wurden.
Beſonders der Eiſenbahnverkehr hatte ſtark unter
dem Froſt zu leiden, da auf den vereiſten Schienen
nur ſehr vorſichtig gefahren werden kann. — Aus
dem Erzgebirge liegen Meldungen über ſehr ſtrenge
Kälte vor. Die Temperaturen ſind z. B. in Geiſing
und Johanngeorgenſtadt bis auf 25 Grad geſunken.
Durch die enorme Kälte ſind die Telephonleitungen
ſtark vereiſt, ſo daß ſich verſchiedentlich Störungen im
Fernſprechverkehr bemerbbar machen. — In Görlitz
wurden am Dienstag morgen 20 Grad Kälte
ge=
meſſen. Auf dem Rieſen= und Iſergebirge wird
gleichzeitig Kälte mit wiederholten Schneefällen
ge=
meldet. — Breslau hatte mit — 24 Grad den kälteſten
Tag ſeit 125 Jahren. Eine noch niedrigere
Tempe=
ratur — 26,9 Grad wurde im Jahre 1799 gemeſſen.
— München hat mit einer Temperatur von — 20,1
Grad den kälteſten Tag dieſes Winters. Noch tiefere
Temperaturen werden aus den bayeriſchen
Gebirgs=
orten gemeldet, wo z. B. Bad Tölz 24,2 Grad
unter Null verzeichnet, während andere Gebirgsorte
19—22 Grad unter Null melden. In den Bergen
herrſcht meiſt wolkenloſes Wetter bei Rauhfroſt. Nach
Mitteilung der Bahyeriſchen Landeswetterwarte wird
der ſtauke Froſt noch einige Tage fortdauern.
Todesopfer der Kälte in Frankreich
EP. Paris. Die Kälte hat ſich am Montag in
Paris und den meiſten Provinzſtädten etwas
ge=
mildert, obwohl man in der Frühe in Paris noch
— 10 Grad feſrſtellte. In Chamonix iſt dagegen das
Thermometer auf — 25 Grad gefallen. Die
Wetter=
warte glaubt, daß in Kürze Schneefall eintreten
werde. Die Kälte hat wiederum zahlreiche
Todes=
opfer gefordert, darunter in Paris 6 und in den
Vor=
ſtädten 3 Perſonen. Einer davon wurde in einem
Zuge bei der Ankunft in Paris erfroren aufgefunden.
In Lyon iſt bereits Schnee gefallen. In der
Gegend von St. Paul (Bretagne) iſt eine halbe
Mil=
lion Stück Blumenkohl erfvoren.
Schneeſiürme in Italien.
EP. Mailand. Die Kälte hat ſich in ganz
Italien verſtärkt und in einigen Städten weitere
Todesopfer gefordert. Der SimplonExpreß von
Domodoſſola iſt mit einer Stunde und ſein
Gegen=
zug mit 9 Stunden Verſpätung eingetroffen. In
Genua wurden — 7 Grad gemeffen. Infolge des
Schneefalles haben an der Riviera die
Blumen=
kulturen ſtark gelitten. An der adriatiſchen Küſte hat
ein Schneeſturm zu großen Verkehrsſtörungen
ge=
führt. Bei Giulianova liegt der Schnee einen halben
Meter hoch. In Florenz ſind bei — 8 Grad nicht nur
die Brunnen der Gärten und Plätze zugefroren,
ſon=
dern an einigen Stellen iſt auch der Arno mit Eis
bedeckt. In anderen Gebieten der Toscana iſt
reich=
lich Schnee gefallen. Wie der Direktor der römiſchen
Wetterwarte mitteilte, iſt ſeit 1920 in Süditalien
nicht mehr eine ſolche Kälte zu verzeichnen geweſen.
Am Montag fiel in Rom das Thermometer auf
— 5 Grad, während es in den letzten Jahren ſelten
unter 2 Grad geſunken iſt. Eine ſolche Kälte wurde
nur in den Jahren 1849 und 59 verzeichnet. Der
Kälteeinbruch wird in Süd= und Mittelitalien umſo
härter empfunden, als bisher ein warmes
Herbſt=
wetter geherrſcht hatte. Aus dem Aoſtatal werden
22 Grad und aus Trieſt — 9 Grad gemeldet. —
Auf dem Karſt wollte ein Zollwärter ſeine
Schutz=
hütte heizen. Sie geriet aber in Brand und der
Zöll=
ner, der ſich zum Schlaf niedergelegt hatte, kam in
den Flammen um. — Aus Umbrien und den Marken
werden ebenfalls Schneeſtürme gemeldet, die
be=
ſonders in Aſſiſi heftig gewütet haben. — Infolge
eines Erdrutſches iſt die Eiſenbahnlinie Neapel—
Caſtellamare teilweiſe unterbrochen. — Auch aus
Apulien werden Verkehrsſtörungen gemeldet.
Grimmige Käſte in Ungarn.
EP. Budapeſt. In ganz Ungarn herrſcht ſtrenge
Kälte bei gewaltigen Schneefällen. In Debreczin
wur=
den am Montag — 14, in Budapeſt — 9 Grad
ge=
meſſen. In Transdanubien iſt der Eiſenbahnverkehr
vielfach unterbrochen. Auf der Strecke Budapeſt—
Wien wird der Verkehr wegen der
Schneever=
wehungen nur eingleiſig aufrecht erhalten.
Stillegung des Eiſenbahnverfehrs
in Jugoſlawien.
EP. Belgrad. Infolge heftiger Schneeſtürme
iſt der Eiſenbahnverkehr in Südſlawien ins Stocken
geraten. Auf den ſchmalſpurigen Bahnen mußte der
Verkehr völlig eingeſtellt werden. Die Temperatur
ging bis auf 20 Grad unter Null. Auch in Dalmatien
fiel Schnee, was eine Seltenheit darſtellt.
42 Grad Kälte
in Süd=Norwegen.
EP. OSlo. Im ſüdlichen Norwegen werden nicht
weniger als 42 Grad Kälte verzeichnet. Je mehr es
aber nach dem Norden hinaufgeht, umſo wärmer
wird es. So beträgt die Kälte i Oslo nur noch
17 Grad, und im nördlichen Norwegen heurſcht
über=
haupt keine Kälte, ſondern das Thermometer zeigt
ſonderbarerweiſe mehrere Grade über Null.
Auffindung geſunkener deutſcher U=Boote.
EP. In der Nähe von Windau (Lettland) fanden
Fiſcher in ihren Netzen ſechs Schädel und verſchiedene
Ueberreſte menſchlicher Gerippe. Dieſer Fund führte
zu der Entdeckung zweier während des Krieges vor
dem Windauer Hafen nach einem Zuſammenſtoß
ge=
ſunkener deutſcher U=Boote. Trotzdem bei der
Kata=
ſtrophe drei Ueberlebende gerettet wurden, konnte
niemals eine Spur der geſunkenen Fahrzeuge
feſt=
geſtellt werden. Nunmehr fanden Taucher an der
Stelle, an der die Fiſcher ihren ſchaurigen Fang
machten, die beiden Boote in einer Waſſertiefe von
125 Fuß. Sie berichteten, daß die U=Boote nur wenig
beſchädigt ſeien, und die lettländiſche Regierung
be=
abſichtigt, die Fahrzeuge heben zu laſſen.
Mittwoch, den 21. Dezember 1927
Ri e etich e e e e ene
bronn” bereitgeſtellt. Es iſt ein ganz beſonderes Buch, geboren aus
ſtiller heiliger Begeiſterung für die Geheimniſſe des Mütterlichen, und
für alle die geeignet, die einen freudigen tapferen Bekennerſinn lieben
und mit Amorsbronn einen Schluck Erkenntnis der letzten Dinge trinken
wollen. Der Verfaſſer iſt im Grunde etwas zu beſcheiden, wenn er ſein
Buch eine Erzählung nennt, denn es iſt mehr: Es iſt ein pſychologiſch
moderner, tiefſchürfend erfaßter Werdegang, der ſich in ſtraffem
dich=
teriſchen Schwung zu ſymboliſcher Größe erhebt! Sein Sinn.: Ein
hohes Lied der Fruchtbarkeit und der ſchlummernden Mütterlichkeit zu
ſein! Der fröhliche laute Werbeumſchlag charakteriſiert in wenigen
ſchlagenden Worten den Inhalt: „Aus ſaſtigem Wieſental, wo der
Amorsbrunnen rauſcht, erwächſt die Heldin: Ein mit Sehnſucht
über=
bürdete junges Weib, ganz aus unſerer Mitte genommen und doch fern
von uns, wie aus jenen Tagen, da die Mütter noch näher den großen
Geheimniſſen der Natur lebten.‟ Das iſt nicht zu viel geſagt und iſt
richtig geſagt! Mit ſich ſteigernder Teilnahme folgt der Leſer dem
Er=
blühen der wunderſam anmutigen kleinen Eva, dieſes rührenden, ſchlichten
Naturkindes, das im Schatten des heiligen Amor erwächſt und nach
viel=
fältigem Irren und Suchen im bunten Mainz des Karnevals und der
Kirchen, ſchließlich am alten heimifchen Wunderquell ſeine prächtige
naturhafte Erlöſung findct.
Nicolaus Schwarzkopf ſelbſt iſt im Grunde ein Romantiker, ein eigener
Kopf mit eigenen Problemen und eigenen Löſungen, mit eigenen
Sehn=
füchten und eigenen Erfüllungen, er iſt aber auch ein rheiniſcher
Schollenmenſch, von geſunder fröhlicher Lebensbejahung und nüchterner
Derbheit, von ſtreitbarer Schlagfertigkeit und echter Tapferkeit. Bei ſo
biel yerſchiedenen Komponenten des Weſens entfließen ihm die Bücher
als Schöpfungen von beſonderem und ſchillerndem Reiz, die man,
wo=
ferne man nicht irgendwie aus anderen methaphyſiſchen Verankerungen
heraus gehindert iſt, ſeiner ſchrankenloſen Natürlichkeitsfreude zu folgen,
mit Genuß lieſt. Im Amorsbronn iſt er weiter gegangen als ſonſt, aber
man folgt ihm auch da gerne, wo er den Schleier der Maja mehr lüſtet,
als manchem geſellſchaftlich eingeſtellten Kopfe gut erſcheinen mag! Statt
parfümierter Frifur gibt er duſtende atmende Natur, um die
zer=
fallenden Statuen einſt geliebter Heiliger weiß er ſo glühende Roſen
zu ranken, weiß ſie ſo mit unvergänglicher lebensfroher Wahrheit zu
umſpinnen, daß man ihm ſeine kleine Eva und ihr Traumparadies als
eine der rührendſten Geſtalten der zeitgenöſſiſchen Literatur nur von
Graf Hardenberg.
Gerzen danken kann.
Doſtvjewſki, Raſfolnikoffs Tagebych. Nebſt ubekannten Entwürfen und
Briefen zu „Raſkolnikoff” und „Idiot”. Herausgegeben von Nend
Fülöp=Miller und Friedrich Eckſtein. Mit 7 Abbildungen und einem
Farſimile. Preis der Ganzleinenausgabe 6.— RM.
Ein weiterer, hochbedeutſamer Band des Doſtojewſki=Nachlaſſes! Es
W bisher wenig bekannt, daß Doſtojewſkis berühmteſter Roman „
Raſkol=
mikoff” urſprünglich als Tagebuch gedacht war, miedergeſchrieben von
dem Helden Naſkolnikoff ſelbſt. Große Teile des Romans ſind in dieſer
Tagebuchform ausgeführt. Sie erſcheinen hier zum erſten Male. Dieſe
Kapitel ſind in größter Vehemenz hingeworfen und wirken noch
mit=
reißender als die endgültige Faſſung. Die ganze Glut, der
leidenſchaft=
liche Atem eines ſich ſelbſt verzehrenden Lebens, wie es Doſtojewfki in
der Naſkolnikoff=Zeit führte, weht uns aus dem Manuſkript entgegen.
6,50 Mk. Inſel=Verlag.
Felix Timmermans, Der Pfarrer vom blühenden Weinberg. In Leinen
In der Abgeſchiedenheit ſeines Pfarrhauſes, das er ſelbſt
blühenden Weinberg des Herrn” genannt hat, lebt der Pfarver. Seine
den
ſchwärmeriſche Verehrung für den Wein, in dem er das Symbol Gottes
erblickt, iſt Mittelpunkt ſeines Lebens, bis die rührende und doch ſo
tragiſche Liebesgeſchichte ſeiner Nichte Leontine den heiteren Spiegel
dieſes ſtillen Waſſers trübt. Die beiden Hauptfiguren und der Geliebte,
ein Gott ſuchender Freigeiſt, ſind umgeben von einer Reihe prächtiger,
meiſt humoriſtiſch geſehener Nebenfiguren. Nicht das, was uns
Tim=
mermans erzählt, ſondern wie er es macht, gibt dem Buch ſeinen
eige=
nen Wert und wird dem Dichter des „Pallieter” viele neue Freunde
gewimnen.
Der Zanberſtab, „Tagebücher 1924/26” von Hermann Bahr. 82. 388
Sei=
ten. Preis broſch, 7 RM., Ganzleinenhand 9 RM. Verlag: Franz
Borgmeher, Hildesheim.
Hermamn Bahr, einer der gläuzendſten Eſſayiſten Deutſchlands,
micht allein Dichter, ſondern recht eigentlich das, was die Franzoſen ginen
„grand 6erirain” nennen, ein Geiſt vom Nange eines Anatole France,
bffenbart in keinem ſeiner Eſſays oder Romane ſo eindringlich die ganze
Weltoffenheit ſeines Weſens, die Unbeſtechlichkeit und zugleich
Univerſa=
kalität ſeiner Geiſtigkeit, wie in ſeien Tagebüchern. Vahr bietet in
feinen Tagebiichern wirklich jdem den „Zauberſtab”, der einmal von
der höchſten Warte aus Umſchau halten will über die ſich ſtetig
er=
neuernden Lebensſtröme unſerer Zeit, wie ſie aus dem Leib eines Volkes
gleich dem eines Einzelmeuſchen aufſteigen als Fieberſchauer, die zur
Beſundung führen, oder als Aeußerungen einer ungebrochenen Kraft
Mit dieſem Bauberſmb” in Häuden wird man zum Türmer über dem
Alltag.
Jugenb=rinnerungen eines alten Heiners. Ven Max b. Preuſchen.
Verlag der Hofbuchhandlung Bergſträßer. Preis 1,25 Mk.
Die Jugenderinnerungen eines alten Heiners führen uns i das
Darmſtadt zurück, das bald verſchwunden ſein wird. Es iſt die Zeit,
in der die Stadt mit den neuheitlich grau angeſtrichenen Häuſern an
der Heinrickſtraße aufhörte und die Menſchen noch auf den Straßen
ums Eck gehen konuten, ohne daß ein Verkehrsſchutzmann dabei
Arm=
frefübungen zu machen brauchte. In dieſer Zeit, die man mit Negt
auch noch die „gute alte” nennen kann, da verſteht es ein Schulvub, alle
erlaubten und unerlaubten Freiheiten zu genießen und dem Leben die
erreichbaren Freuden abzugewinnen. Vom Schulweg, der ſchon taktiſche
Entſchlüſſe des künftigen Seldaten fordert, führt er uns an den Exert,
wo er Sereniſſimi Wehrmacht dem Studium der Waffenführung
ob=
liegen ſieht. Und dann erzählt er vom Woog, der im Sommer und
Winter der Darmſtädter Jugend ein beliebtes Feld der Betätigung war.
Man meint, ſelbſt die Natur ſei in alten Zeiten konſervativer geweſen,
um der Jugend auf den überſchwemmten Wieſen und dem Woog
wäh=
rend mehrerer Wintermonate die Schlittſchuhbahn zu ſichern. Unſere
heutige Jugend kennt dieſe langen Winterfreuden niht mehr, weil es
die Zeitungen in der Hand haben, mit ihren Wetterberuhten für
Tan=
wetter zu ſorgen. Max v Preuſchens Jugend fallt in dieſe vergangene
Beit. Mag der Verkehrspolitiker manches daran auszuſetzen haben,
mögen die Aerzte heute feſtſtellen, daß wir es in hygieniſcher Hinſickt
bedeutend weiter gebracht haben, ſchön war 8 damals Loch, und froh und
geſund waren die Menſchen auch. Die kleine, anfpruchsloſe Schrift will
nur gin Stimmungsbild ſein, mehr nicht. Aber das iſt ſie voll und
ganz. Den alten Darmſtädtern zeigt ſie im Spiegel ihre Jugend, und
ben „modernen Menſchen” läßt ſie erkennen, daß die einfachen Freuden
des Lebens damals ſchöner und billiger waren, als alle Errunzenſchaften
der glorreichen Gegenwart. Wemn einſtens den Einwohnern der guten
Stadt Darmſtadt abends um zehn Uhr durch Trommelwirbel angezeigt
rrurde, daß jeder ehr= und tugendſame Burger jetzt der Ruhe zu pflege:
habe, dann paßte das eben auch in das Geſamtbild der ſiebziger Jahre.
Max von Preuſchen. General a. D., Fuhrer des Leibgarde=Regimenls
im Weltkriege, als Präſident der „Haſſia” und der Vereinigten
Gefell=
ſchaft in weiteſten Kreiſen bekannt und beliebt, hat mit dieſer Skizze
em Kulturbildcen geſchaffen, das beſonders von allen Heſſen mt
Freude geleſen werden wird. Erhältlich in jeder Buchhandlung.
Peng, Scheibenſchießen. Zielübungen eines Zeitgenoſſen. 40, 182
Seiten ſtark.
Druckerei.
Kart. 2.— M. Frankfurt a M. Verlag der Carolus=
Frei herausgeſagt, diefer Annonymus Peng hat nicht übel gezielt.
Verſchiedene Größen” hüpfen, den Pfeil in der Achillesferſe, das Ge=
lächter im Rücken. Peng iſt außerdem Friedensfreund, er tötet keinen,
aber er läßt die verehrlichen Herrſchaften ein bißchen zappeln. Wer
nennt die Völker . .. C3 iſt nicht nur ein heiteres Unterhaltungsbuch,
hier iſt tatſächlich eine Bilanz veröffentlicht, ſagen wir eine „Bilanz
reiner Menſchlichkeſten”.
B.
Blyt zu Blut. Ein Romon aus Deutſchlands Notzeit von Leonhard
Schrickel. In Ganzleinen gebunden etwa 5,80 Mk. Hanſeatiſche
Verlagsanſtalt, Hamburg 36 und Berlin=Leipzig.
Dieſer feſſelnde hiſtoriſche Roman behandelt ein Thewa, das durch
die jüngſte Herrſchaſt der Franzoſen im Rheinland wieder merkwürdig
aktuell gewvorden iſt. Ein deutſcher Juker wird zur Zeit Ludwigs XIV.
nach der Sitte der Zeit franzöſiſch erzogen und Offizier des franzöſiſchen
Königs. Aber die Erlebniſſe vor Straßburg 1681 reißen ihm jählings
die Binde von den Angen; ſein deutſches Blut ſchreit wider den Naub
und wider Deuſchlonbs Vergewaltigung. In dieſen grauſigen Tagen
franzöſiſcher Gowaltherrſchaft zeigt er dem Bruuder links des Rheins den
Weg zum großen gemeinſamen Vaterland, baut er m langem zähen
Kampf die Brücke von Menſch zu Memſch, von Seele zu Seele, Munn
zu Mann und Blut zu Blut.
Triumphe der Technik. Von Hans Dominik. Mit 203
Abbil=
dungen Bongs Jugendbüchevei „Veplag von Nich, Bong, Berlin
und Leipzig. Preis geb. 5.— Mk.
Es iſt ſchwar, mit dem Siegeszuge der techniſchen Entwicklung
Schritt zu halten; wer aber zunickbleibt, dem droht die Gefahr, den
Zuſammenhang mit umſever Zeit zu verlieren. So iſt ein Führer wie
Hans Dominik, der a ſich ſchwierige Dinge mit meiſterlicher Klarheit
leicht verſtändlich zu machen weiß, doppelt willkommen. Beſonders die
heranwachſende Jugend, deret inſtinktives Gefühl die hohe Bedeurung
der Technik für Gegenwart und Zukunft längſt erfaßt hat, und die ihr
eine ſo rege Anteilnahme entgegenbringt, wird aus dem Buche reiche
Aufklärung und Anregung gewinnen. Aber nicht ſie allein! Hans
Dominik gueift dann einzelne Themen hermus; aber ſie runden ſich
zu einem Abbilde der Welt der Wunder, im der wir leben.
Reiſe nach Sumatra. Schickſale von Menſchen und Tieren von
Nor=
bert Jaeques. In Ganzleinen geb. 4 Mk. Honſeatiſche
Verlags=
anſtalt, Hamburg 36 und Berlin=Leipzig.
Die dem Eurropäer ſo traumweite Welt Sumtras ſteigt vor us
auf mit ihrer prallen Trobenſonne, den weiten Tabakpflanzungen, den
dunklen, brunſterfüllten Nächten, die den artfremden Europäer in die
Tiefen eines unheimlichen Schickſals ſtoßen. Den Weißen in all ſeinen
Schattiemngen, vom erfolggekrönten Pflanzer bis zum geſcheiterten
Alkoholiker, zeigt Jacques in dieſem feſſelnden Buche. Schickſale von
geheimnisvoller Unbarmherzigkeit enthüllen ſich aus den Erzählungen
der Europäer die Sumatra als Wirtſchaftsobjekt berrachteten und
ſchließlich an Sumatra elend zugrunde gingen, weil ſie ſich nicht ſelbſt
bändigen konnten.
4p. Ein frender Gaſt. Frau von Staßl in Deutfclan 79
Nach Berichten und Dokumenten von Alfred Gütze. Mit
bildungen. Verlag der Fromannſchen Buchhandlung, Jena (9n/
Leinen 5,30 Mk.). Frau ron Stael lebte nach ihrer Verbannug=
Paris burch Napolevn, deſſen Mißfallen ſie dunch Veröffentlüichm=
Schrift ihres Vaters, des Finauzminiſters Necker, errregt b=
November 1808 bis Ende Ayril 1804 m Deutſchland und weilte ge
nate am Weimarer Muſenhofe. Das Buch ſtellt zum erſten mal
breiteren Oeffentlichkeit eine Sayrmlung und Sichtung der mcht,
ſten Doknmente zu der intereſſanten Auseinanderſetzung der geiſtz
Tochter Neckers zu dem klaſſiſchen Weinar und dem nachfrieden
ſchen Berli zur Verfügung, wobei die Briefe der Frau don S
den Jahren 1803/04 aus Deutſchland an ihre Angehörigen und
ßen Perſönlichkeiten ihrer Zeit, die bisher noch nicht geſammen
weiteſto Bevüickſichtigung gafunden haben. Die erſten dieſer Drut
tnren aus Frankfurt a. M., wo ſie ſich im November 1805 außhieſt
in denen fie ſehr abfüllig über Frankfurt urteilt, wo ſie ſehr .
ſchreckende Eindrücke” empfangen habe. Mitte Dezember traf ſie i
mar ein, wo die Verfaſſerin des vielgeleſenen Romans „Delbhimut
„glänzend=” Aufnahme am Hofe fand. Namentlich Karl Augun
großes Gefallen an der geiſtreichen Frau, und es entſpamn ſich*
ihnen ein herzliches Verhältnis. Ueber ihre Beziehugen zu 8
Wieland, Knebel, Goethe und anderen Geiſtesgrößen (Herder mn=
vorher geſtorber) wird ausführlich berichtet. Mit Goet
Ear Heieche e e ee eiee
zuir nicht ſympathiſch, aber ich bewundere ſeine Fähigkaiten amei
Intereſſank ſind die Urteile Schillers, ſeiner Frau, Goethes und
u. a. über ſie, die ſich nicht immer gleich bleiben. In Weimar trist
von Staél philoſophiſche und literariſche Studien und begamn ih
über Deutſchland: Weimar iſt für ſie eine weſentlich= Stufe 111
inneren Entwicklung geworden. Am 1. März verließ ſie ſchwerm
zens Weinar und traf am 8. März „mit 25 Empfehlungsſchrei
Berlin ein, wo ſie von der Königin Luiſe und der Hofgefellſch
herzlich empfangen und geehrt wurde, werüber ſie ſich nicht
genug ausſprechen kann. Die beſten Köpfe Berlins beeiferten
Achtung zu beweiſen. Sie verkehrte in den Salens der Herzvonz
Kurland und Varnhagen von Enſe und trat in nähere Beziehuge
A. V. Schlegel, Fr. Nicolai, Fichte, Johannes von Müller u.
Aufenthalt in Berlin, wo ſie ihre Studien fortſetzte, dauerte bisi;
April, und nach einem nochmaligen kurzen Aufenthalt imn
feimm
ſie nach der Meldung von dem Tode ihres Vaters ſchwe
er
tehrte ſie mit A. W. Schlegel nach der Schweiz zurück. W.
ders
beſonderes Intereſſe und Wert verleiht, ſind dio ausführlſchen
rungen ihrer Eindrücke in Weimar und Berlin, die ſie in Brioſe=
beih
ihre Angehörigen, an den Weimarſchen Hof und an Goethe nied
hat und deren Unmittelbarkeit und Friſche reizvoller wirken, als 5e
Ton und Haltmug gemäßigtere Buch „über Deutſchland”, im dem
von Stael ihren Landsleuten beutſche Art und Kutrur zum erſtenss
offenbarte.
Ap. Ruhe im Neſt! Von Sophie Reinheimer, Buckun
von Erna Eünther. Franz Schneider Verlag, Leizig W 31. Pro
6 Mk.) Rin reizendes Buch für den Weihnachtstiſch der 8a
Sophio Reinheimer gehört zu den Märchendichterinnen, die ſich
ſich ſelbſt, durch ihren Namen ampfehlen. Schon das Erſcheinern
erſten Mä=henbuches „Von Sonne, Regen, S hneo und Wind”,
ſie ſo verſtändnisvoll und poetiſch zu den Kindern zu plaudern vuan
wurde beifällig begrüßt, und auch ihre weiteren Gahen „Au
„Tannenwalds Kinderſtuse” und „Bunte Blumen” zeigen dieſell
züge der beliebten Märchendichterin. So wird auch das vorkk
neue Buch, das aus reichem, kinderliebendem Gemiite ſchöpft
reizenden, der kindlichen Anſchauungswelt verſtändnis= und liebee
gepaßten Bildern geſchmück iſt, bei unſeren Kleinen helles Gmz4
bervorrufen. 2
e Dichterin, die ihr Buh „Wiegenlieder auss9
Kinderſtuben” benenut, hat hier wieder ihre Luſt am Fabulie!.
liebenswerter Weiſe betätigt; ſie hat wohl oft in Kindemugen.
geſchaut, heimliches Fragen erraten und die Kindesſeele enforſchndt
iſt dieſe feine Herzeusgabe mehr als irgend eine andere geeignet, i
in leine und auch große Herzen zu gießen.
Oskar Hagen, Hans Baldung’s Roſenkranz, Seelengärtlein, Zehc
bote, Zwölf Apoſtel. Mit 85 Abbildungen. R. Piper u. Co,
chen. Pappband 12— Mk.
Immer mehr wird Hans Baldung — der Schöpfer des berifin
Freiburger Hochaltars — mit den ganz Großen Dürer und Grinm
zuſammen genannt. Insbeſondere der Holzſchmittmeiſter Baldung 7
Gar
heute i einer Zeit, die der Schwarz=Weiß=Kunſt — auch
objelt — ein beſonderes Intereſſe entgegenbringt, hoch geſch
häit 19
Hagen, der Verfaſſer von „Matthias Grünewald” und „Deut
bietet in dieſem Buche zum erſtenmal Baldungs „Roſemel
Sehen”,
Marjä‟.
Seelengärtlein”. „Zehn Gebote” und die mächtige Reil
„Zwölf Apoſtel”. Auch herrliche Einblattholzſchnitte ſind heiges
„Gas über Deutſchland‟. Ein Schreckensruf — für alle Deutſchenn”
auch ein Mahn= und Weckruf — erſchallt aus einer in Nußlands
lich veröffentlichten Schrift, deren deutſche Ausgabe zu leſen 14
Volkksgenoſſen gar nicht genug angeraten werden kann („Gas=”
Deutſchland”, aus dem Ruſſiſchen. Verlag E. S. Mittler u.
Berlin SW 68, Preis Mk. 1.—). Stellt ſie uns doch erſchütterrn
Augen, welche ungeheuren Gefahren auch der Zwilbevölkerung
einen gerochemiſchen Krieg= und nur ein ſolcher dürfte für die 74
in Frage kommen — drohen,
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Die Reichseinnahmen im November.
An Steuern, Zöllen und Abgaben ſind im Monat November
1927 insgeſamt 677,7 Millionen RM. aufgekommen, und zwar
an Beſitz= und Verkehrsſteuern 436,2, an Zöllen und
Verbrauchs=
abgaben 241,5 Millionen RM. Im Auguſt, dem entſprechenden
Monat des Vorvierteljahres, haben die veranlagte
Einkommen=
ſteuer 88, die Körperſchaftsſteuer 32, die Umſatzſteuer 31 und die
Vermögensſteuer 57 Millionen RM. erbracht, im November ſind
die entſprechenden Zahlen 90, 18,36 und 86 Millionen RM., ſo
daß alſo das Aufkommen auf der veranlagten Einkommenſteuer
und der Umſatzſteuer nicht weſentlich von dem Auguſtaufkommen
abweicht, die Körperſchaftsſteuer, bei der im Auguſt noch
erheb=
liche Abſchlußzahlungen eingegangen ſind, 14 Millionen RM.
weniger und die Vermögensſteuer mit Rückſicht auf die
Voraus=
zahlungen der landwirtſchaftlichen Betriebe 29 Millionen RM.
mehr erbracht haben als im Auguſt.
Ein Vergleich des Novemberaufkommens der übrigen
Steu=
ern mit ihren Beträgen im Oktober zeigt, abgefehen von den
durch die Jahreszeit bedingten Schwankungen, keine erheblichen
Abweichungen. An Lohnſteuer ſind 0,6 Millionen RM. wehr
aufgekomnen als im Oktober, an Kraftfahrzeugſteuern 2,4
Mil=
lioren und an Totaliſatorſteuern 1 Million RM. weniger. Die
Zölle haben im November infolge verminderter Getreideeinfuhr
und wegen umfangreicherer Anrechnung von Einfuhrſcheinen
3,6 Millionen RM. weniger ergeben. Die Einnahmen an
Zucker=
ſteuer ſind um 5,3 Millionen, die an Bierſteuer, die ſich auf den
Abſatz im September beziehen, um 4,4 Millionen RM. hinter
den Oktobereinnahmen zurückgeblieben, die Einnahmen aus dem
Spiritsmonopol ſind um 3,8 Millionen RM. geſtiegen.
In den erſten acht Monaten des Rechnungsjahres ſind im
ganzen 5763,7 Millionen RM., alſo 597 Millionen RM. mehr
als acht Zwölftel des Jahresſolls von 7750 Millionen RM.,
auf=
gekommen, ſo daß auch das Novemberaufkommen ein günſtiges
Jahresergebnis erhoffen läßt.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 20. Dezember.
Auch heute war das Geſchäft an der Börſe ſehr ruhig und abwartend.
Die Allgemeintendenz war etwa behauptet bei nicht einheitlicher
Kurs=
entwicklung, wobei ein unſicherer Grundton nicht zu verkennen war. Mit
Vorſicht betrachtet man in Börſenkreiſen vor allem die Entwicklung des
Geldmarktes zum Jahresultimo. Auch heute trat am Geldmarkt keine
Entſpannung ein, die Nachfrage nach Monatsgeld verſtärkte ſich ſogar
noch. Zur Zuräckhaltung mahnte weiterhin die Unterbrechung des
Bör=
ſengeſchäftes durch die bevorſtehenden Feiertage; ferner wollte man die
heutigen Nachverhandlungen im Konflikt in der Eiſeninduſtrie abwarten.
Kursſtützend wirkte die Nachfrage, die wieder nach den Elektrowerten
be=
ſtand. Die höheren vorbörslichen Kurſe konnten bei der erſten
Notie=
rung allerdings nicht behauptet werden. Immerhin ergaben ſich für
Siemens, Geſ. für El., A. E. G., Bergmann und Schuckert noch
Kursbeſſe=
rungen von 1—3 Prozent. Im übrigen hielten ſich die
Kunsveränderun=
gen in angen Grenzen. Nur Zellſtoff Aſchaffenburg waren mit minus
2,75 merklicher abgeſchwächt. J.6. Farben blieben behauptet, gaben gegen
den ſchwachen Kurs der geſtrigen Abendbörſe erneut 1 Prozent nach.
Montanwerte waren wenig verändert bei lleinſten Umſätzen, ebenſo die
Bankon und Schiffahrtswerte. Die Rentenmärkte lagen ſtill; für
Eiſen=
bahn Bosnier erhielt ſich einiges Intereſſe. Nachdem zunächſt nach der
erſten Kursfeſtſetzung die Stimmung allgemein etwas zur Schwäche neigte,
wurde die Haltung ſpäter, vom Elektromarkt ausgehend, etwas feſter.
Elektrowerte gewannen 1—2 Prozent. Das Geſchäft wurde jedoch nicht
lebhafter, und die Grundſtimmung blieb unſicher. Tägliches Geld war Stocholm.. .
u 6 Prozent etwas leichter. Am Deviſenmarkt nannte man Mark gegen
Dollar 4,1838, gegen Pfun
204R7, London Kabel 4,8830, Paris 12402, Rew York ...
Mailand 89,90, Madrid 22
5.
Die Abendbörſe lag faſt vollkommen geſchäftslos. Es herrſchte
große Zurückhaltung und Luſtloſigkeit, da man in Börſenkreiſen
weiter=
hin von einer Verſchlechterung der morgen erſcheinenden Handelsbilanz
für November wiſſen wollte. Bei der herſchenden Geſchäftsſtille traten
merkliche Kursveränderungen gegen den Berliner Schluß kamm ein, Rens folgt: Elettrolytkupfer 134,75, Orig. Hüttenaluminium 210 dto, imn
ten lagen ebenfalls ſtill.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 2.: Dezember.
Die Börſe eröffnete gut behauptet, nachdem die Tendenz im
Vor=
mittagsverkehr leicht nach unten neigte. Die Hauptanregung gab eine
lebhafte Steigerung der Elektrizitätswerke im Anſchluß an die Hauſſe
der Sofina=Aktien in Brüſſel. Außer ſpekulativen Käufen der Kuliſſe
trat auch ſtärkeres Intereſſe belgiſcher und ſchneizeriſcher Kipitaliſten
füir deutſche Elektrizitätsaktien in Erſcheinung, das noch durch günſtige Auguſt 44,50 (44,75), September 44,50 (44,75) Oktober 44,75 (45), No=
Dividendenhoffnungen gefördert wurde. Man erwartete wieder bei der
A. E. G. eine Beſſerung der Dividende von 8 auf 9 Prozent, bei Siemens Zink: Januar 53 (53,50), Februar 52,25 (52,75), März 52 (52,50),
von 10 auf 12 Prozent. Die Abſchlußzahlen der Siemensgruppe ſollen
vorausſichtlich wieder ein äußerſt erfreuliches Bild zeigen. Die Gerüchte
über eine Kapitalerhöhung der Siemensgruppe in irgendeiner Form, vember 51,75 (52
die vor kurzem abgeſtritten wurden, tauchten von neuem auf. Dieſe 3
Spezilbewegung am Elektromarkt gab der Geſamttendenz eien
Rück=
halt. Im ubrigen war man wegen der Veuſteifung am Geldmarkt eher
zur Zurückhaltung geneigt. Tagesgeld ſtellte ſich mit 6—8 Prozent bei
etvas größerem Angebot zwar ein halb Prozent billiger, dagegen war
Monatsgeld mit 8,5 bis 9,5 Prozent ſtark geſucht. Weſennlich
früh=
zeitiger als ſonſt trat auch bereits Bedarf über dem Ultimo hervor. Für
Gelder vom heutigen Tage bis zum 2. Januar wurden 9 bis 9,5 Prozent
verlangt und bezahlt. Ebenſo war die Nachfrage nach Prolongationsgeld
ſtärker als bisher, während andererſeits keine große Neigung beſtand,
das Raportgeld=Kontingent zu erhöhen. Infolgedeſſen ergab ſich zum
Teil die Notwendigkeit der Einſchränkung von Engagements. Der Satz
für Raportgelder dürfte in der Bankenbeſprechung am Donnerstag um
mindeſtens ½ Prozent heraufgeſetzt werden. Warentvechſel 72/g Prozeut
und darüber. Am Deviſenmarkt notierte der Dollar in Berlin mit
4,1841 etwas niedriger. Das engliſche Pfund lag mit 4,8828 in New
York recht feſt. Sonſt notierten London—Madrid 2,B, London—
Mailand 89,95, London—Briſſel 34,90. Am Elektromarkt gewannen im
einzelnen Siemens 5 Prozent, Schuckert 2,5, Gesfürel 5 Progent. Die
übrigen Werte 2—3 Prozent. Schultheiß zogen um 3 Prozen= an,
da=
gegen verloren Oſtwerke 2 Prozent. Montanaktien geteilt und ruhig.
Freigabewerte ſehr ſtill. Von Schiffahrtsaktien konnten mangels
In=
tereſſo anfangs nur Nordlloyd auf unveränderter Baſis notiert werden.
Bankaktien unſicher. J. G. Farben gehalten, 268,25. Bomberg minus
3, Zellſtoffwerte eher abbröckelnd, auch Kaliaktien etwas ſchwicher
Deutſche Staatsrenten unverändert. Nach Feſtſetzung der erſten Kurſe
ſchwächten ſich Montanaktien ab, während Elektropapiere und andere
Spezialwerte nach wie vor auf der erhöhten Vaſis lebhaft gehandelt
wurden. Die Börſe ſchloß leickt abgsſchwächt. An der Nachbörſe traten
keine erwähnenswerten Kursbewegungen mehr ein. Die Tendenz
neigte eher weiter nach unten. Es fanden vielfach Tauſchoperationen
von den verſchiedenſten Terminaktien gegen Elektrizütätswerte ſtatt.
Ver. Glanzſtoff gaben im Verlauf der Börſe um 7 Prozent auf 588 nah,
Nachbörſenkurs 587. Bomberg 455, Oſtwerke verloren während der
Börſe 6 Prozent, an der Nachbörſe abermals 2 Prozent (350), Shultheiß
gingen im Spätverkehr ebenfalls um 2 Prozent auf 396,5 zurück. Ver.
Stahlwerke ſchwach, 108.
Aickaffenb. Zellſtot
Augsb. Nürnb. Maſch.
amag=Meguin ....
Terlin el. B.
BerlinKarlsrubeInd
„Briketts.
Eraunto R,
Premer
lkan . ...
Dremer Wolle. . ...
Teutſch.=Atlan:, Tel.
Teutſcke Maſchinen.
Teutſch.=Nied. Tel.,
Teutſe
Froöl. . . .
Teutſch
Betroleum.
Tt. Kaliwerke.....
Tonnersmarckhütte.
Tynamit Nobel ....
Elektr. Lieferung. ..
J. G. Farben. . .. . . .
R. Friſter. . ... . . . ..
Caggenau Vorz.:
Eelſenk. Berg.. .. . .
G. f. elektr Untern.
Kalle Maſchinen. ...
Kan. Maſch.Egeſt. ..
Hanſa=Lampfiſchf. .
Kelſingſors. . .
Vien.... ...
Prag ..... ..."
Ludapeſt ....
Sofia .......
Kolland. ..
Cslo ...
gopenhas.
London. . . . ..
Ruenos Aires.
Belgier......
9
R.
194ns
R—
7
5
R1
Hemoor=Zement. . ..
HirſchKupfer. .....:
öſch Eiſen.......
Hohenlohe Verke.:
Kähla Borzellan.. .
Lindes Eismaſch.. . ..
145.
Lingel Schuh. . .. ..
G
Linke u. Hofmann.
94. 87518. Loewe u. Co. ...
Lorenz..
71.5.
5
jederlauſitzer
ohle
28.125)
ſordd. Gummi. ..
Srenſtein
51.-
...."
...
ſathgeber
on".
—
nbacher Hütten.
Roſitzer Zucker. „...
129.-
2.5
gerswerte ......
z5.
jachſenwerk ......!
ichſ. Gußſtahl. . . . .
36.—
jiemens Glas. ...
Ver. Lauſitzer Glas.
283!
olkſtedter Vorzell.
60.—
Leſtf. C. Langendreer
N.
ttenerGußſtahl.
218.—
Banderer Verke.n.
9 12
333.35
104.5
148.5
19.
104.75
1475
73.—
261.—
1105
181.5
0. 12
233.75
106.
157
16425
147.
73.5
26o.—
110.5
161,5
132.5 132.25
82.5
89.
—
181:
183*
51.5
208.—
Deviſenmarkt.
19. 12.1b Brief
1.52 ſ0.54
Sa0s59,/7 20. 12.
Geld / Brief
10.52 10.4
59,06 59,18 Italien ........
Baris ........ 13. 12.
Zeid Brie
h2aa5 22,72
8.45 16. Sills
11I
3.31
b25 3.0
169.3
1,031
798
73.15
7
188 00 189. chweid .......
panien. . .....
izig ...... ." 1.74 8
69,38 70 09
21.63/ 81.7 A1fü,g
12.15 11237
112.89 113.1 ...
*
Rio de Fane
7.
Jugoflavier ....
Bortugal ......"
20. 2o41 ſe04 20.41 g 1.787/ 1.7
181 4.1 Konſtantin
Kanada. . . . . . . . F8475ss. 5as 36.48 56.60
81.5.
88.75
R-
5ö5
S
5 /6525
51.5
e12.—
20. 12.
A
22.89
16445
80.74
9.43
69.
1.337
5025
7.370
Mt
5.6441
Brief
22.73
ilis. 4as
5os
69.s5
e1. 78
1.941
0.5045
7.384
20.78
5.61
2.76
2.i69
4.775 4.183
4.326 4:334
Metallnotierungen.
Die Berliner Metallnotierungen vom 20. Dezember ſtellten ſich wie
Walzen 214, Reinnickel 350, Antimon Regulus 95—100, Silber in
Barren 79,76—80,75.
Die amtlichen Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom 20.
De=
zember ſtellten ſich für Ku
2aB). März 1925 (198! Januar 12175 (122), Fehruar 1.
5), April 122,25 (122,25), Mai 1:
3), Juni 122,25 (122,25), Juli 122,35 (1B,25), Auguſt 122,25
250), September 122,25 (122,50), Oktober 122
B (122,50), November
25 (122,50), Dezember 121,75 (122,25). Tendenz: ſchwächer. Für
April 44 (44,25), Mai 44,25 (44,50), Juni 44,25 (44,50), Juli 44,B (44,50),
April 44 (44,25), Mai 44,25 (44,50), Juni 44,25 (44,50), Juli 44,75 (44,50),
vember 44,75 (45), Dezember 43,25 (44,2
Tendenz: behauptet. Für
April 52 (52,50), Mai 52 (52,25), Juni 52 (52,50), Juli 51,75 (52,75),
Auguſt 52 (52,2
September 52 (52,50), Oktober 51,50 (52.50), No=
5). Dezember 52 (54). Tendenz: ruhig. — Die erſten
Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern beigefügten Brief.
Vom ſüddeutſchen Ledermarkt.
Unter dem Einfluß der bevorſtehenden Inventurgun
hat das Ledergeſchäft etwas nachgelaſſen. Trotzdem
konmm=
die erzielten Umſätze noch als recht lebhaft bezeichnen:
dem Einfluß der an den Rohhäutemärkten neuerlich zung
tretenen Hauſſe ſind die Preiſe allgemein ſehr feſt und6
ſteigende Tendenz. Andererſeits iſt das Angebot recht A
und die Fabrikanten ſind vielfach ſtark im Rückſtande, Urau
Geldeingänge wird nach wie vor ſchwer geklagt. Auf demmu
ledermarkt hat ſich die Lage nicht geändert. Dagegen iſt au
Oberledermarkte ein Nachlaſſen der Neukäufe feſtzuſtellenn
nannte zuletzt im Großhandel folgende Durchſchnitm/
Zahmſohlleder Kernſtücke Eichenlohgerbung 8.60—9.,60.
gerbung 6.60—8.10, Hälften 6.40—7.50 bzw. 5.20—6.30..4
3.30—3.80 bzw. 2.70—3.70, Hälſe 3.30—5.10 bzw. 3.30—4.50
ſohlleder Salzkernſtücke 7.70—8.10 bzw. 6.20—7.50, Salluin
6.20—6.90 bzw. 5.21—6.00, Salzſeiten 3.00—3.60 bzw. 2.530,
Salzhälſe 3.90—4.90 bzw. 3.20—3.90, Wildſohlleder aus tty
Häuten etwa 10 Proz. billiger. Zahmwaſh Kernſtücke 851
Miſchgerbung 6.60—8.30, Hälften 6.30—7.80 bzw. 5.00—5.,00
ten 3.90—4.70 bzw. 3.10—4.00, Hälſe 3.90—5.60, 3.40—4,501
vaſh Kernſtücke 6.50—7.90, Hälften 4.50—6.20, Hälſe 3.5.4
Seiten 2.60—3.80, Fahlleder 7.75—8.50 bzw. 6.75—7.30,
kipſe braun I 6.10—6.40, IT 4.95—5.60, ſchwarz I 5.80
II 4.95—5.60, Pantinenkips braun T 4.70—480, II 404
ſchwarz 1 4.80—5.00, II 3.80—4.40, alles in RM. pro Küvr
Oberlederpreiſe ſtellten ſich durchſchnittlich pro Quadratfuu=/
calf ſchwarz I 2.10—2.40, II 1.70—1.90, farbig T 2.40—300
box ſchwarz 1.40—1.85, farbig I 1.70—1.90, Chromrindlacu
bis 260, Chromchevreauxlack T 2.60—3.50, Roßchevreaux T14
1.10—1.30, farbig 1.30—1.60, Chepreaux ſchwarz 1.30—3.40/
big T 2.60—3.60, Chepreaux imit, I ſchwarz 0.80—1.20, fn
1.60—1.70.
Wiriſchaftliche Rundſchau.
Ausgabe von Goldpfandbriefen durch die Heſſiſche Landesbotlt
heſſiſche Finanzminiſter hat auf Grund der Bekanntmachung
ſamtminiſteriums vom 9. März 1926 am 27. Oktober 1926 der C0t
Landesbank (Staatsbank) zu Darmſtadt die Genehmigung zur 9
von auf den Inhaber lautenden und zu 8 v. H. verzinslicheſt
pfandbriefen im Nennbetrage von 5 Millionen Goldmark nele
hörigen Zinsſcheinen erteilt. Dieſe Goldpfandbriefe ſind bezeiil
Reihe 7.
Obenwälber Hartſteininduſtrie AG., Darmſtadt. Wie,teir.g
hat ſich das am 31. Dezember 1277 zu Ende gehende Geſchäf
entwickelt. Wie hoch jedoch die Dividende, die zur Verteilung
ſein wird, läßt ſich jetzt noch nücht überſehen (i. V. 10 Prozeun
Intereſſe, das die Börſe dieſem Papiere in den letzten Tagen auf
gebracht hat, düirſte darauf zurückzuführen ſein, daß man eme
demſteigerung für 1927 erhofſt. Vekanntlich befindet ſich die
Aktie=
tät dieſes Unternehmens in feſten Händen, ſo daß nur ſeh.
Material am Markt zu ſein pflegt. Der augenblickliche Geſcheu
wird als gut bezeichnet.
Rückerwerb. der Gießener Anleiheablöſungsſtücke. Die Sal
ordnetenverſammlung der Stadt Gießen hat den Magiſtmt ern
Anleiheablöſungsſtücke mit Ausloſungsrecht zu 12½ Prozeut deis
wertes nach beſtimmten Grundſätzen zurückerwerben.
Süddeutſche Zucker A. G., Mannheim. Laut Bericht 1925/2
zweiton Geſchäftsjahr des Zuckertruſtes) war der Verlaf nicht umi/
geweſen. Der Zollſchutz für Zuckerinduſtrie und Landwirtſchaft 7.
gegen Schluß des Berichtsjahres eingeführt. Gleichzeitia kan
ein=
kung der Zuckerſteuer von 21 RM. auf 10,50 RM., ſodaß der F.
preis für Zucker ermäßigt wurde. Die Rübenernte war nicht
befriedigend, dagegen war faſt überall der Zuckergehalt der Rül=
Ghce
Die eigene Landwirtſchaft der Geſellſchaſt konnte, mit beſd
Ueberſchuß abſchließen. Den Rohzuckerfabviken ſtanden größere 70
mengen als im Vorjahre zur Verfügung. Die Arkreit vollzog /!
Stömmg. Die Raffinerien konnten im ihrer Leiſtungsfä
ausgemutzt werden. Das Verkaufsgeſchäft war in der erſten „F
hälfte günſtig, litt aber unter der ausländiſchen Konkurrenz
1304 RMM. (1.201) Abſchreibungen auf Anlagen verbleibt
gewinn von 3,B6 (2,723) Mill. NM., aus dem 8 (6) Pruzent 25
verteilt und 1,105 (1,033) Mill. RM. vorgetragen wind. Die
weiſt bei unvevändertem Stammkapital von 29,6 Mill. RM.
Mill. RM. Vorzugsaktien und wieder 3 Mill. RM. Rücklage, 1
derrücklage mit 300 000 (225 408) RM., Schuldverſchreibungen
(502 886) RM. und die Verbindlichkeiten mit 16,579 (17884) A
aus. Andererſeits erſcheinen die Verkehrsanlagen mit 13,/452
Mill. RM., Vorräte 12,31 (14 05), Wertuapiere 4,808 (4,806) Mf.
Schuldner und Bankguthaben 12.
5 (10,003) Mill. RM. und I
ſchaftliche Werte 8323 (8,017) Mill. RM. Das naue Jahr
brä=
im Reich, ſo auch im Gebiet der Geſellſchaft eine Steigerung der
menge, deren Zuckergehalt allerdings an den vorjährigen nicht
reicht. Die eigenen Dienſtbetriebe, wie die Landwirtſchaft üb.
hat infolge des regenreichſten Sommers keine günſtige Zeit gehar
die Raffinerien würde mindeſtens die vorjährige Arbeitsziffemd
werden, auch das Verkaufsgeſchäft ſei bisher wenigſteus mengnt
zufriedenſtellend verlaufen. (G.V. 5. Januar 1977.)
N
AA
Manſtgee
a)Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl.
Ausloſ.=Sch. 1. Tei
Na
TII. Teill 55.3
D.Reichsanl. AbKſ=
Schulb ohne
Aus=
loſungsſcheine ...
13.35
4% Dt. Schutzgeb.=
Aul. . ..... . . . . 7.025)
Frankfurter Kursbericht vom 20. 9e1.
b)Ausländi ſche
5% Bos. E. B. 1914 42.5
G„L. Inv. 1914/ 40.75
40%
1898 .... 2.5
4½
1902 ../ 4.4
42 Bocnien ...
5% Bulg. Tabak.02/ 17
½%Oſt. Staatsr.
1913, Kdb. 1918
4½%Oſt. Schatz. 14
41,% Oſt. Silberr 4.25
Goldr
48 Oſt. Goldrente
Gr.
Innsbr. Ak
42 „einh. R.4
1.8 17
48 Ung. Ooldr. ..I
(t. Innsbr. Abk.)
4%0 Ung Staatsr.
v. 10..
Daung,
Kron-
tr. . ..
3%0 Ung. Eiſ. Tor ..
Außereuro.
päiſche
5%Mex.am. in.abg.
8o „ äuß. 99
Gold04ſtf.
40
9
fonſ. inn.
42%on Frigat.
5% Tamaulipas I .
Zachwert=
Schuld=
verſchreibungen
Mit,
Zinsberech=
nung
10% Berl. H.=Bt. G.
2 Berl. St. Gold
Darmſt. St.=G.
D. Hyp.=Bank
Neining. Goldpf 99 25
60o
Dresd. St.=G.
Frkf. St.=G.. .
24.25
1.9
15.75
105.25
98
%Bort,/(Spz., III/ 9.75 1 8%Frki. Gyp.Bk.
6%Rum- am. R.03
4½-Gold. 13
13.95
am.-kol
4.9
45 am.05
425 kürk. (Id
(Bagd.
14.25
U
4% Bazo
mnif
1908
42 1911
zoll. —
4½% Ung St.
913
(it. Ennisbr.Ab
20 Ung St 1914
12%0 Ung. St. 1914
(lt. Innsbr. Abl
* Ung. Goldr.
82)
Goldpfbr.
98
% Frkf. Hyp.=Bi.
Goldpfbr.
93.
f. Hyp.=Bk.. .
89
%0 Frrf. Pfbr.=Bk.
Goldpfb
99.5
2o Frif Goldr
fbr.
9 Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr
/90
%0 Frkfi. Pfbr. Bk.
Goldpfbr.
78
21
6.=St.=
Gold=
anl.
86.5
Heſ. Land.=Bk.
oldpfb
98
%8 Heſſ. Land.=Br.
Holdpfb=
24.1. 18%Klüöckn.=Werk.28l 95.5
10cKomm. Gektr.
Mark (Hagen)
Golbobl. ...
88 Komm. Obsbr.
Darmſt., Reihe
820 K. Landesbank
Darmſt. Reihe II
82 Ldwgshf Stadt=
Boldanl..
M. Kraftsöchſt
v Mainz.=St.=G
20 Mannh. St.=G
320 Mannh. St.=G
M.=Stahlw.
½ Naſſ. Ldb. Gold
Nbg. St. Gldal.
V
öyp. Bk.=
Goldpft
ſbr. ..
„Pfälz. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
6% Pfälz. Hyp.=Bk
Goldpfbr.
Bforzh. St.=G.
8% Pirmaſ. St.=G.
3% Pr. Centr.Bd..-Bk. Gldpfbr.
Pr. Centr.=St.
fts=Goldpfbr.
Br. Centr.=St.,
chafts=Goldpfbr.
8S Rh.=Hyp.2
Goldpfbr.
6t
gb.
4½8-5
„
7½Säh. Stahln
104.5
96
96
ge
B.25
10.
98
94
83.5
98.5
97
95
96.5.
A4
39.5
33
126
98.5
10%Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf. 1103
*
3.
Südd. B.Vr. B.
Mnch
17
V. Stahlw. D
ſeldorfHyp.=Gld
ob. mit Optionl 93
7% V
w. Düſ=
Vor
wv.=Gd.. ohne Option/ 90
7% Viag(B. Ind.=
Unt.Blr.)27 . 98
8%o BoigtcHäffnter
Goldobl.
Bürttbg.Hyp.=
Bank Goldpfbrf.
Ohne
Zins=
berechnung
20 Bd
Kohl 23
82Großk. Mannh.
3...
rk. Rg. 2
beſ. Volksſtagt
Noggen
icte
P.
übd Feſt. B.6
Borkriegs-Hyp. =B.
Pfandbriefe
Bayr Vereins
Bayr. Handelsb.
Bayr. Hyp.u. Wechſ.
Berli
iner Hyp.=Bk.
ferf
yp. B
rrf. Pfandbr.=Br.
amb. Hyp.=Bf
Necklb. Hyp.zu
ing. Hyp.Bt
dd
Gr. Cr.=Bk
älz. Hyp.=Bk
Freuß
d. Pr.B
Pr. Cent.=B. Cr.B
euß Pfdbr.=2
zein.Hyp.”
h.=Wſtf. B. Cr.B.
Südd Bodenkr.
Württ Hyp Bk.
Staatl. od. prov.
garantier
Heſ. L.-Hyp.=B.
Landestr. Caſſel
Naſſau Ldsb.
Obligationen v.
Transportanſt.
Eliſ.=Bahn ſtfr.
420 Galiz.Carl=
Lud.=B.
a
abg.
5%Oſt. Sb. (L.)ſtfr.
19 Vi Re 2,6% Neue Oſterr. Creditanſt. 392), 95 2Oſt. Staatsb. 83 Wiener Banwerein! 17½1= t. 1.b.8.E. .. 2 Bergwerkä=Ak!. —
2.‟" . 9. Buderus...... .. . „abg.
3%o„ „ Eſchw. Bergtv. ... /195 1885..
3% Gelfenkirch. Bgw. abg.
BOſt., Erg. N Harp. Bergb. .... 190 131 21 ſe Bergb. St.... „abg Genußſchein 6.45 2 Naabbebd. 83 19.23 li. Aſchersleben 9 . Sal
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[ ← ][ ][ → ] Vom ſüddeutſchen Tabakmarkt.
; Einkaufstätigkeit am ſüddeutſchen Tabakmarkt für 1927er Ernte
AAmählich ihrem Ende zu. Die letzte Tabakverkaufsſitzung der
0.—m Tabakbauvereine wird am 22. Dezember in Speyer ſtattfinden.
Auusgebot gelangen rund 5000 Zentner Obergut.
” letzten größeren Verkäufe zeichneten ſich durch größere Diffe=
„Bwiſchen Angebot und Nachfrage aus. So wurden auf der in
o abgehaltenen Verkaufsſitzung, auf der rund 9000 Zentner Tabak
„wen waren, nur rund 4000 Zentner abgeſetzt. Sonſt hörte man
„wärziſchen Orten etwa folgende Preiſe: Kandel 50 RM. (Freibau),
gw Firma Katz=Bruchſal, 54 RM. (Freibau), bezahlt von einer
6 wen Tabakfirma aus der Nähe von Heidelberg, Kandel 58 RM.
MProzent Zuſchlag (Tabakgenoſſenſchaft Unterkandel) Erlenbach
fü whrrgut bis 57 RM. (Freibau), Hayna 55—60 RM. (Freibau),
ga: Brinkmann Katz=Bruchſal, Landfried=Heidelberg, Marx=Bruchſal,
mml=lachen 45—54 RM. (Niederrotterbach), Sandblatt 50 RM. (Käu=
„lmann u. Sohn=Landau), Obergut 50 RM. Freckenfeld Obergut
z0., Mülhofen 50 RM. (Freibau) und 52 RM. (Tabakvercin
w Feibelmann u. Sohn=Landau, Bellheim 63 RM. Schaidt=
Sand=
zu0: RM. (Freibau) und 70 RM. (Verein) für einwandfreie Poſten,
gwsmitglieder erhielten bis 18 Prozent mehr; Obergut 60 RM.
rl) Käufer: Feibelmann u. Sohn=Landau, Hauptgut 55 RM.
(95) an die gleiche Firma. Auffallend iſt hier, daß der Verein
vr erzielte als der Freibau. Kapsweyer: Sandblatt 61 RM.,
Hiwtt 54 RM., Ingenheim 50 RM., Herxheim 61 RM. (Freie
michaft), 53—55 RM. (Freibau), Knittelheim für Obergut bis
N (Tabakgenoſſenſchaft) 55 RM. (Freibau), Berg für Obergut
RM. (Tabakverein) 58 RM. (Freibau), Freisbach 78 RM. für
ai (Verein) Sandblatt 68 RM. (Freibau) Weſtheim 73 RM. un
miſulserein) 66 RM. (Freibau) Lingenfeld 64—68 RM. (Freibau
juN (Verein). Verkauft etwa 100 Zentner Obergut vom Verein
ſi herl heim 64—66 RM. für Obergut (Tabakverein) (Hagenbach:
KM. (Verein). In Baden hört man nur noch wenig von
Ver=
äufy In Freudenberg (Bezirk Wertheim) wurde der Tabak zu 53
Afe Zentner verkauft. Die Geſamternte betrug 16 000 Zentner,
enSeim kaufte die Firma Marx Bruchſal 220 Zentner zu 57 RM.
zouigen ſind noch 400 Zentner. In Hettigenbeuren wurden etwa
yn ner zum Preiſe von 50 RM. abgeliefert. Die Ortſchaft iſt die
u Bezirk Buchan, die größere Mengen Tabak angebaut hat.
Viehmärkte.
Anainzer Viehhuf=Marktbericht vom 20. Dez. Der Markt war etwas
Mei= beſchickt wie in der vorigen Woche. Es waren 11 Stick Groß
69) Kälber und 112 Schweine weniger angetrieben. Das Geſchäft
iend Großviehmarkt verlief ziemlich ruhig. Bullen und Färſen gaben
und Kühe 2 Mk. nach, und verblieb ein geringer Ueberſtand. Au
mchrveinemarkt ging es lebhafter zu und wurde bei unveränderten
m ausverkauft. Angetrieben waren 17 Ochſen, 23 Bullen,
ch= und Färſen, 216 Kälber und 1198 Scheine. Je nach Qualität
ro 100 Pfund Lebendgewicht im einzelnen folgende Preiſ
Dchſen 47—56, Bullen 38—47, Färſen 52—G2, Kühe 38—48, 2
B8—22, Kälber 56—68, 46—56, Schweine 61—64, 60—64, 58—61.
m 88—54 Mark.
Zum
Temhmäcipfen
empfehlen wir unſeren Mitgliedern:
Mittwoch, den 21 Dezember 1927
Rindermarkt in Gießen vom 20. Dez. Der heutige Rindermarkt hatte
infolge der Kälte nur einen verhältnismäßig ſchwachen Auftrieb zu
ver=
zeichen. Es waren 473 Stück Großvieh und 213 Kälber aufgetrieben. Bei
ſtockendem Handel von Anfang an verblieb zum Schluß Ueberſtand. Es
wurden bezahlt für Kühe 1. Qualität 500—550 Mk., 2. Qual. 200—400
Mark, Rinder (ein= und zweijährig) 100—250 Mk. Kälber 45—55 Pfg.
je Pfund Lebendgewicht. Beſſere Tiere erzielten Preife über Notiz.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
Chicago, 2. Dez. (Priv.=Tel.)
Weizen: Der Markt ſtand anfangs im Zeichen der baiſſegünſtigen
Regierungsberichte. Die Zunahme der lokalen Vorräte und größere
Infuhren aus Kanada verſtimmten ebenfalls. Die Stetigkeit in Buenos
Aires und ungünſtige Wetterberichte aus Nebraska und Kanſas führten
dann zu einer Erholung.
Mais: Die amtliche, unerwartet hohe Ernteſchätzung bewirkte
an=
angs umfangreiches Angebot, das noch verſtärkt wurde durch günſtiges
Wetter in den Anbaugebieten und größere Zufuhren. Gegen Schluß
trat eine leichte Erholung ein.
Noggen: Abgaben für nordweſtliche Rechnung und Zunahme der
Vorräte waren zunächſt von ungünſtigem Einfluß. Geringes Angebot
und Käufe führten ſpäter zu einer Erholung. Ein Teil der erzielten
Kursbeſſerungen ging ſpäter durch Liquidationen wieder verloren.
Hafer: Hafer verlief im Einklang mit Mais ebenfalls ſchwächer.
Erſt gegen Schluß wurden Deckungskäufe vorgenommen.
* New Yurk, 20. Dez. (Priv.=Tel.)
Zucker: Nach unregelmäßiger Eröffmmg wurden am Rohzucker
terminmarkt Käufe in Terminen gegen Abgaben am Lokomarkt getätigt.
Kafſee: Der Markt verlief äußerſt ruhig. Anſchaffungen des
Han=
dels auf die Stetigkeit Braſiliens bewirkten ein Anziehen der Preiſe,
um ſo mehr da das Angebot gering war.
Baumwolle: Der ungünſtige Entkörnungsbericht des Zenſurbtros
bewirkte eine fieberhafte Kauftätigkeit. Ungünſtige Liverpooler Kabel
und Hedgingsverkäufe bewirkten im Verlauf einen
Stimmungsum=
ſchwung. Eine private Schätzung des Weltverbrauches in amerikaniſcher
Baumwolle vom 1 „Auguſt bis 1. Dezember (5 600 000 Ballen) bewirkte
unter Käufen eine Erhöhung der Preiſe. Am Schluſſe wurden
Realiſa=
tionen vorgenommen.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 20. Dez.:
Getreide: Weizen, Dez. 127½, März 129, Mai 130½; Mais,
Dez. 84½, März 88½, Mai 91½; Hafer, Dez. 52½, März 5434,
Mai 56½; Roggen, Dez. 108, März 109½, Mai 109½.
Schmalz: Dez. 11.40, Jan. 12025, Mai 12,375.
Fleiſch: Dez. 10,20, Jan. 11,05, Mai 11,20; Speck loco 11,10;
leichte Schweine 7,15—8,50, ſchw. Schweine 8,25—8,80;
Schweine=
zufuhr Chicago 46 000, im Weſten 110 000.
Baumwolle: Jan. 19,26—19,28, März 19,48—19,51.
Es notierten nach Meldungen aus NewYork am 20. Dez.:
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 147, hart 143; Mais neu ank.
Ernte 98½; Mehl ſpr. wheat clears 6,50—6,65; Fracht nach
Eng=
land 1,9—2,3, n. d. Kontinent 8—10.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,15; Talg extra 8½.
Kakao: Tendenz feſt, Umſatz in (ots 296, Loco 12½, Dezember
13.03, Januar 13,29, Februar 13,15, März 13,22, April 13,31, Mai
13,46, Juni 13,47, Juli 13,56, September 13,64.
Geite 17
Produktenberichte.
Frankfurter Produktenbericht vom 20. Dez. Die allgemeine
Stim=
mung iſt etwas feſter, was auf die geſperrte Schiffahrt zurückzuführen iſt.
Beſonders Mais zieht im Preiſe an und wurde auch amtlich eine
Viertel=
mark höher notiott. Die Geſchaftsabſchlüſſe blieben recht klein, und es iſt
erwarten, daß eine nennenswerte Belehung
im laufenden Jahre kaum
des Geſchäfts noch eintritt. Die Preiſe wurden wie folgt feſtgeſetzt:
Weizen I 25, Weizen II 23,75. Weizen III 23,25—22,75, Roggen 24,75 bis
25,00, Sommergerſte 9—B, Hafer inländ. 22,75—23,75, Mais 21,50
Weizenmehl 37,25—37,75, Roggenmehl 35—35,75, Weizenkleie 13,75 bis
13,85, Roggenkleie 15,25—15,50.
Berliner Produktenbericht vom 20. Dezember. Trotz der ſtarken
Fröſte und der damit ganz ins Stocken gekommenen Kahnanfuhren zeig
ſich im Verliner Getreidegeſchäft keine nennenswerte dringliche Frag=
Effektivware und laufender Monat hatten an den Brotgetreidemärkten
Kursveränderungen nicht aufzuweiſen. Wenn ſpätere Monate im
Ter=
minhandel für Weizen etwa eine Mark, für Roggen eine halbe bis 7
Mark gewinnen konnten, ſo war dies nur eine Auswirkung der etwas
beſeſtigten Auslandsdepeſchen. Die Nmſätze ſind ſehr klein, auch für
Futtergetreide gehen ſie über den geringen Umfeng der Vortage nſcht
hinaus. Hafer etwas feſter, das Mehlgeſchäft ſtockt.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Nach der Errichtung einer Zweigniederlaſſung in Frankfurt a. M
zu Beginn dieſes Jahres hat der Limdemann=Konzern nunmehr in
Wis=
baden das Warenhaus Bormaß erworben und beabſichtigt, m Wiesbaden
ein neues Kaufhaus zu errichten. Die zum Konzern gehörigen
Unter=
nehmungen haben im laufenden Jahre ausnahmslos gut gearbeitet.
Die vorläufige Arbeitsgemeinſchaft der rheiniſch=weſtfäliſchen
Beam=
tenbanken kam zu der Ueberzeugung, daß ein Zuſammenſchluß der
Ban=
ken mninſchenswert ſei. Es wurde ein Ausſchuß gebildet, der ſich mit
der Bildung einer endgültigen Arbeitsgemeinſchaft beſchäftigen ſoll.
Die für den 1. Januar 1928 in Ausſicht genommene Erhöhung der
polniſchen Eiſenbahntarife ſowohl im Perſonen= als auch im
Güterver=
kehr wird nach Angaben Warſchauer Blätter nicht erfolgen, da infolge
der Stabiliſierung des Bloty ſich dieſe Maßnahme erübrigt.
Die ſchwediſchen Staatsemnahmen im Nodember ſtellten ſich aus
Stempeln, Zöllen, Branntweinproduktionsabgabe, Zucker= und
Malz=
ſteuern auf zuſammen 34 199 680 Kr. gegen 29 488 197 Kr. im November
vor. Js. Von Juli bis November 1926 machſten die Staatseinnahmen
134 103 592 Kr. aus und ſind für dieſelben Monate des laufenden Jahres
auf 156 514 829 Kr. geſtiegen.
Die Preiſe für belgiſche Thomasmehle haben in letzter Zeit von 1.4
auf 1,60 Fr. pro Kilo phosphorſäurelösliche Einheit angezogen. Die
Nachfrage hat ſich entſprechend belebt, während die franzöſiſche Nachfrage
zurückging und die offiziellen franzöſiſchen Preiſe nnit 1,20 Fr. ſich kaum
behaupten.
Die Zahl der eingetragenen Erwerbsloſen zeigt in den letzten Wochen
in Frankreich eine leichte Zunahme. Am 10. Dezember betrug die Zahl
der arbeitsloſen Perſonen 10 876, darunter 8846 Männer und 230
Frauen.
Wie aus Rio de Janeiro gemeldet wird, hat der
Bundespräfiden=
einen Kongreßbeſchluß unterfertigt, wonach die Regievung des
braſiliani=
ſchen Bundesſtaats ermächtigt wird, den Kaffeehandel zwiſchen den Häfen
Braſiliens und dem Auslande zu regulieren, wobei dauernde und
zeit=
liche Reſtriktionen zur Anwendung gelangen ſollen.
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Berechtigte Ueberſetzung von Marie Franzos.
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jermit, lieber Herr Argyropoulos, ſage ich Ihnen für
e Lebewohl. Ich bedauere, daß ich Ihnen die Illuſion
zau mußte, der Beſitzer einer Piſiſtratusausgabe Ihres
ſangsoichters zu ſein. Es bleibt Ihnen erſpart, das Geld
ſerlieren, das Sie für Ihre Illuſion bezahlen wollten
wielleicht glauben Sie bei dem Tauſch zu verlieren!
NEile.
Ihr ergebener
Charles Duval,
alias Profeſſor Pelotard
alias Philipp Collin.
2aer Brief an Mr. Kenvon lautete:
Mein lieber Kenyon!
Laa ich mm einerſeits den Raub vom Blauen Zug,
anderer=
vie Plünderer zur Strecke gebracht habe, ſind Sie vielleicht
ſteunolich, Ihre Schmutzkampagne gegen mich in der Preſſe
et den Straßenplanken von Paris einzuſtellen?
UFelleicht macht es Ihnen Spaß, zu erfahren, was mich
wie Art des Attentates aufklärte, das man gegen Herrn
nwpoulos vorbereitete. Sie mögen mir glauben oder nicht
Brwar das Menü, das wir vor einigen Tagen in der Halle
Kwtels Ceſarini zuſammen ſtudierten!
Im Eile.
Ihr ergebener
Charles Duval.
ſare Zeit geſtattet es mir nicht, die Alias auszuſchreiben.)
Awon dem Detektiv kam ein wütender Fluch:
„Ein Menü!. Was kann ein Menü mit dieſer Affäre zu
im haben?”
Yon dem Millionär kam als Antwort ein klagender Ausruf:
„Soll ich denn dieſen Kyrios Collin nie zu Geſicht bekom=
Polyphem.
2re Feſtnahme der Männer aus dem Blauen Zug erregte
yfwris enormes Aufſehen: „Die Verbreher, die mit
Fahr=
klim von Cook reiſten!” — „Der Gejagte hilft der Polizei!”
„
zr Profeſſor Pelotard, ungerecht verdächtigt, arretiert ſelbſt
gschuldigen: — Dies einige der Ueberſchriften der
Zeitun=
ge Der Inhalt ihrer Artikel ließ ſich in einer Frage
reſümie=
ſs Wer iſt Profeſſor Pelotard?
Dienn mit einer Diskretion, die nach Anſicht der Zeitungen
Anög enzen des Schicklichen und Notwendigen überſchritt, hatte
ſi Ger Profeſſor nach wohlverrichteter Arbeit ebenſo
unauffind=
blnga macht, als er es geweſen, ſolange die Polizei nach ihm
fardAte. Er war wie ein Meteor aus der Nacht aufgetaucht,
ſg Licht über die Lage verbreitet und war verſchwuden. Wo
bliel, er ſich jetzt!
En ner, der nicht abließ, dieſe Frage zu ſtellen, war Alkyon
Ahupopoulos. Die Antworten, die er von ſeinem Mitarbeiter,
ANerenyon, erhielt, befriedigten ihn ebenſowenig, als irgend=
Moe. Troſtgründe die ihre Kinder beweinende Niobe beruhi=
Belmnten
„MRkeine Anſicht iſt die,” erklärte der Detektiv, „daß
inner=
hlſt ner Bande Uneinigkeit entſtanden iſt. Der Profeſſor hat
eiſtel ſeiner Helfershelfer angezeigt, um ſie loszuwerden und
dndterdacht von ſich abzulenken. Die unbequemen Mitglieder
Hpymn ins Gefängnis, und er ſelbſt operiert mit ſeinen
Mittwoch den 21 Dezember 1027
Seite 19
nächſten Uutergebenen weiter. Es iſt dasſelbe Mauöuer wie
früher mit der Diebesbeute. Aber das iſt eine ſehr einfache
Finte, die mich nicht drankriegt.
„Und wenn ſie Sie nicht drankriegt,” ſagte der graubärtige
Millionär mit dem Faungeſicht, „was hilft das? Wenn er
ſel=
ber Sie doch immer wieder drankriegt!”
„Sir!. Ich bin von einem verdammten Pech verfolgt —‟
„Kyrie, wenn das Pech Sie verfolgt hat, ſo hat dieſe
lnunen=
volle Gottheit größere Geſchickli hkeiten bei ihren Verfolgungen
an den Tag gelegt, als Sie bei den Ihrigen.”
„Sir! Ich glaube nicht —‟
„Ob Sie glauben oder nicht, bleibt, mir gleich! Ich bin
nicht Hermes, der Argos mit den hundert Augen beſiegte, aber
was Sie getan haben, hätte ich auch tun können, und was Sie
nicht getan haben, das traue ich mir noch zu, zu tun!”
„Sir, ich wüßte nicht, warum ich mich darein finden ſollte,
ſolche Reden anzuhören —‟
„Finden Tie ſich nur!” riet der Graubart hohnlachend.
„Souſt werden Sie ja doch nichts finden!
Das war zu viel für den Detektiv, der das Bewußtſein
hatte, alles geian zu haben, was in ſeinen Kräften ſtand. Er
ſprang, bleich vor Erbitterung, auf und ging, ohne zu grüßen.
Alkyon Argyropoulos begann auf und ab zu traben, ſchnaubend
wie der um Honig geprellte Bär. Plötzlich blieb er vor dem
Sekretär Baſilides ſtehen.
„Baſilides! Ich will dieſen liſtigſten unter den Schelmen
fangen!”
„Ja, Herr!”
„Ich will ihn in meiner Macht haben!“
„Sehr wohl, Herr!”
„Ich will ihn mit eigenem Munde eingeſtehen hören, daß
ich ihn überliſtet habe!”
„Gut, Herr!”
„Wie Opyſſeus den Polyphem überliſtete, werde ich den
einäugigen Kenner kryselefantiniſcher Dinge überliſten.”
„So geſchehe es, Herr.
„Dies,” fuhr der Millionär fort, die Hand erhebend, wie
um einen Eid abzulegen, „dies foll bis auf weiteres der
Haupt=
zwack meines Aufenthaltes in dieſer Stadt ſein! Beim Hund!
Beim Hades!”
Seine Augen funkelten unter den buſchigen Brauen.
Wäh=
rend er ſein Gelöbnis ablegte, drehte er ſein Geſicht nach allen
Seiten, wie um die vier Enden des Himmels zu Zeugen ſeines
Schwures anzurufen. Nach einer ang=meſſenen Pauſe huſtete
der Sekretär,
„Dies iſt fortan der Hauptzweck Eures Aufentbaltes. Gut!
Aber ſollen wir deshalb alle anderen vernachläſſigen? Für
dieſen Abend habe ich ausgezeichnete Sitze für die Folies
Bergére.”
Der graue Bart teilte ſich langſam wie das Gras am
Ein=
gang einer Grotte, und ein dröhnendes Lachen bahnte ſich den
Weg in das Gemach.
„Folies Bergére! Weit davon entfernt, uns in der
Ver=
folgung unſeres Hauptzweckes zu behindern, fördert ein Beſuch
dieſes Lokales vielmehr unſere Pläne!. Wir können dem Schelm
überall begegnen, warum nicht in den Folies Bergére?. Ich
bin überzeugt, daß wir ihn gerade dort treffen!”
In dieſem Augenblick vernahm man von der Tür des
Speiſeſaales her ein diskretes Räuſpern. Auf der Schwelle
zeigte ſich eine Perſönlichkeit, die bei dem Milliouär ſtets
ver=
sona gratissima war — Monſieur Henry, die rechte Hand des
Füchenchefs. Jeden Morgen in aller Frühe kam er, um nach
einer Beratung mit Alkyon Argyropoulos den Entwurf für das
Lunch zu ſkizieren; ſpäter am Tage war es dieſes Lunch, das
unter der Benennung le Dejeuner du Aillionaire von den
ſaſhionablen Gäſten des Hotels Ceſarini bevorzugt wurde.
Monſieur Henrys Ausſehen war ſeines Poſtens würdig.
Er war üppig wie einer von Rubens oder Jordgens”
Bachan=
ten; er hatte porzellaublaue Augen, die brannten, wenn die
Rede auf Eſſen oder Trinken kam; ſeine weiße Mütze und ſein
aufgezwirbelter Schnurrbart verliehen ihm jenes intenſiv kulie
nariſche Ausſehen, das man ſich von einem franzöſiſchen Chef
erwartet. Aber im übrigen hatte Monſieur Henrys, Franzöſiſch
einen ſtarken engliſchen Alzent.
„Heil dem Schaſſer!” rief Alkyon Arghropoulos. „Was
bringt mir heute der Tag? Etwa das ſittſam blickende Lamm
oder den beinſchwingenden Ochſen!. Sind es Schenkel, ſtrotzend
von Mark, oder Fiſche, dem erdumarmenden Poſeidon entrüſſens
Laß hören!”
Monſieur Heury nahm einen Bleiſtift von ſeinem Platz
hinter dem Ohr, richtete den Blick träumeriſch zur Decke und
begann auf ein Stück Karton zu ſchreiben.
„Paßt dies, Monſieur?” fragte er nach einer Weile.
Der graubärtige Epikureer ſtudierte die Karte mit
glitzern=
dem Blick.
„Speifen von jeglicher Art, wie mächtige Könige eſſen —
Eier mit Senf gewürzt, Aſtakös, Geflügel, Obſt, Päſta. Dies in
fürwahr der König der Schaffer!. Nim dieſe Note und trinke
auf das Wohl deines Lehrmeiſters Epikur!”
Eine Stunde ſpäter wurde le Wieuver du Millionaire
in der Hotelhalle angeſchlagen. Das Menü lautete:
Fantaisie Susdoise
Oeufs Béchamel
Langouste Naturelle
Péeasse Belle Heläne
Entreoöte Bouillant Achille
on
Rumpsteak Garni
Gäteaux Fruits
II.
Die Vorſtellung in den Folies Bergere iſt nur ein Vorwand
kapellen trommelten, feilten, raſſelten, donnerten, heulten und
huſteten, jede an einem Ende des großen Lokales; Kellner eilten
mit eisgekühlten Spitzgläſern und goldhaubigen Flaſchen hin
und her; Herren in Smoking und Monokel wanderten auf und
ab, peripatiſche Yotaniker, von einer allzu verwegenen Florg
überwältigt. Und hin und her, auf und nieder wogte, ſtrömte
und ſchäumte das Frauenmeer. Es überflutete alle einſauen
Männer, es bildete Wirbel um alle Tiſche, es löſte ſich au der
Bar in Schaum auf. Aus ſeinen tauſend rhythmiſchen
Bewegun=
gen ſtieg eine Melodie ohne Worte auf:
„Sieh mich an! Ich bin ſchön! Begehre meine Gunſt oder
ziehe dir meine Ungunſt zu!”
Der Millionär und ſein Sekretär hatten ſich kaum gezeiat,
als die Wogen ſchon über ihren altertünlich geſchnittenen
Gefell=
ſchaftskleidern zuſammenſchlugen. Der Sekretär trug einen
Frack, von einem Schnitt, der möglicherweiſe Anno 1840 letzte
Mode geweſen warz ſein Arbeitgeber war in einen
purpurfan=
benen Mantel drapiert, der einer Toga glich. Bei dem Angriff
des Frauenmeeres bemächtigte ſich ihrer Eutſetzeu, und ſie
rette=
ten ſich zu der Bar. Die ſtumme Melodie fand Worte:
Tes pas aussi beau aue tes gros!
Si tu erois auon radote de ta barbiche, mon
Trienr!
On sen passe bien! Ta bouche!
Der graubärtige Millionär umklammerte keuchend die
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ſtange der Bar,
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2. Koſtern und Steppdecken
7.50, 10.00, 12.00, 12.50
Baumwolle, schöne Muster
grau melierte Koltern . . . . 7.90, 10.75, 13.50, 17.50)
Kamelhaarfarbige Wollkoltern 17.50, 19.00, 22.00, 24.00
Echte Kamelhaarkoltern 34.00, 38.00,40.00,48.00 u. höhers
Jacguard-Wollkoltern . . . . 14.75, 18.50, 21.00, 26.00
37.00, 48.00, 6 7.00 u. höhen=
Heinwollene Koltern.
Steppdecken mit gut. Wollfüllung 28. 00,30.00,33.00, 46.00
Aparte Nenheiten in Kunstseldenen Steppdecken
3. Strümpfe und Socken
1.60, 1.95, 2.253
Florstrümpfe, nur gute Qualitäten
2.95, 3.95 6
Kunstseidenstrumpf, alle modernen Farben.
Wolle, bekannte Qualitäten . . . . 2.95, 3.25, 3.90, 4.500
Wolle mit Seide, hervorragend schön . . . . . . 5.50, 6.50
Herrensocken, reiche Auswahl . . . 2.75, 2.95, 3.25, 3.50
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