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178. Jahrgang
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Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23, die Filialen u. Agen=
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Konkurs od. gerichtl. Beitreib. fällt jed. Rabat weg.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Von den Kriegsſchauplätzen.
* Großes Hauptquartier, 24. Okt. (W. T. B.
Amtlich.)
Weſtlicher Kriegsſchauplatz.
Nordöſtlich von Souchez wurden feindliche
Vor=
ſtöße zurückgewieſen. In unſere Stellungen
eingedrun=
gene Abteilungen wurden ſofort wieder hinausgeworfen.
Feindliche Flieger warfen erfolglos Bomben auf
Oſtende und Bahnhof Noyon. Ein engliſcher
Dop=
peldecker wurde im Luftkampfe weſtlich von St.
Quen=
tin zum Abſturz gebracht. Führer und Beobachter
(Offiziere) ſind tot. Deutſche Flieger griffen mit
an=
ſcheinend gutem Erfolge das engliſche Truppenlager
Abbe=
ville an und belegten Verdun mit Bomben; es wurden
Treffer beobachtet.
Oeſtlicher Kriegsſchauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls
v. Hindenburg.
Die bei Domesnees gelandeten ruſſiſchen Kräfte
gingen vor dem Anmarſch deutſcher Truppen wieder auf
die Schiffe.
Nordweſtlich von Dünaburg warfen unſere
Trup=
pen den Gegner unter großen Verluſten für
ihn aus ſeinen Stellungen bei Schloßberg und
er=
ſtürmten Illuxt. Die Ruſſen ließen achtzehn
Offi=
ziere, zweitauſendneunhundertvierzig Mann, zehn
Ma=
ſchinengewehre, einen Minenwerfer in unſerer Hand.
Heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls
Prinzen Leopold von Bayern.
Nichts Neues.
Heeresgruppe des Generals v. Linſingen.
Wiederholte Angriffe gegen unſere Kanalſtellung
ſüd=
lich des Wygonowskoje=Sees wurden abgewieſen.
Im Gegenſtoß wurden 2 Of fiziere und über 300
Mann gefangen genommen.
Weſtlich von Czart orysk ſind feindliche
Stel=
lungen bei Ko marow genommen; vielfache ruſſiſche
Gegenangriffe wurden abgeſchlagen. 3 Offiziere,
458 Mann ſind in unſerer Hand geblieben.
Balkan=Kriegsſchauplatz.
Von der Heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls
v. Mackenſen warf die Armee des Generals v.
Koe=
veß öſtlich der Lucavica die Serben weiter in ſüdlicher
Richtung zurück.
Die Armee des Generals v. Gallwitz hat bei
Pa=
lanca das Südufer der Jaſenica gewonnen, weiter
öſtlich die Linie Rapinac-nördlich Petrovabe-Ravonac
gegen ſehr hartnäckigen Widerſtand der Serben erreicht.
Die große Zahl der von unſeren Truppen beerdigten
Serben läßt auf die Schwere der Verluſte des Feindeß
ſchließen.
Bei Orſowo iſt die Donau überſchritten, die Höhe
der Slava=Bocija gewonnen. Drei Offiziere und
70 Mann wurden gefangen.
Die Armee des Generals Bojadjeff hat in
Prahovo (an der Donau, nordöſtlich von Negotin)
ein ruſſiſches Munitionslager erbeutet und
hat halbwegs Zajecar-Knajewac das Weſtufer des
Timok beſetzt.
Von den übrigen bulgariſchen Heeresteilen liegen
keine neuen Meldungen vor.
Oberſte Heeresleitung.
Der öſterreichiſch=ungariſche
Tagesbericht.
* Wien, 24. Okt. Amtlich wird verlautbart: 24. Okt.
Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz:
Bei Nowo Alekſiniee gewannen wir die
vor=
geſtern geräumten Höhen öſtlich von Lopuszno wieder
zurück. Bei Szartoryſl ſchreiten unſere Angriffe vorwärts.
Der Feind wurde bei Komarow geworfen. Sonſt
Lage unverändert.
Italieniſcher Kriegsſchauplatz.
Die allgemeine Schlacht am Iſonzo dauert
fort. Geſtern erſtreckten ſich die mit beiſpielloſer
Erbit=
terung geführten Infanteriekämpfe auch auf den
Brückenkopf von Görz. Wieder brachen die
Stürme des Feindes alnhalben im zhen
Widerſtande unſerer Infanterie, die in der mächtigen
Wirkung der Geſchütze eine vorzügliche Stütze ſand, unter
furchtbaren Verluſten zuſammen.
Der italieniſche Hauptangriff iſt von
Vor=
ſtößen ſtarker Kräfte gegen die Tiroler Front
be=
gleitet. Die Hochflächen von Vilgereuth und Lafraun
ſtehen unter heftigem Artilleriefeuer. Mehrere italieniſche
Infanterie=Diviſionen greifen die Doberdo=Front an.
Hier wurde vorgeſtern und geſtern je ein Angriff auf das
Bamberger Haus, den Col di Lana und die Stellung
von Tre Saſſi, zwei Vorſtöße gegen Rufiedo (ſüdweſtlich
Schluderbach) und je vier Angriffe auf unſere Linie
nörd=
lich des Ortes Sief und im Popena=Tal blutig
abgeſchia=
gen.
An der Kärntnerfront fanden nur
Artillerie=
kämpfe und Plänkeleien ſtatt. Im Flitſcher Becken und
im Krn=Gebiete unternahm der Feind geſtern vormittag
noch einzelne vergebliche Vorſtäße und Angxiffsverſuche.
Dann ſtaute der Kampf ab. Gegen die Front von
Mrzli Vrh bis einſchließlich des Tolmeiner
Brücken=
lopfes richteten ſich noch immer die verzweifelten
An=
ſtrengungen der Italiener, insbeſondere die Höhe
weſt=
lich von Santa Lucia wird unaufhörlich angegriffen.
Alpini drangen hier in ein kleines Frontſtück ein. Ein
ſchneidiger Gegenangriff der Infanterie=Regimenter
Nr. 53 und 86 warf ſie binnen kurzem wieder hinaus.
Auch im Iſonzo=Abſchnitt, zwiſchen dem
Tolmei=
ner und dem Görzer Brückenkopf, wo namentlich dei
Plava heftig gekämpft wurde, vermochte der Feind
nirgends durchzudringen, Vor dem Görzer
Brückenkopf waren ſchon vorgeſtern mehrere
Angriffsver=
ſuche gegen den Monte Sabotino
zuſammen=
gebrochen. Geſtern gingen nach ſtarken
Artillerievor=
bereitung ſehr bedeutende italieniſche Kräfte zum Aus
griff auf dieſen beherrſchenden Berg und gegen
Os=
lavia vor. Der Kampf wogte hin und her, dauerte
auch nachts fort und endete damit, daß unſere Truppen
alle Stellungen in feſtem Beſitz
be=
hielten.
Am Rande der Hochfläche von Doberdo tobte die
Schlacht im Abſchnitte zwiſchen Mannizza und dem Monte
Dei Sei Buſi mit unverminderter Gewalt weiter,
wäh=
rend im ſüdlichen Abſchnitte Tag und Nacht ruhiger
ver=
liefen. Die mit friſchen Kräften immer wieder von neuem
vorgetriebenen Angriffe des Feindes ſcheiterten
vollſtän=
dig. Nur vorübergehend gelang es den Italienern, ſich in
einzelnen vorderen Gräben feſtzuſetzen. Unſere
Infan=
terie, ſo das brave Infanterie=Regt. Nr. 39, ſüdlich San
Martino, gewann ihre Stellungen im Handgemenge
immer wieder zurück.
Südöſtlicher Kriegsſchauplatz.
Die Armee des Generals der Infanterie v. Köveſ
drängte den Gegner über die Höhen nördlich von
Aran=
gielovac zurück. Serbiſche Nachhuten, die ſich ſüdlich
der Slatina zum Kampf ſtellten, wurden von unſeren
Bataillonen geworfen.
Die beiderſeits der Morawa vordringenden
deut=
ſchen Streitkräfte gewannen die Höhen ſüdlich von
Palanka und nördlich von Petrovac. Die bei Orſova
übergeſetzte Kraftgruppe vertrieb den Feind aus dem
Berglande weſtlich von Kladovo.
Die Bu lgaren rückten über Negotin hinaus und
überſchritten mit den nördlich von Knjazevac vorgehenden
Streitkräften den mittleren Timok.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalſtabs:
v. Höfer, Feldmarſchalleutnant.
Der Balkankrieg.
Der bulgariſche Tagesbericht.
* Sofia, 24. Okt. Amtlicher Bericht vom 22.
Ok=
tober; Im Timoktale ſind unſere Truppen zwiſchen
Knjazevac und Zajecar auf das linke Ufer
hinübergegangen. Um den Beſitz der Stadt
Knja=
zevac ſind Kämpfe im Gange. In Mazedonien haben
unſere Truppen nach heftigem Kampf den größten Teil
der Stadt Uesküb erobert. Die Kämpfe ſind hier
noch im Gange. An den übrigen Fronten ſetzten unſere
Truppen die Offenſive unverändert fort.
Uesküb vollſtändig erobert.
* Berlin, 24. Okt. Die bulgariſche Geſandtſchaft
keilt mit: Ein ſoeben hier eingetroffenes, durch Funkſpruch
übermitteltes amtliches Telegramm aus Sofia vom
23. Oktober, abends, meldet: Die bulgariſchen Truppen
haben Uesküb vollſtändig erobert.
Ränmung des Donauufers durch die Serben.
* Berlin, 24. Okt. Aus Bukareſt wird der
B. Z. am Mittag telegraphiert: Nachdem die ſerbiſche
Ar=
tillerie von Tekia zum Schweigen gebracht worden iſt,
haben nunmehr die Serben das ganze
Donau=
ufer geräumt. 600 Serben flüchteten auf das
ru=
mäniſche Ufer beim Dorfe Gruia. Ruſſiſche
Schiffs=
kanonen, die den Serben zur Verfügung geſtellt worden
waren werden demontiert. Ihre ruſſiſchen
Bedienungs=
mannſchaften beabſichtigten, von Kladowa aus auf
ru=
mäniſchen Boden zu fluchten.
Zwangsweiſe Rückkehr der Entente=Hilfstruppen.
* Budapeſt, 24. Okt. (Zenſ. Frkft.) Die an der
griechiſchen Grenze aufgeſtellten griechiſchen
Trup=
pen zwangen die vor einigen Tagen, zumeiſt aus
Ko=
lonialtruppen beſtehenden, nach Serbien abgegangenen
Ententetruppen zur Rückkehr.
Ein engliſch=griechiſcher Zwiſchenfall!
* (Zenſ. Bln.) Aus Budapeſt wird dem B. L.
ge=
meldet: Nach einer Meldung des Peſti Naplo haben
vor=
geſtern früh griechiſche Truppen die Landung
eng=
liſcher Truppen an der Küſte der Halbinſel
Chalzidize verhindert. Der engliſche Kommandant
behauptete, daß zwiſchen ſeinem Lande und Griechenland
ein Abkommen beſtehe, worauf der griechiſche Oberſt
er=
widerte, er habe von einem ſolchen Abkommen keine
Kenntnis erhalten und beſitze auch darüber keine
Inſtruk=
tion. Er müſſe ſich deshalb der Landung
wider=
ſetzen. Der griechiſche Oberſt drohte, auf die engliſchen
Truppen ſchießen zu laſſen, und die griechiſchen Soldaten
machten ſich ſchußbereit. Der engliſche Kommandant ſah
ſich deshalb veranlaßt, ſeine Truppen wieder an Bord
gehen zu laſſen und von einer Landung abzuſehen.
Türkiſche Hilfe in Dedeagatſch und Porto Lagos.
* Genf, 24. Okt. (Zenſ. Frkft.) In Porto
La=
gos ſind wie franzöſiſche Blätter aus Athen melden,
zwei Diviſionen türkiſcher Truppen eingetroffen
andere bedeutende Truppenkontingente ſind in
Dede=
agatſch angelangt. Der türkiſche Generalſtab ſoll ſich
an der bulgariſchen Grenze befinden.
Radoslawow über die militäriſche und politiſche Lage.
* Sofia, 22. Okt. (Verſpätet eingetroffen.)
Mini=
ſterpräſident Radoslawow hat einen
Sonderbericht=
erſtatter von Wolffs Telegraphiſchem Bureau empfangen
und ihm u. a. folgende Mitteilungen gemacht:
„Unſere militäriſchen Operationen in
Serbien gehen ſchnell und günſtig vorwärts.
Wir haben einen großen Teil von Mazedonien beſetzt.
Durch die raſche und erfolgreiche Offenſive der deutſchen,
öſterreichiſch=ungariſchen und bulgariſchen Truppen im
Norden und Oſten ſind die Serben bereits vollſtändig
iſoliert. Sie haben keine Bahnverbindung mehr,
nur eine einzige Telegraphenlinie ſteht
ihnen noch zur Verfügung. Die Niederwerfung Serbiens
wird zweifellos auf die ganze militäriſche und politiſche
Lage der Mittelmächte und ihrer Verbündeten den
günſtig=
ſten Einfluß ausüben und vorausſichtlich auch
das Ende des europäiſchen Krieges
beſchleu=
nigen. Die Serben ſcheinen allerdings noch auf die
Hilfe der Verbandsmächte zu rechnen. Aber die Hoffnung
dürfte ſich als trügeriſch erweiſen. Wenn der
Ver=
band überhaupt ernſtlich beabſichtigt, Serbien Beiſtand zu
leiſten, ſo kann dieſer weder ſchnell genug noch wirkſam
genug erfolgen, abgeſehen von den
Transportſchwierig=
keiten. Selbſt wenn Griechenland ſich eine noch brutalere
Verletzung ſeiner Neutralität gefallen läßt, dürften die
Inder, Auſtralier, Senegalneger und ſonſtigen
Kolonial=
truppen, mit denen England und Frankreich den Serben
zu Hilfe kommen wollen, in Mazedonien mit ſeinem in der
gegenwärtigen Jahreszeit doppelt rauhen Klima ebenſo
nutzlos geopfert werden, wie an den Dardanellen. Die
franzöſiſche und engliſche Flotte bombardierte Dedeagatſch
und Porto Lagos. Es wurde nur wenig Schaden
ange=
richtet und ſollte vielleicht nur eine Art Demonſtration
ſein. Wenn man glaubt, dadurch auf uns Eindruck zu
machen, ſo irrt man ſich. Wir haben alle Vorkehrungen
getroffen, um auch dort jeden Angriff zurückzuweifen. Alles
ſpricht für die falſchen Vorſtellungen, die ſich die
Verbandsmächte von uns und unſeren Verbündeten
gemacht haben. Sie haben geglaubt, daß unſer Volk
gegen die Politik Seiner Majeſtät des Königs und ſeiner
Regierung iſt, und daß es ihnen ein Leichtes ſein würde,
Zwietracht zu ſäen und das Volk gegen uns aufzuhetzen.
Der zuverſichtliche und opferwillige Patriotismus der
un=
ſerer Mobilmachung das Gepräge geben hat, belehrte ſie
wohl eines Beſſeren. Bezeichnend für die ſeltſame
Naivi=
tät, mit der man uns in den Verbandsländern beurteilt
hat, war der Ausſpruch eines franzöſiſchen Finanzmannes,
der mich auf der Rückreiſe von Petersburg in Sofia
auf=
geſucht hat. Er ſagte: „Mit drei Millionen will ich das
ganze bulgariſche Volk auf unſere Seite bringen!”
Ob=
gleich mich dieſe zyniſche Offenherzigkeit etwas verblüfft
hat, erwiderte ich ruhig: „Wenn Sie Geld
hinauszuwer=
fen haben, ſo tun Sie das. Wir ſind nicht reich, aber ſelbſt
wenn Sie drei Milliarden ausgeben, würden Sie unſer
Volk niemals von ſeinen Beſtrebungen zur Verwirklichung
ſeiner nationalen Idee abbringen, für die es
be=
reits ſo ungeheure Opfer an Gut und Blut gebracht har.
Die Ereigniſſe zeigten, wie ſehr ſich dieſer Mann geirrk
hat. Die Mittelmächte hatten ebenſo wie die mit
ihnen verbündete Türkei für uns und unſere
Beſtrebun=
gen ein beſſeres Verſtändnis. Wenn ihre und
unſere Ziele, für die wir nunmehr gemeinſam kämpfen,
erreicht ſind wird Bulgarien, davon bin ich feſt
über=
zeugt, in weiterem engem
Zuſammenarbei=
ten mit ihnen bei allen ihren kulturellen,
wirtſchaft=
lichen und politiſchen Beſtrebungen einen bedeutungsvollen,
für die Geſamtheit ſegensreichen Faktor bilden.”
Die „befriedigenden Vorſchläge” der Entente
an Bulgarien.
* Sofia 23. Okt. (Meldung der Bulgariſchen
Telegraphen=Agentur.) In Erörterung einer in
Peters=
burg veröffentlichten halbamtlichen Mitteilung über die
Verhandlungen der Ententemächte mit
Bulgarien widerlegt die offiziöſe Narodni Prava die
Behauptung, daß die Entente in Sofia für die bulgariſche
Nation befriedigende Vorſchläge gemacht habe, daß ſich
aber die bulgariſche Regierung aus Voreingenommenheit
weigerte, über die bulgariſchen Forderungen zu
verhan=
deln. Das Blatt ſtellt feſt, daß die Entente wohl die
Be=
rechtigung der bulgariſchen Forderungen anerkannte, aber
nicht die Macht beſaß, ihre Erfüllung in Niſch
durchzu=
ſetzen, wo man bis zu den großen Niederlagen der
Ruſ=
ſen in Galizien und Polen eine ablehnende Haltung
be=
wahrte. Erſt in dieſem Zeitpunkte willigten die Serben
ein, über die bulgariſchen Forderungen in Beſprechungen
einzutreten. Es wollte indeſſen nur den Teil
Maze=
doniens abtreten, der Gegenſtand des türkiſch=bulgariſchen
Krieges im Jahre 1912 war. Aber auch dieſes
Zuge=
ſtändnis war unter der ausdrücklichen Bedingung
ge=
macht, daß die bulgariſche Armee ſofort gegen
die Türkei marſchiere, und daß das Gebiet, deſſen
Ab=
tretung zugeſtanden wurde, in die Hände der Bulgaren
erſt nach Beendigung des Krieges übergehe, damit die
Serben dafür die von ihnen beanſpruchten ausgedehnten
öſterreichiſch=ungariſchen Gebiete erhielten. Das lief auf
die Forderung hinaus, daß Bulgarien ſich in einem
Kriege gegen die Türkei erſchöpfe, um eine Vergrößerung
Serbiens herbeizuführen, ohne ſelbſt von Mazedonien
Beſitz ergriffen zu haben, da ja, wie die ruſſiſche
Mittei=
lung ſelbſt zugibt, die Ententemächte ausdrücklich
Bul=
garien verboten auch nur den geringſten Teil des
ver=
ſprochenen Gebietes vor Friedensſchluß zu beſetzen. Die
ſamoſen Verheißungen der Entente liefen ſomit auf
inhaltloſe Verſprechungen hinaus. KKonnte
Bulgarien ſich vernünftigerweiſe darauf verlaſſen?
Eine bulgariſche Proteſtnote.
* Sofia, 23. Okt. (Meldung der Bulgariſchen
Tele=
graphen=Agentur.) Miniſterpräſident Radoslawow
hat an die bulgariſchen Vertreter im Auslande folgende
Proteſtnote mit der Bitte, ſie den Regierungen, bei
denen ſie akkreditiert ſind, mitzuteilen: Ich erhielt
Kenntnis, daß geſtern, am 8. (21.) Oktober, zwiſchen 1 Uhr
nachmittags und Einbruch der Dunkelbeit die
engliſch=
franzöſiſche Flotte die bulgariſche Küſte
am Aegäiſchen Meere, insbeſondere die offenen Städte
Dedeagatſch und Porto Lagos, bombardierten und
daſelbſt beträchtlichen Schaden verurſacht haben.
Dedea=
gatſch iſt während mehr als vier Stunden dem Feuer
von acht großen Einheiten der verbündeten Flotte, Porto
Lagos einem ſolchen von 12 Einheiten ausgeſetzt geweſen.
Zahlreiche Privatleuten gehörige Gebäude ſind durch die
Geſchoſſe zerſtört oder in Brand geſteckt worden. Es iſt
nicht nötig, hinzuzufügen, daß das Feuer der
verbünde=
ten Flotte nicht erwidert worden iſt, da die betroffenen
Ortſchaften infolge ihrer Eigenſchaft als offene Plätze
keinerlei Widerſtandsmittel beſitzen. Indem ich Eurer
Exzellenz dieſe offenkundige Verletzung der
diesbe=
züglichen Vorſchriften der Gebote des
Völker=
rechts, ſowie Artſikel 1 der Konvention, betr. die
Be=
ſchießung durch Seeſtreitkräfte zu Kriegszeiten (Haager
Konvention von 1907) im Namen der Königl.
Bulgari=
ſchen Regierung zur Kenntnis bringe, erhebe ich
nach=
drücklichſt Einſpruch gegen eine ſo barbariſche
Handlungsweiſe, die ſo wenig dem Rufe von
Schützern der Schwachen und Verteidigern des Rechts
angemeſſen iſt, auf deſſen Erringung Großbritannien und
Frankreich einen ſo großen Wert gelegt haben. Eine
Kopie dieſer Note iſt den diplomatiſchen Miſſionen in
Sofia überreicht worden.
Die engliſchen Angebote an Griechenland.
* Paris 23. Okt. Ueber die engliſchen
An=
gebote die Griechenland für den Fall ſeiner Teilnahme
am Kriege gemacht wurden, erfährt Petit Pariſien, daß
Griechenland die Abtretung Joniens der ſerbiſchen
Bezirke am unteren Wardar die bulgariſche
Küſte am Aegäiſchen Meer mit Porto Lagos und
Dede=
agatſch, ſowie Cypern von England angeboten worden
ſeien. Da England im letzten Jahre Aegypten annektiert
hat und ſomit Herr des Landes ſei, habe es nicht mehr
das gleiche Intereſſe an dem Beſitz Cyperns wie früher.
Der ſerbiſche Bericht.
* Genf 24. Okt. La Suiſſe veröffentlicht
folgen=
den ſerbiſchen Kriegsbericht: Auf der
nordweſt=
lichen Front bemächtigte ſich der Feind nach erbitterten
Kämpfen des Dorfes Batſchevac. Die ſerbiſchen
Truppen des linken Flügels, die ſüdlich Belgrad von
ſtarken feindlichen Abteilungen angegriffen wurden,
muß=
ten ſich auf die Stellungen bei Kosmaj zurückziehen. Die
Anweſenheit ſtarker feindlicher Kräfte wurde in der
Ge=
gend Borak Stepojevac feſtgeſtellt. An der
öſt=
lichen Front wurde eine Kolonne, die gegen das Dorf
Kraljawo Sſelo vorgerückt war, von ſerbiſchen Truppen
zurückgeworfen. Die Kolonne zog gegen das Dorf
Och=
liana zurück. An der Niſchawa keine Veränderung.
Die erbitterten Kämpfe bei Vlaſſina dauern an. In den
neuen Provinzen nahm der Feind Veles ein. An
der Front der franzöſiſchen Truppen bei Strumitza
und Krivolac keine Veränderung.
Der Krieg im Orienf.
* Konſtantinopel, 24. Okt. Das
Hauptquar=
tier berichtet von der Dardanellenfront: Bei
Anaforta beſchädigte unſere Artillerie feindliche
Grä=
ben ſchwer. Unſere Artillerie beantwortete das Feuer
eines feindlichen Torpedobootes, das die
Um=
gebung von Djonghair beſchoß, und traf es.
Dichter Rauch und eine Exploſion wurden an Bord
des erwähnten Torpedobootes bemerkt, das in
beſchä=
digtem Zuſtande von anderen Torpedobooten nach
Imbros geſchleppt wurde. Bei Art Burnu und
Sedd=
ül=Bahr, beiderſeits zeitweiſe ausſetzendes Geſchütz= und
Gewehrfeuer und Bombenwerfen. Sonſt nichts von
Be=
deutung.
Der Seekrieg.
* Neu=York, 24. Okt. (Durch Funkſpruch von
dem Vertreter des W. T. B.) Fünf Amerikaner, die über
den Fall „Baralong” ausſagten, machten die Fahrt
mit der „Nicoſian” aus Abenteuerluſt mit. Alle
ſtam=
men aus guter Familie. Der Zeuge Curron iſt
Abi=
turient des Collegs und langjähriger Geſchäftsreiſender,
Pallen gehört zum Theater, Coſby iſt der Sohn eines
Sägemühlenbeſitzers, Clark der Sohn eines
Automobil=
ſabrikanten, Hightower Abiturient des Collegs und Sohn
eines Methodiſtengeiſtlichen. Zeuge Curron erklärte mir:
Weitere 30 Amerikaner, die die Fahrt auf der
„Nicoſian” als Maultierwärter mitmachten und deren
Vormann ich war, ſind bereit, gleichfalls
aus=
zuſagen. Als die Amerikaner in Liverpool ankamen,
ſprach ein engliſcher Rekrutenoffizier bei ihnen vor und
ſuchte ſie zu bewegen, in das engliſche Heer einzutreten.
Er ſagte ihnen, ſie würden in dem Werbungslager in
England verbleiben und nicht an die Front geſchickt
wer=
den. Der Krieg dauere nur noch ein halbes Jahr. Er
verſprach ihnen eine beſondere Vergütung und Ende des
Krieges 40 Pfund Sterling extra. 20 Mann begaben ſich
auf das Bureau des Offiziers, wo ihnen geſagt wurde,
ſie ſollten ſich für Kanadier ausgeben. 13 von ihnen trugen
ſich dann für das Heer ein und beſchworen falſche Angaben
bezüglich ihrer Nationalität; die übrigen ſieben traten im
letzten Augenblick zurück.
* Paris, 24. Okt. Petit Pariſien veröffentlicht
fol=
gende amtliche Meldung: Vom 1. Oktober bis zum 20.
Oktober wurden im Mittelmeer folgende franzöſiſche
Dampfer von feindlichen Unterſeebooten verſenkt:
„Provincia” „Sainte Marie” „Antonie” „Admiral
Ha=
melin‟ Die drei erſten waren leer; die Beſatzung wurde
gerettet. Auf dem „Admiral Hamelin” kamen 64 Mann
um. (Der amtliche Bericht verſchweigt, daß die 64
Um=
gekommenen Soldaten waren.)
* Paris, 24. Okt. Petit Pariſien meldet aus Le
Havre: Der Dampfer „Pomeranian” der aus
Ka=
nada zurückkehrte, ſtrandete infolge Nebels beim
Leucht=
turm von Octeville. Es wird bekannt gegeben, daß der
Dampfer „Saint Piere” nicht, wie urſprünglich
ge=
meldet, von einem deutſchen Unterſeeboot verſenkt
worden ſei. Es müſſe eine Verwechſelung mit einem
ande=
ren Schiff vorliegen.
Verluſt eines engliſchen Kriegsſchiffes!
* (Zenſ. Bln.) Aus Budapeſt wird dem B. L.
be=
richtet: A Vilag meldet aus Saloniki: Seit zwei Tagen
iſt ein großes engliſches Kriegsſchiff, das in
dem hieſigen Hafen erwartet wurde, überfällig. An
Bord des Schiffes das von Mudros nach Saloniki
ab=
gefahren war, befanden ſich auch zwei franzöſiſche und
vier engliſche Generale. Die Ausfahrt des Schiffes war
der Truppenleitung in Saloniki gemeldet worden.
Seit=
dem aber lief keine Nachricht mehr ein. Das
engliſch=
franzöſiſche Offizierkorps in Saloniki befindet ſich in
gro=
ßer Erregung. Man befürchtet, daß das Schiff durch ein
ſeindliches Unterſeeboot oder durch eine Mine verſenkt
worden iſt. Zur Suche entſandte Hilfskreuzer kehrten
ohne Erfolg zurück.
Amerikaniſche Erkenntnis.
* London, 23. Okt. (Zenſ. Bln.) Der Neu=Yorker
Korreſpondent des Daily Chronicle bringt folgende
Bei=
ſpiele von Artikelüberſchriften
amerikani=
ſcher Zeitungen: „England an den Rand der
Ver=
nichtung gebracht” „Enthüllung des Schwindels” „
Zu=
ſammenbruch der Lügen” „Die Enttäuſchung des
Darda=
nellenfeldzugs” „Die Balkangefahr”, „Asquſths Kabinett
erſchüttert”, „Sturm ſteht bevor”
Die Aaitation gegen das engliſche Kabinett.
* London, 24. Okt. Der parlamentariſche
Korre=
ſpondent der Times meldet: Die Zahl der
Abgeord=
nellen, die einen Regierungswechſel wünſcht,
wächſt täglich.
* London, 24. Okt. Die konſervative Wochenſchrift
Spectator ſchließt einen Artikel, in dem ſie vor Angriffen
gegen die Regierung warnt, mit den Worten: Die
Re=
gierung muß im Amte bleiben, weil keine
an=
dere Regierung da iſt, und die Mehrheit des Unterhauſes
das wohl weiß.
Amerikaniſche Kredite für Rußland.
* London, 24. Okt. Daily Telegraph meldet aus
Neu=York vom 21. Oktober: Die Verhandlungen über die
Errichtung eines ruſſiſchen Kredites nähern
ſich dem Abſchluſſe. Der Kredit wird vermutlich die
Form von Akzepten annehmen im Betrage von 25 bis 50
Millionen Dollars. Das Geld ſoll für ruſſiſche Ankäufe
verwendet werden.
* Paris, 23. Okt. Der Temps meldet aus Madrid:
Miniſterpräſident Dato erklärte alle Gerüchte über eine
Kabinett skriſe für unbegründet. Sämtliche
Miniſter ſeien in allen Hauptpunkten der äußeren und
der inneren Politik einig. Lange Debatten zwiſchen den
Miniſtern über den neuen Staatshaushaltsetat ſeien
an=
geſichts der gegenwärtigen ernſten Verhältniſſe nichts
Außergewöhnliches; ſie bewieſen keineswegs, daß tiefere
Meinungsverſchiedenheiten beſtünden.
Letzte Nachrichten.
* Berlin, 23. Okt. Der Reichsanzeiger veröfſentlicht
Bekanntmachungen betreffend Aenderung der
Verord=
nung vom 26. Auguſt 1915 über den Verkehr mit
Hülſenfrüchten, betreffend Ergänzung der
Verord=
nung über den Verkehr mit Gerſte aus dem Erntejahr
1915 vom 28. Juni 1915, über das Verbot des
Vorver=
kaufs von Stroh aus der Ernte 1915, über Aenderung der
Verordnung vom 8. Juli 1915 über Höchſtpreiſe für
Pe=
troleum und Verteilung der Petroleumbeſtände, über
Er=
weiterung der Bekanntmachung über Vorratserhebungen
vom 2. Februar 1915 und betreffend Veräußerung von
Kauffahrteiſchiffen an Nichtreichsangehörige.
* Berlin, 23. Okt. Der Berliner Lokalanz. meldet
aus Eſſen: Frau Friedrich Alfred Krupp hat für
den allgemeinen Kriegslazarettdienſt abermals 500 000
Mark geſtiftet.
* Berlin, 23. Okt. Der Berliner Lokalanz. meldet
aus Halle a. S.: Theaterdirektor Geheimer Hofrat
Richards deſſen Verhaftung bereits gemeldet wurde,
iſt aus der Unterſuchungshaft entlaſſen worden.
* Berlin, 23. Okt. Das Berliner Tagebl. meldet
aus Paſſau: Der Erſte Staatsanwalt des
hieſi=
gen Landgerichts hat ſich in ſeiner Wohnung
erſchof=
ſen. Der Tod des einzigen Sohnes, der ſchwer
ver=
wundet war und den er beſuchen wollte, aber nicht lebend
antraf, hat den Unglücklichen in den Tod getrieben.
* Lyon, 23. Okt. Zu dem Exploſionsunglück
in Paris melden die hieſigen Blätter, daß drei weitere
Perſonen ihren Verletzungen erlegen ſeien. Bei den
Auf=
räumungsarbeiten ſeien neuerdings Leichenteile gefunden
worden. Die Zahl der Opfer überſteigt 100. Die Zenſur
habe anfangs verboten, Einzelheiten über die Kataſtrophe
zu veröffentlichen.
Die Eiſenbahner und der Weltkrieg.
* Der Verband Deutſcher Eiſenbahn=
Handwerker und Arbeiter, Sitz Berlin, hatte
ſich bei den erſten beiden Kriegsanleihen mit einer
Summe von 200000 Mark beteiligt und auch ebenfalls
bei der dritten Kriegsanleihe wurden 150000 Mark
ge=
zeichnet. Der Verband trat mit einer Mitgliederzahl von
100 493 Mann in den Weltkrieg ein, davon kämpfen mit
der Waffe 30000 Mann, während ungefähr 10000 Mann
im beſetzten Feindesland Eiſenbahndienſt verrichten, bis
zum 1. Auguſt waren 698 Mitglieder als gefallen
gemel=
det, 242 Mann erwarben ſich das Eiſerne Kreuz 2. Klaſſe,
darunter auch mehrere das Eiſerne Kreuz 1. Klaſſe und
Verdienſtmedaillen. Für die Angehörigen wand die
Zentralſtelle nahezu 100000 Mark Kriegsunterſtützungen
auf, während die dem Verbande angehörigen 925
Orts=
vereine faſt alle noch ihre beſonderen Lokalkaſſen haben,
von denen einzelne nahezu 20000 Mark zahlten, alle
Lo=
kalkaſſen zuſammen rund 400000 Mark. Der Verband
hat alſo eine halbe Million Mark, und zwar aus
frei=
willigen Beiträgen der zurückgebliebenen Mitglieder,
welche noch in ihrem Arbeitsverhältnis ſtehen, für
Unter=
ſtützungszwecke bis jetzt aufgebracht für die
Hinterblie=
benen, deren Ernährer im Felde ſtehen. Es wird der
dringende Appell an die noch fernſtehenden Eiſenbahner
gerichtet, ſich an dieſer guten Sache ebenfalls zu
beteili=
gen und ſich die Mitgliedſchaft zu erwerben, um auch
ihren Arbeitskollegen, welche für ſie im Felde kämpfen,
ihr Scherflein beiſteuern zu können. Denn die Deviſe
heißt „Einer für Alle und Alle für Einen”
Verluſtliſte.
* Die Preußiſche Verluſtliſte Nr. 355
ent=
hält u. a.: Infanterie=Regiment Nr. 116. Etappen=
Hillfs=
bäckereikolonne Nr. 1 des XVIII. Armeekorps. — Weiter
ſind erſchienen die Bayeriſche Verluſtliſte Nr. 227, die
Sächſiſche Verluſtliſte Nr. 207, die Württembergiſche
Ver=
luſtliſte Nr. 285 und die Marine=Verluſtliſte Nr. 53.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Eiwas gan Besonderes
Geſchäftliches.
Gutes Schuhfett muß Tran enthalten, denn es iſt
das beſte bis jetzt bekannte Lederkonſervierungsmittel.
Deshalb werden auch von unſeren Soldaten im Felde
für ihre Stiefel ſtets gute Tranlederfette verlangt. Gute
Schuhfette ſtellt die Firma Carl Gentner in
Göppingen her. Dr. Gentners „Tranolin” und
„Univerſaltranlederfett” enthalten Tran und
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Familiennachrichten.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Geſtern abend entſchlief ſanft im 87.
Lebens=
jahre unſere liebe Tante
Franiein uiſſe Whilg.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Emilie Kempff Witwe
geb. Uhrig, Gießen,
Frau Thereſe Fuchs
geb. Uhrig, München,
Darmſtadt, den 24. Oktober 1915.
Die Beerdigung findet Dienstag, 26. Oktober,
vormittags 11¼ Uhr, auf dem alten Friedhof
ſtatt, die Einſegnung ¼ Stunde vorher im
Trauerhauſe, Hochſtraße 27. (14939
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme an dem uns betroffenen
Verluſte, beſonders für die troſtreichen
Worte des Herrn Pfarrer Velte,
ſprechen wir auf dieſem Wege unſeren
innigſten Dank aus.
(14935
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Raab.
Darmſtadt, den 23. Oktober 1915.
(Rheinſtraße 28.)
Dankſagung.
Da es uns unmöglich iſt, jedem einzelnen zu
danken, der an unſerem ſchmerzlichen Verluſte
teil=
nahm, ſprechen wir auf dieſem Wege unſeren
innigſten Dank aus. Ganz beſonders danken wir
den lieben Schweſtern und Wärtern für die
auf=
opfernde Pflege, dem Herrn Pfarrer Marx für die
troſtreichen Worte am Grabe, ſeiner Lehrerin und
ſeinen treuen Kameraden für die ſchöne
Kranz=
ſpende und das Geleit auf ſeinem letzten Wege.
14938)
Familie Schäfer
Reſtauration „Zur Windmühle‟.
Verſteigerungskalender.
Dienstag, 26. Oktober.
Laubſtreu=Verſteigerung um 10 Uhr bei Wirt
Heberer zu Meſſel.
Leitung: Dr. Otto Waldaeſtel. Verantwortlich für den leitenden
politiſchen Teil und für Feuilleton: Dr. Otto Waldaeſtel; für
Volkswirtſchaftliches, Parlamentariſches und Kommunalpolitiſches:
Haus H. Gieſecke; für Stadt und Land und den geſamten übrigen
Teil: Kurt Mitſching; für den Anzeigenteil, Anzeigenbeilagen und
Mitteilungen aus dem Geſchäftsleben: Paul Lange.
Druck und Verlag: L. C. Witlich’ſche Hofbuchdruckerei.
Sämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorar=
forderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Unverlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
Die heutige Nummer hat 4 Seiten.
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Zur Vermeidung ſpäterer Einſprüche empfiehlt es ſich, die
Quartierſcheine alsbald nach Abgang der Mannſchaft dem ſtädt.
Einquartierungsausſchuß, Stadthaus Zimmer Nr. 23, zur Prüfung
und Feſtſtellung der Quartierleiſtung vorzulegen. Daſelbſt erfolgt
auch die Anweiſung von Quartiergeld, jedoch nur vormittags.
Bei Verzicht auf Einquartierungsvergütung zu Gunſten
bedürftiger Angehörigen von Kriegsteilnehmern wird um Abgabe
der Quartierſcheine auf vorbezeichnetem Amtszimmer gebeten.
Darmſtadt, den 19. Juli 1915.
Der Oberbürgermeiſter:
(10666a
Dr. Gläſſing.
Ablieferung von Honnenblumenſamen.
Der von privaten Gartenbeſitzern und Landwirten gewonnene
Sonnenblumenſamen wird von jeder Eiſenbahnſtation
entgegen=
genommen und 40 Pfennig für das Kilogramm vergütet. Der
Samen muß jedoch völlig trocken und auch ſonſt einwandfrei,
nament=
lich rein ſein.
(14454a
Darmſtadt, den 11. Oktober 1915.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Abgabe von Eiern durch die Stadt.
Die Stadt hat einen größeren Poſten an Eiern erworben, die
durch die Eiergroßhandlung M. Roſenſtock an die Bevölkerung
ab=
gegeben werden. Die Abgabe erfolgt nur gegen Vorlage der
Brotausweiskarte. Auf die Anzahl der auf der Brotausweiskarte
angegebenen Perſonen (ſowohl Erwachſene wie Kinder) entfallen je
3 Stück (an eine 5 köpfige Familie alſo 15 Stück). Der Preis für
die Eier beträgt 16½ Pfg. für das Stück. Die Eier dürfen
nur an Darmſtädter Einwohner abgegeben werden. Die Abgabe
wird auf die Zeit vom 18. Oktober bis Anfangs November verteilt,
um ein Drängen der Käufer zu vermeiden. Die Eier werden nur
für den eigenen Bedarf abgegeben; das etwaige Weiterverkaufen iſt
unzuläſſig und ſtrafbar.
Darmſtadt, am 16. Oktober 191
(14642gg
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Erhebung von Grasgeldern.
Die Zahlung der rückſtändigen Beträge für erſteigertes Heu=
und Futtergras von der ſtädtiſchen Pallaswieſe, den früheren
Beſſunger Wieſen und verſchiedenen anderen ſtädtiſchen Grundſtücken
aus den Verſteigerungen vom 25. Mai, 7./8. Juni und 11. Juni 1915,
hat bei Vermeidung des koſtenpflichtigen
Zwangsvollſtreckungs=
verfahrens bis längſtens Ende Oktober 1915, an den Werktagen
von 8 bis 12½ Uhr, hierher zu erfolgen.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1915.
Die Stadtkaſſe.
(14185a
Koch.
auf Gogen-
Gothaer Lebensversicherungsbann seitiskett.
Bisher abgeschlossene Versicherungen:
2 Milliarden 235 Millionen Mark.
mit alsbaldiger Auszahlung
Kriegsversicherung der vollen Summe im Todesfall.
Neue vorteilhafte Versicherungsformen.
Vertreter und Beamter der Bank in Darmstadt:
Sebastian Eckler, Klappacherstr. 7, Tel. 243.
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Ein gebraucht.
(rechts) bil
zu verk. P Friese,
Tapezier=
noch gut erh. Helb zu verkaufen.
Näh. Schießhausſtr. 39, I. (*6407so kmeiſter, Pankratiusſtr. 69. (*6489